Source: http://www.juramagazin.de/162185.html
Timestamp: 2020-02-20 22:56:13+00:00

Document:
(3) Die Stimmabgabe der beteiligten Eigentümer zur Bildung der Waldgenossenschaft und zum Mindestinhalt der Satzung kann durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der oberen Forstbehörde ersetzt werden. Die schriftliche Erklärung kann nur bis zum letzten Tag vor der Gründungsversammlung bei der oberen Forstbehörde widerrufen werden.
Auflösung von Waldgenossenschaften:
(1) Eine Waldgenossenschaft ist aufgelöst, wenn sich in der Hand eines Anteilberechtigten befinden.
(3) Eine Waldgenossenschaft kann aufgelöst werden, wenn die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln aller Stimmen, die zugleich mehr als zwei Drittel der zusammenhängenden Flächen halten, beschließt.
Auflösungsverfahren:
(1) Die oberste Forstbehörde stellt die Auflösung der Waldgenossenschaft im Falle des § 17Abs. 1 und 2 in einem Bescheid fest. Der Bescheid ist im Falle des § 17 Abs. 1 dem Mitglied, im Falle des § 17 Abs. 2 der Waldgenossenschaft zuzustellen. Nach Eintritt der Bestandskraft des Bescheids hat die oberste Forstbehörde in den betroffenen Gemeinden ortsüblich bekannt zu machen.
(2) Die Auflösung der Waldgenossenschaft nach § 17 Abs. 3 ist unter Darlegung der Voraussetzungen von der Waldgenossenschaft bei der obersten Forstbehörde zu beantragen. Liegen die Voraussetzungen für eine Auflösung vor, so erlässt die oberste Forstbehörde einen Bescheid. Der Bescheid ist der Waldgenossenschaft zuzustellen. Nach Eintritt der Bestandskraft des Bescheids hat die oberste Forstbehörde die Auflösung in den betroffenen Gemeinden ortsüblich bekannt zu machen.
(3) Im Falle der Auflösung bestellt die oberste Forstbehörde zur Abwicklung der verbleibenden Rechtsgeschäfte einen Liquidator; § 49 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt sinngemäß.
(1) Sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist, wird die Aufsicht über die Waldgenossenschaft von den örtlich zuständigen unteren Forstbehörden ausgeübt.
(2) Forstbehörden im Sinne dieses Gesetzes sind das für die Forstwirtschaft zuständige Ministerium als oberste Forstbehörde, die Landesforstdirektion als obere Forstbehörde und die staatlichen Forstämter als untere Forstbehörden.
Bestehende Verträge Verträge der Gemeinschaften oder Waldgenossenschaften nach § 1 Nr. 1 bis 3 oder ihrer jeweiligen Mitglieder mit Dritten, die vor In-Kraft-Treten dieses Gesetzes geschlossen wurden, bleiben unberührt.
Gleichstellungsbestimmung Status- und Funktionsbezeichnungen in diesem Gesetz gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.
1. das Gesetz über Schutzwaldungen vom 6. Juli 1875 (Preußisch-Deutsche GS. 1806-1895 S. 416),
2. das Gesetz über gemeinschaftliche Holzungen vom 14. März 1881 (GS. für die Königlich-Preußischen Staaten Nr. 13 S. 261) sowie
3. die Forstordnung vom 17. September 1930 (GS. für Thüringen Nr. 32 S. 249) in Verbindung mit Anlage 15 des Gesetzes vom 14. Februar 1931 (GS. für Thüringen Nr. 12 S. 111).

References: § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 49
 § 1