Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j378.htm
Timestamp: 2019-03-24 03:10:29+00:00

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﻿ 378 Darimukha-Jataka
378. Die Erzählung von Darimukha (Darimukha-Jātaka)
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die große Weltentsagung.
§D. Die Begebenheit aus der Gegenwart ist schon oben erzählt [0a].
§B. Ehedem aber herrschte in der Stadt Rājagaha der König von Magadha. Damals nahm der Bodhisattva im Schoße von dessen erster Gemahlin seine Wiedergeburt und man gab ihm den Namen „Prinz Brahmadatta“ [Brahmadattakumara]. Am Tage seiner Geburt wurde auch dem Hauspriester ein Sohn geboren, dessen Antlitz war sehr schön; darum gab man ihm den Namen Darimukha (= „Höhlenmund“).
§D. Die Sache mit dem Phussa-Wagen wird im Mahajanaka-Jātaka [Jātaka 539] erzählt werden. —
§1. „Schmutz sind die Lüste und ein Haufen Dreck;
sie bringen Furcht, die an drei Wurzeln hängt [7].
§2. „Gefesselt bin ich und besessen und erfreut,
Doch tue ich gar manche gute Werke [8].“
§3. „Wer trotz Ermahnung nicht nach dessen Worten tut,
der Tor muss stets von Neuem gehn durch der Mutter Schoß [9].
§4. In die furchtbare Hölle er gelangt,
§5. „Mit Schmutz besudelt und mit Blut befleckt,
§6a. Ich weiß dies aus Erfahrung, nicht von andern,
§6b. Mit mannigfachen gut gesagten Strophen
bekehrte Darimukha jenen Weisen. —
§C. Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber wurden viele bekehrt usw.): „Damals war ich der König.“
[0a] Eine bestimmtes Jātaka ist nicht genannt. Vgl. aber das unten erwähnte Jātaka 539.
[1] D. h. Festwagen. Phussa ist ein bestimmtes Naksatra [1a], das festlich begangen wurde.
[1a] Auf Pali: „nakkhatta“. Es handelt sich um eine astronomische Konstellation.
[3] Der zur Herrschaft Berufene trägt bestimmte Abzeichen an sich, ähnlich wie ein Buddha.
[4] D. h. die Idee von der Vergänglichkeit, der Schlechtigkeit und der Unwirklichkeit der Existenz.
[5] Damit ist gemeint die Erleuchtung, wie sie einem Pacceka-Buddha zuteil wird im Gegensatz zum vollendeten Buddha.
[7] Der Ausdruck bedeutet nach dem Kommentator nur die Stärke der Furcht oder Gefahr.
[8] Der Kommentator fügt dieser Strophe eine lange Erklärung nebst einigen Versen bei, die aber von keiner wesentlichen Bedeutung sind.
[9] D. h. er ist immer von neuem der Wiedergeburt unterworfen. Der Vers bildet die Strophe 325 des Dhammapadam.
[10] Der manchmal vorkommende Ausdruck „gabbhapariharo“ bedeutet eine Zeremonie, die während der Zeit der Schwangerschaft vorgenommen wurde, um das Kind vor bösen Einflüssen zu schützen.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§6