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Timestamp: 2017-07-27 20:36:50+00:00

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1C_157/2014: Das revidierte Strassengesetz des Kantons Zürich verstösst gegen Bundesrecht - swissblawg
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Fabian Klaber	• 19. November 2015
Staats- u. Verwaltungsrecht	Mit Ent­scheid vom 4. Novem­ber 2015 fäll­te das BGer ein Urteil zugun­sten des Ufer­weg­net­zes im Kan­ton Zürich. Am 14. Dezem­ber 2010 wur­de im Kan­ton Zürich die in der Form der all­ge­mei­nen Anre­gung gehal­te­ne Initia­ti­ve “Züri­see für alli” (Kan­to­na­le Volks­in­itia­ti­ve zur Ver­wirk­li­chung des Zürich­see-Ufer­we­ges gemäss kan­to­na­lem Richt­plan) ein­ge­reicht. Der Kan­tons­rat lehn­te die Initia­ti­ve ab. In der Fol­ge wur­de die Initia­ti­ve zurück­ge­zo­gen und der Regie­rungs­rat des Kan­tons Zürich arbei­te­te eine Vor­la­ge zur Revi­si­on des kan­to­na­len Stra­ssen­ge­set­zes (StrG, LS 722.1) aus. In der Schluss­ab­stim­mung vom 25. Novem­ber 2013 nahm der Kan­tons­rat die Vor­la­ge zum Stra­ssen­ge­setz an. Des­sen § 28c zum The­ma “Bean­spru­chung von pri­va­tem Grund­ei­gen­tum” lau­tet fol­gen­der­ma­ssen:
Für die Erstel­lung von Ufer­we­gen dür­fen Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer pri­va­ter Grund­stücke nicht ent­eig­net und ihre Grund­stücke nicht ander­wei­tig bean­sprucht wer­den.
Die Beschwer­de des Ver­eins “Ja zum See­ufer­weg” und von 15 Pri­vat­per­so­nen gegen den Beschluss des Kan­tons­rats wird vom Bun­des­ge­richt gut­ge­hei­ssen.
Die Beschwer­de­füh­rer brin­gen ins­be­son­de­re vor, dass der Kan­ton Zürich auf­grund von § 28c StrG der ihm gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c RPG (Raum­pla­nungs­ge­setz, SR 700) oblie­gen­den Auf­ga­be (Schutz und Zugäng­lich­ma­chen von Ufer­land­schaf­ten für die All­ge­mein­heit) nicht mehr nach­kom­men kön­ne und das StrG des­halb Bun­des­recht ver­let­ze. Das BGer führt dazu fol­gen­des aus:
Ein gene­rell-abstrak­ter Aus­schluss von Ent­eig­nun­gen erschie­ne dann als zuläs­sig, wenn die Erleich­te­rung des öffent­li­chen Zugangs und der Bege­hung von See- und Fluss­ufern auch auf ande­rem Weg als durch Ent­eig­nung gewähr­lei­stet wer­den könn­te. In die­ser Hin­sicht ist fol­gen­des zu beden­ken: Soweit die öffent­li­che Hand nicht bereits selbst über Ufer­grund­stücke ver­fügt, wel­che für den Bau eines Ufer­wegs bean­sprucht wer­den kön­nen, kommt als Alter­na­ti­ve zur Ent­eig­nung ein­zig der frei­hän­di­ge Erwerb von Grund­ei­gen­tum oder Weg­rech­ten in Betracht. Wie die Beschwer­de­füh­rer zu Recht ein­wen­den, dürf­te mit die­sem Vor­ge­hen die Erstel­lung län­ge­rer Ufer­weg­ab­schnit­te jedoch prak­tisch ver­un­mög­licht wer­den. Ein ent­spre­chen­der Ver­such könn­te im Ein­zel­fall schon dann schei­tern, wenn sich in einer Rei­he von Ufer­grund­stücken ein ein­zi­ger Eigen­tü­mer wei­gern wür­de, die not­wen­di­gen Rech­te abzu­tre­ten und eine Weg­füh­rung hin­ter dem betref­fen­den Grund­stück auf Grund der kon­kre­ten Gege­ben­hei­ten nicht in Betracht fällt. Auf­grund der kla­ren gesetz­li­chen Vor­ga­be in Art. 28c StrG wäre in sol­chen Fäl­len eine Ver­hält­nis­mä­ssig­keits­prü­fung von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen (E. 3.7.).
Das BGer kommt zum Schluss, dass der Kan­tons­rat mit sei­nem Beschluss Bun­des­recht ver­let­ze, da der Aus­schluss von Ent­eig­nun­gen in gewis­sen Kon­stel­la­tio­nen den Pla­nungs­grund­satz von Art. 3 Abs. 2 lit. c RPG unbe­acht­lich wer­den las­se.
Revidierte V über Gerichtsgebühren im Kt. ZH genehmigt1C_312/2014: Der Zürcher Kantonsrat hat die Kulturlandinitiative sowohl formell als auch materiell ungenügend umgesetzt (amtl. Publ.)2C_798/2014: Das BGer verneint die Legitimation des Kantons Zürich zur Beschwerdeführung gegen einen Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts (amtl. Publ.)2C_291/2014: Das neue Schulgesetz des Kantons Graubünden verstösst weder gegen die Sprachenfreiheit noch gegen die Gemeindeautonomie (amtl. Publ.)
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References: BGer 
 § 28
 § 28
 Art. 3
 BGer 
 Art. 28
 BGer 
 Art. 3
 BGer