Source: http://johannisgilde.com/satzung-und-beitragstabelle-sowie-beliebung-beschlossen-auf-der-mitgliederversammlung-am-08-06-2015/
Timestamp: 2019-08-23 00:12:56+00:00

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Satzung und Beitragstabelle sowie Beliebung , beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 08.06.2015 | St. Johannis Toten- und Schützengilde v. 1192 e.V.
Die St. Johannis Toten- und Schützengilde wurde 1192 als Kalandsbruderschaft der Heiligen Katharina gegründet. Wie beim zehnten Bundesschießen in Berlin im Jahre 1892 festgestellt wurde, ist sie die älteste Gilde Deutschlands.
Sie ist als Verein im Sinne des § 21 BGB in das Vereinsregister beim Amtsgericht Lübeck unter der Registernummer VR 212 eingetragen.
Die Gilde hat sich der Pflege und Wahrung alten Brauchtums, der Tradition, des Heimatgedankens und der plattdeutschen Sprache sowie deren Überlieferung an kommende Generationen verschrieben. Sie lebt diese Ziele durch gegenseitige Unterstützung von Mitgliedern oder deren Hinterbliebenen.
„St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V.“
a altes Brauchtum aus Oldenburg in Holstein und Umgebung, überlieferte Traditionen, den Heimatgedanken sowie die plattdeutsche Sprache zu pflegen
b die Unterstützung von Gildemitgliedern und deren Hinterbliebenen durch Gewährung einer einmaligen Beihilfe
c alljährliche Durchführung des Gildefestes um Johanni d Veranstaltung eines Gildeballs um Fastnacht
Die Gilde besteht aus aktiven Mitgliedern, passiven Mitgliedern und Ehrenmitgliedern.
Mitglied kann jede Bürgerin und jeder Bürger der Stadt Oldenburg in Holstein und der Gemeinden in der näheren und weiteren Nachbarschaft werden, die/der das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Auf Vorschlag von drei aktiven Gildemitgliedern kann jede weitere Person die Mitgliedschaft erwerben.
Die aktive Mitgliedschaft in der Gilde kann nur durch Männer erlangt werden. Nur aktive Mitglieder haben Sitz und Stimme in den Mitgliederversammlungen.
Die Mitgliedschaft ist schriftlich durch eine Beitrittserklärung, über deren Annahme der Gildevorstand zu entscheiden hat, zu erlangen.
Auf Vorschlag des Gildevorstandes und mit Zustimmung der Mitgliederversammlung kann einem Gildemitglied die Ehrenmitgliedschaft verliehen werden.
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss oder bei Auflösung der Gilde.
Der zum Jahresschluss mögliche Austritt aus der Gilde erfolgt mit einer Frist von drei Monaten mit einer schriftlichen Erklärung an den Gildevorstand.
Über den Ausschluss entscheidet der Gildevorstand durch schriftlichen Bescheid. Vor einem Ausschluss ist dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, schriftlich Stellung zu nehmen. Gründe für einen Ausschluss sind insbesondere:
– Nichtzahlung des Beitrages für das verflossene Gildejahr, wenn dem säumigen Mitglied zuvor eine Nachfrist von 3 Monaten gesetzt worden ist.
Einen Ausschluss wegen gildeschädlichen Verhaltens kann der Gildevorstand nur einstimmig beschließen.
Mit dem Tage der Austrittserklärung bzw. während des Ausschlussverfahrens ruhen alle Rechte des Mitgliedes. Mit Wirksamwerden der Austrittserklärung oder des Ausschlusses erlischt für das Mitglied jedes Anrecht am Vereinsvermögen und auf alle satzungsmäßigen Leistungen.
Finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Gilde enden mit Ende des Jahres, in dem der Austritt bzw. der Ausschluss erfolgt.
Jedes Mitglied zahlt bei Eintritt in die Gilde eine Aufnahmegebühr und im Verlauf der Mitgliedschaft jährliche Beiträge. In den Beiträgen der aktiven Mitglieder sind die Kosten zur Teilnahme am Schießen während des Gildefestes enthalten.
Beiträge sind Bringschulden. Sie werden einmal jährlich im Bankabrufverfahren eingezogen, soweit nicht auf Antrag an den Gildevorstand eine andere Art der Beitragszahlung im Einzelfall genehmigt wird.
Mitglieder, die im Laufe eines Gildejahres eintreten, sind für das ganze Jahr beitragspflichtig. Ehrenmitglieder sind von den laufenden Jahresbeiträgen befreit.
Seit dem 01.01. 2012 zahlen alle Mitglieder, unabhängig von der Dauer ihrer Mitgliedschaft ihre entsprechenden Jahresbeiträge und solange die Mitgliedschaft besteht. Für die von der bis zu diesem Zeitpunkt gültigen Altregelung (Beitragsfreiheit ab dem 50.Jahr der Mitgliedschaft) betroffenen Mitglieder gilt eine Besitzstandswahrung.
Zur Finanzierung von Investitionen und zum Abbau von Schulden kann die Mitgliederversammlung auf Antrag des Gildevorstandes die Festsetzung und Erhebung einer einmaligen Umlage beschließen. Die Höhe einer Umlage darf den Betrag von 200 € pro Mitglied und Jahr nicht übersteigen. Eine Umlage darf nur alle drei Jahre beschlossen werden. Die Umlage kann nur für aktive Mitglieder beschlossen werden.
Aktive und passive Mitglieder sowie Ehrenmitglieder haben das Recht an allen Veranstaltungen der Gilde teilzunehmen, soweit die Teilnahme nicht aktiven Mitgliedern vorbehalten ist.
Die Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ist aktiven Mitgliedern und Ehrenmitgliedern vorbehalten: Treffen der Gildebrüder zum Ausmarsch Ausmarsch der Gildebrüder Vogelschießen Mitgliederversammlungen
Verstirbt ein Mitglied, so kann den Hinterbliebenen eine Beihilfe gewährt werden. Zu diesem Zweck unterbreitet der Gildevorstand der Mitgliederversammlung alljährlich einen Vorschlag, ob und in welcher Höhe im darauffolgenden Kalenderjahr diese Beihilfe gewährt werden soll.
Organe der St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V. sind die Mitgliederversammlung und der Gildevorstand.
Um Pfingsten eines jeden Jahres findet regelmäßig eine Mitgliederversammlung in dem dazu bestimmten Gildelokal statt, um über das Gildefest und weitere Gildeangelegenheiten zu beraten und über dazu vom Gildevorstand unterbreitete Vorschläge zu beschließen.
Am Tage nach dem Gildefest findet eine weitere Mitgliederversammlung statt, um Gildeangelegenheiten zu ordnen sowie alle notwendigen Wahlen vorzunehmen.
Über Anträge eines Mitgliedes hat die Mitgliederversammlung zu beraten und zu beschließen, wenn der Antrag mindestens 10 Tage vor der Mitgliederversammlung einem Ältermann angezeigt wurde und der Antrag die Unterschriften von sieben weiteren aktiven Mitgliedern enthält, die den Antrag unterstützen.
Der Gildevorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, wenn er dies für geboten hält. Er ist dazu verpflichtet, wenn das Wohl der Gilde dies erfordert. Darüber hinaus ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung vom Gildevorstand einzuberufen, wenn mindestens ein Zehntel der aktiven Mitglieder dies unter Angabe der Gründe und des Zwecks schriftlich verlangt. Das erforderliche Quorum ist durch Original-Unterschriften der Befürworter zu belegen.
Mitgliederversammlungen werden vom 1. Ältermann bzw. dessen Vertreter oder einem von der Mitgliederversammlung gewählten Versammlungsleiter geleitet.
Die Mitgliederversammlungen beraten und beschließen in folgenden Angelegenheiten: Festsetzung der Aufnahmegebühren, Mitgliedsbeiträge und Umlagen über den Vorschlag des Gildevorstands bzgl. der Zahlung einer Beihilfe gem. § 6 der Satzung Wahl der Ältermänner, Majore, Kapitäne, Gildeschreiber, Schaffer, Adjutanten, Leutnants und Gildebote auf Vorschlag des Gildevorstandes Verleihung der Ehrenmitgliedschaft Satzungsänderungen Auflösung der Gilde Grundstücksgeschäfte einschließlich der Belastung von Gildegrundstücken und damit zusammenhängende Kreditaufnahmen 7. Alle Abstimmungen der Mitgliederversammlungen einschließlich Satzungs- und Zweckänderungen mit Ausnahme bei Auflösung der Gilde erfolgen in offener Abstimmung mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Wahl der Schaffer-Ämter erfolgt geheim mit Kugeln. 8. Die Mitgliederversammlungen werden mit vierzehntätiger Frist unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladung mit Tagesordnung wird in den Lübecker Nachrichten oder dem Folgeorgan bekanntgegeben. 9. Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist vom Gildeschreiber eine Niederschrift zu führen, die vom Vorsitzenden und dem Gildeschreiber zu unterzeichnen und zu den Akten zu nehmen ist.
Ein Gildemitglied kann jedes Amt im Gildevorstand nur einmal in seinem Leben innehaben.
Die Älterleute werden auf drei Jahre aus denjenigen aktiven Mitgliedern gewählt, die Schaffer gewesen sind, und zwar in der Weise, dass sie im ersten Jahr 3. Ältermann, im zweiten Jahr 2. Ältermann und im dritten Jahr 1. Ältermann sind.
Der Gildekönig wird auf dem Gildevogelschießen ermittelt.
Der Major wird auf drei Jahre aus denjenigen Gildemitgliedern gewählt, welche Ältermann und Kapitän gewesen sind. Der Major ist verantwortlich für die Ordnung im Gildezug und für weitere Aufgaben.
Die Kapitäne werden auf drei Jahre gewählt. Sie müssen Ältermann oder – im Ausnahmefall – Schaffer gewesen sein. Sie sind verantwortlich für die Kompanie. Ihr Vorgesetzter ist der Major. Von diesem können sie mit Sonderaufgaben beauftragt werden.
Der Gildeschreiber wird für den Zeitraum von fünf Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Er ist Schriftführer und Schatzmeister der Gilde.
Die Schaffer werden auf zwei Jahre gewählt, wobei sie im ersten Jahr Bierschaffer und im zweiten Jahr Weinschaffer sind. Ihnen obliegt die Bewirtung des Vorstandes und der gesamten Gilde. Sie können von den Ältermännern zu Sonderaufgaben herangezogen werden.
Der Adjutant wird auf sieben Jahre gewählt und ist Helfer des Majors.
Die Leutnants und der Gildebote werden auf unbestimmte Zeit gewählt.
Der Gildevorstand besteht aus:
dem 1., dem 2., und dem 3. Ältermann, dem jeweiligen Gildekönig, dem Major, den 3 Kapitänen, und dem Gildeschreiber.
Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der 1., 2. und der 3. Ältermann.
Sie vertreten die Gilde gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Ältermänner sind gemeinschaftlich vertretungsberechtigt.
Die Ältermänner haben zusammen mit den übrigen Vorstandsmitgliedern die Gilde entsprechend der Satzung zu leiten, die Belange der Gilde zu wahren und das Vermögen der Gilde zu verwalten. Sie haben alle innerhalb der Gilde unter Gildemitgliedern entstandenen Streitigkeiten nach Möglichkeit außergerichtlich zu regeln.
Sofern beim Vogelschießen der König aus den Reihen des Gildevorstandes ermittelt wird, erhält der Adjutant für die Dauer der doppelten Amtsführung Sitz und Stimme im Gildevorstand.
In den Vorstandssitzungen führt der 1. Ältermann bzw. dessen Vertreter den Vorsitz. Beschlüsse des Gildevorstandes werden vorbehaltlich § 3 Nr. 7c der Satzung mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden der Vorstandssitzung den Ausschlag.
Der Vorstand kann weitere Personen zu seinen Sitzungen zur Beratung hinzuziehen, insbesondere die 6 Schaffer und den Adjutanten um über die sie betreffenden Aufgaben und Tätigkeiten zu beraten. Die Hinzugezogenen haben kein Stimmrecht.
Der Gildevorstand nimmt durch die Ältermänner die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung der Gilde gemäß § 26 Abs. 2 BGB war.
Dem Gildevorstand obliegt die allgemeine Geschäftsführung der Gilde. Er ist darüber hinaus für alle Gildeangelegenheiten zuständig, die nicht ausdrücklich den Mitgliederversammlungen vorbehalten sind.
Dem Gildevorstand unterbreitet der Mitgliederversammlung jährlich einen Vorschlag bzgl. der Beihilfezahlung gem. § 6 der Satzung.
Aufgabe des Gildevorstandes ist insbesondere, die Verpachtung der Gildewiesen vorzunehmen, die der Gilde von alters her von der Stadt Oldenburg in Holstein zur Verfügung gestellt sind. Der Gildevorstand hat über die Verwendung der Einkünfte aus der Verpachtung zu Ehren des Königs zu entscheiden.
Zur Beschlussfähigkeit des Gildevorstandes ist die Anwesenheit von mindestens 7 der stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
Der gildeeigene Besitz hat den Zwecken der Gilde zu dienen. Alle Gildeschätze, die einen materiellen und/oder immateriellen Wert darstellen – einschließlich aller Aufschreibungen und Urkunden – müssen im Eigentum der Gilde verbleiben und sind unveräußerlich.
Über die Veräußerung von Grundbesitz können Beschlüsse auf der Mitgliederversammlung nur mit einer 2/3-Mehrheit gefasst werden.
Die Mitgliederversammlung wählt zwei Revisoren aus ihrer Mitte für jeweils sechs Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Die Revisoren dürfen nicht ein Amt im Sinne des § 9 innehaben und sollen in Buchhaltungs- und Steuerfragen erfahren sein.
Den Revisoren obliegt die Überprüfung der Geschäftsführung und der Geschäftsbücher.
Beanstandungen und unterschiedliche Bewertungen der Revisoren sind der
Mitgliederversammlung mitzuteilen. Auf Vorschlag der Revisoren erteilt die Mitgliederversammlung den Mitgliedern des Gildevorstandes durch Beschluss Entlastung.
Das Gildegeschäftsjahr ist das Kalenderjahr
Am Schluss eines jeden Geschäftsjahres hat der Gildeschreiber einen
Rechnungsabschluss zu fertigen. Dieser ist spätestens 3 Wochen nach Beendigung des Geschäftsjahres, von den Revisoren zu prüfen.
Anlässlich der Ältermannübergabe berichten die Revisoren über das Ergebnis der Prüfung der Rechnungslegung und ihren Vorschlag zur Entlastung des Vorstandes.
Mit der Ältermannübergabe treten der 1. Ältermann und die neuen Vorstandsmitglieder in die Rechte und Pflichten ihrer Vorgänger ein.
Der Gildevorstand trägt der Mitgliederversammlung die Rechnungslegung vor. Die Revisoren berichten auf der Mitgliederversammlung über ihre Prüfung und beantragen die Entlastung des Gildevorstandes durch die Mitgliederversammlung.
16 Auflösung der St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V.
Oldenburg in Holstein, den 08. Juni 2015
In der Mitgliederversammlung am 08. Juni 2015 wurden folgende Beiträge beschlossen:
Beitrag neu ab 01. Januar 2016
Ehrenmitglieder: beitragsbefreit
Aktive Mitglieder: 75,00 €
Das Original des goldenen Apfels befindet sich im Banktresor. Die weiteren Gildeschätze befinden sich im Museum der St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192.
Die Ältermannstöcke, Wahrzeichen ihrer Ämter, befinden sich beim jeweiligen Amtsinhaber.
Unsere ehrwürdigen Gildefahnen werden in Glasvitrinen im Rathaus sowie im Gildemuseum verwahrt und werden zu jeweiligen Anlässen entnommen und mitgeführt.
Es hat sich jeder Gildebruder vor diesem ehrwürdigen Symbol respektvoll zu verhalten. Hinter der offenen Lade stehend hat der 1. Ältermann das alleinige Recht und die Pflicht Gericht zu halten.
Beklagte können alle Gildemitglieder einzeln oder in Gruppen, niemals aber Mitglieder des Vorstands sein.
Schaffer, Leutnants und der Gildebote haben je 3 Stimmen der Adjutant hat 5 Stimmen der König, der Major und der 2. Ältermann haben je 15 Stimmen andere Vorstandsmitglieder und Ehrenmitglieder haben je 10 Stimmen
Der 1.Ältermann als oberster Gerichtsherr gibt stets den Ausschlag und entscheidet endgültig. Er kann dem 2. Ältermann das Amt als Gerichtsherr zeitweise übertragen.
Es ist eine Eigenart des Gildeschießfestes, dass es von den Gildemitgliedern in Zelten, die im Kreis des
Schützenplatzes aufgestellt sind, gefeiert wird. Eine Anzahl von Gildebrüdern kann sich mit Genehmigung des Vorstandes zu einer Zeltgemeinschaft zusammenschließen und zu den Gildetagen auf dem Gildeplatz ein Zelt errichten. Die Genehmigung zur Begründung einer Zeltgemeinschaft und Aufstellung eines Zeltes hängt weitgehend davon ab, ob genügend Platz zur Errichtung eines neuen Zeltes vorhanden ist.
Die Zeltgemeinschaft muss mindestens aus 10 Gildebrüdern bestehen,
Die Zeltgemeinschaft muss ein Gildezelt zu Eigentum besitzen, über dessen Art, Umfang und Größe der Vorstand die Genehmigung erteilt.
Ein Gildezelt darf nicht mehr aufgebaut werden, wenn die Mitgliederzahl auf 7 Gildebrüder herabsinkt. Der Gildevorstand kann über die Auflösung dieser Zeltgemeinschaften entscheiden, wenn keine neuen Mitglieder aufgenommen werden.
A.DIE REVISION
Die beiden Revisoren werden auf der Mitgliederversammlung am Gilde-Mittwoch für 6 Jahre von der Gildeversammlung in der Weise eingesetzt, dass ein neu gewählter Revisor 3 Jahre mit seinem Vorgänger und 3 Jahre mit seinem Nachfolger zusammenarbeitet.
Der Dienstälteste ist der 1. Revisor.
Mindestens einer der Revisoren sollten aus einem steuerberatenden Beruf kommen. Die Steuerberatung erfolgt durch einen von der Gilde beauftragten Steuerberater.
Der Gildeschreiber, der gleichzeitig Kassenführer ist, nimmt von Anfang an an der Revision teil. Zu einer vereinbarten späteren Uhrzeit können die 3 Ältermänner dazukommen, um zur Klärung von Beanstandungen beizutragen. Auch andere Gildebrüder können geladen werden, wenn sie mit Geldangelegenheiten oder Sachverwaltungen befasst waren. Die Revisoren arbeiten unentgeltlich. Sie haben das Recht, ein bescheidenes Abendbrotessen mit Getränken am Revisionstage einzunehmen. In der Woche nach der Revision wird der Prüfungsbericht ausgearbeitet und ist noch vor der
Ältermannübergabe den Mitgliedern des Vorstands in Kopie zu übermitteln. Im Rahmen der Ältermannübergabe ist der Bericht offiziell vorzutragen.
Der schriftliche Prüfungsbericht erhält einen Zusatz, in dem die Revisoren erklären, dass wenn sich keine Beanstandungen ergeben haben, sie der Mitgliederversammlung vorschlagen werden, dem Vorstand und insbesondere dem ausgeschiedenen Ältermann Entlastung zu erteilen.
Sollte die Empfehlung zur Entlastung nicht erteilt werden können, weil mindestens ein Revisor Beanstandungen – auch nach Anhörung der Betroffenen – für gewichtig hält, hat auf seinen Antrag hin der neue 1. Ältermann innerhalb eines Monats nach der entscheidenden Feststellung mit einer Frist von 10 Tagen die Mitgliederversammlung einzuberufen, die endgültig zu entscheiden hat. Nach Eröffnung dieser Versammlung durch den 1. Ältermann übernimmt ein Revisor die Versammlungsleitung.
B. DIE ÄLTERMANNÜBERGABE
Die Ältermannübergabe findet so früh wie möglich im Januar eines jeden Jahres statt. In der Regel fällt dieser Anlass auf den 3. Sonnabend im Januar.
Gastgeber ist der 2. Ältermann, der durch die Übergabe 1. Ältermann wird. Der Gastgeber soll noch im alten Jahr die Einladung zu sich nach Hause oder in eine Gastwirtschaft persönlich oder durch den Gildeboten aussprechen.
Eingeladen werden auf jeden Fall der Vorstand, die Revisoren und die Ehrenmitglieder sowie Adjutant und Gildebote. Als Gäste können Vertreter der Stadt Oldenburg (Bürgervorseher/in und /oder Bürgermeister/in), Vertreter der Bundeswehr Putlos und der Kirche eingeladen werden. Zur Unterstützung der „Fru Öllst“ können auch die Weinschaffer beordert werden, die dann mit weißer Schürze zu erscheinen haben. Darüber hinaus kann der Gastgeber in beschränktem Umfang persönliche Gildefreunde einladen. In diesem Fall ist vorher eine Vorstandssitzung abzuhalten, um sich mit den Revisoren frei aussprechen zu können.
Die anwesenden Gäste warten stehend bis der Major die Plätze einzeln zugewiesen hat. Der Gastgeber begrüßt die Gäste und lässt den König «hochleben».
Er bedankt sich im Namen der Gäste bei der Hausfrau für die gute Bewirtung und überreicht ihr einen Scheck der Gilde zu ihrer persönlichen Verfügung und lässt sie gleichzeitig «hochleben». Er fordert dann den Gildeschreiber auf, schwerpunktmäßig Auszüge aus den Protokollen des abgelaufenen Gildejahres zu verlesen. Der Gildeschreiber beschränkt sich auf die wichtigsten Ereignisse und vor allem auf die Wahlergebnisse der letzten Mitgliederversammlung am Gilde-Mittwoch.
Danach trägt der scheidende 1. Ältermann seinen ausführlichen Jahresbericht vor und bedankt sich bei allen, die ihn in seinem Amt zur Seite gestanden haben.
Der scheidende 1. Ältermann fordert jetzt den 1. Revisor auf, das Ergebnis der Revision vorzutragen. Zu den einzelnen Revisionspunkten haben die Revisoren Zwischenfragen und Stellungnahmen zuzulassen.
Abschließend verliest der 1. Revisor den schriftlich verfassten Prüfungsbericht in dem die Revisoren erklären, dass wenn sich keine Beanstandungen ergeben haben, sie der Mitgliederversammlung vorschlagen werden, dem Vorstand und insbesondere dem ausscheidenden Ältermann Entlastung zu erteilen.
Eine Ausfertigung des Prüfungsberichtes wird dem ausscheidenden und dem neuen 1.Ältermann übergeben.
Abschließend danken die Revisoren dem Vorstand für die geleistete Arbeit.
Der scheidende Ältermann tritt vor an einen für alle sichtbaren Platz und bittet den Folgeältermann (also den Gastgeber) zu sich. Mit Dankesworten für die gute Zusammenarbeit folgt:
Hiermit öbergev ik Di den irsten Öllermannstock, dat lütte Kloppholt, de Öllermannskee (Kette) mit den Kassen mit de Geldünnerlogen un wünsch Di veel Glück int nie Gilljohr.
Dann bittet er den nächstaufrückenden Ältermann nach vorn und übergibt ihm mit bekannter Zeremonie den 2. Ältermannstock. Gleich danach bittet der neue 2. Ältermann den Folgeältermann nach vorn und übergibt ihm mit bekannter Zeremonie den 3. Ältermannstock.
C. FASTL-AVEND-BALL
Um Fastnacht findet in einem geeigneten Lokal der Fastl-Avend-Ball statt. Hierzu haben die Ältermänner durch Anzeige in der Tageszeitung und Aushang von Plakaten einzuladen.
D. PFINGSTVERSAMMLUNG
Die Versammlung wird mit vierzehntägiger Frist unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
(s. auch § 8 der Satzung)
Der 1. Ältermann eröffnet die Versammlung durch Öffnen der Hauptlade und dreimaliges Aufklopfen mit dem kleinen Klopfholz mit den Worten «de Lod is open». Mit diesem kann er sich bei geöffneter Hauptlade jederzeit Gehör verschaffen. Sodann lässt er den König «hochleben».
Auf der Versammlung sind die Gildebrüder zu befragen, ob das Gildeschießfest stattfinden soll. Nach Zustimmung durch die Gildebrüder gibt der 1. Ältermann das Festprogramm bekannt. Ferner ist über die Silbergewinne Beschluss zu fassen. Auch sind alle das Fest betreffende Angelegenheiten zu regeln.
Durch die Schaffer wird mit den Armenbüchsen eine Kollekte erhoben, und jeder hat Beliebiges zu geben. Aus den Kollekten sind durch die Älterleute vor Weihnachten an bedürftige Gildemitglieder und/oder die ältesten Gildeschwestern und Gildebrüder Präsente zu verteilen.
E. WEINPROBE
und 2. sowie 3. Ältermann,
der Gildeschreiber
Beim Wirt des Schützenhofes wird der Wein zum Gildefrühstück für den Vorstandstisch geprobt und der Preis ausgehandelt. Auf Kosten der Gilde sollte für jeden Berechtigten (Vorstand, Offizierskorps, Weinschaffer, Bierschaffer und geladene Gäste) eine ½ Flache Wein bewilligt werden.
Ebenso wird der «Witwenwein», ein lieblicher Wein, für die Gildeschwestern und der Wein für den Königsimbiss am Dienstagabend ausgewählt.
Beim Wirt des Königslokals wird der Wein für das Königsfrühstück am Montagmorgen bestellt.
Zum Gildeleben gehören auch eine Bierprobe, das Becherwaschen durch die Bierschaffer und die Vogeltaufe durch den 2. Ältermann. Die Durchführung erfolgt nach Abstimmung im Vorstand.
F. DAS GILDEFEST
Jedes Jahr um Johanni treffen sich die Gildemitglieder, um nach althergebrachter Sitte ein Vogelschießen durchzuführen. Nach altem Brauch wird das Fest vom Vorstand vorbereitet und durchgeführt. Der 1. Ältermann ist für den allgemeinen Festablauf, der 2. Ältermann für das Schießen auf den Vogel verantwortlich. Bei zeitweiser Abwesenheit vertritt ihn ein Kapitän. Der 3. Ältermann macht Besuche im Krankenhaus und in den Alten- und Pflegeheimen der Stadt und steht sonst dem 1. Ältermann zur Verfügung.
Derjenige Gildebruder, welcher sich in die Schützenliste einschreiben lässt, ist verpflichtet, an beiden
Schießtagen auszumarschieren, widrigenfalls er als Königsanwärter gestrichen wird, es sei denn, dass Trauer, Krankheit oder dringende Verhältnisse eintreten. In solchem Fall hat er sich beim 2. Ältermann vor dem Ausmarsch zu entschuldigen.
Befreit vom Aus- und Einmarsch sind diejenigen Gildebrüder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, oder Ältermann gewesen sind.
Am Gildesonntag ab 7.00 Uhr beginnt das Kaffeetrinken der Zeltgemeinschaften. Die Ältermänner machen einen Rundgang durch die Zelte und wünschen den Gildeschwestern und Gildebrüdern schöne Gildetage.
Am frühen Nachmittag wird der Gildevogel mit einem geschmückten Fuhrwerk vom Vogelmacher von den Bierschaffern eingeholt, zum Schützenplatz gebracht und dort gerichtet, nachdem sich der Vorstand auf dem Marktplatz diesem Zug angeschlossen hat.
Auf dem Schützenplatz übergeben die Bierschaffer den Gildevogel an den 1.Ältermann, der nach einer kurzen Ansprache seinem 2. Ältermann den Gildevogel überantwortet. Der 2. Ältermann lässt den Gildevogel durch die Richtmannschaft unter Anweisung des Richtmeisters richten.
Nachmittags um ca. 15.30 Uhr treffen sich alle Gildebrüder im Gildelokal. In diesem von den Schaffern unter Leitung des 3. Ältermannes ausgeschmückten Saal befindet sich auch die sogenannte Bierlade der Bierschaffer.
Den Vorstandstisch zieren alte Laden und Gildeschätze.
Ein Kapitän hält dem Aufgerufenen den Grabbelpott mit den Schießnummern hin. Die Schießreihenfolge wird an einem der Hilfsschreibertische namentlich in vorbereiteten Heften (Schießkladden) eingetragen.
Die Bierschaffer melden dem 1. Ältermann rechtzeitig, wenn das für diesen Tag vorgesehene Bier zur Neige geht, damit der 1. Ältermann die Bierlade schließen lassen kann. Schnaps, der gegen Beliebiges von jedem Gildebruder zu kaufen ist, darf auch außer den Bierladezeiten ausgeschenkt werden. Beliebiges bedeutet ein möglichst angemessenes Entgelt in deutscher Währung, wobei grundsätzlich auf größere Beträge nicht herausgegeben wird. Der Schnaps ist von den Bierschaffern beim Saalwirt zu erwerben, ebenso der Wein für den Goldenen Apfel durch die Weinschaffer. Überschüsse rechnen die Schaffer mit dem Gildeschreiber, der auch Kassenführer ist, nach der Schlussversammlung am Mittwoch nach dem Gildefest ab. Wenn die letzte Schießnummer gegrabbelt und notiert ist, schließt der 1. Ältermann die Versammlung durch Schließen der Lade.
Im Anschluss trifft sich Gildevorstand zum Platzkonzert vor dem Rathaus.
Der erste Hauptgildetag – Montag – wird eingeleitet durch den Weckruf verbunden mit den Ständchen, die den Vorstandsmitgliedern und Ehrenmitgliedern gegeben werden. Der Beginn des Weckrufs findet um 5.00 Uhr statt. Die Kapelle teilt sich in zwei Gruppen. Jede Gruppe wird durch einen Weinschaffer angeführt. Weckruf und Ständchen sollten möglichst um 7.00 Uhr abgeschlossen sein. Ab 7.00 Uhr Eintreffen der Älterleute und Sammeln der Gildebrüder im Gildelokal. Die Gildebrüder werden bei Eintreffen mit einem Tusch der Kapelle begrüßt.
Der 1. Ältermann öffnet die Lade. Der erste Gilde Tag hat begonnen.
Gegen 8.00 Uhr schließt der 1. Ältermann die Lade und fordert zum Aufbruch zur Einholung der Fahnen und zum Abholen des Majors und des Königs auf.
Der dritte Ältermann beginnt nach dem Fahnenausmarsch aus dem Rathaus seine Besuche im Krankenhaus und in den Alten- und Pflegeheimen und überbringt die herzlichen Grüße aller Gildeschwestern und Gildebrüder.
Der letztjährige 1. Ältermann begrüßt und betreut die eintreffenden Gäste im Gildelokal.
Die Fahnen werden vom Rathaus eingeholt. Die Vertreter der Stadt erwarten den Zug. Anlässlich der Übergabe der Fahnen hält der Bürgermeister eine Rede auf die Gilde, der 1. Ältermann eine Rede auf die Stadt. Der Bürgermeister lädt die Vorstandmitglieder mit Tabakwaren außerordentlich guter Qualität zum Begrüßungstrunk ein. Danach findet der Fahnenausmarsch statt. Mit den Fahnen wird der Major abgeholt. Er erhält Meldung durch den Adjutanten. Nach der Begrüßung folgt das Abschreiten der Front der Gildebrüder mit dem Adjutanten und den Älterleuten sowie der Marsch der Gilde zum König. Der König erwartet die Gildebrüder vor dem vom Vorstand der Gilde ausgewählten Lokal.
Ein Begrüßungstrunk und ein kleiner Imbiss erwartet die Vorstandsmitglieder, die Offiziere, die Weinschaffer und die Stadtfahnenträger. Anschließend findet der Rückmarsch ins Gildelokal statt.
Im Gildelokal öffnet der 1. Ältermann wieder die Lade.
Der Major gibt das Zeichen zum Ausmarsch. Der 1. Ältermann lässt die Bierlade schließen. Die Gildebrüder treten zum Ausmarsch zum Schützenplatz an.
Adjutant und Major
Ältermann, König, 1. Ältermann
Revisor, Gildeschreiber, 1. Revisor (3. Ältermann)
Fahnenabordnungen der Gastgilden
Musikkapelle (optional)
Nachdem der Vorstand und die Gäste entsprechend der vorbereiteten Tischordnung Platz genommen haben, begrüßt der 1. Ältermann den König, die Gildemitglieder und die Gäste. Der 1. Ältermann lässt den König «hochleben». Anschließend wird das Gildefrühstück eingenommen. Traditionsgemäß wird Mockturtle gegessen. Im Anschluss werden die Festreden gehalten. Dabei soll darauf geachtet werden, dass der Vertreter der Stadt die Reden eröffnet und das Schleswig-Holstein-Lied singen lässt. Nach Möglichkeit soll der Vertreter des Kreises die offiziellen Reden beschließen und das Deutschlandlied singen lassen. Den Abschluss der Reden bildet immer die Damenrede, die durch den Major zu Ehren der Gildeschwestern gehalten wird. Das Frühstück endet mit dem Aufruf des 2. Ältermannes, mit dem Schießen zu beginnen.
Die Sicherheitsoffiziere, die im Besitz einer Feuerwerker- Befähigung sein müssen, haben für die Sicherheit an den Schießleitern und für die Einhaltung der Absperrvorschriften zu sorgen.
Der Vogelholzsammler birgt die abgeschossenen Teile des Vogels, bringt sie zum 2. Ältermann der entscheidet, ob es sich um einen gültigen Gewinn handelt. Der Nummernaufrufer trägt den Gewinn dann in die Schießkladde ein. Wird ein Teil des Vogels in einzelnen Stücken abgeschossen, so dass der Stempel nicht vorgezeigt werden kann, fällt der Preis an die Gilde. Diese Gewinne können auf der Mittwoch-Versammlung verlost werden. Bei kleineren Gewinnen, die oft ganz weggeschossen werden, entscheidet der 2. Ältermann sofort, ob der Gewinn auf einen anderen Teil des Vogels übertragen wird. Ebenso ist zu verfahren, wenn ein Schütze mit einem Schuss zwei Teile abschießt. Für einen Schuss ist grundsätzlich nur ein Gewinn zu erzielen. Der Vogelholzsammler hat auch darauf zu achten, dass die Absperrungen im weiten Rund um die Vogelstange nicht überschritten werden.
Nach dem Schuss für den König wird mit Nr. 1 beginnend in der Reihenfolge der Schießkladde geschossen. Auf welches Teil am Vogel geschossen wird, bleibt dem Schützen überlassen.
Nach der Melkpause wird das Schießen bis gegen 20.00 Uhr fortgesetzt, anschließend erfolgt der Einmarsch mit den Fahnen in das Gildelokal. Der Gildemontag endet für die Gildemitglieder und Gäste mit dem Tanz im Schützenhof.
Am Gildedienstag versammeln sich die Gildebrüder ab 9.00 Uhr im Gildelokal. Bei diesem Treffen im Gildelokal ist die Lade ununterbrochen geöffnet. Gildebier wird ausgeschenkt und es wird Gericht gehalten. Der Ausmarsch erfolgt um 11.00 Uhr und führt über den Alten Markt zum Schützenplatz, so dass das Schießen um 11.30 Uhr fortgesetzt werden kann. Je nach Zustand des Vogels wird intensiv oder mit Verzögerungen weitergeschossen.
Gegen 20.00 Uhr wird der Königsschuss erwartet. Es ist streng darauf zu achten, daß nur die Gildebrüder zum Königsschuss zugelassen werden, die am Ausmarsch teilgenommen haben. Vom Ausmarsch sind jedoch alle Gildebrüder befreit, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, bereits das Amt des Ältermannes bekleidet haben oder entschuldigt sind.
Sollte es sich jedoch ereignen, dass die Schützen in zwei Tagen mit dem Abschießen des Vogels nicht fertig werden, so darf deshalb das Schießfest nicht verlängert werden. Der Vorstand entscheidet, wann das Schießen beendet ist. Die noch am Vogel befindlichen Nebengewinne sind dann unter den Schützen in der Mittwochsversammlung zu verlosen, und zwar unter den nächstfolgenden Schützen. Der König ist auf jeden Fall am Dienstagabend zu ermitteln.
Die Auslosung erfolgt unter Leitung der anwesenden Mitglieder des Vorstands in folgender Weise:
Im Zeitpunkt des Königsschusses trägt der alte König nur die Königskette. Die Königsschärpe hat der 1. Ältermann in Verwahrung, die er dem neuen König nach dem Königsschuss umhängt. Der alte König wird aus seinem Zelt abgeholt und mit Musik in das Zelt des neuen Königs geleitet, wo er von dem neuen König erwartet wird.
Der Adjutant übergibt die vom alten Königszelt abgenommene Zeltkrone dem Zeltvater des neuen Königszelt.
Die Bierschaffer sorgen für zwei Kisten Bier und zwei Flaschen Schnaps in diesem Zelt. Die Schaffer sorgen auch dafür, dass im Schützenhof der Vorstandstisch frei wird und ausreichend Bier für den Vorstand bereit steht.
Im Königszelt hält der 1. Ältermann eine kurze Ansprache, legt hier der neuen Majestät den Königsorden an und bringt ein dreifaches «Hoch» auf den König aus. Die feierliche Königsproklamation durch den 1. Ältermann findet je nach Wetterlage im Schützenhof bzw. unter freiem Himmel statt. Der 2. Ältermann und der Major nehmen dem alten König die Königskette ab und legen sie dem neuen König an. Jetzt richtet die Majestät einige Worte an sein Gildevolk. Mit dem Schleswig-Holstein-Lied findet die Königsproklamation ihren Abschluss. Der scheidende König wird vom 3. Ältermann betreut und dieser ist mit seiner Frau bis zum Einmarsch in das Gildelokal Gast des neuen Königs. Nach der Königsproklamation marschiert die Gilde zur Vogelstange, wo der Adjutant das Schlussgebet spricht und das Dankgebet «Nun danket alle Gott» gesungen wird.
Anschließend erfolgt der Einmarsch des Königs mit Vorstand, Offizierskorps, Stadtfahnenträger und Wein- und Bierschaffern zum Königsimbiss. Hierzu ist die dem König zustehende Wiesenpacht der seit altersher von der Stadt Oldenburg der Gilde überlassenen Königswiesen zu verwenden.
Mit einem langanhaltenden Ball, Gerichtsverhandlungen vor der Lade und Ausschank von Gildebier nimmt dieser 2. Gilde Tag in den frühen Morgenstunden sein Ende.
Die Vorschläge für die Wahlen der 3 Bierschaffer werden satzungsgemäß vom Vorstand gemacht und müssen das Mitgliedsalter berücksichtigen, wobei der Vorstand die Auswahl so zu treffen hat, dass der Ältermannnachwuchs gesichert ist.
Es müssen immer 6 (sechs) Anwärter vorgeschlagen werden, also 3 Anwärter, die zum zweiten Mal und 3 Anwärter, die zum ersten Mal zur Wahl stehen. Wer beim zweiten Mal nicht gewählt wird, scheidet aus. Die Wahlen finden mit Hilfe des sogenannten Kugelkastens statt. Dieser ist zweigeteilt und hat zwei Trichteröffnungen. Jeder Gildebruder verfügt über eine Kugel, die ihm von den Weinschaffern vor dem Wahlgang ausgehändigt wird. Vor dem Kugelkasten sind die Vorgeschlagenen jeweils zu zweit in der Weise vermerkt, dass der eine zum zweiten Mal und der andere zum ersten Mal zur Wahl steht. Die jeweilige Paarung bestimmt der Vorstand. Jeder vom Vorstand Vorgeschlagene hat zuvor seine Bereitschaft zu erklären und muss bei dieser Versammlung anwesend oder beim 1. Ältermann entschuldigt sein. Die Wahl muss von jedem Gildebruder persönlich durch Einwerfen der Kugel in den betreffenden Trichter des Kugelkastens ausgeübt werden, da andernfalls der Wahlgang ungültig ist und wiederholt werden muss. Die Kugeln werden nach dem Wahlgang von den 3 Kapitänen ausgezählt. Die meisten Kugeln bestimmen den Wahlsieg.
Die Weinschaffer werden nicht gewählt, sondern die Bierschaffer des Vorjahres rücken automatisch in die Stellung des Weinschaffers. Fällt ein Weinschaffer während des Gildejahres aus, so wird er durch einen vom engeren Vorstand zu bestimmenden Bierschaffer ersetzt. Fällt ein Bierschaffer aus (aucb durch Aufrücken zum Weinschaffer) bestimmt der Vorstand aus den drei zur Wahl gestandenen denjenigen, der Bierschaffer wird.
Der zukünftige 3. Ältermann wird durch Zuruf gewählt, und zwar auf Vorschlag des Vorstandes.
Der König kann nach eigenem Ermessen zu einem Königessen einladen. Oldenburg in Holstein, den 08. Juni. 2015
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References: § 21
 § 6
 § 26
 § 3
 § 26
 § 6
 § 9
 § 8