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Timestamp: 2019-10-15 12:36:19+00:00

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Rechtsprechung: WM 1991, 1394 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 25.04.1991
https://dejure.org/1991,345
BGH, 28.02.1991 - III ZR 49/90 (https://dejure.org/1991,345)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1991 - III ZR 49/90 (https://dejure.org/1991,345)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1991 - III ZR 49/90 (https://dejure.org/1991,345)
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Rechtsweg - Anwendung von §17 a GVG - Verjährung - Wasserversorgung - Abwasserversorgung
NJW 1991, 1688 (Ls.)
MDR 1991, 793
NVwZ 1991, 606
WM 1991, 1394
Es steht im Ermessen der öffentlichen Hand, die Abwasserbeseitigung als Maßnahme der Daseinsvorsorge entweder mit den Gestaltungsmitteln des öffentlichen Rechts oder in den Formen des Privatrechts zu betreiben (std.Rspr., zuletzt Senatsurteil vom 28. Februar 1991 - III ZR 49/90 - BGHR GVG § 13 Daseinsvorsorge 1 = WM 1991, 1394, 1396 m.w.Nachw.).
Eines schriftlichen Vertragsabschlusses bedurfte es - auch nach der Regelung in § 2 AEB Abwasser - nicht (Senatsurteile vom 25. März 1982 - III ZR 159/80 - NVwZ 1983, 58, 59 und vom 28. Februar 1991 aaO).
Der erkennende Senat hat über die Zulässigkeit des Verwaltungsrechtswegs abweichend von § 17 a Abs. 5 GVG selbst zu entscheiden, weil diese Neuregelung bei Erlaß des erstinstanzlichen Urteils noch nicht in Kraft getreten war (vgl. BVerwG, Beschluß vom 4. November 1991 - BVerwG 7 B 53.91 - Buchholz 300 § 17 a GVG Nr. 2; BGH, NVwZ 1991, 606, NJW 1991, 1686 und NJW 1993, 1656).
Soweit sie sich dafür auf höchstrichterliche Entscheidungen berufen, betrafen diese entweder gerade nicht die prozeßrechtliche Position eines im Zeitpunkt der Einlegung zulässigen Rechtsmittels (so etwa BVerfGE 24, 33 [54]; BGHZ 12, 254 ff.;… BGH NJW 1978, S. 1260 f.; BVerwGE 15, 48 ff.; OGHZ 1, 1 ff.; BGHZ 3, 82 ff.), oder die Statthaftigkeit eines eingelegten Rechtsmittels bestimmte sich nach einer klaren Übergangsregelung (vgl. die Entscheidungen BVerfGE 11, 139 [146]; 65, 76 [97 f.]; BVerwGE 66, 312 [314]; BGHZ 7, 161 [165 ff.];… BGH MDR 1978, S. 126; BAG AP § 121 ArbGG 1979 Nr. 1; vgl. ferner neuerdings BGH NVwZ 1991, S. 606 ff.;… BGH WM 1991, S. 207 f.;… BVerwG DVBl. 1992, S. 777 ).
b) Ein Vertragsschluß während des streitigen Zeitraums von 1996 bis 1998 durch beiderseits schlüssiges Verhalten (s. hierzu Senatsurteil vom 28. Februar 1991 - III ZR 49/90 - LM Nr. 2 zu § 17 a GVG = WM 1991, 1394, 1397) scheitert jedenfalls an der Bestimmung des § 8 Abs. 4 RhPfKAG und zuvor an der entsprechenden Vorschrift des § 10 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. a RhPfKAG vom 5. Mai 1986 (GVBl. S. 103).
Der Senat schließt sich in dieser Frage den anderen obersten Gerichtshöfen des Bundes und deren Bewertung an, daß mit der Gesetzesnovelle ersichtlich nicht beabsichtigt gewesen ist, den Beteiligten bezüglich der Überprüfung der Rechtswegzuständigkeit ein Rechtsmittel abzuschneiden, das bei Erlaß der angefochtenen Entscheidung noch gegeben war (BGHZ 114, 1, 3 ff [BGH 28.02.1991 - III ZR 53/90]; NVwZ 1991, 606 f; NJW 1991, 2964; Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Buchholz 300 § 17a Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) Nr. 2; BAG AP Nr. 21 zu § 2 ArbGG 1979).
Der Senat folgt insoweit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach § 17 a Abs. 5 GVG n.F. in den Fällen noch keine Anwendung findet, in denen die geänderten Rechtswegvorschriften bei Abschluß des ersten Rechtszuges noch nicht in Kraft getreten waren (Urteil vom 28. Februar 1991 - III ZR 49/90 - NVwZ 1991, 606).
Bis zur Neufassung des GVG, insbesondere der Einfügung des § 17 a des Gesetzes vom 17. Dezember 1990, war über die Zulässigkeit des Rechtsweges in jeder Lage des Verfahrens, auch in der Rechtsmittelinstanz und somit grundsätzlich auch in der Revisionsinstanz, von Amts wegen zu befinden (BGH, Urt. v. 28. Februar 1991, III ZR 49/90, BGHR GVG § 17 a Abs. 5 n.F. Rechtswegprüfung 1 m. zahlr.N.).
Die Vorschrift ist aber in den Verfahren, die im ersten Rechtszug vor Inkrafttreten des 4. VwGOÄndG am 1. Januar 1991 abgeschlossen wurden, nicht anzuwenden (Urteile des III. Zivilsenats vom 28. Februar 1991 - III ZR 53/90 S. 6 ff, vorgesehen für BGHZ, und III ZR 49/90 S. 4 ff, vorgesehen für BGHR).
Dabei kommt es nicht auf die Bewertung durch die klagende/antragstellende Partei, sondern darauf an, nach welchem - bürgerlichem oder öffentlichem - Recht sich ihr Begehren bei objektiver Würdigung der zu seiner Begründung vorgetragenen Tatsachen beurteilt (std.Rspr., zuletzt Urteile des III. Zivilsenats vom 28. Februar 1991 - III ZR 53/90 S. 8 f aaO und III ZR 49/90 S. 7 aaO, jew. m.w.Nachw.).
Die Klägerin fungiert folglich als Verwaltungshelfer oder Erfüllungsgehilfe und erbringt (ausgelagerte) Dienstleistungen, die an sich ihren mehrheitlich beteiligten Gesellschaften --den Gemeinden in Gestalt der beiden Zweckverbände (vgl. §§ 1 ff. des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit des Landes Sachsen-Anhalt --GKG LSA-- vom 26. Februar 1998, GVBl 1998, 81)-- obliegen (vgl. auch Bundesgerichtshof --BGH--, Urteil vom 28. Februar 1991 III ZR 49/90, NVwZ 1991, 606 ff.; Oberlandesgericht --OLG-- Köln, Urteil vom 24. Februar 1997 17 W 474/96, NVwZ-Rechtsprechungs-Report --NVwZ-RR-- 1998, 469 f.; OVG Nordrhein-Westfalen in NVwZ 1995, 1238); die (Minderheits-)Beteiligung der C-GmbH ändert daran nichts (vgl. auch § 6 Abs. 2 GKG LSA).
Die einschlägigen gesetzlichen Regelungen in § 116 Abs. 3 (hier: Satz 1 Nr. 1) GO LSA stellen indes sicher, dass es sich bei der Klägerin gleichwohl nicht um ein wirtschaftliches Unternehmen, sondern nach wie vor um eine Körperschaft handelt, die hoheitliche Aufgaben der Daseinsvorsorge wahrnimmt (BGH in NVwZ 1991, 606 ff.; OLG Köln in NVwZ-RR 1998, 469 f.; OVG Nordrhein-Westfalen in NVwZ 1995, 1238;… Czychowski, a.a.O., § 18a Rz. 24).
Die gesetzliche Neuregelung ist vorliegend anzuwenden, da es sich nicht um einen sogenannten "Altfall" handelt, bei dem die Entscheidungen der Vorinstanzen vor Inkrafttreten des Gesetzes ergingen (Senatsbeschluß vom 20. August 1991 - 1 ABR 85/90 - DB 1992, 275, auch zum Abdruck in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, im Anschluß an BGH Urteil vom 28. Februar 1991 - III ZR 49/90 - NVwZ 1991, 606; ebenso BVerwG Beschluß vom 4. November 1991 - 7 B 53/91 - Buchholz 300 § 17 a GVG Nr. 2 = Bay VBl 1992, 313).
BGH, 25.04.1991 - VII ZR 280/90
Anspruch einer Gemeinde auf Zahlung der Kosten von Hausanschlüssen: Verjährung
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.1992 - 23 A 1471/90
Unzumutbarkeit; Öffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch; Umstände des …
BVerwG, 04.11.1991 - 7 B 53.91
Rechtsweg - Überprüfungsverfahren - VwGo ÄndG
OVG Niedersachsen, 17.07.1991 - 13 L 96/89
Pauschalierte Lohnkirchensteuer; Lohnkirchensteuer; Lohnsteuer; Maßstabssteuer
VG Leipzig, 06.11.2017 - 6 K 449/15
Anspruch auf Einsicht; Entgeltkalkulation; Ã–ffentliche Einrichtung; …
LSG Nordrhein-Westfalen, 18.07.1991 - L 16 KR 83/91
Rechtsweg; Hauptsacheverfahren; Vorabverfahren; Vorabentscheidung; …
AG Leipzig, 14.02.2001 - 49 C 10024/00
Anspruch des Wasserversorgungsunternehmens auf Zahlung des anteiligen …
https://dejure.org/1991,1005
BGH, 25.04.1991 - VII ZR 280/90 (https://dejure.org/1991,1005)
BGH, Entscheidung vom 25.04.1991 - VII ZR 280/90 (https://dejure.org/1991,1005)
BGH, Entscheidung vom 25. April 1991 - VII ZR 280/90 (https://dejure.org/1991,1005)
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Gemeinde - Kosten eines Gasanschlusses - Kommunales Unternehmen - Energieversorgung - Wirtschaftliche Betätigung - Verjährungsfrist
Hausanschlußkosten: Wann verjährt der Zahlungsanspruch? (IBR 1991, 265)
BGHZ 114, 257
NJW 1991, 2134
ZMR 1991, 333
BB 1991, 1294
DB 1991, 2335
BauR 1991, 474
ZfBR 1991, 200
Maßgebend ist vielmehr, ob Arbeiten ausgeführt worden sind, für die als Gegenleistung ein Entgelt verlangt wird; Auslagen stehen dem gleich (Senat, Urteil vom 25. April 1991 - VII ZR 280/90 - BGHZ 114, 257, 259).
Dabei kann auch in Erfüllung öffentlich-rechtlicher oder gemeinnütziger Aufgaben eine öffentliche Körperschaft Gewinn anstreben (vgl. BGHZ 114, 257/258); dies ist jedoch im Einzelfall zu prüfen (BGHZ 49, 258/260; 57, 191/199 f.), wobei es genügt, einen wirtschaftlichen Erfolg am Markt erzielen zu wollen (BGHZ 95, 155/160).
Im Hinblick auf die ausgeübte wirtschaftliche Tätigkeit und die nach dem Hessischen Eigenbetriebsgesetz (HessEigBG) in dessen § 11 Abs. 3 und 5 vorgegebenen Verpflichtung zur Gewinnerwirtschaftung und Rücklagenbildung und des mit 2, 5 Mio DM angegebenen Stammkapitals besteht an der Eintragungspflicht gemäß § 29 HGB in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 HGB wegen des Vorliegens eines vollkaufmännischen Gewerbebetriebes hier kein Zweifel (vgl. hierzu näher Kohler-Gehrig Rpfleger 2000, 46 ff; Boos DB 2000, 1061 ff; BGH NJW 1991, 2134; KG NJW-RR 1999, 638).
KG, 30.04.1998 - 12 U 854/97
Klage auf Vergütung von Wasserlieferungen und Abwasserbeseitigungen; Eintritt der …
Daß eine Eintragung im Handelsregister fehlt, ist unerheblich (§ 36 HGB; vgl. BGHZ 114, 257f. = NJW 1991, 2134f.).
OLG Bremen, 07.09.2005 - 1 U 40/05
Damit bestimmt sich auch der Lauf der Verjährung nach den §§ 196 ff. BGB a. F. Die Ansprüche der Klägerin auf Zahlung der Hausanschlusskosten für Strom, Gas und Fernwärme für das von den Beklagten errichtete und an ihre GmbHs zur gewerblichen Nutzung vermietete Gebäude sind Ansprüche für die Ausführung von Arbeiten i. S. des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB a. F. und unterliegen damit der zweijährigen Verjährungsfrist, vgl. BGHZ 114, 257,259.

References: §17
 § 13
 § 2
 § 17
 § 17
 BGH 
 BGH 
 § 121
 BGH 
 BGH 
 § 17
 § 8
 § 10
 § 17
 § 2
 § 17
 § 17
 § 17
 § 6
 § 116
 § 18
 BGH 
 § 17
 § 11
 § 29
 § 1
 BGH 
 § 196