Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Berlin-Brandenburg&Datum=16.06.2011&Aktenzeichen=2%20S%2047.11
Timestamp: 2019-10-18 20:33:11+00:00

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OVG Berlin-Brandenburg, 16.06.2011 - 2 S 47.11 - dejure.org
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OVG Berlin-Brandenburg, 16.06.2011 - 2 S 47.11 (https://dejure.org/2011,12689)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 16.06.2011 - 2 S 47.11 (https://dejure.org/2011,12689)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 16. Juni 2011 - 2 S 47.11 (https://dejure.org/2011,12689)
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Art 19 Abs 4 GG, § 80 Abs 5 VwGO, § 80a Abs 3 VwGO, § 113 Abs 1 S 1 VwGO, § 113 Abs. 5 VwGO
Vorläufiger Rechtsschutz; Befreiung; Ausnahme; Errichtung einer Wohnanlage; Nachbar; Wohungseigentümer; Sondereigentum; gemeinschaftliches Eigentum; Rechtsverletzung; Genehmigungsfreiheit; Regelungsanordnung; Anspruch auf bauaufsichtliches Einschreiten; ...
GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 80 Abs. 5; VwGO § 80a Abs. 3; VwGO § 123; BauGB § 30; BauGB § 31; BauGB § 34; BauNVO § 15 Abs. 1; WEG § 13
Vorrang des speziellen Bauordnungsrechts gegenüber allgemeinem Rücksichtnahmegebot; Antragsbefugnis einzelner Wohnungseigentümer bei Bauvorhaben auf Nachbargrundstück
Einstweiliger Rechtschutz der Wohnungseigentümer im Gebäude eines Grundstücks gegen Befreiungsbescheide und Ausnahmebescheide für Baumaßnahmen auf dem Nachbargrundstück; Berücksichtigung der Verschattungssituation auf dem Nachbargrundstück i.R.d. Realisierung eines ...
VG Berlin, 03.05.2011 - 19 L 74.11
Übereinstimmend mit der gefestigten Rechtsprechung (vgl. OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 27. Februar 2012 - OVG 10 S 39.11 -, juris Rn. 4; ebenso Beschluss des Senats vom 16. Juni 2011 - OVG 2 S 47.11 -, juris Rn. 6) ist es weiter davon ausgegangen, dass die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächenvorschriften in der Regel indiziert, dass das Rücksichtnahmegebot im Hinblick auf die durch das Abstandsflächenrecht geschützten Belange nicht verletzt ist, und ein Vorhaben, das die abstandsflächenrechtlichen Vorgaben wahrt, nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen gegen das Rücksichtnahmegebot verstößt.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts, der die Kammer folgt, ist regelmäßig nur die Wohnungseigentümergemeinschaft als rechtsfähiger Verband sui generis und nicht der einzelne Wohnungseigentümer aufgrund seines Anteils am gemeinschaftlichen Eigentum (§ 1 Abs. 5 WEG) berechtigt, im eigenen Namen Abwehrrechte gegen ein Vorhaben auf einem Nachbargrundstück geltend zu machen, da das Grundstück nach § 1 Abs. 5 WEG zum gemeinschaftlichen Eigentum gehört und von den Wohnungseigentümern gemäß § 21 Abs. 1 WEG gemeinschaftlich verwaltet wird (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschlüsse vom 7. August 2009 - OVG 10 A 6.07 -, ZMR 2009, S. 491, vom 16. Juni 2011 - OVG 2 S 47.11 -, S. 3 EA …und vom 4. August 2011 - OVG 10 S 7.11 -, juris, Rn. 6).

References: § 80
 § 80
 § 113
 § 113
 Art. 19
 § 80
 § 80
 § 123
 § 30
 § 31
 § 34
 § 15
 § 13
sui generis
 § 1
 § 21