Source: https://payrollplus.ch/firmen/faq/
Timestamp: 2019-11-15 17:31:13+00:00

Document:
FAQ Firmen - PayrollPlus
Welche Sozialabzüge werden von PayrollPlus getätigt?
PayrollPlus tätigt die Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmersozialabzüge gemäss geltendem Recht. Die Sozialabzüge sind gesetzlich am Bruttolohn zu bemessen.
Arbeitgeberabzüge:
5.125 % AHV (1. Säule, Alters- und Hinterbliebenenversicherung)
1.10 % ALV (Arbeitslosenversicherung)
0.30 % AHV Verwaltungskosten (Verrechnet die AHV für Ihre Aufwände zur Abrechnung)
1.40 % FAK (Familienausgleichskasse muss gesetzlich von allen Arbeitgebern bezahlt werden)
1.855 % KTG (Krankentaggeldversicherung ab dem 4. Tag oder gemäss GAV)
SUVA Berufsunfallversicherung gemäss Kategorie (SUVA Büro 0.22 %, SUVA Handwerk 6.22 %, Industrie- & Dienstleistungsberufe 1.22 %)
1-5 % Arbeitgebernebenkosten (Gesetzliche Absenzen etc. je nach Vertrag)
Arbeitnehmerabzüge
5.125 % AHV (1. Säule, Alters- und Hinterbliebenen Versicherung)
1.6 % KTG (Krankentaggeldversicherung ab dem 4. Tag oder gemäss GAV)
SUVA Nicht-Berufsunfallversicherung gemäss Kategorie (SUVA Büro 0.81 %, SUVA Handwerk 2.06 %, Industrieberufe 1.46 % , Dienstleistungsberufe 1.86 %)
AHV-Freibetrag 2300.- pro Jahr
Grundsätzlich sind von jeder Lohnzahlung AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge abzuziehen. Das gilt uneingeschränkt für Personen, die
in einem Privathaushalt (beitragsfrei bleiben aber Löhne bis zu 750 Franken pro Jahr und Arbeitgeber an Jugendliche bis 25 Jahre; siehe Ziffer 6) oder
von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen, sowie von Schulen im künstlerischen Bereich entlöhnt werden. Ausserhalb dieser Branchen müssen keine Beiträge erhoben werden, wenn
der Lohn 2 300 Franken pro Jahr nicht übersteigt, und
die oder der Arbeitnehmende die Beitragsentrichtung nicht verlangt. Infoblatt der AHV: https://www.ahv-iv.ch/p/2.04.d
Übersteigt Ihre Rechnung an den Kunden die 2300.- nicht, können Sie eine AHV-Verzichterklärung ausfüllen und Ihr Kunde darf Ihnen diesen Betrag ohne Probleme und AHV Abzüge auszahlen, auch wenn Sie keine eigene Rechtsform besitzen.
Wie ist das Sozialsystem der Schweiz aufgebaut?
Die Vorsorge der Schweiz basiert auf 3 Säulen und hat sich im Internationalen Vergleich stets bewährt.
Die erste Säule (AHV, IV, EO)
Diese entspricht dem Solidaritätsprinzip. Alle Erwerbstätigen (auch Grenzgänger) und Arbeitgeber zahlen die monatlichen Beiträge, welche die aktuellen Rentner finanziert (AHV Rente).
Das Rentenalter beträgt bei Männern 65 Jahre und bei Frauen 64 Jahre.
Die erste Säule deckt somit die Existenzgrundlage im Alter und Todesfall (AHV), bei Erwerbsunfähigkeit (IV) und bei Erwerbsausfall (EO). Das Ziel ist hier die Existenzsicherung.
Die zweite Säule (BVG, UVG)
Die berufliche Vorsorge bildet die 2. Säule. Damit gemeint sind die betrieblichen Pensionskassen. Diese sollen zusammen mit der AHV aus der ersten Säule 75% des letzten Lohnes absichern. Anders als in der ersten Säule ist dies nicht solidarisch, sondern jeder spart anhand seines Lohnes innerhalb der Pensionskassenlösung. Die 2. Säule hat somit das Ziel des individuellen Sparens.
Die Pensionskassenbeiträge sind obligatorisch, diese müssen mindestens zu 50 % vom Arbeitgeber getragen werden.
Diese bildet die private Vorsorge, welche 1972 in der Bundesverfassung verankert wurde.
Sie dient zur Schliessung von Vorsorgelücken aus der ersten und zweiten Säule und zum Aufbau von Vermögen.
Es wird zwischen der Säule 3a (gebundene Vorsorge) und der Säule 3b (freie Vorsorge) unterschieden.
Die Säule 3a ist vom Staat auf einen Maximalbetrag pro Jahr begrenzt und kann der Einkommenssteuer in Abzug gebracht werden. Ebenfalls unterliegt Sie einigen Einschränkungen für den Bezug des Geldes (Pensionierung, Kauf von Eigenheim, Auswanderung). Bei der Säule 3b gibt es weniger Einschränkungen, aber auch keine Steuervorteile. Die 3. Säule hat das Ziel, das Einkommen nach der Pensionierung zu komplettieren.
Fragen rund im die Pensionskasse
Ab wann müssen BVG/PK Beiträge bezahlt werden?
Sie sind beitragspflichtig, wenn Sie die folgenden Aufnahmepflichten erfüllen:
Unbefristeter Einsatz oder
befristeter Einsatz länger als 13 Wochen
bei einer Unterstellung an einem GAV, wenn Sie unterhaltspflichtige Kinder haben
Wie können Pensionskassengelder zu PK von PayrollPlus übertragen werden?
Es kann jederzeit das Pensionskassenguthaben von einem alten Arbeitgeber oder der Auffangeinrichtung zur Pensionskasse Pro transferiert werden.
Bitte beachten Sie, dass wir die Pensionskassenanmeldung jeweils im Folgemonat des Eintritts vornehmen. Sollte das Guthaben bereits transferiert worden sein, bevor die Anmeldung von uns erfolgte, wird das Geld bei der Pensionskasse Pro parkiert und dann nach Anmeldung zugeordnet.
Fragen Sie bei uns an, damit wir Ihnen das Übertragsformular zustellen können: info@payrollplus.ch
Bei Fragen zur Pensionskasse können Sie sich direkt an die Pensionskasse Pro wenden oder auch das Pensionskassenreglement konsultieren.
058 442 26 00
Gibt es eine überobligatorische PK Lösung (Kadervertrag)?
Ja, wir können ein BVG-Überobligatorium anbieten. Das Merkblatt mit allen relevanten Punkten für unsere Kaderpolice finden Sie unter folgendem Link: https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2019/10/factsheet_bvg_kader_2019.pdf
Frühpensionierung - Müssen weiterhin PK Beiträge bezahlt werden?
In der beruflichen Vorsorge fällt ab dem Zeitpunkt der Pensionierung die Beitragspflicht weg. Hingegen müssen die AHV-Beiträge auch von Nichterwerbstätigen bis zum gesetzlichen Pensionierungsalter entrichtet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Altersrente vorbezogen wurde oder nicht. Um auf den Abzug von BVG verzichten zu können, muss PayrollPlus eine Bestätigung der Frühpensionierung vorliegen.
http://www.pensionskassenvergleich.ch/pkvergleich/pk-vergleich-2016/fruehpensionierung/index.html
Einkauf Pensionskasse / Wohneigentumsförderung
Sie können einen Einkauf bei der PK Pro jederzeit vornehmen bzw. prüfen lassen. Verwenden Sie dazu das folgende Formular:
Antrag Einkauf PK
Infoblatt Einkauf Beitragsjahre
BVG Basis oder BVG Kader Beitragsvariante?
BVG Basis
Maximaler Stundenlohn: CHF 39.00
Maximal versicherbarer Lohn pro Stunde: CHF 27.60
Koordinationsabzug pro Stunde: CHF 11.40
Maximaler Jahreslohn CHF 85’320.-
Maximaler versicherbarer Jahreslohn: CHF 60’435.-
Koordinationsabzug pro Jahr: CHF 24’885.-
BVG Kader
Maximaler Stundenlohn: CHF 386.65
Maximal versicherbarer Stundenlohn: CHF 386.65
kein Koordinationsabzug
Maximaler Jahreslohn: CHF 845’603.55
Wie berechnen sich die BVG Basis Abzüge?
Das BVG Basis ist berechnet auf den maximalen Lohn gemäss Gesetz.
Die Altersprozente sind gegeben:
18-24 Jahre 1.3%
25-34 Jahre 4.8%
35-44 Jahre 6.3%
45-54 Jahre 8.8%
55-Pension 10.3%
Koordinationsabzüge:
Stundenlohn: CHF 11.40
Tageslohn: CHF 95.76
Monatslohn: CHF 24’885.-
Bruttolohn über CHF 39.- pro Stunde, über CHF 327.60 und bei CHF 7110.- im Monat
Da bei der Basis Variante ein maximalversicherbarer Lohn zur Anwendung kommt, werden Löhne über den oben angegebenen Beträgen nicht berücksichtigt für die BVG Beiträge.
Es werden automatisch diese Beträge zur Berechnung verwendet.
Bsp.: Sie verdienen CHF 80.- auf die Stunde und wählen BVG Basis, dann wird das BVG auf Grund von CHF 39.- berechnet.
CHF 39.- minus 11.40 Koordinationsabzug pro Stunde = CHF 27.60 höchstversicherbarer Lohn pro Stunde
CHF 327.60 minus 95.76 Koordinationsabzug pro Tag = CHF 231.81 höchstversicherbarer Lohn pro Tag
CHF 7110.- x 12 Monate (oder x 13 wenn 13. Monatslohn separat bezahlt wird) = CHF 85’320 minus CHF 24’885 Koordinationsabzug pro Jahr = CHF 60’435 höchstversicherbarer Lohn pro Jahr : 12 (oder 13) = CHF 5036.25 höchstversicherbarer Lohn pro Monat
Nun werden die höchstversicherbaren Löhne mit dem relevanten Prozent des Alters multipliziert und man erhält den BVG Abzug.
Bsp.: 35 Jahre alte Person
CHF 27.60 höchstversicherbarer Stundenlohn :100 *6.3 BVG Satz = CHF 1.7388 BVG Abzug pro Seite (Arbeitgeber und Arbeitnehmerabzug)
Bruttolohn unter CHF 39.- pro Stunde, über CHF 327.60 und bei CHF 7110.- im Monat
Hier wird vom effektiven Lohn gerechnet.
Bsp.: 35 Jahre alte Person mit CHF 35 Bruttolohn
CHF 35.- minus 11.40 Koordinationsabzug pro Stunde = CHF 23.60 versicherbarer Lohn.
CHF 23.60 : 100 *6.3 BVG Satz für 35 Jahre = CHF 1.4868 BVG Abzug pro Seite (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag)
Bsp.: 30 Jahre mit 5000.- Monatslohn Brutto
CHF 5000.- x 12 Monate (oder x 13 wenn 13. Monatslohn separat bezahlt wird) = CHF 60’000 Jahreslohn minus 24’885.- Koordinationsabzug pro Jahr = CHF 35’115 versicherbarer Lohn.
CHF 35’115 : 12 Monate (oder : 13 Monate) = CHF 2926.25 versicherbarer Lohn pro Monat : 100 * 4.8 BVG Satz für 30 Jahre = CHF 140.46 BCG Abzug pro Seite (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag)
Wie berechnen sich die BVG Kader Abzüge?
Beim BVG Kader gibt es keinen Koordinationsabzug, der Bruttolohn entspricht dem versicherten Lohn.
18-24 Jahre 2.0%
25-34 Jahre 5.5%
35-44 Jahre 7.0%
45-54 Jahre 9.5%
55-Pension 11%
Bruttolohn : 100 x BVG Satz Alter = BVG Abzug pro Seite (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag)
Bsp.: 40 Jahre alte Person mit Tageslohn CHF 1500.-
CHF 1500.- : 100 x 7 = CHF 105.- BVG Abzug
Steuern/Spesen etc.
Was ist die Quellensteuer und wie wird diese berechnet?
Was ist die Quellensteuer und wie hoch ist der Quellensteuerabzug?
Die Quellensteuer ist eine Steuer, welche nicht vom Steuerpflichtigen selbst entrichtet wird, sondern direkt vom Arbeitgebenden vor der Auszahlung des geschuldeten Betrages in Abzug gebracht und dem Gemeinwesen abgeliefert wird.
Die Quellensteuer wird je nach Kanton, Zivilstand, Konfession und Anzahl Kinder verschieden berechnet. Dazu erhält jeder Mitarbeitende einen Quellensteuertarif-Code.
Der Quellensteuersatz kann pro Monat variieren, die Steuer muss pro Monat und auf die jeweilige höhe des Bruttolohns berechnet werden. Der Steuersatz kann also jeden Monat je nach Einkommen anders ausfallen. Sie können die Quellensteuertabelle Ihres Wohnkantons (bei Grenzgängern Kanton Schwyz) konsultieren.
Der Quellensteuertarif-Code setzt sich zusammen aus Tarif, Anzahl Kinder und Konfession.
A – Tarif für alleinstehende Personen
B – Tarif für verheiratete Alleinverdiener
C – Tarif für verheiratete Doppelverdiener
D – Tarif für Nebenerwerb
Es können maximal 9 berücksichtigt werden, die Anzahl Kinder wird nur berücksichtigt wenn auch Kinderzulagen von PayrollPlus entrichtet werden.
Y – Mit Kirchensteuer
N – Ohne Kirchensteuer
Beispiel: A0Y Alleinstehende Person ohne Kind mit Kirchensteuer
Quellensteuerrechner von Comparis:
https://www.comparis.ch/steuern/quellensteuerrechner/default
Können Spesen über PayrollPlus verrechnet werden?
Spesen müssen stets geschäftsmässig begründete Aufwendungen sein. Nur der Kunde/Einsatzbetrieb kann jederzeit nachvollziehen, ob es sich um geschäftsmässig begründete Aufwendungen handelt. PayrollPlus kann bei einer allfälligen AHV/SUVA Kontrolle Spesen sehr schwer nachvollziehen.
Deshalb empfehlen wir dem Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden dringend, die Spesen dem Kunden/Einsatzbetrieb direkt in Rechnung zu stellen.
Abrechnung über den Kunden direkt
Der Vorteil für den Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden liegt bei der Direktzahlung durch den Kunden/Einsatzbetrieb darin, dass es sich nicht um Lohnbestandteil handelt, da der Kunde/Einsatzbetrieb keinen Lohn ausbezahlt und somit auch keinen Lohnausweis ausstellen muss. Wenn PayrollPlus dem Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden den Lohn plus Spesen ausbezahlt, kann es sich immer um einen AHV-pflichtigen Lohnbestandteil handeln, und es erfolgt immer ein entsprechender Vermerk auf dem Lohnausweis (vgl. „Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Rentenbescheinigung“, Formular 11).
Abrechnung durch PayrollPlus
Falls der Kunde, Einsatzbetrieb keine Direktzahlung an den Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden wünscht, und der Freelancer, Contractor, Mitarbeitende sich bewusst ist, dass ein Hinweis auf dem Lohnausweis erfolgt, kann er Spesen über uns geltend machen. Gemäss Spesenreglement, welches am 20. Juli 2017 durch die Kantonale Steuerverwaltung Schwyz genehmigt wurde, können 1. Effektive Spesen gemäss eingereichten Originalbelegen, 2. und/oder Pauschalspesen in der Höhe von 5% vom Bruttolohn geltend gemacht werden. Zusammen mit den Originalbelegen benötigt PayrollPlus ein vom Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden unterschriebenes Schreiben mit dem folgenden Text: „Ich bestätige mit meiner Unterschrift, dass es sich vorliegend um geschäftsmässig begründete Aufwendungen handelt.“
Sollte der Freelancer, Contractor, Mitarbeitende bei der Geltendmachung der Spesen betrügerische Absichten haben, so macht er sich strafbar. Er wird angehalten, das Spesenreglement auf unserer Homepage unter „Downloads“ einzusehen und zwingend einzuhalten. HIER NEUER LINK ZU DOWNLOADS SPESENREGLEMENT
Vermerke auf dem Lohnausweis
Effektive Spesen werden auf dem Lohnausweis unter Ziffer 13.1.1 mit einem Kreuz (X) vermerkt. Pauschalspesen werden unter Ziffer 13.2.1 betragsmässig ausgewiesen.
Spesen in Fremdwährung
Spesenbeträge in einer Fremdwährung müssen direkt vom Freelancer, Contractor, Mitarbeitenden in Schweizer Franken umgerechnet werden. Wird die Rechnung bereits in Fremdwährung an den Kunden gestellt, erfolgt eine Umrechnung in Schweizer Franken nach Geldeingang bei PayrollPlus.
Im Personalverleih sind die ganzen Kosten mit 7.7% MwSt zu besteuern, nicht nur die Kosten für den PayrollPlus Service (Art. 21 Abs. 2 Ziff 12 MWSTG).
Im PayrollPlus Modell Smart wird die MwSt nur auf die PayrollPlus Kosten erhoben, nicht auf die gesamte Lohnsumme.
Werden Arbeiten für einen Dienstleistungsempfänger im Ausland erbracht, dann kann die MwSt von PayrollPlus deaktiviert werden. Bitte melden Sie sich dazu direkt bei einem PayrollPlus Mitarbeitenden.
Rechnungsstellung an ausländische Firma ohne MwSt
Ob die Rechnungstellung ins Ausland exkl. MwSt erfolgen kann, muss von PayrollPlus vorgängig geprüft werden. Bitte melden Sie sich bei PayrollPlus, um die Rechnungsstellung ohne MwSt zu prüfen.
Muss ich trotz Quellensteuer eine Steuererklärung ausfüllen?
Wenn Ihr Lohn CHF 120’000.- pro Jahr überschreitet, dann wird Ihnen vom Steueramt automatisch eine Steuererklärung zugesandt.
Ansonsten reicht der Abzug Ihres Arbeitgebers (PayrollPlus), auf Wunsch können aber alle beim Steueramt eine Steuererklärung beantragen/einreichen. Bitte kontaktieren Sie dazu Ihr Steueramt in Ihrem Wohnkanton.
Arbeitsweg bezahlt vom Arbeitgeber als Spesen oder abzugsfähig von den Steuern?
Der Arbeitsweg kann nicht als Spesen geltend gemacht werden. Möchte Ihr Kunde den Arbeitsweg bezahlen, so gilt dies als Lohnbestandteil und muss normal versteuert werden.
Ob der Arbeitsweg abzugsfähig ist in den Steuern, hängt von der Steuerregelung des jeweiligen Kantons und der Länge des Arbeitswegs ab. Bitte kontaktieren Sie dazu Ihr Steueramt.
Arbeitszeit/Probezeit/Lohnzuschläge
Ist die Arbeitszeiterfassung obligatorisch?
Ja, die entsprechenden Informationen entnehmen Sie unter:
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten/Arbeitszeiterfassung.html
Ist Sonntagsarbeit erlaubt?
Den Sonntagen gleichgestellte Feiertage
Der Bundesfeiertag (1. August) ist der einzige eidgenössisch geregelte, bezahlte Feiertag. Er ist den Sonntagen gleichgestellt, ist ein arbeitsfreier Tag und muss von Gesetzes wegen vom Arbeitgeber voll bezahlt werden. Die Vorschriften über die Sonntagsarbeit sind bei einer Beschäftigung der Arbeitnehmenden am 1. August anwendbar.
Neben dem 1. August können die Kantone höchstens 8 ihrer Feiertage den Sonntagen gleichstellen (vgl. Formular Feiertagsregelung Kanton Schwyz). Wie an Sonntagen ist an diesen Tagen die Arbeit verboten. Der Arbeitgeber ist aber gesetzlich nichtverpflichtet, diese 8 Feiertage zu bezahlen. Es kann vertraglich vereinbart werden, dass diese Zeit vor- oder nachgeholt werden muss. Es ist jedoch bei Arbeitnehmenden im Monatslohn üblich, dass die Bezahlung dieser Feiertage vertraglich vereinbart wird (vgl. https://www.kmu-magazin.ch/recht/die-haeufigsten-arbeitsrechtlichen-fragen-rund-um-feiertage). Wer an einem Feiertag krank war, hat keinen Anspruch auf Nachgewährung. Wenn allerdings in die Ferien ein Feiertag fällt, muss dafür kein Ferientag hergegeben werden. Auch die Arbeitnehmenden im Stundenlohn haben keinen Anspruch auf Bezahlung. Oftmals wird aber auch ihnen die Bezahlung vertraglich zugesichert. Entweder wird ihnen ein voller Arbeitstag gutgeschrieben oder es wird 3.175 % (bei einer 5-Tage Woche für 8 Feiertage) auf den Stundenlohn draufgeschlagen.
Die Feiertagsarbeit kann in einem GAV individuell geregelt sein.
Soll trotzdem gearbeitet werden, bedarf es für die dem Arbeitsgesetz unterstellten Betriebe einer entsprechenden Bewilligung. Vorbehalten sind Sonderbestimmungen für bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmern oder Arbeitnehmerinnen gemäss Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz (ArGV2)
Dauernde oder regelmässig wiederkehrende Sonntagsarbeit wird bewilligt, sofern sie aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen unentbehrlich ist. Vorübergehende Sonntagsarbeit wird bewilligt, sofern ein dringendes Bedürfnis nachgewiesen wird (Art. 19 Abs. 2 und 3 ArG). Dauernde oder regelmässig wiederkehrende Sonntagsarbeit wird vom SECO bewilligt, vorübergehende Sonntagsarbeit bis zu 6 Sonntagen pro Kalenderjahr wird von der kantonalen Behörde bewilligt (Art. 19 Abs. 4 ArG). Das Formular für das Gesuch um Bewilligung für Sonn-und Feiertagsarbeit für den Kanton Schwyz finden Sie unter nachfolgendem Link.
Muss der Arbeitnehmende an einem Feier- bzw. Sonntag arbeiten, so hat ihm der Arbeitgeber einen Zuschlag von 50 % zu bezahlen. Der Zuschlag muss bei vorübergehender Sonntagsarbeit auf jeden Fall bezahlt werden (Art. 19 Abs. 3 ArG), sowohl den Arbeitnehmenden im Monatslohn als auch im Stundenlohn. Das gilt auch für sogenannte Kader, die nicht als Angestellte mit einer höheren leitenden Tätigkeit betrachtet werden können (Art. 9 ArGV1). Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Sonntagsarbeit ist dieser Zuschlag nicht geschuldet und es wird angenommen, dass die Sonntagsarbeit bereits im Monats- bzw. Stundenlohn berücksichtigt ist.
Gemäss Art. 20 ArG und Art. 21 ArGV1 ist zudem Ersatzruhe vorgesehen. Sonntagsarbeit von einer Dauer bis zu 5 Stunden ist innert 4 Wochen durch Freizeit auszugleichen. Dauert sie länger als 5 Stunden, so ist während der vorhergehenden oder folgenden Woche – im Anschluss an die tägliche Ruhezeit – ein auf einen Arbeitstag fallender Ersatzruhetag von mindestens 24 Stunden zu gewähren, somit eine zusammenhängende Ruhezeit von 35 Stunden. Bei Sonntagsarbeit darf der Arbeitnehmende nicht mehr als an 6 aufeinanderfolgenden Tagen arbeiten.
Im Allgemeinen darf der Arbeitnehmende ohne seine ausdrückliche Zustimmung am Sonntag und in der Nacht nicht zur Arbeit aufgeboten werden.
Für gewisse Kategorien von Arbeitnehmenden und Betrieben sind Sonderbestimmungen anwendbar, die Sonntagsarbeit ohne vorgängige Bewilligung erlauben (siehe Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz).
Die Sonntagsarbeit kann in einem GAV individuell geregelt sein.
Den Sonntagen nicht gleichgestellte Feiertage
Über die oben erwähnten 8 Feiertage hinaus können die Kantone oder Gemeinden weitere Feiertage als öffentliche Ruhetage in ihren Ruhetagsgesetzen vorsehen, wobei diese aber nicht als den Sonntagen gleichgestellt im Sinne des Arbeitsgesetzes gelten, sondern sie werden arbeitsgesetzlich als Werktage behandelt. Fallen diese auf Werktage, gelten sie als normale Arbeitstage, an denen allenfalls aufgrund kantonaler oder kommunaler Vorschriften nicht gearbeitet werden darf und die kommunalen Ruhetagsvorschriften zur Anwendung kommen (Art. 71 lit. c ArG). Die Kantone können zudem ihre Feiertage nach Kantonsteilen unterschiedlich regeln.
Gemäss Art. 11 ArG kann bei den den Sonntagen nicht gleichgestellten Feiertagen, die auf einen normalen Werktag fallen, vertraglich vereinbart werden, dass diese Zeit vor oder nachgeholt werden muss oder unbezahlt ist.
Wir verweisen auf die Wegleitung des SECO zu Art. 20a ArG.
Da die Regelung der den Sonntagen nicht gleichgestellten Feiertage den Kantonen oder Gemeinden überlassen ist, müssen zwingend die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Kantons konsultiert werden. Die nachfolgenden Ausführungen gelten somit nur für den Kanton Schwyz. Die den Sonntagen nicht gleichgestellten Feiertage (die kantonalen Feiertage gemäss Formular Feiertagsregelung Kanton Schwyz) sind im Ruhetagsgesetz des Kantons Schwyz geregelt. An diesen Feiertagen sind die Betriebe geschlossen zu halten. Soll trotzdem gearbeitet werden, so bedarf es einer Bewilligung des Amtes für Arbeit (Arbeitsinspektorat). Das Formular für das Gesuch um Bewilligung für Sonn-und Feiertagsarbeit für den Kanton Schwyz finden Sie unter nachfolgendem Link.
Muss bewilligungspflichtig gearbeitet werden, so ist die Arbeitszeit eins zu eins zu kompensieren. Ein Lohnzuschlag von 50 % muss nicht bezahlt werden.
Soll am Patrozinumsfest, d.h. an den klassischen Gemeindefeiertagen gearbeitet werden (nur Arbeit, ohne Verkauf), so bedarf es der Bewilligung der Gemeinde. Muss bewilligungspflichtig gearbeitet werden, so ist die Arbeitszeit eins zu eins zu kompensieren. Ein Lohnzuschlag von 50 % muss nicht bezahlt werden.
Nachfolgend zwei Beispiele aus der Praxis:
Ein Gipserbetrieb aus dem Kanton Zürich schickt seinen Gipser am 15.08. (Maria Himmelfahrt) nach Lachen im Kanton Schwyz, um dort Gipserarbeiten in einem Haus vorzunehmen. Ist dies zulässig?
Antwort: Dies ist nicht zulässig. Die Verrichtung der Arbeit findet im Kanton Schwyz statt. Maria Himmelfahrt ist im Kanton Schwyz ein Feiertag, an dem es nicht erlaubt ist, zu arbeiten (vgl. § 3 des Ruhetagsgesetzes des Kantons Schwyz). Dabei spielt die Herkunft, bzw. die Ansässigkeit des Arbeitgebers (des Betriebes) keine Rolle. Ausschlaggebend ist, wo gearbeitet wird.
Ein Gipserbetrieb aus dem Kanton Schwyz schickt seinen Gipser am 15.08. (Maria Himmelfahrt) nach Zürich, um dort Gipserarbeiten in einem Haus vorzunehmen. Ist dies zulässig?
Antwort: Dies ist zulässig, aber der Arbeitnehmer muss einverstanden sein, da der Arbeitgeber auf die Kultusfreiheit des Arbeitnehmers Rücksicht nehmen muss. Die Arbeitszeit muss 1:1 kompensiert werden, ein Zuschlag von 50 % muss nicht bezahlt werden. Ausschlaggebend ist auch hier, wo gearbeitet wird. Im Kanton Zürich ist Maria Himmelfahrt kein Feiertag.
Ist Nachtarbeit erlaubt?
Nachtarbeit (ab 23 Uhr bis 6 Uhr morgens) und Sonntagsarbeit (ab Samstag 23 Uhr bis Sonntag 23 Uhr) sind grundsätzlich verboten.
Nachtarbeit kann bewilligt werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Dauernde oder regelmässig wiederkehrende Nachtarbeit wird vom SECO bewilligt, vorübergehende Nachtarbeit bis zu 10 Nächten pro Kalenderjahr wird von der kantonalen Behörde bewilligt. Das Formular für das Gesuch um Bewilligung für Nachtarbeit für den Kanton Schwyz finden Sie unter folgendem Link.
Bei vorübergehender Nachtarbeit (weniger als 25 Nächte pro Kalenderjahr) hat der Arbeitgeber einen Lohnzuschlag von mindestens 25 % zu bezahlen. Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit hat der Arbeitnehmende Anspruch auf eine Kompensation von 10 % der Zeit während der er Nachtarbeit geleistet hat. Die Ausgleichsruhezeit ist innerhalb eines Jahres zu gewähren (vgl. Art. 17b ArG; Art. 31 ArGV1). Auch die Mitarbeitenden, die im Stundenlohn arbeiten, erhalten den Zeitzuschlag von 10 % für regelmässige Nachtarbeit als bezahlte arbeitsfreie Zeit. Art. 22 ArG verbietet die Abgeltung der Ausgleichsruhezeit durch Geldleistungen (Link).
Für gewisse Kategorien von Arbeitnehmenden und Betrieben sind Sonderbestimmungen anwendbar, die Nachtarbeit ohne vorgängige Bewilligung erlauben (siehe Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz).
Die Nachtarbeit kann in einem GAV individuell geregelt sein.
Weitere Infos zur Sonntags- und Nachtarbeit: https://www.ch.ch/de/sonntags-und-nachtarbeit/.
Wann wird ein Lohnzuschlag von 25 % oder 50 % fällig?
25% Lohnzuschlag
Dieser wird fällig, wenn die Überstundenarbeit nicht durch Freizeit ausgeglichen wird und nichts anderes schriftlich verabredet oder durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt wurde (vgl. Art. 321c Abs. 3). Wenn nichts geregelt ist, gilt das Grundprinzip der Auszahlung inkl. 25 % Lohnzuschlag. Überstunden sind Stunden, welche über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus geleistet werden.
Zuschläge bzw. Höchstarbeitszeiten für die geltenden GAV’s können dem jeweiligen GAV entnommen werden (www.tempdata.ch).
Lohnzuschlag von wenigstens 25 % wird ausserdem fällig, wenn die gesetzliche, wöchentliche Höchstarbeitszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 des Arbeitsgesetzes (ArG) überschritten wird. Bei den über die Höchstarbeitszeit hinaus geleisteten Stunden handelt es sich um Überzeit. Wird Überzeitarbeit im Einverständnis mit dem einzelnen Arbeitnehmer innert einem angemessenen Zeitraum durch Freizeit von gleicher Dauer ausgeglichen, so ist kein Zuschlag auszurichten (Art. 13 Abs. 2 ArG).
Dem Büropersonal sowie den technischen und andern Angestellten, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels, ist jedoch nur für Überzeitarbeit, die 60 Stunden im Kalenderjahr übersteigt (Art. 13 Abs. 1 ArG), ein Lohnzuschlag von wenigstens 25 % auszurichten.
Somit kann bei PayrollPlus maximal 46.25h pro Woche ohne Zuschlag gearbeitet werden (52 Wochen pro Jahr – 4 Wochen Ferien = 48 Wochen / 60h:48Wochen = 1.25h pro Woche, kann zuschlagsfrei gearbeitet werden.
Arbeitszeiten/Überzeiten gelten gemäss Arg Art. 9-13
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19640049/index.html#id-3
Bei vorübergehender Nachtarbeit (weniger als 25 Nächte pro Kalenderjahr) hat der Arbeitgeber einen Lohnzuschlag von mindestens 25 % zu bezahlen. Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit hat der Arbeitnehmende Anspruch auf eine Kompensation von 10 % der Zeit während der er Nachtarbeit geleistet haben. Die Ausgleichsruhezeit ist innerhalb eines Jahres zu gewähren (vgl. Art. 17b ArG; Art. 31 ArGV1). Auch die Mitarbeitenden, die im Stundenlohn arbeiten, erhalten den Zeitzuschlag von 10 % für regelmässige Nachtarbeit als bezahlte arbeitsfreie Zeit. Art. 22 ArG verbietet die Abgeltung der Ausgleichsruhezeit durch Geldleistungen (Link)
50 % Lohnzuschlag
Muss der Arbeitnehmende an einem Feier- bzw. Sonntag arbeiten, so hat ihm der Arbeitgeber einen Zuschlag von 50 % zu bezahlen. Der Zuschlag muss bei vorübergehender Sonntagsarbeit auf jeden Fall bezahlt werden (Art. 19 Abs. 3 ArG), sowohl den Arbeitnehmenden im Monatslohn als auch im Stundenlohn. Das gilt auch für so genannte Kader, die nicht als Angestellte mit einer höheren leitenden Tätigkeit betrachtet werden können (Art. 9 ArGV1). Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Sonntagsarbeit ist dieser Zuschlag nicht geschuldet und es wird angenommen, dass die Sonntagsarbeit bereits im Monats- bzw. Stundenlohn berücksichtigt ist.
Ist Ihr Betrieb keinem GAV unterstellt, gilt für die Bewilligung von Sonntagsarbeit und auch Nachtarbeit das Arbeitsgesetz. Mehr dazu im FAQ (Sonntags-/Nachtarbeit).
Informationen zur Arbeitszeit, Überzeit, Überstunden
Bei einer Überschreitung der vertraglich festgelegten Normalarbeitszeit bis zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit (je nach Branche 45 bis 50 Stunden) spricht man von Überstunden.
Arbeitsgesetz:
Die wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt: 45 Stunden für Arbeitnehmer in industriellen Betrieben sowie für Büropersonal, technische und andere Angestellte, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels; 50 Stunden für alle übrigen Arbeitnehmer.
Die maximale Tagesarbeitszeit beträgt 13h sofern die Ruhezeit von 11 aufeinanderfolgende Stunden, eingehalten wird.
Lohnzuschläge gemäss Arbeitsgesetz:
Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmern für die Überzeitarbeit einen Lohnzuschlag von wenigstens 25 Prozent auszurichten, dem Büropersonal sowie den technischen und andern Angestellten, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels, jedoch nur für Überzeitarbeit, die 60 Stunden im Kalenderjahr übersteigt.
Somit kann bei PayrollPlus maximal 46.25h pro Woche ohne Zuschlag gearbeitet werden (52 Wochen pro Jahr – 4 Wochen Ferien = 48 Wochen / 60h : 48 Wochen = 1.25h pro Woche, kann zuschlagsfrei gearbeitet werden.
Arbeitszeiten/Überzeiten gelten gemäss ArG Art. 9-13 oder gemäss geltendem GAV
Welche Probezeit gilt bei PayrollPlus?
Bei PayrollPlus beträgt die Probezeit gemäss Rahmenvertrag 3 Monate. Wird eine andere Probezeit gewünscht, kann dies individuell mit PayrollPlus besprochen und vereinbart werden.
Dies wird im Einzelvertrag vermerkt und ersetzt die Standardfrist von 3 Monaten des Rahmenarbeitsvertrags.
Lohn/Abzüge/Ferien
Alle Fragen rund um Löhne
Wie kann ein Monatslohn in einen Stundenlohn umgerechnet werden?
Sie kennen nur den gewünschten Monatslohn und möchten dies auf einen Stundenlohn berechnen? Fragen Sie im Einsatzbetrieb nach der Tagesarbeitszeit, nach der Anzahl an Ferien- und Feiertagen, welche der Betrieb gewährt.
Tagesarbeitszeit 8h, 30 Ferientage, 9 Feiertage
Bruttolohn pro Jahr CHF 66’950 inkl. 13. Monatslohn
365 Tage -104 Wochenenden -30 Ferientage -9 Feiertage= 222 Nettoarbeitstage
222 Arbeitstage x 8h pro Tag = 1’776 Nettoarbeitszeit pro Jahr
CHF 66’950: 1’776 Stunden = CHF 37.69 Brutto-Stundenlohn
Wo finde ich branchenübliche Mindestlöhne?
In der Schweiz gibt es keinen allgemeinen Mindestlohn, jedoch gibt es verschiedene GAVs (Gesamtarbeitsverträge), welche gewisse Branchen mit Mindestlohnanforderungen regeln.
Als fairer und moralischer Mindestlohn wird in der Schweiz ein Lohn von CHF 4000.- Brutto pro Monat bezeichnet.
Wieviel der Mindestlohn in den GAVs beträgt, können Sie hier herausfinden: www.tempdata.ch
Können Pauschalbeträge über PayrollPlus abgerechnet werden?
PayrollPlus muss einen Pauschalbetrag zur Berechnung des BVGs sowie Einhaltung der Verordnung zur Zeiterfassung in einen Tages- oder Stundenlohn umrechnen.
Gerne können wir Sie hierzu telefonisch genauer beraten: 055 416 50 50
Was ist der Ferienrückbehalt bei Stunden- und Tageslöhnen ?
In den meisten Arbeitsverträgen im Stundenlohn/Tageslohn wird festgehalten, dass die Ferien mittels eines Zuschlags auf den laufenden Lohn ausbezahlt werden. Bei einem Ferienanspruch von vier Wochen im Jahr beträgt der Zuschlag normalerweise 8,33 Prozent, bei einem Anspruch auf fünf Wochen Ferien 10,63 Prozent. Was den meisten Arbeitgebern jedoch nicht bewusst ist, ist dass sie damit ein erhebliches Risiko eingehen. Dieses Risiko hat sich mit dem neuen Bundesgerichtsurteil 4A_72/2018 vom 6. August 2018 erheblich verschärft.
http://www.nigon.ch/de/aktuell/2018/Risiko-Ferienlohn-Stolpersteine-bei-der-Ausbezahlung-der-Ferien-im-Stundenlohn.php
Bundesgerichtsentscheid:
4A_72/2018 vom 6. August 2018
Da die Durchsetzung des Verbots der Abgeltung mit dem laufenden Lohn bei unregelmässigen Beschäftigungen Schwierigkeiten bereiten kann, hat das Bundesgericht die Abgeltung des Ferienlohns mit dem laufenden Lohn zunächst in Abweichung vom Gesetzestext bei unregelmässiger Beschäftigung ausnahmsweise zugelassen, dies aber an drei Voraussetzungen geknüpft. Voraussetzung ist nämlich erstens, dass es sich um eine unregelmässige Beschäftigung („une activité irrégulière“) handelt. Zweitens, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, dass der für die Ferien bestimmte Lohnanteil klar und ausdrücklich („clairement et expressément“) ausgeschieden wird. Drittens, dass auch in den einzelnen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil in diesem Sinne ausgewiesen wird. Der blosse Hinweis, „Ferienlohn inbegriffen“, genügt damit nicht. Erforderlich ist, dass der Ferienlohn durch Angabe eines bestimmten Betrags oder eines Prozentsatzes als solcher erscheint und zwar sowohl im Arbeitsvertrag als auch auf den einzelnen Lohnabrechnungen.
PayrollPlus hält sich an den Bundesgerichtsbeschluss und führt pro Mitarbeiter ein Ferienkonto.
Das Guthaben für den Ferienrückbehalt wird dem Mitarbeitenden beim Nachweis von Ferien auf dem Stundenrapport oder nach Einsatzende von PayrollPlus ausbezahlt.
Wie wird das Ferienguthaben im Monatslohn bei einem Austritt berechnet?
Um den Ferienanspruch zu berechnen, benötigen wir die folgenden Angaben:
Eintrittsdatum wenn unterjährig
Anzahl Ferientage gemäss Vertrag
Für dieses Beispiel verwenden wir die folgenden Daten:
Einsatzantritt 11.02.2019, Einsatzaustritt 19.08.2019
Ferienanspruch pro Jahr 25 Tage
Zuerst muss jetzt die Anzahl Tage im Arbeitsverhältnis berechnet werden, hier sind es vom 11.02.- 19.08.2019 190 Tage.
Das Jahr hat 365 Tage,
190 Tage : 365 Tage x 100 = 52.1 % von einem Jahr war die Person angestellt.
25 Tage Ferienanspruch pro Jahr : 100 x 52.1 = 13 Tage Ferienanspruch hat die Person zu gute.
Arbeitet jemand Teilzeit, z. B. 80 %, kann hier der Ferienanspruch pro Rata gekürzt werden.
13 Tage : 100 x 80 = 10.5 Tage bei einem 80 % Pensum
Kann ein Lohn in einer Fremdwährung vereinbart werden?
Es kann zwischen Mitarbeitendem & Kunde/Einsatzbetrieb eine Fremdwährung vereinbart werden beim PayrollPlus Flex und PayrollPlus Smart Modell.
Sobald jedoch die Zahlung bei PayrollPlus eintrifft, wird die Fremdwährung von unserer Bank zum Tageskurs in CHF umgewandelt. Wir müssen den Lohn in CHF bezahlen, da auch die Sozialabzüge etc. in der Landeswährung CHF abzuführen sind.
Im Personalverleih sind keine Verträge in Fremdwährungen möglich.
Familienzulagen/Kinderzulagen
Die Zulagen für Kinder und deren Bildung werden mit dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) geregelt.
Für Kinder bis zum 16. Geburtstag wird eine monatliche Zulage von 220 Franken ausbezahlt; für Kinder in der Ausbildung ab dem vollendeten 16. Altersjahr bis zum Ende der Ausbildung, längstens jedoch bis zum 25. Geburtstag, eine Zulage von 270 Franken monatlich.
Haben mehrere Personen für das gleiche Kind Anspruch auf Familienzulagen, so steht der Anspruch in nachfolgender Reihenfolge zu:
der Person, bei der das Kind überwiegend lebt oder bis zu seiner Mündigkeit überwiegend lebte;
der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit;
Zudem wird bei Erfüllung der Voraussetzungen für jedes Kind eine einmalige Geburtszulage von 1’000 Franken ausgerichtet.
Falls Sie Anspruch auf Kinderzulagen haben, beantragen wir diese gerne für Sie.
Wer kann Familienzulage beanspruchen?
Arbeitnehmende und Selbstständigerwerbende, die in der Schweiz wohnhaft sind und einen monatlichen Lohn von mindestens CHF 592 bekommen
Nichterwerbstätige, ausser ihr jährliches steuerbares Einkommen übersteigt CHF 42’660
Für die Beschäftigten in der Landwirtschaft gilt mit dem Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft eine Sonderregelung
Saisonmitarbeitende oder Grenzgänger/Innen
Als Grenzgänger/In eines EU/EFTA-Landes haben Sie Anspruch auf Schweizer Familienzulagen für Ihre Kinder, auch wenn diese in einem Land der EU oder der EFTA wohnen.
Wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner in Ihrem Wohnsitzstaat arbeitet, wo sich auch Ihre Kinder aufhalten, dann erhalten Sie die Familienzulagen in Ihrem Wohnsitzstaat ausbezahlt. Eine allfällige Differenz zu den Familienzulagen in der Schweiz wird ausbezahlt.
Anspruch auf Familienzulagen geltend machen
Familienzulagen werden nicht automatisch gewährt, sie müssen beantragt werden.
Arbeitnehmende müssen bei ihren Arbeitgebern einen Antrag auf Familienzulagen stellen. Dieser leitet den Antrag an die entsprechende Familienausgleichskasse zur Prüfung weiter. Wird das Gesuch zugelassen, so zahlt der Arbeitgeber die Zulagen monatlich zusammen mit dem Lohn aus.
Selbstständigerwerbende müssen sich an ihre Familienausgleichskasse wenden, um ein Gesuch auf Familienzulagen zu stellen.
Nichterwerbstätige stellen ihren Antrag bei der kantonalen Familienausgleichskasse, die von den kantonalen AHV-Ausgleichskassen geführt werden.
Wieso wird auf der Lohnabrechnung ein Anteil "13. Monatslohn" abgezogen?
Dies ist kein Abzug, der Anteil wird lediglich aus rechtlichen Gründen ausgewiesen.
Ihr Lohn pro Stunde/Tag enthält bereits einen Anteil des 13. Gehalts, dies muss auf Ihrer Lohnabrechnung lediglich ausgewiesen werden. An Ihrem Bruttolohn ändert dies nichts, Sie erhalten diesen ausgewiesenen Anteil auch nicht nochmals zusätzlich ausbezahlt.
Wann werden die Kinderzulagen von PayrollPlus ausbezahlt?
Der Antrag für Kinderzulagen muss vom Amt genehmigt sein und wir müssen die Zahlung der Zulagen vom Amt erhalten haben. Sollten Sie noch keinen Antrag auf Kinderzulagen gestellt haben, dann wenden Sie sich bitte direkt an uns um dies nachzuholen: info@payrollplus.ch
Die Auszahlung erfolgt jeweils für den vorhergehenden Monat.
Beispiel: Sie senden PayrollPlus ein Stundenrapport für den September im Oktober. Sobald Ihnen der Septemberlohn ausbezahlt wurde, können wir Ihnen ebenfalls die Kinderzulagen für den September ausbezahlen(sofern das Geld der AHV für diesen Monat bei uns eingetroffen ist).
Beim Monatslohn wird die Kinderzulage jeweils mit dem Monatslohn vergütet.
Sollten Sie Fragen zum Stand des Antrags haben, können Sie sich direkt an die AHV wenden: 041 819 04 25

References: Art. 20
 Art. 21
 Art. 11
 Art. 20
 § 3
 Art. 17
 Art. 31
 Art. 22
 Art. 321
 Art. 13
 Art. 9
 Art. 17
 Art. 31
 Art. 22
 Art. 9