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Timestamp: 2019-01-18 00:32:07+00:00

Document:
Bedingungsloses Grundeinkommen: Feldversuche geplant. | Erwerbslosenforum Deutschland
Stichworte bedingungsloses feldversuche geplant grundeinkommen
Armut bei 800 Euro und nicht arbeiten MÜSSEN!Das ist schöne Armut.
Wie kommst du darauf, dass alle bereit sind für einen Appel und ein Ei zu arbeiten?
Das Arbeiten soll doch freiwillig sein. 1-Euro-Jobs sind aber nicht freiwillig.
Das stimmt allerdings. 200 sind viel zu wenig.
Es ist nicht umsonst, wenn man das Grundeinkommen dazu rechnet, was völlig bedingungslos ist. Einige sind auch längst nicht alle.
Diese Meldung zeigt wie wenig substantiell die ganze Diskussion um das "Bedingungslose Grundeinkommen" ist.
Leider ist es ja so daß seit Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden der Mensch durch Arbeitstätigkeit seine Grundbedürfnisse für Essen, Unterkunft und sonstige lebenserhaltende Dinge sichern muß.
Deswegen gab es in der Geschichte bisher auch noch kein "Bedingungsloses Grundeinkommen" und es wird auch ein solches in der Zukunft nicht geben. (Bitte jetzt nicht mir irgendwelchen exotischen und temporären Sonderaktionen kommen).
Früher mußten die Leute auswandern wenn sie im eigenen Lande sich den Lebensunterhalt nicht sichern konnten, heute wird im Rahmen des Sozialstaats jedenfalls bei vielleicht 5 % der Menschheit das Geld umverteilt und die früher auswanderten werden nun zu "Bedürftigen" und stellen einen Antrag.
Wie wenig substantiell nun das betrachtete Vorhaben ist zeigt folgende Überlegung:
Je 100 Teilnehmer an zwei deutschen Standorten sollen für einen Zeitraum von zwei Jahren ein festes Grundeinkommen erhalten: monatlich 800 Euro netto, zuzüglich der Beiträge zur Sozialversicherung.
Sind in Summe 200 *2 * 12 *800 = 3.84 Millionen die Netto an die 200 Teilnehmer für zwei Jahre gezahlt werden sollen denen die Gesamtkosten des Projekts von 7 Millionen Euro gegenüber stehen, also 45 % für Steuern, Sozialversicherung und Verwaltung..
Die Breuninger-Stiftung will ihren Teil dazu beitragen; zusätzlich sollten öffentliche Mittel, aber auch Spenden von Unternehmen und anderen Stiftungen akquiriert werden.
Pro Teilnehmer also 1458 € pro Monat Aufwand dem ein Nettolohn von 800 € pro Monat gegenübersteht.
Offensichtlich wird nicht davon ausgegangen daß durch die Teilnahme an dem Modellversuch irgendeine Wertschöpfung entsteht. Da könnte man doch einfach die 7 Millionen Spenden nehmen und direkt den Leuten schenken.
Wenn nun keine Wertschöpfung entsteht und alle an so einem Versuch teílnehmen, wo kaufe ich mir da morgens meine Brötchen?
(Mal davon abgesehen daß man dann für 40 Millionen statt für 200 Leute entsprechende Spender finden müßte)
Es ist schade, dass manche Menschen nicht einmal im Ansatz bereit sind für wirklich gute und vernünftige Änderungen. In Deutschland wird immer erst alles schlecht geredet.
Durch Technik und Fortschritt werden wir nicht umhin können, uns eine andere Lösung als jetzt einfallen zu lassen.
Arbeit wird es immer weniger für alle geben. Schon allein das ist ein Grund für die Überlegung und Umsetzung tiefgreifender Veränderungen oder wir wurschtlen weiter wie bisher, die Sozialleistungen werden gekürzt und die Sozialabgaben steigen noch mehr.
Aber eines ist auch klar. Die jetzt noch arbeiten, werden das nicht auf ewig mitmachen und daran sollten wir auch denken, auch wenn es uns nicht gefällt.
http://www.elo-forum.org/members/20600.html
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, das Kapital irgendwie sozial sein könnte. Schon der Begriff soziale marktwirtschaft ist pure Verdummung.
Es sollte uns doch um die Aneignung von Kapital und Produktion gehen. Stattdessen rennt man einem noch schlimmeren kapitalistischen System hinterher, wo es z.B. die Solidarversicherungen ganz abgeschafft werden.
Wenn absolute Armut (Afrika) beseitigt wird, dann hat das positive Folgen.
Das ist vergleichsweise hier ähnlich: ein 100% sanktionierter U25 stiehlt eher eine Pizza als einer mit 287 Euro.
arme Migrantenkinder sind in der Haupt- oder Förderschule überproportional vertreten, mit höherem Familieneinkommen besuchen sie eher ein Gymnasium.
Der Knackpunkt besteht für mich darin, dass das Grundeinkommen nichts am Grundzustand der Gesellschaft besonders der Arbeitswelt ändert.
"Vertragsfreiheit"? Vielleicht formaljuristisch. Nur im wirklichen Leben .....
Die Bedingungen diktiert die andere Seite (im Betrieb oder mit ihrem Einfluss auf die Politik und Verwaltung). Sie wollen Deine Arbeit zu Ihren Bedingungen.
(gegen Mindestlöhne, gegen Arbeitszeitverkürzung, evtl. bald 800 Euro-Jobs?; Praktikanten als billige/kostenlose Arbeitskräfte; zunehmend kostenpflichtiger Studienplätze / Berufsbildungen (um Gotteswillen keine Ausbildungsumlage), Bafög-Sätze die zum Himmel schreien; ein selektives Bildungswesen in dem die Wirtschaft immer mehr Einfluss erlangt.)
Deutschland drückt auf die Löhne und die Wirtschaft in Europa mit seiner Politik.
Und gerade diese herrschende Schicht soll ein solidarisches Grundeinkommen für alle wollen, welches die Intentionen seiner Vordenker erfüllt?
Oder alternativ die Bevölkerung in ihrem jetzigen apathischen Zustand soll ihnen die Bedingungen diktieren können? Wohl unrealistisch.
Ich möchte ganz persönlich kein FDP gestricktes Grundeinkommen erleben müssen.
[FONT=arial,helvetica,sans-serif]Da in der Diskussion über eine Alternative zu Hartz IV auch die Forderung nach einem „Bedingungslosen Grundeinkommen“ von Teilen der Linken (attac, BAG Grundeinkommen etc) vertreten wird, halten wir es für erforderlich, in diesem Postionspapier darauf einzugehen. Wir fordern in erster Linie eine „bedarfsorientierte“ und keine „bedingungslose“ Grundsicherung, weil wir die Auffassung vertreten, dass ein Grundeinkommen für alle (also ohne Bedürftigkeitsprüfung und unabhängig vom Einkommen) unter kapitalistischen Verhältnissen ein Instrument zur Lohnsenkung und Lohnsubventionierung darstellt (so fordert der Kapitalvertreter Th. Staubhaar: „Sie……darf an keine Bedingung geknüpft sein. Alle 80 Mio. Bundesbürger sollen sie bekommen…..Wir müssen dann aber auch akzeptieren, dass es extrem niedrige Löhne geben kann“). Es handelt sich also nicht vorwiegend um eine Grundsicherung nur für alle Erwerbslosen, sondern auch eine solche für alle Beschäftigten. Jedoch in dem Maße, in dem die Reproduktionskosten von Arbeitskräften von staatlichen Zahlungen gedeckt werden, muss das Kapital nicht mehr dafür aufkommen, kann also die Löhne senken. Was bereits bei den aktuellen, die Existenz nicht sichernden Regelsätzen massenhaft erfolgt, nämlich Ausweitung des Niedriglohnsektors, würde dann in einem noch wesentlich größerem Ausmaß eintreten. Das ist unseres Erachtens der Haupteinwand gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen und hat deshalb für eine linke und Gewerkschaftsbewegung keine mobilisierende Funktion
aus: Linke Alternative zu Hartz IV
Aust, Behrsing, Militzer März 2009
Bei uns gab es mal die soziale Marktwirtschaft. Davon ist längst nichts mehr zu sehen.
Bedarfsorientiert wäre okay, wenn keine weiteren Bedingungen daran geknüpft wären.
"Bei uns gab es mal die soziale Marktwirtschaft.
Davon ist längst nichts mehr zu sehen."
holly8, : Namen sind Schall & Rauch.
Diese "soziale Marktwirtschaft"
brachte auf ihrer politischen Seite:
* KPD-Verbot ( Weg mit DIE !, die doofen Kommunisten ! )
* Radikalenerlaß ( " " " dito / warum waren `se auch so radikal ... )
* Berufsverbote ( diese blöden linken Lehrer nicht nur ... )
* Notstandsgesetze ( mußte wohl sein, gelle, für`s "Soziale"? )
* usw. - worüber nur noch Alte & Wikipedia wissen
* belehre Dich so gemäß weiter ( über`s: "Soziale"
//der "sozialen A:schWirtschaft=>
holly8:
Bedarfsorientiert wäre okay,
wenn keine weiteren Bedingungen daran geknüpft wären.
Was "wäre", wäre frühzeitiger und "grundsätzlicher"
Mach Dir das klar, liebe holly8, und besprech das insofern
mal mit Deinen Nächsten ... und uns.
Hier gibt es offensichtlich Leutz,
denen es abgeht,
im Sinne des "Kapitals"
... und solange Du für Dich ... den "Taler" nur erörterst -
verbleibst Du in diesem Mechanismus - .........
... und solange Du für Dich ... den "Taler"
und ähnlich Teugs nur erörterst <-
verbleibst Du in diesem "Mechanismus" <- .........
Machen wir es schön bunt :
... eine kreative Begriffsbildung: "Schöne Armut" - icke kleiner Wicht natürlich auch lieber haben will SCHÖNE Armut als hässliches HartzIV ... ich sagte ja: wenn ich umziehen sollte, von Berlin in die Brandenburger - sorry- Weiss-nicht-mehr-wo-flaches-Land um 2 Jahre repressionsfrei 800 Euro statt HartzIV schikanös zu ergattern - warum nicht - so als kleiner Individualtrip zwischendurch, auf der rasanten Fahrt in die verallgemeinerte Altersarmut .
ABER: die edle Breuniger-Stifterin hat doch gesagt: vornehmlich junge Uniabsolventen sollen in den Genuss kommen. Und wenn ich dann mitten im verarmten Brandenburg in einer einzigen Ortschaft zu den 100 Auserwählten gehöre, die auch sicherlich noch laufend beforscht und befragt und im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen werden, dann ist der soziale Druck,
etwas Hervorragendes für diese 800 Euro Hungerlohn zu leisten doch immens... - und gesellschaftlich ändern tut sich damit gar Nüscht .
Viele lechzen genau so nach ihrem "netten" Ein-Euro-Job wie die 2 x 100 nach ihrer Auserwählung lechzen werden.- Hier in Berlin beteiligen sich massenweise einst linke Vereine an einem mehr oder weniger demokratisch verwalteten Pool der Ein-Euro-Jobs für einzelne Berliner Bezirke.- Hat sich dadurch hier etwas grundlegendes an Hartz IV als Lohndumping- und Repressionsmaschinierie geändert? Nein, solche Reförmchen verfestigen m.E. das System Hartz IV (oder wie immer es in Zukunft benamst werden mag). Natürlich ist es für einzelne, die in den Genuss eines solchen Minireförmchens kommen möglicherweise kurzfristig angenehmer, aber eine gesellschaftliche Alternative wird damit nicht auf den Weg gebracht.
Feldversuch nennen die das, ich nennen es "Versuch am Menschen". Die wollen testen, ob all die tollen Aussagen eintreten, dass man bei repressionsfreiem Grundeinkommen sich dann ehrenamtlich betätigt, oder ähnlich.
Ich finde es erschreckend, wie Menschen für solche Tests/ Versuche benutzt werden sollen. Und da Geld die Welt regiert werden sich einige darum reissen zu den Auserwählten gehören zu dürfen.
Klar hört sich das erst mal alles toll an, aber am Ende ist und bleibt man nur eine Versuchsperson, welche benutzt/ missbraucht wird.
Nein Danke, da wurschtel ich mich lieber weiterhin mit weniger durch. Aber ich kann sagen ich habe mich nicht benutzen lassen, damit die Oben heraus finden können, ob das ( am Ende doch nicht) kommende Grundeinkommen gut oder doch nicht gut ist.
Was passiert nach den zwei Jahren, wenn einige durch den Feldversuch besser gestellt waren? sie werden wieder in das Elend gestossen.
Nabend Holly!
Bist du sicher, daß dieses Forum bereits "Deutschland" ist? Es muß doch nicht jeder beim Grundeinkommen mit dem Kopf nicken und bravo, bravo rufen. Um es durchzusetzen braucht man auch keine ja-Sager sondern sogenannte Aktivisten. Das elo-Forum dürfte für solche ganz gewiß nicht die ideale Plattform sein. Auch in einem CDU-Forum hat man mit dem BGE schlechte Karten.
Unsre hass4-Freunde übersehen auch stets, daß man sich zum BGE auch noch was hinzuverdienen kann. Das wäre besonders für Gruppen eine interessante Sache. Schon bei 600 Euro und sagen wir zehn Leuten wären das 6000 euro/monat. Damit kann man locker einen eigenen Betrieb (Genossenschaft) aufmachen. Bei der jetzigen hass4-Regelung kann man gar nix machen, nichtmal mit anderen Leuten zusammensziehen (und z.B. einen Betrieb gründen).
guten Rutsch und vielleicht wird das Jahr 2010 bge-mäßig noch erfolgreicher das Jahr 2009?
Und was wäre daran so schlecht?
Eine Entkoppelung von Geld zum Leben und Erwerbsarbeit wäre das Beste was passieren kann.
Erwerbsarbeit wird doch von vielen Menschen nur gehasst, wegen diesem Zwang mit dem sie verbunden ist.
Was wäre es für ein schönes Leben, wenn "was immer als Arbeit definiert ist" freiwillig wäre.
Abgesehen davon, dass Reproduktionsarbeiten endlich!!!!!! Hausarbeit endlich auch entlohnt würde und die Doppelbelastungen von Frauen nicht mehr erwartet ja noch bejubelt würde.
Der Plan sieht vor, dass an zwei deutschen Standorten je 100 Teilnehmer ein Grundeinkommen von 800 € zuzüglich der Beiträge zur Sozialversicherung erhalten sollen.
Und was soll dabei rauskommen? 200 Leute, die wissen um was es geht und wissen, was "von ihnen erwartet" wird, die werden nun natürlich ihre Rolle spielen. Wenn man für das BGE ist wird man sehen, dass man was ehrenamtliches macht, ist man dagegen, setzt man sich zu Hause hin und ließt ein Buch.
Das ist aber nun mal leider in Deutschland so. Das sieht man auch jetzt an dem Feldversuch - Er wird schlecht geredet und das schon ein halbes Jahr, bevor er begínnt. Natürlich kostet der Versuch mehr als die 800 Euro/Kopf und Monat. Ein Erfinder muss auch erst investieren, bevor er Werte schöpfen kann.
Ob ein BgE kommen kann und überhaupt finanziert werden kann, lass ich mal dahin gestellt. Aber bitte Leute zerredet doch nicht immer alles gleich. Hartz IV ist keine Lösung - Was dann? Bedarfsorientiertes Grundeinkommen? Also weiter beim Amt betteln und Repressalien dulden? Ich dachte das wollt ihr nicht, deshalb seid ihr doch hier - Oder???
Man muss solche Sachen einfach offener angehen. Nicht nur Jules Verne hatte Visionen, wovon viele heute keine mehr sind, sondern Realität.
Hi, darf ich auf ein Podcast hinweisen, wo das Thema bGE recht ausführlich diskutiert wird ?
Es ist zwar nicht neu, aber so wie ich finde nach wie vor hochaktuell.
► ► bGE für alle ? ◄ ◄
Den Feldversuch gabs schon. In irgendeiner ehemaligen deutschen Kolonie in Afrika. Ergebnis weniger Viehdiebstähle keine Wilderei, die Kinder gingen alle zur Schule und die Leute haben versucht mit dem Geld sich selbständig zu machen. Also gespart, sich ne Nähmaschine gekauft und Klamotten genäht o.Ä.
Den Film dazu gabs irgendwann mal bei Phönix.
Ganz bedingungslos wars nicht. Es gab m.W. ne Beschränkung im Zusammenhang mit Fusel.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BgE 
 bGE 
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