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Timestamp: 2016-10-21 22:00:23+00:00

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U 509/05 (18.10.2006)
Der 1954 geborene A.________ arbeitete in den Jahren 1989 bis 1992 jeweils im Rahmen von Saisonanstellungen als Maurer bei der Firma X.________ AG, Bauunternehmung, und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Der letzte Arbeitstag der Saison 1992 war der 10. Dezember 1992.
Am 14. September 1993 meldete die X.________ AG der SUVA, gem�ss einer vom Versicherten am Vortag erhaltenen Mitteilung habe dieser am 11. Dezember 1992 auf der Autobahn in Italien einen Unfall erlitten. Die SUVA zog den Polizeirapport �ber den Unfall (mit Best�tigung vom 26. August 1993) sowie Berichte des Dr. med. B.________, Medizinzentrum Y.________/Mazedonien, vom 10. August 1993, des Dr. med. E.________, Medizinzentrum Y.________, vom 25. Juni, 19. August, 24. September 1993 und 14. Januar 1994, des Dr. med. H.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 8. Oktober 1993 (Arztzeugnis UVG) und 6. Februar 1994, des Zahnarztes Dr. K.________, Y.________, vom 3. Dezember 1993 sowie ihres beratenden Zahnarztes Dr. W.________ vom 21. Januar 1994 bei. Zudem holte sie Ausk�nfte des Versicherten vom 23. und 24. November 1993 ein und liess diesen am 13. April 1994 durch den Kreisarzt Dr. med. R.________ untersuchen, welcher einen Bericht des R�ntgeninstituts Z.________ beizog. Anschliessend stellte die Anstalt, welche zuvor Leistungen erbracht und insbesondere die Zahnbehandlungskosten �bernommen hatte, mit Verf�gung vom 29. April 1994 die Taggelder auf den 29. April 1993 und die Heilbehandlung auf den 11. September 1993 ein. Mit Einspracheentscheid vom 11. Juli 1994 wurde - nach einer Stellungnahme des Dr. med. O.________, Orthop�die und Chirurgie FMH, Abteilung Unfallmedizin der SUVA, vom 23. Juni 1994 - die Einstellung auch bez�glich der Taggelder auf den 11. September 1993 terminiert.
Auf Beschwerde hin hob das Verwaltungsgericht des Kantons Bern den Einspracheentscheid auf und wies die Sache an die SUVA zur�ck (Entscheid vom 28. September 1995). Das Gericht hielt fest, es habe als glaubhaft zu gelten, dass der Versicherte �ber den 11. September 1993 hinaus an Kopfschmerzen und Nackenbeschwerden gelitten habe, auch wenn der SUVA-Kreisarzt kein organisches Substrat habe erheben k�nnen. Zur Beurteilung von Ausmass und Ursachen der ab 11. September 1993 bestehenden Gesundheitssch�digung seien erg�nzende neurologische Abkl�rungen erforderlich.
Die SUVA zog weitere Zeugnisse des Dr. med. H.________ vom 20. September und 10. November 1995 sowie einen Bericht des Dr. med. D.________, HNO, Hals- und Gesichtschirurgie FMH, vom 6. Dezember 1995 bei und gab bei Dr. med. G.________, Neurologie FMH, ein Gutachten in Auftrag, welches am 1. April 1996 erstattet wurde. Anschliessend sprach die Anstalt dem Versicherten mit Verf�gung vom 9. April 1996 Taggelder und Heilbehandlung f�r die Zeit bis 12. April 1994 zu. Nachdem der Versicherte erneut Einsprache erhoben hatte, zog die Anstalt Stellungnahmen der Rehaklinik V.________ vom 30. Juli 1996 (mit SPECT-Bericht vom 24. Juni 1996 und neuropsychologischem Bericht vom 10. Juli 1996) und 18. Februar 1997 sowie des Neurologen Dr. med. I.________, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, vom 3. Februar 1997 bei und nahm - entsprechend der Empfehlung dieses Arztes - eine Begutachtung in der medizinischen Abteilung der Pflegerinnenschule W.________, in Aussicht. Der Versicherte liess wiederholt erkl�ren, er werde sich dieser Begutachtung nicht unterziehen. Daraufhin erliess die SUVA - nach entsprechender Ank�ndigung unter Einr�umung einer Bedenkfrist und einer ablehnenden Reaktion des Versicherten - am 5. September 1997 einen Entscheid auf Grund der Akten und wies die Einsprache ab.
Der Versicherte liess gegen den Einspracheentscheid wiederum Beschwerde erheben, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Bern nach Beizug zweier Schreiben der Rehaklinik V.________ vom 27. August und 5. Dezember 1997 mit Entscheid vom 16. November 1998 abwies. Auf Verwaltungsgerichtsbeschwerde hin hob das Eidgen�ssische Versicherungsgericht den kantonalen Entscheid auf und wies die Sache zur Aktenerg�nzung (Anordnung eines Gerichtsgutachtens) an die Vorinstanz zur�ck (Urteil vom 26. Oktober 2000, U 365/98 = RKUV 2001 Nr. U 414 S. 89).
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern gab bei Dr. med. C.________ (Chefarzt der Klinik U.________ ab August 2002 Chefarzt am centro di riabilitazione T.________) ein Gerichtsgutachten in Auftrag, welches am 24. April 2003 erstattet wurde (Erg�nzungsfragen wurden am 27. Juli 2003 beantwortet). In der Folge beantragte die SUVA, nach Einsichtnahme in die Akten des vom Versicherten eingeleiteten Strafverfahrens gegen die Unfallbeteiligten M.________, U.________ und N.________, weitere Abkl�rungen zum Unfallhergang. Das Verwaltungsgericht zog daraufhin die Notizen des behandelnden Arztes Dr. med. H.________ aus den Jahren 1993 und 1994 sowie die Akten der Eidgen�ssischen Invalidenversicherung, des erw�hnten Strafverfahrens (auszugsweise; pers�nliche Einsichtnahme in das gesamte Dossier durch den Instruktionsrichter), des Zivilverfahrens gegen die Versicherungen F.________, der Haftpflichtversicherer F.________ und G.________, der Einwohnergemeinde S.________, des kantonalen Migrationsdienstes und des Bundesamtes f�r Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES; heute: Bundesamt f�r Migration) bei. Anschliessend best�tigte das Gericht, nachdem es den Parteien mit prozessleitender Verf�gung vom 4. Februar 2005 Gelegenheit geboten hatte, sich zu den eingeholten Akten und zum Beweisergebnis zu �ussern, den Einspracheentscheid vom 5. September 1997 und wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 15. November 2005).
A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, es sei die SUVA zur Erbringung weiterer Versicherungsleistungen zu verpflichten und es seien die Honorare des armenrechtlichen Anwalts f�r das kantonale Verfahren und s�mtliche Vorverfahren erheblich zu erh�hen und neu festzusetzen. Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht.
1.2 Nach der Rechtsprechung trifft die Beweislast in Bezug auf das Unfallereignis als solches (RKUV 2002 Nr. U 469 S. 528 Erw. 3a, 1996 Nr. U 247 S. 171 Erw. 2a, 1988 Nr. U 55 S. 362 Erw. 1b) wie auch hinsichtlich der (nat�rlichen) Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b) in dem Sinne die versicherte Person, als der Entscheid bei Beweislosigkeit zu ihren Ungunsten ausfallen muss. Eine Umkehr der Beweislast findet allerdings dann statt, wenn sich der entsprechende Nachweis aus Gr�nden nicht (mehr) erbringen l�sst, welche der Versicherer zu verantworten hat (BGE 92 I 257 Erw. 3; Urteile P. vom 15. M�rz 2006 [U 6/06], Erw. 3.3, A. vom 27. Oktober 2005 [U 124/05], Erw. 2.3, und R. vom 3. Oktober 2005 [K 62/05], Erw. 1 am Ende; vgl. auch BGE 124 V 375 f. Erw. 3b). Demgegen�ber bleibt der Versicherer leistungspflichtig, wenn der Kausalzusammenhang einmal gegeben und anerkannt ist, sofern sich nicht hinreichend nachweisen l�sst, dass er zu einem sp�teren Zeitpunkt dahingefallen ist (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Letzteres trifft dann zu, wenn der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 3b mit Hinweisen).
1.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen).
1.3.2 Bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den ist wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb): Es ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 Erw. 3; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Trifft dies zu, gelangt grunds�tzlich die Rechtsprechung gem�ss BGE 117 V 359 und 369 zur Anwendung; andernfalls ist die mit BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa begr�ndete Praxis massgebend.
Die Frage, ob sich die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS zugezogen hat, ist ausgehend von den medizinischen Befunden zu beantworten. Grundlage f�r die gerichtliche Kausalit�tsbeurteilung bilden die fach�rztlichen Erhebungen �ber Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen m�ssen durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein (BGE 119 V 340 Erw. 5b/aa). Gem�ss der Gerichtspraxis setzt die Annahme eines Schleudertraumas der HWS oder einer gleichgestellten Verletzung, welche die Anwendung der dazu entwickelten besonderen Regeln zur Ad�quanzbeurteilung rechtfertigt, unter anderem voraus, dass innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne nach dem Unfall Beschwerden in der Hals- und Kopfregion auftreten (vgl. RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 ff. Erw. 5e, f und g; Urteile S. vom 2. M�rz 2005, U 309/03, Erw. 4.2 und B. vom 23. November 2004, U 109/04, Erw. 2.2).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer �ber den 12. April 1994 hinaus Anspruch auf Leistungen der SUVA f�r das Unfallereignis vom 11. Dezember 1992 hat.
Nach Lage der medizinischen Akten, insbesondere gest�tzt auf die Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 13. April 1994, unter Einbezug des Gutachtens des Dr. med. C.________ vom 24. April 2003, ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine somatisch nachweisbaren Gesundheitssch�digungen aufwies, welche auf den Unfall vom 11. Dezember 1992 zur�ckzuf�hren w�ren. Die unfallversicherungsrechtliche Relevanz der �ber den 12. April 1994 hinaus andauernden Beschwerden beurteilt sich deshalb nach den Regeln, welche die Rechtsprechung zu den organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgen entwickelt hat. Dementsprechend folgt die Pr�fung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs den allgemeinen Grunds�tzen (Erw. 1.1 hievor), w�hrend bei der Ad�quanzbeurteilung danach zu differenzieren ist, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat oder ob dies nicht zutrifft (Erw. 1.3.2 hievor). In diesem Zusammenhang kommt dem konkreten Ablauf des Unfallereignisses wie auch dem in den nachfolgenden Tagen aufgetretenen Beschwerdebild erhebliche Bedeutung zu.
4.1 �ber den Hergang des Unfalls vom 11. Dezember 1992 l�sst sich den Akten entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer, sein Neffe als Beifahrer und vier weitere Bekannte oder Kollegen in drei mit je zwei Personen besetzten Autos auf der italienischen Autobahn in Richtung S�den unterwegs waren. Sie beabsichtigten, in R.________ die F�hre nach P.________/Albanien zu benutzen und anschliessend die Fahrt an ihre Wohnorte in der Gegend von Y.________ in Mazedonien fortzusetzen. Auf dem Gebiet der Gemeinde M.________ war die rechte von drei Fahrspuren wegen eines Unfalls gesperrt. Deshalb wechselte ein Fahrzeug unmittelbar vor dem ersten der drei erw�hnten Personenwagen auf die mittlere Spur. Der Beschwerdef�hrer und die beiden anderen Lenker mussten abrupt bremsen. Ihre Autos prallten ineinander, wobei dasjenige des Versicherten, welches sich in der Mitte befand, zun�chst auf den vorderen Wagen auffuhr und anschliessend vom hinteren Fahrzeug links am Heck gerammt wurde.
4.2 W�hrend der geschilderte Sachverhalt grunds�tzlich unbestritten ist, gehen die Darstellungen der Beteiligten �ber die Folgen des Unfalls und den weiteren Verlauf auseinander. Der Beschwerdef�hrer bringt vor, er sei, obwohl er die Sicherheitsgurten getragen habe - dies wurde jedenfalls in den Einvernahmen und schriftlichen Stellungnahmen der ersten Jahre nach dem Unfall behauptet -, mit dem Kopf an das Lenkrad geprallt, habe dadurch mehrere Z�hne verloren und sei w�hrend l�ngerer Zeit bewusstlos gewesen. Anschliessend sei er in einem Ambulanzfahrzeug behandelt worden. Diese Darstellung wird best�tigt durch die Aussagen seines Beifahrers und Neffen J.________ (schriftliche Erkl�rung vom 16. August 1996; Aussagen im Zivilverfahren [vorsorgliche Beweisf�hrung] vom 12. Juni 1998; Aussagen im Strafverfahren vom 15. Februar 1999 und 20. Dezember 2005). Dieser pr�zisierte, das Auffahren auf das vordere Auto sei zun�chst ohne Folgen geblieben. Der Kopfanprall am Lenkrad sei durch die anschliessende Heckkollision bewirkt worden. Sein Onkel habe das Bewusstsein verloren und sich an den Z�hnen verletzt; deshalb habe er auch geblutet. Er, der Neffe, und ein hinzugekommener Mitfahrer aus dem hintersten der drei Fahrzeuge h�tten ihn aus dem Auto genommen. Laut der Best�tigung vom 16. August 1996 traf kurz darauf die Polizei ein und nahm einen Rapport auf, welchen der Beschwerdef�hrer unterzeichnet habe, nachdem er aus der ungef�hr 30-min�tigen Bewusstlosigkeit erwacht sei. Anl�sslich der Einvernahme vom 12. Juni 1998 erkl�rte J.________, sein Onkel habe aus Mund und Nase geblutet. Bald nach der Polizei sei die Ambulanz eingetroffen und habe den Verletzten behandelt. Er und der Helfer h�tten den Onkel bis zum Ambulanzfahrzeug getragen. Ob sie die Sicherheitsgurten getragen h�tten, k�nne er nicht mehr sagen. S.________, Mitfahrer im hintersten der drei Wagen, der im Zivilverfahren am 9. Juli 1998 und im Strafverfahren am 15. Juni 2000 sowie am 20. Dezember 2005 einvernommen wurde, best�tigte, zusammen mit J.________ den Versicherten aus dessen Fahrzeug gehoben zu haben. Letzterer habe angstvoll, wie geschlagen gewirkt; er habe entweder unter Schock gestanden oder sei bewusstlos gewesen. Anl�sslich der Einvernahme vom 20. Dezember 2005 wurde eine Bewusstlosigkeit verneint; der Versicherte habe aus dem Auto gehoben werden m�ssen, aber dabei selbst mit den F�ssen geholfen und anschliessend ein bisschen gehen k�nnen. Nachher sei die Polizei gekommen und habe die Beteiligten aufgefordert, die Autos wegzustellen. Ob und allenfalls durch wen der Verletzte medizinisch versorgt worden sei, k�nne er nicht sagen. Anl�sslich der Einvernahme vom 15. Juni 2000 verneinte S.________ die Frage, ob ein Ambulanzfahrzeug vor Ort gewesen sei. Die drei �brigen Unfallbeteiligten M.________, N.________ (Insassen des vordersten Wagens) und U.________ (Lenker des hintersten der drei Fahrzeuge), zwei Br�der und ihr Cousin, bestritten im Verlauf des gesamten Verfahrens, dass der Beschwerdef�hrer verletzt worden sei. Dieser sei zu keinem Zeitpunkt bewusstlos gewesen, und weder am Unfallort noch w�hrend des weiteren Verlauf der Heimreise, welche alle sechs Personen gemeinsam absolviert h�tten, habe eine medizinische Behandlung stattgefunden (Einvernahmen im Zivilverfahren vom 12. Januar 1998 und im Strafverfahren vom 16. Februar 1999 sowie 20. Dezember 2005). Der am Unfalltag erstellte Polizeirapport enth�lt eingangs den Vermerk, es habe sich um einen Unfall mit ausschliesslichen Sachsch�den gehandelt, und schliesst mit der Bemerkung, keiner der Insassen der drei Fahrzeuge habe Verletzungen erlitten.
4.3 Was den weiteren Verlauf anbelangt, ist auf Grund der Akten und der Aussagen der Beteiligten davon auszugehen, dass diese die Nacht nach dem Unfall in N.________ verbrachten und am n�chsten Tag gemeinsam durch einen von der Versicherung organisierten Mini-Bus mit Fahrer nach R.________ gebracht wurden, wo sie jedoch erst um 22.15 Uhr eintrafen und die kurz zuvor abgehende F�hre nach P.________ verpassten. Die n�chste F�hre fuhr erst am �bern�chsten Tag, 14. Dezember 1992. Der Beschwerdef�hrer macht jedoch geltend, er habe vorzeitig mit einem kleinen Boot von R.________ nach P.________ �bergesetzt und sei von dort mit dem Taxi nach Y.________ gefahren. Dort habe er bereits am 13. Dezember 1992 das Spital aufgesucht. Sein Neffe J.________ sagte ebenfalls aus, in R.________ habe man sich getrennt. Demgegen�ber erkl�rten M.________, N.________ und U.________ wiederum �bereinstimmend, alle sechs Personen seien bis am 14. Dezember 1992 in R.________ geblieben und anschliessend in der Nacht auf Dienstag, 15. Dezember mit der F�hre nach P.________ gefahren. Von dort seien sie in zwei Fahrzeugen (Wagen des L.________, Schwager von M.________ und U.________, und ein Taxi) nach Y.________ weitergereist. S.________ sagte aus, er habe sich in R.________ (nach seiner Erinnerung m�glicherweise auch in O.________) von den �brigen Unfallbeteiligten getrennt, anschliessend aber dieselbe F�hre ben�tzt wie diese. In P.________ habe er die f�nf anderen wieder gesehen. Es treffe nicht zu, dass der Beschwerdef�hrer allein mit einem kleinen Boot nach Albanien gefahren sei.
4.4 Dr. med. B.________ bescheinigt in seinem ersten Zeugnis vom 10. August 1993 einen Status post contusionem capitis und cephalea neurotica post traumatica. Dr. med. E.________ erw�hnt in seinen Attesten zus�tzlich eine subluxatio dentes I et II lat. dex. Daraus l�sst sich ableiten, dass die �rzte annahmen, es habe ein Kopfanprall (vermutlich am Lenkrad) stattgefunden. Zuverl�ssige R�ckschl�sse auf den Hergang und die Schwere des Unfallereignisses lassen die zitierten Aussagen jedoch nicht zu. Insbesondere wurde - entgegen der Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - keine contusio cerebri diagnostiziert. Was den Beginn der Behandlung anbetrifft, hielt Dr. med. B.________ am 10. August 1993 fest, der Versicherte habe einen Verkehrsunfall erlitten und sei vom 13. bis 20. Dezember 1992 behandelt worden. Dies entspricht der Darstellung des Beschwerdef�hrers, welcher urspr�nglich erkl�rt hatte, die Behandlung sei station�r durchgef�hrt worden. Gem�ss sp�teren Aussagen handelte es sich dagegen um eine ambulante medizinische Versorgung. Dr. med. E.________, der am gleichen medizinischen Zentrum t�tig ist wie Dr. med. B.________, bescheinigte am 19. August 1993, der Patient habe sich wegen der erw�hnten Beschwerden, die durch einen Verkehrsunfall entstanden seien, vom 21. Dezember 1992 bis 29. April 1993 streng ausruhen m�ssen. Am 25. Oktober 2000 gab Dr. med. B.________ als Zeuge vor dem Gerichtsamt Y.________ zu Protokoll, der Versicherte sei am 10. August 1993 erstmals bei ihm gewesen und ambulant behandelt worden. Dr. med. E.________ sagte gleichentags ebenfalls als Zeuge aus, der Beschwerdef�hrer habe sich am 21. Dezember 1992 erstmals bei ihm im medizinischen Zentrum Y.________ gemeldet. Er habe an starken Kopfschmerzen gelitten und von einem Verkehrsunfall in Italien berichtet. In einer schriftlichen Erkl�rung vom 17. September 2001 hielt Dr. med. B.________ demgegen�ber fest, er habe den Versicherten vom 13. bis 20. Dezember 1992 ambulant behandelt. Dieser habe sich mit mehreren Kratzungen an Gesicht und Kopf gemeldet und subjektiv �ber Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafst�rungen berichtet, wobei diese Symptome immer noch andauerten. Am 10. Juli 2003 schliesslich sprach Dr. med. B.________ beim Gericht Y.________ vor und korrigierte seine Aussage vom 25. Oktober 2000 dahingehend, dass die erste Untersuchung nicht am 10. August 1993, sondern bereits am 13. Dezember 1992 stattgefunden habe.
4.5 Die Aussagen aller Unfallbeteiligten sind angesichts der vorhandenen Eigeninteressen und famili�ren Bindungen mit erheblicher Vorsicht zu w�rdigen. Laut dem am Unfalltag erstellten Polizeirapport gab es jedoch keine Verletzten, sondern es entstand nur Sachschaden. Die Polizei befand sich wegen des ersten Unfalls, welcher die Sperrung der rechten Spur zur Folge gehabt hatte, bereits in der N�he und war innerhalb kurzer Zeit zur Stelle. Der Rapport wurde allerdings erst einige Stunden sp�ter in N.________ verfasst, und es l�sst sich, wie bereits die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern im Rahmen des Strafverfahrens festhielt (Beschluss vom 10. Januar 2005), nicht mehr eruieren, auf welchen Grundlagen er beruht. Der Beschwerdef�hrer hat aber die in seinem Namen in mazedonischer bzw. albanischer Sprache abgefasste Beschreibung des Unfallhergangs unterzeichnet. Unter diesen Umst�nden kann zwar nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebrachte Behauptung zutrifft, der Text des Rapports habe auf den Angaben von M.________ gegen�ber der Polizei basiert und der Beschwerdef�hrer sei wegen seines damaligen Zustandes nicht in der Lage gewesen, den Sachverhalt geistig zu erfassen. Als �berwiegend wahrscheinlich hat diese Darstellung jedoch nicht zu gelten. Es ist davon auszugehen, dass der Versicherte keine sichtbaren Verletzungen aufwies und den Eindruck vermittelte, urteilsf�hig zu sein, ansonsten ihn die italienische Polizei den Rapport nicht h�tte unterzeichnen lassen. Wenn der Beschwerdef�hrer stark geblutet h�tte, bewusstlos gewesen und in einem Ambulanzfahrzeug medizinisch versorgt worden w�re, m�sste der Bericht anstelle der Bemerkung, es habe keine Verletzten gegeben, einen entsprechenden Vermerk enthalten. Die medizinischen Unterlagen schliesslich erlauben keine klaren R�ckschl�sse auf den Unfallhergang. Das kantonale Gericht hat s�mtliche noch m�glichen Bem�hungen unternommen, um den Sachverhalt einer zuverl�ssigen Kl�rung zuzuf�hren. Wenn es nunmehr gest�tzt auf die Aktenlage zum Ergebnis gelangt ist, es sei nicht nachgewiesen, dass sich der Versicherte am 11. Dezember 1992 gravierende Verletzungen zugezogen habe, l�sst sich dies nicht beanstanden. Vielmehr ist mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer keine schweren �usseren Verletzungen erlitt, nicht bewusstlos war und bis zu seinem Eintreffen in Y.________ nicht �rztlich behandelt wurde. Auch ein Kopfanprall am Lenkrad ist angesichts der glaubw�rdigen anf�nglichen Aussagen des Versicherten, wonach die Sicherheitsgurten getragen worden waren, sowie des Umstandes, dass der Neffe als Mitfahrer unverletzt blieb, mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen.
4.6 Der geschilderte Ablauf des Unfalls entspricht nicht demjenigen, welchen Dr. med. C.________ seinem Gutachten vom 24. April 2003 zu Grunde legte, ging der Arzt doch von einem Kopfanprall sowie einer 10- bis 15-min�tigen Bewusstlosigkeit aus. Da er ausdr�cklich betont, die Frage der posttraumatischen Bewusstlosigkeit sei f�r die medizinische Beurteilung wichtig, ist das Gutachten nicht beweiskr�ftig (vgl. BGE 119 V 346 Erw. 4c). Der Unfallhergang war aber prinzipiell geeignet, zu einer Pendelbewegung des Kopfes zu f�hren, welche ein HWS-Schleudertrauma verursachen k�nnte. Die Anwendung der diesbez�glichen, spezifischen Rechtsprechung zur Ad�quanzbeurteilung (BGE 117 V 359 ff.) w�rde jedoch voraussetzen, dass bald darauf Elemente des typischen Beschwerdebildes aufgetreten w�ren. Dies ist, wie das kantonale Gericht mit Recht festh�lt, nicht hinreichend erstellt. Auf Grund der Akten muss als eher unwahrscheinlich gelten, dass der Beschwerdef�hrer bereits am 13. Dezember 1992 im medizinischen Zentrum Y.________ behandelt wurde. Die Ankunft in R.________ war erst am Vortag um 22.15 Uhr erfolgt, und die n�chste F�hre stand erst am 14. Dezember zur Verf�gung. Die Darstellung, der Beschwerdef�hrer sei alleine mit einem kleinen Boot weitergereist, war in seinen Angaben gegen�ber der SUVA vom 23. November 1993 nicht enthalten. Sie wird von vier der f�nf Mitgereisten als unzutreffend bezeichnet, auch durch den Neffen nicht durchgehend positiv best�tigt und erscheint auch in Verbindung mit dem geltend gemachten Beschwerdebild als wenig naheliegend. An der strafgerichtlichen Hauptverhandlung vom 20. Dezember 2005 erkl�rte der Versicherte zun�chst, er sei mit einer F�hre nach P.________ gefahren, und best�tigte erst auf entsprechende Nachfrage, dass es sich um ein kleines Boot gehandelt habe. Selbst wenn aber gest�tzt auf die - allerdings nicht v�llig einheitlichen - Aussagen des Dr. med. B.________ von einem Behandlungsbeginn am 13. Dezember 1992 ausgegangen wird, w�ren die Diagnosen dieses Arztes (Zeugnis vom 10. August 1993: "Status post contusionem capitis, cephalea neurotica post traumatica") und des Dr. med. E.________ (Zeugnis vom 25. Juni 1993: "Status post contusionem capitis, cephalea neurotica post traumatica et subluxatio dentes I et II lat. dex.", wobei sich die Angaben ohnehin erst auf den Zeitraum ab 21. Dezember 1992 beziehen) nicht geeignet, den Wahrscheinlichkeitsbeweis f�r das fr�hzeitige Auftreten von Elementen des bunten Beschwerdebildes zu erbringen (vgl. Urteile W. vom 21. April 2006, U 494/05, Erw. 2.2.2, und B. vom 16. Juni 2005, U 264/04, Erw. 4.1). Daran �ndert nichts, dass Dr. med. B.________ in seiner Best�tigung vom 17. September 2001 entsprechende Symptome erw�hnt hat; denn diese Angaben k�nnen, insbesondere bez�glich des Zeitpunkts, in dem die Beschwerden auftraten, nicht mehr auf pers�nlicher Erinnerung beruht haben. Heute, bald 14 Jahre sp�ter, versprechen diesbez�gliche Abkl�rungen keine relevanten Erkenntnisse mehr, zumal das kantonale Gericht bereits alle als sinnvoll erscheinenden Abkl�rungsmassnahmen durchgef�hrt hat. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch die SUVA, welche zu einer Umkehr der Beweislast f�hren m�sste (Erw. 1.2 hievor), liegt nicht vor; denn die Anstalt hatte zun�chst keinen Anlass, den Unfallhergang einer n�heren Pr�fung zu unterziehen. Der diesbez�gliche Kl�rungsbedarf ergab sich erst auf Grund der im Jahr 2003 erfolgten Einsichtnahme in die Strafakten. Es muss deshalb bei der Feststellung bleiben, dass die Voraussetzungen f�r die Anwendung der Praxis zur Ad�quanzpr�fung bei HWS-Schleudertraumata (BGE 117 V 359 ff.) nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sind (vgl. RKUV 2000 Nr. U 359 S. 30 f. Erw. 5g).
4.7 Aus dem Gesagten folgt, dass die Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den �ber den 12. April 1994 hinaus fortbestehenden, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden nach Massgabe der mit BGE 115 V 133 ff. begr�ndeten Rechtsprechung vorzunehmen ist. Im Rahmen der entsprechenden Einteilung (BGE 115 V 139 Erw. 6) ist der Unfall vom 11. Dezember 1992 den mittelschweren Ereignissen zuzuordnen. Die Bejahung der Ad�quanz setzt demzufolge voraus, dass die massgebenden unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies trifft nicht zu. Denn der Unfall ist weder als besonders eindr�cklich zu bezeichnen noch war er durch dramatische Begleitumst�nde gepr�gt. Ebenso wenig wies er eine Art oder Schwere auf, welche ihn als in besonderer Weise geeignet erscheinen liesse, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen. Die �brigen Kriterien sind, wenn nur die physischen Anteile ber�cksichtigt werden, ebenfalls nicht gegeben, wie die SUVA schon im Einspracheentscheid vom 5. September 1997 festgehalten hat. Da somit die Ad�quanz zu verneinen ist, k�nnen n�here Abkl�rungen zur nat�rlichen Kausalit�t unterbleiben (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c).
4.8 Weil die fortdauernden Beschwerden in keinem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 11. Dezember 1992 stehen, hat die SUVA ihre Leistungen zu Recht auf den 12. April 1994 eingestellt.
5.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird ferner verlangt, es sei die dem unentgeltlichen Rechtsbeistand f�r das kantonale Verfahren zugesprochene Entsch�digung zu erh�hen. Dieser Antrag wird namens des Beschwerdef�hrers gestellt. Sein Rechtsvertreter hat weder eine separate Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht noch in der f�r den Klienten verfassten Rechtsschrift ausdr�cklich erkl�rt, er f�hre hinsichtlich der Entsch�digung in eigenem Namen Beschwerde.
5.2 Ist die Frage streitig, ob f�r ein bestimmtes Verfahren bzw. einen bestimmten Verfahrensabschnitt �berhaupt Anspruch auf unentgeltliche Verbeist�ndung besteht, ist der Versicherte im eigenen Namen beschwerdelegitimiert. Geht es jedoch nur um die H�he der Entsch�digung, ist einzig der Rechtsvertreter selbst zur Anfechtung befugt, w�hrend dem Versicherten eine entsprechende Legitimation fehlt (RKUV 1999 KV Nr. 96 S. 519 Erw. 9b; ARV 1997 Nr. 27 S. 151). Da der Anwalt des Beschwerdef�hrers vorliegend keine eigene Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben hat, ist auf den entsprechenden Antrag nicht einzutreten.
Das Verfahren hat die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand und ist deshalb kostenlos (Art. 134 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten erweist sich damit als gegenstandslos. Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird F�rsprecher Beat M�ller-Roulet, Bern, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 4'417.60 (zuz�glich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 135
 Art. 152