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Timestamp: 2019-09-15 06:20:30+00:00

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§ 236 ZPO: Wiedereinsetzungsantrag
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2014, Az. VI ZB 42/13 6	a) Es kann offenbleiben, ob dem Kläger, der seine Berufungsbegründung erst am 14. Oktober 2013 und damit nach Ablauf der für die Nachholung der versäumten Prozesshandlung geltenden einmonatigen Frist des § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO eingereicht hat, ein Verschulden an der Versäumung dieser Frist angelastet werden kann oder ihm wegen der irreführenden Fristverlängerung durch das Berufungsgericht vom 19. September 2013 - auf seinen konkludenten Antrag im Schriftsatz vom 14. Oktober 2013 oder von Amts wegen - Wiedereinsetzung wegen der Versäumung der Frist des § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO zu gewähren wäre (vgl. BVerfGE 110, 339, 343 ff.; BGH, Beschluss vom 7. Juni 1999 - II ZB 25/98, VersR 2000, 647, 648).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2014, Az. XI ZB 13/13 Alles dies lässt der Wiedereinsetzungsantrag im Dunkeln, weshalb es vorliegend bezüglich der Übermittlung eines Computerfaxes in der Kanzlei der Klägervertreterin an einem zusammenhängenden, auf den hier zu beurteilenden Fall zugeschnittenen Vortrag der eine Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen (§ 236 Abs. 2 ZPO) fehlt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 30. Oktober 2001 -VI ZB 43/01, NJW 2002, 443, 444 zur Vorfristnotierung und vom 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, NJW 2002, 2180 f. zur Revisionseinlegung; MünchKomm-ZPO/Gehrlein, 4. Aufl., § 236 Rn. 10; Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 236 Rn. 6; Musielak/Grandel, ZPO, 11. Aufl., § 236 Rn. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2013, Az. III ZB 84/12 Die die Wiedereinsetzung begehrende Partei hat die Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist glaubhaft zu machen (§ 236 Abs. 2 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 4.0.2013, Az. III ZR 168/12 16	aa) Eine Nachholung der versäumten Prozesshandlung gemäß §236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 ZPO war vorliegend entbehrlich, weil diese, wenn auch verspätet, bereits vor Beginn der Wiedereinsetzungsfrist vorgenommen worden war (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 26. Januar 1978 -VII ZB 20/77, VersR 1978, 449; MünchKommZPO/Gehrlein aaO § 236 Rn. 14; Musielak/Grandel, ZPO, 9. Aufl., §236 Rn. 6).
BGH, URTEIL vom 4.0.2013, Az. III ZR 168/12 Diese Bewertung hält der rechtlichen Überprüfung nicht stand: 18	(1) Es kann dahinstehen, ob und in welchem Umfang die Entscheidung, ob Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO zu gewähren ist, im - nur einer beschränkten Nachprüfung des Revisionsgerichts unterliegenden - Ermessen des Gerichts liegt (vgl. BGH, Beschluss vom 29. September 1986 -AnwZ (B) 26/86, BRAK-Mitt.
BGH, URTEIL vom 2.0.2013, Az. VI ZR 100/12 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.0.2013, Az. VI ZR 100/12 Die Regelung in § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO erfordert außerdem, dass alle Tatsachen, die für die Gewährung der Wiedereinsetzung erforderlich sind, innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist vorgetragen werden (Senatsbeschlüsse vom 29. Januar 2002 -VIZB 28/01, juris Rn. 4; vom 13. November 2007 -VI ZB 19/07, juris Rn. 6; BGH, Beschluss vom 19. April 2011 -XI ZB 4/10, NJW-RR 2011, 1284 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 2.8.2012, Az. VI ZR 287/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.8.2012, Az. VI ZR 230/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.8.2012, Az. VI ZR 223/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.8.2012, Az. VI ZR 223/11 Die Regelung in § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO erfordert außerdem, dass alle Tatsachen, die für die Gewährung der Wiedereinsetzung erforderlich sind, innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist vorgetragen werden (Senatsbeschlüsse vom 29. Januar 2002 - VI ZB 28/01, juris Rn. 4; vom 13. November 2007 -VI ZB 19/07, juris Rn. 6; BGH, Beschluss vom 19. April 2011 -XI ZB 4/10, NJW-RR 2011, 1284 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 2.8.2012, Az. VI ZR 225/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 226/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 288/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010-XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6f.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 288/11 Die Regelung in § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO erfordert außerdem, dass alle Tatsachen, die für die Gewährung der Wiedereinsetzung erforderlich sind, innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist vorgetragen werden (Senatsbeschlüsse vom 29. Januar 2002 -VIZB 28/01, juris Rn. 4; vom 13. November 2007 -VI ZB 19/07, juris Rn. 6; BGH, Beschluss vom 19. April 2011 -XIZB 4/10, NJW-RR 2011, 1284 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 239/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 239/11 Die Regelung in § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO erfordert jedenfalls, alle Tatsachen, die für die Gewährung der Wiedereinsetzung erforderlich sind, innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist vorzutragen und diese glaubhaft zu machen (Senatsbeschlüsse vom 29. Januar 2002 - VI ZB 28/01, juris Rn. 4; vom 13. November 2007 -VIZB 19/07, juris Rn. 6; BGH, Beschluss vom 19. April 2011 -XIZB 4/10, NJW-RR 2011, 1284 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 227/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010-XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, URTEIL vom 2.5.2012, Az. VI ZR 241/11 Solche sind auch nicht in der Weise offenkundig, dass von Amts wegen Wiedereinsetzung gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO gewährt werden müsste (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 - XII ZB 334/10, NJW-RR 2011, 568 Rn. 6 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. III ZB 72/10 Die eine Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen müssen gemäß § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO grundsätzlich bereits im Wiedereinsetzungsantrag enthalten sein (Senatsbeschluss vom 24. Juni 2010 - III ZB 63/09, juris Rn. 14; BGH, Beschluss vom 22. Januar 2009 - IX ZB 3/08, juris Rn. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2011, Az. III ZB 55/10 Auszugehen ist dabei von dem Maßstab, dass die die Wiedereinsetzung begehrende Partei die Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist (BGH, Beschluss vom 8. Dezember 2010 -XII ZB 334/10, Rn. 7) glaubhaft zu machen hat (§ 236 Abs. 2 ZPO).
LAG Hamm, Beschluss vom 3.8.2010, Az. 14 Ta 318/10 Ein solch konkludenter Antrag liegt in der das Bewusstsein der Fristversäumung erkennbar machenden Darlegung von Wiedereinsetzungsgründen (vgl. BGH, 5. Februar 1975, IV ZB 52/74, NJW 1975, 928; Zöller/Greger, aaO, § 236 ZPO Rdnr. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2010, Az. XI ZB 19/09 Für einen Antrag gemäß § 236 ZPO reicht es aber aus, dass die Partei - wie die Beklagte mit ihrem Schriftsatz vom 21. Januar 2009- konkludent zu dem Ausdruck bringt, dass sie das Verfahren trotz Ablaufs der Frist fortsetzen will (siehe etwa BGHZ 61, 394, 395; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 236 Rn. 4 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2010, Az. III ZB 63/09 Die eine Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen müssen aber gemäß § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO grundsätzlich bereits im Wiedereinsetzungsantrag enthalten sein (BGH, Beschluss vom 22. Januar 2009 - IX ZB 3/08 - juris Rn. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZB 198/08 Binnen der gemäß § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO allein maßgeblichen Antragsfrist (BGH, Beschl. v. 25. Januar 2001 - IX ZB 120/00, NJW 2001, 1576, 1577) hat die Klägerin weder geltend gemacht, dass ihr Prozessbevollmächtigter die Berufungsbegründung bis zu dem endgültigen Ausbruch der fiebrigen Erkrankung nicht zu fertigen vermochte, noch dass - bezogen auf den Zeitpunkt erster Krankheitssymptome - wegen der notwendigen Einarbeitungszeit eine rechtzeitige Begründung durch einen Vertreter unmöglich war.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2009, Az. V ZB 168/08 8	Die Ablehnung eines Wiedereinsetzungsgesuchs, dass auf den wesentlichen Kern der nach § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO zur Wiedereinsetzung vorgetragenen Tatsachen nicht eingeht, sondern einen hiervon abweichenden Sachverhalt feststellt, verletzt sowohl das Grundrecht auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) als auch das aus dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) folgende Verbot willkürlicher Tatsachenfeststellung (vgl. BVerfG NJW 1994, 2279 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2008, Az. III ZB 41/08 Bereits nach früherem Recht war in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass unter der nach § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO nachzuholenden Prozesshandlung im Wiedereinsetzungsverfahren wegen Versäumung der Rechtsmittelbegründungsfrist die Begründung selbst zu verstehen ist; die Einreichung eines Antrags auf Fristverlängerung erfüllt nicht die Zulässigkeitsanforderungen des Wiedereinsetzungsverfahrens (BGH, Beschluss vom 7. Juni 1999 - II ZB 25/98 = NJW 1999, 3051; BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 596/02 = BGHR ZPO [1.1.2002] § 236 Abs. 2 Satz 2 Nachholung der Berufungsbegründung 2; jeweils m.zahlr.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2007, Az. VIII ZB 109/05 10	b) Es kommt deshalb nicht mehr darauf an, ob sich die Entscheidung des Berufungsgerichts im Ergebnis auch deshalb als richtig darstellt, weil der Wiedereinsetzungsantrag der Beklagten entgegen § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO überhaupt keinen Sachvortrag enthielt, aus dem sich entnehmen ließ, dass der Wiedereinsetzungsantrag rechtzeitig nach Behebung des Hindernisses (§ 234 Abs. 1 und 2 ZPO) gestellt war, und deshalb eine bloße Ergänzung unvollständiger Angaben, die auch nach Ablauf der Frist für den Wiedereinsetzungsantrag erfolgen kann, ohnehin nicht in Betracht kam (vgl. BGH, Beschluss vom 16. September 2003 - X ZR 37/03, NJW-RR 2004, 282, unter II 2 a; Beschluss vom 18. Oktober 2000 - XII ZB 163/00, FamRZ 2001,416, unter II 1 a).
LAG Köln, Urteil vom 5.0.2002, Az. 4 Sa 1025/01 Nach ganz herrschender Auffassung ersetzt der Antrag auf Verlängerung einer Frist grundsätzlich die Notwendigkeit der Nachholung der Prozesshandlung nicht (BAG NJW 1989, 1181 m. w. N.; Baumbach/Hartmann § 236 ZPO Rn 13).
BGH, URTEIL vom 2.11.1997, Az. VI ZR 279/96 3.	Da nach alledem die Klägerin fristgerecht eine gegen die beklagte Bahn AG gerichtete Berufungsbegründung vorgelegt hat, kommt es nicht mehr darauf an, ob ihr, wie die Revision meint, bei einer Versäumung der Begründungsfrist gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO auch ohne Antrag Wiedereinsetzung zu gewähren gewesen wäre (zu solcher Befugnis des Revisionsgerichts siehe BGH, Urteil vom 4. November 1981 - IVb ZR 625/80 - NJW 1982, 1873, 1874).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.1997, Az. IX ZR 252/96 Ob dies schon deshalb geboten ist, weil der Beklagte entgegen § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 ZPO innerhalb der Frist für den Wiedereinsetzungsantrag die versäumte Prozeßhandlung nicht nachgeholt hat (vgl. dazu BGH, Beschl. v. 4. Oktober 1994 - VI ZB 17/93, BGHR ZPO § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 - Prozeßhandlung, nachgeholte 3 m.w.N.;Ganter NJW 1994, 164 ff), kann offenbleiben.
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1994, Az. VII ZB 16/94 b) Der Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist kann entgegen der Ansicht der Beklagten grundsätzlich die gemäß § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO nachzuholende Berufungsbegründung nicht ersetzen (BGH, Beschluß vom 4. Oktober 1994 - VI ZB 17/93, zur Veröffentlichung bestimmt) . Dem schließt sich der Senat an.
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.1994, Az. III ZB 16/93 7 Dem Vorbringen der Beklagten sind hinreichende Angaben zu dem Bestehen einer solchen Ausgangskontrolle im Büro des Prozeßbevollmächtigten nicht zu entnehmen, obwohl in dem Wiedereinsetzungsantrag nach § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO grundsätzlich alle Umstände darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen sind, die für die Frage Bedeutung haben, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu einer Fristversäumung gekommen ist (vgl. BGH aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1993, Az. XI ZR 207/93 Daß die Rechtsanwälte G	und	H	-B	die zur Vermeidung eines solchen Versehens notwendigen allgemeinen Anordnungen über eine wirksame Ausgangskontrolle getroffen hatten, läßt sich der Begründung des Wiedereinsetzungsantrags nicht entnehmen; darin aber waren gemäß § 236 Abs. 2 ZPO alle Umstände darzulegen, die für die Frage Bedeutung haben, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Fristversäumung gekommen ist (BGH, Beschluß vom 28. November 1990 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1990, Az. VIII ZB 18/90 Auch ohne Vorliegen eines Wiedereinsetzungsantrages kann das Revisionsgericht die nach § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO statthafte Wiedereinsetzung im Rahmen des bei ihm anhängigen Beschwerdeverfahrens aussprechen, wenn die Wiedereinsetzung nach dem Aktenstand ohne weiteres zu gewähren ist (BGH Beschluß vom 9. Juli 1985 - VI ZB 8/85 = NJW 1985, 2650, 2651; BGH Beschluß vom 12. Mai 1989 - IVb ZB 25/89 = NJW-RR 1989, 962, 963).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.1989, Az. VI ZB 24/89 a)	Im Ansatz zutreffend geht das Kammergericht allerdings davon aus, daß es für die Glaubhaftmachung nach § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO häufig nicht ausreicht, wenn eine dem Wiedereinsetzungsantrag beigefügte eidesstattliche Erklärung des Antragstellers ohne eigene Sachdarstellung lediglich pauschal auf die Angaben im Wiedereinsetzungsgesuch Bezug nimmt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. Januar 1988
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1986, Az. VIII ZB 22/86 a) Das Berufungsgericht geht allerdings mit Recht von dem Grundsatz aus, daß zur Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen (§ 236 ZPO) die genaue Darlegung aller zwischen dem Beginn und Ende der versäumten Frist liegenden Umstände gehört, die für die Frage bedeutsam sind, wie und durch wessen Verschulden es zu der Fristversäumnis gekommen ist (BGH, Senatsbeschluß vom 14. Juni 1978 - VIII ZB 6/78, VersR 1978, 942; Beschluß vom 27. November 1985 - IVb ZB 102/85, VersR 1986, 365 unter 2.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1985, Az. VI ZB 20/65 Gemäß § 236 Abs. 2 ZPO sind die die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen glaubhaft zu machen (§ 294 ZPO), was keinen vollen Beweis, sondern nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit erfordert (BGH, Beschluß vom 5. Mai 1976 - IV ZB 49/75 - VersR 1976, 928, 929).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1985, Az. IVb ZB 110/84 In einem solchen Fall hat der Bundesgerichtshof schon vor der Neufassung des § 236 ZPO durch das Gesetz zur Vereinfachung und Beschleunigung gerichtlicher Verfahren vom 3. Dezember 1976 (BGBl. I 3281) einen stillschweigenden Antrag auf Wiedereinsetzung angenommen (BGHZ 63, 389, 392).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.1983, Az. VI zb 14/85 Bei der Prüfung dieser Voraussetzung sind nach gefestigter Rechtsprechung trotz der Vorschrift des § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO auch nach Ablauf der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgebrachte Tatsachen zu berücksichtigen, wenn das Gesuch ergänzungsbedürftig war und es sich bei den - ggf.nach entsprechendem Hinweis (§ 139 ZPO) - verspätet vorgetragenen Tatsachen lediglich um eine solche Ergänzung, nicht aber um das Vorbringen neuer Entschuldigungsgründe handelt (vgl. BGHZ 2, 342, 345; BGH Beschlüsse vom 11. Juli 1979 - VIII ZB 13/79 -VersR 1979, 1028 und vom 12. Juni 1980 - III ZB 1/80 -VersR 1980, 851; BGH Urteil vom 7. Mai 1982 -
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1980, Az. ui zb 18/80 9 grundsätzlich eine genaue Darlegung und Glaubhaftmachung aller zwischen dem Beginn und dem Ende der versäumten Frist liegenden Umstände, die für die Frage bedeutsam sind, wie und gegebenenfalls durch wessen Verschulden es zu einer Versäumung der Frist gekommen ist (§ 236 Abs. 2 ZPO; BGH VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.1980, Az. xii zb 1/80 Zwar erfordert der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand grundsätzlich eine genaue Darlegung und Glaubhaftmachung aller zwischen dem Beginn und dem Ende der versäumten Frist liegenden Umstände, die für die Frage bedeutsam sind, wie und gegebenenfalls durch wessen Verschulden es zu einer Versäumung der Frist gekommen ist (§ 236 Abs. 2 ZPO; BGH VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1979, Az. viii zb 42/79 1.	Der Bundesgerichtshof hat schon vor der Neufassung des § 236 ZPO durch das Gesetz zur Vereinfachung und Beschleunigung gerichtlicher Verfahren vom 3. Dezember 1976 (BGBl I 3281) einen stillschweigenden Antrag auf Wiedereinsetzung angenommen, wenn sämtliche die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen aktenkundig waren (BGHZ 63, 389, 392).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1979, Az. VIII ZB 20/79 Es kann dahingestellt bleiben, ob nach der Neufassung des § 236 ZPO auch im Zivilprozeß die in der Beschwerdeinstanz nachgeholte Glaubhaftmachung in jedem Fall ausreicht, wie es das Bundesverfassungsgericht hinsichtlich der insoweit gleichlautenden Bestimmung des § 45 StPO für das Strafverfahren entschieden hat (BVerfGE 41, 334 ff - NJW 1976, 1537; BVerfGE 43, 95, 98).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1979, Az. viii zb 13/79 Denn der Bundesgerichtshof hat bereits vor der Neufassung des § 236 Abs. 2 ZPO eine Erläuterung und Ergänzung unklarer Angaben in dem Wiedereinsetzungsantrag sowie eine nach Ablauf der Frist des § 234 ZPO erfolgte Glaubhaftmachung berücksichtigt, wenn das Vorbringen schon in der Berufungsinstanz durch Rückfrage gemäß §139 ZPO hätte herbeigeführt werden können (BGH Beschluß vom 2. Juni 1976 - VIII ZB 47/75 = VersR 1976, 966 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1979, Az. viii zb 40/78 b)	Denn der Bundesgerichtshof hat bereits vor der Neufassung des § 236 Abs. 2 ZPO eine Erläuterung und Ergänzung unklarer Angaben in dem Wiedereinsetzungsantrag sowie eine nach Ablauf der Frist des § 234 ZPO erfolgte Glaubhaftmachung berücksichtigt, wenn das Vorbringen schon in der Berufungsinstanz durch Rückfrage gemäß § 139 ZPO hätte herbeigeführt werden können (BGH, Beschluß vom 2. Juni 1976 - VIII ZB 47/75 = VersR 1976, 966 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1972, Az. IV ZE 8/72 Die Frist zu Begründung einer verspätet eingelegten Berufung beginnt jedoch mit dieser (BGH LM § 236 ZPO (D) Nr. 3), also einerseits nicht erst mit der gewährten Wiedereinsetzung, andererseits aber auch nicht schon mit dem Zeitpunkt der letztmöglichen rechtzeitigen Einlegung der Berufung.
BGH, URTEIL vom 4.3.1968, Az. VII ZR 150/66 8 nachgeforscht hat» Hierzu und über die Mittel der Glaubhaftmachung hätten nach § 236 Nr„ 1 und 2 ZPO Angaben gemacht werden müssen, und zwar innerhalb der Prist des § 234 ZPO; zu den nach § 236 ZPO anzugebenden Tatsachen gehören nämlich auch die, aus denen-sich die Einhaltung der Prist für den Wiedereinsetzungsantrag ergibt (BGH VersR I960, 60)„ Die Angaben können jetzt nicht mehr nachgeholt werden» Deshalb besteht kein Grund, entsprechend dem in der Revisionsverhand-lung gestellten Antrag des Revisionsklägers die Verhandlung zu dem Zweck zu vertagen, daß Rechtsanwalt Dr« MflHNi sich zu diesem Punkt noch äußern könne»
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1967, Az. b ZB 585/80 Soweit der Beklagte erstmalig mit Schriftsatz vom 12. September 1979 noch weitere Gründe anführt, die nach seiner Auffassung die Wiedereinsetzung rechtfertigen können, kommt dem schon deswegen keine Bedeutung zu, weil es sich insoweit nicht um eine zulässige Erläuterung oder Ergänzung des ursprünglichen Vorbringens handelt; infolgedessen ist dieser verspätete Sachvortrag nicht zu beachten (§ 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO; vgl. BGH VersR 1980, 194 m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1965, Az. vii zb 6/65 Es kann dahinstehen, ob die Behauptung hinreichend glaubhaft gemacht ist, Assessor	habe	in	diesem Sinne mit dem Berichterstatter gesprochen, und ob die neuen Tatsachen unter diesen Umständen berücksichtigt werden dürfen (vgl. dazu BGHZ 2, 342 und § 236 ZPO).
BGH, Urteil vom 2.9.1961, Az. VI ZR 82/61 Werden nun auch zahlreiche Einzelmöglichkeiten ausgeräuml oder dahinzielende Beweise erboten, so besagt das nichts, solange damit nicht alle vorstellbaren Möglichkeiten auage räumt sind (BGH I ZR 22/54 Urteil vom 2. Dezember 1955 - LM § 236 ZPO C Nr. 20 mit Anm. von Lindenmaier = VersR 1956, 53) Durch das Übergehen der von der Revision angeführten Beweis-anträge, die nur negativ gewisse Ursachen ausschließen sollen und nicht positiv andere an deren Stelle zu setzen vermögen, hat das Berufungsgericht zulässigerweise zu dem Ausdruck gebrach* daß auch bei Nachweis all dieser Behauptungen, da sie nicht alle denkbaren Möglichkeiten erfassen, seine Überzeugung bestehen bleibe, die Ursache des Fischsterbens liege im Betrieh der Beklagten.
BGH, Urteil vom 2.1.1961, Az. VI ZR 111/60 Tatsachen und Mittel für ihre Glaubhaftmachung (§ 236 Ziff.1, 2 ZPO) dargelegt werden, soweit sie nicht bereits unmittelbar aktenkundig sind (BGH Urteil vom 28. Juni 1952 II ZR 274/51 - LH Nr. 4 zu § 236 ZPO).
BGH, vom 5.4.1959, Az. I SB 1/59 •• 4 - versäumt und die Wiedereinsetzung beantragt ist* Die nachträgliche Gewährung der Wiedereinsetzung hinsichtlich der Kechtsmitteleinlegungsfrist setzt daher eine neue Begründungsfrist selbst dann nicht in Lauf.wenn, die Berufung als unzulässig verworfen worden war (RGZ 158, 195? BGH Linden-maier/Möhring Nachschlagewerk § 236 ZPO Nr. 7)> Die durch Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 28« Mai 1957 gewährte Wiedereinsetzung hat daher nichts daran geändert, daß die Berufungsbegründungsfrist mit dem 20« Januar 1957 abgelaufen war..
BGH, Urteil vom 6.4.1957, Az. TO ZB 14/57 Wird das Armenrecht wegen Verneinung der Armut versagt, so ist eine Wiedereinsetzung allerdings nur dann gerechtfertigt, wenn die Partei oder ihr Vertreter vernünftigerweise mit der Ablehnung des Gesuchs nicht hat rechnen können (BGH IM § 236 ZPO Nr. 4; Stein-Jonas-Schönke ZPO 18. Aufl» II 1 c zu § 233).
BGH, Urteil vom 3.2.1956, Az. V ZR 169/54 Es genügt, daß, wie es hier der Fall ist, die Frage der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit des Pachtvertrages auf die Rechtslage des Klägers von Einfluß ist« Bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 236 ZPO ist eine weite und* freie Auslegung geboten (vgl* Urteil des erkennenden Senats vom 22. Dezember 1933» V ZR 6/31» unter II 2 der Entscheidungsgründe, insoweit BGHZ 12, 32 £5ff nicht abgedruckt; RGZ 129» 31; HER 42, 684)* Das Interesse an der Erhebung einer Feststellungsklage kann nicht stets schon dann verneint werden*,, wenn eine entsprechende Lei-stungsklage erhoben werden kann.

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 § 45
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 § 234
 §139
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 § 139
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 BGH 
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