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Timestamp: 2020-07-02 14:51:38+00:00

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GUT Cert Infobrief Emissionshandel Nr. 7 vom 22. März 2006 - GUTcert
GUT Cert Infobrief Emissionshandel Nr. 7 vom 22. März 2006
E(M)ission Impossible - Ende GUT alles GUT !
Mit Beginn des meteorologischen Frühling wird im Emissionshandel Bilanz gezogen. Alle
Projekte der GUT Cert konnten vor Torschluss via VPS abgesendet werden und können nun "ausgiebig" von den zuständigen Landesbehörden unter die Lupe genommen werden.
Diverse Unstimmigkeiten, wie eine sehr verspätete Bekanntgabe, dass keine Umlaute oder Sonderzeichen in den Dateinamen der Anhänge des FMS verwendet werden sollten, konnten sicherlich manchen zur Weißglut bringen. Verglüht ist bestimmt auch der ein oder andere, wenn das FMS bei exzessiver Zuwendungsgabe gestreikt hat. Aber alles in allem war die gesamte Prozedur im Vergleich zu dem Zuteilungsverfahren seitens der DEHSt ausgereifter und auch effizienter gestaltet. Bleibt zu hoffen das im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung die Verfahren für die 2. Handelsperiode noch verfeinert werden.
Wir werden Ihnen weiterhin wie gewohnt zur Verfügung stehen und Sie entsprechend Ihres Bedarfs jederzeit unterstützen. Unser Ziel ist es dabei Effizienzpotentiale für unsere Kunden zu erschließen. Wir prüfen u.a. auch KWK-Strom nach § 8, des KWKModG im Rahmen der Emissionsberichterstattung oder zertifizieren die Zusammensetzung und Herkunft von Strom. Derartige Prüfungen lassen sich sehr gut miteinander kombinieren, durch die gemeinsame Auditierung (z.B. auch mit einer Zertifizierung nach ISO 9001 oder ISO 14001) können die Kosten gegenüber getrennten Prüfungen oft drastisch reduziert werden.
Weitere Informationen sind auf den Internetseiten der GUT Cert zu finden oder können per Email angefordert werden.
Kunden der GUT Cert im Emissionshandel 2006
Aluminium Norf GmbH; Armstrong DLW AG; B.E.S. Brandenburger Elektrostahlwerke GmbH; BPK Biopower Klosterfelde GmbH; BTB Blockheizkraftwerks- Träger und Betreibergesellschaft mbH Berlin; Clariant GmbH; Danisco Sugar GmbH; DEK Deutsche Extrakt Kaffee GmbH; E.ON Thüringer Energie AG; Energie- und Medienversorgung Schwarza GmbH; Energiegesellschaft Bleichenrode GmbH; Energieversorgung Nordhausen GmbH; Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. KG; Fernheizwerk Neukölln AG; Fernwärme Teltow GmbH; Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH; GBT Gartenbaubeteiligungsgesellschaft mbH; Grundstücks- und Wohnungswirtschaft GmbH Anklam; H.C. Starck GmbH; H.E.S. Henningsdorfer Elektrostahlwerke GmbH; job Jenaer Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft mbH; Kraftwerke Gera GmbH; Neue Ziegel-Manufaktur Glindow GmbH; Pfeifer & Langen KG; Stadtwerke Eberswalde GmbH; Stadtwerke Lübeck GmbH; Stadtwerke Peine GmbH; Stadtwerke Strausberg GmbH; Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH; Stadtwerke Wernigerode GmbH; SWS Stadtwerke Schönebeck GmbH; SWU Stadtwerke Ulm GmbH; TELUX Spezialglas GmbH, Thüringer Gartenbauzentrum Alperstedt GmbH; Wincor Nixdorf International GmbH; Wuppertaler Stadtwerke AG
Die wichtigsten Aufgaben und Termine
31.03.2006 Abrechnung KWK-Gutschriften / KWK-Nachweis
30.04.2006 Rückgabe von Berechtigungen
30.06.2006 NAP für 2. Handelsperiode geht an EU
28.02.2007 Ausgabe der Berechtigungen für 2007
01.03.2007 Einreichung der Emissionsberichte bei den Behörden
April 2007 Beginn des Zuteilungsverfahrens für die 2. Handelsperiode
Rückgabe von Zertifikaten
Bis zum 30. April 2006 müssen Betreiber emissionshandelspflichtiger Anlagen Emissionsberechtigungen in der Höhe abgeben, wie sie in den geprüften Emissionsberichten angegeben sind.
Die Rückgabe von Berechtigungen ist erst dann möglich, wenn die Eintragung der gemeldeten verifizierten Emissionen (die so genannten VET-Einträge) in der Registersoftware Seringas™ vorgenommen wurde. Die DEHSt wird diese Eintragungen in der 12. und 13. Kalenderwoche vornehmen. Die softwaretechnische Möglichkeit zur Rückgabe der Berechtigungen wird damit voraussichtlich ab dem 01.04.06 sichergestellt sein. Sobald die Abgabe der Berechtigungen technisch möglich sein wird, informiert die DEHSt die Anlagenbetreiber noch einmal separat über das Vorgehen.
Ex-Post-Korrekturen werden vorerst nicht vollzogen
Gemäß Zuteilungsgesetz (ZuG) 2007 mussten für Anlagen, die eine Zuteilung auf Grundlage von § 8 ZuG 2007 (Inbetriebnahme 2003-2004), § 11 ZuG 2007 (zusätzliche Neuanlagen und Kapazitätserweiterungen), § 7 Abs. 10 und 11 (Härtefälle) sowie § 7 Abs. 12 ZuG 2007 (Optionsanlagen) erhalten haben Anfang 2006 die Produktionsmeldungen für das Vorjahr abgeben. Bisher hat die DEHSt etwa 93 Prozent der Anzeigen der Produktionsmengen für die Ex-Post-Kontrolle erhalten.
Wegen des anhängigen Rechtsstreits vor dem Europäischen Gericht (EuG) wird die DEHSt die Ex-Post-Korrekturen solange nicht vollziehen, bis eine Entscheidung zumindest in erster Instanz vorliegt.
<small>Quelle: DEHSt</small>
Auslastungskorrekturregel
Bei Zuteilung auf Basis historischer Emissionen gemäß § 7 Abs. 1 bis 6 ZuG, sieht § 7 Abs. 9 ZuG (die so genannte Auslastungskorrekturregel) in bestimmten Fällen vor, dass der Betreiber unabhängig von der normalen Abgabepflicht für die Ist-Emissionen Emissionsberechtigungen bis zum 30. April eines Jahres zurück gibt. Die Rückgabepflicht besteht also neben der Abgabepflicht gemäß § 6 Abs. 1 TEHG. Falls Sie eine Rückgabe aufgrund der Auslastungskorrekturregel durchführen, veranlassen Sie bitte eine nationale Übertragung von Ihrem Anlagenkonto auf das Nationalkonto DE-100-2-0. Für die Buchung auf dieses Konto geben Sie im Kommentarfeld bitte "Rückgabe bzgl. § 7 Abs. 9 ZuG 2007" an. Nähere Informationen dazu finden Sie auf S. 23 des Nutzerhandbuches für das Deutsche Emissionshandelsregister.
Berliner Energietage - Workshop zum NAP II
Das Programm der Berliner Energietage 2006 - die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) GmbH und dem Berliner ImpusE Programm (EUMB Pöschk) vom 2. bis 4. Mai veranstaltet werden - ist nun komplett und unter www.berliner-energietage.de einsehbar. Unter dem Leitmotto "Energieeffizienz in Deutschland" können sich die erwarteten 3.500 Veranstaltungsteilnehmer auch in diesem Jahr auf ein volles Programm rund um das Thema Energieeffizienz freuen. Im Workshop "Emissionshandel - Der zweite Nationale Allokationsplan in der heißen Phase" werden aktuelle Ergebnisse, Trends und Perspektiven zu den unterschiedlichen Aspekten des zweiten Nationalen Allokationsplans für Deutschland diskutiert, aber auch der Diskussionsstand und aktuelle Entwicklungen in anderen Staaten (auch außerhalb der EU) werden vorgestellt.
Zuteilung von CO2-Emissionsrechten: Neuer Leitfaden der EU-Kommission für die zweite Handelsperiode zwischen 2008 und 2012
Darin werden die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, sich bei der Erstellung der nationalen Allokationspläne (NAP) für die zweite Handelsperiode stärker an den Vorgaben der Kommission zu orientieren. Künftig sollen die Mitteilungen der Mitgliedsländer an die Kommission in standardisierter Form über verschiedene Tabellen erfolgen. Auf diese Weise sollen grundlegende Daten zu den geschätzten Emissionsmengen, der voraussichtlichen Entwicklung der Brennstoffpreise und die erwarteten Reduktionen infolge anderer Strategien und Maßnahmen zusammengefasst werden. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der ersten Auflage nationaler Zuteilungspläne für den Handelszeitraum 2005 bis 2007 müssten diese Pläne künftig transparenter und einfacher gestaltet werden, begründete die EU-Kommission den neuen Leitfaden.
Die zweite Handelsperiode sei entscheidend für die Erfüllung der Kioto-Ziele, weshalb die neuen NAP besser nachprüfbar sein müssen, so die Brüsseler Behörde.
In ihrem 39 Seiten umfassenden Leitfaden beschreibt die EU-Kommission ausführlich, welche Verbrennungsanlagen erfasst werden müssen und wie mit Kleinanlagen mit relativ geringem CO2-Ausstoß zu verfahren sei. Die Kommission will den Kleinanlagen künftig mehr Flexibilität einräumen und durch überarbeitete Regeln den Verwaltungsaufwand bei der Meldung und Überwachung von Emissionen verringern. Nach dem Willen der EU-Kommission soll die Gesamtmenge der CO2-Emissionen in der kommenden Handelsperiode gegenüber dem Zeitraum 2005 bis 2007 um 6 % reduziert werden. Die neuen nationalen Zuteilungspläne sollen bis Ende Juni 2006 an die EU-Kommission übermittelt werden.
Der neue Leitfaden ist in englischer Sprache im Internet abrufbar.
<small>(c) 2006 by Energie und Management / powernews.org.</small>
Nap II
Bis zum 30.06.2006 muss der NAP II für die 2. Periode des EU-Emissionshandels (2008-12) der EU-Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Vorbereitungen zur Ausgestaltung des NAP II laufen auf Hochtouren.
Neben der Aufteilung der Emissionsbudgets zwischen den Marktteilnehmern und somit der Zuordnung zukünftiger CO2 Reduktionspflichten, sollen insbesondere die Erfahrungen aus dem ersten Zuteilungsverfahren und der ersten Handelsperiode genutzt werden, um das gesamte System zu optimieren und weiter zu entwickeln. Ein Kernelement ist die Überarbeitung und Vereinfachung der Zuteilungsregeln sowie die Reduzierung der 58 möglichen Zuteilungsvarianten auf deutlich weniger. Nachfolgend möchten wir einige Punkte zusammenfassen, die gegenwärtig im Focus der Diskussion stehen:
Staatliche Wachstumsreserve
Die Forderung nach einer staatlichen Wachstumsreserve wird vor dem Hintergrund eines konjunkturell bedingten Anstiegs der Emissionen diskutiert, der unter gegebenen gesetzlichen Vorschriften bisher noch mit dem Zukauf von Emissionsberechtigungen ausgeglichen werden muss. Die Wachstumsreserve soll bei Neuanlagen, bei Kapazitätserweiterungen und im Rahmen von Produktionssteigerungen durch verbesserte Effizienz (bei gleicher Kapazität) zum Tragen kommen. Die Befürworter einer staatlichen Wachstumsreserve fordern die Bereitstellung der Reserve durch nicht genutzte Härtefallmengen, aus dem Minderungsbetrag des einen festgelegten Erfüllungsfaktors und durch Ausschüttung zusätzlicher Emissionsberechtigungen von Seiten des Staates.
Dauer der Basisperiode
Bei der Festlegung der Höhe der Emissionsberechtigungen auf Basis historischer Emissionen kam es auf Grund der relativ kurzen Basisperiode zu Zuteilungen, die nicht unbedingt repräsentativ für die Anlagenauslastung waren. Hatte beispielsweise ein Unternehmen in einem Jahr innerhalb der Basisperiode signifikant weniger produziert (und dadurch weniger emittiert) als in anderen Jahren, wurden ihm weniger Emissionsberechtigungen zugeteilt als es normalerweise erhalten würde. Es wird daher gefordert die Basisperiode z.B. auf 5 oder 6 Jahre zu verlängern. Damit soll Unternehmen die Möglichkeit eingeräumt werden ein oder mehrere Jahre zu streichen, um für die Anlagenauslastung repräsentative Jahre der Zuteilung zugrunde legen zu können.
Optionsregel
Die Optionsregel nach §7 Abs. 12 ZuG ermöglicht Unternehmen ihre bestehenden Anlagen wie Neuanlagen behandeln zu lassen und die Zuteilung nicht über die historischen Emissionen, sondern über Benchmarking zu beantragen. Inwieweit die Optionsregel beibehalten werden soll wird kontrovers diskutiert. Einerseits eröffnet es Unternehmen mit modernen und besonders effizienten Anlagen die Möglichkeit mehr Zertifikate zu beantragen und auch zugeteilt zu bekommen, als dies über den Weg "historische Emissionen möglich" wäre. Andererseits muss aufgrund der Deckelung des Emissionsbudgets die zusätzlich zugeteilte Menge den anderen Anlagen abgezogen werden.
Gegner der Optionsregel führen auf, dass sie zu ungerechten Verteilungen von Emissionsberechtigungen geführt hat und Unternehmen, die auf Basis historischer Emissionen den Antrag gestellt haben, zu wenig Berechtigungen bekommen haben.
Umgang mit kleinen Anlagen
Von den vom Emissionshandel betroffenen Anlagen emittieren über 50 % weniger als 25.000 t CO2 pro Jahr, sie sind aber nur für 2 % der Gesamtemissionen verantwortlich. Da mit dem Emissionshandel ein nicht unerheblicher bürokratischer Aufwand verbunden ist, wird zur Zeit die Einführung einer "Bagatellschwelle" diskutiert. Sie soll Betreibern kleiner Anlagen die Option einräumen, aus dem Emissionshandel auszusteigen. Eine weitere Überlegung ist die Einführung eines vereinfachten Monitorings für Anlagen mit jährlichen Emissionen zwischen 25.000 und 100.000 t CO2. Auf diese Weise sollen die Kosten in den Verwaltungen und den Unternehmen reduziert werden.
Die projektbezogenen Mechanismen können momentan nur in begrenztem Umfang für die Erfüllung der Emissionsziele eingesetzt werden. Es wurden daher Forderungen laut, dass ein breiter Einsatz dieser Mechanismen möglich sein soll und die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen (Marrakesh-Accords) vereinfacht und die Unterstützung der internationalen Gremien ausgebaut werden soll. Des Weiteren kam die Forderung auf das ProMechG zu überarbeiten, um auch nationale Ausgleichsprojekte zuzulassen. Ein erhöhtes Angebot von Zertifikaten würde zu einer Reduktion bzw. Entspannung des Zertifikatepreises führen und somit bei den Unternehmen geringere Kosten verursachen.
Weitere Punkte und Aufgaben:
Zusammenwirken des Emissionshandels mit anderen klimaschutzpolitischen Instrumenten (Ökologische Finanzreform, EEG, KWK-G, Klimaschutzvereinbarung mit der Wirtschaft, IVU-RL - Abstimmung des klimaschutzpolitischen Instrumentariums, um Synergieeffekte zu nutzen
Einpreisung der Opportunitätskosten durch die Energiewirtschaft;
Analyse und Bewertung der NAP's der anderen Mitgliedstaaten - Informeller Diskussionsprozess auf europäischer Ebene;
Sammlung und Dokumentation von Erfahrungen zur Vorbereitung des im kommenden Jahr stattfindenden Review-Prozesses;
Nutzung der projektbezogenen Mechanismen CDM und JI;
Forcierte Nutzung von JI und CDM ist in zahlreichen NAP's für 2008 - 2012 zur Erfüllung der Emissionsvorgaben vorgesehen, (Dies wurde von der EU-Kommission aber noch nicht genehmigt);
Die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln ist in einzelnen Mitgliedstaaten geplant, wie z.B. in den Niederlanden, Dänemark, Österreich, Frankreich, Italien und Spanien;
Daraus resultiert ein jährliches, kontinuierlich zu erschließendes Gesamtvolumen 2008 - 2012 von ca. 100 - 125 Mio. t. Dies wird aus heutiger Sicht eher als unrealistisch gesehen.
Einzelne Mitgliedstaaten lehnen die staatlich geförderte Nutzung von JI und CDM ab. Hierzu gehören z.B. Großbritannien, Schweden, Slowenien und Deutschland;
JI-Projekte zur CO2-Minderung innerhalb der EU werden nicht als der Königsweg gesehen. Die Suche nach alternativen Strukturen und Konzepten hat eingesetzt.
<small>Quelle: Fichtner GmbH & Co. KG, </small>
Der Handel mit Emissionsrechten ist 2005 weltweit um 2400 Prozent gewachsen. Nach einer Studie des skandinavischen Branchendienstleisters Point Carbon, die Ende Februar auf einer Konferenz in Kopenhagen vorgestellt wurde, wechselten im vergangenen Jahr Emissionszertifikate im Gesamtwert von rund 9,4 Mrd. Euro den Besitzer. In 2004 hatte das Volumen lediglich 0,377 Mrd. Euro betragen.
Im europäischen Emissionshandel wurden dabei im Jahr 2005 über die jeweiligen Börsen und im OTC-Handel insgesamt rund 263 Mio. t CO2 umgesetzt. Damit belief sich das durchschnittliche Handelsvolumen pro Tag auf rund 1 Mio. t CO2. Alleine im Dezember seien knapp 28 Mio. Zertifikate gehandelt worden.
Dies sei auf das Erfüllungsdatum der Kontrakte für 2005 zurückzuführen, zitiert Point Carbon verschiedene Marktteilnehmer. Der durchschnittliche Abschlusspreis für die Kontrakte 2005 und 2006 lag im Berichtszeitraum bei 18,25 Euro/t, wobei der niedrigste Wert für den Kontrakt 2005 Mitte Januar bei 6,70 Euro/t verzeichnet wurde. Seinen Höchststand erreichte der Kontrakt 2005 im abgelaufenen Jahr im Juni mit 29,10 Euro/t. Zwischen 75 und 80 % der Transaktionen im europäischen Emissionshandel wurden im Jahr 2005 über Broker abgewickelt. Der Wert der Geschäfte die über elektronische Handelsplattformen abgeschlossen wurden (ohne OTC-Clearing) belief sich auf rund 5,4 Mrd. Euro.
<small>Quelle: Energie und Management / powernews.org.</small>
Im Februar wurden am EEX Spotmarkt für CO2-Emissionsrechte (EUA) 734.757 EUA gehandelt. Die Preise für Emissionsrechte schwankten im Laufe dieses Zeitraums zwischen 25,40 Euro/EUA und 27,22 Euro/EUA.
Bei dem am 4. Oktober 2005 gestarteten EEX Terminmarkt für CO2-Emissionsrechte betrug das Handelsvolumen 250.000 EUA. Am 28.02.2006 wurde der Preis für den Future 2006 mit 26,40 Euro/EUA festgestellt, der Kontrakt für das Jahr 2008 lag bei 23,50 Euro/EUA.
<small>Quelle: EEX Leipzig</small>
EU- Kommission legt "Grünbuch der Energie vor"
Die Europäische Kommission hat ein umfassendes Strategiepapier zur Energieversorgung in der EU vorgelegt.
Die Europäische Kommission nennt sechs vorrangige Bereiche. Darunter fällt auch der gemeinsame Binnenmarkt für Energie, den die EU-Kommission weiter vorantreiben will. Dabei sollen die Verbindungen zwischen den nationalen Stromnetzen zügig ausgebaut werden. Außerdem schlägt die Kommission vor, eine europäische Regulierungsbehörde einzurichten, die EU-weit einen fairen Wettbewerb im Energiemarkt garantieren soll. Gesetzesvorschläge zu diesem Bereich sollen bis Ende des Jahres folgen.
Ein nachhaltiger, effizienter und vielfältiger Energiemix ist der dritte Schwerpunkt des Strategiepapiers. Zwar soll die Wahl der Energieträger weiter in der Verantwortung der Mitgliedstaaten bleiben. Die Kommission will aber gemeinsame Planungen in diesem Bereich anregen, mit dem Ziel EU-weite Ziele für den Energiemix zu etablieren.
<small>Quelle: EU-Kommission</small>
Energiesteuern/Klimaschutz
Das am 15.03.2006 vom Bundeskabinett beschlossene Energiesteuergesetz wird nach Überzeugung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel starke Impulse für die Erneuerung des Kraftwerkparks und damit für den Klimaschutz geben. "Mit stärker harmonisierten Energiesteuern und den Anreizen des Emissionshandels schaffen wir geeignete Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Energieversorgung. Die Angleichung von Energiesteuern in Europa stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Damit werden zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen", sagte Gabriel.
Zukünftig werden alle Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland gleichgestellt, da die vorhandene Stromsteuer auf Erdgas und Mineralöl weitgehend entfällt. Hocheffiziente Gas- und Dampfkraftwerke mit einem Wirkungsgrad von fast 60 Prozent werden künftig eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher. Damit können die CO2-Emissionen deutlich gesenkt und Ersatzkapazitäten für Atomkraftwerke geschaffen werden.
Die in der Regel dezentral und als Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen betriebenen Stromerzeugungsanlagen bis zwei Megawatt bleiben weiter von der Stromsteuer befreit. Diese Regelung ist ökologisch sinnvoll, da damit die Energieeffizienz erhöht und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert wird. Das dient dem Klimaschutz und der sicheren Energieversorgung.
Die bisherige Steuerbegünstigung für Flüssiggas bis 2009 und Erdgas bis 2020 im Kraftstoffbereich bleibt zur Wahrung von Vertrauensschutz erhalten. Die Gaswirtschaft hat zugesagt, bis Ende 2007 ein flächendeckendes Erdgas-Tankstellennetz aufzubauen; dann steht für die Autofahrer ein alternativer umweltfreundlicher Kraftstoff flächendeckend zur Verfügung, der zur Zeit rund halb so viel kostet wie Benzin. Dies bietet zugleich die Chance für die Nutzung von Biomethan (aufbereitetes Biogas) als Kraftstoff.
Mit der Einführung einer Kohlesteuer für Heizzwecke auf niedrigem Niveau wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer systematischen, gleichmäßigen Besteuerung aller Energieträger vollzogen.
<small>Quelle: BMU</small>
Stromerzeugung 2005 auf Vorjahresniveau
Die Stromproduktion im Bereich der allgemeinen Versorgung blieb 2005 mit rund 536 Mrd. kWh (2004: 534) stabil, teilt der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) mit. Die Kernenergie hatte 2005 einen Anteil von 29% am Energiemix, Braunkohle rd. 26%. Die Stromproduktion aus Steinkohle sank um gut 5 auf 21%. Auf Erdgas sind 10% der Erzeugung entfallen. Der Beitrag erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung, so der VDEW, wuchs auf 11%.
<small>Quelle: ZfK</small>
<big>F</big>ür Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
mail: jochen.buser@gut-cert.de Matthias Elvert
mail: matthias.elvert@gut-cert.de
fon: (030) 536062-42 o. -46
fax: (030) 536062-49
mail: emissionshandel@gut-cert.de
Erscheinungsdatum: März 2006, nächste Ausgabe voraussichtlich Mai 2006

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