Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=27.04.1993&Aktenzeichen=3%20Ws%2048%2F93
Timestamp: 2018-06-18 09:27:43+00:00

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OLG Stuttgart, 27.04.1993 - 3 Ws 48/93 - dejure.org
OLG Stuttgart, 27.04.1993 - 3 Ws 48/93
Zahlungserleichterungen; Auswahlermessen; Zumutbarkeit der Geldstrafenzahlung; Prognoseentscheidung ; Vollstreckungsbehörde ; Vollstreckungsgericht; Vorbestrafung des Verurteilten; Fehlende Leistungsfähigkeit
MDR 1993, 996
StV 1993, 475
Rpfleger 1993, 417
Liegen die Voraussetzungen von § 42 StGB vor, so müssen die Zahlungserleichterungen gewährt werden (OLG Stuttgart MDR 1993, 996;… siehe auch Stree/Kinzig aaO § 42 Rn. 4).
§ 42 StGB erlaubt es auch, die Geldstrafe für eine längere Zeit zu stunden (OLG Stuttgart MDR 1993, 996 f.; OLG Bremen NJW 1962, 217;… Stree/Kinzig aaO § 42 Rn. 5).
Gemäß § 42 Satz 1 StGB ist dem Verurteilten zwingend zu gestatten, die Geldstrafe in bestimmten Teilbeträgen zu zahlen, wenn ihm eine sofortige Zahlung nach seinen persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zuzumuten ist (OLG Stuttgart, MDR 1993, 996).
Dazu, welche Art und welches Ausmaß der Zahlungserleichterung zu bewilligen ist, steht der Vollstreckungsbehörde Ermessen zu (…vgl. Radtke, a.a.O., Rdn. 19; zur Ermessungsprüfung und gegebenenfalls eigenen -ausübung der Gerichte vgl. OLG Stuttgart in StV 1993, 475).
Liegen die Voraussetzungen von § 42 StGB vor, so muss nach Rechtskraft die Vollstreckungsbehörde Zahlungserleichterung ohne einen eigenen Ermessensspielraum gewähren (vgl. OLG Stuttgart StV 1993, 475, Fischer 42 Rdn. 9).

References: § 42
 § 42

§ 42
 § 42
 § 42
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