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Timestamp: 2019-06-19 22:09:34+00:00

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BGH, 19.01.1968 - V ZR 190/64 - dejure.org
BGH, 19.01.1968 - V ZR 190/64
https://dejure.org/1968,416
BGH, 19.01.1968 - V ZR 190/64 (https://dejure.org/1968,416)
BGH, Entscheidung vom 19.01.1968 - V ZR 190/64 (https://dejure.org/1968,416)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 1968 - V ZR 190/64 (https://dejure.org/1968,416)
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Vormerkungswidrig eingetragener Eigentümer - Schadensersatz wegen Verzugs der Abgabe der Zustimmungserklärung zur Eintragung ins Grundbuch - Anwendung der allgemeinen Vorschriften des Schuldrechts auf dem Gebiet des Sachenrechts
BGB §§ 888, 284 ff.
BGHZ 49, 263
NJW 1968, 788
MDR 1968, 395
DNotZ 1968, 552
DB 1968, 481
Ist der vormerkungswidrig Eingetragene mit der Erfüllung des Zustimmungsanspruchs nach § 888 Abs. 1 BGB in Verzug, haftet er gemäß § 280 Abs. 1 u. 2, § 286 BGB und gemäß § 288 BGB auf Ersatz des Verzögerungsschadens (teilweise Aufgabe von Senat, Urteil vom 19. Januar 1968, V ZR 190/64, BGHZ 49, 263).
a) Der Senat hat das allerdings bisher anders gesehen und die Anwendbarkeit der Bestimmungen über die Haftung des Schuldners für den Verzögerungsschaden (seinerzeit §§ 286, 288 BGB aF, die den geltenden § 280 Abs. 1 u. 2, §§ 286, 288 BGB entsprechen) auf den Zustimmungsanspruch nach § 888 BGB verneint (Urteil vom 19. Januar 1968 - V ZR 190/64, BGHZ 49, 263, 267 f.).
Diese Prüfung ergebe, dass die Vorschriften über die Haftung des Schuldners für Verzögerungsschäden nach Zweck und Inhalt der Vorschrift nicht auf den Zustimmungsanspruch gemäß § 888 BGB angewandt werden könnten (Senat, Urteil vom 19. Januar 1968 - V ZR 190/64, aaO, S. 265 f.).
§ 888 Abs. 1 BGB begründet einen unselbständigen Hilfsanspruch, der allein der Verwirklichung des durch die Vormerkung gesicherten Anspruchs dient (vgl. Senat, BGHZ 49, 263, 267;… Urt. v. 5. Dezember 2003, V ZR 341/02, WM 2004, 1601, 1602;… MünchKomm-BGB/Kohler, § 888 Rdn. 1; Wolf, NZM 2008, 29, 31).
Zu seiner Erfüllung bleibt der Schuldner verpflichtet (Senat, BGHZ 49, 263, 266).
Demgegenüber schuldet die Beklagte zu 2 nach § 888 BGB nicht die Auflassung, sondern nur die grundbuchmäßige Zustimmung, also die Erteilung der Bewilligung (§ 19 GBO, in der Form des § 29 GBO) zur Eintragung des Klägers als Miteigentümer der Gartenfläche (vgl. Senat, BGHZ 49, 263, 266 f).
Zu dessen Erfüllung bleibt nach wie vor der Schuldner verpflichtet (BGHZ 49, 263, 266).
Zur Erfüllung des durch die Vormerkung gesicherten Anspruchs ist nur dar Schuldner verpflichtet; die Vormerkung dient lediglich der Sicherung dieses Anspruchs (BGHZ 49, 263, 266).
BGH, 07.06.1990 - IX ZR 237/89
Die Zustimmung des Erwerbers nach § 888 BGB ersetzt nicht die Einigung des Gläubigers mit seinem Schuldner, daß dieser jenem aufgrund des durch Vormerkung oder Veräußerungsverbot geschützten Anspruchs das Eigentum oder sonstige dingliche Rechte überträgt (vgl. BGHZ 49, 263, 266;… BGH, Urt. v. 8. November 1985 - V ZR 153/84, LM BGB § 435 Nr. 1; v. 24. Juni 1988 - V ZR 51/87, LM BGB § 888 Nr. 5).
Nach h. M. kommt dieser Zustimmung lediglich verfahrensrechtliche, keine materiell-rechtliche Bedeutung zu, da mit ihr nur dem formellen Konsensprinzig (§ 19 GBO) Genüge getan werden soll (BGHZ 49, 263, 266; BayObLG NJW-RR 1990, 722, 724;… Palandt-Bassenge, aaO, § 888 Rdn. 4;… Staudinger-Gursky, aaO, § 888 Rdn. 16).
Im Besonderen hat das Gericht deutlich gemacht, dass es in Anwendung der Rechtsgrundsätze, die der 5. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in seiner Entscheidung vom 19. Januar 1968 (BGHZ 49, 263) herausgearbeitet hat, einen Verzugsschadensersatzanspruch bereits aus Rechtsgründen für nicht gegeben erachtet.
Der in § 888 BGB normierte Zustimmungsanspruch, dem nachzukommen der Beklagte sich weigerte, wird dogmatisch als ein unselbstständiger Hilfsanspruch aufgefasst, dem nur eine verfahrensrechtliche Bedeutung zukommt, weshalb nach höchstrichterlicher Rechtssprechung es gerechtfertigt ist, die Verzugsvorschriften des Schuldrechts auf den in § 888 BGB normierten Zustimmungsanspruch des Vormerkungsberechtigten nicht anzuwenden (so ausdrücklich der 5. Zivilsenat des BGB in seinem Urteil vom 19. Januar 1968 in BGHZ 49, 263 ff., 267).
Dabei findet § 432 BGB im vorliegenden Fall Anwendung, da grundsätzlich die Anwendung der allgemeinen Vorschriften des Schuldrechts auf dem Gebiet des Sachenrechts bejaht wird, soweit nicht Sondervorschriften oder die Eigenart sachenrechtlicher Beziehungen entgegenstehen (BGHZ 49, 263; Palandt-Bassenge, BGB, 67.Auflage, vor § 854 Rn.9).
BGH, 08.11.1985 - V ZR 153/84
OLG Zweibrücken, 21.06.2001 - 4 U 94/00
Grundstückskauf - Löschungsanspruch des Käufers gegen Verkäufer - …
LG Marburg, 23.05.2007 - 3 T 120/07
Kein lastenfreier Eigentumserwerb: Löschung der Verfügung?
LG Augsburg, 26.02.1986 - 4 T 644/86
OLG Celle, 04.10.1985 - 11 U 239/84
Unwirksamkeit einer Maklerklausel bei Aufhebung eines Kaufvertrages

References: § 888
 § 280
 § 286
 § 288
 § 280
 § 888
 § 888

§ 888
 § 888
 § 888
 § 29
 § 888
 § 435
 § 888
 § 888
 § 888
 § 888
 § 888
 § 432
 § 854