Source: http://www.voris.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsvorisprod.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-BehGleichGNDpP6
Timestamp: 2020-02-20 10:11:20+00:00

Document:
VORIS § 6 NBGG | Landesnorm Niedersachsen | - Recht auf Verwendung von Gebärdensprache und Kommunikationshilfen | Niedersächsisches Behindertengleichstellungsgesetz (NBGG) vom 25. November 2007 | gültig ab: 01.01.2008
Niedersächsisches Behindertengleichstellungsgesetz (NBGG)...
§ 1 - § 9a
§ 1 - Ziel des Gesetzes
§ 2 - Begriffsbestimmungen
§ 3 - Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern
§ 4 - Benachteiligungsverbot
§ 5 - Gebärdensprache und andere Kommunikationshilfen
§ 6 - Recht auf Verwendung von Gebärdensprache und Kommunikationshilfen
§ 7 - Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau...
§ 8 - Gestaltung von Bescheiden und Vordrucken
§ 9 - Besondere Regelungen für Websites und mobile Anwendungen...
§ 9a - Barrierefreie Informationstechnik öffentlicher Stellen
§ 9b - § 15
Amtliche Abkürzung: NBGG
Fassung vom: 25.11.2007
Gliederungs-Nr: 84200
Niedersächsisches Behindertengleichstellungsgesetz
(NBGG)
Vom 25. November 2007*
Recht auf Verwendung von Gebärdensprache und Kommunikationshilfen
(1) 1 Ein Mensch mit Hör- oder Sprachbehinderung hat das Recht, mit öffentlichen Stellen in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren, soweit dies zur Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren oder zur Wahrnehmung seiner Interessen in Kindertagesstätten und Schulen erforderlich ist. 2 Dabei ist auf Wunsch der oder des Berechtigten im notwendigen Umfang die Übersetzung durch eine Gebärdensprachdolmetscherin oder einen Gebärdensprachdolmetscher oder die Verständigung über andere geeignete Kommunikationshilfen sicherzustellen. 3 Die Hochschulen in staatlicher Verantwortung müssen auf Antrag für einen Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung anstelle von mündlichen Prüfungen und Leistungsfeststellungen Prüfungen und Leistungsfeststellungen in schriftlicher Form durchführen, soweit der Prüfungs- oder Leistungsfeststellungszweck nicht entgegensteht.
(2) 1 Die öffentlichen Stellen sind verpflichtet, die durch Verwendung der Gebärdensprache, lautsprachbegleitender Gebärden und geeigneter Kommunikationshilfen nach Absatz 1 Satz 1 entstehenden Kosten zu tragen. 2 Herangezogene Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher oder andere Kommunikationshelferinnen und Kommunikationshelfer erhalten auf Antrag eine Vergütung in entsprechender Anwendung des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes vom 5. Mai 2004. (BGBl. I S. 718, 776), zuletzt geändert durch Artikel 19 des Gesetzes vom 22. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3416), in der jeweils geltenden Fassung.
Verkündet als Artikel 1 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen vom 25. November 2007 (Nds. GVBl. S. 661)
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References: § 6

§ 1
 § 9

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 9

§ 9
 § 15