Source: https://www.eska.eu/wir-%C3%BCber-uns/news/
Timestamp: 2019-04-18 16:32:45+00:00

Document:
März 2017 - eska GmbH
Für die aktualisierten Gefahrgutvorschriften 2019 sorgt das GGA-Team wieder mit den
„Änderungen Gefahrgut-Jahr 2019“
für einen schnellen und kompakten Überblick über die Neuerungen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie
zukünftig achten müssen.
Im Anschluss an die Referate können Sie im direkten Gespräch mit den einzelnen Mitgliedern des GGATeams
Ihre ganz konkreten Fragen klären. Nutzen Sie die Chance, interessante Kontakte zu knüpfen: Egal
ob Gefahrgut oder Gefahrstoff – die Experten vom GGA-Team helfen Ihnen gern beim reibungslosen Start
in das „Gefahrgut-Jahr 2019“.
Die „Elfte Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen“ wurde im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2019
I S. 124) veröffentlicht. Damit werden ADR/RID/ADN 2019 in deutsches Recht überführt. Gleichzeitig werden die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB), die Gefahrgut-Ausnahmeverordnung (GGAV), die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) und die Gefahrgutkostenverordnung (GGKostV) aktualisiert.
Lithiumbatterien (1): Übergangsfrist zur Beschaffung der Prüfberichte nutzen
Für alle Lithiumbatterien, die nach dem 20. Juni 2003 hergestellt wurden, müssen Hersteller und Vertreiber einen Prüfbericht bereit stellen. Für diese neue Forderung aus ADR/RID, den Vorschriften für Straße und Schiene, gibt es eine Übergangsfrist in Unterabschnitt 1.6.1.47, die eine Beförderung ohne Prüfbericht bis 31. Dezember 2019 erlaubt.
Lithiumbatterien (2): Arbeiten an Klassifizierungskriterien gehen weiter
Die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) arbeitet gemeinsam mit internationalen Gremien an Kriterien für eine gefahrenbasierte Klassifizierung der Batterien. Für die Risikobetrachtung müssen unterschiedliche Kriterien wie chemische Bestandteile, die Nennenergie und auch die Form der Batterien berücksichtigt werden. Auch der Anlass des Transports spielt eine Rolle - also die Frage, ob die Batterien zu Testzwecken, separat oder eingebaut in Geräte oder zu Entsorgung befördert werden. Vor allem für den Transport defekter Batterien sollen die Vorschriften künftig noch detailliertere Regelungen enthalten.
Anerkennung der Schulungsveranstaler durch IHK’n in der Kritik
Wer Gefahrgutfahrer ausbildet, sollte flexibler über die Zeitplanung im Unterricht entscheiden dürfen. Mit dieser Forderung wandte sich Matthias Wiegand bei der Verleihung des Deutschen Gefahrgutpreises an die Fachöffentlichkeit und kritisierte damit die derzeitigen Praktiken einiger Industrie-und Handelskammern.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die Schulung von Gefahrgutfahrern streng geregelt ist. Schulungsveranstalter benötigen eine Anerkennung ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer, dazu müssen sie u.a. einen Lehrplan und einen Stundenplan vorlegen, der exakt bis auf die Minute alle Themen aufführt. Diese Forderung sorgt immer wieder für Diskussionen, zumal Kammern in der Praxis unterschiedlich streng vorgehen. Hauptmann Matthies Wiegand, Ausbilder bei der Bundeswehr, nutzte das Podium während der Verleihung des Deutschen Gefahrgut-Preises, diese Kritik öffentlich zu machen.
Hintergrund der Debatte: Der Deutschen Industrie- und Handelskammertag entwickelt verbindliche Kurspläne, die Themen und eine Vorgabe der Zeitansätze enthält. Nicht festgelegt ist jedoch, dass die Themen genau in der vorgegebenen Abfolge vermittelt werden müssen. Wiegand erklärt in seiner Dankesrede für den Gefahrgutpreis: „Nun gibt es Kammern, für die ist der Kursplan des DIHK in Stein gemeißelt und die Schulung muss in der hier vorgegebenen Zeit und Themenabfolge durchgeführt werden. Legt die Schulungseinrichtung keinen Lehrplan (sinnlose Abschrift des Kursplanes des DIHK) und einen Stundenplan vor, exakt bis auf die Minute alle Themen aufführt, so erfolgt keine Schulungsgenehmigung.“ In einer Kammer müsse es der Ausbilder sogar der Kammer mitteilen, wenn der Unterricht mehr als 15 Minuten vom Kursplan abweicht.
Wer selbst einmal geschult habe, wisse, dass kein Lehrgang dem anderen gleicht. „Mal hat man interessierte Teilnehmer, die mitmachen und mitarbeiten, dann kann es aber gerade bei Fahrerschulungen passieren, dass Teilnehmer dabei sind, die gerade von der 10-stündigen Nachtschicht im Unterrichtsraum erscheinen und nach 45 Minuten tief und fest schlafen.“ Um diese bei der Stange zu halten, müsse man sich schon etwas einfallen lassen. Hier solle den Ausbildern mehr Flexibilität gestattet sein, wie es bei der Schulung der Gefahrgutbeauftragten und beauftragten Personen ja auch möglich ist.
Das eska-Team ist erfolgreich in das neues Jahr gestartet mit einem Besuch im Escape Room.
Ein Raum * Ein Team * Ein Ziel
wir danken Ihnen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr
und wünschen Ihnen ein gesundes neues Jahr.
Das eska-Team
Auch in diesem Jahr unterstützen wir den Mitternachtsbus.
ADR-Schulungsbescheinigungen: Pflichten für mehrere Beteiligte
Flaminia-Brand: US-Gericht zieht Verlader zur Rechenschaft
Ein verheerendes Unglück auf dem Containerschiff „Flamina“ hatte 2012 für Schlagzeilen gesorgt. Ein Brand mit anschließender Explosion hatte drei Menschen an Bord das Leben gekostet, zwei wurden schwer verletzt, das Schiff stark beschädigt und die meisten Frachtcontainer hinter dem betroffenen Laderaum zerstört. Das Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York hat kürzlich eine Entscheidung zur Haftung getroffen.
Untersuchungen des Unglücks ergaben, dass die Explosion von einer außer Kontrolle geratenen chemischen Reaktion verursacht wurde: Bei den Löschversuchen kam es zu Funkenflug, der drei Tanks mit 80%-igem Divinylbenzol (DVB) erreichte. Das Gericht war überzeugt: Der Hersteller kannte die Eigenschaft seines Produkt, bei Temperaturen über 85°C selbst zu polymerisieren und große Wärmemengen zu erzeugen.
Dennoch hatte die Tanks im Juni am Terminal in New Orleans zehn Tage in der Sonne gestanden, bevor sie verladen wurden. Im Laderaum wurden sie neben einer ebenfalls erhitzten Ladung Diphenylamin und in der Nähe der beheizten Bunker-Treibstofftanks des Schiffes platziert. Sachverständige stellten fest, dass die Lagerbedingungen vor und während des Transports zu der chemische Reaktion und der Explosion führten.
Auf dieser Basis entschied das Gericht, dass der Chemikalien-Hersteller Deltech und Container-Operator Stolt Tank Containers BV verantwortlich für das Unglück waren.
Das Gericht hat Deltech 55 Prozent der Haftung übertragen. Entscheidend dabei war die Tatsache, dass dem Unternehmen die Gefahren bekannt waren. Nach Fällen von Polymerisation hatte Deltech bereits ein Sicherheitsprotokoll entwickelt. Darin war u.a. festgelegt, dass Lieferungen von DVB aus New Orleans in den wärmeren Monaten vermieden werden sollten. Der Informationsdienst "The Maritime Executive" zitiert hier die Vorsitzende Richterin Katherine B. Forrest: "Im Gegensatz zu ihren eigenen Sicherheitsprotokollen … buchte Deltech Ende Juni die Lieferung von DVB80 aus New Orleans."
Stolt wurde die restlichen 45 Prozent für seine Rolle bei der Organisation der Lieferung zugewiesen. "Stolt verfügte über umfangreiche Informationen über die wärmeempfindliche Natur des DVB, jedoch.. es gelang ihm nicht, Informationen über die Gefahren einer Wärmeexposition an dem Seefrachtführer MSC wirksam weiterzuleiten", schreibt Richterin Forrest. Außerdem sei Stolt dafür verantwortlich, dass das DVB früher als nötig in ISO-Container geladen und auf dem New Orleans Terminal im Freien deponiert wurde. Das Gericht sah weiterhin als erwiesen an, dass Reederei Conti, Schiffsbetreiber NSB und Seefrachtführer MSC kein Verschulden trifft, damit müssen sie auch keine Haftung übernehmen.
Die eska Ingenieurgesellschaft mbH ist nach der neuen Norm rezertifiziert!
Das Qualitätsmanagementsystem der eska Ingenieurgesellschaft mbH wurde Anfang Juni 2018 von der ZDH-ZERT GmbH umfassend nach der neuen DIN EN ISO 9001:2015 rezertifiziert. Die eska Ingenieurgesellschaft mbH erfüllt weiterhin die anspruchsvollen Anforderungen der Norm. Im Auditbericht heißt es: „Das auditierte Managementsystem der eska Ingenieurgesellschaft mbH ist wirksam und fähig, die geltenden Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 zu erfüllen.“
Der Geschäftsführer der eska Ingenieurgesellschaft Herr Dipl. Ing. Boenisch dazu: „Die Einführung und Rezertifizierung des QM-Systems war ein richtiger Schritt, das Qualitätsbewusstsein der MitarbeiterInnen hat sich weiter verbessert und der systematische Umgang mit Risiken und Chancen wurde bei einem internen Workshop umfassend diskutiert.“
Das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem nach ISO wird bei uns seit 2015 erfolgreich praktiziert. Wir konnten mit den gemachten Erfahrungen die Geschäftsprozesse jetzt weiter optimieren und damit die neuen Anforderungen der Norm erfüllen.
file:///C:/Users/Home/Downloads/OSH%20on%20fumigated%20containers%20in%20ports.pdfFebruar 2018 wird die neue Version verfügbar sein. Folgendes hat sich geändert:
eSDB wird auf die Version 5.0 umgestellt
Ab 12. Februar 2018 wird die neue Version verfügbar sein. Folgendes hat sich geändert:
- Neue Struktur und Standardsätze aus EUPhraC Version 3.0 (http://www.euphrac.eu)
- Anpassungen an die 8. ATP, 9. ATP und 10. ATP
- Integration der aktuellen Grenzwertlisten (IFA -> http://limitvalue.ifa.dguv.de/)
- Gundlage für die SCHEK CLP-Einstufung und Kennzeichnung ist die der 10. ATP
Die neue Version kann bereits getestet werden: http://v5.esdb.eu
Bitte teilen Sie uns gern Ihr Feedback mit, damit eventuelle Probleme bereist in Vorfeld geklärt werden können. Bitte nutzen Sie dazu die E-Mail Adresse service@esdb.eu
Die Tagung mit begleitender Ausstellung findet am 15.-16. Mai 2018 statt mit 13 Referenten.
Alle Infos zu Gefahrstoff-Seminaren (auch zu REACH, GHS, CLP...) finden Sie unter https://www.hdt.de/seminare/gefahrstoffe-explosionsschutz/
das eska-Team bedankt sich herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch in das Jahr 2018.
Artikel 33 der REACH VO, (EG) Nr. 1907/2006
Lieferanten von Erzeugnissen, die SVHC Stoffe über 0,1 % enthalten, haben eine Kommunikationspflicht ihrem Abnehmer gegenüber.
Mindestens der Name des SVHC Stoffes muss kommuniziert werden, wenn keine Informationen zur sicheren Verwendung des Erzeugnisses vorhanden sind.
Summiert sich die Menge des SVHC Stoffes in den pro Jahr hergestellten oder importierten Erzeugnisse auf mehr als 1%, muss eine Meldung an die ECHA erfolgen.
Importieren Sie Erzeugnisse und haben Fragen zur REACH Konformität Ihrer Produkte?
Lager immer, Transport nimmer
Kennzeichnung - Die ECHA hat in ihren Leitlinien besser klargestellt, wie die Vorschriften der CLP-Verordnung bei Beförderungen anzuwenden sind - es ist nun einfacher, mache Kennzeichnung kann entfallen.
Prüfsiegel für Schutzausrüstung
Der Markt für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird immer unübersichtlicher. Vor allem viele fachfremde Anbieter drängen mit Produkten auf den Markt, die nicht die erforderliche Qualität aufweisen. Und das kann im Ernstfall lebensbedrohlich sein.
Der Verband Technischer Handel (VTH) hat reagiert und ein Prüfsiegel „Zertifizierter Fachbetrieb für PSA nach VTH-Standard“ entwickelt. In diesem Jahr wurden bereits 18 Technische Händler mit dem Siegel ausgezeichnet. Das Qualitätssiegel soll Anwendern und Einkäufern helfen, sich im PSA-Markt für zuverlässige Produkte zu entscheiden.
Fahrer von kennzeichnungspflichtigen Gefahrgutfahrzeugen müssen PSA gemäß schriftlicher Weisung in Fahrzeug mitführen. „Persönliche Schutzausrüstungen bringen nicht den erhofften Nutzen, wenn der Anwender nicht beraten und fachmännisch eingewiesen wurde“, erklärt Wolfgang Möwius, Vorsitzender der VTH-Fachgruppe „Persönliche Schutzausrüstungen“. Fachhändler und Hersteller müssen zum 21. April 2018 die neue PSA-Verordnung umsetzen. Ab diesem Zeitpunkt wird nur noch nach der neuen Verordnung zertifiziert – Produkte, die noch der „alten“ Richtlinie (Richtlinie 89/686/EGW) entsprechen, dürfen noch bis März 2019 in Verkehr gebracht werden.
Link: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Arbeitsschutz/2016-04-05-EU-Verordnung-PSA-2016-425.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Transport-Verpackung richtig kennzeichnen
Die europäische Chemikalienagentur ECHA hat ihre Leitlinie zur Kennzeichnung und Verpackung gemäß CLP-Verordnung (Guidance on labelling and packaging in accordance with Regulation (EC) No 1k272/2008) in der 3. überarbeiteten Fassung veröffentlicht. Die CLP-Verordnung ist das europaweit einheitliche System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.
In der überarbeiteten Fassung wird u.a. klarer zwischen äußerer, innerer und Einzelverpackung und deren Kennzeichnung differenziert. Die CLP-Verordnung reguliert nur solche Verpackungen, die vom Anwender genutzt werden. Dagegen sind zusätzliche Verpackungen ("transport packing"), die zum Schutz der Produkte in den Verkaufsverpackungen während der Beförderung bzw. des Umschlags oder zur Bildung von größeren Ladeeinheiten verwendet werden, sind nicht Gegenstand der CLP-Verordnung ("... is thus outside the scope of CLP and does not require a CLP Label"). Darauf hat die IHK Schwaben in einem Rundschreiben hingewiesen.
Link: https://echa.europa.eu/documents/10162/23036412/clp_en.pdf/58b5dc6d-ac2a-4910-9702-e9e1f5051cc5
Schecklisten für Luftverkehr 2018
Die International Air Transport Association (IATA) stellt auf ihrer Website drei Checklisten mit Vorschriftenstand 2018 in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch bereit. Mit ihrer Hilfe können Versender von Gefahrgut im Luftverkehr bereits am Abgangsort prüfen, ob ihre Sendung rechtskonform ist. Die Checklisten fassen die Regelungen für radioaktive bzw. nicht radioaktive Sendungen zusammen. Die dritte Liste enthält die Vorschriften für Trockeneis (Kohlendioxid, fest).
Die Zusammenstellungen beziehen sich auf die 59. Ausgabe der IATA-Dangerous Goods Regulations (DGR), die ab 1. Januar 2018 ohne Übergangsfrist in Kraft treten. Die Änderungen stehen auf der IATA-Website u.a. in deutscher Sprache zum Download beriet. Die komplette neue Vorschrift kann in gedruckter Form oder als Datensatz bei IATA-autorisierten Fachverlagen bezogen werden.
Link 1: http://www.iata.org/whatwedo/cargo/dgr/Pages/download.aspx
Link 2: http://www.iata.org/whatwedo/cargo/dgr/Documents/dgr58-addendum1-de.pdf
das Haus der Technik und die Volgkswagen AG bündeldn Ihre Kenntnisse und bieten gemeinsam Seminare in Wolfsburg an.
Weitere Infos erhalten Sie hier: http://www.hdt-essen.de/W-H050-09-542-7
Alle weiteren Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier: https://www.sdbtransfer.de/anmeldung/
Geänderte Regelungen für Gefahrgut-PAkete DHL
Der Paketdienstleister DHL hat seine "Regelungen für die Beförderung von gefährlichen Stoffen und Gegenständen, Teil 2 DHL Paket national" aktualisiert.
https://www.dhl.de/content/dam/images/pdf/dhl-infoblatt-gefahrgutregelungen-072017.pdf
Bundesweite Regelung für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen löst Länderverordungen ab (AwSV)
Nationale Gefahrgut-Verordnungen aktualisiert
Zum Jahresbeginn wurden die internationalen Gefahrgut-Regelungen auf den neuesten Stand gebracht. Nun sind auch die nationalen Verordnungen aktualisiert worden.
Die „Neunte Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen“ bringt
die Gefahrgutkostenverordnung (GGKostV) und
auf den neuesten Stand. Sie wurden am 30. 3.2017 im Bundesgesetzblatt Nr.15 bekannt gemacht (BGBl. 2017 I S. 568). Der größte Teil der Änderungen trat rückwirkend zum 1. Januar in Kraft.
Eine komplette Neufassung der GGVSEB hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ebenfalls im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2017 I S. 711) veröffentlicht.
Mit der Änderungsverordnung wurden die Änderungen aus ADR, RID und ADN 2017, die zum 1. Januar 2017 völkerrechtlich in Kraft getreten waren, innerstaatliches Recht übernommen.
Neue gefasste Regelungen zu Fahrweg und Verlagerung
Mit der Neufassung der GGVSEB wurde Paragraph 35 "Fahrweg und Verlagerung" neu gefasst. Die neue Reglung ist folgendermaßen gegliedert:
Der § 35 - Verlagerung legt fest, dass Güter, die in § 35 b aufgelistet werden, bei Strecken über 200 Kilometer per Bahn oder auf dem Wasserweg befördert werden müssen, falls geeignete Gleis- und Hafenanschlüsse vorhanden sind. Der Paragraph enthält weitere Regelungen für Transportstrecken über 400 km und zu den Pflichten des Beförderers.
Der § 35 a - Fahrweg in Straßenverkehr legt fest, dass Güter, die in § 35 b aufgelistet werden, auf Autobahnen zu befördern sind, falls sie auf der Straße befördert werden müssen. Außerdem sind weitere Bedingungen und Pflichten des Beförderers - wie die Fahrwegbestimmung - aufgeführt.
Für § 35 hat das Bundesverkehrsministerium unterdessen eine Korrektur nachgereicht: In § 35c Abs. 2 muss es „Ausnahme Nr. 40 (S)“ anstelle von „Ausnahme Nr. 14 (S)“ heißen. Insgesamt sind die Regelungen jetzt übersichtlicher als bisher formuliert. Die bisherigen Vorgaben aus der GGVSEB 2015 können noch bis zum Jahresende genutzt werden.
Damit soll Anwendern vor allem bei Gefahrgütern der Klasse 1 den Übergang zum neuen Recht erleichtert werden.
B2Run in Hamburg - eska war wieder am Start
Für einen guten Zweck sind wir wieder mal mit dem Team von Present Perfekt gemeinsam auf einer Strecke von 5,9 km durch den Volkspark gelaufen und haben den Preis in der Kategorie für Kleine- und Mittelständische Unternehmen als „Die Fittesten“ gewonnen.
Im BGBl. 2017 Teil I Nr. 4 wurde die Verordnung zur Neuregelung nationaler Vorschriften über das Inverkehrbringen und die Abgabe von Chemikalien veröffentlicht. Wesentliche Inhalte sind:
Aufgrund Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 [REACH-Verordnung] werden Verbote und Beschränkungen in Anlage 1 der Chemikalien- Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) auf den ausschließlich national noch fortbestehenden Regelungsbedarf reduziert.
Die Kennzeichnungsregelungen, an denen die Abgabevorschriften der ChemVerbotsV anknüpfen, werden geändert und an die Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 [CLP-Verordnung] angepasst.
In die Sachkundeanforderungen der Abgabevorschriften wird ein Erfordernis zur periodischen Teilnahme an Auffrischungskursen eingeführt.
Auf die Einbeziehung der Verdachtsstoffe hinsichtlich Karzinogenität, Keimzellmutagenität und Reproduktionstoxizität (CMR) in die Abgabevorschriften wird zu einem großen Teil verzichtet.
Aufgrund der Verordnung (EU) Nr. 98/2013 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe werden die bisherigen Regelungen zu neun Sprengstoffgrundstoffen überarbeitet.
Zum 01.01.2019 wird die novellierte ChemVerbotsV geändert. Die Änderungen beziehen sich auf auslaufende Übergangsregelungen für nach altem Recht gekennzeichnete Gemische sowie auf die übergangsweise fortgeführten Regelungen zu Sprengstoffgrundstoffen.
Die novellierte ChemVerbotsV ist am 27.01.2017 in Kraft getreten. Die Änderung der novellierten ChemVerbotsV tritt am 01.01.2019 in Kraft.
eska Ladungs-App wurde aktualisiert
eska Ladungs-App wurde aktualisiert.
Mit Hilfe dieser aktuellen Applikation können Sie rasch prüfen, ob für Ihre Gefahrgüter Zusammenladeverbote bestehen.
Einfach mit dem iPhone oder dem Android Smartphone den QR-Code scannen
GVSEB und weitere Verordnungen überarbeitet
Mit der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) werden die internationalen Vorschriften für Gefahrguttransporte ADR/RID/ADN in deutsches Recht überführt.
Mit der Bundesrats-Drucksache 52/17 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat dem Bundesrat die „Neunte Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen“ vorgelegt. Die Änderungsverordnung bringt neben der GGVSEB auch die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV), die Gefahrgutkostenverordnung (GGKostV) und die Gefahrgut-Ausnahmeverordnung (GGAV) auf den neuesten Stand.
Ende Februar soll die Änderungsverordnung im Verkehrsausschuss des Bundesrates diskutiert werden. Der Bundesrat soll den Entwurf voraussichtlich am 10. März verabschieden. Die Drucksache finden Sie hier: t1p.de/GGVSEB-Drucksache
Fragen für Gefahrgutbeauftragten-Prüfung aktualisiert
Zum Jahresbeginn hat die Deutschen Industrie- und Handelskammertag den Fragenfundus für die Prüfung der Gefahrgutbeauftragten in aktueller Fassung vorgelegt. Aus diesem 167-seitigen Fragenkatalog werden die Fragebögen für die Prüfung zusammengestellt.
Die Überarbeitung war wegen der Vorschriftenänderungen zum 1. Januar 2017 erforderlich geworden.
Den kompletten Fragenkatalog finden Sie hier: t1p.de/gb-fragen
Vier neue Stoffe als besonders besorgniserregend eingestuft
Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat im Januar vier neue Stoffe in die sogenannte Kandidatenliste (echa.europa.eu/candidate-list-table) der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen:
- Bisphenol A (4,4'-isopropylidenediphenol)
- Nonadecafluorodecansäure (PFDA) und ihre Natrium- und Ammonium-Salze
- 4-Heptylphenol, verzweigt und linear (4-HPbl)
- p-(1,1-dimethylpropyl)phenol
Damit stehen Informationen über die Eigenschaften und Hauptverwendungen zur Verfügung. Firmen, die diese Stoffe oder Gemische bzw. Erzeugnisse damit herstellen oder importieren, sind jetzt gefordert. Sie müssen in innerhalb von sechs Monaten, die ECHA informieren, wenn
- der Stoff in diesen Erzeugnissen in Mengen von über einer Tonne pro Hersteller oder Importeur pro Jahr und
- in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten ist.
Die Meldung ist nicht erforderlich, wenn der Stoff bereits für die Verwendung registriert ist oder wenn eine Exposition ausgeschlossen werden kann. Auf der ECHA-Website gibt es ein Formular zu Anmeldung von Stoffen in Erzeugnissen sowie Datensätze zur Einreichung der Anmeldungen per REACH-IT.
Anwendungs-Matrix zur sicheren Personenerkennung entwickelt
Immer häufiger arbeiten Menschen und Roboter zusammen. Wichtig für die Sicherheit der Mitarbeiter ist dabei eine und sichere Personenerkennung mit Sensorsystemen und Messverfahren. Ein Expertenteam der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat dazu die Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren untersucht und daraus eine Anwendungs-Matrix entwickelt. Sie hilft, für unterschiedliche Einsatzgebiete – Industrieroboter, Automaten und Handling-Systeme, Flurförderzeuge, Fahrzeuge und Verkehrsmitte – die geeigneten Verfahren auszuwählen.
Hier finden Sie die Matrix: t1p.de/Mensch-Maschine-Matrix
Und hier den kompletten Forschungsbericht: t1p.de/Mensch-Maschine-Interaktion
wir wünschen ihnen ein frohes, erfolgreiches und aufregendes neues Jahr 2017.
Für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns ganz herzlich. Gerne
stehen wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder mit Rat und Tat zur Verfügung.
Weniger Unfälle, mehr Verdachtsanzeigen für Berufskrankheiten
Die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland sinkt: Mit rund 945.000 Unfällen stabilisierte sie auch 2015 unterhalb der Millionengrenze. Dabei kommen auf 1.000 Vollarbeiter rund 23 Unfälle. Das geht aus dem Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2015“ hervor, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kürzlich veröffentlichte.
Um 8,8 Prozent zugenommen haben jedoch die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Auch die Zahl anerkannter Berufskrankheiten ist 2015 um 6,3 Prozent gestiegen. Die BaAua führt diesen Anstieg darauf zurück. Dass neue Krankheitsbilder in die Berufskrankheiten-Verordnung aufgenommen wurden.
ADSp 2017: Verlader und Spediteure sind einig
Für über ein Jahr – seit Herbst 2015 – waren die vertraglichen Verhältnisse zwischen Verladern und Spediteuren unklar, da sich die Verbände beider Seiten nicht auf ein gemeinsames Regelwerk einigen konnten. Jetzt gibt es als Nachfolger der alten ADSp 2003 die neuen Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen 2017 (ADSp 2017). Die Verbände empfehlen, die ADSp 2017 anzuwenden. Sie finden diese unter anderem auf der Website des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes unter dem Kurzlink t1p.de/ADSp2017

References: § 35
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