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Timestamp: 2020-04-09 11:42:56+00:00

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BFH, 28.06.1989 - II R 82/86 - dejure.org
https://dejure.org/1989,1229
BFH, 28.06.1989 - II R 82/86 (https://dejure.org/1989,1229)
BFH, Entscheidung vom 28.06.1989 - II R 82/86 (https://dejure.org/1989,1229)
BFH, Entscheidung vom 28. Juni 1989 - II R 82/86 (https://dejure.org/1989,1229)
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ErbStG 1974 § 5 Abs. 1; BGB § 1371 Abs. 2; GleichberG vom 18. Juni 1957 (BGBl I 1957, 609) Art. 8 II Nr. 4
§ 5 ErbStG; § 1371 Abs. 2 BGB
Erbschaftsteuer; rückwirkende Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft
BFHE 157, 229
NJW 1989, 2911 (Ls.)
FamRZ 1989, 1171 (Ls.)
DB 1989, 1954
BStBl II 1989, 897
Grenzen sind dieser Gestaltungsfreiheit erst dort gezogen, wo sie einem Ehepartner eine überhöhte Ausgleichsforderung dergestalt verschafft, dass der Rahmen einer güterrechtlichen Vereinbarung überschritten wird (BFH-Urteil in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897).
Indes sind der Gestaltungsfreiheit güterrechtlicher Vereinbarungen dort Grenzen gezogen, wo sie einem Ehepartner eine überhöhte Ausgleichsforderung dergestalt verschafft, dass der Rahmen einer güterrechtlichen Vereinbarung überschritten wird, bzw. die tatsächliche Ausgleichsforderung den vorgesehenen Betrag übersteigt (BFH-Urteil vom 28. Juni 1989 II R 82/86, BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897 [BFH 28.06.1989 - II R 82/86] ).
Der Bundesfinanzhof bleibt bei der im Urteil vom 28. Juni 1989 II R 82/86 (BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897) vertretenen Auffassung, daß Eheleute nach Gütertrennung auch mit erbschaftsteuerrechtlicher Wirkung auf den Tag der Eheschließung Zugewinngemeinschaft vereinbaren können.
Er wendet sich gegen die - auch vom Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 28. Juni 1989 II R 82/86 (BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897) vertretene - Auffassung, daß Eheleute nach Gütertrennung mit erbschaftsteuerrechtlicher Wirkung rückwirkend ab dem Tag der Eheschließung Zugewinngemeinschaft mit der Folge vereinbaren könnten, daß die Höhe des nach § 5 Abs. 1 ErbStG 1974 als Zugewinnausgleich steuerfreien Betrages nach den Zugewinnen des Zeitraums zu ermitteln sei, der sich infolge der rückwirkenden Vereinbarung des Güterstandes als Berechnungszeitraum ergebe.
Dies entspricht der Auffassung des erkennenden Senats im Urteil in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897, bei der der Senat auch nach erneuter Überprüfung bleibt.
Die Ausführungen des FA und des dem Verfahren beigetretenen BMF geben zu folgenden Ergänzungen der dem Urteil in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897 zugrunde liegenden Begründung Anlaß.
Das ist, wie der Senat im Urteil in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897 bereits deutlich gemacht hat, nach der weiteren Verweisung in § 1371 Abs. 2 BGB der nach den Vorschriften der §§ 1373 bis 1383, 1390 BGB zu bestimmende Betrag.
Berücksichtigt man, daß § 5 Abs. 2 ErbStG 1974 den Wortlaut des § 6 Abs. 2 Satz 1 ErbStG 1959 unverändert weiterführt, so bestätigt dies die bereits im Urteil in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 879 vom Senat vertretene Auffassung, daß die nach § 5 Abs. 1 Satz 1 ErbStG 1974 anzusetzende Ausgleichsforderung nach keinen anderen Regeln bestimmt werden und keinen geringeren Umfang haben kann als die nach § 5 Abs. 2 zu berücksichtigende - tatsächlich zustehende - Ausgleichsforderung.
aa) Dies ergibt sich, abgesehen von der grundsätzlichen Anknüpfung des ErbStG an zivilrechtliche Vorgänge, aus der ausdrücklichen Bezugnahme des § 5 Abs. 2 ErbStG auf § 1378 BGB ( vgl. zu § 5 Abs. 1 ErbStG a.F.: BFH-Urteil vom 28. Juni 1989 II R 82/86, BStBl. II 1989, 897).
Dass die vertraglich festgelegte Ausgleichsforderung überhöht sein und infolgedessen eine teilweise freigebige Zuwendung an die Klägerin vorliegen könnte (vgl. hierzu z.B. BFH in BStBl. II 1989, 897, 898, sowie Meincke, a.a.O., § 5 Rz. 41), hat der Beklagte weder vorgetragen noch ergeben sich diesbezügliche Anhaltspunkte aus dem Inhalt der Akten.
Die Einbeziehung des Zugewinnausgleichsanspruches der Klin. in den steuerpflichtigen Erwerb habe vor Ergehen des BFH-Urteils vom 28.06.1989 (BStBl II 1989, 897) der Verwaltungsauffassung entsprochen, an der auch in der Folgezeit festgehalten worden sei (Nichtanwendungserlass vom 10.11.1989, BStBl I 1989, 429).
Die Finanzverwaltung lehnte die Wirksamkeit derartiger Vereinbarungen für die Berechnung der Ausgleichsforderung nach § 5 Abs. 1 ErbStG von Anfang an ab und bestimmte in einem Nichtanwendungserlass vom 10.11.1989 (BStBl I 1989, 429), dass die Entscheidung des BFH vom 28.06.1989 (a.a.O.) nicht über den entschiedenen Einzelfall hinaus anzuwenden sei.
BayObLG, 21.09.1989 - BReg. 3 Z 111/89
Zur Anwendung von § 44 KostO auf Gesellschafterbeschlüsse
7. Steuerrecht/Erbschaftsteuer - Erbschaftsteuerliche Rückwirkung der Vereinbarung einer Zugewinngemeinschaft (BFH, Urteil vom 28.6.1989 - II R 82/86) ErbStG 1974 § 5 Abs. 1 BGB 1371 Abs. 2 GleichberG v. 18.6.1957 Art. 8.11 Nr. 4 (BGBl. 11957, 609) Heft Nr. 1 /2 âEUR¢ MittRhNotK âEUR¢ Januar/Februar 1990.
FG Hessen, 26.03.1998 - 9 K 3151/95
Anrechnung der Körperschaftsteuer i. S. v. § 20 Abs. 1 Nr. 1, 2 …

References: § 5
 § 1371
 Art. 8

§ 5
 § 1371
 § 5
 § 1371
 § 5
 § 6
 § 5
 § 5
 § 5
 § 1378
 § 5
 § 5
 § 5
 § 44
 § 5
 Art. 8
 § 20