Source: https://karlsberg.de/wp-content/uploads/jahresabschluss/2018/index.html
Timestamp: 2019-04-18 16:54:35+00:00

Document:
Karlsberg Jahresbericht 2018
GEPRÜFTER JAHRESABSCHLUSS 2018 ZUM 31. DEZEMBER 2018 DER KARLSBERG BRAUEREI GMBH, HOMBURG/SAAR (HGB)
2 2018Geprüfter jahresabschluss
Inhalt 3 Bilanz zum 31.12.2018 Gewinn- und Verlustrechnung für 2018 Kapitalﬂussrechnung für 2018 Vorwort Lagebericht Jahresabschluss Anhang Bestätigungsvermerk des Prüfers Finanzkalender Impressum 4 8 28 30 34 35 36 59 62 62
Liebe Freunde der Karlsberg Brauerei, wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. In Deutschland und im Ausland haben sich unsere Marken sehr gut entwickelt und verzeichneten ein deutliches Umsatzwachstum. Gleichzeitig haben sich unsere Ertragskraft und unser operatives Ergebnis weiter verbessert. Wir glauben an Kreativität und Innovationskraft gepaart mit Fokus- sierung und Konzentration als Schlüssel zum Erfolg. Unsere Kunden erwarten von uns immer mehr Biervielfalt und gleichzeitig Verläss- lichkeit und höchste Qualität. In 2018 haben wir weiter am Auftritt unserer Marken und der Brau- kompetenz am Standort Homburg gearbeitet. Mit unserer zweiten Unternehmenswerkstatt haben wir nochmals, mit über 120 Mitarbeitern aus allen Bereichen, Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft erarbeitet. Der Biermarkt wächst an Wert und Wertigkeit. Wir sind gut aufge- stellt, um an dieser Entwicklung zu partizipieren. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen auch künftig konsequent weitergehen. Begleiten Sie uns dabei. Ihr Christian Weber 4
„Unsere Kunden erwarten von uns immer mehr Biervielfalt und gleichzeitig Verlässlichkeit und höchste Qualität.“ Christian Weber Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber 5
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2018 9
teile zu gewinnen und den regionalen Bezug der Konsumenten zur Marke Karlsberg langfristig zu stärken. Die Strategie im Segment Biermischgetränke besteht darin, durch Markenstärke, Produktinnovationen und Distributionsausweitung der Marke MiXery, die national distribuiert ist, im Ertrag weiter zu wachsen. Mit neuen, trendorientierten Produkten sowie zielgruppenrelevanten Kommunikations- und Sponsoringaktivitäten soll die Marktstellung von MiXery als eine der führenden nationalen Szene- und Trendmarken gefördert und gefestigt werden. Unternehmerische Steuerungssysteme Die Leistungsstärke des Unternehmens wird im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie adjustiertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjustiertes EBITDA = um wesentliche außer- gewöhnliche Aufwendungen und Erträge bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gemessen. Zielsetzung der Karlsberg Brauerei GmbH ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisi- gen, margenstarken Markensegmenten. Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leis- tungsmessung neben diesen Kennzahlen auch der Free Cash Flow der Segmente sowie die Investitionen bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechen- de Gegenmaßnahmen zu ergreifen. I. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell, Ziele und Strategie Die Karlsberg Brauerei GmbH gehört zu den großen deutschen Brau- ereien in Familienbesitz. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Sortiments alkoholischer und alkoholfreier Getränke sind Ba- sis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Dabei stehen die strategischen Marken Karlsberg und MiXery in einem Portfolio an Bieren, Biermischgetränken und alkoholfreien Bieren im Fokus. Darüber hinaus ist ein umfassendes Sortiment von starken Markenpro- dukten internationaler Kooperationspartner vorhanden. Ergänzende Geschäftsfelder für das Markengeschäft sind ein ertragsorientiertes Exportgeschäft sowie in sehr begrenztem Umfang internationale Han- delsmarken. Ziel der Karlsberg Brauerei ist es, sowohl ihr nationales als auch ihr internationales Geschäftsmodell konsequent weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft verfolgt dabei eine Strategie der kontinuierlichen Verbes- serung der Ertragsbasis mit folgenden Schwerpunkten: • Konzentration auf die weitere Entwicklung des Markengeschäfts und damit einhergehende Ertragssteigerungen • Zusätzliche Erträge durch neue Getränkesegmente und internationale Partnermarken • Internationaler Fokus auf Frankreich und den Export außer- halb Europas • In begrenztem Umfang Optimierung der Kapazitätsauslastung durch Handelsmarken- und Co-Packing-Geschäfte • Konsequente Investitionen in Produkt- und Ausstattungsqualität, Effizienzsteigerung, Energiekostenoptimierung sowie in die aktive Vermarktung der strategischen Kernmarken • Kosteneffizienz durch kontinuierliche Prozess- und Organisations- optimierung sowie Hebung von Synergien im Verbund • Stärkung der Unternehmenskultur als mittelständisches, inhaber- geführtes Familienunternehmen Im klassischen Biermarkt konzentriert sich die Karlsberg Brauerei GmbH geografisch auf die Kerngebiete Saarland und Rheinland-Pfalz. Der Fokus liegt dabei auf dem Markengeschäft im Handel sowie dem Gastronomiegeschäft. Die Strategie der Gesellschaft im klassischen Biermarkt ist es, mit einem starken Markenportfolio weitere Marktan- 10
II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Die deutsche Wirtschaft bewegt sich weiter auf einem Wachstums- pfad. Die Konjunktur wird allerdings durch ein schwieriges außenwirt- schaftliches Umfeld sowie zudem durch temporäre Sondereffekte in der Automobilindustrie gedämpft. Die Handelskonflikte, Währungs- turbulenzen von Schwellenländern sowie geopolitische Konflikte belasten die Weltwirtschaft und haben die allgemeine Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung im Laufe des Berichtsjahres zu- nehmend erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben der Bundesregierung 2018 preisbereinigt um 1,5 % (Gesamtjahr 2017: + 2,2 %). Die konjunkturelle Grunddynamik der deutschen Wirtschaft bleibt damit aufwärtsgerichtet, wenngleich gegenüber den Vorjahren abgeschwächt. Die Einkommen sind weiter angestiegen, während sich die Konsum- nachfrage der privaten Haushalte leicht abschwächte. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,0 % (Vorjahr: + 1,8 %) höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,1 % (Vorjahr: + 1,6 %). Das herausfordernde außenwirtschaftliche Umfeld führte dazu, dass sich die Exportumsätze preisbereinigt deutlich schwächer als noch im Vorjahr entwickelten (2018: + 2,4 %, 2017: + 4,6 %). Auch die Importe nahmen mit 3,4 % weniger stark als noch im Vor- jahr (+ 4,8 %) zu. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Erwerbstätigkeit erreichte einen neuen Höchststand und die Arbeits- losigkeit sank im Berichtsjahr unter 2,2 Mio. Personen. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Jahr 2018 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt zwi- schen 1,4 % und 1,5 % sowie nominal zwischen 3,1 % und 3,3 % mehr um als im Jahr 2017. Diese Schätzungen basieren auf den für die Monate Januar bis November 2018 vorliegenden Angaben. Die deutschen Einzelhändler haben aufgrund der Lohn- und Beschäf- tigungszuwächse damit das neunte Jahr hintereinander mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Auch für die Gastronomie und Hotellerie verlief das Jahr aufgrund des guten Wetters und der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmen- bedingungen erfreulich. In den ersten neun Monaten konnten die 11 Unternehmen des deutschen Gastgewerbes nach Angaben des Bun- desverbandes DEHOGA insgesamt ein Umsatzplus von nominal 3,1 % verbuchen (preisbereinigt 1,0 %). Der Umsatzzuwachs in der Gastronomie betrug dabei 3,0 % (preisbe- reinigt 0,8 %) und im Beherbergungsgewerbe 3,7 % (preisbereinigt 1,5 %). Der Biermarkt Die deutsche Brauwirtschaft blickt auf ein ordentliches Jahr 2018 zu- rück, das unter anderem durch einen langen Sommer begünstigt war. Nach Angaben des deutschen Brauerbundes erhöhte sich der Ge- samtabsatz (inkl. Exporte) um 0,5 % auf rund 94,0 Mio. Hektoliter. Im Inland stieg der Bierabsatz um 0,6 %. In der Region Rheinland-Pfalz/ Saarland war jedoch ein Rückgang des steuerpflichtigen Bierabsatzes von 0,5 % zu verzeichnen. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr hat das Exportgeschäft das Jahr 2018 mit 16,3 Mio. Hektoliter nahezu auf Vorjahresniveau abgeschlossen. Die Absätze in Länder außerhalb der EU verzeichneten einen Anstieg von 3,9 %. Die beliebteste Biersorte der Deutschen ist und bleibt Pils mit einem Marktanteil von mehr als 50 %. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Export- und Weizenbiere. Im Aufwärtstrend sind Bierspezialitäten wie Helles, Kellerbiere, Landbiere oder Zwickelbiere. Durch das wachsende Angebot an Hopfen- und Malzsorten wächst auch die Vielfalt deutscher Craftbiere. Auch der Markt für alkoholhaltige Biermischgetränke entwickelte sich im Jahr 2018 laut Marktforschungsinstituten mit einem Umsatzanstieg von 20,6 % sehr positiv. Insbesondere Radlerprodukte waren in den heißen Sommermonaten sehr begehrt. Einen wichtigen Impuls für den Biermarkt setzt weiterhin die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren und Biermischgetränken. Die zunehmend beliebteren alkoholfreien Sorten werden in der Steuerstatistik nicht erfasst. Alkoholfreie Biere und Biermischgetränke haben sich 2018 deutlich besser entwickelt als die steuerpflichtigen Sorten mit Alkohol. Alkoholfreie Biere stehen bei den Konsumenten hoch im Kurs und erreichen in Deutschland mittlerweile einen Anteil von über 6 %, Ten- denz weiter steigend. Die Nachfrage im abgelaufenen Geschäftsjahr
hat selbst optimistische Prognosen übertroffen und sich dank des Sommers außerordentlich gut entwickelt. Der deutsche Brauerbund geht mittelfristig von einer Steigerung des Marktanteils auf 7 bis 10 % aus. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen stiegen die Umsätze der alkoholfreien Biere und alkoholfreien Biermischgetränke 2018 um 16,9 % (Vorjahr: + 4,1 %). Geschäftsverlauf Die Karlsberg Brauerei GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg um 7,8 Mio. € (+ 6,3 %) auf 130,9 Mio. €. Bezogen auf den Gesamtumsatz entfielen 68 % auf das Inland und 32 % auf Auslandsumsätze. Im Markengeschäft konnte die Karlsberg Brauerei deutliche Um- satzzuwächse von insgesamt 13,6 % erzielen. Im Inland betrugen die Markenumsätze 73,2 Mio. € (+ 10,0 %). Trotz Preiserhöhungen konnten die Absätze gesteigert werden. Besonders erfreulich entwickelte sich die Marke MiXery aufgrund neuer Produkte, wie der 2017 eingeführten Ultimate Range und einer weiteren nationalen Distributionsausweitung. Mit einem Umsatzwachstum von 18,9 % konnte die Marke ihre Position als nationaler Marktführer im Markt der Bier- mischgetränke entsprechend behaupten. Die Marke Karlsberg profitierte von einem verjüngten Auftritt und einer Ergänzung des Dachmarkensortiments um ein Kellerbier. Die Marktführerschaft mit Karlsberg UrPils im regionalen Kernabsatzgebiet Saarland und Rheinland-Pfalz konnte so gefestigt werden. Der ungewöhnlich lange Sommer begünstigte zudem die Umsatzent- wicklung des Markengeschäfts im Inland. Im Ausland konnten die Markenumsätze auf 18,3 Mio. € (+ 30,8 %) deutlich zulegen. Die Fokussierung auf eigene Marken im Export trug Früchte und führte zur Gewinnung neuer Kunden. Die Vertriebskooperation mit Partnern im Inland konnte nach sig- nifikanten Umsatzsteigerungen in den Vorjahren weiter ausgebaut werden. Im Zuge erfolgter Produktionsoptimierungen und -verlage- rungen zur französischen Schwestergesellschaft Brasserie Licorne war die Gesamtentwicklung zwar leicht rückläufig, liegt aber mit einem Gesamtumsatz von 8,5 Mio. € auf einem inzwischen bedeutsamen Niveau. Insbesondere entwickelt sich in diesem Segment die Marke Bundaberg mit einer Umsatzsteigerung von über 40 % sehr dynamisch. Das Lohnproduktionsgeschäft / Handelsmarkengeschäft wurde 2018 weiter reduziert, wodurch Kapazitäten für das Markengeschäft im In- und Ausland freigesetzt werden konnten. Insgesamt lag der Umsatz in Höhe von 22,8 Mio. € 9,2 % unter Vorjahresniveau. Die 2017 im Zuge des Mengenabbaus initiierten Kostenmaßnahmen führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu deutlichen Kosteneinspa- rungen. Die Ablaufprozesse und die organisatorischen Strukturen wurden weiter verbessert und an die veränderten Anforderungen angepasst. Im Zuge dieser Veränderungsprozesse wurden auch die Organisationsstrukturen optimiert. So hat die Karlsberg Brauerei in der ersten Jahreshälfte 2018 ein möglichst sozialverträglich gestaltetes Restrukturierungsprogramm implementiert, das in den Folgejahren zu deutlichen Kosteneinsparungen führen wird. Umsatzentwicklung (in Mio. €) a) Umsatz gesamt 159,2 123,1 130,9 b) Umsatz Segmente 73,2 66,0 66,5 2016 2017 2018 2016 2017 2018 62,1 33,9 30,9 23,8 18,3 14,0 7,3 8,7 8,5 Marken Inland Marken Ausland Partner- marken Lohnproduktion und sonstige 12
Produktion und Beschaffung Die Karlsberg Brauerei GmbH verfügt in Homburg/Saar über eine modern ausgestattete Produktionsstätte mit hoher Leistungsfähigkeit. Die Beschaffung der wichtigsten Wirtschaftsgüter für den Geschäftsbe- trieb der Brauerei wie z.B. Rohstoffe, Verpackungen und Gebinde ist überwiegend vertraglich, zum Teil auch längerfristig geregelt. Während bei Malz, Verpackungen und Grundstoffen 2018 leichte Preissteigerun- gen zu verzeichnen waren, war für Hopfen sowie insbesondere Zucker und Süßstoffe eine rückläufige Preisentwicklung festzustellen. Die Einkaufspreise für Dosen bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau. Mit Ausnahme von Erdgas sind die Energiepreise im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut angestiegen. Insbesondere bei Strom und Wasser waren überdurchschnittliche Preiserhöhungen zu verzeichnen. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2018 lag der durchschnittliche Personalstand bei insgesamt 279 Mitarbeiter (Vorjahr: 300 Mitarbeiter). Die Karlsberg Brauerei GmbH hat bereits zu Beginn des Berichtsjah- res ein weitgehend sozialverträglich gestaltetes Restrukturierungspro- gramm implementiert, das in den Folgejahren zu deutlichen Kosten- einsparungen führen wird. Darüber hinaus erfolgte eine Verlagerung weiterer Verwaltungsbe- reiche in die auch in Homburg ansässige Karlsberg Service GmbH. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Karlsberg Brauerei GmbH sind im Geschäftsjahr 2018 erwartungsgemäß gestiegen. Der Anstieg um 7,8 Mio. € (+ 6,3 %) auf 130,9 Mio. € ist im Wesentlichen auf absatz- und preisbedingte Zuwächse im Markengeschäft im In- und Ausland zurückzuführen. Neben der konsequenten ertragsorientierten Weiterentwicklung des margenstarken Markengeschäftes und erfolgreich umgesetzter Preiser- höhungen war das Geschäftsjahr 2018 zudem durch einen langen Sommer positiv beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 2,7 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rück- gang ist insbesondere auf im Vorjahr enthaltene Erträge infolge der Ausgliederung von Teilen der Pensionsrückstellungen sowie Erträge aus dem Verkauf von Markenrechten zurückzuführen. Der zum Umsatz unterproportionale Anstieg des Materialaufwandes ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Absatzstruktur zuguns- ten von Produkten mit deutlich verbesserter Rohertragsmarge sowie am Markt erfolgreich umgesetzte Preiserhöhungen zurückzuführen. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einer deutlichen Verbesserung des Rohertrags (Umsatzerlöse nach Verbrauchssteuern +/- Bestands- veränderung – Materialaufwand) von 70,8 Mio. € auf 77,5 Mio. €. Die Rohertragsquote verbesserte sich im Zeitraum 2016 bis 2018 von 50,1 % auf 59,2 %. Der Personalaufwand ist um 0,6 Mio. € (- 2,6 %) auf 20,8 Mio. € zurückgegangen. Belastend wirkten sich hierbei enthaltene Restruktu- rierungsaufwendungen für Altersteilzeit- und Aufhebungsvereinbarun- gen in Höhe von rund 1,4 Mio. € und die Erhöhung der Tariflöhne aus. Auf der anderen Seite ergaben sich bereits im Berichtsjahr deutliche Einspareffekte infolge des reduzierten Personalstandes sowie reduzier- ter variabler Lohnaufwendungen im gewerblichen Bereich. Die Abschreibungen in Höhe von 10,1 Mio. € liegen im Wesentlichen bedingt durch enthaltene außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung etwa 0,7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Die strategisch forcierte Mengenreduktion hat auch im Geschäftsjahr 2018 weitere Kostenanpassungen ermöglicht. So konnten Aufwendun- gen für Instandhaltung und Fremdpersonal sowie Beförderung und Lagerung nach einem signifikanten Kostenabbau in 2017 um weitere 0,9 Mio. € reduziert werden. Insgesamt lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 41,7 Mio. € um 7,7 Mio. € unter Vorjahresniveau. Die Aufwen- dungen im Vorjahr waren durch enthaltene Dotierungsaufwendungen infolge der Ausgliederung von Teilen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 6,4 Mio. € belastet. Im Berichtsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen durch die Bildung von sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,2 Mio. € angefallen. Das Finanzergebnis in Höhe von - 3,3 Mio. € liegt deutlich unter Vorjahresniveau (- 2,4 Mio. €). Ursächlich für diese Entwicklung sind hauptsächlich die Erträge aus Beteiligungen. Trotz insgesamt höherer Ergebnisse der Tochtergesell- schaften wurde aufgrund erfolgter Ergebnisthesaurierungen weniger 13
an die Muttergesellschaft ausgeschüttet. Darüber hinaus ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere Zinsaufwendungen für Verbind- lichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Einzelwertberichtigungen auf Darlehensforderungen. Der im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete Jahresüberschuss belief sich vor Ergebnisabführung an die Karlsberg Holding GmbH auf 4,0 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (0,8 Mio. €). Neben der signifikant verbesserten Umsatz- und Rohertragssituation waren reduzierte Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen dafür ausschlaggebend. Einmalig belastend wirkten hingegen noch enthaltene Restrukturierungsaufwendungen, die ins- besondere in den Folgejahren zu positiven Effekten führen werden. Die operativen Ergebniskennzahlen adjustiertes EBITDA und EBIT (2018 bereinigt um enthaltene außergewöhnliche Restrukturierungs- aufwendungen) lagen bei 19,6 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) respektive 9,5 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Damit ergibt sich gegenüber Vorjahr eine signifikante Verbesserung der operativen Ertragskraft. Vergleich mit der Prognose des Vorjahres Der Umsatz der Karlsberg Brauerei in Höhe von 130,9 Mio. € konnte um rund 6,3 % deutlich gesteigert werden. Damit konnte die Prog- nose eines Anstiegs der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich erfüllt werden. Infolge der signifikant verbesserten operativen Performance mit deutli- chen Steigerungen von Umsatz und Rohertrag sowie bereits spürbarer Kosteneinspareffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 konnte die Prognose von einer Steigerung der operativen Kennzahlen adjustiertes EBITDA (19,6 Mio. €) und EBIT (9,5 Mio. €) im unteren zweistelligen Prozentbereich bei EBITDA erreicht und bei EBIT übertroffen werden. Die wesentlichen Ergebniskennzahlen (in Mio. €) 19,6 16,8 14,8 2016 2017 2018* 9,5 8,1 5,4 4,8 4,0 0,8 EBITDA EBIT Jahresüberschuss Jahresüberschuss vor EAV *Adjustiertes EBITDA und EBIT für GJ 2018 bereinigt um enthaltene außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € EBITDA-, EBIT-Marge (in % zum Umsatz) 15,0 12,0 10,6 7,3 5,1 4,4 2016 2017 2018* EBITDA-Marge EBIT-Marge *Adjustiertes EBITDA und EBIT für GJ 2018 bereinigt um enthaltene außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € Finanzlage Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte im We- sentlichen bedingt durch die deutlich verbesserte operative Geschäfts- entwicklung im Berichtsjahr um 12,1 Mio. € auf 17,6 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr: 5,6 Mio. €). Unter Berücksichtigung der vorwiegend im Bereich des Sachanla- gevermögens getätigten Investitionen betrug der Cash Flow aus 14
Investitionstätigkeit - 5,3 Mio. €, was einem um 1,9 Mio. € redu- zierten Wert gegenüber Vorjahr (- 7,2 Mio. €) entspricht. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 13,6 Mio. € (Vorjahr: - 6,1 Mio. €) war maßgeblich beeinflusst durch die deutlich erhöhte Ergebnisabführung an die Karlsberg Holding sowie durch die planmäßig höhere Tilgung von Krediten. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft reduzierte sich im Berichts- jahr um insgesamt 1,3 Mio. € auf - 7,8 Mio. €. Zum 31. Dezember 2018 standen der Gesellschaft nach Abschluss eines neuen Kredit- vertrages insgesamt ein Finanzierungsrahmen in Höhe von rund 20 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €) zur Verfügung. Zum Stichtag bestand eine Inanspruchnahme in Höhe von 9,5 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien war die Gesellschaft jeder- zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Einzelheiten können aus der als Anlage zum Lagebericht hinterlegten Kapitalflussrechnung entnommen werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Karlsberg Brauerei GmbH zum 31. Dezember 2018 betrug 150,7 Mio. € und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (148,8 Mio. €). Das Anlagevermögen lag unter Berücksichtigung planmäßiger In- vestitionen und Abschreibungen sowie erfolgter außerplanmäßiger Abschreibungen mit 97,3 Mio. € geringfügig (+ 0,2 Mio. €) über dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2018 für Sachanlagen und Aus- leihungen an Gastronomiekunden betrugen 8,1 Mio. € und lagen nach den hohen technischen Investitionen der letzten Jahre unter dem Niveau des Vorjahres (10,3 Mio. €). Ein Investitionsschwerpunkt lag auf Kisten und Flaschen, einhergehend mit einer verbesserten Platzierung am Point of Sale, mit klarem Fokus auf unsere Marken. Darüber hinaus wurden verschiedene technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Durch einen erhöhten Automationsgrad und die Verbesserung der Arbeitsabläufe in der gesamten Supply Chain können so die Prozess- kosten und der Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionsbedarf in den nächsten Jahren optimiert werden. Zusätzlich zu den dargestellten Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtszeitraum als Finanzanlagen Stammaktien der Mineralbrun- nen-Überkingen Teinach GmbH & Co. KGaA im Wert von 2,5 Mio. € erworben sowie ein langfristiges Darlehen in Höhe von 4,8 Mio. € an ein Tochterunternehmen gewährt. Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtszeitraum um 1,6 Mio. € auf 53,1 Mio. € erhöht, im Wesentlichen bedingt durch um rund 2,4 Mio. € erhöhte sonstige Vermögensgegenstände. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 1,6 Mio. € und lagen damit 0,2 Mio. € über dem Wert zum Bilanzstichtag 31.12.2017. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber Vorjahr deutlich angestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen um 5,1 Mio. € auf 30,6 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich insbesondere aufgrund des weiterhin stark rückläufigen Abzinsungssatzes um rund 1,4 Mio. € erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind aufgrund gebildeter Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie erhöhter Kundenvergütungen und Instandhaltungsmaßnahmen um rund 3,7 Mio. € gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch die Tilgung langfristiger sonstiger Verbindlichkeiten gegenüber Vorjahr um 3,2 Mio. € auf 77,5 Mio. € reduziert. Angaben zur Fälligkeitsstruktur sowie zu Besicherungen können dem Anhang entnommen werden. Die Eigenkapitalquote ging infolge der leicht erhöhten Bilanzsumme von 28,6 % im Vorjahr auf nun 28,3 % zurück. Bedingt durch die Ab- führung des Jahresüberschusses in voller Höhe an die Gesellschafterin betrug das Eigenkapital unverändert 42,6 Mio. €. III. Risikobericht Das eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und be- trieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen. Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagement- systemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Re- porting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch 15
technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt. Die folgenden Risikogebiete werden als besonders relevant für die Karlsberg Brauerei GmbH erachtet: Gesamtwirtschaftliche Risiken Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch die Karlsberg Brauerei GmbH von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Unternehmensentwicklung aus. Geopolitische Risiken Risiken mit potenzieller Auswirkung auf das Wachstum und den Absatz von Produkten der Karlsberg Brauerei GmbH in internationalen Märk- ten können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsum- klima in unseren Exportmärkten ergeben. So können beispielsweise durch ordnungspolitische Eingriffe wie einer zusätzlichen Besteuerung von Importbieren erhöhte Handelsbarrieren entstehen. Planungsunsicherheit besteht nach wie vor auch hinsichtlich der Aus- wirkungen des Brexits, wenngleich die Folgen aufgrund der nicht bedeutsamen wirtschaftlichen Beziehungen der Karlsberg Brauerei zu Unternehmen im Vereinigten Königreich als untergeordnet bezeichnet werden können. Branchenrisiken Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels oft selbst gesetzter Kriterien, die weder wissenschaftlich noch rechtlich un- termauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie aus- wirken kann. Dies betrifft in der Bierbranche die natürlichen Inhaltsstoffe sowie die Zusatzstoffe in Biermischgetränken (z.B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und hier- durch Absatzrückgänge entstehen. Darüber hinaus bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpoli- tischen Aspekten thematisiert werden können. Weitere Risiken bergen die Regelungen zur Verpackungsverordnung. Des Weiteren ergeben sich Risiken infolge der öffentlichen Diskussion über missbräuchlichen Konsum von Alkohol. Auf nationaler und euro- päischer sowie internationaler Ebene werden Forderungen nach der Reduktion des Alkoholkonsums erhoben, z.B. durch Einschränkungen der Verfügbarkeit, Werbeverbote, Warnhinweise und Preiserhöhungen. Die Karlsberg Brauerei ist sich hierbei ihrer Verantwortung sehr bewusst und unterstützt einen verantwortungsvollen und genussvollen Konsum von alkoholhaltigen Getränken und positioniert sich klar gegen den Missbrauch der Produkte. Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespit- zen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne im- plementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Ein sich verschlechterndes Konsumklima kann so zu sinkender Nachfrage und erhöhtem Preiswettbewerb führen. Der vornehmlich demografisch bedingte Rückgang der Biernachfrage wird zusätzlich durch ein verändertes Verbraucherverhalten beeinflusst. Unter anderem drückt sich dies in einer rückläufigen Entwicklung in der Gastronomie aus. Auch Discounter positionieren sich neu. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegsseg- ment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Die Karlsberg Brauerei begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. So ist bei den Konsumenten eine Rückbesinnung auf regionale Produkte zu beobachten. Unser strategischer Ansatz mit Ge- tränkespezialitäten und Produktinnovationen, hoher regionaler Präsenz sowie starken und authentischen Marken mit höchster Produktqualität kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. 17
Dem Risiko eines im klassischen Biersegment weiter stagnierenden Inlandsmarktes begegnet die Gesellschaft mit einem breit diversifi- zierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten wie bspw. der Kooperation mit internationalen Partnermarken, ergänzt durch ein ertragsstarkes internationales Geschäft. Einer möglichen Veränderung des Konsumverhaltens wird durch eine kontinuierliche Weiterentwick- lung des Produktportfolios Rechnung getragen. Marktpreisrisiken Die Karlsberg Brauerei ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preisstei- gerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfris- tige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Malzpreise ernstzunehmende Risiken dar. Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preis- schwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Lie- fervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u.a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Produkt-, Beschaffungs- und technische Risiken Die im Produktionsprozess eingesetzten Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe bedürfen sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines seit Jahrzehnten weiter- entwickelten Qualitätsmanagements werden die Rahmenbedingun- gen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Karlsberg Brauerei komple- xe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zu- ständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Produktionschargenrückverfolgung und die Qualitätssicherung sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Aus- fall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moder- ne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetz- ten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. In Bezug auf die Produkt- und Produktionsrisiken wird das in der Qualitätssicherung geführte HACCP-System (Hazard Analysis and Cri- tical Control Points) kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus ist die Karlsberg Brauerei gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und wird in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstel- lungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, War- tung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Ver- brauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kom- men könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizier- bar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt. Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaf- ten einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Ri- siken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst. 18
GESCHMACK NEXT LEVEL MIXERY ULTIMATE MIT 6% VOL.
Im Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen ak- tualisiert. Damit stellt der Konzern sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird, keine Leer- gutengpässe entstehen und die Lieferfähigkeit gesichert bleibt. Umweltschutzrisiken Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutz- risiken vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutz- relevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Karlsberg Brauerei erlangen Energierückgewinnungsprojekte eine immer größere Bedeu- tung. So konnten durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeinspar- und Effizienzinvestitionen wie beispielsweise das im Geschäftsjahr 2016 errichtete Blockheizkraftwerk die Emissionswerte und Energiekosten deutlich reduziert werden. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren. IT-Risiken Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kom- munikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäfts- prozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit. Generell können folgende Risiken bestehen: • Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen • Verlust oder Manipulation von Daten • Cyberkriminalität • Compliance-Verletzungen • Offenlegung vertraulicher Informationen Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, diese IT-Risiken zu mi- nimieren. Die in der Karlsberg Service organisierte zentrale IT-Or- ganisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risi- kominimierung. Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung mini- miert und der Systembetrieb könnte im Notfall innerhalb kurzer Zeit wiederaufgenommen werden, sodass wir dieses Risiko insgesamt als gering einschätzen. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Pro- zesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt. Im Schadensfall sind die größten Risiken durch Versicherungen ab- gesichert. Rechtliche Risiken Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Karlsberg Brauerei GmbH rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Ausein- andersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Pro- dukthaftungsrecht. Zunehmend wird das Unternehmen auch mit dem Lebensmittelrecht konfrontiert. Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovor- sorge gebildet. Die Unternehmensgruppe erwartet, dass die beste- henden Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden. 21
5,2% vol Alkohol 11,6 % Stammwürze 23IBU hopfung Das besondere: Wer es naturtrüb und kräftig mag, findet in unserem Kellerbier hefige Noten und herben Geschmack perfekt vereint. Unfiltriert ist unser Kellerbier bemerkenswert aromatisch und die wertvollen Zutaten kommen voll zur Geltung. passt gut: Rahmschnitzel, Mac‘n‘Cheese Das sagt Der Brauer: „Ungefiltert, direkt aus dem Bierkeller - authentischer kann Bier nicht schmecken.“
Tarifrisiken Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es ange- sichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Daraus können höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen. Forderungsrisiken Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Ver- hältnisse von Kreditnehmern und Kunden des Unternehmens begrün- det. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ein stringentes Debito- renmanagement entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungs- system sowie eine eintrittsbasierte und automatisierte Forderungs- bewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwa- chungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Ge- genmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen. Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, dass das Unterneh- men gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel ver- fügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen oder dass nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditäts-Managements ist es, den pro- gnostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch permanente Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanz- planung identifiziert. Um unsere jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie unsere finanzielle Flexibilität sicherzustellen, steuern wir den kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsvorausschau. Mit der in 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form der Unternehmensanleihe über insgesamt 40 Mio. € sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Auch die derzeit bestehende Betriebsmittellinie in Höhe von 20 Mio. € berücksichtigt Covenants. Das Einhalten der Kennzah- len wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen und im laufenden Jahr werden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Risiken aus Pensionsverpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsma- thematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathemati- sche Bewertung umfasst u.a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. So ergeben sich aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes im Bereich der Pensionsrückstellungen signifi- kante Zinsbelastungen. Zur Risikominimierung erfolgte in 2015 eine Teilausgliederung von Pensionsrückstellungen in pauschal dotierte Unterstützungskassen. Gesamtbeurteilung Die Geschäftsführung der Karlsberg Brauerei GmbH überprüft regel- mäßig die Risikosituation des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2018 nicht wesentlich verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich die Karlsberg Brauerei GmbH im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwick- lungsbeeinträchtigende Risiken traten 2018 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf. 24
IV. Chancen- und Prognosebericht Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung der Karlsberg Brauerei GmbH und des unternehmeri- schen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Karlsberg Brauerei ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden. Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für die Karlsberg Brauerei bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkun- gen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislichen Faktor für die Geträn- keindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen. Chancenbericht Für die Karlsberg Brauerei GmbH bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Unternehmenserfolg sichern. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen des Unternehmens dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen. Chancen durch unsere Markenkompetenz Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm und schnelle Entschei- dungswege versetzen das Unternehmen in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Unsere Marken sind bei den Konsu- menten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken im Biermix-Segment sowie unsere internationalen Spezialitäten unter- liegen dabei einer klaren Markenführung, um sich im Verdrängungs- wettbewerb maßgeblich durchzusetzen. Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im regionalen Biermarkt, überregionalen und nationalen Biermix- und alkoholfreien Bereich ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für die Karlsberg Brauerei. Gute Chancen sehen wir insbesondere mit unseren Marken „Karlsberg“ und „MiXery“, die in ihren Märkten fest verankert sind und ein attrak- tives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten sind. Die jeweiligen Marktpositionen konnten im Ge- schäftsjahr 2018 weiter ausgebaut werden. Insbesondere werden wir auch zukünftig Produktinnovationen im Markt positionieren, um hierdurch weiteres Wachstum zu generieren. Wichtig ist uns dabei eine lokale, regionale – im Biermix-Segment nationale – und konsumentengerechte Positionierung unserer Marken in einem wertigen Umfeld. Darüber hinaus sehen wir in einer konsequenten Weiterentwicklung von Marken in selektiv ausgewählten internationalen Schwerpunktre- gionen gute Wachstumschancen. Chancen durch unser Partnermarkengeschäft In Ergänzung unseres margenstarken Markenportfolios wurden für den inländischen Markt in den letzten Jahren Vertriebskooperatio- nen mit internationalen Partnern geschlossen. Die Karlsberg Brauerei übernimmt hierbei den nationalen Vertrieb internationaler Bierspezia- litäten und innovativer alkoholfreier Produkte. Ziel ist es, mit diesen überregional bekannten Partnermarken in das Trendsegment der in- ternationalen Biere in Deutschland vorzustoßen und Marktanteile zu erschließen, verbunden mit Synergieeffekten für unser bestehendes Markenportfolio. Chancen durch unser Exportgeschäft Während unser Fokus in den weitestgehend gesättigten inländischen Märkten primär auf den kontinuierlichen Ausbau unserer Marktanteile liegt, stehen in selektiv ausgewählten Exportmärkten der Aufbau von Marktpositionen und die sukzessive Steigerung der Bekanntheit un- serer Exportmarken im Vordergrund. 25
Chancen durch Diversifikation und Synergien im Karlsberg Verbund Aufgrund eines sehr breit diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können evtl. auftretende Einzelrisiken nicht nur weitestgehend kompensiert werden, sondern sich auch größere Chancen hieraus ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwi- schen der Karlsberg Brauerei GmbH und anderen Unternehmen des Karlsberg-Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Ad- ministration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine inten- sivere Marktbearbeitung, d.h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen Personal, Einkauf, IT, Rechts- und Vertragswesen sowie Finanzen auf die gebündelte Be- arbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt. Chancen durch Digitalisierung Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung in den kommenden Jahren neue Möglichkeiten und somit ein enormes Potenzial für das Unternehmen bieten. Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten On- line-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chan- cen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren. Auch in Marketing und Vertrieb werden sich unter Einsatz neuer IT-Anwendungen neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Informa- tion, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang sollen die Internetpräsenz weiterentwickelt und die Social-Media-Aktivitäten forciert werden. Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung auf- grund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen signifikante Effizi- enzsteigerungen erwartet. So wird im Karlsberg Verbund im laufenden Geschäftsjahr eine Harmonisierung derzeit noch unterschiedlicher ERP-Releases umgesetzt. Nach Projektabschluss wird in den kommen- den Jahren die bestmögliche Ausnutzung des Optimierungspotenzials in der konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repe- titiven Prozessen in allen Funktionsbereichen angestrebt. Ausbau des Chancenmanagements Auf allen Ebenen des Unternehmens werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Trends und Entwicklungen werden in den jeweiligen Produktfeldern beobachtet und operative Chancen identifiziert. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strate- gie passt. Dafür wurde eine Organisationsstruktur etabliert, die sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahr- zunehmen, in denen sie tätig sind. Die derzeitige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen bzw. nationalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Markt- verantwortung und die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit der Konzernleitung steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends iden- tifiziert und erschließt. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft hat nach zwei sehr guten Jahren mit ei- nem Wirtschaftswachstum von jeweils 2,2 % im vergangenen Jahr an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2018 nur 26
Aufgrund dieser Unternehmensstrategie sieht sich die Karlsberg Brau- erei GmbH für die Zukunft gut aufgestellt. Für das Gesamtjahr 2019 wird unter Berücksichtigung der positiven Witterungseinflüsse in den Sommermonaten 2018 ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse im niedrig einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Geschäftsführung geht für das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass bei deutlich erhöh- ten Aufwendungen für Marketing und Vertrieb die operative Kennzahl adjustiertes EBITDA zwischen 15,5 und 18,5 Mio. € liegen wird. Homburg/Saar, 20. Februar 2019 Die Geschäftsführung Markus Meyer noch um 1,5 % zu. Die Bundesregierung hat die Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert und rechnet für 2019 nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 %. In ihrer Herbstprognose war die Bundesregierung noch von einem Plus von 1,8 % ausgegangen. Gründe für die kräftige Abwärtsrevision sind unter anderem eine schwächer laufende Weltwirtschaft und Unsicherheiten rund um den EU-Austritt Großbritanniens. Auch eine drohende Eskalation geopoliti- scher Konflikte sowie eine Verstärkung protektionistischer Tendenzen dürften die deutsche Exportwirtschaft belasten. Trotz grundsätzlich positiver Rahmenbedingungen steht die deutsche Getränkeindustrie auch vor einigen Herausforderungen. Die zuneh- mende Biervielfalt und die stetig steigende Anzahl an Brauereien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Braubranche auch weiterhin unter Ertragsdruck stehen wird. Die größten Herausforderungen bleiben aus Sicht des Deutschen Brauer-Bunds der demografische Wandel, steigende Kosten, der weiterhin hohe Wettbewerbsdruck und der harte Preiskampf im Handel. Weiter wachsen wird der Getränkekonsum im Segment alkoholfreier Biere und alkoholfreier Biermischgetränke sowie Bierspezialitäten. Ebenfalls positiv entwickeln werden sich innovative Produkte mit neuen Geschmacksrichtungen und Verpackungen. Ziel der Karlsberg Brauerei GmbH ist es, sowohl ihr nationales als auch ihr internationales Markengeschäft konsequent weiterzuentwi- ckeln. Das Unternehmen wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung der positiven Ertrags- entwicklung im Markengeschäft aus. Durch fokussierte Markenkommu- nikation und eine nationale Vertriebsorganisation im Karlsberg Verbund wird die Distribution unserer Marken und die Präsenz am Point of Sale weiter kontinuierlich verbessert, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden. Kostenseitig werden im laufenden Jahr und in den Folgejahren deutli- che Kosteneinsparungen durch die in 2018 umgesetzten Maßnahmen erwartet. 27
JAHRESABSCHLUSS Bilanz zum 31. Dezember 2018 Gewinn- und Verlustrechnung 2018 Kapitalﬂussrechnung 2018
Bilanz zum 31. Dezember 2018 Aktiva EUR EUR 31.12.2017 TEUR A. I. II. 1. 2. 3. 4. III. 1. 2. 3. 4. B. I. 1. 2. 3. II. 1. 2. 3. III. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.163.571,00 14.206 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Umlaufvermögen Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen Fertige Erzeugnisse und Waren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 30 10.007.248,45 18.568.623,00 11.102.392,00 639.175,41 36.855.948,99 3.915.944,53 30.600,00 3.970.010,20 4.905.781,10 986.285,85 4.877.903,14 14.734.039,33 14.957.760,56 11.013.270,26 40.317.438,86 44.772.503,72 97.253.513,58 10.817 17.040 10.149 3.159 41.165 34.405 584 925 5.732 41.646 97.017 5.221 894 4.705 10.769.970,09 10.820 14.295 16.351 8.578 39.224 1.415 40.705.070,15 1.628.357,70 53.103.397,94 51.459 324.399,40 304 150.681.310,92 148.780
Passiva A. I. II. III. B. 1. 2. 3. C. 1. 2. 3. 4. 5. 6. EUR EUR 31.12.2017 TEUR Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern EUR 224.285,69 (Vj. TEUR 853) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 25.864,59 (Vj. TEUR 28) 13.007.958,00 7.900,00 17.544.391,45 40.000.000,00 13.230.040,54 6.851.867,39 3.778.912,74 0,00 13.662.398,80 12.782.500,00 29.770.500,00 44.842,00 42.597.842,00 30.560.249,45 12.783 29.770 45 42.598 11.592 8 13.826 25.426 40.000 12.850 7.097 3.918 1 16.890 77.523.219,47 80.756 150.681.310,92 148.780 31
19 % +11,5 % +8,3 % MARKTANTEIL WACHSTUM MIXERY (NASTROV FLAVOUR) ICED BLUE DOSE WACHSTUM MIXERY COLA DOSE Nielsen LEH+GAM+TS 2018 vs. 2017 Biermix ohne Radler
Gewinn- und Verlustrechnung für 2018 EUR EUR 1. Umsatzerlöse . /. Verbrauchsteuern 2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Sonstige betriebliche Erträge davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 183,08 (Vj. T€ 1) 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung EUR 1.237.729,79 (Vj. T€ 1.563) 137.037.336,64 -6.129.525,13 130.907.811,51 525.954,60 57.400,00 2.718.693,07 50.533.575,49 3.446.011,28 16.650.004,14 4.173.146,41 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.127.684,79 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.459,24 (Vj. T€ 2) davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 149.576,00 (Vj. T€ 315) 41.690.316,84 9. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen EUR 264.103,35 (Vj. T€ 1.381) 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen EUR 135.576,77 (Vj. T€ 32) 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.483.907,12 (Vj. T€ 1.037) 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen EUR 172.814,47 (Vj. T€ 252) davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 1.516.557,00 (Vj. T€ 1.498) 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 350.643,35 259.076,68 1.860.307,92 406.660,70 5.333.033,39 0,00 15. Ergebnis nach Steuern 16. Sonstige Steuern 17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 18. Jahresüberschuss 34 2017 TEUR 130.619 -7.508 123.111 -1.456 0 13.004 134.209.859,18 134.659 47.530 3.328 16.756 4.619 9.463 49.392 126.620.738,95 131.088 1.478 209 1.299 185 5.214 8 -2.421 1.150 385 765 765 0 -3.269.666,14 4.319.454,09 305.422,38 4.014.031,71 4.014.031,71 0,00
Kapitalﬂussrechnung 2018 1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (vor Ergebnisabführung) 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 4. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7. Cashﬂow aus laufender Geschäftstätigkeit 8. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 10. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 12. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 13. Cashﬂow aus der Investitionstätigkeit 14. Gewinnabführung an Gesellschafter 15. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 16. Cashﬂow aus der Finanzierungstätigkeit 17. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 18. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19. Finanzmittelfonds am Ende der Periode Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand, die Guthaben (2018: T€ 1.628, VJ: T€ 1.415) sowie die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten (2018: T€ 9.471, VJ: T€ 7.989). Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zahlungsströme enthalten: Gezahlte Zinsen Gezahlte Ertragsteuern 2018 TEUR 4.014 10.534 5.134 -653 -1.006 -374 17.649 763 -7.323 -25 4.583 -3.316 -5.318 -4.014 -9.585 -13.599 -1.268 -6.574 -7.842 2018 TEUR 3.906 0 2017 TEUR 765 9.648 3.455 -17 -7.452 -808 5.591 58 -8.984 -7 2.992 -1.298 -7.239 -765 -5.352 -6.049 -7.697 1.123 -6.574 2017 TEUR 3.787 0 35
I. Angaben zum Jahresabschluss A. Allgemeines Die Gesellschaft ist unter der Firma Karlsberg Brauerei GmbH mit Sitz in Homburg im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 17866 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde auf der Grundla- ge der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handels- gesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenver- fahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsme- thoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungs- nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungs- dauer der Vermögensgegenstände (3 bis 15 Jahre) nach der linearen Methode vorgenommen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und Fremdkapitalzinsen, soweit sie auf die Zeitdauer der Herstellung entfallen, einbezogen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. 38 Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen 250 € und 1.000 € wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, Ausleihungen werden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Wertminderungen wird durch angemessene Wertberichti- gungen Rechnung getragen. Der Wertansatz von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wird unter Verwendung gängiger Bewertungsmethoden jährlich überprüft. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnitt- lichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanz- stichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzel- kalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenba- ren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibun- gen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Markt- preisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurch- schnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Ab- wertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in ange- messener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vor- räte frei von Rechten Dritter. Die Gesellschaft unterliegt seit dem 1. Januar 2005 dem europäischen Emissionshandelssystem. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Emissionszertifikate erworben, die zum Anschaffungswert unter der Position „Fertige Erzeugnisse und Waren“ ausgewiesen sind. Forderungen und sonstige Aktiva Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forde- rungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertbe- richtigungen gebildet. Der Bestand an liquiden Mitteln und die sonstigen Aktiva werden mit Nominalwerten bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen werden, mit Ausnahme der Pensionsrückstel- lungen aufgrund deren ratierlichen Zuführung gem. Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der im März 2016 verabschiedeten Gesetzesänderung der Neuregelung zum HGB-Rechnungszins für Altersversorgungsver- pflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögens- gegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Altersteilzeitrückstellun- gen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurde für die Ermittlung des beizule- genden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwert verwendet. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Latente Steuern Latente Steuern sind für die Karlsberg Brauerei GmbH aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der Karlsberg Holding GmbH nicht zu bilden. Währungsumrechnung Sämtliche Geschäftsvorfälle in ausländischer Währung wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wur- den grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstich- tag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Summe der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zu- gänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anla- gespiegel. Ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen. Die wesentlichen Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens ent- fallen auf Investitionen für neue Flaschen und Kisten. Darüber hinaus 39
wurden verschiedene technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekosten- reduzierung vorgenommen. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen in ein langfristiges Darlehen umgewandelt sowie Stammaktien der Mineralbrunnen-Überkingen Teinach GmbH & Co. KGaA aus dem Bestand der Karlsberg Holding GmbH erworben. Im Berichtsjahr wurde die 50% Beteiligung an der Saarfürst GbR ver- äußert. Bei einem Kaufpreis von T€ 1.100 ergab sich ein Buchgewinn von T€ 205. Die Bilanzierung von 907.081 Stammaktien der Mineralbrunnen Über- kingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erfolgte in Ausübung des Bewer- tungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB zum Anschaffungskurs von € 17,18. Der Börsenkurs lag zum Bilanzstichtag bei € 16,60. Somit erfolgt der Ausweis mit einem um T€ 523 über dem beizulegenden Wert von T€ 15.057 liegenden Buchwert von T€ 15.580. Vor dem Hintergrund der derzeitigen sehr positiven Ergebnissituation sowie der erwarteten positiven zukünftigen Entwicklung der Mineralbrun- nen-Gruppe ist eine dauerhafte Wertminderung nicht anzunehmen. 40
5.0% vol Alkohol 11.4 % stammwürze 17IBU hopfung Das besondere: Passt gut: Auffallend vollmundiger Geschmack. Cheeseburger, Biergarten, Sonne. Kurzum – süffig & unkompliziert. Preisgekrönt als bestes Helles aus Deutschland (World Beer Award 2017). Das sagt Der Brauer: „Wir hätten es auch Geiles nennen können.“ Thomas Kaiser & STEFFEN HANUSCH BRAUer BEI KARLSBERG 41
MEININGER‘S INTERNATIONAL CRAFT BEER AWARD 2018 IN DER KATEGORIE GERMAN STYLE PALE IN DER KATEGORIE CLASSIC PILSENER 2 STERNE- BERMERKENSWERT DRITTBESTES PILS UNTER WELTWEITEN EINSENDUNGEN! DAS BESTE HELLE AUS DEUTSCHLAND! 2 STERNE- BERMERKENSWERT 42
MEININGER‘S INTERNATIONAL CRAFT BEER AWARD 2018 IN DER KATEGORIE DORTMUNDER DAS BESTE BOCKBIER AUS DEUTSCHLAND! SONDERAUSZEICHNUNG BESTES BOCKBIER IM WETTBEWERB IN DER KATEGORIE KELLERBIER 2 STERNE- BERMERKENSWERT 43
Anlagespiegel Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018 EUR EUR EUR EUR EUR 19.557.130,76 24.721,88 331.215,84 0,00 19.250.636,80 50.180.826,54 22.001,21 0,00 169.068,50 50.371.896,25 97.756.586,22 60.119.121,35 1.973.400,87 4.889.549,80 3.828.642,24 4.428.861,69 2.350.674,10 98.252.018,95 437.529,82 61.017.339,28 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.158.729,37 437.718,46 0,00 -2.957.272,42 639.175,41 211.215.263,48 7.322.670,34 8.257.503,93 0,00 210.280.429,89 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.405.273,99 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3. Beteiligungen 4. Sonstige Ausleihungen 583.817,16 2.305.848,62 6.641.761,17 2.450.675,00 4.894.182,45 0,00 0,00 1.562.055,08 894.760,79 771.634,91 2.363.167,31 0,00 0,00 0,00 0,00 36.855.948,99 3.915.944,53 1.411.087,83 5.050.228,77 43.936.700,94 8.116.492,36 4.819.983,18 0,00 47.233.210,12 274.709.095,18 15.463.884,58 13.408.702,95 0,00 276.764.276,81 44
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte 01.01.2018 Zugänge EUR EUR Abgänge EUR Zuschreibung Umbuchungen 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017 EUR EUR EUR EUR EUR 5.350.715,76 2.067.565,88 331.215,84 0,00 0,00 7.087.065,80 12.163.571,00 14.206.415,00 39.363.847,09 1.000.800,71 0,00 80.716.718,22 2.718.492,97 3.751.815,24 49.969.820,35 4.340.825,23 4.395.698,30 0,00 0,00 0,00 170.050.385,66 8.060.118,91 8.147.513,54 0,00 0,00 1.380.487,83 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 910.222,57 406.660,70 236.664,70 2.290.710,40 406.660,70 236.664,70 177.691.811,82 10.534.345,49 8.715.394,08 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 40.364.647,80 10.007.248,45 10.816.979,45 0,00 0,00 0,00 79.683.395,95 49.914.947,28 18.568.623,00 17.039.868,00 11.102.392,00 10.149.301,00 0,00 639.175,41 3.158.729,37 0,00 169.962.991,03 40.317.438,86 41.164.877,82 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.380.487,83 1.080.218,57 36.855.948,99 34.405.273,99 3.915.944,53 30.600,00 583.817,16 925.360,79 3.970.010,20 5.731.538,60 0,00 2.460.706,40 44.772.503,72 41.645.990,54 0,00 179.510.763,23 97.253.513,58 97.017.283,36 45
Josef Haas & Max giesen BRAUer BEI KARLSBERG
4,8 % vol Alkohol 11,5 % Stammwürze 35 IBU hopfung Das besondere: Unser Magnumhopfen sorgt für die Balance aus kräftiger Herbe und angenehmer Fri- sche. Das weiche Brauwasser in Homburg ist besonders gut geeignet für Biere nach Pilsener Brauart. Passt gut: Lyoner mit scharfem Senf, schön scharfe Currywurst, Fußball schauen. Das sagt Der Brauer: „Macht sofort Lust auf ein Zweites.“
Anteilsbesitz Gesellschaft Karlsberg Logistik Service GmbH, Homburg/Saar Vendis Gastro GmbH & Co. KG, Homburg/Saar beGuest GmbH, Tholey Karlsbräu CHR S.A.S., Saverne/Frankreich Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2018 Ergebnis Beteiligungsverhältnis Geschäftsjahr 2018 u (unmittelbar) % 100,00 100,00 51,72 100,00 11,19 TEUR 253 6.233 31 5.018 59.262 TEUR EAV -198 9 656 7.176 m (mittelbar) u1) u m u u und m2) 1) EAV: Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Karlsberg Brauerei GmbH. 2) Eigenkapital und Ergebnis Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA per 31.12.2017 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Rückstellungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.025 (Vorjahr: T€ 1.420) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 14.958 (Vorjahr: T€ 16.351) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 2.805 (Vorjahr: T€ 9.658), im Übrigen aus konzerninternen Finanzierungen sowie Ergebnis- und Steuerab- rechnungen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 11.013 (Vorjahr: T€ 5.774). Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten ist ein Disagio in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 4). Gewinnrücklagen Der Ansatz betrifft die Bewertungsänderung aufgrund des Bilanz- rechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 1. Januar 2010. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungs- mathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected-Unit-Credit-Me- thode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %), eines Lohn- und Gehaltstrends von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %), einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %), einer Fluktuation von 3,50 % (Vorjahr: 3,50 %) und unter Anwendung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Sie wurden unter Berücksichtigung der im März 2016 verabschiede- ten Gesetzesänderung der Neuregelung zum HGB-Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins- satz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst. Im Vergleich mit einer Durchschnittsverzinsung von 7 Jahren wurde ein Unterschiedsbe- trag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 2.291 (Vorjahr: T€ 2.027) ermittelt, der einer Ausschüttungs- nicht aber einer Abführungssperre unterliegt. Der Bilanzansatz entspricht dem versicherungsmathemati- schen Gutachten der Mercer Deutschland GmbH. Der aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ermittelte Unterschiedsbetrag (Unterdeckung) wird seit dem Geschäftsjahr 2010 bis zum 31. Dezember 2024 gleichmäßig zu min- destens einem Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der 48
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände Verrechnete Aufwendungen Verrechnete Erträge TEUR 1.071 398 398 32 3 Unterschiedsbetrag zum Bilanzstichtag beträgt zum 31.12.2018 T€ 897 (Vorjahr: T€ 980). Aufgrund der Einführung des BilRUG in 2016 wurde der Zuführungs- betrag des Berichtsjahres 2018 in Höhe von T€ 150 gesondert als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als „Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB“ erfasst. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB werden Rückstellungen für mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Versorgungsempfän- ger der Karlsberg Brauerei, für die eine Subsidiärhaftung besteht, im Versorgungswerk Karlsberg Brauerei e.V., Homburg, nicht in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der nicht bilanzierten mittelbaren Versorgungs- verpflichtungen beträgt unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 4,50 %, der dem Durchschnittzins des Deckungsvermögens des Versorgungswerkes entspricht, T€ 4.231 (Vorjahr: T€ 4.160). Unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %) ergibt sich ein Betrag von T€ 7.019 (Vorjahr: T€ 6.034). Darüber hinaus bestehen mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse der Löwenbrauerei Trier J. Mendgen GmbH, Homburg/Saar, in Höhe von T€ 195 (Vorjahr: T€ 193). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Pfand in Höhe von T€ 6.138, Personalkosten in Höhe von T€ 2.348 sowie für ausstehende Rechnungen und Rückvergütungen in Höhe von T€ 5.631 enthalten. Außerdem werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von T€ 1.444 und sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.787 ausgewiesen. Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Altersteilzeitverpflichtun- gen mit zusammenhängenden Vermögensgegenständen verrechnet. Ebenso werden die in diesem Zusammenhang entstandenen Aufwen- dungen und Erträge saldiert unter der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen. 49
Verbindlichkeiten 1. Anleihen (Vorjahr) 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) 6. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) davon aus Steuern (Vorjahr) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr) SUMME (Vorjahr) Betrag TEUR 40.000 (40.000) 13.230 (12.850) 6.852 (7.097) 3.779 (3.918) 0 (1) 13.662 (16.890) 224 (853) 26 (28) 77.523 (80.756) davon mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr TEUR von 1–5 Jahren TEUR über 5 Jahre TEUR 0 (0) 10.633 (9.090) 6.852 (7.097) 3.779 (3.918) 0 (1) 7.654 (10.181) 224 (853) 26 (28) 28.918 (30.287) 40.000 (40.000) 2.222 (3.238) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 3.932 (4.247) 0 (0) 0 (0) 46.154 (47.485) 0 (0) 375 (522) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 2.077 (2.462) 0 (0) 0 (0) 2.451 (2.984) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: • Grundschulden, • Raumsicherungsübereignung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen, Handelswaren und Verpackungsmaterialien sowie das gesamte Leergut, • Abtretung der Versicherungsleistungen des Warenbestandes, • Globalzession der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich solche gegen die Brasserie Licorne SAS und die Karlsbräu CHR SAS, • Verpfändung von Guthaben auf diversen Konten von Banken, • Abtretung von Nutzungsrechten an diversen Marken. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.779 (Vorjahr: T€ 3.918), die im Wesentlichen aus kon- zerninternen Finanzierungen resultieren, sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten. 50
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufwendungen zur Altersvorsorge haben sich aufgrund der Erstan- wendung der Richttafeln RT 2018 G um T€ 77 reduziert. Die Umsatzerlöse (vor Verbrauchsteuern) setzen sich wie folgt zusammen: Abschreibungen a) Erlöse für Biereigen-/AFG-Ver- bundsprodukte/-handelswaren b) Erlöse sonstige Handelswaren c) Erlöse aus Kostenumlagen d) Erlöse aus Nebenprodukten e) Erlöse aus Mieten und Pachten f) Sonstige Erlöse 31.12.2018 TEUR 31.12.2017 TEUR 158.462 149.383 591 991 920 2.760 3.116 1.154 1.490 939 2.983 2.738 166.841 158.687 g) Erlösschmälerungen -29.803 -28.069 In den Abschreibungen sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Aufwendungen aus erfolgten außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf technische Anlagen und Maschinen, Gebäude und Markenrechte in Höhe von T€ 1.120 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr in Höhe von T€ 150 Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 HGB betreffend die ratierliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Im Berichtsjahr sind zudem außergewöhnliche Aufwendungen durch die Bildung von sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlich- keiten in Höhe von T€ 1.160 angefallen. 137.037 130.619 Finanzergebnis davon entfallen auf: Erlöse Inland Erlöse Ausland 95.700 41.337 90.404 40.215 137.037 130.619 Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Bereich der Finanzanlagen bei den sonstigen Ausleihungen außerplanmäßigen Abschreibungen von T€ 407 vorgenommen. Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von T€ 1.038 (Vorjahr: T€ 811) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge Gewinnverwendungsvorschlag Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von T€ 810 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 732). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn vollständig an die Karlsberg Holding GmbH abgeführt. Personalaufwand Im Personalaufwand enthaltene außergewöhnliche Aufwendungen be- tragen T€ 1.407 und betreffen überwiegend Aufwendungen für Abfin- dungen und Zuführung von Altersteilzeitrückstellungen (Vorjahr: T€ 640). 51
II. Sonstige Angaben A. Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte B. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die Karlsberg Brauerei GmbH fungiert als Bürge im Rahmen eines LKW-Leasings für die Tochtergesellschaft Vendis Gastro GmbH & Co. KG. Der Gesamtnettoanschaffungswert beträgt T€ 376. Mit einer Inanspruchnahme aus den Verbindlichkeiten und Bürgschaf- ten wird nicht gerechnet, da die Schuldnerin finanziell in der Lage ist, ihren Verpflichtungen termingerecht nachzukommen. Gegenüber Dritten bestehen keine Haftungsverhältnisse. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat zur Absatzsicherung eigener Produkte Gaststätten angepachtet. Risiken liegen bei einem Leerstand dieser Objekte in der Weiterzahlung der Pacht. Einzelne Betriebseinrichtungen sowie weite Teile des Fuhrparks sind aus Finanzierungsgründen geleast. Die Verwaltung des Fahrzeugbestandes erfolgt durch einen externen Dienstleister. Die Erbringung zentraler Verwaltungsfunktionen erfolgt durch die Karls- berg Service GmbH, eine Schwestergesellschaft der Karlsberg Brauerei GmbH. Die Karlsberg Service GmbH erbringt für alle Unternehmen des Karlsberg-Konzerns sowie auch für Dritte umfassende Dienstleistungen in den Bereichen IT, Rechnungswesen, Steuern, Personal, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen. Damit erfüllt diese Gesellschaft eine wichtige Schnittstellenfunktion mit dem Ziel der kontinuierlich gesteigerten Effizi- enz der administrativen Abläufe in der gesamten Unternehmensgruppe. Die auf die Karlsberg Brauerei GmbH entfallenden Kostenumlagen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zur Abdeckung der benötigten Hopfenmengen wurden Vorkontrakte mit Hopfenlieferanten abgeschlossen. Die Risiken für die Gesellschaft bestehen in den fixierten Lieferpreisen, die durch positive Einflüsse bei den Ernten unterschritten werden können. Die zum 31. Dezember 2018 bestehenden finanziellen Verpflich- tungen aus Miet-, Leasing-, Rohstoff- und Dienstleistungsverträgen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf: in TEUR 31.12.2018 <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Restlaufzeit Verpflichtungen aus Hopfenkontrakten Verpflichtungen aus Malzkontrakten Verpflichtungen aus Leasingverträgen Verpflichtungen aus Pachtverträgen Sonstige Verpflichtungen Summe 1.605 405 1.200 11.029 11.029 0 2.797 991 1.806 0 0 0 10.683 1.636 6.594 2.453 164 164 0 0 26.278 14.226 9.600 2.453 Den bestehenden Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von T€ 10.683 gegenüber den Hauseigentümern stehen in annährend glei- cher Höhe Ansprüche aus langfristigen Verträgen aus der Verpachtung von Gaststätten an Gastronomiebetriebe gegenüber. Aus dem mit der Karlsberg Service geschlossenen Dienstleistungsver- trag wird im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussicht- lich 5,1 Mio. € anfallen. Es bestehen zum Bilanzstichtag tarifvertragliche Verpflichtungen aus Haustrunkdeputaten in Höhe von T€ 367. Um den nachhaltigen Ertrag des Deckungsvermögens des Versor- gungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. sicherzustellen, hat sich das Trä- gerunternehmen Karlsberg Brauerei GmbH verpflichtet, jährlich einen Ertragszuschuss unter Anrechnung der zu leistenden Nachdotierungen sowie von Dividendenerträgen und des Zinsergebnisses zu leisten 54
für den Fall, dass der jährliche Ertrag von 4,5 % auf den Stand des Deckungsvermögens zum 1.1. des Kalenderjahres nicht erreicht wird. Unter Berücksichtigung geplanter Nachdotierungen, Zins- und Divi- dendenerträgen wird für das Geschäftsjahr 2019 ein Ertragszuschuss von 0,8 Mio. € erwartet. C. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeu- tung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. G. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Karlsberg Holding GmbH, Homburg/Saar, einbezogen und im Bundes- anzeiger veröffentlicht. Dieser ist Bestandteil des Konzernabschlusses der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg/Saar, der ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 nicht verpflichtet, da die Karlsberg Holding GmbH, Homburg/Saar zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft erstellt. D. Geschäftsführer Homburg, 20. Februar 2019 Herr Markus Meyer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing Herr Dr. Hans-Georg Eils, Geschäftsführer Technik/Logistik (bis 31. Juli 2018) Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung Markus Meyer E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 279 Arbeitnehmer beschäf- tigt (kaufm./techn. Angestellte 123, gewerbliche Arbeitnehmer 156). F. Prüfungs- und Beratungsgebühren des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzern- abschluss der Karlsberg Holding GmbH einbezogen wird. 55
DIE NUMMER 1 IN UNSERER REGION Aufgrund des einzigartigen, erfrischenden Geschmacks von GRÜNDEL’S sind wir in unserer Region unangefochtener Marktführer im Segment der alkoholfreien Biere und Malzgetränke. Mehr noch: Gründel’s ist gleich mit drei Sorten in den Top-10-Marken des alkoholfreien Segments vertreten. Gründel’s Alkoholfrei — eine Marke, die den Zeitgeist trifft! GRÜNDEL’S FRESH IST DIE STÄRKSTE EINZELMARKE IM ALKOHOLFREIEN BIERMARKT WWW.GRUENDELS.DE * Quelle: Nielsen 2018 Alkoholfreie Biere und Malzgetränke im Saarland
Bestätigungsvermerk Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karlsberg Brauerei GmbH, Homburg/Saar – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karlsberg Brauerei GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonne- nen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Be- langen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden han- delsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belan- gen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- abschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage- berichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Un- sere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsver- merks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrecht- lichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sons- tigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen ver- antwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlus- ses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfü- gung gestellt werden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstre- cken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementspre- chend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwor- tung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. 59
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresab- schluss und den Lagebericht Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften gel- tenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belan- gen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ord- nungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weite- ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Auf- stellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Be- langen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den an- zuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsich- tigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Ge- sellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkennt- nissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchge- führte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getrof- fenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungs- handlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrüge- risches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvoll- ständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftset- zen interner Kontrollen beinhalten können; 60
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Ver- tretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten An- gaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeut- samen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei- genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben ab- weichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü- fung feststellen. Saarbrücken, 20. Februar 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Zabel Wirtschaftsprüfer Ringle Wirtschaftsprüfer • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahres- abschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnah- men, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebe- nen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft ab- zugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungs- grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine we- sentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf- werfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestäti- gungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese An- gaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu mo- difizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund- lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unterneh- menstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den In- halt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresab- schluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; 61
Finanzkalender 03.04.2019 29.04.2019 21.08.2019 Veröffentlichung Jahresabschluss 2018 Bilanzpressekonferenz Zinszahlungstermin Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2019 Investoren und Analysten Telefonkonferenz Impressum Karlsberg Brauerei GmbH Karlsbergstr. 62 66424 Homburg Telefon: 06841-1050 Telefax: 06841-105840 Mail: info@karlsberg.de Geschäftsführung: Markus Meyer Amtsgericht Saarbrücken HRB 17866 62

References: Art. 66
 § 275
 § 253
 § 246
 § 253
 § 253
 § 253
 § 246
 Art. 67
 Art. 28
 § 253
 § 246
 § 253
 § 286
 § 322
 § 317
 § 317