Source: https://www.steuerschroeder.de/einkommensteuererklaerung_Kinder.html
Timestamp: 2018-07-19 07:39:22+00:00

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Einkommenteuererklärung: Kinder
Einkommensteuererklärung - Kinder
Willkommen auf meiner Seite Kinder in der Steuererklärung
Wie Sie Kinder in der Steuererklärung von der Steuer absetzen: Kinderfreibetrag, Kindergeld, Unterhalt an Kinder, Ausbildungskosten, Behindertenpauschbetrag usw.
Hier erfahren Sie, welche Kosten Sie in der Steuererklärung für Kinder absetzen können und alles über das Kindergeld sowie Kinderfreibetrag:
Angaben zu Kindern sind in der Einkommensteuererklärung unabhängig davon vorzunehmen, ob sie auf der Lohnsteuerkarte bescheinigt sind oder nicht. Bitte geben Sie Namen, Geburtsdatum und Wohnort an. Geben Sie bitte bei Ihren volljährigen Kindern auch an, ob diese verheiratet sind.
Kinder - ohne Ausbildungsplatz
Kinder - Übergangszeit
Kinder - Vollzeiterwerbstätigkeit
Kinder - Zweitausbildung
Kinderarbeitsverhältnis
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Kinderfreibetrag und Kindergeld im Steuerlexikon:
Kindergeld - Festsetzung
Kindergeld - Sozialversicherungsbeiträge
Kindergeld - Ausländer - Anspruch
Kindergeld - Ausländer - Höhe
Tipp: Berechnen Sie Kindergeld, Kindefreibetrag, Ausbildungsfreibetrag Kindergeldrechner + Familienleistungsausgleich
Es wird geprüft, ob die Kinderfreibeträge für jedes einzelne Kind unter Anrechnung des Kindergeldes abzuziehen sind oder ob es beim Kindergeld verbleibt. Tragen Sie bitte für jedes einzelne Kind für das Anspruch auf Kindergeld bestand ein. Beispiel: Für das im Dezember geborene Kind haben die Eltern einen Kindergeldanspruch. Dieses Kindergeld wird jedoch erst im Januar ausgezahlt. Gleichwohl sind in der der Anlage Kind einzutragen.
Tipp: Kindergeldantrag online ausfüllen
Werden die Eltern zusammen veranlagt oder ist der andere Elternteil gestorben oder lebte er im Ausland und war nicht unbeschränkt steuerpflichtig, beträgt der Kinderfreibetrag 7.356 € und der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf 2.640 €. Das Gleiche gilt, wenn ein Pflege- oder Adoptiv-Kindschaftsverhältnis nur zu einer Person besteht, der Wohnsitz oder Aufenthalt des anderen Elternteils nicht zu ermitteln oder der Vater des Kindes amtlich nicht feststellbar ist (machen Sie bitte die entsprechenden Angaben).
Bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern sowie bei Eltern nichtehelicher Kinder kann ein Elternteil beantragen, dass der Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf ihn übertragen wird, wenn er, nicht aber der andere Elternteil, seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kind zu mindestens 75% erfüllt hat. Dies führt auch zur Übertragung des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Die konkrete Höhe der Unterhaltsverpflichtung des anderen Elternteils sowie seine tatsächlichen Unterhaltsleistungen sind nachzuweisen (z.B. durch Scheidungsurteil, Zahlungsbelege). Ist jedoch ein Elternteil, z.B. mangels ausreichender eigener finanzieller Mittel, nicht zur Leistung von Unterhalt verpflichtet, kann der ihm zustehende Kinderfreibetrag nicht auf den anderen Elternteil übertragen werden. Eine einvernehmliche Übertragung des Kinderfreibetrags ist nicht möglich.
Bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern sowie bei Eltern nichtehelicher Kinder kann ein Elternteil abweichend vom Kinderfreibetrag die Übertragung des halben Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des anderen Elternteils beantragen, sofern das minderjährige Kind bei dem anderen Elternteil nicht gemeldet war. Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf können einheitlich mit Zustimmung des leiblichen Elternteils auch auf einen Stiefelternteil oder auf Großeltern übertragen werden, wenn sie das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben; eine monatsweise Übertragung der Freibeträge ist nicht möglich.
Auch derjenige Elternteil hat einen Anspruch auf Kindergeld, dem das Kindergeld nicht unmittelbar ausgezahlt, sondern bei der Bemessung seiner Unterhaltsverpflichtung angerechnet werden kann. In diesen Fällen ist beim anderen Elternteil nicht das in voller Höhe ausgezahlte, sondern das halbe Kindergeld anzusetzen. Das gilt auch dann, wenn der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf auf einen Elternteil übertragen wurde (s.u.) Erläuterungen zum Ausbildungsfreibetrag).
Hat dagegen ein Elternteil Anspruch auf den vollen Kinderfreibetrag, weil der halbe Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf ihn übertragen wurde, ist bei diesem das volle Kindergeld anzusetzen, und zwar unabhängig davon, an wen das Kindergeld ausgezahlt wurde.
Beispiel: Das 17-jährige Kind der geschiedenen Eheleute lebt bei der Mutter. Auf Antrag wird der halbe Kinderfreibetrag, der dem Vater zusteht, auf die Mutter übertragen, weil er seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind nicht erfüllt. Die Mutter hat das volle Kindergeld einzutragen, da ihr der volle Kinderfreibetrag zusteht.
Bei Kindern, die sich lediglich zum Zwecke der Berufsausbildung im Ausland aufhalten, aber weiterhin zum Haushalt der Eltern gehören oder über einen eigenen Haushalt im Inland verfügen, ist die Anschrift im Inland einzutragen. Für Kinder, die weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hatten, werden die Freibeträge für Kinder bei Ländern der Ländergruppe 2 um ein Viertel, bei Ländern der Ländergruppe 3 um die Hälfte und bei Ländern der Ländergruppe 4 um drei Viertel gekürzt (siehe Ländergruppen).
Einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen (z. B. ausländisches Kindergeld, Kinderzuschüsse aus der gesetzlichen Unfall- und Rentenversicherung) geben Sie bitte ebenfalls in der Steuererklärung an.
Weitere Informationen zum Kinderfreibetrag und Kindergeld finden Sie hier:
Berechnung der Einkünfte Kind über 18 Jahre
Für ein Kind, das das 18., aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat und sich in Ausbildung befindet, besteht nach § 62 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG ein Anspruch auf Kindergeld nur, wenn das Kind Einkünfte und Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von nicht mehr als 8.004 EUR im Kalenderjahr hat. Der Begriff der Einkünfte entspricht dem in § 2 Abs. 2 EStG gesetzlich definierten Begriff und ist je nach Einkunftsart als Gewinn oder als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu verstehen. Erzielt das Kind –wie vorliegend A– Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sind daher von den Bruttoeinnahmen die Werbungskosten abzuziehen (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 27. Februar 2014 III R 60/13, BFH/NV 2014, 1140; vom 20. Dezember 2012 III R 33/12, BFHE 240, 107, BStBl II 2013, 1035).
Steht Ihrem Kind bzw. Enkelkind, für das Sie Kindergeld oder Kinderfreibetrag erhalten, ein Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu, können Sie diesen geltend machen, wenn das Kind den Pauschbetrag nicht selbst in Anspruch nimmt. Geben Sie den Grad der Behinderung an und fügen Sie die Nachweise bei, falls diese dem Finanzamt nicht bereits vorgelegen haben. Die notwendigen Nachweise erhalten Sie bei Behinderung in der Regel vom Versorgungsamt; bei Hinterbliebenenbezügen ist der Nachweis durch amtliche Unterlagen zu erbringen. Der Rentenbescheid eines Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten genügt nicht als Nachweis.
Der Behinderten-Pauschbetrag von 3.700 € kann auch bei Vorlage des Bescheids über die Einstufung als Schwerstpflegebedürftiger (Pflegestufe III) gewährt werden. Ist bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern oder bei Eltern nichtehelicher Kinder ein dem Kind zustehender Pauschbetrag für Behinderte oder Hinterbliebene zu übertragen, werden diese Beträge grundsätzlich auf die Eltern zur Hälfte aufgeteilt. Auf gemeinsamen Antrag beider Eltern kann der Pauschbetrag in einem beliebigen Verhältnis aufgeteilt werden.
Mehr Infos: Kinder - Behinderte + Download: steuerliche Berücksichtigung behinderter Kinder (siehe auch Behinderung).
Kindergeld - Urteile des FG Münster
BFH, Urteil III R 10/17 vom 22.02.2018 zum Kindergeld: Nachweis der Behandlung nach § 1 Abs. 3 EStG Differenzkindergeld bei ausschließlich durch den Wohnort ausgelöstem Kindergeldanspruch
BFH, Urteil III R 14/17 vom 21.02.2018: Kein Ermessen bei der Neufestsetzung oder Aufhebung der Kindergeldfestsetzung nach § 70 Abs. 3 Satz 1 EStG

References: § 62
 § 63
 § 32
 § 2
 § 1
 § 70