Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20Aachen&Datum=17.04.2012&Aktenzeichen=S%2013%20KG%201/12
Timestamp: 2019-06-26 03:17:55+00:00

Document:
SG Aachen, 17.04.2012 - S 13 KG 1/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,12143
SG Aachen, 17.04.2012 - S 13 KG 1/12 (https://dejure.org/2012,12143)
SG Aachen, Entscheidung vom 17.04.2012 - S 13 KG 1/12 (https://dejure.org/2012,12143)
SG Aachen, Entscheidung vom 17. April 2012 - S 13 KG 1/12 (https://dejure.org/2012,12143)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,12143) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Steuerberater in Kindergeldangelegenheiten nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) nicht vertretungsbefugt
Zulässigkeit der Zurückweisung als Bevollmächtigter in einem Kindergeldverfahren nach dem BKGG; Erhebung eines Widerspruchs gegen einen Kindergeldablehnungsbescheid als Nebenleistung zum Berufsbild oder Tätigkeitsbild eines Steuerberaters
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des SG Aachen vom 17.04.2012, Az.: S 13 KG 1/12 (Vertretungsbefugnis des Steuerberaters in Kindergeldangelegenheiten)" von Ass. iur. Ines Beyer-Petz, original erschienen in: DStR 2012, 2035 - 2036.
Kurznachricht zu "Eingeschränkte Vertretungsbefugnis bei Steuerberatern" von ORR Dr. Andy Schmidt, original erschienen in: NWB 2012, 4100 - 4104.
LSG Nordrhein-Westfalen - L 19 KG 4/12 (anhängig)
Unabhängig davon, dass auch bereits hinsichtlich der durch den Kläger erfolgenden Vertretung in der Kindergeldangelegenheit Zweifel an einer entsprechenden Befugnis des Klägers bestehen (vgl. hierzu: SG Aachen, Urteil vom 17. April 2012 - S 13 KG 1/12 (Juris); für die Zeit vor Inkrafttreten des RDG ebenso: BSG…, Urteil vom 13. August 1996 - 10 RKg 8/95, SozR 3-1300 § 13 Nr. 2), scheitert die Annahme einer Nebenleistung i.S.d § 5 RDG bereits daran, dass im Verwaltungsverfahren nach dem SGB IX Rechtskenntnisse erforderlich sind, die nicht den für die Haupttätigkeit erforderlichen Rechtskenntnissen entsprechen (hier: Steuer- bzw. Kindergeldangelegenheiten).
Da es sich bei den Regelungen in § 5 RDG um Bestimmungen zum Schutz der Rechtssuchenden handelt (vgl. hierzu erneut: Gesetzesbegründung, BT-Drs 16/3655, S. 51), liegen hinreichende Gründe des Allgemeinwohls dafür vor, die Berufsfreiheit nach Art. 12 Grundgesetz durch Regelungen zur Berufsausübung einzuschränken (im Ergebnis ebenso: SG Aachen, Urteile vom 27. November 2009 und 17. April 2012 - S 6 R 217/08 sowie S 13 Kg 1/12; LSG Nordrhein-Westfallen, Urteil vom 23. Februar 2011 - L 8 R 319/10 mit Verweis gem. § 153 Abs. 2 SGG auf das Urteil des SG Aachen vom 27. November 2009).
Der Streitwert wird in Anwendung von § 52 Abs. 2 Gerichtskostengesetz (GKG) auf 5.000,- Euro festgesetzt (sog. Auffangstreitwert; ebenso: SG Aachen, Urteil vom 17. April 2012 - S 13 Kg 1/12, Rn 31 - zitiert nach Juris).

References: § 13
 § 5
 § 5
 Art. 12
 § 153
 § 52