Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GesR%202011,%20680
Timestamp: 2019-07-21 10:12:00+00:00

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OLG Frankfurt, 04.08.2011 - 8 U 226/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,32222
OLG Frankfurt, 04.08.2011 - 8 U 226/10 (https://dejure.org/2011,32222)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 04.08.2011 - 8 U 226/10 (https://dejure.org/2011,32222)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 04. August 2011 - 8 U 226/10 (https://dejure.org/2011,32222)
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Berechnung von eigenen Leistungen durch den Arzt gem. § 4 Abs. 2 S. 1 GOÄ; Voraussetzung der Leistungserbringung unter Ausübung der Aufsichtspflicht des Chefarztes
Kurznachricht zu "Anmerkung zu den Beschlüssen des OLG Frankfurt a.M. vom 04.08.2011 und 01.09.2011, Az.: 8 U 226/10 (Zur persönlichen Leistungserbringung in der Chefarztambulanz)" von RA Dr. Tilman Clausen, original erschienen in: MedR 2012, 396 - 400.
LG Frankfurt/Main, 19.10.2010 - 7 O 71/10
Es reicht aber nicht aus, dass er lediglich im Sinne einer Oberaufsicht die grundlegenden Entscheidungen einer Behandlung von Wahlleistungspatienten selbst trifft, deren Vollzug überwacht und entsprechende Weisungen erteilen kann (vgl. Miebach/Patt, NJW 2000, 3377 [3379], so auch OLG Frankfurt GesR 2011, 680 [681]).
Eine derartige Aufsicht setzt aber - wenn schon nicht Anwesenheit - dann jedenfalls die Möglichkeit, unverzüglich persönlich einwirken zu können, voraus (vgl. OLG Frankfurt GesR 2011, 680 [681];… Uleer/Miebach/Patt, 3. Auflage, § 4 GOÄ Rdn. 43).
Dabei ist bei jeder einzelnen Behandlungsmaßnahme zu fragen, ob sie dem Wahlarzt nach herkömmlichem Verständnis zur eigenen Verantwortung zuzurechnen ist (…vgl. Genzel/Degener/Hencke in Laufs/Kern, Handbuch des Arztrechts, 4. Aufl., § 82 RdNr. 131; OLG Oldenburg, 14. Dezember 2011 - 5 O 183/11 - NJW 2012, 1597; OLG Frankfurt, 4. August 2011 - 8 O 226/10 - GesR 2011, 680, Uleer/Miebach/Patt, 3. Aufl., § 4 GOÄ RdNr. 58).
Insbesondere betreffen die vom Beklagten zitierten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH NJW 2012, 1377) und des Oberlandesgerichts Frankfurt (GesR 2011, 680) völlig anders gelagerte Sachverhaltskonstellationen:.
Da nach § 4 Abs. 2 Satz 1 GOÄ Gebühren nur für selbständige ärztliche Leistungen berechnet werden dürfen (vgl. OLG Frankfurt, Beschl. v. 04.08.2011 - 8 U 226/10 - juris; BGH 1. Strafsenat, Beschl. v. 25.01.2012, BGHSt 57, 95), kann aber für andere Lappenkontrollen keine Gebührenziffer nach der GOÄ angesetzt werden.

References: § 4
 § 4
 § 82
 § 4
 § 4
 BGH