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Timestamp: 2019-01-20 02:05:52+00:00

Document:
Fahrkosten absetzen beim Minijob | Erwerbslosenforum Deutschland
Fahrkosten absetzen beim Minijob
Themenstarter Jastamba
Stichworte absetzen fahrkosten minijob
Wer kann mir helfen die Berechnung des Einkommens von einem Minijob auf 450€ zu verstehen?
1. Sehe ich es richtig, von einem Minijob auf 450€ Basis darf man standartmäßig 170€ behalten?
(100€ sind der Freibetrag plus 20% von dem Rest, also bei 350€ wären es 70€)
2. Nun bin ich aber auf den Monat verteilt über 700 km mit dem eigenem Auto gefahren um die Arbeitstätte zu erreichen und darf gerade mal 14,48€ mehr behalten. Dachte ich kann 20 Cent pro gefahrenen Kilometer von den 450 EUR absetzen. Die SB hat nur 84,48 angerechnet, wie auch immer Sie darauf kommt, vermute mal für ein Bahnticket obwohl ich mit öffentlichen Verkehrsmittel über 2 Std. für die einfache Strecke bräuchte.
Ist das Einkommen so richtig berechnet? Würde gern Widerspruch einlegen wegen der Fahrkostenberechnung.
minijob.jpg
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Jastamba sagte :
Ist Das ein Minijob den Du selbst gesucht hast oder ein aufgedrückter?
hallo Krypteia, es war eigentlich ein VV für Vollzeit aber der AG wollte mich zuerst auf Minijob Basis einstellen.
Ich habe auch ein Pedelfahrkostenantrag von meiner Vermittlerin bekommen den ich bereits vor 4 Wochen eingereicht habe ich weiß jetzt nicht ob ich noch was zusätzlich bekomme oder die Sache mit dem Bescheid erledigt ist.
Du verdienst 450,-
Deshalb können die tatsächlichen Kosten abgesetzt werden und eben nicht nur 100,- +20%.
Das gilt nur für Jobs mit Lohn bis 400,-
Du liegst drüber.
Aber es werden dann nur die günstigsten Fahrtkosten berücksichtigt---du ahnst es schon.
Deswegen hat sie dir extra einen Antrag mitgegeben.
Der ist leider noch nicht bearbeitet.
Was hast du dort beantragt? Die 20Cent?
Dann nenne mir mal bitte die entsprechende Rechtsgrundlage dafür.
§ 11b (2) SGB II
Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, ist anstelle der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzusetzen. Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 1 nicht, wenn die oder der erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachweist, dass die Summe der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.
Hi Caso, ja ich hab die 0,20 Cent pro km beantragt. Ist die selbe Höhe wie Fahrkosten zum Vorstellungstermin oder Beratung beim JC.
Mittlerweile mußte ich dann die EK-Nachweise einreichen und habe in der Anlage EK dann auch die Fahrkosten erwähnt.
Ist es nun mit dem Bescheid erledigt oder kann ich mir noch Hoffnungen machen noch etwas raus zu bekommen?
Ich meine ich fahre 70km Hin- und zurück, da zahle ich doch drauf wenns so bleibt.
Da sollte besser biddy was zu sagen, ansonsten gebe ich hier ne Falschauskunft.
Der Betrag wurde auf 450Euro erhoht und die Fahrtkosten sind im Freibetrag entgalten beim Minijob
Meines Erachtens hat Dein Jobcenter Dir für ca. 422,4 km im Monat Fahrtkosten bewilligt (bei 5-Tage-Wochen nehmen sie 19 Arbeitstage je Monat mal Entfernungskilometer, also einfache Strecke à 20 Cent nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 der Alg II-Verordnung). Bei einer 5-Tage Woche mit 19 AT, die das JC ansetzt, wären das ca. 22,23 km am Tag einfache Strecke und bei einer 6-Tage-Woche im Verhältnis natürl. weniger). Keine Ahnung, wieviele Kilometer einfache Strecke Du am Tag zur Arbeitsstelle zurücklegst und an wievielen Tagen Du dort hinfährst.
Deine Aufwendungen überschreiten die 100 € Grundfreibetrag, allerdings hat Dein JC meines Erachtens noch was vergessen, nämlich Werbungskostenpauschale 15,33 € und Deine Kfz-Haftpflichtversicherung die Du ja vermutlich im Formular "Anlage EK" angegeben hast (?):
+ 84,48 € Fahrtkosten (siehe oben)
+ xx,xx € Kfz-Haftpflichtversicherung
= 129,81 € berufl. Aufwendungen plus Kfz-Haftpflicht statt der 100 € Grundfreibetrag GFB bzw. anders ausgedrückt:
Zusätzlich zum Grundfreibetrag von 100 € müssen noch mal ca. 29,81 € gewährt werden. Das ist bei Dir der Fall (also mehr haben sie bei Dir auch abgesetzt), allerdings nur in Höhe von 14,48 €:
84,48 Fahrtkosten + 30 Vers.pauschale für private Versicherungen = 114,48 € ... ... 114,48-100 GFB = 14,48 €.
Freibetrag nach § 11b Abs. 3 SGB II = 20 % von 350 € = 70 €
Freibetrag nach § 11b Abs. 2 SGB II = 129,81 € (plus Kfz-Haftpflicht, siehe oben)
Gesamtfreibetrag somit (genaue Kilometer am Tag einfache Strecke und Wochenarbeitstage, wie Du sie im Formular Anlage EK angegegen hast, kennen wir hier ja nicht): 199,81 € plus Kfz-Haftpflicht
Du erhältst lt. Deinem Berechnungsbogen 184,48 € Gesamtfreibetrag
In § 11b Abs. 2 SGB II wurde aber der Betrag von "400 €" nach dieser "Minijob-Änderung" nie angehoben (Änderung Anhebung Minijobgrenze m. W. v. 1.1.2013 und am 28.03.2013 wurde rückwirkend der § 11b letztmalig wegen des Ehrenamtsstärkungsgesetzes geändert ... aber auch da gab's keine Änderung der 400 € in 450 € in § 11b) und im Berechnungsbogen, den der TE hier eingestellt hatte, der ja vermutlich auch aktuell ist, stehen im Kleingedruckten/Fußnote ebenfalls "400 €" unter *)
Gesetz ist Gesetz, auch wenn es ggf. nur "vergessen" wurde, es zu ändern. Da muss vermutlich erst ein "höheres Gericht" mal sprechen, dass "aber die Intention des Gesetzgebers eine andere war, weil ja zwischenzeitlich ..." usw. usf. Jedenfalls steht dort nichts von "geringfügiger Beschäftigung" im Gesetz.
So sehe ich das jedenfalls und meine, dass hier die erhöhten Aufwendungen, u. a. durch Fahrtkosten verursacht, völlig zu Recht gewährt werden (müssen).
Danke, @biddy.
So sehe ich das auch und denke, daß die erhöhten (Fahrt)kosten mit diesem noch nicht beschiedenen "Pendelkostenantrag" gewährt werden.
Wenn nicht, dann natürlich Widerspruch einlegen.
Ich persönlich meine nicht, dass da noch was extra für die Fahrtkosten kommt, wenn die Reaktion des JC auf den "Fahrtkostenantrag" das Formular "Anlage EK" war - denn da geht's um die Abeitstage pro Woche und die Entfernungskilometer, also die üblichen 20 Cent für die einfache Strecke zum Arbeitsstätte nach Alg II-Verordnung (und aber auch die Kfz-Haftpflicht, die ja hier gar nicht berücksichitgt wurde).
Die einfache Strecke sind 70Km (hin und zurück), es waren 10 Arbeitstage in dem Monat.
Ich bin aber nicht mit eigenem PKW gefahren sondern mit geliehenem, so habe ich es auch angegeben.
Es wird aber noch komplizierter. Im darauffolgenden Monat (Mai) war ich den halben Monat auf Minijobbasis beschäftigt und ab 15. in Vollzeit.
Leistungen vom JC bekam ich nur bis Ende Mai weil mein Bescheid zufällig zum 31.05 ausläuft und ich keine neue Weiterbewilligung beantragt habe.
Die Reaktion auf mein Fahrtkostenantrag war eigentlich eine EGV wo ich mich verpflichte die Beschäftigung aufzunehmen und das JC die Fahrkosten bis zur ersten Lohnzahlung. Die EGV kam am 30.05, habe ich aber nicht unterschrieben. Die Lohnzahlung kam erst anfang Juni.
Soll ich nun abwarten, die EGV unterschreiben oder dem Bescheid widersprechen?
Täglich 70 km hin und 70 km zurück?
Ob eigenes oder Leihauto ist schnuppe.
Das macht 0,20 x 70 x 10 = 140,00 €---für den Minijob im April
(für biddy: das Komma jetzt richtig? ;-))
Dann trotzdem nach § 11b SGB II, wie gehabt. Denn du hast den ganzen Monat mehr als 400,- verdient.
Wenn nichts anderes drinsteht als diese beiden Punkte...
1.Deinen hast du erfüllt, du hast die Beschäftigung aufgenommen.
2.Nun muß noch das JC die Fahrtkosten bis zur ersten Lohnzahlung leisten.
Dann kann man die EGV unterschreiben, sie ist ein *bilateraler Vertrag*.
Dir sind demnach noch für die Arbeitstage im Mai die Fahrtkosten zu zahlen.
Stimmt, ich hatte das Formular EK gar nicht beachtet....
Die einfache Strecke sind 35km. Soll ich also dem Bescheid widersprechen weil dort nur 84,48 EUR berechnet werden?
Die Pedelfahrtkosten habe ich ab dem ersten Tag im April beantragt.
Ich habe mich immer gewehrt eine EGV zu unterschreiben und bin knapp 1 Jahr EGV-frei.
Soll ich nun 1 Tag bevor ich kein H4 mehr bekomme eine EGV unterschreiben weil ich dazu über die Übernahme der Fahrkosten erpresst werde?
Gibt es kein Rechtsanspruch für die Übernahme ohne die EGV?
Nein, natürlich sollst oder mußt du keine EGV unterschreiben, wenn das dein Credo ist.
Lies nochmal, was @biddy dir geschrieben hat.
Du meinst PeNdelkosten? Oder was??
Einen Widerspruch kann man immer dann einlegen, wenn man den Bescheid und die Berechnungen nicht versteht, sie für nicht nachvollziehbar oder falsch hält.
ohne probleme denke ich

References: § 11
 § 6
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11