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Timestamp: 2016-10-21 14:52:37+00:00

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A.- O.________, geboren 1991, liess sich am 28. Juni 1999 einerseits wegen einem infantilen psychoorganischen Syndrom (POS; Geburtsgebrechen Nr. 404) und anderseits wegen rechtsseitigen, seit seinem dritten Lebensjahr bestehenden H�ftbeschwerden (Morbus Perthes) zum Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle des Kantons Thurgau (nachfolgend:
IV-Stelle) anmelden. Diese anerkannte mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 19. Juli 1999 ihre Leistungspflicht f�r die mit dem Geburtsgebrechen Nr. 404 zusammenh�ngenden medizinischen Massnahmen vom 12. Oktober 1998 bis 30. April 2001 bei gleichzeitiger Ablehnung von Leistungen f�r die EEG Kontrollen.
Die H�ftbeschwerden hatten am 6. Juni 1997 operativ durch eine varisierende Osteotomie saniert werden m�ssen; die Metallentfernung war am 14. Januar 1998 erfolgt. Mit Verf�gung vom 9. August 1999 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren in Bezug auf die Operationen vom 6. Juni 1997 und 14. Januar 1998 infolge versp�teter Anmeldung ab und hielt fest, dass die weiteren medizinischen Massnahmen nicht mehr zu Lasten der Invalidenversicherung �bernommen werden k�nnten. Dagegen f�hrte die Krankenversicherung SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend: SWICA) Beschwerde und beantragte, die Verf�gung vom 9. August 1999 sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, f�r das H�ftleiden von O.________ ab 28. Juni 1998 die Leistungen gem�ss IVG zu erbringen. Die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau hiess die Beschwerde in dem Sinne gut, als sie die angefochtene Verf�gung aufhob und die Sache zur weiteren Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen und anschliessendem Erlass einer neuen Verf�gung an die IV-Stelle zur�ck wies (Entscheid vom 28. Februar 2000). Das kantonale Gericht fand, dass auf Grund der vorhandenen Akten nicht entschieden werden k�nne, ob den nach dem 28. Juni 1998 im Zusammenhang mit dem H�ftleiden durchgef�hrten Massnahmen ein Dauercharakter beizumessen sei, oder ob es sich dabei um zeitlich begrenzte Massnahmen handle. Jedenfalls k�nne die Dauer der medizinischen Eingliederungsmassnahmen nicht ohne weiteres auf den Zeitraum von drei Monaten nach dem letzten Eingriff im Januar 1998 begrenzt werden. Infolge der versp�teten Anmeldung komme jedoch eine Leistungspflicht in Bezug auf die Osteotomie-Operation vom 6. Juni 1997 und die Metallentfernung vom 14. Januar 1998 nicht mehr in Frage.
med. D.________, Leitender Arzt Orthop�dische Chirurgie FMH am Spital X.________, und dem Beizug der Rechnungen zu den fraglichen medizinischen Massnahmen hielt die IV-Stelle mit Verf�gung vom 31. Oktober 2000 fest, mit Blick auf das Leiden Morbus Perthes h�tten die Osteotomie-Operation und die anschliessende Metallentfernung als medizinische Eingliederungsmassnahmen �bernommen werden k�nnen, wenn die entsprechende Anmeldung rechtzeitig erfolgt w�re; die in der Folge notwendigen Kontrollen und der Beinl�ngenausgleich mit Schuheinlagen h�tten Dauercharakter und k�nnten demzufolge nicht von der Invalidenversicherung �bernommen werden.
B.- Dagegen erhob die SWICA wiederum Beschwerde mit den Antr�gen, unter Aufhebung der angefochtenen Verf�gung habe die IV-Stelle f�r das H�ftleiden des Versicherten ab dem 28. Juni 1998 die Leistungen gem�ss IVG zu erbringen.
Die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau hiess die Beschwerde in dem Sinne gut, als sie die angefochtene Verf�gung aufhob und feststellte, dass O.________ f�r die Kontrollen der H�ftentwicklung und den Beinl�ngenausgleich im Zusammenhang mit dem H�ftleiden ab 28. Juni 1998 medizinische Massnahmen nach Art. 12 IVG zust�nden, wor�ber die IV-Stelle neu zu verf�gen habe. Zudem (Dispositiv-Ziffer 2) habe die IV-Stelle der SWICA eine Parteientsch�digung von Fr. 1200.- zu bezahlen (Entscheid vom 19. Februar 2001).
W�hrend die SWICA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichten sowohl O.________ als auch das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf eine Vernehmlassung.
1.- a) Nach Art. 12 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die berufliche Eingliederung gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsf�higkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung zu bewahren. Um Behandlung des Leidens an sich geht es in der Regel bei der Heilung oder Linderung labilen pathologischen Geschehens. Die Invalidenversicherung �bernimmt grunds�tzlich nur solche medizinische Vorkehren, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler oder wenigstens relativ stabilisierter Defektzust�nde oder Funktionsausf�lle hinzielen und welche die Wesentlichkeit und Best�ndigkeit des angestrebten Erfolges gem�ss Art. 12 Abs. 1 IVG voraussehen lassen (BGE 120 V 279 Erw. 3a mit Hinweisen; AHI 2000 S. 64 Erw. 1).
b) Bei nichterwerbst�tigen minderj�hrigen Versicherten ist zu beachten, dass diese als invalid gelten, wenn ihr Gesundheitsschaden k�nftig wahrscheinlich eine Erwerbsunf�higkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG). Nach der Rechtsprechung k�nnen daher medizinische Vorkehren bei Jugendlichen schon dann �berwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Leidenscharakters von der Invalidenversicherung �bernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand eintr�te, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit oder beide beeintr�chtigt w�rden (BGE 105 V 20; AHI 2000 S. 64 Erw. 1).
c) Art. 12 IVG bezweckt namentlich, die Aufgabenbereiche der Invalidenversicherung einerseits und der sozialen Kranken- und Unfallversicherung anderseits gegeneinander abzugrenzen. Diese Abgrenzung beruht auf dem Grundsatz, dass die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung ohne R�cksicht auf die Dauer des Leidens prim�r in den Aufgabenbereich der Kranken- und Unfallversicherung geh�rt (BGE 104 V 81 Erw. 1, 102 V 41 f.).
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob dem heute 10-j�hrigen O.________ in Bezug auf seine im Zusammenhang mit dem Morbus Perthes aufgetretenen H�ftbeschwerden ab 28. Juni 1998 ein Anspruch auf medizinische Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 IVG zusteht, wobei es gem�ss Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids einerseits um "die im Zusammenhang mit dem H�ftleiden stehende Beinl�ngenausgleichung" und anderseits um die "Kontrolle der H�ftentwicklung" geht.
a) Unbestritten ist, dass O.________ unter der Perthes'schen Krankheit leidet, wobei die Osteotomie-Operation vom 6. Juni 1997 und die Metallentfernung vom 14. Januar 1998 als medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG h�tten �bernommen werden k�nnen, wenn der Anspruch nach Art. 48 Abs. 2 IVG rechtzeitig innert zw�lf Monaten seit Entstehung des Anspruchs geltend gemacht worden w�re. Die Behandlung der Krankheit an sich geht jedoch nicht zu Lasten der Invalidenversicherung (vgl. Erw. 1 hievor).
b) Mit Bericht vom 7. Juli 1999 beurteilte der behandelnde Dr. med. D.________ den Gesundheitszustand des O.________ als "besserungsf�hig". Der Arzt bejahte die weitere Behandlungsbed�rftigkeit und erg�nzte, dass Kontrollen bis zum Wachstumsabschluss notwendig seien, ohne dass der Versicherte Hilfsmittel ben�tige. Nach der Durchf�hrung einer varisierenden Osteotomie vom 6. Juni 1997 habe sich ein unauff�lliger Verlauf gezeigt. Anl�sslich der letzten Untersuchung vom 19. Januar 1999 sei O.________ beschwerdefrei gewesen, habe Sport getrieben sowie regelm�ssig am Turnunterricht teilgenommen, ohne zu hinken. Das rechte Bein sei einen Zentimeter k�rzer, was durch Schuheinlagen ausgeglichen werde. Auf Anfrage der IV-Stelle �usserte sich derselbe Arzt am 8. August 2000 nochmals zum weiteren Verlauf. Unter "Anamnese" hielt er fest: "Der Patient ist aktuell beschwerdefrei, kann s�mtlichen Aktivit�ten nachgehen, kein Hinken. " Das rechte Bein sei unver�ndert einen Zentimeter k�rzer als das linke. Bis zu der zu erwartenden Revalgisierung des Schenkelhalses sei weiterhin ein Beinl�ngenausgleich mit Einlagen notwendig. Der sehr g�nstige Verlauf erfordere eine n�chste klinische und radiologische Kontrolle erst in zwei Jahren. Mit einer weiteren operativen Behandlung sei nicht zu rechnen.
c) Vorinstanz und SWICA teilen die Auffassung, ohne die hier strittigen Vorkehren tr�te eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand ein, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit oder beide beeintr�chtigt w�rden, weshalb die Invalidenversicherung die Kontrollen der H�ftentwicklung und die Beinl�ngenausgleichung im Zusammenhang mit dem H�ftleiden - unter anderem unter Verweis auf BGE 100 V 171 - als medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG zu �bernehmen habe. Diese Massnahmen seien zur Verh�tung oder Verz�gerung einer Defektheilung geeignet und tr�gen, auch wenn sie noch eine gewisse Zeit (n�mlich bis zum Wachstumsende) andauern m�ssten, nicht einen Dauercharakter, weil sie in zeitlicher Hinsicht nicht unbegrenzt seien. Dem kann indes nicht beigepflichtet werden. Nach der Rechtsprechung haben - generell typisiert - an Verkr�mmungen der Wirbels�ule leidende Jugendliche bis zum Abschluss des Wachstumsalters Anspruch auf jene medizinischen Vorkehren, welche notwendig sind, um dauernde Skelettsch�den zu verh�ten, die ihre Berufsbildung oder ihre sp�tere Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigen w�rden. Dieser Anspruch besteht im Einzelfall nur dann nicht, wenn und solange kein derart schwerwiegender Defektzustand droht. (...) Dabei gen�gt es, dass ein schwerer Defektzustand mit Wahrscheinlichkeit droht (BGE 100 V 172 Erw. 2b mit Hinweis). Diese von der Vorinstanz angerufene, in Bezug auf schwere Skelettsch�den geltende Rechtsprechung verlangt als Voraussetzung f�r die Gew�hrung von medizinischen Massnahmen zu Lasten der Invalidenversicherung auch f�r den vorliegenden Gesundheitsschaden einen mit Wahrscheinlichkeit drohenden Eintritt eines schwerwiegenden Defektzustandes f�r den Fall, dass die medizinischen Vorkehren nicht fr�hzeitig genug durchgef�hrt werden. Dies trifft hier nicht zu. Durch die Osteotomie-Operation konnte eine Heilung mit Defekt oder der Eintritt eines stabilisierten Zustandes verhindert werden, welche die Berufsbildung h�tten beeintr�chtigen k�nnen. Das Ergebnis dieser Operation und die auf Grund des postoperativen Verlaufs gestellte Prognose wurden als derart g�nstig bezeichnet (Erw. 2b hievor), dass im Anschluss an diese Sanierung nicht mehr mit weiteren operativen Behandlungsmassnahmen gerechnet werden m�sse und eine n�chste Kontrolle erst zwei Jahre nach der Untersuchung vom 25. Januar 2000 stattzufinden brauche. Steht demnach fest, dass der Eintritt eines schwerwiegenden Defektzustandes nicht mehr als wahrscheinlich droht, sind die wachstumsbedingten periodischen Kontrollen der H�ftentwicklung sowie der Ausgleich der minimen Beinl�ngendifferenz nicht als Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG zu �bernehmen, wie die IV-Stelle mit Verf�gung vom 31. Oktober 2000 zu Recht festgestellt hat.
3.- a) Nach Art. 134 OG darf das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im Beschwerdeverfahren �ber die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen den Parteien in der Regel keine Verfahrenskosten auferlegen.
Diese Bestimmung wurde vom Gesetzgeber vor allem im Interesse der Versicherten geschaffen, die mit einem Sozialversicherer im Streit stehen. Der Grundsatz der Unentgeltlichkeit des Verfahrens vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht gilt nicht f�r den Fall, dass sich zwei Unfallversicherer �ber Leistungen aus Unfallfolgen f�r einen gemeinsamen Versicherten streiten (BGE 119 V 220).
Diese Sichtweise hat ihre G�ltigkeit auch dort, wo die Invalidenversicherung und ein Krankenversicherer im Streit �ber die Leistungspflicht liegen. Folglich hat die Beschwerdegegnerin als fast ausschliesslich unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen (BGE 127 V 111 Erw. 6a mit Hinweisen).
b) Grunds�tzlich keinen Anspruch auf Parteientsch�digung haben obsiegende Beh�rden und mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Organisationen (Art. 159 Abs. 2 OG). Zu den mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen geh�ren insbesondere die SUVA, die anderen UVG-Versicherer, die Krankenkassen und die Pensionskassen (nicht publizierte Erw. 6 des Urteils BGE 120 V 352 mit Hinweisen). Auf Grund des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens kann offen bleiben, ob die vorinstanzliche Zusprechung einer Parteientsch�digung an die SWICA, die ihre Interessen durch angestellte Anw�ltinnen des firmen-internen Rechtsdienstes wahrnehmen liess, zul�ssig war.
des Kantons Thurgau, dem Bundesamt f�r

References: Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 48
 BGE 
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 134
 BGE