Source: https://www.bs-soziale-dienste.de/soziale-dienste/de/leistungen/erziehungshilfe?urlanker=intsozEinzel
Timestamp: 2020-08-15 10:14:02+00:00

Document:
Intensive Unterstützung zur sozialen Integration Jugendlicher
Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung gem. § 35 SGB VIII:
„Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll Jugendlichen gewährt werden, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Die Hilfe ist in der Regel auf längere Zeit angelegt und soll den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen Rechnung tragen.“
(§ 35 SGB VIII)
auf den Einzelfall abgestimmtes Betreuungsarrangement
soziale Integration und Stabilisierung der Persönlichkeit
intensive und individuelle Unterstützung
Heike Brodtmann, päd. Leitung Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg
Die Erziehungsbeistandschaft, Betreuungshelfer gem. § 30 SGB VIII:
„Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern.“ (§ 30 SGB VIII)
Unterstützung bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen
Die Sozialpädagogische Familienhilfe gem. § 31 SGB VIII:
„Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.“ (§ 31 SGB VIII)
Intensive Betreuung und Begleitung von Familien
Hilfe bei Erziehungsaufgaben
Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen
Konflikt- und Krisenlösung
Daniela Hoppe, päd. Leitung ambulantes Team Stade
Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche gem. § 35a SGB VIII:
(1) Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.
(1a) Hinsichtlich der Abweichung der seelischen Gesundheit nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Stellungnahme einzuholen:
eines Arztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
eines Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder
eines Arztes oder eines psychologischen Psychotherapeuten, der über besondere Erfahrungen auf dem Gebiet seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen verfügt.
Die Stellungnahme ist auf der Grundlage der internationalen Klassifikation der Krankheiten in der vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information herausgegebenen deutschen Fassung zu erstellen. Dabei ist auch darzulegen, ob die Abweichung Krankheitswert hat oder auf einer Krankheit beruht. Die Hilfe soll nicht von der Person oder dem Dienst oder der Einrichtung, der die Person angehört, die die Stellungnahme abgibt, erbracht werden.
(4) Ist gleichzeitig Hilfe zur Erziehung zu leisten, so sollen Einrichtungen, Dienste und Personen in Anspruch genommen werden, die geeignet sind, sowohl die Aufgaben der Eingliederungshilfe zu erfüllen als auch den erzieherischen Bedarf zu decken. Sind heilpädagogische Maßnahmen für Kinder, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, in Tageseinrichtungen für Kinder zu gewähren und lässt der Hilfebedarf es zu, so sollen Einrichtungen in Anspruch genommen werden, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut werden.“ (§ 35a SGB VIII)
Unterstützung bei der Ermöglichung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft
Intervention bezüglich Beeinträchtigungen bei der Lebensbewältigung
Kooperation zwischen allen Beteiligten
Lebensfeldbezogene Hilfen
In Zusammenarbeit und Gesprächen zwischen Erziehungsberechtigten, jungen Menschen, Jugendamt und unseren Mitarbeiter/-innen wird die notwendige Hilfe im Einzelfall geplant. Eine sozialpädagogische Fachkraft übernimmt daraufhin die Betreuung entsprechend den gemeinsam vereinbarten Zielen in Ihrer häuslichen Umgebung.
Wir führen Clearingverfahren nach §§27 ff SGB VIII im ambulanten Setting, sowie als Annexleistung im stationären Setting durch.
Das Clearingverfahren dient als kurzfristig einsetzbares und flexibel gestaltbares Angebot, in dessen Rahmen ungeklärte Problemlagen analysiert und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Hierbei findet in besonderen Umfang die Individualität der Hilfesuchenden und die Dynamik aktueller Problemlagen Beachtung. Das Clearing eignet sich somit insbesondere auch bei akuten Krisen, um für alle Beteiligten zeitnah Klärung und passende Hilfe herbeizuführen. Der Klient ist dabei der Experte für seine Lebenssituation, in dieser wir Krisen als eine gute Voraussetzung für Veränderungen sehen.
Judith Heicks, Clearingbeauftragte
Die Zusammenarbeit mit dem auftraggebenden Jugendamt und unseren Klienten ist von Transparenz, Ehrlichkeit und Lösungsorientierung geprägt. Im Rahmen des Clearingverfahrens sollen so für alle Beteiligten neue Handlungsoptionen gefunden werden.
Ist ein Kind oder ein Jugendlicher bereits in einer stationären Einrichtung der Jugendhilfe untergebracht, kann zusätzlich ein Clearingverfahren durchgeführt werden. Insbesondere bei der Klärung einer eventuellen Rückführung und in komplexen Fällen mit eiligem Klärungsbedarf bietet sich dies an.
Ambulantes Clearing für Kinder, Jugendliche und Familien
Clearingverfahren für Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe
Klärung der Frage nach geeigneter Hilfeform und gemeinsame Arbeit an der Akzeptanz dieser
Flexible Einsatzmöglichkeiten, Zeitraum meist ca. 3 Monate
Clearing für unbegleitete minderjährige Asylsuchende bei Inobhutnahme nach §42a
Einsatz von Sprachmittlern im Clearingverfahren möglich
Erfahrene Fachkräfte der Psychologie und Sozialpädagogik
Zusatzqualifikationen in den Bereichen Traumapädagogik, Kinderschutz, Mediation und systemische Beratung
Stationäre Wohngruppe gem. § 34 SGB VIII
Das Angebot der stationären Unterbringung in der Wohngruppe nach § 34 SGB VIII soll mit ihren spezifischen sozialpädagogischen Möglichkeiten, Kindern und Jugendlichen Heimat und Geborgenheit in einer Gruppe geben und sie im familienähnlichen Kontext alters- und entwicklungsgemäß fördern.
Das Angebot richtet sich an verhaltensauffällige, delinquente Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sowie an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vom 14. bis zum 21. Lebensjahr und im Schwerpunkt an Jungen und Mädchen, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr im Haushalt der Eltern leben können.
Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung in einer Wohngruppe soll Kinder und Jugendliche durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen Angeboten und in einem therapeutischen Netzwerk in ihrer Entwicklung fördern.
Sie soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie:
eine Rückkehr in die Familie zu erreichen versuchen,
Inobhutnahme gem. § 42 SGB VIII und §§ 42a ff. SBG VIII
Die Inobhutnahme dient dem Schutz von Kindern und Jugendlichen bei drohender Gefährdung ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit oder der vorläufigen Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach unbegleiteter Einreise. Liegen dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vor, so kann der betreffende Jugendliche zum Schutz und zur Klärung der Situation in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden.
Schutz und Sicherheit, auch vor drohender, lebens- oder entwicklungsgefährdender Vernach-lässigung, Misshandlung und (sexueller) Gewalt stehen in diesem Setting an erster Stelle. Ziel der Betreuung in der Inobhutnahmestelle soll es sein, dem Jugendlichen auch das Gefühl zu vermitteln, in Sicherheit zu sein.
Des Weiteren ist die Unterstützung des Kindes oder Jugendlichen bei der Bewältigung von Krisen- oder Konfliktsituationen im Rahmen einer sozialpädagogischen Krisenintervention ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Zur Stabilisierung dient die Sicherstellung der gewohnten Tagesstruktur beziehungsweise die die Entwicklung einer alternativen, wenn auch vorübergehenden, Tagesstruktur.

References: § 35
 § 30
 § 31
 § 35
 §42
 § 34
 § 34
 § 42