Source: http://www.gesetze-im-internet.de/immobkfmausbv/BJNR039800006.html
Timestamp: 2020-08-13 20:03:23+00:00

Document:
ImmobKfmAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau
Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau
ImmobKfmAusbV
Ausfertigungsdatum: 14.02.2006
"Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau vom 14. Februar 2006 (BGBl. I S. 398)"
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demmächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Ausbildungsberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau wird staatlich anerkannt.
§ 3 Zielsetzung und Struktur der Berufsausbildung
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
(2) Die Ausbildung gliedert sich in
gemeinsame Qualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis 7 und
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 8.
Personalwirtschaft;
Organisation, Information und Kommunikation:
Teamarbeit und Kooperation,
Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben;
Betriebliches Rechnungswesen,
Steuern und Versicherungen;
Marktorientierung:
Kundenorientierte Kommunikation,
Entwicklungsstrategien, Marketing;
Immobilienbewirtschaftung:
Pflege des Immobilienbestandes,
Grundlagen des Wohnungseigentums,
Verwaltung gewerblicher Objekte;
Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien;
Begleitung von Bauvorhaben:
Zwei Wahlqualifikationseinheiten aus der Auswahlliste gemäß Absatz 2.
(2) Die Auswahlliste nach Absatz 1 Nr. 8 umfasst folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Steuerung und Kontrolle im Unternehmen,
Gebäudemanagement,
Maklergeschäfte,
Bauprojektmanagement,
Wohnungseigentumsverwaltung.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich anhand praxisbezogener Aufgaben oder Fälle in höchstens 120 Minuten in folgenden Prüfungsgebieten durchzuführen:
Ausbildungsbetrieb und Immobilienmarkt,
Mietobjekte und Immobilienvermittlung,
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:
Kaufmännische Steuerung, Dokumentation,
Kundengespräch, Teambesprechung.
Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 1 bis 3 schriftlich und im Prüfungsbereich nach Nummer 4 mündlich durchzuführen.
im Prüfungsbereich Immobilienwirtschaft:
In höchstens 180 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er Arbeitsabläufe planen und organisieren, Immobilienmärkte und Zielgruppen analysieren, immobilienbezogene und kundengerechte Dienstleistungen entwickeln, Kunden informieren, Immobilien erwerben, veräußern und vermitteln sowie Objekte bewirtschaften kann. Ferner soll er zeigen, dass er rechtliche Vorschriften beachten sowie Aspekte der Wirtschaftlichkeit, der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes berücksichtigen kann. Dafür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Immobilienmärkte,
Immobilienbestand,
Immobiliengeschäfte,
Bauen und Finanzieren;
im Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung, Dokumentation:
In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er zur Vorbereitung von Entscheidungen Problemstellungen analysieren, Daten ermitteln, Kalkulationen durchführen, Kennziffern und Statistiken auswerten sowie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und dokumentieren kann. Dafür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnung,
Budgetplanung und -überwachung,
In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen kann;
im Prüfungsbereich Kundengespräch, Teambesprechung soll der Prüfling eine praxisbezogene Aufgabe bearbeiten. Gegenstand der Aufgabenstellung sind Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß § 4 Abs. 1 in Verbindung mit einer der gewählten Wahlqualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 2. Der Prüfling wählt eine von zwei ihm zur Wahl gestellten Aufgaben aus. Die zur Wahl gestellten Aufgaben müssen dieselbe Wahlqualifikationseinheit berücksichtigen. Im Rahmen eines Kundengesprächs oder einer Teambesprechung soll der Prüfling zeigen, dass er Aufgabenstellungen erfassen und Lösungswege entwickeln und begründen kann. Ferner soll er zeigen, dass er insbesondere wirtschaftliche, rechtliche, technische und ökologische Zusammenhänge beachten sowie service-, ziel-, adressaten- und situationsbezogen kommunizieren kann. Dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von höchstens 20 Minuten einzuräumen. Das Kundengespräch oder die Teambesprechung soll die Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten.
(4) Sind die Prüfungsleistungen in bis zu zwei schriftlichen Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen schriftlichen Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
(5) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses hat der Prüfungsbereich Immobilienwirtschaft gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte Gewicht.
(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis und in mindestens zwei der in Absatz 2 Nr. 1 bis 3 genannten Prüfungsbereiche sowie im Prüfungsbereich Kundengespräch, Teambesprechung mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/ zur Immobilienkauffrau - Sachliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2006, 401 - 406)
Abschnitt I: Gemeinsame Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1
(§ 4 Abs. 1 Nr. 1.1)
Aufgaben, Aufbau und Entscheidungsstrukturen des Ausbildungsbetriebes erläutern
Kapitalausstattung von immobilienwirtschaftlichen Unternehmen in Abhängigkeit von der Rechtsform beschreiben
die Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Behörden beschreiben
Zielsetzung und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt erläutern
Geschäftsausübung in eigenem Namen von der Geschäftsausübung im Auftrag Dritter unterscheiden
(§ 4 Abs. 1 Nr. 1.2)
Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis beachten
den betrieblichen Ausbildungsplan mit dem Ausbildungsrahmenplan vergleichen
arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen, für das Unternehmen wichtige tarifvertragliche Regelungen, Dienst- und Betriebsvereinbarungen sowie Mitbestimmungsrechte beachten
wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages nennen
lebensbegleitendes Lernen als Voraussetzung für berufliche und persönliche Entwicklung nutzen, berufsbezogene Fortbildungsmöglichkeiten ermitteln
(§ 4 Abs. 1 Nr. 1.3)
Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 1.4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
1.5 Personalwirtschaft
(§ 4 Abs. 1 Nr. 1.5)
Personalbedarf feststellen, Personalprofile erstellen
Aufgaben der Personalbetreuung wahrnehmen, insbesondere Auskünfte über Entgeltabrechnungen erteilen
Beginn und Beendigung von Arbeitsverhältnissen vorbereiten
2 Organisation, Information und Kommunikation
2.1 Arbeitsorganisation
(§ 4 Abs. 1 Nr. 2.1)
die eigene Arbeit in Geschäftsprozesse einordnen, systematisch und qualitätsbewusst planen, durchführen und kontrollieren
Arbeitsprozesse dokumentieren
Möglichkeiten funktionaler und ergonomischer Arbeitsplatz- und Arbeitsraumgestaltung nutzen
Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation vorschlagen
unternehmerisches Denken entwickeln, rechtliche Regelungen zur Aufnahme selbstständiger Tätigkeit erläutern
2.2 Informations- und Kommunikationssysteme
(§ 4 Abs. 1 Nr. 2.2)
Informations- und Kommunikationssysteme zur Umsetzung von Geschäftsprozessen fachbezogen anwenden
bei technischen Störungen Maßnahmen zu ihrer Behebung veranlassen
Daten pflegen und sichern
Vorschriften zum Datenschutz und zum Urheberrecht beachten
2.3 Teamarbeit und Kooperation
(§ 4 Abs. 1 Nr. 2.3)
Auswirkungen von Information, Kommunikation und Kooperation auf Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg beachten
Aufgaben im Team planen und bearbeiten, Ergebnisse abstimmen und auswerten
zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
2.4 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
(§ 4 Abs. 1 Nr. 2.4)
fremdsprachige Fachbegriffe verwenden
fremdsprachige Informationen auswerten
fremdsprachige Auskünfte erteilen und einholen
3 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
3.1 Betriebliches Rechnungswesen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 3.1)
das Rechnungswesen als Instrument kaufmännischer Planung, Steuerung und Kontrolle erläutern
Rechnungen prüfen, Zahlungen vorbereiten und veranlassen
Rechnungen erstellen, Zahlungseingänge kontrollieren und Zahlungsrückstände anmahnen
Belegbuchungen vorbereiten und Buchungen gemäß Kontenplan und Buchungsprogrammen ausführen
geschäftsbereichsbezogene Monats- oder Quartalsabschlüsse erstellen
Statistiken und Berichte zur Vorbereitung von Entscheidungen erstellen
3.2 Controlling
(§ 4 Abs. 1 Nr. 3.2)
Notwendigkeit einer laufenden Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von betrieblichen Leistungen begründen
Soll-Ist-Vergleiche erstellen und Budgets vorbereiten
an kaufmännischen Steuerungs- und Kontrollaufgaben mitwirken, insbesondere Statistiken und Berichte zur Vorbereitung von Entscheidungen auswerten und zusammenfassen
3.3 Steuern und Versicherungen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 3.3)
Steuern und Abschreibungen berechnen
Steuerarten für Immobilien erläutern
Versicherungsrisiken für Immobilien unterscheiden, Versicherungsangebote einholen und bewerten
4 Marktorientierung
(§ 4 Abs. 1 Nr. 4)
4.1 Kundenorientierte Kommunikation
(§ 4 Abs. 1 Nr. 4.1)
Wirkungen kundenorientierten Verhaltens für den Geschäftserfolg beachten
Gesprächsführungstechniken bei Informations-, Beratungs- und Verkaufsgesprächen anwenden
Themen und Unterlagen situations- und adressatengerecht aufbereiten und präsentieren
4.2 Entwicklungsstrategien, Marketing
(§ 4 Abs. 1 Nr. 4.2)
Veränderungen von Angebot und Nachfrage feststellen, deren Ursachen und Auswirkungen bewerten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen
Marktaktivitäten des Ausbildungsbetriebes und der Wettbewerber vergleichen
Werbeaktionen unter Beachtung rechtlicher Bestimmungen umsetzen
Marketingmaßnahmen vorschlagen
Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit vorschlagen
5 Immobilienbewirtschaftung
5.1 Vermietung
(§ 4 Abs. 1 Nr. 5.1)
Mietpreise kalkulieren, Mietpreisveränderungen planen und umsetzen
Kundengespräche und Wohnungsbesichtigungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Erwartungen von Mietern und Mietinteressenten planen und durchführen
Mietverträge unterschriftsreif vorbereiten
Wohnungen abnehmen, übergeben und Protokolle anfertigen
Mietvertragskündigungen bearbeiten, deren Abwicklung koordinieren und Endabrechnungen erstellen
Heiz- und Betriebskosten abrechnen
Mieter adressaten- und situationsgerecht informieren
auf Mieterstreitigkeiten mit Methoden des Konfliktmanagements reagieren sowie die Einhaltung der Hausordnung sicherstellen
Vertragsstörungen mit sozialem Management entgegenwirken
Mieter in besonderen Lebenslagen über Hilfsangebote beraten
Mietrückstände feststellen, gerichtliche und außergerichtliche Mahnverfahren, Zahlungs- und Räumungsklagen sowie Zwangsvollstreckungen veranlassen
5.2 Pflege des Immobilienbestandes
(§ 4 Abs. 1 Nr. 5.2)
Bedarf an Instandhaltungen, Instandsetzungen, Modernisierungen und Sanierungen ermitteln sowie deren Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten prüfen
Produkte und Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt des nachhaltigen Wirtschaftens beurteilen und deren Einsatzmöglichkeiten prüfen
Kosten schätzen, Budgets erarbeiten
Aufträge erteilen und abwickeln
Mieteranträge zur Wohnwertverbesserung bearbeiten
Schadensfälle unter Berücksichtigung der im Ausbildungsbetrieb bestehenden Versicherungen bearbeiten
5.3 Grundlagen des Wohnungseigentums
(§ 4 Abs. 1 Nr. 5.3)
rechtliche Bedingungen und Verfahren der Begründung von Wohnungs- und Teileigentum erläutern
Bestimmungen von Teilungserklärungen und Gemeinschaftsordnungen anwenden sowie ihre Auswirkungen auf die Wohnungseigentumsverwaltung und Wirtschaftspläne erläutern
Recht und Pflichten der Wohnungseigentümer und der Verwaltung erläutern
Wohnungseigentümerversammlungen vor- und nachbereiten
5.4 Verwaltung gewerblicher Objekte
(§ 4 Abs. 1 Nr. 5.4)
Lebenszyklen gewerblicher Objekte beschreiben
Flächenbewirtschaftung steuern
Objektbuchhaltung durchführen
gewerbliche Mietverträge gestalten und optimieren
Nebenkosten und Serviceleistungen abrechnen
6 Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien
Leistungsarten und Leistungsbereiche eines Maklerunternehmens beschreiben
Exposes erstellen und auswerten
Immobilien nach Lage, Beschaffenheit und Nutzungsmöglichkeiten beurteilen
Grundstücksrechte und -belastungen innerhalb und außerhalb des Grundbuchs feststellen, Risiken prüfen
Kaufpreise ermitteln und Erwerbsnebenkosten feststellen
Inhalt und Abwicklung von Grundstückskauf- und Erbbaurechtsverträgen erläutern
Kaufobjekte übergeben, Kaufpreise abrechnen
Maklervertragsbedingungen und Provisionsansprüche erläutern
7 Begleitung von Bauvorhaben
7.1 Baumaßnahmen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 7.1)
baurechtliche Anforderungen einschließlich Erschließung und städtebaulicher Vorgaben bei Planungen berücksichtigen
Bauteile, Materialien und Produkte und ihre Anwendungsbereiche unterscheiden
Bauzeichnungen erläutern
Unterlagen für Bauanträge zusammenstellen
7.2 Finanzierung
(§ 4 Abs. 1 Nr. 7.2)
Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführen
Darlehensangebote anfordern, Konditionen vergleichen und alternative Finanzierungspläne entwerfen
Liquiditäts- und Belastungspläne aufstellen
Möglichkeiten einer Umfinanzierung prüfen
Voraussetzungen für eine Förderung prüfen und Anträge auf Gewährung von Fördermitteln vorbereiten
Rentabilität beim Erwerb und bei der Erstellung von Mietwohnungs- und Gewerbeobjekten ermitteln
Finanzierungsinstrumente und Sicherungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Bedeutung einschätzen
Abschnitt II: Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationseinheiten gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 2
1 Steuerung und Kontrolle im Unternehmen
(§ 4 Abs. 2 Nr. 1)
Portfoliomethode anwenden und Vorschläge für Unternehmensentscheidungen erarbeiten
Aufbau und Gliederung von Ertragsbereichen erläutern
Deckungsbeitrags- und Betriebsergebnisrechnungen unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Steuern und Abgaben durchführen
die Erstellung von Jahresabschlüssen und Wirtschaftsplänen vorbereiten, dabei handelsrechtliche und steuerrechtliche Bilanzierungsgrundsätze anwenden
Steuerunterlagen zusammenstellen und Steuererklärungen vorbereiten
Anforderungen interner und externer Revisionen und Prüfungen beachten
2 Gebäudemanagement
(§ 4 Abs. 2 Nr. 2)
Maßnahmen der technischen Gebäudebetreuung, insbesondere in den Bereichen Gebäudeleittechnik, Gebäudeautomation, Sanitär-, Klima- und Heizungstechnik, Netzwerktechnik und Lichtsysteme, koordinieren
Reinigung, Entsorgung und Hausmeisterdienste organisieren
Pflege von Außenanlagen veranlassen und kontrollieren
Fuhrparkmanagement betreiben
Maßnahmen der Gebäudeüberwachung und Sicherheitstechnik organisieren und deren Einhaltung überprüfen
Personaleinsatzpläne erstellen
Betriebskosten optimieren
3 Maklergeschäfte
(§ 4 Abs. 2 Nr. 3)
Vermittlungsobjekte suchen und in Informationssystemen verwalten
in Fragen der Wertermittlung beraten
Maklervertragsbedingungen festlegen, Verträge erstellen
Anzeigen und Exposes gestalten und in Medien veröffentlichen
Sonderaktionen und Veranstaltungen planen und durchführen
Werbemaßnahmen entwickeln und ihre Wirksamkeit beurteilen
Objektbesichtigungen organisieren und durchführen
Interessenten bei baulichen Gestaltungsfragen und Finanzierungsmöglichkeiten beraten
notarielle Beurkundung und Übergabe des Kaufobjektes vorbereiten und begleiten
Makler- und Bauträgerverordnung anwenden
rechtliche Regelungen bei der Beratung von Kunden beachten, Haftungsrisiken feststellen und Versicherungsschutz prüfen
Provisionsansprüche sichern
4 Bauprojektmanagement
(§ 4 Abs. 2 Nr. 4)
Baumaßnahmen planen, Leistungsumfang festlegen und Bauleistungen unter Beachtung technischer Vorgaben beschreiben
Angebote einholen, Ausschreibungen und Submissionen sowie Bauverträge unter rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorbereiten
Baumaßnahmen veranlassen, organisieren und kontrollieren, bei Vertragsstörungen geeignete Maßnahmen einleiten
Baumaßnahmen abrechnen
Kaufinteressenten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Vorstellungen bei Fragen zur baulichen Gestaltung und Ausstattung beraten
5 Wohnungseigentumsverwaltung
(§ 4 Abs. 2 Nr. 5)
Wirtschaftspläne, Jahresabrechnungen und Rechnungslegungen erstellen
Eigentümerversammlungen durchführen
Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren herbeiführen
Konflikte erkennen und analysieren, Lösungsstrategien entwickeln und umsetzen
Maßnahmen zur Durchsetzung von Hausgeldansprüchen einleiten
rechtliche Regelungen zum Wohnungseigentum anwenden, das gerichtliche Verfahren in Wohnungseigentumsangelegenheiten erläutern
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/ zur Immobilienkauffrau - Zeitliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2006, 407 - 408)
(1) In einem Zeitraum von insgesamt ein bis zwei Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele a bis c,
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben, Lernziel a,
Betriebliches Rechnungswesen, Lernziele a bis d,
Controlling, Lernziel a,
Kundenorientierte Kommunikation, Lernziel a,
Vermietung, Lernziele a bis f,
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Entwicklungsstrategien, Marketing, Lernziele a bis c,
Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien, Lernziele a und b,
(4) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis drei Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziel d,
Arbeitsorganisation, Lernziele a bis c,
Teamarbeit und Kooperation, Lernziel a,
(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Teamarbeit und Kooperation, Lernziele b und c,
Kundenorientierte Kommunikation, Lernziele b und c,
Vermietung, Lernziele g bis k,
Grundlagen des Wohnungseigentums
(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben, Lernziele b und c,
Steuern und Versicherungen, Lernziel c,
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziel e,
Arbeitsorganisation, Lernziele d und e,
Betriebliches Rechnungswesen, Lernziele e und f,
Controlling, Lernziele b und c,
Entwicklungsstrategien, Marketing, Lernziele d bis f,
Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien, Lernziele c bis h,
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Steuern und Versicherungen, Lernziele a und b,
(2) In einem Zeitraum von jeweils vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zwei ausgewählten Wahlqualifikationseinheiten gemäß Anlage 1 Abschnitt II der Berufsbildpositionen

References: § 4

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