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Timestamp: 2017-04-26 06:07:34+00:00

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Geschichten >> 30.03.2017
Kaum sind die Schokoladenreiter aus Bamberg verzehrt, ziehen die fränkischen Film-Festivals ihre Kreise. Schweinfurt geht von 13. bis 15. April in die 18. Runde und stillt den Kurzfilmhunger der Hafenstadt am Main mit über 50 Filmen. Rollen für Kinder, Spezialprogramme und ein Augenmerk auf Satire und schwarzen Humor versprechen der KulturPackt-Verein und das Programmkino KuK. Ebenso Experimentalfilme, Animationsfilme, Gruselstreifen und beeindruckende Dokumentationen, bei einer maximalen Filmlänge von 15 Minuten. Eine Ausnahme bildet nur das Sonderprogramm „Lange Kurze“ am Samstag. Da werden unter dem Motto „Dialekt oder stumm“ einige sehr lustige längere Filme zu sehen sein, die in fränkischer und sächsischer Sprache gedreht wurden oder nur mit Musik auskommen. Last but not least gilt auch in Schweinfurt die P...
mehr... 30.03.2017
Für Freunde der deutschen Geschichte
Am 6. April dieses Jahres wird eine neue, bemerkenswerte Webseite der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: www.hohenzollern-orte.de. Diese neue Informationsquelle im Internet wurde speziell deshalb gemacht, um sich über Ortschaften unterschiedlichsten Zuschnitts, die alle in Verbindung mit der Herrschaftsdynastie der Hohenzollern in Verbindung stehen, zu informieren.
Das Haus Hohenzollern gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dynastien. Ihre erste urkundliche Erwähnung um 1061 verdankt das Adelsgeschlecht dem Mönch Berthold aus dem Kloster Mittelzell auf der Insel Reichenau, der in den Klosterannalen die im Kampf Gefallenen „Burchardus et Wezil de Zolorin“ aufführt. Wie wohl das Stammgebiet mit der Burg Hohenzollern bei Hechingen in Baden-Württemberg liegt, fand sich ein Teil der Familie bereits i...
Kunst-Kaufhaus 2017
Wenn in Schweinfurt kulturell etwas Besonderes geboten wird, dann steckt oft der KulturPackt dahinter, so auch hinter dem Kunst-Kaufhaus 2017, das heuer bereits zum fünften Mal von dem Verein veranstaltet wird. Die Veranstaltung hat in diesem Jahr mit dem Alten Gymnasium eine neue Heimat gefunden. Wer nun denkt, dass das Alte Gymnasium ein heruntergekommenes Schulgebäude ist, der irrt gewaltig. Hierbei handelt es sich um ein gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstandenes, wichtiges Bauwerk der deutschen Renaissance, das heute ebenfalls als Museum dient. Unter dem Motto „Bummeln, schauen, Kunst shoppen“ werden zehn Tage lang mehrere hundert Bilder, Skulpturen, Objekte, Grafiken und Fotografien angeboten, von klassisch bis experimentell, von realistisch bis abstrakt, vom kleinen Lesezeichen bis zum großformatigen Ölgemälde...
Am 21. Mai 2017 ist Internationaler Museumstag! Alle Museen im deutschsprachigen Raum machen Bambule. Sie trommeln mit ihren Pfunden, entstauben Verborgenes, polieren Präsentiertes und öffnen die Tore zu vielfältigen Schätzen, zu unserem kulturellen Erbe. Es ist der Tag, an dem Museen zu lebendigen Geschichtenerzählern werden, an dem ihre Zeichenträger ihre Bedeutungsvielfalt auffächern und an dem der Museumsbesucher zusätzlich zum klassischen Museumsrundgang auf zahlreiche Sonderangebote der Vermittlung und Präsentation zählen kann. Mit dem diesjährigen Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ regt der Deutsche Museumsbund die Ausstellungshäuser an, mutig und verantwortungsvoll ausgewählte Zeitzeugnisse in den Fokus ihres Schaffens zu rücken und somit Verdecktes an den Tag ...
Bamberg, Haßfurt – und dann die Welt?
Haßfurt startet mit seinem ersten Literaturfestival und lädt bekannte Autoren in die Region ein. Zeitgenössische Literatur mit herausragenden und überregional bekannten Schriftstellern wird in Festivalatmosphäre erlebbar sein und die Vielschichtigkeit der Literatur darstellen. Mit diesem Festival soll ein breites Publikum angesprochen werden, dem durch Lesungen und Gespräche die Möglichkeit gegeben wird, in persönlichen Kontakt mit den Autoren zu treten.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist es, Kinder an die Welt der Bücher heranzuführen. Daher liegt ein Augenmerk auf der Literaturvermittlung und Leseförderung für Kinder. Sämtliche Kinderlesungen werden kostenlos angeboten, um ihnen den Zugang zum Lesen zu erleichtern und schon den Kleinsten einen Austausch mit den Autoren zu ermöglichen...
Die einen kommen, die anderen gehen. Beziehungsweise ist das in der Stipendiatenherberge Internationales Künstlerhaus in Bamberg vielmehr umgekehrt. Während die Italiener im Frühjahr 2017 Klein-Venedig verlassen, darf sich Direktorin Nora Gomringer auf neue Gäste aus Griechenland freuen. Und auf die neuen deutschen Kunstprofis, die ihre Kolleginnen und Kollegen ablösen. In der Regel ein Jahr lang finden die Preisträger Domizil, Ruhe und hoffentlich die nötige Muße in der Welterbestadt. Manche auch kürzer. Bildende Künstler, Literaten und Komponisten profitieren vom Aufenthaltsstipendium an der Regnitz. Sie wohnen im Nebengebäude des Wasserschlosses oder im schmucken Ebracher Hof und sind eingeladen, sich ganz auf ihr künstlerisches Schaffen zu konzentrieren. Die zwölf Stipendiaten werden dem...
Nein, mit Götzenverehrung hat das sicher nichts zu tun, wenn sich Bamberger Literaten, darunter so klingende Namen wie Nora Gomringer, Gudrun Schury, Rolf-Bernhard Essig und andere zusammentun, um sich im Rahmen einer von der städtischen Volkshochschule initiierten Veranstaltung mit dem Werk Hans Wollschlägers auseinandersetzen, dessen Todestag sich genau an diesem Tag zum 10. Mal jährt.
Gomringer & Co. gehen gemeinsam mit der VHS und der Bamberger Staatsbibliothek (die seit 2011 das nahezu vollständige Archiv Wollschlägers besitzt) der Frage nach, was von einem Künstlerleben übrigbleibt. Bei Hans Wollschläger, da sind sich wohl alle einig, sehr viel. Deswegen will man den Besuchern dieser Veranstaltung „heiter dringlich“ Leseempfehlungen mit auf den Weg geben um zu einer Auseinandersetzung mit Wo...
500 Jahre nach der Reformation lädt die vierte „Lange Nacht der Kirchen“ in Bamberg am Freitag, den 12. Mai, den christlichen Glauben in seinen unterschiedlichen Facetten und an verschiedensten Orten zu erleben. Eröffnet wird die „Lange Nacht der Kirchen“ um 18.30 Uhr auf der Bühne am Grünen Markt, um 00.00 Uhr schließt sie mit einem Nachtsegen in vielen beteiligten Kirchen. Inhaltlich reicht sie von einem Vespergebet in byzantinischem Ritus in der ukrainisch-griechischen St. Nikolaus-Kirche in Gaustadt über „Message of Songs“ mit VANAPRASTHA in der Maria-Hilf-Kirche in der Wunderburg, einem Gospelabend in St. Wolfgang bis zu Kanzelreden von Nora Gomringer, Martin Neubauer oder Pfarrer Matthias Bambynek in der Stephanskirche. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Gedenken an die Reformatio...
Metamorphe Museumsnacht
Inzwischen ist die Regionale Museumsnacht zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Landkreise Coburg, Sonneberg, Hildburghausen und Kronach geworden. Termin ist dieses Jahr der 13. Mai. Zwischen 18:00 und 23:00 Uhr sind alle Neugierigen auf eine Busreise zu 14 Museen und kulturellen Einrichtungen eingeladen, die besondere Einblicke in Geschichte, Kunst, Gewerbe und Naturwissenschaften ermöglichen. Mit dabei sind unter anderem die Alte Schäferei in Ahorn, das Schiefermuseum Ludwigsstadt, die Stiftung Judenbach, das Deutsche Spielzeugmuseum Sonneberg, das Zweiländermuseum Rodachtal und das Glasmuseum in Rödental.
Entsprechend dem Motto „Metamorphosen“ erwarten die Gäste besondere Programme, in denen verschiedene Wandlungen und Veränderungen erkennbar werden. Die zentrale Eröffnung wird diesmal ...
Vollkontakt Kultur!
Alle guten Dinge sind drei. Und punktgenau zum dritten Male findet das Ausnahmefestival „Kontakt“ im Areal der Bamberger Lagarde-Kaserne statt.
Ausnahmsweise am genau gleichen Standort wie im letzten Jahr, wenngleich mit einigen räumlichen Einschränkungen und Verschiebungen. Denn die Dimension des Festivals wird etwas zurückgedreht, nachdem die vielen ehrenamtlichen Festivalmacher letztes Mal ihre Grenzen neu justieren lernten und deshalb diesmal gerne und ohne Scheu einen Gang zurückschalten.
Der Trend des höher, schneller, weiter ist damit gebrochen - stattdessen wird der bewusste Umgang mit Ressourcen ausgedehnt. Und bei allen Vorsätzen eine ähnlich große Menge an Publikum herzlich willkommen zu heißen wie im Vorjahr, wird programmatisch etwas komprimiert und auf die charmanten kleineren Facette...
Endlich auf dem Weg zum Welterbe?
Die Nordoberpfälzer haben sich ein großes Ziel gesteckt: Die einst vom Kloster Waldsassen kultivierte Landschaft im östlichen Landkreis Tirschenreuth einschließlich des „Landes des 1000 Teiche“ soll von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen werden. Der im März 2015 gegründete Förderverein soll dieses längerfristige, ehrgeizige Projekt forcieren und unterstützen.
Einen großen Schritt dahin werden die Waldsassener wohl im Sommer dieses Jahres abschließen können: die Innenrenovierung der berühmten Stiftsbasilika. Das Mammutprojekt hat damit ganze vier Jahre gedauert, in diesem Zeitraum wurden Chorraum, Langhaus und Vierung komplett überarbeitet. Nach umfangreichen Befunduntersuchungen gibt die neue Farbgestaltung nun das ursprüngliche Konzept aus...
"Vielfalt 17" die II.
Ist das hier ein Bekenner- oder Beweisvideo?
Copyright Foto: © Stadt Bamberg, Pressestelle
"Seit gestern (21.03.) Nacht stehen acht rote Hasen auf der Wiese am Schönleinsplatz. Die Installation „Vielfalt 17“ zitiert die Figurengruppe Wang Shugangs auf der Wiesenfläche gegenüber. So lange es sich um eine temporäre Kunstaktion handelt, zum Beispiel bis Ostern, wird die Stadt das Osterhasenmeeting dulden. „Ich finde es nach wie vor ganz großartig, dass Wang Shugangs Kunstwerk so etwas auslöst,“ betont Kulturbürgermeister Dr. Christian Lange: „Die intensive Beschäftigung der Menschen mit den hockenden roten Männern ist einzigartig.“ Wenn das Kunstwerk längere Zeit stehen bleiben würde, müsste man es konsequenterweise abräumen, so Dr. Lange: „Ich lade die derzeit noch unbekannten Künstler allerdings herzlich dazu ein mit uns ins Gespräch zu ko...
mehr... 13.02.2017
Nora-Eugenie Gomringer, Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg, verabschiedet 12 Preisträger des Villa Concordia-Stipendiums aus ITALIEN und DEUTSCHLAND mit der Herausgabe eines Jahresmagazins, der Publikation "Concordi.A.". Die neue Ausgabe wird am Donnerstag, 23. Februar 2017 um 19 Uhr im Künstlerhaus an die Künstler, die fast ein Jahr lang von Bamberg aus arbeiteten, übergeben und in diesem Jahr durch die Premiere eines Filmbeitrags über die Gestalter des Magazins, 2xGoldstein aus Karlsruhe, gefeiert. Feiern Sie mit, der Eintritt ist frei!
Information zum Veranstalter: Noch bis März 2017 verbringen 12 Künstler aus Deutschland und Italien ihr vom Freistaat Bayern verliehenes Aufenthaltsstipendium im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia, das es seit 1997 in Bamberg gibt un...
mehr... 01.02.2017
Luther ante portas
Auch in den kommenden Monaten ist das Reformationsjubiläum auf vielen Theaterbühnen, in Orchestergräben und zahlreichen weiteren Kultureinrichtungen präsenter denn je. Schauen Sie selbst.
„Luther! – Das klare Wort“ lautet der Uraufführungsbeitrag des Ansbacher Theaters zum Reformationsjubiläum, der am 4. März in der Schwanenritterkapelle von St. Gumbertus seine Premiere haben wird. Das Stück der Leipziger Autorin Friederike Köpf handelt von nichts Geringerem als dem Kampf um Gerechtigkeit, die Freiheit des Gewissens und die Liebe zur Wahrheit.
Die Theateraufführung Katharina Lutherin zu Wittenberg zeigt das Leben der Katharina von Bora als Ein-Personen-Stück. Vor dem Hintergrund der Reformation bestritt Martin Luthers Frau tapfer den Alltag, der von Verleumdung und Geldsorgen geprägt war...
mehr... 02.02.2017
Direktorenwechsel in der Bamberger Staatsbibliothek
Wissenschaftler und Bibliothekare gehören eher zu den stillen Zeitgenossen. Man muss schon genau hinhören, wenn man sie zwischen all den Büchern aufspüren will. Als Außenstehender bekommt man von dem, was hinter den Kulissen aus überbordenden Bücherregalen alles vonstattengeht, gar nicht viel mit, was schade ist, auf der anderen Seite ist eben diese Zurückhaltung und fast schon mystische Stille in und um Bibliotheken genau das, was sie auszeichnet.
Es ist also nicht verwunderlich, dass der Direktorenwechsel an der Bamberger Staatsbibliothek im Herbst 2016 ganz leise über die Bühne ging. Ohne großes Brimborium übernahm die aus Franken stammende und zuletzt in München an der Bayerischen Staatsbibliothek als Leiterin des Referats „Handschriftenerschließungszentrum und Inkunabelsammlung“...
Bamberger Literaturfestival die II.
Wie gut ein Projekt funktionieren kann, wenn sich entscheidende Kompetenzen, Motivation und Durchhaltevermögen zusammentun und zielgerichtet eingesetzt werden, das konnten die Vertreter der Presse kurz vor dem Start der zweiten Ausgabe des Bamberger Literaturfestivals BamLit noch einmal persönlich erleben. Das vielköpfige Organisationsteam hatte zu einem letzten (Vor-)Gespräch in die Räume des Stadtmarketingvereins Bamberg geladen, um über den aktuellen Stand der Planungen, Verkaufszahlen etc. zu sprechen. Nachdem Kurator Dr. Thomas Kraft noch einmal die Bedeutung dieses Events für die Bamberger Kulturlandschaft hervorgehoben hatte und dabei betonte, dass es, obwohl die Verantwortlichen mit der Erstausgabe im vergangenen Jahr die Hürde sehr hoch gelegt hatten, erneut einen Qualitätssprung geben würde (schließlich h...
Jung, alt und alter Ego
Seine Ensembles heißen Boxgalopp, Mahrsmännchen, Rakete Bangkok, Kapelle Rohrfrei oder Kellerkommando. Mit „Bier gewinnt“ ist er aktuell unterwegs. Als Hits- und Glitzerboys-Akteur Moderator und DJ des guten schlechten Geschmacks. Als BR-Moderator ist er gleichermaßen Forscher wie Lehrmeister. David Saam, der studierte Musikethnologe, gebürtig aus Heroldsbach, ist vielfältig im Einsatz und stets im Dienste der populären Musik. Seine Antistadl-Festivals haben Kultcharakter und stehen, wie auch längst er selbst und seine zahlreichen Missionen, für die unermüdliche Entstaubung der fränkischen Volksmusik. Zumeist mit Akkordeon bewaffnet ist er regelmäßig im Einsatz und hat sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Seine „Kneipenmusik“ läuft in Bälde an, bei der die Gäs...
mehr... 15.12.2016
David Saam erhält das Kunststipendium 2017 von Stadt und Landkreis Bamberg. Der Bamberger Stadtrat folgte in seiner Sitzung vom 14. Dezember der Empfehlung der Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Christian Lange. Das Kunststipendium Bamberg in Höhe von 9.000 Euro wurde zum dritten Mal vergeben. Die Ausschreibung erfolgt im Wechsel mit dem Landkreis Bamberg, der 2016 erstmals das Stipendium vergeben hatte. Das Stipendium soll es in der Region wohnhaften Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich einige Monate lang auf die künstlerische Arbeit konzentrieren zu können, um Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen. Für 2017 hatten sich 23 Künstlerinnen und Künstler jeden Alters und aller Kunstsparten beworben. Die Jury - Vorsitz: Dr. Christian Lange, Juroren: Landrat Johann Kalb, Guido ...
mehr... 09.12.2016
Auf in Runde vier!
Evelyn Meining wird für weitere fünf Jahre das Mozartfest Würzburg als Intendantin leiten. Seit 2013 lenkt sie die künstlerischen Geschicke des renommierten Klassikmusikfestivals. Am Dienstag, 6. Dezember beschloss die Stadt Würzburg, den Vertrag über 2018 hinaus bis 2023 zu verlängern.
Im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz zum Mozartfest 2017 – die vierte von Meining verantwortete Festivalsaison – verkündete Kulturreferent Muchtar Al Ghusain diesen Beschluss. „Das Mozartfest Würzburg hat unter der Intendanz von Evelyn Meining in kurzer Zeit einen großartigen Aufschwung genommen. Das Festival hat völlig neue Akzente erhalten, große Künstler und international renommierte Komponisten wurden in das Festival eingebunden, neue Formate wie das MozartLabor sorgen für inhaltliche Konz...
Ausschreibung für ortung X läuft:
mehr... 02.12.2016
Neue Direktorin stellt sich vor
Anlässlich des Amtsantritts von Frau Dr. Bettina Wagner als neue Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg zum 1. Oktober 2016, wurde am gestrigen Nachmittag eine Pressekonferenz einberufen.
mehr... 30.11.2016
Humorvolles zur Weihnacht Die beiden Schauspieler Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler bringen mit der Schauspielerin Tina-Nicole Kaiser auf humorvolle Art und Weise eine vorweihnachtliche Stimmung mit Geschichten und Gedichten vieler bekannter Autoren, darunter Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern, Joseph Freiherr von Eichendorff, Theodor Fontane sowie eigenen Texten auf die Bühne im Altmühlsee-Informationszentrum.
Lesung am Freitag, 02. Dezember 2016, 19.00 Uhr im Altmühlsee-Informationszentrum in Muhr a.See
Der Eintritt frei ist frei. Spenden zugunsten der Altmühlsee Festspiele werden erbeten.
Tina-Nicole Kaiser © Pressefoto
mehr... 28.11.2016
Villa außer Rand und Band!
Die neue Reihe des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg geht in die dritte Runde. Bunte Abende mit Talk, Musik und Schauspiel sind es, die das Kuratoren- und Moderatorenteam Nora-Eugenie Gomringer und Martin Beyer im Schilde führen. Hauptsache es geht wild zu, die Inhalte werden zu jedem Event gründlich neu gemischt und die Mottos der Abende werden umsichtig umkreist. Nach „Vom Anfangen“ und „Von der Weite“ wird mit „Vom Können“ diesmal ganz im Zeichen der Skills agiert: Neben der Klartraumforscherin Melanie Schädlich werden bei der dritten Ausgabe des turbulenten Formats „Hörsturz“ meets MC Jonas (Bambägga) und das Tanzensemble „Wackelkontakt“ bei der inklusiven Suche nach der Burnout-Ärztin helfen. Zusammen mit Chefärztin Dr. Elisabeth Rauh von...
Kalligraphische Schätze im Souterrain
Es gibt bisweilen Premieren, von denen man eigentlich glaubt, dass sie schon seit langem fällig gewesen wären. Eine solche lässt sich seit kurzem im Bayreuther Richard-Wagner-Museum bestaunen. Dort – genauer: im stolz als „Schatzkammer“ bezeichneten Untergeschoss des Hauses Wahnfried – wird nämlich erstmals öffentlich die originale Partiturhandschrift von Richard Wagners letzter Oper ‚Parsifal’ präsentiert. Doch nicht nur das, denn darüber hinaus birgt das Souterrain von Wagners heiliger Adresse in der Wahnfried-Straße weitere wertvolle, weil originale Text- und Notenhandschriften des Meisters zu seinem „summum opus“, unter anderem den Prosaentwurf, das Libretto sowie Kompositions- und Orchesterskizzen. Der besonderen Beziehung zum ultimativen Opernwerk Wagners hatte die Stadt Bayre...
Schlacht um Europa?
Wortneuschöpfungen wie „Leitkultur“, „Rettung des Abendlandes“ o. ä. sind dieser Tage zwar viel diskutiert, aber dennoch, so scheint es, en vogue. Vor dem Hintergrund aktuell vorherrschender politischer Landschaften in Europa fühlen auch wir uns dazu verpflichtet, das politische Geschehen um Frauke Petry, Marine Le Pen und Co. aufzugreifen und ein klares Statement gegen populistische Bewegungen mit nationalistischen Tendenzen zu setzen, vor allem dann, wenn sie unter dem Deckmantel vermeintlicher Kultur agieren. Im Folgenden hat sich unser Autor, Martin Köhl, deshalb einmal genauer mit der sogenannten Identitären Bewegung beschäftigt.
Würde man sich aus japanischer Sicht mit dem Phänomen der Bewegung der „Identitären“ in Europa beschäftigen, so kämen erstaunliche Befunde dabei...
57 streng ausgewählte keramische Meisterbetriebe aus der Region, ganz Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Spanien zeigen auf dem renommiertesten Keramikspezialmarkt in Nordbayern ihre Arbeiten und laden ein zum Bestaunen, Befassen, Benutzen und letztlich auch Kaufen.
Im Vorfeld des Weihnachtstöpfermarktes im Schloss Thurnau haben auch dieses Jahr wieder die „Holzbrenner“ des Weihnachtstöpfermarktes einen keramischen Holzbrand im Thurnauer Holzbrennofen durchgeführt. Das Verfahren, Keramik mit Holz zu brennen, ist Jahrtausende alt und erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Gas und Strom abgelöst worden. Es ist immer eine Herausforderung, die ursprüngliche Technik des keramischen Holzbrandes zu beherrschen und das Feuer wie vor tausenden von Jahren zum Brennen von Keramik zu nutzen. Darüber hinaus „befass...
Reisefieber beim Wagnerverband Bamberg
Man kann es nicht anders sagen: Seit geraumer Zeit boomt der Richard-Wagner-Verband Bamberg und zieht immer mehr Interessenten an, ob das nun die eintrittsfreien Vortragsveranstaltungen mit renommierten Referenten, das Stipendiatenkonzert oder die Musik- und Kunstfahrten sind. Mit der Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner und Dagny Beidler aus der Schweiz kamen im letzten Jahr gleich zwei Wagner-Urenkelinnen erstmals zu Vorträgen nach Bamberg, und Namen wie Udo Bermbach, Holger Noltze und Eva Rieger haben nicht nur in der Wagnerwelt einen guten Klang. Auch zum Auftakt des neuen Jahres bietet der Verein mit Oswald Georg Bauer und Ulrich Drüner Auftritte von Buchautoren an, die aktuell zum Nonplusultra gehören.
Theaterwissenschaftler Bauer, der Dramaturg, Pressechef und langjähriger Mitarbeiter von Festspielleiter Wolfgang Wagner war, hat im Sommer ...
Das kommende Jahr wirft große Schatten voraus: Am 31.10.2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg zum 500. Mal. Ein halbes Jahrtausend christliche Reformationsgeschiche – das ist vielerorts ein Grund zum Feiern und Gedenken. Bereits seit 2008 finden im Zuge der Lutherdekade jährlich zahlreiche Veranstaltungen rund um Luther und seine Anhänger statt. 2017 nun kann das lang herbeigesehnte Jubiläum, auf das nun schon seit etlichen Jahren hingearbeitet wurde, endlich begangen werden. Landesweit beteiligen sich zahlreiche Städte, Kirchen, Theater, Orchester und Museen mit themenspezifischen Theaterstücken, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen etc..
Die Fülle der Veranstaltungen ist schon jetzt beachtlich, und das, obwohl das große Jubiläumsjahr 2017 noch gar nicht richtig begonnen hat....
Die Bamberger Kurzfilmtage sind auch 2017 ein festgeschriebener Termin im Kalender.
Es ist Ende November und wie in jedem der vergangenen 27 Jahre laufen die Planungen für die Bamberger Kurzfilmtage, die vom 23.-29. Januar stattfinden, um diese Jahreszeit auf Hochtouren. Bis zum Beginn muss erfahrungsgemäß noch viel gestemmt werden, aber die Vergangenheit lässt vermuten, dass auch die anstehenden Kurzfilmtage ein voller Erfolg werden.
Nun soll man ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Trotzdem kann man schon mal den Marker zücken und sich den 23. Januar im Kalender anstreichen bzw. freihalten, denn dann werden in Kooperation mit dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia ebenda die Filmfestspiele mit einem Live-Feature feierlich eröffnet. Bei dieser Gelegenheit geben die Regisseurin und Sprecherin Andrea Kilian und der Ger...
Wintersonnenwende, Lichterfest und Kinderglück
Wenn es in Europa einen Feiertagskreis gibt, dem sich niemand entziehen kann, dann ist es Weihnachten. Auch wer mit diesem christlichen Hochfest nichts anfangen kann, spürt dessen Konsequenzen, spätestens jedenfalls, wenn an Heilig Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag das öffentliche Leben zum Erliegen kommt und für die große Mehrheit der Bevölkerung das Zusammensein im Familienkreis angesagt ist. Weihnachten wird am 25. Dezember als Geburtsfest Jesu begangen, was zum ersten Male im Jahre 336 in Rom bezeugt ist und später von Papst Julian I. auch offiziell festgelegt wurde. Allerdings ist der vorchristliche Ursprung dieses Datums als Wintersonnenwende evident und macht daraus quasi ein universelles Fest, das schon Römer, Phönizier und Perser kannten.
Die innerchristlichen Kirchen bzw. Konfessionen unterscheiden sich z.T. be...
BAMLIT goes Musical
Zum ersten Pressetermin des Bamberger Literaturfestivals 2017 waren sie alle gekommen, die Macher, die dieses Event 2016 trotz teils heftigem Gegenwind aus der Taufe gehoben hatten. Stadtmarketing Geschäftsführer und Mitinitiator des BAMLIT, Klaus Stieringer, verkündete sofort die erste gute Nachricht. Tanja Kinkel wird auch im kommenden Jahr als Schirmherrin fungieren, gemeinsam mit Nevel Cumart, der diese Aufgabe in der zweiten Auflage von Paul Maar übernimmt. „Wir brauchen ein Literaturfestival, damit wir Literatur und Kultur in die Region bringen“, lautete anschließend die Feststellung von Landrat Johann Kalb, der sich über die Tatsache freute, dass die Sponsoren dies wohl genauso sähen, andernfalls wäre mit deren Engagement wohl nicht in solchem Maße zu rechnen gewesen. Landrat Kalb zeigte sich außerd...
mehr... 15.11.2016
„Ihre Kunst hat keinerlei Pathos, sie ist streng, programmiert und systematisch.“
Der diesjährige Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst in Europa geht an den Künstler Hans Jörg Glattfelder. Oberbürgermeister Christian Schuchardt überreichte den mit 15.000 Euro aus der Stiftung Peter C. Ruppert dotierten Preis bei einer Feierstunde im Museum im Kulturspeicher am 8. November 2016.
Zur Verleihung waren neben dem Ehepaar Rosemarie und Peter C. Ruppert auch die Schweizer Konsulin Sandra Chawla-Gantenbein vom Schweizerischen Generalkonsulat München und ein früherer Preisträger des Peter C. Ruppert Preises, Hejio Hangen, anwesend. Glattfelder, geboren 1939 in Zürich, zählt zu den herausragenden, international angesehenen Schweizer Vertretern der Konkreten Kunst. Der Kunsthistoriker Serge Lemoine, Laudator der diesjährigen Preisverleihung und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der kon...
mehr... 02.11.2016
Trauer um Hansfried Defet Die Stadt Nürnberg trauert um den großen Nürnberger Kunstmäzen Hansfried Defet, der am 27. Oktober 2016 im Alter von 90 Jahren starb. „Für die Kultur der Stadt Nürnberg ist der Tod von Hansfried Defet ein großer Verlust. Die Nürnberger Kunstszene, viele Künstlerinnen und Künstler und Kunsteinrichtungen haben Hansfried Defet ungemein viel zu verdanken“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. „Gemeinsam mit seiner 2008 verstorbenen und ebenfalls kunstsinnigen Frau Marianne hat er als Sammler, Galerist und Mäzen sein Leben der Kunst gewidmet und diese Leidenschaft ebenso bescheiden wie großherzig Kunstschaffenden und Kunstpflegenden mitgeteilt. Dafür ist die Stadt Nürnberg ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir werden ein ehrendes Gedenken an ihn bewahren.“ ...
mehr... 24.10.2016
Ausschreibung für das Kunststipendium Bamberg 2017
Die Stadt Bamberg schreibt, im Wechsel mit dem Landkreis Bamberg, ein Kunststipendium aus, um professionell arbeitenden Künstlern die Möglichkeit zu eröffnen, Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen.
Das Stipendium ist auf sechs Monate befristet, beginnt frühestens zum 01.01.2017 und endet spätestens zum 31.12.2017. Die Präsentation eines Arbeitsergebnisses kann mit Unterstützung der Stadt Bamberg in geeignetem Rahmen öffentlichkeitswirksam durchgeführt werden.
Bewerben können sich professionell arbeitende Künstler mit Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt in Stadt und Landkreis Bamberg, deren Tätigkeit der Literatur, der Musik, der bildenden Kunst oder der darstellenden Kunst zuzuordnen ist.
Die Bewerbung ist mit dem ausgefüllten und unterzeichneten Bewerbungsformular an das Kultur-, Sc...
Martin Beyer ist der „Künstler des Monats“ Oktober 2016 der Metropolregion Nürnberg Das Forum Kultur der Metropolregion Nürnberg hat den Autor Martin Beyer zum „Künstler des Monats“ Oktober 2016 gewählt. Eine Laudatio von Nora Gomringer.
Seit ein paar Wochen trägt der Autor Martin Beyer einen neuen nom de plume. Er nennt sich Theodor Serapion. Schon im Klang dieses Namens verbirgt sich sein Wohnort und das wunderliche Faktum, dass just an diesem Ort zahlreiche Literaten glücklich oder weniger glücklich ihren Aufenthalt fanden und finden. Im Falle E Theodor! A Hoffmanns wie auch im Falle Martin Beyers ist der Ort Bamberg, nur zum Glück ist Dr. Martin Beyer, der an der dortigen Alma Mater promovierte Germanist, Autor und Dozent, mehr Sonne beschienen als dem legendären Schwarzromantiker.
Im Jahr 1976 geboren, war Beyer Student, als ich dort im Jahr 2000 mit dem strebenden Bemühen begann, er war s...
mehr... 13.10.2016
„Der Tunnel“ (Uraufführung am 16. Oktober 2015 am Stadttheater Fürth) wurde in den Kategorien „Bestes Bühnenbild“ (Marc Jungreithmeier, Video: Marc Jungreithmeier und Anne Chahine) und „Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ (Bettina Meske als Woolf) mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am Dienstag im Tipi am Kanzleramt in Berlin-Mitte statt. In dreizehn Kategorien wurden herausragende Leistungen im deutschsprachigen Musical geehrt. Nominiert waren Musical-Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie die Akademie in ihrer Satzung betont, ist es der Zweck des Vereins „das Musical als wesentlichen Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur zu fördern“. Die Akademie möchte auch den Mut honorieren noch unbe...
mehr... 30.09.2016
2014 entschlossen sich Stadt und Landkreis Bamberg gemeinsam, einen weiteren Baustein in ihrer konzertierten Kunst- und Kulturpolitik an den Start zu bringen, das „Kunststipendium Bamberg“. Es soll KünstlerInnen den Freiraum verschaffen, sich einige Monate auf die kreative Arbeit konzentrieren zu können, um Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen und wird jährlich (im Wechsel zwischen Stadt und Landkreis) für die Dauer von sechs Monaten an KünstlerInnen vergeben, die ihren Wohnsitz in der Stadt oder im Landkreis Bamberg innehaben. Die Höhe des Stipendiums beträgt 9.000 Euro. Die erste Stipendiatin war 2015 die Bamberger Künstlerin Christiane Toewe, die sich und ihre Kunst dem Material Porzellan verschrieben hat.
Und nun, in 2016, erhält Wolfgang Müller, frisch gebackener 1. Preisträger d...
Rundes und Eckiges galore
In nunmehr fünf Kategorien vergibt die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur seit 2006 den deutschen Fußballpreis. Der Walther-Bensemann-Preis, dotiert mit 10.000 Euro, ist benannt nach dem deutschen Fußballpionier und Gründer des kicker und zeichnet eine Person der Zeitgeschichte aus, die im Sinne der Völkerverständigung Besonderes für den Fußball geleistet hat. Das Fußballbuch des Jahres ist dotiert mit 5.000 Euro. Ebenso der Fußball-Bildungspreis. Hier werden Projekte gewürdigt, die den Fußball als Mittel der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen einsetzen. Undotiert bleibt die Prämierung des Fußballspruch des Jahres. Der Siegerspruch wird am Verleihungsabend durch das Publikum gewählt. Seit 2007 vergibt die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur zudem jähr...
Fine A.R.T.S. 2016
Zum zehnten Mal seit 2003 ist die Kunst- und Antiquitätenmesse Fine A.R.T.S. heuer in den Ausstellungsräumen des Kulturspeichers Würzburg zu Gast. Vom 2. bis zum 4. Dezember erwarten 42 Aussteller, Kreative und Kunsthändler Kunstbegeisterte mit Interesse an ihrem hochwertigen Angebot aus den Bereichen Grafik, Malerei und Plastik, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Glas, Antiquitäten und Ambiente, Uhren von Meisterhand, Unikatbekleidung, Accessoires aus Naturmaterialien und vielem mehr. Die vielversprechende Bandbreite der Objekte umfasst sechshundert Jahre. Die Gäste können sich in der Ausstellung davon inspirieren lassen, wie gewinnend sich Altes und Neues verbinden lässt, wenn die Qualität stimmt. So kann man unter anderen am Samstag der Modistin Laura Zieger beim Aufziehen eines Filzhutes zuschauen oder aber aus erster Hand...
Hans Jörg Glattfelder erhält den „Preis Peter C. Ruppert für Konkrete Kunst in Europa“
Am Dienstag, den 8. November 2016, wird der in dreijährigem Turnus vergebene und mit 15.000 Euro dotierte „Preis Peter C. Ruppert für Konkrete Kunst in Europa“ an den 1939 in Zürich geborenen Hans Jörg Glattfelder verliehen, der zu den herausragenden, international angesehenen Schweizer Vertretern der Konkreten Kunst zählt. Angehöriger der dritten Generation der Konkreten, erlebte er die „Gründerväter“ dieser Kunst noch selbst, um sich dann in seiner eigenen Arbeit von ihnen abzusetzen.
Glattfelder, nach François Morellet (Frankreich), Heijo Hangen (Deutschland) und Dóra Maurer (Ungarn) der insgesamt vierte Preisträger des „Ruppert Preises“, betont den Stellenwer...
„Villa Wild“ lautet der Titel der neuen Veranstaltungsreihe des Internationalen Künstlerhauses
Villa Concordia in der Alten Seilerei in Bamberg. Gemeinsam mit Dr. Martin Beyer kuratiert und moderiert die Direktorin Nora Gomringer die Melange aus Kunst, Wissenschaft und Unterhaltung. Das an die Termine von „Bamberg liest“ erinnernde interdisziplinäre, genreübergreifende und themenorientierte Format startete am 06. September mit dem nahe liegenden Motto „Vom Anfangen“ mit einer ultrakurzen Tanzperformance ohne Ziel und Zweck, einem Talk mit den Literatur-Heroen Tiziano Scarpa, Andrea Bajani und Alessandra Brisotto sowie der jungen Band „Karl die Große“ aus Leipzig und verschaffte dem Publikum ein Wechselbad des Staunens und Raunens. Villa Wild #2 ist für Dienstag, 15.11., ab 19.00 Uhr angekünd...
„Das ist ein göttlicher Spaß“
Zum dritten Mal heißt es dieses Jahr: auf zu den Jean Paul Tagen nach Bad Berneck! Verantwortlich zeichnet auch 2016 der bekannte Berliner Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler Hans-Jürgen Schatz, der das Kulturereignis 2014 begründete. Bad Berneck gilt gemeinhin als Stadt der Romantik, wurde schon von Jean Paul (1763-1825) in seinen Romanen „Siebenkäs“ und „Der Komet“ erwähnt. Wen wundert es – zu malerisch liegt die Stadt inmitten des Fichtelgebirges, umrahmt von Wald, Felsen und Flüssen, als dass man nicht davon beeindruckt sein könnte. Diese Landschaft im Oktober ist nochmal so schön.
Deshalb gibt es im güldenen Herbst am zweiten Oktoberwochenende (7.-9.10.) auch heuer wieder jede Menge Musik und Literatur für Ohren und Herz. „Die Bergwerke zu Falun“ von E.T.A. Hoffmann, g...
mehr... 10.10.2016
Die Zuerkennung der höchsten Auszeichnung im künstlerischen Bereich, die von der Stadt Bamberg vergeben wird, ist keine leichte Sache. Dass die mit den Leiterinnen von Kunstverein, Musikverein und Künstlerhaus sowie dem Lehrstuhlinhaber der germanistischen Literaturwissenschaft, dem Vorsitzenden des BBK Oberfranken und dem amtierenden Kulturreferenten besetzte Jury insofern vor bisweilen schwierigen Entscheidungen steht, ist nachvollziehbar. Das fängt schon damit an, dass die Bereiche Kunst, Musik und Literatur, denen die Preiswürdigen fast immer zuzuordnen sind, in halbwegs regelmäßigen Abständen berücksichtigt werden sollten, und das schon deshalb, weil der Namensgeber des Preises bekanntlich ein künstlerisches Mehrfachtalent war. Doch was tun, wenn der meist überschaubare Kreis der Kandidatinnen und Kandidaten n...
mehr... 16.08.2016
Steinpaten für den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken gesucht
Im Rahmen seiner Spendenkampagne für den Erweiterungsbau sucht das Jüdische Museum Franken für die Fassadensteine des Neubaus Steinpaten. Wer für einen Stein 5.000 Euro spendet, kann Pate werden und wird auf Wunsch als Zeichen des Dankes auf einer Ehrentafel verewigt. Für 50 Kurzentschlossene, die sich bis zum 31. August 2016 für eine Steinpatenschaft entscheiden, gibt es die zusätzliche Möglichkeit, ohne extra Kosten den Namen des Paten in den Fassadenstein eingravieren zu lassen. Diese Gravur wird nach innengerichtet verbaut und ist nach außen nicht sichtbar. „Diese emotionale und ewige Verbindung zum Museumsbau ist schon wirklich etwas ganz Besonderes“, spornt Elisabeth Reichert, Referentin für Soziales, Jugend und Kultur der Stadt Fürth und Leiterin der Spendenkampagne, die Bevölkerung in F&u...
mehr... 28.07.2016
Gibt es bald doch ein soziokulturelles Zentrum für Bamberg?
Es tut sich was hinterm Bahnhof, der Bambergs inoffizielle Stadtgrenze markiert. Hier hört Bamberg auf, danach beginnt ein anderes Bamberg. So zumindest ist der zweifelhafte Ruf, der dem östlich gelegen Stadtteil noch immer anhaftet. Wir erlauben uns jedoch an dieser Stelle folgende Beurteilung: Bamberg Ost ist lebendig und bunt – viele Studenten wohnen hier, aber auch Familien mit Kindern, Rentner und viele Asylbewerber. Eben ein Mix aller Gesellschaftsschichten. Und die machen den Bamberger Osten gerade interessant. Schade ist nur, dass es hier wenig bis gar keine kulturellen Angebote gibt. Ein sozialer und kultureller Austausch zwischen den Menschen ist schwierig. Gelebte Kultur gibt es nur in der Innenstadt.
Das finden auch Rainer Pfaff vom Bürgerverein Bamberg Ost und Michael Schmitt von kontakt – Das Kulturprojekt, mit denen ART. 5|II...
Nach der in Bamberg und Villach vielbeachteten Themenausstellung „Das Künstlerbuch“ legt der Berufsverband Bildender Künstler/innen Oberfranken (BBK) mit seiner aktuellen Ausstellung „7 IM KESSELHAUS“ nach, die noch bis 7. August zu sehen ist. Die inhaltlich freie Werkschau von sieben unterschiedlichen künstlerischen Positionen wirken in der offenen Industriearchitektur unmittelbar miteinander und kontrastieren gegeneinander. Malerei, Skulptur, Patchwork, Druck, Fotografie, Konzept und Zeichnung treten in Dialog mit dem Raum. Mathias Börner zeigt optisch verblüffende, radial pulsierende Gemälde, die er mit einer eigens konstruierten Rotationsmaschine erschafft. Hans Doppel setzt sich in seiner Objektinstallation aus Blattgold, Glas, Plazenta und Blei mit der ebenso wichtigen wie schwierigen Trennung von Wahrheit und ...
MainFranken – DeinFranken
Wer schon immer mal wissen wollte, was „das (Main-)Fränkische“ eigentlich ist, der sollte in diesem Jahr auf keinen Fall den Untereisenheimer Kulturherbst verpassen. Unter dem Motto MainFranken – DeinFranken sollen allen Gästen und „Reigschmeckten“, also solche die zwar in Mainfranken heimisch, aber keine Ureinwohner sind, mit dem „Fränkischen“ vertraut gemacht werden. Etwas, was insbesondere für die „Alteingesessenen“ schon so eine Art Herausforderung darstellt, müssen doch Selbstverständliches neu betrachtet und langsam in Vergessenheit geratenes reaktiviert werden. Auf jeden Fall wird es ein kurzweiliger Streifzug durch fränkisches Brauchtum, fränkische Geselligkeit, Humor und Hintersinn werden.
Das Rahmenprogramm, in dem es unter anderem Fränkisches Kabarett mit Sve...
Jeder Denkmaleigentümer kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, dass die gesetzlichen Hürden nicht immer leicht zu nehmen sind, wenn es darum geht, alte Bausubstanz zu erhalten oder sogar einer Umnutzung zuzuführen. Oft mangelt es noch immer an einem befriedigenden Miteinander und Verständnis zwischen Eigentümern und Behörden. Die eine Seite befolgt strikt die Vorschriften des Regelkatalogs, die andere Seite ist ob der langsam mahlenden Mühlen im Amt und oft sinnlos erscheinend...
Durch die Öffnung ihrer Ateliers und das Anbieten von Workshops verschiedenster Art tragen die Künstler in erheblichem Ausmaß dazu bei, dass man ihre Schaffenskraft direkt vor Ort erleben und damit besonder...
Sie sind in Gefahr durch Krieg und Hass, als Symbole, die aber niemand respektiert: die Baudenkmale. Als Erzeugnisse des Menschen leiden sie das gleiche Schicksal wie die Menschen selbst. Schuld daran ist die zynische Barbarei der Mörder, Räuber und Verbrecher, in rücksichtsloser Machtgier. Wie passt dies alles zusammen mit dem hohen kulturellen und moralischen Impetus der weltweit propagierten Aktion „Weltkulturerbe“ der UNESCO? Oder setzt das eine das andere gar voraus? Ist das eine notwendig, angesichts der Gefahren durch das andere, um überhaupt noch öffentliche Aufmerksamkeit für Bedrohtes zu erreichen? Anlass für das Projekt „Welterbe“ war ja seinerzeit die Rettung wegen Gefährdungen durch den blinden Fortschrittsglauben in der Welt gewesen, erstmals bei den Tempelanlagen von Abu Simbel. Wie aber hat ...
Sogena...
„Nacht der Kultur“ in Schweinfurt
Seit 1995 ist die „Nacht der Kultur“ des KulturPackts ein kultureller Höhepunkt im Schweinfurter Herbst, mit rund 50 Programmpunkten von 40 Künstlern an 15 Spielorten. Als Teil des Friedrich Rückert-Jahres findet die Kulturnacht in diesem Jahr am 24. September unter dem Motto „Schweinfurt ver-rückert“ rund um des Dichters Denkmal auf dem Marktplatz statt. Es wird einige Programmpunkte zu Rückert und seinen Bezug zur Welt des Orients geben.
So dominiert dieses Mal ein marokkanisches Königszelt die Nordseite des Marktes und im Programm finden sich unter vielem anderen Musik und Märchen aus den arabischen Ländern.
Es gibt Ehrwürdiges, Verspieltes, Gewagtes, Würziges zu erleben – Musik unterschiedlichster Stilrichtungen, Tanz, Theater, Literatur, Film und Aktionen zu einem einmaligen Eintr...
mehr... 30.05.2016
Deutschland : Italien 6:6
Einmal im Jahr herrscht Umzugsstimmung in der bayerischen Künstlerherberge. Nach einem Jahr Muse küssen in Bamberg verlassen zwölf Künstler die Weltkulturerbestadt und geben ihren Nachfolgern die Klinke in die Hand. Zum Arbeitsaufenthalt für ein Jahr kommen die Bildenden Künstler, Literaten und Musiker und nutzen neben der Unterkunft im Nebengebäude des Wasserschlosses oder im schmucken Ebracher Hof die Zeit zur Konzentration auf ihr künstlerisches Schaffen. Für das Aufenthaltsstipendium im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia können sich Künstler nicht selbst bewerben, sondern werden von einem Kuratorium dem bayerischen Staatsminister des Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zur Vergabe vorgeschlagen. Sechs italienische und sechs deutsche Künstler sind im April in das K...
Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach wurde im Oktober 1996 als erste Einrichtung des Jüdischen Museums Franken im historischen Rabbinerhaus und der Synagoge, bestehend aus einer Männer- und Frauenschul eröffnet. Das Museumsgebäude und seine bedeutende Judaikasammlung haben eine faszinierende Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Auf eindrucksvolle und authentische Weise veranschaulichen sie das einstige jüdische Leben auf dem Lande und spiegeln den Umgang mit jüdischer Geschichte und Kultur im Wandel der Zeit wider. 20 Jahre Jüdisches Museum Franken in Schnaittach bedeuten?20 Jahre Leidenschaft für die Museumsarbeit zur fränkisch-jüdischen Geschichte und Kultur und den Austausch mit unseren Besuchern. 20 Jahre bedeuten aber auch, sich den wachsenden und verändernden Aufgaben von Mu...
Deshalb haben Tschechien und der Freistaat die Landesausstellung Bayern-Böhmen auf die Beine gestellt, die vom 14. Mai bis 20. Oktober 2016 in der Wallenstein-Reithalle in Prag und anschließend bis zum 5. März 2017 im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg zu sehen sein wird. Zusätzlich zur geplanten Landesausstellung an den beiden Hauptstandorten, die zu Zeiten Kaiser K...
„Aufgewacht! Die Sammlungen der Grafen Giech“
Genau vis á vis von Töpfermuseum und Kirche liegt das Thurnauer Schloss, das zu den größten und imposantesten Schlossanlagen Frankens zählt. Schon lange vorbei ist jedoch die Zeit, als eines der ältesten Schlossmuseen Bayerns Besucher nach Thurnau lockte. Graf Carl von Giech, sein Gründer, formulierte in seinem Hausgesetz seinerzeit folgendes: „Wir legen es Unseren Nachkommen an das Herz, nicht abzulassen von dem Bestreben, die schriftlichen und anderen Zeichen und Denkmale des Lebens und des Wirkens ihrer Vorfahren zu erforschen, zu sammeln und zu erhalten...“ 1857 öffnete er einige Räume in der die „Giech‘schen Familiensammlungen“ untergebracht waren für die Öffentlichkeit und das Schloss blieb bis 1938 ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus Nah und Fern.
mehr... 25.05.2016
Ein Hauptgebiet der Verfolgung vermeintlicher Hexen
Der oberfränkische Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold im Gespräch über die Hexenverfolgungen in Zeil und Bamberg, hartnäckige Vorurteile und die Aufarbeitung eines dunklen Geschichtskapitels.
ART. 5|III: Welche Bedeutung spielte Zeil bei den Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg?
Prof. Dr. Günter Dippold: Zeil spielte eine traurige Hauptrolle in dieser Tragödie. In den beiden großen Verfolgungswellen von 1616 bis 1619 und 1626 bis 1630/32 war Zeil am stärksten betroffen: Hier gab es die meisten Opfer, hier fanden die meisten Hinrichtungen statt, hier wurden sogar Menschen aus Bamberg inhaftiert, gefoltert und ermordet.
ART. 5|III: Wie lassen sich die Bamberger Verfolgungswellen im europäischen Kontext einordnen? Gehörten sie mit zu den größten Verfolgungen?
Prof. Dippold: Der deutschspr...
Bamberg/Zeil am Main. Vor 400 Jahren, am 21. Juni 1616, wurde in Zeil am Main die erste Hexe festgenommen. Es war der Beginn der ersten großen Hexenverfolgungswelle im Fürstbistum Bamberg, die bis 1619 dauerte. Allein in Zeil wurden in diesem Zeitraum 43 Menschen verbrannt. Bei den Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg spielte Zeil „eine traurige Hauptrolle in dieser Tragödie“, wie der oberfränkische Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold sagt. Denn: „In den beiden großen Verfolgungswellen von 1616 bis 1619 und 1626 bis 1630/32 war Zeil am stärksten betroffen: Hier gab es die meisten Opfer, hier fanden die meisten Hinrichtungen statt, hier wurden sogar Menschen aus Bamberg inhaftiert, gefoltert und ermordet.“
Seit der Eröffnung im November 2011 erinnert die Stadt Zeil mit dem „Dokumentation...
mehr... 23.03.2016
Die ehemaligen Residenzen Weimar und Gotha bieten mit i...
„Ein extrem vielseitiger Mann“
Ohne ihn sähe Bamberg anders aus. Er war Initiator des Bamberger Theaters. Er bewahrte die Altenburg vor dem Verfall und wirkte beim Bau des Allgemeinen Krankenhauses mit, das zu seiner Zeit als eines der modernsten in Europa galt und in dem sich heutzutage das Stadtarchiv befindet. Er entwarf eine Vorgängerversion der Krankenkasse, er veranlasste die Einrichtung des Bürgerspitals am Michelsberg sowie der Nervenklinik St. Getreu und hatte einen ausgezeichneten Ruf als Mediziner. Bei seiner Beerdigung am 29. April 1816 läuteten sämtliche Bamberger Kirchenglocken. Ein riesiger Trauerzug erwies ihm die letzte Ehre. Die Spitze des Altenburg-Turms war mit schwarzem Tuch verhüllt und an seinem Grab unterhalb der Burg wurden Trauerreden gehalten und eigens verfasste Trauerlieder gesungen – auf den unvergesslichen Marcus.
200 Jahre spä...
Die Liste der Synonyme die man für Rückert finden kann ist schier endlos. „Brückenbauer zwischen Orient und Okzident“, „Weltpoet“, „Orientalist“, „Zeitkritiker“ und „Sprachgenie“ sind nur einige wenige dieser Attribute, mit denen dieser deutsche Dichter bedacht wurde und heute auch noch wird.
Am 16. Mai 1788 in Schweinfurt als Sohn eines Beamten geboren, erhielt er auf der Lateinschule eine akademische Vorbildung. Im zarten Alter von 17(!) Jahren begann er zunächst ein Jurastudium in Würzburg, bevor er sich kurz darauf dazu entschloss, den Studiengang zugunsten der Fächer Philologie und Ästhetik zu wechseln, die er 1809 abschloss. Nach seinem Studium arbeitete Rückert vorrübergehend als Dozent und Gymnasiallehrer in Jena bevor er sich als Privatgelehrter in Wü...
Jazzmusiker - Gebildete Innovativ- und Kreativpiloten mit schmaler Subsistenz
Auf Initiative des Jazzinstitut Darmstadt, der IG Jazz Berlin und der Union Deutscher Jazzmusiker, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, des Niedersächsischen Ministerums für Wissenschaft und Kultur und der Berliner Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten hat Dr. Thomas Renz vom Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim unter Mitarbeit von Maximilan Körner in der Jazzstudie 2016 die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusiker/-innen in Deutschland unter die Lupe genommen.
Das vorhandene, reichhaltige und vielfältige Netz der Königsdisziplin der Popularmusik lässt zunächst eine fruchtbare Jazzszene erahnen. 18 Musikhochschulen unterrichten Jazz. Stipendi...
Der Internationale Museumsrat ICOM ruft jährlich den sogenannten, internationalen Museumstag aus. Heuer findet dieses Ereignis, das unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden Bundesratspräsidenten steht und mit dem auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam gemacht werden soll, bereits zum 39. Mal statt. Wie viele der mehr als 6000 in Deutschland betriebenen, Museen sich am Internationalen Museumstag beteiligen, weiß man nicht genau, eine Referenzzahl aus dem Jahr 2007 gab seinerzeit ca. 1600 Museen an, also ca. ein Viertel des Gesamtbestandes. Mittlerweile hat sich der Internationale Museumstag, bei dem man oftmals in den einzelnen Einrichtungen Einblicke erhält, die einem sonst als Besucher verwehrt bleiben, zu einem Familiensonntag entwickelt, bieten die Kulturbetriebe doch oftmals freien oder ermäßigten Eintritt und eine V...
König – Kaiser – und wahrer Europäer
2016 jährt sich der Geburtstag von Karl IV. zum 700. Mal. 1316 als Sohn des böhmischen Königs Johann von Luxemburg und seiner Ehefrau Elisabeth in Prag geboren, scheint er das perfekte Beispiel für die Personengruppe zu sein, die wir heute als wahre Europäer bezeichnen würden. Der Vater in Frankreich, die Mutter im heutigen Tschechien geboren, deren Geschlecht wiederum aus dem heutigen Belgien (Namur) stammte, als Firmpate der französische König Karl IV. (von dem er auch seinen Firmnamen erhielt), in Frankreich und Italien aufgewachsen, wo er dann letztlich in die ersten Staatsgeschäfte eingeführt wurde. Bei diesem Werdegang scheint es auch nicht verwunderlich, dass Karl insgesamt fünf Sprachen (Latein, Deutsch, Tschechisch, Französisch und Italienisch) beherrschte und bereits im Alter von gerade mal 25 Jahren ...
Eine Stimme, die weiterklingt
Wenn ich an Peter Braun zurückdenke, dann fällt mir zuerst seine Stimme ein. Markant, rau mit einem manchmal leicht gepresst wirkenden Sprechrhythmus. Es war nicht unbedingt eine schöne Stimme, aber eine, die auffiel. Eine Stimme, die aneckte – akustisch und inhaltlich. Eine Stimme, die man nicht mehr vergaß. Wahrscheinlich erinnere ich mich auch deshalb an Peter Brauns Stimme, weil ich ihn 1999 bei einem Radiosender kennen lernte. Er arbeitete als freier Mitarbeiter bei Radio Bamberg für den Bereich Kultur, ich absolvierte damals ein Praktikum. Die Moderatoren und Mitarbeiter bekamen regelmäßig Sprecherziehung, um ihre Stimme zu schulen. Ihre Stimmen klangen weich, angenehm, allerdings auch ähnlich in Sprechtempo und Betonung und damit wenig aufregend. Peter Braun fiel mit seiner Stimme komplett aus der Reihe &nda...
Max-Reger-Jubiläum
„Als eine Dame der besseren Gesellschaft ihre hübsche, aber total unbegabte Tochter zu Max Reger in den Klavierunterricht schickte und nach einigen Wochen um seine Meinung bat, urteilte der knapp: „Gnädige Frau, ohne Flügel wäre Ihr Fräulein Tochter ein Engel!“
- Sarkasmus à la Max Reger -
Anlässlich des 100. Todesjahres Max Regers erinnert dessen Geburtsstadt Weiden an den großen Komponisten der Spätromantik.
Max Reger wurde 1873 im oberpfälzischen Brand geboren, wuchs aber in der nahe gelegenen Stadt Weiden auf. Ins dortige Elternhaus kehrte er auch nach einem frühen Zusammenbruch zurück und blieb der Stadt zeitlebens verbunden. Weiden revanchiert sich seinerseits für die Ehre, einen solch berühmten musikalischen Stadtsohn zu besitzen und richtet seit eini...
Am Donnerstag, den 17. März war Schlüsselübergabe. Die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) öffnet damit die Türen für das Festival draußen in der Stadt, Teil 2. Zumindest für die Organisatoren. Denn wenn vom 26.05. bis 29.05.2016 die Tore für die Besucher aufgehen, gibt es wieder jede Menge zu tun. Das Gelände muss umzäunt, mehrere Räume und eine große Freifläche erschlossen werden. Das Projekt „Zwischennutzung für kulturelle Zwecke“, ein wesentlicher Aspekt des Festivals, steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Wurden im letzten Jahr, in unmittelbar maximal 200 Metern Luftlinie Entfernung, mit Reithalle, KfZ-Werkstatt und der Freifläche dazwischen ca. 12.000 m² temporär zum Kulturraum erweckt, beabsichtigt das 30- bis 40köpfige Team diesmal 15.00...
Schloss Aschach liegt 8 km von Bad Kissingen entfernt im Saaletal bei Bad Bocklet. Mit seinen drei Museen ist das Schloss eines der interessantesten Baudenkmäler in Unterfranken. Seine Geschichte reicht zurück bis in das 12. Jahrhundert, als die Grafen von Henneberg die mittelalterliche Burg errichten ließen. Die Würzburger Fürstbischöfe bauten die im Bauernkrieg zerstörte Anlage wieder auf. Seit 1874 diente es als Familiensitz der Grafen von Luxburg. 1955 kam das Schloss mit seiner kompletten Ausstattung und den wertvollen Sammlungen als Schenkung an den Bezirk Unterfranken, der sich im Gegenzug verpflichtete, das Schloss sowie dessen Kunstsammlung für die Nachwelt zu erhalten sowie der Allgemeinheit zu kulturellen und repräsentativen Zwecken zugänglich zu machen.
Das Graf-Luxburg-Museum, das 1957 eröffnet wurd...
Tanja Kinkel: Absolut, seitdem ich 2006 als Mitglied in den PEN aufgenommen wurde, habe ich mir gewünscht, dass die Vollversammlung auch mal in meine Heimatstadt Bamberg kommt und habe dafür Lobbyismus betrieben. Es ist eine fantastische Chance sowohl für die A...
Urbanes Bauen in Franken – Im Fokus: Würzburg
ART.5|III setzt in dieser Ausgabe eine Artikelserie fort, die sich mit der architektonischen Entwicklung fränkischer Städte nach dem II. Weltkrieg befasst. Neben einer bilanzierenden Rückschau, die auf die Bewertung der baulichen, ästhetischen und stadträumlichen Qualitäten der Architektur dieser Zeit zielt, sollen auch Fragen nach den Optionen für die Zukunft gestellt werden. Zu Wort kommen Fachleute wie z.B. Architekten, Baureferenten, Hochschullehrer und Städteplaner, aber auch Politiker.
Nachdem der Schwerpunkt zunächst auf Oberfranken lag (mit den Beispielen Bamberg, Hof und Bayreuth), geht es jetzt nach Unterfranken. Im vom II. Weltkrieg besonders schwer heimgesuchten Würzburg hat erst kürzlich die Debatte um den Abriss oder den Erhalt der Mozartschule die Qualitätsfrage der Nachkriegs-architektur in d...
„Nein, auch im Winter, wenn es schneit...“
Nun ist der Trend in Bamberg also auch am Dom angekommen. Schon um 1998/99 hatte man am Alten Rathaus die historischen Wandmalereien nach Johann Anwander restauriert, dem allgemeinen Wunsch zuliebe das Gerüst aber mit einem originalgroßen Foto-Duplikat verdeckt. Diese Illusion half über die Zeit hinweg. An der Oberen Brücke verdeckte 2005/06 die barocke Kreuzigungsgruppe des Leonhard Gollwitzer während der Restaurierung ein Riesenfoto des Originales, wobei freilich die grünen Bäume des Hintergrundes im Spätherbst mit dem schütter werdenden Herbstlaub am Ort kontrastierten, eine spaßige Collage. An der Alten Hofhaltung hatte man schon 2003 Ähnliches gesehen, eine Originalbemalung von 1572 kurzzeitig dokumentierend. So nun auch am Dom.
Das Spiel mit Riesen-Bildwänden, die den Eindruck von der Sache selbst wi...
Mein Titel, eine berühmte Schrift von Friedrich Nietzsche aufnehmend, gilt Fragen nach der deutschen Geschichte, aus Anlaß der jüngst in Bamberg geführten Debatte um den Maler Fritz Bayerlein. Dessen Werk, trotz seiner fortdauernden Beliebtheit bei vielen Bamberger Kunstfreunden, wird seit langem auch kritisch beurteilt. Einige seiner Bilder erscheinen manchem suspekt, wegen des Kontextes ihrer Entstehung und wegen nachweislich kritisch zu bewertender früherer Verhaltensweisen und schriftlicher Einlassungen des Künstlers. Der 1872 geborene Bayerlein dachte, liest man seine 1955 verfaßten Lebenserinnerungen, schon seit Ende des Ersten Weltkrieges streng deutsch national. Sein Stil hatte sich lange vor 1933 gefestigt und war Kennern vertraut: Landschaften, Stadtbilder, Schlösser und Parks, in perfekter Komposition und hervorragend...
mehr... 02.12.2015
Tick, Trick und Erika, ...die mit den Enten tanzte
Schwarzenbach a. d. Saale, über viele Jahre hinweg Heimat und Lebensmittelpunkt der Übersetzerin und Chefredakteurin der deutschsprachigen Micky Mouse, Dr. Johanna Theodolinde Erika Fuchs, lädt seit August dieses Jahres in das der bekannten Tochter der Stadt gewidmete Erika-Fuchs-Haus, das Museum für Comic und Sprachkunst. In erster Linie geht es um das Werk von Erika Fuchs selbst, doch auch die Besonderheiten und Eigenarten ihrer langjährigen Übersetzertätigkeit für die Walt Disney Kult-Comics werden im musealen Konzept eingefangen, reflektiert und interpretiert. Die Dauerausstellung auf 600 m² präsentiert Leben und Werk von Erika Fuchs im Kontext der allgemeinen Comicgeschichte und führt durch sieben Räume. Der Museumsrundgang beginnt mit einer Einführung in die Geschichte des Comics. Ein animierter Kurz...
Die Nominierunge...
Bischof, Klostergründer und Missionar
Heinrich II., Kunigunde und Otto, das ist das Trio der Bamberger Heiligen. Dass sie alle im hohen Mittelalter heiliggesprochen wurden, genauer gesagt in dem kurzen Zeitraum von 1146 bis 1200, ist ein Reflex auf die herausragende Bedeutung der Stadt in dieser Epoche. Otto muss man schon deshalb gleichberechtigt neben dem Kaiserpaar nennen, weil er wie die Bistumsgründer auch Bistumspatron ist. Und keiner nach ihm hat das Bistum Bamberg so lange geleitet wie er.
Über die Herkunft Otto ist wenig bekannt, vermutlich stammte er aus Schwaben und wurde in Eichstätt oder am Kloster Hirsau erzogen bzw. ausgebildet. Kaiser Heinrich IV. muss früh die außergewöhnlichen Fähigkeiten des jungen Kaplans am Hofe des Polenherzogs Wladislaw-Hermann (wo er seit 1088 weilte) erkannt haben, denn schon 1092 holte er ihn an den kaiserlichen Hof, wo er sp...
Die Bamberger Kurzfilmtage gehen in die 26. Runde
Am 25. Januar ist es wieder soweit. Die Bamberger Kurzfilmtage öffnen im nunmehr 26. Jahr ihre Pforten für die Liebhaber der kurzen Filme und auch des ein oder anderen Langspielers. Zum Auftakt beschwören die Festivalmacher zusammen mit dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia „Die Leichtigkeit des Seins“ bei einem deutsch-norwegischen Abend mit Film und Musik. Mit dabei der norwegische Gewinnerfilm „Sniffer“ (Goldene Palme in Cannes 2006) von Bobbie Peers, mit der Musik von Evan Gardner (Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia).
Es schließen sich vier Wettbewerbe an, die Spielfilm/Animex, Dokumentarfilm, „Oberfranken dreht auf“ und Kinderkurzfilme gegeneinander ins Rennen um den begehrten Bamberger Schokoreiter zu schicken. Aus 700 eingesandten Filmen aus Luxemburg, Schw...
mehr... 05.11.2015
Gestattungsvertrag unterschrieben
Fiona von Colberg und Stadträtin Ursula Sowa für den Verein Freunde des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia sowie Bürgermeister Dr. Christian Lange für die Stadt Bamberg haben am Montag, 2. November, einen Gestattungsvertrag für Kunst im öffentlichen Raum unterschrieben. In dem Vertrag gestattet die Stadt dem Verein, das Kunstwerk „Meeting“ des chinesischen Künstlers von Wang Shugang auf dem Schönleinplatz aufzustellen. Als Gegenleistung für die Installation im öffentlichen Raum verpflichtet sich die Stadt Bamberg, auf Antrag des Vereins bis zu einem gewissen Betrag für dessen Reinigung und Unterhalt aufzukommen. Die Aufstellung des Kunstwerks plant der Verein für das Frühjahr 2016.
Gleichzeitig wurde in dem Vertrag vereinbart, dass auch die Kunstwerke „Centurione I“ vo...
Schatzkammer früher islamischer Kunst
Dergleichen ist tatsächlich kaum zu glauben: Da darf Bamberg mit der sogenannten Bumiller Collection eine weltweit zumindest in Teilen wahrhaft einmalige Sammlung ihr Eigen nennen, und doch wissen die wenigstens Einheimischen von dem Schatz, den die Weltkulturerbestadt da bewahrt. Zugegeben, der Eingang zu dem Universitätsmuseum für Islamische Kunst liegt etwas versteckt, in der Hasengasse nämlich, zwischen Au-straße und Kapuzinerstraße. Der Weg dorthin aber lohnt sich allemal, denn in dem vielstöckigen historischen Haus (im Erdgeschoss hat Gregor Trautmanns Modernes Antiquariat Fundevogel Einzug gehalten) in der Austraße 29 befinden sich inzwischen weit über siebentausend Exponate, die überwiegend aus der Zeit vom 7. bis zum 13. Jahrhundert stammen.
Das Museum verdankt sich dem bis heute ungebrochenen En...
Mit dem Deutschen Jazzpreis bedacht worden ist die Berliner Pianistin und Komponistin ...
Eine internationale Musikbegegnungsstätte von Rang
Im oberfränkischen Lichtenberg, das dem Landkreis Hof angehört, liegt, nur wenige Steinwürfe von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt, das Haus Marteau. In den Jahren unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg hatte der Geiger Henri Marteau sich diese Villa bauen lassen. Seit dem späten Oktober 1982 ist dort eine internationale, vom Bezirk Oberfranken getragene Musikbegegnungsstätte angesiedelt. Meisterkurse finden statt, Konzerte, ein Wettbewerb, Fortbildungen.
Henri Marteau war einer der großen Geiger in der Nachfolge Joseph Joachims. 1874 als Sohn eines französischen Fabrikbesitzers und einer aus Dresden stammenden Mutter, die Klavier spielte, im nordfranzösischen Reims geboren, begann Marteau als Fünfjähriger mit dem Violinspiel. 1887 gab er in Wien Max Bruchs g-Moll-Konzert und machte dabei die Bekannts...
mehr... 27.07.2015
Offene Ateliertage und TRIO 4
Nachdem der Kunstraum Kesselhaus am 18. Juli mit einem fröhlichen Fest und viel durchaus auch spontaner Kunst sowie solcher der musikalischen Art (darunter der vorletzte Tango aus der Folge „100 Tänze um das Kesselhaus“ von Christian Reinhard) wieder belebt werden konnte, steht dort ersten Ausstellungen nichts mehr im Wege. Mitte August wird der Berufsverbandes Bildender Künstler seine Gruppenausstellungsreihe TRIO mit der vierten Folge fortsetzen. Dazu werden Jaime Gajardo, Franz Ulrich Janetzko und Christine Wehe-Bamberger am linken Regnitzarm erwartet.
Gajardos unter dem Stichwort „Landschaft“ versammelten Ölgemälde hatte man bereits bis in diesen späten Juli hinein im Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters bewundern können. Auch die Kesselhauswände wird Gajardo mit großformatigen Lands...
Fast könnte man meinen, die Verleihung eines mit 10.000 € dotierten Kunstpreises hätte etwas Alltägliches in Bamberg. In einem relativ schmucklosen Sitzungsraum des Bamberger Rathauses, von offizieller Seite „Kapelle“ genannt, fand das gemeinsam von der Stadt Bamberg und dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) ausgeschriebene Kunstprojekt zum Michaelsbergjubiläum einen ersten Höhepunkt; die Verleihung der Preise an die siegreichen Künstler.
Zielsetzung dieses „geschlossenen“ Wettbewerbes (es konnten sich nur Künstler bewerben, die im BBK organisiert sind) war, so die Ausschreibung, dass die Bewerber ein Projekt ausarbeiten, welches „die besondere historische, künstlerische und religiöse Bedeutung des ehemaligen Klosters und seiner Geschichte hervorhebt, sich damit besch...
18. Kulturherbst in Untereisenheim
Martial hat ihr ein Epigramm gewidmet, Pablo Neruda eine Ode, Martin Opitz ein Sonett, Wilhelm Busch, der sich mit dem Gedanken trug, nach Brasilien auszureisen, um dort die Imkerei zu pflegen, mehrere Betrachtungen, und der Kulturherbst im unterfränkischen Untereisenheim, der an den letzten beiden Septemberwochenenden zum achtzehnten Male stattfindet, wird ihr eine multimediale Ausstellung im Rathaus widmen: der Biene. Sie wird unter anderem die Bedeutung der Biene für das fragile Ökosystem in den Blick nehmen und dem Besucher vor Augen führen, was er selbst zu einem den Bienen förderlichen Umfeld beitragen kann.
An der Mainschleife werden über hundert Aussteller erwartet. Freuen darf man sich beispielsweise auf Quitten-sherry ebenso wie auf eine Whisky-Verkostung. Suzan Baker, die soeben ihr zweites Album vorgelegt hat, wir...
Rendez-vous der Länder im Kulturspeicher
Es gibt wohl europaweit kaum eine andere Kunstsammlung, die sich so konsequent, mit solch hohem Qualitätsanspruch und mit geradezu enzyklopädischer Absicht einem spezifischen Thema der neueren Kunst widmet wie die Sammlung Peter C. Ruppert, die seit 2002 unter dem Titel „Konkrete Kunst in Europa“ als Dauerleihgabe im Kulturspeicher Würzburg untergebracht ist. Diese auch im internationalen Vergleich einzigartige Sammlung breitet, unbekümmert um den jeweiligen Zeitgeist, eine Kunst aus, die sich nach Vorläufern in Bauhaus und Konstruktivismus vor allem in den 1950er und 1960er Jahren in Europa vielfältig weiter gestaltete und bis heute von ihrer besonderen Attraktivität nichts eingebüßt hat.
Wie es ihr Name programmatisch festlegt, konzentriert sich die Sammlung auf Konkrete Kunst aus der Zeit nach d...
Im Jahre 1805 veröffentlichte die damalige bayerische Regierung folgende Verfügung im „Bamberger Intelligenzblatt“: „Seiner Churfürstlichen Durchlaucht ist der Wunsch vorgetragen worden, welchen ein Theil der hiesigen Bürgerschaft wegen Beibehaltung der Kirche zum heiligen Jakob und der Glocken auf dem Michelsberge geäußert hat. Höchstdieselben haben sich hierauf gnädigst geneigt erklärt, durch die Willfahrung dieses Gesuchs der Bürgerschaft von Bamberg einen Beweis ihres Landesväterlichen Wohlwollens zu geben..... Bamberg den 2ten October 1805. Churfürstliche Landesdirection, Steph. Freyh. von Stengel“. Die Bamberger haben also damals nicht nur für die &b...
Das regionale Kulturprojekt „Kunststück Haßberge“
Mit der Ausstellung „IdeenReich – Der Landkreis Haßberge und seine Künstler“ geht das „Kunststück Haßberge“ in seine vierzehnte Runde. Eröffnet wird die Ausstellung in der Haßfurter Galerie der Sparkasse Ostunterfranken am 23. September. Die Besucher können sich ein Bild machen von der überaus vitalen Kunstszene der Region. Das Kulturpojekt „Kunststück“ wird seit 2002 von Sibylle Kneuer organisiert, die Trägerschaft hat der Landkreis Haßberge inne. Die Veranstaltungen – neben Ausstellungen sind das beispielsweise auch Kurse, Workshops, offene Ateliers an verschiedenen Orten – erstrecken sich bis in den März 2016 hinein.
Wer an (bildende) Kunst und die Haßberge denkt, dem fällt wohl zunächst der Name Herman de Vries ein. Tat...
Auf den Spuren eines frühen mittelfränkischen Naturforschers
Spix? „Spex“, das inzwischen von Torsten Groß verantwortete, in Berlin beheimatete Magazin für Popkultur ist bekannt. Was, oder wer, aber mag sich hinter dem Namen Spix verbergen? Geboren im Februar 1781 als siebtes von elf Kindern in Höchstadt an der Aisch, gestorben im Mai 1826 in München, hat sich Johann Baptist Ritter von Spix als Naturforscher und Zoologe hervorgetan. Eine seit 1977 unter der Obhut der Zoologischen Staatssammlung München erscheinende Zeitschrift für Zoologie wird ihm zu Ehren „Spixiana“ geheißen.
Über Spix‘ frühe Jahre ist nicht allzu viel bekannt. In Bamberg hat Spix nach dem Besuch der Domschule jedenfalls Philosophie studiert und erlangte, schwächlich, mittellos, aber hochbegabt, als einer der Besten seines Jahrgangs anno 1800 am Aufseßschen St...
Den ganzen Abend ein vielfältiges, breitgefächertes Programm aus allen Kultursparten an über einem Dutzend Veranstaltungsorten – das ist das Konzept der „Nacht der Kultur“ des KulturPackts. Seit 1995 findet sie jährlich im Herbst statt und bildet einen Höhepunkt im Schweinfurter Kulturleben.
Musik, Theater, Tanz, Ausstellungen, Lesungen, Artistik, Kabarett, Kurzfilme und Aktionen von über 30 Künstlern und Gruppen bietet das umfangreiche Programm in diesem Jahr an 17 Spielstätten. Nach der erfolgreichen Premiere 2014 im „Johannisquartier“ rund um die Johanniskirche wird die Kulturnacht in diesem Jahr zum zweiten Mal dort stattfinden. Neben den dort anliegenden Museen, Einrichtungen und Cafés werden einige weitere Plätze in den benachbarten Straßen Graben und Bauerngas...
Die Besucherin, der Betrachter, trete mit den Exponaten in eine „Beziehung des permanenten Suchens und Entdeckens, des Dialogs und der Gegenüberstellung“. So würden die Samen für eine gute (geile, a...
Nach seinem Umzug in den Kiliansdom erfährt der Würzburger Domschatz eine vollkommen neue Präsentation.
Die Dauerausstellung des Würzburger Domschatzes befand sich bislang im Marmelsteiner Hof in der Plattnerstraße. Nach rund neunmonatiger Schließung und notwendigen Umbauarbeiten im Kiliansdom ist der Domschatz nunmehr in der Bischofskirche selbst zu besichtigen, also genau dort, wo er angesichts seiner vor allem liturgisch orientierten Preziosen auch hingehört. Seine Geschichte reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, also bis in die Zeit der Gründung des Bistums durch Bonifatius (742). Aus den Jahren nach der Bistumsgründung sind im Schatzverzeichnis Textilien und Utensilien für den Gottesdienst sowie Reliquienbehälter erwähnt. Nach den gravierenden Verlusten durch die Bombenangriffe auf W&uu...
mehr... 16.07.2015
Kunstwettbewerb Im Rahmen des von der Stadt Bamberg gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) ausgeschriebenen und mit 10.000 Euro dotierten Wettbewerbs "Im Schutz des Engels - 1000 Jahre Kloster Michaelsberg Bamberg", erfolgte gestern die Preisübergabe an die Wettbewerbssieger. Die fachkundige Jury unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Christian Lange entschied sich dafür, das Preisgeld zu teilen und gleich zwei Künstler für ihre eingereichten Projekte zu prämieren. Mit jeweils 5.000 Euro wurden die Installation "Pflanzen wollen ans Licht - Natur als Prozess" der Eggolsheimer Künstlerin Michaela Schwarzmann und die Installation "Ein Bamberger Totentanz" des Bamberger Künstlers Johannes Schreiber, bedacht.
Beide Künstler erläuterten im Rahmen der Preisübergabe ihre Projekte, deren ...
mehr... 02.07.2015
Alles neu im Jubeljahr
Liebe Freundinnen und Freunde des Chapeau Claque e.V., liebe Kulturschaffende und -interessierte, im 25. Jubiläumsjahr unseres Vereins stehen wir vor einer großen Neuerung: wir beziehen einen neuen Spielort. Die Alte Seilerei im Zentrum des Schaeffler-Areals wird ab Winter 2015 die Heimat für unser Theaterprogramm, die Kinder- und Jugendarbeit und - ebenfalls neu - ein spartenübergreifendes Kulturprogramm.
Schon jetzt, einige Monate vor der offiziellen Eröffnungen, möchten wir unseren Freunden, Unterstützern und allen Interessierten einen Einblick in die neuen Räume gewähren. Wir laden deshalb herzlich ein zum Richtfest am Sonntag, 19.07.2015, auf der Baustelle der Alten Seilerei. Ab 11 Uhr gibt es Weißwurstfrühstück, akustische Livemusik von der Band Brotmüller, eine Baustellenführung und viel Z...
mehr... 22.06.2015
Seit 2010 veranstaltet der Markt Buttenheim seine „ART in B – Kunst in Buttenheim“, die nicht nur Ausstellungen namhafter Künstler zeigt, sondern sich vielmehr auch als Forum für Ideen, zur Weiterentwicklung und Stärkung von Geist und Seele der Gemeinde, zur Stiftung von Identität und zur Ergänzung des gesellschaftlichen Lebens versteht. Mit diesem Ansatz ist es dem kleinen oberfränkischen Markt gelungen, weit über die Grenzen Buttenheims hinaus für ihre „ART in B“ zu interessieren.
In diesem Jahr wird der amerikanische Quiltkünstler Ben Venom seine Werke im Levi Strauss Museum präsentieren. Wer sich bei Ben Venom das Quilten allerdings im traditionellen Sinn vorstellt, der wird erleben können, wie weit sich der künstlerische Bogen auch bei diesem eigentlich eher tra...
Wo könnte man die Geschichte des Bauernkrieges oder seiner Vorläufer besser darstellen, als auf der Burg des Protagonisten und Namensgebers, Florian Geyer. Seit nunmehr 35 Jahren erzählt die Truppe um Regisseur Renier Baaken die Geschichte des Giebelstädter Ritters, der in den Volksaufständen der Führer des sogenannten schwarzen Haufens war, einem Odenwälder Bauernheer, das als besonders diszipliniert und tüchtig galt.
Mitten in den Wirren dieser Volksaufstände findet sich der Zuschauer der Festspiele wieder. Es wird gekämpft, gefeiert und gestorben, als gäbe es kein Morgen. Blutig geht es zu, wenn die Freilichtbühne in Giebelstadt ihre Tore öffnet. Immer wieder wechseln in diesem Stück die Perspektiven und lassen den Zuschauer an den unterschiedlichen Ansichten teilhaben, welche die ...
1000 Jahre St. Michael in Bamberg
Der Innenraum der Klosterkirche wird wohl noch für lange Zeit verschlossen bleiben. Deshalb stellt ART. 5|III die Glanzstücke seiner Ausstattung peu à peu in einer Artikelserie vor. Diesmal: die von dem Hauptorgelprospekt geprägte Schauseite der Westempore
Der Prospekt der großen Orgel auf der Hochempore zwischen den Türmen, stilistisch zwischen Spätrenaissance und Frühbarock anzusiedeln, gehört zu den dominanten Eindrücken im Inneren der Michaelskirche und ist in seiner ornamentalen Pracht in Bamberg nur vergleichbar mit den Orgelprospekten in St. Stephan (spätbarock) und in der Oberen Pfarrkirche (Rokoko). Darüber sollte allerdings nicht vergessen werden, dass es eine Orgel war (nämlich das Vorgängerinstrument), die für die größte Katastrophe in der Geschichte der A...
"Buntes Gewerbe" in der Kunstvilla
Bis zum 4. Oktober setzt sich die Kunstvilla in Nürnberg (auch) mit ihrer eigenen Historie auseinander. „Buntes Gewerbe – Glanz und Elend hinter der bürgerlichen Fassade“ ist die Sonderausstellung überschrieben, die unter anderem das Gerücht aufgreift, die Kunstvilla habe als Etablissement im Rotlichtmilieu, als Stundenhotel gedient. Der repräsentative Bau einer jüdischen Hopfenhändlerfamilie aus dem Jahre 1895 wurde nach seiner Enteignung als Amtssitz genutzt, auch als Verwaltungsgebäude und mehrfach als Pension. Gut ein halbes Hundert Exponate, deren Großteil aus dem hauseigenen Bestand rührt, führt die Facetten des Lebens innerhalb und außerhalb der bürgerlichen Moralvorstellungen vor Augen.
Als Ausgangspunkt dient das titelgebende Gemälde von dem gebürtigen ...
Es gibt, mindestens, eines in Graupa bei Dresden (1907 gegründet, ist es das erste Richard-Wagner-Museum überhaupt), es gibt eines, seit 1933, in Tribschen, auf der mit dem Siegfried-Idyll verbundenen Landzunge im Vierwaldstättersee, es gibt seit jetzt zwei Jahrzehnten eines im Palazzo Vendramin-Calergi am venezianischen Canal Grande, wo der Komponist des „Ring des Nibelungen“ und anderer musikdramatischer Werke im Februar 1883 an Herzversagen starb, über der Arbeit an seinem Versuch „Über das Weibliche im Menschlichen“. Die letzten Worte, die Wagner schreiben konnte, bringen Eros und, womöglich, Thanatos zusammen: „Gleichwohl geht der Prozeß der Emanzipation des Weibes nur unter ekstatischen Zuckungen vor sich. Liebe – Tragik“. Und selbstverständlich gibt es, seit 1976, auch e...
mehr... 28.05.2015
Ausschreibung Kunstprojekt zu 1000 Jahre Kloster Michaelsberg
Die Stadt Bamberg schreibt gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstler/ innen Oberfranken ein Kunstprojekt zum Michaelsbergjubiläum aus. Bis 29. Juni 2015 können Künstlerinnen und Künstler des BBK Oberfranken ihre Beiträge beim Kulturamt Bamberg einreichen.
Vom 4. September bis 4. Oktober sollen zwei temporäre Kunstwerke am Michaelsberg entstehen. Dafür werden erstmals der Nord- und der Südpavillon im Terrassengarten geöffnet und den Besuchern durch die Kunst zugänglich gemacht. Das mit 10.000 € dotierte Kunstprojekt soll im Rahmen des Michaelsbergjubiläums die besondere historische, künstlerische und religiöse Bedeutung des ehemaligen Klosters und seiner Geschichte bis heute hervorheben, sich damit beschäftigen und diese reflektieren und/oder interpretieren. A...
mehr... 27.05.2015
22 neue Stolpersteine gegen das Vergessen
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mehr... 01.04.2015
Das Thema „Totentanz“ ist in Bamberg bereits mit der Jahrtausendwende nachdrücklich ins Bewusstsein gerückt worden, da es seinerzeit von den wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt zum Kulturthema des Jahres ausgerufen wurde. Überdies wohnen gleich dr...
Zu Gast bei Freunden in der Villa Concordia
Auf den spanisch-deutschen Stipendiaten-Jahrgang folgen neben den Gästen aus Deutschland, Künstlerinnen und Künstler aus Norwegen. Insgesamt 13 Stipendiaten ziehen ab April in die Villa Concordia ein und werden für 11 Monate lang zu Bambergern auf Zeit. Sechs aus Norwegen. Sieben aus Deutschland. Darunter zwei gebürtige Amerikaner. Die Asymmetrie der Ländercodes ist bedingt durch die erstmalige Berufung eines Künstlerkollektivs, nämlich „Jochen Schmith“ (Carola Wagenplatz, Peter Hoppe, Peter Steckroth) aus Hamburg, zum gemeinsamen Aufenthalt in der Villa Concordia, das sich zwei Stipendien teilt. Zwischen 35 und 64 Jahre alt sind die Komponisten, Literaten und Bildenden Künstler des Jahrgangs 2015/16. Die Namen und Kurzbiographien klingen viel versprechend. Doch einige auf der Liste dürften das bei weitem über...
Wenn in unseren Tagen Kleinkunst oder Kleinkultur neu entsteht, dann ist dies oftmals auf das persönliche Engagement einiger weniger oder gar von Einzelpersonen zurückzuführen. Diese besondere Form der kulturellen Entwicklung entsteht meist abseits staatlicher oder kommunaler Förderung und fordert den vollen Einsatz der handelnden Personen.
Genau so und nicht anders war es auch im Falle der Kronacher Musikerin Monika Kober, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause quasi über den Putzenstein „stolperte“ und darin offensichtlich mehr sah, als nur ein renovierungsbedürftiges Gebäudeensemble. Einstmals lediglich ein Kreuzstein am Wegrand, bot das aus Haus mit Scheune bestehende Ensemble in der thurnauischen Einöde genau das, was sie gesucht hatte; Heim und Potential eine kleine Bühne zu beherbergen, um Musiker ei...
Ein Maler und sein Verführungspotenzial
In den beiden zurückliegenden art5drei-Ausgaben haben wir das Jubiläum „500 Jahre Lucas Cranach der Jüngere“ zu würdigen versucht und wichtige Ausstellungen in Kronach, Coburg, Gotha und Meißen, also in Nordfranken und Sachsen, vorgestellt. Notabene geht es heuer um Cranach junior, nicht um Lucas Cranach d.Ä., doch der steht natürlich aus familiären Gründen ebenso im Fokus, z.B. in Nürnberg, weil das dortige Germanische Nationalmuseum eine erkleckliche Anzahl von Werken des Meisters besitzt. Unter dem Motto „Zwischen Venus und Luther: Cranachs Medien der Verführung“ präsentiert das GNM seine hochkarätige Cranach-Sammlung in neuem thematischen Lichte.
Auch Thüringen lässt den älteren Cranach, also den Malervater, nicht beiseite und widmet folglich den beiden Cranac...
Doppel-Debüt in der Carnegie Hall
Dass die Klarinette in den vergangenen Jahren zunehmend auch als Soloinstrument in den Konzertsaal Eingang gefunden hat, verdankt sie beispielsweise der Belgierin Annelien van Wauwe (die bereits in Bamberg konzertiert hat und am 13. April im Landestheater Coburg mit dem Philharmonischen Orchester Max Bruchs Doppelkonzert für Klarinette und Viola geben wird), dem Wiener Andreas Ottensamer, dem Hannoveraner Sebastian Manz, der Israelin Shirley Brill, deren Landsmännin Sharon Kam, dem Schweden Martin Fröst und naturgemäß dem grandiosen Italiener Alessandro Carbonare sowie der in Lübeck lehrenden, wie Carbonare im Lucerne Festival Orchestra musizierenden Sabine Meyer, obgleich diese beiden einer älteren Generation angehören.
Angesichts dessen, was der gerade einmal sechzehnjährige Stegauracher Seraphin Maurice Lutz, er ist im...
Bei der Suche nach Alternativen sei man, „wie immer“, auf viele Mauern gestoßen, erzählt Anja Lubosch, habe dann aber doch noch eine Lösung gefunden: Heuer wird es auf das Konversationsgelände gehen, in die alte Werkstatt und in die Reithalle (die die Bamber...
mehr... 03.02.2015
1000 Jahre Michaelsberg
In Bamberg wird versucht, das tausendjährige Jubiläum der Gründung des Benediktinerklosters Michaelsberg trotz Schließung der Kirche mit einem ambitionierten Programm zum Kulturthema des Jahres zu machen.
Der Reigen der Jahrtausendjubiläen in Bamberg geht weiter, aber das heuer fällige steht unter keinem guten Stern. Insofern mutet es fast wie eine Trotzreaktion an, wenn trotz der Schließung des Kirchenraumes, die wegen statischer Unwägbarkeiten wohl zwingend notwendig war, das Jubiläum „1000 Jahre Kloster Michaelsberg“ tapfer durchgezogen wird. Die hoch über der Stadt liegende Benediktinerabtei wurde 1015 gegründet, doch die Klosterkirche, die jeden nach Bamberg Kommenden schon imposant aus der Ferne grüßt, ist seit einem Jahr geschlossen und wird es voraussichtlich noch mehr als...
Kunst-Karrée 2015
Zum siebten Mal veranstaltet der Schweinfurter KulturPackt am 16. Mai seinen Kunst-Tag im Altstadtviertel unter dem Titel „Kunst-Karrée“. Über 40 zeitgenössiche Künstler zeigen im Gebiet zwischen Schrotturm und Stadtmauer in leerstehenden Häusern, Torbögen, Gewölben oder auch Nischen ihre Arbeiten. Dazu gehören neben Malerei und Skulpturen natürlich auch Fotografie, Graphik und Installationen.
So wie jede gute „Open-Air-Veranstaltung“ strahlt auch das „Kunst-Karrée“ eine besondere Atmosphäre aus. In Schweinfurt ist es eine besonders heitere Stimmung, die durch die Kombination von Kunst und den Schweinfurter Altstadtgassen um den Zürch getragen wird. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Umrahmung des Ausstellungsprogramms durch Musik und kulinarische...
In der Grauzone der Toleranz
Als nach dem mörderischen Attentat auf die Redakteure von Charlie Hebdo Hunderttausende in aller Welt das Banner „Je suis Charlie“ hochhielten, folgte tags drauf die Antwort der Pariser Vorstädte: In St. Denis und andernorts weigerten sich ganze Schulklassen, an der Schweigeminute für die Opfer teilzunehmen. Durch die „sozialen Medien“ geisterten Botschaften wie #jenesuispascharlie# und #jesuiskourachi#. Dass der barbarische Anschlag Freudenfeste in der islamischen Welt zeitigen würde und Massenkundgebungen im frankophonen Schwarzafrika mit dem Slogan „Nous ne sommes pas Charlie“ zu erwarten waren, musste seit den Ereignissen rund um die dänischen Mohammed-Karikaturen vor acht Jahren nicht mehr wundern. Aber unverhohlene Freude über die Taten islamistischer Mörder inmitten westlicher Metro...
Lucas Chranach d. Ä. (1472 – 1553) werden die meisten unserer Leser kennen, gilt er doch, neben Albrecht Dürer, als der herausragende Maler der Renaissance. Allerdings steht sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere (1515 – 1586) in diesem Jahr im Zentrum der kunst- und kulturinteressierten Öffentlichkeit. Mit der Landesausstellung Sachsen-Anhalts „Cranach der Jüngere 2015“, die sich vom 26. Juni bis zum 1. November und auf die Städte Wittenberg, Dessau und Wörlitz erstreckt, würdigen gleich mehrere Bundesländer das Leben und Wirken des jüngsten Cranach Sprosses. Der „Cranach-Städte“ gibt es viele und so verwundert es auch nicht, dass sozusagen in einer konzertierten Aktion Lucas Cranach d. J. gehuldigt wird.
Insgesamt 12 Städte in Bayern (hier würden wir wohl besse...
Retrospektive - Animex - Best Of
Ehre, wem Ehre gebührt! Zum ersten großen Jubeljahr, ihrem 25. Geburtstag, warten die Bamberger Kurzfilmtage mit weit mehr als einem Jubiläums-Höhepunkt auf und setzen nach all den gelungenen Überraschungen und Neuerungen der letzten Jahre noch einmal neue Maßstäbe. So schließt das siebentägige Filmspektakel nach dem Wettbewerbsfinale am Samstag mit einem weiteren Paukenschlag im Grande Finale am Sonntag. Zum einen läuft dann die Zusammenfassung der besten Kurzfilme des Festivals, den Rollen der Preisträger und der Publikumslieblinge. Zum anderen präsentieren die Bamberger Kurzfilmtage mit Unterstützung des ZDF mit dem exklusiven Preview der in Bamberg gedrehten ZDF Produktion „Die Seelen im Feuer“ (Regie: Urs Egger | Buch: Annette Hess, Stefan Kolditz), nach dem Roman von Sabine W...
mehr... 26.11.2014
Wenn das Hauptaugenmerk auf den Bildern liegt, die ein ums andere Mal belegen...
Es war im Jahr 1790, als Reichsritter Julius von Soden schrieb: „Da ich der festen Überzeugung bin, dass es zu meinen Pflichten gehöre, für Glückseligkeit der Menschen und den notwendigen Unterricht und Bildung der Jugend meiner Untertanen zu sorgen.“ Er wollte „Menschen bilden und beglücken“, wie es in seiner selbstverfassten Lebensgeschichte zu lesen ist. Als Herr über Dorf und Schloss Sassanfahrt lag ihm, dem engagierten Kind der Aufklärung, das Wohlergehen seiner Untertanen am Herzen. Und Untertanen hatte er zuhauf. Wenige Jahre vorher hatte er in seinem neu erworbenen Herrschaftsbereich wenige Kilometer südlich der Bistumsstadt Bamberg Neubürger angesiedelt. Menschen, die aufgrund der restriktiven Heirats- und Bürgerschaftsbeschränkungen im Hochstift Bamberg keine Chance auf ein se...
Werk und Vita Cranachs in Kronach und andernorts
Sein Vater ist in Kronach geboren, Lucas Cranach der Jüngere aber in Wittenberg. Denn gerade so wie Martin Luther zog es Cranach senior 1505 in die aufstrebende Stadt an der Elbe, drei Jahre vor dem Verfasser der 95 Thesen vom Oktober 1517, den er, der ältere Cranach, später portraitieren würde. Übrigens mehrfach. Etwa auf dem Gemälde „Martin Luther als Junker Jörg“ (1521), dann als Bildnispaar mit dem anderen Reformator, Philipp Melanchthon, und – mindestens dreimal, zwischen 1525 und 1528 – als Paar mit der sogenannten Lutherin, seiner Ehefrau Katharina von Bora, deren beider Trauzeuge er war.
Luther soll hier Erwähnung finden im Vorlauf auf die 500-Jahr-Feier der Reformation, die 2017 unter dem Motto „Am Anfang war das Wort“ anstehen wird. Zunächst aber wird Cranach gefeie...
mehr... 30.09.2014
Die Preisfigur für die Gewinner des Deutschen Fußball-Kulturpreises trägt den Namen M...
Das Runde muss ins Eckige, das gilt beim Fußball sowieso, manchmal aber auch in der Kultur. Glückliche Umstände führten im Oktober 2004 zu einer kleinen Liaison von beidem. Die Deutsche Akademie für Fußballkultur wurde gegründet. Getragen von der Stadt Nürnberg, mit easyCredit/TeamBank und dem kicker-Sportmagazin als Partner und einem Beirat, der namhafte Vertreter vereint (Freistaat Bayern, Bayerischer Rundfunk, Goethe-Institut, Deutscher Volkshochschul-Verband, Fraunhofer Gesellschaft, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Kulturpolitische Gesellschaft usw.) und immerhin partiell und mit fester Adresse auf das Thema Fußball-Kultur einschwört.
Eine clevere, nachhaltige, vielleicht sogar weltmeisterliche Idee, die sich im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 durchsetzen ließ und das vielfältige Zusammenspiel zwischen Fußball u...
Eine Eule geht immer!
Überall wird gehämmert, geklopft und geschliffen. Wir befinden uns in Strullendorf, genauer gesagt auf dem Ateliergelände von Franz Rosenklee. Der 1948 in Estenfeld bei Würzburg geborene Bamberger Skulpteur, der mit bürgerlichem Namen Horst Hauck heisst, begann nach der Schule zunächst eine Lehre als Fernmeldetechniker bei der Post, für die er auch noch tätig war, als diese schon längst Telekom hieß. Insgesamt 36 Jahre seines (haupt)beruflichen Wirkens blieb Franz Rosenklee dem Konzern treu. Aber bereits während seiner betrieblichen Zugehörigkeit zu dem Weltkonzern spürte Franz Rosenklee eine immer stärker werdende Leidenschaft zum Thema Stein und dem, was man aus ihm machen kann. 1980 begann er dann ernsthaft als Skulpteur zu arbeiten und besuchte erste Kurse „Gestalten in Stein“ bei dem bekannten Bamberger Bildhauer Reinhard Klesse (†2014), dessen Werke häufig im öffentlich...
Ganz in schwarz-weiss mit achtundachtzig Tasten
Bei Frauen mit Flügel, bei Pianisten einen besonderen „Stein“ im Brett hat eine erstaunliche Anzahl von Instrumenten, die eben jenes Lexem im (Firmen-)Namen führen. Die Klaviere aus dem Hause Johannes Andreas Stein wusste bereits Wolfgang Amadeus Mozart zu schätzen. Ein Fortepiano des Augsburger Klaviermachers spielte der in einen Satinrock mit aufwendiger Stickerei gekleidete Mozart bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte am 15. Oktober 1790 in Frankfurt am Main, als er mit dem F-Dur-Konzert KV 459 und mit dem D-Dur-Konzert 537 großen Beifall fand.
Hängt man an den „Stein“ einen „Weg“ und macht sich auf nach Braunschweig, dann steht man vor der Pianofortefabrik Grotrian-Steinweg, 1835 von Heinrich Engelhard Steinweg in Seesen gegründet und somit eine der ältesten Firmen ihrer Art. Damit verbunden ist auch die wohl bekannteste Marke, Steinway, denn eben dieser Her...
Kunstpreis Stadt Marktheidenfeld
Kunstschaffende aus Unterfranken und dem Main-Tauber-Kreis können sich um den Kunstpreis der Stadt Marktheidenfeld bewerben. Gefragt sind Zeichnungen zum Thema „Grundriss“, allerdings nicht in der bekannten Bedeutung als Abbild der Grundfläche eines Gebäudes. Vielmehr, führt Brigitte Hausner, Mitorganisatorin des Kunstpreises, aus, verstehe sich „Grundriss“ hier als „Skizze des Wesentlichen und auch als Visualisierung eines Fundamentes. Dabei kann eine formale Auseinandersetzung zugrunde liegen, das Thema aber auch inhaltlich interpretiert werden.“
Zu beachten ist, dass die Arbeiten zur Teilnahme vom 2. bis zum 4. Oktober im Kulturzentrum Franck-Haus, Untertorstraße 6, Marktheidenfeld, einzureichen sind, und zwar persönlich oder durch einen Beauftragten. Die Anlieferung kann nur an der Annahmestelle e...
Seit 1219 war der Orden in (Bad) Mergentheim ansässig. Zwischen 1527 und 1809, als Napoleon den Orden in den Rheinbundstaaten aufhob, diente das wahrhaft prächtige Deutschordensschloss den Hoch- und Deutschmeistern als Residenz. Vor bald zwei Jahrzehnten wurde im Schloss das Deutschordensmuseum eingerichtet. Es gewährt Ein...
Hier fällt die Kunst nicht ins Wasser
Dass man hier einmal Kunst in Vollendung genießen könnte, das haben sicherlich die wenigsten gedacht, als das Gebäude der heutigen Kunsthalle Schweinfurt 1927 qua Schenkung des Industriellen Ernst Sachs an die Stadt Schweinfurt in deren Besitz überging. Zunächst dem Schwimmsport gewidmet, wurde der Solitärbau mit dem repräsentativen Vorplatz 1944 bei Luftangriffen schwer beschädigt und vorrübergehend geschlossen. Nach Kriegsende und gründlicher Erneuerung 1949 wieder als Schwimmbad eröffnet, dauerte es 54 Jahre, bevor sich der Schweinfurter Stadtrat auf eine Umnutzung als städtische Galerie einigen konnte. 2006 begann man dann mit der Neugestaltung des ehemaligen Ernst-Sachs-Bades zur Kunsthalle.
Im Anschluss an die Grundsteinlegung im Oktober 2007 dauerte es bis zum März 2009, bis der Umbau fertig gestellt war und man mit dem Umzug aus der „Galerie Alte Reichsvogtei“ in ...
In die Sakristei gehörig
Als erstes gemeinsames Projekt präsentieren die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Johannis und das Museum Otto Schäfer Schweinfurt vom 28. September an bis zum 30. November die Ausstellung „In die Sakristey gehörig“. Gezeigt werden ausgewählte Drucke und Einbände, die der Sakristeibliothek St. Johannis entstammen. Anlass ist die Überführung der alten Kirchenbibliothek durch den Rat der Reichsstadt Schweinfurt von der St. Johanniskirche in das Rathaus, die sich heuer zum 350. Mal jährt. Nur wenige Drucke blieben zum Gebrauch der Geistlichen in der Kirche zurück und bildeten die Basis der neu entstehenden Sakristeibibliothek. Da die Mittel der Kirche gering waren, konnten lediglich einige Bücher gekauft werden. So trugen Geistliche und Bürger der Stadt mit Geschenken zum Großteil der Bibliothek b...
Volker-Hinniger-Preis geht an Fotografin
Vor ziemlich genau zwei Jahren, am 3. September 2012, verstarb die aus dem thüringischen Steinach gebürtige Gretel Hinniger im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Bamberg. Hinniger, die Oberbürgermeister Andreas Starke damals mit den Worten würdigte, sie sei eine „im besten Sinne des Wortes Mäzenatin der Kunst“, wird fraglos in Erinnerung bleiben, hat sie doch zum Gedenken an ihren mit nicht einmal vierzig Jahren 1988 in Griechenland tödlich verunglückten Sohn den Volker-Hinniger-Preis gestiftet. Seit 1992 wird er alle zwei, seit 2002 alle drei Jahre vergeben an Künstler, die zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht älter als 41 Jahre sein dürfen.
In diesem Herbst geht der heuer mit 4000 Euro ausgestattete Volker-Hinniger-Preis an die Fotokünstlerin Sonja Ismayr. 1981 in Bamberg geboren, hat Ismay...
Mit einigem Fug und Recht lässt sich sagen, dass Georg Trakl für die österreichische ja, cum grano salis, für die deutschsprachige Literatur insgesamt das ist, was Walt Whitman bis heute für die amerikanische, ja für die englischsprachige Lyrik überhaupt ist. Beider Wirkkraft ist ungebrochen, und es gibt kaum einen Poeten oder, ganz allgemein, Schriftsteller von Rang, der nicht irgendwann unter dem Einfluss Whitmans beziehungsweise Trakls gestanden hätte oder noch steht. Dazu gehört zum Beispiel der Lyriker Lutz Seiler.
Der Titelheld aus Seilers erstem Roman „Kruso“ – in diesem September bei Suhrkamp erschienen und sogleich in die Endauswahl zum (freilich umstrittenen) Deutschen Buchpreis gelangt – kann von der Lektüre der Gedichte Trakls nicht lassen. Und Mirko Bonné, der Übersetze...
Vier Stockwerke voller Musik
Alles neu macht in diesem Fall der September. Die Städtische Musikschule Bamberg zieht in ihre neuen Räumlichkeiten, die ehemalige Probstei St. Getreu. Wir haben uns verabredet mit Martin Erzfeld, dem Leiter der städtischen Musikschule Bamberg und seiner Stellvertreterin, Karin Görz, um uns zum einen vom Fortgang der Arbeiten und zum anderen von den erweiterten Möglichkeiten am neuen Standort ein Bild zu machen. Überall sieht man Handwerker, es wird gehämmert, gebohrt, geschraubt und geschliffen, dazwischen vereinzelt Menschen die Pakete, Stühle und Musikinstrumente durch die Gänge tragen. Schwer vorstellbar dass hier nächste Woche der erste Unterricht stattfinden soll. Und trotzdem treffen wir auf ein relativ entspanntes Führungsteam.
Herr Erzfeld, wie kam es dazu dass die Musikschule ausgerechnet hier eine neue...
mehr... 12.08.2014
Lu Song – ein chinesischer Romantiker
Im Zusammenhang mit den interkulturellen Wochen in Bamberg zeigt der Kunstverein Werke des chinesischen Künstlers Lu Song. Lu Song beschäftigt sich mit dem klassischen Thema der Landschaftsmalerei, allerdings weniger mit Studien zur natürlichen Schönheit, denn mit heutigen Aspekten der Globalisierung wie Entwurzelung, Anonymität und Fremdheit im urbanen Raum.
Der junge Maler studierte in London Malerei und lebt heute wieder in Peking. Seine bevorzugten Bildthemen sind städtische Naturräume, geheimnisvolle Orte, die irgendwo zwischen Europa und Asien angesiedelt sind. Menschen sind in seltsamen Handlungen eingewoben, die Szenen folgen einer undurchsichtigen Geschichte. Wesentliches Element der stimmungsvollen Kompositionen ist der bemerkenswerte Umgang mit Farbe, mal deutlich konturierend, mal scheinbar unkontrollierte...
mehr... 05.08.2014
Vom Dreikönigssingen zur Silvesterknallerei
Sie wollten schon immer wissen warum in Franken in der Osterzeit die Brunnen geschmückt werden oder warum wir an Silvester Knallkörper anzünden? Antworten auf diese und noch viele andere Fragen (nicht nur) fränkischen Brauchtums gibt seit dem 7. Juni dieses Jahres die Ausstellung "Vom Dreikönigssingen zur Silvesterknallerei" im Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld.
mehr... 04.08.2014
Frankfurts einzigartige Museumslandschaft
Es war der damalige Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main und spätere Präsident des Münchner Goethe-Instituts Hilmar Hoffmann, der 1977 die Idee zu einer Anhäufung von Museen am Mainufer hatte. Die Museumslandschaft Frankfurts zählt fraglos zu den abwechslungsreichsten, üppigsten und bedeutendsten, die Deutschland zu bieten hat. Rund fünf Dutzend Pinakotheken, Kunsthallen und Ausstellungshäuser ganz unterschiedlicher Größe haben sich inzwischen in der Ebbelwoi-und-Banken-Stadt angesiedelt. Der in optimaler Lage befindliche, sechsundzwanzig Häuser umfassende Kern dieser Museumslandschaft lässt sich auf kurzen (Fuß-)Wegen in Augenschein nehmen.
Allein dreizehn Museen liegen am Museumsufer zwischen dem Eisernen Steg und der Friedensbrücke in unmittelbarer Nähe zum Main. Über sieben B...
Ich schreibe Gedichte, weil ich sie brauche
Im Juli ist Nevfel Cumart mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Grund genug, sich mit dem Bamberger Autoren, Übersetzer, Referenten und, ganz wichtig, Vermittler zwischen zwei Welten, zwischen Ost und West, zu unterhalten.
Kam denn, lieber Nevfel Cumart, die hohe Auszeichnung in Berlin überraschend für Sie?
Das kann man wohl sagen. Ich wollte das anfangs gar nicht glauben, dachte zunächst, dass mir jemand einen Streich spielt. Ich habe mit so einer Auszeichnung nie gerechnet! So manches Mal, wenn ich über meine Arbeit sprach, habe ich zwei Sätze gesagt: „Mit Gedichten kann man in Deutschland keinen Blumentopf gewinnen.“ Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Gedichte ja nicht so viel gelesen werden in Deutschland und man auch nicht sehr bekannt wird als Lyriker. Der zweite Satz: „F&uu...
Unter dem Titel „Alle Zeit der Welt“ und dem an Peter Handke erinnernden Zusatz „Eine choreographische Erkundung der Absichtslosigkeit“ ruft die Tanzkompagnie Thomas K. Kopp in einer Produktion des Theaters tanzSpeicher w&...
Kurzes Willkommen und baldiger Abschied
Dieser April 1813 ist eine Zeit des Abschieds. Am Ostersonntag geht es ein letztes Mal hinaus nach Bug („Buch“) zum „Abschiedsdiner“, am Ostermontag weilt er zu einem finalen Souper bei seinem Verleger. Bei Carl Friedrich Kunz also, der aber nicht bloß mit Büchern handelt, sondern auch mit Weinen, mit Burgunder und Roussillon, mit Kirschwasser, was dem Schriftsteller, Zeichner, Komponisten, Musikkritiker und Freund alkoholischer Getränke sehr zustatten kommt. Tags drauf dann, wir schreiben den 20. April 1813, ist er abermals bei Kunz. Ein, so hält er im Tagebuch fest, „weinerlicher Abschied“, und: „von der Kunz eine Haarlocke erhalten“. Am Mittwoch macht er sich endlich auf, gen Dresden: „Abreise Früh Morgens um sechs Uhr – Bareuth genachtet“.
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann is...
Kulturdenkmäler bekennen Farbe
Farbe bekennen werden zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am 14. September zahlreiche Kulturdenkmäler, deren Spannbreite von der Scheune über den Bauernhof, das Bürgerhaus, den Pavillon und Kirchenbauten hin zu Museen unterschiedlichster Couleur reicht. Für 2014 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Thema „Farbe“ ausgerufen. Am zweiten Septembersonntag haben auch viele der Öffentlichkeit sonst nicht zugängliche Bauwerke und archäologische Stätten geöffnet, und das bei freiem Eintritt!
Die farbliche Gestaltung von Bau-, Kunst- und Bodendenkmalen und auch von Gärten und Parks war immer schon ein entscheidender Aspekt für deren Erbauer gewesen. Das gilt noch heute für Denkmalpfleger, Restauratoren, Archäologen, Handwerker und natürlich vor allem für interessierte Betr...
Zeitgenössische Kunst im Bamberger Hain
Die Kunst ins Offene, ins Freie hinaus holt die Bamberger Künstlergruppe Monopteros. Zum elften Male in Folge verwandelt sich der Bamberger Hain, durch welchen bereits E. T. A. Hoffmann gern nach Bug spazierte, zum Ausstellungsraum und führt in fünf historischen Pavillons vor Augen, dass diese sich nicht nur zu einem abendlichen Stelldichein eignen. Am ersten Augustsonntag stellen die Monopteros-Mitglieder Sabrina Catowiez, Thomas Johann Dennerlein und Hans Günter Ludwig ihre Arbeiten aus. Eingeladen sind zudem zwei Künstler aus der Metropolregion Nürnberg, zum einen die aus Korea gebürtige Anna Bien, zum anderen Sven Weihreter.
Der Zauber dieser seit 2004 immer im Sommer wiederkehrenden Eintagsausstellung besteht vor allem darin, dass Altes auf Neues, Zeitgenössisches auf die Antike trifft, und dies in einer reizvollen, stadt-...
Wahren, schaffen, erleben
Stillstand, heißt es, sei der Untergang der Kunst. So hat denn Richard Wagner in einem Brief vom September 1852 an seinen späteren Schwiegervater Franz Liszt ausgerufen: „Kinder, macht Neues! Neues! und abermals Neues!“ Und weiter: „Hängt Ihr Euch an’s Alte, so hat euch der Teufel der Inproduktivität, und Ihr seid die traurigsten Künstler!“ Daraus lässt sich schließen, dass der in Bayreuth omnipräsente Komponist sicherlich dem zeitgemäßen Erleben seiner Vita, seines Werkes und Wirkens, wie es die neue Ausstellung im erweiterten Richard-Wagner-Museum vorsieht, sein Placet gegeben hätte.
Wagners Wohnhaus Wahnfried, unmittelbar am Hofgarten gelegen, ist ein von einer mythischen Aura umgebener Symbolort deutscher (Kultur-)Geschichte. Das neben dem Nationalarchiv – die weltweit b...
Weithin gerühmt wird, für seine außerordentliche Akustik, das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Seit der Eröffnung im August 1876 hat es diverse Umbauten erfahren. Den Klängen, die da aus dem von Richard Wagner so bezeichneten mystischen Abgrund herauftönen, können heute fast 2000 Zuhörer lauschen, die das Auditorium fasst. Die Damen tragen zumeist lange Kleider, gern aus asiatischer Seide oder aus leichten, lichten Sommerstoffen, die Herren stecken im Smoking und stellen oben eine Fliege, unten schwarze Lackschuhe zur Schau. Nicht alle kommen um der großartigen Musik willen. Manche wollen einfach nur gesehen werden, so scheint es. Sie sind auf dem Hügel, weil es in ihren Kreisen sich schickt. Wir lassen hier zwei Stühle erzählen von dem, was sie so alles zu (er-)tragen haben. Sie sind ü...
Krieg der Geister im Neuen Museum
Das Gedenken an den Ausbruch des ersten weltumspannenden Krieges vor einem Jahrhundert nimmt die Klassik Stiftung Weimar zum Anlass für eine umfangreiche Schau, die sich mit der Rolle Weimars als „Hort der deutschen Kultur“ am Vorabend der Katastrophe und während des Großen Krieges befasst. Die Eliten der kriegsführenden Länder warfen sich in einen beispiellosen Krieg der Kulturen. Es wurde intellektuell aufgerüstet. Unter kulturgeschichtlichen Prämissen nimmt die Ausstellung in den Blick, wie Weimar wieder zum Symbolort deutscher Kultur wurde.
Protagonisten aus Weimar und Jena stehen im Fokus, darunter der Philosoph (und Literaturnobelpreisträger von 1908) Rudolf Eucken, der Zoologe und Freidenker Ernst Haeckel, der Kunstsammler, Mäzen und eifrige Tagebuchschreiber Harry Graf Kessler und die mit ihm eng befre...
Weimar, Sommer, Kunst: ein Fest
Das 1990 ins Leben gerufene Kunstfest Weimar war eine der ersten deutsch-deutschen Kulturinitiativen nach dem Mauerfall. Zu seiner 25. Ausgabe erfindet es sich – wieder einmal – neu. Christian Holtzhauer nämlich, bislang Dramaturg an der Staatsoper Stuttgart, löst Nike Wagner ab, die die von ihr so getauften „Pèlerinages“ ein Jahrzehnt verantwortet hatte. Holtzhauer, dem Weimar seit seiner Kindheit vertraut ist, möchte gemeinsam mit seinen vier Mitarbeiterinnen die Begriffe „Kunst, Fest und Weimar wörtlich nehmen und ein Festival gestalten, bei dem Künstler verschiedener künstlerischer und geografischer Herkunft aufeinander treffen“. Man verstehe das Kunstfest aber auch als Fest, „als eine gute Gelegenheit also, Publikum und Künstler, Weimarer und Touristen, jüngere und ältere Zuscha...
„Stolpersteine gegen das Vergessen.“
Wer kennt das nicht. Man hetzt durch die Stadt und plötzlich bleibt man mit dem Fuss an irgendetwas hängen, stolpert, fängt sich wieder und will verärgert über den schlechten Zustand des Gehwegs losschimpfen, bis der Blick auf einen scheinbar goldenen Stein fällt, der als „Stolperfalle“ in den Boden eingelassen wurde. Man wird neugierig, geht ein paar Schritte zurück und erkennt einen Namen und eine Inschrift auf dem Stein: „ HIER WOHNTE FLORA KAHN, GEB. HIMMELREICH, JG. 1878, DEPORTIERT 1941, RIGA, ERMORDET. Und direkt daneben noch so ein Stein und dann noch einer. Schnell wird einem, auch ohne dass man eine Erklärung dazu geliefert bekommt, klar, was der Zweck dieser Steine ist. Offenbar dienen sie dazu, dass man sich an Menschen und das an ihnen begangene Unrecht erinnert, wenn man zufällig über sie „...
Die Front war weit entfernt, aber der Krieg überall spürbar. In der auf Export ausgerichteten Industriestadt Nürnberg fehlten in den Betrieben nicht nur die zum Kriegsdi...
Sarajevo, 28. Juni 1914: Der Gymnasiast Gavrilo Princip erschießt den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gattin Sophie (die er eigenen Aussagen zufolge gar nicht hatte treffen wollen). Es kommt zur Julikrise, die Habsburgermonarchie greift Serbien an, Deutschland erklärt den Russen am 1. August den Krieg, zwei Tage später den Franzosen, und marschiert in Belgien ein. Ein von den Briten gefordertes Ultimatum lassen die Deutschen verstreichen, „la Grande Guerre“, „the Great War“, das große Sterben, die Urkatastrophe des Zwanzigsten Jahrhunderts, von der die Geschichtswissenschaft spricht, nimmt ihren Anfang. Als der „Große Krieg“ im November 1918 mit der Niederlage Deutschlands endete, waren rund neun Millionen Soldaten gefallen und sechs Millionen Zivilisten gestorben. Hinzu kamen Million...
mehr... 18.07.2014
Das war mal wieder ein Termin genau nach unserem Geschmack. Und damit ist nicht die leckere Verpflegung gemeint, die anläßlich des Pressetermins zur Ausstellungseröffnung "200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken" gereicht wurde. Vielmehr konnte man als Journalist einen der durchaus nicht allzu häufigen Momente erleben, in denen sich ein museales Kleinod vor einem auftut. Das Porzellanikon mit seinen beiden Standorten in Selb und Hohenberg, nicht gerade im Herzen touritischer Naherholungsgebiete gelegen, feierte mit einer festlichen Eröffnung am 17. Juli, im Beisein von Regierungspräsident Wenning und Landrat Döhler, den Start zur Ausstellung "Porzellan für die Welt". Vorab konnten sich Journalisten bei einem eigens hierfür arrangierten Pressetermin an beiden Standorten einen exklusiven Überblick...
mehr... 11.07.2014
Am Tag als der Regen kam (gesungen, mit lasziv-verrauchter Stimme, von Dalida, im „Blechtrommel“-Jahr 1959, auf eine Melodie von Gilbert Bécaud, dem „Monsieur 100 000 Volt“), ausgerechnet da, gefiel es dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia, sein Sommerfest zu feiern. Das nun hatte freilich auch seine Vorteile. Beispielsweise herrschte statt dichtem Gedränge im wunderschönen Barockgarten der Villa Bein- und überhaupt Bewegungsfreiheit, auch unter dem angesichts der Wetterprognose vorsorglich aufgestellten Zelt.
Weniger fein war das für die beiden „Acts“, wie Direktorin Nora Gomringer die zwei aus Dresden angereisten Musikgruppen ankündigte. Zwischen Bühne und Zelt klaffte eine große, mit Bierbänken bestückte Lücke. Die wurden dann aber doch in Beschlag...
mehr... 08.07.2014
Im Rahmen eines Pressetermins am 8. Juli stellten Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder, dessen Gemeinde als Projektträger fungiert, stellvertrender Landrat Johann Pfister und Dr. Anne Schmitt (Geschäftsführerin des Vereins Flussparadies Franken e.V.) das 300.000 € schwere Großprojekt ...
mehr... 04.07.2014
Künstler der Sparkassengalerie - eine Retrospektive
Vor 28 Jahren wurde die Sparkassengalerie gegründet. Sie ging aus der Galerie SW – Gruppe Schweinfurter Künstler hervor. Um diesen Künstlern einen passende Ausstellungsmöglichkeit für ihre Werke bieten zu können, entschied sich der Vorstand der Sparkasse damals, die Räumlichkeiten der heutigen Sparkassengalerie zur Verfügung zu stellen. So war auch die erste Ausstellung der Gruppe Schweinfurter Künstler vorbehalten. Sie fand von Juli 1986 bis September 1986 statt.
mehr... 24.06.2014
Dauerhafte Direktorin der Villa Concordia
Nein, für Nora Gomringer, inzwischen eine Frau von nahezu Mitte Dreißig, dürfte der April keinesfalls der „grausamste“ (Ernst Robert Curtius), noch der „ärgste“ (Eva Hesse), und schon gar nicht „der übelste Monat von allen“ (Norbert Hummelt) sein, denn im April 2010 trat sie die Stelle als Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia zu Bamberg an. Das Zitat aber – es eröffnet T.S. Eliots Jahrhundertgedicht „The Waste Land“ („April is the cruellest month“) – erkennt die studierte Anglistin sicherlich sofort. Jüngst ist Gomringer und der von ihr vorzüglich geleisteten Arbeit große Anerkennung widerfahren: Kunstminister Ludwig Spaenle übertrug ihr Mitte Juni mit der Vertragsunterzeichnung die unbefristete Leitung der Villa Conco...
Ein Anruf bei der KulturTafel Bamberg unter 0951 8680 175 ( Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr) oder eine E-Mail (info@kulturtafel-bamberg.de) genügt, um die Dauerkarte an einen Gast der Tafel abzugeben und diesem Bedürftigen den Besuch der Veranstaltung zu ermöglichen. Genannt werden müssen die Nummer des Ab...
mehr... 23.06.2014
August der Starke, Joh. Friedrich Böttger und das Porzellan
Auch heuer dreht sich im Sommer in Selb alles um das Thema Porzellan. Wie schon 26 mal zuvor veranstaltet die Kreisstadt an der tschechischen Grenze die „Wochen des Weißen Goldes“.
„Weißes Gold“, dieser Begriff weckt Erinnerungen an Geschichte, die mehr als 300 Jahre zurück reicht. Der Begriff des „Weißen Goldes“ ist untrennbar mit Johann Friedrich Böttger verbunden, der heute als Erfinder/Entdecker des Porzellans gilt. Wenn es in der deutschen Historie um das Thema Gold geht, dann gibt es wohl kaum eine begehrtere Person als Böttger. Der 1682 als Sohn eines thüringischen Münzmeisters zur Welt gekommene Böttger, der später eine Ausbildung zum Apotheker absolvierte, erregte bald das Interesse diverser deutscher Monarchen und Fürsten, hatte er doch zu Beginn des 18. Jahrhunderts...
„200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken”
Es gibt wohl kaum eine berühmte Persönlichkeit auf der Welt, die nicht schon mindestens ein Mal von Porzellan aus bayerischen Fabriken gespeist hätte. Trotz der teilweise extremen wirtschaftlichen Einschnitte in den letzten Jahrzehnten behauptet der Freistaat unter den bedeutenden Porzellanregionen Europas immer noch eine herausragende Position.
Im Porzellanikon, dem Staatlichen Museum für Porzellan, das zum 01. Januar dieses Jahres in den Rang eines Landesmuseums erhoben wurde, wird nun erstmal mit einer Ausstellung versucht, einen umfassenden Einblick in die Geschichte der bayerischen Porzellanfabrikation, die vor 200 Jahren in Hohenberg ihren Anfang nahm, zu geben. Auf 1.700 Quadratmetern geben 2.000 Ausstellungsstücke, ausgewählt aus einem Gesamtbestand der 200.000 Exponate umfasst, einen tiefen Einblick in die Porzellangeschichte. Die...
Die gar nicht so biederen Bilderwelten Carl Spitzwegs
Gegenwärtig zählt die Sammlung von Werken Carl Spitzwegs im Schweinfurter Museum Georg Schäfer 290 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Collagen. Aus diesem Bestand werden noch bis Ende November 171 Werke präsentiert. Der erste Raum im oberen Stockwerk, das man über eine lange Holztreppe erreicht, zeigt Exponate, auf welchen Spitzweg Gesellschaftskunde betreibt und leise Zeitkritik übt. Da ist, beispielsweise, „Wo ist der Pass?“, entstanden zwischen 1848 und 1850 (Öl auf Eichenholzplatte, 32,8 x 29,7 cm). Ein uniformierter Polizist kontrolliert eine Gruppe fahrender Musikanten, die sich ausweisen sollen. Da die Obrigkeit aber fränkischen Dialekt spricht, statt „P“ ein weiches „B“, mutiert in seinem Munde, und im Ohr des Angesprochenen, das Dokument zum Instrument, sodass der Musiker auf den ...
Marktplatz Kunst – Der Kunst einen Markt
Wozu andere Bücher lesen oder Seminare besuchen, da denkt der KulturPackt für Schweinfurt e.V. lieber pragmatisch und veranstaltet mittlerweile bereits zum 4. Mal ein Kunst-Kaufhaus. Ort des Geschehens ist in diesem Jahr die Ausstellungshalle des Alten Rathauses, in der für 8 Tage weit über 100 Exponate, vom Bild bis zur Skulptur, von der Grafik bis zur Fotografie, zum Kauf angeboten werden.
Mehr als 30 regionale Künstler, darunter sowohl bekannte Namen als auch weniger bekannte Schöpfer, präsentieren sich und ihre Arbeiten in einem Ambiente, welches oft für Kunstausstellungen genutzt wird, in diesem Jahr aber ganz bewusst in Richtung „Kunst-Supermarkt“ getrimmt wurde.
Wer sich also für Kunst interessiert und im Idealfall auch noch Bereitschaft zeigt diese käuflich zu erwerben, der ist hier sicherlich an de...
Dass die vielen Händler dies gemeinsam tun, ist das Besondere und auch der Erfolgsgarant für diese Veranstaltung. Nur zusammen kann man eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die ihren Platz zwischen den anderen großen europäischen Antiquit&a...
Ein Edler unter Bauern
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Diese Parole, die viele von uns untrennbar mit der französischen Revolution von 1789 in Verbindung bringen, war schon 260 Jahre zuvor die Triebfeder für einen heute fast vergessenen Aufstand, den Bauernkrieg.
Am Anfang des 16. Jahrhunderts, als der größte Teil der Bevölkerung aus Landbevölkerung besteht, die mit ihren Abgaben den Staat finanzieren, aber in politischen Fragen keinerlei Mitspracherechte haben, berufen sich die Bauern, beeinflusst von den beiden Reformatoren Luther und Zwingli, auf das sogenannte „göttliche Recht“ und legen ihren Lehnsherren ihre Beschwerden und Forderungen, in zwölf Artikeln zusammengefasst, vor. Deren Ignoranz ist der Anlass für eine langwierige und sehr blutige Auseinandersetzung, an deren Ende die Niederschlagung des Aufstandes steht. ...
Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…..
Wenn Sie glauben, Sie hätten die Nachkriegszeit und die Wirtschaftswunderjahre bereits aus allen Blickwinkeln kennengelernt, dann haben Sie sich geirrt. In der neuen Sonderausstellung des Levi Strauss Museums Buttenheim nähert man sich diesem Thema mit einem Blick auf die „Caprihose“ an.
Die Erfolgsgeschichte dieses vornehmlich weiblichen Kleidungsstücks begann 1945 in dem Atelier der deutschen Modedesignerin Sonja DeLennart und eignete sich geradezu idealtypisch, um für die Ideale und das Lebensgefühl einer ganzen Generation zu stehen. Von München über die Strände des sonnigen Italiens bis hin nach Hollywood. Audrey Hepburn, Doris Day, Marilyn Monroe, Kim Nowak, Sophia Loren oder auch Jacky Kennedy, die Liste prominenter Caprihosenträgerinnen ist lang, ließe sich vermutlich endlos fortsetzen und dauert bis...
Das einzige heilige Kaiserpaar
Die Kaiserkrönung Heinrichs II. und Kunigundes durch Papst Benedikt VIII. in St. Peter zu Rom liegt nun genau ein Jahrtausend zurück. Dieses kirchen- und weltgeschichtliche Ereignis am 14. Februar anno 1014 ist dem Diözesanmuseum Bamberg Grund genug, dem heiligen Kaiserpaar die Sonderausstellung “Gekrönt auf Erden und im Himmel“ zu widmen. Gezeigt werden, vom 4. Juli an bis zum 12. Oktober, rund einhundertfünfzig Exponate, welche die weitreichende Verehrung der Bamberger Bistumspatrone vor Augen führen sollen. Heinrich II., der von 1002 bis zu seinem Tod im Juli 1024 in der Königspfalz Grona regierte, und die 1033 im hessischen Kaufungen verstorbene Kunigunde hatten 1007 die Gründung des Bistums Bamberg initiiert.
Die zum Teil selten präsentierten Ausstellungsstücke entstammen den Sammlungen des eigenen Haus...
Fränkischer Kunstpreis
Auf eine lange Tradition kann sich der Bund Fränkischer Künstler in Kulmbach berufen. In den Zwanzigern hatte die Plassenburg als Zuchthaus gedient. Als 1928 das Ende dieser doch unrühmlichen Ära gekommen war, machte man sich auf die Suche nach einer zivilen Nutzung der Befestigungsanlage. Aus der Nürnberger „Feierabendgesellschaft“ ging in jenem Jahr der Bund Fränkischer Künstler hervor und fand eine Bleibe auf der Plassenburg: Kunst statt Karzer!
Bereits ein Jahr hernach konnte unter der Obhut des Kunstmalers und Bildhauers Johannes Seiler die erste Ausstellung des Bundes auf der Plassenburg mit Gemälden, Plastik und Grafik Premiere feiern. Seither findet alljährlich in der dortigen Hofstube die Jahresausstellung des Bundes Fränkischer Künstler statt. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, ihre Ar...
Ein Hort unterfränkischer Kunst- und Kulturgeschichte
Hoch über Würzburg auf der Festung Marienberg gelegen, befindet sich das Mainfränkische Museum. Seit nunmehr 101 Jahren (1913 kam es zur Gründung des „Fränkischen Luitpoldmuseums“, seit 1939 trägt es den heutigen Namen) ist es ein Hort für die Kunst- und Kulturgeschichte, wobei der Schwerpunkt naturgemäß auf Würzburg und Unterfranken liegt. Die Exponate reichen von der Vor- und Frühgeschichte (etwa mit Funden aus der Altsteinzeit) bis hinein ins 19. und 20. Jahrhundert. Sie sind untergebracht im zwischen 1709 und 1712 errichteten Zeughaus und in der Echterbastei, die auf 1605/1606 datiert.
Die Sammlungen zählen zu den wahrhaft bedeutenden im Freistaat. Sie sind von hohem Stellenwert und arg umfangreich. Und das, obgleich dem Bombenangriff auf die Stadt am 16. März 1945 ein Großteil des ...
mehr... 04.06.2014
Bei dieser facettenreichen Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft süddeutscher Freilichtmuseen geht es um Statussymbole früheren ländlichen Lebens, um Zierrat an den Häusern, symbolträchtige Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften, reiche Aussteuer und die einstige Festkultur mit ihren Ess-, Trink- und Rauchgewohnheiten. Auch die kleinen Luxusartikel wie Spiegel, Tafelgeschirr und Schmuck werden nicht vergessen. Der umfangreiche Begleitkatalog vertieft das Thema Luxus auf dem Land in zahlreichen fundierten Einzelbeiträgen.
Die feierliche Eröffnung findet am 13. Juni um 17.00 Uhr im Bauernmuseum Bamberg Land in Frensdorf statt und, da das Bauernmuseum heuer auch seinen 30. Geburtstag feiert, hält die Regierungsvizepräsidentin Petra Platzzgummer-Martin die Festrede.
Für die Öffentlichkeit ist die ...
mehr... 27.05.2014
Ab 28. Mai 2014 nun ist die Galerie für das Publikum wieder geöffnet. Dann werden die Werke Cranachs, Riemenschneiders, Hans von Kulmbachs und die anderer Meister der Spätgotik und Frührenaissance in neuem Licht erstrahlen. Eine am Objekt orientierte, fein abgestimmte Illuminierung der Tafelbilder, Klappaltäre und zum Großteil gefassten Holzskulpturen korrespondiert mit einer neuen Farbgebung in den Schauräumen, die die Werke zusätzlich zum Leuchten bringen wird. Begleitet wird dies von einem n...
mehr... 16.05.2014
WERKsHANDLUNGEN
Vom MOMA New York nach Bamberg. Das legendäre Baukastensystem der Künstlerin Charlotte Posenenske wird auf die Straße gebracht und soll demokratisches Denken und Handeln im öffentlichen Raum anstoßen.
Das Künstlerduo "Zwischenbericht" (Anja Schöller und Kerstin Polzin) hat in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein
Bamberg, dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia, der Universität Bamberg (Fachbereich Sozialwissenschaften sowie Kunstpädagogik) und der JVA Ebrach ein Projekt entwickelt, das in der Auseinandersetzung mit dem Werk der Künstlerin und Soziologin Charlotte Posenenske (1933-1985) seinen Ansatz hat. Posenenske entwickelte serielle Elemente aus industriell gefertigten Materialien, die baukastenartig immer wieder verändert werden können – Kunstobjekte als Werkzeuge für neue D...
mehr... 13.05.2014
Spiel mit Objekten und sammle die Natur
Die Pfingstferien stehen vor der Tür und ihr habt Angst vor der sich abzeichnenden Langeweile, weil viele eurer Freunde in Urlaub gefahren sind? Das muss nicht sein, hier kommt ein Tipp mit dem ihr die zwei Wochen mehr als unterhaltsam ausfüllen könnt.
Das Kindermuseum Nürnberg, vielen auch als Mueseum im Koffer bekannt, hat sich für euch mal wieder etwas ganz besonderes ausgedacht und dazu auch noch völlig kostenlos. Na wenn das mal nicht ein Glücksfall ist.
Vom 09. Juni bis einschließlich 13. Juni, jeweils von 10.00 bis 15.00 Uhr, könnt ihr bei dem Ferienworkshop "Spiel mit Objekten" Gegenstände des Kindermuseums kennenlernen, sammeln und in eurem eigenen Hosentaschenmuseum ausstellen. Außerdem erfahrt ihr wie man die Bedeutung von Gegenständen verändern kann und darüber hina...
2014 finden die Bayerischen Thatertage zum 32. mal statt und Gastgeber dieser weit über die Bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannten größten Veranstaltung diesder Art im Freistaat ist, nach 1994 und 2002 zum dritten Mal das Theater Erlangen.
Vom 16. bis zum 31. Mai können die Besucher 42 unterschiedliche Inszenzierungen von 28 bayerischen Theatern besuchen und sich damit einen tiefen Einblick in die Vielseitigkeit und Qualität der bayerischen Theaterlandschaft verschaffen.
In den unterschiedlichen Spielstätten (Markgrafentheater, Garage, Redoutensaal und Spiegelzelt) werden u. a. fünf Uraufführungen und eine deutsche Erstaufführung präsentiert, allein elf Produktionen sind Kinder- und Jugendtheatervorstellungen. Gezeigt werden u. a. Stücke für Drei- bis Fünfzehnjährige und dazu fin...
mehr... 06.05.2014
Bei dem Theaterstück, das in seiner Art der Aufführung übrigens einzigartig in der T...
mehr... 05.05.2014
SAMMELN VERBINDET AUF DER VESTE COBURG
Der internationale Museumstag am 18. Mai 2014 steht unter dem Motto "Sammeln verbindet - Museum collections make connections" und zeigt damit, wie vielfältig die Gründe zum Sammeln sind – von der wissenschaftlichen Neugier bis hin zur reinen Leidenschaft. Diese zahlreichen Beweggründe der Sammler spiegelt auch die Mannigfaltigkeit an Sammlungen der Museumslandschaft wider. Im Jahr 2013 nahmen mehr als 1.600 Museen mit 10.000 Aktionen am internationalen Museumstag teil, weltweit waren es rund 30.000. Auch 2014 ist die Veste Coburg wieder mit einem vielseitigen Programm dabei, das den Blick auf das Thema Sammeln lenkt.
Unter dem Leitspruch „Sammeln verbindet“ soll in Kurzführungen den Hintergründen für das Sammeln nachgegangen werden.
Mit „Sammeln macht Spaß“ haben die Kunstsamml...
mehr... 29.04.2014
Fördert den WildWuchs in Bamberg!
Mit dieser Aufforderung ist nicht etwa ein Aufruf zum verwildern lassen der Bamberger Grünflächen gemeint. Vielmehr versucht eine Theatergruppe engagierter Künstler aus der Welterbestadt, mit dem Namen „WildWuchs“, mittels Crowdfunding den Umzug ins historische Palais Schrottenberg zu ermöglichen.
Crowdfunding ist eine relativ neue Art der Projektfinanzierung durch eine Vielzahl von Personen. Internetnutzer werden im World Wide Web zu einer freiwilligen Spende aufgerufen, um verschiedensten Geschäftsideen die nötige, finanzielle Starthilfe zu bescheren.
Ab Mai 2014 soll in dem Bamberger Gebäude Palais Schrottenberg eine feste Heimat für Theater, Kunst und Performance entstehen. Die Finanzierung via Crowdfundingplattform startnext.de soll einen wichtigen Teil zur Realisierung des Projektes beitragen.
Das Ge...
mehr... 23.04.2014
„Ich, Casimir, Herzog von Sachsen-Coburg“ Passend zum 450. Jubiläum von Johann Casimir findet die Führung „Ich, Casimir, Herzog von Sachsen-Coburg“ auf der Veste Coburg statt. Schauspieler des Landestheaters Coburg lassen bei der szenischen Führung durch die Kunstsammlungen ein lebensvolles, anschauliches Bild aus der Geschichte Coburgs entstehen.
Herzog Johann Casimir war ein Förderer des Schulwesens, der Kunst und der Musik. Er prägte Coburgs Stadtbild mit dem Stadthaus am Markt, dem Zeughaus und Casimirianum und mit Ausbauten an der Ehrenburg nachhaltig. Er war ebenfalls bekannt als Neuordner von Recht und Verwaltung und Hüter der lutherischen Landeskirche.
Stephan Mertl, Schauspieler am Landestheater Coburg, heißt als Herzog Johann Casimir die Zuschauer auf der Veste Coburg willkommen und erzählt von spannenden Erlebnissen aus seinem Leben. Er...
mehr... 10.04.2014
Jugendorchester Bamberg auf Tournee in Japan
Kleinere oder mittelgroße Reisen zu Probenwochenenden beispielsweise auf Schloss Weikersheim oder zu Auftritten in Partnerstädten, etwa im südwestfranzösischen Rodez, hat die Städtische Musikschule Bamberg bereits etliche hinter sich gebracht. Jetzt aber begibt sich das Jugendorchester Bamberg, dessen dreieinhalb Dutzend Mitglieder bei Privatlehrern, an der Kreismusikschule oder eben an der Städtischen Instrumentalunterricht erhalten, auf wahrhaft weite Tour: Es geht nach Japan!
Ursprünglich geplant war die Reise bereits für 2012, doch dann kam im März 2011 die Nuklearkatastrophe von Fukushima dazwischen. „Die nun vorgesehenen Stationen sind unbedenklich“, versichert Martin Erzfeld, der Dirigent des Jugendorchesters. Zu einer ersten Begegnung mit japanischen Jugendlichen und Musikern wird es in Nagaoka kommen,...
mehr... 08.04.2014
im rausch der musica sacra
Ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos „Rausch“ steht die 63. Internationale Orgelwoche Nürnberg (ION), die vom 23. Mai bis 1. Juni 2014 stattfindet. Besucher des Nürnberger Festivals werden in diesem Jahr dazu angehalten, sich ganz dem Rausch der Musik hinzugeben und somit ein intensives Glücksgefühl zu empfinden.
Zehn Tage lang sollen sich die Besucher von den Klängen der mehr als 40 Hörerlebnissen unterschiedlichster Art berauschen lassen. Die Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra ist ein musikalisches Konzerthighlight der Metrolpolregion Nürnberg, vor allem seit der Übernahme der künstlerischen Leitung durch den Berliner Konzertdramaturg Folkert Uhde im Jahre 2013. Durch die vielfältigen Angebote, die weit über die Grenzen von Musikspezialisten und Kennern klassi...
weisse nächte waren gestern
Wer schon einmal die weißen Nächte in Sankt Petersburg erlebt hat, ist im Bilde darüber, was nun folgt. In diesen Nächten geht die Sonne nämlich nur für kurze Zeit unter und es ist fast ausschließlich taghell. In Italien kennt man den Ausdruck „Weiße Nächte“ („Le notti bianche“) auch, er ist das Synonym für durchfeierte Nächte. Dies trifft auch dieses Jahr am 3. Mai auf Nürnberg zu, wobei die Nacht hier nicht weiß sein wird, sondern blau. Und damit wird sie auch in der fünfzehnten Auflage ihre Besucher von 19 Uhr an die ganze Nacht hindurch verzaubern.
„Die Blaue Nacht“ lockt seit 2000 jeden Mai über 130 000 Besucher in die mittelfränkische Metropole. Mit mehr als 250 Angeboten ist sie Deutschlands größte „Lange Nacht der Kunst und ...
Mit Kerstin Specht ist im Übrigen auch eine gebürtige Oberfränkin vertreten. Im Juni 1956 in Kronach geboren, wächst Specht im nahen Stockheim auf. Nach dem Studi...
Das zum guten Ende hin mindestens fünfhundert Meter lange Band soll als ein Symbol für die große gemeinsame Sammlungsgeschichte der Häuser vom Diözesanmuseum über ...
Ein Jean-Paul-Ton läßt sich Mahlers (oft „in aller Eile“ hingeworfenen) Briefen attestieren, schwärmerisch, exaltiert, zerrissen wie sie sind, Anklänge an Schoppe-Zynismus und Walt-und-Wult-Stimmung, an die „Flegeljahre...
shakespeare heute, shakespeare über alles
Tobias Döring hat seit 2005 den Lehrstuhl für Englische Literatur an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität inne und ist derzeit Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft. Neben der postkolonialen Literatur, über die er immer einmal wieder in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt, zählt das Schaffen William Shakespeares zu Dörings Forschungsschwerpunkten.
Aus dem Zeitgeist der Dichterfeiern heraus wurde 1864, aus Anlass von Shakespeares dreihundertstem Geburtstag, in Weimar die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft gegründet. Deren hundertfünfzigjähriges Bestehen fällt somit zusammen mit dem vierhundertfünfzigsten Geburtstag des Barden. „Ein großes Ereignis, das entsprechend groß begangen werden soll“, sagt Döring im entspannten Gespräch. Das Doppel...
Es gibt ja Leute, ja es gibt sogar eine komplette Schule, die William Shakespeare die Existenz absprechen. Kurt Kreiler beispielsweise, der 2010/2011 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg war, vertritt die These, hinter Shakespeare stecke in Wahrheit der anonym bleiben wollende 17. Earl of Oxford, Edward de Vere. Neu ist dieser Gedanke nicht – er existiert seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, aber gestandene Shakespeareianer wie Werner von Koppenfels und Tobias Döring tun dergleichen als völligen Humbug ab. Neben de Vere werden immer wieder einmal auch Kandidaten wie Sir Francis Bacon und Christopher Marlowe ins Feld geführt, wenn es um die Frage der Autorschaft geht. Was, wie Ina Schabert schreibt, „an dokumentarischer Evidenz nicht in das Bild passt, das man haben möchte, wird i...
(Doch) Mit den Clowns kamen die Tränen heißt ein Roman von Johannes Mario Simmel aus dem Jahre 1987, und mit den Amis, lässt sich das variieren, kam der Jazz. Das gilt für Frankfurt am Main mit seinem 1952 von dem Trompeter Carlo Bohländer in der Kleinen Bockenheimer Straße gegründeten Jazzkeller, dem „Domicile du Jazz“, Albert Mangelsdorffs zweitem Zuhause, wo sich neben lokalen Helden GIs und Musiker von der anderen Seite des Atlantiks trafen, um gegen einen Whiskey oder einen sonstigen Tropfen zu jammen, während die Zuhörer Gauloises rauchten oder, alternativ, Rothhändle; das gilt für das „Cave 54“ in der Heidelberger Altstadt, wo Oscar Peterson auftrat, Louis Armstrong und Ella Fitzgerald; das gilt für Nürnberg und sein 1954 ins Leben gerufenes „Jazz Studio“, in we...
töpfermuseum thurnau wieder geöffnet
Die Verarbeitung von Ton und Lehm zählt zu den ersten nachgewiesenen Handwerkskünsten, die mit der menschlichen Kultur in Verbindung stehen. Die frühesten in Europa gefundenen Keramikfiguren sind über 24 000 Jahre alt. Die interessante Herstellungsgeschichte von Keramik über die Jahrhunderte hinweg lässt sich im Töpfermuseum Thurnau in Augenschein nehmen, das am 13. April nach einer intensiven Sanierungsphase erneut seine Tore öffnet.
Das Töpfermuseum im historischen oberfränkischen Töpfereizentrum Thurnau ist in einer einstigen Lateinschule untergebracht, die im Jahre 1552 gegründet wurde. Das ehemalige Schulgebäude besitzt noch heute die im 16. Jahrhundert entstandene und gut erhaltene Renaissance-Fassade. Das Töpfermuseum wurde durch den Keramiker und Kunstmaler Günther Stüdemann...
Glaskunst in vielen Facetten
Zum vierten Mal erst seit der Erstauflage von 1977 wird in diesem April der Coburger Glaspreis vergeben. Der Preisverleihung am 12. April schließt sich im zu den Kunstsammlungen der Veste Coburg gehörenden Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental eine begleitende Ausstellung bis Mitte September an. Die begleitende Ausstellung des seit 1977 nun zum vierten Mal ausgerichteten Coburger Glaspreises präsentiert in einer Gesamtschau aktuelle Tendenzen und Strömungen der modernen, sich mit dem Material Glas beschäftigenden Kunst. Zu sehen sind in den Räumen der Veste Coburg sowie in der gegenüber der Orangerie von Schloss Rosenau gelegenen Veste-Dependance Werke von europäischen oder in Europa geborenen Künstlern, die professionell mit dem Material Glas arbeiten.
An diese an Zahl immer größer w...
mehr... 17.03.2014
Das Genisa-Projekt Veitshöchheim wurde 1998 gegründet, um derartige Funde aus fr&au...
Kunst oder Krempel? Wer wissen will, ob seine gesammelten, geerbten oder gefundenen Besitztümer sich als echte Schätze herausstellen, kann dies am Donnerstag, dem 27. März 2014 bei dem Beratungsabend nach dem Vorbild von „Kunst und Krempel“ selbst herausfinden. Das bekannte Fernsehformat dient von 17 bis 20 Uhr in den Kunstsammlungen der Veste Coburg als Vorlage für Antwortsuchende und Sammler verschiedenster Gegenstände.
Kuratoren und Restauratoren der Kunstsammlungen geben bei dem Beratungsabend kostenlos Auskunft über alle mitgebrachten Sammlungsgegenstände der Besucher. Von Kunsthandwerk, Keramik, Porzellan über Gemälde, Waffen und Orden bis hin zu Fahrzeugen kann man sich von den Experten über deren Herkunft beraten lassen. So erschließt sich so manchem die Echtheit oder das Alter von gesammelten, geerbten oder gef...
mehr... 13.02.2014
Ein neuer Krimi für Bamberg
Mit dem Franken Krimi „Bamberger Verrat“ von Anna Degen ist ein neuer Kriminalroman mit detailreichen lokalen Besonderheiten der Domstadt entstanden.
Ein Mann wird im Bamberger Hain erschossen aufgefunden. Die Polizei ermittelt anfänglich im Rauschgiftmilieu, dies bleibt jedoch ohne Erfolg. Eine neue, unerwartete Spur für die Ermittler ergibt sich durch einen rätselhaften Zettel mit der Aufschrift „Lebenslanges Leid dem Verräter“, den der Tote in den Händen hält. Dieser Hinweis führt Hauptkommissar Werner Sinz und Staatsanwalt Benno Berg bis weit in die deutsch-deutsche Vergangenheit hinein und endet für Berg beinahe tödlich.
„Bamberger Verrat“ ist ein Krimi, der dem Leser Einiges über die Weltkulturerbestadt Bamberg näherbringt. Das thematisierte Handlungsmotiv der Re...
mehr... 09.01.2014
DAS 19. JAHRHUNDERT 2.0 - WEGE IN DIE MODERNE
DIE NEUKONZEPTION DER DAUERAUSSTELLUNG DES GMN VON DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG
Seit 2010 arbeitet eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Frau Dr. Jutta Zander-Seidel (Leiterin der Sammlungen Textilien und Schmuck, Mitglied der Generaldirektion, Leiterin des Programmbereichs Sammlungen) intensiv an der Aufarbeitung des Bestandes des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg mit gezieltem Blick auf die Objekte des 19. Jahrhundert. Die von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des „Paktes für Forschung und Innovation“ geförderte Maßnahme umfasst umfangreiches Arbeiten an den Beständen aller Sammlungen aus der Zeit von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Die bisherige Dauerausstellung des Museums zeigt nur einen Bruchteil des Vorhandenen, eingebettet in die Konzeption einz...
mehr... 08.01.2014
Kulturperle Bayern
Seit 2009 werden die fundierten und attraktiv gestalteten kulturgeschichtlichen Sonderhefte vom Haus der Bayerischen Geschichte herausgegeben. Sie beleuchten Perlen bayerischer Kultur, die anhand von Städten und Regionen aufgehängt – beispielsweise zum Passauer Land, den Haßbergen, dem Chiemgau, zu Kronach und Schweinfurt – oder im Rahmen kulturgeschichtlicher Sonderthemen bedacht werden (unter anderem über 175 Jahre Eisenbahn, Olympia `72, das Phänomen Tracht ). So entsteht ein facettenreiches und interessantes kulturpolitisches Lexikon Bayerns in gebundener Magazinform, das in der EDITION BAYERN beim Haus der Bayerischen Geschichte erhältlich ist.
Parallel zur Landesausstellung „Main & Meer“ erschien unlängst die Ausgabe Schweinfurt. Landschaft, Geschichte, Umland, Stadt, Kultur, Kulinarik, Tradition s...
Wirtschaft meets Kultur
In einem anregenden kulturellen Austausch und in einer kreativ-lebendigen Atmosphäre sieht die IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen Wirtschaft grundlegende Voraussetzungen für Innovation und Fortschritt. Seit inzwischen zwei Dekaden besteht die Kulturstiftung, die dem Leitgedanken „Wirtschaft braucht Kultur – Kultur braucht Wirtschaft“ folgt und aus ihren Erträgen – das Grundstockvermögen beträgt etwas über zwei Millionen Euro – den künstlerischen Nachwuchs sowie Projekte im Bereich der bildenden und der darstellenden Künste, der Musik und der Literatur unterstützt. Daneben stößt die Stiftung Gemeinschaftsaktionen für kulturelle Großprojekte an. Hierzu zählten bislang beispielsweise das neue museum Nürnberg und der Konzertsaal der Musikhochschule Nürnberg.
Zum Ersten, zum Zweiten und zum... Dritten!
„Das Bild wurde auf einem Viehwagen angeliefert. Es war in einem äußerst schlechten Zustand und es war nicht bekannt, ob es sich tatsächlich um ein Original handelte oder nicht.“
Die Augen von Joseph Schlosser beginnen zu glänzen, wenn er über eine seiner spektakulärsten Auktionen spricht. Kein Wunder, werden Sie denken, wenn Sie den Rest der Geschichte hören. Das Auktionshaus schrieb das fragliche Bild dem polnischen Künstler Józef Chelmónski zu, übernahm für die Echtheit allerdings keinerlei Garantie, weil für Expertisen et cetera einfach die Zeit fehlte. Dementsprechend niedrig, nämlich bei 3.000 Euro wurde das Eröffnungsangebot angesetzt. Nun war Józef Chelmónski in der Kunstwelt kein unbekannter (zumindest in Polen nicht) und so trieben die angereisten polni...
Vor fünf Jahrzehnten in der bayerischen Kapitale geboren, hat Ludwig Steinherr, dem wir naturgemäß nicht nur das unten erstmals abgedruckte Gedicht verdanken, an der Ludwig-Maximilians-Universität Philosophie studiert, hat in seiner – ausgezeichneten – Dissertation unter anderem Hegel berührt, hat 1992 gemeinsam mit Anton G. Leitner die nicht unwichtige, noch immer lebendige Zeitschrift Das Gedicht lanciert, ist ein Jahr später in die Bayerische Akademie der schönen Künste berufen worden und seiner Heimatstadt immer treu geblieben.
Steinherr ist auf den internationalen Lyrikfestivals zwischen Damaskus, London und dem schottischen St Andrews präsent. Über ein Dutzend Gedichtbände liegen von ihm vor, beispielsweise die unter dem Titel Das Mädchen Der Maler Ich herausgekommenen...
Zettels´s Traum und Lesers Trauma
So, wie er von Gustav Mahlers Partituren behauptete, sie hätten ihm das „größte Lektüreerlebnis“ seines Lebens geschenkt, so erinnerte sich Hans Wollschläger im April 1989 an Arno Schmidt (nachdem er mit der ungeheuerlichen Chuzpe eines jungen Mannes von dreiundzwanzig Lenzen vorausgeschoben hatte: „Ich glaubte damals von niemandem lernen zu können, außer von ihm.“): „Ich habe von ihm, rundum gesagt, alles Wichtige gelernt, was ich überhaupt gelernt habe.“ Wollschläger hatte Schmidt in jener Zeit, noch in Darmstadt, 1958, einfach so besucht, „und er machte mir die Tür auf und stand riesig von Körpergröße und, wie nach wenigen Sekunden für mich klar war, riesig auch an geistiger Größe über mir“.
Zwischen den beiden entwickelte sich, ...
mehr... 23.09.2013
LUMAS – Essence
Die Erfindung und den Fortschritt der Fotografie haben die Kultur- und Kunsttheorie seit spätestens Mitte des 20. Jahrhunderts überwunden. Dennoch hat es lange gedauert. Sehr lange. Bis zwei findige Gründer aus Berlin, Stefanie Harig und Marc Ullrich, die erfolgreiche und endgültige Industrialisierung der Fotokunst salonfähig machte. Es begann 1996 auf einem Antiquitätenmarkt in New York – so die Legende. Seitdem dreht sich alles um das Sammeln und Jagen mehr oder minder gefragter Fotografien. Newcomer und etablierte Künstler teilen sich auf den Internetseiten von LUMAS die virtuelle Ausstellungswand. Höhere Auflage als zuvor, kleinerer Preis – so schlicht ist die Philosophie – eine Art Preisführerschaft im Verkauf von Fotokunst zu Gunsten derer, die sich Kunst sonst nicht leisten könnten.
Zwischen k...
Bäume, Wald- und Seelandschaften
Der Kunstverein Bamberg e.V. präsentiert in der Ausstellung „ZWEITE NATUR. Farbholzschnitte“ die Werke des Künstlers Bernd Zimmer, der Motive wie zum Beispiel Wald- und Seelandschaften abbildet. Am 18. Oktober 2013, dem Tag der Ausstellungseröffnung, ist Bernd Zimmer selbst anwesend. Die Ausstellung findet vom 19. Oktober bis zum 30. November 2013 im Foyer des E.T.A. Hoffmann-Theaters Bamberg statt. mehr... 20.09.2013
Harte Zeiten und ein Bauernhof
Eine Oma auf dem Land - Ich muss sofort an eine Frau im Herbst ihres Lebens denken, die sich darum kümmert, Haus und Hof in Ordnung zu halten, die den leckersten Apfelkuchen backt, den Garten bewirtschaftet, die Tiere versorgt und alle Zeit für ihre Enkel ein Butterbrot schmiert. Die perfekte Landidylle eben. So viel jedenfalls zu meiner Vorstellung von einer Oma auf einem Bauernhof in heutiger Zeit. Das das nicht ganz der Realität entspricht – vor allem nicht der am Anfang des 20. Jahrhunderts – ist gar keine Frage. Damals herrschten immerhin schwierige Bedingungen vor. Die beiden Weltkriege, die Mechanisierung der Landwirtschaft zu Zeiten des Wirtschaftswunders und die damit einhergehende Abhängigkeit der Bauern vom Markt, lassen nicht viel Raum für eine Bilderbuch-Oma. Auf der Tagesordnung stehen wohl vielmehr die Sorgen ...
mehr... 19.09.2013
Der Raum ist bezeichnend: die Türme des Bamberger Doms sehen zum Fenster herein, nur zwei Türen weiter ist der weltberühmte Sternenmantel ausgestellt – wir sind direkt im Herzen des Domberges. Hier ist das Arbeitszimmer des „summus custos“ des Domes, des höchsten Verantwortlichen für den Dom und seine künstlerische Umgebung. Wir sind zu Besuch bei Domkapitular Dr. Nobert Jung. „Summus custos“, also „höchster Bewahrer“ des Domes, diesen Titel nimmt Norbert Jung ernst und sieht hier den Mittelpunkt seiner Aufgabe: er ist Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, ist zuständig für das Diözesanmuseum, die Bibliothek und das Diözesanarchiv, er ist Leiter der diözesanen Pilgerstelle und Ordensbeauftragter, zudem ist er verantwortlich für die Inventaris...
Bayern und Franken - Franken und Bayern. Mit einem Rekordergebnis von rund 280 000 Besuchern hat Anfang September 2012 die Ausstellung "Der frühe Dürer" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ihre Pforten geschlossen. Erstmals war es den Museumsfachleuten gelungen, Werke zusammenzustellen, die die Entwicklung des Meisters von seinen künstlerischen Anfängen bis zur Festigung des großen Genies, als das Dürer der Nachwelt bekannt ist, zeigen. Dafür wurden aus Museen aus aller Welt wertvolle Leihgaben zusammengetragen. Dem wissbegierigen Publikum war es also möglich, über 120 bedeutende Gemälde und Zeichnungen im Original zu sehen. Im Original? Naja, fast. Was lediglich als Kopie in die Ausstellung gelangte, ist das berühmte "Selbstbildnis im Pelzrock", das Dürer im Jahr 1500 von sich anfertigte. Dieses Bild hängt in der...
mehr... 01.07.2013
„Tischlampe mit figürlicher Frauengestalt“
Bamberg, die Siebenhügelstadt, das fränkische Rom, Klein-Venedig und was gibt sie nicht alles her. Und mittendrin – das Klein-Dorotheum – die Antiquitätenstadt mit der Kunsthandelsfacette, die sich kleinteilig aneinanderreiht, Bürgerhaus an Bürgerhaus, in bester Lage und herausgeputzt vom Scheitel bis zur Sohle. Knapp 40 renommierte Geschäfte unterhalb des Dombergs bieten feudales Erbe, blaublütiges Interior und Möbel mit einem Hauch von Dekadenz, die den Geschmack alter, vergangener Zeit heroisieren, als böte die Gegenwart keinerlei Alternativen. Und vielleicht tut sie das auch wirklich nicht. Der Kunstbegriff hat sich nicht umsonst verändert. Steht längst nicht mehr nur im Dienste der Schönheit und damit in Abhängigkeit zeitlich gefasster Schönheitsideale. Die Gesellschaftsordnung ist mitgezog...
„Schwantastisch“
Vom 13. - 28. Juli 2013 öffnet das Städtchen Thurnau erneut seine Tore und zeigt sich mit „Schwantastisch“, den Kunst- und Kulturwochen, von seiner besten Seite.
Das zwischen Kulmbach und Bayreuth am Rande der fränkischen Schweiz gelegene Thurnau bietet in diesen zwei Wochen eine kunsthandwerkliche Vielfalt an, bei der kein Geschmack zu kurz kommt. „Sich von Thurnau verzaubern lassen, den Ort in seinem eigenen Tempo durchstreifen, entdecken und genießen“ verkörpert die Idee, die hinter „Schwantastisch“ steckt.
Den Auftakt für zahlreiche Angebote und Attraktionen bildet die Eröffnungsveranstaltung „Werkstattweg“, der die Besucher auf den Tonspuren zu Thurnaus Werkstätten und Ateliers führt.
Unterstützung erfahren die Kunst- und Kulturwochen sowohl durch...
Der Fränkische Theatersommer feiert in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum. Seit 1994 organisiert Intendant Jan Burdinski, selbst Schauspieler und Regisseur, das zur Institution herangereifte „wandernde Freilichttheater“. Als Inspiration dienten ihm und seinem Mitbegründer, dem Bildhauer Wolfgang Pietschmann, die mittelalterlichen Vagantenbühnen. Die Anfänge waren noch relativ bescheiden. Gespielt wurde eine bearbeitete Fassung von Karl Valentins „Ritter Unkenstein“, ein musikalisches Programm über Walther von der Vogelweide und das Kinderstück „Schätzchen der Piratin“ von Heiner Kondschack. A...
Bereits seit 2003 gehören zwei der Reichenauer Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg zum bestehenden Register des Weltgedächtnisses. Ab sofort kann Bamberg mit drei Welterbetiteln glänzen. Das „Lorscher Arzneibuch“ ist das älteste medizinische Buch des abendländischen Mittelalters. Es entstand Ende des 8. Jahrhunderts in der südhessischen Benediktinerabtei Lorsch (seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe) und ist heute Teil der Handschriftensammlung der Staatsbibliothek Bamberg. Die Handschrift stellt einen...
Für Bamberch langd‘s!
Martin Neubauer und Heiko Triebener (Solo-Tubist der Bamberger Symphoniker) gelingt wieder einmal die Quadratur des Kreises. Mundart und Lokalgeschehen - intelligent verpackt und mit fein sortierten Literaturzutaten vermischt. Und das schon zum dritten Mal. Immer wieder kramt Martin Neubauer in verborgensten Textkisten, sucht den Bezug zu Stadt und Menschen, die in ihr leben zu feinsten Brocken an Literatur und verquert so gar nichts. Ganz im Gegenteil - es ist ein gefährlicher Spagat, den er leistet, zwischen Volksmund und hoher Sprachkunst, doch immer sicher und selten in Gefahr sich die eigenen Weichteile dabei zu verletzen. Und musikalisch wird mitgepokert, bei der heimischen Schafkopfrunde mit alten Liedern in frischer, erstklassiger Interpretation. Leichte Muse - doch kein leichtes Spiel. Dafür sollten die beiden Künstler einen Orden kriegen. Und wenn es ...
Zeugen eines Massenmordes
Nach der erfolgreichen Ausstellung der Hexenprozessakten der Staatsbibliothek in den eigenen Räumen Ende 2012, sind die spektakulären Exponate von Juli bis September im zweiten Obergeschoss des Dokumentationszentrum Zeiler Hexenturm zu sehen.
Die Ausstellung trägt den schonungslosen Beweis für ein dunkles Kapitel der Geschichte Bambergs und zeigt den wichtigsten Quellenbestand zur Geschichte der Bamberger Hexenprozesse, darunter die Protokolle der Verhöre.
Die Prozessakten wurden im 19. Jahrhundert, da sie für die Verwaltung nicht mehr von Nutzen waren, als Altpapier verkauft. Durch günstige Umstände blieben sie erhalten und gelangten in verschiedenen Partien in die damalige Königliche Bibliothek Bamberg: Der größte Komplex wurde vor 1821 erworben, zwei Schenkungen aus Privathand kamen 1854 und 1875 hin...
Seit 1993 findet jedes Jahr, am zweiten Sonntag im September, der Tag des offenen Denkmals statt. Jedes Jahr hält dieser Tag Antworten auf die verschiedensten Fragen parat. Historische Bauten und Stätten öffnen ihre sonst nur teilweise oder nie zugänglichen Räume. Deutschlandweit schicken Denkmale ihre Besucher auf Streifzüge durch die Vergangenheit. Handwerker, Restauratoren und Archäologen ermöglichen seltene Einblicke in deren Arbeitsweisen und -techniken. Zusätzlich wird auf Details aufmerksam gemacht, die dem ungeschulten Auge verborgen bleiben.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert die Aktion, die einen bedeutenden Bestandteil ihrer Öffentlichkeitsarbeit darstellt. Der Bevölkerung soll die Wichtigkeit einer bewussten Auseinandersetzung mit der Geschichte klargemacht werden. Nur so ist es mögl...
Der Himmel dankt…
2012. Ein sonniger Herbsttag. Das Brautpaar hat nur Augen für sich, während ein Großteil der Hochzeitsgäste nur auf den Himmelsgarten schaut. Unverschämt könnte man meinen, aber in seinem damaligen Zustand war das Deckengemälde der Klosterkirche St. Michael ein echter Hingucker. Da waren noch sog. Bildungshochzeiten möglich, jede Zeremonie glich einem Exkurs durch die globale Pflanzenkunde.
Als Anfang November letzten Jahres ein tellergroßer Brocken aus der Decke zu Boden fiel wurde schnell klar. Das Licht der floralen Blüte war erloschen, die Kirche muss für Sanierungsarbeiten geschlossen werden. Langfristig. Ausgerechnet ein Hauptmerkmal des Welterbes, die so genannte Barockisierung, so ein fachliches Urteil, trägt Schuld am unerwarteten Verfall des einzigartigen Himmelsgarten. Dringliches Handeln kü...
Die Brauerei Spezial, gegründet im Jahr 1536, ist bekannt für ihr Rauchbier und exemplarisch für die neun Bamberger Brauereien. ...
Häckerkultur par excellence
Zwischen Schweinfurt und Bamberg im Nordosten des Steigerwaldes und am südlichen Rand der Haßberge liegt das Abt Degen Weintal. 1665 brachte der gebürtige Zeiler Abt Alberich Degen vom Zisterzienserkloster im nahen Ebrach die international bekannte Silvanerrebe von Österreich nach Franken und baute die widerstandsfähige Rebe erfolgreich an. Die Winzer- und Vermarktergemeinschaft an den Ausläufern des Steigerwaldes und der Haßberge benannte das Weintal daher aus gutem Grunde nach dem Vater des Silvaners in Franken. Von Eltmann über Ebelsbach, Gleisenau, Haßfurt, Augsfeld, Königsberg, Oberaurach, Oberschwappach, Prappach, Sand a. Main, Steinbach, Theinheim, Wohnau und Zeil am Main bis Zell am Ebersberg und Ziegelanger erstreckt sich das Gebiet. Die ansässigen Winzer setzen auf unverwechselbare, authentische Weine. Jeder ...
Zur Begründung heißt es im Antrag von 57 Abgeordneten der CSU- und der SPD-Fraktion: „Die Gründung des Fränkischen Reichskreises durch Kaiser Maximilian am 2. Juli 1500 markiert den Beginn des fränkischen Gemeinschaftsgefühls, das [...] bis heute spürbar ist.“ Zweck des Tags solle sein, „der eigenständigen Geschichte Frankens in angemessener Weise zu gedenken und die landsmannschaftliche Verbundenheit der Ober-, Mittel- und Unter...
Kunststadt Bamberg -
Augenfällig irgendwie: Plensa, Kesselhaus, Kesselhaus, Circles, Kesselhaus, Kesselhaus, Kunst- und Antiquitätenwochen, Domberg, wieder Kesselhaus, hier und da ein Atelier und Showroom und schließlich die Stadtgalerie Villa Dessauer. Bildende Kunst am laufenden Band, in allen Ecken, mit Kanten, in Museen und Kirchen.
Nein, an Exponaten und Räumen fehlt es aktuell nicht. Und auch wenn es hier und da ein wenig improvisiert sein mag – daran stören tut sich niemand. Eher verwundert werden einige sein. Immerhin ist die Stadt Bamberg seit diesem Jahr plötzlich auch jenseits ihrer Museenverwaltung mit ihren Beständen und Ausstellungen ein sehr aktiver Veranstalter im Bereich der Bildenden Kunst – mit dem öffentlichen Raum und der Bildenden Kunst. Zuerst Prof. Dr. Bernd Goldmann mit und für die Stadt Bamberg, jetzt Ale...
mehr... 04.04.2013
Gestatten, Georges Lentz
Der Luxemburger Komponist, lange schon in Australien zuhause, war 2012/2013 Stipendiat der Villa Concordia. Die Bamberger Symphoniker führten sein Bratschenkonzert auf, das Orchestre philharmonique du Luxembourg spielte es ein. Solistin, beide Male: Tabea Zimmermann.
Wer hierzulande an das Großherzogtum Luxemburg denkt, dem bleibt vermutlich nach wenigen Stichworten die Sprache aus. Ja, selbstverständlich, es gibt in dem nach Malta flächenmäßig kleinsten Mitgliedsstaat der Europäischen Union um die einhundertfünfzig Banken. Günstige Steuersätze mache sie für Anleger attraktiv. Auch die Fondsindustrie floriert in Luxemburg, das weltweit lediglich von den Vereinigten Staaten geschlagen wird, wenn es um den Standort von Investmentfonds geht.
Über die Finanzwirtschaft hinaus ist die Hauptstadt des Groussherzogt...
Karl May war ein bedeutender deutscher Schriftsteller und ist der meistgelesene deutschsprachige Autor weltweit. Bekannt wurde er vor allem durch seine Abenteuerromane und Reiseerzählungen, die vorwiegend im Orient, in den Vereinigten Staaten und im Mexiko des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. Besondere Berühmtheit erlangten die in drei Bänden zusammengefassten Geschichten um den Indianer Winnetou. Viele seiner Werke wurden verfilmt, für die Bühne adaptiert, zu Hörspielen verarbeitet oder als Comics umgesetzt. Sehr eng mit dem Werk von Karl May verknüpft ist der Karl-May-Verlag in Bamberg, der 2013 seinen 100. Geburtstag feiert. Grund genug für ART.5/III im Gespräch mit Verleger Bernhard Schmid einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
ART.5/III:
Der Karl-May-Verlag Bamberg feiert ...
Doch zunächst begleitete mich eine kompetente Mitarbeiterin durch den Neuheiten-Parcours 2013. Schnell konnte ich mich davon überzeugen, wie klassische Spielwaren durch...
Die Spielwarenmesse Nürnberg fand in diesem Jahr in allen 17 Hallen des Messezentrums statt und war seit ihrer Premiere 1950 zum 64. Mal ausgebucht. Die insgesamt 2.747 Aussteller aus 60 Ländern zeigten in der Frankenmetropole vor allem die Zukunft des Spielens: Klassisch und doch digital. Und mit Carrera befand sich eine der wohl bekanntesten Firmen auf der Spielwarenmesse, die diesem Motto auch im Jubiläumsjahr vollauf gerecht wird.
Seit Beginn der 60er Jahre erfreut sich die durch den früheren Fürther Spielzeughersteller Hermann Neuhierl aufgebaute Marke größter Beliebtheit im Kinderzimmer. Die wachsende Begeisterung von Jung und Alt für den Motorsport regte die Entwicklung spurgeführter Autorennbahnen maßgeblich an. 1972 wurde der Unternehmensname in Carrera Spielwarenfabrik Neuhierl GmbH & Co. KG geänder...
Er ist nicht nur für Liebhaber des Jugendstils und Art Nouveau einer der Großen ihres Genres, sondern auch für seine Vielfachfunktion bei der Entstehung des Folkwang-Museums in Essen bekannt. Mit der Gestaltung des Nietzsche-Archivs begann seine Schaffensphase in Weimar, wo er später als Gründer der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar, der Keimzelle der Bauhaus-Architektur, nachhaltig Einfluss auf die Region nahm. Und das in vielerlei Hinsicht. Denn Henry van de Velde (1863 – 1957) war ein Alleskünstler. Er machte in Malerei, Architektur, Design, als Kunstberater oder auch in Mode und Buchkunst - als ausübender Künstler, Designer, (Innen-) Architekt, Dozent und später Professor. Experimentell und visionär, kunstpolitisch und kunstphilosophisch engagiert, ein metropolitaner Bürger u...
„Main und Meer“ zeigt die kulturhistorische Bedeutung eines fließenden Gewässers in zahlreichen Facetten auf. Ferner werden naturwissenschaftliche und ökologische Themen angesprochen, die Bezüge zur Gegenwart bzw. zur jüngsten Vergangenheit herstellen oder auch in die Zukunft weisen. Im Blickpunkt stehen zudem die - manchmal ...
Die Bedeutung der Flüsse feiert seit wenigen Jahren eine Renaissance im Bewusstsein von Bürger und Politik. Einst als Hauptgrundlage für Ansiedlung, Anbau und Gewerbe DIE Lebensadern unserer Städte schlechthin, wurden sie spätestens seit der Industrialisierung mehr und mehr benutzt, verbraucht und überfordert. Zur Rückkehr des Flusses zu einstigem Charme und seiner Bedeutung ist es inzwischen ein langer Weg geworden. Stadtplanerisch stilisiert, umwelttechnisch rehabilitiert und heute im Spagat zwischen Kosten, Nutzen und Lebensqualität befindlich, wird der Lebens-, Genuss- und Nutzraum Fluss hin und hergerissen. Dabei bietet er viel Raum für idyllische Träume, die allzu oft im Keim erstickt werden. Baden im Fluss ist und bleibt umstritten, auch wenn die Flüsse sich dafür langsam zurückmelden und mehr und m...
mehr... 16.01.2013
Vor 20 Jahren wurde die Altstadt Bamberg in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Damit wurde ein Teil der Stadt unter exklusiven Schutz gestellt. Das Zentrum Welterbe sucht in diesem Zusammenhang Fotografien, die Ausschnitte unseres Welterbes zeigen. Ob Natur, Kultur, Bauwerk, Spielplatz, das eigene Heim oder der eigene Garten. Es sollen Motive im Mittelpunkt stehen, die schon einige Jahre alt sind. Gerne dürfen die Aufnahmen der Ästhetik ihrer Entstehungszeit entsprechen. Das Zentrum Welterbe wird den Fotos in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bamberg aktuelle Aufnahmen der gleichen Szene gegenüberstellen (vgl. angehängte Fotomontage „Obstmarkt – gestern und heute“, Fotos: Stadtarchiv Bamberg. Zu sehen ist der Obstmarkt 1971, eine Aufnahme aus dem Fotobestand Emil Bauer sowie eine aktuelle Fotografie der heutigen Sit...
mehr... 26.09.2012
Was gibt es schöneres in den kühlen Wintermonaten als Punsch, Spekulatius und den Besuch einer Ausstellung? Noch bis 04.11. sind die Türen und Tore der Museen der Stadt Bamberg geöffnet und breiten ihre Fächer an Sehenswertem über uns aus.
BIG BAM BOOM, so der lautstarke Titel des wahrlich integrativen Projekts mit der Lebenshilfe Bamberg und dem akku e.V.. Im „Best of-Lebenshilfe“-Portfolio stehen beeindruckende Werke aus vergangenen Kunstprojekten der Einrichtung zur Schau. Sie tragen die Titel „Farbregen, Maske, St. Georg, Kleines Universum, Die gelb-roten Pflaumen oder Gespenster, sind technisch vielseitig geschaffen, gestalterisch unkonventionell und von seltener Ausstrahlungskraft.
Nicht weniger beeindruckend sind die Ergebnisse, mit denen der bundesweit agierende Verein akku- Autismus, Kunst und Ku...
Nach den Ausstellungen „Kreuze“ (2002) und „Ewige Weite“ (2004), ist aktuell wieder einmal zeitgenössische Kunst in den Dom eingezogen. Die sorgfältig ausgewählten Skulpturen und Bilder stehen einmal mehr der klassischen, im Dom installierten Kunst „gegenüber“. Sie provozieren den Dialog und rücken den Dom als Herberge großartiger Kunstschätze in den Mittelpunkt.
Gezielt wurden die Arbeiten von Rui Chafes, Thomas Duttenhoefer, Jörg Frank, Horst Egon Kalinowski, Volker März, Jaume Plensa, Miron Schmückle, Robert Schwarz, Hans Steinbrenner, Rudolf Wachter, Franziskus Wendels, Ben Willikens und Bernd Zimmer neben bzw. „gegenüber“ von Bamberger Reiter, Kaisergrab, Kreuzweg usw. platziert. Doch nicht nur die Gegenüberstellung von Bekanntem und Neuem, gerade a...
Es ist die längste Nacht des Jahres, zu der die Bayreuther Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen am 27. Oktober 2012 einladen. Was bisher als Museumsnacht erfolgreich lief, wird erstmals um weitere Facetten aus Kultur und Wissenschaft erweitert. Insgesamt 20 Einrichtungen beteiligen sich an der „Nacht der offenen Tür“.
Das Universitätsgelände wird vor Vitalität nur so strotzen und bietet neben Lesungen auch Experimente im Labor der Sportmedizin. Außerdem schlüpfen die Medienwissenschaften, die Angewandten Naturwissenschaften, der Botanische Garten, das Glashaus und die Campus Galerie in eine außergewöhnliche Gastgeberrolle. Die Chemiker locken mit Gummibärchen!? Und auch die Museen haben sich wieder gerüstet. Luftbilder, musikalische Einlagen und grauenhafte Plakatbilder, begleitet...
Motivisch verarbeitet sie Bilder wie auch Wörter und nutzt die Erzählkraft der Illustration leidenschaftlich, um durch ihre Arbeiten zu kommunizieren. Seit 2008 arbeitet sie semi-professionell als Illustratorin. Seitdem ist sie auch treibende Kraft des „10squaremeters“-Projekts. Es ist ein Studio und Veranstaltungsraum, der Raum schaffen soll für die Dinge, denen die...
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