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Timestamp: 2016-09-27 20:39:43+00:00

Document:
2C_1014/2014 (21.01.2016)
2C_1014/2014 � � Urteil vom 21. Januar 2016
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Patrick B�hlmann,
Der aus dem Kosovo stammende A.A.________ reiste im Mai 2002 in die Schweiz ein und ersuchte hier erfolglos um Asyl, wurde jedoch vorl�ufig aufgenommen. Zufolge Heirat mit einer hier niedergelassenen Ausl�nderin erhielt er danach eine Aufenthaltsbewilligung. Diese Ehe wurde 2010 geschieden. Mittlerweile, seit dem 15. November 2013, ist A.A.________ mit einer Schweizerin verheiratet.
Bereits am 21. Februar 2011 beantragte er den Nachzug seiner beiden Kinder, der Tochter B.A.________ (geboren am 15. Juni 1997) und des Sohnes C.A.________ (geboren 1999), welche aus einer fr�heren Beziehung im Kosovo hervorgingen. Mit Verf�gung vom 4. April 2013 wies das Migrationsamt des Kantons Z�rich das Gesuch um Familiennachzug ab, wogegen die Betroffenen bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich rekurrierten.
Am 3. Juli 2013 - w�hrend des h�ngigen Rekursverfahrens - reisten B.A.________ und C.A.________ mit einem Besuchervisum in die Schweiz ein, welches zu einem Aufenthalt von maximal 60 Tagen berechtigte. Sp�testens am 31. August 2013 h�tten die Betroffenen wieder in ihre Heimat zur�ckkehren m�ssen. Dieser Verpflichtung kamen sie indes nicht nach. Stattdessen liessen sie sich hier trotz illegalem Aufenthalt einschulen. Da im Rahmen des Rekursverfahrens umfangreiche Sachverhaltsabkl�rungen zur �berpr�fung der Behauptungen der Rekurrenten erforderlich waren, ordnete die kantonale Sicherheitsdirektion am 28. Januar 2014 an, die Vollzugshandlungen betreffend Wegweisung von B.A.________ und C.A.________ aus der Schweiz vorerst zu unterlassen. In der Folge, mit Entscheid vom 14. Februar 2014, wies die Sicherheitsdirektion den Rekurs jedoch ab. Auch eine hiergegen von den Betroffenen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. August 2014 abgewiesen.
Mit Eingabe vom 7. November 2014 beschweren sich A.A.________ (Beschwerdef�hrer 1), B.A.________ (Beschwerdef�hrerin 2) und C.A.________ (Beschwerdef�hrer 3) beim Bundesgericht und beantragen die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung f�r die Beschwerdef�hrer 2 und 3.
W�hrend die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich auf Vernehmlassung verzichtet, schliessen das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich sowie das Staatssekretariat f�r Migration auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 11. November 2014 erkannte der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Damit das Bundesgericht auf die Beschwerde eintreten kann, m�ssen die Beschwerdef�hrer einen potenziellen Anspruch�
in vertretbarer Weise�geltend machen; ob die geltend gemachten Anspr�che tats�chlich bestehen, ist alsdann Sache der materiellen Beurteilung (BGE 139 I 330 E. 1.1 S. 332; 136 II 177 E. 1.1 S. 179).
1.2.�Gem�ss Art. 44 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (Ausl�ndergesetz, AuG; SR 142.20)�
kann�ausl�ndischen Ehegatten und ledigen Kindern unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn (a) sie mit diesen zusammenwohnen, (b) eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist und (c) sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind. Diese Bestimmung beinhaltet jedoch keinen Rechtsanspruch auf Bewilligungserteilung (BGE 137 II 393 E. 3.3 S. 395). Im vorliegenden Fall behaupten die Beschwerdef�hrer einzig, gest�tzt auf das von Art. 8 EMRK gew�hrleistete Recht auf Familienleben einen Anspruch auf den beantragten Nachzug der Beschwerdef�hrer 2 und 3 zu haben. Art. 8 EMRK garantiert indes kein Recht auf Aufenthalt in einem bestimmten Staat. Zwar kann es das von dieser Bestimmung gesch�tzte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzen, wenn einem Ausl�nder, dessen Familienangeh�rige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird. Jedoch muss der sich hier aufhaltende Familienangeh�rige nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seinerseits �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verf�gen, was praxisgem�ss dann der Fall ist, wenn er das Schweizer B�rgerrecht besitzt, ihm die Niederlassungsbewilligung gew�hrt wurde oder er �ber eine Aufenthaltsbewilligung verf�gt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Vorausgesetzt wird zudem, dass die famili�re Beziehung intakt ist und tats�chlich gelebt wird (BGE 137 I 351 E. 3.1 S. 354; 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.; 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f.).
1.3.�Im vorliegenden Fall verf�gt der hier lebende Beschwerdef�hrer 1 �ber eine Aufenthaltsbewilligung, jedoch nicht �ber die Niederlassungsbewilligung. Im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung hatte er auch keinen Rechtsanspruch auf deren Verl�ngerung. W�hrend des h�ngigen Verfahrens heiratete er indes eine schweizerische Staatsangeh�rige und hat seither einen grunds�tzlichen Anspruch auf die Bewilligungsverl�ngerung (Art. 42 Abs. 1 AuG), womit das Erfordernis des gefestigten Aufenthaltsrechts nunmehr erf�llt ist. Betreffend das Erfordernis des intakten und tats�chlich gef�hrten Familienlebens ist allerdings hervorzuheben, dass sich die Beschwerdef�hrer nicht auf das seit Juli 2013 andauernde Zusammenleben in der Schweiz berufen k�nnen: Die Einreise in die Schweiz wurde den Beschwerdef�hrern 2 und 3 einzig zwecks einem kurzen Besuchsaufenthalt bewilligt und von den Beschwerdef�hrern anschliessend zur illegalen Festsetzung im Land benutzt. In BGE 129 II 249 E. 2.3 S. 255 hat das Bundesgericht einen solchen, durch Missachtung der Ausreisepflicht nach Ablauf des Besuchervisums herbeigef�hrten Zustand ausdr�cklich als unbeachtlich bezeichnet, zumal die Beh�rden ansonsten vor vollendete Tatsachen gestellt werden k�nnten und der sich rechtskonform verhaltende Ausl�nder benachteiligt w�rde. Da der Beschwerdef�hrer 1 indes bereits fr�her eine pers�nliche Beziehung zu seinen beiden Kindern unterhielt und mit ihnen bis zu seiner Ausreise im Mai 2002 im Kosovo zusammenlebte, kann er sich zumindest in diesem Umfang im Rahmen des Eintretens grunds�tzlich auf Art. 8 EMRK berufen. Anders als f�r Anspruchsgrundlagen des Landesrechts (E. 2 hiernach) ist jedoch bei der Anrufung von Art. 8 EMRK das Alter des Kindes im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Urteils massgeblich (BGE 136 II 497 E. 3.2 S. 500; Urteil 2D_58/2014 vom 15. August 2014 E. 2.1). Die Beschwerdef�hrerin 2 wurde am 15. Juni 2015 vollj�hrig, weshalb die materielle Pr�fung der Beschwerde in dem Punkt unterbleiben k�nnte. Wie sich im Folgenden zeigen wird, ist die Beschwerde insoweit jedenfalls unbegr�ndet (E. 3 hiernach).
Ein allf�lliger Anspruch auf Familiennachzug ist bei Kindern �ber zw�lf Jahren innerhalb von zw�lf Monaten bzw. bei Kindern unter zw�lf Jahren innerhalb von f�nf Jahren seit Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung geltend zu machen (Art. 47 Abs. 1 und Abs. 3 AuG bzw. Art. 73 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Fristen nach Art. 47 Abs. 1 AuG beginnen mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, d.h. per 1. Januar 2008, sofern die Einreise in die Schweiz oder die Entstehung des Familienverh�ltnisses vor diesem Zeitpunkt liegen (Art. 126 Abs. 3 AuG). F�r die Einhaltung dieser Fristen ist der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebend (BGE 136 II 497 E. 3.4 S. 502). Die F�nfjahresfrist nach Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AuG bleibt bis zum zw�lften Geburtstag des Kindes massgebend. Ab dem zw�lften Geburtstag verk�rzt sich die Nachzugsfrist gem�ss Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG demgegen�ber auf (maximal noch) ein Jahr (Urteil 2C_201/2015 vom 16. Juli 2015 E. 3.2 m.w.H.). Wurde der Nachzug innert der Fristen des Art. 47 Abs. 1 AuG beantragt, so ist er zu bewilligen, unter der Voraussetzung, dass weder Rechtsmissbrauch noch Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG gegeben sind, die nachziehenden Eltern das Sorgerecht haben und das Kindeswohl dem Nachzug nicht offensichtlich entgegensteht (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.3.1 und E. 2.7 S. 290 f. und 293 f.; 136 II 497 E. 4 S. 506 f.; 136 II 78 E. 4.7 und E. 4.8 S. 85 ff.). Ein nachtr�glicher Familiennachzug wird dagegen nur bewilligt, wenn wichtige famili�re Gr�nde geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG), wobei eine solche Bewilligung nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu bleiben hat, um die Fristenregelung nicht ihres Sinns zu entleeren. Namentlich dort, wo die Familie selber die Trennung freiwillig herbeigef�hrt hat, bedarf es besonders stichhaltiger Gr�nde f�r einen versp�teten Nachzug (Urteil 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1 m.w.H.).
3.1.�Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung am 21. Februar 2011 hatte die am 15. Juni 1997 geborene Beschwerdef�hrerin 2 ihr zw�lftes Altersjahr bereits vollendet, und dies seit mehr als einem Jahr. Gem�ss dem obenstehend Ausgef�hrten (vgl. E. 2 hiervor) war die Nachzugsfrist somit bereits abgelaufen, weshalb ein ausnahmsweiser Nachzug der Beschwerdef�hrerin nur in Frage kommt, wenn daf�r stichhaltige und wichtige famili�re Gr�nde bestehen. Dies ist etwa der Fall, wenn das Kindswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann (Art. 75 VZAE). Wie das Verwaltungsgericht zutreffend ausgef�hrt hat, kommt es bei der Beurteilung dieser Frage insbesondere auch darauf an, welche Integrationsm�glichkeiten die Kinder in der Schweiz haben, wof�r namentlich ihr Alter, ihr Ausbildungsstand und ihre Sprachkenntnisse von Bedeutung sind. Jugendliche, die stets im Heimatland gelebt haben, sollen nur mit Zur�ckhaltung aus ihrer bisherigen Umgebung und dem vertrauten Beziehungsnetz gerissen werden, weswegen alternative Betreuungsm�glichkeiten im Herkunftsland zu bevorzugen sind. An den Nachweis der fehlenden Betreuungsm�glichkeit im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso h�here Anforderungen, je �lter das nachzuziehende Kind ist und je gr�sser die absehbaren Integrationsschwierigkeiten erscheinen (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.2 S. 289; 133 II 6 E. 3.1.1 S. 10 f.; 129 II 11 E. 3.3.2 S. 16).
3.2.�Die Beschwerdef�hrer erkennen die erforderlichen wichtigen famili�ren Gr�nde in einer Ver�nderung der Betreuungssituation der Kinder im Kosovo. Sie behaupten, nach der Trennung des Beschwerdef�hrers 1 von der Kindsmutter im Jahre 2001 h�tten die Kinder ausschliesslich bei der Grossmutter v�terlicherseits gelebt; diese sei mittlerweile jedoch aus gesundheitlichen Gr�nden nicht mehr in der Lage, die Kinder weiterzubetreuen. Die Kindsmutter habe sich seit der Trennung ohnehin nicht mehr um die Kinder gek�mmert, was zu einer Entfremdung gef�hrt habe; das Kindsverh�ltnis zu ihr bestehe nur noch auf dem Papier, so dass auch eine k�nftige Betreuung der Beschwerdef�hrer 2 und 3 durch die Kindsmutter keine M�glichkeit sei. Die Beschwerdef�hrer berufen sich in diesem Zusammenhang auf verschiedene Erkl�rungen der Kindsmutter sowie auf Eingaben des Beschwerdef�hrers 1 an kosovarische Amtsstellen, aus denen hervorgehe, dass der Beschwerdef�hrer 1 nach der Trennung von der Kindsmutter im Jahre 2001 die Sorge �ber die Beschwerdef�hrer 2 und 3 wahrgenommen habe.
3.3.�Die Vorinstanz erachtet diese Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdef�hrer demgegen�ber als nicht �berzeugend: Zum einen weist sie darauf hin, dass die vom Beschwerdef�hrer angerufenen Dokumente eigens f�r den Zweck des Familiennachzugs eingeholt worden seien, was ihre Beweiskraft schm�lere. Zum anderen st�nden diese Dokumente und die damit verbundenen Aussagen im Widerspruch zur Aktenlage: Bereits in den asylrechtlichen Einvernahmen des Beschwerdef�hrers 1 vom 27. Mai 2002 und vom 1. Juli 2002 habe dieser zu Protokoll gegeben, dass sowohl seine Mutter�
als auch seine Ehefrau mit den beiden Kindern�in U.________/Kosovo wohnhaft seien. Dies werde auch durch einen eigens eingeholten Bericht der Schweizerischen Botschaft im Kosovo vom 8. Oktober 2013 best�tigt: Namentlich h�tten Vertreter des lokalen Zivilstandsamtes sowie die Grossmutter m�tterlicherseits der Beschwerdef�hrer 2 und 3 gegen�ber der Schweizer Vertretung �bereinstimmend erkl�rt, die Kindsmutter habe�
mit den Kindern�in U.________ und ab und zu auch im 13 Kilometer entfernten Ort V.________ gelebt und vermisse die Kinder nun. Aus diesen Gr�nden erachtete das Verwaltungsgericht den behaupteten Kontaktverlust zwischen den Beschwerdef�hrern 2 und 3 sowie der Kindsmutter als nicht erstellt; vielmehr stellte die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdef�hrer 2 und 3 in ihrer Heimat nicht auf sich selbst gestellt w�ren, sondern ihre Mutter die Betreuung wieder �bernehmen k�nne.
3.4.�Hiergegen bringen die Beschwerdef�hrer vor, die Protokolle der asylrechtlichen Einvernahme seien inhaltlich fehlerhaft, zumal die Aussagen des Beschwerdef�hrers 1 wohl entweder nicht korrekt �bersetzt oder missverstanden worden seien; dies schliessen die Beschwerdef�hrer aus dem Umstand, dass in den genannten Einvernahmeprotokollen der Vorname der Kindsmutter falsch geschrieben und diese zudem als "Ehefrau" bezeichnet worden sei, obwohl sie mit dem Beschwerdef�hrer 1 gar nie verheiratet gewesen sei. Den Bericht der Schweizer Botschaft in Pristina bezeichnen die Beschwerdef�hrer als tendenzi�s, unvollst�ndig und nicht beweisbildend. Namentlich sei etwa nicht erkennbar welcher Vertreter der Botschaft mit welchem Mitarbeiter des Zivilstandsamtes gesprochen habe. Auch enthalte der Bericht keine n�heren Informationen �ber die Art und Weise sowie die Frequenz des Kontaktes zwischen der Kindsmutter und den Beschwerdef�hrern 2 und 3. Zudem widerspr�chen die von der Botschaft gesammelten Informationen den von den Beschwerdef�hrern eingereichten Belegen.
3.5.�Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) und k�nnen nur beanstandet werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine solche qualifizierte Unrichtigkeit ist vorliegend nicht zu erkennen: Zum einen ist den Beschwerdef�hrern entgegenzuhalten, dass die von ihnen angerufenen Dokumente im Wesentlichen verbriefte Parteibehauptungen darstellen, und deshalb keinen erh�hten Beweiswert haben. Aus Schreibfehlern im asylrechtlichen Befragungsprotokoll auf dessen inhaltliche Fehlerhaftigkeit zu schliessen, erscheint abwegig. Im �brigen brachten die Abkl�rungen der Schweizer Vertretung im Kosovo auch zu Tage, dass der Beschwerdef�hrer 1 und die Kindsmutter gem�ss den Angaben des Zivilstandsamtes U.________ zwar nicht zivilrechtlich, wohl aber "traditionell" verheiratet seien, was die Angaben des Beschwerdef�hrers 1 im Asylverfahren resp. die entsprechenden Protokollierungen erkl�rt. Sodann ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Namen der mit den Abkl�rungen beauftragten Mitarbeiter der Schweizer Botschaft oder die Namen der befragten Zivilstandsbeamten von erheblicher Relevanz sein sollen. Nicht zutreffend ist ferner, dass sich der Bericht nicht zur Art und Weise sowie zur Frequenz des Kontaktes zwischen der Kindsmutter und den Beschwerdef�hrern 2 und 3 �ussere: Wie bereits ausgef�hrt, schliesst der Bericht darauf, dass diese Personen zusammen gelebt haben, was das Bestehen eines Dauerzustandes impliziert.
3.6.�Somit ist in sachverhaltlicher Hinsicht von der vorinstanzlichen Feststellung auszugehen, dass die Kindsmutter die Betreuung der Beschwerdef�hrer 2 und 3 in der Heimat bereits in der Vergangenheit wahrgenommen hat und diese zuk�nftig wieder �bernehmen kann. Bei dieser Sachlage ist auch die rechtliche Schlussfolgerung des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden, dass wichtige famili�re Gr�nde f�r einen ausnahmsweisen versp�teten Nachzug der Beschwerdef�hrerin 2 nicht erstellt sind. Die Beschwerdef�hrerin 2 hat mithin keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, weshalb die sie betreffende Beschwerde unbegr�ndet ist, soweit auf das Rechtsmittel in diesem Umfang �berhaupt einzutreten ist (vgl. E. 1.3 hiervor).
Zu beurteilen bleibt das Nachzugsgesuch betreffend den Beschwerdef�hrer 3.
4.1.�Der 1999 geborene Beschwerdef�hrer 3 war zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung am 21. Februar 2011 noch nicht zw�lfj�hrig, weshalb f�r seinen Nachzug die f�nfj�hrige Frist beginnend am 1. Januar 2008 massgebend ist (vgl. E. 2 hiervor). Diese wurde unbestrittenermassen eingehalten, so dass sich das ihn betreffende Gesuch grunds�tzlich als bewilligungsf�hig erweist. Wie bereits ausgef�hrt, setzt ein Familiennachzug jedoch ebenfalls voraus, dass das Kindswohl einem solchen nicht offenkundig entgegen steht.
Die Vorinstanz f�hrt in diesem Zusammenhang aus, dass selbst die Beschwerdef�hrer ausdr�cklich betonten, eine Trennung der Geschwister sei mit deren Wohl a priori nicht zu vereinbaren. Unter diesen Umst�nden erweise sich die Bewilligungsverweigerung gegen�ber dem Beschwerdef�hrer 3 nicht als rechtsverletzend.
Die Beschwerdef�hrer anerkennen auch vor Bundesgericht ausdr�cklich, dass eine Trennung der Geschwister grunds�tzlich nicht mit dem Kindswohl vereinbar sei. Sie wenden einzig ein, dass sich der Beschwerdef�hrer 3 zwischenzeitlich gut in der Schweiz integriert und sich sein Verh�ltnis zum Vater in dieser Zeit intensiviert habe.
4.2.�Das Bundesgericht hat sich bereits verschiedentlich mit Konstellationen auseinandergesetzt, bei denen die Nachzugsfrist f�r ein j�ngeres Kind eingehalten wurde, wogegen sie f�r �ltere Geschwister bereits verstrichen war. Dabei hielt das Bundesgericht fest, dass die Fristenregelung des Ausl�ndergesetzes keinen Anspruch einr�umt, j�ngere und �ltere Kinder gemeinsam nachzuziehen: Das hinter der Norm stehende Ziel der m�glichst fr�hzeitigen Einreise w�rde vereitelt, wenn die Nachzugsfrist s�mtlicher Nachkommen als eingehalten zu gelten h�tten, wenn sie nur f�r das j�ngste Kind gewahrt wurde (Urteil 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 3.1.2 m.w.H.). Auf der anderen Seite k�nne aber - von besonderen Umst�nden abgesehen - alleine aus dem Umstand, dass die �lteren Geschwister m�glicherweise nicht mehr nachgezogen werden k�nnen, auch nicht darauf geschlossen werden, dass ein Nachzug eines j�ngeren Kindes dessen Wohl entgegenstehe. Andernfalls w�rden die allenfalls k�rzeren Nachzugsfristen f�r die �lteren Kinder stets auf die j�ngeren Geschwister durchschlagen, wof�r sich keine gesetzliche Grundlage findet (Urteil 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 3.6 in fine).
4.3.�Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, dass der alleinige Nachzug des Beschwerdef�hrers 3 offenkundig seinem Wohl widersprechen w�rde: Zwar trifft es zu, dass er gemeinsam mit seiner �lteren Schwester seine Kindheit im Kosovo verbrachte, und die Beschwerdef�hrerin 2 auch w�hrend der letzten rund zwei Jahre in der Schweiz an seiner Seite war. Inzwischen ist der Beschwerdef�hrer 3 jedoch bereits 16-j�hrig, so dass der Beziehung zur Schwester heute nicht mehr ein Stellenwert zukommen d�rfte, welcher unter dem Blickwinkel des Kindeswohls einer Trennung der Geschwister und somit auch einem Nachzug des Beschwerdef�hrers 3 in die Schweiz kategorisch entgegenstehen w�rde. In Bezug auf den Beschwerdef�hrer 3 erweist sich die Beschwerde mithin als begr�ndet.
Nach dem Ausgef�hrten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, und der Nachzug des Beschwerdef�hrers 3 zu bewilligen. Im �brigen ist die Beschwerde dagegen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Im Umfang als die Beschwerdef�hrer unterliegen, tragen sie die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens in solidarischer Haftbarkeit, soweit sie dagegen obsiegen, sind ihnen keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG). Der Kanton Z�rich hat ebenfalls keine Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Er hat den (teilweise) obsiegenden Beschwerdef�hrern jedoch eine reduzierte Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entrichten (Art. 68 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorangegangenen Verfahrens ist die Sache zudem an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. August 2014 wird in Bezug auf den Beschwerdef�hrer 3 aufgehoben, und das Migrationsamt des Kantons Z�rich wird angewiesen, den Familiennachzug betreffend den Beschwerdef�hrer 3 zu bewilligen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten werden im Umfang von Fr. 1'000.-- den Beschwerdef�hrern in solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Im �brigen werden keine Gerichtskosten erhoben.
Der Kanton Z�rich hat den Beschwerdef�hrern f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung in H�he von insgesamt Fr. 1'000.-- zu entrichten.
Zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorangegangenen Verfahrens wird die Sache an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, sowie dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 44
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 73
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 62
 BGE 
 BGE 
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 105
in fine