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Timestamp: 2019-04-23 01:08:55+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - dejure.org
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.10.2014 - 11 B 789/14.A
AsylVfG § 80 ; ZPO § 91 Abs. 2 S. 2
Anwaltswechsel im Abänderungsverfahren unschädlich
OVG Nordrhein-Westfalen, 04.07.2014 - 11 B 789/14
NVwZ-RR 2015, 359
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.2017 - 11 B 769/15
Abänderungsverfahren; Ausgangsverfahren; dieselbe Angelegenheit; …
Die von der Antragsgegnerin nach den §§ 165, 151 VwGO beantragte Entscheidung des Gerichts (Kostenerinnerung), über die der Senat in der Besetzung mit drei Richtern zu entscheiden hat, nachdem er auch die dem angefochtenen Kostenfestsetzungsbeschluss zugrunde liegende Kostenentscheidung in entsprechender Besetzung getroffen hatte, vgl. hierzu etwa Kopp/Schenke, VwGO, Kommentar, 22. Auflage 2016, § 165 Rn. 3, m. w. N., ist zulässig, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 16. Oktober 2014 - 11 B 789/14.A -, NVwZ-RR 2015, 359, aber unbegründet.
VG Karlsruhe, 09.04.2018 - A 6 K 2182/18
Rechtsanwalt; Abänderungsverfahren im einstweiligen Rechtsschutz; Gebühren in …
Vertreten unterschiedliche Rechtsanwälte einen Antragsteller in beiden Verfahren, stehen daher auch §§ 15 Abs. 2, 16 Nr. 5 RVG dem Erstattungsanspruch gegenüber dem Antragsgegner nicht entgegen (OVG NRW, Beschl. v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A -, JURIS; Nds. OVG, Beschl. v. 31.03.2014 - 2 MC 310/13 -, n.v., zit. nach VG Göttingen, Beschl. v. 23.03.2015 - 2 B 220/14 -, JURIS; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 08.11.2011 - 8 S 1247/11 - VG Würzburg, Beschl. v. 13.09.2017 - W 4 M 17.33236 - VG Göttingen, Beschl. v. 23.03.2015 - 2 B 220/14 - VG Düsseldorf, Beschl. v. 05.08.2014 - 7 L 1224/14.A - VG Berlin, Beschl. v. 31.10.2012 - 35 KE 32.12 -, jew. JURIS).
Die auf das Verhältnis zwischen einem in beiden Verfahren tätig gewordenen Rechtsanwalt zu seinem Mandanten beschränkte gebührenrechtliche Zusammenfassung der Verfahren führt auch nicht über § 173 VwGO i.V.m. § 91 Abs. 2 Satz 2 ZPO (zur Anwendbarkeit im Verwaltungsgerichtsprozess vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 01.02.2011 - 2 S 102/11 -, JURIS) zu einer Beschränkung des gegen die Antragsgegnerin gerichteten Erstattungsanspruchs (ebenso OVG NRW, Beschl. v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - VG Düsseldorf, Beschl. v. 05.08.2014 - 7 L 1224/14.A -, auch zu Auswirkungen der Gegenansicht auf das Prozesskostenrecht; a.A. Nds. OVG, Beschl. v. 31.03.2014 - 2 MC 310/13 -, n.v., zit. nach VG Göttingen, Beschl. v. 23.03.2015 - 2 B 220/14 -, JURIS; VG Würzburg, Beschl. v. 13.09.2017 - W 4 M 17.33236 - VG Göttingen, Beschl. v. 23.03.2015 - 2 B 220/14 - VG Trier, Beschl. v. 14.01.2015 - 5 L 1635/14.TR - VG Düsseldorf, Beschl. v. 23.10.2014 - 17 L 1610/14.A - VG Potsdam, Beschl. v. 03.09.2014 - 11 KE 27/14 - VG Gelsenkirchen, Beschl. v. 19.08.2014 - 3a L 434/14.A -, jew. JURIS).
Allein bei einem innerprozessual vollzogenem Rechtsanwaltswechsel ist zu prüfen, ob die Beauftragung des neuen Anwalts aus übergeordneten Gründen erforderlich war (vgl. BGH, Beschl. v. 21.12.2017 - IX ZB 31/16 - Beschl. v. 26.10.2017 - V ZB 188/16 - OVG NRW, Beschl. v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - OLG Koblenz, Beschl. v. 20.08.2008 - 14 W 524/08 -, jew. JURIS).
Da gemäß § 56 Abs. 2 RVG die Beschwerde gegen die gerichtliche Entscheidung über die Festsetzung der Vergütung nach § 55 RVG grundsätzlich statthaft ist, ist die vor Inkrafttreten des § 1 Abs. 3 RVG - und zum Teil weiterhin - vertretene Ansicht, der in § 80 AsylG normierte Beschwerdeausschluss erfasse auch sämtliche selbstständige und unselbstständige Nebenverfahren, in dieser Allgemeinheit nicht mehr haltbar (…zum vergleichbaren Fall der Statthaftigkeit einer Beschwerde gegen die Festsetzung des Gegenstandswertes nach § 33 RVG in asylrechtlichen Rechtsstreitigkeiten: Jungbauer, in: Bischof/Jungbauer/Bräuer und andere, RVG , Kommentar, 6. Auflage, § 30 Rn. 28;… Thiel, in: Schneider/Volpert/Fölsch, Gesamtes Kostenrecht, § 30 RVG Rn. 14;… Wahlen/Thiel, in: Schneider/Wolf, AnwaltKommentar RVG , 7. Auflage, § 30 Rn. 50;… Hansens, RVGreport 2013, S. 363 f.;… anders jedoch OVG NW, Beschlüsse vom 15. September 2014 - 11 E 909/14.A -, [...] Rn. 3 und vom 16. Oktober 2014 - 11 B 789/14.A - [...] Rn. 4 = NVwZ-RR 2015, 359;… Potthoff, in: Riedel/Sußbauer, RVG , 10. Auflage, § 30 Rn. 37).
Denn es handelt sich bei der vorliegenden Kostenerinnerung schon "nicht um eine "Beschwerde" im Rechtssinn, weil § 165 Satz 2 VwGO über die Verweisung auf § 151 VwGO und die dort in Satz 1 geregelte Möglichkeit, eine Entscheidung des Gerichts zu beantragen, und die in Satz 3 der vorgenannten Norm angeordnete entsprechende Geltung der für Beschwerden maßgeblichen Bestimmungen §§ 147 bis 149 VwGO nur die analoge Anwendbarkeit einzelner Vorschriften des Beschwerderechts regelt (OVG NRW, B.v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - NVwZ-RR 2015, 359, juris Rn. 8).
Das Erinnerungsverfahren nach § 164 VwGO ist unabhängig von der in § 83b AsylG vorgeschriebenen Gerichtskostenfreiheit (vgl. hierzu OVG NRW, B.v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - NVwZ-RR 2015, 359, juris Rn. 26) gerichtsgebührenfrei (§ 1 Abs. 2 Nr. 1, § 3 Abs. 2 Gerichtskostengesetz i.V.m. Anlage 1 Kostenverzeichnis), weil dieses im Kostenverzeichnis in Teil 5 nicht aufgeführt ist.
VG Göttingen, 23.03.2015 - 2 B 220/14
Anwaltsgebühren nach Anwaltswechsel im vorläufigen Rechtsschutzverfahren nach § …
Erfolgt nach Ergehen einer Entscheidung nach § 80 Abs. 5 VwGO und vor Ergehen einer positiven Entscheidung nach § 80 Abs. 7 VwGO ein Anwaltswechsel, kann der "neue" Anwalt Gebühren nur nach Maßgabe des § 91 Abs. 2 Satz 2 ZPO abrechnen (wie OVG Lüneburg, Beschluss vom 31.03.2014 - 2 MC 310/13 - a.A. OVG Münster, Beschluss vom 16.10.2014 - 11 B 789/14.A -).
Dem ist das OVG Münster mit Beschluss vom 16.10.2014 -11 B 789/14.A- (AuAS 2015, 250) mit folgenden Überlegungen entgegen getreten:.
Denn es handelt sich bei der vorliegenden Kostenerinnerung schon "nicht um eine ´Beschwerde´ im Rechtssinn, weil § 165 Satz 2 VwGO über die Verweisung auf § 151 VwGO und die dort in Satz 1 geregelte Möglichkeit, eine Entscheidung des Gerichts zu beantragen, und die in Satz 3 der vorgenannten Norm angeordnete entsprechende Geltung der für Beschwerden maßgeblichen Bestimmungen §§ 147 bis 149 VwGO nur die analoge Anwendbarkeit einzelner Vorschriften des Beschwerderechts regelt" (OVG NRW, B.v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - NVwZ-RR 2015, 359, juris Rn. 8).
Denn es handelt sich bei der vorliegenden Kostenerinnerung schon "nicht um eine "Beschwerde" im Rechtssinn, weil § 165 Satz 2 VwGO über die Verweisung auf § 151 VwGO und die dort in Satz 1 geregelte Möglichkeit, eine Entscheidung des Gerichts zu beantragen, und die in Satz 3 der vorgenannten Norm angeordnete entsprechende Geltung der für Beschwerden maßgeblichen Bestimmungen §§ 147 bis 149 VwGO nur die analoge Anwendbarkeit einzelner Vorschriften des Beschwerderechts regelt" (OVG NRW, B.v. 16.10.2014 - 11 B 789/14.A - NVwZ-RR 2015, 359, juris Rn. 8).
VG Aachen, 13.01.2016 - 5 L 295/15
VG Minden, 03.07.2015 - 6 L 862/14
Definition "derselben Angelegenheit" im gebührenrechtlichen Sinn bei einem …
VG Münster, 09.03.2015 - 1 L 534/14
Rechtsfolgen zweier unterschiedlicher Kostengrundentscheidung für den …
VG München, 29.05.2018 - M 24 M 17.48674
Telekommunikationsdienstleistungen, Kostenfestsetzungsbeschluß des …
VG München, 01.02.2018 - M 15 M 17.70434

References: § 80
 § 91
 § 165
 § 173
 § 91
 § 56
 § 55
 § 1
 § 80
 § 33
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 § 165
 § 151
 § 164
 § 83
 § 3
 § 80
 § 80
 § 91
 § 165
 § 151
 § 165
 § 151