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Timestamp: 2020-07-09 02:13:45+00:00

Document:
Lawbrary | BankG - Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
Geltungsbereich des Gesetzes (1 - 2)
Bewilligung zum Geschäftsbetrieb (3 - 3)
Eigene Mittel, Liquidität und andere Vorschriften über die Geschäftstätigkeit (4 - 5)
Rechnungslegung (6 - 6)
Systemrelevante Banken (7 - 10)
Zusätzliches Kapital (11 - 14)
Spareinlagen und Depotwerte (15 - 16)
Überwachung und Prüfung (18 - 19)
Aufsicht (23 - 24)
Massnahmen bei Insolvenzgefahr (25 - 32)
Konkursliquidation insolventer Banken (Bankenkonkurs) (33 - 37)
Einlagensicherung (37 - 37)
Nachrichtenlose Vermögenswerte (37 - 37)
Verantwortlichkeits- und Strafbestimmungen (38 - 51)
Übergangs- und Schlussbestimmungen (52 - 56)
Schlussbestimmungen der Änderung vom 11. März 1971
Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 1994
Schlussbestimmungen der Änderung vom 22. April 1999
Schlussbestimmungen der Änderung vom 17. Dezember 2004
Übergangsbestimmung zur Änderung vom 30. September 2011
Übergangsbestimmung zur Änderung vom 22. März 2013
vom 8. November 1934 (Stand am 1. Januar 2019)
1Die­sem Ge­setz un­ter­ste­hen die Ban­ken, Pri­vat­ban­kiers (Ein­zel­fir­men2, Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten) und Spar­kas­sen, nach­ste­hend Ban­ken ge­nannt.
2Na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die nicht die­sem Ge­setz un­ter­ste­hen, dür­fen kei­ne Pu­bli­kums­ein­la­gen ge­werbs­mäs­sig ent­ge­gen­neh­men. Der Bun­des­rat kann Aus­nah­men vor­se­hen, so­fern der Schutz der Ein­le­ger ge­währ­leis­tet ist. Die Auf­la­ge von An­lei­hen gilt nicht als ge­werbs­mäs­si­ge Ent­ge­gen­nah­me von Pu­bli­kums­ein­la­gen.3
3Dem Ge­setz un­ter­ste­hen ins­be­son­de­re nicht:
Bör­se­n­agen­ten und Bör­sen­fir­men, die nur den Han­del mit Wert­pa­pie­ren und die da­mit un­mit­tel­bar im Zu­sam­men­hang ste­hen­den Ge­schäf­te be­trei­ben, je­doch kei­nen Bank­be­trieb füh­ren;
Ver­mö­gens­ver­wal­ter, No­ta­re und Ge­schäfts­agen­ten, die le­dig­lich die Gel­der ih­rer Kun­den ver­wal­ten und kei­nen Bank­be­trieb füh­ren.
4Der Aus­druck «Bank» oder «Ban­kier», al­lein oder in Wort­ver­bin­dun­gen, darf in der Fir­ma, in der Be­zeich­nung des Ge­schäfts­zweckes und in der Ge­schäfts­re­kla­me nur für In­sti­tu­te ver­wen­det wer­den, die ei­ne Be­wil­li­gung der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) als Bank er­hal­ten ha­ben. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 2 Ab­satz 3.4
5Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank und die Pfand­brief­zen­tra­len fal­len nur so­weit un­ter das Ge­setz, als dies aus­drück­lich ge­sagt ist.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. März 1971, in Kraft seit 1. Ju­li 1971 (AS 1971 808 824 Art. 1; BBl 1970 I 1144).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Sie­he auch die SchlB Änd. 18. März 1994 am En­de die­ses BG.
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
Art. 1a Banken
Als Bank gilt, wer haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig ist und:
ge­werbs­mäs­sig Pu­bli­kums­ein­la­gen von mehr als 100 Mil­lio­nen Fran­ken ent­ge­gen­nimmt oder sich öf­fent­lich da­für emp­fiehlt;
ge­werbs­mäs­sig Pu­bli­kums­ein­la­gen bis zu 100 Mil­lio­nen Fran­ken ent­ge­gen­nimmt oder sich öf­fent­lich da­für emp­fiehlt und die­se Pu­bli­kums­ein­la­gen an­legt oder ver­zinst; oder
sich in er­heb­li­chem Um­fang bei meh­re­ren nicht mass­ge­bend an ihm be­tei­lig­ten Ban­ken re­fi­nan­ziert, um da­mit auf ei­ge­ne Rech­nung ei­ne un­be­stimm­te Zahl von Per­so­nen oder Un­ter­neh­men, mit de­nen er kei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­det, auf ir­gend­ei­ne Art zu fi­nan­zie­ren.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 14 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 5247; BBl 2015 8901).
Art. 1b Innovationsförderung
1Die Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes fin­den sinn­ge­mä­ss An­wen­dung auf Per­so­nen, die haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig sind und:
ge­werbs­mäs­sig Pu­bli­kums­ein­la­gen von bis zu 100 Mil­lio­nen Fran­ken ent­ge­gen­neh­men oder sich öf­fent­lich da­für emp­feh­len; und
die­se Pu­bli­kums­ein­la­gen we­der an­le­gen noch ver­zin­sen.
2Der Bun­des­rat kann den Be­trag nach Ab­satz 1 un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Wett­be­werbs- und In­no­va­ti­ons­fä­hig­keit des Fi­nanz­plat­zes Schweiz an­pas­sen.
3Per­so­nen nach Ab­satz 1 müs­sen ins­be­son­de­re:
ih­ren Ge­schäfts­kreis ge­nau um­schrei­ben und ei­ne ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit ent­spre­chen­de Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on vor­se­hen;
über ein an­ge­mes­sen aus­ge­stat­te­tes Ri­si­ko­ma­na­ge­ment und ei­ne wirk­sa­me in­ter­ne Kon­trol­le ver­fü­gen, die un­ter an­de­rem die Ein­hal­tung der recht­li­chen und un­ter­neh­mensin­ter­nen Vor­schrif­ten ge­währ­leis­tet (Com­plian­ce);
über an­ge­mes­se­ne fi­nan­zi­el­le Mit­tel ver­fü­gen;
si­cher­stel­len, dass die mit der Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung be­trau­ten Per­so­nen einen gu­ten Ruf ge­nies­sen und Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäftstä­tig­keit bie­ten.
4Vor­be­hal­ten blei­ben die fol­gen­den Be­stim­mun­gen:
Die Rech­nungs­le­gung für Per­so­nen nach Ab­satz 1 rich­tet sich aus­sch­liess­lich nach den Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (OR)2.
Per­so­nen nach Ab­satz 1 müs­sen ih­re Jah­res­rech­nung und ge­ge­be­nen­falls ih­re Kon­zern­rech­nung nach den Vor­schrif­ten des OR prü­fen las­sen; Ar­ti­kel 727a Ab­sät­ze 2-5 OR ist nicht an­wend­bar.
Per­so­nen nach Ab­satz 1 be­auf­tra­gen ei­ne von der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de nach Ar­ti­kel 9a Ab­satz 1 oder Ab­satz 4bis des Re­vi­si­ons­auf­sichts­ge­set­zes vom 16. De­zem­ber 20053 zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft mit ei­ner Prü­fung nach Ar­ti­kel 24 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20074 (FIN­MAG).
Auf Ein­la­gen bei Per­so­nen nach Ab­satz 1 fin­den die Be­stim­mun­gen über pri­vi­le­gier­te Ein­la­gen (Art. 37a) und über so­for­ti­ge Aus­zah­lung (Art. 37b) kei­ne An­wen­dung; die Ein­le­ger sind über die­sen Um­stand zu in­for­mie­ren, be­vor sie die Ein­la­ge tä­ti­gen.
5Die FIN­MA kann in be­son­de­ren Fäl­len die Ab­sät­ze 1-4 auch für Per­so­nen an­wend­bar er­klä­ren, die ge­werbs­mäs­sig Pu­bli­kums­ein­la­gen von mehr als 100 Mil­lio­nen Fran­ken ent­ge­gen­neh­men oder sich öf­fent­lich da­für emp­feh­len, die­se we­der an­le­gen noch ver­zin­sen und den Schutz der Kun­den durch be­son­de­re Vor­keh­run­gen ge­währ­leis­ten.
6Wird der Schwel­len­wert von 100 Mil­lio­nen Fran­ken über­schrit­ten, so muss dies in­ner­halb von 10 Ta­gen der FIN­MA ge­mel­det und ihr in­ner­halb von 90 Ta­gen ein Be­wil­li­gungs­ge­such nach Ar­ti­kel 1a ein­ge­reicht wer­den. Vor­be­hal­ten bleibt Ab­satz 5.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 5 des Na­tio­nal­bank­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003 (AS 2004 1985; BBl 2002 6097). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
1Die Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes fin­den sinn­ge­mä­ss An­wen­dung auf die von aus­län­di­schen Ban­ken in der Schweiz:
er­rich­te­ten Zweignie­der­las­sun­gen;
be­stell­ten Ver­tre­ter.2
2Die FIN­MA3 er­lässt die nö­ti­gen Wei­sun­gen. Sie kann ins­be­son­de­re die Aus­stat­tung der Ge­schäfts­stel­len mit ei­nem an­ge­mes­se­nen Do­ta­ti­ons­ka­pi­tal und die Leis­tung von Si­cher­hei­ten ver­lan­gen.
3Der Bun­des­rat ist be­fugt, auf der Grund­la­ge ge­gen­sei­ti­ger An­er­ken­nung von gleich­wer­ti­gen Re­ge­lun­gen der Bank­tä­tig­kei­ten und von gleich­wer­ti­gen Mass­nah­men im Be­reich der Ban­ken­auf­sicht Staats­ver­trä­ge ab­zu­sch­lies­sen, wel­che vor­se­hen, dass Ban­ken aus den Ver­trags­staa­ten oh­ne Be­wil­li­gung der FIN­MA ei­ne Zweignie­der­las­sung oder ei­ne Ver­tre­tung er­öff­nen kön­nen.4
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
3 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1Dem elf­ten und zwölf­ten Ab­schnitt die­ses Ge­set­zes un­ter­ste­hen, so­weit sie nicht im Rah­men der Auf­sicht über das Ein­zel­in­sti­tut der Kon­kurs­zu­stän­dig­keit der FIN­MA un­ter­ste­hen:
in der Schweiz do­mi­zi­lier­te Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaf­ten ei­ner Fi­nanz­grup­pe oder ei­nes Fi­nanz­kon­glo­me­ra­tes;
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
Zweiter Abschnitt: Bewilligung zum Geschäftsbetrieb
1Die Bank be­darf zur Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit ei­ner Be­wil­li­gung der FIN­MA; sie darf nicht ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den, be­vor die­se Be­wil­li­gung er­teilt ist.
die Bank in ih­ren Sta­tu­ten, Ge­sell­schafts­ver­trä­gen und Re­gle­men­ten den Ge­schäfts­kreis ge­nau um­schreibt und die ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit ent­spre­chen­de Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on vor­sieht; wo der Ge­schäfts­zweck oder der Ge­schäfts­um­fang es er­for­dert, sind be­son­de­re Or­ga­ne für die Ge­schäfts­füh­rung ei­ner­seits und für die Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le an­der­seits aus­zu­schei­den und die Be­fug­nis­se zwi­schen die­sen Or­ga­nen so ab­zu­gren­zen, dass ei­ne sach­ge­mäs­se Über­wa­chung der Ge­schäfts­füh­rung ge­währ­leis­tet ist;
die Bank das vom Bun­des­rat fest­ge­leg­te voll ein­be­zahl­te Min­dest­ka­pi­tal aus­weist;
die mit der Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung der Bank be­trau­ten Per­so­nen einen gu­ten Ruf ge­nies­sen und Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäftstä­tig­keit bie­ten;
die na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen, wel­che di­rekt oder in­di­rekt mit min­des­tens 10 Pro­zent des Ka­pi­tals oder der Stim­men an der Bank be­tei­ligt sind oder de­ren Ge­schäftstä­tig­keit auf an­de­re Wei­se mass­ge­bend be­ein­flus­sen kön­nen (qua­li­fi­zier­te Be­tei­li­gung), ge­währ­leis­ten, dass sich ihr Ein­fluss nicht zum Scha­den ei­ner um­sich­ti­gen und so­li­den Ge­schäftstä­tig­keit aus­wirkt;
die mit der Ge­schäfts­füh­rung der Bank be­trau­ten Per­so­nen an ei­nem Ort Wohn­sitz ha­ben, wo sie die Ge­schäfts­füh­rung tat­säch­lich und ver­ant­wort­lich aus­üben kön­nen.
3Die Bank hat der FIN­MA ih­re Sta­tu­ten, Ge­sell­schafts­ver­trä­ge und Re­gle­men­te ein­zu­rei­chen so­wie al­le spä­te­ren Än­de­run­gen dar­an an­zu­zei­gen, so­weit die­se den Ge­schäfts­zweck, den Ge­schäfts­be­reich, das Grund­ka­pi­tal oder die in­ne­re Or­ga­ni­sa­ti­on be­tref­fen. Sol­che Än­de­run­gen dür­fen nicht ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den, be­vor die FIN­MA sie ge­neh­migt hat.
5Je­de na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­son hat der FIN­MA Mel­dung zu er­stat­ten, be­vor sie di­rekt oder in­di­rekt ei­ne qua­li­fi­zier­te Be­tei­li­gung nach Ab­satz 2 Buch­sta­be cbis an ei­ner nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­ten Bank er­wirbt oder ver­äus­sert. Die­se Mel­de­pflicht be­steht auch, wenn ei­ne qua­li­fi­zier­te Be­tei­li­gung in sol­cher Wei­se ver­grös­sert oder ver­klei­nert wird, dass die Schwel­len von 20, 33 oder 50 Pro­zent des Ka­pi­tals oder der Stim­men er­reicht oder über- be­zie­hungs­wei­se un­ter­schrit­ten wer­den.6
6Die Bank mel­det die Per­so­nen, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 5 er­fül­len, so­bald sie da­von Kennt­nis er­hält, min­des­tens je­doch ein­mal jähr­lich.7
7Nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­te Ban­ken er­stat­ten der FIN­MA Mel­dung, be­vor sie im Aus­land ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft, ei­ne Zweignie­der­las­sung, ei­ne Agen­tur oder ei­ne Ver­tre­tung er­rich­ten.8
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. März 1971, in Kraft seit 1. Ju­li 1971 (AS 1971 808 824 Art. 1; BBl 1970 I 1144). Sie­he auch die SchlB Änd. 22. 4. 1999 am En­de die­ses Tex­tes.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Sie­he auch die SchlB Änd. 18. März 1994 am En­de die­ses BG.
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Sie­he auch die SchlB Änd. 18. März 1994 am En­de die­ses BG.
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Sie­he auch die SchlB Änd. 18. März 1994 am En­de die­ses BG.
8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
Als Kan­to­nal­bank gilt ei­ne Bank, die auf­grund ei­nes kan­to­na­len ge­setz­li­chen Er­las­ses als An­stalt oder Ak­ti­en­ge­sell­schaft er­rich­tet wird. Der Kan­ton muss an der Bank ei­ne Be­tei­li­gung von mehr als ei­nem Drit­tel des Ka­pi­tals hal­ten und über mehr als einen Drit­tel der Stim­men ver­fü­gen. Er kann für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten die voll­um­fäng­li­che oder teil­wei­se Haf­tung über­neh­men.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. April 1999, in Kraft seit 1. Okt. 1999 (AS 1999 2405; BBl 1998 3847). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.
Ist ei­ne Bank Teil ei­ner Fi­nanz­grup­pe oder ei­nes Fi­nanz­kon­glo­me­rats, so kann die FIN­MA ih­re Be­wil­li­gung vom Be­ste­hen ei­ner an­ge­mes­se­nen kon­so­li­dier­ten Auf­sicht durch ei­ne Fi­nanz­mark­tauf­sichts­be­hör­de ab­hän­gig ma­chen.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 6 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5269; BBl 2003 3789).
1Als Fi­nanz­grup­pe gel­ten zwei oder meh­re­re Un­ter­neh­men, wenn:
min­des­tens ei­nes als Bank oder Ef­fek­ten­händ­ler tä­tig ist;
sie haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig sind; und
sie ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­den oder auf­grund an­de­rer Um­stän­de an­zu­neh­men ist, dass ein oder meh­re­re der Ein­zelauf­sicht un­ter­ste­hen­de Un­ter­neh­men recht­lich ver­pflich­tet oder fak­tisch ge­zwun­gen sind, Grup­pen­ge­sell­schaf­ten bei­zu­ste­hen.
2Als bank- oder ef­fek­ten­han­dels­do­mi­nier­tes Fi­nanz­kon­glo­me­rat gilt ei­ne Fi­nanz­grup­pe ge­mä­ss Ab­satz 1, die haupt­säch­lich im Bank- oder Ef­fek­ten­han­dels­be­reich tä­tig ist und zu der min­des­tens ein Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men von er­heb­li­cher wirt­schaft­li­cher Be­deu­tung ge­hört.
1Die FIN­MA kann ei­ne Fi­nanz­grup­pe oder ein bank- oder ef­fek­ten­han­dels­do­mi­nier­tes Fi­nanz­kon­glo­me­rat der Grup­pen- oder Kon­glo­me­rat­s­auf­sicht un­ter­stel­len, wenn die­se oder die­ses:
in der Schweiz ei­ne nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­te Bank oder einen Ef­fek­ten­händ­ler führt; oder
tat­säch­lich von der Schweiz aus ge­lei­tet wird.
2Be­an­spru­chen gleich­zei­tig an­de­re aus­län­di­sche Be­hör­den die voll­stän­di­ge oder teil­wei­se Auf­sicht über die Fi­nanz­grup­pe oder das Fi­nanz­kon­glo­me­rat, so ver­stän­digt sich die FIN­MA, un­ter Wah­rung ih­rer Kom­pe­ten­zen, mit die­sen über Zu­stän­dig­kei­ten, Mo­da­li­tä­ten und Ge­gen­stand der Grup­pen- oder Kon­glo­me­rat­s­auf­sicht. Sie kon­sul­tiert vor ih­rem Ent­scheid die in der Schweiz in­kor­po­rier­ten Un­ter­neh­mun­gen der Fi­nanz­grup­pe oder des Fi­nanz­kon­glo­me­rats.2
1Die Grup­pen­auf­sicht durch die FIN­MA er­folgt in Er­gän­zung zur Ein­zel­in­sti­tut­s­auf­sicht über ei­ne Bank.
2Die Kon­glo­me­rat­s­auf­sicht durch die FIN­MA er­folgt in Er­gän­zung zur Ein­zel­in­sti­tut­s­auf­sicht über ei­ne Bank oder ein Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men und zur Auf­sicht über ei­ne Fi­nanz- oder Ver­si­che­rungs­grup­pe durch die je­weils zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­den.
1Die mit der Ge­schäfts­füh­rung ei­ner­seits und der Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le an­der­seits be­trau­ten Per­so­nen der Fi­nanz­grup­pe oder des Fi­nanz­kon­glo­me­rats müs­sen einen gu­ten Ruf ge­nies­sen und Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäftstä­tig­keit bie­ten.
2Die Fi­nanz­grup­pe oder das Fi­nanz­kon­glo­me­rat muss so or­ga­ni­siert sein, dass sie oder es ins­be­son­de­re al­le we­sent­li­chen Ri­si­ken er­fas­sen, be­gren­zen und über­wa­chen kann.
1Die FIN­MA ist er­mäch­tigt, Vor­schrif­ten über Ei­gen­mit­tel, Li­qui­di­tät, Ri­si­ko­ver­tei­lung, grup­pen­in­ter­ne Ri­si­ko­po­si­tio­nen und Rech­nungs­le­gung für Fi­nanz­grup­pen zu er­las­sen.
2Die FIN­MA ist er­mäch­tigt, für bank- oder ef­fek­ten­han­dels­do­mi­nier­te Fi­nanz­kon­glo­me­ra­te Vor­schrif­ten über Ei­gen­mit­tel, Li­qui­di­tät, Ri­si­ko­ver­tei­lung, grup­pen­in­ter­ne Ri­si­ko­po­si­tio­nen und Rech­nungs­le­gung zu er­las­sen oder ein­zel­fall­wei­se fest­zu­le­gen. Be­tref­fend die er­for­der­li­chen Ei­gen­mit­tel be­rück­sich­tigt sie da­bei die be­ste­hen­den Re­geln des Fi­nanz- und Ver­si­che­rungs­be­reichs so­wie die re­la­ti­ve Be­deu­tung bei­der Be­rei­che im Fi­nanz­kon­glo­me­rat und die da­mit ver­bun­de­nen Ri­si­ken.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 6 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004 (AS 2005 5269; BBl 2003 3789). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1Die FIN­MA kann die Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Bank, die nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­siert wer­den soll, auf die je­doch ein be­herr­schen­der aus­län­di­scher Ein­fluss be­steht, wie auch die Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Zweignie­der­las­sung so­wie zur Be­stel­lung ei­nes stän­di­gen Ver­tre­ters ei­ner aus­län­di­schen Bank zu­sätz­lich von fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ma­chen:2
von der Ge­währ­leis­tung des Ge­gen­rechts durch die Staa­ten, in de­nen die Aus­län­der mit qua­li­fi­zier­ten Be­tei­li­gun­gen ih­ren Wohn­sitz oder Sitz ha­ben, so­fern kei­ne an­ders­lau­ten­den in­ter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen ent­ge­gen­ste­hen;
von der Ver­wen­dung ei­ner Fir­ma, die nicht auf einen schwei­ze­ri­schen Cha­rak­ter der Bank hin­weist oder dar­auf schlies­sen lässt;
1bisIst ei­ne Bank Teil ei­ner Fi­nanz­grup­pe oder ei­nes Fi­nanz­kon­glo­me­ra­tes, so kann die FIN­MA die Be­wil­li­gung von der Zu­stim­mung der mass­ge­bli­chen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den ab­hän­gig ma­chen.5
2Die Bank hat der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank über ih­ren Ge­schäfts­kreis und ih­re Be­zie­hun­gen zum Aus­land Aus­kunft zu er­tei­len.
3Ei­ne nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­te Bank fällt un­ter Ab­satz 1, wenn Aus­län­der mit qua­li­fi­zier­ten Be­tei­li­gun­gen di­rekt oder in­di­rekt mit mehr als der Hälf­te der Stim­men an ihr be­tei­ligt sind oder auf sie in an­de­rer Wei­se einen be­herr­schen­den Ein­fluss aus­üben.6
Als Aus­län­der gel­ten:
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971, in Kraft seit 1. Ju­li 1971 (AS 1971 808 824 Art. 1; BBl 1970 I 1144).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Ju­li 1995 (AS 1995 2109; BBl 1994 IV 950).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 1994 (AS 1995 2109; BBl 1994 IV 950). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 6 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5269; BBl 2003 3789).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
1Ban­ken, die nach ih­rer Grün­dung aus­län­disch be­herrscht wer­den, be­dür­fen ei­ner zu­sätz­li­chen Be­wil­li­gung ge­mä­ss Ar­ti­kel 3bis.
2Ei­ne neue Zu­satz­be­wil­li­gung ist nö­tig, wenn bei ei­ner aus­län­disch be­herrsch­ten Bank Aus­län­der mit qua­li­fi­zier­ten Be­tei­li­gun­gen wech­seln.2
3Die Mit­glie­der der Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung der Bank ha­ben der FIN­MA al­le Tat­sa­chen zu mel­den, die auf ei­ne aus­län­di­sche Be­herr­schung der Bank oder auf einen Wech­sel von Aus­län­dern mit qua­li­fi­zier­ten Be­tei­li­gun­gen schlies­sen las­sen.3
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Ju­li 1995 (AS 1995 2109; BBl 1994 IV 950).
1Der Bun­des­rat ist be­fugt, in Staats­ver­trä­gen die be­son­de­ren Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen nach den Ar­ti­keln 3bis und 3ter ganz oder teil­wei­se nicht an­wend­bar zu er­klä­ren, wenn Staats­an­ge­hö­ri­ge aus ei­nem Ver­trags­staat so­wie ju­ris­ti­sche Per­so­nen mit Sitz in ei­nem Ver­trags­staat ei­ne Bank nach schwei­ze­ri­schem Recht er­rich­ten, über­neh­men oder ei­ne qua­li­fi­zier­te Be­tei­li­gung dar­an er­wer­ben. So­weit kei­ne an­ders­lau­ten­den in­ter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen ent­ge­gen­ste­hen, kann er dies da­von ab­hän­gig ma­chen, dass der Ver­trags­staat Ge­gen­recht ge­währt.
2Wird die ju­ris­ti­sche Per­son ih­rer­seits di­rekt oder in­di­rekt von Staats­an­ge­hö­ri­gen aus ei­nem Dritt­staat oder von ju­ris­ti­schen Per­so­nen mit Sitz in ei­nem Dritt­staat be­herrscht, so sind die er­wähn­ten Be­stim­mun­gen an­wend­bar.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
Dritter Abschnitt: Eigene Mittel, Liquidität und andere Vorschriften über die Geschäftstätigkeit
1Die Ban­ken müs­sen ein­zeln und auf kon­so­li­dier­ter Ba­sis über an­ge­mes­se­ne Ei­gen­mit­tel und Li­qui­di­tät ver­fü­gen.
2Der Bun­des­rat be­stimmt die Ele­men­te der Ei­gen­mit­tel und der Li­qui­di­tät. Er legt die Min­dest­an­for­de­run­gen nach Mass­ga­be der Ge­schäftstä­tig­keit und der Ri­si­ken fest. Die FIN­MA ist er­mäch­tigt, Aus­füh­rungs­vor­schrif­ten zu er­las­sen.
3Die FIN­MA kann in be­son­de­ren Fäl­len Er­leich­te­run­gen von den Min­dest­an­for­de­run­gen zu­las­sen oder Ver­schär­fun­gen an­ord­nen.
4Die qua­li­fi­zier­te Be­tei­li­gung ei­ner Bank an ei­nem Un­ter­neh­men aus­ser­halb des Fi­nanz- und Ver­si­che­rungs­be­reichs darf 15 Pro­zent ih­rer ei­ge­nen Mit­tel nicht über­schrei­ten. Sol­che Be­tei­li­gun­gen dür­fen ins­ge­samt nicht mehr als 60 Pro­zent der ei­ge­nen Mit­tel be­tra­gen. Der Bun­des­rat re­gelt die Aus­nah­men.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 5 des Na­tio­nal­bank­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 1985; BBl 2002 6097).
1Die Aus­lei­hun­gen ei­ner Bank an einen ein­zel­nen Kun­den so­wie die Be­tei­li­gun­gen an ei­nem ein­zel­nen Un­ter­neh­men müs­sen in ei­nem an­ge­mes­se­nen Ver­hält­nis zu ih­ren ei­ge­nen Mit­teln ste­hen.
2Die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung setzt die­ses Ver­hält­nis fest un­ter be­son­de­rer Be­rück­sich­ti­gung der Aus­lei­hun­gen an öf­fent­lich-recht­li­che Kör­per­schaf­ten und der Art der De­ckung.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971, in Kraft seit 1. Ju­li 1971 (AS 1971 808 824 Art. 1; BBl 1970 I 1144). Sie­he auch die SchlB Änd. 18. März 1994 am En­de die­ses BG.
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
1Kre­di­te an Mit­glie­der der Ban­kor­ga­ne und an mass­ge­ben­de Ak­tio­näre so­wie die ih­nen na­he ste­hen­den Per­so­nen und Ge­sell­schaf­ten dür­fen nur nach den all­ge­mein an­er­kann­ten Grund­sät­zen des Bank­ge­wer­bes ge­währt wer­den.
Die Ban­ken ha­ben im In- und Aus­land je­de ir­re­füh­ren­de so­wie je­de auf­dring­li­che Wer­bung mit ih­rem schwei­ze­ri­schen Sitz oder mit schwei­ze­ri­schen Ein­rich­tun­gen zu un­ter­las­sen.
1Ban­ken dür­fen ih­ren Mut­ter­ge­sell­schaf­ten, wel­che ih­rer­seits von ei­ner Bank- oder Fi­nanz­mark­tauf­sichts­be­hör­de be­auf­sich­tigt wer­den, die zur kon­so­li­dier­ten Be­auf­sich­ti­gung not­wen­di­gen nicht öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen über­mit­teln, so­fern:
sol­che In­for­ma­tio­nen aus­sch­liess­lich zur in­ter­nen Kon­trol­le oder di­rek­ten Be­auf­sich­ti­gung von Ban­ken oder an­de­ren be­wil­li­gungs­pflich­ti­gen Fi­nan­zin­ter­me­di­ären ver­wen­det wer­den;
die Mut­ter­ge­sell­schaft und die für die kon­so­li­dier­te Be­auf­sich­ti­gung zu­stän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de an das Amts- oder Be­rufs­ge­heim­nis ge­bun­den sind;
die­se In­for­ma­tio­nen nicht oh­ne die vor­gän­gi­ge Zu­stim­mung der Bank oder auf­grund ei­ner ge­ne­rel­len Er­mäch­ti­gung in ei­nem Staats­ver­trag an Drit­te wei­ter­ge­lei­tet wer­den.
2Er­schei­nen die Vor­aus­set­zun­gen der Über­mitt­lung nach Ab­satz 1 zwei­fel­haft, so kön­nen die Ban­ken ei­ne Ver­fü­gung der FIN­MA ver­lan­gen, wel­che die Über­mitt­lung der In­for­ma­tio­nen er­laubt oder un­ter­sagt.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
Vierter Abschnitt: Rechnungslegung
1Die Bank er­stellt für je­des Ge­schäfts­jahr einen Ge­schäfts­be­richt; die­ser be­steht aus:
der Jah­res­rech­nung;
dem La­ge­be­richt;
der Kon­zern­rech­nung.
2Die Bank er­stellt min­des­tens halb­jähr­lich einen Zwi­schen­ab­schluss.
3Der Ge­schäfts­be­richt und der Zwi­schen­ab­schluss sind nach den Vor­schrif­ten des 32. Ti­tels des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 und die­ses Ge­set­zes so­wie nach den je­wei­li­gen Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu er­stel­len.
4In aus­ser­or­dent­li­chen La­gen kann der Bun­des­rat Ab­wei­chun­gen von Ab­satz 3 be­schlies­sen.
Art. 6 a Veröffentlichung
1 Der Ge­schäfts­be­richt ist der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen.
2Zwi­schen­ab­schlüs­se sind der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen, wenn die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu die­sem Ge­setz dies vor­se­hen.
3Die Ab­sät­ze 1 und 2 fin­den kei­ne An­wen­dung auf Pri­vat­ban­kiers, die sich nicht öf­fent­lich zur An­nah­me frem­der Gel­der emp­feh­len. Ar­ti­kel 958e Ab­satz 2 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 bleibt vor­be­hal­ten.
Art. 6 b Ausführungsbestimmungen
1Der Bun­des­rat er­lässt Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen über die Form, den In­halt und die Ver­öf­fent­li­chung von Ge­schäfts­be­rich­ten und Zwi­schen­ab­schlüs­sen.
2Er kann von den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 über die Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung ab­wei­chen, wenn die Be­son­der­hei­ten des Bank­ge­schäfts oder der Schutz der Gläu­bi­ger dies recht­fer­ti­gen und die wirt­schaft­li­che La­ge gleich­wer­tig dar­ge­stellt wird.
3Er kann die FIN­MA er­mäch­ti­gen, in Be­lan­gen von be­schränk­ter Trag­wei­te, na­ment­lich in vor­wie­gend tech­ni­schen An­ge­le­gen­hei­ten, Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu er­las­sen.
4Die FIN­MA kann un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ab­satz 2 die An­wen­dung der vom Bun­des­rat an­er­kann­ten Stan­dards zur Rech­nungs­le­gung im Be­reich der Ban­ken ein­schrän­ken.
Fünfter Abschnitt: Systemrelevante Banken
1Sys­tem­re­le­van­te Ban­ken sind Ban­ken, Fi­nanz­grup­pen und bank­do­mi­nier­te Fi­nanz­kon­glo­me­ra­te, de­ren Aus­fall die Schwei­zer Volks­wirt­schaft und das schwei­ze­ri­sche Fi­nanz­sys­tem er­heb­lich schä­di­gen wür­de.
2Die Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts bezwe­cken, im Zu­sam­men­wir­ken mit den all­ge­mein an­wend­ba­ren ban­ken­recht­li­chen Vor­schrif­ten die von sys­tem­re­le­van­ten Ban­ken aus­ge­hen­den Ri­si­ken für die Sta­bi­li­tät des schwei­ze­ri­schen Fi­nanz­sys­tems zu­sätz­lich zu ver­min­dern, die Fort­füh­rung volks­wirt­schaft­lich wich­ti­ger Funk­tio­nen zu ge­währ­leis­ten und staat­li­che Bei­hil­fen zu ver­mei­den.
1Funk­tio­nen sind sys­tem­re­le­vant, wenn sie für die schwei­ze­ri­sche Volks­wirt­schaft un­ver­zicht­bar und nicht kurz­fris­tig sub­sti­tu­ier­bar sind. Sys­tem­re­le­van­te Funk­tio­nen sind na­ment­lich das in­län­di­sche Ein­la­gen- und Kre­dit­ge­schäft so­wie der Zah­lungs­ver­kehr.
2Die Sys­tem­re­le­vanz ei­ner Bank be­ur­teilt sich nach de­ren Grös­se, de­ren Ver­net­zung mit dem Fi­nanz­sys­tem und der Volks­wirt­schaft so­wie der kurz­fris­ti­gen Sub­sti­tu­ier­bar­keit der von der Bank er­brach­ten Dienst­leis­tun­gen. Mass­ge­blich sind da­bei ins­be­son­de­re die fol­gen­den Kri­te­ri­en:
der Markt­an­teil an den sys­tem­re­le­van­ten Funk­tio­nen nach Ab­satz 1;
der Be­trag der ge­si­cher­ten Ein­la­gen nach Ar­ti­kel 37h Ab­satz 1, wel­cher den Ma­xi­mal­be­trag nach Ar­ti­kel 37h Ab­satz 3 Buch­sta­be b über­schrei­tet;
das Ver­hält­nis zwi­schen der Bi­lanz­sum­me der Bank und dem jähr­li­chen Brut­to­in­land­pro­dukt der Schweiz;
das Ri­si­ko­pro­fil der Bank, wel­ches sich an­hand des Ge­schäfts­mo­dells, der Bi­lanz­struk­tur, der Qua­li­tät der Ak­ti­ven, der Li­qui­di­tät und des Ver­schul­dungs­gra­des be­stimmt.
3Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (Na­tio­nal­bank) be­zeich­net nach An­hö­rung der FIN­MA durch Ver­fü­gung die sys­tem­re­le­van­ten Ban­ken und de­ren sys­tem­re­le­van­te Funk­tio­nen.
1Sys­tem­re­le­van­te Ban­ken müs­sen be­son­de­re An­for­de­run­gen er­fül­len. Die­se rich­ten sich in Um­fang und Aus­ge­stal­tung nach dem Grad der Sys­tem­re­le­vanz der be­tref­fen­den Bank. Die An­for­de­run­gen müs­sen ver­hält­nis­mäs­sig sein und die Aus­wir­kun­gen auf die be­trof­fe­nen Ban­ken und den Wett­be­werb be­rück­sich­ti­gen so­wie in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Stan­dards Rech­nung tra­gen.
2Sys­tem­re­le­van­te Ban­ken müs­sen ins­be­son­de­re:
über Ei­gen­mit­tel ver­fü­gen, die na­ment­lich:
ge­mes­sen an den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen ei­ne hö­he­re Ver­lust­trag­fä­hig­keit ge­währ­leis­ten als bei nicht sys­tem­re­le­van­ten Ban­ken,
im Fall dro­hen­der In­sol­venz we­sent­lich zur Wei­ter­füh­rung der sys­tem­re­le­van­ten Funk­tio­nen bei­tra­gen,
ih­nen An­rei­ze set­zen, den Grad ih­rer Sys­tem­re­le­vanz zu be­gren­zen so­wie ih­re Sa­nier- und Li­qui­dier­bar­keit im In- und Aus­land zu ver­bes­sern,
an den ri­si­ko­ge­wich­te­ten Ak­ti­ven ei­ner­seits und den nicht ri­si­ko­ge­wich­te­ten Ak­ti­ven, die auch Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te ent­hal­ten kön­nen, an­de­rer­seits be­mes­sen wer­den;
über Li­qui­di­tät ver­fü­gen, die ge­währ­leis­tet, dass sie Li­qui­di­täts­schocks bes­ser ab­sor­bie­ren als nicht sys­tem­re­le­van­te Ban­ken und da­durch ih­re Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen auch in ei­ner aus­ser­ge­wöhn­li­chen Be­las­tungs­si­tua­ti­on er­fül­len kön­nen;
die Ri­si­ken so ver­tei­len, dass Ge­gen­par­tei- und Klum­pen­ri­si­ken li­mi­tiert wer­den;
ei­ne Not­fall­pla­nung hin­sicht­lich Struk­tur, In­fra­struk­tur, Füh­rung und Kon­trol­le so­wie kon­zern­in­ter­ner Li­qui­di­täts- und Ka­pi­tal­flüs­se so vor­se­hen, dass die­se um­ge­hend um­ge­setzt wer­den kann und im Fall dro­hen­der In­sol­venz die Wei­ter­füh­rung ih­rer sys­tem­re­le­van­ten Funk­tio­nen ge­währ­leis­tet ist.
1Die FIN­MA legt nach An­hö­rung der Na­tio­nal­bank durch Ver­fü­gung die be­son­de­ren An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-c fest, wel­che die sys­tem­re­le­van­te Bank er­fül­len muss. Sie ori­en­tiert die Öf­fent­lich­keit über die Grund­zü­ge des In­halts und die Ein­hal­tung der Ver­fü­gung.
2Die sys­tem­re­le­van­te Bank muss nach­wei­sen, dass sie die be­son­de­ren An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be d er­füllt und im Fall dro­hen­der In­sol­venz die sys­tem­re­le­van­ten Funk­tio­nen wei­ter­füh­ren kann. Er­bringt die Bank die­sen Nach­weis nicht, so ord­net die FIN­MA die not­wen­di­gen Mass­nah­men an.
3Bei der Fest­le­gung der An­for­de­run­gen an die Ei­gen­mit­tel nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be a ge­währt die FIN­MA Er­leich­te­run­gen, so­weit die Bank ih­re Sa­nier- und Li­qui­dier­bar­keit im In- und Aus­land über die An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be d hin­aus ver­bes­sert.
4Der Bun­des­rat re­gelt nach An­hö­rung der Na­tio­nal­bank und der FIN­MA:
die be­son­de­ren An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2;
die Kri­te­ri­en zur Be­ur­tei­lung des Nach­wei­ses nach Ab­satz 2;
die Mass­nah­men, wel­che die FIN­MA an­ord­nen kann, wenn der Nach­weis nach Ab­satz 2 nicht er­bracht wird.1
1 Sie­he auch die UeB Änd. 30.09.2011 am Schluss die­ses Tex­tes.
1Wird ei­ner sys­tem­re­le­van­ten Bank oder ih­rer Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaft trotz Um­set­zung der be­son­de­ren An­for­de­run­gen di­rekt oder in­di­rekt staat­li­che Bei­hil­fe aus Bun­des­mit­teln ge­währt, so ord­net der Bun­des­rat für die Dau­er der be­an­spruch­ten Un­ter­stüt­zung gleich­zei­tig Mass­nah­men im Be­reich der Ver­gü­tun­gen an.
2Er kann ins­be­son­de­re un­ter Be­rück­sich­ti­gung der wirt­schaft­li­chen La­ge der Bank und der be­an­spruch­ten Un­ter­stüt­zung:
die Aus­zah­lung va­ria­bler Ver­gü­tun­gen ganz oder teil­wei­se ver­bie­ten;
An­pas­sun­gen des Ver­gü­tungs­sys­tems an­ord­nen.
3Sys­tem­re­le­van­te Ban­ken und ih­re Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaf­ten sind ver­pflich­tet, in ih­ren Ver­gü­tungs­sys­te­men ver­bind­lich einen Vor­be­halt an­zu­brin­gen, wo­nach im Fall staat­li­cher Un­ter­stüt­zung nach die­sem Ar­ti­kel der Rechts­an­spruch auf va­ria­ble Ver­gü­tung be­schränkt wer­den kann.
Sechster Abschnitt: Zusätzliches Kapital
1Ban­ken und die Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaf­ten von Fi­nanz­grup­pen und bank­do­mi­nier­ten Fi­nanz­kon­glo­me­ra­ten, de­ren Rechts­form die Schaf­fung von Ak­ti­en oder Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal zu­lässt, kön­nen in den Sta­tu­ten:
den Ver­wal­tungs­rat zur Er­hö­hung des Ak­ti­en- oder des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals er­mäch­ti­gen (Vor­rats­ka­pi­tal);
ei­ne Er­hö­hung des Ak­ti­en- oder des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals vor­se­hen, die bei Ein­tritt ei­nes be­stimm­ten Er­eig­nis­ses durch die Wand­lung von Pflicht­wan­del­an­lei­hen durch­ge­führt wird (Wand­lungs­ka­pi­tal).
2Ban­ken und die Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaf­ten von Fi­nanz­grup­pen und bank­do­mi­nier­ten Fi­nanz­kon­glo­me­ra­ten kön­nen, un­ge­ach­tet ih­rer Rechts­form, in den Aus­ga­be­be­din­gun­gen von An­lei­hen vor­se­hen, dass die Gläu­bi­ger bei Ein­tritt ei­nes be­stimm­ten Er­eig­nis­ses auf For­de­run­gen ver­zich­ten (An­lei­hen mit For­de­rungs­ver­zicht).
3Das zu­sätz­li­che Ka­pi­tal nach den Ab­sät­zen 1 und 2 darf nur zur Stär­kung der Ei­gen­ka­pi­tal­ba­sis und zur Ver­hin­de­rung oder Be­wäl­ti­gung ei­ner Kri­se der Bank ge­schaf­fen wer­den.
4Das Ka­pi­tal, das durch Aus­ga­be der Pflicht­wan­del­an­lei­hen oder der An­lei­hen mit For­de­rungs­ver­zicht nach den Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts auf­ge­nom­men wird, kann auf die er­for­der­li­chen Ei­gen­mit­tel an­ge­rech­net wer­den, so­weit dies nach die­sem Ge­setz und sei­nen Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu­läs­sig ist. Die An­rech­nung setzt die Ge­neh­mi­gung der je­wei­li­gen Aus­ga­be­be­din­gun­gen durch die FIN­MA vor­aus.
1Die Ge­ne­ral­ver­samm­lung kann den Ver­wal­tungs­rat durch Sta­tu­ten­än­de­rung er­mäch­ti­gen, das Ak­ti­en- oder das Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal zu er­hö­hen. Die Sta­tu­ten ge­ben den Nenn­be­trag an, um den der Ver­wal­tungs­rat das Ka­pi­tal er­hö­hen kann.
2Der Ver­wal­tungs­rat kann das Be­zugs­recht der Ak­tio­näre oder Par­ti­zi­pan­ten aus wich­ti­gen Grün­den auf­he­ben, ins­be­son­de­re wenn dies der ra­schen und rei­bungs­lo­sen Plat­zie­rung der Ak­ti­en oder Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne dient. Die neu­en Ak­ti­en oder Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne sind in die­sem Fall zu Markt­be­din­gun­gen aus­zu­ge­ben. Ein Ab­schlag ist zu­läs­sig, so­weit dies im Hin­blick auf die ra­sche und voll­stän­di­ge Plat­zie­rung der Ak­ti­en oder Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne im In­ter­es­se der Ge­sell­schaft liegt.
3Im Üb­ri­gen gel­ten die Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 über die ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung mit Aus­nah­me der fol­gen­den Be­stim­mun­gen:
Ar­ti­kel 651 Ab­sät­ze 1 und 2 (zeit­li­che und be­trags­mäs­si­ge Be­schrän­kun­gen der ge­neh­mig­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung);
Ar­ti­kel 652b Ab­satz 2 (wich­ti­ge Grün­de für den Be­zugs­rechts­aus­schluss);
Ar­ti­kel 652d (Er­hö­hung aus Ei­gen­ka­pi­tal);
Ar­ti­kel 656b Ab­sät­ze 1 und 4 (be­trags­mäs­si­ge Be­schrän­kung der ge­neh­mig­ten Er­hö­hung des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals).
1Die Ge­ne­ral­ver­samm­lung kann ei­ne be­ding­te Er­hö­hung des Ak­ti­en- oder des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals be­schlies­sen, in­dem sie in den Sta­tu­ten fest­legt, dass sich die For­de­rungs­rech­te aus Pflicht­wan­del­an­lei­hen beim Ein­tritt des aus­lö­sen­den Er­eig­nis­ses in Ak­ti­en oder Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne wan­deln.
2Sie kann in den Sta­tu­ten den Nenn­be­trag der be­ding­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung be­schrän­ken. Sie setzt in den Sta­tu­ten fest:
die An­zahl, die Art und den Nenn­wert der Ak­ti­en und Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne;
die Grund­la­gen, nach de­nen der Aus­ga­be­be­trag zu be­rech­nen ist;
die Auf­he­bung des Be­zugs­rech­tes der Ak­tio­näre und Par­ti­zi­pan­ten;
die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit neu­er auf den Na­men lau­ten­der Ak­ti­en und Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne.
3Der Ver­wal­tungs­rat ist er­mäch­tigt, im Rah­men der sta­tu­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen Pflicht­wan­del­an­lei­hen aus­zu­ge­ben. So­weit die Sta­tu­ten nichts an­de­res fest­le­gen, be­stimmt er:
ei­ne all­fäl­li­ge Auf­tei­lung in meh­re­re An­lei­hen oder in ver­schie­de­ne Tran­chen;
das aus­lö­sen­de Er­eig­nis oder, bei Auf­tei­lung in Tran­chen, die aus­lö­sen­den Er­eig­nis­se;
den Aus­ga­be­be­trag oder die Re­geln, nach de­nen er be­stimmt wird;
das Wand­lungs­ver­hält­nis oder die Re­geln, nach de­nen es be­stimmt wird.
4Die Pflicht­wan­del­an­lei­hen sind den Ak­tio­nären und Par­ti­zi­pan­ten ent­spre­chend ih­rer Be­tei­li­gung zur Zeich­nung an­zu­bie­ten. Wer­den die Pflicht­wan­del­an­lei­hen zu Markt­be­din­gun­gen oder mit ei­nem Ab­schlag aus­ge­ge­ben, der er­for­der­lich ist, um ei­ne ra­sche und voll­stän­di­ge Plat­zie­rung zu ge­währ­leis­ten, so kann die Ge­ne­ral­ver­samm­lung das Vor­weg­zeich­nungs­recht der Ak­tio­näre und Par­ti­zi­pan­ten aus­sch­lies­sen.
5Tritt das die Wand­lung aus­lö­sen­de Er­eig­nis ein, so hat dies der Ver­wal­tungs­rat um­ge­hend mit öf­fent­li­cher Ur­kun­de fest­zu­stel­len. Die­se ent­hält An­zahl, Nenn­wert und Art der aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en und Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne, den neu­en Stand des Ak­ti­en- und des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals so­wie die nö­ti­gen Sta­tu­tenan­pas­sun­gen.
6Der Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes ist un­ver­züg­lich beim Han­dels­re­gis­ter an­zu­mel­den. Die Re­gis­ter­sper­re ist aus­ge­schlos­sen.
7Das Ak­ti­en- und das Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal er­höht sich oh­ne Wei­te­res mit Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes. Gleich­zei­tig er­lö­schen die For­de­rungs­rech­te aus den Pflicht­wan­del­an­lei­hen.
8Die Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 zur be­ding­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung fin­den kei­ne An­wen­dung mit Aus­nah­me der fol­gen­den Be­stim­mun­gen:
Ar­ti­kel 653a Ab­satz 2 (Min­de­stein­la­ge);
Ar­ti­kel 653d Ab­satz 2 (Schutz der Wan­del- und Op­ti­ons­be­rech­tig­ten);
Ar­ti­kel 653i (Strei­chung).
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 11 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
Siebenter Abschnitt: Spareinlagen und Depotwerte
1Ein­la­gen, die in ir­gend­ei­ner Wort­ver­bin­dung durch den Aus­druck «Spa­ren» ge­kenn­zeich­net sind, dür­fen nur von Ban­ken ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, die öf­fent­lich Rech­nung ab­le­gen. Al­le an­dern Un­ter­neh­men sind zur Ent­ge­gen­nah­me von Spar­ein­la­gen nicht be­rech­tigt und dür­fen we­der in der Fir­ma noch in der Be­zeich­nung des Ge­schäfts­zweckes noch in Ge­schäfts­re­kla­men den Aus­druck «Spa­ren» mit Be­zug auf die bei ih­nen ge­mach­ten Geld­ein­la­gen ver­wen­den.1
2-3…2
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1994, in Kraft seit 1. Fe­br. 1995 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 17 des BG vom 16. Dez. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).
Als De­pot­wer­te im Sin­ne von Ar­ti­kel 37d des Ge­set­zes gel­ten:2
be­weg­li­che Sa­chen und Ef­fek­ten der De­pot­kun­den;
be­weg­li­che Sa­chen, Ef­fek­ten und For­de­run­gen, wel­che die Bank für Rech­nung der De­pot­kun­den fi­du­zia­risch in­ne­hat;
frei ver­füg­ba­re Lie­fer­an­sprü­che der Bank ge­gen­über Drit­ten aus Kas­sa­ge­schäf­ten, ab­ge­lau­fe­nen Ter­min­ge­schäf­ten, De­ckungs­ge­schäf­ten oder Emis­sio­nen für Rech­nung der De­pot­kun­den.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 17 des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2767; BBl 2002 8060).
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 5 des Bu­ch­ef­fek­ten­ge­set­zes vom 3. Okt. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 3577; BBl 2006 9315).
Neunter Abschnitt: Überwachung und Prüfung
1Die Ban­ken, Fi­nanz­grup­pen und Fi­nanz­kon­glo­me­ra­te ha­ben ei­ne von der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de nach Ar­ti­kel 9a Ab­satz 1 des Re­vi­si­ons­auf­sichts­ge­set­zes vom 16. De­zem­ber 20052 zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft mit ei­ner Prü­fung nach Ar­ti­kel 24 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20073 zu be­auf­tra­gen.
2Die Ban­ken, Fi­nanz­grup­pen und Fi­nanz­kon­glo­me­ra­te müs­sen ih­re Jah­res­rech­nung und ge­ge­be­nen­falls ih­re Kon­zern­rech­nung von ei­nem staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men nach den Grund­sät­zen der or­dent­li­chen Re­vi­si­on des Ob­li­ga­tio­nen­rechts4 prü­fen las­sen.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Zehnter Abschnitt: Aufsicht
Die FIN­MA kann selbst di­rek­te Prü­fun­gen bei Ban­ken, Bank­grup­pen und Fi­nanz­kon­glo­me­ra­ten durch­füh­ren, wenn dies an­ge­sichts von de­ren wirt­schaft­li­chen Be­deu­tung, der Kom­ple­xi­tät des ab­zu­klä­ren­den Sach­ver­halts oder zur Ab­nah­me in­ter­ner Mo­del­le not­wen­dig ist.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1Glie­dert ei­ne Bank we­sent­li­che Funk­tio­nen auf an­de­re na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen aus, so un­ter­ste­hen die­se der Aus­kunfts- und Mel­de­pflicht nach Ar­ti­kel 29 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20072.
2Die FIN­MA kann bei die­sen Per­so­nen je­der­zeit Prü­fun­gen vor­neh­men.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971 (AS 1971 808; BBl 1970 I 1144). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
Zur Durch­set­zung von Ar­ti­kel 3 Ab­sät­ze 2 Buch­sta­be cbis und 5 die­ses Ge­set­zes kann die FIN­MA ins­be­son­de­re das Stimm­recht sus­pen­die­ren, das an Ak­ti­en oder An­tei­le ge­bun­den ist, die von Ak­tio­nären oder Ge­sell­schaf­tern mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten Be­tei­li­gung ge­hal­ten wer­den.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971 (AS 1971 808; BBl 1970 I 1144). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971 (AS 1971 808; BBl 1970 I 1144). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1Ent­zieht die FIN­MA ei­ner Bank die Be­wil­li­gung zur Ge­schäftstä­tig­keit, so be­wirkt dies bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen und Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten die Auf­lö­sung und bei Ein­zel­fir­men2 die Lö­schung im Han­dels­re­gis­ter. Die FIN­MA be­zeich­net den Li­qui­da­tor und über­wacht sei­ne Tä­tig­keit.
2Vor­be­hal­ten blei­ben Mass­nah­men nach dem elf­ten Ab­schnitt.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 1994 (AS 1995 246; BBl 1993 I 805). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. April 1999 (AS 1999 2405; BBl 1998 3847). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 3. Okt. 2003 (AS 2004 2767; BBl 2002 8060). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
2In den Ver­fah­ren nach dem elf­ten und dem zwölf­ten Ab­schnitt die­ses Ge­set­zes kön­nen die Gläu­bi­ger und Eig­ner ei­ner Bank, ei­ner Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaft oder ei­ner we­sent­li­chen Grup­pen­ge­sell­schaft ge­mä­ss Ar­ti­kel 2bis le­dig­lich ge­gen die Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans und ge­gen Ver­wer­tungs­hand­lun­gen Be­schwer­de füh­ren. Die Be­schwer­de nach Ar­ti­kel 17 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18893 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs ist in die­sen Ver­fah­ren aus­ge­schlos­sen.4
3Be­schwer­den in den Ver­fah­ren nach dem elf­ten und zwölf­ten Ab­schnitt ha­ben kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung. Der In­struk­ti­ons­rich­ter kann die auf­schie­ben­de Wir­kung auf Ge­such hin er­tei­len. Die Er­tei­lung der auf­schie­ben­den Wir­kung für Be­schwer­den ge­gen die Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans ist aus­ge­schlos­sen.5
4Wird die Be­schwer­de ei­nes Gläu­bi­gers oder ei­nes Eig­ners ge­gen die Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans gut­ge­heis­sen, so kann das Ge­richt nur ei­ne Ent­schä­di­gung zu­spre­chen.6
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 3. Okt. 2003 (AS 2004 2767; BBl 2002 8060). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 16 der V der BVers vom 20. Dez. 2006 über die An­pas­sung von Er­las­sen an die Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­richts­ge­set­zes und des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes (AS 2006 5599; BBl 2006 7759). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Elfter Abschnitt: Massnahmen bei Insolvenzgefahr
1Be­steht be­grün­de­te Be­sorg­nis, dass ei­ne Bank über­schul­det ist oder ernst­haf­te Li­qui­di­täts­pro­ble­me hat, oder er­füllt die­se die Ei­gen­mit­tel­vor­schrif­ten nach Ab­lauf ei­ner von der FIN­MA fest­ge­setz­ten Frist nicht, so kann die FIN­MA an­ord­nen:
Schutz­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 26;
ein Sa­nie­rungs­ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 28-32;
die Kon­kurs­li­qui­da­ti­on1 der Bank (Ban­ken­kon­kurs) nach den Ar­ti­keln 33-37g.
2Die Schutz­mass­nah­men kön­nen selb­stän­dig oder in Ver­bin­dung mit ei­ner Sa­nie­rung oder Kon­kurs­li­qui­da­ti­on an­ge­ord­net wer­den.
3Die Be­stim­mun­gen über das Nach­lass­ver­fah­ren (Art. 293-336 SchKG2), über das ak­ti­en­recht­li­che Mo­ra­to­ri­um (Art. 725 und 725a des Ob­li­ga­tio­nen­rechts3) und über die Be­nach­rich­ti­gung des Rich­ters (Art. 729b Abs. 24 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts) sind auf Ban­ken nicht an­wend­bar.
4Die An­ord­nun­gen der FIN­MA um­fas­sen sämt­li­ches Ver­mö­gen der Bank mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven und Ver­trags­ver­hält­nis­se, ob sie sich nun im In- oder im Aus­land be­fin­den.5
1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.
4 Heu­te: Art. 728c Abs. 3.
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
1Die FIN­MA kann Schutz­mass­nah­men ver­fü­gen; na­ment­lich kann sie:1
den Or­ga­nen der Bank Wei­sun­gen er­tei­len;
einen Un­ter­su­chungs­be­auf­trag­ten ein­set­zen;
den Or­ga­nen die Ver­tre­tungs­be­fug­nis ent­zie­hen oder sie ab­be­ru­fen;
die ban­ken­ge­setz­li­che Prüf­ge­sell­schaft oder ob­li­ga­tio­nen­recht­li­che Re­vi­si­ons­stel­le ab­be­ru­fen;
die Ge­schäftstä­tig­keit der Bank ein­schrän­ken;
der Bank ver­bie­ten, Aus­zah­lun­gen zu leis­ten, Zah­lun­gen ent­ge­gen­zu­neh­men oder Ef­fek­ten­trans­ak­tio­nen zu tä­ti­gen;
die Bank schlies­sen;
Stun­dung und Fäl­lig­keits­auf­schub, aus­ge­nom­men für pfand­ge­deck­te For­de­run­gen der Pfand­brief­zen­tra­len, an­ord­nen.
2Sie sorgt für ei­ne an­ge­mes­se­ne Pu­bli­ka­ti­on der Mass­nah­men, wenn dies zu de­ren Durch­set­zung oder zum Schutz Drit­ter er­for­der­lich ist.
3So­weit die FIN­MA in Be­zug auf den Zin­sen­lauf nichts an­de­res ver­fügt, hat ei­ne Stun­dung die Wir­kun­gen nach Ar­ti­kel 297 SchKG3.
Art. 27 Vorrang von Aufrechnungs-, Verwertungs- und Übertragungsvereinbarungen
1Von An­ord­nun­gen nach dem elf­ten und zwölf­ten Ab­schnitt un­be­rührt blei­ben im Vor­aus ge­schlos­se­ne Ver­ein­ba­run­gen über die:
Auf­rech­nung von For­de­run­gen, ein­sch­liess­lich der ver­ein­bar­ten Me­tho­de und der Wert­be­stim­mung;
frei­hän­di­ge Ver­wer­tung von Si­cher­hei­ten in Form von Ef­fek­ten oder an­de­ren Fi­nan­z­in­stru­men­ten, de­ren Wert ob­jek­tiv be­stimm­bar ist;
Über­tra­gung von For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen so­wie von Si­cher­hei­ten in Form von Ef­fek­ten oder an­de­ren Fi­nan­z­in­stru­men­ten, de­ren Wert ob­jek­tiv be­stimm­bar ist.
2Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 30a.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
Art. 28 Sanierungsverfahren
1Bei be­grün­de­ter Aus­sicht auf Sa­nie­rung der Bank oder auf Wei­ter­füh­rung ein­zel­ner Bank­dienst­leis­tun­gen kann die FIN­MA ein Sa­nie­rungs­ver­fah­ren ein­lei­ten.
2Sie er­lässt die für die Durch­füh­rung des Sa­nie­rungs­ver­fah­rens not­wen­di­gen Ver­fü­gun­gen und An­ord­nun­gen.
3Sie kann ei­ne Per­son mit der Aus­ar­bei­tung ei­nes Sa­nie­rungs­plans be­auf­tra­gen (Sa­nie­rungs­be­auf­trag­ter).
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
Art. 29 Sanierung der Bank
Bei ei­ner Sa­nie­rung der Bank muss der Sa­nie­rungs­plan si­cher­stel­len, dass die Bank nach Durch­füh­rung der Sa­nie­rung die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen und die üb­ri­gen ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten ein­hält.
Art. 30 Weiterführung von Bankdienstleistungen
1Der Sa­nie­rungs­plan kann un­ab­hän­gig vom Fort­be­stand der be­trof­fe­nen Bank die Wei­ter­füh­rung ein­zel­ner Bank­dienst­leis­tun­gen vor­se­hen.
2Er kann ins­be­son­de­re das Ver­mö­gen der Bank oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven so­wie Ver­trags­ver­hält­nis­se auf an­de­re Rechts­trä­ger oder auf ei­ne Über­gangs­bank über­tra­gen.
3Wer­den Ver­trags­ver­hält­nis­se oder das Ver­mö­gen der Bank oder Tei­le da­von über­tra­gen, so tritt der Über­neh­mer mit Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans an die Stel­le der Bank. Das Fu­si­ons­ge­setz vom 3. Ok­to­ber 20032 ist nicht an­wend­bar.3
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Art. 30a Aufschub der Beendigung von Verträgen
1Mit der An­ord­nung oder Ge­neh­mi­gung von Mass­nah­men nach die­sem Ab­schnitt kön­nen von der FIN­MA auf­ge­scho­ben wer­den:
die Be­en­di­gung von Ver­trä­gen und die Aus­übung von Rech­ten zu de­ren Be­en­di­gung;
die Aus­übung von Auf­rech­nungs-, Ver­wer­tungs- und Über­tra­gungs­rech­ten nach Ar­ti­kel 27.
2Der Auf­schub kann nur an­ge­ord­net wer­den, wenn die Be­en­di­gung oder die Aus­übung der Rech­te nach Ab­satz 1 durch die Mass­nah­men be­grün­det ist.
3Er kann für längs­tens zwei Ar­beits­ta­ge an­ge­ord­net wer­den. Die FIN­MA be­zeich­net den Be­ginn und das En­de des Auf­schubs.
4Der Auf­schub ist aus­ge­schlos­sen oder wird hin­fäl­lig, wenn die Be­en­di­gung oder die Aus­übung ei­nes Rechts nach Ab­satz 1:
nicht mit den Mass­nah­men zu­sam­men­hängt; und
zu­rück­zu­füh­ren ist auf das Ver­hal­ten der Bank, die sich in ei­nem In­sol­venz­ver­fah­ren be­fin­det, oder des Rechts­trä­gers, der die Ver­trä­ge ganz oder teil­wei­se über­nimmt.
5Wer­den nach Ab­lauf des Auf­schubs die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen und die üb­ri­gen ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten, so be­steht der Ver­trag fort und die mit den Mass­nah­men zu­sam­men­hän­gen­den Rech­te nach Ab­satz 1 kön­nen nicht mehr aus­ge­übt wer­den.
Art. 31 Genehmigung des Sanierungsplans
1Die FIN­MA ge­neh­migt den Sa­nie­rungs­plan, wenn er na­ment­lich:
auf ei­ner vor­sich­ti­gen Be­wer­tung der Ak­ti­ven der Bank be­ruht;
die Gläu­bi­ger vor­aus­sicht­lich bes­ser stellt als die so­for­ti­ge Er­öff­nung des Ban­ken­kon­kur­ses;
den Vor­rang der In­ter­es­sen der Gläu­bi­ger vor den­je­ni­gen der Eig­ner und die Rang­fol­ge der Gläu­bi­ger be­rück­sich­tigt;
die recht­li­che oder wirt­schaft­li­che Ver­bun­den­heit un­ter Ak­ti­ven, Pas­si­ven und Ver­trags­ver­hält­nis­sen an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt.
2Die Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung der Bank ist nicht not­wen­dig.
3Kann ei­ne In­sol­venz der Bank nicht auf an­de­re Wei­se be­sei­tigt wer­den, so kann der Sa­nie­rungs­plan un­ter Wah­rung der Rech­te der Gläu­bi­ger nach Ab­satz 1 die Re­duk­ti­on des bis­he­ri­gen und die Schaf­fung von neu­em Ei­gen­ka­pi­tal, die Um­wand­lung von Fremd- in Ei­gen­ka­pi­tal so­wie die Re­duk­ti­on von For­de­run­gen vor­se­hen.3
4Die FIN­MA macht die Grund­zü­ge des Sa­nie­rungs­plans öf­fent­lich be­kannt.4
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
1Sieht der Sa­nie­rungs­plan einen Ein­griff in die Rech­te der Gläu­bi­ger vor, so setzt die FIN­MA den Gläu­bi­gern spä­tes­tens mit des­sen Ge­neh­mi­gung ei­ne Frist, in­nert der sie den Sa­nie­rungs­plan ab­leh­nen kön­nen.
2Leh­nen Gläu­bi­ger, die be­trags­mäs­sig mehr als die Hälf­te der aus den Bü­chern her­vor­ge­hen­den For­de­run­gen der drit­ten Klas­se nach Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG2 ver­tre­ten, den Sa­nie­rungs­plan ab, so ord­net die FIN­MA den Kon­kurs nach den Ar­ti­keln 33-37g an.
3Die­ser Ar­ti­kel fin­det auf die Sa­nie­rung ei­ner sys­tem­re­le­van­ten Bank kei­ne An­wen­dung.3
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Art. 31b Wertausgleich
1Wer­den Ak­ti­ven, Pas­si­ven und Ver­trags­ver­hält­nis­se nur teil­wei­se auf einen an­de­ren Rechts­trä­ger oder ei­ne Über­gangs­bank über­tra­gen, so ord­net die FIN­MA de­ren un­ab­hän­gi­ge Be­wer­tung an.
2Die FIN­MA re­gelt den Aus­gleich un­ter den be­trof­fe­nen Rechts­trä­gern und er­gänzt den Sa­nie­rungs­plan in ei­nem Nach­trag.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
1So­bald die FIN­MA den Sa­nie­rungs­plan ge­neh­migt hat, ist die Bank zur An­fech­tung von Rechts­ge­schäf­ten nach den Ar­ti­keln 285-292 SchKG1 be­fugt.
2Schliesst der Sa­nie­rungs­plan für die Bank die An­fech­tung von Rechts­ge­schäf­ten nach Ab­satz 1 aus, so ist da­zu je­der Gläu­bi­ger in dem Um­fang be­rech­tigt, in dem der Sa­nie­rungs­plan in sei­ne Rech­te ein­greift.
2bisDie An­fech­tung nach den Ar­ti­keln 285-292 SchKG ist aus­ge­schlos­sen ge­gen Rechts­hand­lun­gen in Aus­füh­rung ei­nes von der FIN­MA ge­neh­mig­ten Sa­nie­rungs­plans.2
3Für die Be­rech­nung der Fris­ten nach den Ar­ti­keln 286-288 SchKG ist der Zeit­punkt der Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans mass­ge­bend. Hat die FIN­MA vor­her ei­ne Schutz­mass­nah­me nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben e-h ver­fügt, so gilt der Zeit­punkt des Er­las­ses die­ser Ver­fü­gung.
3bisDas An­fech­tungs­recht ver­wirkt zwei Jah­re nach der Ge­neh­mi­gung des Sa­nie­rungs­plans.3
4Für die Gel­tend­ma­chung von Ver­ant­wort­lich­keits­an­sprü­chen nach Ar­ti­kel 39 gel­ten die Ab­sät­ze 1 und 2 sinn­ge­mä­ss.
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
Zwölfter Abschnitt: Konkursliquidation insolventer Banken (Bankenkonkurs)
Art. 33 Anordnung der Konkursliquidation und Ernennung der Konkursliquidatoren
1Be­steht kei­ne Aus­sicht auf Sa­nie­rung oder ist die­se ge­schei­tert, so ent­zieht die FIN­MA der Bank die Be­wil­li­gung, ord­net die Kon­kurs­li­qui­da­ti­on an und macht die­se öf­fent­lich be­kannt.
2Die FIN­MA er­nennt einen oder meh­re­re Kon­kurs­li­qui­da­to­ren. Die­se un­ter­ste­hen der Auf­sicht der FIN­MA und er­stat­ten ihr auf Ver­lan­gen Be­richt.
3Sie ori­en­tie­ren die Gläu­bi­ger min­des­tens ein­mal jähr­lich über den Stand des Ver­fah­rens.
1Die An­ord­nung der Kon­kurs­li­qui­da­ti­on hat die Wir­kun­gen ei­ner Kon­kurser­öff­nung nach den Ar­ti­keln 197-220 SchKG1.
2Die Kon­kurs­li­qui­da­ti­on ist un­ter Vor­be­halt der nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen nach den Ar­ti­keln 221-270 SchKG durch­zu­füh­ren.
Art. 35 Gläubigerversammlung und Gläubigerausschuss
1Bei der Er­stel­lung des Kol­lo­ka­ti­ons­plans gel­ten die aus den Bü­chern er­sicht­li­chen For­de­run­gen als an­ge­mel­det.
2Die Gläu­bi­ger kön­nen den Kol­lo­ka­ti­ons­plan ein­se­hen, so­fern und so­weit es zur Wah­rung ih­rer Gläu­bi­ger­rech­te er­for­der­lich ist; da­bei ist das Be­rufs­ge­heim­nis nach Ar­ti­kel 47 so weit als mög­lich zu wah­ren.
Ver­bind­lich­kei­ten, wel­che die Bank wäh­rend der Dau­er der Mass­nah­men nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben e-h ein­ge­hen durf­te, wer­den im Fal­le ei­ner Kon­kurs­li­qui­da­ti­on vor al­len an­de­ren be­frie­digt.
1Ein­la­gen, die auf den Na­men des Ein­le­gers lau­ten, ein­sch­liess­lich Kas­se­nob­li­ga­tio­nen, die im Na­men des Ein­le­gers bei der Bank hin­ter­legt sind, wer­den bis zum Höchst­be­trag von 100 000 Fran­ken je Gläu­bi­ger der zwei­ten Klas­se nach Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG2 zu­ge­wie­sen.
2Der Bun­des­rat kann den Höchst­be­trag nach Ab­satz 1 der Gel­dent­wer­tung an­pas­sen.
3Ein­la­gen bei Un­ter­neh­men, wel­che oh­ne Be­wil­li­gung der FIN­MA als Ban­ken tä­tig sind, sind nicht pri­vi­le­giert.
4Steht ei­ne For­de­rung meh­re­ren Per­so­nen zu, so kann das Pri­vi­leg nur ein­mal gel­tend ge­macht wer­den.
5For­de­run­gen von Bank­stif­tun­gen als Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen nach Ar­ti­kel 82 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 19823 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge so­wie von Frei­zü­gig­keits­s­tif­tun­gen als Frei­zü­gig­keitsein­rich­tun­gen nach dem Frei­zü­gig­keits­ge­setz vom 17. De­zem­ber 19934 gel­ten als Ein­la­gen der ein­zel­nen Vor­sor­ge­neh­mer und Ver­si­cher­ten. Sie sind un­ab­hän­gig von den üb­ri­gen Ein­la­gen des ein­zel­nen Vor­sor­ge­neh­mers und Ver­si­cher­ten bis zum Höchst­be­trag nach Ab­satz 1 pri­vi­le­giert.
6Die Ban­ken müs­sen im Um­fang von 125 Pro­zent ih­rer pri­vi­le­gier­ten Ein­la­gen stän­dig in­län­disch ge­deck­te For­de­run­gen oder üb­ri­ge in der Schweiz be­le­ge­ne Ak­ti­ven hal­ten. Die FIN­MA kann die­sen An­teil er­hö­hen; sie kann in be­grün­de­ten Fäl­len ins­be­son­de­re den­je­ni­gen In­sti­tu­ten Aus­nah­men ge­wäh­ren, die auf­grund der Struk­tur ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit über ei­ne gleich­wer­ti­ge De­ckung ver­fü­gen.
1Pri­vi­le­gier­te Ein­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 37a Ab­satz 1 wer­den aus den ver­füg­ba­ren li­qui­den Ak­ti­ven aus­ser­halb der Kol­lo­ka­ti­on und un­ter Aus­schluss jeg­li­cher Ver­rech­nung so­fort aus­be­zahlt.
2Die FIN­MA legt im Ein­zel­fall den Höchst­be­trag der so­fort aus­zahl­ba­ren Ein­la­gen fest. Sie trägt da­bei der Rang­ord­nung der üb­ri­gen Gläu­bi­ger nach Ar­ti­kel 219 SchKG2 Rech­nung.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), mit Wir­kung seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
Art. 37d Absonderung von Depotwerten
De­pot­wer­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 16 wer­den nach den Ar­ti­keln 17 und 18 des Bu­ch­ef­fek­ten­ge­set­zes vom 3. Ok­to­ber 20082 ab­ge­son­dert. Im Fal­le ei­nes Un­ter­be­stan­des fin­det Ar­ti­kel 19 des Bu­ch­ef­fek­ten­ge­set­zes vom 3. Ok­to­ber 2008 An­wen­dung.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des Bu­ch­ef­fek­ten­ge­set­zes vom 3. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 3577; BBl 2006 9315).
1Bil­det die Bank auch im Aus­land Ge­gen­stand von Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren, so stimmt die FIN­MA den Ban­ken­kon­kurs so weit als mög­lich mit den zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Or­ga­nen ab.
2Ist ein Gläu­bi­ger in ei­nem aus­län­di­schen Ver­fah­ren, das mit dem Ban­ken­kon­kurs in Zu­sam­men­hang steht, teil­wei­se be­frie­digt wor­den, so ist die­ser Teil nach Ab­zug der ihm ent­stan­de­nen Kos­ten im schwei­ze­ri­schen Ver­fah­ren auf die Kon­kurs­di­vi­den­de an­zu­rech­nen.
Art. 37g Anerkennung ausländischer Konkursdekrete und Massnahmen
1Die FIN­MA ent­schei­det über die An­er­ken­nung von Kon­kurs­de­kre­ten und In­sol­venz­mass­nah­men, die im Aus­land ge­gen­über Ban­ken aus­ge­spro­chen wer­den.
2Die FIN­MA kann das in der Schweiz be­le­ge­ne Ver­mö­gen oh­ne Durch­füh­rung ei­nes in­län­di­schen Ver­fah­rens der aus­län­di­schen In­sol­venz­mas­se zur Ver­fü­gung stel­len, wenn im aus­län­di­schen In­sol­venz­ver­fah­ren:
die nach Ar­ti­kel 219 SchKG2 pfand­ge­si­cher­ten und pri­vi­le­gier­ten For­de­run­gen von Gläu­bi­gern mit Wohn­sitz in der Schweiz gleich­wer­tig be­han­delt wer­den; und
die üb­ri­gen For­de­run­gen von Gläu­bi­gern mit Wohn­sitz in der Schweiz an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt wer­den.
3Die FIN­MA kann auch Kon­kurs­de­kre­te und Mass­nah­men an­er­ken­nen, wel­che im Staat des tat­säch­li­chen Sit­zes der Bank aus­ge­spro­chen wur­den.
4Wird für das in der Schweiz be­le­ge­ne Ver­mö­gen ein in­län­di­sches Ver­fah­ren durch­ge­führt, so kön­nen in den Kol­lo­ka­ti­ons­plan auch Gläu­bi­ger der drit­ten Klas­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG so­wie Gläu­bi­ger mit Wohn­sitz im Aus­land auf­ge­nom­men wer­den.
4bisHat die Bank ei­ne Zweignie­der­las­sung in der Schweiz, so ist ein Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 50 Ab­satz 1 SchKG bis zur Rechts­kraft des Kol­lo­ka­ti­ons­pla­nes nach Ar­ti­kel 172 des Bun­des­ge­set­zes vom 18. De­zem­ber 19873 über das In­ter­na­tio­na­le Pri­vat­recht (IPRG) zu­läs­sig.4
5Im Üb­ri­gen sind die Ar­ti­kel 166-175 IPRG mass­ge­bend.5
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. März 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3263; BBl 2017 4125).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. März 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3263; BBl 2017 4125).
Dreizehnter Abschnitt: Einlagensicherung
1Die Ban­ken sor­gen für die Si­che­rung der pri­vi­le­gier­ten Ein­la­gen nach Ar­ti­kel 37a Ab­satz 1 bei schwei­ze­ri­schen Ge­schäfts­stel­len. Ban­ken, die sol­che Ein­la­gen be­sit­zen, sind ver­pflich­tet, sich zu die­sem Zweck der Selbst­re­gu­lie­rung der Ban­ken an­zu­sch­lies­sen.1
2Die Selbst­re­gu­lie­rung un­ter­liegt der Ge­neh­mi­gung durch die FIN­MA.
3Die Selbst­re­gu­lie­rung wird ge­neh­migt, wenn sie:
die Aus­zah­lung der ge­si­cher­ten Ein­la­gen in­nert 20 Ar­beits­ta­gen nach Er­halt der Mit­tei­lung be­tref­fend An­ord­nung von Mass­nah­men nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben e-h oder des Kon­kur­ses nach den Ar­ti­keln 33-37g ge­währ­leis­tet;
einen Ma­xi­mal­be­trag von 6 Mil­li­ar­den Fran­ken für die ge­samt­haft aus­ste­hen­den Bei­trags­ver­pflich­tun­gen vor­sieht;
si­cher­stellt, dass je­de Bank für die Hälf­te ih­rer Bei­trags­ver­pflich­tun­gen dau­ernd li­qui­de Mit­tel hält, wel­che die ge­setz­li­che Li­qui­di­tät über­stei­gen.
4Der Bun­des­rat kann den Be­trag ge­mä­ss Ab­satz 3 Buch­sta­be b an­pas­sen, so­fern be­son­de­re Um­stän­de dies er­for­dern.
5Ge­nügt die Selbst­re­gu­lie­rung den An­for­de­run­gen nach den Ab­sät­zen 1-3 nicht, so re­gelt der Bun­des­rat die Ein­la­gen­si­che­rung in ei­ner Ver­ord­nung. Er be­zeich­net na­ment­lich den Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung und legt die Bei­trä­ge der Ban­ken fest.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
Art. 37i Auslösung der Einlagensicherung
1Hat die FIN­MA ei­ne Schutz­mass­nah­me nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben e-h oder den Kon­kurs nach Ar­ti­kel 33 an­ge­ord­net, so teilt sie dies dem Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung mit und in­for­miert ihn über den Be­darf an Leis­tun­gen zur Aus­zah­lung der ge­si­cher­ten Ein­la­gen.
2Der Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung stellt den ent­spre­chen­den Be­trag in­nert 20 Ar­beits­ta­gen nach Er­halt der Mit­tei­lung dem von der FIN­MA in der An­ord­nung be­zeich­ne­ten Un­ter­su­chungs­be­auf­trag­ten, Sa­nie­rungs­be­auf­trag­ten oder Kon­kurs­li­qui­da­tor zur Ver­fü­gung.
3Im Fall ei­ner Schutz­mass­nah­me kann die FIN­MA die Mit­tei­lung auf­schie­ben, so­lan­ge:
be­grün­de­te Aus­sicht be­steht, dass die Schutz­mass­nah­me in­nert kur­z­er Frist wie­der auf­ge­ho­ben wird; oder
die ge­si­cher­ten Ein­la­gen von der Schutz­mass­nah­me nicht be­trof­fen sind.
4Die Frist nach Ab­satz 2 wird un­ter­bro­chen, wenn und so­lan­ge die An­ord­nung ei­ner Schutz­mass­nah­me oder des Kon­kur­ses nicht voll­streck­bar ist.
Art. 37j Abwicklung und Legalzession
1Der von der FIN­MA ein­ge­setz­te Un­ter­su­chungs­be­auf­trag­te, Sa­nie­rungs­be­auf­trag­te oder Kon­kurs­li­qui­da­tor zahlt den Ein­le­gern die ge­si­cher­ten Ein­la­gen aus.
2Die ge­si­cher­ten Ein­la­gen wer­den un­ter Aus­schluss jeg­li­cher Ver­rech­nung aus­be­zahlt.
3Den Ein­le­gern steht ge­gen­über dem Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung kein di­rek­ter An­spruch zu.
4Die Rech­te der Ein­le­ger ge­hen im Um­fang der Aus­zah­lun­gen auf den Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung über.
Art. 37k Datenaustausch
1Die FIN­MA stellt dem Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung die zur Wah­rung sei­ner Auf­ga­ben not­wen­di­gen An­ga­ben zur Ver­fü­gung.
2Der Trä­ger der Ein­la­gen­si­che­rung er­teilt der FIN­MA so­wie dem von der FIN­MA ein­ge­setz­ten Un­ter­su­chungs­be­auf­trag­ten, Sa­nie­rungs­be­auf­trag­ten oder Kon­kurs­li­qui­da­tor al­le Aus­künf­te und über­mit­telt die­sen al­le Un­ter­la­gen, die sie zur Durch­set­zung der Ein­la­gen­si­che­rung be­nö­ti­gen.
Dreizehnter Abschnitt a: Nachrichtenlose Vermögenswerte
Art. 37l Übertragung
1Ei­ne Bank kann nach­rich­ten­lo­se Ver­mö­gens­wer­te oh­ne Zu­stim­mung der Gläu­bi­ger auf ei­ne an­de­re Bank über­tra­gen.
2Die Über­tra­gung be­darf ei­nes schrift­li­chen Ver­tra­ges zwi­schen der über­tra­gen­den und der über­neh­men­den Bank.
3Im Ban­ken­kon­kurs ver­tre­ten die Kon­kurs­li­qui­da­to­ren die In­ter­es­sen der Gläu­bi­ger nach­rich­ten­lo­ser Ver­mö­gens­wer­te ge­gen­über Drit­ten.
4Der Bun­des­rat be­stimmt, wann Ver­mö­gens­wer­te als nach­rich­ten­los gel­ten.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. März 2013 (Nach­rich­ten­lo­se Ver­mö­gens­wer­te), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1267; BBl 2010 7495).
1Ban­ken li­qui­die­ren nach­rich­ten­lo­se Ver­mö­gens­wer­te nach 50 Jah­ren, wenn sich die be­rech­tig­te Per­son auf vor­gän­gi­ge Pu­bli­ka­ti­on hin nicht mel­det. Die Li­qui­da­ti­on nach­rich­ten­lo­ser Ver­mö­gens­wer­te von höchs­tens 500 Fran­ken kann oh­ne vor­gän­gi­ge Pu­bli­ka­ti­on er­fol­gen.
2Mit der Li­qui­da­ti­on er­lischt der An­spruch der be­rech­tig­ten Per­son.
3Der Er­lös der Li­qui­da­ti­on fällt an den Bund.
4Der Bun­des­rat re­gelt die Pu­bli­ka­ti­on und Li­qui­da­ti­on nach­rich­ten­lo­ser Ver­mö­gens­wer­te.
1Für die Pri­vat­ban­kiers rich­tet sich die zi­vil­recht­li­che Ver­ant­wort­lich­keit nach den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2.
2Für die üb­ri­gen Ban­ken gilt Ar­ti­kel 39.
Die Ver­ant­wort­lich­keit der Grün­der ei­ner Bank, der Or­ga­ne für die Ge­schäfts­füh­rung, Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le so­wie der von der Bank er­nann­ten Li­qui­da­to­ren rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen des Ak­ti­en­rechts (Art. 752-760 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 3. Okt. 2003, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2767; BBl 2002 8060).
un­be­fug­ter­wei­se Pu­bli­kums- oder Spar­ein­la­gen ent­ge­gen­nimmt;
die Ge­schäfts­bü­cher nicht ord­nungs­ge­mä­ss führt oder Ge­schäfts­bü­cher, Be­le­ge und Un­ter­la­gen nicht vor­schrifts­ge­mä­ss auf­be­wahrt;
die Jah­res­rech­nung oder ei­ne Zwi­schen­bi­lanz nicht nach Ar­ti­kel 6 auf­stellt und ver­öf­fent­licht.
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
ein Ge­heim­nis of­fen­bart, das ihm in sei­ner Ei­gen­schaft als Or­gan, An­ge­stell­ter, Be­auf­trag­ter oder Li­qui­da­tor ei­ner Bank oder ei­ner Per­son nach Ar­ti­kel 1b oder als Or­gan oder An­ge­stell­ter ei­ner Prüf­ge­sell­schaft an­ver­traut wor­den ist oder das er in die­ser Ei­gen­schaft wahr­ge­nom­men hat;
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 14 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 5247; BBl 2015 8901).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 des BG vom 12. Dez. 2014 über die Aus­wei­tung der Straf­bar­keit der Ver­let­zung des Be­rufs­ge­heim­nis­ses, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1535; BBl 2014 6231 6241).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 des BG vom 12. Dez. 2014 über die Aus­wei­tung der Straf­bar­keit der Ver­let­zung des Be­rufs­ge­heim­nis­ses, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1535; BBl 2014 6231 6241).
5 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 10 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
un­be­fug­ter­wei­se in der Fir­ma, in der Be­zeich­nung des Ge­schäfts­zweckes oder in Ge­schäfts­re­kla­men den Aus­druck «Bank», «Ban­kier» oder «Spa­ren» ver­wen­det;
die vor­ge­schrie­be­nen Mel­dun­gen an die FIN­MA nicht er­stat­tet;
für die Ent­ge­gen­nah­me von Spar- und Pu­bli­kums­ein­la­gen wirbt, oh­ne über die ge­setz­lich er­for­der­li­che Be­wil­li­gung zu ver­fü­gen.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. 22 des An­hangs zum VStrR (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 15 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
Der Bun­des­rat hat spä­tes­tens 3 Jah­re nach In­kraft­tre­ten des fünf­ten und sechs­ten Ab­schnitts der Än­de­rung vom 30. Sep­tem­ber 2011 und da­nach je­weils in­nert 2 Jah­ren die Be­stim­mun­gen im Hin­blick auf die Ver­gleich­bar­keit und den Grad der Um­set­zung der ent­spre­chen­den in­ter­na­tio­na­len Stan­dards im Aus­land zu prü­fen. Er er­stat­tet der Bun­des­ver­samm­lung je­weils dar­über Be­richt und zeigt den all­fäl­li­gen An­pas­sungs­be­darf auf Ge­set­zes- und Ver­ord­nungs­stu­fe auf.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Der Bun­des­rat hat spä­tes­tens drei Jah­re nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. Ju­ni 2018 die Be­stim­mun­gen im Hin­blick auf die Zie­le der Fi­nanz­mark­tauf­sicht nach dem FIN­MAG2 zu prü­fen. Er er­stat­tet der Bun­des­ver­samm­lung dar­über Be­richt und zeigt den all­fäl­li­gen An­pas­sungs­be­darf auf Ge­set­zes- und Ver­ord­nungs­stu­fe auf.
1Mit dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes wer­den auf­ge­ho­ben:
die kan­to­na­len Be­stim­mun­gen über Ban­ken; vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über Kan­to­nal­ban­ken, die Be­stim­mun­gen über den ge­werbs­mäs­si­gen Wert­pa­pier­han­del so­wie die Be­stim­mun­gen über die Über­wa­chung der Ein­hal­tung kan­to­nal­recht­li­cher Vor­schrif­ten ge­gen Miss­bräu­che im Zins­we­sen;
Ar­ti­kel 57 des Schluss­ti­tels zum Zi­vil­ge­setz­buch2.
2Bis­he­ri­ge kan­to­na­le Be­stim­mun­gen über ein ge­setz­li­ches Pfand­recht zu­guns­ten von Spar­ein­la­gen, die nicht in­nert drei Jah­ren nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes durch neue Vor­schrif­ten ge­mä­ss den Ar­ti­keln 15 und 16 er­setzt sind, fal­len da­hin.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 17 des BG vom 16. Dez. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 11. März 1971, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 1971 (AS 1971 808 824 Art. 1; BBl 1970 I 1144).
Der Bun­des­rat be­stimmt den Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens die­ses Ge­set­zes und er­lässt die zum Voll­zug nö­ti­gen Vor­schrif­ten.
LTF Loi sur le Tribunal féd�

References: Art. 1

Art. 1

Art. 1
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 1

Art. 6

Art. 6
 Art. 728

Art. 27

Art. 28

Art. 29

Art. 30

Art. 30

Art. 31

Art. 31

Art. 33

Art. 35

Art. 37

Art. 37

Art. 37

Art. 37

Art. 37

Art. 37
 Art. 1