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Timestamp: 2016-10-21 00:42:46+00:00

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5P.376/2006 (14.06.2007)
vertreten durch F�rsprecher Ernst Reber,
vertreten durch F�rsprecher Dr. Rolf Messerli,
B.________ (Ehemann), Jahrgang 1968, stammt aus dem O.________, wo er zwei S�hne hat. K.________ (Ehefrau), Jahrgang 1975, ist in P.________ (Kanton Bern) geboren und absolvierte nach Abschluss der Grundschulen einen Sprachaufenthalt in der Westschweiz. In Genf lernten sich B.________ und K.________ im Dezember 1991 kennen. Aus ihrer Beziehung ging der Sohn S.________ hervor, geboren am 8. April 1994. Nach dessen Geburt beendete K.________ ihre Ausbildung zur kaufm�nnischen Angestellten. Am 16. Dezember 1995 heirateten B.________ und K.________. Sie wurden Eltern eines zweiten Sohnes namens N.________, geboren am 15. Juli 2000. Die Ehegatten gaben ihre beiden Kinder praktisch ab deren Geburt bei den Eltern der Ehefrau in Pflege. Die Ehefrau war w�hrend der gesamten Ehedauer vollzeitlich berufst�tig. Der Ehemann ging wegen Arbeitslosigkeit zun�chst keiner Erwerbst�tigkeit nach (1995 - 1997) und erzielte sp�ter in bescheidenem Umfang ein Arbeitseinkommen. Ende September 2002 verliess die Ehefrau die gemeinsame Wohnung. Ein gerichtliches Eheschutzverfahren konnte mit einer Trennungsvereinbarung am 10. April 2003 abgeschlossen werden.
Am 30. September 2004 leitete die Ehefrau den Scheidungsprozess ein. Der Ehemann trug widerklageweise ebenfalls die Scheidung an. Vereinbarungen �ber s�mtliche Scheidungsfolgen mit Ausnahme der beruflichen Vorsorge konnten gerichtlich genehmigt werden. Die Scheidung, die Zuteilung der elterlichen Sorge �ber die Kinder an die Ehefrau, der pers�nliche Verkehr und die Unterhaltspflicht des Ehemannes gegen�ber den Kindern, der gegenseitige Verzicht auf nachehelichen Unterhalt und die g�terrechtliche Auseinandersetzung wurden am 19. April 2006 rechtskr�ftig. Strittig blieb die Aufteilung der Guthaben aus beruflicher Vorsorge mit w�hrend der Ehe erworbenen Austrittsleistungen von Fr. 50'710.-- auf Seiten der Ehefrau und von Fr. 3'025.-- auf Seiten des Ehemannes. Der Gerichtspr�sident 3 im Kreis G.________ und - auf Appellation des Ehemannes hin - das Obergericht des Kantons Bern verweigerten die Teilung der Austrittsleistungen, weil die Teilung auf Grund der Doppelbelastung der Ehefrau fundamental gegen das Gerechtigkeitsgef�hl verstossen w�rde (Urteile vom 6. April 2006 und vom 19. Juli 2006).
Der Ehemann hat gegen das obergerichtliche Urteil eidgen�ssische Berufung eingelegt und staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Mit der staatsrechtlichen Beschwerde beantragt er dem Bundesgericht, das angefochtene Urteil aufzuheben, was die verweigerte Teilung der Austrittsleistungen und die Kosten- und Entsch�digungsfolgen angeht. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. Die Beschwerdegegnerin beantragt, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Obergericht verzichtet auf eine Stellungnahme.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) in Kraft getreten, das gem�ss Art. 132 Abs. 1 BGG auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar ist, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist. Beide Voraussetzungen sind hier nicht erf�llt, so dass die Eingaben des Beschwerdef�hrers vom 6. September 2006 gegen das obergerichtliche Urteil vom 19. Juli 2006 als staatsrechtliche Beschwerde (Art. 84 ff. OG) und als eidgen�ssische Berufung (Art. 43 ff. OG) zu behandeln sind. Im Rahmen der Berufung kann nicht beurteilt werden, ob das Obergericht die kantonal-rechtliche Untersuchungsmaxime richtig angewendet und Beweise pflichtgem�ss gew�rdigt hat (BGE 126 III 189 E. 2a Abs. 3 und 4 S. 191). Die daherigen Willk�rr�gen in der staatsrechtlichen Beschwerde sind vorweg zu pr�fen (Art. 57 Abs. 5 OG), da sie die Ermittlung und Feststellung des Sachverhalts betreffen, der im Verfahren der Berufung - von eng umgrenzten Ausnahmen abgesehen - verbindlich sein wird (Art. 63 Abs. 2 OG). Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann grunds�tzlich eingetreten werden, wobei formelle Einzelfragen im Sachzusammenhang zu er�rtern sein werden.
Eine willk�rliche Anwendung der Offizialmaxime und des Untersuchungsgrundsatzes gem�ss Art. 89 ZPO/BE erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass zur Streitfrage keine Beweise erhoben, insbesondere weder Parteiverh�re noch Zeugeneinvernahmen durchgef�hrt worden seien.
2.1 In der Sache geht es um die Anwendung von Art. 122 f. ZGB �ber die berufliche Vorsorge vor Eintritt eines Vorsorgefalls. Wenn - wie hier - beide Ehegatten einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angeh�ren und bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist, hat jeder Ehegatte Anspruch auf die H�lfte der nach dem Freiz�gigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 (SR 831.42) f�r die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten (Art. 122 Abs. 1 ZGB). Auf diesen Anspruch kann ein Ehegatte in einer Vereinbarung �ber die Scheidungsfolgen ganz oder teilweise verzichten, wenn eine entsprechende Alters- und Invalidenvorsorge auf andere Weise gew�hrleistet ist (Art. 123 Abs. 1 i.V.m. Art. 141 Abs. 3 ZGB), und das Gericht kann die Teilung der Austrittsleistung ganz oder teilweise verweigern, wenn sie aufgrund der g�terrechtlichen Auseinandersetzung oder der wirtschaftlichen Verh�ltnisse nach der Scheidung offensichtlich unbillig w�re (Art. 123 Abs. 2 ZGB).
Da die Sicherstellung einer angemessenen Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenvorsorge auch im �ffentlichen Interesse liegt, hat das Gericht die erforderlichen Angaben betreffend Eintritt des Vorsorgefalls und H�he der Altersguthaben von Amtes wegen einzuholen und ist diesbez�glich an �bereinstimmende Parteierkl�rungen nicht gebunden. Im �brigen gelten aber - eine abweichende kantonale Regelung vorbehalten - die Verhandlungs- und die Dispositionsmaxime sowie das Verbot der reformatio in peius (BGE 129 III 481 E. 3.3 S. 486 f.). Entgegen der Darstellung im angefochtenen Urteil (E. A/2b S. 7) hat das Bundesgericht einen weitergehenden bundesrechtlichen Offizial- und Untersuchungsgrundsatz abgelehnt, wie er in der Lehre teilweise bef�rwortet wird (vgl. Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Z�rich 1999, N. 10 zu Art. 123 ZGB; Ducrot, Le proc�s en divorce et en s�paration de corps dans le canton du Valais, in: Le nouveau droit du divorce, Lausanne 2000, S. 35 f. und S. 38).
Das Obergericht hat die Teilung der Austrittsleistungen verweigert wegen der sehr ungleichen Verteilung der ehelichen Lasten. Es ist davon ausgegangen, die Beschwerdegegnerin habe durch ihren Arbeitserwerb die finanzielle Basis der Familie sichergestellt und im Rahmen ihrer M�glichkeiten die Kinderbetreuung und die Haushaltf�hrung �bernommen, w�hrend der Beschwerdef�hrer keine oder nur sehr wenige Haushalt- und Kinderbetreuungsaufgaben wahrgenommen und sich auch nicht in gen�gendem Mass um eine Arbeitsstelle bem�ht habe, um zumindest einen Teil der finanziellen Lasten tragen zu k�nnen. Die Teilung der w�hrend der Ehe erworbenen Austrittsleistungen w�rde auf Grund der vorliegend gegebenen Umst�nde - der Doppelbelastung der Beschwerdegegnerin - fundamental gegen das Gerechtigkeitsgef�hl verstossen und sei deshalb zu verweigern (E. E S. 12 f. des angefochtenen Urteils). Der entscheiderhebliche Sachverhalt betrifft somit weder den Eintritt des Vorsorgefalls noch die H�he der Altersguthaben, weshalb sich ausschliesslich nach kantonalem Recht beurteilt, ob die Offizialmaxime und der Untersuchungsgrundsatz gelten.
2.2 Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 89 ZPO/BE. Danach handelt der Richter von Amtes wegen, soweit er nicht auf den Antrag einer Partei verwiesen ist. Er kann in jedem Stadium des Prozesses von Amtes wegen zur Erg�nzung oder wahrheitsgem�ssen Feststellung des Tatbestandes der von den Parteien behaupteten Rechte und Anspr�che die Einvernahme der Parteien anordnen und die ihm notwendig scheinenden Beweisverf�gungen treffen (Abs. 1). Der Richter hat den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, wo das Bundesrecht dies vorschreibt (Abs. 2).
Wie bereits dargelegt (E. 2.1 soeben), schreibt Bundesrecht f�r den hier behaupteten Sachverhalt weder die Offizialmaxime noch den Untersuchungsgrundsatz vor. An das �bergeordnete Bundesrecht kn�pft nun aber die kantonale Regelung an. Ausserhalb des vom Bundesrecht vorgegebenen Rahmens gilt im bernischen Zivilprozess die Verhandlungsmaxime, die besagt, dass das Urteil nur auf den Sachvorbringen der Parteien basieren soll, dass Beweis und Gegenbeweis nur �ber bestrittene Tatsachen gef�hrt werden und dass die Nennung und die Beschaffung der Beweismittel Sache der Parteien ist. Daneben hat das Gericht lediglich im Rahmen der materiellen Prozessleitung die M�glichkeit, die Parteien informatorisch zu befragen und amtlich Beweismittel beizuziehen, f�r die die Anbringen der Parteien Anhaltspunkte bieten oder die das Gericht aus eigener Wahrnehmung kennt (vgl. Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 5.A. Bern 2000, N. 1b, 1c und 2b zu Art. 89 und N. 1 zu Art. 214 ZPO).
Gilt somit f�r den hier zu beurteilenden Sachverhalt weder von Bundesrechts wegen noch gem�ss kantonaler Prozessordnung der angerufene Offizial- und der Untersuchungsgrundsatz, k�nnte sich nur die Frage stellen, ob das Obergericht seine Befugnis zur materiellen Prozessleitung nicht ausgesch�pft hat. Diesem steht dabei ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers sind die kantonalen Gerichte zudem nicht unt�tig geblieben. Sie haben die von den Parteien eingereichten Beilagen zu den Akten erkannt und die Akten des Eheschutzverfahrens beigezogen, in dessen Verlauf sowohl mit dem Beschwerdef�hrer als auch mit der Beschwerdegegnerin ein Parteiverh�r stattgefunden hat. Die gegenteilige Behauptung des Beschwerdef�hrers trifft nicht zu. Seine Darstellung, das Obergericht habe Parteibehauptungen gew�rdigt, ist richtig, hat aber mit deren fehlenden Beweismittelcharakter nichts zu tun. Anhand der Parteivorbringen hat das Obergericht lediglich festgestellt, ob eine Tatsache als bestritten zu gelten hat und deshalb als beweisbed�rftig anzusehen ist (Art. 215 ZPO/BE). Das aber ist wiederum eine Frage der Beweisw�rdigung und hat mit der beanstandeten Durchf�hrung des Beweisverfahrens nichts zu tun. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob Anhaltspunkte f�r die Beiziehung weiterer Beweismittel im Rahmen der materiellen Prozessleitung h�tten bejaht werden m�ssen.
2.3 Aus den dargelegten Gr�nden ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern das Obergericht prozessuale Vorschriften �ber die Ermittlung des Sachverhalts und das Beweisverfahren willk�rlich angewendet haben k�nnte (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17 und 175 E. 1.2 S. 177). Entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers befreit die Untersuchungsmaxime die Parteien zudem nicht davon, an der Ermittlung und Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Es bleibt in erster Linie ihre Sache, dem Gericht das Tats�chliche des Rechtsstreits vorzutragen und die Beweismittel zu nennen (BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413; 130 III 102 E. 2.2 S. 107; Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., N. 4b zu Art. 89 ZPO/BE). Auf diese prozessuale Mitwirkungspflicht verweist die Beschwerdegegnerin und wendet ein, der Beschwerdef�hrer habe sich vor Obergericht darauf beschr�nkt, Urkunden einzureichen, weitere Beweismittel aber nicht bezeichnet. Der Einwand wird durch das Protokoll der Hauptverhandlung gest�tzt, wonach die Nachweise der Arbeitsbem�hungen des Beschwerdef�hrers zu den Akten erkannt und von Seiten der Parteivertreter keine weiteren Beweisantr�ge gestellt wurden (act. 132). Auch unter diesem Blickwinkel erweist sich die Willk�rr�ge des Beschwerdef�hrers somit als unbegr�ndet.
Willk�rliche Beweisw�rdigung erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass das Obergericht die sp�rlichen vorhandenen Beweismittel und Behauptungen des Parteivertreters der Beschwerdegegnerin ohne Begr�ndung zu Gunsten der Beschwerdegegnerin ausgelegt und ihm vorgehalten habe, er habe den Gegenbeweis nicht erbringen k�nnen.
3.1 Eine Teilung der Austrittsleistungen h�tte nach Ansicht der kantonalen Gerichte fundamental gegen das Gerechtigkeitsgef�hl verstossen, weil die ehelichen Lasten sehr ungleich verteilt gewesen seien. Danach verletzte es das Gerechtigkeitsgef�hl, wenn die Beschwerdegegnerin, die neben Kinderbetreuung und Haushalt mit ihrem Erwerb die wirtschaftliche Basis der Familie sichergestellt haben soll, mit dem Beschwerdef�hrer, der nichts oder wenig an die Gemeinschaft beigetragen haben soll, auch noch ihre w�hrend der Ehe erworbene Vorsorge teilen m�sste. Ausgangspunkt der �berlegung ist Art. 163 ZGB, wonach die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kr�ften, f�r den geb�hrenden Unterhalt der Familie sorgen (Abs. 1) und sich �ber den Beitrag, den jeder von ihnen leistet, verst�ndigen (Abs. 2), wobei sie die Bed�rfnisse der ehelichen Gemeinschaft und ihre pers�nlichen Umst�nde ber�cksichtigen (Abs. 3). Auf diese Verst�ndigung und die drei Aufgaben der Beschwerdeparteien - Geldzahlungen, Besorgen des Haushaltes und Betreuen der Kinder - beziehen sich die Willk�rr�gen.
3.2 Das Obergericht hat unangefochten festgestellt, dass die Betreuung der Kinder durch deren Grosseltern m�tterlicherseits sichergestellt werde. Die Behauptungen der Beschwerdegegnerin, sie habe die Kinder besucht, soweit es ihre vollzeitliche Arbeitst�tigkeit zugelassen habe, und im Rahmen ihrer finanziellen M�glichkeiten Beitr�ge geleistet, seien unbestritten geblieben. Desgleichen habe die Beschwerdegegnerin die Sachdarstellung nicht bestritten, wonach der Beschwerdef�hrer die Kinder bis zur Trennung nie besucht habe und erst seit der Trennung im September 2002 besuche (E. B/3 S. 8 und E. D/2 S. 9 f. des angefochtenen Urteils).
Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Angaben zur Kinderbetreuung durch die Beschwerdegegnerin beruhten lediglich auf Behauptungen des Parteivertreters und seien nicht erwiesen. Der Einwand erfolgt wider besseres Wissen. Am Parteiverh�r im Eheschutzverfahren hat die Beschwerdegegnerin nicht nur ausdr�cklich die m�ndlichen und schriftlichen Ausf�hrungen ihres Anwalts best�tigt, sondern ausgesagt, sie verbringe jedes Wochenende mit den Kindern bei ihren Eltern und bezahle die f�r die Kinder anfallenden Kosten. Darauf hat das Obergericht verwiesen. Seine Folgerung, die Beschwerdegegnerin habe neben ihrer Berufst�tigkeit Kinderbetreuungsarbeit geleistet in Form von direkter Betreuung, von Organisation der Betreuung durch Dritte und von Geldzahlungen (E. D/2 S. 10 des angefochtenen Urteils), kann unter Willk�rgesichtspunkten nicht beanstandet werden.
Dass er die Kinder bis zur Trennung im September 2002 nicht besucht hat, r�umt der Beschwerdef�hrer ein. Er begr�ndet sein Fernbleiben mit der Ablehnung durch den Schwiegervater, der aktenkundig mit einem Gewehr auf ihn losgegangen sei. Ob die angebliche Abwehrhaltung der Schwiegereltern bestehe, hat das Obergericht als fraglich bezeichnet, zumal Besuche des Beschwerdef�hrers bei seinen Kindern seit der Trennung m�glich seien, obwohl die Kinder nach wie vor bei den Schwiegereltern lebten. Entscheidend ist f�r das Obergericht gewesen, dass der Beschwerdef�hrer die Kinder bei den Schwiegereltern gelassen und nicht selber betreut habe, obwohl er dazu auf Grund seiner Arbeitslosigkeit zeitlich in der Lage gewesen w�re (E. D/2 S. 10 des angefochtenen Urteils). Dagegen bringt der Beschwerdef�hrer nichts Stichhaltiges vor. Ohne Willk�r durfte das Obergericht deshalb annehmen, nicht objektive Gr�nde - Abwehrhaltung der Schwiegereltern, zeitliche Belastung o.�. - h�tten den Beschwerdef�hrer daran gehindert, seine Kinder pers�nlich zu betreuen, vielmehr sei der Vorwurf der Beschwerdegegnerin berechtigt, der Beschwerdef�hrer habe sich ohne sachlichen Grund nicht um seine Kinder gek�mmert.
3.3 Die obergerichtliche Feststellung, die Beschwerdegegnerin habe neben ihrer Berufst�tigkeit im Rahmen der zeitlichen Verf�gbarkeit die Haushaltf�hrung �bernommen (E. E S. 12 des angefochtenen Urteils), ficht der Beschwerdef�hrer nicht einl�sslich an. Willk�r erblickt er vorab darin, dass das Obergericht ihm aus nicht nachvollziehbaren Gr�nden die Beweislast f�r seinen Beitrag an die Haushaltarbeit auferlegt und konkrete Hinweise auf die von ihm behauptete Haushaltf�hrung verneint habe.
Wer die Beweislast und damit die Folgen allf�lliger Beweislosigkeit tr�gt, regelt das Bundeszivilrecht, wo es - wie hier - um bundeszivilrechtliche Anspr�che geht (BGE 127 III 142 E. 3c S. 145). Unrichtige Beweislastverteilung ist mit Berufung geltend zu machen und nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG; vgl. BGE 124 III 134 E. 2b/bb S. 143). Wo der beweisbelasteten Partei der - regelm�ssig �usserst schwierige, wenn nicht unm�gliche - Beweis des Nichtvorhandenseins einer Tatsache obliegt, ist die Gegenpartei nach Treu und Glauben gehalten, ihrerseits durch Gegenbeweis zur Abkl�rung der Verh�ltnisse beizutragen. Das g�nzliche Misslingen dieses Gegenbeweises darf als Indiz f�r die Richtigkeit der Darstellung der grunds�tzlich beweisbelasteten Partei gewertet werden, die eine negative Tatsache h�tte beweisen sollen (BGE 66 II 145 E. 1 S. 147 f.; 102 III 165 E. 2c S. 170; 106 II 29 E. 2 S. 31). Diese Obliegenheit der Gegenpartei, bei der Sachverhaltsabkl�rung mitzuwirken, ergibt sich zwar aus dem allgemeinen Gebot des Handelns nach Treu und Glauben (Art. 2 ZGB), betrifft aber das Verhalten einer Partei im Zivilprozess, der vom kantonalen Recht beherrscht wird. Gerichtliche Feststellungen zum Ergebnis der Mitwirkung der Gegenpartei oder Folgerungen aus der Verweigerung der Mitwirkung k�nnen deshalb nicht mit Berufung angefochten werden und unterliegen einzig der staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 119 II 305 E. 1b/aa S. 306; allgemein: BGE 132 I 249 E. 5 S. 252).
Das Obergericht ist davon ausgegangen, f�r den Beitrag des Beschwerdef�hrers an die Besorgung des ehelichen Haushalts sei die Beschwerdegegnerin beweispflichtig, weil sie verlange, die Teilung ihrer Austrittsleistung sei gerichtlich zu verweigern (vgl. Art. 8 ZGB; Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N. 18 zu Art. 123 ZGB). Der ihr obliegende Beweis betreffe eine unbestimmte negative Tatsache, n�mlich das Nichtbesorgen des Haushaltes durch den Beschwerdef�hrer w�hrend der Ehe. Der Beschwerdef�hrer sei deshalb im Rahmen seiner prozessualen Mitwirkungspflicht zum Gegenbeweis zu verhalten, den er nicht erbracht habe. F�r die von ihm behauptete Haushaltf�hrung fehlten jegliche Hinweise wie Best�tigungen von Nachbarn oder anderen Drittpersonen �ber seine Reinigungsarbeiten, seine Eink�ufe des t�glichen Bedarfs oder �ber seine sonstigen Verrichtungen, die zu einer ordentlichen Hauswirtschaft geh�rten. Die beweisrechtliche Ableitung des Obergerichts, dessen W�rdigung des Verhaltens des Beschwerdef�hrers und die Folgerung in tats�chlicher Hinsicht, der Beschwerdef�hrer habe keine Haushaltaufgaben wahrgenommen (E. D/3 S. 10 f des angefochtenen Urteils), k�nnen auf Grund der Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht als willk�rlich beanstandet werden.
3.4 In tats�chlicher Hinsicht ist das Obergericht unangefochten davon ausgegangen, die Beschwerdegegnerin sei w�hrend der gesamten Ehedauer vollzeitlich erwerbst�tig gewesen, wohingegen der Beschwerdef�hrer nur beschr�nkt ein Arbeitseinkommen erzielt habe und in den ersten Ehejahren arbeitslos gewesen sei (E. B/3 S. 7 f.). Das Obergericht hat den Vorwurf der Beschwerdegegnerin f�r berechtigt gehalten, der Beschwerdef�hrer habe sich nicht in gen�gendem Mass um eine Arbeitsstelle bem�ht, um zumindest einen Teil der finanziellen Familienlasten zu tragen. Nachweislich habe sich der Beschwerdef�hrer von Februar 1996 bis November 2001 sechsunddreissig Mal um eine Stelle bem�ht, also rund ein Mal alle zwei Monate. Diese Arbeitsbem�hungen erschienen als ungen�gend, wenn ber�cksichtigt werde, dass der Beschwerdef�hrer sich weder um die Haushaltf�hrung noch um die Kinderbetreuung gek�mmert habe. Der Beschwerdef�hrer habe auch nicht erkl�rt, weshalb er sich nicht �fters beworben habe, unt�tig geblieben sei und ab Dezember 2001 bis zur Trennung im September 2002 �berhaupt keine Arbeitsbem�hungen mehr nachweisen k�nne (E. D/4 S. 12 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer wendet gegen diese W�rdigung nichts ein und macht einzig eine Verletzung der Untersuchungsmaxime geltend. Auf Gesagtes kann verwiesen werden (E. 2 hiervor). Willk�rfrei durfte das Obergericht somit annehmen, der Beschwerdef�hrer habe sich w�hrend der Ehe nicht ernsthaft um Arbeit bem�ht und die Geldzahlungen f�r den Familienunterhalt zur Hauptsache der Beschwerdegegnerin �berlassen.
3.5 Das Obergericht hat - sein Beweisergebnis zusammenfassend - festgehalten, die Beschwerdegegnerin habe durch ihren vollzeitlichen Arbeitserwerb die finanzielle Basis der Familie sichergestellt und die Haushaltf�hrung �bernommen. Die Kinder seien von den Eltern der Beschwerdegegnerin betreut worden; diese habe bei ihren Besuchen an den Wochenenden auch gewisse Betreuungsaufgaben �bernommen (E. D/2 S. 10). Der Beschwerdef�hrer habe demgegen�ber trotz zeitlicher Verf�gbarkeit nichts oder sehr wenig an die ehelichen Lasten betreffend Kinderbetreuung und Haushaltf�hrung beigetragen und sich auch nicht gen�gend um eine Arbeitsstelle bem�ht, um zumindest einen Teil der finanziellen Lasten tragen zu k�nnen. Diese W�rdigung des Obergerichts (E. E S. 12 des angefochtenen Urteils) vermag der Beschwerdef�hrer nicht mit Erfolg als willk�rlich zu r�gen (E. 3.2-3.4 soeben).
Das Obergericht ist damit von einer Doppel- oder Mehrbelastung ausgegangen, weil die Beschwerdegegnerin die finanziellen und famili�ren Verpflichtungen w�hrend der Ehedauer wahrgenommen habe. Der Beschwerdef�hrer wendet ein, es liege keine Doppelbelastung vor, weil kein Beweisverfahren durchgef�hrt worden sei und auch nicht ersichtlich sei, wof�r die Beschwerdegegnerin ihr Einkommen verwendet habe. Was die angeblich unterbliebenen Sachverhaltsabkl�rungen betrifft, kann auf Gesagtes verwiesen werden (E. 2.2 und E. 3.2 hiervor). Die Unterstellung, die Beschwerdegegnerin habe ihr Einkommen nicht zur Bestreitung des Familienunterhalts verwendet, wird durch die Aussagen im Eheschutzverfahren widerlegt. Im Parteiverh�r hat der Beschwerdef�hrer erkl�rt, er habe "den Haushalt schon mitfinanziert", k�nne aber nicht genau sagen, wann er was bezahlt habe. Da der Beschwerdef�hrer w�hrend der Ehe kein oder - abgesehen vom Jahr 2000 - nur ein bescheidenes Arbeitseinkommen erzielt hat, kann seine Aussage ohne Willk�r dahin gew�rdigt werden, zur Hauptsache habe die Beschwerdegegnerin mit ihrem Arbeitseinkommen den Familienunterhalt bestritten.
Bei dieser Sachlage erscheint auch die obergerichtliche Annahme nicht als willk�rlich, es bedeute eine Doppel- bzw. Mehrbelastung, wenn die Beschwerdegegnerin mit ihrem Einkommen den Familienunterhalt sichergestellt und daneben die Kinder betreut und den Haushalt gef�hrt habe.
3.6 Auf Grund der fr�hen Heirat der Beschwerdegegnerin im Alter von zwanzig Jahren, auf Grund des betr�chtlichen Altersunterschieds der Parteien von sieben Jahren und auf Grund der Mehrbelastung der Beschwerdegegnerin hat das Obergericht schliesslich angenommen, die gelebte Situation k�nne nicht als vereinbart im Sinne von Art. 163 ZGB gelten. Es sei nicht davon auszugehen, die Beschwerdegegnerin habe gew�nscht oder zumindest gebilligt, dass der Beschwerdef�hrer weder arbeite noch im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung seinen ihm m�glichen Beitrag erbringe (E. D/4 S. 12 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer bestreitet, dass die Ehegatten beim Abschluss ihrer bis zur Trennung sieben Jahre dauernden Ehe eine Abmachung getroffen h�tten, die der gelebten Ehe widerspr�che. Daf�r best�nden keinerlei Anhaltspunkte.
Es ist dem Beschwerdef�hrer darin beizupflichten, dass eine �ber l�ngere Zeit gelebte Aufteilung des Unterhalts grunds�tzlich als (konkludent) vereinbart angenommen werden darf. Allerdings bleibt stets der Nachweis offen, dass die gelebte Aufteilung des Unterhalts nicht freiwillig, sondern nur unter Zwang erfolgt ist und deshalb keine bindende Einigung vorgelegen hat. Ein Indiz daf�r kann in der Tatsache zu sehen sein, dass ein Ehegatte wesentlich mehr leistet, als er objektiv leisten m�sste (vgl. Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, 1999, N. 47 zu Art. 163 ZGB). Diese Beweisw�rdigungsregel hat das Obergericht angesprochen und als erf�llt betrachtet. Die Beschwerdegegnerin tr�gt danach eine Mehrfachbelastung durch volle Erwerbst�tigkeit sowie - in der verbleibenden Zeit - durch Haushaltf�hrung und Kinderbetreuung, obwohl sie bei objektiver Betrachtungsweise weniger leisten m�sste, weil der Beschwerdef�hrer zeitweise die Kinder betreuen, im Haushalt mithelfen oder sich zur finanziellen Entlastung um die Erzielung eines regelm�ssigen Arbeitseinkommens bem�hen k�nnte.
Auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls erscheint die W�rdigung nicht als willk�rlich, die gelebte Ehe entspreche nicht einem �bereinstimmenden wirklichen Willen der Ehegatten �ber ihre Beitr�ge an den geb�hrenden Unterhalt der Familie.
3.7 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich die obergerichtliche Sachverhaltsermittlung und Beweisw�rdigung nicht als willk�rlich (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 129 I 8 E. 2.1 Abs. 2 S. 9 und 173 E. 3.1 S. 178). In tats�chlicher Hinsicht durfte das Obergericht davon ausgehen, dass die Beschwerdegegnerin im Sinne einer Mehrfachbelastung durch Geldzahlungen, Kinderbetreuung und Haushaltf�hrung den geb�hrenden Unterhalt der Familie bestritten hat, w�hrend der Beschwerdef�hrer weder wesentliche Aufgaben in der Kinderbetreuung oder im Haushalt �bernommen noch sich ausreichend um ein Arbeitseinkommen bem�ht hat, und dass diese gelebte einseitige Verteilung der Familienlasten nicht auf dem �bereinstimmenden wirklichen Willen der Ehegatten �ber ihre Beitr�ge an den geb�hrenden Unterhalt der Familie beruht hat.
Die staatsrechtliche Beschwerde bleibt erfolglos. Der Beschwerdef�hrer wird kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann entsprochen werden, zumal die gesetzlichen Voraussetzungen erf�llt sind (Art. 152 OG). Die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege befreit nicht von der Zahlung einer Parteientsch�digung an die obsiegende Gegenpartei (vgl. BGE 122 I 322 E. 2c S. 324 f.). Der Beschwerdef�hrer wird deshalb entsch�digungspflichtig (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG), was hier gegen�ber dem an der Sitzung den Parteien er�ffneten Urteil zu berichtigen ist (vgl. Art. 145 Abs. 1 OG; Messmer/Imboden, Die eidgen�ssichen Rechtsmittel in Zivilsachen, Z�rich 1992, N. 32 S. 46 bei/in Anm. 14, mit Hinweisen).
F�rsprecher Ernst Reber wird als amtlicher Vertreter des Beschwerdef�hrers bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

References: Art. 132
 Art. 89
 Art. 122
 Art. 141
 Art. 123
 Art. 89
 Art. 89
 Art. 214
 BGE 
 Art. 89
 Art. 163
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 123
 Art. 163
 Art. 163
 BGE 
 BGE 
 Art. 145