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Timestamp: 2019-10-23 19:35:03+00:00

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Rechtsprechung: NStZ 1986, 79 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 30.07.1985 | OLG Düsseldorf, 03.06.1985
https://dejure.org/1985,3526
BGH, 01.10.1985 - KRB 5/85 (https://dejure.org/1985,3526)
BGH, Entscheidung vom 01.10.1985 - KRB 5/85 (https://dejure.org/1985,3526)
BGH, Entscheidung vom 01. Januar 1985 - KRB 5/85 (https://dejure.org/1985,3526)
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Vertretungsberechtigter Gesellschafter - Personenhandelsgesellschaft - Ordnungswidrigkeit - Geldbuße - Nebenfolge - Juristische Person - Strafrechtliche Verantwortung - Aufsichtspflicht - Geschäftsführer - GmbH
OWiG § 30 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 4, § 130 Abs. 1, 2
OLG Düsseldorf, 02.10.2018 - 6 Kart 6/17
Urteil im Verfahren um das "Wurstkartell" wegen Preisabsprachen: …
Deren Geschäftsführer, der die Ordnungswidrigkeit begangen hat, handelt als solcher nicht nur unmittelbar für die GmbH, sondern auch für die Kommanditgesellschaft (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Oktober 1985, KRB 5/85, Rn. 5 f., juris).
Sein Verhalten könnte auch generell als Ordnungswidrigkeit eines vertretungsberechtigten Gesellschafters der Nebenbetroffenen i.S. von § 30 OWiG gewertet werden (vgl. BGH, Beschluß vom 1. Oktober 1985 - KRB 5/85).
OLG Düsseldorf, 03.06.1985 - 2 Ss 95/85 - 103/85 II
https://dejure.org/1985,1543
OLG Düsseldorf, 03.06.1985 - 2 Ss 95/85 - 103/85 II (https://dejure.org/1985,1543)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 03.06.1985 - 2 Ss 95/85 - 103/85 II (https://dejure.org/1985,1543)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 03. Juni 1985 - 2 Ss 95/85 - 103/85 II (https://dejure.org/1985,1543)
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GG Art. 103 Abs. 3; ZivDienstG § 53
NJW 1985, 2429
MDR 1985, 1050
NStZ 1986, 79 (Ls.)
StV 1986, 8
Soweit der Bundesgerichtshof hiervon Ausnahmen zugelassen hat, betreffen sie andere - nicht vergleichbare - Sachverhalte, nämlich die Beschädigung beweglicher Sachen, vor allem von Kraftfahrzeugen (vgl. BGHZ 66, 239, 241; Urt. v. 5. März 1985, VI ZR 204/83, NJW 1985, 2429), und die werkvertragliche Gewährleistungshaftung bei Bauleistungen (BGHZ 99, 81 f. ).
Denn maßgebliches Kriterium ist nicht die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft, sondern die Bedeutung des Grundrechts der Gewissensfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG ), das in Art. 4 Abs. 3 , Art. 12 a Abs. 2 Satz 3 GG eine besondere Ausprägung für Kriegsdienstverweigerer erfahren hat (vgl. BVerfGE 23, 191, 205; OLG Düsseldorf, NJW 1985, 2429 ; HansOLG Bremen, StV 1989, 395 m.w.N.).
In der Rechtsprechung ist anerkannt, daß sich diese verfassungsrechtlichen Erwägungen zu Art. 103 Abs. 3 GG nicht auf Totalverweigerer aus religiösen Gründen beschränken, sondern gleichermaßen Geltung beanspruchen können für Zivildienstverweigerer aus ethischen oder weltanschaulichen Gründen, die ihre Gewissensentscheidung erst während der Ableistung des Ersatzdienstes getroffen haben (vgl. BVerfG NJW 1984, 1675 ; BayObLG, StV 1983, 369 ; OLG Düsseldorf, NJW 1985, 2429 = StV 1986, 8; OLG Karlsruhe, NStZ 1990, 41 ).
Für einen den Fällen zivildienstverweigernder Zeugen Jehovas vergleichbaren Gewissenskonflikt wird im Zusammenhang mit der Frage der Doppelbestrafung von einem Teil der Rechtsprechung in Anlehnung an einen Beschluß des Vorprüfungsausschusses des Bundesverfassungsgerichts (NJW 1984, 1675, 1676) allerdings verlangt, daß "die karitative oder soziale Tätigkeit aufgrund verbindlicher Anordnung im Rahmen des Zivildienstes als solche den Betroffenen in einen schweren inneren Konflikt führt, in dem er sich aus innerer Notwendigkeit für die Verweigerung des Zivildienstes entscheidet" (vgl. OLG Düsseldorf NJW 1985, 2429, 2430; BayObLG StV 1985, 315, 316; OLG Karlsruhe NStZ 1990, 41 ff.).
OLG Braunschweig, 01.09.1997 - Ss 27/97
Dem ist die Rechtsprechung der Strafgerichte gefolgt (vgl. BGH JZ 1971, 190; BayObLG NJW 1970, 1513, 1514; OLG Celle JZ 1985, 954, 955; OLG Düsseldorf StV 1986, 8, 9).
Bei einem Totalverweigerer kann eine ernsthafte Gewissensentscheidung als Motiv seines Handelns daher nur dann angenommen werden, wenn die karitative oder soziale Tätigkeit aufgrund verbindlicher Anordnung im Rahmen des Zivildienstes als solche den Betroffenen in einen schweren inneren Konflikt führt, in dem er sich aus innerer Notwendigkeit für die Verweigerung des Zivildienstes entscheidet (vgl. BVerfG NJW 1984, 1675 [1676]; OLG Düsseldorf NJW 1985, 2429 [2430]).

References: § 30
 § 130
 § 30
 Art. 103
 § 53
 Art. 4
 Art. 12
 Art. 103
 BGH