Source: https://www.rechtslupe.de/steuerrecht/einkommensteuer/lohnsteuer/lohnsteuerbescheinigungen-2011-321521
Timestamp: 2019-08-20 03:43:54+00:00

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Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen 2011 | Rechtslupe
Die Arbeit­ge­ber sind grund­sätz­lich ver­pflich­tet, der Finanz­ver­wal­tung bis zum 28. Febru­ar des Fol­ge­jah­res eine elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zu über­mit­teln (§ 41b Absatz 1 Satz 2 EStG). Die Daten­über­mitt­lung ist nach amt­lich vor­ge­schrie­be­nem Daten­satz nach Maß­ga­be der Steu­er­da­ten-Über­mitt­lungs­ver­ord­nung authen­ti­fi­ziert vor­zu­neh­men. Das für die Authen­ti­fi­zie­rung erfor­der­li­che Zer­ti­fi­kat muss vom Daten­über­mitt­ler ein­ma­lig im Els­te­rOn­line-Por­tal bean­tragt wer­den. Ohne Authen­ti­fi­zie­rung ist eine elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung nicht mög­lich.
Davon abwei­chend kön­nen Arbeit­ge­ber ohne maschi­nel­le Lohn­ab­rech­nung, die aus­schließ­lich Arbeit­neh­mer im Rah­men einer gering­fü­gi­gen Beschäf­ti­gung in ihren Pri­vat­haus­hal­ten im Sin­ne des § 8a SGB IV beschäf­ti­gen, anstel­le der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung eine ent­spre­chen­de manu­el­le Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung ertei­len.
Für die elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung und die Aus­schrei­bung von Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen und Beson­de­ren Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen für das Kalen­der­jahr 2011 sind die Vor­schrif­ten des § 39d Absatz 3 und des § 41b EStG sowie die Anord­nun­gen in R 41b LStR maß­ge­bend. Die jewei­li­ge Beschei­ni­gung rich­tet sich nach den offi­zi­el­len Vor­druck­mus­tern.
Für Arbeit­neh­mer, für die der Arbeit­ge­ber die Lohn­steu­er aus­schließ­lich nach den §§ 40 bis 40b EStG pau­schal erho­ben hat, ist kei­ne Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zu erstel­len.
Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat nun das Mus­ter für den Aus­druck der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung für das Kalen­der­jahr 2011 bekannt gemacht. Hier­für gilt:
I. Elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen 2011
1. Gemein­de­schlüs­sel
2. Besteue­rungs­merk­ma­le „S” und „F”
3. Brut­to­ar­beits­lohn
4. Ein­be­hal­te­ne Lohn­steu­er
5. Kir­chen­steu­er bei kon­fes­si­ons­ver­schie­de­nen Ehen
6. Ver­sor­gungs­be­zü­ge
7. Ermä­ßigt besteu­er­te Arbeit­ge­ber­zah­lun­gen
8.Kurzarbeitergeld, Mut­ter­schafts­geld, Alters­teil­zeit­zu­schlä­ge pp.
9. Aus­lands­tä­tig­keit
10. Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te
11. Pau­schal­be­steu­er­te Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen
12. Ver­pfle­gungs­zu­schüs­se, Aus­wärts­tä­tig­kei­ten und dop­pel­te Haus­halts­füh­rung
13. Zukunfts­si­che­rungs­leis­tun­gen
14.Versorgungsfreibetrag
15.Kindergeld im öffent­li­chen Dienst
16.Betriebsstätten-Finanzamt
II. Beson­de­re Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen ohne maschi­nel­le Lohn­ab­rech­nung
I. Elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen 2011[↑]
Dem Arbeit­neh­mer ist ein nach amt­lich vor­ge­schrie­be­nem Mus­ter gefer­tig­ter Aus­druck der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung mit Anga­be der Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (IdNr.) aus­zu­hän­di­gen oder elek­tro­nisch bereit­zu­stel­len (§ 41b Absatz 1 Satz 3 EStG). In Son­der­fäl­len ist wei­ter die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung mit der eTIN (elek­tro­ni­sche Trans­fer-Iden­ti­fi­ka­ti­ons-Num­mer) zuläs­sig1.
1. Gemein­de­schlüs­sel[↑]
Es sind die auf der Lohn­steu­er­kar­te oder der Beschei­ni­gung des Finanz­amts ein­ge­tra­ge­nen Besteue­rungs­merk­ma­le zu beschei­ni­gen, ins­be­son­de­re der amt­li­che Schlüs­sel der Gemein­de (AGS). Bei Arbeit­neh­mern ohne Wohn­sitz oder gewöhn­li­chen Auf­ent­halt im Inland ist der AGS mit „00000000“ anzu­ge­ben.
2. Besteue­rungs­merk­ma­le „S” und „F”[↑]
Unter Nr. 2 des Aus­drucks sind in dem dafür vor­ge­se­he­nen Teil­feld die nach­fol­gen­den Groß­buch­sta­ben zu beschei­ni­gen:
„S“ ist ein­zu­tra­gen, wenn die Lohn­steu­er von einem sons­ti­gen Bezug im ers­ten Dienst­ver­hält­nis berech­net wur­de und dabei der Arbeits­lohn aus frü­he­ren Dienst­ver­hält­nis­sen des Kalen­der­jah­res außer Betracht geblie­ben ist.
„F“ ist ein­zu­tra­gen, wenn eine steu­er­freie Sam­mel­be­för­de­rung eines Arbeit­neh­mers zwi­schen Woh­nung und regel­mä­ßi­ger Arbeits­stät­te nach § 3 Num­mer 32 EStG erfolg­te.
3. Brut­to­ar­beits­lohn[↑]
Unter Nr. 3 des Aus­drucks ist der Gesamt­be­trag des steu­er­pflich­ti­gen Brut­to­ar­beits­lohns ein­schließ­lich des Werts der Sach­be­zü­ge ‑zu beschei­ni­gen, den der Arbeit­neh­mer aus dem Dienst­ver­hält­nis im Kalen­der­jahr bezo­gen hat. Brut­to­ar­beits­lohn ist die Sum­me aus dem lau­fen­den Arbeits­lohn, der für Lohn­zah­lungs­zeit­räu­me gezahlt wor­den ist, die im Kalen­der­jahr geen­det haben, und den sons­ti­gen Bezü­gen, die dem Arbeit­neh­mer im Kalen­der­jahr zuge­flos­sen sind.
Net­to gezahl­ter Arbeits­lohn ist mit dem hoch­ge­rech­ne­ten Brut­to­be­trag anzu­set­zen.
Zum Brut­to­ar­beits­lohn rech­nen auch die lau­fend und ein­ma­lig gezahl­ten Ver­sor­gungs­be­zü­ge ein­schließ­lich Ster­be­gel­der sowie den Abfin­dun­gen und Kapi­tal­aus­zah­lun­gen sol­cher Ansprü­che (Nr. 8 und Nr. 32 des Aus­drucks). Ver­sor­gungs­be­zü­ge für meh­re­re Jah­re, die ermä­ßigt besteu­ert wur­den, sind aus­schließ­lich in Nr. 9 zu beschei­ni­gen.
Der Brut­to­ar­beits­lohn darf nicht um die Frei­be­trä­ge für Ver­sor­gungs­be­zü­ge (§ 19 Absatz 2 EStG) und den Alters­ent­las­tungs­be­trag (§ 24a EStG) gekürzt wer­den. Auf der Lohnsteuerkarte/​Bescheinigung für den Lohn­steu­er­ab­zug ein­ge­tra­ge­ne Frei­be­trä­ge sind gleich­falls nicht abzu­zie­hen und Hin­zu­rech­nungs­be­trä­ge nicht hin­zu­zu­rech­nen. Arbeits­löh­ne im Sin­ne des § 8 Absatz 3 EStG sind um den Rabatt-Frei­be­trag nach § 8 Absatz 3 Satz 2 EStG zu kür­zen.
Hat der Arbeit­ge­ber steu­er­pflich­ti­gen Arbeits­lohn zurück­ge­for­dert, ist unter Nr. 3 bei fort­be­stehen­dem Dienst­ver­hält­nis nur der gekürz­te steu­er­pflich­ti­ge Brut­to­ar­beits­lohn zu beschei­ni­gen. Ergibt die Ver­rech­nung von aus­ge­zahl­tem und zurück­ge­for­der­tem Arbeits­lohn einen nega­ti­ven Betrag, so ist die­ser Betrag mit einem Minus­zei­chen zu ver­se­hen.
Nicht zum steu­er­pflich­ti­gen Brut­to­ar­beits­lohn gehö­ren steu­er­freie Bezü­ge, z. B. steu­er­freie Zuschlä­ge für Sonntags‑, Fei­er­tags-und Nacht­ar­beit, steu­er­freie Umzugs­kos­ten­ver­gü­tun­gen, steu­er­frei­er Rei­se­kos­ten­er­satz, Aus­la­gen­er­satz, die nach § 3 Num­mer 56 und 63 EStG steu­er­frei­en Bei­trä­ge des Arbeit­ge­bers an einen Pen­si­ons­fonds, eine Pen­si­ons­kas­se oder für eine Direkt­ver­si­che­rung sowie Bezü­ge, für die die Lohn­steu­er nach §§ 37b, 40 bis 40b EStG pau­schal erho­ben wur­de. Nicht unter Nr. 3, son­dern geson­dert zu beschei­ni­gen sind ins­be­son­de­re ermä­ßigt besteu­er­te Ent­schä­di­gun­gen, ermä­ßigt besteu­er­ter Arbeits­lohn für meh­re­re Kalen­der­jah­re sowie die auf Grund eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens oder des Aus­lands­tä­tig­keits­er­las­ses von der Lohn­steu­er frei­ge­stell­ten Bezü­ge.
4. Ein­be­hal­te­ne Lohn­steu­er[↑]
Unter Nr. 4 bis 6 des Aus­drucks sind die Lohn­steu­er, der Soli­da­ri­täts­zu­schlag und die Kir­chen­steu­er zu beschei­ni­gen, die der Arbeit­ge­ber vom beschei­nig­ten Brut­to­ar­beits­lohn ein­be­hal­ten hat. Wur­den Lohn­steu­er, Soli­da­ri­täts­zu­schlag oder Kir­chen­steu­er nicht ein­be­hal­ten, ist das jewei­li­ge Ein­tra­gungs­feld durch einen waa­ge­rech­ten Strich aus­zu­fül­len.
5. Kir­chen­steu­er bei kon­fes­si­ons­ver­schie­de­nen Ehen[↑]
Bei kon­fes­si­ons­ver­schie­de­nen Ehen (z. B. wenn der Ehe­mann evan­ge­lisch ist und die Ehe­frau römisch-katho­lisch) ist der auf den Ehe­gat­ten ent­fal­len­de Teil der Kir­chen­steu­er unter Nr. 7 oder Nr. 14 des Aus­drucks anzu­ge­ben (Halb­tei­lung der Lohn­kir­chen­steu­er).
Eine Aus­nah­me gilt für Bay­ern, Bre­men und Nie­der­sach­sen: Die­se Halb­tei­lung der Lohn­kir­chen­steu­er kommt in die­sen Bun­des­län­dern nicht in Betracht. Des­halb ist in die­sen Län­dern die ein­be­hal­te­ne Kir­chen­steu­er immer nur unter Nr. 6 oder Nr. 13 ein­zu­tra­gen.
6. Ver­sor­gungs­be­zü­ge[↑]
Unter Nr. 8 des Aus­drucks sind die in Nr. 3 ent­hal­te­nen Ver­sor­gungs­be­zü­ge nach § 19 Absatz 2 EStG (z. B. auch regel­mä­ßi­ge Anpas­sun­gen von Ver­sor­gungs­be­zü­gen nach § 19 Absatz 2 Satz 9 EStG) ein­zu­tra­gen.
Wer­den einem Ver­sor­gungs­emp­fän­ger zusätz­lich zum lau­fen­den Ver­sor­gungs­be­zug wei­te­re Zuwen­dun­gen und geld­wer­te Vor­tei­le (z. B. steu­er­pflich­ti­ge Fahrt­kos­ten­zu­schüs­se, Frei­fahrt­be­rech­ti­gun­gen, Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren) gewährt, zäh­len die­se eben­falls zu den unter Nr. 8 zu beschei­ni­gen­den Ver­sor­gungs­be­zü­gen.
7. Ermä­ßigt besteu­er­te Arbeit­ge­ber­zah­lun­gen[↑]
Im Lohn­steu­er­ab­zugs­ver­fah­ren ermä­ßigt besteu­er­te Ent­schä­di­gun­gen (z. B. Abfin­dun­gen) und ermä­ßigt besteu­er­ter Arbeits­lohn für meh­re­re Kalen­der­jah­re (z. B. Jubi­lä­ums­zu­wen­dun­gen) sind in einer Sum­me unter Nr. 10 des Aus­drucks geson­dert zu beschei­ni­gen.
Ent­schä­di­gun­gen und Arbeits­lohn für meh­re­re Kalen­der­jah­re, die nicht ermä­ßigt besteu­ert wur­den, kön­nen unter Nr. 19 ein­ge­tra­gen wer­den; die­se Beträ­ge müs­sen in dem unter Nr. 3 beschei­nig­ten Brut­to­ar­beits­lohn ent­hal­ten sein.
Geson­dert zu beschei­ni­gen sind unter Nr. 11 bis 14 des Aus­drucks die Lohn­steu­er, der Soli­da­ri­täts­zu­schlag und die Kir­chen­steu­er, die der Arbeit­ge­ber von ermä­ßigt besteu­er­ten Ver­sor­gungs­be­zü­gen für meh­re­re Kalen­der­jah­re, Ent­schä­di­gun­gen und Ver­gü­tun­gen für eine mehr­jäh­ri­ge Tätig­keit im Sin­ne des § 34 EStG ein­be­hal­ten hat.
8.Kurzarbeitergeld, Mut­ter­schafts­geld, Alters­teil­zeit­zu­schlä­ge pp.[↑]
Das Kurz­ar­bei­ter­geld ein­schließ­lich Sai­son-Kurz­ar­bei­ter­geld, der Zuschuss zum Mut­ter­schafts­geld, der Zuschuss bei Beschäf­ti­gungs­ver­bot für die Zeit vor oder nach einer Ent­bin­dung sowie für den Ent­bin­dungs­tag wäh­rend der Eltern­zeit nach beam­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten, die Ver­dienst­aus­fall­ent­schä­di­gung nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, Auf­sto­ckungs­be­trä­ge und Alters­teil­zeit­zu­schlä­ge sind in einer Sum­me unter Nr. 15 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen. Hat der Arbeit­ge­ber Kurz­ar­bei­ter­geld zurück­ge­for­dert, sind nur die so gekürz­ten Beträ­ge zu beschei­ni­gen. Ergibt die Ver­rech­nung von aus­ge­zahl­ten und zurück­ge­for­der­ten Beträ­gen einen nega­ti­ven Betrag, so ist die­ser Betrag mit einem deut­li­chen Minus­zei­chen zu beschei­ni­gen.
9. Aus­lands­tä­tig­keit[↑]
Unter Nr. 16 a) des Aus­drucks ist der nach Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men und unter Nr. 16 b) der nach dem Aus­lands­tä­tig­keits­er­lass steu­er­freie Arbeits­lohn aus­zu­wei­sen.
10. Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te[↑]
Unter Nr. 17 des Aus­drucks sind die steu­er­frei­en Sach­be­zü­ge für Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te (§ 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ‑Job-Ticket ‑oder § 8 Absatz 3 EStG ‑Ver­kehrs­trä­ger -) betrags­mä­ßig zu beschei­ni­gen2.
Bei steu­er­frei­er Sam­mel­be­för­de­rung nach § 3 Num­mer 32 EStG ist der Groß­buch­sta­be „F“ unter Nr. 2 des Aus­drucks ein­zu­tra­gen3.
11. Pau­schal­be­steu­er­te Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen[↑]
Unter Nr. 18 des Aus­drucks sind pau­schal­be­steu­er­te Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen für Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te zu beschei­ni­gen.
12. Ver­pfle­gungs­zu­schüs­se, Aus­wärts­tä­tig­kei­ten und dop­pel­te Haus­halts­füh­rung[↑]
Unter Nr. 20 des Aus­drucks sind die steu­er­frei­en Ver­pfle­gungs­zu­schüs­se4 und die steu­er­frei­en geld­wer­ten Vor­tei­le aus einer Mahl­zei­ten­ge­stel­lung (tat­säch­li­cher Wert der Mahl­zeit) bei beruf­lich ver­an­lass­ten Aus­wärts­tä­tig­kei­ten zu beschei­ni­gen. Bei Anwen­dung des Sach­be­zugs­wer­tes haben die unent­gelt­li­che Gewäh­rung von Mahl­zei­ten sowie die Zuzah­lung des Arbeit­neh­mers zu gewähr­ten Mahl­zei­ten auf die Höhe der zu beschei­ni­gen­den Beträ­ge kei­nen Ein­fluss5.
Steu­er­freie Ver­gü­tun­gen bei dop­pel­ter Haus­halts­füh­rung sind unter Nr. 21 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen.
Unter Nr. 20 des Aus­drucks sind die steu­er­frei­en Ver­pfle­gungs­zu­schüs­se bei Aus­wärts­tä­tig­kei­ten zu beschei­ni­gen.
13. Zukunfts­si­che­rungs­leis­tun­gen[↑]
Bei der Beschei­ni­gung von Zukunfts­si­che­rungs­leis­tun­gen ist Fol­gen­des zu beach­ten:
a) Arbeit­ge­ber­an­teil zur Ren­ten­ver­si­che­rung
Der Arbeit­ge­ber­an­teil der Bei­trä­ge zu den gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­run­gen und an berufs­stän­di­sche Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen, die den gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­run­gen ver­gleich­ba­re Leis­tun­gen erbrin­gen6, ist getrennt unter Nr. 22 a) und b) des Aus­drucks aus­zu­wei­sen, der ent­spre­chen­de Arbeit­neh­mer­an­teil unter Nr. 23 a) und b). Glei­ches gilt für Bei­trä­ge, die auf Grund einer nach aus­län­di­schen Geset­zen bestehen­den Ver­pflich­tung an aus­län­di­sche Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger, die den inlän­di­schen Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gern ver­gleich­bar sind, geleis­tet wer­den.
Unter Nr. 22 a) und Nr. 23 a) sind auch Bei­trä­ge zur umla­ge­fi­nan­zier­ten Hüt­ten­knapp­schaft­li­chen Zusatz­ver­si­che­rung im Saar­land und die auf den Hin­zu­rech­nungs­be­trag nach § 1 Absatz 1 Satz 3 der SvEV basie­ren­den Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu beschei­ni­gen. Das Glei­che gilt für Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei gering­fü­gi­ger Beschäf­ti­gung, wenn die Lohn­steu­er nicht pau­schal erho­ben wur­de (der Arbeit­ge­ber­bei­trag in Höhe von 15 % oder 5 % und der Arbeit­neh­mer­bei­trag bei Ver­zicht auf die Ren­ten­ver­si­che­rungs­frei­heit). Bei gering­fü­gi­ger Beschäf­ti­gung gilt dies für den Arbeit­ge­ber­bei­trag auch dann, wenn der Arbeit­neh­mer auf die Ren­ten­ver­si­che­rungs­frei­heit nicht ver­zich­tet hat.
Arbeit­ge­ber­bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung für Beschäf­tig­te nach § 172 Absatz 1 SGB VI (z. B. bei wei­ter­be­schäf­tig­ten Rent­nern) gehö­ren nicht zum steu­er­pflich­ti­gen Arbeits­lohn; sie sind nicht als steu­er­freie Arbeit­ge­ber­an­tei­le im Sin­ne des § 3 Num­mer 62 EStG unter Nr. 22 a) zu beschei­ni­gen. Dies gilt auch, wenn die­ser Arbeit­neh­mer­kreis gering­fü­gig beschäf­tigt ist (§ 172 Absatz 3 und 3a SGB VI).
Zahlt der Arbeit­ge­ber bei Alters­teil­zeit steu­er­freie Bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung im Sin­ne des § 3 Num­mer 28 EStG, kön­nen die­se nicht als Son­der­aus­ga­ben berück­sich­tigt wer­den und sind daher nicht in der Beschei­ni­gung anzu­ge­ben. Wer­den dar­über hin­aus steu­er­pflich­ti­ge Bei­trä­ge zum Aus­schluss einer Min­de­rung der Alters­ren­te gezahlt, sind die­se als Son­der­aus­ga­ben abzieh­bar und des­halb unter Nr. 23 a) zu beschei­ni­gen.
In Fäl­len, in denen der Arbeit­ge­ber die Bei­trä­ge nicht unmit­tel­bar an eine berufs­stän­di­sche Ver­sor­gungs­ein­rich­tung, son­dern dem Arbeit­neh­mer einen zweck­ge­bun­de­nen steu­er­frei­en Zuschuss zahlt, darf der Arbeit­ge­ber unter Nr. 22 b) und Nr. 23 b) weder einen Arbeit­ge­ber-noch einen Arbeit­neh­mer­an­teil beschei­ni­gen. Der steu­er­freie Arbeit­ge­ber­zu­schuss kann in den nicht amt­lich beleg­ten Zei­len mit der Beschrei­bung „Steu­er­frei­er Arbeit­ge­ber­zu­schuss zu berufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen“ beschei­nigt wer­den.
b) Steu­er­freie Zuschüs­se zur Kran­ken­ver­si­che­rung und zur Pfle­ge­ver­si­che­rung
Steu­er­freie Zuschüs­se des Arbeit­ge­bers zur Kran­ken­ver­si­che­rung und zur sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung eines nicht kran­ken­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers, der in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung frei­wil­lig ver­si­chert ist, soweit der Arbeit­ge­ber zur Zuschuss­leis­tung gesetz­lich ver­pflich­tet ist, sind unter Nr. 24 des Aus­drucks ein­zu­tra­gen. Glei­ches gilt für Zuschüs­se des Arbeit­ge­bers zur Kran­ken-und Pfle­ge­ver­si­che­rung eines nicht kran­ken­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers, der eine pri­va­te Kran­ken-und Pfle­ge-Pflicht­ver­si­che­rung abge­schlos­sen hat (auch an aus­län­di­sche Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men) sowie für Zuschüs­se des Arbeit­ge­bers an aus­län­di­sche Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger, die den inlän­di­schen Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gern ver­gleich­bar sind. Nicht ein­zu­tra­gen ist der Arbeit­ge­ber­an­teil zur gesetz­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung.
c) Arbeit­neh­mer­an­teil zur Kran­ken­ver­si­che­rung
Der Arbeit­neh­mer­bei­trag zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bei pflicht­ver­si­cher­ten Arbeit­neh­mern ist unter Nr. 25 ein­zu­tra­gen. Dies gilt auch für die auf den Hin­zu­rech­nungs­be­trag nach § 1 Absatz 1 Satz 3 SvEV basie­ren­den Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge. Unter Nr. 25 sind auch Bei­trä­ge von Arbeit­neh­mern, die frei­wil­lig in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sind, zu beschei­ni­gen. Die Bei­trä­ge sind stets in vol­ler Höhe, d. h. gege­be­nen­falls mit Bei­trags­an­tei­len für Kran­ken­geld zu beschei­ni­gen.
d) Arbeit­neh­mer­an­teil zur Pfle­ge­ver­si­che­rung
Die Bei­trä­ge des Arbeit­neh­mers zur sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung sind unter Nr. 26 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen.
e) Arbeit­neh­mer­an­teil zur Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung
Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge zur Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sind unter Nr. 27 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen; dies gilt auch bei Bei­trags­zah­lun­gen an aus­län­di­sche Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger.
f) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei steu­er­frei­em Arbeits­lohn
Unter Nr. 22 bis 27 des Aus­drucks dür­fen kei­ne Bei­trä­ge oder Zuschüs­se beschei­nigt wer­den, die mit steu­er­frei­em Arbeits­lohn in unmit­tel­ba­rem wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hang ste­hen, z. B. Arbeits­lohn, der nach dem Aus­lands­tä­tig­keits­er­lass oder auf Grund eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens steu­er­frei ist. Glei­ches gilt in den Fäl­len, in denen Bei­trä­ge oder Zuschüs­se des Arbeit­ge­bers nicht nach § 3 Num­mer 62 EStG, son­dern nach einer ande­ren Vor­schrift steu­er­frei sind. Des­halb sind die Bei­trä­ge, die auf den nach § 3 Num­mer 63 Satz 3 EStG steu­er­frei­en Arbeits­lohn (zusätz­li­cher Höchst­be­trag von 1.800 €) ent­fal­len, nicht zu beschei­ni­gen, weil sie nicht als Son­der­aus­ga­ben abzieh­bar sind. Dies gilt auch für Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge des Arbeit­ge­bers, die im Zusam­men­hang mit nach § 3 Num­mer 2 EStG steu­er­frei­em Kurz­ar­bei­ter­geld ste­hen.
Im Fall der bei­trags­pflich­ti­gen Umwand­lung von Arbeits­lohn zuguns­ten einer Direkt­zu­sa­ge ober­halb von 4 % der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung sind die Bei­trä­ge unter Nr. 22 bis 27 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen (§ 14 Absatz 1 Satz 2 SGB IV).
Wer­den bei einem sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer Bei­trä­ge von pau­schal ver­steu­er­tem Arbeits­lohn (z. B. nach § 37b Absatz 2, § 40b EStG) erho­ben, sind die­se unter Nr. 22 bis 27 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen.
Bei steu­er­frei­en und steu­er­pflich­ti­gen Arbeits­lohn­tei­len im Lohn­zah­lungs­zeit­raum ist nur der Anteil der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu beschei­ni­gen, der sich nach dem Ver­hält­nis des steu­er­pflich­ti­gen Arbeits­lohns zum gesam­ten Arbeits­lohn des Lohn­zah­lungs­zeit­raums (höchs­tens maß­ge­ben­de Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze) ergibt. Hier­bei sind steu­er­pflich­ti­ge Arbeits­lohn­an­tei­le, die nicht der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht unter­lie­gen (z. B. Ent­las­sungs­ab­fin­dun­gen), nicht in die Ver­hält­nis­rech­nung ein­zu­be­zie­hen. Erreicht der steu­er­pflich­ti­ge Arbeits­lohn im Lohn­zah­lungs­zeit­raum die für die Bei­trags­be­rech­nung maß­ge­ben­de Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze, sind die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge des Lohn­zah­lungs­zeit­raums folg­lich ins­ge­samt dem steu­er­pflich­ti­gen Arbeits­lohn zuzu­ord­nen und in vol­lem Umfang zu beschei­ni­gen.
Wer­den Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge erstat­tet, sind unter Nr. 22 bis 27 nur die gekürz­ten Bei­trä­ge zu beschei­ni­gen.
g) Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge
Unter Nr. 28 des Aus­drucks sind die vom Arbeit­neh­mer nach­ge­wie­se­nen Bei­trä­ge zur pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung und pri­va­ten Pfle­ge-Pflicht­ver­si­che­rung zu beschei­ni­gen. Begüns­tigt sind nur die vom Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men beschei­nig­ten Bei­trä­ge über die Basis­ab­si­che­rung.
Es sind die kumu­lier­ten Monats­bei­trä­ge, die auf den Zeit­raum der Beschäf­ti­gung ent­fal­len, zu beschei­ni­gen. Dies gilt auch dann, wenn beim Lohn­steu­er­ab­zug in ein­zel­nen Kalen­der­mo­na­ten die Min­dest­vor­sor­ge­pau­scha­le zu berück­sich­ti­gen war oder bei fort­be­stehen­dem Dienst­ver­hält­nis kein Arbeits­lohn gezahlt wur­de (z. B. Krank­heit ohne Anspruch auf Lohn­fort­zah­lung). Unter­jäh­ri­ge Bei­trags­än­de­run­gen sind zu berück­sich­ti­gen. Bei der Ermitt­lung des zu beschei­ni­gen­den Bei­trags ist auf vol­le Monats­bei­trä­ge abzu­stel­len, auch wenn das Dienst­ver­hält­nis nicht den gan­zen Monat bestand.
Soweit Bei­trä­ge zur pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung und Pfle­ge-Pflicht­ver­si­che­rung nach­ge­wie­sen wer­den, jedoch kein Arbeits­lohn gezahlt wird, ist kei­ne Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung aus­zu­stel­len.
14.Versorgungsfreibetrag[↑]
Für die Ermitt­lung des bei Ver­sor­gungs­be­zü­gen nach § 19 Absatz 2 EStG zu berück­sich­ti­gen­den Ver­sor­gungs­frei­be­trags sowie des Zuschlags zum Ver­sor­gungs­frei­be­trag (Frei­be­trä­ge für Ver­sor­gungs­be­zü­ge) sind die Bemes­sungs­grund­la­ge des Ver­sor­gungs­frei­be­trags, das Jahr des Ver­sor­gungs­be­ginns und bei unter­jäh­ri­ger Zah­lung von Ver­sor­gungs­be­zü­gen der ers­te und letz­te Monat, für den Ver­sor­gungs­be­zü­ge gezahlt wer­den, maß­ge­bend.
Folgt ein Hin­ter­blie­be­nen­be­zug einem Ver­sor­gungs­be­zug, bestim­men sich der Pro­zent­satz, der Höchst­be­trag des Ver­sor­gungs­frei­be­trags und der Zuschlag zum Ver­sor­gungs­frei­be­trag für den Hin­ter­blie­be­nen­be­zug nach dem Jahr des Beginns des Ver­sor­gungs­be­zugs des Ver­stor­be­nen (§ 19 Absatz 2 Satz 7 EStG). Unab­hän­gig davon ist bei erst­ma­li­ger Zah­lung die­ses Hin­ter­blie­be­nen­be­zugs im lau­fen­den Kalen­der­jahr unter Nr. 31 des Aus­drucks eine unter­jäh­ri­ge Zah­lung zu beschei­ni­gen.
Ster­be­gel­der und Kapitalauszahlungen/​Abfindungen von Ver­sor­gungs­be­zü­gen sowie Nach­zah­lun­gen von Ver­sor­gungs­be­zü­gen, die sich ganz oder teil­wei­se auf vor­an­ge­gan­ge­ne Kalen­der­jah­re bezie­hen, sind als eigen­stän­di­ge zusätz­li­che Ver­sor­gungs­be­zü­ge zu behan­deln. Für die­se Bezü­ge sind die Höhe des gezahl­ten Brut­to­be­trags im Kalen­der­jahr und das maß­ge­ben­de Kalen­der­jahr des Ver­sor­gungs­be­ginns anzu­ge­ben. In die­sen Fäl­len sind die maß­ge­ben­den Frei­be­trä­ge für Ver­sor­gungs­be­zü­ge in vol­ler Höhe und nicht zeit­an­tei­lig zu berück­sich­ti­gen.
Der Arbeit­ge­ber ist ver­pflich­tet, die für die Berech­nung der Frei­be­trä­ge für Ver­sor­gungs­be­zü­ge erfor­der­li­chen Anga­ben für jeden Ver­sor­gungs­be­zug geson­dert im Lohn­kon­to auf­zu­zeich­nen (§ 4 Absatz 1 Num­mer 4 LSt­DV). Die hier­nach im Lohn­kon­to auf­ge­zeich­ne­ten Anga­ben zu Ver­sor­gungs­be­zü­gen sind in den Aus­druck wie folgt zu über­neh­men (§ 41b Absatz 1 Satz 2 EStG):
a) Ver­sor­gungs­be­zug, der lau­fen­den Arbeits­lohn dar­stellt
Unter Nr. 29 des Aus­drucks ist die nach § 19 Absatz 2 Sät­ze 4 bis 11 EStG ermit­tel­te Bemes­sungs­grund­la­ge für den Ver­sor­gungs­frei­be­trag (das Zwölf­fa­che des Ver­sor­gungs­be­zugs für den ers­ten vol­len Monat zuzüg­lich vor­aus­sicht­li­cher Son­der­zah­lun­gen) ein­zu­tra­gen. In die Bemes­sungs­grund­la­ge sind auch zusätz­lich zu den lau­fen­den Ver­sor­gungs­be­zü­gen gewähr­te wei­te­re Zuwen­dun­gen und geld­wer­te Vor­tei­le (z. B. steu­er­pflich­ti­ge Fahrt­kos­ten­zu­schüs­se, Frei­fahrt­be­rech­ti­gun­gen, Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren) ein­zu­be­zie­hen.
Unter Nr. 30 ist das maß­ge­ben­de Kalen­der­jahr des Ver­sor­gungs­be­ginns (vier­stel­lig) zu beschei­ni­gen.
Unter Nr. 31 ist nur bei unter­jäh­ri­ger Zah­lung eines lau­fen­den Ver­sor­gungs­be­zugs der ers­te und letz­te Monat (zwei­stel­lig mit Bin­de­strich, z. B. „02 ‑12“ oder „01 ‑08“), für den Ver­sor­gungs­be­zü­ge gezahlt wur­den, ein­zu­tra­gen. Dies gilt auch bei unter­jäh­ri­gem Wech­sel des Ver­sor­gungs­trä­gers.
b) Ver­sor­gungs­be­zug, der einen sons­ti­gen Bezug dar­stellt
Ster­be­gel­der, Kapitalauszahlungen/​Abfindungen von Ver­sor­gungs­be­zü­gen und die als sons­ti­ge Bezü­ge zu behan­deln­den Nach­zah­lun­gen von Ver­sor­gungs­be­zü­gen, die in Nr. 3 und Nr. 8 des Aus­drucks ent­hal­ten sind, sind unter Nr. 32 geson­dert zu beschei­ni­gen.
Nach § 34 EStG ermä­ßigt zu besteu­ern­de Ver­sor­gungs­be­zü­ge für meh­re­re Kalen­der­jah­re sind dage­gen nur unter Nr. 9 des Aus­drucks zu beschei­ni­gen. Zusätz­lich ist zu den in Nr. 9 oder Nr. 32 beschei­nig­ten Ver­sor­gungs­be­zü­gen jeweils unter Nr. 30 des Aus­drucks das Kalen­der­jahr des Ver­sor­gungs­be­ginns anzu­ge­ben.
c) Meh­re­re Ver­sor­gungs­be­zü­ge
Fällt der maß­ge­ben­de Beginn meh­re­rer lau­fen­der Ver­sor­gungs­be­zü­ge in das­sel­be Kalen­der­jahr (Nr. 30 des Aus­drucks), kann der Arbeit­ge­ber unter Nr. 29 des Aus­drucks die zusam­men­ge­rech­ne­ten Bemes­sungs­grund­la­gen die­ser Ver­sor­gungs­be­zü­ge in einem Betrag beschei­ni­gen. In die­sem Fall sind auch die unter Nr. 8 zu beschei­ni­gen­den Ver­sor­gungs­be­zü­ge zusam­men­zu­fas­sen.
Bei meh­re­ren als sons­ti­ge Bezü­ge gezahl­ten Ver­sor­gungs­be­zü­gen mit maß­ge­ben­dem Ver­sor­gungs­be­ginn in dem­sel­ben Kalen­der­jahr kön­nen die Nr. 8 und/​oder Nr. 9 sowie Nr. 30 und Nr. 32 zusam­men­ge­fasst wer­den. Glei­ches gilt, wenn der Ver­sor­gungs­be­ginn lau­fen­der Ver­sor­gungs­be­zü­ge und als sons­ti­ge Bezü­ge gezahl­ter Ver­sor­gungs­be­zü­ge in das­sel­be Kalen­der­jahr fällt.
Bei meh­re­ren lau­fen­den Ver­sor­gungs­be­zü­gen und als sons­ti­ge Bezü­ge gezahl­ten Ver­sor­gungs­be­zü­gen mit unter­schied­li­chen Ver­sor­gungs­be­gin­nen nach § 19 Absatz 2 Satz 3 EStG sind die Anga­ben zu Nr. 8 und/​oder Nr. 9 sowie Nr. 29 bis 32 jeweils getrennt zu beschei­ni­gen.
15.Kindergeld im öffent­li­chen Dienst[↑]
Unter Nr. 33 des Aus­drucks ist die Sum­me des vom Arbeit­ge­ber an Ange­hö­ri­ge des öffent­li­chen Diens­tes im Kalen­der­jahr aus­ge­zahl­ten Kin­der­gel­des zu beschei­ni­gen, wenn es zusam­men mit den Bezü­gen oder dem Arbeits­ent­gelt aus­ge­zahlt wird (§ 72 Absatz 7 Satz 1 EStG).
16.Betriebsstätten-Finanzamt[↑]
In der letz­ten Zei­le des Aus­drucks ist stets das Finanz­amt, an das die Lohn­steu­er abge­führt wur­de, und des­sen vier­stel­li­ge Num­mer ein­zu­tra­gen. Bei Finanz­amts­au­ßen­stel­len mit eige­ner Num­mer ist die­se Num­mer ein­zu­tra­gen.
17. Sons­ti­ge, frei­wil­li­ge Anga­ben
In den nicht amt­lich beleg­ten Zei­len des Aus­drucks sind frei­wil­lig vom Arbeit­ge­ber über­mit­tel­te Daten zu beschei­ni­gen, z. B.
„Arbeit­neh­mer­bei­trag zur Win­ter­be­schäf­ti­gungs-Umla­ge”,
bei Arbeit­ge­ber­bei­trä­gen zur Zusatz­ver­sor­gung, die nach den Merk­ma­len der Lohn­steu­er­kar­te ver­steu­ert wur­den:
„Steu­er­pflich­ti­ger Arbeit­ge­ber­bei­trag zur Zusatz­ver­sor­gung”,
„Arbeit­neh­mer­bei­trag zur Zusatz­ver­sor­gung”,
bei Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te: „Anzahl der Arbeits­ta­ge”,
bei steu­er­frei­em Fahrt­kos­ten­er­satz für beruf­lich ver­an­lass­te Aus­wärts­tä­tig­kei­ten: „Steu­er­freie Fahrt­kos­ten bei beruf­lich ver­an­lass­ter Aus­wärts­tä­tig­keit”,
„Ver­sor­gungs­be­zü­ge für meh­re­re Kalen­der­jah­re, die nicht ermä­ßigt besteu­ert wur­den ‑in 3. und 8. ent­hal­ten”.
Außer­dem sind wei­te­re, nicht der Finanz­ver­wal­tung über­mit­tel­te Anga­ben zuläs­sig, etwa betriebs­in­ter­ne, für den Arbeit­neh­mer bestimm­te Infor­ma­tio­nen. Dies ist jedoch ent­spre­chend zu kenn­zeich­nen.
18. For­ma­lia
Der Aus­druck der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung kann von dem amt­li­chen Mus­ter abwei­chen, wenn er sämt­li­che Anga­ben in der­sel­ben Rei­hen­fol­ge des amt­li­chen Mus­ters ent­hält.
Die Anschrift des Arbeit­neh­mers kann im Aus­druck ‑abwei­chend von der im Daten­satz elek­tro­nisch über­mit­tel­ten Adres­se ‑so gestal­tet sein, dass sie den Gege­ben­hei­ten des Unter­neh­mens ent­spricht (z. B. Über­mitt­lung durch Haus­post, Aus­lands­zu­stel­lung). Ein­tra­gungs­fel­der (Tabel­len) mit zeit­raum­be­zo­ge­nen Anga­ben (His­to­rie) kön­nen varia­bel ‑je nach Fül­lungs­grad ‑aus­ge­druckt wer­den. Es ist dar­auf zu ach­ten, dass die Identifikationsnummer/​eTIN bei Benut­zung von Fens­ter­brief­um­hül­lun­gen im Adress­feld nicht sicht­bar ist.
Neben der Anschrift des Arbeit­ge­bers ist die Steu­er­num­mer sei­ner lohn­steu­er­li­chen Betriebs­stät­te anzu­ge­ben. Hat ein Drit­ter für den Arbeit­ge­ber die lohn­steu­er­li­chen Pflich­ten über­nom­men, ist die Anschrift und Steu­er­num­mer des Drit­ten anzu­ge­ben.
Damit gewähr­leis­tet ist, dass die Daten der elek­tro­ni­schen Lohnsteuerbescheinigung(en) der Finanz­ver­wal­tung voll­stän­dig zur Ver­fü­gung ste­hen, muss nach der elek­tro­ni­schen Über­mitt­lung das Ver­ar­bei­tungs­pro­to­koll abge­ru­fen wer­den. Im Aus­druck der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung ist als Trans­fer­ti­cket die elek­tro­nisch ver­ge­be­ne Quit­tungs­num­mer des Ver­ar­bei­tungs­pro­to­kolls anzu­ge­ben, soweit dies tech­nisch mög­lich ist.
Eine Kor­rek­tur der elek­tro­nisch an das Finanz­amt über­mit­tel­ten Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung ist zuläs­sig, wenn es sich um eine blo­ße Berich­ti­gung eines zunächst unrich­tig über­mit­tel­ten Daten­sat­zes han­delt7.
Stel­len Nach­zah­lun­gen lau­fen­den Arbeits­lohn dar, sind die­se für die Berech­nung der Lohn­steu­er den Lohn­zah­lungs­zeit­räu­men zuzu­rech­nen, für die sie geleis­tet wer­den8. Wird eine sol­che Nach­zah­lung nach Been­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses im sel­ben Kalen­der­jahr für Lohn­zah­lungs­zeit­räu­me bis zur Been­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses geleis­tet, ist die bereits erteil­te und über­mit­tel­te Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zu kor­ri­gie­ren. Sons­ti­ge Bezü­ge, die nach Been­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses oder in fol­gen­den Kalen­der­jah­ren gezahlt wer­den, sind geson­dert zu beschei­ni­gen; als Dau­er des Dienst­ver­hält­nis­ses ist in die­sen Fäl­len der Monat der Zah­lung anzu­ge­ben.
II. Beson­de­re Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen ohne maschi­nel­le Lohn­ab­rech­nung[↑]
Die unter I. Nr. 1 bis 16 auf­ge­führ­ten Rege­lun­gen für den Aus­druck der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung gel­ten für die Aus­schrei­bung von Beson­de­ren Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen für das Kalen­der­jahr 2011 durch den Arbeit­ge­ber ohne maschi­nel­le Lohn­ab­rech­nung ent­spre­chend. Die Anga­ben zu Bei­trä­gen zur pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung und pri­va­ten Pfle­ge-Pflicht­ver­si­che­rung [vgl. I. Nr. 13 f)] und zu Ver­sor­gungs­be­zü­gen (vgl. I. Nr. 14) sind in nicht benö­tig­ten Fel­dern ein­zu­tra­gen.
Der Vor­druck „Beson­de­re Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung für das Kalen­der­jahr 2011“ wird dem Arbeit­ge­ber auf Anfor­de­rung kos­ten­los vom Finanz­amt zur Ver­fü­gung gestellt.
Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 23. August 2010 – IV C 5 ‑S 2378÷09÷10006 [2010/​0280343]
Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Beru­fungs­in­stanz und die… Ver­säumt eine mit­tel­lo­se Par­tei die Frist zur Beru­fungs­ein­le­gung und Beru­fungs­be­grün­dung, kommt eine Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand nach Ent­schei­dung über die bean­trag­te Pro­zess­kos­ten­hil­fe nur in Betracht, wenn die Mit­tel­lo­sig­keit für…
Direkt­ver­si­che­rung Eine Mög­lich­keit der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung ist der Abschluss einer Direkt­ver­si­che­rung, deren Abschluss jeder Arbeit­neh­mer von sei­nem Arbeit­ge­ber (im Wege der Gehalts­um­wand­lung) ver­lan­gen kann. Eine sol­che Direkt­ver­si­che­rung kann aber auch hel­fen,…
Mahl­zei­ten­ge­stel­lung bei Aus­wärts­tä­tig­keit Im Novem­ber 2008 ent­schied der Bun­des­fi­nanz­hof, dass Auf­wen­dun­gen für Mahl­zei­ten, die zur Be­kös­ti­gung der Ar­beit­neh­mer an­läss­lich einer Aus­wärt­s­tä­tig­keit ab­ge­ge­ben wer­den, mit den tat­säch­li­chen Wer­ten und nicht mit den Wer­ten der…
Feh­ler­haf­te Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen für 2010 Feh­ler­haft aus­ge­stell­te Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen des Jah­res 2010 wer­den bei der Ein­kom­men­steu­er­ver­an­la­gung ”maschi­nell erkannt“, ver­si­chert die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag. Im Regel­fall wer­de daher kei­ne…
Bau­lohn­ab­rech­nung: Wor­auf ist zu ach­ten? Eine Bau­lohn­ab­rech­nung ent­spricht grund­sätz­lich einer Lohn­ab­rech­nung. Lohn ist das Ent­gelt eines Arbeit­neh­mers für den Ein­satz sei­ner Arbeits­kraft inner­halb einer Fir­ma. Es han­delt hier­bei um ein stun­den­wei­se abzu­rech­nen­des Ent­gelt. Dem­ge­gen­über steht…
vgl. BMF, Schrei­ben vom 09.11.2009, BSt­Bl I Sei­te 1313↩
Für Ein­zel­hei­ten sie­he BMF, Schrei­ben vom 27.01.2004, BSt­Bl I Sei­te 173, Text­zif­fer II. 1↩
vgl. BMF, Schrei­bens vom
27.01.2004, a. a. O., Text­zif­fer II. 2↩
vgl. BMF, Schrei­ben vom 27.01.2004, a. a. O., Text­zif­fer III. 7↩
vgl. BMF, Schrei­ben vom 13.07.2009, BSt­Bl I Sei­te 771↩
vgl. BMF, Schrei­ben vom 07.02.2007, BSt­Bl I Sei­te 262↩
R 41c.1 Absatz 7 LStR↩
R 39b.5 Absatz 4 Satz 1 LStR↩
LohnsteuerbescheinigungLohnsteuerkarte

References: § 8
 § 39
 § 41
 § 3
 § 8
 § 8
 § 3
 § 19
 § 19
 § 34
 § 8
 § 3
 § 1
 § 172
 § 3
 § 3
 § 1
 § 3
 § 3
 § 3
 § 37
 § 40
 § 19
 § 19
 § 34
 § 19