Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-augsburg-auftragsbekanntmachung-3/
Timestamp: 2018-10-22 18:29:25+00:00

Document:
2018/S 188-425014
Hauptadresse: http://www.augsburg.de
Kontaktstelle(n): Meixner + Partner Projektsteuerung GmbH
Generalsanierung Kanu-Olympiagelände, Freianlagenplanungsleistungen LPH 1-9
Generalsanierung und denkmalgerechte Anpassung der Gebäude, Trainings- und Wettkampfstrecken und Außenanlagen des Olympiaparks am Eiskanal. Die Schwerpunktsetzung liegt darauf, die Gesamtanlage für die Erfordernisse des heutigen und zukünftigen Leistungs- und Breitensports zu ertüchtigen und gleichzeitig Aspekte der nachhaltigen Nutzung nach der Weltmeisterschaft 2022 inhaltlich zu entwickeln und konzeptionell umzusetzen.
Gegenstand dieses Verfahrens: Freianlagenplanung
Die Stadt Augsburg, vertreten durch den Ordnungsreferenten, dieser vertreten durch die AGS-Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung GmbH, beabsichtigt die Vergabe der Freianlagenplanungsleistungen, für die Leistungsphasen 1-9 gem. § 38 bis § 40 mit Anlage 11 HOAI 2013, mit stufenweiser Beauftragung und ggf. besonderen Leistungen, für die Generalsanierung des Kanu-Olympiageländes am Eiskanal in Augsburg.
Die Anlage wurde zu den Olympischen Sommerspielen 1972 gegründet und wird seither sowohl für den Bereitensport bis hin zum Spitzensport genutzt.
Ziel ist es, die gesamte Anlage zu modernisieren, um den aktuellen Anforderungen des Weltverbandes (ICF) gerecht zu werden, so dass auch in Zukunft hochkarätige Kanuwettkämpfe hier stattfinden können.
Die Außenanlagen entlang der Wettkampfstrecke werden als Besucherstehplätze genutzt und müssen umfassend saniert werden.
Es besteht Modernisierungsbedarf der Freianlagen unter Berücksichtigung der barrierefreien Erschließung von Gaststätte und WC-Anlagen, Ergänzungen der Strecke, sowie weiterer Aspekte zur Durchführung der Kanu-WM 2022 auf dem Gelände. Die Aspekte des Denkmalschutzes der Gesamtanlage (eingestuftes Baudenkmal), sowie die Festlegungen des Naturschutzes (FFH-Gebiet), des Trinkwasserschutzes und der UNESCO-Weltkulturerbe-Bewerbung (touristische Aspekte), sowie die Belange des Breiten- und Leistungssportes „Kanu“ und der Freizeitnutzung für die Bürger sind zu beachten. Die Maßnahme erfolgt im laufenden Sportbetrieb.
Die Baumaßnahme besteht aus der Sanierung des Freigeländes, einschließlich Neubau Starthaus und Sprecherturm an der Strecke, Neuerrichtung Logistikgebäude mit WC-Anlage entlang der Strecke, Schadstoffsanierung, Modernisierung der Eiskanal-Strecke inkl. Übertragungstechnik, Wertungsstellen und Toranlagen, Beleuchtung der Wettkampfstrecke, Erneuerung der maroden Stehtribünen.
Die Generalsanierung des Gaststättengebäudes (Nutzung während der WM als Wettkampf-Organisationszentrum/Presse/VIP), die Generalsanierung der Bootshäuser (Nutzung während der WM für Volunteers und Betreuung der Athleten), die Sanierung des Kampfrichterturms (inkl. Verlagerung des derzeit hier untergebrachten Kajak-Museums), ggf. die Sanierung des Kegelzentrums (Nutzung während der WM für Veranstaltungslogistik und Lager der Nationen) sowie die Errichtung eines Provisioriums zur Auslagerung des Vereinssportes und zur Durchführung des Worldcups und der Olympiaqualifikation 2020 während der Bauzeit sind Bestandteil eines eigenen Verfahrens für Objektplaner Gebäude und deshalb kein Bestandteil dieses Verfahrens.
Die bestehenden Gebäude des Bundesleistungszentrum (Nutzung während der WM für Anti-Doping und Teamleader-Meetings), sollen unverändert bleiben und sind deshalb ebenfalls nicht Bestandteil des Verfahrens.
Die im Rahmen dieser genannten baulichen Maßnahmen erforderlichen Leistungen aus dem Bereich der Freianlagenplanung (Erschließung der Gebäude im Außenbereich u.ä.) sind Bestandteil des Verfahrens.
Ein Architekturbüro hat eine Machbarkeitsstudie im Zuge der Bewerbung um die WM 2022 erstellt. Diese Studie wird – ebenso wie die Bestandspläne – allen Teilnehmern, die zur Vergabeverhandlung eingeladen werden, zur Verfügung gestellt.
Aufgrund der Dringlichkeit wegen des WM-Zeitpunktes wird die Angebotsfrist verkürzt, gem. § 17 (7) VgV.
Die Vergabeverhandlung findet voraussichtlich Ende November / Anfang Dezember 2018 statt, die Auftragsvergabe im Dezember 2018 / Januar 2019.
Der Planungsbeginn ist direkt im Anschluss, Baubeginn Anfang 2020, Training der Nationen Frühjar 2021, Fertigstellung und Inbetriebnahme zwingend bis Frühjahr 2022.
Freianlagenplanung gem. § 39 ff. HOAI mit Anlage 11, Stand 2013
Stufe 1: LPH 1+2
Stufe 2: LPH 3+4
Stufe 4: LPH 8+9
Zunächst wird die Stufe 1 beauftragt.
a) Erklärung des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft über den Gesamtumsatz des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2015, 2016, 2017) gem. § 45 Abs. 1 Nr. 1 VgV. Mindestanforderung ist ein Gesamtumsatz (Jahresmittel) von 350 000 EUR brutto.
b) Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung gem. § 45 Abs. 1 Nr. 1 bzw. 4 VgV. Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung über 2 000 000 EUR für Personenschäden und über 2 000 000 EUR für Sachschäden bei einem Versicherungsunternehmen, das in einem Mitgliedsstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen ist. Die Ersatzleistung des Versicherers muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme pro Jahr betragen. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben. Die Versicherung kann bereits ständig abgeschlossen sein oder im Auftragsfall projektbezogen abgeschlossen werden.
a) Erklärung des Bewerbers bzw. der Bewerbergem. über die Anzahl der festang. MA und der Führungskräfte in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2015, 2016, 2017) gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV. Mindestanforderung ist ein jährliches Mittel von 4 technischen, festangestellten Vollzeit-Mitarbeitern inklusive Geschäftsführung. Freie Mitarbeiter sind wie Unterauftragnehmer im Teilnahmeantrag aufzuführen. Die „Verpflichtungserklärung bei Unteraufträgen“ im Teilnahmeantrag unter Anlage 1 ist von den freien Mitarbeitern auszufüllen.
b) Angabe der Fachkräfte gem. § 46 Abs. 3 Nr. 2 VgV, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, d.h. eindeutige Benennung des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters. Erklärung des Bewerbers über die Berufsqualifikation des Projektleiters und der stellvertretenden Projektleites gem. § 75 VgV.
Die Person des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters erfüllen die fachlichen Anforderungen, wenn sie berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt“ (Eintragung Architektenkammer, Bauvorlageberechtigung) (im Sinne des § 75 Abs. 1 VgV) oder „Dipl.-Ing. Landespflege“ oder gleichwertig (im Sinne des § 75 Abs. 2 VgV) im jeweiligen Herkunftsstaat des Bewerbers (Sitz des Bewerbers) zu führen. Falls im jeweiligen Herkunftsstaat die Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt“ oder „Ingenieur“ nicht gesetzlich geregelt sein sollte, sind vergleichbare fachliche Qualifikationen nachzuweisen, also Befähigungsnachweise vorzulegen, deren Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG – Berufsanerkennungsrichtlinie – gewährleistet ist.
c) Die Berufserfahrung des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleters im Leistungsbild Freianlagenplanung ist jeweils durch Vorlage eines aussagekräftigen Lebenslaufes mit Abschlussurkunde (Diplom, Master, Bachelor o. vgl.) nachzuweisen. Mindestanforderung sind acht Jahre Berufserfahrung für den Projektleiter und 5 Jahre für den stellvertretenden Projektleiter im Leistungsbild Freianlagenplanung.
d) Angabe von mindestens 2 Referenzen. Referenzen können nicht mehrfach eingereicht werden.
Im Falle einer ARGE ist von jedem ARGE-Partner mind. eine Referenz einzureichen.
Der Referenzzeitraum muss zwischen 1.1.2006 – 1.9.2018 liegen, LPH 2 darf nicht vor diesem Zeitraum begonnen und LPH 8 muss in diesem Zeitraum abgeschlossen sein.
— Bezeichnung des beauftragten Büros bzw. ggf. ARGE,
— ggf. Benennung der Unterauftragnehmer,
— Bauvolumen,
— Leistungsphasen,
— Freianlagen-Projekt mit öffentlicher Nutzung
— Vergleichbarkeit der Planungsanforderungen
— Einhaltung Kosten- und Terminrahmen,
— Projektleiter und stellvertretender Projektleiter
— spezielle Anforderungen für Sportveranstaltungen
— Bauzeit <=1,5 Jahre
— Denkmalschutz
— Zusammenarbeit mit einem öffentlichen Auftraggeber bzw. Einhaltung einschlägiger Vergaberichtlinien.
— Projektdarstellung des Referenzprojekts auf höchstens 2 DIN A4-Seiten oder einer DIN A3-Seite, graphische Darstellung z. B. mit Plänen, Fotos etc. und Beschreibung in Textform.
Siehe Ziffer III.1.3)
b) Während der Bewerbungsphase sind Rückfragen ausschließlich in schriftlicher Form an die Kontaktstelle unter VgV@meixner-partner.de zu richten.
Ist der Teilnahmeantrag bereits versandt worden, so ist dem Auftraggeber bis zum Ende der Teilnahmefrist per E-Mail, an die zu vor genannte E-Mail-Adresse, mitzuteilen, sofern
Deutschland, Garching b. München: Results of design contests

References: § 38
 § 40
 § 17
 § 39
 § 45
 § 45
 § 46
 § 46
 § 75
 § 75
 § 75