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ZKBW-Dialog Nr. 71 vom 24.03.2012 [BSZ Wiki]
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SWB-Online-Fernleihe – Verbundübergreifende Fernleihe
10. Anwendertreffen Fernleihe
Fernleih-Erweiterungen in die Produktion übernommen
Vertrag zur Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche für den Versand von Kopien im innerbibliothekarischen Leihverkehr
Untersuchungen zu nicht abgeholten Fernleihlieferungen
Büchertransport der Region Baden-Württemberg – Jahresbericht 2010
Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek - Europäisches Zeitungsportal vor dem Start - Umfrage zum Stand der Digitalisierung – Schwerpunktthema DDB in BuB
Online-Recht / Urheberrecht / Open Access
Adressendatei der ZDB für Museen ausgebaut
Weitere Informationen zum Thema Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche
GBV (Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin, Niedersachsen, Norddeutschland, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin
Ausgewählte Literaturhinweise zum Thema Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche
ZKBW-Dialog Nr. 71 vom 24.03.2012
Am 19.01.2012 fand das 10. Anwendertreffen Fernleihe in der WLB Stuttgart statt. Das BSZ berichtete ausführlich von den Ergebnissen und Empfehlungen zweier überregionaler Treffen:
Die Sitzung der (verbundübergreifenden) AG Leihverkehr vom 07.12.2011 in Göttingen beschäftigte sich u. a. mit folgenden Themen: - neues Format in der Bibliotheksdatei; - Vertrag zur Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche für den Kopienversand (s. a. weiter unten); - elektronische Ressourcen im Leihverkehr; - verbundübergreifende Fernleihe: Der aktuelle Stand ist den Status-Matrixen zu den VFL-Diensten (http://www.gbv.de/wikis/cls/Status-Matrixen_zu_den_VFL-Diensten) zu entnehmen (Anm.: Basisdienst Beschleunigung der Aufsatzfernleihe = verbundübergreifende elektronische Dokumentlieferung); - verbundübergreifende elektronische Dokumentlieferung: die verbundübergreifende elektronische Dokumentlieferung des SWB mit dem BVB und seit Anfang März 2012 mit HeBIS ist aktiv, mit dem GBV in Arbeit; - Tätigkeitsberichte der AG Transport und der AG Technik.
Der Erfahrungsaustausch Überregionaler Leihverkehr findet alle zwei Jahre statt. Im letzten Jahr trafen sich die Kolleginnen und Kollegen am 26.10.2011 im hbz in Köln. Der Erfahrungsaustausch beschäftigte sich u. a. mit Fernleihbestellungen auf E-Medien, Barcodes auf Begleitschreiben, dem Einleger „Kopierverbot“, Neuigkeiten aus der AG Transport und dem Internationalen Leihverkehr. Das vollständige Protokoll des Erfahrungsaustauschs Überregionaler Leihverkehr kann im BSZ-Wiki abgerufen werden. Der nächste Erfahrungsaustausch wird 2013 in München stattfinden.
Anschließend erstattete das BSZ wie bei jedem Anwendertreffen einen Statusbericht zur verbundinternen und - übergreifenden Fernleihe und arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmern eine Liste von Aufgaben ab.
Das BSZ hat am 16.02.2012 Erweiterungen der SWB-Online-Fernleihe von der Testumgebung in die Produktion (das Bestellsystem) übernommen. Damit wird die Nutzung der SWB-Online-Fernleihe noch komfortabler. Die wesentlichen Erweiterungen sind: •	Elektronische Dokumentlieferung zwischen dem SWB und HeBIS; •	verbundübergreifende Nachrecherche mit Autor, Titel und Jahr, wenn keine ISBN/ISSN vorhanden ist; •	Vormerkungen: der Vormerkbutton wird nur bei den Bibliotheken angezeigt, die auch Vormerkungen akzeptieren.
Die Bundesrepublik Deutschland und die Länder haben mit den Verwertungsgesellschaften VG WORT und VG BILD-KUNST zur Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche nach § 53 a UrhG einen Vertrag für den Versand von Kopien im innerbibliothekarischen Leihverkehr nach § 15 der Leihverkehrsordnung (LVO) geschlossen. Der innerbibliothekarische Leihverkehr erfasst den Versand von Bibliothek zu Bibliothek sowie die anschließende Aushändigung des körperlichen Werkexemplars (der Kopie), ggf. nach Ausdruck, an nicht gewerbliche Endnutzer. Vertragsgegenstand sind der postalische Versand, der Versand per Fax sowie der Versand einer PDF-Datei als Anhang einer E-Mail zwischen Bibliotheken ausschließlich von Deutschland aus und nach Deutschland. Die Kultusministerkonferenz (KMK) meldet über die Bibliotheksverbünde – derzeit BVB, GBV, HeBIS, hbz, KOBV, SWB - das positiv erledigte Versandaufkommen im Leihverkehr der in ihren Zuständigkeiten befindlichen Lieferbibliotheken an die VG WORT. Die VG WORT stellt die sich aufgrund des Versandaufkommens ergebende Vergütung der KMK jährlich bis zum 31.03. in Rechnung und gewährt bei Rechnungsstellung einen pauschalen Nachlass in Höhe von 1,3% für den Anteil an urheberrechtlich gemeinfreien Werken. Bund und Länder entrichten die Vergütung nach dem zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verhältnis binnen vier Wochen nach Rechnungsstellung an die VG WORT. Der auf die Länder entfallende Anteil wird auf sie nach dem Königsteiner Schlüssel umgelegt. Für das Jahr 2010 haben die Vertragsparteien eine Pauschale in Höhe von 500.000 Euro, für das Jahr 2011 eine Pauschale in Höhe von 540.000 Euro vereinbart. Diese Pauschalen werden aus zentralen Mitteln finanziert. Ab dem 01.01.2012 haben die Vertragsparteien als angemessene Vergütung einen Tarif in Höhe von 1,50 Euro für jede erledigte und ausgelieferte Bestellung vereinbart. Für die Bibliotheken besteht keine Vergütungspflicht, da Bund und Länder die aufgrund des Versandaufkommens geschuldete Vergütung nach dem zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verhältnis entrichten. Der Vertrag kann von der Website des dbv heruntergeladen werden (http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/2012-01-30_Gesamtvertrag_53a_LV.pdf).
Zwei Untersuchungen beschäftigten sich 2011 mit dem Thema 'nicht abgeholte Fernleihlieferungen'. Die UB Bielefeld versuchte im Erhebungszeitraum Januar bis Juni 2011 anhand eines Fragebogens Antworten auf die Frage zu erhalten, warum Nutzer die für sie bestellten und gelieferten Medien nicht abgeholt haben; die UB Duisburg-Essen, Campus Essen, beschränkte sich auf eine Zählung der nicht abgeholten Fernleihen im Kalenderjahr 2011.
Untersuchung der UB Bielefeld: Ausgehend von circa 2.500 Bestellungen im Monat wurden im Durchschnitt circa 150 Lieferungen nicht abgeholt (= circa 6 %). Das Abholverhalten der Nutzer bei Zeitschriftenaufsätzen (Scans) wurde nicht berücksichtigt. Knapp 300 Nutzer wurden per Mail angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, um die individuellen Gründe dafür zu ermitteln. Die Rücklaufquote für den Fragebogen betrug über 50 %. Die am häufigsten angegebenen Gründe für die Nicht-Abholung waren: Ich habe es vergessen: 21 %; die Lieferzeiten waren zu lange: 21 %; Ich war verreist: 17 %; Ich habe keine Benachrichtigung erhalten: 12 %. Die letzte Begründung wurde genauer geprüft. Es stellte sich bei nahezu jedem Fall heraus, dass die Nutzer als Mail-Anbieter „web.de“ bzw. „gmx.de“ gewählt hatten und der limitierte Speicherplatz der Anbieter die Ursache für die Nichtzustellung der Benachrichtigungs-Mail war.
Untersuchung der UB Duisburg-Essen, Campus Essen: 2011 wurden von insgesamt 33.810 gelieferten rückgabepflichtigen Medien 1.703 nicht abgeholt (rund 5 %).
Die beiden statistischen Untersuchungen decken sich weitgehend mit einer Analyse an der ULB Münster, die in Heft 6/1996 der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST veröffentlicht wurde: 4,1 % (= 142 Bände) von insgesamt 3.482 bereitgelegten Bänden wurden nicht abgeholt. Das zeigt, dass sich das Nutzerverhalten über 15 Jahre hinweg nur marginal verändert hat. Zwischen 4 und 6 % aller Fernleihbände werden in den nehmenden Bibliotheken nicht abgeholt.
Die Statistik der Büchertransportdienste der baden-württembergischen Bibliotheken zeigt erneut ein hohes Transportaufkommen der Fernleihe: Der Austausch zwischen den Bibliotheken des Landes ist beim Bücherauto nochmals um 5,8 % gestiegen und nahm bei den Containerdiensten um 2,4 % zu. Der Containerversand an andere Leihverkehrsregionen wuchs um durchschnittlich 1,4 %. Insgesamt wurden 314.514 Bände (+ 6,2 %) transportiert. Diese Zahlen verdeutlichen von Neuem, wie wichtig die Büchertransportdienste für eine schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind.
Bücherautodienst: Mit dem Bücherauto wurden insgesamt 203.828 Bände an baden-württembergische Bibliotheken geliefert. Im Vorjahr waren es 192.601 Bände, was einer Zunahme von 11.227 Bänden (+ 5,8 %) entspricht. Pro Band sind wie im Vorjahr 0,47 Euro an Kosten entstanden. In diesen Kosten sind auch die Containeranbindungen an die UB Heidelberg, Bibliothek der Universität Konstanz, UB Mannheim und das kiz Ulm enthalten, deren Bände über das Transportzentrum an die KIT-Bibliothek Karlsruhe mit dem Bücherauto an die weiteren Bibliotheken des Landes transportiert werden. Darüber hinaus werden Sendungen für die überregionalen Containerdienste dem Bücherauto mitgegeben, die über das Transportzentrum verschickt werden.
Containerdienste: Innerhalb von Baden-Württemberg wurden 3.945 Container verschickt. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Mit dem überregionalen Containerversand wurden insgesamt 104.989 Bände in 3.307 Containern transportiert. Dies bedeutet eine leichte Zunahme um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Mit durchschnittlich 32 Bänden waren die Container weiterhin voll beladen. Ein Vergleich zwischen den Leihverkehrsregionen macht deutlich, dass wiederum mehr Sendungen von und nach Bayern verschickt wurden (2,3 %). Insgesamt wurden 43.580 Bände nach Bayern geliefert. Die Regionen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wurden über die Logistikzentrale Göttingen mit 46.246 Bänden beliefert (+ 8,6 %). Mit 15.163 Bänden (- 17,5 %) ist das Saarland auch weiterhin wichtiger Fernleihpartner in der SWB-Verbundregion (nach der Zusammenfassung von Hannsjörg Kowark).
Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist der nationale Beitrag zur Europeana, die Kulturgüter aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weltweit zugänglich machen will. Seit Sommer 2007 arbeitet ein Kompetenznetzwerk mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen an der Umsetzung der DDB, die in der Endstufe rund 30.000 Kultureinrichtungen vernetzen soll. Ende 2011 hat das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS die erste technische Ausbaustufe abgeschlossen. Die Freischaltung im Internet ist für dieses Jahr vorgesehen, im zweiten Quartal 2012 soll bereits eine Beta-Version für die Öffentlichkeit bereit stehen. Nutzer sollen dann kostenfrei auf digitale Kopien verschiedener Werke zugreifen können. Dazu gehören Bücher, Akten, Urkunden, Bilder von Gemälden, Skulpturen, weiteren Museumsobjekten oder Denkmalen, analoge Filme und Musikaufzeichnungen. Zugleich werden die Einrichtungen in eine Kultur- und Wissenschaftslandkarte der DDB aufgenommen. Bis zur Webseite der Einrichtung ist es dann nur ein weiterer Mausklick. Die Recherche- und Präsentationstechniken ermöglichen eine semantische Suche sowohl in Texten als auch in multimedialen Inhalten wie Bildern und Filmsequenzen. Die Treffer können gezielt auf eine übersichtliche Anzahl reduziert werden. Dies geschieht durch Suchfilter – sogenannten „Facetten“ -, die nach Bedarf variiert werden können. Nutzer können thematisch verwandte Inhalte verschiedener Einrichtungen per Mausklick miteinander verknüpfen. Es ist damit zum Beispiel unerheblich, in welchem Museum oder in welcher Stadt Gemälde eines Malers ausgestellt sind und wo sich Biographien über ihn befinden. Rechtlich gelöst werden muss allerdings noch der Umgang mit sogenannten verwaisten Werken, bei denen die Urheber nicht zu ermitteln sind. Am 26.01.2012 hat der Bundestag den Antrag "Digitalisierungsoffensive für unser kulturelles Erbe beginnen" der Regierungsparteien beschlossen. Bereits seit 2011 wird die DDB vom Bund und den Ländern mit je 1,3 Millionen Euro jährlich gefördert. Die DFG steuert jährlich rund zehn Millionen Euro für die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen bei. Der im Januar beschlossene Antrag sieht unter anderem vor, „verstärkte Kooperationen mit privaten Partnern“ zu suchen, um das Projekt in zeitlich überschaubarem Rahmen finanzieren zu können und begrüßt die Aktivitäten von Bund, Ländern und Gemeinden. Außerdem wird das Kabinett aufgefordert, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel den Ausbau der zentralen technischen Infrastruktur der DDB voranzutreiben und das Portal baldmöglichst freizuschalten. Ferner sei zu prüfen, inwieweit dafür zusätzliche Finanzmittel bewilligt werden können. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Langzeitarchivierung gelegt und im lange geplanten 3. Korb der Urheberrechtsreform eine Regelung zum Umgang mit verwaisten Werken gefunden werden. Auch der Deutsche Kulturrat (http://www.kulturrat.de/) nimmt Stellung zur Debatte im Deutschen Bundestag am 26.01.2012: Er unterstreicht, dass eine Digitalisierungsoffensive erforderlich ist. Gerade die jüngere Generation nutzt stärker digital zugängliche Kulturgüter wie beispielsweise Bücher. Hier zeigt sich bereits jetzt als Problem, dass Werke des 20. Jahrhunderts, die nicht gemeinfrei sind, aufgrund unzureichender Mittel für die Vergütung der Urheber und anderer Rechteinhaber nicht digitalisiert werden und dadurch eine Rezeptionslücke entstehen kann. Ein Problem ist auch die Digitalisierung von Zeitungen, da hier gegebenenfalls die Rechte von einer Vielzahl von Urhebern einzuholen sind. Dafür sollen ebenfalls gesetzliche Lösungen gefunden werden.
Im Rahmen des Projektes European Newspapers – A Gateway to European Newspapers Online präsentieren siebzehn europäische Partner innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als 10 Millionen digitalisierte Zeitungsseiten über die Europeana. Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes liegt auf Zeitungen, die während des Ersten Weltkrieges veröffentlicht wurden. Dies stellt eine sinnvolle Ergänzung zum momentan laufenden Projekt Europeana Collections 1914-1918 (http://www.europeana-collections-1914-1918.eu/) dar. Die Staatsbibliothek zu Berlin, die das Projekt koordiniert, bringt über 1,5 Millionen digitalisierte Zeitungsseiten aus ihren Beständen in das Projekt ein. Die Startkonferenz zum Projekt fand am 01./02.03.2012 in Berlin statt. Projektpartner sind folgende Einrichtungen: Königliche Bibliothek der Niederlande, Estnische NB Tallinn, ÖNB Wien, Finnische NB Helsinki, BnF Paris, Polnische NB Warschau, Lettische NB Riga, Türkische NB Ankara, British Library, SUB Hamburg, University of Salford (Großbritannien), UB Belgrad, Universität Innsbruck, Südtiroler LB Bozen, CCS Content Conversion Specialists GmbH, Stichting LIBER. Mehr Infos zum Projekt stehen unter http://www.european-newspapers.eu/ bereit.
Das multinationale Projekt ENUMERATE (http://www.enumerate.eu/), das von der Europäischen Union gefördert wird, steht unter der Leitung des britischen Collection Trust. Beteiligt sind unter anderem DEN (Digital Erfgoed Nederland), die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (vertreten durch das Institut für Museumsforschung SMB) sowie TEL (The European Library – Koninklijke Bibliotheek der Niederlande). Ziel von ENUMERATE ist einerseits die Entwicklung einer geeigneten Methodologie für die Ermittlung zuverlässiger Zahlen zum Stand der Digitalisierung in europäischen Kultureinrichtungen, andererseits die Erhebung, Erfassung und Auswertung ebensolcher Zahlen. ENUMERATE hat im Februar 2012 den ersten „Core Survey“, einen Fragebogen zur Ermittlung belastbarer Zahlen zum Stand der Digitalisierung, online gestellt. Neben Fragen zur Institution und zum Fragebogen selbst besteht der „Survey“ aus knapp 20 Fragen zu den Digitalisierungsaktivitäten der jeweiligen Einrichtungen (http://survey.enumerate.eu/survey/index.php?sid=83627&lang=de).
Das März-Heft der Zeitschrift Buch und Bibliothek (Jahrgang 2012) hat das Thema Deutsche Digitale Bibliothek zum Schwerpunkt: Denise Baumgart stellt unter dem Titel „Ein Jahrhundertprojekt für Wissen und Kultur“ die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) vor; Professor Hermann Parzinger, der Vorstandssprecher des Kompetenznetzwerks der DDB, stellt sich den Fragen von Buch und Bibliothek; Sven Becker, Katrin Berkler und Marion Borowski beschreiben die technische Infrastruktur der DDB; Arne Upmeier erörtert die rechtlichen Klippen, die bei der Digitalisierung urheberrechtlicher Werke umfahren werden müssen; Frank Simon-Ritz stellt die DDB in den Kontext anderer Digitalisierungsprojekte weltweit, geht auf die Zusammenarbeit mit Google ein und beleuchtet die Perspektiven für die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana.
Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 52 b UrhG: Die Bundesrepublik Deutschland und die Länder haben mit den Verwertungsgesellschaften VG WORT und VG BILD-KUNST einen Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 52 b Urheberrechtsgesetz (UrhG) geschlossen. Der Vertrag regelt die Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche gem. § 52 b S. 3 und 4 UrhG für die öffentliche Zugänglichmachung von veröffentlichten Printwerken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven. Der Vertrag wird rückwirkend zum 01.01.2010 abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2012. Die wichtigsten Voraussetzungen der öffentlichen Zugänglichmachung werden in § 2 des Rahmenvertrags geregelt: - Sie erfolgt ausschließlich in den Räumen der Einrichtung an eigens für Nutzungen nach § 52 b UrhG eingerichteten elektronischen Leseplätzen; - es dürfen grundsätzlich nicht mehr Exemplare eines Werkes an den eingerichteten elektronischen Leseplätzen gleichzeitig zugänglich gemacht werden, als der Bestand der Einrichtung umfasst; - die Einrichtungen haben geeignete Maßnahmen zu treffen, analoge oder digitale Vervielfältigungshandlungen durch Nutzer der elektronischen Leseplätze (insbesondere Ausdrucken, Versenden per E-Mail oder Abspeichern auf digitalen Speichermedien) zu verhindern. Als angemessene Vergütung für Nutzungen gemäß § 2 zahlen die Einrichtungen an die VG WORT eine Vergütung in Höhe von 46,5 % des Nettoladenpreises des jeweiligen Printwerkes. Die Einrichtungen teilen der VG WORT halbjährlich mit, welche Werke sie im Sinne von § 2 an elektronischen Leseplätzen erstmalig genutzt haben. Der Rahmenvertrag steht als PDF auf den Seiten des dbv zum Abruf bereit.
Urheberrechtsbündnis fordert erneut Wissenschaftsklausel: Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft hat im November 2011 in einer Erklärung erneut gefordert, den § 52a im Urheberrechtsgesetz durch eine Wissenschaftsklausel zu ersetzen, mit der Forscher ihre Texte frei verbreiten können.
Kulturstaatsminister legt überarbeitetes Positionspapier zum Urheberrecht vor: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Staatsminister für Kultur und Medien) hat im Dezember 2011 ein redigiertes Zwölf-Punkte-Papier zum Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter vorgelegt, dessen ursprüngliche Fassung bereits im November 2010 veröffentlicht wurde. Darin fordert er, den geistigen Diebstahl und sonstige Urheberrechtsverletzungen sowie das ungenehmigte Einstellen und das ungesetzliche Herunterladen von Werken zu verhindern. „Letztlich geht es um die Stärkung der Rechtsstellung der Urheber und damit um die Wertschätzung ihrer geistigen Arbeit. Schutz des geistigen Eigentums ist insoweit Schutz des kulturellen Reichtums und eines vielfältigen Kulturerbes, wie es auch in der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen Bestätigung findet.“ Das Positionspapier steht auf der Website des Kulturstaatsministeriums zur Verfügung.
dbv äußert Bedenken gegen Richtlinie zu verwaisten Werken: Am 27.02.2012 hat der dbv einen offenen Brief an die deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlaments zur „Richtlinie über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke“ veröffentlicht. Um die Bedenken der „nationalen Gedächtniseinrichtungen“ (Bibliotheken, Archive und Museen) zu verdeutlichen, weist der dbv die Abgeordneten auf einige Probleme des Richtlinienentwurfs hin. Insbesondere warnt der dbv davor, dass die Richtlinie die Digitalisierung des kulturellen Erbes behindern könnte und veranschaulicht seine Bedenken anhand von vier grundsätzlichen Argumenten. Der Brief steht im Wortlaut unter http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/dbv_Richtlinie_verwaiste_Werke_2012-02-27.pdf zum Abruf bereit.
Börsenverein bezieht Stellung zur WIPO-Diskussion: Bei der WIPO (World Intellectual Property Organization), der Weltorganisation für geistiges Eigentum, wird derzeit über neue Schrankenregelungen für Bibliotheken und Archive diskutiert. Insbesondere bezieht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kritisch Stellung zu den einschlägigen Dokumenten der 23. Sitzung des Standing Committee on Copyright and Related Rights (SCCR/23/3-5). U. a. geht der Börsenverein auf das Thema „Haftungsbeschränkungen für Bibliotheken“ ein: „Der Börsenverein erkennt an, dass Bibliotheken und Archive in ihrer Arbeit unter Umständen in Gefahr geraten können, ungewollte Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Gleichzeitig sind Urheberrechtsschranken, derer sich diese Institutionen bedienen, Ausnahmeregelungen, die den Schutz des verfassungsrechtlich hoch stehenden Urheberrechts einschränken. Das System von Regel und Ausnahme sorgt hier mit Hilfe der genau definierten Voraussetzungen der Ausnahme für eine wohl überlegte Balance. Vor diesem Hintergrund ist die besondere Privilegierung bestimmter Institutionen nicht gerechtfertigt. Gerade von im öffentlichen Auftrag handelnden Bibliotheken und Archiven kann erwartet werden, dass sie das Vorliegen gesetzlicher Voraussetzungen für eine Werknutzung ordnungsgemäß prüfen, da gerade sie mit entsprechender Verantwortung handeln und mit der nötigen Sachkenntnis ausgestattet sind. Letztlich würde eine carte blanche-Regelung für Bibliotheken und Archive in Form einer Haftungsprivilegierung in Anbetracht der umfassenden Bestände dieser Institutionen ein für die gesamte Verlagsbranche nahezu unkalkulierbares Risiko bergen. Zudem würde das Urheberrecht mangels Durchsetzbarkeit in einigen Bereichen faktisch bedeutungslos werden, was in Anbetracht der Wichtigkeit der geschützten Rechtsgüter nicht hinnehmbar wäre.“ Die komplette Stellungnahme ist als PDF-Dokument auf der Website des Börsenvereins zu finden (http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Stellungnahme_WIPO_SCCR_230112.pdf).
Authors Guild verklagt Google: Die US-Autorenvereinigung Authors Guild hat Mitte Dezember 2011 in New York Klage gegen Google wegen Einscannens von Werken im Rahmen seines Bibliotheksprojekts eingereicht. Damit hat die Authors Guild den Buchsuche-Vergleich mit Google ein für alle Mal „beerdigt“. Die Verlage und Google selbst haben die Hoffnung auf einen Vergleich noch nicht aufgegeben.
Keine Filtersysteme für Internet-Plattformen: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Internet-Plattformen nicht dazu verpflichtet werden dürfen, die gespeicherten Inhalte ihrer Kunden mit einem Filtersystem zu durchsuchen, um Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen. Die Belgische Verwertungsgesellschaft Sabam wollte den Belgischen Social-Network-Dienst Netlog gerichtlich zur Installation eines solchen Systems zwingen. Damit sollten gespeicherte Dateien sämtlicher Kunden vorbeugend durchsucht werden, um geschütztes Material, insbesondere musikalische oder audiovisuelle Werke, aus dem Repertoire der Verwertungsgesellschaft zu entdecken. Dies ist mit europäischem Recht nicht vereinbar, urteilten jetzt die Richter.
US-Supreme Court stärkt Position der Rechteinhaber: Der für Verfassungsfragen zuständige Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court (http://www.supremecourt.gov/), hat in einer Grundsatzentscheidung die Position von Rechteinhabern gestärkt. Mit 6 zu 2 Stimmen entschieden die Richter, dass in den USA frei verfügbare Werke (vor allem aus dem Ausland) nachträglich unter den Schutz des Urheberrechts gestellt werden dürfen, wenn die Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers nicht abgelaufen ist. In dem von der Internationalen Verleger-Union mit Unterstützung des Börsenvereins angestrengten Prozess ging es um den Schutz von Werken, die wegen fehlender Eintragung in das US-Copyright-Register als „gemeinfrei“ eingestuft wurden. Die Richter hatten zu entscheiden, ob der US-Kongress rechtmäßig gehandelt habe, als er ausländische Werke, die frei verfügbar („public domain“) waren, nachträglich wieder unter den Schutz des Copyrights gestellt hatte. Der Oberste US-Gerichtshof betonte in seinem Urteil, dass jedes Copyright mit der Einschränkung von Ausdrucksfreiheiten einhergehe. Das Ziel dieses Rechts, den Fortschritt der Wissenschaften zu fördern, sei breit auszulegen und auf die Unterstützung neuer Werke genauso wie auf bereits traditionelleres Kulturgut zu beziehen. Auch die temporäre Verknappung geistiger Güter könne letztlich ihrer Verbreitung dienen beziehungsweise gezielt Wissen entstehen lassen. Zusätzlich sei der Zugang zu ausländischen Märkten ein wichtiger Anreiz für Kreative. Letztlich habe der US-Gesetzgeber bereits mehrfach frei verfügbare Werke wieder gewerblich geschützt, so dass die kritisierte Maßnahme sich in den herkömmlichen Zügen der Copyright-Politik bewege.
Ergebnisse einer Befragung zum Urheberrecht veröffentlicht: Unter dem Titel „Poltik gegen die Wissenschaft geht nicht“ hat Rainer Kuhlen die Ergebnisse einer Befragung zu Stand und Perspektiven des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft veröffentlicht (Information. Wissenschaft & Praxis 62. 2011. Nr. 8. S.359-374).
Literaturhinweis zum Thema Urheberrecht:
Schäffler, Hildegard; Seiderer, Birgit. „Digitalisierung im urheberrechtsgeschützten Raum – das Projekt Digi20“. ZfBB 58 (2011) H.6. S.311-315.
„Für den Bereich der wissenschaftlichen Monographien und Sammelbände des 20. und 21. Jahrhunderts lässt sich im Vergleich zu anderen Gebieten der retrospektiven Digitalisierung ein Mangel an digitalem Angebot feststellen. Mit dem Projekt Digi20 wurde ein prototypischer Weg erprobt, um urheberrechtlich geschützte Literatur im Open Access zugänglich machen zu können. Der … Beitrag skizziert zum einen die rechtlichen Rahmenbedingungen und die methodischen Überlegungen, die dem Projekt zugrunde lagen. Zum anderen wird die konkrete Umsetzung sowohl hinsichtlich der inahltlichen Aspekte wie auch der Digitalisierung und Online-Bereitstellung erläutert. Insgesamt scheint das mit diesem Projekt erprobte Modell geeignet zu sein, auf weitere Bestände ausgeweitet und auf andere Rechtekonstellationen übertragen zu werden“ (nach dem Abstract).
bpb informiert über Open Data: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat auf ihrer Website eine leicht verständliche Einführung in das Themenfeld Open Data veröffentlicht (http://www.bpb.de/themen/BTWEO5,0,0,Open_Data.html).
Prototyp des Open Data Portals Baden-Württemberg vorgestellt: Auf der cebit in Hannover wurde am 07.03.2012 der Prototyp eines Open Data Portals Baden-Württemberg (http://www.opendata.service-bw.de) freigeschaltet. Der Prototyp zeigt die Grundstruktur und -funktionen eines Open Data Portals Baden-Württemberg. Der Prototyp ist eine Komponente des Serviceportals des Landes (http://www.service-bw.de). Er stellt exemplarisch Datensätze in einem von Maschinen lesbaren und interpretierbaren Format zur Verfügung. So können Nutzer die Haushaltsplandaten des Landes Baden-Württemberg von 2007 bis 2011 und die Haushaltsplandaten der Stadt Ulm für die Jahre 2011 und 2012 herunterladen und ohne Einschränkung weiter nutzen. Ähnliches gilt für Datensätze des Statistischen Landesamts. Darüber hinaus erschließt der Prototyp exemplarisch weitere, aktuell noch nicht von Maschinen les- und interpretierbare Datensätze, auf Daten beruhende Berichte sowie Dokumente. Außerdem lassen sich über den Prototyp leicht Dienste und Anwendungen staatlicher Behörden finden, beispielsweise Kartendienste im Umweltportal Baden-Württemberg, das Landesinformationssystem des Statistischen Landesamts, das Geoportal Raumordnung, diverse Online-Register, den Landeserdbebendienst, die Landtagsdrucksachen oder das Landesrecht Baden-Württemberg.
Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt COPE: Um die Finanzierung von wissenschaftlichen Publikationen in Open-Access-Zeitschriften zu ermöglichen, unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (http://www.helmholtz.de/) den Compact for Open-Access Publishing Equity (COPE). Ziel der Helmholtz-Gemeinschaft ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Publikation in Open-Access-Zeitschriften ebenso einfach zu machen wie die Veröffentlichung in konventionell finanzierten Zeitschriften. Die internationale Initiative COPE wurde von der Harvard University, dem MIT und weiteren führenden amerikanischen Universitäten zur Förderung des Open-Access-Publizierens initiiert. Bereits im Oktober 2011 hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als erste deutsche Forschungseinrichtung COPE unterzeichnet.
Springer erweitert sein Open Access-Modell: Springer Science + Business Media wendet seit Mitte Januar 2012 für sein hybrides Open Access-Modell Open Choice die gleiche Verwertungsregelung an, die auch für die reinen Open Access-Journale von BioMed Central sowie SpringerOpen gelten. Wie die Verlagsgruppe mitgeteilt hat, werden alle Open-Access-Inhalte unter der sogenannten Creative Commons Attribution (CC-BY) License publiziert. Dies ermöglicht eine freie Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Arbeiten, da sich Springer keine exklusiven kommerziellen Rechte mehr vorbehält. Springer hatte bereits 2004 mit Open Choice ein Hybridmodell für die Veröffentlichung von Open Access-Beiträgen eingeführt. Dieses Modell sah vor, dass Autoren Open Access-Artikel in einer herkömmlichen Abo-Zeitschrift publizieren konnten. Für diese Artikel galt bislang die Creative Commons Attribution Non-Commercial License, die kommerzielle Nutzung lag somit ausschließlich bei Springer. Die Beiträge können gegen Zahlung einer Bearbeitungsgebühr sofort von jedermann weltweit gelesen werden. Die Urheberrechte verbleiben beim Autor. Mit der Neuregelung will der Verlag der wachsenden Nachfrage nach einer liberaleren Handhabung der Wiederverwertungsrechte nachkommen. Springer bietet neben dem Modell Open Choice auch reine Open Access-Journals unter der Marke SpringerOpen an. Das Verlagsangebot aus mehr als 60 Zeitschriften wurde gerade durch SpringerPlus ergänzt, ein interdisziplinäres Open Access-Journal, das Forschungsartikel aus allen Wissenschaftsdisziplinen von STM (Science, Technology, Medicine) veröffentlicht.
DGI fordert Open Access für Dissertationen: Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e. V. (DGI) hat vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Plagiate eine allgemeine Verpflichtung zu Open-Access-Veröffentlichungen von Dissertationen gefordert. Damit würde den Möglichkeiten und Verlockungen des Internet eine gleichwertige Überprüfungsmöglichkeit entgegengesetzt.
JSTOR erwägt Öffnung seiner Bestände: Das amerikanische Fachzeitschriftenarchiv JSTOR (http://www.jstor.org/) erwägt die Öffnung eines Teiles seiner Bestände. Das Archiv, das eine normalerweise nur kostenpflichtig zugängliche Online-Bibliothek wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel pflegt, will in einer Betaphase jedem Nutzer, der sich auf seinem Portal registrieren lässt, Zugriff auf Artikel aus 70 Fachzeitschriften geben. Bis zu drei Dokumente sollen sich dabei gleichzeitig betrachten lassen. Ganz öffnen will sich JSTOR allerdings nicht. So wird es weder erlaubt sein, Artikel herunterzuladen, noch sie auszudrucken. Diese Vorrechte bleiben den Nutzern vorbehalten, die die Online-Texte einzeln kaufen oder Teil von Bildungseinrichtungen bzw. Bibliotheken sind, die für den JSTOR-Zugriff ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben. Außerdem soll die Betaphase zunächst nur einen kleinen Teil der insgesamt 1.400 Journals in der JSTOR-Datenbank zugänglich machen. Dass JSTOR den freien Zugang überhaupt testet, ist ein lange erwarteter Schritt. Zuvor war es Nutzern, die bei einer Websuche auf ein JSTOR-Dokument stießen, nur möglich, die erste Seite zu lesen. Anschließend wurden Gebühren fällig, die bei über 20 Dollar pro Artikel liegen konnten (nach: US-Fachzeitschriften-Archiv wird teilweise freigegeben – heise online vom 17.01.2012).
Literaturhinweis zum Thema Open Access:
Studies on Subject-Specific Requirements for Open Access Infrastructure. Ed. by Christian Meier zu Verl und Wolfram Horstmann. Bielefeld: Universitätsbibliothek, 2011 (Volltext als PDF zugänglich unter http://pub.uni-bielefeld.de/publication/2445229).
„OpenAIRE has recently released its „Studies on Subject-Specific Requirements for Open Access Infrastructure“. Designed as a comparative study covering five disciplines (Health, Climate, Agriculture, ICT, e-infrastructures) it provides in-depth insight into researchers' behaviour and current practices. … each case study provides a vision and principles for future information services to further exploit OA principles from a disciplinary perspective as well as advices to future directions for funding agencies“ (nach dem Abstract).
Das bisher in Deutschland vorwiegend für Bibliotheken verwendete Kennzeichnungssystem ISIL wird seit Januar 2012 auch für Museen eingesetzt. ISIL ist das internationale Standardkennzeichen für Bibliotheken und verwandte Einrichtungen, also z.B. auch Archive und Museen. Daher lag eine Kooperation zwischen der Deutschen ISIL-Agentur (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/) in der Staatsbibliothek zu Berlin (http://staatsbibliothek-berlin.de/) und dem Institut für Museumsforschung (IfM) der Staatlichen Museen zu Berlin (http://www.smb.museum/ifm/), beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (http://www.hv.spk-berlin.de/deutsch/index.php), nahe. Die Deutsche ISIL-Agentur vergibt seit mehreren Jahren deutschlandweit ISIL für Bibliotheken und andere Einrichtungen. Die einzelnen ISIL-Kennzeichen für die Museen in Deutschland werden vom IfM auf der Grundlage der bisherigen Museumsnummern aus der Museumsstatistik vergeben. Die ISIL-relevanten Daten der Museen werden an das ISIL- und Sigelverzeichnis online (http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=1.2/LNG=DU/) gemeldet. Insgesamt sind dort jetzt rund 6.700 Einträge für Museen, 6.200 für Bibliotheken, 500 für Archive und über 500 für sonstige Einrichtungen verzeichnet. Genau wie ISIL für Bibliotheken und Archive haben alle Kennzeichen ein vorangestelltes „DE-“ für „Deutschland“, dann die Bereichskennung „MUS-“ und schließlich die Museumsnummer. Für das Bayerische Nationalmuseum in München gilt z. B. das ISIL DE-MUS-097014, im ISIL- und Sigelverzeichnis online steht ein verkürzter Eintrag. Ein Link führt dort direkt zum Eintrag der Einrichtung in der Datenbank Museen in Deutschland des Instituts für Museumsforschung (http://www.museen-in-deutschland.de/), wo ggf. weitere Angaben zu finden sind. Die primäre Pflege der Museumsadressen erfolgt in der Datenbank des IfM, regelmäßige Updates werden in das ISIL-Verzeichnis online der ZDB importiert. Über den monatlichen Adressendatendienst der ZDB sind die Kerndaten der Museen für die deutschen Verbünde verfügbar (nach der Mail von Andreas Heise vom 13.01.2012).
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt im Februar 2012 rund 56,5 Mio. Bestandsnachweise und circa 16,8 Mio. Titelnachweise.
Das nächste BSZ-Kolloquium wird am 01./02.10.2012 an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Ludwigsburg stattfinden.
Der BSZ-Newsletter informiert per E-Mail über Neuigkeiten, insbesondere über neue Dienstleistungen, Aktualisierungen von SWB-Datenbanken, Hinweise auf Updates und aktualisierte Webseiten, interessante Links und Veröffentlichungen, Termine und Veranstaltungen. Der BSZ-Newsletter kann auf der Seite http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html kostenfrei abonniert werden. Dort steht auch ein Archiv sämtlicher Ausgaben bereit. Auch der ZKBW-Dialog veröffentlicht regelmäßig interessante Inhalte des aktuellen BSZ-Newsletters.
Am 19.04.2012 wird die überregionale GND (= Gemeinsame Normdatei) ihren Produktivbetrieb aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt werden circa 10 Mio. Normdatensätze aus den bisherigen Normdateien PND (Personennamendatei), GKD (Gemeinsame Körperschaftsdatei), SWD (Schlagwortnormdatei) und der Einheitssachtitel-Datei des Deutschen Musikarchivs in einer Datei zusammengespielt vorliegen und somit für die Nutzung durch die Verbundsysteme, die Deutsche Nationalbibliothek und weitere Institutionen zur Verfügung stehen. Die Verbundsysteme führen auf der Basis dieser GND-Daten ihre eigene Migration durch. Für das BSZ bedeutet dies, dass vom 25.04. bis 01.05.2012 die SWB-Datenbank für die Katalogisierung geschlossen wird, um das System auf die GND umzustellen.
Das BSZ spielt seit 2009 die Daten des lizenzpflichtigen Zeitschrifteninhaltsdienstes SwetScan in einen Teilbereich der Verbunddatenbank ein, so dass allen wissenschaftlichen Bibliotheken, die dem Baden-Württembergischen Konsortium angehören, die Nachweise von über 37 Mio. Zeitschriftenaufsätzen aus mehr als 20.000 Zeitschriften von circa 7.000 Verlagen zur Recherche für ihre Benutzer zur Verfügung stehen. Jede Woche werden etwa 50.000 Aufsätze neu eingespielt. Zusammen mit den Titelsätzen der gesamten ZDB (ZDB-Titel: circa 1,5 Mio.), die ebenfalls wöchentlich aktualisiert werden, können die Nutzer diese Daten recherchieren. Weitere Informationen stehen im BSZ-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:recherche:swets bereit.
Als Beitrag zum Semantic Web veröffentlicht das BSZ die PND-Identnummern aus der Katalogdatenbank des SWB als BEACON-Datei. Die Titeldaten aus den Bibliothekskatalogen von Konstanz, Tübingen und Mannheim wurden aktualisiert. Mehr zu BEACON und Open Access ist unter Open Access – BEACON-Daten aus dem SWB (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:daten:openaccess:beacon) zu erfahren.
Bei seinem Kolloquium 2011 an der Hochschule der Medien in Stuttgart hatte das BSZ am Beispiel des Gemeinsamen Katalogs des Bundesgerichtshofs, des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts (http://solrtest.bsz-bw.de/vufind/) eine Technikstudie vorgestellt, die moderne Suchmaschinentechnologie mit Solr/Lucene und Web 2.0 - Features unter einer Benutzeroberfläche vereint. Als Basis wurde die OpenSource-Software VuFind gewählt. Jede der genannten Bundeseinrichtungen erhielt eine lokale Sicht auf ihre Bestände, eine gemeinsame Suche über alle Bestände wurde ebenfalls angeboten. Eine der Stärken dieser Lösung ist die Filterung der Trefferliste nach sogenannten Facetten. Der gemeinsame Katalog hat nun ein Upgrade erfahren. Damit gingen Neuerungen bei der Benutzeroberfläche einher, wie z.B. die Autocomplete-Funktion beim Suchschlitz oder die Range-Slider für die Eingabe eines Bereichs beim Erscheinungsdatum. Ebenfalls hinzugekommen ist die alternative Suchmöglichkeit im gesamten Verbundindex des SWB über das sogenannte Sharding. Darunter versteht man die Möglichkeit, verteilt vorgehaltene Solr-Indexe parallel zu durchsuchen und - falls gewünscht - gemeinsam zu ranken.
Das Projekt IBS|BW, an dem das BSZ als Servicepartner beteiligt ist, hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Das kiz Ulm, die UBs Tübingen und Stuttgart sowie über 30 Hochschulbibliotheken sind mit aDIS/BMS im Routinebetrieb. Das BSZ informiert über das Projekt unter http://www.bsz-bw.de/bibliothekssysteme/adis/index.html.
Anfang Januar 2012 wurde das Bibliothekssystem Koha (http://www.bsz-bw.de/bibliothekssysteme/koha.html) im Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Rottweil erfolgreich in Betrieb genommen. Damit setzen insgesamt fünf Staatliche Seminare in Baden-Württemberg Koha als Software für den Online-Katalog und die Ausleihe ein: Neben dem Seminar Rottweil sind dies die Seminare in Esslingen, Heilbronn, Stuttgart und Weingarten. Mit der Umstellung der fünf vom BSZ betreuten Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung am 27.01.2012 und der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg am 24.02.2012 sind nun sechs der sieben produktiven Koha-Installationen auf dem aktuellen Stand der Software.
Zum Jahresbeginn ist KiDokS (http://opus.bsz-bw.de/kidoks/), der Kirchliche Dokumentenserver der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB) und des Verbands kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB) in Produktion gegangen. An dem Dokumentenserver beteiligen sich derzeit neun evangelische und katholische Einrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das beim BSZ gehostete System auf Basis von OPUS 3.3. bietet Angehörigen dieser Hochschulen - Lehrenden und Studierenden - die Möglichkeit, elektronisch erzeugte, qualifizierte Dokumente kostenlos zu veröffentlichen, in Bibliothekskatalogen zu erschließen und weltweit zugänglich zu machen. Neben diversen weiteren Hochschulschriftenservern und -bibliografien, die derzeit auf Basis von OPUS 3.3. und OPUS 4.2 beim BSZ eingerichtet werden, baut das BSZ mit einer Pilotanwendung für die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart erstmals eine Installation auf Basis von dSpace auf. Diese Software soll zukünftig das Dienstleistungsangebot des BSZ an Repositorien ergänzen.
Seit Ende Dezember 2011 ist die erste vom BSZ aufgebaute und gehostete Opus 4-Installation für das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH produktiv. Die Installation ist unter http://epub.wupperinst.org/home erreichbar. Eine besondere Herausforderung war die Anpassung des Repositoriums an den Bedarf eines wissenschaftlichen Instituts und der Import von circa 4.000 Altdaten aus einem proprietären Bibliothekssystem in Opus 4. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Pilotkunden konnten diese Herausforderungen zufriedenstellend gelöst werden, so dass nun das Repositorium sukzessive mit den Metadaten und Volltexten der laufenden Publikationen des Instituts befüllt werden kann.
Seit dem 01.01.2012 ist die aktive Teilnahme an der Deutschen Internetbibliothek (DIB), die vom BSZ gehostet und redaktionell betreut wird, kostenfrei. Aktive DIB-Teilnehmer beteiligen sich an der kooperativen, zentralen Fragebearbeitung und tragen zur Pflege des Linkkatalogs bei. Sie erhalten das Recht, das zentrale Frageformular der DIB (http://www.deutscheinternetbibliothek.de/dib1/) auf ihren eigenen Web-Seiten einzubinden und die DIB als Service ihrer Bibliothek anzubieten. Nur aktive Teilnehmer, die ein individuelles, auf das Layout und inhaltlich auf die Bedürfnisse ihrer Einrichtung angepasstes Web-Formular nutzen, bezahlen eine nach Einwohnerzahlen gestaffelte Gebühr. Hinter dem Web-Formular steht ein lokales, nur dieser Bibliothek zugängliches DIB-Modul, das es ihr erlaubt, ihren Auskunftsbetrieb vor Ort komfortabel abzuwickeln. Möglich ist auch eine passive Teilnahme, die das Recht beinhaltet, das zentrale Auskunftsformular auf der eigenen Website einzubinden und das DIB-Logo zu verwenden. Alle Teilnehmerbibliotheken erhalten vom BSZ Informations- und Werbematerial zur DIB, werden zum jährlich stattfindenden Anwendertreffen eingeladen und in öffentlichen Teilnehmerlisten aufgeführt.
Nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 23.02.2012 wurde am Vortag in Stuttgart eine Kooperationsvereinbarung der drei Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen unterzeichnet, die der Langzeitsicherung digitaler Archivinformationen dienen soll. Die technische Basis des länderübergreifenden Projektes ist die Software Digitales Magazin (Dimag). Dimag wurde in den Jahren 2005 bis 2009 vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelt, Hessen und Baden-Württemberg haben jeweils 650.000 Euro investiert. Langfristig erhofft man sich, eine nationale oder gar internationale Grundlage zu schaffen, um elektronische Akten aus Behörden ebenso dauerhaft sichern zu können wie Inhalte aus Datenbanken, digitale Bild-, Ton- oder Filmdokumente sowie Informationen aus dem Intranet der Universitäten. Die Auswahl der Inhalte wird nach wie vor von Archivaren getroffen. Sobald die Originaldaten – im Zweifelsfall in mehreren Dutzend unterschiedlichen Dateiformaten - in den Archiven eintreffen, werden sie gesichert und in die sogenannten Langzeitformate konvertiert. Dazu zählen etwa PDF/A, ein der ISO-Norm entsprechendes PDF-Format für Texte, Tiff für Bilder und in Absprache mit den Rundfunkarchiven Wave für Tondokumente. Bei Videos gibt es noch kein einheitliches Dateiformat. Über Dimag informiert das Landesarchiv Baden-Württemberg unter http://www.landesarchiv-bw.de/web/44348.
Das von Irene Ferchl im Hirzel Verlag herausgegebene Literaturblatt für Baden-Württemberg erscheint seit der ersten Ausgabe (Januar / Februar 2012) des laufenden Jahrgangs in einem neuen Layout. Neben Porträts, Interviews und Themenartikel gibt es die neue Rubrik der aktuellen Buchkritik. Die Rubrik behandelt neue Romane, Klassiker, Reiseliteratur, Krimis, aber auch Koch- und Kinderbücher und Lyrik sowie Buchkunst und die Produktion der kleinen, unabhängigen Verlage. Die aktuelle Ausgabe für März/April 2012 ist die 110., das Literaturblatt erscheint bereits im 19. Jahrgang und seit sechs Jahren im Stuttgarter S. Hirzel Verlag in einer Auflage von 5.000 Exemplaren.
Der Elektronische Aufsatzkatalog der Bibliothek Geographie, Hydrologie und Ethnologie <25/2> der Universität Freiburg ist im Juli 2011 auf einen Server der UB Freiburg <25> umgezogen. Er wurde in ein neues Format überführt und in GeoDB umbenannt. Erreichbar ist die frei zugängliche Datenbank, die rund 76.500 Aufsätze seit 1870 enthält, unter der Adresse http://geodb.ub.uni-freiburg.de/.
Die UB Freiburg <25> hat das erste Heft des Jahrgangs 2012 ihrer „Hauszeitschrift“ Expressum auf ihre Website gestellt (http://www.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=expressum). Aus dem Inhalt: Die Direktorin der UB, Antje Kellersohn, würdigt ihre Vorgängerin Bärbel Schubel anlässlich ihres 70. Geburtstages; die Firma Bene stellt den Stand ihrer Planungen zur Inneneinrichtung des Neubaus, insbesondere der Lern-, Lese- und Arbeitswelten, vor; Open-Access-Publikationsfonds geht in die zweite Runde; Oliver Rau, der Leiter der Reproduktionsdienste, wird interviewt.
Die Ausgabe des Newsletters Masala Jg. 7. Nr. 1. Januar 2012 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/volltexte/2012/2166/) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/), der von der Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg herausgegeben wird, widmet sich dem Thema „Arbeit in Südasien“. Unter anderem stellt Ekkehard Henschke, ehemaliger Direktor der UB Leipzig, das indisch-deutsche Projekt „Shiksha Sankalp – Make Schools Inclusive“ vor. Außerdem informiert der Newsletter über Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet Südasien, Neuerscheinungen auf SavifaDok (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/), dem Open Access-Dokumentenserver für die Südasienwissenschaften, und präsentiert die Neuerwerbungen der Bibliothek des Südasien-Instituts.
Die Stadtbücherei Heidelberg <754> bietet auf der Seite ihres Kompetenzzentrums Schule & Bibliothek den Bezug eines Newsletters an, der in erster Linie für Lehrer gedacht ist, aber darüber hinaus viele nützliche Web-Tipps bereit hält. Der Newsletter informiert über aktuelle Veranstaltungen, Neuerwerbungen und Literaturtipps und weist auf interessante Recherche-Angebote im WWW hin.
Die UB Heidelberg <16> hat in den letzten Monaten an ihren Digitalisierungsprojekten weitergearbeitet bzw. neue Vorhaben in Angriff genommen. Die Präsentation der Digitalisate konnte um eine weitere Funktion ergänzt werden. Über den Link „Scrollen“ kann das Buch schnell und bequem horizontal durchgesehen werden. Somit wird erstmals ermöglicht, zwei aufeinander folgende Seiten eines Werkes nebeneinander auf dem Bildschirm zu betrachten.
Am 31.08.2011 endete die erste Projektphase des DFG-geförderten Digitalisierungsprojektes „Rezeption der Antike im semantischen Netz: Buch, Bild und Objekt digital“. Über 1.000 Drucke bzw. circa 210.000 Seiten zur Klassischen Archäologie und Ägyptologie wurden bis zu diesem Tag online gestellt und in das Themenportal der Virtuellen Fachbibliothek Altertumswissenschaften Propylaeum integriert.
Nachdem die Digitalisierung der Lorscher Handschriften der Biblioteca Apostolica Vaticana im Spätsommer 2011 abgeschlossen wurde, konnten nach einer sorgfältigen Nachbearbeitung alle Codices online gestellt wurden. In der Lorscher Virtuellen Bibliothek (http://www.bibliotheca-laureshamensis-digital.de) sollen bis zum Jahr 2013 alle 330 erhaltenen und heute in weltweit 68 Bibliotheken verstreuten Handschriften für den Online-Zugriff verfügbar gemacht werden. Das Projekt, das in Kooperation mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und mit tatkräftiger Unterstützung durch das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) durchgeführt wird, ist anlässlich des Besuchs der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und ihrer hessischen Kollegin Eva Kühne-Hörmann in einer Pressemitteilung der Universität Heidelberg vom 23.03.2012 ausführlich vorgestellt worden (http://www.uni-heidelberg.de/presse/news2012/pm20120323_lorsch.html).
Ein neues Projekt befasst sich mit der Digitalisierung pfälzischer und oberschwäbischer Urkunden vom 12. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, darunter zahlreiche Königs-, Kaiser- und Papsturkunden. Mehr als 120 Urkunden sind bereits online und können unter http://urkunden-ub.uni-hd.de eingesehen werden. Im Rahmen des internationalen Kooperationsprojektes German Art Sales 1930-1945 (http://artsales.uni-hd.de) werden seit November letzten Jahres alle Auktionskataloge der Jahre 1930 bis 1945 aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nachgewiesen, digitalisiert und online bereit gestellt. Die digitalisierten Bestände der UB Heidelberg sind komplett über die Seite „Heidelberger historische Bestände – digital“ (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/digilit.html) zugänglich (nach: Theke aktuell 19. 2012. H.1. S.27-32).
Die UB Heidelberg bietet in ihrer Digitalen Bibliothek eine Übersichtsseite „Digitalisierte Literatur weltweit“ (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/digiallg.html) an.
Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe informiert mit einem monatlichen Newsletter über seine Ausstellungen und regelmäßigen Aktivitäten. Der Newsletter kann unter http://on1.zkm.de/zkm/newsletter/subscribe abonniert werden.
Seit Ende 2011 existiert auf der Website der Universität Konstanz ein Suchbalken, über den man direkt in der Literatursuchmaschine KonSearch (http://www.ub.uni-konstanz.de/digitale-bibliothek/konsearch.html) recherchieren kann. Mit ihr hat die Bibliothek der Universität Konstanz <352> Neuland betreten: Der Suchraum, in dem an der Universität Literatur recherchiert werden kann, hat sich auf rund 115 Millionen Titel vergrößert. Gedruckte Bücher, E-Books, Aufsätze, DVDs oder sonstige Medien sind unter einer einzigen Suchoberfläche auffindbar.
Die Bibliothek der Universität Konstanz ist die nationale Kontaktstelle für OpenAIREplus, die zweite Generation einer Open Access-Infrastruktur für Wissenschaftler in Europa. Das auf 30 Monate angelegte Projekt, das über das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziert wird, nimmt als Schwesterprojekt zu OpenAIRE (http://www.openaire.eu/) seine Arbeit auf. OpenAIREplus beabsichtigt, das Ziel der Open Access-Verfügbarkeit von Forschungspublikationen zu erweitern, indem es wechselseitige Verknüpfungen von Publikationen zu dazugehörigen Forschungsdaten und Förderformen im europäischen Forschungsraum schafft. Das Projekt vereint 41 europäische Partner, darunter drei fachübergreifende Forschungsverbünde. Außer Konstanz sind die Georg-August-Universität Göttingen und die Universität Bielefeld maßgeblich am Projekt beteiligt (nach der Presseinformation der Universität Konstanz vom 22.12.2011).
MADOC = Mannheim Electronic Document Server (https://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/) vereinigt seit September 2011 den zuvor eigenständigen Publikationsserver und die Universitätsbibliographie unter einer gemeinsamen Oberfläche. Zur Verfügung gestellt und betreut wird MADOC von der UB Mannheim <180>.
Eine Bachelor-Arbeit, die 2011 an der Hochschule für Medien (HdM) in Stuttgart entstanden ist, beschäftigt sich mit der exemplarischen Erarbeitung einer eigenen fachlichen Facette für den Katalog der UB Mannheim: Julian Frick. Konzeption einer fachlichen Facette für einen Bibliothekskatalog am Beispiel der Universitätsbibliothek Mannheim. Die Bachelor-Arbeit steht als Open-Access-Veröffentlichung unter http://opus.bsz-bw.de/hdms/volltexte/2011/703/ zum Abruf bereit.
Der Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA) hat sich mit dem Erwerb der Verlagsarchive von Suhrkamp und Insel im Jahr 2009 um etwa ein Drittel vergrößert. Das Material stammt unter anderem von Theodor W. Adorno, Bertolt Brecht, Hans Magnus Enzensberger, Max Frisch, Jürgen Habermas, Hermann Hesse und Niklas Luhmann. Dazu zählen Autorenkorrespondenzen, Manuskripte, Verträge und persönliche Unterlagen. Die Volkswagen-Stiftung fördert die Erschließung des Suhrkamp-Archivs mit 950.000 Euro. Das Geld fließt in ein auf drei Jahre angelegtes Promotionskolleg, wie das DLA und die Stiftung im März 2012 mitteilten. An dem Kolleg sind die Universitäten Konstanz, Stuttgart, Tübingen sowie die Humboldt-Universität zu Berlin und die University of Pennsylvania in Philadelphia beteiligt. Im Rahmen des Kollegs sollen Experten und Doktoranden der Universitäten einzelne Bestände der Verlagsarchive systematisch erforschen.
Mit den digitalen Katalogen der Staatsgalerie Stuttgart und der Kunsthalle Karlsruhe sind die ersten beiden Anwendungen online gegangen, über die für die Öffentlichkeit aufbereitete Objektbeschreibungen von Museen im Internet präsentiert werden. Die Kataloge verwenden die Software SWBexpo, die das BSZ entwickelt hat.
Eine „Zeitreise“-App, die von Studierenden der Hochschule der Medien (HdM) entwickelt wurde, lässt Blicke auf Orte, Gebäude und Stadtbild einer längst vergangenen Zeit in Stuttgart werfen, als das Rathaus noch nicht durch eine Fliegerbombe zerstört war und wie die Stuttgarter das Leben im Schlossgarten der 70er Jahre genossen. Das Bildmaterial haben die Landesmedienzentrale und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Parallel zu den Bildern bieten kurze Texte interessantes Zusatzwissen, wie beispielsweise geschichtliche Hintergründe oder Informationen zum Fotografen. Weitere Erläuterungen zur App, die mit jedem Smartphone zu nutzen ist, sind unter http://www.hdm-stuttgart.de/view_news?ident=news20120222113307 abrufbar, die App selbst wird unter http://www.zeitfenster-app.de/ beschrieben.
Das einem Brand zum Opfer gefallene Neue Lusthaus (1580-1593) in Stuttgart gehörte zu den bedeutendsten Profanbauten der Renaissance in Deutschland. In einem neuen Projekt erforschen und digitalisieren Wissenschaftler des Instituts für Architekturgeschichte (http://www.uni-stuttgart.de/archg/) der Universität Stuttgart Planzeichnungen, die der Architekt Carl Friedrich Beisbarth im 19. Jahrhundert vom Lusthaus angefertigt hat. Das Forschungsvorhaben ist eines von sieben Projekten, das 2012 von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg mit mehr als 14.000 Euro gefördert wird. Die Zeichnungen zum Neuen Lusthaus sind in zehn Bände zu je 18 bis 30 Blättern gebunden. Auf den durchnummerierten Blättern hat Beisbarth die Details der Ausstattung, der Fundamentierung, der Baukonstruktion, des Dachwerks und einzelner technischer Bauteile des Lusthauses festgehalten. Die Blätter hat der Architekt in einem handschriftlichen Katalog teilweise mit erläuternden Skizzen dokumentiert. Um die Originalblätter zu schonen, werden die Stuttgarter Forscher sie katalogisieren und in hoher Auflösung einscannen. Das erlaubt ihnen, Beisbarths Zeichnungen den Architekturzeichnungen anderer Sammlungen sowie den historischen Fotos von Fragmenten des Lusthauses gegenüberzustellen. Die digitalisierten Zeichnungen und weitere Informationen zum Neuen Lusthaus werden im BAM-Portal, das die übergreifende Suche in den Beständen der beteiligten Bibliotheken, Museen und Archiven sowie weiterer Quellen in Deutschland ermöglicht, nachgewiesen.
Die UB Stuttgart <93> hat am 22.02.2012 mit tatkräftiger Unterstützung durch das BSZ erfolgreich ihr neues integriertes Bibliothekssystem aDIS in Betrieb genommen.
Die Landesbibliographie Baden-Württemberg, für deren Inhalt die Badische Landesbibliothek <31> in Karlsruhe und die Württembergische Landesbibliothek <24> in Stuttgart verantwortlich sind und für deren technischen Betrieb das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zuständig ist, bietet seit dem 24.01.2012 eine BEACON-Datei der in der Personendatenbank nachgewiesenen baden-württembergischen Persönlichkeiten an. Mit dieser Datei können andere biographische Internetangebote auf ihren Seiten zum Personendatensatz der Landesbibliographie verlinken. Die Landesbibliographie Baden-Württemberg nutzt selbst solche Dateien, um auf weiterführende biographische Angebote (wie z. B. in der Wikipedia, ADB/NDB, der Hessischen Biographie etc.) zu verweisen.
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in Stuttgart bietet einen umfangreichen Linkkatalog an, der folgende Themen umfasst: Landesministerien, Wissenschafts- und Kunstministerien des Bundes und der anderen Länder, Hochschulen (u. a. auch Links zum Deutschen und Europäischen Bildungsserver, zur Hochschulrektorenkonferenz, zum Wissenschaftsrat und zum Deutschen Hochschulverband), Studium (u. a. Links zum abi-magazin, dem Internet-Portal der Bundesagentur für Arbeit und zum Index Deutscher Stiftungen), Forschung (u. a. Links zur DFG, zur Max-Planck-Gesellschaft und zur Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V.), Kunst und Kultur (neben baden-württembergischen Kunst- und Kultur-Einrichtungen auch Links zum Kulturportal Deutschland, dem Deutschen Bühnenverein und den Kulturstiftungen der Länder und des Bundes) sowie das Thema „Internationales“.
Ein circa fünfminütiger Film, der einen Eindruck von der Architektur der neuen Stadtbibliothek Stuttgart vermittelt, kann auf YouTube betrachtet werden (http://www.youtube.com/watch?v=VfiEUtPZ5Ko&feature=player_embedded).
Die Württembergische Landesbibliothek <24> in Stuttgart, die mit fast 20.000 gedruckten Exemplaren in über 630 Sprachen eine der größten Bibelsammlungen der Welt ihr Eigen nennt, stellt verschiedene Hilfsmittel zur Bibelerschließung auf ihrer Homepage bereit. Eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Individual- und Gattungsnamen von Bibelausgaben steht unter http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/bibeln/hilfsmittel-tabellen-uebersichten/ zur Verfügung, die alphabetisch geordnet ist und detaillierte Angaben zur Sprache, Konfession, zum inhaltlichen Anliegen bzw. historischen Kontext macht. Soweit möglich wird eine Beispielsignatur aus dem Bestand der Bibelsammlung der WLB Stuttgart angegeben.
Die Digitalen Sammlungen der Württembergischen Landesbibliothek geben einen Einblick in den stetigen Fortschritt der Digitalisierungsaktivitäten der Bibliothek (http://digital.wlb-stuttgart.de/digitale-sammlungen/digitale-sammlungen/). Präsentiert werden circa 2.220 digitalisierte Objekte (Stand: Ende März 2012) aus den Beständen der Alten und Wertvollen Drucke, Bibeln, Bibliothek für Zeitgeschichte, Graphischen Sammlungen, Handschriften, der Hölderlin- und der Karten-Sammlung, der Musik-Sammlung und der Württembergica.
Besonderes Augenmerk verdient der Bestand an Hölderlin-Handschriften, der 2011 komplett digitalisiert wurde. Gut 80% aller bekannten Hölderlin-Handschriften befinden sich als Besitz oder Depositum im Hölderlin-Archiv der Württembergischen Landesbibliothek. Das Digitalisierungsprojekt betraf die Handschriftenkonvolute aus der WLB Stuttgart (insges. 286 Konvolute) und der Stadt Bad Homburg (insges. 73 Konvolute). Personalmittel für die Digitalisierung und Erschließung wurden über die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg Ende September 2010 beantragt und Anfang Dezember 2010 bewilligt, das Digitalisierungsprojekt wurde auf der Basis der Workflowsoftware „Goobi“ durchgeführt. Unter Hölderlin digital ist das Ergebnis zu betrachten. Zum 70. Geburtstag des Hölderlin-Archivs, das am 06.06.1941 in der WLB eingerichtet worden war, und in engem Zusammenhang mit dem Handschriftenprojekt wurde bereits die sogenannte Große Stuttgarter Ausgabe, die Referenzausgabe des Handschriftenkatalogs, vollständig (also einschließlich Apparat) digitalisiert und eine Volltextsuche integriert. Der Umfang für die 15 Teilbände beträgt circa 7.000 Seiten. Das Ergebnis sind getrennte PDF-Dateien, die als Grundlage für die Verknüpfung mit den dazugehörigen Handschriften dienen können. Hinter jedem Image ist bereits der Volltext hinterlegt und steht für die Suche im AcrobatReader zur Verfügung. Die Große Stuttgarter Ausgabe steht unter http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/hoelderlin-archiv/sammlung-digital/zur-stuttgarter-hoelderlin-ausgabe-online/ für die Forschung bereit. Zur Digitalisierung der Hölderlin-Handschriften hat der Leiter des Archivs, Jörg Ennen, unter dem Titel „Hölderlin digital“ einen Aufsatz veröffentlicht (WLBforum 12. 2010. H. 2. S.6-11).
INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 20.02.2012) 15.940 bibliographische Titel und 67.169 nachgewiesene Exemplare. Zuletzt wurde der Bestand der Staatsbibliothek Bamberg <22> mit Provenienzen und Einbandbeschreibungen aktualisiert.
Nachdem sich das sächsische Bibliothekskonsortium für den Open Source Discovery Service VuFind entschieden hat, ist im Rahmen eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens ein Anbieter für diese Lösung gesucht worden. Nach einer intensiven Prüfung der am Markt verfügbaren Angebote, zu dem auch ein mehrwöchiger Praxis-Test gehörte, fiel die Wahl auf den Primo Central Index von Ex Libris. Unter der Leitung der UB Leipzig <15> wird der Primo Central Index in Sachsen jetzt flächendeckend eingeführt (zum Open Source Discovery Service VuFind vgl. den Vortrag von Till Kinstler auf dem Bibliothekskongress 2010 in Leipzig, zum Primo Central Index vgl. den Artikel in der Wikipedia).
Seit Januar 2012 sind die bislang getrennt präsentierten Angebote von ViFaArt – Virtuelle Fachbibliothek für Gegenwartskunst und arthistoricum.net – Virtuelle Fachbibliothek Kunstgeschichte in einer gemeinsamen Virtuellen Fachbibliothek Kunst unter dem Namen arthistoricum.net vereint. Damit ist erstmals eine übergreifende Recherche zum gesamten kunsthistorischen Themenspektrum möglich: beginnend bei der mittelalterlichen und neueren Kunstgeschichte der Länder Europas und der von Europa beeinflussten Kunst in den USA, Kanada und Australien als Bestandteile des Sondersammelgebiets Kunstgeschichte (UB Heidelberg) bis zur Geschichte der Kunst ab 1945 der Länder Europas und Nordamerikas als Bestandteile des Sondersammelgebiets Zeitgenössische Kunst, Fotografie, Industriedesign und Gebrauchsgrafik (SLUB Dresden). Nach Ablauf der DFG-Förderung wurde beschlossen, die beiden Virtuellen Fachbibliotheken zusammenzuführen. Das neue Angebot startete am 01.01.2012 und wird – nachdem sich zu diesem Zeitpunkt das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München aus dem Projekt zurückgezogen hat – von folgenden Partnern betrieben: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) <14>, Universitätsbibliothek Heidelberg <16> in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte der LMU München (nach dem arthistoricum-Blog vom 02.01.2012).
In einem gemeinsamen Projekt mit den Universitäten Marburg und Trier werden die rund 3.000 Briefe August Wilhelm Schlegels (1767-1845) der SLUB Dresden <14> und 2.000 Briefe aus 80 weiteren Einrichtungen digitalisiert, transkribiert und elektronisch ediert. Die auf diesem Weg hergestellte wissenschaftliche Editionsumgebung soll für ähnliche Projekte wegweisend sein. Das Projekt startet am 01.03.2012, wird von der DFG gefördert und ist auf fünf Jahre angelegt.
Studierende der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) haben die Internetplattform Bibliotheken in Leipzig überarbeitet. Sie wurde um ein Verzeichnis aller Leipziger Archive erweitert und präsentiert sich unter dem neuen Namen Bibliotheken und Archive in Leipzig (http://bibliotheken-leipzig.de/). Verzeichnet sind derzeit über 120 Leipziger Bibliotheken und 22 Archive. Diese können alphabetisch, thematisch oder mittels Freitextsuche recherchiert werden. Jeder Eintrag stellt die betreffende Einrichtung kurz vor und informiert über den Bestand, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Hinweise zur Verkehrsanbindung. Für die Zukunft ist unter anderem die Aufnahme aller Leipziger Informations- und Dokumentationseinrichtungen geplant.
Die Virtuelle Fachbibliothek medien buehne film (http://www.medien-buehne-film.de/), ein Kooperationsprojekt der UB Leipzig <15> (SSG 3.5 Kommunikations- und Medienwissenschaft / Publizistik), der UB Frankfurt am Main <30> (SSG 9.3 Theater- und Filmkunst), der Fachrichtung Dramaturgie der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam, ist ein fächerübergreifendes Informationsportal und Rechercheinstrument für die Fachgebiete Kommunikationswissenschaft, Publizistik und Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft sowie Filmwissenschaft. Neben den konventionellen Beständen der Bibliotheken erfasst das Online-Angebot digitale Ressourcen wie Internetquellen, deren Inhalte sowohl nach wissenschaftlichen Relevanz- und Qualitätskriterien als auch nach bibliothekarischen Standards erschlossen werden. Die Virtuelle Fachbibliothek wird laufend ausgebaut: Im Dezember 2011 wurde die englischsprachige Weboberfläche der ViFa für die Nutzer freigeschaltet (http://www.medien-buehne-film.de/en/). Das Modul „E-Journals„ der ViFa medien buehne film bietet eine Übersicht fachbezogener Online-Zeitschriften, die dem Nutzer in alphabetischer Sortierung vorliegen. Es handelt sich dabei um laufend aktuell gehaltene Fachausschnitte aus der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) der UB Regensburg. Zurzeit (Stand: Januar 2012) sind 1.185 Zeitschriften im Gesamtportal, 323 für die Theaterwissenschaft, 291 für die Filmwissenschaft sowie 839 für die Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft und Publizistik nachgewiesen. Anders als im Basisangebot der EZB, das für die Fachgebiete Theater- und Filmwissenschaft keine eigenen Ausschnitte anbietet, können die Daten in der ViFa fachspezifisch abgerufen werden (http://www.medien-buehne-film.de/alle/ejournals/). Im ersten Quartal 2012 wird sich das Team der ViFa vor allem mit folgenden Themen beschäftigen: - Einbindung neuer Datenbestände wie der IZI-Datenbank des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) München, des IPMZ–Fachkatalogs des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung in Zürich und der Einbindung weiterer Jahrgänge der Jahresbibliographie Massenkommunikation. - Für das propädeutische Angebot LOTSE der ULB Münster entwerfen die Mitarbeiter der ViFa zwei neue Fachzugänge Kommunikationswissenschaft / Medienwissenschaft sowie Filmwissenschaft / Theaterwissenschaft. Diese sollen dann Ende des ersten Quartals 2012 freigeschaltet werden.
Nach langwierigen Verhandlungen über die Zukunft des Tanzarchivs Leipzig sind dessen Bestände im Herbst 2011 in die UB Leipzig <15> überführt worden. Dort können sie im Bereich der Sondersammlungen wieder benutzt werden. Als nächste Schritte sind die bessere Erschließung (besonders der Nachlässe) und die Digitalisierung vor allem der gefährdeten Medienbestände (Filme, Videos, Tonbänder) in Vorbereitung. Zur besseren Erschließung gehört auch der Aufbau einer Datenbank, mit der das Tanzarchiv Leipzig mit anderen Tanzarchiven, dem Deutschen Tanzarchiv Köln, der Akademie der Künste Berlin, dem Tanzfilminstitut Bremen und dem Berliner mime centrum, vernetzt werden soll. Dazu bedarf es der Förderung durch Drittmittel. Für deren Einwerbung setzt sich der Verein Tanzarchiv Leipzig ein, wie auch für die Realisierung von Forschungsprojekten, Publikationen und Veranstaltungen, mit deren Hilfe die Bedeutung der Bestände einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden sollen. Das Tanzarchiv Leipzig wurde 1957 gegründet und 1975 als Außenstelle dem Archiv der Künste der DDR angegliedert. 1993 ging es in die Trägerschaft des Vereins Tanzarchiv Leipzig e.V. über. Die Bestände des Tanzarchivs umfassen circa 10.000 Bücher sowie zahlreiche Film-, Bild- und Tondokumente, darunter Nachlässe oder Teilsammlungen von Pionieren des modernen Tanzes wie Rudolf von Laban, Mary Wigman, Gret Palucca oder Persönlichkeiten wie Uwe Scholz, dem 2004 verstorbenen Direktor des Leipziger Balletts. Inhaltliche Schwerpunkte setzt das Tanzarchiv vor allem im Ausdruckstanz und in der Tanzgeschichte der DDR. Kontaktmöglichkeiten bestehen unter: UB Leipzig, Sondersammlungen – Tanzarchiv, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig (Öffnungszeiten MO – MI 9 – 17 Uhr; DO 9 – 19 Uhr; FR 9 – 15 Uhr). Betreut wird die Sammlung durch Gabriele Ruiz, Tel. 0341-9730-613 oder -526 (Sonderlesesaal), E-Mail ruiz@ub.uni-leipzig.de; Geschäftsstelle: Tanzarchiv Leipzig e. V., Ritterstraße 12, Büro 402, 04109 Leipzig, MO – DO 9.30 – 15 Uhr, URL http://www.tanzarchiv-leipzig.de).
Der neue Webauftritt für den Bibliotheksverbund Bayern (BVB) ist Mitte März 2012 an den Start gegangen (unter der gewohnten Adresse http://www.bib-bvb.de/). Es finden sich sowohl vertraute als auch neue Inhalte zum BVB, den Dienstleistungen der Verbundzentrale und zu den einzelnen Verbundgremien. Mit der Zeit werden noch weitere Inhalte dazukommen. Die neue Struktur ist bewusst auf Erweiterbarkeit hin angelegt, das Design wurde sowohl auf Barrierefreiheit als auch auf Tauglichkeit für mobile Endgeräte hin entwickelt.
Die BSB München <12>, der Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) haben ihren Katalog B3Kat als OpenData im Format MARC-XML und als LinkedOpenData im Format RDF/XML veröffentlicht. Enthalten sind die Beschreibungen zu über 23 Millionen Medien aus 180 wissenschaftlichen Bibliotheken in Bayern, Berlin und Brandenburg. Die Daten werden im Internet zur allgemeinen Nutzung unter der Lizenz Creative Commons Zero bereitgestellt (vgl. dazu Open Data: Der BVB und der KOBV öffnen ihren Katalog). Das Angebot ist auch über das Open-Data-Portal des Freistaats Bayern erreichbar (http://opendata.bayern.de/).
Der Jahresbericht des Lehrstuhls für Buchwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg für das Jahr 2011 ist erschienen. Er enthält eine Übersicht zu den Forschungsprojekten, die Publikationen aller Professoren und Mitarbeiter, Tagungsberichte und einen Artikel über die im vergangenen Herbst neu berufene Professorin Svenja Hagenhoff. Der Band schließt mit einem Berichtsteil (Übersicht über die Mitarbeiter, statistische Daten zu den Studierenden und Abschlussarbeiten). Außerdem enthält er Kurzberichte zu Dissertationen und Aufsätze zum Fach Buchwissenschaft.
Das Richard-Strauss-Quellenverzeichnis (RSQV), das vom Richard-Strauss-Institut (RSI) in Garmisch-Partenkirchen bearbeitet wird, ist seit letztem Jahr online (http://www.rsi-rsqv.de/). Dort sind Musikquellen von der ersten Skizze bis zum Erstdruck der Werke des Komponisten zu finden. Sowohl die Quellen als auch die Werke können mittels verschiedener Suchkriterien recherchiert werden. Das dreijährige Forschungsprojekt, das seit 2009 läuft, wird von der DFG finanziert (vgl. auch dazu C. Heine; A. Kech. „Richard-Strauss-Quellenverzeichnis (RSQV) ist online“. Forum Musikbibliothek 32. 2011. H.4. S.377-379).
Seit kurzem steht auf dem buch- und informationswissenschaftlichen Portal b2i das Modul "Expertendatenbank" zur Verfügung. Dort sind aktuell 434 nationale und internationale Experten aus dem Bereich der Buchwissenschaft aufgelistet. Inhaltlich wurde das Verzeichnis vom Lehrstuhl für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg bearbeitet. Eine Ausweitung auf Experten im bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Bereich ist bereits angelaufen und wird von der BSB München <12> betreut, die auch die technische Realisierung übernahm. Neben Angaben zu den einzelnen Experten (Anschrift oder Wohnort, verlinkte Homepage, Forschungsschwerpunkte) gibt es jeweils Verknüpfungen zu den nachgewiesenen Publikationen in den Katalogen der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB). In der Datenbank kann auch recherchiert werden. Zusätzlich zu Personen sollen künftig (in eigenen Bereichen) Informationen zu Forschungs- und Lehreinrichtungen sowie zu Projekten angeboten werden. Die eingetragenen Experten sollen die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Daten zu bearbeiten und zu korrigieren. Buchwissenschaftler, die sich auf der Liste vermissen und aufgenommen werden möchten, können sich an Nikolaus Weichselbaumer (Lehrstuhl für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) wenden. Interessenten aus dem bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Bereich können sich über das Kontaktformular auf der b2i-Website an die Redaktion von b2i an der BSB wenden. Die Bayerische Staatsbibliothek betreibt das Wissenschaftsportal mit Unterstützung der DFG.
recensio.net, die Rezensionsplattform für die Geschichtswissenschaft, ging am 20.01.2011 online. Nach einem Jahr sind bereits rund 5.000 aktuelle Rezensionen aus 28 historischen Fachzeitschriften im Open Access auf der Plattform zugänglich. Daneben wird ein Web 2.0-orientiertes Bewertungsinstrument für historische Publikationen erprobt. Die DFG hat die Förderung von recensio.net um zwei weitere Jahre verlängert. Das Projekt wird von der BSB München in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Paris und dem Institut für Europäische Geschichte Mainz getragen.
Ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung vom 27.01.2012 befasst sich mit Digitalisierungsprojekten an Bibliotheken. Darin wird ein Google-Manager mit der Aussage zitiert, dass fast 90 Prozent der deutschen Beiträge zur Europeana aus der Bayerischen Staatsbibliothek stammen, die seit 2007 zur Digitalisierung ihrer urheberrechtsfreien Bestände mit Google zusammenarbeitet. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Europeana ursprünglich als europäisches Gegengewicht zur Google-Digitalisierung initiiert worden ist (nach Börsenblatt online vom 27.01.2012).
In die Bayerische Landesbibliothek Online (BLO) sind in den letzten Monaten weitere neue Inhalte aufgenommen worden: Die ersten fünf Jahrgänge der Mittelbayerischen Zeitung wurden in einem Kooperationsprojekt der BSB München mit dem Mittelbayerischen Verlag und der Staatlichen Bibliothek Regensburg <155> digitalisiert (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/mittelbayerische). Bereits im Dezember 2011 wurden die Jahrgänge 1946-1963 der Passauer Neuen Presse ebenfalls als Blätterversion mit durchsuchbarem Volltext bereitgestellt (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/pnp); Schätze der Staatsbibliothek Bamberg: Die Projekte Buchschätze der Mathematik, Sammlung Joseph Heller und Bamberger Halsgerichtsordnung wurden um verschiedene Digitalisate ergänzt. Unter den neu hinzugekommenen 24 Handschriften und Drucken finden sich z. B. die von Johann von Schwarzenberg verfasste erste Ausgabe der Bamberger Halsgerichtsordnung von 1507, Johann Hauers Abschrift von Albrecht Dürers Tagebuch seiner Reise in die Niederlande sowie kalligraphische Schriftvorlagen des Kulmbacher Schreibers Johann Hering aus der Zeit um 1626-1634 (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/bamberger-schaetze); Blockbücher aus bayerischen Sammlungen: Die Digitalisate der Blockbücher aus den Beständen des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg und der Schönborn'schen Schlossbibliothek Pommersfelden wurden in das Angebot aufgenommen (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa-sammlungen); Alter Realkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek: Die Einführungsseite zum Alten Realkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek stellt ein wichtiges Rechercheinstrument zu bayernbezogener Literatur bis zum Erscheinungsjahr 1952 vor und vervollständigt den Schwerpunkt Bibliographien zu Bayern (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/alter-realkatalog); Rosenheimer Plakate zur Nachkriegszeit 1945-1948: Die Plakatsammlung des Stadtarchivs Rosenheim dokumentiert Kriegsende und Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg im oberbayerischen Rosenheim (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/rosenheim-plakate); Joachim Lilla - Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-) Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945: Mit der Bereitstellung dieser Kurzbiographien liegt erstmals ein Nachschlagewerk zu allen Ministern, leitenden Beamten und NS-Funktionären vor, die in Bayern zwischen 1918 und 1945 tätig waren (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/lilla).
Die Staatsbibliothek zu Berlin <1a> bietet unter der URL http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/web/ ein umfangreiches Rechercheportal zum Thema Zeitungen, Presseforschung, Publizistik und Journalismus an. Digitalisierte historische Zeitungen, Volltexte und ausgesuchte Internetquellen und Datenbanken zum selben Thema sind im Zeitungsportal ZEFYS = ZEitungsInFormationssYStem (http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/) zu finden.
Band 46 des Jahrbuchs Preußischer Kulturbesitz dokumentiert die Arbeit und die Aktivitäten der Stiftung und ihrer fünf Einrichtungen im Jahr 2010. Schwerpunkte bilden die Bereiche Bau, Ausstellungen, Forschung, Erwerbungen und Kooperationen. „Die Staatsbibliothek setzte ihre Erwerbung bedeutender Verlagsarchive fort und bietet somit ein breites Feld zur Erforschung des Verlagswesens in Deutschland. Sie erweiterte mit dem Ankauf eines Konvoluts islamischer Handschriften zudem den Bestand der Orientabteilung. … Das Großprojekt Deutsche Digitale Bibliothek, bei dem die SPK, federführend in einem nationalen Kompetenznetzwerk, an Fragen zur technischen Umsetzung und virtuellen Aufbereitung digitalisierter Bestände aus deutschen Kultureinrichtungen arbeitet, wird ebenso vorgestellt wie die konzeptionelle Weiterentwicklung des Humboldt-Forums, das neue Formen des interkulturellen Dialogs eröffnet“ (nach der Pressemitteilung).
Die Bibliographie des Musikschrifttums (BMS) online (http://www.musikbibliographie.de/) ist die internationale und kostenlos nutzbare Bibliographie für die Musikwissenschaft. Sie wird vom Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz herausgegeben, das die gedruckte Bibliographie bereits 1936 begründet hat. Derzeit weist die BMS mehr als 300.000 Schriften mit Bezug zur Musik ab 1950 nach. Sie wird ergänzt durch den OLC-SSG Musikwissenschaft des GBV, der die aktuellen Inhaltsverzeichnisse von etwa 150 einschlägigen Zeitschriften ab 1993 enthält. In der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft (ViFa Musik), die eine Fülle weiterer Fachdatenbanken bereithält, ist die BMS ebenfalls berücksichtigt. Ausgewertet werden Bücher, Aufsätze und Rezensionen aus Zeitschriften, Festschriften, Kongreßberichten, Jahrbüchern, Sammelbänden und kritischen Berichten musikalischer Editionen. Als Quellen werden von der BMS-Redaktion Nationalbibliographien, Fachzeitschriften und Spezialbibliographien berücksichtigt. Außerdem werden fachfremde Zeitschriften ausgewertet, die musikalisch relevante Themen im weiteren Sinne behandeln. Pro Jahrgang werden etwa 600 Quellen ausgewertet und circa 10.000 Titel erfasst. Die Konversion und Überarbeitung der vorhandenen Altdaten (1936 bis 1941; 1976 bis 1985) sowie die Schließung der Berichtslücke 1942 bis 1949 ist in Planung.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat der TIB Hannover <89> in einer Stellungnahme zur Evaluierung der Bibliothek durch eine externe Gutachtergruppe im Februar 2011 in fast allen Bereichen Bestnoten bescheinigt (s. Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zur TIB Hannover vom 24. November 2011).
Zwei der wichtigsten mittelalterlichen Musikhandschriften sind von der HAB Wolfenbüttel <23> digitalisiert und frei zugänglich ins Netz gestellt worden. Die in der Fachwelt nur mit der Abkürzung W1 und W2 bezeichneten französischen Handschriften aus dem 13. Jahrhundert, die das Repertoire mehrstimmiger Kompositionen überliefern, sind unter http://diglib.hab.de/mss/628-helmst/start.htm bzw. http://diglib.hab.de/mss/1099-helmst/start.htm erreichbar. Ein weiteres von der HAB Wolfenbüttel digitalisiertes Highlight ist die Erstausgabe der „Lettres sur la danse…“ von Jean Georges Noverre, die zu den bedeutendsten theoretischen Schriften über den Tanz zählt und 1760 in Lyon und Stuttgart erschienen ist (http://diglib.hab.de/drucke/wa-1280/start.htm).
Die Universität Greifswald ist am 28.02.2012 mit einem Online-Portal zu ihren wissenschaftlichen Sammlungen gestartet. Das Portal präsentiert über 5.000 digitalisierte Sammlungsobjekte aus sieben der insgesamt 16 Lehr- und Forschungssammlungen (http://www.wissenschaftliche-sammlungen.uni-greifswald.de). Das gemeinsam mit digiCULT Verbund eG (http://www.digicult-verbund.de/) und der Verbundzentrale des GBV entwickelte Portal bietet einen Zugang zu Sammlungsobjekten der Medizin, Natur- und Geisteswissenschaften sowie der Theologie. Das Online-Portal befindet sich in der ersten Ausbaustufe. Derzeit sind Sammlungen aus vier Fakultäten, darunter die vergleichend-anatomische Sammlung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin, die Sammlung des Gustaf-Dalman-Instituts der Theologischen Fakultät und die Akademische Kunstsammlung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, vertreten. In den kommenden Monaten und Jahren werden weitere Sammlungen und Einzelobjekte digital verfügbar gemacht.
Der diesjährige Bibliothekartag findet vom 22. bis 25.05.2012 in Hamburg statt. Bis zum 29.02.2012 sind die Tages- und Dauerkarten zum Frühbucherpreis erhältlich. Weitere Infos zum Programm stehen unter http://www.bibliothekartag2012.de/ bereit. Unter der Adresse ist auch die Online-Anmeldung möglich. Das BSZ wird wieder mit einem Gemeinschaftsstand mit den anderen deutschen Verbundsystemen vertreten sein. Zusätzlich beteiligt sich das BSZ an der Informationsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme, die laut Programm am 25.05.2012 von 09:00-12:00 Uhr (Saal 4) stattfindet. Unter dem Motto „Innovationen in den Verbünden“ wird Volker Conradt zusammen mit Silke Schomburg (hbz) einen Vortrag mit dem Titel „Perspektiven auf eine nationale Erschließungsdatenbank“ halten.
Der Open-Access-Publikationsserver EconStor (http://www.econstor.eu/), der von der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft <206/206 H> in Kiel und Hamburg angeboten wird, ist Ende 2011 in die Gruppe der zwanzig weltweit wichtigsten Archive des RePEc-Netzwerks (= Research Paper in Economics) aufgenommen worden. EconStor organisiert als nationale Service-Einrichtung für RePEc den Publikationsnachweis für fast einhundert deutsche Institutionen und berät die Einrichtungen außerdem bei der Nutzung des RePEc-Dienstes.
Die Vorträge des ZFL-Anwendertreffens der Wissenschaftlichen Bibliotheken am 30.11.2011 im hbz in Köln wurden durch eine Mitschrift ergänzt (http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/produkte/online_fernleihe/aktuell/anwendertreffen2011/).
In den letzten Monaten sind in der wissenschaftlichen Suchmaschine Bielefeld Academic Search Engine (BASE) einige neue Dienste eingeführt und bestehende erweitert worden: Das Browsing nach DDC konnte durch automatische Klassifikation auf bisher 2,2 Mio. klassifizierte Dokumente erweitert werden. Die Software dafür wurde während des DFG-geförderten Projekts „Automatische Anreicherung von OAI-Metadaten“ entwickelt. Unter http://mobile.base-search.net/ bietet BASE für Smartphones optimierte Websites an, der Export von Suchergebnissen wurde im Hinblick auf weitere Formate ausgebaut (RefWorks, EndNote, MARC und RDF). Der Eurovoc-Thesaurus steht nach einer Systemumstellung wieder zur Verfügung. Wenn in der einfachen Suche der Punkt „Multilinguale Synonyme (Eurovoc Thesaurus)“ gewählt wird, kann gleichzeitig nach Synonymen und Übersetzungen gesucht werden. Eurovoc umfasst 239.000 Einträge in 21 Sprachen. Im BASE-Index befinden sich (Stand: Februar 2012) fast 33,2 Mio. Dokumente aus 2.106 Quellen, davon 380 aus den USA, 210 aus Deutschland und 150 aus Großbritannien.
Die UB Bielefeld <361> hat als Ersatz für die Aufsatzdatenbank JADE, die von der Bibliothek Mitte der 1990er Jahre entwickelt wurde, den EBSCO Discovery Service (EDS) von EBSCO Publishing eingeführt.
Der FrauenMediaTurm (FMT) <Kn 184> im mittelalterlichen Bayenturm in Köln, das bedeutendste feministische Archiv- und Dokumentationszentrum in Deutschland, muss gravierende Mittelkürzungen durch die nordrhein-westfälische Landesregierung hinnehmen. Dennoch geht die Arbeit dank der finanziellen Unterstützung, die das Bundesfamilienministerium zugesagt hat, weiter. Der FrauenMediaTurm macht neben seiner täglichen Arbeit für die Nutzerinnen ein breit gefächertes digitales Angebot: Eine Literaturdatenbank mit differenzierten Suchmöglichkeiten und einem feministischen Thesaurus mit rund 1.600 Begriffen erlaubt nicht nur die Suche in den Beständen des Archivs, sondern auch die Recherche nach Artikeln der Zeitschrift Emma. Der FMT baut derzeit mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Bilddatenbank auf. Sammelschwerpunkte der Bilddatenbank sind weibliche Persönlichkeiten bzw. Pionierinnen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie die Neue und die Historische Frauenbewegung. Für die Bilddatenbank werden in einem ersten Schritt die Sammlungen „Fotografie“, „Flugblatt“, „Plakat“, „Varia“ digitalisiert und erschlossen. Damit lassen sich bald auch archivalische Bestände des FMT im Netz recherchieren. Durch das Projekt wird die bestehende Literaturdatenbank durch Fotos und visuelle Dokumente von Frauen und frauenrelevanten Ereignissen ergänzt. Für die Verschlagwortung der Bilddokumente wird der feministische Thesaurus benutzt (Infos zur Bilddatenbank unter http://www.frauenmediaturm.de/recherche/bilddatenbank/). Darüber hinaus steht die Zeitschrift Emma - mit Ausnahme des aktuellen Heftes - im Volltext im WWW zur Verfügung (http://www.emma.de/service/emma-lesesaal/). Der FMT ist (über das hbz) der überregionalen Fernleihe angeschlossen; zusätzlich hat er die DigiBib des hbz im Einsatz.
Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) Köln <38> hat damit begonnen, im Rahmen ihrer digitalen Sammlungen die Kölner Personal- und Vorlesungsverzeichnisse zu veröffentlichen. Weiterführende Informationen und Zugang zur im Aufbau begriffenen Sammlung finden sich unter http://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/vorlesung/.
Eine der zahlreichen Spezialsammlungen der USB Köln ist die Sammlung Westerholt, eine wenig bekannte Kollektion von Bildungs- und Unterhaltungsliteratur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Grundstock der Sammlung bildet die Bibliothek der westfälischen Adelsfamilie Westerholt, wobei die nachträglich entstandene Bezeichnung „Sammlung Westerholt“ auf die größte Einzelprovenienz des Bestandes, die Büchersammlung der Gräfin Wilhelmine von Westerholt (1757-1820), zurückzuführen ist. Die USB Köln hat die Sammlung Westerholt digitalisiert und über die digitalen Sammlungen der Bibliothek (http://www.ub-uni-koeln.de/digital/digitsam/index_ger.jtml) bzw. direkt unter http://www.ub.uni-koeln.de/digital/digitsam/westerholt/index_ger.html zugänglich gemacht. Außerdem liegen bei der Suche nach Titeln aus der Sammlung im Online-Katalog die Digitalisate hinter den entsprechenden Vollanzeigen und können dort ebenfalls abgerufen werden.
Auf der neuen MALIS-Website (http://malis.fh-koeln.de/) informiert das Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln über den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Master in Library and Information Science – MALIS), der für Leitungs- und Führungsaufgaben in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen des In- und Auslands qualifiziert.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat in einer Stellungnahme eine Förderempfehlung für die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) <38 M> in Köln abgegeben. Darin wird Bund und Ländern empfohlen, die ZB MED für weitere vier Jahre zu fördern.
Die Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD) ist als erste regionale Personendatenbank in das europaweit konzipierte Biographie-Portal (http://www.biographie-portal.eu/) eingespielt worden. Die vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz frei zugänglich angebotene biographische Datenbank ist mit wichtigen biographischen Nachschlagewerken wie der digitalisierten Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), der Neuen Deutschen Biographie (NDB), dem Österreichischen Biographischen Lexikon (ÖBL) sowie dem Personenteil des Historischen Lexikons der Schweiz durchsuchbar. Von den derzeit über 9.800 Kurzbiographien von Rheinland-Pfälzern sind freilich nicht alle über die Portalsuche zu finden: im von der BSB München gehosteten Biographie-Portal werden lediglich bereits verstorbene Persönlichkeiten verzeichnet.
Das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer beteiligt sich wie viele andere kirchliche Archive am Kirchenbuchportal (http://www.kirchenbuchportal.de/). Zentrale Infos zu den deutschen Kirchenbuchbeständen sind ein seit langem geäußerter Wunsch vieler Genealogen. Das Portal informiert über den Bestand an Kirchenbüchern in Archiven der evangelischen und katholischen Kirche und macht detaillierte Kirchenbuchnachweise zugänglich. Diese Informationen stehen kostenfrei zur Verfügung. Die Recherche im kompletten Portal (Metadatensuche) ist ebenfalls möglich (http://www.kirchenbuchportal.findbuch.net/). Vor wenigen Jahren ist damit begonnen worden, digitalisierte Kirchenbücher in das Portal einzustellen. Da für dieses Angebot erhebliche Investitionen zu leisten sind, ist der Zugang zu den digitalisierten Beständen kostenpflichtig.
Ein Rückblick auf die HeBIS Online-Fernleihe 2011 aus der Feder von Günter Pietzonka ist in HeBIScocktail 1-2012 (Rubrik „Themen“) nachzulesen.
Seit Anfang März 2012 ist der virtuelle Stadtplan Jüdische Orte in Frankfurt am Main unter http://www.juedisches-frankfurt.de/ online. Der virtuelle Plan macht es möglich, sich auf einen Rundgang zu den Schauplätzen jüdischen Lebens im heutigen Frankfurt zu begeben.
Von März bis Mai 2012 zeigt die Abteilung Buchkunst und Graphik des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt unter dem Titel Buchkunst Total / Sammlung Total den kompletten Buchbestand von mehr als 3.000 Bänden. Bei Buchkunst Total / Sammlung Total handelt es sich um eine Studioausstellung und ein Experiment, bei welchem erstmals der gesamte Buchkunstbestand des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt, angefangen vom späten Mittelalter bis heute, präsentiert wird: von kostbarer Buchmalerei über erste Erzeugnisse der Buchdruckkunst oder persönlich gestaltete Alben der Freundschaft bis hin zu zeitgenössischen Künstlerbüchern, welche häufig Typografie und Grafikdesign an künstlerische Fragestellungen binden.
Das Digitalisierungsprojekt „Welt und Wissen auf der Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit“ (http://www.theatra.de/) ist ein Kooperationsprojekt der Universität Kassel und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel <23>, das von der DFG gefördert wird und auf drei Jahre (2009-2012) angelegt ist. Ziel des Projekts ist die Erschließung, Analyse und Digitalisierung der Theatrum-Literatur. Dabei handelt es sich um Hunderte von Titeln, die zwischen 1500 und 1800 in lateinischen und volkssprachlichen Ausgaben erschienen sind. Erforscht wird die Beziehung von Theater und Wissen, wie sie in der Textkultur der Frühen Neuzeit ausgeprägt erscheint. Der Aufbau der Datenbank erfolgt sukzessive. Recherchen sind über Volltext- und Titelsuchen möglich. Der Nutzer findet zusätzlich in der Rubrik „Forschung“ eine umfangreiche Bibliographie sowie eine Forschungsdatenbank zum Thema. Ein weiteres Hilfsmittel zur Nutzung sind die Repertoriumsartikel. Diese enthalten Angaben zu Textausgaben, Publikationsgeschichte, Autor, Inhalt, Kontext und Klassifizierung, Rezeption und Forschungsliteratur der Digitalisate.
Wikisource hat Digitalisate zur Geschichte der Stadtbibliothek Mainz <36> erfasst. Anlass dazu gab die nur knapp abgewendete Abwicklung der Bibliothek. Allerdings ist die Bibliothek von Personalabbau und erheblichen Mittelkürzungen bedroht. Außerdem wurde die Bibliotheksordnung von 1814 in Wikisource aufgenommen.
Am 27.01.2012 hat der KOBV mit dem Release 4.2.0 eine neue Version von OPUS 4 (http://www.kobv.de/opus4) veröffentlicht.
Die Bundesregierung stellt dem Bundesarchiv, dessen historische Filmbestände sich in Berlin befinden, in diesem Jahr 230.000 Euro für die Digitalisierung von historischem Filmmaterial zur Verfügung. Durch das Projekt wird die technische Voraussetzung für die zeitgemäße Sichtung von altem Filmmaterial im Bundesarchiv geschaffen und die künftige Verwendung in Film- und Fernsehproduktionen ermöglicht. Darüber hinaus soll mit diesen Mitteln das historische Filmmaterial zum Ersten Weltkrieg digitalisiert werden, um es zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns im Jahr 2014 zur öffentlichen Nutzung bereitzustellen. Als einen weiteren Anschub zur schrittweisen Digitalisierung deutschen Filmerbes werden zusätzlich sowohl der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden als auch der DEFA-Stiftung in Berlin jeweils 100.000 Euro aus dem Etat des Kulturstaatsministeriums bereitgestellt, in erster Linie zur Digitalisierung von analogen 35-Millimeter-Filmrollen. Die beiden Stiftungen zur Pflege des deutschen Filmerbes besitzen wertvolle Filmbestände aus der Vor- und westdeutschen Nachkriegszeit bzw. der ehemaligen DDR.
Seit 2004 müssen Kopien sämtlicher Filme, die von Filmförderungseinrichtungen des Bundes und der Länder gefördert wurden, in anerkannten Archiven, insbesondere dem Bundesarchiv-Filmarchiv in Berlin, das dabei von anderen Filmarchiven und Kinematheken unterstützt wird, hinterlegt werden. Durch diese Pflichthinterlegung für geförderte Kinofilme sind nach derzeitiger Schätzung etwa 80 bis 90 Prozent aller seitdem hergestellten Filme erfasst. Um einen vollständigen Überblick über die Filmproduktion in Deutschland zu erhalten, wird mit der in diesem Jahr anstehenden Novellierung des Bundesarchivgesetzes zusätzlich eine Pflichtregistrierung für deutsche Kinofilme eingeführt. Eine Studie zu Stand und Aufgaben der Filmarchivierung und zur Verbreitung des nationalen Filmerbes in Deutschland, die 2005 vom Kinematheksverbund der Bundesrepublik vorgelegt wurde, bietet die bislang wichtigste Bestandsaufnahme zur Situation des deutschen Films.
Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin präsentiert wesentliche Ausschnitte aus dem Produktionsarchiv von Heinrich Breloer, einem der renommiertesten deutschen Autoren und Regisseure, auf ihrer Website (http://breloer.deutsche-kinemathek.de/). Das Online-Portal enthält nicht nur das Produktionsarchiv, zusätzlich sind 110 Filme, die von dem im Februar 2012 achtzig Jahre alt gewordenen Regisseur seit den 1970er Jahren realisiert wurden, in einer Filmografie erfasst. Sie können in dem der Öffentlichkeit zugänglichen audiovisuellen Archiv des Museums, der Mediathek, gesichtet werden. Ergänzt werden die Materialien durch eine umfangreiche Bibliografie, die Bücher Breloers zu seinen Filmen und eine Auswahl vor allem deutschsprachiger Literatur über den Regisseur und insbesondere das Genre des Dokudramas zusammenträgt. Das Museum eröffnet mit dem Online-Archiv zu Breloer gleichzeitig ein neues Format. Dem Publikum ebenso wie der Wissenschaft und Forschung werden in einem ersten Schritt online so bislang nicht mögliche Einblicke in die Aufarbeitung von bedeutenden Vor- und Nachlässen aus der Film- und Fernsehgeschichte gegeben.
Die Gesellschafter des FIZ Chemie (http://www.fiz-chemie.de/) in Berlin beabsichtigen, ihre Anteile zu verkaufen. Als Nachfolgeeinrichtung des 1830 gegründeten Chemischen Zentralblatts liefert FIZ CHEMIE Fachdaten und Abstracts für Wissenschaft und Industrie. Neben dem Bund und dem Land Berlin sind auch Verbände der chemischen Industrie Gesellschafter. Erste Wissenschaftsverlage haben bereits ihr Interesse an Informationsdiensten wie ChemInform (http://www.fiz-chemie.de/cheminform/) oder INFOTHERM (http://www.fiz-chemie.de/infotherm/) sowie der Ausbildungsenzyklopädie CHEMGAROO (http://www.chemgaroo.de/) angemeldet, der multimedialen deutschsprachigen Enzyklopädie für Chemie und benachbarte Naturwissenschaften.
Das Zeitgeschichtliche Archiv (ZGA) des Zentrums für Kultur- und Zeitgeschichte (ZfK) in Berlin umfasst historische Presse- und Presseartikelsammlungen von Zeitungen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland und ermöglicht – nach vorheriger Registrierung – die kostenlose Recherche in seinen Datenbanken. Papierkopien der im Original vorliegenden Dokumente können beim ZfK angefordert werden; die Versandkosten werden in Rechnung gestellt. Folgende Bestände stehen zur Verfügung: Zeitschriftenartikel zur Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin (1945-1990), die aus dem Institut für internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) stammen; Länder der Erde (1946-1992) mit circa 20.000 Aktenordnern aus dem genannten Zeitraum; Pressedossiers: rund 460 Presseorgane wurden ausgewertet und in Dossiers verdichtet; Ereignisse: Die Ereignisdatenbank geht auf diverse historische Listen zurück, die als journalistisches Hilfsmittel an Jahrestage und wichtige Ereignisse erinnerten.
Die Deutsche Nationalbibliothek, die am 03. Oktober 1912 in Leipzig als Deutsche Bücherei gegründet wurde, feiert ihr hundertjähriges Bestehen zwischen März und Oktober 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen (http://www.dnb.de/100jahre). Anlässlich des Jubiläums veröffentlicht die DNB vier Magazin-Ausgaben unter dem Titel HUNDERT, die einen „repräsentativen, bleibenden Überblick über die Arbeit der Nationalbibliothek geben“ (Dialog mit Bibliotheken 2012/1. S.63).
2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) damit begonnen, Normdaten als Linked Data zu veröffentlichen. Der bestehende Linked Data Service der DNB wurde im Januar 2012 um den überwiegenden Teil der Titeldaten (es fehlen noch die Musikalia, die Bestandsdaten des Deutschen Exil-Archivs und die fortlaufenden Sammelwerke) erweitert. Gleichzeitig wurde auch die Nutzungslizenz für Linked Data auf Creative Commons Zero umgestellt. Ab 01.07.2012 stehen mehr als 11 Millionen Titelsätze der Deutschen Nationalbibliothek - unabhängig vom jeweils bezogenen Format - zur kostenfreien Nutzung bereit. Kostenpflichtig bleiben nur die Titeldaten des laufenden und des vorherigen Bibliographiejahrganges. Die Preise für diese Daten werden wie schon im letzten Jahr erneut um 25% gesenkt.
Die Arbeitsstelle für Standardisierung in der Deutschen Nationalbibliothek hat eine umfangreiche Auswahl von Links zum neuen Standard Resource Description and Access (RDA), den die DNB ab Mitte 2013 einführen wird, bereitgestellt (http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/LinksAFS/linksafs_node.html).
De Gruyter und die American Library Association (ALA) haben vereinbart, dass der Verlag die deutschsprachige Version des neuen Regelwerks zur Erschließung von Print- und Digitalmedien in Bibliotheken, Resource Description and Access (RDA), herausgeben und vertreiben wird. De Gruyter verfügt laut Vertrag zudem über die Rechte zur Verbreitung der multilingualen Online-Version, des RDA-Toolkits, in deutschsprachigen Ländern. Entwickelt wurde das neue Regelwerk in einem Kooperationsprozess unter der Leitung eines internationalen Joint Steering Committee (JSC) und unter der Aufsicht des Committee of Principals, dem die American Library Association (ALA), die Canadian Library Association (CLA), das Chartered Institute of Library and Information Professionals (CILIP, UK), die Library of Congress (USA), die Library and Archives Canada, die British Library und die National Library of Australia angehören. In Deutschland ist die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) maßgeblich an der Vorbereitung der deutschsprachigen Version der RDA beteiligt. Sie ist dem JSC beigetreten und arbeitet an der Entwicklung von RDA mit. Die RDA sollen den Anglo-American Cataloguing Rules (AACR2) als verbindliches Regelwerk folgen. Der deutsche Standardisierungsausschuss hat bereits Ende 2004 die Internationalisierung der deutschen Standards beschlossen. Dazu gehören etwa der Umstieg auf MARC 21, den die DNB am 01.07.2013 vollziehen wird, und die aktive Teilnahme an der Entwicklung der RDA. Die Deutsche Nationalbibliothek arbeitet derzeit an einer Übersetzung für die deutschsprachigen Länder. In den USA wird die flächendeckende Einführung von RDA für 2013 empfohlen.
Die DNB hat ein Wiki eingerichtet, das die Einführung des neuen internationalen Standards Resource Description and Access (RDA) im deutschsprachigen Raum durch aktuelle Informationen begleiten und unterstützen soll (https://wiki.d-nb.de/display/RDAINFO/RDA-Info). Auf der neuen Plattform werden sukzessive Dokumente und Links zum Projekt RDA eingestellt.
Karl-Heinz Knupfer, Gesellschafter des Auktionshauses Venator & Hanstein in Köln, hat seine Sammlung von Antiquariatskatalogen an Archiv und Bibliothek des Börsenvereins in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main übergeben. Der Börsenverein übertrug 2002 der Deutschen Nationalbibliothek die Bestände seiner Bibliothek und seines Historischen Archivs als Dauerleihgabe. Die Sammlung ergänzt die in Frankfurt bereits vorhandenen umfangreichen Bestände an Antiquariatskatalogen. - Auch die Bildarchive des Börsenvereins sind in der Zwischenzeit in die DNB gelangt. Kurz vor seinem Umzug vom Großen Hirschgraben in Frankfurt in die Braubachstraße in unmittelbarer Nähe von Dom, Paulskirche und Römer im Dezember 2011 hat der Börsenverein die wichtigen Quellensammlungen für die Geschichte des Verlags- und Buchwesens der Bundesrepublik seit der Mitte der 20. Jahrhunderts in das Eigentum der DNB übergeben (vgl. dazu Staub, Hermann. „Fenster zur Vergangenheit. Der Börsenverein übereignet der Deutschen Nationalbibliothek seine Bildarchive“. Dialog mit Bibliotheken 24. 2012. H.1. S.56-59).
Das Europäische Justizportal wurde überarbeitet und online geschaltet. Das Portal, das in 22 Sprachen verfügbar ist, erläutert die verschiedenen nationalen Justizsysteme und informiert über das Recht der Europäischen Union (EU).
Das European Library Standards Handbook dient als Anleitung und Handbuch für Bibliotheken in Europa, die Daten für die Europäische Bibliothek bzw. The European Library (http://www.theeuropeanlibrary.org/) und die Europeana (http://www.europeana.eu/portal/) zur Verfügung stellen. Das Handbuch, das als Teil von Europeana entwickelt wurde, unterstützt die Bibliotheken in der Entscheidung, ihre Daten einzubringen. Es betont die wichtige Aufgabe der Einrichtungen, Inhalte in die Europeana einzuspeisen, und die Vorteile, die aus einer Mitwirkung in dem Projekt entstehen. Das Handbuch beschreibt den Prozess der Datenübertragung und die technischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für die Teilnahme. Auch juristische Aspekte, Definitionen und Quellenangaben, die von Interesse sind, werden aufgeführt.
Interessenten an Weiterbildungsprogrammen im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement in ganz Europa finden nützliche Informationen in MODERN - European Platform on Higher Education Management (http://highereducationmanagement.eu/). MODERN ist eine Datenbank, die von der europäischen Plattform für modernes Hochschulwesen (Modern) bereitgestellt wird.
Die französische Nationalversammlung und der Senat haben ein Gesetz über die digitale Nutzung vergriffener Werke des 20. Jahrhundert verabschiedet. Der französische Verlegerverband SNE (Syndicat national de l’édition) und der Autorenverband SGDL (Société des gens de Lettres) haben die Parlamentsentscheidung in einer Erklärung begrüßt. Von dem Gesetz sind bis zu 500.000 vergriffene oder verwaiste Werke betroffen, die im Katalog der Französischen Nationalbibliothek (http://catalogue.bnf.fr/) verzeichnet sind und in digitalisierter Form öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. Gleichzeitig sieht das Gesetz die Einrichtung einer paritätisch mit Autoren und Verlegern besetzten Verwertungsgesellschaft vor, die Rechte- und Vergütungsfragen in Fällen klären soll, in denen vergriffene Werke wieder für den Markt verfügbar gemacht werden. Nicht alle französischen Autoren stimmen dem Gesetz zu: Inzwischen protestieren mehr als tausend Schriftsteller dagegen und betrachten das Vorgehen als eine „beispielslose Enteignung durch den Staat“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (nach Börsenblatt online vom 05.03.2012).
Frankreich hat eine Beta-Version seines Open-Data-Portals (http://www.data.gouv.fr/) gestartet, das die Daten der öffentlichen Verwaltung kostenlos und frei verfügbar macht. Über das Portal sind derzeit rund 350.000 Datensätze aus der öffentlichen Verwaltung zugänglich, darunter die Haushalte 2011 und 2012, Daten zur Luftqualität, eine Übersicht von Unfällen mit Personenschaden, die geographischen Daten von über 3.000 Bahnhöfen und der Katalog der französischen Nationalbibliothek. Das Open-Data-Portal der französischen Regierung reiht sich ein in eine wachsende Zahl an Open-Data-Initiativen, die den Datenbestand der öffentlichen Verwaltung für die allgemeine Nutzung erschließen möchte. So findet sich auf http://www.data.gouv.fr/ (nach unten scrollen) eine Liste mit Links auf die Open-Data-Portale anderer Staaten von Saudi-Arabien über Kanada bis Südkorea. Auch die EU-Kommission arbeitet an einer einheitlichen europäischen Open-Data-Strategie. In Europa haben bereits Belgien, England, Estland, Irland, Italien, Moldawien,die Niederlande, Norwegen, Österreich und Spanien Open-Data-Portale eingerichtet, über die man auf staatliche Daten zugreifen kann. In Deutschland beschränken sich Open-Data-Initiativen bislang auf lokale Projekte wie das Open-Data-Portal Berlin(nach: heise online vom 23.01.2012).
In dem Dictionnaire topographique de la France sind derzeit (Stand: Januar 2012) 46.543 Ortsnamen recherchierbar. Auch nach veralteten Namensformen kann gesucht werden (nach einem Hinweis aus Archivalia vom 19.12.2011).
Die Encyclopaedia Britannica wird künftig nicht mehr gedruckt. Das ist in einem Blogeintrag auf der Website des britischen Nachschlagewerks zu lesen. Wenn die Lagerbestände verkauft sind, wird nach 244 Jahren die Enzyklopädie nicht mehr wie bisher als 32-bändiges Werk zu kaufen sein, sondern nur noch in digitaler Form erscheinen. Übrigens ist eine stark eingeschränkte Version der aktuellen Encyclopaedia Britannica kostenlos im Netz nutzbar (http://www.britannica.com/), die historische Ausgabe von 1911 steht sogar komplett kostenlos zur Verfügung (http://www.1911encyclopedia.org/).
Infos zum IFLA Voucher Scheme stehen unter http://www.ifla.org/en/voucher-scheme zur Verfügung. Unter der URL http://www.ifla.org/en/voucher-scheme/participating-countries sind die Teilnehmerbibliotheken (nach dem Alphabet der Staaten von Albanien bis Uruguay) verzeichnet.
In einem Leitfaden in englischer Sprache mit dem Titel „Key-Issues for e-Resource Collection Development: A Guide for Libraries“, den die Acquisition & Collection Development Section der IFLA zusammengestellt hat, sind wichtige Infos rund um das Thema Elektronische Medien zu finden. Elektronische Medien stellen die Bibliotheken vor Probleme, die bei der Auswahl und Erwerbung traditioneller analoger Materialien nicht auftreten. Es ist unverzichtbar, dass klare Richtlinien und Verfahren entwickelt werden, um Fragen wie Kosten, technische Umsetzbarkeit, Lizensierung, Zugang und Konservierung beurteilen zu können.
Der nächste IFLA World Library and Information Congress findet in Helsinki (Finnland) vom 11. bis zum 17.08.2012 statt.
Unter der Adresse http://www.alberteinstein.info/ ist seit einiger Zeit das umfangreiche Einstein-Archiv der Hebrew University in Jerusalem online abrufbar. Das Online-Archiv ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hebrew University und des Einstein Papers Project am California Institute of Technology. Vorerst sind rund 7.000 PDF-Seiten digitalisiert worden, darunter Abbildungen der Original-Notizbücher Einsteins aus seiner Professorenzeit, durch die man Seite für Seite blättern kann. In den nächsten Jahren sollen alle 81.000 Dokumente – private Briefe und Notizen, Vorlesungsskripte, Literatur von und über Einstein - digitalisiert werden.
Die Israelische Nationalbibliothek in Jerusalem hat den Abschiedsbrief von Stefan Zweig 70 Jahre nach dessen Selbstmord ins Netz gestellt (http://web.nli.org.il/sites/NLI/English/collections/personalsites/Pages/zweig.aspx). Der Autor, der mit Werken wie „Ungeduld des Herzens“ und „Schachnovelle“ weltberühmt wurde, hatte sich im Februar 1942 im brasilianischen Exil aus Verzweiflung über den Nationalsozialismus und den Verlust seiner literarischen Heimat gemeinsam mit seiner Frau das Leben genommen. Zweig hatte schon 1933 Interesse daran bekundet, einen Teil seines persönlichen Archivs an die Einrichtung in Jerusalem zu übergeben, in der heute ein Stefan-Zweig-Archiv existiert. Ein jüdischer Arzt hat den Original-Brief Ende der 1990er Jahre nach Jerusalem geschickt. Im Stefan-Zweig-Archiv befinden sich auch Briefwechsel Zweigs mit Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Sigmund Freud.
Unter http://www.oclc.org/worldcat/statistics/default.htm sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben circa 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern über 1,8 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Mehr als 262 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und über 470 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.
OCLC hat seinen Annual Report 2010/2011 veröffentlicht. Er steht im Netz unter http://www.oclc.org/news/publications/annualreports/2011/214629usb_Annual_Report_2011.pdf zum Abruf bereit.
WorldCat hat in seinen Dokumentlieferdienst WorldCat Resource Sharing einen neuen Dienst integriert: Article Exchange ermöglicht die Bestellung von Zeitschriftenartikeln bei einer Reihe von Lieferbibliotheken (lending libraries) durch Bibliotheken, die bei WorldCat Resource Sharing registriert sind (borrowing libraries). Detaillierte Infos stehen in englischer Sprache unter http://www.oclc.org/resourcesharing/features/articleexchange/ zum Abruf bereit.
Die Österreichische Nationalbibliothek in Wien und die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) in München haben am 01.02.2012 einen Kooperationsvertrag zur Digitalisierung von rund 1,6 Millionen rechtefreien Werken abgeschlossen. Die Digitalisierung wird von Google übernommen. Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass die beiden Bibliotheken noch enger strategisch zusammenarbeiten und sich bei zentralen Themen wie der Digitalisierung abstimmen. Beim Bestandsaufbau, Ausstellungen, der Erschließung des kulturellen Erbes und der wissenschaftlichen Forschung wollen sie ebenso kooperieren wie bei europäischen und internationalen Projekten, etwa der virtuellen Bibliothek Europeana (http://www.europeana.eu/portal/).
Im Mittelpunkt des Portals Volksmusikland Österreich (http://www.volksmusikland.at/) stehen ausgewählte Archivmaterialien aus den Volksliedarchiven aller österreichischen Bundesländer. Die virtuelle Reise – eine Österreich-Karte kann angeklickt werden – führt von Feldforschungsergebnissen über Studioproduktionen von Kärntner Chören über alpenländische Dreigesänge bis zur Blasmusik. Handschriften, Informationen zu MusikerInnen und ForscherInnen sowie Literaturhinweise ergänzen das Material und verdeutlichen die Entwicklung der Sammel- und Forschungsarbeit in Österreich. Notenmaterial, auch als Handschrift, steht für den Download zur Verfügung.
Die Missionarische Kirche des Kopimismus hat es in Schweden im dritten Anlauf geschafft, offiziell als Religion anerkannt zu werden. Die von dem Philosophie-Studenten Isak Gerson 2010 gegründete Gemeinschaft setzt sich für das freie Kopieren von Informationen ein und gegen urheberrechtliche Beschränkungen. Die Anerkennung durch den Staat ohne finanzielle Unterstützung findet die Boulevardzeitung Expressen in einem Kommentar vom 11.01.2012 gut und fordert, auch Protestanten und Katholiken keine staatlichen Mittel mehr zu geben: „Der Staat sollte nicht entscheiden, was eine Religion ist und was nicht. … Ein säkularer Staat sollte gewisse Religionen nicht höher bewerten als andere. Das Problem ist nur, dass Schweden dieses Prinzip nicht einhält. … Es ist höchste Zeit, dass die staatliche Unterstützung für Glaubensgemeinschaften gestrichen wird. Religionsfreiheit soll für alle gelten, egal ob sie an Gott glauben oder an das heilige Filesharing. Aber die Finanzierung sollen die Gemeinschaften selbst regeln. Ein säkularer Staat hat in Kirchen nichts zu suchen.
Die Bestände der Burgerbibliothek Bern sind online durchsuchbar: Im neuen Online-Katalog (http://katalog.burgerbib.ch/) können mehr als 1.100 mittelalterliche Handschriften, rund 2,5 Laufkilometer Archivalien, darunter mehr als 50 Nachlässe, Familien-, Gesellschafts- und Firmenarchive und die Verwaltungsakten der Burgergemeinde Bern recherchiert werden. Außerdem stehen über 10.000 Bilddokumente digital zur Einsicht bereit. Die Burgerbibliothek Bern (http://www.burgerbib.ch/) ist ein öffentliches wissenschaftliches Archiv. Sie sammelt wertvolle und international bedeutende Bestände an Buchhandschriften, Archivalien und Bilddokumenten. Zu den bekanntesten Sammlungen zählen die mittelalterlichen Handschriften und die Archivalien zur Schweizer und Berner Geschichte mit Nachlässen von bedeutenden Persönlichkeiten, u. a. des Pfarrers und Schriftstellers Jeremias Gotthelf (1797–1854). Die Burgerbibliothek Bern ist zugleich das Gemeindearchiv der Burgergemeinde Bern und der burgerlichen Gesellschaften und Zünfte. Gleichzeitig hat sich die Burgerbibliothek auch der Internetplattform Archives online (http://www.archivesonline.org/) angeschlossen. Das seit 2009 eröffnete Internetportal der Schweizer Archive ermöglicht die übergreifende Recherche in allen angeschlossenen Archiven. Zu den Mitgliedern der Plattform zählen derzeit neun Staatsarchive sowie das Archiv für Zeitgeschichte in Zürich.
Die Bestände der Zentralbibliothek Zürich sind seit Ende Dezember 2011 komplett im NEBIS Onlinekatalog (http://www.nebis.ch/) recherchierbar. Insgesamt 2.660.212 Katalogkarten, die vorher nur mit Hilfe eines separaten digitalisierten Zettelkataloges zu finden waren, wurden mit Unterstützung durch eine Fremd-Firma bearbeitet und in den Online-Katalog eingebracht.
Die Universitätsbibliothek Bern hat ein umfangreiches Lexikon zur Belletristik aus Stadt und Kanton Bern online gestellt. Literapedia Bern (http://www.literapedia-bern.ch/) bietet biografische und bibliografische Informationen zu rund 800 Berner Schriftstellerinnen und Schriftstellern.
Die Churer Schriften zur Informationswissenschaft werden vom Fachbereich Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur veröffentlicht und unter http://www.fh-htwchur.ch/de/sii-home/publikationen/churer-schriften kostenlos bereitgestellt. Von besonderem Interesse sind z. B. der Band 52 von Salome Arnold (Auf den Spuren der Barrieren für ein barrierefreies Webdesign) und der Band 49 von Anina Baumann (Stärken und Schwächen von Discovery Diensten am Beispiel des EBSCO Discovery Service).
Im Rahmen des Projekts „Informationskompetenz an Schweizer Hochschulen“ wurden für die Schweiz wegweisende Standards der Informationskompetenz entwickelt. Die Ergebnisse des Projekts mündeten in das Webportal Informationskompetenz.ch, das nach Projektabschluss von der HTW Chur sowie von den Hochschulbibliotheken der Universitäten Fribourg und Zürich kooperativ betreut wird. Das Webportal enthält eine Sammlung von Grundlagen zum Thema Informationskompetenz, eine Materialien-Datenbank, in der Lehrmaterial aller Art zur Gestaltung von Unterrichtssequenzen zu finden ist, eine Übersicht über Studiengänge im Bereich Informationswissenschaft, Fachkenntnisse für die Vermittlung und Förderung von Informationskompetenz sowie eine „Fachgemeinschaft“ zur Förderung des fachlichen Austauschs sowie der Kontakte zwischen Kolleginnen und Kollegen.
Die National Central Library von Taiwan in Taipei und die BSB München haben Mitte März 2012 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Bestandteil der Kooperationsvereinbarung ist unter anderem der Austausch von Publikationen und Digitalisaten beider Bibliotheken sowie gemeinsame Digitalisierungsprojekte. Darüber hinaus wird die BSB ihre chinesischen Bestände künftig auch im weltweiten Union Catalog of Chinese Rare Books nachweisen, der von der National Central Library, der Nationalbibliothek Taiwans, betrieben wird. Die internationale Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der ostasiatischen Sammlungen der BSB München soll damit deutlich erhöht werden. Außerdem werden Experten und technisches Wissen ausgetauscht und gemeinsame Konferenzen und Ausstellungen veranstaltet. Vorgesehen sind auch gemeinsame Publikationen der beiden Bibliotheken.
Manuscriptorium (http://www.manuscriptorium.com/), die europäische digitale Bibliothek der Handschriften, wird von der Tschechischen Nationalbibliothek in Prag koordiniert. Nicht nur Handschriften werden in dem Portal präsentiert, sondern auch weiteres digitales schriftliches Kulturgut wie Inkunabeln, Pläne, Urkunden und Archivalien aller Art. Den Löwenanteil steuert die Tschechische Nationalbibliothek bei, aber auch andere wichtige europäische Bibliotheken haben ihre Altbestände in das zentrale Portal eingebracht, das mittlerweile den Zugriff auf mehr als fünf Millionen digitale Bilder ermöglicht. Potentielle Partner können mit Hilfe neu entwickelter Technologien ihre digitalen Inhalte ebenfalls einbringen.
Die University of North Carolina Libraries haben die McKinney Collection of Medieval Medical Illustrations, eine Sammlung von Handschriften und Abbildungen zur mittelalterlichen Medizin, digitalisiert und ins Netz gestellt (http://www.lib.unc.edu/dc/mackinney/index.html). Der Namensgeber der Sammlung, Loren C. MacKinney, war Professor für mittelalterliche Geschichte und Experte für mittelalterliche Medizingeschichte. Seine Sammelleidenschaft erstreckte sich vorwiegend auf historische medizinische Illustrationen.
Die Rare Book Collection der University of North Carolina at Chapel Hill hat mehr als 6.400 seltene Postkarten aus dem 1. Weltkrieg ins Netz gestellt. Die World War I Postcards from the Bowman Gray Collection stammen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Russland und den USA.
Am 09.02.2012 veranstalteten der dbv, der Berufsverband Information Bibliothek e. V. (BIB) und die Firmen DiViBib GmbH und ekz.bibliotheksservice (Reutlingen) in Stuttgart eine Konferenz zum Thema „Chancen 2012: Öffentliche Bibliotheken in der digitalen Welt“. Im Rahmen der Konferenz wurden zahlreiche Vorträge zum Stellenwert des Web 2.0 und den Perspektiven, die digitale Medien für Öffentliche Bibliotheken eröffnen, gehalten. Die wichtigsten Vorträge können auf der ekz-Website nachgelesen werden. Sari Feldman (Executive Director der Cuyahoga County Public Library in Ohio) berichtete unter dem Titel „USA digital: Strategien öffentlicher Bibliotheken“ über Trends der technologischen Bibliotheksentwicklung in Public Libraries der USA (im englischen Original unter http://www.ekz.de/fileadmin/ekz/redaktion/_PDFs/Skripte_Download_2012/Chancen_2012/Feldman_Konferenz_Chancen_2012.pdf, in deutscher Übersetzung unter http://www.ekz.de/fileadmin/ekz/redaktion/_PDFs/Skripte_Download_2012/Chancen_2012/Feldman_deutsch_Konferenz_Chancen_2012.pdf). Einen kurzen Text zur Konferenz „Chancen 2012“ aus der Feder von Andreas Mittrowann hat die Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST in Heft 3/4/ 2012 auf S.263 veröffentlicht.
Charles Darwin’s Library (http://www.biodiversitylibrary.org/collection/darwinlibrary) wird rekonstruiert. Die Spezialsammlung der Biodiversity Heritage Library zieht für die Digitalisierung Originalexemplare der Bibliothek Darwins, die 1908 von seinem Sohn Francis der Botany School at Cambridge University übergeben wurde, und Bücher aus anderen Bibliotheken heran; außerdem sorgt sie dafür, dass vollständige Digitalisate seiner Anmerkungen und Notizen hergestellt werden. Derzeit sind erst 330 Bücher (= 22 % der insgesamt 1.480 Buchtitel) digitalisiert. Diese 330 Bücher stellen aber 44 % der insgesamt 743 von Darwin mit handschriftlichen Anmerkungen versehenen Titel dar. Charles Darwin’s Library ist eine Ergänzung zur digitalen Ausgabe der vollständigen Werke Darwins, die unter http://darwin-online.org.uk/ zur Verfügung steht und ebenfalls eine Fülle von Notizen und Randbemerkungen von Darwin enthält.
2011 sind das Publikationsverzeichnis und der Veranstaltungskalender der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zum letzten Mal erschienen. Ab März 2012 präsentiert die bpb ihre Publikationen, Veranstaltungen und viele andere Projekte zusammen in einem Magazin, das unter http://www.bpb.de/publikationen/AAMFZS abonniert werden kann.
Die Checkliste Nr. 35 der BIB-Kommission für One-Person-Librarians behandelt das Thema „Bauplanung von Firmen-Bibliotheken in Zahlen“. Sie kann von der Homepage der Kommission (http://www.bib-info.de/kommissionen/kopl.html) abgerufen werden.
De Gruyter hat die gesamte Titelrecherche sowie alle elektronischen Inhalte für Fachzeitschriften und Buchtitel unter dem neuen Webauftritt De Gruyter Online zusammengefasst. Die Datenbanken und eBookPLUS werden im Februar 2012 hinzukommen. Die neue Plattform ersetzt das bisherige Online-Angebot Reference Global. Auf der neuen Website ist die Recherche in 52.000 Titeln, fast 155.000 Buchkapiteln und über 220.000 Zeitschriften-Aufsätzen möglich. Auf De Gruyter Online wird durch die Integration der bisherigen Plattformen der sofortige Zugang zu den gekauften Inhalten ermöglicht. Außerdem können sich Wissenschaftler die von ihnen benötigten Inhalte als eigene Publikation zusammenstellen. De Gruyter wird auf der neuen Verlags- und Vertriebsplattform künftig auch die kompletten digitalen Angebote von Harvard University Press vertreiben. Die Zusammenarbeit wird sich zudem auf das Feld der Digitalisierung alter Titel erstrecken.
Das Buch „Langzeitarchivierung von Forschungsdaten: Eine Bestandsaufnahme“ ist sowohl in gedruckter Form als auch in einer kostenfreien Online-Version erschienen. In dem Buch berichten Wissenschaftler über die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten in folgenden Fachdisziplinen: - Sozialwissenschaften, - Psycholinguistik, - Pädagogik und Erziehungswissenschaften, - Geisteswissenschaften, - Altertumswissenschaften, - Geowissenschaften, - Klimaforschung, - Funktionelle Biodiversität, - Medizin, - Teilchenphysik, - Astronomie und Astrophysik. Die Publikation, die auf Initiative des deutschen Kompetenznetzwerks zur digitalen Langzeitarchivierung nestor und der D-Grid GmbH entstanden ist, steht als Open Access-Version auf den Seiten des nestor Kooperationsverbundes unter http://nestor.sub.uni-goettingen.de/bestandsaufnahme/index.php kostenlos zum Abruf bereit.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung informiert mit Hilfe eines Lexikons der Entwicklungspolitik über wichtige Stichwörter von A (wie Abfall) bis Z (wie Zwangslizenz).
In der Broschüre „Wie das Internet funktioniert“ gibt der Verein Digitale Gesellschaft (fast) ohne Fachjargon Entscheidungsträgern und Interessierten einen Überblick über das Internet und seine Schlüsseltechnologien, wie z.B. Social Media, Peer-to-Peer und Cloud-Computing.
Mit über 200 Transferangeboten aus 76 Leibniz-Einrichtungen ist am 12.01.2012 das Leibniz-Portal Wissenstransfer und Technologietransfer (http://www.leibniz-transfer.de/) an den Start gegangen. Unternehmen können damit über direkte Kontakte zur Wissenschaft den eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwand optimieren. Für Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler anderer Einrichtungen sowie Personen aus Politik und Öffentlichkeit ist das Transferportal ein Weg, aus der Vielfalt der Leibniz-Forschung neue Ansprechpartner für ihre fachspezifischen Bedürfnisse zu finden.
Der Wissenschaftsverlag Springer hat eine mobile SpringerLink-App für das iPhone und das iPod Touch herausgebracht. Mit dieser App hat der Nutzer direkten Zugriff auf die SpringerLink-Plattform, auf der Artikel aus mehr als 2.000 wissenschaftlichen Fachzeitschriften oder Buchkapitel aus rund 50.000 E-Books abrufbar sind. SpringerLink führt in seinem Verlagsprogramm mehr als 5,4 Millionen Dokumente aus allen STM-Bereichen (Science, Technology, Medicine). Die mobile SpringerLink-App bietet eine Reihe von Funktionen, wie beispielsweise persönliche Benachrichtigungen, eine Speicher- und Weiterleitungsoption, erweiterte Suchfunktionen, Zugriff auf Abstracts oder auf Volltexte (für Abonnenten) mit den entsprechenden bibliografischen Angaben. Zusätzlich gibt es eine multifunktionale Startseite, von der aus Schlüsselwörter mit der erweiterten Suchfunktion verknüpft werden können. Eine Suche kann gespeichert und direkt von der Startseite aus wieder aufgerufen werden. Wenn neue Kapitel oder Artikel mit Begriffen aus der gespeicherten Suche eines Nutzers erscheinen, wird dieser benachrichtigt. Die App bietet laut Springer-Mitteilung freien Zugang zu den Abstracts, zu über 127.000 wissenschaftlichen Open Access-Artikeln und zu Buch- und Zeitschriftencovern. Nutzer, die über eine Bibliothek oder eine andere Forschungseinrichtung ohnehin Zugang zu SpringerLink haben, bekommen mit der App auch Zugriff auf die Volltexte.
neue Anschrift: Brandenburgische Technische Universität Cottbus, IKMZ / Universitätsbibliothek <Co 1>, - Fernleihe -, Platz der Deutschen Einheit 2, 03044 Cottbus
neue Anschrift: Deutsches Volksliedarchiv, Rosastraße 17-19, 79098 Freiburg i. Brsg., Tel. (0761) 70 50 3-0, Fax (0761) 70 50 328, E-Mail info@dva.uni-freiburg.de
neuer Kontakt für die Fernleihe: Stadtbücherei Heidelberg <754> E-Mail christina.portillo-hellvoigt@heidelberg.de
geänderte Postleitzahl: Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach - Campus Heilbronn, Bibliothek <941/1>, Bildungscampus 1, 74076 Heilbronn, Tel.: (07131) 1237-128
neues Sigel: Bismarck-Gymnasium Karlsruhe, Historische Bibliothek <1874> Bismarckstraße 8, 76133 Karlsruhe Tel. (0721) 1 33-4502 (Sekretariat), Fax (0721) 1 33-4569, E-Mail bibliothek@bismarck-gymnasium.de BAW; SWB; ISIL DE-1874
Namensänderung: Die Fachhochschule Ludwigshafen heißt jetzt Hochschule Ludwigshafen am Rhein
neue Anschrift: Stadtbücherei Monschau <791>, Laufenstraße 42, 52156 Monschau, Tel. (02472) 8035807
neue Mail-Adresse: Stadtbücherei Pocking <1756>: E-Mail buecherei-pocking@web.de
neues Sigel: Munzinger-Archiv GmbH <Rav 5>, Albersfelder Straße 34, 88213 Ravensburg, Tel. (0751) 76 93 10, Fax (0751) 65 24 24, E-Mail box@munzinger.de, URL http://www.munzinger.de/ BAW; ISIL DE-Rav5
Auflösung zum Jahresende 2011: Fraunhofer-Gesellschaft, Birlinghovener Informationsdienste, BID, Bibliothek <Bo 116>, Schloss Birlinghoven, 53754 St. Augustin
ungültiges Sigel: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Immunologie, Bibliothek in Tübingen <Tü 67>. Die Bibliothek wurde aufgelöst.
neues Sigel: Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V., Bibliothek <Uhm 1> Strandpromenade 6, 88690 Uhldingen-Mühlhofen Tel. (07556) 92 89 00, Fax (07556) 9 28 90 10, E-Mail mail@pfahlbauten.de BAW; P; SWB, ISIL DE-Uhm1
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) haben eine strategische Neuausrichtung und Neuordnung des bibliothekarischen Verbundsystems empfohlen. Beide Wissenschaftsorganisationen sehen dringenden Handlungsbedarf und haben eine gemeinsame Erklärung mit zentralen Empfehlungen veröffentlicht. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates sind im Internet abrufbar, unter http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung_nr_04/index.html steht das Positionspapier der DFG zur Lektüre bereit. Übergreifende Empfehlungen zu Informationsinfrastrukturen hat der Wissenschaftsrat unter http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10466-11.pdf veröffentlicht. Mehrere Verbände und Autoren haben die Empfehlungen zum Anlass genommen, kritisch dazu Stellung zu nehmen (u. a. B. Dugall, D. Haubfleisch, U. Hohoff, H. Wiesenmüller). Eine Stellungnahme der Sektion 4 des DBV mit dem Titel „Zukunft der Verbundsysteme“ ist unter anderem in Heft 1 der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST (S. 10-12) und in ABI-Technik 31 (2011) H.4. S. 212-213 abgedruckt.
Vor dem Hintergrund dieser Empfehlungen hat die DFG im Januar 2012 alle einschlägigen Informationsinfrastruktureinrichtungen und Verbünde, sofern sie überwiegend öffentlich-rechtlich finanziert sind, zur Antragstellung aufgerufen, um „einen umfassenden Umstrukturierungsprozess mit anzustoßen und zu unterstützen, in dessen Verlauf die derzeit vorrangig regional orientierten Informationsangebote zu nachhaltigen, funktional definierten, nationalen Services, die auch international vernetzt sein müssen, weiter zu entwickeln. … Bereits bestehende Dienste, die vor allem die bibliotheksinterne Organisation unterstützen, sind als Basisdienste in überregional arbeitsteiliger Form weiterzuentwickeln und durch spezifizierte, bisher noch nicht oder nur teilweise entwickelte Zusatzdienste zu ergänzen, deren inhaltliche Orientierung u. a. durch die im folgenden benannten Themenfelder spezifiziert wird“: 1. Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme, 2. Langzeitverfügbarkeit, 3. Electronic Resource Management – das Management digitaler Publikationen, 4. Forschungsnahe Informationsinfrastruktur. Folgende Termine sind von den Antragstellern einzuhalten: Interessenbekundung bis zum 30.03.2012, Antragsskizze bis zum 15.05.2012, Rückmeldung der DFG an die Antragsteller bis zum 13.07.2012, Vollantrag bis zum 15.10.2012. Die Entscheidungen über die Anträge werden bis Ende März 2013 getroffen werden. Der vollständige Text der Ausschreibung ist unter http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/ausschreibung_ueberregionale_informationsservices_121015.pdf zugänglich. Der Text der Ausschreibung ist auch in der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST 46. 2012. H. 2. S.129-136 veröffentlicht worden.
Den Wandel gestalten – Informations-Infrastrukturen im digitalen Zeitalter. Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 58 (2011) H. 3-4
Das Themenheft der ZfBB ist dem gegenwärtigen Umbruch in der wissenschaftlichen Informationsversorgung gewidmet. Es „versucht eine Standortbestimmung für alle zentralen Handlungsfelder der Informationsversorgung – für diejenigen, die sich durch die Digitalisierung der Informationsversorgung im Umbruch befinden, wie beispielsweise den Bereich der Lizenzierung (A. Kellersohn; Th. Meyer; B. Mittermaier; H. Schäffler. „Zwischen Pay-per-view und Big Deal – Lizenzierung elektronischer Fachinformation in Deutschland“. S.120-130), für diejenigen, die durch die Digitalisierung erst ermöglicht wurden, wie beispielsweise Virtuelle Forschungsumgebungen oder das Open-Access-Publizieren (Th. Bürger. „Die Digitalisierung der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung – Versuch einer Zwischenbilanz“. S.133-141; U. Schwens. „Chancen und Risiken der Deutschen Digitalen Bibliothek“. S.142-144; P. Hätscher. „Open Access Publizieren – Chancen für die Informationsgesellschaft“. S.147-151; N. Lossau. „Virtuelle Forschungsumgebungen und die Rolle von Bibliotheken“. S.156-165; M. Diepenbrock; G. Wefer. „Forschungsdateninfrastrukturen in den Bio- und Geowissenschaften“. S.167-171), und schließlich für diejenigen, die durch die Digitalisierung zwingend werden, wie das Thema Hosting oder die Langzeitarchivierung“ (L. Helmes; R. Schimmer. „Hosting – ein doppelter Boden für den sicheren Zugang zu wissenschaftlichen Informationsressourcen“. S.177-183; R. Altenhöner; M. Brantl; K. Ceynowa. „Digitale Langzeitarchivierung in Deutschland – Projekte und Perspektiven“. S.184-196). Die Fachbeiträge werden jeweils aus der Sicht der Literaturwissenschaft, eines Kunstwissenschaftlers, einer Historikerin, eines Wissenschaftsverlegers und aus Bibliothekssicht kommentiert. Das Zitat ist dem einleitenden Beitrag „Den Wandel gestalten - Informations-Infrastrukturen im digitalen Zeitalter“ von Rolf Griebel, Anne Lipp und Beate Tröger entnommen.
Altenhöner, Reinhard. „Trau, schau, wem – Zur Authentizität und Langzeitverfügbarkeit digitaler Objekte“. Bibliothek und Wissenschaft 44 (2011) S. 153-170.
Der Band 44 der Zeitschrift Bibliothek und Wissenschaft beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Digitale Edition und Forschungsbibliothek“. Der Text von Reinhard Altenhöner versteht sich als pragmatisch motivierter Beitrag, der im größeren Kontext des Sammelbandes vor allem den Aspekt der langfristigen Verfügbarkeit digitaler Objekte aufgreift. Er ist einer der Beiträge, die auf der Fachtagung im Philosophicum der Universität Mainz am 13./14.01.2012 vorgestellt wurden.
Bonte, Achim; Glass, Robert; Mittelbach, Jens. „Brillante Erweiterung des Horizonts: Eine multilinguale semantische Suche für den SLUB-Katalog“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 4 (2011) H.4. S. 210-213.
Die drei Autoren (Bonte und Mittelbach sind Mitarbeiter der SLUB Dresden, Glass der Fa. Avantgarde Labs) stellen „SLUBsemantics“ vor. Die neue Anwendung im SLUB-Katalog steht für die Idee, den Benutzer seine Anfrage völlig zwanglos formulieren zu lassen und ihm alle semantisch relevanten Katalogeinträge in geordneter Form zurück zu liefern. Das bedeutet, dass die Terme der Suchanfrage nicht zwingend in den Metadaten der Katalogisate vorhanden sein müssen. Die Software erkennt automatisch inhaltliche Zusammenhänge und gibt strukturierte, auf Wunsch auch grafisch aufbereitete Trefferlisten aus. Der Benutzer wird durch seine Suchanfrage auf bislang verdeckte Inhaltsbeziehungen zu anderen Bibliotheksbeständen hingewiesen und erhält so während der Katalogsuche Gelegenheit, kontinuierlich hinzu zu lernen bzw. sich von den Funden neu anregen zu lassen (Stichwort „Serendipity“).
Dindorf, Marcus; Schrimpf, Sabine. „EU-Projekte zur digitalen Langzeitarchivierung“. Dialog mit Bibliotheken 24 (2012) H.1. S.33-35.
Die EU-Kommission hat die Erforschung und Entwicklung neuer Ansätze zur Langzeitarchivierung gefördert. An vier Projekten, die von den AutorInnen vorgestellt werden, ist bzw. war die DNB beteiligt, um in diesem immer noch relativ neuen Forschungsgebiet die Berücksichtigung praktischer Anforderungen zu fördern, aber auch um die Weiterführung und den Ausbau vorhandener Ansätze mitzugestalten.
Themenheft “Fachportale für Kulturgut. Portails professionnels et biens culturels. Portali specializzati in beni culturali“. arbido Ausg. 1. 2012.
Das Heft der Zeitschrift von VSA (Verein Schweizerischer Archivarinnen und Archivare) und BIS (Bibliothek Information Schweiz) ist dem Thema Fachportale für Kulturgut gewidmet. Vorgestellt werden in drei Kapiteln allgemeine Perspektiven und Erwartungen der Nutzer an Archivportale, ein internationales Panorama von Rechercheplattformen und Portalen (darunter die Rechercheplattform ARGUS des deutschen Bundesarchivs für Online-Bestände-Übersichten und Online-Findbücher, das European Film Gateway, das gemeinsame Rechercheportal von 16 europäischen Filmarchiven, und das internationale elektronische Urkundenportal monasterium.net) sowie Portalangebote in der Schweiz (darunter Archives Online, die Recherchedatenbank für die parallele Suche in den Beständen von inzwischen zehn angeschlossenen Archiven, fotoCH, das biografische Lexikon der Fotografinnen und Fotografen und Repertorium der fotografischen Archive und Nachlässe der Schweiz, und das Webportal arbeiterbewegung.ch, das den Zugriff auf die Archivbestände der Schweizer Arbeiterbewegung erlaubt).
Feuerstein-Herz, Petra. „Neue Wege im VD 17 – Stand und Perspektiven in der nationalbibliografischen Verzeichnung“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35 (2011) H.3. S.411-414.
Seit 1996 wird das Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) aufgebaut. Aktuell sind über 275.000 Titel mit mehr als 680.000 Exemplaren nachgewiesen und auf hohem Niveau recherchierbar. Die Datenbank wird laufend erweitert, und neue Partner sind zur Teilnahme eingeladen. Eine gewaltige Herausforderung wird die Gesamtdigitalisierung der VD 17-Literatur in den kommenden Jahren sein (nach dem Abstract).
Foerster, Isolde von; Meindorfer, Jessica. „Spitzenforschung weltweit sichtbar gemacht: Das Exzellenzportal Leibniz Publik der Bayerischen Staatsbibliothek“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 1/2012. S.59-61.
Der Schlüssel zur Auswahl der Publikationen, die seit September 2011 auf dem Exzellenzportal Leibniz Publik (http://www.leibniz-publik.de) frei zugänglich sind, ist die wissenschaftliche Qualität der Dokumente, denn alle enthaltenen Publikationen haben Wissenschaftler als Autoren, die mit dem Leibnizpreis der DFG ausgezeichnet wurden. Die Spannbreite der auf der Open-Access-Plattform vertretenen Texte reicht von Archäologie bis Zellbiologie und von Byzantinistik bis Maschinenbau.
Fürste, Fabian M. Linked Open Library Data. Bibliographische Daten und ihre Zugänglichkeit im Web der Daten. Wiesbaden: Dinges & Frick, 2011 (B.I.T. online – Innovativ; Bd.33)
Den B.I.T. online Innovationspreis haben 2011 drei Absolventen bibliothekarischer Studiengänge erhalten. Je eine Bachelor-, Diplom- und Magisterarbeit wurden ausgezeichnet. Die Magisterarbeit von Fabian M. Fürste, die er am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin eingereicht hat, beschäftigt sich mit der Zugänglichkeit bibliographischer Daten im Web. Fürste beschreibt, „wie Linked Open Data als Alternative eines nahtlosen Trägermodells unter Harmonisierung der Vielzahl mittlerweise entstandener Formatstandards und ihren implizierten Datenmodellen (MARC, METS, Dublin Core…) geeignet wäre, die Bedürfnisse einer großen Nutzerschaft zu bedienen. Die Möglichkeit, bibliographische Daten in einem gemeinsamen Datenmodell miteinander in beliebige Beziehungen setzen zu können, bietet die notwendigen Voraussetzungen, bisherige Schranken externer Datenkommunikation abzutragen, die Indexierung und Verarbeitung bibliographischer Daten durch Suchmaschinen zu ermöglichen. Eine Adaptierung bietet ferner eine Reihe weiterer nützlicher Nebeneffekte, so können bibliographische Daten nach völlig neuen Kriterien durchsucht werden, als Beispiel nennt Fürste z.B. die Suche nach literarischen Erstlingswerken von Autoren, die nicht älter als 40 Jahre alt wurden. Unter positiver Resonanz der Fachöffentlichkeit haben bereits einige bibliothekarische Einrichtungen den Weg von Open Data beschritten: die Universitätsbibliothek Huddersfield (USA), die Bibliothek des Genfer Forschungszentrums CERN und im März 2010 die Universitäts-und Stadtbibliothek Köln“ (nach dem Vorwort von Karin Holste-Flinspach).
Gabel, Gernot A. „200 Jahre französische Nationalbibliografie“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.2. S.75-77.
Gabel blickt auf die Geschichte der französischen Nationalbibliografie zurück, die 1811 von Kaiser Napoleon ins Leben gerufen wurde und heute komplett online recherchierbar ist (http://bibliographienationale.bnf.fr/).
Gerlach, Annette; Prölß, Peter. „Forschungs-Verbunddatenbank Provenienzforschung“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.1. S.15-21.
Die beiden Mitarbeiter der ZLB Berlin fordern in ihrem Beitrag den Aufbau einer Forschungsverbunddatenbank, die eine Vernetzung der bisher nur für sich agierenden Projekte auf dem Gebiet der Provenienzforschung (u. a. das Portal der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung, das nicht öffentlich zugänglich ist) ermöglicht. Ein solches gemeinsames Arbeitsinstrument könnte nicht nur die dringend benötigte Verknüpfung der einzelnen Projekte übernehmen, sondern auch als Lieferant der gesicherten Informationen an die Datenbank Lostart = Lost Art Internet Database (http://www.lostart.de/) der Koordinierungsstelle Magdeburg fungieren, die zentral Such- und Fundmeldungen verzeichnet.
Hausinger, Angela; Junkes-Kirchen, Klaus [u.a.]. „Vom Katalogzettel zum IPAC, vom IPAC zum OPAC: Ein Projekt der UB Frankfurt zur automatisierten Konversion digitalisierter Zettelkataloge“. ABI-Technik 31 (2011) H.2. S.70-79.
„Beschrieben wird ein Projekt, das an der UB Frankfurt am Main gemeinsam mit dem HeBIS-Verbund und der Firma Satzrechenzentrum (Berlin) durchgeführt wurde. Ziel war es, bereits digitalisierte Zettelkataloge mit Hilfe automatisierter Verfahren in strukturierte MAB-Daten zu konvertieren, die in die Verbunddatenbank eingespielt werden können. Von der Größenordnung her sollten 2,7 Mio. gescannte Katalogzettel dabei durch entsprechende Algorithmen bearbeitet werden. Als Ergebnis kann vorweg genommen werden, dass nach einer intensiven Vorbereitungsphase die Umsetzung der Titelkarten durch Programmroutinen ein sehr passables Ergebnis lieferten“ (nach dem Abstract).
Horstmann, Wolfram; Kronenberg, Hermann; Neubauer, Karl Wilhelm. „Vernetzte Wissenschaft: Effektivere Forschung mit neuen Werkzeugen“. B.I.T. online 14 (2011) Nr. 4. S. 354-362.
„Die Virtuelle Forschungsumgebung (VFU) zur Optimierung der wissenschaftlichen Arbeitsfähigkeit ist im Begriff, eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre und Jahrzehnte zu werden. Es wird hunderte von VFUs geben. Die Arbeit daran wird nie abgeschlossen sein, da neue Forschungsfelder und –methoden immer neue VFUs benötigen. Die VFU liefert dabei die Versorgungsstruktur für den wissenschaftlichen Arbeitsplatz – am besten als One-Stopp-Lösung (Information, Recherchen, Dokumente und ihre Verarbeitung, Kommunikation) verbunden mit flexibler und personalisierbarer Handhabung – sind das Ziel. Dafür bedarf es vieler Zulieferer und Dienstleister. Hochschulen und Bibliotheken gehören dazu. Der traditionelle institutsgebundene Arbeitsplatz wird mobilen und persönlichen Arbeitsplätzen weichen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Bibliotheken an ihrer Leistung für diese gemessen werden. Jede neue VFU wird es an den Tag bringen. Grundlegendes Umdenken und Handeln ist erforderlich“ (nach dem Abstract).
Kropf, Katrin. „Verbunden im Netz: Raritäten der Stadtbibliothek Chemnitz online präsentiert mit der SLUB Dresden“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 4 (2011) H.4.S.220-222.
Die Stadtbibliothek Chemnitz <59> suchte für ihre Digitalisierungsvorhaben Sponsoren und einen starken, erfahrenen Partner. Sie fand ihn in Gestalt des Digitalisierungszentrums der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Mit ihrer Hilfe ist eine forschungsrelevante digitale Sammlung für den Chemnitzer historischen Bestand im Entstehen. Unter der Adresse http://www.slub-dresden.de/sammlungen/digitale-sammlungen hat die Stadtbibliothek Chemnitz eine eigene Kollektion mit dem Titel „Historische Bestände der Stadtbibliothek Chemnitz“ erhalten.
Lemanski, Thorsten; Weber, Rainer. „Erschließung und Digitalisierung von 10.000 Düsseldorfer Theaterzetteln: Ein von der DFG gefördertes Projekt der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.2. S.83-101.
Die beiden Autoren stellen ein Digitalisierungsprojekt der ULB Düsseldorf vor, in dem seit Februar 2012 10.000 Theaterzettel des Zeitraums von 1802 bis 1918 erschlossen, digitalisiert und online zur Verfügung gestellt werden.
Lund, Karen C. „Das Music Treasure Consortium: Eine neue Website mit wichtigen Musikhandschriften und Drucken“. Forum Musikbibliothek. Beiträge und Informationen aus der musikbibliothekarischen Praxis 32 (2011) H.4. S.337-344.
Das sogenannte Music Treasure Consortium (MTC) besteht aus derzeit sechs Mitgliedsinstitutionen, der British Library, der Eda Kuhn Loeb Music Library der Harvard University, der Musikabteilung der Library of Congress (LoC), der Lila Acheson Wallace Library der Juillard School, der Morgan Library New York einschließlich des Museums und der New York Public Library. Diese Einrichtungen bieten über eine gemeinsame Website (http://www.loc.gov/musictreasures) einen zentralen Zugang zu ihren musikalischen Schätzen. Die Website wird von der LoC gehostet. Die digitalisierten Materialien umfassen handschriftliche Musikquellen vom 13. bis zum 20. Jahrhundert, gedruckte Stimmbücher des 16. und 17. Jahrhunderts, Originalhandschriften und Erstdrucke von Komponisten der amerikanischen Moderne sowie Erst- und Frühdrucke zentraler Werke herausragender Komponisten wie u. a. Johann Sebastian Bach, Georges Bizet, Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky und Richard Wagner.
Müller, Solveig. „Schnell. Mehr. Wissen – Welches Potenzial birgt die Deutsche Internetbibliothek ? Entwicklung eines Marketingkonzepts: Ergebnisse einer Masterarbeit“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35 (2011) H.3. S. 351-361.
Solveig Müller ging 2010 in ihrer Masterarbeit an der Hochschule der Medien in Stuttgart der Frage nach, wie ein Marketingkonzept für das Informationsportal Deutsche Internetbibliothek (DIB) aussehen kann, das Herausforderungen wie knappe finanzielle Mittel und die Organisation der Marketingaktivitäten im Kooperationsverbund berücksichtigt.
Münch, Vera. „Herz und Hirn für die Deutsche Digitale Bibliothek“. Information. Wissenschaft & Praxis 62 (2011) Nr.8. S.355-358.
Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssyteme hat den Auftrag erhalten, die erste Ausbaustufe der Deutschen Digitalen Bibliothek zu planen, zu entwickeln und technisch umzusetzen. Das Ergebnis ist IAIS-CORTEX, ein Datenlogistikzentrum für maschinelle Metadatenverarbeitung und Contentbereitstellung und „Herz und Hirn“ der Deutschen Digitalen Bibliothek. Vera Münch, Wissenschaftsjournalistin aus Hildesheim, stellt die Softwareinfrastruktur vor.
Nienerza, Heike; Sunckel, Bettina; Meier; Berthold. „Unser Katalog soll besser werden! Kataloge und Portale im Web-2.0-Zeitalter. Ergebnisse einer Online-Umfrage im HeBIS-Verbund“. ABI-Technik 31 (2011) H.3. S.130-149.
„Vom 13.12.2010 bis zum 21.01.2011 führte der HeBIS-Verbund eine Online-Umfrage zu den Oberflächen der Kataloge und Katalogportale seiner Mitgliedsbibliotheken durch. Insgesamt erklärten sich 16 HeBIS-Bibliotheken unterschiedlichen Typs zu einer Teilnahme bereit. Die HeBIS-Verbundzentrale wurde bei der Konzeption und Durchführung von einer studentischen Projektgruppe im Rahmen eines bibliothekarischen Studienprojektes im Bachelor-Studiengang Information Science and Engineering / Informationswissenschaft der Hochschule Darmstadt unterstützt. Mit fast 22.000 vollständig ausgefüllten Fragebögen übertraf der Rücklauf der Umfrage alle Erwartungen. Unabhängig von den Auswertungen für die einzelnen Bibliotheken wird hier in einer Gesamtauswertung ein bibliotheksübergreifender Überblick über die Ergebisse gegeben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die klassische Aufgabe von Online-Katalogen, nämlich ein effektives Retrieval des gesamten Bibliotheksbestands zu ermöglichen und Auskunft über den Standort und die aktuelle Verfügbarkeit von Medien zu geben, für die Katalognutzung auch in Zeiten des Internet und Social Web weiterhin im Vordergrund steht“ (nach dem Abstract).
Tabery, Thomas. „Altsinica digital: Erschließung und Digitalisierung chinesischer Handschriften und Drucke an der Bayerischen Staatsbibliothek“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 1/2012. S. 17-21.
Im Frühjahr 2011 hat die BSB München mit der Erschließung und Digitalisierung ihrer ältesten und bedeutendsten chinesischen Handschriften und Drucke begonnen. Im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts werden innerhalb von zwei Jahren insgesamt über 5.000 Faszikel, Leporelli und Schriftrollen in chinesischer Originalschrift und lateinischer Umschrift erschlossen und vollständig digitalisiert. Titelaufnahmen und Digitalisate werden über die Website der BSB (Digitale Sammlungen) und den Online-Katalog (OPACplus), über den Bayerischen VK (Gateway Bayern), über WorldCat sowie in der Virtuellen Fachbibliothek Ost- und Südostasien CrossAsia, in der Europeana und im Union Catalog of Chinese Rare Books der Taiwan National Central Library nachgewiesen. Ein eigener Webauftritt der digitalen Ostasienbestände der BSB ist in Vorbereitung. Mit Abschluss des Projekts stehen voraussichtlich rund 350.000 digitale Images zu Verfügung.
Tabery, Thomas; Holbach, Werner. „Die Retrokonversion der Ostasienkataloge der Bayerischen Staatsbibliothek“. ZfBB 59 (2012) H.1. S. 12-19.
„Die Retrokonversion der konventionellen Ostasienkataloge der Bayerischen Staatsbibliothek hat Anfang 2012 ihren erfolgreichen Abschluss gefunden. Damit sind sämtliche chinesische, japanische und koreanische Titel der BSB über deren Online-Katalog, über den Verbundkatalog des BVB (Gateway Bayern) und über WorldCat elektronisch nachgewiesen. Rund 166.000 Katalogkarten vor 1990 erschienener ostasiatischer Titel wurden bearbeitet und ca. 90.000 Datensätze von einem externen Dienstleister sowohl in Originalschrift als auch in Umschrift elektronisch erfasst. Der Artikel beschreibt das gewählte Verfahren, die wesentlichen Etappen und die besonderen Herausforderungen der Retrokonversion dieser Spezialkataloge, mit der die elektronische Erfassung der konventionellen Alphabetischen Kataloge der BSB München insgesamt abgeschlossen werden konnte“ (nach dem Abstract).
Voß, Franziska; Bitterlich, Thomas. „Die Virtuelle Fachbibliothek medien buehne film“. Forum Musikbibliothek. Beiträge und Informationen aus der musikbibliothekarischen Praxis 32 (2011) H.4. S.327-336.
Die beiden Autoren, deren Arbeitsschwerpunkte auf der Betreuung der Teilportale für die Film- und Theaterwissenschaft liegen, beschreiben das fächerübergreifende Informationsportal und Rechercheinstrument für die Fachgebiete Kommunikationswissenschaft, Publizistik und Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft und Filmwissenschaft, die in der Virtuellen Fachbibliothek medien buehne film (http://www.medien-buehne-film.de/) gebündelt sind.
Voß, Viola. „Mobile Tagging: QR-Codes und ihre Anwendungsmöglichkeiten“. B.I.T. online 14 (2011) Nr.4. S.347-353.
„'Mobile Tagging' bezeichnet den Einsatz spezieller 'Tags' zur Weitergabe von Informationen. Eine typische Verwendung ist z. B. die Speicherung einer Internetadresse in einem Tag, um Nutzer darüber schnell und unkompliziert auf eine bestimmte Internetadresse zu verweisen. Der Artikel von Viola Voß gibt einen Überblick über Mobile Taggings im Allgemeinen und das Tagging mit QR-Codes im Bsonderen und stellt Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Kontexten vor“ (nach dem Abstract).
Zehnle, Jürgen. „25 Jahre Rosa Archiv Leipzig und Bibliothek“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 4 (2011) H.4. S.263-264.
J. Zehnle stellt anlässlich seines 25jährigen Bestehens das Rosa Archiv Leipzig (http://www.rosa-archiv.de/) vor. Das Rosa Archiv beschäftigt sich in erster Linie mit der Aufarbeitung der Geschichte der Schwulen und Lesben in der sowjetischen Besatzungszone und Ostdeutschland in der Zeit von 1945 bis 1989. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der 2010 gegründeten AG STASI und die Homosexuellenverfolgung. Das zweite Hauptaufgabengebiet ist das Sammeln, Archivieren und Ausleihen von historischen Veröffentlichungen um 1860 bis 1945 zu sexualwissenschaftlichen Themen. Der dritte Themenschwerpunkt ist das noch immer wichtige Thema AIDS und HIV.
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