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Timestamp: 2019-11-13 20:54:12+00:00

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Bekanntmachungen | e-netz Südhessen
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Bekanntmachungen & Pflichtveröffentlichungen
Der Netzbetreiber des ENTEGA-Konzerns, die e-netz Südhessen GmbH & Co.KG, wurde auf die ENTEGA Netz AG verschmolzen. Die Firmierung der ENTEGA Netz AG wurde deshalb geändert, sie heißt nun e-netz Südhessen AG. Diese Änderungen wurden mit Eintragung in das Handelsregister der e-netz Südhessen AG am 15.08.2019 wirksam. Die e-netz Südhessen AG ist somit Rechtsnachfolgerin der e-netz Südhessen GmbH & Co. KG. Sämtliche Verträge und Rechtspositionen sind auf die e-netz Südhessen AG übergegangen, ohne dass es weiterer Handlungen bedarf.
Information für Kunden der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH (BEV)
Sehr geehrte Kunden der BEV,
die überregionalen Übertragungsnetzbetreiber (Strom) und Marktgebietsverantwortlichen (Gas) haben die Bilanzkreisverträge* für die Sparten Strom und Gas mit der BEV mit Wirkung zum 01.02.2019 bzw. 02.02.2019 gekündigt. Die Kündigung dieses Bilanzkreisvertrages führt dazu, dass die BEV keine Kunden mehr beliefern kann.
Das Wichtigste zuerst: Sie erhalten weiterhin Strom bzw. Gas.
Eine Lieferunterbrechung wird es nicht geben! Ihr örtlicher Ersatz- und Grundversorger wird die Energielieferung ab dem 01.02.2019 bzw. 02.02.2019 im Rahmen der Ersatzversorgung automatisch übernehmen. Sofern Sie ein zukünftiges Lieferverhältnis mit der "BEV" vereinbart haben, wird die Ersatzversorgung zu diesem Zeitpunkt beginnen. Dieses Vorgehen ist vom Gesetzgeber für solche Fälle vorgesehen und geregelt.
In den nächsten Tagen wird Sie Ihr örtlicher Ersatz- und Grundversorger über den Beginn der Ersatzversorgung unaufgefordert informieren. Über diesen erhalten Sie auch nähere Informationen zu Preisen und Bedingungen.
Ihren zuständigen Ersatz- und Grundversorger finden Sie unter: https://www.e-netz-suedhessen.de/das-unternehmen/grundversorger/
Sparte Energielieferant Website
EWR AG (nur Netzgebiet Gernsheim)
Gas ENTEGA Energie GmbH
Ein Wechsel vom Ersatz- und Grundversorger zu einem Lieferanten Ihrer Wahl ist im Rahmen der gesetzlichen und behördlichen Fristen tagesscharf möglich.
Gegenüber Ihrem bisherigen Lieferanten wird eine Schlussrechnung erstellt. Dazu benötigen wir einen Zählerstand von Ihnen. Gerne können Sie uns Ihren abgelesenen Zählerstand direkt unter dem Link: www.e-netz-suedhessen.de/privatkunden/zaehler-zaehlerstaende/ mitteilen. Falls Sie Fragen zu Ihrem bisherigen Belieferungsverhältnis haben, richten Sie diese bitte an die BEV. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihrem Liefervertrag.
* Entnahmestellen müssen in ein vertraglich begründetes Bilanzkreissystem einbezogen und zu jedem Zeitpunkt einem Bilanzkreis zugeordnet sein. Ist die Zuordnung zu einem Bilanzkreis nicht mehr möglich, ist die Voraussetzung für die Versorgung durch Ihren Strom-/Gaslieferanten nicht mehr gegeben.
FAQs Sachfolgeschaden Q-Element
Qualitätselement-Schaden durch fremdverursachte Versorgungsunterbrechung
Was ist die Qualitätsregulierung?
Die e-netz Südhessen unterliegt in der Sparte Stromverteilung der Regulierung durch die Bundesnetzagentur. Gesetzliche Basis für diese Regulierung ist die Anreizregulierungsverordnung (ARegV). Die Anreizregulierung besteht aus einer Vielzahl von einzelnen Elementen. Eine Komponente der Anreizregulierung stellt die sog. Qualitätsregulierung gem. § 18 ff. ARegV. Die Werte für die Qualitätsregulierung werden durch die Bundesnetzagentur ermittelt und für den einzelnen Netzbetreiber festgelegt. Durch ein sog. „Qualitätselement“ in der Regulierungsformel (siehe Anlage 1 zur ARegV) erhält ein Netzbetreiber in Abhängigkeit von der Netzzuverlässigkeit Zu- oder Abschläge auf die zugestandene sog. Erlösobergrenze; die Erlösobergrenze stellt dabei die maximal zu erlösenden Umsatzerlöse des Netzbetreibers dar. Die Netzbetreiber sind verpflichtet Versorgungsunterbrechungen zu erfassen und diese an die Bundesnetzagentur (BNetzA) zu melden.
Die Qualität eines Netzes wird gemäß ARegV (§§ 18 ff. ARegV) anhand der Kennzahlen „Netzzuverlässigkeit“ oder „Netzleistungsfähigkeit“ bewertet. Abweichungen der Qualität eines Netzbetreibers von einem von der Bundesnetzagentur festgelegten Referenzwert führen zu einem Bonus (Zuschlag) oder Malus (Abschlag) beim Netzbetreiber. Die zugehörigen Regelungen finden sich in den §§ 18 bis 20 ARegV. Beispielsweise erhält ein Netzbetreiber mit einer Versorgungsqualität unterhalb des Referenzwertes einen Malus. Dieser Malus führt zur Absenkung der erlaubten Erlöse (Erlösobergrenze) und damit auch des Gewinns eines Netzbetreibers. Wenn es also ein spezifisches Schadensereignis nicht gegeben hätte, würde der Malus des Netzbetreibers niedriger oder der Bonus höher ausfallen.
Das entsprechende Gutachten der Bundesnetzagentur für den Zeitraum ist hier abrufbar.
Was ist der Schaden des Netzbetreibers bei einer Versorgungsunterbrechung?
Wird eine Versorgungsunterbrechung durch Dritte verursacht (z. B. bei Tiefbauarbeiten), entsteht dem Netzbetreiber auf Grund der Versorgungsunterbrechung und deren Berücksichtigung in den Kennzahlen Netzzuverlässigkeit und Netzleitungsfähigkeit über die Berücksichtigung im Qualitätselement durch den geringeren Bonus oder höheren Malus ein wirtschaftlicher Nachteil durch die Herabsetzung der Erlösobergrenze („Qualitätselement-Schaden“), der auch deutlich über den vom Verursacher zu ersetzenden Sachschaden hinausgehen kann.
Höchstrichtlicherliche Einordnung einer Versorgungsunterbrechung als Sachfolgeschaden (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 8. Mai 2018 (Az. VI ZR 295/17)
In dem Qualitätselement werden auch Versorgungsunterbrechungen berücksichtigt, die auf Einwirkungen Dritter zurückzuführen sind. Diese Auffassung der BNetzA wurde inzwischen vom Bundesgerichtshof höchstrichterlich als rechtmäßig bestätigt.
Mit Urteil vom 8. Mai 2018 bestätigt der BGH, dass ein Netzbetreiber aus § 823 Abs. 1 BGB Ersatz des Gewinns verlangen kann, der ihm entgeht, wenn eine durch Verschulden eines Dritten verursachte Versorgungsunterbrechung zu einer Verschlechterung seines Qualitätselements und - in der Folge - zu einer Herabsetzung seiner von der Bundesnetzagentur festgelegten Erlösobergrenze führt ("Qualitätselement-Schaden").
Dabei geht der BGH, wie auch schon das Berufungsgericht, davon aus, dass bei einer nicht verringerten Erlösobergrenze höhere Einnahmen ohne entsprechend höhere Kosten angefallen wären. Das stellt einen entgangenen Gewinn dar. Bei der Versorgungsunterbrechung handelt es sich um eine Einschränkung der möglichen Nutzung, die grundsätzlich vom Eigentumsschutz umfasst ist. Weder aus dem Energiewirtschaftsgesetz, noch aus der Anreizregulierungsverordnung ergeben sich dazu Einschränkungen. Die Einnahmeausfälle sind auch adäquat kausal auf die Eigentumsverletzung zurückzuführen, da eine in jedem Fall gegebene Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht. Der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang ist auch nicht durch die Beschlüsse der Bundesnetzagentur unterbrochen, selbst wenn noch weitere Ursachen zu dem eingetretenen Schaden beigetragen haben. Dies gilt auch dann, wenn der Schaden erst durch das (rechtmäßige oder rechtswidrige) Dazwischentreten eines Dritten verursacht wird. So kommt der BGH zu dem Ergebnis, dass der entgangene Gewinn des Netzbetreibers auch unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Bundesnetzagentur in dem notwendigen inneren Zusammenhang mit der Beschädigung steht.
Die Einnahmeausfälle sind auch vom Schutzzweck des § 823 Abs. 1 BGB umfasst. Weder sollen Netzbetreibern durch die Berücksichtigung der Versorgungsunterbrechungen Nachteile zugewiesen werden, noch sollen verantwortliche Dritte von der Ersatzpflicht freigestellt werden. Denn zu den Zeitpunkten, zu denen ein Netzbetreiber Maßnahmen zur Vermeidung solcher Störungen oder zu deren möglichst zeitnaher Beseitigung ergreifen kann, ist nicht absehbar, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich ein Schadensersatzanspruch zukünftig durchsetzen lassen wird. Darüber hinaus begründet die Ersatzpflicht mittelbar für Dritte, wie bspw. Tiefbauunternehmen, einen Anreiz, Versorgungsunterbrechungen zu vermeiden.
Ermittlung der Höhe des Qualitätselement-Schadens
Im Folgenden spiegelt der Monetarisierungsfaktor den Wert einer Ausfallminute wider. Die BNetzA hat den Monetarisierungsfaktor für 2017/2018 auf 0,21 €/min/Letztverbraucher/a festgelegt. Für die weitere Berechnung des Schadens spielt der verursachte Schaden auf der jeweiligen Spannungsebene eine Rolle.
a) Schaden auf der Niederspannungsebene
In der Niederspannung wird die Dauer einer Versorgungsunterbrechung mit der Anzahl der durch diese Unterbrechung betroffenen Letztverbraucher multipliziert. Dadurch erhält man die ausgefallenen „Letztverbraucherminuten NS“. Die ausgefallenen Letztverbraucherminuten werden durch die Gesamtanzahl der an der Niederspannungsebene angeschlossenen Letztverbraucher des betreffenden Jahres dividiert. Der so ermittelte SAIDI-Wert der Versorgungsunterbrechung wird sodann mit dem Monetarisierungsfaktor und der Gesamtanzahl der an die Niederspannungsebene angeschlossenen Letztverbraucher multipliziert.
b) Schaden auf der Mittelspannungsebene
In der Mittelspannung wird die Dauer einer Versorgungsunterbrechung mit der ausgefallenen Bemessungsscheinleistung der installierten Transformatoren (Mittelspannung) multipliziert. Dieser Wert wird sodann durch den Gesamtwert der installierten Bemessungsscheinleistung der angeschlossenen Transformatoren des betreffenden Jahres dividiert. Der so ermittelte ASIDI-Wert wird mit der (durchschnittlichen) Gesamtanzahl der an das Mittelspannungsnetz angeschlossenen Letztverbraucher multipliziert. Der sich hieraus ergebende Wert wird – wie oben – mit dem Monetarisierungsfaktor multipliziert.
Preisblatt für Werbung auf Kabelverteilerschränken
Hier veröffentlicht die e-netz Südhessen ihre Preise für die Vermietung von Kabelverteilerschränke (KVS) zu Werbezwecken:
Öffentliche Bekanntmachung der Aktualisierung der Ergänzenden Bedingungen NAV und der Ergänzenden Bedingungen NDAV der e-netz Südhessen AG
Hiermit wird gemäß § 4 Abs. 3 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung – NAV) sowie § 4 Abs. 3 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck (Niederdruckanschlussverordnung – NDAV) folgendes bekannt gegeben:
Mit Wirkung zum 1. Juni 2018 wird das Preisblatt zu den Ergänzenden Bedingungen NAV sowie das Preisblatt zu den Ergänzenden Bedingungen NDAV der e-netz Südhessen AG aktualisiert.
Die Ergänzenden Bedingungen NAV bzw. NDAV mit den ab 1. Juni 2018 gültigen Preisblättern können telefonisch innerhalb der Geschäftszeiten von 8 bis 17 Uhr unter der Tel.-Nr. 06151 701-5050 oder per E-Mail an info@e-netz-suedhessen.de bei der e-netz Südhessen AG, Dornheimer Weg 24, 64293 Darmstadt, angefordert werden und sind auf der Internetseite e-netz-suedhessen.de veröffentlicht.
Preisblatt zu den Ergänzenden Bedingungen NAV (ab 1. Juni 2018)
Preisblatt zu den Ergänzenden Bedingungen NDAV (ab 1. Juni 2018)

References: § 18
 § 823
 BGH 
 § 823
 § 4
 § 4