Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202012,%20264
Timestamp: 2020-04-01 09:20:25+00:00

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BGH, 08.11.2011 - 3 StR 310/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,3172
BGH, 08.11.2011 - 3 StR 310/11 (https://dejure.org/2011,3172)
BGH, Entscheidung vom 08.11.2011 - 3 StR 310/11 (https://dejure.org/2011,3172)
BGH, Entscheidung vom 08. November 2011 - 3 StR 310/11 (https://dejure.org/2011,3172)
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§ 27 StGB; § 15 StGB; § 267 Abs. 3 StPO
Beihilfe; Gehilfe (Vorsatz; Zeitpunkt; Bestimmtheit); Beihilfehandlung (Förderung; Erleichterung; keine Kausalität; ausdrückliche Feststellung)
§ 27 StGB, § 224 Abs 1 Nr 2 StGB, § 224 Abs 1 Nr 4 StGB
Gefährliche Körperverletzung: Anforderungen an den Gehilfenvorsatz
Möglichkeit der Leistung einer Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung schon vor der Entschließung des Haupttäters zur Tat; Vorliegen einer Beihilfehandlung durch Übersenden von Kurznachrichten vor der Tat
StGB § 27; StGB § 224 Abs. 1 Nr. 2 u. 4
LG Düsseldorf, 24.03.2011 - 3 KLs 22/10
NStZ 2012, 264
Hierfür ist erforderlich, dass der Gehilfe seinen eigenen Tatbeitrag sowie die Haupttat in ihren wesentlichen Grundzügen, insbesondere in ihrer Unrechts- und Angriffsrichtung, zumindest für möglich hält und billigt, wobei er Einzelheiten der Haupttat nicht zu kennen braucht (vgl. u.a. BGH NStZ 2012, 264; BGH NStZ 2017, 274, 275; NStZ 2017, 337).
Es genügt, wenn der Gehilfe seinen eigenen Tatbeitrag zumindest für möglich hält und billigt [BGH, Beschluss vom 08. November 2011 - 3 StR 310/11, NStZ 2012, 264; Urteil vom 11. November 2006, 2 StR 157/06, NStZ 2007, 290].
Einzelheiten der Haupttat braucht der Gehilfe nicht zu kennen und auch keine bestimmte Vorstellung von ihr zu haben (BGH NStZ 2012, 264).
Somit bliebe nur eine Beihilfe, die über die Psyche des Haupttäters wirkt; eine solche setzt jedoch konkrete Feststellungen dazu voraus, wie diese vermittelt worden ist und sich ausgewirkt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 8. November 2011 - 3 StR 310/11, NStZ 2012, 264).
Die Hilfeleistung muss für den Taterfolg nicht ursächlich sein; sie muss die Tathandlung des Haupttäters nur mindestens erleichtern oder fördern (BGH NStZ 2012, 264 [juris Tz. 12];… Fischer a.a.O. 14).
Einzelheiten der Haupttat braucht der Gehilfe hingegen nicht zu kennen und auch keine bestimmte Vorstellung von ihr zu haben (BGH NStZ 2012, 264; 2011, 399, 400; vgl. auch BGH U. v. 12.07.2012 - I ZR 54/11 [Tz. 47] - Solarinitiative ; einschränkend: BGH U. v. 12.07.2012 - I ZR 18/11 [Tz. 17] - Alone in the Dark : Kenntnis von konkret drohender Haupttat).
LG München I, 27.06.2019 - 12 KLs 319 Js 227596/16

References: § 27
 § 15
 § 267

§ 27
 § 224
 § 224
 § 27
 § 224
 BGH 
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