Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20161025_OGH0002_0040OB00205_16Z0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-23 05:53:52+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 4Ob205/16z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob254/55 7Ob392/55 2Ob...
RS0062723
7Ob254/55; 7Ob392/55; 2Ob212/59; 6Ob4/62; 6Ob201/62; 8Ob158/63; 8Ob311/64; 2Ob356/64; 5Ob26/67; 5Ob211/69; 6Ob141/71; 5Ob234/71; 5Ob294/71; 1Ob7/72; 4Ob548/73; 5Ob221/73; 5Ob225/73; 4Ob523/75; 1Ob60/75; 3Ob226/75; 7Ob648/76 (7Ob649/76); 7Ob536/77; 4Ob528/77; 2Ob539/78; 8Ob589/78; 5Ob518/80; 2Ob550/80; 1Ob705/80; 5Ob737/80; 5Ob302/81; 8Ob506/81; 3Ob616/81; 1Ob782/81; 1Ob572/82; 3Ob535/82; 1Ob810/82; 1Ob551/83; 1Ob552/83; 6Ob517/84; 4Ob551/83; 2Ob552/84; 4Ob556/87; 3Ob543/88; 6Ob514/90; 1Ob631/92; 1Ob554/93; 1Ob563/95; 4Ob2020/96d; 10Ob2120/96d; 6Ob2282/96y; 5Ob48/01x; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 6Ob25/06d; 7Ob169/06p; 2Ob80/05m; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 8Ob68/11z; 1Ob42/12a; 9Ob5/14x; 8Ob24/14h; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 1Ob78/17b; 4Ob216/17v; 7Ob76/18d; 1Ob27/19f; 3Ob86/19x
HVG §29 IIb
Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. Die Nachweisung konnte in der Weise geschehen, dass dem Kaufinteressenten das zu verkaufende Objekt gezeigt, oder dem Geschäftsherrn der Name des Kaufinteressenten bekanntgegeben wird.
7 Ob 254/55
Entscheidungstext OGH 25.05.1955 7 Ob 254/55
Veröff: HS 2404
7 Ob 392/55
Entscheidungstext OGH 14.09.1955 7 Ob 392/55
Veröff: HS 2405
2 Ob 212/59
Entscheidungstext OGH 17.06.1959 2 Ob 212/59
Veröff: EvBl 1959/299 S 520 = ImmZ 1959,336
6 Ob 201/62
Entscheidungstext OGH 11.07.1962 6 Ob 201/62
8 Ob 158/63
Entscheidungstext OGH 25.06.1963 8 Ob 158/63
8 Ob 311/64
Entscheidungstext OGH 20.10.1964 8 Ob 311/64
2 Ob 356/64
Entscheidungstext OGH 04.03.1965 2 Ob 356/64
5 Ob 26/67
Entscheidungstext OGH 03.02.1967 5 Ob 26/67
Veröff: EvBl 1967/368 S 520 = ImmZ 1968,27
5 Ob 211/69
Entscheidungstext OGH 24.09.1969 5 Ob 211/69
nur: Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. (T1) Veröff: MietSlg 21769
6 Ob 141/71
Entscheidungstext OGH 16.06.1971 6 Ob 141/71
5 Ob 234/71
Entscheidungstext OGH 06.10.1971 5 Ob 234/71
nur T1; Veröff: ImmZ 1972,203
5 Ob 294/71
Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 294/71
Veröff: ImmZ 1972,363
Veröff: ImmZ 1972,346
4 Ob 548/73
Entscheidungstext OGH 03.07.1973 4 Ob 548/73
nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11) = HS 8583
5 Ob 221/73
Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 221/73
nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11)
5 Ob 225/73
Entscheidungstext OGH 28.11.1973 5 Ob 225/73
Beisatz: Eine gegenteilige Vereinbarung - etwa in der Richtung, dass nach dem ausdrücklich erklärten oder doch klar erkennbaren Willen der Parteien eine Provisionszahlungspflicht nur bei Entfaltung einer über die bloße Namhaftmachung eines Käufers hinausgehenden Vermittlungstätigkeit begründet werden sollte - ist möglich. (T2) Veröff: ImmZ 1975,37(E12) = HS 8582
4 Ob 523/75
Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 523/75
Auch; Beisatz: Im Zweifel wird in solchen Fällen das Erfordernis der "Verdienstlichkeit" durch die bloße Namhaftmachung des Dritten erfüllt. (T3) Veröff: ImmZ 1976,148
Veröff: ImmZ 1976,180
3 Ob 226/75
Entscheidungstext OGH 09.12.1975 3 Ob 226/75
7 Ob 648/76
Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 648/76
nur T1; Veröff: JBl 1978,254 (mit Anmerkung vom Koziol)
7 Ob 536/77
Entscheidungstext OGH 03.03.1977 7 Ob 536/77
nur T1; Beisatz: Zustandekommen des vermittelten Geschäftes ist aber dennoch erforderlich. (T4) Veröff: MietSlg 29558/1977
4 Ob 528/77
Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 528/77
Entscheidungstext OGH 06.06.1978 2 Ob 539/78
8 Ob 589/78
Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 589/78
5 Ob 518/80
Entscheidungstext OGH 06.05.1980 5 Ob 518/80
2 Ob 550/80
Entscheidungstext OGH 14.10.1980 2 Ob 550/80
1 Ob 705/80
Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 705/80
5 Ob 737/80
Entscheidungstext OGH 27.01.1981 5 Ob 737/80
nur T1; Veröff: MietSlg 33551
5 Ob 302/81
Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 302/81
Auch; nur T1; Veröff: SZ 54/31 = ImmZ 1981,306 = MietSlg 33794
8 Ob 506/81
Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 506/81
Auch; Beis wie T4; Veröff: ImmZ 1982,115 = NZ 1982,76
3 Ob 616/81
Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
1 Ob 782/81
Entscheidungstext OGH 27.02.1982 1 Ob 782/81
nur T1; Veröff: SZ 55/5
1 Ob 572/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
3 Ob 535/82
Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 535/82
1 Ob 810/82
Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 810/82
1 Ob 551/83
Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 551/83
1 Ob 552/83
Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 552/83
Beis wie T4; Veröff: EvBl 1984/24 S 71 = JBl 1984,323 = ImmZ 1984,173 = MietSlg XXXV/21
6 Ob 517/84
Entscheidungstext OGH 08.03.1984 6 Ob 517/84
Auch; nur T1; Beisatz: Der Makler erwirbt den Provisionsanspruch, wenn er den Auftraggeber von der Vertragsmöglichkeit in Kenntnis gesetzt hat und der Vertrag in der Folge auf Grund dieses Nachweises abgeschlossen wird. (T5)
4 Ob 551/83
Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 551/83
2 Ob 552/84
Entscheidungstext OGH 12.02.1985 2 Ob 552/84
4 Ob 556/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
nur T1; Beisatz: Der Provisionsanspruch hat darüber hinaus zur Voraussetzung, dass die Tätigkeit des Realitätenvermittlers für den Abschluss des Rechtsgeschäftes kausal und verdienstvoll war. (T6) Veröff: JBl 1988,181 = MietSlg XXXIX/47
3 Ob 543/88
Entscheidungstext OGH 30.11.1988 3 Ob 543/88
1 Ob 631/92
Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
1 Ob 554/93
Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 554/93
1 Ob 563/95
Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Es bedarf keiner weiteren Zuführungstätigkeit oder Vermittlungstätigkeit von Seiten des Immobilienmaklers. (T7)
4 Ob 2020/96d
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2020/96d
Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. Maßgebend ist nicht das Kennenlernen der Kaufgelegenheit durch Übermittlung von Unterlagen oder Besichtigung der Liegenschaft, sondern die individuelle Bezeichnung des Vertragspartners beziehungsweise des mit Vertragsverhandlungen befassten Bevollmächtigten. (T8)
6 Ob 2282/96y
Entscheidungstext OGH 24.10.1996 6 Ob 2282/96y
5 Ob 48/01x
Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 48/01x
Vgl auch; Beisatz: Für die beim gewerblichen Makler ausreichende Namhaftmachung des Geschäftsinteressenten ist zu fordern, dass dieser beziehungsweise sein zu Vertragsverhandlungen bevollmächtigter Vertreter individuell bezeichnet wird. (T9)
9 Ob 57/04d
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8 nur: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. (T10); Beisatz: "Namhaftmachung" im hier interessierenden Sinn ist die erstmalige Nennung eines bisher unbekannten Interessenten für den Vertragsabschluss. Die Vorkenntnis der namhaft gemachten Person als Individuum schadet allerdings nicht; wesentlich ist nur, dass die Person in ihrer Eigenschaft als potentieller Vertragspartner unbekannt ist. (T11)
7 Ob 145/05g
Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 145/05g
6 Ob 25/06d
Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 25/06d
Beisatz: Entscheidend ist, ob die an sich verdienstliche und (zumindest mitkausale) kausale Tätigkeit des Immobilienmaklers für das letztlich zustandegekommene Geschäft bei wertender Betrachtung der Gesamtumstände im konkreten Einzelfall als inadäquat angesehen werden muss. (T12); Beisatz: Hier: Adäquater Kausalzusammenhang bejaht: Die Käuferin erinnerte sich weniger als vier Monate nach der Besichtigung, die über Initiative des Immobilienmaklers zustandegekommen war, selbst an das Haus und suchte darauf hin von sich aus - ohne spätere Tätigkeit einer dritten Person - den Kontakt zu den Verkäufern. (T13)
7 Ob 169/06p
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 169/06p
2 Ob 80/05m
Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 80/05m
7 Ob 174/06y
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
Vgl auch; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T14)
Auch; nur T1; Auch Beis wie T6; Beis wie T10; Auch Beis wie T11; Beis wie T12; Vgl Beis wie T13; Beisatz: Kein endgültiges Scheitern der Vertragsgespräche, wenn der Verkäufer in angemessenem Zeitabstand zur Tätigkeit des Maklers nach dem Vorliegen eines konkreten Angebots eines Dritten von sich aus den Kontakt mit dem vom Makler namhaft gemachten Interessenten suchte. (T15)
8 Ob 68/11z
Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 68/11z
1 Ob 42/12a
Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
9 Ob 5/14x
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 5/14x
Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Im Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler reicht für den Provisionsanspruch die Namhaftmachung des potenziellen Geschäftspartners (Nachweisung einer Vertragsabschlussgelegenheit) gemäß § 6 Abs 2 MaklerG aus. (T16)
Beisatz: Für eine Namhaftmachung kann es nicht ausreichen, wenn der Makler seinem Auftraggeber erst erklärt, er werde das Objekt bestimmten Kunden anbieten. (T17)
Auch; nur: Für den Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler genügt für die verdienstliche Tätigkeit (während des aufrechten Maklervertrags) zur Begründung des Provisionsanspruchs in der Regel (mangels gegenteiliger Vereinbarung) der bloße Nachweis der Kaufgelegenheit. (T18)
Beisatz: Dieser Nachweis besteht im Allgemeinen in der erstmaligen Namhaftmachung eines neuen, bisher unbekannten potentiellen Interessenten für den Vertragsabschluss, mit dem das Geschäft ‑ durch die zumindest mitursächliche Tätigkeit des Maklers ‑ letztlich zustande gekommen ist. (T19)
Auch; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T20)
3 Ob 110/16x
Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 110/16x
Vgl auch; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T21)
1 Ob 78/17b
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 78/17b
4 Ob 216/17v
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 216/17v
Beis ähnlich wie T8; Beis wie T10
7 Ob 76/18d
Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
1 Ob 27/19f
Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 27/19f
Vgl aber; Beisatz: Ein Vermittler, der kein gewerbsmäßiger Vermittler ist, kann sich dagegen nicht auf den Handelsbrauch der Namhaftmachung berufen. (T22)
3 Ob 86/19x
Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 86/19x
Auch; Beis wie T6; Beis wie T12
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0062723
JJR_19550525_OGH0002_0070OB00254_5500000_001
Rechtssatz für 5Ob706/81 3Ob607/81 8Ob...
RS0043231
5Ob706/81; 3Ob607/81; 8Ob310/81; 8Ob538/82; 6Ob572/83; 8Ob578/82; 5Ob628/83; 8Ob214/83; 6Ob726/84; 6Ob641/84; 6Ob695/85; 5Ob545/86; 6Ob560/87; 10ObS18/87; 7Ob646/87; 4Ob553/88; 6Ob565/88; 2Ob560/88; 8Ob32/88; 1Ob689/88; 9ObA28/90; 7Ob16/90; 7Ob554/90; 4Ob161/90; 10ObS18/91; 10ObS106/91; 10ObS186/91; 10ObS370/91; 10ObS365/91; 3Ob1538/92 (3Ob1539/92); 10ObS155/92; 9ObA123/92; 10ObS210/92; 10ObS215/92; 9ObA222/92; 10ObS200/92; 9ObA251/92; 10ObS276/92; 10ObS270/92; 10ObS9/93; 10ObS32/93; 10ObS51/93; 10ObS88/93; 10ObS96/93; 10ObS190/93; 10ObS222/93; 10ObS226/93; 10ObS88/94; 10ObS81/94; 8ObA203/95; 10ObS53/95; 10ObS100/95; 10ObS154/95; 10ObS17/96; 10ObS2124/96t; 1Ob2069/96p; 10ObS2435/96b; 10ObS2373/96k; 10ObS2304/96p; 10ObS2456/96s; 10ObS73/97a; 10ObS170/97s; 10ObS414/97y; 10ObS42/98v; 10ObS79/98k; 10ObS110/98v; 8ObA155/98x; 10ObS230/98s; 10ObS339/98w; 10ObS325/98m; 10ObS326/98h; 10ObS355/98y; 10ObS2/99p; 9ObA344/98y; 10ObS359/98m; 8Ob162/99b; 10ObS206/99p; 10ObS141/00h; 10ObS9/00x; 10ObS180/00v; 9ObA92/00w; 9ObA233/00f; 10ObS1/01x; 9ObA341/00p; 8Ob244/01t; 7Ob233/01t; 10ObS331/01a; 10ObS5/02m; 10ObS175/02m; 10ObS79/03w; 8ObA81/06d; 10ObS130/07a; 2Ob163/09y; 9Ob51/11g; 4Ob164/12i; 2Ob164/12z; 4Ob80/14i; 1Ob224/15w; 1Ob4/16v; 5Ob161/15k; 7Ob33/16b; 1Ob90/16s; 9ObA66/16w; 4Ob205/16z; 7Ob93/17b; 9ObA98/17b; 9ObA129/17m; 10ObS19/18v; 7Ob44/18y; 2Ob130/17g; 5Ob91/18w
Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, muss dies in der Revision als Mangelhaftigkeit bekämpft werden; ansonsten ist dem OGH die sachrechtliche Überprüfung verwehrt.
5 Ob 706/81
Entscheidungstext OGH 15.09.1981 5 Ob 706/81
8 Ob 538/82
Entscheidungstext OGH 04.11.1982 8 Ob 538/82
5 Ob 628/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 5 Ob 628/83
8 Ob 214/83
Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 214/83
6 Ob 726/84
Entscheidungstext OGH 10.01.1985 6 Ob 726/84
Auch; Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der Meinung Faschings im Lehrbuch (Rdz 193) und Kommentar (IV, 322). (T1)
Beisatz: Daran ändert es nichts, wenn das Berufungsgericht trotz seiner Auffassung, es liege keine (gesetzmäßig ausgeführte) Rechtsrüge vor, "der Vollständigkeit halber" Rechtsausführungen machte. (T2)
5 Ob 545/86
Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 545/86
10 ObS 18/87
Entscheidungstext OGH 30.06.1987 10 ObS 18/87
Beisatz: Hat aber das Berufungsgericht geltend gemachte Feststellungsmängel richtig der rechtlichen Beurteilung zugeordnet und sachlich behandelt, kann die Rechtsrüge in der Revision vom OGH einer sachrechtlichen Prüfung auch dann unterzogen werden, wenn die Beurteilung des Berufungsgerichtes, die Rechtsrüge sei nicht gesetzmäßig ausgeführt, weil sie nicht vom festgestellten Sachverhalt ausgehen, vom Revisionswerber nicht als Verfahrensmangel gerügt wird. (T3)
2 Ob 560/88
Entscheidungstext OGH 20.12.1988 2 Ob 560/88
Ähnlich; Beisatz: Wurde der Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung nicht dem Gesetz gemäß, im Ergebnis daher überhaupt nicht ausgeführt, so kann die rechtliche Beurteilung auch im Revisionsverfahren nicht mehr bekämpft werden. (T4)
1 Ob 689/88
Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 689/88
7 Ob 554/90
Entscheidungstext OGH 17.05.1990 7 Ob 554/90
4 Ob 161/90
Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 161/90
10 ObS 18/91
Entscheidungstext OGH 26.02.1991 10 ObS 18/91
Veröff: SSV - NF 5/18
10 ObS 106/91
Entscheidungstext OGH 09.04.1991 10 ObS 106/91
10 ObS 186/91
Entscheidungstext OGH 09.07.1991 10 ObS 186/91
10 ObS 365/91
Entscheidungstext OGH 14.01.1992 10 ObS 365/91
3 Ob 1538/92
Entscheidungstext OGH 29.04.1992 3 Ob 1538/92
10 ObS 155/92
Entscheidungstext OGH 16.06.1992 10 ObS 155/92
Auch; Beisatz: Dieser Fall liegt auch dann vor, wenn das Berufungsgericht zwar zunächst zutreffend feststellt, dass die Rechtsrüge nicht gesetzgemäß ausgeführt wurde, dann aber überflüssigerweise, doch die rechtliche Beurteilung des Erstgerichtes in einer kurzen Begründung gebilligt hat. (T5)
9 ObA 123/92
Entscheidungstext OGH 08.07.1992 9 ObA 123/92
10 ObS 210/92
Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 210/92
10 ObS 215/92
Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 215/92
9 ObA 222/92
Entscheidungstext OGH 16.09.1992 9 ObA 222/92
10 ObS 200/92
Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 200/92
9 ObA 251/92
Entscheidungstext OGH 11.11.1992 9 ObA 251/92
10 ObS 276/92
Entscheidungstext OGH 24.11.1992 10 ObS 276/92
Auch; nur: Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung zutreffend als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, so begründet dies keinen Mangel des Berufungsverfahrens. (T6) bzw (T7); Bem: Eine Zusammenführung des ursprünglichen Teilsatzes T6 und des ursprünglichen Beisatzes T7 erfolgte im Juni 2009 (T6a)
10 ObS 9/93
Entscheidungstext OGH 28.01.1993 10 ObS 9/93
10 ObS 51/93
Entscheidungstext OGH 30.03.1993 10 ObS 51/93
Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn das Berufungsgericht zunächst zwar ausführt, dass die Berufung keine dem Gesetz gemäß ausgeführte Rechtsrüge enthalte, darüber hinaus aber noch ohne nähere Begründung die im Urteil des Erstgerichtes enthaltene rechtliche Beurteilung billigt. (T8)
10 ObS 222/93
Entscheidungstext OGH 18.10.1993 10 ObS 222/93
10 ObS 88/94
Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 ObS 88/94
8 ObA 203/95
Entscheidungstext OGH 20.04.1995 8 ObA 203/95
10 ObS 100/95
Entscheidungstext OGH 08.06.1995 10 ObS 100/95
nur: Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, muss dies in der Revision als Mangelhaftigkeit bekämpft werden. (T9)
Beisatz: Das Urteil des Berufungsgerichtes kann in einem solchen Fall nicht auf einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache beruhen, weshalb der Revisionsgrund nach § 503 Z 4 ZPO nicht in Betracht kommt (SSV - NF 5/18 ua). (T10)
10 ObS 154/95
Entscheidungstext OGH 22.08.1995 10 ObS 154/95
nur T9; Beis wie T8; Beis wie T10
10 ObS 2124/96t
Entscheidungstext OGH 30.07.1996 10 ObS 2124/96t
nur T9, Beis wie T8, Beis wie T10
1 Ob 2069/96p
Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2069/96p
10 ObS 2435/96b
Entscheidungstext OGH 13.12.1996 10 ObS 2435/96b
10 ObS 73/97a
Entscheidungstext OGH 06.03.1997 10 ObS 73/97a
10 ObS 170/97s
Entscheidungstext OGH 04.06.1997 10 ObS 170/97s
10 ObS 42/98v
Entscheidungstext OGH 09.02.1998 10 ObS 42/98v
Auch; Beis wie T5; Beisatz: In Ermangelung von Rechtsausführungen in der Berufungsentscheidung, die durch eine zulässige Rechtsrüge in der Berufung veranlasst worden wären, sind die erstmalig in der Revision gemachten Rechtsausführungen unbeachtlich. (T11)
8 Ob 162/99b
Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 Ob 162/99b
Ähnlich; Beis wie T4
9 ObA 233/00f
Entscheidungstext OGH 22.11.2000 9 ObA 233/00f
10 ObS 1/01x
Entscheidungstext OGH 30.01.2001 10 ObS 1/01x
Auch; Beis wie T10; Beisatz: Mit den Ausführungen, dass die Rechtsrüge in der Berufung sehr wohl vom festgestellten Sachverhalt ausgegangen sei, macht der Revisionswerber einen solchen Mangel der berufungsgerichtlichen Entscheidung geltend. (T12)
8 Ob 244/01t
Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 Ob 244/01t
10 ObS 5/02m
Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 5/02m
10 ObS 175/02m
Entscheidungstext OGH 14.05.2002 10 ObS 175/02m
10 ObS 79/03w
Entscheidungstext OGH 18.03.2003 10 ObS 79/03w
10 ObS 130/07a
Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 ObS 130/07a
Auch; Beisatz: Dass das Berufungsgericht nicht auf alle in der Berufung der beklagten Partei vorgetragenen rechtlichen Argumente eingegangen ist, könnte allenfalls zu einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung führen, verwirklicht aber nicht den Revisionsgrund nach § 503 Z 2 ZPO. (T13)
9 ObA 66/16w
Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 66/16w
7 Ob 93/17b
Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 93/17b
2 Ob 130/17g
Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 130/17g
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0043231
JJR_19810915_OGH0002_0050OB00706_8100000_001
Rechtssatz für 1Ob563/95 5Ob2175/96f 5...
RS0062747
1Ob563/95; 5Ob2175/96f; 5Ob2177/96z; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 1Ob42/12a; 6Ob207/13d; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 3Ob27/17t (3Ob42/17y); 7Ob76/18d; 3Ob35/18w; 7Ob68/18b
Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen, wenn - bei Immobilienmaklern - die Namhaftmachung des Dritten für das spätere Zustandekommen des Kaufvertrages nützlich war.
nur: Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen. (T1) Beisatz: Im Immobilienmaklergewerbe reicht die Namhaftmachung des Geschäftspartners aus. (T2)
Auch; nur T1; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T3)
6 Ob 207/13d
Entscheidungstext OGH 23.01.2014 6 Ob 207/13d
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Streitteile haben als Grundvoraussetzung für eine Vermittlungsprovision die Namhaftmachung des Mieters durch die Klägerin vereinbart; damit weicht die Vereinbarung aber von der Grundregel des § 6 Abs 1 MaklerG zu Lasten der Maklerin und damit zulässigerweise ab. Andere verdienstliche Tätigkeiten können daher einen Provisionsanspruch hier nicht begründen. (T4)
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T5)
Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T6)
3 Ob 35/18w
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 35/18w
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062747
JJR_19950529_OGH0002_0010OB00563_9500000_001

References: §29
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 § 6
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 § 503
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