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Timestamp: 2016-10-21 16:36:47+00:00

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8C_344/2012 (16.08.2012)
Mit Verf�gung vom 3. M�rz 2010 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen M.________ (Jg. 1954) gest�tzt auf ein polydisziplin�res Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 3. Dezember 2008 nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren r�ckwirkend ab 1. September 2008 eine halbe Invalidenrente zu.
In teilweiser Gutheissung der hiegegen gerichteten Beschwerde sprach das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen dem Versicherten mit Entscheid vom 13. April 2012 eine Dreiviertelsrente zu und wies die Sache zur Berechnung der H�he des Rentenbetrages an die IV-Stelle zur�ck.
M.________, die Vorinstanz und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit von Beschwerden in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) von Amtes wegen und mit freier Kognition (vgl. BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3).
2.1 Mit dem angefochtenen kantonalen Gerichtsentscheid wird die Sache an die IV-Stelle zur�ckgewiesen, welche noch die H�he der dem Beschwerdegegner zugesprochenen Dreiviertelsrente bestimmen soll. Nach der f�r die Verwaltung verbindlichen Zusprache einer Dreiviertelsrente durch die Vorinstanz dient deren R�ckweisung nur noch der frankenm�ssigen Ermittlung des Rentenbetrages. Dabei geht es um eine rein rechnerische Frage, bei deren Beantwortung der IV-Stelle kein Entscheidungsspielraum verbleibt.
2.2 Ein R�ckweisungsentscheid schliesst das Verfahren nicht ab und ist deshalb nach der Regelung des BGG grunds�tzlich kein Endentscheid, sondern in erster Linie ein Zwischenentscheid, der unter anderem nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstst�ndig anfechtbar ist (BGE 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.; vgl. auch BGE 137 V 424 E. 1.1 S. 426). Verbleibt der unteren Instanz, an welche zur�ckgewiesen wird, jedoch kein Entscheidungsspielraum mehr und dient die R�ckweisung - wie hier - nur noch der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten, handelt es sich rechtsprechungsgem�ss doch um einen nach Art. 90 BGG anfechtbaren Endentscheid (Urteil 9C_684/2007 vom 27. Dezember 2007 E. 1.1 mit Hinweisen, publiziert in: SVR 2008 IV Nr. 39 S. 131).
3.1 W�hrend die IV-Stelle noch einen Invalidit�tsgrad von 55 % ermittelt hatte, setzte die Vorinstanz diesen auf mindestens 61 %, h�chstens aber 65 % fest, was Anspruch nicht bloss auf eine halbe, sondern auf eine Dreiviertelsrente gibt (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Unterschied der mittels Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG vorgenommenen Invalidit�tsbemessung durch die beiden Vorinstanzen liegt im Wesentlichen darin, dass zwar beide der Festlegung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise noch erzielbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) die nach der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik f�r das Jahr 2008 (LSE 2008) ausgewiesenen Werte zugrunde legten, die Vorinstanz aber anders als die Verwaltung im Hinblick auf das bei vollzeitlichem Einsatz zu erwartende reduzierte Rendement bereit war, dem Beschwerdegegner einen zwischen 10 und 20 % liegenden behinderungsbedingten Abzug vom auf tabellarischer Grundlage bestimmten Invalidenlohn zuzubilligen. Einzig in diesem Punkt wird der kantonale Entscheid beanstandet.
3.2 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, h�ngt von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) des konkreten Einzelfalles ab. Der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf insgesamt h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 E. 5b/bb S. 80).
Unter dem Titel Besch�ftigungsgrad anerkennt die Rechtsprechung bei M�nnern, welche aus gesundheitlichen Gr�nden nur noch teilzeitlich erwerbst�tig sein k�nnen, einen Abzug vom Tabellenlohn (BGE 126 V 75). Dagegen rechtfertigt der Umstand, dass eine grunds�tzlich vollzeitlich arbeitsf�hige Person behinderungsbedingt lediglich reduziert leistungsf�hig ist, keinen �ber die Ber�cksichtigung der eingeschr�nkten Leistungsf�higkeit hinausgehenden Abzug (Urteile 9C_76/2012 vom 11. Juni 2012 E.3, 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2 und 8C_379/2011 vom 26. August 2011 E. 4.2.2.1, je mit Hinweisen). Wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht, ist die Vorinstanz von dieser Rechtsprechung zu Unrecht abgewichen. Weshalb aus betriebswirtschaftlicher Sicht jene Faktoren, die bei Teilzeitarbeitenden zu einer unterdurchschnittlichen Entl�hnung f�hren, auch bei jenen Personen, die vollzeitlich mit eingeschr�nktem Rendement erwerbst�tig sind, zu einem geringeren Einkommen f�hren sollen, wird im vorinstanzlichen Entscheid nicht begr�ndet. Zwar mag es - wie in der Lehre erwogen (vgl. PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in: Kieser/Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff., S. 149) - zutreffen, dass Arbeitskr�fte mit reduzierter Leistungsf�higkeit die Infrastruktur des Arbeitgebers ineffizienter und damit kostenintensiver beanspruchen als Arbeitskr�fte mit (zeitlich) uneingeschr�nktem Einsatzverm�gen. Es sind indessen nicht gen�gend Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass dieser Effekt durch die Vorteile der ganzt�gigen Pr�senz nicht aufgewogen w�rde (vgl. SVR 2012 Nr. 17 S. 78, Urteil 8C_379/2011 vom 26. August 2011 E. 4.2.3). Anlass zu einer Praxis�nderung (vgl. BGE 135 I 79 E. 3 S. 82, 134 V 72 E. 3.3 S. 76) besteht daher nicht (Urteil 9C_76/2012 vom 11. Juni 2012 E. 3 mit Hinweis).
3.3 Ein laut Vorinstanz auf zwischen 10 und 20 % zu veranschlagender Abzug vom tabellarisch bestimmten Invalidenlohn erweist sich demnach als bundesrechtswidrig. Anderweitige Umst�nde, die einen Abzug rechtfertigen k�nnten, sind nicht ersichtlich. Da ohne einen solchen aber kein Invalidit�tsgrad resultiert, welcher Anspruch auf eine Dreiviertelsrente begr�nden w�rde, ist die von der IV-Stelle erhobene Beschwerde gutzuheissen. Der vorinstanzliche Entscheid ist aufzuheben.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Ausgleichskasse Swissmem und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 95
 BGE 
 Art. 93
 BGE 
 Art. 90
 Art. 16
 BGE