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Timestamp: 2019-09-17 17:39:25+00:00

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VGH Bayern, 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 - dejure.org
https://dejure.org/2015,35818
VGH Bayern, 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 (https://dejure.org/2015,35818)
VGH Bayern, Entscheidung vom 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 (https://dejure.org/2015,35818)
VGH Bayern, Entscheidung vom 23. November 2015 - 21 ZB 15.30237 (https://dejure.org/2015,35818)
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AsylVfG § 26a, § 34a
Zuerkennung, Flüchtlingseigenschaft, Darlegungserfordernis, Zulassungsgrund, grundsätzliche Bedeutung
Klärungsbedürftigkeit der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft in der Bundesrepublik Deutschland bei gleichzeitiger Zuerkennung in Bulgarien
§ 78 Abs 3 Nr 1 AsylG; § 78 Abs 4 S 4 AsylG
Asylrecht (Syrien); Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (refugee status) in Bulgarien; Ablehnung des Asylantrags als unzulässig und Androhung der Abschiebung nach Bulgarien; Darlegungserfordernis
Unter Hinweis auf die Rechtsprechung des BayVGH (Beschluss vom 23. November 2015 - 21 ZB 15.30237) sei zwingend eine Abschiebungsanordnung gemäß § 34a AsylG zu erlassen und keine Abschiebungsandrohung als milderes Mittel.
In Betracht wäre allenfalls eine Abschiebungsanordnung nach § 34a AsylG gekommen (vgl. dazu BVerwG, B. v. 23.10.2015 - 1 B 41/15 - juris; BayVGH, B. v. 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 - juris; VG Stade, U. v. 15.12.2015 - 4 A 980/15 - juris; VG Ansbach, U. v. 5.2.2016 - AN 14 K 15.50478 - juris).
Nach der einhelligen Rechtsprechung des BayVGH (mit Hinweis auf den Beschluss vom 23. November 2015, Az. 21 ZB 15.30237) sei eine Abschiebungsanordnung gemäß § 34a Abs. 1 AsylG zwingend zu erlassen gewesen.
In Betracht wäre allenfalls eine Abschiebungsanordnung nach § 34a AsylG gekommen (vgl. dazu BVerwG, B.v. 23.10.2015 - 1 B 41/15 - juris; BayVGH, B.v. 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 - juris; VG Stade, U.v. 15.12.2015 - 4 A 980/15 - juris; VG Ansbach, U.v. 5.2.2016 - AN 14 K 15.50478 - juris).
Eine Abschiebungsandrohung als "milderes Mittel" sei nach der einhelligen Rechtsprechung des BayVGH (Beschluss vom 23. November 2015, Az. 21 ZB 15.30237) rechtswidrig.
Nach der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschl. v. 23.11.2015, Az. 21 ZB 15.30237) sei aber im Falle des § 26a AsylG, d. h. bei Abschiebung in einen sicheren Drittstaat, eine Abschiebungsanordnung nach § 34a Abs. 1 Satz 1 AsylG zwingend zu erlassen.
Folgerichtig ordnet § 31 Abs. 1 Satz 4 AsylG an, dass die Entscheidung zusammen mit der Abschiebungsanordnung nach § 34a AsylG dem Ausländer selbst zuzustellen ist, wenn der Asylantrag nur nach § 26a AsylG abgelehnt wird (BayVGH, Beschl. v. 23.11.2015, Az. 21 ZB 15.30237; Beschl. v. 05.10.2015, Az. 21 ZB 15.30178).
Dieses Verständnis der §§ 26a, 34a AsylG entspricht auch dem Regelungswillen des Gesetzgebers, der es für erforderlich hielt, von einer Abschiebungsandrohung abzusehen, weil eine Rückführung in den Drittstaat regelmäßig nur kurzfristig durchgeführt werden kann und die Möglichkeit einer freiwilligen Rückreise in diesen Staat im Allgemeinen nicht besteht (vgl. BT-Drs. 12/4450, Begr. S. 23; BayVGH v. 23.11.2015 a. a. O.).
Falls es an einer Rechtsgrundlage für eine Abschiebungsandrohung fehlt, ist diese objektiv rechtswidrig (vgl. BVerwG, B.v. 23.10.2015, 1 B 41/15 - juris; BayVGH, B.v. 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 -, juris).
Diesen Ausführungen schließt sich die erkennende Einzelrichterin an (vgl. auch BayVGH, Beschluss vom 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237 -, juris).
Auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in einem Beschluss vom 23.11.2015 - 21 ZB 15.30237- (juris) entschieden:.

References: § 26
 § 34

§ 78
 § 78
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 26
 § 34
 § 31
 § 34
 § 26