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Timestamp: 2016-10-28 04:48:18+00:00

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1P.85/2001 (24.08.2001)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Daniel Buchser, Bahnhofstrasse 3, Reinach/AG,
A.- Das Bezirksamt Lenzburg verurteilte X.________ mit Strafbefehl vom 6. Dezember 1999 wegen �berschreitens der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit auf der Autobahn zu 21 Tagen Gef�ngnis, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs, sowie zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Es ging davon aus, X.________ sei am 11. Oktober 1999, um ca. 00.41 Uhr, mit seinem Personenwagen Citro�n XM mit massiv �bersetzter Geschwindigkeit auf der A1 zwischen Z�rich und Bern unterwegs gewesen. Auf der H�he der Verzweigung Birrfeld bei M�lligen seien zwei Polizeibeamte, die mit ihrem Dienstfahrzeug von der A3 in die A1 einm�ndeten, auf den Citro�n aufmerksam geworden und h�tten in der Folge bei diesem Fahrzeug �ber eine Distanz von 4256 m eine sog. Nachfahrkontrolle mit einem Geschwindigkeitsmessger�t vorgenommen. Die Messung habe f�r den von X.________ gelenkten Personenwagen eine Geschwindigkeit von 203 km/h ergeben. Damit sei - nach Abzug einer 10%igen Messtoleranz von 21 km/h - die auf Autobahnen zul�ssige H�chstgeschwindigkeit von 120 km/h um 62 km/h �berschritten worden.
Er gab an der ersten Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Lenzburg am 10. Februar 2000 zu Protokoll, in seinem Fahrzeug h�tten sich zur fraglichen Zeit noch zwei Mitfahrer befunden, und beantragte, diese seien als Zeugen vorzuladen.
Das Bezirksgericht f�hrte daher am 6. April 2000 eine zweite Hauptverhandlung durch, an der die beiden Mitfahrer sowie die beiden Polizeibeamten als Zeugen einvernommen wurden.
Mit Urteil vom gleichen Tag sprach es X.________ des �berschreitens der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit auf der Autobahn schuldig und bestrafte ihn mit 21 Tagen Gef�ngnis, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges, sowie mit einer Busse von Fr. 1'500.--. Die vom Angeklagten gegen das Urteil des Bezirksgerichts eingereichte Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 18. Dezember 2000 ab.
Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an ein neutrales Gericht zur�ckzuweisen.
1.- a) Die staatsrechtliche Beschwerde ist - abgesehen von hier nicht gegebenen Ausnahmen - rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids f�hren (BGE 127 III 279 E. 1b S. 282; 125 I 104 E. 1b S. 107 mit Hinweisen). Auf die vorliegende Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit mit ihr die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an ein neutrales Gericht beantragt wird.
b) Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht ger�gt werden kann. Der Beschwerdef�hrer r�gt unter anderem, das Obergericht habe bei der Strafzumessung verfassungsm�ssige Rechte verletzt, denn es habe "keine klare und nachvollziehbare Begr�ndung f�r das exorbitant hohe Strafmass von 21 Tagen Gef�ngnis geliefert". Er kritisiert damit die �berlegungen des Obergerichts zur Frage der Strafzumessung, welche aufgrund der in Art. 63 StGB genannten Kriterien zu beurteilen war. Die Verletzung eidgen�ssischen Strafrechts kann jedoch mit der Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationshof des Bundesgerichts ger�gt werden (Art. 268 Ziff. 1 und Art. 269 Abs. 1 BStP; BGE 126 I 97 E. 1c S. 101).
Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach nicht einzutreten, soweit der Beschwerdef�hrer die Begr�ndung des Obergerichts zur Strafzumessung kritisiert.
2.- Das Bezirksgericht Lenzburg hielt es f�r erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer am 11. Oktober 1999, um ca.
00.41 Uhr, mit seinem Personenwagen auf der Autobahn die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit um 62 km/h �berschritten habe.
Es st�tzte sich dabei vor allem auf das Ergebnis der Nachfahrmessung sowie auf die Aussagen der beiden Polizeibeamten, welche diese Messung vorgenommen hatten.
Der Beschwerdef�hrer wandte in seiner gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhobenen Berufung ein, die Aussagen der Polizeibeamten seien unglaubw�rdig. Sodann k�nne durch die von ihm bei H.________ eingeholte Expertise vom 29. Juni 2000 (im Folgenden: Expertise H.________) "klar belegt werden", dass die Aussagen der Polizeibeamten unrichtig seien. Aufgrund der in der Berufung angef�hrten Tatsachen ergebe sich, dass die Polizeibeamten "entweder ein anderes Fahrzeug gemessen" oder eine "nicht ordnungsgem�sse Messung durchgef�hrt" h�tten, bei der "nicht die Geschwindigkeit des Berufungskl�gers, sondern einzig die Geschwindigkeit des aufholenden Polizeifahrzeuges gemessen" worden sei. Daf�r, dass die Messung nicht sein Fahrzeug betroffen habe, spreche die Tatsache, dass weder er noch seine beiden Mitfahrer auf der fraglichen Fahrt ein Polizeifahrzeug gesehen h�tten.
Das Obergericht erachtete diese Einwendungen als nicht stichhaltig und kam zum Schluss, es sei mit dem Bezirksgericht davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer am 11. Oktober 1999 mit seinem Personenwagen auf der Autobahn die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit um 62 km/h �berschritten habe.
3.- Der Beschwerdef�hrer beklagt sich zun�chst �ber eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV, welche Vorschrift den Anspruch auf ein unabh�ngiges und unparteiisches Gericht gew�hrleistet. Er macht geltend, das Obergericht habe verfassungsm�ssige Rechte "krass verletzt" und ausserdem kantonales Recht willk�rlich angewendet. Es sei "offenbar einzig darum bem�ht" gewesen, "die als Zeugen aussagenden Polizeibeamten vor den Konsequenzen ihrer falschen Anschuldigungen und falschen Aussagen zu sch�tzen". Das Obergericht sei somit im vorliegenden Fall befangen gewesen.
Nach Art. 30 Abs. 1 BV hat der Einzelne - ebenso wie gem�ss Art. 58 Abs. 1 der fr�heren Bundesverfassung - Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Umst�nde vor, die den Anschein der Befangenheit zu begr�nden verm�gen, so ist dieser Anspruch verletzt (BGE 126 I 68 E. 3a S. 73 mit Hinweisen). Prozessuale Fehler oder ein m�glicherweise falscher materieller Entscheid verm�gen grunds�tzlich f�r sich allein nicht den Anschein der Befangenheit zu begr�nden. Anders kann es sich verhalten, wenn besonders krasse oder wiederholte Fehler vorliegen, die als schwere Verletzung der Richterpflichten beurteilt werden m�ssen (BGE 115 Ia 400 E. 3b S. 404; 114 Ia 153 E. 3b/bb S. 158 f.; 113 Ia 407 E. 2a S. 409 f.). Hievon kann im vorliegenden Fall keine Rede sein. Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht vor, es habe mit dem angefochtenen Entscheid Vorschriften der Bundesverfassung, der EMRK und des kantonalen Rechts verletzt.
Solche R�gen sind im daf�r vorgesehenen Rechtsmittelverfahren geltend zu machen. Sie verm�gen keine Befangenheit der Richter, die am angefochtenen Entscheid mitwirkten, zu begr�nden. Die Berufung des Beschwerdef�hrers auf Art. 30 Abs. 1 BV geht klarerweise fehl.
Beizuf�gen ist, dass die in der Beschwerde angebrachte Bemerkung, es sei dem Obergericht offenbar einzig darum gegangen, die "Polizeibeamten vor den Konsequenzen ihrer falschen Anschuldigungen und falschen Aussagen zu sch�tzen", eine ungeb�hrliche �usserung darstellt und zu beanstanden ist (Art. 30 Abs. 3 und Art. 31 Abs. 1 OG).
Sollte sich der Beschwerdef�hrer ein weiteres Mal in einer Rechtsschrift in ungeb�hrlicher Weise �ussern, h�tte er mit einer Disziplinierung zu rechnen.
4.- Sodann r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV. Er wirft dem Obergericht vor, es sei auf Argumente, die er in der Berufungsschrift vorgebracht habe, nicht eingegangen und habe sich mit der von ihm vorgelegten Expertise H.________ nicht auseinander gesetzt.
a) Soweit sich der Beschwerdef�hrer auch auf den Geh�rsanspruch gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu st�tzen scheint, kommt der Berufung auf diese Vorschrift neben der R�ge der Verletzung des verfassungsm�ssigen Anspruchs auf rechtliches Geh�r keine selbst�ndige Bedeutung zu.
b) Die aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Pflicht zur Begr�ndung der Entscheide bedeutet nicht, dass sich die urteilende Instanz mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Sie kann sich auf die f�r ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Es gen�gt, wenn sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 V 180 E. 1a S. 181; 117 Ib 64 E. 4 S. 86, 481 E. 6b/bb S. 492, je mit Hinweisen).
c) Der hier angefochtene Entscheid des Aargauer Obergerichts gen�gt diesen Anforderungen. Das Obergericht legte dar, aus welchen �berlegungen es die Einwendungen, welche der Beschwerdef�hrer gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhoben hatte, als nicht stichhaltig erachtete.
Es hat sich dabei in hinreichender Weise mit den wesentlichen Vorbringen des Beschwerdef�hrers und der von diesem eingereichten Expertise H.________ befasst. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r bzw. der Begr�ndungspflicht liegt nicht vor.
Verh�lt es sich so, dann geht auch der Vorwurf des Beschwerdef�hrers fehl, die kantonale Instanz habe dadurch, dass sie ihm das rechtliche Geh�r verweigert habe, zudem gegen die �� 26, 108, 114, 156 und 220 der Strafprozessordnung des Kantons Aargau (StPO/AG) verstossen.
5.- a) In materieller Hinsicht beklagt sich der Beschwerdef�hrer �ber eine Verletzung des Willk�rverbots nach Art. 9 BV sowie der Unschuldsvermutung gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Er macht geltend, das Obergericht habe bei der Feststellung des Sachverhalts und der W�rdigung der Beweise willk�rlich gehandelt und ausserdem den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt.
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht in diesem Zusammenhang auch eine Verletzung kantonaler Bestimmungen vor. Er f�hrt aus, die kantonale Instanz h�tte gem�ss � 26 StPO/AG die materielle Wahrheit erforschen, nach "� 29" (richtig: � 28) StPO/AG eine freie Beweisw�rdigung vornehmen m�ssen, wodurch "gem�ss �� 108 und 114 sowie 156 und 220 StPO die Expertise h�tte gew�rdigt und allenfalls der Experte h�tte befragt werden m�ssen". Der Berufung auf diese kantonalen Vorschriften kommt neben den R�gen der Verletzung der Art. 9 BV, 32 Abs. 1 BV und 6 Ziff. 2 EMRK keine selbst�ndige Bedeutung zu.
b) Gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV gilt jede Person bis zur rechtskr�ftigen Verurteilung als unschuldig. Die Unschuldsvermutung ist auch in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankert.
Der Grundsatz "in dubio pro reo" ergibt sich aus der Unschuldsvermutung (BGE 124 IV 86 E. 2a S. 87 f.; 120 Ia 31 E. 2b S. 35). Im vorliegenden Fall wird eine Verletzung dieses Grundsatzes als Beweisw�rdigungsregel ger�gt.
c) Das Obergericht f�hrte im angefochtenen Urteil aus, auf dem Abh�rungsprotokoll, das im Anschluss an die Nachfahrmessung aufgenommen worden sei, habe der Beschwerdef�hrer durch seine Unterschrift die ihm zur Last gelegte Geschwindigkeits�berschreitung von 62 km/h anerkannt. An der Hauptverhandlung vom 10. Februar 2000 vor dem Bezirksgericht Lenzburg habe er erstmals den Einwand erhoben, die Geschwindigkeitsmessung sei unzutreffend. Keiner seiner Mitfahrer habe sich jedoch an der Verhandlung vom 6. April 2000 vor dem Bezirksgericht an entsprechende Einw�nde des Beschwerdef�hrers anl�sslich der Anzeigeer�ffnung erinnern k�nnen.
Vielmehr sei - nach den Aussagen des Mitfahrers K.________ - "eigentlich alles klar" gewesen und in freundlichem Ton vonstatten gegangen. Das Obergericht hielt fest, es sei daher entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers davon auszugehen, dass dieser die Geschwindigkeits�berschreitung im Anschluss an die Nachfahrmessung auch in der angegebenen H�he anerkannt habe.
aa) Der Beschwerdef�hrer bezeichnet diese Feststellung des Obergerichts als aktenwidrig und willk�rlich.
Er macht geltend, im Anschluss an die Messung sei er auf dem Polizeiposten durch den Polizeibeamten Z.________ "faktisch gen�tigt" worden, zu unterschreiben. Dieser habe ihm "erwiesenermassen" gedroht, wenn er nicht unterschreibe, k�nne er nicht heimgehen. Das Obergericht habe die klaren Aussagen der Zeugen K.________ und B.________, welche "die entsprechende Drohung sehr wohl geh�rt" h�tten, einfach ignoriert.
bb) Bei den Akten befindet sich das im Anschluss an die Nachfahrmessung vom 11. Oktober 1999 erstellte Abh�rungsprotokoll �ber die Befragung des Beschwerdef�hrers durch den Polizeibeamten Z.________. Der Beschwerdef�hrer hat gem�ss diesem von ihm unterzeichneten Protokoll anerkannt, dass sein Fahrzeug am 11. Oktober 1999 um 00.41 Uhr anl�sslich einer Geschwindigkeitskontrolle auf der A1 mit einer Geschwindigkeit von 203 km/h gemessen worden sei, was nach Abzug der Toleranz eine strafbare Geschwindigkeits�berschreitung von 62 km/h ergebe. Bei den Zeugeneinvernahmen an der Hauptverhandlung vom 6. April 2000 vor dem Bezirksgericht Lenzburg betonte der Polizeibeamte Zumsteg, er und die Polizeibeamtin W.________ h�tten den Beschwerdef�hrer "sicher nicht zur Unterschrift gen�tigt". Die Polizeibeamtin W.________ ihrerseits verneinte die Frage, ob der Beschwerdef�hrer mit der Unterschrift auf dem Protokoll M�he gehabt habe. Die beiden Mitfahrer K.________ und B.________ gaben bei der Befragung bez�glich der Vorg�nge um die Unterschrift des Beschwerdef�hrers u.a. an, der Polizist habe dem Beschwerdef�hrer gesagt, wenn er nicht unterschreibe, k�nne er nicht nach Hause gehen. Dass damit der Beweis f�r eine Drohung oder eine N�tigung hinsichtlich der Unterschrift des Beschwerdef�hrers erbracht sei, konnte das Obergericht in Anbetracht der �brigen Aussagen der beiden Mitfahrer ohne Willk�r verneinen. Die Frage, ob es beim Unterschreiben des Abh�rungsprotokolls "friedlich und freundlich zugegangen sei", wurde vom Zeugen K.________ bejaht, und der Zeuge B.________ erkl�rte auf die Frage, ob es l�ngere Diskussionen um die Unterschrift des Beschwerdef�hrers unter das Protokoll gegeben habe, es sei nicht lange gegangen. Bei W�rdigung s�mtlicher Zeugenaussagen sowie des Abh�rungsprotokolls ist die Feststellung des Obergerichts, der Beschwerdef�hrer habe die ihm zur Last gelegte Geschwindigkeits�berschreitung im Anschluss an die Nachfahrmessung anerkannt, weder aktenwidrig noch willk�rlich, sondern sachlich vertretbar.
d) Das Obergericht befasste sich in der Folge eingehend mit den Einw�nden, die der Beschwerdef�hrer gegen das Ergebnis der Messung vorgebracht hatte.
aa) Es f�hrte aus, die Polizeibeamten seien bei der Einfahrt M�lligen am Einm�nden in die Autobahn gewesen, als ihnen der Beschwerdef�hrer wegen �bersetzter Geschwindigkeit aufgefallen sei. Sie h�tten in der Folge sofort die Verfolgung aufgenommen. Durch den Messstreifen sei ausgewiesen, dass sie zun�chst nur auf 158 km/h h�tten beschleunigen m�ssen, bis der Messvorgang in Gang gesetzt worden sei; eine Vorbereitung, welche auch dann h�chstens 10 bis 15 Sekunden Fahrzeit oder 400 bis 600 Meter Fahrweg in Anspruch nehme, wenn mit ber�cksichtigt werde, dass zum Aufholen �ber die Fahrgeschwindigkeit des Beschwerdef�hrers hinaus zu beschleunigen gewesen sei. Hernach habe die aufgezeichnete Nachfahrt �ber die Distanz von 4'256 Metern stattgefunden. Beide Polizeibeamten h�tten sich an eine unausgeglichene Fahrweise des Beschwerdef�hrers mit schwankenden Geschwindigkeiten erinnern k�nnen, was in der Aufzeichnung deutlich wiedergegeben werde.
Die sieben Kilometer lange Distanz bis zur Ausfahrt Lenzburg, vor welcher der Beschwerdef�hrer angehalten worden sei, habe daher zur Durchf�hrung der Messung bei weitem ausgereicht.
Sodann erkl�rte das Obergericht, bei dem vom Beschwerdef�hrer in der Berufungsschrift geltend gemachten Nachfahrablauf mit Aufholen noch w�hrend des Messvorganges handle es sich - ebenso wie bei den Pr�missen, von denen die Expertise H.________ ausgehe - um blosse Hypothesen. Es l�gen keine Anhaltspunkte daf�r vor, dass der Beschwerdef�hrer - wie im genannten Gutachten vorausgesetzt - mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h bei der Einfahrt M�lligen das Polizeifahrzeug passiert und danach mit diesem zusammen "voll" beschleunigt h�tte. Im Gegenteil sei nach der Darstellung der Polizeibeamten von einer schon an jener Stelle deutlich �bersetzten Geschwindigkeit auszugehen, ansonst die Polizisten wohl kaum umgehend nach der Einfahrt die Verfolgung aufgenommen h�tten. Daraus ergebe sich, dass zu jenem Zeitpunkt in erster Linie das Polizeifahrzeug beschleunigt worden sei und sich der Aufholvorgang daher abweichend von der Aufzeichnung im Weg-Zeit-Diagramm der Expertise H.________ wesentlich verk�rzt habe. Die behauptete Unzuverl�ssigkeit des Messergebnisses lasse sich deshalb mit diesem Gutachten nicht begr�nden.
bb) Das Obergericht wies im Weiteren darauf hin, das Aussageverhalten der beiden als Zeugen einvernommenen Polizeibeamten habe �bereinstimmend und widerspruchslos dahin gehend gelautet, dass zun�chst mittels Beschleunigung auf einen konstant bleibenden Abstand von zwischen 50 und 150 Metern auf den vom Beschwerdef�hrer gelenkten Personenwagen aufgeschlossen und hernach der Messvorgang in Gang gesetzt worden sei. Das Obergericht betonte, die offiziell angegebene Spitzengeschwindigkeit f�r das vom Beschwerdef�hrer gelenkte Fahrzeug �ndere nichts daran, dass auch mit Ladung dar�ber hinaus beschleunigt werden k�nne, und begr�nde ebenfalls keine Zweifel am Messergebnis, das nach den glaubw�rdigen Angaben der beiden Polizeibeamten in Nachachtung der Weisungen �ber Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr zustande gekommen sei. Die darin vorgesehene Sicherheitsmarge trage dem Umstand Rechnung, dass bei der Einhaltung des konstanten Fahrzeugabstands Ungenauigkeiten gerade bei den hier gefahrenen hohen und wechselnden Geschwindigkeiten vorkommen k�nnten.
Keine Zweifel am Messergebnis verm�chten - wie das Obergericht ferner erwog - auch die Aussagen der Mitfahrer zu begr�nden, die nur gef�hlsm�ssige Eindr�cke der wahrgenommenen Geschwindigkeit h�tten abgeben k�nnen, ohne auf den Tachometer geachtet zu haben. Es handle sich dabei um Wahrnehmungen, die gerade nachts und bei geringem Verkehrsaufkommen keine zuverl�ssige Sch�tzungsgrundlage abgeben k�nnten. Dass keiner der Mitfahrer in dem vom Beschwerdef�hrer gelenkten Personenwagen auf das Polizeifahrzeug aufmerksam geworden sei, sei allein schon damit erkl�rbar, dass die Wahrnehmung eines nachfahrenden Personenwagens nachts hinter den aufscheinenden Abblendlichtern praktisch unm�glich sei; ausserdem h�tten die drei Insassen im Gespr�ch oder anderweitig abgelenkt sein k�nnen.
e) aa) In der staatsrechtlichen Beschwerde wird - auch wenn wiederholt von Willk�r und Aktenwidrigkeit gesprochen wird - zum gr�ssten Teil eine rein appellatorische Kritik an den oben (E. 5d/aa und bb) angef�hrten Feststellungen des Obergerichts angebracht. Auf diese Kritik kann in einem staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht eingetreten werden (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen).
bb) Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Expertise H.________ beweise "klar und eindeutig", dass die von den Polizeibeamten behauptete Messung "physikalisch nicht stattgefunden haben" k�nne. Somit sei der "positive Beweis f�r die Unrichtigkeit der Urteilsbasis erbracht". Vorab sei festzuhalten, dass die Messung lediglich die Geschwindigkeit des (aufholenden) Polizeifahrzeuges wiedergebe, nicht diejenige des von ihm - dem Beschwerdef�hrer - gelenkten Autos. Nach den Behauptungen der Polizeibeamten solle er mit wechselnden Geschwindigkeiten gefahren sein. Gem�ss dem Messstreifen sei aber gleichm�ssig und kontinuierlich von 158 km/h bis auf 205 km/h beschleunigt und danach in einem Zug wieder bis auf 177 km/h verlangsamt worden. Die Angaben der Beamten �ber seine Fahrweise und der als Beweis daf�r herangezogene Messstreifen widerspr�chen sich somit diametral. Im Weiteren beanstandet der Beschwerdef�hrer die Feststellung des Obergerichts, es l�gen keine Anhaltspunkte daf�r vor, dass er - wie im Gutachten H.________ vorausgesetzt - mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h bei der Einfahrt M�lligen das Polizeifahrzeug passiert h�tte. Er macht geltend, die Expertise H.________ st�tze sich in diesem Punkt auf die Aussagen der Polizeibeamten selber. Die erw�hnte Feststellung des Obergerichts sei daher aktenwidrig.
Die R�ge der Aktenwidrigkeit ist verfehlt, da die Polizeibeamten nicht erkl�rten, der Beschwerdef�hrer sei bei der Einfahrt M�lligen mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h gefahren. Unzutreffend ist auch der Vorwurf, es bestehe ein Widerspruch zwischen den Aufzeichnungen im Messstreifen und den Angaben der Polizeibeamten hinsichtlich der Fahrweise des Beschwerdef�hrers. Nach den Aufzeichnungen im Messstreifen l�sst sich ohne Willk�r von einer unausgeglichenen Fahrweise des betreffenden Autolenkers sprechen. Dass es sich bei den aufgezeichneten Geschwindigkeiten um diejenigen des Polizeifahrzeugs und nicht um jene des vom Beschwerdef�hrer gelenkten Autos handle, ist eine blosse Behauptung des Beschwerdef�hrers.
Im angefochtenen Urteil wurde in �berzeugender Weise dargelegt, aus welchen Gr�nden die vom Beschwerdef�hrer eingereichte Expertise und die von ihm vorgebrachten Argumente nicht geeignet seien, die Unzuverl�ssigkeit des Messergebnisses zu begr�nden. Das Obergericht hat bei der Feststellung des Sachverhalts und der W�rdigung der Beweise nicht gegen das Willk�rverbot verstossen, wenn es zum Schluss gelangte, es sei mit dem Bezirksgericht davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer am 11. Oktober 1999 auf der Autobahn die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit um 62 km/h �berschritten habe. Bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses blieben auch keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdef�hrers bestehen. Das Obergericht verletzte daher die Verfassung und die EMRK nicht, wenn es die vom Beschwerdef�hrer gegen das Urteil des Bezirksgerichts eingereichte Berufung abwies.
6.- Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Ein Anspruch auf eine Parteientsch�digung besteht nicht (Art. 159 OG).
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht, 3. Strafkammer, des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 84
 Art. 63
 Art. 269
 BGE 
 Art. 30
 Art. 30
 Art. 58
 Art. 30
 Art. 31
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 6
in dubio