Source: http://www.verfassungen.de/ddr/familiengesetzbuch65-eg.htm
Timestamp: 2019-08-22 03:14:03+00:00

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aufgehoben (mit Übergangsbestimmungen) durch
Einigungsvertrag vom 31. August 1990 (BGBl. II. S. 889), Anlage I. Kapitel III, Sachgebiet B, Abschnitt II. 1. (Art. 234 EGBGB)
§ 1. Inkrafttreten des Familiengesetzbuches. Das Familiengesetzbuch tritt am 1. April 1966 in Kraft.
Vermögensregelung bei bestehender Ehe
§ 4. Mit Inkrafttreten des Familiengesetzbuches wird auch das vor diesem Zeitpunkt erworbene Vermögen der Ehegatten gemeinschaftliches Vermögen, sofern die Voraussetzungen des § 13 Abs. 1 Familiengesetzbuch erfüllt sind. Hiervon abweichende Vereinbarungen sind gemäß § 14 Familiengesetzbuch zulässig.
(3) Die Bestimmung des § 20 Ab s. 2 Familiengesetzbuch findet auch auf Rückstände Anwendung, die eine vor Inkrafttreten des Familiengesetzbuches liegende Zeit betreffen, sofern der Unterhaltsberechtigte nicht bis zum 30. September 1966 Klage auf Zahlung erhebt.
§ 8. Wirkungen bisheriger Vaterschaftsfeststellungen und Unterhaltsverpflichtungen. (1) Hat vor Inkrafttreten des Familiengesetzbuches ein Mann seine Vaterschaft in einer öffentlichen Urkunde anerkannt oder ist er durch Urteil, gerichtlichen Vergleich oder eine sonstige vollstreckbare Urkunde zur Leistung vom Unterhalt an ein Kind verpflichtet worden, mit dessen Mutter er nicht verheiratet war, so hat dies die Wirkung einer Vaterschaftsfeststellung gemäß § 55 Abs. 1, § 56 Abs. 1 oder § 57 Familiengesetzbuch.
Anpassung gesetzlicher Bestimmungen
(3) Das Rechtsverhältnis zwischen Vormund und Mündel sowie zwischen Pfleger und Pflegebedürftigem richtet sich nach den Gesetzen des Staates, von dessen Organen der Vormund oder Pfleger bestellt worden ist.
§ 22. Rückverweisung. Sind nach dem Recht eines anderen Staates, dessen Gesetze in den vorstehenden Bestimmungen für maßgebend erklärt sind, die Gesetze der Deutschen Demokratischen Republik anzuwenden, so finden diese Gesetze Anwendung.
Anerkennung von Entscheidungen anderer Staaten
§ 26. (1) Ist eine Ehe nicht durch ein Gericht der Deutschen Demokratischen Republik geschieden, für nichtig erklärt oder sonst getrennt oder ist das Nichtbestehen einer Ehe festgestellt worden, so ist die Entscheidung in der Deutschen Demokratischen Republik nur wirksam, wenn der Minister der Justiz festgestellt hat, daß die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Entscheidung gegeben sind; Entscheidungen der Gerichte der westdeutschen Bundesrepublik und Westberlins sind ohne Anerkennung wirksam, sofern nicht der Minister der Justiz auf Antrag festgestellt hat, daß die gesetzlichen Voraussetzungen für die Wirksamkeit nicht gegeben sind.
Aufhebung gesetzlicher Bestimmungen
§ 27. Mit Inkrafttreten des Familiengesetzbuches werden folgende gesetzliche Bestimmungen aufgehoben:
§ 28. Durchführungsbestimmungen zum Familiengesetzbuch und zur Anpassung der Bestimmungen über das Verfahren in Familiensachen, der Verordnung vom 22. April 1965 über die Aufgaben und die Arbeitsweise der Organe der Jugendhilfe (GBl. II 5.359) und der Bestimmungen über das Verfahren in Personenstandsangelegenheiten erläßt der Ministerrat. Der Ministerrat hat das Recht, auf Antrag eines Bürgers im Gesetz nicht vorgesehene Ausnahmefälle zu regeln, soweit nicht eine gerichtliche Entscheidung erforderlich ist.

References: § 1

§ 4
 § 13
 § 14
 § 20

§ 8
 § 55
 § 56
 § 57

§ 22

§ 26

§ 27

§ 28