Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.01.1993&Aktenzeichen=III%20ZR%2033/88
Timestamp: 2020-08-05 02:14:20+00:00

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BGH, 14.01.1993 - III ZR 33/88 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1451
BGH, 14.01.1993 - III ZR 33/88 (https://dejure.org/1993,1451)
BGH, Entscheidung vom 14.01.1993 - III ZR 33/88 (https://dejure.org/1993,1451)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/88 (https://dejure.org/1993,1451)
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Verwaltungsbehördenentscheidung - Gerichtsbindung - Entscheidung über Vorliegen eines Dienstunfalls
BeamtVG § 46
BGHZ 121, 131
NJW 1993, 1790
VersR 1993, 707
Die bestandskräftige Feststellung eines Dienstunfalls bindet Behörden und Gerichte (BVerwG, Urteil vom 14. Dezember 2004 - 2 C 66.03 - Buchholz 239.1 § 45 BeamtVG Nr. 6 S. 9; vgl. auch BGH, Urteile vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/88 - BGHZ 121, 131 und vom 27. November 2003 - III ZR 54/03 - VersR 2004, 473 ).
Bindungswirkung für den Zivilprozeß hat das verwaltungsgerichtliche Urteil aber nur insoweit, als es über den Streitgegenstand rechtskräftig entschieden hat (…BGH, Urt. v. 17. April 1980, III ZR 167/78, DVBl 1981, 88, 89 [BGH 17.04.1980 - III ZR 167/78]; Beschl. v. 18. September 1991, XII ZB 169/90, NJW 1992, 313, 314; BGHZ 121, 131, 134;… Eyermann/Fröhler, VwGO, 9. Aufl., § 121 Rdn. 11).
BVerwG, 14.12.2004 - 2 C 66.03
Anerkennung; Dienstunfall; Schriftform; Sportunfall; Sportveranstaltung; …
Die bestandskräftige Feststellung eines Dienstunfalls bindet Behörden und Gerichte (vgl. BGH, Urteile vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/88 - BGHZ 121, 131, und vom 27. November 2003 - III ZR 54/03 - VersR 2004, 473).
Da der Unfall mit bindender Wirkung für dieses Verfahren (vgl. Senatsurteil BGHZ 121, 131, 134 f) als Dienstunfall anerkannt worden ist, sind die Rechte des Klägers nach § 46 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG allerdings auf die in den §§ 33 bis 43a und 46a BeamtVG geregelten Ansprüche beschränkt, hier für den erlittenen Sachschaden auf Ersatz nach § 32 BeamtVG.
Bei der Vielzahl denkbarer Fallgestaltungen hat der Bundesgerichtshof wiederholt zum Ausdruck gebracht, ob sich ein Unfall bei der Teilnahme am allgemeinen Verkehr ereignet habe, sei nach der besonderen Lage des Einzelfalls zu entscheiden, was in erster Linie tatrichterlicher Würdigung unterliege (…vgl. Senatsbeschluß vom 26. März 1992 aaO; Senatsurteil BGHZ 121, 131, 136).
Bei der Vielzahl denkbarer Fallgestaltungen hat der Bundesgerichtshof wiederholt zum Ausdruck gebracht, ob sich ein Unfall bei der Teilnahme am allgemeinen Verkehr ereignet habe, sei nach der besonderen Lage des Einzelfalls zu entscheiden, was in erster Linie tatrichterlicher Würdigung unterliege (…vgl. Senatsbeschluss vom 26. März 1992, aaO; Senatsurteil BGHZ 121, 131, 136).".
Diese Entscheidung bindet - wie die Entscheidung der Verwaltungsbehörde über das Vorliegen eines Dienstunfalls (dazu Senatsurteil BGHZ 121, 131) - auch die Gerichte, die über Schadensersatzansprüche aus demselben Anlaß zu entscheiden haben.
BGH Urteil vom 14.01.1993 Az. III ZR 33/88, BGHZ 121, 131 = NJW 1993, 1643 (Abgrenzung).
a) Die in der NZV (Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht) referierte Entscheidung des BGH vom 14.01.1993 (Az. III ZR 33/88, BGHZ 121, 131 = NJW 1993, 1643) betrifft die Frage, ob das Zivilgericht an die Anerkennung eines Dienstunfalls durch die Verwaltungsbehörde gebunden ist, wenn dadurch gemäß § 46 BeamtVG zivilrechtliche Ansprüche gegen den Dienstherren (z. B. aufgrund der Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht) ausgeschlossen werden.
So bindet beispielsweise die Entscheidung der Verwaltungsbehörde über das Vorliegen eines Dienstunfalls auch die Gerichte, die über Schadensersatzansprüche aus Anlass des Unfalls zu entscheiden haben (BGH NJW 1993, 1790).

References: § 46
 § 45
 § 121
 § 46
 § 32

BGH 
 BGH 
 § 46