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Timestamp: 2016-10-21 14:54:43+00:00

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4P.338/2005 (22.03.2006)
4P.338/2005 /ruo
vertreten durch Rechtsanwalt Franco Tram�r,
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgericht von Graub�nden, Zivilkammer,
Die Stiftung U.________ (Beschwerdef�hrerin), wurde im Jahre 1993 gegr�ndet; sie wurde wirtschaftlich von B.________ und dessen Ehefrau beherrscht. A.________ (Beschwerdegegner) verwaltete das Stiftungsverm�gen seit der Gr�ndung bis im Sommer 1998 als Angestellter verschiedener Banken. 1998 nahm er eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit auf und f�hrte die Verwaltung des Verm�gens der Stiftung in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung weiter. Das Stiftungsverm�gen wuchs auf �ber 100 Millionen Franken an.
Anfangs Februar 2000 wurde B.________ von der Staatsanwaltschaft Mannheim verhaftet und in der Folge wegen Verm�gensdelikten in Milliardenh�he, die er �ber seine Gesellschaft "D.________ GmbH" begangen hatte, zu einer mehrj�hrigen Gef�ngnisstrafe verurteilt. �ber die "D.________ GmbH" er�ffnete das Amtsgericht Karlsruhe am 4. Februar 2000 das Insolvenzverfahren; am 1. Mai 2000 wurde das Insolvenzverfahren �ber das Verm�gen von B.________ er�ffnet. Im Rahmen eines Rechtshilfeverfahrens wies die Bezirksanwaltschaft Z�rich am 10. Februar 2000 unter anderem auch den Beschwerdegegner an, ihr s�mtliche Dokumente betreffend B.________ herauszugeben und belegte die B.________ zuzurechnenden Verm�genswerte einstweilen mit einem Verf�gungsverbot.
Am 14. Februar 2000 stellte der Beschwerdegegner der Beschwerdef�hrerin eine Honorarrechnung f�r seine Verm�gensverwaltung �ber den Betrag von Fr. 847'500.--, den er am 16. Februar 2000 auf seinem Bankkonto gutgeschrieben erhielt. Am 15. Februar 2000 erstattete der Beschwerdegegner der Meldestelle f�r Geldw�scherei eine Verdachtsmeldung betreffend die Beschwerdef�hrerin. Auf Strafanzeige der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 21. Februar 2000 er�ffnete die Staatsanwaltschaft Graub�nden am 7. M�rz 2000 ein Strafverfahren wegen Geldw�scherei gegen den Beschwerdegegner und dehnte dieses Verfahren im Fr�hjahr 2001 auf den Tatbestand der Veruntreuung aus. Das Strafverfahren wurde in der Folge im November 2002 teilweise eingestellt; im �brigen wurde der Beschwerdegegner am 30. Oktober 2003 vom Bezirksgerichtsausschuss Maloja freigesprochen; der Kantonsgerichtsausschuss von Graub�nden best�tigte dieses Urteil am 9. Juni 2004.
Am 14. Mai 2002 stellte die Beschwerdef�hrerin beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin folgende Rechtsbegehren:
1. Der Beklagte [Beschwerdegegner] sei unter Androhung der �berweisung an den Strafrichter zur Bestrafung nach Art. 292 StGB zu verpflichten, der Kl�gerin [Beschwerdef�hrerin] umfassend Rechenschaft �ber seine T�tigkeit als Beauftragter der Kl�gerin abzugeben und insbesondere s�mtliche Aufzeichnungen, B�cher und Belege herauszugeben, welche �ber die von ihm im Zusammenhang mit der Verwaltung des Verm�gens der Kl�gerin bezogenen Honoraranspr�che und Provisionen (Retro.zessionen), �ber s�mtliche vom Beklagten get�tigten Barbez�ge und weitere erhaltene Verm�genswerte sowie �ber deren Verwendung, umfassend Aufschluss zu geben.
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin s�mtliche von ihm im Zusammenhang mit seiner T�tigkeit als Beauftragter der Kl�gerin vereinnahmten Provisionen (Retrozessionen) der Bank X.________, der Bank Y.________ sowie der Bank Z.________, alle Niederlassungen in St. Moritz, herauszugeben und es sei der Beklagte �berdies zu verpflichten, der Kl�gerin s�mtliche von ihm als Beauftragter der Kl�gerin erlangten Verm�genswerte, �ber deren auftragsgem�sse Verwendung und/oder Weiterleitung der Beklagte keine Rechenschaft ablegen kann, zur�ckzuerstatten bzw. zu bezahlen, und zwar in der H�he des nach erfolgter Rechenschaftsablegung des Beklagten festgestellten Herausgabeanspruchs der Kl�gerin, mindestens jedoch in der H�he von Fr. 1'392'500.--, zuz�glich Zins ab Datum der Klageeinleitung an".
Die Beschwerdef�hrerin erh�hte ihre Forderung in der Folge auf Fr. 2'783'873.28.
Der Beschwerdegegner beantragte die Abweisung der Klage und verlangte widerklageweise noch ein Honorar f�r seine Verwaltungst�tigkeit von Februar 2000 bis Februar 2001 in H�he von Fr. 565'000.--.
Das Bezirksgericht Maloja wies die Klage mit Urteil vom 3. November 2004 ab. Die Widerklage wurde gutgeheissen und die Beschwerdef�hrerin (Widerbeklagte) verpflichtet, dem Beschwerdegegner (Widerkl�ger) Fr. 565'000.-- zuz�glich 5% Zins seit 4. Juli 2002 zu bezahlen. Das Gericht kam zum Schluss, der Beschwerdegegner habe den wirtschaftlich Berechtigten regelm�ssig �ber seine Verwaltungst�tigkeit informiert; die vorhandenen Akten seien im Strafverfahren beschlagnahmt worden und st�nden der Beschwerdef�hrerin zur Verf�gung, weshalb eine erneute Rechenschaftslegung des Beschwerdegegners nicht geschuldet sei. Das Gericht stellte sodann fest, die Parteien seien sich �ber die Entgeltlichkeit des Auftrags zur Verm�gensverwaltung einig; da keine der Parteien eine Vereinbarung �ber die H�he des Entgelts beweisen konnte, setzte das Gericht die Entsch�digung nach Verkehrs�bung auf 0,5% des verwalteten Verm�gens pro Jahr fest und schloss, die dem Beschwerdegegner von Banken ausgerichteten Retrozessionen st�nden ihm gem�ss Branchen�bung und der mit B.________ stillschweigend getroffenen Vereinbarung zu. Das Bezirksgericht kam sodann zum Schluss, dass der Verwaltungsauftrag des Beschwerdegegners auch f�r die Zeit von Februar 2000 bis Februar 2001 weiterhin bestand und sprach ihm daf�r den in der Widerklage begehrten Betrag zu.
Das Kantonsgericht von Graub�nden wies die von der Beschwerdef�hrerin gegen dieses Urteil erhobene Berufung am 23. Mai 2005 ab. Das Gericht hielt zun�chst fest, die Beschwerdef�hrerin habe ihr Rechtsbegehren auf Rechenschaftsablegung nicht mehr erneuert, weshalb dar�ber nicht mehr zu befinden sei; auch sei die nachtr�gliche Zeugeneinvernahme von Dr. E.________ zu Recht erfolgt. Das Gericht verneinte sodann die Pflicht des Beschwerdegegner zur Herausgabe der Retrozessionen und Finder's Fees mit der Begr�ndung, die Parteien h�tten dies vereinbart; eventuell habe sie der Beschwerdegegner auf eigene Rechnung erhalten und nach Art. 400 Abs. 1 OR daher nicht herauszugeben; schliesslich stehe der Ablieferungspflicht auch die Verkehrs�bung entgegen. Das Kantonsgericht wies die Forderung der Beschwerdef�hrerin auf R�ckzahlung angeblich zu viel bezogenen Honorars mit der Begr�ndung ab, es sei eine Entsch�digung von 0,5% des verwalteten Verm�gens vereinbart worden und dass dies jedenfalls die �bliche Entsch�digung w�re. Schliesslich best�tigte das Gericht den Honoraranspruch des Beschwerdegegners f�r die Zeit von M�rz 2000 bis Februar 2001.
Die Beschwerdef�hrerin hat gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden sowohl staatsrechtliche Beschwerde wie auch eidgen�ssische Berufung eingereicht. In der staatsrechtlichen Beschwerde beantragt sie die Aufhebung des angefochtenen Urteils. Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) und eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie beanstandet in weitschweifigen Ausf�hrungen die Beweisw�rdigung betreffend die Vereinbarung �ber Retrozessionen und Finder's Fees, r�gt eine willk�rliche Anwendung von kantonalem Recht und Bundesrecht, eine willk�rliche Beweisw�rdigung in Bezug auf die Vereinbarung �ber die H�he des Honorars sowie auf die �blichkeit; schliesslich r�gt sie eine willk�rliche Gutheissung der Widerklage.
Der Beschwerdegegner schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht Graub�nden verzichtet unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Urteil auf Gegenbemerkungen und beantragt die Abweisung der Beschwerde.
Gegen kantonale Endentscheide (Art. 86 OG) kann unter anderem wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte der B�rger beim Bundesgericht Beschwerde gef�hrt werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Die Beschwerde ist jedoch nur zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht ger�gt werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Soweit wie in der vorliegenden verm�gensrechtlichen Zivilstreitigkeit die Berufung (Art. 43 ff. OG) zul�ssig ist, steht die staatsrechtliche Beschwerde nicht offen. Mit Berufung kann die Verletzung von Bundesrechtsnormen ger�gt werden (Art. 43 OG). Die M�glichkeit freier Pr�fung der Anwendung und Auslegung von Bundesrecht schliesst die R�ge willk�rlicher Anwendung dieser Normen aus. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit die Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich oder sinngem�ss eine willk�rliche Anwendung von Bundesrechtsnormen r�gt. Gem�ss Art. 84 OG sind von vornherein nur Verfassungsr�gen zul�ssig, welche die Beweisw�rdigung oder die Anwendung kantonalen Rechts betreffen.
Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2a; 130 I 26 E. 1.2 S. 31; 129 III 626 E. 4 S. 629; 129 I 281 E. 1.1 S. 284, je mit Verweisen). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es in konstanter Rechtsprechung nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3; 107 Ia 186 E. b).
2.1 Macht der Beschwerdef�hrer - wie hier - eine Verletzung des Willk�rverbots geltend, muss er in Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid im Einzelnen darlegen, inwiefern dieser an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Denn Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere L�sung vertretbar oder gar vorzuziehen w�re; das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tats�chlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides nur, wenn er nicht bloss in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Verweis). Dem Sachgericht steht insbesondere bei der W�rdigung der Beweise ein grosser Ermessensspielraum zu. Willk�r ist hier nur zu bejahen, wenn das Gericht offensichtlich den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels verkannt, ohne vern�nftigen Grund ein wichtiges und erhebliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder aus den vorhandenen Beweisen offensichtlich unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 mit Verweisen).
2.2 Soweit die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche Anwendung kantonalen Prozessrechts r�gt und geltend macht, das Kantonsgericht habe namentlich die Art. 118, 82 Abs. 1 Ziff. 3, 87 Abs. 3, 156 Abs. 2 sowie Art. 226 und Art. 223 i.V.m. Art. 117 Abs. 1 ZPO GR willk�rlich angewandt bzw. �berhaupt nicht beachtet und ihr das rechtliche Geh�r verweigert, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Der Begr�ndung der Beschwerde ist nicht ansatzweise zu entnehmen, inwiefern die massgebenden Normen willk�rlich ausgelegt worden sein sollen. Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich auf die Behauptung, die b�ndnerische Zivilprozessordnung handhabe die Verhandlungsmaxime strikt, um anschliessend die Behauptungen aufzuf�hren, welche der Beschwerdegegner aus seiner Sicht angeblich nicht prozesskonform aufgestellt habe. Dieser rein appellatorischen Argumentation l�sst sich nicht entnehmen, inwiefern die Beschwerdef�hrerin das verfassungsm�ssige Willk�rverbot bei der Auslegung und Anwendung kantonaler Prozessnormen als verletzt erachtet.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin verkennt die Tragweite des verfassungsm�ssigen Willk�rverbotes grundlegend. Sie unterzieht die Beweisw�rdigung, insbesondere die W�rdigung der Zeugenaussagen durch die Vorinstanz einer appellatorischen Kritik, ohne in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gen�genden Weise aufzuzeigen, inwiefern das Kantonsgericht in schlechterdings nicht vertretbarer Weise aus den vorhandenen Beweisen geschlossen hat, eine Tatsache sei bewiesen oder nicht bewiesen. Sie verkennt insbesondere, dass aus sich widersprechenden Indizien in sachlich haltbarer Weise unterschiedliche Schl�sse gezogen werden k�nnen und das Willk�rverbot nicht verletzt sein kann, wenn sich das Sachgericht unter diesen Umst�nden eine �berzeugung zugunsten der einen bzw. zu Lasten der andern Darstellung bildet. Es erscheint daher fraglich, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Jedenfalls ist auf die Vorbringen nur insoweit einzugehen, als ihnen wenigstens sinngem�ss entnommen werden kann, inwiefern die Beschwerdef�hrerin das verfassungsm�ssige Willk�rverbot als verletzt erachtet.
Das Kantonsgericht hat festgestellt, der damalige Stiftungsratspr�sident (Dr. E.________) der Beschwerdef�hrerin habe gewusst, dass der Beschwerdegegner im Rahmen der Verwaltung des Stiftungsverm�gens Retrozessionen und Finder's Fees bezogen habe.
3.1 Soweit die Beschwerdef�hrerin zun�chst die W�rdigung der Aussage des an ihr wirtschaftlich berechtigten B.________ als willk�rlich kritisiert verkennt sie, dass das Gericht dessen Wissen und Verhalten als nicht rechtserheblich angesehen, sondern vielmehr als letztlich belanglos angesehen hat, ob die wirtschaftlich berechtigten Personen der Ablieferung von Retrozessionen und Finder's Fees zugestimmt haben oder nicht. Soweit diese Rechtsauffassung zutrifft, hat die Beschwerdef�hrerin kein Interesse an der �berpr�fung der entsprechenden Beweisw�rdigung. Soweit sie daf�r halten sollte, das Wissen und Verhalten der an ihr wirtschaftlich Berechtigten sei f�r den Ausgang des Verfahrens rechtserheblich, h�tte sie dies als Rechtsfrage mit Berufung vorzutragen. Darauf ist im vorliegenden Verfahren nicht einzutreten. Nicht einzutreten ist auch auf die Vorbringen, mit denen die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang in unzul�ssiger Weise die Rechtsanwendung des Kantonsgerichts kritisiert. Einzutreten ist im Grundsatz auf die R�gen der Beschwerdef�hrerin nur, soweit sie die W�rdigung der Zeugenaussage ihres damaligen Organs Dr. E.________ als willk�rlich kritisiert, welche das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil als rechtserheblich erachtet hat.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt als Verstoss gegen das Willk�rverbot, dass das Kantonsgericht auf die Aussage des in der massgebenden Zeit zeichnungsberechtigten Stiftungsratspr�sidenten der Beschwerdef�hrerin (Dr. E.________) abstellte. Sie bringt vor, die Aussagen dieses Zeugen seien widerspr�chlich und dieser habe ein offensichtliches Interesse am Verfahrensausgang. Inwiefern zun�chst die in der Beschwerde zitierten Aussagen des Zeugen in sich widerspr�chlich sein sollen, wird in der Begr�ndung der Beschwerde nicht (bzw. nicht rechtsgen�gend) dargelegt. Dass der Zeuge auf Fragen antwortete und zun�chst in allgemeiner Weise erkl�rte, er wisse nichts �ber Retrozessionen, um sp�ter auf Zusatzfragen zu erkl�ren, der wirtschaftlich an der Stiftung berechtigte B.________ habe zweifellos Kenntnis davon gehabt und es sei auch ihm bekannt gewesen, dass solche Retrozessionen - als allgemein �blich - bezahlt w�rden, kann jedenfalls nicht als in sich widerspr�chlich gewertet werden. Der Zeuge war �ber die H�he der entsprechenden Entsch�digungen nicht informiert. Das angebliche Eigeninteresse des Zeugen hat sodann das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil verneint, ohne dass der Beschwerde zu entnehmen w�re, inwiefern diese W�rdigung nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht nur unzutreffend, sondern willk�rlich im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis (E. 2.1) sein sollte. Schliesslich kann dem Kantonsgericht auch nicht deshalb Willk�r in der W�rdigung der Zeugenaussage vorgeworfen werden, weil es dem Umstand keine ausschlaggebende Bedeutung beimass, dass der Zeuge mit dem Beschwerdegegner "per Du" ist und ihn drei bis vier Mal pro Jahr trifft.
3.3 Soweit die Beschwerdef�hrerin Widerspr�che in Bezug auf eine ausdr�ckliche Vereinbarung kritisiert �bergeht sie, dass das Kantonsgericht die Besprechungsnotiz vom 10. Juni 1998 als weiteres Indiz f�r das Wissen der Beschwerdef�hrerin bzw. deren wirtschaftlich Berechtigten (welches das Gericht allerdings selbst f�r unerheblich h�lt) anf�hrt. In Bezug auf die �brigen Ausf�hrungen ist nicht erkennbar, welche tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil die Beschwerdef�hrerin als schlechterdings nicht vertretbar und damit willk�rlich beanstanden will. Es ist darauf nicht einzugehen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Das Kantonsgericht hat geschlossen, dass ein Honorar von 0,5% des verwalteten Verm�gens vereinbart worden war. Es hat dabei einerseits auf eine beim Beschwerdegegner anl�sslich der Hausdurchsuchung vom 1. M�rz 2000 sichergestellte Besprechungsnotiz vom Juni 1998 abgestellt und ist anderseits der Zeugenaussage des damaligen Stiftungsratspr�sidenten (Dr. E.________) der Beschwerdef�hrerin gefolgt, der den Honoraransatz von 0,5% best�tigte. Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf die Aussage des wirtschaftlich berechtigten B.________, wonach ein Honorar von j�hrlich Fr. 250'000.-- vereinbart worden sei und h�lt den Schluss des Kantonsgerichts �ber die vereinbarte H�he des Honorars f�r willk�rlich.
4.1 Das Kantonsgericht hat zun�chst festgestellt, dass sich die Beschwerdef�hrerin zum Beweis ihres Standpunktes auf zwei Zeugenaussagen von B.________ berief. Es hat diese Aussagen als nicht schl�ssig verworfen und dabei namentlich in vertretbarer Weise erwogen, dass diese Aussagen in Bezug auf den angeblichen Zeitpunkt der Honorarvereinbarung widerspr�chlich und selbst nach dem Eingest�ndnis der Beschwerdef�hrerin unzutreffend sind, soweit danach die Mitverwaltung des Verm�gens der Ehefrau des Zeugen inbegriffen sein soll. Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, wonach insbesondere die Zeitangaben unerheblich und die Bezugnahme auf ihr Eingest�ndnis unzul�ssig seien, verm�gen Willk�r nicht auszuweisen. Denn aus den Widerspr�chen in den vom Zeugen selbst genannten Zeitangaben kann unter den im angefochtenen Urteil genannten Umst�nden entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer sehr wohl willk�rfrei auf eine Beeintr�chtigung der Glaubw�rdigkeit geschlossen werden, auch wenn diese Angaben nicht unmittelbar entscheiderheblich sind. Inwiefern das Kantonsgericht zudem in Willk�r verfallen sein sollte, wenn es ber�cksichtigte, dass der Zeuge in Bezug auf die mit dem angeblichen Honorar abgegoltene T�tigkeit falsche Aussagen machte, ist ebenfalls nicht (rechtsgen�gend) dargetan.
4.2 Das Kantonsgericht hat aus einem Indiz (d.h. der anl�sslich der Hausdurchsuchung beim Beschwerdegegner beschlagnahmten Besprechungsnotiz) sowie aus der Aussage des ehemaligen Stiftungsratspr�sidenten der Beschwerdef�hrerin geschlossen, dass tats�chlich ein Honorar von 0,5% des verwalteten Verm�gens vereinbart worden war. Es hat dabei insbesondere ber�cksichtigt, dass die Besprechungsnotiz sich bei den Akten des Beschwerdegegners befand und nicht einfach von diesem vorgelegt wurde. Es hat festgestellt, dass sich allein diese Notiz auf das Verm�gen der Beschwerdef�hrerin bezog, w�hrend die �brigen Aktennotizen die Verwaltung des Verm�gens von Frau C.________ betrafen. Die Kritik der Beschwerdef�hrerin, wonach "die Vorinstanz" nicht begr�nde, weshalb sie nicht auf eine andere Aktennotiz abstelle, ist unverst�ndlich. Das Zitat einer Aussage des Beschwerdegegners bei einer Einvernahme vermag jedenfalls die Willk�rr�ge nicht zu begr�nden. Dass das Kantonsgericht sodann die Aussage des Zeugen E.________ (des ehemaligen Stiftungsratspr�sidenten der Beschwerdef�hrerin) als glaubw�rdig erachtete, l�sst sich entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin weder mit den in der Beschwerde zitierten Aussagen des Zeugen noch mit einem angeblichen Widerspruch zu Aussagen des Beschwerdegegners als willk�rlich ausgeben.
4.3 Auch die R�gen der Beschwerdef�hrerin gegen die Eventualbegr�ndung des Kantonsgerichts zur �blichkeit eines Honorars von 0,5% des verwalteten Verm�gens sind weitgehend unzul�ssig und im �brigen unbegr�ndet. Zur ger�gten Verweigerung des rechtlichen Geh�rs ist der Beschwerde zun�chst keine Begr�ndung dar�ber zu entnehmen, inwiefern sich aus dem von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Beweisauflagebeschluss ein Anspruch auf rechtliches Geh�r ergeben k�nnte, der �ber die Minimalgarantien von Art. 29 Abs. 2 BV hinausgeht (BGE 126 I 19 E. 2a S. 21 f.; 126 I 15 E. 2a S. 16). Die verfassungsrechtliche Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistet dem Betroffenen das Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu �ussern, erhebliche Beweise vorzulegen und das Recht, mit seinen Beweisofferten zu erheblichen Tatsachen zugelassen zu werden, der Beweisabnahme beizuwohnen oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern (BGE 129 II 497 E. 2.2 mit Verweisen). Insofern legt die Beschwerdef�hrerin selbst dar, dass sie sich zu den vom Beschwerdegegner im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten Unterlagen �ussern konnte. Dass ihr verwehrt worden w�re, ihrerseits erhebliche Beweise vorzulegen, behauptet sie zwar, belegt dies jedoch nicht ansatzweise, womit sie ihrer Begr�ndungspflicht nicht gen�gt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
4.4 Dass aus den im angefochtenen Urteil erw�hnten Aktenbelegen willk�rfrei abgeleitet werden kann, dass die Banken ihren Kunden Verm�gensverwaltungsdienstleistungen im Allgemeinen zum Preis von rund 0,5% bis 1,1% der verwalteten Verm�gen pro Jahr anbieten, beanstandet die Beschwerdef�hrerin nicht. Soweit der Beschwerdegegner dieselben Leistungen erbracht hat, ist nicht erkennbar, weshalb die im angefochtenen Urteil vorgenommene Gleichsetzung unzul�ssig sein k�nnte. Jedenfalls ist es nicht willk�rlich, bei gleichen Leistungen die ungleiche Gr�sse der Leistungserbringer unber�cksichtigt zu lassen. Im �brigen ist der Begr�ndung der Beschwerde nicht zu entnehmen, inwiefern das Kantonsgericht in Willk�r verfallen sein soll, wenn es die erhobenen Entsch�digungen allein auf eigentliche Verm�gensverwaltungsdienstleistungen bezog, wie sie auch vom Beschwerdegegner erbracht wurden, und nicht auf andere, zus�tzliche Leistungen der Banken. Die Ausf�hrungen in der Beschwerde gen�gen auch in dieser Hinsicht den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht.
Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin in Zusammenhang mit der Widerklage ersch�pfen sich in einer - unzul�ssigen - appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Die Beschwerdef�hrerin kritisiert nicht nur ununterschieden tats�chliche W�rdigung und Rechtsanwendung des Kantonsgerichts, sondern beschr�nkt sich in Bezug auf die Tatsachenfeststellung auf eine Darstellung der Geschehnisse aus ihrer eigenen Sicht, ohne auch nur ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern die angefochtene Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts bestimmte verfassungsm�ssige Rechte verletzen soll. Es ist darauf nicht einzutreten.
Die staatsrechtliche Beschwerde gen�gt formell weitgehend den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, soweit �berhaupt R�gen erhoben werden, welche in diesem Verfahren zul�ssig sind (Art. 84 Abs. 2 OG). Soweit zul�ssige R�gen erhoben werden und den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gerade noch gen�gen, sind sie unbegr�ndet. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Diesem Verfahrensausgang entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr der Beschwerdef�hrerin zu auferlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie hat dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner dessen Parteikosten zu ersetzen (Art. 159 Abs. 2 OG). Geb�hr und Parteientsch�digung bemessen sich nach dem Streitwert.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 16'000.-- wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 18'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 292
 Art. 400
 Art. 84
 Art. 90
 Art. 118
 Art. 226
 Art. 223
 Art. 117
 Art. 90
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 90
 Art. 90
 Art. 90