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Timestamp: 2016-10-26 02:17:54+00:00

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Die Orange Communications SA reichte bei der Baukommission Neuendorf ein Baugesuch f�r die Errichtung einer Mobilfunkantennenanlage auf der Parzelle Grundbuch Neuendorf Nr. 460, in der Gewerbezone Neuendorfs, ein. Gegen das Baugesuch gingen 374 Einsprachen ein. Am 24. Juni 2003 hiess die Kommission Bau und Liegenschaften der Gemeinde Neuendorf die Einsprachen gut und wies das Baugesuch aus Gr�nden des Gesundheitsschutzes ab.
Gegen diese Verf�gung erhob die Orange Communications SA Beschwerde an das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn. Dieses lud die Einsprecher auf dem Weg der Publikation im Amtsanzeiger G�u und Thal zur Vernehmlassung ein. Die Beschwerdeschrift wurde zur Einsichtnahme bei der Gemeindeverwaltung aufgelegt. Am 22. September 2004 reichte die "Interessengemeinschaft gesundes Neuendorf ohne Mobilfunkantennen" (IG GNOM) die gesammelten Vernehmlassungen (insgesamt 122 St�ck) beim Departement ein.
Das Departement hiess die Beschwerde am 22. Dezember 2003 gut und erteilte f�r die Mobilfunkanlage die Bewilligung, u.a. unter der Auflage, dass nach Inbetriebnahme der Anlage eine Abnahmemessung durchgef�hrt werde.
Mit Verf�gung vom 28. Januar 2004 forderte das Verwaltungsgericht alle Beschwerdef�hrer auf, bis 18. Februar einen Kostenvorschuss von je Fr. 200.-- einzuzahlen.
Am 28. April 2004 f�hrte das Verwaltungsgericht einen Augenschein mit anschliessender Parteiverhandlung durch und befragte einen Experten des kantonalen Amts f�r Umwelt. Am 4. Mai 2004 wies es die Beschwerde ab und auferlegte den Beschwerdef�hrern Gerichtskosten in H�he von insgesamt Fr. 4'800.--.
Die Orange Communications SA und das Baudepartement des Kantons Solothurn schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Verwaltungsgericht beantragt, auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 26. Februar 2004 sei nicht einzutreten; die Beschwerde gegen den Entscheid vom 4. Mai 2004 sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Kommission Bau und Liegenschaften der Gemeinde Neuendorf h�lt an ihrer Begr�ndung f�r die Baugesuchsablehnung fest. Das BUWAL hat sich am 21. Oktober 2004 zu den das Umweltschutzrecht und die Natur- und Heimatschutzgesetzgebung betreffenden R�gen der Beschwerdef�hrer ge�ussert.
Angefochten sind zwei Entscheide des Solothurner Verwaltungsgerichts. Im Folgenden ist f�r jeden Entscheid getrennt zu pr�fen, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann.
1.1 Mit Entscheid vom 27. Februar 2004 ist das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde von 9 Beschwerdef�hrern mangels Legitimation nicht eingetreten. Zur Anfechtung dieses Entscheids sind nur die Personen berechtigt, denen die Legitimation aberkannt worden ist. Dazu geh�ren weder A.________ noch die anderen Personen, f�r die er vor Bundesgericht Vollmachten eingereicht hat. Insofern kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen den Entscheid vom 27. Februar 2004 richtet.
1.2 Mit Entscheid vom 4. Mai 2004 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde von A.________ und Mitbeteiligten gegen die Baubewilligung ab. Dieser - kantonal letztinstanzliche - Entscheid st�tzt sich im Wesentlichen auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710), d.h. auf Bundesverwaltungsrecht. Hiergegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht grunds�tzlich offen (Art. 97 und 98 lit. g OG). Die Beschwerdef�hrer sind als Anwohner der geplanten Mobilfunkanlage zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG).
1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht k�nnen die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - und die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat allerdings - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt gebunden, es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG).
Zum Bundesrecht nach Art. 104 lit. a OG z�hlt auch das Bundesverfassungsrecht. Insofern kann im vorliegenden Verfahren auch gepr�ft werden, ob das Bau- und Justizdepartement bzw. das Verwaltungsgericht Verfahrensgarantien der Bundesverfassung verletzt oder kantonales Verfahrensrecht willk�rlich angewandt haben.
1.4 Nach dem Gesagten ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde grunds�tzlich einzutreten, soweit sie sich gegen den Entscheid vom 4. Mai 2004 richtet (vgl. allerdings unten E. 2.2 zum fehlenden aktuellen Interesse hinsichtlich gewisser Verfahrensr�gen).
Die Beschwerdef�hrer r�gen verschiedene Verfahrensverletzungen.
2.1 Sie machen zun�chst geltend, allen Einsprechern h�tte die Beschwerde der Orange Communications SA gem�ss � 34 des Solothurner Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 15. November 1970 (VRPG) pers�nlich zugestellt werden m�ssen. Deren Ver�ffentlichung im Amtsanzeiger - noch dazu im allgemeinen und nicht im amtlichen Teil - sei unzul�ssig gewesen und habe das rechtliche Geh�r der Einsprecher verletzt. Eine Umfrage bei den der IG GNOM bekannten Einsprechern habe gezeigt, dass gewisse Einsprecher nicht �ber das Vernehmlassungsverfahren informiert gewesen seien und sich am Beschwerdeverfahren nicht h�tten beteiligen k�nnen.
Die Beschwerdef�hrer machen allerdings selbst nicht geltend, dass sie zu dieser Personengruppe z�hlen, d.h. dass einzelne von ihnen sich im Beschwerdeverfahren nicht h�tten �ussern k�nnen. Dann aber ist eine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdef�hrer auf Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs im Verwaltungsbeschwerdeverfahren nicht dargetan. Es kann daher offen bleiben, ob es zul�ssig war, die Einladung zur Vernehmlassung im Amtsblatt zu publizieren oder ob alle Einsprecher individuell h�tten angeschrieben werden m�ssen.
2.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen zudem verschiedene Verfahrensverletzungen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren:
Das Verwaltungsgericht habe mit Verf�gung vom 28. Januar 2004 die Beschwerdef�hrer aufgefordert, je Fr. 200.--, d.h. einen Gesamtbetrag von Fr. 21'000.--, als Kostenvorschuss einzuzahlen. Aufgrund der Formulierung der Verf�gung h�tten die Beschwerdef�hrer annehmen m�ssen, dass der Gesamtbetrag einzuzahlen sei, ansonsten auf die Beschwerde insgesamt nicht eingetreten w�rde. Dieser Betrag sei offensichtlich zu hoch gewesen: In der gesamten Schweiz sei kein Fall bekannt, der solch hohe Gerichtskosten verursacht h�tte.
Das Verwaltungsgericht habe sodann, entgegen � 13 VRPG, die Vertretung der Beschwerdef�hrer durch A.________ nicht anerkannt. Das Verwaltungsgericht habe dies telefonisch unter Hinweis auf das kantonale Anwaltsgesetz begr�ndet. Dieses Gesetz schliesse jedoch die gelegentliche Bevollm�chtigung eines Nicht-Anwalts nicht aus, weshalb die Vorgehensweise des Verwaltungsgerichts willk�rlich gewesen sei.
Schliesslich seien den Beschwerdef�hrern gewisse wichtige �nderungen nicht mitgeteilt worden: Das Verwaltungsgericht habe eigenm�chtig und ohne vorherige Information der Beschwerdef�hrer den f�r die Legitimation geltenden Perimeter von 767 m auf 740 m reduziert. Auch die vom Amt f�r Umwelt vorgenommenen �nderungen in den Berechnungen seien den Einsprechern nie kommuniziert worden.
2.2.1 Soweit die Beschwerdef�hrer die H�he des Kostenvorschusses beanstanden, ist nicht ersichtlich, inwiefern diesbez�glich noch ein aktuelles Rechtsschutzbed�rfnis besteht: Das Verwaltungsgericht hat in der Sache �ber die Beschwerde entschieden; der - nach Auffassung der Beschwerdef�hrer prohibitive - Kostenvorschuss wurde von den Beschwerdef�hrern bezahlt, f�hrte also nicht zu einem Verlust des Beschwerderechts. Inzwischen wurde er den Beschwerdef�hrern zur�ckerstattet, soweit er die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'800.-- �bersteigt. Die H�he der Gerichtsgeb�hr wird von den Beschwerdef�hrern nicht beanstandet.
2.2.2 Auch die Nichtanerkennung der Vertretung durch A.________ hat sich, soweit ersichtlich, im angefochtenen Entscheid nicht ausgewirkt: Zwar wurden die Verf�gungen und Entscheide des Verwaltungsgericht den Beschwerdef�hrern pers�nlich und nicht ihrem Vertreter A.________ zugestellt. Da dieser jedoch ebenfalls Partei war, erhielt auch er jeweils ein Exemplar. Nicht zugestellt wurde ihm nur der Nichteintretensentscheid vom 27. Februar 2004. Dieser Entscheid ist jedoch nach dem oben (E. 1.1) Gesagten nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
2.3 Zu pr�fen bleibt, ob das Verwaltungsgericht das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrer verletzte, weil es ihnen bestimmte �nderungen der Berechnungen nicht mitteilte.
2.3.1 Die �nderung des f�r die Legitimation massgeblichen Perimeters war f�r das vorliegende Verfahren - in dem das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde eingetreten ist - ohne Bedeutung. Massgeblich war sie nur f�r den Entscheid vom 27. Februar 2004, der jedoch von den Beschwerdef�hrern des vorliegenden Verfahrens nicht angefochten werden kann (vgl. oben, E. 1.1). Insofern kann offen bleiben, ob das Verwaltungsgericht verpflichtet gewesen w�re, die Beschwerdef�hrer, denen es die Legitimation absprechen wollte, auf seine vom Standortdatenblatt abweichende Berechnung des Perimeters hinzuweisen.
2.3.2 Die von der kantonalen Fachstelle f�r Elektrosmog (Amt f�r Umwelt) vorgenommene Beurteilung der nichtionisierenden Strahlung vom 25. Februar 2003 enth�lt Korrekturen der NIS-Berechnung an verschiedenen OMEN. Im Ergebnis best�tigte die Fachstelle jedoch die NIS-Prognose des Standortdatenblatts, wonach die projektierte Anlage den Anlagegrenzwert einhalten werde.
Die Beurteilung der Fachstelle lag in den Baugesuchsakten und h�tte dort von den Beschwerdef�hrern jederzeit eingesehen werden k�nnen. Nachdem die NIS-Berechnungen des Standortdatenblatts bzw. die Einhaltung der Grenzwerte der NISV in den Einsprachen nicht bestritten worden waren (vgl. Verf�gung des Departements vom 22. Dezember 2003, Ziff. 3 S. 5 unten), bestand keine Veranlassung, die Beurteilung der Fachstelle s�mtlichen Beteiligten von Amtes wegen zuzustellen. Im �brigen wies der Experte der kantonalen Fachstelle bei seiner Befragung am Augenschein vom 28. April 2004 darauf hin, dass er die Berechnung im Standortdatenblatt f�r alle OMEN �berpr�ft und "ein paar Korrekturen angebracht" habe; die Grenzwerte seien aber �berall eingehalten (Protokoll S. 3 oben). Insofern wurden die Beschwerdef�hrer sp�testens am Augenschein �ber die Vornahme von Korrekturen informiert und h�tten Gelegenheit gehabt, dem Experten hierzu weitere Fragen zu stellen.
Gegenstand der Baubewilligung ist eine neu zu errichtende Mobilfunkanlage mit drei GSM Antennen im Frequenzband 1800 MHz und drei UMTS-Antennen im Frequenzband 2100 MHz. Es handelt sich um eine neue ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. a NISV. Die von dieser Anlage allein erzeugte Strahlung darf an Orten mit empfindlicher Nutzung den Anlagegrenzwert von 6 V/m nicht �bersteigen (Art. 4 NISV i.V.m. Anh. 1 Ziff. 64 lit. b NISV). Zudem muss an allen Orten, an denen sich Menschen aufhalten k�nnen, der Immissionsgrenzwert eingehalten werden (Art. 5 und 13 i.V.m. Anh. 2 Ziff. 11 NISV).
3.1 Im Standortdatenblatt vom 14. Januar 2003 hat die Beschwerdegegnerin die zu erwartende Strahlung der Anlage am h�chstbelasteten Ort f�r den kurzfristigen Aufenthalt berechnet; dieser sch�pft den Immissionsgrenzwert nur zu 7 % aus. Gem�ss Standortdatenblatt betr�gt die Strahlung am h�chstbelasteten Ort mit empfindlicher Nutzung (OMEN Nr. 8, un�berbaute Parzelle 286) 4.26 V/m; damit wird auch der Anlagegrenzwert von 6 V/m eingehalten.
Das kantonale Amt f�r Umwelt (Fachstelle betriebliche Luftreinhaltung, L�rm, Elektrosmog) hat die Berechnungen des Standortdatenblatts f�r vier OMEN (Nrn. 3, 6, 8 und 12) korrigiert, weil die H�he �ber Boden der m�glichen OMEN zu niedrig angenommen worden sei. Es gelangte jedoch ebenfalls zum Ergebnis, dass der Anlagegrenzwert �berall eingehalten werde; die h�chste Belastung betrage 4,99 V/m.
Das BUWAL best�tigt in seiner Vernehmlassung, dass die Berechnungen des Amts f�r Umweltschutzes korrekt vorgenommen worden seien; insbesondere sei auch der am st�rksten belastete Punkt der Parzelle 286 ber�cksichtigt worden.
Nach dem Gesagten h�lt die geplante Anlage bei rechnerischer Prognose den Immissions- und den Anlagegrenzwert der NISV ein.
3.2 Soweit die Beschwerdef�hrer die Rechtm�ssigkeit der NISV bestreiten, kann auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung verwiesen werden, wonach die Verordnung mit dem USG und der Bundesverfassung vereinbar ist (BGE 126 II 399 E. 4 S. 404 ff.; Entscheid 1A.251/2002 vom 24. Oktober 2003 E. 4, publ. in URP 2003 S. 823; Entscheid 1A.10/2001 vom 8. April 2002 E. 2, publ. in URP 2002 S. 427; in BGE 128 I 59 nicht ver�ffentlichte E. 3, zusammengefasst in URP 2002 S. 62; unver�ffentlichte Entscheide 1A.92/2003 vom 15. Dezember 2003 E. 4; 1A.140/2003 vom 18. M�rz 2004 E. 5; 1A.72/2004 vom 1. September 2004 E. 4).
3.3 Auch die �brigen Erw�gungen des Verwaltungsgerichts zum Bundesumweltrecht lassen keinen Rechtsfehler erkennen.
Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, Neuendorf sei "als Dorf" im Anhang zur Verordnung vom 9. September 1981 �ber das Bundesinventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS; SR 451.12) aufgef�hrt. Im Bereich sch�tzenswerter Objekte seien freistehende Mobilfunkantennen laut Merkblatt des BUWAL vom 30. Oktober 1998 unzul�ssig; Ausnahmen seien nur m�glich, wenn ein gleich- oder h�herwertiges nationales Interesse in einer Interessenabw�gung anerkannt werde. Im vorliegenden Fall diene die Antennenanlage jedoch nur der Mobilfunkversorgung Neuendorfs und damit kommunalen Interessen. Ein 30 m hoher Antennenmast mit Antennen werde die �brigen Geb�ude �berragen und einen markanten Fremdk�rper im Ortsbild darstellen, der sowohl die Ansicht aus Richtung Autobahn als auch aus s�dlicher Richtung massiv sch�digen werde.
4.1 Das Verwaltungsgericht hielt in seinem Entscheid fest, dass die Bauparzelle neben einer Autogarage am Rand des Baugebiets inmitten der Gewerbezone liege. Das Gewerbegebiet weise keinen eigentlichen �sthetischen Wert auf. Vorliegend habe die Mobilfunkantenne ohne Zweifel einen gewissen St�reffekt. Dieser ergebe sich jedoch aus der Art der Anlage. Diese St�rung sei am vorgesehenen Ort zu dulden. Das ISOS sei nicht direkt anwendbar, sondern sei in der Ortsplanung umzusetzen. Der Zonenplan der Gemeinde sei im Jahre 2000 �berarbeitet worden. Er sch�tze die Kernzone und die Kernrandzone; f�r die Gewerbezone seien dagegen keine Schutzvorschriften erlassen worden.
4.2 Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschm�lerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die gr�sstm�gliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 NHG). Ein Abweichen von der ungeschm�lerten Erhaltung im Sinne der Inventare darf bei Erf�llung einer Bundesaufgabe nur in Erw�gung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder h�herwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 Abs. 2 NHG).
Diese Bestimmung ist jedoch - wie der Zusatz in Abs. 2 klarstellt - nur bei Erf�llung einer Bundesaufgabe anwendbar. Ansonsten, bei kantonalen oder kommunalen Aufgaben, wird der Schutz des Ortsbilds durch kommunales oder kantonales Recht - insbesondere in der kantonalen Richtplanung und der kommunalen Nutzungsplanung - gew�hrleistet.
Dies folgt aus der in Art. 78 Abs. 1 BV vorgesehenen Gesetzgebungszust�ndigkeit der Kantone f�r den Heimatschutz: Der Bund kann Bestrebungen des Heimatschutzes unterst�tzen (Art. 78 Abs. 3 BV), nicht aber allgemeine Vorschriften zum Schutz von Ortsbildern und Denkm�lern von gesamtschweizerischer Bedeutung erlassen (Art. 78 Abs. 4 BV e contrario). Dagegen ist der Bund bei Erf�llung seiner Aufgaben gehalten, R�cksicht auf die Anliegen des Heimatschutzes zu nehmen und u.a. Ortsbilder zu schonen und sie ungeschm�lert zu erhalten, wenn das �ffentliche Interesse es gebietet (Art. 78 Abs. 2 BV). In diesem Zusammenhang - d.h. in Bereichen, in dem ihm die Gesetzgebungszust�ndigkeit zusteht - kann und muss er auch Vorschriften zum Schutz von Landschaften und Ortsbildern erlassen. Zu diesen Bestimmungen z�hlt Art. 6 NHG.
4.3 Im vorliegenden Fall geht es um eine Baubewilligung f�r eine Mobilfunkanlage innerhalb der Bauzone. Zust�ndig f�r die Erteilung der Baubewilligung ist die Gemeinde bzw., im Rechtsmittelverfahren, das kantonale Baudepartement. Die Bewilligung wird zwar gest�tzt auf die NISV und damit auf Bundesrecht erteilt; die NISV regelt jedoch nur die immissionsrechtliche Seite der Baubewilligung. Die planungs- und baurechtliche Zul�ssigkeit der Anlage und ihre Vereinbarkeit mit Anliegen des Ortsbildschutzes richten sich dagegen nach kantonalem und kommunalem Recht.
Allerdings besteht bei Mobilfunkanlagen die Besonderheit, dass sie zur Erbringung einer vom Bund konzessionierten Dienstleistung errichtet werden. Die Mobilfunkkonzessionen, die von der Eidgen�ssischen Kommunikationskommission gest�tzt auf Bundes-Fernmelderecht erteilt werden, verpflichten die Konzession�rinnen zum Aufbau eines je eigenen Mobilfunknetzes, das einen bestimmten Prozentsatz der Bev�lkerung und der Fl�che abdecken muss. Im Anhang zu den Konzessionen werden die Konzession�rinnen verpflichtet, insbesondere den Schutz von Objekten des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkm�ler von nationaler Bedeutung (BLN) und des Inventars sch�tzenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS) zu beachten; hierf�r wird auf das Merkblatt des BUWAL vom 30. Oktober 1998 (Mobilfunkantennen: Ber�cksichtigung der Erfordernisse des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Walderhaltung) verwiesen. In diesem Merkblatt wird ausgef�hrt, dass in BLN- und ISOS-Objekten keine Antennen erstellt werden d�rfen, wenn damit die Schutzziele verletzt w�rden. Ausnahmen seien gem�ss Art. 6 NHG dann m�gliche, wenn der Kanton in seiner Interessenabw�gung ein gleich- oder h�herwertiges nationales Interesse anerkenne, der Standort die gr�sstm�gliche Schonung der Inventarobjekte gew�hrleiste und Ausgleich geleistet werden k�nne. Diese Ausf�hrungen lassen darauf schliessen, dass das BUWAL und die Eidgen�ssische Kommunikationskommission vom Vorliegen einer Bundesaufgabe ausgehen.
Dagegen l�sst sich einwenden, dass Gegenstand der Konzession lediglich die Erbringung bestimmter Fernmeldedienste und die Nutzung bestimmter Frequenzen sei, nicht aber die Errichtung einer bestimmten Anlage. Die Konzessionen schreiben zwar einen minimalen Versorgungsgrad vor, �berlassen es aber den Mobilfunkbetreibern, an welchen Standorten sie ihre Anlagen errichten wollen. Die Bewilligung dieser Standorte bleibt - innerhalb der Bauzone - Aufgabe der Kantone und der Gemeinden, in deren Zust�ndigkeit insbesondere auch der Ortsbildsschutz f�llt.
Allerdings trifft dieser Einwand auch auf andere Anlagen zu, deren Errichtung als Bundesaufgabe anerkannt wurde, wie z.B. Zivilschutzbauten (vgl. Entscheid 1A.231/1998 vom 12. Juli 1999 E. 1b/bb, publ. in RDAF 2000 I S. 141 und URP 2000 S. 659): Das Bundesgesetz vom 4. Oktober 2002 �ber den Bev�lkerungsschutz und den Zivilschutz (Bev�lkerungs- und Zivilschutzgesetz, BZG; SR 520.1) verpflichtet die Kantone, ein ausgewogenes Schutzplatzangebot zu gew�hrleisten (Art. 47 BZG); hierzu m�ssen die Gemeinden notfalls �ffentliche Schutzr�ume errichten (Art. 46 Abs. 2 BZG); es ist jedoch Sache der Kantone bzw. der Gemeinden, den Standort und die bauliche Gestaltung dieser Anlagen zu bestimmen; die Bewilligung erfolgt (innerhalb der Bauzone) im ordentlichen Bewilligungsverfahren. Dennoch handelt es sich um eine Bundesaufgabe, mit der Folge, dass die zust�ndigen kantonalen Beh�rden grunds�tzlich zur ungeschm�lerten Erhaltung und gr�sstm�glichen Schonung von ISOS-Objekten verpflichtet sind (Entscheid 1A.231/1998, a.a.O., E. 2a).
Im vorliegenden Fall enth�lt das Bundesfernmelderecht zwar keine Verpflichtung der Kantone und Gemeinden, Mobilfunkanlagen zu erstellen. Die Konzession�rinnen sind jedoch verpflichtet, je ein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen, was sie de facto zum landesweiten Bau eigener Mobilfunkanlagen verpflichtet. Die mit diesem System - der Koexistenz mehrerer unabh�ngiger, landesweiter Mobilfunknetze - verbundene Gefahr der Beeintr�chtigung sch�tzenswerter Landschaften und Ortsbilder macht eine Regelung, namentlich zum Schutz von Inventarobjekten, erforderlich. Diese Regelung enth�lt Art. 6 NHG, auf welche die Mobilfunkkonzessionen verweisen.
4.4 Letztlich kann die Frage jedoch dahingestellt bleiben, wenn die geplante Antenne die Schutzziele des Inventars nicht beeintr�chtigt. Diese Auffassung vertritt das BUWAL - nach R�cksprache mit dem Bundesamt f�r Kultur - in seiner Vernehmlassung.
Die kantonalen Beh�rden gingen davon aus, die geplante Mobilfunkanlage liege ausserhalb der im Inventar bezeichneten Gebiete. Dagegen machen die Beschwerdef�hrer geltend, die Antenne werde aufgrund ihrer H�he sowohl das Ortsbild aus der Umgebungsrichtung I als auch aus der Umgebungsrichtung III her beeintr�chtigen; die im Inventar festgelegten Umgebungsrichtungen seien - im Gegensatz zu den Umgebungszonen - vom Gebiet her nicht klar begrenzt, sondern beschrieben lediglich eine Richtung vom Ortsbild weg oder auf das Ortsbild zu.
Gem�ss Inventar geh�rt das ganze alte Dorf zum gesch�tzten Gebiet (G); der unverbaute �stliche Randbereich ist als Umgebungszone (U Zo II) ausgeschieden. Die s�dliche und westliche flache Umgebung z�hlt zur Umgebungsrichtung I (U-Ri I); sie wird als unerl�sslicher Teil des Ortsbilds qualifiziert und soll in ihrer Beschaffenheit als Kulturland oder Freifl�che erhalten werden. Das �stlich an die Umgebungszone II angrenzende Gebiet (U-Ri III) wird als "Neubaugebiet, z.T. Kulturland, H�fe" beschrieben und als "empfindlicher Teil des Ortsbildes" eingestuft; zu erhalten sind die Eigenschaften, die f�r die angrenzenden Ortsbildteile wesentlich sind.
Es ist unstreitig, dass der Antennenstandort ausserhalb des gesch�tzten Gebiets und der Umgebungszone liegt. Fraglich ist, ob es von den Umgebungsrichtungen erfasst wird.
Nach den Erl�uterungen zum ISOS ist die Umgebungsrichtung ein Bereich von ein- oder mehrseitig unbegrenzbarer Ausdehnung, der meist f�r den weitr�umigen Bezug zwischen Bebauung und Landschaft von Bedeutung ist. Er wird daher auf der Karte durch eine gestrichelte Linie bzw. einen Pfeil angegeben, wobei die Ausdehnung in Pfeilrichtung nicht begrenzt ist.
Die Umgebungsrichtung I erstreckt sich nordwestlich und s�dwestlich des Dorfkerns und umfasst zus�tzlich die Bauten n�rdlich der Dorfstrasse. Die Pfeile in �stlicher und n�rdlicher Richtung zeigen die in diese Richtung unbegrenzte Ausdehnung der Umgebungsrichtung an. Das Gebiet s�dlich der Dorfstrasse, wo die Antenne errichtet werden soll, befindet sich jedoch ausserhalb dieser Richtung.
Die Umgebungsrichtung III umfasst das Gebiet s�dlich des Dorfkerns, im Anschluss an die Umgebungszone II; miterfasst ist ein Streifen entlang der Fulenbacherstrasse, der jedoch eine Bautiefe �stlich der Strasse endet. Die unbegrenzte Ausdehnung dieser Umgebungsrichtung (III) erfolgt in s�dlicher und nicht in �stlicher Richtung.
Damit liegt die Bauparzelle in der Tat weder in der Umgebungsrichtung I noch III. Der Bau der Antenne gef�hrdet daher nicht die im Inventar f�r diese Umgebungsrichtungen enthaltenen Schutzziele: Weder wird die Freihaltung der s�dlichen und westlichen flachen Umgebung Neuendorfs gef�hrdet, noch werden die f�r das Ortsbild wesentlichen Eigenschaften des s�dlichen Neubaugebiets ver�ndert. Zwar mag der Blick aus gewissen Teilen der Umgebungsrichtung I auf den alten Dorfkern durch die dahinterliegende, �ber die D�cher herausragende Antenne beeintr�chtigt werden; vor dieser Beeintr�chtigung sch�tzt das Inventar jedoch nicht.
4.5 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, das Neuendorfer Zonenreglement enthalte Vorschriften zum Schutz des Ortsbilds, welche die Errichtung der Antenne am vorgesehenen Standort verbieten w�rden. Diese Bestimmungen sind jedoch selbst�ndiges kantonales bzw. kommunales Recht, das vom Bundesgericht nur auf Willk�r hin �berpr�ft werden kann.
Die von den Beschwerdef�hrern zitierten Bestimmungen betreffen die Kernzone sowie bestimmte kommunale Schutzzonen, nicht aber die Gewerbezone. Insofern erscheint die Feststellung des Verwaltungsgerichts, f�r die Gewerbezone seien keine Schutzvorschriften erlassen worden, nicht willk�rlich.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 156 OG). Da die private Beschwerdegegnerin durch ihren Rechtsdienst vertreten wurde, hat sie keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Baukommission der Einwohnergemeinde Neuendorf, dem Bau- und Justizdepartement sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 104
 Art. 3
 BGE 
 Art. 78
e contrario
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6