Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-05-2004-K_23-2003
Timestamp: 2016-10-25 12:03:26+00:00

Document:
K 23/03 (14.05.2004)
1. CSS Kranken-Versicherung AG, R�sslimattstrasse 40, 6002 Luzern,
8. Xundheit �ffentliche Gesundheitskasse Schweiz, Pilatusstrasse 28, 6002 Luzern,
10. �KK Lugnez II, Haus Isis, 7132 Vals,
11. Krankenkasse SLKK, Hotzestrasse 53, 8042 Z�rich,
12. �ffentliche Krankenkasse Surselva, Glennerstrasse 10, Postfach 217, 7130 Ilanz,
14. �ffentliche Krankenkasse Winterthur, Lagerhausstrasse 5, 8402 Winterthur,
15. SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst, R�merstrasse 38, 8401 Winterthur,
16. SANITAS Grundversicherungen AG, Lagerstrasse 107, 8021 Z�rich,
22. Helsana Versicherungen AG, Schadenrecht, Birmensdorferstrasse 94, 8003 Z�rich,
alle handelnd durch sant�suisse Graub�nden, Lukmaniergasse 11a, 7002 Chur, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Vincent Augustin, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,
Dr. med. S.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Daubitz, M�hlenplatz 11, 6000 Luzern 5
Schiedsgericht Graub�nden, Kranken- und Unfallversicherung, Chur
Dr. med. S.________, Spezial�rztin f�r ... FMH (nachfolgend: �rztin), ist in der vom Konkordat der Schweizerischen Krankenversicherer (heute: sant�suisse) f�r das Jahr 1999 herausgegebenen Behandlungsfallstatistik (heute: Rechnungsstellerstatistik der sant�suisse, nachfolgend: KSK-Statistik) der Spezialarztgruppe 02 (Chirurgie ohne R�ntgen) zugeordnet. Die KSK-Statistik weist f�r sie bei den Arztkosten 1999 209 Indexpunkte aus.
Gest�tzt auf die Daten der KSK-Statistik 1999 gelangte der Kantonalverband B�ndnerischer Krankenkassen (heute: sant�suisse Graub�nden, nachfolgend: Krankenversicherer) am 9. Januar 2001 an die Blaue Kommission des B�ndner �rztevereins und beantragte sinngem�ss f�r das Jahr 1999 die R�ckerstattung eines Betrages von Fr. 92'017.65. Die Blaue Kommission trat mit Entscheid vom 26. M�rz 2001 auf die Eingabe im Wesentlichen mit der Begr�ndung nicht ein, die Wirtschaftlichkeit der Behandlung k�nne wegen fehlender Vergleichbarkeit der in der Statistik erfassten �rzte nicht beurteilt werden. Dagegen erhoben die Krankenversicherer am 9. April 2001 Beschwerde bei der Parit�tischen Vertrauenskommission des Kantonalverbandes B�ndnerischer Krankenkassen und des B�ndner �rztevereines und erneuerten das gestellte R�ckforderungsbegehren. Die Parit�tische Kommission wies die Beschwerde mit Entscheid vom 29. August 2001 ab und stellte mit Schreiben vom 25. September 2001 das Scheitern des Schlichtungsversuches fest.
Am 31. Oktober 2001 reichten die Krankenversicherer beim Schiedsgericht Graub�nden, Kranken- und Unfallversicherung (nachfolgend: Schiedsgericht), in Vertretung der im Rubrum des vorliegenden Urteils aufgef�hrten Krankenversicherer �berarztungsklage ein und stellten gegen die �rztin ein R�ckforderungsbegehren �ber Fr. 92'017.65 wegen unwirtschaftlicher Behandlung im Jahre 1999.
Mit Entscheid vom 18. November 2002 wies das Schiedsgericht die Klage ab. Es �berband den Krankenversicherern die Verfahrenskosten von total Fr. 5'304.- und verpflichtete sie, der �rztin eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.- zu bezahlen.
Die Krankenversicherer lassen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben und das Rechtsbegehren stellen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei die �rztin zu verpflichten, f�r 1999 den Betrag von Fr. 92'017.65, eventuell nach richterlichem Ermessen, anzuerkennen und zur�ckzuerstatten. Eventualiter sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolge.
Das Schiedsgericht tr�gt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an, soweit darauf einzutreten ist. Die �rztin schliesst auf kostenf�llige Abweisung des Rechtsmittels in solidarischer Haftbarkeit der Krankenversicherer vor beiden Instanzen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Kranken- und Unfallversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit), verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht pr�ft auf Verwaltungsgerichtsbeschwerde hin die formellen Prozessvoraussetzungen, insbesondere die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf ein Rechtsmittel (Beschwerde oder Klage) eingetreten ist, von Amtes wegen. Hat die Vorinstanz das Fehlen einer Eintretensvoraussetzung �bersehen und ist sie deshalb zu Unrecht auf das Rechtsmittel eingetreten, hebt das Eidgen�ssische Versicherungsgericht den Entscheid auf, verbunden mit der Feststellung, dass auf das Rechtsmittel mangels Prozessvoraussetzung nicht eingetreten werden kann (BGE 122 V 322 Erw. 1; SVR 1998 ALV Nr. 12 S. 37 Erw. 2).
1.1 Soweit vor Schiedsgericht als Kl�ger Krankenversicherer aufgetreten sind, die nach Art. 12 und 13 des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (KVG) anerkannte Krankenkassen mit Sitz in der Schweiz sind und eine Bewilligung zur Durchf�hrung der sozialen Krankenversicherung nach KVG besitzen, ist die Vorinstanz zu Recht auf die Klage eingetreten, denn es beurteilt nach Art. 13 Abs. 1 der kantonalen Verordnung vom 26. November 1996 �ber das Verfahren in Sozialversicherungsstreitsachen (VVS/GR) [542.300] Streitigkeiten zwischen Versicherern und Leistungserbringern gem�ss Art. 89 KVG.
1.2 Im Rahmen der vorinstanzlichen �berarztungsklage trat als Kl�gerin auch die Liechtensteinische Krankenkasse mit Sitz in Schaan auf. Die mittlerweile mit der Freiwilligen Krankenkasse Balzers fusionierte Kasse f�hrt auch Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Bei diesen Versicherern handelt es sich nicht um eine gem�ss Art. 12 und 13 KVG anerkannte Krankenkasse mit Sitz in der Schweiz im Besitz einer Bewilligung zur Durchf�hrung der sozialen Krankenversicherung nach dem schweizerischen KVG (Verzeichnis der zugelassenen Krankenversicherer, www.bag.admin.ch). Dementsprechend kann eine solche Kasse auch keine Personen versichern, die dem schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium unterstellt sind (Art. 4, 3 und 11 KVG). Ihre krankenversicherungsrechtlichen R�ckforderungsanspr�che gegen�ber schweizerischen Leistungserbringenden gr�nden rein auf liechtensteinischem Recht (so dem Gesetz vom 24. November 1971 �ber die Krankenversicherung), denn es bestehen keine staatsvertraglichen Abmachungen zwischen der Schweiz und Liechtenstein, die ein Abweichen von der klaren Zust�ndigkeitsordnung auf bundesgesetzlicher Ebene zulassen. Ein von einer liechtensteinischen Krankenkasse gegen�ber einem schweizerischen Leistungserbringer gestellter R�ckforderungsanspruch kann nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht geltend gemacht werden, da es sich nicht um eine Streitigkeit handelt, die ins Gebiet der schweizerischen Sozialversicherung f�llt (vgl. Art. 128 OG). Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Liechtensteinischen Krankenkasse resp. ihrer Rechtsnachfolgerin ist nicht einzutreten.
1.3 Nach Art. 13 Abs. 1 VVS/GR ist das kantonale Schiedsgericht ebenfalls nur f�r Streitigkeiten schweizerischer Krankenversicherer mit den zur T�tigkeit zu Lasten der schweizerischen sozialen Krankenversicherung zugelassenen inl�ndischen Leistungserbringern zust�ndig, weil es sich nur hier um Streitigkeiten zwischen Versicherern und Leistungserbringern gem�ss Art. 89 KVG handelt. Die Frage, ob die Vorinstanz zu Unrecht auf die Klage der Liechtensteinischen Krankenkasse eingetreten ist, ist jedoch vorerst offen zu lassen, denn das Schiedsgericht wird nach R�ckweisung der Beschwerdesache zur materiellen Neubeurteilung der Klage der schweizerischen Krankenversicherer (vgl. Erw. 8.5) noch in formeller Hinsicht �berpr�fen, ob allenfalls eine zivilrechtliche Zust�ndigkeit (ohne Beschwerdem�glichkeit an das Eidgen�ssische Versicherungsgericht) f�r die Klage der Liechtensteinischen Krankenkasse gegeben ist. Diese hat einen R�ckforderungsanspruch gegen�ber der Beschwerdef�hrerin allenfalls auf Grund vertraglicher direkt oder �ber Verb�nde getroffener Abmachung in der Schweiz zivilrechtlich einzufordern. Das Schiedsgericht wird seine Zust�ndigkeit in entsprechender Hinsicht pr�fen und gegebenenfalls gest�tzt darauf auf die Klage der Liechtensteinischen Krankenkasse (bzw. ihrer Rechtsnachfolgerin) eintreten.
Im Rubrum des vorinstanzlichen Entscheides werden als Kl�ger die "CSS und Mitbeteiligte" genannt, was nicht bundesrechtskonform ist. Richtigerweise m�ssen im Rubrum des Urteils alle Krankenversicherer aufgef�hrt werden, wie dies in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin erfolgt ist (Urteil L. vom 24. April 2003 [K 9/00] Erw. 3.2, in RKUV 2000 Nr. KV 128 S. 230 nicht publizierte Erw. 1a des Urteils S. vom 25. Mai 2000 [K 129/99]). Im Sinne zul�ssiger Berichtigung werden daher die in der Klageschrift aufgef�hrten Krankenversicherer, oder, soweit sie zwischenzeitlich mit anderen Versicherern fusioniert haben, ihre Rechtsnachfolger im Rubrum dieses Urteils genannt (so auch Urteil M. vom 26. Juni 2003 [K 127/01]).
4.1 In materiell- und verfahrensrechtlicher Hinsicht sind die Vorschriften des KVG, insbesondere Art. 56 und 89 KVG, anwendbar (vgl. BGE 122 V 89 Erw. 3; RKUV 1998 Nr. KV 37 S. 316 Erw. 3b; SVR 2001 KV Nr. 19 S. 51 Erw. 2). Nicht zur Anwendung gelangt vorliegend das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 127 V 467 Erw. 1).
4.2 Nach Art. 89 Abs. 5 KVG regelt der Kanton das Verfahren vor dem Schiedsgericht, welches einfach und rasch zu sein hat. Das Schiedsgericht stellt unter Mitwirkung der Parteien die f�r den Entscheid erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Beweise und ist in der Beweisw�rdigung frei. Die Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG; BGE 119 V 211 Erw. 3b mit Hinweisen) erstreckt sich auf s�mtliche f�r den Entscheid wesentlichen Tatsachen und umfasst auch die Pflicht der Partei zur Edition von Urkunden, welche sich in ihren H�nden befinden (Rhinow/Koller/Kiss, �ffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, S. 218 Rz. 1126). Sie gilt insbesondere f�r Tatsachen, welche die Beh�rde ohne die Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht mit vern�nftigem Aufwand erheben k�nnte (BGE 124 II 365 Erw. 2b mit Hinweis). In dem als Klageverfahren ausgestalteten Verfahren vor dem kantonalen Schiedsgericht gem�ss Art. 89 KVG kommt der Mitwirkungspflicht eine weitgehende Bedeutung zu, weil die Parteien am ehesten in der Lage sind, zur Feststellung des massgebenden Sachverhalts beizutragen (Kieser, Formelle Fragen der pauschalen R�ckforderung, in Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 134 f.).
4.3 Nach Art. 22 VVS/GR sind auf das Verfahren vor dem Schiedsgericht die Bestimmungen der Art. 3 bis 8 sowie von Art. 10 Abs. 1 und 2 dieser Verordnung anwendbar. Art. 7 [Beweiserg�nzung] schreibt vor, dass das Versicherungsgericht von Amtes wegen alle f�r den Entscheid erheblichen Tatsachen festzustellen und die notwendigen Beweise zu erheben hat, soweit die Ausf�hrungen und Beweisantr�ge der Parteien nicht ausreichen (Abs. 1). Die Parteien sind zur Mitwirkung verpflichtet (Abs. 2). Art. 8 [Beweisw�rdigung] bestimmt, dass das Versicherungsgericht die Beweise nach freiem Ermessen w�rdigt.
Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung �ber die Methoden zum Nachweis der �berarztung grunds�tzlich zutreffend wiedergegeben. Nicht richtig ist, dass der Tatbestand der �berarztung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Auch bei der Wirtschaftlichkeitskontrolle nach Art. 23 KUVG/56 KVG ist nicht der volle Beweis im zivil- oder strafprozessualen Sinn verlangt, sondern lediglich der Beweis nach Massgabe des sozialversicherungsrechtlichen Beweisgrades der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (Urteil S. vom 29. Oktober 1993 [K 101/92] Erw. 5a mit Verweis auf BGE 119 V 9).
Die Beschwerdef�hrer erneuern den Vorwurf einer Verletzung des Wirtschaftlichkeitsgebots von Art. 56 KVG nicht mehr auf der Grundlage einer Anwendung der statistischen Methode, sondern sie r�gen die Abweisung der R�ckforderungsklage nur noch soweit, als die Vorinstanz dies mit der analytischen Methode begr�ndet, nachdem der Durchschnittskostenvergleich kein Ergebnis zeitigte. Materiellrechtlich ist daher zu pr�fen, ob das Schiedsgericht die Klage auch unter dem Blickwinkel der Anwendung der analytischen Methode zu Recht abgewiesen hat. Namentlich stellt sich die Frage, ob es dieses Beweismittel in bundesrechtswidriger oder tats�chlich qualifiziert unrichtiger Weise (Art. 105 Abs. 2 OG) zur Anwendung gebracht hat.
Die Beschwerdegegnerin macht vorab geltend, die R�ckforderungen aus falscher Abrechnung seien schon l�ngst verwirkt, weil die relative einj�hrige Verwirkungsfrist zu laufen begonnen habe, sobald die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit habe erkennen k�nnen, dass die Voraussetzungen der R�ckerstattung gegeben seien. Die von der R�ckforderung betroffenen Rechnungen stammten aus dem Jahr 1999 und seien gr�sstenteils in jenem Jahr von den Versicherern erfasst und bezahlt worden.
7.1 Der Einwand sticht nicht. Nach Art. 56 KVG muss sich der Leistungserbringer in seinen Leistungen auf das Mass beschr�nken, das im Interesse des Versicherten liegt und f�r den Behandlungszweck erforderlich ist (Abs. 1); f�r Leistungen, die �ber dieses Mass hinausgehen, kann die Verg�tung verweigert werden und eine nach diesem Gesetz dem Leistungserbringer zu Unrecht bezahlte Verg�tung kann zur�ckgefordert werden (Abs. 2). Nach RKUV 2002 Nr. KV 230 S. 471 Erw. 2.2.2 (mit Hinweis auf BGE 126 V 23 Erw. 4a) wird die R�ckerstattungsordnung des KVG weiterhin durch den sinngem�ss anwendbaren Art. 47 AHVG erg�nzt, und auch eine unwirtschaftliche Behandlung nach Art. 56 Abs. 2 KVG kann somit Rechtsgrund bilden, um bereits erfolgte Zahlungen (in concreto von der versicherten Person) zur�ckzufordern. Daran �ndert nichts, dass der Versicherer gegen�ber dem Leistungserbringer einen eigenen R�ckerstattungsanspruch hat, dies unabh�ngig von der Person des Schuldners der Verg�tung der Leistung (vgl. BGE 127 V 283 f. Erw. 4).
7.2 Wie unter der Geltung des KUVG, das keine Vorschrift �ber die R�ckerstattung nicht geschuldeter Leistungen enthielt, rechtfertigt es sich, unter der Herrschaft des KVG bez�glich der Rechtzeitigkeit der Geltendmachung der R�ckforderung weiterhin Art. 47 Abs. 2 AHVG sinngem�ss anzuwenden (BGE 126 V 23 Erw. 4a; 119 V 433 Erw. 3a). Danach verj�hrt der R�ckforderungsanspruch nach Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherer vom Anspruch Kenntnis erhalten haben, sp�testens aber mit Ablauf von f�nf Jahren, seitdem ihnen die einzelne Rechnung eingereicht worden ist (BGE 103 V 153 Erw. 4, RSKV 1982 Nr. 505 S. 204, SVR 2001 KV Nr. 19 S. 52 Erw. 3). Dabei handelt es sich entgegen dem Wortlaut ("verj�hrt") um eine Vorschrift mit Verwirkungsfolge (vgl. BGE 119 V 433 Erw. 3a mit Hinweisen). Die Frist zur Geltendmachung des R�ckforderungsanspruchs kann somit weder unterbrochen werden noch stillstehen (vgl. BGE 111 V 136 Erw. 3b mit Hinweisen). Umgekehrt wird mit der fristgerechten und formg�ltigen Erhebung des Begehrens um R�ckerstattung von Leistungen wegen unwirtschaftlicher Behandlung die Verwirkung ein f�r allemal ausgeschlossen (Urteil Z. vom 30. Juli 2001, K 50/00, mit Hinweis auf AHI 1998 S. 297 Erw. 5). Der Eintritt wird indessen lediglich im Umfang des geltend gemachten R�ckforderungsbetrages gehemmt (SVR 2001 KV Nr. 19 S. 52 Erw. 3 in fine; AHI 1998 S. 297 Erw. 5). Nach der Rechtsprechung wird der Eintritt der Verwirkung gehemmt, wenn innerhalb eines Jahres nach Kenntnis der Behandlungsfall-Statistik des Konkordates der Schweizerischen Krankenversicherer (heute: Rechnungsstellerstatistik der sant�suisse) als Grundlage der behaupteten �berarztung (BGE 103 V 154 Erw. 4) das R�ckforderungsbegehren bei einer vertraglichen Schlichtungsinstanz oder gesetzlichen Vermittlungsbeh�rde - unter altem Recht zwingend in Art. 25 Abs. 4 KUVG vorgesehen (SVR 1999 KV Nr. 7 S. 14 Erw. 1b) - oder direkt beim Schiedsgericht eingereicht wird (Urteil Z. vom 30. Juli 2002, K 50/00; vgl. auch BGE 118 II 487 Erw. 3; RKUV 2003 Nr. KV 250 S. 216 Erw. 2.1 und 2.2.1; ferner RKUV 2003 Nr. KV 236 S. 17 Erw. 4.1).
7.3 Vorliegend datiert die KSK-Statistik, Kanton Graub�nden, f�r 1999, auf welche das Schiedsgericht bei der Wirtschaftlichkeitspr�fung nach der statistischen Methode Bezug genommen hat, vom 25. Juli 2000, jene f�r den Kanton Z�rich vom 20. September 2001. Mit Einreichung des R�ckforderungsbegehrens am 9. Januar 2001 bei der Blauen Kommission sowie der gegen deren Entscheid am 9. April 2001 bei der Parit�tischen Vertrauenskommission erhobenen Beschwerde ist die Verwirkungsfrist grunds�tzlich gewahrt.
8.1 Der Vorinstanz ist darin zu folgen, dass die Praxis der Beschwerdegegnerin mit der Gruppe der im selben Kanton praktizierenden Chirurgen (ohne R�ntgen) der Spezialarztgruppe 02 aus mannigfachen Gr�nden nicht vergleichbar ist.
8.2 Wegen der Unzul�ssigkeit eines solchen Durchschnittskostenvergleichs hat die Vorinstanz - noch immer auf der statistischen Beweisebene - zu den durchschnittlichen Behandlungskosten der Spezial�rzte f�r ... des Kantons Z�rich gegriffen, worauf die Krankenversicherer selber Bezug genommen haben. Zwar hat die Vorinstanz erkannt, dass dieser Vergleichskanton eine andere Tarifstruktur aufweist. Darum hat sie die Vergleichbarkeit der Tarife offen gelassen. Allerdings hat sie dazu doch die Feststellung getroffen, dass die Durchschnittskosten der Praxis der Beschwerdegegnerin (Fr. 488.16) unter jenen im Kanton Z�rich (Fr. 586.81) liegen. Sie hat daraus den Schluss gezogen, da die Durchschnittskosten der Beschwerdegegnerin unter jenen ihrer Kollegen im Kanton Z�rich l�gen, sei eine �berarztung auf Grund dieser statistischen Methode sogar widerlegt. Dem ist nicht beizupflichten, denn die Feststellung der Vorinstanz ist h�chstens ein Indiz gegen die Stichhaltigkeit des Vorwurfs der unwirtschaftlichen Behandlung. Die Durchschnittskosten von �rzten der gleichen Fachrichtung, die in andern Kantonen als der belangte Arzt praktizieren, sind nur dann relevant, wenn die Umst�nde, welche die Kosten beeinflussen, hinreichend �hnlich sind und nicht nur ein Vergleichskanton herangezogen wird, sondern alle hinreichend �hnlichen Kantone. Fehlt es an gesicherten Grundlagen f�r einen solchen interkantonalen Vergleich, ist die Wirtschaftlichkeit der T�tigkeit einer im Kanton einzig praktizierenden Person der Fachrichtung auf Grund der analytischen Methode zu pr�fen (SVR 2001 KV Nr. 19 S. 51, Urteil N. vom 16. Februar 2000 [K 144/97] Erw. 5).
8.3 Wenn ein Durchschnittskostenvergleich scheitert, z.B. weil sich keine ad�quate Vergleichsgruppe bilden l�sst, kann die analytische Pr�fmethode zum Zuge kommen (Eugster, Wirtschaftlichkeitskontrolle ambulanter �rztlicher Leistungen mit statistischen Methoden, Bern 2003, Nr. 183 S. 78). Eine an sich auch zul�ssige nachtr�gliche Einzelfallpr�fung zur Verst�rkung eines statistischen Ergebnisses f�llt vorliegend ausser Betracht, weil es an einem solchen Resultat fehlt.
8.4 Das Schiedsgericht hat von einer Einzelfallpr�fung Abstand genommen, weil konkrete Hinweise in bestimmten Einzelf�llen auf eine �berarztung "zur G�nze" fehlten und die Krankenversicherer gehalten gewesen w�ren, zumindest Indizien f�r diesen Vorhalt zu liefern. Entgegen der Vorinstanz haben dies die Versicherer getan und auch die entsprechenden Beweisantr�ge gestellt. Soweit als m�glich wurden die Vorw�rfe konkretisiert, wenn auch nicht nach Patientennamen, sondern nach Diagnose-Fallgruppen. Es wurde die Edition der Krankengeschichten und die Befragung von Arztgehilfinnen als Zeuginnen beantragt. Auch liegen rechtsgen�gliche Verdachtsmomente f�r eine �berarztung auf dem Tisch. Der Standpunkt der Versicherer ist hinreichend substanziiert und mangels Krankengeschichten kann von ihnen prozessual nicht mehr verlangt werden.
8.5 Die Vorinstanz war nach dem Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, gest�tzt darauf den Sachverhalt n�her abzukl�ren. Dieser ist im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG unvollst�ndig erhoben. Der Einwand der Beschwerdegegnerin, es w�rde sich dabei nicht um die Wirtschaftlichkeits-, sondern um die Rechnungskontrolle handeln, geht fehl. Gegenstand der Wirtschaftlichkeitskontrolle bzw. der �berarztung ist das medizinisch und kostenm�ssig Erforderliche (Eugster, a.a.O., Nr. 127 f. S. 56 f.). Die Sache ist daher zur Sachverhaltsfeststellung, insbesondere zur Anordnung eines analytischen Gutachtens, und zu neuem Entscheid an das Schiedsgericht zur�ckzuweisen.
Verfahren gegen den Leistungserbringer um R�ckforderungen wegen Unwirtschaftlichkeit der Behandlungsweise sind kostenpflichtig (BGE 119 V 455 Erw. 6). Dem Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung Art. 135 OG). Den anwaltlich vertretenen Krankenversicherern steht gest�tzt auf Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG im �berarztungsprozess praxisgem�ss eine Parteientsch�digung zu (SVR 1995 KV Nr. 40 S. 125 ff. Erw. 5b).
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der �brigen Beschwerdef�hrer wird der Entscheid vom 18. November 2002 aufgehoben und die Sache an das Schiedsgericht Graub�nden, Kranken- und Unfallversicherung, zur�ckgewiesen, damit es nach Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen �ber das Eintreten auf die Klage der Liechtensteinischen Krankenkasse und die R�ckerstattungspflicht der Beschwerdegegnerin wegen unwirtschaftlicher Behandlung im Jahre 1999 neu entscheide.
Den Beschwerdef�hrern wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'500.- r�ckerstattet.
Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdef�hrern (ausgenommen die Liechtensteinische Krankenkasse) eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Schiedsgericht Graub�nden, Kranken- und Unfallversicherung, und dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) zugestellt.

References: Art. 12
 Art. 13
 Art. 89
 Art. 12
 Art. 128
 Art. 13
 Art. 89
 Art. 56
 BGE 
 Art. 89
 BGE 
 Art. 89
 Art. 22
 Art. 3
 Art. 10
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 23
 BGE 
 Art. 56
 Art. 56
 BGE 
 Art. 47
 Art. 56
 BGE 
 Art. 47
 BGE 
 BGE 
in fine
 Art. 25
 BGE 
 Art. 105
 Art. 135
 Art. 159
 Art. 135