Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/78839_20/?SprungMarke=ja_1
Timestamp: 2020-08-11 10:56:02+00:00

Document:
UmwStG § 20 i.d.F. 19.06.2020
(6) [3] 1Als steuerlicher Übertragungsstichtag (Einbringungszeitpunkt) darf in den Fällen der Sacheinlage durch Verschmelzung im Sinne des § 2 des Umwandlungsgesetzes der Stichtag angesehen werden, für den die Schlussbilanz jedes der übertragenden Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 2 des Umwandlungsgesetzes aufgestellt ist; dieser Stichtag darf höchstens acht Monate [4] vor der Anmeldung der Verschmelzung zur Eintragung in das Handelsregister liegen. 2Entsprechendes gilt, wenn Vermögen im Wege der Sacheinlage durch Aufspaltung, Abspaltung oder Ausgliederung nach § 123 des Umwandlungsgesetzes auf die übernehmende Gesellschaft übergeht. 3In anderen Fällen der Sacheinlage darf die Einbringung auf einen Tag zurückbezogen werden, der höchstens acht Monate [5] vor dem Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrags liegt und höchstens acht Monate vor dem Zeitpunkt liegt, an dem das eingebrachte Betriebsvermögen auf die übernehmende Gesellschaft übergeht. 4§ 2 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.
(8) [6] Ist eine gebietsfremde einbringende oder erworbene Gesellschaft im Sinne von Artikel 3 der Richtlinie 2009/133/EG als steuerlich transparent anzusehen, ist auf Grund Artikel 11 der Richtlinie 2009/133/EG die ausländische Steuer, die nach den Rechtsvorschriften des anderen Mitgliedstaats der Europäischen Union erhoben worden wäre, wenn die einer in einem anderen Mitgliedstaat belegenen Betriebsstätte zuzurechnenden eingebrachten Wirtschaftsgüter zum gemeinen Wert veräußert worden wären, auf die auf den Einbringungsgewinn entfallende Körperschaftsteuer oder Einkommensteuer unter entsprechender Anwendung von § 26 des Körperschaftsteuergesetzes und von den §§ 34c und 50 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes anzurechnen.
(9) [7] Ein Zinsvortrag nach § 4h Absatz 1 Satz 5 des Einkommensteuergesetzes und ein EBITDA-Vortrag nach § 4h Absatz 1 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes des eingebrachten Betriebs gehen nicht auf die übernehmende Gesellschaft über.
1Anm. d. Red.: § 20 Abs. 2 i. d. F. des Gesetzes v. 2.11.2015 (BGBl I S. 1834) mit Wirkung v. 6.11.2015 ; Abs. 6 i. d. F. des Gesetzes v. 19.12.2008 (BGBl I S. 2794) mit Wirkung v. 25.12.2008 ; Abs. 8 i. d. F. des Gesetzes v. 25.7.2014 (BGBl I S. 1266) mit Wirkung v. 31.7.2014 ; Abs. 9 i. d. F. des Gesetzes v. 22.12.2009 (BGBl I S. 3950) mit Wirkung v. 31.12.2009 .
3Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 20 Abs. 6 siehe § 27 Abs. 9 und 15.
4Anm. d. Red.: Zwölf Monate, wenn die Anmeldung zur Eintragung im Jahr 2020 erfolgt; siehe dazu § 27 Abs. 15.
5Anm. d. Red.: Zwölf Monate, wenn der Abschluss des Einbringungsvertrags im Jahr 2020 erfolgt; siehe dazu § 27 Abs. 15.
6Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 20 Abs. 8 siehe § 27 Abs. 13.
7Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 20 Abs. 9 siehe § 27 Abs. 5 und 10.
Nuedling/Schoerck, Übungsklausur aus dem Umwandlungssteuerrecht, SteuerStud S. 49
Nüdling/Schörck, Schriftliche StB-Prüfung 2020: Umwandlungssteuerrecht, SteuerStud 6/2020 S. 407
Hoheisel, BMF klärt Zweifelsfragen zu § 6 Abs. 3 EStG, StuB 4/2020 S. 125
Unterberg, Übungsklausur aus dem Umwandlungssteuerrecht, SteuerStud 1/2020 S. 67
Harle/Gettmann, Fallstricke aufgrund unrichtiger Bilanzansätze bei späteren Umwandlungen, WP Praxis 10/2019 S. 293
Harle/Gettmann, Fallstricke aufgrund unrichtiger Bilanzansätze bei späteren Umwandlungen, BBK 16/2019 S. 797
Hoheisel, Keine Saldierung der Kapitalkonten bei der Einbringung mehrerer Sacheinlagen, StuB 10/2019 S. 390
BFH - I R 39/19, Verfahrensverlauf
BFH - IV B 26/19, Verfahrensverlauf
BFH - I B 42/19, Verfahrensverlauf

References: § 20
 § 2
 § 17
 § 123
 § 26
 § 4
 § 4
 § 20
 § 20
 § 27
 § 27
 § 27
 § 20
 § 27
 § 20
 § 27
 § 6