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Timestamp: 2016-10-25 13:57:52+00:00

Document:
U 56/06 (24.08.2007)
U 56/06 {T 7}
Urteil vom 24. August 2007
R.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andrea Cantieni, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 6. Juli 2005.
R.________, geboren 1974, ist portugiesische Staatsangeh�rige, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Ab 1. Mai 2000 war sie als Reinigungsmitarbeiterin teilzeitlich f�r die Firma I.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunf�llen versichert. Vom 10. Juli bis 25. August 2000 war sie krankheitsbedingt voll arbeitsunf�hig. Am 7. Oktober 2000 sass sie am Steuer ihres BMW 525 TD Touring, als beim Warten auf eine sich �ffnende Parkl�cke auf dem Mitarbeiter-Parkplatz vor dem Spital C.________ kurz vor Arbeitsantritt ein nachfolgender Personenwagen in die linke hintere Ecke ihres gem�ss Unfallmeldung UVG vom 18. Oktober 2000 still stehenden Fahrzeugs fuhr. Laut technischer Unfallanalyse der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik vom 26. M�rz 2004 betrug die kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) am Auto der Versicherten maximal rund 4,5 km/h. 40 Minuten sp�ter versp�rte sie Kopf- und Nackenschmerzen verbunden mit �belkeit. Der am 9. Oktober 2000 aufgesuchte Hausarzt Dr. med. B.________ fand eine eingeschr�nkte Beweglichkeit des Nackens mit starker Verspannung der Nacken- und Schulterg�rtelmuskulatur rechtsbetont bei Druckdolenz rechts von C2 bis C4 und diagnostizierte ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS).
Am 29. Oktober 2000 sass die Versicherte in M.________ auf dem Beifahrersitz ihres BMW. Ihr Ehemann fuhr den Wagen r�ckw�rts aus einem Parkfeld heraus. Ein anderer Autolenker wollte mit seinem Opel Omega im ersten Gang vorw�rts fahrend ebenfalls gerade den Parkplatz verlassen. Es kam zu einer seitlichen Streifkollision, indem die linke hintere Ecke des BMW entlang der linken Fahrzeugseite des Opel Omega schrammte. Dabei verletzte sich R.________ gem�ss Polizeirapport leicht (Nackenschmerzen). Die technische Unfallanalyse der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik vom 24. M�rz 2004 ergab eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) am Auto der Versicherten "von unter 3 km/h (mit Sicherheit unter 5 km/h)". Dr. med. B.________ best�tigte am 29. Juli 2002, dass der zweite Unfall eine vor�bergehende Verschlimmerung der bereits bestehenden Unfallfolgen ausgel�st habe und der Status quo ante am 18. Dezember 2000 wieder erreicht worden sei. Es d�rfe davon ausgegangen werden, dass der zweite Unfall keine richtunggebende Verschlimmerung bewirkt habe.
Die SUVA �bernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Nachdem der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. A.________ die Versicherte am 13. Mai und 4. November 2002 untersucht und diese im Oktober 2002 ihr zweites Kind geboren hatte, folgte nach Beendigung des Mutterschaftsurlaubes Mitte Januar 2003 am 18. Februar 2003 die kreis�rztliche Abschlussuntersuchung. Dr. med. A.________ sch�tzte die unfallbedingte Beeintr�chtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit auf 10% und hielt eine ganzt�gige Arbeit in einer angepassten T�tigkeit f�r zumutbar. Die angestammte Arbeit als Raumpflegerin bezeichnete er als "definitiv nicht mehr zumutbar". Gest�tzt darauf hielt die SUVA mit Schreiben vom 9. Juli 2003 fest, sie werde die Taggeldleistungen am 31. Juli 2003 einstellen. Bei Zumutbarkeit einer ganzt�gigen leidensangepassten T�tigkeit gehe die SUVA von einer vollen Vermittlungsf�higkeit aus, weshalb sich R.________ beim Arbeitsamt des Kantons Graub�nden zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung anmelden sollte. Gleichzeitig veranlasste die SUVA weitere Abkl�rungen. Dr. med. B.________ teilte ihr gem�ss Schreiben vom 12. August 2003 mit, er habe die Versicherte mitunter auch in psychischer Hinsicht betreut. Wenn es phasenweise zu depressiven Momenten gekommen sei, habe er ihr Deroxat verschrieben. Eine fach�rztlich psychiatrische Behandlung sei bisher nicht notwendig gewesen. Mit dem pl�tzlichen unfallbedingten Tod des Vaters von R.________ habe sich ihre psychische Problematik vor kurzem versch�rft. Am 31. M�rz 2004 erkl�rte sich die SUVA bereit, die Psychotherapie bei lic. phil. H.________ einstweilen zu �bernehmen. Mit Blick auf den vom Hausarzt wegen anhaltender Beschwerden am 5. April 2004 veranlassten station�ren Aufenthalt in der Klinik X.________ lehnte die SUVA eine Kostengutsprache ab und berief sich gegen�ber der zust�ndigen obligatorischen Krankenpflegeversicherung auf deren Vorleistungspflicht. Am 9. August 2004 verlangte die SUVA beim behandelnden Psychotherapeuten einen ausf�hrlichen Bericht ein, den dieser am 6. September 2004 erstattete. Mit Verf�gung vom 5. Oktober 2004, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 17. Februar 2005, stellte die SUVA per 31. Juli 2003 r�ckwirkend s�mtliche Versicherungsleistungen ein und hielt fest, dass die zwischenzeitlich ergangenen psychotherapeutischen Aufwendungen im Sinne von Abkl�rungskosten entgegenkommend �bernommen w�rden.
Die gegen die Leistungseinstellung erhobene Beschwerde der R.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 6. Juli 2005 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst R.________ beantragen, die SUVA sei unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheids zu verpflichten, ihr ab 1. August 2003 weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu gew�hren; eventuell sei die Sache zur Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen an die SUVA zur�ckzuweisen. Zudem wies die Beschwerdef�hrerin darauf hin, dass sie sich mit Blick auf die im Februar 2006 vorgesehene medizinische Begutachtung im Auftrag der Invalidenversicherung "die Produktion weiterer Beweismittel vorbehalte".
W�hrend Vorinstanz und SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Die SUVA l�sst mit Eingabe vom 9. August 1996 eine Kopie des polydisziplin�ren Gutachtens der Medizinischen Abk�rungsstelle der Zentralschweiz vom 11. Mai 2006 (nachfolgend: MEDAS-Gutachten) einreichen. Hiegegen beantragt R.________, das MEDAS-Gutachten sowie der Bericht vom 13. M�rz 2006 zum rheumatologischen Konsilium des Dr. med. M.________ seien aus dem Recht zu weisen.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 6. Juli 2005 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Nach der Rechtsprechung k�nnen nach Ablauf der Rechtsmittelfrist - ausser im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels - keine neuen Akten mehr eingebracht werden. Vorbehalten bleiben Aktenst�cke, die neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG darstellen und als solche eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen k�nnten (BGE 127 V 353; SVR 2005 KV Nr. 27 S. 96 E. 1, K 166/03). Die von der Beschwerdegegnerin nachtr�glich eingereichten Unterlagen sind unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel im Sinne von Art. 137 lit. b OG unerheblich und haben daher bei der Beurteilung des vorliegenden Falles ausser Acht zu bleiben.
Die Beschwerdegegnerin hat im Einspracheentscheid vom 17. Februar 2005 die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337, 118 V 286 E. 1b S. 289, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die im Einspracheentscheid enthaltenen Erw�gungen zur zus�tzlich erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461, mit Hinweisen), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) und Folgen eines Unfalles nach Schleudertrauma der HWS (BGE 117 V 359 ff.) bzw. einer diesem �quivalenten Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2, U 183/93) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle im Besonderen. Darauf wird verwiesen.
Nach Lage der medizinischen Akten besteht kein Zweifel, dass die Beschwerdef�hrerin anl�sslich des Auffahrunfalles vom 7. Oktober 2000 eine HWS-Distorsion erlitten hat. Zudem ist - entgegen der SUVA - hinreichend dokumentiert, dass in der Folge eine Reihe der zum typischen Beschwerdebild eines solchen Schleudertraumas der HWS geh�renden Symptome (vgl. BGE 119 V 335 E. 1 S. 338) aufgetreten ist, die in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Demgegen�ber ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) erstellt, dass die seitliche Streifkollision vom 29. Oktober 2000 nur zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes f�hrte und die gesundheitlichen Folgen des zweiten Unfalles nach Angaben des behandelnden Hausarztes Dr. med. B.________ vom 29. Juli 2002 bereits am 18. Dezember 2000 wieder auf den Status quo ante abgeheilt waren. Das zweite Ereignis kann daher im Folgenden unber�cksichtigt bleiben (Urteil U 41/06 vom 2. Februar 2007, E. 8.1 mit Hinweis).
Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob die Versicherte �ber den mit angefochtenem Entscheid best�tigten Fallabschluss zum 31. Juli 2003 hinaus an einem Gesundheitsschaden leidet, welcher in nat�rlichem und ad�quatem Kausalzusammenhang mit der Auffahrkollision vom 7. Oktober 2000 steht.
6.1 Mit Vorinstanz und Beschwerdef�hrerin ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges hier nach BGE 117 V 359 zu pr�fen. Denn obgleich die Unf�lle vom 7. und 29. Oktober 2000 auf Grund der aktenm�ssig ausf�hrlich dokumentierten Unfallverl�ufe - bei einer auch hier massgeblichen Gesamtbetrachtung - klarerweise auf das Vorliegen leichter Unfallereignisse schliessen lassen (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 206/06 vom 17. Juli 2006, E. 2.1; vgl. auch RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 E. 4.2 mit Hinweisen [U 193/01]), haben diese unmittelbare Folgen gezeitigt, die sich nicht offensichtlich als unfallunabh�ngig erweisen, weshalb die Ad�quanzkriterien heranzuziehen sind, die f�r Unf�lle im mittleren Bereich gelten (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4.2 [U 193/01], 1998 Nr. U 297 S. 244 Erw. 3b mit Hinweis [U 16/97]). Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ist demnach zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit) in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 117 V 359 S. 367 f.).
6.2.1 Der Unfall vom 7. Oktober 2000 - derjenige vom 29. Oktober 2000 hatte nur zu einer vor�bergehenden, zum 18. Dezember 2000 bereits wieder auf den Vorzustand abgeheilten Verschlimmerung gef�hrt (E. 4 i.f. hievor) - ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumst�nden noch ist er als besonders eindr�cklich zu bezeichnen.
6.2.2 Was sodann das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen anbelangt, vermag die Diagnose eines Schleudertraumas dieses f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde (wie etwa eine ung�nstige K�rperhaltung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 245 E. 3c, U 16/97), welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 348/03 vom 7. Juli 2004, E. 4.2 mit Hinweis). Entgegen sp�ter davon abweichenden Behauptungen (vgl. z.B. die Anamnese gem�ss Bericht der Klinik X.________ vom 8. Juli 2004) ist gest�tzt auf die Unfallmeldung UVG vom 18. Oktober 2000, die Schadenmeldung vom 20. Oktober 2000 an die Basler Versicherungen sowie die Beschreibung des Unfallherganges der Versicherten vom 7. November 2000 nach der Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 ff. E. 3.3.4 [U 236/03], je mit Hinweisen) davon auszugehen, dass die Versicherte bei der Auffahrkollision vom 7. Oktober 2000 in ihrem still stehenden Wagen am Steuer mit Blickrichtung nach vorne sass, auf einen frei werdenden Parkplatz wartete und von dem von rechts hinten herannahenden Fahrzeug sowie von der folgenden Kollision am Heck ihres Fahrzeuges �berrascht wurde. Die Polizei wurde nicht an den Unfallort beigezogen und ein Unfallprotokoll nicht erstellt. Die ersten medizinischen Berichte nach dem Unfall enthalten keinerlei Hinweise darauf, dass die Beschwerdef�hrerin bereits unmittelbar nach dem Ereignis irgend eine Beeintr�chtigung ihrer Gesundheit wahrgenommen h�tte. Erst nach Arbeitsbeginn im Spital C.________ - etwa 40 Minuten nach dem Unfall vom 7. Oktober 2000 (06.50 Uhr) - traten Kopf- und Nackenschmerzen verbunden mit �belkeit auf. Eine befreundete Krankenschwester riet der Versicherten daraufhin, "sich auf dem Notfall des Spitals vorzustellen" (Bericht der Klinik X.________ vom 8. Juli 2004, S. 2), wo r�ntgenologisch oss�re L�sionen ausgeschlossen werden konnten. Der behandelnde Hausarzt bef�rwortete mit Bericht vom 18. Januar 2001 die Wiederaufnahme der Erwerbst�tigkeit als Raumpflegerin bei voller Arbeitsf�higkeit ab 15. Januar 2001 und prognostizierte den Heilbehandlungsabschluss auf Ende Januar 2001. Am 6. M�rz 2001 berichtete er �ber einen wechselhaften Verlauf der Beschwerden mit insgesamt aber doch subjektiver und objektiver Besserung. Nebst ambulanter Physiotherapie erfolgten noch ein bis zwei Arztbesuche pro Monat. Der Hausarzt ging nunmehr von einem Heilbehandlungsabschluss etwa Ende April 2001 aus. W�hrend der Neurologe Dr. med. W.________ anl�sslich der spezial�rztlichen Untersuchung vom 21. M�rz 2002 ausschliesslich normale Befunde erhob und keinerlei Anzeichen eines organischen Leidens fand, wies der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. A.________ am 4. November 2002 auf eine recht gute Beweglichkeit der HWS hin, erw�hnte eine klopfdolente untere HWS und obere BWS sowie palpable Myogelosen am oberen Trapeziusrand mit Ausstrahlungen in beide Schulterbereiche, verneinte jedoch periphere Sensibilit�tsst�rungen. Diese Beschwerden, wof�r auch Dr. med. A.________ kein organisches Substrat im Sinne einer strukturellen Ver�nderungen zu finden vermochte, hielten belastungsabh�ngig bis zur kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. Februar 2003 an. Zudem berichtete der Kreisarzt-Stellvertreter am 4. November 2002, dass es zwischenzeitlich mit der eingetretenen Schwangerschaft (die Geburt des zweiten Kindes erfolgte im Oktober 2002) "zu einer deutlichen Linderung der HWS-Beschwerden" gekommen sei. Der Unfall vom 7. Oktober 2000 hatte somit keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Daran �ndert nichts, dass Dr. med. A.________ anl�sslich der Abschlussuntersuchung vom 18. Februar 2003 die Einbusse der gesundheitlichen Unversehrtheit unter Ber�cksichtigung der persistierenden Beschwerden im Bereich der HWS und des Schulterg�rtels auf 10% sch�tzte. Denn die hier zu beantwortende Frage nach der f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers unter anderem vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zwischen Gesundheitsst�rung und Unfall ist eine Rechtsfrage, welche nicht von den medizinischen Experten, sondern von der Verwaltung und im Beschwerdefall vom Gericht zu entscheiden ist (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33, in BGE 115 V 413 nicht publizierte E. 11 sowie Urteile des Bundesgerichts U 339/05 vom 27. M�rz 2007, E. 5.2, und des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 400/99 vom 8. Februar 2001, E. 3b).
6.2.3 Bez�glich der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung ist eine Behandlungsbed�rftigkeit w�hrend zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen mit �hnlichem Beschwerdebild noch als in einem �blichen Rahmen liegend zu betrachten (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 462/04 vom 13. Februar 2006, E. 2.4.3 mit Hinweisen). Die Behandlung beschr�nkte sich ab 2003 auf etwa einen Besuch beim Hausarzt pro Monat. Zudem wurde im Januar 2003 die ambulante Physiotherapie wieder aufgenommen. Bis zum strittigen Fallabschluss per Ende Juli 2003 waren keine station�ren Aufenthalte zu Behandlungs- und/oder Rehabilitationszwecken erforderlich. Am 12. August 2003 berichtete Dr. med. B.________, er habe die Beschwerdef�hrerin im Laufe der Zeit w�hrend Phasen mit verst�rkter Schmerzsymptomatik und teilweise "depressiven Momenten" auch psychopharmakologisch behandelt. Der unfallbedingte Tod ihres Vaters habe zu einer Versch�rfung der psychischen Problematik gef�hrt. Die SUVA �bernahm ab dem ersten Unfall vom 7. Oktober 2000 bis zur verf�gten Einstellung s�mtlicher Versicherungsleistungen zum 31. Juli 2003 die Heilbehandlung, obwohl bereits im Zeitpunkt der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. Februar 2003 von den damals fortgesetzt durchgef�hrten therapeutischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) mehr zu erwarten gewesen war. Zudem erkl�rte sich die SUVA bereit, die nach dem 31. Juli 2003 vom Hausarzt eingeleitete Psychotherapie bis zum Zeitpunkt des Verf�gungserlasses vom 5. Oktober 2004 zu �bernehmen. Unter diesen Umst�nden ist das Kriterium der ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung nicht als erf�llt zu betrachten.
6.2.4 Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, ist nichts bekannt.
6.2.5 Der Unfall vom 7. Oktober 2000 hatte keine Dauerbeschwerden zur Folge. Zum einen berichtete der behandelnde Hausarzt bereits am 18. Januar 2001, dass eine langsame Besserung der Beweglichkeit des Kopfes sowie des Verspannungszustandes der Nacken- und Schulterg�rtelmuskulatur feststellbar sei. Die muskul�ren Verspannungen h�tten sich jedoch noch nicht vollst�ndig gel�st. Am 6. M�rz 2001 wies Dr. med. B.________ auf einen wechselhaften Verlauf der Entwicklung des Gesundheitszustandes hin, insgesamt sei aber doch eine subjektive und objektive Besserung erreicht worden. Dr. med. A.________ fand am 13. Mai 2002 eine allseits recht gut bewegliche HWS bei subjektiv persistierenden belastungsabh�ngigen Beschwerden, welche sich w�hrend der Schwangerschaft (bei der ersten kreis�rztlichen Untersuchung im Mai 2002 war die Versicherte im vierten Monat schwanger) leicht verringert hatten. Nach Angaben des Hausarztes ging es der Beschwerdef�hrerin mitunter wochenweise recht ordentlich, wobei sowohl gute Phasen wie auch Zeitabschnitte mit subjektiv st�rkerer Schmerzsymptomatik zu verzeichnen waren. Unter den gegebenen Umst�nden kann nicht von anhaltenden Dauerbeschwerden gesprochen werden.
6.2.6 Hingegen muss von einem schwierigen Heilungsverlauf ohne nachhaltige Besserung des Beschwerdebildes ausgegangen werden. Trotz verschiedener Therapien konnte keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht werden. Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs kann - wenngleich auch nicht in besonderer Weise - als erf�llt angenommen werden.
6.2.7 Gem�ss Arztzeugnis UVG des Dr. med. B.________ vom 17. November 2000 war die Versicherte ab 9. Oktober 2000 voll arbeitsunf�hig. Zwei Arbeitsversuche in der angestammten T�tigkeit bei einer Arbeitsf�higkeit von 50% scheiterten im Januar 2001. Ab 1. Juni 2002 war die Beschwerdef�hrerin nach Einsch�tzung ihres Hausarztes zu 50% arbeitsf�hig. Somit ist eine namhafte unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit �ber l�ngere Zeit ausgewiesen, weshalb das Kriterium einer hinsichtlich Dauer und Grad erheblichen Arbeitsunf�higkeit als erf�llt zu betrachten ist (vgl. zur Kasuistik RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00).
6.3 Eine Gesamtw�rdigung des Unfallgeschehens und der unfallbezogenen objektiv erfassbaren Umst�nde zeigt, dass weder eines der f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise (vgl. Urteile U 37/06 vom 22. Februar 2007 [E. 7.8], U 41/06 vom 2. Februar 2007 [E. 10.7] und U 372/06 vom 12. Januar 2007 [E. 7.4]) gegeben sind. Die Unfallad�quanz der ab 1. August 2003 geklagten Befindlichkeitsst�rungen ist daher zu verneinen. Der Einspracheentscheid vom 17. Februar 2005 besteht folglich zu Recht, weshalb der diesen best�tigende, hier angefochtene Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden und dem Bundesamt f�r Gesundheit zugestellt.
Luzern, 24. August 2007

References: BGE 
 Art. 137
 Art. 137
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 19