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Timestamp: 2019-04-23 10:44:47+00:00

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Friedhofsordnung für den Friedhof der Evangelisch-Lutherischen St.-Georgen-Kirchgemeinde und der Lutherkirchgemeinde zu Glauchau vom 09.08.2010 - Kirchgemeinde St. Georgen Glauchau
Kirchgemeinde St. Georgen Glauchau
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Friedhofsordnung für den Friedhof der Evangelisch-Lutherischen St.-Georgen-Kirchgemeinde und der Lutherkirchgemeinde zu Glauchau vom 09.08.2010
Die Evangelisch-Lutherischen St.-Georgen-Kirchgemeinde und der Lutherkirchgemeinde zu Glauchau erlassen folgende Friedhofsordnung:
Bestattungen und Benutzungsbestimmungen für Feier- und Leichenhallen
§ 11 Friedhofskapelle
Bestattungsbestimmungen
Allgemeine Grabstättenbestimmungen
§ 21a Vernachlässigung der Grabstätte
Grabmal- und Grabstättengestaltung - Zusätzliche Vorschriften
§ 32 Wahlmöglichkeiten
§ 33 Material, Form und Bearbeitung von Grabmalen
§ 34 Schrift, Inschrift und Symbol
§ 35 Stellung des Grabmals auf der Grabstätte
§ 36 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstätten (Abt. „B“)
§ 37 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstätten (Abt. „Eneu“, „T“ und „Bneu“)
§ 38 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnengemeinschaftsanlagen (Abt. „K“ und „P“) 21
§ 39 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für einheitlich gestaltete Urnenreihengräber (Abt. „Minnen“)
§ 40 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstätten (Abt. „O“)
§ 41 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdwahlgrabstätten (Abt. „F“)
§ 42 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdreihengräber mit einfachster Pflege (Abt. „H“ und „G“)
§ 43 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdwahlgrabstätten (Abt. „H“)
§ 44 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdreihengräber (Abt. „P“)
§ 45 Grabstätte für Tot- und Fehlgeburten
§ 46 Zuwiderhandlungen
§ 47 Haftung
§ 48 Öffentliche Bekanntmachung
Der kirchliche Friedhof ist der Ort, an dem die christliche Gemeinde ihre Verstorbenen würdig bestattet. Auch für Nichtchristen und Angehörige anderer Religionen ist er offen.
Der Friedhof ist für alle, die ihn betreten, ein Ort der Besinnung und des persönlichen Gedenkens an die Toten und an die Begrenztheit des eigenen Lebens. An seiner Gestaltung wird sichtbar, wie der Verstorbenen in Liebe gedacht wird und bei ihrem Gedächtnis der christliche Glaube mit der gemeinsamen christlichen Auferstehungshoffnung lebendig ist. Alle Arbeit auf dem Friedhof erhält so ihren Sinn und ihre Ausrichtung als ein Dienst an den Gemeindegliedern wie auch an Menschen, die nicht der Landeskirche angehören.
Die Gestaltung und Pflege des Friedhofs erfordern besondere Sorgfalt, damit die persönliche Würde der Toten wie der Lebenden gewahrt wird und die Bestattungskultur in der Gesellschaft erhalten bleibt.
(1) Der Friedhof in Glauchau, Lichtensteiner Str. 39, ist gemeinsames Eigentum der Kirchenlehen St. Georgen und Luther zu Glauchau. Der Friedhof ist eine unselbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts.
(2) Die Leitung und Aufsicht liegt beim Kirchenvorstand der St.-Georgen-Gemeinde. Die laufenden Geschäfte werden von einem aus beiden Kirchenvorständen gebildeten Friedhofsausschuss geführt.
(3) Die Verwaltung des Friedhofs richtet sich nach dieser Friedhofsordnung, den sonstigen kirchlichen Bestimmungen und den staatlichen Vorschriften.
(4) Aufsichtsbehörde ist das Evangelisch-Lutherische Regionalkirchenamt Chemnitz.
(5) Im Zusammenhang mit einer Bestattung, der Verleihung, Verlängerung oder Übertragung des Nutzungsrechts an einer Grabstätte, einer Genehmigung zur Errichtung eines Grabmals oder sonstiger baulicher Anlagen, einer Zulassung von Gewerbetreibenden sowie mit der Erhebung von Gebühren und Entgelten werden die dafür erforderlichen personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und genutzt.
(1) Der Friedhof ist bestimmt zur Bestattung der Gemeindeglieder der Evangelisch-Lutherischen St.-Georgen-Kirchgemeinde und der Lutherkirchgemeinde zu Glauchau sowie aller Personen, die bei ihrem Ableben ihren Wohnsitz im Bereich dieser beiden Kirchgemeinden hatten oder ein Recht auf Bestattung in einer bestimmten Grabstätte besaßen.
(2) Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Friedhofsträgers.
(2) Nach der beschränkten Schließung werden Nutzungsrechte nicht mehr verliehen. Eine Verlängerung von Nutzungsrechten erfolgt lediglich zur Anpassung an die Ruhezeit. Bestattungen dürfen nur noch in Grabstätten stattfinden, an denen im Zeitpunkt der beschränkten Schließung noch Nutzungsrechte bestehen, sofern die Grabstätten noch nicht belegt sind oder zu dem genannten Zeitpunkt die Ruhezeiten abgelaufen waren. Eingeschränkt werden kann auch der Kreis der Bestattungsberechtigten.
in den Monaten April bis Oktober von 7.00 Uhr bis Sonnenuntergang,
in den Monaten November bis März von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang.
(4) Der Friedhofsträger kann das Betreten des Friedhofs oder einzelner Friedhofsteile aus besonderem Anlass vorübergehend untersagen.
(5) Auf dem Friedhof ist es nicht gestattet:
die Wege mit Fahrzeugen aller Art oder Sportgeräten – einschließlich Fahrrädern - zu befahren. Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung sind ausgenommen,
Waren aller Art, insbesondere Blumen und Kränze, sowie gewerbliche Dienste anzubieten und dafür zu werben,
an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung an Werktagen störende Arbeiten auszuführen,
Druckerzeugnisse ohne Genehmigung zu verteilen,
Abraum und Abfälle usw. außerhalb der dafür bestimmten Plätze abzulegen,
den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen, Einfriedungen und Hecken zu übersteigen und Rasenflächen, Grabstätten und Grabeinfassungen unberechtigt zu betreten, Blumen und Zweige auf fremden Gräbern und außerhalb der Gräber zu pflücken,
zu lärmen, zu spielen oder sich sportlich zu betätigen,
Hunde ohne Leine laufen zu lassen; Hundekot ist zu beseitigen,
außerhalb von Bestattungen ohne Genehmigung Ansprachen zu halten und Musik darzubieten,
Einweckgläser, Blechdosen und ähnliche Gefäße als Vasen oder Schalen zu verwenden,
Unkrautvernichtungsmittel, chemische Schädlingsbekämpfungs- und Reinigungsmittel anzuwenden.
(6) Gießkannen sind nach Gebrauch an die vorgesehene Stelle im Eingangsbereich zurückzubringen.
(7) Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofes und der Ordnung auf ihm vereinbar sind. Erforderliche Genehmigungen sind rechtzeitig bei der Friedhofsverwaltung einzuholen.
§ 6 Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof
(1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner, Bestatter und sonstige Gewerbetreibende bedürfen zur Ausübung der entsprechenden gewerblichen Tätigkeiten auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch den Friedhofsträger, der den Rahmen der Tätigkeit festlegt. Die Zulassung ist beim Friedhofsträger schriftlich zu beantragen.
(3) Bildhauer, Steinmetze und Gärtner oder ihre fachlichen Vertreter müssen darüber hinaus die Meisterprüfung in ihrem Beruf abgelegt oder eine anderweitig gleichwertige fachliche Qualifikation erworben haben. Bildhauer und Steinmetze müssen entsprechend ihrem Berufsbild in die Handwerksrolle eingetragen sein.
(8) Die Zulassung erfolgt durch schriftlichen Bescheid und kann befristet werden.
(10) Mit Grabmalen und Grabbepflanzungen darf nicht geworben werden. Grabmale dürfen daher nicht mit Firmenanschriften versehen werden. Eingehauene, nicht farbige Firmennamen bis zu einer Schrifthöhe von max. drei Zentimetern sind jedoch an der Seite oder Rückseite in den unteren 15 cm zulässig. Steckschilder zur Grabkennzeichnung für die Grabpflege sind nur als farbliche unbeschriftete Steckschilder zulässig.
(11) Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Mitarbeiter im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof verursachen. Bei Beendigung der Arbeiten ist der Arbeitsplatz wieder in einen ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen über die Dauer der Ausführung des jeweiligen Auftrags hinaus nicht auf dem Friedhof gelagert werden. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofs gereinigt werden. Die beim Aushub von Fundamenten anfallende Erde ist auf dem Friedhof an den dafür von der Friedhofsverwaltung vorgesehenen Ablagestellen zu deponieren.
(12) Die Tätigkeit Gewebetreibender auf dem Friedhof beschränkt sich auf die Dienstzeit der Friedhofsverwaltung Montag bis Freitag 7.00 bis 15.30 Uhr.
(13) Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die bei ihren Arbeiten anfallenden nicht kompostierbaren Abfälle vom Friedhof zu entfernen.
(14) Alle gewerblichen Arbeiten sind mit dem Friedhofsträger abzusprechen.
Für die Benutzung des Friedhofs und seiner Einrichtungen werden Gebühren nach der kirchenaufsichtlich bestätigten Gebührenordnung erhoben.
Bestattungen und Benutzerbestimmungen für Feier- und Leichenhallen
(1) Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung. Den Zeitpunkt legt die Friedhofsverwaltung im Einvernehmen mit den Angehörigen und dem zuständigen Geistlichen fest.
(2) Die Bestattung durch einen anderen Geistlichen bedarf der Zustimmung des zuständigen Geistlichen. Die landeskirchlichen Bestimmungen über die Erteilung eines Abmeldescheines (Dimissoriale) bleiben unberührt.
(5) Bestattungen finden an den Werktagen Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt.
(1) Die Bestattung ist unverzüglich bei dem Friedhofsträger unter Vorlage der Bescheinigung des Standesamtes für die Beurkundung des Todesfalles oder eines Beerdigungserlaubnisscheines der Ordnungsbehörde anzumelden. Soll die Bestattung in einer vorzeitig erworbenen Grabstätte erfolgen, ist das Nutzungsrecht nachzuweisen. Bei Aschenbestattungen ist zusätzlich die Einäscherungsbescheinigung vorzulegen.
(1) Die Friedhofskapelle dient bei der kirchlichen Bestattung als Stätte der christlichen Verkündigung.
(2) Bei der Benutzung der Friedhofskapelle für Verstorbene, die keiner christlichen Kirche angehören, ist der Charakter dieser kirchlichen Verkündigungsstätte zu respektieren. Christliche Symbole dürfen nicht verdeckt, verändert oder entfernt werden.
(3) Während der Trauerfeier bleibt der Sarg geschlossen. Das Aufstellen des Sarges in der Friedhofskapelle kann untersagt werden, wenn der Verstorbene an einer meldepflichtigen Krankheit gelitten hat oder sonstige gesundheitliche Bedenken dagegen stehen.
(4) Die Grunddekoration der Friedhofskapelle besorgt der Friedhofsträger. Zusätzliche Dekorationen sind mit dem Friedhofsträger abzustimmen.
(1) Musik- und Gesangsdarbietungen in der Friedhofskapelle und auf dem Friedhof bedürfen bei der kirchlichen Trauerfeier der Zustimmung des zuständigen Geistlichen, in anderen Fällen der des Friedhofsträgers.
Die Ruhefrist für Leichen und Aschen beträgt 20 Jahre. Bei Fehlgeburten, bei Kindern, die tot geboren oder vor der Vollendung des zweiten Lebensjahres gestorben sind, beträgt sie 10 Jahre.
(2) In vorhandene baulich intakte Grüfte dürfen Urnen beigesetzt werden; Särge nur, sofern keine hygienischen Vorschriften entgegenstehen. Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, für den baulichen Erhalt der Gruftanlage zu sorgen. Im Übrigen gilt § 27 entsprechend.
§ 16 Ausheben der Gräber
(1) Die Gräber werden von dem Friedhofsträger ausgehoben und wieder geschlossen.
(2) Die Erdüberdeckung der einzelnen Gräber beträgt bis zur Erdoberfläche (ohne Grabhügel) von Oberkante Sarg mindestens 0,90 m, von Obergrenze Urne mindestens 0,50 m.
(1) In einem Sarg darf nur eine Leiche bestattet werden. Es ist jedoch zulässig, den Leichnam einer Mutter und ihres neugeborenen Kindes oder die Leichname zweier gleichzeitig verstorbener Geschwister im Alter bis zu einem Jahr in einem Sarg zu bestatten.
(5) Die Öffnung einer Grabstätte ist – abgesehen von der richterlichen Leichenschau – nur mit Genehmigung des Friedhofsträgers und des zuständigen Gesundheitsamtes zulässig. § 17 Abs. 4 gilt entsprechend.
(2) Umbettungen von Leichnahmen und Aschen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Friedhofsträgers. Bei Umbettungen von Leichen ist die vorherige schriftliche Genehmigung des Gesundheitsamtes erforderlich. Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erteilt werden. Umbettungen aus einer Reihengrabstätte in eine andere Reihengrabstätte des gleichen Friedhofs sind nicht zulässig, ausgenommen sind Umbettungen von Amts wegen.
(3) Alle Umbettungen erfolgen nur auf schriftlichen Antrag. Antragsberechtigt ist der Nutzungsberechtigte der jeweiligen Grabstätte. Bei allen Umbettungen muss das Einverständnis des Ehegatten, der Kinder und der Eltern des Verstorbenen durch schriftliche Erklärung nachgewiesen werden.
(4) Umbettungen werden vom Friedhofspersonal/Beauftragten des Friedhofsträgers durchgeführt. Der Zeitpunkt der Umbettung wird vom Friedhofsträger festgesetzt. Umbettungen von Särgen finden grundsätzlich nur in den Monaten Dezember bis März statt. Im Zeitraum von zwei Wochen bis zu sechs Monaten nach dem Tod werden Umbettungen von Särgen nur auf Grund einer richterlichen Anordnung ausgeführt.
(7) Grabmale und Pflanzen können umgesetzt werden, wenn sie den Gestaltungsbestimmungen des neuen Grabfeldes entsprechen.
(4) Trauergebinde und Kränze müssen aus natürlichem, biologisch abbaubarem Material hergestellt sein. Gebinde und Kränze mit Kunststoffen sind nach der Trauerfeier durch die anliefernden Gewerbetreibenden wieder abzuholen. Kunststoffe sind auch als Verpackungsmaterial nicht zulässig.
(3) Auf dem Friedhof werden nur Nutzungsrechte vergeben an:
Reihengrabstätten für Leichen- und für Aschenbestattungen mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften,
Reihengrabstätten für Leichen- und für Aschenbestattung mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften,
Wahlgrabstätten für Leichen- und Aschenbestattungen mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften,
Wahlgrabstätten für Leichen- und Aschenbestattungen mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften.
(4) Die Vergabe von Nutzungsrechten wird abhängig gemacht von der schriftlichen Anerkennung dieser Ordnung, insbesondere der erlassenen Gestaltungsvorschriften (§§ 33-44).
(7) Der Nutzungsberechtigte hat mit Ablauf der Nutzungszeit dem Friedhofsträger die Grabstätte in abgeräumtem Zustand zu übergeben. Wird die Grabstätte nicht binnen drei Monaten nach Ablauf der Nutzungszeit abgeräumt übergeben, so werden die Arbeiten vom Friedhofsträger auf Kosten der bisher nutzungsberechtigten Person durchgeführt. Eine Aufbewahrungspflicht für abgeräumte Pflanzen und bauliche Anlagen besteht für den Friedhofsträger nicht.
§ 21 Herrichtung, Instandhaltung und Pflege der Grabstätte
(1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass der Friedhofszweck erfüllt wird und die Würde des Friedhofs gewahrt bleibt. Die Grabstätten sind gärtnerisch so zu bepflanzen, dass benachbarte Grabstätten, öffentliche Anlagen und Wege nicht beeinträchtigt werden. Die Höhe der Pflanzen darf in ausgewachsenem Zustand 1,5 m und in der Breite die Grabstättengrenzen nicht überschreiten.
(2) Die Grabstätten müssen nach jeder Bestattung bzw. nach Erwerb des Nutzungsrechts unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von sechs Monaten gärtnerisch hergerichtet werden.
(3) Zur gärtnerischen Anlage und Pflege ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet, welcher entweder die Grabstätte selbst anlegen (ausgenommen Grabstätten mit zusätzlicher Gestaltung) und pflegen oder die Friedhofsverwaltung oder einen zugelassenen Friedhofsgärtner damit beauftragen kann. Die Verpflichtung endet mit dem Ablauf des Nutzungsrechtes.
(4) Das Anliefern und Verwenden von Kunststoffen für die Grabgestaltung und als Grabschmuck ist untersagt. Das gilt insbesondere für Grabeinfassungen, Grababdeckungen, Grabmale und Blumen. Die Nutzungsberechtigten sind verpflichtet, die anfallenden Abfälle in die vom Friedhofsträger vorgegebenen und entsprechend gekennzeichneten Abfallbehälter, getrennt nach kompostierbarem und nicht kompostierbarem Material, abzulegen.
(7) Individuelle Einfassungen und das dazu verwendete Material bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung. Einfassungen sind bodenbündig zu verlegen.
(8) Nicht gestattet sind:
Grabstättengestaltungen ohne jegliche gärtnerische Bepflanzung bzw. mit weniger als 2/3 Bepflanzung,
die Verwendung von Unkrautbekämpfungsmitteln, chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie Kochsalz bei der Grabpflege,
aus funktionellen Gründen das Abdecken der Grabstätte mit Platten, Kies, Folien und anderen bodenverdichtenden Materialien (auch teilweise) sowie die Verwendung von gefärbtem Rindenmulch,
das Aufbewahren von Geräten und Gefäßen auf und außerhalb der Grabstätte sowie
das Aufstellen von Sitzgelegenheiten, Rankgerüsten, Pergolen, Gittern und ähnlichen Einrichtungen sowie das Anbringen von Schutzvorrichtungen für das Bedecken der Grabmale und Sitzgelegenheiten.
§ 21 a Vernachlässigung der Grabstätte
(2) Kommt der Nutzungsberechtigte seiner Verpflichtung nicht fristgemäß der Aufforderung bzw. dem Hinweis nach, kann der Friedhofsträger die Grabstätte auf Kosten des Nutzungsberechtigten in Ordnung bringen lassen.
(3) Der Friedhofsträger ist befugt, auf Kosten des Nutzungsberechtigten stark wuchernde oder absterbende Hecken, Bäume und Sträucher zu beschneiden oder zu beseitigen, falls dies zur Erfüllung des Friedhofszwecks erforderlich ist. Absatz 1 gilt entsprechend. Verwelkte Blumen, Kränze usw. sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen.
(4) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Absatz 1 Satz 1 entsprechend. Wird die Aufforderung nicht befolgt oder ist die verantwortliche Person nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, kann der Friedhofsträger den Grabschmuck entfernen. Er ist nicht verpflichtet, Grabschmuck länger als sechs Wochen aufzubewahren.
(2) Grabmale sollen aus Naturstein, Holz, geschmiedetem oder gegossenem Metall sein. Es sind stehende oder liegende Grabmale zulässig, jedoch nur ein stehendes Grabmal je Grab. Ein zusätzliches liegendes Grabmal soll dem stehenden in Material, Farbe, Bearbeitung und Schrift entsprechen. Ausgenommen sind Grabstätten mit zusätzlicher Gestaltung. Hier sind die besonderen Bestimmungen zu beachten.
(3) Das Verhältnis von Höhe zu Breite des Grabmals soll gleich oder größer als 2:1 sein.
(4) Aus Gründen der Standsicherheit von Grabmalen muss die erforderliche Mindeststeinstärke bei Grabmalen
bis 0,80 m Höhe 12 cm,
über 0,80 m bis 1,20 m Höhe 14 cm und
über 1,20 m bis 1,60 m Höhe 16 cm betragen.
(5) Auf Grabstätten, die an der Friedhofsmauer liegen, beträgt der Mindestabstand zwischen Friedhofsmauer und Grabmal 40 cm. Bei Grabmalen über 1,60 m Höhe gibt der Friedhofsträger den erforderlichen Mindestabstand gesondert vor.
der Grabmalentwurf mit Grundriss und Seitenansicht im Maßstab 1:10 mit genauen Angaben über Art und Bearbeitung des Materials, über Abmessungen und Form des Steins sowie über Inhalt, Anordnung und Art der Schrift und des Symbols sowie der Fundamentierung und Verdübelung. Falls es der Friedhofsträger für erforderlich hält, kann er die statische Berechnung der Standfestigkeit verlangen. Er kann ferner verlangen, dass ihm Proben des Materials und der vorgesehenen Bearbeitung vorgelegt werden.
soweit es zum Verständnis erforderlich ist, Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1:1 mit dem unter 2 a. genannten Angaben. In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Modells im Maßstab 1:10 oder das Aufstellen einer Attrappe in natürlicher Größe auf der Grabstätte verlangt werden.
(3) Entspricht die Ausführung des Grabmals nicht dem genehmigten Antrag, wird dem Nutzungsberechtigten eine angemessene Frist zur Abänderung oder Beseitigung des Grabmals gesetzt. Nach Ablauf der Frist wird das Grabmal auf Kosten des Nutzungsberechtigten von der Grabstätte entfernt, gelagert und zur Abholung bereitgestellt.
(4) Die Bildhauer und Steinmetze haben die Grabmale und baulichen Anlagen nach den jeweils geltenden Richtlinien für das Fundamentieren und Versetzen von Grabdenkmälern des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks zu fundamentieren und zu versetzen.
(1) Die Grabmale und sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in ordnungsgemäßem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich dafür ist der jeweilige Nutzungsberechtigte.
(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet, unverzüglich Abhilfe durch zugelassene Bildhauer oder Steinmetzen zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Nutzungsberechtigten notwendige Sicherungsmaßnahmen (z. B. Absperrungen, Umlegung von Grabmalen) treffen. Wird der ordnungsgemäße Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer festgesetzten angemessenen Frist hergestellt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies an Stelle der Nutzungsberechtigten zu veranlassen oder das Grabmal oder Teile davon zu entfernen, zu lagern und zur Abholung bereitzustellen. Die Kosten hat der Nutzungsberechtigte zu tragen. Ist der Nutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, genügen als Aufforderung eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweisschild auf der Grabstätte, das für die Dauer von sechs Wochen aufgestellt wird. Der Nutzungsberechtigte haftet für jeden Schaden, der von einem nicht verkehrssicheren Grabmal ausgehen kann.
(1) Künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabmale, bauliche Anlagen und Grabstätten sowie Grabstätten, die als besondere Eigenart des Friedhofes aus früheren Zeiten zu gelten haben, unterstehen dem Schutz des Friedhofsträgers. Sie erhalten Bestandsgarantie, werden in eine vom Friedhofsträger geführte Denkmalliste aufgenommen und dürfen nur mit Genehmigung des Regionalkirchenamtes neu vergeben, verändert oder an eine andere Stelle verlegt bzw. an einem anderen Ort aufgestellt werden. Bei denkmalgeschützten Grabstätten bedarf dies außerdem der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung.
Leichenbestattung:
Verstorbene bis 2 Jahre:
Größe des Grabhügels: Länge 1,20 m, Breite 0,60 m
Verstorbene über 2 Jahre:
Größe der Grabstätte: Länge 2,10 m, Breite 1,00 m
Größe des Grabhügels: Länge 1,80 m, Breite 0,70 m
Aschenbestattung:
Mindestgröße der Grabstätte: Länge 0,70 m, Breite 0,60 m
(1) Wahlgrabstätten sind Grabstätten für Leichen- oder Aschenbestattungen, an denen auf Antrag im Todesfall ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren, beginnend mit dem Tag der Bestattung vergeben wird und deren Lage im Einvernehmen mit dem Erwerber bestimmt werden kann. In begründeten Fällen kann auch zu Lebzeiten ein Nutzungsrecht vergeben werden.
(2) Die einzelne Wahlgrabstätte für Leichenbestattung ist 2,10 m lang und 1,00 m breit, für Aschenbestattung – je nach Grabfeld – mindestens 0,70 m lang und 0,60 m breit. Maße auf alten Grabfeldern werden hiervon nicht berührt.
(3) Wahlgrabstätten werden als ein- und mehrstellige Wahlgrabstätte vergeben. In einer einstelligen Wahlgrabstätte für Leichenbestattung darf nur eine Leiche bestattet werden. In einer mit einer Leiche belegten Wahlgrabstätte kann zusätzlich eine Asche bestattet werden oder alternativ zwei Aschen, wenn in dieser Grabstelle keine Leiche beigesetzt wird. In einer einstelligen Wahlgrabstätte für Aschenbestattungen können bis zu zwei Aschen bestattet werden.
(4) In einer Wahlgrabstätte werden der Nutzungsberechtigte und seine Angehörigen bestattet. Als Angehörige im Sinne dieser Bestimmungen gelten: Ehepaare, Verwandte auf- und absteigender Linie sowie Geschwister, Geschwisterkinder und
Ehegatten der Vorgenannten. Auf Wunsch des Nutzungsberechtigten können darüber hinaus mit Genehmigung des Friedhofsträgers auch andere Verstorbene bestattet werden. Grundsätzlich entscheidet der Nutzungsberechtigte, wer von den beisetzungsberechtigten Personen bestattet wird.
(8) Es besteht kein Anspruch auf Verleihung oder Wiedererwerb von Nutzungsrechten an einer der Lage nach bestimmten Grabstätte und auf Unveränderlichkeit der Umgebung, wenn dies aus Gründen der Friedhofsgestaltung im Rahmen des Friedhofszwecks nicht möglich ist.
(11) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten Ruhefrist zurückgegeben werden. Eine Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte möglich.
(12) Bei der Vergabe von Wahlgrabstellen an der Friedhofsmauer bleibt die Mauer Eigentum des Friedhofs. Diese Wahlgrabstellen unterliegen den allgemeinen Bestimmungen der Friedhofsordnung. Es darf von der Mauer nichts ohne Genehmigung entfernt werden (Grabplatten, Verzierungen u. ä.). Sollten o. g. Arbeiten mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung vom Inhaber der Wahlstellen durchgeführt werden und tätigt der Grabstelleninhaber somit Investitionen, entsteht daraus dennoch kein Anspruch oder Recht an der Friedhofsmauer.
(1) Der Nutzungsberechtigte kann sein Nutzungsrecht nur einem Berechtigten nach
§ 29 Abs. 4 übertragen. Zur Rechtswirksamkeit der Übertragung sind schriftliche Erklärungen des bisherigen und des neuen Nutzungsberechtigten sowie die schriftliche Genehmigung des Friedhofsträgers erforderlich.
auf den überlebenden Ehegatten bzw. den eingetragenen Lebenspartner, und zwar auch dann, wenn Kinder aus einer früheren Ehe vorhanden sind,
auf die nicht unter a. bis g. fallenden Erben.
Innerhalb der einzelnen Gruppen b. bis d. und f. bis g. wird jeweils der Älteste Nutzungsberechtigter.
(4) Der Übergang des Nutzungsrechtes gemäß Abs. 3 ist dem neuen Nutzungsberechtigten durch schriftlichen Bescheid bekannt zu geben.
(5) Sind keine Angehörigen der Gruppen a) bis h) vorhanden oder zu ermitteln, so kann das Nutzungsrecht mit Genehmigung des Friedhofsträgers auch von einer anderen Person übernommen werden. Eine Einigung der Erben zur Übertragung des Nutzungsrechtes auf eine andere als im § 29 Abs. 4 genannte Person ist mit Genehmigung des Friedhofsträgers möglich.
(6) In den in Abs. 5 genannten Fällen hat der Rechtsnachfolger dem Friedhofsträger den beabsichtigten Übergang des Nutzungsrechtes unverzüglich anzuzeigen. Die Übertragung des Nutzungsrechtes ist dem neuen Nutzungsberechtigten schriftlich zu bescheinigen. Solange das nicht geschehen ist, können Bestattungen nicht verlangt werden.
(2) Vor den In-Kraft-Treten dieser Ordnung entstandene Nutzungsrechte von unbegrenzter oder unbestimmter Dauer sowie zeitlich begrenzte Nutzungsrechte, deren Dauer die in § 29 Abs. 1 der Friedhofsordnung angegebene Nutzungszeit übersteigt, werden auf eine Nutzungszeit nach § 29 Abs. 1 dieser Ordnung, jedoch nicht unter 30 Jahre nach Erwerb, begrenzt. Sie enden jedoch nicht vor Ablauf der Ruhezeit für den zuletzt Bestatteten und nicht vor Ablauf eines Jahres nach In-Kraft-Treten dieser Ordnung.
Grabmal- und Grabstättengestaltung
- Zusätzliche Vorschriften –
(1) Der Nutzungsberechtigte hat die Möglichkeit, zwischen einer Grabstätte in einem Gräberfeld mit allgemeinen oder in einem Gräberfeld mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften zu wählen. Der Friedhofsträger weist spätestens bei Erwerb des Nutzungsrechtes auf die Wahlmöglichkeit hin und gibt dem künftigen Nutzungsberechtigten die entsprechenden Gestaltungsvorschriften zur Kenntnis. Vor Erwerb des Nutzungsrechtes an der Grabstätte hat der Nutzungsberechtigte die erfolgte Belehrung über die Wahlmöglichkeiten und die von ihm getroffene Entscheidung schriftlich zu bestätigen. Wird von der Wahlmöglichkeit kein Gebrauch gemacht, erfolgt die Bestattung in einem Gräberfeld mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften (vgl. insbesondere §§ 20 und 23).
(2) Allgemeine Gestaltungsvorschriften verlangen eine der Würde des Ortes angemessene Gestaltung von Grabmal und Grabstätte. Die Beachtung gegebener Situationen im Gräberfeld und eine Abstimmung im Blick auf benachbarte Grabstätten sind notwendig.
(3) Bei Gräbern mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften sind die besonderen Bestimmungen zu beachten, um ein einheitliches Bild in dem jeweiligen Gräberfeld zu erreichen.
(4) Folgende Grabfelder unterliegen den nachfolgend aufgeführten zusätzlichen Gestaltungsvorschriften zum Grabmal und zur Bepflanzung:
Abt. F: Wahlgrabstätten für Erdbestattungen
Abt. G: Reihengrabstätten für Erdbestattungen (einfachste Pflege)
Abt. H: Wahlgrabstätten für Erdbestattungen
Abt. H: Reihengrabstätten für Erdbestattungen (einfachste Pflege)
Abt. K: Wahlgrabstätten für Erdbestattungen
Abt. P: Reihengrabstätten für Erdbestattungen
Abt. B: Wahlgrabstätten für Urnenbestattungen
Abt. B neu: Wahlgrabstätten für Urnenbestattungen
Abt. E neu: Wahlgrabstätten für Urnenbestattungen
Abt. K: Urnengemeinschaftsgräber
Abt. M innen: Reihengrabstätten für Urnenbestattungen (einfachste Pflege)
Abt. O: Wahlgrabstätten für Urnenbestattungen
Abt. P: Urnengemeinschaftsgräber
Abt. T: Wahlgrabstätten für Urnenbestattungen
(2) Form und Gestaltung des Grabmals müssen materialgerecht, einfach und ausgewogen sein. Die aufstrebende oder lagernde Grundform ist eindeutig erkennbar auszubilden.
(5) Grabmale müssen allseitig gleichwertig und materialgerecht bearbeitet sein. Sie dürfen nicht gespalten, gesprengt oder bossiert sein.
(6) Oberflächenbearbeitungen, die eine Spiegelung erzeugen, sind unzulässig. Politur ist nur als gestalterisches Element für Schriften, Symbole und Ornamente, die ihrerseits nur eine der Größe des Grabmals angemessene Fläche einnehmen dürfen, gestattet.
(8) Bei Grabmalen aus Holz muss die Oberfläche spürbar handwerklich bearbeitet sein. Zur Imprägnierung sind umweltverträgliche Holzschutzmittel zu verwenden, keine Lacke.
(9) Nicht zugelassen sind alle vorstehend nicht aufgeführten Materialien, Zutaten, Gestaltungs- und Bearbeitungsarten, insbesondere Beton, Glas, Kunststoff, Lichtbilder, Bildgravuren, Gips, Porzellan, Blech, Draht, Aluminium etc.
(1) Inschriften und Symbole sollen auf den Toten, das Todesgeschehen und dessen Überwindung Bezug nehmen. Bei Nennung des vollen Namens ist die Reihenfolge Vorname, Familienname erforderlich.
(2) Es sind nur vertieft eingearbeitete Schriften (mindestens 60 Grad) oder plastisch erhabene Schriften sowie Schriften im quadratischen oder rechteckigen Kasten (nicht jedoch in Buchstabenkontur) zulässig. Im Einzelfall ist auch die Verbindung unterschiedlicher Materialien möglich, z. B. Blei-Intarsia, Bronzeauslegung, gegossene Metallschriften (Unikate bzw. limitierte Auflagen) sowie Steinintarsien. Nicht aus dem gleichen Material des Grabmals serienmäßig hergestellte, nicht limitierte Schriften, Ornamente, Symbole, Reliefs und Plastiken sind nicht zulässig.
(1) Grabmale müssen mindestens 15 cm Abstand von der Grabkante haben und in der Grabfläche stehen zwecks Umpflanzung.
(2) Für die Aufstellung des Grabmals eignet sich auf Gräbern für Leichenbestattung in Abhängigkeit von der Grabmalform die gesamte Grabfläche, in der Regel das „Kopfende“. Auf einer quadratischen Grabstätte für Aschebestattung soll die Aufstellung zentral erfolgen.
§ 36 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstätten im Abteil „B“
Bei Grabstätten mit zusätzlicher Gestaltungsvorschrift übernimmt der Friedhofsträger aus gestalt rischen Gründen die gärtnerische Erstanlage der Grabstätte auf Kosten der Nutzungsberechtigten.
(1) Die Außenkanten der Grabstellen werden durch den Friedhofsträger mit einheitlichen, bodenbündigen Platten ausgelegt.
(2) Maße der Grabanlagen
Außenmaß: 1,30 m x 1,30 m
Innenmaß: 1,00 m x 1,00 m
(3) Grabmalgrößenfestlegung (Stelen):
Grundfläche: 0,25 m x 0,25 m bis 0,30 m x 0,30 m Höhe: 0,75 m bis 0,90 m
Die Bepflanzung erfolgt zu 2/3 mit Bodendeckern und 1/3 mit Wechselbepflanzung. Koniferen sind nicht gestattet.
(4) Es gelten die Bestimmungen des § 20 Abs. 8. Zusätzlich sind auf der Grabstätte nicht gestattet:
Das Aufstellen von Pflanzschalen, -kübeln und –kästen auf der Steinumrandung sowie von zusätzlichem Grabschmuck aus nichtverrottbarem Material;
die Verwendung von gefärbter Erde.
Die Grablaternen und Grabschmuck müssen in Ausführung und Gestaltung zweckentsprechend sein und sich der Umgebung anpassen.
§ 37 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstellen im Abteil „E neu“, „T“ und „B neu“
Bei Grabstätten mit zusätzlicher Gestaltungsvorschrift übernimmt der Friedhofsträger aus gestalterischen Gründen die gärtnerische Erstanlage der Grabstätte auf Kosten der Nutzungsberechtigten.
(3) Grabmalgrößenfestlegung und Stellung des Grabmals auf der Grabstätte
max. Raummaß: 0,05 m³
Mindeststärke: 0,18 m
max. Breite: 0,35 m
max. Höhe: 1,30 m
max. Höhe = max. Breite bei liegenden Grabmalen
Pro Stelle darf nur ein Stein gesetzt werden.
(4) Grabmalbearbeitung, Material, Grabmalformen, Stellung des Grabsteines auf der Grabstätte, Schrift, Schrifttechnik, Schriftgröße, Schriftfarbe usw. siehe §§ 33 und 34.
(5) Die Bepflanzung erfolgt zu 2/3 mit Bodendeckern und 1/3 mit Wechselbepflanzung. Koniferen sind untersagt.
(6) Es gelten die Bestimmungen des § 20 Abs. 8. Zusätzlich sind auf der Grabstätte nicht gestattet:
(7) Die Grablaternen und der Grabschmuck müssen in Ausführung und Gestaltung zweckentsprechend sein und sich der Umgebung anpassen.
§ 38 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnengemeinschaftsanlagen im Abteil „K“ und „P“
(1) Das bestehende Urnengemeinschaftsgrab ist für die Bestattung von acht Urnen bestimmt. Es besteht keine Wahlmöglichkeit über den konkreten Bestattungsplatz.
(2) Für die im Urnengemeinschaftsgrab bestatteten Urnen gelten die für Urnenreihengrabstätten gültigen Ruhezeiten. Eine Verlängerung ist nicht möglich.
(3) Die Namen der im Urnengemeinschaftsgrab Bestatteten werden auf dem dafür vom Friedhofsträger vorzusehenden gemeinsamen Grabmal auf der Grabanlage genannt.
(4) Eine individuelle Bepflanzung oder eine andere Kennzeichnung der unmittelbaren Bestattungsstelle ist nicht möglich. Blumenschmuck kann nur auf der vom Friedhofsträger vorgesehenen Ablagefläche bzw. in den eingelassenen Vasen abgelegt werden. Schäden, die durch Nichtbeachten dieser Vorschrift entstehen, gehen zu Lasten des Grabnutzers.
(5) Die Herrichtung und Unterhaltung des Urnengemeinschaftsgrabes obliegt dem Friedhofsträger, Pflanzschalen und Sträuße werden vom Friedhofspersonal nicht mit gegossen, aber bei Bedarf entsorgt.
(6) Aus- oder Umbettungen aus oder in das Urnengemeinschaftsgrab sind nicht gestattet.
(7) Die Gebühren für die Anlage und Pflege der Grabstätten werden als Gesamtgebühr in der Friedhofsgebührenordnung ausgewiesen und werden im voraus fällig.
§ 39 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für einheitlich gestaltete Urnenreihengräber im Abteil „M innen“
(1) Die Grabstätten haben eine Fläche von 1 m² und werden zu 2/3 der Grabfläche mit einem Bodendecker begrünt. In dieses Pflanzband werden die Namensträger verlegt. Als Begrenzung zum Rasenstreifen werden bodenbündige Platten verlegt. Es besteht kein Anspruch auf individuelle Grabstättengestaltung. Pro Grabstelle wird eine Steckvase zur Ablage eines Blumenstraußes bodenbündig in die Erde eingelassen. Weitere Ablagen von Schalen, Gebinden usw. sind nicht möglich.
(2) Als Namensträger werden Grabmale nach den Vorgaben des Friedhofsträgers verwandt. Die Inschriften, bestehend aus Vor- und Familienname, Geburts- und Sterbejahr, werden vertieft in die dafür geeigneten Flächen eingehauen. Individuelle Erweiterungen durch christliche Symbole, Ornamente oder Handwerkszeichen sind bei Zahlung eines Aufpreises möglich. Das Raummaß der Grabmale soll zwischen 0,01 und 0,03 m³ betragen.
(3) Die Herrichtung und Unterhaltung des einheitlich gestalteten Urnenreihengrabes obliegt dem Friedhofsträger, Pflanzschalen und Sträuße werden vom friedhofspersonal nicht mit gegossen, aber bei Bedarf entsorgt.
(4) Die Gebühren für die Anlage und Pflege der Grabstätten werden als Gesamtgebühr in der Friedhofsgebührenordnung ausgewiesen und werden im Voraus fällig.
(5) Umbettungen aus dieser Anlage sind nicht möglich.
(6) Eine Verlängerung über die gesetzlich vorgeschriebene Ruhefrist hinaus ist nicht möglich.
§ 40 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Urnenwahlgrabstellen im Abteil „O“
(1) Die Außenkanten der Grabstätten werden durch den Friedhofsträger mit einheitlichen, bodenbündigen Platten ausgelegt.
(2) Maße der Grabanlagen:
Höhe: 0,75 m bis 0,90 m
Quadratischer Grundriss: Seitenlänge: 0,25 m bis 0,30 m
gleichschenkliges Dreieck als Grundriss: Seitenlänge: 0,25 m bis 0,30 m
kreisförmiger Grundriss: Durchmesser: 0,25 m bis 0,30 m
(4) Die Bepflanzung erfolgt zu 2/3 mit Bodendeckern und 1/3 mit Wechselbepflanzung.
Koniferen sind nicht gestattet.
(5) Es gelten die Bestimmungen des § 20 Abs. 8. Zusätzlich sind auf der Grabstätte nicht gestattet:
Das Aufstellen von Pflanzschalen, -kübeln und –kästen sowie von zusätzlichem Grabschmuck aus nichtverrottbarem Material;
§ 41 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdwahlgräber im Abteil „F“
(1) Randbegrenzung: Die Außenkanten der Grabstellen werden mit einheitlichen bodenbündigen Platten ausgelegt.
Doppelgrab: Einzelgrab:
Außenmaß: Länge 2,10 m, Breite 2,30 m Länge 2,10 m, Breite 1,00 m
Innenmaß: Länge 1,80 m, Breite 2,00 m Länge 1,80 m, Breite 0,70 m
(3) Grabmalgrößenfestlegung
max. Höhe: 1,80 m max. Höhe: 0,90 m – 1,35 m
max. Breite: 0,60 m max. Breite: 0,30 m – 0,45 m
Mindeststärke: s. entsprechend §23
Verhältnis von Höhe zur Breite 3 : 1
max. Länge 1,00 m x Breite 0,50 m Länge 0,50 x Breite 0,40 m
min. Länge 0,90 m x Breite 0,45 m
Verhältnis von Länge zur Breite 2:1
(4) Pro Stelle darf nur ein Stein gesetzt werden.
(5) Grabmalbearbeitung, Material, Grabmalformen, Stellung des Grabsteines auf der Grabstätte, Schrift, Schrifttechnik, Schriftgröße, Schriftfarbe usw. siehe § 33 – 35 der Friedhofsordnung.
das Aufstellen von Pflanzschalen, -kübeln und –kästen sowie von zusätzlichem Grabschmuck aus nichtverrottbarem Material,
(7) Die Grablaternen müssen in Ausführung und Gestaltung zweckentsprechend sein und sich der Umgebung anpassen.
§ 42 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdreihengrabstätten – Gräber mit einfachster Pflege -im Abteil „H“ und „G“
(1) Das Gemeinschaftsgrab für Erdbestattungen ist für die Beisetzungen von vier Leichen bestimmt, für die vom Friedhofsträger ein gemeinsames Grabmal errichtet wird.
(2) Als Namensträger werden Stelen aufgestellt, auf denen der Name sowie das Geburts- und Sterbedatum der jeweils vier Bestatteten angebracht werden. Die Grabmale werden in einheitlicher Anordnung ca. ein Jahr nach der letzten Beisetzung der vier Grablager gestellt.
(3) Die Grabstätten einfachster Pflege werden zu 2/3 der Grabfläche als Rasengräber angelegt (ca. ein Jahr nach der Bestattung). 1/3 der Grabfläche wird mit bodendeckenden Pflanzen begrünt. Ein Anspruch auf individuelle Grabstellennutzung besteht nicht.
(4) Pro Grabstelle wird eine Steckvase zur Ablage eines Blumenstraußes bodenbündig in die Erde eingelassen. Weitere Ablagen von Schalen, Gebinden usw. sind nicht erlaubt.
(5) Pflege der Grabstätten und der Gesamtanlage während der Ruhefrist obliegt dem Friedhofsträger.
(6) Die Gebühren für die Anlage und Pflege der Grabstätten werden als Gesamtgebühr gemäß der Friedhofsgebührenordnung ausgewiesen und werden im Voraus fällig.
(7) Umbettungen aus dieser Anlage sind nicht möglich.
(8) Eine Verlängerung über die gesetzliche Ruhefrist hinaus ist nicht möglich.
§ 43 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdwahlgrabstätten im Abteil „H“
Der Friedhofsträger übernimmt aus gestalterischen Gründen die gärtnerische Erstanlage der Grabstätte auf Kosten der Nutzungsberechtigten.
(1) Als Grabsteine werden Stelen vorgeschrieben, die sockellos gesetzt werden sollen.
(2) Pro Grabstelle darf nur ein Stein gesetzt werden.
(3) Alle Grabsteine werden in eine Richtung gesetzt.
Kernmaße der Grabmale:
Höhe 90 – 100 cm
Breite 60 – 65 cm
Stärke 12 – 14 cm
(4) Die Grabstellen werden als Flachanlage gestaltet.
(5) Die Bepflanzung der Grabfläche soll mit bodendeckenden Pflanzen durchgeführt werden.
(6) Die Begrenzung der einzelnen Grabstellen erfolgt durch das Verlegen von Trittplatten (keine Hecken).
§ 44 Zusätzliche Gestaltungsvorschriften für Erdreihengräber im Abteil „P“
Außenmaß: Länge 2,10 m Breite 1,00 m
Innenmaß: Länge 1,80 m Breite 0,70 m
(3) Grabmalgrößenfestlegung:
Höhe: 0,90 m – 1,35 m
max. Breite: 0,30 m – 0,45 m
Mindeststärke: s. entsprechend § 23
Verhältnis von Höhe zur Breite mind. 2 : 1, besser 3 : 1,
Länge 0,50 x Breite 0,40 m
Neigung höchstens 5 %
Die Platten müssen in die Erde eingefüttert sein und dürfen nicht aufgelegt werden.
(1) Bei Bedarf werden durch den Friedhofsträger Grabstätten für die Beisetzung von Tot- und Fehlgeburten bis zu einem Geburtsgewicht von 500g eingerichtet.
(2) Die Gestaltung und Pflege der Grabstätten für Tot- und Fehlgeburten obliegt dem Friedhofsträger.
(3) Beisetzungen finden auf formlosen Antrag der Eltern statt und werden nur im Beisein eines Beauftragten des Friedhofes vorgenommen.
(4) Gemeinschaftliche Beisetzungen durch ein Klinikum sind auf dessen Antrag möglich, Näheres wird in gesonderter Vereinbarung mit dem Klinikum geregelt.
(1) Wer den Bestimmungen in den §§ 5, 6, 11, 12, 13, 19 Abs. 2 – 4, 21 Abs. 4 – 8, 21a Abs. 3 zuwiderhandelt, kann durch einen Beauftragten des Friedhofsträgers zum Verlassen des Friedhofes veranlasst, gegebenenfalls wegen Hausfriedensbruches oder wegen Verstoßes gegen die geltende Gemeindesatzung angezeigt werden.
(2) Bei Verstößen gegen §§ 21 Abs. 4, 23 Abs. 1, 2, 4 und 5, §§ 33 bis 44 sowie § 35 Abs. 1 wird nach § 24 Abs. 3 verfahren.
(3) Bei Verstößen gegen § 21 Abs. 1, 4 (bezüglich Grabstättengestaltung) und 8 sowie gegen die §§ 36 – 44 (bezüglich Grabstättengestaltung) wird nach § 21a verfahren.
Der Friedhofsträger haftet nicht für Schäden, die durch nicht ordnungsgemäße Benutzung des Friedhofs, seiner Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen, durch Tiere oder durch höhere Gewalt entstehen. Ihm obliegen keine besonderen Obhuts- und Überwachungspflichten.
§ 48 Öffentliche Bekanntmachungen
Diese Friedhofsordnung sowie alle künftigen Änderungen und Nachträge bedürfen zu ihrer Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung im vollen Wortlaut.
Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt gemäß der geltenden kommunalen Bekanntmachungssatzung durch Abdruck im Amtsblatt der Stadt Glauchau. Die jeweils geltende Fassung der Friedhofsordnung und der Friedhofsgebührenordnung liegt zur Einsichtnahme in der Friedhofsverwaltung Glauchau, Lichtensteiner Str. 39 aus.
Diese Friedhofsordnung tritt nach Bestätigung durch das Ev.-Luth. Regionalkirchenamt Chemnitz am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
Mit In-Kraft-Treten dieser Friedhofsordnung tritt die Friedhofsordnung der Evangelisch-Lutherischen St.-Georgen-Kirchgemeinde und der Lutherkirchgemeinde zu Glauchau vom 08.11.1993 außer Kraft.
Quelle: http://georgenkirche-glauchau.de/Friedhofsordnung_f%C3%BCr_den_Friedhof_der_Evangelisch-Lutherischen_St.-Georgen-Kirchgemeinde_und_der_Lutherkirchgemeinde_zu_Glauchau_vom_09.08.2010

References: § 11

§ 21

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 46

§ 47

§ 48

§ 6
 § 27

§ 16
 § 17

§ 21

§ 21

§ 29
 § 29
 § 29
 § 29

§ 36
 § 20

§ 37
 § 20

§ 38

§ 39

§ 40
 § 20

§ 41
 §23
 § 33

§ 42

§ 43

§ 44
 § 23
 § 35
 § 24
 § 21
 § 21

§ 48