Source: https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/3/12/3-221-12.php
Timestamp: 2020-07-02 09:42:25+00:00

Document:
BGH 3 StR 221/12 - 3. Juli 2012 (LG Verden) · hrr-strafrecht.de
BGH 3 StR 221/12 - 3. Juli 2012 (LG Verden) [= HRRS 2012 Nr. 749]
BGH 3 StR 221/12:
HRRS-Nummer: HRRS 2012 Nr. 749
Zitiervorschlag: BGH, 3 StR 221/12, Beschluss v. 03.07.2012, HRRS 2012 Nr. 749
BGH 3 StR 221/12 - Beschluss vom 3. Juli 2012 (LG Verden)
Revision des Nebenklägers (notwendiger Inhalt des Revisionsantrags).
§ 400 Abs. 1 StPO.
Die Revision der Nebenklägerin gegen das Urteil des Landgerichts Verden vom 15. Dezember 2011 wird als unzulässig verworfen.
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die hiergegen gerichtete Revision der Nebenklägerin ist unzulässig.
Nach § 400 Abs. 1 StPO kann der Nebenkläger das Urteil nicht mit dem Ziel anfechten, dass eine andere Rechtsfolge der Tat verhängt wird oder dass der Angeklagte wegen einer Gesetzesverletzung verurteilt wird, die nicht zum Anschluss als Nebenkläger berechtigt. Deshalb bedarf seine Revision eines genauen Antrages oder einer Begründung, die deutlich macht, dass er eine Änderung des Schuldspruchs hinsichtlich eines Nebenklagedelikts verfolgt (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 22. Mai 2000 - 5 StR 129/00, BGHR StPO § 400 Abs. 1 Zulässigkeit 10). Diesen Anforderungen genügt die Revision nicht. Die Nebenklägerin hat ihr Rechtsmittel mit der nicht ausgeführten Formal- und der allgemeinen Sachrüge begründet; einen Revisionsantrag hat sie nicht gestellt. Damit ist nicht erkennbar, dass sie ein mit einer Nebenklägerrevision erreichbares Ziel verfolgt.

References: BGH 

BGH 

BGH 

§ 400
 § 400
 § 400