Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=24.07.2006&Aktenzeichen=VIII%20B%20233/05
Timestamp: 2020-02-22 13:14:38+00:00

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BFH, 24.07.2006 - VIII B 233/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,3784
BFH, 24.07.2006 - VIII B 233/05 (https://dejure.org/2006,3784)
BFH, Entscheidung vom 24.07.2006 - VIII B 233/05 (https://dejure.org/2006,3784)
BFH, Entscheidung vom 24. Juli 2006 - VIII B 233/05 (https://dejure.org/2006,3784)
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Zeitpunkt der Berücksichtigung von Wertminderungen einer Darlehensforderung des Gesellschafters gegen die Personengesellschaft
FG Münster, 08.11.2005 - 6 K 1231/02
b) Mit der Rüge, das FG habe es im Rahmen der nach § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO gebotenen Gesamtwürdigung aller Umstände, vgl. dazu BFH-Beschluss vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05 (BFH/NV 2006, 2110) unterlassen, konkret festzustellen, dass die Zahlung an die F-GmbH zu einer Bereicherung des Anteilseigners geführt habe, wird im Kern ein materiell-rechtlicher Mangel des angefochtenen Urteils behauptet, der indes nicht im Rahmen eines Verfahrens über die Nichtzulassungsbeschwerde überprüfbar ist, vgl. BFH-Beschluss vom 23. Januar 2007 VIII B 211/05 (…BFH/NV 2007, 912, m.w.N.).
Eine ordnungsgemäße Verfahrensrüge verlangt die genaue Angabe der Tatsachen, die den Verfahrensmangel schlüssig ergeben, und des Weiteren, weshalb ausgehend von der insoweit maßgebenden materiell-rechtlichen Auffassung des FG die angefochtene Entscheidung auf dem Verfahrensfehler beruhen kann (BFH-Beschluss vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110).
Es kann dahingestellt bleiben, ob die Einwendungen der Kläger wegen vermeintlicher Verstöße gegen ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--, § 96 Abs. 2 FGO) sowie wegen einer Verletzung der Amtsermittlungspflichten durch das Finanzgericht --FG-- (vgl. § 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) hinreichend substantiiert dargelegt worden sind (allgemein zu den Anforderungen an eine Verfahrensrüge vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110, m.w.N.;… vom 18. April 2006 VIII B 141/05, BFH/NV 2006, 1465).
Einwendungen gegen die tatrichterliche Würdigung des streitigen Sachverhalts oder die rechtliche Würdigung betreffen keinen Verfahrensmangel, sondern die Anwendung materiellen Rechts, die als solche nicht zur Zulassung der Revision führen (…BFH-Beschlüsse vom 28. März 2000 X B 82/99, BFH/NV 2000, 1186; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110; Seer in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 115 FGO Rz 100).
Auch betreffen die von den Klägern vorgebrachten Einwendungen gegen die tatrichterliche Würdigung des streitigen Sachverhalts und die rechtliche Würdigung keinen Verfahrensmangel, sondern die Anwendung materiellen Rechts, die als solche nicht zur Zulassung der Revision führen können (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 28. März 2000 X B 82/99, BFH/NV 2000, 1186; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110).
Es verletzt jedoch seine Pflicht zur vollständigen Berücksichtigung des Streitstoffs, wenn es einen bestimmten Tatsachenvortrag erkennbar unberücksichtigt lässt, obwohl dieser auf der Basis seiner materiell-rechtlichen Auffassung entscheidungserheblich sein kann (…BFH-Beschlüsse vom 21. Dezember 2004 I B 128/04, BFH/NV 2005, 994; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110).
Einwendungen gegen die tatrichterliche Würdigung des streitigen Sachverhalts oder die rechtliche Würdigung betreffen keinen Verfahrensmangel, sondern die Anwendung materiellen Rechts, und führen als solche nicht zur Zulassung der Revision (…BFH-Beschlüsse vom 28. März 2000 X B 82/99, BFH/NV 2000, 1186; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110; vom 28. Mai 2009 VI B 127/08, juris; Seer in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 115 FGO Rz 100).
Außerdem muss dargelegt werden, dass die angefochtene Entscheidung --ausgehend von der insoweit maßgebenden, gegebenenfalls auch unrichtigen materiell-rechtlichen Auffassung des Finanzgerichts (FG)-- auf dem geltend gemachten Verfahrensmangel beruhen kann, sie also ohne den Verfahrensmangel möglicherweise anders ausgefallen wäre (…vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 17. September 2003 XI B 220/02, BFH/NV 2004, 345; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110;… vom 29. November 2007 VIII B 58/07, BFH/NV 2008, 399, ständige Rechtsprechung).
Einwände gegen die durch die jeweiligen Gesamtumstände des Einzelfalles bestimmte konkrete Tatsachen- und Beweiswürdigung durch das FG stellen indes keinen Verfahrensmangel i.S. von § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO dar (BFH-Beschluss vom 25. September 2007 IX B 199/06, juris; vom 24. Juli 2006 VIII B 233/05, BFH/NV 2006, 2110, m.w.N.).
BFH, 15.03.2013 - VII B 77/12
BFH, 31.01.2007 - VIII B 31/06
Wiedereinsetzung in die versäumte Einlegungsfrist wegen Erkrankung; …

References: § 96
 § 96
 § 76
 § 115
 § 115
 § 96