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Ferienjob bei Hartz-IV-empfangenden Alleinerziehern - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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27.07.2007, 12:02 #1
Ferienjob bei Hartz-IV-empfangenden Alleinerziehern
Ich bin 18 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums. Meine Eltern leben geschieden; ich wohne bei meiner Mutter, die Hartz IV empfängt. Da mein Vater selbst auch arbeitslos ist, zahlt er seit ca. 1 Jahr keinen Unterhalt mehr, wofür nun der Staat aufkommen muss.
Meine Frage lautet nun: Lohnt es sich für mich, einen Ferienjob anzunehmen, oder würde mir ein Großteil meines Lohnes vom Arbeitsamt verwehrt werden?
27.07.2007, 12:03 #2
Leider würde auch bei Dir bis zur Freigrenze alles angerechnet werden, leider
27.07.2007, 12:24 #3
Und wie hoch wäre diese Freigrenze bei mir?
Bei meiner Mutter beträgt diese 160 €. Wird das bei mir dann anders geregelt?
27.07.2007, 13:18 #4
Zitat von 3nrico
160 € hört sich nach 1 E Job an...
100 € kannst du im Monat verdienen, ohne daß dir etwas abgenommen wird.
Dabei zählt der Tag des Zuflusses: wenn du also mit dem Arbeitgeber ausmachst, daß du das Geld nicht auf einmal, sondern in den darauf folgenden Monaten in 100€ Raten ausgezahlt bekommst, wärs ne Möglichkeit, da was zu tricksen...
27.07.2007, 14:44 #5
Nein, das hat nichts mit 1-Euro-Jobs zu tun, sondern mit der Be-/Anrechnung des Hinzuverdienstes, die wohl auch für Ferienjobs gilt.
100 Euro Grundfreibetrag - vom Rest bis 800 Euro werden 20% nicht angerechnet.
Bei 400 Euro Verdienst sind das eben genau 160 Euro.
28.12.2009, 16:24 #6
monizuehlke92->Emailproblem
AW: Ferienjob bei Hartz-IV-empfangenden Alleinerziehern
bei ist das ähnlich. Meine eltern empfangen hart 4.
als ich mich dazu entschloss einen job anzunehemen, bnbei dem ich im durchscnitt 115 euro im monat verdient hab, hat das arbeitsamt post geschickt das das nich sein dürfe.
nun wo ich für den urlaub spare und einen ferienjob anfangen möchte geht das schon wieder los... ich meine ich schuffte mich doch nicht 2 wochenlang ab um von meinen verdienten knapp 400 euro grad mal n drittel in der hand zu haben.
Diese scheiß reglung kotz mich so an ey
ich find echt das is nich normal... wir kinder müssen dafür büsen das unsere eltern harz 4 empfangen... damit wird einem doch alles erschwert. Da versagt der deutsche staat mal wieder völlig alta
monizuehlke92
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29.12.2009, 18:40 #7
Ausgehend von einer größeren Stadt könnte ich folgendes empfehlen:
Zum Ersten einen ganz normalen Schülerjob annehmen
dabei Freibetragsgrenze beachten
zum Zweiten für einen gemeinnützigen Verein arbeiten
= Bezahlung als Aufwandspauschale/Übungsleiterpauschale
= zweckbestimmte Einnahme, die nur bedingt angerechnet wird
Näheres hier vom Landessportbund NRW:
Voraussetzungen und Nicht-Anrechnung auf das Arbeitslosengeld II
Ist die Übungsleiter-Aufwandspauschale, die von Sportvereinen gezahlt wird, als Einkommen im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende anzurechnen?
Bei Aufwandsentschädigungen im Rahmen des Übungsleiter-Freibetrages handelt es sich um sog. zweckbestimmte Einnahmen (gem. § 11 (3) Nr. 1 a SGB II). Diese dienen einem anderen Zweck als das Arbeitslosengeld II, weil mit ihnen nur der Aufwand, der bei Übungsleitertätigkeiten üblicherweise entsteht, pauschal abgegolten wird.
Die zweckbestimmten Einnahmen dürfen nur dann als Einkommen berücksichtigt werden, wenn Sozialleistungen daneben ungerechtfertigt wären. Nach den Durchführungsbestimmungen der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahlung des Arbeitslosengeldes II immer dann gerechtfertigt, wenn die zweckbestimmten Einnahmen 175,50 Euro monatlich nicht übersteigen. (= halbe monatliche Regelleistung gem. § 20 (2) SGB II). Daher bleiben Übungsleiter-Aufwandsentschädigungen gem. § 3 Nr. 26 EStG bis zu dieser Höhe immer anrechnungsfrei.
© Dietmar Fischer für VIBSS-ONLINE am 31.07.2008
Bei Menschen mit Regelsatz von 287 Euro wären vermutlich
143,50 Euro anrechnungsfrei von einer Übungsleiterpauschale
(143,50 Euro=50% der Regelleistung eines unter 25Jährigen, der bei den Eltern wohnt)
Wenn man mal kreativ nachforscht gibt es vermutlich einige solche Verdienstmöglichkeiten im Ort oder beim nächsten großen Träger.
(Ansprechpartner z.B.: Seniorentreffpunkt, Schulförderverein, Jugendhilfeverein, Jugendamt, Sportverein; z.B. als Übungsleiter für Kindersportgruppe, Betreuer im Ferienlager bzw. örtlichen Ferienaktivitäten, einer Arbeitsgemeinschaft o.ä.)
29.12.2009, 18:53 #8
Auch bei BG-Mitgliedern mit 287 € Regelleistung müssten es 50 % von z.Zt. 359 € sein (179,50 €), da von "§ 20 Abs. 2 Satz 1" auszugehen ist.
29.12.2009, 21:23 #9
Entschuldigung, Du hast recht.
Alle ALG2 Empfänger erhalten ersteinmal pauschal ohne Prüfung die gleiche Summe zugebilligt.
Es steht in den Durchführungshinweisen der Bundesagentur zum § 11 SGB II:
Ausnahmsweise Berücksichtigung (11.104)
(9) Eine Prüfung, ob zweckbestimmte Einnahmen und
Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege,
die einem anderen Zweck als das Arbeitslosengeld II/Sozialgeld dienen,
als Einkommen zu berücksichtigen sind, weil daneben Leistungen nach
dem SGB II ungerechtfertigt wären (Gerechtfertigkeitsprüfung), ist
entbehrlich, wenn die Einnahmen und Zuwendungen einen Betrag
in Höhe einer halben monatlichen Regelleistung (§ 20 Abs. 2 Satz
1) nicht übersteigen. Dies gilt für jedes Mitglied einer BG separat,
wenn mehrere Mitglieder der BG zweckbestimmte Einnahmen
haben. Die Gerechtfertigkeitsprüfung ist auch anzustellen, wenn
sowohl in § 3 Nr. 26 EStG als auch in § 3 Nr. 26a EStG genannte
Tätigkeiten ausgeübt werden.
SGB II § 20 Abs. 2 Satz 1:
Die monatliche Regelleistung beträgt für Personen, die allein stehend oder allein erziehend sind oder deren Partner minderjährig ist, 345 Euro.
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