Source: http://eckhart.de/predigt.htm
Timestamp: 2020-02-27 08:24:57+00:00

Document:
Übersichten: Sermones de tempore / de sanctis
Alle Predigten mit den altern. Terminen im Jahresablauf
Sermones de tempore - Festteil /festloser Teil
Predigten ohne Zuordnung Begriffe:
Ein Klick auf öffnet und schließt eine Übersicht über alle Predigten
DW 1 1 2 3 4 5a 5b 6 7 8 9 10 11 12 13 13a 14 15 16a 16b 17 18 19 20a 20b 21 22 23 24
DW 2 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36a 36b 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54a 54b 55 56 57 58 59
DW 3 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86
DW 4,1 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105
DW 4,2 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117
Bulle und Votum: 4 5a 6 9 13 14 24
Vgl. Gesamtüberblick
Sermones de tempore Sermones de sanctis
Fest Pr. Fest Pr.
Sonntag in der Oktav von Weihn.
Sonntag in der Oktav von Epi.
Mittwoch nach dem 2. Fastens.
Samstag nach dem 2. Fastens.
Dienstag nach dem 3. Fastens.
Mittwoch nach dem 3. Fastens.
Donnerstag nach dem 3. Fastens.
Freitag nach dem 3. Fastens.
Montag nach dem 4. Fastens.
Dienstag nach dem 4. Fastens.
Donnerstag nach dem 4. Fastens.
Samstag nach dem 4. Fastens.
Donnerstag nach Passionssonntag
24. Sonntag nach Dreifaltigkeit S 87, Q 24
Q 14, S 102
S 90, S 103, S 104
Q 50, Q 49
Q 18, Q 43
S 108, Q 20a, Q 20b
Q 55, Q 56
S 92, Q 36a, Q 36b
Q 69, Q 70
Q 46, Q 54a, Q 54b, S 111
Q 5a, Q 5b, Q 63,
Q 64, Q 65, Q 67, Q 80
Q 42, S 113
Q 84, Q 85 Unschuldige Kinder
Oktav von Peter und Paul
Ohne biblisches Leitzitat
Ohne liturgischen Bezug
Commune unius ..
Kirchweihe Q 13, Q 13a
Q 33, Q 8
Q 31, Q 44
Q 78, Q 38
S 96, Q 53
Q 11, Q 82
Q 6, Q 39
Q 2, Q 60, S 110
Q 9, Q 16b
Q 52, Q 72
Q 32, S 95
Q 16a, Q 48, Q 62, S 115
Q 75, Q 81, S 93
S 97, S 98, Q 17,
S 106, S 107, S 112
Q 57, S 100
Die folgende Liste zeigt den Ort der Predigten im Kirchenjahr, soweit sie einen liturgischen Bezug aufweisen, nach Josef Quint und Joachim Theisen, mit Ergänzungen von Niklaus Largier in der "Bibliothek des Mittelalters" (zu: Q 1 - Q 86 [DW I-III]), sowie nach den Angaben von Georg Steer zu den Predigten S 87 - S 105 [DW 4,1] und S 106 - S 110 [DW 4,2] und der Tabelle von Loris Sturlese in [Sturlese, Corpus, S. 407 f.]. 2014 hat Sturlese 64 von geplanten 119 Predigten in italienischer Übersetzung herausgegeben, wobei die ersten 64 die "Prediche sul tempo" und die noch folgenden 55 die "Prediche sul santi" abdecken sollen. Die Folge der 64 Predigten de tempore unterscheiden sich geringfügig von seiner Liste 2005. Die Abweichungen von der hier vorgenommenen liturgischen Einordnung sind zu den jeweiligen Predigten vermerkt. Da die "Prediche sul santi" noch nicht erschienen sind, sind sie hier (obwohl sie tabellarisch im ersten Band bereits vorliegen) auch noch nicht berücksichtigt (s. 2015).
Das Kirchenjahr unterteilt sich zum einen in die Sermones de tempore (Predigten über das Kirchenjahr), die sich in den Festteil (Advent bis Sonntag nach Pfingsten) und den festlosen Teil (Sonntag Dreifaltigkeit bis 25. Sonntag nach Trinitatis) teilen und von dem Osterdatum her bestimmt werden, und den Sermones de sanctis, den Predigten zu den Festen der Heiligen, die an feststehenden Tagen gefeiert werden.
Manche der vorliegenden Predigten lassen sich mehreren möglichen Terminen zuordnen. Bei den Sermones de tempore folge ich (bis auf Q 38, Q 58 und S 105) Sturlese, die Sermones de sanctis entsprechen hauptsächlich den Zuordnungen Quints, Theisens und Largiers und für die Predigten 87 bis 110 gelten die Angaben Steers. Schließlich bleiben 12 Predigten übrig, für die sich kein Datum ermitteln läßt. Diese verteilen sich auf vier Gruppen.
Beigefügt sind zwei Übersichtstabellen. Die erste listet die Zuordnung der Predigten aufgeteilt auf die Sermones de tempore und de sanctis. Die zweite am Ende der Seite zeigt noch einmal alle Predigten mit allen Alternativterminen im Ablauf des Kirchenjahres nach Datum geordnet, wobei die Predigten zu den Alternativterminen in (runde Klammern) gesetzt sind. [21.4.15]
1. Überschrift: Name und Datum des Termins. Es sind alle, auch die alternativen Termine aufgeführt.
Darunter in Klammern, sofern vorhanden: Verweise auf andere Predigten, die zu diesem Datum gehalten wurden bzw. die Predigt(en), sofern es sich um einen alternativen Termin handelt.
2. Zugeordnete Predigt:
1. Zeile: Nr. der Predigt (1-86: Q für Quint, ab 87: S für Steer). Es folgen die Angaben zur Hauptquelle. Dabei steht 'Pf.' für die Textausgabe von Franz Pfeiffer und 'Par. an.' für die Sammlung des Paradisus anime intelligentis nach der Edition von Philipp Strauch. Die angegebene Nummer ist mit der Wiedergabe der Strauch-Ausgabe von Nils Gülberg im Internet verknüpft. Es folgen Angaben zum Editionsband der Deutschen Werke mit den Seitenzahlen der Edition und Übersetzung. Für die Seitenzahlen bedanke ich mich bei P. Andreas Schönfeld S.J., der insgesamt neun Überblickstabellen zu Meister Eckhart seit 2003 im Internet bereitstellt (s. Links).
Die 2. Zeile listet die Textzeugen.
1. Absatz: Leitzitat, Schrift-/Textwort in Latein oder mittelhochdeutsch.
2. Absatz: Neuhochdeutsche oder mittelhochdeutsche Übersetzung mit Angabe des Schrifttextes.
3. Absatz: Termin (mit Alternativen), wobei die unterstrichenen Termine die hier getroffene Zuweisung kennzeichnen. Die in "()" gesetzten Tagesdaten geben bei den von Ostern abhängigen Terminen den 35-tägigen Zeitraum an, auf den der jeweilige Tag fallen kann, wobei die "[]" für die Schaltjahre gelten sowie für die Wochen, bei denen 4 Eckdaten in Betracht kommen. Im Unterschied zur katholischen Liturgie zählten die Dominikaner nicht die Sonntage nach Pfingsten, sondern nach Dreifaltigkeit (Trinitatis). [Theisen, S. 333, Anm. 1]
4. Absatz: Informationen zum Termin, zur Predigt, zu Verweisen usw.
Rve: Angaben (im wesentlichen) von Quint (vereinzelt auch von Pahncke, Löser und Steer) zu Rückverweisen und
Tsn: Textstellen, wobei Band und Seitenzahlen verkürzt wiedergegeben sind. Die Rückverweise und Textstellen sind wechselseitig miteinander verlinkt.
Zu "[Thema]": Hinweise auf einzelne inhaltliche Textpassagen, die nur in einigen Predigten auftauchen.
[28.8.08]
Sermones de tempore - ab Trinitatis
Predigten ohne Zuordnung
- 1. Sonntag im Advent (27.11. - 3.12.) - (Sermo LII)
S 87 - Par. an. 1 (7,15-9,17); DW 4,1, Ed. 20-28; Ü. 1143f. (DW 4,2)
Ecce, dies veniunt, dicit dominus
Nemet war, die tage koment, sprichet der herre, und ich wil erwecken die gerehten wurzeln Dâvîdes. (Jer. 23,5)
Alt. Termin: 25. Sonntag nach Dreifaltigkeit (8.11. - 11.12.).
"Überschriften: .j. (am rechten Rand O, am linken Rand H2) De aduentu domini O, H2; Die Überschrift Ein predig vom advent Maister Ekcharts von paris in Me2 ist auch auf Predigt 87 zu beziehen;", "Der Schrifttext ist nach dem alten Dominikaner-Missale der Lectio der Messe des 25. Sonntags nach Trinitatis entnommen. Er liegt auch dem Sermo LI .. zugrunde." [S. 20 Anm. 1].
Wenn beide Termine zutreffen sollen, dann geht das nur, wenn der 25. Sonntag nach Dreifaltigkeit mit dem Adventssonntag zusammenfällt. Dafür muss der Ostersonntagstermin zwischen dem 10.4. und dem 16.4. liegen. Demnach kommen (nach 1281, 1286 und 1289) in Frage: 1297 (1.12.), 1300 (27.11.), 1311 (28.11.), 1313 (2.12.), 1316 (28.11.), 1322 (28.11.), 1324 (2.12.) und 1327 (29.11.).
Textparallele 24,39-26,49 mit 2, 616,4-617,5 (Q 58) [S. 16].
[26.6.12]
Q 24 - Pf. 94 (305,6-307,16); DW 1, Ed. 414-423, Ü. 524-526
Nicht in DW: PBB 82, S. 358
Sant Paulus sprichet: 'întuot iu', inniget iu 'Kristum'.
Nehmt in euch hinein, verinnerlicht euch 'Christum'. (Röm. 13,14)
Alt. Termin: 6. Sonntag nach Pfingsten (21.6. - 26.7.).
Überschriften: vff den vj sonntag nach pfingsten (v. and. Hd. rot) (Str3); stat am taller cc xj (auf d. oberen Rand v. and. Hd. f. 223v) (Mai1). [S. 414]
Da es sich bei letzterer Zuweisung eher um eine nachträgliche Empfehlung für Prediger handeln soll, hat Theisen "keinen Zweifel" an seiner Zuordnung auf den 1. Advent (S. 333).
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 12 (Votum 22).
In der Predigt heißt es: "Dar umbe sagete ich ze Paris" (421,1). Auf Paris nimmt Eckhart in seinem gesamten Werk namentlich nur an sieben Stellen Bezug: In der vorliegenden Predigt, in Q 14 und Q 15 (mit gleichlautendem Text), in Q 70 (als Hinweis), in S 100 (im Präsens) und zweimal in der Responsio (Proc. col. I n. 77 und n. 126).
Ts: 420,7 von 3, 150,3 (Q 68) [DW 3, S. 630].
- 2. Sonntag im Advent (4.12. - 10.12.)
Q 68 - Pf. 69 (220,30-223,36); DW 3, Ed. 140-152, Ü. 531-534
Wisset, daß das Reich Gottes euch nahe ist. (Luk. 21,31)
Überschriften: Vff den zweiten Suntag im Aduente (KT).
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 12, S. 86-89
"Der Schrifttext ist nach dem alten Dominikaner-Missale dem Evangelium des zweiten, nach dem modernen dem des ersten Adventssonntags entnommen" [S. 140 Anm. 1].
Rve: 143,4 (ich pflige under zîten ein wort zu sprechenne) auf 1, 156,7 (Q 9); 144,8 (ouch in einer zît) auf 1, 385,15 (Q 22); 150,3 (wol ê) auf 1, 420,7 (Q 24), 2, 13,11 (Q 25), 2, 379,6 (Q 46). Auf Q 22 kann sich der Rv. nicht beziehen, wenn die Datierung Sturleses (s. Allgemein) zutrifft.
Rv: 143,4 (s.o.) auf Me2 f. 298ra [Löser, Nachlese, S. 140. 149], Pr. zu Lk. 21,28 (Edition S 118 - S 128 ?).
Tsn: 142,1 von 3, 110,5 (Q 66) [DW 3, S. 630]; 146,1 von 2, 611,2 (Q 58) [DW 2, S. 800].
Zu "schuole":
"Die Meister werfen bedeutsame Fragen in der Schule darüber auf, wie es für die Seele möglich werde, daß sie Gott erkennen könne" (S. 533, 151,4).
Vgl. Q 9, Q 14, Q 15, Q 16b, Q 22, Q 50 und S 99.
[13.8.17]
- Nikolaus (6.12.) - (Q 10)
- 3. Sonntag im Advent (11.12. - 17.12.)
Q 77 - Pf. 49 (161,34-164,6); DW 3, Ed. 334-344, Ü. 566-568
Sehet, ich sende meinen Engel. (Mal. 3,1)
Alt. Termin: Mariä Lichtmeß (2.2.)
Ts: 334,4 von 4,1, 216,38 (S 96) [DW 4,1, S. 216 Anm. 23].
Zu "göttliche Wahrheit":
"Und so (also) meint dann das Wort 'ich' die Seinsheit göttlicher Wahrheit, denn es (= das 'ich') ist die Bezeugung eines Seienden." [S. 567]
Vgl. Q 10, Q 31, Q 43 (s. Predigt), Q 52 (s. Predigt - mehrfach) und Q 55 sowie im Trostbuch.
Zu "Heinrich und Konrad":
"Der Meister, der ein Menschen-Bild machen will, der macht (es nicht) nach (einem) Konrad oder nach (einem) Heinrich. Machte er aber ein Bild nach (einem) Konrad oder nach (einem) Heinrich, so hätte er es nicht auf den Menschen abgesehen, sondern (er zielte) auf (den) Konrad oder auf (den) Heinrich." [S. 568]
Vgl. zu Konrad Q 38 (s. Predigt), zu Heinrich die Prr. Q 17 und Q 25 und für beide zusammen die Prr. Q 64, Q 65 und Q 67. (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
[2.7.12]
- Quatembermittwoch im Advent (14.12. - 20.12.) - (Q 38, Q 78)
Q 22 - Pf. 88 (284,33-288,32); DW 1, Ed. 375-389, Ü. 517-520
Nicht in DW:
Druck: HT (1 Dr.)
Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir! (Luk. 1,28)
Alt. Termine: Votivmesse zu Ehren Marias im Advent (7.12.), Mariä Verkündigung (25.3.).
Zuweisungen: Meister Eckhart sagt ein beispel an einer predig (Wo3); allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschriften: von der verkündung marie (rot v. and. Hd.) (Str3); stat am taller / blatt cclv (Mai1); Vff vnser lieben Frowen verkündung (BT, f. 255rb [Nr. 139]). [S. 375]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 18, S. 95 (Extrakt)
Die Hss. nennen den 25. März. Theisen datiert sie als Votivmesse auf einen Samstag im Dezember (7./14.) 1325 (S. 122) [Largier, S. 874].
(Siehe: Zur relativen Chronologie der Predigten Q 11, Q 12, Q 13, Q 14, Q 15, Q 22 und Q 51).
Sturlese (s. Allgemein) legt sie in seiner Liste mit Koch auf den ersten Termin.
Die Predigt enthält den Verweis: "gestern" (Ein vrâge was gester in der schuole under grôzen pfaffen - 381,3). Koch sieht hier den einzigen Hinweis auf Eckharts Tätigkeit am studium generale der Dominikaner in Köln [Koch, S. 303]. "Vgl. auch die Stellen Pf. S. 233,29, 234,37 [Q 29] und 261,13 [Q 28], wo Eckhart im Zusammenhang der gleichen Ausführungen über das 'Etwas', wie sie S. 380,6 ff. vorangehen, ebenfalls von den pfaffen spricht" [S. 381 Anm. 2]. Zur 'schuole' s. unten.
Rv: 380,5 (niuwelîche) auf 1, 197,8 (Q 12).
Rv: 387,4 (niuwelîche) auf ? Auf Q 11 kann sich der Rv. nicht zurückbeziehen, wenn die rel. Chronologie stimmt, auf die inhaltliche "genaueste" Entsprechung in Sermo XIII n. 148 nicht, da 'neulich' sich dann auf eine sechs Monate zurückliegende Predigt bezöge, die Reden kommen wohl kaum infrage, die Entsprechungen im Johanneskommentar und im Trostbuch hat Eckhart auch nicht 'gesprochen' und Jostes 41,21 hat bisher keinen Eingang in die kritische Edition gefunden (zu [S. 387 Anm. 1 und 187 Anm. 3]).
Tsn: 382,3 und 385,4 von 1, 217,1 und 214,11 (Q 13); 382,8 und 385,5 von 1, 239,2 und 233,1 (Q 14).
Tsn: (380,5 von 2, 88,4 (Q 29)); 389,7 von 2, 476,12 (Q 51); 380,1 von 2, 599,1 (Q 57) [DW 2, S. 797 ff.]; 385,15 von 3, 144,8 (Q 68) [DW 3, S. 630].
"Gestern ging's in der Schule unter großen Theologen um eine Frage" (S. 518, 381,3) und "In principio', das heißt zu deutsch soviel wie ein Anfang alles Seins, wie ich in der Schule sagte" (S. 520, 389,2).
Vgl. Q 9, Q 14, Q 16b, Q 50, Q 68 und S 99.
[12.8.17]
- 4. Sonntag im Advent (18.12. - 24.12.)
Q 34 - Pf. 27 (101,24-103,5); DW 2, Ed. 160-169, Ü. 666-667
Freut euch im Herrn allzeit und sorget euch nicht weiter; der Herr ist nahe; eure Gedanken mögen in Danksagung oder Flehen bei Gott erkannt werden. (Phil. 4,4)
Zuweisungen: S'[er]mo m[agist]ri Ekhardi (Str1 / W1).
Überschriften: Dominica iiii[-]ta in adventu domini epistula pauli ad philipe (N3); vber / die episteln auf (auf den Au1) vierden Sontag in dem aduent (F1 Au1); Der virte suntag die eple / pauli ind' aduent (M33); D(Initiale)i virde mittewoche in de advent, auf den Rand: Feria IIIIa / paulus (Kö1) [S. 160].
Rv: 168,3 (etwenne) auf 2, 143,5 (Q 32).
Ts: 163,1 von 1, 178,1 (Q 11) [S. 798].
- Weihnachten (25.12.)
Q 76 - Pf. 7 (38,9-42,16); DW 3, Ed. 310-329, Ü. 562-565
Videte qualem caritatem dedit nobis pater, ut filii dei nominemur et simus
Sehet, welche Liebe uns Gott geschenkt hat, daß wir Gottes Kinder geheißen werden und sind. (1 Joh. 3,1)
Überschriften: Dominica secunda post octavam pasce, im Inhaltsverzeichnis f. 260v: CCXVIII Dominica secunda post octavam pasce (v. and. Hd.:) vf den 2. suntag nach der österlichen octaua (G5); Ain gûtt bredig (v. and. Hd., Str3); stat am taller cccxiiij (v. and. Hd. auf d. untern Rand f. 69r, Mai1); Vff den heiligen tag zû Weyhnachten (BT, f. 314ra [Nr. 184]). [S. 310]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 8, S. 70-75
Alt. Termin: 2. Sonntag nach der Osteroktav (12.4.-16.5.).
"Ich habe weder im alten Dominikaner-Missale noch im römischen Missale den der Predigt zugrunde liegenden Schrifttext 1 Joh. 3,1 in einer Epistel- bzw. Lectio-Perikope nachweisen können. G5 verweist die Predigt auf Dominica secunda post octavam pasce, BT Vff den heiligen tag zû Weghnachten; beides trifft für die genannten Missale nicht zu" [S. 310 f. Anm. 1].
Obwohl Eckhart hier nicht das Leitzitat wählt, datiert Theisen es "mit Sicherheit" auf den zweiten Termin und will die Predigt auf die Jahre 1311, 1316 oder 1322 eingrenzen (S. 139).
Sturlese (s. Allgemein) bevorzugt "in nativitate domini", also Weihnachten.
Vergleicht man die recht lange Predigt mit den tatsächlich zum zweiten Termin gehaltenen Predigten Q 69 und Q 70, so zeigen sich deutliche Unterschiede. Im letzten 'Absatz' der Predigt geht es nur um das geborene Kind. Die Predigt endet mit: "Wenn du daher dahin kommst, daß du weder Leid noch Kümmernis um irgend etwas haben kannst und daß dir Leid nicht Leid ist und alle Dinge dir eine lautere Freude sind, dann ist das 'Kind' in Wahrheit geboren. So denn befleißigt euch, daß das 'Kind' nicht nur geboren werde, sondern geboren sei, so wie in Gott der Sohn allzeit geboren ist und allzeit geboren wird. Daß uns dies widerfahre, dazu helfe uns Gott, Amen." [S. 565]. Deshalb würde ich eher Sturleses Einordnung zustimmen.
Ts: 317,1 von 2, 349,6 (Q 44) [DW 2, S. 799] bzw. 2, 347,3 [S. 317 Anm. 1].
- Sonntag in der Oktav von Weihnachten (25.12. - 1.1.) - (Q 49)
S 101 - Pf. 1 (3,1-10,27); DW 4,1, Ed. 334-367; Ü. 1180-1185 (DW 4,2)
Die Handschriften B4, St2 und Tr überliefern S 101, S 102, S 103 und S 104 zusammen mit Q 1, Q 2 und S 105.
Als alle Dinge mitten im Schweigen waren, da kam von oben hernieder, vom königlichen Stuhle, in mich ein verborgenes Wort. (Weish. 18,14)
Bisher (in Übersetzung) bei Quint als Nr. 57 [Quint, S. 415] und in den Lectura Eckhardi erschienen [Steer, LE I, S. 247 ff.]. Übersetzungen von sieben weiteren Autoren (zwischen 1903 und 2014), zuletzt von Döll als Nr. 1, S. 40-46.
Bei den Predigten 101-104 handelt es sich um einen "Predigtzyklus". Nach dem liturgischen Ort gehören sie in den Festkreis von Weihnachten: "Der Predigtzyklus 'Von der ewigen Geburt' ist einzigartig unter Eckharts Predigten und Traktaten. Alle Predigten, die wir von Eckhart kennen, sind individuelle Predigten. Einige unter ihnen lassen sich (...) bei bestimmten Aussagen zueinander in Verbindung setzen; aber es gibt nicht einmal zwei, geschweige denn mehrere, die untereinander so eng verknüpft sind, daß sie als 'literarische Einheit' (...) verstanden werden dürften." [LE 1, S. 265].
Aufgrund etlicher inhaltlicher Übereinstimmungen besonders mit den Reden der Unterweisung und anderer Parallelen zu den Quaestiones Parisienses, den Sermones et lectiones super Ecclesiastici und zum Sapientiakommentar mutmaßt Steer, daß diese vier Predigten im Zeitraum von 1298-1305 entstanden sein könnten. [S. 328]
Auf die beiden Textstellen: "Kein Bild zielt ab noch weist hin auf sich selbst; es zielt und weist (vielmehr) beständig auf das hin, dessen Bild es ist" [Quint, S. 420] und "Kein Bild weist auf sich selbst noch meint sich selbst. Es zielt und weist beständig auf das hin, dessen Bild es ist" [LE 1, S. 255,8-9] könnte sich der Rückverweis von Q 43 (s. Pr. 43) beziehen, den Quint [DW 2, S. 329 Anm. 2] zwei nahezu wortgleichen Stellen in Q 16b zuordnete.
Ts: 330,85 von 4,1, 407,3 (S 102) [S. 407 Anm. 2].
- Beschneidung des Herrn (1.1.)
S 88 - Par. an. 8 (23,1-16); DW 4,1, Ed. 32-35; Ü. 1145 (DW 4,2)
Post dies octo vocatum est nomen eius Iesus
An dem ahten tage wart im der name Jêsus. (Luk. 2,21)
Steer spricht von einer Predigtskizze [DW 4,1, S. 30]. [15.5.08]
- Vigil Epiphanie (5.1.)
S 89 - Par. an. 10 (26,21-27,27); DW 4,1, Ed. 38-42; Ü. 1146 (DW 4,2)
Der engel offenbârte sich Jôseph in dem slâfe und sprach ze im: nim daz kint. (Matth. 2,19/20) [15.5.08]
- Erscheinung des Herrn - Epiphanie (6.1.)
Q 14 - Skutella, ZfdA 67, 102-104; DW 1, Ed. 230-241, Ü. 485-487
Wi1 (S. 606; 1 Hs.)
Surge illuminare iherusalem etc.
Steh auf, Jerusalem, und erhebe dich und werde erleuchtet. (Jes. 60,1)
Zuweisungen: M(Initiale)Ester eggaert seide (Wi1); indirekte Zuweisung durch die "Sprüche" Pf. III 46 und 47 S. 614,2 und 614,21: Meister Eckhart sprach ... (Bezugnahme auf die vorl. Predigt)
Überschrift: vp der heilger dry köyncge dach (Lo1). [S. 230]
1326 in der Liste von Theisen (S. 122).
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an fünf Stellen hierauf verwiesen.
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 21 (vgl. Votum 18).
Rve: 233,1 (as ich sprach zo mergarden) und 239,2 (as ich sprach zu mergarden) auf 1, 385,5 und 382,8 (Q 22); 235,7 (as ich sprach zo sent merueren) auf 1, 213,6 (Q 15).
In der Predigt heißt es: "jch srach zo paris in der schoelen, dat alle dynck sollen volbracht werden an deme rechten oitmoedegen mynschene" (235,4). Auf Paris nimmt Eckhart in seinem gesamten Werk nur an sieben Stellen Bezug: In der vorliegenden Predigt und in Q 15 (mit gleichlautendem Text), in Q 24, in Q 70 (als Hinweis), in S 100 (im Präsens) und zweimal in der Responsio (Proc. col. I n. 77 und n. 126).
Vgl. Q 9, Q 15, Q 16b, Q 22, Q 50, Q 68 und S 99.
[21.6.12]
S 102 - Pf. 2 (10,27-16,12); DW 4,1, Ed. 407-425; Ü. 1186-1189 (DW 4,2)
Ubi est, qui natus est rex Iudaeorum?
Wo ist, der nun geboren ist als König der Juden? (Matth. 2,1 f.)
Bisher (in Übersetzung) bei Quint als Nr. 58 erschienen [Quint, S. 425]. Übersetzungen von fünf weiteren Autoren (zwischen 1903 und 1936). Zuletzt: Döll, 2014, Nr. 2, S. 46-51
Zum Predigtzyklus Von der êwigen geburt s. S 101.
Die Predigt weist zahlreiche terminologische und gedankliche Parallelen zu den Predigten Q 4, Q 6, Q 48 und zur Responsio auf: Proc. Col. I n. 129, Proc. Col. II n. 29 und n. 95 [S. 403]
Rv: 407,3 (als ich mê gesprochen hân) auf 4,1, 330,85 (S 101), 4,1, 565,2 (S 104), 4,2, Z. 118 (S 106 A) sowie 1, 72,8 (Q 4), 1, 80,8 (Q 5a) und 1, 109,2 (Q 6) [S. 407 Anm. 2].
- Sonntag in der Oktav von Epiphanie (7.1. - 13.1.)
S 103 - Pf. 4 (24,2-30,22); DW 4,1, Ed. 474-492; Ü. 1190-1194 (DW 4,2)
Cum factus esset Iesus annorum duodecim
Als unser Herr zwölf Jahre alt geworden war... (Luk. 2,42)
Bisher (in Übersetzung) bei Quint als Nr. 59 erschienen [Quint, S. 432]. Übersetzungen von sieben weiteren Autoren (zwischen 1903 und 2014), zuletzt von Döll als Nr. 4, S. 54-60.
"Als untrügliches Zeichen der Echtheit darf die gleiche Verwendung des Gleichnisses vom Zimmermann wie in Pr. 6 .. gewertet werden" [S. 471]
"Die Predigt ist auf Grund der Überlieferung mit hoher Wahrscheinlichkeit der Erfurter Zeit zuzuordnen, sicher nach den Reden, da sie in ihrer Mitte das Thema der Gottesgeburt behandelt. Mit Stachel* bietet sich die Zeit des Saxonia-Provinzialats an: nach 1303. Ein Hinweis darauf ist die Anrede «Herr», die nur einem herausragenden Amtsträger zukam. Die Zeit nach 1303 ist die Zeit der Paradisus anime intelligentis - Predigten, und es trifft sich gut, daß auch dort das Thema der Gottesgeburt erstmals und in durchaus orthodoxer Weise angeschlagen wird (Strauch, Pred. 1 [s. S 87] und 4 [s. Q 38]). Entstehungsgeschichtlich darf man so Pfeiffer, Pred. 4 mit in Erfurt entstandenen 'Paradisus'-Predigten zusammensehen" [Ruh, Mystik, S. 266 f.].
Ts: 603,439-462 von 4,2, 1113,24 ff. (S 117) [S. 1113, Anm. 102].
Vgl. Büttner II, S. 188 (1921), der ebenfalls auf die beiden Prr. verweist: I (1921), S. 99 und 108.
S 104 (A,B) - Pf. 3 (16,13-24,19); DW 4,1, Ed. 565-610; Ü. 1195-1207 (DW 4,2)
Fragmente: (Hinweise fehlen in DW 4,1; vgl. PiK: 10297 , 10298 und 10299 )
Ez ist nôt, daz ich sî in den dingen, diu mînes vaters sint. (Luk. 2,49)
Übersetzungen: Frankfurter Taulerdruck, 1826, Nr. 14 (nach LT, PDF S. 166); Büttner I, 1903, S. 91-101; Lehmann, 1919, S. 153-163; Willige, 1922, S. 26-40; Roloff, 1934, S. 104-133; Durstewitz, 1936, S. 49-57; Bernhart, 1936, S. 116f. (= Z. 126-209); Döll, 2014, Nr. 24, S. 122-127. [S. 560 ohne FT und Döll]
Ts: 490,143-153 von 4,2, 1113,24 ff. (S 117) [S. 1113, Anm. 102].
Ts: 565,2 von 4,1, 407,3 (S 102) [S. 407 Anm. 2].
Zum "zuofal":
"Dies Wort kommt uns gar eben zu unserer Rede, die wir nun sprechen sollen von der ewigen Geburt, die nun in der Zeit geworden ist und noch täglich geboren wird in der Seele Innigstem und in ihrem Grunde ohne allen Zufall" [Roloff, S. 104].
Vgl. Q 2, Q 3, Q 16b, Q 35.
S 90 (A,B) - Par. an. 15 (37,7-39,7); DW 4,1, Ed. 54-71; Ü. 1147-1151 (DW 4,2)
Sedebat Iesus docens in templo
Kristus saz und lêrte. (Luk. 2,46)
"Der Schrifttext, der sich in diesem Wortlaut nicht in der Vulgata findet, ist dem Evangelium des ersten Sonntags nach Epiphanie (Dominica infra Octavum Epiphanie) entnommen;" [S. 54 Anm. 1].
Ts: 60,64 (B) von 4,1, 216,38 (S 96) [S. 216 Anm. 23].
[15.5.08]
- Septuagesima - 1. Sonntag im Osterfestkreis (18.1. - 21.2.)
S 91 - Par. an. 16 (39,7-42,3); DW 4,1, Ed. 84-98; Ü. 1152-1154 (DW 4,2)
Voca operarios, et redde illis mercedem suam
Ruof den werkliuten und gip in ir lon. (Matth. 20,8)
"In annähernd gleichlautenden Formulierungen ist in den Predigten 79 und 91 von der selbstvergessenen Liebe Gottes die Rede (..) In den Predigten 58 und 60 versichert Eckhart, er habe wiederholt davon gesprochen (..), der Mensch könne niemals Lust und Freude an der Kreatur haben, wenn nicht gotes glîchnisse in ihr wäre. Die Predigt 91 darf als weiterer Beleg dafür angesehen werden, daß Eckhart tatsächlich diesen Gedanken öfter in seinen Predigten ausgeführt hat" [S. 81]
Ts: 88,36-89,38 von 2, 612,10 (Q 58) und 3, 16,2 (Q 60).
- Dienstag nach dem Fastensonntag (10.[11.]2. - 16.3.)
Q 1 - Pf. 6 (33,20-38,8); DW 1, Ed. 4-20, Ü. 429-433 (2 Drr., 16 Hss)
Nachtrag: (1 Hs.; S. 603: Textstücke in Pf. Tr. 3)
Nicht in DW: (2 Drr., 2 Hss.)
Intravit Iesus in templum et coepit eicere vendentes et ementes. Matthaei.
Wir lesen im heiligen Evangelium, daß unser Herr in den Tempel ging und hinauswarf, die da kauften und verkauften. (Matth. 21,12)
Alt. Termin: Palmsonntag (15.3.-18.4.)
Zuweisungen: Meister eckehartz bredigen von der ynnerlichen geburt xpi (St5, f. 38v); ... H. Tauleri vnd Bruder Eckharts (Sudermann, B4, f. 131v); M Eckhart Taulerus (Sudermann, B1, f. 1r); Diz sint meister Eckehardes bredigen (P1, f. 239v); Ein andere predig maister ekcharts eodem (Me1, rote Überschrift). [S. 4]
Überschriften: Vff Zinstag nach Jnuacauit (BT, f. 186ra), Des selbigen Palmsuntages die ander Predigt (KT, f. 80ra), Dominica eadem [palmarum] (ST, S. 112a); An dem mentag (über getilgtem zinstag) nach mitter fasten oder an dem Balmtag (Str3, rot). [S. 4]
Übersetzungen: Frankfurter Taulerdruck, 1826, Nr. 40 (nach BT, PDF S. 330); Döll, 2014, Nr. 11, S. 81-86
11.2.1326 nach Theisen (der Alternativtermin ist liturgisch nicht zu begründen, S. 474), der darin die erste (s. Werk) einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an zwei Stellen hierauf verwiesen.
Rv: 10,8 (Ich hân ouch mê gesprochen) auf ? (Kann sich auch auf die Predigt selbst beziehen).
Ts: 15,9 von 2, 435,10 (Q 49) [DW 2, S. 799].
Zu "tôrehte liute":
"Dies sind sehr törichte Leute, die so markten wollen mit unserm Herrn; sie erkennen von der Wahrheit wenig oder nichts. Darum schlug sie unser Herr aus dem Tempel und trieb sie hinaus." [S. 430]
Vgl. Q 26, Q 36a, Q 43 (s. Predigt) sowie im Trostbuch.
[3.6.13]
- Mittwoch nach dem 2. Fastensonntag (18.[19.]2. - 24.3.)
S 116 (A,B) - Strauch Par. an. Nr. 60 S. 127-128 [A], Pfeiffer ZfdA 8 (1851) S. 238-243 [B]; DW 4,2, Ed. S. 1037-1056, Ü. 1254-1257
Nicht in DW: HT.
Vollständig: H2, N1, O (A); B34, Ba1, BT, E1, G5, Ga, Go1, Str2 (B)
Textbestand: I1, M27, M28, St7 (A); B2, B6, B9, Ba2, Bra1, Bra3, D2, Do1, EB, G1, G9, K1a, Ka1, Ka2, Kp, Lo2, M7, Mai1, Mai7, S1, St9, Str3, Str9, U1, W5, Z2, Z4 (B)
Herr, allmächtiger König (Esth. 13,9) *
* Esther oder Ester 13,9 ist kein Bestandteil des Alten Testaments der Christen. Dort endet das Buch mit Esther 10,3. Die Texte 11,1 bis 16,24 können online unter Polyglot Bible: Esther eingesehen werden.
Sturlese reiht die Predigt 2014 in seinen "Prediche sul tempo" in den 2. Fastensonntag ein (s. Allgemein).
Zuschreibungen: "XXIX (am rechten Rand O) Domine rex omnipotens in dicione (dictione H2) tua cuncta sunt posita Hi sagit meistir eckart (Echard H2) fon gotlicher herschaft vnd war ane di lige vnd wi daz vbirste gut ist geordinit zu der sele vnd wi di sele sinen in fluiz inphehit vnd wi di sele mit ime minnit und kennit O, H2 (Inhaltsverzeichnis: O fol. 4rb [Par.an. S. 6], H2 fol. 6" [A]; Der kraft von Boyberg (Ba1, fol. 229v), egghart (Ba2, fol. 238va) [..] Een sermoen. M. Eggert (Ga, fol. 219r; unsichere allgemeine Bezeugung in BT f. 242va) [B].
Überschriften: XXIX O, H2 (jeweils am rechten Rand) [A]; De nativitate domini (G5), Von dem gaistlichen reichtum vnd der gaisthen freihait (Mai7), Sermo xiij (Str2), Vff mitwoch nach Oculi [...] Gestellet anfengklich auff die wort Mardochei / genommen ausz der heüttigen lection im ampt der messz / ausz dem bu°ch Hester. xiij. c. Domine rex omnipotens / in dicione tua cuncta sunt posita (BT) [B]. [S. 1037]
Übersetzung: Wilhelm Preger, Studien, S. 468-475 [B]
Est. 13,9 erwähnt Eckhart noch In Gen. I n. 162 (LW 1, 310,1-2; LW 1,2, 195,26-27), In Sap. n. 199 (LW 2, 533,8-534,1) und im Sermo LI n. 518 (LW 4, 434,4-5). [S. 1037f., Anm. 1]
Ts: 1042,34-36 von DW 2, 435,10 (Q 49) [S. 1042f., Anm. 10]
- Samstag nach dem 2. Fastensonntag (21.[22.]2. - 27.3.)
S 105 (A,B) - Pf. 15 (71,9-74,30); DW 4,1, Ed. 633-654; Ü. 1208-1214 (DW 4,2)
Mortuus erat et revixit, perierat et inventus est (Quint, S. 361)
Ich hân gesprochen in einer predige. (S. 633)
Er war tot und ward wieder lebendig. Er war verloren und ward wiedergefunden. (Luk. 15,32)
Veröffentlicht bei Quint als Nr. 44. [Quint, S. 361 ff.].
Die lateinische Überschrift entnahm Quint der Hs. N4. Weder er noch Steer geben eine liturgische Zuordnung. Diese Überschrift entspricht Luk. 15,24.32. Nach P. Bertrandus Schmalohr O.P., Das Meßbuch mit dem Ritus der Dominikaner, Wyenbergh Kevelaer 1910, S. 165, gilt für Luk. 15,11-32 das o.a. Datum. Damit ist nicht gesagt, dass Eckhart diese Quaestio an diesem Tage hielt:
"Eine schriftliche Form dieser Predigt, auf die sich Eckhart bezieht, ist nicht bekannt. Der vorliegende Text ist keine Predigt, sondern eine 'Quaestio disputata'. Sie behandelt die Frage, ob gute Werke, die der Mensch im Zustand der Todsünde gewirkt hat, und auch die Zeit, in der er sie gewirkt hat, für immer verloren seien. Eckhart löst diese Frage anders als alle übrigen Theologen seiner Zeit mit der Antwort, sie seien nicht verloren, ob der Mensch gnâde wider enpfaehet. In der Predigt 5b gibt Eckhart hinsichtlich des Willens und der Zeit die gleiche Antwort." (S. 633 Anm. 1)
Sturlese führt die Quästio oder Predigt in seiner Liste 2005 nicht an. 2014 setzt er sie ans Ende der "Prediche sul santi" als seine 119. Predigt (s. Allgemein).
[21.4.15]
- 2. Fastensonntag (15.[16.]2. - 21.3.) - (S 116)
- 3. Fastensonntag (22.[23.]2. - 28.3.)
Q 50 - Pf. 95 (307,17-309,13); DW 2, Ed. 454-460, Ü. 721-722
Einst wart ihr eine Finsternis, nun aber ein Licht in Gott. (Ephes. 5,8)
Rve: 456,7 (Ich han es me gesprochen) auf 1, 180,3 (Q 11); 457,2 (das ich och me gesprochen habe) auf 1, 135,5 (Q 8).
Ts: 456,7ff. von 2, 549,5 (Q 54a) [S. 799].
"Man diskutierte in der Schule, und einige Meister sagten, Gott habe das Bild in die Seele so eingeprägt wie einer, der ein Bild an die Wand malt, und das vergeht" (S. 722, 458,6).
Vgl. Q 9, Q 14, Q 15, Q 16b, Q 22, Q 68 und S 99.
[14.5.08]
Q 49 - Pf. 89 (288,33-295,28); DW 2, Ed. 427-451, Ü. 714-720
Selig ist der Leib, der dich trug, und selig sind die Brüste, die du gesogen hast. Da sprach unser Herr: Du hast recht. Selig ist ... Aber noch seliger ist der Mensch, der mein Wort hört und es behält. (Luk. 11,27f.)
Überschriften: An vnßer / lieben frowen himelfahrt aubend (Str3); Vff vnser lieben Frowen himelfahrt abent (BT). [S. 427]
Alt. Termine: Vigil Mariä Himmelfahrt (14.8.), Oktav von Mariä Geburt (8.9.-15.9.), Marienfest zwischen Weihnachten und Mariä Lichtmeß (25.12.-2.2.).
Angaben des letzten Termins nach Quint, S. 427 Anm. 1. Theisen nennt: "In Commemoratione Beatae Virginis a nativitate usque ad adventum" (S. 83). Als Marienfest kommt eigentlich nur das Hochfest der Gottesmutter am ersten Sonntag nach Weihnachten in Frage.
23.2.1326 nach Theisen, der darin die zweite einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
Die Predigt enthält die Textstelle: "Der Vater in diesem (= irdischen) Leben, der leibliche Vater, der teilt seinem Kinde seine Natur mit, gibt ihm aber nicht sein eigenes Leben noch sein eigenes Sein, denn das Kind hat ein anderes Leben und ein anderes Sein, als es der Vater hat. Dies macht man an folgendem deutlich: Der Vater kann sterben, das Kind aber leben; oder das Kind kann sterben und der Vater leben" (S. 716, 435,15 - s. Q 6, Q 26, Q 69). Das kann auf Eckharts Vater bezogen werden, der vor dem 19. Mai 1305 (s. Acta n. 11) verstarb, aber hier noch am Leben ist, wenn auch wahrscheinlich sehr krank, da sein Tod befürchtet wird. Sollte diese Interpretation zutreffen, wäre die Predigt am 21. März 1305 gehalten worden.
Rv: 435,10 (als ich ê sprach, 'vorhin') auf 1, 15,9 (Q 1) bzw. 433,8 [S. 799].
Vgl. noch etwa Par. an. S. 127,22 ff. der vader sprach ein wort, daz was sin son [S. 435 Anm. 3 - s. Predigt 116]
[21.7.17]
- Dienstag nach dem 3. Fastensonntag (24.[25.]2. - 30.3.)
Q 37 - Par. an. 21 (50,35-52,25); DW 2, Ed. 210-223, Ü. 676-678
Herr, mein Mann, dein Knecht, ist tot. Nun kommen die, denen wir schulden, und nehmen meine beide Söhne und machen sie dienstbar für ihre Schuld; ich (aber) habe nichts als ein wenig Öl. (4 Kön. 4,1)
25.2.1326 nach Theisen, der darin die dritte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
"Die Pr. 6 des Nikolaus von Straßburg .. zeigt im Eingangsteil einige Berührungen mit der vorliegenden Predigt. Dies macht es wahrscheinlich, daß die vorliegende Predigt kurz nach dem ersten Pariser Magisterium Eckharts entstanden ist ... Auch die Aufnahme der Predigt in die Sammlung des Par. an. kann darauf hindeuten .." [Largier, S. 993 f.]
"Die Predigt hat enge Beziehungen zur .. Predigt 26" [S. 209], die in Theisens Liste als drei Tage nach dieser gehalten erscheint.
Ts: 216,1 von 1, 347,10 (Q 20b - s. Predigt 20b und Predigt 37, Anm. 5) und von 1, 399,10 (Q 23 - s. Predigt 37, Anm. 6).
Tsn: 216,6 und 219,6 von 1, 317,4 und 316,5 (Q 19 - s. Predigt 37, Anm. 7); 211,1. 213,1 von 2, 279,4 (Q 40); 211,2 von 2, 369,3 (Q 45) [S. 798 f.].
Ts: 221,3 von 3, 403,10 (Q 81) [DW 3, S. 631], 4,1, 216,38 (S 96) [DW 4,1, S. 216 Anm. 23].
Die Textstelle: "Da sprach die Frau: 'Herr, gib mir von diesem Wasser!'. Da sprach unser Herr: 'Bring mir deinen Mann!'. Da sprach sie: 'Herr, ich habe keinen'" [S. 676] ist nach Quint ein Rv. von Q 20a (êgester) (s. Predigt 37, Anm. 4). Diese Möglichkeit ist vom Datum her ausgeschlossen.
Zu "bekantnisse und minne":
Ts: 216,1 (s. Pr. 37) von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 9, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
Zu "Mann in der Seele" (vgl. S 113):
"Das Fünklein der Vernunft, das ist das Haupt in der Seele, das heißt der 'Mann' der Seele" und "Die Vernunft ist im eigentlicheren Sinne 'Knecht'.." [S. 676]. Rv. von Q 20b (s. Predigt, Eig. Anm. 3 und Q 43, Predigt, Eig. Anm. 1).
Vgl. Q 18, (s. Predigt 37, Anm. 3), Q 40 und Pr. Vom edlen Menschen.
Zu "houbet der sêle":
"Das Fünklein der Vernunft, das ist das Haupt in der Seele" [S. 677].
(S. Predigt, Anm. 2). Vgl. Q 38 (s. Predigt, Anm. 1, Eig. Anm. 2), Q 43 (s. Predigt, Eig. Anm. 6) und Q 45.
Zu "zwein antlützen der sêle":
"Wer sind die 'beiden Söhne' der Seele? Sankt Augustinus spricht - und mit ihm ein anderer, heidnischer Meister - von zwei Antlitzen der Seele" [S. 677].
Vgl. Q 10, Q 26
- Mittwoch nach dem 3. Fastensonntag (25.[26.]2. - 31.3.)
Q 51 - Pf. 102 (331,3-335,2); DW 2, Ed. 464-477, Ü. 723-726
Hec dicit dominus: honora patrem tuum etc.
Du sollst ehren Vater und Mutter. (2 Mos. 20,12)
26.2.1326 nach Theisen, der darin die vierte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
Gedankliche und terminologische Anklänge an die Predigt S 111. [DW 4,2, S. 805]
Rve: 473,5 (Ich han gesprochen etwan me) auf 1, 212,5 (Q 13); 476,12 (Ich sprach an eyner anderen statt) auf 1, 389,7 (Q 22) [S. 799]
[28.7.17]
- Donnerstag nach dem 3. Fastensonntag (26.[27.]2. - 1.4.)
Q 19 - Par. an. 20 (48,23-50,34), Pf. 35 (120,24-123,16); DW 1, Ed. 312-321, Ü. 502-504
Nachträge: (4 Hss.; vgl. Unters. II: Kla, S. 31; Me3, S. 41 und S3, S. 54)
Nicht in DW: (3 Hss.)
In der Pforte des Gotteshauses steh und sprich aus das Wort und bring das Wort vor! (Jer. 7,2)
Zuweisungen: Meister eckart (Echart) (OH2); S. m. Ek. (Str1).
Überschriften: Sermo de tempore (OH2); Ain ander predig (M5). [S. 312]
27.2.1326 nach Theisen, der darin die fünfte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121). Zumindest die Reihenfolge - Q 19 nach Q 37 - wird von den Rückverweisen gestützt:
Rv: 314,5 (als ich nû sprach von bekantnisse und minne) auf ? "Über das Verhältnis von bekantnisse und minne ist an einer Reihe von Stellen gehandelt, vgl:" Q 3, Q 7, Q 9, Q 36a, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
Rve: 316,5 (als ich nû sprach, s. Pr. 19) auf 2, 219,6 (Q 37, s. Pr. 37, Anm. 8) und 317,4 / 503 (als ich nû sprach - wie ich kürzlich von jenen Engeln sagte, die da sitzen bei Gott im Chor der Weisheit und des Brandes - s. Pr. 19) ebenfalls auf 2, 216,6 (Q 37, s. Pr. 37, Anm. 7) [DW 2, S. 798]. Den Begriff 'Brand' verwendet Eckhart an mehreren Stellen, aber nur hier, in Q 37 und in der Quästio des Gonsalvus Hispanus von 1302/03 in Bezug auf Engel und Seraphim.
Tsn: 313,3 von 2, 369,3 (Q 45) [DW 2, S. 799]; 314,1 von 1, 301,6 (Q 18, s. Pr. 19, Anm. 1).
[25.6.12]
- Freitag nach dem 3. Fastensonntag (27.[28.]2. - 2.4.)
Q 26 - Pf. 11 (57,14-60,23); DW 2, Ed. 23-35, Ü. 642-644
Weib, die Zeit wird kommen und ist eben jetzt, da die wahren Anbeter den Vater im Geiste und in der Wahrheit anbeten, und ebensolche sucht der Vater. (Joh. 4,23)
Zuweisungen: S[er]mo magist[r]i Eg[hart] (B1); im Inhaltsverzeichnis von St1 und Sa .. Egghart mulier venit hora; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschriften: Des frydaechs / nae mydvasten een onderwysinge hoemen / den Vader sal aenbeden inden geest ende inder waerheit (Ga); Vff frytag vor mitfasten (BT, f. 251vb [Nr. 135]). [S. 23]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 14, S. 89-92
28.2.1326 nach Theisen, der darin die sechste einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
"Aufgrund inhaltlicher Kriterien könnte diese Predigt, wie die Predigten 36a und 36b, in die Nähe der Pariser Quaestiones und mithin in die Erfurter Zeit [s. 1302] zu rücken sein." [Largier, S. 950]. Textliche Übereinstimmungen mit Q 25 und Q 27 (Liste der Textparallelen s. S. 5 und S. 22).
Die Predigt enthält einen Satz zum Thema 'Vater und Sohn, Leben und Tod' (s. Q 6, Q 49, Q 69): "Ist der Vater tot, so sagt man: 'Er war mein Vater'. Ist der Sohn tot, so sagt man: 'Er war mein Sohn', (...) ." (S. 644), den man auf den verstorbenen Vater Eckharts († vor Mai 19, 1305 - s. Acta n. 11) beziehen könnte. In dem Falle könnte sie frühestens auf den 11. März 1306 datiert werden.
Rve: 26,3 (etwenne) und 32,6 (etwenne) auf 1, 69,1 und (61,7), 72,6, (74,6) (Q 4).
Rv: 30,5 (etwenne) zusammen mit Rv. 1, 187,1 (etwenne - Q 11) auf 3, 58,2 (Q 62) [DW 2, S. 797].
Tsn: 26,3 von 2, 292,5 (Q 41), 31,3 von 2, 52,12 (Q 27) [DW 2, S. 797 f.]; 35,3 von 3, 81,3 (Q 63) [DW 3, S. 630].
Ts: 24,3 von Me2 f. 300va-301va (Jch sprach newleich in der predig - Pr. zu Mt. 13,44) [Löser, Nachlese, S. 143] (Edition in S 118 - S 128 ?).
"Ach, wie viele gibt es derer, die einen Schuh oder eine Kuh oder eine andere Kreatur anbeten und sich damit bekümmern, und das sind gar törichte Leute" [S. 642].
Vgl. Q 1, Q 36a, Q 43 (s. Pr. 43) sowie im Trostbuch.
"Die Meister sagen, die Seele habe zwei Antlitze" [S. 643].
Vgl. Q 10, Q 37
- 4. Fastensonntag (1.3. - 4.4.)
S 99 - Ruh, ZfdA 111‚ 219-220; DW 4,1, Ed. 253-261; Ü. 1176f. (DW 4,2)
Laetare sterilis, quae non paris
Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! (Gal. 4,27)
Dieses von Kurt Ruh 1982 erstmals veröffentlichte Predigtfragment enthält keinen Hinweis auf Eckharts Namen, überliefert den Text unvollständig und weist weder Anfang noch Ende auf. "Nach paläographischen Kriterien zu schließen, ..., gehört das Fragment in die 'Zeit um 1300' und hat wegen seines hohen Alters 'als frühester Textzeuge des Eckhartschen Predigtwerkes zu gelten' (Ruh, S. 221)." Mit Pr. 43 zeigt Pr. 99 eine starke thematische und strukturelle Ähnlichkeit. Außerdem beachtenswerte inhaltliche und textliche Übereinstimmungen mit der Predigt Vom edlen Menschen und den Predigten Q 10, Q 12, Q 28 und Q 38. [S. 250]
Rv: 253,3 (als ich mê gesprochen hân) auf 2, 319,1 (Q 43) [S. 250, 253 Anm. 5]. Dem "sicheren Rückverweis" widersprechen die liturgischen Termine der beiden Predigten, es sei denn, es läge ein Jahr dazwischen oder Q 43 würde auf den zweiten Termin datiert.
"wir lâsen in der schuole" [S. 260,36]
Vgl. Q 9, Q 14, Q 15, Q 16b, Q 22, Q 50 und Q 68.
- Montag nach dem 4. Fastensonntag (2.3.-5.4.)
S 114 (A,B,C,D) - Quint, Unters. I (187-190); DW 4,2, Text 929-943 (Pr. Auferte); Ed. 944-952 (driu stücke), Ü. 1243-1245
Vollständig: Ba3 (A); G10, L2 (C); Drr. BT, HT, KT, ST, Hss. B34, M13 (D)
Nû merket driu stücke.
Auferte ista hinc, et nolite facere domum patris mei, domum negociationis
Nehmt dies weg von hier, macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus! (Joh. 2,16)
Zuweisungen: doctor Thaulerij (G10, S. 464); Predig Doctoris Johannis Tauleri (BT, KT, HT); Meister Eckhart von dem huse (L2, f. 266v; soll sich auf Pr. Q 1 beziehen [S. 923f.]). [S. 929]
Überschriften: Vff Montag nach Mitvasten (BT, f. 188vb [Nr. 99]; s. Download); disi bregi ist am gu°temtag nach mitter fasten (G10) [S. 929]
Uff den vi. Sontag nach Trinitatis (KT, f. 163rb); Dominica VI. post Trinitatis (ST, S. 252) [Nr. 86]. [Nicht in DW]
Übersetzung: Frankfurter Taulerdruck, 1826, Nr. 83 (nach BT [PDF S. 293]). [Nicht in DW]
Alt. Termin: 6. Sonntag nach Dreifaltigkeit (28.6.-1.8.).
"Der Textabschnitt 'Von drei Stücken' ist der taulerschen Predigt 'Auferte ista hinc' (Baseler Taulerdruck 1521/22) [..] entnommen. Er wurde aus der Mitte der Predigt (Fassung B) gelöst und als Eigentext behandelt; ob vom S1-Schreiber Jörg Gardner oder einer Vorlage, ist ungewiß. [..] Aus der Perspektive des Baseler Taulerducks müssen insgesamt drei Textfassungen (A, B, C) unterschieden werden, die den Charakter von Textredigierungen haben. Die erste Redigierungsfassung ist in der Handschrift Ba3 (A) greifbar, eine zweite in den Handschriften L2 und G10 (C), für die dritte Fassung (Fassung B) zeichnet einzig der S1-Schreiber Jörg Gartner verantwortlich. Als Quellen der drei Fassungen und des Texts von BT lassen sich eine Reihe von Eckhart-Texten verifizieren, so die Predigten 1, 6, 12, 16b, 51 und zudem noch die RdU, die maßgeblich die Lehren der Pr. 114 bestimmen." [S. 927]
"Die Überlieferung der Predigt 'Auferte ista hinc' ist [..] außerordentlich disparat." Die Hs. S1 hat nur die "'Drei Stücke'-Predigt (sog. Salzburger Armutstext)". [S. 929]
Auffälliger Bezug zu Pr. Q 25. [S. 927]
Ts: Zu° dem andern mol soltu dich flissen ... [S1, f. 223v; BT, fol. 190r f.] von Erfurter Reden [?] (Und - als ich mêr gesprochen hân - als man saget von glîcheit, ... [DW 5, S. 203,5-12]; vgl. Reden, Eig. Anm. 2 mit vollst. Textstelle und Übersetzung sowie Quellen.
"Doch: Einen bestimmten Text, auf den sich hier die RdU beziehen könnten, nennt Eckhart nicht. Er teilt lediglich mit, über glîcheit und unglîcheit habe er schon öfter gesprochen. Und derlei Stellen lassen sich viele anführen [..]. Der engste Bezug zwischen RdU c. 7 und Predigt 114 besteht auffälligerweise zu Pr. 16b: dû solt glîch stan liebes und leides, glückes und unglückes (DW I, S. 276,1)." [S. 925f.]
[6.8.17]
- Dienstag nach dem 4. Fastensonntag (3.3. - 6.4.)
Q 25 - Pf. 10 (54,1-57,13); DW 2, Ed. 6-18, Ü. 639-642
Moyses orabat dominum deum suum etc.
Moses bat: Herr, warum zürnt dein Grimm gegen dein Volk? (2 Mose 32,11)
Zuweisungen: S[er]mo mag[istr] Eg[hardi] (B1); im Inhaltsverzeichnis von St1 und Sa .. Egghart moyses ...; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschrift: Vff zinstag nach mitfasten (BT, f. 250rb [Nr. 134]). [S. 6]
4.3.1326 nach Theisen, der darin die siebte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
"Die Predigt stimmt textlich und inhaltlich in vielen mit den Pr. 26 und Pr. 27 überein" [Largier, S. 947]. (Liste der Textparallelen s. S. 5 und S. 22)
Auffälliger Bezug zu Pr. S 114. [DW 4,2, S. 927]
Der Rückverweis (16,8): "Und wenn du Gott hast, so hast du zu Gott hinzu alle Dinge. Ich habe zuweilen (etwenne) gesagt: Wer Gott hat und zu Gott hinzu alle Dinge, der hat nicht mehr als einer, der Gott allein hat" [S. 16. 641] bezieht sich wohl wie ein Rv. in Q 4 auf zwei Textstellen in Q 30 und Q 41.
Auf die Textstelle (9,3): "Wir betäuben Gott Tag und Nacht und rufen: 'Herr, dein Wille geschehe!' Und wenn dann (aber) Gottes Wille geschieht, so zürnen wir, und das ist gar unrecht. Wenn unser Wille Gottes Wille wird, das ist gut; wenn aber Gottes Wille unser Wille wird, das ist weit besser" [DW 2, S. 640] könnte sich der (1.) Rv. in Q 4 beziehen. Zwei Rve. die sich auf das Schriftwort jeweils als 'gestern' beziehen, befinden sich in Q 30 und Q 59.
"Wenn ich dich schlage, so schlage ich zuvörderst einen Burkhard oder einen Heinrich und schlage erst dann den Menschen." [DW 1, S. 641]
Vgl. Q 17, zusammen mit Konrad die Prr. Q 64, Q 65, Q 67 und Q 77 und für Konrad allein Q 38 (s. Predigt). (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
- Donnerstag nach dem 4. Fastensonntag (5.3. - 8.4) - (Q 42, S 113)
Q 18 - Pf. 36 (123,17-126,2); DW 1, Ed. 296-307, Ü. 499-501
Druck: HT
Jüngling, ich sage dir: stehe auf. (Luk. 7,11/15)
Alt. Termin: 16. Sonntag nach Dreifaltigkeit (6.9 - 10.10.).
Zuweisungen: S. m. Echardi (W1); allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschriften: vff den xvj sonntag (Str3); stat am taller blat cclxxj (Mai1); Am XVI. Sontag nach der heiligen Tryualtigkeit (BT, f. 270vb [Nr. 152]). [S. 296]
6.3.1326 nach Theisen, der darin die achte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
"Der 'Basler Taulerdruck' weist die Predigt dem zweiten Termin zu, Theisen hält den ersten Termin aufgrund der Rückverweise für wahrscheinlich (S. 104 f.)" [Largier, S. 916].
Rv: 301,6 (Ich sprach niuwelîche von der porte, dâ gôt ûzsmilzet, daz ist güete) auf 1, 314,1 (Q 19, s. Pr. 19).
Rv: 303,7 ('Diu grôze schar' daz sind die tugende, dâ ich niuwelîche von sprach) auf 1, 276,2 (Q 16b). Dieser Verweis auf den 28.8. macht nur dann Sinn, wenn der zweite Termin gewählt wird. Der Bezug ist jedoch zu unpräzis um ihn eindeutig zuordnen zu können. Mit gleicher Berechtigung kann Eckhart auf Q 27, Q 28 oder Q 86 verweisen, wo er sagt: "Nun laßt euch belehren über die Tugenden!" (DW 3, S. 596) und zum Schluß bittet: "Daß wir ihm wahrhaft nachfolgen in der Übung wahrer Tugenden, dazu helfe uns Gott. Amen" [DW 3, S. 598]. Wird jedoch der zweite Termin gewählt, sind die Verweise von Q 35 (s.u.) und auf Q 19 nicht möglich.
Tsn: 301,6 von 2, 180,7 und / oder 2, 565,3 (Q 35, Q 54b); 304,5 von 2, 279,4 (Q 40); (296,8) von 2, 499,9 (Q 52) [DW 2, S. 798 f.]
"Vernünfticheit daz ist der man in der sêle" [S. 304,7f.]. Rv. von Q 20b (s. Predigt, Eig. Anm. 5 und Q 43, Predigt, Eig. Anm. 1).
Vgl. Q 37 (s. Predigt, Anm. 3), Q 40 und Pr. Vom edlen Menschen.
Q 43 - Par. an. 22 (52,26-37), Pfeiffer 79 (253,21-256,16); DW 2, Ed. 316-330, Ü. 697-699
Jüngling, ich sage dir: stehe auf, und der Jüngling richtete sich auf. (Luk. 7,12 ff.)
Der 'Basler Taulerdruck' weist die Predigt dem zweiten, Theisen dem ersten Termin (S. 104) zu. [Largier, S. 1018]
Rv: 329,2 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 1, 265,9, 269,1, 270,2 (Q 16b) und 2, 340,5 (Q 44) [S. 798]. Vgl. 4,1, 353,101 (S 101).
Ts: 319,1 von 4,1, 253,3 (S 99) [DW 4,1, S. 250. 253 Anm. 5].
Auf die Textstelle: "Unser Herr sprach zu jener Frau am Brunnen: 'Geh heim, und bring mir deinen Mann!'" [S. 697] kann sich der Rv. in Q 20a aus terminlichen Gründen nicht beziehen.
"Deshalb sagt ein Meister: Es ist irgend etwas gar Heimliches, das darüber ist, das ist das Haupt der Seele" [S. 698].
Vgl. Q 37 (s. Predigt, Anm. 2), Q 38 (s. Predigt, Anm. 1, Eig. Anm. 2) und Q 45.
"Mit dem 'Sohne' erfassen wir (indirekt) die Vernunft, die der 'Mann' in der Seele ist" [S. 697]. Rv. von Q 20b (s. Predigt, Eig. Anm. 3 und Q 43, Predigt, Eig. Anm. 1).
Vgl. Q 18, Q 37 (s. Predigt, Anm. 3), Q 40 und Pr. Vom edlen Menschen.
"Darüber jedoch ist noch ein Teil, das ist die Vernunft: die ist in sich selbst so edel, daß sie mit nichts erfüllt werden kann als mit göttlicher Wahrheit" (s. Predigt) [DW 2, S. 697].
Vgl. Q 10, Q 31, Q 52 (s. Predigt - mehrfach), Q 55 und Q 77 sowie im Trostbuch.
"Ein einziges Werk, das Gott in dem einfaltigen Lichte der Seele wirkt, das ist schöner als die ganze Welt und ist Gott lustvoller als alles, was er je in allen Kreaturen wirkte. Törichte Leute aber nehmen Böses für Gutes und Gutes für Böses" [DW 2, S. 698]
Vgl. Q 1, Q 26, Q 36a sowie im Trostbuch.
- Samstag nach dem 4. Fastensonntag (7.3. - 10.4.)
Q 79 - Pf. 91 (299,11-301,23); DW 3, Ed. 363-370, Ü. 571-573
Laudate caeli et exultet terra. Ego sum lux mundi
Freuet euch, Himmel und Erde, Gott hat getröstet sein Volk und will sich erbarmen über seine Armen. (Jes. 49,13). Ich bin das Licht der Welt, und wer mir nachfolgt, der geht nicht in Finsternis, und er wird finden und wird haben das Licht des Lebens. (Joh. 8,12.)
8.3.1326 nach Theisen, der darin die neunte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
"In annähernd gleichlautenden Formulierungen ist in den Predigten 79 und 91 von der selbstvergessenen Liebe Gottes die Rede" [DW 4,1, S. 81].
Lit.: Theisen, 99, 111 [13.2.12]
- Donnerstag nach dem Passionssonntag (12.3. - 15.4.)
Q 59 - Jundt 10 (262-265); DW 2, Ed. 623-636, Ü. 753-756
Nicht in DW: (1 Hs.)
Dâniêl der wîssage sprichet: 'wir volgen dir nâch von allem herzen
Wir folgen dir nach von ganzem Herzen und fürchten dich und suchen dein Antlitz. (Dan. 3,41)
13.3.1326 nach Theisen, der darin die zehnte einer Fastenpredigtreihe () in Köln sieht (S. 121).
Rve: 623,3 (gester - Sap. 7,7) auf ?; 628,3 (gester) auf (1, 64,3 (Q 4), 2, 9,3 (Q 25), 2, 99,1 (Q 30)) [S. 800]
Die Rückverweise "gestern" beziehen sich wohl auf eine am Vortag gehaltene Predigt über Weish. 7,7-14. Dadurch ließe sie sich auf den 13. März 1315 oder 1326 bzw. den 5. April 1313 oder 1324 datieren. [Largier, S. 1086] "In allen vier Fällen wurde am Vortag die Perikope 'Optaui', Sap. 7,7-14, als Epistel gelesen, entweder innerhalb des Meßformulars vom Fest des hl. Gregor (12. März) oder in dem vom Fest des hl. Ambrosius (4. April)" [Theisen, S. 108].
Zu der Textstelle: "Dieser Ausspruch paßt gut zu dem, was ich gestern sagte: '[Zitat]' (Weish. 7,7-9)" [S. 753] merkt Quint an: "Der .. Schrifttext Sap. 7,7 ff. liegt den Predigten Jostes Nr. 76 .. und Strauch PBB 49 .. [beide bisher nicht in den DW ediert] zugrunde, auf die sich der sehr präzise Rv. .. schwerlich beziehen kann, da zu dem gleichlautenden Rückverweis .. S. 628 keine Entsprechungen in den angegebenen Predigten zu finden sind" [DW 2, S. 623 Anm. 2]. Die Datierung von Theisen ist somit nur möglich, wenn der nächste Rückverweis unursprünglich ist, d.h. nachträglich in den Text eingefügt.
Der Rückverweis: "Gott im eigentlichen Sinne nachzufolgen, das ist gut: daß wir seinem Willen nachfolgen, wie ich gestern sprach: 'dein Wille geschehe!'" [S. 753] deckt sich mit dem in Q 30: "Ich saß gestern an einer Stätte, da sprach ich ein Wörtlein, das steht im Paternoster und lautet: 'Dein Wille werde!'" [S. 657]. Der Rv. aus Q 59 kann sich - wenn überhaupt - nur auf die Stelle in Q 25 beziehen. Quint merkt dazu an: "Dieser Rv. wäre nur möglich, wenn entweder die vorliegende Predigt und Pr. 30 am selben Tage oder die beiden Predigten an verschiedenen Terminen gehalten worden wären und beide Male am Vortag eine Predigt gehalten worden wäre, in der die Paternoster-Stelle von Eckhart herangezogen worden wurde. Beides scheint mir höchst unwahrscheinlich bzw. unmöglich" [S. 628 Anm. 2]. Hinzu kommt, dass der Rv. nicht ursprünglich sein muß, da er in einigen Handschriften nicht und in anderen an anderer Stelle auftaucht. Vgl. auch den Rv. in Q 4.
Auf die Textstelle: "Gottes Kleinstes, dessen sind alle Kreaturen voll, und seine Größe (= sein Größtes) ist nirgends" [S. 754] bezieht sich nach Quint der Rv. in Q 36b (2, 201,12).
Ts: 635,5 von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 9, Q 36a, Q 37, Q 45 und Q 69.
- Samstag nach dem Passionssonntag (14.3. - 17.4.) - (Q 46, Q 54a, Q 54b, S 111)
"Der Schrifttext Ioh. 17,3 steht im alten Dominikaner-Missale sowohl in der Evangelien-Perikope des Samstags nach dem ersten Passionssonntag wie in derjenigen der Vigil von Christi Himmelfahrt." [DW 2, S. 378, Anm. 1]
- Palmsonntag (15.3. - 18.4.) - (Q 1)
- Montag in der Karwoche (16.3. - 19.4.) - (Q 17)
Q 58 - Jostes 77 (82,1-84,12); DW 2, Ed. 610-617, Ü. 750-752
Qui mihi ministrat, me sequator
Wer mir dient, der soll mir folgen, und wo ich bin, da soll mein Diener mit mir sein. (Joh. 12,26)
Alt. Termine: Thomas (29.12.), Vincent (22.1.), Blasius (3.2.), Laurentius (10.8.), Oktav Laurentius (17.8.)
"Der Schrifttext steht im alten Dominikaner-Missale im Evangelium des Commune unius martyris" [S. 610 Anm. 1]
Eckhart bezieht sich im Text auf einen hl. Secundus: "Im dominikanischen Kalender gibt es kein Fest eines heiligen Secundus; ein heiliger Secundolus steht jedoch am 24. März im Martyrologum verzeichnet .. Wenn man annimmt, daß Eckhart sich mit dem Hinweis auf den hl. Secundus auf diesen hl. Secundolus bezieht, kann die Predigt entweder auf den 24. März 1309 oder den 24. März 1320 datiert werden. Immerhin legt bereits das Zusammentreffen eines Heiligengedenktages mit einem beweglichen liturgischen Tag, auf das der einleitende Hinweis zu deuten ist, den Schluß nahe, daß die Predigt am Montag in der Karwoche gehalten wurde" [Theisen, S. 112].
In Sturleses Liste von 2005 ist Q 58 nicht aufgeführt. Als 'Comune di un martire' behandelt er sie als eine "Prediche sul santi" und listet sie 2014 als Nr. 101 (s. Allgemein).
Rv: 611,2 (Als ich ouch mê gesprochen hân) auf 1, 288,1 (Q 17), 1, 338,5 (Q 20a), 3, 43,2 (Q 61) und 3, 146,1 (Q 68). Bis auf den letzten Rv. liegen alle Termine im Jahreskreis (auch des nachfolgenden) in der Zukunft.
Rve: 612,3 (Als ich ouch mê gesprochen hân) auf ?; 612,10 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 3, 172,3 (Q 69) [S. 800].
Den letzten Rv: "Ich habe auch schon öfters gesagt, und es ist gewiß und eine wahre Aussage: Wenn ein Mensch zu Tode hungrig wäre und man ihm die beste Speise böte, er würde eher Hungers sterben, ehe er sie je schmeckte oder kostete, wenn nicht Gottes Gleichnis darin wäre" [S. 751] (und einen aus Q 60) bezieht Steer auf 4,1 88,36 (S 91) [DW 4,1, S. 81].
- Gründonnerstag (19.3. - 22.4.)
S 108 - Pf. 108 (354,52-357,4); DW 4,2, Ed. 738-747, Ü. 1224-1226
Si non lavero te
Wenn ich dich nicht wasche, hast du kein Teil an mir. (Joh. 13,8-9)
"Der Schrifttext gehört nach dem Missale Romanum und dem Missale Ordinis Praedicatorum zum Evangelium der feria V. in cena domini officium (Ioh. 13,1-15); die zugehörige Epistel ist 1 Cor. 11,20-32. Auf den Schrifttext des 11. Kapitels nimmt die Predigt öfter Bezug" [S. 738 Anm. 1]
Inhaltliche und textliche Übereinstimmungen mit den Predigten Q 5b, Q 20a, Q 47 und Q 82 [S. 735]. [16.5.08]
Q 20a - Pf. 32 (111,25-115,18); DW 1, Ed. 326-339, Ü. 505-508
Ein Mensch hatte ein Abendessen oder ein Abendmahl bereitet. (Luk. 14,16)
Alt. Termin: 2. Sonntag nach Dreifaltigkeit (31.5.-4.7.).
Zuweisungen: Sermo magistri Ekhardi (Str1).
Überschriften: die ander bredig von dem hailige S (Str3); stat am taller Lxxj (Mai1). [S. 326]
"Obwohl die Pr. 20a und 20b hinsichtlich Aufbau und Inhalt weitgehend übereinstimmen, dürfte es sich um zwei selbständige Predigten auf denselben Schrifttext handeln. Dafür sprechen neben den, trotz aller Übereinstimmung, starken Unterschieden im Wortlaut insbesondere auch die Rückverweise, die in beiden Predigten verschieden sind" [Largier, S. 925].
Sturlese datiert 2005 beide Predigten auf Gründonnerstag und 2014 (s. Allgemein) mit Theisen auf den alternativen Termin. Seinen Sinneswandel erklärt er nicht. Q 20b wird von fünf Hss. auf den ersten Termin datiert. Die Beziehungen zum Sermo VIII weisen mit dem gleichen Schriftwort auf den zweiten Termin. Da nach Quint [DW 1, S. 324] nicht zu entscheiden ist, ob es sich um zwei selbständige Predigten oder eine Predigt in unterschiedlich überliefertem Wortlaut handelt, könnte Q 20b auf das erste und Q 20a auf das alternative Datum fallen.
Der Rückverweis: "Deshalb - wie ich vorgestern sagte -, als Gott zu der Frau sprach: 'Bring mir deinen Mann', da sagte sie: 'Ich habe keinen'" [S. 507] kann auf keine der infragekommenden Predigten, die eine entsprechende Textstelle enthalten (Q 37, Q 43, Q 66), bezogen werden. Die Predigt müßte als Sermo de tempore entweder zwischen dem 17.3.-20.4. (= Dienstag in der Karwoche) oder 29.5.-2.7. (= Freitag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis) gehalten worden sein. Als Sermo de sanctis kämen für den ersten Termin Benedikt (21.3.), Maria Verkündigung (25.3.) und Valerian und Maximus (14.4.) in Betracht und für den zweiten Termin Primus und Felicianus (9.6.), Barnabas (11.6.), Marcus und Marcellus (18.6.). Vigil Johannes' des Täufers (23.6.), Johannes der Täufer (24.6.), Peter und Paul (29.6.) und 'In der Oktav von Peter und Paul' (29.6.-6.7.). Diese Bedingungen treffen auf keine der genannten Predigten zu.
Tsn: 326,14 von 2, 187,11 (Q 36a); 337,11 von 2, 279,4 (Q 40); 338,5 von 2, 611,2 (Q 58) [S. 798. 800]
Q 20b - Par. an. 24 (57,1-59,23); DW 1, Ed. 342-352, Ü. 509-512
Hs. Kl2 (S. 607; vgl. Unters. II, S. 38)
Hs. M46
Homo quidam fecit cenam magnam etc.
Ein Mensch bereitete ein Abendessen, ein großes Abendmahl. (Luk. 14,16)
Alt. Termin: 2. Sonntag nach Dreifaltigkeit (31.5.-4.7.); zu den Terminen s. Q 20a.
Zuweisungen: XXIII (24 H2 ... Meister eckart (Echard H2) ... (O, f. 2rb, H2, f. 2v).
Überschriften: jtem Sermo (im Text) XXIIII (am Rand) (O); de tempore (im Text) de tempore XXIIII (am Rand) (H2); sonnendach (im Text) nae pinxten sermoen (am Rand) (B6); in cena domini (am Rand) (Er); AN dem grunen dunrstage (Kö1); An dem antlas tag (Au1); Von den abent essen (M33) [S. 342]; An dem palm tag (Kl2) [Unters. II]; Von dem abentessen (M46) [Schneider, S. 544].
[Antlasstag = Gründonnerstag, s. kirchenweg.at ]
Rv: 347,10 (von dem ich mê gesprochen hân) wie auch ein Rv. in Q 23 (399,10) auf 2, 216,1 (Q 37), mit der die Predigt "auch sonst enge inhaltliche Berührungen (..) aufweist" [S. 347 Anm. 6]
"Ich habe es schon öfter gesagt: Der Mann in der Seele, das ist die Vernunft" [S. 511] (S. Predigt, Eig. Anm. 5).
Vgl. Q 18, Q 37 (s. Predigt, Anm. 3), Q 40, Q 43 (s. Predigt, Eig. Anm. 1) und Pr. Vom edlen Menschen.
[2.9.12]
- Karsamstag (21.3. - 24.4.)
Q 35 - Pf. 33 (115,19-117,33); DW 2, Ed. 173-183, Ü. 668-670
Seid ihr auferstanden mit Christus, so suchet die Dinge, die oben sind, wo Christus zur rechten Hand seines Vaters sitzt, und schmecket die Dinge, die oben sind, und laßt euch die Dinge nicht schmecken, die auf der Erde sind. (Kol. 3,1 f.)
"Die Schrifttexte sind der Epistel der Ostervigil entnommen." [S. 173 Anm. 1].
Rv: 180,7 (Ich sprach eines tages) auf 1, 301,6 (Q 18) [S. 798]. Die Textstelle in Q 18 soll sich wiederum auf Q 19 beziehen. Wäre es wegen der Formulierung "eines Tages" nicht sinnvoller, anzunehmen, dass der Rückverweis direkt auf Q 19 gemünzt ist?
Tsn: 177,2 und 183,6 von 2, 191,10 und 193,2 (Q 36a); 174,1 von 2, 201,12 (Q 36b); 180,5 von 2, 565,3 (Q 54b) [S. 798 f.]
"Alles, was körperlich ist, das ist ein Abfall und ein Zufall und ein Niederfall" [S. 670].
Vgl. Q 2, Q 3, Q 16b, S 104.
- Ostersonntag (22.3. - 25.4.) - (Sermo paschalis a 1294 Parisius habitus)
- Donnerstag nach Ostersonntag (26.3. - 29.4.)
Q 55 - Pf. 34 (117,34-120,23); DW 2, Ed. 575-585, Ü. 742-744
Maria Magdalena venit ad monumentum
Maria Magdalena ging zu dem Grabe. (Joh. 20,11-17)
Rve: 578,2 (als ich mê gesprochen hân) und 581,2 (etwanne) auf ?
Rv: 581,4 (êgester) auf 1, 73,6 (Q 4) oder 2, 565,6 (Q 54b) [S. 800].
Auf Q 4 kann sich der Rv. 'vorgestern' dem Datum nach nicht beziehen und auf Q 54b nur, wenn der zweite der dort möglichen Termine in Erwägung gezogen wird.
Rv: 584,6 (als ich mê gesprochen hân) auf 2, 378,1 (Q 46), 2, 548,1 (Q 54a) und 2, 564,1 (Q 56b) [S. 800].
"Herr, ich berufe mich auf deine göttliche Wahrheit, daß du gesagt hast, du würdest ihr (dieser Frau) niemals entzogen." [S. 743 f.]
Vgl. Q 10, Q 31, Q 43 (s. Predigt), Q 52 (s. Predigt - mehrfach) und Q 77 sowie im Trostbuch.
Q 56 - Par. an. 26 (61,4-32); DW 2, Ed. 588-590, Ü. 745
'Marîâ stuont ze dem grabe und weinete'
Maria stand bei dem Grabe und weinte. (Joh. 20,11)
Lit.: Theisen, 130 [14.5.08]
- 'Weißer Sonntag' in der Oktav von Ostern (29.3. - 2.5.)
S 92 - Par. an. 27 (61,33-62,35); DW 4,1, Ed. 101-105; Ü. 1155f. (DW 4,2)
Cum sero factum esset
Dô der abent întrat und der tac viel und die jünger gesament wâren, dô trat got în. (Joh. 20,19)
Zu der Textstelle: "Als der tac lîplîcher vröude vellet und der abent vergenclîcher dinge in die sêle tritet und alle ire krefte gesament sint und beslozzen, sô liuhtet daz lieht der ganzen wârheit in der sêle" [DW 4,1, S. 101,2-4] schreibt Steer: "Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich der in Pr. 36a vorliegende Rückverweis [2, 187,9] .. auf Pr. 92 bezieht" [S. 101 Anm. 3]
"Über die Voraussetzungen, daß got lustlîche gewürken (mac) in der sêle .. spricht in vergleichbarem Sinne auch Pr. 82 (..) Schließlich weisen auch die annähernd gleichlautenden Äußerungen der Pr. 113 [Z. 66-69] über die bonitas und caritas .. auf Eckhart als Verfasser" [S. 100].
Q 36a - Pf. 38 (129,8-131,15); DW 2, Ed. 186-193, Ü. 671-672
An dem ersten Tage in der Woche, als es Abend war, da kam unser Herr bei verschlossenen Türen hinein mitten unter die Jünger und sprach: "Friede sei mit euch!". (Joh. 20,19)
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 17, S. 94f. (Exzerpt)
"Der Text ist dem Evangelium der Oster-Oktav (Weißer Sonntag) .., entnommen" [S. 186 Anm. 1]
"Der präzise Rückverweis auf Pr. 35 [191,10 als ich sprach an dem ôsterâbende] sowie die Tatsache, daß die Predigt auf einen Schrifttext aus dem Evangelium der Osteroktav gehalten wurde, lassen schließen, daß die vorliegende Predigt acht Tage nach jener gehalten wurde. Wahrscheinlich bezieht sich auch der Rückverweis in Pr. 10 [1, 165,12 auf 186,3] auf die vorliegende Predigt. Ob es sich bei den Pr. 36A und B um zwei selbständige Predigten oder um zwei Fassungen einer einzigen Predigt handelt, ist nicht zu entscheiden. Inhaltliche Kriterien weisen die Pr. 36A im Gegensatz zur Datierung aufgrund der Rückverweise nach Imbach (Deus, S. 165) in die Nähe der Quaestiones Parisienses. Sie wäre demnach kurz nach Eckharts erstem Pariser Magisterium gehalten worden. Es ist daher auch denkbar, daß die Pr. 36A in die Erfurter Zeit, die Pr. 36B in die Kölner Zeit weist." [Largier, S. 987]
Rv: 187,11 (als ich ê sprach) auf 1, 326,14 (Q 20a) [S. 798] und / oder 4,1, 101,3 (S 92) [DW 4,1, S. 101 Anm. 3].
Ts: 186,3 von 1, 165,12 (Q 10).
Ts: 191,7 von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 9, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
"Der Wille ist frei, er bezieht nichts von der Materie. In diesem Einen ist er freier als die Erkenntnis, und daran nehmen gewisse törichte Leute Anstoß und meinen, er sei der Erkenntnis überlegen. Dem ist nicht so" [S. 672].
Vgl. Q 1, Q 26, Q 43 (s. Predigt) sowie im Trostbuch.
Q 36b - Jostes 69,2 (69,33-71,39); DW 2, Ed. 198-204, Ü. 673-675
'Ez was âbent des tages
Es war Abend an jenem Tage, da kam unser Herr zu seinen Jüngern und stand in ihrer Mitte und sprach: "Friede sei mit euch!". (Joh. 20,19)
Rv: 201,12 (Ich hân mê gesprochen) auf 2, 174,1 (Q 35) und Q 59 [S. 798].
- 2. Sonntag nach der Osteroktav (12.4. - 16.5.) - (Q 76)
Q 69 - Pf. 42 (140,34-145,6); DW 3, Ed. 159-180, Ü. 535-539
'ein kleine und ein wênic und ein lützel, und ir ensehet mich niht; aber ein kleine, und ir sult mich sehen' - Über ein kleines oder ein weniges, und alsbald werdet ihr mich nicht sehen. (Joh. 16,16)
"Überschriften: Dominica secunda post / octavam pasce G5 - vff den iii sonntag nach ostren Str3 - Am .III. Sontag nach Ostern BT - Des dritten suntags nach ostern KT .." (S. 159) "Der Schrifttext ist dem Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern entnommen" [S. 160 Anm. 1].
"Die Predigt steht zweifellos, wie die Pr. 9 und 70 sowie eine Reihe weiterer Predigten, in engem inhaltlichen Zusammenhang mit Eckharts Quaestiones Parisienses" [Largier, S. 666]
Hier nimmt Eckhart auf seinen Vater als seinen leiblichen Vater Bezug, in dem er sagt: "Sô mîn vater stirbet, dar umbe enstirbe ich niht" (S. 177,5) - "Wenn mein Vater stirbt, so sterbe darum nicht (auch) ich." (S. 538). Es gibt zwei Predigten, wo er von seinem 'leiblichen Vater' spricht, in Q 6 und Q 49 und zum Thema 'Vater und Sohn, Leben und Tod' noch in Q 26. Der Satz in Q 49 könnte dahingehend interpretiert werden, dass der Vater noch lebte, während der in Q 6 darauf hinweist, dass er bereits verstorben war. Aber nur hier spricht er davon, dass sein Vater im Sterben liegt.
Am 19. Mai 1305 (s. Acta n. 11) wird sozusagen die Nachlaßverhandlung unterzeichnet, d.h. der Vater ist bereits verstorben. Im Jahre 1305 fällt die obige Zuweisung, vff den iii sonntag nach ostren, auf den 9. Mai (Köhler). Theisen schreibt dazu: "Eckhart wählt als Leitzitat .. den zentralen Satz des Meßformulars, der nicht nur dreimal im Evangelium steht, sondern darüber hinaus sowohl als erster Allelujavers als auch als Communio Verwendung findet" (S. 134). Und in der Anmerkung 23 dazu: "Der Hinweis 'daz man liset von dem suntage', legt den Schluß nahe, daß die Predigt nicht am Sonntag selbst, sondern in der Woche nach dem 2. Sonntag nach der Oktav .. gehalten wurde; der Hinweis betont, daß keine Votiv- oder Heiligenmesse gelesen wird."
Demzufolge könnte die Predigt neben Sonntag, dem 9. Mai auch ab Montag (10.5.) bis Samstag (15.5.) 1305 gehalten worden sein.
Wenn man die Aussage: Sô mîn vater stirbet wörtlich nimmt, liegt sein Vater (s. Familie) im Sterben. Das würde auch das Leitzitat in einem anderen Licht erscheinen lassen. Und es würde nahtlos in die (mir) bekannten Daten passen. Nach dieser Predigt begab er sich nach Hochheim, Wangenheim, Tambach oder wo immer sein Vater sich zu diesem Zeitpunkt befand und konnte ihm, so Gott wollte, noch die Hand - und dann die Totenmesse halten.
Tsn: 163,1 von 3, 220,8. 221 (Q 71); 172,3 von 2, 612,10 (Q 58); 176,3 von 2, 329,2 (Q 43) [S. 630 f.]
Tsn: 174,6 und 178,3 von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 9, Q 36a, Q 37, Q 45 und 59.
Q 70 - Par. an. 28 (62,36-64,29), Pf. 41 (138,1-140,33); DW 3, Ed. 187-198, Ü. 540-542
Über ein kleines und ein weniges und ein geringes, und ihr werdet mich nicht sehen. (Joh. 16,16.18.22.)
"Vgl. die Pr. 69 und 71, mit denen die Predigt viele inhaltliche Übereinstimmungen aufweist." [Largier, S. 676]
Wie ich zur Datierung der Predigt ausführe, könnte Q 70 1303, 1305 oder 1307 gehalten worden sein.
Zu "kerne des êwigen lebens" (188,1-8) vgl. S 111 [DW 4,2, S. 806; 820f. Anm. 35]
Rv: 189,2 (etwenne) auf 3, 228,9. 211,5 (Q 71) [S. 631].
Ts: Pf. 138,27 von 1, 113,1 (Q 6).
In der Predigt heißt es: "Ein grôzer pfaffe kam niuwelîche ze Parîs" (188,2). Auf Paris nimmt Eckhart in seinem gesamten Werk nur an sieben Stellen Bezug: In der vorliegenden Predigt, in Q 14 und Q 15 (mit gleichlautendem Text), in Q 24, in S 100 (im Präsens) und zweimal in der Responsio (Proc. col. I n. 77 und n. 126).
- 3. Sonntag nach der Osteroktav (19.4. - 23.5.)
Q 4 - Pf. 40 (134,3-137,40); DW 1, Ed. 60-74, Ü. 442-445 (2 Drr., 14 Hss; Mai1 und Str3 enthalten die Pr. jeweils doppelt, deshalb bei Quint als 'a' und 'b' gezählt)
Nachtrag: (1 Hs., S. 604)
Drucke: .
Omne datum optimum et omne donum perfectum desursum est. Jacobi.
Die allerbeste Gabe und Vollkommenheit kommen von oben herab vom Vater der Lichter. (Jak. 1,17)
Zuweisung: Maister egckart predigerorden (G2). [S. 60]; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va. [S. 604]
Überschriften: disse predig ist an dem dritten (...) sunentag nach ostren (G2), vff den IIII. sonntag nach ostren (Str3), Vff den vierden / sontag nach Ostern / den man nent Cantate (BT, f. 259va [Nr. 142]), Vff sant Johans euangelisten tag (KT, f. 221rb [Nr. 118]), [In festo S. Ioannis Euangelistae (ST, S. 353a)]. [S. 60]
Das Leitzitat nach Joh. 21 und die ersten 25 Zeilen des KT sind eine Hinzufügung von Canisius, wodurch auch dessen Datierung auf den Tag des Evangelisten Johannes (27.12.) entfällt.
Übersetzung: Frankfurter Taulerdruck [Tab. Nr. 118], 1826, Nr. 113 (nach KT, PDF S. 38; Q 4 ab "Diese Menschen ...", Z. 17)
Sollte sich der Rückverweis auf die Reden der Unterweisung beziehen, wäre die Predigt in Erfurt gehalten worden. Dafür sprechen auch verschiedene inhaltliche Übereinstimmungen [Largier, S. 777].
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an sieben Stellen hierauf verwiesen.
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 26 (vgl. Votum 6).
Rv: 64,3 (Ich pflige dicke ein wörtelîn ze sprechenne) auf 2, 9,3 (Q 25). Zwei Rve., die sich auf das Schriftwort jeweils als 'gestern' beziehen, befinden sich in Q 30 und Q 59.
Rv: 65,3 (Ich sprach einest an dirre stat) auf die Erfurter Reden [DW 5, S. 238,2-3, 519].
Zum Rückverweis: "Ich sagte einst: Was im eigentlichen Sinne in Worten geäußert werden kann, das muß von innen heraus kommen und sich durch die innere Form bewegen, nicht dagegen von außen herein kommen, sondern: von innen muß es heraus kommen" [S. 443] bemerkt Quint: "Auf welche Stelle E. sich mit ich sprach einest .. zurückbezieht, ist ungewiß" [S. 66,3 Anm. 3]. Vgl. die Textstelle in Q 5a.
Rv: 70,4 (etwenne) bezieht sich wohl wie der Rv. in Q 25 auf zwei Textstellen in Q 30 und Q 41.
Rv: 72,11 (Ich wart einest gefrâget) zeigt große Ähnlichkeit mit dem in Q 31. Inwieweit sie sich aufeinander beziehen sei dahingestellt.
Rv: 74,5 (Ich sprach einest alhie) zusammen mit dem Rv. in Q 11 auf Q 38. Über die "Fülle der Zeit" handeln aber auch Textstellen in Q 24.
Tsn: 69,1 von 1, 187,1 (Q 11); 2, 26,3 (Q 26); 2, 292,5 (Q 41); (61,7), 72,6, (74,6) von 2, 32,6 (Q 26); (72,11) von 2, 116,8 (Q 31); 73,6 von 2, 581,4 (Q 55); (64,3) von 2, 628,3 (Q 59) [DW 2, S. 797 ff.]
Ts: 72,8 von 4,1, 407,3 (S 102) [DW 4,1, S. 407 Anm. 2].
[30.5.12]
- Vigil von Christi Himmelfahrt (29.4. - 2.6.)
Q 46 - Pf. 47 (157,20-159,19); DW 2, Ed. 378-386, Ü. 707-708
Das ist das ewige Leben, daß man dich allein erkenne als einen wahren Gott und deinen Sohn, den du gesandt hast, Jesum Christum. (Joh. 17,3)
Alt. Termin: Samstag nach dem Passionssonntag (14.3.-17.4.).
Tsn: 378,1 von 2, 584,6 (Q 55) [S. 800]; 379,6 von 3, 150,3 (Q 68) [DW 3, S. 630]; 381,2 von 2, 549,5 (Q 54a) und 382,8 von 1, 197,8 (Q 12) [S. 799].
Q 54a - Pf. 71 (224,29-226,13); DW 2, Ed. 548-561, Ü. 735-737
'Unser herre underhuop und huop von unden ûf sîniu ougen
Vater, die Zeit ist gekommen, verherrliche deinen Sohn, auf daß dich dein Sohn verherrliche. Allen, die du mir gegeben hast, gib ihnen das ewige Leben. Das ist das ewige Leben, daß sie dich allein als einen wahren Gott erkennen. (Joh. 17,1/3)
Wie bei den Predigten Q 20a, Q 20b und Q 36a, Q 36b vermutet Quint, daß es sich um verschiedene Fassungen derselben Predigt handelt [Largier, S. 1064].
Rv: 549,5 (Ich hân ez mê gesprochen) auf 1, 56,6 (Q 3), 2, 381,2 (Q 46) und 2, 456,7 (Q 50) [S. 799]. Vom Termin her passt nur Q 50, es sei denn, Q 46 würde auf den zweiten Termin datiert. Der Bezug der beiden Rve. in 558,3 (etwenne) und 4 (als ich mê gesprochen) ist unbekannt.
Ts: 548,1 von 2, 584,6 (Q 55) [S. 800].
Q 54b - Pf. 46 (154,29-157,19); DW 2, Ed. 564-571, Ü. 738-741
Das ist ewiges Leben, daß man dich allein erkenne als einen wahren Gott und deinen Sohn, den du gesandt hast, Jesum Christum. (Joh. 17,3)
Wie bei den beiden vorhergehenden Predigten, hält Theisen den ersten Termin für wahrscheinlicher (S. 148. 151. 154).
Rve: 565,3 (als ich mê gesprochen hân) auf 1, 301,6 (Q 18) und 2, 180,5 (Q 35) [S. 799].
Tsn: 564,1 und 565,6 von 2, 584,6 und 581,4 (Q 55) [DW 2, S. 800]. Der erste Rv. von Q 55 (êgester) kann sich nur auf die vorliegende Predigt beziehen, wenn der zweite der möglichen Termine in Erwägung gezogen wird. Das würde den Zeitraum auf 24.3. - 17.4. einschränken.
S 111 - Brethauer, ZfdA 69 (1932), S. 267-271 [A], Pf. 109 (357,26-358) [B]; DW 4,2, Ed. 810-826, Ü. 1231-1235
[2017] Nur in Bre1 und Lo4 vollständig überliefert.
Sublevatis oculis Iesus dixit (A), Ein andere predige von dem betenne meister Eckarts von Paris (B)
Solches redete Jesus und hob seine Augen ... (Ioh. 17,1)
Zuweisung: Ein andere predig vom petten Maister Ekchars von Paris (Me1)
Überschriften: De die sabati infra octavum pasche (G5); Von ... (Rest .. nicht lesbar; Lo4) [S. 810]
"Die Predigt (..) könnte während oder nach der Abfassung der lateinischen 'Expositio sancti Evangelii secundum Iohannem', circa 1313, entstanden sein." [S. 809]
Gedankliche und terminologische Anklänge "an die Predigten Q 81 und Q 51 und damit zusammenhängend auch an den Sermo XL,3 n. 408 und den Genesiskommentar In Gen. I n. 17." [S. 805]
Rv: 822,170-823,180 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 4,2, 858,122f. (S 112) [S. 805]
Zu "kerne des êwigen lebens" vgl. Q 45 (DW 2, 363,8-364,4) und Q 70 (DW 3, 188,1-8) [S. 806; 820f. Anm. 35]. S. Predigt 70 und 2017
[29.7.17]
- Christi Himmelfahrt (30.4. - 3.6.)
Q 29 - Pf. 74 (231,23-235,10); DW 2, Ed. 73-89, Ü. 652-655
Druck: HT.
Fragment: (1 Hs., Hinweis fehlt in DW 2; vgl. PiK )
Convescens praecepit eis, ab Ierosolymis ne discederent etc.
Bleibt in Jerusalem beieinander und trennt euch nicht und harret der Verheißung, die euch der Vater gelobt hat. (Apg. 1,4)
Zuweisung: allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschriften: An der vffart vnßers li / eben heren manete in ierusalem tu invicem Str3; Manete jmerusal cu jnucem Mai1; Vff den heyligen Vffarts tag (BT, f. 262va [Nr. 144]). [S. 73]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 16, S. 94 (Exzerpt)
"Die Predigt steht in engem inhaltlichen und liturgischen Zusammenhang mit Pr. 28." [Largier, S. 965]
Rv: 88,4 (als ich mê gesprochen hân) auf 1, 197,8 (Q 12), 220,4 (Q 13); (182,9 (Q 11), 255,1 (Q 15), 380,5 (Q 22)) [S. 797].
Tsn: 82,3 und 88,4 von 2, 62,1 und 66,1 (Q 28); 86,7 von 2, 305,1 (Q 42); 88,4 von 2, 418,1 (Q 48) [S. 797 ff.]
- Quatembermittwoch nach Pfingsten (13.5. - 16.6.) - (Sermo I)
Q 47 - Pf. 23 (93,33-96,8); DW 2, Ed. 394-409, Ü. 709-711
Der Geist des Herrn hat erfüllt den Umkreis der Erde. (Weish. 1,7)
"Ganz auffällig ist, daß eine Reihe von Gedanken der Predigt 47 in sehr ähnlichen Formulierungen in der Predigt 112 ausgesprochen werden." [DW 4,2, S. 835]
Rve: 399,5 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 1, 369,7 (Q 21) und 2, 295,1 (Q 41); 401,4 (als ich ouch etwenne mê gesprochen hân) auf (2, 63,3 (Q 28) und 2, 96,9 (Q 30)) [S. 799].
Für die ersten beiden Bezüge liegen die Predigten min. acht Monate zurück. Q 28 wird auf den 11.6. datiert. Am 12. oder 13.6. hätte Eckhart sich wahrscheinlich mit 'gestern' oder 'vorgestern' auf die Stelle bezogen. Für den Bereich 12.-16.6 kämen nur die Jahre 1291, 1302 und 1318 in Betracht. Der letzte Bezug macht wohl nur Sinn, wenn Q 30 auf den 23.5. datiert würde.
Rv: 401,4 (s.o.) auf B7 f. 23r-v [Löser, Nachlese, S. 131] bzw. Lo4 f. 155ra-rb [Löser, mê, S. 223] der Predigt S 112 (Alliu diu schare).
Festloser Teil
Sermones de tempore - Festteil
- Trinitatis - Dreifaltigkeitssonntag (17.5. - 20.6.) - (Sermo II,1; II,2; III; IV,1; IV,2)
Q 61 - Sievers ZfdA 15 Nr. 25 (430-433); DW 3, Ed. 35-47, Ü. 510-512
Die Erde ist voll der Barmherzigkeit unseres Herrn. (Ps. 32,5)
Tsn: 43,2 von 2, 611,2 (Q 58); (46,2) von 2, 347,2 (Q 44) [S. 630]
[15.11.08]
- 1. Sonntag nach Dreifaltigkeit (24.5. - 27.6.) - (Sermo VI,1, VI,2, VI,3, VI,4, VII)
Q 5a - Quint ZfdPh 60, 173-192; DW 1, Ed. 77-82, Ü. 446-448 (3 Hss)
Nachtrag: (1 Hs., S. 604; vgl. Quint, Unters. II, S. 73f.)
Fragment: (1 Hs., S. 78, Anm. 1; vgl. PiK )
In hoc apparuit caritas dei in nobis, quoniam filium suum unigenitum misit deus in mundum ut vivamus per eum.
Darin ist uns Gottes Liebe geoffenbart, daß er seinen Sohn in die Welt gesandt hat, auf daß wir durch ihn und mit ihm leben. (1 Joh. 4,9)
Zuweisungen: keine.
Die Herstellung eines kritischen Textes ist aufgrund der fragmentarischen Überlieferung nicht möglich [Largier, S. 794].
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an elf Stellen hierauf verwiesen.
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 11 (vgl. Votum 21).
Tsn: (80,8 und 80,19) von 2, 499,9 und 494,4 (Q 52) [DW 2, S. 799].
Ts: 80,8 von 4,1, 407,3 (S 102) [DW 4,1, S. 407 Anm. 2].
Ts: 80,18 von 1, 113,1 (Q 6).
Zur Textstelle: "Was ist mein Leben?' Was von innen her aus sich selbst bewegt wird. Das (aber) lebt nicht, was von außen bewegt wird. Leben wir denn also mit ihm, so müssen wir auch von innen her mit ihm mitwirken, so daß wir nicht von außen her wirken; wir sollen vielmehr daraus bewegt werden, woraus wir leben, das heißt: durch ihn" [S. 447] vgl. den Rv. in Q 4.
Q 5b - Pf. 13 (64-67); DW 1, Ed. 85-96, Ü. 449-451 (1 Dr., 14 Hss.; in Ba2 und S1 je zwei Fragmente)
Nachträge: (5 Hss.; Em: S. 605 - s. Unters. II, S. 7; Kla: S. 605 - s. Unters. II, S. 29, 32 ff.; N14: S. 593f.; P3: S. 594 - s. Unters. I, S. 274; W1: Abschrift Pfeiffers von Ba2a, S. 593;)
Nicht in DW: (1 Dr., 2 Hss.; U1: PBB 82, S. 357, 375)
Exzerpte aus dem 'Buch der Vollkommenheit': He3, Ka11, M3, M4, M30, M44, Mai2 (aus Ka11 wird zitiert: S. 89, Anm. 4; S. 91, Anm. 2; S. 93, Anm. 1)
In hoc apparuit caritas dei in nobis.
Darin ist uns Gottes Liebe erzeigt und in uns sichtbar geworden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, auf daß wir leben mit dem Sohne und in dem Sohne und durch den Sohne. (1 Joh. 4,9)
Zuweisungen: Eberhart (Bra3); sermo Eghart (B1). [S. 85] Allgemeine Zuweisung in BT f. 242va. [S. 605]
Überschriften: An dem I sonntag nach ostren (ostren getilgt, davor: corporis xpi, rot, Str3), Vff den ersten Sontag nach der heiligen Treyualtigkeit / oder vff Weyhnechten (BT, f. 266rb [Nr. 148]). [S. 85]
Anzusehen als Bearbeitung oder schlechtere Nachschrift der ursprünglicheren Predigt 5a. [Largier, S. 798]
Ts: (92,1) von 2, 494,4 (Q 52) [DW 2, S. 799].
Q 63 - Jundt 7 (255-257); DW 3, Ed. 74-83, Ü. 516-518
Man liset hütt da haime in der epistel
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1 Joh. 4,16)
Die drei Predigten Q 63, Q 64 und Q 65 stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang. Q 64 schließt direkt an Q 63 an. Siehe auch Q 67 auf denselben Schrifttext. [Largier, S. 1097 ff.]
Rv: 81,3 (nächst an fritag) auf 2, 35,3 (Q 26) [S. 630].
Bezüglich des Rvs: "Darum will ich ein Wort sagen, das ich am vergangenen Freitag sagte: Ich will Gott niemals um seine Gabe (= Gnade) bitten noch will ich ihm für seine Gabe danken, denn, wäre ich würdig, seine Gabe zu empfangen, dann müßte er (sie) mir geben, es sei ihm lieb oder leid" [S. 517] gibt es ein Problem mit der Datierung, weshalb Theisen den Termin von Q 63 für zweifelhaft hält (S. 178-80). Er denkt dabei an ein (unbekanntes, vielleicht regionales) Heiligenfest, dass an einem der drei Tage: Samstag, 1.3.1326, Montag, 3.3.1326 oder Mittwoch, 5.3.1326 im Rahmen der Predigtreihe in der Fastenzeit begangen wurde (die möglichen anderen Tage sind in seiner Reihe bereits von anderen Predigten besetzt). Als Beleg dient ihm die Bemerkung am Schluß der Predigt: "diß ist ain sermon der heiligen" ("Dies ist eine Predigt 'an Heiligenfesten'. Hier ist sie zu Ende. Nun (aber) bleibt still sitzen, ich will euch noch länger (hier) halten. Ich will euch noch eine Predigt halten" [S. 518]). Hier schließt dann direkt Q 64 an, d.h. diese Predigt müsste auch an diesem Tag gehalten worden sein.
Falls der Rv. zutrifft, kommt nur der Zeitraum 28.[29.]2.-8.4. in Frage. Die beiden bekannten Heiligenfeste in diesem Zeitraum, an denen Eckhart eine Predigt hielt, sind Benedikt (21.3.) und Mariä Verkündigung (25.3.).
Tsn: 79,1 von 3, 103,1 (Q 65), 79,3 von 3, 100,3 (Q 65); 83,1 von 3, 87,4 (Q 64) [DW 3, S. 630].
Die Textstelle: "Es gibt zahllose Engel; ihre Zahl kann niemand ausdenken" [S. 79,3 f. S. 517] bezieht Quint u.a. auf einen Rv. in Q 38 (s. Predigt).
Q 64 - Jundt 8 (258-259); DW 3, Ed. 86-90, Ü. 519-520
die sele die wirt ain mit gotte vnd nit veraint
Nun nehme ich ein Wort auf, das ich in der ersten Predigt besprach: "Gott ist Liebe und wer in der Liebe ist, der ist in Gott, und er ist in ihm." (1 Joh. 4,16)
Die Predigten Q 63 und Q 64 sind durch wechselseitige Verweise miteinander verbunden. [Theisen, S. 180]
Q 64 schließt direkt an Q 63 an (- sie ist am selben Tag gehalten). Siehe auch Q 67 auf denselben Schrifttext. [Largier, S. 1097ff.]
Rv: 87,4 (ich sprach in dem ersten sermon) auf 3, 83,1 (Q 63) [S. 630].
"Alle, die so in der Einheit sind, wie ich vorhin ausgeführt habe, dürfen, weil sie ohne "Einbildung" (= dinghafte Einzelvorstellung) sind, nicht wähnen, daß ihnen solche Einbildung tauglicher wäre, als wenn sie sich nicht aus der (innern) Einheit nach außen kehrten; denn, wer das täte, das wäre unrecht, und man könnte (sogar) sagen, es sei Ketzerei; denn wisset, daß es in der (vorher genauerhin bestimmten) Einheit mit Gott weder einen Konrad noch einen Heinrich (d.h. keine individuellen Einzelpersonen) gibt." [S. 520]
Vgl. zu Konrad Q 38 (s. Predigt, zu Heinrich die Prr. Q 17 und Q 25 und für beide zusammen die Prr. Q 65, Q 67 und Q 77. (Außerdem s. Leben - Name und Leben - Anmerkung).
Q 65 - Pf. 5 (30,23-33,19); DW 3, Ed. 95-103, Ü. 521-523
Deus caritas est et qui manet in caritate in deo
"In welcher zeitlichen Abhängigkeit die Predigten 63 bis 65 zueinander stehen, bleibt offen." [Theisen, S. 181]
Rve: 100,3 (underwîlen) auf 3, 142,1 (Q 63); 103,1 (niuwelîchen) auf 3, 79,1 (Q 63) [S. 630]
Der erste Rv. könnte sich auch auf Q 38 beziehen (s. Predigt). Wie sich Eckhart mit 'neulich' auf eine Predigt beziehen kann, die zum gleichen Termin gehalten worden sein soll, bleibt fraglich.
"Wenn ich da (mit) vereint bin, wo alle Dinge gegenwärtig sind, die vergangen und die jetzt und die zukünftig sind, da sind sie alle gleich nahe und gleich eins; sie sind alle in Gott und sind alle in mir. Da braucht man an keinen (individuellen) Konrad oder Heinrich zu denken." [S. 523]
Vgl. zu Konrad Q 38 (s. Predigt), zu Heinrich die Prr. Q 17 und Q 25 und für beide zusammen die Prr. Q 64, Q 67 und Q 77. (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
Q 67 - Jundt 9 (259-261); DW 3, Ed. 129-135, Ü. 528-530
'Got ist diu minne, und der in der minne wonet, der wonet in gote und got in im'
"Der erste Teil der Predigt steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit den Pr. 63, 64 und 65." [Largier, S. 651]
"..; wenn ich um nichts bitte, dann bitte ich recht, und ein solches Gebet ist recht und ist kraftvoll. Wer immer um irgend etwas anderes bittet, der betet einen Abgott an, und man könnte sagen, es sei die reine Ketzerei. Ich bitte niemals so recht, wie wenn ich um nichts bitte und für niemand bitte, weder für Heinrich noch für Konrad." [S. 529]
Vgl. zu Konrad Q 38 (s. Predigt), zu Heinrich die Prr. Q 17 und Q 25 und für beide zusammen die Prr. Q 64, Q 65 und Q 77. (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
Q 80 - Par. an. 59 (125,12-127,4); DW 3, Ed. 378-388, Ü. 574-575
Es war ein reicher Mensch, der war mit Seide und mit Samt geschmückt und aß alle Tage verwöhnte Speise. (Luk. 16,19)
"Der Schrifttext ist nach dem alten Dominikaner-Missale dem Evangelium des ersten Sonntags nach Trinitatis entnommen. Der Sermo VII .. auf denselben Schrifttext hat inhaltlich keine Beziehung zur vorliegenden Predigt" (Anm. 1) [S. 378]. [13.2.12]
Lit.: Theisen, 81-83
- 2. Sonntag nach Dreifaltigkeit (31.5. - 4.7.) - (Sermo VIII;Q 20a, Q 20b)
- 4. Sonntag nach Dreifaltigkeit (14.6. - 18.7.) - (Sermo XI,1, XI,2, XII,1, XII,2)
S 94 - Par. an. 42 (93,1-95,11); DW 4,1, Ed. 142-149; Ü. 1160f. (DW 4,2)
Alle lîdunge dirre zît ensint niht wirdic ze der zuokünftigen êre, diu in uns entdaht sol werden. (Röm. 8,18)
Beachtliche Parallelen in den Lehraussagen und in der Begrifflichkeit zu dieser Predigt finden sich in den Predigten Q 12, Q 23, Q 26, Q 30, Q 40, Q 53, Q 54b und Q 69, wobei die Übereinstimmung mit Q 3 besonders auffällig ist, da nur in diesen beiden Predigten Eckhart den Ausdruck bekantlicheit verwendet. "Zu erwägen bleibt, ob sich Eckhart nicht mit seinem Rückverweise der Pr. 3 (...) auf den lateinischen Sermo XI,1 bzw. XI,2 beziehen will, dessen gedankliche Vorarbeit die Predigten 3, 23 und 94 voraussetzen." [S. 139 f.]
Das Problem, den Rv. von Q 3 ('vorgestern') auf Q 23, S 94 oder die beiden Sermones zu beziehen, besteht in zwei Dingen: Zunächst müßte Q 3 auf Peter und Paul (29.6.) datiert werden. Der infragekommende Tag wäre dann der 27.6. Damit S 94 oder die Sermones auf diesen Tag fallen können, müßte Ostern auf den 4.4. fallen (22.3. plus 13 Tage). Ostern fiel aber in der Lebensspanne Eckharts nur einmal auf den 4.4. - und das war 1260! [15.5.08]
- 6. Sonntag nach Pfingsten (21.6. - 26.7.) - (Q 24)
- 6. Sonntag nach Dreifaltigkeit (28.6. - 1.8.) - (S 114)
- 15. Sonntag nach Dreifaltigkeit (30.8. - 3.10.) (Sermo XXXIV,3 und XXXIV,4)
S 117 - Jostes Nr. 82 (84,29-98,8); DW 4,2, Ed. 1086-1137, Ü. 1258-1268
Ze dem êrsten suochet daz rîche gotes.
Vgl. Quaerite ergo primum regnum dei.
Überschriften: Hie hebet Sich an ain guter Sermo von dem reich gotes (N1 f. 89vb); Dar nach ein predig von dem reich gocz (B41 Inhaltsangabe auf eingeklebtem Zettel im Vorderdeckel). [S. 1086]
Übersetzungen: Büttner, 2. Bd., 1909, S. 189-211 (2.1921, S. 154-171); Schulze-Maizier, 1927, S. 329-339 (2.1934, S. 337-347) [= Z. 272-471]; Döll, 2014, S. 103-113. [S. 1063]
"Der Aufbau des Sermo 117 [..] folgt einem Baumuster, das der Homilie fern ist. Dieses legt zwar dem Text den Bibelvers Matth. 6,33 [..] zugrunde, konzentriert sich aber ausschließlich auf das Thema regnum dei. Der Sermo 117 wird dadurch als Quaestio angelegt." [S. 1083]
Zum Schriftwort Matth. 6,33 "vgl. In Gen. I n. 15", "In Gen. I n. 286", "In Gen. II n. 37", "In Exod. n. 272" und "In Ioh. n. 563". [S. 1086, Anm. 2]
"Quint fügt [Predigt 38, DW 2, S. 232 Anm. 2 - s. Q 38, Anm. 4] weitere Parallelstellen 'über das rîche gotes' bei. Die nächststehende ist die Predigt 80 [..], die, so läßt sich vermuten, als ganze Predigt Quelle für den Sermo 117 gewesen sein könnte. Auch die Predigt 68 [..] setzt Quint in einen unmittelbaren Zusammenhang mit Pr. 117 (vgl. DW III, S. 143, Anm. 1 [..]). [..] Des weiteren ist Pr. 76, DW III, S. 319,3-320,7 zu vergleichen." [S. 1086, Anm. 1]
"Es ist zu beachten: Die von Quint als echt eingeschätzte Eckhartpredigt Pf. LXXVI,1 [..] steht in ihrer Thematik dem 'Sermo vom Reich Gottes' nicht fern" [S. 1130, Anm. 154]
"Die Schrift führt die Gedanken der Abhandlung v o m S c h a u e n G o t t e s [Preger, Mystik I, S. 484 ff.] und der Predigt v o n d e r g e i s t l i c h e n A r m u t [Pf. 87, Quint Pr. 52] (siehe Band I) weiter. Ihre Entstehung fällt, da sie auf eine Aufstellung des Duns Scotus Bezug nimmt, in die Zeit nach Eckeharts zweitem Pariser Aufenthalt, nach 1311." (Büttner II, 1921, S. 185). Dem widerspricht der nachfolgende Rückverweis, sofern er zutrifft, da die Prr. 103 und 104 in die Zeit der Erfurter Reden datiert werden.
Rv: 1113,24 ff. (ich hân wîlen gesprochen) auf 4,1, 603,439-462 (S 104 A) bzw. auf 4,1, 490,143-153 (S 103). Nicht nachweisbar ist in den Schriften Eckharts das Adverb wîlen. [S. 1113, Anm. 102]
- 16. Sonntag nach Dreifaltigkeit (6.9. - 10.10.) - (Sermo XXXV, XXXVI,1, XXXVI,2; Q 18, Q 43, S 113)
Q 42 - Pf. 80 (256,17-258,33); DW 2, Ed. 301-309, Ü. 694-696
Jüngling, ich sage und befehle dir: stehe auf! (Luk. 7,12 ff.)
Alt. Termin: Donnerstag nach dem 4. Fastensonntag (5.3. - 8.4.).
Nach Theisen und Sturlese (s. Allgemein) der erste Termin. "Vgl. die Predigten Q 18 und Q 43 zum selben Schrifttext" [Largier, S. 1016].
Rv: 305,1 (Ich saz gester an einer stat) auf (1, 183,2 (Q 11), 1, 220,7 (Q 13), 2, 86,7 (Q 29) und 2, 233,1 (Q 38)).
Für den ersten Termin kommt keine der angegebenen Predigten in Betracht. Der zweite mögliche Termin kann sich nur auf Q 38 (25.3.) beziehen. Dafür käme ausschließlich das Jahr 1327 in Frage.
Ts: 308,2 von 1, 220,4 (Q 13) [S. 798]
- 16. Sonntag nach Dreifaltigkeit (6.9. - 10.10.) - (Sermo XXXV, XXXVI,1, XXXVI,2; Q 18, Q 42, Q 43)
S 113 - Pf. 37 (126,4-129,7); DW 4,2, Ed. 894-908, Ü. 1240-1242
Vollständig: B13, B38, Co, D2, G4, Str1; Im Katrei-Text eingeschoben: B13, Co, D2, G4, Str1
Jüngling, ich sage und befehle dir: stehe auf! (Luk. 7,14)
Zuweisung: Sermo magistri Eghardi (B1, f. 5r). [S. 890]
Überschrift: Am. XVI Sonntag nach der heiligen Tryualtigkeit (BT, f. 267va); Am. XVI. Sontag nach Trinitatitis; Am. XVI Sontag die dritt predig (BT, f. 269va) [Nr. 151]
Übersetzung: Schöpff, S. 54-57 (s. 2013)
Pfeiffer schrieb seinen Predigttext nach Str1 ab. Dieser älteste Textzeuge ist leider 1870 verbrannt.
"Wer die Predigt Pf. 37 und den Schwester-Katrei-Traktat miteinander vergleicht, kann erkennen, dass sie entstehungsgeschichtlich engstens zusammengehören. Man darf der Vermutung nachgehen, dass beide Texte zum Straßburger Gottesfreunde-Kreis gehörten und ihre Anhänger sich gegenseitig auch literarisch austauschten" (Steer, Pf. 37, S. 124).
Im Unterschied zu anderen Predigten wird hier mehrfach der Ausdruck man der sêle verwendet (Zz. 6, 53, 54, 57f., 60, 61, 63f., 92f., 102f. - S. 891). Zum sonst bekannten man in der sêle s. z.B. Predigt 18.
- 17. Sonntag nach Dreifaltigkeit (13.9. - 17.10.) - (Sermo XXXVII, XXXVIII)
Q 21 - Pf. 100 (320,32-323,37); DW 1, Ed. 357-370, Ü. 513-516 (H4 und M57 enthalten die Pr. nicht)
Hs.: S3 (S. 607)
Unus deus et pater omnium etc.
Ein Gott und Vater aller, der da ist gebendeit über alle und durch alle und in uns allen. (Eph. 4,6)
Zuweisungen: Dicz spricht meister Ek (N1); Ditz sprach ekhart N9.
Überschriften: Jtem vff den j sonntag nach corporis xpi / oder nach der octaf der hailig dry[e] ku[e]nig (rot v. and. Hd.) (Str3). [S. 357]
Rv: 360,3 (Ich hân ez ouch mê gesprochen: minne eneiniget niht; si einiget wol an einem werke, niht an einem wesene) auf 1, 122,3 ff. (Q 7) [s. S. 360 Anm. 2]
Ts: 369,7 von 2, 399,5 (Q 47) [DW 2, S. 799].
- Quatemberfreitag im September (17.9.)
Q 7 - Pf. 72 (226,14-228,21), Par. an. 19 (46,32-48,22); DW 1, Ed. 117-124, Ü. 456-458 (s. Q 3; Hinweis auf G9-M7-Z4 S. 124)
Nachtrag: (1 Hs., S. 595)
Nicht in DW: (2 Hs.), N9 aber in Unters. I, S. 165
Populi eius qui in te est, misereberis.
Herr, des Volkes, das in dir ist, dessen erbarme dich. (Hosea 14,4)
Zuweisungen: meister Eckart (O, f. 1vb); Echart (H2, f. 2r). [S. 117]
Überschriften: Sermo de tempore XIX (O, H2). [S. 117]
Das Leitzitat entspricht dem Meßformular des dominikanischen Missale zum: "Feria sexta in Jejuniis quattuor temporum" [Theisen, S. 194].
"Barmherzigkeitspredigt" (vgl. Leben - 1295).
In der Responsio wird an zwei Stellen (Proc. Col. I, Proc. Col. II) hierauf verwiesen.
Ts: 122,3 (Minne eneiniget niht, enkeine wîs niht; daz geeiniget ist, daz heftet si zesamen und bindet ez zuo. Minne einiget an einem werke, niht an einem wesene; s. Pr. 7) von 1, 360,3 f. (Q 21) [s. S. 360 Anm. 2]
Ts: 123,3 (s. Pr. 7) von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 9, Q 36a, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
Ts: 123,11 (s. Pr. 7) vgl. Q 43 (s. Pr. 43, Eig. Anm. 6).
- 19. Sonntag nach Dreifaltigkeit (27.9. - 30.10.) - (Sermo XLI,1, XLI,2, XLII,1, XLII,2)
Q 83 - Pf. 99 (317,34-320,31); DW 3, Ed. 437-448, Ü. 584-586
Renouamini spiritu
"Ihr sollt erneuert werden in eurem Geiste, der da mens heißt", will sagen ein 'Gemüt'. (Eph. 4,23)
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 6, S. 63-65
- 24. Sonntag nach Dreifaltigkeit (1.11. - 4.12.) - (Sermo L)
Q 84 - Par. an. 57 (122,27-124,8); DW 3, Ed. 454-465, Ü. 587-589
Puella, surge
Unser Herr sprach zu der Jungfrau: Steh auf! (Luk. 8,54)
"Im alten Dominikanermissale wie im römischen Missale [wird] der Bericht der Auferweckung nach Matth. 9,23 ff. geboten. Bei Matthäus fehlt jedoch das surge, was Eckhart bewogen haben dürfte, auf das Lukas-Evangelium zurückzugreifen." [Largier, S. 734] [15.5.08]
Lit.: Theisen, 200-204
Q 85 - Par. an. 58 (124,9-125,11); DW 3, Ed. 468-471, Ü. 590-591
Pvella, surge
Steh auf! Unser Herr sprach zu der Jungfrau: Steh auf! (Luk. 8,54)
"Die Predigten [Q 84 und Q 85] wurden wohl an demselben Sonntag in verschiedenen Jahren gehalten." [Largier, S. 737] [15.5.08]
Lit.: Theisen, 205-206
- 25. Sonntag nach Dreifaltigkeit (8.11. - 11.12.) - (Sermo LI, S 87)
Sermones de tempore - Festloser Teil
- Votivmesse Maria im Advent (7.12.) - (Q 22, Q 38, Q 78)
Als Marienfest im Advent kommt eigentlich nur ein Termin in Frage: Das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria", das "Fest der unbefleckten Empfängnis" (im Jahr 1263 durch das Generalkapitel der Franziskaner zu Pisa unter Leitung Bonaventuras unter die Ordensfeste aufgenommen [Wikipedia ]) oder kurz "Mariä Empfängnis", gefeiert am 8. Dezember. Schriftwort des Evangeliums ist Lk. 1,26-28 (s. Missale romanum [PDF; Kalender, S. 36; Fest, S. 496 (PDF S. 600)], Schott ). [15.3.08]
- Unschuldige Kinder (28.12.)
Q 13 - Jundt 11 (265-268); DW 1, Ed. 211-222, Ü. 480-482
Vidi supra montem Syon agnum stantem etc.
Sankt Johannes sah ein Lamm stehen auf dem Berge Sion, und es trug vorn an seiner Stirn seinen Namen und seines Vaters Namen geschrieben und hatte bei sich stehen 144.000... (Geh. Offenb. 14,1/4)
Zuweisungen: keine
Überschriften: In der / kynder dage eyn sermoyn (Lo1); vff der vnschuldigen kindlein tag (Str3). [S. 211]
Theisen datiert die Predigt in seiner Liste auf 1325 (S. 122).
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an vier Stellen hierauf verwiesen.
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 27 (vgl. Votum 4).
Rve: 220,4 (ich mêr gesprochen hân) auf 2, 308,2 (Q 42) [DW 2, S. 798]; 214,11 (Als ich nû niuwelîche sprach ze Margarêten) und 217,1 (als ich sprach ze Margarêten) auf 1, 385,5 und 382,8 (Q 22).
Tsn: 220,4 von 2, 88,4 (Q 29); (220,7) von 2, 305,1 (Q 42); 220,4 von 2, 418,1 (Q 48); 212,5 von 2, 473,5 (Q 51) [DW 2, S. 797 ff.]. Q 13 und Q 42 können sich nur gegenseitig aufeinander beziehen, wenn sie am gleichen Tage gehalten wurden. Dem widerspricht der Rv. 'gester' in Q 42 - s. Anm. dort.
Q 13a - Pf. 24 (96,9-97,17); DW 1, Ed. 224-226, Ü. 483-484
Sant Johannes sach in einer gesichtte..
Sankt Johannes sah in einer Schau auf dem Berge Sion ein Lämmlein stehen und bei ihm stehen 44, die waren nicht irdisch und hatten nicht den Namen Frau... (Geh. Offenb. 14,1/4)
Zuweisung: Bru°der eghart (Ba2). [S. 224]
Der nur in der Handschrift Ba1 bewahrte Text stellt möglicherweise (aber nicht sicher) Rudimente einer Predigt dar, die Eckhart auf den gleichen Apokalypsentext hielt wie Q 13 und als "Parallelpredigt" bei aller Selbständigkeit ursprünglich weitgehende Übereinstimmungen mit ihr aufwies [DW 1, S. 223 f.]
Lit.: Theisen, 273-275 [21.6.12]
- Thomas (29.12.) - (Q 17, Q 58)
- Sylvester (31.12.) - (Q 10, Q 66)
- Marcellus (16.1.)
Q 66 - Pf. 58 (184,20-188,39); DW 3, Ed. 108-125, Ü. 524-527
Euge serve bone et fidelis, quia super pauca fuisti fidelis, intra in gaudium domini tui
Wohlan, geh ein, guter, getreuer Knecht, in die Freude deines Herrn;... (Matth. 25,21)
Alt. Termine: Sylvester (Papae et Confessoris - 31.12.), Marcellus (Papae et Martyris), Urban (Papae et Martyris - 25.5.), Remigius (Episcopi et Confessoris - 1.10.).
Das Leitzitat findet als Evangelium an diesen Festen nach Theisen Verwendung. Er bringt zwei "gewichtige Argumente" für den 16. Januar vor (S. 276).
"Der Schrifttext ist dem Evangelium der zweiten Messe In communi unius confessoris des alten Dominikanermissales entnommen. .. BT verweist die Predigt Vff Martini [11.11.] oder Nicolaifest. In Str3 steht auf dem rechten Rand von and. Hd. in Rot zu Beginn der Predigt: vô den bischoffen, was bedeuten will, daß die Predigt am Fest einen hl. Bekenners und Bischofs gehalten werden kann." [S. 108 Anm. 1]
Rv: 110,5 (etwenne) auf 3, 142,1 (Q 68) [S. 630]
- Fabian und Sebastian (20.1.) - (Sermo LVI)
Q 33 - Par. an. 49 (110,21-111,22); DW 2, Ed. 150-155, Ü. 664-665
Sancti per fidem vicerunt regna.
Die Heiligen haben die Reiche mit dem Glauben überwunden. (Hebr. 11,32 f.)
Alt. Termine: Gordian und Epimachus (10.5.), Marcus und Marcellus (18.6.), Hippolyt und seine Gefährten (13.8.)
Zuweisungen: Hi lerit meistir / eck'[art] / Echard (O / H2).
Überschriften: Sermo [de sanctis] (O / H2); vier riche habent die heiligen hie / vber wunden mit der gnaden (N4). [S. 150]
Zuweisung zum ersten Termin ("eindeutig") nach Theisen, der die Predigt "in das Jahr 1315 oder 1326" datieren möchte. (S. 278, 280). Sollte der Rv. aus Pr. 32 (19.11.) zutreffen, dann kommt wohl am ehesten der letzte Termin in Betracht, obwohl auch der dann immerhin schon drei Monate zurück gelegen hätte.
"Derselbe Schrifttext .. ist Gegenstand des ganzen Sermo LVI .., der allerdings mit der vorliegenden deutschen Predigt so gut wie keine Berührung zeigt" [DW 2, S. 150 Anm. 1]
Ts: 154,6 von 2, 139,2 (Q 32) [S. 798].
[23.9.12]
Q 8 - Pf. 82 (261,34-264,34); DW 1, Ed. 127-137, Ü. 459-461 (1 Dr., 8 Hss.)
Nicht in DW: (1 Dr., 1 Hs.; Bra1: Fragment S. 133,2-5; Eis/Vermeer, S. 386)
In occisione gladii mortui sunt.
Man liest von den Märtyrern, daß "sie gestorben sind unter dem Schwerte." (2 Hebr. 11,37)
Alt. Termine: Gordian und Epimachus (10.5.), Marcus und Marcellus (18.6.), Hippolyt und seine Gefährten (13.8.; Termine nach Theisen, zu Pr. 33, S. 278); Johannes und Paul (26.6.)
Zuweisungen: keine außer der allgemeinen in BT f. 242va. [S. 127]
Überschriften: Aber I bredig von der hailigen martere (Str3); stat am taller CCLXXIX Mai1; Vff Johannis vnd Pauli der heiligen marterer fest (BT, f. 278rb [Nr. 159]). [S. 127]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 20, S. 101f.
Theisen datiert die Predigt "mit einiger Sicherheit" wie Pr. 33 auf den 20. Januar (S. 280). Auf die Datierung des BT geht er nicht ein.
In der Responsio (Proc. Col. II Art. 48 und 49) wird an drei Stellen (nn. 114, 116, 117) hierauf verwiesen.
Tsn: 135,5 von 2, 457,2 (Q 50); (128,9) von 2, 494,4 (Q 52) [DW 2, S. 799]
- Vincent (22.1.) - (Q 17, Q 58)
- Bekehrung des hl. Paulus (25.1.) - (Sermo LIII)
Q 71 - Pf. 19 (79,31-84,40); DW 3, Ed. 211-231, Ü. 543-547
Saulus stand auf von der Erde, und mit offenen Augen sah er nichts. (Apg. 9,8)
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 10, S. 79-81 (Extrakt)
"Die Predigt steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit den Pr. 69 und 70." Wahrscheinlich kurz nach 1302 entstanden. [Largier, S. 681]
Sollte der Rv. von Q 70 zutreffen, so könnte die Predigt 1303, 1305 oder 1307 gehalten worden sein.
Rv: 220,8. 221 (hân ich ouch mê gesprochen) auf 3, 163,1 (Q 69).
Tsn: 228,9. 211,5 von 3, 189,3 (Q 70); 223,7 von 3, 250,7 (Q 72) [S. 631].
- Mariä Lichtmeß (2.2.) - (Q 77)
Q 31 - Pf. 48 (159,20-161,33); DW 2, Ed. 114-125, Ü. 659-660
Nicht in DW: (1 Dr., 3 Hss.)
Ecce ego mitto angelum meus etc.
Seht, ich sende meinen Engel vor dein Antlitz, auf daß er deinen Weg bereite. Alsogleich wird er in seinem Tempel geopfert. Wer weiß den Tag seiner Ankunft? Er ist wie ein zusammenblasendes Feuer. (Mal. 3,1/2)
Zuweisungen: S.[ermo] m.[agistri] Eghardi (Str1 / W1); Dis sprach meister Ec/kart Lo2.
Überschriften: De nativitate vel de purificacione vel de angelis | von der gebúrtt oder liechtt meß oder von den / englen (G5) [S. 114]; Vff vnser lieben frauwen liechtmeß (KT, f. 224ra [Nr. 120]), [In festo pvrificationis gloriosissimae semper virginae Mariae (ST 358a)].
Übersetzung: Frankfurter Taulerdruck [Tab. Nr. 120], 1826, Nr. 115 (nach KT, PDF S. 49; das Fragment aus Q 31 ab 4. Zeile von unten: "und daß wir" ... bis S. 50 "daß sie von ihm in dem Sohne geliebt werde", Z. 6 - entspricht in etwa 114,5 Diu - 115,5 vater)
Rve: 116,8 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 1, 72,11 (Q 4) [S. 798]; 123,5 (Als ich sprach von den engeln) auf 3, 353,2 (Q 78) [Pahncke, S. 34].
"Was ist ein Engel ? Dionysius spricht von dem geweihten Fürstentum der Engel, in dem sich göttliche Ordnung und göttliches Werk und göttliche Weisheit und göttliche Gleichheit oder göttliche Wahrheit, soweit dies möglich ist, findet." [S. 659 f.]
Vgl. Q 10, Q 43 (s. Predigt), Q 52 (s. Predigt - mehrfach), Q 55 und Q 77 sowie im Trostbuch.
[10.9.12]
Q 44 - Pf. 20 (85,1-88,28); DW 2, Ed. 337-351, Ü. 700-703
Als die Tage erfüllt waren, da ward Christus in den Tempel getragen. Und siehe, da war ein Mann in Jerusalem, der hieß Simeon, der war gerecht und gottesfürchtig; der harrte auf den Trost des Volkes von Israel, und der Heilige Geist war in ihm. (Luk. 2,22.25.)
Rv: 347,3 (Ich hân ez mê gesprochen) auf 1, 170,11 (Q 10), 1, 199,3 (Q 12), 3, 46,2 (Q 61) und 3, 317,1 (Q 76).
Ts: 340,5 von 2, 329,2 (Q 43) [S. 798 f.]
[13.2.12]
- Blasius (3.2.) - (Q 17, Q 58)
- In Cathedra Petri (25.2.) - (Q 45)
- Benedikt (21.3.)
Q 73 - Pf. 73 (228,22-231,22); DW 3, Ed. 259-270, Ü. 551-553
Dilectus deo et hominibus, cuius memoria in benedictione est. Similem illum fecit in gloria sanctorum
Der von Gott und den Menschen geliebte, dessen man nun mit Lob gedenkt. (Jes. Sir. 45,1/2)
Ts: 268,2 von 3, 280,1 (Q 74) [S. 631].
- Mariä Verkündigung (25.3.) - (Q 22)
Q 78 - Pf. 28 (103,6-104,23); DW 3, Ed. 351-357, Ü. 569-570
Ein Engel ward gesandt von Gott in ein Land, das Galiläa hieß, in eine Stadt, die Nazareth hieß, zu einer Jungfrau, die Maria hieß, sie mit Joseph verlobt war, der aus dem Hause Davids stammte. (Luk. 1,26/27)
Alt. Termine: Votiv Mariä im Advent (7.12.), Mittwoch nach dem 3. Adventssonntag (14.12.-20.12.).
Rv: 351,5 (etwenne) auf 2, 227,6 (Q 38). [S. 631]
Ts: 353,2 von 2, 123,5 (Q 31) [Pahncke, S. 34].
Q 38 - Par. an. 4 (14,1-18,9); DW 2, Ed. 227-245, Ü. 679-683
In illo tempore missus angelus Gabriel
In der Zeit ward der Engel Gabriel von Gott gesandt im sechsten Monat, als Johannes Baptista in seiner Mutter Leibe war. (Luk. 1,26)
"Überschriften: Jtem .. sermo de aduentu domini (..) Von deme engel gabriel / wart gesant zu marien .. dis mag / man lesen / auf vnß li/ben frawen tag / in der fasten .."
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 3, S. 51-53
"Der Schrifttext steht nach dem alten Dominikaner-Missale im Evangelium der Messen des Mittwochs nach dem 3. Advent, 'In commemoratione (= Votivmessen) beate marie virginis in adventu' und des Festes Mariä Verkündigung (25. März). Zum letzten paßt die Randnotiz in N3 dis mag man lesen auf vnß liben frawen tag in der fasten. Dazu stimmt aber auch der Rv. unten .. dâ ich nû von sprach, der sich oben .. in Pr. 37 bezieht, die am Dienstag nach dem 3. Fastensonntag gepredigt wurde.." [S. 227 Anm. 1]
Theisen favorisiert den gewählten Termin: "Das Hauptthema der Predigt ist die Struktur der Verkündigung. Die Predigt kann daher .. auf das Verkündungsfest selbst datiert werden" (S. 222). Sturlese (s. Allgemein) ordnet sie unter dem ersten Termin ein.
Rve: 230,1 (dâ ich nû von sprach) auf 2, 211,1 (Q 37) (s.u. zu "houbet der sêle"); 240,8 (etwenne) auf (1, 202,2 (Q 12)) bzw. Me2 f. 300va-301va [Löser, Nachlese, S. 144] (Edition S 118 - S 128 ?).
Tsn: 227,6 von 3, 351,5 (Q 78); 230,4 von 1, 179,12 (Q 11) [S. 798].
Die Verweisreihe Q 11 - Q 38 - Q 37 ist nur möglich, wenn Q 38 auf den 25. März datiert wird.
"So auch wird das ewige Wort innerlich in dem Herzen der Seele gesprochen, im Innersten, im Lautersten, im Haupt der Seele, wovon ich neulich sprach, in der Vernunft: dort innen vollzieht sich die Geburt" [S. 679].
"Der Engel war genannt 'Gabriel'. Er tat auch so, wie er hieß. Er hieß (im Grunde) so wenig Gabriel wie Konrad" (s. Predigt) [S. 681]
Vgl. zu Konrad und Heinrich die Prr. Q 64, Q 65, Q 67 und Q 77 und zu Heinrich die Prr. Q 17 und Q 25 (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
- Valerian und Maximus (14.4.) - (Q 6, Q 39)
- Vitalis (28.4.) - (Sermo LV,1)
Q 40 - Pf. 63 (197,12-199,40); DW 2, Ed. 272-281, Ü. 687-689
Ez sprichet unser herre Jêsus Kristus in dem êwangeliô: 'blîbet in mir!'
Bleibet in mir. (Joh. 15,4) Selig ist der Mann, der da wohnt in der Weisheit. (Jes. Sir. 14,22)
Rv: 279,4 (Ich hân ez mê gesprochen) auf u.a. 1, 184,7 (Q 11), 304,5 (Q 18), 337,11 (Q 20a), 2, 211,1 und 213,1 (Q 37) und 4,2, 690,62 (S 106) [S. 798].
"Die Kraft in der Seele, die der 'Mann' heißt, das ist die oberste Kraft der Seele" [S. 689]. Rv. von Q 20b (s. Predigt, Eig. Anm. 5 und Q 43, Predigt, Eig. Anm. 1).
Vgl. Q 18, Q 37 (s. Predigt, Anm. 3) und Pr. Vom edlen Menschen.
- Gordian und Epimachus (10.5.) - (Q 8, Q 33)
- Nerveus, Achilleus und Pancratius (12.5.) - (Q 6, Q 39)
- Translation des Dominikus (23.5.) - (Q 30)
- Urban (25.5.) - (Q 66)
- Primus und Felicianus (9.6.) - (Q 52, Q 72)
- Barnabas (11.6.) - (Q 27)
Q 28 - Pf. 81 (258,34-261,33); DW 2, Ed. 58-69, Ü. 649-651
Ich habe euch auserkoren, ich habe euch auserwählt aus der ganzen Welt, ich habe euch auserlesen aus der ganzen Welt und aus allen geschaffenen Wesen, auf daß ihr gehet und viel Früchte bringet und daß euch die Frucht bleibe. (Joh. 15,16)
Überschriften: An sant Barnabastag (v. and. Hd.) (Str3); stat am taller blat cclxxiiij (v. and. Hd.) Mai1; Vff sant Barnabastag (BT, f. 273va [Nr. 155]). [S. 58]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 15, S. 93f. (Exzerpt)
Die Predigt steht in engem inhaltlichen Bezug zu Q 27 und Q 29. [Largier, S. 958]
Rve: 62,1 (Alsô sprach ich einest hie - des enist niht lanc -) und 66,1 (als ich mê gesprochen hân) auf 2, 82,3 und 88,4 (Q 29); 62,3 (Ich schreip einest in mîn buoch) auf 1, 246,5 (Q 15); 63,3 (Ich gedâhte einest - des enist niht lanc -) auf 2, 96,6 (Q 30) [S. 797].
Tsn: 63,3 von 2, 401,4 (Q 47); 66,1 von 2, 418,1 (Q 48) [S. 799].
- Marcus und Marcellus (18.6.) - (Q 8, Q 33)
- Vigil Johannes des Täufers (23.6.)
S 96 - Par. an. 47 (106,18-107,38); DW 4,1, Ed. 210-219; Ü. 1170f. (DW 4,2)
Elisabeth pariet tibi filium
Elizabêt sol gewinnen einen sun und der sol heizen Johannes. (Luk. 1,13)
(Predigtskizze). Eckhart verwendet die folgende Rückverweisformel im gleichen Sinnkontext wie in 3, 403,10 (Q 81) [S. 208].
Rv: 216,38 (als ich ouch mê gesprochen hân) auf 2, 221,3 (Q 37), 3, 248,1 (Q 72), 3, 334,4 (Q 77), 4,1, 60,64 (S 90 B), 4,1, 238,21 (S 98) [S. 216 Anm. 23]
Q 53 - Pf. 22 (91,20-93,32); DW 2, Ed. 528-538, Ü. 732-734
Der Herr hat seine Hand ausgestreckt und hat berührt meinen Mund und hat zu mir gesprochen. (Jer. 1,9)
"Ein wesentliches Merkmal der Predigt ist es, daß Eckhart in ihr 'so etwas wie ein Gesamtprogramm seiner mystischen Verkündigung' vorträgt." [Theisen, S. 225]
Der Rv. 530,3 (Ich hân ez ouch mê gesprochen: gotes ûzganc ist sîn înganc) findet sich bei Pf. 50, 167,13ff. (sîn ûzganc ist sîn înganc in die sêle). Diese Predigt ist bisher nicht in den deutschen Werken ediert.
[14.4.12]
- Johannes der Täufer (24.6.)
Q 11 - Pf. 90 (295,29-299,10); DW 1, Ed. 176-189, Ü. 472-475
Impletum est tempus Elizabeth.
Für Elisabeth erfüllte sich die Zeit, und sie gebar einen Sohn. Johannes ist sein Name. Da sprachen die Leute: Was wunders soll werden aus diesem Kinde? Denn Gottes Hand ist mit ihm. (Luk. 1,57.63.66)
Zuweisungen: keine außer der allgemeinen Zuweisung in BT f. 242va.
Überschriften: vff s Johannes tag (Str3); am taller blat CCLXXVI Mai1; Vff sant Johans toüffers geburt fest (BT, f. 275va [Nr. 157]). [S. 176]
24. Juni 1326 in der Liste von Theisen (S. 122).
In der Responsio (Proc. Col. II) wird an fünf Stellen hierauf verwiesen.
Rve: 187,1 (etwenne) auf (1, 69,1 - Q 4, 3, 58,2 - Q 62), 188,1 (Ich sprach einest) auf 1, 213,6 (Q 13); 185,1 (niuwelîche) auf 2, 53,6 (Q 27 - s. Anm. dort), 178,1 (ich sprach einest) auf 2, 163,1 (Q 34) [DW 2, S. 797 f.].
Rv: 179,12 (Ich sprach einest: dô diu zît vol was, dô sante got sînen sun) auf 2, 230,4 (Q 38 - s. Pr. 38). Ein ähnlicher Rv. in 1, 74,6 (Q 4 - Ich sprach eines alhie: got sante sînen sun in der vülle der zît der sêle) könnte darauf hinweisen, dass beide Predigten am gleichen Ort gehalten wurden. Dem widerspricht jedoch, dass Q 4 auf Erfurt und Q 11 auf Köln bezogen werden.
Tsn: (187,1) von 2, 26,3 (Q 26); (182,9) von 2, 88,4 (Q 29); 184,7 von 2, 279,4 (Q 40); (183,2) von 2, 305,1 (Q 42); 180,3 von 2, 456,7 (Q 50) [DW 2, S. 797 ff.].
Q 82 - Par. an. 48 (108,1-110,20); DW 3, Ed. 422-431, Ü. 581-583
Quis, putas, puer iste erit? Etenim manus domini cum ipso est
Was wunders soll werden aus diesem Kinde? Denn Gottes Hand ist mit ihm. (Luk. 1,66) [25.5.13]
Lit.: Theisen, 54, 234-237
- Johannes und Paul (26.6.) - (Q 8)
- Peter und Paul (29.6.) - (Q 3)
Q 45 - Pf. 30 (106,1-109,3); DW 2, Ed. 360-373, Ü. 704-706
Simon Petrus, selig bist du; das hat dir nicht Fleisch noch Blut geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist! (Matth. 16,17)
Alt. Termine: In Cathedra Petri (25.2.), Petri Kettenfeier (1.8.).
Nach Theisen ist der angegebene Termin der wahrscheinliche (S. 241). Die Predigt weist gedanklich in die Nähe des ersten Parister Magisteriums. [Largier, S. 1027]
Rv: 369,3 (ich mê gesprochen hân) auf 1, 313,3 (Q 19) und 2, 211,1 (Q 37) [S. 799]
Tsn: 363,9 und 371,1 von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 9, Q 36a, Q 37, 59 und Q 69.
"'Cephas', das heißt soviel wie "ein Haupt". Vernunft ist das Haupt der Seele" [S. 706].
Vgl. Q 37 (s. Predigt, Anm. 2), Q 38 (s. Predigt, Anm. 1, Eig. Anm. 2) und Q 43 (s. Predigt, Eig. Anm. 6).
Zu "kerne des êwigen lebens" (363,8-364,4) vgl. S 111 [DW 4,2, S. 806; 820f. Anm. 35]
- In der Oktav von Peter und Paul (29.6 - 6.7.)
Q 27 - Pf. 12 (60,24-64,12); DW 2, Ed. 40-55, Ü. 645-648
Hs.: B15 (S. 924)
Hoc est praeceptum meum ut diligatis invicem, sicut dilexi vos.
Dies ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe. (Joh. 15,12)
Alt. Termine: Barnabas (11.6.), Bartholomäus (24.8.)
Zuweisungen: Im Inhaltsverzeichnis von St1 und Sa ..: Egghart hoc est praeceptum meum; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va.
Überschrift: Vff sant Jacobstag (BT, f. 282vb [Nr. 163]). [S. 40]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 13, S. 89 (Exzerpt)
"Die Argumentation der Predigt bewegt sich .. eindeutig im Kontext der Messen innerhalb der Oktav der Apostel Peter und Paul" [Theisen, S. 243]. "Die Predigt weist viele inhaltliche und textliche Übereinstimmungen mit der Pr. 25 und 26 auf" [Largier, S. 953]. (Liste der Textparallelen s. S. 5 und S. 22)
Rv: 51,4 (Dô ich nû predigete an der drîvaliticheit tage) auf LW 4, 8,6 (Sermo II,1); 52,12 (dô ich nû hie predigete) auf 2, 31,1 (Q 26) [S. 797].
Die Textstelle (53,6): "Ja, alles, was er von Ewigkeit her von seinem Vater gehört hat, das hat er uns offenbart und hat uns nichts davon verhüllt. Ich sage: Und hätte er tausendmal mehr gehört, er hätte es uns offenbart, und er hätte uns nichts davon verhüllt" [S. 647] bezieht Quint auf einen Rv. in Q 11, was nur möglich ist, wenn Q 27 auf Barnabas datiert würde.
Die Textstelle: "Mir kam neulich, als ich mein Vaterunser betete, das uns Gott selbst lehrte, der Gedanke: Wenn wir sprechen: 'zukomme uns dein Reich, dein Wille geschehe!', so bitten wir damit Gott beständig, daß er uns uns selber entziehe'" [S. 648] kann sich aufgrund der Termine nicht auf den Rv. (gestern) in Q 30 beziehen, auch wenn Quint das für "wahrscheinlich" hält.
- Oktavtag von Peter und Paul (6.7.)
Q 23 - Jostes 28 (21,35-24,29); DW 1, Ed. 393-409, Ü. 521-523
Nachträge: (2 Hss.; S. 599, 608)
Nicht in DW: (3 Hss.; U1 in PBB 82, S. 361)
'Jêsus hiez sîne jüngern ûfgân in ein schiffelîn und hiez sie varn über die wuot'.
Jesus hieß seine Jünger aufsteigen auf ein Schifflein und hieß sie fahren über die 'Wut'. (Matth. 14,22)
Zuweisung: Eberhardus (Bra3 f. 157v im Text hinter d. Schluß der voraufgehenden Predigt). [S. 393] Die Echtheit ist laut Quint gesichert einmal durch die Zuweisung und dann durch den Rückverweis in Sermo XLVIII,1: "Iuxta hoc dic de caelo triplici, scilicet immortalitatis, impassibilitatis et aeternitatis. De quibus in Sermone 'Iussit Iesus discipulos suos ascendere' etc. - Sprich hier über den dreifachen Himmel der Unsterblichkeit, Leidensunfähigkeit und Ewigkeit. Vergleiche darüber die Predigt 'Jesus gebot seinen Jüngern (ein Schifflein) zu besteigen (und ihm über den See vorauszufahren')" (LW 4, S. 416). [S. 391]
Rve: 394,3 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf ?; 399,10 (Ich hân ouch mê gesprochen) wie auch ein Rv. in Q 20b auf 2, 216,1 (Q 37 - s. Predigt, Anm. 6) [DW 2, S. 798]. Eine Liste einiger Parallelstellen (z.B. Q 7, Q 45) in [S. 123 Anm. 1].
Ts: 402,1-7 von 1, 55,8 (êgester - Q 3). Obwohl Quint den "sehr präzisen Rückverweis" mit "Sicherheit" auf Q 23 beziehen will, muss er doch einräumen, dass dem die liturgischen Termine widersprechen, da Q 3 am 1. August, also min. drei Wochen später gehalten worden sein soll [S. 392].
- Sieben Brüder (10.7.) - (Q 6, Q 39)
- Martha (27.7.)
Q 86 - Pf. 9 (47,8-53,38); DW 3, Ed. 481-492 Ü. 592-599
Unser Herr Jesus Christus ging in ein kleines Städtlein; dort nahm ihn eine Frau auf, die hieß Martha; die hatte eine Schwester, die hieß Maria; die saß zu den Füßen unseres Herrn und hörte auf seine Worte; Martha aber ging umher und diente dem lieben Jesus. (Luk. 10,38-40)
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 25, S. 128-132
Alt. Termin: Mariä Himmelfahrt (15.8.).
Die Predigt verweist inhaltlich klar auf den ersten Termin. [Largier, S. 739]
- Abdon und Sennen (30.7.) - (Q 52, Q 72)
Q 6 - Pf. 65 (202,16-206,24); DW 1, Ed. 99-115, Ü. 452-455 (1 Dr., 4 Hss.; in Bra3 einmal vollständig und ein kurzes Fragment: S. 594)
Nachtrag: (1 Hs.; N11: S. 605 - s. Unters. I, S. 168)
Nicht in DW: (1 Dr., 4 Hss.; Zu B6, Ba2 und Ba5 vgl. Quint, Überl., S. 590)
Iusti vivent in aeternum.
Die Gerechten werden leben ewiglich, und ihr Lohn ist bei Gott. (Weish. 5,16)
Alt. Termine: Valerian und Maximus (14.4.), Nereus, Achilleus und Pancratius (12.5.), Sieben Brüder (10.7.), Tiburtius (11.8.), Allerheiligen (1.11.-4.12.).
Zuweisungen: maister eberhart (Bra3, f. 138r); meister eckehart (P1, f. 243v); allgemeine Zuweisung in BT f. 242va. [S. 95, 97, 605]
Überschriften: An aller Heiligen / Abent (BT, f. 303vb [Nr. 177]). [S. 99]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 7, S. 65-70
Nach Theisen stimmen diese und Predigt Q 39 inhaltlich über weite Strecken überein (S. 300) und können wohl auf den 30. Juli datiert werden (S. 297).
Enge inhaltliche Berührungen sind auch mit Q 41 festzustellen. Im Sapientiakommentar behandelt Eckhart dieselbe Textstelle (In Sap. n 59 ff.) [Largier, S. 808].
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an neun Stellen hierauf verwiesen.
In der Bulle In agro dominico sind vier Passagen aufgeführt: Art. 8, 9, 10 und 22 (vgl. Votum 16, 17, 19 und 20).
Die Predigt enthält eine Aussage zum leiblichen Vater: "Mein leiblicher Vater ist nicht eigentlich mein Vater, sondern nur mit einem kleinen Stückchen seiner Natur, und ich bin getrennt von ihm: er kann tot sein und ich leben" (S. 454, 110,2). Aufgrund der Verbindung zum Sapientiakommentar (s. Datierung dort) und dem Tod seines Vaters vor dem 19. Mai 1305 (s. Acta n. 11) könnte die Predigt am 30. Juli 1305 gehalten worden sein (s. Q 69, Q 49, Q 26).
Rv: 113,1 (Ich sprach einest alhie) auf 1, 80,18 (Q 5a), Pf. 138,27 (Q 70); 'einest alhie' könnte sich auf das Erfurter Predigerkloster und somit auf die Zeit von 1294-1300 beziehen.
Tsn: 99,5 von 2, 252,1 (Q 39); 103,1 von 2, 288,4 (Q 41) [DW 2, S. 798].
Ts: 109,2 von 4,1, 407,3 (S 102) [DW 4,1, S. 407 Anm. 2].
Q 39 - Pf. 59 (189,1-192,3); DW 2, Ed. 251-585, Ü. 684-686
Der Gerechte lebt in Ewigkeit. (Weish. 5,16)
Alt. Termine: Valerian und Maximus (14.4.), Nereus, Achilleus und Pancratius (12.5.), Sieben Brüder (10.7.), Abdon und Sennen, Tiburtius (11.8.).
Rv: 252,1 (Etwenne) auf 1, 99,5 (Q 6) [S. 798]. Wenn beide Predigten auf den gleichen Termin datiert werden, wie kann sich dann die eine "mit ziemlicher Sicherheit" auf die andere mit dem Begriff "gelegentlich" beziehen?
Ts: 262,4 von 2, 94,7 (Q 30) [S. 797].
- Germanus (31.7.)
Q 10 - Pf. 83 (264,34-267,20); DW 1, Ed. 161-174, Ü. 467-471
In diebus suis placuit deo et inventus est iustus.
Er ist innen gerecht erfunden worden in seinen Tagen, er hat Gott wohlgefallen in seinen Tagen. (Jes. Sir. 44,16 f.)
Alt. Termine: Remigius (1.10.), Nikolaus (6.12.), Silvester (31.12.).
Überschriften: von den hailigen bichtigern (Str3); am taller CCLXXXIIII Mai1; Vff sant Germans tag (BT, f. 284rb [Nr. 164]). [S. 161]
Rv: 165,12 (als ich einest sprach) auf 2, 186,3 (Q 36a) [DW 2, S. 798].
Rv: 167,3 (wan ich sprach vor aht tagen, daz die tugende waeren in gotes herzen) auf ? Unter den inhaltlich und liturgisch überhaupt nur möglichen Textstellen könnte sich der Rv. auf die 'Reinheit des Herzens' in Q 21 [S. 513] beziehen, wenn die Predigt an Remigius gehalten wurde.
Rv: 173,1 (Ich predigete einest in latine, und daz was an dem tage der drîvalticheit) auf ? An lateinischen Sermones zu Trinitatis sind drei überliefert: II, III und IV.
Tsn: 171,4 von 2, 94,7 (Q 30), (170,11 von 2, 347,3 - Q 44) [DW 2, S. 797 f.]
"Ein Mensch muß ein lauteres, klares Wissen haben von göttlicher Wahrheit." [S. 468]
Vgl. Q 31, Q 43 (s. Predigt), Q 52 (s. Predigt - mehrfach), Q 55 und Q 77 sowie im Trostbuch.
"Die Seele hat zwei Augen, ein inneres und ein äußeres" [S. 468].
Vgl. Q 26, Q 37
- Petri Kettenfeier (1.8.) - (Q 45)
Q 3 - Pf. 25 (97,18-99,36); DW 1, Ed. 48-57, Ü. 439-441 (1 Dr., 5 Hss)
Nicht in DW: (1 Dr., 2 Hss.) (5 Hss.; Die Fragm. aus G9, M7 und Z4 werden erst ab Q 9 in der hsl. Überlieferung aufgeführt, H4 und M57 sind, obwohl Quint bekannt, nirgendwo genannt und Kon ist bisher noch nicht beschrieben)
Als Petrus ..., sprach er: "Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich erlöst hat aus der Gewalt des Herodes und aus den Händen der Feinde." (Apg. 12,11)
Alt. Termin: Peter und Paul (29.6.)
Zuweisung: Bru°der Eghart (Ba1). [S. 48]
Überschrift: Vff sant Peters ketten feyer (BT, f. 285va). [S. 48]
Vermutlich nach Eckharts erstem Pariser Magisterium entstanden. [Largier, S. 772]
In der Responsio (Proc. Col. II) wird an einer Stelle hierauf verwiesen.
Rv: 48,8 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf ?
Rv: 55,8 (als ich êgester sprach) auf 1, 402,4 (Q 23). Dem widerspricht der Abstand von drei Wochen zwischen den liturgischen Terminen. Steer denkt an Sermo XI,1 und XI,2 (s. S 94). Diese Möglichkeit scheidet aus, wenn Q 3 am altern. Termin gehalten wurde.
Ts: 56,6 von 2, 549,5 (Q 54a) [DW 2, S. 799].
Ts: 52,9 von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 7, Q 9, Q 36a, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
"Und doch, wie edel sie [die Erkenntnis] auch sei, so ist sie doch ein 'Zufall'" und "Was 'Zufall' hat, das muß hinweg" [S. 439. 440].
Vgl. Q 2, Q 16b, Q 35, S 104.
[24.6.12]
- Stephan (2.8.) - (Vom edlen Menschen, Q 15)
Beiden Predigten liegt der Schrifttext Lk. 12,19 zugrunde: "Homo quidam nobilis". Für die erste Predigt verweist Quint auf den hl. Stephan von Ungarn (S. Stephani Regis nach dem Missale romanum [PDF; Fest, S. 766 (PDF, S. 870)]) mit Datum 2. September (s. Predigt Anm. 1) [DW 5, S. 107]. Für die zweite Predigt ermittelt Theisen "Sancti Stephani Papae et Martyris" (S. 309). Welches Datum nun jeweils zutrifft, vermag ich nicht zu sagen. [16.3.08]
- Dominikus (5.8.)
Q 30 - Pf. 43 (356-360); DW 2, Ed. 93-109, Ü. 656-658
Sprich das Wort aus, sprich es hervor und gebier das Wort. (2 Tim. 4,2)
Alt. Termin: Translatio des hl. Dominikus (23.5.).
Zuweisungen: magister / bernhardus (Bra3); bruder Ekhards predig | Brueder Eck-/harts predict | predicationes fratris Eckardj M2.
Überschriften: De quoli-/bet sancto | von ainem jetlichen hailigen (G5). [S. 93]
Da Eckhart in der Predigt "von mînem herren sant Dominicus" (93,1) spricht, favorisieren sowohl Quint (S. 93 Anm. 1) als auch Theisen (S. 247) den 5. August.
"Die Predigt hat bezeichnende Übereinstimmungen mit den voraufgehenden Predigten Q 25, Q 27 und Q 28" (S. 92) mit einer Liste der Vergleichsstellen.
Rv: 94,7 (etwenne) auf 1, (143,8) (Q 9), 171,4 (Q 10), 2, 262,4 (Q 39).
Rv: 99,1 (Ich saz gestern an einer stat) auf 2, 54,3 (Q 27) [S. 798] ?
Dem Bezug auf die Ts. in Q 27, den Quint für "wahrscheinlich hält" [DW 2, S. 55], widersprechen die fünf Termine, da sich weder der 23.5. noch der 5.8. auf die drei Terminmöglichkeiten von Q 27 als 'gestern' beziehen lassen.
Tsn: 96,6 von 2, 63,3 (Q 28); 96,9 von 2, 401,4 (Q 47) [S. 79 ff.].
Auf die Textstelle: "Die Leute wähnen, mehr zu haben, wenn sie die Dinge zu Gott hinzu haben, als wenn sie Gott ohne die Dinge hätten. Das aber ist unrichtig, denn alle Dinge zu Gott hinzu ist nicht mehr als Gott allein" [S. 657] und eine weitere in Q 41 beziehen sich wohl die zwei Rve. in Q 4 und Q 25.
- Laurentius (10.8.) - (Q 17, Q 58)
- Tiburtius (11.8.) - (Q 6, Q 39)
- Hippolyt und seine Gefährten (13.8.) - (Q 8, Q 33)
- Vigil Mariä Himmelfahrt (14.8.) - (Q 49)
- Mariä Himmelfahrt (15.8.) - (Q 86)
Q 2 - Pf. 8 (42,17-47,7); DW 1, Ed. 24-45, Ü. 434-438 (1 Dr., 19 Hss; Ko wird als Koa [p. 127-139] und Kob [p. 20-26] angegeben, da die Predigt dort zweimal abgeschrieben ist - im zweiten Fall als lateinische Übersetzung)
Nachträge: (4 Hss.; Em: S. 604 - s. Unters. II, S. 4; Fr4: S. 604; M14: S. 592 - s. Unters. I, S. 139; Nu: S. 604, 609f.;)
'Von den drin Fragen' (s. 2017): (16 Hss.; 3. und 4. Zitat; vgl. Q 12, S 109, Pf. Pr. 111)
Nicht in DW: (1 Dr., 4 Hss.).
Intravit Iesus in quoddam castellum et mulier quaedam, Martha nomine, excepit illum in domum suam. Lucae II.
Unser Herr Jesus Christus ging hinauf in ein Burgstädtchen und ward empfangen von einer Jungsfrau, die ein Weib war. (Luk. 10,38)
Alt. Termin: Martha (27.7.)
Zuweisungen: Ein andere predig Maister Ekharts von paris (Me2); M. Eggert (Ga); Diz sprechet Meister Eghart (B1); Doctor Eckarts (BT; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va); Egghart Búrgli (St1, f. 2r). [S. 24] M(Initiale)Aister Egghart sprach ... Maister Egghart spricht (Fr4). [S. 604]
Überschriften: die predist ist vff vnszer frowen himelfart (Str3, rot auf d. oberen Rand), Vff Marie himelfart (BT, f. 296ra). [S. 24] am taller blat ccxcvj (Mai1). [S. 604]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 22, S. 114-119
Aufgrund der hsl. Überlieferung wohl dem zweiten Termin zuzuweisen. [Largier, S. 720]
Die Predigt ist in der vorliegenden Form von Eckhart als einzige von 16 der in der Responsio zitierten nicht authorisiert (vgl. Proc. Col. I. n. 147, Proc. Col. II. n. 122).
"Darum empfängt er nichts Neues von künftigen Dingen noch von irgendeinem 'Zufall'" [S. 436].
Vgl. Pr. 2, Anm. 4, Q 3, Q 16b, Q 35, S 104.
Q 60 - Par. an. 36 (81,12-83,30); DW 3, Ed. 10-29, Ü. 507-509
Ich habe Ruhe gesucht in allen Dingen. (Jes. Sir. 24,11)
Rv: 16,2 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 2, 286,7 (Q 41) [S. 360], 4,1, 226,33 (S 97) [DW 4,1, S. 226 Anm. 14].
Den Rückverweis: "Ich habe auch sonst schon gesagt, der Mensch könne nimmer an irgendeiner Kreatur Freude oder Wohlgefallen haben, wenn nicht Gottes 'Gleichnis' darin wäre" [DW 3, S. 508] (und einen aus Q 58) bezieht Steer auf 4,1, 88,36 (S 91) [DW 4,1, S. 8].
S 110 - Pf. 44 (149,26-152,2); DW 4,2, Ed. 781-791, Ü. 1229f.
In allen dingen hân ich ruowe gesuochet. (Eccli. 24,11)
Der Schrifttext ist der Epistel zu Mariae Himmelfahrt des alten Dominikaner-Missales entnommen. Eccli. 24,11 liegt auch den Predigten Quint 60 und Pfeiffer CI zugrunde. Im Missale Romanum dienen die Verse Eccli. 24,14-16 als Episteltext bei allen Marienfesten (Commune Festorum B. Mariae Virginis). [S. 781]
[Predigtskizze]. Die Predigt wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit in Straßburg gehalten. Die Textkonstituierung gründet sich fast vollständig auf Pfeiffer XLIV, der den Text aus der Straßburger Handschrift Str1 abschrieb, die 1870 verbrannte. Seine Abschrift ist nicht erhalten. Zwei größere, nahezu identische Textstücke der Karlsruher Codices Ka1 und Ka2 "gehören zudem zu den ältesten Handschriften der Eckhartüberlieferung" und mögen "im Straßburger Dominikanerkloster in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts angefertigt worden" seien [S. 777]. Die Predigt enthält die Aussage daz münster, womit "vermutlich das Straßburger Münster gemeint ist." Interessant sind auch "die zahlreichen inhaltlichen Bezüge zu den deutschen und lateinischen Schriften" [S. 778]. [16.5.08]
- Oktav Laurentius (17.8.) - (Q 17, Q 58)
- Bartholomäus (24.8.) - (Q 27)
- Augustinus (28.8.) - (Sermo die b. Augustini Parisius habitus)
Q 9 - Pf. 84 (267,21-272,16), Par. an. 33 (73,4-77,11); DW 1, Ed. 141-158, Ü. 462-466 (S. 139; s. Q 3)
Nachträge: (3 Hss.; Do1: vgl. Unters. I, S. 20, 217f.; Fl: vgl. Unters. II, S. 69f., 74f.)
Wie ein Morgenstern mitten im Nebel und wie ein voller Mond in seinen Tagen und wie eine goldene Sonne, so hat dieser geleuchtet im Tempel Gottes. (Jes. Sir. 50,6/7)
Zuweisungen: Meister ekkart (N1); Meister Eckart (Meister Ech) O f. 3ra (H2 f. 3v); allgemeine Zuweisung in BT f. 242va. [S. 141]
Überschriften: Sermo de sanctis II (OH2); Vff sant Dominici tag (BT, f. 286va [Nr. 166]). [S. 141]
"Schlüsselpredigt" des 'Paradisus' [Ruh, Eckhart, S. 70]. Sie erweckt den Eindruck, daß sie einem gebildeten Publikum - Erfurter Klosterbrüder ? - vorgetragen wurde. Wahrscheinlich, wie Q 70, kurz nach 1303 gehalten. [Largier, S. 835]
In der Bulle In agro dominico ist eine Passage aufgeführt: Art. 28 (vgl. Votum 5).
Tsn: (143,8) von 2, 94,7 (Q 30) [DW 2, S. 797]; 156,7 von 3, 143,4 (Q 68)[DW 3, S. 630].
Ts: 152,9 (s. Pr. 9) von 1,314,5 (Q 19; s. Pr. 19 und Anm. 2); vgl. auch: Q 3, Q 7, Q 36a, Q 37, Q 45, 59 und Q 69.
"Kleine Meister lehren in der Schule, alle Wesen seien geteilt in zehn Seinsweisen, und diese sprechen sie sämtlich Gott ab" (S. 463, 147,3), "Ich sagte in der Schule, daß die Vernunft edler sei als der Wille, und doch gehören sie beide in dieses Licht. Da sagte ein Meister in einer andern Schule, der Wille sei edler als die Vernunft, denn der Wille nehme die Dinge, wie sie in sich selbst sind; Vernunft aber nehme die Dinge, wie sie in ihr sind" (S. 464, 152,9 - s. Pr. 9, Anm. 4) und "Ich richte mein Augenmerk nun auf das Wörtlein 'quasi', das heißt 'gleichwie'; das nennen die Kinder in der Schule ein 'Beiwort'. Dies ist es, auf das ich's in allen meinen Predigten abgesehen habe" (S. 465, 154,7 - s. Pr. 9, Anm. 5).
Vgl. Q 14, Q 15, Q 16b, Q 22, Q 50, Q 68 und S 99.
Q 16b - Pf. 14 (67,22-71,8); DW 1, Ed. 263-276, Ü. 492-495
Hs.: Ge5 (S. 606f., Unters. I, S. 12)
Druck: HT; Hs.: U1 (vgl. Quint, PBB 82, S. 357).
Wie die einem goldenen Gefäß gleichen, das da ist fest und beständig und die Kostbarkeit aller Edelsteine an sich trägt. (Jes. Sir. 50,10)
Überschriften: Op S. Augustyns dach oft op / eens H. Confessoors dach (Ge4); De S. Augustino / et de quolibet sancto (G5); Vff sant Augustins tag (BT, f. 299ra [Nr. 173]). [S. 263]
Tsn: 276,2 von 1, 303,7 (Q 18 - s. Anm. dort); 272,8 von 2, 293,6 (Q 41); 265,9, 269,1 und 270,2 von 2, 329,2 (Q 43 - s. Pr. 43) [DW 2, S. 798].
"Ich habe hiermit nicht von Dingen gesprochen, die man (ausschließlich) in der Schule vortragen soll; man kann sie vielmehr recht wohl auch auf dem Predigtstuhl zur Belehrung vortragen" (S. 493, 270,6).
Vgl. Q 9, Q 14, Q 15, Q 22, Q 50, Q 68 und S 99.
"Wer die Dinge läßt, wie sie Zufall sind, der besitzt sie dort, wo sie ein reines Sein und ewig sind" [S. 492].
Vgl. Q 2, Q 3, Q 35, S 104.
- Enthauptung Johannes' des Täufers (29.8.)
S 109 - Pf. 56 (179,10-181,25); DW 4,2, Ed. 761-774, Ü. 1227f.
'Von den drin Fragen' (s. 2017): (10 Hss.; 2. Zitat; vgl. Q 2, Q 12, Pf. Pr. 111)
Nolite timere eos, qui occidunt corpus
"Fürchtet nicht, die euch töten wollen dem Leibe nach", denn Geist tötet nicht Geist. (Matth. 10,28)
Übersetzungen: Landauer, 1903, S. 66-69; Büttner I, 1903, S. 162-164; Lehmann, 1919, S. 239-242; Schulze-Maizier, 1927, S. 325-328; Roloff, 1934, S. 93-103; Schmid Noerr, 1935, S. 44-46; Mieth, 1972, S. 71-74; Spann, 1974, S. 263-265; Mieth, 1979, S. 188-194; Stachel , 1999, S. 59-66; [S. 756f.]; Döll, 2014, Nr. 5, S. 60-63 (Extrakt)
"Opferstockpredigt". Veröffentlicht bei Quint als Nr. 26. [Quint, S. 271 ff.].
Einzige Predigt, in der sich Eckhart selbst beim Namen nennt: "Vrâgete man mich: 'Bruoder Eckhart, wannen gienget ir ûz dem hûse?', dô was ich dâ inne" [S. 772,59]. Stilistisch und gedankliche enge Verbindung mit der Armutspredigt Q 52. Die Predigt "ist eine Konzept-Predigt, in der Eckhart in emphatischer Sprache und in kunstvoll aufeinander bezogenen Sätzen sein Verständnis von Gott, Seele und Kreaturen formuliert" [S. 757].
- Mariä Geburt (8.9.) und Oktav (s.u.)
Q 12 - Pf. 96 (309,14-312,32); DW 1, Ed. 192-203, Ü. 476-479
'Von den drin Fragen' (s. 2017): (15 Hss.; 4. Zitat; vgl. Q 2, S 109, Pf. Pr. 111)
Wer mich hört, der schämt sich nicht. (Jes. Sir. 24,30/31)
Zuweisungen: ()aister eghart sprichet (Au2); Meyster eckart spricht Kn2; allgemeine Zuweisung in BT f. 242va; meister Ekart (Traktat Von den drin fragen).
Überschriften: Die II predig von s johans (Str3); stat am taller blat cccxiii (Mai1); Vff vnser lieben frawen empfengnuß oder geburt fest (BT, f. 312vb [Nr. 183]). [S. 192]
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 9, S. 75-78 (Extrakt)
"Der Termin dieser Predigt ... ist nach dem alten Dominikanermissale das Fest Mariä Geburt sowie dessen Oktav inklusive des Oktavtags. Das Fest der unbefleckten Empfängnis Mariä, das ... BT alternativ als Termin ... angibt, wurde erst im Jahre 1388 als Totum duplex-Fest in den dominikanischen Kalender aufgenommen" [Theisen, S. 261 und Anm. 92].
1325 nach der Liste von Theisen (S. 122).
In der Responsio (Proc. Col. I, Proc. Col. II) wird an sechzehn Stellen hierauf verwiesen.
Rv: 197,8 (als ich mêr gesprochen hân) auf 2, 382,8 (Q 46) [DW 2, S. 799].
Tsn: 197,8 von 1, 380,5 (Q 22); 2, 88,4 (Q 29), 2, 418,1 (Q 48); (202,2) von 2, 240,8 (Q 38) [S. 797 ff.]
- Oktav von Mariä Geburt (8.9. - 15.9.) - (Q 12, Q 49)
- Cosmas und Damian (27.9.) - (Q 52, Q 72)
Q 41 - Pf. 43 (145,7-149,25); DW 2, Ed. 285-297, Ü. 690-693
Die der Gerechtigkeit nachfolgen, die liebt Gott. (Spr. 15,9). Selig sind die Armen und die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit. (Matth. 5,6)
Die Predigt ist wohl vier Wochen nach Q 16b gehalten worden.
Rve: 285,9 (als ich mê gesprochen hân) auf (Q 12), (Q 27), (Q 28) und / oder (Q 74); 288,4 (als ich mê gesprochen hân) auf 1, 103,1 (Q 6); 292,5 (als ich mê gesprochen hân) auf 1, 69,1 (Q 4), 2, 26,3 (Q 26) und 3, 58,2 (Q 62); 293,6 (als ich hân nû niuwelîche gesprochen) auf 1, 272,8 (Q 16b) und 297,4 (etwenne) auf 1, 65,3 (Q 4).
Tsn: 292,3 von 1, 70,4 (Q 4) und 295,1 von 2, 399,5 (Q 47) [DW 2, S. 798 f.]; 286,7 von 3, 16,2 (Q 60) und 295,5 von 3, 150,3 (Q 68) [DW 3, S. 630 f.].
Auf die Textstelle: "Wer da wähnte, daß tausend Welten zu Gott hinzugenommen irgendwie mehr genommen wäre als Gott allein, der erkennte Gott nicht, noch wüßte er im mindesten, was Gott wäre, und er wäre ein (grober) Tölpel" [S. 692] sowie eine weitere in Q 30 beziehen sich wohl zwei Rve. in Q 4 und Q 25.
- Remigius (1.10.) - (Q 10, Q 66)
- Franziskus (4.10.)
Q 74 - Pf. 86 (275,27-279,40); DW 3, Ed. 274-288, Ü. 554-558
Dilectus deo et hominibus, cuius memoria in benedictione est. Similem eum fecit in gloria sanctorum
Er ist Gott und den Menschen lieb gewesen ... und ist gebenedeit und ist in Gott in der Verklärung der Heiligen geheiligt. (Jes. Sir. 45,1/2)
Rve: 280,1 (sprach ich in einem andern sermon und predig) auf 3, 268,2 (Q 73); 280,6 (neülich) auf 3, 294,9. 295 (Q 75) [S. 631].
Durch den Rv. 'neulich' könnte man Q 75 auf den Monat September terminieren.
- Marcus (7.10.)
Q 15 - Pahncke ZfdA 49, 400-404; DW 1, Ed. 244-256, Ü. 488-490
Homo quidam nobilis abijt in regionem longinquam accipere regnum et reuerti luc.
Es war ein edler Mensch, der ging aus in fremde Lande ... und kam reicher wieder heim. (Luk. 14,27)
Alt. Termin: Stephan (2.8.).
Zuweisung: meester eggaert ... te parijs (Wi1). [S. 606]
Überschrift: (keine). [S. 244]
7.10.1326 nach Theisen (S. 122).
In der Predigt heißt es: "Jch sprach ze paris in der schúl, das allú ding sond volbracht werden in dem reht demuetigen mentschen" (247,4). Auf Paris nimmt Eckhart in seinem gesamten Werk nur an sieben Stellen Bezug: In der vorliegenden Predigt und in Q 14 (mit gleichlautendem Text), in Q 24, in Q 70 (als Hinweis), in S 100 (im Präsens) und zweimal in der Responsio (Proc. col. I n. 77 und n. 126).
Tsn: 246,10 von 1, 235,7 (Q 14); 246,5 von 2, 62,3 (Q 28), (255,1) von 2, 88,4 (Q 29) [DW 2, S. 797]
Die Predigt enthält den Satz: "Der vater ist ain begin der gothait, wân er begriffet sich selber in im selber." "Der Vater ist ein Beginn der Gottheit, denn er begreift sich selbst in sich selbst." (Was Gott sonst noch "in sich selbst" vermag, vgl. Q 43, Pr. 43, Eig. Anm. 3).
Vgl. Q 9, Q 14, Q 16b, Q 22, Q 50, Q 68 und S 99.
- Dionysius (9.10.) - (S 115)
- Allerheiligen (1.11. - 4.12.) - (Q 6)
Q 52 - Pf. 87 (280,1-284,32); DW 2, Ed. 486-506, Ü. 727-731
Selig sind die Armen im Geiste, denn das Himmelreich ist ihrer. (Matth. 5,3)
Übersetzung: Döll, 2014, Nr. 19, S. 96-101
Alt. Termine: Primus und Felicianus (9.6.), Abdon und Sennen (30.7.), Cosmas und Damian (27.9.).
"Armutspredigt". Theisen und Quint halten den letzten Termin für den wahrscheinlichsten. Ruh hält sie für eine der letzten Predigten Eckharts und zieht den Frühling 1327 in Betracht. [Largier, S. 1051] (s. zur Datierung).
"Stilistisch und gedankliche enge Verbindung" mit S 109 [DW 4,2, S. 757]
Rve: 494,4 (etwenne) auf 1, 80,19 (Q 5a), 1, 92,1 (Q 5b) und 1, 128,9 (Q 8) - vgl. Pr. 52, Anm. 2; 499,9 (ofte) auf (1, 80,8 (Q 5a), 1, 296,8 (Q 18) und 3, 396,6 (Q 81)) [S. 799] - vgl. Pr. 52, Anm. 3.
"Zum ersten sagen wir, daß der ein armer Mensch sei, der nichts will. Diesen Sinn verstehen manche Leute nicht richtig; es sind jene Leute, die in Bußübung und äußerlicher Übung, was diese Leute für groß erachten, an ihrem selbstischen Ich festhalten. Erbarm's Gott, daß solche Leute so wenig von der göttlichen Wahrheit erkennen!" (s. Predigt - mehrfach) [S. 727]
Vgl. Q 10 , Q 31, Q 43 (s. Pr. 43), Q 55 und Q 77 sowie im Trostbuch.
Q 72 - Par. an. 51 (113,20-115,13); DW 3, Ed. 239-254, Ü. 548-550
Videns Iesus turbas, ascendit in montem
Unser Herr verließ die Schar und ging auf den Berg. Da tat er seinen Mund auf und lehrte über das Reich Gottes. (Matth. 5,1)
Alt. Termine: Primus und Felicianus (9.6.), Abdon und Sennen (30.7.), Cosmas und Damian (27.9.), Allerheiligen.
"Bergpredigt". "An keinem der in Frage kommenden Termine ist die Predigt über das Leitzitat hinaus liturgisch verankert. Stattdessen zitiert Eckhart andere Bibeltexte, 'die durch das gemeinsame Berg-Motiv miteinander verbunden sind'" [Theisen, S. 266].
Der 'Basler Taulerdruck' weist sie auf den letzten Termin. [Largier, S. 688]
Rv: 250,7 (ouch) auf 3, 223,7 (Q 71).
Ts: (247,7) von 3, 403,10 (Q 81) [S. 631], 4,1, 216,38 (S 96) [DW 4,1, S. 216 Anm. 23].
- Elisabeth (19.11.)
Q 32 - Par. an. 34 (77,12-79,36); DW 2, Ed. 132-147, Ü. 661-663
Consideravit semitas domus suae et panem otiosa non comedit.
Eine gute Frau hat die Stege ihres Hauses abgeleuchtet und hat ihr Brot nicht müßig gegessen. (Spr. 31,27)
Zuweisungen: Sermo m.[agistri] Eghardi (Str1 / W1); ... meister / eckart | Meister Ech (O | H2); Es sprichet maister eckhart (M7 / Z4).
Überschriften: Sermo de sanctis (O / H2); von sant elsbethen (v. and. Hd.) (Str3). [S. 132]
"Die Predigt ist mit den beiden folgenden Predigten 33 und 34 durch Übereinstimmung in den Ausführungen über die drei obersten Seelenkräfte bekanntnisse, irascibilis und wille und ihre Zuordnung zu den drei göttlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe eng verbunden" (S. 131).
"In Predigt 32 hingegen übersteigt er derart die liturgischen Koordinaten ..., daß er Legendenmotive seinen Darlegungen nutzbar macht" [Theisen, S. 315].
Rv: 139,2 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 2, 154,6 (Q 33) [S. 798], 5,244,5f. (RdU) und / oder 4,1, 125,17 (S 93) [DW 4,1, S. 121. 125 Anm. 7].
[11.9.12]
S 95 (A,B) - Par. an. 46 (104,1-106,17); DW 4,1, Ed. 178-201; Ü. 1162-1169 (DW 4,2)
Ein meister sprichet: "ein guot vrouwe hât ûfgetân irn munt der wîsheit" und "hât gesmecket und gesehen, wie guot der kouf ist und daz gewerbe der êwigen vröuden". (Spr. 31,26)
Textparallelen zu den Predigten Q 32 und Q 47. "Besonders auffällig ist die Nähe der Predigt 95 zur Predigt 32; beide Predigten deuten die Schriftworte im nämlichen Sinne auf das Leben der hl. Elisabeth von Thüringen" (S. 172).
Die Predigt liegt in zwei Fassungen, A und B, vor. "Die ganze Predigt 95 A kann und muß von Anfang bis zum Ende als eine durch einen Anonymus gefertigte Umarbeitung einer echten Eckhart-Predigt, nämlich der Predigt 95 B, gelesen werden." [S. 173.175]
Rv: (B-Fassung) 179,8 (Ich hân gesprochen von zweierleie wîsheit) auf 4,2, ??, Z.57-65 (S 112) [S. 179 Anm. 3]
- Ohne biblisches Leitzitat
Q 16a - Priebsch (82); DW 1, Ed. 258-259, Ü. 491
Zuweisung: MEyster Eggart spreeckt (Nu). [S. 606]
Wahrscheinlich aus der ursprünglichen Predigt Eckharts, der der Artikel des Proc. Col. I n. 62 - s. Sturlese, Mag. Echardi responsio ..., AE2, S. 315 - entnommen wurde. [Largier, S. 903 f.]
Lit.: Theisen, 47 Anm. 116,72 [21.6.12]
Q 48 - Pf. 60 (192,4-194,9); DW 2, Ed. 413-421, Ü. 712-713
Ein meister sprichet: alliu glîchiu dinc minnent sich under einander
Ein Meister sagt: "Alle gleichen Dinge lieben sich gegenseitig und vereinigen sich miteinander, und alle ungleichen Dinge fliehen sich und hassen einander." (Vgl. Thomas, Summa theologica I II q. 29 a. 1.)
Ohne biblisches Leitzitat. [Theisen, S. 47 Anm. 116]
"Es fällt auf, daß die Predigt nicht nur keinen Schrifttext behandelt, sondern auch an keiner Stelle einen Schrifttext aufführt" [S. 411].
Die enge inhaltliche Berührung mit den Predigten Q 13, Q 14, Q 15 und Q 22 läßt die Annahme zu, daß die vorliegende Predigt in deren Umfeld gehört, also in Eckharts letzter Lebensphase in Köln gehalten wurde [Largier, S. 1038].
Rv: 418,1 (etwenne) auf 1, 197,8 (Q 12), 1, 220,4 (Q 13), 1, 380,5 (Q 22), 2, 66,1 (Q 28) und 2, 88,4 (Q 29) [S. 799].
Q 62 - Pf. 55 (176,30-179,9); DW 3, Ed. 56-69, Ü. 513-515 (Hier wird auch S1a vorgestellt).
Got hât die armen gemachet durch die rîchen
Gott hat die Armen um der Reichen willen und die Reichen um der Armen willen gemacht. (vgl. Spr. 22,2)
Die Predigt wird von zwei Hss. als collacie bezeichnet, was den oft fließenden Übergang zwischen der Gattung der Lesepredigt und der collatio bestätigt. Sie ist keine Homilie auf einen bestimmten Schrifttext, sondern eine thematische Predigt. [Largier, S. 1094]
Tsn: 58,2 von 2, 26,3 (Q 26) und 2, 292,5 (Q 41) [DW 2, S. 798]; 66,2 von 2, 549,2 (Q 54a); 67,2 von 2, 139,2 (Q 32) [S. 630]
[19.8.14]
S 115 (A,B,C,D) - Strauch Par. an. Nr. 56 S. 121-122 [A], Jostes Nr. 69 S. 67-69 [B]; DW 4,2, Ed. 974-993, Ü. 1246-1253
Vollständig: H2, O (A); B39, Do1, Kl1, Mai4, N1, N2, W1 (B)
Textbestand: B9, B40, Ba1, Bra1, G9, Lo2, M7, M43, N1+, S1, Z2, Z4 (B); K1b, St6 (C); N4 (D)
Von drîerleie liehte
Alt. Termin: Dionysius (9.10.)
Aufgrund des Incipits "Sanctus Dionisius spricht von dreierley licht das die sele haben sol ..." verortet Predigt im Kontext auf den entsprechenden Festtag 'S74' (vgl. z.B. PiK Nr. 11584 ).
"Das Textstück [..], das in der 'Paradisus anime intelligentis'-Sammlung als Sermo de Sanctis (Nr. 56) ausgewiesen ist, hat den Charakter eines Traktates. Ihm liegt kein Bibelwort zugrunde." [S. 974 Anm. 1]
"Der Aufbau des Textstückes 'Von dreierlei Lichtern' ist der Predigt 75 'Mandatum novum do vobis' mit dem Grundmuster 'einer dreistufigen Klimax' von 'natürlicher, gnadenhafter und göttlicher Liebe' (Quint, DW III, S. 290) nachgebildet." [S. 972]
Zuschreibungen: XXV Jllumina oculos meos ... (O, H2) [A]; Dyonisius von dreyerlai liecht (Kl1), Dyonisius sprichet von drier hande licht (W1, 4r) [B].
Überschriften: sermo de sanctis XXV (O, H2) [A]; Von dem liechte der beschöwunge (Ba1), von den liechten den sele (Lo2), Von drin liechten der beschowunge etc. (Z2) [B]; Dreychant licht gehort czu der lautern bekanntnüsse gotes etc. (N4) [D]. [S. 974f.]
Textparallelen (mit Textstellen): Sermo XLIV,1 (n. 508, LW 4, 423,4-11;S. 967), Pr. 73 (DW 3, 260,7-262,8; S. 967), Pr. 70 (DW 3, 196,1-198,2; S. 967f.), Pr. 18 (DW 1, 306,8-307,4; S. 968), Pr. 72 (DW 3, 242,4-243,5; S. 968), Pr. 61 (DW 3, 37,1-40,5; S. 968), Pr. 19 (DW 1, 313,3-10; S. 969), Pr. 36b (DW 2, 199,1-200,2; S. 969), Sermo XXXVI,1 (n. 370-371, LW 4, 317,3-318,9; 969f. irrtümlich zu XXXVI,2). Außerdem: In Ioh. (n. 622, LW 3, 542,10-13; S. 970), In Ioh. (n. 265, LW 3, 220,9-11; S. 970) und In Gen. II (n. 141, LW 1, 609,7-610,2; S. 971). [11.10.17]
- Ohne liturgischen Bezug
Q 75 - Pf. 7 (38,9-42,16); DW 3, Ed. 310-329, Ü. 562-565
Mandatum novum do vobis, ut diligatis invicem, sicut dilexi vos
Ein neues Gebot gebe ich euch: daß ihr euch untereinander geben sollt, wie ich euch geliebt habe; und daran werden die Leute erkennen, daß ihr meine Jünger seid: ob ihr Liebe zueinander habt. (Joh. 13,34f.)
Keine Perikope im dominikanischen oder römischen Missale nachweisbar. [Theisen, S. 47 Anm. 116]
Tsn: 294,4 von 3, 397,4 (Q 81); 294,9 von 3, 280,6 (Q 74) [DW 3, S. 631]. Da letzterer Rv. von 'neulich' spricht und Q 73 auf den 4.10. datiert ist, könnte die vorliegende Predigt im Monat September gehalten worden sein.
Q 81 - Pf. 64 (200,1-202,15); DW 3, Ed. 395-404, Ü. 576-580
Fluminis impetus laetificat civitatem Dei: sanctificavit tabernaculum suum Altissimus
Der rasche oder der schnelle Fluß hat erfreut die Stadt Gottes. (Ps. 45,5)
Wenn die Rückverweise und die liturgischen Zuordnungen zutreffen, wurde die Predigt nach dem 30. März und vor dem 27. September gehalten.
Rve: 397,4 (etwanne) auf 3, 294,4 (Q 75); 398,3 auf 2, 295,5 (Q 41) [DW 3, S. 631]
Rv: 403,10 (Als ich ouch mê gesprochen hân) auf 2, 221,3 (Q 37), 3, 247,7 (Q 72), 4,1 238,21 (S 98) [DW 3, S. 631]. Vgl. den Rv. in S 96.
Ts: 396,6 von 2, 499,9 (Q 52) [DW 2, S. 799]
S 93 - Par. an. 37 (83,31-86,34); DW 4,1, Ed. 124-137; Ü. 1157-1159 (DW 4,2)
Quae est ista, quae ascendit quasi aurora
Wer ist disiu, diu dâ ûfstîget als ein morgenrôt, schoene als der mâne, ûzerwelt als diu sunne? (Hohelied 6,9)
"Marienpredigt" zu einem Marienfest; das Textwort gehört nach dem Dominikanermissale nicht zu den Lesungen von Marienfesten. [S. 124]
"Marienpredigt". Enthalten u.a. in der Handschrift Wo1, die sechs Predigten enthält (S 113, S 93, S 112, Q 33, Q 32, Q 81). Die Predigt zeigt beachtliche Textparallelen u.a. zu den Predigten 32, 33, Q 36b, Q 41, Q 56, Q 57, Q 87 und S 96. [S. 121]
Ts: 125,17 von 2, 139,2 (Q 32) [S. 125 Anm. 7]
- Schrifttext aus Commune unius ..
S 97 - Par. an. 50 (111,23-113,19); DW 4,1, Ed. 224-229; Ü. 1172f. (DW 4,2)
Kristus sprichet: "swer dâ blîbet in mir und ich in im, der bringet grôze vruht". (Joh. 15,5)
"Das Textwort entstammt nach dem Missale Romanum dem Evangelium Commune unius Martyris tempore Paschali" [DW 4,1, S. 224 Anm. 1].
[Predigtskizze]. Die Predigt zeigt einen offenkundiger Bezug zur Predigt Q 60 sowie inhaltliche und terminologische Berührungen mit den Predigten Q 56 und Q 57 [S. 222]. Steer spricht von einer "gedanklichen Adhäsion" dieser vier Predigten.
Ts: 226,33 von 3, 16,2 (Q 60).
- Schrifttext aus Commune unius .. - (Sermo LV,2.4)
S 98 - Par. an. 55 (120,5-121,18); DW 4,1, Ed. 234-245; Ü. 1174f. (DW 4,2)
Fragment: (1 Hs., Hinweis fehlt in DW 4,1; vgl. PiK )
Nisi granum frumenti cadens in terram mortuum fuerit, ipsum solum manet.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt's allein. (Joh. 12,24-26)
"Der Schrifttext ist dem Evangelium In communi unius martyris entnommen" [S. 234 Anm. 1]
[Predigtskizze]. Die Predigt steht in einem engen strukturellen und inhaltlichen Zusammenhang mit Predigt Q 17. [S. 232]
Ts: (238,21 von 3, 403,10 (Q 81)) [DW 3, S. 631], 4,1, 216,38 (S 96) [S. 216 Anm. 23]; vgl. [S. 240 Anm. 16]
- Schrifttext aus Commune unius .. - (Sermo LV,4)
Q 17 - Pf. 21 (88,29-91,19); DW 1, Ed. 281-293, Ü. 496-498
Hs.: S3 (S. 607; vgl. Unters. I, S. 57)
Nicht in DW: (2 Hss.)
Wer seine Seele haßt in dieser Welt, der bewahrt sie für das ewige Leben. (Joh. 12,25)
Alt. Termine: Thomas (29.12.), Vinzenz (22.1.), Blasius (3.2.), Montag in der Karwoche (16.3.-19.4.), Laurentius (10.8.), Oktav des Laurentius (17.8.).
Zuweisungen: Bru°der Eghart (Ba1); Meister Eckehardes bredien (Str4).
Überschriften: von sant lorencius ain bredig (Str3); Von mine siner sel (Str4). [S. 281]
Theisen erstellt die gleichen sechs Möglichkeiten wie bei Q 58, kann aber keine liturgischen Implikationen feststellen, weshalb er die Predigt keinem Termin zuweist (S. 282). Die Hs. Str3 ordnet sie "sant lorencius" zu. Nach Quint ist die "Echtheit der Predigt gesichert durch die weitgehende Übereinstimmung der Disposition und des Wortlautes im ganzen wie im einzelnen mit dem Text des Sermo LV,4 auf den gleichen Schrifttext" [DW 1, S. 280]. Der Sermo wiederum ist von Koch unter "In Festis unius martyris" eingereiht [LW 4, S. XXII, 450].
Ts: 288,1 von 2, 611,2 (Q 58) [DW 2, S. 800].
"Sie nennen sie Seele: das ist so, wie wenn man jemanden einen Zimmermann nennt, so benennt man ihn nicht als Menschen noch als Heinrich noch eigentlich nach seinem Sein, sondern man nennt ihn nach seinem Tun." [DW 1, S. 496]
Vgl. Q 25, zusammen mit Konrad die Prr. Q 64, Q 65, Q 67 und Q 77 und für Konrad allein Q 38 (s. Predigt). (Außerdem s. Leben: Name und Anmerkung).
S 106 (A,B,C,D) - Pf. 26 (100-101); DW 4,2, Ed. 682-704, Ü. 1215-1221
Aemulor enim vos Dei aemulatione
Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt einem einzigen Mann, daß ich Christus eine reine Jungfrau zuführte. (2 Kor. 11,2)
Der Schrifttext erscheint im Dominikaner-Missale im Commune sanctorum unter In communi unius virginis. Die Epistel und das dazugehörige Evangelium sind 2 Cor. 10,17-18 und 2 Cor. 11,1-2 bzw. Matth. 25,1-13 (Kluge und törichte Jungfrauen) und Matth. 13,44-46 (Gleichnis vom verborgenen Schatz) entnommen. [S. 682]
Ts: 690,62 ff. (Diu oberste kraft der sêle) von 2, 279,4 (Q 40) [DW 2, S. 798].
Ts: Z. 118 (A) von 4,1, 407,3 (S. 102) [DW 4,1, S. 407 Anm. 2].
- Schrifttext aus Commune unius .. - (Sermo LV,3)
S 107 - Pf. 53 (173-174); DW 4,2, Ed. 719-730, Ü. 1222f.
Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. (Matth. 16,24)
Der Schrifttext ist dem Evangelium der zweiten Messe In communi unius Martyris Pontificis des alten Dominikaner-Missales entnommen. [S. 719]
"Insbesondere sind die Aussagen der Predigt 91 über die manigerleie crêatûren mit Predigt 107 zu vergleichen" [S. 717]. [16.5.08]
- Schrifttext aus Communi pluri ..
S 112 - Lo4 154ra-158ra; DW 4,2, Ed. 846-862, Ü. 1236-1239
[2017] Nur in Lo4 vollständig überliefert.
Omnis turba quaerebant eum tangere
Alliu diu schar (Luc. 6,19)
Zuweisung: Nota. Dy hernach geschriben sprüch sind genomen aws der ler Maister Ekcharts von paris (Me5)
Überschriften: Von ane Rurunge gotis; Von armude (?) (Lo4)
Übersetzung: Löser (s.u.), S. 119-129
"Der Schrifttext ist dem Evangelium der Alia missa de Communi plurimorum Martyrum entnommen." [S. 846]
"Ganz auffällig ist, daß eine Reihe von Gedanken der Predigt 47 in sehr ähnlichen Formulierungen in der Predigt 112 ausgesprochen werden." [S. 835]
"Die stabile Überlieferung des Textes erlaubt, die feststellbaren Textdifferenzen zwischen Pr. 47 und Pr. 112 als Textinterpretationen des Pr. 112-Autors /-Schreibers zu interpretieren." [S. 838]
"Mithin: Die Predigt 112 kann nicht den Anspruch erheben, unmittelbar von Eckhart selbst geschrieben zu sein." [S. 842]
Ts: 858,122f. von 4,2, 822,170-823,180 (S 111) [S. 805]
[2.8.17]
Q 57 - Par. an. 61 (128,20-131,18); DW 2, Ed. 594-606, Ü. 746-749
Vidi civitatem sanctam Ierusalem novam
Sankt Johannes sah "eine Stadt". (Geh. Offenb. 21,2)
"Der Schrifttext ist der Epistel der Messe am Feste der Kirchweihe (In Anniversario Dedicationis ecclesiae) entnommen." [S. 594 Anm. 1]. Im Paradisus anime erscheint die Predigt unter De Sanctis. Allerdings erscheinen dort auch drei weitere Predigten, die definitiv den Sermones de tempore zuzuordnen sind (S 94, Q 84 und Q 85), unter den Sermones de sancti.
Ein genauer Termin kann nicht angegeben werden, da nicht bekannt ist, um welche Kirche und welche Weihe es sich handelt.
Rv: 599,1 (Ich hân ez ouch mê gesprochen) auf 1, 380,1 (Q 22) [S. 800]
S 100 - Pf. 51 (168,4-170,3); DW 4,1, Ed. 271-278; Ü. 1178f. (DW 4,2)
Et quaerebat videre Iesum, quis esset.
Und er begehrte Jesus zu sehen, wer er wäre. (Luk. 19,2-4)
"Das Schriftwort ist dem Evangelium des Festes In Anniversario Dedicationis ecclesiae entnommen." [S. 271 Anm. 1]
(Zum Datum s. Q 57). Theisen setzt die Kirchweihe ans Ende der Predigten nach Dreifaltigkeit. In der Liste von Sturlese (s. Allgemein) erscheinen die beiden Predigten nicht.
Den Satz "Sô ich ze Parîs predige.." wird man "als atemporales Präsenz auffassen müssen. Die Abfassung der Predigt ist so auch nach 1311 denkbar" [S. 269].
In der Predigt heißt es: "Sô ich ze Parîs predige, sô spriche ich - und ich getar ez wo sprechen -: alle die von Parîs enmügent niht begrîfen mit all irn künsten, waz got sî in der minsten crêatûre, nochdenne in einer mücken" (277,51). Auf Paris nimmt Eckhart in seinem gesamten Werk nur an sieben Stellen Bezug: In der vorliegenden Predigt, in Q 14 und Q 15 (mit gleichlautendem Text), in Q 24, in Q 70 (als Hinweis) und zweimal in der Responsio (Proc. col. I n. 77 und n. 126).
Vgl. Überblick de tempore / de sanctis
Predigt Fest Datum
S 87, Q 24
(Q 10)
(Q 22, Q 38, Q 78)
Q 22, (Q 78, Q 38)
S 101, (Q 49)
(Q 58)
(Q 10, Q 66)
Q 31, Q 44, (Q 77)
(S 116)
Q 18, Q 43, (Q 42)
(Q 46, Q 54a, Q 54b)
Q 78, Q 38, (Q 22)
(Q 6, Q 39)
(Q 8, Q 33)
(Q 30)
Q 5a, Q 5b, Q 63, Q 64,
Q 65, Q 67, Q 80
(Q 66)
(Q 8)
Q 45, (Q 3)
Q 6, Q 39, (Q 52, Q 72)
Q 3, (Q 45)
(Q 15)
(Q 17, Q 58)
Q 2, Q 60, S 110, (Q 86)
(Q 27)
Q 42, S 113, (Q 18, Q 43)
(Q 12, Q 49)
Q 41, (Q 52, Q 72)
(S 115)
Q 52, Q 72, (Q 6)
S 97, S 98, Q 17, S 106, S 107
Q 57, S 100 1. Sonntag im Advent
Nerveus, Achilleus und Pancratius
Johannes und Paul
Oktav von Mariä Geburt
Kirchweihe 27.11. - 3.12.
18.1. - 21.2.
10.[11.]2. - 16.3.
15.[16.]2. - 21.3.
18.[19.]2. - 24.3.
21.[22.]2. - 27.3.
22.[23.]2. - 28.3.
24.[25.]2. - 30.3.
25.[26.]2. - 31.3.
26.[27.]2. - 1.4.
27.[28.]2. - 2.4.
1.3. - 4.4.
3.3. - 6.4.
4.3. - 7.4
5.3. - 8.4
12.3. - 15.4.
14.3. - 17.4.
16.3. - 19.4.
19.3. - 22.4.
21.3. - 24.4.
29.3. - 2.5.
29.4. - 2.6.
30.4. - 3.6.
13.5. - 16.6.
30.8.-3.10.
[lat.-mlat.], liturgisch begangener katholischer Festtag (jeweils Mittwoch, Freitag und Samstag) zu Beginn der vier Jahreszeiten (nach dem 3. Advent, dem 1. Fastensonntag, nach Pfingsten und Kreuzerhöhung 14. September). [Duden, S. 609]
[lat.], II., die; 2. in der katholischen Liturgie die Nachfeier der Hochfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten mit Abschluß am achten Tag. [Duden, S. 507]
[lat.-mlat.], die; neunter Sonntag vor Ostern. [Duden, S. 662]
die; [Gottesdienst am] Vortag hoher katholischer Feste. [Duden, S. 763]
[lat. votivus "durch ein Gelübde versprochen, geweiht"] das, Weihegabe. [VoL 12, S. 275]
(Votiv), Religion: Gabe, die Gott, einer Gottheit oder einem / einer Heiligen aus Dankbarkeit oder mit der Bitte um Hilfe in bestimmten Anliegen beziehungsweise (Not-)Situationen dargebracht wird, z.B. ein Votivbild; bereits in den Kulturen des Altertums ein weit verbreiteter religiöser Brauch. [PC-Bib]

References: Art. 12
 Art. 21
 Art. 26
 Art. 11
 Art. 27
 Art. 48
 Art. 8
 Art. 28