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Timestamp: 2018-05-26 08:52:42+00:00

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P Konto, was stimmt nun ? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #2227613 (1)
31.08.2017, 20:50 #1
P Konto, was stimmt nun ?
ich habe ein kleines Problem, weswegen ich mit hier angemeldet habe und um Rat ersuche.
Ich bekomme Bafög und befinde mich seit 4 1/2 Jahre in der Privatinsolvenz.
Nun ist es leider passiert, dass ich Schulden [ 320 EUR ] gemacht habe und mich nicht drum gekümmert habe.
Am 18.08.2017 wurde mein Konto bei der Sparkasse gepfändet.
[ Guthaben 116,22 EUR auf Konto ]
Einen Tag später habe ich einen [ Pfändung und Überweisungsbeschluss ] erhalten.
Natürlich war ich sehr erschrocken und habe mich erstmal Informiert was ich tun könnte.
Ich habe mich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung gesetzt und diesen Angeboten 150 EUR Monatlich zu zahlen.
Das Inkassounternehmen war einverstanden, meinte aber das sie die Pfändung erst rausnehmen, sobald die volle Summe beglichen ist.
Ich bin dann am 23.08.2017 zu meiner Sparkasse gegangen und habe eine [ Zusatzvereinbarung über die Führung des Kontos als Pfändungsschutzkonto gemäß § 850k ZPO] unterschrieben.
Nun war ich gestern am 30.08.2017 nochmals in der Sparkasse und wollte fragen ob das Konto bereits umgewandelt sei, da ich nicht an das Guthaben komme, welches vor der Pfändung auf dem Konto war.
Mir wurde gesagt, dass ich nur über neues Guthaben verfügen kann, nicht aber über das alte [ 116,22 EUR ] welches gepfändet wurde.
Ich habe am heutigen Tage auch mein Bafög überwiesen bekommen.
Kontostand** :538,23 EUR
Verfügbarer Betrag** :422,00 EUR
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind diese 116 EUR Guthaben immer noch gesperrt.
Daher würde ich gerne mal ein paar Fragen stellen.
1: Stimmt es, dass man trotz des P Kontos sein Bafög innerhalb von 14 Tagen vom Konto holen muss ?
[ So wurde es mir von der Bankberaterin gesagt ]
2: Ist das letzte Guthaben [ 116 EUR ] nun wirklich gepfändet ?
[ Die Bankberaterin meinte zu mir, dass das Guthaben welches auf dem Konto war [ 116 ] voll gepfändet ist. Ich habe in dem Fall gedacht, dass ein P Konto rückwirkend für den ganzen Monat gilt.
Da ich in diesem Monat nicht über 1000 EUR gekommen bin verwundert mich das schon sehr.
Ich wurde auf die AGB verwiesen :
Die Umwandlung in ein P Konto kann auch beantragt werden, wenn für das Girokonto bereits eine Pfändung zugestellt wurde. Wird die Umwandlung in ein P Konto innerhalb von vier Wochen ab Zustellung des Pfändungs und Überweisungsbeschlusses beim Kreditinstitut vollzogen, dann gilt die Schutzwirkung des P Kontos ab Zustellung des Pfändungs und Überweisungsbeschlusses.
Das waren fürs erste meine Fragen.
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AW: P Konto, was stimmt nun ?
Die Aussage ist nicht nachvollziehbar !!!
Es gibt zwar den § 850k Abs.6 ZPO
Der regelt aber nur das Verhältnis zwischen Bank und Schuldner, soweit die Bank ihrerseits Forderungen gegen den Schuldner hat. Die Regelung des
§ 850k Abs.6 bezieht sich aber nur auf debitorisch geführte Konten, also solche, die im Soll stehen. Da aber P-Konten lediglich im Guthaben geführt werden und Du ja auch schon eins hast, würde hier diese Vorschrift ja nicht anzuwenden sein.
Schwachsinn der Bankberaterin
Somit, wird die Umwandlung in ein P-Konto innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung der Pfändung an die Bank vollzogen, dann gilt der P-Kontoschutz rückwirkend und zwar ab Zustellung der Pfändung an die Bank und somit fallen die 116 € in den Freibetrag des lfd. Monats.und dürfen somit nicht der Pfändung unterliegen.
Betreffend P-Konto und Pfändungsschutz greifen keine AGB der Bank, sondern die ZPO und dbzgl. § 850k ZPO und da sollte die sogenannte Bankberaterin auch mal reinschauhen
Nun gut, ich würde empfehlen, das Du morgen 01.09. zum Monatswechsel auf dein P-Konto schaust, ob Du ggfls. über die blockierten und angeblich der Pfändung unterliegenden 116 € verfügen kannst.
Wenn nein, dann schlägst nochmals bei der Bank auf und versuchst dort Dampf zumachen und verlangst die Auszahlung der 116 €. Sollte das im ganzen fruchtlos verlaufen, dann gehst zum Amtsgericht und holst Dir ein Beratungshilfeschein und mit diesen suchst Du dann einen Anwalt auf, damit dieser der Bank den § 850k ZPO erklärt und Du somit an deine 116 € kommst.
Geändert von axellino (31.08.2017 um 23:11 Uhr)
01.09.2017, 06:58 #3
Dafür lässt du dir bitte schriftlich geben, warum du nicht an die 116 € kommst. Wenn sich die gute Frau (oder die Bank) da so sicher ist mit ihrer Aussage, sollte so eine Bestätigung doch kein Problem sein.
05.09.2017, 15:56 #4
Ich war gestern 04.09.2017 bei meiner Sparkasse und habe die Berater gefragt.
Also ich muss mich erstmal Entschuldigen, weil ich vergessen habe eine Sache zu erwähnen.
Als ich damals mein Basiskonto abgeschlossen habe wurde mir noch ein Zusatzkonto [ S VORSORGE PLUS ] Vertrag angedreht, welchen ich immer bedient habe.
S VORSORGE PLUS
[ Vertragssparen / Ratensparen / Sondersparformen ]
Kontostand: 649,95 EUR
Ich möchte dazu sagen, dass ich nicht an Konto gehen kann.
Ich kann darüber nicht Verfügen.
Nun wurde mir das als Grund ausgelegt, warum ich nicht mehr an die 116 EUR komme.
Ich sagte dann, dass der Gläubiger das Vorsorge Plus Konto Pfänden soll, weil ich es eh nicht mehr haben möchte.
Dies ist leider nicht möglich [ auf Aussage der Bank ].
Ich werde morgen nochmal zur Bank gehen und das ansprechen.
PS: Ich habe dem Berater das § 850k ZPO aus dem Internet rausgesucht und vorgelegt.
Der Berater sagte mir nur, dass die Sparkasse einzelne Abschnitte auch zu Ihren Gunsten umschreiben könnte.
05.09.2017, 17:35 #5
Verstehe nur Bahnhof, was Du hier schreibst.
Die 116 € waren Guthaben auf deinen Girokonto, mit Eingang des Pfändungsbeschluss bei der Bank und dieses hattest Du fristgerecht auch in ein P-Konto umgewandelt und somit dürfen die 116 € erstmal keiner Pfändung unterliegen.
Naja, wie @TazD schon korrekt geschrieben hat, sehe zu, das Du was schriftliches von denen bekommst, steigt ja sonst keine Sau durch
Das ganze ist aber kein Wunschkonzert
Von der Pfändung bei der Spasskasse (Drittschuldner) sollten eigentlich alle deine dort bestehenden Konten und sicher auch dieses Vorsorge Plus betroffen sein. Mag der Pfändungsgläubiger derzeit nicht an das dort befindliche Guthaben rankommen, weil Du derzeit darauf keinen Auszahlungsanspruch hast, so kann er es aber ggfls. Jahre später, wenn Du einen Auszahlungsanspruch auf das dort befindliche Guthaben hast, so denn sich die Pfändung natürlich bis dahin nicht erledigt hat.
Der Berater sagte mir nur, dass die Sparkasse einzelne Abschnitte auch zu Ihren Gunsten umschreiben könnte
Na ganz sicher nicht, wäre ja noch schöner
Geändert von axellino (05.09.2017 um 19:51 Uhr)
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