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Timestamp: 2020-03-30 13:46:55+00:00

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Selbstauskunft Im Datenschutz: Muster Und Informationen
Update/Hinweis: Vorlagen zur „Selbstauskunft“ und weitere Ausführungen zum Thema finden Sie hier.
Weiter geht die Auskunftspflicht dann mit Blick auf verarbeitende Stellen die „personenbezogene Daten geschäftlich zur Übermittlung“ speichern, betroffen sind hier vor allem die bekannten Auskunfteien. Hier wird dem Betroffenen zusätzlich in §34 IV BDSG ein Anspruch zugestanden, zu erfahren, welcher „Wahrscheinlichkeitswert“ (Hier konkret: „Scoring“) gespeichert ist und wie sich dieser zusammensetzt.
Anmerkung: Immer wieder gibt es in dem Bereich „Schlaumeier“ die versuchen, Verbraucher zu täuschen. Besonders verbreitet ist das im Bereich von „Newslettern“, die man unverlangt erhält und unter denen vermerkt ist, dass man diesen angeblich bestellt hat. Der Diensteanbieter hat nach §13 II Telemediengesetz aber Vorgaben bzgl. erteilter Einwilligungen, dazu gehört u.a. eine Protokollierungspflicht. Diese Protokollierung ist aber gleichsam ein personenbezogenes Datum, auf das sich die Auskunftspflicht nach §34 BDSG gleichsam erstreckt (der §13 VII TMG verweist auf den §34 BDSG). Wer versucht, sich hier mit einer „Phantom-Anmeldung“ herauszureden kommt also nicht weiter – entweder er hat die Einwilligung protokolliert und informiert darüber oder er muss sich stellen lassen, als gäbe es keine Einwilligung.
Es ist festzustellen, dass viele Menschen ein gewisses Desinteresse für bei Auskunfteien gespeicherte Informationen mitbringen. Von „ist mir egal“ bis hin zu „lieber nicht, wer weiß was da kommt“ sind mir sämtliche Reaktionen schon begegnet. Fakt ist: Wenn Sie schon aus einer Art Angst heraus dieses Recht nicht nutzen wollen, sollten Sie auf jeden Fall davon Gebrauch machen, einfach schon um Klarheit zu haben. Sofern Sie zu den Desinteressierten gehören, kann es jedenfalls nicht schaden, herauszufinden, was über Sie gespeichert nicht – nicht zuletzt, weil zumindest die größeren Auskunfteien durchaus ihre finanzielle Zukunft in der Hand haben.
In meiner Erfahrung muss man dabei nicht immer mit den „ganz großen Fehlern“ rechnen, häufig sind nur wenige Einträge falsch oder ungewollt und sehr schnell geklärt. Der gekündigte Handy-Vertrag etwa, der 2 Monate nach Vertragsende immer noch gelistet ist oder auch ein Eintrag von einem Versandhaus, bei dem man nur einen Katalog angefordert hatte. Manche Menschen haben – auch aus Unerfahrenheit heraus – die Angst, dass schon bei einer Mahnung oder einer zu spät gezahlten Rechnung ein Eintrag bei einer Auskunftei vorgenommen wird. Auch das ist falsch.
Der größte Vorteil, wenn man zumindest alle 1-2 Jahre eine Auskunft anfordert und „aufräumt“ ist auf jeden Fall, dass sich nichts aufhäufen kann und man eher wenig Arbeit damit hat. Und wenn man dann doch mal die Bank wechselt oder einen Kredit benötigt, zahlt sich die Arbeit auch durchaus aus.
Dabei wünsche ich entsprechend §34 IV BDSG auch Auskunft über meine aktuellen „Scoring“-Werte. Darüber hinaus eine nachvollziehbare und verständliche Information über die für dieses Scoring genutzten Datenarten, das Zustandekommen der jeweiligen Zahlenwerte sowie ihre Bedeutung – sowie die Information, an wen diese Daten in den letzten 12 Monaten weitergegeben wurden (§34 IV Nr.1 BDSG).
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Veröffentlicht am 8. April 2010 24. August 2018 Autor Rechtsanwalt Jens FernerKategorien Datenschutzrecht & Medien, IT-Recht und Technologierecht, VerbraucherrechtSchlagwörter auskunftei, einwilligung, Einwilligung im Datenschutzrecht, schufa, scoring, telemediengesetz

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