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Timestamp: 2018-11-22 10:17:24+00:00

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ARCHIV: Renate Hartwig beendet Scientologykritik
Ingo Heinemann: Scientology-Kritik Adresse dieser Seite: Hartwig.htm Zuletzt bearbeitet am 15.6.2010 Beratung | Impressum | zur Homepage | zur Inhaltsseite | AGPF-Spendenkonto <!- Search Google ->
Renate Hartwig beendet Scientologykritik Renate Hartwig war Deutschlands lauteste Scientology-Kritikerin. Von Anfang an kritisierte sie allerdings ebenso massiv andere Scientology-Kritiker. Dann die von ihr so genannte "Kritiker-Sekte". 2002 hat Renate Hartwig ihre Scientology-Kritik aus ihrer Website entfernt, 2004 auch die Kritiker-Kritik.
Hartwigs Kampf gegen Sekten-Kritiker
Hartwig 1994: "Ich klage an"
Hartwigs Unkenntnis von den Möglichkeiten und Grenzen des Rechtsstaates
Hartwig-Verein fordert Sondergerichte
Die Robina Hood der Handelsvertreter
Brief an den Bundeskanzler von 1992
Hartwigs Strafanzeige von 1992
"Scientology - vergleichbar mit AIDS": Der Staat mit Scientologen durchseucht und nicht mehr abwehrfähig
Das angebliche Mordkomplott
Hartwig zum "Anfangsverdacht" 1994 und 2003
Wenig Kritik an Hartwigs ersten Büchern
Kaum eigene Vorschläge
Hartwig und die "Kritikersekte"
Hartwigs Finanzen
Robin-Direkt-Rechnung über 50.000 DM für "Beratertätigkeit"
Hartwigs Unbedenklichkeitsbescheinigung
Hartwig und die Agenten
Hartwigs "persönliches Statement zum Thema Scientology"
Hartwig: "keine Rechtsgrundlage für Aufklärung"
Hartwig: Kritik nicht rechtsstaatlich
Hartwig gegen Bruenjes: Klage abgewiesen
AGPF-Info 15/97 Hartwig gegen AGPF-Vorstand
Prozess Hartwig gegen Potthoff Urteil Oberlandesgericht Düsseldorf 15 U 122/97
Oberlandesgericht München 21 U 6350/95 Urteil vom 26.07.1996 - Mordkomplott
Hartwig gegen (...) LG München 9 O 10326/94
Renate Hartwig war seit ihrem Buch "Ich klage an" von 1994 (>>) die lauteste Scientology-Kritikerin.
Mit ihrem "persönlichen Statement zum Thema Scientology" (>>) von 2002 begann Renate Hartwig, Scientology zu verteidigen.
Ein deutsches Scientology-"Pressebüro" hat daraufhin Fax-Werbung mit Hartwigs neuestem Buch verschickt.
Renate Hartwigs frühe Bücher enthalten zahlreiche Tatsachen zur Scientology-Organisation, die auch heute noch richtig und wichtig sind und die es verdienen, festgehalten zu werden.
Renate Hartwig erklärt auch heute noch, dass sie nach wie vor zu ihrer kritischen Haltung zu Scientology steht und lediglich ihre publizistische Arbeit zu diesem Thema beendet hat.
Hartwig behauptete, nachdem sie ihre Scientology-Kritik eingestellt hat:
"Zum Thema Scientology gibt es bis heute keine Rechtsgrundlage, auf die sich diese Maßnahmen, die man als "Aufklärung" deklariert, stützen könnten."
Diese Behauptung ist falsch. Dazu mehr unten.
Das Scientology-Magazin "Freiheit" bezeichnete Renate Hartwig 1995 als "Galionsfigur aller Scientology-Kritiker".
Hartwig selbst beklagte sich allerdings in zahlreichen Artikeln darüber, dass sie von den anderen Kritikern geschnitten oder gar bekämpft werde.
Hartwigs Kampf gegen Sekten-Kritiker (>>)
Hartwig und die "Kritikersekte" (>>).
Im Klappentext des Hartwig-Buches "Ich klage an" von 1994 heisst es: "Das Magazin TEMPO schreibt über Renate Hartwig: Sie erlebte einen Bestechungsversuch in Millionenhöhe; anonyme Morddrohungen, Verleumdungen und Bespitzelungen gehören zu ihrem Alltag. Der hat sich längst in einen Privatkreuzzug verwandelt, den die dreifache Mutter mit moralischer Rauflust und bissiger Ironie führt. Auf die Frage, was sie beruflich mache, sagte sie einmal: 'Ich schaffe mir Feinde' ".
Bis 2002 führte Hartwig ihren "Privatkreuzzug" gegen Scientolgy und gegen den Staat, die Kirchen und deren Sektenbeauftragte.
Seit 2002 beschränkt sie ihren Kreuzzug auf Staat, Kirchen und Scientology-Kritiker.
Eine plausible Antwort ist nicht zu finden. Hartwigs Meinungsumschwung ist nicht nachvollziehbar, die Begründungen bleiben fragmentarisch.
Dafür, dass sie der Versuchung eines Bestechungsversuches später erlegen sein könnte, gibt es keinerlei Hinweise.
Hartwig schildert in ihrem Buch "Die Schattenspieler" (S.17 ff) von 2002, ein Lehrer habe angerufen. Ein Schüler sei "15 Jahre alt und bereits als Scientologe auf die Welt gekommen ... Wie gehe ich damit um?" Er habe einzelne "Sektenexperten" kontaktiert, "die über Planstellen von Kirche und Staat eingesetzt sind. Das Ziel des Lehrers war, Antworten im Umgang mit solch einem Problem zu erhalten."
Hartwig hat nicht hinterfragt, ob es überhaupt Aufgabe der Berater sein kann und soll, Handlungsanweisen oder auch nur Ratschläge für konkretes Handeln zu geben. Hartwig benutzt den Aufhänger, um über die Berater herzuziehen, seitenlang, voller Verbalinjurien ("kleinkarierte, dumme Abzocker von Steuergeldern").
Hartwig zitiert wörtlich die angeblichen Antworten der Berater, so als sei sie dabei gewesen. Sie schildert wortreich auch ihre eigenen Gedanken ("Aha, schoss es mir durch den Kopf ... ") und gibt das, was sie gesagt haben will, ebenfalls als wörtliches Zitat wieder. Dieser Schreibstil erweckt den Eindruck der Authentizität. Sie schildert romanhaft ihre Gedanken und Überlegungen der letzten 10 Jahre und Äusserlichkeiten, wie das Cafe, in dem sie den Schüler dann traf: "Rot gepolsterte Stühle, geraffte Vorhänge, blitzblanke Marmortische, auf denen kleine Blumensträußchen standen auf frisch gestärkten weißen Platzdeckchen. Eine Mischung aus frisch gebrühtem Kaffee und heißer Schokolade lag in der Luft", so Hartwig in "Die Schattenspieler" von 2002.
Nachprüfbar ist das alles nicht. Ebenso wenig wie der ganze Fall.
Entscheidend für Hartwigs Meinungsumschwung war demnach das Gespräch zwischen Hartwig und einem Schüler.
Hartwig hat den Schüler wiederum wörtlich zitiert, macht ihn zum Zeugen: "Weshalb macht niemand etwas gegen das, was da passiert bei den Menschen, die man Sektenbeauftragte nennt?"
Das Gespräch endete undramatisch: "Jedem der beiden schenkte ich meinen neuen Jugendroman. Wir verabredeten, uns nicht aus den Augen zu verlieren". Hartwig dann: "Schlüsselerlebnisse sind es immer wieder, die mich in meinem Leben zum Bilanz ziehen bewegen, aber auch zum Hinterfragen, zum genauen Hinschauen und vor allem zur schonungslosen Selbstkritik führen."
Es ging in diesem Fall um einen jungen Menschen, der glaubte, falsch behandelt worden zu sein, weil seine Eltern und er Scientologen sind.
Tatsache ist: Niemand hat mehr zu Überreaktionen gegen einzelne Scientologen beigetragen, als Hartwig.
Denn sie hat stets Namen genannt, ob das nun nötig war oder nicht.
Insoweit wäre vielleicht Selbstkritik angebracht, wie in vielen anderen Punkten. Zu finden ist davon jedoch so gut wie nichts.
Renate Hartwig hat den Scientology-Kritikern in einem kurzen Artikel ("Statement" unten) im August 2002 vorgeworfen:
Hass, Hetze, Ausgrenzung, gezielte Desinformation, Verunsicherung, Meinungsdiktatur, Verleumdung, Rufmord als Gesellschaftsspiel, Stigmatisierung, ein zementiertes Feindbild.
Das sind Meinungsäußerungen, die unter das Grundrecht der Meinungsfreiheit fallen und auch von Gerichten nur sehr eingeschränkt überprüft werden können. Vermutlich sind das hier aber auch Stichworte, die zum Kauf ihres Buches anregen sollen. Es ist aber keineswegs sicher, dass man dort Beweise für diese Äusserungen findet. Denn solange sie diese Begriffe nicht im Zusammenhang mit namentlich genannten Personen benutzt, bedarf es keiner Beweise im üblichen Sinne. Und selbst wenn sie Namen nennt, genügt es, halbwegs plausible Belege für diese Meinung aufzuführen.
Neu war ihr Kampf gegen die Sekten-Kritiker nicht. Schon zu Beginn ihrer Laufbahn als Scientology-Kritikerin war die Tendenz erkennbar (>>).
Damals konnte man jedoch noch annehmen, der Grund sei ihr Ärger über die vermeintliche Erfolglosigkeit der anderen Kritiker, die Fehleinschätzung der Möglichkeiten und Grenzen des Rechtsstaates und der Erfolgsaussichten ihres eigenen Kampfes gegen die Scientology-Organisation.
Darauf deutet zum Beispiel ihre Pressemitteilung vom 8.6.94 hin: "Während meine Familie und ich uns in den letzen Jahren im Kampf gegen Scientology die Knochen blutig geschunden haben, steht der Leistungsnachweis der gut bezahlten staatlichen Sekten-Profis noch aus".
Je mehr Hartwig diese Grenzen aus eigener Erfahrung hätte erkennen müssen, umso krasser wurden ihre Ausfälle gegen die "Kritikersekte" und die "Planstelleninhaber".
In ihrer Pressemitteilung vom 8.6.94 hat Hartwig im übrigen schon darauf hingewiesen, dass "Leute, die eines Tages angetreten waren, um dieser gefährlichen Organisation entgegenzutreten, irgendwann zu Marionetten von Scientology wurden".
Hartwigs offener Brief vom 29.8.1992 an die Fraktionen des Landtags von Baden-Württemberg belegt ihren damaligen Standpunkt Scientology gegenüber:
"Zwei selbständige Unternehmer aus Baden-Württemberg mußten allein in den letzten 4 Wochen, nachdem sie Kontakt mit SCIENTOLOGY bzw. der Hubbard-Technology hatten, in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie eingewiesen werden. Das sind nur zwei von Hunderten Geschädigter in diesen Bundesland. Bundesweit gibt es Tausende Opfer dieses menschenverachtenden Syndikats. ...
Allein die durch Auditing verursachten psychischen Schäden, deren Kosten für stationäre u. Reha-Behandlung sowie Arbeitsausfall oder Frühinvalidität bei Krankenkassen und in der Rentenversicherung zu Buche schlagen, gehen vorsichtig geschätzt, in die Millionen.
Die hohen Spenden für die Kriegskasse der SCIENTOLOGEN - beginnend bei 40.000 US-$ für den "Patron"-Titel-Erwerb - sind oft nur durch Unterschlagung, Steuerhinterziehung und andere Kapitalbeschaffungsdelikte der Scientologen möglich. Die Häufigkeit der Eintragung und Löschung von Tarnfirmen und -vereinen (zur Täuschung der Bürger und des Staates) ins Handels- bzw. Vereinsregister, entzieht die damit verbundenen Verwaltungsakte längst der Kontrolle der Finanzbehörden.
Bei uns zeugen Regale mit Erlebnisberichten von der Fülle von Fällen, in denen Hubbard-Technology gutgehende Firmen in den Konkurs getrieben, Arbeitsplätze vernichtet und Sozialhilfefälle geschaffen, Familien zerstört und Kinder psychisch mißhandelt hat. ...
Es gibt viele in diesem Staat, die mit der Hubbard-Technology den Menschen schaden und gleichzeitig die Machtübernahme in der Regierung anstreben. Auch in der Immobilienbranche sind es überwiegend Scientologen, die durch betrügerische Manipulationen auffallen ..."
Aber schon dieser Brief diente in erster Linie der Kritik an einem staatlichen Sektenbeauftragten: "Es kann nicht sein, daß geduldet wird, daß ein von Steuergeldern bezahlter Beamter die Opfer toleriert, die Gefahr bagatellisiert und durch sein Handeln ein ganzes Ministerium zum Steigbügelhalter für SCIENTOLOGY macht."
Hartwigs erstes Buch "Ich klage an" von 1994 enthielt immerhin noch substantielle Scientology-Kritik, insbesondere Zitate.
Neu daran war allerdings kaum etwas. Der Titel zeigt allerdings bereits das Fehlen jeder Bescheidenheit: "Ich klage an" ("J'accuse") ist bekannt als Titel eines Zeitungsartikels des berühmten Schriftstellers Emile Zola in der Zeitung "L'Aurore" von 1898 über die Dreyfus-Affäre.
Scientology-Kritiker haben schon damals das Fehlen neuer Informationen moniert.
Die Schwäbischen Zeitung vom 13.4.94 schrieb: "Fachleute sehen in dem angekündigten Thriller eine 'Riesenschaumschlägerei ohne Inhalt' ".
Der Titel zitiert Thomas Gandow, der seither bevorzugtes Ziel von Hartwigs Beschimpfungen ist. Gandow der Zeitung gegenüber: Das Buch bestehe aus lauter "Second-hand-Material", biete "überhaupt nichts Neues“, sei eine "Riesen Schaumschlägerei ohne Inhalt und deshalb : "Dieses Buch nützt Scientology.“ Weiter aus dem Artikel von Klaus Nachbaur:
"Die internen Vorwürfe gegen Hartwig: Unseriöse Arbeit, zumindest leichtsinniger Umgang mit brisantem Aktenmaterial, öffentliches „Vorführen" von Scientology-Aussteigern als Opfer, Profilneurose, dubiose Praktiken innerhalb des Vereins „Robin Direkt“. ...
Zwei Funktionen allerdings erfüllt es durchaus. Renate Hartwigs Buch hat für Furore gesorgt und stellt damit die Organisation Scientology öffentlich so sehr an den Pranger, wie diese Organisation das verdient. Zweitens: Wer noch nie von Scientology gehört hat, der kann sich mittels des reißerisch aufgemachten Werks durchaus einen Eindruck von den Aktivitäten der Scientologen verschaffen, wenn auch manches (zum Beispiel ein angebliches Mordkomplott gegen die Autorin) mit Vorsicht zu genießen ist. Aber zwei Dinge leistet es nicht: Es bringt qualitativ nichts Neues und — wichtiges Manko — es bietet im Gegensatz zu den inzwischen zahlreichen anderen Büchern über Scientology keine Hilfestellung für Betroffene oder ihre Angehörigen. Wer sich seriös informieren will, der kaufe auch aus diesen Gründen ein anderes Buch."
Hartwig hat in ihrem Buch damals schon angekündigt, sie habe "noch ein paar andere Leute im Visier".
Zentrale Aussage: Scientology werde vom Staat geduldet und von der Justiz nicht verfolgt.
Die staatlichen Sektenbeauftragten bezeichnete sie als "staatlich bezahlte Schweiger".
Also Hartwig allein gegen Alle.
Solche multiple Verschwörungstheorien sind beliebt.
Hartwigs Buch wurde ein Bestseller.
Das Buch von 1994 hat dazu geführt, dass manche den Kontakt mit ihr abgebrochen haben. Denn das Buch enthält verschiedentlich Berichte über Telefonate, die ganz sicher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. So auf der Seite 108 (Heyne-Ausgabe) mit Datum, Tageszeit ("nachts") und Dauer ("stundenlang") samt Inhaltsangabe. Von da an musste jeder wissen, der mit Hartwig telefonierte, dass sie über diese Telefonate möglicherweise in Büchern oder in ihren sonstigen Veröffentlichungen berichten würde. Zusatzproblem: Hartwig kann dann berichten, was sie will. Kaum jemand kann beweisen, dass der Bericht nicht stimmt.
Das Hartwig-Buch von 1994 hat aber auch dazu geführt, daß vielfach völlig falsche Vorstellungen über Scientology-Kritik bestanden und bis heute bestehen.
Verbraucherschutz spielte in Hartwigs Übermachtsphantasien vor ihrer Rolle als Retterin des Rechtsstaates kaum eine Rolle.
Viele erkannten Hartwigs in Hartwigs Texten masslose Übertreibungen und das Fehlen von Fakten.
Viele hakten damit das Thema Scientology-Kritik als übertrieben und substanzlos ab.
Hartwigs profunde Unkenntnis von den Möglichkeiten und Grenzen des Rechtsstaates
Schon damals zeigte Hartwig profunde Unkenntnis der Möglichkeiten und Grenzen des Rechtsstaates und der Kritiker im Rechtsstaat.
Auf dieser Unkenntnis beruht die Behauptung, der Staat "dulde" Scientology.
Richtig ist: Der Staat hat sich von Anfang an mit Scientology befasst. So zum Beispiel hat das Bundeskriminalamt schon 1973 in einem internen Bericht geschrieben: "Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur-Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann" (Bundeskriminalamt Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649, zitiert nach Haack, Magie des 20 Jahrhunderts, Seite 281). Das war ein interner Bericht. Ich war mit daran beteiligt, dass dieser an die Öffentlichkeit kam. Scientology hat dagegen geklagt. Seither hörte man vom Bundeskriminalamt wenig. Was vielleicht nur bedeutet, dass man dort interne Bericht künftig vorsichtiger behandelt hat. Dies zeigt aber auch das Spannungsverhältnis, in dem man als Berichterstatter ständig steht.
Schon damals erforderte es ein beträchtliches Mass an Medienkompetenz, in Hartwigs Buch die brauchbaren Fakten von den mit Vorsicht zu behandelnden Hartwig-Erzählungen (siehe Beispiel unten) unterscheiden zu können.
Auf dieser Unkenntnis beruhen damals wie heute zahlreiche Vorwürfe gegen Einzelpersonen (etwa den Bundeskanzler >>) und gegen die "Kritikersekte".
Diese Unkenntnis wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn Hartwig sich nicht ständig auf Rechtsfragen berufen und anderen Rechtsverletzungen vorwerfen und sich letztlich als Hüterin des Rechtsstaates aufspielen würde.
Deshalb dazu nachfolgend einige Beispiele.
Zweifel an Hartwigs Urteilskraft wuchsen, als ihr Verein 1992 forderte, "alle Verfahren ... hinter denen Scientology, deren Mitgliedern oder Tarnfirmen stehen, bzw. zu vermuten sind, an ein für diesen Zweck einzurichtendes Sondergericht abzugeben" (siehe "Forderungskatalog" unten). Sondergerichte sind durch das Grundgesetz verboten. Artikel 101 Grundgesetz erklärt kurz und bündig: "Ausnahmegerichte sind unzulässig".
In einer Pressemitteilung vom 7.3.1992 verdächtigte Hartwigs Verein Politiker, Scientology bei deren Streben nach Weltherrschaft zu unterstützen und Beamte der Amtspflichtverletzung zu Gunsten dieses Zieles.
ROBIN DIREKT e.V.
Schutzgemeinschaft für Aussendienst- und Direktvertrieb-Mitarbeiter
Initiative Scientology Geschädigte
als bekannt setzen wir voraus, daß nunmehr - wie es führende Scientologen angekündigt haben - die Kriegskasse der SCIENTOLOGY gegen Frau Renate Hartwig, Bundesvorsitzende von ROBIN DIREKT zum Einsatz kommt.
Bis jetzt hat sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland als unfähig erwiesen, die Bürger und die Wirtschaft des Landes vor Schaden zu bewahren, wie er z.B. durch das organisierte Verbrechen entsteht. Namentlich das SCIENTOLOGY-Syndikat aus Übersee, dem in unzähligen Presseberichten, Büchern (z.B. von Pfarrer Haack) und Fernsehberichten wie auch in Dokumentationen verfassungsfeindliche wie auch kriminelle Aktivitäten bescheinigt wird, macht gegenwärtig Schlagzeilen.
In der Vergangenheit waren es vorwiegend Journalisten, die in ihrer Arbeit behindert wurden durch Unterwerfungserklärungen, Abmahnungen und Gerichtsurteile, die SCIENTOLOGY erwirkt hat. Mit der "Kriegserklärung" der internationalen SCIENTOLOGY-Organisation an ROBIN DIREKT wurde die bisher bekannt gewordene, höchste Stufe der Kritikerbekämpfung eingeläutet.
Ob Politiker in die bestehenden Machtstrukturen der SCIENTOLOGY-Organisation eingebunden sind und in ihrem Wirkungsbereich die Ziele von SCIENTOLOGY, nämlich die Weltherrschaft zu erringen, verfolgen, gilt es jetzt zu erforschen.
Der Brief an Bundeskanzler Helmut Kohl soll zur Klärung beitragen. Auf die Antwort darf man gespannt sein. Eine Kopie dieses Briefes erhalten Sie mit diesen Zeilen.
ROBIN DIREKT e.V. Besser (Schriftführer) Forderungskatalog
1. Verbot der Scientology-Organisation
2.1 Der Bundesjustizminister möge verfügen, daß alle Verfahren (Zivil-und Strafprozesse sowie Anzeigen strafbarer Handlungen) hinter denen Scientology, deren Mitgliedern oder Tarnfirmen stehen, bzw. zu vermuten sind, an ein für diesen Zweck einzurichtendes Sondergericht abzugeben und von diesen aus bearbeiten sind (analog der Erfassung von terroristischen Straftaten).
2.2 Die Bundesregierung und/oder Bundesjustizminister sind aufzufordern (soweit nicht vorhanden) die Grundlagen zu schaffen um alle Prozesse, die von Scientology, deren Mitgliedern oder Tarnfirmen geführt wurden, wieder aufzunehmen und neu zu verhandeln.
2.3 Desgleichen sind alle Urteile, die in Gerichtsverfahren ergangen sind und in denen die Zeugenaussagen von Scientologen die "Wahrheitsfindung" beeinflußt haben, unter dem Gesichtspunkt der Erkenntnisse aus dem Konflikt der Hubbard-Gesetze zu den Gesetzen des Rechtsstaates neu prüfen und gegebenenfalls zu revidieren.
Daraus folgt, daß alle durch Scientology geschädigten Privat- und juristischen Personen nach § 823 BGB zu entschädigen sind.
2.4 Es ist die Anfechtung aller von Scientology inszenierten und vorgenommenen Rechtsgeschäfte zu ermöglichen, die unter Anwendung von Drohung. Erpressung, Nötigung, Psychoterror, Täuschung, Betrug, sowie unter dem Einfluß von Präparaten mit drogenähnlichen Wirkungen, Psycho-Drogen, und therapieähnlicher Verfahren (Auditing) vorgenommen worden sind.
3. Bildung einer Kommission zur Aufklärung aller auf die Aktivitäten von Scientology zurückzuführender Amtspflichtverletzungen (Beamtenbestechung, Amtspflichtverletzung u. ähnlicher Delikte).
4. Beschlagnahme aller Immobilien , Einrichtungen und Vermögenswerte von Scientology, Sperrung aller Konten - auch der der Tarnfirmen.
5. Offenlegung der Geldströme von Scientology (Bankverbindung über Mitglieder die in Geldinstituten angestellt sind)
Wohlwollenden Beoachter versuchten, ihr die Kerngedanken des Rechtsstaates zu verdeutlichen.
So auch Ursula Caberta, damals Abgeordnete der Bürgerschaft (des Landtages) von Hamburg und später Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde. Wegen der vermeintlich übereinstimmenden Zielsetzung war Caberta Mitglied in Hartwigs Verein geworden. Noch bevor sie mit vereinsüblichen Mitteln auf Hartwigs aufkeimende Paranoia reagieren konnte, war sie schon wieder aus dem Verein ausgeschlossen, wegen "vereinsschädigenden Verhaltens". Sie blieb nicht die einzige.
Renate Hartwig, die Robina Hood der Vertreter
Die Witwe Renate Hartwig hatte eine gewerbliche Single-Zentrale gründet, dort Paul Hartwig kennengelernt und diesen geheiratet. Paul Hartwig stieg in den Vertrieb einer amerikanischen Staubsaugerfirma ein, Renate Hartwig führte das Büro und gab alsbald ihren Single-Treff auf. Auf dem Weg nach noch mehr Erfolg im Franchise-Geschäft besuchten beide ein "Seminar für effektives Führen" und gerieten so an die damaligen Scientologen Zabel und Schmitt. Die US-Firma führte ein rigides Kontrollsystem ein und veränderte die Verteilung der Provisionen. Um Paul Hartwig sammelten sich diejenigen Mitarbeiter der Firma, "die sich ungerecht behandelt fühlten" (Zitate in diesem Absatz aus "Ich klage an"). Renate Hartwig schrieb im August 1990 offene Briefe, "um eine Diskussion mit der Firmenleitung in Gang zu bringen". Paul Hartwig bekam dafür die Kündigung und eine Abfindung. "Robin Direkt" wurde gegründet, die Namensgebung folgte Paul Hartwig, der seine Frau mit Robin Hood verglichen hatte, dem "Retter der Wehrlosen". Robin Direkt nannte sich nach Eintragung ins Vereinsregister im Untertitel "Schutzgemeinschaft für Aussendienst- und Direktvertriebs-Mitarbeiter" und wollte Handelsvertreter gegen ihre Arbeitgeber schützen. Später kam der zweite Untertitel "Initiative 'Scientology-Geschädigte' " hinzu.
Handelsvertreter benötigen eine erhebliche Überzeugungskraft, um ihre Kunden an der Haustür oder in deren Räumen zum Kauf zu bewegen. Manche Handelsverteter sind deshalb ständig auf der Suche nach Patentrezepten zur Überzeugung ihrer möglichen Kunden. Manche erwirtschafteten zusätzliche Umsätze, indem sie ebenfalls Vertreter anworben, die ihnen Provisionen zu bezahlen hatten, die dann ihrerseits Vertreter anworben. Zwecks Verschleirung war der Warenvertrieb oft längst in den Hintergrund und an seine Stelle waren Fortbildungsveranstaltungen getreten (vgl. Ingo Heinemann 1975: "Schneeballsystem mit Motivationskursen"). So und ähnlich sind viele Vertreter an Scientology geraten. Durch deren Berichte gewann Renate Hartwig Einblick in diesen Geschäftszweig der Scientology-Organisation.
1992 verlieh der Hartwig-Verein einem Direktvertriebsunternehmen das "Prädikat 'empfehlenswert' für einen sauberen Vertrieb". Die Firma verschickte dies per Rundschreiben an seine Vertreter und bat:
"Diesem Schreiben an Sie ist ebenfalls ein Vordruck für eine eidesstattliche Erklärung beigefügt, die Sie wie folgt bitte Verwenden möchten: Wenn Sie bei einer Vorführung, bei einer Demonstration oder sonst irgendeiner Gelegenheit hören oder erfahren, daß irgend jemand etwas falsches und negatives über Ha-Ra oder unseren Vertrieb erzählt, dann bitten Sie denjenigen doch bitte, das was er gesagt hat, an Eideestatt zu erklären und hier niederzuschreiben und zu unterschreiben. Anhand dieser eidesstattlichen Erklärung können wir dann gegen die Organisation oder gegen die Gruppierung gerichtlich vorgehen, die Verleumdungskampagnien oder andere Dinge über Ha-Ra in die Welt setzt. Jeder kann auf diese Art und Weise mithelfen, daß endlich unsaubere Gespräche über ein sauberes und saubermachendes Produkt aufhören."
Dazu auch unten (>>): Hartwigs Unbedenklichkeitsbescheinigung
Am 7.3.1992 wandte der Hartwig-Verein sich an den Bundeskanzler. Dieser Brief war bereits in der obigen Pressemitteilung vom 7.3.92 (>>) erwähnt und ihr beigefügt. Dem Brief an den Bundeskanzler vom selben Tag wiederum beigefügt war die Strafanzeige vom 10.1.1992 (>>).
Der Brief an den Bundeskanzler enthält im Wesentlichen Vorwürfe gegen den Staat.
Ausserdem die Ankündigung von Schadensersatzansprüchen gegen den Bundeskanzler: "Bitte verübeln Sie es uns nicht, daß wir nun zur Schadensbegrenzung und wegen des Schadensersatzes Überlegungen anstellen in der Weise, daß wir den Bundeskanzler wegen der Verletzung der Amtspflicht "Schaden vom Volke abzuwenden" in Anspruch nehmen werden".
Briefe von derartigem Niveau heftet das Bundeskanzleramt vermutlich täglich dutzendfach ab.
Es ist wohl selbstverständlich, dass es nicht genügt, sich allgemein und ohne konkrete Tatsachen auf die angebliche Verletzung der Eidesformel zu berufen.
Es ist wohl ebenso selbstverständlich, dass es nur um Verletzung von Pflichten gegen kann, die gerade der jeweiligen der jeweiligen Behörde von Gesetzes wegen aufgetragen sind.
Vollständige Strafanzeige unter Hartwig-Strafanzeige1992.htm
Renate Hartwig beruft sich auch 2003 wieder auf ihre Strafanzeige vom 10.1.1992, diesmal zu Gunsten von Scientology mit der Behauptung, das Verfahren sei wegen "nicht einmal begründeten Anfangsverdacht" eingestellt worden (>>). Daraus schliesst sie messerscharf, dass Scientology sich nichts hat zuschulden kommen lassen.
Tatsächlich hätte die Staatsanwaltschaft die Strafanzeige sofort zurückweisen können, weil es mangels konkreter Tatsachen nichts zu ermitteln gab. Soweit bisher bekannt, hat Hartwig der Öffentlichkeit weder das Aktenzeichen mitgeteilt, noch später den Text der Einstellungsverfügung.
Am 10.1.1992 hat Renate Hartwig eine Strafanzeige erstattet. Die Abbildung rechts zeigt die erste und die letzte Seite. Sie nennt darin allerlei Staatsgefährdendes, wie etwa "Gefährung des demokratischen Rechtsstaates". Mit eher naheligenden Tatbeständen wie etwa Betrug gibt sich sich nicht ab. Die Strafanzeige enthält keinen einzigen Sachverhalt, den man ohne weiteres als strafbare Handlung identifizieren könnte, ganz abgesehen davon, dass nach der Strafprozessordnung konkrete Tatsachen benötigt werden.
Zum Punkt "Vorbereitung strafbarer Handlungen" zum Beispiel hat Hartwig weder eine konkrete Handlung mit Ort und etwaigem Datum genannt, noch geschrieben, welche strafbaren Handlungen dabei vorbereitet werden sollten. Stattdessen bot sie an: "Beweis: Zeugenaussage, zu laden über ROBIN DIREKT". Kein Wort davon, wer dieser Zeuge sein soll und was er eventuell bezeugen könnte. Offenbar sollte die Staatsanwaltschaft es Renate Hartwig überlassen, wen sie zu schicken gedachte. Von ähnlicher Qualität ist die gesamte Anzeige, die durch Hartwigs Veröffentlichungen von Anfang an bis heute geistert.
Der Hartwig-Verein: AIDS schädigt den Abwehrmechanismus des Körpers. Scientology schädigt den Abwehrmechanismus des Staatskörpers: "Robin direkt zeigt an einem Reaktionstest welche Organe bereits befallen sind". Gemeint sind Staatsorgane.
Wenige Wochen nach Absendung der Strafanzeige vom 10.1.1992 und noch im selben Monat begründete der Hartwig-Verein die Veröffentlichung der Strafanzeige in einem Papier mit dem Titel "SCIENTOLOGY- und LRH-Technology: Vergleichbar mit AIDS-VIREN".
Innerhalb von 20 Tagen bekommt ein Anzeigeerstatter üblicherweise allenfalls das Aktenzeichen mitgeteilt.
Ob der Hartwig-Verein dieses bekommen hat, wird nicht gesagt.
Die Untätigkeit der Behörde ist in diesem Stadium also schlichtweg eine Unterstellung.
Gleichwohl knüpft der Hartwig-Verein daran die ungeheuerliche Vermutung, Behörden hätten Scientology gewarnt.
Mehr noch, Staatsanwälten wird unterstellt, sie wären Scientologen und würden deshalb Verfahren einstellen:
SCIENTOLOGY- und LRH-Technology: Vergleichbar mit AIDS-VIREN
Wie jeder Staat hat auch die Bundesrepublik nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht sich zu schützen. Vor Feinden von außen, wie auch von innen. Unsere Sicherheit hängt also u.a. davon ab, wie gut oder wie schlecht die Organe, die diese Sicherheit garantieren sollen, funktionieren und ausgestattet sind.
Polizei, Bundeswehr und Bundesgrenzschutz sind solche Organe. Andere sind Verfassungsschutz, BKA, LKA, und MAD. Ihnen verdanken wir, (bis jetzt) daß alle Versuche, die zum Ziel hatten, das Vertrauen in unseren Rechtsstaat zu erschüttern, gescheitert sind.
Kann sich der Bürger darauf verlassen, daß diese Sicherheit auch weiterhin gewährleistet bleibt? Wie sichern sich diese Organe vor einer Unterwanderung durch einen Gegner? Im Fall des Kanzleramtsspions Günter Guillaume und des Verfassungsschützers Klaus Kuron zeigte sich, daß der Bürger Grund zur Besorgnis hat. Seine Wachsamkeit ist gefordert, ohne daß gleich das böse Wort von Denunzianten jene Wahrnehmungen blockiert, die den weißen Blutkörperchen ähnlich, störende Entzündungsherde in unserer Gesellschaft sichtbar machen.
Wenn aber, wie bei Aids, die Abwehmechanismen außer Stande sind den Virus zu erkennen, kann man nicht mehr feststellen, welche Organe bereits befallen sind und ob das Gehirn überhaupt noch richtig funktioniert.
Robin Direkt zeigt an einen Reaktionstest welche Organe bereits befallen sind. Als Vergleich sei an die Reaktion der Organe erinnert, als der gesamte Organismus noch gesund war: Angenommen, der Generalbundesanwalt hätte gesicherte Erkenntnisse über das Hauptquartier der RAF, und wüßte, daß sich zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Führungskräfte darin aufhalten, wie lange würde er zögern den Befehl zum Angriff zu geben?
Im Falle Scientology ist die Situation dadurch gekennzeichnet, daß das Abwehrsystem - wie sich jetzt zeigt - schon lange nicht mehr in der Lage ist die Viren zu erkennen. Ohne Ausnahme, behandeln alle staatlichen Stellen, die Ermittlungsbehörden an erster Stelle, Scientology als Sekte oder Religionsgemeinschaft, und haben deshalb 20 Jahre Lang keinen Handlungsbedarf in irgend einer Form feststellen können.
Als körpereigene Zellen tarnen sich Scientologen indem sie als Rechtsanwälte, Richter, und Polizeibeamte in den Organen, deren
Aufgabe es ist, quasi als weiße Blutkörperchen Fremdorganismen zu erkennen und unschädlich zu machen gerade diese Fähigkeit blockieren. Als Staatsanwälte stellen sie die Verfahren ein, durch die ihre Machenschaften ans Licht kommen könnten.
Seit Jahren laufen Anzeigen gegen Scientology ins Leere. Robin Direkt ist im Besitz von Beweismaterial, das längst ausgereicht hätte, ein Ermittlungsverfahren mit Erfolg zu eröffnen.
Am 10. Januar 1992 hat Robin Direkt mit einer Anzeige beim Oberstaatsanwalt beim Justizminister in Stuttgart noch einmal versucht den Generalbundesanwalt auf die staatsgefährdendan Umtriebe dieser Organisation aufmerksam zu machen.
Die mit der Anzeige - sie hat den Charakter einer fertigen Anklageschrift - vorgelegten Beweisunterlagen hätten sofortiges Handeln zur Sicherstellung weiterer Beweise gerechtfertigt. Der Generalbundesanwalt blieb - obwohl Verdunkelungs- und Fluchtgefahr besteht - weiterhin untätig. Führende Scientologen sind urplötzlich nach USAa abgereist oder nicht wie vorgesehen zurückgekehrt. Sind sie gewarnt worden?
Einzige Mitwisser vom Wortlaut der Anzeige gegen Scientology waren der Bundesverteidigungsminister, der Bundesjustizminister, der Bundesminister für Arbeit und Soziales und die Datenschutzbeauftragte, Frau Dr. Leuze.
Es ist zu vermuten, daß inzwischen brisantes Beweismaterial, insbesondere die "Wissensberichte" - in Ihnen werden u.a. auch Informationen aus Auditing-Verhören gespeichert und daher übertreffen sie die Qualität der Stasi-Akten um ein Vielfaches - bereits außer Landes gebracht worden sind.
Die Untätigkeit des Generalbundesanwaltes veranlaßt Robin Direkt jetzt den Wortlaut der Anzeige gegen Scientology zu veröffentlichen, weil weiteres Schweigen uns mitschuldig machen würde, Scientology in den Stand zu setzen weiteres Beweismaterial zu vernichten.
Jan. 92"
Renate Hartwig hatte in ihrem Buch "Ich klage an!" einen Scientology-Anwalt beschuldigt, an einem Mordkomplott gegen sie beteiligt gewesen zu sein und wurde verurteilt, 30.000 DM an den Anwalt zu zahlen.
Renate Hartwig verwendet dieses Kaptel in ihrem Buch "Ich klage an!" seit 1994 nicht mehr.
Im Urteil ging es um die Verletzung der Sorgfaltspflicht. Für das Gericht war entscheidend,
"daß die Bekl. gegenüber dem schwerwiegenden Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Position des Betroffenen aus Art. 1, 2 I GG durch die Behauptung, der Kläger sei persönlich in ein geplantes Tötungdelikt verwickelt, nichts zu entsprechenden, sorgfältigen Recherchen vortragen und im Grunde selbst von der Unhaltbarkeit des Vorwurfs ausgeht."
Ein Schreiben der Landespolizeidirektion Tübingen vom 8.7.94 (Abbildung rechts, zum Vergrössern anklicken) sagt klipp und klar, dass Hartwigs Informantin "als unglaubwürdig einzustufen war" und die Staatsanwaltschaft im Mai 1993 entschieden hatte, "die Ermittlungen nicht weiterzuführen".
Und: "Frau Hartwig wurde ... entsprechend informiert".
Renate Hartwig hatte damals in ihrem Buch die Geschichte von einem angeblichen Mordkomplott verbreitet, an welches ausser ihr und einigen ihrer Anhänger wohl niemand glaubte. Auch hier erwies sie sich Beratungsresistent.
Eine Frau in Untersuchungshaft hatte berichtet, sie sei Mitarbeiterin des Scientology-Geheimdienstes OSA gewesen und habe den Auftrag gehabt, Renate und Paul Hartwig zu töten. Hartwig beschuldigte neben der Scientology-Organisation auch deren Rechtsanwalt Blümel als Auftraggeber des Komplotts. 1994 referierte Hartwig die Geschichte in ihrem Buch "Ich klage an" (S. 256, "Bei Auftrag Mord"?). Blümel verklagte sie. Das Urteil: Renate Hartwig muss eine immaterielle Entschädigung in Höhe von 30000 DM bezahlen.
Oberlandesgericht München 21 U 6350/95 Urteil vom 26.07.1996 - Mordkomplott http://www.Ingo-Heinemann.de/OLG-Muenchen21U6350-95-Hartwig.htm
In ihrem Buch "Die Schattenspieler" (Hartwig-Schattenspieler.htm) von 2002 greift Hartwig die Geschichte erneut auf.
Früher war sie angeblich als Opfer eines Mordes vorgesehen.
In ihrem "Schattenspieler"-Buch stellt sie sich als Opfer des Verfassungsschutzes vor.
Hartwig schildert ihre Version unter dem Titel "Anita - die Schattenfrau".
Hartwig schreibt, mit ihr sei "ein schmutziges widerwärtiges Spiel" getrieben worden, "Ein Schauspiel auf Kosten des Rechtsstaats!".
Das Verfahren des Scientology-Anwalts Blümel gegen sie erwähnt Hartwig nur beiläufig und ohne Hinweis auf das Urteil:
"Im Ausgang der Verfahren wurde deutlich, dass der Wahrheitsgehalt von Anitas Aussagen nicht einmal annähernd der Realität entsprach. So befand ich mich Mitte 1994 in einem rauen Clinch mit der Scientology und einigen Scientologen."
Kein Wort davon, dass sie in moralisch und rechtlich verwerflicher Weise eine massive Beschuldigung erhoben hat und dafür verurteilt wurde.
Sondern nur, dass Anitas "Aussagen" falsch waren. Und wie übel man ihr, Hartwig, mitgespielt habe.
Hartwig schilderte dann wortreich, wie sie den Fall Anita aus den Akten entschlüsselt haben will und wer wann was dazu gesagt hat.
Zusammenfasst hat man den Eindruck, als habe Hartwig den Überblick über ihren Zettelkasten verloren und werfe den Behörden - insbesondere dem Verfassungsschutz - vor, dass man mit Methoden arbeite, die man im Privatleben als Intrige bezeichnen würde, die aber bei staatlichen Ermittlungebehörden zum gesetzlichen Auftrag gehören. So wie man eben auch das Herumschnüffeln im Privatleben anderer dann als Ermittlung bezeichnet, wenn es von Staats wegen und mit juristischer Legitimation erfolgt.
Für Hartwig war wieder einmal der Rechtsstaat in Gefahr.
Renate Hartwig schreibt 2003, Strafanzeigen hätten "nicht einmal begründeten Anfangsverdacht" ergeben.
1994 hörte sich das ganz anders an: "Von Anfang an sehr wohl ein begründeter Anfangsverdacht".
So im "Robin Direkt Report" vom Juli 1994, Abbildung rechts, Zitat unten.
Renate Hartwig hat mit der Verwendung juristischer Begriffe den Eindruck profunder Rechtskenntnisse erweckt. Die penetrante Wiederholung juristischer Begriffe soll vermutlich der Erhöhung ihrer Glaubwürdigkeit dienen und zugleich davon ablenken, dass Hartwig früher dazu die gegenteilige Auffassung verbreitet hat.
Zu der Formulierung "nicht einmal begründeter Anfangsverdacht" beruft sich Hartwig auf § 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung (StPO).
Diese Vorschrift enthält weder wörtlich noch sachlich den Begriff "Anfangsverdacht".
§ 170 StPO besagt lediglich, dass das Ermittlungsverfahren einzustellen ist, wenn keine Anklage erhoben wird.
Der Begriff "Anfangsverdacht" wird in einem viel früheren Stadium benutzt.
Wenn es nämlich darum geht, ob überhaupt ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird.
Denn nach § 150 StPO ist die Staatsanwaltschaft nach dem Legalitätsprinzip "verpflichtet, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen". Mit dem Begriff "Anfangsverdacht" wird also lediglich darauf hingewiesen, dass konkrete Tatsachen vorliegen müssen.
Aber selbst wenn die Formulierung in einer Einstellungsverfügung benutzt wird, so besagt das nicht viel.
Denn dann hätte Hartwig zugeben müssen, damals ohne zureichende tatsächliche Anhaltspunkte Strafanzeige erstattet zu haben.
Ob daraus weitreichende Schlüsse gezogen werden könnten, kann nur der Wortlaut ergeben.
Eine ganz andere Sache ist es, dass Hartwig 2002 ihre irrwegige Rechtsauffassung zum Anlass nahm, Scientology reinzuwaschen und stattdessen der Scientology-kritischen Abgeordnete Carla Bregenzer vorzuwerfen, sie würde wider besseres Wissen Scientology angreifen.
Hartwig nutzte die Gelegenheit, der Abgeordneten vorzuhalten, dass "sie als Politikerin dem Neutralitätsgebot verpflichtet ist".
Solche juristische Schlenker war man schon immer auch von Scientology gewohnt.
Deshalb sei hier wiederholt:
Das Neutralitätsgebot beinhaltet kein Indifferenzgebot, vgl. http://www.AGPF.de/neutral.htm#1.5.95
Aus: Robin Direkt Report Juli 1994 Seite 5
Scientology-Strategie: Vom Thema ablenken
Der Sprecher von Scientology Deutschland, Herr Georg Stoffel, verbreitet derzeit eifrig Handzettel über Renate Hartwig. Von welchem Thema er ablenken will, ist leicht einsichtig. ...
"Von Anfang an sehr wohl ein begründeter Anfangsverdacht"
Der Münchhausen der Scientologen schreibt weiter, in der Stuttgarter Strafanzeige gäbe es nicht einmal einen Anfangsverdacht. Diese Behauptung stieß bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart am gleichen Tage (7.7.1994) auf Staunen. Es bestehe sogar sehr wohl ein begründeter Anfangsverdacht, was diese Hartwig'sche Strafanzeige gegen Scientology angeht Das Verfahren läuft weiter in vollen Touren!
Die Behauptungen des Herrn Stoffel stehen nun als neues Beweismaterial für seine Verdrehungen zur Verfügung - und auch fur die Verschleierungstaktiken der Scientology.
Innenministerkonferenz will Scientology der Behörde fiir Organisierte Kriminalität zuordnen
Die Vorstellungen des Herrn Stoffel, eine Hamburger Einstellungsverfügung könnte die Aufklärungskampagne über Scientology stoppen, widerspricht den Feststellungen der Innenministerkonferenz 1994, die unter anderem beinhalten, daß das Thema Scientology bei der OK, Behörde für organisierte Kriminalität, zugeordnet werden soll. Diese Entscheidung ist ein Sieg offensiver, direkter Aufklärung!
Hartwig 2003
http://www.renatehartwig.de/artikel.shtml?id=0300009 (1.3.2003 Sturm im Wasserglas)
"Auch die Abgeordnete Bregenzer weiss zwar, das in Stuttgart die Staatsanwaltschaft fünfjährige Ermittlungen gegen Scientology – nach § 170 / II eingestellt hat – sie weiss auch was das bedeutet: Nicht einmal begründeter Anfangsverdacht."
http://www.renatehartwig.de/artikel.shtml?id=0300007 (6.2.2003 Die Entscheidung "Steuerfreiheit für Scientology")
"Es gibt seit Beginn der heftigen öffentlichen Diskussion über Scientology vor über zehn Jahren lediglich zwei - von Privatpersonen - eingereichte Strafanzeigen gegen Scientology als Organisation, die sich mit den laufenden öffentlich wiederholten Vorwürfen befassen. Beide wurden nach § 170 / II (nicht einmal begründeter Anfangsverdacht) im Jahre 1995 und 1997 eingestellt."
http://www.renatehartwig.de/artikel.shtml?id=0300005 (10.1.2003 Planstellenbesetzer auf der Pirsch)
"Es gab ein Ermittlungsverfahren in Stuttgart, das eine Privatperson durch eine Anzeige in Gang brachte. Das ist der Politikerin bekannt. Genauso das Jahre lang gegen Scientology ermittelt wurde. Und das dieses Verfahren nach § 170 / 2 „nicht einmal begründeter Anfangsverdacht“ im Jahr 1997 eingestellt wurde."
http://www.renatehartwig.de/artikel.shtml?id=0200037 (15.10.2002 Offener Brief an den Bayerischen Innenminister Beckstein)
"Auch das von mir in Gang gesetzte Stuttgarter strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Scientology wurde 1997 nach Paragraf 170 / II (nicht einmal begründeter Anfangsverdacht) eingestellt."
Die Kritik an Hartwigs erstem Buch "Scientology- Ich klage an!" von 1994 blieb zurückhaltend. Auch, nachdem ihre nächsten Bücher sich immer mehr mit den Kritikern befasste. Manche hielten ihre Bücher für fachlich nicht erwähnenswert, manche befürchteten, dem Leser würde es zu schwer gemacht, zwischen Fakten und Meinung zu unterscheiden.
Tom Buchwald beschrieb Hartwig Aktivitäten kritisch und pointiert in einem Buch:
Tom Buchwald: Krieg der Schatten R&C Verlag Berlin 1994
Soweit mir bekannt, wird das Buch nur noch von einem Scientologen-Buchhandel verkauft:
http://freierscientologe.netfirms.com/bookstore_1.html
Das Buch befasst sich im übrigen weitgehend mit der Verteidigung von Scientology und einzelnen Scientologen, zum Beispiel des Gerhard Haag (zu Haag vgl. www.ingo-heinemann.de/wise-cci.htm und www.ingo-heinemann.de/arb39-92.htm ).
Andere hatten einen einfachen Grund: Kritik hätte allemal nach Selbstverteidigung geklungen.
Das galt umso mehr, als Hartwig zunächst noch den angeblichen Streit unter den Kritikern als für besonders erwähnenswert hielt.
Tatsächlich gab es und gibt es sehr unterschiedliche Meinungen darüber, was an Scientology zu kritisieren ist und wie man damit umgeht.
Das liegt einmal an der schon immer geübten Methodenvielfalt, die letztlich Teil der Meinungsfreiheit ist und durchaus als positiver Gegensatz zur Totalitarimus zu werten ist, der der Scientology-Organisation vorgeworfen wird. Der erste Scientology-Kritiker mit einiger Breitenwirkung, Friedrich-Wilhelm Haack, hat in mancher Hinsicht einen anderen Ansatz gehabt, als die zu seiner Kirche gehörige EZW.
Die Kritiker haben kein Patentrezept.
Das liegt zum anderen aber auch an der sehr unterschiedlichen beruflichen Herkunft und damit der Ziele der Scientology-Kritiker. Auch das ist demokratische Normalität. Bei einigen steht die Hilfe für den einzelnen Betroffenen im Vordergrund, bei anderen die Gefahrenabwehr und bei wieder anderen die kulturelle und geistige Auseinandersetzung.
Hartwig hat polarisiert, wie kaum jemand, der sich über Sekten geäussert hat.
Sie hat in griffiger Sprache ein paar Fakten über Scientology beigesteuert, die allerdings meist längst bekannt waren.
Sie hat in erster Linie Personen als Scientologen geoutet.
Eigene Vorschläge hat sie kaum je gemacht.
Wenn man einmal von den überwiegend absurden Vorschlägen des Forderungskataloges von 1992 (>>) absieht.
Im Laufe der Jahre wurde ihre Kritik an den anderen Kritikern und dem Staat immer massiver und die Kritik an Scientology enthielt immer weniger Substanz. Sie kritisierte jetzt hauptsächlich die von ihr so genannte "Kritikersekte". Ihr Buch von 2002 "Die Schattenspieler" enthält fast ausschliesslich dieses Thema. Mehr dazu Hartwig-Schattenspieler.htm.
Sie selbst hat mit ihrer Scientology-Kritik jahrelang gutes Geld verdient und damit auch zahlreiche Prozesse gegen aufkommende Kritik finanziert.
Heute wirft sie staatlichen und privaten Kritiker vor, das diese ihrerseits Geld verdienen.
Tatsache ist: Auch Kritik muss finanziert werden. Das gilt für die Presse wie für den Staat.
Das gilt besonders für private Kritiker, die sich im Wesentlichen mit einem Themenskreis beschäftigen und deshalb kaum diversifizieren können.
Renate Hartwig hat ihre Arbeit zunächst über den Verein "Robin Direkt" finanziert, der von Handelsvertretern gegründet worden war und deren Interessen vertrat. Es gab bereits damals massive steuerliche Probleme. Später gerierte Renate Hartwig sich als Verteidigerin der Steuerzahler.
Entscheidend für die Veröffentlichung der nachfolgenden Unterlagen ist jedoch ein anderer Punkt.
Renate Hartwig hat die Beratungstätigkeit fast aller anderen Scientology-Kritiker kritisiert.
Ihre eigene Beratungstätgikeit hat sie damit als vorbildllich dargestellt.
Tatsächlich handelte es sich um eine Mischung aus Unternehmensberatung und Beratung Betroffener, die wenig zu tun hat mit dem, wie andere Berater ihre Tätigkeit definieren.
Deshalb stellt sich die Frage nach der Legitimation für ihre Kritik.
Hartwigs Finanzen interessieren hier hautpsächlich, weil sie anderen Geldgier vorgeworfen hat.
Sie hat damit den Eindruck erweckt, als spiele Geld bei ihr keine Rolle.
Das Gegenteil scheint der Fall gewesen zu sein.
Insbesondere scheint sie oft nicht genau unterschieden zu haben zwischen dem Geld des Vereins und ihrem eigenen.
Der Verein Robin Direct e.V. hat neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden auch zahlreiche andere Einnahmen gehabt.
So wurde zum Beispiel der "Informationsdienst" verkauft: 12 Hefte pro Jahr für 430.- DM, also über 35 DM für ein DIN-A-4-Heft im Umfang von meist um 30 Seiten. Angeboten wurde der "Report" vom Verein.
Jahrelang hat Hartwig sich hauptsächlich mit der "Kritikersekte" befasst.
Mit Kritikersekte meint sie (fast) alle anderen Berater, denen sie Inkompetenz, Faulheit und Geldgier vorgeworfen hat.
Ihr neues Feindbild waren die Planstellen der Mitarbeiter des Verfassungsschutzes und der Sektenbeauftragten.
Sich selbst hat Hartwig als Mobbing-Opfer dieser "Kritikersekte" stilisiert.
Hartwig kritisierte von Anfang an mit drastischen Formulierungen sowohl die fachliche Kompetenz der anderen Berater, als auch die Art der Finanzierung dieser Tätigkeit.
Deshalb ist es von Interesse, wie Hartwig beraten und diese Beratung finanziert hat. Wer sich selbst mit Kritik an die Öffentlichkeit begibt, kann Kritik nicht mit der Behauptung abwehren, es handele sich um Mobbing.
Hartwig war als Beraterin für Firmen in Sachen Scientology tätig.
So für die Immobilienbrüder Schaul.
In einer von deren Firmen waren Scientologen aktiv.
Hartwig verteidigte die Schauls gegen den Verdacht, selbst Scientologen zu sein, was soweit mir bekannt, niemand ausdrücklich behauptet hatte.
Dann schickte Hartwigs Verein Robin Direkt den Schauls eine Rechnung über 51.330 DM.
Am 27.12.96 schrieb Renate Hartwig an die Firma Block-Trainings GmbH
(heute Hohenbrunner Akademie GmbH, benannt nach dem Sitz in 85662 Hohenbrunn), vgl. auch
Früher "Block-Training GmbH", seit 2003 "Hohenbrunner Akademie GmbH"
Renate Hartwig am 27.12.1996 an die Firma Block-Trainings-GmbH:
"Die Block-Trainings GmbH gehört mit zu den Unternehmen, die wir im Detail geprüft haben, unser Ergebnis:
Ihr Unternehmen steht außerhalb jeden Sektenverdachts.
Die Block Trainings GmbH wird jetzt, nach der Schulung durch Robin Direkt e.V., was das Erkennen und die Abwehr von Scientology Aktivitäten, sowie die Strategien des Hubbardismus betrifft, wirkungsvoll agieren können.
Für Ihre Offenheit anläßlich unserer speziellen Aufklärungstage bei Ihnen, danken wir Ihnen.
Wir denken, daß wir unserem Ziel, der Abwehr von Scientology, wieder ein Stück näher gekommen sind.
Renate Hartwig"
Die Firma Block-Trainings verwendete dies für eine "Bestätigung" vom 22.1.97:
"Wir versichern, daß festangestellte und freie Mitarbeiter unserer Firma nicht Sympathisanten oder Anhänger des Gedankenguts von L. Ron Hubbard, dem Gründer von Scientology, sind. Wir versichern ebenfalls, daß unsere Firma wie auch unsere Mitarbeiter nicht an Weisungen von Organisationen oder Personen gebunden ist, die Hubbards Technologie verwenden, verbreiten oder nach diesen Methoden arbeiten.
Bei eventuellen Rückfragen verweisen wir auch an die Schutzgemeinschaft ROBIN DIREKT e.V., Postfach 44, 89282 Pfaffenhofen. ..."
Genützt hat das offenbar wenig. Die Kritik am Block-Training liess nicht nach. Noch nach Hartwigs Unbedenklichkeitsbescheinigung wurde das Block-Training in Büchern als beispielhaft negativ abgehandelt:
Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck: Psycho-Sekten
Die Praktiken der Seelenfänger, 1997
Bärbel Schwertfeger: Der Griff nach der Psyche
Campus Frankfurt, 1998
Auch die sonstigen Block-Referenzen muss man offenbar mit Vorsicht geniessen:
Aus: http://www.sonnenholzer.de/html/hauptteil_iq698.html
"Ein Negativbeispiel lieferte jüngst die Block-Trainings- Gesellschaft ab, die im Zusammenhang mit dubiosen Persönlichkeitstrainingsmethoden in die Schußlinie der Kritik geraten ist. Die Redaktion des ZDF-Fernsehmagazins 'mit mir nicht!' machte sich die Mühe, die Referenzadressen zu hinterfragen, die Block in seinen Broschüren präsentiert. Vor einem Millionenpublikum mußte sich eine der Geschäftsführerinnen die ablehnenden Stellungnahmen 'ihrer' Referenzen vorlesen lassen, die betonten, Block gehöre nicht zu den Weiterbildnern, die sie weiterempfehlen könnten."
Hartwigs eigene Kompetenz hat nicht wenig darunter gelitten, daß sie zugeben musste, auf drei "Agenten" hereingefallen zu sein. So 1992 auf einen "Mann, der sich Martin nannte", wie Hartwig 1995 in ihrem Buch "Das Komplott und die Kumpane" schildert.
Zwei angebliche Scientology-Agenten haben angeblich Unterlagen aus Hartwigs Büro gestohlen, in welchem sie für Hartwig gearbeitet haben.
Eine Dritte sass im Gefängnis, als Hartwig nach zweieinhalb Stunden Gespräch ihrem Geständnis Glauben schenkte, sie habe als Scientology-Agentin den Auftrag erhalten, Hartwig zu ermorden.
In ihrem Buch "Die Schattenspieler" von 2002 berichtete Hartwig, festgestellt zu haben, dass diese Frau in Wahrheit eine Agentin des Verfassungsschutzes gewesen sei (>>).
Im August 2002 hat Hartwig ein "persönliches Statement zum Thema Scientology" ins Internet gestellt, unten.
Dieses enthält zahlreiche Behauptungen, die so zuvor nur von Scientology vertreten wurden.
Zum Beispiel über die angeblich bei der "UN Menschenrechtskommission gestapelten Beweise".
Oder über "Deutschlands Ruf", der angeblich in Gefahr sei.
"Deutschlands Ruf" war auch der Titel einer Ausgabe der Scientology-Zeitschrift "Freiheit" von 1996.
Diese enthält auch einen Bericht über Renate Hartwig:
"Demagogin Hartwig und der Heyne-Verlag müssen an Anwalt der Scientology Kirche 30.000 DM zahlen".
Hartwig hatte behauptet, Scientology habe zu einem Mordkomplott gegen sie angestiftet.
Helmut Pusch schreibt in der Südwestpresse vom 9.8.2002 ("Die härteste Kritikerin mag nicht mehr"), einem Artikel, der inzwischen von Scientology zur Eigenwerbung benutzt wird, Pressebuero-Seevetal.htm, Hartwig sei damals
"einer Agentin aufgesessen, einer Frau, die behauptet hatte, die Scientologen hätten ihr den Auftrag gegeben, die Kritikerin mit einer Autobombe zu töten. Heute ist sich Renate Hartwig sicher, dass diese Frau ihr vom Verfassungsschutz zugeführt wurde, um mit dieser erfundenen Mordgeschichte Stimmung gegen Scientology zu machen. "Es ging nie um Aufklärung. Es ging immer nur darum, den Auftrag zur Beobachtung zu bekommen", sagt die Autorin heute."
Hartwigs "persönliches Statement zum Thema Scientology" basierte auf dem unter Verschwörungstheoretikern verbreiteten Trick, wegen angeblicher Verstösse gegen rechtsstaatliche Regeln den Untergang der Demokratie zu beschwören.
Hartwig: Keine Rechtsgrundlage für Aufklärung
Hartwig hat behauptet:
"Zum Thema Scientology gibt es bis heute keine Rechtsgrundlage, auf die sich diese Maßnahmen, die man als " Aufklärung" deklariert, stützen könnten."
Das ist falsch. Richtig ist: Zahlreiche Gesetze enthalten Rechtsgrundlagen für Aufklärung, Informationen und Warnungen.
Das gilt für den Staat.
In zahlreichen Entscheidungen haben die Gerichte einschliesslich des Bundesverfasssungsgerichts in Sachen Sekten entschieden: Der Staat darf warnen - http://www.AGPF.de/881-89.htm
Das gilt aber auch für "Private", etwa für die Presse oder für Verbraucherschutzvereine.
Schon 1975 hat ein Verbraucherschutzverein einen Prozess gegen die unlautere Strassenwerbung der Scientology-Organisation geführt und diese Werbung öffentlich kritisiert. Gesetzliche Grundlage für diese Kritik war nicht nur die Informationsfreiheit des Grundgesetzes, sondern auch das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG). In diesem Gesetz stand der Begriff "Aufklärung". Jetzt ist diese Vorschrift ersetzt durch § 4 Unterlassungsklagengesetz. (UKlaG). Gegen verbraucherschutzgesetzwidrigen Praktiken oder Zuwiderhandlungen gegen Verbraucherschutzgesetze können demnach Verbände vorgehen, "zu deren satzungsmäßigen Aufgaben es gehört, die Interessen der Verbraucher durch Aufklärung und Beratung ... wahrzunehmen".
Grundsätzliches enthält bereits das Grundgesetz im Artikel über die Meinungsfreiheit:
Zu den "Schranken der allgemeinen Gesetze" gehört zum Beispiel der seit 1896 gültige § 824 BGB:
(1) Wer der Wahrheit zuwider eine Tatsache behauptet oder verbreitet, die geeignet ist, den Kredit eines anderen zu gefährden oder sonstige Nachteile für
dessen Erwerb oder Fortkommen herbeizuführen, hat dem anderen den daraus entstehenden Schaden auch dann zu ersetzen, wenn er die Unwahrheit zwar nicht kennt, aber kennen muss.
Zu den "Schranken der allgemeinen Gesetze" gibt es inzwischen eine riesige Zahl von höchstrichterlichen Urteilen, die sich mit allen nur denkbaren Gebieten befassen. Insbesondere die Scientology-Organisation hat in zahllosen Klagen die Gericht angerufen.
Kein einziges Urteil hat bisher die Behauptung bestätigt, es gebe keine gesetzliche Grundlage für Aufklärung.
Hartwig hat 2002 behauptet (unten):
"Wer anklagt, muss auch dafür Sorge tragen das eine faire Verhandlung garantiert wird.
Wer das nicht macht, bewegt sich außerhalb dieses Rechtsstaates. Im Zweifel für den Angeklagten - wer diese Grundlage verlässt, der verlässt den Boden der Demokratie.
Im Fall Scientology gab es Anklage und Verurteilung ohne rechtliches Gehör."
Hartwig vertrat auch hier Argumente, die man bisher nur von Scientology gehört hat.
Vermutliches Ziel: Kritik als verfassungswidrig abzustempeln.
Dafür werden immer wieder Kriterien aufgestellt, denen eine verfassungsgemässe Kritik angeblich zu folgen habe.
Hartwig wollte offenbar jede Kritik den Regeln unterwerfen, die für Strafprozesse gelten.
Sie meinte damit allerdings vermutlich nur die Kritik, die von anderen geübt wird.
Sie selbst hat jedenfalls Kritik immer hart an der Grenze des zivilrechtlich zulässigen geübt.
Zum Beispiel, indem sie behauptet, ein Rechtsanwalt würde Vermittlerdienst für Kriminelle leisten, unten.
"Im Zweifel für den Angeklagten": Wessen Zweifel?
Manche Leute glauben, ihre Zweifel seien ausschlaggebend.
Tatsächlich geht es nur um die Zweifel des Gercihts.
Der Satz enthält keine Beweisregel. Er besagt also nicht etwa, dass ein Beweis nicht erbracht ist, wenn irgend jemand Zweifel hat. In der Praxis besagt der Satz hauptsächlich, dass bei Zweifeln die für den Täter günstigste Rechtsfolge zu wählen ist. Also etwa die Verurteilung wegen Totschlag statt wegen Mord.
Der Begriff "rechtliches Gehör" stammt aus dem Grundgesetz.
Artikel 103 Grundgesetz lautet: "Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör."
Zahlreiche prozessuale Vorschriften sorgen für die Einhaltung dieser Regel.
Kaum denkbar, dass Scientology so etwas mit sich machen liesse, ohne Verfassungsbeschwerde zu erheben.
Und selbstverständlich würde das Bundesverfassungsgericht einschreiten, wenn die Beschwerde begründet wäre.
Auch hier wieder: Für Kritik an Scientology sollen offenbar besondere Regeln gelten.
Der Kritiker soll nämlich vor jeder Kritik der Scientology-Organisation "rechtliches Gehör" gewähren.
Allerdings ist allgemein bekannt, dass die Scientology-Organisation auf Fragen von Kritikern meist nicht zu antworten pflegt.
Die Fragen von wohlwollenden Kritikern hingegen werden beantwortet.
Zitat aus dem Hartwig-Statement zum Thema Scientology
nr. 0200034 | 11.08.2002 | brennpunkt
Mein persönliches Statement zum Thema Scientology
Was ich anstrebte war Klärung. Was existiert ist Hass, Hetze und Ausgrenzung sowie gezielte Desinformation und Verunsicherung!
Auf dieser Grundlage wurden Planstellen auf Steuerzahlerkosten installiert aber nichts geklärt.
Meinungsdiktatur beherrscht die Szene der sogenannten Aufklärer, die ein Thema aus ganz eigenen niederen Beweggründen besetzen und an einer Klärung in Thema Scientology gar nicht interessiert sind.
Wer Klärung will, erlebt: Verleumdung, Rufmord und Desinformationen.
Das ist die Visitenkarte all derer, die sich mit diesem Thema einen Arbeitsplatz über den Steuertrog sichern und deshalb an Klärung gar nicht interessiert sind.
Undemokratische, rechtlich mehr als bedenkliche Vorgänge seitens der "Aufklärer" werden akzeptiert und zur Gewohnheit. Rufmord wurde zum Gesellschaftsspiel, Stigmatisierung und Ausgrenzung verfestigte ein zementiertes Feindbild.
Anstatt die Gesellschaft als ganzes, mit dem Ziel - das Thema für alle zu klären - in eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gruppierungen einzubeziehen, wurde alles auf Planstellen verlagert. Diese sicherten sich damit ihre berufliche Existenzberechtigung, in dem sie nicht nur Macht und Willkür ausüben können, sondern an einer Klärung nicht interessiert sind. Denn würde geklärt, wäre ihr Posten überflüssig. Das selbe gilt für den Verfassungsschutz. Fällt eine Beobachtung weg - sind Planstellen in Gefahr.
Zum Thema Scientology gibt es bis heute keine Rechtsgrundlage, auf die sich diese Maßnahmen, die man als " Aufklärung" deklariert, stützen könnten.
Und genau da habe ich angefangen mich auf den Titel meines ersten Buches zu diesem Thema zu besinnen: " Scientology ich klage an" . Wer anklagt, muss auch dafür Sorge tragen das eine faire Verhandlung garantiert wird.
Im Fall Scientology gab es Anklage und Verurteilung ohne rechtliches Gehör.
Und das ist mit mir nicht zu machen.
Da mache ich nicht mit !
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References: § 823
 Art. 1
 § 170

§ 170
 § 150
 § 170
 § 170
 § 170
 § 4
 § 824