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Timestamp: 2020-04-04 04:53:54+00:00

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Rechtsberatung und Informationen zu Insolvenzverfahren und Insolvenzrecht.
Bei Schulden und Zahlungsunfähigkeit soll das Insolvenzverfahren helfen, die Schulden zu begleichen oder nach einer bestimmten Zeit geordnet zu erlassen. Man unterscheidet die Privatinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz und das Regelinsolvenzverfahren für Unternehmen. Jedes Insolvenzverfahren beginnt mit einem Antrag beim Amtsgericht. Verbraucher müssen vorher versuchen, sich mit den Gläubigern zu einigen, bei Unternehmen prüft ein Insolvenzverwalter.
Was für Arten von Insolvenzverfahren gibt es?
Wann ist das Verbraucherinsolvenzverfahren und wann das Regelinsolvenzverfahren anzuwenden?
Was ist das Ziel des Verbraucherinsolvenzverfahrens?
Was ist Voraussetzung für eine Verbraucherinsolvenzverfahren?
Darf man seine selbständige Tätigkeit während eines Insolvenzverfahrens fortführen`
Kann man ein Insolvenzverfahren durch Vergleich beenden?
Wann kann die Restschuldbefreiung im Insolvenzverfahren versagt werden?
Muss man in einem laufenden Insolvenzverfahren Pflichtteilsansprüche geltend machen?
Was passiert mit dem Auto im Insolvenzverfahren?
Können die Verfahrenskosten Im Insolvenzverfahren gestundet werden?
Was passiert mit einer Immobilie im Insolvenzverfahren?
Was für Auswirkungen kann das Insolvenzverfahren auf Schenkungen haben?
Was passiert, wenn man das Insolvenzverfahren nicht rechtzeitig einleitet?
§ 1 - Ziele des Insolvenzverfahrens
Der Sinn der Insolvenz und des dann folgenden Insolvenzverfahrens ist es, entweder die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen oder die Situation geordnet abzuwickeln.
Das Verbraucherinsolvenzverfahren gilt für Verbraucher. Das Regelinsolvenzverfahren für Selbständige und Unternehmer. (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
mehr dazu: Der schnellste Weg zur Schuldenfreiheit: die Chancen des deutschen Insolvenzrechts
Verbraucher ist wer nicht selbständig oder gewerblich tätig ist oder war. Das Regelinsolvenzverfahren ist anwendbar bei Kaufleuten, Selbständigen, Unternehmern. Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist jedoch auch auf ehemalige Selbständige und Unternehmer anwendbar, wenn sie keine Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen und weniger als 20 Gläubiger haben. (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
Änderung Regel-Insolvenzverfahren in Verbraucher-I
Erbteil im Verbraucherinsolvenzverfahren
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Das langfristige Ziel ist die sogenannte Restschuldbefreiung. Die Restschuldbefreiung ist tatsächlich keine Befreiung von Forderungen. Der Schuldner ist nach der Restschuldbefreiung nur nicht mehr verpflichtet, auf Forderungen zu zahlen. (von Rechtsanwalt Sebastian Scharrer)
Bestrittene Forderung nach Ende des Insolvenzverfahrens ohne Restschuldbefreiung
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mehr dazu: Außergerichtliche Schuldenbereinigung und Privatinsolvenz
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Dauer des Insolvenzverfahrens bis zur Aufhebung
Dauer Insolvenzverfahren
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Die Erhaltung der Selbständigkeit / des Unternehmens im Insolvenzverfahren ist freilich möglich, jedoch mit Kontrollverlust und einer Durststrecke verbunden. (von Rechtsanwalt Oliver Gothe-Syren)
mehr dazu: Insolvenz und Selbständigkeit
Insolvenzverfahren - selbständige Tätigkeit
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Bevor ein Insolvenzantrag gestellt wird, versuchen viele Gläubiger, einen Vergleich zu verhandeln. Handelt es sich um eine sog. Verbraucherinsolvenz, ist dieser sogar gesetzlich vorgeschrieben. Manchmal ist es aber so, dass erst während des Insolvenzverfahrens ein Geldbetrag für einen Vergleich zur Verfügung gestellt werden kann.
Hier gibt es durchaus Optionen. Die eine ist der Insolvenzplan, der aber nur für Regelinsolvenzen, also bei Unternehmen oder ehemals selbständigen Privatpersonen, möglich ist. Aber auch im Fall von sog. Verbraucherinsolvenzen, also Insolvenzverfahren von Arbeitnehmern oder nicht erwerbstätigen Personen, ist eine vorzeitige Beendigung des Insolvenzverfahrens durch einen Vergleich möglich. (von Rechtsanwältin Elke Scheibeler)
mehr dazu: Vorzeitige Beendigung des Insolvenzverfahrens oder Restschuldbefreiungsverfahrens durch Vergleich
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Es muss ein Versagungsgrund vorliegen, der im Katalog des § 290 InsO geregelt ist:
a) rechtskräftige Verurteilung wegen Insolvenzstraftat
b) unrichtige Angabe vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens
c) Vermögensverschwendung vor Insolvenzantrag
d) Verletzung Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten im Insolvenzverfahren
e) Vorlage falscher Verzeichnisse im Insolvenzantragsverfahren (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
mehr dazu: Versagung der Restschuldbefreiung
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Ein Schuldner, gegen den das Privatinsolvenzverfahren eröffnet wurde und der sich in der sogenannten Wohlverhaltensphase zur Restschuldbefreiung befindet, ist nach der Entscheidung des BGH nicht verpflichtet, einen während dieser Zeit durch den Tod eines nahen Angehörigen entstandenen Pflichtteilsanspruch geltend zu machen. (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
mehr dazu: Pflichtteilsanspruch im Insolvenzverfahren
Es gehört alles zur Insolvenzmasse (wird also vom Insolvenzverwalter verwertet), was pfändbar ist.
der PKW "zur Kompensation der Gehbehinderung und Erleichterung der Eingliederung in das öffentliche Leben dient", so der Wortlaut einer weiteren frischen BGH-Entscheidung. (von Rechtsanwalt Oliver Gothe-Syren)
Ein Großteil der Insolvenzverfahren über das Vermögen von Privatpersonen (also Verbrauchern oder z.B. ehemaligen Selbständigen) kann nur deswegen durchgeführt werden, da den Schuldnern im Vorfeld die Kosten des Insolvenzverfahrens gestundet werden.
Für die Schuldner bedeutet dies: Ohne die Verfahrenskostenstundung können diese keine Restschuldbefreiung erlangen.
Der Bundesgerichtshof hat klargestellt, dass die Kostenstundung nur dann versagt werden kann, wenn offensichtlich keine Restschuldbefreiung erlangt werden kann.
BGH 16.01.2014 - IX ZB 64/12 (von Rechtsanwalt Sandro Dittmann)
mehr dazu: Die Stundung der Verfahrenskosten im Insolvenzverfahren
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Sowohl für Banken als Gläubiger als auch für den überschuldeten Hausbesitzer kann aber oft eine vernünftige Lösung über einen freien Verkauf statt einer Zwangsversteigerung oder einem Insolvenzverfahren gefunden werden. (von Rechtsanwalt Oliver Gothe-Syren)
mehr dazu: Immobilie im Insolvenzverfahren
mehr Quellen zum Thema Insolvenzverfahren und Immobilie
In jedem Insolvenzverfahren muss der Insolvenzverwalter/Sachwalter prüfen, ob Rechtshandlungen des Schuldners anfechtbar sind gemäß §§ 129 ff. InsO.
Besonders einfach sind Schenkungen innerhalb der letzten vier Jahre an nahe Angehörige oder verbundene Unternehmen anzufechten, gemäß § 134 InsO.
Bei vorsätzlicher Benachteiligung können Rechtshandlungen sogar bis zu 10 Jahre zurück gemäß § 133 InsO angefochten werden. (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
mehr dazu: Das Leben nach dem Scheitern
Bei Vorliegen eines Insolvenzgrundes (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) ist der Geschäftsführer einer GmbH verpflichtet, binnen einer Frist von drei Wochen einen Insolvenzantrag zu stellen. Versäumt er diese Frist, begeht er eine Insolvenzverschleppung.
Bezweckt wird durch die Antragspflicht die rechtzeitige Einleitung des Insolvenzverfahrens und damit der Schutz der Altgläubiger vor weiterer Verringerung der Haftungsmasse als auch der Neugläubiger vor Vertragsabschluss mit notleidenden Gesellschaften. Die Gesellschaftsgläubiger sollen davor geschützt werden, dass das Gesellschaftsvermögen weggegeben und die den Gläubigern zur Verfügung stehende Masse geschmälert wird. (von Rechtsanwalt Hermann Kulzer)
mehr dazu: Insolvenzverschleppung durch die Geschäftsführung
Nicht vertragsgemäße Leistungen können immer angefochten werden, wenn sie im letzten Monat vor dem Insolvenzantrag erfolgt sind. Ferner sind sie auch anfechtbar, wenn sie innerhalb von drei Monaten vor dem Insolvenzantrag erfolgt sind und bereits Zahlungsfähigkeit vorlag oder dem Gläubiger die Gläubigerbenachteiligung bekannt war. (von Rechtsanwalt Bernd Fleischer)
mehr dazu: Grundzüge der Insolvenzanfechtung
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References: § 1
 § 290
 BGH 

BGH 
 § 134
 § 133