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Timestamp: 2016-10-26 11:27:21+00:00

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9C_352/2010 (30.08.2010)
9C_352/2010
S.________, vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Februar 2010.
Die 1970 geborene S.________ erlitt im Jahr 1989 einen Hirnstamminsult. Aufgrund eines linksseitigen Hemisyndroms sowie residueller neurologischer und neuropsychologischer Ausf�lle und wegen einer - sp�ter abgeklungenen - posttraumatischen Belastungsst�rung ist sie seit 1994 teilweise arbeitsunf�hig. Die IV-Stelle des Kantons Bern sprach ihr mit Wirkung ab Februar 1995 eine halbe Invalidenrente zu (Verf�gung vom 4. M�rz 1998). Verschiedene Leistungsrevisionen ergaben jeweils keine rentenbeeinflussende �nderung des Invalidit�tsgrades (Mitteilung der IV-Stelle des Kantons Bern vom 28. Januar 1999, Mitteilungen der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 31. Januar 2001 und vom 26. April 2005, Mitteilung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 10. November 2006). Aufgrund einer weiteren �berpr�fung des Leistungsanspruchs in medizinischer und erwerblicher Hinsicht stellte die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 16. Januar 2009 fest, die Versicherte w�re - als Mutter von drei 1999, 2001 und 2004 geborenen Kindern - im hypothetischen Gesundheitsfall je h�lftig im Haushalt und erwerblich t�tig. Auf dieser Grundlage ergebe sich (bei einer Einschr�nkung im Haushalt von 19 Prozent und in einer leidensangepassten Erwerbst�tigkeit von 50 Prozent) ein nicht rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad von 10 Prozent, weshalb die halbe Rente auf Ende Februar 2009 aufgehoben wurde.
In ihrer Antwort auf die gegen diese Verf�gung erhobene Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ging die IV-Stelle von einem Gesamtinvalidit�tsgrad von 26 Prozent aus. Das kantonale Gericht wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 23. Februar 2010).
S.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, es sei ihr, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der strittigen Verf�gung, weiterhin eine Viertelsrente der Invalidenversicherung auszurichten; eventuell seien erg�nzende psychiatrische Abkl�rungen anzuordnen. Ausserdem ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege.
Vorinstanz, IV-Stelle und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten darauf, eine Vernehmlassung einzureichen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann unter anderem wegen Verletzung von Bundesrecht im Sinne von Art. 95 lit. a BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Blick auf die so umschriebene Kognition ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen Bundesrecht verletzt, einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung.
2.1 Das kantonale Gericht erkannte, die IV-Stelle habe in der strittigen Verf�gung vom 16. Januar 2009 die seit Februar 1995 laufende halbe Invalidenrente der Beschwerdef�hrerin zu Recht aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87, 88a und 88bis IVV), da sich die Grundlagen der Invalidit�tsbemessung seit der letztmaligen Leistungsbest�tigung im Jahr 2006 (vgl. BGE 133 V 108) leistungserheblich ver�ndert h�tten.
2.1.1 Die Aufhebung der Invalidenrente folgt aus der erstmaligen Zugrundelegung der gemischten Methode der Invalidit�tsbemessung. Das kantonale Gericht erwog, der Abkl�rung der Leistungsf�higkeit im Haushalt vom 14. Juni 2007 folgend sei von einer hypothetischen Erwerbst�tigkeit und T�tigkeit im Haushalt von je 50 Prozent auszugehen. Die Einschr�nkung im letzteren Aufgabenbereich liege bei 18,75 Prozent, auf das effektive Pensum umgelegt bei 9,38 Prozent. Im erwerblichen Bereich bestehe eine Einschr�nkung des Leistungsverm�gens um 50 Prozent; ausgehend davon ermittelte die Vorinstanz durch Einkommensvergleich einen Invalidit�tsgrad von 33,6 Prozent, was bezogen auf den Anteil der erwerblichen T�tigkeit (halbes Pensum) einen Teilinvalidit�tsgrad von 17 Prozent ergebe. Der Gesamtinvalidit�tsgrad belaufe sich mithin auf - nicht rentenbegr�ndende - 26 Prozent.
2.1.2 Letztinstanzlich sind die Massgeblichkeit der gemischten Methode der Invalidit�tsbemessung (Art. 28a Abs. 3 IVG, Art. 27bis IVV; BGE 133 V 504; 130 V 97, 393; 125 V 146) und - im Rahmen dieser Bemessungsart - die Anteile der Erwerbst�tigkeit und der T�tigkeit im Aufgabenbereich Haushalt (je 50 Prozent; BGE 133 V 477 E. 6 S. 485; 131 V 51 E. 5.1.1 S. 52 mit Hinweis) nicht umstritten. Die Beschwerdef�hrerin macht jedoch geltend, die Vorinstanz habe eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes verkannt und die Auswirkungen einer Doppelbelastung von Erwerb und Haushalt zu Unrecht ausser Acht gelassen.
2.2.1 Wie das kantonale Gericht richtig festgestellt hat, kann nicht nur die Ver�nderung des Gesundheitszustandes einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG bilden, sondern auch die Ver�nderung der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens oder die Wandlung des Aufgabenbereichs (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Obwohl letztinstanzlich nicht mehr ger�gt, ist von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG) zu pr�fen, ob im Rahmen der strittigen Verf�gung vom 16. Januar 2009 eine Neubewertung des Status (als Erwerbst�tige bzw. als im Aufgabenbereich Haushalt T�tige) als Revisionsgrund ber�cksichtigt werden durfte. Denn bereits die Verh�ltnisse im Zeitpunkt der Mitteilung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 10. November 2006 - das heisst der letzten auf einer vollst�ndigen materiellen Pr�fung des Rentenanspruchs beruhenden rechtskr�ftigen Verf�gung (BGE 133 V 108; zur Gleichsetzung von Verf�gung und Mitteilung in diesem Zusammenhang SVR 2010 IV Nr. 4 S. 7 E. 3.1, 9C_46/2009) - haben ein entsprechendes Vorgehen nahegelegt; die drei Kinder der Versicherten wurden 1999, 2001 und 2004 geboren.
2.2.2 Die Vorinstanz erwog dazu, die famili�re Situation der Versicherten habe sich seit der letzten Revision nicht mehr ver�ndert. Die Beschwerdef�hrerin h�tte bereits zu jener Gelegenheit nicht mehr als vollst�ndig erwerbst�tig eingestuft werden d�rfen. Dies sei zu ihren Gunsten trotzdem geschehen. Eine Beibehaltung der bisherigen Qualifizierung unter dem Titel des Vertrauensschutzes erscheine nicht gerechtfertigt, da die Beschwerdef�hrerin keine f�r sie nachteiligen Dispositionen getroffen habe, die ohne Nachteil nicht r�ckg�ngig gemacht werden k�nnten. Jedenfalls sei die Neuqualifizierung mit der substituierten Begr�ndung der Wiedererw�gung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) zul�ssig, da bereits die Abkl�rungen anl�sslich der vorangehenden Revision ergeben h�tten, dass die Versicherte als Mutter von drei Kindern im Gesundheitsfall lediglich einer Erwerbst�tigkeit zu 50 Prozent nachgehen w�rde.
2.2.3 Referenzzeitpunkt im Sinne von BGE 133 V 108 ist die Mitteilung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 10. November 2006. Die Umst�nde, welche f�r die Festlegung der hypothetischen Anteile von Erwerb einerseits und T�tigkeit im Aufgabenbereich anderseits massgebend sind, haben sich im Zeitraum bis zur strittigen Verf�gung vom 16. Januar 2009 nicht mehr ver�ndert. In der vorliegenden Konstellation steht dies einer Leistungsrevision jedoch nicht von vornherein entgegen: Faktoren, die an sich f�r eine �nderung des Status bez�glich Erwerb und T�tigkeit im Aufgabenbereich sprechen w�rden, schlagen sich gegebenenfalls nicht sofort in einer neuen Qualifizierung nieder, solange dies mit Blick auf andere einschl�gige Umst�nde, beispielsweise das eheliche Zusammen- oder Getrenntleben, nicht angezeigt ist. Sieht die Verwaltung mit guten Gr�nden davon ab, etwa bei Geburt eines Kindes unmittelbar eine Status�nderung vorzunehmen, so begibt sie sich dadurch nicht a priori der M�glichkeit, mit dieser Begr�ndung sp�ter noch eine Leistungsrevision durchzuf�hren.
2.2.4 In den vorangegangenen Revisionsverfahren kann indessen kein Grund f�r eine (vorl�ufige) Nichtber�cksichtigung der �nderungen in der famili�ren Situation ausgemacht werden. Sp�testens nach der Geburt des dritten Kindes 2004 dr�ngte sich - selbst unter Ber�cksichtigung einer mit der im Juli 2006 erfolgten Scheidung allenfalls einhergehenden wirtschaftlichen Zwangslage - eine Neubeurteilung der Statusfrage auf. Die Beschwerdegegnerin bezeichnete die Einstufung als Vollerwerbst�tige auch nach Geburt mehrerer Kinder in der vorinstanzlichen Beschwerdeantwort denn auch selber als nicht nachvollziehbar. W�re eine Ber�cksichtigung der ver�nderten Umst�nde jedenfalls im Revisionsverfahren des Jahres 2006 zwingend gewesen, stellte die famili�re Situation insoweit hinsichtlich der strittigen Verf�gung keine revisionsrelevante Neuerung mehr dar. Folglich ist eine materielle Revision an sich ausgeschlossen. Indessen kann, wie das Bundesgericht j�ngst best�tigt hat (Urteil 9C_303/2010 vom 5. Juli 2010 E. 4), die Beschwerdeinstanz eine unrichtige Revisionsverf�gung mit der substituierten Begr�ndung der Wiedererw�gung sch�tzen, sofern die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 125 V 368). Die zweifellose Unrichtigkeit (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. dazu etwa Urteil I 222/02 vom 19. Dezember 2002 E. 3.2) einer Beibehaltung des Vollerwerbst�tigenstatus h�tte eine Wiedererw�gung der fr�heren rechtskr�ftigen Verwaltungsverf�gung gerechtfertigt. Das kantonale Gericht durfte somit die erstmalige Anwendung der gemischten Bemessungsmethode unter diesem Titel best�tigen. Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes spielen hierbei keine selbst�ndige Rolle: Die Abw�gung zwischen dem �ffentlichen Interesse an der materiell richtigen Durchf�hrung des Leistungsrechts der Invalidenversicherung und einem berechtigten Vertrauen der versicherten Person auf eine Weitergew�hrung staatlicher Leistungen richtet sich allein nach den Vorgaben des Art. 53 Abs. 2 ATSG, sofern der Versicherungstr�ger nach seinem Ermessen (BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52; Urteil 8C_866/2009 vom 27. April 2010) beschliesst, wiedererw�gungsweise auf die formell rechtskr�ftige Verf�gung zur�ckzukommen, oder sofern - wie hier der Fall - eine Verf�gung mit der entsprechend substituierten Begr�ndung gesch�tzt wird.
2.3.1 Hinsichtlich des massgebenden Gesundheitszustandes ging die Vorinstanz davon aus, bisher habe eine Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit um 50 Prozent bestanden, dies infolge einer mittelschweren Hirnfunktionsst�rung, welche eine Einschr�nkung insbesondere des Ged�chtnisses, der Aufmerksamkeit und der Konzentration sowie eine erh�hte Erm�dbarkeit nach sich ziehe (vgl. den im Rahmen des im Februar 2005 eingeleiteten Revisionsverfahrens eingeholten Bericht des Allgemeinmediziners Dr. M.________ vom 21. April 2005). Die strittige Revisionsverf�gung basiere auf den Berichten des Dr. M.________ vom 8. M�rz 2007 sowie der Neurologin Dr. Z.________ und der Psychologin lic. phil. V.________ vom 16. Mai 2008, welche hinsichtlich des Gesundheitszustandes, aufgrund dessen eine leichte T�tigkeit halbtags zumutbar sei, �bereinstimmten. In einem weiteren Bericht vom 20. August 2009 hielten Dr. Z.________ und lic. phil. V.________ fest, die im September 2007 begonnene Behandlung habe gezeigt, dass die Konzentrationsf�higkeit unter Druck und Stress st�rker beeintr�chtigt sei als anf�nglich angenommen. Dissoziationen h�tten zugenommen und Migr�neattacken seien h�ufiger aufgetreten. Die Arbeitsf�higkeit habe sich um 20 Prozentpunkte vermindert. Die Vorinstanz erwog, aus diesen Einsch�tzungen sei nicht auf eine �berwiegend wahrscheinlich eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu schliessen. Vielmehr entstehe der Eindruck, dass es sich um eine andere Folgenbeurteilung hinsichtlich des gleichen Gesundheitszustandes handle. Daher sei weiterhin eine h�lftige Arbeitsunf�higkeit anzunehmen.
Im Weiteren verwarf die Vorinstanz das auf BGE 134 V 9 verweisende Argument der Beschwerdef�hrerin, infolge der Beanspruchung im Haushalt reduziere sich das Leistungsverm�gen im erwerblichen Bereich. Zwar werde die Versicherte als alleinerziehende Mutter mit drei kleinen Kindern stark gefordert; jedoch k�nne nicht von einer offenkundigen und das normale Mass �berschreitenden Belastung gesprochen werden, wie sie beispielsweise bei der Betreuung eines behinderten Kindes auftreten w�rde. Ein zus�tzlicher Abzug sei demnach nicht gerechtfertigt.
2.3.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, die vorinstanzliche Feststellung der Arbeitsf�higkeit st�tze sich allein auf die Einsch�tzung des Hausarztes, es bestehe eine unver�nderte Arbeitsunf�higkeit von 50 Prozent, und �bergehe den aktuelleren, von einer Neurologin und einer Psychologin erstellten Bericht vom 16. Mai 2008, worin zun�chst zwar eine Arbeitsf�higkeit von 50 Prozent angegeben, diese aber unter Ber�cksichtigung der famili�ren Situation auf blosse 20 Prozent veranschlagt werde. Aus dem weiteren Bericht derselben Fachpersonen vom 20. August 2009 ergebe sich infolge einer inzwischen eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes ein Absinken der Arbeitsf�higkeit auf 30 Prozent. Aufgrund der Belastung durch Haushalt und Kinderbetreuung erfahre die Beschwerdef�hrerin als alleinerziehende Mutter eine zus�tzliche Einschr�nkung ihres Leistungsverm�gens, die anhand der Umst�nde im Einzelfall in Form eines "Wechselwirkungsabzugs" von 15 Prozent vom Invalideneinkommen zu ber�cksichtigen seien.
2.3.3 Der nach Abschluss des Verwaltungsverfahrens eingereichte neurologische und psychologische Bericht vom 20. August 2009 ist in die Beurteilung miteinzubeziehen, da er R�ckschl�sse auf den im relevanten Zeitraum gegebenen Sachverhalt erlaubt (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b in fine S. 366; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.2.3, I 514/06). In diesem Dokument werden die im Bericht vom 16. Mai 2008 gemachten Angaben pr�zisiert. Damals hatten die Therapeutinnen Dr. Z.________ (Neurologin) und lic. phil. V.________ (Psychologin) unter anderem auf den 1989 erfolgten Hirnstamminsult zur�ckzuf�hrende neurologische (leichtes motorisches linksseitiges Hemisyndrom mit beinbetonter Schw�che) und neuropsychologische Defizite (im Bereich Ged�chtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration), eine posttraumatische Belastungsst�rung mit Somatisierungstendenz und depressiver Entwicklung nach Misshandlung durch den Stiefvater im Kindes- und Jugendlichenalter sowie Migr�ne diagnostiziert. Diese Feststellungen stimmen hinsichtlich der somatischen Befunde im Wesentlichen mit den Angaben des Allgemeinmediziners Dr. M.________ vom 8. M�rz 2007 �berein. Dr. Z.________ und lic. phil. V.________ f�hrten weiter aus, bei Aufnahme der Therapie Ende September 2007 habe die Patientin an einer mittelgradigen depressiven Episode gelitten, die sich unter ver�nderter Medikation eindeutig gebessert habe. Stressoren f�hrten jedoch sehr schnell zu R�ckf�llen. Die Einschr�nkung des Konzentrations- und Auffassungsverm�gens h�nge vermutlich mit der hirnorganischen St�rung zusammen. In der Therapie gehe es um eine Stabilisierung des Gesamtzustandes, damit die aktuelle Leistungsf�higkeit in Haushalt, Kinderbetreuung und Beruf erhalten werden k�nne. Eine Verarbeitung des traumatischen Hintergrundes sei vorsichtig anzugehen, da der Stabilisierungsprozess ansonsten gef�hrdet werde. Im Bericht derselben Fachpersonen vom 20. August 2009 wird wiederum betont, die Belastbarkeit sei betr�chtlich eingeschr�nkt; es erscheine denn auch wichtig, dass die Patientin (wie bei der aktuell ausge�bten Reinigungst�tigkeit in einem Kindergarten) nie l�nger als eine bis zwei Stunden am St�ck arbeiten m�sse. Unter innerem und �usserem Druck werde die Konzentrationsf�higkeit st�rker behindert als dies von den Berichterstatterinnen zu Beginn der Behandlung wahrgenommen worden sei. Die Dissoziationen - ein typisches Symptom bei komplexen traumatischen St�rungen - und Migr�neanf�lle seien geh�uft aufgetreten. Eine �berforderung k�nnte den Zustand weiter destabilisieren. �hnliche Feststellungen betreffend die begrenzte Belastbarkeit wurden schon fr�her getroffen (Berichte der Abteilung f�r Neuropsychologische Rehabilitation am Spital I.________ vom 20. Juli 1994 und des Dr. F.________ vom 20. August 1998).
Die Vorinstanz hat diesen Ausf�hrungen, an deren Beweiswert nicht zu zweifeln ist, keine Bedeutung beigemessen. Ihre der haus�rztlichen Einsch�tzung vom M�rz 2007 folgende Beurteilung, es bestehe eine Arbeitsf�higkeit im Umfang von 50 Prozent, �bersieht das Folgende. Nach der Rechtsprechung ist nicht nur arbeitsunf�hig, wer gesundheitsbedingt die bisherige T�tigkeit nicht mehr oder nur noch beschr�nkt aus�ben kann, sondern auch die Person, welcher eine weitere Verrichtung ihrer Berufsarbeit nur unter der Gefahr m�glich ist, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern (BGE 130 V 343 E. 3.1 S. 345 mit Hinweisen; SVR 2008 BVG Nr. 34 S. 143 E. 3.3, 9C_127/2008). Dies gilt nicht nur f�r eine tats�chlich ausge�bte Arbeit. Auch die Bezeichnung der grunds�tzlich zumutbaren Verweisungst�tigkeiten (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG) sowie des Umfangs, in welchem die verbliebene Leistungsf�higkeit verwertet werden kann, steht unter dem Vorbehalt, dass im Realisierungsfall keine gesundheitliche Gef�hrdung zu gew�rtigen ist. Die Ausf�hrungen der therapierenden Fachpersonen zeugen indessen von einem ausgepr�gt labilen Zustand der Beschwerdef�hrerin. Daraus ergibt sich, dass eine �ber eine Auslastung von 30 Prozent (bezogen auf ein Vollzeitpensum) hinausgehende erwerbliche Besch�ftigung mit dem erheblichen Risiko einer Verschlimmerung des Gesundheitsschadens verbunden w�re. Ein Widerspruch zur Beurteilung des Dr. M.________ vom 8. M�rz 2007 besteht nicht; Dr. Z.________ und lic. phil. V.________ wiesen darauf hin, dass der "psychiatrische Anteil der Erkrankung und vor allem der traumatische Hintergrund" nicht Thema der haus�rztlichen Behandlung bildeten. Die im Bericht vom 20. August 2009 (gegen�ber der urspr�nglichen Einsch�tzung vom 16. Mai 2008) ge�nderte Stellungnahme �ber den Grad der Beeintr�chtigung wird unter Bezugnahme auf die Natur des Gesundheitsschadens und auf den Therapieverlauf einleuchtend begr�ndet. Angesichts der Kombination von neurologischen, neuropsychologischen und psychischen Einschr�nkungen ist daher von einer Arbeitsf�higkeit von 30 Prozent auszugehen.
Nicht entscheidungsrelevant ist hingegen die weitergehende Einsch�tzung von Dr. Z.________ und lic. phil. V.________, soweit sie ausf�hren, "nebst dem Aufwand f�r den Haushalt und die Kinderbetreuung" k�nne der Beschwerdef�hrerin "nicht mehr als eine 20 %-T�tigkeit ausser Haus zugemutet werden". In diese Festlegung fliessen offenkundig (nicht zum versicherten Risiko geh�rende) Gesichtspunkte der praktischen Vereinbarkeit der verschiedenen T�tigkeitsbereiche mit ein.
2.3.4 Die Vornahme des beschwerdeweise verlangten "Wechselwirkungsabzugs" gem�ss BGE 134 V 9 rechtfertigt sich nicht. Entgegen der Aussage im Arztbericht vom 20. August 2009, die Festlegung der Arbeitsf�higkeit auf h�chstens 30 Prozent verstehe sich "ohne Ber�cksichtigung der Belastung durch Haushalt und Kinderbetreuung", wird im Kontext mit den �brigen Ausf�hrungen deutlich, dass das zumutbare erwerbsbezogene Leistungsverm�gen (insbesondere unter dem Aspekt der drohenden Verschlimmerung der gesundheitlichen Beeintr�chtigung) auch mit Blick auf die Doppelbelastung eingesch�tzt wurde. Wechselwirkungen sind nur dann zu ber�cksichtigen, wenn die entsprechende spezifische Leistungsminderung in den vorhandenen Arzt- und (Haushalts-)Abkl�rungsberichten nicht hinreichend gew�rdigt worden ist (vgl. BGE 134 V 9 E. 7.3.2 S. 13).
2.3.5 Die im Zeitraum von Fr�hjahr 2007 (vgl. den Bericht des Dr. M.________ vom 8. M�rz 2007) bis Fr�hsommer 2008 eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes muss auch hinsichtlich der Haushaltf�hrung ber�cksichtigt werden. Die diesbez�gliche Abkl�rung datiert noch vom Juni 2007. Die Vorinstanz hat - entsprechend ihrer Auffassung, es handle sich bei den Einsch�tzungen von Dr. Z.________ und lic. phil. V.________ lediglich um eine andere Beurteilung eines unver�nderten Zustandes - keine Nachf�hrung der Haushaltabkl�rung veranlasst (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Indessen kann auf eine entsprechende Erg�nzung der Entscheidungsgrundlagen mit Blick auf die �brigen Parameter der Invalidit�tsbemessung verzichtet werden. Bei psychischen Beeintr�chtigungen kommt den �rztlichen Einsch�tzungen �ber die Leistungsf�higkeit im Haushalt eine besondere Bedeutung zu (SVR 2004 IV Nr. 28 S. 87, I 311/03). Die f�r den erwerblichen Bereich ausgewiesene Ver�nderung der Arbeitsf�higkeit - von vormals 50 auf 30 Prozent - darf freilich nicht tel quel auf den Haushaltbereich �bertragen werden; dort wirkt sich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes naturgem�ss weit weniger stark aus: Im Allgemeinen unterscheidet sich die Haushaltarbeit von Erwerbst�tigkeiten strukturell dadurch, dass sich erstere etappenweise erledigen und frei einteilen l�sst, und dass - allenfalls unter Inkaufnahme eines erh�hten Zeitaufwandes - schadenmindernde Vorkehren hinsichtlich der Art und Weise der Erledigung sowie der Haushaltorganisation und -ausstattung getroffen werden k�nnen. Gesundheitliche Einschr�nkungen kommen dadurch vielfach weniger stark zum Tragen (Urteil I 595/03 vom 30. Juli 2004 E. 3.2.1). Angesichts der zutreffenden Berechnung des kantonalen Gerichts, wonach bei Zugrundelegung einer Arbeitsf�higkeit von 30 Prozent im erwerblichen Bereich ein Gesamtinvalidit�tsgrad von 39 Prozent resultiert, wird aber ohne Weiteres klar, dass unter Ber�cksichtigung der von den therapierenden Fachpersonen geschilderten aktuellen gesundheitlichen Verfassung der Beschwerdef�hrerin auch im Aufgabenbereich Haushalt jedenfalls ein Gesamtinvalidit�tsgrad von 40 Prozent ausgewiesen ist.
Die Beschwerdef�hrerin hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend tr�gt die IV-Stelle die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ausserdem hat sie der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Deren Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht ist demzufolge gegenstandslos.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Februar 2010 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 16. Januar 2009 werden dahingehend abge�ndert, dass der Beschwerdef�hrerin mit Wirkung ab M�rz 2009 eine Viertelsrente zusteht.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 87
 BGE 
 Art. 27
 BGE 
 BGE 
 Art. 17
 BGE 
 Art. 53
 BGE 
 BGE 
in fine
 Art. 6
 BGE 
 BGE 
 Art. 61