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Timestamp: 2019-12-07 23:45:52+00:00

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BGH, 19.03.2009 - IX ZB 152/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,2788
BGH, 19.03.2009 - IX ZB 152/08 (https://dejure.org/2009,2788)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2009 - IX ZB 152/08 (https://dejure.org/2009,2788)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08 (https://dejure.org/2009,2788)
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Bedeutung einer nach Schluss der mündlichen Verhandlung geltend gemachten Klageerweiterung bei der Bestimmung des Beschwerdegegenstands
Verfahrensrecht - Bestimmung des Beschwerdegegenstands
Prozesskosten - Achtung beim Beschwerdewert
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 19.03.2009, Az.: IX ZB 152/08 (Keine Beschwer durch einen nach mündlicher Verhandlung gestellten Antrag)" von RA Dr. Egon Schneider, original erschienen in: AGS 2009, 295 - 297.
AG Siegburg, 21.11.2007 - 118 C 474/06
LG Bonn, 13.06.2008 - 8 S 247/07
NJW-RR 2009, 853
MDR 2009, 824
FamRZ 2009, 972
Die daneben von ihr in der Berufungsinstanz erhobene Widerklage bleibt unberücksichtigt, weil sie nicht Gegenstand des mit der Berufung angefochtenen erstinstanzlichen Urteils war (vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 9; vom 20. Oktober 1997 - II ZR 334/96, NJW-RR 1998, 573 unter 3; jeweils zur Klageerweiterung).
Wie sich aus § 256 Abs. 2, § 261 Abs. 2, § 297 ZPO ergibt, ist die Erhebung einer neuen Klageforderung oder einer Klageerweiterung durch einen nach Schluss der mündlichen Verhandlung eingereichten Schriftsatz unzulässig, weil Sachanträge spätestens in der letzten mündlichen Verhandlung gestellt werden müssen (BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 1997 - IV ZB 11/97, NJW-RR 1997, 1486 und vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 8 mwN).
Mangels einer Antragstellung in mündlicher Verhandlung darf über eine nach Schluss der mündlichen Verhandlung eingereichte Klageerweiterung daher nicht entschieden werden (BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 9).
Das Landgericht hatte mangels wirksamer Antragstellung nicht über eine auf die Streithelferin erweiterte Klage zu entscheiden (vgl. BGH, Beschluss vom 19.03.2009, Az. IX ZB 152/08 = NJW-RR 2009, 853, 854).
Dabei können die Kommentierungen zur Zulässigkeit der Berufung gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO auch im Rahmen der Auslegung von § 26 Nr. 8 EGZPO berücksichtigt werden, da es nach beiden Vorschriften - im ersten Fall schon aufgrund des Wortlauts, im zweiten aufgrund der Auslegung durch die Rechtsprechung - auf den "Wert des Beschwerdegegenstandes" ankommt und in beiden Fällen maßgeblich ist, in welchem Umfang die Beseitigung der sich aus der angefochtenen Entscheidung ergebenden Belastung begehrt wird (vgl. nur BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 5 zur Berufung und BGH, Beschluss vom 27. Juni 2002 - V ZR 148/02, NJW 2002, 2720 f. zur Revision).
Danach ist der Kläger insoweit beschwert, als das angefochtene Urteil von seinen Anträgen abweicht (Senatsurteil vom 9. Oktober 1990 - VI ZR 89/90, VersR 1991, 359, 360; BGH, Urteil vom 21. Juni 1968 - IV ZR 594/68, BGHZ 50, 261, 263; Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 6).
Der Antrag in der Beschwerde kann deshalb zwar den Wert des Beschwerdegegenstands im Verhältnis zur Beschwer verringern, wenn nur die Beseitigung eines Teils der erlittenen Beschwer verlangt wird (BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 5 ff;… Zöller/Heßler, aaO).
Deshalb ist auch eine Antragserweiterung in der ersten Instanz, die nicht mehr Gegenstand der Ausgangsentscheidung werden konnte, bei der Bestimmung des Wertes des Beschwerdegegenstands außer Betracht zu lassen (BGH, Beschluss vom 9. Juli 1997 - IV ZB 11/97, NJW-RR 1997, 1486; vom 19. März 2009, aaO Rn. 9).
Dieser bestimmt sich danach, inwieweit der Rechtsmittelführer die Beseitigung der mit der erstinstanzlichen Entscheidung für ihn verbundenen Rechtsverkürzung erstrebt, und erhöht sich nicht um den Wert eines erstmals in der Beschwerdeinstanz gestellten Antrags (…vgl. BGH Beschlüsse vom 19. April 2012 - IX ZB 162/10 - MDR 2012, 876 Rn. 10 zu § 567 Abs. 2 ZPO und vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08 - NJW-RR 2009, 853 Rn. 5 ff. zu § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO;… Keidel/Meyer-Holz FamFG 18. Aufl. § 61 Rn. 7;… Musielak/Voit/Ball ZPO 12. Aufl. § 511 Rn. 18;… Zöller/Heßler ZPO 31. Aufl. § 511 Rn. 13).
Es bedarf für den Erlass eines Teilurteils insbesondere keines auf den Erlass eines Teilurteils gerichteten Sachantrags in der mündlichen Verhandlung (vgl. zur fehlenden Antragstellung bei einer nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung eingereichten Klageerweiterung BGH, NJW-RR 2009, 853, 854).
Nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung ist die Erhebung einer neuen Klageforderung oder einer Klageerweiterung durch einen nach Schluss der mündlichen Verhandlung eingereichten Schriftsatz unzulässig, weil Sachanträge spätestens in der letzten mündlichen Verhandlung gestellt werden müssen (vgl. nur BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08 Rn. 8, NJW-RR 2009, 853 Rn. 8 mwN).
BGH, 27.10.2011 - III ZR 235/10
Zulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde: Klageerweiterung mit die Wertgrenze …
OLG München, 12.07.2018 - 23 U 1884/17
Schadensersatzanspruch wegen Transportschäden
LG Magdeburg, 06.11.2012 - 9 O 593/10
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LG Berlin, 04.08.2015 - 67 T 80/15
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LG Düsseldorf, 13.01.2010 - 14e O 142/08
Verschaffung unmittelbaren Besitzes an Aktienurkunden der Düsseldorfer …
LG Essen, 27.01.2016 - 18 O 63/15
Schadensersatzanspruch eines Eigentümers eines Gebäudes wegen Wasserschadens …
LG Frankfurt/Main, 06.12.2018 - 2 O 48/18
LG Kiel, 11.06.2012 - 5 O 108/10
Leistung an einen Dritten: Schuldbefreiende Wirkung bei Ermächtigung zur …

References: BGH 
 § 256
 § 261
 § 297
 § 511
 § 26
 BGH 
 § 567
 § 511
 § 61
 § 511
 § 511