Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLGR%20D%C3%83%C2%BCsseldorf%202001,%20263
Timestamp: 2019-07-23 03:57:55+00:00

Document:
Rechtsprechung: OLG-Report Düsseldorf 2001, 263 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 07.12.2000
https://dejure.org/2000,1827
OLG Düsseldorf, 20.06.2000 - 24 U 143/99 (https://dejure.org/2000,1827)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 20.06.2000 - 24 U 143/99 (https://dejure.org/2000,1827)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 20. Juni 2000 - 24 U 143/99 (https://dejure.org/2000,1827)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,1827) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§§ 823, 535 BGB
Keine Streupflicht vor 6.15 Uhr! Außerhalb der Verkehrsstunden besteht kein Vertrauensschutz in die Streupflicht des Verkehrssicherungspflichtigen
Schmerzensgeld ; Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht ; Eisglätte; Schneeglätte; Streupflicht ; Pflichten des Grundstückseigentümers; Verkehrssicherungsgebote
BGB § 897 Abs. 1; BGB § 823 Abs. 1; ZPO § 138 Abs. 4; ZPO § 532; ZPO § 528 Abs. 2; ZPO § 97 Abs. 1; ZPO § 708 Nr. 10; ZPO § 713; ZPO § 546 Abs. 1
Verkehrssicherungspflicht bei winterlicher Glättebildung
Verkehrsrecht - Streupflicht nicht rund um die Uhr!
Keine Streupflicht des Verkehrssicherungspflichtigen vor 7.00 Uhr morgens:
Zeitliche Begrenzung der Streupflicht
Außerhalb der Verkehrsstunden muss nicht gestreut werden - Kein Vertrauensschutz in die Streupflicht des Verkehrssicherungspflichtigen
LG Duisburg, 02.06.1999 - 2 O 87/99
OLG-Report Düsseldorf 2001, 263
Zwar hat im Rahmen dieser Regeln auch der Grundsatz Bedeutung, dass lediglich ab 7 Uhr morgens für sichere Verhältnisse zu sorgen ist (OLGR Düsseldorf 2001, 263), weil es üblicherweise erst dann auf Straßen und Gehwegen zu einer Verkehrsverdichtung kommt (vgl. OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 312; OLG Hamm NVwZ-RR 2001, 798).
So hat der Vermieter grundsätzlich für die Sicherheit von Zugängen zum Mietobjekt zu sorgen (vgl. Senat ZMR 2001, 106).
Wer sich außerhalb dieser Zeiten bewegt, darf eine Verkehrssicherung grundsätzlich nicht erwarten (OLG Düsseldorf WuM 2002, 89, 90; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 312, 313; AG Prüm RuS 2002, 368, 369).
In zeitlicher Hinsicht kann angenommen werden, dass die Verkehrssicherungspflicht am Morgen beginnt, wenn der allgemeine Verkehr einsetzt (zu den zeitlichen Grenzen der Streupflicht eines Wohnraumvermieters vgl. etwa OLG Düsseldorf, OLGR 2001, 263, 264 l. Sp.).
vgl. etwa OLG Düsseldorf, Urteil vom 20. Juni 2000 - 24 U 143/99 -, ZMR 2001, 106, juris Rn. 9 f.
https://dejure.org/2000,6299
OLG Düsseldorf, 07.12.2000 - 10 U 199/99 (https://dejure.org/2000,6299)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 07.12.2000 - 10 U 199/99 (https://dejure.org/2000,6299)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 07. Dezember 2000 - 10 U 199/99 (https://dejure.org/2000,6299)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,6299) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Aufrechnung; Verschlechterung des Mietobjekts; Vertragsbeendigung; Fristlose Kündigung; Vorenthaltung der Mietsache; Rückgabepflicht
BGB §§ 535 554 387
Aufrechnung des Mieters; Zulässigkeit der Aufrechnung; Mietverhältnis; Fristlose Kündigung des Vermieters; Zahlungsverzug; Geltendmachung von Gegenforderungen
ZMR 2001, 447
Dieser Entscheidung haben sich in der Folgezeit die obergerichtliche Rechtsprechung (OLG Düsseldorf DWW 1992, 52, 53; ZMR 2001, 447 und Grundeigentum 2007, 514, 515;… OLG München Urteil vom 29. Januar 2015 - 23 U 3353/14 - juris Rn. 17 und ZMR 1993, 466, 468; KG ZMR 2013, 26, 27;… OLG Brandenburg Urteil vom 1. Oktober 2007 - 3 U 10/07 - juris Rn. 20;… ebenso LG Rostock Urteil vom 3. Mai 2012 - 3 O 447/10 - juris Rn. 25) und weite Teile der Literatur angeschlossen (…Staudinger/Rolfs BGB [Stand: 2014] § 546 a Rn. 42;… Erman/Lützenkirchen BGB 13. Aufl. § 546 a Rn. 8;… Palandt/Weidenkaff BGB 74. Aufl. § 546 a Rn. 11;… Wolf/Eckert/Ball Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts 10. Aufl. Rn. 1131;… Blank/Börstinghaus Miete 3. Aufl. § 546 a Rn. 27;… Scheuer/Emmerich in Bub/Treier Handbuch der Geschäfts- und Wohnraummiete 4. Aufl. Kap. V.A Rn. 132;… Pietz/Oprée in Lindner-Figura/Oprée/Stellmann Geschäftsraummiete 3. Aufl. Kap. 16 Rn. 69;… Sternel Mietrecht aktuell 4. Aufl. Rn. XIII 114;… Lammel Wohnraummietrecht 3. Aufl. § 546 a Rn. 25;… Gerber/Eckert/Günter Gewerbliches Miet- und Pachtrecht 8. Aufl. Rn. 651;… Stangl in Harz/Riecke/Schmid Handbuch des Fachanwalts Miet- und Wohnungseigentumsrecht 4. Aufl. Kap. 14 Rn. 612;… BeckOK BGB/Ehlert [Stand: Oktober 2012] § 546 a Rn. 13; Kinne Grundeigentum 2007, 825, 826; noch weitergehend Lehmann-Richter PiG 90 [2011], 199, 204, der dem Vermieter die ungekürzte Nutzungsentschädigung in der Vorenthaltungszeit auch dann zuerkennen will, wenn der Mieter bei Vertragsende nur eine geminderte Miete schuldete).
Nach der Rechtsprechung des BGH (LM Nr. 3 a zu § 557 BGB), der sich der Senat angeschlossen hat (ZMR 2001, 447), kann sich der Mieter, der dem Vermieter die Mietsache entgegen seiner Rückgabepflicht infolge der Vertragsbeendigung vorenthält, nicht darauf berufen, während der Vorenthaltung sei eine weitere Verschlechterung des Mietobjekts eingetreten, die bei Fortbestehen des Mietverhältnisses eine weitere Minderung des Folge gehabt hätte.
KG, 01.03.2012 - 8 U 197/10
Beendigung eines Gewerberaummietverhältnisses: Herausgabeanspruch des …
Der Senat folgt insoweit der in der Rechtsprechung und Literatur herrschenden Meinung (BGH, NJW 1961, 916; OLG München, OLGR München 1996, 162; OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2001, 263; Fischer-Dieskau, Pergande, Schwender, Wohnungsbaurecht, Band 2, § 536, Anm. 20.1;… Palandt, BGB, 70. Auflage, § 546 a, Rdnr. 11;… Schmidt-Futterer/Eisenschmidt, Mietrecht, 10. Auflage, § 536, Rdnr 320, 321;… Sternel aktuell, 4. Auflage, Rn. XIII, 114;… Staudinger/Rolfs, BGB, 2011, § 546 a, Rdnr. 42;… a.A. Münchener Kommentar, Bieber, 2008, § 546 a, Rdnr. 10;… Herrlein, Kandelhard, 4. Auflage, § 546 a, Rdnr. 21), wonach eine Minderung der Nutzungsentschädigung nicht in Betracht kommt, wenn sich die Mietsache erst nach Beendigung des Mietverhältnisses erstmalig oder weiter verschlechtert.
Denn die die Minderung ausschließende Klausel im Mietvertrag (§ 9 MV) gilt nicht mehr, nachdem das Vertragsverhältnis durch die von der Beklagten akzeptierte fristlose Kündigung der Klägerin im Juni 2003 sein Ende gefunden hatte (vgl. dazu BGH NJW-RR 1990, 884; ferner OLG Düsseldorf, 10. Zivilsenat, ZMR 2001, 447 zum ähnlich gelagerten Fall des vertraglichen Aufrechnungsverbots).
Wenn der Mieter nunmehr ein Recht in Anspruch nimmt, was ihm nicht zusteht, für welches er dem Vermieter eine Nutzungsentschädigung schuldet, so hat er keinen Anspruch darauf, dass ihm eine gemietete Sache mangelfrei zur Verfügung gestellt wird (vgl. BGH a. a. O., Düss. ZMR 01, 447).

References: § 897
 § 823
 § 138
 § 532
 § 528
 § 97
 § 708
 § 713
 § 546
 § 546
 § 546
 § 546
 § 546
 § 546
 § 546
 BGH 
 § 557
 § 536
 § 546
 § 536
 § 546
 § 546
 § 546
 BGH 
 BGH