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Timestamp: 2020-06-02 08:09:14+00:00

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Visa Karte blockiert Zahlungen für Online Casinos - Forum Glücksspielsucht
Thema: Visa Karte blockiert Zahlungen für Online Casinos
Visa Karte blockiert Zahlungen für Online Casinos
« am: 13 Mai 2020, 20:01:29 »
Quelle: Darf ich hier nicht nennen, da eine Pro-Casino Seite
Visa Kreditkarte in Online-Casinos vor dem Aus!
Mit der Visa-Karte verschwindet eines der Urgesteine aus der Liste der Zahlungsmethoden im Online-Casino. Dies haben uns zwei interne Quellen namhafter Casinos bereits bestätigt. Um den Grund für den Rückzug zu ergründen, gilt es der deutschen Politik in Bezug auf das Glücksspiel auf die Finger zu schauen. Denn besonders die Online-Casinos sind den Behörden ein Dorn im Auge. Da die Anbieter meist im Ausland sitzen, sind sie nur schwer zu fassen. Daher führt der Weg an den virtuellen Spielbanken vorbei, hin zu den Zahlungsmethoden. Der Rückschluss ist logisch: Wenn die Spieler nicht einzahlen können, trocknet der Markt aus. Und dennoch handelt es sich augenscheinlich um einen Trugschluss!
Schon im Oktober trat PayPal einen strategischen Rückzug an. Damit hat es bereits eine erste Zahlungsweise getroffen. Visa ist der zweite Anbieter, der sich dem Druck des Niedersächsischen Innenministeriums beugt. Ein wenig grenzt dieses Vorgehen schon an Aktionismus. Denn zur Mitte des Jahres 2021 soll ein neues Glücksspielgesetz in Kraft treten. Darin sollen die Casinospiele berücksichtigt werden. Und dann kämen die Bezahlmethoden natürlich wieder zurück.
Warum stellt Visa die Zahlungen an Online-Casinos ein?
Darüber lässt sich spekulieren. Visa ist auch in Deutschland sehr groß. Ob Online-Shop, Supermarkt oder im Urlaub – eine Visa-Karte ist häufig ein treuer Begleiter. Kurz gesagt: Die Haupteinnahmequelle der Kreditkarte ist nicht das Online-Glücksspiel. Wenn Deutschland als Staat auftritt und eventuell damit droht andere Märkte für den Zahlungsdienstleister zu schließen, so gilt es abzuwägen. Eventuell möchte Visa den kurzzeitigen Konflikt einfach meiden. Denn ab Juli 2021 ist eine Rückkehr sehr realistisch. Und wer aktuell eine Kreditkarte besitzt, der hat diese in einem guten Jahr vermutlich noch immer in seinem Besitz. Fakt ist, dass die Zahlungen mit der Visa-Karte an ein Online-Casino in Zukunft verboten sind. Lediglich der genaue Zeitpunkt des Rückzugs ist noch nicht bekannt. Allerdings ist davon auszugehen, dass Visa die Zahlungskanäle zum Glücksspiel kurzfristig abschneidet.
Freilich hätte eine Alternative offen gestanden. Doch den Rechtsweg wollte das Unternehmen nicht beschreiten. Dabei gab es bereits im Dezember des Jahres 2018 einen Aktivprozess, welcher gegen den Zahlungsdienstleister Skrill ltd. geführt wurde. Die Wirtschaftskanzlei Buse Heberer Fromm hat für den Dienstleister ein positives Urteil herausgeholt. Ein Spieler wollte unerlaubte Glücksspieleinsätze zurückerstattet bekommen. Doch unerlaubtes Glücksspiel ist nicht mit einer Rückzahlungspflicht des Zahlungsanbieters verbunden. Und eben auf dieses Urteil mit dem Aktenzeichen I-16 U 88/19 hätte sich der Zahlungsanbieter Visa im Zweifel berufen können. Dies gilt natürlich erst dann, wenn ein Kunde auf Rückzahlung von Seiten des Kreditkartenunternehmens pocht.
Löst das Verschwinden von Visa als Zahlungsmethode im Casino eine Lawine aus?
Mit Visa darf im Online-Casino bald nicht mehr bezahlt werden. Doch ist zumindest eine weitere Kreditkarte meist noch für Einzahlungen freigeschaltet. Gemeint ist die Mastercard. Doch diese Firma sitzt ebenfalls im Amerika. Dort schauen die Entscheidungsträger natürlich ganz genau darauf, was jetzt in Deutschland mit den Visa-Zahlungen passiert. Eventuell hat das Niedersächsische Innenministerium tatsächlich einen Stein ins Rollen gebracht, der sich zu einer Lawine ausbreitet. Immerhin hat es PayPal ebenfalls schon erwischt. Doch die Bandbreite an Zahlungsmodalitäten ist groß. Und bis zur Neuregulierung des Glücksspielmarktes in 2021 scheint es unmöglich, jeden in Deutschland aktiven Zahlungsanbieter von den Online-Casinos auszuschließen.
Ein Kampf gegen Windmühlen also? Irgendwie schon. Die Banken selber sind auch unter Druck. Doch können sie nicht unterscheiden, ob Kunden Zahlungen hin zu legalen oder illegalen Online-Glücksspiel tätigen. Hier gib es nur den Bank-Code 7995. Dieser Bezeichnet das Gambling, also Glücksspiel. Und genau dieses ist bei Visa künftig untersagt. Allerdings zahlen in der Bundesrepublik nur die wenigsten Spieler mit den Kreditkarten ein. Die Sofortüberweisung von Klarna, Skrill und Neteller sind sehr beliebt. Darüber hinaus gibt es die Paysafecard. Und mit MuchBetter und Trustly sind zwei Zahlungsweisen stark im Kommen, die ihren Unternehmenssitz im Ausland haben. Es ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit den Zahlungsfluss bis zum Startschuss der Neuregulierung im Juli 2021 zum Erliegen zu bringen.
Deutschland stößt mit Verboten und Vorschriften Schwarzmarkt immer weiter auf!
Die Bundesrepublik zeigt an diesem Beispiel sehr gut auf, wie Spielerschutz heute nicht funktioniert. Denn wenn sich ein Kanal für die Einzahlung schließt, tut sich ein anderer auf. Doch die Visa-Karte gilt als überaus seriös. Freilich stehen weitere seriöse Zahlungsanbieter bereit. Irgendwann mischt sich vielleicht wirklich mal ein schwarzes Schaf darunter. Und wenn die Einzahlung bei in Deutschland legalen Casinos gar nicht mehr möglich wäre, würden sich die Spieler in den ausländischen Schwarzmarkt begeben.
Dafür braucht es eventuell gar nicht mehr viel. Denn ab Mitte 2021 sollen die monatlichen Einsätze auf 1.000 Euro und die Höchsteinsätze am Spielautomaten auf einen Euro beschränkt sein. Nur alle fünf Sekunden wäre ein Spin möglich. Unter diesen Bedingungen wird der Markt in Deutschland immer unattraktiver. Ausländische Alternativen gibt es zur Genüge. Und diese sind kinderleicht anzusteuern. Schweden hat es im negativen Sinne vorgemacht. Dort fand eine Überregulierung statt. Die Folge: Ein Großteil der Schweden spielt heute im Schwarzmarkt. Die Schweiz ist cleverer vorgegangen. Hier gab es eine landesinterne Lizenzierung, die nicht x-mal gescheitert ist. Dank einer übergreifenden Sperrdatei und mit fairen Bedingungen gegenüber den Spielern, hat sich die Schweiz im Online-Glücksspiel gut positioniert.
Deutschland scheint aktuell jedoch auf dem Weg dorthin zu sein, den aktuellen „Graumarkt“ zu einem großen Teil in einen Schwarzmarkt zu verwandeln. Wir können nur hoffen, dass die Politik sich mit den jahrelang aktiven Anbietern an einen Tisch setzt und sinnvolle & realistische Rahmenbedingungen für den vierten Glücksspiel-Staatsvertrag festlegt.
Re: Visa Karte blockiert Zahlungen für Online Casinos
« Antwort #1 am: 13 Mai 2020, 20:21:37 »
Komisch, wenn ich auf die Seite von bwin gehe, ist die Zahlungsmethode PayPal immer noch aktiv.
« Antwort #2 am: 13 Mai 2020, 20:40:51 »
Dann schau mal was du mit dem Geld machen kannst, nur Sportwetten;)
« Antwort #3 am: 13 Mai 2020, 23:07:24 »
Ah ok, ich hab mich schon seit 2 Jahren nimmer eingeloggt, glaube bin eh gesperrt.
« Antwort #4 am: 20 Mai 2020, 09:08:02 »
Ich kann die Info bestätigen. Von einer großen Online Casino-Gruppe ging heute folgende Information an alle Affiliates:
"In the light of recent interpretation of the German gambling authorities' decisions by the VISA management we are forced to remove the ability to deposit via VISA for German customers. The removal of this payment method for Germany ensures that we will be able to offer VISA payments. Thank you for your understanding."
"Angesichts der jüngsten Interpretation zu Entscheidungen der deutschen Glücksspielbehörden durch das Management von VISA sind wir gezwungen, VISA als Einzahlungs-Option für deutsche Kunden zu entfernen. Die Abschaffung dieser Zahlungsmethode für Deutschland garantiert uns, dass wir VISA-Zahlungen (für andere Märkte) weiterhin anbieten können. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis."
In meinen Augen einer SEHR wichtiger Schritt. PayPal und Visa sind schon mal weg. Skrill ist auch für sehr viele OC nicht mehr verfügbar. Bei Trustly habe ich mich diese Woche erfolgreich sperren lassen - das hat bislang auch nicht immer funktioniert. Bei SOFORT (Klarna) sind wohl auch Selbst-Sperrungen möglich. Es scheint so, als wäre der Weg über die Zahlungsanbieter ein erfolgsversprechender, um das Problem auf institutioneller Seite anzugehen.
« Antwort #5 am: 20 Mai 2020, 09:18:38 »
Soweit ich darüber informiert bin soll es auch mit der MasterCard nicht mehr möglich sein Zahlungen von Deutschland aus an irgendwelche OC auf der Welt zu tätigen. Alles wird geblockt - auch Auszahlungen!
Das sind die Auswirkungen vom Urteil des LG Ulm vom 16.12.2019, denen pufft allen die Muffe ..und da zurecht!
« Letzte Änderung: 20 Mai 2020, 09:44:06 von Born4Nothing »
« Antwort #6 am: 20 Mai 2020, 14:17:31 »
Und die Auswirkungen der Aktivitäten der niedersächsischen Aufsicht:
« Antwort #7 am: 20 Mai 2020, 14:31:53 »
Naja, etwas paradox denn was eh schon verboten ist muss man nicht noch mal extra verbieten^^
« Antwort #8 am: 20 Mai 2020, 14:35:43 »
Das ist wie in der Kindererziehung. Man muss sich manchmal Respekt verschaffen. Es sei denn, man hat von Haus aus brave Kinder ;-)
« Antwort #9 am: 20 Mai 2020, 14:40:30 »
Hat einen gewissen Kindergartencharakter^^
« Antwort #10 am: 22 Mai 2020, 20:12:49 »
Mastercard hat nachgezogen, und bietet vorerst keine Zahlungen für den Bereich Sportwetten mehr an, dies gilt für den deutschen Bereich.
Quelle: Newsletter von einem Wettanbieter
« Antwort #11 am: 23 Mai 2020, 11:29:13 »
Nun fehlen nur noch die ganzen Sofortüberweise wie Trusly, Sofort, OnlineÜberweisen und Co - denn die sind das eigentliche Problem denn Limits kennen die nicht aber die erwische ich auch noch^^
« Antwort #12 am: 23 Mai 2020, 12:46:24 »
Kannst du mir bitte den Newsletter zukommen lassen
« Antwort #13 am: 23 Mai 2020, 13:38:10 »
P.N. ist raus
Sofortüberweisung wird wohl noch etwas dauern, so lange die Online-Casinos in Malta von deutschen Anwälten beraten werden und so weiter ihre Dienste anbieten.
Erst vor kurzem habe ich gesehen, dass man per Sofortüberweisungsdienstleister bei einem Anderen Dienslteister einzahlt und dann das Geld auf dem Konto im Casino landet, die Überweisung läuft voll automatisch ich muss sie nur einmal anstoßen der Rest regelt sich von alleine.. Über 3 Ecken verschleiert.
Trustly ist mir persönlich ein größerer Dorn im Auge, die übernehmen teilweise schon die Verifikation im Casino, ich Zahle mit Trustly ein im Hintergrund werden meine Daten an das Casino übermittelt, ich muss mich nicht mehr extra registrieren im Casino alles läuft über das Bankkonto, Trustly stelle ich auf eine Stufe mit den Kasinos.
Es wird schwierig, aber früher oder später auch die Dienstleister bluten.
« Antwort #14 am: 24 Mai 2020, 15:59:39 »
hier nochmal eine übersicht von alle entscheidungen, die das argument der OC's mit der Dienstleistungsfreiheit zur Nichte machen:
https://www.anwalt-leverkusen.de/aktuelles/detail/verwaltungsgericht-duesseldorf-bestaetigt-erneut-online-casinoverbot.html
Verwaltungsgericht Düsseldorf bestätigt erneut Online-Casinoverbot
Mit der jüngst veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, wurde erneut das in Deutschland geltende Online-Casinoverbot bestätigt. Spieler sollten daher ihre Spieleinsätze zurückverlangen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf schloss sich in seiner Entscheidung den erst im vergangenen Jahr ergangenen Entscheidungen verschiedener Oberverwaltungsgerichte an.
Was hat das VG Düsseldorf entschieden?
Mit Beschluss vom 09.04.2020 - 3 L 2847/19 - hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf (VG) erneut bestätigt, dass Online-Casinospiele und Online-Pokerspieler unerlaubte Glücksspiele darstellen. Online-Casinospiele und Online-Pokerspieler fallen unter den Erlaubnisvorbehalt des § 1 Abs. 1 Satz 1 GlüStV NRW sowie das Online-Glücksspielverbot gemäß § 4 Abs. 4 GlüStV NRW.
Wie hat das VG Düsseldorf seine Entscheidung begründet?
Das VG Düsseldorf hat festgestellt, dass eine Erlaubnis zum Betrieb eines Online-Casinos nicht entbehrlich ist und diese nationale Gesetzeslage sowohl mit nationalem Verfassungsrecht als auch mit Unionsrecht vereinbar ist (VG Düsseldorf Beschluss v. 09.04.2020 - 3 L 2847/19 - Rn. 28). Seine Entscheidung stützte das VG Düsseldorf dabei auf die jüngst ergangenen Entscheidungen verschiedener Oberverwaltungsgerichte aus diesem und dem vergangenen Jahr.
Zur Unionsrechtsmäßigkeit des in Deutschland geltenden Online-Glücksspielverbots äußerten sich zuletzt:
OVG NRW, Beschluss vom 30. März 2020 - 13 B 1696/19 -
OVG Niedersachsen, Urteil vom 28. Februar 2019 - 11 LC 242/16 -, juris, Rn. 52 ff.
OVG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 3. Juli 2019 - 4 MB 14/19 -, juris, Rn. 16
OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 9. Juli 2019 - 3 L 79/16 -, juris, Rn. 51 f.
VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 11. Juli 2019 - 6 S 2759/18 -
OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20. August 2019 - OVG 1 N 46.18 -
Die Oberverwaltungsgerichte haben ausnahmslos bestätigt, dass die Regelung des § 4 Abs. 4 GlüStV (Online-Glücksspielverbot) mit Verfassungsrecht vereinbar ist und nicht gegen Unionsrecht verstößt. Damit haben die Oberverwaltungsgerichte den Weg für zivilrechtliche Schadensersatzansprüche freigemacht.
Die illegalen Online-Casinos können sich nicht länger mit der Behauptung verteidigen, das eigene Online-Casinoangebot sei durch die Dienstleistungsfreiheit in der Europäischen Union gerechtfertigt. Diesem Argument stehen nunmehr gleich 6 oberverwaltungsgerichtliche Entscheidungen entgegen sowie die Grundsatzentscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.10.2017 - 8 C 18.16 - und - 8 C 14.16 -.
Das Bundesverwaltungsgericht hat ausdrücklich festgestellt:
Es ist mit Unions- und Verfassungsrecht vereinbar, dem Anbieter von Online-Sportwetten im glücksspiel-rechtlichen Untersagungsverfahren das Fehlen der erforderlichen Erlaubnis entgegen zu halten.“ (BVerwG Urt. v. 26.10.2017 - 8 C 18.16 -,Leitsätze)
Das VG Düsseldorf sowie die Obergerichte stellten zur Begründung ihrer Entscheidung darauf ab, dass mit dem Internetverbot in nicht diskriminierender Weise verfassungs- und unionsrechtlich legitime Gemeinwohlziele, insbesondere des Jugendschutzes sowie der Bekämpfung der Spielsucht und Begleitkriminalität, verfolgt werden, und haben dabei auf die besonderen Gefahren hingewiesen, die das Anbieten von Spielen im Internet mit sich bringt.
Was bedeutet die Entscheidung des VG Düsseldorf für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen?
Die Entscheidungen der Oberverwaltungsgerichte und auch des VG Düsseldorf zeigen, dass die deutschen Gerichte der Argumentation der Online-Casinos eine klare Absage erteilen.
Die Online-Casinos können sich nicht auf die in der EU geltende Dienstleistungsfreiheit berufen. Damit verstoßen die Casinos mit ihrem Angebot gegen das Online-Casinoverbot.
Mit einem in Deutschland nicht lizenzierten Online-Casino geschlossene Spielverträge sind somit nichtig und das Geleistete kann zurückgefordert werden.
Verbraucher sollten deshalb mit anwaltlicher Hilfe ihre verlorenen Spieleinsätze zurückverlangen.
Mit dem Oberlandesgericht Koblenz hat auch bereits ein Zivilgericht das Online-Glücksspielverbot bestätigt. Das OLG Koblenz entschied ebenfalls erst im vergangenen Jahr, dass das Online-Glücksspielverbot rechtmäßig ist. Dabei nahm das OLG Koblenz insbesondere Bezug auf die Rechtsprechung der deutschen Verwaltungsgerichte sowie des Gerichtshofs der Europäischen Union:
„Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV verstößt weder gegen die Verfassung noch gegen die Dienstleistungsfreiheit gemäß Art. 56 AEUV. Vielmehr ist ein generelles Internetverbot für öffentliches Glücksspiel mit dem Grundrecht der Berufsfreiheit und dem allgemeinen Gleichheitssatz sowie mit Unionsrecht vereinbar (vgl. insgesamt die umfangreiche Rechtsprechung BVerwG NVwZ 2018, 895, beck-online; BVerwGE 140, BVerwGE Jahr 140 Seite 1 = NVwZ 2011, NVWZ Jahr 2011 Seite 1319; BVerfGK 14, BVERFGK Jahr 14 Seite 328 = NVwZ 2008, NVWZ Jahr 2008 Seite 1338; EUGH Aktenzeichen C-42/07, ECLI:EU:C:2009:519 = Slg. 2009, I-EUGH-SLG Jahr 2009 I Seite 7698 = NJW 2009, NJW Jahr 2009 Seite 3221 = EuZW 2009, EUZW Jahr 2009 Seite 689 – Liga Portuguesa; EUGH Aktenzeichen C-316/07, ECLI:EU:C:2010:504 = NVwZ 2010, NVWZ Jahr 2010 Seite 1409 – Markus Stoß; EUGH Aktenzeichen C-46/08, ECLI:EU:C:2010:505 = Slg. 2010, I-EUGH-SLG Jahr 2010 I Seite 8175 = NVwZ 2010, NVWZ Jahr 2010 Seite 1422 – Carmen Media, und EUGH Aktenzeichen C-212/08, ECLI:EU:C:2011:437 = Slg. 2011, I-EUGH-SLG Jahr 2011 I Seite 5636 = NVwZ 2011, NVWZ Jahr 2011 Seite 1119 – Zeturf).“ (OLG Koblenz Urt. v. 03.07.2019 - 9 U 1359/18 - Rn. 81)
In einem zivilrechtlichen Schadensersatzprozess werden die Online-Casinos daher ebenfalls mit ihrer Argumentation zur Dienstleistungsfreiheit scheitern.
Was kann ich tun, um meine Spieleinsätze zurückzuverlangen?
Geschädigte Spieler sollten zügig mittels Screenshots Nachweise über ihre Ein- und Auszahlungen bei dem Casino sichern. In der Regel bieten die Casinos eine Übersicht über die getätigten Ein- und Auszahlungen an.
Ebenso sollten mittels Screenshots Nachweise über die gespielten Spiele gesichert werden. Die meisten Casinos bieten in der Account-Übersicht des Spielers eine Spielhistorie an.
Es empfiehlt sich dann anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir beraten Sie gerne und überprüfen dabei auch, ob die von Ihnen gesammelten Beweismittel für die Durchführung eines erfolgreichen Verfahrens ausreichend sind. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Telefontermin mit uns: https://www.anwalt-leverkusen.de/online-terminvergabe.html
Wer keinen Zugriff mehr auf seinen Casino-Account hat, für den besteht die Möglichkeit die benötigten Auskünfte direkt von dem Casino anzufordern. Wir empfehlen vorher anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
Vorsicht! Mit der Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen geht die Sperrung des Casino-Accounts einher. Wer vorschnell seinen Anspruch geltend macht, könnte in Beweisnot geraten.

References: § 1
 § 4
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 Art. 56
 EUGH 
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