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Timestamp: 2020-01-25 16:59:22+00:00

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BGH, 22.04.1982 - I ZR 86/80 - dejure.org
BGH, 22.04.1982 - I ZR 86/80
https://dejure.org/1982,637
BGH, 22.04.1982 - I ZR 86/80 (https://dejure.org/1982,637)
BGH, Entscheidung vom 22.04.1982 - I ZR 86/80 (https://dejure.org/1982,637)
BGH, Entscheidung vom 22. April 1982 - I ZR 86/80 (https://dejure.org/1982,637)
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AOPA-Arbeitskreis der Fliegenden Juristen und Steuerberater , S. 346 (Leitsatz)
Warschauer Abkommen - Vereinheitlichung von Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr
BGHZ 84, 101
NJW 1983, 516
VersR 1982, 896
Allerdings ist die entsprechende Heranziehung einzelner für die Verjährung geltender Bestimmungen auf Ausschlussfristen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht schlechthin ausgeschlossen; vielmehr ist von Fall zu Fall nach Sinn und Zweck der jeweiligen Bestimmung zu entscheiden, inwieweit Verjährungsvorschriften auf Ausschlussfristen auch dann anzuwenden sind, wenn nicht ausdrücklich auf sie verwiesen wird (BGHZ 122, 23, 25; 112, 95, 101; 84, 101, 108; 73, 99, 101 f.).
Verjährungsvorschriften und Ausschlußfristen setzende Normen stimmen insoweit in Tatbestand und Rechtsfolge in der praktischen Rechtsanwendung miteinander überein (vgl. BGHZ 27, 101, 105; 84, 101, 108).
Das ist dann der Fall, wenn die Geltendmachung des Anspruchs durch Vereinbarung an eine Frist gebunden wird, die nicht Inhalt des gesetzlichen Anspruchs ist (BGHZ 84, 101, 106 f.).
BGH, 06.10.2005 - I ZR 14/03
Wahrung der Klagefrist nach dem Warschauer Abkommen durch Streitverkündung
Vielmehr ist dies von Fall zu Fall nach Sinn und Zweck der jeweiligen Einzelvorschriften zu entscheiden (vgl. BGHZ 73, 99, 101; 84, 101, 108; 112, 95, 101 f.).
Mit dieser Regelung soll erreicht werden, dass der Luftfrachtführer nur zeitlich begrenzt in Anspruch genommen werden kann, weil die Aufklärung des Sachverhalts bei länger zurückliegenden Vorgängen schwierig ist und eine Beweisnot eintreten kann, zumal der Luftfrachtführer den Entlastungsbeweis nach Art. 20 WA zu führen hat (BGHZ 84, 101, 108).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist über die entsprechende Anwendung einzelner für die Verjährung geltender Regelungen von Fall zu Fall nach Sinn und Zweck der jeweiligen Einzelvorschriften zu entscheiden (BGH, NJW 1979, 651; NJW 1983, 516, 517).
BGH, 24.03.2005 - I ZR 196/02
Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen des Verlustes von Transportgut
Die Vorschrift des Art. 29 WA enthält eine Ausschlußfrist (vgl. BGHZ 27, 101, 106; 84, 101, 108).
Als solcher unterfällt sich zwar im Hinblick darauf, daß es sich vorliegend um eine internationale Luftbeförderung im Sinne des § 51 LuftVG und des Art. 1 WA gehandelt hat, den zwingenden und auch durch Vereinbarung der ADSp nicht abdingbaren Haftungsbestimmungen des Warschauer Abkommens (Art. 23 Abs. 1 WA; BGHZ 84, 101, 106;… vgl. auch Ruhwedel, aaO., S 37).
BGH, 14.03.1985 - I ZR 183/82
Schadensersatzpflicht einer Luftfrachtspedition gegenüber dem …
Die Rechtswirksamkeit dieser Vereinbarung unterliege nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 84, 101, 108, 109) [BGH 22.04.1982 - I ZR 86/80]keinen Bedenken.
Die Vereinbarung der Parteien vom 2. bzw. 16. Februar 1981, daß der Klägerin der Ablauf der Ausschlußfrist per 2. März 1981 bzw. per 4. April 1981 nicht entgegengehalten werden dürfe, ist sachlich bedenkenfrei (BGHZ 84, 101, 108, 109) [BGH 22.04.1982 - I ZR 86/80].
OLG Frankfurt, 15.09.1999 - 21 U 259/98
29 WA/HP statuiert eine (gesetzliche) Ausschlußfrist (BGH, NJW 1963, 1405 = MDR 1963, 668 = LM Nr. 2 zu WA; OLG Frankfurt, NJW 1978, 502, 503 = MDR 1977, 1024; BGHZ 84, 101 = NJW 1983, 516 = VersR 1982, 896 = MDR 1982, 904).
Für die Einhaltung der Ausschlußfrist des Art. 29 WA/ HP selbst sind die (deutschen, Art. 29 Abs. 2 WA/HP) Vorschriften über die Verjährungsunterbrechung heranzuziehen, denn die Frage der Anwendbarkeit der Verjährungsvorschriften entscheidet sich nach Sinn und Zweck der betroffenen Ausschlußfrist von Fall zu Fall (BGHZ 84, 101 unter IV der Entscheidungsgründe; BGHZ 122, 23 unter 111 1 b) der Entscheidungsgründe).
Da der Zweck des Art. 29 WA/HP, nämlich "Rechtsberuhigung zu schaffen, den Rechtsfrieden zu sichern und Beweisschwierigkeiten zu verhindern", "gewisse Einreden und Einwendungen" zuläßt (BGHZ 84, 101), ist eine Situation gegeben, die derjenigen des unmittelbaren Eingreifens von Verjährungsvorschriften vergleichbar ist.
Das Berufungsgericht hätte hierzu weiter auch noch darauf abheben können, daß die Klägerin die Fracht im voraus bezahlt hat (vgl. BGHZ 84, 101, 103 f.), was ebenfalls dafür spricht, daß sich die Parteien bei Vertragsschluß - ausdrücklich oder konkludent - auf einen bestimmten Satz der Beförderungskosten geeinigt hatten.
Nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist damit jedoch die Anwendung einzelner Verjährungsvorschriften; vielmehr muß diese Frage nach Sinn und Zweck der jeweiligen Einzelvorschrift beantwortet werden (vgl. BGHZ 53, 270, 272 [BGH 24.02.1970 - VI ZR 123/68]; 73, 99, 101; 79, 1, 2; BGH, Urt. v. 22. April 1982, I ZR 86/80, WM 1982, 1171, 1172).
OLG Frankfurt, 27.11.2002 - 13 U 17/01
Internationaler Lufttransport: Unterbrechung der Klagefrist durch …
OLG Frankfurt, 11.12.2009 - 5 U 23/09
Warschauer Abkommen - Begriff "Flughafen"
OLG München, 22.12.1995 - 23 U 4242/95
Haftung des als "Issuing Carrier's Agent" bei Verlust des Transportgutes
BGH, 11.11.1982 - I ZR 178/80
Schadensersatz wegen des Verlustes von Luftfrachtgut nach dem Warschauer Abkommen …
OLG Frankfurt, 11.11.1986 - 5 U 240/85
LG Darmstadt, 20.06.2000 - 18 S 8/00

References: Art. 20
 Art. 29
 § 51
 Art. 1
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29