Source: https://www.brainyoo.de/Brainyoo2Web/totungsdelikte-2078574561-Lernkarte.html
Timestamp: 2020-08-13 03:43:27+00:00

Document:
Tötungsdelikte Learncard 2078574561
A könnte sich wegen Anstiftung zum Mord gem. §§ 212 I, 211, 26 strafbar gemacht haben.
a) Vorsätzliche rechtswidrige Haupttat (+), der Habgier-Mord
b) „Bestimmt“, also Hervorrufung des Tatentschlusses (+)
Doppelter Anstiftervorsatz (+)
3. Tatbestandsverschiebung gem. § 28 II ?
Nur, wenn die Mordmerkmale der 1. und 3. Gruppe die Strafbarkeit schärfen
BGH: (-) wegen der systematischen Stellung des § 211 vor § 212; deshalb wirken Mordmerkmale strafbegründend, also § 28 I
Folge: Strafe des A wäre eigentlich gem. § 28 I zu mildern, da ihm das Merkmal der Habgier (welches die Strafbarkeit des T begründet) fehlt. ABER: Das Fehlen dieses Mordmerkmals wird durch das Vorliegen des eigenen subjektiven Mordmerkmals (niedriger Beweggrund der Rachsucht) kompensiert, sog. „gekreuztes Mordmerkmal“. Fazit: §§ 211 (Habgier), 26 (ohne Milderung)
h.L.: (+), da in jedem Mord notwendigerweise alle Voraussetzungen des § 212 enthalten sind; also ist § 28 II anwendbar.
Folge: 1. Tatbestandsverschiebung von § 211 (Habgier) zu § 212, da A nicht habgierig handelt; dann 2. Tatbestandsverschiebung von § 212 zu § 211 (niedriger Beweggrund). Fazit: §§ 212 I, 211 (niedriger Beweggrund), 26
In diesem Fall ist streitig, ob der Streit entschieden werden muss, da schließlich alle wegen „Anstiftung zum Mord“ bestrafen. Bei präziser Betrachtung ist die Stellungnahme aber nötig, da aus anderen Mordmerkmalen heraus eine Strafbarkeit begründet ist.

References: § 28
 § 211
 § 212
 § 28
 § 28
 § 212
 § 28
 § 211
 § 212
 § 212
 § 211