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Timestamp: 2018-09-22 05:37:33+00:00

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Erstellung eines Managementplans zu den NATURA 2000-Gebieten "Baunachtal zwischen Reckendorf und Baunach" und "Itz-, Rodach- und Baunachaue" (FFH- und Vogelschutzgebiet):
Nr. III/4-642/1-1
Antrag der Papierfabrik Palm GmbH & Co.KG auf Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung zur Benutzung von Grundwasser für betriebliche Zwecke für das Werk Eltmann für die Brunnen 11 - 16
B e k a n n t m a c h u n g :
1. Die mit Bescheid des Landratsamtes Haßberge vom 18.05.1998, Az. III/4-642/1-1, in der Fassung des Änderungsbescheides vom 12.01.2012 erteilte gehobene Erlaubnis für die Entnahme von Grundwasser aus den Brunnen 11 bis 16 für die betrieblichen Zwecke der Papierfabrik in Eltmann läuft zum 31.12.2018 aus. Die Firma Palm hat mit Antrag vom 19.03.2018 die Neuerteilung einer Bewilligung nach § 8 i. V. m. § 14 Wasserhaushaltsgesetz für die Brunnen 11 bis 16 bis zum 31.12.2049 mit folgenden Werten neu beantragt (bisherige erlaubte Menge in Klammern, sofern Abweichung):
l pro Sekunde
m³ pro Tag
90,3 (84)
325 (303)
7800 (7.277)
Maximumbetrieb
97,2 (95)
350 (340)
8.400 (8.164)
Bei einer maximalen Entnahmemenge pro Brunnen für die Brunnen 11 bis 16 von 20 l/s und einer Jahresentnahme von 2.865.000 (2.682.715) m³.
2. Das Landratsamt gibt hiervon Kenntnis, mit dem Hinweis, dass die Pläne für das vorbezeichnete Vorhaben einschließlich der dazugehörigen Umweltverträglichkeitsstudie zu allgemeinen Einsicht ausliegen, bei der
Stadt Eltmann, Marktplatz 1, 97483 Eltmann, Zimmer-Nr. 005
in der Zeit vom 03.09.2018 bis einschließlich 04.10.2018
Donnerstag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Die Unterlagen können außerdem im Internet unter der Internetadresse www.hassberge.de/Aktuelles/Amtliche Bekanntmachungen bzw. www.hassberge.de/664.html eingesehen werden.
3. Jeder, der sich von dem geplanten Vorhaben betroffen fühlt, kann Einwendungen gegen den Plan bei der
Landratsamt Haßberge, Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt, 1. OG/Südflügel, Zimmer-Nr. 118
bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift erheben.
In Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleich lautender Texte eingereicht werden, ist ein Unterzeichner für das Verfahren zu bezeichnen, soweit er nicht von ihnen als Bevollmächtigter bestellt ist. Diese Angaben müssen deutlich sichtbar auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite enthalten sein.
4. Werden gegen den Plan Einwendungen erhoben, so erörtert das Landratsamt Haßberge diese in einem Termin, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird. Diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, bzw. – bei gleichförmigen Einwendungen im Sinne von oben Nr. 3 Satz 2 – deren Vertreter oder Bevollmächtigter werden von dem Erörterungstermin gesondert benachrichtigt. Falls mehr als 50 solcher Benachrichtigungen vorzunehmen sind, so können diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden.
5. Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann ohne ihn verhandelt werden.
6. Durch die Einsichtnahme in den Plan, durch Erhebung von Einwendungen und durch Teilnahme am Erörterungstermin entstehenden Aufwendungen werden nicht erstattet.
Haßfurt, 17.08.2018
Hydrogeologisches Gutachten Teil 1
Hydrogeologisches Gutachten Teil 2
Antrag auf die wasserrechtliche Bewilligung
III/4-642/1-1
Feststellung zur UVP-Pflicht nach § 5 UVPG
Die erteilte gehobene Erlaubnis für die Entnahme von Grundwasser für die betrieblichen Zwecke der Papierfabrik in Eltmann aus den Brunnen 11 bis 16 läuft zum 31.12.2018 aus. Die Firma Palm hat daher mit Antrag vom 19.03.2018 die Neuerteilung einer Bewilligung nach § 8 i.V.m. § 14 WHG für die Brunnen 11 bis 16 bis zum 31.12.2049 mit folgenden, teilweise leicht erhöhten, Werten neu beantragt (bisherige erlaubte Menge in Klammern, sofern Abweichung):
Betriebszustand Tage pro Jahr l pro Sekunde m3 pro Stunde
Normalbetrieb 335
Maximumbetrieb 30
Bei einer maximalen Entnahmemenge pro Brunnen (Q max) für die Brunnen 11 bis 16 von 20 l/s und einer Jahresentnahme von Q a (m³/a) von 2.865.000 (2.682.715) m³.
Gemäß Anlage 1 Nr. 13.3.2 zum UVPG i. v. m. § 9 Abs. 2 Nr. 2 UVPG bedarf das Vorhaben einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls.
Die Vorprüfung auf der Grundlage des Berichtes der PlanConsultUmwelt Partnerschaft, Saarbrücken, vom März 2018 sowie der Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen und der Fachkraft für Naturschutz beim Landratsamt Haßberge hat ergeben, dass das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen hervorrufen kann:
Die Änderung besteht in der Fortführung einer bestehenden Grundwasserentnahme mit einer geringen Erhöhung um 7 % zur Brauchwassernutzung ohne bauliche Maßnahmen, die seit fast 20 Jahren erfolgt und bei der in diesem Zeitraum keine negativen Auswirkungen auf die Schutzgüter des UVPG festgestellt werden konnten. Nach Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen haben die Beweissicherungsergebnisse der letzten 20 Jahre gezeigt, dass sich hinsichtlich des durch die Wasserentnahme aus den Brunnen aktivierten Strömungsfeldes in den letzten Jahren stationäre Bedingungen eingestellt haben.
Im Oktober 2017 wurde erneut ein Gruppenpumpversuch durchgeführt um die Auswirkungen der vorgesehenen Erhöhung der Entnahmemenge zu erkunden. Die Ergebnisse zeigten eine leichte Vergrößerung des durch die Entnahme beeinflussten Bereichs um ca. 50 m in die NO Richtung. In der Nähe des Mains in SO und NW Richtung wurden keine Änderungen registriert. Aus den Ergebnissen der Pumpversuche und den jahrelangen Beweissicherungen kann entnommen werden, dass durch die Erhöhung der Entnahme um ca. 180.000 m³/a keine negative Beeinflussung auf die Umwelt und auf Dritte verursacht wird. Grund dafür ist die gute hydraulische Leitfähigkeit der erschlossenen Sande und Kiese, sowie die gute hydraulische Anbindung an den Main.
Auf grundwasserabhängige Ökosysteme hatte die Entnahme bisher keine Auswirkungen. Durch die erhöhte Menge ist auch mit keinem Einfluss zu rechnen. Insbesondere das Feuchtbiotop in Nähe der Bundesstraßenbrücke und des Mains wurde im Laufe des Verfahrens konstant mituntersucht. Dahingehend zeigten sich keine nachteiligen umweltrelevanten Auswirkungen.
Die FFH- und SPA-Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass durch die Fortführung der Wasserentnahme in ähnlicher Größenordnung wie bisher weder die naturschutzfachlichen Erhaltungsziele, Lebensraumtypen nach Anhang I und Tierarten nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie, Vogelarten nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie noch die Kohärenz des ausgewiesenen Schutzgebietssystems Natura 2000 nachhaltig beeinträchtigt werden.
Eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht somit nicht.
Haßfurt, 16.08.2018
Öffentliche Auslegung des Managementplans für das FFH-Gebiet 5828-371 „Geißleraue und Aurachwiesen bei Ostheim"
„Natura 2000" ist ein europaweites Schutzgebietsnetz für besonders wertvolle Lebensräume und Arten. Dieses Netz besteht aus Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH) und Vogelschutzgebieten (SPA). Das FFH-Gebiet „Geißleraue und Aurachwiesen bei Ostheim" ist Teil dieses Netzes.
Um den günstigen Erhaltungszustand der Natura 2000-Gebiete zu sichern, werden Managementpläne erstellt. Im Fall des FFH-Gebiets „Geißleraue und Aurachwiesen bei Ostheim" liegt ein Entwurf des Managementplans vor, welcher bereits am Runden Tisch in Haßfurt am 05.12.2017 öffentlich vorgestellt, besprochen und anschließend entsprechend überarbeitet wurde.
Eigentümer, Bewirtschafter, Kommunen, Verbände und alle weiteren Interessierten haben die Möglichkeit, den vorliegenden Entwurf des Managementplans „Geißleraue und Aurachwiesen bei Ostheim" bis zum 22. Juni 2018 in der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim i.UFr., in der Marktgemeinde Stadtlauringen, sowie an den Landratsämtern Haßberge und Schweinfurt einzusehen und gegebenenfalls Anregungen und Verbesserungsvorschläge an der Regierung von Unterfranken vorzubringen. Nach der anschließenden Fertigstellung tritt der Managementplan in Kraft.
Der Managementplan ist behördenverbindlich, für private Grundstückseigentümer und Flächennutzer ist die Umsetzung der Maßnahmen jedoch freiwillig. Naturschutzfachlich wertvolle Flächen sollen im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen mit den Eigentümern bzw. Bewirtschaftern naturverträglich gepflegt und somit langfristig erhalten werden.
Fragen und Einwendungen richten Sie bitte an:
SG 51 – Höhere Naturschutzbehörde
Frau Celine Sorgatz
Celine.sorgatz@reg-ufr.bayern.de; 0931 / 380-1171
Nr. III/4-173/3-5.1
zur Änderung der Verordnung über den "Naturpark Steigerwald"
Auf Grund von Art. 15 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 Ziffer 3, Abs. 2 Satz 3 Halbsatz 2 des Bayerischen Naturschutzgesetzes – BayNatSchG - (BayRS 791-1-UG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Februar 2011 (GVBl 2011 S. 82ff), erlässt der Landkreis Haßberge folgende
Die Verordnung über den „Naturpark Steigerwald" vom 08.03.1988 (GVBl S. 95, BayRS 791-5-7-U) geändert durch Verordnung des Landratsamtes Haßberge vom 03.07.2006 (Amtsblatt des Landratsamtes Haßberge vom 29.08.2006) wird, soweit sie gemäß Art. 15 Abs. 2 BayNatSchG hinsichtlich der Schutzzone als Landschaftsschutzgebietsverordnung weitergilt, wie folgt geändert:
§ 3 Abs. 1 Satz 2 erhält folgende Fassung: „Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (= ehemalige Schutzzone) sind in der in § 2 Abs. 1 genannten Anlage, die weiter gilt, und in den Karten M = ca. 1:100.000 zur Verordnung zur Änderung über den „Naturpark Steigerwald" vom 03.07.2006 und 26.04.2018 eingetragen".
§ 3 Abs. 2 Satz 1 erhält folgende Fassung: „Die genauen Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (= ehemalige Schutzzone) sind in der in § 2 Abs. 2 genannten Karte, die weiter gilt, und in den Karten M = 1:25.000 zur Verordnung zur Änderung über den „Naturpark Steigerwald" vom 03.07.2006 und 26.04.2018 eingetragen".
(1) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (= ehemalige Schutzzone) wird im Bereich der Fl.Nr. 339 der Gemarkung Prölsdorf, Gemeinde Rauhenebrach, neu festgesetzt. Die Änderung ist in den in den Absätzen 2 und 3 genannten Karten eingetragen.
Die von der Änderung (Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet) betroffene Teilfläche der Fl.Nr. 339 der Gemarkung Prölsdorf befindet sich am Westrand des Ortes Prölsdorf und umfasst die östliche Hälfte des genannten Grundstücks mit einer Fläche von 0,3 ha.
(2) Die Anlage „Karte M = 1 .100.000" zur der Verordnung über den Naturpark Steigerwald (Übersichtskarte), in der gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 2 Abs. 1 der Verordnung über den „Naturpark Steigerwald" vom 08.03.1988 die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (= ehemalig Schutzzone) grob dargestellt wurde, wird im Bereich der Gemeinde Rauhenebrach durch eine Karte M = ca. 1:100.000 ersetzt. Diese Karte wird als Anlage 1 Bestandteil dieser Änderungsverordnung.
(3) Die in § 3 Abs. 2 i.V.m. § 2 Abs. 2 der Verordnung über den „Naturpark Steigerwald" genannte Karte M = 1:25.000 wird im Bereich der Gemarkung Prölsdorf der Gemeinde Rauhenebrach, hinsichtlich der Grenzen des Landschaftsschutzgebietes (= ehemalige Schutzzone) durch die neue Detailkarte M = 1:25.000 ersetzt. Diese neue Detailkarte, in der die genauen Grenzänderungen des Landschaftsschutzgebietes gemäß § 3 Abs. 2 der Verordnung über den „Naturpark Steigerwald" in der geänderten Fassung eingetragen sind, wird als Anlage 2, Bestandteil dieser Änderungsverordnung.
Diese Änderungsverordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Haßfurt, 26.04.2018
Hinweis zur Bekanntmachung gemäß Art. 52 Abs. 7 BayNatSchG:
Eine Verletzung der Vorschriften des Art. 52 Abs. 1 bis 6 BayNatSchG ist unbeachtlich, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres nach der Bekanntmachung der Rechtsverordnung schriftlich unter Angabe der Tatsachen, die die Verletzung begründen sollen, bei der für den Erlass zuständigen Behörde (Landratsamt Haßberge, Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt) geltend gemacht wird.
Diese Bekanntmachung und die Schutzgebietsverordnung einschließlich der dazugehörigen Karten sind auch im Internet abrufbar unter www.hassberge.de/Aktuelles/Amtliche Bekanntmachungen bzw. www.hassberge.de/664.html
Anlage zur Verordnung
III/4-641/1-1
Hydromorphologische Verbesserung der Baunach; Maßnahme B13: Herstellung eines Raugerinnes mit Beckenstruktur in der Gemarkung Walchenfeld (Fl.-Nr. 132/2) und Maßnahmen B14: Herstellung eines Raugerinnes mit Beckenstruktur in der Gemarkung Schweinshaupten (Fl.-Nr. 228);
Bekanntmachung nach § 5 Abs. 2 UVPG zur Feststellung der UVP-Plicht:
Die Gemeinde Bundorf beabsichtigt an der Baunach verschiedene Maßnahmen durchzuführen (B13, B14), die die längszonale biologische Durchgängigkeit der Baunach verbessern sollen.
Bei Maßnahme B13 (Fl.-Nr. 132/2, Gemarkung Walchenfeld) soll ein aufgelassenes Wehr entfernt (komplett abgebrochen) und durch ein Raugerinne mit Beckenstruktur ersetzt werden. Hierfür ist während der Bauzeit eine Wasserhaltung vorgesehen. Dabei soll - um den Wasserabfluss zu gewährleisten - zwei flexible DN 500 Kunststoffleitungen über die gesamte Baustellenlänge verlegt werden.
Maßnahme B14 (Fl.-Nr. 228, Gemarkung Schweinshaupten) beinhaltet den Teilabbruch eines vorhandenen Wehres (nördliches Wehrwiderlager - das südliche Widerlager bleibt bestehen) und die Errichtung eines Raugerinnes mit Beckenstruktur. Dabei soll während der Bauzeit zur Wasserhaltung eine Verrohrung des Hauptgerinnes erfolgen sowie eine provisorische Überfahrt errichtet werden.
Die geplanten Maßnahmen stellen einen Gewässerausbau gemäß § 67 Abs. 2 WHG dar und bedürfen nach Anlage 1 Nr. 13.18.2 UVPG i.V.m § 7 Abs. 2 UVPG einer standortbezogenen Vorprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht. Die Vorprüfung ergab, dass keine erheblichen nachteiligen Folgen für die Umwelt zu erwarten sind und somit keine UVP-Pflicht für das Vorhaben besteht.
Es sind Schutzkriterien nach Anlage 3 Nummer 2.3 UVPG einschlägig:
Die Maßnahme B13 liegt im Bereich des Wasserschutzgebietes Walchenfeld, d.h. das Schutzkriterium Nr. 2.3.8 ist betroffen.
Bei der Maßnahme B13 erfolgt ein Eingriff in einem nach § 30 BNatSchG geschützten und biotopkartierten linearen Erlenlaubwald. Bei der Maßnahme B14 erfolgt der Eingriff in einem Bereich der Baunach, der der Biotopkartierung entspricht. Teile der Ufervegetation sind als feuchte Uferhochstaudenflur nach § 30 BNatSchG geschützt. Damit ist bei beiden Maßnahmen auch das Schutzkriterium Nr. 2.3.7 betroffen.
Weitere der in Ziff. 2.3 genannten Schutzkriterien sind nicht betroffen.
In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob unter Berücksichtigung der in Anlage 3 UVPG genannten Kriterien das Vorhaben erhebliche Umweltauswirkungen haben kann.
Hierzu ist zunächst festzustellen, dass beide Maßnahmen, die nur eine geringe räumliche Ausdehnung haben, dazu dienen, die gewässermorphologischen Verhältnisse in der Baunach zu verbessern, indem die Durchgängigkeit flussauf- und flussabwärts wieder hergestellt wird. Damit werden die Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Erreichen des guten ökologischen Zustandes der Baunach verfolgt. Zur Umsetzung der Maßnahme sind aber vorübergehende Eingriffe in den Naturhaushalt unvermeidbar. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen hat hierzu festgestellt, dass Auswirkungen auf den Hochwasserabfluss zu vernachlässigen sind und dass keine großräumigen Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt zu erwarten sind. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht sind daher keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten.
Den naturschutzfachlichen Belangen im Hinblick auf den Biotopschutz wird bei Maßnahme B13 dadurch Rechnung getragen, dass die älteren Erlen auf der Westseite erhalten werden und die jüngeren Gehölze im Baufeld lediglich auf Stock gesetzt werden (außerhalb der Vogelbrutzeit). Außerdem darf die geschützte Wiese auf Fl.Nr. 79 der Gemarkung Walchenfeld nicht beeinträchtigt werden. Bei der Maßnahme B14 wird dem Biotopschutz dadurch Rechnung getragen, dass nur die unbedingt erforderlichen Gehölze außerhalb der Brutzeit der Vögel auf Stock gesetzt werden und auszubauende Stöcke wieder in die neuen Uferböschungen eingebaut werden. Bei den Röhricht und Uferhochstaudenfluren im Uferbereich werden die Soden abgetragen und wieder in die neue Böschung eingebaut. Die Baustellenzufahrt muss ausreichend Abstand vom südlichen Graben mit seinen bis in die Wiese reichenden geschützten Vegetationsbeständen einhalten.
Da die Eingriffe in den Naturhaushalt räumlich und zeitlich begrenzt sind, ist davon auszugehen, dass diese Eingriffe keine erheblichen nachteiligen Folgen auf die Umwelt haben und somit keine UVP-Pflicht für das Vorhaben besteht.
Haßfurt, 12.04.2018
Nr. III/4-641/1-1
Wasserrechtliche Planfeststellung nach § 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zur Verrohrung und Überbauung des Klingenbaches auf dem Grundstück Fl.Nr. 1777, Gemarkung Knetzgau, zum Zweck des Neubaus einer Lagerhalle durch die Fa. Koppitz Entsorgungs GmbH
Die Firma Koppitz Ensorgungs GmbH beabsichtigt auf ihrem Betriebsgelände Knetzgau eine neue Halle zur Lagerung von sortierten und unsortierten Altpapier zu errichten. Um die Errichtung der Lagerhalle zu ermöglichen ist eine Verrohrung des Klingenbaches auf einer Länge von ca. 122 m geplant. Die Fa. Koppitz Entsorgungs GmbH hat für die Bachverrohrung die wasserrechtliche Planfeststellung beantragt.
Die im Zuge der öffentlichen Bekanntmachung des Vorhabens gegen die geplante Bachverrohrung erhobenen Einwendungen und die Stellungnahmen der Fachbehörden werden in einem Erörterungstermin erörtert, der am
im Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Knetzgau, Am Rathaus 2, 97478 Knetzgau,
Der Erörterungstermin ist nichtöffentlich. Die Öffentlichkeit kann jedoch zugelassen werden, sofern keiner der Beteiligten widerspricht.
Diese Bekanntmachung ist im Internet abrufbar unter www.hassberge.de/664.html
Haßfurt, 03.04.2018
III/4-641/3-6
Wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwasserentnahme auf Fl. Nr. 198/2, Gemarkung Sand, durch die Gemeinde Sand
zur Umweltverträglichkeitsprüfungspflicht des Vorhabens
Die Gemeinde Sand betreibt einen Brunnen zur Entnahme von Grundwasser für die Beregnung landwirtschaftlicher Nutzflächen. Der Brunnen befindet sich auf dem Grundstück Fl. Nr. 198/2 im Überschwemmungsgebiet des Mains. Nach dem Ablauf der bisherigen wasserrechtlichen Erlaubnis hat die Gemeinde Sand die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis beantragt.
Da es sich bei dem Vorhaben um eine jährliche Entnahmemenge von 10.000 m³ Grundwasser handelt, ist gemäß § 7 i. V. m. Anlage 1 Nr. 13.3.3 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles vorzunehmen. Dabei war unter Berücksichtigung der in der Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien zu prüfen, ob durch das Vorhaben erhebliche nachteilige Auswirkungen auf Schutzgüter zu erwarten ist.
Durch die Grundwasserentnahme sind aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf das Grundwasser zu erwarten, sofern die Anlage ordnungsgemäß errichtet und betrieben wird. Der Brunnen liegt im Überschwemmungsgebiet des Mains. Durch seinen hochwassersicheren Ausbau sind jedoch keine nachteiligen Auswirkungen auf das Grundwasser zu befürchten. Aus naturschutzfachlicher Sicht sind auch keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten. Das Vorhaben liegt in keinem in der Anlage 3 zum UVPG aufgeführtem Schutzgebiet.
Die standortbezogene Vorprüfung hat ergeben, dass im Hinblick auf das UVPG durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgüter zu erwarten sind. Für die Grundwasserentnahme ist eine gesonderte Umweltverträglichkeitsprüfung daher nicht erforderlich.
Diese Feststellung wird hiermit gemäß § 5 Abs. 2 UVPG bekannt gemacht. Sie ist nicht selbständig anfechtbar (§ 5 Abs. 3 UVPG).
Haßfurt, 18.12.2017
Erweiterung einer bestehenden Biogasanlage durch Erhöhung der Feuerungswärmeleistung um 1.173 kW (Zubau von 2 BHKWs), Anpassung des Substratinputs mit Fahrsiloerweiterung sowie Errichtung eines Getreidetrocknung-Stellplatzes auf dem Grundstück Fl.-Nr 309/1 der Gemarkung Eichelsdorf
Herr Stephan Geier hat beim Landratsamt Haßberge für das im Betreff genannte Vorhaben die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung beantragt.
Nach § 1 Abs. 2, 3 der 9. BImSchV, § 7 i. V. m. Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) hat das Landratsamt Haßberge eine Vorprüfung durchgeführt, ob für das Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist. Dabei war unter Berücksichtigung der in der Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien überschlägig zu prüfen, ob durch das Vorhaben erhebliche nachteilige Auswirkungen auf Schutzgüter zu erwarten sind. Bei dieser Vorprüfung war zu berücksichtigen, inwieweit Umweltauswirkungen durch die vorgesehenen Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen offensichtlich ausgeschlossen werden.
Diese Feststellung wird hiermit gemäß § 5 Abs. 2 UVPG bekannt gemacht. Sie ist nicht selbständig anfechtbar (§ 5 Abs. 3 UVPG). Die näheren Gründe dieser Entscheidung sind im Aktenvermerk des Landratsamtes Haßberge vom 05.12.2017, Az. III/5 – 177/2-4 angeführt. Dieser Vermerk kann beim Landratsamt Haßberge, Zimmer 114, Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt bei Bedarf zu den allgemeinen Dienststunden eingesehen werden.
Haßfurt, 05.12.2017

References: § 8
 § 14
 § 5
 § 8
 § 14
 § 9
 Art. 15
 Art. 51
 Art. 15

§ 3
 § 2

§ 3
 § 2
 § 3
 § 2
 § 3
 § 2
 § 3
 Art. 52
 Art. 52
 § 5
 § 67
 § 7
 § 30
 § 30
 § 68
 § 7
 § 5
 § 1
 § 7
 § 5