Source: https://www.elo-forum.org/alg-ii/zuletzt-selbststaendig-krank-beduerftig-probleme-jobcenter-antragstellung-180766/index2.html
Timestamp: 2017-12-17 12:49:19+00:00

Document:
Zuletzt selbstständig, krank, bedürftig, Probleme mit dem JobCenter bei Antragstellung - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > ALG II -> Zuletzt selbstständig, krank, bedürftig, Probleme mit dem JobCenter bei Antragstellung
Post #2171378 (2)
Post #2172034 (2)
Post #2171656 (1)
Post #2171540 (1)
Post #2171652 (1)
11.02.2017, 20:19 #26
AW: Zuletzt selbstständig, krank, bedürftig, Probleme mit dem JobCenter bei Antragstellu
Antragstellung letzte Woche Montag heißt Leistungen ab 1. Januar- es sei denn du hast dich schon letztes Jahr gemeldet. Entscheidend ist nicht Abgabe der Unterlagen, sondern wann du Leistungen verlangt hast. Und ehe du jetzt verzichtest - Leistungen für dich und deine Frau plus KDU und Krankenversicherung mal 2 Monate-- ich denke da kommen 2000 bis 3000 Euro raus
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:21 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
11.02.2017, 20:45 #27
weiss nicht warum der/die SB rumzickt.
fordere ihn /sie auf,die für eine vorläufige Bewilligung geltende,entsprechende FH zu § 41a SGB II zu lesen
Daraus folgt auch, dass die für die Anrechnung von Einkommen erforderlichen Mitwirkungshandlungen/-pflichten nach SGB I bei Selbständigen nicht VOR der im Anrechnungsmonat durchgeführten Tätigkeit, sondern spätestens erst nach Ablauf des BWZ bestehen und lt. FH Pkt 41a.21 nur für die dann erst feststehenden, tatsächliche Einnahmen und Ausgaben IM BWZ gelten.
Wenn ein Mitglied der BG schwankendes Einkommen oder aus selbständiger Tätigkeit erzielt, sind schon durch diesen Sachverhalt grundsätzlich alle materiell rechtlichen Anspruchsvoraus-setzungen für eine vorläufige Leistungsgewährung nach dem SGB II (wie z. B. Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit) im Zeitpunkt der Entscheidung zweifelsfrei erfüllt und besteht ein Anspruch dem Grunde nach.
Erforderliche Mitwirkungshandlungen/-pflichten nach SGB I bestehen demnach bei Selbständigen spätestens nach Ablauf des BWZ und lt. FH Pkt 41a.21 nur für die erst nach Ablauf des BWZ nachweisbaren; tatsächliche Einnahmen u nd Ausgaben im Bewilligungszeitraum
Eine Kenntnis von Tatsachen, die dem Anspruch des Antragstellers auf Arbeitslosengeld II entgegenstehen, liegt erst dann vor, ….wenn bekannt ist, dass zu berücksichtigendes Einkommen oder Vermögen..... in einer Höhe besteht, die zum vollständigen oder teilweisen Entfallen des Anspruchs führt. siehe SG Duesseldorf S 43 AS 217/07 ER vom 24.08.2007
Entsprechende Aufforderungen zur Mitwirkung bei Selbständigen bereits bei Antragstellung belegen, dass dem jobcenter eben diese Tatsachen kraft Gesetz, die dem Anspruch auf Arbeitslosengeld II entgegenstehen, offensichtlich nicht vorliegen (können) und ihm eben nicht bekannt ist, dass zu berücksichtigendes Einkommen oder Vermögen in einer Höhe besteht, die zum vollständigen oder teilweisen Entfallen des Anspruchs führt.
Dies gilt auch für das SGB II. Wie bei der Sozialhilfe ist bei den Grundsicherungsleistungen einer aktuellen Notlage das aktuelle Einkommen gegenüberzustellen. Dabei ist entscheidend allein, ob mit den eingehenden geldwerten Mitteln ein notwendiger Bedarf gedeckt werden kann. BSG · Urteil vom 13. Mai 2009 · Az. B 4 AS 29/08 R
Bei der Entscheidung über die Hilfebedürftigkeit im kommenden BWZ ist demnach von (den im Bedarfszeitraum) eingehenden Mitteln, (also nicht vorhandenen) dem aktuellen Einkommen auszugegehen, das der aktuelle Notlage gegenüberzustellen ist.
Aus den bei Antragstellung vorgelegten Kontoauszügen sind bei Selbständigen keine im Bedarfszeitraum eingehenden Mittel ersichtlich und damit keine leistungserheblichen Tatsachen.
Angaben in diesen Kontoauszügen sind bei Selbständigen für die Entscheidung über die aktuelle Hilfebedürftigkeit nicht von Bedeutung und bedürfen keiner weiteren Aufklärung im Rahmen von Mitwirkungspflichten.
Es kann zudem von jobcentern erwartet werden, dass bei der Antragstellung auf ALG II, das erst im BWZ entstehende, zu berücksichtigende Einkommen und das vorhandene; zu berücksichtigende Vermögen und somit die §§ 11 und 12 des SGB II, voneinander abgrenzt werden.
Vom Vermögen abzugrenzen ist Einkommen, das nach Maßgabe des § 11 zu berücksichtigen ist. Eine Berücksichtigung sowohl nach § 11 als auch nach § 12 für denselben Zeitraum ist ausgeschlossen (Verbot der Doppelberücksichtigung). Sauer, SGB II § 12 Zu berücksichtigendes Vermögen / 2.1.2
§ 12 Abs. 1 SGB II unterscheidet nicht in Betriebsvermögen und Vermögen der Personen der Bedarfs-gemeinschaft, sondern definiert verwertbares Vermögen als zu berücksichtigendes Vermögen.
Eine Einsatzpflicht besteht zum Beispiel nicht für geschützte Vermögensgegenstände nach § 7 Abs.1 ALG II V , - Vermögensgegenstände des betrieblichen Umlaufvermögens (Warenbestand, Kassen-bestand, Kontoguthaben Geschäftskonto) , denn sie sind für die Fortsetzung der Erwerbstätigkeit unentbehrlich, - und nach § 12 Abs. 3 SGB II, sondern eindeutig nur für vorhandenes, verwertbares Vermögen, dass die Freibetragsgrenzen nach § 12 Abs. 2 SGB II überschreitet.
(z.B. 150 € pro Person,pro Lebensjahr.....)
Schonvermögen im Rahmen der Freibeträge der BG kann der Antragsteller besitzen, kann, aber muss es nicht einsetzen und nicht jedes Vermögen ist demnach „bereite Mittel .
o.g. Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind übrigens nicht in der Anlage VM anzugeben schon weil sie täglichen Änderungen unterliegen,kaum als bereite Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts der Personen der BG anzusehen.
Die tagesgenaue Anrechnung von vorhandenen Vermögen ist in der Wissensdatenbank der BA exakt vorgegeben (KUGEL DANACH)
11.02.2017, 20:45 #28
erstmalig war ich vor weihnachten da vorsprechen , da ja bekanntlich vor weihnachten keiner handwerker ins haus holt . datum weiß ich nicht mehr war eigentlich nur dazu dienlich unter der voraussicht das es im baugewerbe ja im winter immer mau ist und ich schon erahnen konnte das januar und februar nicht viel bis gar nix wird mit azfträgen. um lange wartezeiten zu umgehen war ich im dezember schon vorstellig hatte aber noch keinen HA bekommen . sozusagen abeitsuchend wenn keine aufträge kommen . will ja um jeden preis arbeiten ob als angestellter oder als selbständiger ist mir egal. kommt unter dem strich für mich aufs gleiche einkommen raus. bezuglich der selbständigkeit meine ich wegen dem herzeninfarkt.
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:22 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
11.02.2017, 21:10 #29
Da muss der SB nicht die FHs lesen, da reicht der Gesetzestext:
zur Feststellung der Voraussetzungen des Anspruchs auf Geld- und Sachleistungen voraussichtlich längere Zeit erforderlich ist und die Voraussetzungen für den Anspruch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit vorliegen
Ob ein Anspruch "mit hinreichender Wahrscheinlichkeit" vorliegt, ist, wenn noch Kontoauszüge und vEKS fehlen, überhaupt noch nicht feststellbar. Vorläufig zu bewilligen geht eben nicht immer einfach so!
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:23 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
11.02.2017, 21:20 #30
im Gesetz steht nicht so klar, was der SB zu tun hat, da sind die Auslegungen der BA schon verbindlicher
ich ging davon aus, das der TE bei Antragstellung durch den SBüber die notwendigen Anlagen zum Hauptantrag informiert wurde und diese mit mit Rückgabetermin ausgehändigt bekam.
zu Kontoauszügen bei Antragstellung Selbständiger siehe geänderten obigen Beitrag
Nachdem § 2 Abs. 3 ALG II V weggefallen ist. kannst du mir die Rechtsgrundlage für die Berechnung eines " vorläufigen Einkommens" von erwerbstätigen Leistungsbeziehern nennen ?
Wer darf also, auf welcher Grundlage, schon bei Antragstellung irgendetwas auf die festgestellten Bedarfe anrechnen?
12.02.2017, 13:13 #31
Konto auszüge lage ihm ja vor und die privaten hat er ja auch alle schön koppiert.
nur die geschäftskontoauszüge hat er gefühlte 1/2 std durchgeschaut. ein koppieren hatte ich untersagt aus datenschutzgründen und unter dem aspekt mein geschäft zu schützen ( soll ja sbs geben die bei kunden oder Zulieferer anrufen und sich erkundigen was mich geschäftlich ja schnell in den ruin bringen kann)
beispiel wenn ich zulieferer wäre und die arge tritt mit mir in kontakt bezüglich eines
Abnehmers (Kundes) würde ich schnell mistrauisch werden und eine drohende insolvens vermuten und somit die nur noch barzahlungs geschäft mit dem kunden betreibe. also stellt das meines erachtens eine geschäftschädigung dar.
was geht baustoffhändler xy an ob ich leistung beziehe .
ebenso meine Kunden müssen davon nix wissen
grundsatz ist das jemand der Leistung bezieht als vertrauensunwürdig gild in bezug auf geschäftstätigkeit ( wird ja schnell vermutet das man dann auf kosten hängen bleibt , und mann deswegen von einem gemeinsamen geschäft dann auch abstand nimmt, bedeutet im umkehrschluss das mir meine existens im sinne der unternehmerschaft dann beraubt wird .
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:24 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
12.02.2017, 13:39 #32
Nochmal die Frage: worum geht es dir jetzt genau (noch)? Das mit dem Vorschuss dürfte beantwortet sein. Ob du schon alle notwendigen Unterlagen tatsächlich vorgelegt hast und das JC jetzt was fordert, was es schon hatte, kann man aus der Ferne schlecht beurteilen.
Wovon ich jedoch ausgehe, ist, dass das JC noch keine vEKS hat, da es davon ausgeht, dass du dein Gewerbe abgemeldet hast. Und dadurch ist dein Antrag auf alle Fälle eben nicht bearbeitungsreif.
12.02.2017, 13:59 #33
vermögensbogen hat er
und eks war durch abmeldung seiner empfehlung ( druckes ja nicht nötig)
alles eingereicht und belegt Kontoausüge privat der letzten 6 mnate (hat er sich schön komplett kopiert .
Geschäftzkontoauszüge zur durschsicht ihm vorgelegt was er auch fleissig tat
Sparbuch angegeben und auch vorgelegt
beide Fahrzeuge genannt und auch in form von fahrzeugscheinkopie gegeben
also alles gemacht und getan
neu ist das ich für morgen mein gewerbe wieder angemeldet hab was aber nicht relevant für januar und februa ist einen vorläufigen endscheid zu treffen.
Wird also bewusst alles in länge gezogen damit mann sein schonvermögen angreift
weil mann ja letztlich irgendwie sein leben bestreiten muss,
ist wohl mit allen gesetzten so das eins das andere aushebelt.
werde wohl mal mit beistand eines Rechtsanwaltes ihn konfrontieren ,mal sehn was dann passiert wenn ich ihm das mal als info so gebe künftig mit anwalt dor aufzuschlagen ( obgleich das wohl kein anwalt macht ) .
es geht auch um recht das man hat, und ich denke wir alle aben jahre lang gearbeitet und den staat finanziert .
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:25 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
12.02.2017, 19:38 #34
ehrlich gesagt ... ich halte es bald für Jammern auf hohem Niveau.
Dir wird noch kein Cent von deinem Schonvermögen genommen.Du sollst lediglich deine Lebenshaltung aus den guthaben bestreiten bis du ggfs eine Nachzahlung bekommst oder eben einen ablehnenden Bescheid. Das mit dem Vorschuss ist halt "echten" Notfällen vorbehalten. Nun dibt der Gesetzgeber eine Bearbeitungszeit von bis zu 6 Monaten vor.
Es soll allerdings eine interne Richtlinie geben , ich meine da waren 2 Wochen genannt.
Ist @Helga40 bestimmt bekannt, gepostet hatte es wohl BurnsTom wenn ich nicht irre.
Du wärst aber nicht der erste wo ständig neue "Unklarheiten" auftauchen und so das JC sagt der Antrag sei nicht vollständig.
Setzte doch einfach eine Frist nach deinem Schreiben "Aufforderung zur Mitwirkung" , zB
"Da ich meiner Mitwirkung vollumfänglich nachgekommen bin setze ich ihnen eine Frist bis (ein- bis zwei Wochen ) meinen Antrag zu bewilligen oder eine Abschlagszahlung vorzunehmen." Zu beachten ist ja auch dein Krankenversicherungsschutz.
Geändert von Doppeloma (13.02.2017 um 01:26 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
12.02.2017, 20:31 #35
Ja, soweit ich weiß, soll ein Erstantrag innerhalb 2 Wochen bearbeitet sein, da werden Statistiken geführt und ausgewertet. Wobei ich davon kein Freund bin, erst letztens hatte ich den Fall, dass man viel zu früh abgelehnt hat, damit man diese Frist hält. Wenn Statistiken wichtiger sind als Menschen, läuft was gewaltig schief.
Ansonsten frage ich mich schon die ganze Zeit, was ich von "verzweifelt und brauche Hilfe" halten soll. Mit 6000 Euro auf dem Konto sollte man noch meilenweit von "verzweifelt" entfernt sein. Dann nimmt man da eben mal 1000 Euro weg und wenn das JC dann rückwirkend zahlt , packt man es aus der Nachzahlung wieder drauf...
13.02.2017, 02:18 #36
Hallo tanni 69,
verzeih mir bitte meine komminikations schwäche bin darin nicht der beste
eben nen dummer maurer halt grins.
Warum machst du dich so "klein", mancher hätte kein Dach über dem Kopf ohne deine Arbeit, wenn du viele Jahre Selbstständigkeit hinbekommen hast, kannst du ja so "dumm" gar nicht sein.
Mich hat schon immer die ganze Bürokratie genervt, die damit verbunden wäre "sein eigener Chef" zu sein, war immer "abhängig" beschäftigt, das muss nicht heißen, dass ich immer besonders "schlau" war in der Auswahl meiner Arbeitgeber.
Aber die haben eben meine Beiträge immer "automatisch" abgezogen und an die Pflicht-Versicherungen überwiesen, so hatte ich wenigstens einen (relativ) sicheren Anspruch auf bestimmte Renten in bestimmten Situationen.
Ich kann es ehrlich nicht nachvollziehen, warum so viele Selbstständige da am falschen Ende sparen und sich später wundern, wenn sie aus diesen Kassen auch NIX bekommen werden ...
Wenn deine Frau immer Hausfrau sein konnte, dann muss es ja mal ganz gut gelaufen sein, ich war nie längere Zeit Hausfrau und habe meine 2 Kinder noch "nebenbei" großgezogen ...
Aktuell sieht es doch danach aus, dass ihr Beide irgendwann (überwiegend) von Sozial-Leistungen dauerhaft abhängig sein werdet ... mit knapp 50 bekommt man jedenfalls kaum noch eine gute (eigene) Altersvorsorge hin, schon gar nicht bei den heutigen "Zinsen" für solche privaten Vorsorge-Verträge ...
Der Wechsel in eine abhängige Beschäftigung dürfte auch schwierig werden, sofern du das überhaupt (noch) in Erwägung ziehen möchtest, denn das JC wird das fordern von DIR UND von deiner Frau, wenn die Selbstständigkeit nicht mehr (dauerhaft) genug bringt, um wieder komplett aus dem Bezug zu kommen.
gerne kannst du veranlassen was du sagtest wusste nicht worein ich das stellen sollte. da selbständig erschien es mir richtig hier zu schreiben.
Zunächst mal geht es ja allgemein für euch beide, um den Antrag auf ALG II, wer den nun stellt ist eigentlich egal, ihr seid ja (rein rechtlich betrachtet) beide Erwerbsfähig und bildet in jedem Falle eine SGB II-Bedarfsgemeinschaft.
na ab montag läuft ja mein auftrag , also antrag auf aufhebung von agl II stellen und ruhe vor denen haben ??
Wenn du nun wieder ausreichend Einkommen haben wirst die nächste Zeit, dann kannst du tatsächlich den Antrag zurück nehmen und aktuell auf Leistungen verzichten.
Es wird auch keine Nachzahlungen geben, denn bisher war der Anspruch ja noch gar nicht endgültig geklärt und wenn du jetzt verzichtest weil du wieder Aufträge hast, dann wird man den Antrag als erledigt ansehen.
Es gibt noch keinen Bescheid also kann es auch keine "Aufhebung" (eines Bescheides) geben ... den Verzicht kannst du nachweislich /schriftlich erklären und das war es dann für diesen Antrag.
Ich kann dir zwar nachfühlen, dass du frustriert bist aber ALG II gibt es tatsächlich (eigentlich) erst wenn man "Mittellos" ist und solange noch "Schonvermögen" (auch bei deiner Frau) vorhanden ist, wird auch das SG nicht eingreifen und erwarten, dass man davon "zur Not" ja leben könnte.
13.02.2017, 07:26 #37
Kurzes ot: Ich bin auch absolut kein Freund des BA-Zahlenfetisch. Nur der vollständigkeit halber:
Die operativen Mindeststandards sagen, dass die Anträge dann, wenn sie vollständig vorliegen, wenn also alle für die Entscheidung relevanten Informationen da sind, innerhalb von 14 Tagen bearbeitet werden sollen. Aus dem Controlling werden bei der statistischen Auswertung dann noch 10% draufgeschlagen.
Im Klartext: Die SB haben 15,4 Tage Zeit (14 T + 10%), einen vollständig vorliegenden Antrag zu bescheiden. Nachlesbar ist das im Handbuch Neukundenprozess das irgendwo im BA-Intranet rumschwirrt (eine alte Version ist auch noch hier zu finden). Siehe auch hier (Punkt 1.4).
16.02.2017, 17:41 #38
hallo Helga 6000 € liest sich sehr viel , verstehe ich . aber dem gegenüber stehen
- 2500€ auf dem Privatkonnto gegenüber, und ca. - 500 € auf dem geschäftskonnto.
meine Baustelle die jetzt angefangen hat kostet schon beim start Material ca. 3500 €
muss erstmal ca 2 wochen arbeiten um rechnung zu schreiben , und dann hat mann wenn man glück hat in 14 tagen sein erstes geld, achja betriebskosten wie lagermiete, Strom für lager und wasser , zudem krankenversicherung 382 € ; gewerbesteuern , einkommensteuervorauszahlungen, Gewerbehaftplicht baugewerbe. unsw.
kannst dir gerne ausrechnen wie wiel 6000 € jetzt noch sind.
klar zahlen die nach , aber bis dahin werde ich wohl das schonvermögen aufgebraucht haben.
wenn es nur so wie du sagst um 1 monat geht und dann packt mann die kohle wieder drauf wäre ich bei dir. aber so die kohle die weg ist ist weg und kommt auch nicht wieder.
leider denken viele immer bist ja selbständig hast doch kohle ohne ende. mann muss auch das mal aus sicht eines unternehmers sehen.
als angestellter bin ich nach 8 std nach hause und war enntspannt.
selbständig = mindestens 10 -15 Std. + ständig begleitende existensangst (Auftragslage + und Aussenstände von zahlungsunwilligen Kunden ect.
sammstags auch auf baustelle und sonntags dann büroarbeit zum teil.
summe wochen std dann etwa zwischen 60-80 Std.
bei einem lohn vor steuer von etwa 2500 € als 1 mann Betrieb.
ausserdem es geht auch ums recht das mann nun mal hat .
16.02.2017, 18:05 #39
ich kenne zwar deine Kundschaft nicht, aber wenn du mit so einem, aus deiner Sicht hohen Betrag, in Vorleistung gehen sollst, wieso nimmst du da nicht entsprechend Vorkasse, zumindest teilweise, um das entsprechende Material einzukaufen, sofern du dieses nicht sowieso auf Lager hast?
Auf der anderen Seite wäre, wahrscheinlich auch aus Sicht des JC, dir die Frage zu stellen, ob sich dein Gewerbe überhaupt lohnt. Wenn du deine Ersparnisse fast komplett zur Tilgung deiner Dispokredite und für den Materialeinkauf (ohne Gegenleistung der Auftraggeber) ausgeben musst, könnte sich das JC auch denken, warum gibt tanni 69 sein Gewerbe nicht einfach auf und kann (nach Abzug der Dispokredite) von den verbleibenden ca. 3000,00 EUR zumindest 1-3 Monate leben (für den Zeitraum der Antragsbearbeitung), bzw. sich generell einen Job (nichtselbstständiger AN) suchen.
tanni 69, ich will dir dein Gewerbe nicht ausreden und kann auch generell verstehen, dass du am liebsten dein eigener Chef sein willst, aber bedenke auch deine finanzielle Lage und versuche die bitte auch mal auf die Zukunft (bspw. für die nächsten 5 Jahre) hochzurechnen.
Glaube mir mir wäre nix lieber wieder meinen job in einem Angestellten verhältnis
zu machen. nur der hacken ist eben das mich keine nimmt da ich herzkrank bin.
und umschulungen werden mir weder von der rva noch von der arge gewährt.
was bleibt mir den nun anderes übrig.
was die kunden betrifft ist folgendes wenn die oft schon auf die nase gefallen sind
und haben handwerker schon ein teil voraus bezahlt und der dann auf einmal insolvent geht bzw teilweise gar nicht mehr kommt und auch nicht greifbar ist weil aus dem ausland teils kann man verstehen das die einem nicht vertrauen.
und baugewerbe ist nen teures gewerbe. wenn mann sich an qualitätsprodukte hält
klar kann auch fliesenkleber für 5 euro nehmen aber dafür ärger mit kunden vorprogramiert ist da viele baustoffe die man in baumarktsgiganten kauft oft die VOB vorschrifften gar nicht bedienen.
vergleichbar dacia und mercedes wenn du sol willst.
tragfäig ist das geschäft bin ja lange genug selbständig.
nur ist es eben so das billigfirmen leider auch die preise kaputtmmachen
da sie mit dumpinglöhnen arbeiten und häufig auch mit billigbaustoffen.arbeiten.
preisunterschiede von 10% bei seriösen firmen die eine korrekte bezahlung der mitarbeiter voraussetzt sind ok und auch nachvollziebar.
wenn aber der kunde kommt und mir ein gegen angebot zeigt das 25 -30 % niediger ist kann ich das nicht mehr nachvollziehen wie der konkurrent auf dieses günstige angebot kommt . ausser wie oben eben geschildert halt.
kunden wollen aber alles vom feinsten aber kosten darf es nix nach dem motto
und vorallem sind das dann die kunden die am lautesten krach schlagen wenn die fliese von der wand sich löst.
sorry biete vom arbeitslohn her an der schmerzgrenze an aber an der quallität von dem material spare ich nicht alleine des ärgers wegen schon der daraus sich entwickeln kann.
16.02.2017, 20:51 #41
ich kann dich gut verstehen. Dienstleistungen sind leider hart umkämpft und meist gehen die Kunden nach Geiz-ist-geil. Naja eigentlich kein Wunder, wenn man sich die allgemeine Werbung so ansieht. Rabatt hier, kostenlose Extras da und immer wieder 20% auf alles ;)
Da du es selbst ansprichst, wo siehst du dich in 5 Jahren mit deinem Geschäft, denn die "Billig-Konkurrenz" wird nicht verschwinden, sofern da nicht regulatorisch seitens des Staates eingegriffen wird?
Alg 2 und selbstständig !Krank ! gismo41 ALG II 8 28.02.2012 13:40
arbeitslos/krank/selbstständig Alsterwasser Allgemeine Fragen 4 17.05.2011 19:21
Probleme mit Antragstellung Renni Anträge 8 22.04.2010 15:37

References: § 41
 § 11
 § 11
 § 12
 § 12

§ 12
 § 7
 § 12
 § 12
 § 2