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Timestamp: 2016-10-21 00:39:53+00:00

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2C_1170/2012 (24.05.2013)
2C_1170/2012 � � Urteil vom 24. Mai 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 16. Oktober 2012.
A.a.�Der kosovarische Staatsangeh�rige Y.________ (geb. 1981) reiste im Rahmen des Familiennachzugs am 11. November 1995 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung.
�Am 20. September 2001 wurde Y.________ wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz mit einer Busse von Fr. 1'000.-- bestraft. Am 11. Januar 2005 erfolgte eine Verurteilung zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren wegen Raubes, versuchten Diebstahls, Sachbesch�digung, Anstiftung zur Irref�hrung der Rechtspflege und mehrfachen F�hrens eines Personenwagens ohne F�hrerausweis.
�Am 18. Mai 2005 verweigerte das Migrationsamt des Kantons Aargau die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von Y.________ und verf�gte seine Wegweisung. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos. Am 3. Februar 2006 erfolgte eine Verurteilung wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts zu 30 Tagen Gef�ngnis. Gleichentags wurde Y.________ ausgeschafft und mit einer Einreisesperre bis am 2. Februar 2009 belegt.
A.b.�Am 17. Januar 2008 heiratete Y.________ im Kosovo die Landsfrau X.________ (geb. 1987). Die Ehefrau war am 8. April 1996 in die Schweiz eingereist und ist hier niederlassungsberechtigt. Aus der Ehe sind bisher keine Kinder hervorgegangen.
�Am 13. Februar 2008 reichte die Ehefrau ein Familiennachzugsgesuch zugunsten ihres Ehemanns ein. Das Departement des Innern des Kantons Solothurn wies das Gesuch am 31. Juli 2008 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn blieb erfolglos. Die anschliessende Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 27. M�rz 2009 (2C_793/2008) ab.
Am 23. Mai 2011 stellte X.________ erneut ein Familiennachzugsgesuch f�r ihren Ehemann. Das Departement des Innern des Kantons Solothurn wies das Gesuch mit Verf�gung vom 16. Mai 2012 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn blieb erfolglos.
Vor Bundesgericht beantragt X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 16. Oktober 2012 aufzuheben und das Familiennachzugsgesuch f�r den Ehemann Y.________ zu bewilligen, eventualiter die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Das Departement des Innern des Kantons Solothurn, das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn sowie das Bundesamt f�r Migration (BFM) beantragen die Abweisung der Beschwerde.
1.1.�Die Beschwerdef�hrerin ist in der Schweiz niederlassungsberechtigt und seit dem 17. Januar 2008 mit Y.________ verheiratet. Sie hat grunds�tzlich einen gesetzlich (Art. 43 Abs. 1 AuG [SR 142.20]) wie verfassungs- (Art. 13 BV) bzw. konventionsm�ssig (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) begr�ndeten Anspruch darauf, ihren Gatten in die Schweiz nachziehen zu k�nnen (Urteil 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 1). Ob die entsprechenden Voraussetzungen erf�llt sind, ist eine Frage der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; Urteil 2C_195/2012 vom 2. Januar 2013 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 139 I 37). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 90 BGG) ist daher einzutreten (vgl. Art. 82 i.V.m. Art. 83 lit. c Ziff. 2 [e contrario], Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 89 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 mit Hinweis). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 229 E. 4.1 S. 235 mit Hinweisen).
�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.).
2.1.�Hat eine ausl�ndische Person nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte famili�re Beziehung tats�chlich gelebt, kann es Art. 8 EMRK verletzen, wenn der ausl�ndischen Person die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit ihr Familienleben vereitelt wird (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 mit Hinweisen). Die EMRK garantiert jedoch grunds�tzlich keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f.). Es ergibt sich aus ihr weder ein Recht auf Einreise noch auf Wahl des f�r das Familienleben am geeignetsten erscheinenden Orts (BGE 139 I 37 E. 3.5.1 S. 47 f.; Urteil des EGMR�de Souza Ribeiro gegen Frankreich�vom 13. Dezember 2012, � 77; je mit Hinweisen).
�Das Recht auf Achtung des Familienlebens kann daher nur angerufen werden, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme gegen eine ausl�ndische Person zur Trennung von Familienmitgliedern f�hrt. Ist es den in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Familienmitgliedern "ohne Schwierigkeiten" m�glich, mit der ausl�ndischen Person auszureisen, wird der Schutzbereich der genannten Garantie normalerweise nicht ber�hrt (BGE 116 Ib 353 E. 3c S. 357; Urteil 2A.676/2006 vom 13. Februar 2007 E. 3.1); anders kann es sich beim kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben verhalten (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2 S. 286 ff.). Erscheint hingegen die Ausreise f�r die Familienangeh�rigen "nicht von vornherein ohne Weiteres zumutbar" (BGE 116 Ib 353 E. 3d S. 358), ist stets eine Interessenabw�gung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK geboten, bei der s�mtliche Umst�nde des Einzelfalls zu ber�cksichtigen sind (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249; 135 I 143 E. 2.2 S. 147, 153 E. 2.1 S. 155; Urteile 2C_163/2013 vom 1. Mai 2013 E. 2.1; 2C_639/2012 vom 13. Februar 2013 E. 4.2).
2.2.�Der in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens entspricht materiell der Garantie von Art. 8 EMRK und gew�hrt dar�ber hinaus im Bereich des Ausl�nderrechts keine zus�tzlichen Anspr�che (BGE 137 I 284 E. 2.1 S. 288; 129 II 215 E. 4.2 S. 218 f.; 126 II 425 E. 4c/bb S. 433; Urteil 2C_505/2009 vom 29. M�rz 2010 E. 5.1, nicht publ. in: BGE 136 I 285).
2.3.�Soweit eine Straftat zur Diskussion steht, welche in Art. 121 Abs. 3 BV (Fassung vom 28. November 2010; "Ausschaffungsinitiative") genannt ist (vors�tzliches T�tungsdelikt oder Raub usw.) und dazu f�hren soll, dass der ausl�ndische T�ter bzw. die ausl�ndische T�terin "alle Rechtsanspr�che auf Aufenthalt in der Schweiz verliert", tr�gt das Bundesgericht der entsprechenden Wertung im Rahmen des geltenden Ausl�ndergesetzes insoweit Rechnung, als sich dies mit anderen Verfassungsbestimmungen (Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 5 Abs. 2 BV) in Einklang bringen l�sst und zu keinem Widerspruch mit �bergeordnetem Recht bzw. zu Konflikten mit dem Beurteilungsspielraum f�hrt, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten im Rahmen des Schutzes des Privat- und Familienlebens bei der Umsetzung ihrer Migrations- und Ausl�nderpolitik im Einzelfall zugesteht (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; Urteile 2C_1257/2012 vom 18. April 2013 E. 4.5; 2C_856/2012 vom 25. M�rz 2013 E. 6.1.1).
3.1.�Gem�ss Art. 51 Abs. 2 AuG erl�schen die Anspr�che nach Art. 43 AuG, wenn sie rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht werden (lit. a) oder wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG (lit. b) vorliegen. Einen derartigen Widerrufsgrund setzt eine ausl�ndische Person unter anderem dann, wenn sie zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterj�hrige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden d�rfen (Art. 51 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 137 II 297 ff.; 135 II 377 E. 4.2 S. 381). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Ein Widerruf ist auch m�glich, wenn die ausl�ndische Person erheblich oder wiederholt gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gef�hrdet hat (Art. 51 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 62 lit. c AuG; Art. 80 VZAE [SR 142.201]).
3.2.�Die Verweigerung bzw. Nichtverl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung sowie deren Widerruf wegen des Vorliegens von Erl�schensgr�nden nach Art. 51 AuG setzt eine Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung voraus. Auch wenn solches aus dem Wortlaut der genannten Bestimmung nicht ohne Weiteres hervorgeht, folgt dies bereits aus dem Willen des Gesetzgebers, in diesen F�llen den konventionsrechtlichen Anspruch auf Familienleben einzuhalten (Art. 8 EMRK; Botschaft vom 26. August 1987 zur �nderung des B�rgerrechtsgesetzes [nachfolgend: Botschaft B�rgerrechtsgesetz], BBl 1987 III 293, 321 Ziff. 25.21, 322 Ziff. 25.23; Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder [nachfolgend: Botschaft AuG], BBl 2002 3709, 3796 zu Art. 50 E-AuG). Zudem verweist Art. 51 AuG ausdr�cklich auf die Widerrufsgr�nde der Art. 62 f. AuG, die ihrerseits den Widerruf einer Anwesenheitsbewilligung nur nach Vornahme einer umfassenden G�terabw�gung zulassen (Art. 96 AuG; vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; 120 Ib 6 E. 4 S. 12 ff.; Urteile 2C_977/2012 vom 15. M�rz 2013 E. 3.6; 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 2.1.2; 2C_97/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 2.1).
3.3.�Eine strafrechtliche Verurteilung verunm�glicht die Erteilung einer (neuen) Aufenthaltsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Praxis grunds�tzlich nicht ein f�r alle Mal. Soweit der Betroffene, gegen den eine Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, weiterhin in den Kreis der nach Art. 42 ff. AuG nachzugsberechtigten Personen f�llt und es seinen hier anwesenden nahen Angeh�rigen nicht zumutbar ist, ihm ins Heimatland zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, ist eine Neubeurteilung angezeigt, wenn er sich seit der Verurteilung bzw. Strafverb�ssung bew�hrt und sich f�r eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine Integration in die hiesigen Verh�ltnisse nunmehr absehbar und eine allf�llige R�ckfallgefahr vernachl�ssigbar erscheint (Urteile 2C_964/2010 vom 5. Dezember 2011 E. 3.3; 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.2). Das �ffentliche Interesse an der Gefahrenabwehr verliert an Bedeutung, soweit die Entfernungsmassnahme gegen den Fehlbaren ergriffen, durchgesetzt und f�r eine der Schwere der Tat angemessene Zeitdauer aufrechterhalten wurde.
�Der Zeitablauf, verbunden mit Deliktsfreiheit, kann somit dazu f�hren, dass die Interessenabw�gung anders ausf�llt als zum Zeitpunkt der strafrechtlichen Verurteilung oder der Entlassung aus dem Strafvollzug. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die seit der Tat verflossene Zeit und das seitherige Verhalten der ausl�ndischen Person beim bewilligungsrechtlichen Entscheid mitzuber�cksichtigen sind (BGE 130 II 493 E. 5 S. 504; Urteile 2C_487/2012 vom 2. April 2013 E. 5.2; 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 3.2.1; 2C_715/2011 vom 2. Mai 2012 E. 4.3; 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.2).
3.4.1.�Wie diese ausl�nderrechtliche Bew�hrungsfrist zu bemessen ist, wird weder in Art. 51 AuG noch an anderer Stelle ausdr�cklich geregelt. Dabei ist - in Pr�zisierung der bisherigen Praxis (vgl. oben E. 3.3) - zwischen der Neubeurteilung des Anspruchs auf Familiennachzug und dem Wegfall einer fr�heren Verurteilung als Erl�schensgrund nach Art. 51 AuG zu unterscheiden. Soweit eine Neubeurteilung angezeigt ist, sind die Beh�rden gehalten, auf ein entsprechendes Gesuch einzutreten und dieses materiell neu zu pr�fen. Im Rahmen dieser materiellen Pr�fung ist zu ber�cksichtigen, dass eine fr�here Verurteilung durch den Zeitablauf, verbunden mit Deliktsfreiheit, typischerweise an Gewicht verliert, bis hin zu dem Zeitpunkt, in dem sie als Erl�schensgrund wegf�llt und f�r sich alleine eine Einschr�nkung des Anspruchs auf Familiennachzug nicht (mehr) zu rechtfertigen vermag (vgl. unten E. 3.5). Eine Neubeurteilung ist dabei nicht erst dann vorzunehmen, wenn ihr Ergebnis infolge Wegfalls des Erl�schensgrundes feststeht, sondern bereits dann, wenn ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht f�llt (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 S. 181 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504). Sinnvollerweise ist heute an die Regelung zur Dauer des Einreiseverbots in Art. 67 AuG anzukn�pfen (Urteil 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 3.2.6) : F�llt das �ffentliche Interesse an der Fernhaltung des Betroffenen durch den Zeitablauf dahin, ist es angezeigt, den Aufenthalt in der Schweiz neu zu pr�fen.
3.4.2.�Dabei ist zu beachten, dass die Regelh�chstdauer des Einreiseverbots nach Art. 67 Abs. 3 AuG f�nf Jahre betr�gt und nur im Ausnahmefall bei Vorliegen einer ausgepr�gten Gefahr ("menace caracteris�e") f�r die �ffentliche Sicherheit und Ordnung �berschritten werden darf (Urteil 2C_318/2012 vom 22. Februar 2013 E. 6.3, zur Publikation vorgesehen). Hat sich der Betroffene daher w�hrend f�nf Jahren im Ausland bew�hrt, ist es regelm�ssig angezeigt, den Anspruch auf Familiennachzug neu zu pr�fen. Das schliesst eine fr�here Pr�fung nicht aus, soweit das Einreiseverbot von Beginn an unter f�nf Jahren angesetzt ist oder eine �nderung der Sachlage eintritt, die derart ins Gewicht f�llt, dass ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht f�llt (vgl.�BGE 136 II 177 E. 2.2.1 S. 181 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; Urteile 2C_487/2012 vom 2. April 2013 E. 4.6; 2C_715/2011 vom 2. Mai 2012 E. 4.2). Letzteres kann etwa dann der Fall sein, wenn - wie vorliegend mit der Heirat (vgl. unten E. 4.1) - ein potenziell anspruchsbegr�ndender Tatbestand eintritt.
3.5.1.�Allerdings leben die Anspr�che nach Art. 42 ff. AuG auf einen�dauerhaften�Aufenthalt in der Schweiz nach Wegfall des �ffentlichen Interesses an der Fernhaltung nicht ohne Weiteres wieder auf. Das Einreiseverbot verunm�glicht der betroffenen Personen - unter Vorbehalt von Art. 67 Abs. 5 AuG -�jeglichen�Aufenthalt in der Schweiz. Die Massnahme wiegt daher schwerer als die Nichterteilung einer Bewilligung f�r einen dauerhaften Aufenthalt, was in die Interessenabw�gung einzufliessen hat (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4a S. 12 f.). Zudem kann es je nach den Umst�nden sinnvoll sein, von der betroffenen Person zun�chst eine weitere Bew�hrung im Rahmen von bewilligungsfreien Besuchsaufenthalten zu verlangen und erst danach einen Daueraufenthalt zu bewilligen (Urteil 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.4).
3.5.2.�Der Ablauf der auf Art. 67 AuG abgestimmten ausl�nderrechtlichen Bew�hrungsfrist rechtfertigt daher eine Neubeurteilung des Anspruchs auf Familiennachzug nach den Art. 42 ff. AuG, bedeutet aber nicht, dass die fr�heren Straftaten durch den Zeitablauf bereits derart an Gewicht verloren haben, dass sie als Erl�schensgr�nde ausser Betracht fallen (Art. 51 AuG). Vielmehr ist bei der materiellen Beurteilung eine umfassende G�terabw�gung vorzunehmen, wobei die durch den Zeitablauf nachlassende Wirkung der Erl�schensgr�nde gegen die privaten Interessen der betroffenen Personen abzuw�gen ist. Zu ber�cksichtigen ist namentlich die Intensit�t der famili�ren Beziehungen zur Schweiz, bildet dieses Kriterium doch Grundlage der gesetzlichen Abstufung der Erl�schensgr�nde (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG im Vergleich zu Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG; Botschaft B�rgerrechtsgesetz, BBl 1987 III 293, 322 Ziff. 25.23; Botschaft AuG, BBl 2002 3709, 3796 zu Art. 50 E-AuG) und ist Ausdruck davon, dass regelm�ssig kein Eingriff in den Anspruch auf Familienleben (Art. 8 EMRK; Art. 13 BV) vorliegt, wenn den Familienangeh�rigen zugemutet werden kann, ihr gemeinsames Leben im Ausland zu f�hren (vgl. oben E. 2.1).
3.5.3.�Wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die fr�heren Straftaten als Erl�schensgr�nde nach Art. 51 AuG dahinfallen und f�r sich alleine den Anspr�chen nach Art. 42 ff. AuG nicht weiter entgegenstehen, ist aufgrund der Umst�nde des Einzelfalls zu bestimmen. Bei der Beurteilung des R�ckfallrisikos ist nach Art und Ausmass der m�glichen Rechtsg�terverletzung zu differenzieren: Je schwerer die m�glichen Rechtsg�terverletzungen sind, desto niedriger sind die Anforderungen an die in Kauf zu nehmende R�ckfallgefahr. Je weiter die Straftaten der ausl�ndischen Person zur�ckliegen, um so eher l�sst sich ihr wieder Vertrauen entgegenbringen und kann sich die Annahme rechtfertigen, dass es zu keinen weiteren Straftaten kommen wird (Urteil 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.2 am Ende).
4.1.�Vorliegend hat die Beschwerdef�hrerin ein erstes Familiennachzugsgesuch f�r ihren Ehegatten kurz nach der Heirat und noch w�hrend der laufenden Einreisesperre gestellt. Die kantonalen Beh�rden haben dieses Gesuch angesichts der neu eingetretenen Umst�nde materiell gepr�ft und abgewiesen. Das Bundesgericht hat dieses Vorgehen mit Urteil vom 27. M�rz 2009 (2C_793/2008) best�tigt. Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass die auslaufende Fernhaltemassnahme das Ergebnis der Pr�fung des Anspruchs auf Familiennachzug nicht vorwegnehme, zumal die Einreisesperre in der irrt�mlichen Annahme erfolgt ist, Y.________ sei bloss wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts verurteilt worden (Urteil 2C_793/2008 vom 27. M�rz 2009 E. 3.2). Dies �bersieht die Beschwerdef�hrerin, wenn sie im vorliegenden Verfahren vom Wegfall der Fernhaltemassnahme auf den Anspruch auf Familiennachzug schliessen m�chte. Offenbleiben kann, ob die Straftaten von Y.________ - gemessen am heutigen Art. 67 Abs. 3 AuG - schwerwiegend genug sind, um eine Fernhaltemassnahme von �ber f�nf Jahren zu rechtfertigen. Die Vorinstanzen sind auf das gut f�nf Jahre nach dem Verlassen der Schweiz eingereichte Gesuch um Familiennachzug eingetreten und haben dieses materiell gepr�ft. Damit haben sie die allenfalls erforderliche Neubeurteilung vorgenommen.
4.2.�Bei der Interessenabw�gung f�llt haupts�chlich die Verurteilung von Y.________ zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren ins Gewicht, wobei die strafrechtlichen Beh�rden von einem schweren Verschulden ausgegangen sind. Das Bezirksgericht Baden sprach von einer r�cksichtslosen und hinterh�ltigen Tat und ber�cksichtigte erschwerend, dass sich Y.________ weder gest�ndig noch kooperativ gezeigt hatte. Hinzu kommt, dass Y.________ nach Verb�ssung seiner Haftstrafe weiter gegen die Schweizer Rechtsordnung verstiess, indem er illegal in die Schweiz einreiste und sich hier illegal aufhielt. Was die Bew�hrung im Heimatland betrifft, hat die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren ausser einem Strafregisterauszug von Y.________ aus dem Jahr 2010 keine weiteren Belege aufgelegt, obwohl ihr eine entsprechende Obliegenheit zukommt (Art. 90 AuG; Urteil 2C_1007/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 4.4 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat daher zu Recht darauf hingewiesen, dass die Bew�hrung im Heimatland nicht zuverl�ssig beurteilt werden kann. Aufgrund dieser Sachlage kann nicht davon gesprochen werden, dass die Erl�schensgr�nde der Art. 51 Abs. 2 lit. b i.Vm. Art. 62 lit. b und c AuG durch den Lauf der Zeit inzwischen dahingefallen sind, soweit eine Neubeurteilung aufgrund der unklaren Bew�hrung im Heimatland �berhaupt angezeigt ist.
4.3.�Mit Bezug auf die Intensit�t der famili�ren Beziehungen zur Schweiz ist zu ber�cksichtigen, dass Y.________ die Beschwerdef�hrerin erst nach der Ausschaffung aus der Schweiz in der gemeinsamen Heimat der Eheleute geheiratet hat. Die famili�ren Beziehungen zur Schweiz erscheinen nicht besonders ausgepr�gt, zumal die Ehe bis heute kinderlos geblieben ist und die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen hat, dass es der Beschwerdef�hrerin zumutbar ist, in den Kosovo zur�ckzukehren, um dort mit ihrem Ehemann zusammenzuleben. Dabei bleibt nicht unber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrerin eine allf�llige Ausreise in ihr Herkunftsland nicht leicht fallen d�rfte, da sie im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 25 Jahre alt war und seit ihrem 9. Altersjahr in der Schweiz lebt, wo sie beruflich und sozial integriert ist. Ins Gewicht f�llt aber, dass eine R�ckkehr in das gemeinsame Heimatland der Eheleute in Frage steht und die Beschwerdef�hrerin bei der Heirat wusste, dass ein gemeinsames Eheleben in der Schweiz bis auf Weiteres nicht m�glich sein wird. Y.________ konnte seinerseits w�hrend des Aufenthalts in der Schweiz keine wirtschaftliche Selbst�ndigkeit aufbauen. Er verf�gt �ber keine Berufslehre, versteht die deutsche Sprache zwar, aber kann sich darin nicht besonders gut verst�ndigen. Zwei Drittel seines Lebens hat Y.________ in seiner Heimat verbracht, wo er geboren und aufgewachsen ist.
4.4.�Angesichts dieser Umst�nde ist die vorinstanzliche W�rdigung, wonach zum heutigen Zeitpunkt (noch) kein Anspruch auf Familiennachzug besteht, nicht zu beanstanden. Ohne wesentliche �nderung der Sachlage wird sich Y.________ in dem von der Vorinstanz festgelegten Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren weiterhin im Rahmen von bewilligungsfreien Kurzaufenthalten in der Schweiz zu bew�hren haben. Allerdings werden die fr�heren Verurteilungen f�r sich alleine nach Ablauf dieser Zeitspanne gem�ss der zutreffenden vorinstanzlichen W�rdigung eine weitere Einschr�nkung des Anspruchs nach Art. 43 AuG kaum mehr rechtfertigen k�nnen.
Aus den genannten Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird die unterliegende Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 BGG).

References: BGE 
 Art. 82
 Art. 83
e contrario
 Art. 86
 Art. 89
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 Art. 13
 Art. 8
 BGE 
 Art. 121
 Art. 5
 EGMR 
 Art. 51
 Art. 43
 Art. 62
 Art. 62
 BGE 
 Art. 62
 Art. 80
 Art. 51
 Art. 50
 Art. 51
 Art. 62
 BGE 
 Art. 42
 Art. 51
 Art. 51
 BGE 
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 42
 Art. 67
 BGE 
 Art. 67
 Art. 42
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 50
 Art. 13
 Art. 51
 Art. 42
 Art. 67
 Art. 51
 Art. 62
 Art. 43