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Timestamp: 2018-06-25 13:39:43+00:00

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Rechtsprechung - Suchergebnis - 25.06.2018 15:39h
Familienrecht-Unterhaltsrecht - Betreuungsunterhalt
XII ZR 148/14
Schließt die Gläubigerin eines Anspruchs auf Betreuungsunterhalt aus § 1615l Abs. 2 Satz 2 BGB aufgrund einer fehlerhaften Beratung durch ihren Rechtsanwalt über den Fortbestand des Anspruchs bei Eheschließung die Ehe mit einem neuen Partner, kann der Wegfall des Anspruchs auf Betreuungsunterhalt durch den Anspruch auf Familienunterhalt kompensiert werden.
BGB § 249, § 251, § 1360, § 1651l Abs 2 S 2
Aktenzeichen: XIIZR148/14 Paragraphen: BGB§249 BGB§251 BGB§1360 BGB§1651l Datum: 2016-03-16
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BGH - OLG Köln - AG Brühl
1. § 1615l Abs. 3 BGB enthält eine Rechtsgrundverweisung auf § 1613 BGB, weshalb für die Geltendmachung von Unterhalt für die Vergangenheit grundsätzlich die Voraussetzungen des § 1613 Abs. 1 BGB vorliegen müssen, also namentlich eine Aufforderung zur Auskunft oder eine Inverzugsetzung.
2. Ebenso wie beim Betreuungsunterhalt nach § 1570 BGB ist auch ein Antrag auf künftigen Betreuungsunterhalt gemäß § 1615l BGB nur dann abzuweisen, wenn im Zeitpunkt der Entscheidung für die Zeit nach Vollendung des dritten Lebensjahres absehbar keine kind- und elternbezogenen Verlängerungsgründe mehr vorliegen (im Anschluss an BGH, 18. März 2009, XII ZR 74/08, BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770).
3. Tatbestandliche Feststellungen des Beschwerdegerichts in einer Familienstreitsache können nicht mit der Verfahrensrüge aus §§ 74 Abs. 3 Satz 3, 71 Abs. 3 Nr. 2 lit. b FamFG oder mit einer entsprechenden verfahrensrechtlichen Gegenrüge des Rechtsbeschwerdegegners angegriffen werden, sondern allein mit einem Antrag auf Tatbestandsberichtigung nach § 113 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 320 ZPO (im Anschluss an BGH Urteil vom 10. Mai 2011, II ZR 227/09, NJW 2011, 2292).
BGB § 1570, § 1603 Abs 1, § 1613 Abs 1, § 1615l Abs 3
FamFG § 71 Abs 3 Nr 2 Buchst b
Aktenzeichen: XUUZB249/12 Paragraphen: BGB§1570 BGB§1603 BGB§1613 Datum: 2013-10-02
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BGH - OLG Schleswig - AG Bad Segeberg
1. Beim Unterhaltsanspruch wegen Betreuung von Kindern ab der Altersgrenze von drei Jahren ist zunächst der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Kindesbetreuung auf andere Weise gesichert ist oder gesichert werden könnte (im Anschluss an Senatsurteil vom 18. März 2009, XII ZR 74/08, BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770).
2. An die für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts insbesondere aus kindbezogenen Gründen erforderlichen Darlegungen (hier: bei drei minderjährigen Kindern und von der Unterhaltsberechtigten zu leistenden Fahrdiensten an den Nachmittagen) sind keine überzogenen Anforderungen zu stellen (im Anschluss an Senatsurteil vom 15. Juni 2011, XII ZR 94/09, FamRZ 2011, 1357).
3. Zur Beurteilung einer überobligationsmäßigen Belastung im Rahmen der Verlängerung des Betreuungsunterhalts ist auch der Aspekt einer gerechten Lastenverteilung zwischen unterhaltsberechtigtem und unterhaltspflichtigem Elternteil zu berücksichtigen (im Anschluss an Senatsurteile vom 18. März 2009, XII ZR 74/08, BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770; vom 16. Juli 2008, XII ZR 109/05, BGHZ 177, 272 = FamRZ 2008, 1739 und vom 21. April 2010, XII ZR 134/08, FamRZ 2010, 1050).
4. Hat der Unterhaltspflichtige nach dem - unterhaltsrechtlich nicht vorwerfbaren - Verlust seines Arbeitsplatzes eine Abfindung erhalten und hat er im Anschluss daran eine neue Arbeitsstelle mit dauerhaft geringerem Einkommen gefunden, so ist die Abfindung bis zur Höchstgrenze des Bedarfs aufgrund des früheren Einkommens grundsätzlich für den Unterhalt zu verwenden (im Anschluss an Senatsurteile vom 28. März 2007, XII ZR 163/04, BGHZ 172, 22 = FamRZ 2007, 983 und vom 2. Juni 2010, XII ZR 138/08, FamRZ 2010, 1311; teilweise Aufgabe von Senatsurteil vom 29. Januar 2003, XII ZR 92/01, BGHZ 153, 358 = FamRZ 2003, 590).
5. Ob eine Aufstockung bis zum bisherigen Einkommen geboten ist und der bisherige Lebensstandard vollständig aufrechterhalten werden muss, beurteilt sich nach den Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen, insbesondere auch nach der vom Unterhaltspflichtigen zu erwartenden weiteren Einkommensentwicklung.
BGB § 1570, § 1573, § 1578, § 1578b
Aktenzeichen: XIIZR65/10 Paragraphen: BGB§1570 BGB§1573 BGB§1578 BGB§1578b Datum: 2012-04-18
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BGH - OLG Schleswig - AG Reinbeck
a) Im Rahmen der Billigkeitsentscheidung über eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen nach § 1570 Abs. 1 Satz 2 und 3 BGB ist stets zunächst der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Kindesbetreuung auf andere Weise gesichert ist oder in kindgerechten Betreuungseinrichtungen gesichert werden könnte. Ein Altersphasenmodell, das bei der Frage der Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen allein oder wesentlich auf das Alter des Kindes, etwa während der Kindergarten- und Grundschulzeit, abstellt, wird diesen Anforderungen nicht gerecht (im Anschluss an das Senatsurteil vom 15. September 2010 - XII ZR 20/09 - FamRZ 2010, 1880 – www.RechtsCentrum.de).
Aktenzeichen: XIIZR3/09 Paragraphen: BGB§1570 BGB§1579 Datum: 2011-03-30
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BGH - Kammergericht - AG Berlin-Tempelhof-Kreuzberg
a) Im Rahmen der Billigkeitsentscheidung über eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen nach § 1570 Abs. 1 Satz 2 und 3 BGB ist stets zunächst der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Kindesbetreuung auf andere Weise gesichert ist oder in kindgerechten Betreuungseinrichtungen gesichert werden könnte. Denn mit der Neugestaltung des nachehelichen Betreuungsunterhalts in § 1570 BGB hat der Gesetzgeber für Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres den Vorrang der persönlichen Betreuung aufgegeben (im Anschluss an die Senatsurteile vom 17. Juni 2009 - XII ZR 102/08 - FamRZ 2009, 1391 und BGHZ 180, 170 = FamRZ 2009, 770).
Aktenzeichen: XIIZR20/09 Paragraphen: Datum: 2010-09-15
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Familienrecht-Unterhaltsrecht - Betreuungsunterhalt Kindesunterhalt
XII ZR 134/08
b) Ob das Einkommen des gemäß § 1570 BGB unterhaltsberechtigten Elternteils, das dieser neben der Kindesbetreuung erzielt, nach § 1577 Abs. 2 BGB bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen ist, hängt davon ab, in welchem Maße er nach § 1570 BGB von der Erwerbsobliegenheit befreit ist. Der pauschale Abzug eines Betreuungsbonus von seinem Einkommen kommt dagegen nicht in Betracht (im Anschluss an Senatsurteil vom 15. Dezember 2004 - XII ZR 121/03 - FamRZ 2005, 442, 444 zu § 1615 l BGB).
BGB §§ 1570, 1573 Abs. 2, 1577 Abs. 2, 1578 b
Aktenzeichen: XIIZR134/08 Paragraphen: BGB§1570 BGB§1573 BGB§1577 BGB§1578b ZPO§559 Datum: 2010-04-21
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=27360

References: § 1615
 § 249
 § 251
 § 1360
 § 1651

BGH 
 § 1615
 § 1613
 § 1613
 § 1570
 § 1615
 § 113
 § 320
 BGH 
 § 1570
 § 1603
 § 1613
 § 1615
 § 71

BGH 
 § 1570
 § 1573
 § 1578
 § 1578

BGH 
 § 1570

BGH 
 § 1570
 § 1570
 § 1570
 § 1577
 § 1570
 § 1615