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Timestamp: 2018-09-23 12:43:43+00:00

Document:
MPAV | Verordnung zur Regelung der Abgabe von Medizinprodukten
Medizinprodukte-Abgabeverordnung
Verordnung zur Regelung der Abgabe von Medizinprodukten
vom 25. Juli 2014 (BGBl. I S. 1227), die durch Artikel 4 der Verordnung vom 19. Dezember 2014 (BGBl. I S. 2371) geändert worden ist
§ 1 MPAV
§ 1 Verschreibungspflicht
§ 1 Abs. 1 Satz 1 MPAV
(1) 1Medizinprodukte, die nach der Zweckbestimmung nach § 3 Nummer 10 des Medizinproduktegesetzes zur Anwendung durch Laien vorgesehen sind und
§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MPAV
Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten, die der Verschreibungspflicht nach der Arzneimittelverschreibungsverordnung unterliegen oder auf die solche Stoffe aufgetragen sind, oder
§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 MPAV
in Anlage 1 zu dieser Verordnung aufgeführt sind,
dürfen nur bei Vorliegen einer ärztlichen oder zahnärztlichen Verschreibung an andere Personen als Ärzte und Zahnärzte abgegeben werden (verschreibungspflichtige Medizinprodukte).
§ 1 Abs. 1 Satz 2 MPAV
2Satz 1 gilt nicht, soweit ein verschreibungspflichtiges Medizinprodukt an andere Hersteller von Medizinprodukten oder deren Bevollmächtigte oder Händler von Medizinprodukten abgegeben wird.
§ 1 Abs. 2 Satz 1 MPAV
(2) Die Verschreibung muss enthalten:
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 MPAV
Name, Vorname, Berufsbezeichnung und Anschrift der Praxis oder der Klinik der verschreibenden ärztlichen oder zahnärztlichen Person (verschreibende Person) einschließlich einer Telefonnummer zur Kontaktaufnahme,
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 MPAV
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 MPAV
Namen, Vornamen sowie Geburtsdatum der Person, für die das Medizinprodukt bestimmt ist,
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 MPAV
Bezeichnung des Medizinprodukts sowie bei Sonderanfertigungen die spezifischen Auslegungsmerkmale, nach denen dieses Produkt eigens angefertigt werden soll,
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 MPAV
abzugebende Menge oder gegebenenfalls Maße des verschriebenen Medizinproduktes,
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 MPAV
bei Medizinprodukten, die in der Apotheke hergestellt werden sollen, eine Gebrauchsanweisung, soweit diese nach § 7 des Medizinproduktegesetzes vorgeschrieben ist,
§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 MPAV
die eigenhändige Unterschrift der verschreibenden Person oder, bei Verschreibungen in elektronischer Form, deren qualifizierte elektronische Signatur nach dem Signaturgesetz.
§ 1 Abs. 3 Satz 1 MPAV
(3) Den aus Deutschland stammenden ärztlichen und zahnärztlichen Verschreibungen für Medizinprodukte, die rechtmäßig in den Verkehr gebracht wurden, sind entsprechende Verschreibungen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, aus den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und aus der Schweiz gleichgestellt, sofern die Verschreibungen die Angaben nach Absatz 2 aufweisen und dadurch ihre Authentizität und ihre Ausstellung durch eine dazu berechtigte ärztliche oder zahnärztliche Person nachweisen.
§ 1 Abs. 4 Satz 1 MPAV
(4) Eine ärztliche oder zahnärztliche Verschreibung, die zu dem Zweck ausgestellt wird, in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz eingelöst zu werden, muss enthalten:
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 MPAV
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 MPAV
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 MPAV
Namen, Vornamen sowie eine die berufliche Qualifikation erkennen lassende Berufsbezeichnung der verschreibenden ärztlichen oder zahnärztlichen Person (verschreibende Person),
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 MPAV
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 MPAV
§ 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 MPAV
gebräuchliche Bezeichnung des Medizinproduktes.
§ 2 MPAV
§ 2 Apothekenpflicht
§ 2 Satz 1 MPAV
§ 2 Satz 1 Nr. 1 MPAV
nach § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,
§ 2 Satz 1 Nr. 2 MPAV
im Sinne des § 3 Nummer 2 des Medizinproduktegesetzes, die zur Anwendung durch Laien bestimmt sind, soweit sie Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten, die nach der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel apothekenpflichtig sind, oder
§ 2 Satz 1 Nr. 3 MPAV
die in Anlage 2 zu dieser Verordnung aufgeführt sind,
dürfen berufs- und gewerbsmäßig für den Endverbrauch nur durch Apotheken in den Verkehr gebracht werden (apothekenpflichtige Medizinprodukte).
§ 3 MPAV
§ 3 Sonstige Abgabebeschränkungen
§ 3 Abs. 1 Satz 1 MPAV
(1) 1Die Abgabestelle muss die betrieblichen Voraussetzungen für eine sachgerechte Lagerung der vorrätig gehaltenen Medizinprodukte erfüllen.
§ 3 Abs. 1 Satz 2 MPAV
2Eine Abgabe von Medizinprodukten, die nicht zur Anwendung durch Laien vorgesehen sind, darf nur an Fachkreise nach § 3 Nummer 17 des Medizinproduktegesetzes erfolgen, es sei denn, eine ärztliche oder zahnärztliche Verschreibung wird vorgelegt.
§ 3 Abs. 1 Satz 3 MPAV
3Die Vorschriften der Apothekenbetriebsordnung über das Inverkehrbringen und die Lagerung von Medizinprodukten bleiben unberührt.
§ 3 Abs. 2 Satz 1 MPAV
(2) 1Die Abgabestelle muss bei Bedarf eine fachliche Beratung gewährleisten für Medizinprodukte, die
§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 MPAV
verschreibungspflichtig, aber nicht apothekenpflichtig sind,
§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 MPAV
zur Anwendung durch Laien angeboten werden und nicht der Klasse I nach den Klassifizierungsregeln des Anhangs IX der Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte (ABl. L 169 vom 12.7.1993, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2007/47/EG (ABl. L 247 vom 21.9.2007, S. 21) geändert worden ist, angehören oder die
§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 MPAV
In-vitro-Diagnostika zur Eigenanwendung sind.
§ 3 Abs. 2 Satz 2 MPAV
2Dies gilt nicht bei einer Abgabe an Fachkreise nach § 3 Nummer 17 des Medizinproduktegesetzes.
§ 3 Abs. 3 Satz 1 MPAV
(3) Die Sachkenntnis zur fachlichen Beratung wird bei Ärzten, Zahnärzten, Medizinprodukteberatern nach § 31 des Medizinproduktegesetzes, Drogisten, Gesundheitshandwerkern gemäß Anlage A Nummer 33 bis 37 der Handwerksordnung und bei Leistungserbringern, die nachweislich die Anforderungen des § 126 Absatz 1 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erfüllen, für die jeweils von ihrer Ausbildung erfassten Gruppen von Medizinprodukten vorausgesetzt.
§ 3 Abs. 4 Satz 1 MPAV
(4) 1In-vitro-Diagnostika, die für den direkten oder indirekten Nachweis eines Krankheitserregers für die Feststellung einer in § 24 Satz 1 oder Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 24 Satz 1 oder Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheitserreger bestimmt sind, dürfen nur abgegeben werden an:
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 MPAV
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 MPAV
ambulante und stationäre Einrichtungen im Gesundheitswesen, Großhandel und Apotheken,
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 MPAV
Gesundheitsbehörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände,
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 MPAV
Blutspendedienste, pharmazeutische Unternehmen,
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 MPAV
Beratungs- und Testeinrichtungen für besonders gefährdete Personengruppen, in denen Tests unter ärztlicher Aufsicht angeboten werden.
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MPAV
2§ 11 Absatz 3a des Medizinproduktegesetzes bleibt unberührt.
§ 3 Abs. 5 Satz 1 MPAV
(5) 1Das Robert Koch-Institut kann befristete Ausnahmen von Absatz 4 zulassen, wenn dies aus Gründen der öffentlichen Gesundheit erforderlich ist.
§ 3 Abs. 5 Satz 2 MPAV
2Zugelassene Ausnahmen gibt das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten sowie im Bundesanzeiger bekannt.
§ 4 MPAV
§ 4 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
§ 4 Abs. 1 Satz 1 MPAV
(1) Nach § 41 Nummer 6 des Medizinproduktegesetzes wird bestraft, wer entgegen § 1 Absatz 1 Satz 1 oder § 3 Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 4 Satz 1 ein Medizinprodukt abgibt.
§ 4 Abs. 2 Satz 1 MPAV
(2) Wer eine in Absatz 1 bezeichnete Handlung fahrlässig begeht, handelt nach § 42 Absatz 1 des Medizinproduktegesetzes ordnungswidrig.
§ 4 Abs. 3 Satz 1 MPAV
(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 42 Absatz 2 Nummer 16 des Medizinproduktegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 2 ein dort genanntes Medizinprodukt in den Verkehr bringt.

References: § 1

§ 1

§ 1
 § 3

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1
 § 7

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 1

§ 2

§ 2

§ 2

§ 2
 § 1

§ 2
 § 3

§ 2

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3
 § 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3
 § 3

§ 3
 § 31
 § 126

§ 3
 § 24
 § 24

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 4

§ 4

§ 4
 § 41
 § 1
 § 3

§ 4
 § 42

§ 4
 § 42
 § 2