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Timestamp: 2016-10-27 11:00:26+00:00

Document:
9C_610/2015 (29.10.2015)
9C_610/2015 � � Urteil vom 29. Oktober 2015
Der 1950 geborene A.________ meldete sich im Juli 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abkl�rungen und Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle des Kantons Aargau mit Verf�gung vom 13. Februar 2015 einen Leistungsanspruch. Zur Begr�ndung f�hrte sie aus, f�r die zuletzt ausge�bte T�tigkeit seien l�ngere oder andauernde Einschr�nkungen nicht erkennbar.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 17. Juni 2015 ab.
A.________ l�sst mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragen, unter Aufhebung des Entscheids vom 17. Juni 2015 und der Verf�gung vom 13. Februar 2015 sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm ab Mai 2014 eine ganze Invalidenrente auszurichten; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung an die Verwaltung resp. das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat gest�tzt auf die Aktenbeurteilungen des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. B.________, vom 25. Juni 2014 und 11. Februar 2015 (vgl. auch Stellungnahmen vom 28. April und 13. November 2014) festgestellt, dass die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers in der bisherigen, k�rperlich leichten T�tigkeit nicht l�ngerfristig oder andauernd eingeschr�nkt sei. Folglich hat sie einen Leistungsanspruch des Versicherten verneint.
Auch reine Aktengutachten k�nnen beweiskr�ftig sein, sofern ein l�ckenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fach�rztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte �rztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund r�ckt. Dies gilt grunds�tzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen regionaler �rztlicher Dienste (Urteile 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen).
3.3.1.�Das kantonale Gericht hat - in �bereinstimmung mit Dr. med. B.________ - unter Verweis auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 28. M�rz 2014 festgestellt, die bisherige T�tigkeit habe "im Wesentlichen" aus k�rperlich leichter Arbeit bestanden. Diese Feststellung ist nicht offensichtlich unrichtig (unhaltbar, willk�rlich: BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153; Urteil 9C_607/2012 vom 17. April 2013 E. 5.2; zum Begriff der Willk�r: BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen); insbesondere steht die Krankheitsanzeige an die Basler Versicherungen vom 5. Juni 2013dazu nicht im Widerspruch, auch wenn daraus hervorgeht, dass die Arbeit "handwerklich" und "stehend" zu verrichten war und dabei "regelm�ssig Gewichte �ber 5 kg" gehoben werden mussten.
Sodann hat die Vorinstanz im Rahmen der Beweisw�rdigung nachvollziehbar dargelegt, dass die verschiedenen fachmedizinischen Unterlagen keinen Anhaltspunkt f�r die Annahme, dass die Arbeitsf�higkeit unter somatischen Gesichtspunkten eingeschr�nkt sein soll, enthalten. Solches macht der Beschwerdef�hrer denn auch nicht (substanziiert) geltend. Vor diesem Hintergrund leuchtet die vom Hausarzt attestierte vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit nicht ein (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353).
Schliesslich hat das kantonale Gericht verbindlich (E. 1) festgestellt, auch der Hausarzt habe die Hauptproblematik in den psychischen Aspekten erblickt. Der behandelnde Psychiater habe ausgef�hrt, dass die physische (recte: psychiatrische) Diagnose die Arbeitsf�higkeit seit April 2014 nicht mehr einschr�nke. Konkrete Hinweise daf�r, dass der Psychiater eine "funktionelle Komponente" ungen�gend beachtet oder eine vorhandene somatoforme Schmerzst�rung (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285 f. und E. 4.3.1 S. 298 ff.) nicht erkannt haben soll, sind nicht ersichtlich, auch wenn er - in der Annahme, dass die bisherige Arbeit mit schwerer k�rperlicher Belastung verbunden sei - von somatisch begr�ndeten Einschr�nkungen ausging. So empfahl er denn auch als therapeutische Massnahme lediglich das "Weiterf�hren der bisherigen Pharmakotherapie", was nicht auf einen erheblichen psychischen Leidensdruck schliessen l�sst (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304).
3.3.2.�Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung ist nicht offensichtlich unrichtig. Bei der gegebenen Aktenlage stellt der Verzicht auf zus�tzliche Abkl�rungen auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) dar (antizipierende Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Die vorinstanzliche Feststellung betreffend die Arbeitsf�higkeit (E. 2) bleibt f�r das Bundesgericht verbindlich, weshalb die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zur Zumutbarkeit eines Berufswechsels resp. zur (altersbedingten) Verwertbarkeit der Restarbeitsf�higkeit nicht von Belang sind. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegr�ndet (Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Stiftung Abendrot Pensionskasse, Basel, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
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