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Timestamp: 2018-11-18 08:19:59+00:00

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Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. :: Thema anzeigen - Klassenkonferenz, Rat erbeten!
Klassenkonferenz, Rat erbeten!
Verfasst am: 16.03.2006, 13:26 Titel: Klassenkonferenz, Rat erbeten!
Mein Sohn ist zwölf Jahre alt, 1,75 m groß, mitten in der Pubertät, hochbegabt, ausgeprägt Sportbegeistert und rebellisch. Auf Grund von Wohnortwechsel hat er zwei Mal die Grundschule gewechselt. Er hat in seiner Kindheit schon einige unschöne bzw. traumatische Erlebnisse hinter sich. Sein Vater interessiert sich nicht die Bohne für ihn. Der Vollständigkeit halber möchte ich nicht unterschlagen, dass ich lesbisch bin. Von meiner letzten Partnerin, die in seinen ersten sechs Lebensjahren präsent war, hat er (weil er ein Junge ist) nur Druck bekommen. Vor einiger Zeit habe ich dann erfahren, dass sie ihn auch geschlagen hat. Das Schlimmste jedoch passierte, als er sechs war. Er war mit seinen Großeltern im Urlaub und dort ist seine Oma gestorben, zu der er einen sehr festen Bezug hatte. Mein Stiefvater ist so ein Waschlappen, dass er meinen Sohn bei mir anrufen lies, um mir mitzuteilen, dass meine Mutter gestorben ist! Da ich selber mit den Nerven völlig am Ende war, sah ich zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit ihn aus dieser Situation raus zu holen. Er war mit seinem Opa noch drei Tage am Urlaubsort, von denen ich nicht weiß, was dort noch abgelaufen ist. Seit fünf Jahren lebe ich nun mit einer Frau zusammen, die selbst einen Sohn im gleichen Alter hat. Dieser hat einen guten Kontakt zu seinem Vater und besucht ihn auch regelmäßig. Er hat ADS und ist auch überdurchschnittlich intelligent aber lange nicht so weit entwickelt. Die zwei Jungs verstehen sich sehr gut und bezeichnen sich als Brüder. Alles in allem ist die häusliche Situation gefestigt und harmonisch. Wir haben ein Häuschen im Umland von Berlin gebaut. Die Kinder haben ihre eigenen Zimmer, ihren Sport und guten Anschluss im Ort gefunden. Natürlich gibt es auch bei uns, wie in jeder Familie immer wieder mal kleine Reibereien aber alles im normalen Bereich.
Seine Hochbegabung ist definitiv erst im letzten Sommer von der Schulpsychologin festgestellt worden. Des Weiteren hat sie festgestellt, dass eine tendenzielle Schulunlust vorhanden ist.
Soviel zur Vorgeschichte, damit Sie sich ein Bild machen können!
An der Schule kommt es gehäuft zu Problemen. Anfangs habe ich noch die Maßnahmen der KL unterstützt, da mein Sohn auch zu Hause ein erbärmliches Sozialverhalten an den Tag gelegt hat. Mittlerweile ist es aber so, dass ich (und meine Frau) denke, dass mein Sohn ständig als Sündenbock herhalten muss. Es sei hier noch erwähnt, dass er bei seinen Mitschülern sehr beliebt ist, weil er sooo cool ist! Wie dem auch sei, sein Verhalten hat sich zu Hause um 180 Grad gedreht. Er ist zugänglich, verständnisvoll, hilfsbereit und seinem Alter entsprechend vernünftig (ich kann dieses Wort eigentlich nicht leiden, mir fällt aber nichts besseres dazu ein). Auch im Sport macht er widerstandslos, was sein Trainer ihm sagt und legt einen solchen Ehrgeiz an den Tag, dass er schon Dinge kann, die der Trainer noch gar nicht von ihm verlangt.
Da er auch sensibel ist, merkt er recht schnell, wenn eine Lehrkraft ihm intellektuell nicht das Wasser reichen kann und verhält sich dann entsprechend respektlos. Dies passiert immer wieder bei drei seiner Lehrerinnen. Zwei von denen kenne ich und kann daher sein Verhalten gut nachvollziehen, auch wenn ich es nicht gut heiße und ihm das auch sage. Die eine Lehrerin hat eine Ausstrahlung wie ein Päckchen Valium und die Andere stinkt nach Rauch und hat auch sonst ein recht ungepflegtes Erscheinungsbild. Beide sind nicht in der Lage Ruhe in einen Klassenraum zu bringen und lassen sich von den Kids nur auf der Nase rumtanzen. Da ich mal ein halbes Jahr eine AG an der Schule geleitet habe, habe ich diese Situationen schon live miterlebt.
Die eigentliche Schulrektorin ist seit Frühjahr 05 im Erziehungsurlaub und soll nächsten Monat wiederkommen. Seit der Zeit ist nun für den nächsten Dienstag die mittlerweile dritte Klassenkonferenz wegen des Fehlverhaltens meines Sohnes anberaumt. Es gibt an der Schule ein Sozialarbeiterin, die auch Ihre Kinder an der Schule hat. Sie hat sich in letzter Zeit sehr für meinen Sohn stark gemacht und wird seitdem von der Lehrerschaft gemobbt! Sie hat dafür gesorgt, dass zwei Situationen die von seiner KL völlig verdreht dargestellt wurden, durch Befragung der beteiligten Kinder richtig gestellt wurden. Mein Sohn wird zum wiederholten Male von seiner KL als gewalttätig dargestellt. Da sind Äußerungen zu finden wie: „hat mutwillig das Leben eines Mitschülers gefährdet...“ Ich weiß, dass mein Sohn aufmüpfig ist und sein Sozialverhalten lange Zeit zu wünschen übrig lies. Aber er ist definitiv nicht gewalttätig!
Letzten Freitag hatte ich ein Gespräch mit der kommissarischen Schulleitung. Nach langem Gerede haben wir uns schließlich darauf geeinigt, dass mein Sohn ab sofort auf unbestimmte Zeit Montags zwei Sozialstunden leistet. Die Rektorin hätte ihn am liebsten für zwei Wochen auf die andere Grundschule geschickt! Ich dachte, das Thema sei zunächst einmal erledigt. Stattdessen habe ich vor zwei Tagen von meinem Kind die Einladung zur Klassenkonferenz erhalten. Von der Sozialarbeiterin weiß ich, dass diese Klassenkonferenzen seit dem Erziehungsurlaub der eigentlichen Rektorin, schwer in „Mode“ gekommen sind. Und tatsächlich haben vorher in Bezug auf mein Kind auch keine stattgefunden.
Nun ist es so, dass dies das letzte Halbjahr an dieser Schule ist. Mein Sohn wurde von der Eliteschule des Sports in Potsdam „gesichtet“ und hat auch vom Landeskanuverband die Empfehlung bekommen, dass er dort aufgenommen werden soll. Ich habe nun die Befürchtung, dass mit dieser Willkür die Zukunft meines Kindes verbaut wird, auch wenn ständig das Gegenteil beteuert wird. Er freut sich so wahnsinnig auf diese Schule, dass ich denke er würde ins Bodenlose rutschen, wenn ihm dieser Weg verbaut wird.
Wie kann ich in der Klassenkonferenz auftreten um zu verhindern, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden, die dann auch in der Schulakte auftauchen? Ich bin mittlerweile soweit mit der Presse zu drohen, da ich denke, dass der Gang an höhere Instanzen in der kurzen Zeit nichts bringen wird.
Noch ein paar Fakten zur KL:
Sie befragt keine Mitschüler zu Situationen, sondern stellt ihre eigene Sicht als Tatsachen dar, auch wenn sie bei den Situationen nicht anwesend war.
Sie bereitet sich nicht oder ungenügend auf den Unterricht vor, so dass sie regelmäßig während der Unterrichtszeiten durch Abwesenheit glänzt um z. B. Unterrichtsmaterial zu kopieren.
Sie erwartet von meinem Sohn eine Vernunft, die sie selbst als Erwachsene nicht an den Tag legt.
Da sie auch mich schon am Telefon angeschrien hat, weil etwas nicht so lief, wie sie es gerne gehabt hätte, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie sie mit den Kindern in entsprechenden Situationen umgeht. Sie betont ständig, was für eine soziale Klasse sie hat. Ich denke jedoch, dass die Kinder einfach nur Angst vor ihr haben.
Sie mobbt und interveniert gegen die Sozialarbeiterin
Nun, dieser Beitrag ist etwas länger geworden und es stehen immer noch nicht alle Fakten bzw. Vorgänge drin. Gerne gebe ich noch ausführliche Informationen bei Nachfrage.
Für Tipps, wie ich mich am Dienstag am Besten verhalte, bin ich äußerst dankbar!
Lächeln ist die eleganteste Art seinem Gegner die Zähne zu zeigen!
Verfasst am: 16.03.2006, 16:31 Titel:
was du beschreibst ist typisch für Schulen, in denen keine "Kofliktlösungskultur" (Mediation) bekannt ist:
-Eine Lehrerin, die sich kein Gesamtbild von einer Situation macht, das heißt alle Beteidigten befragt - auch den "Täter"
-Ein Schüler, der sich als Sündenbock abgestermpelt fühlt und befürchten muss, dass die Situation Auswirkungen auf seine zukünftige Karriere haben kann.
In der Klasssenkonferenz ist es deine Aufgabe deinen Sohn zu unterstützen, sozusagen seine Anwällin zu sein!
Da du als Mutter emotional beteiligt bist, ist diese Situation bestimmt nicht einfach. Sinnvoll in einer solchen Situation könnte eine dritte neutrale Person sein, die dich unterstützt und vermittelt. ( Vermittlungsausschuss ?)
Die Gesetzeslage kennst du sicher: http://bebis.cidsnet.de/weiterbildu....ne/stoerungen/ordnung.htm
Wichtig ist genau zu wissen was passiert ist, dass man vor Überraschungen gefeit ist.
Beschreib doch bitte auch was genau passiert ist, damit man gemeinsam überlegen kann, welche Vorgehensweise sinnvoll ist.
Verfasst am: 16.03.2006, 18:08 Titel:
Nun, was ist passiert... Das ist so viel, dass ich gar nicht weiß wo ich eigentlich anfangen soll. Das Meiste sind eigentlich Lappalien, so Dinge wie Hausaufgaben nicht gemacht, aufmüpfiges, respektloses Verhalten gegenüber Lehrkräften, stören des Unterrichts, etc.
Daraus folgte die erste Klassenkonferenz. Ausschlaggebend hierfür war letztlich aber die Tatsache, dass Joshua vom Schulhof ein Fahrrad mitgenommen hatte, welches einer Schülerin der Oberstufe gehörte, die mit auf dem Gelände ist. Dumm war an der Sache nur, dass ich seine KL erst darauf aufmerksam gemacht hatte, nachdem die Schülerin ihr Fahrrad wieder zurück hatte und mein Sohn sich bei ihr auch entschuldigt hatte. Ich dachte, dass es vielleicht besser ist, wenn ich ihr das sage, als wenn die Schülerin selber zur Schulleitung geht (dies hatte die Schülerin angedroht, als sie ihr Fahrrad zurück bekam). Seine KL besprach dies sogleich mit der kommissarischen Rektorin und es folgte die Klassenkonferenz am 06.09.05. Als ich die KL in einem kürzlich stattgefundenen Gespräch mit der Schulleitung darauf ansprach, dass dies für mich ein klarer Vertrauensmissbrauch mir gegenüber ist, kam sie original mit dem Argument, sie sei ja schließlich Staatsdienerin!!!
Die zweite Klassenkonferenz fand am 01.11.05 statt. Der Grund hierfür war Zitat: Am 27.10.05, kurz nach Unterrichtsschluss, gefährdete J. mutwillig das Leben eines Mitschülers. Er zog ihn rückwärts liegend von einer Betonplatte auf den Boden. Dabei hätte sich der Schüler das Genick und die Wirbelsäule schwer verletzen können.
Die Aussage meines Kindes hierzu war folgende. Besagter Mitschüler wurde auf besagter Betonplatte umringt von Mädchen geärgert. Es handelte sich hierbei um spaßige Neckereien. Dennoch konnte der Schüler sich nicht mehr alleine gegen die Mädchen wehren, so dass mein Sohn ihn an den Füßen packte und aus dem Pulk zog. Er wurde hierbei nicht auf den Boden gezogen, sondern lag noch auf der Platte. Es bestand zu keiner Zeit die Gefahr, dass der Schüler sich verletzen könnte. Die Klassenkonferenz beschloss den Ausschluss vom Unterricht für drei Tage. Ich konnte an dieser Konferenz leider nicht teilnehmen, da ich zu diesem Zeitpunkt im Praktikum war. Der Beschluss wurde mir per Einschreiben zugestellt und ich hatte an einem Samstag die Benachrichtigung über die Niederlegung bei der Post im Briefkasten. Auf Grund meines Praktikums hätte ich gemäß der Benachrichtigung das Schreiben frühestens am folgenden Dienstag abholen können. Dies war auch schon der erste Tag des Unterrichtsausschlusses.
Die kommende Klassenkonferenz ist aus folgendem Grund anberaumt worden. Joshua hat sich mit zwei Mitschülern darüber unterhalten, warum an Grundschulen so wenig Lehrer sind. Er äußerte seine Meinung, dass wohl die Lehrerinnen an Grundschulen zu dumm seien um am Gymnasium zu unterrichten. Dies bekam seine Mathelehrerin (Päckchen Valium) mit. Hieraus wurde gemacht, dass er die Lehrerin persönlich beleidigt habe und gesagt hätte sie sei dumm. Ein paar Tage vorher gab es folgende Situation. Seine KL war nicht anwesend, die Kinder im Klassenraum. Sie hatten in Englisch Teilungsunterricht. Im ersten Teil (mein Sohn gehörte zum zweiten Teil) wurden Vokabeltests zurückgegeben, bzw. den Kindern erlaubt sich diese aus dem Stapel zu nehmen. Hierbei erfuhr ein Mitschüler vor meinem Sohn, dass dieser im Test eine 6 habe. (m. E. Verletzung des Datenschutzes) Das folgende wird von der KL wie folgt ausgelegt: J. ging unerlaubt an die Arbeitsunterlagen des Lehrers und überprüfte die Richtigkeit seiner Zensur. Vor Wut über das schlechte Ergebnis nimmt J. die sehr große Federtasche einer Schülerin, wirft sie wütend zu Boden und tritt darauf. Anschließend wirft er sie einem Klassenkameraden an den Kopf und dann noch in das Waschbecken. Die betroffene Schülerin benachrichtigt mich sofort im Sekretariat und J. wird vor der Klasse zurechtgewiesen und aufgefordert, in das Sekretariat zu gehen, um die Hausordnung abzuschreiben. Dieser Aufforderung kam er nicht nach, sondern setzte sich eine halbe Stunde mit seinem MP3-Player auf das Sofa vorm Klassenraum.
Die Darstellung von J. und ca. sechs anderen Mitschülern, u. A. die der betroffenen Schülerin, lautet wie folgt. Natürlich war er nicht begeistert über die schlechte Zensur, aber wütend war er deswegen auch nicht. Die Geschichte mit der Federtasche wurde von zwei anderen Mitschülern begonnen, es handelte sich hier lediglich um einen Streich. Die Federtasche wurde von Einem zum Anderen geworfen. Der Schüler, der die Tasche an den Kopf bekam, wurde von meinem Sohn gerufen, er solle sie fangen, reagierte zu spät und bekam sie an den Kopf. Des Weiteren war J. nicht der Erste und einzige, der in das Arbeitsmaterial der Lehrerin schaute. Er bekam auch nicht mit, dass er ins Sekretariat solle, hatte seinen MP3-Player zwar um aber nicht an.
In oben erwähntem Gespräch mit der Schulleitung (hier war auch die Sozialarbeiterin anwesend) wurde vereinbart, dass vor einer Klassenkonferenz Mediationsgespräche mit der Mathelehrerin stattfinden sollen. Die Tatsache, dass die komm. Rektorin der Meinung war, sie könne diese Gespräche leiten, zeigt auf wie viel Wissen über Mediation dort vorhanden ist. Wie dem auch sei, ein Gespräch hat stattgefunden. Am vergangenen Dienstag sollte das Zweite stattfinden, doch leider kam die Mediatorin nicht. Das dumme ist, dass dies wieder auf die Sozialarbeiterin zurückfällt, die diese Person vermittelt hat.
Wahrscheinlich hat die folgende Situation dazu geführt, dass die Klassenkonferenz nun doch vorzeitig stattfinden soll. Die Schule hatte letzte Woche einen Wandertag und ist nach Berlin gefahren. Beim Aussteigen aus dem Zug hat J. auf den Tür-zu-Knopf gedrückt und seine KL klemmte sich zwischen den schließenden Türen ein. J. war sich der daraus möglicherweise entstehenden Folgen nicht bewusst, für ihn war es ein Streich. Von der erwachsenen KL würde ich allerdings erwarten, dass sie nicht zwischen die sich schließenden Türen geht sondern einfach den Tür-auf-Knopf betätigt!
Dies war Anlass für das am letzen Freitag stattgefundene Gespräch mit der Schulleitung, in dem wir uns auf die montäglichen Sozialstunden geeinigt hatten. Außerdem hatte die komm. Schulleiterin noch mitbekommen, wie J. in der Pause einen seiner netten „Lehrerhassersprüche“ von sich gegeben hat.
So, das ist wieder recht lang geworden, aber das Wesentliche habe ich nun niedergeschrieben.
Verfasst am: 16.03.2006, 19:06 Titel:
Stattdessen habe ich vor zwei Tagen von meinem Kind die Einladung zur Klassenkonferenz erhalten.
Neben Ihrer bereits gegebenen ausführlichen Schilderung ist es wichtig, den genauen vollständigen Text der Einladung zu kennen. Bitte geben Sie uns diesen.
Ist der Grund für die Klassenkonferenz genannt?
Ist das Ziel / der Antrag zur Beschlussfassung vollständig genannt?
Sind alle zu der Konferenz Geladenen genannt?
Entspricht die Zahl der Genannten den Vorschriften Ihres Bundeslandes? Ist das Bundesland, in dem die Schule liegt Berlin oder Brandenburg?
Nach genauem Studium = mehrmaligem Lesen der zuständigen Vorschriften fällt Ihnen vielleicht noch einiges auf.
Verfasst am: 16.03.2006, 20:41 Titel:
Die Einladung zu einer Klassenkonferenz sieht standardmäßig wie folgt aus.
ich möchte Sie hiermit zur Klassenkonferenz am Dienstag, 21.03.06 um 14.00 Uhr einladen.
gez. B. v. R.
(ohne Unterschrift!)
Auf einem Zettelchen von der Größe einer viertel DIN A4-Seite.
Das Bundesland ist Brandenburg.
Gemäß Brandenburgischem Schulgesetz sind stimmberechtigte Mitglieder der Klassenkonferenz alle Lehrkräfte, die in der Klasse regelmäßig unterrichten und das in der Klasse regelmäßig tätige sonstige pädagogische Personal. Vorsitz der Klassenkonferenz ist der/die KL. Die Sprecherinnen und Sprecher der Eltern sowie Schülerinnen und Schüler nehmen beratend teil.
Im Übrigen ist die Sozialarbeiterin nicht eingeladen worden, die bisher immer dabei war. Ich werde mich morgen früh mit ihr treffen um die Vorgehensweise zu besprechen.
Verfasst am: 16.03.2006, 23:47 Titel:
Bitte lesen Sie als Vorbereitung
- im Brandenburgischen Schulgesetz
[url] http://www.mdje.brandenburg.de/Land....xte/K55/5530-01.htm[/url]
§§ 63 + 64 "Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen"
- und die dazugehörige Rechtsverordnung
"Verordnung über Konfliktschlichtung, Erziehungs-
und Ordnungsmaßnahmen"
http://www.mdje.brandenburg.de/Land....att/texte/K55/5530-24.htm
Teilen Sie der Absenderin jenes "Wisches" schriftlich mit, dass Sie diesen Zettel nicht als ordnungsgemäß ansehen können, sondern dass Sie für sich und alle anderen Anzuhörenden nach § 64 (5) des Schulgesetzes in Form und Inhalt eine ordnungsgemäße unterschriebene Ladung entsprechend den Vorschriften des Schulgesetzes, der dazugehörigen Rechtsverordnung und des Verwaltungsverfahrensgesetzes mit entsprechender Ladungsfrist von mindestens 1 Woche ab Zugang bzw. Frist zur Stellungnahme verlangen. Verlangen Sie die Ladung/schriftliche Stellungnahme der Sozialarbeiterin.
Besorgen Sie sich eine Faxquittung oder eine Empfangsbestätigung des Sekretariats auf einem Duplikat mit Stempel, Datum und Unterschrift ("Original dieses Schreibens heute erhalten").
Teilen Sie gegebenenfaslls gleich mit, dass Sie allen bisherigen Schritten der Schule wegen Formfehlern und Verletzung der Vorschriften widersprechen. Sie haben dazu ein ganzes Jahr Zeit, wenn Ihnen kein schriftlicher Bescheid mit Rechtsmittelbelehrung von einem Monat Einspruchsfrist zugegangen ist. Dann zählen alle bisherigen Maßnahmen nicht und es muss bei NULL begonnen werden. Weisen Sie gleich darauf hin, dass Sie juristisch einwandfrei haltbare Beweise für eventuelle Anschuldigungen verlangen. Das fordert das Rechtsstaatsprinzip der BRD.
Schicken Sie dem Staatlichen Schulamt je eine Kopie des bisherigen Zettels und Ihres Schreibens zur "Kenntnis und nötigen Veranlassung".
Zu Ihrer Anhörung können Sie jede Person Ihres Vertrauens zu Ihrem "Beistand" erklären und mitnehmen. Das "stärkt den Rücken", sie kann Notizen machen und Aussagen der Schulseite bezeugen - und wenn sie sich noch mit Ihnen einarbeitet, ist es noch besser.
Ich denke, auch Ihr Sohn sollte sich weigern, "etwas ohne die Anwesenheit meiner Mama zu sagen." Er ist schließlich noch nicht rechtsfähig und Sie sind seine Sorgeberechtigte.
Sie können sich natürlich auch zu Allem einen Rechtsanwalt nehmen. Wenn er die Anträge geschickt stellt und die Schulseite nachgibt, muß die Schulseite auch Ihren Anwalt bezahlen.
unabhängiger schulpädagogischer Berater
Verfasst am: 17.03.2006, 08:37 Titel:
erst einmal vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Damit lässt sich ja was anfangen.
wenn Ihnen kein schriftlicher Bescheid mit Rechtsmittelbelehrung von einem Monat Einspruchsfrist zugegangen ist.
Die Rechtsmittelbelehrung war bisher auf einem Schreiben vorhanden. Und zwar auf dem, in dem mir der Ausschluss vom Unterricht für drei Tage mitgeteilt wurde. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich trotzdem auch dagegen angehen kann. Zum Einen war ja auch hier die Einladung zur Klassenkonferenz entsprechend, außerdem ist mir diese Mitteilung ja nicht rechtzeitig zugegangen.
Ich habe den Briefumschlag aufgehoben und eine Kopie der Benachrichtigungskarte.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Ihre Beiträge sind sehr hilfreich.
Verfasst am: 17.03.2006, 08:56 Titel:
ich will nochmal darauf zurückkommen, was wirklich passiert ist - das ist doch ein Unterschied ob etwas "hätte passieren können" oder ob etwas wirklích passiert ist.
Zum Beispiel verstößt ein Schüler, der einen Schneeball wirft, gegen die Schulordnung. Ein Schüler, der einen spitzen Stein in einen Schneeball steckt und einen anderen Schüler gezielt damit am Kopf trifft (der dann wegen einer Platzwunde genäht werden muss) - verstößt gegen die Schulordnung und begeht eine Körperverletzung. Dewegen wir man im ersten Beispiel den Verstoß gegen die Schulordnung kritisieren und mit der Gefahr der Körperverletzung begründen, aber nicht die Körperverletzung bestrafen.
-Was ist beim Ziehen von der Betonplatte wirklich passiert? Gehirnerschütterung, Abschürfungen, Jacke zerissen? Oder Nichts?
- Was ist beim Einklemmen in der Zugtür wirklich passiert? Gequetschter Brustkorb? Knochenbruch? Hand schwer/leicht gequetscht? Verletztes Ehrgefühl? Oder Nichts?
- Und was beim Mäppchenwurf? Was ist nachweislich dabei zu Bruch gegangen? Wenn ncihts passiert ist - bring das Mäppchen mit und zeige es. Lass deinen Sohn ein schriftliches Gedächtnisprotokoll anfertigen und wenn möglich auch von der betroffenen Schülerin und den anderen Schülern.
Und wer ist verantwortlich für die "unbewacht " zurückgelassenen Vokabeltests? Das wäre noch ein interessanter Punkt, versucht die Lehrerin von ihrer Nachlässigkeit abzulenken? Georg - wie siehst du das?
Verfasst am: 17.03.2006, 13:08 Titel:
ja, das ist genau der Punkt. In allen Fällen ist NICHTS passiert!
Abgesehen vom verletzten Ehrgefühl der KL in der Zuggeschichte. Aber wie schon beschrieben, hätte ich von ihr als Erwachsene auch eine andere Reaktion in diesem Moment erwartet.
Bezüglich der Geschichte mit der Federtasche hat die genannte Sozialarbeiterin mit den beteiligten Schüler/innen ein solches Protokoll angefertigt. Dieses liegt mir auch vor.
Was die Nachlässigkeit der KL anbelangt, darauf hat auch meine Frau in einem gemeinsamen Gespräch mit Schulleitung KL und der Sozialarbeiterin hingewiesen. Interessant dabei ist auch, dass ich am besagten Tag einen Anruf von der KL erhielt, in dem sie mir mitteilte, dass mein Sohn an ihren "privaten Sachen" dran war. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch im Praktikum war habe ich mich dort etwas überrumpeln lassen und einer Sozialstunde am selben Tag zugestimmt. Denn so wie die KL mir das schilderte, hörte es sich für mich an, als sei er an ihrer Handtasche oder ähnlichem dran gewesen. In oben erwähntem gespräch erklärte ich ihr daraufhin, dass ich nie wieder einer Maßnahme zustimmen werde bevor ich nicht mein Kind dazu angehört habe!
Dieses Gespräch hat wohl zumindest dazu geführt, dass die KL nicht mehr so häufig während des Unterrichts die Klasse unbeaufsichtigt lässt. Dies teilte mir mein Sohn vor zwei Tagen mit.
Die KL scheint auch extrem unbeherrscht. Zu oben genanntem Gespräch ist es nur gekommen, weil ich mich zuvor geweigert hatte ein weiteres Gespräch mit ihr alleine zu führen. In dem Telefonat dazu schrie sie mich an, als sie merkte, dass ich mich nicht umstimmen ließe. Auch die Sozialarbeiterin wurde von ihr schon vor versammelter Belgschaft angeschrien. Da stellt sich mir (uns) doch die Frage, wenn sie schon vor Erwachsenen keine Achtung und Respekt hat, wie mag sie dann wohl mit den Kindern umgehen?!
Und vor allem, was gibt ihr dann das Recht von meinem zwölfjährigen Sohn eben jene Achtung und Respekt zu erwarten, die sie selber nicht aufbringt?!
Auf alle Fälle habe ich Georgs Rat befolgt und entsprechendes Fax an die Schule und das Schulamt gesendet. Von dem Schulamt habe ich soeben telefonische Rückmeldung erhalten, dass dies eingegangen ist und an den zuständigen Schulrat weitergeleitet wird.
Ich denke, dass die ganze Angelegenheit sowieso gegessen sein wird, wenn die eigentliche Rektorin im April wieder da ist. Ich gehe davon aus, dass diese Aktionen nicht in ihrem Sinne sind und deshalb noch vorher über die Bühne gebracht werden sollten.
Verfasst am: 17.03.2006, 20:37 Titel:
@ Tina B.:
Nichts ist im April "gegessen", wenn vorher Verwaltungakte durchgezogen werden !!!
Wieso verlassen Sie sich so sehr auf den nur vermutbaren guten Willen der mit Kleinkind belasteten Rektorin ???
Schreiben Sie eine DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE ÜBER DIE BETROFFENE LEHRERIN an das staatliche Schulamt.
Sind Sie bereit, mir eine Berstätigung zu schicken, dass Sie mich um Hilfe gebeten und beauftragt haben ? Dann kann ich meine mehrstündigen Mühen dem Schulamt gegen mein übliches Honorar in Rechnung stellen. Dann - nur dann - dürfen Sie meine Antworten hier an Sie und an alle oder Teile daraus direkt gegenüber den Schulbehörden oder
Verwaltungsgerichten zitieren oder direkt als Anlage beilegen.
Ich lebe auch nicht nur vom Idealismus alleinund der frischen Luft und hoffe auf Ihr Verständnis und das aller Hilfesuchenden.
Du hast vollkommen recht. In die Dienstaufsichtsbeschwerde kann aufgenommen werden, dass diese Lehrerin ihre Dienstpflichten gravierend verletzt hat:
_ Sie hat ihre dienstlichen Unterlagen schlampig unbeaufsichtigt herumliegen lassen und ihre Beschädigung oder gar Verlust leichtfertig in Kauf genommen
_ Sie hat ihre Datenschutzpflichten göblich verletzt. Jedes Kind konnte in die Arbeiten und Noten anderer einsehen - bei heimlichem Mitnehmen und Herumzeigen im Dorf auch der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Im Moment habe ich nicht mehr Zeit.Tschüss!
GEORG MOHR; Unabhängiger schulpädagogischer Berater - Gutachter - Lehrer
Verfasst am: 17.03.2006, 21:24 Titel:
ich verlasse mich nicht darauf, dass die Angelegenheit im April erledigt sein wird. Es ist nur eine Vermutung, da es doch sehr augenscheinlich ist, dass diese ganzen willkürlichen Aktionen erst seit dem Erziehungsurlaub der Rektorin stattfinden.
Wie dem auch sei, es ist müßig über "hätte, würde, wenn" zu spekulieren.
Selbstverständlich bin ich bereit Ihnen eine Bestätigung zu schicken. Ich habe dafür vollstes Verständnis, da ich weiß wieviel Mühen und Zeit allein Internetrecherchen kosten.
Halten Sie es für sinnvoll, dass ich mich auch mit der Schulleitung der weiterführenden Schule vorab in Verbindung setze um eventuellen negativen Nachrichten der jetzigen Schule vorzugreifen? Oder sollte ich dort keine schlafenden Hunde wecken?
Das mit der Dienstaufsichtsbeschwerde hatte ich mir auch schon überlegt. Auch denke ich darüber nach einen Anwalt hinzuzuziehen. Aber wie findet man einen Vernünftigen, der sich mit so etwas wirklich auskennt?
Bitte teilen Sie mir mit, welche Form die genannte Bestätigung haben muss und auf welchem Weg ich Ihnen diese zukommen lassen soll. Gegebenenfalls können Sie mir eine PN mit Ihrer Anschrift oder Faxnummer zusenden.
Wenn alle Lehrer ein solches Engagement an den Tag legen würden,...! Vielen Dank!
Verfasst am: 18.03.2006, 13:16 Titel:
folgende zwei Schreiben habe ich heute von der Schule erhalten:
Einladung zur Anhörung in die Klassenkonferenz (§64 Abs. 2 Nr. 1 und 3 i. V. m. Abs. 5 BbgSchulG)
aufgrund der Vorfälle vom:
Montag, den 16.01.06 – Beleidigung Fr. W. ;
Dienstag, den 14.02.06 – Ausspruch „Stirb Lehrer“;
Donnerstag, den 02.03.06 – Schulwandertag – Körperverletzung des Klassenlehrers und Gefährdung der Klassenkameraden;
Mittwoch, den 08.03.06 – auf der Heimfahrt vom Sportwettkampf – Anruf beim Sorgentelefon aus Spaß;
Mittwoch, den 15.03.06 – massive Störung im Religionsunterricht
ist gemäß § 64 Abs. 5 des Brandenburgischen Schulgesetzes Ihr Sohn vor der Entscheidung über eine Ordnungsmaßnahme anzuhören. Da Ihr Sohn nicht volljährig ist, ist auch Ihnen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Hierzu lade ich Sie und Ihren Sohn J. zum
Dienstag, den 28.03.2006, um 14.00 Uhr
in die R.-Grundschule, Bibliothek ein. Die Klassenkonferenz wird zu diesem Zeitpunkt den Sachverhalt und das weitere Vorgehen beraten. Sie und Ihr Sohn haben die Möglichkeit, sich vor diesem Gremium zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern.
Soweit Sie dies nicht wünschen, besteht auch die Möglichkeit, dass Sie Ihr Anhörungsrecht durch eine schriftliche Stellungnahme wahrnehmen. Für diesen Fall würde ich die schriftliche Stellungnahme vor der Klassenkonferenz verlesen.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Sie sich – vor der Beratung der Klassenkonferenz am 28.3.06 – in einem Gespräch mir gegenüber äußern. Ich würde dann die Klassenkonferenz entsprechend informieren. Sollten Sie von dieser Möglichkeit der Anhörung Gebrauch machen wollen, bitte ich Sie, mit mir rechtzeitig einen Gesprächstermin zu vereinbaren.
Unabhängig davon, ob und für welche Form der Anhörung Sie sich entscheiden, steht es Ihnen und Ihrem Sohn frei, eine Person Ihres Vertrauens oder einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen.
Soweit Sie und Ihr Sohn sich dafür entscheiden sollten, auf das Recht auf Anhörung zu verzichten, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Beratung und eventuelle Beschlussfassung auf der Grundlage der uns vorliegenden Tatsachen erfolgen muss. Ich darf an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, dass es für die Lehrkräfte wichtig wäre, in einem eventuellen Entscheidungsprozess Ihre Stellungnahme und die Ihres Sohnes berücksichtigen zu können.
Abschließend weise ich darauf hin, dass Ihre Stellungnahme und die Ihres Sohnes der Vertraulichkeit unterliegen. Zu dieser Vertraulichkeit sind gemäß § 75 Abs. 8 Brandenburgisches Schulgesetz alle Mitglieder der Klassenkonferenz verpflichtet.
(pers. unterschrieben)
Zweites Schreiben:
Wandertag am 22.03.2006
aufgrund der letzten Vorfälle kann ich die Verantwortung für Ihren Sohn J. während unsres Besuchs im Amtsgericht Potsdam nicht übernehmen.
Sie haben die Möglichkeit, Ihren Sohn auf diesem Wandertag zu begleiten, anderenfalls würde er an diesem Tag den Unterricht der Klasse 6a besuchen.
Bitte teilen Sie mir rechtzeitig Ihre Entscheidung mit.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Einladung zur Klassenkonferenz noch immer nicht den Rechtsvorschriften entspricht, da Antrag bzw. Ziel zur Beschlussfassung und die zur Konferenz Geladenen nicht genannt werden?
Ich habe im Internet eine Anwaltskanzlei gefunden, die das Schulrecht als Tätigkeitsschwerpunkt hat, dort werde ich am Montag mal anrufen.
Beste Grüße einer völlig entnervten Mutter!
Verfasst am: 18.03.2006, 19:06 Titel: Schulamt unterstützt Schule in unrechtmäßigem Vorgehen
Tja Tina B.,
in welcher Zustellungsart haben Sie den Brief heute erhalten?
Gut, dass Sie zum Rechtsanwalt gehen wollen.
Haben Sie eventuell eine Rechtsschutzversicherung mit Verwaltungsrechtsschutz?
Das ist seit erst etwa 2 Jahren möglich und kostet wenig mehr, wenn Ihre Versicherung dies anbietet.
Meine Versicherung ist die RECHTSSCHUTZUNION MÜNCHEN.
Auch bei der einfachen Rechtsschutzversicherung haben Sie Anspruch auf eine Beratung. Als Kulanz übernehmen sie manchmal auch mehr.
Es sieht für mich ganz so aus, dass der Jurist des Staatlichen Schulamtes der Lehrerin auf meinen Vorschlag, dorthin zu schreiben, jetzt den Text vorgegeben hat. Das ist nur auf den ersten Blick ein Nachteil.
Schreiben Sie gleich folgende Beschwerde an das Schulamt:
"In einem rechtsstaatlichen Verfahren benötige ich für eine Stellungnashme mehr als Daten, auf die sich die Vorwürfe beziehen. Ich muss Einsicht in die gesamte schriftlich zu fassende Vorwurfsakte mit allen Beweismitteln haben. Deshalb beantrage ich umgehende Übersendung von den durchnummerierten (!) Seiten des kompletten Vorgangs - Eingang bei mir spätestens eine Woche vor Konferenztermin. Deswegen und damit die normale Schulleiterin die Konferenz kompetent leitet, was ich ebenfalls beantrage und was die Vertreterin nicht kann, beantrage ich schon jetzt die Konferenz auf die Zeit nach den Osterferien zu verschieben.
Ich beantrage auch, eine schriftliche Stellungnahme der Sozialarbeiterin, Frau X, einzuholen und mir umgehend in Kopie zu übersenden. Natürlich erwarte ich auch und beantrage, dass Frau X rechtzeitig zur Klassenkonferenz mit vollem Stimm- und Beratungsrecht geladen wird. Ebenso sind alle in der einschlägigen Vorschrift zu Ordnungsmaßnahmen genannten zu laden.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass das Verfahren nach § 64 (5) SchG allen Vorschriften der Rechtsverordnung EOMV (Erziehungs- und OrdnungsmaßnahmenVerordnung - EOMV) und danach allen Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes (§10 der EOMV) entsprechen muss.
Ich beantrage auch schriftliche Mitteilung mit ausführlicher Begründung darüber, ob - warum nicht - entsprechend § 63 + §64 SchG alle Grundsätze vor Ornungsmaßnahmen eingehalten wurden. Mir ist davon bisher nichts bekannt, was ich ebenfalls rüge.
Auch rüge ich, dass mir die Absicht, gegebenenfalls Ordnungsmaßnahmen zu verhängen, nicht gemäß §4 EOMV schriftlich angekündigt wurde.
In der Ladung an mich müssen alle anderen Geladenen, alle Zeugen und alle Beweismittel genannt sein. Da dies alles in der Ladung v. ... fehlt, rüge ich dies und sehe diese Ladung als nicht rechtsgültig an.
Da offensichtlich so viel von Schulseite pädagogisch und rechtlich ungenügend und falsch läuft und offensichtlich pädagogisch und juristisch unverhältnismäßig gehandelt wird, beantrage ich die sofortige Einstellung des Verfahrens durch das Schulamt und umgehende Nachricht an mich."
Ebenfalls als Beschwerde ans Schualamt mit dem Antrag auf sofortige Aufhebung der Einschränkung zum "Wandertag ins Amtsgericht" :
" Die Begründung ist zu allgemein und eine Beeinträchtigung der Klasse ist nicht anzunehmen."
Es sei denn, Sie wollen mal mitgehen und Kontakt zur Klasse bekommen. Vielleicht erzählen die Mitschüler Ihnen ja Interessantes.
Suchen Sie sich das brandenburgische Verwaltungsverfahrensgesetz im Internet.
So viel für Sie und jedermann für jetzt. Ich schicke Ihnen, Tina B., eine PN.
Freundliche Grüße, GEORG MOHR
Moderastor EMGS
Verfasst am: 18.03.2006, 19:43 Titel:
ich habe den Brief mit normaler Post erhalten.
Tja, das mit der Rechtschutzversicherung weiß ich gar nicht so genau. In den Bedingungen ist die Rede von „Verwaltungs-Rechtschutz in Verkehrssachen“, diese sind allerdings älter als zwei Jahre. Ich werde dort einmal nachfragen. Wenn nicht habe ich auf jeden Fall Anspruch auf Prozesskostenhilfe, da ich z. Zt. über kein Einkommen verfüge.
Ich habe beschlossen an dem Wandertag teilzunehmen. Da mein Sohn Rechtsanwalt werden will, möchte ich ihm den Besuch beim Amtsgericht schon ermöglichen und andererseits der KL keine Gelegenheit mehr geben, sich irgendwelche „Fehlverhalten“ auszudenken!
Des Weiteren haben wir mit meinem Sohn besprochen, dass er zum eigenen Schutz nicht an der diesjährigen Klassenfahrt teilnehmen wird. Bei der Willkür dieser Lehrerin rechne ich mittlerweile mit allem.
Verfasst am: 18.03.2006, 22:58 Titel: Ladung nur gg. persönliche Empfangsbestätigung od Zustellung
Ladungen zu gesetzlich geregelten Terminen müssen sicher angekommen sein:
1. persönliche Empfangsbestätigung
2. Zustellung per Post in gesetzlich vorgeschriebener Form im gelben Umschlag mit Datum und Unterschrift des Zustellers rechts oben.
Ich finde Ihre Entscheidungen zu Wandertag und Klassenfahrt gut unter diesen Umständen.
Aber vielleicht können Sie der Lehrerin ihre - so scheint es - Verlogenheit noch nachweisen. Dann müsste sie zuhause bleiben und ihr Sohn könnte mitfahren, wenn die Fahrt stattfindet.

References: § 64
 § 64
 § 75
 § 64
 § 63
 §64
 §4