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Timestamp: 2016-10-25 14:02:49+00:00

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4C.20/2002 (18.06.2002)
Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Louis A. Capt, Bahnhofstrasse 15, Postfach, 8620 Wetzikon,
Grundst�ckkaufvertrag; Restkaufpreis; Darlehensvertrag,
Die Eheleute B.________ (Beklagte) und C.________ standen unter dem ordentlichen G�terstand der Errungenschaftsbeteiligung. Die finanziellen Angelegenheiten pflegte der Ehemann zu regeln. Mit Kaufvertrag vom 3. Juli 1991 erwarben sie von D.________ und A.________ (Kl�gerin) ein Grundst�ck in X.________ f�r Fr. 350'000.-- zu h�lftigem Miteigentum. Der Kaufpreis sollte durch �bernahme einer bestehenden Hypothekarschuld im Betrag von Fr. 5'770.--, durch ein Depositum von Fr. 53'000.-- f�r die von den Verk�ufern zu entrichtende Grundst�ckgewinnsteuer sowie durch Zahlung von Fr. 291'230.-- an die Verk�ufer innerhalb von zehn Tagen ab Datum des Grundbucheintrages getilgt werden. Am 9. Juli 1991 liessen die K�ufer D.________ Fr. 145'650.-- �berweisen. Die Restschuld blieb einstweilen offen.
Am 8. August 1991 erschien C.________ bei der Kl�gerin und erkl�rte, er und seine Ehefrau seien nicht in der Lage, den gesamten Kaufpreis kurzfristig bereit zu stellen. Er legte der Kl�gerin einen von ihm vorbereiteten und mit seiner Unterschrift versehenen Darlehensvertrag �ber Fr. 145'000.-- vor, in welchem er und seine Frau als Darlehensnehmer aufgef�hrt waren. Die Kl�gerin unterzeichnete als Darlehensgeberin.
Am 20. August 1991 liess C.________ von seinem Konto bei der Appenzell-Inerrhodischen Kantonalbank Fr. 53'000.-- an das Grundbuchamt sowie mit Valuta vom 21. August 1991 Fr. 145'650.-- auf das Konto des Ehepaars A.________ �berweisen. Wenige Tage sp�ter verlangte C.________ von der Kl�gerin telefonisch die R�ckzahlung, weil die �berweisung irrt�mlich erfolgt sei. Die Kl�gerin kam diesem Begehren nach. Der Betrag wurde darauf am 2. September 1991 dem Konto C.________s r�ckverg�tet.
Die Kl�gerin k�ndigte den Darlehensvertrag und verlangte die R�ckzahlung des Darlehens. Die Beklagte verweigerte eine Zahlung und erhob auf Betreibung hin Rechtsvorschlag.
Am 20. Juni 2000 gelangte die Kl�gerin an das Bezirksgericht Appenzell mit dem Antrag, die Beklagte zur Zahlung von Fr. 126'044.15 nebst Zins zu verpflichten sowie deren Rechtsvorschlag in diesem Umfang aufzuheben und ihr definitive Rechts�ffnung zu erteilen. Das Bezirksgericht wies die Klage mit Urteil vom 12. M�rz 2001 ab. Eine Berufung der Kl�gerin wies das Kantonsgericht Appenzell Innerrhoden mit Urteil vom 6. November 2001 ab.
Mit Berufung beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts aufzuheben und die Klage gutzuheissen.
Die Vorinstanz hat festgestellt, die Kl�gerin fordere von der Beklagten nicht die Begleichung einer allf�lligen Restschuld aus dem Grundst�ckkauf, sondern sie belange die Beklagte ausschliesslich als Solidarschuldnerin aus dem Darlehensvertrag. Die Parteien seien sich einig, dass mit der Begr�ndung der Darlehensschuld die Kaufpreisschuld getilgt worden sei (Art. 116 Abs. 1 OR). Damit hat die Vorinstanz eine tats�chliche Feststellung �ber den animus novandi der am Darlehensvertrag beteiligten Personen getroffen. Daran ist das Bundesgericht im Berufungsverfahren gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG). Soweit die Kl�gerin in der Berufung geltend macht, falls der Ehemann die Beklagte durch den Abschluss des Darlehensvertrags nicht habe verpflichten k�nnen, h�tte die Vorinstanz erkennen m�ssen, dass die Beklagte weiterhin aus der urspr�nglichen Kaufpreisschuld hafte, ist darauf nicht einzutreten, weil neue Begehren im Berufungsverfahren nicht zul�ssig sind (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht hat somit als einzige Streitfrage zu pr�fen, ob auch die Beklagte durch den Darlehensvertrag verpflichtet wurde.
Wie aus dem angefochtenen Urteil hervorgeht, wird die Beklagte im schriftlichen Darlehensvertrag neben ihrem damaligen Ehemann als Darlehensnehmerin genannt und ist deren Unterschrift auf der Vertragsurkunde vorgesehen, aber nicht erfolgt. Die Vorinstanz hielt die Kl�gerin daher nicht f�r berechtigt, die Beklagte als Solidarschuldnerin aus dem Darlehensvertrag zu belangen. Sie pr�fte die Vertretungsbefugnis des damaligen Ehemannes der Beklagten im Lichte von Art. 166 ZGB und erwog, die Beklagte habe diesen weder schriftlich noch m�ndlich oder konkludent erm�chtigt, den Darlehensvertrag f�r sie abzuschliessen, sondern lediglich dazu, mit dem von ihr bereit gestellten Geld die Kaufpreisschuld zu begleichen. Ebenso wenig sind nach dem angefochtenen Urteil Umst�nde dargetan oder ersichtlich, welche darauf schliessen liessen, dass die Eheleute B.________ und C.________ zum Abschluss des Darlehensvertrages eine einfache Gesellschaft gebildet h�tten.
2.1 Die Kl�gerin wirft dem Kantonsgericht vor, aktenwidrig verkannt zu haben, dass die Beklagte durch ihre Aussagen in den Rechtsschriften, ihr fr�herer Ehemann habe w�hrend der Ehe s�mtliche finanziellen Angelegenheiten geregelt und er sei "in diesem Sinne ... als Stellvertreter der Beklagten bevollm�chtigt" gewesen, "die Bezahlung des Kaufpreises mit der Beklagten zu regeln", ausdr�cklich die Bevollm�chtigung ihres Ehemannes zugestanden habe.
Die R�ge der Aktenwidrigkeit ist als solche eines offensichtlichen Versehens im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG zu behandeln. Ein offensichtliches Versehen liegt nach st�ndiger Rechtsprechung vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle �bersehen oder unrichtig, das heisst nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mir ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 104 II 68 E. 3b S. 74). Entgegen der Auffassung der Kl�gerin geht jedoch aus dem angefochtenen Urteil hervor, dass die Vorinstanz die angef�hrten Stellen eingesehen und gew�rdigt hat, stellt sie doch fest, dass gem�ss den Aussagen beider Parteien C.________ in der Ehe mit der Beklagten grunds�tzlich die finanziellen Angelegenheiten geregelt hat. Ein offensichtliches Versehen kann der Vorinstanz somit nicht vorgeworfen werden.
2.2 Nach dem angefochtenen Urteil l�sst sich aus der Erm�chtigung von C.________ zur Regelung der finanziellen Angelegenheiten der Familie nicht ableiten, dass er von der Beklagten auch zum Abschluss des Darlehensvertrags bevollm�chtigt war. Gest�tzt auf die eherechtliche Bevollm�chtigung sei der Ehemann lediglich berechtigt gewesen, die ihm von der Beklagten zur Verf�gung gestellten Summen an die Verk�ufer zu �berweisen.
Die Kl�gerin wirft dem Kantonsgericht in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 166 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB vor. Nach dieser Bestimmung vertritt jeder Ehegatte w�hrend des Zusammenlebens die eheliche Gemeinschaft f�r die �brigen, das heisst die �ber die laufenden hinausreichenden Bed�rfnisse der Familie, wenn er vom andern oder vom Richter dazu erm�chtigt worden ist. Andernfalls verpflichtet der jeweils handelnde Ehegatte durch Rechtsgesch�fte mit Dritten nur sich selbst (Br�m/Hasenb�hler, Z�rcher Kommentar, N. 36 zu Art. 166 ZGB). Der sachliche Umfang der Vollmacht wird durch die Bevollm�chtigung, durch den Willen des Vollmachtgebers bestimmt (Z�ch, Berner Kommentar, N. 91 zu Art. 33 OR; Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, N. 70 zu Art. 166 ZGB). Die Sonderregelung von Art. 166 ZGB erfasst aber entsprechend ihrer Marginalie sowohl im Rahmen der ordentlichen (Abs. 1) als auch der ausserordentlichen Vertretung (Abs. 2) stets nur Rechtsgesch�fte famili�rer Bedarfsdeckung (Br�m/Hasenb�hler, a.a.O., N. 55 lit. c zu Art. 166 ZGB; Hausheer/Reusser/Geiser, a. a. O., N. 35 zu Art. 166 ZGB). Geht es beim fraglichen Gesch�ft nicht um die Befriedigung von Bed�rfnissen im Interesse der zusammenlebenden Familie, l�sst sich die in Art. 166 Abs. 3 ZGB statuierte solidarische Haftung der Ehegatten nicht rechtfertigen (Hegnauer/Breitschmid, Grundriss des Eherechts, 4. Auflage, Rz. 18.10). Denn dieser liegt der Gedanke zu Grunde, dass die einen gemeinsamen Haushalt f�hrenden Ehegatten eine Nutzungs- und Verbrauchsgemeinschaft bilden, innerhalb welcher der Nutzen aus sogenannten Gemeinschaftsgesch�ften auch dem nicht handelnden Ehegatten zuzufliessen pflegt (Br�m/Hasenb�hler, a.a.O., N. 65 zu Art. 166 ZGB mit Hinweisen; Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., N. 35 zu Art. 166 ZGB). Die dem Familienrecht eigene Rechtsfolge, dass der Vertreter von Gesetzes wegen sowohl den Vertretenen als auch - solidarisch mit diesem - sich selbst verpflichtet (Art. 166 Abs. 3 ZGB), tritt demnach nur ein, wenn das Gesch�ft im Interesse der Ehe- oder Familiengemeinschaft liegt.
Die Vorinstanz hat festgehalten, die Kl�gerin habe nicht behauptet, die Darlehensaufnahme habe den laufenden Bed�rfnissen der Familie im Sinne von Art. 166 Abs. 1 ZGB gedient. Die Vorinstanz hat aber auch verneint, dass das Darlehen zur Deckung der "�brigen Bed�rfnisse der Familie" im Sinne von Art. 166 Abs. 2 ZGB aufgenommen wurde. Denn damit habe der Kauf einer Liegenschaft finanziert werden sollen, die f�r die Kl�gerin erkennbar weder als Familienwohnung erworben noch als solche genutzt worden sei. Inwiefern die Vorinstanz mit dieser Beurteilung gegen Bundesrecht verst�sst, zeigt die Kl�gerin nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. Aufgrund der Feststellungen im angefochtenen Urteil sowie namentlich mit Blick auf den je h�lftigen Erwerb des Grundst�cks durch die Ehegatten l�sst sich denn auch nicht annehmen, diese h�tten eine gemeinsame Investition zur Vermehrung des Familienverm�gens t�tigen wollen. Aufgrund der erw�hnten Umst�nde ist dagegen davon auszugehen, dass f�r die Eheleute die Wertvermehrung des Eigengutes im Vordergrund stand. Damit entf�llt die Anwendung von Art. 166 ZGB, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat.
Die Kl�gerin h�lt vor Bundesgericht daran fest, die Eheleute B.________ und C.________ h�tten sich sowohl zum Zweck des Hauskaufs als auch f�r den Abschluss des Darlehensvertrags zu einer einfachen Gesellschaft zusammengeschlossen; daraus ergebe sich die solidarische Haftung der Beklagten f�r Schulden der Gesellschaft gem�ss Art. 544 Abs. 3 OR, zu denen auch die Verpflichtung zur R�ckzahlung des Darlehens geh�re. Im angefochtenen Urteil wird demgegen�ber festgehalten, es seien keine Gr�nde aufgef�hrt worden und es erg�ben sich keine Anhaltspunkte aus den Akten, inwiefern die Beklagte zusammen mit ihrem damaligen Ehemann im Sinne von Art. 168 ZGB f�r den Abschluss des Darlehensvertrags explizit oder konkludent eine Gesellschaft gegr�ndet haben sollte. Mit der Berufung wendet die Kl�gerin ein, die Vorinstanz habe verkannt, dass die einfache Gesellschaft bereits zum Zweck des Kaufs und der �bernahme der Liegenschaft unter Bezahlung des Kaufpreises begr�ndet worden sei. Sie macht geltend, die Beklagte habe C.________ die Gesch�ftsf�hrung �berlassen, weshalb er sie gem�ss Art. 543 Abs. 2 und 3 OR gegen�ber Dritten vertreten und auch verpflichtet habe.
3.1 Bei der einfachen Gesellschaft steht die Gesch�ftsf�hrung allen Gesellschaftern zu, sofern nichts anderes vereinbart oder beschlossen worden ist (Art. 535 Abs. 1 OR). Gem�ss Art. 543 Abs. 3 OR wird vermutet, der zur Gesch�ftsf�hrung befugte Gesellschafter sei auch erm�chtigt, die Gesellschaft oder s�mtliche Gesellschafter im Verh�ltnis mit Dritten zu vertreten. Geben die Gesellschafter gegen�ber Dritten ausdr�cklich oder stillschweigend das Bestehen der Gesellschaft zu erkennen, ohne diesen Anhaltspunkte daf�r zu liefern, dass die Geschaftsf�hrungsbefugnis bestimmter Gesellschafter beschr�nkt oder ausgeschlossen ist, kann sich der gutgl�ubige Dritte auf die gesetzliche Erm�chtigungsvermutung gem�ss Art. 543 Abs. 3 OR st�tzen. Interne Abmachungen unter den Gesellschaftern bez�glich der Vertretungsmacht des gesch�ftsf�hrenden Mitglieds k�nnen dem Dritten somit nicht entgegengehalten werden, wenn er von diesen Abmachungen keine Kenntnis hatte (BGE 124 III E. 4a S. 358 f. mit Hinweisen; 116 II 707 E. 2a).
3.2 Die einfache Gesellschaft ist die vertragliche Verbindung von mehreren Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks mit gemeinsamen Kr�ften oder Mitteln (Art. 530 Abs. 1 OR). Wesensmerkmal der einfachen Gesellschaft bildet der gemeinsame animus societatis, das heisst der Wille, die Kr�fte mit Blick auf ein gemeinsames Ziel zu vereinigen (BGE 99 II 303 E. 4a; Handschin, Basler Kommentar, 2. Aufl., N. 4 zu Art. 530 OR). Wie im Gebiet des Vertragsrechts gilt auch im Gesellschaftsrecht das allgemeine Prinzip des Vertrauensschutzes. Danach setzt rechtsgesch�ftliche Bindung nicht einen bestimmt gearteten inneren Willen voraus, sondern kann auch aus einem Verhalten folgen, aus dem die Gegenseite in guten Treuen auf das Vorhandensein eines bestimmten Willens schliessen durfte. Daraus und aus der Formfreiheit der Gesellschaftsvertr�ge ergibt sich, dass eine einfache Gesellschaft konkludent entstehen und sich namentlich aus dem Verhalten der Gesellschafter ergeben kann, ohne dass ihnen diese Rechtsfolge bewusst sein muss (BGE 124 III 363 E. II/2a S. 365 mit Hinweisen).
3.3 Zweck einer einfachen Gesellschaft kann auch der gemeinsame Erwerb einer Liegenschaft oder eines Hauses durch mehrere Personen zu Mit- oder Gesamteigentum sein. Nach herrschender Lehre zum Eherecht k�nnen Eheleute eine "Liegenschafts- bzw. Verm�genszuordnungsgemeinschaft" mit dem einzigen Zweck bilden, im Rahmen eines G�terstandes an einer Liegenschaft Eigentum zu begr�nden (Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., Vorbemerkungen vor Art. 221 ff. ZGB, N. 42; Hausheer, Anmerkungen zur Ehegattengesellschaft, ZBJV 1995/131, S. 617 ff., S. 620). Haupts�chlicher Zweck der Gesellschaft ist in diesen F�llen der Erwerb der Liegenschaft zu Eigentum. H�ufig umfasst der Gesellschaftszweck aber auch die Mittel zur Erreichung des Hauptzweckes wie namentlich die - teilweise - Finanzierung durch Aufnahme eines Darlehens und die Sicherung der Darlehensforderung durch ein Grundpfand (vgl. Rey, Gemeinschaftliches Eigentum unter Ehegatten, ZBGR 1981, S. 321 ff., S. 325 und 328). In diesem Zusammenhang darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes nicht gen�gt, sondern der Zweck mit gemeinsamen Kr�ften oder Mitteln verfolgt werden muss. Die einfache Gesellschaft setzt voraus, dass jeder Gesellschafter einen Beitrag leistet, sei es finanzieller Art oder in Form einer Arbeitsleistung. Ist dies nicht der Fall, besteht keine einfache Gesellschaft zwischen den Ehegatten (Beat Br�m, Gemeinschaftliches Eigentum unter Ehegatten an Grundst�cken, Diss. Bern 1997, S. 41f. insbes. Fussnote 4).
3.4 Das konkludente Zustandekommen eines Gesellschaftsverh�ltnisses ist nicht leichthin anzunehmen. Das Verhalten der Beteiligten muss mit hinreichender Klarheit darauf hindeuten, dass zwischen ihnen eine Gesellschaft besteht. Es gelten die gleichen Grunds�tze, welche der Rechtsprechung zum Schutz des Vertrauens in die Gesch�ftsf�hrungsbefugnis eines Gesellschafters zugrunde liegen. Selbst wenn die Ehegatten beim Kauf als einfache Gesellschafter aufgetreten sind, ist dar�ber hinaus erforderlich, dass Umst�nde vorliegen, welche auf die Zielvorstellung der Ehegatten hinweisen, �ber die in der Ehe gr�ndende gemeinsame Sachnutzung hinaus eine besondere rechtliche Bindung gesellschaftlicher Art zur F�rderung eines gemeinsamen Zwecks mit gemeinsamen Kr�ften und Mitteln einzugehen (Fellmann, Grundfragen im Recht der einfachen Gesellschaft, ZBJV 1997/133, S. 285 ff., S. 304 f.; Rey, a.a.O., S. 324).
3.5 Wie bereits festgehalten wurde, haben C.________ und die Beklagte die Liegenschaft zu h�lftigem Miteigentum erworben. Der Kl�gerin, welche den Kaufvertrag vom 3. Juli 1991 mitunterschrieben hat, war dies bekannt. Nach dem angefochtenen Urteil hat sie zudem gewusst, dass die Eheleute B.________ und C.________ die Liegenschaft nicht als Familienwohnung erwarben und sie in der Folge nicht als solche nutzten. Aufgrund der Umst�nde war vielmehr erkennbar, dass das Kaufgesch�ft keinen Zusammenhang mit den Bed�rfnissen der Familie B.________ und C.________ aufwies, sondern in der Erwartung get�tigt wurde, dass es sich vorteilhaft auf das investierte Eigengut auswirken w�rde (vgl. vorne E. 2.2). Im angefochtenen Urteil wird im Weitern festgestellt, dass sich C.________ um die finanziellen Angelegenheiten der Eheleute k�mmerte und in diesem Rahmen denn auch regelm�ssig als Vertreter seiner Frau auftrat. So verhielt es sich auch in Bezug auf den Abschluss des Darlehensvertrags mit der Kl�gerin. Nach den Feststellungen der Vorinstanz erschien C.________ am 8. August 1991 allein bei der Kl�gerin mit dem vorbereiteten Darlehensvertrag und unterzeichnete ihn auch allein. Aus der Sicht der Kl�gerin entsprach diese Vorgehensweise ihren fr�heren Erfahrungen im Kontakt mit dem Ehepaar B.________ und C.________, weshalb sie darauf vertrauen durfte, dass C.________ auch dieses Mal im Einverst�ndnis mit seiner Ehefrau handelte. Es bestanden sodann - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - aus der Sicht der Kl�gerin durchaus Anhaltspunkte daf�r, dass der Abschluss des Darlehensvertrags im Interesse einer einfachen Gesellschaft erfolgte, welche das Ehepaar B.________ und C.________ zum Zweck des gemeinsamen Erwerbs der Liegenschaft gebildet hatte. Aufgrund der Umst�nde musste der Kl�gerin naheliegend erscheinen, dass der Gesellschaftszweck nicht nur den Erwerb als solchen, sondern auch dessen Finanzierung umfasste. Hier ist allerdings anzumerken, dass nach den Feststellungen der Vorinstanz tats�chlich keine Fremdfinanzierung n�tig gewesen w�re, da die Ehefrau den noch offenen Kaufpreis aus eigenen Mitteln aufbringen konnte. Dass dies damals der Kl�gerin bekannt gewesen ist, wird im angefochtenen Urteil nicht festgestellt. Es wird vielmehr festgehalten, dass C.________ der Kl�gerin gegen�ber vorgab, den Restkaufpreis zur Zeit nicht zahlen zu k�nnen, w�hrend er gegen�ber seiner Ehefrau den Abschluss des Darlehensvertrags verheimlichte und durch das bereits geschilderte Vorgehen (vgl. vorne Sachverhalt lit. B) erreichte, dass er �ber den entsprechenden Betrag f�r andere - im angefochtenen Urteil nicht genannte - Zwecke verf�gen konnte. Ebenfalls unklar ist, wie es sich aus der Sicht der Kl�gerin mit einem allf�lligen Beitrag von C.________ als Gesellschafter verhielt. War ihr bekannt, dass dieser keinen Beitrag in Geld leisten konnte, musste sie davon ausgehen, dass er seinen Beitrag in anderer Form erbringe. Andernfalls bildeten die Ehegatten aus ihrer Sicht keine einfache Gesellschaft (vgl. vorne E. 3.3).
Aufgrund des von der Vorinstanz bisher festgestellten Sachverhalts l�sst sich somit nicht beurteilen, ob die Kl�gerin davon ausgehen durfte, dass C.________ auch im Zusammenhang mit dem Abschluss des Darlehensvertrags vom 8. August 1991 als einfacher Gesellschafter handelte. Es fehlen namentlich Feststellungen der Vorinstanz dar�ber, wie weit die Kl�gerin Kenntnis von den finanziellen Verh�ltnissen des Ehepaars B.________ und C.________ hatte, insbesondere ob sie wusste, aus welchen Mitteln dieses den Erwerb der Liegenschaft finanzieren wollte. Die Streitsache muss deshalb in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 OG zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen werden. Gegebenenfalls abzukl�ren ist der Sachverhalt im �brigen auch hinsichtlich der Frage des - von der Vorinstanz in Erw�gung 7 ihres Urteils verneinten - Vorliegens einer Anscheinsvollmacht. Diese ist im Fall rein passiven Verhaltens der vertretenen Person namentlich von der Voraussetzung der berechtigten Gutgl�ubigkeit des Dritten abh�ngig (vgl. BGE 120 II 197 E. 2b/cc mit Hinweisen). Es m�sste deshalb festgestellt werden, ob die Kl�gerin den Erkl�rungen von C.________ im Zusammenhang mit dem Abschluss des Darlehensvertrags trauen durfte oder ob sie aufgrund der ihr bekannten Umst�nde h�tte Verdacht sch�pfen und vor Unterzeichnung des Vertrags mit der Beklagten R�cksprache nehmen m�ssen. Auch die Beantwortung dieser Frage h�ngt insbesondere davon ab, ob die Kl�gerin wusste, aus welchen Mitteln das Ehepaar B.________ und C.________ den Erwerb der Liegenschaft finanzieren wollte.
Aus diesen Gr�nden ist die Berufung teilweise gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Streitsache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Kl�gerin hat mit der Berufung die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Gutheissung der Klage beantragt. Sie ist mit ihren Antr�gen zwar formell nur teilweise durchgedrungen, kann aber dennoch als obsiegende Partei im bundesgerichtlichen Verfahren angesehen werden, weil sie mit ihrem Rechtsstandpunkt weitgehend Erfolg gehabt hat. Es rechtfertigt sich deshalb, die Gerichtsgeb�hr der Beklagten aufzuerlegen und diese zur Zahlung einer Parteientsch�digung an die Kl�gerin zu verpflichten ( Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Appenzell I. Rh. vom 6. November 2001 aufgehoben und die Streitsache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 5'500.-- wird der Beklagten auferlegt.
Die Beklagte hat die Kl�gerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 7'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 166
 Art. 63
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 33
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 544
 Art. 168
 Art. 543
 Art. 543
 Art. 543
 Art. 530
 Art. 221
 Art. 64
 BGE 
 Art. 156
 Art. 159