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Timestamp: 2019-12-14 12:28:15+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1995, 3378 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 18.09.1995
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BVerfG, 13.12.1994 - 2 BvR 89/91 (https://dejure.org/1994,780)
BVerfG, Entscheidung vom 13.12.1994 - 2 BvR 89/91 (https://dejure.org/1994,780)
BVerfG, Entscheidung vom 13. Dezember 1994 - 2 BvR 89/91 (https://dejure.org/1994,780)
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Billigkeitserlaß von Steuern - Belastungsgleichheit - Generalisierende Wirkungen - Belastungsgrund des Gesetzgebers
NJW 1995, 3378 (Ls.)
NVwZ 1995, 989
Härten, die dem Zweck der Abgabenerhebung entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestands bewusst in Kauf genommen hat, können einen Billigkeitserlass dagegen nicht rechtfertigen (…vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11.12.2008, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 19.02.2015, a.a.O.; vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 14.10.2015 - 9 C 22.14 -, BVerwGE 153, 116; BFH, Beschluss vom 28.11.2016 - GrS 1/15 -, BFHE 255, 482 = BStBl II 2017, 393; BVerfG, Kammerbeschluss vom 13.12.1994 - 2 BvR 89/91 -, juris;… Loose in: Tipke/Kruse, AO/FGO, a.a.O., § 227 AO Rn. 40;… Rüsken in: Klein, AO, a.a.O., § 163 Rn. 32).
Das setzt voraus, dass der Gesetzgeber die Grundlagen für die Steuerfestsetzung anders als tatsächlich geschehen geregelt hätte, wenn er die zu beurteilende Frage als regelungsbedürftig erkannt hätte (…stRspr, vgl. BVerfG, Kammerbeschlüsse vom 8. Juli 1987 - 1 BvR 623/86 - juris Rn. 5 und vom 13. Dezember 1994 - 2 BvR 89/91 - NVwZ 1995, 989 ;… BFH, Urteile vom 24. September 1987 - V R 76/78 - BFHE 151, 221 , vom 21. Oktober 2009 - I R 112/08 - juris Rn. 9 …und vom 4. Juni 2014 - I R 21/13 - BFHE 246, 130 Rn. 10; BVerwG, Urteil vom 4. Juni 1982 - 8 C 90.81 - Buchholz 401.0 § 163 AO Nr. 1 S. 3 f.).
Härten, die dem Besteuerungszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestandes bewusst in Kauf genommen hat, können einen Billigkeitserlass nicht rechtfertigen, sondern sind gegebenenfalls durch Korrektur des Gesetzes zu beheben (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 13. Dezember 1994 - 2 BvR 89/91 -, NVwZ 1995, S. 989 ).
Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 13. Dezember 1994 2 BvR 89/91 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1995, 220) sei auf den Streitfall nicht übertragbar.
Wie der Senat unter Hinweis auf den BVerfG-Beschluss in HFR 1995, 220 entschieden hat, ist ein Ausgleich eines möglichen gesetzlichen Überhangs der generalisierenden Regelung im Billigkeitserlassweg nicht von vornherein ausgeschlossen (…Senatsbeschlüsse vom 17. März 2003 VII B 269/02, BFH/NV 2003, 825, …und vom 20. April 2000 VII B 25/99, BFH/NV 2000, 1366).
Härten, die dem Besteuerungszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung des Tatbestands bewusst in Kauf genommen hat, können dagegen einen Billigkeitserlass nicht rechtfertigen, sondern sind allenfalls durch eine Gesetzeskorrektur zu beheben (Beschluss des BVerfG in HFR 1995, 220; BFH-Urteile vom 20. Januar 1997 V R 28/95, BFHE 183, 353, BStBl II 1997, 716; vom 9. September 1993 V R 45/91, BFHE 172, 237, BStBl II 1994, 131, und vom 5. Juni 1996 X R 234/93, BFHE 180, 240, BStBl II 1996, 503).
bb) In seinem Beschluss in HFR 1995, 220 hat das BVerfG darauf hingewiesen, dass eine doppelte Steuerfestsetzung in der Funktion, Steuerverkürzungen entgegenzuwirken, verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sei.
Das ist der Fall, wenn nach dem erklärten oder mutmaßlichen Willen des Gesetzgebers angenommen werden kann, dass er die im Billigkeitswege zu entscheidende Frage --hätte er sie geregelt-- im Sinne der beantragten Billigkeitsmaßnahme entschieden hätte (Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 5. April 1978 1 BvR 117/73, BStBl II 1978, 441, und vom 13. Dezember 1994 2 BvR 89/91, Steuerrechtsprechung in Karteiform --StRK--, § 227 AO, Rechtsspruch 58).
Sachliche Gründe sind danach gegeben, wenn nach dem erklärten oder mutmaßlichen Willen des Gesetzgebers angenommen werden kann, daß er die im Billigkeitswege zu entscheidende Frage - hätte er sie geregelt - im Sinne der beantragten Billigkeitsmaßnahme entschieden hätte (Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 5. April 1978 1 BvR 117/73, BStBl II 1978, 441, und vom 13. Dezember 1994 2 BvR 89/91, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Abgabenordnung, § 227, Rechtsspruch 58).
Härten, die dem Besteuerungszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestandes bewusst in Kauf genommen hat, können einen Billigkeitserlass dagegen nicht rechtfertigen, sondern sind allenfalls durch eine Gesetzeskorrektur zu beheben (BVerfG, Kammerbeschl. v. 13.12.1994 - 2 BvR 89/91- NVwZ 1995, 989 mit weiteren Nachweisen; Urt. des Senats v. 11.12.2008 - 2 S 428/08 - Juris).
Die Anwendung dieses allgemeinen Rechtsgrundsatzes auf das Abgaben- und Vollstreckungsrecht führt zu dem in den oben genannten Vorschriften zum Ausdruck kommenden Grundsatz, dass die Festsetzung und Beitreibung einer Geldforderung, deren Einziehung im Einzelfall unbillig wäre, unterbleiben kann (…zur Geltung dieses Grundsatzes s. Tipke/Kruse, AO, 15. Aufl. (1994), § 227 Tz. 2;… Koch/Scholz, AO, 4. Aufl. (1993), Rdnr. 7; vgl. auch BVerfG, NVwZ 1995, 989 (990)).
FG Düsseldorf, 25.01.2012 - 4 K 2860/11
Doppelbesteuerung bei wechselweiser Auslieferung von Dieselkraftstoff und Heizöl …
BFH, 20.04.2000 - VII B 25/99
FG Hamburg, 30.08.2007 - 1 K 249/06
Abgabenordnung: Gutschrift und Konten im Sinne von § 224 Abs. 2 Nr. 2 AO, …
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.01.1998 - 15 A 6219/95
Außenbereich; Grundstück; Druckentwässerungssystem; Anschlussbeitragspflicht; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.01.1998 - 15 A 6220/95
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen eines abwasserrechtlichen Gebührenbescheids; …
BFH, 18.09.1995 - VII R 1/95
Kostenentscheidung bei Erledigung der in einen Urteil enthaltenen Feststellungen
FG München, 03.02.1999 - 3 K 2679/96
Entstehung von Mineralölsteuer; Vermischen von Dieselkraftstoff bzw. …
FG München, 11.11.1998 - 3 K 920/94
https://dejure.org/1995,2124
BVerfG, 18.09.1995 - 1 BvR 1456/95 (https://dejure.org/1995,2124)
BVerfG, Entscheidung vom 18.09.1995 - 1 BvR 1456/95 (https://dejure.org/1995,2124)
BVerfG, Entscheidung vom 18. September 1995 - 1 BvR 1456/95 (https://dejure.org/1995,2124)
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Buß- und Bettag - Niedersachsen - Staatlicher Feiertag
NJW 1995, 3378
NVwZ 1996, 160 (Ls.)
Daneben wurde in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts lediglich ausgesprochen, dass Art. 140 GG selbst keine Grundrechtsqualität beizumessen ist (vgl. BVerfGE 19, 129 ; siehe dazu auch BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 18. September 1995 - 1 BvR 1456/95 -, NJW 1995, S. 3378 f.).
Ein Kernbestand an Sonn- und Feiertagsruhe aber ist unantastbar, im Übrigen besteht Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers (vgl. auch BVerfG, 1. Kammer des Ersten Senats, NJW 1995, S. 3378 ).
vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 18. September 1995 - 1 BvR 1456/95 -, NJW 1995, 3378, Berliner Vefassungsgerichtshof, Beschluss vom 16. August 1995 - 1/95 -, NJW 1995, 3379.
vgl. BVerfGE, Entscheidung vom 5. März 1968 - 1 BvR 579/67 -, BVerfGE 23, 127, Beschluss vom 18. April 1984 - 1 BvL 43/81 -, BVerfGE 67, 26, Entscheidung vom 19. Oktober 1971, a.a.O., Kammerbeschluss vom 18. September 1995, a.a.O..
vgl. BVerfG Entscheidung vom 19. Oktober 1971, a.a.O., Kammerbeschluss vom 18. September 1995, a.a.O., Berliner Verfassungsgerichtshof, Beschluss vom 16. August 1995, a.a.O., sowie Schmidt-Bleibtreu/Klein, Kommentar zum Grundgesetz Rn. 42 zu Art. 4 GG und Sachs, Grundgesetz-Kommentar, Art. 140 GG Rn. 4.
vgl. BVerfGE, Entscheidungen vom 5. März 1968 und vom 19. Oktober 1971, a.a.O., Beschluss vom 18. April 1984, a.a.O., Kammerbeschlüsse vom 15. August 1989 - 1 BvR 881/89 -, NJW 89, 3269 und vom 18. September 1995, a.a.O..
Aus dem verfassungsrechtlichen Auftrag zum Schutz der Feiertage ist der Gesetzgeber verpflichtet, eine angemessene Zahl kirchlicher Feiertage staatlich anzuerkennen und durch gesetzliche Regelung zu gewährleisten, dass sie als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung dienen können (BVerfG v. 18.9.1995 1 BvR 1456/95).
Aus diesem Auftrag folgt jedoch nicht schon eine Gewährleistung für das Fortbestehen bestimmter Feiertage, sondern lediglich eine objektiv-rechtliche Institutsgarantie der Gestalt, dass Feiertage, soweit sie festgesetzt sind, staatlichen Schutz genießen und der Gesetzgeber nicht schlechthin alle Feiertage und damit das Institut selbst beseitigen darf (BVerfG v. 18.9.1995 1 BvR 1456/95).
Das BVerfG hat eine zu den inhaltsgleichen Regelungen in Niedersachsen erhobene Verfassungsbeschwerde durch Kammerbeschluß nicht einmal zur Entscheidung angenommen (Beschluß vom 18. September 1995 - 1 BvR 1456/95, NJW 1995, 3378).
Art. 140 GG iVm Art. 139 der Weimarer Reichsverfassung verpflichtet den Gesetzgeber nur, eine angemessene Zahl kirchlicher Feiertage staatlich anzuerkennen und durch gesetzliche Regelung zu gewährleisten, daß sie als Tage der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung dienen können (vgl BVerfG, NJW 1995, 3378, 3379 mwN).
Aus ihr folgt aber kein Anspruch des Einzelnen gegen den Staat auf Freistellung von einer Arbeitsverpflichtung (vgl. BVerfG, Beschluss vom 18. September 1995, NJW 1995, 3378).
Ein Kernbestand an Sonn- und Feiertagsruhe ist der Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers jedoch entzogen (vgl. zum Bundesrecht BVerfGE 111, 10 unter Hinweis auf BVerfG, NJW 1995, 3378 ).
Hinsichtlich Art und Ausmaß des Sonn- und Feiertagsschutzes hat der Gesetzgeber grundsätzlich eine weite Gestaltungsfreiheit; er darf in seinen Regelungen auch andere Belange als den Schutz der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung zur Geltung bringen (vgl. insbesondere BVerfG, NJW 1995, 3378 ; BVerfGE 111, 10 ; BVerwGE 79, 118 ).
Art. 53 HV enthält insofern eine Einrichtungsgarantie (vgl. für die entsprechende bundesverfassungsrechtliche Gewährleistung BVerfG, NJW 1995, 3378 (3379)).
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 22.12.1999 - 2 M 99/99
Klagebefugnis, subjektives öffentliches Recht, Kirche, Kirchengemeinde, …
Bislang ging die ganz h.M. ohne näher Begründung davon aus, daß Art. 139 WRV iVm. Art. 140 GG eine objekti vrechtliche institutionelle Garantie enthält ohne subjektive Berechtigung (vgl. BverfG, Beschl. v. 18.09.1995 - 1 BvR 1456/95 -, BayVB.- 1996, 80;… Maunz/Dürig, Grundgesetz , Art. 140 Rdnr. 4;… Mangoldt/Klein/v.Campenhausen, Das Bonner Grundgesetz , Band 14 3. Auflage, Art. 139 WRV Rdnr. 14;… Bonner Kommentar, Grundgesetz , Art. 140 Rdnr. 67;… Kästner in: Listl/Pirson (Hrsg.), Handbuch des Staatskirchenrecht der Bundesrepublik Deutschland, Band 11, 2.
OVG Sachsen, 07.07.2009 - 3 C 30/08
Sonntagsladenöffnungszeiten der Stadt Böhlen im Jahre 2008 für unwirksam erklärt
VG München, 13.01.2000 - M 16 S 99.5536
Voraussetzungen des Tatbestandsmerkmals der "Verkaufsstelle" i.S.d. § 1 Abs. 1 …

References: § 227
 § 163
 § 163
 § 227
 § 227
 § 227
 § 224
 Art. 140
 Art. 4
 Art. 140

Art. 140
 Art. 139

Art. 53
 Art. 139
 Art. 140
 Art. 140
 Art. 139
 Art. 140
 § 1