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Timestamp: 2016-10-27 15:14:21+00:00

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Droit du travailleur � un certificat de travail (art. 330a CO). L'employeur ne peut �tablir un certificat de travail � contenu r�duit qu'� la demande expresse du travailleur (art. 330a al. 2 CO). Un certificat de travail complet (art. 330a al. 1 CO) doit contenir des indications portant aussi bien sur la qualit� du travail fourni que sur le comportement du travailleur (confirmation de la jurisprudence; consid. 3). Faits � partir de page 177
A.- A. (nachfolgend: der Kl�ger) schloss mit der X. AG (nachfolgend: die Beklagte) einen m�ndlichen Arbeitsvertrag. Darin verpflichtete sich der Kl�ger, ab Oktober 1997 f�r die Beklagte t�tig zu sein. Im Dezember 1997 liess er einer amerikanischen Lizenzgeberin der Beklagten zwei Schreiben zukommen, in welchen er die Beklagte als eine unorganisierte, von unprofessionellen Kleinkr�mern geleitete Aktiengesellschaft bezeichnete, die kurz vor dem Konkurs stehe und ihren finanziellen Zustand vor der Lizenzgeberin zu verbergen trachte. Mit Schreiben vom 30. Dezember 1997 k�ndigte die Beklagte dem Kl�ger fristlos.
B.- Im M�rz 1999 ersuchte der Kl�ger das Bezirksgericht Arlesheim mit Lohnklageformular, die Beklagte zur Bezahlung von Fr. 69'812.70 zuz�glich der Sozialversicherungsbeitr�ge und eventuell Feriengeld zu verurteilen.
Im November 1999 beantragte der Kl�ger mit schriftlich begr�ndeter Klage, die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kl�ger den ausstehenden Lohn f�r die Zeit von Oktober 1997 bis M�rz 1998 in der Gesamth�he von Fr. 43'342.- nebst 5% Zins seit dem 1. Januar 1998 (Rechtsbegehren 1) und eine Entsch�digung infolge missbr�uchlicher BGE 129 III 177 S. 178K�ndigung in der H�he von sechs Monatsl�hnen zu bezahlen (Rechtsbegehren 2); weiter sei die Beklagte anzuweisen, die Arbeitgeberbeitr�ge auf den Bruttolohn des Kl�gers zu entrichten (Rechtsbegehren 3) und dem Kl�ger ein Arbeitszeugnis gem�ss seinem Entwurf vom 19. Dezember 1997 auszustellen (Rechtsbegehren 4).
Mit Urteil vom 9. Mai 2001 wies das Bezirksgericht Arlesheim die Klage ab. Der Kl�ger erhob dagegen Appellation. Im zweitinstanzlichen Verfahren reduzierte er seine Lohnforderung, indem er f�r die Monate Oktober 1997 bis Januar 1998 netto Fr. 20'775.- und den Anteil am 13. Monatslohn f�r das Jahr 1998 verlangte. Begehren 2 liess er fallen; an den Begehren 3 und 4 hielt er fest, wobei er nicht ein Arbeitszeugnis gem�ss seinem Entwurf vom 19. Dezember 1997, sondern lediglich ein Arbeitszeugnis verlangte. Mit Urteil vom 7. Mai 2002 hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Appellation teilweise gut, indem es die Beklagte verpflichtete, dem Kl�ger eine Arbeitsbest�tigung im Sinne von Art. 330a Abs. 2 OR f�r das Arbeitsverh�ltnis vom 1. Oktober 1997 bis zum 31. Dezember 1997 auszustellen.
C.- Der Kl�ger beantragt dem Bundesgericht mit Berufung, das Urteil des Kantonsgerichts teilweise aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen, ihm f�r die Monate Oktober 1997 bis Dezember 1997 Fr. 14'985.- nebst 5% Zins seit dem 1. Januar 1998 zu bezahlen (Berufungsbegehren 1) und ein Arbeitszeugnis mit Angaben �ber die Dauer der Anstellung, die Art der T�tigkeit, die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses auszustellen (Berufungsbegehren 2). Die Beklagte schliesst sinngem�ss auf Abweisung der Berufung.
Mit Beschluss vom 25. November 2002 wurde dem Kl�ger die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt.
3. 3.1 Die Vorinstanz h�lt daf�r, dass der Kl�ger grunds�tzlich einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis habe. Dieser Anspruch beschr�nke sich aber auf eine Arbeitsbest�tigung im Sinne von Art. 330a Abs. 2 OR, da sich die Parteien �ber den Inhalt des Arbeitszeugnisses nicht einigen konnten. Der Kl�ger macht demgegen�ber geltend, er habe einen Anspruch auf ein Zeugnis, das sich �ber die Dauer der Anstellung, die Art der T�tigkeit, die Leistungen und das Verhalten w�hrend der Dauer des Anstellungsverh�ltnisses ausspricht.BGE 129 III 177 S. 179
3.2 Gem�ss Art. 330a OR kann der Arbeitnehmer jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, das sich �ber die Art und Dauer des Arbeitsverh�ltnisses sowie �ber seine Leistungen und sein Verhalten ausspricht (Abs. 1). Auf besonderes Verlangen des Arbeitnehmers hat sich das Zeugnis auf Angaben �ber die Art und Dauer des Arbeitsverh�ltnisses zu beschr�nken (Abs. 2).
Das Bundesgericht hat sich zum Zeugnisanspruch des Arbeitnehmers noch nie umfassend ausgesprochen (vgl. immerhin Urteil 4C.463/1999 vom 4. Juli 2000, E. 10 nicht publ. in BGE 126 III 395). In BGE 107 IV 38 E. 3 S. 39 hielt es fest, dass der Zeugnisanspruch des Arbeitnehmers zu den nachwirkenden F�rsorgepflichten des Arbeitgebers geh�rt, die den Arbeitgeber zur F�rderung des wirtschaftlichen Fortkommens des Arbeitnehmers nach Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses verpflichten (vgl. ferner BGE 74 II 44).
Die Rechtslehre hat sich hingegen mit dem Zeugnisanspruch eingehend befasst. Gest�tzt auf den klaren Wortlaut von Art. 330a OR vertritt sie einhellig die Meinung, dass ein einfaches Arbeitszeugnis im Sinne von Absatz 2 der genannten Bestimmung nur dann ausgestellt werden darf, wenn der Arbeitnehmer dies ausdr�cklich verlangt. Der Arbeitnehmer hat die Wahl, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis (Vollzeugnis) oder ein einfaches Zeugnis (Arbeitsbest�tigung) zu verlangen. Eine gegen seinen Willen ausgestellte Arbeitsbest�tigung kann der Arbeitnehmer somit verweigern (STAEHELIN, Z�rcher Kommentar, N. 17 zu Art. 330a OR; REHBINDER, Berner Kommentar, N. 4 zu Art. 330a OR; BRUNNER/B�HLER/WAEBER, Commentaire du contrat de travail, 2. Aufl., 1996, N. 4 zu Art. 330a OR; BR�HWILER, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. Aufl., 1996, N. 2 zu Art. 330a OR; STREIFF/VON KAENEL, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht, 5. Aufl., 1992, N. 4 zu Art. 330a OR; SUSANNE JANSSEN, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Diss. Bern 1996, S. 24). Weiter ist die Lehre der Auffassung, dass das Recht des Arbeitnehmers, ein einfaches oder ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu verlangen, keine Wahlobligation im Sinne von Art. 72 OR darstellt. Mit der Aus�bung des Wahlrechts ist der Zeugnisanspruch nicht konsumiert. Der Arbeitnehmer soll nach Erhalt des einfachen Arbeitszeugnisses noch ein qualifiziertes Zeugnis oder nach Verlangen eines qualifizierten Zeugnisses noch ein einfaches Zeugnis fordern k�nnen (STAEHELIN, a.a.O., N. 17 zu Art. 330a OR; REHBINDER, a.a.O., N. 4 zu Art. 330a OR; STREIFF/VON KAENEL, a.a.O., N. 2 zu Art. 330a OR; JANSSEN, a.a.O., S. 24). Diese bislang unwidersprochen gebliebene Lehrmeinung st�tzt sich auf historisch-teleologische �berlegungen: Die in BGE 129 III 177 S. 180Art. 330a OR eingef�hrte M�glichkeit, zwischen einfachem und qualifiziertem Zeugnis zu w�hlen, soll dem Arbeitnehmer das wirtschaftliche Fortkommen weitestm�glich erleichtern (ausdr�cklich STAEHELIN, a.a.O., N. 17 zu Art. 330a OR; REHBINDER, a.a.O., N. 3 zu Art. 330a OR; ferner BERNOLD, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Diss. Z�rich 1983, S. 39 f.).
Indessen hat der Arbeitnehmer, der sich f�r ein Vollzeugnis entscheidet, kein Wahlrecht, entweder nur seine Leistungen oder nur sein Verhalten beurteilen zu lassen. Gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Pra 87/1998 Nr. 72 S. 448, 4P.302/1996) hat sich das Vollzeugnis zu beiden Punkten auszusprechen, da eine Beschr�nkung leicht zu Irref�hrungen Anlass geben k�nnte. Der Arbeitgeber riskiert, bei Ausstellung eines unvollst�ndigen Vollzeugnisses, das bei der Stellenbewerbung als Leistungsausweis verwendet wird, einem sp�teren Arbeitgeber haftbar zu werden (BGE 101 II 69 E. 2 S. 72 f.). Aus den Grunds�tzen der Wahrheit und Vollst�ndigkeit des Arbeitszeugnisses folgt, dass das Vollzeugnis �ber alle in Art. 330a Abs. 1 OR aufgef�hrten Punkte, d.h. �ber die Art und die Dauer der Anstellung sowie �ber die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers Auskunft geben muss.
3.3 Aus diesen Erw�gungen ergibt sich, dass der Kl�ger sich nicht mit einer Arbeitsbest�tigung begn�gen muss, sondern die Beklagte zur Ausstellung eines Vollzeugnisses verpflichtet ist. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz m�ssen sich die Parteien �ber den Inhalt des Zeugnisses nicht vorg�ngig geeinigt haben. Der Anspruch auf Ausstellung eines Zeugnisses ist mit einer Leistungsklage auf Ausstellung eines Zeugnisses durchsetzbar (STAEHELIN, a.a.O., N. 19 zu Art. 330a OR; REHBINDER, a.a.O., N. 20 zu Art. 330a OR). Ist der Kl�ger nach Erhalt des Vollzeugnisses der Auffassung, dessen Inhalt sei unrichtig oder unvollst�ndig, kann er beim zust�ndigen Gericht eine Berichtigungsklage erheben (REHBINDER, a.a.O., N. 21 zu Art. 330a OR; BRUNNER/B�HLER/WAEBER, a.a.O., N. 5 zu Art. 330a OR; BR�HWILER, a.a.O., N. 4 zu Art. 330a OR; STREIFF/VON KAENEL, a.a.O., N. 5 zu Art. 330a OR) oder aber die Beklagte auffordern, ihm eine Arbeitsbest�tigung im Sinne von Art. 330a Abs. 2 OR auszustellen, die sich nur �ber die Art und die Dauer der Anstellung ausspricht.
3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Kl�ger Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis (Vollzeugnis) im Sinne von Art. 330a Abs. 1 OR hat und die Berufung insoweit gutzuheissen ist. Der Beklagten ist f�r die Ausstellung des Arbeitszeugnisses eine neue Frist anzusetzen.

References: BGE 
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 Art. 72
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