Source: http://mudra-online.de/index.php/externe-suchtberatung.html
Timestamp: 2017-05-23 18:40:23+00:00

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Die Externe Suchtberatung ist ein Beratungsangebot für inhaftierte drogengefährdete oder drogenabhängige Frauen, Männer und Jugendliche, die sich in einer der Haftanstalten (Untersuchungshaft, Strafhaft, Frauenhaft oder Jugendarrestanstalt) befinden und Unterstützung wünschen. In dieser belastenden Situation ergeben sich spezielle Fragen und Probleme, einerseits zum Themenkomplex Drogen, andererseits zu Haft und Behörden. Die mudra Suchtberater_innen informieren über Drogen, Wirkungen und Risiken, geben Tipps zum „Safer Use“ und erläutern Therapie- und Ausstiegsmöglichkeiten sowie Substitution. Im Hinblick auf den Strafvollzug kann die Externe Suchtberatung Drogenkonsument_innen auf verschiedene Weise behilflich sein. Unsere, auf Wunsch türkisch- oder russischsprachigen, Mitarbeiter_innen, die der Schweigepflicht unterliegen, beraten im Vorfeld von Gerichtsverhandlungen, beantworten Fragen zu Therapien bzw. zu §§ 35/36 BtMG „Therapie statt Strafe“ und helfen bei der Vorbereitung der Entlassung.
Kontaktaufnahme:Den Kontakt kann in der JVA über Rapportschein, Brief, Anwälte, Sozial- und andere Fachdienste der JVA oder über Angehörige aufgenommen werden. mudra arbeitet vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym.
Information Zu allen relevanten Fragen zum Thema Drogen, Konsum und Abhängigkeit, auch in russischer und türkischer Sprache möglich
Zur rechtlichen Situation in Bezug auf eine Therapie (§§ 35/36 BtMG, § 64 StGB, § 57 StGB) § 35/36 BtMG „Therapie statt Strafe“:
Beratung/Betreuung Zu allen relevanten Fragen zum Thema Drogen, Konsum und Abhängigkeit, auch in russischer und türkischer Sprache möglich
Weitervermittlungen In therapeutische Einrichtungen (beispielsweise Entwöhnungsbehandlung, Soziotherapie) und umfassende Koordination mit allen Beteiligten (z.B. Kostenträger, Therapieeinrichtung, Justiz,…)
Gruppenangebote (Prävention) Rückfallpräventionsgruppe
§35 Zurückstellung der Strafvollstreckung („Therapie statt Strafe“) Es gibt Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um eine Freiheitsstrafe gem. §35 BtMG zurückstellen zu lassen:
§36 Anrechnung und Strafaussetzung zur Bewährung Wurde die Entwöhnungstherapie erfolgreich abgeschlossen, so wird die Zeit des Aufenthalts auf die Strafe angerechnet. Sind demzufolge 2/3 der Strafe erledigt, so kann der Rest der Strafe auf Bewährung ausgesetzt werden.
§ 36 BtMG §64: Unterbringung in einer Entziehungsanstalt Voraussetzungen für die Unterbringung in einem Bezirkskrankenhaus in der forensischen Abteilung:
1Ein Hang liegt vor, wenn eine psychische Abhängigkeit bzw. Gewohnheit entwickelt wurde und in einem so hohen Maße konsumiert wird, dass die körperliche Gesundheit sowie das Arbeits- und Leistungsvermögen stark beeinträchtigt sind. §57: Aussetzung des Strafrests bei zeitiger Freiheitsstrafe Es gibt die Möglichkeit, den Strafrest gem. § 57 StGB zum 2/3-Zeitpunkt auf Bewährung auszusetzen.

References: § 64
 § 57
 § 35

§35
 §35

§36

§ 36
 §64
 §57
 § 57