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Timestamp: 2017-10-20 22:16:55+00:00

Document:
Südwesttext Juli 2012 by Christine Schneider - issuu
SÜDWESTTEXT Nr. 58
THEMEN „Über uns“ im neuen Look Verband + Industrie, Seite 3
Gut ausgebildet Bildung + Soziales, Seite 6
Weniger Bürokratie und weniger Kosten Recht + Steuern, Seite 8
Schnelle Hilfe bei Herzstillstand Technik + Umwelt, Seite 11
Aktuell Die Tarifrunde 2012 hat begonnen. Die IG Metall hat die Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen fristgerecht zum 30. Oktober gekündigt. Ihre Forderungen wird sie Mitte September aufstellen und den Arbeitgeberverbänden voraussichtlich am 9. Oktober nach Beschluss im IG MetallVorstand mitteilen. Der erste Verhandlungstermin soll am 17. Oktober in Berlin stattfinden.
Konjunkturabschwächung erwartet Die Textilindustrie ist dennoch verhalten optimistisch – Neueinstellungen geplant „Gegenwärtig zufrieden, aber zunehmend unsicherer“, schilderte der Präsident des Branchenverbandes Südwesttextil, Georg Saint-Denis, auf der Jahrespressekonferenz von Südwesttextil am 23. Juli die gegenwärtige Lage der rund 200 Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie im Land. Nach einem schwachen Jahresbeginn habe sich das Geschäftsklima im zweiten Quartal merklich aufgehellt. Für das nächste Halbjahr aber rechnen die Unternehmen mit einer spürbaren Abschwächung der Konjunktur. Die Umsätze der Branche sind in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres nochmals um 7,4 Prozent gestiegen. Die Auftragseingänge jedoch
Die Umsätze der Branche sind in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres nochmals um 7,4 Prozent gestiegen.
stagnierten oder seien rückläufig, sagte der Chef des südbadischen Herstellers von Airbag-Geweben, der Global Safety Textiles GmbH, unter Berufung auf den vom Verband erhobe-
nen Geschäftsklima-Index. „Die Zahl derjenigen, die von steigenden Umsätzen ausgehen, ist nach dem ersten Halbjahr um 21 Prozent zurückgegangen“, so der Südwesttextil-
Präsident. Gründe für ein Abflauen der Konjunktur sieht er unter anderem in der Absatzkrise der europäischen Automobilbauer, von der die textilen ZuFortsetzung Seite 4
Zuschlag für Zeitarbeit Gleiche Bezahlung auch in Textilindustrie angestrebt Zeitarbeit könnte zukünftig auch für Firmen der Textil- und Bekleidungsindustrie deutlich teurer werden. Die Zeitarbeitsbranche prüft derzeit, in welchen Branchen bundesweit Zuschläge für Zeitarbeitnehmer vereinbart werden könnten. Hintergrund ist die Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, gesetzliche Regelungen zur Umsetzung von gleichen Löhnen für Zeit- und Stammarbeitskräfte einzuführen, wenn nicht die Tarifvertragsparteien selbst tätig werden.
Im Bereich der Zeitarbeit gilt zwar schon jetzt das Prinzip der gleichen Vergütung mit vergleichbaren Stammarbeitnehmern (Equal Pay). Von diesem Grundsatz darf
Gleiche Löhne für Zeit- und Stammarbeitskräfte allerdings durch Tarifvertrag abgewichen werden, was sehr flächendeckend insbesondere durch die Tarifverträge zwischen dem Bundesarbeitgeberverband der Personal-
dienstleister (BAP) bzw. dem Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit aller Einzelgewerkschaften beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erfolgt ist. Eine Lohnangleichung soll in der Zeitarbeit nun durch sogenannte Branchenzuschläge für die Zeitarbeitnehmer erreicht werden. Bereits im Mai dieses Jahres konnten die Arbeitgeberverbände BAP und iGZ mit der IG Metall einen Tarifabschluss über Branchenzuschläge bei Arbeit-
nehmerüberlassungen in der Metall- und Elektroindustrie erreichen. Im Juni 2012 folgte ein Abschluss mit der IG BCE mit entsprechenden tarifvertraglichen Regelungen für Arbeitnehmerüberlassungen in der chemischen Industrie. Je nach Einsatz der Zeitarbeitnehmer und Entgeltgruppe in den jeweiligen Industrien ist gestaffelt von einer Einsatzdauer ab sechs Wochen bis zu neun Monaten ein Zuschlag zwischen 10 bis 50 Prozent auf den Tariflohn der Zeitarbeitnehmer vorgesehen. Fortsetzung Seite 2
Zuschlag für Zeitarbeit Gedeckelt wird der Branchenzuschlag auf die Differenz des Entgelts eines Zeitarbeitnehmers zum laufenden regelmäßig gezahlten Entgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers im Kundenbetrieb. Zwischenzeitlich laufen Tarifgespräche über Branchenzuschläge auch im Bereich der Ernährungsindustrie, Eisenbahn und Verkehr sowie im Dienstleistungsbereich. Neben Holz und Kunststoff ist nunmehr auch die Textil- und Bekleidungs-
industrie in den Blickpunkt gerückt. Wie in den anderen Industriezweigen können die Arbeitgeberverbände der jeweils betroffenen Branchen nur beratend mit von der Partie sein. Auch Südwesttextil kann einen Tarifabschluss zwischen dem BAP bzw. der iGZ und der IG Metall zu Branchenzuschlägen für Zeitarbeitnehmer bei Einsätzen in der Textil- und Bekleidungsindustrie – sollte es soweit kommen – letztlich nicht verhindern. Ob es
tatsächlich Sinn macht, für eine Industrie Zuschläge auszuhandeln, die laut Umfragen im Textilbereich durchschnittlich einen Zeitarbeitnehmeranteil von drei, im Bekleidungsbereich sogar von nur 0,5 Prozent hat, wird zu prüfen sein. Fest steht schon jetzt, dass die Entgeltgruppen der Textilindustrie regional höchst verschieden sind und sich denen der Zeitarbeit kaum zuordnen lassen. Auch die Höhe der Entgelte für gleiche Tä-
tigkeiten ist regional sehr verschieden geregelt, was eine bundeseinheitliche Branchenzuschlagslösung erschwert. Schon jetzt dürfte auch klar sein, dass in der Textil- und Bekleidungsindustrie Branchenzuschläge für Zeitarbeitnehmer bis zu 50 Prozent keinen Sinn machen, da damit regelmäßig über die Vergütung der Stammbelegschaft hinausgeschossen wird.
Neue Vorschläge zur Gelangensbestätigung Die Spediteursbescheinigung könnte als Nachweis für die Steuerbefreiung von Lieferungen ins EU-Ausland „gerettet“ werden. Richtungsweisende Vorschläge der IHK-Stuttgart könnten die Gelangensbestätigung entschärfen. Aktuell wird in Spediteursbescheinigungen meist die noch anstehende Verbringung bescheinigt. Würde hingegen die erfolgte Verbringung bestätigt, sollte dies nach IHK-Auffassung dem EU-Recht genügen. In einer Klarstellung zur MWSt-Richtlinie fordert der EuGH den Nachweis des Lieferanten, „dass der Gegenstand in einen anderen Mitgliedstaat versandt oder befördert worden ist“. Von einer Bestätigung des Empfängers oder gar des Abnehmers, wie es die Gelangensbestätigung bislang vorsieht, ist in der einschlägigen EuGH-Entscheidung nirgends die Rede. Schon zu Jahresanfang wollte das Bundesfinanzministerium neue Nachweispflichten einführen. Die so genannte Gelangensbestätigung verlangt die Unterschrift des Abnehmers im Ausland. Nach heftigen Protesten der Wirtschaft kann mindestens bis Ende 2012 nach den alten Regeln verfahren werden.
Button-Lösung Neue Regelungen für Online-Shop-Betreiber Künftig müssen Bestellmasken in Online-Shops, die sich auch an Verbraucher richten, so gestaltet sein, das dem Verbraucher klar ist, dass mit der Bestellung eine Zahlung einhergeht. Die seit längerem diskutierte sogenannte „Button-Lösung“ soll nun umgesetzt werden. Unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt, muss dieser künftig klar und verständliche in hervorgehobener Weise darüber informiert werden, dass er eine zahlungspflichtige Bestellung vornimmt. Dazu muss die Bestellmaske im OnlineShop so gestaltet werden, dass der Verbraucher mit
seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet.
Erfolgt die Bestellung über eine Schaltfläche, ist die Pflicht des Unternehmers nur erfüllt, wenn die-
se Schaltfläche gut lesbar mit nichts anderem als den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder
einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist. Unzulässig sind dagegen Formulie-
rungen wie „Anmeldung“, „Weiter“ oder „Bestellung abgeben“. Die Schaltfläche darf außerdem keine weiteren Zusätze enthalten, damit der Verbraucher durch den ergänzenden Text nicht von der entscheidenden Information abgelenkt wird. Die neue Regelung tritt am 1. August in Kraft. Spätestens dann sollte der neue Button „zahlungspflichtig bestellen“ im Online-Shop integriert sein. Südwesttextil hat die Regelung bei den von der TIV organisierten kostenpflichtigen Seminaren ebenfalls umgesetzt. Christine Schneider
Zur kommenden Heimtextil im Januar 2013 rücken die Veranstalter der weltweiten Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien die Präsentation von Textildesign verstärkt in den Mittelpunkt. Das Designareal in Halle 4.2 trägt künftig den Namen Design live und erhält einen frischen Look. Neben dem facettenreichen Angebot von Seiten der ausstellenden Textildesigner erwartet die Besucher inspirierende Präsentationen von Nachwuchskreativen. Beim 19. Innovationstag Mittelstand der AiF erhielten Hermann Finckh vom itv Denkendorf (Institut für Textil- und Verfahrenstechnik) und Vincenzo Forcillo vom IfW (Institut für Werkzeugmaschinen) den Otto von GuerickePreis. Die Auszeichnung wurde für die Entwicklung textilbasierter Splitterschutzvorhänge mit hohem ballistischem Rückhaltevermögen für die Verbesserung des Arbeitsschutzes bei schnelldrehenden Werkzeugen spanender Werkzeugmaschinen vergeben. Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid überreichte Mitte Juli den Förderbescheid von 3,6 Millionen Euro für ein Zentrum für Hochleistungsfasern der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung in Denkendorf an Professor Michael R. Buchmeiser, Leiter des Instituts für Textilchemie und Chemiefasern. Mit den Fördermitteln soll die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden, um eine neue Generation von Carbonfasern auf der Basis nachwachsender Rohstoffe und kostengünstige Hochleistungs-Keramikfasern zu entwickeln.
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Jahrespressekonferenz 2012 von Südwesttextil Fortsetzung von Seite 1
Konjunkturabschwächung erwartet lieferer unmittelbar betroffen seien. Auch die weiter steigenden Energiekosten würden die Textilbetriebe unverhältnismäßig stark belasten. Ähnlich verhalten ist auch die Erwartung der Bekleidungsunternehmen für die nächsten Monate. Hans Digel, Vizepräsident von Südwesttextil und geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Anzugsspezialisten aus Nagold, sieht in den um 4 Prozent rückläufigen Ausfuhren von Bekleidungstextilien Anzeichen für eine Abschwächung des Wachstums im Euroraum. Dagegen entwickelten sich die Geschäfte mit Ländern wie Russland, China oder den USA weiterhin sehr positiv. Impulse erhofft sich die Bekleidungsindustrie auch von der anhaltend guten Konsumlaune im Inland. Allerdings leiden die Unternehmen unter dem hohen Preisniveau für chemische Fasern und Garne sowie den verteuerten Frachtkosten. Ungeachtet der nur verhalten optimistischen
Erwartung wollen die Unternehmen ihre Mitarbeiterzahlen konstant halten und zum Teil weiter neue Mitarbeiter einstellen. Nach einem Beschäftigungszuwachs von 1,8
Prozent auf rund 23 000 Mitarbeiter im Jahr 2011 geben immerhin 12 Prozent der Unternehmen an, neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Insgesamt prognosti-
Gut besucht und lebendig war die Jahrespressekonferenz von Südwesttextil in Stuttgart.
ziert die Textil- und Bekleidungsindustrie für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von fünf Prozent auf 6,4 Mrd. Euro. Damit bleibt sie deutlich hinter dem Vor-
jahr zurück, in dem sich die Umsätze um durchschnittlich 18 Prozent erhöht hatten.
Medienecho	Die Highlights aus der regionalen Tagespresse vom 24. Juli 2012:
Verblassender Glanz Opel-Krise erreicht die Textilindustrie Die Krise einiger Autohersteller schlägt sich auch in der Textilindustrie im Südwesten nieder. „Als Zulieferer sind wir natürlich von Unsicherheiten etwa bei PSA Peugeot-Citroën und Opel betroffen“, sagte Georg Saint-Denis, der Präsident des Verbandes Südwesttextil, bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart. Aber auch die Absatzflaute von Fiat, Ford und Renault sei zu spüren. Die Industrie beliefert die Autoindustrie mit Airbag-Geweben, aber auch mit Sitzbezügen, Innenraumverkleidungen und Sicherheitsgurten. ... Aber nicht nur die aktuelle Unsicherheit, auch die mittelfristigen Aussichten bereiten dem Verband Sorgen. Denn das Wachstum der Autoindustrie hat sich nicht zuletzt nach Fernost verlagert. Saint-Denis geht davon aus, dass die Autoproduktion mit der Zeit nachziehen wird. Dies dürfte mit einem Abbau der Kapazitäten hierzulande einhergehen. Viele textile Zulieferer seien zu klein, der Produktion zu folgen.
Hersteller von Hemden und Airbags vor Flaute
Ein Zulieferer für Auto-Airbags, ein Hersteller von Stoffen der Medizintechnik oder der weltweit bekannte Modekonzern Boss bewegen sich in völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen Welten. Und doch gehören sie alle zum Verband Südwesttextil. Ein zweites verbindet sie: gute Geschäfte im vergangenen Jahr, auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres. Und ein Drittes ist ihnen mit vielen Unternehmen überhaupt gemeinsam: die Unsicherheit über die Auswirkungen der Eurokrise, die sich so langsam konkret bemerkbar machen. ... Im Inland haben es Digel & Co neuerdings damit zu tun, dass ihre Abnehmer im Nachhinein Abschläge verlangen, Karstadt und Otto werden genannt. Südwesttextil-Geschäftsführer Markus H. Ostrop nennt dies einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.
Südwesttextil macht sich Sorgen Die Textilindustrie ist mehr als nur Kleidung. So beobachtet die Branche unter anderem sorgenvoll die Entwicklung bei schwächelnden Autobauern wie etwa Opel, Peugeot oder Ford. ...Regelmäßig werden Spinnereien, Webereien, Ausrüstungsbetriebe und Bekleidungshersteller vom Verband über Aufträge, Umsatz und Erwartungen für den Geschäftsklimaindex befragt. Zwar seien die Umsätze in der Branche von Januar bis Mai erneut um 7,4 Prozent gestiegen. Die Auftragseingänge jedoch stagnierten oder seien rückläufig. Trotzdem rechnet Saint-Denis in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von fünf Prozent für die Textilindustrie.
Wenige Wochen vor der neuen Tarifrunde macht Markus Ostrop, Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil, schon mal deutlich, dass die Beschäftigten der Branche keine allzu großen Sprünge bei ihrem Gehalt erwarten sollen. Der Verband vertritt die 200 Textil- und Bekleidungsunternehmen in Baden-Württemberg in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft IG Metall. Zum 31. Oktober läuft der Tarifvertrag für die 22 980 Beschäftigten aus der Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg aus. Abschlüsse aus anderen Branchen wie dem öffentlichen Dienst (6,3 Prozent mehr Geld) oder der Metall- und Elektroindustrie (4,3 Konsumklima bleibt stabil Prozent) hätten zwar den Appetit der IG Metall angeregt, sagte Ostrop, jedoch: „Das sind Größenordnungen, die unsere Betriebe ... Das zweite Problemfeld seien die hohen Energiekosten. SaintDenis: „Im Schnitt machen die Energiekosten in unserer Branche mit Sicherheit überfordern würden.“ einen Anteil von neun Prozent an der Bruttowertschöpfung aus.“ Bei Spinnereien seien es sogar 15 Prozent. Deshalb wirke sich vor allem die steigende EEG-Umlage belastend aus. Bei vielen Unternehmen übersteigen die EEG-Kosten bereits die Umsatzrendite.
Hersteller von Hemden und Airbags in Sorge ...In Krisenzeiten wird auch das Verhältnis zwischen den Herstellern und den Händlern - also dem Fachhandel oder großen Kaufhäusern – auf die Probe gestellt. „Die Arbeitsteilung zwischen Industrie und Handel wird neu definiert“, sagt Digel. Denn gerade in schwierigen Zeiten wollen sich die Handelskunden dagegen absichern, dass sie auf Ware sitzen bleiben. Die Hersteller meinen, dass das Risiko auf sie abgewälzt wird - und wollen künftig zunehmend selbst als Einzelhändler auftreten.einem Umsatzplus von fünf Prozent für die Textilindustrie.
Textilindustrie rechnet mit Abschwächung ...Die Unternehmen der Bekleidungsindustrie spüren ebenfalls eine Abschwächung auf dem europäischen Markt, führte der Vizepräsident von Südwesttextil, Hans Digel, aus. Hingegen liefen die Geschäfte in Russland, China und den USA gut. Als problematisch bezeichnete Digel die Preisentwicklung bei chemischen Fasern und Garnen sowie Fracht.
Gut ausgebildet Befragungsergebnisse zur Ausbildung in der Textilindustrie Im Mai wurden die Unternehmen der Textilindustrie gebeten, an einer Online-Befragung zu Trends und Entwicklungen in der textilen Ausbildung teilzunehmen. Geantwortet haben insgesamt 218 Unternehmen. In die Auswertung eingeflossen sind 189 Aussagen – ein sehr gutes Ergebnis für eine OnlineBefragung, die deshalb als repräsentativ gilt. Bei der Auswertung zeigte sich, dass ungefähr 66 Prozent der Unternehmen zwischen 50 und 500 Beschäftigte haben. Ein Viertel der Betriebe liegt darunter und neun Prozent darüber. In 60 Firmen wird derzeit der Produktionsmechaniker ausgebildet. Damit ist das der am häufigsten ausgebildete Beruf. Ebenfalls stark vertreten war der Beruf des Maschinen- und Anlagenführers Textiltechnik. Er wird derzeit in 54 Unternehmen ausgebildet. Gut 90 Prozent der Auszubildenden werden von den Unternehmen übernommen. Diese er-
freuliche Entwicklung wird durch die Ergebnisse einer weiteren Umfrage in der Textil- und Bekleidungsindustrie gestützt.
kerausbildung ergreifen. Das zentrale Resultat der Umfrage: Die Unternehmen wollen keine weitere Zusammenle-
beruf „Maschinen- und Anlagenführer“ sei zu metalllastig, wurde durch die Befragung nicht bestätigt. 30 Unternehmen gaben
Gut 90 Prozent der Auszubildenden werden von ihren Firmen übernommen.
Darüber hinaus hat die Befragung ergeben, dass knapp ein Drittel der Auszubildenden in der Textilindustrie eine Weiterbildung in Form eines Studium oder der Meister- bzw. der Techni-
gung der existierenden textilen Ausbildungsberufe. Sie sehen die sechs untersuchten Berufe den heutigen Anforderungen entsprechend. Das häufig diskutierte Thema, der Ausbildungs-
an, dass dies zutrifft bzw. voll zutrifft. Demgegenüber gaben 33 Unternehmen an, dass dies nicht zutrifft bzw. eher nicht zutrifft. Sehr zufrieden sind die Unternehmen mit
dem Schulmodell Blockunterricht, vor allem in sogenannten textilen Kompetenzzentren, d.h. Berufsschulen mit fachpraktischem Unterricht, die auch noch Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. Aus den Detailfragen zu den einzelnen Berufen ging unter anderem hervor, dass unabhängig vom jeweiligen Ausbildungsberuf, von den meisten Betrieben Kooperationsund Teamfähigkeit sowie Flexibilität als die beiden wichtigsten Qualifikationen bei der Personalkompetenz angesehen werden. Lediglich beim Produktveredler stand das eigenständige Erarbeiten von Wissen und Fertigkeiten höher im Ranking. Für die mögliche Einführung der gestreckten Abschlussprüfung konnte kein eindeutiges Votum ermittelt werden. Die detaillierten Befragungsergebnisse finden sich zum Download unter www.suedwesttextil.de. Christine Schneider
Der Weg zu einer textilen Karriere Überblick über die Weiterbildungsangebote in der Branche Mit einem Blick auf die Ausbildungsberufe in der Bekleidungsindustrie stellt sich vielen Unternehmen immer wieder die Frage, wie sie ihre ambitionierten Mitarbeiter in diesem Bereich weiterbilden können. Wo gibt es noch die Technikerausbildung für die qualifizierten Fachkräfte, die die Industrie so dringend benötigt? Das 2-jährige Fachschulstudium in Vollzeit zum staatlich geprüften Bekleidungstechniker wird in Deutschland noch an
vier Schulen angeboten. Allein drei davon befinden sich im Freistaat Bayern: die Staatliche Textilfachschule Münchberg bzw. Neila, die Bekleidungsfachschule Aschaffenburg sowie die Berufliche Schule Direktorat 5 in Nürnberg. Außerhalb Bayerns kann der Bekleidungstechniker an der Modeschule Mönchengladbach gelernt werden. Zugangsvoraussetzung für eine solche Weiterbildung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsaus-
bildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf der Bekleidungsbranche mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren und einer mehrjährigen Berufspraxis. Aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage nach Weiterbildung wird künftig die Nachwuchskampagne Go Textile! dieses Thema stärker berücksichtigen. Unter der neuen Rubrik „Karriere“ wird es ab Mitte September – dem Starttermin
des Relaunch von Go Textile! – eine umfangreiche Übersicht der Fort- und Weiterbildungsmöglich-
keiten in der Branche geben. Christine Schneider
Fachschulstudium Bekleidungstechniker •
Staatliche Textilfachschule Münchberg www. textilschule.de
Modeschule Mönchengladbach www.modeschule-mg.de
Bekleidungsfachschule Aschaffenburg www. bekleidungsfachschule.de
Berufliche Schule Direktorat 5 Nürnberg www. b5-nbg.de/weiterbildungbekleidungstechnik. html
Ach wie gut, dass niemand weiß Anonymisiertes Bewerbungsverfahren Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im vergangenen Jahr ein Pilotprojekt zum anonymisierten Bewerbungsverfahren durchgeführt und wissenschaftlich evaluieren lassen. Das Integrationsministerium BadenWürttemberg hat dies zum Anlass genommen, um ein Folgeprojekt auf Landesebene vorzunehmen. Für dieses Vorhaben sollen in erster Linie KMU angesprochen werden, da diese Gruppe beim Projekt
Anonymisierte Bewerbungsverfahren – Das Pilotprojekt
des Bundes nur durch ein Unternehmen vertreten war. Übergeordnetes Ziel der Landesregierung ist es, in Baden-Württemberg eine neue Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte zu schaffen. Das anonymisierte Bewerbungsverfahren ist dabei lediglich als ein Baustein zu sehen. Das Integrationsministerium legt großen Wert darauf, dass die Teilnahme der Unternehmen am anonymisierten Bewerbungsverfahren
auch in Zukunft völlig freiwillig geschieht. Bei Interesse an einer Projektteilnahme erfolgt die Kontaktaufnahme über die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände (Thorsten Würth, Telefon +49 711 7682 118 oder wuerth@agv-bw.de). Die Auswertung des Pilotprojekts des Bundes findet sich unter www. suedwesttexil.de. Christine Schneider
ESF-Projekt der Sozialpartner „Fahrplan Qualifizierung“ so heißt das gemeinsame Projekt der Sozialpartner Südwesttextil und IG Metall. Der erste Schritt ist eine Ist-Analyse des Weiterbildungs- und Qualifizierungsbedarfs in der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Grundlage dafür bilden Experteninterviews sowie leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten Unternehmensvertretern und Betriebsräten. Die seit Anfang Juli durchgeführten Experteninterviews sind dabei weitestgehend abgeschlossen. Derzeit laufen nun die Befragungen der Unternehmen. Die Ergebnisse fließen in einen „Fahrplan Qualifizierung“ ein, der der gesamten Branche zur Verfügung gestellt wird. Das Vorhaben wird im Rahmen der Bundesinitiative „weiter bilden“ gefördert. Dieses Programm wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund entwickelt und wird mit Mitteln des Ministeriums sowie des Europäischen Sozialfonds finanziert. Durchführen wird das Projekt das IMU Institut, eine Forschungs- und Beratungseinrichtung, deren Schwerpunkte u. a. auf dem Gebiet der Arbeitsgestaltung und Qualifizierung liegen.
Stellengesuch Nach dem Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium und einem Praktikum in einer Werbeagentur sucht eine Abiturientin eine kaufmännische Ausbildungsstelle. Während des Praktikums im Bereich der Kundenberatung gehörte zum Aufgabengebiet die Mitbetreuung von Projekten der Daimler AG oder der Bonduelle Deutschland GmbH. Die Bewerberin erstellte u. a. Kostenvoranschläge, schrieb Ausgangsrechnungen und übernahm Recherchearbeiten. Bei Interesse erfolgt die Kontaktaufnahme über Südwesttextil (Christine Schneider, Telefon +49 711 21050-25).
Bei Interesse bitte an Christine Schneider (schneider@suedwesttextil.de, Telefon +49 711 210-25) wenden.
Seminare Bildungswerk
Lehrgang für innovative Webkultur Die Textilabteilung der Kunstuniversität Linz bietet ab Oktober in Kooperation mit dem Textilen Zentrum Haslach einen neuen, einjährigen Universitätslehrgang im Fachbereich Weberei an. Die neue Ausbildungsform trägt den Titel „Shuttle. Lehrgang für innovative Webkultur“. Das Studium findet berufsbegleitend auf Modulbasis statt und richtet sich an Personen mit Erstausbildung im Textilbereich, die Ihre Kenntnisse erweitern und eine Zusatzqualifikation erwerben möchten. Ziel des Lehrgangs ist es, die Schnittstelle zwischen maschineller
Fertigung und Gestaltung zu stärken. Es sind somit gleichermaßen Personen mit künstlerischer Vorbildung, wie auch mit textil-
Gewebtes Design in Shibori-Technik gefärbt. Foto: Melanie Greußing
technischer Ausbildung bzw. langjähriger Berufserfahrung angesprochen.
Der Unterricht wird in den Räumlichkeiten des Textilen Zentrums Haslach, 45 km nördlich von Linz stattfinden, wo diverse Webmaschinen und technisches Equipment für die Ausbildung zur Verfügung stehen. Am Ende des Lehrgangs hat jeder Teilnehmer im Rahmen einer Präsentation ein Portfolio seiner Arbeit abzugeben und schließt mit dem Titel „akademisch geprüfter Textilfachmann“ ab. Informationen sowie den Stundenplan gibt es unter www.suedwesttextil.de Christine Schneider
Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil Erfolgreich Führen ohne Weisungsbefugnis Termin: 13. bis 14. September 2012 Ort: Haus Bleibach Basics der Personalentwicklung Termin: 20. und 22. September 2012 Ort: Haus Steinheim Negotiation training for purchasers and salesmen Termin: 20. bis 21. September 2012 Ort: Haus Steinheim Weitere Informationen unter www.biwe-akademie.de
Weniger Bürokratie und geringere Kosten Vertrag mit der Künstlersozialkasse über die Ausgleichsvereinigung unterzeichnet und Bekleidungsindustrie − es entstehen umfang- schale, zieht diese monatwerden entsprechende reichen Aufzeichnungs-, lich ein und übernimmt Künstler insbesondere Dokumentations- und die Abführung der Abgaim Rahmen von Messen, Meldepflichten. Daraus be an die KünstlersozialFunktionsweise der Ausgleichsvereinigung textil+mode Marketingaktivitäten und resultieren Bürokratiekokasse. Die Bezugsgröße
Was ist eine Ausgleichsvereinigung und welche sie meinem Unternehmen?
sammenschließen. Diese zieht von den teilnehme
Wegfall der Meldeund Aufzeichnungspflichten
Pauschaler Betrag
Wegfall der Betriebsprüfung bzgl. der Künstlersozialabgabe
Bekleidungsindustrie mit Sitz in Berlin, bei dem auch Südwesttextil Mitglied ist.
Rechtssicherheit erlangen Unternehmen können sich zu einer Ausgleichs
Endlich unter Dach und Fach: Marcus Jacoangeli, Geschäftsführer der t+m Service GmbH, unterialabgabe?zeichnete am 12. Juli den Vertrag mit der Künstlersozialkasse und besiegelte damit die Gründung der as zu Zwecken der Eigenwerbung oder Ausgleichsvereinigung träge an selbstständige Künstler erteilt, textil+mode rückwirkend zum 1. Januar 2012. nstlersozialabgabe zu entrichten (§ 24 Mit der Zustimmung des Bunonorare und Gagen an, die für die eindesversicherungsamtes wird Ende Juli gerechnet. u zahlen sind. Bei den Unternehmen der Die Vertragsunterndustrie werden entsprechende Künstler zeichnung fand im Bein von Messen, Marketingaktivitäten sein von Susanneund Wicht und Dr. Christoph Schätragt. Die Künstlersozialabgabe ist von fer statt. Die Leiterin elbst an die Künstlersozialkasse abzudes Geschäftsbereichs Ausgleichsvereinigung der Summe und das Abgabeverfahren textil+mode und der t+m hen umfangreiche Aufzeichnungs-, DokuJurist haben das Gründungsverfahren seit 2009 pflichten. Die Kosten für diesen bürokratatkräftig unterstützt.
Rechts-/ Kalkulationssicherheit
Die Ausgleichsvereinigung textil+mode wird durchgeführt über die t+m Service GmbH des Gesamtverbandes textil+mode e. V.
Dieeinfach Teilnahme ist Pauschale jemen eine zu ermittelnde ein
weils ab 1. Januar eines Kalenderjahres möglich. Für die Teilnahme die Berechnung der Pauschalezum sind die Werbe nächstmöglichen Zeitjährlich zu erstellenden Gewinn- und Verlustre punkt, dem 1. Januar Jahresabschluss. 2013, ist erforderlich, dass das Unternehmen der AusgleichsvereiniDie Teilnahme an einer31. Ausgleichsvereinigung be gung bis zum August 2012 von seinen Teilnahmenehmen den bürokratischen Belastungen, a wunsch und die für die vanten Vorgänge selbst zu erfassen und zu prüfen Teilnahme erforderlichen Daten und mitteilt. entrichten die entsprechenden Belege aufzu
die Entrichtung der Künstlersozialabgabe. Die B
echen einer Studie des IW Köln zufolge
Verwaltungsauf-Werden Sie wand verringern
Ausgleichsvereinigung kann diesen büro-
Marcus Jacoangeli Geschäftsführer t+m Service GmbH
+49 30 726220-24 mjacoangeli@textil-mode.de
tlich verringern.
Dr. Markus H. Ostrop, Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil ist von den Vorteilen der Ausgleichsvereinigung überzeugt. „Wir freuen uns, unseren Unternehmen einen Service zu bieten, der ihnen bürokratische Lasten abnimmt und ihre Verwaltungskosten verringert.“ Die Teilnahme an der Ausgleichsvereinigung textil+mode gemäß § 32 KSVG befreit das Unternehmen vom bürokratischen Aufwand, der mit dem Künstlersozialabgabeverfahren verbunden ist. Ein weiterer Vorteil ist die Rechtssicherheit. Die Künstlersozialabgabe muss gemäß § 24 KSVG jedes Unternehmen an die Künstlersozialkasse abführen, das zu Zwecken der Eigenwerbung oder Öffentlichkeitsarbeit Leistungen von selbständigen Künstlern in Anspruch nimmt. Bei den Unternehmen der Textil-
Weitere Informationen finden Sie unter www.texti
Susanne Wicht für Designleistungen sten, die sich einer Studie Leiterin Geschäftsbereichfür die Berechnung dieser Ausgleichsvereinigung textil+mode beauftragt. Die Abgabe des IW Köln zufolge jähr- Pauschale sind die Wer+49 30 726220-27 fällt auf alle Gagen und lich auf 142 Mio. swicht@textil-mode.de Euro be- bekosten aus der jährlich Honorare an, die für die laufen − das sind rund 80 zu erstellenden Gewinneingekauften Leistungen Cent Verwaltungskosten und Verlustrechnung zu zahlen sind. Sie ist vomAssistenz:pro Euro Künstlersozial- gemäß Jahresabschluss. Agnieszka Szczygiel +49 30 726220-25 Unternehmen selbst an abgabe. Diese Größe liegt in jedem aszczygiel@textil-mode.de Die Ausgleichsverei- Unternehmen vor. die Künstlersozialkasse Reinhardtstraße 12-14 ermittelt für das abzuführen. Die Ermitt-Anschrift:nigung 10117 Berlin +49 30 726220-0 lung der Abgabe und das teilnehmende UnternehVerfahren sind komplex men eine jährliche Pau- Bürokratie-
Marcus Jacoangeli und Susanne Wicht freuen sich, dass das bereits 2009 begonnene Gründungsverfahren erfolgreich abgeschlossen ist. Foto: t+m
Grundsätzlich kann jedes Unternehmen an der Ausgleichsvereinigung textil+mode teilnehmen, welches Mitglied in einem der t+m Mitgliedsverbände ist. Das Unternehmen schließt mit der t+m Service GmbH einen Teilnahmevertrag. Diese ist eine hundertprozentige Tochter des Gesamtverbands textil+mode, dem Dachverband der deutschen Textil- und
Das SüdwesttextilMitgliedsunternehmen Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG aus Plüderhausen nimmt bereits seit 1. Januar den Service der Ausgleichsvereinigung in Anspruch. „Wir zahlen unsere Pauschale zur Künstlersozialabgabe und die Ausgleichsvereinigung erledigt den Rest. So haben wir weniger Arbeit und sind sicher, dass wir für alle abgabepflichtigen Leistungen auch bezahlt haben.“, berichtet Geschäftsführer Roland Simon. Die Broschüre zur Ausgleichsvereinigung gibt es zum Download unter www.suedwesttextil.de oder unter der neuen Internet-Präsenz www. textil-mode.de/av. Kontakt bei Interesse: Susanne Wicht, +49 30 726220-27, swicht@textil-mode.de . Susanne Wicht
Wenn die Marke verramscht wird Restposten, Sonderposten, Grauware und Mängelware aus Retouren landen beim Discounter Wenn die eigene Markenware unverhofft beim Discounter auftaucht, ist das ein mittlerer Gau für den Markenhersteller. Esprit, s.Oliver und andere haben dies kürzlich erlebt, als deren Ware bei Kik, Penny, Real bzw. Woolworth verramscht wurde. Noch größer ist der Schaden für die Marke, wenn dort sogar mangelhafte Ware auftaucht. Auch ein solcher Fall hatte kürzlich ein Gericht beschäftigt. Kann in solchen Fällen gegen den Discounter vorgegangen werden? Grundsätzlich ist es nach dem Markenrecht Sache des Markeninhabers, zu entscheiden, wo und wie er die Markenware erstmals in Europa „in den Verkehr“ bringt. Gemeint ist damit ein erstmaliges verkaufen. Das soll dem Markeninhaber ermöglichen„den wirtschaftlichen Wert seiner Marke zu realisieren“ (EuGH v. 30.11.2004 – C-16/03). Sind die Markenwaren erstmals mit Zustimmung des Markeninhabers in Europa verkauft worden, darf an sich jedermann die Ware weiterverkaufen. Die Markenrechte sind dann „erschöpft“: Der Markeninhaber kann einen Wiederverkauf meistens nicht mehr verhindern. In einem kürzlich vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall waren Original-Freizeitschuhe der Marke „Converse All Star Chuck Taylor“ bei Metro angeboten worden. Diese hatte sich Metro von Zwischenhändlern u.a. in Slowenien beschafft. Die Converse Inc. behauptete, die Schuhe seien niemals mit ihrer Zustimmung dorthin verkauft worden. Die Markenrechte seien daher nicht „erschöpft“, das Angebot verletze die Marke. Metro wiede-
rum behauptete das Gegenteil, konnte es aber nicht beweisen. Nach der Rechtsprechung muss allerdings derjenige, der sich auf eine Erschöpfung
bei einem Discounter auf. Wenn diese nicht für den Verkauf bestimmt war und dies auch deutlich wurde, z.B. indem die Artikel mit „nicht zum
ohne jede Einschränkung. Anschließend tauchten die Socken bei einem Discounter wieder auf. Das Landgericht München I hielt die Retournierung für ein wirksames Inverkehrbringen durch den Markeninhaber. Denn dieser hätte ja auch einen Weitervertrieb vertraglich beschränken können oder auf eine Vernichtung der Socken bestehen können. Die Markenrechte seien erschöpft. Die Markenverletzungsklage wurde abgewiesen. Das Urteil dürfte falsch sein. Eine vertragliche Beschränkung für den Weiterverkauf bindet zwar denjenigen, an den die Ware geliefert wird. Sie ist für die Erschöpfungswirkung aber irrelevant. Nach der Rechtsprechung des
EuGH kann eine vertragliche Beschränkung des Weitervertriebs die Erschöpfung nicht verhindern. Der EuGH fordert außerdem für den Eintritt der Erschöpfung auch ausdrücklich einen Verkauf der Ware durch den Markeninhaber. Ohne Verkauf tritt keine Erschöpfung ein (EuGH v. 30.11.2004 – C-16/03). Daran hat es aber in dem vom Landgericht München I entschiedenen Fall gefehlt. Dennoch sollte ein Markeninhaber in derartigen Fällen auf einer Vernichtung der Ware bestehen. Denn nur so kann mit Sicherheit ein markenschädigender Weitervertrieb ausgeschlossen werden. RA Thomas Seifried
Schutzgemeinschaft Muster und Modelle – Musterschutz - e.V.
Es ist die Sache des Markeninhabers, zu entscheiden, wo und wie er die Markenware erstmals „in den Verkehr“ bringt. Foto: © Jakob Kamender - Fotolia.com
beruft, diese auch beweisen. Da Metro dies nicht konnte, wurde Metro wegen Verletzung der Marke verurteilt. Ein bloßes Anbieten reicht nach der Rechtsprechung des EuGH für ein Inverkehrbringen aber nicht aus. Die Ware muss auch in Europa verkauft worden sein. Wenn also Überschussware an einen außereuropäischen Postenhändler weiterverkauft wurde, die zuvor in Europa nur angeboten wurde und übrig geblieben ist, nicht aber verkauft wurde, darf sie nicht ohne Weiteres in Europa weiterverkauft werden. Gelegentlich taucht auch Musterware wieder
Verkauf“ oder „unverkäuflich“ gekennzeichnet worden waren, liegt nach der Rechtsprechung des EuGH (EuGH v. 12.7.2011 – C-324/09; EuGH v. 3.6.2010, C-127/09) kein erstmaliges Inverkehrbringen vor. Ein Anbieten solcher Test- oder Musterprodukte kann eine Markenrechtsverletzung sein. Das Landgericht München I entschied kürzlich den folgenden Fall: Angeblich mangelhafte Socken waren vom Vorlieferanten zurückgenommen worden. Dem Markeninhaber wurde der Kaufpreis erstattet. Der Markeninhaber überließ dem Lieferanten die Sportsocken
Seit 1. April 2010 ist Thomas Seifried, Rechts- und Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft. Zu seinen Hauptaufgaben zählen: Erstberatungen im konkreten Verletzungsfall, Beratungen bei der Anmeldung zum Geschmacksmusterschutz, Abmahnungen. Kontakt: www.musterschutz.org
Aktuelle Steuer-Nachrichten Die Verwendung eines Dienstwagens für mittägliche Zwischenheimfahrten vom Arbeitsplatz zur Wohnung und zurück ist eine private Nutzung die – wenn kein Fahrtenbuch geführt wird – nach der sog. 1 v.H.-Regelung zu versteuern ist. Derartige Mittagsheimfahrten gehören zum Bereich der privaten Lebensführung und stellen daher keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte dar, deren geldwerter Vorteil bereits durch den sog. 0,03 v.H.-Zuschlag abgegolten wird. Neben diesem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg finden sich in der Juliausgabe der aktuellen Steuernachtichten vor allendingen die Berichterstattung zum Stand der aktuellen Steuer- und Finanzgesetzgebung. Die Ausgabe der Steuernachrichten befindet sich im geschlossenen Mitgliederbereich der Internetseite von Südwesttextil und kann dort als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Denkendorfer Spinnereikolloquium Rohstoffversorgung und -verarbeitung in der europäischen Spinnerei Rund 200 Spinnereiexperten trafen sich Mitte Juni zum Spinnerei-Kolloquium des ITV in Denkendorf. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung standen die Potenziale des Luftspinnens und die Rohstoffversorgung- und verarbeitung. In diesem Zusammenhang prognostizierte Johannn Leitner von Lenzing einen Anstieg des globalen Faserverbrauchs von derzeit 78 Mio. Tonnen bis 2030 auf ca. 125 Mio. Tonnen. Der enorme Mehrbedarf könne durch die Erhöhung der Baumwollproduktion nicht abgedeckt werden. „Cellulosefasern wie Tencel und Modal werden aufgrund ihrer baumwollähnlichen Eigenschaften daher verstärkt zum Einsatz kommen“, zeigte sich Leitner überzeugt. Wie Spinnerein in naher Zukunft aufgestellt sein werden brachte Guiseppe Gherzi, Gherzi Textil Organisation, auf den Punkt. Nach seiner Einschätzung wird die Faserproduktion in der EU deutlich sinken. „Der
Vormarsch der Asiaten auf den Welttextilmärkten wird sich weiter fortsetzen. Zunehmend wird dies
lich dem Luftspinnen. Gleichzeitig werden die Technischen Textilien ihren Wachstumspfad
dabei dem Thema Luftspinnen geschenkt, das für die Zukunft europäischer Spinnereien weiter an Be-
Die Prognose: Der Faserverbrauch wird global bis 2030 von derzeit 78 Mio. Tonnen auf ca. 125 Mio. Tonnen steigen.
auch auf der Fasersupplyseite zu Nachteilen für europäische Spinner führen. Was bleibt, sind logistisch, qualitativ, reklamationstechnisch komplexe Aufgabenstellungen vor allem im Bereich gehobener Endverbraucher-Brands, und als Offensivstrategie, die Hinwendung zu neuen Verfahren – nament-
fortsetzen – noch – relativ unbehelligt von nicht europäischen Importen“, resümierte Gherzi. Neben dem Themenschwerpunkt „Beschaffungsmarkt“ gab das Kolloquium einen Überblick über aktuelle Produkt- und Verfahrensinnovationen. Besondere Aufmerksamkeit wurde
deutung gewinnen wird, nicht zuletzt wegen der ökonomischen Vorteile diese Technologie. Von den Maschinenlieferanten wird jedoch eine größere Auswahl an Spinndüsen, eine Verbesserung im Griff der Flächenware und ein geringerer Luftverbrauch gefordert. Christine Schneider
Faserbasiertes Netzwerk mit neuem Online-Auftritt Die Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württmberg hat eine neue Internetseite. Die Netzwerker für technische Textilien führen mit diesem Auftritt das Netzwerken nun auf virtueller Ebene fort. Unter www.afbw.eu befinden sich neben den aktuellen Nachrichten ein Mitgliederbereich, in dem Kontaktdaten und Informationen der Partner hinterlegt werden können. Besucher können diesen Bereich so als Branchenbuch nutzen. Darüber hinaus bietet die Internetseite den Zugang zu aktuellen Studien. Ein weiterer Service ist die Anmeldung für den Newsletter, der in regelmäßigen Abständen über Veranstaltungen, Förderprogramme und vieles mehr informiert. Außerdem hat die AFBW für ihre Mitglieder ein Signet entwickelt, um die Außenwirkung des Netzwerks zu stärken. AFBW-Mitglieder können dieses Siegel bei ihren Präsentationen, auf der eigenen Homepage, ihrer E-Mails oder für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Für Fragen zur Mitgliedschaft und zur AFBW: Ulrike Möller (ulrike.moeller@afbw.eu)
Termine Kooperationsforum Textilien gelten als der 5. Baustoff und erschließen zunehmend weitere Anwendungen im Bauwesen. Innovationen und aktuelle Entwicklungsrichtungen in ausgewählten Bereichen präsentiert das 2. Kooperationsforum „Textilien für Bau und Architektur“ am 16. Oktober in Würzburg. Die Veranstaltung mit begleitender Fachausstellung wird vom Netzwerk Textile Innovation der Bayern Innovativ GmbH durchgeführt. Anmeldung und weitere Infos unter www.bayerninnovativ.de/bautextilien2012. e-mobil BW Technologietag Vom 8. bis 10. Oktober finden unter einem gemeinsamen Dach der e-mobil BW Technologietag, das Brennstoffzellen-Fachforum f-cell und die neue internationale Fachmesse mit Kongress Battery+Storage auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Das Programm bietet aktuelle Informationen und Trends rund um die Elektromobilitätslösungen der Zukunft. Weitere Informationen finden sich unter http://www.e-mobilbw. de/Pages/technologietag/ index.php Textil- und Modedialog Im Rahmen der Munich Fabric findet am 4. September nach Messeschluss in entspannter Atmosphäre des Fabric Clubs der zweite Textil- und Modedialog statt. Die Gäste des Dialogs mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sind die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und der Vorstandsvorsitzende der Strenesse AG, Luca Strehle. Das kreative Highlight ist eine Modenschau der Deutschen Meisterschule für Mode München. Anmeldung unter www.textilmode-dialog.de.
Schnelle Hilfe bei Herzstillstand Textile Kühl-Pads in neuartiger Hypothermie-Notfallweste schützen vor neurologischen Schäden Textile Kühlpads sollen künftig neurologische Schäden nach einer erfolgreichen Wiederbelebung verhindern helfen. Das von Wissenschaftlern der Hohenstein Institute in Bönnigheim entwickelte System kommt ohne Strom aus und ist damit insbesondere für die Erstversorgung bei einem Herzstillstand optimal geeignet. Im Rahmen eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojektes beim Ideenwettbewerb ‚Biotechnologie und Medizintechnik’, entwickelten die Forschergruppe um Prof. Dr. Dirk Höfer den Prototyp einer textilen Kühlweste. Seit langem weiß man, dass Kälte das Gehirn vor dem gefürchteten Sauerstoffdefizit bei mangelnder Durchblutung bewahren kann. Die gezielte Absenkung der Temperatur im Körperinneren auf 32 °C bis 34 °C schützt das Denk-
Konfektioniertes Funktionsmuster einer autarken, mobilen Hypothermie-Notfallweste mit integrierten KühlPads. Foto: Hohenstein Institute
organ nachweislich vor irreparablen neurologischen Schäden. Dieses einfache, doch überaus wirksame Therapieprinzip machen sich die Hohensteiner Wissenschaftler zu Nutze. Hierzu entwickelten sie zunächst ein wasser- und absolut luftdichtes textiles Hohlgewebe, sogenannte Kühl-Pads, die mit ent-
sprechenden Anschlussmöglichkeiten versehen und in eine Weste integriert sind. Die Kühl-Pads sind mit einem unter Vakuum stehenden Metallbehälter verbunden, der ein spezielles Mineral (Zeolith) enthält. Beim Öffnen eines zwischengeschalteten Ventils wird das Wasser in den Pads
Online-Broschüre „TECHTEX & AUTOMOTIVE“ 2012“ Ohne technische Textilien würden PKWs von heute nicht vom Band rollen. Und die Fahrzeuge von morgen und übermorgen kämen ohne textilen Leichtbau und Hightex-Fasern sogar nicht einmal über den Simulationsstatus hinaus. Der Grund: Für den Automobilbau fallen Hochleistungswerkstoffe auf textiler Grundlage – darunter Carbonfaser-verstärkter Kunststoff (CFK) – tendenziell immer mehr ins Gewicht. Welchen Stellenwert Bauelemente aus Carbon, lichtleitende Fasern, hochstrapazierbare Gewebe oder sensorbestückte Textilien haben, zeigt die neue Broschüre „TECHTEX & AUTOMOTIVE“. Herausgeben vom Forschungskuratorium Textil e.V., das die Arbeiten von 16 Branchen-Forschungsinstituten koordiniert, thematisiert das Heft auf 36 Seiten erstmals die automotive Kompetenz von Textilforschung und -industrie. Die Broschüre gibt es unter www.textilforschung.de.
schlagartig fast bis zum Gefrierpunkt heruntergekühlt und damit auch dem Körper des Patienten sehr effektiv Körperwärme entzogen. In Zukunft sollen die autarken KühlPads moderne mobile Defibrillatoren ergänzen und z.B. in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln von Ersthelfern ohne
medizinische Kenntnisse eingesetzt werden. Patienten mit Herzstillstand haben damit eine deutlich bessere Chance nur geringfügige Folgeschäden davonzutragen. „Die Kühl-Pads besitzen enormes Potenzial in der neurologischen Rehabilitation bei Herzstillständen.“, so Prof. Dr. Dirk Höfer. „Neben den Vorteilen für den einzelnen Betroffenen bedeutet jeder vermiedene Pflegefall zudem einen großen finanziellen Vorteil für die Allgemeinheit“. Auch wenn die Forscher zunächst einen Industriepartner für Produktion und Vertrieb der KühlPads suchen, fassen sie bereits weitere innovative Anwendungen textiler Kühl- und Wärmeprozesse in der Medizin ins Auge.
Effiziente Energienutzung in der Textilveredlung Unter Förderung der Energieagentur NRW wurde von unserem nordwestdeutschen Schwesterverband ein Leitfaden „Effiziente Energienutzung in der Textilveredlung“ erstellt. Dieser Leitfaden soll den Unternehmen Tipps geben, wie man zum Teil mit recht einfachen Mitteln die Energieeffizienz in der textilen Produktion erhöhen und damit die Kosten reduzieren kann. Die Möglichkeiten Energieeinsparpotenziale aufzudecken, werden durch die weiter steigenden Energiekosten und die Verteuerung durch die EEG-Umlage immer interessanter.
Der umfassende Leitfaden steht unter www.suedwesttextil.de zum Download bereit.
„SAMPLING, MOVING, STREAMING“ Die Absolventen der Modeschule Stuttgart überzeugten mit tollen Designs und einer Profi-Show Am 12. Juli präsentierten die 21 Absolventen der Staatlichen Modeschule Stuttgart mit einer beeindruckenden Fashion-Show in der L-Bank Stuttgart ihre Abschluss-arbeiten. Inspiriert von Ihrer Research-Reise nach London kehrten die Studierenden zurück und formulierten Themen wie Femininität, Konstruktion, Fantasie und Statement. Die 80er und 90er Jahre sowie Gedanken der Postmoderne flossen in die Designs der Kollektion mit ein. Die Studierenden trugen die Modelle ihrer gemeinsamen ca. 100-teiligen Kollektion selbst vor und legten das Styling fest. Wichtiger und langjähriger Partner ist hierbei Marco Goecke, Choreograf des Stuttgarter Balletts, der in diesem Jahr die 11. Show für die Schule inszenierte und fleißig mit den Models übte. Besondere Highlights in der Show waren ein Laufsteg in Spiegelmosaik, der die Formen des Raumes aufnahm, weiterführte und reflektierte und zum Finale ein mystisch schwarzer Regen, der auf
Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – Südwesttextil e.V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon: +49 711 21050-0 Telefax: +49 711 233718 Internet: www.suedwesttextil.de Präsident Georg Saint-Denis
den Catwalk herabfiel. Mit dieser Modenschau haben die staatlich geprüften Produktentwickler ( Mode ) ihre viersemestrige Ausbildung abgeschlossen. Parallel zu Prüfungen und Abgabeterminen lief für die Absolventen die Bewerbungsphase. Diese stressige Phase ist nun beendet und zwar erfolgreich, denn die meisten von ihnen haben bereits feste Zusagen von Modeunternehmen in der Tasche. Simone Diebold
Teure Geldscheine Der Rohstoff für Geldscheine ist Baumwolle: Und die ist deutlich teurer geworden. Innerhalb von zwölf Monaten hatte sich der Preis fast verdoppelt, auf knapp einen US-Dollar je 500 Gramm. Deshalb musste der deutsche Gelddruck- und Chipkarten-Konzern Giesecke und Devrient im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang verkraften – um 30 Prozent auf 52 Millionen Euro. Gleichzeitig mit den steigenden Rohstoffpreisen gingen auch die Aufträge der Zentralbanken zum Währungsdruck zurück.
Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop
Verantwortlich für Inhalt und Layout: Simone Diebold
Quelle: Aktiv 12. Mai 2012
Gestaltung: www.die-wegmeister.com Druck: Gress-Druck GmbH, Fellbach Auflage: 900
Fotos: Staatl. Modeschule Stuttgart
„Unsere Politik des Gehörtwerdens ist für die Gewerkschaften zu einer Politik des Erhörtwerdens geworden.“ Ministerpräsident Kretschmann auf der IG Metall Bezirkskonferenz am 13. Juli in Ludwigsburg.
Südwesttext Juli 2012
Die Mitgliederzeitung von Südwesttextil

References: EuGH 
 § 32
 § 24

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