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Timestamp: 2020-05-29 20:02:15+00:00

Document:
Landesrecht BW KfmBerKollAPV BW | Landesnorm Baden-Württemberg | Gesamtausgabe | Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an den Kaufmännischen Berufskollegs vom 24. April 1995 | gültig von: 01.08.1995 gültig bis: 31.12.2020
§ 8 - § 9 3. ABSCHNITT - Versetzung beim Kaufmännischen Berufskolleg...
§ 10 - § 21 4. ABSCHNITT - Ordentliche Abschlußprüfung am...
§ 22 - § 23 5. ABSCHNITT - Zusatzunterricht und Zusatzprüfung...
§ 24 - § 29 6. ABSCHNITT - Prüfung für Schulfremde
§ 30 - § 31 6. ABSCHNITT - Übergangs- und Schlußbestimmungen
juris-Abkürzung: KfmBerKollAPV BW
Fundstelle: GBl. 1995, 489, ber. S. 723,
K.u.U. 1995, 434, ber. S. 515
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung
und Prüfung an den Kaufmännischen Berufskollegs
V aufgeh. durch Artikel 5 Satz 2 der Verordnung vom 25. August 2015 (GBl. S. 800, 830)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 20 geändert durch Artikel 50 des Gesetzes vom 17. Dezember 2015 (GBl. S. 1210, 1230)
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an den Kaufmännischen Berufskollegs vom 24. April 1995 01.08.1995 bis 31.12.2020
Eingangsformel 01.08.1995 bis 31.12.2020
1. ABSCHNITT - Allgemeines 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 1 - Zweck der Ausbildung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 2 - Dauer und Gliederung der Ausbildung, Berufsbezeichnung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 3 - Bildungsplan, Stundentafel 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 4 - Maßgebende Fächer und Kernfächer 01.08.1996 bis 31.12.2020
2. ABSCHNITT - Aufnahmeverfahren 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 5 - Aufnahmevoraussetzungen 01.08.1998 bis 31.12.2020
§ 6 - Aufnahmeantrag 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 7 - Auswahlverfahren 01.08.2010 bis 31.12.2020
3. ABSCHNITT - Versetzung beim Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 8 - Versetzung 01.08.1998 bis 31.12.2020
§ 9 - Wiederholung, Entlassung 01.08.1995 bis 31.12.2020
4. ABSCHNITT - Ordentliche Abschlußprüfung am Kaufmännischen Berufskolleg I, Kaufmännischen Berufskolleg II und kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 10 - Zweck der Prüfung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 11 - Teile der Prüfung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 12 - Abnahme der Prüfung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 13 - Zulassung zur Prüfung, Anmeldenoten 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 14 - Prüfungsausschuß, Fachausschüsse 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 15 - Schriftliche Prüfung 01.08.1998 bis 31.12.2020
§ 16 - Mündliche Prüfung 01.08.2000 bis 31.12.2020
§ 17 - Ermittlung des Prüfungsergebnisses 01.08.1996 bis 31.12.2020
§ 18 - Zeugnis 01.08.1996 bis 31.12.2020
§ 19 - Wiederholung der Prüfung, Entlassung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 20 - Nichtteilnahme, Rücktritt 01.01.2016 bis 31.12.2020
§ 21 - Täuschungshandlungen, Ordnungsverstöße 01.08.1995 bis 31.12.2020
5. ABSCHNITT - Zusatzunterricht und Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 22 - Allgemeines 01.08.2000 bis 31.12.2020
§ 23 - Durchführung der Zusatzprüfung 01.08.2000 bis 31.12.2020
6. ABSCHNITT - Prüfung für Schulfremde 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 24 - Teilnehmer 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 25 - Zeitpunkt 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 26 - Meldung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 27 - Voraussetzung für die Zulassung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 28 - Entscheidung über die Zulassung 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 29 - Durchführung der Prüfung 01.08.1995 bis 31.12.2020
6. ABSCHNITT - Übergangs- und Schlußbestimmungen 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 30 - Übergangsregelungen 01.08.1995 bis 31.12.2020
§ 31 - Inkrafttreten 01.08.1995 bis 31.12.2020
Anlage 1 01.08.2000 bis 31.12.2020
Anlage 2 01.08.2000 bis 31.12.2020
Anlage 3 01.08.2000 bis 31.12.2020
Auf Grund von § 35 Abs. 3 und § 89 Abs. 1, 2 Nr. 1 bis 5 und 9 sowie Abs. 3 des Schulgesetzes für Baden-Württemberg in der Fassung vom 1. August 1983 (GBl. S. 397) wird verordnet:
(1) Die Ausbildung am Kaufmännischen Berufskolleg I soll die fachtheoretischen und fachpraktischen Grundkenntnisse für Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung vermitteln und die Allgemeinbildung vertiefen.
(2) Die Ausbildung am Kaufmännischen Berufskolleg II soll vertiefte fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse vermitteln und die Absolventen zur selbständigen Wahrnehmung kaufmännischer und verwaltender Tätigkeiten in einem den Schwerpunkten der Ausbildung entsprechenden Aufgabenfeld befähigen. Sie soll gleichzeitig die Allgemeinbildung weiterführen und mit der Vermittlung von Grundlagenkenntnissen auf den Eintritt in die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes vorbereiten.
(3) Die Ausbildung am Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen soll fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse vermitteln, die die Absolventen befähigen, kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten in fremdsprachlich geprägten Aufgabenfeldern zu bewältigen. Sie soll gleichzeitig die Allgemeinbildung weiterführen.
(4) Am Kaufmännischen Berufskolleg II und am Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen können die Schüler mit dem erfolgreichen Ablegen einer Zusatzprüfung die Fachhochschulreife erwerben.
Dauer und Gliederung der Ausbildung,
(1) Die Ausbildung an den Kaufmännischen Berufskollegs I und II dauert jeweils ein Schuljahr, am Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen zwei Schuljahre. Die Ausbildungen enden jeweils mit einer Abschlußprüfung.
(2) Der Unterricht gliedert sich in einen Pflicht- und einen Wahlbereich, beim Kaufmännischen Berufskolleg II zusätzlich in einen Wahlpflichtbereich.
(3) Jeder Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs II entscheidet sich zu Beginn des Schuljahres für einen Wahlpflichtbereich entsprechend dem Angebot der Schule.
(4) Mit Bestehen der Abschlußprüfung am Kaufmännischen Berufskolleg II und am Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen wird die Berufsbezeichnung »Staatlich geprüfter Wirtschaftsassistent«/»Staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin« erworben.
Der Unterricht richtet sich nach den vom Kultusministerium erlassenen Bildungs- und Lehrplänen sowie beim Kaufmännischen Berufskolleg I nach der als Anlage 1, beim Kaufmännischen Berufskolleg II nach der als Anlage 2 und beim Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen nach der als Anlage 3 beigefügten Stundentafel. Zusätzlich können Arbeitsgemeinschaften angeboten werden.
Maßgebende Fächer und Kernfächer
(1) Für die Versetzung und für den Abschluß sind die Leistungen in den maßgebenden Fächern entscheidend,im Kaufmännischen Berufskolleg II auch die Wahlpflichtfächer. Maßgebende Fächer sind alle Pflichtfächer mit Ausnahme von Sport. Das Fach Sport ist dann zusätzlich als maßgebendes Fach zu berücksichtigen, wenn sich die Note positiv auf das Bestehen der Abschlußprüfung des Kaufmännischen Berufskollegs I auswirkt.
(2) Kernfächer unter den maßgebenden Fächern sind:
Kaufmännisches Berufskolleg II und Kaufmännisches Berufskolleg Fremdsprachen
(1) Voraussetzung für die Aufnahme in das Kaufmännische Berufskolleg I und das Kaufmännische Berufskolleg Fremdsprachen ist:
die Versetzung in die Klasse 11 eines Gymnasiums oder
Für die Aufnahme in das Kaufmännische Berufskolleg Fremdsprachen muß zusätzlich in dem nach Satz 1 maßgeblichen Zeugnis in den Fächern Deutsch und Englisch mindestens die Note »befriedigend« erreicht sein.
(2) Voraussetzung für die Aufnahme in das Kaufmännische Berufskolleg II ist das Abschlußzeugnis des Kaufmännischen Berufskollegs I mit einem Durchschnitt von mindestens 3,0 aus den Noten der Kernfächer. Falls noch Plätze vorhanden sind, können Bewerber, die die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht erfüllen, ausnahmsweise aufgenommen werden, wenn sie im Abschlußzeugnis des Kaufmännischen Berufskollegs I in zwei Kernfächern jeweils die Note »befriedigend« sowie im dritten Kernfach mindestens die Note »ausreichend« erreicht haben und der Schulleiter der aufnehmenden Schule in einem Kolloquium zu der Auffassung gelangt, daß der Bewerber den Anforderungen des Kaufmännischen Berufskollegs II voraussichtlich genügen wird.
(1) Der Aufnahmeantrag ist an das Berufskolleg zu richten, an dem die Ausbildung erfolgen soll. Der Termin, zu dem der Antrag bei der Schule eingegangen sein muß, wird vom Schulleiter bestimmt und auf geeignete Weise bekanntgegeben. Dem Aufnahmeantrag sind beizufügen:
eine beglaubigte Abschrift der Nachweise nach § 5,
ob und gegebenenfalls an welchen anderen Berufskollegs bereits an einem Aufnahmeverfahren teilgenommen wurde sowie
ob und gegebenenfalls an welche anderen Berufskollegs ein weiterer Aufnahmeantrag gerichtet wurde.
Sofern der Nachweis nach § 5 zum Anmeldetermin noch nicht vorgelegt werden kann, ist er unverzüglich nachzureichen; dem Aufnahmeantrag ist in diesem Falle eine beglaubigte Abschrift des letzten Schulzeugnisses beizufügen.
(2) Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Schulleiter. Er kann eine angemessene Frist setzen, innerhalb deren erklärt werden muß, ob die Zusage über die Aufnahme angenommen wird.
(1) Ein Auswahlverfahren ist am Kaufmännischen Berufskolleg I und am Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen nur durchzuführen, wenn
nicht alle Bewerber, welche die Aufnahmevoraussetzungen nach § 5 erfüllen, in die entsprechenden Berufskollegs aufgenommen werden können.
Bleiben im Rahmen der Auswahl nach Satz 1 Nr. 2 und 3 Plätze frei, sind diese nach Eignung und Leistung zu vergeben.
(3) Die für die Vergabe nach Eignung und Leistung zur Verfügung stehenden Plätze werden entsprechend dem jeweiligen Bewerberanteil verteilt auf die Gruppe der Bewerber
mit dem Versetzungszeugnis in die Klasse 11 eines Gymnasiums,
mit einem dem Realschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand nach Abschluss der Klasse 10 der Werkrealschule oder der Hauptschule und
mit einem dem Realschulabschluß gleichwertigen Bildungsstand durch Berufsschulabschluß und Berufsausbildung oder durch Hauptschulabschluß, Berufsschulabschluß und Berufsabschluß.
Die Rangfolge innerhalb der Bewerbergruppen Nummer 1 bis 4 bestimmt sich nach dem auf eine Dezimale errechneten Durchschnitt aus den Noten aller Fächer, ausgenommen Arbeitsgemeinschaften, des Zeugnisses über den Bildungsabschluß, die Rangfolge innerhalb der Bewerbergruppe Nummer 5 nach der Durchschnittsnote, die sich aus den maßgebenden Fächern im Berufsschulabschlußzeugnis auf eine Dezimale errechnet. Bei gleicher Rangfolge entscheidet das Los.
(4) Bei der Vergabe der Plätze nach Wartezeit besteht folgende Rangfolge:
drei und mehr Schuljahre Wartezeit,
zwei Schuljahre Wartezeit,
ein Schuljahr Wartezeit.
Innerhalb dieser Gruppen werden die Plätze nach Eignung und Leistung vergeben. Bei gleicher Rangfolge entscheidet das Los. Berücksichtigt werden nur volle Schuljahre, die seit dem ersten Aufnahmeantrag und der Erfüllung der Aufnahmevoraussetzungen nach § 5 bis zum Beginn des auf das laufende Aufnahmeverfahren folgenden Schuljahres verstrichen sind. Voraussetzung ist, daß für diese Schuljahre ununterbrochen ein Aufnahmeantrag gestellt und keine Aufnahmezusage erteilt wurde.
(5) Ein außergewöhnlicher Härtefall liegt vor, wenn ein Bewerber nach Absatz 2 Nr. 1 und 2 nicht ausgewählt worden ist und die Nichtaufnahme für ihn mit Nachteilen verbunden wäre, die bei Anlegung eines strengen Maßstabes über das Maß der mit der Nichtaufnahme üblicherweise verbundenen Nachteile erheblich hinausgehen. Für die Berücksichtigung als außergewöhnliche Härtefälle kommen insbesondere familiäre oder soziale Umstände oder andere nicht zu vertretende Gründe, welche die Aufnahme der Ausbildung verzögert haben, in Betracht. Über das Vorliegen eines außergewöhnlichen Härtefalles und die sich nach dem Grad der Härte ergebende Rangfolge entscheidet ein Auswahlausschuß, dem der Schulleiter als Vorsitzender und vier von ihm beauftragte Lehrer angehören; § 14 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.
Versetzung beim Kaufmännischen Berufskolleg
(1) In das zweite Schuljahr wird versetzt, wer auf Grund der Leistungen in den für die Versetzung maßgebenden Fächern den Anforderungen im laufenden Schuljahr im ganzen entsprochen hat und deshalb erwarten läßt, daß er den Anforderungen des zweiten Schuljahres genügen wird.
die Leistungen in keinem Kernfach mit der Note »ungenügend« bewertet sind,
die Leistungen in Englisch und in der weiteren Pflichtfremdsprache jeweils mit der Note »ausreichend« oder besser bewertet sind und
die Leistungen in nicht mehr als einem maßgebenden Fach geringer als mit der Note »ausreichend« bewertet sind; sind die Leistungen in zwei Fächern geringer als mit der Note »ausreichend« bewertet, so erfolgt eine Versetzung, wenn für beide Fächer ein Ausgleich gegeben ist.
(3) Ausnahmsweise kann durch Beschluß der Klassenkonferenz auch bei Nichterfüllung der in den Absätzen 1 und 2 genannten Voraussetzungen eine Versetzung erfolgen, wenn die Klassenkonferenz mit Zweidrittelmehrheit zu der Auffassung gelangt, daß die Leistungen nur vorübergehend nicht für die Versetzung ausreichen und nach einer Übergangszeit die Anforderungen der nächsthöheren Klasse voraussichtlich erfüllt werden.
(4) Die Versetzung oder Nichtversetzung ist im Zeugnis mit »versetzt« oder »nicht versetzt« zu vermerken; bei einer Versetzung nach Absatz 3 ist zu vermerken: »Versetzt nach § 8 Abs. 3 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung«.
(1) Bei einer Nichtversetzung kann das erste Schuljahr wiederholt werden. Die freiwillige Wiederholung auch nur eines Teils des ersten Schuljahres gilt als Nichtversetzung.
(2) Wer im ersten Schuljahr zweimal nicht versetzt worden ist, muß das Kaufmännische Berufskolleg Fremdsprachen verlassen; eine Aufnahme in das Kaufmännische Berufskolleg I ist nicht möglich.
Ordentliche Abschlußprüfung am Kaufmännischen
Berufskolleg I, Kaufmännischen Berufskolleg II und
kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen
In den Abschlußprüfungen soll nachgewiesen werden, daß das Ausbildungsziel des Kaufmännischen Berufskollegs I oder des Kaufmännischen Berufskollegs II oder des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen erreicht wurde und die geforderten allgemeinen und fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vorliegen.
Die Abschlußprüfungen bestehen aus der schriftlichen und der mündlichen Prüfung.
(1) Die Abschlußprüfungen werden an den jeweiligen Berufskollegs abgenommen.
(2) Der Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung wird vom Kultusministerium, der Zeitpunkt der mündlichen Prüfung vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt.
(1) Zur jeweiligen Prüfung sind alle Schüler des jeweiligen Berufskollegs zugelassen.
(2) Für die Prüfung werden in allen Fächern Anmeldenoten (ganze Noten) gebildet, die aus den während des Schuljahres erbrachten Einzelleistungen zu ermitteln sind. Die Anmeldenoten sind für die Fächer der schriftlichen Prüfung jeweils fünf bis sieben Schultage vor Beginn des betreffenden Prüfungsteils und für die übrigen Fächer fünf bis sieben Schultage vor der mündlichen Prüfung zusammen mit den Noten der schriftlichen Prüfung bekanntzugeben.
(1) Für die Abschlußprüfung wird an jedem Berufskolleg ein Prüfungsausschuß gebildet, der für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung verantwortlich ist. Diesem gehören an:
als Vorsitzender der Schulleiter oder ein vom Schulleiter beauftragter Lehrer, soweit das Oberschulamt vor Beginn der Prüfung nichts anderes bestimmt,
als stellvertretender Vorsitzender der Schulleiter oder sein ständiger Vertreter oder ein vom Schulleiter beauftragter Lehrer,
sämtliche Lehrer, die den Schüler in den maßgebenden Fächern unterrichten.
Das Oberschulamt und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses können weitere Mitglieder berufen, soweit dies für die Durchführung der Prüfung erforderlich ist.
(3) Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder anwesend sind. Der Prüfungsausschuß entscheidet mit einfacher Mehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(4) Für die mündliche Prüfung in den einzelnen Fächern bildet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die erforderlichen Fachausschüsse. Jedem Fachausschuß gehören an
der Vorsitzende oder ein von ihm bestimmtes Mitglied des Prüfungsausschusses als Leiter, sofern das Oberschulamt nichts anderes bestimmt,
der Fachlehrer der Klasse oder bei dessen Verhinderung ein in dem betreffenden Prüfungsfach erfahrener Lehrer als Prüfer,
ein weiteres fachkundiges Mitglied des Prüfungsausschusses, zugleich als Protokollführer.
In Fächern, in denen die Klasse von verschiedenen Fachlehrern für Teilbereiche unterrichtet wird, gehören alle Fachlehrer dem Fachausschuß als Mitglieder an. Sie sind jeweils für ihren Teilbereich Prüfer nach Satz 2 Nr. 2. Der Leiter des Prüfungsausschusses bestimmt den Gang der Prüfung; er kann selbst prüfen.
1. Kaufmännisches Berufskolleg I
2. Kaufmännisches Berufskolleg II
a) Wahlpflichtbereich Bürokommunikation
b) Wahlpflichtbereich Wirtschaft und
Datenverarbeitungs-Anwendung
Datenbankorganisation und
3. Kaufmännisches Berufskolleg Fremdsprachen
(3) Die Prüfungsaufgaben werden im Rahmen der Bildungs- und Lehrpläne landeseinheitlich vom Kultusministerium oder von einem von ihm beauftragten Oberschulamt gestellt.
(4) Über die schriftliche Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Schulleiter und den aufsichtführenden Lehrern unterschrieben wird.
(5) Die schriftlichen Arbeiten werden vom Fachlehrer der Klasse und von einem weiteren Fachlehrer, den der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt, korrigiert und bewertet; dabei sind ganze und halbe Noten zu verwenden. Als Note der schriftlichen Prüfung gilt der auf die erste Dezimale errechnete Durchschnitt der beiden Bewertungen, der auf eine ganze oder halbe Note zu runden ist; Dezimalen von 0,3 bis 0,7 sind hierbei auf eine halbe Note, die übrigen Dezimalen auf eine ganze Note zu runden. Weichen die Bewertungen um mehr als eine ganze Note voneinander ab und können sich die beiden Korrektoren nicht einigen, hat der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die endgültige Note für die schriftliche Prüfung festzusetzen; dabei gelten die Bewertungen der beiden Korrektoren als Grenzwerte, die nicht über- und unterschritten werden dürfen.
(6) Die Noten der schriftlichen Prüfung in den einzelnen Fächern werden fünf bis sieben Schultage vor der mündlichen Prüfung bekanntgegeben.
(1) Die mündliche Prüfung soll eine Ergänzung der schriftlichen Prüfung sein. Sie soll in der Regel 10 bis 15 Minuten je Schüler und Fach dauern.
(2) Die mündliche Prüfung kann als Einzel- oder Gruppenprüfung durchgeführt werden. Bei Gruppenprüfung können bis zu drei Schüler zusammen geprüft werden. Die Entscheidung trifft der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(3) Im Kaufmännischen Berufskolleg I wird in der Regel eines der Fächer Rechnungswesen, Textverarbeitung mit Bürowirtschaft oder Datenverarbeitung mündlich geprüft.
(4) Im Kaufmännischen Berufskolleg II kann sich die mündliche Prüfung auf alle Fächer des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs, im Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen auf alle Fächer des Pflichtbereichs erstrecken. Im Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen muss in jedem Fall eine Fremdsprache des Pflichtbereichs mündlich geprüft werden.
(5) Auf Grund der Anmeldenoten und gegebenfalls der Noten der schriftlichen Prüfung sowie der Bestimmungen der Absätze 3 und 4 bestimmt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, ob und in welchen Fächern mündlich zu prüfen ist. Die mündliche Prüfung findet im Kaufmännischen Berufskolleg I in der Regel in mindestens einem Fach statt, im Kaufmännischen Berufskolleg II und im Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen stets in mindestens einem Fach. Sie soll in nicht mehr als drei Fächern stattfinden. Die zu prüfenden Fächer sind fünf bis sieben Schultage vor der mündlichen Prüfung bekanntzugeben. Darüber hinaus kann ein Schüler bis zum nächsten Schultag, der auf den Tag der Bekanntgabe der zu prüfenden Fächer folgt, dem Schulleiter schriftlich bis zu zwei weitere Fächer benennen, in denen mündlich zu prüfen ist. Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs I können neben den Fächern nach Absatz 3 auch die Fächer der schriftlichen Prüfung benennen, Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs II und des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen die Fächer nach Absatz 4.
(6) Im Anschluß an die einzelne mündliche Prüfung setzt der Fachausschuß das Ergebnis der mündlichen Prüfung auf Vorschlag des Prüfers fest; dabei sind ganze und halbe Noten zu verwenden. Kann sich der Fachausschuß mehrheitlich mit der Stimme des Leiters für keine bestimmte Note entscheiden, so wird die Note aus dem auf die erste Dezimale errechneten Durchschnitt der Bewertungen aller Mitglieder gebildet, der auf eine ganze oder halbe Note zu runden ist; § 15 Abs. 5 Satz 2, 2. Halbsatz gilt entsprechend.
(7) Über jede mündliche Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von den Mitgliedern des Fachausschusses zu unterschreiben ist.
(1) Die Endnoten in den einzelnen Fächern werden in einer Schlußsitzung des Prüfungsausschusses auf Grund der Anmeldenoten und der Prüfungsleistungen ermittelt, wobei der Durchschnitt auf die erste Dezimale zu errechnen und eine Dezimale bis 0,4 auf eine ganze Note aufzurunden, eine Dezimale von 0,5 oder schlechter auf eine ganze Note abzurunden ist.
(4) Der Prüfungsausschuß stellt in der Schlußsitzung fest, wer die Abschlußprüfung bestanden hat. Hierzu gelten die Bestimmungen des § 8 Abs. 2 entsprechend. Nach der Schlußsitzung ist das Ergebnis der Prüfung unverzüglich mitzuteilen.
(5) Über die Schlußsitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dem Mitglied, das die Niederschrift angefertigt hat, zu unterschreiben ist.
(6) Die Niederschriften über die einzelnen Teile der Prüfung und über die Schlußsitzung des Prüfungsausschusses, eine Liste mit den Prüfungsergebnissen und die Prüfungsarbeiten sind bei den Schulakten aufzubewahren. Die Niederschriften und die Prüfungsarbeiten können nach Ablauf von drei Jahren seit der Schlußsitzung des Prüfungsausschusses vernichtet werden.
(1) Wer die Abschlußprüfung bestanden hat, erhält ein Abschlußzeugnis mit den nach § 17 Abs. 1 bis 3 ermittelten Endnoten.
(2) Wer an der Abschlußprüfung teilgenommen, sie jedoch nicht bestanden hat und die Schule verläßt, erhält ein Abgangszeugnis mit den nach § 17 Abs. 1 bis 3 ermittelten Endnoten.
(3) Wer an der Abschlußprüfung nicht oder nur teilweise teilgenommen hat, erhält ein Zeugnis über die bis zum Ausscheiden erbrachten Leistungen oder, sofern sie bereits vorliegen, mit den Anmeldenoten nach § 13 Abs. 2; Prüfungsleistungen bleiben unberücksichtigt.
(4) Wer an der Abschlußprüfung teilgenommen, sie jedoch nicht bestanden hat und das Schuljahr wiederholt, erhält ein Jahreszeugnis mit den nach § 17 Abs. 1 bis 3 ermittelten Endnoten.
(5) In den Zeugnissen nach den Absätzen 2 bis 4 ist zu vermerken, daß das Ausbildungsziel des jeweiligen Berufskollegs nicht erreicht ist.
(1) Wer ohne wichtigen Grund an der Prüfung nicht oder nur teilweise teilnimmt, hat die Abschlußprüfung nicht bestanden. Der wichtige Grund ist der Schule unverzüglich mitzuteilen. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet bei der schriftlichen Prüfung der Leiter, bei der mündlichen Prüfung der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(2) Als wichtiger Grund gilt insbesondere Krankheit. Ist eine prüfungsrelevante gesundheitliche Beeinträchtigung nicht offenkundig, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen, das eine konkrete Beschreibung dieser Beeinträchtigung beinhaltet. Lassen sich Zweifel am Vorliegen einer prüfungsrelevanten gesundheitlichen Beeinträchtigung auf andere Weise nicht ausräumen, kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch die Vorlage eines Satz 2 entsprechenden amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Wer sich in Kenntnis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eines anderen wichtigen Grundes der Prüfung unterzogen hat, kann diese Gründe nachträglich nicht mehr geltend machen. Der Kenntnis steht die fahrlässige Unkenntnis gleich; fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere dann vor, wenn beim Vorliegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde.
(3) Sofern und soweit ein wichtiger Grund vorliegt, gilt die Prüfung als nicht unternommen. Die Teilnahme an einer Nachprüfung ist zu ermöglichen. In diesem Falle bleiben die bereits erbrachten Prüfungsleistungen bestehen.
(4) Vor Beginn der Prüfung ist auf diese Bestimmung hinzuweisen.
(2) Wird während der Prüfung festgestellt, daß eine Täuschungshandlung vorliegt, oder entsteht ein entsprechender Verdacht, ist der Sachverhalt von einem aufsichtführenden Lehrer festzustellen und zu protokollieren. Der Schüler setzt die Prüfung bis zur Entscheidung über die Täuschungshandlung vorläufig fort.
(3) Wer eine Täuschungshandlung begeht, wird von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlußprüfung. In leichten Fällen kann statt dessen die Prüfungsleistung mit der Note »ungenügend« bewertet werden. Die Entscheidung trifft bei der schriftlichen Prüfung der Schulleiter, bei der mündlichen Prüfung der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(4) Stellt sich eine Täuschungshandlung erst nach Aushändigung des Zeugnisses heraus, kann das Oberschulamt die ergangene Prüfungsentscheidung zurücknehmen, das Zeugnis einziehen und entweder ein anderes Abschlußzeugnis erteilen oder die Abschlußprüfung für nicht bestanden erklären, wenn seit der Ausstellung des Zeugnisses nicht mehr als zwei Jahre vergangen sind.
(5) Wer durch eigenes Verhalten die Prüfung so schwer stört, daß es nicht möglich ist, seine Prüfung oder die Prüfung anderer Schüler ordnungsgemäß durchzuführen, wird von der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlußprüfung. Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend.
Zusatzunterricht und Zusatzprüfung
(1) Wer im Kaufmännischen Berufskolleg die Fachhochschulreife erwerben will, muss am Zusatzunterricht im Wahlfach Mathematik sowie in einem der Wahlfächer Biologie, Chemie, Physik oder Technik nach Maßgabe der jeweiligen Stundentafeln teilnehmen und im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung eine Zusatzprüfung ablegen.
(2) Die weitere Teilnahme am Zusatzunterricht im Kaufmännischen Berufskolleg II oder im zweiten Schuljahr des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen setzt voraus, dass am Ende des ersten Schuljahres im Fach Mathematik mindestens die Note »ausreichend« erreicht wurde.
(3) Zu der Zusatzprüfung ist auf Antrag zugelassen, wer an der Abschlußprüfung teilnimmt und den Zusatzunterricht ordnungsgemäß besucht hat.
(4) Wer nach der Feststellung des Prüfungsausschusses die Abschlußprüfung und die Zusatzprüfung bestanden hat, erhält das Zeugnis der Fachhochschulreife, das zum Studium an einer Fachhochschule berechtigt. Dabei werden die Noten der maßgebenden Fächer, die nicht Gegenstand der Zusatzprüfung waren, aus dem Abschlußzeugnis übernommen.
Durchführung der Zusatzprüfung
(1) Für die Zusatzprüfung gelten die §§ 12, 13 Abs. 2, §§ 14, 15 Abs. 1 und 3 bis 6, §§ 16, 17, 20 und 21 entsprechend mit folgenden Maßgaben:
Im Fach Mathematik ist eine schriftliche Prüfungsarbeit zu fertigen (Arbeitszeit 180 Minuten).
Die mündliche Prüfung kann in den in § 22 Abs. 1 genannten Fächern stattfinden. § 16 Abs. 5 Satz 5 bleibt unberührt.
der Durchschnitt aus den Endnoten der in der Zusatzprüfung prüfbaren Fächer 4,0 oder besser ist,
keines der in der Zusatzprüfung prüfbaren Fächer mit der Endnote »ungenügend« bewertet ist und
insgesamt nicht mehr als zwei der maßgebenden Fächer einschließlich der in der Zusatzprüfung prüfbaren Fächer schlechter als mit der Note »ausreichend« bewertet sind und für beide Fächer gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 ein Ausgleich gegeben ist, wobei das Fach Mathematik als Kernfach gilt.
(3) Wer nur die Zusatzprüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal zum nächsten Prüfungstermin ohne erneuten Besuch des Kaufmännischen Berufskollegs II oder Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen wiederholen.
Wer das Abschlußzeugnis des Kaufmännischen Berufskollegs I, des Kaufmännischen Berufskollegs II oder des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen erwerben will, ohne eine entsprechende öffentliche oder staatlich anerkannte Schule zu besuchen, kann als außerordentlicher Teilnehmer (Schulfremder) die jeweilige Abschlußprüfung und im Zusammenhang mit der Abschlußprüfung im Kaufmännischen Berufskolleg II oder Kaufmännischen Berufskolleg Fremdsprachen die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife ablegen.
Die Prüfung für Schulfremde findet einmal jährlich, in der Regel zusammen mit der Abschlußprüfung an den entsprechenden öffentlichen Berufskollegs statt.
(1) Die Meldung zur Prüfung ist bis zum 1. Dezember für die Prüfung im darauffolgenden Jahr an das für den Wohnsitz des Bewerbers zuständige Oberschulamt zu richten. Für die Bewerber der staatlich genehmigten Schulen ist das Oberschulamt zuständig, in dessen Bezirk die Schule liegt.
die Abschluß- bzw. Abgangszeugnisse der besuchten Schulen (beglaubigte Abschriften oder Ablichtungen),
eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Ergebnis der Bewerber schon an einer entsprechenden Abschlußprüfung teilgenommen hat,
die Angabe des Wahlpflichtbereichs, in dem der Bewerber die Prüfung im Kaufmännischen Berufskolleg II ablegen will,
eine Erklärung, ob sich die Prüfung auch auf die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife erstrecken soll,
Angaben über die hinreichende schulische Vorbereitung auf die Prüfung oder über den Selbstunterricht des Bewerbers sowie den in allen Prüfungsfächern durchgearbeiteten Lehrstoff und die benutzte Literatur.
(3) Für Bewerber von staatlich genehmigten Schulen kann anstelle der Meldung durch den einzelnen Bewerber die Sammelmeldung der Schule treten, die Vor- und Zuname, Geburtstag, Geburtsort und Anschrift der Bewerber enthalten muß. Der Sammelmeldung sind die Unterlagen nach Absatz 2 beizufügen.
wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in das jeweilige Berufskolleg erfüllt,
wer nicht bereits zweimal die entsprechende Prüfung nicht bestanden hat,
wer nicht bereits die Prüfung bestanden hat.
(3) Zur Prüfung wird in der Regel nur zugelassen, wer in Baden-Württemberg den ständigen Wohnsitz hat oder in Baden-Württemberg an einer staatlich genehmigten Schule oder sonstigen Unterrichtseinrichtung auf die Schulfremdenprüfung vorbereitet wurde.
Das Oberschulamt entscheidet über die Zulassung und bestimmt die öffentliche Schule, an der die Prüfung abzulegen ist.
(1) Für die Prüfung der zugelassenen Bewerber gelten im übrigen die §§ 10 bis 12, 14 bis 17, 20, 21, 22 Abs. 4 und § 23 entsprechend mit folgender Maßgabe:
Fachlehrer im Sinne von § 14 Abs. 4 Nr. 2 und § 15 Abs. 5 sind die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Fachlehrer einer öffentlichen Schule, in der Regel der für die Abnahme der Prüfung zuständigen Schule.
Die mündliche Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt. Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf alle maßgebenden Fächer (§ 4 Abs. 1) mit Ausnahme von Sport. Ein schriftlich geprüftes Fach wird nur dann in die mündliche Prüfung einbezogen, wenn dies der Prüfling spätestens vier Schultage vor der mündlichen Prüfung beim Oberschulamt schriftlich beantragt.
Bei Bewerbern staatlich genehmigter Schulen kann das Oberschulamt bestimmen, daß die schriftliche Prüfung im Gebäude der betreffenden Schule abgenommen wird. Die Leitung und Beaufsichtigung regelt in diesem Fall das Oberschulamt.
Das Oberschulamt kann im Einzelfall auf Antrag die Prüfung in einer anderen Fremdsprache zulassen.
(2) Die Bewerber haben sich bei Beginn der Prüfung durch einen mit einem Lichtbild versehenen amtlichen Ausweis auszuweisen und diesen während der gesamten Prüfung bei sich zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen.
(3) Wer die Abschlußprüfung bestanden hat, erhält das Abschlußzeugnis für Schulfremde.
(4) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal wiederholen. Auf Antrag wird eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Prüfung, über das Ergebnis der Prüfung und über die ermittelten Noten erteilt.
(1) Schüler, die im Schuljahr 1995/96 das Kaufmännische Berufskolleg I wiederholen, nehmen an der ordentlichen Abschlußprüfung teil, sofern sie nicht spätestens vier Wochen vor dem Termin zur schriftlichen Prüfung durch unwiderrufliche Erklärung gegenüber dem Schulleiter ihre Befreiung von der Teilnahme an der Abschlußprüfung beantragen. In diesem Fall werden die Anmeldenoten nach § 13 Abs. 2 als Endnoten übernommen.
(2) Für Schüler, die im Schuljahr 1996/97 das Kaufmännische Berufskolleg II - Wahlpflichtbereich Wirtschaft und Datenverarbeitung - wiederholen, gilt für die Prüfung im Fach Rechnungswesen Absatz 1 entsprechend.
Die Verordnung tritt unbeschadet der Regelung in § 30 für das Kaufmännische Berufskolleg I und das Kaufmännische Berufskolleg Fremdsprachen am 1. August 1995, für das Kaufmännische Berufskolleg II am 1. August 1996 in Kraft.
Zum Zeitpunkt des jeweiligen Inkrafttretens tritt die Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an den Kaufmännischen Berufskollegs vom 23. Juni 1989 (GBl. S. 311), zuletzt geändert durch Verordnung vom 8. März 1993 (GBl. S. 228), außer Kraft.
Stuttgart, den 24. April 1995
Stundentafel für das
Kaufmännische Berufskolleg I
Kaufmännische Berufskolleg II
2.1 Bürokommunikation
2.2 Wirtschaft und Datenverarbeitung
Datenbankorganisation und Programmentwicklung
Betriebswirtschaftslehre mit DV-Anwendung
3.1 Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife
Biologie, Chemie, Physik oder Technik1*)
Pro Klasse darf nur eines der Fächer angeboten werden.
zweijährige Kaufmännische Berufskolleg-Fremdsprachen
Englisch (Korrespondenz, Konversation, Wirtschaftskunde)
oder Technik1*)

References: § 8
 § 9

§ 10
 § 21

§ 22
 § 23

§ 24
 § 29

§ 30
 § 31
 § 20

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31
 § 35
 § 89
 § 5
 § 5
 § 5
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 § 14
 § 8
 § 15
 § 8
 § 17
 § 17
 § 13
 § 17
 § 22
 § 16
 § 8
 § 23
 § 14
 § 15
 § 13
 § 30