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Timestamp: 2019-08-18 08:14:08+00:00

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BVerwG, 09.02.1996 - 11 VR 46.95 - dejure.org
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BVerwG, 09.02.1996 - 11 VR 46.95 (https://dejure.org/1996,1213)
BVerwG, Entscheidung vom 09.02.1996 - 11 VR 46.95 (https://dejure.org/1996,1213)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Februar 1996 - 11 VR 46.95 (https://dejure.org/1996,1213)
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Immissionsschutz - Bahnstromfernleitung - Nachbarschutz - Grenzwertempfehlung - Strahlenschutzkommission
§ 1 FVerkWBV, § 3 BImSchG, § 3 BImSchG, § 22 BImSchG, § 1 VerkPBG, § 1 VerkPBG,
Elektrosmog (gesundheitsbeeinträchtigend), Trassenführung (Bahnstromleitung), Umweltverträglichkeit, Elektrifizierung, Nachbarschutz, Verkehrswegeplanung
NVwZ 1996, 1023
DVBl 1996, 682
DÖV 1996, 515
Denn eine Hochspannungsfreileitung - als sonstige ortsfeste Einrichtung im Sinne von § 3 Abs. 5 Nr. 1 BImSchG - bedarf keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nach § 4 BImSchG (Beschluss vom 9. Februar 1996 - BVerwG 11 VR 46.95 - Buchholz 406.25 § 22 BImSchG Nr. 13).
Das Bundesverwaltungsgericht hat aber in seinem vor Erlass der 26. BImSchV ergangenen, eine Hochspannungsleitung betreffenden Beschluss vom 9. Februar 1996 (a.a.O.) die Grenzwertempfehlung der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen herangezogen (ebenso Beschluss vom 2. August 1994 - BVerwG 7 VR 3.94 -.
Soweit Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG Schutz gegen Einwirkungen benachbarter Anlagen verlangt, hat der Gesetzgeber dem durch die Vorschriften des zivilen und öffentlichen Nachbarrechts, insbesondere § 906 BGB und § 22 BImSchG , ausreichend Rechnung getragen (vgl. BVerwG, NuR 1996, S. 513 [515]).
Er entspricht nicht nur den neuesten Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (Bekanntmachung vom 10. Mai 1995, BAnz Nr. 147a; vgl. BVerwG, NuR 1996, S. 513 [514 f.]), wie das Oberlandesgericht hervorgehoben hat, sondern auch dem in Anhang 2 zu § 3 der Verordnung über elektromagnetische Felder mit ausführlicher Begründung festgelegten Grenzwert für die magnetische Flußdichte niederfrequenter Felder (vgl. BRDrucks 393/96, S. 18 ff.).
Das Bundesverwaltungsgericht hat aber in seinem vor Erlass der 26. BImSchV ergangenen, eine Hochspannungsleitung betreffenden Beschluss vom 9. Februar 1996 (a.a.O.) die Grenzwertempfehlung der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen herangezogen (ebenso Beschluss vom 2. August 1994 - BVerwG 7 VR 3.94 - Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 2), die auch der zum 1. Januar 1997 in Kraft getretenen 26. BImSchV zugrunde liegt.
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass die Vorschriften, die der Abwehr erheblicher Belästigungen im Sinne der Definition des § 3 Abs. 1 BImSchG dienen, Drittschutz vermitteln (vgl. BVerwG, Urteile vom 30. September 1983 BVerwG 4 C 74.78 BVerwGE 68, 58 und vom 24. September 1992 BVerwG 7 C 7.92 Buchholz 406.12 § 15 BauNVO Nr. 22; Beschluss vom 9. Februar 1996 BVerwG 11 VR 46.95 Buchholz 406.25 § 22 BImSchG Nr. 13).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 1996 - 11 VR 46.95 -, Buchholz 406.25 § 22 BImSchG Nr. 13, S. 3 ff., und vom 22. Juli 2010 - 7 VR 4.10 -, N&R 2011, 36 (37).
Das enteignungsbetroffene Grundstück wird nach den unwidersprochenen Prognosen der Beigeladenen durch die Hochspannungsfreileitungen im ungünstigsten Fall mit einem Magnetfeld von 3-4 (T (nach den Ermittlungsmethoden, wie sie im oben genannten Entwurf zu einer Rechtsverordnung vorgesehen sind) bzw. von 1, 8 (T (nach bisherigen Ermittlungsmethoden) belastet und bleibt damit auch unter Berücksichtigung anderer dort einwirkender Magnetfelder (vgl. zu deren in absoluten Werten nur geringen Bedeutung den Prüfbericht Nr. 3/94 der Universität S., Anl. 2 zu AS 193, Box Nr. 14 der Akten des Regierungspräsidiums) deutlich nicht nur unter dem von IRPA, BUWAL und Strahlenschutzkommission zur Vermeidung von Gesundheitsstörungen empfohlenen Grenzwert von 100 (T, sondern auch erheblich unter dem im angesprochenen Verordnungsentwurf vorgesehenen Vorsorgegrenzwert von 50 (T und selbst unter dem nach experimentellen Studien minimalen biologischen Erregungswert von 10 (T. Der Senat sieht unter diesen Umständen keinen Anlaß für die Annahme, der Betrieb der Freileitung sei geeignet, Gesundheitsgefahren für Anwohner herbeizuführen (vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 02.08.1994, NVwZ 1994, 1000, 1002; jüngst bestätigt durch Beschluß vom 09.02.1996 - 11 VR 46.95 - BayVGH, Urt. v. 27.01.1993, aaO;… HessVGH, Urt. v. 22.03.1993, aaO, bei Einhaltung der IRPA-Empfehlungen, jeweils entschieden für Bahnstromleitungen).
In einer solchen Situation (Unsicherheit über kausale Zusammenhänge) kommt allenfalls eine Zuordnung zum Vorsorgebereich in Betracht (vgl. BVerwG, Beschluß vom 10.01.1995, DVBl. 1995, 516 = UPR 1995, 196, sowie Urteile vom 17.02.1984 und 19.12.1985, BVerwGE 69, 37, 43 und 72, 300, 315; vgl. auch Beschluß vom 09.02.1996, aaO;… Roßnagel, aaO, § 5 RdNr. 450).
Bei Einhaltung der Personenschutzgrenzwerte der 26. BImSchV kann nach dem heutigen Stand von Forschung und Technik nicht von einer Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden (vgl. OVG Koblenz, Beschluss vom 20.08.2001 - 1 A 10382/01 - NVwZ-RR 2002, 17; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 02.01.1997 - 8 S 3396/96 - VBlBW 1997, 182; zur Beurteilung niederfrequenter elektromagnetischer Felder: BVerwG, Beschluss vom 09.02.1996 - 11 VR 46.95 - DVBl. 1996, 682).
Soweit der Antragsteller spezielle Gefahren der Elektrifizierung (Kupferimmissionen, elektromagnetische Felder) rügt, geht der diesbezügliche Vortrag über Hinweise auf unterschiedliche Vorschläge für eine der Gesundheitsvorsorge dienliche Grenzwertfindung nicht hinaus (vgl. dazu BVerwG, Beschluß vom 9. Februar 1996 - BVerwG 11 VR 46.95 - UPR 1996, 267 f.).
Hinsichtlich der möglichen Erfolgsaussichten der Klage ist hier vor allem zu berücksichtigen, dass der Antragsteller nur eine Überprüfung der Abwägung in Hinblick auf rechtlich geschützte eigene Belange verlangen kann und keine volle Überprüfung anhand der Maßstäbe des Art. 14 Abs. 2 Satz 1 GG, vgl. BVerwG, Beschluss vom 09.02.1996 -11 VR 46/95 -, NVwZ 1996, 1023;.
Da der geplante Deich nicht die geschützte Eigentumsposition des Antragstellers verletzt, beschränkt sich die Überprüfung des angefochtenen Planfeststellungsbeschlusses darauf, ob andere Rechte des Antragstellers durch den festgestellten Plan nicht berücksichtigt worden sind; denn eine allgemeine Rechtmäßigkeitskontrolle kann er unter diesen Voraussetzungen nicht verlangen; vgl. BVerwG, Beschluss vom 09.02.1996 -11 VR 46/95 -, NVwZ 1996, 1023; Urteil vom 08.07.1998 - 11 A 30/97 -, NVwZ 1999, 70, 71.
OVG Niedersachsen, 03.06.1996 - 1 M 1070/96
Nachbarantrag gegen Mobilfunk-Basisstation; Elektrosmog; Mobilfunk

References: § 1
 § 3
 § 3
 § 22
 § 1
 § 1
 § 3
 § 4
 § 22
 Art. 2
 § 906
 § 22
 § 3
 § 18
 § 3
 § 15
 § 22
 § 22
 § 5
 Art. 14