Source: https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/oebfd/freiwilliger-werden/von-a-bis-z/
Timestamp: 2018-06-24 07:14:35+00:00

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Freiwilligendienste / ÖBFD / Freiwilliger werden / Von A bis Z
Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Der von der Stiftung Naturschutz Berlin angeboteneÖkologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) richtet sich in erster Linie an alle, die älter als 24 Jahre sind. 25- und 26-Jährige müssen den ÖBFD aber in Vollzeit absolvieren und 25 Seminartage pro Jahr besuchen, darunter ein 5-tägiges Seminar zur politischen Bildung in einem Bildungszentrum des Bundes. Bewerber/innen können sowohl Berufsanfänger/innen als auch Menschen sein, die eine berufliche Auszeit machen wollen oder schon im (aktiven) Ruhestand sind. Für die jüngeren Interessent/innen im Alter von 16 bis 24 Jahren ist eine Bewerbung für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) das Richtige.
Fragen beantwortet Ihr ÖBFD-Team: 030-26 39 41 50
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist arbeitsmarktneutral. Freiwillige im BFD sind zusätzliche Mitarbeiter/innen und kein Ersatz für hauptamtlich Beschäftigte. Mit ihrem Engagement unterstützen und entlasten sie die Einsatzstellen. Der Wegfall von Freiwilligen soll aber nicht dazu führen, dass die Einsatzstelle ihre alltäglichen Arbeiten nicht mehr durchführen kann. Die Arbeitsmarktneutralität ist dann gegeben, wenn durch den Einsatz von Freiwilligen die Einstellung von neuen Beschäftigten nicht verhindert wird und keine Kündigung von Beschäftigten erfolgt.
Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II (ALG II) können am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen. Vom Teilnehmerentgelt bzw. Taschengeld der Freiwilligen kann ein pauschaler Freibetrag in Höhe von insgesamt 200 Euro pro Monat als „nicht zu berücksichtigende Einnahme“ behalten werden. Sie wird nicht mit dem ALG II verrechnet (vgl. § 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung – Alg II-V). Wird aber zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Freiwilligendienst eine weitere Einnahme aus einer Erwerbstätigkeit (z. B. Minijob) erzielt, gilt dieser erhöhte Freibetrag nicht, sondern die Regelungen über die Absetzbeträge bei Erwerbseinkommen. Danach bleibt vom Erwerbseinkommen in der Regel ein Betrag von ca. 100 Euro pro Monat anrechnungsfrei (vgl. § 11b Abs. 2 SGB II). In der Zeit, in der ALG II-Bezieher/innen einen BFD leisten, sind sie nicht verpflichtet eine Erwerbsarbeit aufzunehmen. Die Teilnahme an einem BFD ist als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II). Natürlich können Freiwillige vorzeitig ihre Freiwilligentätigkeit beenden, wenn sie z.B. eine Zusage für die erhoffte Anstellung bekommen haben.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann grundsätzlich nur in Deutschland geleistet werden.
Für inländische Freiwillige, die einen Freiwilligendienst im Ausland leisten möchten, stehen andere Freiwilligendienstformate zur Verfügung. Ausführliche Hinweise dazu enthält die Broschüre Zeit, das Richtige zu tun
Wenn Ausländer/innen über einen Aufenthaltstitel verfügen, der sie zur Erwerbstätigkeit berechtigt, können sie am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen. Ein Aufenthaltstitel (auch ein Visum ist ein Aufenthaltstitel) darf in der Regel nur erteilt werden, wenn der Lebensunterhalt gesichert ist (vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 1 Aufenthaltsgesetz). Nach § 2 Abs. 3 Aufenthaltsgesetz ist dies der Fall, wenn ein/e Ausländer/in den Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel (wie z. B. Wohngeld) bestreiten kann. Die Bezuschussung des BFD durch den Bund ist kein Hinderungsgrund für die Erteilung eines Aufenthaltstitels. Speziell für die Teilnahme am BFD kann Freiwilligen aus dem Ausland grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 des Aufenthaltsgesetzes erteilt werden.
Drittstaatsangehörige, die einen BFD leisten wollen, müssen von ihrem Heimatland aus einen Visumantrag für die Durchführung des Freiwilligendienstes stellen, da ihnen die für den Aufenthalt erforderliche Aufenthaltserlaubnis in Deutschland nur dann erteilt werden kann, wenn sie mit dem zweckentsprechenden Visum eingereist sind. Kein Visum benötigen neben den Bürger/innen der Europäischen Union die Staatsangehörigen von Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Ökologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) kann zu Beginn eines jeden Monats aufgenommen werden. Der Starttermin richtet sich nach der persönlichen Planung der Interessent/innen, den Einsatzmöglichkeiten der Einsatzstellen und der Verfügbarkeit der Platzkontingente des Trägers.
Am schnellsten und bequemsten bewerben sich die Interessierten online bei der Stiftung Naturschutz Berlin für einen Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD). Zusätzlich hilft ein Anschreiben mit Aussagen zur Motivation und Eignung sowie zu den Erwartungen an den ÖBFD bei der gemeinsamen Suche nach einer passenden Einsatzstelle. Außerdem sind der Bewerbung ein tabellarischer Lebenslauf, eine Kopie des letzten Schul- bzw. Arbeitszeugnisses und ein Passfoto beizulegen.
Die Unterlagen sollten als PDF in einer Email oder per Post in einer abheftbaren Klarsichthülle an die oben unter „Ansprechpartner“ genannte Adresse geschickt werden (Bewerbungsmappen werden von uns nicht verwaltet).
Da der ÖBFD jeden Monat beginnen kann, gibt es keinen Bewerbungsschluss. Natürlich kann nicht jede Einsatzstelle zu jeder Zeit Freiwillige aufnehmen. Auch die Fördermittel (Platzkontingente) stehen nur begrenzt zur Verfügung. Es ist deshalb empfehlenswert, sich frühzeitig an die Stiftung Naturschutz Berlin zu wenden. Welche Einsatzmöglichkeiten es gerade gibt, wird in einem persönlichen Gespräch mit den Bewerber/innen geklärt, zu dem sie nach Eingang der Bewerbung eingeladen werden.
Die Dauer des Einsatzes wird mit der Einsatzstelle verabredet. In der Regel bleiben die Freiwilligen 12 Monate in der Einsatzstelle. Es müssen jedoch mindestens 6 Monate und dürfen höchstens 18 Monate sein. Nach einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit der Höchstdauer von insgesamt 18 Monaten muss mindestens eine Pause von 5 Jahren bis zur erneuten Aufnahme eines BFD liegen.
Wer während der Laufzeit seine Pläne ändert oder einen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz findet, kann den BFD auch vorzeitig beenden. Auch Verlängerungen bis hin zur maximalen Dauer von 18 Monaten sind möglich.
Die Freiwilligen im Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) erhalten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) die gleichen Vergünstigungen wie Schüler oder Auszubildende (Azubiticket ). Freiwillige, die einen „Berlinpass“ besitzen (weil sie z.B. Arbeitslosengeld II (ALG II) erhalten), können sich auch das kostengünstigere Sozialticket für den Bereich AB bei der BVG kaufen.
Die Fahrtkosten, die im Rahmen der Weiterbildungstage entstehen, werden den Freiwilligen von der Stiftung Naturschutz Berlin erstattet.
Der Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF) e.V. ist der Verein der Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Deutschland. Hier ist auch die Zentralstelle Ökologischer Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) angesiedelt, unter deren Dach sich die FÖJ-Träger organisiert haben, die den ÖBFD als einen ökologischen Zweig des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) anbieten: www.oeko-bundesfreiwilligendienst.de
(siehe auch „Z“ wie Zentralstelle)
Gesetzliche Grundlage für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz
Informationen zum Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) gibt es bei der Stiftung Naturschutz Berlin (Kontaktdaten siehe auch „A“ wie Ansprechpartner) oder der Zentralstelle ÖBFD beim Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF) e.V. . Infos zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Allgemeinen finden Sie beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftlichen Aufgaben (BAFzA) .
Zu den Jugendfreiwilligendiensten gehören das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) . Diese Dienste werden über das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) geregelt und richten sich an „jüngere“ Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Auch bei der Stiftung Naturschutz Berlin können Sie sich für ein FÖJ bewerben.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist als Freiwilligendienst per Gesetz zugleich ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Demnach werden alle BFD-Freiwilligen grundsätzlich als eigenständige Mitglieder in einer (frei wählbaren) gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Die Beitragszahlungen zur Sozialversicherung, also auch zur Krankenversicherung, übernimmt die Stiftung Naturschutz Berlin als Träger und Vertragspartner.
Eine ggf. vorher bestehende Familienversicherung ist für die Zeit des Freiwilligendienstes ausgeschlossen, kann aber anschließend fortgeführt werden.
Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfasst grundsätzlich auch Personen, die vor Antritt des BFD privat versichert waren.
Müssen privatversicherte Teilnehmer/innen privat versichert bleiben, werden die Kosten für die private Krankenversicherung vom Träger nicht übernommen. Ggf. muss vor Beginn des BFD mit der jeweiligen Krankenversicherung abgestimmt werden, ob die private Versicherung für die Zeit des Freiwilligendienstes ruhen oder gekündigt kann.
Die Versicherungspflicht in der GKV tritt allerdings nicht ein für Personen, die versicherungsfrei sind. Versicherungsfrei sind beispielsweise Beamt/innen, Richter/innen, Soldat/innen auf Zeit und Pensionär/innen, die Anspruch auf Beihilfe im Krankheitsfall nach beamtenrechtlichen Vorschriften und Grundsätzen haben (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 2 und 6 SGB V). Diese Versicherungsfreiheit erstreckt sich aber nicht auf die bei der Beihilfe berücksichtigungsfähigen Angehörigen, weshalb z.B. Kinder von Beamt/innen für die Dauer des Freiwilligendienstes grundsätzlich versicherungspflichtig in der GKV sind. Ebenfalls versicherungsfrei sind Personen nach Vollendung des 55. Lebensjahres, wenn sie innerhalb der letzten 5 Jahre nicht gesetzlich versichert waren und mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig erwerbstätig waren (vgl. § 6 Abs. 3a SGB V). Der Bezug einer Altersrente bewirkt keine Krankenversicherungsfreiheit. Gesetzlich versicherte Altersrentner/innen, die einen BFD leisten, unterliegen daher der Versicherungspflicht (vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V).
Weitere Informationen zur Versicherungspflicht in der GKV können auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit abgerufen werden.
(siehe auch „S“ wie Sozialversicherung)
Ein Krankheitsfall ist der Einsatzstelle und der Stiftung Naturschutz Berlin unverzüglich mitzuteilen. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (ärztliche Krankschreibung) ist ab dem 4. Krankheitstag sowohl der Stiftung Naturschutz Berlin (im Original) als auch der Einsatzstelle (in Kopie) vorzulegen.
Im Krankheitsfall werden in der Regel bis zur Dauer von 6 Wochen Taschengeld und Sachleistungen weitergezahlt. Im Anschluss daran erhalten die Freiwilligen in der Regel Krankengeld von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Hiervon ausgenommen sind Altersvollrentner/innen, die grundsätzlich keinen Anspruch auf Krankengeld haben.
Freiwillige/r und Einsatzstelle vereinbaren eine vertraglich festgelegte Dauer ihres Dienstes. Eine Auflösung der Vereinbarung ist im gegenseitigen Einvernehmen von Teilnehmer/in und Einsatzstelle unkompliziert und ohne Kündigungsfrist problemlos möglich.
Auch ohne Einvernehmen ist eine schriftliche Kündigung des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) nach Ablauf der Probezeit bei Vorliegen eines wichtigen Grundes (z.B. Beginn einer Beschäftigung) innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Bekanntwerden des Kündigungsgrundes möglich. Eine sog. „ordentliche Kündigung“ ist mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats möglich. Kündigen können sowohl die ÖBFD-Freiwilligen (keine Begründung notwendig) wie auch die Einsatzstelle (mit Begründung).
Die Freiwilligen sind grundsätzlich in der sozialen Pflegeversicherung pflichtversichert (vgl. § 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB XI).
Die Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind rechtlich in vielen Punkten Auszubildenden und Arbeitnehmer/innen gleichgestellt. Ihre besonderen Rechte im BFD wie auch ihre Pflichten sind vertraglich geregelt.
(siehe auch „V“ wie Vertrag)
Die Stiftung Naturschutz Berlin zahlt die Beiträge für die Teilnehmer/innen in die gesetzliche Rentenversicherung ein (vgl. § 5 Abs. 2 Satz 3 SGB VI). Die Freiwilligen unterliegen der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung und erwerben dadurch Rentenanwartschaften. In der gesetzlichen Rentenversicherung sind grundsätzlich alle Freiwilligen pflichtversichert – also neben den jüngeren Freiwilligen auch Senior/innen, die noch keine Altersrente beziehen, sowie Altersteilrentenbezieher/innen und Erwerbsminderungsrentner/innen.
Wenn die Freiwilligen eine Altersvollrente, unabhängig ob vor oder nach Erreichen der Regelaltersgrenze, beziehen, besteht hinsichtlich des „Arbeitnehmeranteils“ keine Beitragspflicht. Die Stiftung Naturschutz Berlin führt jedoch den „Arbeitgeberanteil“ ab.
Für alle Freiwilligen werden Beiträge in die Arbeitslosenversicherung abgeführt. Bei Freiwilligen, die das Lebensalter für eine Regelaltersrente vollendet haben, hat die Einsatzstelle bzw. der Träger den Arbeitgeberanteil der Arbeitslosenversicherung abzuführen.
Eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht oder eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrags wird nur bei sozialen Härtefällen gewährt (bestimmte Personengruppen werden benannt). Generell fallen Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst (BFD) leider nicht darunter.
Die monatlichen Weiterbildungstage sind fester Bestandteil des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD). Die Freiwilligen legen einmal jährlich gemeinsam Fortbildungsthemen fest und wählen dann individuell und je nach Interesse monatlich ein Seminar aus einer Vielzahl angebotener Seminarthemen aus. Auch die Seminare des Bildungsforums für Natur- und Umweltschutz stehen zur Wahl.
Die Weiterbildungstage werden von der Stiftung Naturschutz Berlin organisiert und durchgeführt – teilweise mit Unterstützung von Freiwilligen. Sie dienen der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Ökologie, Umwelt- und Naturschutz, (Umwelt-)Politik und Gesellschaft sowie dem persönlichen Austausch über die Arbeitserfahrungen als ÖBFD-Freiwillige. Es sind aber auch Methodenseminare möglich. Inhaltlich kann es in den Seminaren beispielsweise um „Klimaschutz und erneuerbare Energien", „Die Wölfe in der Lausitz“, „Ökologisches Imkern“, „Gewässerökologie“ oder auch um „Fundraising“ oder „Projektmanagement“ gehen. Das Ganze ist gestaltet in Workshops, Vorträgen, Exkursionen oder Gesprächsrunden. Sämtliche Kosten für die Seminare und die Teilnahme daran (z.B. Fahrkarten und Verpflegung) übernimmt die Stiftung Naturschutz Berlin.
Freiwillige im Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD), die mindestens 27 Jahre alt sind, nehmen an einem Weiterbildungstag pro Monat teil. Für unter 27-jährige sieht der Gesetzgeber die Teilnahme an 25 Seminartagen pro Jahr vor, davon ein 5-tägiges Seminar zur Politischen Bildung in einem der Bildungszentren des Bundes.
Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) unterliegen die Freiwilligen der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht, sie werden so behandelt wie Beschäftigte oder Auszubildende. Die Pflichtversicherung besteht aus Renten-, Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Stiftung Naturschutz Berlin zahlt als Träger sowohl den Arbeitnehmer- wie auch den Arbeitgeberanteil, sodass die Pflichtversicherung für die Freiwilligen keine finanzielle Mehrbelastung bedeutet. Als Berechnungsgrundlage der Beiträge dienen das Taschengeld plus der Wert der Sachbezüge (Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung) beziehungsweise die hierfür gezahlte geldliche Ersatzleistung.
(siehe auch „A“ wie Arbeitslosengeld I, „K“ wie Krankenversicherung, „P“ wie Pflegeversicherung, „R“ wie Rentenversicherung sowie „U“ wie Unfallversicherung)
Der Ökologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) ist als freiwilliges Engagement ein unentgeltlicher Dienst, für den aber ein Taschengeld gezahlt wird. Das konkrete Taschengeld wird mit der jeweiligen Einsatzstelle vereinbart und hängt auch von den geleisteten Wochenstunden ab.
(siehe auch „L“ wie Lohn Lohn)
Die Stiftung Naturschutz Berlin ist Träger des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD). Sie übernimmt das Freiwilligenmanagement und…
… unterstützt die Freiwilligen bei der Wahl einer geeigneten Einsatzstelle.
… organisiert Weiterbildungstage für die Freiwilligen und führt sie durch.
… klärt Rechtsfragen und Probleme.
… leistet Hilfestellung bei Problemen jeglicher Art in der Einsatzstelle.
… berät die Einsatzstellen bei Fragen des Einsatzes und der Begleitung der Freiwilligen.
… bietet einen Erfahrungsaustausch und Fortbildungen für die Einsatzstellen.
… zahlt das Taschengeld an die Freiwilligen aus und meldet sie bei der Sozialversicherung
an bzw. überweist die damit verbundenen Beiträge.
… sichert die Qualität des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes.
Wichtig ist, dass jeder Unfall sofort der Einsatzstelle und der Stiftung Naturschutz Berlin mitgeteilt wird, damit der Vorfall an die Berufsgenossenschaft gemeldet werden kann. Nur so können für die Freiwilligen Ansprüche bei eventuellen Folgen des Unfalls gesichert werden.
Eine Unterkunft wird im Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) in Berlin nicht zur Verfügung gestellt. Darum muss sich jede/r Freiwillige selbst kümmern.
(siehe auch „W“ wie Wohngeld)
(siehe auch „A“ wie Arbeitslosengeld I, „K“ wie Krankenversicherung, „P“ wie Pflegeversicherung, „R“ wie Rentenversicherung, „S“ wie Sozialversicherung sowie „U“ wie Unfallversicherung)
Wohngeld kann an Bundesfreiwillige gezahlt werden, sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Es muss beim zuständigen Bezirksamt beantragt werden und ist an bestimmte Bedingungen geknüpft, welche bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eingesehen werden können.
„Young and busy“ muss man im Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) nicht sein … „(g)old and busy“ geht auch.
Jede Einsatzstelle und jeder Träger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) müssen sich einer Zentralstelle anschließen, welche auf Bundesebene tätig ist. Die Zentralstellen tragen dafür Sorge, dass die ihnen angehörenden Träger und Einsatzstellen den BFD ordnungsgemäß durchführen. Die Zentralstellen sind das Bindeglied zwischen dem Bundesamt, den Trägern und den Einsatzstellen. Die Stiftung Naturschutz Berlin hat sich mit ihren Einsatzstellen der Zentralstelle Ökologischer Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) . beim Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF) e.V. angeschlossen.
(siehe auch „T“ wie Träger)
Auch wenn im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) nur ein kleines Taschengeld gezahlt werden kann, ist es möglich, dass sich das auf andere staatliche Leistungen auswirkt. Wird vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente als Vollrente bezogen, muss die Hinzuverdienstgrenze beachtet werden. Diese beträgt monatlich 450 Euro. Wird diese Grenze überschritten, kann die Rente nur als eine entsprechend reduzierte Teilrente weiter bezogen werden, die einen höheren Hinzuverdienst erlaubt. Die Ableistung eines BFD kann daher bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen zur Kürzung bis hin zum Wegfall des Rentenanspruchs führen.
Besondere Regelungen gelten bei Renten, die wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bezogen werden. In diesem Fall sollten sich die Bewerber/innen vorab unbedingt individuell bei ihrem Rentenversicherungsträger erkundigen, ob im Falle einer Tätigkeit im BFD die Erwerbsminderung weiter besteht. Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird bei Aufnahme einer Beschäftigung durch den Rentenversicherungsträger stets geprüft, ob eine Erwerbsminderung noch vorliegt und damit ein Rentenanspruch weiterhin besteht.

References: § 1
 § 11
 § 10
 § 5
 § 2
 § 18
 § 6
 § 6
 § 5
 § 20
 § 5