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Timestamp: 2016-10-26 06:03:49+00:00

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138 III 54880. Auszug aus dem Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung i.S. Erbengemeinschaft des W. gegen Ausgleichskasse Schwyz (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 11 al. 1 let. g LPC et art. 17 al. 5 OPC-AVS/AI; art. 4 ss de la loi f�d�rale du 4 octobre 1991 sur le droit foncier rural (LDFR); dessaisissement de fortune. Le point de savoir si la vente � la valeur de rendement d'un immeuble (constitu� entre autre de prairies avec un immeuble d'habitation et un petit b�timent, de champs, de pr�s, de p�turages, de tourbi�res ou de marais, y compris d'autres parcelles afferm�es avec des terres cultiv�es, des prairies et des p�turages) � un descendant en ligne direct repr�sente un dessaisissement de fortune d�pend en premier lieu de savoir s'il s'agit d'une entreprise agricole au sens du droit foncier rural (consid. 7). Faits � partir de page 549
A. W. bezog ab 1. August 2007, seine Ehefrau S. ab 1. Februar 2008, Erg�nzungsleistungen (EL) zur Altersrente der AHV. Mit Verf�gung vom 1. Januar 2011 setzte die Ausgleichskasse Schwyz (nachfolgend: Ausgleichskasse) die Erg�nzungsleistungen f�r 2011 auf monatlich Fr. 2'922.- und Fr. 3'121.- fest. Bei der Berechnung des Anspruchs ber�cksichtigte sie einnahmenseitig u.a. jeweils Fr. 66'663.- "�briges Verm�gen Schenkung". Mit Eingaben vom 13. und 19. Januar 2011 erhob G., der j�ngere Sohn der beiden EL-Bez�ger, Einsprache und beantragte, die 2007 von seinem Vater erworbene Liegenschaft sei zum Ertragswert (Fr. 216'217.-) und nicht zum Verm�genswert (Fr. 320'507.-) anzurechnen. Im Februar 2011 verstarb W. Mit Verf�gung vom 8. M�rz 2011 setzte die Ausgleichskasse die Erg�nzungsleistung f�r S. ab 1. M�rz 2011 neu auf monatlich Fr. 2'894.- fest, dies unter Anrechnung von Fr. 133'326.- "�brigesVerm�gen Schenkung". Mit Einspracheentscheid vom 14. Juli 2011 best�tigte sie gegen�ber der Erbengemeinschaft W. sel. die Verf�gung vom 1. Januar 2011. B. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde der Erbengemeinschaft des W. sel. und von S. hob das Verwaltungsgericht des Kantons BGE 138 III 548 S. 550Schwyz die Verf�gung vom 8. M�rz 2011 auf und wies die Sache an die Ausgleichskasse zur�ck, damit sie nach Vornahme erg�nzender Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen �ber den EL-Anspruch der Ehefrau des Verstorbenen ab dem 1. M�rz 2011 neu verf�ge. Im �brigen wies es das Rechtsmittel ab (Entscheid vom 27. Oktober 2011).
C. Die Erbengemeinschaft des W. sel. und S. f�hren gemeinsam Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, Gerichtsentscheid und Einspracheentscheid seien dahingehend abzu�ndern, dass �berhaupt kein Verzichtsverm�gen angerechnet werden d�rfe und die Sache sei zur entsprechenden Neufestsetzung der Erg�nzungsleistungen f�r den Verstorbenen und seine Ehefrau, eventualiter zu erg�nzenden Abkl�rungen an die Ausgleichskasse zur�ckzuweisen.
7. Die Vorinstanz ist ohne Weiterungen davon ausgegangen, bei dem vom verstorbenen EL-Bez�ger mit Kaufvertrag vom 31. Oktober 2007 ent�usserten Grundst�ck Y., bestehend u.a. aus Wiesland mit Wohnhaus und einem Kleingeb�ude, Acker, Wiese, Weide, Hoch- und Flachmoor einschliesslich weiterer Parzellen mit Acker-, Wies- und Weidland, handle es sich um ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11).
7.1 7.1.1 Nach Art. 4 BGBB gelten f�r Grundst�cke, die f�r sich allein oder zusammen mit andern Grundst�cken ein landwirtschaftliches Gewerbe bilden, die besonderen Bestimmungen dieses Gesetzes �ber die landwirtschaftlichen Gewerbe (Abs. 1). Die Bestimmungen �ber landwirtschaftliche Gewerbe gelten nicht f�r landwirtschaftliche Grundst�cke, die: a. zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gem�ss Artikel 8 geh�ren; b. (...; Abs. 3). Laut Art. 8 BGBB finden die Bestimmungen �ber die einzelnen landwirtschaftlichen Grundst�cke auf ein landwirtschaftliches Gewerbe Anwendung, wenn es: a. seit mehr als sechs Jahren rechtm�ssig ganz oder weitgehend BGE 138 III 548 S. 551parzellenweise verpachtet ist und diese Verpachtung im Sinne von Artikel 31 Absatz 2 Buchstaben e und f des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 �ber die landwirtschaftliche Pacht (LPG; SR 221.213.2) weder vor�bergehenden Charakter hat noch aus pers�nlichen Gr�nden erfolgt ist; b. unabh�ngig von seiner Gr�sse wegen einer ung�nstigen Betriebsstruktur nicht mehr erhaltungsw�rdig ist. Ein Grundst�ck gilt als landwirtschaftlich, das f�r die landwirtschaftliche oder gartenbauliche Nutzung geeignet ist (Art. 6 Abs. 1 BGBB).
7.1.2 Gem�ss Art. 7 BGBB gilt als landwirtschaftliches Gewerbe eine Gesamtheit von landwirtschaftlichen Grundst�cken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtschaftung, wenn sie landes�blich ist, mindestens eine Standardarbeitskraft n�tig ist. Der Bundesrat legt die Faktoren und die Werte f�r die Berechnung einer Standardarbeitskraft in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsrecht fest (Abs. 1; vgl. Art. 2a der Verordnung vom 4. Oktober 1993 �ber das b�uerliche Bodenrecht [VBB; SR 211.412.110]). Bei der Beurteilung, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegt, sind diejenigen Grundst�cke zu ber�cksichtigen, die diesem Gesetz unterstellt sind (Art. 2 [Allgemeiner Geltungsbereich]; Abs. 3). Die Verpachtung einzelner Parzellen eines landwirtschaftlichen Gewerbes f�r sich allein betrachtet �ndert nichts an dieser Eigenschaft (EDUARD HOFER, in: Das b�uerliche Bodenrecht, Kommentar zum Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, 2. Aufl. 2011, N. 37f zu Art. 7 BGBB; vgl. BGE 111 II 487 E. 3a S. 492).
Die Kantone k�nnen landwirtschaftliche Betriebe, welche die Voraussetzungen nach Artikel 7 hinsichtlich der Standardarbeitskr�fte nicht erf�llen, den Bestimmungen �ber die landwirtschaftlichen Gewerbe unterstellen; die minimale Betriebsgr�sse ist dabei in einem Bruchteil einer Standardarbeitskraft festzulegen und darf 0,75 Standardarbeitskr�fte nicht unterschreiten (Art. 5 lit. a BGBB). Nach � 22 Abs. 2 des schwyzerischen Gesetzes vom 26. November 2003 �ber die Landwirtschaft (SRSZ 312.100) sind landwirtschaftliche Betriebe im Berggebiet gem�ss Art. 1 Abs. 3 der Verordnung vom 7. Dezember 1998 �ber den landwirtschaftlichen Produktionskataster und die Ausscheidung von Zonen (Landwirtschaftliche Zonen-Verordnung; SR 912.1) den Bestimmungen �ber die landwirtschaftlichen Gewerbe unterstellt, sofern f�r ihre Bewirtschaftung mindestens 0,75 Standardarbeitskr�fte (SAK) n�tig sind (Art. 5 lit. a BGBB). Das Berggebiet im Sinne von Art. 1 Abs. 3 der Landwirtschaftliche Zonen-Verordnung umfasst die Bergzonen I-IV. BGE 138 III 548 S. 552
7.2 Vorliegend fragt sich, ob es sich beim Gegenstand des Kaufvertrages vom 31. Oktober 2007 (Grundst�ck Y. und sechs weitere Parzellen mit Acker-, Wies- und Weidland) �berhaupt um ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 Abs. 1 BGBB oder um einen vom Kanton gest�tzt auf Art. 5 lit. a BGBB den diesbez�glichen Gesetzesbestimmungen unterstellten landwirtschaftlichen Betrieb nach � 22 Abs. 2 des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes handelt, oder ob ein unter Art. 8 BGBB fallender Sachverhalt gegeben ist. Davon h�ngt entscheidend ab, ob im Zusammenhang mit der Ver�usserung des gesamten landwirtschaftlichen Grundeigentums des verstorbenen EL-Bez�gers (Ziff. 13 des Kaufvertrages vom 31. Oktober 2007) ein Verm�gensverzichtstatbestand im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG (SR 831.30) und Art. 17 Abs. 5 ELV (SR 831.301) gegeben ist:
Selbstbewirtschafter ist, wer den Boden selber bearbeitet und, wenn es sich um ein landwirtschaftliches Gewerbe handelt, dieses zudem pers�nlich leitet. F�r die Selbstbewirtschaftung geeignet ist, wer die F�higkeiten besitzt, die nach landes�blicher Vorstellung notwendig sind, um den landwirtschaftlichen Boden selber zu bearbeiten und ein landwirtschaftliches Gewerbe zu leiten (Art. 9 Abs. 1 und 2 BGBB). Den Boden im Sinne dieser Bestimmung selber bearbeiten bedeutet, die im Betrieb anfallenden Arbeiten auf dem Feld, im Stall, auf dem Hof (inkl. Administrativarbeiten) und im Zusammenhang mit der Vermarktung der Produkte zu einem wesentlichen Teil selber verrichten (ZBGR 87/2006 S. 273, 5A.20/2004 E. 3.2; BGE 115 II 181
BGE 138 III 548 S. 553E. 2a S. 183 ff.). Die bearbeitete Fl�che muss nicht notwendigerweise ein landwirtschaftliches Gewerbe sein (BRUNO BEELER, B�uerliches Erbrecht gem�ss dem Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht [BGBB] vom 4. Oktober 1991, 1998, S. 112 f.). Es kann auch ein f�r die landwirtschaftliche Nutzung geeignetes, landwirtschaftliches Grundst�ck im Sinne von Art. 6 Abs. 1 BGBB sein (PAUL RICHLI, Landwirtschaftliches Gewerbe und Selbstbewirtschaftung - zwei zentrale Begriffe des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht, AJP 1993 S. 1067). Auch wer eine landwirtschaftliche T�tigkeit als Freizeitbesch�ftigung aus�bt, kann - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - als Selbstbewirtschafter gelten (Urteil 2C_855/2008 vom 11. Dezember 2009 E. 2.1).
7.2.2 Wird ein landwirtschaftliches Gewerbe verpachtet, bleibt das Vorkaufsrecht der Nachkommen bestehen, auch wenn sie es insofern nicht selber bewirtschaften k�nnen, als sie den Boden nicht im Sinne von Art. 9 BGBB selber bearbeiten k�nnen. Sie m�ssen jedoch daf�r geeignet erscheinen. Dies ergibt sich zwingend aus der Rangordnung, wonach das Vorkaufsrecht der Verwandten demjenigen des P�chters vorgeht (Art. 47 Abs. 3 BGBB). Andernfalls k�nnte dieses Privileg durch Verpachtung des landwirtschaftlichen Gewerbes oder landwirtschaftlicher Grundst�cke ausgehebelt werden. Umgekehrt wird die Rechtsposition des P�chters dadurch gesch�tzt, dass bei Ver�usserung des Pachtgegenstandes der Erwerber in den Pachtvertrag eintritt (Art. 14 LPG "Kauf bricht Pacht nicht"; BGE 124 III 37 E. 2 S. 39). Gleiches muss umso mehr gelten, wenn nur ein Teil des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens verpachtet ist, der Erwerber den nicht verpachteten Teil selbst bewirtschaftet und er dazu geeignet ist. Auch in einem solchen Fall muss der Nachkomme gest�tzt auf Art. 44 BGBB das Vorkaufsrecht am landwirtschaftlichen Gewerbe zum Ertragswert geltend machen k�nnen. 7.2.3 Vorliegend steht fest, dass auf dem vom verstorbenen EL-Bez�ger mit Kaufvertrag vom 31. Oktober 2007 u.a. ver�usserten Grundst�ck Y., umfassend eine Fl�che von 19'383 m� (= 1,9383 ha), zwei Pachtvertr�ge lasteten, wobei gem�ss Angaben der Beschwerdef�hrerinnen das seit (...) verpachtete Land 1,8 ha misst. Unter der Annahme, dass das Kaufobjekt ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 Abs. 1 BGBB oder ein vom Kanton gest�tzt auf Art. 5 lit. a BGBB den diesbez�glichen Gesetzesbestimmungen unterstellter landwirtschaftlicher Betrieb nach � 22 Abs. 2 des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes war, hatte der K�ufer Anspruch auf BGE 138 III 548 S. 554�bernahme zum Ertragswert und damit zu einem tieferen Wert als der Verkehrswert nach Art. 17 Abs. 5 Satz 2 ELV. Ist dagegen von einem landwirtschaftlichen Gewerbe auszugehen, auf das nach Art. 8 BGBB die Bestimmungen �ber die einzelnen landwirtschaftlichen Grundst�cke anzuwenden sind (HOFER, a.a.O., N. 2 f. zu Art. 8 BGBB; Urteil 2C_ 200/2009 vom 14. September 2009 E. 2.1), hatte der Sohn des verstorbenen EL-Bez�gers und Erwerber kein gesetzliches Vorkaufsrecht. Ein solches setzte voraus, dass er Eigent�mer eines landwirtschaftlichen Gewerbes ist oder wirtschaftlich �ber ein solches verf�gt und das Grundst�ck im orts�blichen Bewirtschaftungsbereich dieses Gewerbes liegt (Art. 42 Abs. 2 BGBB), was nach Lage der Akten nicht zutrifft. Damit hatte er aber auch keinen Anspruch auf �bernahme zum (doppelten) Ertragswert und damit allenfalls zu einem tieferen Wert als der Verkehrswert nach Art. 17 Abs. 5 Satz 2 ELV. Es liegt bzw. l�ge insoweit eine (gemischte) Schenkung vor, woran der vereinbarte Gewinnanspruch nach Art. 41 Abs. 1 BGBB nichts �ndert (FELIX SCH�BI, B�uerliches Bodenrecht. Eine Ann�herung in drei Aufs�tzen, 1994, S. 70). Der noch unter dem alten Recht ergangene BGE 120 V 10, auf den sich die Beschwerdef�hrerinnen in diesem Zusammenhang berufen, ist �berholt. 7.3 Nach dem Gesagten kann nicht abschliessend beurteilt werden, ob im Zusammenhang mit der Ver�usserung des gesamten landwirtschaftlichen Grundeigentums des verstorbenen EL-Bez�gers (Ziff. 13 des Kaufvertrages vom 31. Oktober 2007) ein Verm�gensverzichtstatbestand im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG und Art. 17 Abs. 5 ELV gegeben ist. Die Ausgleichskasse wird die notwendigen Abkl�rungen (vorab Qualifizierung des Kaufgegenstandes, allenfalls - in einem zweiten Schritt - des zuweisungsberechtigten Erben) vorzunehmen haben und danach die Erg�nzungsleistung neu festsetzen (...).
111 II 487,
124 III 37,
art. 17 al. 5 OPC-AVS/AI,
Art. 6 Abs. 1 BGBB suite... ,
Art. 44 BGBB,
Art. 17 Abs. 5 Satz 2 ELV,
Art. 2a der Verordnung vom 4. Oktober 1993 �ber das b�uerliche Bodenrecht [VBB; SR 211.412.110],
Art. 42 BGBB,
Art. 9 Abs. 1 und 2 BGBB,
Art. 47 Abs. 3 BGBB,

References: Art. 11
 art. 17
 art. 4
 BGE 
 Art. 4
 Art. 8
 BGE 
 Art. 7
 Art. 2
 Art. 7
 BGE 
 Art. 1
 Art. 1
 BGE 
 Art. 7
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 11
 Art. 17
 BGE 

BGE 
 Art. 6
 Art. 9
 BGE 
 Art. 44
 Art. 7
 Art. 5
 BGE 
 Art. 17
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 17
 Art. 41
 BGE 
 Art. 11
 Art. 17

art. 17

Art. 6

Art. 44

Art. 17

Art. 2

Art. 42

Art. 9

Art. 47