Source: http://stadtwerke-ssl.de/de/-GIPS-magazin/-GIPS-magazin-Ausgabe-01.html
Timestamp: 2018-01-18 21:43:14+00:00

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GIPS - Gemeinsame Internetplattform für Stadtwerke - #GIPS magazin Ausgabe 01
Wir präsentieren Themen, die uns
alle beschäftigen
Wir hoffen, damit eine Grundlage
für intensive Gespräche mit Ihnen
#GIPSmagazin Ausgabe 01
seit 15 Jahren arbeiten wir eng mit Stadtwerken und Energieversorgern zusammen. In dieser Zeit hat sowohl in der Energiewirtschaft als auch im Internet eine rasante Entwicklung stattgefunden. Der Wissensaustausch in diesen beiden Bereichen ist die Basis unseres Erfolgs.
Unsere Informationen generieren wir nicht nur aus Fachpublikationen und digitalen Medien, besonders wichtig sind das Feedback und die Gespräche mit unseren Kunden und Partnern, die uns stets bereichern und ein Ansporn für die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen sind.
Um diesen Informationsaustausch weiter zu festigen, freuen wir uns, Ihnen nun die erste Ausgabe unseres #GIPSmagazins vorstellen zu können. Wir präsentieren Themen, die uns alle beschäftigen und hoffen, damit eine weitere Grundlage für intensive Gespräche mit Ihnen zu schaffen.
Wolfgang Hehner und Guido Reus
GIPS Stadtwerke App - Selbstablesung mit Fotofunktion
Eine der Kernfunktionen unserer GIPS Stadtwerke App ist die Selbstablesung mit Fotofunktion. Hiermit kann der Kunde den Zählerstand in die App eingeben, ein Foto des Zählers machen und die Daten ganz unkompliziert über eine sichere Verbindung an sein Energieversorgungsunternehmen weitergeben.
Das mitgesendete Foto kann somit für das EVU den Zählerstand plausibel machen.
Für den Kunden bedeutet diese Funktion eine schnelle und einfache Abwicklung der Ablesung. Es ist keine zeitraubende Terminvereinbarung und kein Warten auf den Ableser notwendig.
Sparen Sie Kosten bei der Erfassung, Übermittlung und Überprüfung der Zählerstände, indem Sie die Smartphone App einsetzen!
GIPS CMS - Das Content-Management-System für die Energiewirtschaft
Kein CMS von der Stange, sondern vorkonfiguriert für die Branche
Das GIPS CMS ist ein CMS mit branchenspezifischer Ausprägung. Zunächst für die Veröffentlichungspflichten der Netzbetreiber erstellt, folgt das Konzept den branchen- und nutzerspezifischen Bedürfnissen.
Mittlerweile bildet das GIPS CMS nahezu alle Anforderungen ab, welche die Energiewirtschaft an ein Web-CMS stellt und wächst kontinuierlich weiter.
Damit ist gewährleistet, dass die individuellen Bedürfnisse der Branchenteilnehmer umgesetzt werden können, wie z.B.
■ die Veröffentlichungsplichten für Netzbetreiber und den Energievertrieb
■ der netzentgelt- bzw. plz-abhängige Preisrechner
■ der Umlagenrechner für im Strompreis enthaltene gesetzliche Umlagen
■ der Tarifrechner für Strom, Gas, Wasser und Wärme
■ die dynamische Darstellung von Lastdaten für Kunden
■ geschlossene Bereiche für Marktpartner wie z.B. Installateure
■ der Abrechnungsbrennwertrechner
■ das Formularcenter mit versorgerspezifischen Online-Formularen
■ ein Workflow für Pressemeldungen inkl. RSS-Feed und Newsletteranbindung
■ Mail to CMS für Notfallmeldungen im Netz
■ Schnittstellenanbindungen (MSCONS, CSV) für den Energievertrieb
■ eine Webstatistik für die Webseite und Monitoring des Vertriebsprozesses
■ Quellennachweise gegen Urheberrechtsprobleme (Bilder)
■ Mandantenfähigkeit zur Abbildung aller Bereiche
Darüber hinaus bietet das GIPS CMS über eine einfache und intuitive Oberfläche alle CMS-typischen Funktionen wie Textbearbeitung mittels eines WYSIWYG-Editors, direkte Bildbearbeitung, Drag & Drop, umfassende Funktionalitäten zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), zeitgesteuerte Veröffentlichung von Inhalten u.v.m., um eindrucksvolle Internetpräsenzen zu erstellen.
Ein System für alle Kommunikationskanäle
Mit dem GIPS CMS organisieren Sie die Inhalte für Ihre Internetpräsenz und den Newsletter genauso einfach wie für Ihre Smartphone-App oder Ihren mobilen Auftritt – alles integriert in einem System.
Website-Pflege per App
Neu: Das GIPS CMS ist ab sofort auch per Smartphone oder Tablet erreichbar. Über die GIPS App gelangen Sie sicher in Ihr CMS und können auch von unterwegs Ihren Auftritt stets aktuell halten.
Das GIPS CMS, mehr als ein Content-Management-System
Neben den reinen CMS-Funktionen verfügt das GIPS CMS auch über spezifische CRM-Funktionen (Customer-Relationship-Management), wann immer diese hilfreich sind.
So können über die Online-Kundenakquise, über E-Mail-Formulare oder über Newsletter-Anmeldungen gewonnene Kundendaten direkt verwaltet und für den Import in Abrechnungs-oder EDM-Systeme (Energiedatenmanagement) bereitgestellt werden.
Das Anlegen von Nutzern und die Verwaltung der Zugangsdaten für geschützte Bereiche sowie der Zugang zu den Modulen erfolgt aus einer Oberfläche heraus, dem GIPS Administrationsbereich.
Für Sie bedeutet dies: Kein Abtippen mehr von E-Mails oder Formulardaten, da alle Daten im CSV-Format exportiert werden können.
Sicher, aktuell und ausgereift
Jede installierte CMS-Version wird regelmäßig aktualisiert – und das automatisch und kostenlos. Update-Probleme gehören so der Vergangenheit an.
Das GIPS CMS:
■ unterstützt die Erstellung barrierefreier Webangebote
■ bietet Möglichkeiten für die Suchmaschinenoptimierung
■ wird stetig weiterentwickelt und ist immer aktuell
Die integrierte GIPS Statistik und das GIPS Monitoring Tool unterstützen Sie zudem in Ihren Entscheidungen bei der Entwicklung Ihrer Online-Strategie. (Siehe auch Artikel auf Seite 8 in diesem Magazin.)
„Bereits 250 Unternehmen in der Energiewirtschaft arbeiten mit dem GIPS CMS.“
(Guido Reus)
Beim Responsive Webdesign (RWD) handelt es sich um einen ganzheitlichen gestalterischen und technischen Ansatz zur Erstellung von Internetseiten. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „reaktionsfähige oder bedarfsgesteuerte Gestaltung und Entwicklung“. Da Größe und Auflösung der Displays von Laptops, Desktop-PCs, Tablets und Smartphones enorm variieren können, passt sich beim Responsive Webdesign die Web-Präsenz automatisch den Eigenschaften der jeweiligen Geräte an. Das Ziel dabei ist es, immer alle Inhalts- und Navigationselemente sowie den strukturellen Aufbau der Webseite unabhängig von Eingabegerät und -methode (Maus oder Touchscreen) bestmöglich darzustellen. Betreiber von Internetseiten erhalten somit eine kosteneffiziente Präsentation im World Wide Web, da sie keine Einzellösungen für verschiedene Gruppen oder Geräte benötigen.
Responsive Webdesign beginnt schon in der anfänglichen Planungsphase eines Projekts. Um eine gleichbleibende Benutzerfreundlichkeit auf allen Endgeräten zu gewährleisten, wird von Anfang an auf die kleinstmögliche Bildschirmauflösung geachtet (Mobile First). Dies heißt z.B., dass sich die Navigation der Seite auf maximal fünf Hauptpunkte beschränkt und die Hierarchie nicht zu tief verzweigt. Zusätzlich werden in der Konzeptionsphase die für die Nutzer relevanten Inhalte ermittelt, erzeugt und deren Position festgelegt. Überflüssige Elemente werden über Bord geworfen.
Bei der Umstellung bestehender Web-Auftritte auf Responsive Webdesign, z.B. im Zuge eines Relaunchs, werden zusätzliche Elemente, die sich nicht zur Darstellung eignen, aussortiert oder den neuen flexiblen Herausforderungen angepasst.
Mobile Geräte haben das Verhalten der Internet-Besucher revolutioniert und die Online-Nutzung im Ganzen stark nach vorne getrieben. In Deutschland nutzen mehr als 30 Millionen Menschen täglich das Internet mobil – unterwegs oder zu Hause vom Sofa aus. Laut einer BVDW-Umfrage aus dem letzten Jahr werden durchschnittlich mehr als zwei internetfähige Endgeräte pro Person verwendet.
Zusätzlich zu Smart-Watches und anderen internetfähigen Wearables werden in diesem Jahr weitere Geräte erwartet, die ihre Inhalte aus dem Internet beziehen und Webseiten darstellen können. Ferner lässt ein Blick in die Zukunft vermuten, dass all dies erst der Anfang des mobilen Zeitalters ist, und dass mit dem „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“ weitere große Entwicklungen auf uns warten.
Schon im Jahr 2013 wurden erstmals mehr mobile Endgeräte als Desktop-PCs und Notebooks verkauft. Für dieses Jahr wird erwartet, dass die mobilen Internet-Zugriffe weitaus höher sein werden als die der stationären Rechner. Die Zeiten, in denen man am Schreibtisch saß und am Computer per Tastatur und Maus surfte, scheinen immer mehr in die Vergangenheit zu rücken. Darüber hinaus verändert die zunehmende Verbreitung von eBook-Readern, mit denen auch Internetseiten aufgerufen werden können, die Gewichtung des Surfverhaltens zugunsten der mobilen Geräte.
So gesehen ist Responsive Webdesign nicht nur eine technische Auffrischung für Internetseiten, sondern vielmehr eine marketingstrategische Frage, die wettbewerbsentscheidend sein kann.
Laut einer BVDW-Umfrage werden in Deutschland E-Mails sowie Produkt- und aktuelle Informationen am häufigsten mobil abgerufen. Dies bedeutet, dass Kunden eines Energieversorgers Produktvergleiche und weiterführende Informationen von unterwegs, z.B. beim Warten auf Bus, Bahn oder Flieger nutzen möchten. Insbesondere Verkehrs- und Bäderbetriebe verzeichnen in ihren Statistiken häufig mehr mobile als herkömmliche Zugriffe auf ihre Web-Inhalte.
Einige Magazine wie z.B. Forbes sehen im Responsive Webdesign eine der wichtigsten Entwicklungen der Onlinedarstellung der letzten Jahre und raten ihren Lesern zur Verwendung der neuen Darstellungsform.
Responsive Webdesign ist aus dem modernen Internet nicht mehr wegzudenken, denn es bietet bislang als einzige Technik eine Lösung für alle Gerätetypen. Unternehmen, die alle ihre potentiellen Kunden erreichen und ihnen die Web-Inhalte optimal zur Verfügung stellen möchten, können auf diese Technologie nicht mehr verzichten. Schenkt man den mannigfachen Studien und Umfragen Glauben, ist das Bereitstellen von Inhalten für alle Endgeräte bereits jetzt essentiell.
Die folgenden Seiten präsentieren Live-Beispiele aus dem GIPS Projekt – bei der Verwendung unterschiedlicher Endgeräte erhalten Sie dort Eindrücke des Responsive Design:
www.bonn-netz.de
www.stadtwerke-muehlhausen.de
www.asg-wesel.de
(Hannes Hartmann)
GIPS Statistik und GIPS Monitoring Tool mit Zugang über App
Pünktlich zum neuen Jahr und zu unserer Präsentation auf der E-world energy & water 2015 haben wir unsere Produktfamilie um die GIPS Statistik und das GIPS Monitoring Tool erweitert. Beide Tools lassen sich mit der neuen GIPS App für iPad und iPhone auch mobil komfortabel nutzen.
GIPS Statistik – für alle Kunden kostenlos
Die GIPS Statistik wurde vollständig in das GIPS CMS integriert und wird allen Kunden, die das GIPS CMS einsetzen oder eine GIPS Smartphone-App betreiben, kostenlos zur Verfügung gestellt.
Übersichtlichkeit und Anwenderfreundlichkeit im Fokus
Die GIPS Statistik ist nahtlos in die bereits bekannte Infrastruktur eingebettet und bietet eine Auswahl an Basis-Informationen, die übersichtlich und anwenderfreundlich dargestellt werden. Die Bezeichnungen der Internetseiten zum Beispiel ergeben sich direkt aus den Bezeichnungen des CMS. Um eine bestimmte Seite zu beobachten, kann diese über die Mediendatenbank des CMS ausgewählt werden. Um eine Seite zu bearbeiten, kann man direkt von der Statistik an die entsprechende Stelle im CMS springen.
Datenschutzkonforme Analysen
Die GIPS Statistik wurde von vornherein so konzipiert, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden. Zur Erhebung der Nutzungsdaten werden Zählpixel und Sitzungs-Cookies eingesetzt, welche ausschließlich für die jeweilige Webseite gültig sind und beim Beenden des Webbrowsers verfallen. Die IP-Adressen der Nutzer werden nicht dargestellt und nur in anonymisierter Form gespeichert. Es sind zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer möglich.
Nutzerdaten bleiben dort, wo sie erhoben werden
Im Unterschied zu Werkzeugen von Drittanbietern erfolgt keine physikalische Übertragung der Daten an fremde Anbieter im In- oder Ausland. Die Daten werden ausschließlich innerhalb der Applikation des Kunden erhoben und nur dort vorgehalten. Website-Besucher, die keine Aufzeichnung ihrer Aktivitäten wünschen, können die „Do-Not-Track“-Angabe ihres Webbrowsers hierfür nutzen. Hat ein Nutzer diese Einstellung vorgenommen, werden Nutzungsdaten durch die GIPS Statistik gar nicht erst erhoben.
GIPS Statistik deckt Basisanforderungen von Website und App-Anbietern ab
Die Analyse umfasst bei Websites:
■ Anzahl der Besucher pro Zeiteinheit
■ Meistbesuchte Seiten mit Einstiegs- und Ausstiegsseiten
■ Besucherströme und Klickpfade
■ Meistgeladene Dateien (Downloads)
■ Suchbegriffe aus der in die Website integrierten Volltextsuche
■ Suchbegriffe aus Suchmaschinen
■ Herkunft der Besucher
■ Benutzte Suchmaschinen der Besucher
■ Informationen über die technische Ausstattung der Besucher
■ Geräte (Computer, mobile Geräte)
■ Webbrowser und deren Versionen
■ Mobile Plattformen und deren Versionen
■ Betriebssysteme und deren Versionen
■ Bildschirmauflösungen
und bei Apps:
■ Anzahl der App-Benutzer pro Zeiteinheit
■ Meistaufgerufene App-Inhalte
■ Anzahl versendeter Push-Benachrichtigungen
■ Anzahl der Installationen pro Plattform
GIPS Monitoring Tool – ganzheitlicher Blick auf alle Online-Prozesse
Das GIPS Monitoring Tool führt relevante Kennzahlen aus mehreren Geschäftsbereichen zusammen und ermöglicht eine gezielte Analyse von Kampagnen. Es eignet sich insbesondere für eine dauerhafte Optimierung des Online-Vertriebskanals. Das kostenpflichtige Tool wird bei der Einrichtung individuell auf das jeweilige Einsatzszenario angepasst.
Zu den relevanten Kennzahlen zählen z.B. die Website, der Bestell- bzw. Vertragsabschlussprozess, das Self-Service-Kundenportal, der Newsletter, die Smartphone-App, der Webshop und das Buchungstool. Damit wird – insbesondere in Verbindung mit der GIPS App – ein ganzheitlicher Blick auf alle Online-Prozesse Ihres Unternehmens möglich.
Vertriebsaktivitäten im Blick
Das Monitoring Tool eignet sich bei Einsatz zur Analyse des Online-Vertriebskanals:
■ zur Auswertung von Besuchen und Abschlüssen
■ zur Identifikation von Schwachstellen im Vertriebsprozess über einen Zieltrichter
■ zur Auswertung nach PLZ und Verbrauch
■ als Entscheidungshilfe für Versorgungsgebiete (z.B. durch Auswertung aller eingegebenen PLZ, auch der nicht belieferten)
■ für weitere Auswertungen nach Sparte, Kundenart, Geschlecht etc.
Beispiele für weitere Einsatzszenarien:
■ Analyse bestimmter Seiten / Seitenelemente
■ Analyse von Landingpages
■ A/B-Tests
■ Aktualisierungsstand der Veröffentlichungspflichten (Netz und Vertrieb)
■ Aktivitäten im CMS (letzte Änderungen usw.)
■ Aktivitäten im Lastdatenportal
GIPS App – Alle relevanten Infos auch unterwegs bestmöglich im Blick
Die neue GIPS App für iPad und iPhone kann ab sofort aus dem App Store geladen werden. Die App bietet eine mobile Alternative zum browserbasierten Zugang zum GIPS Administrationsbereich und stellt damit eine komfortable Möglichkeit dar, alle relevanten Aktivitäten des Internetauftritts auch unterwegs im Auge zu behalten.
So können sich die verantwortlichen Mitarbeiter zeitnah und ohne viel Aufwand über die wichtigsten Kennzahlen der Online-Prozesse ihres Unternehmens informieren.
(Felix Müller)
Transparente Darstellung der Preisbestandteile des allgemeinen Preises - ein Wettbewerbsnachteil?
Die Grundversorgung steht mit den Sonderverträgen im Wettbewerb. Es ist daher folgerichtig, dass die vollständigen Vertragsbedingungen auch auf der Internetseite des Grundversorgers abrufbar sein müssen (§ 2 Abs. 4 S. 2 StromGVV/GasGVV): Die Vertragsbedingungen ergeben sich aus der StromGVV/GasGVV, den ergänzenden Bedingungen des Grundversorgers und dem Preisblatt.
Seit dem 30.10.2014 müssen die allgemeinen Preise für die Grundversorgung transparent dargestellt und dabei die gesetzlichen und die durch die Netznutzung veranlassten Kostenbestandteile gesondert ausgewiesen werden. Eine Übergangsfrist hat der Verordnungsgeber nicht vorgesehen. Auch im Internet ist das neue Preisblatt zu veröffentlichen.
Anforderungen an die Preistransparenz
Der Umfang der Preistransparenz ist für Strom und Gas unterschiedlich geregelt und § 2 Abs. 3 StromGVV/GasGVV zu entnehmen.
Der Gasgrundversorger muss nur die Konzessionsabgabe (KA) und die Energiesteuer gesondert ausweisen. In der Sparte Strom müssen Stromsteuer, KA, die gesetzlichen Umlagen (nach dem KWK-G, EEG, § 19 Abs. 2 StromNEV, § 17f Abs. 5 EnWG und § 18 AbLaV) und die Entgelte für die Netznutzung (Grund-/Arbeitspreis, Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung) angegeben werden. Übrig bleibt jeweils ein rechnerischer Betrag, der in der Sparte Strom die Beschaffungsund Vertriebskosten einschließlich Marge decken soll.
Transparenz als Wettbewerbsvorteil
Auf den ersten Blick scheint die Aufdeckung eines Betrages für Beschaffungs- sowie Vertriebskosten und Marge ein (weiterer) Wettbewerbsnachteil für die Grundversorgung zu sein. Das ist jedoch zu kurz gegriffen.
Hintergrund der GVV-Novelle ist das Bestreben, dem Grundversorger ein europarechts­konformes Preisanpassungsrecht zu verschaffen. Ohne europarechts­konformes Preisanpassungsrecht ist die Grundversorgung als solche auf Dauer gefährdet. Der EuGH hat mit Urteil vom 23.10.2014 (Rs.C-359/11 und 400/11) entschieden, dass § 5 Abs. 2 GVV in der bis zum 29.10.2014 geltenden Fassung den Kunden unangemessen benachteilige, da er nicht rechtzeitig vor Inkrafttreten der Preisänderung über Voraussetzung, Anlass und Umfang unterrichtet wird. Der Grundversorger muss im Preisanpassungsschreiben daher nunmehr ausdrücklich auf § 5 Abs. 2 GVV hinweisen (Voraussetzung), die geänderte Kostensituation (z.B. eine Änderung von Umlagen, Personalkosten etc.) erläutern (Anlass) und die betragsmäßige Höhe der Änderung (Umfang) ausweisen. Ferner muss er auf das Sonderkündigungsrecht des Kunden nach § 5 Abs. 3 GVV hinweisen und ist zur Angabe der allgemeinen Preise mit gesonderter Ausweisung der Preisbestandteile in übersichtlicher Form verpflichtet. Im Hinblick auf die letztgenannte Vorgabe bietet sich eine tabellarische Gegenüberstellung der alten und neuen Preisbestandteile an.
Gegenüber den Sonderkundenverträgen, in denen mühevoll angefertigte Preisanpassungsbestimmungen zumeist an den strengen Vorgaben der Rechtsprechung scheitern, stellt ein gesetzlich vorgeschriebenes, europarechtskonformes Preisanpassungsrecht einen unschätzbaren Vorteil dar. Alternativ bieten sich im Sonderkundenbereich allein befristete Lieferverträge ohne Preisanpassungsklausel an.
Einen weiteren Vorteil bringt die neue Gesetzeslage für den Umgang mit Energiepreiskürzern. Anders als bisher wird nur noch der Beschaffungs- und Vertriebsanteil einschließlich Marge Gegenstand der Billigkeitsprüfung und eines etwaigen Gerichtsverfahrens sein. Entsprechend geringer dürfte auch das Kürzungspotenzial für die Kunden ausfallen.
Für Fragen zur Ausgestaltung des neuen Preisblatts, der Veröffentlichung, zum Preisanpassungsschreiben, zum Umgang mit Preiskürzern oder zur Neugestaltung von Lieferverträgen im Sonderkundenbereich stehen Ihnen Schlack & Krtschil Rechtsanwälte gerne zur Verfügung.
(Schlack & Krtschil Rechtsanwälte)
Über Schlack & Krtschil
■ Gründung der Kanzlei Schlack & Krtschil im Januar 2012
■ Beratungsschwerpunkte:
■ Allgemeines Energierecht
■ Umfassende rechtliche Beratung für Energie-Vertriebe
■ Billigkeitsprüfung von Endverbraucherpreisen und Netzentgelten
■ Konzessionsvergaberecht
■ Straßenbeleuchtung
■ Mandantenstruktur: kleine und mittlere Stadtwerke
RAin Ina Krtschil, RA Ulrich Schlack
Friedrichstraße 4, 53111 Bonn
Tel.: 0228-9 65 00 20-0
E-Mail: info@sk-energierecht.de
Ausgabe 01 (02/2015)
Ausgabe 02 (09/2015)
Ausgabe 03 (02/2016)
Ausgabe 04 (09/2016)

References: § 2
 § 19
 § 17
 § 18
 EuGH 
 § 5
 § 5
 § 5