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Timestamp: 2019-01-22 23:57:34+00:00

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Mängel nach Autokauf (Kaufrecht) - frag-einen-anwalt.de
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Mängel nach Autokauf
24.11.2017 11:18 |
ich hab mir vor 3 Wochen ein Mercedes Benz A-Klasse EZ 09/13 von privat gekauft mit 30T KM.
Soweit so gut. Gestern ging während der Fahrt dann das Motorkontrolllämpchen an und ich bin dann zur nächsten MB Werkstatt.
Erste Diagnose war der defekt der Lambdasonde. Nicht so schlimm dachte ich mir.
Jedenfalls hat mich die Werkstatt eben angerufen mit schlechten Nachrichten. Der Kabelbaum im Motorraum ist komplett verölt und inzwischen auch das ganze Motorsteuergerät. Mir wurde gesagt das kann man nicht einfach so beheben und müsste komplett erneuert werden (Sonde, Motorsteuergerät, Kabelbaum etc.) Die Kosten dafür lägen nicht im hundert, sonder eher im paar Tausender Bereich. Mir ist natürlich jetzt ganz schlecht geworden. Die Werkstatt hat mir jetzt empfohlen evtl. Schritte gegen den Verkäufer einzuleiten.
Kurz zu den Verkäufern: Älteres Ehepaar, kurz vorm Ruhestand. Er, der das Auto nie fährt und nicht mal den Rückwärtsgang einlegen konnte bei der Probefahrt. Sie, die mit dem Navi überfordert war und nicht mal wusste wie man den Sitze einstellt... Ich kann mir irgendwie bei den Leutchen nicht vorstellen das die damit was zu tun haben. Wobei die Lampe halt erst nach 3 Wochen anging und das Auto noch sowenig Kilometer hat.
Welche Optionen habe ich? Die Werkstatt meinte das Problem sei einfach ungewöhnlich und komme nicht von jetzt auf gleich und besteht evtl. schon etwas länger. Hab ich irgendwelche Rechte oder bleibe ich auf meinem Schaden sitzen? MB Garantie habe ich keine mehr.
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Sie haben mit dem Ehepaar einen Kaufvertrag geschlossen gem. § 433 BGB. Das gekaufte Fahrzeug ist mangelhaft gem. § 434 BGB. Es eignet sich nicht für die gewöhnliche Verwendung gem, § 434 I Nr. 2 BGB. Der Mangel ist auch nicht unerheblich gem. § 323 V 2 BGB. Der Mangel müßte auch bei Gefahrübergang vorgelegen haben gem. § 446 BGB. Dies müßten sie beweisen, da es sich nicht um einen Verbrauchsgüterkauf handelt. Sie haben aber ja schon die notwendigen Informationen durch die Werkstatt, so dass eine Sachverständigengutachten zu einem ähnlichen Ergebnis kommen müßte. Ein Haftungsausschluss wurde nicht vereinbart. Sie müßten noch eine Frist zur Nacherüllung gem. § 439 BGB setzen. Nach Ablauf können sie den Rücktritt gem. § 349 BGB erklären oder auch mindern gem. § 441 BGB. Arglist muß durch das Ehepaar nicht vorliegen.
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References: § 433
 § 434
 § 434
 § 323
 § 446
 § 439
 § 349
 § 441