Source: https://gruenderagentur-bayern.de/mitarbeiter/geringfuegig_krankenvers.html
Timestamp: 2019-08-25 05:06:27+00:00

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Geringfügig Beschäftigte sind grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig, genauer gesagt, sie haben keine Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zu bezahlen. In die Rentenversicherungspflicht sind seit 2013 allerdings Minijobs in der Variante der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse (450-Euro-Job) einbezogen; der Beschäftigte hat jedoch die Möglichkeit, sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Kurzfristige Minijobs unterfallen auch der Rentenversicherungspflicht von vornherein nicht.
§ 27 Abs. 2 SGB III
§ 7 Abs. 1 SGB V
§ 20 Abs. 1 SGB XI
§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 6 Abs. 1b SGB VI
Der Arbeitgeber eines 450-Euro-Mitarbeiters leistet hingegen einen Pauschalbeitrag zur Kranken- und zur Rentenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt:
- in die Krankenversicherung 13 % des Arbeitsentgelts § 249b S. 1 SGB V
- in die Rentenversicherung 15 % des Arbeitsentgelts (der Arbeitnehmer zusätzlich 3,7 %, sofern keine Befreiung von der Versicherungspflicht erfolgt ist) § 168 Abs. 1 Nr. 1b, § 172 Abs. 3 SGB VI
- verschiedene Ausgleichsumlagen (1,29 % des Arbeitsentgelts)
- pauschale Lohnsteuer (2 % des Arbeitsentgelts)
Der Pauschalbeitrag ermäßigt sich auf jeweils 5 % zur Kranken- und zur Rentenversicherung, wenn es sich um einen Minijob in einem Privathaushalt handelt. § 249b S. 2 SGB V, § 168 Abs. 1 Nr. 1c, § 172 Abs. 3a SGB VI (jew. i. V. m. § 8a SGB IV)
Die Gesamtbelastung (Sozialversicherung + Lohnsteuer + Umlagen) des Arbeitgebers liegt bei einem Minijob demnach bei 31,29 %. Das Arbeitsentgelt des Beschäftigten unterliegt nur dann Abzügen, wenn er sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt.
Beim kurzfristigen Minijob entfällt auch der Beitrag des Arbeitgebers zur Sozialversicherung gänzlich.
Wer ist geringfügig beschäftigt?

References: § 27

§ 7

§ 20

§ 5
 § 6
 § 249
 § 168
 § 172
 § 249
 § 168
 § 172
 § 8