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Timestamp: 2019-11-17 00:34:29+00:00

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Hartz IV – und die Ber­li­ner Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung | Rechtslupe
Hartz IV - und die Berliner Wohnaufwendungenverordnung
Hartz IV – und die Ber­li­ner Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung
Die vom Senat des Lan­des Ber­lin erlas­se­ne "Ver­ord­nung zur Bestim­mung der Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung nach dem Zwei­ten und Zwölf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch" (Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung – WAV) 1 ist ins­ge­samt rechts­wid­rig und wirk­sam.
Bereits auf­grund des Urteils des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 17.10.2013 2 gilt die WAV gene­rell nicht (mehr) für Leis­tungs­emp­fän­ger nach dem SGB XII. Das vor­lie­gen­de Urteil erklärt die WAV nun auch für Grund­si­che­rungs­emp­fän­ger nach dem SGB II ("Hartz IV") für unwirk­sam.
Mit dem Gesetz zur Ermitt­lung von Regel­be­dar­fen und zur Ände­rung des Zwei­ten und Zwölf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch (im Fol­gen­den: RBEG/​SGB II/​SGB XII-ÄndG) vom 24.03.2011 3 räum­te der (Bundes-)Gesetzgeber den Län­dern bei mate­ri­ell ansons­ten im Wesent­li­chen unver­än­der­ter Rechts­la­ge zur Über­nah­me von Unter­kunfts- und Heiz­kos­ten die Befug­nis ein, die Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zun­gim Sin­ne von § 22 Abs 1 Satz 1 Zwei­tes Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB II) zum Gegen­stand kom­mu­na­ler Recht­set­zung zu machen. Dem­ge­mäß kön­nen die Län­der die Krei­se und kreis­frei­en Städ­te nach § 22a Abs 1 Satz 1 SGB II durch Gesetz ermäch­ti­gen oder ver­pflich­ten, "durch Sat­zung zu bestim­men, in wel­cher Höhe Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung in ihrem Gebiet ange­mes­sen sind". Ent­spre­chen­des gilt für die Län­der Ber­lin und Ham­burg, die (durch Lan­des­ge­setz) bestim­men, "wel­che Form der Recht­set­zung an die Stel­le einer nach Satz 1 vor­ge­se­he­nen Sat­zung tritt" (§ 22a Abs 1 Satz 3 SGB II).
Gestützt auf eine die­se Befug­nis­se wahr­neh­men­de Rechts­ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung in § 8 des Geset­zes zur Aus­füh­rung des Zwei­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch (im Fol­gen­den: AG-SGB II) des Lan­des Ber­lin (hier idF des Geset­zes vom 13.07.2011, GVBl 344) ist vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt des Lan­des Ber­lin am 3.04.2012 mit Wir­kung vom 01.05.2012 die WAV erlas­sen wor­den.
Nach dem mit der WAV als Begrün­dung gemäß § 22b Abs 2 SGB II ver­öf­fent­lich­ten Kon­zept zur Bestim­mung der Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung 4 wird als Grund­la­ge für die Beur­tei­lung der Ange­mes­sen­heit von Heiz­kos­ten der von der co2online gGmbH in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Mie­ter­bund erstell­te bun­des­wei­te Heiz­spie­gel her­an­ge­zo­gen. Für den jeweils in den Richt­wert als Brut­to­warm­mie­te ein­flie­ßen­den Grenz­wert wer­den nach die­sem Kon­zept die Wer­te aus der Spal­te "zu hoch" des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels zugrun­de gelegt.
Am 1.08.2013 trat die Ers­te Ver­ord­nung zur Fort­schrei­bung der Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung (WAV-Fort­schrei­bungs­ver­ord­nung 2013) 5 in Kraft, durch die die Anla­gen 1 und 2 zur WAV vom 03.04.2012 neu gefasst wur­den, die­se im Übri­gen aber unver­än­dert blieb. Am 1.03.2014 trat die Zwei­te Ver­ord­nung zur Fort­schrei­bung der Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung (WAV-Fort­schrei­bungs­ver­ord­nung 2014) 6 in Kraft, durch die die Tabel­le B der Anla­ge 1 und die Anla­ge 2 zur WAV vom 03.04.2012 in der durch die WAV-Fort­schrei­bungs­ver­ord­nung 2013 geän­der­ten Fas­sung neu gefasst wur­den; im Übri­gen blieb die WAV unver­än­dert. Jeweils ist in der den Fort­schrei­bungs­ver­ord­nun­gen bei­gege­be­nen Begrün­dung nach § 22b Abs 2 SGB II aus­ge­führt, dass das mit der WAV ver­öf­fent­lich­te Kon­zept zur Bestim­mung der Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung wei­ter gilt.
Der Kern der WAV ist die in § 4 WAV vor­ge­se­he­ne Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze für eine Brut­to­warm­mie­te. Ein sol­ches Brut­to­warm­mie­ten­kon­zept ist nach § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II grund­sätz­lich zuläs­sig. Es ent­bin­det jedoch nicht von den auch für Sat­zun­gen oder Ver­ord­nun­gen nach §§ 22a ff SGB II gel­ten­den Ermitt­lungs­an­for­de­run­gen zur Bestim­mung der ange­mes­se­nen Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II, wie das Bun­des­so­zi­al­ge­richt schon in sei­nem Urteil vom 17.10.2013 7 ent­schie­den hat.
Die­sen Anfor­de­run­gen wird die WAV hin­sicht­lich des Bedarfs für die Hei­zung nicht gerecht. In der WAV wird zur Bestim­mung die­ses Bedarfs die rech­te Spal­te "zu hoch" des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels zugrun­de gelegt, deren Wer­te Aus­druck für zu hohe Heiz­kos­ten sind und die Leis­tungs­be­rech­tig­ten grund­sätz­lich begüns­tigt. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat jedoch wie­der­holt ent­schie­den, dass die­ser Grenz­wert nicht zur Bestim­mung der ange­mes­se­nen Heiz­kos­ten geeig­net ist, son­dern nur als ein Grenz­wert im Ein­zel­fall, der wei­te­re Nach­prü­fun­gen erfor­der­lich macht 8.
Beruht jedoch einer von zwei Sum­man­den auf einer unzu­tref­fen­den Grund­la­ge, so gilt dies auch für die Sum­me, hier also die in § 4 WAV vor­ge­se­he­ne Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze.
Mit der objek­tiv-recht­li­chen Rechts­wid­rig­keit die­ser Gren­ze auf der Grund­la­ge des in der WAV ver­folg­ten Brut­to­warm­mie­ten­kon­zepts ist die WAV ins­ge­samt rechts­wid­rig und unwirk­sam. Sie ent­hält kei­ne hier­von abtrenn­ba­ren Tei­le. Auf Vor- oder Nach­tei­le der WAV-Rege­lung zu den Heiz­kos­ten bei ihrer Anwen­dung im Ein­zel­fall kommt es in einem Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren nicht an.
Die unzu­tref­fen­de Ermitt­lung der Brut­to­warm­mie­te nach § 4 WAV wirkt sich auch auf die in § 6 WAV vor­ge­se­he­ne Bestim­mung der indi­vi­du­ell ange­mes­se­nen Bedar­fe aus, weil die­se Son­der­re­ge­lung an die ? unzu­tref­fend bestimm­te ? Brut­to­warm­mie­te anknüpft. Dass die in § 6 WAV vor­ge­se­he­ne, ein­heit­li­che pro­zen­tua­le Erhö­hung auch im Übri­gen mit den gesetz­li­chen Vor­ga­ben nicht zu ver­ein­ba­ren ist, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in dem schon ange­führ­ten Urteil vom 17.10.2013 aus­ge­führt.
Die WAV ist zwar nach bun­des­recht­li­chen wie nach lan­des­recht­li­chen Maß­stä­ben for­mell recht­mä­ßig. Das LSG hat die for­mel­le Recht­mä­ßig­keit nach lan­des­recht­li­chen Maß­stä­ben geprüft und bejaht, ohne dass dies dem Bun­des­so­zi­al­ge­richt Anlass zu Bean­stan­dun­gen bie­tet.
Die WAV ist indes mate­ri­ell rechts­wid­rig; und vom LSG zu Recht für unwirk­sam erklärt wor­den. Denn die Anfor­de­run­gen an die Wahr­neh­mung der Norm­set­zungs­kom­pe­tenz nach § 22a Abs 1 SGB II, die nach Bun­des­recht wie bei der Kon­kre­ti­sie­rung von § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II durch die Ver­wal­tung eine rea­li­täts­ge­rech­te Erfas­sung der Bedar­fe für Unter­kunft und ggf Hei­zung erfor­dern und die für die Bestim­mung der ange­mes­se­nen Heiz­kos­ten nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II im Rah­men einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II eben­so gel­ten, wer­den nicht erfüllt. Die Ver­feh­lung die­ser höher­ran­gi­gen bun­des­recht­li­chen Anfor­de­run­gen betrifft die WAV in ihrem Kern. Sie ist des­halb ins­ge­samt unwirk­sam; eine nur teil­wei­se Unwirk­sam­keit kommt nicht in Betracht.
Die Wahr­neh­mung der Norm­set­zungs­kom­pe­tenz nach § 22a Abs 1 SGB II erfor­dert die rea­li­täts­ge­rech­te Erfas­sung der Bedar­fe für Unter­kunft und ggf Hei­zung (vgl § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II) in glei­cher Wei­se, wie es der Ver­wal­tung bei der Kon­kre­ti­sie­rung der abs­trakt ange­mes­se­nen Bedar­fe nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II vor­ge­ge­ben ist 9.
Mit den durch das RBEG/​SGB II/​SGB XII-ÄndG ein­ge­führ­ten §§ 22a bis 22c SGB II hat der Gesetz­ge­ber die Grund­la­ge dafür geschaf­fen, die abs­trakt ange­mes­se­nen Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung anstatt durch die ansons­ten dazu beru­fe­ne Ver­wal­tung auch im Wege unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung bestim­men zu kön­nen. Eine ent­spre­chen­de lan­des­recht­li­che Ermäch­ti­gung vor­aus­ge­setzt, kön­nen dem­ge­mäß seit­her alle der abs­trak­ten Ange­mes­sen­heit der Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung zuzu­rech­nen­den Bestim­mun­gen durch unter­ge­setz­li­che Nor­menim Sin­ne von § 22a Abs 1 SGB II getrof­fen wer­den. Inhalt­lich getrof­fen wer­den müs­sen min­des­tens Bestim­mun­gen dar­über, wel­che Wohn­flä­che ent­spre­chend der Struk­tur des ört­li­chen Woh­nungs­mark­tes als ange­mes­sen aner­kannt wird und in wel­cher Höhe Auf­wen­dun­gen für die Unter­kunft als ange­mes­sen aner­kannt wer­den (§ 22b Abs 1 Satz 1 SGB II). Abge­bil­det wer­den sol­len hier­durch die Ver­hält­nis­se des ein­fa­chen Stan­dards auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt (§ 22a Abs 3 Satz 1 SGB II) und zwar nach Mög­lich­keit unter Berück­sich­ti­gung ins­be­son­de­re von Miet­spie­geln, qua­li­fi­zier­ten Miet­spie­geln und Miet­da­ten­ban­ken und/​oder von geeig­ne­ten eige­nen sta­tis­ti­schen Daten­er­he­bun­gen und ‑aus­wer­tun­gen der Norm­ge­ber oder Erhe­bun­gen Drit­ter (§ 22c Abs 1 Satz 1 Nr 1 und 2 SGB II).
Bezugs­punkt der damit eröff­ne­ten unter­ge­setz­li­chen Norm­set­zungs­be­fug­nis ist die durch das RBEG/​SGB II/​SGB XII-ÄndG inhalt­lich unver­än­dert geblie­be­ne Rege­lung des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II 10, wonach Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung in Höhe der tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen aner­kannt wer­den, soweit die­se ange­mes­sen sind.
Gegen­stand auch der unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­bung nach § 22a Abs 1 SGB II ist damit die Kon­kre­ti­sie­rung des durch § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II vor­ge­ge­be­nen Begriffs der "Ange­mes­sen­heit" der Bedar­fe für Unter­kunft und ggf Hei­zung (vgl § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II). Die­ser Begriff unter­liegt als unbe­stimm­ter Rechts­be­griff unein­ge­schränk­ter rich­ter­li­cher Kon­trol­le 11. Zu sei­ner Aus­fül­lung ist jeden­falls der abs­trakt als ange­mes­sen anzu Miet­preis unter Berück­sich­ti­gung der ört­li­chen Beson­der­hei­ten kon­kret zu ermit­teln (so genann­te Refe­renz­mie­te) 12. Erfor­der­lich dazu sind im Ein­zel­nen über­prüf­ba­re Erhe­bun­gen und Aus­wer­tun­gen, die eine hin­rei­chen­de Gewähr dafür bie­ten, dass sie die aktu­el­len Ver­hält­nis­se des ört­li­chen Woh­nungs­mark­tes wie­der­ge­ben (so genann­tes schlüs­si­ges Kon­zept) 13. Unzu­rei­chend zur Erfas­sung der sozia­len Wirk­lich­keit sind hin­ge­gen Schät­zun­gen pau­scha­ler Wer­te "ins Blaue hin­ein" ohne gesi­cher­te empi­ri­sche Grund­la­ge; das wür­de den Anfor­de­run­gen zur Ermitt­lung des ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Exis­tenz­mi­ni­mums nicht gerecht 14. Das ver­bie­tet sich bei der Bestim­mung der Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung glei­cher­ma­ßen wie bei der Bestim­mung der Regel­be­dar­fe 15.
Die­se Maß­ga­ben gel­ten für die unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung nach §§ 22a bis 22c SGB II nicht anders. Schon der Geset­zes­wort­laut bie­tet kei­nen Anhalt dafür, dass den Norm­ge­bern inso­weit ande­re und von den Gerich­ten nur in redu­zier­tem Maß gericht­lich zu kon­trol­lie­ren­de Spiel­räu­me zuste­hen könn­ten als der Ver­wal­tung. Im Gegen­teil sind die Vor­ga­ben zum Ver­gleichs­maß­stab (§ 22a Abs 3 Satz 1 SGB II), zu den Normin­hal­ten (§ 22b Abs 1 SGB II), zur Daten­grund­la­ge (§ 22c Abs 1 SGB II) und den Begrün­dungs­an­for­de­run­gen (§ 22b Abs 2 Satz 1 und 2 SGB II) im Ein­zel­nen in so enger Anleh­nung an die Recht­spre­chung zu § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II gefasst, dass unter­schied­li­che Kon­kre­ti­sie­rungs­auf­trä­ge und/​oder Ent­schei­dungs­spiel­räu­me im Ver­hält­nis zwi­schen unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung einer­seits und ver­wal­tungs­mä­ßi­gem Voll­zug ande­rer­seits durch den Geset­zes­wort­laut nicht zu bele­gen sind 16. Soweit dem­ge­gen­über nach den Geset­zes­ma­te­ria­li­en die Ziel­vor­ga­be des § 22a Abs 3 Satz 1 SGB II nur als ein für die objek­ti­ve Recht­mä­ßig­keit der Norm­set­zung unbe­acht­li­cher Pro­gramm­satz anzu­se­hen sein soll 17, hat dies jeden­falls im Norm­text selbst kei­nen hin­rei­chen­den Nie­der­schlag gefun­den 18. Das lässt sich auch nicht dar­auf stüt­zen, dass der unter­ge­setz­li­chen Norm­set­zung durch § 22a Abs 3 Satz 2 SGB II die Berück­sich­ti­gung von Fol­ge­wir­kun­gen auf­ge­ge­ben ist, die sich uU als Maß­stab der Ange­mes­sen­heits­be­stim­mung nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II nicht not­wen­dig alle wie­der­fin­den. Denn dies trägt jeden­falls nicht den Schluss, dass die nach § 22a Abs 3 Satz 1 SGB II für die Norm­set­zung maß­geb­li­chen Ver­hält­nis­se des ein­fa­chen Stan­dards auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt durch wer­ten­de Ent­schei­dung der Norm­ge­ber ersetzt wer­den könn­ten. Dage­gen spricht auch, dass in § 22b Abs 1 Satz 4 SGB II den unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­bern die Unter­tei­lung ihrer Gebie­te ermög­licht wird, "um die Ver­hält­nis­se des ein­fa­chen Stan­dards auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt rea­li­täts­ge­recht abzu­bil­den", und dadurch die Maß­geb­lich­keit die­ser Ver­hält­nis­se für die Norm­set­zung erneut betont wird, ohne Abwei­chun­gen zuzu­las­sen.
Die Norm­set­zungs­er­mäch­ti­gung der unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­ber durch § 22a Abs 1 SGB II eröff­net sol­che Spiel­räu­me gleich­falls nicht 19. In der Wahr­neh­mung die­ser Ermäch­ti­gung kon­kre­ti­sie­ren die Norm­ge­ber in glei­cher Wei­se wie die Ver­wal­tung die die Unter­kunft als Teil des phy­si­schen Exis­tenz­mi­ni­mums umfas­sen­de ver­fas­sungs­recht­li­che Garan­tie des men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums aus Art 1 Abs 1 iVm Art 20 Abs 1 GG 20 und haben des­halb die dafür maß­ge­ben­den ver­fas­sungs­recht­li­chen Vor­ga­ben zu beach­ten. Nach der Kom­pe­tenz­ord­nung des GG sind dem­ge­mäß die Wert­ent­schei­dun­gen über die Leis­tungs­hö­he mit Blick auf den Ent­wick­lungs­stand des Gemein­we­sens und die bestehen­den Lebens­be­din­gun­gen allein dem par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­ber vor­be­hal­ten 21. Soweit dazu von Ver­fas­sungs wegen die sozia­le Wirk­lich­keit zu erfas­sen ist, unter­liegt schon er strik­ten Anfor­de­run­gen 22. Um so weni­ger kön­nen von die­sen Anfor­de­run­gen die frei­ge­stellt wer­den, von denen die gesetz­ge­be­ri­schen Vor­ga­ben admi­nis­tra­tiv umzu­set­zen sind. Das kön­nen auch die unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­ber nach § 22a Abs 1 SGB II nicht für sich bean­spru­chen. Sie sind zwar in beson­de­rer Wei­se mit den Ver­hält­nis­sen vor Ort ver­traut und kön­nen des­halb bes­se­re Kennt­nis von den Gege­ben­hei­ten auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt haben als dies aus der Bun­des­per­spek­ti­ve mög­lich wäre 23. Zu eige­nen wer­ten­den Ent­schei­dun­gen sach­lich-poli­ti­scher Art über den zur Gewähr­leis­tung des men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums zu decken­den Bedarf für Unter­kunft und Hei­zung reicht indes ihre demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on nicht. Wert­set­zun­gen sol­cher Art sind aus­schließ­lich dem par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­ber selbst vor­be­hal­ten 22.
In kei­nem gerin­ge­ren Maß als es der Ver­wal­tung nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II vor­ge­ge­ben ist, haben dem­ge­mäß auch die unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­ber nach § 22a Abs 1 SGB II die sozia­le Wirk­lich­keit im Hin­blick auf den Bedarf für Unter­kunft und ggf Hei­zung (vgl § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II) zeit- und rea­li­täts­ge­recht zu erfas­sen und dazu auf Ver­fah­ren zurück­zu­grei­fen, die zu des­sen Bemes­sung im Grund­satz taug­lich sind 24.
Die­se aus dem Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums abzu­lei­ten­den Ver­fah­rens­an­for­de­run­gen an die Kon­kre­ti­sie­rung abs­trakt ange­mes­se­ner Bedar­fe durch unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung gel­ten unein­ge­schränkt für die Bestim­mung der ange­mes­se­nen Heiz­kos­ten nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II und die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II.
Nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II kann durch den unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­ber – neben den Min­dest­be­stim­mun­gen des § 22b Abs 1 Satz 1 SGB II – auch die Höhe des als ange­mes­sen aner­kann­ten Ver­brauchs­wer­tes oder der als ange­mes­sen aner­kann­ten Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung bestimmt wer­den. Bei einer sol­chen Bestim­mung kann nach § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II sowohl eine Qua­drat­me­terhöchst­mie­te als auch eine Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze unter Berück­sich­ti­gung der in § 22b Abs 1 Satz 1 und 2 SGB II genann­ten Wer­te gebil­det wer­den.
Ob sich ein ange­mes­se­ner Bedarf für Hei­zung in Nor­men nach § 22a Abs 1 SGB II und damit not­wen­di­ger­wei­se abs­trakt fas­sen lässt, ist in der Recht­spre­chung des BSG und auch in der Lite­ra­tur zumin­dest der­zeit aus prak­ti­schen Grün­den skep­tisch bis ableh­nend beur­teilt wor­den 25. Wegen ihrer Abhän­gig­keit vom indi­vi­du­el­len Ver­brauch, von der Woh­nungs­be­schaf­fen­heit sowie den Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen hielt auch der Gesetz­ge­ber die Heiz­kos­ten für dyna­mi­scher als die Unter­kunfts­kos­ten und daher schwe­rer sche­ma­tisch zu erfas­sen; des­halb sieht § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II die Fest­le­gung von Ange­mes­sen­heits­wer­ten für die Hei­zung nur optio­nal ("kann") vor 26.
Wer­den aber Rege­lun­genim Sin­ne von § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II und hier­an anknüp­fend im Rah­men eines Brut­to­warm­mie­ten­kon­zepts nach § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II getrof­fen, müs­sen sie auf hin­rei­chend rea­li­täts­ge­rech­te und nach­voll­zieh­ba­re Erhe­bun­gen zum abs­trakt ange­mes­se­nen Bedarf für Hei­zung im maß­geb­li­chen Ver­gleichs­raum gestützt sein 27.
Die auch für Heiz­kos­ten vor­ge­se­he­ne Prü­fung ihrer Ange­mes­sen­heit hat nach Wort­laut und Sys­te­ma­tik des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II, wie das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits im Ein­zel­nen dar­ge­legt hat 28, grund­sätz­lich getrennt von der Prü­fung der Ange­mes­sen­heit der Unter­kunfts­kos­ten zu erfol­gen. Die­ser Tren­nung ent­spricht die Rege­lung des § 22b Abs 1 Satz 1 und 2 SGB II, die für eine unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung Bestim­mun­gen zur ange­mes­se­nen Höhe der Auf­wen­dun­gen für die Unter­kunft als Min­dest­in­halt vor­schreibt (Satz 1 Nr 2), nicht aber für die Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung (Satz 2).
Auch der Anspruch auf Leis­tun­gen für Hei­zung als Teil der Gesamt­leis­tung besteht grund­sätz­lich in Höhe der kon­kret-indi­vi­du­ell gel­tend gemach­ten Auf­wen­dun­gen, soweit sie ange­mes­sen sind 29. Eine Bestim­mung der Ange­mes­sen­heit von Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung begeg­net indes prak­ti­schen Schwie­rig­kei­ten: Ein abs­trakt ange­mes­se­ner Heiz­kos­ten­preis pro Qua­drat­me­ter für eine "ein­fa­che" Woh­nung (gestaf­felt nach abs­trakt ange­mes­se­nen Woh­nungs­grö­ßen) im unte­ren Seg­ment des kon­kre­ten Woh­nungs­mark­tes, dh für alle ent­spre­chen­den Woh­nun­gen im maß­geb­li­chen ört­li­chen Ver­gleichs­raum, müss­te auf der Grund­la­ge dif­fe­ren­zier­ter Daten aus­ge­hend von einem als ange­mes­sen anzu­se­hen­den Heiz­ver­hal­ten des Ein­zel­nen noch kli­ma­ti­sche Bedin­gun­gen, wech­seln­de Ener­gie­prei­se, die "typi­schen" Ener­gie­trä­ger, vor allem aber den im ent­spre­chen­den Miet­seg­ment "typi­schen" Gebäu­de­stan­dard und den tech­ni­schen Stand einer als "typisch" anzu­se­hen­den Hei­zungs­an­la­ge erfas­sen. Der Rück­griff auf einen weni­ger aus­dif­fe­ren­zier­ten Wert als Qua­drat­me­terhöchst­gren­ze wür­de eine unzu­läs­si­ge Pau­scha­lie­rung von Heiz­kos­ten bedeu­ten 30.
Da gleich­wohl auch hin­sicht­lich der Auf­wen­dun­gen für Hei­zung unan­ge­mes­sen hohe Kos­ten vom Trä­ger der Grund­si­che­rung nicht gezahlt wer­den müs­sen, eine abs­trak­te Fest­le­gung aus den genann­ten Grün­den aber schwie­rig ist, hat im Rah­men des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II eine Prü­fung der Heiz­kos­ten auf ihre Ange­mes­sen­heit hin ori­en­tiert an den Ver­hält­nis­sen des Ein­zel­fal­les zu erfol­gen. Dabei ist regel­mä­ßig dann von unan­ge­mes­sen hohen Heiz­kos­ten aus­zu­ge­hen, wenn bestimm­te Grenz­wer­te über­schrit­ten wer­den, die das Bun­des­so­zi­al­ge­richt den von der co2online gGmbH in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Mie­ter­bund erstell­ten "Kom­mu­na­len Heiz­spie­geln" bzw dem "Bun­des­wei­ten Heiz­spie­gel" ent­nimmt 31. An der Her­an­zie­hung eines sol­chen Grenz­wer­tes ist aus Grün­den der Prak­ti­ka­bi­li­tät fest­zu­hal­ten, solan­ge der jeweils ört­lich zustän­di­ge Trä­ger der Grund­si­che­rung kei­ne im dar­ge­stell­ten Sin­ne dif­fe­ren­zier­te Daten­er­mitt­lung für den kon­kre­ten Ver­gleichs­raum durch­ge­führt hat, die zuver­läs­si­ge Schlüs­se auf einen Wert für grund­si­che­rungs­recht­lich ange­mes­se­ne Heiz­kos­ten in sei­nem Zustän­dig­keits­be­reich zulässt 32.
Die aus den dar­ge­stell­ten prak­ti­schen Schwie­rig­kei­ten abge­lei­te­te Not­wen­dig­keit, den Grenz­wert des Heiz­spie­gels im Ein­zel­fall her­an­zu­zie­hen, erhellt, dass die Wer­te des bun­des­wei­ten (oder kom­mu­na­len) Heiz­spie­gels etwas ande­res als die Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner Heiz­kos­ten sind. Der Grenz­wert mar­kiert nicht ange­mes­se­ne Heiz­kos­ten, son­dern gibt einen Hin­weis dar­auf, dass im Ein­zel­fall von unan­ge­mes­se­nen Heiz­kos­ten aus­zu­ge­hen ist; das Über­schrei­ten des Grenz­wer­tes kann ledig­lich als Indiz für die feh­len­de Ange­mes­sen­heit ange­se­hen wer­den. Eine Absen­kung der zu zah­len­den Heiz­kos­ten kann auch bei Über­schrei­ten des Grenz­wer­tes nur auf­grund einer Ange­mes­sen­heits­prü­fung im Ein­zel­fall erfol­gen und die in Fol­ge die­ser Ein­zel­fall­prü­fung zu zah­len­den Heiz­kos­ten erge­ben sich ohne­hin nicht aus dem Heiz­spie­gel. Die Wer­te des Heiz­spie­gels geben nicht das tat­säch­li­che Preis­ni­veau auf dem Woh­nungs­markt wie­der und sind des­halb nicht im Sin­ne eines abs­trakt ange­mes­se­nen Qua­drat­me­terhöchst­werts für Heiz­kos­ten zu ver­ste­hen 33.
Der Norm­ge­ber nach § 22a Abs 1 SGB II hat dem­nach, bezieht er auch die Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II in sei­ne Rege­lun­gen ein, eine Daten­er­mitt­lung zur Bestim­mung eines dif­fe­ren­zier­ten abs­trakt ange­mes­se­nen Wer­tes der Heiz­kos­ten im in Bezug zu neh­men­den Wohn­seg­ment durch­zu­füh­ren 34.
Die­se Anfor­de­run­gen an die Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II schla­gen auf die Anfor­de­run­gen an die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­grenz­eim Sin­ne des § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II durch. Für die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze bedarf es nicht nur der rea­li­täts­ge­rech­ten Bestim­mung, in wel­cher Höhe Auf­wen­dun­gen für die Unter­kunft als abs­trakt ange­mes­sen aner­kannt wer­den, son­dern auch der rea­li­täts­ge­rech­ten Bestim­mung der als abs­trakt ange­mes­sen aner­kann­ten Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung 35. Nur bei­des zusam­men kann eine recht­mä­ßi­ge nor­ma­ti­ve Bestim­mung der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze im Rah­men eines Brut­to­warm­mie­ten­kon­zepts leis­ten, inner­halb des­sen abwei­chend von der zu § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II ergan­ge­nen Recht­spre­chung die Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung nicht getrennt, son­dern ohne Rück­sicht auf ihre jewei­li­ge Ange­mes­sen­heit bis zur ein­heit­lich bestimm­ten Ober­gren­ze als ange­mes­sen anzu­er­ken­nen sind 36.
Dass die beschrie­be­nen prak­ti­schen Schwie­rig­kei­ten einer auf einer hin­rei­chend dif­fe­ren­zier­ten, metho­disch akzep­ta­blen Daten­grund­la­ge beru­hen­den Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung auch auf die Mög­lich­keit der Bil­dung einer abs­trak­ten Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze durch­schla­gen, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt zuletzt in sei­nem Urteil vom 12.06.2013 deut­lich gemacht 37. Schon zuvor hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in sei­nem Urteil vom 02.07.2009 38, auf das sich der Antrags­geg­ner bezieht, für die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze das Erfor­der­nis der Fest­le­gung eines ver­läss­lich ermit­tel­ten abs­trakt ange­mes­se­nen Heiz­kos­ten­prei­ses pro Qua­drat­me­ter für eine "ein­fa­che" Woh­nung im unte­ren Seg­ment des Woh­nungs­mark­tes for­mu­liert. Hier­an ist fest­zu­hal­ten.
Der Gesetz­ge­ber hat in Kennt­nis die­ser Recht­spre­chung durch § 22b Abs 1 Satz 2 und 3 SGB II zum Aus­druck gebracht, die Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung und die Bil­dung einer abs­trak­ten Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze durch unter­ge­setz­li­che Nor­men für mög­lich zu hal­ten. Die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze für Unter­kunfts- und Heiz­kos­ten ist nach dem Gesetz zuläs­sig und für ihre Umset­zung durch unter­ge­setz­li­che Norm­ge­ber sind durch die Recht­spre­chung kei­ne uner­füll­ba­ren Anfor­de­run­gen zu for­mu­lie­ren. Doch da der Gesetz­ge­ber des RBEG/​SGB II/​SGB XII-ÄndG zugleich an § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II fest­ge­hal­ten hat 39, bewirkt die Ermäch­ti­gung, § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II durch unter­ge­setz­li­che Nor­men zu kon­kre­ti­sie­ren, kei­ne Locke­rung der Ver­fah­rens­an­for­de­run­gen, die aus dem Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums für die Kon­kre­ti­sie­rung des unbe­stimm­ten Rechts­be­griffs der Ange­mes­sen­heit in § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II fol­gen. Aus die­sen Anfor­de­run­gen ergibt sich, dass dem Grenz­wert aus einem bun­des­wei­ten (oder kom­mu­na­len) Heiz­kos­ten­spie­gel nicht die Funk­ti­on eines Qua­drat­me­terhöchst­werts für ange­mes­se­ne Auf­wen­dun­gen für Hei­zung im Sin­ne des SGB II zukommt 40. Er schei­det daher auch als in die Bil­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze ein­flie­ßen­der Wert aus 41.
Die­sen Maß­stä­ben wird die WAV mit ihren Rege­lun­gen zur ange­mes­se­nen Höhe der Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung und zur Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nicht gerecht.
Mit der WAV ist nach ihrer Über­schrift und ihrem § 1 Satz 1 von der unter­ge­setz­li­chen Norm­set­zungs­er­mäch­ti­gung in der Wei­se Gebrauch gemacht wor­den, dass in ihr nicht nur die nach § 22b Abs 1 Satz 1 Nr 2 SGB II erfor­der­li­chen Bestim­mun­gen zur Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft getrof­fen sind, son­dern auch die durch § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II ermög­lich­ten Bestim­mun­gen zur Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Hei­zung Auf­nah­me in die Ver­ord­nung gefun­den haben. Zur Rege­lung auch der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Hei­zung war der Antrags­geg­ner bun­des­recht­lich nicht ver­pflich­tet. Da er sich aber für die Auf­nah­me auch von Bestim­mun­gen zur Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Hei­zung ent­schie­den hat, müs­sen die­se den beschrie­be­nen Anfor­de­run­gen ent­spre­chen, die an die Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung auf belast­ba­rer Daten­grund­la­ge zu stel­len sind.
Die­sen Anfor­de­run­gen wer­den die Bestim­mun­gen der WAV zur Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Hei­zung nicht gerecht, weil sie nicht auf einer hin­rei­chend dif­fe­ren­zier­ten Daten­grund­la­ge beru­hen. Nach § 3 Abs 3 Satz 1 WAV erfolgt die Bestim­mung der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung gemäß § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II auf der Grund­la­ge des von der co2online gGmbH in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Mie­ter­bund erstell­ten bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels in der jeweils gel­ten­den Fas­sung. Aus­weis­lich der Begrün­dung zur WAV gemäß § 22b Abs 2 SGB II 4 wer­den als Grund­la­ge für die Beur­tei­lung der Ange­mes­sen­heit von Heiz­kos­ten die Wer­te aus der Spal­te "zu hoch" des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels von 2011 zugrun­de gelegt.
Der Rück­griff auf die­sen bun­des­wei­ten Grenz­wert ist indes etwas ande­res als die Ermitt­lung eines abs­trakt ange­mes­se­nen Bedarfs auf der Grund­la­ge erho­be­ner oder aus­ge­wer­te­ter loka­ler Daten. In der Begrün­dung zur WAV ist zwar zutref­fend aus­ge­führt, dass der Grenz­wert unan­ge­mes­se­nes Hei­zen indi­ziert. Unzu­tref­fend ist aber der dort for­mu­lier­te und statt für eine Ein­zel­fall­prü­fung für eine nor­ma­ti­ve Bestim­mung gezo­ge­ne Schluss, die Ange­mes­sen­heit der Heiz­kos­ten sei solan­ge zu beja­hen, wie die­se unter dem Grenz­wert lägen. Dies ent­spricht ent­ge­gen den Aus­füh­run­gen in der Begrün­dung zur WAV – wie unter 5. dar­ge­stellt – nicht höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung. Denn wäh­rend die Recht­spre­chung des BSG zur Her­an­zie­hung des sich aus dem Heiz­spie­gel erge­ben­den Grenz­werts die kon­kret-indi­vi­du­el­le Ange­mes­sen­heits­prü­fung der Heiz­kos­ten zum Gegen­stand hat, ist Gegen­stand der WAV die abs­trakt-gene­rel­le Bestim­mung ange­mes­se­ner Heiz­kos­ten für das Land Ber­lin. Die Wer­te aus der Spal­te "zu hoch" des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels reprä­sen­tie­ren aber nicht die Höhe der abs­trakt ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Hei­zung im Land Ber­lin. Sie sind als Daten­grund­la­ge für die nor­ma­ti­ve Bestim­mung der Höhe der als ange­mes­sen aner­kann­ten Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung auf der Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge des § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II von vorn­her­ein unge­eig­net. Ob ande­res bei einer Berück­sich­ti­gung der Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung abwei­chend von § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II durch eine monat­li­che Pau­scha­le gel­ten könn­te, bedarf hier kei­ner Ent­schei­dung; der Antrags­geg­ner hat von der Ermäch­ti­gung zur Pau­scha­lie­rung in § 22a Abs 2 SGB II kei­nen Gebrauch gemacht.
Damit stellt die WAV für die Bestim­mung ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen für Hei­zung auf einen bun­des­wei­ten Wert ab, der unan­ge­mes­sen hohe Heiz­kos­ten im Ein­zel­fall indi­ziert und des­halb rechts­wid­rig zu hoch ist, um als Grund­la­ge für die abs­trak­te Ange­mes­sen­heits­be­stim­mung im maß­geb­li­chen ört­li­chen Ver­gleichs­raum die­nen zu kön­nen, für die allein das Bun­des­recht die Län­der und Kom­mu­nen in § 22a Abs 1 iVm § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II zur unter­ge­setz­li­chen Norm­set­zung ermäch­tigt. Durch die so genann­te Sat­zungs­lö­sung in § 22a Abs 1 SGB II ist zu einer Norm­set­zung für die Bestim­mung regio­nal ange­mes­se­ner Unter­kunfts- und ggf auch Heiz­kos­ten ermäch­tigt wor­den 42. Wer­den auch Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung in die­se unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung ein­be­zo­gen, wozu das Bun­des­recht nach § 22b Abs 1 Satz 2 SGB II nicht ver­pflich­tet, müs­sen sie des­halb auf der Grund­la­ge von Daten des ört­li­chen Ver­gleichs­raums als ange­mes­sen bestimmt wer­den.
Mit der WAV wird nach § 2 Abs 1 Satz 1 und § 4 ein Brut­to­warm­mie­ten­kon­zept ver­folgt. Auf des­sen Grund­la­ge wird gemäß § 22b Abs 1 Satz 3 SGB II eine Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze gebil­det. In deren Bil­dung flie­ßen die nach § 3 Abs 3 WAV auf der Grund­la­ge des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels bestimm­ten Auf­wen­dun­gen für Hei­zung ein.
Die durch den Antrags­geg­ner rechts­wid­rig bestimm­te Höhe der Auf­wen­dun­gen für Hei­zung führt zur Rechts­wid­rig­keit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV. Denn nur die Zusam­men­fas­sung je für sich – unter Beach­tung der Ver­fah­rens­an­for­de­run­gen an eine rea­li­täts­ge­rech­te Bedarfs­be­mes­sung – recht­mä­ßig bestimm­ter Höhen der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und für Hei­zung ergibt eine ermäch­ti­gungs­kon­for­me unter­ge­setz­li­che abs­trak­te Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze. Ent­spricht auch nur einer der bei­den Wer­te für die Auf­wen­dun­gen – Brut­to­kalt­mie­te und Heiz­kos­ten – nicht den recht­li­chen Anfor­de­run­gen, bewirkt dies die Rechts­wid­rig­keit der ermit­tel­ten Richt­wer­te für ange­mes­se­ne Brut­to­warm­mie­ten ins­ge­samt, die die Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach der WAV bil­den.
Nach der Begrün­dung zur WAV 4 wer­den für den jeweils in den Richt­wert als Brut­to­warm­mie­te ein­flie­ßen­den Grenz­wert für Heiz­kos­ten die Wer­te aus der Spal­te "zu hoch" des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels zugrun­de gelegt. Die Richt­wer­te zur Bestim­mung der abs­trak­ten Ange­mes­sen­heit von Brut­to­warm­mie­ten wer­den nach der Begrün­dung sodann auf die­ser Grund­la­ge aus dem Pro­dukt von abs­trakt ange­mes­se­ner Woh­nungs­grö­ße und dem jewei­li­gen ange­mes­se­nen qm-Preis für eine Brut­to­warm­mie­te ermit­telt. Soweit in der Begrün­dung aus­ge­führt ist, dass die Ange­mes­sen­heits­prü­fung sich allein auf das Ergeb­nis des Pro­dukts (Richt­wert), nicht jedoch auf die ein­zel­nen Fak­to­ren des Pro­dukts bezie­he (so genann­te Pro­dukt­theo­rie), stimmt dies inso­weit mit der Recht­spre­chung des BSG über­ein – nach der für die Ange­mes­sen­heit der Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft abzu­stel­len ist auf das Pro­dukt aus ange­mes­se­ner Wohn­flä­che einer­seits und Aus­stat­tung bzw Stan­dard ande­rer­seits, die sich in der Woh­nungs­mie­te nie­der­schla­gen, wes­halb nicht alle berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen Fak­to­ren jeweils im Bereich der Ange­mes­sen­heit lie­gen müs­sen 43, als es nicht jeweils auf die ange­mes­se­ne Wohn­flä­che und auf ange­mes­se­ne Kos­ten je Qua­drat­me­ter ankommt, son­dern die Ange­mes­sen­heit des Pro­dukts aus Woh­nungs­grö­ße und Preis genügt. Damit sol­len inter­ne Aus­glei­che im Ein­zel­fall ermög­licht wer­den: Eine Woh­nung kann grö­ßer sein, wenn ihr qm-Preis güns­ti­ger ist; ihr qm-Preis kann teu­rer sein, wenn sie klei­ner ist.
Die­se Aus­rich­tung der Pro­dukt­theo­rie ändert aber nichts dar­an, dass das, was an Bemes­sungs­fak­to­ren in den jewei­li­gen ange­mes­se­nen qm-Preis für die Unter­kunft und für die Hei­zung Ein­gang gefun­den hat, abs­trakt ange­mes­sen sein muss. Inter­ne Aus­glei­che der­art, dass die tat­säch­li­che Brut­to­kalt­mie­te höher sein kann, wenn die tat­säch­li­chen Heiz­kos­ten gerin­ger sind und umge­kehrt, sind auch im Kon­zept einer ange­mes­se­nen Brut­to­warm­mie­te ange­legt. Die­se Wir­kun­gen bei der Anwen­dung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze im Rah­men der Ange­mes­sen­heits­prü­fung im Ein­zel­fall recht­fer­ti­gen es indes nicht, bereits bei der Bil­dung die­ser abs­trak­ten Gren­ze Fak­to­ren zu berück­sich­ti­gen, die ihrer­seits nicht den Ver­fah­rens­an­for­de­run­gen an die rea­li­täts­ge­rech­te Bemes­sung abs­trakt ange­mes­se­ner Bedar­fe genü­gen. Nur bis zu einer abs­trak­ten Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze, die gebil­det ist aus dem Pro­dukt von abs­trakt ange­mes­se­ner Woh­nungs­grö­ße und abs­trakt ange­mes­se­nen qm-Preis, der sei­ner­seits aus der Sum­me von abs­trakt ange­mes­se­ner Brut­to­kalt­mie­te und abs­trakt ange­mes­se­nen Heiz­kos­ten zusam­men gesetzt ist, sind bei der Prü­fung der Ange­mes­sen­heit gel­tend gemach­ter Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung inter­ne Aus­glei­che im Ein­zel­fall mög­lich. Die­se für Leis­tun­gen nach dem SGB II bean­spru­chen­de Per­so­nen begüns­ti­gen­den Wir­kun­gen der Pro­dukt­theo­rie bewir­ken mit­hin nicht ihrer­seits eine Absen­kung der Ver­fah­rens­an­for­de­run­gen bei der Kon­kre­ti­sie­rung des unbe­stimm­ten Rechts­be­griffs der Ange­mes­sen­hei­tim Sin­ne des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II, auch nicht für den unter­ge­setz­li­chen Norm­ge­ber nach § 22a Abs 1 SGB II.
Die WAV vom 03.04.2012 ist ins­ge­samt rechts­wid­rig und ist zutref­fend vom LSG nach § 55a Abs 5 Satz 2 Halbs 1 SGG ins­ge­samt für unwirk­sam erklärt wor­den. Sie ent­hält kei­ne abtrenn­ba­ren Rege­lun­gen, die für sich iso­liert betrach­tet eigen­stän­dig und recht­mä­ßig sind und des­halb unter Berück­sich­ti­gung der Zie­le des Norm­ge­bers als Teil­re­ge­lun­gen bestehen blei­ben könn­ten 44. Hier­für strei­tet auch der der Recht­spre­chung des BVerwG zu ent­neh­men­de Grund­satz, dass die Teil­un­wirk­sam­keit zur Gesamt­un­wirk­sam­keit eine von beson­de­ren Umstän­den abhän­gen­de Aus­nah­me dar­stellt 45. Eine sol­che Aus­nah­me kommt hier nicht in Betracht, weil mit der Rechts­wid­rig­keit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV auf der Grund­la­ge des durch den Antrags­geg­ner ver­folg­ten Brut­to­warm­mie­ten­kon­zepts die WAV in ihrem Kern betrof­fen ist. Die­se steht und fällt mit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze, auf die die wei­te­ren Ver­ord­nungs­re­ge­lun­gen bezo­gen sind.
Ins­be­son­de­re ist die Bestim­mung der ange­mes­se­nen Höhe der Brut­to­kalt­mie­te nach § 3 Abs 2 WAV durch die rechts­wid­ri­ge Bestim­mung der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für die Hei­zung nach § 3 Abs 3 WAV sowie der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV "infi­ziert". Zutref­fend hat das LSG inso­weit – auch unter Hin­weis auf die aus den bei­gezo­ge­nen Ver­wal­tungs­vor­gän­gen ersicht­li­che Ent­ste­hungs­ge­schich­te der WAV – aus­ge­führt, es kön­ne nicht fest­ge­stellt wer­den, dass der Ver­ord­nungs­ge­ber zumin­dest die Refe­renz­mie­te brut­to­kalt nach § 3 Abs 2 WAV so wie gesche­hen fest­ge­legt haben wür­de, wenn die Unwirk­sam­keit der aus­ge­hend hier­von im Wei­te­ren in der WAV bestimm­ten Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­zen bekannt gewe­sen sein wür­de. Denn aus der Ent­ste­hungs­ge­schich­te der WAV ergibt sich, dass das Brut­to­warm­mie­ten­kon­zept vom Antrags­geg­ner ver­folgt wor­den ist, um Kos­ten­sen­kungs­ver­fah­ren, die durch die fest­ge­leg­ten Brut­to­kalt­mie­ten erfor­der­lich wer­den könn­ten, weit­ge­hend zu ver­mei­den. Die Brut­to­kalt­mie­te ist ersicht­lich in Kennt­nis des Auf­sto­ckungs­po­ten­ti­als eines hohen Werts für Heiz­kos­ten im Rah­men einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze fest­ge­legt wor­den und danach so eng mit die­ser Gren­ze ver­floch­ten, dass ihre Abtrenn­bar­keit unter Berück­sich­ti­gung der Zie­le des Norm­ge­bers aus­schei­det.
Es ist die Fol­ge des vom Antrags­geg­ner zugrun­de geleg­ten Brut­to­warm­mie­ten­kon­zepts, dass die Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze ins­ge­samt rechts­wid­rig und unwirk­sam ist, wenn nur einer der zu ihrer Bil­dung her­an­ge­zo­ge­nen Wer­te rechts­wid­rig ist. Mit der Unwirk­sam­keit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV geht ein­her, dass auch die ande­ren zu ihrer Bil­dung nach § 3 WAV her­an­ge­zo­ge­nen Wer­te, ein­schließ­lich der als ange­mes­sen aner­kann­ten Wohn­flä­che nach § 3 Abs 1 WAV, die­se Unwirk­sam­keit tei­len, selbst wenn sie für sich iso­liert betrach­tet recht­mä­ßig ermit­telt sein soll­ten, weil sie man­gels Abtrenn­bar­keit als Teil­re­ge­lun­gen bei Unwirk­sam­keit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze kei­nen Bestand haben kön­nen. Mit der Unwirk­sam­keit der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV ist die Rege­lung zu ihren Daten­grund­la­gen in § 3 WAV ins­ge­samt unwirk­sam.
Damit aber weist die WAV kei­nen wirk­sa­men Min­dest­in­halt nach § 22b Abs 1 Satz 1 SGB II mehr auf, den eine auf die §§ 22a bis 22c SGB II gestütz­te unter­ge­setz­li­che Norm nach Bun­des­recht auf­zu­wei­sen hat. Die Rechts­wid­rig­keit und Unwirk­sam­keit von §§ 3 und 4 WAV füh­ren schon des­halb zur Unwirk­sam­keit der übri­gen Rege­lun­gen der WAV, die aber auch ohne­hin alle auf die den Kern der WAV bil­den­den Rege­lun­gen in §§ 3 und 4 WAV bezo­gen und neben die­sen nicht eigen­stän­dig lebens­fä­hig sind.
Dies gilt auch für die Son­der­re­ge­lung des § 6 WAV zu die Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze nach § 4 WAV über­schrei­ten­den beson­de­ren Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung, die an das Über­schrei­ten des rechts­wid­rig bestimm­ten Richt­werts nach § 4 WAV anknüpft. Man­gels Abtrenn­bar­keit die­ser Rege­lung kommt es vor­lie­gend nicht ent­schei­dungs­er­heb­lich dar­auf an, ob – was das LSG geprüft und bejaht hat – § 6 WAV auch des­halb unwirk­sam ist, weil er sei­ner­seits kei­ne allein ermäch­ti­gungs­kon­for­me Bestim­mung abs­trakt ange­mes­se­ner beson­de­rer Bedar­fe ent­hält. Doch weicht die Prü­fung des LSG nicht von den bun­des­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an Son­der­re­ge­lun­gen für beson­de­re Bedar­fe nach § 22b Abs 3 SGB II ab, die das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in sei­nem Urteil vom 17.10.2013 for­mu­liert hat 46.
Der Gesamt­un­wirk­sam­keit der WAV steht nicht ent­ge­gen, dass die­se mit ihrer Anknüp­fung an zu hohe Wer­te für Heiz­kos­ten im Rah­men einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze für Leis­tun­gen nach dem SGB II bean­spru­chen­de Per­so­nen poten­ti­ell begüns­ti­gend wirkt. Auch ist nicht dem Argu­ment des Antrags­geg­ners in sei­ner Revi­si­on zu fol­gen, die Bestim­mung ange­mes­se­ner Heiz­kos­ten als Bestand­teil der Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze auf der Grund­la­ge des bun­des­wei­ten Heiz­spie­gels füh­re zur Bedarfs­de­ckung in allen Ein­zel­fäl­len und die Ein­be­zie­hung offen­sicht­lich hoher Wer­te zu einer grund­si­che­rungs­recht­lich siche­ren Lösung. Denn ange­mes­sen sind weder zu nied­rig noch zu hoch bemes­se­ne Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung. Viel­mehr wer­den die­se nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II allen­falls in Höhe der tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen aner­kannt, soweit die­se ange­mes­sen sind. Der Kor­ri­dor ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen wird nach oben durch die tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen und nach unten durch eine mit dem Grund­recht auf ein men­schen­wür­di­ges Exis­tenz­mi­ni­mum unver­ein­ba­re Bedarfs­an­er­ken­nung begrenzt. In die­sem Kor­ri­dor gibt es einer­seits kei­ne fest­ste­hen­de Ober­gren­ze der Ange­mes­sen­heit, ande­rer­seits nicht die Mög­lich­keit, höhe­re als nach den maß­geb­li­chen Ver­hält­nis­sen des ein­fa­chen Stan­dards auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt ange­mes­se­ne Auf­wen­dun­gen anzu­er­ken­nen, denn die­se Ver­hält­nis­se sind rea­li­täts­ge­recht abzu­bil­den. Von die­ser Vor­ga­be der Ange­mes­sen­heit befreit auch nicht die Ermäch­ti­gung zu unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung in § 22a Abs 1 SGB II (vgl § 22a Abs 3 Satz 1, § 22b Abs 1 Satz 4 SGB II).
In einem – wie hier – zuläs­sig ange­streng­ten Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren nach § 55a SGG als neben dem Indi­vi­du­al­rechts­schutz der objek­ti­ven Rechts­kon­trol­le die­nen­den Ver­fah­ren kommt es ent­schei­dend ohne­hin nicht auf die Wir­kun­gen der zur Über­prü­fung gestell­ten Nor­men, auf ihre Vor­tei­le oder Nach­tei­le im Ein­zel­fall, son­dern auf ihre Über­ein­stim­mung mit dem höher­ran­gi­gen Recht an, denn es ist nach § 55a Abs 1 SGG über ihre Gül­tig­keit und nicht über eine indi­vi­du­el­le Rechts­ver­let­zung zu ent­schei­den. Es kann des­halb die unter­ge­setz­li­che nor­ma­ti­ve Bestim­mung ange­mes­se­ner Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung nicht dadurch in dem objek­ti­ven Rechts­be­an­stan­dungs­ver­fah­ren nach § 55a SGG vor recht­li­cher Kri­tik geschützt wer­den, dass sie wei­ter­ge­hen­de als die durch das höher­ran­gi­ge Geset­zes­recht in § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II vor­ge­ge­be­nen ange­mes­se­nen Bedar­fe berück­sich­tigt 47.
Auch unan­ge­mes­sen zu hoch bemes­se­ne Bedar­fe kön­nen zudem auf län­ge­re Sicht nach­tei­li­ge Wir­kun­gen haben, weil sie geeig­net sind, die Markt­ver­hält­nis­se zu ver­zer­ren und auf dem ört­li­chen Woh­nungs­markt preis­stei­gernd zu wir­ken 48.
Schließ­lich kön­nen unan­ge­mes­sen zu hoch bemes­se­ne Bedar­fe für Unter­kunft und Hei­zung, für die der Antrags­geg­ner die Finan­zie­rungs­last nicht allein trägt, auch bewir­ken, dass die zweck­ge­bun­de­ne Betei­li­gung des Bun­des an den Leis­tun­gen für Unter­kunft und Hei­zung nach § 46 Abs 5 SGB II zu hoch aus­fällt 49.
Da die WAV vom 03.04.2012 ins­ge­samt unwirk­sam ist, besteht für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kein Anlass, sich auf "Feh­ler­su­che" zu bege­ben 50, ob die WAV oder ein­zel­ne ihrer Rege­lun­gen auch aus ande­ren recht­li­chen Grün­den rechts­wid­rig sein könn­ten, und auch kei­ne Ver­an­las­sung zur Prü­fung, ob nicht abtrenn­ba­re Teil­re­ge­lun­gen der WAV mit höher­ran­gi­gem Recht bei iso­lier­ter Betrach­tung ver­ein­bar sein könn­ten 51. Ins­be­son­de­re besteht kein Anlass zur revi­si­ons­ge­richt­li­chen Prü­fung, ob die Bestim­mung der ange­mes­se­nen Höhe der Auf­wen­dun­gen für die Unter­kunft nach § 3 Abs 2 WAV recht­li­cher Kon­trol­le stand­hält. Viel­mehr ist es dem Antrags­geg­ner über­las­sen, ob und in wel­cher Wei­se durch eine erneu­te Aus­übung der Norm­set­zungs­er­mäch­ti­gung in §§ 22a bis 22c SGB II iVm § 8 AG-SGB II der Weg zur Bestim­mung der Höhe ange­mes­se­ner Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und ggf Hei­zung im Land Ber­lin durch Erlass einer neu­en Ver­ord­nung beschrit­ten wird.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom – B 14 AS 53/​13 R
Kran­ken­geld bei wie­der­keh­ren­den Krank­heits­be­schwer­den Auch nach dem Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 8 Novem­ber 2005 52 ist nach Ansicht des Sozi­al­ge­richts…
Hartz-IV-Regel­be­darf Die der­zei­ti­ge Höhe des Regel­be­darfs nach dem SGB II (Arbeits­lo­sen­geld II) für ein Ehe­paar mit einem zwei­jäh­ri­gen Kind ist nach Ansicht des Bun­des­so­zi­al­ge­richts nicht ver­fas­sungs­wid­rig…
hier in der Fas­sung vom 03.04.2012, GVBl 99[↩]
BSG, Urteil vom 17.10.2013 – B 14 AS 70/​12 R, SozR 4 – 4200 § 22a Nr 1[↩]
GVBl 2012, 103 ff[↩][↩][↩]
vom 16.07.2013, GVBl 348[↩]
vom 11.02.2014, GVBl 63[↩]
BSG, Urteil vom 17.10.2013 – B 14 AS 70/​12 R – SozR 4 – 4200 § 22a Nr 1: "WAV I"[↩]
BSG vom 02.07.2009 ? B 14 AS 36/​08 R ? BSGE 104, 41, SozR 4 – 4200 § 22 Nr 23; BSG vom 12.05.2013 ? B 14 AS 60/​12 R ? SozR 4 – 4200 § 22 Nr 69[↩]
vgl zu den Anfor­de­run­gen an die Wahr­neh­mung der Norm­set­zungs­kom­pe­tenz nach § 22a Abs 1 SGB II näher BSG, Urteil vom 17.10.2013 – B 14 AS 70/​12 R, aaO, RdNr 27 bis 33 mwN[↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 98 f; zu Ein­zel­hei­ten vgl Krauß in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 22 RdNr 5, Stand: X/​2012[↩]
stRspr, zuletzt BSG Urteil vom 10.09.2013 – B 4 AS 77/​12 R, SozR 4 – 4200 § 22 Nr 70 RdNr 19 f[↩]
stRspr, zuletzt BSG Urteil vom 10.09.2013 – B 4 AS 77/​12 R, aaO, RdNr 44[↩]
grund­le­gend BSG Urteil vom 22.09.2009 – B 4 AS 18/​09 R, BSGE 104, 192, SozR 4 – 4200 § 22 Nr 30, RdNr 18 ff; zuletzt BSG Urteil vom 10.09.2013 – B 4 AS 77/​12 R, aaO, RdNr 44[↩]
zur Regel­leis­tung nach § 20 SGB II aF vgl BVerfG Urteil vom 09.02.2010 – 1 BvL 1/​09 ua – BVerfGE 125, 175, 237, SozR 4 – 4200 § 20 Nr 12 RdNr 171[↩]
vgl BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, SozR 4 – 4200 § 22 Nr 69 RdNr 21[↩]
eben­so Krauß, Sozi­al­recht aktu­ell 2011, 144, 146[↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 100; dem fol­gend auch Pie­pen­stock in juris­PK-SGB II, 3. Aufl 2012, § 22a RdNr 36[↩]
gegen die­se Qua­li­fi­zie­rung auch Ber­lit in Mün­der, LPK-SGB II, 5. Aufl 2013, § 22a RdNr 26; Knick­rehm in Kreikebohm/​Spellbrink/​Waltermann, Kom­men­tar zum Sozi­al­recht, 3. Aufl 2013, §§ 22a-22c SGB II RdNr 9; Luik in Eicher, SGB II, 3. Aufl 2013, § 22a RdNr 11, 24[↩]
so aber wohl Groth in Gro­th/Lui­k/­Sie­bel-Huff­mann, Das neue Grund­si­che­rungs­recht, 1. Aufl 2011, RdNr 367: "Aus­übung nor­ma­ti­ven Ermes­sens"; skep­tisch zum Bestehen eines nor­ma­ti­ven Gestal­tungs­spiel­raums dage­gen Axer, SGb 2013, 669, 671; ableh­nend Wett­lau­fer, VSSR 2013, 221, 250[↩]
vgl BVerfG Urteil vom 09.02.2010 – 1 BvL 1/​09 ua – BVerfGE 125, 175, 223, SozR 4 – 4200 § 20 Nr 12 RdNr 131 mwN[↩]
vgl BVerfG, aaO, S 222 ff bzw RdNr 133 ff[↩]
vgl BVerfG, aaO, S 224 ff bzw RdNr 138 ff[↩][↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 100[↩]
eben­so Ber­lit in Mün­der, aaO, § 22a RdNr 6 ff; Krauß, Sozi­al­recht aktu­ell 2011, 144, 146; Luik in Eicher, aaO, § 22a RdNr 9 ff, § 22b RdNr 2[↩]
vgl zuletzt BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 21; Ber­lit in Mün­der, aaO, § 22b RdNr 14: "Pro­blem der bedarfs­ge­rech­ten Abgel­tung des Hei­zungs­be­darfs"; Luik in Eicher, aaO, § 22b RdNr 5: nur, "wenn hier­für vali­de Daten vor­lie­gen"[↩]
BT-Drs. 17/​3404 S 101[↩]
vgl auch die "Arbeits­hil­fe zur Bestim­mung der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen der Unter­kunft im Rah­men kom­mu­na­ler Sat­zun­gen", hrsg vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr, Bau und Stadt­ent­wick­lung, 2013, S 25 f, 28, 38 f, 48 f: Bestim­mung abs­trak­ter Ange­mes­sen­heits­gren­zen für die Heiz­kos­ten mög­lichst auf Basis loka­ler Daten aus dem Gel­tungs­be­reich der Sat­zung[↩]
stRspr, zuletzt: BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 17[↩]
stRspr, zuletzt: BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 19[↩]
stRspr, zuletzt: BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 21[↩]
stRspr, zuletzt: BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 22[↩]
BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 22[↩]
BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 23, 25, 32[↩]
vgl bereits BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 33[↩]
eben­so Ber­lit in Mün­der, aaO, § 22b RdNr 25 f[↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 101[↩]
BSG, Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, RdNr 21[↩]
BSG, Urteil 02.07.2009 – B 14 AS 36/​08 R, BSGE 104, 41, SozR 4 – 4200 § 22 Nr 23, RdNr 19[↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 98 f[↩]
BSG Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/​12 R, aaO, Leit­satz 1[↩]
vgl zu die­sem Grund­pro­blem der Ermitt­lung einer Gesamt­an­ge­mes­sen­heits­gren­ze bereits die Emp­feh­lun­gen des Deut­schen Ver­eins für öffent­li­che und pri­va­te Für­sor­ge e.V. zur Aus­füh­rung einer Sat­zungs­er­mäch­ti­gung bei den Kos­ten der Unter­kunft und Hei­zung im SGB II und XII, NDV 2011, 349, 351[↩]
vgl BT-Drs. 17/​3404 S 99[↩]
stRspr, zuletzt BSG Urteil vom 10.09.2013 – B 4 AS 77/​12 R, aaO, RdNr 31[↩]
vgl zur Abteil­bar­keit von Nor­men eines Norm­ge­fü­ges bei der objek­ti­ven Prü­fung im Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren nach § 47 Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung, an das sich das Ver­fah­ren nach § 55a SGG anlehnt, Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) Beschluss vom 18.07.1989 – 4 N 3/​87 – BVerw­GE 82, 225 22, 26 bis 28; BVerwG Beschluss vom 04.06.1991 – 4 NB 35/​89 – BVerw­GE 88, 268 15 bis 16, 24 bis 31; BVerwG Urteil vom 19.09.2002 – 4 CN 1/​02 – BVerw­GE 117, 58 12 bis 13; BVerwG Urteil vom 17.02.2005 – 7 CN 6/​0415; BVerwG Urteil vom 09.04.2008 – 4 CN 1/​07 – BVerw­GE 131, 100 13[↩]
vgl BVerwG Beschluss vom 24.04.2013 – 4 BN 22/​13 3 mwN[↩]
BSG, Urteil vom 17.10.2013 – B 14 AS 70/​12 R, aaO, RdNr 34 bis 38[↩]
vgl zum Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren als objek­ti­vem Rechts­be­an­stan­dungs­ver­fah­ren Axer, SGb 2013, 669, 672; Kel­ler in Mey­er-Lade­wi­g/Kel­ler/­Leit­he­rer, SGG, 10. Aufl 2012, § 55a RdNr 2, 19, 22; Luik, ZFSH/​SGB 2013, 683, ins­bes 687 f; Schrei­ber in Breitkreuz/​Fichte, SGG, 2. Aufl 2014, § 55a RdNr 2, 18[↩]
zu den Wir­kungs­zu­sam­men­hän­gen zwi­schen Kos­ten der Unter­kunft und loka­len Woh­nungs­märk­ten vgl For­schun­gen Heft 142: "Kos­ten der Unter­kunft und die Woh­nungs­märk­te. Aus­wir­kun­gen der Rege­lun­gen zur Über­nah­me der Kos­ten der Unter­kunft auf Trans­fer­leis­tungs­emp­fän­ger und Kom­mu­nen", hrsg vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr, Bau und Stadt­ent­wick­lung sowie Bun­des­in­sti­tut für Bau, Stadt- und Raum­for­schung, 2009[↩]
vgl zur Mög­lich­keit von Scha­den­er­satz­an­sprü­chen des Bun­des BSG Urteil vom 15.12.2009 – B 1 AS 1/​08 KL, BSGE 105, 100, SozR 4 – 1100 Art 104a Nr 1[↩]
vgl dazu BVerwG Urteil vom 17.04.2002 – 9 CN 1/​01 – BVerw­GE 116, 188 42 bis 44[↩]
noch enger Axer, SGb 2013, 669, 672: "kei­ne Kom­pe­tenz zu all­ge­mei­nen rechts­gut­acht­li­chen Aus­füh­run­gen"; weni­ger streng BVerwG Beschluss vom 11.12.2002 – 4 BN 16/​02 – BVerw­GE 117, 239 8: Wei­ter­prü­fung als "nobi­le offi­ci­um"[↩]
ALG IIBerlinUnterkunftskostenWarmmiete

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