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Timestamp: 2018-10-23 08:36:46+00:00

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Fortbildungsordnung nach § 54 des Berufsbildungsgesetzes für die Fortbildung zur Krankenkassenfachwirtin und zum Krankenkassenfachwirt im Land Niedersachsen
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Bek. d. MK v. 16.11.2009 - 45.2-87 146/10/11 (Nds.MBl. Nr.47/2009 S.1011)
In der Anlage wird die Fortbildungsordnung nach § 54 des Berufsbildungsgesetzes für die Fortbildung zur Krankenkassenfachwirtin und zum Krankenkassenfachwirt im Land Niedersachsen bekannt gemacht.
Fortbildungsordnung nach § 54 Berufsbildungsgesetz für die Fortbildung zur Krankenkassenfachwirtin und zum Krankenkassenfachwirt im Land Niedersachsen
Nach § 54 des Berufsbildungsgesetzes, das durch Artikel 1 des Gesetzes zur Reform der beruflichen Bildung vom 23.März 2005 (BGBl. I S.951) neu gefasst worden ist, erlässt die AOK - Die Gesundheitskasse für Niedersachsen als zuständige Stelle nach § 73 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes die am 19.5.2009 von ihrem Berufsbildungsausschuss nach § 79 Abs. 4 des Berufsbildungsgesetzes beschlossene Fortbildungsordnung für die Fortbildung zur Krankenkassenfachwirtin oder zum Krankenkassenfachwirt im Land Niedersachsen.
(1) Ziel der Fortbildung zur Krankenkassenfachwirtin/zum Krankenkassenfachwirt ist - aufbauend auf den Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Ausbildung - eine berufliche Qualifikation und einen Aufstieg zu ermöglichen. Die Fortbildung soll zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Handeln befähigen.
(2) Diese Fortbildung schließt bei erfolgreich abgelegter Prüfung mit der Qualifikation Krankenkassenfachwirt/in ab.
Fortbildungsgrundsätze
Personen, die die Abschlussprüfung zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten erfolgreich abgelegt haben,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Versicherungsträgern, die erfolgreich an Bildungsmaßnahmen teilgenommen haben, deren wesentliche Inhalte denen der Ausbildung zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten entsprechen,
erfolgreich abgeschlossen und zum Zeitpunkt des Beginns der Fortbildung eine mindestens zweijährige Tätigkeit in der Funktion einer/eines Sozialversicherungsfachangestellten - Fachrichtung allgemeine Krankenversicherung ausgeübt hat.
(1) Über die Zulassung zur Fortbildung entscheidet die zuständige Stelle.
(2) Fortzubildende, die Elternzeit oder Pflegezeit in Anspruch genommen haben, darf bei der Entscheidung über die Zulassung hieraus kein Nachteil erwachsen.
(3) Die Entscheidung über die Zulassung ist dem Arbeitgeber und dem Bewerber schriftlich mitzuteilen.
Beginn und Dauer der Fortbildung
(1) Die Fortbildung beginnt zum 1.10. eines Jahres.
(2) Die Fortbildung dauert 12 Monate, sie umfasst mindestens 500 Stunden.
(3) Bei Unterbrechung der Teilnahme an der Fortbildung wegen Krankheit, durch Zeiten des Beschäftigungsverbotes oder einer Schutzfrist nach den Regelungen über den Mutterschutz, wegen Inanspruchnahme von Elternzeit, Pflegezeit oder durch Ableistung des Grundwehr-, Zivil- oder Ersatzdienstes ist den Teilnehmerinnen oder Teilnehmern nach Maßgabe der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen in der jeweils gültigen Fassung Gelegenheit zu geben, die Fortbildung abzuschließen, sofern ein erfolgreicher Abschluss nach Ende der Unterbrechung auch weiterhin zu erwarten ist.
(4) Die Fortbildung kann von Beteiligten aus einem wichtigen Grund abgebrochen werden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn gegen die Pflichten aus der Fortbildung verstoßen wird.
(1) Die Fortbildung umfasst folgende Gebiete:
Fachübergreifende Inhalte.
(2) Das Gebiet Versicherungs- und Beitragsrecht umfasst folgende Module:
Freiwillige Versicherung/Personen ohne anderweitige Absicherung
(3) Das Gebiet Leistungsrecht umfasst folgende Module:
Versorgungsmanagement II.
(4) Die fachübergreifenden Inhalte umfassen folgende Module:
BWL 1 - Betriebswirtschaftliche Grundbegriffe und Grundtatbestände
BWL 2 - Die Wahl des Standortes und der Rechtsform als betriebliches Entscheidungsproblem/Betriebliche Steuern
BWL 3 - Haushalts- und Rechnungswesen der gesetzlichen Krankenversicherung
BWL 4 - Gesundheitsfond und morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich
BWL 5 - Marketing und Vertrieb
BWL 6 - Interne und externe Kommunikation
Datenschutz, Strafrecht.
(5) Die Themen Wissensmanagement, Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht werden als Querschnittsthemen in allen drei Gebieten behandelt.
Prüfungsgegenstand und Prüfungsverfahren
Die Prüfung erstreckt sich auf die in § 7 genannten Gebiete und richtet sich im Einzelnen nach der Prüfungsordnung nach § 56 Berufsbildungsgesetz zur Durchführung von Fortbildungsprüfungen zur Krankenkassenfachwirtin und zum Krankenssenffachwirt im Land Niedersachsen vom 21.9.2009.
Die Fortbildungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Niedersächsischen Ministerialblatt in Kraft.
Hannover, den 21.9.2009

References: § 54
 § 54
 § 54
 § 54
 § 54
 § 73
 § 79
 § 7
 § 56