Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-01-2013-6B_326-2012
Timestamp: 2016-10-21 11:29:49+00:00

Document:
6B_326/2012 (14.01.2013)
6B_326/2012
Versuchter Betrug, mehrfacher Diebstahl etc.; Willk�r,
vom 15. M�rz 2012.
Das Bezirksgericht Kulm verurteilte A.X.________ am 30. November 2010 wegen versuchten Betrugs (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), mehrfacher Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB) und Urkundenf�lschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten und einer Busse von Fr. 1'000.--.
Das Obergericht des Kantons Aargau hiess die Beschwerde von A.X.________ gegen das Urteil des Bezirksgerichts Kulm am 15. M�rz 2012 teilweise gut und sprach ihn des versuchten Betrugs (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), des mehrfachen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), der Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB) und der mehrfachen Urkundenf�lschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Tagess�tzen zu Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 1'000.--.
Das Obergericht h�lt u.a. folgende Sachverhalte f�r erwiesen:
C.a Die Finanzdirektion des Kantons Z�rich stellte der Ehefrau von A.X.________, B.X.________, im Nachgang zur Erbschaft ihres Onkels Fr. 24'560.-- Erbschaftssteuern in Rechnung. Rechtsanwalt E.________ reichte im Auftrag von B.X.________ am 22. April 2005 bei der Finanzdirektion des Kantons Z�rich ein Gesuch um Erlass der Erbschaftssteuer ein. Er f�hrte darin aus, B.X.________ habe das geerbte Geld auf Anraten eines Freundes in eine im Jahre 2004 gegr�ndete Transportgesellschaft investiert, was sich als wenig gl�cklich erwiesen habe, da diese ohne Aussicht auf Besserung rote Zahlen schreibe. Es sei deshalb davon auszugehen, dass ihre Investition wertlos sei (Urteil E. 4.2 S. 15). Mit Schreiben vom 1. Juli 2005 reichte B.X.________ der Finanzdirektion des Kantons Z�rich einen auf den 23. M�rz 2004 zur�ckdatierten Darlehensvertrag zwischen ihr und der C.________ AG �ber Fr. 150'000.-- ein. Der Darlehensvertrag wurde seitens der C.________ AG von D.________ unterzeichnet (Urteil E. 4.2 und E. 4.3.1 S. 15 f.). Dieser schlug B.X.________ und A.X.________ vor, mit einem fiktiven Darlehensvertrag zu belegen, dass sie nicht in der Lage seien, die Erbschaftssteuer zu bezahlen. A.X.________ liess sich gemeinsam mit seiner Ehefrau bez�glich der Umgehung der geschuldeten Erbschaftssteuer von D.________ beraten und begleitete diese ins Notariatsb�ro von E.________, wo sie den Darlehensvertrag im Wissen um den unwahren Inhalt unterzeichnete (Urteil E. 4.3.6 S. 18). In Tat und Wahrheit hatte B.X.________ das geerbte Geld in die im Jahre 2004 gegr�ndete und im G�tertransport t�tige F.________ AG investiert (Urteil E. 4.3.3 S. 17). Der Darlehensvertrag veranlasste die Finanzdirektion des Kantons Z�rich, das Steuererlassgesuch vom 22. April 2005 genau zu pr�fen, bevor sie dieses mit Verf�gung vom 28. September 2005 abwies (Urteil E. 4.3.1 S. 16 und E. 4.3.4 S. 17).
C.b D.________, G.________ und H.________ beschlossen anl�sslich der "ausserordentlichen Generalversammlung" vom 3. Januar 2006, A.X.________ mit sofortiger Wirkung seines Amtes als Verwaltungsratspr�sident der F.________ AG zu entheben und stattdessen H.________ einzusetzen. Im anl�sslich der Verhandlung vom 19. November 2007 mit der F.________ AG abgeschlossenen gerichtlichen Vergleich zog A.X.________ seine beim Handelsgericht des Kantons Aargau eingereichte Klage auf Feststellung der Ung�ltigkeit des Generalversammlungsbeschlusses vom 3. Januar 2006 zur�ck (Urteil E. 5.2.2 S. 20).
A.X.________ drang am 2. Februar 2006 mit Gefolgsleuten und unter Beizug der Polizei in die Gesch�ftsr�ume der F.________ AG ein, entwendete einen auf die F.________ AG eingel�sten und in deren Eigentum oder dem Eigentum von D.________ stehenden Audi S6 sowie sieben Schuldbriefe. Den Audi S6 und die Schuldbriefe ver�usserte er sp�ter an Dritte (Urteil E. 5.1.1 S. 19; E. 5.2.4.1 S. 22; E. 8 S. 27). Am 2. Februar 2006 verkaufte er zudem den ihm als Gesch�ftsfahrzeug von der F.________ AG zum Gebrauch �berlassenen Renault Espace seiner Ehefrau B.X.________, welche diesen weiterverkaufte (Urteil E. 6 S. 25 f.). Die F.________ AG erhielt f�r den Verkauf der beiden Fahrzeuge und der Schuldbriefe keine Gegenleistung (Urteil E. 5.1.1 S. 19; E. 6.1 S. 25; E. 8.1.1 S. 27).
C.c Kurz vor dem 29. November 2006 brachte A.X.________ auf zwei auf die F.________ AG lautenden Namenschuldbriefen auf den 6. Januar 2006 r�ckdatierte Indossamente an. Die Schuldbriefe verkaufte er am 29. November 2006 an I.________. Er handelte in der Absicht, diesen �ber die nicht vorhandene Berechtigung an den Schuldbriefen zu t�uschen (Urteil E. 9.1 S. 29).
A.X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, ihn vom Vorwurf des versuchten Betrugs, des mehrfachen Diebstahls, der Veruntreuung und der mehrfachen Urkundenf�lschung freizusprechen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Oberstaatsanwaltschaft und das Obergericht reichten eine Vernehmlassung ein. A.X.________ nahm dazu Stellung.
1.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer in Mitt�terschaft mit B.X.________ wegen versuchten Betrugs zum Nachteil der Finanzdirektion des Kantons Z�rich schuldig, weil sie mittels des fiktiven Darlehensvertrags einen Erlass der Erbschaftssteuern von Fr. 24'560.-- bewirken wollten. Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Verurteilung basiere auf einer willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung und verletze Art. 146 Abs. 1 StGB, da sein Verhalten nicht arglistig gewesen sei.
1.2 Das Bundesgericht wendet Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Eingangs ist zu pr�fen, ob Art. 146 StGB zur Anwendung gelangt.
1.2.1 Gem�ss � 62 des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes des Kantons Z�rich vom 28. September 1986 (ESchG/ZH) kann die Finanzdirektion die Steuerschuld ganz oder teilweise erlassen, wenn die Bezahlung der Steuern f�r den Steuerschuldner infolge besonderer Verh�ltnisse eine grosse H�rte bedeutet. Der Betrug gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB wird als Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren bestraft. Handelt der T�ter gewerbsm�ssig, lautet die Strafe bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, bei einer Mindestgeldstrafe von 90 Tagess�tzen (Art. 146 Abs. 2 StGB). T�uscht ein Steuerpflichtiger die Steuerbeh�rde, wird die Tat demgegen�ber in der Regel als �bertretung (Art. 103 StGB) mit einer blossen Busse (Steuerhinterziehung), allenfalls als Vergehen im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StGB (Steuerbetrug) geahndet (so die Widerhandlungen auf dem Gebiet der Einkommens- und Verm�genssteuer, siehe Art. 175 und Art. 186 DBG [SR 642.11] bzw. Art. 56 und Art. 59 StHG [SR 642.14]).
1.2.2 Die Erbschaftssteuer ist eine rein kantonale Steuer (XAVIER OBERSON, Droit fiscal suisse, 4. Aufl. 2012, N. 1 S. 459). Die Kantone sind gem�ss Art. 335 Abs. 2 StGB befugt, die Widerhandlungen gegen das kantonale Verwaltungs- und Prozessrecht mit Sanktionen zu bedrohen. Das Steuerstrafrecht wurde bez�glich der kantonalen Steuern vollst�ndig den Kantonen �berlassen (BGE 112 IV 19 E. 2b). Der Steuerhinterziehung nach � 68 Abs. 1 ESchG/ZH macht sich strafbar, wer als Steuerpflichtiger vors�tzlich oder fahrl�ssig bewirkt, dass er unvollst�ndig eingesch�tzt wird. Einen Steuerbetrug im Sinne von � 74 Abs. 1 ESchG/ZH begeht, wer zum Zweck der Steuerhinterziehung gef�lschte, verf�lschte oder inhaltlich unwahre Urkunden zur T�uschung gebraucht. Die Steuerhinterziehung wird mit einer Strafsteuer geahndet, die ein Viertel bis das Dreifache, in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer betr�gt (� 68 Abs. 1 ESchG/ZH). Begeht der Steuerpflichtige einen Steuerbetrug, wird er unabh�ngig von der Festsetzung einer Strafsteuer mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (� 74 Abs. 1 ESchG/ZH).
1.2.3 Die Fiskalstraftatbest�nde gehen dem gemeinrechtlichen Betrug von Art. 146 StGB als speziellere und privilegierende Bestimmungen grunds�tzlich vor. Die Tragweite von Art. 146 StGB wird entsprechend eingeschr�nkt. Dies gilt gem�ss der Rechtsprechung auch, wenn im konkreten Fall eine anwendbare Spezialnorm fehlt, z.B. weil der zust�ndige Kanton keine solche Strafbestimmung kennt oder weil es sich um ein in der Schweiz gegen einen ausl�ndischen Staat begangenes Fiskaldelikt handelt. Der strengere Betrugstatbestand von Art. 146 StGB greift nicht subsidi�r ein, wo das f�r den Bereich der Fiskaldelikte zust�ndige Recht gar keine Strafbestimmung enth�lt oder aus irgendwelchen Gr�nden nicht zur Anwendung kommt (BGE 110 IV 24 E. 2d).
Der gesetzgeberische Grund f�r die mildere Strafdrohung bei Fiskaldelikten liegt wie bei allen Spezialbestimmungen �ber t�uschendes Verhalten in einem Verwaltungsverfahren darin, dass der T�ter einer hoheitlich handelnden, mit besonderen Kompetenzen ausgestatteten Beh�rde gegen�bersteht und vielfach vor allem im Bereich des Abgaberechts ex lege dem betreffenden Verfahren unterworfen wird. Der Grund f�r die Privilegierung entf�llt, wenn ein T�ter nicht als Steuerpflichtiger in einem gegen ihn eingeleiteten Veranlagungsverfahren oder ihm durch den vorangehenden Quellensteuerabzug aufgezwungenen R�ckerstattungsverfahren betr�gerische Handlungen begangen, sondern aus eigener Initiative entschlossen hat, sich durch Irref�hrung der Beh�rden unrechtm�ssig zu bereichern, indem er beispielsweise auf raffinierte Weise systematisch fiktive R�ckerstattungsanspr�che existierender oder erfundener Personen geltend macht und mittels falscher Urkunden die Auszahlung erwirkt. Ein solches Verhalten ist als gemeinrechtlicher Betrug zum Nachteil des betroffenen Gemeinwesens und nicht als Steuerbetrug zu ahnden, da jeder Zusammenhang mit einem regul�ren Steuerverfahren fehlt (BGE 110 IV 24 E. 2e).
1.3 Das Bundesgericht lud die Parteien unter Hinweis auf BGE 110 IV 24 und Art. 335 Abs. 2 StGB ein, zur Anwendbarkeit von Art. 146 StGB Stellung zu nehmen, da die Frage im bisherigen Verfahren nicht aufgeworfen wurde und sich auch der Beschwerdef�hrer in seiner Beschwerde dazu nicht �usserte.
1.3.1 Das Obergericht stellt sich in seiner Vernehmlassung auf den Standpunkt, an der in BGE 110 IV 24 begr�ndeten Rechtsprechung k�nne nicht festgehalten werden. Nicht einsichtig sei, weshalb ein T�ter, der sowohl die objektiven als auch subjektiven Tatbestandsmerkmale des Betrugs gem�ss Art. 146 StGB erf�lle, nur kantonalem Steuerstrafrecht unterstehen solle. Sinn und Zweck von Art. 335 StGB sei die Schliessung von Strafbarkeitsl�cken und nicht die Privilegierung von T�tern. Da die Kantone nur �bertretungsstrafrecht aufstellen k�nnten, habe dies im Ergebnis eine nicht zu rechtfertigende Bevorzugung eines T�ters und eine Bagatellisierung seines Verhaltens in einem vom kantonalen Steuerstrafrecht erfassten Bereich zur Folge. Gelange ausschliesslich kantonales Steuerstrafrecht zur Anwendung, f�hre dies sodann zu uneinheitlichen gesetzlichen Regelungen mit unterschiedlichen Strafandrohungen, was nicht zu befriedigen verm�ge. Auch sei nicht ersichtlich, weshalb die betr�gerische Erschleichung kantonaler und kommunaler Leistungen unter Art. 146 StGB falle, die betr�gerische Erschleichung des Erlasses einer kantonalen Erbschaftssteuer hingegen nicht (act. 22).
1.3.2 Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, der Vorbehalt des Fiskalstrafrechts betreffe lediglich qualifizierte T�uschungshandlungen zum Zwecke einer Steuerhinterziehung durch Verwendung falscher Urkunden, w�hrend im �brigen gegebenenfalls der gemeinrechtliche Betrugstatbestand anwendbar bleiben m�sse. �� 68 und 74 ESchG/ZG w�rden bloss qualifizierte T�uschungen im Veranlagungsverfahren, nicht aber solche im Erlassverfahren erfassen. Demnach m�sse hier wiederum das gemeine Strafrecht des Bundes greifen, wenn die �ffentliche Hand mittels qualifizierter T�uschungen um die Durchsetzung rechtskr�ftiger Forderungen geprellt werden soll (act. 21).
1.3.3 Der Beschwerdef�hrer h�lt dem entgegen, kantonales Steuerstrafrecht habe vor dem Betrugstatbestand von Art. 146 StGB Vorrang. Da das ESchG/ZH (�� 68 und 74) nur das Bewirken einer unvollst�ndigen Einsch�tzung mit Strafe bedrohe, nicht hingegen das Erwirken eines ungerechtfertigten Erlasses, sei er freizusprechen (act. 26 Ziff. 1). Dies erkl�re auch, weshalb die Finanzdirektion des Kantons Z�rich seinerzeit trotz Anzeigepflicht nach � 76 ESchG/ZH auf eine Anzeige verzichtet habe (act. 26 Ziff. 4).
1.4 An der bisherigen Rechtsprechung ist festzuhalten. Die privilegierende Verfolgung von Fiskaldelikten basiert auf einem bewussten Entscheid des Gesetzgebers. Der Gedanke dahinter ist klar (oben E. 1.2.3). Das Bundesgericht ist daran gebunden. Entgegen der Auffassung des Obergerichts ist es den Kantonen im Rahmen von Art. 335 Abs. 2 StGB nicht untersagt, Widerhandlungen gegen das kantonale Steuerrecht anders als mittels blosser �bertretungstatbest�nde zu ahnden (vgl. TRECHSEL/LIEBER, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2008, N. 12 zu Art. 335 StGB; G�NTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 4. Aufl. 2011, N. 22 S. 94; ROLAND WIPR�CHTIGER, in: Basler Kommentar, 2. Aufl. 2007, N. 27 zu Art. 335 StGB).
1.5 Nicht gefolgt werden kann auch der Auffassung der Staatsanwaltschaft. Zutreffend ist, dass der Tatbestand der Steuerhinterziehung von � 68 Abs. 1 ESchG/ZH (auf welchen auch in � 74 Abs. 1 ESchG/ZH Bezug genommen wird) nur die unvollst�ndige Steuereinsch�tzung erw�hnt. Anders als Art. 175 Abs. 1 DBG und Art. 56 Abs. 1 al. 3 StHG, aber auch etwa der auf dem Gebiet der Erbschafts- und Schenkungssteuer anwendbare Tatbestand der Steuerhinterziehung des Steuergesetzes des Kantons Aargau vom 15. Dezember 1998 (vgl. � 1 Abs. 1 lit. f i.V.m. � 236 Abs. 1 lit. c StG/AG) wird das Bewirken eines ungerechtfertigten Steuererlasses in � 68 Abs. 1 ESchG/ZH nicht explizit unter Strafe gestellt. Von � 68 Abs. 1 ESchG/ZH ausdr�cklich erfasst wird nur das Steuerveranlagungsverfahren, nicht jedoch der Steuerbezug, obschon es auch insofern um eine fiskalische Tat geht. Daraus kann nicht der Schluss gezogen werden, Art. 146 StGB sei anstelle des kantonalen Steuerstrafrechts anwendbar (vgl. BGE 110 IV 24 E. 2d). Im �brigen ist auch nicht ersichtlich, weshalb sich der Kanton Aargau f�r die Auslegung von � 68 Abs. 1 ESchG/ZH und die Strafverfolgung gest�tzt auf z�rcherisches Steuerstrafrecht f�r zust�ndig erachtet. Die Staatsanwaltschaft �ussert sich nicht dazu.
1.6 Art. 146 StGB gelangt auf die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfene (versuchte) T�uschung der Finanzdirektion des Kantons Z�rich nicht zur Anwendung. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, er sei Alleinaktion�r der F.________ AG gewesen. Aufgrund der Hingabe des Geldes aus der Erbschaft seiner Ehefrau an D.________ und seiner feierlichen Einsetzung als alleinigen Verwaltungsrat der F.________ AG vom 21. Juni 2004, bei der ihm D.________ auch ein Aktienzertifikat �ber 300 Namenaktien �berreicht habe, sei er davon ausgegangen, Inhaber und alleiniger Eigent�mer der F.________ AG zu sein. Dies habe auch der Abmachung mit D.________ entsprochen. Das Handelsgericht des Kantons Aargau habe das Handelsregisteramt des Kantons Aargau mit Entscheid vom 1. Februar 2006 angewiesen, die von H.________ eingereichte Registeranmeldung vom 4. Januar 2006 nicht im Handelsregister einzutragen. Durch diesen Entscheid, der ihm am 2. Februar 2006 zugegangen sei, habe er sich in seiner Auffassung best�rkt gef�hlt, er sei nach wie vor alleiniger Verwaltungsrat und Aktion�r der F.________ AG. Die Vorinstanz gehe f�lschlicherweise davon aus, er sei zur Tatzeit am 2. Februar 2006 nicht mehr Organ der F.________ AG gewesen. Der Beschluss vom 3. Januar 2006 sei nichtig, da eine Universalversammlung nicht g�ltig einberufen worden sei. Der Klager�ckzug vom 19. November 2007 f�hre nicht dazu, dass er am 3. Januar 2006 g�ltig aus dem Verwaltungsrat der F.________ AG abgew�hlt worden sei. Die Verurteilung wegen mehrfachen Diebstahls und Veruntreuung sei bundesrechtswidrig. Das Gesellschaftsverm�gen von Handelsgesellschaften sei deren Organen gem�ss der Rechtsprechung nicht anvertraut. In Betracht k�me h�chstens eine ungetreue Gesch�ftsbesorgung nach Art. 158 StGB. Dabei sei allerdings zu beachten, dass er in der Vorstellung gehandelt habe, Inhaber und Alleinaktion�r der F.________ AG zu sein. Als solcher habe er nach Belieben �ber das Gesellschaftsverm�gen verf�gen k�nnen, solange das Grundkapital inklusive gebundener Reserven davon nicht ber�hrt gewesen sei.
2.2 Die Vorinstanz f�hrt aus, die G�ltigkeit des Generalversammlungsbeschlusses vom 3. Januar 2006 sei im Ergebnis unbestritten geblieben, da der Beschwerdef�hrer seine Klage auf Feststellung der Ung�ltigkeit des Beschlusses am 19. November 2007 zur�ckgezogen habe. Er sei im Tatzeitpunkt am 2. Februar 2006 somit nicht mehr Verwaltungsrat der F.________ AG gewesen (Urteil E. 5.2.2 S. 20). Sie erachtet als erstellt, dass dieser zu keinem Zeitpunkt (Allein-)Aktion�r der F.________ AG war. Nicht ersichtlich sei, woraus der Beschwerdef�hrer seine Alleinaktion�rsstellung herleite. Das einzige Dokument, auf welches er seine Behauptung zu st�tzen verm�ge, sei ein Aktienzertifikat, das 300 Namenaktien im Gesamtwert von Fr. 300'000.-- verurkunde und in seinem Besitz gewesen sei. Das Aktienzertifikat laute indessen nicht auf den Beschwerdef�hrer, sondern weise an der Stelle, an welcher der Aktion�rsname eingetragen werden sollte, eine leer gebliebene Linie auf. Wer tats�chlich die Aktion�rsstellung innehatte, l�sst sie offen (Urteil E. 5.2.3 S. 21).
2.3 Das Handelsgericht des Kantons Aargau hiess am 1. Februar 2006 das Begehren des Beschwerdef�hrers um Erlass von vorsorglichen Massnahmen gut und wies das Handelsregisteramt an, die von H.________ eingereichte Registeranmeldung vom 4. Januar 2006 betreffend L�schung des Beschwerdef�hrers als Verwaltungsratsmitglied und Neueintragung von H.________ nicht im Handelsregister einzutragen (kant. Akten, Ordner 4.3 Urk. 87 ff.). Es f�hrte u.a. aus, die ausserordentliche Generalversammlung sei nicht vom Beschwerdef�hrer als einziges formelles Mitglied des Verwaltungsrats einberufen worden (Entscheid Handelsgericht E. 6.3.1 S. 12). Auch habe keine g�ltige Universalversammlung im Sinne von Art. 701 OR stattgefunden, da daran nicht die Eigent�mer oder Vertreter s�mtlicher Aktien teilgenommen h�tten. Die Beschl�sse vom 3. Januar 2006 stellten somit keine g�ltige Grundlage dar (Entscheid Handelsgericht E. 6.7 S. 16). Als im Handelsregister gel�schter Verwaltungsrat w�ren dem Beschwerdef�hrer die H�nde gebunden. H.________ k�nnte als neues einziges formelles Verwaltungsratsmitglied Entscheide treffen und irreversibel ausf�hren, die nicht im Interesse des Beschwerdef�hrers w�ren (Entscheid Handelsgericht E. 7.2 S. 17). Das Handelsgericht verpflichtete den Beschwerdef�hrer zur Leistung einer Sicherheit von Fr. 300'000.-- innert 20 Tagen (Entscheid Handelsgericht E. 7.4 S. 17 f.). Die vorsorgliche Massnahme wurde mit Verf�gung des Handelsgerichts vom 23. Februar 2006 aufgehoben, da der Beschwerdef�hrer die Frist f�r die Leistung der Sicherheit von Fr. 300'000.-- unbenutzt verstreichen liess (kant. Akten, Ordner 4.3 Urk. 118 ff.).
Am 2. Februar 2006 war der Beschwerdef�hrer nach wie vor Verwaltungsrat der F.________ AG und als solcher gem�ss dem Entscheid des Handelsgerichts des Kantons Aargau vom 1. Februar 2006 berechtigt, die mit dieser Funktion einhergehenden Aufgaben wahrzunehmen. Die vorsorgliche Massnahme wurde erst am 23. Februar 2006 hinf�llig. Die Vorinstanz geht zu Unrecht davon aus, der Beschwerdef�hrer sei mit dem R�ckzug der Klage auf Feststellung der Ung�ltigkeit des Beschlusses am 19. November 2007 r�ckwirkend auf den 3. Januar 2006 seiner Funktion als Verwaltungsrat enthoben worden.
2.4.1 Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdef�hrer f�r die Entwendung des Audi S6 und der sieben Schuldbriefe wegen mehrfachen Diebstahls nach Art. 139 Ziff. 1 StGB.
2.4.2 Des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrechtm�ssig zu bereichern. Wegnehmen ist Bruch fremden und Begr�ndung neuen, meist eigenen Gewahrsams. Dieser besteht in der tats�chlichen Sachherrschaft, verbunden mit dem Willen, sie auszu�ben. Bruch des Gewahrsams ist die Aufhebung des fremden Gewahrsams gegen den Willen des bisherigen Inhabers (BGE 132 IV 108 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_100/2012 vom 5. Juni 2012 E. 3).
2.4.3 Die Vorinstanz argumentiert, der Audi S6 habe zum Fahrzeugpark der F.________ AG geh�rt und sei in deren Gesch�ftslokalit�ten eingestellt gewesen. Indem sich der Beschwerdef�hrer unter Polizeischutz Zutritt zu den Gesch�ftsr�umlichkeiten der F.________ AG verschafft habe, das Fahrzeug in Besitz genommen habe und mit diesem weggefahren sei bzw. dieses durch seine Gefolgsleute habe wegfahren lassen, sei der Gewahrsam der F.________ AG am Fahrzeug gebrochen und neuer Gewahrsam begr�ndet worden (Urteil E. 5.2.4.2 S. 22). Die Schuldbriefe h�tten f�r ihn eine fremde Sache dargestellt. Durch deren Beh�ndigung habe er fremden Gewahrsam gebrochen und eigenen begr�ndet (Urteil E. 8.2.1 S. 28).
Damit l�sst sich kein Gewahrsamsbruch im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB begr�nden. Die Vorinstanz geht von der falschen Annahme aus, der Beschwerdef�hrer sei im Tatzeitpunkt am 2. Februar 2006 nicht Verwaltungsrat der F.________ AG gewesen. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt gutzuheissen und die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.5.1 Den Verkauf des Renault Espace qualifiziert die Vorinstanz als Veruntreuung.
2.5.2 Eine Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB begeht, wer sich eine ihm anvertraute fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtm�ssig zu bereichern (Abs. 1). Als anvertraut gilt, was jemand mit der Verpflichtung empf�ngt, es in bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder einem anderen abzuliefern (BGE 133 IV 21 E. 6.2 mit Hinweisen). Die Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren oder Geldstrafe geahndet.
Den Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung nach Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erf�llt, wer aufgrund des Gesetzes, eines beh�rdlichen Auftrages oder eines Rechtsgesch�fts damit betraut ist, Verm�gen eines andern zu verwalten oder eine solche Verm�gensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zul�sst, dass der andere am Verm�gen gesch�digt wird. Handelt der T�ter in der Absicht, sich oder einen andern unrechtm�ssig zu bereichern, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu f�nf Jahren erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB).
2.5.3 Pflichtwidrige Verm�gensdispositionen im Rahmen der Organt�tigkeit fallen nach der Rechtsprechung grunds�tzlich unter den Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung, wenn die Gesellschaft dadurch gesch�digt wird. Dies wird damit begr�ndet, dass das Organ einer Aktiengesellschaft in Bezug auf die Gesellschaft nicht ein Dritter, sondern Teil der Gesellschaft ist. Es empf�ngt nicht Gesellschaftsverm�gen, um dieses im Interesse der Gesellschaft zu verwalten (Urteile 6B_609/2010 vom 28. Februar 2011 E. 4.2.2; 6B_446/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 6.3).
Dies bedeutet nicht, dass eine Person mit Organstellung am Gesellschaftsverm�gen keine Veruntreuung begehen kann (vgl. NIKLAUS SCHMID, Zur Frage der Abgrenzung der Veruntreuung [Art. 140 StGB] zur ungetreuen Gesch�ftsf�hrung [Art. 159 StGB], SJZ 68 [1972], S. 118 ff.). Der Tatbestand der Veruntreuung geht der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung in Bereicherungsabsicht gem�ss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB nach herrschender Lehre (NIKLAUS SCHMID, a.a.O., S. 117 f.; MARCEL ALEXANDER NIGGLI, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl. 2007, N. 155 zu Art. 158 StGB; NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl. 2007, N. 195 zu Art. 138 StGB; ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 9. Aufl. 2008, S. 281) und Rechtsprechung (vgl. Urteile 6B_446/2011 vom 27. Juli 2012 E. 5.4.2; 6B_446/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 4.5.1 mit Hinweis) im Falle der Konkurrenz vor. Lehre und Rechtsprechung betonen, dass eine Veruntreuung ausgeschlossen ist, wenn das Organ "im Rahmen der Organt�tigkeit" bzw. "bei Aus�bung der Gesch�ftst�tigkeit" handelt (Urteile 6B_609/2010 vom 28. Februar 2011 E. 4.2.2; 6B_446/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 6.3; ANDREAS DONATSCH, Aspekte der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung nach Art. 158 StGB, ZStrR 114/1996, S. 219). Insoweit verf�gt der Betroffene �ber die Verm�genswerte oder Gegenst�nde der Gesellschaft als Organ und damit im Namen der Gesellschaft, welcher ihr eigenes Verm�gen nicht anvertraut ist. Anders verh�lt es sich, wenn das inkriminierte Verhalten jeglichen Bezug zur Gesch�ftst�tigkeit vermissen l�sst und es dem Gesellschaftsorgan einzig darum geht, sich Gegenst�nde oder Verm�genswerte der Gesellschaft zwecks pers�nlicher Bereicherung anzueignen. Handlungen, die den Rahmen der Organt�tigkeit offensichtlich verlassen, k�nnen mit anderen Worten unter den Tatbestand der Veruntreuung fallen, da sich der Funktionstr�ger diesbez�glich nicht auf seine Organstellung berufen und geltend machen kann, die Verm�genswerte der Gesellschaft seien ihm nicht anvertraut. Ein Gesellschaftsorgan, wie auch die in Art. 138 Ziff. 2 StGB ausdr�cklich erw�hnten Organe von �ffentlichrechtlichen K�rperschaften (vgl. BGE 114 IV 34 E. 2a), k�nnen sich der Veruntreuung strafbar machen. Sowohl die Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 StGB als auch die ungetreue Gesch�ftsbesorgung in Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB sind mit einer H�chststrafe von f�nf Jahren Freiheitsentzug bedroht, weshalb die rechtliche Qualifikation auf diesem Gebiet keinen Einfluss auf das Strafmass hat. Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft gilt bez�glich des Gesellschaftsverm�gens nicht als berufsm�ssiger Verm�gensverwalter im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB (Urteil 6S.249/2002 vom 21. November 2002 E. 1.2; NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 176 zu Art. 138 StGB). Eine qualifizierte Tatbegehung nach Art. 138 Ziff. 2 StGB scheidet aus, wenn die Veruntreuung bloss zum Nachteil der Gesellschaft erfolgt und nicht etwa eines Dritten, welcher der Gesellschaft Gegenst�nde oder Verm�genswerte anvertraute.
2.5.4 Beim Renault Espace handelte es sich um das Gesch�ftsfahrzeug des Beschwerdef�hrers. Das Fahrzeug war ihm anvertraut, da es ihm von der F.________ AG zur Benutzung �berlassen wurde und er verpflichtet war, deren Eigentum daran zu wahren. Der Verkauf erfolgte offensichtlich nicht als Organ der F.________ AG, da dieser keinen Bezug zur Gesch�ftst�tigkeit aufwies und der Erl�s daraus nicht der F.________ AG zufloss. Dies ergibt sich auch aus der Argumentation des Beschwerdef�hrers, der als angeblicher Alleinaktion�r der F.________ AG �ber das Fahrzeug verf�gt haben will. Er kann sich nicht auf die Organt�tigkeit berufen.
2.5.5 Die Vorinstanz stellt verbindlich fest, der Beschwerdef�hrer sei nicht Alleinaktion�r der F.________ AG gewesen. Zum gleichen Ergebnis gelangte auch das Handelsgericht im Entscheid vom 1. Februar 2006, welches davon ausging, die C.________ AG (�ber welche im August 2005 der Konkurs erkl�rt wurde) sei Aktion�rin gewesen. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer sp�testens bei der Lekt�re des Entscheids des Handelsgerichts vom 1. Februar 2006 damit habe rechnen m�ssen, nicht (Allein-)Aktion�r zu sein (Urteil E. 5.2.5.1 S. 23). Nicht zu h�ren ist sein Einwand, er sei im Tatzeitpunkt gutgl�ubig vom Gegenteil ausgegangen (vgl. Beschwerde Ziff. 48 S. 21). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach Verm�gensdispositionen des einzigen Verwaltungsrats und Alleinaktion�rs auf Kosten der Einmannaktiengesellschaft nach Belieben zul�ssig sind, solange die aktienrechtlichen Kapitalschutzbestimmungen dadurch nicht verletzt werden (BGE 117 IV 259 E. 4 und 5), kommt nicht zum Tragen.
2.5.6 Die Verurteilung wegen Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 StGB verletzt kein Bundesrecht.
3.1 Im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen mehrfacher Urkundenf�lschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB r�gt der Beschwerdef�hrer, die Sekret�rin von I.________ habe die r�ckdatierten Indossamente angebracht. Er habe die Tat anf�nglich gestanden, weil er gedacht habe, dieser geh�re der Mafia an, und er sich vor ihm gef�rchtet habe. Ihm k�nne keine T�uschungsabsicht vorgeworfen werden, da er Alleinaktion�r der F.________ AG gewesen sei und die G�ltigkeit seiner Abwahl als Verwaltungsrat der F.________ AG nicht erstellt sei. In rechtlicher Hinsicht macht er geltend, Art. 869 Abs. 2 ZGB k�nne allenfalls die Richtigkeit der Angabe bez�glich des Erwerbers auf der �bertragungsanmerkung gew�hrleisten, nicht aber die Richtigkeit allf�lliger Datumsangaben. Die Angabe des Datums sei nach Art. 869 Abs. 2 ZGB nicht vorgeschrieben. Die R�ckdatierung der �bertragung eines Schuldbriefs sei nicht als Falschbeurkundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB zu qualifizieren.
3.2.1 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 137 I 1 E. 2.4; 134 I 140 E. 5.4; je mit Hinweisen). Die R�ge der Willk�r muss pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
3.2.2 Die Vorinstanz legt dar, weshalb sie zur �berzeugung gelangt, der Beschwerdef�hrer habe die r�ckdatierten Indossamente angebracht in der Absicht, I.________ �ber seine Berechtigung an den Schuldbriefen zu t�uschen. Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers sind nicht geeignet, Willk�r darzutun. Auf sie ist nicht einzutreten.
3.3.1 Den Tatbestand der Urkundenf�lschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB erf�llt u.a., wer in der Absicht, jemanden am Verm�gen oder an andern Rechten zu sch�digen oder sich oder einem andern einen unrechtm�ssigen Vorteil zu verschaffen (Abs. 1), eine Urkunde f�lscht oder verf�lscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde ben�tzt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden l�sst (Abs. 2).
3.3.2 Die Urkundenf�lschung im engeren Sinne erfasst das Herstellen einer unechten Urkunde. Eine Urkunde ist unecht, wenn deren wirklicher Urheber nicht mit dem aus ihr ersichtlichen Aussteller �bereinstimmt bzw. wenn sie den Anschein erweckt, sie r�hre von einem anderen als ihrem tats�chlichen Urheber her. Wirklicher Aussteller einer Urkunde ist derjenige, dem sie im Rechtsverkehr als von ihm autorisierte Erkl�rung zugerechnet wird. Dies ist gem�ss der insoweit vorherrschenden sogenannten "Geistigkeitstheorie" derjenige, auf dessen Willen die Urkunde nach Existenz und Inhalt zur�ckgeht (BGE 137 IV 167 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung bejahte eine Urkundenf�lschung im engeren Sinne etwa bez�glich eines nicht zeichnungsberechtigten Angestellten einer juristischen Person, der im Namen der Gesellschaft und auf Briefpapier mit dem Briefkopf der Gesellschaft Garantieerkl�rungen errichtete und unterschrieb (BGE 123 IV 17 E. 2). Gleich entschied das Bundesgericht hinsichtlich eines ehemaligen Vertreters einer Aktiengesellschaft, der einen Mietvertrag zur�ckdatierte und mangels Zeichnungsberechtigung �ber den Aussteller des Mietvertrages t�uschte (Urteil 6S.268/2002 vom 6. Februar 2003 E. 3; vgl. auch das Urteil 6B_1073/2010 vom 21. Juni 2011 E. 5).
3.3.3 Der Beschwerdef�hrer brachte auf den zwei auf die F.________ AG lautenden Namenschuldbriefen Indossamente an, wonach die Schuldbriefe am 6. Januar 2006 von der F.________ AG an ihn �bertragen wurden. Den Indossamenten f�gte er seine Unterschrift bei.
Bei Namenschuldbriefen bedarf es f�r die �bertragung einer Indossierung, d.h. der Anmerkung der �bertragung auf dem Titel unter Angabe des Erwerbers (Art. 869 Abs. 2 aZGB [Fassung in Kraft bis am 31. Dezember 2011]; Art. 967 Abs. 2 OR). Schuldbriefe inklusive Indossamente sind Urkunden im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB. Der Beschwerdef�hrer war im Zeitpunkt, als er die Indossamente auf den Schuldbriefen anbrachte, nicht mehr Verwaltungsrat der F.________ AG. Indem er die Indossamente auf einen Zeitpunkt zur�ckdatierte, als er noch alleiniger Verwaltungsrat der F.________ AG war, erweckte er den Anschein, diese gingen von der F.________ AG aus. Damit machte er sich der Urkundenf�lschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB strafbar, da er �ber die Identit�t des Ausstellers t�uschte. Der vorinstanzliche Schuldspruch verletzt kein Bundesrecht.
4.1 Die Beschwerde ist in Bezug auf die Verurteilungen wegen versuchten Betrugs und mehrfachen Diebstahls teilweise gutzuheissen und im �brigen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.2 Der Kanton Aargau hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren im Umfang seines teilweisen Obsiegens eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Entsch�digung ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers zuzusprechen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird in diesem Umfang gegenstandslos. Soweit der Beschwerdef�hrer unterliegt, ist es zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 15. M�rz 2012 in Bezug auf die Verurteilungen wegen versuchten Betrugs und mehrfachen Diebstahls aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Kanton Aargau hat Rechtsanwalt Beat Rohrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen.

References: Art. 22
 Art. 22
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 10
 Art. 175
 Art. 186
 Art. 56
 Art. 59
 Art. 335
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 146
 BGE 
 Art. 335
 Art. 146
 BGE 
 Art. 146
 Art. 335
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 335
 Art. 335
 Art. 335
 Art. 175
 Art. 56
 Art. 146
 BGE 
 Art. 146
 Art. 158
 Art. 701
 Art. 139
 Art. 139
 Art. 139
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 158
 Art. 158
 Art. 158
 Art. 138
 Art. 158
 Art. 138
 BGE 
 Art. 138
 Art. 158
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 251
 Art. 869
 Art. 869
 Art. 251
 Art. 95
 BGE 
 Art. 251
 Art. 967
 Art. 251
 Art. 251