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Timestamp: 2016-09-25 12:15:45+00:00

Document:
2C_83/2016 (23.05.2016)
2C_83/2016 � � Urteil vom 23. Mai 2016
Departement Gesundheit.
Berufsaus�bungsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden, 4. Abteilung, vom 27. Mai 2015.
A.a.�A.________ absolvierte nach dem (bis Ende 2007 in Kraft gestandenen) Gesetz [des Kantons Appenzell Ausserrhoden] vom 25. April 1965 �ber das Gesundheitswesen (aGG/AR) eine Ausbildung zum kantonal approbierten Zahnarzt. Am 1. Januar 2008 trat das revidierte Gesundheitsgesetz [des Kantons Appenzell Ausserrhoden] vom 25. November 2007 (GG/AR; bGS 811.1) in Kraft, womit der Berufsstand der kantonal approbierten Zahn�rzte abgeschafft und insbesondere auch das entsprechende Pr�fungsreglement f�r kantonal approbierte Zahn�rzte ersatzlos aufgehoben wurde. A.________ hatte Ende 2007 die Pr�fungen zum kantonal approbierten Zahnarzt noch nicht alle absolviert bzw. nur teilweise bestanden und war somit (noch) nicht Inhaber einer altrechtlichen Berufsaus�bungsbewilligung als kantonal approbierter Zahnarzt.
A.b.�Das Amt f�r Gesundheit des Kantons Appenzell Ausserrhoden f�hrte auch nach Inkrafttreten des revidierten GG/AR bzw. der Aufhebung des Reglements noch zwei Pr�fungen mit A.________ durch (am 19. Juni 2008: Wiederholung der schriftlichen Pharmakologie-Pr�fung bzw. am 11. Dezember 2008: erster Teil der m�ndlichen Schlusspr�fung). Nachdem er die letztere nicht bestanden hatte, teilte ihm die Pr�fungskommission am 12. Dezember 2008 mit, dass er die Pr�fung nur einmal wiederholen k�nne und sich dazu beim Departement anmelden m�sse. Mit Schreiben vom 6. Mai 2009 teilte das Departement Gesundheit A.________ jedoch mit, dass er seine Ausbildung zum kantonal approbierten Zahnarzt aufgrund der neuen Rechtslage nicht mehr abschliessen k�nne. Dazu fehle die gesetzliche Grundlage, zumal der Gesetzgeber keine �bergangsfrist f�r Personen, die sich im laufenden Pr�fungsverfahren befanden, vorgesehen habe.
A.c.�A.________ arbeitete in der Folge als Assistent und gab an, ein Studium der Zahnmedizin an einer bulgarischen Universit�t zu absolvieren. Da sich die eingereichte Immatrikulationsbest�tigung an der Universit�t als gef�lscht erwies, untersagte das Departement Gesundheit mit Verf�gung vom 10. Dezember 2009 A.________ jegliche zahn�rztliche T�tigkeit mangels eines Ausbildungsnachweises. Diese Verf�gung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Urteil 6B_317/ 2014 vom 28. April 2014 best�tigte das Bundesgericht schliesslich eine Verurteilung von A.________ durch das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden wegen F�lschung des oben erw�hnten (Ausbildungs-) Ausweises im Sinne von Art. 252 StGB.
Am 3. Juni 2013 stellte A.________ beim Amt f�r Gesundheit das Gesuch, als kantonal approbierter Zahnarzt nach altem Recht zur Abschlusspr�fung und dann als kantonal approbierter Zahnarzt zur Berufsaus�bung zugelassen zu werden. Am 25. Juli 2013 wies das Amt das Gesuch ab. Den dagegen von A.________ erhobenen Rekurs wies das Departement Gesundheit mit Entscheid vom 17. Januar 2014 ab. Am 27. Mai 2015 wies das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden, 4. Abteilung, die dagegen erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Eingabe vom 22. Januar 2016 erhebt A.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Er beantragt, das angefochtene Urteil vom 27. Mai 2015 sei aufzuheben und ihm sei die M�glichkeit einzur�umen, den Beruf als kantonal approbierter Zahnarzt altrechtlich zu erlangen. Weiter sei ihm die zahn�rztliche T�tigkeit wieder zu erlauben und die Verf�gung des Amtes f�r Gesundheit vom 10. Dezember 2009 sei aufzuheben. Eventualiter sei die "geforderte Schadenersatzsumme" vom Kanton zu bezahlen und die bulgarische Urkunde sei nicht Gegenstand der Beschwerde.
Das Departement f�r Gesundheit und Soziales des Kantons Appenzell Ausserrhoden beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen. Das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. t BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide �ber das Ergebnis von Pr�fungen und anderen F�higkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsaus�bung. Diese Ausschlussbestimmung zielt auf Pr�fungsergebnisse im eigentlichen Sinn sowie auf alle Entscheide ab, die auf einer Bewertung der intellektuellen oder physischen F�higkeiten eines Kandidaten oder einer Kandidatin beruhen, nicht aber auf andere Entscheide im Zusammenhang mit Pr�fungen wie insbesondere solche organisatorischer Natur (BGE 136 I 229 E. 1). Daraus folgt, dass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in Anwendung von Art. 83 lit. t BGG ausgeschlossen ist, wenn der angefochtene Entscheid die individuelle Beurteilung der F�higkeiten des Beschwerdef�hrers betrifft. Zul�ssig ist die Beschwerde demgegen�ber, wenn die abstrakte Beurteilung eines F�higkeitsausweises, eines Ausbildungsganges, einer Pr�fung oder die rechtliche Notwendigkeit einer f�rmlichen Anerkennung oder Pr�fung streitig ist (Urteil 2C_1241/2012 vom 29. Juli 2013 E. 1.1 mit Hinweisen). Ebenso ist das Rechtsmittel zul�ssig bei Streitigkeiten um organisatorische Fragen im Zusammenhang mit einer Pr�fung, wie die (Nicht-) Zulassung hierf�r oder der Studienausschluss (138 II 42 E. 1.2 S. 44 f.; Urteile 2C_1016/2011 vom 3. Mai 2012 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 138 I 196; 2C_579/2010 vom 17. November 2010 E. 1.2; 2D_57/2009 vom 3. Dezember 2009 E. 1.2; 2D_29/2008 vom 13. Juni 2008 E. 2).
1.2.�Damit kann das eingereichte Rechtsmittel als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegen genommen werden, richtet es sich doch gegen einen kantonalen Rechtsmittelentscheid �ber die (Nicht-) Zulassung zur Pr�fung als kantonal approbierter Zahnarzt und nicht gegen die Beurteilung einer Pr�fung selbst. Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen (vgl. Art. 82 ff. BGG) geben zu keinen Bemerkungen Anlass, so dass auf die Beschwerde - in Bezug auf den Hauptantrag (Zulassung zur altrechtlichen Pr�fung) - einzutreten ist.
1.3.�Nicht einzutreten ist indes auf den Antrag, die Verf�gung vom 10. Dezember 2009 sei aufzuheben. Schon die Vorinstanz ist auf diesen Antrag mangels eines Anfechtungsobjekts nicht eingetreten (vgl. angefochtener Entscheid E. 1.1). Der Beschwerdef�hrer legt in seiner Beschwerde mit keinem Wort dar, warum die Vorinstanz auf den Antrag, die vor �ber sechs Jahren in Rechtskraft erwachsene Verf�gung aufzuheben, h�tte eintreten sollen, weshalb sich weitere Ausf�hrungen dazu er�brigen.
1.4.�Ebenfalls nicht einzutreten ist auf den Antrag, "die geforderte Schadenersatzsumme" sei vom Kanton zu bezahlen. Beschwerdegegenstand bildet hier einzig die (Nicht-) Zulassung zur Pr�fung als kantonal approbierter Zahnarzt. Ein formelles Schadenersatzbegehren hat der Beschwerdef�hrer vor der Vorinstanz nicht gestellt, weshalb nicht n�her darauf einzugehen ist.
1.5.�Zum Antrag des Beschwerdef�hrers, die bulgarische Urkunde sei nicht Gegenstand der Beschwerde, hat die Vorinstanz in E. 5 des angefochtenen Entscheids offen gelassen, ob eine strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdef�hrers vom 15. Januar 2013 wegen F�lschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB (best�tigt mit Urteil des Bundesgerichts 6B_317/2014 vom 28. April 2014) den Begehren des Beschwerdef�hrers zus�tzlich entgegensteht. Die Vorinstanz hat ihren Entscheid somit nicht auf die genannte Verurteilung abgest�tzt. Der vor Bundesgericht wiederholte Antrag des Beschwerdef�hrers, die dem Strafurteil zugrunde liegende bulgarische Urkunde sei nicht Gegenstand der Beschwerde, weshalb darauf nicht eingegangen werden solle, zielt somit ins Leere. Weitere Ausf�hrungen dazu er�brigen sich.
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen oder auf entsprechend begr�ndete R�ge hin bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG).
Hier r�gt der Beschwerdef�hrer die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz nicht als offensichtlich unrichtig, weshalb das Bundesgericht grunds�tzlich darauf abstellen kann.
2.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann die Verletzung von Bundesrecht und V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und lit. b BGG). Die Verletzung kantonalen Rechts ist hingegen vor Bundesgericht - abgesehen von den F�llen gem�ss Art. 95 lit. c-e BGG - kein selbstst�ndiger R�gegrund, sondern kann nur daraufhin �berpr�ft werden, ob damit Bundesrecht verletzt wird, wozu namentlich auch eine willk�rliche Anwendung kantonalen Rechts geh�rt (BGE 138 I 143 E. 2 S. 149; 136 I 241 E. 2.4 S. 249).
2.3.�Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 130 I 258 E. 1.3 S. 261 mit Hinweisen). Willk�r in der Rechtsanwendung liegt dann vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen).
3.1.�Mit Inkrafttreten des neuen Gesundheitsgesetzes am 1. Januar 2008 wurde der Berufsstand des kantonal approbierten Zahnarztes unbestrittenermassen abgeschafft. Folgerichtig wurde auch das Pr�fungsreglement f�r kantonal approbierte Zahn�rzte vom 8. Juni 1993 auf diesen Zeitpunkt hin ersatzlos aufgehoben (Art. 69 Abs. 1 lit. c GG/AR). Damit hat die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt, dass ab dem 1. Januar 2008 im Kanton Appenzell Ausserrhoden grunds�tzlich nur noch Zahn�rztinnen und Zahn�rzte mit einem universit�ren Abschluss im Sinne des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 �ber die universit�ren Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) zur Berufsaus�bung zugelassen werden k�nnen. Immerhin gilt die Besitzstandsregelung von Art. 67 Abs. 1 GG/AR, die wie folgt lautet: "Wer nach bisherigem Recht befugt war, im Kanton Appenzell Ausserrhoden einen Beruf oder eine Institution des Gesundheitswesens zu betreiben, ist berechtigt, diese T�tigkeit weiter auszu�ben [...]".
3.2.�Die Vorinstanz hat erwogen, unter die Besitzstandsregelung von Art. 67 GG/AR w�rden nur die bis zum Inkrafttreten am 1. Januar 2008 fertig ausgebildeten Inhaber einer kantonalen Approbation fallen. Damit k�nne vom Besitzstand nur profitieren, wer bis Ende 2007 die Schlusspr�fung erfolgreich abgelegt habe. Der Gesetzgeber habe bewusst auf eine �bergangsregelung f�r die bis Ende 2007 zur Ausbildung gemeldeten Kandidaten verzichtet. Der Beschwerdef�hrer k�nne sich aufgrund der bis Ende 2007 nur teilweise bestandenen Pr�fungen nicht auf den Besitzstand berufen (vgl. angefochtener Entscheid E. 2.2 und 2.3). Weiter hat die Vorinstanz ausgef�hrt, dem Beschwerdef�hrer stehe auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) kein Anspruch auf eine �bergangsfrist zu (vgl. angefochtener Entscheid E. 3). Auch im Lichte des individuellen Vertrauensschutzes k�nne der Beschwerdef�hrer aus den beiden im Jahre 2008 noch von der kantonalen Pr�fungskommission abgenommenen Pr�fungen nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. angefochtener Entscheid E. 4).
4.1.�Mit diesen Erw�gungen hat die Vorinstanz das kantonale Recht im Ergebnis willk�rfrei (vgl. E. 2.2 hiervor) ausgelegt und angewendet:
Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers trifft es vorab nicht zu, dass die Ausbildung zum kantonal approbierten Zahnarzt nicht vom eidgen�ssischen Medizinalberufegesetz tangiert werde. Die Vorinstanz hat umfassend und �berzeugend dargelegt, wie der kantonale Gesetzgeber die Ver�nderungen im Bundesrecht im neuen kantonalen Gesundheitsgesetz umgesetzt hat. Ebenso hat die Vorinstanz willk�rfrei ausgef�hrt, dass von der Besitzstandsregelung gem�ss Art. 67 GG/AR nur profitieren konnte, wer bis Ende 2007 die Schlusspr�fung erfolgreich abgelegt und somit vor Inkrafttreten des neuen Gesundheitsgesetzes die kantonale Approbation erlangt hatte; dies ergibt sich sowohl aus dem Wortlaut der Bestimmung wie auch aus den Materialien. Dagegen hat der kantonale Gesetzgeber darauf verzichtet, f�r die sich Ende 2007 noch in Ausbildung befindlichen Kandidaten eine �bergangsregelung zu erlassen. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdef�hrer gemessen an den insgesamt zehn Pr�fungsf�chern im Zeitpunkt der Aufhebung des Pr�fungsreglements bloss deren drei erfolgreich bestanden hatte. Soweit der Beschwerdef�hrer dagegen ausf�hrt, die "darauf folgenden praktischen Pr�fungen w�ren reine Formalit�t gewesen", kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch der Hinweis auf "lange Wartefristen" vermag keinen Anspruch auf Fortsetzung der Ausbildung zu begr�nden.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer macht sodann einen Anspruch auf eine �bergangsfrist gest�tzt auf Art. 9 BV (Grundsatz von Treu und Glauben) geltend.
4.2.1.�Zwar verschafft der Grundsatz von Treu und Glauben einen Anspruch auf Schutz berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten, sofern sich dieses auf eine konkrete, den betreffenden B�rger ber�hrende Angelegenheit bezieht (BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f. mit Hinweisen). Hingegen ergibt sich aus Art. 9 BV kein Anspruch auf Schutz vor Gesetzes�nderungen. Im Gegenteil steht der Anspruch auf Vertrauensschutz im Allgemeinen unter dem Vorbehalt von Rechts�nderungen (BGE 122 II 113 E. 3b/cc S. 123; 118 Ia 245 E. 4b S. 254). Aus dem Demokratieprinzip ergibt sich, dass das Gesetz jederzeit ge�ndert werden kann, wenn aufgrund ge�nderter politischer Anschauungen andere L�sungen vorgezogen werden (BGE 130 I 26 E. 8.1 S. 60; Urteil 2C_158/2012 vom 20. April 2012 E. 3.4).
4.2.2.�Aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, der Verh�ltnism�ssigkeit und dem Willk�rverbot hat die Rechtsprechung abgeleitet, dass unter Umst�nden angemessene �bergangsfristen f�r neue Regelungen verfassungsrechtlich geboten sein k�nnen (BGE 134 I 23 E. 7.6.1 S. 40 mit Hinweisen). So k�nnen etwa bei der Einf�hrung neuer Anforderungen f�r bestimmte Berufst�tigkeiten erleichterte Anforderungen oder Anpassungsfristen geboten sein f�r Personen, welche die T�tigkeit bereits aus�ben (BGE 128 I 92 E. 4 S. 99 f.). Solche Anspr�che k�nnen insbesondere dann entstehen, wenn durch Gesetzes�nderungen in ein vertragliches oder vertrags�hnliches Rechtsverh�ltnis eingegriffen wird (BGE 103 Ia 505 E. 4b S. 515). Dies trifft etwa im �ffentlichen Dienstrecht zu, wo der Grundsatz der jederzeitigen Ab�nderbarkeit der Gesetzgebung in einem Spannungsverh�ltnis zum Grundsatz des Vertrauens auf Weitergeltung der individuell verf�gten oder vereinbarten Anstellungsbedingungen steht. Selbst hier hat allerdings die Rechtsprechung (BGE 134 I 23 E. 7.1 und 7.2 S. 35 f.; 118 Ia 245 E. 5b S. 256) die jederzeitige Ab�nderbarkeit der gesetzlichen Regelung betont, das Fehlen einer �bergangsregelung nur zur�ckhaltend als verfassungswidrig beurteilt und namentlich bei relativ geringf�gigen Leistungseinbussen auch eine Inkraftsetzung ohne oder mit kurzen �bergangsregelungen nicht beanstandet (Urteil 2C_158/2012 vom 20. April 2012 E. 3.7).
4.2.3.�Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung korrekt dargelegt und auf den Beschwerdef�hrer angewandt: Insbesondere durfte die Vorinstanz auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_317/2014 vom 28. April 2014 abst�tzen, wonach der Beschwerdef�hrer - gest�tzt auf eine Besprechungsnotiz vom 30. November 2009 - bereits im Jahre 2003 dar�ber informiert worden sei, dass es irgendwann mal keine neuen Bewilligungen mehr als kantonal approbierter Zahnarzt mehr geben werde. Der Beschwerdef�hrer konnte zudem aufgrund der wiederholten Publizit�t der geplanten Totalrevision des Gesundheitsgesetzes (Publikationen im Amtsblatt, Vernehmlassung, Volksdiskussion, erste und zweite Lesung im Kantonsrat, Volksabstimmung) bei pflichtgem�sser Aufmerksamkeit Anfang 2008 nicht mehr darauf vertrauen, er werde noch zur Schlusspr�fung zugelassen werden. Damit kann die Inkraftsetzung des neuen Gesundheitsgesetzes bzw. die Aufhebung des Pr�fungsreglements in �bereinstimmung mit der Vorinstanz nicht als �berfallartig bezeichnet werden. Der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe aufgrund seiner operativen T�tigkeit und der aufwendigen Lernphase keine Zeit gehabt, um auf der Webseite des Kantons oder in anderen Quellen nach Gesetzes�nderungen zu recherchieren, zielt unter diesen Umst�nden an der Sache vorbei.
4.2.4.�Ebenso wenig ist in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Gleichheitsgebots nach Art. 8 Abs. 1 BV zu erblicken: Das vom Beschwerdef�hrer zitierte Beispiel der �nderung eines Lizentiatsstudiums in ein Bachelor-Master-System ist nicht mit der vorliegenden Konstellation vergleichbar. Hier geht es um eine Ausbildung, die aufgrund einer gesetzlichen �nderung nicht mehr angeboten wird; zudem fehlt es an einer �bergangsregelung f�r die in Ausbildung stehenden Personen.
4.3.�Schliesslich kann der Beschwerdef�hrer auch aus dem Umstand, dass die kantonale Pr�fungskommission im Jahr 2008 - trotz ersatzloser Aufhebung des Pr�fungsreglements - noch zwei Pr�fungen abgenommen hat, im Lichte des individuellen Vertrauensschutzes nichts zu seinen Gunsten ableiten:
4.3.1.�Zwar verleiht der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens, sofern sie gest�tzt auf eine Vertrauensgrundlage, auf die sie sich berechtigterweise verlassen durfte, nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr r�ckg�ngig machen kann (BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 73 mit Hinweisen). Nicht berechtigt ist das Vertrauen eines B�rgers in eine beh�rdliche Auskunft indes, wenn er ihre Unrichtigkeit ohne weiteres hat erkennen k�nnen (BGE 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193 mit Hinweisen).
4.3.2.�Hier ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdef�hrer das nach der Aufhebung des Pr�fungsreglements an sich gesetzwidrige Verhalten der Pr�fungskommission h�tte erkennen k�nnen und bei pflichtgem�sser Aufmerksamkeit auch m�ssen. Die durch die Zulassung zur Pr�fung zur Pharmakologie bzw. die Schreiben der Pr�fungskommission vom 14. Januar und 12. Dezember 2008 geschaffene Vertrauensgrundlage wurde zun�chst mit dem Schreiben vom 6. Mai 2009 zerst�rt, mit dem die Gesundheitsdirektion als Aufsichtsbeh�rde der Pr�fungskommission dem Beschwerdef�hrer mitteilte, dass er trotz der im Jahr 2008 abgelegten Pr�fungen den Titel als kantonal approbierter Zahnarzt nicht mehr erwerben k�nne und er deshalb zu den restlichen Pr�fungen nicht mehr zugelassen werde. Schliesslich wurde das von der Pr�fungskommission 2008 neu erweckte Vertrauen des Beschwerdef�hrers sp�testens mit der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verf�gung vom 10. Dezember 2009 zerst�rt, mit welcher das Amt f�r Gesundheit beschied, dass eine T�tigkeit als Zahnarzt ohne Abschluss einer universit�ren Ausbildung nicht mehr m�glich sei; dem Beschwerdef�hrer wurde deshalb auch per sofort und unter Strafandrohung jegliche zahn�rztliche T�tigkeit untersagt. Im �brigen ist auch nicht ersichtlich, dass der Beschwerdef�hrer nachteilige Dispositionen getroffen h�tte, die er nicht mehr r�ckg�ngig machen kann. Es liegt somit keine Verletzung des Vertrauensschutzes vor.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: Art. 252
 Art. 83
 Art. 83
 BGE 
 Art. 82
 Art. 252
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 9