Source: https://www.elo-forum.org/threads/arbeitgeberpraesident-kramer-will-acht-stunden-tag-abschaffen.162533/
Timestamp: 2020-01-25 08:56:41+00:00

Document:
Arbeitgeberpräsident Kramer will Acht-Stunden-Tag abschaffen | Erwerbslosenforum Deutschland
Arbeitgeberpräsident Kramer will Acht-Stunden-Tag abschaffen (1 Betrachter)
abschaffen achtstundentag kramer
Diese gierige und unerträgliche Blaupause eines widerlichen deutschen Unternehmers will also den 8 Stunden-Tag abschaffen.
Natürlich soll die Gesamtarbeitszeit nicht verlängert werden.
Wir wissen, wie dies weitergeht. Hat man dieser Type erstmal den kleinen Finger gereicht, so wie das Bernd Riexinger von der Linken --ausgerechnet von der Linken--tut, reisst er einem die ganze Hand ab.
Die nächste Forderung dann: "Die wöchentliche Arbeitszeit kann ruhig mal 80h betragen --aber nein, die Monatsarbeitszeit soll nicht verlängert werden.
Danach dann ist die Monatsarbeitszeit dran, aber die Jahresarbeitszeit soll nicht verlängert werden.Ganz bestimmt nicht....
Zum Schluss steht dann die Rente mit 80.
Wir kennen unsere Unternehmer.
Aber die Lebenszeit soll nicht verlängert werden.... Das würde ich ihm sofort glauben.
(Die kann mit dem Tag des Rentenbeginnes ruhig zuende sein (Ironie)...)
„Selbstdisziplin ist ganz wichtig“, sagte Kramer.
Ja, solchen Menschenschindern KONTRA zu geben ,solche Unternehmer in ihre Schranken zu verweisen. Dazu ist sie nötig.
Das meint er aber natürlich nicht.
Dieser bescheidene "Wunsch" wird wohl schon auf den Weg sein Gesetzeskraft zu erlangen.
Natürlich erst der Anfang einer Reihe von "Reformen" die diesen Herrschaften schon lange unter den Nägeln brennen.
Idealzustand: etwa so wie 1840, ich glaube davon Träumen diese Leute nachts.
Der unflexible Acht-Stunden-Tag solle auf den Prüfstand, fordert Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.
Einverstanden, unter einer Voraussetzung:.
Alle die den normalen AN ihren 8h-Tag nehmen wollen, gehen für 16h täglich in den Steinbruch. Wer das 10 Jahre lang schafft, darf seine Forderung wiederholen.
Wenn du mal wieder auf einen Bescheid deines Jobcenters wochenlang warten musst, weil dein SB auf seinen 8 Stunden-Tag besteht, sprechen wir uns wieder.
Soll er doch, der K!
Der 8-Std-Tag ist heutzutage Irrsinn.
Unter den hiesigen Arbeitsbedingungen braucht mensch viel mehr Zeit zur Regeneration. Lebenszeit ist unwideruflich. Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern um zu LEBEN.
Menschen sollen für andere Menschen arbeiten und nicht regenerieren.
Am Ende will noch jemand Rente haben, Hallo geht's noch ????
Ich muss auf sowas nie mehr warten.- insofern müssen wir uns nicht wiedersprechen.
Ohne auf Kramer und seine gierige selbstgerechte und frei von jeder Anständigkeit seiende Attitüde einzugehen, wird hier
Flexible Arbeitszeit: Vorsicht vor Ausbeutung - DIE WELT
sehr eindrucksvoll beleuchtet, wie verrückt und hinterhältig es eigentlich ist, die Arbeitszeiten total zu flexibilisieren.
Da braucht gar nix auf den Prüfstand; den Rahmen im Arbeitsrecht gibt eh die EU vor. Da alles (!) EU-Recht ist, was den europäischen Binnenmarkt beeinflussen könnte: Handelsrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutzrecht und eben auch Arbeitszeitrecht, das sowohl Mindest- als auch Höchstkonditionen festlegt.
Eine Mindestkondition ist bspw. der Urlaub, der eu-weit nicht unterschritten werden darf, wo aber jedes EU-Mitglied frei darin ist, mehr festzulegen; eine Höchstgrenze wiederum gilt für die wöchentliche Arbeitszeit, wonach mehr als 48 Wh inkl. Überstunden eu-weit unzulässig sind. (Ausnahmebranchen sind explizit in den EU-Regelwerken genannt). Hier besteht die Freiheit für jedes EU-Mitglied dann darin, weniger als 48Wh inkl. aller Überstunden regelmäßig zu leistender Arbeitszeit festzulegen. Übrigens ist freilich auch die jedem Arbeitnehmer mindestens am Stück zur absolut freien Verfügung zu gewährende Ruhezeit von 11 Stunden verpflichtendes EU-Recht. Was wiederum auch für einen zwingenden arbeitsfreien Tag je 7-Tageszeitraum gilt, und das gänzlich unabhängig vom Urlaub.
Eine zu leistende Mindestarbeitszeit hat es heute schon nicht, wird es auch nicht haben. Jeder Arbeitgeber ist also auch heute schon frei darin, weniger regelmäßige Arbeitszeit zu vereinbaren.
Die wöchentlich zu leistende Höchstarbeitszeit liegt inkl. aller Überstunden bei 48h; mehrfach vom EuGH bestätigt.
Man kann dem Herrn nur empfehlen, sich mal mit dem europäischen Rahmenrecht zu befassen.
zum Glück zeigt die EU Zerfallserscheinungen in allen wichtigen Fragen und ich reibe mir schon mal die Hände darauf, das die Völker Ihre Souveränität wieder erlangen könnten um der Zentralsteuerung der Politik durch Wirtschaft via Lobbyverseuchter EU zu entgehen. Ich warte schon mal auf den Brexit.
Mich betrifft das auch nicht mehr und ich genieße das Privileg eines Alters, in dem ich nicht mehr jeden Arbeitgeber Schwachsinn hinterher laufen muss.
Diese Arbeitgeber haben soviel feuchte Träume, das die jeden Tag die Matraze wechseln müssen. Naja kein Wunder - Angela Ferkel, Siggi Popp und Andrea Haltlos sind ja auch das Dreamteam der Kapitalisten.
Den gibt es doch faktisch sowieso fast nirgends. Also was soll's..............
Den gibt es noch in genug Betrieben
8-Stunden-Tage gibt es im öffentlichen Dienst eher selten.
Sollen sie beschließen, wie sie wollen. Ich bin eh draußen und werde es für den Rest meines Lebens geruhsam angehen lassen. Man kann es auch als Strafe für die Mehrheitsbeschaffer der Mittelschicht sehen. Solange sie krankmachende Arbeitsbedingungen und Lohndumping unterstützen, müssen sie halt mit ihren Steuern all jene finanzieren, die da nicht mehr mithalten können.
In vielen Arbeitsverträgen stehen 42,5 Wochenstunden und unbezahlte Überstunden.
Ich gebe dir zu 100% recht für seine Aussage. Dem kann ich mich, ebenfalls Rentner, voll anschliessen.
kramer will weg von:
nachtschichtzuschlägen
hin zu einer gleitzeitregelung, bei der die arbeitswoche sieben tage umfasst und bei der der arbeitgeber festlegt, an welchen tagen, wie viele stunden abzuleisten sind.
meine momentane arbeitszeit: 54h/woche an sechs tagen
alles über 40h wird mit 125% vergütet, samstage mit 150% und sonn- und feiertage mit 200%
-> für herrn kramer die reinste horrorvision
--> die zuschläge
wer solche rechtwidrigen verträge unterschreibt, von dem/der ist nicht zu erwarten, dass der/die sich die zuschläge über das arbeitsgericht einklagt
Also du ziehst es vor, statt neues Personal hier einzustellen, lieber das alte noch mehr auszubeuten? So stark kann sich kein Mensch strecken um den Anforderungen des heutigen Arbeitgeber bzw. dem Volumen seiner Arbeit auch teilweise gerecht zu werden. Heute leisten die Arbeitnehmer schon doppelt so viel Arbeit, wie vor paar Jahren noch in der selben Zeit.
Es gibt genung Beispiele warum weniger Arbeiten sinnvoller ist. Die Mitarbeiter sind effizienter, motivierter und weniger Au geschrieben. Ein Beispiel aus Schweden belegt dies.
Dann kam Banck auf die Idee, die Arbeitszeiten zu verkürzen und dafür zwei Schichten hintereinander laufen zu lassen. Die Idee hat sich bewährt: "Wir sind so viel leistungsfähiger. Unsere Maschinen laufen jetzt täglich zwölf statt acht Stunden. Außerdem sind unsere Arbeiter viel effektiver." Denn es zeigte sich, dass das, was die Arbeiter in acht Stunden abarbeiten auch in sechs Stunden zu schaffen ist.
"Wir brauchen bei sechs Stunden nicht so viele Pausen. Und oft war es bei den acht Stunden ja auch so, dass man die letzte Stunde eh nur noch auf die Uhr geschaut hat und dem Feierabend entgegen gefiebert hat", sagt Wikström, der mit seinen Arbeitszeiten sehr zufrieden ist. "Wenn man weiß, man hat nur sechs Stunden, kann man sich besser konzentrieren. Wir machen unseren Job und gehen dann nach Hause." Quelle RTL
Hinzu kommt die Tatsache das unser Gesundheitssystem starke Probleme bekommt. Zuviele Menschen beziehen immer mehr Krankengeld. Auch hier war ein Lösungsvorschlag, Teilzeit Au statt die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Immerhin sind viele allein wegen psychischen Problemen Au unter anderem Burnout wegen zu viel Arbeit.
Grundsätzlich waren immer die Lösungsvorschläge, mehr Arbeit, weniger Geld, schlechtere Arbeitsbedingungen. Trotzdem gab es keine Verbesserungen, es ging immer mehr bergab. Vielleicht sollte man anfangen umzudenken und die Arbeitsbedingungen verbessern. Vielleicht gehts dann auch nicht mehr konstant bergab.
Was ist daran rechtswidrig? Überstunden werden theoretisch mit Freizeitausgleich abgegolten. Irgendwann verfällt der dann. Wer aufmuckt steht schnell auf der Straße. Natürlich hast du Recht, dass man sich das nicht gefallen lassen sollte, aber viele haben einfach Angst um ihren Job.
Ich schaue gerade in meinen AV: Da steht etwas von Überstunden, soweit gesetzlich/tarifvertraglich zulässig.
Und du glaubst, wenn auch im JC 10h pro Tag gearbeitet würde, würdest du einen Bewilligungs-Bescheid schneller bekommen ?
Ablehnungsbescheide bekommst du schon jetzt bevorzugt bearbeitet !
An mir habe ich es doch bemerkt; nach 7h lässt die Konzentration, der (Arbeits)Eifer und die Leistung nach.
Wenn ich über eine längere Zeit 9-10h gearbeitet hatte, brauchte ich eine Erholungsphase. Die kurzfristig geleistete Mehrarbeit wurde dann meistens wieder ausgeglichen. D. h., die ganze Geschichte war, über das Jahr gesehen, ein Nullsummenspiel.
Wenn ich, als Arbeitgeber, die Möglichkeit hätte, kostenlos 2h pro Tag mehr Anwesenheitszeit der Mitarbeiter zu bekommen, wäre ich schön blöd dies nicht auszunutzen.
Es gibt genug dumme Arbeitnehmer, die den letzten Tropfen Leistung aus sich herausquetschen ... solche werden ausgetauscht, sobald sie ausgepowert sind.
Bei den anderen; jeder zusätzlich geleistete Handschlag ist ein Gewinn für mich, den Arbeitgeber.
... da sehe ich nur ein Problem: Wenn den Deutschen nur lange genug so ein Arbeitgeberfreundlicher Schmarrn erzählt wird ... dann ist der schnell verinnerlicht und keiner hinterfragt diese deutsche Praxis. D. h., es werden 10h pro Tag, plus notwendiger Überstunden, geleistet!
Aber (fast) keiner sagt dem EuGH Bescheid.
Oder darf das EuGH auch vorbeugend bzw. ohne Anzeige tätig werden?
Es muss ja nicht unbedingt ein Deutscher Klage erheben. Es könnte auch ein französischer Arbeitgeber sein.
zum Glück zeigt die EU Zerfallserscheinungen in allen wichtigen Fragen und ich reibe mir schon mal die Hände darauf, das die Völker Ihre Souveränität wieder erlangen könnten um der Zentralsteuerung der Politik durch Wirtschaft via Lobbyverseuchter EU zu entgehen.
Ich warte schon mal auf den Brexit.
Der kommt nicht; auch die Briten wissen, was sie an der EU haben und sind realistisch genug, einzuschätzen, daß es keine Vorteile ohne Nachteile hat. Lediglich die Relation Vorteil zu Nachteil muß für jede Nation derart gestaltet sein, daß die Vorteile stets überwiegen, ohne einen gemeinsamen Binnenmarkt mit einheitlicher Rechtsgrundlage unmöglich werden zu lassen.
es kommt darauf an: in einem büro könnte ich dauerhaft schon 40h nicht "totschlagen"
in meinem job bin ich ständig in bewegung und den beherrsche ich aus dem ff.
rein psychisch ist der job eine gradwanderung und viele kollegen sterben.............
dieses frühjahr werde ich mit 43 jahren den job endgültig an den nagel hängen, weil ich letztes jahr den ersten schweren arbeitsunfall hatte.
nochmal werde ich mein glück nicht herausfordern
DAS ist das Hauptproblem; die meisten bisherigen Kläger sind entweder dt. Unternehmen, die gegenüber dt. Behörden oft gewinnen, oder nicht-dt. Bürger, die oft gegenüber Behörden ihres Landes oder Unternehmen ebenfalls gewinnen. Dt. Bürger haben den Weg zum EuGH bisher nicht oder nur selten gewählt.
EU-Behörden müssen bei Kenntnis eines Sachverhaltes von Amts wegen in der Sache ermitteln. Inwieweit dieses auch für den EuGH gilt, bedarf der Prüfung.
Kraft der EU-Verträge darf sich jedenfalls jeder EU-Bürger direkt an die EU-Behörden wenden. Selbst der direkte Weg zum EuGH ist möglich, wenn einem national nicht geholfen wird oder werden kann; wobei vorm EuGH definitiv Anwaltszwang für am EuGH-zugelassene Anwälte besteht.
Das ist korrekt, sofern es den Binnenmarkt betrifft und dieser französische Arbeitgeber davon überzeugt ist, daß die dt. Praxis den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerrt und er sich dadurch benachteiligt fühlt.
Ich darf aber darauf hinweisen, daß auch der EuGH Klagepunkte nicht behandelt, wenn diese EU-Recht nicht berühren.
Aber gerade im Arbeitsrecht bestehen gute Chancen auf höchstrichterliche Grundsatzurteile des EuGH; -> siehe: Bereitschaftszeiten sind Arbeitszeiten; Urlaub darf bei Verbleib in der Firma nicht ausbezahlt werden; höchstzulässige wöchentliche Arbeitszeit 48h inkl. aller Überstunden; Verbot der Weitergabe personenbezogener Daten zwecks Weiterverarbeitung ohne vorher explizit eingeholte Genehmigung der betroffenen Person; etc.
Und insofern verstehe ich wiederum nicht, wieso manche Leute, siehe Roter Bock, so reagieren.
die existenz, die machtfülle, die zuständigkeit und die kostenfreiheit des eugh ist vor den "michels" gut abgeschirmt worden.
auch firmen wie hörgeräte kind und der autovermieter sixt, wissen nicht um die überflüssigkeit der dt. justiz beim thema "zwangsrundfunkgebühren"
wobei da thematisch noch die eu-kommisson zuständig würde, wegen benachteiligung dt. unternehmer/unternehmen ggü. eu-mitbewerbern
Geh mal zum Abgeben eines Antrags um 12.31 Uhr an den Empfang deines JC, wenn der Laden 12.30 Uhr schließt.
Du knallst vor die geschlossene Tür.
Dabei wäre ein wenig Flexibilität gegenüber dem Kunden gerade im "Dienstleistungsbereich" irgendwie wünschenswert.
Das geht aber nur, wenn man diese starren Arbeitszeiten abschaft.
Wo ist das Problem, wenn der SB zum Monatsende mal eine Stunde länger arbeitet, so dass ein paar an der Existenzgrenze lebende Familien mit Kindern ihr Geld pünktlich überwiesen bekommen?
Wer sich an die starren Arbeitszeiten klammert, sollte auch ruhig mal an die "Gegenseite" denken...

References: EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 eugh