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Timestamp: 2017-12-13 05:37:17+00:00

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Rehaantrag=Rentenantrag? | Ihre Vorsorge
Rehaantrag=Rentenantrag?
berrak Yurdakal
Nach dem ich 2010 ca 9 Monate, nach einem Halben Jahr Berufstätigkeit erneut 9 Monate krank war, bin ich zur Reha. Ich bin aus der Reha arbeitsunfähig entlassen worden und 4 Wochen danach Antragsformulare auf Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen. Laut telefonische Auskunft bei der DRV Bund, muss ich nochmal zu einen Gutachter Termin. Und mein Rehaantrag wird als Rückwirkend als Rentenantrag angenommen. Meine Fragen:
1-Warum muss ich nach wiederholten Gesundheitsangaben, wieder das Ganze wiederholen?
2-Als ich REHA beantragt hatte, hatte ich nicht vor, in die Rente zu gehen. Doch ich bin krank. Kann ich dennoch den Rentenbeginn, z. B. zum Ende der Reha, mitbestimmen? Denn ich möchte, dass meine Beiträge während der Krankeldzeit mit berücksichtigt werden. Oder haben sie keinen Einfluss mehr auf Rente?
Bitte um Rückmeldung und herzlichen Dank.
Zitiert von: berrak Yurdakal
Sie können den Beginn und die Höhe der Rente selbst festlegen.
Erwin Klasen
Sie haben seinerzeit die EM-Rente nur befristet erhalten. Wenn Sie dann rechtzeitig vor Ablauf einen Verlängerungsnatrag stellen, kann im Rahmen dieser Prüfung durchaus eine erneute Begutachtung angesetzt wereden. Das ist völlig normal. Denn es geht letztlich darum ihren dann aktuellen Gesundheitsuzstand zu ermitteln . Das ist eben in den meisten Fällen nicht anders als durch eine Begutachtung möglich.
Ich habe noch keine EM Rente erhalten. Es soll jetzt eine werden.
Kann ich dennoch den Rentenbeginn, z. B. zum Ende der Reha, mitbestimmen?
Wenn Sie befristete EM-Rente bekommen: nein.
Bei unbefristeter hat man normalerweise die Wahl zwischen Datum des Eintritts der Erwerbsminderung und Datum des Rehaantrags.
Aber noch ist ja gar nicht klar, ob Sie überhaupt eine bekommen.
Ob Sie den Beginn der Erwerbsminderung selbst beeinflussen können liegt meines Erachtens daran ob bei Ihnen der §51 SGB V zum Tragen kommt oder nicht.
Wurden Sie von KK oder AfA zum Rehaantrag aufgefordert, dann ist unter Umständen Ihr Dispositionsrecht diesbezüglich eingeschränkt. In dem Fall können Sie nichts selbst bestimmen.
Um den §51 SGB V anwenden zu können muss Ihnen für den Rehaantrag eine Frist von 10 Wochen gewährt worden sein. Sie müssen auch schriftlich über diesen Vorgang informiert worden sein!
Es kommt häufig vor, dass im Vorfeld rechtsfehlerhaft vorgegangen wird und entweder diese Frist nicht gewährt wird oder die Information unterlassen wurde - man versucht dann das Unwissen der Betroffenen auszunutzen und den §51 praktisch nachträglich "unterzujubeln". Je früher der Rentenbeginn, desto mehr Leistungen erhalten KK und AfA von der DRV dann zurückerstattet.
Sie sollten also unbedingt prüfen ob bei Ihnen der §51 rechtmäßig angewendet werden kann.
In meinem Fall wurde von der KK rechtsfehlerhaft vorgegangen. Ich habe mein Dispositionsrecht eingefordert und (nach monatelangem Kampf) auch zurückerhalten. Den Rentenbeginn habe ich auf dem Rentenantrag dann selbst bestimmt.
Die Auseinandersetzung erfordert jedoch enorme Kraft!
Über diese Problematik erhalten Sie viele Infos im Forum
und auch im Krankenkassenforum.
Ich danke Ihnen für die Antwort. Jetzt habe ich einen Faden. Ich bin weder vom KK noch vom AA aufgefordert worden, sondern nach der Reha-Entlassung vom Rentenversicherung (Aufgrund des Entlassungsberichtes) Unterlagen für Antrag auf Rente erhalten. Kraft habe ich keine, denn diese "Warteposition" ist wahrlich nicht gesundheitdördernd. Febr.2012 hatte ich Reha beantragt. Genehmigt wurde es Monate später. Erst im September 2012 konnte ich in die Klinik. Ich werde nachsehen, §51 zur Anwendug kommen kann.
§ 51 trifft nur bei Aufforderung durch die Krankenkasse zu. Aber selbst dann: Ich hatte unbefristete Rente (Rehaantrag nach Aufforderung durch KK) bekommen, kam aber gar nicht auf die Idee, die KK wegen des Datums des Rentenbeginns zu fragen. Es hat aber niemand gemeckert, als ich den späteren nahm (6 Monate Unterschied).
Die Regel ist allerdings befristete Rente, und dann haben Sie keine Wahl.
Wer hat sie aufgefordert den Reha-Antrag zu stellen? Oder haben Sie den Antrag ohne Aufforderung der KK mit dem Hausarzt gestellt??
Wie gesagt, ich habe mein Dispositionsrecht zurück erkämpft!
Damit wurde die gesamte Zeit des KG-Bezugs noch mit angerechnet!
Mit AfA habe ich keine Erfahrung - ich war zu krank um mich dem auch noch auszusetzen.
Einen wunderschönen Sonntag für Sie!
Wie bereits erwähnt, aufgefordert worden bin ich von der Rentenkasse aufgrund des Reha-Entlassungsberichtes. Ich bin noch in beschäftigungsverhältnis. Allerdings aufgrund Ablauf Krankengeld, beziehe ich ALG1 (quasi zur Überbrückung bis zu Rente). Meine Beschäftigungsverhältnis wird mit dem Rentenbescheid aufgelöst. Da ich "erst" 55 Jahre alt bin und für die Rente jeder Monat zählt, möchte ich gerne über den Rentenbeginn mitentscheiden können. Also nicht rückwirkend Rente, sondern z.B. zum 1.3.2013???
Ich bedanke mich herzlichst dafür, dass ich auf mein Anliegen Antworten bekomme. Seid alle herzlich gegrüßt.
Mißverständnis!!
Ich verstehe, dass Sie die DRV aufforderte einen Rentenantrag zu stellen nachdem der Rehabericht die weitere Arbeitsunfähigkeit bescheinigte.
Es geht aber nicht um den Rentanantrag sondern um den Antrag zur Reha!
Die Reha wurde ja auch beantragt!!
Wer hatte also die Idee eine Reha zu beantragen?
Wenn es die KK war, dann könnte diese auch den § 51 anwenden.
Wer hat die Idee zum Rehaantrag (nicht Rentenantrag!!).
REHA habe ich beantragt. Bei meiner ersten längeren Krankheit, 1.11.2010-31.07.2011 hatte ich REHA bei der KK beantragt, abgelehnt. Bin doch wieder zur Arbeit, nach einem halben Jahr wieder längere Krankheit ab 7.2.2012. Febr. 2012 nochmals REHA beantragt diesmal bei der RV. Abgelehnt. Widersprochen. Nach einem Gutachtertermin REHA genehmigt. Aus der Reha arbeitsunfähig entlassen. Jetzt habe ich diese unmengen von Fomularen, mit denen ich überfordert bin. Mit einer Rente bin ich einverstanden, doch diese soll eben nicht rückwirkend gelten. Denn ich möchte gerne die Versicherten Zeiten während des Krankengeldbezuges mitberücksichtigt haben. Ich habe soeben die §51 und §116 Abs.2SGB VI gelesen. Obwohl ich der deutschen Sprache mächtig bin, muss ich jeden Satz wiederholten Male lesen, bis ich nur die Hälfte verstehe. VDK oder eine andere Stelle aufzusuchen wäre natürlich eine gute Idee. Doch ich habe den (vielleicht widersinnigen) Wunsch, als eine mündige, verantwortungs- und pflichtbewußte Bürgerin die Gesetze und gesetzliche Vorgänge, die ja für uns gelten soll, auch zu verstehen. Quasi ich diene gut und aufrichtig als Bürgerin und möchte gut und aufrichtig vom Staat "bedient" werden. Es sind soviele Paragraphen, die gleichzeitig durchforstet werden müssen...ich bin sehr froh, hier Kontakt gefunden zu haben. Allein die Gegenfragen schaffen etwas mehr Licht. Dank Euch.
Prima! Dann besteht die Chance, dass das Dispositionsrecht durch die KK nicht wirksam eingeschränkt ist!!
In dem schreiben der DRV, wo die Erwerbsminderung mitgeteilt wurde, ist ja auch angegeben welches Datum Sie im Rentenantrag angeben sollen (also rückwirkend!)
Dies habe ich dann ignoriert und statt dessen das aktuelle Datum eingesetzt/einsetzen lassen.
Und genauso wurde dann auch entschieden, die KK hatte da absolut nichts zu melden.
Bei mir machte dies einen Unterschied von einem Jahr aus!!
Der positive Nebeneffekt ist, dass dann auch die Verlängerung der Rente erst 2015 (statt 2014) ansteht. Ein Jahr lang mehr Ruhe vor diesem ganzen kraftzeherenden Behördenkram ist mindestens so wertvoll wie 1 Jahr mehr Rentenpunkte!!
Evtl. ist das bei Ihnen also auch so möglich, wenn Sie das Dispositionsrecht noch haben.
Ich lade Sie nochmals herzlich ins Forum "Krank-ohne-Rente" ein.
Dort haben Sie die Möglichkeit ganz individuelle Unterstützung zu bekommen. Da es dort die Möglichkeit zum nicht öffentlichen Austausch gibt. Denn um die Sache genau einschätzen zu können braucht es leider sehr detaillierte Angaben aus Ihrem Schriftwechsel mit KK und DRV.
Man kann auch etwas einscannen und einstellen.(Namen werden natürlich auch dort ausgestrichen!!)
Es sind dort sehr engagierte Helfer aktiv.
Mit einer Rente bin ich einverstanden, doch diese soll eben nicht rückwirkend gelten. Denn ich möchte gerne die Versicherten Zeiten während des Krankengeldbezuges mitberücksichtigt haben.
Erst mal wissen Sie noch gar nicht, ob Sie Rente bekommen oder ob die DRV Sie z.B. in einer anderen Tätigkeit für arbeitsfähig hält. Oder 3 - 6 Stunden arbeitsfähig, also Teilrente.
Den Zeitpunkt des Beginns bestimmt die DRV, nicht Sie.
Die RV ist sich bei ihnen wohl ( noch ) gar nicht im Klaren ob ueberhaupt eine EM vorliegt. Scheinbar schliesst sich in ihrem Fall der med. Dienst der RV dem Ergebnis der Reha jetzt NICHT an. Sie schreiben aber auch nur, das man Sie Arbeitsunfähig entlassen hat. Das heisst gar nichts bezüglich eiiner Rente. Viel wichtiger wäre zu wissen, was dort im Bericht zu ihrer Erwerbsfähigkeit genau steht. Wie auch immer muss der med. Dienst der RV sich dem auch nicht anschliessen, sondern entscheidet eigenständig. Es kann auch sein, das das Rehagutachten widersprüchlich in sich ist und mit den anderen ärztl. Unterlagen die man über Sie sonst noch so vorliegen nicht übereinstimmt bzw. sich extrem unterscheidet. Da ist dann weiterer Klärungsbedarf angezeigt.
" Laut telefonische Auskunft bei der DRV Bund, muss ich nochmal zu einen Gutachter Termin "
Eben drum schickt man Sie jetzt noch zu einem Gutachter um weitere Feststellungen bzw. eine Zweitmeinung anzuholen. DANACH erst folgt dann die Entscheidung zur Rente - nciht vorher. Also erstmal schön abwarten bevor man das Fell des Bären verteilt ohne selbigen erlegt zu haben. Und den Zeitpunkt des Eintritts der EM bestimmt die RV und nicht der Antragsteller.
"...bevor man das Fell des Bären verteilt, ohne selbigen erlegt zu haben.." Die Formulierung gefällt mir. Natürlich muss ich abwarten. Ich weiß auch, dass die RV sich nicht an Entlassungsbericht/Reha, allerdings sehr klar formuliert ist, automatisch anschließt.
Erstmal die Unterlagen fertigstellen, absenden, abwarten... Sie haben Recht.
Den Eintritt der Erwerbsminderung bestimmt die DRV - das ist richtig.
Den Zeitpunkt des RentenZahlungsbeginns jedoch nicht in jedem Fall!
Im Bescheid der DRV stand nach meiner Begutachtung:
"Der Eintritt der vollen Erwerbsminderung wird für den x.x.2011 festgestellt und bis x.x.2014 befristet.
Bitte stellen sie bis zum x.x.2012 einen formellen Rentenantrag und setzen als Antragsdatum den x.x.2011 ein."
Statt dessen habe ich jedoch den Zeitpunkt nach KG-Aussteuerung eingesetzt - also 1 gutes Jahr später.
Dieser Zeitpunkt wurde anstandslos akzeptiert und im endgültigen Rentenbescheid teilte man mir mit, dass die Befristung nun sogar bis x.x.2015 geschoben wurde.
Es ist also durchaus möglich den Beginn des Rentenbeginns im Rentenantrag selbst anzugeben wenn man das Dispositionsrecht hat.
Natürlich kann man nur nach hinten schieben, da der Erwerbsminderungsbeginn ja absolut feststeht.
Das Datum wird, z.B. wenn man den Rentanantrag auf dem Bürgerbüro dann ausfüllen lässt, explizit erfragt und darauf hat man sehr wohl Einfluss wenn man eben das Dispositionsrecht inne hat!
Da ich das alles gerade vor wenigen Monaten genauso hinter mich gebracht habe, stehe ich da auch für die Richtigkeit ein und kann dies auch belegen.
Lassen Sie sich also nicht verunsichern
@Berrak - ich habs vor wenigen Monaten selbst durchgezogen!
Da Sie noch vor dem Gutachten stehen haben Sie noch jede Zeit um zu klären ob sie das Dispositionsrecht beanspruchen können!
Und bei weiteren Fragen zu sämtlichen Behörden gilt der Tipp mit dem anderen Forum.
Man ist dem Ganzen ja völlig ausgeliefert und merkt oft gar nicht wenn man Unsäglichkeiten ausgesetzt ist.
Ich denke dabei z.B. an globale Schweigepflichtentbindungen die einem von KK-Sachbearbeitern mit Androhung des KG-Stopps als rechtlich korrekt untergeschoben werden...
Ich habe all das über mich ergehen lassen, obwohl ich genau wußte, dass die Anforderung rechtlich nicht korrekt ist. Nun, ich habe bereits seit 5 jahren 50% Behinderung, gearbeitet habe ich dennoch weiterhin und in Vollzeit. Und Krankheit ist eben keine Zeit, in der der Mensch sich in voller Kraft, voller Konzentrationsfähigkeit, voller Handlungsfähigkeit,...befindet und klare Orientierung hat, was aber dringend notwendig wäre, um diesen Dchungel -ohne zusätzlichen Schaden- bewältigen zu können. Ich denke, bisher habe ich es halbwegs ohne große Verluste an Zuversicht geschafft. Es wird schon gut gehen.
Den Forum krank-ohne-rente werde ich besuchen.
Danke nochmal. Grüße aus dem Süden Deutschlands.

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