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Timestamp: 2018-07-17 00:16:34+00:00

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Portugiesische Zinseinkünfte – und die Quellensteuer › Steuerlupe
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Ob und inwieweit Aufwendungen in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer Einkunftsart stehen, hängt danach von den Gründen ab, aus denen der Steuerpflichtige die Aufwendungen vornimmt. Maßgeblich ist die -wertende- Beurteilung des die betreffenden Aufwendungen “auslösenden Moments”5.
Hiervon ausgehend ist -anders als im Rahmen von § 3c Abs. 1 EStG (“in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang”9)- für § 34c Abs. 1 Satz 4 EStG ein ausschließlicher Zurechnungszusammenhang nicht erforderlich. Weisen die Aufwendungen einen Veranlassungszusammenhang sowohl mit ausländischen Einkünften i.S. des § 34d EStG als auch mit inländischen Einkünften oder mit mehreren Arten von ausländischen Einkünften auf, so sind sie -ebenso wie bei den Einkunftsarten i.S. des § 2 Abs. 1 Satz 1 EStG10– aufzuteilen oder den Einkünften zuzurechnen, zu denen sie vorwiegend gehören. Dies trägt auch der Gesetzesbegründung Rechnung, nach der Aufwendungen den im Ausland erzielten Einnahmen auch dann zugeordnet werden sollen, wenn sie hierzu lediglich in einem “mittelbaren” Zusammenhang stehen11.
Ist Letzteres zu verneinen -wie dies beispielsweise für Personalaufwendungen vertreten wird, die mit der Verwaltung sowohl des mit den inländischen Einkünften als auch des mit den ausländischen Einkünften verbundenen operativen Geschäfts im Zusammenhang stehen15– sind die nach § 34c Abs. 1 Satz 4 EStG zuzuordnenden Betriebsausgaben zu schätzen16. Auch kann hierbei eine Aufteilung nach dem Verhältnis der gesamten Aufwendungen für Kapitalanlagen zu den gesamten laufenden Erträgen nicht zu beanstanden sein17.
Bestätigung des BFH, Urteils vom 06.04.2016 – I R 61/14, BFHE 253, 348, BStBl II 2017, 48↩
BGBl II 1982, 130, BStBl I 1982, 348↩
vgl. BFH, Urteile vom 16.03.1994 – I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 09.04.1997 – I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; vom 29.03.2000 – I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577; vom 18.12 2013 – I R 71/10, BFHE 244, 331, BStBl II 2015, 361↩
BFH, Urteil vom 06.04.2016 – I R 61/14, BFHE 253, 348, BStBl II 2017, 48↩
BFH (GrS), Beschlüsse vom 21.09.2009 – GrS 1/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672; vom 04.07.1990 – GrS 2/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817↩
BFH, Urteil vom 27.03.2013 – I R 14/12, BFH/NV 2013, 1768↩
BFH, Urteile vom 15.01.2015 – I R 48/13, BFHE 248, 535, BStBl II 2015, 713; vom 07.12 2005 – I R 34/05, BFH/NV 2006, 1068↩
z.B. BFH, Urteile vom 16.11.2011 – VI R 97/10, BFHE 236, 61, BStBl II 2012, 343; vom 25.11.2010 – VI R 34/08, BFHE 232, 86, BStBl II 2012, 24; vom 07.02.2008 – VI R 75/06, BFHE 220, 407, BStBl II 2010, 48; vom 05.04.2006 – IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654; vom 30.03.1999 – VIII R 70/96, BFH/NV 1999, 1323↩
, s. dazu BFH, Urteil vom 11.02.1993 – VI R 66/91, BFHE 170, 392, BStBl II 1993, 450; vgl. auch zu § 50 Abs. 5 Satz 4 Nr. 3 Satz 2 EStG i.d.F. vom 16.04.1997 BFH, Urteile vom 27.07.2011 – I R 56/10, BFH/NV 2012, 181; vom 24.04.2007 – I R 93/03, BFHE 218, 83, BStBl II 2008, 132↩
s. zu einer Aufteilung von Aufwendungen, die einen Veranlassungszusammenhang zu mehr als einer Einkunftsart aufweisen, BFH, Urteile vom 10.06.2008 – VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937; vom 15.03.1994 – X R 58/91, BFHE 174, 84, BStBl II 1994, 516; vom 23.01.1991 – X R 37/86, BFHE 163, 376, BStBl II 1991, 398; vom 04.10.1990 – X R 150/88, BFH/NV 1991, 237↩
BT-Drs. 15/119, S. 40↩
vgl. ausführlich BFH, Urteil in BFHE 253, 348, BStBl II 2017, 48↩
zustimmend Wissenschaftlicher Beirat Steuern der Ernst & Young GmbH, Internationales Steuerrecht 2016, 922, 928; a.A. Hierstetter in Erle/Sauter, KStG, 3. Aufl., § 26 KStG Rz 31; Jochimsen/Schnitger in Schnitger/Fehrenbacher, KStG, § 26 Rz 217; wohl auch Lieber in Herrmann/Heuer/Raupach, § 26 KStG Rz 26↩
vgl. BFH, Urteile vom 23.04.2015 – V R 32/14, BFH/NV 2015, 1106; vom 24.06.2014 – VIII R 54/10, BFH/NV 2014, 1501; vom 17.06.2004 – IV R 45/03, BFH/NV 2004, 1618↩
Urteil des Finanzgericht Münster vom 17.09.2014 10 K 1310/12 K, EFG 2015, 303; vgl. auch Endert in Frotscher/Drüen, KStG/GewStG/UmwStG, § 26 KStG Rz 73; Geurts in Ernst & Young, a.a.O., § 26 Rz 84.5; Jochimsen/Schnitger in Schnitger/Fehrenbacher, a.a.O., § 26 Rz 212; Lieber in Herrmann/Heuer/Raupach, § 26 KStG Rz 25; Mössner/Seeger/Mössner, Körperschaftsteuergesetz, § 26 Rz 196; Müller-Dott in Flick/Wassermeyer/Baumhoff/Schönfeld, a.a.O., § 26 KStG Rz 89.3; Siegers in Dötsch/Pung/Möhlenbrock, Die Körperschaftsteuer, § 26 Rz 168; Staats in Rödder/Herlinghaus/Neumann, KStG, § 26 Rz 80; Streck/Binnewies, KStG, 8. Aufl., § 26 Rz 27↩
BFH, Urteil in BFHE 253, 348, BStBl II 2017, 48↩
vgl. FG Münster, Urteil in EFG 2015, 303↩
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Themenseiten zu diesem Artikel: Anleihe, Anrechnungshöchstbetrag, DBA-Portugal, Doppelbesteuerung, Veranlassungsprinzip, Zinseinkünfte

References: § 3
 § 34
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 § 2
 § 34
 § 50
 § 26
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