Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202009,%203714
Timestamp: 2020-04-07 21:04:14+00:00

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BGH, 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,323
BGH, 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 (https://dejure.org/2009,323)
BGH, Entscheidung vom 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 (https://dejure.org/2009,323)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 2009 - VIII ZR 354/08 (https://dejure.org/2009,323)
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Unzulässige Einschränkung einer Garantie für Gebrauchtwagen
Unzulässige Einschränkungen eines Garantieversprechens
Gebrauchtwagengarantievertrag - Rechnungsvorlage
Unwirksame Garantiefälligkeitsklausel in AGB-Gebrauchtwagen
Inspektions- und Reparaturbindungsklausel mit Rechnungsvorlage in Garantie-AGB
BGB § 307 Abs. 1; BGB § 307 Abs. 2
Unwirksame AGB-Klauseln beim Gebrauchtwagenkauf
GW-Handel - Unzulässige Einschränkung einer Garantieversicherung
Verkehrsrecht - Unzulässige Einschränkung einer Garantievereinbarung für Gebrauchtwagen
Unzulässige AGB-Klauseln in Gebrauchtwagengarantievertrag
Kfz-Garantievertrag mit vielen Auflagen - Inspektion sollte nur beim Verkäufer bzw. Garantiegeber durchgeführt werden
Unzulässige Einschränkung für Gebrauchtwagen
Autobesitzer dürfen sich die Werkstatt aussuchen
Gebrauchtwagen: BGH kippt Klauseln in Garantiebedingungen
Einschränkung einer Garantievereinbarung für Gebrauchtwagen unzulässig
Garantienehmer darf nicht benachteiligt werden - BGH fordert klare Regeln für die Leistungspflicht
Unzulässige Einschränkung der Garantie - Klauseln bringen deutliche Benachteiligung des Garantienehmers
Gebrauchtwagenvertrag mit Garantie - Kleingedrucktes
BGH stärkt Rechte von Gebrauchtwagenkäufern // Garantie darf nicht an Wartung bei Verkäufer gebunden werden
Gebrauchtwagenkauf - Werkstattbindung in Gebrauchtwagengarantie
AG Hannover, 17.10.2007 - 533 C 4591/07
LG Hannover, 02.05.2008 - 13 S 85/07
NZV 2010, 75 (Ls.)
VersR 2010, 1191
BB 2010, 275
Eine Formularklausel ist nur dann unangemessen, wenn der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (st. Rspr., siehe nur BGH, Urteil vom 14. Oktober 2009 - VIII ZR 354/08, NJW 2009, 3714, Tz. 13 m.w.N.).
Dementsprechend hat der Senat in der Vergangenheit Garantieverträge einer AGB-rechtlichen Kontrolle insoweit unterworfen, als es um Klauseln ging, die über die vertragliche Festlegung des unmittelbaren Leistungsgegenstandes hinaus das hierin gegebene Leistungsversprechen wieder eingeschränkt oder sonst modifiziert haben (Senatsurteile vom 24. April 1991 - VIII ZR 180/90, WM 1991, 1384 unter II;… vom 17. Oktober 2007 - VIII ZR 251/06, aaO Rn. 13; vom 14. Oktober 2009 - VIII ZR 354/08, NJW 2009, 3714 Rn. 11 ff.;… vgl. auch Senatsurteil vom 12. Dezember 2007 - VIII ZR 187/06, WM 2008, 559 Rn. 13 ff.) oder die in ansonsten bestehende (Gewährleistungs-)Rechte des Vertragspartners eingegriffen haben (…Senatsurteil vom 23. März 1988 - VIII ZR 58/87, aaO S. 90 f.).
a) Eine Formularklausel ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unangemessen, wenn der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (…Senatsurteile vom 17. Oktober 2007 - VIII ZR 251/06, aaO Rn. 15;… vom 12. Dezember 2007 - VIII ZR 187/06, aaO Rn. 14; vom 14. Oktober 2009 - VIII ZR 354/08, aaO Rn. 13; jeweils mwN).
Ebenso hat es der Senat außerhalb dieser besonderen Interessenlagen beim Absatz von Neuwagen nicht missbilligt, wenn ein Garantiegeber in seinen Garantiebedingungen von einer Obliegenheit des Kunden ausgegangen ist, vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene oder empfohlene Wartungsarbeiten in zumutbarer Weise (dazu Senatsurteil vom 14. Oktober 2009 - VIII ZR 354/08, aaO) durchführen zu lassen, und bei versäumter Fahrzeugwartung dem Kunden den Beweis fehlender Ursächlichkeit zwischen dem Wartungsversäumnis und dem Garantiefall auferlegt hat (…Senatsurteil vom 17. Oktober 2007 - VIII ZR 251/06, aaO mwN).
Es liege ein wesentlicher Unterschied zu dem Sachverhalt des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 - vor.
Eine Formularklausel ist unter anderem dann unangemessen im Sinne des § 307 Abs. 1 BGB, wenn der Verwender mit ihr missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vorneherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen (vgl. dazu BGH Urt. v. 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 - NJW 2009, 3714ff., zitiert Juris Rdnr. 13;… LG Kiel Urt. v. 15.07.2008 - 12 O 25/08 - ZfSch 2008, 567ff., zitiert Juris Rdnr. 48;… LG Düsseldorf Urt. v. 15.10.2004 - 20 S 109/04 - DAR 2005, 688f., zitiert Juris Rdnr. 12;… Palandt-Heinrichs, BGB, 65. Auflage, § 307 Rdnr. 6 jeweils m.w.N.).
Es ist daher auch anerkannt, dass Klauseln gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam sind, welche die Verwender von ihrer Leistungsverpflichtung ohne Rücksicht darauf freistellen, ob der Verstoß des Garantienehmers gegen seine Obliegenheit zur regelmäßigen Wartung seines Fahrzeugs für den reparaturbedürftigen Schaden ursächlich geworden ist oder nicht, weil ein Obliegenheitsverstoß dann nicht zum Anspruchsverlust führen kann, wenn er sich nicht schadensursächlich ausgewirkt hat (vgl. dazu nur BGH Urt. v. 14.10.2009 - VIII ZR 354/08 - NJW 2009, 3714ff.;… LG Kiel Urt. v. 15.07.2008 - 12 O 25/08 - ZfSch 2008, 567ff.;… LG Düsseldorf Urt. v. 15.10.2004 - 20 S 109/04 - DAR 2005, 688f.).
Vielmehr führt der Bundesgerichtshof in der vorgenannten Entscheidung Folgendes aus: "Eine Formularklausel ist nur dann unangemessen, wenn der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein die Interessen seines Partners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (st. Rspr., siehe nur BGH, Urteil vom 14. Oktober 2009 - VIII ZR 354/08, NJW 2009, 3714, Tz. 13 m. w. N.).

References: § 307
 § 307
 BGH 
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