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Timestamp: 2017-09-23 00:12:42+00:00

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burkes.de - Informationen zur Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer trägt maßgeblich zur Finanzierung der Gemeinden bei und ist – aus unterschiedlichen Gründen – eine deutsche Ausnahmeerscheinung und im Ausland in vergleichbarer Form nicht anzutreffen. Es handelt sich bei ihr nach der Definition von § 3 Abs. 2 AO („Realsteuern sind die Grundsteuer und die Gewerbesteuer.“) um eine Real- oder Sachsteuer, auch wenn diese Einordnung nach der Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer und der Lohnsummensteuer (siehe unten) umstritten ist. Rechtsgrundlage ist das Gewerbesteuergesetz (GewStG), die Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung sowie als allgemeine Verwaltungsvorschriften die Gewerbesteuer-Richtlinien. Die Gewerbesteuer zählt auch zu den Gemeindesteuern und den Objektsteuern.
2 Besteuerungsverfahren
2.1 Steuerpflichtig sind Gewerbebetriebe
2.2 Bemessungsgrundlage ist der Gewerbeertrag
2.2.1 Typisierender fiktiver Standardbetrieb
2.2.2 Hinzurechnungen
2.2.3 Kürzungen
2.3 Finanzamt setzt den Steuermessbetrag fest
2.3.1 Wie berechnet das Finanzamt den Steuermessbetrag?
2.3.1.1 Beispiel 1
2.3.1.2 Beispiel 2
2.4 Festsetzung und Zerlegung der Gewerbesteuer
2.5 Formeln zur Berechnung der Gewerbesteuer
2.6 Gewerbesteuerumlage
3 Beziehungen zu anderen Steuern
3.1 Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer
4 Finanzielle Bedeutung der Gewerbesteuer
4.1 Bekannte Städte mit ihren historisch höchsten Hebesätzen
4.2 Gemeinde mit dem historisch niedrigsten Hebesatz
5 Diskussion der Gewerbesteuer
5.1 Gegenläufige Positionen der Gemeinden und der Unternehmen
5.2 Gewerbesteuer im internationalen Vergleich
5.3 Geschichte der Gewerbesteuer
5.4 Aktuelle Reformvorschläge
5.5 Unternehmenssteuerreform 2008
Die Gewerbesteuer ist gedacht als Gegenleistung des Betriebs für die Aufwendungen, die der Gemeinde durch den Gewerbebetrieb entstehen. Erhoben wird sie nach einer vermuteten Kostenverursachung, indem das tatsächlich erzielte Ergebnis des Gewerbebetriebs durch Hinzurechnungen oder Kürzungen umgerechnet wird in ein fiktives Ergebnis eines gedachten Standardbetriebs. Damit sollen die Siedlungsfolgelasten der Gemeinde für die Ansiedlung des Betriebs abgegolten werden.
Besteuert werden gewerbliche Unternehmen im Sinne des Einkommensteuerrechts, also gewerblich tätige Einzelunternehmen und Personengesellschaften. Freiberufliche oder andere nichtgewerbliche selbstständige Tätigkeiten unterliegen nicht der Gewerbesteuer (siehe dazu aber unten: Reformvorschläge). Eine Kapitalgesellschaft ist ein Gewerbebetrieb kraft Rechtsform und unterliegt immer der Gewerbesteuer. Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe werden nur besteuert, wenn sie im Handelsregister eingetragen sind oder der Umsatz, der mit gewerblichen Dienstleistungen erzielt wird, 5.000 € übersteigt. Dabei ist für natürliche Personen und Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 € zu berücksichtigen. Für Gewerbeerträge bis 72.500 € gelten für diese Gruppe weiterhin ermäßigte Steuermesszahlen.
Gewerbeertrag ist der nach Einkommensteuerrecht bzw. Körperschaftsteuerrecht zu bestimmende Gewinn, der im Einzelfall um bestimmte Beträge vermehrt (Hinzurechnungen, § 8 GewStG) oder vermindert (Kürzungen, § 9 GewStG) wird. Sowohl Hinzurechnungen als auch Kürzungen verfolgen verschiedene Ziele, die teilweise damit begründet werden, dass die Bemessungsgrundlage die objektive Ertragskraft eines Gewerbebetriebs abbilden soll. Die Ermittlung des Gewerbeertrags erfolgt verfahrensrechtlich unabhängig von der Gewinnermittlung nach dem Einkommen- oder Körperschaftsteuerrecht. Im Regelfall wird jedoch der Gewinn bzw. Verlust entsprechend übernommen.
Typisierender fiktiver Standardbetrieb
Die Ertragskraft von Gewerbebetrieben soll dadurch objektiv vergleichbar werden, indem auf einen fiktiven Standardbetrieb abgestellt wird. Nach der ursprünglichen Vorstellung des Gesetzgebers arbeitet dieser fiktive Standardbetrieb mit eigenem Kapital, mit eigenen Maschinen, jedoch in fremden (angemieteten) Räumen. Die Vorschriften über Hinzurechnungen und Kürzungen wandeln sich jedoch auch aus fiskalischen Gründen, so dass umstritten bleibt, welche Hinzurechnungen bzw. Kürzungen mit diesem Ziel begründet werden können.
Als wesentlichste Hinzurechnung ist die hälftige Hinzurechnung von Dauerschuldzinsen (§ 8 Nr. 1 GewStG) zu nennen; gewerbesteuerlich mindern bezahlte Zinsen auf langfristige Kredite den Gewerbeertrag nur zur Hälfte (bei einem EBIT von 200 werden Zinsen in Höhe von 100 gezahlt, der Gewinn beträgt also 100, der Gewerbeertrag allerdings 150). Ursprünglich sah diese Vorschrift eine vollständige Hinzurechnung von Dauerschuldzinsen vor, d. h. Zinszahlungen minderten den Gewerbeertrag überhaupt nicht. Damit wurde eine Gleichbehandlung von Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung angestrebt, da (kalkulatorische) Zinsen auf das Eigenkapital die Bemessungsgrundlage auch nicht mindern. Dieser Anspruch wurde aus dem Ziel der Besteuerung der objektiven Ertragskraft abgeleitet. Durch Gesetzesänderung wurde dies jedoch auf 60 % (ab 1983) bzw. 50 % (ab 1984) begrenzt.
Eine weitere Hinzurechnung mit großer wirtschaftlicher Bedeutung ist die hälftige Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen nach § 8 Nr. 7 GewStG. Um dem Objektsteuercharakter der Gewerbesteuer Rechnung zu tragen, soll pauschaliert eine Gleichbehandlung von Unternehmen, die selbst erworbene und im (zivilrechtlichen und wirtschaftlichen) Eigentum stehende Wirtschaftsgüter einsetzen, und von Unternehmen, die diese Wirtschaftsgüter mieten und bei denen die Mietzahlungen den Gewinn mindern, erreicht werden. Die nur halbe Hinzurechnung soll dabei berücksichtigen, dass für die im Eigentum stehenden Wirtschaftsgüter zumindest die Abschreibungen den Gewinn mindern. Allerdings kommt diese Vorschrift nach dem Wortlaut des Gesetzes nur dann zur Anwendung, wenn die Miet- und Pachtzahlungen nicht bereits beim Empfänger dieser Zahlungen (also in der Regel dem Leasinggeber) der Gewerbesteuer unterliegen. Damit soll eine Doppelbelastung mit Gewerbesteuer vermieden werden. Wegen der daraus resultierenden Ungleichbehandlung von deutschen und ausländischen Unternehmen (die nicht der Gewerbesteuer unterliegen) und der damit einhergehenden Beschränkung des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs hat der EuGH diese Vorschrift in seiner Eurowings-Entscheidung allerdings für EU-rechtswidrig erklärt.
Mit der Unternehmensteuerreform 2008 ergeben sich wesentliche Veränderungen bei den Hinzurechnungen: Ab 2008 werden dem Gewinn alle Entgelte für Schulden (nicht nur diejenigen für Dauerschulden) zu 25 % hinzugerechnet. Ferner werden ab 2008 auch 25 % der Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzen hinzugerechnet. Dies gilt auch dann, wenn die Miet- und Pachtzahlungen bereits beim Empfänger dieser Zahlungen der Gewerbesteuer unterliegen. Die Finanzierungsanteile sollen pauschal
20 % bei Mieten, Pachten und Leasingraten für bewegliche Anlagegüter,
65 %[1] bei Mieten, Pachten und Leasingraten für unbewegliche Anlagegüter und
25 % bei Rechtsüberlassungen, insbesondere Konzessionen und Lizenzen (ausgenommen sog. Vertriebslizenzen) betragen.
Mit der Ausweitung der Regelung ist die zuvor beschriebene EU-Rechtswidrigkeit beseitigt. Um kleine und mittlere Unternehmen von der Ausweitung der Hinzurechnungen auszunehmen, ist ein Freibetrag von € 100.000 vorgesehen.
Durch die Kürzungen soll eine mehrfache Belastung mit Realsteuern vermieden werden. So wird der Gewerbeertrag beispielsweise um einen Teil des Einheitswerts von betrieblichen Grundstücken gekürzt, da diese bereits der Grundsteuer unterliegen. Daneben werden insbesondere Gewinnanteile aus qualifizierten Beteiligungen (mehr als 10 %-Anteil) gekürzt, da diese bereits auf Ebene der ausschüttenden Kapitalgesellschaft der Gewerbesteuer unterlagen (sog. gewerbesteuerliches Schachtelprivileg). Überdies werden, um dem Inlandscharakter der Gewerbesteuer Rechnung zu tragen, ausländische Gewinnanteile gekürzt.
Finanzamt setzt den Steuermessbetrag fest
Ausgehend vom Gewerbeertrag des Unternehmens wird ein Steuermessbetrag ermittelt. Dazu wird der Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl multipliziert. Die Steuermesszahl beträgt für Kapitalgesellschaften 5 % (ab 2008: 3,5 %). Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist der Gewerbeertrag zunächst um einen Freibetrag von 24.500 € zu kürzen. Für den verbleibenden Gewerbeertrag gilt ein Staffeltarif, der beginnend mit einer Steuermesszahl von 1 % für die ersten 12.000 € in 12.000 €-Schritten um jeweils einen Prozentpunkt bis auf 5 % ansteigt (ab 72.500 € Gewerbeertrag).
Wie berechnet das Finanzamt den Steuermessbetrag?
Gewerbeertrag  100.500 €
- Freibetrag      24.500 €
= Gewerbeertrag   76.000 €
1. Stufe:       12.000 € x Steuermesszahl 1 % = Messbetrag   120 €
2. Stufe:       12.000 € x Steuermesszahl 2 % = Messbetrag   240 €
3. Stufe:       12.000 € x Steuermesszahl 3 % = Messbetrag   360 €
4. Stufe:       12.000 € x Steuermesszahl 4 % = Messbetrag   480 €
5. Stufe:       28.000 € x Steuermesszahl 5 % = Messbetrag 1.400 €
76.000 €   Steuermessbetrag insgesamt    = 2.600 €
Gewerbeertrag  46.500 €
- Freibetrag     24.500 €
= Gewerbeertrag  22.000 €
2. Stufe:       10.000 € x Steuermesszahl 2 % = Messbetrag   200 €
22.000 €   Messbetrag insgesamt           =  320 €
Freibetrag und Staffeltarif (ab einem Gewerbeertrag von ca. 75.000 € entspricht der Staffeltarif einem zusätzlichen Freibetrag von 24.000 €) sollen kompensieren, dass Einzelunternehmen und Personengesellschaften keinen Unternehmerlohn steuermindernd geltend machen können. Bei einer Kapitalgesellschaft ist dagegen das Gehalt des Geschäftsführers Lohnaufwand und mindert somit den Gewerbeertrag.
Mit der Unternehmensteuerreform 2008 wird der Staffeltarif abgeschafft.
Messbetrag        x    Hebesatz         =      Gewerbesteuer
2.600 €          x      400 %          =         10.400 €
Das Recht zur Festlegung des Hebesatzes (oder einer anderen, neu zu schaffenden „wirtschaftskraftbezogenen Steuer“) ist den Gemeinden grundgesetzlich garantiert. Seit 2004 beträgt der Hebesatz mindestens 200, es sei denn die Gemeinde setzt einen höheren Hebesatz fest. Damit will der Gesetzgeber sog. Gewerbesteueroasen (zum Beispiel Norderfriedrichskoog, die lange Zeit einen Hebesatz von Null hatte) verhindern. Meistens sind die Hebesätze von Großstädten höher als im Umland. Beispielsweise hat München einen Hebesatz von 490, die Gemeinden im Umland liegen zwischen 240 und 360, im Schnitt des Landkreis München bei 317 % [2]).
Hat das Unternehmen Betriebsstätten in mehreren Gemeinden oder erstreckt sich die Betriebsstätte über das Gebiet mehrerer Gemeinden („mehrgemeindliche Betriebsstätte“), so muss der Steuermessbetrag auf die einzelnen Gemeinden verteilt werden (Zerlegung, §§ 28 ff GewStG; Steuerzerlegung). Hiervon ausgenommen sind jedoch Gleisanlagen, Leitungen (z. B. für Gas, Wasser, elektrische Energie) sowie unterirdische Bergbauanlagen. Zerlegungsmaßstab sind i. d. R. die in den einzelnen Gemeinden anfallenden Arbeitslöhne (§ 29 GewStG). In den Fällen der mehrgemeindlichen Betriebsstätte ist die Gewerbesteuer nach der Lage der örtlichen Verhältnisse unter Berücksichtigung der durch das Vorhandensein der Betriebsstätte erwachsenden Gemeindelasten zu zerlegen (§ 30 GewStG). Dies können z. B. Kriterien wie die jeweils im Gebiet einer Gemeinde befindlichen Anlagen und / oder die dort erzielten Betriebseinnahmen sein. Über die Zerlegung erteilt das zuständige Finanzamt einen Zerlegungsbescheid.
Formeln zur Berechnung der Gewerbesteuer
Bei Kapitalgesellschaften kann man die Höhe der Gewerbesteuer wie folgt ausrechnen, wobei die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer berücksichtigt wird (siehe unten):
mit GewSt = zu zahlende Gewerbesteuer, h = Hebesatz der Gemeinde (geteilt durch Hundert, also bei einem Hebesatz von 400 wäre h hier 4) und GewE = Gewerbeertrag vor Gewerbesteuerzahlung.
Bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen ist die Berechnung der Gewerbesteuerzahlung wegen des Freibetrags und des Staffeltarifs komplizierter. Soweit der Gewerbeertag hinreichend hoch (unabhängig vom Hebesatz ab einschließlich 72.500,00 Euro) liegt, gilt folgende Formel:
In der Bilanz muss das Unternehmen für die Gewerbesteuerzahlung eine Rückstellung bilden. Zu diesem Zweck kann die Gewerbesteuer vereinfachend nach der 5/6-Methode: GewStRückstellung = GewE * 0,05 * h /6*5 oder mathematisch genau nach obigen Formeln ermittelt werden. Dadurch wird berücksichtigt, dass die Gewerbesteuer Betriebsausgabe ist und ihre eigene Bemessungsgrundlage mindert. Für einen Hebesatz von 400 stimmt das Ergebnis mit der mathematisch exakten Berechnung überein (Grundlage für die 5/6 Methode ist aktuell EStR R 4.9 II).
Exakter ist jedoch die sog. Divisormethode:
(5 x Hebesatz + 100) / 100
Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 in Deutschland wird der Betriebsausgabenabzug für die Gewerbesteuer abgeschafft, so dass die obige In-Sich-Rechnung für Erhebungszeiträume, die nach dem 31.12.2007 enden, entfällt.
Nach § 35 EStG können Einzelunternehmer und Gesellschafter einer Personengesellschaft die Gewerbesteuer seit dem VZ 2001 auf ihre Einkommensteuer anrechnen. Die Anrechnung erfolgt in Höhe des 1,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrags und nur auf die Einkommensteuer, die auf die Einkünfte aus Gewerbebetrieb entfällt. Bis zu einem Hebesatz von ca. 340 % hat die Gewerbesteuer somit keine Belastungswirkung mehr.
Ab 2008 (Unternehmenssteuerreform 2008) erhöht sich der Anrechnungsfaktor auf 3,8. Die Belastungswirkung der Gewerbesteuer wird damit bis zu einem Hebesatz von 400 % beseitigt.
Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens in Deutschland bis 2004 (2005: Schätzung)
Im Jahr 2006 betrugen die Gewerbesteuereinnahmen bundesweit über 38,3 Mrd. Euro (2005: 35,1 Mrd. Euro). Für die Gemeinden stellt die Gewerbesteuer neben der Grundsteuer die einzige wesentliche Einnahmequelle dar, die für sie beeinflussbar ist. Sie steht daher unter dem Schutz der Selbstverwaltungsgarantie aus Art. 28 Abs. 2 GG. Ihr Anteil am Gemeindehaushalt ist jedoch unterschiedlich hoch, im Bundesdurchschnitt hatte sie 2000 einen Anteil von ca. 13 % am Gemeindehaushalt (nach Umlage) und war damit nach der Beteiligung der Gemeinden an der Einkommensteuer (ca. 14 %) die wichtigste steuerliche Einnahmequelle. Mehr als ein Fünftel der Gewerbesteuereinnahmen müssen die Gemeinden allerdings als Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder abführen (2000). Im West-Ost-Vergleich zeigen sich aber deutliche Unterschiede. Für Gemeindefinanzen in den neuen Bundesländern hat die Gewerbesteuer eine wesentlich geringere Bedeutung, ihr Anteil beträgt hier nur ca. 6 %, Gemeinden in Ostdeutschland sind wesentlich mehr auf Zuweisungen von den Ländern und Investitionszuweisungen angewiesen. Manche Städte, wie etwa Frankfurt am Main, Düsseldorf oder München sind jedoch von der Gewerbesteuer, oder einer anderen Form der Unternehmensbesteuerung abhängig. Ein höherer Anteil an der Einkommensteuer, wie oftmals vorgeschlagen, würde jene Städte schwächen. Sie haben relativ wenige Einwohner (es leben zudem viele Gutverdiener im Umland) aber dafür um so mehr Unternehmen mit hohem Gewerbeertrag.
Bekannte Städte mit ihren historisch höchsten Hebesätzen
Historisch höchster Hebesatz         am 1. Juli 2007
München                          490                             490
Frankfurt am Main                490                             460
Hamburg                          470                             470
Essen                            470                             470
Leverkusen                       460                             460
Düsseldorf                       460                             445
Bergisch Gladbach                455                             455
Köln                             450                             450
Bonn                             450                             450
Berlin                           410                             410
Berlin wurde mit dem Urteil des BVerfG zu Finanzhilfen des Bundes u. a. nahegelegt, den Gewerbesteuerhebesatz auf das Niveau vergleichbarer Städte anzuheben.
Gemeinde mit dem historisch niedrigsten Hebesatz
Historisch niedrigster Hebesatz      am 1. Juli 2007
Norderfriedrichskoog              0                              200
Nach einer Studie des Bonner Instituts Finanzen und Steuern sank im Jahr 2007 „erstmals seit vielen Jahren der durchschnittliche Hebesatz in den größten Gemeinden“ um einen Prozentpunkt auf 432 %. Rekordhalter unter den Kommunen ab 50.000 Einwohnern sind München und Bottrop mit 490 %; den geringsten Satz in dieser Gruppe verlangt Rüsselsheim mit 340 %. Bei den kleinen Gemeinden erheben rund 100 Gemeinden oder Gemeindeteile nur den Mindesthebesatz von 200 %. Spitzenreiter ist das Eifeldorf Dierfeld, das seit Jahren 900 Prozent verlangt.[3]
Die Gewerbesteuer ist eine der umstrittensten deutschen Steuern. Immer wieder wurden verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Gewerbesteuer laut, da insbesondere freie Berufe nicht gewerbesteuerpflichtig sind. Diese Bedenken wurden jedoch vom Bundesfinanzhof und vom Bundesverfassungsgericht nicht geteilt. Allerdings hat das Niedersächsische Finanzgericht zum dritten Mal eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht gestartet, in der es auf 60 Seiten begründet, warum die Gewerbesteuer gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes verstoße (Abrufbar unter: www.nwb.de/finanzgericht/nfg[1]).
Für die Gemeinden stellt die Gewerbesteuer zwar die wichtigste eigenständige Steuerquelle dar, gleichzeitig ist sie jedoch sehr konjunkturabhängig, so dass die Gemeinden nicht mit stetigen Einnahmen planen können. (Von 1998 zu 1999 veränderte sich das Gewerbesteueraufkommen in Hamburg um +20 %, in Kiel dagegen um −36 %, in Schweinfurt um +100 %, in Werdau sogar um +230 %, in Leverkusen um −60 %). Bemängelt wird überdies, dass der Hebesatz nicht von den Gemeinden genutzt werden kann, um durch die Senkung neue Gewerbebetriebe anzulocken, sondern dass umgekehrt bereits benachteiligte Gemeinden gezwungen sind, einen hohen (abschreckenden) Hebesatz aufrecht zu erhalten, und dadurch noch mehr Gewerbebetriebe an bereits reiche Gemeinden verlieren, insbesondere das Hebesatzgefälle von Großstadt zum Umland wird dabei kritisiert. Da die Gewerbesteuer eine deutsche Besonderheit ist und eine Zusatzbelastung des betrieblichen Ertrags darstellt, wird kritisiert, dass sich die Gewerbesteuer negativ im internationalen Standortwettbewerb auswirke.
Die Medien berichten über Unternehmen, die überhaupt keine Gewerbesteuer mehr zahlen würden: unter ihnen der (mittlerweile) weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Unilever: Durch Restrukturierung des Konzerns mittels einer Tochterfirma („Monda Beteiligungs GmbH“), die in einer Scheune in Norderfriedrichskoog (s. u.), Dietstraat 13, ansässig war, wurde jahrelang gar keine Gewerbesteuer fällig[4]. In Norderfriedrichskoog hatten bis zu 500 Tochterfirmen internationaler Unternehmen ihren Sitz. Laut Frankfurter Rundschau (29. Januar 2002, sek. zit. n. [5]) werden Profite bei den Auslandstöchtern verbucht, während Verluste im Inland angesiedelt werden: 2001 habe die Bayer AG keine Gewerbsteuer gezahlt, obwohl sie einen Gewinn von über 800 Mio. Euro ausgewiesen habe. Dadurch seien die Haushalte betroffener Städte stark beeinträchtigt worden. Dieses Steuersparmodell ist inzwischen durch gesetzgeberische Maßnahmen beseitigt worden.
Es wird auch immer wieder behauptet, dass Unternehmen teilweise sogar Geld von den Gemeinden erhielten anstatt Gewerbesteuer zu zahlen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Unternehmen nur zurückbekommen, was sie bereits als Vorauszahlung abführen mussten. Da sich die Gewinnsituation jedoch gegenüber der Schätzung verschlechtert hat, bekommt das Unternehmen einen Teil der im vorigen Jahr zuviel gezahlten Steuern zurück.
Daraus zu schließen, dass große Unternehmen sich generell der Gewerbesteuer entzögen, wäre zu pauschal und kann durch die empirischen Daten nicht belegt werden. Zwar kommt es immer wieder vor, dass einzelne Unternehmen, teilweise auch über Jahre hinweg, keine oder kaum Gewerbesteuer zahlen, allerdings tragen insbesondere die großen Unternehmen wesentlich zum Aufkommen der Gewerbesteuer bei. So haben beispielsweise 1995 die größten 136 Unternehmen (Unternehmen mit einem Gewerbeertrag >100 Mio. DM) fast 18 % zum Gewerbesteueraufkommen beigetragen, obwohl sie weniger als 0,015 % der Steuerpflichtigen stellen. Nimmt man noch die Unternehmen mit einem Gewerbeertrag zwischen 50 und 100 Mio. DM hinzu, so haben 0,036 % der Unternehmen ein Viertel der gesamten Gewerbesteuer bezahlt, wohingegen die 80 % der kleineren Unternehmen nur 6 % bezahlt haben. Allerdings ist es gerade diese Abhängigkeit der Gemeinden von den großen Betrieben, in der viele Kritiker eine Gefahr der „Erpressbarkeit“ der Gemeinden sehen; darüber hinaus führt die Krise eines Großunternehmens häufig zu einer dramatischen Krise der Finanzlage der betroffenen Gemeinden (siehe dazu oben die Konjunkturabhängigkeit).
Da die Gewerbesteuer eine nicht unerhebliche Belastung für die Unternehmen darstellt, gleichzeitig aber eine große Bedeutung für die Gemeinden hat, sind Reformen in diesem Bereich wegen der divergierenden Interessen häufig auf Widerstand gestoßen, dennoch ist die Gewerbesteuer seit Jahrzehnten in der Diskussion.
Die Gewerbesteuer in der deutschen Form ist international eine Ausnahmeerscheinung, auch wenn viele andere Staaten mit föderalem Aufbau ähnliche Steuern für Unternehmen vorsehen.
Österreich hat seine Gewerbesteuer 1994 abgeschafft, erhebt seither aber eine Kommunalsteuer von 3 % auf die Lohnsumme.
Die Schweiz erhebt keine Gewerbesteuer.
Frankreich erhebt eine ertragsunabhängige Gewerbesteuer (tax professionelle).
Spanien erhebt die impuesto sobre actividades economicas, die ebenfalls ertragsunabhängig ist.
Italien erhebt als Regionalsteuer die imposta regionale sulle attività produttive, mit der die Wertschöpfung der Unternehmen besteuert wird. Den Gemeinden wird dabei die Möglichkeit gegeben, den Steuersatz von 4,25 % um einen Prozentpunkt nach oben oder unten anzupassen. Es galt als sehr wahrscheinlich, dass diese IRAP genannte Steuer dem Verbot der 6. EG-Richtlinie widerspricht, nachdem neben der harmonisierten Mehrwertsteuer keine gleichartigen Steuern erhoben werden dürfen. Generalanwalt Jacobs plädierte in seinen Schlussanträgen[6] zwar für ein Verbot der Steuer, wegen der erwarteten enormen Steuerrückforderungen (geschätzte 120 Mrd. Euro) bei einer ex-tunc-Wirkung des Urteils, wie sie für Urteile des EuGH üblich ist, plädiert er aber auch für eine zeitliche Beschränkung der Wirkung des Urteils auf einen Zeitpunkt in der Zukunft. Letztlich entschied der EuGH jedoch anders – die IRAP sei Europarechts-konform.
Ungarn erhebt, wie Italien (s.o.) eine der Gewerbesteuer ähnliche Steuer. Im Zuge des anhängigen Verfahrens gegen Italien am EuGH ist diese Steuer vermehrt in die öffentliche Diskussion geraten. Nach der o.g. Entscheidung des EuGH verlautbarte die ungarische Regierung jedoch, dass sie weiter an dieser Steuerart festhalten wolle.
in den USA erheben viele Gebietskörperschaften eine ertragsunabhängige Gewerbekapitalsteuer auf das Anlagevermögen von kommerziellen Betrieben (commercial property tax). In der Regel bestimmt dabei einzelstaatliches Recht eine Messzahl und die Gebietskörperschaften bestimmte Hebesätze, wobei sich überschneidende Gebietskörperschaften (z. B. Landkreis, Kommune, Abwasserdistrikt und Schuldistrikt) ihre Hebesätze nebeneinander verlangen.
Es ist festzuhalten, dass es in Deutschland vor allem die Belastung mit Gewerbesteuer ist, die im internationalen Vergleich (Internationaler Steuerwettbewerb) zu einer hohen steuerlichen Belastung führt. Betrachtet man nur die Belastung mit 25 % Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag 26,375 %), so würde Deutschland im internationalen Vergleich im Mittelfeld liegen. Durch die Gewerbesteuer, die zu einer Mehrbelastung von 15 - 20 % – je nach Hebesatz – führt, liegt Deutschland jedoch bei Kapitalgesellschaften an der Spitze der steuerlichen Belastung von Unternehmensgewinnen. Siehe auch Unternehmensbesteuerung.
Die Gewerbesteuer (GewSt) ist eine der ältesten Steuern überhaupt und hat eine sehr lange und bewegte Geschichte. Die Grundlagen für ihre heutige Ausprägung wurden in der Realsteuerreform von 1936 gelegt, auch wenn einschneidende Maßnahmen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sie in ihrer Struktur stark verändert haben. Ursprünglich bestand die Gewerbesteuer aus drei Säulen: Der Lohnsummensteuer, der Gewerbekapitalsteuer und der Gewerbeertragsteuer. Durch unterschiedliche Messzahlen wurde aus den drei verschiedenen Bereichen ein Gewerbesteuermessbetrag ermittelt, auf den dann der Hebesatz angewendet wurde. 1978 wurde wegen der damit verbundenen negativen beschäftigungspolitischen Konsequenzen (Steuer auf das Einstellen von Arbeitskräften) zunächst die Lohnsummensteuer abgeschafft. 1997 wurde dann schließlich noch die Gewerbekapitalsteuer abgeschafft (als Ausgleich erhielten die Gemeinden eine Beteiligung an der Umsatzsteuer), so dass die Gewerbesteuer zu einer nur ertragsabhängigen Steuer geworden ist – was zu einer erhöhten Konjunkturabhängigkeit geführt hat.
Es gibt von jeher Bestrebungen, die Gewerbesteuer zu reformieren oder sie ganz abzuschaffen. Während die Gemeinden die Beibehaltung bzw. Stärkung der Gewerbesteuer durch die Wiedereinführung ertragsunabhängiger Komponenten oder die Erweiterung des Kreises der Steuerpflichtigen auch auf Freiberufler und Vermieter fordern, wird von Unternehmensseite die Abschaffung der Gewerbesteuer verlangt.
Als Alternative wird ein Hebesatzrecht der Gemeinden auf die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer oder eine Erhöhung der Beteiligung an der Umsatzsteuer vorgeschlagen. Aber auch andere Vorschläge gibt es, wie die Einführung einer Wertschöpfungsteuer.
Die Einnahmen der Kommunen stiegen 2004 um 2,8 % auf 145,3 Milliarden Euro. Für die positive Entwicklung der Gemeindefinanzen ist vor allem der kräftige Zuwachs bei den Steuereinnahmen verantwortlich. Sie erhöhten sich um 9,4 % auf 51,2 Milliarden Euro. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Gewerbesteuereinnahmen aus, die um 35,7 % auf 20,6 Milliarden Euro kletterten.
Im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 werden sich erhebliche Änderungen auch für den Bereich der Gewerbesteuer ergeben. Unter anderem ergeben sich folgende steuererhöhende Änderungen:
Wegfall der 50-prozentigen Hinzurechnung von Dauerschuldzinsen bei der Gewerbesteuer. Im Gegenzug dafür Hinzurechnung von 25 % sämtlicher Fremdkapitalzinsen sowie von 25 % der Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzgebühren bei der Gewerbesteuer (Freibetrag € 100.000)
Abschaffung des Betriebsausgabenabzugs für die Gewerbesteuer
Wegfall des Staffeltarifs
Besteuerung von Dividenden im Streubesitz bei einer Beteiligung von weniger als 15 % (statt 10 %)
Steuersenkende Änderungen ergeben sich wie folgt:
Senkung der Gewerbesteuermesszahl von 5,0 % auf 3,5 %
Erhöhung des Anrechnungsfaktors der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer von 1,8 auf 3,8 des Gewerbesteuermessbetrages (aber Beschränkung auf die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer)
Die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage (§§ 8, 9 GewStG) sowie der Wegfall des Betriebsausgabenabzuges und des Staffeltarifs sollen durch die Absenkung der Gewerbesteuermesszahl und die Erhöhung der Gewerbesteueranrechnung auf Gesellschafterebene ausgeglichen werden. Mehrbelastung und Ausgleich trifft jedoch nicht alle Unternehmen gleichermaßen: Für einzelne Unternehmen könnte sich künftig eine erheblich höhere Belastung mit Gewerbesteuer ergeben (z. B. für Einzelhandelsunternehmen, vor allem Betriebe in teuren Innenstadtlagen, aus der Hinzurechnung eines Teils der Miete oder Pacht).
Otto H. Jacobs: Internationale Unternehmensbesteuerung. C. H. Beck, München 52002, ISBN 3-406-48657-6
Hanns Karrenberg, Engelbert Münstermann: Gemeindefinanzbericht 2000. Städte im Griff von EU, Bund und Ländern. In: der städtetag. Heymann, Köln 4.2000, S. 4–99. ISSN 0038-9048
Heribert Zitzelsberger: Grundlagen der Gewerbesteuer, eine steuergeschichtliche, rechtsvergleichende, steuersystematische und verfassungsrechtliche Untersuchung. Habilitations-Schrift Univ. Regensburg 1989. Otto Schmidt, Köln 1990. ISBN 3-504-25105-0
Stefan Winheller, Quo vadis Gewerbesteuer? – Die Gemeindefinanzen auf dem Prüfstand – Ein Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Gemeindefinanzreform 2004, Juli 2003.
↑ Zunächst waren 75 % vorgesehen; mit dem Jahressteuergesetz 2008 erfolgte eine Senkung auf 65 %
↑ Handelsblatt vom 10.10.2007, Seite 6
↑ Hans Weiss, E. Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004. ISBN 3-462-03412-X
↑ Mario Candeias: Neoliberalismus – Hochtechnologie – Hegemonie: Grundrisse einer transnationalen kapitalistischen Produktions- und Lebensweise. Argument-Verl., Hamburg 2004. <ISBN 3-88619-299-7
Steuerlexikon des Bundesfinanzministeriums
Tabellen aktueller Hebesätze nach Bundesländern beim DIHK
Online-Berechnung der Mehrbelastung ab 1.1.2008
Onlinerechner Gewerbesteuer 2007 2008
Online-Rechner für GewSt-Mehrbelastung 2008
Einen Online-Rechner für GewSt-Mehrbelastung 2008 findet man auf:
http://www.hoefele-multimedia.de/gewerbesteuerrechner.php
Veröffentlichung von Hebesätzen der Gemeinden, ein Service der DIHK:
http://www.dihk.de/index.html?/inhalt/themen/rechtundfairplay/steuerrecht/gewerbesteuer/
Die aktuellen Zahlen für alle Bundesländer finden Sie hier in einem Excel-Dokument zum Download (ein Service der DIHK)
Hebesätze deutscher Städte über 50.000 Einwohner 2007 (Excel, 105 KB)
Unternehmersteuerreform - Links (u.a. auch wichtig wegen Gewerbesteuer)
Mit Inkrafttreten der Unternehmensteuerreform greifen auch die neuen Hinzurechnungen für Mieten, Pachten und Leasing-Raten bei der Gewerbesteuer. In einem aktuellen Merkblatt informieren DIHK und HDE Unternehmen über die Handlungsoptionen:
DIHK-/HDE-Merkblatt Hinzurechnungen (PDF, 27 KB)
Wie wird Ihr Unternehmen ab 2008 besteuert? Informationen zu diesem Thema gibt die IHK für München und Oberbayern in einem Merkblatt, das auf der Website der IHK zum Download bereitsteht.
Der Bundesrat hat am 6. Juli 2007 das Unternehmensteuerreformgesetz verabschiedet. Einzelheiten lesen Sie auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen (BMF).
Das BMF hatte zur Unternehmensteuerreform am 6. Februar 2007 den Referentenentwurf veröffentlicht, den Sie sich hier auf Ihren Rechner laden können:
Entwurf eines Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 (PDF, 641 KB)
Die deutschen Unternehmen sehen die Steuerreform grundsätzlich positiv. Einzelne Elemente des neuen Referentenentwurfes senden allerdings die falschen Signale. Welche Verbesserungen nach Einschätzung des DIHK notwendig sind, hat DIHK-Steuerexperte Jörg Schwenker in einem hier abrufbaren Artikel ausgeführt:
Artikel "Unternehmensteuerreform: Licht und Schatten" (PDF, 24 KB)
Eine Übersicht und Bewertung der einzelnen Maßnahmen des Referentenentwurfs finden Sie hier zum Download:
Überblick Maßnahmen (PDF, 88 KB)
Die Eckpunkte für die Unternehmensteuerreform hatte eine Arbeitsgruppe um Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Ministerpräsident Roland Koch bereits am 2. November 2006 präsentiert.
In einer tabellarischen Übersicht hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine erste Bewertung der Details zusammengestellt:
Bewertung der Eckpunkte (PDF, 38 KB)

References: § 3
 § 8
 § 9
 § 8
 EuGH 
 § 35
 Art. 28
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH