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Timestamp: 2020-02-22 22:40:39+00:00

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BFH, 17.09.1999 - III B 38/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,4214
BFH, 17.09.1999 - III B 38/99 (https://dejure.org/1999,4214)
BFH, Entscheidung vom 17.09.1999 - III B 38/99 (https://dejure.org/1999,4214)
BFH, Entscheidung vom 17. September 1999 - III B 38/99 (https://dejure.org/1999,4214)
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Grundsätzliche Bedeutung - Klärungsbedürftigkeit - Klärung durch Bundesfinanzhof - Körperbehinderten-Pauschbetrag - Abgeltung laufender Kosten - Außergewöhnliche Belastung - Körperbehinderung
EStG §§ 33, 33b; FGO § 115 Abs. 2, 3
aa) Die Rechtsprechung geht davon aus, dass durch den Ansatz der --nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte, dem Familienstand und der Kinderzahl-- gestaffelten zumutbaren Belastung dem Steuerpflichtigen entsprechend seiner steuerlichen Leistungsfähigkeit zugemutet werden soll, einen Teil der Belastung selbst zu tragen (BFH-Urteile vom 14. Dezember 1965 VI 235/65 U, BFHE 85, 83, BStBl III 1966, 242; vom 15. November 1991 III R 30/88, BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179; vom 26. März 2009 VI R 59/08, BFHE 224, 453, BStBl II 2009, 808; in BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151; BFH-Beschlüsse vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315;… vom 8. Dezember 1999 III B 72/99, BFH/NV 2000, 704).
Der BFH hat sodann unter diesen Merkmalen den Abzug von Kfz.-Aufwendungen eines Behinderten abgelehnt, da angesichts der Höhe der Versorgungsbezüge des Klägers die Voraussetzungen nach § 33 EStG nicht vorlägen (BFH, Beschluss vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315).
Hiergegen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken, soweit dem Steuerpflichtigen ein verfügbares Einkommen verbleibt, dass über dem Regelsatz für das Existenzminimum liegt (vgl. BVerfG-Beschlüsse vom 29. Oktober 1987 1 BvR 672/87, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1989, 152, und vom 14. März 1997 2 BvR 861/92, Die Information über Steuer und Wirtschaft 1997, 543; BFH-Urteil in BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179; BFH-Beschlüsse vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315;… vom 8. Dezember 1999 III B 72/99, BFH/NV 2000, 704;… vom 10. Januar 2003 III B 26/02, BFH/NV 2003, 616;… vgl. ferner z.B. Blümich/Heger, a.a.O., § 33 EStG Rz. 134;… Korn/Fuhrmann, Einkommensteuergesetz, § 33 Rz. 57).
Von dem allgemeinen Grundsatz, dass Prozesskosten regelmäßig nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind (…vgl. Schmidt/Drenseck, EStG, 25. Aufl., § 33 Rz. 35 "Prozesskosten", m.w.N.) hat der BFH zwar Ausnahmen sowohl für die Kosten eines Zivilprozesses als auch eines Verwaltungsprozesses anerkannt (z.B. BFH-Urteil vom 9. Mai 1996 III R 224/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596, m.w.N., und BFH-Beschluss vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315, m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung hat der Steuerpflichtige die durch die Behinderung veranlassten Fahrtaufwendungen nachzuweisen oder zumindest in angemessener Weise glaubhaft zu machen (BFH-Entscheidungen in BFHE 116, 378, BStBl II 1975, 825, und vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315, unter 1. b, m.w.N.).
FG München, 07.03.2007 - 1 K 2578/06
Ermäßigung der Einkommensteuer bei größeren zwangsläufigen Aufwendungen eines …
Von dem allgemeinen Grundsatz, dass Prozesskosten regelmäßig nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind (…vgl. Schmidt/Drenseck, EStG, 25. Aufl., § 33 Rz. 35 "Prozesskosten", m.w.N.) hat der BFH zwar Ausnahmen sowohl für die Kosten eines Zivilprozesses als auch eines Verwaltungsprozesses anerkannt (z.B. BFH-Urteil vom 9. Mai 1996 III R 224/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596 , m.w.N., und BFH-Beschluss vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315 , m.w.N.).
Angesichts der Einkommensverhältnisse der Kläger war dieser Prozess nicht existenziell in dem oben genannten Sinne (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 17.09.1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315).
Die Kläger haben selbst dargestellt, dass der BFH zur Abziehbarkeit von Prozesskosten Grundsätze entwickelt und in ständiger Rechtsprechung fortgeführt hat (vgl. BFH-Urteil vom 9. Mai 1996 III R 224/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596, unter Ziff. 1. der Gründe, m.umf.N. der Rechtsprechung und des Schrifttums; zu den Kosten eines Verwaltungsprozesses: Beschluss vom 17. September 1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315).
Auch der Umstand, dass die getätigten Aufwendungen Kosten aus Verwaltungsprozessen sind, welche nach der bisherigen Rechtsprechung regelmäßig keine außergewöhnliche Belastung darstellen (vergleiche BFH-Beschluss vom 17.09.1999 III B 38/99, in Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFH/NV - 2000, 315), würde aufgrund der neuen Rechtsgrundsätze des BFH in seinem Urteil vom 12.05.2011, VI R 42/10, BStBl. II 2011, 1015, von der Finanzverwaltung über den entschiedenen Einzelfall hinaus mit einem Nichtanwendungserlass belegt (BMF-Schreiben vom 20.12.2011, BStBl. I 2011, 1286) einer Berücksichtigung als außergewöhnliche Belastung grundsätzlich nicht entgegenstehen.
Soweit die Kläger hiergegen einwenden, die - zweifelsohne notwendigen - Mehraufwendungen für die Diätverpflegung dürften nicht in die Berechnung der zumutbaren Eigenbelastung nach § 33 Abs. 3 EStG einbezogen werden, folgt das Gericht der Auffassung des Bundesfinanzhofes, dass von Verfassungs wegen gegen die nach Familienstand und Kinderzahl gestaffelte Nichtberücksichtigung von außergewöhnlichen Belastungen keine Bedenken bestehen, solange dem Steuerpflichtigen unter Anwendung dieser Regelung ein verfügbares Einkommen verbleibt, das über dem geltenden Regelsatz für das Existenzminimum liegt (…BFH-Beschlüsse vom 8.12.1999 III B 72/99, Sammlung nicht amtlich veröffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofes - BFH/NV - 2000, 704; vom 17.9.1999 III B 38/99, BFH/NV 2000, 315; vgl. auch Urteil des FG Münster vom 28.9.2001 X R 61/01, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2002, 27, jeweils m.w.N).

References: § 115
 § 33
 § 33
 § 33
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