Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.12.1987&Aktenzeichen=VII%20ZR%20363/86
Timestamp: 2019-05-20 16:03:47+00:00

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BGH, 03.12.1987 - VII ZR 363/86 - dejure.org
BGH, 03.12.1987 - VII ZR 363/86
https://dejure.org/1987,539
BGH, 03.12.1987 - VII ZR 363/86 (https://dejure.org/1987,539)
BGH, Entscheidung vom 03.12.1987 - VII ZR 363/86 (https://dejure.org/1987,539)
BGH, Entscheidung vom 03. Dezember 1987 - VII ZR 363/86 (https://dejure.org/1987,539)
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Mängel an Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum - Ausschluss der Verjährung durch Rechtsgeschäft - Vorliegen eines Anerkenntnisses im Sinne des § 208 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) - Wille zur Erfüllung der vertraglich geschuldeten Nachbesserungspflicht - Rechtshängigkeit eines erst im Laufe des Prozesses erhobenen Anspruchs - Nicht zu vertretende Verzögerung bei der Zustellung des Schriftsatzes
BGB § 208, § 225
NJW 1988, 1259
NJW-RR 1988, 684
NJW-RR 1988, 761 (Ls.)
WM 1988, 168
BauR 1988, 465
ZfBR 1988, 212
Das entspricht der Rechtsprechung zu § 208 BGB a.F. (BGH, Urteile vom 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86, BauR 1988, 465 = NJW 1988, 1259, unter II 1; vom 13. Januar 2005 - VII ZR 15/04, BauR 2005, 710 = NZBau 2005, 282 = ZfBR 2005, 363, unter II 2).
BGH, 22.07.2004 - IX ZR 482/00
Unterbrechung der Verjährung von Schadensersatzansprüchen durch Zahlungen des …
Da ein Vertrauen, zu dem der Schuldner - oder der für den Schuldner handelnde Versicherer - keinen Anlaß gegeben hat, im Sinne des § 208 BGB a.F. unbeachtlich ist, muß Entsprechendes auch im umgekehrten Fall des Mißtrauens gelten (vgl. BGH, Urt. v. 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86, WM 1988, 168, 169 f; v. 30. September 1993 - VII ZR 136/92, WM 1994, 307, 308; ferner OLG Düsseldorf GI 2004, 82).
Hemmung der Verjährung durch Stillhalteabkommen; Unterbrechung der Verjährung …
Der Schuldner muß dabei sein Wissen, zu etwas verpflichtet zu sein, klar zum Ausdruck bringen, wobei allerdings auch ein eindeutiges schlüssiges Verhalten genügen kann (BGH Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92 - NJW-RR 1994, 373; Urteil vom 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86 - NJW 1988, 1259, 1260, jeweils m.w.N.).
Erklärt sich der Unternehmer zur Mängelbeseitigung im Rahmen seiner Nachbesserungspflicht bereit, liegt darin vielfach ein die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis im Sinne des § 208 BGB (vgl. Senatsurteil NJW 1988, 1259); die 5jährige Verjährungsfrist des § 638 Abs. 1 BGB beginnt dann nach Beendigung der Unterbrechung neu zu laufen (§ 217 BGB).
An die Stelle der unwirksamen Abrede tritt die gesetzliche Verjährungsregelung (vgl. BGH 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86 - zum alten Recht) .
OLG Celle, 26.07.2006 - 3 U 87/06
Neubeginn der Verjährung: Anerkenntnis in anderer Weise
Einer solchen Würdigung des Verhaltens der Beklagten steht zwar nicht ihr früheres Anerkenntnis durch Abschlagszahlungen entgegen; denn es ist kein Grund dafür ersichtlich, warum ein Anspruch, der bereits anerkannt worden ist, nicht später nochmals - auch und gerade zum Zweck des Neubeginns der Verjährung - anerkannt werden könnte (vgl. BGH WM 88, 168 ff.).
v. 06.03.1979 - KZR 4/78, WuW/E BGH 1597, 1599 - Erbauseinandersetzung; v. 03.11.1981 - KZR 33/80, WuW/E BGH 1898, 1899 - Holzpaneele; v. 20.03.1984 - KZR 11/83, WuW/E BGH 2085, 2086 - Strohgäu-Wochenjournal; v. 27.05.1986 aaO 2285, 2288 - Spielkarten; zuletzt Beschl. v. 10.11.1992 - KVR 26/91, BGHZ 120, 161, 166 = GRUR 1993, 502 - Taxigenossenschaft II; v. Gamm NJW 1988, 1245 [BGH 03.12.1987 - VII ZR 363/86]; Immenga in Immenga/Mestmäcker, GWB, 2. Aufl., § 1 Rdn. 162 ff., 368 ff.; K. Schmidt, ZHR 149 (1986), 1, 11 ff. m.w.Nachw.); unter diesen Voraussetzungen erweisen sie sich als eine diesen Geschäften immanente und im Hinblick auf Funktion und Ziele des GWB unbedenkliche Folge des im übrigen kartellrechtsneutralen Vertrags.
BGH, 30.09.1993 - VII ZR 136/92
Nach ständ. Rechtsprechung liegt ein Anerkenntnis i.S. des § 208 BGB dann vor, wenn sich aus dem tatsächlichen Verhalten des Schuldners gegenüber dem Gläubiger klar und unzweideutig ergibt, daß ihm das Bestehen der Schuld bewußt ist und angesichts dessen der Berechtigte darauf vertrauen darf, daß sich der Schuldner nicht nach Ablauf der Verjährungsfrist alsbald auf Verjährung berufen wird (BGH, BauR 1988, 465, 466 = ZfBR 1988, 212, 213).
OLG Düsseldorf, 27.04.2010 - 21 U 122/09
Ersatzfähigkeit der Kosten eines Privatgutachters zum Nachweis von Mängeln eines …
Die Verjährung beginnt erneut, wenn der Auftragnehmer dem Auftraggeber gegenüber den Mängelanspruch anerkennt, § 212 BGB (vgl. BGH BauR 1988, 465;… Kniffka/Koeble a.a.O. 6. Teil Rn. 78).
BGH, 15.04.1999 - VII ZR 415/97
Unterbrechung der Verjährung bei Überprüfung eines Mangels durch einen …
BGH, 19.04.2001 - I ZR 340/98
OLG Nürnberg, 27.08.2007 - 2 U 885/07
LG Berlin, 26.09.2002 - 67 S 84/02
OLG Hamm, 18.10.2007 - 21 U 33/07
Verjährung von Nachbesserungsansprüchen aus einem Bauvertrag - Verjährungshemmung …
OLG Hamm, 30.01.1990 - 28 U 234/89
Pflicht des Rechtsanwalts zur Ergreifung von verjährungsunterbrechenden …
BGH, 05.10.1995 - BLw 4/95
Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde in Landwirtschaftssachen
OLG München, 17.05.1991 - 21 U 5772/90
BGH, 12.07.1990 - VII ZR 342/88
Anspruch auf Anwaltshonorar - Vorliegen eines Anerkenntnisses von …

References: § 208
 § 208
 § 225
 § 208
 § 208
 § 208
 § 638
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 1
 § 208
 § 212
 BGH