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Timestamp: 2020-08-09 14:07:24+00:00

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Üblich i.S.d. § 20 BORA - Dr. Schmitz & Partner - Rechtsanwälte:
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Üblich i.S.d. § 20 BORA
15. Oktober 2009 /7 Kommentare/in Hauspostille, Robe /von Andreas Jede
Jahrelang hat sich keiner für den Schandkittel interessiert und nun auf einmal schaffte es das Thema in die Gazetten und Blogs.
Wir berichteten über die erstaulichen Ansichten des Berliner Staatssekretärs Hasso Lieber: Die totale Freiheit nach 283 Jahren, der bekannte Strafverteidiger und Presserechtler Johannes Eisenberg ließ die Hüllen fallen und Carsten Hoenig und andere jubelten schon.
Eisenbergs Sozius Dr. Stefan König kommentierte dann auch ganzseitig im Anwaltsblatt 10/2009 (2009, 687)
Wenn die Hüllen fallen, verlieren Anwälte nichts
Wirklich nichts? So gar nichts?
Darf ich altmodisch an Calamandrei erinnern:
Der entscheidende Satz des geltenden Rechts, § 20 BORA lautet:
und nun schließt man messerscharf aus der Aufhebung einer gerichtsverfassungsrechtlichen Norm, die neben berufsrechtlichen Normen unabhängig Bestand haben kann, daß üblich nicht üblich sein muß.
Zwang und Übung, das verträgt sich nicht: Robenpflicht ist überflüssig.
wird im Kommentar groß hervorgehoben. Übung ist Übung nur, wenn zwanglose Übung?
Nachdem die „totale Freiheit“ ausgebrochen ist, muß sich eine „Übung“ erst herausbilden.
Wow! Übung ist also nicht empirisch ermittelbar, sondern hat normative Merkmale?
Lang, lang ist es her, da habe ich bei Larenz, Methodenlehre, 343ff, gelesen:
und es für einen Kalauer gehalten (ich halte es immer noch so). Sicherheitshalber habe ich nochmal im Grimm nachgeguckt: ÜBLICH adj.
Es bleibt dabei: üblich beschreibt Tatsachen. Diese Üblichkeit mag viele Ursachen haben, bewußte und unbekannte. Verhaltensweisen können sich ändern und die Feststellung, ob etwas üblich ist beeinflussen. Auch unter der Geltung der aufgehobenen Allgemeinverfügungen haben sich die Gewohnheiten verändert, beispielsweise ist es nicht üblich, vor den Berliner Arbeitsgerichten in Robe zu verhandeln.
Andererseits hat sich auch dort, wo es keine gerichtsverfassungsrechtliche Verpflichtung zum Tragen der Robe gab – vor den öffentlich-rechtlichen Gerichtsbarkeiten – der Brauch, die Üblichkeit, entwickelt, in Robe zu verhandeln.
Schlagworte: Berufsrecht
https://www.drschmitz.de/wp-content/uploads/2008/08/logo_g.gif 0 0 Andreas Jede https://www.drschmitz.de/wp-content/uploads/2008/08/logo_g.gif Andreas Jede2009-10-15 19:23:192009-10-15 19:23:19Üblich i.S.d. § 20 BORA
Sagen Sie, Herr Rechtsanwalt ...
Robe oder nicht Robe? Das ist hier die Frage!
Auskunftsverlangen der RAK
RA Kitzmann sagt:
8. September 2010 um 10:24
Ein interessantes Abstimmungsergebnis! Das hätte ich so nicht erwartet, nachdem man mit einer Robe vor den Amtsgerichten und vor allem dem Berliner Arbeitsgericht schon fast ein Außenseiter ist!
Shared Sh. sagt:
Es ist nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse der Befragung wie folgt aussehen. Ordnung ist Ordnung. sicher, dass einige Traditionen alt sind und verbessert werden müssen , aber wir müssen auch das Wesen des Prozesses bewahren.
Kompetenzanmaßung der Berliner Rechtsanwaltskammer | Dr. Schmitz & Partner – Hauspostille sagt:
9. September 2013 um 09:54 Uhr
[…] Üblich i.S.d. § 20 BORA […]
Anonyme Sachspende | Dr. Schmitz & Partner – intern sagt:
26. Februar 2010 um 10:19 Uhr
[…] Ein geheimnisvolles Jiffy trifft hier ein, an mich persönlich adressiert, ohne Absender. Es fühlt sich an wie ein Buch. Ist es auch. Pierro Calamandrei, Lob der Richter – gesungen von einem Advocaten, ich zitierte ihn bereits hier. […]
Die Roben-Umfrage | Roben-Blog – Robe der Deutschen Justiz sagt:
31. Oktober 2009 um 09:08 Uhr
[…] Schmitz & Partner berichten über die erstaunlichen Ansichten des Berliner Staatssekretärs Hasso Lieber: Die totale Freiheit […]
Robe oder nicht Robe? Das ist hier die Frage! | Dr. Schmitz & Partner – intern sagt:
17. Oktober 2009 um 15:34 Uhr
[…] Nun starten wir eine Umfrage zum Thema, nachdem wir bereits im Juli über das Vorprellen des Berliner Justizstaatsekretärs berichteten und gestern Königs Kommentar im Anwaltsblatt kommentierten […]
Die Robe – Der Zauber der Montur? | Im Namen des Volkers sagt:
17. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
[…] Sie müssten sich anständig kleiden. Ich zitiere Calamandrei via Dr. Schmitz […]
Hausausweise Moabit Robe oder nicht Robe? Das ist hier die Frage!

References: § 20
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