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Timestamp: 2020-03-28 14:19:29+00:00

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ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos • Thema anzeigen - Zeitarbeitsfirma droht mir mich zu schikanieren...
Aktuelle Zeit: 28.03.2020, 15:19
Zeitarbeitsfirma droht mir mich zu schikanieren...
Sklave84
Betreff des Beitrags: Zeitarbeitsfirma droht mir mich zu schikanieren...
Verfasst: 17.03.2013, 21:29
Registriert: 17.03.2013, 02:39
meine Wenigkeit arbeitet seit 25.04.12 in einer ZAF im befristeten Verhältnis als Helfer, (BZA Tarifvertrag) dass am 21.12.12 verlängert wurde bis zum 20.12.13.
Ich war eigentlich immer an eine großen Firma ausgeliehen, dass hat sich aber kurz vor der Verlängerung geändert (Saisonbedingt), wurde dann immer mehr zwischen verschiedenen Firmen und nur noch ab und an an diese Hauptfirma verliehen.
Es kam dann auch vor, dass ich zu total unatraktiven Jobs (Fahrtzeit und evtl. Mehrkosten) eingesetzt wurde, so das ich meiner Disponentin entgegen gekommen bin und gesagt habe, dann mach ich lieber unbezahlten Urlaub ein paar Tage im Monat als das ich noch Geld mitbringe um zu arbeiten. (Für mich spielt es nicht die große Rolle ob ich 800 oder 1000 Euro im Monat bekomme, wenn ich dagegen ein paar freie Tage habe)
Da mein Zeitkonto auch langsam ganz schön ins Minus gegangen ist... (Aber dazu stell ich später noch fragen)
Jetzt kam es zu dem was kommen musste, man würde mich gerne loswerden (Vor gut 2 Wochen)
Meine Disponentin meinte die Auftragslage ist schlecht und damit ich nicht 3 Monate gesperrt werde, bei einem Auflösungsvertrag sollte ich ein Schreiben für die Fa. unterzeichnen.
Jetzt der Hammer: In dem Schreiben stand drinnen, dass ich nicht gegen die Kündigung klage. (Mir war natürlich sofort klar, hier läuft grad einiges schief)
Ich sagte dann, "ich würde gerne das Schreiben mitnehmen und juristisch von einen Freund prüfen lassen", dann kam der Chef von vorne und meinte er kann mir das Schreiben nicht mitgeben, da jeder Anwalt mir natürlich davon abraten würde.
Anschließend fragt ich Ihn, was ist jetzt wenn ich das nicht unterschreibe?
Ja dann werde ich Ihren Vertrag total ausreizen mit Einsätzen im Umkreis von 250 km usw., ich hab mich dann verabschiedet und gesagt ich werde mich nicht schikanieren lassen und bin gegangen
Jetzt habe ich noch paar Fragen zu meinen Zeitkonto...
Wie schaut es aus wenn ich nicht eingesetzt bin, darf die ZAF mein Konto mit - Stunden belasten obwohl ich mich in der früh um 8 gemeldet habe und den Zusatz bekommen habe "wir melden uns auf dem Handy, wenn etwas sein sollte" (Bin da ja mehr oder weniger in Rufbereitschaft)
Muss mir diese Zeit sogar bezahlt werden, wie normale Arbeitszeit?
WÄRE SEHR NETT, WENN MIR EIN KOMPETENTES FORENMITGLIED MEINE FRAGEN BEANTWORTEN KÖNNTE!
Hier ist mal was im VERTRAG steht zum Thema Zeitkonto
Gemäß § 4.2 MTV BZA richtet der Arbeitgeber für den Mitarbeiter ein Arbeitszeitkonto ein, auf dem Plus- und Minusstunden erfasst werden. Plus- und Minusstunden sind die von der individuellen, regelmäßigen, monatlichen Arbeitszeit abweichenden Arbeitsstunden
Der Ausgleich des Zeitkontos richtet sich nach § 4.5 MTV BZA
Versehentlich hier eröffnet, evtl. kann es ein Moderator verschieben...
Betreff des Beitrags: Re: Zeitarbeitsfirma droht mir mich zu schikanieren...
Verfasst: 04.06.2013, 14:03
Registriert: 04.06.2013, 09:53
leider kann ich dir ganz konkret nicht helfen, aber ich hatte auch mal eine durchaus vergleichbare Angelegenheit. Ich habe mich dann mit meinem Anwalt kurzgeschlossen. Ohne wäre ich ziemlich alleine dagestanden. Ich kann dir auch nur raten dich an deinen Anwalt deines Vertrauens zu wenden.
Verfasst: 04.06.2013, 19:20
deine STunden dürfen nicht für Einsatzfreie Zeiten verrechnet werden
da sregelt das AÜG $11 Abs 4 in verbindung mit §615 BGB
Auch sind dir FAhrtkosten vollumfänglich zu ersetzen
solten dir Stunden verrechnet worden sein fordere Schriftlich das diese inerhalb 2 Wochen wieder gut geschrieben werden.
ausserdem direkt zum Arbeitsgericht
sollten Schikane Einsätze kommen empfehle ich eine Krankmeldung
ist zwar auch nicht die feine aRT ABER ANDERS WOLLEN DIEsCHWEINE ES JA NICHT
Verfasst: 05.06.2013, 09:55
und noch BPA MTV § 4.6:
Im Falle des Ausscheidensdes Mitarbeiters ist der Saldo auf dem Arbeitszeitkonto wie folgt auszugleichen lusstunden werden abgegolten, Minustunden werden bei Eigenkündigung des Mitarbeiters bzw. außerordentlicher Kündigung bis zu 35 Stunden verrechnet, soweit eine Nacharbeit betrieblich nichtmöglich ist.
sowie ein Urteil des LAG Mainz:
LG Mainz vom 24.04.2008, Aktenzeichen 10 Sa 19/08 urteilt in diesem Falle:
2.2. Die Beklagte war nicht berechtigt, das Guthaben des Klägers von 16,38 Stunden auf dem Arbeitszeitkonto mit den Ansprüchen auf Annahmeverzugslohn zu verrechnen.
Die in Art. 3 § 2 Ziffer 3 und Ziffer 8 des schriftlichen Arbeitsvertrages getroffene Regelung, wonach die Beklagte bis zur 70. Guthabenstunde berechtigt ist, das Guthaben in einsatzfreien Zeiten bis auf Null abzuschmelzen, verstößt gegen § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG und ist deshalb nach § 134 BGB nichtig.
Nach § 615 BGB trägt der Arbeitgeber grundsätzlich das Risiko, den Arbeitnehmer nicht beschäftigen zu können. Kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wegen Auftragsmangels nicht beschäftigen, wird er nicht von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Der Arbeitgeber bleibt vielmehr zur Entgeltzahlung verpflichtet (vgl. BAG Urteil vom 07.12.2005 - 5 AZR 535/04 - NZA 2006, 423).

References: § 4
 § 4
 §615
 § 4
 Art. 3
 § 2
 § 11
 § 134
 § 615