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Timestamp: 2017-04-24 07:24:54+00:00

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Aktuelle Zeit: Montag 24. April 2017, 09:24
Registriert: Donnerstag 16. Februar 2017, 17:45Beiträge: 31
Das kannst Du so oder so entscheiden Das Herstellungsjahr einer Sache ist auch eine Eigenschaft iSd § 119 II BGB (dazu müsste es BGH Rspr. geben). So könnte man auch dazu kommen, dass die Eigenschaft "Vorjahresmodell" ein wertbildender Faktor der Sache ist. Allerdings haftet die Eigenschaft "Vorjahresmodell" nicht unmittelbar der Sache an. Zu einem Vorjahresmodell wird die Sache ja erst durch den Umstand, dass ein neueres Modell erschienen ist. Jetzt ist eben Argumentation gefragt in welche Richtung Du gehen willst. Als Argumentationshilfe könnte vielleicht auch der Umstand dienen, dass jedes Jahr neue Smartphones der Serie veröffentlicht werden (falls das im SV tatsächlich so ist, kann auch anders sein, Apple haut ja auch nicht jedes Jahr ein neues iPhone raus, oder?). Das könnte dann eher für eine verkehrswesentliche Eigenschaft in Bezug auf "Vorjahresmodell" sprechen. Auf der anderen Seite ist § 119 II eine Ausnahmevorschrift (ausnahmsweise beachtlicher Motivirrtum -> restriktiv auslegen) und der BGH fordert ja auch, dass die Eigenschaft (hier dann: neustes Modell) erkennbar dem Vertrag zu Grunde gelegt wurde. Vertretbar ist sicherlich beides, auf den Marktpreis darfst Du aber nicht abstellen. Eigenschaft ist in diesem Fall immer Vorgängermodell / neustes Modell.Ich würde den § 119 II im Ergebnis ablehnen, aber das spielt keine Rolle _________________"In Essen kann man mittlerweile nicht mal mehr Drogen kaufen ohne sich in Lebensgefahr zu begeben". - Lucid
jura_student hat geschrieben:Der Wert oder Marktpreis ist keine Eigenschaft i.S.d. § 119 II BGB . Selbiges gilt für die wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit beim Kauf einer Sache (BGH 16,54).(Palandt/Ellenberger §119 Rn.27)Du studierst doch noch gar nicht, hast Dir aber schon einen Palandt zugelegt? Das nenn ich mal Motivation _________________"In Essen kann man mittlerweile nicht mal mehr Drogen kaufen ohne sich in Lebensgefahr zu begeben". - Lucid
jura_student hat geschrieben:der Palandt scheint mir ziemlich teuer zu sein Eigentlich nicht - 115,- €. Das (70-150,- €) ist eine übliche Größenordnung für Fachliteratur, nicht nur juristischer Art, wobei nach oben freilich kaum Grenzen gesetzt sind (und bspw. in der Medizin Bildbände immer deutlich hochpreisiger sind)."Teuer" wäre bspw. der 12bändige Münchener Kommentar - oder der Staudinger als Gesamtausgabe. Nach oben
Registriert: Mittwoch 28. November 2007, 19:06Beiträge: 9395Wohnort: Berlin

References: § 119
 BGH 
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