Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000076.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:24:30+00:00

Document:
1.27.076 Talhänge um Schwäbisch Hall
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet "Talhänge um Schwäbisch Hall mit angrenzenden Gebietsteilen" vom 05.05.1994 (Haller Tagblatt vom 30.05.1994).
Aufgrund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), in der zum Zeitpunkt des Verordnungserlasses geltenden Fassung wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Schwäbisch Hall werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Talhänge um Schwäbisch Hall mit angrenzenden Gebietsteilen".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 164 ha.
Im Westen, Süden und Osten der Stadt Schwäbisch Hall:
· Landschaftsteil um die Ruine Oberlimpurg mit den Gewannen Klingenberg und Seewiesen;
· Landschaftsteil mit der Comburg und mit den Gewannen Klinge, Altenberg, Ghaäcker, Karnir und Schinderwasen;
· Landschaftsteil des Grauwiesenbachtales und des Waschbachtales;
· Landschaftsteil um Kleincomburg mit den Gewannen Ziegelfeld, Ilgenhalde, Engelsburg und Taubenhalden;
· Landschaftsteil Heimbachtal und Gelände zwischen der Bundesstraße 14 und der Rollhofsteige bis zur Bahnlinie im Osten und mit den Gewannen Hausgärten, Klingenäcker, Hofklinge sowie dem Gelände zwischen der B 15 einerseits und dem Hofpfad, Rinderbach- und Berlerweg andererseits.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte des Landratsamtes Schwäbisch Hall vom April 1994 im Maßstab 1: 25 000 und in 1 Flurkarte im Maßstab 1 : 5 000 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird bei der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt. Eine weitere Fertigung der Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Schwäbisch Hall zur kostenlosen Einsicht während der Dienststunden niedergelegt.
1. Erhaltung und Sicherung des Landschaftsbildes um die Ruine Oberlimpurg, die Comburg und die Kleincomburg;
2. Erhaltung der ökologisch wertvollen landschaftstypischen und naturnahen Talhänge und angrenzenden Hochlagen;
3. Sicherung des reizvollen und vielfältigen Landschaftsbildes;
4. Erhaltung und Sicherung eines wertvollen Raumes für die ruhige Naherholung und Naturbeobachtung;
5. Sicherung der Frischluftzufuhr für die Altstadt über die unbebauten Hänge und deren Austausch- und Filterfunktion.
1.der Naturhaushalt geschädigt,
2.die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,
3.eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,
4.das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder
5.der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.
6. Anlage oder Veränderung von Straßen, Wege, Plätzen oder anderen Verkehrsanlagen;
8. Betrieb von Modellflugzeugen;
17. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, wie z.B. Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen, Steinriegel und ähnliche Naturerscheinungen;
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wen die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 12 Ziff. 15 und 16;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gebäude, Straßen, Wege und Plätze, Bahnanlagen und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 17;
Schwäbisch Hall, den 05.05.1994

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 4
 § 5
 § 5