Source: http://www.ewa-netze.de/de/Rund-ums-Haus/Einspeisung/
Timestamp: 2019-07-18 22:12:16+00:00

Document:
e.wa riss - Einspeisung
Als Erneuerbare (regenerative) Energien bezeichnet man Energiequellen, die sich ständig erneuern und nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stehen. Die drei ursprünglichen Energiequellen sind Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenkraft. Diese können direkt oder indirekt in Form von Wind, Wasserkraft, Wellenenergie und Biomasse genutzt werden. Dabei ist die Nutzung der Erneuerbaren Energien gekennzeichnet durch geringe Entnahme von Ressourcen und Rückführung in den Kreislauf.
Gemäß Erneuerbare Energien Gesetz-Novelle gelten als Erneuerbare Energien Wasserkraft (einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie), Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Energie aus Biomasse (einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas, sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie).
Bereits über 900 Anlagen in Biberach speisen umweltfreundlich produzierten Strom in unser Verteilnetz ein oder werden zur Eigenversorgung genutzt. Dabei wird zwischen Anlagen auf Grundlage der erneuerbarer Energien (z.B. Solarenergie und Biomasse) und Anlagen auf Grundlage der Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerke) unterschieden. Der Staat fördert den Anschluss dieser Anlagen durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz ("EEG") und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ("KWKG").
Sie möchten selbst Strom erzeugen und ihn in das Netz der e.wa riss Netze GmbH einspeisen oder sich über dieses Thema informieren? Als Verteilnetzbetreiber der Stadt Biberach sind wir Ihr Partner für den Anschluss und die Vergütung dieser Anlagen in unserem Netzgebiet.
Die e.wa riss Netze GmbH arbeitet eng mit der Netze BW GmbH zusammen, somit profitieren die Anlagenbetreiber von einem breiten Fachwissen und sind immer über aktuelle Änderungen informiert. Wir stellen Ihnen alle wichtigen Informationen zum Anschluss, zur Inbetriebsetzung und zu den vertraglichen Grundlagen für den Betrieb einer Einspeiseanlage zur Verfügung.
Ablauf und Informationen zum Anschluss der EEG-Anlage
Schritt 1 - Anfrage zum Anschluss einer PV-Anlage
Zunächst melden Sie bitte Ihre geplante PV-Anlage bei uns an. Die angegebenen Daten werden dafür benötigt, die Anschlusssituation zu prüfen, aber auch zur Berechnung der netztechnischen Auswirkungen der Anlage.
Für die Anmeldung/Anfrage füllen Sie bitte das Anfrageformular aus. Dieses finden Sie unter folgendem Link:
Auf Basis des vollständig ausgefüllten Antrags prüfen wir die Anschlussmöglichkeit am geeigneten Netzverknüpfungspunkt. Nachdem die Netzverträglichkeitsprüfung von uns durchgeführt wurde, werden Sie über das Ergebnis schriftlich informiert.
Schritt 2 - Inbetriebsetzungsauftrag - Vor dem Anschluss der PV-Anlage an das Netz
Der von Ihnen beauftragte und im Installateurverzeichnis der e.wa riss Netze GmbH eingetragene Elektroinstallateur kann nach erfolgter Anschlusszusage die Anlage herstellen und uns mit dem „Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular“ den Auftrag zur Zählersetzung erteilen.
Schritt 3 - Inbetriebnahme der Zählerplätze
Ein Mitarbeiter des Messstellenbetreibers montiert den bzw. die Zähler an einem bereits fertig errichteten Zählerplatz, der den jeweils gültigen Technischen Mindestanforderungen entspricht. Anschließend kann die Inbetriebsetzung durch den Elektroinstallateur erfolgen.
Bei der Inbetriebsetzung werden auch die Funktionen des Netz- und Anlagenschutzes, des Einspeisemanagements und des eventuell erforderlichen Schlüsselschalters überprüft.
Schritt 4 - Einreichen der Unterlagen - Inbetriebnahme der PV-Anlage
Bitte reichen Sie nach erfolgreicher Inbetriebsetzung der PV-Anlage durch den Elektroinstallateur schnellstmöglich folgende, vollständig ausgefüllte Unterlagen ein:
Bei Anlagen mit Speichersystem - Datenblatt für die Inbetriebnahe eines Speichers
Nach dem Erhalt und der Prüfung der Unterlagen erhalten Sie Ihren Einspeisevertrag von uns zugeschickt. Der Vertrag regelt die abrechnungstechnischen Rahmenbedingungen wie z.B. den Abrechnungszeitraum, ebenso sind alle Einzelheiten zum Anschluss und Betrieb Ihrer PV-Anlage enthalten.
Anlagen mit einer installierten Leistung größer 100 kW müssen gemäß § 9 Abs. 1 EEG mit einer technischen Einrichtung ausgestattet sein, durch die der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.
Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW müssen die technischen Vorgaben zum Einspeisemanagement gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 1 EEG erfüllen.
PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 30 kW müssen ebenfalls die technischen Vorgaben zum Einspeisemanagement gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 1 EEG erfüllen. Alternativ kann ihre Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzt werden.
Das Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (BNetzA) soll zukünftig das zentrale Register für alle Stromerzeugungsanlagen und alle Stromspeicher in Deutschland sein. Als Betreiber einer Stromerzeugungsnalage sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet sich und Ihre Anlage(n) in diesem Portal zu registrieren. Das Marktstammdatenregister erreichen Sie unter www.marktstammdatenregister.de.
Die wichtigsten Informationen zur Registrierung
Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 111e und § 111f EnWG.
Die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) wurde am 20. April 2017 erlassen.
Wir versenden bereits seit April 2019 Informationsschreiben zur Registrierung an alle Anlagenbetreiber in unserem Netzgebiet. Dieses Schreiben enthält allgemeine Informationen zur Anmeldung im MaStR, zu den benötigten Daten und zu den jeweiligen Fristen.
Aufgrund der Vielzahl von Stromerzeugungsanlagen in unserem Netzgebiet werden die Informationsschreiben gestaffelt versendet, um die Registrierungsfrequenz zu steuern. Somit kann es sein, dass Nachbarn, Familienmitglieder oder Bekannte bereits ein Schreiben erhalten haben, Sie selbst aber noch nicht. Natürlich können Sie auch schon bevor Sie das Informationsschreiben von uns erhalten die Registrierung Ihrer Anlage vornehmen.
Alle Personen, Behörden und Organisationen, die bestimmte Funktionen im Energiemarkt wahrnehmen.
Dazu gehört beispielsweise die e.wa riss Netze GmbH als Strom- und Gasnetz-betreiber. Ebenso müssen sich Betreiber von Strom- und Gaserzeugungsanlagen im MaStR registrieren.
Weitere Informationen zu den registrierungspflichtigen Marktakteuren finden Sie auf den Seiten des MaStR.
Dies betrifft auch Anlagen, die bereits in anderen Portalen registriert wurden.
Die Registrierung erfolgt auf dem Portal der Bundesnetzagentur und erfolgt für Anlagenbetreiber in drei Schritten:
1. Anlegen eines MaStR-Zugangs mit Ihnen als Administrator. Mit diesem Zugang können Sie sich ab sofort im MaStR-Webportal anmelden.
2. Registrierung Ihrer Person oder Ihres Unternehmens als Anlagenbetreiber.
3. Registrierung Ihrer Stromerzeugungsanlage(n).
Um die Registrierung möglichst reibungslos durchführen zu können sollten Sie sich bereits vorab alle notwendigen Unterlagen zurechtlegen.
Abgefragte Daten bei der Registierung am Beispiel einer Photovoltaikanlage:
Art der Einheit und der Stromerzeugung
Name der Einheit (kann frei vergeben werden)
Standort (Land/ Postleitzahl/ Ort) und Geokoordinaten (können über Adressdaten ermittelt werden)
Bruttoleistung der Anlage und Wechselrichterleistung
Angaben über Stromspeicher und Leistungsbegrenzung
Errichtungsort der Anlage (Bauliche Anlage, Freifläche, etc.)
Nutzung des jeweiligen Gebäudes (bei baulichen Anlagen)
Angaben über Voll- oder Teileinspeisung und zur Fernsteuerbarkeit
Zuständiger Netzbetreiber (e.wa riss Netze GmbH für das Stadtgebiet Biberach/Riß)
vom Netzbetreiber vergebene Identifikations-Nummer der Einheit (hier können Sie Ihre Vertragskontonummer angeben)
Inbetriebnahmedatum und Installierte Leistung der EEG-Anlage
EEG-Anlagenschlüssel (den Schlüssel teilen wir Ihnen im oben genannten Informationsschreiben mit)
Anlagenkennziffer aus dem Anlagenregister
Weitere Stammdaten zur EEG-Anlage (Angaben zu Zahlungen des Netzbetreibers, Ausschreibung und Mierterstrom)
Für andere Anlagenformen können die abgefragten Daten variieren.
Gemäß § 77 Abs. 1 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien ("EEG") sind Netzbetreiber verpflichtet, die für die Ermittlung der auszugleichenden Energiemengen und Vergütungszahlungen erforderlichen Daten nach den Vorgaben des § 72 EEG zu veröffentlichen.
EEG Testat
EEG Bewegungsdaten
EEG Bewegungsdaten Marktprämie
EEG Bewegungsdaten vermiedene Netznutzungentgelte
EEG Anlagenstammdaten
Flexibilitätsvergütung
Referenzpreisblatt für dezentrale Einspeisung ab 2018
Durch das Netzentgeltmodernisierungsgesetz ("NEMoG") vom 17. Juli 2017 sind die Verteilnetzbetreiber gemäß §120 Abs. 7 EnWG verpflichtet, fiktive Netzentgelte als Grundlage für die Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen (vermiedene Netzentgelte) auszuweisen und zu veröffentlichen. Zur Ermittlung der vermiedenen Netzentgelte werden ab dem Jahr 2018 jeweils die Netzentgelte des Jahres 2016 zugrunde gelegt.
Messpreise für Einspeiser

References: § 9
 § 9
 § 9
 § 111
 § 111
 § 77
 § 72
 §120