Source: http://www.apothekerkammer.de/service/lak+aktuell/lak+aktuell+ausgabe-33/
Timestamp: 2018-01-16 23:16:27+00:00

Document:
LAK aktuell Ausgabe August 2016
Die Medikationssicherheit immer im Blick
der 2. Internationale Tag der Patientensicherheit, der am 17. September vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. organisiert wird, steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden“ und stellt die Medikationssicherheit in den Mittelpunkt.
Ein Thema, das uns Apothekern schon lange am Herzen liegt. Wir wollen die Arzneimitteltherapiesicherheit durch eine umfassende Beratung, die strukturierte Medikationsanalyse und das fundierte Medikationsmanagement erreichen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Dienstleistung – auch in Abstimmung mit dem Arzt – dem Patienten nutzt und den Krankenkassen Kosten spart. Daher ist unsere Forderung nach einer Honorierung dieser Leistung, die nach festgelegten Qualitätskriterien erfolgen muss, selbstverständlich.
Ich hoffe, dass das gerade in der Praxis angelaufene Projekt ARMIN in den Kammerbereichen Sachsen und Thüringen, das zwischen den Apothekerverbänden, den Kassenärztlichen Vereinigungen und der AOK plus geschlossen wurde, hier die entsprechenden Daten liefern wird. Sind Patienten in dieses Projekt eingeschrieben, nimmt der Apotheker alle Daten auf, erstellt den Medikationsplan, der sowohl von Arzt wie auch Apotheker gelesen und ergänzt werden kann. Auch eine unkomplizierte Kommunikation direkt im Mediplan ist möglich: Fragen oder Anregungen können in einer Chatfunktion zwischen den beiden Heilberuflern ausgetauscht werden, was so manchen Rückruf erspart. Dieser Austausch kann nur von den beiden Heilberuflern gelesen werden.
Sowohl Arzt wie auch Apotheker werden für diese Leistung honoriert. Für mich ist das der richtige Weg und ich hoffe, dass die Ergebnisse Politik und Krankenkassen davon überzeugen, dass der elektronische Mediplan nur mit uns funktionieren kann.
ist weiter gebildet. Oder: Was tun, wenn ich noch was tun will? In der neuen Ausgabe von LAK aktuell möchten wir Ihnen die Bereichsweiterbildung „Ernährungsberatung“ vorstellen.
Mit Fehlernährung steigt das Krankheitsrisiko
Dass die Ursachen für Übergewicht mannigfaltig sein können, wissen wir Apotheker sehr genau. Ebenso bekannt ist die Tatsache, dass auch andere Fehlernährungen Gesundheitsrisiken mit sich bringen und Erkrankungen beeinflussen können. Der Apotheker ist prädestiniert dazu, hier sein Wissen einzubringen.
Dank Weiterbildung mehr Kompetenz
Apotheker mit der Zusatzbezeichnung „Ernährungsberatung“ richten ihr Angebot sowohl an Patienten mit ernährungsbedingten oder durch Ernährung beeinflussbaren chronischen Erkrankungen als auch an (noch) gesunde Patienten. Ernährungsanalyse, Individual- oder Gruppenberatung, Informationsvermittlung aber auch interdisziplinäre Zusammenarbeit gehören zu den Kompetenzen des weitergebildeten Apothekers.
Die Bereichsweiterbildung „Ernährungsberatung“ wird mit einer Multiple Choice-Klausur abgeschlossen. Eine Anmeldung zur Weiterbildung ist erforderlich.
„Psychische Erkrankungen“
Ursula Funke Präsidentin der LAK Hessen
Kulturell geprägte magische Krankheitskonzepte und ihre Einflussfaktoren
DPhG LG Hessen RG Rhein/Main,
LAK Hessen Region Frankfurt,
Goethe-Universität Frankfurt am Main, laden ein zum:
Themenschwerpunkt „Mann“
Lehrstuhl für Pharmazeutische/Medizinische Chemie der
Der kleine Unterschied: Geschlechtsspezifische Pharmakotherapie?!
Prof. Dr. Franz Bracher
Synthetische Wirkstoffe und Phytopharmaka zur Therapie des Benignen Prostatasyndroms (BPS)
PD Dr. Andreas Neisius
Oberarzt, Klinik für Urologie, Universitätsmedizin Mainz
Behandlungsmöglichkeiten des Prostatakarzinoms
Institut für Pharmazeutische Chemie der
Viagra & Co. – Pharmakotherapie der erektilen Dysfunktion
Stellvertretender Chefredakteur der
Pharmazeutischen Zeitung (PZ),Govi-Verlag, Eschborn
Neue Arzneistoffe 2016 – eine kritische Bewertung
Die Vorträge finden jeweils um 20:15 Uhr im Biozentrum der Universität Frankfurt statt, Max-von-Laue-Str. 9, 60438 Frankfurt am Main (Campus Riedberg), Hörsaal B 1 (großer Hörsaal).
Hilfe für den Apothekenalltag: AMINO-Datenbank
Die AMINO-Datenbank ist eine internetbasierte Datenbank, deren Zweck es ist, die nutzbaren Möglichkeiten im Bereich der Arzneimittelinformation zu erweitern. Daher können neben den Regionalen Arzneimittelinformationsstellen (RAMIS) seit 2014 alle hessischen Apotheker kostenlos zu Recherchezwecken auf die Datenbank zugreifen. Die AMINO-Datenbank ist auf der Homepage der Landesapothekerkammer Hessen (>> im Passwort-geschützten Mitgliederbereich) verlinkt.
Stichwortsuche über AMINO-Datenbank © Foto Landesapothekerkammer Hessen
Durch die Bereitstellung dieser Datenbank unterstützt die Landesapothekerkammer Hessen ihre Mitglieder bei der Recherche von Kundenanfragen und gibt somit ein Instrument an die Hand, um die Qualität der Beratung in der Apotheke zu sichern und zu verbessern. Hierbei bieten die Angaben in der Datenbank dem Apotheker eine Hilfestellung – auch bei der Recherche Rezeptur-spezifischer Anfragen. Eine beispielhafte Anfrage finden Sie unten aufgeführt.
AMINO-Datenbank soll weiterentwickelt werden
Zum Informationsaustausch und zu Diskussionen über die Weiterentwicklung der Datenbank trafen sich am 20./21. Juni 2016 die Vertreter der Geschäftsstellen der Apothekerkammern sowie Kollegen der Arzneimittelinformationsstellen der Länder zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft „Arzneimittelinformationsstelle Nord-Ost“ (AMINO) in Frankfurt am Main. In fünf Vorträgen wurde das Thema „Klinische Studien“ aufgearbeitet. Die „Interpretation von Klinischen Studien" (Jürgen Barth, Gießen) und die „Voraussetzungen zur Durchführung Klinischer Studien" (Dr. Eva Meyle, Heidelberg) wurden genauso thematisiert wie der wichtige Punkt „Recherche und Zitieren“ (Prof. Dr. Axel Helmstädter, Eschborn).
Beispielanfrage – Auszug aus der AMINO-Datenbank
Frage: Eine Patientin bekommt u.a. Furosemid und Chlortalidon gleichzeitig verordnet. Macht das Sinn?
Die komplette Medikation lautet:
Ramipril 5 mg 1-0-1
Chlortalidon 25 mg 1-0-0
Furosemid 40 mg 1-1-0
Spironolacton 25 mg 1-0-0
Es handelt sich um die Medikation bei einer Herzinsuffizienz im Stadium III oder IV. Nach Leitlinie kann noch ein Betablocker dazu kommen.
Bei einer Herzinsuffizienz, einer Leberzirrhose, einem nephrotischen Syndrom oder einer Niereninsuffizienz kann es trotz einer hohen Dosierung eines Schleifendiuretikums zu einer Diuretikaresistenz kommen, die die Ursache in einer kompensatorischen Resorptionssteigerung in distalen Tubulus hat.
Bei einer Kombination des Schleifendiuretikums mit einer üblichen Dosierung eines Thiazides lässt sich die hochdosierte Monotherapie mit einem Schleifendiuretikum vermeiden. Bei dieser sequenziellen Nephronblockade besteht die Gefahr starker Magnesium- und Kaliumverluste. Die Kombination kann auch bei einer eingeschränkten Niereninsuffizienz (Plasmakreatinin > 2 mg/dl) eingesetzt werden.
Suchergebnisse © Foto Landesapothekerkammer Hessen
Durch das Klicken auf „vollständiger Datensatz“ wird das Suchergebnis angezeigt.
EuGH Verfahren
Gerade in jüngster Zeit wird vermehrt über Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die das nationale Apothekenrecht und damit die tägliche Arbeit der Apotheker beeinflussen können, berichtet und diskutiert. Aber welche Verfahren gibt es eigentlich vor dem EuGH? Wie laufen diese ab und was sind eigentlich die Schlussanträge des Generalanwalts. Diese Informationen benötigt man, um verstehen zu können, welchen Einfluss die Entscheidungen des EuGH auf das nationale Recht haben. In diesem Artikel erhalten Sie einen kurzen Überblick.
Es gibt zwei Verfahren vor dem EuGH, nämlich das Vertragsverletzungsverfahren, geregelt in Art. 258-260 des Vertrages über die Arbeitsweise der europäischen Union (AEUV) und das Vorabentscheidungsverfahren geregelt in Art. 267 AEUV. Letzteres wird auch als Vorlageverfahren bezeichnet.
1. Das Vertragsverletzungsverfahren
Beim Vertragsverletzungsverfahren wird überprüft, ob die Mitgliedsstaaten Ihren unionsrechtlichen Verpflichtungen nachkommen. Das heißt zum Beispiel, ob sie europäische Richtlinien rechtzeitig und ordnungsgemäß umsetzten oder ob die Verwaltung unter Beachtung des EU-Rechts handelt. Es handelt sich dabei um ein kontradiktorisches Verfahren.
Die Europäische Kommission wacht als „Hüterin der Verträge“ über die ordnungsgemäße Anwendung des Unionsrechts in den Mitgliedsstaaten und ist damit grundsätzlich verpflichtet, gegen objektive Verletzungen einzuschreiten. Daher kann sie selbst (Aufsichtsklage nach Art. 258 AEUV), aber auch jeder Mitgliedsstaat (Staatenklage nach Art. 259 AEUV) gegen mutmaßliche Vertragsverletzungen vorgehen.
Wird ein möglicher Verstoß gegen EU-Recht festgestellt oder durch eine Beschwerde bekannt, hat die Kommission vor der Einleitung eines förmlichen Vorverfahrens die Möglichkeit, ein sogenanntes Pilot-Verfahren durchzuführen. Dieses ist fakultativ. Dabei wird zusammen mit dem betroffenen Mitgliedsstaat das zugrundeliegende Problem besprochen und nach einer Lösung gesucht. Ziel ist, eine EU-rechtskonforme Lösung zu finden und gleichzeitig das förmliche Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden.
Bleibt diese Stufe des Verfahrens ohne Erfolg, kann die Kommission das förmliche Vorverfahren, welches obligatorisch ist, einleiten. Dabei fordert die europäische Kommission die Regierung des Mitgliedsstaates unter Fristsetzung auf, zu dem mutmaßlichen Verstoß Stellung zu nehmen. Bleibt eine Stellungnahme aus oder ist sie nicht ausreichend, gibt die europäische Kommission eine eigene, mit Gründen versehene Stellungnahme ab. Gleichzeitig gibt sie dem betroffenen Mitgliedsstaat die Möglichkeit, innerhalb einer angemessenen Frist die Vertragsverletzung zu beseitigen und EU-Rechtskonformität herzustellen. Kommt der Mitgliedsstaat dem nicht nach, kann vor dem EuGH Klage eingereicht werden.
Sobald die Klage beim EuGH eingeht, wird sie in alle erforderlichen Amtssprachen übersetzt, anschließend an die Parteien des Ausgangsverfahrens zugestellt und im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Nach der Stellungnahme des zuvor dafür bestimmten Berichterstatters und des zuständigen Generalanwalts, der den Gerichtshof unterstützt, entscheidet der EuGH, ob eine mündliche Verhandlung erforderlich ist, welcher Spruchkörper zuständig ist und ob eine Beweisaufnahme stattfinden soll.
Entscheidungsfindung durch den EuGH
In der mündlichen Verhandlung haben der Spruchkörper und der Generalanwalt noch einmal Gelegenheit, Fragen zu stellen. Nach der Mündlichen Verhandlung stellt der Generalanwalt seine Schlussanträge, in denen er zu dem streitgegenständlichen Problem Stellung nimmt und seine Auffassung über die Rechtssache erklärt und einen Entscheidungsvorschlag macht. Diese Schlussanträge sind nicht bindend für den EuGH. Er kann ganz unabhängig davon entscheiden. Der EuGH entscheidet durch Urteil. Der Mitgliedsstaat hat sich an die Entscheidung des EuGH zu halten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Geschieht dies nicht, kann der betroffene Mitgliedstaat im Rahmen des sogenannten 2. Vertragsverletzungsverfahrens auf Antrag der europäischen Kommission zur Zahlung eines Zwangsgeldes oder eines Pauschalbetrags verpflichtet werden.
2. Das Vorabentscheidungsverfahren
Sinn und Zweck des Vorabentscheidungsverfahren ist, die Einheitlichkeit der Rechtsprechung der Mitgliedsstaaten im Hinblick auf das EU-Recht. Bei diesem Verfahren können sich nationale Gerichte bei der Auslegung des EU-Recht der Hilfe des EuGH bedienen. Es handelt sich dabei nicht um ein Streitverfahren, sondern um ein Zwischenverfahren, das durch Urteil entschieden wird.
Vorlagebefugt sind alle nationalen Gerichte der Mitgliedsstaaten. Kommt es im Rahmen eines nationalen Gerichtsverfahrens zu einer entscheidungserheblichen Vorfrage über die Auslegung oder Gültigkeit des EU-Rechts, kann das nationale Gericht diese Vorfrage dem EuGH vorlegen. Entscheidet das nationale Gericht als letzte Instanz, ist es sogar zur Vorlage einer Auslegungsfrage verpflichtet.
Geht ein solches Vorabentscheidungsersuchen bei dem EuGH ein, wird es zunächst in alle Amtssprachen (derzeit sind es 24) übersetzt und anschließend an die Parteien des Ausgangsverfahrens, alle Mitgliedsstaaten und die Organe der EU, nämlich an das Europäische Parlament, den Europäischen Rat, den Rat der Europäischen Union, die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank und den Europäischen Rechnungshof zugestellt sowie im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Das Ausgangsverfahren wird bis zur Entscheidung des EuGH ausgesetzt. Der weitere Ablauf ist wie beim Klageverfahren des Vertragsverletzungsverfahrens.
Wichtig ist, dass der EuGH das Unionsrecht auslegt und über dessen Gültigkeit entscheidet! Er wendet das Recht nicht auf das Ausgangsverfahren an. Dies ist alleinige Aufgabe des nationalen Gerichts.
Gemäß Art. 19 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) sichert der EuGH die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der Verträge. Mit den hier aufgezeigten beiden Verfahren erfüllt der EuGH seine Aufgabe und gewährleistet eine einheitliche europäische Rechtsanwendung. Die Entscheidung des EuGH beim Vertragsverletzungsverfahren ist unmittelbar bindend für den betroffenen Mitgliedsstaat. Beim Vorlageverfahren ist die Entscheidung bindend für das nationale Gericht, aber nur in der Hinsicht, als dass es unter Zugrundelegung der EuGH Entscheidung sein Urteil zu fällen hat.
Das EuGH-Vorabentscheidungsverfahren zur Geltung der Arzneimittelpreisverordnung gegenüber ausländischen Anbietern
Das Vorlageverfahren des OLG Düsseldorf (C-148/15), in dem es um die grenzüberschreitende Geltung der deutschen Preisbindungsvorschriften für verschreibungspflichtige Arzneimittel geht, befindet sich derzeit in der Schlussphase. Der Generalanwalt hat seine Schlussanträge gestellt und der EuGH hat nun seine Entscheidung zu fällen.
Hintergrund dieses Verfahrens ist ein Rechtsstreit zwischen der Deutschen Parkinsonvereinigung und der Wettbewerbszentrale. Diese nimmt im Rahmen des nationalen Verfahrens die Deutsche Parkinsonvereinigung wegen derer Kooperation mit DocMorris und des dortigen Rabatt- und Bonusprogramms auf Unterlassung in Anspruch, weil das Bonusprogramm gegen die gesetzliche Festlegung eines einheitlichen Apothekenabgabepreises verstoße. Das OLG Düsseldorf legte die Sache dem EuGH mit der Auslegungsfrage vor. Nach der mündlichen Verhandlung am 17. März 2016 legte der Generalanwalt nun seine Schlussanträge vor. Nach seiner Ansicht verstoße das nationale Preisrecht mit seiner Preisbindung gegen die Warenverkehrsfreiheit. Die Preisbindung stelle eine Maßnahme gleicher Wirkung wie eine mengenmäßige Einfuhrbeschränkung dar. Eine solche ist nach Art. 34 AEUV verboten. Die in der Preisbindung liegende Beschränkung des freien Warenverkehrs sei weder aus Gründen des Gesundheitsschutzes noch aus finanziellen Aspekten gerechtfertigt. Sie sei insbesondere nicht geeignet, eine gleichmäßige Versorgung oder die Qualität der Versorgung sicherzustellen.
Rechtsprechung durch den EuGH
Die Schlussanträge des Generalanwalts sind für den Gerichtshof nicht bindend. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie der EuGH entscheiden könnte. Zum einen kann er an seiner bisherigen Rechtsprechung festhalten und dem Plädoyer des Generalanwalts nicht folgen. Zum anderen kann er diesem folgen oder er kann Entscheidungskriterien festlegen, wie das Europarecht auszulegen ist und die Sache zur Entscheidung an das OLG Düsseldorf verweisen.
Eine Prognose darüber, wann die Entscheidung des EuGH folgt, ist derzeit nicht möglich.
Zur erfolgreichen Rezertifizierung der Apotheke gratuliert die LAK Hessen der Sonnen-Apotheke Bergen-Enkheim sowie den Filialapotheken Apotheke im Kaufland, Rödermark und Apotheke im Brunnen Center, Bad Vilbel, Leiterin: Anna Lehmann.
© Fotos Dr. Wolfgang Kramer, Wiesbaden
Auf einen Spaziergang durch den Apothekergarten
Rita de la Chevallerie war es, die 1982 die Tradition der mittelalterlichen Klostergärten, aus denen sich im Laufe der Geschichte die Apothekergärten entwickeln sollten, wiederbelebte. Die Stadt Wiesbaden, das Grünflächenamt sowie die Apothekerinnen nahmen den Vorschlag der Ehefrau des damaligen Wiesbadener Gartenbaudirektors Hildebert de la Chevallerie mit großer Begeisterung auf. Das Projekt startete damals mit 85 Pflanzen. In der Zwischenzeit hat sich der Apothekergarten im oberen Bierstädter Aukammtal zu einem Ausflugsziel für zahlreiche Besucher entwickelt, die sich mitten in der Natur über die Wirkung der mittlerweile rund 270 Heil- und Arzneipflanzen informieren und die Blütenpracht der Pflanzen genießen können.
Viele Besucher erkundeten die rund 270 Heil- und Arzneipflanzen.
Der Apothekergarten ist ein Schau-, Lehr- und Lerngarten. Davon profitieren Pharmaziestudierende sowie verschiedene Fachgruppen, denen vor Ort Wissen über den Anbau der Arzneipflanzen bis hin zu den standardisierten pflanzlichen Arzneimitteln anhand von praktischen Beispielen weitergegeben wird. Ein kunstvoll angelegtes Forum lädt zudem zu kleinen Vorträgen für Besuchergruppen ein, auch wenn es draußen im Garten regnet. Besucher sind stets willkommen und dürfen den Apothekergarten ausgiebig erkunden oder ihn als Ort des Rückzugs und der Erholung nutzen.
Ein Garten braucht engagierte Helfer
Gärtner und Apotheker bewahren und pflegen die Anlagen mit viel Engagement und Sorgfalt.
Ein Garten kann nur bestehen, wenn er fortlaufend gepflegt wird. Dazu werden Gärtner, die ihr Handwerk verstehen, ebenso benötigt wie eine Person, die die Verantwortung für den Erhalt des Gartens übernimmt. Zudem lebt der Apothekergarten in Wiesbaden von freiwilligen Apothekern und Apothekerinnen, die sich für Arzneipflanzen begeistern, dauerhaft ehrenamtlich engagieren und ihr Wissen bei Führungen von Besuchergruppen durch den Garten vermitteln. Interessierte, die einen tieferen Einblick in die Funktionen eines Apothekergartens erhalten wollen, können sich den in den Sommermonaten regelmäßig stattfindenden Führungen anschließen. Von Ende Mai bis Anfang Oktober werden unterschiedliche Leitthemen aufgegriffen. Wer sich für eine Führung interessiert, kann sich auf der >> Homepage des Apothekergartens über anstehende Termine informieren.
Ein Besuch des Schau-, Lehr- und Lerngartens ist immer lohnenswert.

References: EuGH 
 EuGH 
 Art. 258
 Art. 267
 Art. 258
 Art. 259
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH

 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 19
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 34
 EuGH

 EuGH 
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