Source: https://www.bwv.de/qualifikationen/finanzanlagenfachmann/aktuelles/
Timestamp: 2017-10-21 19:43:49+00:00

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Aktuelles - BWV Bildungsverband
Auswirkungen des Kleinanlegerschutzgesetzes auf Finanzanlagenvermittler
Am 10. Juli 2015 trat das Kleinanlegerschutzgesetz in Kraft. Wenn Sie als Finanzanlagenfachmann künftig partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen oder Direktinvestments vermitteln, benötigen Sie eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Gewerbeordnung (GewO). Lesen Sie die wichtigsten Neuerungen.
Partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen und bestimmte Arten von Direktinvestments wurden durch das Kleinanlegerschutzgesetz in das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) aufgenommen. Um diese Produkte vermitteln zu dürfen, benötigen Sie als Finanzanlagenfachmann nun eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO.
Damit Sie der neuen Regelung nachkommen können, gewährt Ihnen der Gesetzgeber verschiedene Übergangsfristen:
Sie haben eine Erlaubnis, um partiarische Darlehen und Nachrangdarlehen nach § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GewO zu vermitteln?
Bis 01.01.2016 können Sie vereinfacht eine neue Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO beantragen (dafür müssen Ihre Zuverlässigkeit und Vermögensverhältnisse nicht neu geprüft werden).
Bis 01.07.2016 müssen Sie Ihre Sachkunde für die neue Erlaubnis nachweisen.
Sie besitzen bereits eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO?
Sie müssen nicht reagieren, Ihre Erlaubnis umfasst auch die neu hinzukommenden Vermögensanlagenprodukte.
Sie möchten sog. Direktinvestments vermitteln?
Seit 15.10.2015 benötigen Sie dafür eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO. Eine Übergangsfrist ist für diesen Bereich nicht vorgesehen.
Genauere Informationen zu den Neuregelungen und den genannten Vermögensanlageprodukten finden Sie im IHK-Vermittlerportal.
Umfang der Sachkundeprüfung
Die Sachkundeprüfung zum Geprüften Finanzanlagenfachmann IHK müssen Sie in den Kategorien
Geschlossene Investmentvermögen des §1 Abs. 5 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) (Kategorie 2) und
Vermögensanlagen im Sinne des §1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) (Kategorie 3)
ablegen. Erst dann dürfen Sie die genannten Vermögensanlageprodukte vermitteln und erhalten eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO.
Wenn Sie bereits über eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und/oder Nr. 2 GewO verfügen, müssen Sie den schriftlichen Prüfungsteil der Sachkundeprüfung in den genannten Kategorien ablegen. Vom praktischen Prüfungsteil können Sie sich bei der IHK befreien lassen.
Diese Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Regelung auf Sie zutrifft.
Hinweis: Diese Übersicht und die obigen Informationen dienen als erste Orientierungshilfe und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz sorgfältiger Recherchen kann eine Haftung für den Inhalt nicht übernommen werden. Verbindliche Informationen erhalten Sie bei Ihrer erlaubniserteilenden Behörde. Die in diesem Merkblatt dargestellten Erläuterungen erfolgen vorbehaltlich etwaiger Änderungen im laufenden Gesetzgebungsverfahren oder durch anstehende verordnungsrechtliche oder gesetzliche Änderungen.
Auswirkungen des Kleinanlegerschutzgesetz auf die Sachkundeprüfung Finanzanlagenfachmann IHK
Die Inhalte der Sachkundeprüfung Finanzanlagenfachmann IHK wurden an die neuen gesetzlichen Regelungen angepasst. Der aktualisierte Rahmenplan ist seit 1.September 2015 prüfungsrelevant.
Tobias Nießner 089 922001-826

References: § 34
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