Source: http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/ac/acht-2.htm
Timestamp: 2019-03-22 05:22:19+00:00

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Acht (Deutsches Rechtswörterbuch - DRW)
sprachliche Erläuterung: ahd. ahta, mhd. aht(e); schwäb. aucht, rh. aicht(e), nd. acht(e), acte; fries. achte, hacht; nl. acht(e), echt(e); ags. eaht, æht, eht.
2Acht (I)
Erklärung: Beratung (formlos, außerhalb der Gerichtsschranken).
sprachliche Erläuterung: Fruin, VerslOudeR. 3 (1882) 166 will die allg. Bed. 'Rechtshandlung, Erlaubnis zur Rechtshandlung' annehmen.
2Acht (I 1)
Erklärung: der Dingleute, Rügegeschwornen, Urteilfinder.
vgl. Achtzahl.
Belegtext: sven man ... küset to langer tiet, den sal die greve ... belenen; vor deme gift men achte [andere Lesart: das ist in die ruge]
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369) Fundstelle: SspLR. I 58 § 1
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369) Fundstelle: SspLR. I 63
Belegtext: homines cerocensuales ecclesie et homines de tribus villis ... tribus temporibus anni in alto iudicio ... accusabunt [rügen] post tertiam collocutionem, que vulgariter ahtin appellatur
Datierung: 1275 Fundstelle: Lacomblet,UB. II 683
Belegtext: so ropet de bodele to dem volke: gy herren gad in de achte ... dat se sik bespreken
Datierung: 1312 Fundstelle: BrschwUB. I nr. 21
Belegtext: [Dazu die Glosse:] achte het hir nicht tvijs vire, mer id hort hir tu't wruginge, dat is, dat de bure utgane unde achtin under sich, wat se wrugin willen. in dissen achten hebben de buren en wunderliken seden: noch dat si wol weten wat si wrugen willen, nochtan comen si tvijs weder unde segen, si unweten nicht; tum dridden male so brengent si 't in, ... unde varde se hir de richter umme, si musten alle sweren, dat it em in der drüdden achte irst tu weten worden were
Datierung: nach 1325 Region/Autor/Textsorte: Buchsche Gl. Fundstelle: SspLR. I 58
Belegtext: wanner de richter buth eyn ordell to vindende, unde de gennen, de he het in de achte to gande, de schollen in de achte gan unde dat vinden
Datierung: um 1400 Fundstelle: BillwLR. 17
Belegtext: de dieckschwaren de dar schollen finden und ordelen de hogesten dieckwroge und wetent nicht, ... mögen se de merheit ... in de acht bieden und fordern
Region/Autor/Textsorte: AltendorfDeichR. Fundstelle: Hahn,AltendorfDeichR. 72
Belegtext: in der schepenen acht nyemant moet comen hi en waerder in gheroepen
Region/Autor/Textsorte: Sybekarspel / Fruin 82 Fundstelle: VerslOudeR. 3 (1898) 166
2Acht (I 2)
Erklärung: Beratung der Parteien mit ihren Freunden, mit dem Vorsprech.
vgl. Achtleute, 1Achtung, Berat, Geacht, Gespräch, Urlaub.
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369) Fundstelle: SspLR. I 62 § 11
Belegtext: beide klegere unde uppe den die klage gat, die muten wol gespreke hebben [andere Lesarten: achte bidden, achte hebben, sik bespreken] umme iewelke rede drier, also lange wente se die vrone bode weder in lade
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369) Fundstelle: SspLR. I 62 § 9
Datierung: 1270 Fundstelle: HambStR. 59
Datierung: 1300 Fundstelle: RigaStR. 153
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh. Fundstelle: GoslarStat. 74
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh. Fundstelle: GoslarStat. 86
Belegtext: so wenne eyn claghe vor den rayt kumet ... so sal neyman dey an dem rayde sittet ... an de achte ghayn dey van der sake is
Datierung: 1350 Region/Autor/Textsorte: Soest Fundstelle: Seibertz,UB. II 398
Belegtext: vor gherichte ... scolde L. betughen sine helperede, de em ghedelet weren. dun sprach L. svnder achte vnde vorspraken nicht men slichte wort, id hadde em nod benomen
Datierung: 1353 Fundstelle: MecklUB. XIII 390 nr. 7847
Belegtext: so vraghe des cleghers vorspreke. wo manighen vorspreken de [hantdedighe] man mit rechte scole hebben. und wo mannighe achte sint he is ghevanghen vnde bunden bracht in dat gherichte. so vint men he moghe hebben dre vorspreke vnde neghen achte
Datierung: 1368/76 Fundstelle: HerfordRB.(Normann) Art. 28
Datierung: 1418 Fundstelle: HanseRez. VI 515
Datierung: 1487 Fundstelle: KielVarb. 65
Belegtext: acht der parte is eyne betrachtinge unde eyn beradt up dat de parte nicht dorch vorsumeniss efte vorsnellinge erer sake vorsnelleth unde vorsumet werden
Datierung: 1497 Region/Autor/Textsorte: Glosse zu B. 2 Fundstelle: HambStR. 194
Belegtext: Im nl. dafür meist achtinge, aber auch acht: heer schout, ick bid u om een acht
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: Fruin,Dordrecht II 307
Belegtext: statt 'in die acht gehen' auch 'an d.a.g.' [Der Hund soll Zeugen bringen] de hunt do vullenvoren wolde / de klage unde ging an ene achte
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: PfGerhard 8
Datierung: 1511 Fundstelle: HolstVierstUrt. 54
Belegtext: nemandt scall hebben in syner achte vor me vaghede mer wen acht personen
Datierung: 1516 Fundstelle: Benno,Köslin 234
Belegtext: C. leith fragen, wu vaken he alsse ein vorsprecke sick möchte keren van der acht und tho der acht? gefunden, so vaken alsse öhme des noth sy
Datierung: 1534 Region/Autor/Textsorte: Sersum Fundstelle: GrW. III 243
Belegtext: statt des häufigeren 'acht bitten' auch 'acht (aus)nehmen'. ein acht genhamen, gefunden vnde afseggen laten
Datierung: 1580 Fundstelle: Dittmer,Sassenrecht 156
Belegtext: de dingvagt: ick begere noch ordel ..., wor ick hyr nich mögde op stahn thor nyt thor not, ...; unde neme eenes mannes acht uth, unde beklede mynen dingstol mit eenem andern, unde quem und eschede wedder mynen dingstoll
Datierung: 1649 Region/Autor/Textsorte: HolstenLR. 6 Fundstelle: Seestern-Pauly 10
Belegtext: de vörsprack: her vaget, een man mit em in der acht, de sine rede unde wort holden kunde. günne gi em un mi idt ock wol? - ick günne idt em wol
Datierung: 1649 Region/Autor/Textsorte: HolstenLR. Fundstelle: Seestern-Pauly 14
Fundstelle: Fuchs,HolstD. 1698 35
Belegtext: acht berat, interloquium
Region/Autor/Textsorte: StralsundVoc. Fundstelle: Kosegarten 59
Belegtext: dar nehm ein frahme mann eine acht uth, und bringe ein recht ordel in
Region/Autor/Textsorte: Neumünster Fundstelle: Seestern-Pauly 31
Fundstelle: BrschwChr. II 73
Fundstelle: Helmer,SchleswFVers. I 445
Fundstelle: Helmer,SchleswFVers. II 883
Fundstelle: RichtstLR. 4
2Acht (II)
Erklärung: übertragen.
2Acht (II 1)
Erklärung: Beratungsfrist, Bedenkzeit.
Belegtext: Die Bedeutung 'Gerichtsfrist' konnte sich um so eher bilden, als während des 'Gespräches' die Gerichtssitzung auch unterbrochen oder sogar die Verhandlung bis zum nächsten Ding vertagt werden konnte. vnde so weme tuch gedelet wert vor rechte, de schal den tuch to deme suluen rechte benomen ... it ne sy, dat de rad vnde de voghet vnder siner achte upstan
Datierung: 1270 Fundstelle: HambStR. 43
Belegtext: T.H. pars rea interloqutoriam achte wlgariter dictam et prolocutores assumens et petens
Datierung: 1338 Fundstelle: MecklUB. IX 122
Belegtext: deme aver de klaghe an den hals gheyt, de scal vorwissenen weder van der achte vor gherichte to komende
Belegtext: eyn scheffen so wanne he gemant wert van deme richter ind des neyt ind weys in were, des mach de syn acht ind syn virst nemen dry werff
Datierung: 1420 Fundstelle: Loersch,AachRdm. 106
Belegtext: segide he stunde yn siner achte und hedde der achte gebedin alse dat gericht upstunde
Datierung: 1456 Region/Autor/Textsorte: Göttingen Fundstelle: GöttingenStat. 297f.
Belegtext: Vgl. met snelre achte, in corter achte, sonder achte 'in kurzer Zeit, sofort'
Fundstelle: MnlWB. I 9
Fundstelle: Kosegarten 63
2Acht (II 2)
Erklärung: Das Ergebnis des Bedenkens und Beratens.
2Acht (II 2 a)
Erklärung: Urteilsvorschlag.
Belegtext: alsa thi redieva heth sine achte ut eieven
Fundstelle: Richth. 544
Fundstelle: ZWortf. 7 (1905/06) 271
2Acht (II 2 b)
Erklärung: Weistum, Rüge, auch Gruppe von Rügen, soweit sie in einer Beratung vorgebracht oder sonst als zusammengehörig betrachtet werden.
Belegtext: de wrogen und achten zu G.
Datierung: 1471 Region/Autor/Textsorte: Güsten Fundstelle: GrW. II 756
Belegtext: of die irste und zweide achte und gerichte gehecht si als recht ist?
Datierung: 1491 Region/Autor/Textsorte: Nürburg Fundstelle: GrW. VI 590
Belegtext: gesetze der stad, dy vorkündiget man alle jar zu allen dreen bottingen vor gehegetir dingbank in keginwerdikeit des stadvoits und der scheppin, das man dann dy achte heyssit
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: Größler,Eisleben 50
Belegtext: die erbwiltfurster ... seindt gemaent umbe die erste acht. daruff antwordten die wiltfurster, dat hohe wilt sall nymands in den wiltbannen ... recken noch schrecken [zweite Acht: Fischerei, dritte Acht: Bienenfund]
Datierung: 1518 Region/Autor/Textsorte: Kreuzberg, Ahr Fundstelle: GrW. III 844
Belegtext: diese naegeschrieven acten und puncten gewist und bekant
Datierung: 1525 Region/Autor/Textsorte: Eifel Fundstelle: GrW. II 668ff.
Belegtext: im anfange des gerichtes wirdt ... bann und fridt gebotten. und ist dieß die erste acht. demnächst ist der gemeinde die zweite acht oder vroege
Datierung: 1556 Region/Autor/Textsorte: Mauenheim bei Köln Fundstelle: Wasserschleben,RQ. 192ff.
Belegtext: des hoffs zu O. gerechtigkeiten, achten und hocheit, wie dieselbe die geschworen weisen und erkennen zu allen ungeboddenen gedingen
Datierung: 1573 Region/Autor/Textsorte: Oberwesseling, NdRh. Fundstelle: GrW. III 847
Belegtext: verzaignis der achten ader scheffenwaisdumbs
Datierung: 1593 Region/Autor/Textsorte: Eifel Fundstelle: GrW. II 686
Belegtext: gewonliche achten
Datierung: 16. Jh. Fundstelle: NrhArch. 6 (1868) 396
Belegtext: dis ist das weisdomb und die achten der herlicheyt
Datierung: 16. Jh. Fundstelle: RhW. II 1 S. 202
Belegtext: zu drey achten, deren die erste ist dass hohe wilt
Datierung: 1617 Fundstelle: GrW. II 640 [weitere Angaben: vgl. Hochacht]
Belegtext: dit sind die dri aichten des hofs
Region/Autor/Textsorte: Eifel Fundstelle: GrW. II 754
Fundstelle: KlArchRhProv. I 164, 204
Fundstelle: RhW. II 1 S. 370
2Acht (II 2 b Spiegelstrich 1)
Erklärung: Statt der gewöhnlichen drei Rügen deren vier.
Datierung: 1622 Fundstelle: GrW. II 672
Fundstelle: GrW. VI 673
2Acht (II 2 b Spiegelstrich 2)
Erklärung: Statt der gewöhnlichen drei Rügen deren sechs.
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: GrW. II 726
Belegtext: in der eirster achten, straeszen und gemeinde weisen sei unserm gn. h. ... item in der zweiter achten fruget [rügt] der scheffen alle maszen ... item in der dritter aechten frueget der scheffen ... fünf ... schefereien ... item in der vierter aechten usw.
Datierung: 1647 Region/Autor/Textsorte: Arloff (Eifel) Fundstelle: GrW. VI 661
Datierung: 1731 Fundstelle: RhW. II 2 S. 55
Fundstelle: GrW. II 678
Fundstelle: RhW. II 1 S. 162
2Acht (II 2 b Spiegelstrich 3)
Erklärung: Hierher auch.
Belegtext: sollen wir hussgenossen zu 3 ungebodenen dingen uff der muntz seyn ... und mag der kemmerer ... fragen nach unsers herrachten [getrennt zu lesen!] und nach syme rechten
Datierung: 1421 Region/Autor/Textsorte: Mainz Fundstelle: Senckenberg, Medit. Jur. et Hist. III 553
2Acht (II 2 c)
Erklärung: "Acht heißt der endliche Schluß in Deichsachen überhaupt".
vgl. Achtprotokoll.
Belegtext: "(es) treten die Gildemeister ... zu Fassung eines Willkührs oder zur Acht zusammen ... Die Acht wird blos durch die Gildemeister berichtigt ... Das Freunde-Collegium gibt überall den Bescheid nach der Acht der Gildemeister"
Datierung: 1799 Fundstelle: Klöntrup,Osnabr. II 20
2Acht (II 3)
Erklärung: Schätzung.
sprachliche Erläuterung: hier spielen die 2 Bedeutungen 'schätzen' und 'beraten' herein.
Belegtext: "Die zu Achtsleuten ersehenen Nachbahren können ... zur Übernehmung der Acht gezwungen werden"
Datierung: 1799 Fundstelle: Klöntrup,Osnabr. I 40
Belegtext: "es kann eine neue Acht verlangt werden"
Fundstelle: Klöntrup,Osnabr. I 42
2Acht (II 4)
Erklärung: Gericht, Ding. Schiller-Lübben I 5 bringt für diese Bedeutung die Tegernseer Glosse iudicio in dero ahto 11. Jh. Graff I 108 (=AhdGl. II 748, 47). Doch hat in dem zugrunde liegenden Text (Vita Martini auct. Sulpicio Severo 125, 28) senem errare iudicio 'iudicium' nicht die Bedeutung 'Gericht'.
Belegtext: post hec actor veniet ad proximum placitum terre nostre, quod nos achte vocamus, cui tunc sedecim judicabunt secundum formam scriptam in privilegiis
Datierung: 1291 Fundstelle: BremUB. I 505
2Acht (II 4 Spiegelstrich 1)
Erklärung: im Brokmerland mene acht: allgemeine Versammlung, Landgericht.
Belegtext: alle thet, ther tha fiuwer nawet ne endegie, thet endegie thiu mene acht eta thruchthingathe [alles, was die vier nicht beendigen, das soll das allgemeine Landesgericht auf seiner obergerichtlichen Sitzung erledigen]
Datierung: Ende 13. Jh. Fundstelle: BrokmerR. 74
Belegtext: hwersamar enne mon in thinsza skel mith sine rediewa thet spreca vr tha mena acht
Datierung: Ende 13. Jh. Fundstelle: Richth. 168
Fundstelle: Richth. 159
Fundstelle: Richth. 170
2Acht (II 4 Spiegelstrich 2)
Belegtext: nun sall der abt seluer syn vff der achten in deme ampte
Datierung: 14. Jh. Fundstelle: GrW. II 779
Fundstelle: Heck,FriesGV. 124
2Acht (II 4 Spiegelstrich 3)
Erklärung: Gerichtsbarkeit? Herrschaft? wohl nur: Wesen.
vgl. 2Acht (V 2).
Belegtext: do gab her im sus die gewalt: 'alle riche du twingen salt zu romischer achte; diz stet an der pachte'
Fundstelle: Hesler,Apok. 18979 [weitere Angaben: vgl. daz her die werlt twinge zu romischem dinge ebd. 18988]
2Acht (II 5)
Erklärung: die Berater.
Belegtext: unde wanne dey achte unde vorspreken ghenomen heuet, so is dey borghe der lofnusse quit unde nicht er
Datierung: 1350 Region/Autor/Textsorte: Soest Fundstelle: Seibertz,UB. II 394
Belegtext: dat vor mek quam in eynem ghehegeden richte NN. myd achten vnde vorspreken
Datierung: 1380 Fundstelle: MarienrodeUB. nr. 362
Belegtext: dyt is vor my ghescheyn myd achten ordelen unde vorspreken, alse recht utwiset
Fundstelle: MarienrodeUB. 362 [weitere Angaben: vgl. 368]
2Acht (II 5 Spiegelstrich 1)
Erklärung: Bei Wendungen wie an [oder in] seine acht bitten, in der acht sein ist sowohl an 'Beratung' als an 'Berater' zu denken.
Belegtext: so welk man den anderen an sine achte biddet, vnde secht eme syne hemelicheit, vnde wolde me darna mit deme manne vortugen: des ne mochte nicht syn
Datierung: 1270 Fundstelle: HambStR. 39
Datierung: 1389 Fundstelle: LünebZftU. 229
Belegtext: nademe ... D. ... in H.s achte geweßen wer
Datierung: 1481 Fundstelle: OberhLüb. 214
Belegtext: achte oder berathschlagung
Datierung: 1603/05 Fundstelle: HambGO. I 28 Art. 6
Belegtext: der vorsprach bittet leute ihm in seine acht so viel ihm deren von nöthen sein
Datierung: 1650 Region/Autor/Textsorte: Höxter Fundstelle: Wigand,Beitr. 172
Belegtext: verordenen ... dass der personen nicht mehr, dann sechs eingesessen männer zur Delbrück in des anderen achte ziehen, stehen und seyn sollen
Datierung: 1660 Region/Autor/Textsorte: Delbrück Fundstelle: Wigand,Paderb. III 75
Fundstelle: Hach,LübR. 504
Fundstelle: InfSpecSax. 645
Fundstelle: RigaStR. 161
2Acht (II 6)
Erklärung: Rathaus, Gerichtshaus.
Datierung: 1390 Region/Autor/Textsorte: Aachen Fundstelle: Haas,Gebäude 92
2Acht (III)
Erklärung: heimliche Acht.
2Acht (III 1)
Erklärung: Vertrauliche Beratung, Mitteilung.
vgl. 2Acht (II 5).
Belegtext: were dat we meldete unse hemelke achte, he und sine oldern scolden entberen unser broderschop
Datierung: 1334 Region/Autor/Textsorte: Kiel Fundstelle: Westphalen,Mon. III 564
Belegtext: hemelike achte schal he [der Richter als Berater des Königs] helen de eme de koning wil bevelen
Datierung: 1370 Fundstelle: SchachbStephan V. 5642
2Acht (III 2)
Erklärung: Außergerichtliche Besprechung, verbotene Acht, dh. Beratung, die nicht vom Richter erbeten war.
vgl. Geacht, heimlich (A IV 1 a gamma), Heimlichkeit.
Belegtext: gi schölen hier verbannen und verbeden ... untocht, unlust, hemlik acht, hemlik sun und scheltwort, dingeslüdig
Datierung: 1649 Region/Autor/Textsorte: HolstenLR. Fundstelle: Seestern-Pauly 6
Datierung: 1649 Region/Autor/Textsorte: Neumünster Fundstelle: Seestern-Pauly 7
2Acht (III 3)
Erklärung: Heimliches Gericht, im Sinne von Sondergericht (der Freien), Femgericht, sowohl die einzelne Gerichtsverhandlung als auch die ganze Feme.
sprachliche Erläuterung: lat. secretum iudicium.
vgl. Feme, Freiacht, still.
Belegtext: off ... die ... konig fragede eynen die frischeffe were by sime eyde den hie der heymlichen achte gedain hebbe
Datierung: 1440 Fundstelle: Seibertz,UB. III 10
Belegtext: uss dem offenbaren fryen gericht in des hilgen richs heimlichen [!] acht
Datierung: 1448 Fundstelle: HeilbronnUB. I 360
Belegtext: ich J.Z. frygreffe ... do kunt ... dat ich ... besat stad und stoel ... to richtene in der hemeliken achte over lyff und ere under koninx banne, dat dar to vor my kommen synt in dey hemeliken achte W.J. ind H. ... ind hebben ... in dey hemeliken achte ... ingebracht J.W. [dieser wurde] darup wetende der hemeliken achte ... gemaket ... na der hilligen hemeliken beslotenen achte [so daß er alle Rechte] gebruken mach dar dey hemelyk achte von pawesen und koningen ... upgesatet, fundert ind bestediget is. [Das sage ich beim Eide] den ich dem koninge to behoyff der hemeliken achte gedaen heb
Datierung: 1461 Fundstelle: Kindlinger,MünsterBeitr. III 2 Urk. 596f.
Belegtext: den echten rethen freyschöpfen des haelgen richs haimblichen achte
Datierung: 1466 Fundstelle: HschrGermMus.
Belegtext: [wer dawiderhandelt] de wurde truweloiß und loveloiß dem hilligen riche und der heimlichen beslotten achte
Datierung: 1490 Fundstelle: Kindlinger,MünsterBeitr. III 2 Urk. 629
Belegtext: als der heimlichen achte recht ist
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: Lindner,Veme 287
Fundstelle: Layensp. 1509 L 6r f.
Belegtext: derselbe die freigerichts femme oder heimliche acht ausgebreitet [=verraten], in der heimlichen acht verdammet, und an dem hauptfreigericht ... erhenckt worden
Datierung: 1582 Fundstelle: Kindlinger,MünsterBeitr. III 2 Urk. 703
Belegtext: reformationem des freyen und heimlischen gerichts und der heimlischen acht in Westphalen
Datierung: 18. Jh. Fundstelle: OstfriesRQ. p. 16 Anm. 1
Belegtext: heymeliche aichte des konyngs
Fundstelle: Lindner,Veme 250
Fundstelle: Binterim,Köln II 411
Fundstelle: Lindner,Veme 288
Fundstelle: Michelsen,Rdm. 241
2Acht (III 3 Spiegelstrich 1)
Erklärung: gleichbedeutend ist beschlossene Acht.
Belegtext: dy do wissende syn der heiligen heylichen friengerichte und besclossin achte
Datierung: 1496 Fundstelle: ArchSchweizG. 3 (1844) 316
Datierung: 1496 Fundstelle: ArchSchweizG. 3 (1844) 320
Belegtext: so hebben die greven [Freigrafen] einen plechseden, so wanner si oere gerichte sitten ind holden, so hegen ind holden si tweierlei gerichte, dat eine openbair ind dat ander heimlik, dat heiten si in der besloten achte
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: InfSpecSax. 650
2Acht (III 3 Spiegelstrich 2)
Erklärung: auch nebeneinander.
Belegtext: des hilgen richs hemliken besloten achte
Datierung: 1434 Fundstelle: WernigerodeUB. 246
Belegtext: dey keyserlichen geboede des hilgen romesschen rychs der heymlichen besloiten aichte
Datierung: 1500 Fundstelle: Seibertz,UB. III 203 [weitere Angaben: und öfter]
Fundstelle: CDBrandenb. I 11 S. 115
Fundstelle: Lindner,Veme 478f.
Fundstelle: v.Künßberg,Acht 43f.
2Acht (III 3 Spiegelstrich 3)
Erklärung: Außerhalb seiner Heimat wurde das nd. Wort mit Acht-1 zusammengeworfen und als Gegensatz zur 'offenen Acht' ( 1Acht II 9) empfunden.
Belegtext: alle ächt recht fryschöpffen des hayligen richs der haimlichen aucht
Datierung: 1469 Fundstelle: ArchSchweizG. 3 (1844) 335
Datierung: 1469 Fundstelle: ArchSchweizG. 3 (1844) 337
Belegtext: deden sy des allez nicht, so sollden sy seyn in derselben achte dar de ... beclagetenn in sinn gewiesth ... darumb denn de verachtetenn mit den ungehorsamen ... in de achte des kuniges gethan sindt, in der heyligen heimelichen achte des fryen heymeligen gerichts
Datierung: 1474 Fundstelle: CDBrandenb. I 11 S. 115
Belegtext: gebracht in die heyligen heymlichen achte und vorttir vollis gerichts obbir er lib gut und hegsten ere begert - - bekennen vor allen frienscheffne dy do wissende syn der heiligen heymlichin friengerichte und besclossin achte nach gesetz und recht der heylige heymlichin friengerichte in geheygter und beschlossen achte
Datierung: 1495 Fundstelle: ArchSchweizG. 3 (1844) 314
2Acht (IV)
Erklärung: Aufmerksamkeit, Bedacht, Sorge, Aufsicht.
vgl. 1Achtung, Aufacht, ratschlagen.
Datierung: 1462 Fundstelle: IsnyStR. 256
Belegtext: uff dass die statt auch in hutt und guter acht mög behalten werden
Datierung: 1518 Region/Autor/Textsorte: Hirschhorn Fundstelle: ArchHessG. 14 (1875/79) 405
Belegtext: die kinder sollen doch auf billige moderation des richters in acht genommen werden
Datierung: 1582 Fundstelle: RatzeburgRef. 284
Belegtext: lesset einer seine klag ... sencken, er wird geachtet, als hab ers aus der acht gelassen
Datierung: 1583 Fundstelle: SiebbLR. 178
Belegtext: der richter ... sol ... hierauff sonderlichen acht geben vnd mercken
Datierung: 1583 Fundstelle: SiebbLR. 186
Belegtext: in gnedigste acht nehmen
Datierung: 1588 Fundstelle: CDSiles. 27 S. 233
Belegtext: die voegt zuo iren kindern acht haben und sy nit versumen
Datierung: 16. Jh. Fundstelle: BaselRQ. I 1 S. 260
Belegtext: redliche beständige gewohnheiten ... soll man ... zur gebühr in acht haben
Datierung: 1605 Fundstelle: CAug. I 1235
Belegtext: in acht und augenschein genommen
Datierung: 1608 Fundstelle: OstfriesLR.(Wicht) 953
Belegtext: die kirchen in guter acht und gewahrsamb halten
Datierung: 1618 Region/Autor/Textsorte: Cölln an der Spree Fundstelle: Fidicin IV 354
Belegtext: und soll ... in votando ... nachfolgende ordnung ... in acht genommen werden, ... der capitäin soll das erste votum haben
Datierung: 1652 Fundstelle: HelgolGerProt. 29
Belegtext: wirt ein zeit wegen einlösung des pfand gesetzet, und der eigendöhmer nimbt solches nicht in acht
Datierung: um 1700 Region/Autor/Textsorte: Bordesholm Fundstelle: Seestern-Pauly 78
Belegtext: versprechungen zwischen zweyen oder mehreren, da keine sonderliche in den rechten geordnete arth in acht genommen wird, die werden pacta genannt
Datierung: 1709 Fundstelle: Mutach 92
Datierung: 1724 Fundstelle: MittKönigsberg 2 (1910) 201
Belegtext: "acht schlagen"
Fundstelle: Dijkstra I 3
Fundstelle: SchweizId. I 79
Fundstelle: SiebbWB. I 47
2Acht (V)
Erklärung: Art.
2Acht (V 1)
Erklärung: Art, Wert, Beschaffenheit von Sachen.
Belegtext: estimatio ahta
Fundstelle: AhdGl. I 278, 35
Belegtext: daz was wol in tiurer ahte
Datierung: 1240 Fundstelle: Lamprecht v.Regensb. 3010
Belegtext: guot von aller slaht varender oder ligender aht
Datierung: 1300 Fundstelle: Beringen,Schachged. 1695
Belegtext: [ein 'gesaezze' u.e. Hube sollen nach Tod des Nutznießers] in aller der ahte als man seu vindet dem Grundherrn heimfallen
Datierung: 1317 Fundstelle: SteirLArch. 1331
Belegtext: vorcoft in der achte, in der wise unde in der mate also
Datierung: 1348 Fundstelle: Schiller-Lübben VI 1
Belegtext: [Grundstückverkauf] myd aller vrucht, de nuo yegenwardich ys vnde tokomende wezen mach, dat zy ghenomed in wat achte et ghenomet zy
Datierung: 1383 Region/Autor/Textsorte: Rostock Fundstelle: MecklUB. XX 232 nr. 11545
Datierung: 14. Jh. Fundstelle: ErlauSp. V 248
Belegtext: [Holz] in seiner acht teuer
Datierung: 1622 Fundstelle: SchwäbWB. I 91
Belegtext: die Höhe des Reinigungseides wexe be dæs ceapes æhte [andere Lesart eahte]
Region/Autor/Textsorte: 1 Edw. 1, 4 Fundstelle: Liebermann,AgsG. I 140
2Acht (V 2)
Erklärung: Weise.
Belegtext: se moghen dat hertochdovm to Luonenborch vnd sin land antasten mid name, mid verdinghniße vnd mid aller veytliker achte
Datierung: 1362 Region/Autor/Textsorte: Rostock Fundstelle: MecklUB. XV 233 nr. 9078
Belegtext: [Vermächtnis] dorch endracht und vrundliker achte willen
Datierung: 1390 Region/Autor/Textsorte: Rostock Fundstelle: MecklUB. 21 S. 398
Belegtext: Manchmal ganz farblos: der romisch kunig ... het vom keiser gewaltes acht [=Gewalt]
Datierung: 1492 Fundstelle: HistVolksl.(Lilienc.) II 304, 73
Belegtext: andworde ome in vredes achte [pacifice]
Fundstelle: Schiller-Lübben VI 1
2Acht (V 3)
Erklärung: Art, Lage, Stand, Rang, Wert, Ansehen von Personen.
Belegtext: in welher ahte die [Richter] sin süllen, als man si kiuset, in der selben ahte sulen ouch die künige sin, so man si kiuset
Datierung: um 1275 (Hs. 14. Jh.) Fundstelle: Schwsp.(W.) Art. 104
Belegtext: [die Christen in ihren Sünden] diu sint leider in ir ahte boeser dan deheiner slahte heiden oder juden sin
Datierung: 1277 Region/Autor/Textsorte: Buch d. Rügen Fundstelle: ZDA. 2 (1842) 45
Belegtext: waer ich ein herre in hoher aht
Datierung: 13. Jh. Fundstelle: Helmbrecht 864
Belegtext: alle de, de dar recht hebbet an der holtmarke ... hebbet gedelet unde gesunderet ... er jowelkeme na erer achte unde to erer nuot
Datierung: 1321 Fundstelle: GoslarUB. III nr. 551
Belegtext: ja sit ir zu grozir achte und zu grozirn erin geschaffen
Fundstelle: AltdPred. I 130
Belegtext: unser ahte stat gelich: wir sin beide niht rich
Fundstelle: Hartm.,Erec. 3821
Belegtext: so het ich gerne vrage iwer ahte unde der mage
Fundstelle: Hartm.,Iw. 6306
Belegtext: sie [die Franken] in sibbu ioh in ahtu sin alexanderes slahtu
Fundstelle: Otfrid I 1, 88
Belegtext: leut von meiner acht
Fundstelle: SchwäbWB. I 91
Fundstelle: Hartm.,Erec. 7288
Fundstelle: Hartm.,Iw. 2305
Fundstelle: Hartm.,Iw. 3886
Fundstelle: MhdWB. I 15f. [weitere Angaben: irrig GrRA. 4 I 644]
Fundstelle: Unger,SteirWsch. 10
2Acht (V 4)
Erklärung: Standesgemeinschaft, Genossenschaft, persönlicher Verband.
Belegtext: ein hoevener [kann letztwillig] ruerende have geven wem hy wil, binnen echt, uppe seven hoevede ...; [hat der Amtmann nicht genug] mit den dat hem de hyen wijsden, sy mochden eenen anderen richter setten onder hem binnen oer echt
Datierung: 1324 Region/Autor/Textsorte: Overijssel Fundstelle: GrW. III 877f.
Belegtext: [Frevel] anzubringen und af zu stellen gehört ieterman in seiner acht nicht zu verschweigen
Datierung: 1419 (1300?) Region/Autor/Textsorte: Abschr. 1758 Dreiborn Fundstelle: GrW. VII 410
Belegtext: so en sall die eegen off hofhörige mann of wyff nicht hebben buten sinen achten dann mit oerloff seines herrn
Datierung: 1438 Fundstelle: Niesert,Loen Anh. 3
Belegtext: dat verkoepen synen naesten bloede in der selven echte ofte hoerigkeit weesende
Datierung: 1546 Region/Autor/Textsorte: Oethmarssen Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 107
Belegtext: dat stichte van B. heft drigerlei echte. de erste hetet godeshuslüde ... de andere echte dat sind sünderlüde ... de derde echte dat sind vrige godeslude
Region/Autor/Textsorte: Bücken, Westfalen Fundstelle: GrW. III 213
Belegtext: goede van echte 'hofhörige Güter'
Fundstelle: MnlWB. II 511f.
Belegtext: hoff echte
Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 112 [weitere Angaben: Oethmarssen]
Belegtext: hoffvrye echte
Region/Autor/Textsorte: Oethmarssen Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 125
Belegtext: kaemer echte
Region/Autor/Textsorte: Oethmarssen Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 128
Belegtext: kemerlings echte
Region/Autor/Textsorte: Oethmarssen Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 129
Fundstelle: Kindlinger,MünsterBeitr. II 338
Fundstelle: Kindlinger,MünsterBeitr. II 341
Belegtext: edhte
Region/Autor/Textsorte: Oethmarssen Fundstelle: Strodtmann, de jure curiali litonico 116
2Acht (V 4 Spiegelstrich 1)
Fundstelle: Maurer,Fronhöfe IV 7ff.
2Acht (V 4 Spiegelstrich 2)
Fundstelle: Gierke,GenR. I 591
2Acht (V 4 Spiegelstrich 3)
Fundstelle: Massink,Twenthe 257
2Acht (V 5)
Erklärung: geistliche und weltliche Acht.
Belegtext: den ... hof ... uriygen [freien] scolen uan allen personen, gheystlik efte werltlik, efte welker achte dat se sin
Datierung: 1323 Region/Autor/Textsorte: Wismar Fundstelle: MecklUB. VII 123 nr. 4452
Belegtext: dat se ... de twe hoven ... moghen leghen to vickarye edder to ghestleker echte
Datierung: 1359 Fundstelle: MecklUB. XIV 540 nr. 8690
Belegtext: [sie dürfen das Gut verkaufen] ganz, halff effte an delen, to welker achte wor ze willet, dat sy geystlik effte wertlick
Datierung: 1384 Fundstelle: MecklUB. XX 300 nr. 11629
Datierung: 1400 Fundstelle: MarienrodeUB. 380
Belegtext: dat ienich leyge sik ud leygeliker achte edder borgerrechte worpe
Datierung: 1402 Fundstelle: LübUB. V 49 nr. 48
Belegtext: zcu geistlicher acht fryheit ... gegebin unde geeigyn
Datierung: 1434 Region/Autor/Textsorte: Meißen Fundstelle: HMeißenUB. III 51
Belegtext: eyn rad zu Erffort nympt alle jar hulde von den alden rethen und allen inwonen der stad wertlicher achte
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: Stolle,ThürChr.(Thiele) 408
Belegtext: [ein Knabe] heft to der schole gan ... unde [ist] geschicket und geneget to der geystliken acht, unde heft suluen bewilliget prester to werdende und de is darto geteykent, bescharen unde gewiget to eynem accolito ... oft de junge sick weddergeue in werlike acht
Datierung: 1518 Region/Autor/Textsorte: Magdeburg Fundstelle: Wasserschleben,RQ. 100f.
Fundstelle: Brinckmeier I 20
Fundstelle: BrschwChr. II 567
Fundstelle: Diefenb.-Wülcker 28
Fundstelle: HildeshUB. I 548 § 174
2Acht (V 5 Spiegelstrich 1)
Erklärung: "Das Kapitel" scheint gemeint zu sein.
Belegtext: dat weddersprack de praust tho Hamborch ... und settede sick mit siner geistlichen achte gegen den bischup
Fundstelle: BremWB. I 3
2Acht (V 5 Spiegelstrich 2)
Erklärung: "geistliches Gericht", 'Gerichtsbarkeit'.
Belegtext: [Bei Judenschlägereien] dy schuldigin sullen dez entgelden und dy unschuldigin nicht, noch dy gemeynschaft der joden, usgenomen geistliche achte und der kemerye unses goteshuses zcu Meideborg rechtikeit
Datierung: 1399 Fundstelle: MagdebUB. I 465
Belegtext: [bei einem Aufruhr gegen die Geistlichkeit] czwene erbare rittere ... ermanten das volk ... das sie von der torheit abe liessen ...; is gehorte die geistliche achte an
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: Stolle,ThürChr.(Thiele) 382
Belegtext: sloge eyn man enen papen unde beterde dat der geistlichen acht, er he beruchtiget worde unde beclaget, dat derff he der werliken acht nicht beteren, men de richter heft eyn gewedde daranne
Datierung: 1518 Region/Autor/Textsorte: Magdeburg Fundstelle: Wasserschleben,RQ. 95
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 277
2Acht (V 5 Spiegelstrich 3)
Erklärung: mit 1Acht vermengt.
Belegtext: in bann und geistlich achte gethan und geworffen
Datierung: 1494 Fundstelle: MagdebUB. III 510
2Acht (V 6)
Erklärung: örtlicher Verband, Bezirk, Sprengel.
Belegtext: de achte to Ramelsloh
Datierung: 1450 Fundstelle: Schiller-Lübben I 5
Belegtext: provincia goescop ist das officium gographiae, des gogrefen ammecht oder acht
Datierung: 1737 Fundstelle: Grupen,Disc. 1072
2Acht (V 6 Spiegelstrich 1)
Fundstelle: Doornkaat-Koolman I 6
Wort davor: 1Acht - Wort danach: 3Acht

References: § 1
 § 11
 § 9
 Art. 28
 Art. 6
 Art.
2
 Art. 104
 § 174