Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=01.03.1984&Aktenzeichen=III%20ZR%20197/82
Timestamp: 2019-09-22 18:17:58+00:00

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BGH, 01.03.1984 - III ZR 197/82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,809
BGH, 01.03.1984 - III ZR 197/82 (https://dejure.org/1984,809)
BGH, Entscheidung vom 01.03.1984 - III ZR 197/82 (https://dejure.org/1984,809)
BGH, Entscheidung vom 01. März 1984 - III ZR 197/82 (https://dejure.org/1984,809)
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Freihändiger Grundstückserwerb - Angemessenes Angebot - Enteignungsverfahren - Zulässigkeitsvoraussetzung - Pflichtgemäßes Ermessen - Entschädigung - Ersatzland - Tauschangebot
BGHZ 90, 243
NJW 1984, 1879
MDR 1984, 741
NVwZ 1984, 603 (Ls.)
WM 1984, 708
3 unter II 6, vom 1. März 1984 - III ZR 197/82 = WM 1984, 708, 710 - insoweit in BGHZ 90, 243 [BGH 01.03.1984 - III ZR 197/82] nicht mitabgedruckt - und vom 1. Juli 1982 aaO; Krohn/Löwisch aaO Rdn. 391; Kreft, jew. aaO).
Diese Entscheidung hat der erkennende Senat auf die Revision der beteiligten Stadt durch Urteil vom 1. März 1984 (BGHZ 90, 243 ) aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
Einen Anspruch des Eigentümers auf Entschädigung in Land nach § 100 Abs. 1 BBauG (in Verb. m. §§ 23 Abs. 1, 57 Abs. 1 Nr. 6 StBauFG ) hat der erkennende Senat bereits im ersten Revisionsurteil abgelehnt (BGHZ 90, 243, 247 f).
Das Verhandlungsgebot des § 4 Abs. 2 LEntG hat die Wirkung einer Zulässigkeitsvoraussetzung (vgl.zum inhaltsgleichen § 87 Abs. 2 BBauG BGH, Urt. v. 01.03.1984 - III ZR 197/82 - BGHZ 90, 243 = NJW 1984, 1879).
Es reicht deshalb aus, dass die Höhe des Angebots in etwa der Enteignungsentschädigung entspricht ( BGH, Urt. v. 01.03.1984 - III ZR 197/82 -a.a.O.;… Halama, a.a.O. Rn. 74 m.w.N.).
Die Beachtung des Verhandlungsgebots als besondere Voraussetzung für die Zulässigkeit des enteignenden Zugriffs auf die konkret betroffenen Grundstücke (vgl. BGHZ 77, 338 [BGH 08.05.1980 - III ZR 27/77]; 90, 243 [BGH 01.03.1984 - III ZR 197/82]) ist - bei planfestgestellten Vorhaben Im Anschluß an das Planfeststellungsverfahren - im Enteignungsverfahren von der Enteignungsbehörde zu prüfen (BVerwG, Beschluß vom 15. November 1962 - BVerwG 1 C 89.62 - und Urteil vorn 23. Oktober 1968 - BVerwG 4 C 84.67 - ; BGHZ 100, 329 [BGH 09.04.1987 - III ZR 181/85]).
BGH, 23.05.1985 - III ZR 10/84
Gesondertes Entschädigungsfeststellungsverfahren im Bereich des Bundesbaugesetzes
Der Senat kann den notariellen Vertrag selbst würdigen, da sein Wortlaut unstreitig ist und ergänzende Feststellungen nach Lage des Falles nicht zu treffen sind (Senatsurteil vom 1. März 1984 BGHZ 90, 243, 246) [BGH 01.03.1984 - III ZR 197/82].
Die Verpflichtung des Enteignungsbegünstigten zu einem ernsthaften Bemühen um einen freihändigen Erwerb zu angemessenen Bedingungen endet allerdings dort, wo ein Angebot zur leeren Förmelei würde, weil der Eigentümer zu erkennen gibt, dass er dieses ablehnen werde, mag der Betrag auch angemessen sein (vgl. BGH vom 27.6.1966 NJW 1966, 2012/2014; vom 16.12.1982 BRS 45 Nr. 105; vom 1.3.1984 NJW 1984, 1879; BVerwG vom 19.10.1966 BRS 19 Nr. 60; BayVGH vom 10.4.1984 BayVBl 1984, 627/628; vom 13.2.2003 BayVBl 2004, 209; Molodovsky/Bernstorff, Enteignungsrecht in Bayern, Anm. 4.2.1. zu Art. 3).".
Die Verpflichtung des Enteignungsbegünstigten zu einem ernsthaften Bemühen um einen freihändigen Erwerb zu angemessenen Bedingungen endet allerdings dort, wo ein Angebot zur leeren Förmelei würde, weil der Eigentümer zu erkennen gibt, dass er dieses ablehnen werde, mag der Betrag auch angemessen sein (vgl. BGH vom 27.6.1966 NJW 1966, 2012/2014; vom 16.12.1982 BRS 45 Nr. 105; vom 1.3.1984 NJW 1984, 1879; BVerwG vom 19.10.1966 BRS 19 Nr. 60; BayVGH vom 10.4.1984 BayVBl 1984, 627/628; vom 13.2.2003 BayVBl 2004, 209; Molodovsky/Bernstorff, Enteignungsrecht in Bayern, Anm. 4.2.1. zu Art. 3).
Das Normenkontrollgericht hat übrigens geprüft, ob der Verordnunggeber - auch im Hinblick auf § 1 Abs. 4 StBauFG - die öffentlichen und die privaten Belange sorgsam ermittelt und gegeneinander abgewogen hat (vgl. hierzu auch BGH, Urteil vom 2. Oktober 1986 - III ZR 99/85 - NVwZ 1987, 923 = DVBl 1987, 474 = UPR 1987, 140; vgl. auch BGH, Urteil vom 1. März 1984 - III ZR 197/82 - BGHZ 90, 243).
Das bedarf jedoch keiner Entscheidung, weil die Enteignung nicht voraussetzt, daß der Begünstigte dem Eigentümer zuvor ein angemessenes Tauschangebot unterbreitet hat, wenn der Eigentümer nur nach pflichtgemäßem Ermessen der Enteignungsbehörde eine Entschädigung in Ersatzland erhalten kann (§ 100 Abs. 4 BBauG ; s. Senatsurteil vom 1. März 1984 - III ZR 197/82 = WM 1984, 708).
Die Beachtung des Verhandlungsgebots als besondere Voraussetzung für die Zulässigkeit des enteignenden Zugriffs auf die konkret betroffenen Grundstücke (vgl. BGHZ 77, 338 [BGH 08.05.1980 - III ZR 27/77]; 90, 243 [BGH 01.03.1984 - III ZR 197/82]) ist - bei planfestgestellten Vorhaben im Anschluß an das Planfeststellungsverfahren - im Enteignungsverfahren von der Enteignungsbehörde zu prüfen (BVerwG, Beschluß vom 15. November 1962 - BVerwG 1 C 89.62 - und Urteil vom 23. Oktober 1968 - BVerwG 4 C 84.67 - ; BGHZ 100, 329 [BGH 09.04.1987 - III ZR 181/85]).
OLG Hamburg, 05.07.2001 - 1 BaulW 2/01
BVerwG, 17.04.1989 - 4 CB 7.89
Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision - Dringlichkeit des Verfahrens der …
OLG Koblenz, 12.10.1993 - 3 U 331/93
Pflicht des Pächters eines landwirtschaftlichen Grundstücks zur Grenzfeststellung …
LG Leipzig, 07.05.2002 - 5 HKO 10008/00
Zulässigkeit der Anfechtung einer Kostenfestsetzung im …

References: § 100
 § 4
 § 87
 BGH 
 Art. 3
 BGH 
 Art. 3
 § 1