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Timestamp: 2020-01-25 09:04:44+00:00

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Wildunfall Meldepflicht in Deutschland
Die Meldepflicht von Wildunfällen ist in 11 Bundesländern gesetzlich durch die jeweiligen Landesjagdgesetze geregelt. Das bundesweit geltende Tierschutzgesetz schreibt zwar nicht die Meldepflicht von Wildunfällen vor, jedoch ist dort gesetzlich der Umgang mit Tieren vorgeschrieben. Somit ist das Melden eines Wildunfalls immer angezeigt.
Das Melden eines Wildunfalles bei der Polizei oder falls bekannt direkt beim Jagdausübungsberechtigten (Revierinhaber), ist mit Sicherheit die richtige Wahl.
Baden Württemberg Landesjagdgesetz
in der Fassung vom 1. Juni 1996
§ 1 Wirkung des Jagdrechts gegen Dritte
12. a) vorsätzlich oder fahrlässig an Orten, an denen ihm die Ausübung des Jagdrechts nicht zusteht, Besitz an lebendem oder verendetem Wild oder an Fallwild und Abwurfstangen sowie Eiern des dem Jagdrecht unterliegenden Federwildes erlangt und diese Gegenstände nicht binnen drei Tagen entweder dem Revierinhaber (Art. 7 Abs. 1) oder der nächsterreichbaren Polizeidienststelle abliefert oder den Sachverhalt anzeigt,
b) als Führer eines Fahrzeugs Schalenwild (§ 2 Abs. 3 des Bundesjagdgesetzes 1) durch An- oder Überfahren verletzt oder tötet und dies nicht unverzüglich einer der in Buchstabe a genannten Stellen anzeigt.
Berlin keine Meldepflicht
§ 27 - Meldepflicht
(1) Zusammenstöße zwischen Kraftfahrzeugen und Wild hat der Fahrer unverzüglich der zuständigen Leitstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Feuerwehr), der nächsten Polizeidienststelle oder dem Jagdausübungsberechtigten zu melden. Dies gilt auch, wenn sich das Wild scheinbar unverletzt entfernt.
(2) Die gleichen Pflichten hat, wer verletztes oder verendetes Wild findet.
Hansestadt Bremen keine Meldepflicht
Hansestadt Hamburg keine Meldepflicht
in der Fassung vom 5. Juni 2001
(1) Wer an Orten, an denen er zur Ausübung der Jagd nicht berechtigt ist, Besitz oder Gewahrsam an lebendem oder verendetem Wild oder an sonstigen Gegenständen im Sinne des § 1 Abs. 5 Bundesjagdgesetz erlangt, hat diese unverzüglich den Jagdausübungsberechtigten oder der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen. Diese haben eine am Fundort jagdausübungsberechtigte Person von der Anzeige zu benachrichtigen. Besteht die Gefahr des Verderbs, so sind die Gegenstände für den Jagdausübungsberechtigten zu verwerten. Sind Jagdausübungsberechtigte nicht festzustellen, so ist der Erlös wohltätigen Zwecken zuzuführen.
(2) Zur Anzeige nach Abs. 1 Satz 1 ist insbesondere verpflichtet, wer ein Fahrzeug führt und damit Schalenwild verletzt oder getötet hat.
(3) Die Vorschriften der Abs. 1 und 2 gelten nicht für befriedete Bezirke im Sinne des § 6 Bundesjagdgesetz und § 5 Abs. 1 und 2 dieses Gesetzes.
§ 24 - Wildschutzmaßnahmen (zu § 22 a BJagdG)
(3) Wer als Führer eines Kraftfahrzeuges Schalenwild angefahren oder überfahren hat, muss dies dem Jagdausübungsberechtigten oder der Polizei unverzüglich anzeigen.
Niedersachsen keine Meldepflicht
Nordrhein-Westfalen keine Meldepflicht
Rheinland-Pfälzisches Jagdgesetz
Mainz, den 5. Mai 1997
§ 2 - Ablieferungs- und Anzeigepflicht
1. Wer den Besitz oder den Gewahrsam an lebendem oder verendetem Wild erlangt ohne aneignungsberechtigt zu sein, ist verpflichtet, das Wild dem Aneignungsberechtigten, in Ortsgemeinden dem Ortsbürgermeister, der Gemeindeverwaltung oder der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle abzugeben, soweit besondere Umstände nicht entgegenstehen.
2. Wer bewegungsunfähiges oder verendetes Schalenwild in der freien Natur wahrnimmt oder als Führer eines Fahrzeuges Schalenwild angefahren oder überfahren hat, ist verpflichtet, dies einer in Absatz 1 genannten Person oder Dienststelle unverzüglich anzuzeigen.
3. Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für befriedete Bezirke.
vom 27. Mai 1998
§ 43 - Ablieferungs- und Anzeigepflicht
(1) Wer lebendes oder totes Wild, Abwurfstangen oder Eier von Federwild an sich nimmt, obwohl er hierzu nicht berechtigt ist, hat die genommenen Sachen unverzüglich dem Jagdausübungsberechtigten, der nächsten Gemeindebehörde oder der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle abzuliefern oder von der Besitzergreifung Mitteilung zu machen. Die Behörde hat den am Fundort Jagdausübungsberechtigten darüber zu benachrichtigen. Besteht die Gefahr des Verderbs, so sind die Gegenstände im Interesse des Jagdausübungsberechtigten zu verwerten. Ist der Jagdausübungsberechtigte nicht festzustellen, so sind die Gegenstände oder der Erlös wohltätigen Zwecken zuzuführen.
(2) Zur unverzüglichen Anzeige sind auch die Fahrer von Fahrzeugen verpflichtet,
welche Schalenwild an- oder überfahren.
(3) Die Vorschriften der Absätze 1 und 2 gelten nicht für befriedete Bezirke im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 1 und 3.
(4) In befriedeten Bezirken nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 tritt an Stelle des Jagdausübungsberechtigten nach Absatz 1 der Leiter der zuständigen Autobahnmeisterei.
Fassung gültig ab: 01.08.2008
§ 58 - Ordnungwidrigkeiten
9. a) an Orten, an denen ihm die Ausübung des Jagdrechts nicht zusteht, Besitz an lebenden oder verendetem Wild oder an Fallwild und Abwurfstangen sowie Eiern des dem Jagdrecht unterliegenden Federwildes erlangt und diese Gegenstände vorsätzlich oder fahrlässig nicht unverzüglich entweder dem Jagdbezirksinhaber (§ 7 Abs. 1) oder der nächsterreichbaren Polizeidienststelle abliefert oder den Sachverhalt anzeigt.
b) als Führer eines Fahrzeug- Schalenwild (§ 2 Abs. 3 Bundesjagdgesetz) durch An- oder Überfahren verletzt oder tötet und dies nicht unverzüglich einer der in Buchstabe a) genannten Stellen anzeigt.
§ 30 - Wildunfälle (zu § 22 a BJagdG)
Jagdgesetz des Landes Schleswig-Holstein
§ 22 - Schutz des Wildes vor vermeidbaren Schmerzen (zu § 22 a Bundesjagdgesetz)
(2) Wer als Führerin oder Führer eines Kraftfahrzeuges Schalenwild angefahren oder überfahren hat, muß dies der jeweils jagdausübungsberechtigten Person oder der nächsten Polizeidienststelle unverzüglich anzeigen.
Thüringer Jagdgesetzes
§ 24 - Ablieferungs- und Anzeigepflichten; Wildunfälle
(1) Wer krankes oder verendetes Schalenwild in der freien Natur vorfindet oder als Fahrzeugführer Schalenwild verletzt oder tötet, ist verpflichtet, dies dem Aneignungsberechtigten, dem Bürgermeister, der Gemeindeverwaltung oder der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle unverzüglich anzuzeigen.
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References: § 1

§ 27
 § 1
 § 6
 § 5

§ 24
 § 22

§ 2

§ 43
 § 4
 § 4

§ 58

§ 30
 § 22

§ 22
 § 22

§ 24