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Timestamp: 2018-01-21 08:47:27+00:00

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vom 16. November 2005 (Stand 01. Januar 2018)
gestützt auf Art. 7 Abs. 2 Organisationsstatut und § 66 Abs. 2 und § 104 Ziff. 10 Kirchenordnung,
§ 1 DLD regelt den Anwendungsbereich des Reglements. Erfasst werden die ordinierten Dienste, das heisst Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone. Nicht betroffen sind andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden, wie Kirchenmusikerinnen oder Sigriste. Ebenfalls nicht erfasst werden Behördemitglieder, das heisst die sogenannten ehrenamtlichen Mitglieder der Kirchenpflege. Auch Angestellte der Landeskirche, selbst wenn sie in einer Kirchgemeinde aushilfsweise Pfarrdienst leisten sollten, werden nicht berührt. Massgebend ist das Dienstverhältnis zwischen Kirchgemeinde und Pfarrerin oder Pfarrer oder Sozialdiakonin oder Sozialdiakon, welches durch Wahl in der betreffenden Kirchgemeinde begründet wird.
3 Die ordinierten Dienste sind Mitglied einer reformierten Landeskirche.
1 Pfarrerinnen und Pfarrer sind insbesondere verantwortlich für die Seelsorge, die auch von Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen ausgeübt werden kann. Die inhaltliche Gestaltung des Gottesdienstes, die Taufe, das Abendmahl, die Trauungen, die Abdankungen und weitere gottesdienstliche Feiern sind Aufgabe der Pfarrerinnen und Pfarrer.
Diese Bestimmung verdeutlicht die Notwendigkeit, die Aufgaben jedes Dienstnehmenden in einem Funktionsbeschrieb zu konkretisieren. Die Verantwortung dafür liegt bei der Kirchenpflege, welcher ja auch die ordinierten Dienste angehören.
1 Das Dienstverhältnis zu den ordinierten Diensten wird durch Wahl und die Annahmeerklärung des oder der Gewählten begründet. Sofern die Wahlannahmeerklärung nicht bereits vorliegt, haben die Gewählten der Kirchenpflege innert drei Tagen nach dem Wahltag zu erklären, ob sie die Wahl annehmen.
2 Wahlbehörde sind die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde. Das Wahlverfahren richtet sich nach den Bestimmungen der Kirchenordnung und dem Reglement über Wahlen und Abstimmungen in den Kirchgemeinden.
Amtseinsetzung/Inpflichtnahme
3 Die Voraussetzungen für das Wahlverfahren der ordinierten Dienste richten sich nach §§ 68-69, 72-73, 76 und 78 KO.
Abs. 2: Pfarrerinnen und Pfarrer, Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone werden immer bis zum Ende der Amtsperiode gewählt, unabhängig davon, ob die Wählbarkeit gemäss § 72 Abs. 3 KO provisorisch oder definitiv ist. Die Umwandlung der provisorischen in die definitive Wählbarkeit muss von der Kirchenpflege rechtzeitig beim Kirchenrat beantragt werden. Erteilt der Kirchenrat die definitive Wählbarkeit, findet keine erneute Wahl statt. Erteilt der Kirchenrat die definitive Wählbarkeit nicht, endet das Dienstverhältnis gemäss § 13 Abs. 1 Ziff. 7 wegen Hinfall der Wählbarkeitsvoraussetzungen. Dass die Person bis zum Ende der Amtsperiode gewählt war, ist damit hinfällig.
Abs. 3: Spezielle Verfahren für Bewerberinnen und Bewerber ohne Wahlfähigkeitszeugnis des Konkordats richten sich nach § 69 KO und der dazugehörigen Verordnung.
1 Noch nicht ordinierte Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone sind nach Abschluss ihrer Ausbildung während den ersten beiden Jahren ihrer Berufsausübung im Anstellungsverhältnis zu beschäftigen (§ 76 Abs. 2 KO).
3 Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate auf Ende eines Kalendermonats. Die Kündigung erfolgt schriftlich. Kündigt die Kirchenpflege, erlässt sie eine begründete Verfügung. Des Weiteren gelten die §§ 21, 23-25, 28 DLM sinngemäss.
2.Invalidität
4.Nichtwiederwahl durch die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde
5.Erreichen der Altersgrenze
6.disziplinarische Entlassung aus dem Kirchendienst durch den Kirchenrat
7.Hinfall der Wählbarkeitsvoraussetzungen.
2 Die Kirchgemeinde richtet beim Tod einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters den Hinterbliebenen, für deren Unterhalt die Verstorbene oder der Verstorbene nachweislich aufgekommen ist, während drei Monaten über den Tod hinaus das volle Gehalt aus.
3 Jede gewählte Pfarrerin oder jeder gewählte Pfarrer und alle gewählten Sozialdiakoninnen oder Sozialdiakone haben Sitz und Stimme in der Kirchenpflege. Vorbehalten bleibt eine Beschränkung durch die Kirchenordnung, durch das Delegationsprinzip (§ 44 Abs. 1 Ziff. 11 KO) sowie durch Ausstandsgründe.
2 In den Bereich, den die ordinierten Dienste selbstständig und eigen-verantwortlich zu erfüllen haben, darf die Kirchenpflege nicht eingreifen.
1 Pfarrerinnen und Pfarrer wie auch Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone haben Anspruch auf einen Funktionsbeschrieb. Dieser umschreibt die wichtigsten Aufgaben und Arbeitsfelder.
2 Die Kirchenpflege legt den Funktionsbeschrieb und allfällige Arbeitsteilungen nach Rücksprache mit den ordinierten Mitarbeitenden (Pfarrerin und Pfarrer und Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone) fest. Sie berücksichtigt die Qualifikation und die Begabungen der Mitarbeitenden.
3 Die Kirchenpflege kann Rechenschaft fordern über die Art, wie der Funktionsbeschrieb umgesetzt respektive die zugeteilten Aufgaben erfüllt werden.
4 Sie hat dabei das Amtsgeheimnis zu respektieren.
1 Ordinierte Dienste mit mindestens fünf Jahren Diensterfahrung dürfen in Absprache mit der Kirchenpflege Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten als Mentorin oder Mentor oder als Praktikumsleiterin oder -leiter begleiten mit dem Ziel, qualifizierten und motivierten Nachwuchs zu fördern.
Mitarbeit Partnerin oder Partner
Arbeitszeit und Präsenzzeiten
1 Die Arbeits- und Präsenzzeit richtet sich im Grundsatz und in erster Linie nach den Anforderungen des Amtes. Kirchgemeinde und Kirchenpflege sind besorgt, dass genügend Stellen zur Erfüllung des Auftrags zur Verfügung stehen.
2 Der Funktionsbeschrieb berücksichtigt das Stellenpensum. Der Kirchenrat erlässt Richtwerte für die Berechnung des Arbeitsvolumens einzelner Aufgaben und Aufträge.
3 Die Arbeitszeit beträgt durchschnittlich 42 Stunden pro Woche. Übersteigt die Arbeitszeit während mehr als drei Monaten 42 Stunden pro Woche (bei 100 Stellenprozent, Teilzeitstellen anteilmässig), hat der Dienstnehmer oder die Dienstnehmerin Anspruch auf Kompensation im Umfang der 48 Arbeitsstunden pro Woche übersteigenden Anzahl Überstunden.
4 Ist eine Kompensation innerhalb eines Jahres nicht möglich, muss der Funktionsbeschrieb überprüft werden.
5 Eine Überzeitentschädigung wird nicht ausgerichtet.
Die ordinierten Dienstnehmenden geniessen einen hohen Grad an Gestaltungsfreiheit in ihrer Arbeit. Sie sind im Rahmen des Funktionsbeschriebs und der kirchlichen Weisungen frei in der Organisation ihrer Arbeit. Der Kirchenrat erachtet ihre Position deshalb nicht als die von Untergebenen, sondern von fachlich weisungsfreien Mitarbeitenden. Entsprechend dürfen höhere Anforderungen an Arbeits- und Präsenzzeiten gestellt werden.
Selbstverständlich dürfen sie nicht ausgenützt werden. Nach Phasen intensiver Arbeit kann es also durchaus möglich sein, dass zum Beispiel eine Pfarrerin oder ein Pfarrer in den Sommermonaten auch ohne Ferien die Arbeitszeit reduziert. Wo die Arbeitszeit während Monaten oder permanent den Grenzwert von 48 Std./Woche überschreitet und keine Kompensation möglich ist, muss der Funktionsbeschrieb zwingend angepasst werden.
Obwohl mit dem Amt der Pfarrerin und des Pfarrers oder der Sozialdiakonin und des Sozialdiakons spezielle Erwartungen verbunden sind (Hingabe an die Aufgabe), kann nicht erwartet werden, dass jeder, der im ordinierten Dienst tätig ist, das gleich sieht. Es erweist sich deshalb als sinnvoll, trotz allem eine wöchentliche Arbeitszeit festzulegen, mit deren Erfüllung im Grundsatz die dienstrechtlich gebotene Leistung erreicht ist. Gleichwohl kann angesichts der überdurchschnittlichen Besoldung, der grundsätzlichen Einstellung zum Amt wie auch der weitgehenden Gestaltungsfreiheit im beruflichen Alltag erwartet werden, dass die ordinierten Dienste sich nicht strikt an die Stundenvorgaben halten, sondern im Einzelfall auch zu Mehrleistungen bereit sind. Damit aus dieser Bereitschaft zur überdurchschnittlichen Pflichterfüllung kein Standard abgeleitet wird, ist in § 25 bestimmt, dass Überstunden im Grundsatz entschädigungslos zu leisten sind (eine im Gegensatz zum Privatrecht im Grundsatz zulässige Bestimmung), dass sich aber keine Pfarrerin oder kein Pfarrer sagen lassen muss, 48 oder 50 oder noch mehr Stunden seien „übliche“ Pflichterfüllung. Der Grundsatz bleibt: Die Arbeitszeit beträgt 42 Stunden pro Woche. In Zeiten hoher Arbeitsbelastung ist mehr zu leisten, aber nicht auf Dauer, nach drei Monaten ist der Dienstnehmer berechtigt, die 48 Stunden pro Woche übersteigende Überzeit zu kompensieren. Hat der Betreffende so viel Arbeit, dass er die Kompensation innerhalb eines Jahres nicht realisieren kann, ist darüber hinaus der Funktionsbeschrieb anzupassen oder in letzter Konsequenz in der betreffenden Kirchgemeinde eine zusätzliche Pfarrerin oder ein zusätzlicher Pfarrer oder eine weitere Sozialdiakonin oder ein weiterer Sozialdiakon anzustellen.
Abwesenheit und Abwesenheitsmeldung
1 Ordinierten Dienstnehmenden stehen wöchentlich mindestens eineinhalb arbeitsfreie Tage zu. Ist der Bezug ausnahmsweise nicht möglich, ist die arbeitsfreie Zeit innert der nächsten zwei Wochen nachzubeziehen.
2 Sind ordinierte Dienstnehmende mehr als drei Tage abwesend, ist dies dem Kirchenpflegepräsidium anzuzeigen.
In Art. 329 OR bestimmt das Privatrecht, dass einem Arbeitnehmenden jede Woche ein arbeitsfreier Tag zusteht, in der Regel der Sonntag. Arbeitnehmende, die dem Arbeitsgesetz unterstehen, haben Anspruch auf eineinhalb arbeitsfreie Tage. Arbeitsfreie Tage meint tatsächliche Befreiung von der Arbeitspflicht. Dies hat nichts mit Überstunden zu tun, da es bei den arbeitsfreien Tagen darum geht, den Dauereinsatz eines Arbeitnehmenden während Wochen (vielleicht ohne Überschreitung der vereinbarten Arbeitszeit) zu verhindern.
Der vorgeschriebene Nachbezug soll die notwendige Erholung des Arbeitnehmenden sicherstellen und verhindern, dass zum Beispiel eine Pfarrerin oder ein Pfarrer während Wochen ohne Unterbruch arbeitet, um schliesslich für Wochen freizeitabwesend zu sein.
Während den arbeitsfreien Tagen treffen den Arbeitnehmenden keine dienstrechtlichen Pflichten. Wird er während dieser Zeit krank, begründet dies (im Gegensatz zu den Ferien) keinen Anspruch auf Nachbezug.
Die ordinierten Dienste haben Anspruch auf mindestens einen dienstfreien Sonntag im Quartal (zusätzlich zu den Sonntagen, die in die Ferien fallen).
1 Ordinierte Dienstnehmende sind verpflichtet, über alles, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Seelsorgerin oder Seelsorger anvertraut worden ist, zu schweigen (Art. 321 StGB).
3 Näheres regelt die Archivordnung.
2 Das Nähere bestimmen das Weiterbildungsreglement für die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (WBR) und die Verordnung zum Weiterbildungsreglement für die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VWBR).
1 Die ordinierten Dienstnehmenden haben Anspruch auf einen Lohn. Die Lohnzahlungen werden üblicherweise monatlich ausgerichtet. Andere Regelungen sind in der Anstellungsverfügung festzuhalten.
4 Die Synode beschliesst jährlich die Anpassung an die Teuerung. Die landeskirchlichen Dienste bereinigen jährlich die Lohntabelle im Anhang entsprechend.
Die Höhe des Abzugs für das Pfarrhaus oder die Pfarrwohnung ist unabhängig vom Stellenpensum und beträgt immer Fr. 18‘000.- pro Jahr.
Anrechnung Pfarrhaus oder Pfarrwohnung
Der Betrag wird nicht indexiert, der Kirchenrat prüft diesen Betrag regelmässig auf Grund der aktuellen Preissituation auf dem Wohnungsmarkt und stellt etwa alle fünf Jahre Antrag an die Synode.
2013: Der Kirchenrat hat den Betrag für das Pfarrhaus bzw. die Pfarrwohnung überprüft. Der Landesindex der Konsumentenpreise (Basis Mai 2000 = 100 Punkte) ist vom Durchschnitt 2007 (106.5 Punkte) zum Durchschnitt 2012 (108.8 Punkte) um +2.3 Punkte gestiegen, was 18‘388.- Fr. entspricht. Die Synode belässt den Betrag von 18‘000.- Fr. vorläufig aufgrund der geringen Teuerung in den letzten Jahren unverändert.
3 Alle Berufsjahre in einem anderen Arbeitsumfeld, für hauptamtliche Familienarbeit mit Kindern bis 16 Jahren oder für die dauernde Pflege von Angehörigen sind mindestens zur Hälfte anzurechnen.
Die Entschädigungen für Stellvertretungen regelt der Kirchenrat in einer Verordnung.
Für jedes Kind wird eine Familienzulage ausgerichtet. Der Ansatz und die Anspruchsberechtigung richten sich nach der bundesrechtlichen und der kantonalen Gesetzgebung.
1.während sechs Monaten Anspruch auf den vollen Lohn
2.nach den sechs Monaten ist die Lohnfortzahlung mit Abschluss der Unfallversicherung gemäss § 62 oder der Krankentaggeldversicherung gemäss § 63 sichergestellt.
1 Bei Arbeitsverhinderung infolge obligatorischen Diensten, die unter das Erwerbsersatzgesetz fallen, wird für die Dauer des Dienstes der volle Lohn geleistet. Dazu gehört auch der Dienst von Frauen, die sich freiwillig zur Leistung von Diensten im Sinne des EOG melden.
4 Die Erwerbsausfallentschädigungen aus EOG fallen der Kirchgemeinde zu, soweit sie die Lohnzahlung während des Dienstes nicht übersteigen. Der Kirchenrat kann in einer Verordnung weitere Ausnahmen für Dienstleistungen in der arbeitsfreien Zeit vorsehen.
Benutzung Pfarrhaus oder Pfarrwohnung und Sicherheiten durch die Mieterinnen und Mieter
vom 60. Altersjahr an 6 Wochen.
2 Der Ferienanspruch wird für das Kalenderjahr, in dem die Altersgrenze erreicht wird, in vollem Umfang gewährt.
Als Kompensation für an gesetzlichen Feiertagen geleistete Arbeitszeit haben Pfarrerinnen und Pfarrer Anspruch auf bis zu einer zusätzlichen Woche Ferien.
Pfarrerinnen und Pfarrer, die an gesetzlichen Feiertagen arbeiten, können als Kompensation bis zu einer zusätzlichen Woche Ferien beziehen. Die Neuformulierung von § 46 ab 2012 macht dabei deutlich, dass der zusätzliche Ferienanspruch nicht pauschal, sondern im Blick auf tatsächlich geleistete Arbeit an Feiertagen und im Verhältnis zu dieser besteht. Wer zum Beispiel keinen Karfreitags-, Auffahrts- oder Weihnachtsgottesdienst hält, hat keinen Anspruch auf Kompensationstage. Die Definition der Feiertage richtet sich dabei nach den kantonalen und lokalen Regelungen. Oster- und Pfingstsonntag zählen nicht zu den gesetzlichen Feiertagen und unterliegen deshalb nicht der Kompensationsregelung.
3 Es können maximal zwei Wochen auf das nächste Jahr übertragen werden. Ausnahmen können von der Kirchenpflege bewilligt werden.
4 Die Abgeltung des Ferienanspruchs durch Geldleistungen oder Vergünstigungen ist während der Dauer des Anstellungsverhältnisses ausgeschlossen.
1.Eigene Hochzeit 3 Tage
2.Hochzeit in der eigenen Familie 1 Tag
3.Geburt eigener Kinder für den Vater zwei Wochen
4.Tod der Gattin oder des Gatten, der Partnerin
oder des Partners oder eines Kindes 5 Tage
5.Tod der eigenen Eltern oder der Eltern
der Partnerin oder des Partners 2 Tage
6.Tod eines anderen Angehörigen 1 Tag
7.Umzug (pro Kalenderjahr) 2 Tage
8.Plötzliche Erkrankung in der Familie
(zur Organisation einer Hilfe) maximal 2 Tage
1 Vernachlässigen ordinierte Dienstnehmende ihre Pflichten, wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
1 Bevor ein Disziplinarverfahren eröffnet wird, sucht die Kirchenpflege Spannungen zwischen den ordinierten Diensten einerseits und der Kirchgemeinde oder der Kirchenpflege andererseits einvernehmlich abzubauen. Bleibt dies ergebnislos, ist die Dekanatsleitung um Vermittlung anzugehen.
2 Bleiben diese Bestrebungen ohne Erfolg oder erscheinen sie als aussichtslos, so ist die Aufsicht des Kirchenrats oder der Kirchenpflege gemäss §§ 135 ff. Kirchenordnung und §§ 53 und 55 ff. in Anspruch zu nehmen.
•Schriftlicher Verweis
•Besoldungskürzung um maximal 10% über einen begrenzten Zeitraum
•Entlassung aus dem ordinierten Dienst.
2 Der Kirchenrat entscheidet darüber, ob die Entlassung aus dem ordinierten Dienst den Verlust der Wählbarkeit in der ganzen Landeskirche oder in bestimmten Kirchgemeinden nach sich zieht.
3 Die betroffene Person, Kirchenpflege und Dekanatsleitung sind vor dem Entscheid des Kirchenrats anzuhören. Der Entscheid ist ihnen schriftlich mitzuteilen.
•Besoldungskürzung um maximal 10% über einen begrenzten Zeitraum.
Die Wahl der angemessenen Disziplinarmassnahmen liegt im Ermessen der Kirchenpflege.
2 Die betroffene Person und die Dekanatsleitung sind vor dem Entscheid der Kirchenpflege anzuhören. Der Entscheid ist ihnen schriftlich mitzuteilen.
4 Der Kirchenrat macht den anderen Konkordatskirchen die in Art. 21 des Konkordates betreffend die gemeinsame Ausbildung der evangelisch-reformierten Pfarrerinnen und Pfarrer und ihre Zulassung zum Kirchendienst vorgeschriebenen Mitteilungen.
1 Die disziplinarrechtliche Vorschrift zur Verjährung gemäss § 138 KO findet auf die ordinierten Dienste Anwendung.
2 Das Disziplinarverfahren richtet sich nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG).
Disziplinarmassnahmen bei Pflichtverletzungen
•Kürzung der Entschädigung nach § 7 Abs. 1 Dekanatsverordnung um maximal 10 % für einen begrenzten Zeitraum
•Einstellung im Amt.
5 Die disziplinarrechtliche Vorschrift zur Verjährung gemäss § 138 KO findet auf die Mitglieder der Dekanatsleitung Anwendung.
1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die Kriterien gemäss dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) erfüllen, sind verpflichtet, der Pensionskasse der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau beizutreten. Es gelten die Ausschlussgründe gemäss Pensionskassenreglement.
1 Die Kirchgemeinde versichert die ordinierten Dienstnehmenden gegen die Folgen von Unfall mindestens im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG.
Erhält der Dienstnehmende während einer Dienstverhinderung (Krankheit, Unfall, Mutterschaft, Militärdienst) Lohn, hat die lohnzahlende Stelle Anspruch auf Lohnausfallentschädigungen aus Versicherungsleistungen oder aus anderen Leistungen Dritter an den Dienstnehmenden.
Der Rechtsschutz richtet sich nach den einschlägigen Bestimmungen der Kirchenordnung und des Rekursreglements sowie subsidiär nach dem kantonalen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege.
1.Reglement über die Minimalbesoldung für Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau (SRLA 373.500).
2.Reglement über die Minimalbesoldungen für Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau (SRLA 375.500).
3.Richtlinien für den Dienst der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone (SRLA 375.300).
4.Richtlinien für die Teilzeitanstellung von Theologinnen und Theologen (SRLA 373.700).
2 Es beschränkt den Geltungsbereich des folgenden Reglements auf die nicht ordinierten hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden: Reglement über die Besoldungs- und Entschädigungsansprüche der am Dienst verhinderten hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden und die Regelung der Stellvertretungskosten (SRLA 371.710). Der Kirchenrat nimmt die entsprechenden redaktionellen Anpassungen vor.
1.Dienstaltersgeschenke gemäss § 4 des Reglements über die Minimalbesoldung für Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau (SRLA 373.500).
2.§ 30 Abs. 3 DLD (Wohnsitzpflicht der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone).
3.§ 34 Abs. 5 und 6 DLD (Unterschreitung der Minimalbesoldungen bei Wohnsitz ausserhalb der Kirchgemeinde für bestehende Dienstverhältnisse).
Mindestlohntabelle für das Jahr 2018
(Besoldungsindex 2018 = 110.5 Punkte, Indexstand Mai 2000)
Sozialdiakon, Sozialdiakonin mit Wohnsitz
mit Wohnsitz in der
1./2. Dienstjahr 80'620 77'603 117'528 108'479
3./4. Dienstjahr 84'504 81'487 120'118 111'069
5./6. Dienstjahr 88'388 85'372 122'704 113'655
7./8. Dienstjahr 92'272 89'256 125'295 116'246
9./10. Dienstjahr 96'156 93'140 127'886 118'837
11./12. Dienstjahr 99'070 96'054 129'828 120'779
13./14. Dienstjahr 101'983 98'966 131'770 122'721
15./16. Dienstjahr 104'896 101'879 133'712 124'663
17./18. Dienstjahr 107'808 104'792 135'655 126'605
19./20. Dienstjahr 109'751 106'735 136'949 127'899
21./22. Dienstjahr 111'693 108'677 138'244 129'195
23./24. Dienstjahr 113'635 110'619 139'539 130'490
ab 25. Dienstjahr 115'577 112'560 140'833 131'784
Pfarrer, 42 Jahre alt, ohne Kinder, mit 13 Dienstjahren, mit Wohnsitzpflicht und wohnt im Pfarrhaus:
Monatslohn (Fr. 131'770:12) Fr. 10'980.83
AHV / IV / EO (5.125 %) Fr. 562.77
ALV (1.1 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 120.79
NBU (0.586 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 64.35
(Beispielwert Allianz 2018)
Pensionskassenbeitrag (8 % des versicherten Lohnes,
davon 6.5 % Sparen und 1.5 % Risiko) Fr. 658.85
Total Sozialleistungen Fr. 1'406.76
Lohn Netto Fr. 9'574.07
Abzüglich Pfarrhaus Fr. 1'500.00
Ausbezahlter Lohn Fr. 8'074.07
Pfarrerin, 42 Jahre alt, ohne Kinder, mit 13 Dienstjahren, mit Wohnsitz in der Kirchgemeinde, wohnt aber nicht im Pfarrhaus:
Lohn Netto (=ausbezahlter Lohn) Fr. 9'574.07
Monatslohn (Fr. 131'770:12) Fr. 5'490.42
AHV / IV / EO (5.125 %) Fr. 281.38
ALV (1.1 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 60.39
NBU (0.586 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 32.17
davon 6.5 % Sparen und 1.5 % Risiko) Fr. 329.43
Total Sozialleistungen Fr. 707.37
Lohn Netto Fr. 4'787.05
Ausbezahlter Lohn Fr. 3'287.05
Monatslohn (Fr. 122'721:12) Fr. 10'226.75
AHV / IV / EO (5.125 %) Fr. 524.12
ALV (1.1 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 112.49
NBU (0.586 % vom Monatslohn, max. von Fr. 12'350.00) Fr. 59.93
davon 6.5 % Sparen und 1.5 % Risiko) Fr. 613.61
Total Sozialleistungen Fr. 1'310.15
Lohn Netto (= ausbezahlter Lohn) Fr. 8'916.60
Umfasst die Tätigkeit weniger als sechs Monate eines Kalenderjahres, wird der Dienstaltersanstieg bis zum Ablauf des nächsten ganzen Dienstjahres aufgeschoben.

References: Art. 7
 § 66
 § 104

§ 1
 § 72
 § 13
 § 69
 § 25
 Art. 329
 § 62
 § 63
 § 46
 Art. 21
 § 138
 § 7
 § 138
 § 4