Source: http://jataka.nibbanam.com/Band_III/j433.htm
Timestamp: 2019-05-25 02:13:53+00:00

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433 Lomasakassapa-Jataka
433. Die Erzählung von Lomasakassapa (Lomasakassapa-Jataka)
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen unzufriedenen Mönch. Als diesen nämlich der Meister fragte: „Ist es wahr, o Mönch, dass du unzufrieden bist?“, und zur Antwort erhielt: „Es ist wahr“, sprach er: „O Mönch, auch die mit Ruhm Bedeckten stürzen in Ruhmlosigkeit. Die Begierden nämlich machen auch ganz reine Wesen befleckt; um wie viel mehr Leute wie du bist?“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.
§B. Ehedem waren der Sohn des Königs Brahmadatta von Benares, „Prinz Brahmadatta“ [Brahmadattakumara] mit Namen, und der Sohn des Hauspriesters namens „Kassapa“ miteinander befreundet und erlernten bei demselben Lehrer alle Künste. In der Folgezeit bestieg der Prinz nach seines Vaters Tode den Thron. Da dachte Kassapa: „Mein Freund ist König geworden; jetzt wird er mir große Macht verleihen. Was soll mir aber die Macht? Ich will mich von meinen Eltern und dem Könige verabschieden und die Welt verlassen.“ Nachdem er vom Könige sowie von seinen Eltern Abschied genommen, zog er nach dem Himalaya und betätigte die Weltflucht der Weisen. Am siebenten Tage schon erlangte er die Erkenntnisse und die Vollkommenheiten. Er lebte dort, indem er sich von den übrig gebliebenen Ähren ernährte. Den Asketen nannte man aber „Lomasakassapa“ [der behaarte Kassapa].
§1. „Dem Indra wirst du gleichen, König,
nie wirst du altern, wirst nie sterben,
wenn du ein Opfer lässt verrichten
durch den Asketen Kassapa.“
§2. „Die Erde, die vom Meer umgrenzet,
die wünsche man sich nicht zur Schande;
§3. Pfui über dieses Ruhm Erlangen
so ist dies Leben besser wohl,
als durch das Laster satt zu werden.
§5. Wenn man mit der Almosenschale
§6. „Stark ist der Mond, stark ist die Sonne,
stark sind Asketen und Brahmanen,
gar stark ist auch des Meeres Ufer,
doch, ach, am stärksten sind die Weiber.
§7. Denn den Lomasakassapa,
den weisen, heiligen Asketen,
zum Opfern hat Candavati
veranlasst um des Vaters willen.“
§8. „Dies Werk, das nur durch Gier veranlasst,
das ausgeht von der Lust, ist grausam.
Aufsuchen will ich seine Wurzel,
vom Grund ausrotten die Begierde!“
§9. „Ein Pfui den Lüsten, die so stark auf Erden;
Abtötung ist wohl besser als Begierde.
Abtötung üb ich jetzt, die Lust verlass ich;
behalte du dein Reich und deine Tochter.“
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangte jener unzufriedene Mönch zur Heiligkeit): „Damals war der große Minister Sayha Sāriputta, Lomasakassapa aber war ich.“
[2] Durch das Töten der Tiere begeht der Asket eine schwere Sünde und ist daher kein Konkurrent mehr für die Sakka-Würde.
[3] Diese sind auch die Strophen 1 bis 4 vom Jataka 310.
[4] Auf Deutsch etwa: „Prinzessin Mondesglanz“.
[5] D. h. er sah sich an und wurde durch seinen Anblick an sein Asketentum erinnert.
[6] Francis übersetzt: „grant an amnesty to the people.“ Gemeint ist aber hier, wie öfters bei derselben Gelegenheit, dass er den gefangenen Tieren, die hier mit „mahajano“ bezeichnet sind, das Leben rettet.

References: §1

§2

§3

§5

§6

§7

§8

§9