Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/krankenversicherung-der-rentner-auch-bei-kleinrenten-verfassungskonform-373702
Timestamp: 2019-12-07 06:13:47+00:00

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Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner – auch bei Klein­ren­ten ver­fas­sungs­kon­form? | Rechtslupe
Krankenversicherung der Rentner - auch bei Kleinrenten verfassungskonform?
Es ist nicht ver­fas­sungs­wid­rig, dass ver­si­che­rungs- und bei­trags­pflich­ti­ge Klein­rent­ner auch dann selbst in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert sind, wenn ohne die Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner für sie ein Anspruch auf Fami­li­en­ver­si­che­rung bestün­de.
Im Zeit­raum 1.04.2002 bis 31.03.2007 bestimm­te sich für Rent­ner der Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des Gesund­heits­re­form­ge­set­zes.
Fami­li­en­ver­si­chert sind nach § 10 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V 1 nur Ehe­gat­ten von Mit­glie­dern, die nicht nach § 5 Abs 1 Nr 1, 2, 3 bis 8, 11 oder 12 SGB V oder nicht frei­wil­lig ver­si­chert sind. Die Rent­ne­rin ist jedoch auf­grund ihres Ren­ten­be­zugs nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der GKV pflicht­ver­si­chert und daher von der Fami­li­en­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen. Anzu­wen­den ist vor­lie­gend § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG vom 20.12.1988 2 sowie ab 1.04.2007 in der Fas­sung des GKV-WSG vom 26.03.2007 3, des­sen Vor­aus­set­zun­gen die Rent­ne­rin erfüllt, ohne dass sie von den im Hin­blick auf den Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 4 geschaf­fe­nen Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lun­gen erfasst wur­de. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ist auch nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeugt, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin oder die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, gegen höher­ran­gi­ges Recht ver­stößt: Weder war ein mög­li­ches Ver­trau­en der Rent­ne­rin in den Bestand der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG vom 21.12.1992 5 geschützt noch war eine mög­li­che Erwar­tung der Rent­ne­rin, auch nach Beginn des Ren­ten­be­zugs über ihren Ehe­mann fami­li­en­ver­si­chert zu sein, eine nach Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on. Die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin begrün­det auch kei­nen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG, ins­be­son­de­re weder im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern noch im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­nern, die man­gels erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zeit kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben.
Für die Beur­tei­lung des Aus­schlus­ses der Rent­ne­rin von der Fami­li­en­ver­si­che­rung nach § 10 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V wegen einer bestehen­den Ver­si­che­rungs­pflicht auf­grund ihres Ren­ten­be­zugs ist vor­lie­gend § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in den Fas­sun­gen des GRG und GKV-WSG anzu­wen­den. § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG, auf den sich die Rent­ne­rin beruft, war zum Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung am 29.04.2004 nicht mehr anzu­wen­den. Dies­be­züg­lich hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits tra­gend ent­schie­den, dass auf­grund der Rechts­fol­genan­ord­nung im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 6 § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 erneut anzu­wen­den war, weil der Gesetz­ge­ber bis zum 1.04.2002 eine Neu­re­ge­lung, mit wel­cher der vom BVerfG fest­ge­stell­te Ver­fas­sungs­ver­stoß beho­ben wur­de, unter­ließ. Durch Art 1 Nr 2 Buchst a DBuchst aa GKV-WSG pass­te der Gesetz­ge­ber den Wort­laut des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V mit Wir­kung ab 1.04.2007 der mate­ri­ell-recht­li­chen Rechts­la­ge an, die infol­ge der Recht­spre­chung des BVerfG seit 1.04.2002 bestand 7. Hier­an hält das Bun­des­so­zi­al­ge­richt fest: Die vom BVerfG fest­ge­stell­te Unver­ein­bar­keit und die hier­an anknüp­fen­de Rechts­fol­genan­ord­nung sind all­ge­mein ver­bind­lich. Eine Neu­re­ge­lung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Sin­ne des Tenors des Beschlus­ses des BVerfG erfolg­te vor dem 1.04.2007 nicht. Dies gilt auch in Bezug auf Per­so­nen, die im Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung fami­li­en­ver­si­chert waren.
§ 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG war auf­grund des Beschlus­ses des BVerfG vom 15.03.2000 8 ab 1.04.2002 nicht mehr anwend­bar. Auf meh­re­re Vor­la­ge­be­schlüs­se des BSG hin 9 sprach das BVerfG im Tenor des genann­ten Beschlus­ses aus, dass § 5 Abs 1 Nr 11 Halbs 1 SGB V in der Fas­sung des GSG mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar ist, "soweit Per­so­nen, die nach dem 31.12 1993 einen Antrag auf Ren­te aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gestellt haben, nur dann in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner pflicht­ver­si­chert sind, wenn sie seit der erst­ma­li­gen Auf­nah­me einer Erwerbs­tä­tig­keit bis zur Stel­lung des Ren­ten­an­trags min­des­tens neun Zehn­tel der zwei­ten Hälf­te des Zeit­raums auf Grund einer Pflicht­ver­si­che­rung ver­si­chert waren." Gleich­zei­tig ord­ne­te das BVerfG die wei­te­re Anwen­dung der Vor­schrift an, soweit sie mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar war, längs­tens bis 31.03.2002; für den Fall, dass es inner­halb die­ser Frist zu kei­ner gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung kam, ord­ne­te es die erneu­te Anwen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 an.
Die­se im Ver­fah­ren nach Art 100 Abs 1 GG, § 13 Nr 11 BVerfGG ergan­ge­ne Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung hat­te als norm­ver­wer­fen­de Ent­schei­dung nach § 31 Abs 2 BVerfGG Geset­zes­kraft 10, deren All­ge­mein­gül­tig­keit eine Bin­dungs­wir­kung nicht nur für die Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und staat­li­chen Orga­ne, son­dern auch für Pri­vat­per­so­nen 11 wie die Rent­ne­rin begrün­det. Aber auch die vom BVerfG dar­über hin­aus getrof­fe­ne Rechts­fol­genan­ord­nung, wonach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG bis zu einer gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung, längs­tens bis 31.03.2002 wei­ter ange­wen­det wer­den konn­te und, wenn es nicht inner­halb die­ser Frist zu einer gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung kam, sich der Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner (KVdR) ab 1.04.2002 nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG bestimm­te, hat als Voll­stre­ckungs­an­ord­nun­gim Sin­ne von § 35 BVerfGG all­ge­mei­ne Ver­bind­lich­keit 12.
Im Zeit­raum 1.04.2002 bis 31.03.2007 bestimm­te sich der Zugang zur KVdR auf­grund der Rechts­fol­genan­ord­nung im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 13 nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG. Eine Neu­re­ge­lung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Sin­ne der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG erfolg­te bis 31.03.2002 und auch vor dem 1.04.2007 nicht. § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V selbst wur­de nach der Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung durch den Beschluss des BVerfG erst­ma­lig mit Wir­kung zum 1.04.2007 durch Art 1 Nr 2 Buchst a DBuchst aa des GKV-WSG 14 geän­dert. Ande­re Neu­re­ge­lun­gen, die den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner ohne Ände­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V den Vor­ga­ben des BVerfG gemäß aus­ge­stal­tet hät­ten, gab es bis dahin nicht.
Ins­be­son­de­re ent­hielt das 10. SGB V‑ÄndG 15 kei­ne gesetz­li­che Neu­re­ge­lung im Sin­ne des Beschlus­ses des BVerfG, son­dern ledig­lich Maß­nah­men, um die danach zum 1.04.2002 Kraft der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG ein­tre­ten­de Ände­rung der Rechts­la­ge zu flan­kie­ren. So knüpf­ten die meis­ten Ände­run­gen direkt oder mit­tel­bar an die "nach dem 31.03.2001" ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht von "Bezie­hern einer Ren­te der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung" an, "deren Anspruch auf Ren­te schon an die­sem Tag bestand". Die­se "ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht" beruh­te jedoch aus­schließ­lich auf der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG, wäh­rend das 10. SGB V‑ÄndG selbst kei­ne Rechts­än­de­rung zur Rege­lung des Zugangs zur Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner als sol­cher ent­hielt. Viel­mehr regel­ten die Vor­schrif­ten des 10. SGB V‑ÄndG für bestimm­te Bestands­rent­ner die Kon­kur­renz der nach dem Beschluss des BVerfG ein­tre­ten­den Ver­si­che­rungs­pflicht zur Ver­si­che­rung in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te (Art 1 Nr 01), eine Opti­on zum Ver­bleib in der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV (Art 1 Nr 1), den Beginn der frei­wil­li­gen Mit­glied­schaft bei Aus­übung die­ses Bei­tritts­rechts (Art 1 Nr 2) sowie für die­sen Fall das Ende der Mit­glied­schaft als Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger bzw Fami­li­en­ver­si­cher­ter (Art 1 Nr 3). Die Art 1a (Ergän­zung zu § 50 Abs 1 KVLG 1989), Art 1 Nr 4 (Fäl­lig­keits­re­ge­lung zur Bei­trags­zah­lung aus der Ren­te) und Art 2 (Inkraft­tre­ten) berüh­ren die hier strei­ti­gen Fra­gen nicht.
Soweit unter Hin­weis auf die Ent­wurfs­be­grün­dung zum 10. SGB V‑ÄndG 16 die Auf­fas­sung ver­tre­ten wird, mit den Ergän­zun­gen des SGB V durch die­ses Gesetz habe der Gesetz­ge­ber "Rent­nern, die zuvor nicht in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sein konn­ten" "ein Bei­tritts­recht zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung" ein­ge­räumt bzw "den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner für Ver­si­cher­te geöff­net …, die über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren" und damit den Vor­ga­ben des BVerfG für eine Neu­re­ge­lung genügt, ver­kennt dies sowohl die Vor­ga­ben des BVerfG als auch die grund­le­gen­den Struk­tu­ren des Ver­si­che­rungs- und Mit­glied­schafts­rechts der GKV.
So zeig­te das BVerfG 17 dem Gesetz­ge­ber tat­säch­lich zwei Wege auf, eine ver­fas­sungs­kon­for­me Neu­re­ge­lung vor­zu­neh­men. Von der Mög­lich­keit, die Bei­trags­be­mes­sung der pflicht- und frei­wil­lig ver­si­cher­ten Rent­ner anzu­glei­chen, mach­te der Gesetz­ge­ber – wie auch die Rent­ne­rin ein­räumt – in der Fol­ge­zeit kei­nen Gebrauch. Den zwei­ten Weg sah das BVerfG dar­in, der Gesetz­ge­ber kön­ne "den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner für Ver­si­cher­te öff­nen, deren Ver­si­che­rungs­le­ben oder min­des­tens des­sen zwei­te Hälf­te maß­geb­lich von der Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung oder davon geprägt war, dass sie jeden­falls über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren." Ent­schei­dend sind hier der ers­te und der letz­te Satz­teil: "Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner" und zwar für Ver­si­cher­te, die "jeden­falls über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren." Ers­te­res meint nur und aus­schließ­lich den Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ne­rim Sin­ne von § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V, nicht aber Zugang zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung nach § 9 SGB V. Die­ser war bei den Rent­nern der dem BVerfG vor­ge­leg­ten Ver­fah­ren – jeden­falls mehr­heit­lich – ohne­hin gege­ben. Für nicht mit Art 3 Abs 1 GG ver­ein­bar hat­te das BVerfG aber gera­de den Aus­schluss der Rent­ner von der Pflicht­ver­si­che­rung mit der gegen­über der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung güns­ti­ge­ren Bei­trags­be­mes­sung gehal­ten, der auf zu hohen Anfor­de­run­gen an den Umfang der Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten in der Pflicht­ver­si­che­rung ("min­des­tens neun Zehn­tel der zwei­ten Hälf­te des Zeit­raums auf Grund einer Pflicht­ver­si­che­rung") beruh­te. Vor die­sem Hin­ter­grund ver­deut­licht der letz­te Satz­teil des obi­gen Zitats, dass eine ver­fas­sungs­kon­for­me Neu­re­ge­lung auch durch ein Absen­ken der für den Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung erfor­der­li­chen vor­her­ge­hen­den Pflicht-Ver­si­che­rungs­zeit auf einen "über­wie­gen­den" Anteil in der zwei­ten Hälf­te des Erwerbs­le­bens erfol­gen konn­te.
Wenn in der Begrün­dung zum Ent­wurf des 10. SGB V‑ÄndG dar­ge­stellt wird, dass durch die Rege­lun­gen die­ses Geset­zes Rent­nern ein "Bei­tritts­recht" ein­ge­räumt wer­de 18, bezieht sich dies aus­schließ­lich auf den Zugang zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung. Ein Bei­tritts­recht zur Pflicht­ver­si­che­rung kennt das Recht der GKV nach dem SGB V nicht. Dass sich auch die Ent­wurfs­ver­fas­ser an die­sen Sprach­ge­brauch und die­se sys­te­ma­ti­sche Kate­go­ri­sie­rung hiel­ten, ver­deut­licht ins­be­son­de­re eine Pas­sa­ge auf S 1 des Ent­wurfs: Danach kön­nen "Bezie­her einer Ren­te … die vom 01.04.2002 an ver­si­che­rungs­pflich­tig wer­den, … der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung auch als frei­wil­li­ge Mit­glie­der bei­tre­ten." Dies wird durch die auf S 3 des Ent­wurfs näher dar­ge­leg­te Ziel­set­zung des Ent­wurfs unter­stri­chen. Die­se bestand näm­lich gera­de dar­in, die für eini­ge bis­her frei­wil­lig ver­si­cher­te Rent­ner durch die Kraft der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG wegen bewuss­ter Untä­tig­keit des Gesetz­ge­bers in Bezug auf eine Neu­re­ge­lung zum 1.04.2002 ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht abzu­wen­den, indem es die­sen Per­so­nen ermög­licht wur­de, "ihren bis­he­ri­gen Ver­si­che­rungs­sta­tus bei­zu­be­hal­ten" 19. "Eine gesetz­li­che Rege­lung des Mit­glied­schafts- und Bei­trags­rechts von Rent­nern ent­spre­chend den Vor­ga­ben" des BVerfG soll­te aus­drück­lich erst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt erfol­gen 20. Eine die Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG aus­schlie­ßen­de Neu­re­ge­lung die­ser Vor­schrift mit einem erleich­ter­ten Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung für Rent­ner ent­hielt das 10. SGB V‑ÄndG mit­hin nicht.
Die Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 (aaO) erstreck­te sich auch auf Per­so­nen, die im Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung fami­li­en­ver­si­chert waren. Die Auf­fas­sung der Rent­ne­rin, die Unver­ein­bar­keit sei nur inso­weit fest­ge­stellt wor­den, als bestimm­ten Per­so­nen durch die Neu­fas­sung des GSG die Ver­si­che­rung in der GKV über­haupt ver­wehrt wor­den sei, wes­we­gen § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in die­ser Fas­sung auch über den 31.03.2002 hin­aus jeden­falls bis zum 1.04.2007 auf Per­so­nen anzu­wen­den gewe­sen sei, die nach die­ser Rechts­la­ge in der GKV zumin­dest fami­li­en­ver­si­chert gewe­sen sei­en, ent­spricht nicht dem allein maß­ge­ben­den Wort­laut des im Bun­des­ge­setz­blatt ver­öf­fent­lich­ten Beschluss­te­nors. Danach wur­de die Vor­schrift für mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar erklärt, "soweit Per­so­nen, die nach dem 31.12 1993 einen Antrag auf Ren­te aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gestellt haben, nur dann in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner pflicht­ver­si­chert sind", wenn sie die sog Neun-Zehn­tel-Bele­gung aus­schließ­lich auf­grund von Zei­ten einer Pflicht­ver­si­che­rung erfül­len 21. Die Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung erfasst somit den Aus­schluss vom "pflichtversichert"-Sein in der "Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner", mit ande­ren Wor­ten: den Aus­schluss vom Sta­tus des Pflicht­ver­si­cher­ten als Rent­ner. Anhalts­punk­te dafür, dass nur ein voll­stän­di­ger Aus­schluss von der Ver­si­che­rung in der GKV für mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar erklärt wor­den sein könn­te, ent­hält der Tenor nicht. Dies unter­streicht auch der Umstand, dass eini­ge Rent­ner der Aus­gangs­ver­fah­ren in der GKV ver­si­chert waren, wenn auch auf­grund frei­wil­li­ger Ver­si­che­rung 22.
Den auf die Ermitt­lung des genau­en Umfangs der vom BVerfG durch den Beschluss vom 15.03.2000 13 aus­ge­spro­che­nen Unver­ein­bar­keit des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V idF des GSG mit dem GG gerich­te­ten Beweis­an­trä­gen der Rent­ne­rin muss­te das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in die­sem Zusam­men­hang nicht nach­ge­hen. Zwar ist aner­kannt, dass sog all­ge­mei­ne bzw gene­rel­le Tat­sa­chen unter Durch­bre­chung der nach § 163 SGG ange­ord­ne­ten strik­ten Bin­dung an die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen des LSG vom Revi­si­ons­ge­richt selbst zu ermit­teln und fest­zu­stel­len sind 23. Jedoch han­delt es sich bei der Bestim­mung des Inhalts und des Umfangs einer mit Geset­zes­kraft ver­se­he­nen Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung des BVerfG nicht um die Ermitt­lung von Tat­sa­chen, son­dern um einen Akt der Rechts­fin­dung. Sie ist aus­schließ­lich Bestim­mung von Tat­be­stand oder Rechts­fol­ge, also des Inhalts einer Norm, ist jedoch selbst nicht Gegen­stand des Tat­be­stan­des und Anknüp­fungs­punkt einer Rechts­fol­ge und somit einer Beweis­erhe­bung nicht zugäng­lich. Auf die obi­gen Aus­füh­run­gen zur Aus­wer­tung sog Geset­zes­ma­te­ria­li­en wird ver­wie­sen.
Der Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ne­rin in der GKV unter gleich­zei­ti­gem Aus­schluss von der Fami­li­en­ver­si­che­rung ste­hen auch ein­fach-recht­li­che Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lun­gen, wie sie im Hin­blick auf den Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 4 durch das 10. SGB V‑ÄndG geschaf­fen wur­den, nicht ent­ge­gen. Von deren Anwen­dungs­be­reich wird eine Rent­ne­rin nicht erfasst, wenn ihr weder ein die Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ne­rin been­den­des Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Kran­ken­ver­si­che­rung nach § 9 Abs 1 Nr 6 SGB V zusteht noch ihre Pflicht­ver­si­che­rung nach § 190 Abs 11a SGB V wegen der Aus­übung des Bei­tritts­rechts nach § 9 Abs 1 Nr 6 SGB V durch einen Ange­hö­ri­gen ende­te, von dem ihre Fami­li­en­ver­si­che­rung abge­lei­tet gewe­sen wäre. Bei­de Rege­lun­gen set­zen ua einen eige­nen Ren­ten­be­zug bereits am 31.03.2002 vor­aus.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kann sich nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeu­gen, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin oder die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, gegen höher­ran­gi­ges Recht ver­stößt, sodass die von der Rent­ne­rin begehr­te Aus­set­zung des Ver­fah­rens und Vor­la­ge an das BVerfG gemäß Art 100 Abs 1 S 1 GG nicht in Betracht kommt. Weder liegt ein Ver­stoß gegen das all­ge­mei­ne rechts­staat­li­che Ver­trau­ens­schutz­prin­zip vor noch wird eine nach Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on der Rent­ne­rin ver­letzt. Die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin begrün­det auch kei­nen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG, ins­be­son­de­re nicht im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern oder zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­nern, die wegen nicht erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben.
Ein mög­li­ches Ver­trau­en der Rent­ne­rin in den Bestand der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG vom 21.12.1992 5 über den 31.03.2002 hin­aus war auch von Ver­fas­sungs wegen nicht geschützt. Die Rent­ne­rin hat­te am 31.03.2002 kei­ne Rechts­po­si­ti­on inne, deret­we­gen ein Ver­trau­en auf den Fort­be­stand der damals bestehen­den Rechts­la­ge und die damit ver­bun­de­ne Erwar­tung einer bei­trags­frei­en Fami­li­en­ver­si­che­rung auch als Rent­ne­rin schutz­be­dürf­tig gewe­sen sein könn­te. Die Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 ver­stößt nicht gegen das all­ge­mei­ne rechts­staat­li­che Ver­trau­ens­schutz­prin­zip (Art 2 Abs 1 iVm Art 20 Abs 3 GG – vgl hier­zu zuletzt etwa BVerfG Beschluss vom 07.12.2010 – 1 BvR 2628/​07 – BVerfGE 128, 90 ff mwN, SozR 4 – 1100 Art 14 Nr 23). Zwar begren­zen Rechts­staats­prin­zip und Grund­rech­te die Befug­nis des Gesetz­ge­bers, Rechts­än­de­run­gen vor­zu­neh­men, die an Sach­ver­hal­te der Ver­gan­gen­heit anknüp­fen. Die Ver­läss­lich­keit der Rechts­ord­nung ist eine Grund­be­din­gung frei­heit­li­cher Ver­fas­sun­gen. Jedoch geht der ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­trau­ens­schutz nicht so weit, den Staats­bür­ger vor jeg­li­cher Ent­täu­schung sei­ner Erwar­tung in die Dau­er­haf­tig­keit der Rechts­la­ge zu schüt­zen. Die schlich­te Erwar­tung, das gel­ten­de Recht wer­de auch in Zukunft unver­än­dert fort­be­stehen, ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht geschützt. Denn die Ver­fas­sung gewährt kei­nen Schutz vor einer nach­tei­li­gen Ver­än­de­rung der gel­ten­den Rechts­la­ge 24. Eine schüt­zens­wer­te Rechts­po­si­ti­on liegt daher nicht schon in der "vor­aus­sicht­li­chen Ein­schlä­gig­keit" bestimm­ter Vor­schrif­ten in der Zukunft 25. Dar­über hin­aus kommt ein Ver­trau­ens­schutz bezüg­lich der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG schon des­halb nicht in Betracht, weil die­se ihrer­seits mit dem GG nicht ver­ein­bar und eine Ände­rung in der erfolg­ten Wei­se auf­grund des Beschlus­ses des BVerfG vom 15.03.2000 13 von Ver­fas­sungs wegen gebo­ten war.
Etwas ande­res gilt auch nicht im Hin­blick auf die Ren­ten­nä­he der Rent­ne­rin zum Zeit­punkt der Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG am 1.04.2002. Die hier­mit ver­bun­de­ne (erneu­te) Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht nach zukünf­ti­ger Ren­ten­an­trag­stel­lung führ­te nicht zu einem Ein­griff in die inso­weit allein als eigen­tums­ge­schützt (Art 14 Abs 1 GG) in Betracht kom­men­den Ren­ten­an­wart­schaf­ten der Rent­ne­rin. Die kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Bestim­mun­gen über die Bei­trags­pflicht haben auf die Höhe der einem Rent­ner gewähr­ten Ren­te als sol­che kei­nen Ein­fluss 26. Eine kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­che Rege­lung, die Rent­nern ohne eige­ne Bei­trags­pflicht Ver­si­che­rungs­schutz bei Krank­heit gewährt, ist kei­ne durch Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on 27.
Auch soweit die Auf­fas­sung ver­tre­ten wird, in Bezug auf die Ände­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V zum 1.04.2007 ste­he dem Rent­ner bezüg­lich der auch über die Ren­ten­an­trag­stel­lung hin­aus fort­be­stehen­den Fami­li­en­ver­si­che­rung Bestands- und Ver­trau­ens­schutz zu, kann dem aus den vor­ste­hend genann­ten Grün­den nicht gefolgt wer­den. Ins­be­son­de­re fehlt es an einer schutz­wür­di­gen Rechts­po­si­ti­on "Fami­li­en­ver­si­che­rung" schon des­halb, weil die Rent­ne­rin bereits seit April 2004 als Rent­ne­rin in der GKV pflicht­ver­si­chert war. Wie bereits oben dar­ge­legt, war § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG, auf den sich die Rent­ne­rin für ein Bestehen von Fami­li­en­ver­si­che­rung auch am 31.03.2007 beruft, seit 1.04.2002 nicht mehr anzu­wen­den.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kann sich eben­so nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeu­gen, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin und die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, einen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG begrün­det. Dies gilt zunächst im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern.
Art 3 Abs 1 GG gebie­tet dem Norm­ge­ber, wesent­lich Glei­ches gleich und wesent­lich Unglei­ches ungleich zu behan­deln. Er ver­wehrt dem Gesetz­ge­ber nicht jede Dif­fe­ren­zie­rung. Dif­fe­ren­zie­run­gen bedür­fen jedoch stets der Recht­fer­ti­gung durch Sach­grün­de, die dem Dif­fe­ren­zie­rungs­ziel und dem Aus­maß der Ungleich­be­hand­lung ange­mes­sen sind. Der Gleich­heits­satz ist dann ver­letzt, wenn eine Grup­pe von Normadres­sa­ten oder Norm­be­trof­fe­nen im Ver­gleich zu einer ande­ren anders behan­delt wird, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unter­schied­li­che Behand­lung recht­fer­ti­gen kön­nen. Die Gren­zen, die der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz dem Gesetz­ge­ber vor­gibt, kön­nen sich von ledig­lich auf das Will­kür­ver­bot beschränk­ten Bin­dun­gen bis hin zu stren­gen Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­sen erstre­cken. Es gilt ein am Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz ori­en­tier­ter, stu­fen­lo­ser Prü­fungs­maß­stab, der nicht abs­trakt, son­dern nur nach dem jeweils betrof­fe­nen Sach- und Rege­lungs­be­reich näher bestimm­bar ist. Der Gesetz­ge­ber unter­liegt ins­be­son­de­re dann einer stren­ge­ren Bin­dung, wenn die Dif­fe­ren­zie­rung an Per­sön­lich­keits­merk­ma­le anknüpft, die für den Ein­zel­nen nicht ver­füg­bar sind. Rele­vant für das Maß der Bin­dung ist zudem die Mög­lich­keit der Betrof­fe­nen, durch ihr Ver­hal­ten die Ver­wirk­li­chung der Dif­fe­ren­zie­rungs­kri­te­ri­en zu beein­flus­sen 28. Maß­ge­bend ist, ob für die vor­ge­se­he­ne Dif­fe­ren­zie­rung Grün­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unglei­chen Rechts­fol­gen recht­fer­ti­gen kön­nen 29.
Aus­ge­hend von die­sen Grund­sät­zen ist bereits die Ver­gleich­bar­keit der Grup­pe der von der Fami­li­en­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­se­nen und statt­des­sen gegen einen gerin­gen Bei­trag pflicht­ver­si­cher­ten Rent­ner mit einem Gesamt­ein­kom­men, dass regel­mä­ßig ein Sieb­tel der monat­li­chen Bezugs­grö­ße nicht über­steigt, – zu denen die Rent­ne­rin gehört – (einer­seits) mit der Grup­pe der fami­li­en­ver­si­cher­ten Per­so­nen, die noch kei­ne Ren­te bezie­hen und ein Gesamt­ein­kom­men in der genann­ten Höhe haben, (ande­rer­seits) frag­lich, denn es han­delt sich um zwei – wenn auch aus unter­schied­li­chen Grün­den – pri­vi­le­gier­te Grup­pen. Gin­ge man den­noch von einer Ver­gleich­bar­keit bei­der Grup­pen aus, ist nach den zu Art 3 Abs 1 GG dar­ge­stell­ten Grund­sät­zen ein über eine rei­ne Will­kür­kon­trol­le hin­aus­ge­hen­der Prü­fungs­maß­stab anzu­le­gen, weil die an den Ren­ten­be­zug anknüp­fen­de Dif­fe­ren­zie­rung per­so­nen­be­zo­gen ist 30. Jedoch muss auch in die­sem Kon­text der wei­te sozi­al­po­li­ti­sche Gestal­tungs­spiel­raum des Gesetz­ge­bers bei der Aus­ge­stal­tung der sozi­al­staat­li­chen Ord­nung berück­sich­tigt wer­den; sozi­al­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen des Gesetz­ge­bers sind anzu­er­ken­nen, solan­ge sei­ne Erwä­gun­gen weder offen­sicht­lich fehl­sam noch mit der Wert­ord­nung des GG unver­ein­bar sind 31. Letzt­end­lich kann die Fra­ge der Ver­gleich­bar­keit dahin­ste­hen, denn jeden­falls ist die unter­schied­li­che Behand­lung bei­der Grup­pen sach­lich gerecht­fer­tigt, weil sie – falls über­haupt ein Nach­teil vor­liegt – allen­falls von gerin­ger Inten­si­tät ist (hier­zu aa), legi­ti­men Zwe­cken dient (hier­zu bb) und zu deren Errei­chung als geeig­net, erfor­der­lich und ange­mes­sen ange­se­hen wer­den durf­te (hier­zu cc).
Die unter­schied­li­che Behand­lung der genann­ten Grup­pen ist, obwohl die Rent­ne­rin die Belas­tung mit Bei­trä­gen zur GKV aus ihrer Ren­te als Nach­teil emp­fin­det, für die von ihr reprä­sen­tier­te Grup­pe der Rent­ner mit gerin­gem Ein­kom­men nicht aus­schließ­lich nach­tei­lig, auch wenn sich die Vor­tei­le – zumin­dest gegen­wär­tig – in der Per­son der Rent­ne­rin nicht ver­wirk­li­chen. Denn der Pflicht zur Ent­rich­tung von Bei­trä­gen aus der Ren­te, die zu einem wesent­li­chen Teil auch vom Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung getra­gen wer­den (§ 249a SGB V), ste­hen mit dem Sta­tus als pflicht­ver­si­cher­tes Mit­glied ver­bun­de­ne Vor­tei­le gegen­über, die über eine blo­ße Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht in glei­cher Wei­se ver­mit­telt wer­den. Die­se Vor­tei­le hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits zum Recht der RVO in dem vom LSG zitier­ten Urteil vom 23.02.1988 32 noch für die KVdR einer­seits und die Fami­li­en­hil­fe ande­rer­seits her­aus­ge­ar­bei­tet. Zwar hat sich die recht­li­che Stel­lung der Ange­hö­ri­gen eines Mit­glieds der GKV seit­her dadurch ver­bes­sert, dass sie als Fami­li­en­ver­si­cher­te nach § 10 SGB V einen eige­nen Leis­tungs­an­spruch gegen die Kran­ken­kas­se haben und die­sen auch selbst gel­tend machen kön­nen 33, gleich­wohl ver­mit­telt auch wei­ter­hin allein die eige­ne Mit­glied­schaft die Fami­li­en­ver­si­che­rung von Ange­hö­ri­gen, die nur mit dem Mit­glied, nicht aber mit des­sen Ehe­gat­ten oder Part­ner ver­wandt und von die­sem nicht über­wie­gend unter­hal­ten wer­den (§ 10 Abs 4 SGB V). Dar­über hin­aus kann die Fami­li­en­ver­si­che­rung durch Tod des Ehe­gat­ten bzw Part­ners oder durch Schei­dung enden. Zwar bestand in der Ver­gan­gen­heit in die­sem Fal­le ein befris­te­tes Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV (§ 9 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V), das zum 1.08.2013 durch eine Fort­set­zung der Ver­si­che­rung als frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung von Geset­zes wegen (§ 188 Abs 4 SGB V idF durch Gesetz vom 15.07.2013) abge­löst wor­den ist, jedoch kön­nen die im Rah­men der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung zu leis­ten­den Bei­trä­ge auf­grund ande­rer Bemes­sungs­grund­la­gen 34 uU deut­lich höher aus­fal­len und so auf län­ge­re Sicht eine stär­ke­re wirt­schaft­li­che Belas­tung des Rent­ners ver­ur­sa­chen als die mit Ren­ten­an­trag­stel­lung ein­set­zen­de Ver­si­che­rungs­pflicht. Ob die Ver­si­che­rungs­pflicht wirt­schaft­lich be- oder ent­las­tend wirkt, hängt somit allein von den indi­vi­du­el­len Umstän­den ab.
Aber selbst wenn man die bei­trags­freie Fami­li­en­ver­si­che­rung von Nicht­ren­ten­be­zie­hern mit nied­ri­gem Gesamt­ein­kom­men als Pri­vi­le­gie­rung gegen­über der von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­ten Grup­pe ver­si­che­rungs- und bei­trags­pflich­ti­ger Rent­ner mit Ein­kom­men in glei­cher Höhe anse­hen woll­te, so dient die­se legi­ti­men Zwe­cken. Hin­ter der Pri­vi­le­gie­rung mit­ver­si­cher­ter Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger steht als recht­fer­ti­gen­der Grund, dass die Bei­trags­frei­heit Fami­li­en­ver­si­cher­ter eine von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den­de 35 Fol­ge des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs in der GKV ist 36, der ins­be­son­de­re in der Pha­se der Kin­der­er­zie­hung von Bedeu­tung ist. Dem­ge­gen­über ent­spricht die Ver­si­che­rungs­pflicht von Rent­nern in der GKV einem seit dem Gesetz über die KVdR vom 12.06.1956 37 andau­ern­den Bemü­hen des Gesetz­ge­bers, Rent­nern in wie­der­holt wech­seln­den Aus­for­mun­gen 38 eine bezahl­ba­re Mög­lich­keit des Kran­ken­ver­si­che­rungs­schut­zes im Alter zu gewähr­leis­ten 39. In die­sem Kon­text dient die Bei­trags­pflicht dazu, Rent­ner zur Sta­bi­li­sie­rung der Finanz­grund­la­gen sowohl der Ren­ten- als auch der Kran­ken­ver­si­che­rung an den Kos­ten ihrer Kran­ken­ver­si­che­rung zu betei­li­gen 40.
Die Ein­be­zie­hung auch von Rent­nern mit gerin­gem Gesamt­ein­kom­men in die Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht in der GKV kann auch als für die Errei­chung die­ser Zie­le geeig­net, erfor­der­lich und ange­mes­sen ange­se­hen wer­den. Einen Fami­li­en­las­ten­aus­gleich in Form der bei­trags­frei­en Fami­li­en­ver­si­che­rung durf­te der Gesetz­ge­ber in typi­sie­ren­der Betrach­tung bei Rent­nern, die über­wie­gend nicht mehr aus fami­liä­ren Grün­den an der Erzie­lung eige­nen Ein­kom­mens gehin­dert sind, als nicht mehr im sel­ben Maße erfor­der­lich anse­hen, wie bei Per­so­nen vor Beginn des Ren­ten­al­ters. Die Bei­trags­pflicht von Klein­rent­nern belas­tet die­se auch nicht über­mä­ßig, denn die Bei­trä­ge wer­den – anders als zB bei frei­wil­lig ver­si­cher­ten Rent­nern (§ 240 Abs 4 S 1 SGB V) – nicht nach einer Min­dest­be­mes­sungs­grund­la­ge bemes­sen, son­dern ori­en­tie­ren sich am Zahl­be­trag der Ren­te (§ 237 S 1 Nr 1 SGB V) und wer­den zu einem wesent­li­chen Teil vom Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger und nicht aus­schließ­lich vom Rent­ner selbst getra­gen (§ 249a SGB V). So hat­te auch die Rent­ne­rin aus ihrer Ren­te von anfäng­lich 281,76 Euro mtl für einen voll­wer­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz in der GKV ledig­lich Bei­trä­ge in Höhe von 14,37 Euro mtl zu tra­gen.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ist auch nicht davon über­zeugt, dass die sie pri­vi­le­gie­ren­de Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin wegen der hier­mit ver­bun­de­nen Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu tra­gen, im Ver­gleich zur eben­falls pri­vi­le­gier­ten Grup­pe der fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­ner, die wegen nicht erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben, – die Ver­gleich­bar­keit bei­der Grup­pen wie­der­um vor­aus­ge­setzt – gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz ver­stößt.
Zwar kön­nen die Rent­ner der zwei­ten Grup­pe, wenn sie ein Gesamt­ein­kom­men unter­halb eines Sieb­tels der monat­li­chen Bezugs­grö­ße haben, bei­trags­frei Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz im Wege der Fami­li­en­ver­si­che­rung nach § 10 SGB V erhal­ten. Jedoch tref­fen die­se Grup­pe die mit dem Aus­schluss von der Pflicht­ver­si­che­rung ver­bun­de­nen, vor­ste­hend dar­ge­stell­ten Nach­tei­le, ins­be­son­de­re die Ver­pflich­tung zur Ent­rich­tung von Bei­trä­gen nach der Min­dest­be­mes­sungs­grund­la­ge nach Ende der Fami­li­en­ver­si­che­rung durch Schei­dung oder Tod des Ehe­gat­ten bzw Part­ners. Hier­durch kann sich der schein­ba­re Vor­teil vor­über­ge­hen­der Bei­trags­frei­heit – je nach den indi­vi­du­el­len Umstän­den – in einen wirt­schaft­li­chen Nach­teil wan­deln, zumal seit dem 1.04.2009 für jeder­mann im Inland die Pflicht besteht, sich gegen das Risi­ko von Krank­heit – je nach Sys­tem­zu­ord­nung – in der GKV (§ 5 Abs 1 Nr 13 SGB V) oder Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (§ 193 VVG) zu ver­si­chern. Eine Wahl­frei­heit bzgl der Ver­si­che­rungs­pflicht je nach pro­gnos­ti­scher indi­vi­du­el­ler Güns­tig­keit ver­trägt sich mit dem Sys­tem der soli­da­risch finan­zier­ten GKV nicht.
Aber selbst wenn man trotz der vor­ste­hend dar­ge­leg­ten Umstän­de eine Pri­vi­le­gie­rung der nicht pflicht, son­dern ledig­lich fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­ner gegen­über der von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­ten Grup­pe der pflicht­ver­si­cher­ten Rent­ner anneh­men woll­te, wäre dies als eine nur rela­tiv klei­ne Grup­pe betref­fen­de Neben­fol­ge des Aus­schlus­ses von Per­so­nen, die die Neun-Zehn­tel-Bele­gung nicht erfül­len; vom Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ner in der GKV hin­zu­neh­men. Der Aus­schluss die­ser Per­so­nen von der Pflicht­ver­si­che­rung in der GKV knüpft über die Dau­er der Ver­si­che­rung in der GKV wäh­rend der Erwerbs­pha­se in ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den­der Wei­se typi­sie­rend an ein ver­mu­te­tes gerin­ge­res Schutz­be­dürf­nis wäh­rend des Ren­ten­be­zugs und eine gerin­ge­re Vor­leis­tung im Sin­ne des Mit­tra­gens der Rent­ner­kran­ken­ver­si­che­rung im Rah­men der soli­da­ri­schen Umver­tei­lung inner­halb der GKV an 41. Die Ziel­set­zung der Ein­füh­rung von Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten als Vor­aus­set­zung für die KVdR bestand vor allem dar­in, den stän­dig stei­gen­den Aus­ga­ben im Bereich der GKV zu begeg­nen 42 und ging von dem Grund­satz aus, dass nur Per­so­nen, die eine ange­mes­se­ne Zeit in der GKV ver­si­chert und damit am Soli­dar­aus­gleich für die KVdR aus­rei­chend betei­ligt waren, in die­ser ver­si­chert wer­den soll­ten 43. Der hier­durch beding­te Aus­schluss von Rent­nern, die die erfor­der­li­chen Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten nicht erfül­len, ist von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den 44. Dass es hier­bei zu Ver­wer­fun­gen dadurch kommt, dass ein­zel­ne aus­ge­schlos­se­ne Per­so­nen über die Fami­li­en­ver­si­che­rung sogar eine bei­trags­freie Absi­che­rung gegen Krank­heits­ri­si­ken erhal­ten, und so vor­über­ge­hend bes­ser gestellt sind als die von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­te Grup­pe, ist hin­zu­neh­men, weil die Bei­trags­pflicht von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Klein­rent­nern die­se – wie oben dar­ge­legt – nicht über­mä­ßig belas­tet.
Dar­über hin­aus wür­de, wor­auf schon im Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 23.02.1988 45 hin­ge­wie­sen wur­de, die Besei­ti­gung der von der Rent­ne­rin gel­tend gemach­ten Ungleich­be­hand­lung durch die von ihr gewünsch­te Ein­be­zie­hung auch von Rent­nern mit einem Gesamt­ein­kom­men von weni­ger als einem Sieb­tel der monat­li­chen Bezugs­grö­ße in die Fami­li­en­ver­si­che­rung zu ande­ren Ungleich­hei­ten füh­ren. Der Fami­li­en­ver­si­che­rung auch von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Rent­nern müss­te die Ein­be­zie­hung wei­te­rer Grup­pen von Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen fol­gen, was den de lege lata gel­ten­den Grund­satz des Vor­rangs eige­ner Ver­si­che­rungs­pflicht vor der Fami­li­en­ver­si­che­rung in sein Gegen­teil ver­keh­ren wür­de. Da sich die Ver­si­che­rungs­pflicht bestimm­ter Per­so­nen­grup­pen regel­mä­ßig auf ein vom Gesetz­ge­ber in typi­sie­ren­der Betrach­tung erkann­tes beson­de­res Schutz­be­dürf­nis grün­det, bestün­de in die­sem Fal­le aber das Risi­ko sozi­al­po­li­tisch uner­wünsch­ter Lücken im Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz inner­halb der GKV. Zudem wären erheb­li­che Bei­trags­aus­fäl­le zu befürch­ten. Aber selbst wenn man dies in Kauf neh­men woll­te, wäre – wor­auf eben­falls bereits im Urteil vom 23.02.1988 hin­ge­wie­sen wur­de – immer noch zu fra­gen, war­um bei einem Ehe­paar, das zwei Ren­ten bezieht, die eine bei­trags­frei blei­ben soll, wäh­rend bei einem ande­ren Ehe­paar mit gleich hohem Fami­li­en­ein­kom­men, das aus nur einer Ren­te besteht, die­se voll bei­trags­pflich­tig ist. Ungleich­hei­ten lie­ßen sich auch nicht ohne Wei­te­res dadurch besei­ti­gen, dass die Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht erst beim Bestehen einer eige­nen Ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen ist, son­dern schon dann, wenn ein eige­nes Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV besteht oder bestan­den hat. So gibt es auch wei­ter­hin sach­li­che Grün­de dafür, Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz in der Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht gleich­sam als Sank­ti­on des­we­gen zu ver­sa­gen, weil frü­her Bei­tritts­rech­te unge­nutzt geblie­ben sind. Ob das der Fall war, lie­ße sich zum einen nicht immer leicht fest­stel­len. Zum ande­ren ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass in der dama­li­gen Situa­ti­on auch objek­tiv betrach­tet die frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung zum Erhalt einer unge­wis­sen Aus­sicht auf die Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ner nicht sinn­voll gewe­sen wäre.
Nach all­dem kommt eine Vor­la­ge an das BVerfG nicht in Betracht. Dass das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die vor­lie­gen­de Rege­lung wegen der mög­li­chen Benach­tei­li­gung pflicht­ver­si­cher­ter Rent­ner als ins­ge­samt sozi­al­po­li­tisch unbe­frie­di­gend ansieht, hat es bereits im Urteil vom 23.02.1988 zum Aus­druck gebracht.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt Urteil vom 4. Sep­tem­ber 2013 – B 12 KR 13/​11 R
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idF durch Art 5 Nr 4 des Geset­zes vom 24.12.2003, BGBl I 2954[↩]
BGBl I 378; hier­zu 3.[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42[↩][↩]
BGBl I 2266[↩][↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 179 ff[↩]
BSGE 103, 235, SozR 4 – 2500 § 5 Nr 8, RdNr 12; BSGE 105, 219, SozR 4 – 2500 § 5 Nr 11, RdNr 15; vgl auch BSGE 111, 132, SozR 4 – 1300 § 48 Nr 24, RdNr 17[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42; zum genau­en Wort­laut des Tenors s auch BGBl I 1300[↩]
vom 26.06.1996 – 12 RK 41/​94, 12 RK 7/​95, 12 RK 36/​95, 12 RK 69/​94, 12 RK 78/​94; Beschluss vom 17.07.1997 – 12 RK 36/​96[↩]
Beth­ge in Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 1965 ff, § 31 RdNr 247; Heusch in Umbach/​Clemens/​Dollinger, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 2. Aufl 2005, § 31 RdNr 77[↩]
vgl Lenz/​Hansel, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 2013, § 31 RdNr 39[↩]
vgl zur Pro­ble­ma­tik all­ge­mein Beth­ge in Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, aaO, § 31 RdNr 247; vgl auch ders, eben­da, § 35 RdNr 45 f[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42, BGBl I 1300[↩][↩][↩]
vom 26.03.2007, BGBl I 378[↩]
vom 23.03.2002, BGBl I 1169[↩]
BT-Drs. 14/​8099[↩]
BVerfGE 102, 68, 92[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 1 und 3[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 1[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 3[↩]
vgl BGBl I 1300[↩]
BSG Beschlüs­se vom 26.06.1996 – 12 RK 7/​95, 12 RK 69/​94, 12 RK 78/​94; BSG Beschluss vom 17.07.1997 – 12 RK 36/​96; vgl auch BSG SozR 3 – 2500 § 5 Nr 44; zur Wir­kung auch gegen­über Ren­ten­an­trag­stel­lern der auf die vor dem BVerfG strei­ti­gen Antrags­jah­re fol­gen­den Jah­re vgl BSG SozR 4 – 2500 § 5 Nr 3 RdNr 5[↩]
zB BSGE 96, 297, SozR 4 – 5671 § 6 Nr 2, RdNr 19; BSG SozR 4 – 3250 § 69 Nr 9 RdNr 28; BSG SozR 4 – 3851 § 60 Nr 4, jeweils mwN[↩]
stRspr, vgl BVerfGE 38, 61, 83; 105, 17, 40[↩]
BVerfGE 128, 90, 107, SozR 4 – 1100 Art 14 Nr 23 RdNr 49[↩]
vgl BVerfG SozR 4 – 2500 § 248 Nr 4 RdNr 10 zum beam­ten- bzw sol­da­ten­recht­li­chen Ruhe­ge­halt[↩]
BVerfGE 69, 272, 307 f, SozR 2200 § 165 Nr 81 S 131 f; vgl auch BSGE 54, 293, 295 ff, SozR 2200 § 165 Nr 69 S 98 ff[↩]
stRspr des BVerfG, vgl zB BVerfGE 129, 49, 68 f mwN und BVerfGE 113, 167, 214 f, SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 83[↩]
vgl zB BVerfGE 82, 126, 146; 88, 87, 97[↩]
vgl auch BVerfGE 102, 68, 87, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 184[↩]
vgl BVerfGE 113, 167, 215, SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 84 ff mwN[↩]
BSGE 63, 51, SozR 2200 § 165 Nr 93[↩]
vgl zB BSG SozR 3 – 2500 § 10 Nr 16[↩]
vgl einer­seits § 237 SGB V und ande­rer­seits § 240 SGB V[↩]
vgl BVerfGE 107, 205, 213, SozR 4 – 2500 § 10 Nr 1 RdNr 29[↩]
BSGE 99, 19, SozR 4 – 2500 § 241a Nr 1, RdNr 40[↩]
BGBl I 500[↩]
vgl den Über­blick bei Peters in Kas­se­ler Komm Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 5 SGB V RdNr 117 ff, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2010[↩]
vgl BVerfG SozR 2200 § 165 Nr 81 S 134[↩]
vgl hier­zu Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum 21. Ren­ten­an­pas­sungs­ge­setz, BT-Drs. 8/​1734 S 27[↩]
vgl BVerfGE 102, 68, 89 ff, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 186 f[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum Kran­ken­ver­si­che­rungs-Kos­ten­dämp­fungs­ge­setz (KVKG), BT-Drs. 8/​166, S 22[↩]
vgl Ent­wurf zum KVKG, aaO, S 24, zu Art 1 § 1 Nr 1[↩]
zur Fra­ge der Ver­ein­bar­keit der frü­he­ren Halb­be­le­gung mit dem GG BVerfGE 72, 84, 89, SozR 2200 § 165 Nr 87 S 146; vgl auch BVerfGE 69, 272, SozR 2200 § 165 Nr 81[↩]
BSGE 63, 51, 57, SozR 2200 § 165 Nr 93 S 159 f[↩]
FamilienversicherungKrankenversicherung der RentnerKVdR

References: § 5
 § 10
 § 5
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§ 5
 § 5
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 § 13
 § 31
 § 5
 § 5
 § 35
 § 5
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 § 50
 § 5
 § 9
 § 5
 § 5
 § 5
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 § 163
 § 9
 § 190
 § 9
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 10
 § 10
de lege lata
 Art.19
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 48
 § 5
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 35
 § 5
 § 5
 § 5
 § 6
 § 69
 § 60
 § 248
 § 165
 § 165
 § 266
 § 5
 § 266
 § 165
 § 10
 § 237
 § 240
 § 10
 § 241
 § 5
 § 165
 § 5
 § 1
 § 165
 § 165
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