Source: http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=12.11.2009_6B_536/2009
Timestamp: 2013-05-22 00:13:56+00:00

Document:
6B_536/2009 (12.11.2009)
X.________, vertreten durch Rechtsanwalt Remo D�ssegger,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, vom 22. Mai 2009 (UK080152/U/mp).
Am 12. M�rz 2008 erstattete die Firma A.________ AG bei der Stadtpolizei Z�rich Strafanzeige gegen die Angestellte X.________ wegen Diebstahls, angeblich begangen dadurch, dass X.________ am 7. M�rz 2008 im Kassenraum des Gesch�fts der Kasse unberechtigterweise den Bargeldbetrag von Fr. 1'350.-- entnommen habe. Gem�ss den Aussagen der Vertreter der Anzeigeerstatterin war bei der t�glichen Schlussabrechnung ein Fehlbetrag von Fr. 1'350.-- festgestellt worden. Hierauf habe man den Film konsultiert, welcher mit einer Kamera aufgenommen worden sei, die im Kassenraum ohne Wissen der Mitarbeiter installiert war. Auf diesem Film sei ersichtlich, wie X.________ mit einem Tablett in der Hand den Kassenraum betrete, der Kasse Banknoten entnehme, diese auf das Tablett lege, mit einem Blatt Papier bedecke und mit dem Tablett in der Hand den Kassenraum verlasse. Auf dem Film sei zudem zu sehen, wie X.________ rund 40 Sekunden sp�ter den Kassenraum ohne das Geld wieder betrete und das Blatt Papier schreddere.
X.________ bestritt in den Einvernahmen durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft, Geld gestohlen zu haben. In ihrer Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft sagte sie aus, es treffe zu, dass sie am 7. M�rz 2008 der Kasse Bargeld entnommen habe. Dabei habe es sich um einen Betrag von Fr. 200.-- gehandelt. Diesen Betrag habe sie einige Tage zuvor als Baranzahlung f�r einen Reparaturauftrag entgegengenommen und in die Kasse gelegt, was sie nicht h�tte tun d�rfen. Am 7. M�rz 2008 habe sie dieses Geld wieder aus der Kasse genommen und direkt zum Reparaturauftrag gelegt, welcher wie die �brigen Reparaturauftr�ge in einem separaten Raum aufbewahrt worden sei. Sie habe nicht gewusst, wie eine solche Anzahlung richtig in die Kasse h�tte eingetippt werden sollen, und es unterlassen, sich nach dem korrekten Vorgehen zu erkundigen, was klar ein Fehler gewesen sei, durch welchen sie eine Kassendifferenz in Kauf genommen habe.
B.a Die Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl stellte mit Einstellungsverf�gung vom 25. M�rz 2008 die Untersuchung ein, ohne nach der Einvernahme von X.________ weitere Beweise zu erheben. Zur Begr�ndung f�hrte sie aus, dass die klaren Aussagen von X.________ zum Geschehen durch den �berwachungsfilm nicht widerlegt w�rden. Auf dem Film sei n�mlich nicht zu erkennen, wie viel Geld X.________ der Kasse entnommen und auf das mitgef�hrte Tablett gelegt habe. Es k�nne auch nicht festgestellt werden, was sie nach dem Verlassen des Kassenraums mit dem Geld gemacht habe. Somit k�nne X.________ kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden, weshalb das Verfahren wegen Diebstahls einzustellen sei.
B.b Gegen die Einstellungsverf�gung der Staatsanwaltschaft erhob die Firma A.________ AG Rekurs, den das Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, am 22. Mai 2009 abwies, im Wesentlichen mit der Begr�ndung, dass die Filmaufnahmen unrechtm�ssig erlangt worden und daher nicht als Beweismittel verwertbar seien und andere Beweise, die gegen die Beschuldigte spr�chen, nicht vorl�gen.
Die Firma A.________ AG f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, der Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich sei aufzuheben und die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich anzuweisen, die Strafuntersuchung gegen X.________ wieder aufzunehmen, zu erg�nzen, insbesondere den Sachverhalt in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht abzukl�ren und alle notwendigen Beweise zu sammeln. Eventualiter sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckweisen. Die Beschwerdef�hrerin macht im Wesentlichen geltend, dass die von ihr hergestellten Filmaufnahmen entgegen der Auffassung der Vorinstanz als Beweismittel verwertbar seien.
1.1 Die Beschwerdef�hrerin legt in ihrer Beschwerdeschrift nicht dar, dass und weshalb sie zur Beschwerde in Strafsachen gegen den die Verfahrenseinstellung im Ergebnis best�tigenden Entscheid der Vorinstanz legitimiert ist und darin die von ihr vorgetragenen R�gen erheben kann. Die Frage ist von Amtes wegen zu pr�fen. Nach der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Urteil kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden, wobei sich die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesrechts richten.
1.2 Der Gesch�digte hat an der strafrechtlichen Verfolgung und Verurteilung des Beschuldigten nur ein tats�chliches oder mittelbares, aber kein rechtlich gesch�tztes Interesse. Er ist daher grunds�tzlich mangels eines rechtlich gesch�tzten Interesses im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG nicht zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert (BGE 133 IV 228; zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_540/2009 vom 22. Oktober 2009). Er kann mithin einen den Beschuldigten freisprechenden oder das Verfahren einstellenden Entscheid nicht anfechten mit der Begr�ndung, dass die Vorinstanz ein Tatbestandsmerkmal zu Unrecht verneint oder die Beweise willk�rlich gew�rdigt habe. Die Rechtslage ist insoweit dieselbe wie gem�ss den vor dem Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes geltenden Verfahrensordnungen, wonach der Gesch�digte weder zur eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde wegen Verletzung eidgen�ssischen Rechts (vgl. BGE 129 IV 206 E. 1) noch zur staatsrechtlichen Beschwerde wegen willk�rlicher Beweisw�rdigung (siehe BGE 131 I 455 E. 1.2.1; 128 I 218 E. 1.1; 120 Ia 157 E. 2a/aa, je mit Hinweisen) legitimiert war.
Allerdings kann der Gesch�digte mit der Beschwerde in Strafsachen - wie vormals mit der staatsrechtlichen Beschwerde gest�tzt auf den fr�heren Art. 88 OG (siehe dazu BGE 131 I 455 E. 1.2.1) - die Verletzung von Rechten r�gen, die ihm als am Verfahren beteiligte Partei nach dem massgebenden Prozessrecht oder unmittelbar aufgrund der BV oder der EMRK zustehen. Insoweit hat der Gesch�digte ein rechtlich gesch�tztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG (zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_540/2009 vom 22. Oktober 2009 E. 1.9; Urteile 1B_134/2008 vom 18. August 2008 E. 1.2; 6B_686/ 2007 vom 21. Februar 2008 E. 3).
1.3 Auf dem Gebiet der Beweisverwertung hatte sich die Rechtsprechung haupts�chlich mit F�llen zu befassen, in denen der Beschuldigte die Verwertung eines zu seinen Lasten sprechenden Beweismittels mit der Begr�ndung anfocht, dass es vorschriftswidrig beziehungsweise unrechtm�ssig erlangt worden und daher, auch bei der allenfalls gebotenen Interessenabw�gung, nicht verwertbar sei (siehe zum Beispiel BGE 131 I 272; 130 I 126; 109 Ia 244; Urteile 1P.51/2007 vom 24. September 2007; 6B_744/2007 vom 10. April 2008). Demgegen�ber geht es vorliegend um den gleichsam umgekehrten Fall, dass der Gesch�digte die Nichtverwertung eines Beweismittels, welches seines Erachtens zu Ungunsten der beschuldigten Person spricht, anficht unter anderem mit der Begr�ndung, er habe es entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht rechtswidrig erlangt.
1.4.1 Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Nach der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich ist der Gesch�digte berechtigt, dem Untersuchungsbeamten die zur Feststellung des Schadens geeigneten Antr�ge zu stellen. Er wird zur Erkl�rung angehalten, ob und in welchem Umfang er Zivilanspr�che stelle und ob er Vorladung zur Hauptverhandlung verlange (� 10 Abs. 2 Satz 1 und 2 StPO/ZH). Der Gesch�digte hat mithin das Recht, Beweisantr�ge einzureichen, die zur Feststellung des Schadens geeignet sind. Er kann mit anderen Worten Beweisantr�ge in Bezug auf den Zivilpunkt stellen (siehe auch � 280 Abs. 2 StPO/ZH betreffend das Hauptverfahren vor dem Bezirksgericht). Da sich - gerade bei Delikten gegen das Verm�gen - Schuld- und Zivilpunkt oft nicht trennen lassen, weil Bestand und Umfang des Letzteren vom Ersteren abh�ngen, ist der Gesch�digte auch mit Antr�gen zum Schuldpunkt zuzulassen (Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2004, N 517).
1.4.2 Die Beschwerdef�hrerin will mit den von ihr eingereichten Videoaufnahmen beweisen, dass die Beschwerdegegnerin 2 am 7. M�rz 2008 den Bargeldbetrag von Fr. 1'350.-- gestohlen hat. Die als Beweismittel offerierten Videoaufnahmen k�nnen f�r die Beurteilung eines Zivilanspruchs aus der behaupteten strafbaren Handlung relevant sein, welchen die Beschwerdef�hrerin im Strafverfahren wegen Diebstahls gegen die Beschwerdegegnerin 2 adh�sionsweise geltend machen k�nnte. Indem die Vorinstanz die Videoaufnahmen nicht ber�cksichtigte mit der Begr�ndung, dass sie einem Beweisverwertungsverbot unterl�gen, weil sie von der Beschwerdef�hrerin rechtswidrig erlangt worden seien, und in der Folge die Verfahrenseinstellung mangels anderweitiger belastender Beweise best�tigte, f�llte sie einen Entscheid, der den Geh�rsanspruch beziehungsweise das Beweisantragsrecht und damit die Verfahrensrechte betrifft, welche der Beschwerdef�hrerin als am Verfahren beteiligte Partei zustehen. Die Beschwerdef�hrerin kann daher als Gesch�digte mit der Beschwerde in Strafsachen geltend machen, dass die Videoaufnahmen nicht unrechtm�ssig erlangt wurden und daher entgegen der Auffassung der Vorinstanz verwertbar sind.
2.1 Die Vorinstanz geht aufgrund der eigenen Darstellung der Beschwerdef�hrerin davon aus, dass die Kamera im Kassenraum ohne Wissen der Angestellten installiert wurde. Zwar habe die Beschwerdef�hrerin in ihrer letzten Eingabe behauptet, die Kamera im Kassenraum "sei ohne Probleme sichtbar". Diese Behauptung sei jedoch angesichts des Zwecks dieser Kamera, auch das Verhalten der Mitarbeiter zu erfassen, wenig �berzeugend. Im �brigen h�tten Angestellte bei Entdeckung der Kamera im Kassenraum auch denken k�nnen, sie filme nur ausserhalb der ordentlichen Gesch�ftszeit, um allf�llige unbefugte Eindringlinge zu erfassen. Die Beschwerdegegnerin 2 mache jedenfalls geltend, sie habe von der Kamera im Kassenraum keine Kenntnis gehabt. Entscheidend sei letztlich, dass kein Grund zur Annahme bestehe, die Beschwerdegegnerin 2 habe konkludent oder gar ausdr�cklich ihre Einwilligung zur Video�berwachung im Kassenraum gegeben.
Aufgrund dieser Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid, die in der Beschwerdeschrift nicht thematisiert werden, ist in tats�chlicher Hinsicht davon auszugehen, der Beschwerdegegnerin 2 sei nicht bekannt gewesen, dass der Kassenraum w�hrend der Gesch�ftszeit mittels einer Videokamera �berwacht wurde.
In ihren rechtlichen Erw�gungen pr�ft die Vorinstanz einleitend, ob unter den gegebenen Umst�nden die Voraussetzungen f�r eine amtliche Anordnung einer Video�berwachung erf�llt gewesen w�ren. Sie verneint dies im Wesentlichen mit der Begr�ndung, dass nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (B�PF; SR 780.1), die gem�ss � 104 StPO/ZH f�r den Einsatz technischer �berwachungsger�te im Sinne von Art. 179bis ff. StGB sinngem�ss anwendbar seien, die amtliche Anordnung einer Video�berwachung nicht in Betracht gekommen w�re, weil erstens keine Anhaltspunkte f�r einen dringenden Verdacht, bereits eine Katalogtat begangen zu haben (siehe Art. 3 B�PF), vorgelegen h�tten und zweitens der einfache Diebstahl im Unterschied zum qualifizierten Diebstahl und zur Veruntreuung keine Katalogtat sei. Die Vorinstanz h�lt im Weiteren unter Hinweis auf eine Meinungs�usserung in der Lehre (NIKLAUS SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2004, N. 772) fest, es sei bei drohendem Beweisverlust und insbesondere bei unmittelbar bevorstehenden oder im Gange befindlichen Delikten unter Umst�nden einer Privatperson nicht verwehrt, zum Beispiel ein geheimes Gespr�ch mittels Tonband aufzunehmen oder einen T�ter bei der Deliktsver�bung zu fotografieren. Diese Voraussetzungen seien indessen vorliegend nicht erf�llt.
Die Vorinstanz pr�ft im Folgenden, ob die private Beweiserhebung rechtm�ssig war. Indem die Beschwerdef�hrerin ihre Angestellten, darunter auch die Beschwerdegegnerin 2, ohne deren Einwilligung bei deren Aktivit�ten im Kassenraum mittels einer heimlich installierten Kamera gefilmt habe, habe sie eine Tatsache auf einen Bildtr�ger aufgenommen und dadurch ein Tatbestandsmerkmal von Art. 179quater StGB ("Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmeger�te") erf�llt. Ob es sich dabei im Sinne dieser Bestimmung um eine Tatsache aus dem Geheimbereich oder aus dem nicht ohne weiteres zug�nglichen Privatbereich der Beschwerdegegnerin 2 handle und somit der Tatbestand von Art. 179quater StGB erf�llt sei, l�sst die Vorinstanz offen. Nach der Auffassung der Vorinstanz ist die Videoaufnahme jedenfalls deshalb rechtswidrig, weil sie gegen Art. 26 Abs. 1 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz verst�sst, wonach �berwachungs- und Kontrollsysteme, die das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz �berwachen sollen, nicht eingesetzt werden d�rfen. In seinen Erl�uterungen zur Video�berwachung am Arbeitsplatz weise denn auch der Eidgen�ssische Datenschutzbeauftragte unter Berufung auf die genannte Bestimmung darauf hin, dass Video�berwachungssysteme, welche die gezielte �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer bezweckten, verboten seien. Die Vorinstanz h�lt es im Weiteren f�r unerheblich, dass lediglich ein Objekt, n�mlich die Kasse im Kassenraum, nicht aber das Verhalten des Personals permanent �berwacht worden sei. Das Personal m�sse zwar die Video�berwachung in den f�r die Kundschaft zug�nglichen Verkaufsr�umen hinnehmen. Videoaufnahmen w�hrend der ordentlichen Gesch�ftszeit in einem Nebenraum, der nur vom Personal ben�tzt werde, seien aber als �berwachung des Personals im Sinne der zitierten Verordnungsbestimmung zu qualifizieren, auch wenn das Personal dadurch nicht permanent w�hrend der Arbeit kontrolliert werde. Der vorliegende Fall sei nicht mit Videoaufnahmen bei Bancomaten im �ffentlichen Raum vergleichbar, f�r welche das Arbeitsgesetz nicht gelte. Unerheblich sei schliesslich, dass die Videokamera im Kassenraum allenfalls aufgrund von Versicherungsbedingungen und polizeilichen Empfehlungen installiert worden sei. Auch diese m�ssten die gesetzlichen Vorschriften beachten. Die Videoaufnahme des Verhaltens der Beschwerdegegnerin 2 im Kassenraum w�hrend der Gesch�ftszeit ohne deren Kenntnis, geschweige denn Einwilligung sei somit rechtswidrig, da sie gegen Art. 26 Abs. 1 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz verstosse.
Die Vorinstanz erw�gt im Weiteren, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 109 Ia 244; 131 I 272) ein rechtswidrig erlangtes Beweismittel zulasten des Beschuldigten verwertet werden darf, wenn es erstens nicht an sich verboten ist und zweitens das �ffentliche Interesse an der Wahrheitsfindung das private Interesse des Beschuldigten an der Nichtverwertung des Beweismittels �berwiegt. Die zweitgenannte Voraussetzung sei vorliegend aber nicht erf�llt, weil die der Beschwerdegegnerin 2 vorgeworfene Straftat in Anbetracht des behaupteten Deliktsbetrags von Fr. 1'350.-- und der Umst�nde offensichtlich nicht schwer wiege. Die Voraussetzungen f�r eine amtliche �berwachung mittels Videokamera w�ren nach den hierf�r einschl�gigen Bestimmungen nicht erf�llt gewesen. Art. 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, der allgemein die Interessen der Arbeitnehmer sch�tze, w�rde praktisch ausgeh�hlt, wenn in einem Fall der vorliegenden Art die Verwertung der heimlichen Videoaufnahme erlaubt w�re. Die Beschwerdegegnerin 2 habe bisher keinen Anlass zu einer heimlichen �berwachung gegeben. Sofern mit der Videoaufnahme im Kassenraum nicht das Verhalten von Angestellten, sondern von unbefugten Drittpersonen �berwacht werden sollte, sei die konkrete Videoaufnahme als Zufallsfund zu qualifizieren, der nach dem sinngem�ss anwendbaren Art. 9 Abs. 2 B�PF nicht verwertbar w�re.
Auch die Aussagen, welche die Beschwerdegegnerin 2 zur Erkl�rung der auf der Videoaufnahme erkennbaren Vorg�nge gemacht hatte, sind nach der Auffassung der Vorinstanz mit R�cksicht auf den Grundsatz der Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots nicht verwertbar, da ohne die Videoaufnahme kein Verdacht auf die Beschwerdegegnerin 2 gefallen w�re und diese gar keine Aussagen gemacht h�tte.
Zusammenfassend gelangt die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Videoaufnahme und die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 einem Beweisverwertungsverbot unterliegen und daher nicht verwertbar sind, weshalb die Staatsanwaltschaft im Ergebnis zu Recht das Verfahren eingestellt habe. Die Vorinstanz l�sst offen, ob das Verfahren auch aus den von der Staatsanwaltschaft im erstinstanzlichen Entscheid genannten Gr�nden h�tte eingestellt werden k�nnen.
2.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der angefochtene Entscheid verletze in erster Linie ihr Recht auf Beweis und verstosse damit gegen Art. 29 BV, insbesondere gegen Art. 29 Abs. 1 BV, sowie gegen Art. 6 EMRK und Art. 8 ZGB. Der angefochtene Entscheid verletze sodann das Arbeitsgesetz und dessen Verordnungen, konkret Art. 59 Abs. 1 lit. a ArG und Art. 26 Abs. 1 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz. Er verstosse ferner gegen Art. 1 StGB. Schliesslich verletze der angefochtene Entscheid die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, insbesondere Art. 1 und 3 B�PF. Im Einzelnen macht die Beschwerdef�hrerin geltend, dass die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs auf den vorliegenden Fall der Erstellung einer Videoaufnahme durch eine Privatperson entgegen der Auffassung der Vorinstanz auch nicht analog anwendbar seien. Der Straftatbestand von Art. 179quater StGB sei nicht erf�llt, weil die Videoaufnahme betreffend das Geschehen im Kassenraum weder den Geheimbereich noch den nicht ohne weiteres jedermann zug�nglichen Privatbereich der Beschwerdegegnerin 2 betreffe Der Straftatbestand von Art. 59 Abs. 1 lit. a ArG sei entgegen der Meinung der Vorinstanz nicht erf�llt. Da die Erstellung der Videoaufnahme nicht strafbar sei, sei die Videoaufnahme als Beweismittel in einem Strafverfahren verwertbar. Dass sie allenfalls gegen Normen des Zivilrechts verstosse, sei unerheblich, da nicht jeder irgendwie geartete Rechtsverstoss eines Privaten ein Beweisverwertungsverbot zur Folge habe. Nach der neuesten Lehre k�nne weder eine strafrechtlich gerechtfertigte private Beweisbeschaffung noch eine schlichte Zivilrechtswidrigkeit der privaten Handlung zu einem Beweisverwertungsverbot f�hren. Selbst das zwingende Zivilrecht als Teil der grundlegenden Normen eines nationalen Rechtssystems wirke stets nur "inter partes", und ein Verstoss gegen eine solche zivilrechtliche Norm k�nne daher nicht in das staatliche Strafverfahren hineinwirken. Die Herstellung der Videoaufnahme verstosse entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht gegen Art. 26 ArGV 3. Die Installation einer Kamera auch im Kassenraum sei im �brigen vom Sachversicherer der Beschwerdef�hrerin verlangt und von der Polizei empfohlen worden. Selbst wenn aber die Erstellung von Videoaufnahmen betreffend das Geschehen im Kassenraum gegen Art. 26 ArGV 3 verstossen sollte, w�re dies unerheblich, weil die Verordnungsbestimmung bei dieser weiten Auslegung durch das Arbeitsgesetz nicht gedeckt w�re und gegen das Recht des Beschwerdef�hrers auf Beweis verstiesse, welches sich aus Art. 6 EMRK, Art. 29 BV und Art. 8 ZGB ergebe. Auch eine Pers�nlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 ZGB liege im �brigen nicht vor, weil die Beschwerdegegnerin 2 im Verlaufe eines Tages jeweils nur w�hrend kurzer Zeit und in Situationen an der Kasse, die in keiner Weise ihre Privatsph�re ber�hrten, von der Kamera im Kassenraum erfasst worden sei. Selbst wenn aber die Videoaufnahme unrechtm�ssig sein sollte, w�re sie bei der gebotenen Abw�gung der auf dem Spiel stehenden Interessen als Beweismittel in einem Strafverfahren verwertbar. Die Best�tigung des angefochtenen Entscheids h�tte zur Folge, dass die Sicherungsm�glichkeiten in Gesch�ften, welche wegen grosser Geldbetr�ge in der Kasse ein erhebliches Schutzbed�rfnis haben, zu stark eingeschr�nkt w�rden.
2.3 Die Beschwerdegegnerin 2 macht geltend, die Videoaufnahme sei nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz von der Beschwerdef�hrerin unrechtm�ssig erlangt worden und daher nicht als Beweismittel in einem Strafverfahren verwertbar. Sie verweist zur Begr�ndung auf die vorinstanzlichen Erw�gungen, die sie auszugsweise wiedergibt.
3.1 Das Bundesgesetz betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (B�PF; SR 780.1) und die Bestimmungen der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich betreffend den Einsatz von technischen �berwachungsger�ten (�� 104 ff. StPO/ZH) sind allein auf amtlich angeordnete �berwachungen anwendbar. Sie finden auf die Beweiserhebung beziehungsweise die Beschaffung von Beweismitteln durch Privatpersonen keine Anwendung. Dass die amtliche Anordnung einer �berwachungsmassnahme, beispielsweise der Aufnahme eines Gespr�chs auf einen Tontr�ger oder der Aufnahme einer Tatsache auf einen Bildtr�ger, nach den hief�r einschl�gigen Bestimmungen etwa mangels des hinreichenden Verdachts einer Katalogtat unzul�ssig w�re, ist kein Hinweis daf�r, dass eine derartige Beweismittelbeschaffung durch eine Privatperson unrechtm�ssig sei.
3.2 Die von der Beschwerdef�hrerin hergestellte Videoaufnahme betreffend das Geschehen im Kassenraum erf�llt den Tatbestand von Art. 179quater StGB nicht, weil dieses Geschehen - Entnahme von einigen Banknoten aus der Kasse, Verlassen des Kassenraums mit diesen Banknoten - keine Tatsachen aus dem Geheimbereich oder aus dem nicht jedermann ohne weiteres zug�nglichen Privatbereich der Beschwerdegegnerin 2 betrifft. Die Rechtswidrigkeit der Videoaufnahme k�nnte mithin - was die Vorinstanz offenliess - nicht damit begr�ndet werden, dass die Videoaufnahme den Tatbestand von Art. 179quater StGB erf�lle und daher mangels Vorliegens von Rechtfertigungsgr�nden auch rechtswidrig sei.
3.3.1 Gem�ss Art. 59 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes �ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, ArG; SR 822.11) ist der Arbeitgeber strafbar, wenn er den Vorschriften �ber den Gesundheitsschutz und die Plangenehmigung vors�tzlich oder fahrl�ssig zuwiderhandelt. Die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (Gesundheitsvorsorge, ArGV 3; SR 822.113) regelt nach ihrem Art. 1 Abs. 1 die Massnahmen, die in allen dem Gesetz unterstehenden Betrieben f�r die Gesundheitsvorsorge zu treffen sind. Nicht in den Bereich der Gesundheitsvorsorge im Sinne dieser Verordnung fallen gem�ss Art. 1 Abs. 2 ArGV 3 die Massnahmen zur Verh�tung von Berufsunf�llen und Berufskrankheiten nach Art. 82 des Unfallversicherungsgesetzes. Gem�ss Art. 2 Abs. 1 Satz 1 ArGV 3 muss der Arbeitgeber alle Massnahmen treffen, die n�tig sind, um den Gesundheitsschutz zu wahren und zu verbessern und die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer zu gew�hrleisten. Die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz bestimmt unter dem 2. Kapital ("Besondere Anforderungen der Gesundheitsvorsorge") im 5. Abschnitt ("�berwachung der Arbeitnehmer") in Art. 26 folgendes:
�berwachungs- und Kontrollsysteme, die das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz �berwachen sollen, d�rfen nicht eingesetzt werden.
Sind �berwachungs- oder Kontrollsysteme aus andern Gr�nden erforderlich, sind sie insbesondere so zu gestalten und anzuordnen, dass die Gesundheit und die Bewegungsfreiheit der Arbeitnehmer dadurch nicht beeintr�chtigt werden.
Die ArGV 3 st�tzt sich auf Art. 6 Abs. 4 und Art. 40 ArG. Art. 6 ArG regelt die Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verh�ltnissen des Betriebes angemessen sind. Er hat im Weiteren die erforderlichen Massnahmen zum Schutze der pers�nlichen Integrit�t der Arbeitnehmer vorzusehen (Art. 6 Abs. 1 ArG). Der Arbeitgeber hat insbesondere die betrieblichen Einrichtungen und den Arbeitsablauf so zu gestalten, dass Gesundheitsgef�hrdungen und �berbeanspruchungen der Arbeitnehmer nach M�glichkeit vermieden werden (Art. 6 Abs. 2 ArG). Der Arbeitgeber hat daf�r zu sorgen, dass der Arbeitnehmer in Aus�bung seiner beruflichen T�tigkeit keinen Alkohol oder andere berauschende Mittel konsumieren muss. Der Bundesrat regelt die Ausnahmen (Art. 6 Abs. 2bis ArG). F�r den Gesundheitsschutz hat der Arbeitgeber die Arbeitnehmer zur Mitwirkung heranzuziehen. Diese sind verpflichtet, den Arbeitgeber in der Durchf�hrung der Vorschriften �ber den Gesundheitsschutz zu unterst�tzen (Art. 6 Abs. 3 ArG). Durch Verordnung wird bestimmt, welche Massnahmen f�r den Gesundheitsschutz in den Betrieben zu treffen sind (Art. 6 Abs. 4 ArG). Art. 40 ArG betrifft die Durchf�hrungsbestimmungen zum Arbeitsgesetz. Nach Art. 40 Abs. 1 ArG ist der Bundesrat zust�ndig zum Erlass (a.) von Verordnungsbestimmungen in den vom Gesetz ausdr�cklich vorgesehenen F�llen; (b.) von Ausf�hrungsbestimmungen zur n�heren Umschreibung einzelner Vorschriften des Gesetzes; (c.) von Verwaltungsbestimmungen f�r die Vollzugs- und Aufsichtsbeh�rden. Nach Art. 40 Abs. 2 ArG sind vor dem Erlass von Bestimmungen gem�ss Absatz 1 Buchstabe a und b die Kantone, die Eidgen�ssische Arbeitskommission und die zust�ndigen Organisationen der Wirtschaft anzuh�ren.
Die in der ArGV 3 enthaltenen Vorschriften sind im Sinne von Art. 40 Abs. 1 lit. a ArG Verordnungsbestimmungen in den vom Gesetz ausdr�cklich vorgesehenen F�llen, n�mlich Bestimmungen auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes, zu deren Erlass der Bundesrat gest�tzt auf Art. 6 Abs. 4 ArG zust�ndig ist (siehe auch BGE 130 II 425 E. 3.1; HANS-ULRICH SCHEIDEGGER/CHRISTINE PITTELOUD, in: Handkommentar zum Arbeitsgesetz, 2005, N 6 zu Art. 40 ArG). Dementsprechend regelt die ArGV 3 gem�ss ihrem Art. 1 Abs. 1 die Massnahmen, die in allen dem Gesetz unterstehenden Betrieben f�r die Gesundheitsvorsorge zu treffen sind. Aus der Regelung im Arbeitsgesetz ergibt sich, dass der Verordnungsgeber beim Erlass von Bestimmungen betreffend Massnahmen f�r den Gesundheitsschutz in den Betrieben in einer gesetzesvertretenden Verordnung �ber einen weiten Ermessensspielraum verf�gt, der durch das Arbeitsgesetz nicht eingeschr�nkt wird. Die durch die Verordnungsbestimmungen vorgesehenen Massnahmen m�ssen allerdings im Sinne von Art. 6 Abs. 4 ArG den Gesundheitsschutz in den Betrieben betreffen.
3.3.2 Das Arbeitsgesetz enth�lt keine Bestimmungen betreffend die �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Es enth�lt auch keine Bestimmung, die den Bundesrat ausdr�cklich zum Erlass von Vorschriften auf dem Gebiet der �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erm�chtigt. Es erstaunt, dass der heikle und schwierige Gegenstand der �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz lediglich in einer bundesr�tlichen Verordnung geregelt wird, und zwar in einer Verordnung, die sich auf das Arbeitsgesetz st�tzt, welches seinerseits den Begriff der �berwachung �berhaupt nicht enth�lt. Es w�re zu begr�ssen, wenn die �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zumindest in den Grundz�gen in einem Gesetz im formellen Sinne geregelt w�rde. Bereits in der Botschaft des Bundesrates vom 30. September 1960 zum Arbeitsgesetz wurde zutreffend ausgef�hrt, es geh�re zu den wesentlichen Forderungen der Gesetzgebung im demokratischen Rechtsstaat, dass alle grunds�tzlichen Normen, welche f�r den Einzelnen verbindlich sind, in das Gesetz selbst aufgenommen werden und nur die Regelung untergeordneter Einzelfragen auf den Weg der Rechtsverordnung verwiesen wird. Daher m�sse bei der Ordnung jeder einzelnen Sachfrage bereits im Gesetz ausdr�cklich festgestellt werden, ob eine Kompetenz zum Erlass weiterer Rechtss�tze durch Verordnung gegeben sein soll. Ausserdem m�ssten, soweit dies m�glich sei, bereits in den gesetzlichen Vorschriften die wesentlichen Grundz�ge der materiellen Ordnung enthalten sein, nach denen die Regelung der Verordnung gestaltet werden soll (Botschaft des Bundesrates zum Arbeitsgesetz, BBl 1960 II 907 ff., 927, 928). Zwar m�gen die Verh�ltnisse in der Arbeitswelt vielgestaltig sein und st�ndigen �nderungen unterliegen. Die Frage aber, ob, unter welchen Voraussetzungen und inwiefern die �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz durch technische Massnahmen zul�ssig ist, ist eine Grundsatzfrage, die unabh�ngig von den rasch �ndernden Verh�ltnissen geregelt werden kann.
Der Bundesrat ist aufgrund des Arbeitsgesetzes zum Erlass von Vorschriften auf dem Gebiet der �berwachung der Arbeitnehmer nur kompetent, soweit solche Vorschriften im Sinne von Art. 6 ArG als Massnahmen f�r den Gesundheitsschutz angesehen werden k�nnen. Dabei ist allerdings der Begriff der Gesundheit in einem weiten Sinne zu verstehen. Er erfasst nicht nur die k�rperliche, sondern auch die psychische Gesundheit des Arbeitnehmers sowie dessen Wohlbefinden �berhaupt. Er umfasst dar�ber hinaus auch die pers�nliche Integrit�t des Arbeitnehmers, zu deren Schutz der Arbeitgeber im Weiteren gem�ss Art. 6 Abs. 1 Satz 2 ArG die erforderlichen Massnahmen vorzusehen hat.
3.3.3 Die Regelung gem�ss Art. 26 ArGV 3 geht zur�ck auf eine Motion von Nationalrat Reimann vom 12. Dezember 1984 (Gesch�ft Nr.84.598; AB 1985 I N 724 f.). Darin wurde der Bundesrat beauftragt zu pr�fen, in welcher Weise im �ffentlichen Arbeitsrecht Bestimmungen zum konkreten Schutz der Arbeitnehmer gegen �bergriffe auf seine Pers�nlichkeitsrechte eingef�hrt werden k�nnen. Es gehe dabei vor allem darum, jegliche �berwachungseinrichtungen, die den Arbeitnehmer unentwegt kontrollieren, zu verbieten. Ferner sollten Kriterien verankert werden, welche die Aufstellung von �berwachungsger�ten zu anderen Zwecken als der Personal�berwachung unmissverst�ndlich regeln. Der Bundesrat wies in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 20. Februar 1985 (AB 1985 I N 725) unter anderem darauf hin, dass manche Betriebe bereits �ber �berwachungseinrichtungen verf�gten, beispielsweise Banken, Verkaufsgesch�fte und Industriebetriebe. Diese Einrichtungen verfolgten indessen ein klares Ziel: Vorab gehe es um die Sicherheit der Arbeitnehmer bei gesundheitsgef�hrdenden Arbeiten, sodann um die Gew�hrleistung der Sicherheit der Kunden, um die Diebstahls�berwachung und schliesslich um die �berwachung automatisierter Arbeiten. Die Tatsache, dass ein �berwachungssystem ganz oder in erster Linie der Kontrolle der Arbeitnehmer diene, stelle eine unerw�nschte Entwicklung dar. Eine st�ndige �berwachung der Arbeitnehmer durch Videokameras k�nne namentlich eine Gefahr f�r deren psychische Gesundheit bilden. Aus diesem Grund sei dem Gesundheitsbegriff vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, indem man nicht nur den k�rperlichen Schutz der Arbeitnehmer beachte, sondern auch den psycho-sozialen Elementen der Gesundheit Rechnung trage. Dies beschlage die �ffentlich-rechtliche Arbeitsgesetzgebung. Als Folge des neuen Unfallversicherungsgesetzes, das am 1. Januar 1984 in Kraft getreten sei, befinde sich gegenw�rtig die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz in Revision. Im Rahmen dieser Revisionsarbeiten k�nne der Gesundheitsbegriff �berpr�ft und untersucht werden, ob in diese Verordnung einschl�gige Bestimmungen aufzunehmen seien. Erschwerend komme in diesem Zusammenhang hinzu, dass die Nutzung der neuen Technologien die Gefahr einschliesse, dass umfassende Informationssysteme �ber die Arbeitnehmer errichtet w�rden. Die erforderlichen Schutzmassnahmen seien in einem Entwurf zu einem eidgen�ssischen Datenschutzgesetz konkretisiert worden. Dabei solle namentlich ein neuer Artikel 328b des Obligationenrechts die Pers�nlichkeit des Arbeitnehmers besser sch�tzen. Die vorgeschlagene Bestimmung regle Inhalt, Ausmass und Zweck der Bearbeitung der Arbeitnehmerdaten. Die Bearbeitung der Informationen sei nur zul�ssig innerhalb der durch die Arbeitsbeziehungen festgelegten Zwecke. Entsprechend dem Antrag des Bundesrates wurde die Motion in ein Postulat umgewandelt (siehe zum Ganzen auch BGE 130 II 425 E. 3.2).
3.3.4 In der Wegleitung des Staatssekretariats f�r Wirtschaft SECO von 2006 wird zu den Verordnungen 2 und 3 zum Arbeitsgesetz unter anderem ausgef�hrt, mit Art. 26 Abs. 1 ArGV 3 werde der bereits in Art. 328 OR verankerte Pers�nlichkeitsschutz der Arbeitnehmer im �ffentlichen Arbeitsrecht verankert. Das Personal werde dadurch �ffentlich-rechtlich gegen die �berwachung seines Verhaltens am Arbeitsplatz gesch�tzt. �berwachungen am Arbeitsplatz, die aus anderen Gr�nden n�tig seien, beispielsweise aus Gr�nden der Sicherheit oder zur Erfassung der Arbeitsleistung, blieben erlaubt. In diesem Zusammenhang sei weiter das Bundesgesetz �ber den Datenschutz zu beachten, das den Pers�nlichkeitsschutz von Personen regle, �ber die durch Private oder durch Bundesorgane Daten gesammelt und bearbeitet w�rden. �berwachungsanlagen l�sten erfahrungsgem�ss bei den betroffenen Arbeitnehmern negative Gef�hle aus und verschlechterten das allgemeine Betriebsklima. Sie beeintr�chtigten das Wohlbefinden, die psychische Gesundheit und damit die Leistungsf�higkeit des Personals, weshalb es im Interesse aller Beteiligten liege, dass �berwachungsanlagen nicht oder m�glichst sparsam eingesetzt w�rden. Zu Art. 26 Abs. 2 ArGV wird in der Wegleitung des SECO festgehalten, dass �berwachungsanlagen h�ufig in Warenh�usern zur Diebstahls�berwachung eingesetzt werden. Die Videokameras seien so zu positionieren, dass das Verkaufspersonal praktisch nicht miterfasst und aufgezeichnet werde. Deshalb sollten die Positionen und Einstellungen der Kameras mit dem Personal besprochen werden, damit dieses den �berwachten Bereich kenne. Zum Nachweis, dass der notwendige Einsatz von �berwachungsanlagen die Gesundheit und Bewegungsfreiheit der Arbeitnehmer nicht beeintr�chtige, sollten mit Vorteil Unterlagen �ber Wirkungsweise, Art und Zeitpunkt der Aufzeichnungen erstellt werden. Es bestehe oft auch die M�glichkeit, beispielsweise Diebstahls�berwachungsanlagen nur dann in Betrieb zu setzten, wenn keine Arbeitnehmer anwesend seien.
3.4.1 Ein �berwachungssystem, welches beispielsweise die Sicherheit und die Funktionst�chtigkeit einer Maschine �berwacht, ist im Sinne von Art. 26 Abs. 2 ArGV 3 zul�ssig, auch wenn dadurch zwangsl�ufig auch der Arbeitnehmer, der die Maschine bedient, vom �berwachungssystem mit erfasst wird. Demgegen�ber sind nach dem Wortlaut von Art. 26 Abs. 1 ArGV 3 �berwachungs- und Kontrollsysteme verboten, die das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz �berwachen sollen, also Systeme, welche gerade die �berwachung der Arbeitnehmer bezwecken, mithin die gezielte �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Die Erfassung des Verhaltens am Arbeitsplatz durch Videokameras kann f�r den Arbeitnehmer gesundheitlich belastend sein. Das Ausmass dieser Belastung kann davon abh�ngen, ob das �berwachungssystem, das den Arbeitnehmer erfasst, gezielt zu dessen �berwachung oder aber aus andern Gr�nden eingesetzt wird. Wesentlich kann insoweit insbesondere auch sein, wie oft, wie lange und bei welchen T�tigkeiten der Arbeitnehmer vom �berwachungssystem erfasst wird.
3.4.2 Die Vorinstanz setzt sich nur andeutungsweise mit der Frage auseinander, welchen Zwecken einerseits die in den Verkaufsr�umen der Beschwerdef�hrerin installierten (insgesamt sieben) Kameras, die der Beschwerdegegnerin 2 bekannt waren, und andererseits die im Kassenraum installierte Kamera dienen. Die Vorinstanz scheint davon auszugehen, dass die Kameras in den Verkaufsr�umen auch und gerade bezwecken, Drittpersonen von Diebst�hlen abzuhalten beziehungsweise im Fall der Ver�bung von Straftaten zu identifizieren, dass die Kameras in den Verkaufsr�umen somit andern Zwecken als der �berwachung des Personals dienen und daher gem�ss Art. 26 Abs. 2 ArGV 3 erlaubt sind. Die Kamera im Kassenraum beziehungsweise ihr Einsatz w�hrend der Gesch�ftszeit bezweckt nach der Auffassung der Vorinstanz hingegen die �berwachung des Personals, da nur dieses w�hrend der Gesch�ftszeit den Kassenraum ben�tze. Damit l�sst die Vorinstanz jedoch ausser Acht, dass auch Drittpersonen w�hrend der Gesch�ftszeit in den vom Verkaufsraum durch eine T�re erreichbaren Kassenraum gelangen k�nnen, beispielsweise im Falle der Ver�bung eines Raubes mit Geiselnahme, um das Bargeld im Kassenraum zu stehlen. Allerdings ist einzur�umen, dass dieses Risiko wesentlich geringer ist als das Risiko von Diebst�hlen durch Drittpersonen in den Verkaufsr�umen. Daher kann mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass die Kamera im Kassenraum respektive ihr Einsatz w�hrend der Gesch�ftszeit haupts�chlich die �berwachung der Arbeitnehmer bezweckt.
3.5 Aufgrund der Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid muss davon ausgegangen werden, dass das Personal beziehungsweise die Beschwerdegegnerin 2 keine Kenntnis davon hatte, dass auch im Kassenraum eine Videokamera installiert beziehungsweise dass diese auch w�hrend der Gesch�ftszeit in Betrieb war. Ob die Beschwerdegegnerin 2 solches immerhin f�r m�glich hielt, l�sst sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen. Wie es sich damit verh�lt, kann jedoch dahingestellt bleiben. Offenbleiben kann damit auch, ob gest�tzt auf Art. 6 Abs. 4 ArG, wonach durch Verordnung bestimmt wird, welche Massnahmen f�r den Gesundheitsschutz in den Betrieben zu treffen sind, eine heimliche Video�berwachung, von welcher das Personal nichts weiss und nichts ahnt, verboten werden kann, ob mit anderen Worten ein Verbot einer gezielten heimlichen �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz als eine Massnahme f�r den Gesundheitsschutz im Sinne von Art. 6 Abs. 4 ArG anzusehen ist. Die Video�berwachung des Kassenraums der Beschwerdef�hrerin verst�sst unter den gegebenen konkreten Umst�nden jedenfalls aus nachstehenden Gr�nden nicht gegen Art. 26 ArGV 3.
3.6.1 Art. 26 Abs. 1 ArGV 3 ist unter Ber�cksichtigung seiner Entstehungsgeschichte (siehe E. 3.3.3 hievor) sowie insbesondere des Inhalts der gem�ss Art. 182 Abs. 1 BV notwendigen gesetzlichen Delegationsnorm, auf welche sich die ArGV 3 als gesetzesvertretende Verordnung st�tzt, in dem Sinne einschr�nkend auszulegen, dass �berwachungs- und Kontrollsysteme, die das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz �berwachen sollen, nicht eingesetzt werden d�rfen, soweit sie geeignet sind, die Gesundheit oder das Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu beeintr�chtigen. Nur unter dieser Voraussetzung stellt das Verbot der �berwachung eine Massnahme f�r den Gesundheitsschutz im Sinne von Art. 6 Abs. 4 ArG dar.
3.6.2 Soweit sich die Regelung der �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz in einer bundesr�tlichen Verordnung auf Art. 6 Abs. 4 ArG st�tzt, ist das Kriterium der Gesundheitsbeeintr�chtigung von Bedeutung. Davon scheint auch der Verordnungsgeber auszugehen, wie sich aus Art. 26 Abs. 2 ArGV 3 ergibt, wonach die aus andern Gr�nden erforderlichen �berwachungssysteme so zu gestalten und anzuordnen sind, dass sie die Gesundheit und die Bewegungsfreiheit der Arbeitnehmer nicht beeintr�chtigen. Dem Verordnungsgeber kann hingegen nicht gefolgt werden, soweit er offenbar davon ausgeht, dass eine (haupts�chlich) der �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz dienende Massnahme (Art. 26 Abs. 1 ArGV 3) - im Unterschied zu einem aus anderen Gr�nden eingerichteten �berwachungssystem (Art. 26 Abs. 2 ArGV 3) - eo ipso die Gesundheit der Arbeitnehmer beeintr�chtigen kann und daher zu verbieten ist. Der Zweck der �berwachungsmassnahme ist nur ein Kriterium neben andern (H�ufigkeit, Dauer etc. der �berwachung), die unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes von Bedeutung sein k�nnen. Ein �berwachungssystem kann daher, auch wenn es (haupts�chlich) der gezielten �berwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz dient, erlaubt sein, wenn die Arbeitnehmer nur sporadisch und kurzzeitig bei bestimmten Gelegenheiten vom �berwachungssystem erfasst werden.
3.6.3 Die Arbeitnehmer der Beschwerdef�hrerin halten sich nur sporadisch und w�hrend kurzer Zeit im Kassenraum auf, namentlich um dort Bargeld zu deponieren oder zu holen. Durch die Video�berwachung im Kassenraum wird nicht das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz �ber l�ngere Zeit �berwacht, sondern im Wesentlichen die Kasse erfasst, an welcher sich die Arbeitnehmer sporadisch und kurzzeitig aufhalten. Eine solche Video�berwachung ist nicht geeignet, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu beeintr�chtigen. Sie ist mangels Relevanz unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit und des Wohlbefindens der Arbeitnehmer bei der gebotenen einschr�nkenden Auslegung von Art. 26 Abs. 1 ArGV 3 nicht gem�ss dieser Bestimmung verboten.
3.7 Die �berwachung der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz etwa durch Videokameras kann, je nach den konkreten Umst�nden, auch die Pers�nlichkeit der Arbeitnehmer verletzen und/oder gegen Vorschriften des Datenschutzgesetzes verstossen (siehe Art. 28 ZGB, Art. 328 und Art. 328b OR, Art. 12 DSG etc.). Wer in seiner Pers�nlichkeit widerrechtlich verletzt wird, kann zu seinem Schutz gegen jeden, der an der Verletzung mitwirkt, das Gericht anrufen (Art. 28 Abs. 1 ZGB). Eine Verletzung ist widerrechtlich, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein �berwiegendes privates oder �ffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (Art. 28 Abs. 2 ZGB). Der Arbeitgeber hat im Arbeitsverh�ltnis die Pers�nlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu sch�tzen, auf dessen Gesundheit geb�hrend R�cksicht zu nehmen und f�r die Wahrung der Sittlichkeit zu sorgen. Er muss insbesondere daf�r sorgen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht sexuell bel�stigt werden und dass den Opfern von sexuellen Bel�stigungen keine weiteren Nachteile entstehen (Art. 328 Abs. 1 OR). Der Arbeitgeber darf Daten �ber den Arbeitnehmer nur bearbeiten, soweit sie dessen Eignung f�r das Arbeitsverh�ltnis betreffen oder zur Durchf�hrung des Arbeitsvertrages erforderlich sind. Im �brigen gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 �ber den Datenschutz (Art. 328b OR). Das Datenschutzgesetz (SR 235.1) bezweckt den Schutz der Pers�nlichkeit und der Grundrechte von Personen, �ber die Daten bearbeitet werden (Art. 1 DSG). Unter "Personendaten (Daten)" sind gem�ss Art. 3 lit. a DSG alle Angaben zu verstehen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Der zentrale Begriff des "Bearbeitens" erfasst jeden Umgang mit Personendaten, unabh�ngig von den angewandten Mitteln und Verfahren, unter anderem das Beschaffen von Personendaten (Art. 3 lit. e DSG). Personendaten d�rfen nur rechtm�ssig bearbeitet werden (Art. 4 Abs. 1 DSG). Ihre Bearbeitung hat nach Treu und Glauben zu erfolgen und muss verh�ltnism�ssig sein (Art. 4 Abs. 2 DSG). Wer Personendaten bearbeitet, darf dabei die Pers�nlichkeit der betroffenen Personen nicht widerrechtlich verletzen (Art. 12 Abs. 1 DSG). Er darf insbesondere nicht Personendaten entgegen den Grunds�tzen von Artikel 4 bearbeiten (Art. 12 Abs. 2 lit a DSG). Eine Verletzung der Pers�nlichkeit ist widerrechtlich, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein �berwiegendes privates oder �ffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (Art. 13 Abs. 1 DSG).
Die Video�berwachung des Kassenraums bezweckt nicht ausschliesslich die �berwachung des Personals, sondern auch die Verhinderung von Straftaten durch Dritte. Im Kassenraum eines Uhren- und Juwelengesch�fts k�nnen sich Bargeldbetr�ge in betr�chtlichem Umfang befinden, weshalb der Gesch�ftsinhaber ein erhebliches Interesse an einer �berwachung hat. Von der Video�berwachung im Kassenraum werden die Arbeitnehmer im Verlauf eines Arbeitstages nur sporadisch und kurzzeitig erfasst. Unter den gegebenen Umst�nden wurde nicht im Sinne von Art. 28 ZGB, Art. 328 und Art. 328b OR respektive Art. 12 DSG die Pers�nlichkeit der Beschwerdegegnerin 2 widerrechtlich verletzt. Dies gilt auch f�r den Fall, dass die Beschwerdegegnerin 2 nicht nur nicht wusste, sondern - was die Vorinstanz nicht abkl�rte - auch nicht mit der M�glichkeit rechnete, dass auch im Kassenraum eine Videokamera installiert und w�hrend der Gesch�ftszeit in Betrieb sein k�nnte.
3.8 Die Video�berwachung des Kassenraums verst�sst somit unter den gegebenen Umst�nden entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht gegen Art. 26 Abs. 1 ArGV 3. Sie ist auch unter den Gesichtspunkten des Pers�nlichkeitsschutzes und des Datenschutzes nicht rechtswidrig. Die konkrete Videoaufnahme ist daher nicht unrechtm�ssig.
Die Ber�cksichtigung der Videoaufnahme als Beweismittel in einem Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerin 2 kann demnach entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht mit der Begr�ndung abgelehnt werden, dass die Video�berwachung des Kassenraums rechtswidrig war und die Videoaufnahme deshalb unrechtm�ssig erlangt wurde und daher einem Beweisverwertungsverbot unterliegt. Demzufolge kann die Ber�cksichtigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu dem in der Videoaufnahme festgehaltenen Geschehen nicht unter Hinweis auf die Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots abgelehnt werden.
3.9 Bei diesem Ergebnis ist nicht zu pr�fen, ob die Videoaufnahme im Falle ihrer rechtswidrigen Erlangung bei der diesfalls nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gebotenen Interessenabw�gung gleichwohl verwertbar w�re, was die Vorinstanz mit der Begr�ndung verneint hat, dass im konkreten Fall das �ffentliche Interesse an der Wahrheitsfindung das Interesse der Beschuldigten an der Nichtverwertung des fraglichen Beweismittels nicht �berwiege, da die der bis anhin unbescholtenen Beschwerdegegnerin 2 vorgeworfene Straftat angesichts des Deliktsbetrags von Fr. 1'350.-- und der �brigen Umst�nde nicht schwer wiege. Damit kann auch dahingestellt bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin als Gesch�digte �berhaupt zur R�ge berechtigt w�re, dass die Vorinstanz das �ffentliche Interesse einerseits und das private Interesse der Beschwerdegegnerin 2 falsch gewogen habe.
Die Beschwerde ist gutzuheissen, der Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, vom 22. Mai 2009 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin 2, die in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde beantragt hat, die H�lfte der Gerichtskosten zu �bernehmen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Kanton Z�rich sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Der Kanton Z�rich und die Beschwerdegegnerin 2 haben der Beschwerdef�hrerin je eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- zu zahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, vom 22. Mai 2009 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Kanton Z�rich und die Beschwerdegegnerin 2 haben der Beschwerdef�hrerin je eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- zu zahlen.

References: Art. 81
 BGE 
 BGE 
 Art. 88
 BGE 
 Art. 81
 BGE 
 Art. 29
 Art. 179
 Art. 3
 Art. 179
 Art. 179
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 8
 Art. 59
 Art. 26
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 179
 Art. 59
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 28
 Art. 179
 Art. 179
 Art. 59
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 82
 Art. 2
 Art. 26
 Art. 6
 Art. 40
 Art. 6
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 6
 BGE 
 Art. 40
 Art. 1
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 26
 BGE 
 Art. 26
 Art. 328
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 182
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 28
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 28
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 12
 Art. 26