Source: https://www.hausarbeiten.de/document/231612
Timestamp: 2019-10-18 20:55:15+00:00

Document:
Täter‐Opfer‐Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren | Hausarbeiten publizieren
2.1 Gewalttat in Kirchweyhe
2.2 Konsequenzen einer Straftat
3 Vom Konflikt zum TOA (Klassifizierung, rechtliche Einordnung und Beschreibung des TOAs, ausgehend von der Theorie der Restorative Justice.)
3.1 Vom Konflikt zum Täter-Opfer-Ausgleich
3.2 Restorative Justice
3.2.2 Ziele und Prinzipien
3.3 TOA
3.3.1 Entstehung des TOAs in Deutschland
3.3.2 Rechtliche Einordnung
3.3.3 Prinzipien
3.3.4 Unschuldsvermutung und Freiwilligkeit
3.4 Qualitätsstandards
4 Was geschieht mit den Beteiligten während des Ausgleichsgeschehens?
4.1 Das Opfer / der Geschädigte
4.2 Der Täter / der Beschuldigte
5 Ergebnisse einer bundesweiten TOA Studie
5.1 Anteil des TOAs im Rahmen der Strafverfolgung
5.2 Rückfallquoten
10.1 Wenn die Hand ins Knie schießt
10.2 Persönliches Statement von Karin Leißner
10.3 Heuristik der fünf analytischen Ebenen
10.4 Stellungnahme von Jugendlichen, die an einem TOA teilgenommen haben
10.5 Internet - Umfrage zum TOA-Bekanntheitsgrad
Heute, am 20.03.2013, werden die lebenserhaltenden Geräte abgestellt. Daniel S. (25 Jahre) wird sterben. Seine Mutter bleibt bei ihm, bis er tot ist.[1] In Kirchweyhe haben die mutmaßlichen Täter Coskun A. (19), Shadid (20) und Cihan A. (20)[2] den jungen Mann brutal „ [...] ins Koma getreten [...]“.[3]
Daniel war mit seinen Freunden in einem gemieteten Bus unterwegs zu einer Disco in Kirchweyhe. Um Geld zu sparen, nahmen sie noch eine Gruppe junger Türken mit. Während der Fahrt kam es zu Streit, den Daniel S. schlichten wollte. Die türkischen Jugendlichen riefen mit ihren Handys Verstärkung und als der Bus am Zielort anhielt, wartete dort eine weitere Gruppe Türken. Daniel stieg aus dem Bus und wollte schlichten, wurde jedoch angegriffen. „Sie fielen sofort über ihn her, traten immer wieder auf seinen Kopf ein.“[4]
Die BS[5] haben[6] eine Straftat begangen, dabei ist ein Mensch gestorben. Welchen Sinn hat Strafe in diesem Fall? Wird damit Gerechtigkeit hergestellt? Hilft Strafe den BS die Tat als Rechtsbruch zu begreifen und zu erkennen, was sie angerichtet haben? Hilft Strafe den Hinterbliebenen des Opfers im Prozess der Verarbeitung des Verbrechens?
Da diese Hausarbeit vom Täter-Opfer-Ausgleich handeln soll, wird nicht auf die Vorgehensweise im Strafprozess, mit den eventuell stigmatisierenden und ausgrenzenden Auswirkungen auf die Beteiligten, eingegangen werden.[7] Stattdessen ist diese Ausarbeitung auf den präventiven[8] und kurativen[9] Charakter des Täter-Opfer-Ausgleichs[10] gerichtet, aber auch auf seine Grenzen. Kann der TOA jugendliche oder heranwachsende Straftäter resozialisieren, wie die Straftäter[11] von Kirchweyhe?
Diese Frage soll beantwortet werden, indem die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Vorgehensweise[12] und die Voraussetzungen zum TOA dargestellt werden. Es soll sowohl die Rolle des BS, als auch die Rolle des GS näher Betrachtung finden.[13] Es wird auf die Theorie der „Restorative Justice“ eingegangen, da sie dem TOA zugrunde liegt. Eine bundesweite Studie über den TOA des Bundesministeriums der Justiz[14] soll zu Hilfe genommen werden, um zu prüfen, ob ein TOA eine gute Alternative darstellen kann, bzw. das Jugendgerichtsverfahren ergänzen kann/sollte. Es werden sowohl Stellungnahmen einer im TOA tätigen Diplom-Pädagogin, sowie einiger Täter bezüglich ihrer Motivation und Erfahrungen zum TOA hinzugezogen. Eine nicht repräsentative Umfrage bezüglich des Bekanntheitsgrades des TOAs wird in Bezug zu den Ausarbeitungen gesetzt.
Nach Friedrich Glasl ist ein sozialer Konflikt wie folgt definiert[15]:
„ Sozialer Konflikt ist eine Interaktion
- zwischen Aktoren [...]
- eine Differenz bzw. Unvereinbarkeiten
- mit dem anderen Aktor [...] in der Art erlebt,
- dass beim Verwirklichen dessen,
was der Aktor denkt, fühlt oder will eine Beeinträchtigung
- durch einen anderen Aktor [...] erfolge.“[16]
Ein sozialer Konflikt, der dieser Definition entspricht, ist nicht immer ein Fall für den TOA. Soziale Konflikte werden oft und erfolgreich von den Kontrahenten selbst gelöst. Wird hierbei Hilfe benötigt, können ausgebildete Mediatoren zur Konfliktschlichtung engagiert werden. TOA ist eine Verfahrensweise der Mediation[17], die nur dann erfolgt, wenn dem Konflikt eine Straftat zu Grunde liegt.
Die Anfänge der RJ reichen bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.[18] Laut Howard Zehr experimentierten hauptsächlich Mennoniten an verschiedenen Orten damit, bei der Begegnung von Tätern und Opfern ihre Gedanken über Frieden und Glauben „[...] in der rauen Welt des Strafrechts umzusetzen [...].“[19] Das führte dazu, dass Verfahren der RJ entwickelt wurden, die in die ganze Welt transportiert wurden.[20] Natürlich sind Gedanken und Erfahrungen, die zu diesem Verfahren führten in alten Traditionen und Religionen verwurzelt, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Jedoch sind kulturelle Besonderheiten der Ureinwohner Nordamerikas und Neuseeland besonders stark in die Entwicklung der RJ eingeflossen.[21]
Als Grundprinzipien der RJ sind Folgende nach Howard Zehr zu benennen:
„Verbrechen ist die Verletzung von Menschen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Verletzungen schaffen Verpflichtungen. Die vornehmliche Verpflichtung besteht darin, Unrecht in Ordnung zu bringen.“[22]
Für Christa Pelikan[23] liegt die Zielsetzung der RJ darin, dass Verletzungen auf materieller und emotionaler Ebene, so weit wie möglich wieder gut gemacht werden. Beschädigte Beziehungen sollen so weit heil werden, dass das gemeinsame Leben in der Gesellschaft wieder ermöglicht wird.[24]
Lange Zeit gab es nur einseitige Versuche der Einflussnahme auf Täter und Opfer.[25] Erst RJ berücksichtigt sowohl BS als auch GS und bietet Lösungen an, die allerdings nicht auf jeden Fall und auf jeden Beteiligten passen.[26]
Otmar Hagemann stellt RJ als eine Ethik, bzw. eine Theorie[27] dar, die in unterschiedlichen Gebieten Anwendung finden kann, wie zum Beispiel in verschiedenen Konflikten im Bereich des StGB und des JGG.[28] Für die Lösung der Konflikte stehen unterschiedliche Methoden, wie Beratung oder Mediation, zur Verfügung. Mediation wiederrum gibt es in unterschiedlichen Verfahrensweisen, wovon eine der TOA ist.[29]
Bei diesem Verfahren geht es jedoch nicht in erster Linie um Versöhnung, sondern um einen Dialog und einen Ausgleich, der im besten Fall zur Versöhnung führt, aber nicht dahin führen muss.[30]
Der TOA in Deutschland wird seit 1984, ausgehend von der Initiative einzelner Sozialarbeiter und Jugendstaatsanwälten, verwirklicht. Die ersten vier Modellprojekte wurden zwischen 1985 und 1987 im Jugendstrafrecht initiiert.[31] Geringfügige, einstellbare Bagatelldelikte und Delikte die keine natürliche Person auf der Opferseite aufweisen, werden dabei ausgenommen.[32]
Wer unter das JGG fällt (14 – 17 Jahre), wird nicht gemessen an der Schuld, sondern vorrangig individualpräventiv bestraft.[33] Dabei steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund (§ 2 Abs. 1 JGG). Auch auf Heranwachsende (18 - 20-Jährige) ist das JGG anzuwenden, wenn sie Reiferückstände haben, oder wenn die Tat jugendtypische Züge aufweist (§ 105 I JGG).
In 1990 wurden „ambulante sozialpädagogische Angebote für junge Straffällige [...] als so genannte „Neue ambulante Maßnahmen“ in das Jugendgerichtsgesetz aufgenommen.“[34]
Diese sind bei den Erziehungsmaßregeln des JGGs eingeordnet. TOA
wurde zusätzlich in das JGG als Konfliktlösungsmethode integriert.[35]
Der TOA stellt nach § 45 Abs. 2 JGG für Jugendliche und Heranwachsende eine Diversionsmaßnahme dar.
Auch nach § 52 Abs. 2 SGB VIII soll – nach richterlicher Prüfung - von der strafrechtlichen Verfolgung eines straffällig gewordenen Jugendlichen abgesehen werden, wenn dieser bereits geeignete Leistungen in Anspruch genommen hat, oder diese eingeleitet sind. Dazu zählt der TOA.
Nach § 27 SGB VIII kann TOA als Leistungsform der „Hilfen zur Erziehung“ angesehen werden, oder als eine wichtige Möglichkeit des Jugendstrafverfahrens und damit strukturell zur Jugendhilfe gehören.[36]
Im StGB ist der TOA seit 1994 verankert in § 46a StGB und stellt eine Diversionsmaßnahme dar.
1999 wurde durch die §§ 155a und b StPO die Verpflichtung für Staatsanwaltschaft und Gericht verankert, nach dem der TOA grundsätzlich als Möglichkeit zu berücksichtigen ist.[37] Nach § 153a Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 StPO ist der TOA bei Auflagen und Weisungen eingeordnet und kann richterlich angeordnet werden. Bei einer Weisung zum TOA wird allerdings das Element der Freiwilligkeit verletzt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Täter-Opfer-Ausgleich e.V. beschreibt den TOA wie folgt[38]:
„Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Angebot an Beschuldigte und Geschädigte, die Straftat und ihre Folgen mit Hilfe eines allparteilichen Vermittlers zu bearbeiten. Den Konfliktparteien wird die Möglichkeit gegeben, in der persönlichen Begegnung die zugrunde liegenden und/oder entstandenen Konflikte zu bereinigen und den Schaden zu regulieren.“[39]
Das Angebot des TOAs ist an BS und GS gerichtet. Zusätzlich können auch
- die Eltern der Beteiligten,
- von den Beteiligten beauftragte Rechtsanwälte,
- andere Personen aus dem sozialen Umfeld der Beteiligten,
mit einbezogen werden.[40]
Während des TOA-Vorgangs wird der soziale Konflikt, die Bedürfnisse des GS, die Verantwortungsübernahme durch den BS, sowie die Wiedergutmachung in den Vordergrund gerückt.[41]
Bei diesem Prozess wird das Leid des Opfers wahrgenommen, bzw. eine Empathie-Entwicklung auf beiden Seiten des Konflikts angestrebt. Das führt im günstigsten Fall zu Wiedergutmachungsvereinbarungen und Antworten die dem Opfer helfen können, die Folgen der Tat besser zu verarbeiten.[42]
Die Schlichtung des Konflikts wird – wie in den vorangestellten Zitaten aufgezeigt - von einer neutralen, entsprechend ausgebildeten Person begleitet.
Durch die eigenständige Maßnahme des TOAs[43] soll nach Möglichkeit ein Strafverfahren oder jugendgerichtliche Sanktionen verhindert werden, um die negativen Folgen einer Strafe für die Reintegration des Täters zu verhindern.[44] Auch kann eine Viktimisierung des Opfers durch den TOA reduziert oder vermieden werden.[45] Ein wichtiger Grundsatz des TOAs ist, dass die Zustimmung zum TOA zu jedem Zeitpunkt von dem GS widerrufen werden kann.[46] Außerdem ist sicherzustellen, dass kein Zwang zur Teilnahme an einem TOA führt.[47]
Es ist wichtig aufzuzeigen, dass Vergebung oder Versöhnung nicht das vorrangige Ziel des TOAs ist. Deshalb sollte kein Druck ausgeübt werden, um dieses zu erreichen.[48]
TOA ist keine Mediation, welche voraussetzen würde, dass die Parteien einander moralisch ebenbürtig wären. Zwar kann es sein, dass Schuld auf beiden Seiten empfunden wird, jedoch kann davon grundsätzlich nicht ausgegangen werden.[49]
Dem entsprechend soll durch den TOA das Ausmaß des Rechtsbruchs für den Täter deutlich gemacht werden, damit eine Verantwortungsübernahme des Täters gefördert werden kann.[50] Dabei ist besonders die Einsichtsfähigkeit des Beschuldigten, als Ziel zu benennen. Der Prozess der Gewinnung der Einsicht, kann nach Friedemann Pfafflin und Erhard Mergenthaler, in vier Ebenen gegliedert werden.[51] Die erste Ebene beschreibt den kognitiven Vorgang des Verstehens des Rechtsbruchs und der Auswirkungen der Tat. In der zweiten Ebene gilt es Empathie zu entwickeln, um sich in die Gefühle des GS, hinein versetzten zu können. Dadurch werden Schuld- und Schamgefühle ausgelöst. Die Tat wird vom BS in Beziehung zu seinem lebensgeschichtlichen Hintergrund gesetzt und die Gründe, die zu der Tat geführt haben, begriffen. Die Gefühle des Opfers werden ebenfalls verstanden und anerkannt. Die vierte Ebene beinhaltet Ansätze der Beziehungsaufnahme zum GS durch Impulse der Wiedergutmachung und Vergebung. Der BS nutzt zudem konstruktiv Beziehungsangebote anderer, am Prozess beteiligter Menschen. In der fünften Ebene ist zu beobachten, dass der BS Einsicht umgesetzt hat und straffrei bleibt.[52]
[1] Vgl. www.bild.regional/bremen/totschlag/heute-lassen-die-aerzte-daniel-sterben-294776.bild.html, Zugriff 20-03-2013
[2] Es gibt noch weitere bisher nicht gefasste Beschuldigte.
[4] www.bild.de/regional/bremen/schlaegerei/vor-der-disco-ins-koma-gepruegelt-29464954.bild.html, Zugriff 20-03.2013
[5] BS ist die Abkürzung für: Beschuldigter. Diese und weitere Abkürzungen siehe Abkürzungsverzeichnis.
[6] Die Schuld ist gerichtlich nachzuweisen, ansonsten gilt: in dubio pro reo! Im Zweifel für den Angeklagten.
[7] Vgl. Goerdeler, Jochen: Jugendhilfe im Strafverfahren, Hannover 2009, S. 216
[8] Vgl. Lieger, Nicole: Muss Strafe sein? Wien 2010, S. 6
[9] Vgl. ebd. , S. 3
[10] Im folgenden Text wird der Täter-Opfer-Ausgleich kurz „TOA“ genannt. Abkürzungen siehe Abkürzungsverzeichnis.
[11] In dieser Hausarbeit wird für die bessere Lesbarkeit nur die männliche Form verwendet. Es sind natürlich immer beide Geschlechter gemeint.
[12] Der genaue Ablauf eines TOAs und die Darstellung, seiner vielfältigen Techniken wird hier ausgespart. Das Eingehen auf diese Bereiche wäre nicht zielführend. Bei Interesse empfiehlt sich hier das Buch von Ed Watzke: Äquilibristischer Tanz zwischen Welten: Auf dem Weg zu einer transgressiven Mediation. Forum Verlag Godesberg, Mönchengladbach 2011.
[13] Die Rolle des neutralen Konfliktschlichters wird aus Platzgründen nicht ausführlich betrachtet.
[14] Kerner, Hans-Jürgen; Eikens, Anke; Hartmann, Arthur: Täter Opfer Ausgleich in Deutschland, Mönchengladbach 2012
[15] Die Gliederung der Darstellung entspricht dem Originalzitat.
[16] Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, Berne 2004, S. 17
[17] Siehe Grafik im Anhang unter Punkt 10.3 (Heuristik der fünf Ebenen).
[18] Vgl. Zehr, Howard: Fairsöhnt, Schwarzenfeld 2010, S. 18
[19] Zehr, Howard: Fairsöhnt, Schwarzenfeld 2010, S. 18
[20] Vgl. ebd. , S. 18f.
[21] Vgl. , ebd. , S. 19
[22] Ebd. , S. 29
[23] Christa Pelikan ist Vorsitzende des Expertenkomitees „Mediation in Strafangelegenheiten“ im Europarat.
[24] Vgl. Lieger, Nicole: Muss Strafe sein? Wien 2010, S. 3
[25] Vgl. Hagemann, Otmar; Lummer, Ricarda: Restorative Justice – auch das Unübersetzbare braucht klare Begriffe, Berlin 2012, S. 29
[27] Vgl. ebd. , S. 30
[28] Vgl. Hagemann, Otmar; Lummer, Ricarda: Restorative Justice – auch das Unübersetzbare braucht klare Begriffe, Berlin 2012, S. 31
[29] Vgl. ebd. , siehe hierzu auch die Grafik im Anhang unter Punkt: 10.3 (Heuristik der fünf Ebenen).
[30] Vgl. ebd. , S. 33
[31] Vgl. Gutsche, Günter; Rössner, Dieter: Täter-Opfer-Ausgleich Beiträge zur Theorie, Empirie und Praxis, Mönchengladbach 2000, S. 7
[33] Vgl. Goerdeler, Jochen: Jugendhilfe im Strafverfahren, Hannover 2009, S.15
[34] Goerdeler, Jochen: Jugendhilfe im Strafverfahren, Hannover 2009, S. 289
[35] Vgl. ebd. , S. 28
[36] Vgl. ebd. , S. 35
[37] Gutsche, Günter; Rössner, Dieter: Täter-Opfer-Ausgleich Beiträge zur Theorie, Empirie und Praxis, Mönchengladbach 2000, S. 8
[38] In der Recommendation Nr. R (99) 19 des „Commitee of Ministers of the Council of Europe“ wird Mediation in Strafsachen wie folgt definiert:
„In the recommendation, mediation in penal matters is defined as a process whereby the victim and the offender [...] can be enabled, voluntarily, to perticipate actively in the resolution of matters arising from the crime through the help of an impartial third party or mediator. The reference only to the victim and the offender as parties does not exclude other persons (legal and physical) participating in the mediation.“
[39] Bundesarbeitsverband Täter-Opfer-Ausgleich e.V. : Standards Täter-Opfer-Ausgleich, Frankfurt am Main 2009, S. 6
[40] Vgl. Goerdeler, Jochen: Jugendhilfe im Strafverfahren, Hannover 2009, S. 311
[41] Vgl. Arbeitsgemeinschaft Täter-Opfer-Ausgleich e.V. , Frankfurt a.M. 2009, S. 3
[42] Vgl. Brandthorst, Peter: Shz.de, 2013
[43] Vgl. Goerdeler, Jochen: Jugendhilfe im Strafverfahren, Hannover 2009, S. 311
[44] Vgl. ebd. , S. 290
[46] Vgl. Bundesarbeitsverband Täter-Opfer-Ausgleich e.V. : Standards Täter-Opfer-Ausgleich, Frankfurt am Main 2009, S. 3
[47] Der Punkt der „Freiwilligkeit“ wird unter Punkt 3.3.4. besprochen.
[48] Vgl. Zehr, Howard: Fairsöhnt, Schwarzenfeld 2010, S. 15
[49] Vgl. ebd. , S. 16
[50] Ziele im TOA für das Opfer werden an dieser Stelle ausgespart, da sie unter Punkt 4.1 hinreichend ausgeführt werden und es sonst zu einer Wiederholung kommen würde.
[51] Vgl. Pfafflin, Friedemann; Mergenthaler, Erhard: Zur Definition, Operationalisierung und Messung von Einsicht, Berlin 1998, S. 21-40
CVJM-Kolleg Kassel (CVJM)
Methodische Grundlagen sozialer Arbeit
Cindy Gresselmeyer (Autor)
V231612
9783656481805
9783656481676
Die Gliederung ist umfangreich und lässt bereits die Stoßrichtung der Arbeit erkennen. Es geht um die fallbezogene Erläuterung des Täter-Opfer-Ausgleichs als Instrument des Jugendstrafrechts einerseits wie auch der Jugendsozialarbeit andererseits. Die Literatur ist umfangreich und gut ausgewählt. Auf sehr ausgewogene Art werden Vor- und Nachteile des Täter-Opfer-Ausgleichs präsentiert. Es werden weder Schicksale von Tätern noch von Opfern vermischt oder verharmlost. Man erkennt das ehrliche Bemühen um die Klärung des Themenfeldes und die Bewertung der Praktikabilität für praktische Bezüge.
Täter-Opfer-Ausgleich Jugendstrafe Jugendstrafrecht Straftat TOA
Cindy Gresselmeyer (Autor), 2013, Täter‐Opfer‐Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231612
Anwendung der Einzelfallhilfe im TOA

References: § 45
 § 52
 § 27
 § 46
 § 153
in dubio