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Müritz-Sparkasse Offenlegungsbericht nach CRR. zum 31. Dezember 2014
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1 nach CRR Seite: 1 von 382 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Informationen Einleitung und allgemeine Hinweise Anwendungsbereich (Art. 431, 436 sowie 26a KWG) Einschränkungen der Offenlegungspflicht (Art. 432 CRR) Medium der Offenlegung (Art. 434 CRR) Häufigkeit der Offenlegung (Art. 433 CRR) 5 2 Risikomanagement (Art. 435 CRR) Angaben zum Risikomanagement und zum Risikoprofil (Art. 435 (1) CRR) Angaben zur Unternehmensführung (Art. 435 (2) CRR) 10 3 Eigenmittel (Art. 437 CRR) Eigenkapitalüberleitungsrechnung Hauptmerkmale sowie vollständige Bedingungen der begebenen Kapitalinstrumente Art und Beträge der Eigenmittelelemente 13 4 Eigenmittelanforderungen (Art. 438 CRR) 14 5 Kreditrisikoanpassungen (Art. 442 CRR) Angaben zur Struktur des Kreditportfolios Angaben zu überfälligen sowie notleidenden Positionen und zur Risikovorsorge 22 6 Inanspruchnahme von ECAI und ECA (Art. 444 CRR) 26 7 Beteiligungen im Anlagebuch (Art. 447 CRR) 28 8 Kreditrisikominderungstechniken (Art. 453 CRR) 30 9 Marktrisiko (Art. 445 CRR) Zinsrisiko im Anlagebuch (Art. 448 CRR) Gegenparteiausfallrisiko (Art. 439 CRR) Operationelles Risiko (Art. 446 CRR) Belastete und unbelastete Vermögenswerte (Art. 443 CRR) Vergütungspolitik (Art. 450 CRR) 38 Anlage Eigenmittelelemente Seite: 2 von 383 Abkürzungsverzeichnis a. F. Alte Fassung BaFin BFA BIA Bp CRR DSGV DV ggf. GuV HGB IDW InstitutsVergV i. S. i. V. m. KRMT KSA KWG MaRisk SolvV UCR Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bankenfachausschuss beim Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. Basisindikatoransatz Basispunkte Capital Requirements Regulation Deutscher Sparkassen- und Giroverband Datenverarbeitung gegebenenfalls Gewinn- und Verlustrechnung Handelsgesetzbuch Institut der Wirtschaftsprüfer e. V., Düsseldorf Institutsvergütungsverordnung im Sinne in Verbindung mit keine Angabe (ohne Relevanz) Kreditrisikominderungstechniken Kreditrisiko-Standardansatz Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz) Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute Solvabilitätsverordnung Abteilung Unternehmenssteuerung/Controlling/Rechnungswesen Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen von bis zu 0,1 Mio. Euro auftreten. Seite: 3 von 384 1 Allgemeine Informationen 1.1 Einleitung und allgemeine Hinweise Seit der Überarbeitung der aufsichtsrechtlichen Regelungen zur angemessenen Eigenkapitalausstattung international tätiger Banken durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im Jahr 2004 besteht das Grundkonzept aus drei sich ergänzenden Säulen. Die dritte Säule ergänzt die quantitativen Vorgaben der ersten Säule (insbesondere Mindestkapitalanforderungen) und das interne Risikomanagement sowie Überprüfungsverfahren der Bankenaufsicht (zweite Säule). Mit der dritten Säule verfolgt die Aufsicht das Ziel, die Marktdisziplin zu erhöhen, indem Marktteilnehmern umfassende Informationen zum Risikoprofil eines Instituts zugänglich gemacht werden. In Deutschland wurden die erweiterten Offenlegungsanforderungen der dritten Säule zum 1. Januar 2007 mit dem neuen 26a KWG und der Einführung der Solvabilitätsverordnung (SolvV) in nationales Recht umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2014 gelten in der gesamten Europäischen Union die Offenlegungsanforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR), die die bisherigen SolvV- Vorgaben ablösen. Die bislang in 7 InstitutsVergV a. F. geregelte Offenlegung von Informationen zur Vergütungspolitik findet sich nun ebenfalls in der CRR wieder. Die im Bericht enthaltenen quantitativen Angaben entsprechen grundsätzlich dem Stand des Meldestichtags zum Ultimo Dezember des Berichtsjahres. Davon abweichend erfolgen die Angaben zu Kreditrisikoanpassungen auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses. 1.2 Anwendungsbereich (Art. 431, 436 sowie 26a KWG) Die nachfolgenden Ausführungen enthalten die Angaben zum Anwendungsbereich der Offenlegung gemäß Artikel 431, 436 sowie 26a (1) Satz 1 KWG. Die ist ein Einzelinstitut. Sie unterhält keine Tochtergesellschaften und ist zu keiner Institutsgruppe oder Finanzholdinggruppe zugehörig. Die Offenlegung erfolgt dementsprechend auf Einzelinstitutsebene. 1.3 Einschränkungen der Offenlegungspflicht (Art. 432 CRR) Die kann von den Ausnahmeregelungen gemäß Artikel 432 CRR Gebrauch machen, bestimmte nicht wesentliche und vertrauliche Informationen bzw. Geschäftsgeheimnisse von der Offenlegung auszunehmen. Eine Erläuterung zur Nicht-Offenlegung von nicht wesentlichen oder vertraulichen Informationen bzw. Geschäftsgeheimnissen wird im Folgenden entsprechend dokumentiert. Folgende Ausnahmen wurden angewendet: Quantitative Offenlegungsinhalte, wie z. B. Risikopositionen, die weniger als 5 Prozent der Gesamtposition ausmachen, sind als "sonstige Posten" ausgewiesen. Bei Positionen unterhalb der 5 Prozent-Grenze ist eine weitere Aufschlüsselung unter Materialitätsgesichtspunkten nicht erforderlich. Davon unabhängig besitzen folgende Offenlegungsanforderungen der CRR aktuell keine Relevanz für die : Art. 440 CRR (Antizyklische Kapitalpuffer sind erst ab dem Jahr 2016 aufzubauen.) Art. 441 CRR (Die ist kein global systemrelevantes Institut.) Seite: 4 von 385 Art. 449 CRR (Verbriefungspositionen sind nicht vorhanden.) Art. 451 (Angaben zur Verschuldung sind im Bericht für das Jahr 2014 noch nicht offenzulegen.) Art. 452 (Für die Ermittlung der Kreditrisiken wird nicht der IRB-Ansatz, sondern der KSA zugrunde gelegt.) Art. 454 (Die verwendet keinen fortgeschrittenen Messansatz für operationelle Risiken.) Art. 455 (Die verwendet kein internes Modell für das Marktrisiko.) 1.4 Medium der Offenlegung (Art. 434 CRR) Die offen zu legenden Informationen gemäß Artikel 434 CRR sind am 10. Juli 2015 auf der Homepage der veröffentlicht worden. Der bleibt bis zur Veröffentlichung des folgenden es auf der Homepage der jederzeit zugänglich. Der elektronische Zugang zum ist ohne namentliche Registrierung möglich. 1.5 Häufigkeit der Offenlegung (Art. 433 CRR) Gemäß Artikel 433 CRR müssen die nach Teil 8 CRR (Artikel 431 bis 455) erforderlichen Angaben mindestens einmal jährlich offen gelegt werden. Die hat anhand der in Artikel 433 Satz 3 CRR dargelegten Merkmale geprüft, ob die Offenlegung mehr als einmal jährlich ganz oder teilweise zu erfolgen hat. Die Prüfung der Müritz- Sparkasse hat ergeben, dass eine jährliche Offenlegung ausreichend ist. Seite: 5 von 386 2 Risikomanagement (Art. 435 CRR) 2.1 Angaben zum Risikomanagement und zum Risikoprofil (Art. 435 (1) CRR) Risikomanagementziele Der Vorstand der hat durch das gezielte und kontrollierte Eingehen von Risiken, abgestimmt auf die Risikotragfähigkeit, und den kontinuierlichen Ausbau des Risikodeckungspotenzials eine von Vorsicht geprägte Risikopolitik fest im Unternehmen etabliert. Die Risikomanagementziele sind in einer vom Vorstand verabschiedeten gesamtbankbezogenen Risikostrategie und in weiteren Teilstrategien für die risikotragenden Geschäftsfelder festgehalten. Zu den wesentlichen Zielen, die das Risikomanagement verfolgt, zählen: die nachhaltige Stabilisierung bzw. Verbesserung der Ertrags- und Risikosituation, das Ausschöpfen von Ertragspotenzialen unter Berücksichtigung eines ausgewogenen Ertrags- /Risikoverhältnisses, die Steuerung und Begrenzung der wesentlichen Risikoarten auf ein betriebswirtschaftlich vertretbares Niveau, die Vermeidung von Risikokonzentrationen (einschließlich Ertragskonzentrationen) sowie die Erfüllung aufsichtsrechtlicher und gesetzlicher Anforderungen. Risikotragfähigkeit Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der nach der periodischen bzw. handelsrechtlichen Betrachtung und ist eng mit der Einhaltung der regulatorischen Mindesteigenkapitalanforderungen verbunden. Bei der Bestimmung bzw. Überprüfung der Risikotragfähigkeit wird das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial ermittelt und der Anteil der Risikodeckungsmasse, der für die Abdeckung von Risiken verwendet werden soll, vom Vorstand festgelegt. Anschließend wird die Verwendung der Risikodeckungsmasse bestimmt und in einem risikobegrenzenden Limitsystem verankert. Limitiert werden alle im Gesamtrisikoprofil als wesentlich herausgestellten und im Risikomanagementprozess erfassten Risiken. Grundlage für das verfügbare Risikodeckungspotenzial 2014 waren die laufende Ertragslage und das vorhandene Vermögen (Vorsorgereserven, bilanzielles Eigenkapital) in Höhe von 73,3 Mio. Euro. Der Vorstand stellte eine maximale Risikodeckungsmasse von 5,0 Mio. Euro für die Abdeckung der Risiken im Plan-Szenario und von 14,6 Mio. Euro für die Abdeckung der Risiken im Risiko-Szenario zur Verfügung. Am Bilanzstichtag sind handelsrechtliche Risiken in Höhe von 0,9 Mio. Euro eingetreten. Damit wurden geringe 1,3 Prozent des gesamtbankbezogenen Risikodeckungspotenzials beansprucht. Bezogen auf die zur Verfügung gestellte Risikodeckungsmasse für das Plan- und Risiko-Szenario ergaben sich Auslastungsquoten von 19,0 Prozent bzw. 6,5 Prozent. Die Risikotragfähigkeit war am 31. Dezember 2014 und im abgeschlossenen Geschäftsjahr laufend gegeben. Seite: 6 von 387 Für eine umfassende Beurteilung der Risikotragfähigkeit simulierten wir die Institutsanfälligkeit auf extreme, krisenhafte Marktbedingungen in Form von hypothetischen, historischen oder hybriden Stress-Szenarien für alle wesentlichen Risiken. Gemessen an der Gesamtkennziffer nach CRR in Höhe von mindestens 8,0 Prozent bzw. nach eigener Definition 12,0 Prozent hat die jeden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen ermittelten Stressfall bestanden. Risikoprofil Die wesentlichen Risiken im Sinne der MaRisk und das gesamtbankbezogene Risikoprofil der Müritz- Sparkasse werden im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur bestimmt. Die in den MaRisk bankenaufsichtsrechtlich als wesentlich herausgestellten Risikokategorien wurden von der gleichlautend als wesentlich klassifiziert. Dazu zählen das Marktpreisrisiko insbesondere in der Ausprägung Zinsänderungsrisiko, das Adressenausfallrisiko in seinen Ausprägungen Kredit-, Emittenten- und Beteiligungsrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Operationelle Risiko. Darüber hinaus stuften wir das Vertriebs- und Absatzrisiko als wesentliches Risiko ein. Die die Banken prägenden Geschäfte haben zur Folge, dass das Marktpreisrisiko in seiner spezifischen Ausprägung Zinsänderungsrisiko und das Adressenausfallrisiko für die von besonderer Bedeutung sind. Die wesentlichen Risiken werden im Risikomanagement erfasst und vierteljährlich gemessen, analysiert, reportet und gesteuert. Die Betrachtung der als unwesentlich eingeordneten Sonstigen Risiken, die bislang keine messbare Wirkungsweise auf die wirtschaftliche Lage ausübten, verblieb auf der kategorialen Ebene. Risikosteuerung Zur Umsetzung dieser Zielsetzungen hat die ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das potenzielle entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkennt und einen angemessenen Handlungsspielraum für Maßnahmen der Risikobeseitigung oder Risikoreduktion sichert, gleichzeitig aber auch die Chancen zur Erzielung von Erträgen offen legt. Im Fokus des Risikomanagements steht der Steuerungsansatz der Risikodiversifikation. Die wählte die Ertragswertperspektive für die Risiko- und Ertragssteuerung auf Gesamtbankebene. Die Ergebnisse der barwertigen Zinsbuchsteuerung werden informativ und ergänzend für Anlageentscheidungen herangezogen und zur Erfüllung des bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungsprofils betrachtet. Der Risikosteuerungs- und -managementprozess wird in der durch den Bereich Unternehmenssteuerung/Controlling innerhalb der Abteilung UCR umgesetzt, welcher direkt dem Marktfolgevorstand unterstellt ist. Der Vorstand der hat den Mitarbeitern der Abteilung UCR die Risikocontrolling-Funktion im Sinne der MaRisk übertragen. Die Fachverantwortlichen risikotragender Geschäftsfelder sind für die Einhaltung der Inhalte in den entsprechenden Teilstrategien und für die Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Steuerungsmaßnahmen im Rahmen ihrer Kompetenzen zuständig. Wesentliche Aufgaben des Bereichs Unternehmenssteuerung/Controlling im Rahmen des Risikomanagementprozesses bestehen in der Durchführung der Risikoinventur und der Erstellung des Gesamtrisikoprofils, in der laufenden Überwachung der Risikosituation, der Risikotragfähigkeit und der Einhaltung der Limite sowie in der anforderungsgerechten Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Die in der Regel vierteljährliche Risikoberichterstattung fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich der Abteilung UCR und richtet sich an den Vorstand, den bzw. die jeweiligen Fachverantwortlichen und an die Interne Revision. Seite: 7 von 388 Marktpreisrisiko Die Risikosteuerung der Zinsänderungsrisiken legen wir in Punkt 10 dieses es gesondert dar. Darüber hinaus wird das Immobilien- und Sicherungsgutrisiko, welches sich durch Sicherheitenverfall im Bereich des Kundenkreditgeschäftes wiederfindet, in die Risikobetrachtung einbezogen. Die Risikoquantifizierung erfolgt im Rahmen der vierteljährlichen Bewertung der Kundenforderungen. Die Ergebnisse werden in einem vierteljährlichen Risikobericht ausgewertet. Adressenausfallrisiko Im Bereich des Adressenausfallrisikos erfasst die primär das klassische Kreditrisiko aus Kundenverbindungen, welches auf Grund einer Bonitätsveränderung oder des Ausfalls einer Person oder Unternehmung, zu der eine Kundenverbindung besteht, eintritt. Darüber hinaus beziehen wir das Emittentenrisiko in die Risikobetrachtung ein. Unter dieser Risikokategorie wird auch das Strukturrisiko abgebildet, welches sich auf die Vermeidung von Risikokonzentrationen innerhalb der mit Adressenausfallrisiken behafteten Bankportfolien richtet. Ebenfalls auf diesen Bereich entfallen Adressenausfallrisiken aus Beteiligungen. Auf Grund der überwiegend gehaltenen Verbundbeteiligungen und des im Vergleich zu den Kundenforderungen deutlich niedrigeren Volumens, ist das Adressenausfallrisiko in diesem Bereich von geringerer Bedeutung. Die darauf abgestimmte Risikosteuerung legen wir in Punkt 7 dieses es gesondert dar. Das Kreditrisiko in seinen spezifischen Ausprägungen Ausfall- und Bonitätsrisiko wird über die Auswahl der Vertragspartner unter Beachtung hoher Bonitätsanforderungen gesteuert. Die Müritz- Sparkasse wendet bei der Bonitätsbeurteilung ein vom DSGV entwickeltes einheitliches 18-stufiges Risikoklassifizierungsverfahren der Sparkassenorganisation an. Die Analyse der Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer hinsichtlich Zins- und Tilgungsleistungen wird regelmäßig vorgenommen und sorgt für die notwendige Aktualität. Die Risikobegrenzung auf Einzelengagementebene erfolgt durch die Nutzung eines Risikofrüherkennungsverfahrens und -prozesses. Das Kreditrisikopotenzial ist durch ein Risikolimit begrenzt, dessen Einhaltung vierteljährlich überwacht wird. Die Kreditrisikosteuerung erfolgt auch durch die Beschaffung von Sicherheiten. Risikoabschirmung wird darüber hinaus in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie freiwilliger Risikovorsorge (Vorsorgereserven nach 340 f Abs. 1 HGB und 26 a KWG a. F.) vorgenommen. Über das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft erfolgt eine vierteljährliche Risikoberichterstattung. Das Emittentenrisiko wird durch sorgfältige Auswahl der Vertragspartner, deren Wertpapiere wir erwerben bzw. mit denen wir Handelsgeschäfte betreiben, unter Beachtung hoher Rating-Standards begrenzt. Mindestens jährlich wird eine Bonitätsbeurteilung der Emittenten und Kontrahenten durchgeführt. Die Zusammenfassung aller bonitätsrelevanten Informationen und der Ergebnisse der Bilanzanalyse erfolgt in einem Bericht an den Vorstand. Im Rahmen der handelstäglichen Berichterstattung über Handelsgeschäfte nehmen wir die Quantifizierung des Emittenten- und Kontrahentenrisikos vor. Die Risikosteuerung und -begrenzung erfolgt emittentenbezogen auf Basis von Kreditnehmereinheiten sowie über Adresslimite auf Gesamtbankebene auf Basis eines weiteren turnusmäßigen Risikoberichts. Die Begrenzung bzw. Vermeidung von Strukturrisiken wird durch den Steuerungsansatz der Risikodiversifikation gewährleistet. Danach erfolgt die Portfoliosteuerung nach Größenklassen-, Bran- Seite: 8 von 389 chen- und Risikostrukturen innerhalb der in der Kreditrisikostrategie verankerten risikobegrenzenden Vorgaben und Limite, deren Angemessenheit und Einhaltung vierteljährlich überwacht wird. Eine dementsprechende Risikoberichterstattung erfolgt daher vierteljährlich. Liquiditätsrisiko Der Steuerungs- und Überwachungsprozess des Liquiditätsrisikos richtet sich primär auf die Sicherstellung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der unter Ausnutzung bestehender Refinanzierungsmöglichkeiten sowie auf die Optimierung der Eigenanlagen unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten. Das operative Liquiditätsmanagement orientiert sich gegenwärtig an der geschäftstäglichen Liquiditätsdisposition einschließlich der jährlichen Liquiditätsplanung und der bankenaufsichtsrechtlichen Liquiditätsverordnung nebst Beobachtung der Kennziffer LCR. Für die Messung und Steuerung des strategischen Liquiditätsrisikos kommt ein Verfahren auf der Grundlage von Zahlungsstrombilanzen zum Einsatz, die unter Annahme unterschiedlich intensiver Zu- und Abfluss-Fiktionen erstellt werden. Auf Grund der Einordnung des Liquiditätsrisikos als wesentliches Risiko schließt sich eine vierteljährliche Messung, Analyse und Steuerung an. Die Ergebnisse werden in einem Risikobericht zusammengefasst. Operationelles Risiko In dieser Risikokategorie verfolgt die weitgehend eine Strategie der Vermeidung, die sich z. B. in einem umfassenden Kontrollsystem, in der Kompetenzgestaltung sowie in Arbeitsanweisungen und Notfallkonzepten für besonders sensible Geschäftsprozesse und Bereiche oder im Abschluss von Versicherungen (Übertragung der Risiken auf Dritte) widerspiegelt. Die Steuerung und Überwachung zukünftig erwarteter operationeller Risiken erfolgt im Rahmen einer einmal jährlich durchzuführenden Risikoinventur mittels Risikoindikatoren. Die eingetretenen Schadensfälle weist die unter Berücksichtigung einer Bagatellgrenze in einer Schadensfalldatenbank innerhalb einer vom DSGV entwickelten und durch die Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH (SR GmbH) in OSPlus bereitgestellten Software nach. Eingetretene Schadensfälle werden hinsichtlich ihrer Ursache analysiert. Die Ergebnisse beider Risikomess- und -steuerungsmethoden werden in einem vierteljährlichen Bericht (einmal jährlich erweitert um die Ergebnisse der Risikoinventur) zusammengefasst und hinsichtlich ihrer Relevanz und betriebswirtschaftlichen Tragweite beurteilt. Vertriebs- und Absatzrisiko Das Geschäftsfeldrisiko bezeichnet die Risiken, die durch strategische Entscheidungen über das bankbetriebliche Leistungsprogramm entstehen. Davon betroffen ist die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Produkte und damit ihr Absatz (Vertriebs- und Absatzrisiko). Für die Steuerung des Vertriebs- und Absatzrisikos kommt vierteljährlich ein Verfahren für die Messung und Analyse zum Einsatz, welches die Auswirkungen eines zum Plan-Szenario abweichenden Kundenverhaltens auf den Zinsüberschuss und auf das Provisionsergebnis im Verbundund Vermittlungsgeschäft bemisst. Unter der Annahme unterschiedlicher Abflussfiktionen bei den Kundengeldern (Passivprodukte) und deren Ersatz durch Refinanzierungen im Interbankengeschäft wird der Einfluss auf den Zinsüberschuss dargestellt. Im Bereich der Verbund- und Ver- Seite: 9 von 3810 mittlungsgeschäfte werden unterschiedliche Zielerreichungsgrade durch risikogerechte Abschläge ermittelt. Es erfolgt eine vierteljährliche Risikoberichterstattung an den Vorstand. 2.2 Angaben zur Unternehmensführung (Art. 435 (2) CRR) Informationen zu Mandaten des Leitungsorgans Anzahl der Leitungsfunktionen Anzahl der Aufsichtsfunktionen Ordentliche Mitglieder des Vorstands 0 1 Ordentliche Mitglieder des Verwaltungsrats 0 2 Tabelle: Anzahl der von Mitgliedern des Leitungsorgans bekleideten Leitungs- und Aufsichtsfunktionen (Art. 435 (2) Buchstabe a) CRR) In den Angaben sind die Mandate aufgeführt, für deren Wahrnehmung gemäß 25c und 25d KWG Beschränkungen bestehen. Die jeweiligen Leitungs- und Aufsichtsfunktionen im eigenen Institut sind nicht mitgezählt. Auswahl- und Diversitätsstrategie für die Mitglieder des Leitungsorgans (Art. 435 (2) Buchstaben b) und c) CRR) Die Regelungen für die Auswahl der Mitglieder des Vorstands sowie des Verwaltungsrats sind, neben den gesetzlichen Regelungen, im KWG und im Sparkassengesetz des Landes Mecklenburg- Vorpommern, in der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand bzw. den Verwaltungsrat der Sparkasse enthalten. Danach bestellt der Verwaltungsrat die Mitglieder des Vorstands für höchstens sechs Jahre und bestimmt den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Aus wichtigem Grund kann der Verwaltungsrat die Bestellung widerrufen. Für die Bestellung, die Bestimmung des Vorsitzenden sowie den Widerruf der Bestellung ist die Zustimmung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte als Träger der erforderlich. Bei der Neubesetzung des Vorstands achtet der Verwaltungsrat darauf, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitglieder des Vorstands ausgewogen sind. Darüber hinaus werden bei den Entscheidungen die Vorgaben des Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie das Landesbehindertengleichstellungsgesetz M-V beachtet. Bei gleicher Eignung erfolgt die Besetzung von Vorstandspositionen entsprechend des Gleichstellungsgesetzes mit einem Vertreter des unterrepräsentierten Geschlechts. Der regionale Sparkassenverband unterstützt den Verwaltungsrat bei der Ermittlung von geeigneten Bewerbern für die Besetzung des Vorstandspostens. Dabei wird insbesondere Wert auf die persönliche Zuverlässigkeit sowie die fachliche Eignung gelegt. Die fachliche Eignung setzt voraus, dass in ausreichendem Maß theoretische (abgeschlossenes Fach- / Hochschulstudium oder vergleichbare Qualifikation und praktische (z. B. Mehrjährige Berufserfahrung im einschlägigen Bereich, Fachkenntnisse, Führungserfahrung, Kreditentscheidungskompetenz)) vorhanden ist. Die Vorgaben des BaFin-Merkblatts für die Prüfung der fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Geschäftsleitern werden beachtet. Die Mitglieder des Vorstands verfügen über eine langjährige Berufserfahrung sowie umfangreiche Fachkenntnisse und Fähigkeiten in der Kreditwirtschaft. Die Mitglieder des Verwaltungsrats der Sparkasse werden im Wesentlichen durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Träger der entsandt. Daneben werden weitere Mitglieder des Verwaltungsrats (Bedienstetenvertreter) auf der Grundlage des Sparkassengesetzes Seite: 10 von 3811 für das Land Mecklenburg-Vorpommern durch die Arbeitnehmer gewählt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats sind ehrenamtlich tätig. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Die Mitglieder des Verwaltungsrats haben Schulungen an der Sparkassenakademie besucht bzw. verfügen über langjährige Berufserfahrung als Mitarbeiter der Sparkasse, so dass ausreichende Kenntnisse und Sachverstand für die Tätigkeit im Verwaltungsrat der Sparkasse vorhanden sind. Die Vorgaben des BaFin-Merkblatts zur Kontrolle der Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen werden beachtet. Aufgrund dieser sparkassenrechtlichen Gegebenheiten ist die Festlegung und Umsetzung einer eigenständigen Diversitätsstrategie für den Verwaltungsrat nicht möglich. Angaben zum Risikoausschuss (Art. 435 (2) Buchstabe d) CRR) Die entsprechenden Aufgaben werden durch den gesamten Verwaltungsrat wahrgenommen. Informationsfluss an das Leitungsorgan bei Fragen des Risikos (Art. 435 (2) Buchstabe e) CRR) Die Informationen zur Risikoberichterstattung an den Vorstand sowie den Verwaltungsrat sind unter Gliederungspunkt 2 Risikomanagement (Art. 435 CRR) offengelegt. Der Verwaltungsrat der Müritz- Sparkasse ist im Jahr 2014 zu fünf Sitzungen zusammengekommen. Vierteljährlich wurde der Verwaltungsrat über die Risikosituation der informiert. Seite: 11 von 3812 3 Eigenmittel (Art. 437 CRR) 3.1 Eigenkapitalüberleitungsrechnung (Angaben gemäß Art. 437 (1) Buchstabe a) CRR i. V. m. Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1423/2013) Die in der CRR geforderte vollständige Abstimmung der aufsichtsrechtlichen Kapitalposten mit den relevanten Bilanzposten ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Handelsbilanz zum Überleitung Eigenmittel zum Meldestichtag Passiv position Bilanzwert Hartes Kernkapital Zusätzliches Kernkapital Ergänzungskapital 9. Nachrangige Verbindlichkeiten Euro Euro Euro Euro Euro 0,00 0,00 0,00 0,00 0, Genussrechtskapital 0,00 0,00 0,00 0,00 0, Fonds für allgemeine Bankrisiken , ,00 1) ,00 0,00 0, Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 b) Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 c) Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 ca) Sicherheitsrücklage cb) andere Rücklagen ,80 0, ,80 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 d) Bilanzgewinn , ,03 2) 0,00 0,00 0,00 Sonstige Überleitungskorrekturen Allgemeine Kreditrisikoanpassungen (Art. CRR) *) 0,00 0, ,00 Unternehmen der Finanzbranche (Art. 66 CRR) Immaterielle Vermögensgegenstände (Art. 36 CRR) 0,00 0,00 0, ,00 0,00 0,00 Übergangsvorschriften (Art. 476 bis 478, 481 CRR) 0,00 0,00 0, ,80 0, ,00 1) Keine Anrechnung des Sonderpostens nach 340e Abs. 4 HGB 2) Anrechnung des Bilanzgewinns erst nach Feststellung der Bilanz im Folgejahr möglich *) Als Ergänzungskapital angerechnete Vorsorgereserven nach 340f HGB Tabelle: Eigenkapital-Überleitungsrechnung Die Daten entstammen den Bilanzpositionen des geprüften Jahresabschlusses 2014 sowie den aufsichtsrechtlichen Meldungen zu den Eigenmitteln per Seite: 12 von 3813 3.2 Hauptmerkmale sowie vollständige Bedingungen der begebenen Kapitalinstrumente (Angaben gemäß Art. 437 (1) Buchstaben b) und c) CRR i. V. m. Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1423/2013) Die hat keine anerkennungsfähigen Kapitalinstrumente begeben. 3.3 Art und Beträge der Eigenmittelelemente (Angaben gemäß Artikel 437 (1) Buchstaben d) und e) CRR i. V. m. Anhang VI der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1423/2013) Eine detaillierte Aufstellung der Eigenmittelelemente ist der Anlage I zum zu entnehmen. Art. 437 (1) Buchstabe f) CRR findet keine Anwendung. Seite: 13 von 3814 4 Eigenmittelanforderungen (Art. 438 CRR) Qualitative Angaben (Art. 438 Buchstabe a) CRR) Die Angemessenheit der Eigenmittel der richtet sich nach den Vorschriften der CRR. Gemäß Artikel 465 CRR i. V. m. 23 SolvV musste zum Berichtsstichtag die harte Kernkapitalquote mindestens 4,0 Prozent und die Kernkapitalquote mindestens 5,5 Prozent betragen. Zum Meldestichtag Dezember 2014 betrug die Kernkapitalquote der 22,9 Prozent sowie die Gesamtkapitalquote 23,7 Prozent. Die Unterlegung des Adressenausfallrisikos erfolgt nach der Methodik des Kreditrisikostandardansatzes. Für sämtliche Marktrisiken werden die aufsichtsrechtlichen Standardmethoden angewendet. Der Unterlegungsbetrag für das operationelle Risiko wird nach dem Basisindikatoransatz ermittelt. Für die interne Risikosicht hat die Marktpreis-, Adressenausfall- und Liquiditätsund operationelle Risiken sowie Vertriebs- und Absatzrisiken als wesentliche Risiken identifiziert und in den Risikosteuerungs- und -managementprozess eingebunden. Die nimmt das Management aller wesentlichen Risiken auf Basis einer Risikotragfähigkeitbetrachtung vor. Ihre Begrenzung erfolgt durch das Risikodeckungspotenzial bzw. die Risikodeckungsmasse im Plan- und Risiko-Szenario. Der Vorstand legt im Rahmen der Risikostrategie die Komponenten sowie die Höhe der Risikodeckungsmasse fest, welche zur Abschirmung der Risiken dienen bzw. dient. Auf der Grundlage plausibler und risikogerechter Annahmen wird die Höhe des jeweiligen Risikobetrages ermittelt und ein Limit für die Planungsperiode abgeleitet. Für alle wesentlichen Risikoarten werden sowohl erwartete als auch Risiko-Szenarien berücksichtigt. Auf diese Weise stellt die sicher, dass zur Abschirmung der potenziellen Risiken jederzeit ausreichendes Eigenkapital vorhanden ist. Die Berechnung der Auslastungsbeträge der Risikotragfähigkeit erfolgt für die Marktpreisrisiken auf Basis verschiedener Szenarien, wobei die von der prognostizierte Zins- und Konjunkturentwicklung die Basis dieser Szenarien bildet. Darüber hinaus werden die Auswirkungen von Zinsschocks und historischen Zinsentwicklungen in die Risikodarstellung einbezogen. Im Bereich der Adressenausfallrisiken entsprechen die Auslastungsbeträge der Risikotragfähigkeit den Ergebnissen der unterjährigen Kundenforderungsbewertung unter handelsrechtlichen Gesichtspunkten. Bei der szenariogestützten Bestimmung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt die aktuelle Entwicklungen im Kundenkreditportfolio und nimmt Vergangenheitsbetrachtungen anhand eigener Zeitreihen vor. Für die Bestimmung der Adressenausfallrisiken bei den Emittenten und Kontrahenten sowie Beteiligungen werden extern bereitgestellte Ausfallwahrscheinlichkeiten herangezogen. Für das Management der Liquiditätsrisiken verfügt die über ein internes Liquiditätsmanagementsystem, das Zahlungsverpflichtungen und die dafür vorhandenen Zahlungsmittel dynamisch betrachtet und dabei auch Stress-Szenarien berücksichtigt. Somit ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der gesichert. Die Berücksichtigung des operationellen Risikos im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten tatsächlich eingetretener Schadensfälle. Im Risiko-Szenario verwendet die einen Ansatz auf historischer Basis. Dabei wird nicht nur auf die eigene Schadensfallhistorie abgestellt sondern auf die Schadensfalldatenbank des gemeinsamen Datenpoolings des DSGV. In die Berechnung geht generell der Bruttoschadenswert ein. Um eine Vergleichbarkeit der Schadensfälle sicherzustellen, wird eine Dreiteilung nach Institutsgröße anhand der durchschnittlichen Bilanzsumme vorgenommen. Es wird je operationeller Schadenskate- Seite: 14 von 3815 gorie (Infrastruktur, Mitarbeiter, Interne Verfahren, Externe Einflüsse) das 99-Pro-zent-Quantil ermittelt und als aggregierter Wert im Risiko-Szenario verwendet. Den Risikoberechnungen hinsichtlich der Vertriebs- und Absatzrisiken liegen Annahmen zu Grunde, die die Auswirkungen auf den Zinsüberschuss und das Gebührenergebnis im Vermittlungs- und Verbundgeschäft bei einem vom Erwartungswert abweichenden Kundenverhalten mit unterschiedlicher Intensität bemessen. Zusätzlich erfolgt die vierteljährliche Durchführung von Stresstests für alle als wesentlich eingestuften Risiken. Mit der Betrachtung der Stresstests werden zusätzliche Erkenntnisse über die Anfälligkeit gegenüber außergewöhnlichen, aber plausibel möglichen Ereignissen gewonnen. Die Ergebnisse fließen in die Risikoberichterstattung zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit ein. Dabei steht jeweils die Auswirkung des Stressfalls auf ein Risiko in Kombination mit den Risiko-Szenario- Ergebnissen der verbleibenden wesentlichen Risiken im Vordergrund. Für die Risikoberechnungen wurden grundsätzlich Annahmen für historische und hypothetische Szenarien je wesentlichem Risiko getroffen. Bei der Festlegung der Risikoparameter wurde darauf eingegangen, wann welche Szenarien sinnvoll eingesetzt werden können, um zu einer betriebswirtschaftlichen Mehr-Erkenntnis zu gelangen. Es erfolgt keine Limitierung der Stresstest-Ergebnisse. Zur kritischen Reflexion der Stresstest-Ergebnisse wird ein Bezug zur Risikotragfähigkeit hergestellt, indem die Auswirkungen auf die Gesamtkennziffer gemäß CRR bei beginnendem Eigenmittel-Verbrauch dargestellt werden. Der Fokus der Betrachtung und Beurteilung liegt dabei auf dem Erreichen bzw. Unterschreiten der bankenaufsichtlich vorgegebenen Gesamtkennziffer gemäß CRR von mindestens 8,0 Prozent bzw. nach sparkasseneigener Definition von 12,0 Prozent. Mit der dritten MaRisk-Novelle war eine Erweiterung der bisherigen regulären Stresstests um inverse Stresstests sowie das Szenario schwerer konjunktureller Abschwung verbunden. Im Gegensatz zu den regulären Stresstests steht bei inversen Stresstests das Ergebnis am Anfang der Analyse fest. Durch rekursives Vorgehen werden die Szenarien und Parameterveränderungen gesucht, die zu einem bestimmten Ergebnis führen, welches als Gefährdung der Überlebensfähigkeit des Instituts definiert ist. Für inverse Stresstests wird daher abweichend zum sonstigen Vorgehen eine Gesamtkennzahl gemäß CRR von 9,0 Prozent als Ergebnisgröße festgesetzt. Art. 438 (1) Buchstabe b) CRR besitzt für die keine Relevanz. Seite: 15 von 3816 Quantitative Angaben (Art. 438 Buchstaben c) bis f) CRR) Eigenmittelanforderungen per Kreditrisiko Standardansatz Betrag (Euro) Zentralstaaten oder Zentralbanken 0,00 Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 0,00 Öffentliche Stellen ,60 Multilaterale Entwicklungsbanken 0,00 Internationale Organisationen 0,00 Institute ,19 Unternehmen ,91 Mengengeschäft ,66 Durch Immobilien besicherte Positionen ,90 Ausgefallene Positionen ,20 Mit besonders hohen Risiken verbundene Positionen 0,00 Positionen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen ,80 Verbriefungspositionen 0,00 Institute und Unternehmen mit kurzfristiger Bonitätsbeurteilung 0,00 Investmentfonds (OGAW-Fonds) ,26 Beteiligungspositionen ,75 Sonstige Posten ,67 Marktrisiko des Handelsbuchs Standardansatz 0,00 Interner Modellansatz 0,00 Fremdwährungsrisiko Netto-Fremdwährungsposition ,31 Abwicklungsrisiko Abwicklungs- / Lieferrisiko 0,00 Warenpositionsrisiko Laufzeitbandverfahren 0,00 Vereinfachtes Verfahren 0,00 Erweitertes Laufzeitbandverfahren 0,00 Operationelle Risiken Basisindikatoransatz ,29 Standardansatz 0,00 Fortgeschrittener Messansatz (AMA) 0,00 CVA Risiko Abwicklungs- / Lieferrisiko 6.927,73 Tabelle: Eigenmittelanforderungen nach Risikoarten und Risikopositionsklassen Seite: 16 von 3817 5 Kreditrisikoanpassungen (Art. 442 CRR) 5.1 Angaben zur Struktur des Kreditportfolios (Angaben gemäß Art. 442 Buchstaben c) bis f) CRR) Gesamtbetrag der Risikopositionen Die Ermittlung des Gesamtbetrags der Risikopositionen erfolgt nach aufsichtlichen Vorgaben. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren Buchwerten (nach Abzug der Risikovorsorge) gemäß Artikel 111 CRR ausgewiesen. Die ist keine derivativen Finanzgeschäfte zu Zwecken der Absicherung, zur Aktiv-Passivsteuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos sowie im Rahmen ihrer Handelsaktivitäten eingegangen. Der Gesamtbetrag der Risikopositionen zum Meldestichtag in Höhe von 651,9 Mio. Euro setzt sich aus sämtlichen bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften mit einem Adressenausfallrisiko gemäß Artikel 112 CRR mit Ausnahme der Beteiligungsrisikopositionen zusammen. Die nachfolgende Übersicht enthält den Gesamtbetrag der Risikopositionen aufgeschlüsselt nach den für den KSA vorgegebenen Risikopositionsklassen. Die Aufschlüsselung des Gesamtbetrags der Risikopositionen ist in Jahresdurchschnittswerten angegeben. Jahresdurchschnittsbetrag der Risikopositionen per Betrag Mio. EUR Zentralstaaten oder Zentralbanken 6,2 Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 152,9 Öffentliche Stellen 14,7 Multilaterale Entwicklungsbanken 3,0 Internationale Organisationen 0,0 Institute 137,7 Unternehmen 93,2 Mengengeschäft 38,7 Durch Immobilien besicherte Positionen 104,3 Ausgefallene Positionen 7,2 Mit besonders hohen Risiken verbundene Positionen 4,6 Positionen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen 31,9 Institute und Unternehmen mit kurzfristiger Bonitätsbeurteilung 0,0 Investmentfonds (OGAW-Fonds) 38,9 Sonstige Posten 14,4 Gesamt 647,7 Tabelle: Gesamtbetrag der Risikopositionen nach Risikopositionsklassen Seite: 17 von 3818 Geografische Verteilung der Risikopositionen Die Sparkasse ist ein regional tätiges Unternehmen. Da der weit überwiegende Anteil der Risikopositionen (97,0 Prozent) auf Deutschland entfällt, wurde unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten auf eine geografische Aufgliederung (gemäß Art. 442 Buchstabe d) CRR) verzichtet. Aufschlüsselung der Risikopositionen nach Hauptbranchen Die Sparkasse ordnet jedem Kunden eine Branche nach der Systematik der Wirtschaftszweige zu. Diese Branchen werden gruppiert und zu Hauptbranchen zusammengefasst offengelegt (Art. 442 Buchstabe e) CRR). Seite: 18 von 3819 Verteilung der Risikopositionswerte nach Finanzinstitute und öffentlicher Sektor per Banken Offene Investmentvermögen inkl. Geldmarktfonds öffentliche Haushalte Organisationen ohne Erwerbszweck Sonstige Mio. EUR Zentralstaaten oder Zentralbanken 5,4 0,0 0,0 0,0 0,0 Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 0,0 0,0 177,3 0,0 0,0 Öffentliche Stellen 14,2 0,0 0,0 0,0 0,6 Multilaterale Entwicklungsbanken 3,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Internationale Organisationen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Institute 115,6 0,0 0,0 0,0 0,0 Unternehmen 0,0 0,0 0,0 3,1 92,7 Mengengeschäft 0,0 0,0 0,0 0,0 22,6 Durch Immobilien besicherte Positionen 0,0 0,0 0,0 0,0 119,6 Ausgefallene Positionen 0,0 0,0 0,0 0,0 6,4 Mit besonders hohen Risiken verbundene Positionen Positionen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen Institute und Unternehmen mit kurzfristiger Bonitätsbeurteilung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 29,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Investmentfonds (OGAW-Fonds) 0,0 47,3 0,0 0,0 0,0 Sonstige Posten 0,0 0,0 0,0 0,0 14,7 Gesamt 167,6 47,3 177,3 3,1 256,6 Tabelle: Risikopositionen nach Branchen Finanzinstitute und öffentlicher Sektor Seite: 19 von 3820 Verteilung der Risikopositionswerte nach Wirtschaftzweigen (I) per Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Verarbietendes Gewerbe Baugewerbe Sonstige Mio. EUR Unternehmen 1,3 2,1 1,8 7,4 0,1 davon: KMU 1,3 2,1 1,8 7,4 0,1 Mengengeschäft 0,3 0,0 0,5 1,5 0,0 davon: KMU 0,3 0,0 0,5 1,5 0,0 Durch Immobilien besicherte Positionen 0,6 0,1 1,1 10,0 0,2 davon: KMU 0,6 0,1 1,1 10,0 0,2 Ausgefallene Positionen 0,1 0,0 1,1 0,6 0,0 Mit besonders hohen Risiken verbundene Positionen Institute und Unternehmen mit kurzfristiger Bonitätsbeurteilung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Sonstige Posten 0,0 0,0 0,0 0,0 14,7 Gesamt 2,3 2,2 4,5 19,5 15,0 Tabelle: Risikopositionen nach Branchen Wirtschaftszweige (I) Seite: 20 von 38 Mehr anzeigen
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