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Timestamp: 2018-02-25 11:12:16+00:00

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Leistungen der GKV 1 | Sozialrechtler.de
// Leistungen der GKV
Nach § 20 SGB V sind die Krankenkassen dazu verpflichtet, in ihrer Satzung Leistungen zur primären Prävention vorzusehen. Diese Leistungen sollen den allgemeinen Gesundheitszustand der Versicherten verbessern und vor allem einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen erbringen. Krankenkassen können darüber hinaus Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung erbringen und den Arbeitsschutz ergänzende Maßnahmen durchführen. Sie sollen auch Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen fördern, welche sich die Prävention oder die Rehabilitation Versicherter im Falle bestimmter Krankheiten zum Ziel gesetzt haben.
In §§ 21 und 22 SGB V geht es um Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Hier geht es unter anderem um die Gruppenprophylaxe, welche z.B. in Kindergärten und Schulen durchzuführen ist. Medizinische Vorsorgeleistungen sind in § 23 SGB V vorgesehen, wobei hier zwischen ambulanten und stationären Maßnahmen zu unterscheiden ist. Vorsorgemaßnahmen für Mütter (und Väter) sind gemäß § 24 SGB V zu gewähren. § 24 a SGB V befasst sich mit der Empfängnisverhütung. Hiernach haben Versicherte Anspruch auf ärztliche Beratung zu Fragen der Empfängnisregelung. Hierzu gehören auch die erforderliche Untersuchung sowie die Verordnung von empfängnisregelnden Arzneimitteln. Versicherte bis zum vollendeten 20. Lebensjahr haben Anspruch auf die Versorgung mit empfängnisverhütenden Mitteln, soweit diese ärztlich verordnet werden.
Gemäß § 24 b SGB V haben Versicherte auch Anspruch auf Leistungen einer Sterilisation, welche wegen einer Krankheit erforderlich ist und bei einem nicht rechtswidrigen Abbruch der Schwangerschaft durch einen Arzt. Sofern der Schwangerschaftsabbruch jedoch rechtswidrig (aber nicht strafbar) im Sinne des § 218 StGB ist, besteht ein solcher Leistungsanspruch, soweit Leistungen über den reinen Abbruch hinaus erforderlich werden.
Solche Versicherte, welche das 35. Lebensjahr vollendet haben, haben jedes zweite Jahr Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung so Früherkennung von Krankheiten, insbesondere zur Früherkennung von Herz – Kreislauf – und Nierenerkrankungen sowie der Zuckerkrankheit (§ 25 SGB V). Auch besteht für Kinder ein Anspruch bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, die eine normale körperliche und geistige Entwicklung des Kindes in besonderem Maße gefährden (§ 26 SGB V). Nach Vollendung des zehnten Lebensjahres besteht Anspruch auf eine weitere Untersuchung. Mit Beginn des 20. Lebensjahres besteht für Frauen ein Anspruch auf eine Untersuchung im Jahr zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebskrankheiten besteht für Männer hingegen ein Anspruch von Beginn des 45. Lebensjahres an.
Die Leistungen zur Krankenbehandlung bestimmen sich nach den §§ 27-52 SGB V. Ein solcher Anspruch auf Krankenbehandlung besteht, wenn diese notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, so heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheit Beschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst
ärztliche Behandlung einschließlich Psychotherapie als ärztliche und psychotherapeutische Behandlung
Versorgung mit Arznei –, Verband –, Heil – und Hilfsmitteln (so genannte Bagatellarzneimittel sind beispielsweise von der Versorgung ausgenommen)
Krankenhausbehandlung (es ist eine Zuzahlung von zehn Euro pro Kalendertag für max. 28 Tage im Kalenderjahr zu zahlen, ausgenommen Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und bei teilstationärer Behandlung)
Die vom Versicherten zu leistende Eigenbeteiligung bei Arznei –, Verband –, Heil – und Hilfsmitteln bis zu stationären Vorsorge – oder Rehabilitationsmaßnahmen und auch bei Fahrtkosten sowie bei häuslicher Krankenpflege, Haushaltshilfe und Sozialtherapie ist nur bis zur Belastungsgrenze zu entrichten. Diese Belastungsgrenze beläuft sich auf 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Im Falle von chronisch Kranken ist diese Belastungsgrenze auf ein Prozent reduziert. Diese erhöht sich jedoch auf 2 %, wenn nicht bestimmte Früherkennungsmaßnahmen in Anspruch genommen worden sind. Besondere Härtefallregelungen gibt es im Zusammenhang mit der Leistung „Zahnersatz“.

References: § 20
 § 23
 § 24
 § 24
 § 24
 § 218