Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j515.htm
Timestamp: 2018-06-24 12:40:06+00:00

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515. Die Erzählung von Sambhava (Sambhava-Jataka)
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Vollendung des Wissens.
§D. Die Begebenheit aus der Gegenwart wird im Maha-Ummagga-Jataka [Jataka 546] erzählt werden.
§B. Ehemals aber regierte im Königreiche Kuru in der Stadt Indapatta Dhananjaya-Korabya [2]. Ihm war ein Brahmane namens Sucirata sein Hauspriester und sein Unterweiser in weltlichen und geistlichen Dingen. Der König übte gute Werke wie Almosen Geben u. dgl. und regierte in Gerechtigkeit sein Reich. Eines Tages hatte er sich eine Frage zurechtgelegt nach der Aufopferung für die Gerechtigkeit. Er ließ den Brahmanen Sucirata auf einem Sitze Platz nehmen, erwies ihm Ehrung und sprach, indem er ihm die Frage vorlegte, folgende vier Strophen:
§2. gerecht, nicht ungerechterweise;
§5. „Nicht ohne den Vidhura, König,
§7. „So war also Bharadvaja
§8. „Vom ruhmreichen König Korabya
‘Frage, was nützlich und gerecht’,
so sprach zu mir Yudhitthila [4];
Wie sollte also dieses gehen [5]?
§10. „Bhadrakara, so heißt mein Sohn,
§12. „Vom ruhmreichen König Koravya
§13. „Die Tragstange voll Fleisch ablegend
stürz ich mich auf die Eidechse [6];
§14. Doch hab ich einen jüngren Bruder,
§15. Es ging also Bharadvaja
§16. „Vom ruhmreichen König Koravya
§17. „Immer hat mich der Tod im Rachen
§18. Doch hab ich einen jüngren Bruder,
§19. „Dies ist wohl noch nicht da gewesen;
§20. Ihr könnt mir nicht die Frage lösen,
§21. „Veracht ihn nicht als einen Knaben
§22. Gleichwie der Mond, wenn fleckenlos
§24. Gleichwie der Monat Rammaka [8],
§26. Gleichwie der Gandhamadana,
§27. so ist auch Sambhava der Knabe
§28. Gleichwie das Feuer, o Brahmane,
§29. wie wenn buttergenährt das Feuer
§31. Ein edles Ross an seiner Schnelle
§33. Es ging also Bharadvaja
‘was glücklich und gerecht ist, frage’,
§35. „In Wahrheit will ich dir 's verkünden,
§36. „‘Heut oder morgen’ rate [9], wenn
§39. Und welcher Edle wohl versteht,
§40. Seinen Verwandten ist er lieb,
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung mit den Worten: „Nicht nur jetzt, sondern auch früher schon besaß der Vollendete große Einsicht“, beschlossen hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals war der König Dhananjaya Ananda, Sucirata war Anuruddha, Vidhura war Kassapa, Bhadrakara war Mogallana, der junge Brahmane Sanjaya war Sāriputta, der weise Sambhava aber war ich.“
[3] Vgl. Jataka 478 Anm. 5 [Ein kleines Goldgewicht; vielleicht so viel wie eine Unze].
[6] D. h. ich strebe augenblicklich nach Wertlosem und gebe dafür Wertvolles auf; ein Beweis, dass mein Geist nicht klar ist.
[7] D. h. ich befinde mich im Rachen des Todes.
[8] Auf Deutsch: „der Erfreuende“; ein anderer Name für den Monat Citta, den zweiten Frühlingsmonat.
[9] Bei der Erklärung, die darin gipfelt, dass man nicht das Gute auf morgen verschieben, das Böse aber an demselben Tage noch tun solle, fügt der Kommentator zwei Verse hinzu:
„Noch heute sei das Werk getan;
(aus dem auch im Jataka 509 zitierten Bhaddekaratta-Sutta) und
„Der Fleiß'ge kommt zum Pfad des Lebens,
der Träge auf den Weg des Todes.“

References: §2

§5

§7

§8

§10

§12

§13

§14

§15

§16

§17

§18

§19

§20

§21

§22

§24

§26

§27

§28

§29

§31

§33

§35

§36

§39

§40