Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F05-02-2015-6B_662-2014
Timestamp: 2016-10-28 16:20:43+00:00

Document:
6B_662/2014 (05.02.2015)
6B_662/2014 � � Urteil vom 5. Februar 2015
Willk�r (Abweisung von Entlastungsbeweisen),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 28. M�rz 2014.
�Vorgeworfen wird X.________ von der Staatsanwaltschaft II des Kantons Z�rich im Anklagepunkt A mehrfacher gewerbsm�ssiger Betrug, eventuell mehrfache gewerbsm�ssige Hehlerei im Zusammenhang mit der A.________ AG, im Anklagepunkt B Urkundenf�lschung, im Anklagepunkt C gewerbsm�ssiger Betrug und teilweiser Versuch dazu z.N. diverser Gesch�digter mittels der B.________ GmbH, im Anklagepunkt D mehrfacher Betrug z.N. der C.________ GmbH mittels der B.________ GmbH sowie im Anklagepunkt E ungetreue Gesch�ftsbesorgung z.N. der B.________ GmbH.
�Das Bezirksgericht Z�rich bestrafte X.________ am 12. September 2012 wegen mehrfachen gewerbsm�ssigen Betrugs und ungetreuer Gesch�ftsbesorgung mit 5 Jahren Freiheitsstrafe (teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl aus dem Jahre 2005) und widerrief eine mit Strafbefehl aus dem Jahre 2007 bedingt ausgef�llte Geldstrafe. Vom Vorwurf der Urkundenf�lschung [Anklagepunkt B] sprach es ihn frei.
�Das Obergericht des Kantons Z�rich verurteilte X.________ auf seine Berufung hin am 28. M�rz 2014 wegen mehrfachen gewerbsm�ssigen Betrugs in den Anklagepunkten A, C (mit Ausnahme C/2 letzte alinea) und D im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB zu 3 Jahren und 11 Monaten und 10 Tagen Freiheitsstrafe (teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl aus dem Jahre 2005). Von den Vorw�rfen des versuchten Betrugs im Anklagepunkt C/2 (letzte alinea) und der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung im Anklagepunkt E sprach es ihn frei. Den bedingten Vollzug der mit Strafbefehlen aus den Jahren 2007 bzw. 2005 ausgef�llten Geld- bzw. Gef�ngnisstrafe widerrief es nicht. Es verpflichtet ihn unter solidarischer Haftbarkeit mit seinen Mitt�tern zu einer Ersatzzahlung an den Staat und zu Schadenersatzzahlungen an zahlreiche Gesch�digte.
�X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen und beantragt, das obergerichtliche Urteil aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin [der Staatsanwaltschaft].
�In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde muss auf das Urteil eingehen und im Einzelnen aufzeigen, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Die Begr�ndung hat in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen. Eine blosse Verweisung auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten gen�gt nicht (BGE 140 III 115 E. 2; 134 I 303 E. 1.3; 133 II 396 E. 3.2). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt; neue Begehren sind unzul�ssig (Art. 99 BGG).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt sein Recht auf Vernehmung von Entlastungszeugen als verletzt (Art. 139 StPO, Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 und 3 lit. d EMRK, Art. 14 Ziff. 1 IPBPR).
�Er macht geltend, seine Verurteilung beruhe auf unwahren Aussagen von Belastungszeugen. Die Entlastungszeugen (Urteil S. 10) seien in willk�rlicher antizipierter Beweisw�rdigung nicht befragt worden. Die Befragung h�tte gezeigt, dass er von E.________, F.________ und G.________ im Anklagepunkt A falsch angeschuldigt wurde und unwahre Urkunden produziert wurden. Ferner k�nnten die Entlastungszeugen in den Anklagepunkten C und D Beweis erbringen, dass I.________ (bzw. dessen D.________ GmbH) �ber die B.________ GmbH bestellte Waren bezog und verkaufte sowie im genauen Wissen um die finanzielle Situation die B.________ GmbH �bernahm, aber die Forderungen nicht beglich (Beschwerde S. 3, 18 f.).
2.2.�Hinsichtlich der geltend gemachten Rechtsverletzungen gilt die folgende Rechtslage:
2.2.1.�Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantiert zun�chst als einen besonderen Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) den Anspruch des Beschuldigten, den Belastungszeugen Fragen zu stellen. Eine belastende Zeugenaussage ist grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen. Dieser Anspruch wird als Konkretisierung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) auch durch Art. 32 Abs. 2 BV gew�hrleistet (BGE 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1). Der Beschuldigte muss namentlich in der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer Aussage zu pr�fen und ihren Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und in Frage zu stellen (BGE 133 I 33 E. 2.2).
�Der Beschwerdef�hrer macht unter diesen Gesichtspunkten keine Rechtsverletzung geltend.
2.2.2.�Der Anspruch, Entlastungszeugen zu laden und zu befragen, ist relativer Natur. Das Gericht hat insoweit nur solche Beweisbegehren, Zeugenladungen und Fragen zu ber�cksichtigen und zuzulassen, die nach seiner W�rdigung rechts- und entscheiderheblich sind (BGE 129 I 151 E. 3.1 S. 154).
�Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet die Strafbeh�rden, den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln und die belastenden und entlastenden Umst�nde mit gleicher Sorgfalt zu untersuchen (Art. 6 Abs. 1 und 2 StPO). �ber Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbeh�rde bekannt oder bereits rechtsgen�gend erwiesen sind, wird nicht Beweis gef�hrt (Art. 139 Abs. 2 StPO; Urteil 6B_859/2013 vom 2. Oktober 2014 E. 2.1). Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst auch die Pflicht der Beh�rde, die Argumente und Verfahrensantr�ge der Parteien entgegenzunehmen und zu pr�fen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen (BGE 138 V 125 E. 2.1; Urteil 6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 5.3). Das hindert das Gericht nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn es in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und es �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine �berzeugung werde dadurch nicht mehr ge�ndert (BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil 6B_441/2013 vom 4. November 2013 E. 6.1). Diese Rechtsprechung gilt ebenso hinsichtlich Beweisantr�gen auf Ladung von Entlastungszeugen unter dem Gesichtspunkt von Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK (Urteil 6B_655/2012 vom 15. Februar 2013 E. 2.2). Art. 14 Ziff. 1 IPBPR kommt keine weitergehende Bedeutung zu.
2.3.�Der Beschwerdef�hrer bringt zu seinen Beweisantr�gen im Rahmen des Anklagepunkts A vor, dass F.________ und G.________ ihn in mehreren Einvernahmen im Jahre 2006 bez�glich der A.________ AG-Betr�gereien nicht belasteten, sondern aussagten, E.________ sei der "Kopf" der A.________ AG gewesen und habe 90% des Erl�ses kassiert. Es k�nne nicht von der Hand gewiesen werden, dass sich die Cousins E.________ und G.________ abgesprochen und zusammen mit F.________, wohl gegen Bezahlung, beschlossen h�tten, ihn anzuschuldigen. Die Vorinstanz st�tze sich auf widerspr�chliche und unglaubw�rdige Aussagen dreier Personen, welche als "Berufskriminelle" bezeichnet werden m�ssten, sowie auf eine omin�se und nach Aussagen von G.________ gef�lschte CD (Beschwerde Ziff. 64 - 69).
�Die Vorinstanz stellt zur Ausgangslage im Anklagepunkt A fest, dass E.________, F.________ und G.________, die Mitt�ter des Beschwerdef�hrers nach der Anklageschrift, ihre Tatbeitr�ge eingestanden hatten und bereits im Jahre 2009 bzw. 2010 rechtskr�ftig verurteilt wurden. Die eingestandenen Tatbeitr�ge sowie die Schilderung der n�heren Umst�nde deckten sich, von geringf�gigen Differenzen abgesehen, mit der Darstellung in der Anklageschrift. Nebst dem Eingest�ndnis ihrer Tatbeitr�ge bezichtigten sie den Beschwerdef�hrer der Mitt�terschaft. Dieser machte geltend, er habe damit nichts zu tun. Zwar habe er als Gesch�ftsf�hrer der B.________ GmbH bei der A.________ AG Waren bezogen (Getr�nke und Laptops), aber daf�r bezahlt (Urteil S. 10). Die Beschuldigungen wiesen die Besonderheit auf, dass F.________ und G.________ zu Beginn der Untersuchung E.________ der Mitt�terschaft beschuldigten. Nachdem dieser am 9. Januar 2008 verhaftet wurde und nach anf�nglicher Aussageverweigerung als Erster auf die massgebende Mitwirkung des Beschwerdef�hrers hinwies (ab der Einvernahme vom 6. M�rz 2008), bezichtigten auch F.________ und G.________ in erneuten Einvernahmen sowie in der Konfrontationseinvernahme aller vier Personen den Beschwerdef�hrer der Mitt�terschaft (Urteil S. 11).
�Der Beschwerdef�hrer begr�ndet seine Antr�ge auf Entlastungsbeweise im Anklagepunkt A wie folgt:
2.3.1.�Entlastungszeuge G.________: Der Beschwerdef�hrer macht unter Hinweis auf eine "eidesstattliche Erkl�rung" des Zeugen in der T�rkei vom 18. Juni 2012 geltend, dass die ihn belastenden Aussagen von E.________, F.________ und G.________ im Strafverfahren unwahr sind. Sie seien durch Druckaus�bung aufgrund verwandtschaftlicher Verh�ltnisse erfolgt. Er habe mit den A.________ AG-Betr�gereien nichts zu tun. E.________ und dessen Schwester h�tten Druck auf G.________ ausge�bt und ihm f�r die falsche Anschuldigung Fr. 100'000.-- in Aussicht gestellt, wobei Fr. 30'000.-- bezahlt wurden. Am 2. Juli 2013 habe der Rechtsvertreter von G.________ darum ersucht, diesen vor Gericht vorzuladen. Es m�sse ber�cksichtigt werden, dass er (der Beschwerdef�hrer) im Jahre 2006 nicht belastet worden sei. F.________ und G.________ seien finanzielle Vorteile in Aussicht gestellt worden. Heute m�sse auch davon ausgegangen werden, dass die Aussagen von G.________ bez�glich der CD nicht zutr�fen (Beschwerde Ziff. 16 - 43).
�Die Vorinstanz pr�ft insbesondere, ob E.________, F.________ und G.________ unter m�glichen Einfl�ssen Dritter (inklusive von Mitt�tern) ihre spezifischen Aussagen machen konnten, ohne dass sie auf einem realen Erlebnishintergrund basierten, sowie weiter, warum F.________ und G.________ den Beschwerdef�hrer bis zur Verhaftung von E.________ nicht belasteten (Urteil S. 12). Auf die Konfrontation mit dem Vorwurf, er sei von den gest�ndigen F.________ und G.________ massiv belastet worden, antwortete E.________, jeder habe die Schuld auf ihn geschoben, weil sie dachten, er sei in der T�rkei. Er erkl�rte weiter, hinter den Betr�gereien st�nden zum Teil Leute, vor denen man Angst haben m�sse. Nachdem E.________ einen italienischen Mitt�ter genannt hatte, r�umten auch die beiden anderen dessen Beteiligung ein. Sie hatten anf�nglich keine Mitt�ter genannt, deren Beteiligung nicht geradezu auf der Hand lag (Urteil S. 14). Die Beschuldigung des Beschwerdef�hrers durch E.________ war detailliert und teilweise sogar entlastend. Da sich dieser in Untersuchungshaft befand, war es ihm nicht m�glich gewesen, sich mit F.________ bzw. G.________ im Hinblick auf eine zuk�nftige Belastung des Beschwerdef�hrers abzusprechen. Weil E.________ zuf�llig verhaftet wurde und sich mehrheitlich im Ausland aufhielt, ist es wenig wahrscheinlich, dass er sich abgesprochen hatte. Er nannte als Grund f�r das anf�ngliche Schweigen der beiden Angst und Erhalt von Geld seitens des Beschwerdef�hrers (Urteil S. 17). F.________ bzw. G.________ befanden sich w�hrend den Einvernahmen von E.________ in Freiheit. Sie konnten deshalb von diesem nicht erfahren, was er ausgesagt hatte, und konnten sich nicht mit ihm absprechen (Urteil S. 18). Seine anf�ngliche Nichtbelastung des Beschwerdef�hrers begr�ndete G.________ mit Angst (Urteil S. 20).
�Die Vorinstanz f�hrt bei der Beurteilung des Beweisantrags aus, angesichts der breit abgest�tzten und erdr�ckenden Beweislage best�nden keine Zweifel. Die Hypothese einer Falschanschuldigung bzw. einer diesbez�glichen Absprache sei nach eingehender Pr�fung deutlich zu verwerfen. Eine weitere Befragung von G.________ er�brige sich (Urteil S. 40).
2.3.2.�Entlastungszeuge H.________: Dieser lege in einem Schreiben dar, er habe den Beschwerdef�hrer "3x und zwar jedesmal als er eine Zahlung bar get�tigt hat" in "B�ros von der Firma A.________ AG" getroffen. Das widerlege die Anklageschrift und st�tze die schl�ssigen Aussagen des Beschwerdef�hrers, dass er bzw. die B.________ GmbH bei der A.________ AG zwar Waren gekauft, diese aber stets sogleich bezahlt habe (Beschwerde Ziff. 44 - 48).
�Nach der Vorinstanz kann den Aussagen kein Beweiswert zu kommen. Die vorgebrachte Verschw�rungs- bzw. Rachetheorie verm�ge nicht zu �berzeugen (Urteil S. 41).
2.3.3.�Entlastungszeuge J.________: Dieser k�nne aufzeigen, dass E.________ f�r die Verteilung der bei der A.________ AG bestellten Waren zust�ndig war und diese an verschiedene Abnehmer h�tte liefern sollen. Das widerlege die vorinstanzlichen Annahmen, dass der Beschwerdef�hrer der Abnehmer war und die CD mit der Wirklichkeit �bereinstimme (Beschwerde Ziff. 49 - 53).
�Nach der Vorinstanz k�nnen Aussagen dieses Chauffeurs nicht belegen, dass der Beschwerdef�hrer kein Abnehmer war (Urteil S. 41).
2.3.4.�Entlastungszeugen K.________ und L.________: Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe konstant ausgesagt, dass er u.a. darum falsch angeschuldigt wurde, weil er das Gesch�ft mit den Betr�gereien kaputt gemacht habe. E.________ habe im Namen der A.________ AG K.________ im Dezember 2005 eine grosse Menge Soft-Drinks verkaufen wollen. Er (der Beschwerdef�hrer) habe diesem noch im Dezember 2005 mitgeteilt, dass die A.________ AG nicht korrekt arbeite, worauf die Bestellung storniert wurde. L.________ h�tten im Januar 2006 zwei Personen, eine davon E.________, f�r sein Restaurant Getr�nkelieferungen angeboten. Aufgrund der Warnung des Beschwerdef�hrers habe jener keine Bestellung aufgegeben. Er habe im Dezember 2005 zahlreiche Abnehmer gewarnt. Es k�nne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Zeugen auch an fr�here Perioden erinnerten (Beschwerde Ziff. 54 - 58).
�Nach der Vorinstanz kommt den Aussagen kein Beweiswert zu. Selbst wenn Warnhinweise erfolgt sein sollten, verm�chten sie am Beweisergebnis nichts zu �ndern (Urteil S. 41 und 42).
2.3.5.�CD: Der Beschwerdef�hrer r�gt, die CD werde als wichtiges Beweismittel betrachtet, sei aber wissenschaftlich nicht ausgewertet worden. Aus Verteidigersicht habe E.________ sie erst im Nachhinein produziert. Dieser h�tte durchaus Zugriff auf relevante Informationen haben k�nnen. G.________ k�nne darlegen, wie und wann die CD hergestellt und in das Verfahren eingebracht wurde. Es best�nden Anhaltspunkte, dass die CD gef�lscht sei (Beschwerde Ziff. 59 - 83).
�Die Vorinstanz stellt fest, E.________ habe nach seiner ersten Einvernahme �ber seinen Anwalt die CD zu den Akten eingereicht. Er habe die Tabellen w�hrend der strafbaren T�tigkeit erstellt. Sie seien damals f�r jeden von der A.________ AG einsehbar gewesen. Sie enthielten die Warenbez�ge des Beschwerdef�hrers sowie die von den T�tern investierten Betr�ge. G.________ und F.________ bezeichneten zwei sie betreffende Eintr�ge als zutreffend. Der Beschwerdef�hrer habe keine Erkl�rung daf�r, weshalb die auf der CD gespeicherten Betr�ge mit Belegen von Lieferanten verifiziert werden konnten, ausser der Angabe von G.________, dass es sich um eine F�lschung handle. Dieser hatte aber auch erkl�rt, dass er die Tabellen schon w�hrend seiner Zeit bei der A.________ AG gesehen hatte (Urteil S. 35). Die CD enth�lt nicht lediglich zwei isolierte Excel-Tabellen, sondern eine Vielzahl weiterer Dokumente aus der fraglichen Zeit. Der Abgleich zwischen den Gesch�digten-Akten und der CD f�hrte zu einer derartigen �bereinstimmung, dass alles darauf hindeutet, dass die CD authentisch ist (Urteil S. 36 f.).
2.4.�Der Beschwerdef�hrer h�lt zu seinen Beweisantr�gen bez�glich der Anklagepunkte C und D fest, es werde ihm vorgeworfen, von Mai bis Juni 2008 Waren gekauft und mit Rendite verkauft zu haben ohne die Absicht, die Lieferanten zu bezahlen. Aktenkundig sei, dass die genannten Bestellungen der durch I.________ beherrschten und gef�hrten D.________ GmbH von der B.________ GmbH bezogen, aber nicht bezahlt wurden. Die B.________ GmbH sei Mitte Juli 2008 an die D.________ GmbH verkauft worden. Nach der �bereinkunft zwischen ihm und I.________ sollte der Kaufpreis durch �bernahme aller Schulden der B.________ GmbH getilgt werden. I.________ bzw. seine D.________ GmbH h�tten die Waren verkauft und den Erl�s f�r sich behalten (Beschwerde Ziff. 70 - 72). Die Entlastungszeugen k�nnten daf�r Beweis erbringen (Beschwerde Ziff. 98 - 105).
�Die Vorinstanz kommt betreffend den Anklagepunkt C zum Ergebnis, die Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers mit einem sehr selektiven Erinnerungsverm�gen seien unglaubhaft. Dagegen erwiesen sich die Aussagen von I.________ in den wesentlichen Punkten als authentisch und plausibel. Der Beschwerdef�hrer habe mit seinen Machenschaften das w�hrend Jahren aufgebaute Vertrauen der bislang unauff�lligen B.________ GmbH und den Umstand ausgen�tzt, dass sein Wirken im Rahmen der u.a. in Basel durchgef�hrten Fussballeuropameisterschaft (EURO 2008) und der damit einhergehenden Getr�nkenachfrage kaum auffallen w�rde. Durch den Konkurs der B.________ GmbH sei den Gl�ubigern Schaden entstanden (Urteil S. 55 f.).
�Die Vorinstanz f�hrt zum Anklagepunkt D aus, der Beschwerdef�hrer habe im Juli 2008 bei den durch die C.________ GmbH betriebenen Abholgrosshandlungen mit einer Kundenkarte eingekauft, die auf die B.________ GmbH lautete. Bereits im Zeitpunkt des ersten der drei Eink�ufe habe die B.________ GmbH rund eine halbe Million Schulden aufgewiesen. Vor dem Einkauf sei die Lastschrifterm�chtigung zur�ckgezogen worden (Urteil S. 60 und 63).
�Der Beschwerdef�hrer begr�ndet seine Beweisantr�ge in den Anklagepunkten C und D folgendermassen:
2.4.1.�Entlastungszeuge M.________: Dieser Zeuge k�nne Aussagen �ber die Gesch�ftsbeziehungen zwischen der B.________ GmbH und I.________ machen sowie dar�ber, dass dieser die B.________ GmbH im genauen Wissen �ber die Kreditoren und Debitoren kaufen wollte. Die Vorinstanz bezeichne den Zeugen als Strohmann. Daf�r gebe es keine Anhaltspunkte (Beschwerde Ziff. 73 - 79).
�Die Vorinstanz h�lt fest, aufgrund der Beweisw�rdigung sei nicht anzunehmen, dass der Zeuge �ber die finanzielle Situation der B.________ GmbH Bescheid wusste. Das w�re f�r die W�rdigung als Betrug ohnehin nicht massgebend (Urteil S. 58).
2.4.2.�Entlastungszeuge N.________: Dieser k�nne entgegen der Vorinstanz �ber beweisrelevante Feststellungen berichten, n�mlich dass I.________ im Sommer 2008 �ber sehr hohe Finanzbetr�ge verf�gte. Aus der Befragung werde hervorgehen, dass I.________ mit der D.________ GmbH sehr viele Waren bezogen, verkauft und damit sehr viel Geld verdient habe. Nicht der Beschwerdef�hrer habe die in der Anklageschrift erw�hnten Waren bezogen, verkauft und den Erl�s f�r sich behalten (Beschwerde Ziff. 80 - 83).
2.4.3.�Entlastungszeuge O.________: Dieser wisse, dass I.________ die B.________ GmbH wegen des grossen Kundenpotentials �bernahm. Und er wisse vom Beschwerdef�hrer, dass I.________ die Rechnungen nicht bezahlte, aber die B.________ GmbH und damit auch die Schulden �bernahm. Dieser habe die in der Anklageschrift erw�hnten Waren bezogen, verkauft und das Geld f�r sich behalten (Beschwerde Ziff. 84 - 87).
2.4.4.�Entlastungszeuge P.________: I.________ habe diesem, der selber ein Restaurant f�hrte, gestohlene Waren angeboten. Es sei davon auszugehen, dass sie von der B.________ GmbH stammten. Auch diesem Zeugen sei aufgefallen, dass I.________ zur fraglichen Zeit erheblich Geld verdiente (Beschwerde Ziff. 88 - 90).
2.4.5.�Entlastungszeugen Q.________ und R.________: Q.________, ein Cousin von I.________, habe zugegeben, zusammen mit S.________ Ende September/Anfangs Oktober 2008 aus dem Lager des Beschwerdef�hrers im Auftrag von I.________ Waren gestohlen zu haben. Q.________ habe f�r I.________ Waren ausgeliefert. Die Abnehmer h�tten diesen bar bezahlt. Auch ihm sei aufgefallen, dass I.________ �ber sehr viel Geld verf�gte. Dieser habe dem mit ihm aufgewachsenen R.________ mitgeteilt, dass sein Getr�nkehandel w�hrend der EURO 2008 sehr gut laufe und er zus�tzlich eine Getr�nkefirma kaufe. R.________ sei bekannt, dass I.________ wenige Monate nach der EURO 2008 in die T�rkei reiste, um das Geld dort in weitere Gesch�fte zu investieren. Das best�tige die Aussagen des Beschwerdef�hrers, dass die Warenbestellungen im Auftrag von I.________ erfolgten, dieser die Getr�nke verkaufte und sich mit dem Erl�s in die T�rkei absetzte (Beschwerde Ziff. 91 - 97).
2.4.6.�Nach der Vorinstanz betreffen die in E. 2.4.1 - 2.4.5 erw�hnten Beweisantr�ge nicht rechtserhebliche Tatsachen, insbesondere auch die Fragestellungen nicht, ob I.________ �ber viel Geld verf�gte oder bestimmte Personen ihn als Inhaber eines florierenden Betriebs wahrnahmen oder ob er viele Waren bezogen und verkauft hatte. Der Beschwerdef�hrer setze sich mit den zutreffenden Ausf�hrungen der Erstinstanz nicht auseinander. In der Sache sei auch der angebliche Diebstahl im Warenlager unerheblich (Urteil S. 58 und 59).
2.5.�Eine Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung ist nur willk�rlich (Art. 9 BV), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 140 III 264 E. 2.3).
2.5.1.�Die bundesgerichtliche W�rdigung der Beschwerdevorbringen unter diesen Gesichtspunkten (oben E. 2.2.2 und E. 2.5) f�hrt zum Ergebnis, dass die Vorinstanz willk�rfrei zur �berzeugung gelangen konnte, der rechtserhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und in antizipierter W�rdigung die zus�tzlich beantragten Entlastungsbeweise ablehnen durfte, ohne in Willk�r zu verfallen.
2.5.2.�Dabei kann zum Antrag auf Einvernahme von G.________ als Entlastungszeuge angemerkt werden: G.________ will nach den Vorbringen des Beschwerdef�hrers erkl�ren, dass die ihn belastenden Aussagen der beiden als Mitt�ter Verurteilten unwahr sind und E.________ (sowie dessen Schwester) auf G.________ Druck ausge�bt und ihn f�r die unwahre Beschuldigung bezahlt hatten (oben E. 2.3.1). Die Vorinstanz pr�ft in ihrem methodischen Vorgehen diese M�glichkeiten systematisch. Aufgrund ihrer Analyse des Aussageverhaltens und der Aussageentwicklung konnte sie eine Falschanschuldigung und eine diesbez�gliche Absprache willk�rfrei verwerfen (Urteil S. 40). G.________ begr�ndete die anf�ngliche Nichtbelastung des Beschwerdef�hrers mit seiner Angst und best�tigte Aussagen von E.________, ohne von diesen zu wissen. Vor Bundesgericht wird die angebliche Falschbelastung mit Druckaus�bung und Bezahlung begr�ndet. G.________ h�tte demnach im Untersuchungsverfahren zun�chst aus Angst geschwiegen, dann aufgrund der Bezahlung durch E.________ falsch ausgesagt und will jetzt nach den Vorbringen des Beschwerdef�hrers die Belastung widerrufen. Weshalb E.________, der nach anf�nglicher Aussageverweigerung als Erster den Beschwerdef�hrer der Mitt�terschaft bezichtigte, G.________ f�r eine Falschaussage bezahlt haben sollte, erscheint in keiner Weise plausibel.
�Die Vorinstanz weist in ihrer systematischen Analyse des Aussageverhaltens aller vier in der Folge als Mitt�ter Verurteilten die Geltendmachung einer unwahren Beschuldigung zur�ck, wobei sie die Aussagen des Beschwerdef�hrers als insgesamt unglaubhaft w�rdigt (Urteil S. 37). G.________ best�tigte die Aussagen von E.________ nicht pauschal oder einsilbig, sondern unter Hinzuf�gung von eigenen detailreichen und anschaulichen Erg�nzungen, die auf einen erlebnisbasierten Hintergrund hinwiesen (Urteil S. 21). Das belegt ihren Realit�tsgehalt. Auch deshalb erscheint seine heutige gegenteilige Behauptung nicht nachvollziehbar. Sie k�nnte seine eigene, sich im Rahmen der Beweisw�rdigung insoweit als zutreffend erwiesene Einlassung, die Aussagen der anderen Beteiligten sowie die Sachbeweise und damit das Beweisergebnis nicht ernsthaft in Frage stellen. Der vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Entlastungsbeweis erweist sich um so weniger als tauglich, als der Beschwerdef�hrer zur Begr�ndung ausdr�cklich auf die Unter-Druck-Setzung dieses Entlastungszeugen und Mitt�ters durch das Umfeld sowie auf dessen K�uflichkeit hinweist. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern seine heutige Behauptung einer bezahlten Falschbelastung seine damaligen detaillierten erlebnisbasierten Aussagen und den massgebenden Sachverhalt zu ersch�ttern verm�chte.
�Die Beschwerde ist abzuweisen. Dem Beschwerdef�hrer sind die Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 146
 Art. 29
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 14
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 14