Source: https://www.bussgeldkatalog.net/strassenverkehrszulassungsordnung/55-stvzo/
Timestamp: 2019-02-24 00:58:49+00:00

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Bußgeldkatalog § 55 StVZO: Einrichtungen für Schallzeichen
55 StVZO
In der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) finden sich zahlreiche Vorschriften zur Beschaffenheit von Kraftfahrzeugen, die sich im öffentlichen Straßenverkehr bewegen. Paragraph 55 StVZO beschäftigt sich dabei ausschließlich mit den Einrichtungen für Schallzeichen. Hierzu zählen Hupen und Hörner. Welche Strafe droht, wenn die Kraftfahrzeuge nicht mit entsprechenden Einrichtungen – oder defekten – ausgerüstet sind? Und wann ist das Hupen eigentlich erlaubt?
Bußgeldtabelle zu § 55 StVZO
355000 Sie führten das Fahrzeug, obwohl dessen Schallzeicheneinrichtung unzulässig/mangelhaft war. 15
“Kraftfahrzeuge müssen mindestens eine Einrichtung für Schallzeichen haben, deren Klang gefährdete Verkehrsteilnehmer auf das Herannahen eines Kraftfahrzeugs aufmerksam macht, ohne sie zu erschrecken und andere mehr als unvermeidbar zu belästigen.” (§ 55 Absatz 1 StVZO)
In § 55 StVZO finden sich Vorschriften zur Beschaffenheit der Einrichtung für Schallzeichen der Fahrzeuge.
Für den Fall, dass sich mehrere Einrichtungen für Schallzeichen am Fahrzeug befinden, muss laut Vorschrift sichergestellt sein, dass jeweils nur eine der Hupen bzw. Hörner zugleich ertönen. Das bedeutet, jede Vorrichtung muss separat zu bedienen sein.
Die Schallfrequenz der Hupe am Auto oder einer entsprechenden Einrichtung für Schallzeichen muss jedoch eine “mit gleichbleibenden Grundfrequenzen” (§ 55 Absatz 2 StVZO) ertönen. Das bedeutet, dass abgespielte Melodien nicht zulässig sind. Dies könnte die anderen Verkehrsteilnehmer mehr irritieren als warnen.
Anders als bei Auto und Lkw werden die Schallzeichen von Kraftfahrzeugen der Feuerwehr und Polizei mit einem Nebelhorn erzeugt. Abweichend von den Bestimmungen für Hupen dürfen und müssen hier festgelegte Tonreihen erkennbar sein. So können Sie sich von den normalen Schallzeichen der anderen Kraftfahrzeuge abheben und auf die besondere Gefahrenlage hinweisen.
Auch kleinere Zweiräder wie Mofas oder Fahrräder müssen mit entsprechenden Einrichtungen für Schallzeichen (§ 64a StVZO) ausgerüstet sein. Allerdings ist hier eine helltönende Glocke vorgesehen. Andere Einrichtungen sind hier nicht zulässig und können ebenfalls ein Bußgeld nach sich ziehen.
Verstoßen Sie gegen eine Vorschrift zur Einrichtung für Schallzeichen an Kraftfahrzeugen – sind diese defekt, zu leise, zu laut usf. – dann können die Behörden im Falle einer Verkehrskontrolle ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro erheben.
Doch zu welchem Zweck darf die Hupe eigentlich benutzt werden? Die entsprechenden Bestimmungen zum Einsatz der Hupe der Fahrzeuge innerorts und außerorts finden Sie in § 16 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO).
§ 64a StVZO (Die Fahrradklingel als Schallzeichen)
Diddy sagt: 16. November 2017 um 13:50 Uhr
Hupe am Mofa,
eindeutig geklärt sind diese Fragen, welche oft gestellt werden und nach denen auch ich gesucht habe, nicht.
Als ich 1982 meine Prüfbescheinigung zum Führen einer Mofa abgelegt habe, war die Frage eindeutig zu beantworten. An eine Mofa gehört eine helltönende Fahrradglocke, genau diese, nicht mehr und nicht weniger, sowie ein Dauerabblendlicht.
Seit dem Roller-Boom der 90er werden für Deutschland 50er-Roller auf 25 km/h gedrosselt. Seit dem fahren als Mofa zugelassene Roller im öffentlichen Straßenverkehr umher, welche sowohl eine “Hupe” als auch Fernlicht haben. Dass eine Mofa keine Pedale mehr haben und der freie Platz der Sitzbank nicht mehr durch eine Platzhalter-Tasche belegt werden muss, habe ich gefunden.
Aber wie sieht es nun mit dem Fernlicht und der Hupe aus? Sind sie erlaubt? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Darf ich an meiner alten Hercules Prima G3 eine Hupe oder gar Fernlicht nachrüsten?
bussgeldkatalog.net sagt: 17. November 2017 um 11:21 Uhr
nach § 55 (6) StVZO müssen Mofas “mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein. Radlaufglocken und andere Einrichtungen für Schallzeichen sind nicht zulässig”, womit Hupen für Mofas verboten sind.
Des Weiteren heißt es nach § 50 (6a) StVZO für Mofas: “Diese Fahrzeuge müssen mit einem Scheinwerfer für Dauerabblendlicht ausgerüstet sein, dessen Beleuchtungsstärke in einer Entfernung von 25 m vor dem Scheinwerfer auf einer Ebene senkrecht zur Fahrbahn in Höhe der Scheinwerfermitte und darüber nicht mehr als 1 lx beträgt. Der Scheinwerfer muss am Fahrzeug einstellbar und so befestigt sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann.”. Demnach ist davon auszugehen, dass es unzulässig ist ein Fernlicht am Mofa zu montieren.
Diddy sagt: 17. November 2017 um 16:02 Uhr
Hallo, Team von bussgeldkatalog.net
genau so kenne ich es, aber Ihre Bestätigung verwirrt mich nun zusätzlich. Denn Mofas im klassischen Sinne sind ja nun ausgestorben und vom Markt verschwunden.
Heute werden als Mofa gedrosselte 50er Scooter ausgeliefert. Die haben von ihrem Ursprung als 50er alle keine Klingel, dafür aber eine Hupe und sie haben auch Fernlicht. Wie verträgt sich das mit der StVZO?
bussgeldkatalog.net sagt: 20. November 2017 um 14:27 Uhr
wir können Ihnen auch nur auf Grundlage des Gesetzes weiterhelfen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an die zuständige Zulassungsbehörde, wie es sich in Ihrem Fall damit verhalten würde und ob es Ausnahmeregelungen gibt.
Diddy sagt: 28. November 2017 um 20:36 Uhr
Haben Sie da Connections für mich?
Viele Grüße, Diddy
bussgeldkatalog.net sagt: 4. Dezember 2017 um 9:32 Uhr
die ist die Behörde, bei der Sie in Ihrem Landkreis auch Ihre Zulassung erhalten.

References: § 55
 § 55
 § 55
 § 16

§ 64
 § 55
 § 50