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Timestamp: 2020-03-30 08:24:01+00:00

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Rechtsprechung: VII ZR 125/65 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.01.1966
https://dejure.org/1966,125
BGH, 28.02.1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,125)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,125)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,125)
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Verschulden bei Vertragsverhandlungen - Wirksamkeit von Verpflichtungserklärungen - Abgabe abstrakter Schuldversprechen - Missbrauch der Vertretungsmacht eines Prokuristen
BGH, 17.01.1966 - VII ZR 125/65
NJW 1966, 1911
Mangels einer internen Bindung hätte dem Beklagten zu 2 auf Rückfrage (vgl. BGH, Urt. v. 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65, NJW 1966, 1911) von dem Beklagten zu 1 mitgeteilt werden müssen, dass die Vertretungsmacht des Vorstands für den Abschluss des Grundstückskaufvertrages keiner Beschränkung unterliegt.
Zwar wird bei der Abwägung nach § 254 BGB ein vorsätzliches Verhalten des einen gegenüber einem nur fahrlässigen Verhalten des anderen in der Regel so schwer ins Gewicht fallen, daß in den meisten derartigen Fällen der gesamte Schaden von dem vorsätzlich Handelnden zu tragen sein wird; doch kann es im Einzelfall auch anders liegen (vgl. BGH Urteil vom 1. April 1969 VI ZR 229/67 = WM 1969, 660; Urteil des Senats vom 28. Februar 1966 VII ZR 125/65 = WM 1966, 491,495, in NJW 1966, 1911 insoweit nicht abgedruckt).
Dann fehlt zugleich ein hinreichender Anhaltspunkt für die Annahme, daß der Beklagte von seiner Verwaltungsbefugnis bewußt zum Nachteil der Masse Gebrauch gemacht hat und die Firma UTG dies hätte erkennen müssen (zu dieser Möglichkeit vgl. BGH, Urt. v. 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65, NJW 1966, 1911 [BGH 28.02.1966 - VII ZR 125/65];… Urt. v. 10. Dezember 1980 - VIII ZR 186/79, WM 1981, 66, 67 unter 5 a;… Urt. v. 8. März 1989 - IVa ZR 353/87, WM 1989, 1068, 1069 f.).
Berufung des Dritten auf die Unbeschränkbarkeit des Umfangs der Prokura; …
Die gefestigte Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs zum Missbrauch der Vertretungsmacht hat der VII. Zivilsenat in seinem Urteil vom 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 (WM 1966, 491 ) dahin zusammengefaßt: Der Vertretene ist gegen einen erkennbaren Missbrauch der Vertretungsmacht im Verhältnis zum Vertragsgegner dann geschützt, wenn der Vertreter von seiner Vertretungsmacht in ersichtlich verdächtiger Weise Gebrauch gemacht hat, so dass beim Vertragsgegner begründete Zweifel entstehen mussten, ob nicht ein Treueverstoß des Vertreters gegenüber dem Vertretenen vorliege.
Solche Erklärungen sind schon der Form nach völlig bankwidrig und höchst verdächtig (vgl. Urteil den VII. Zivilsenats vom 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 - S. 14).
Doch wird er auch angewendet, wenn der gesetzliche Vertreter einer juristischen oder quasijuristischen Person vorsätzlich gehandelt hat und letztere für ihn gemäß § 31 BGB eintreten muß (vgl. dazu BGH, Urt. v. 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 - BB 1966, 600;… Staudinger/Medicus, BGB, 12. Aufl., § 254 Rdn. 101), nicht jedoch, wenn sie nur gemäß § 278 oder § 831 BGB für das vorsätzliche Handeln eines Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen einzustehen hat (RGZ 157, 228, 233; BGH, Urteile vom 18. Oktober 1965 - VII ZR 203/63 - WM 1966, 64, 65 und vom 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 - aaO).
In seinem Urteil vom 28. Februar 1966 (VII ZR 125/65 - aaO) hat es der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes darüber hinaus auch abgelehnt, den Vorsatz eines "besonderen Vertreters" im Sinne des § 30 BGB insoweit dem Vorsatz der nach § 31 BGB für ihn haftenden Körperschaft gleichzusetzen.
OLG Hamm, 22.10.2010 - 19 U 85/10
Vertretungsmacht des Stationsleiters einer Tankstelle; Haftung wegen …
Verdachtsmomente dahin, es könne ein außergewöhnlicher Schadenfall vorliegen, dessen konkrete Abwicklung nicht von dem Willen des Geschäftsherrn umfasst ist (vgl. BGH WM 1966, 491, 493), haben sich für den Zeugen F nicht ergeben.
Indes besteht kein Rechtsgrundsatz des Inhalts, daß einem vorsätzlichen Schädiger ganz allgemein die Berufung auf ein fahrlässiges mitwirkendes Verschulden des Geschädigten verwehrt ist; der Grundsatz, daß bei § 254 Abs. 1 BGB davon in der Regel auszugehen ist, gilt nicht, wenn besondere Umstände Anlaß zu anderer Wertung bieten (vgl. BGHZ 57, 137, 146 [BGH 14.10.1971 - VII ZR 313/69]; Urteile vom 28. Februar 1966 - VII ZR 125/65 = WM 1966, 491, 495 und vom 1. April 1969 - VI ZR 229/67 = WM 1969, 660).
OLG Karlsruhe, 06.05.2008 - 17 U 100/07
Abschluss eines Bausparvertrags durch Kommunalverband
BGH, 01.12.1975 - II ZR 59/74
Voraussetzungen einer Rechtsscheinsvollmacht - Stillschweigende Genehmigung eines …
BGH, 19.11.1976 - V ZR 7/75
Vollmacht des Baubetreuers
BGH, 11.11.1968 - II ZR 223/66
Anforderungen an die Auslegung einer Vollmachtsurkunde - Befugnis zur Verpfändung …
BGH, 27.03.1968 - VIII ZR 22/66
Geltendmachung von Verfahrensrügen im Rahmen eines Revisionsverfahrens - …
BGH, 20.03.1967 - VII ZR 24/65
Installationsarbeiten an einem Bauvorhaben - Anspruch auf Zahlung eines …
https://dejure.org/1966,1135
BGH, 17.01.1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,1135)
BGH, Entscheidung vom 17.01.1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,1135)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 1966 - VII ZR 125/65 (https://dejure.org/1966,1135)
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Geltung der Vorschriften über das Armenrecht auch für den Streithelfer - Maßgeblichkeit der Armut des Streithelfers - Mutwilligkeit der Rechtsverfolgung und Rechtsverteidigung
NJW 1966, 597
MDR 1966, 318
Mutwilligkeit liegt vor, wenn der Streithelfer kein eigenes Interesse am Ausgang des Rechtsstreits hat, weil dann eine verständige Partei von einer Beteiligung absehen würde (vgl. BGH, Beschl. v. 17. Januar 1966 - VII ZR 125/65, NJW 1966, 597;… v. 2. Juni 2010 - XII ZB 60/09, NJW-RR 2010, 1299 Rn. 8).
Dabei ist das Gericht auf der Grundlage der persönlichen Verhältnisse des Streithelfers an die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe nach den §§ 114, 115 ZPO und für die Beiordnung eines Rechtsanwalts nach § 121 ZPO gebunden (BGH Beschluss vom 17. Januar 1966 - VII ZR 125/65 - NJW 1966, 597; vgl. auch BGH Beschluss vom 26. Februar 2008 - XI ZR 258/07 - veröffentlicht bei juris).
OLG Bremen, 27.10.1980 - 2 W 75/80
Grundsätzlich müssen aber die Vorschriften über das Armenrecht auch für den Streithelfer gelten, soweit nicht aus ihrem Sinn und Zweck etwas anderes zu entnehmen ist (vgl. BGH, NJW 66, 597;… Stein-Jonas, SPO, 19. Aufl., vor § 114 III).

References: § 254
 BGH 
 § 31
 § 254
 § 278
 § 831
 § 30
 § 31
 BGH 
 § 254
 § 121
 BGH 
 § 114