Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F07-12-2012-2C_382-2012
Timestamp: 2016-10-26 09:28:13+00:00

Document:
2C_382/2012 (07.12.2012)
2C_382/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Michael Steiner,
Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, Kramgasse 20, 3011 Bern.
Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. M�rz 2012.
Der nigerianische Staatsangeh�rige X.________, geb. 1988, reiste im Juli 2008 illegal in die Schweiz ein und stellte hier ein Asylgesuch. Das Bundesamt f�r Migration trat auf sein Gesuch nicht ein und wies ihn aus der Schweiz weg. X.________ erhob dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Mit Strafmandat vom 29. Mai 2009 wurde X.________ wegen rechtswidrigen Aufenthalts und Verstosses gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 20.-- verurteilt.
Der Beziehung mit einer Schweizerb�rgerin entsprang am 4. November 2009 ein gemeinsamer Sohn. X.________ stellte daraufhin ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern wies das Gesuch am 14. April 2011 ab. Am 3. Mai 2011 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen den Asylentscheid ab, hob jedoch wegen des h�ngigen ausl�nderrechtlichen Verfahrens die vom Bundesamt f�r Migration angeordnete Wegweisung auf.
Gegen die Verf�gung des Amtes f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern erhob X.________ erfolglos Beschwerde an die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern und anschliessend an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Dieses wies mit Urteil vom 21. M�rz 2012 die Beschwerde ab und setzte dem Beschwerdef�hrer eine Ausreisefrist bis 3. Mai 2012.
X.________ erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, eventualiter subsidi�re Verfassungsbeschwerde, mit dem Antrag, es sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er beantragt weiter, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und es sei ihm das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege zu erteilen.
Mit Verf�gung vom 4. Mai 2012 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern und das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe vom 16. August 2012 h�lt der Beschwerdef�hrer an seinem Begehren fest.
1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen den (End-)Entscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist an sich gegeben (Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, 90 BGG i.V.m. Art. 112 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder [AuG; SR 142.20]). Von diesem Grundsatz bestehen im Bereich des Ausl�nderrechts verschiedene Ausnahmen. So ist die Beschwerde namentlich unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).
1.2 F�r das Eintreten auf die Sache gen�gt es in einem solchen Fall, dass die beschwerdef�hrende ausl�ndische Person durch einen Verwaltungsakt in ihrer Eigenschaft als m�glicher Tr�ger des angerufenen Rechtsanspruchs auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ber�hrt ist (Urteil 2C_993/2011 vom 10. Juli 2012 E. 1, zur Publ. bestimmt; BGE 137 I 305 E. 2.5 S. 315; 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Der behauptete Anspruch ist dabei in vertretbarer Weise geltend zu machen bzw. zu substantiieren (Urteile 2C_821/2011 vom 22. Juni 2012 E. 1, nicht publ. in: BGE 138 II 229; Urteil 2C_459/2011 vom 26. April 2012 E. 1.1, nicht publ. in BGE 138 I 246; generell zur Geltendmachung von Anspr�chen, die sich aus der EMRK ergeben, BGE 137 I 305 E. 2.5 S. 315 f.). Zudem muss der potenzielle Rechtsanspruch ernsthaft in Betracht fallen (vgl. Urteile 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 1; 2C_942/2010 vom 27. April 2011 E. 1.3; 2C_75/2011 vom 6. April 2011 E. 1.1). Ob die (weiteren) Bewilligungsvoraussetzungen gegeben sind, ist dann eine Frage der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287, 305 E. 2.5 S. 315; 136 II 177 E. 1.1 S. 179; 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146).
1.3 Der Beschwerdef�hrer beruft sich als Vater eines minderj�hrigen Kindes mit gefestigtem Aufenthaltsrecht in vertretbarer Weise auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK. F�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde verbleibt damit kein Raum (Art. 113 BGG).
1.4 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde vorgebrachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (Motivsubstitution; BGE 138 III 537 E. 2.2 S. 540; 137 III 385 E. 3 S. 386; 133 III 545 E. 2.2. S. 550).
1.5 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz k�nnen nur berichtigt werden, sofern sie entweder offensichtlich unrichtig, d. h. willk�rlich ermittelt worden sind (Art. 9 BV; BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; zum Willk�rbegriff: BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 137 I 1 E. 2.4 S. 5) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Zudem hat die beschwerdef�hrende Partei aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
1.6 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 138 II 169 E. 3.1 S. 170, 217 E. 2.2 f. S. 220; 136 V 362 E. 3.2 f. S. 364 f.). Tatsachen, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereigneten oder erst danach entstanden sind (sog. "echte" Noven), k�nnen von vornherein nicht durch das weitergezogene Urteil veranlasst worden sein. Sie sind somit im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 134 IV 97 E. 5.1.3 S. 103; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Die vom Beschwerdef�hrer in seiner - unaufgefordert eingereichten - Eingabe vom 16. August 2012 vorgebrachten neuen Sachverhalte und Beweismittel k�nnen daher nicht ber�cksichtigt werden.
2.1 Streitgegenstand ist die erstmalige Erteilung einer ausl�nderrechtlichen Aufenthaltsbewilligung. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung geltend machen kann. Er beruft sich, wie schon vor der Vorinstanz, auf einen konventions- oder verfassungsrechtlichen Anspruch gem�ss Art. 8 EMRK oder Art. 13 BV. W�hrend der verfassungsrechtliche Anspruch verbindlich (Art. 190 BV) durch die Bundesgesetzgebung konkretisiert wird, ist derjenige gem�ss EMRK zu pr�fen.
2.2 Unter den Schutzbereich des Anspruchs auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK f�llt ein ausl�ndischer Elternteil, falls er sich auf eine intakte Beziehung zu seinem Kind in der Schweiz berufen kann. Dies gilt selbst dann, wenn er weder �ber das Sorge- noch das Obhutsrecht gem�ss Art. 296 ff. ZGB verf�gt (BGE 120 Ib 1 E. 1d S. 3 f.). Vorausgesetzt wird, dass das in der Schweiz lebende Kind in eigener Person �ber ein gefestigtes, origin�res Anwesenheitsrecht verf�gt (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.; 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Zudem begr�ndet Art. 8 Ziff. 1 EMRK kein absolutes Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat in dem Sinn, dass dieser verpflichtet w�re, ausl�ndischen Personen die Einreise, die Erteilung oder Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vorbehaltlos zu gew�hren (BGE 137 I 247 E. 4.1 S. 249; Urteil des EGMR Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [16327/05], � 54 ff.). Vielmehr l�sst Art. 8 Ziff. 2 EMRK unter Vorbehalt einer umfassenden Abw�gung aller �ffentlichen und privaten Interessen durchaus Eingriffe in den Anspruch auf Achtung des Familienlebens zu (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6; 120 Ib 22 E. 4a S. 24 f.). Entsprechendes gilt mit Blick auf Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 36 BV. Das Verfassungsrecht verleiht hier keine zus�tzlichen Anspr�che (Urteil 2C_406/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 4.1; BGE 129 II 215 E. 4.2 S. 218 f.; 126 II 425 E. 4c/bb S. 433).
2.3 Zur Aus�bung des Besuchsrechts gegen�ber einem Kind ist nicht zwingend erforderlich, dass der ausl�ndische Elternteil sich dauerhaft im selben Land wie das Kind aufh�lt. Die Erteilung des Anwesenheitsrechts stellt insofern keine Notwendigkeit dar. Ein Anspruch des besuchsrechtsberechtigten ausl�ndischen Elternteils auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist bloss anzunehmen, wenn zwischen ihm und seinem hier lebenden Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung herrscht (positives Anspruchselement). Unter diesem Gesichtspunkt ist erforderlich, dass die Beziehung sich, w�rde die Bewilligung nicht erteilt oder nicht verl�ngert, wegen der Entfernung zum Land, in welches der ausl�ndische Elternteil vermutlich auszureisen h�tte, kaum aufrechterhalten lassen kann. Vom ausl�ndischen Elternteil ist �berdies zu verlangen, dass er sich in der Schweiz tadellos verhalten hat ("comportement irr�prochable" bzw. "comportamento irreprensibile" als negatives Anspruchselement; so schon BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5, 22 E. 4a/b S. 25 f. im Anschluss an das Urteil des EGMR Berrehab gegen Niederlande vom 21. Juni 1988 [10730/84]).
Nur unter diesen kumulativen Voraussetzungen kann das private Interesse am Verbleib im Land gest�tzt auf ein Besuchsrecht ausnahmsweise das �ffentliche Interesse an einer einschr�nkenden nationalen Einwanderungspolitik �berwiegen (BGE 137 I 247 E. 4.2.3 S. 251; Urteil des EGMR Rodrigues da Silva gegen Niederlande vom 31. Januar 2006 [50435/99], � 42 f., in: EuGRZ 33/2006 S. 562). Die Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik stellt ein anerkanntes �ffentliches Interesse an der Verweigerung einer auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK beruhenden ausl�nderrechtlichen Bewilligung dar (BGE 137 I 284 E. 2.1 S. 288; 135 I 143 E. 2.2 S. 147; 120 Ib 1 E. 4b S. 5, 22 E. 4a S. 25).
3.1 Auszugehen ist von den folgenden, f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG). Danach handelt es sich beim Kind um den Sohn des Beschwerdef�hrers, wobei allerdings eine Vaterschaftsanerkennung nicht bei den Akten liegt. Der Sohn besitzt das Schweizerb�rgerrecht Der Beschwerdef�hrer ist nicht sorgeberechtigt, besucht aber seit August 2011 den Sohn jeweils an zwei Nachmittagen pro Woche bei der Kindsmutter, nachdem in der Vergangenheit wegen der problematischen Beziehung der Kindseltern Besuche nur seltener und begleitet m�glich waren. Inzwischen hat sich dieses Besuchsrecht eingespielt und der Beschwerdef�hrer bem�he sich um seinen Sohn. Eine Intensivierung des Kontakts ist nach einer ersten Bew�hrungsphase nicht zustande gekommen, und eine Regelung des Besuchs konnte bisher nicht vereinbart werden.
Der Beschwerdef�hrer, der in der Schweiz nicht arbeiten darf, leistet keine finanzielle Unterst�tzung an seinen Sohn. Er wurde mit Strafmandat vom 29. Mai 2009 wegen rechtswidrigen Aufenthalts und Verstosses gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 20.-- verurteilt. Nicht ausdr�cklich von der Vorinstanz festgestellt - aber aus dem zeitlichen Ablauf ersichtlich - ist, dass der Sohn zu einem Zeitpunkt gezeugt wurde, als das Beschwerdeverfahren hinsichtlich des abgewiesenen Asylgesuchs vor dem Bundesverwaltungsgericht noch h�ngig war.
3.2 In rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, es sei fraglich, ob der Schutzbereich von Art. 8 EMRK �berhaupt betroffen sei; dies k�nne jedoch offen bleiben. Auch dann habe gem�ss Rechtsprechung (Urteil 2C_787/2010 vom 16. Juni 2011 E. 3.2) der nicht sorgeberechtigte Elternteil eines minderj�hrigen Kindes mit Schweizerb�rgerrecht nur einen Anwesenheitsanspruch in der Schweiz, wenn zum Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die im Falle einer Wegweisung ins Heimatland wegen der Distanz dazu praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte, und wenn zus�tzlich das bisherige Verhalten des Ausl�nders zu keinerlei Klagen Anlass gegeben habe. Im konkreten Fall k�nne nicht von einem grossz�gig ausgestalteten Besuchsrecht bzw. einer besonders engen affektiven Beziehung ausgegangen werden. Der Beschwerdef�hrer leistet keinen Unterhaltsbeitrag an seinen Sohn, sodass keine besonders enge wirtschaftliche Beziehung vorliege. Zudem k�nne das Verhalten des Beschwerdef�hrers nicht als tadellos bezeichnet werden, habe er doch unbestritten Kokainkugeln besessen und verkaufen wollen.
3.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe in willk�rlicher Weise auf das Kriterium der besonders engen wirtschaftlichen Beziehung abgestellt. Er k�nne mangels Vorliegens einer Arbeitsbewilligung nicht arbeiten und habe deshalb nur geringe finanzielle M�glichkeiten. Die f�r das Aufenthaltsrecht massgebliche finanzielle Unterst�tzung m�sse daher relativ - im Verh�ltnis zu den zur Verf�gung stehenden Mitteln - bestimmt werden. Mit dem von der Vorinstanz angewendeten Massstab w�rden minderbemittelte Personen diskriminiert (Art. 8 BV) und damit diejenigen Personen vom Schutz von Art. 8 EMRK ausgeschlossen, f�r die der menschenrechtliche Schutz des Familienlebens von Relevanz sei. Aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation und jener der Kindsmutter sei es auch ausgeschlossen, das Besuchsrecht von Nigeria aus wahrzunehmen. Der Eingriff in das Familienleben sei daher unverh�ltnism�ssig.
3.4 Die Feststellungen der Vorinstanz sind nicht offensichtlich unrichtig, und die daraus gezogenen Folgerungen entsprechen der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts und des EGMR. Der Beschwerdef�hrer tr�gt in finanzieller Hinsicht nichts zum Unterhalt seines Sohnes bei und hat sich mit Blick auf das Bet�ubungsmitteldelikt, das zu einer Verurteilung f�hrte, auch keineswegs "tadellos" im Sinne der zitierten Rechtsprechung verhalten. Mit Blick auf die Verurteilung vom 29. Mai 2009 erhellt, dass der Beschwerdef�hrer schon bald nach seiner Einreise vom Juli 2008 in die Schweiz straff�llig geworden ist. Damit kann der Beschwerdef�hrer offenkundig nicht f�r sich in Anspruch nehmen, strafrechtlich unbescholten zu sein, was (negative) Voraussetzung f�r den Anspruch gem�ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK w�re (E. 2.3 hiervor). Selbst wenn ein Anspruch im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK best�nde, g�lte es zu beachten, dass das Bundesgericht bei Bet�ubungsmitteldelikten eine strenge Praxis verfolgt. In einem solchen Fall anerkennt es in st�ndiger Rechtsprechung ein ausgepr�gtes �ffentliches Interesse an der Fernhaltung ausl�ndischer Drogenh�ndler (u. a. Urteile 2C_141/2012 vom 30. Juli 2012 E. 6.1; 2C_292/2012 vom 19. Juni 2012 E. 2.6; 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 5.2; 2C_768/2011 vom 4. Mai 2012 E. 4.3; BGE 125 II 521 E. 4a/aa und 4a/bb S. 526 ff.).
Zur Frage des Unterhaltsbeitrags bzw. der in wirtschaftlicher Hinsicht besonders engen Beziehung f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, er k�nne mangels Vorliegens einer Arbeitsbewilligung keiner Erwerbst�tigkeit nachgehen. Aus diesem Grund sei es ihm nicht m�glich, seinen Sohn finanziell zu unterst�tzen. Auf dieses Argument ist freilich nicht n�her einzugehen, da es vor dem Hintergrund des ver�bten Bet�ubungsmitteldelikts von vornherein nicht ausschlaggebend sein kann.
Ausgehend davon, dass der nicht sorgeberechtigte Beschwerdef�hrer seit August 2011 seinen Sohn jeweils an zwei Nachmittagen pro Woche bei der Kindsmutter besucht, l�sst sich schliesslich auch nicht von einer in affektiver Hinsicht besonders engen Vater-Sohn-Beziehung sprechen. Das Besuchsrecht hat sich zwar inzwischen eingespielt, und die Vorinstanz attestiert dem Beschwerdef�hrer, sich um seinen Sohn zu bem�hen. In der Vergangenheit erfolgten nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz die Besuche in tieferer Kadenz und lediglich begleitet, was mit der problembehafteten Beziehung der Eltern zu tun gehabt habe. Wenngleich dies nicht (alleine) dem Beschwerdef�hrer anzulasten ist, erlebte und erlebt der Sohn seine fr�hkindliche Phase ohne erkennbare Anwesenheit des Vaters. Der Sohn hat nie w�hrend l�ngerer Zeit bewusst mit seinem Vater zusammengelebt und eine vertiefte Beziehung zu ihm aufbauen k�nnen. Wohl hat sich mittlerweile die Aus�bung des Besuchsrechts eingespielt, doch bleibt der Beschwerdef�hrer die Erkl�rung schuldig, weshalb er seinen Sohn zwingend so h�ufig wie bis anhin sehen m�sse. Zur Aus�bung des Besuchsrechts ist nicht erforderlich, dass der Elternteil sich dauerhaft im selben Land wie das Kind befindet und dort �ber eine Aufenthaltsbewilligung verf�gt. Auch in Scheidungsf�llen unter anwesenheitsberechtigten Eltern l�sst sich der im vorliegenden Fall herrschende Rhythmus nicht ausnahmslos aufrechterhalten, weswegen dann beispielsweise die Ferien beim besuchsberechtigten Elternteil verbracht werden. Insofern ist nicht ersichtlich, weshalb die R�ckkehr in die Heimat eine Aus�bung des Besuchsrechts a priori ausschliessen sollte.
Eine in affektiver Hinsicht besonders enge Beziehung, wie dies die Praxis f�r den Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK voraussetzt, ist damit ebenso wenig gegeben wie eine strafrechtliche Unbescholtenheit. Wie ausgef�hrt, er�brigt es sich vor diesem Hintergrund zu pr�fen, ob die Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers f�r den fehlenden Unterhaltsbeitrag stichhaltig sind.
3.5 Bei dieser Rechtslage l�uft die R�ge des Beschwerdef�hrers, er werde aufgrund seiner wirtschaftlichen Bed�rftigkeit diskriminiert, von vornherein ins Leere: Er h�tte auch dann keinen aus Art. 8 EMRK abgeleiteten Anspruch auf die Aufenthaltsbewilligung, wenn er verm�gend w�re und seinen Sohn finanziell unterst�tzen k�nnte.
4.1 Bundes- (Art. 95 lit. a BGG) und V�lkerrecht (Art. 95 lit. b BGG) werden damit durch den angefochtenen Entscheid nicht verletzt. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
4.2 Bei diesem Ausgang sind dem Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 BGG). Er stellt ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessf�hrung (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides war angesichts der eindeutigen Praxis des Bundesgerichts und des EGMR aussichtslos. Das Gesuch ist dementsprechend abzuweisen. Den finanziellen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers ist mit einer reduzierten Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen. Dem Kanton Bern, der obsiegt, steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern, der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 112
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 296
 Art. 8
 EGMR 
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 36
 BGE 
 BGE 
 EGMR 
 EGMR 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 65
 EGMR