Source: https://www.familienrecht.net/erbe-ausschlagen/
Timestamp: 2020-04-08 00:30:25+00:00

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I§I Erbe ausschlagen: Kosten & Folgen I familienrecht.net
Erbe ausschlagen: Wann ist dies sinnvoll?
Erbausschlagung: Das sollten Sie wissen!
Pflichtteilsverzicht Erbverzicht
Was geschieht, wenn Sie das Erbe ausschlagen?
Gemäß den Regelungen im Erbrecht geben Sie durch die Ausschlagung des Erbes alle Rechte und Pflichten am Nachlass auf.
Liegt eine Überschuldung vor, ist es häufig sinnvoll, dass die Erbberechtigten das Erbe ausschlagen. Weitere Gründe für ein solches Vorgehen, finden Sie hier.
Welche Frist ist für eine Ausschlagung zu beachten?
Die Frist für eine entsprechende Erklärung beträgt in der Regel sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls bzw. Anspruchs. Wird das Erbe nicht explizit ausschlagen, erfolgt eine automatische Erbschaftsannahme.
Wie Sie ein Erbe ausschlagen können – zum Beispiel wegen Schulden – erfahren Sie in diesem Ratgeber.
In Filmen oder Romanen ist es immer ganz einfach: Der Protagonist erfährt überraschend vom Tod eines entfernten Verwandten sowie einer Erbschaft und kann plötzlich ein stattliches Anwesen samt vollem Bankkonto sein Eigen nennen. In Wirklichkeit ist ein Nachlass allerdings immer wieder auch mit Schulden verbunden, sodass sich die Erbberechtigten überlegen müssen, ob sie das Erbe ausschlagen, um sich selbst vor dem Bankrott zu retten.
Erbfolge bei Ausschlagung
Ausschlagung der Erbschaft: Welche Gründe sind möglich?
Erbe ablehnen: Wie geht das und worauf ist zu achten?
Fristen für die Erbausschlagung
Erbe ausschlagen für ein Kind: Welche Vorschriften gelten?
Erbe ausschlagen: Welche Kosten fallen an?
Erbausschlagung und Bestattungskosten
Erbe ausgeschlagen: Ist eine Anfechtung möglich?
Wenn Sie im Erbrecht das Erbe nicht explizit ausschlagen, erfolgt die Erbschaftsannahme automatisch.
Das deutsche Erbrecht geht bei einer Erbschaft grundsätzlich von einem Vonselbsterwerb aus. Das bedeutet, dass mit dem Eintritt des Erbfalls die Erbschaft unmittelbar anfällt und auf den Erbberechtigten übergeht. Dabei ist weder irgendeine Handlung noch Kenntnis vonseiten des Erben notwendig.
Eine ausdrückliche Annahme einer Erbschaft ist daher nicht nötig. Anders sieht es hingegen aus, wenn eine Ausschlagung beim Erbe gewünscht ist. Denn Schutz gegen eine ungewollte Erbschaft bietet nur eine ausdrückliche Erklärung, mit welcher Sie das Erbe ausschlagen.
Dabei gilt allerdings zu beachten, dass Sie durch eine Erbausschlagung gemäß § 1942 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) auf alle Rechte und Pflichten am Nachlass verzichten. In diesem Fall besteht zum Beispiel auch kein Anspruch auf Schmuckstücke, welche sich seit vielen Generationen in der Familie befinden.
Prinzipiell kann jeder Erbberechtigte das Erbe ausschlagen. Die einzige Ausnahme bei dieser Regel bildet der Staat, denn dieser tritt in letzter Konsequenz als Schlusserbe auf. Dieser verwertet das bestehende Vermögen, um ggf. einen Teil der Schulden zu begleichen. Übersteigen die Schulden den Nachlass, gehen die Gläubiger leer aus, da der Staat nicht dafür haftet.
Wenn Sie Ihr Erbe ablehnen, beeinflusst dies die gesetzliche Erbfolge.
Wenn Sie das Erbe ausschlagen, wird die Erbfolge dadurch verändert. In diesem Fall wird der Ausschlagende so behandelt, als wäre er selbst bereits verstorben. Diese Handhabung ergibt sich aus § 1953 Abs. 2 BGB.
Das Erbrecht geht in diesem Fall auf Ihre Abkömmling über, die selbst ebenfalls eine Erklärung abgeben können, dass sie den Nachlass ausschlagen. Haben sich alle Personen, welche aufgrund der gesetzlichen Erbfolge bzw. einer Verfügung von Todes wegen – Testament oder Erbvertrag – erbberechtigt sind, dazu entschieden, dass Erbe auszuschlagen, tritt der Staat als Erbe auf.
Achtung! Wenn Sie das Erbe ausschlagen, haben Sie auch keinen Anspruch auf den gesetzlichen Pflichtteil. Es besteht zudem nicht die Möglichkeit, die Ausschlagung an Bedingungen oder Fristen zu knüpfen. Im Erbrecht heißt es: Entweder ganz oder gar nicht.
Nicht immer handelt es sich bei einer Erbschaft um einen finanziellen Segen. Aus diesem Grund sollten sich die erbberechtigten Personen grundsätzlich die Frage stellen, ob es vielleicht nicht sinnvoller ist, dass sie das Erbe nicht annehmen. Die Beweggründe für die Ausschlagung einer Erbschaft können dabei vielfältig sein.
Erbe ausschlagen: Bei hohen Schulden ist eine solche Überlegung keine Seltenheit.
Die Überlegung, ob Sie das Erbe ausschlagen ist insbesondere in folgenden Fällen sinnvoll:
Immobilie bedarf einer Sanierung
Erbe befindet sich in der Privatinsolvenz
Erbschaft wird auf Abkömmlinge weitergeleitet
Um herauszufinden, ob Sie das Erbe tatsächlich nicht antreten sollten, ist eine Prüfung sämtlicher Vermögenswerte des Erblassers notwendig. Dies beinhaltet zum einen Immobilien, Aktien, Wertpapiere und Bankguthaben, zum anderen aber auch Kredite, Hypotheken, Bestattungskosten sowie Pflichtteilsansprüche.
Stellt sich infolge der Gegenüberstellung heraus, dass die Schulden die positiven Vermögenswerte übersteigen, sollten Sie in der Regel die Erbschaft ausschlagen.
Wie zuvor beschrieben, sollten Sie, bevor Sie das Erbe ausschlagen, die Vermögenswerte prüfen. Banken fordern bei einer Auskunft in der Regel die Sterbeurkunde oder den Erbschein. Beantragen Sie letzteren, nehmen Sie damit die Erbschaft automatisch an. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 08.10.2013 (Az. XI ZR 401/12) reicht es allerdings aus, wenn Sie Ihre Erbberechtigung anhand der Sterbeurkunde und beispielsweise eines Stammbuchs nachweisen.
Wollen Sie auf Ihren Teil des Nachlasses verzichten, müssen Sie beim Nachlassgericht das Erbe ausschlagen.
Haben Sie sich endgültig entschieden, dass Sie das Erbe ausschlagen wollen, gilt es dabei bestimmte Vorgaben zu beachten. So reicht es zum Beispiel nicht aus, diesen Wunsch gegenüber der Familie zu äußern oder tatenlos zu sein.
Stattdessen müssen Sie gemäß § 1945 Abs. 1 BGB eine sogenannte Ausschlagungserklärung beim Nachlassgericht zu Protokoll geben bzw. eine solche Erklärung bei einem Notar beglaubigen und an das Gericht übermitteln lassen.
Wie eine entsprechende Erklärung für die Ausschlagung eines gesetzlichen Erbanspruches aussehen kann, zeigt das nachfolgende Muster. Dieses dient allerdings nur der Veranschaulichung und sollte nicht ohne den Rat eines fachkundigen Anwalts übernommen werden.
in [zuständiges Gericht am Wohnort des Verstorbenen]
Ich überreiche die Sterbeurkunde des Standesamtes [zuständiges Standesamt] vom [Ausstellungsdatum], wonach mein Vater [vollständiger Name des Erblassers], zuletzt wohnhaft in [Wohnort], am [Sterbedatum] verstorben ist. Eine Verfügung von Todes wegen hat er meines Wissens nicht hinterlassen, sodass ich nach dem Gesetz Miterbe geworden bin.
Ich schlage die Erbschaft aus. Die Ausschlagung erfolgt aus allen Berufungsgründen.
Als weiterer gesetzlicher Erbe meines Vaters kommt mein Bruder [vollständiger Name] in Frage, da ich selbst keine Abkömmlinge habe.
Der Nachlass dürfte überschuldet sein.
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Setzen Sie eine solche Erklärung, mit der Sie ein Erbe ausschlagen können, selbst auf, wird diese in der Regel anschließend von einem Notar beurkundet. Für eine solche Unterschriftsbeglaubigung fallen Kosten zwischen 20,00 und 70,00 Euro an.
Sie haben grundsätzlich nur sechs Wochen Zeit, in denen Sie das Erbe ausschlagen können. Wo dies geht – also welches Nachlassgericht zuständig ist – ergibt sich aus dem letzten Wohnsitz des Erblassers.
Erbe ausschlagen: Die Frist beträgt in der Regel sechs Wochen.
Überlegen Sie, ob Sie ein Erbe ausschlagen? In diesem Fall müssen Sie relativ zügig zu einer Entscheidung kommen, denn sonst ist die gesetzlich vorgeschriebene Frist verstrichen. Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen und beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Erbfall eintritt und die Erbberechtigten von ihrem Anspruch auf den Nachlass erfahren.
Erfolgt die Berufung als Erbe durch ein Testament oder einen Erbvertrag, beginnt die Frist erst mit der amtlichen Benachrichtigung vom Nachlassgericht.
Befand sich der Wohnsitz des Erblassers im Ausland, verlängert sich die Frist für Ausschlagungen auf insgesamt sechs Monate. Gleiches gilt auch, wann Sie sich als Erbe beim Eintritt des Erbfalls im Ausland aufgehalten haben.
Dem Gesetz nach gelten auch Kinder und Jugendliche als erbfähig. Allerdings können minderjährige Erbberechtigte das Erbe nicht selbst ausschlagen. In diesem Fall muss die Person, welche im Besitz des Sorgerechts ist, das Erbe ausschlagen.
Steht beiden Elternteilen das Sorgerecht zu, muss die entsprechende Erklärung auch von beiden im Namen des Kindes erfolgen. Zudem ist in der Regel gemäß § 1643 BGB auch eine Genehmigung des zuständigen Familiengerichts notwendig.
Wie eine solche Erklärung, mit der Sie für ein Kind das Erbe ausschlagen, vom Notar aussieht, zeigt das nachfolgende Beispiel. Auch dieses dient dabei grundsätzlich nur der Veranschaulichung und sollte daher nicht ohne die Absprache mit einem fachkundigen Anwalt für Erbrecht übernommen werden.
Am [Sterbedatum des Erblasser] ist an seinem letzten Wohnsitz in [letzter Wohnort des Erblassers] Herr [vollständiger Name des Erblassers] verstorben. Er hat in seinem unter dem Aktenzeichen [xxxx/xx] eröffneten Testament, von dem wir durch die Übersendung einer Abschrift am [Datum des Empfangs der Testamentsabschrift] Kenntnis erhalten haben, unseren minderjährigen Sohn [vollständiger Name des Kindes] als Erbe eingesetzt. Der Nachlass ist überschuldet.
Wir schlagen die Erbschaft für unseren Sohn aus allen Berufungsgründen aus.
Die familiengerichtliche Genehmigung wurde parallel beantragt; wir werden versuchen diese in der Frist von sechs Wochen nachzureichen.
Unterschriften beider Erziehungsberechtigter
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Möchten Sie ein Erbe ausschlagen, ist dafür eine Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht notwendig. Diese geht mit Gebühren einher, welche sich aus dem Vermögenswert ergeben. Dies ergibt sich aus § 103 Abs. 1 Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG):
Werden in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit Erklärungen, die gegenüber dem Nachlassgericht abzugeben sind, oder Anträge an das Nachlassgericht beurkundet, ist Geschäftswert der Wert des betroffenen Vermögens oder des betroffenen Bruchteils nach Abzug der Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Beurkundung.
Die Kosten der Erbausschlagung betragen bei Überschuldung pauschal 30 Euro.
Gemäß Kostenverzeichnis (KV) Nr. 21201 Ziffer 7 GNotKG fällt für die Ausschlagung eine halbe Gebühr an. Ist der Nachlass allerdings überschuldet, fallen bei einer Erbausschlagung nur Kosten in Höhe von 30 Euro an. Dieser pauschale Betrag ergibt sich aus KV Nr. 21201 Ziffer 7 GNotKG.
Welche Kosten beim verschiedenen Geschäftswert anfallen können, zeigt exemplarisch die nachfolgende Tabelle:
Geschäftswert in Euro
Gebühr gemäß KV Nr. 21201 Ziffer 7 GNotKG in Euro
5.000 30,00
10.000 37,50
50.000 82,50
100.000 136,50
500.000 467,50
1.000.000 867,50
5.000.000	 4.067,00
Erbschaft ausschlagen: Sind die Kosten für die Beerdigung dennoch zu tragen?
Wenn erbberechtigte Personen das Erbe ausschlagen, sind die Beerdigungskosten dadurch nicht in jedem Fall vom Tisch. Denn gemäß § 1968 BGB müssen grundsätzlich die Erben für die Kosten der Beerdigung des Erblassers aufkommen.
Entscheidet sich also nur ein Erbberechtigter zur Ausschlagung des Erbes, müssen die restlichen Erben die Bestattungskosten tragen. Dabei werden die dafür notwendigen Ausgaben in der Regel aus der Erbmasse gezahlt.
Entscheiden sich alle Personen mit einem Erbrecht für eine Ausschlagung, geht die Erbschaft in letzter Konsequenz auf den Staat über. Juristen sprechen in diesem Zusammenhang vom Fiskalerbrecht. Allerdings können die Gemeinden auch in diesem Fall das Geld von den potenziellen Erbberechtigten zurückfordern. Der Grund dafür ist, dass die Beerdigungskosten als Bestandteil der Unterhaltspflicht gelten.
Wurden die Erben zur Erbausschlagung genötigt, ist eine Anfechtung möglich.
Bevor Sie das Erbe ausschlagen, sollten Sie sich der Sache sicher sein, denn in der Regel ist diese Entscheidung unwiderruflich. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine Ausschlagungserklärung anzufechten. Zulässige Gründe sind dabei je nach Einzelfall zum Beispiel Irrtum, Drohung oder Täuschung.
In der Praxis erfolgt die Anfechtung in den meisten Fällen aufgrund von Irrtum. Der Erbberechtigte ist also bei seiner Erklärung fälschlicherweise von einer Überschuldung des Nachlasses ausgegangen. Stellen Sie hingegen nach der Annahme des Erbes eine Überschuldung fest, können Sie diese Entscheidung nicht anfechten.
Gemäß § 1954 BGB beträgt die Anfechtungsfrist in der Regel sechs Wochen und beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem vom Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt wurde. Führte eine Drohung zur Erbausschlagung, beginnt die Frist mit dem Ende der Zwangslage.
Allerdings ist eine Anfechtung ausgeschlossen, wenn seit der Ausschlagung 30 Jahre verstrichen sind.
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Erbe annehmen: Wie müssen Sie dabei vorgehen?
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74 thoughts on “Erbe ausschlagen: Wann ist dies sinnvoll?”
Hans 7. Mai 2018
Was geschieht denn wenn eine Tochter (einziges Kind des Erblassers) das Erbe ihres Vaters auf Grund von Überschuldung ausschlägt. 2 Jahre später aber stirbt der Vater des Erblassers (Großvater der Tochter) und hat einen Erb-Nachlass in Form einer Immobilie. Er hatte zwei Söhne von denen der eine ja bereits verstorben ist. Erbt die Tochter jetzt trotzdem da das Erbe ja normalerweise auf sie übergeht oder erbt der eine verbliebene Sohn alles weil sie ja das Erbe Ihres Vaters vor 2 Jahren ausgeschlagen hat?
das Ausschlagen einer Erbschaft bezieht sich stets nur auf den jeweiligen Erblasser. Wir die Erbschaft gegenüber einem Elternteil ausgeschlagen, bedeutet das nicht, dass sämtliche Erbansprüche gegenüber allen anderen Familienmitgliedern ebenso automatisch erlöschen. Wenden Sie sich für eine genaue Klärung solcher Sonderfälle an einen Anwalt.
Sandra 10. Mai 2018
darf ich dem Vermieter, der Telefongesellschaft und dem Stromanbieter Bescheid geben und mich um solche bürokratischen Belange kümmern, wenn ich das Erbe ausschlagen möchte.
Ich habe bereits dem Vermieter Bescheid gegeben. Innerhalb einer Woche gab es eine neue Mieterin.
Der Vermieter wollte das ich ihm ein Schreiben unterschreibe, dass ich das Erbe ablehnen möchte und er die Wohnung leerräumen darf.
Es gab keine wirklichen Wertsachen in der Wohnung meines Vaters. Beweisen kann ich das aber nicht mehr.
Das ist erst zwei her und der Notar steht noch aus.
familienrecht.net 16. Mai 2018
bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um die erbrechtlichen Folgen ggf. prüfen zu lassen. Wir dürfen an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen.
Silvia 17. Mai 2018
Ab wann beginnt die Frist zur Ausschlagung des Erbes, wenn ich im Moment nur über Bekannte von dem Tod des Vaters erfahren haben, seit 45 Jahren kein Kontakt mehr bestand und auch der Wohnsitz nicht genau bekannt ist? Muss ich mich dann um eine Sterbeurkunde kümmern oder erhalte ich diese automatisch vom Gericht o.a.
§ 1944 Absatz 2 BGB legt zum Fristbeginn folgendes fest:
“Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt. Ist der Erbe durch Verfügung von Todes wegen berufen, beginnt die Frist nicht vor Bekanntgabe der Verfügung von Todes wegen durch das Nachlassgericht.”
Eine Sterbeurkunde erhalten Sie in der Regel beim zuständigen Standesamt.
Susanne 8. Juni 2018
wenn ich das Erbe wegen Schulden ausschlage, bin ich dann trotzdem für die Hausentrümplung zuständig oder geht das zu Lasten des Vermieters oder der Gemeinde?
einzelne Ansprüche können sich auch aus einer eventuellen Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Verstorbenen ergeben. Bitte wenden Sie sich für eine Bewertung ggf. an einen Anwalt. Dieser kann Ihren Einzelfall prüfen und einschätzen.
Evelin 25. Juni 2018
Hallo, wir haben von unserem Cousin erfahren das die Mama verstorben ist. Sie schlagen das Erbe aus, da die Mutter Schulden hinterlässt. Bekommen wir jetzt erst vom Amtsgericht Bescheid oder müssen wir selber schnell tätig werden?
in der Regel haben die Erbberechtigten 6 Wochen ab Kenntnisnahme des Erbfalles Zeit, das Erbe auszuschlagen. Ein gesonderter Hinweis oder eine öffentliche Bekanntmachung durch das Gericht ist dabei nicht zwangsläufig vorausgesetzt.
Carola 30. Juni 2018
Hallo, was ist wenn die Mutter von 3 Kindern (davon ein Kind bereits verstorben) verstiebet und der Sohn die Erbschaft (gesetzliche Erbfolge und nicht überschuldet) ausschlägt. Erhöht dies die gesetzliche Erbquote der Schwester und der Nachkommen des verstorbenen Sohnes?
sofern keine anderen direkten Abkömmlinge als Erben infrage kommen, treten Erben der zweiten Ordnung in die Erfolge ein. Der Nachlass wird unter den verbleibenden Erben dann entsprechend aufgeteilt.
Eleonore 12. Juli 2018
Darf ich als Sozialhilfe Empfänger ein Erbe ausschlagen mein Vater lebt noch und 5 Geschwister noch möchte kein Pflichtteil oder Erbe haben es ist ein Haus vorhanden
bitte wenden Sie sich für eine Bewertung an das zuständige Sozialamt. Wir können hierzu keine abschließende Einschätzung abgeben. Entscheidend ist auch immer der Einzelfall.
Ihr familienrecht.net.Team
Andreas 13. Juli 2018
Hallo, mein leiblicher Vater ist am 01.Juli verstorben und das Erbe teilt sich auf seine Ehefrau (also meine Stiefmutter) und mich (einziger leiblicher Sohn) auf, ich habe keine Verbindung zu ihm weiter gehabt, da er über 500 km entfernt wohnte außer einen Anruf im Jahr zum Geburtstag, wenn ich jetzt mein Erbe ausschlage muss ich dann mich an den Bestattungskosten beteiligen?
in der Regel geht die Verpflichtung zur Zahlung der Beerdigungskosten auf die Erben über. Können diese hierfür nicht aufkommen bzw. gibt es keine Erben, so geht die Zahlungspflicht häufig auf die Unterhaltspflichtigen Angehörigen über (Ehegatten, Kinder, Eltern usf.).
Gerlinde 15. Juli 2018
Mein Vater ist gestorben und wir Kinder möchten wegen Schulden und Messihinterlassenschaft das Erbe ausschlagen. Ich habe gelesen, das dann automatisch die Enkel erbberechtigt sind. Ein volljähriger Enkel kann sicher selbst das werbe ausschlagen. Es gibt aber noch mehrere minderjährige Enkel (davon 2, die nicht leiblich sind (ein Dauerpflegekind, seit 14 Jahren, und ein Kind, was in die Ehe mit eingebracht wurde)). Wie verhält es sich mit den nicht-leiblichen, aber auch leiblichen minderjährigen Kindern?
Wer bestimmt die Erbmasse? Die Wohnung meines Vaters ist noch versiegelt und außerdem in ganz schlimmen Zustand. Wer geht da rein und guckt, wieviel Schulden bzw welche Erbmasse vorhanden ist?
1. In die gesetzliche Erbfolge fallen nur rechtliche Abkömmlinge und Verwandte (Eltern, Kinder, Adoptivkinder, nicht jedoch Pflege- oder Stiefkinder). Andere können nur im Rahmen eines Testaments als Erben eingesetzt werden. Die Erbausschlagung bei minderjährigen Kindern kann ggf. durch die gesetzlichen Vertreter erfolgen.
2. Die Feststellung über den Nachlass fällt häufig den Erben/Angehörigen zu, sofern kein Nachlassverwalter eingesetzt wurde.
Bitte wenden Sie sich für eine fallspezifische Beratung an einen Anwalt.
Daniela 17. Juli 2018
ich habe für mich und meinen Sohn das Erbe meiner verstorbenen Cousine ausgeschlagen und vom Notar beglaubigen lassen. Diese Urkunde ging an das zuständige Amtsgericht. Jetzt kam von diesem nochmals eine Rechnung über 30 Euro. Ist das rechtens?
für die Erbausschlagung fallen je nach Gegenstandswert des Nachlasses Kosten an. Bei einem Streitwert von bis zu 5.000 Euro sowie bei Überschuldung liegen diese in der Regel bei 30 Euro (s. o.).
Alina 19. Juli 2018
meine Oma ist leider vor ein paar Wochen verstorben und ich weiß jetzt erst durch meine Stiefmutter, das ich nun als alleinige Erbin da stehe weil mein Vater und all seine Geschwister das Erbe ausgeschlagen haben. Also erwarte ich Post vom Nachlassgericht. Ich habe die Sorge das mir (19, Schülerin) der Staat bei meinem Pech den Vogel zeigt und ich auf allem sitzen bleibe. Ich habe generell schon Geldprobleme (Bekomme nicht einmal BaföG) und Angst vor großen Kosten, sowie generell davor alles alleine erledigen zu müssen. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Einen Notar kann ich mir nicht leisten. Welche Papiere muss ich mit zum Nachlassgericht bringen wenn ich das Erbe ausschlagen möchte? Bei Dokumenten meiner Oma (z.B auch die Sterbeurkunde) kann das echt ein Problem werden. Bitte helft mir 🙁
bitte wenden Sie sich zeitnah an das zuständige Nachlassgericht. In der Rechtsantragsstelle erhalten Sie ggf. auch Informationen über die im Einzelfall zu erbringenden Nachweise. Liegt dem Gericht bereits eine Sterbeurkunde vor, muss diese ggf. nicht mehr ausgewiesen werden. Wenden Sie sich für eine Beratung ggf. an einen Anwalt (ggf. unter Beantragung von Beratungshilfe).
Josefine 16. August 2018
Ich habe eine Frage, der Sohn der Verstorbenen möchte das Erbe ausschlagen. Damit tritt der Enkel als Erbberechtiger ein. Ab wann beginnt die 6-wöchige Frist für die Ausschlagung des Erbes? Wird der Enkel über die Ausschlagung und somit seine Erbberechtigung von Amts wegen in Kenntnis gesetzt?
die Ausschlagungsfrist beginnt regelmäßig ab dem Zeitpunkt, zu dem der Betroffene Kenntnis von dem Erbanfall erlangen hat. Daszuständige Nachlassgericht erteilt in der Regel Auskunft darüber, dass aufgrund der Ausschlagung der Betroffene als Erbe eintritt, sofern er dieses nicht ebenfalls ausschlägt.
Claudia 20. August 2018
Meine Schwiegermutter ist kürzlich verstorben. Da sie nur Schulden u eine “Messi Wohnung” hinterlässt, wird mein Mann das Erbe ausschlagen. Auch die Beerdigungskosten kann er nicht leisten, da er in der Privatinsolvenz ist u durch Unterhaltszahlungen keine Rücklagen hat. Gehen die Kosten u Schulden nun auf mich über? Ich kann die Frau nicht, da sie mich als Schwiegertochter abgelehnt hat.
Schwiegerkinder sind in der Regel nur erbberechtigt, wenn der Erblasser sie im Rahmen eines Testaments als Erben benannt hat. Ein gesetzlicher Erbanspruch besteht in aller Regel nicht.
Für die Kosten der Beerdigung treten zunächst die Erben ein. Gibt es keine Erben (etwa bei Erbausschlagung), geht die Zahlungspflicht auf die unterhaltspflichtigen Personen über (Kinder, Enkelkinder usf.).
Viola 24. August 2018
mein Ehemann ist verstorben. Ich habe als Ehefrau das Erbe ausgeschlagen. Für mich und unseren gemeinsamen minderjährigen Sohn. Muss ich das nun über ein Familiengericht auch noch beantragen?
Da unser Sohn minderjährig ist?….
die Erbausschlagung ist stets gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht zu erklären.
Kai 11. September 2018
Meine Schwiegermutter ist vor kurzem verstorben. Sie verbrachte ihre letzten Tage im Hospiz gut betreut(ca 2Monate). In dieser Zeit kündigten wir die Wohnung fristgerecht, beräumten sie in Eigenregie.
Ihr Vermieter hat die Wohnung zum Bezug (1997) sehr billig und schlecht saniert, z.B. alte Fenster. Welche noch dazu tw. nicht schließen und öffnen. Da ältere menschen ja genügsam sind, hat Schwiegermutter immer nur telefonisch bzw. mündlich gemahnt. Also keine schriftlichen nachweise. der Vermieter will nun die Wohnung “neu” gemacht haben, hat überhöhte Vorstellungen. Hab Angst das er überhöhte Renovierungskosten auf uns abwälzt. Besttattung bezahlt, keine Schulden, kaum Guthaben.
Sollen wir erbe ausschlagen
bitte wenden Sie sich für eine rechtliche Beratung sowie die Prüfung des zugrunde liegenden Mietvertrags an einen Anwalt. Wir können an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen.
Swantje 11. Juni 2019
In der Berufsschule haben wir gelernt, dass es bei der Zuständigkeit des Nachlassgerichtes nicht nach dem letzten Wohnort, sondern nach dem letzten gewöhnlichen Aufenthalt einer Person geht (§343 Abs. 1 FamFG). Wieso steht in dem Artikel, dass es hier auch nach dem Wohnort gehen würde? Gerade ältere Menschen leben oft im Heim und werden nicht immer umgemeldet.
Luise 15. Oktober 2018
Ich möchte aus persönlichen Gründen kein Geld durch den Tod meines leiblichen Vaters erben. Muss ich hier auch einen Anwalt für Erbrecht hinzuziehen? Oder reicht es, die hier vorgeschlagene Ausschlagungserklärung auszufüllen?
für die Ausschlagung einer Erbschaft ist in der Regel kein Anwalt erforderlich. Dieser kann jedoch ggf. bewerten, ob dieser Schritt im Einzelfall notwendig oder sinnvoll ist. Beachten Sie bitte, dass die auf unserer Seite zur Verfügung gestellten Muster lediglich der Veranschaulichung dienen. Wenden Sie sich ggf. an das zuständige Nachlassgericht (Rechtsantragsstelle). Dieses kann Ihnen in der Regel auch bei der Erbausschlagung helfen und Sie über benötigte Unterlagen in Kenntnis setzen.
Sandra 15. Oktober 2018
der Vater meines Sohnes ist om September verstorben.
Mein Sohn wird das Erbe ablehnen, wegen überschuldung.
Muss ich als Mutter, auch ablehnen?
Wirwaren nicht verheiratet. Es gibt noch eine Schwester des verstorbenen.
alle Erbberechtigten können gegenüber dem Nachlassgericht das Erbe innerhalb der sechswöchigen Frist ausschlagen.
Ulli 19. Oktober 2018
wenn ich wegen einer Erbausschlagung eine Rechnung von 30 Euro vom Amtsgericht bekomme, mit dem Vermerk: Gebühr für die Beurkundung der Erbausschlagung,
ist die Erbausschlagung damit bestätigt?
die Erbausschlagung ist in der Regel durch deren Beurkundung bestätigt.
Nadja 1. November 2018
Die 30 euro gebühr für die erbausschlagung, werden die pro Person berechnet oder pro familie?
familienrecht.net 5. November 2018
die Kosten entstehen in der Regel je Erbausschlagung (also für den jeweiligen Erbberechtigten).
Jasmin B. 3. November 2018
mein Freund hat für seinen Sohn (13) das Erbe ausgeschlagen.
Er soll jetzt 30€ dafür zahlen, was ich aber nicht richtig finde, da er ja nicht mit der Familie durch Heirat verwandt ist.
Wenn müsste das Geld fürs ausschlagen, doch von beiden Elternteilen gleichermaßen gezahlt werden.
Er ist eh Privatinsolvent und hat von daher eh kein Geld.
Dina 6. November 2018
mein Ex-Mann wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden und hinterlässt nur Schulden. Wir haben ein gemeinsames Kind und aus seiner 1. Ehe gibt es auch einen Sohn. Kontakt seit über 15 Jahren nicht mehr vorhanden.
1. Wann muss ich das Erbe für unser Kind ausschlagen?
2. Mein Kind hat noch Spielzeug usw. in der Wohnung. Dürfen wir uns das einfach aus der Wohnung holen?
Vielen Dank vorab für eine schnelle Antwort!
familienrecht.net 12. November 2018
die Erbausschlagungsfrist beträgt in aller Regel 6 Wochen ab Kenntnisnahme des Erbfalls.
Ulrich 21. November 2018
Nach dem Tod der Mutter haben ihre Kinder und Enkel alle die 6 Wochen Frist verstreichen lassen und sind dadurch zunächst Erben in Erbengemeinschaft geworden. Keiner der Erben hat sich aber um den Nachlass “gekümmert”. Laufende Koaten einer Eigentumswohnung wurden nicht gezahlt etc. Ein Erbe (Tochter) hatte eine Generalvollmacht und hat z.B. aus dem Nachlass die Beisetzung durch due Auflösung eines Bausparvertrages beglichen. Das Nachlassgericht hat auf Grund der ungeklärten Situation die Erben angeschrieben und “nachträglich” wurde von allen das Erbe abgelehnt und vom Gericht ein Verwalter bestellt. Ist es korrekt, wenn nunmehr der Verwalter die für die Beisetzung und weitere Kosten, die im Zusammeng mit dem Ableben angefallen sind und aus der Erbmasse beglichen wurden, zurückfordert?
Mario 10. Dezember 2018
Hallo mein Vater ist vor 5 Tagen verstorben. Er hat mich und zwei weitere Söhne. Es liegt kein Testament vor und ich habe bisher noch kein Totenschein oder Sterbeurkunde da er noch in der Gerichtsmedizin liegt da in Hamburg so üblich. Einer der Söhne möchte das Erbe ausschlagen. Der andere weis noch nicht. Beide Söhne hatten kaum Kontakt bis garnicht im Leben. Ich möchte gerne die Wohnung kündigen zwecks der laufenden Kosten. Brauche ich eine Vollmacht oder Einverständniserklärung von den anderen Söhnen (Erben) um die Wohnung kündigen zu können? Dasselbe ist bei Kontoauflösung Versicherungen usw. Zur Zeit sind mir irgendwie die Hände gebunden. Beim Nachlassamt kann ich auch nichts machen ohne Sterbeurkunde etc. Was kann ich tun ausser abwarten bis sich jemand meldet? Muss ich die gesetzlichen 3 Monate Miete weiterzahlen? Meine Entscheidung ist das Erbe anzunehmen. Kann ich bei den anderen eine Vollmacht erwzingen bzw gibt es dafür Zeitfristen die sie einhalten müssen? Zur Zeit bekomm ich einfach keine Rückmeldung von denen. Über den Tod wurden sie bereits am selben Tag des Versterbens in Kenntnis gesetzt. Ist das der Beginn für die 6 Wochenfrist um das Erbe auszuschlagen oder beginnt die Frist erst wenn das Nachlassamt die anschreibt. Ich danke für eine Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen
Tom 10. Dezember 2018
Guten Tag, vielen danke für diesen tollen ausführlichen Artikel.
Bei mir ist leider so ein Fall eingetreten und ich bin am überlegen ob ich das Erbe ausschlage. Denn die Vermögenswerte sich für mich nicht komplett ersichtlich. Ich vermute nämlich, dass es um die positiven Vermögenswerte nicht so gut bestellt ist. Diese Übersicht war sehr hilfreich, vielen Dank nochmal.
Thomas T. 13. Dezember 2018
Liebes Familienrechts-Team,
Danke für die tollen aufbereiteten Informationen zu diesem Thema. Eine Frage stellt sich mir noch: der Unterschied zwischen der Ausschlagungserklärung und der Pflichtanteilverzchtserklärung Ist mir nicht ganz klar. Also wenn man z.B. nicht als Erbe im Testament berücksichtigt ist, ist man über den Pflichtanteil trotzdem erbberechtigt. Kann man diesen Pflichtanteil mit einer Ausschlagungserklärung ausschlagen oder benötigt man eine Pflichtanteilsverzichtserklärung, die notariell beglaubigt werden muss?
Mit dieser Info könnte ich wieder ruhig schlafen. Vielen Dank nochmal für den guten Beitrag.
Patrycja 17. Dezember 2018
Wie ist das den wenn meine Oma verstorben ist und das Erbe überschuldet ist (Oma hat im Ausland gelebt) alle Kinder und Enkelkinder wohnen in Deutschland und wollen das Erbe ausschlagen. Ist es möglich dies von hier aus zu tun ohne ins Ausland(Polen) fahren zu müssen ? Und noch eine Frage wie ist das mit meiner 2 jährigen Tochter wäre ihre urenkelin geht es dann auf sie auch über Wenn wir alle das Erbe ausschlagen?
Birgit 29. Dezember 2018
Danke für hilfreichen Informationen.
Wenn ein leibliches Kind das Erbe wegen Überschuldung ausschlägt und kein weiteres oder Eltern leben, geht die Erbfolge nicht an die Geschwister der Verstorbenen über, richtig?
Danke für Ihre Nachricht und
Daniela 8. Januar 2019
Wenn der Bruder meiner Mutter verstorben ist, müssen dann Nichte Neffe und sogar davon die Kinder das Erbe ausschlagen? Wenn ja muss man diese 30-70 Euro Notar kosten pro Nase zahlen?
Marie 17. Januar 2019
Gibt es die Möglichkeit, als hartz4 Empfänger, die kosten einer Erbausschlagung erstattet zu bekommen oder das sie sogar entfallen?!
Johannes 21. Januar 2019
Guten Tag, kann ich als noch lebender, überschuldeter Erblasser für meine Erben eine Erbausschlagung beantragen. Danke
Brigitte 22. Januar 2019
mein Mann ist im Dezember verstorben,da keine Vermögungswerte bestehen sondern er
vor Jahren einen Kredit aufgenommen hatte den er immer noch abbezahlen muß. Die Rate dafür wird schon länger durch eine Pfändung automatisch von seiner Rente einbehalten.
Muß ich nun als seine Ehefrau dafür aufkommen oder wäre es besser das nicht vorhandene Erbe auszuschlagen, und was kommt dann auf mich zu
Georg 5. Februar 2019
Es klingt für mich als sei das Ausschlagen eines Erbes ein wenig wie die Unterschrift eines Aufhebungsvertrags bei Anstellung. In der Regel ist eine Rücknahme nicht möglich – und oft auch nicht sinnvoll. Der große Unterschied zwischen beiden Fällen ist, dass sich nach dem Ausschlagen des Erbes noch einiges an neuen Informationen ergeben kann, weswegen ich sehr froh bin über diese Regelung zur Anfechtung.
A. 15. Februar 2019
folgender fall der Vater ist verstorben und die Tochter hat das Erbe ausgeschlagen,die Tochter hat aber den Vater beertigt weil auf dem Konto des Vaters fast das Geld für die Beerdigung vorhanden war,den rest wollte sie selber drauflegen.Die Sparkasse will aber das Geld nicht freigeben um die Beerdigungskosten zu begleichen die sowiso nicht aussreichen um die gesamten kosten zu übernehmen,weil sie das Erbe ausgeschlagen hat obwohl ihr vorher gesagt wurde das das Geld was auf dem Konto vorhanden ist auf alle fälle dafür freigegeben wird.Es ist noch ein Sohn/Bruder da,der nichts damit zu tun haben will.(ob er das Erbe ausschlägt weiß keiner)Bleibt die Tochter jetzt auf den kosten sitzen,weil sie dem Beertigungs Institut unterschreiben musste das sie die kosten übernimmt(weil sie ja dachte das das wenigstens das Geld vom Konto für die Beertigung überwiesen wird, was sowiso nicht ausgereicht hätte)
Gerhard 23. März 2019
ich erhalte die Nachricht das mein angeblicher Bruder verstorben sei.
Die Nachricht erhalte ich von der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg.
Ich soll für die Bestattungskosten aufkommen. Habe dieses abgelehnt mit
einer Erbausschlagung über das Nachlaßgericht.
Der angebliche Bruder ist mir bis zum heutigen Tage nicht bekannt noch wußte ich
etwas von seiner Existenz. Lediglich die Geburtsurkunden zeigen auf das es sich um
die gleich Mutter handelt, aber auch diese ich mir bis heute nicht bekannte. Ich wurde
während des letzten Krieges 1940 10 Tage nach meiner Geburt in eine Wolldecke gewickelt
und per Zug nach Norddeutschland zu meinen Großeltern verfrachtet.
Meine leibliche Mutter kenne ich nicht habe sie auch nie gesehen ebenfalls der plötzlich
aufgetauchte angebliche Bruder ist mir nie bekannt gewesen und ist mir bis zum Tage
der Nachricht unbekannt gewesen. Jetzt soll ich die Bestattungskosten die angefallen sind
wie Leichen auffund Kühlhaus Transport Wäsche etc. und die Beisetzung begleichen.
Ich habe diese Nachricht am 09.01.2019 von der genannten Generalstaatsanwaltschft
erhalten. Muß ich diese Kosten tatsächlich tragen?
sind keine Erben vorhanden bzw. genügt das Erbe zur Begleichung nicht aus, geht die Pflicht zur Zahlung der Bestattungskosten des Verstorbenen in der Regel auf die unterhaltspflichtigen Personen über (Ehegatten, Abkömmlinge, Geschwister usf.). Bitte wenden Sie sich zur Prüfung Ihres Einzelfalles an einen Anwalt. Eine abschließende Bewertung ist hier nicht möglich.
Monika 30. März 2019
Guten Tag.mein Vetter ist verstorben,keine Eltern,keine Nachkommen, nur eine Tante würde 1/3 erhalten.meine Schwester und ich 1/6 und noch 3weitere Cousinen mit 1/6.meine Schwester möchte verzichten.geht dann ihr Anteil auf mich über ,oder auf die restlichen Erben
Karlheinz 2. Mai 2019
Unser Sohn ist vor ein paar Wochen verstorben. Er war nicht verheiratet. Hatte einen 3 jährigen Sohn.
Wir wissen nicht wie hoch seine Verbindlichkeiten sind. Nach dem Sohn, schlagen wir das Erbe aus. In wie weit würde die Erbfolge gehen? Wer müsste nach uns und evtl auch der Bruder des verstorbenen das Erbe ausschlagen?
Hanna 25. August 2019
Hier würde mich interessieren, da wir gerade einen ähnlichen Fal(wesentlich größere Familie, haben: wurden Sie vom Nachlassgerocht informiert oder haben Sie von sich aus den Wrbschein beantragt/Kontakt aufgenommen. Ich habe den Nachlass meiner Cousine in Bezug auf Bestattung und Wohnung geregelt. Da sie vom Sozialamt lebte, würde das Erbe wohl eh von denen eingezogen. Jedoch habe ich die Auskunft erhalten, als Cousin nichts vom Gericht zu hören, es sei denn ich würde die Verwandtschaft zu ihr und alle anderen Verwandten nachweisen.
J. 19. Juli 2019
Hallo der Onkel meines Schwiegersohns ist verstorben. Bereits vor 2 Monaten. Er hat keinerlei Kontakt zu der Familie und hat es erst durch Zufall erfahren. Der Onkel hinterlässt Schulden. Was ist, da die 6 Wochen Frist zum ablehnen schon verstrichen ist , muss er das Erbe eventuell annehmen. Oder wird er vom Amt noch angeschrieben? Der Onkel hinterlässt Ehefrauen, Kinder und Enkel.
Wie gesagt hat er nichts von dem Ableben des Onkels gewusst und erst jetzt nach 2 Monaten erfahren. Was ist nun zu tun? Bekommt er noch Post vom Amt oder soll er sich selber da melden? Vielen Dank im voraus. Mf. J.
Babsi 22. Oktober 2019
mein Onkel ist verstorben, die Ehefrau würde das Erbe ausschlagen, damit das komplette Erbe an den Sohn geht.
Sie leben gemeinsam in einem Haus, der Sohn ist ledig
Ist das ratsam? Sollte z. B. ein Wohnrecht geschrieben werden?
Mandy 25. Oktober 2019
Huhu guten Tag. Mein Vater verstarb im Mai. Meine Geschwister und ich haben das Erbe ausgeschlagen. Meine Mutter hat es angenommen. Nun will die Stadt das wir aufkommen und müssen allerhand Daten offen legen unter anderem Lebensversicherungen bzw Rückkaufwert die aber zur Absicherung unserer Wohnung gilt ebenso die sparkonten von meinem Mann. Auf einem ist das Geld von meinem Führerschein für dem ich mich im sept. Angemeldet hab. Zudem Zeitpunkt hatte ich noch keine Aufforderung der Stadt erhalten. Ich selbst bin in elternzeit und hab 3 Kinder da braucht man schon einen Führerschein und ein Auto für den Fall der Fälle das mit den Kindern etwas ist und auch für später damit ich nicht mehr mit dem Rad durch den Wald zur Arbeit muss . Meine Mutter kann nicht für die kosten aufkommen und ist auch von der Stadt befreit wurden. Ich musste allerdings schon nicht für die Unterhaltskosten aufkommen als mein Vater im Pflegeheim wohnte das schreiben erhielt ich ca in März. Nun würde ich gern wissen wie sich der sacherverhalt hält . Muss ich den Rückkauf der versicherungen angeben ? Zumal die meines Mannes auch einen arbeitsunfähigkeitsversicherung ist und für die Wohnung als Sicherheit gedacht ist ? Und wie sieht das mit dem spargeld meines Mannes aus?
Jutta 30. Oktober 2019
Liebes Familienrecht-Team,
wenn mein Vater stirbt, wir Kinder das Erbe wegen Überschuldung ausschlagen – wo sollen dann seine Kleidung, Möbel, Fernseher oder das Auto hin? Dürfen wir Kinder diese Dinge oder nach Verkauf das dafür erhaltene Geld unter uns aufteilen?
Michael 4. November 2019
mein Vater ist verstorben. Mein Vater und meine Mutter sind geschieden und es Bestand mit uns seit 11 Jahren kein Kontakt mehr. Meine beiden Brüder und ich sind in der gesetzlichen Reihenfolge die nächsten Erben. Wir Brüder haben aber beschlossen, das Erbe nicht anzunehmen. Die Kripo hat gesagt, das sie in dem Fall alles ans Städt. Amt weitergibt und von dort aus die Beerdigung eingeleitet wird. Die Kosten würden von uns dann zurückgefordert. Meine Fragen wären folgende: 1) Bekommen wir vom Städt. Amt dann die Sterbeurkunde zugeschickt? Die brauchen wir ja unter anderem auch für den Antrag auf Erbausschlagung beim Amtsgericht. 2) Müssen wir die Unterlagen (Verträge usw.) meines Vaters noch sichten und haben wir bei einer möglicherweise bestehenden Sterbegeldversicherung Anspruch auf das Sterbegeld?
U.C. U. 8. Dezember 2019
müssen alle Familienmitglieder eine eigene Erbausschlagung einreichen?
Oder geht das auch gemeinsam?
Sabine 30. November 2019
Liebes Familienrecht-Team!
Wir haben zu Lebzeiten unserer Eltern bereits alles geregelt und verteilt. Unser Vater hat lebenslanges Wohnrecht in der überschriebenen Immobilie. Vermögenswerte gibt es nicht mehr – Sachwerte zu vernachlässigen. Aus einer vor einigen Generationen ungeklärten Erbangelegenheit allerdings resultiert eine jährliche (zwar recht geringe) finanzielle Verpflichtung, die wir nicht übernehmen und an unsere Erben weitergeben wollen.
Wir wollen das Erbe ausschlagen. Gibt es irgendetwas, was wir dabei bedenken sollten?
Was geschieht mit dem Inhalt seiner Wohnung? Wir haben daran sentimentales Interesse…
Die Beerdigungskosten werden wir natürlich übernehmen. Haben wir irgendetwas nicht bedacht, was uns später “auf die Füße fallen” könnte?
Helene 31. Dezember 2019
Mein ältester Bruder ist am 03.12.2019, kurz nach dem Tod seiner letzten Partnerin verstorben.
Wie ich heute aus einem Bescheid vom Nachlassgericht seines Wohnortes erfahren habe, hat seine Tochter das Erbe wegen wahrscheinlicher Überschuldung ausgeschlagen. Andere Kinder gibt es nicht.
Außer mir leben noch zwei weitere Geschwister, die aber keinen solchen Bescheid bekommen haben. Ich werde auf jeden Fall das Erbe ausschlagen, da ich zu meinem Bruder seit 40 Jahren so gut wie keinen Kontakt hatte. Muss ich beim Nachlassgericht angeben, dass da noch zwei lebende Geschwister und ein vor zwei Jahren verstorbener Bruder, alle mit Kindern gesegnet, vorhanden sind ?Meine Geschwister werden das Erbe bestimmt auch ausschlagen. Für seine Beerdigung hat unser Bruder wohl, nach Aussage des Bestatters, Versicherungstechnisch gesorgt. Dass er Schulden hatte und die Wohnung in sehr schlechtem Zustand ist, befürchten wir auch. Nicht umsonst hat seine Tochter das Erbe ausgeschlagen. Was kann noch auf uns zukommen.
Ja. 15. Januar 2020
Ich möchte gerne wissen op meine Schwiegertochter auch mit muss weil wir das Erbe meines Bruders ausslagen
thomas b. 23. Januar 2020
mein bruder ist gestorben. er hatte einen berufsbetreuer. muß mir der betreuer auskunft geben über vermögen bzw. schulden (für evtl. erbausschlagung)?
zusatz zu meiner frage: der bruder war kinderlos. ich wäre der nächste erbe.
Andreas 23. Januar 2020
Hallo Familienrecht-Team,
mein “Erzeuger”, den ich bisher nur einmal gesehen habe, ist kürzlich verstorben.
Nachdem mir über ihn nichts bekannt ist, habe ich das Erbe ausgeschlagen.
Muss meine Tochter, die als nächste in der Erbfolge drankommt, ebenfalls für eine Ausschlagung zahlen oder nur ich, da ich als erster abgelehnt habe?
J. 5. Februar 2020
Hallo, hab eine Frage und zwar geht es darum. Das von meiner Tochter der erzeuger seine Mutter gestorben ist und ich nun das Erbe ausschlagen muss weil nur Schulden hinterlassen wurden, jetzt ist es aber so das finanziell selber nicht gerade gut da stehe und 30 Euro nicht möglich sind zu zahlen!
Wie kann ich das dem gericht erklären das sie mir diese Gebühr erlassen oder sich das vom erzeuger meiner Tochter holen.
Jochen 14. März 2020
Ich und meine Mutter sind jeweils Besitzer eines halben Reihenhauses, das ich noch alleine bewohne. Am 06.02. ist meine Mutter im Pflegeheim verstorben. Ihre Haushälfte ist mit einer Gundschuld von 60.000 Eure gegenüber dem Sozialamt belastet. Da ich Einzelkind bin und auch der Bruder meiner Mutter und auch ihr geschiedener Mann verstorben sind, möchte ich das Erbe ablehnen. Was geschieht denn dann mit dem Haus? Muss ich da dann ausziehen?
familienrecht.net 6. April 2020
ausschlaggebend sind in aller Regel die Eigentumsverhältnisse, die aus dem Grundbucheintrag hervorgehen.

References: § 1942
 § 1953
 § 1945
 § 1643
 § 103
 § 1968
 § 1954

§ 1944