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Timestamp: 2019-04-22 12:15:02+00:00

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Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. :: Thema anzeigen - ab jetzt "homegeschoolt"....- am Ende!
ab jetzt "homegeschoolt"....- am Ende!
Verfasst am: 21.01.2006, 19:21 Titel: ab jetzt "homegeschoolt"....- am Ende!
Wie einige von euch in einem anderen Forum vielleicht schon gelesen haben mögen, ist mein Jüngster (11) seit dem 12.01.06 quasi "ausgeschult" - auf unbestimmte Zeit krank geschrieben...
Leider sind die Texte des alten Forums ja bisher nicht in Gänze wieder aufgetaucht...- also in Kürze: Kind mit 8 Jahren als hochbegabt getestet (Im Hawik ein Gesamtwert von 136/im Verbalteil 144).
Weiterhin kommt er mit sich und seiner Umwelt -vor allem mit der Schulwelt- nicht klar........ übersensibel, alles zu laut, zu viel.... (er saugt auf wie ein Schwamm......), dazu eine schulvorgeschichte, die ihresgleichen sucht...(unverarbeitete traumatische Altlasten aus der 3.Klasse, wegen der er die Schule wechseln musste).
Seit dem 15.Oktober war das Kind nur 23 Schultage im Unterricht anwesend.
Den Rest der Zeit krank geschrieben, wg. Migräne, Durchfall, Pneumonie, z.Zt. aus psychischen Gründen......
Nach Weihnachten hat es genau 2 Tage gedauert... dann saß das Kind einmal mehr heulend am Tisch, hat sich geschlagen (mit Buch und Stift), sich als "dumm" bezeichnet, den sowieso keiner mag..., es folgte der Spruch: "Und dann ermorde ich mich selbst!"
Ich zog die NOTBREMSE! Und ließ ihn sofort krankschreiben (seine KL riet mir ebenfalls dazu - er zeigte im Unterricht ähnliche Tendenzen).
Zur Zeit wird er von mir zuhause beschult.... - gute und schlechte Phasen..... Es ist sehr schwierig (obwohl ich ihm gegenüber die Ruhe selbst bin).
Eigentlich steht ihm Hausunterricht zu, da es zudem wahrscheinlich ist, dass er bis Schuljahresende nicht mehr zur Schule wird gehen können.
Den verweigert uns die Schulbehörde in Tat-einheit mit dem Rektor zur Zeit - mit immer neuen Begründungen... An der derzeitigen Krankschreibung fehlen 3 Tage (zu den 4 Wochen).
Material von der Schule erhalten wir gar nicht... Ich hatte mehrfach darum gebeten (u.a. an SL, am Freitag per Fax direkt ins Lehrerzimmer), mindestens, darum, woran die anderen gerade arbeiten. Es kommt NIX!
Mein Sohn sagt: "Die wollen mich sowieso nicht mehr haben!"
Wasser auf seinen Mühlen "Selbsthass und Hass auf Lehrer und Schule".
Die Privatschule, die der Bruder seit 3 Monaten mit großer Freude besucht, nimmt ihn derzeit nicht - Platzmangel.
Neue Hiobsbotschaft am Freitag: Ich telefonierte mit der Rechtsabteilung im Schulamt. Man sagte mir, dass in der Regel bei solangen Fehlzeiten nicht versetzt wird...
Klartext: Das Kind erhält keine Hilfen (weder für den Lehrstoff noch pädagogisch-psychische Unterstützung....), und soll dann auch noch nicht versetzt werden. Er, der sich sowieso im Unterricht tödlich langweilt....... Und wenn er nicht versetzt würde, schwände auch seine Chance auf einen Platz in der Privatschule, denn die besteht als vage Aussicht nur in der derzeitigen Klassenstufe 6....
Ich habe einmal mehr das Gefühl, dass wir gewaltig ver-ar.... werden.
Im Cache (unsere Vorgeschichte):
http://64.233.183.104/search?q=cach.....html+emgs+momo&hl=de
http://64.233.183.104/search?q=cach....ser+supergau%22&hl=de
Verfasst am: 21.01.2006, 20:16 Titel:
Zu deinem Text fiel mir spontan das folgende Zitat ein:
Zu den Fehlzeiten kann ich dir sagen, dass unsere Tochter mit offiziell 82 Fehltagen problemlos versetzt wurde -
inoffiziell waren es weit mehr, aber das war der Schule dann wohl doch zu peinlich
Welche Klasse besucht dein Sohn - steht vielleicht demnächst ein Schulwechsel an?
Verfasst am: 21.01.2006, 20:54 Titel:
Er ist zur Zeit in der 6.Klasse eines Gymnasiums.
Ich würde ihn mit einer besseren Alternative sofort da wegholen - aber außer der Privatschule (Platzmangel) gibt es derzeit keine.
An den anderen Gyms geht es ähnlich zu - und Förderung von hochbegabten Underachievern ist an keine der Schulen ein Thema. Auch die Realschulen laufen über und wollen (vorwiegend über Notendruck) Schüler loswerden.
Einzig an Hauptschulen bei uns gibt es nette kleine Klassen (um 20 Schüler) und zumindest manchmal sehr engagierte Lehrkräfte...
Aber dieser Kleine ( er ist sehr weich, sprachlich auf dem Niveau eines Erwachsenen, irgendwie jedenfalls nicht richtig ein Junge ) ist dem sozialen Klima an einer Hauptschule (die bei uns wirklich Restschule ist) in keiner Weise gewachsen - mal abgesehen davon, dass er halt hochbegabt ist und ein enormes Wissen hat (nicht aus der Schule...)
Nachdem ich am Tage der Krankschreibung noch offiziell schrftl. Hausunterricht beantragt hatte, erreichte mich einen Tag später eine mailkopie des SL, gerichtet an das Gesundheitsamt....
Sehr geehrte Frau Dr. XX,
ich möchte Sie auf diesem Wege über eine schwerwiegende psychische Erkrankung unseres Schülers XX, wohnhaft in ....................informieren und Sie in diesem Zusammenhang um Hilfe bitten.
XX ist dem Unterricht aufgrund von Ängsten, depressiven Gefühlszuständen (bis hin zu Suiziddrohungen) und innerer Ablehnung der Schule und der Lehrkräfte seit Anfang Dezember 2005 ferngeblieben.
Krankmeldungen erfolgten seitens der Mutter, die Fehlzeiten sind ärztlich attestiert. Der Versuch der Mutter, XX nach den Weihnachtsferien wieder in den Schulbetrieb hineinzulotsen, ist gescheitert: Bereits nach zwei Schultagen in diese Woche war klar, dass die psychische Verfassung des Jungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen weiteren Besuch der Schule zulässt.
Die Mutter strebt nun nach eigenem Bekunden eine Krankschreibung bis zum Ende des Schuljahres an. Die Mutter wünscht, dass XXin dieser Zeit zu Hause bleiben und durch Hausunterricht gefördert werden soll, der in hohem Maße von Lehrkräften unserer Schule zu erteilen wäre.
Schulleitung, Klassenleiterin und auch Frau x stimmen darin überein, dass XX dringend einer professionellen therapeutischen Begleitung und Unterstützung bedarf ? gegen eine solche scheint sich der Junge aber zu sträuben. Ich bitte Sie daher um Ihre Stellungnahme, insbesondere auch Hinblick auf XX weitere Beschulung.
-Schulleiter-"
Nach dem Wochenende dann an mich:
"Sehr geehrte Frau x, 16.01.06
ich bitte Sie um Vorlage eines ärztlichenAttestes für das derzeitige Fehlen Ihres Sohnes. Ihr Fax vom 12.1.06 an Herrn z genügt nicht.
Über einen ggf. zu erteilenden Hausunterricht ist die Schulleitung im Gespräch mit der zuständigen Dezernentin. Eine Entscheidung wird zügig getroffen.
Sehr geehrte Frau x , 18.01.06
ich setze Sie hiermit nach Rücksprache mit der zuständigen Dezernentin, Frau z, davon in Kenntnis,
dass ein individueller Förderunterricht eine mindestens 4wöchige Krankschreibung / Attestierung durch einen
Arzt vorausetzt.
Wir müssen also zunächst das Ergebnis der kinderpsychiatrischen Begutachtung am 6.2.2006 abwarten.
Das ist alles, was ich an Informationen von Schule, SL, Schulamt habe. Also schrieb ich ans MK (3 x , bisher alles ohne Antwort, ohne jede Rückmeldung), an eine Kinderrechtsorganisation, Antragstelle des Verwaltungsgerichts (einstweilige Anordnung), an die DGHK, ....und an die Presse.
Weil hier einem 11jährigen Buben, der zwar schulunfähig aber nicht lernunfähig ist, der Unterricht staatlicherseits verweigert wird.
Das Gesundheitsamt, -die Schulärztin- , meldete sich sofort nach dem Wochenende tel. bei mir, sehr nett, sehr besorgt. Sie sahen keinen Handlungsbedarf, da alles, was zu tun war, von mir bereits eingeleitet worden war.
Der SL wollte wohl erreichen, dass das Kind amtsärztlich für gesund erklärt würde... (so dass er unentschuldigt fehlt und dann gefeuert werden kann......).
Das gelang ihm nicht, weil die Schulärztin SEHR verständnisvoll war - und der Schule eine Fortbildung zum Thema empfahl......
Verfasst am: 21.01.2006, 23:13 Titel:
m. E. typischer Fall von Krähen-Willkür.
In welchem Gesetz steht, dass bei so langer Fehlzeit in der Regel nicht versetzt wird?
In der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung,
den Hausunterricht und die Schule für Kranke
(Ausbildungsordnung gemäß § 52 SchulG -AO-SF)
- geändert durch VO zur Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen
gem. § 53 SchulG vom 13. Juli 2005 -
Zweiter Teil - Hausunterricht
(2) Wird der Hausunterricht beendet und kehrt die Schülerin oder der Schüler in die Schule zurück, äußern sich die Lehrkräfte gegenüber dieser Schule zum Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers. Die Schule nimmt sie oder ihn in der Regel probeweise bis zum nächsten Zeugnistermin die Klasse oder Jahrgangsstufe auf, nach deren Anforderungen sie oder er im Hausunterricht zuletzt unterrichtet worden ist. Nach der Probezeit entscheidet die Versetzungskonferenz, ob die Schülerin oder der Schüler erfolgreich in der Klasse mitarbeiten kann.
Heißt im Klartext, dass der Schüler auch in die nächsthöhre Klasse versetzt werden kann, wenn er nach diesen Anforderungen (beim Hausuntericht!) zuletzt unterrichtet wurde.
Hier der komplette Ausug:
§ 38 Einrichtung von Hausunterricht
1. Schülerinnen und Schüler, die wegen Krankheit voraussichtlich länger als sechs Wochen die Schule nicht besuchen können,
2. Schülerinnen und Schüler, die wegen einer lange andauernden Erkrankung langfristig und regelmäßig an mindestens einem Tag in der Woche nicht am Unterricht teilnehmen können,
3. Schülerinnen in den Schutzfristen vor und nach der Geburt eines Kindes entsprechend dem Mutterschutzgesetz und während der Schwangerschaft, soweit sie nach ärztlicher Bescheinigung die Schule nicht besuchen können.
(2) Die Eltern richten einen Antrag auf Hausunterricht an die bisher besuchte Schule. Sie fügen das ärztliche Gutachten gemäß § 39 bei. Die Schule legt den Antrag dem Schulamt vor; sie kann auch einen eigenen Antrag stellen. Das Schulamt entscheidet über den Antrag und bestimmt die für den Hausunterricht zuständige Schule (Stammschule), in der Regel die bisher besuchte Schule.
§ 39 Ärztliches Gutachten
Die Eltern weisen durch ein ärztliches Gutachten nach, dass die Voraussetzungen des § 38 erfüllt sind. Das Schulamt kann bei der unteren Gesundheitsbehörde ein amtsärztliches Gutachten anfordern.
§ 40 Unterricht und Unterrichtsorganisation
1. in den Fällen des § 38 Abs. 1 Nrn. 1 und 3 in den
- Klassen 1 bis 4 bis zu 5 Stunden (einschließlich Eingangsklassen an Förderschulen )
- Klassen 5 bis 8 bis zu 6 Stunden
- Klassen 9 und 10 bis zu 8 Stunden
- Klassen/Jahrgangsstufen der Sekundarstufe II bis zu 10 Stunden.
2. im Fall des § 38 Abs. 1 Nr. 2 in den
- Klassen 1 bis 8 bis zu 2 Stunden (einschließlich Eingangsklassen an Förderschulen)
- Klassen 9 und 10 bis zu 3 Stunden
- Klassen/Jahrgangsstufen der Sekundarstufe II bis zu 4 Stunden.
§ 41 Information über den Leistungsstand, Fortsetzung der Schullaufbahn
Quelle: http://www.vbe-bezirksverband-koeln.de/PDF/Gesetze/AO-SF.html
"Kultusministerkonferenz verabschiedet
Empfehlungen zum Sonderpädagogischen Förderschwerpunkt
"Untericht kranker Schülerinnen und Schüler"
Schülerinnen und Schüler, die auf Grund einer Erkrankung für längere Zeit oder in regelmäßigen Abständen im Krankenhaus bzw. in ähnlichen Einrichtungen stationär behandelt werden oder die Schule nicht besuchen können, erhalten nach den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen während dieser Zeit Unterricht. Erziehung und Unterricht sind für kranke Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung. Denn der Unterricht bietet ihnen die Möglichkeit, trotz ihrer Krankheit mit Erfolg zu lernen; auch Befürchtungen, in den schulischen Leistungen in Rückstand zu geraten, werden vermindert. Unterricht kann zudem auch die physische und psychische Situation der kranken Kinder bzw. Jugendlichen erleichtern; sie können lernen, mit der Krankheit besser umzugehen sowie ihren Willen zur Genesung zu stärken. Auch das Hinausschieben notwendiger Krankenhausaufenthalte in die Ferien soll durch das Unterrichtsangebot vermieden und damit der günstigste Zeitpunkt für die medizinische Behandlung genutzt werden. Für Kinder und Jugendliche, die lange krank sind, ist Unterricht eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am Leben der Gemeinschaft.
Kranke Schülerinnen und Schüler haben veränderte Lerngegebenheiten, so dass sie im normalen Unterricht ohne besondere pädagogischen Hilfen nicht hinreichend gefördert werden können. Ziele, Inhalte, Methoden, Lernorganisationen und Medien werden daher dem besonderen Förderbedarf entsprechend ausgewählt. Dabei werden die sich aus der Krankheit und der besonderen Unterrichtssituation ergebenden Belastungen einbezogen.
Der Unterricht für kranke Schülerinnen und Schüler kann als Krankenhausaufenthalt, in der Schule für Kranke oder als Hausunterricht erfolgen. Dabei wirken die Schulaufsichtsbehörden mit den Trägern der Krankenhäuser zusammen, um die wirkungsvolle und kontinuierliche Durchführung der schulischen Förderung zu gewährleisten. Der Unterricht von kranken Schülerinnen und Schülern im Krankenhaus erfordert die organisatorische Abstimmung des Unterrichts und des Krankenhausbetriebes unter Berücksichtigung der Aufgaben und Erfordernisse beider Einrichtungen. Hier bedarf es der Zusammenarbeit von Lehrkräften und behandelnden wie betreuenden Fachkräften. Nach Maßgabe landesrechtlicher Regelungen können Kinder und Jugendliche auf Antrag auch Hausunterricht erhalten, wenn sie wegen oder in Folge einer längeren Erkrankung die Schule nicht besuchen können. Die Organisation des Hausunterrichts regelt grundsätzlich die Schulaufsichtsbehörde, sie kann auch von einer Schule durchgeführt werden, die sich mit den behandelnden Ärzten abstimmt.
Die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zum Förderschwerpunkt "Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler" geben ferner Auskunft über die Frage der Leitungsbewertung der Schulabschlüsse an Schulen für Kranke bzw. bei Krankenhaus- und Hausunterricht sowie zu Einsatz und Qualifikationen des Personals. Die neue Empfehlungen sind zusammen mit anderen Empfehlungen zu sonderpädagogischen Förderschwerpunkten im Sekretariat der KMK auf schriftliche Anfrage hin erhältlich.
Quelle: http://www.kmk.org/aktuell/miinf598.htm#schwerpunkt
P.S. Die Einreichung einer Klage beim Verwaltungsgericht wirkt nach meinen Erfahrungen bei Krähen-Willkür Wunder
Verfasst am: 22.01.2006, 11:33 Titel:
Hallo Petra L.,
ich weiß, was im Gesetz steht - habe mein Wissen aus www.schure.de auch allen Beteiligten übermittelt.
Sie stellen sich derzeit formal auf den Standpunkt, dass an den 4 Wochen 3 Tage fehlen.....- und fangen zumindest mdl. (Rechtsabt.) auch noch an darüber zu diskutieren, dass ja nun ärztlicherseits erstmals überprüft werden müsste, ob und in welchem Umfang das Kind überhaupt noch belastbar sei.....(=> was heißt, sie wollen wohl eine ausführliche psychiatrische Stellungnahme..."wir wollen dem armen Kind ja nicht zusätzlich noch schaden!")
Sie spielen auf Zeit, um die Stunden an meinen Jungen nicht herausrücken zu müssen.
Ich habe vor, morgen beim Jugendamt einen Antrag auf einen Hauslehrer zu stellen (Hilfe durch das JA ist nachrangig...- der vorrangige Träger -Schulbehörde- hilft uns nicht!) - Wenn man gegen Eltern wg. Missachtung der elterlichen Fürsorge vorgehen kann (seitens des JA), dann kann man hoffentlich auch gg. die Schulbehörde wg. Missachtung der Bildungspflicht vorgehen!
Schließlich lebt ein Kind in genau diesen zwei Sozialisationsräumen: Schule und Elternhaus.
Verfasst am: 15.02.2006, 16:59 Titel:
Hallo, momo und andere Betroffene
bin neu hier, habe irgendwann deine "Fleißarbeit" vom November 05 gelesen, Übernahme Privatschule, § 35a oder 27 SGB VIII. Unser Problem ist ähnlich, Kind wird nächstes Halbjahr nicht mehr in sein Gymn. gehen, langweilig, Mobbing, Frust seinerseits und seitens der Lehrer. Zensuren an der untersten Grenze, Versetzung naja, evtl. ?? Jetzt mal meine Frage. Wie krieg ich Privatschule durch? Krieg ich die durch? BSHG gibt es nicht mehr, demnach auch nicht mehr Eingl.-hilfeVO? Jetzt Bezug auf sgb12? Dort wiederum Bezug auf sgb2? Furchtbar. Dann schieben sich sämtliche Ämter den schw. Peter zu. Dann ist es zu spät. Trotzdem habe ich deine "Fleißarbeit" als Grundlage für mein "Anträgchen" genommen. Vielen Dank erstmal, hat mir Mut gemacht.
Verfasst am: 16.02.2006, 08:24 Titel:
am besten, du schickst mir eine PN und deine mail. Offenbar liest unser JA hier mit - und gewisse Details kann ich hier damit nicht mehr öffentlich machen.
Anrufen kannst du mich dann auch.
Übernahme Privatschule ist möglich, wenn erstrangig keine andere Hilfe zur Verfügung steht UND wenn das Kind im Sinne des §35a SGB VIII "seelisch behindert" oder "von einer solchen Behinderung bedroht" ist.
Ich klage das jetzt für meinen älteren Sohn durch (Verwaltungsgericht). Eine begabungsgerechte Schule ist uns auch nach 3 Monaten intensiver Fleißarbeit bei der Schulbehörde nicht benannt worden. Sie geben schlicht KEINE Auskunft und verweigern denen, die es könnten ( sonderpädagogischer Dienst) die Mitarbeit (wird untersagt).
Unser Älterer hat eine deutliche Begabungsdiskrapanz (dissoziierte Intelligenz nach F.74 -ICD-10) - verbal hochbegabt- handlungs-lernbehindert.
Er bräuchte eine Schule auf intellektuell hohem Anspruch mit pädgogischer Förderung im praktischen Bereich und Nachteilsausgleich/Zeit für schftl. Arbeiten.
Das ist so im Schulsystem nicht vorgesehen...
Vor Ort gibt es keine Regelschule, die so unterrichtet. Das weiß wohl auch die SchuBe, weshalb die jede Auskunft verweigern...
Das JA (hat hier abgelehnt OHNE eine Gespräch mit uns-rechtswidrig...) stellt sich auf den Standpunkt=> schulische Sachen sind nicht unser Ding...wg. der Nachrangigkeit.
Das mit der Nachrangigkeit stimmt sicher... ,- nur ist tatsächlich beweisbar dank des Schriftverkehrs Hilfe über die SchuBe nicht zu erhalten....
Unser anderer hb-Sohn ist seit Januar zuhause... - Hier habe ich aktuell eine Klage vor dem Verw.-Gericht laufen, um den gesetzlich möglichen Hausunterricht durchzusetzen...
Entscheidung steht aus.... Es wird wohl auch auf eine Privatschule hinauslaufen.
Verfasst am: 16.02.2006, 10:11 Titel:
http://72.14.207.104/search?q=cache....l=de&ct=clnk&cd=6
Lies`mal!
Verfasst am: 23.02.2006, 21:01 Titel:
mach ich, näheres später, bin nach "nötigem" Urlaub wieder fit.
Verfasst am: 23.03.2006, 08:28 Titel:
...derzeitiger stand, 23.03.06: noch immer zuhause, auf unbestimmte Zeit krank geschrieben.
Seit 12.01.06 fühlt sich seine Schule nicht mehr zuständig, kein Kontakt zum Kind. Keiner fragt, wie es ihm geht.
In der Sache "Antrag auf Hausunterricht" wurde vom Gericht auch jetzt noch nicht entschieden (seit 13.02.06 nicht) - immer neue Verzögerungstaktiken.
Er hat -außer durch mich- keinen Unterricht und keine Außenkontakte.
Gestern hat die KL mir mdl. mitgeteilt, sie fühle sich aus Gründen der eigenen Belastbarkeit (und weil sie weitere 32 Schüler habe) nur noch in der Pflicht, uns einmal in der Woche in der großen Pause einen Umschlag mit den gesammelten Blättern der Kollegen zu überreichen. sie wird uns das schrftl. geben.
Keine Zukunftsplanung, kein gar nichts.
Das heißt, wir haben unsere einzige Kontaktperson in der Schule verloren. Unser Sohn hat nicht einen "Fürsprecher" mehr.
In der Schulbehörde verweist man auf den Schulleiter (der uns jetzt -zig mal belogen hat und daher nicht unser Vertrauen genießt).
Eine Rechtsass. , ca. 30 Jahre jung und ohne Kinder, ließ gestern tel. folgendes vom Stapel: "Sie bestimmen nicht, wo Ihr Kind beschult wird. Das bestimmt das Land Niedersachsen! Und das Land Niedersachsen sind wir, die Schulbehörde und die Schulen!"
Unser Sohn ist nun, nochmals im Stich gelassen, doppelt überzeugt, dass man Lehrern und Schulen auf gar keinen Fall und nie vertrauen darf.
Ich denke nicht, dass dieses Kind nochmals eine öffentliche Schule betreten wird.
Verfasst am: 23.03.2006, 09:17 Titel:
Hoffentlich vergisst diese - inzwischen wohl auch weichgeklopfte - Dame nicht, dem Umschlag die entsprechenden Kopien der Lösungswege sowie der Lehrerlösungen beizufügen.....
Und: ich glaube kaum, dass sich die Phobie Deines Sohnes NUR auf öffentliche Schulen beschränkt.... Mein Sohn hasst inzwischen pauschal und rundum alles, was von sich behauptet, es sei kollektive Schule oder Lernen....
Verfasst am: 25.03.2006, 21:28 Titel:
...neue Runde: Heut' über das Gericht einen neuen Schriftsatz seitens der Schulbehörde erhalten...
Danach gäbe es ja keine Rückführungsperspektive an die Noch-Schule....
Außerdem zweifelt man am Sinn des Hausunterrichts als geeignete Maßnahme zur ReIntegration.......
Unser Sohn könne doch auch bei einer KJP-Aufnahme in der dortigen Tagesklinik beschult werden......
Und außerdem stünde mit der Schule xy eine Schule zur Verfügung, die im Hochbegabtenverbund aufgenommen ist (jene Schule mit MOBBING-Fall heute in der Tagespresse...)
Ergo: Meinem Sohn stünde damit kein Hausunterricht und damit auf unabsehbare Zeit überhaupt kein Unterricht zu!
So: Meine antwort....
Unser Sohn gilt laut Kinderpsych. inzwischen nach §35a KJHG als "seelisch behindert" (chronifizierte Störung!)
Nach dem Grundgesetz darf niemand wg. einer Behinderung benachteiligt werden.
Lt. Schulgesetz besteht zum einen Schulpflicht (Schulzwang) - **Abmelden ginge also nur, wenn eine andere Schule in Sicht wäre (ist nicht) - damit ist immer noch die derzeitige Schule leider zuständig.... **
(1)Schülerinnen und Schülern, die infolge einer längerfristigen Erkrankung die Schule nicht besuchen können, soll Unterricht zu Hause oder im Krankenhaus in angemessenem Umfang erteilt werden.
Zum anderen gibt es auch ein
Das Land ist verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten das Schulwesen so zu fördern, dass alle in
Niedersachsen wohnenden Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Das Schulwesen
soll eine begabungsgerechte individuelle Förderung ermöglichen und eine gesicherte Unterrichtsversorgung
bieten. Unterschiede in den Bildungschancen sind nach Möglichkeit durch besondere Förderung der benachteiligten
Schülerinnen und Schüler auszugleichen. Auch hochbegabte Schülerinnen und Schüler sollen besonders
Unser Sohn darf wg. seiner Behinderung nach dem GG nicht benachteiligt werden, hat auch mit der Behinderung Anspruch auf Unterricht, und unterliegt der Schulpflicht.
Zuständig kann in diesem Augenblick mangels anderer Schule und bei NICHT-Klinikaufenthalt nur die zwangsläufig noch zuständige Schule sein, unabhängig, ob ein Besuch dieser zum späteren Zeitpunkt noch realistisch ist, oder nicht.
Findet ihr das schlüssig? Könnt ihr mir folgen?
Es kann doch nicht sein, dass diese "Winkeladvokaten" meinen, er könnte trotz offensichtlichen Vorhandenseins eines gar sonderpäd. Förderbedarfs ÜBERHAUPT keinen Unterricht erhalten.........., Verlust eines Schuljahres (folge: späterer Berufseintritt, Fehlen eines Beitragsjahres etc....)
Ich bin jetzt ernsthaft versucht, die Schulbehörde auf Schadenersatz zu verklagen!!!
Verfasst am: 26.03.2006, 19:06 Titel:
Morgen dann per Fax meine Erwiderung auf den bullshit der Schulbehörde:
Verwaltungsgericht xxxxxxxxxxxx
Fam. Z ./. Gymnasium y
Sehr geehrte Frau Richterin ............,
auf die am 25.03.06 eingegangene Stellungnahme der Frau ........., Schulbehörde vom 20.03.06 nehme ich folgendermaßen Stellung:
Vorschlag der zukünftigen Beschulung an der abc- Schule als Schule im Hochbegabten-Verbund lt. Schreiben der Frau .......:
Anliegend erhalten Sie die Kopie eines Artikels aus der Zeitung vom 25.03.06.
Der Artikel berichtet anonymisiert über das ausgeprägte Mobbing an einem 14-jährigen Schüler. Der Junge wie auch seine Familie sind mir namentlich wie auch persönlich gut bekannt, da mein Mann und der Vater des Jungen Arbeitskollegen sind.
Daher kenne ich auch seit mehr als einem Jahr die lange Leidensgeschichte des Jungen an genau der Schule, die Frau .........hier nun namentlich ins Spiel bringt: Der Fall hat sich nämlich aktuell bis Februar 2006 an der abc-Schule abgespielt!
Natürlich kennt auch unser Sohn den Jungen ' Tobias' ( sehr begabter, sensibler, wohlerzogener, netter Junge) und seine Geschichte.
Insofern kommt für unseren Sohn wie auch für uns ein Wechsel an eine Schule, die es in 18 Monaten nicht schafft, ein solches Problem in den Griff zu bekommen, die das Opfer nicht schützt, überhaupt nicht in Frage! Zudem hatte ich mit der SL bereits telefoniert ? sie konnte mir im Bezug auf unseren Sohn und die Vorgeschichte keine großen Hoffnungen auf Erfolg machen.
Aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht (Aussage Herrn Dr. ...........vom 23.03.06) kommt eine Re-Integration an das Gymnasium ............ebenfalls nicht mehr in Betracht!
Zur Zeit ist leider von einer zeitlich nicht absehbaren Krankschreibung auszugehen. Dennoch hat unser Sohn auch als krankgeschriebenes Kind Anpruch auf Unterricht, ein Anrecht auf Bildung. Dies ergibt sich sowohl aus dem §69 NschG als auch dem §54 NschG.
Schülerinnen und Schülern, die infolge einer längerfristigen Erkrankung die Schule nicht besuchen können, soll Unterricht zu Hause oder im Krankenhaus in angemessenem Umfang erteilt werden.
Niedersachsen wohnenden Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Das Schulwesen soll eine begabungsgerechte individuelle Förderung ermöglichen und eine gesicherte Unterrichtsversorgung bieten. Unterschiede in den Bildungschancen sind nach Möglichkeit durch besondere Förderung der benachteiligten Schülerinnen und Schüler auszugleichen. Auch hochbegabte Schülerinnen und Schüler sollen besonders gefördert werden.
Unser sohn befindet sich nicht in einem Krankenhaus ? die Aufnahme in eine KJP -stationär oder teilstationär- steht derzeit überhaupt nicht zur Debatte.
In der Klinikschule der KJP könnte er NUR unter der Bedingung einer stationären oder teilstionären Aufnahme beschult werden ? jedoch nur in einem zeitlich sehr geringen Umfang von max. 1-2 Stunden /Tag (in Deutsch und Mathe). Das ergab sich sowohl aus unserer Rückfrage in der KJP als auch aus den Aussagen von Eltern, deren Kind sich in der KJP befand. Da er aber nicht in der KJP ist (und nicht sein wird!), kann er in der dortigen Schule auch nicht beschult werden !!!
Die SCHULPFLICHT (Schulzwang) zwingt uns dazu, unser Kind an einer Schule angemeldet zu haben. Ansonsten machten wir uns möglicherweise strafbar im Sinne einer bußgeldfähigen Ordnungswidrigkeit. Derzeit ist die zuständige Schule das Gymnasium ........., weil eine andere Perspektive zur Zeit noch nicht absehbar ist. Da also SCHULPFLICHT besteht, gleichzeitig unser Sohn ein Recht auf Bildung hat, das wegen einer Erkrankung (bzw. hier bereits vorliegenden seelischen Behinderung im Sinne des § 35a KJHG) nicht eingeschränkt ist und auch nicht beschränkt werden kann (s. Grundgesetz Art. 3.3 ?Benachteiligungsverbot? "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden".), wie auch ein Anrecht auf Unterricht bei Erkrankung ? bzw. ?seelischer Behinderung? nach § 35a KJHG, bestehen wir weiterhin auf Erteilung eines angemessenen Ersatzunterrichts bis zur Genesung und möglichen Re-Integration unseres Sohnes in das öffentliche Bildungssystem!
Rechtlich ist so ein Ersatzunterricht hier (kein Krankenhausaufenthalt!) nun mal nur über das zur Zeit bestehende Schulverhältnis zum Gymnasium ...........als zuständiger Schule möglich. Sollte dies auch anders möglich sein, möge man uns bitte darüber aufklären.
Einverstanden wären wir wie bereits genannt auch:
mit Beschulung durch andere Lehrer aus einer anderen Schule
mit Videoübertragung des Unterrichts
mit Fernunterricht durch ein anerkanntes Fernlehrinstitut (www.ils.de)
Mit allen diesen Möglichkeiten (wie auch mit Beschulung durch Lehrer des Gym. ...........bei uns zuhause) ist auch unser Sohn einverstanden. Nicht einverstanden ist er mit ?gar keiner Unterstützung? und damit möglicherweise Verlust eines ganzen Schuljahres und/oder Gefährdung der Laufbahn an sich. Das halten wir auch für weder verhältnismäßig noch für im Einklang mit geltendem Recht (s.o.). Für den Fall der Nicht-Versetzung wg. Nicht-Unterstützung/Verweigerung von Unterricht und Verweigern des Abprüfens der Leistung behalten wir uns eine Schadenersatzklage gegen die Verantwortlichen vor. Frau KL .............steht uns, wie bereits mitgeteilt, nur noch als ?Briefträgerin?, nicht mehr als Gesprächspartnerin/Perspektivenmitplanerin zur Verfügung! Sie sprach mir gegenüber von einem ?eigenen Entschluss?. Ob das wirklich so war oder doch möglicherweise ein ?Druck von außen? stattfand, können wir nicht beurteilen.
Wenn wir aber in den vielen Wochen seit dem 12.01.06 feststellen können, dass sich seitens der Lehrerschaft NIEMAND persönlich beim Kind nach seinem Befinden erkundigt hat, dass weiterhin Arbeitsmaterial in manchen Fächern nur sehr schleppend ankommt...., dass Herr SL ................weiterhin nicht die Möglichkeit nutzt, unser Kind PERSÖNLICH kennenzulernen, dann empfinden wir eine Aussage wie ?ausdrücklich Kooperationsbereitschaft im Hinblick auf eine etwaige Rückführung? als blanken Zynismus!
Verfasst am: 01.04.2006, 13:17 Titel:
...heute erreichen wir eine neue Runde- und damit eine neue "Qualität"...
Komme eben vom Briefkasten.....- darin ein Schreiben der Schulbehörde, die für meinen praktisch unbefristet krank geschriebenen Sohn (Erinnerung: hochbegabt, IQ 136, Verbal-IQ 144, offiziell Schüler der 6.Klasse eines Gymnasiums mit Gym-Empfehlung...) zur Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs nach §68 NSchG rät (VO-SF)...- mich daran erinnert, zu erwägen im Laufe des Verfahrens eine "Förderkommission" zu beantragen...
Das alles vor dem Hintergrund, dass es hier jedenfalls keine "Förderschule für Hochbegabte" gibt, allenfalls zweimal "Schule für Lernhilfe", die nach LB-Richtlinien unterrichten und eine Schule für Kinder mit gB.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen... soll ich für den Knaben ein VO-SF einleiten (lassen), ja oder nein?
Wäre damit zu rechnen, dass er dann tatsächlich Zusatzförderung in einer Regelschule erhält - oder vielmehr als vermeintlicher "E-Schüler" an einer LB-Schule mitbeschult wird???
Verfasst am: 02.04.2006, 17:19 Titel:
die Antworten hast du dir sicher schon selbst gegeben. Natürlich bringt das Gutachten nichts. Dein Sohn wäre dann wohl nicht der erste HBler, der auf eine LB-Schule abgeschoben wird. Weiß die Schulbehörde nichts von dem IQ deines Sohnes? Wenn ja, ist der Vorschlag der Schulbehörde eine Frechheit. Frage doch mal an, welche Möglichkeiten außer LB-Schule deinem Sohn nach dem Gutachten dann offenstehen.

References: § 52
 § 53

§ 38
 § 39

§ 39
 § 38

§ 40
 § 38
 § 38

§ 41
 § 35
 §35
 §35
 §69
 §54
 § 35
 Art. 3
 § 35
 §68