Source: http://www.jurablogs.com/2012/09/14/zuordnung-uebertragenen-pauschbetrages-behinderte-menschen-getrennter-veranlagung
Timestamp: 2017-10-24 10:04:16+00:00

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Im hier vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall steht dem Sohn nach § 33b Abs. 3 Satz 3 EStG ein Pauschbetrag für behinderte Menschen in Höhe von 3.700 EUR zu, der –da ihn der Sohn nicht in Anspruch nimmt– gemäß § 33b Abs. 5 EStG auf die Mutter übertragen werden konnte, da sie für das Kind einen Freibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG oder Kindergeld (§§ 62 ff. EStG) erhält. Zwar steht der Pauschbetrag grundsätzlich beiden Elternteilen je zur Hälfte zu (§ 33b Abs. 5 Satz 2 EStG). Da auf deren gemeinsamen Antrag aber auch eine andere Aufteilung möglich ist (§ 33b Abs. 5 Satz 3 EStG), konnte er vollständig der Mutter zugeordnet werden.
Der nach § 33b Abs. 5 Satz 3 EStG allein der Mutter zugeordnete Pauschbetrag des Sohnes ist jedoch nach § 26a Abs. 2 Satz 2 EStG bei der Mutter und ihrem Ehemann jeweils zur Hälfte abzuziehen, da es sich bei § 26a Abs. 2 Satz 2 EStG um die speziellere Zuordnungsregelung handelt.
Der Gesamtbetrag der Einkünfte und das Einkommen (§ 2 Abs. 3 und 4 EStG) werden bei getrennter Veranlagung für jeden Ehegatten individuell ermittelt. Steuervergünstigungen sind deshalb nur bei dem Ehegatten zu berücksichtigen, der die Voraussetzungen des Begünstigungstatbestandes erfüllt. Daher sind z.B. Sonderausgaben getrennt veranlagter Eheleute grundsätzlich nur bei demjenigen Ehegatten abzuziehen, der sie getragen hat und die Voraussetzungen für ihre steuerliche Berücksichtigung erfüllt.
Für einige Steuervergünstigungen normiert § 26a Abs. 2 EStG jedoch besondere Zuordnungsregeln. Als Sonderausgaben abziehbare Kinderbetreuungskosten (§ 10 Abs. 1 Nr ...
Warum es günstiger ist, sich erst im neuen Jahr zu trennen
Veröffentlicht September 14, 2012 4:35am im Blog Rechtslupe.
Estg, Einkommensteuer (Privat), Kindergeld, Einkommen, Sohn, Behinderten Pauschbetrag, Getrennte Veranlagung

References: § 33
 § 33
 § 32
 § 33
 § 26
 § 26
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