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Timestamp: 2019-07-21 12:23:09+00:00

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B 5 R 36/11 R - Urteil BSG vom 14.12.2011
BSG 14.12.2011 - B 5 R 36/11 R
vorgehend SG Gießen, 18. September 2009, Az: S 19 R 448/06, Urteilvorgehend Hessisches Landessozialgericht, 25. März 2011, Az: L 5 R 334/09, Urteilnachgehend Hessisches Landessozialgericht, 18. Januar 2013, Az: L 5 R 144/12 ZVW, Urteilnachgehend BVerfG, 13. Dezember 2016, Az: 1 BvR 713/13, Nichtannahmebeschluss
§ 96 Abs 1 SGG vom 26.03.2008
§ 248 Abs 3 SGB 6
§ 256 SGB 6
§ 256a SGB 6
§ 256b SGB 6
§ 259a Abs 1 S 1 SGB 6
§ 22 Abs 1 BerRehaG
§ 22 Abs 3 BerRehaG
§ 15 Abs 1 FRG vom 25.02.1960
§ 15 Abs 1 FRG vom 25.07.1991
§ 17 Abs 1 FRG vom 25.02.1960
§ 22 Abs 1 FRG vom 25.02.1960
§ 22 Abs 1 FRG vom 09.06.1965
§ 22 Abs 4 FRG vom 25.02.1960
Zwar hatte der Kläger als bis zum 18.5.1990 Zugezogener bei Zuzug in das Bundesgebiet eine Anwartschaft auf Berücksichtigung seiner im Beitrittsgebiet zurückgelegten Zeiten nach dem FRG in dieser Fassung. Nach dem seinerzeit vom Gedanken der Eingliederung geprägten FRG sollten die Berechtigten nach Möglichkeit so gestellt werden, als hätten sie ihr Versicherungsleben nicht in der DDR, sondern in der Bundesrepublik Deutschland verbracht (vgl § 17 Abs 1 iVm § 15 Abs 1 FRG aF). Demnach wurde bei Anrechnung in der DDR zurückgelegter Beitragszeiten die für den Versicherten maßgebende Rentenbemessungsgrundlage nach Maßgabe der Anlage 1 zum FRG auf der Grundlage von Tabellenwerten ermittelt (§ 22 Abs 1 FRG in der vom 1.1.1984 bis 30.6.1990 geltenden aF). Im Zuge der Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands wurde das FRG jedoch geändert und die rentenrechtliche Stellung der Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR wesentlich neu gestaltet. So schließt der durch Art 14 Nr 14a des Gesetzes zur Herstellung der Rechtseinheit in der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung (Renten-Überleitungsgesetz - RÜG) vom 25.7.1991 (BGBl I 1606) zum 1.1.1992 neu gefasste § 15 Abs 1 FRG die Anwendbarkeit des FRG auf im Beitrittsgebiet zurückgelegte rentenrechtliche Zeiten aus. Ebenso wurde mit Art 14 Nr 16b RÜG zum 1.1.1992 § 17 Abs 1 FRG aF gestrichen. Gleichzeitig fügte der Gesetzgeber neue Vorschriften in das SGB VI ein. Bereits die hier zum 1.1.1992 in Kraft getretenen Neuregelungen sahen eine Anwendung des FRG in Abhängigkeit von einem Rentenbeginn vor dem 1.1.1996 nur noch übergangsweise vor (§ 259a SGB VI idF des Art 1 Nr 75 RÜG). Schon hiervon war der Kläger nicht mehr erfasst. Im Jahre 1993 erfolgte dann rückwirkend zum 1.1.1992 die Begrenzung auf den nunmehr noch erfassten Personenkreis (§ 259a SGB VI idF des Art 1 Nr 16 Buchst b des Rentenüberleitungs-Ergänzungsgesetzes vom 24.6.1993, BGBl I 1038). Auch vor dem 19.5.1990 Zugezogene wurden damit nunmehr vom Anwendungsbereich des FRG ausgenommen und im Zuge der Angleichung der Lebensverhältnisse den allgemeinen Bewertungsvorschriften des einheitlichen Rentenrechts in beiden Teilen Deutschlands unterworfen, wenn sie nach dem 1.1.1937 geboren waren.

References: § 96

§ 248

§ 256

§ 256

§ 256

§ 259

§ 22

§ 22

§ 15

§ 15

§ 17

§ 22

§ 22

§ 22
 § 17
 § 15
 § 15
 § 17