Source: http://www.barriere-frei-planen.de/baden-wuerttemberg/
Timestamp: 2017-11-18 21:43:31+00:00

Document:
Technische Baubestimmungen Barrierefreiheit in Baden-Württemberg - Barrierefrei bauen
Die Einführung bezieht sich auf bauliche Anlagen und andere Einrichtungen im Sinne von § 39 Abs. 2 LBO und auf Einrichtungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO, ausgenommen Wohnungen und die wohnungsähnlich genutzten Räume (z. B. in Wohn- oder Pflegeheimen, Kureinrichtungen und Beherbergungsbetrieben) dieser Anlagen und Einrichtungen, für die DIN 18040-2 eingeführt wird. Abschnitt 1 wird von der Einführung ausgenommen.
Zu Abschnitt 4.2.2:
1 % der notwendigen Stellplätze, mindestens jedoch zwei Stellplätze, müssen Abschnitt 4.2.2 Sätze 1 und 2 entsprechen.
Zu Abschnitt 4.3.3:
Abschnitt 4.3.3 gilt für Türen im Zuge der Haupterschließung oder ersatzweise einer anderen sinnvollen Erschließung (siehe auch Anlage zu Abschnitt 4.3.6). Für Eingangstüren von Kindergärten und Kindertagesstätten sind automatische Türsysteme auch bei Überschreiten der Bedienkräfte nach Ziffer 4.3.3 3 nicht erforderlich, wenn Signaleinrichtungen oder ähnliche Ersatzmaßnahmen vorgesehen werden.
Zu Abschnitt 4.3.5:
Ist die Fahrkorbgrundfläche kleiner als 150 cm x 150 cm, so ist zur rollstuhlgerechten Orientierung beim Rückwärtsfahren gegenüber der Fahrkorbtür ein Spiegel anzubringen.
Zu Abschnitt 4.3.6:
Abschnitt 4.3.6 gilt für Treppen, die sich im Zuge der Erschließung nach Anlage zu Abschnitt 4.3.3 befinden.
Zu Abschnitt 4.3.6.3:
Die waagrechte Weiterführung des Handlaufs kann am Treppenauge dann entfallen, wenn der Handlauf zum weiterführenden Treppenlauf nicht unterbrochen wird.
Zu Abschnitt 4.5.2:
Die Höhe der Mittelachse von Bedienelementen über dem Fußboden beträgt regelmäßig 85 cm; Abweichungen sind im Einzelfall bis 110 cm zulässig.
Zu Abschnitt 5.3.3:
Mindestens ein Toilettenraum muss Abschnitt 5.3.3 entsprechen und in Verkaufsstätten nach § 1 VkVO für Besucher zugänglich sein; Abschnitt 5.3.3 Satz 1 ist nicht anzuwenden.
– Die Einführung bezieht sich auf Wohnungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO und sinngemäß auf wohnungsähnlich genutzte Räume in Einrichtungen nach § 39 Abs. 1 LBO (z.B. in Wohn- oder Pflegeheimen). Die Einführung bezieht sich auch auf wohnungsähnlich genutzte Räume in Einrichtungen nach § 39 Abs. 2 LBO (z.B. Kureinrichtungen oder Beherbergungsbetriebe) soweit für diese Bereiche Anforderungen zur Barrierefreiheit gestellt werden.
– Abschnitt 1 wird von der Einführung ausgenommen.
– Für bauliche Anlagen nach § 39 Abs. 1 LBO, sowie für wohnungsähnliche Nutzungen oder Bereiche nach § 39 Abs. 2 LBO werden Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“ nur dann von der Einführung ausgenommen, wenn diese Anlagen in der Regel nicht rollstuhlgerecht sein müssen.
– Für Wohnungen nach § 35 Abs. 1 LBO werden nur eingeführt:
a. Abschnitt 4.1 für Bewegungsflächen ohne Begegnungsfall für den Bereich zwischen öffentlicher Verkehrsfläche und Wohnungseingang,
b. Abschnitt 4.3.1 Satz 1 [Stufen- und Schwellenlosigkeit] für den Bereich zwischen öffentlicher Verkehrsfläche und den in § 35 Abs. 1 LBO genannten Räumen, wobei Schwellen bis 2 cm Höhe zulässig sind, wenn sie technisch erforderlich sind,
c. Abschnitte 4.3.2 und 4.3.3.4 für Bewegungsflächen innerhalb der Wohnung, soweit die in § 35 Abs. 1 LBO genannten Räume erschlossen werden,
d. Abschnitt 4.3.3 für Türen zwischen öffentlicher Verkehrsfläche und den in § 35 Abs. 1 LBO genannten Räumen und
e. Abschnitt 4.3.4 für Bodenbeläge in Eingangsbereichen, soweit diese direkt vom bewitterten Außenbereich erschlossen werden. Abweichend von Buchstaben a, c und d genügen innerhalb der Wohnungen Bewegungsflächen mit 1,2 m Breite bzw. Tiefe und eine lichte Türbreite von 0,8 m, wenn ein Rollstuhlabstellplatz nach Abschnitt 4.3.8 eingerich-tet wird.
– Für die stufenlose Erreichbarkeit nach § 14 Abs. 4 LBOAVO wird Abschnitt 4.3.1 Satz 1 [Stufen- und Schwellenlosigkeit] eingeführt, wobei Rampen nach Abschnitt 4.3.7 erforderlich sein können und Schwellen bis 2 cm Höhe zulässig sind, wenn sie technisch erforderlich sind.Hinweis: Technische Regeln, auf die in dieser Norm verwiesen wird, sind von der Einführung nicht erfasst.
Notwendige Stellplätze für barrierefreie Wohnungen müs-sen Abschnitt 4.2.2 Satz 2 entsprechen. Bei Stellplätzen, die vor- und rückwärts angefahren werden können, kann auch an mindestens einer Längsseite des Kraftfahrzeuges eine 1,5 m tiefe Bewegungsfläche vorgehalten werden.
Abschnitt 4.3.3 gilt für Türen im Zuge der Haupterschließung oder ersatzweise einer anderen sinnvollen Erschließung (siehe auch Anlage zu Abschnitt 4.3.6).
Zu Abschnitt 5.3.2:
Für barrierefreie Wohnungen, die rollstuhlgerecht sein müssen, muss ein Fenster in jedem Aufenthaltsraum Abschnitt 5.3.2 entsprechen und ein Fenster in allen anderen Räumen mit Fenstern muss Abschnitt 5.3.2 Sätze 1 und 3 entsprechen.
(Auszug aus Liste der Technischen Baubestimmungen, 14.11.2014)
← Bayern Technische Einführung DIN 18040 →

References: § 39
 § 39
 § 1
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 14