Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000050.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:12:05+00:00

Document:
1.27.050 Jagsttal mit angrenzenden Gebieten zwischen der Kreisgrenze gegen den Ostalbkreis und der Brücke der Bundesstraße 290 über die Jagst bei der Wiesmühle
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Jagsttal mit angrenzenden Gebieten zwischen der Kreisgrenze gegen den Ostalbkreis und der Brücke der Bundesstraße 290 über die Jagst bei der Wiesmühle" vom 9. November 1983 (Haller Tagblatt vom 21.11.1983).
Auf Grund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG -) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf den Gebieten der Gemeinde Stimpfach, Frankenhardt und der Stadt Crailsheim werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung:
"Jagsttal mit angrenzenden Gebieten zwischen der Kreisgrenze gegen den Ostalbkreis und der Brücke der Bundesstraße 290 über die Jagst bei der Wiesmühle".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt die Talaue der Jagst und deren östliche Talhänge auf einer Länge von ungefähr 8 km und die Täler des Hörbühler Bachs, des kalten Klingenbachs (Sägbach) und des Degenbachs einschließlich des Degenbachsees.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 656 ha.
(3) Das Schutzgebiet wird im wesentlichen wie folgt begrenzt:
1. Im Norden durch den Verlauf der Bundesstraße 290 zwischen Jagstheim und Ingersheim;
1. im Westen durch die Bahnlinie Ellwangen-Crailsheim;
2. im Süden durch die Grenze des Landkreises Schwäbisch Hall zum Ostalbkreis entlang des Hörbühler Bachs;
3. im Osten durch den Verlauf der unteren und mittleren Talhänge des mittleren Jagsttales und der Täler des unteren Hörbühler Bachs, des Kalten Klingenbachs (Sägbach) und des Degenbachs bis unterhalb Alexandersreut unter Ausschluß der Orte Stimpfach und Eichelberg.
(4) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Karte (Blatt 1 u. 2) im Maßstab 1 : 5 000 und in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 schwarz mit grüner Anschummerung eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Schwäbisch Hall als untere Naturschutzbehörde zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung der mäandrierenden Jagst und des naturhaften und landschaftlich reizvollen Abschnitts des Jagsttales samt dessen angrenzender Gebietsteile und Seitentäler sowie die Sicherung der dort vorkommenden vielfältigen Biotope und des Gebietes als naturnahes Erholungsgebiet für die Öffentlichkeit.
12. Verankern von Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen an Gewässern;
16. Neuaufforstung, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
17. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, wie z.B. Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen.
Sie kann erteilt werden, wenn durch Auflagen, Bedingungen, Befristungen oder Widerrufsvorbehalt erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke nach dem jeweiligen Stand der Technik und Wissenschaft, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 17,
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 15, 16 und 17,
4. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Bahnanlagen und Gewässern, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 17,
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung werden aufgehoben:
1. Die Verordnung des Landratsamtes Crailsheim zum Schutz von Landschaftsteilen im Landkreis Crailsheim über das Landschaftsschutzgebiet "Eichenhain Ebenrain östlich Jagstheim am Degenbachtal, Gemarkung Jagstheim" vom 11. Februar 1971;
2. die Verordnung des Landratsamtes Crailsheim als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Degenbachsee" vom 11. Januar 1972.
Landratsamt Schwäbisch Hall, den 09. November 1983

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 5
 § 5
 § 5