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Timestamp: 2018-02-21 03:30:26+00:00

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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 04/2017
Eingetragen oder aktualisiert am 23.01.2017
1. Das Jobcenter hat das als Vorfrage für die Feststellung einer Pflichtverletzung inzident zu prüfende Ermessen im Vorfeld und bei der Abfassung des Eingliederungsbescheides nicht ausgeübt (vgl. BSG, Urteil vom 29.04.2015 – B 14 AS 19/14 R).
1.2 - Sächsisches Landessozialgericht, Urteil v. 14.12.2016 - L 7 AS 1202/14
1.3 - Sächsisches Landessozialgericht, Urteil v. 15.12.2016 - L 2 AS 1409/14
a. A. : LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 23.09.2015 - L 13 AS 164/14 -nachgehend BSG, 11. November 2016, Az: B 14 AS 56/15 R, sonstige Erledigung: Rücknahme
1.4 - Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 20.12.2016 - rechtskräftig
1.5 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urt. v. 14.12.2016 - L 18 AS 806/16 WA
1.6 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 12.01.2017 - L 19 AS 1541/16
4. In einem sozialgerichtlichen Verfahren, in dem - wie hier - die Erwerbsfähigkeit eines Antragstellers im Streit steht, ist diese aus Gründen des effektiven Rechtsschutzes in vollem Umfang von Amts wegen zu ermitteln und aufzuklären (vgl. zur Ermittlungspflicht des Gerichts bei einer Feststellung des Rentenversicherungsträgers gemäß § 45 SGB XII: BSG, Urteile vom 25.08.2011 - B 8 SO 19/10 R - und vom 23.03.2010 - B 8 SO 17/09 R). Die Norm des § 44a Abs. 2 SGB II befreit die Sozialgerichte hiervon nicht.
1.7 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 27.12.2016 - L 7 AS 2148/16 B ER - rechtskräftig
Kein Leistungsausschluss bei Aufenthaltsrecht des Kindes eines freizügigkeitsberechtigten Unionsbürgers zum Schulbesuch (a. A. LSG Rheinland-Pfalz, 11.08.2016 - L 3 AS 376/16 B ER)
1.8 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 13.12.2016 - L 7 AS 2048/15 NZB - rechtskräftig
2.1 - Sozialgericht Nürnberg, Urteil v. 25.10.2016 - S 6 AS 1284/15 - Berufung anhängig beim BAY LSG - Az. : L 18 AS 791/16
1. Weihnachtsgeld ist als einmaliges Einkommen i.S.v. § 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II, welches nicht nach § 11 Abs. 3 Satz 3 SGB II a.F. (in der ab 01.04.2011 geltenden Fassung, nachstehend als a.F. bezeichnet; ab 01.08.2016: § 11 Abs. 3 Satz 4 SGB II) auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen, würde dieses Geld nach § 11 Abs. 3 Satz 1 SGB II grundsätzlich ihren Leistungsanspruch in dem Monat herabsetzen, in dem es zugeflossen ist, also vom ihnen zur Deckung ihres Lebensunterhalts hätte verwendet werden können.
2.2 - SG Berlin, Beschluss vom 16.01.2017 – S 53 AS 17169/16 ER
Nach reiflicher Überlegung wurde Rechtsschutz gegen den Sanktionsbescheid vor dem SG Berlin gesucht. Dies birgt immer dahingehend Gefahren, als dass in einem Eilverfahren die Rechts-und Sachlage nur „kursorisch“ bzw. „summarisch“ – also eher oberflächlich- untersucht wird. Wenn man Pech (oder Glück) hat, legt sich das Gericht dann auf eine Rechtsansicht fest, die nur schwer aus der Welt zu schaffen ist.
Insofern sprach es aus, dass eine Maßnahme, die auf die Beseitigung von Vermittlungsheimnissen abzielt dann nicht geeignet ist, wenn tatsächlich andere Hemmnisse vorliegen, die einer Integration auf den Arbeitsmarkt entgegenstehen.
Quelle und weiter: www.ra-fuesslein.de
2.3 - Urlaubsanspruch auch für "schwierigen" Langzeitarbeitslosen - SG Dortmund, Urteil v. 16.12.2016 - S 19 AS 3947/16
Quelle: www.juris.de und auch Urlaubssperre für Arbeitslose darf keine Sanktion sein:
Bereits erwähnt im Tacheles Rechtsprechungsticker KW 02/2017 und Tacheles Rechtsprechungsticker KW 03/2017
Volltext jetzt da: sozialgerichtsbarkeit.de
2.4 - Sozialgericht Potsdam, Urt. v. 03.11.2016 - S 38 AS 2910/13
2.5 - Sozialgericht Dresden, Urteil v. 12.12.2016 - S 3 AS 6001/14 - Die Berufung wird zugelassen.
Fahrtkosten als Begleiterin ihrer Kinder zur ambulanten Therapie, welche von der Krankenkasse nicht übernommen werden, stellen einen Mehrbedarf gemäß § 21 Abs. 6 SGB II dar (a. A. Sächs. LSG, Beschluss vom 25.09.2013, Az.: L 7 AS 83/12 NZB). Einem noch nicht 14-jährigen Kind ist ein Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln über mehrere Zonen und mit mehrfachem Umsteigen allein nicht zumutbar.
Ebenso SG Dresden, Urteil v. 12.12.2016 - S 3 AS 5728/14 - Jobcenter muss außergewöhnliche Fahrtkosten zu Therapie erstatten - für einem über den Regelsatzanteil hinausgehenden Mehrbedarf in Höhe von ca. 8 % des Regelsatzes
Hinweis: S. a.: 13.01.2017 – Medieninformation: www.justiz.sachsen.de
2.6 - SG Braunschweig, Urteil vom 23.11.2016 - S 52 AS 456/16
Verliert ein als Kraftfahrer Beschäftigter wegen einer strafbaren Trunkenheit im Verkehr seine Fahrerlaubnis und anschließend seinen Arbeitsplatz, kann dies sozialwidrig sein, weil die berufliche Existenzgrundlage durch das Verhalten unmittelbar betroffen ist (Abgrenzung zu BSG, Urteil vom 16. April 2013 - B 14 AS 55/12 R).
3.1 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 22.11.2016 - L 7 AL 34/15
3.2 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urt. v. 12.07.2016 - L 14 AL 184/15
4.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 07.12.2016 - L 2 SO 1652/16
4.2 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 17.03.2016 - L 9 SO 475/14 - Revision anhängig beim BSG unter dem Az. : B 8 SO 1/17 R
Zur Frage, ob eine Lebensversicherung des Klägers, welche er zur Finanzierung eines Platzes im Alten-/Pflegeheim nutzen wollte, als Vermögen einzusetzen war.
5.1 - Sozialgericht Köln, Urteil vom 3. März 2016 (Az.: S 39 SO 177/15):
6.1 - LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Dezember 2016 (Az.: L 8 AY 33/16):
6.2 - Sozialgericht Hildesheim, Beschluss vom 6. Januar 2017 (Az.: S 42 AY 56/16 ER):
- Rechtswidrigkeit der Leistungskürzung – von Iranern kann nicht verlangt werden, bei der Botschaft zur Passbeschaffung wahrheitswidrig anzugeben, sie wollten freiwillig in den Iran zurückgehen (in Anschluss an BSG, 30.10.2015, B 7 AY 7/12 R).
6.3 - Sozialgericht Hamburg, Beschluss v. 15.04.016 - S 10 AY 25/16 ER - rechtskräftig
Ein besonderer Härtefall ist nur anzunehmen, wenn die Folgen des Anspruchsausschlusses über das Maß hinausgehen, das regelmäßig mit der Versagung von Hilfe zum Lebensunterhalt für eine Ausbildung verbunden ist und auch mit Rücksicht auf den genannten Gesetzeszweck, die Sozialhilfe von den finanziellen Lasten einer Ausbildungsförderung freizuhalten, als übermäßig hart, d. h. als unzumutbar und in hohem Maße unbillig erscheinen (BVerwG, Urteil vom 14.10.1993 – 5 C 16/91 – BVerwGE 94, 224, 228; BSG, Urteil vom 01.07.2009 – B 4 AS 67/08 R).
vgl. Sozialgericht Hamburg, Beschluss v. 07.09.2016 - S 28 AY 56/16 ER - Anwendung des Leistungsausschlusses nach § 22 Abs 1 S 1 SGB 12 - abstrakte Förderungsfähigkeit nach BAföG - besonderer Härtefall - Annahme eines Härtefalles i.S. des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB XII – gerechtfertigt
6.4 - VG Bremen, Beschluss v. 12.01.2017 - 5 K 3131/16
Quelle: www.verwaltungsgericht.bremen.de
Quelle: Pressemitteilung des LG Coburg Nr. 1/2017 v. 20.01.2017: www.juris.de
weiter und Quelle: www.anwalt.de

References: § 45
 § 44
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 21
 § 22
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