Source: https://www.bauprofessor.de/Angebotser%C3%B6ffnung/b40a2572-ac62-4efc-abd6-048087d6e978
Timestamp: 2019-09-18 05:06:50+00:00

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Angebotseröffnung - Normen und Richtlinien, Baunachrichten, Begriffs-Erläuterungen
Die Angebotseröffnung umfasst bei Ausschreibungen die Eröffnung und Verlesung von Angeboten. Sie ist an einem Eröffnungstermin abzuhalten. Nur die Bieter und ihre Bevollmächtigten dürfen zu diesem Termin zugegen sein. Spezielle Regelungen trifft zu nationalen Ausschreibungen im Unterschwellenbereich § 14 im Abschnitt 1 in der VOB Teil A. Analoge Bestimmungen gelten im Abschnitte 2 unter § 14 EU für Bauaufträge bei Erreichen der Schwellenwerte und im Abschnitt 3 unter § 14 VS bei verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Baumaßnahmen im nicht offenen Verfahren.
Handelt es sich um Ausschreibungen von öffentlichen Auftraggebern, dann sind auch noch die Regelungen in den Vergabehandbüchern zu berücksichtigen, so:
im Geltungsbereich des Vergabe- und Vertragshandbuchs (VHB-Bund, Ausgabe 2008, Stand: April 2016) in der Richtlinie 313, betreffend insbesondere die Eröffnung der Angebote und die dabei zu verlesenden und nicht zu verlesenden Angaben,
im (Ausgabe April 2016) im Teil 1 unter Tz. 2.3 (Nr. 1 bis 13) zu Straßen- und Brückenbaumaßnahmen.
Bei Hochbaumaßnahmen des Bundes sind beispielsweise nach Tz. 2.2.1 in Richtlinie 313 im VHB-Bund
Die zu verlesenden Angaben sind grundsätzlich dem Angebotsschreiben zu entnehmen.
Als nachzutragende Angaben gelten solche, die die verlesenen und protokollierten Angaben ergänzen.
Der Auftraggeber ist verantwortlich für die Eröffnung bzw. Öffnung von Angeboten. Ihm obliegt die Pflicht zur Durchführung der Eröffnung, für die von ihm auch ein Versammlungsleiter zu bestimmen ist. Die Angebote (bis 18. Oktober 2018 noch zur Übermittlung auf nicht elektronischem Wege zu akzeptieren, z. B. schriftlich auf dem Postweg) sind mit einem Eingangsstempel und in der Reihe des Eingangs mit Angebotsnummern zu versehen. Die mit der Verhandlung beauftragte Person hat festzustellen, ob der Verschluss der schriftlichen Angebote unversehrt ist und bei elektronischen (digitalen) Angeboten diese verschlüsselt sind. Verlangte Muster und Proben müssen im Termin zur Stelle sein.
Zugelassen sind zur Eröffnung nur Angebote, die dem Verhandlungsleiter bei Eröffnung des ersten Angebots vorliegen. Zum Termin werden dann die Angebote geöffnet und in allen wesentlichen Teilen gekennzeichnet. Die Öffnung der Angebote hat pünktlich zum Eröffnungstermin zu erfolgen. Eine Vorverlegung ist nicht statthaft, sie könnte ggf. auch die Gleichheit der Bieterchancen beeinträchtigen.
Über den Eröffnungstermin ist bei nach § 14 Abs. 3 VOB/A (analog jeweils in Abs. 3 im § 14 EU und § 14 VS) eine Niederschrift in Schriftform oder auch elektronischer Form zu fertigen. In ihr ist zu vermerken, dass sie verlesen und als richtig anerkannt wurde. Zu protokollieren sind nur die zu verlesenden Angaben, nicht jedoch Sachverhalte wie beispielsweise fehlende Unterschriften, fehlende Seiten in Angeboten u. a. Die Unterschrift zur Niederschrift hat der Leiter der Verhandlung zu leisten. Die anwesenden Bieter können die Niederschrift mitunterzeichnen. Lagen Angebote bis zum Ablauf der Angebotsfrist nicht vor, sind die verspäteten Eingangszeiten und dafür ggf. bekannte Gründe mit zu vermerken.
Normen und Richtlinien zu Angebotseröffnung
Baunachrichten zu Angebotseröffnung
Begriffs-Erläuterungen zu Angebotseröffnung
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Verwandte Suchbegriffe zu Angebotseröffnung
VOBA, VOB 2019, Vergabeordnung, Fehlende Einheitspreise, VOB Teil A, VOB-A, VOB A, Verspätete Angebote, Rechtzeitig vorliegende Angebote

References: § 14
 § 14
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