Source: http://www.jurablogs.com/2011/02/06/olg-bremen-recht-gegendarstellung-behauptung-webseite-rechtsanwaltskanzlei
Timestamp: 2017-09-20 16:55:13+00:00

Document:
OLG Bremen: Zum Recht auf Gegendarstellung bei einer Behauptung auf der Webseite einer Rechtsanwaltskanzlei
OLG Bremen, Urteil vom 14.01.2011, Az. 2 U 115/10 § 56 Abs. 1 RStV; §§ 823 Abs. 1; 1004 BGB
Das OLG Bremen hat entschieden, dass die Webseiten einer Rechtsanwaltskanzlei als “Telemedium” gemäß § 56 Abs. 1 RStV aufzufassen sind und journalistisch-redaktionell gestaltet ist, wenn regelmäßig über juristische Neuigkeiten berichtet und kanzleieigene Pressemitteilungen öffentlich zugänglich gemacht werden. Zitat:
“Gemäß § 2 Abs. 1 S. 2 RStV sind Telemedien „alle elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste, soweit sie nicht Telekommunikationsdienste nach § 3 Nr. 24 des Telekommunikationsgesetzes sind, die ganz in der Übertragung von Signalen über Telekommunikationsnetze bestehen oder telekommunikationsgestützte Dienste nach § 3 Nr. 25 des Telekommunikationsgesetzes oder Rundfunk nach Satz 1 und 2 sind.” . Abzugrenzen sind Telemedien mithin von Rundfunk und von Telekommunikationsdienstleistungen, die ganz in der Übertragung von Signalen über Telekommunikationsnetze bestehen. Telekommunikationsdienste, die überwiegend in der Übertragung von Signalen über Telekommunikationsnetze bestehen, wie accessproviding und e-mail-Übertragung, sind demgegenüber - anders als die bloße Internet-Telefonie - Telemedien (Held in Hahn/Vesting Beck´scher Kommentar zum Rundfunkrecht, 2. Aufl. 2008 § 54 RStV Rz. 21, 35 f.). Die Webseite der Beklagten ist daher ein Telemedium. Welche Angebote als „journalistisch-redaktionell” gestaltet iSd § 56 RStV anzusehen sind, ist im RStV nicht definiert. Kennzeichnende Merkmale solcher Angebote sind eine gewisse Selektivität und Strukturierung, das Treffen einer Auswahl nach ihrer angenommenen gesellschaftlichen Relevanz mit dem Ziel des Anbieters, zur öffentlichen Kommunikation beizutragen, die Ausrichtung an Tatsachen (sog ...
Zur journalistisch-redaktionellen Gestaltung der Internetseite einer Anwaltskanzlei
Anspruch auf Gegendarstellung im Internet
Shocking: Impressumspflicht für Twitter-Profile? (Teil 1)
Wann liegt bei einem Telemedium eine journalistisch-redaktionelle Gestaltung vor?
Zum Begriff der journalistisch-redaktionellen Gestaltung von Telemedien
openjur.de: OLG Bremen, Urteil vom 14. Januar 2011 - Az. 2 U 115/10
Veröffentlicht February 6, 2011 3:44pm im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.
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References: § 56
 § 56
 § 2
 § 3
 § 3
 § 54
 § 56