Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=30.04.2014&Aktenzeichen=XII%20ZB%20668/12
Timestamp: 2019-12-07 06:04:42+00:00

Document:
BGH, 30.04.2014 - XII ZB 668/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,11125
BGH, 30.04.2014 - XII ZB 668/12 (https://dejure.org/2014,11125)
BGH, Entscheidung vom 30.04.2014 - XII ZB 668/12 (https://dejure.org/2014,11125)
BGH, Entscheidung vom 30. April 2014 - XII ZB 668/12 (https://dejure.org/2014,11125)
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VersAusglG §§ 6, 8; BeamtVG § 3
§ 6 Abs 1 S 2 Nr 2 VersAusglG, § 8 Abs 2 VersAusglG, § 3 Abs 2 BeamtVG SH, § 3 BeamtVG
Versorgungsausgleich: Wirksamkeit einer Verrechnungsabrede der im Landesdienst stehenden Ehegatten
VersAusglG §§ 6 Abs. 1 u. 2 Nr. 2, 8 Abs. 2; BeamtVG § 3
Wirksamkeit einer Verrechnungsabrede von Beamtenversorgungsanrechten im Versorgungsausgleich
Verrechnungsabrede zweier im Landesdienst stehende Ehegatten hinsichtlich ihrer beiderseitigen Anrechte auf Beamtenversorgung
Beamtenversorgung; Versorgungsausgleich; Verrechnungsabrede
VersAusglG § 8 Abs. 2; BeamtVG § 3
Versorgungsausgleich - und die Verrechnungsabrede zweier Beamter
Familienrecht - Verrechnungsabrede zweier Beamter im Versorgungsausgleich
Verrechnungsvereinbarung mit wechselseitigem Verzicht von Ehegatten auf Anrechte der Beamtenversorgung ist wirksam
Kurznachricht zu "Vereinbarungen zur Verrechnung von Anrechten der Beamtenversorgung im Versorgungsausgleich - Anmerkung zu BGH, Beschluss v. 30.4.2014 - XII ZB 668/12 - FamRZ 2014, 1179 -" von Präsident des AG a.D. Helmut Borth, original erschienen in: FamRZ 2014, 1245 - 1247.
AG Reinbek, 03.05.2012 - 1 F 96/10
NJW 2014, 1882
MDR 2014, 836
DNotZ 2014, 630
NZS 2014, 588
FamRZ 2014, 1179
DÖV 2014, 896
Zum einen folgt aus § 6 Abs. 1 VersAusglG die generelle Zulässigkeit einer Verrechnungsvereinbarung, die nach der Rechtsprechung des Senats auch unter Einbeziehung beamtenrechtlicher Anrechte keinen grundsätzlichen Wirksamkeitsbedenken begegnet (vgl. Senatsbeschluss vom 30. April 2014 - XII ZB 668/12 - FamRZ 2014, 1179 Rn. 21 ff.).
KG, 07.03.2016 - 13 UF 178/15
Versorgungsausgleich: Ausgleich von Anrechten aus der gesetzlichen …
An diese Vereinbarung ist das Gericht gebunden (§§ 6 Abs. 2, 8 Abs. 1 VersAusglG), weil die Beteiligten in formgerechter, notariell beurkundeter Vereinbarung (§ 7 Abs. 1 VersAusglG) erklärt haben, auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs teilweise zu verzichten und nach Aktenlage keine Gründe dafür vorliegen, dass ihre Vereinbarung einer richterlichen Inhaltskontrolle nicht standhält (§ 8 Abs. 1 VersAusglG): Es ist nicht ersichtlich, dass die Beteiligten, wenn von einer regelgerechten, "ungekürzten" Durchführung des Versorgungsausgleichs abgesehen wird, Nachteile für ihre jeweilige, künftige Altersversorgung hinnehmen müssten: Vielmehr ist eine derartige Verrechnungsabrede nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGH, Beschluss vom 30. April 2014 - XII ZB 668/12, FamRZ 2014, 1179 [bei juris LS, Rz. 15, 23ff.]) zulässig; ihr Abschluss wird in der Literatur in Konstellationen wie der vorliegenden allgemein als sachgerecht empfohlen (…vgl. Bergschneider, Verträge in Familiensachen [5. Aufl. 2014], Rn. 865, 916;… Hauß/Bührer, Versorgungsausgleich und Verfahren in der Praxis [2. Aufl. 2014], Rn. 281f. sowie Palandt/Brudermüller, BGB [75. Aufl. 2016], § 8 VersAusglG Rn. 3).
Bei der Kontrolle eines vereinbarten Ausschlusses des Versorgungsausgleichs hat sich das Familiengericht daher zurückzuhalten, um die Vertragsfreiheit der Eheleute zur Geltung kommen zu lassen (BGH, FamRZ 2014, 1179; Brandenburgisches OLG FamRZ 2017, 1747, Brandenburgisches OLG v. 03. Juli 2014 - 13 UF 245/13).
Insbesondere stand dem Beklagten im Streitfall - aufgrund des Verbotes von Verträgen zu Lasten Dritter (vgl. hierzu BVerfG, NJW 1987, 827, 828; BGH, NJW 2014, 1882, 1883, Rdnr. 18;… Staudinger-Klumpp, BGB, Neubearb. 2015, Vor §§ 328 ff, Rdnr. 53;… Staudinger-Feldmann, BGB, Neubearb. 2018, § 311, Rdnr. 13;… MünchKomm-Gottwald, BGB, 7. Aufl. 2016, § 328, Rdnr. 258) - nicht die Wahl offen, welche Person durch die klägerseits verlangte strafbewehrte Unterlassungserklärung verpflichtet werden sollte.

References: § 3

§ 6
 § 8
 § 3
 § 3
 § 3
 § 8
 § 3
 § 6
 § 8
 § 311
 § 328