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Timestamp: 2018-01-19 19:32:56+00:00

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proTerra: Newsletter Dezember 2017
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AgendaLAW - die Rechtsdatenbank
Förderprogramm Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau
Info proTerra
Auszeichnung von Herr Backes für sein ehrenamtliches Wirken bei der IHK
Zwei neue Umweltgutachter in unserem Team
Baumpaten-Auszeichnung - Kompensation der unternehmensbedingten CO2-Emissionen
Störfallseminar 2017 - Rückblick
Veranstaltungsrückblick „Erfahrungsaustausch Energieeffizienz²“ 2017
Rückblick Seminar Immissionsschutz im Kloster Hornbach
Betriebsausflug in Trier
BGH stärkt Compliance Management Systeme (CMS) – BGH, Urteil vom 09.05.2017, 1 StR 265/16
Kurzzusammenfassung BGH, Urt. v. 09.05.2017, 1 StR 265/16
Bei der Bemessung eines Bußgeldes nach § 30 OWiG hat der 1. Strafsenat des BGH einem effizienten CMS erstmals eine bußgeldmindernde Wirkung zugesprochen, vgl. BGH, Urt. v. 09.05.2017, 1 StR 265/16.
Der BGH führt in seinem Urteil vom 09.05.2017 aus, dass es bei der Bemessung eines Bußgeldes nach § 30 Abs. 1 OWiG von Belang ist, inwieweit die Nebenbeteiligte ihrer Verpflichtung, Rechtsverletzungen aus der Sphäre des Unternehmens zu unterbinden, genügt und ein effizientes CMS installiert hat, dessen Fokus auf der Vermeidung von Rechtsverstößen liegt. Darüber hinaus ist es bei der Bemessung des Bußgeldes ebenso von Bedeutung, ob die Nebenbeteiligte in der Folge des Verfahrens entsprechende Regelungen optimiert und ihre betriebsinternen Abläufe so gestaltet hat, dass vergleichbare Normverletzungen zukünftig jedenfalls deutlich erschwert werden.
Zahlreiche Unternehmen haben in der Vergangenheit CMS eingeführt, die auf die Vermeidung von Rechtsverstößen ausgerichtet sind. Dennoch scheitert das Funktionieren des CMS in der betrieblichen Praxis häufig an der mangelnden Akzeptanz der Mitarbeiter. Den Mitarbeitern ist dabei meistens nicht bewusst, welche Vorteile ein funktionierendes CMS im Schadensfall für den einzelnen Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen haben kann.
Ist ein funktionierendes CMS im Unternehmen implementiert, kann es dem Verantwortlichen im Schadensfall als Beweiswerkzeug dienen und ihn bei etwaigen Vorwürfen eines Pflichtenverstoßes entlasten.
Zur Wirkung eines CMS bei der Bußgeldbemessung hat der 1. Strafsenat des BGH in seinem Urteil vom 09.05.2017 nun erstmals Stellung genommen. Der BGH führt in seinem Urteil aus, dass es bei der Bemessung eines Bußgeldes nach § 30 Abs. 1 OWiG durchaus von Belang ist, inwieweit der Verpflichtung, Rechtsverstöße zu vermeiden, Rechnung getragen wurde. Insbesondere ist es von Bedeutung, ob ein effizientes CMS installiert wurde, dessen Fokus auf der Vermeidung von Rechtsverstößen liegt.
Der 1. Strafsenat geht aber noch einen Schritt weiter und führt aus, dass es bei der Bemessung eines Bußgeldes nach § 30 Abs. 1 OWiG ebenso von Bedeutung ist, ob in der Folge des behördlichen Verfahrens die entsprechenden Regelungen innerhalb des CMS optimiert und die betriebsinternen Abläufe so ausgestaltet wurden, dass vergleichbare Normverstöße zukünftig jedenfalls deutlich erschwert werden.
Zwar beschäftigt sich der 1. Strafsenat des BGH im Rahmen des Verfahrens mit dem Thema Steuerhinterziehung, allerdings könnten sich die allgemeinen Erwägungen des BGH hinsichtlich der Berücksichtigung von effizienten CMS bei der Bußgeldbemessung zukünftig auch auf andere Rechtsbereiche bzw. andere Ordnungswidrigkeitenverfahren auswirken. Vor allem der Hinweis des BGH, dass auch bei einem Versagen des CMS und nach der Aufdeckung eines Normverstoßes durch die Behörden trotzdem eine bußgeldmindernde Wirkung eintreten kann, wenn die internen Betriebsabläufe und das CMS so optimiert werden, dass vergleichbare Normverstöße zukünftig vermieden werden, ist bemerkenswert und könnte sich positiv auf die Stellung eines CMS im Unternehmen auswirken.
Inwieweit die Hinweise des BGH bezüglich der Berücksichtigung von CMS bei der Bußgeldbemessung tatsächlich von Gerichten und Behörden zukünftig bei anderen Verfahren in anderen Rechtsbereichen berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten.
Die Frage, welche Anforderungen ein CMS konkret erfüllen muss, dass es sich im Schadensfall bußgeldmindernd auswirkt, beantwortet der BGH in seinem Urteil nicht. Daher sind die Unternehmen bei der Implementierung eines funktionierenden CMS weiterhin auf die Erfahrungen der externen Berater angewiesen.
Neues Mutterschutzgesetz tritt am 1. Januar 2018 vollumfänglich in Kraft
Am 1. Januar 2018 tritt das neue Mutterschutzgesetz (MuSchG – Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium) vollumfänglich in Kraft. Für die Gefährdungsbeurteilung und die Arbeitsplatzgestaltung ergeben sich zum Arbeitsschutz für Mütter neue Pflichten für den Arbeitgeber. Der Gesetzgeber führt dabei den Begriff der „unverantwortbaren Gefährdung“ ein. Laut § 9 (2) MuSchG hat der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Gefährdungen einer schwangeren oder stillenden Frau oder ihres Kindes möglichst vermieden werden und eine unverantwortbare Gefährdung ausgeschlossen wird. Eine Gefährdung ist unverantwortbar, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung angesichts der zu erwartenden Schwere des möglichen Gesundheitsschadens nicht hinnehmbar ist. Eine unverantwortbare Gefährdung gilt als ausgeschlossen, wenn der Arbeitgeber alle Vorgaben einhält, die aller Wahrscheinlichkeit nach dazu führen, dass die Gesundheit einer schwangeren oder stillenden Frau oder ihres Kindes nicht beeinträchtigt wird. Ob eine unverantwortbare Gefährdung vorliegt, ist im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung gemäß § 10 MuSchG zu ermitteln. Dabei sind alle Gefährdungen zu beurteilen, denen eine schwangere oder stillende Frau oder ihr Kind ausgesetzt werden kann. Als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung ist festzulegen, ob für eine schwangere oder stillende Frau oder ihr Kind voraussichtlich keine Schutzmaßnahmen erforderlich sein werden, eine Umgestaltung der Arbeitsbedingungen erforderlich sein wird oder eine Fortführung der Tätigkeit der Frau an diesem Arbeitsplatz nicht möglich ist.
Im neuen Mutterschutzgesetz wird unterschieden zwischen unzulässigen Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen für schwangere Frauen (§ 12 MuSchG) und unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen für stillende Frauen (§ 13 MuSchG).
Für schwangere Frauen ergeben sich insbesondere folgende Gefährdungen:
Umgang mit Gefahrstoffen, insbesondere reproduktionstoxische, keimzellmutagene, karzinogene, spezifisch zielorgantoxisch oder akut toxische Gefahrstoffe sowie Blei und Bleiderivate und Gefahrstoffe, die möglicherweise zu einer Fruchtschädigung führen können;
Umgang mit Biostoffen der Risikogruppe 2, 3 und 4;
physikalische Einwirkungen, ionisierende und nicht ionisierende Strahlungen, Erschütterungen, Vibrationen und Lärm sowie Hitze, Kälte und Nässe;
belastende Arbeitsumgebung (Räume mit Überdruck, Räume mit sauerstoffreduzierter Atmosphäre, Bergbau unter Tage) ;
körperliche Belastungen oder mechanische Einwirkungen;
Ähnlich ergeben sich für stillende Frauen unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen:
Umgang mit Gefahrstoffen, die als reproduktionstoxisch zu bewerten sind oder mit Blei und Bleiderivaten;
physikalische Einwirkungen, ionisierende und nicht ionisierende Strahlungen;
belastende Arbeitsumgebung (Räume mit Überdruck, Bergbau unter Tage);
Schwangere und stillende Frauen dürfen nicht bei Akkordarbeit, Fließarbeit oder getakteter Arbeit mit vorgeschriebenem Arbeitstempo, wenn die Art der Arbeit oder das Arbeitstempo für die schwangere oder stillende Frau oder für ihr Kind eine unverantwortbare Gefährdung darstellt, eingesetzt werden.
Eine schwangere Frau soll ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald sie weiß, dass sie schwanger ist. Sobald der Arbeitgeber hierüber in Kenntnis ist, sind unverzüglich Schutzmaßnahmen nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Sofern unverantwortbare Gefährdungen für eine schwangere oder stillende Frau oder ihr Kind vorliegen, ist erstrangig durch geeignete Schutzmaßnahmen der Arbeitsplatz umzugestalten. Können unverantwortbare Gefährdungen durch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes nicht ausgeschlossen werden, hat der Arbeitgeber die Frau an einem anderen geeigneten Arbeitsplatz einzusetzen, wenn er einen solchen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann und dieser Arbeitsplatz für die schwangere oder stillende Frau zumutbar ist. Erst wenn keine Möglichkeit besteht, den Arbeitsplatz durch geeignete Schutzmaßnahmen umzugestalten und es auch nicht möglich ist, der schwangeren oder stillenden Frau einen anderen Arbeitsplatz anzubieten, dann darf der Arbeitgeber die betroffene Frau nicht weiter beschäftigen (§ 13 Abs. 1 MuSchG). Darüber hinaus besteht ein Kündigungsverbot für schwangere Frauen, Frauen nach einer Fehlgeburt (vier Monate nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche) und Frauen bis zur Schutzfrist nach der Entbindung, mindestens jedoch bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung (§ 17 MuSchG). Es ist ebenso verboten, arbeitgeberseitig Vorbereitungen für eine Kündigung zu treffen.
Das neue Mutterschutzgesetz ist aushangpflichtig. Es genügt jedoch, dieses den Beschäftigten elektronisch zugänglich zu machen.
Förderprogramm Energieberatung Mittelstand wurde verlängert bis zum 31. Dezember 2022
Die neue Förderrichtlinie tritt zum 1. Dezember 2017 in Kraft und ersetzt die Richtlinie für die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand vom 1. Dezember 2015 und gilt bis zum 31. Dezember 2022. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission vom 6. Mai 2003 der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel) und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes sowie freiberuflich Tätige mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland. Nicht antragsberechtigt sind unter anderem Unternehmen, die in der Fischerei oder der Aquakultur tätigt sind oder auch Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind. Für landwirtschaftliche Unternehmen besteht stattdessen die Möglichkeit eine Energieberatung im Sinne des Förderprogramms „Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau“ in Anspruch zu nehmen. Die Energieberatung erfolgt hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral. Hierzu sind die Energieberater verpflichtet.
Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro (netto) liegen, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Ausgaben (Netto-Beraterhonorar), jedoch maximal 6.000 Euro. In der alten Förderrichtlinie betrug die maximale Förderhöhe noch 8.000 Euro. Außerdem ist die Umsetzungsberatung weggefallen. Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro (netto) beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Ausgaben (Netto-Beraterhonorar), jedoch maximal 1.200 Euro.
Der Zeitraum zur Durchführung der bewilligten Energieberatung beträgt maximal zwölf Monate ab Erstellung des Zuwendungsbescheids.
Weitere Informationen zur neuen Förderrichtlinie finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), welches auch die zuständige Bewilligungsbehörde ist:
Die proTerra Umweltschutz- und Managementberatung GmbH Umweltgutachter verfügt über von der BAFA zugelassene Energieberater, die entsprechende förderfähige Leistungen im Rahmen des Förderprogramms „Energieberatung Mittelstand“ anbieten können. Darüber hinaus können auch Energieberatungen im Sinne des Förderprogramms „Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau“ angeboten und durchgeführt werden.
Energieeffiziente Landwirtschaft: Das Entdecken und Nutzen von Potentialen wird gefördert
Energieeffizienz lohnt sich auch in der Landwirtschaft. Heute mehr als je zuvor, denn das Entdecken und Nutzen von Energieeffizienzpotentialen wird gefördert.
Im Rahmen des Bundesprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bekommen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in der landwirtschaftlichen Primärerzeugung tätig sind, Förderungen für das Umsetzen von Energieeffizienzmaßnahmen. Hierfür werden bis Ende des Jahres 2018 Mittel in Höhe von voraussichtlich 65 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Förderfähig sind dabei nicht nur Einzelmaßnahmen, sondern auch die Durchführung von Energieberatungen, systemische Optimierungen sowie die Errichtung von Niedrigenergie-Gebäuden zur pflanzlichen Erzeugung.
Einzelmaßnahmen sind z. B. der Ersatz älterer Motoren durch hocheffiziente Elektromotoren und -antriebe, der Einsatz hocheffizienter Pumpen, Ventilatoren und Kälteanlagen, der Einbau von Energieschirmen in Gewächshäusern, der Einsatz von Vorkühlern in Milchkühlanlagen sowie das Umrüsten der Beleuchtungssysteme auf LED.
Eine systemische Optimierung (Modernisierung) dagegen umfasst alle Anlagen bzw. Anlagenteile, die dazu beitragen, den Energieverbrauch eines Systems zu verringern. Das kann z. B. die umfassende systemische Optimierung eines Milchviehbetriebs sein, bei der alle energierelevanten Teilsysteme (Milchkühlung, Warmwassererzeugung, Vakuumerzeugung und Beleuchtungstechnik, aber auch die Mess- und Regelungstechnik) betrachtet, hinsichtlich ihres Energieeinsparpotentials bewertet und entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen ausgearbeitet werden. Grundlage für die Förderung einer systemischen Optimierung ist eine zuvor durchgeführte detaillierte Energieberatung durch einen von der BLE zugelassenen Sachverständigen. Auf Basis dieser Energieberatung erfolgt durch den Sachverständigen die Erstellung eines Energieeinsparkonzepts, in dem die Verwendung energiesparender Technologien zur Optimierung von Teil- oder Gesamtsystemen geprüft und bewertet wurde.
Auch für diese Energieberatung können interessierte Betriebe Förderungen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Im Rahmen einer solchen Energieberatung sollen gemeinsam mit den Betrieben wirtschaftliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erarbeitet werden. Übrigens: Die Energieberatung und die nachfolgende Erstellung eines Energiekonzeptes sind auch dann förderfähig, wenn Sie sich dazu entscheiden, die dabei identifizierten Energieeffizienzmaßnahmen nicht umzusetzen.
Aber auch während der Umsetzung der im Konzept erarbeiteten Energieeffizienzmaßnahmen sollen die Betriebe nicht allein gelassen werden. Daher wird auch die qualifizierte Begleitung bei der Umsetzung der Maßnahmen durch einen von der BLE zugelassenen Sachverständigen gefördert.
Die notwendigen Investitionen zur energetischen Optimierung werden in Abhängigkeit von der erzielten Energieeinsparung mit 15 bis 40 % finanziell bezuschusst. Die Energieberatung wird mit 80 % des Netto-Beraterhonorars bis maximal 6.000 Euro gefördert. Die Energieberatung ist nur förderfähig, wenn sie durch einen von der BLE zugelassenen Sachverständigen für die landwirtschaftliche Energieberatung durchgeführt wird. Die proTerra Umweltschutz- und Managementberatung GmbH Umweltgutachter verfügt derzeit über drei von der BLE zugelassene Sachverständige und die entsprechende Erfahrung im Bereich der Landwirtschaft.
Darüber hinaus erstellt proTerra im Rahmen der landwirtschaftlichen Energieberatung auch Energieeinsparkonzepte, welche im Rahmen weiterer landwirtschaftlicher Förderungen, wie z. B. dem Argrarinvestitionsförderprogramm, als Nachweis erforderlich sein können.
Auch Ihre Biogasanlage kann als selbständiger Unternehmensteil von einem weiteren Förderprogramm zum Thema Energieeffizienz profitieren. Biogasanlagenbetreiber können an ihren Anlagen ebenfalls eine geförderte Energieberatung durchführen lassen. Hierfür steht das BAFA-Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“ zur Verfügung.
Weitere Informationen zu den Förderprogrammen sind u. a. auf der Internetseite der BLE bzw. der BAFA zu finden:
http://www.ble.de/DE/Themen/Klima-Energie/Bundesprogramm-Energieeffizienz/bundesprogramm-energieeffizienz_node.html;jsessionid=B3079DB5C8441FAFA8591834BCF1ECA1.2_cid325
Wir beraten Sie gerne, wenn Sie sich für das Thema Energieeffizienz in der Landwirtschaft interessieren. Herr Dipl.-Ing. (FH) Matthias Schäfer (matthias.schaefer(at)proterra-umwelt.de), von der BLE zugelassener Sachverständiger für die Energieberatung in der Landwirtschaft und im Gartenbau, steht Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.
Weiterentwicklung EMAS – Verordnung (EU) Nr. 2017/1505
Infolge der Revision der Umweltmanagementsystemnorm ISO 14001:2015 hat die Europäische Kommission nunmehr auch Teile der EMAS-Verordnung (Anhänge I bis IV) überarbeitet, um die Kompatibilität der beiden Managementsysteme auch weiterhin sicherstellen zu können. So wurden im Interesse der Kohärenz unter anderem neue einschlägige Bestimmungen der ISO 14001:2015 in die Anhänge der EMAS Verordnung aufgenommen. Die geänderten Anhänge I bis III wurden am 29.08.2017 im Amtsblatt der Europäischen Union (ABl. Nr. L 222/1) veröffentlicht und sind kürzlich - zum 18.09.2017 - in Kraft getreten. Die Veröffentlichung des überarbeiteten Anhangs IV der EMAS-Verordnung, der die Anforderungen an die Umwelterklärung umfasst, steht derzeit noch aus und wird für Ende 2017/Anfang 2018 erwartet.
Durch die Änderung der Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung ergibt sich für EMAS-Organisationen bereits jetzt Handlungsbedarf. Als Stichtag für die Einbindung der neuen Anforderungen in das bestehende Umweltmanagementsystem wurde seitens der Europäischen Kommission der 14.09.2018 ausgewählt. Dieser gilt auch als Stichtag für die Umstellung von Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001:2004 auf die neue ISO 14001:2015.
Das bedeutet, dass sowohl Zertifizierungen nach ISO 14001:2004 als auch EMAS-Registrierungen, die sich auf die ISO 14001:2004 stützen, zum 14.09.2018 ihre Gültigkeit verlie-ren.
Demnach sind sowohl EMAS-Organisationen als auch Organisationen, die ein Umweltmanage-mentsystem nach ISO 14001:2004 betreiben, dazu angehalten, die neuen Anforderungen der EMAS-Verordnung bzw. der ISO 14001:2015 zeitnah in ihr bestehendes Umweltmanagementsystem zu integrieren.
Als Umsetzungshilfe für die Implementierung der neuen EMAS-Anforderungen in das bestehende Umweltmanagementsystem steht für EMAS-Organisationen derzeit lediglich die Broschüre „EMAS Novelle 2017 – Die Änderungen im Überblick“ (veröffentlicht am 20.10.2017) zur Verfügung, die vom Umweltgutachterausschuss in Kooperation mit dem Umweltbundesamt erstellt wurde. Daher sind EMAS-Organisationen, die frühzeitig mit der Umstellung des Umweltmanagementsystems beginnen wollen, derzeit verstärkt auf fachkundige Beratungsleistungen angewiesen.
Die wesentlichen Änderungen im Überblick (Anhänge I - III)
Bestimmung des organisatorischen Kontextes
Erfassung der interessierten Parteien und Bestimmung ihrer Erfordernisse und Erwartungen
Betrachtung des Lebenswegs der Produkte und Dienstleistungen
Bestimmung von Risiken und Chancen
Stärkere Integration des Umweltmanagements in Führungsstrukturen und Geschäftsprozesse
Chemikalien und Gefahrstoffe / Betriebssicherheit (TRBS, TRGS, TRBA, TRAS, TRLV …)
geändert, ergänzt
TRGS 513
Stand 06.10.17
TRGS 561
Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren Verbindungen
Stand 30.11.17
Info proTerra: Auszeichnung von Herr Backes für sein ehrenamtliches Wirken bei der IHK
Im Rahmen des Tages des Ehrenamtes wurden bei der IHK Saarland rund 200 Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei der IHK engagieren. So wurde auch unser Geschäftsführer Herr Anton Backes für sein mehr als 15-jähriges Engagement für das Gemeinwohl mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.
Neben seiner langjährigen Tätigkeit in verschiedenen Arbeitskreisen ist Herr Backes Vorsitzender im von der Vollversammlung der IHK Saarland berufenen Ausschuss für Umwelt und Energie. Der aus Mitgliedern aus Industrie und Gewerbe zusammengesetzte Ausschuss beschäftigt sich mit aktuellen Themen und berät die IHK hinsichtlich der wirtschaftsverträglichen Umsetzung umwelt- und energiepolitischer Vorgaben, die für die saarländische Wirtschaft von Bedeutung sind.
Ausschuss für Umwelt und Energie IHK Saarland
Wir gratulieren Frau Kathrin Beck und Herrn Martin Speicher zur Zulassung als Umweltgutachter/in. Somit hat sich unser Team auf sechs Umweltgutachter erweitert. Frau Beck besitzt die Zulassung in den Bereichen 35.11.6 (Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energien) und 35.11.8 (Elektrizitätserzeugung aus Wärmekraft), Herr Speicher in 35.11.6 (Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energien), 35.11.8 (Elektrizitätserzeugung aus Wärmekraft), 35.11.12 (Elektrizitätsübertragung) und 35.11.13 (Elektrizitätsverteilung). Die beiden neuen Umweltgutachter sollen künftig das Team um Herrn Backes und Herrn Diehl bei der Erstellung der Jahresgutachten von Biogasanlagen verstärken.
Die proTerra Umweltschutz- und Managementberatung GmbH Umweltgutachter wurde durch den NABU Saarland am 13. November 2017 erneut als Baumpate ausgezeichnet. Im Gemeindewald der Gemeinde Tholey auf dem Schaumberg wurden im Rahmen des NABU Projektes „Wertvoller Wald durch Alt- und Totholz“ insgesamt 21 aus naturschutzfachlicher Sicht wertvolle Bäume mit Plaketten markiert, die aus der waldbaulichen Nutzung genommen wurden. Insgesamt hat proTerra damit am Schaumberg bereits dazu beigetragen, dass insgesamt 28 alte und sehr alte Waldbäume aus der Nutzung genommen wurden. Mit der Unterstützung des NABU-Programms möchte unser Unternehmen einen Beitrag zur Erhaltung der regionalen Biodiversität leisten und gleichzeitig die unternehmensbedingten CO2-Emissionen kompensieren.
Die Patenschaft ermöglicht es dem NABU den Waldeigentümer für den Nutzungsverzicht des Baumes in Höhe des Brennholzwertes zu entschädigen. Baumpaten können Firmen oder Privatpersonen sein, die pro Baum einmalig 250 Euro zahlen, was dem Brennholzwert dieses Baumes entspricht. Der Waldeigentümer erhält das Geld als Entschädigung und verzichtet darauf, den Baum zu fällen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet. Der NABU Saarland verpflichtet sich im Rahmen der Baumpatenschaft 40 Jahre lang die Erhaltung der Bäume zu kontrollieren und zu dokumentieren, wozu auch die Pflege einer Datenbank mit den GPS-Daten der Habitatbäume zählt. Jeder Baum erhält außerdem eine entsprechend nummerierte Plakette mit dem Namen des Spenders.
Baumkrone am Schaumberg
Herr Backes beim Anbringen der Plakette (rechts) mit Herr Harth vom NABU
Am 19. Oktober hat proTerra bereits zum siebten Mal das Fortbildungsseminar für Störfallbeauftragte durchgeführt. Drei namhafte Referenten konnten wir wieder für diese alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung im Golfhotel Angel‘s in St. Wendel gewinnen: Die Herren Referenten Rudolf Kappelmaier (CMK – Compliance Management Kappelmaier), Dr. Norbert Wiese (LANUF) und Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg (Müggenborg – Kanzlei für Umwelt- und Technikrecht) berichteten über die neuesten Entwicklungen im Störfallrecht sowie Erfahrungen und Handlungsempfehlungen aus der betrieblichen Praxis.
Die Teilnehmer erfreuten sich über „erfrischende, praxisnahe Vorträge“, „Ein rundum gelungenes Seminar“, „ein angenehmes Klima“.
„Die Veranstaltung war inhaltlich hochinteressant, ich stehe Ihnen für weitere Fortbildungsveranstaltungen dieser Art oder zu anderen umweltrechtlichen Themen immer wieder gerne zur Verfügung“, so die Aussagen der Referenten.
Die Referenten (v.l.n.r) Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg, Rudolf Kappelmaier, Dr. Norbert Wiese.
Ein lebhafter Austausch unter den Teilnehmern und das traditionell anschließende Get-together – dieses Mal wieder bei traumhaftem Herbstwetter auf der Terrasse des Tagungshotels – rundeten den Erfolg dieser Veranstaltung ab. Ein besonderer Dank an unsere treuen Teilnehmer!
Herr Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg referiert über die Umwelt- und strafrechtliche Verantwortlichkeit des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
Auch in diesem Jahr war unser „Erfahrungsaustausch EnergieEffizienz²" am 17.10.17 im Angel´s Hotel am Golfpark in St. Wendel wieder ausgebucht. Insgesamt 21 Unternehmensvertreter nahmen an der Veranstaltung mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Mitarbeitersensibilisierung und Kommunikation“ teil.
Seit 2014 bieten proTerra und FutureCamp Mitarbeitern von Unternehmen, die mit der Einführung oder Betreuung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001 bzw. eines alternativen System betraut sind, mit der Veranstaltungsreihe "EnergieEffizienz²" einen Erfahrungsaustausch zu Effizienzmaßnahmen an. Ziel ist es, in regelmäßigen Abständen Impulse für die Weiterentwicklung des eigenen EnMS zu erhalten und selbst zu geben. Im Mittelpunkt steht der gemeinsame Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern und Referenten, der nach jedem Fachbeitrag von den Moderatoren angeregt wird. So können die Teilnehmer untereinander aus den Erfahrungen der anderen lernen und konkrete Vorschläge für ihre eigenen Betriebe aus der Veranstaltung umsetzen. Auch im Jahr 2017 war die Rückmeldung unserer Kunden durchweg positiv.
Bedanken möchten wir uns auf diesem Wege noch einmal bei unseren Referenten Herr Kinner (Thyssen Krupp Rasselstein) und Herr Weicht (Landesamt für Umwelt Rheinland Pfalz) sowie unserem Kooperationspartner Future Camp.
Wir würden uns freuen, auch Sie im kommenden Jahr zum Netzwerktreffen Energie begrüßen zu dürfen. Das Seminar können Sie weiterhin als Nachweis Ihrer Weiterbildung im Sinne der DIN EN ISO 50001 verwenden.
Voraussichtliche Termine und Orte 2018:
· 23.10.2018 - St. Wendel, Angel's - das Hotel am Golfpark
· 24.10.2018 - FutureCamp, Aschauer Str. 30, 81549 München
Sollten Sie Fragen zu unserem Netzwerk haben, können Sie sich gerne jederzeit an Herr Martin Speicher der proTerra wenden. (Tel.: 06897/506 393, Mail: Martin.Speicher(at)proterra-umwelt.de)
Auch in diesem Jahr veranstaltete die TÜV Saarland Bildung + Consulting GmbH das Fortbildungsseminar Immissionsschutzbeauftragte, das überwiegend mit Referenten der proTerra besetzt wurde. Das Seminar richtet sich an alle Immissionsschutzbeauftragte, die zur Aufrechterhaltung ihrer Fachkunde verpflichtet sind, spätestens alle zwei Jahre an einer staatlich anerkannten Fortbildungsmaßnahme teilzunehmen. Auch in diesem Jahr wurden insbesondere die wesentlichen gesetzlichen Änderungen im Bereich des Umweltrechtes wie z. B. die neue Gewerbeabfallverordnung, 42 BImSchV – Verdunstungskühlanlagen, Revision ISO 14001 und Neuerungen im Brandschatz thematisiert.
Mittlerweile ist Fortbildung Immissionsschutzbeauftragte am Kloster Hornbach eine etablierte Veranstaltung in der es in einer angenehmen Atmosphäre der historischen Klosteranlage in Hornbach stets zu einem regen Informationsaustausch zwischen den Seminarteilnehmern und den Referenten kommt. Wir freuen uns schon darauf, die Teilnehmer auch im nächsten Jahr wiederzusehen.
Unser Betriebsausflug führte das Team der proTerra dieses Jahr in die Trierer Altstadt. Hier wurden wir von einem Stadtführer bei schönstem Wetter an der Porta Nigra mit einem Sekt aus einem heimischem Weingut empfangen. Eine spannende Stadtführung durch die Trierer Altstadt erwartete uns, bei der wir die Stadt, die jeder von uns bereits kannte, von einer ganzen neuen Seite kennengelernt haben.
Sektempfang vor der Porta Nigra
Nach der ca. zweistündigen Wanderung durch das alte Trier, vorbei an geheimen Ecken und den bekannten Sehenswürdigkeiten, ging es zum Bummeln wieder in das Stadtzentrum. Ausklingen konnten wir den Abend bei einem deftigen römischen Mahl im Restaurant “Zum Domstein“. Dank unserer beiden Organisatorinnen Frau Ruster und Frau Hauser, die in weiser Voraussicht einen Bus für die Reise organisiert hatten, konnten wir sogar den ein oder anderen heimischen Wein bzw. römischen Aperitif genießen.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Ruster und Frau Hauser bedanken, die für uns auch in diesem Jahr wieder einen sehr schönen Betriebsausflug organisiert haben.

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