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Timestamp: 2020-06-04 03:32:34+00:00

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WNA Mai 2020
IHK-Report
Info & Praxis
Das IHK-Wirtschaftsmagazin für Reutlingen, Tübingen, Zollernalb | 4. Mai 2020, 5/2020 Aktuelle Corona-Infos im Heft und auf www.ihkrt.de IHK-Wahl 2020 Die Wirtschaft wählt Corona-Krise Notärztin Unternehmer berichten> S. 8 Kampf gegen das Virus > S. 16 Corona-Hilfe > S. 52 Tipps für Betriebe
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Erste Seite 3 3 Fragen zur...??? IHK-Wahl in Krisenzeiten Dr. Wolfgang Epp, 59, ist seit 2002 Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. In diesem Monat findet die Wahl zur IHK-Vollversammlung statt. Passt sie in die Zeit? Natürlich wissen wir, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer aktuell gro- ße, teilweise existenzielle Sorgen haben. Wir bekommen das hautnah mit, weil sich viele bei uns melden, Beratung und Informationen suchen und wir ja auch die Soforthilfe für unseren IHK-Bezirk managen. Aber wir müssen alle an die Zeit nach Corona denken. Die IHK funktioniert nur, wenn wir ein Parlament der Wirtschaft haben, das über die großen Linien entscheidet. Insofern ist die Wahl gerade jetzt noch wichtiger als in anderen Jahren. Warum? Wenn die Corona-Pandemie hoffentlich weitestgehend überstanden ist, wird es darum gehen, die regionale Wirtschaft wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Dafür muss die IHK zum einen Forderungen aus der Unternehmerschaft an die Poli- tik adressieren. Gerade die Branchen, die von den Schließungen besonders be- troffen waren und sind, brauchen dringend Unterstützung und das sicher über eine längere Zeit hinweg. Zum anderen muss die Vollversammlung entscheiden, was wir als Selbstverwaltung der Wirtschaft konkret tun, um unsere Mitglieds- unternehmen zu unterstützen. Denken wir an unsere Berufsausbildung, neue Formate in der Weiterbildung, den Innovationstransfer oder die Aktivitäten im Bereich Existenzgründung. Dafür braucht es gewählte Vertreterinnen und Ver- treter aus allen Branchen unseres IHK-Bezirks, die ihre Ideen und Vorstellungen einbringen. Ganz praktisch: Für die Wahl muss ja auch niemand in die IHK kommen. Richtig, die IHK-Wahl ist eine Briefwahl. Die Unterlagen kommen nach dem 4. Mai per Post ins Unternehmen. Es ist eine Anleitung mit dabei, die erklärt, wie die Wahl funktioniert. Ich kann nur herzlich bitten, bei der Wahl mitzumachen. Für die Kandidatinnen und Kandidaten ist es sicher ein gutes Gefühl, wenn viele von unseren Mitgliedsunternehmen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
08 4 Inhalt 20 IHK-Wahl 2020 Die Wirtschaft wählt i e w z t k n u p n u e n , m o c . k c o t s r e t t u h s / t r o p e k : k fi a r G IHK-WAHL 2020 INHALT Bis zum 27. Mai 2020, 12 Uhr, findet die Wahl zur IHK-Vollversammlung für die Wahlperiode 2020 bis 2025 statt. „WNA | Wirtschaft Neckar- Alb“ informiert über die Fakten und stellt die Kandidatinnen und Kandidaten vor. 22 Wahlgruppen: Ihre Kandidatinnen und Kandidaten 40 Bilanz der Wahlperiode 2015–2020: Viel erreicht www.wirtschaft-neckar-alb.de www.wirtschaft-neckar-alb.de 03 Erste Seite Drei Fragen zur IHK-Wahl in Krisenzeiten 06 Hingucker Zahlen rund um die Region Neckar-Alb 08 Aktuelles 08 Unternehmer-Stimmen: Corona und die Folgen 12 Masken und Schutzvisiere: 14 Kultur in Corona-Zeiten: Was erlaube! Firmen stellen Produktion um 16 19 Im Gespräch Notärztin Lisa Federle IHK-Service Corona-Krise
Inhalt 5 42 52 16 42 IHK-Report 42 Infos und Beratungen in Zeiten der Krise: Über 16.000 Anträge eingegangen 43 Lage in Handel und Gastronomie: Größere Betriebe auch öffnen 50 Termine 50 IHK-Webinare im Mai: Online weiterbilden 52 Info & Praxis 52 Corona-Krise: 54 Energiespartipp: Wussten Sie, dass...? Hilfe für Unternehmen 58 Firmen-Report 58 IZD-Firmengruppe: 59 Im Kampf gegen das Coronavirus: Neues Firmengebäude bezogen Diese Firmen machen mit 62 Börsen 65 Ihre IHK 65 Impressum 66 Letzte Seite Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
6 Hingucker 16/05 ZAHLEN RUND UM DIE REGION NECKAR-alB 246.499 Hektar groß ist die Region Neckar-Alb. Auf dieser Fläche leben insgesamt 703.596 Menschen. Die meisten von ihnen (287.066 Personen) sind im Landkreis Reutlingen zu Hause. Das Foto zeigt einen Blick auf Metzingen. Hingucker 43,4 Jahre sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Region im Durch- schnitt alt. Das entspricht ziemlich genau dem Landesschnitt (43,5 Jahre). 269.134 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es zum Stichtag 30.06.2019 in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. t m a s e d n a L s e h c s i t s i t a t S : e l l e u Q , m o c . e b o d a . k c o t s - r e w o P l e x i P : o t o F
Hingucker 7 1.332 Arbeitsstunden leistete durchschnittlich jede und jeder Erwerbstätige in der Region im Jahr 2017. Der Durchschnittswert berücksichtigt Vollzeitbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte und marginal Beschäftigte. 5.281 Menschen in der Region absolvieren derzeit (April 2020) eine Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungs- gewerbe. 1.736 davon sind Frauen. 4.938 Einwohnerinnen und Einwohner haben die 66 Städte und Gemeinden der Region im Durchschnitt. Im Landkreis Tübingen sind die Gemeinden am größten (durchschnittliche Einwohnerzahl: 5.838 Personen). Wirtschaft Neckar-Alb | Juli + August 2018 Wirtschaft Neckar-Alb | Oktober 2018
8 Aktuelles Unternehmer-Stimmen Corona und die Folgen auch wenn die Wirtschaft langsam wieder anläuft: Die auswirkungen des Coronavirus stellen gerade einperso- nen- und Kleinunternehmerinnen und -unternehmer vor existenzielle herausforderungen. Was sind momentan ihre größten Probleme? Wna hat sich umgehört. Barbara Muschler, Muschler Mode & More, Mössingen Branche: einzelhandel „Es gibt nun eine Zäsur zwischen der Zeit vor der Pandemie und der Zeit da- nach. Die Ängste und Sorgen aller Unternehmen, ob klein oder groß, lässt man- che in einem Vakuum zurück. Vieles wird durch staatliche Hilfen abgefedert, aber die existenzielle Zukunftsfrage stellen wir uns trotzdem. Ich werde Vorbe- stellungen und Frühjahrsware drastisch reduzieren müssen und versuche, eine Mietminderung auszuhandeln. Wir müssen geduldig abwarten, wie der Kunde reagiert. Und dann agieren.“ Olaf Müller, Impuls Sprachentraining, Pfullingen Branche: Sprachentraining „Wir bieten Fremdsprachentraining für Firmen an. Das sind wöchentlich 120 Kurse im Schnitt. Innerhalb von nur zwei Tagen sind uns im März 90 Prozent des Umsatzes weggebrochen. Schnell haben wir auf Online-Trai- ning umgestellt, was bei Einzeltraining funktioniert, bei Gruppen aber nur schwer. Da sind wir auch auf die Flexibilität und den Willen unserer Kun- den angewiesen. Wir haben Soforthilfe beantragt. Das hilft, aber nur für ein bis zwei Monate. Kredite sind für uns keine Lösung. Wovon sollen wir sie zurückbezahlen?“ R P , m o c . e b o d a . k c o t s - g r e b d e i r F : s o t o F Alle Statements entsprechen dem Stand des WNA-Redaktionsschlusses am 20. April 2020. www.wirtschaft-neckar-alb.de
Aktuelles 9 Claudia leuze, hotel la Casa, Tübingen Branche: hotellerie und Gastronomie „Was Ende Februar noch als schleichender Stornierungsprozess vorrangig internationaler Gäste begann, häufte sich seit Bekanntwerden der gesamten Corona-Dimension auch bei uns in minütlichen Stornierungen inländischer Buchungen. Damit stieg auch die Mitarbeiterfrustration. Wir sehen aktuell kein Ende des Tunnels, auch wenn inzwischen einige Betriebe wieder öffnen kön- nen. Die Verunsicherung wird spürbar nachwirken. Angst sitzt tief und lange – eine Katastrophe für unsere Branche, die diese Krise tief bis ins Mark trifft.“ Wolfgang Belser, Injoy, Balingen Branche: Fitnessstudio „Schon vor Corona gehörten Online-Kurse zu unserem Portfolio. Jetzt ist es die einzige Leistung, die wir für unsere Mitglieder erbringen können. Die meisten zei- gen sich solidarisch und bezahlen ihren Beitrag auch während der Schließung wei- ter. Im Gegenzug bieten wir diverse Gutschriften und Gutscheine an, die sie später nutzen können. Die Einbußen sind enorm, auch weil wir keinen weiteren Umsatz mit Getränken oder über den Shop haben. Von der KfW haben wir eine Kredit- zusage, die Soforthilfe steht noch aus, sie würde aber nur zwei Wochen reichen.“ heiko Steiner, Steinerplus Gmbh, Pfullingen Branche: Messebau „Anfang März waren wir eine der ersten Branchen, die der Shutdown getroffen hat – und sind sicher noch am längsten davon betroffen. Im Moment ergeben sich Aufträge im Segment gewerbliche Inneneinrichtung wie Ladenbau und Ob- jektdesign. Das hält uns über Wasser, ist aber nicht kostendeckend. Im Stich ge- lassen fühle ich mich vor allem von meiner Hausbank, einer Großbank, die trotz 20-jähriger Zusammenarbeit nicht kooperiert. Ganz anders die örtliche KSK. In dieser Zeit zeigt sich allgemein, auf wen man sich verlassen kann.“ langversionen der Statements im IhK-Web www.ihkrt.de/corona-statements >> Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
10 Aktuelles Volker heck, Canadian husky Wander- und Reiseausrüstung, Reutlingen Branche: einzelhandel „Wir haben voll auf die stationäre Schiene gesetzt und das hat bisher auch gut funk- tioniert. Seit Mitte März haben wir null Einnahmen, die vier Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, die Monatsmiete ist gestundet. Es wird schwer, schnell auf alte Umsät- ze zu kommen. Daran wird der Webshop, den ich jetzt einrichte, vermutlich wenig ändern. Die Lieferanten nehmen keine Stornierungen an. Ich kann die Ware nur einlagern, aber momentan nicht bezahlen. Ich denke, wir kommen nur durch die Krise, wenn alle mitspielen, Abstriche machen und einander entgegenkommen.“ Dieter Wetzel, hotel Schwanen, Metzingen Branche: hotellerie und Gastronomie „Die Lage ist gelinde gesagt katastrophal. Erst hingen wir lange in der Luft, weil wir 55 Festangestellte haben und es für diesen Fall keinerlei Liquiditätshilfen gab. Nun müssen wir uns neu verschulden und Kredite aufnehmen, die wir bei relativ kurzer Laufzeit verzinst zurückzahlen müssen. Das hat mit Wirtschaftsförderung nichts zu tun, sondern ist eher eine Bestrafung. Aktuell haben wir ein Umsatz-Mi- nus von 500.000 Euro. Und der Unterschied zur Handelsware ist: Das Zimmer, das ich heute nicht verkaufe, verkaufe ich nicht mehr zu einem späteren Zeitpunkt.“ anette Ganter, logo! Das Kreativbüro, albstadt Branche: Werbeagentur „Als Full-Service-Werbeagentur haben wir Glück, einige größere Projekte auf dem Tisch zu haben. Parallel entwickeln wir neue Konzepte für unsere Kunden. Seit dem Shutdown fehlen neue Aufträge – da ist Soforthilfe eine wertvolle Maß- nahme. Mit unserem zusätzlichen Ladengeschäft überbrücken wir durch Liefer- service, Päckchenversand sowie kreative Geschenkideen über Social Media. Es ist eine ungewohnte, herausfordernde Zeit. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es mit positiver und flexibler Einstellung immer irgendwie weitergeht.“ www.wirtschaft-neckar-alb.de R P : s o t o F
Aktuelles 11 Josefine zunzer, Coole Klamotte, Balingen Branche: einzelhandel „Als ich am 18. März mein Geschäft schließen musste, war alles so unfassbar. Tausend Gedanken beschäftigen mich seither: meine Angestellten, Kollektio- nen, der Umsatz, meine gesamte Existenz. Über Social Media habe ich versucht, den Kontakt zu meinen Kunden zu halten, habe Versand, Lieferservice und Ab- holung an der Tür möglich gemacht, um das Geschäft irgendwie am Laufen zu halten. Das Unternehmen habe ich alleine aufgebaut, im Sommer steht das zehn- jährige Jubiläum an. Ob und wie es weitergeht? Ich weiß es nicht.“ alexander Wütz, Querfeldeinsport, Tübingen Branche: Sportagentur „Wer übernimmt in der Politik die Verantwortung dafür, dass Sportveranstal- tungen wieder sicher sind und durchgeführt werden? Bis dahin ist mir der Kern meines Geschäfts untersagt. Ohne die physische Veranstaltung geht praktisch nichts. Viele Sponsoring-Projekte, die vor der Unterschrift standen, sind auf nicht absehbare Zeit auf Eis gelegt. Für Soloselbstständige wie mich wäre die unbüro- kratischste Liquiditätshilfe, dass Rückerstattungen von zu viel geleisteten Voraus- zahlungen schneller ausbezahlt werden. Das ist schließlich unser eigenes Geld.“ Ralph Gilg, hotel leda, haigerloch Branche: hotellerie und Gastronomie „Bisher haben wir zu 90 Prozent von Geschäftsreisenden gelebt. Das ist wohl für die nächsten Jahre vorbei. Wenn der Betrieb wieder erlaubt ist, werden wir verstärkt versuchen, ganz normale Urlauber anzusprechen. Vielleicht ist ein Urlaub auf der Schwäbischen Alb nach Corona wieder eine Alternative. Dafür wäre wichtig, bei der Hotellerie die Provisionen der Buchungsportale auf fünf Prozent zu deckeln und in der Gastronomie die Mehrwerteuer auf sieben Prozent zu senken. Man muss jetzt kleine Betriebe fördern und das Steuersystem entsprechend reformieren.“ Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
12 Aktuelles RANDnOTIz Firmen stellen Produktion um Masken und Schutzvisiere m o c . k c o t s r e t t u h s / u y n a r a P . o t o F Radweg Das ist mal ein Lückenschluss der an- deren Art: Bis voraussichtlich Ende Juli wird zwischen Starzach-Börstin- gen und Starzach-Sulzau ein Radweg von über drei Kilometern Länge ge- baut. Das teilte das zuständige Regie- rungspräsidium Tübingen mit. Der Abschnitt ist wichtig. Er vollendet den Neckartal-Radweg. Neben den tägli- che Radpendlern werden sich vor al- lem Touristen auf zwei Rädern freuen. Breitband Das Land fördert weitere sieben Breit- bandprojekte in der Region Neckar-Alb mit einem Volumen von insgesamt 1,3 Millionen Euro. Das Breitbandför- derprogramm kommt in Projekten in Münsingen, Rottenburg, Winterlingen, Meßstetten und Straßberg zum Einsatz. Verkehrssicherheit Das Regierungspräsidium Tübingen lässt an der B 312 im Bereich der An- schlussstelle Nordtangente bei Metzin- gen in beide Fahrtrichtungen jeweils einen Einfädelungsstreifen anbauen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 950.000 Euro. Fördermittel Im vergangenen Jahr förderte die L-Bank nach eigenen Angaben 822 Unternehmen aller Branchen aus der Region Neckar-Alb. Das ausgezahl- te Darlehensvolumen lag bei 162,4 Millionen Euro. Insgesamt wurden Investitionen von rund 250,6 Mil- lionen Euro angeregt. Mehr als 700 neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen. www.wirtschaft-neckar-alb.de www.wirtschaft-neckar-alb.de zahlreiche regionale Firmen produ- zieren im Kampf gegen Corona der- zeit behelfsmäßige Mund- und na- senmasken oder Schutzvisiere fürs Gesicht. Im IhK-Web gibt es eine laufend aktualisierte Übersicht. Mehr als 20 Firmen aus Neckar-Alb wa- ren dort am Tag des Redaktionsschlus- ses dieser WNA-Aufgabe aufgelistet. Regionale Unternehmen, die Masken produzieren, können sich in die IHK- Liste aufnehmen lassen – eine Mail an presse@reutlingen.ihk.de genügt. Mit dabei ist etwa MT Druck aus Mössin- gen. „Uns geht es um den Schutz der Menschen, die direkt am Menschen arbeiten“, erklärt Swen Tröster, einer der beiden Geschäftsführer, auf Nach- frage. Die ersten 1.000 Exemplare ei- nes selbstentwickelten Gesichtsschilds hat die Druckerei an Kliniken und Pflegepersonal verschenkt. Von den Anwendern seien viele positive Rück- meldungen gekommen, so Tröster. Bei steigender Nachfrage könnten täglich bis zu 2.000 Schilde produziert werden. produktion eingestiegen, pro Woche entstehen dort rund 100.000 Masken. „Wir haben zunächst mehrere Varian- ten getestet“, berichtet Pressesprecherin Evita Rösch. „Final fertigen wir eine dreilagige Variante aus Baumwolljersey und einem Vlies im Inneren.“ Am Tü- binger Stammsitz, in der reaktivierten Musternäherei, würden in der Woche rund 1.000 Masken produziert. Speidel aus Bodelshausen ist mit 25.000 Mund- Nasen-Masken aus Bio-Baumwolle pro Woche gestartet. Bei anhaltend großem Bedarf werden derzeit wöchentlich rund 80.000 Masken gefertigt. Internationale anfragen „Es ist sehr viel stärker angelaufen, als wir uns das vorgestellt haben“, sagt Bjørn Franke von der Tübinger Agen- tur Die Kavallerie. Innerhalb von gut einer Woche wurde ihr Spuckschutz 1.000 Mal bestellt, bis Ostern wurden 4.000 Stück unter die Leute gebracht. Inzwischen kämen auch internationale Anfragen, etwa von einem Wiederver- käufer aus Irland, so Franke. Musternäherei reaktiviert Rösch Fashion ist am Unternehmens- standort in Ungarn in die Massen- Firmenübersicht im IhK-Web www.ihkrt.de/wer-liefert-masken
Aktuelles 13 m o c . k c o t s r e t t u h s / s n o i t c u d o r P a d y S . o t o F JIM-Studie Wie Jugendliche das Internet nutzen 89 Prozent der Jugendlichen in Deutschland sind täglich online. Das ist eines der ergebnisse der neuesten JIM-Studie. Dabei nutzen die Zwölf- bis 19-Jäh- rigen nach eigener Einschätzung an einem durchschnittlichen Wochentag 205 Minuten das Internet, heißt es in der Studie „Jugend, Information, Me- dien“ (JIM) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Youtube auf Platz 1 Zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: 41 Prozent der Online- Nutzung von Mädchen entfällt auf den Bereich Kommunikation, bei Jungen sind es nur 29 Prozent. Im Bereich Un- terhaltung fällt der Unterschied gerin- ger aus (Mädchen: 34 %, Jungen: 28 %), der Informationssuche widmen beide Geschlechter jeweils ein Zehntel ihrer Online-Zeit. Bei den Jungen nimmt das Spielen mit 34 Prozent den größten Umfang der Online-Nutzung ein – bei Mädchen beträgt dieser Anteil nur 14 Prozent. Das beliebteste Online-Ange- bot ist wie im Vorjahr mit deutlichem Abstand Youtube, gefolgt von Whats- App und Instagram. Für die Studie wurden 1.200 Jugendliche befragt. land finanziert Roboter Förderung für Corona-Forschung Das land Baden-Württemberg för- dert die Forschung zum Corona- virus am naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (nMI) in Reutlingen mit 210.000 euro. Mit der Anschaffung eines Pipettier- roboters sollen am NMI die Immun- antwort auf Infektionen mit dem Co- ronavirus erforscht und spezifische Antigene für die Diagnostik und Impf- stoffentwicklung identifiziert werden. Einer der Forschungsschwerpunkte des NMI ist es, Biomarker für die me- dizinische Forschung und klinische Diagnostik zu entwickeln. Aufgrund dieser Kompetenz wurde das NMI in ein von der EU geförder- tes und mit internationalen Partnern besetztes Konsortium zur Forschung am Coronavirus eingebunden. Im Rahmen des Projekts muss eine hohe Anzahl von Probenmessungen durch- geführt werden, wofür der Pipettierro- boter dringend benötigt wird. Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen Wo bleibt die Perspektive? Die Corona-Pandemie hat die Wirt- schaft weiter im Griff. Die langsame Öffnung war sicher der richtige Schritt. Die Politik geht einen schmalen Grat, um das Gesundheitswesen einerseits nicht über seine Grenzen zu belasten, andererseits sollen Bildungswesen und Wirtschaft nicht völlig abgewürgt werden. Trotzdem muss der Prozess der Öffnung zügig weitergehen. Die Lage bleibt in vielen Firmen extrem ange- spannt. Das zeigen die direkten Rück- meldungen und die Nachfrage nach dem Corona-Soforthilfeprogramm. Die heimischen Firmen benötigen dringend eine Perspektive. Vor allem Branchen wie Gastronomie, Hotelle- rie, Tourismus oder Veranstaltungs- wesen sind teilweise in ihrer Existenz bedroht. Sie brauchen belastbare und dauerhafte Öffnungsaussichten. Wei- tere Wochen ohne Geschäft sind nicht mehr darstellbar. Dabei könnten diese Firmen ähnlich wie der Einzelhandel über Hygienevorschriften, Maskenge- bote und Abstände für Schutz sorgen. Ich meine, dass es diesen Betrieben unter gebotener Vorsicht erlaubt sein sollte zu öffnen. Der Schaden bleibt trotzdem. Das werden die kommenden Monate zeigen. Die Politik wird nicht umhin kommen, für Unternehmen, die lange schließen mussten, ein eigenes Wiederaufbau-Programm aufzulegen. Sonst wird Corona nicht nur die grö- ße Pandemie der Jetztzeit, sondern auch der stärkste Insolvenz-Treiber der Nachkriegsgeschichte. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
14 Aktuelles Kultur in Corona-zeiten Was erlaube! Was geht, wenn nichts mehr geht. Drei Kulturschaffende erzählen. online. Hier hat man die abgesagte Ausstellung der Fotografin Barbara Klemm untergebracht, die Hölder- lins Wanderroute am Neckar nach- gespürt hat. Die Bilderreihe wird mit Zitaten und Erklärungen erwei- tert. Außerdem werden Lesungen zu Hölderlin bis auf Weiteres als Podcast veröffentlicht. Mit „Turm- gespräche“ will Potsch eine Reihe etablieren, die vor Corona gar nicht so geplant war. „Es ist auch die Ge- legenheit, als Museum über seinen örtlichen Radius hinaus zu denken und einen Mehrwert zu bieten.“ Al- lerdings, betont sie, sei ihr bewusst, wie privilegiert ihre Situation der- zeit sei: Gleichwohl man mit dem kleinen Etat dauerhaft auf kreative Lösungen angewiesen ist, ist man als städtisches Museum nicht ganz so abhängig von Einnahmen wie andere Institutionen. „Im Gegensatz zu uns kämpfen gerade viele Kultur- schaffende um die blanke Existenz.“ Es sei natürlich jammerschade um die vielen Veranstaltungen, die nicht mehr nachholbar sind. Trotz- dem plant Potsch fleißig weiter, aus dem Homeoffice. Kulturgenuss gibt es auch hier nur in Verbindung mit einem Namen: Hölderlin. Stefan hallmayer, Theater lindenhof, Melchingen „So war das nicht gedacht“, sagt In- tendant Stefan Hallmayer. Da hat das Theater Lindenhof die letzten Jahre in den Umbau seiner Spiel- stätte investiert (insgesamt 2,5 Mil- lionen Euro), hat Anfang März die letzten Rechnungen gezahlt und ei- nen dichten „Heimspielbetrieb“ mit täglichen Veranstaltungen ausgeru- fen, und dann das: Spielverbot. Er habe als Gründungsmitglied schon sämtliche Höhen und Tiefen erlebt, meint Hallmayer, aber es bestand immer die Möglichkeit, mit einigen erfolgreichen Inszenierungen oder einer Tournee-Produktion etwai- Sandra Potsch, hölderlinturm, Tübingen Es hätten große Jubiläen mit ent- sprechenden Festivitäten angestan- den dieses Jahr: 500 Jahre Raffael, 250 Jahre Beethoven und Hölderlin. Alles seit Langem durchgeplant, be- worben und kalkuliert – und nun abgesagt, in der Warteschleife oder was davon möglich ist, ins Internet verlagert. Auch Sandra Potsch, Mu- seumsleiterin des Hölderlinturms Tübingen, versucht das Beste aus der momentanen Zwangspause zu machen. Nur knapp zwei Wo- chen nach dem Shutdown ging mit „www.hoelderlinturm.digital“ eine von ihr konzipierte neue Website www.wirtschaft-neckar-alb.de
Aktuelles 15 ge Löcher zu stopfen. „Diese Karte haben wir nicht mehr. Die Einnah- men, die jetzt wegbrechen, sind weg. Auch wenn wir Engagements auf nächstes Jahr verschieben, können wir 2021 nicht Doppeltes leisten.“ Die nötigen 60 Prozent, die man als Privattheater über Einnahmen selbst erwirtschaften muss, hat man immer gestemmt. Auch aufgrund der eigenen Kreativität. Der Ruf des Regionaltheaters ist exzellent, etli- che Preise zeugen davon. Ihre Höl- derlin-Produktion „Darum wandle wehrlos fort, und fürchte nichts!“ wurde gerade für die Privattheater- tage in Hamburg nominiert. Im Juni wird es eine wohl virtuelle Auffüh- rung geben, die später auf der Thea- ter-Website gestreamt wird oder gar ins Fernsehen kommt. Das geplante Sommertheater in Tübingen zum Hölderlin-Jubiläum wackelt. Ob es nachgeholt wird und in welcher Form, ist fraglich. Ebenso, ob klei- nere Aufführungen mit begrenzter Anzahl an Sitzplätzen doch noch vor September erlaubt werden. Vor- verlegte Zuschüsse der öffentlichen Hand sorgen im zweiten Quartal immerhin für Liquidität. Die Mit- arbeiter sind in Kurzarbeit. „Es ist eine sehr schwierige Situation. Ohne Hilfe überstehen wir die Krise nicht. Und doch ist momentan rela- tiv einfach, was zu tun ist: Mit allen Mitteln diese Einrichtung retten.“ Ralf Merkel, zollernalb-Kinos, hechingen und albstadt Nicht wenige fühlen sich derzeit an Katastrophenfilme erinnert. Ralf Merkel geht es da nicht anders. Der Betreiber der Zollernalb-Kinos in Hechingen und Albstadt ist den- noch oder gerade deshalb voll des Lobes für die Corona-Politik der Regierung: „Es gibt keine Blaupau- se für das, was wir durchmachen. Ich wüsste nicht, was man besser machen könnte.“ Die Schließung der Freilichttheater ist natürlich schmerzhaft. Gerade jetzt erwirt- schaftet die Branche den Umsatz, der ihr im Sommer fehlt. Filmpre- mieren sind verschoben, Produk- tionen gestoppt. „Den Backlash werden wir noch zwei Jahre lang spüren, weil dann die Ware fehlt, die jetzt gedreht werden würde.“ Er wolle sich gar nicht ausmalen, was wäre, wenn der neue Bond schließ- lich wegen Corona gar nicht im Kino starten würde, sondern digital. Tatsächlich erwägen derzeit eini- ge Verleihfirmen, Filme digital zu veröffentlichen, die Kinos aber da- bei an den Streaming-Einnahmen zu beteiligen. Da es momentan ein Streaming-Überangebot gebe – Dis- ney startete im März seinen eige- nen Streamingdienst –, verspreche er sich allerdings nicht allzu viel davon, meint Merkel. Mehr Hoff- nung setzt der Kinobetreiber in ein gemeinsames Projekt mit der Burg Hohenzollern: Statt klassischem Open-Air-Kino ein Autokino auf dem Parkplatz der Burg. Knapp 100 Fahrzeuge hätten darauf Platz, auch mit Sicherheitsabstand. Vorbild sind Autokinos wie in Kornwest- heim, die momentan geöffnet sind. Die Nachfrage ist gut. In techni- scher Hinsicht wären Merkel und die Burgverwaltung nahezu start- klar, alle nötigen Anträge hat man eingereicht. Problematisch sei, dass nach jetzigem Stand zwar Wieder- eröffnungen erlaubt sind, nicht aber Neueröffnungen. Hinzu kommt der aktuelle Beschluss von Bund und Ländern, der Großveranstaltungen bis mindestens Ende August unter- sagt. „Womöglich will man keinen Präzedenzfall schaffen“, sagt Merkel. Es wäre ein Lichtblick in einem an- sonsten kargen Kultursommer. R P , m o c . k c o t s r e t t u h s / 2 o d n o g o r e a : s o t o F Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020 Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
16 Im Gespräch notärztin lisa Federle Die Kämpferin z t e M h c i r l U : o t o F Homeoffice wäre für Lisa Federle sicher undenkbar. Die Notärztin ist es ge- wohnt zu handeln, schnell und praktisch zu helfen. Gelegentlich auch ohne offizielle Vorgabe. Die Corona-Pandemie beschäftigt sie wohl dennoch mehr, als ihr lieb ist. Ein Gespräch vorm nächsten Einsatz. www.wirtschaft-neckar-alb.de
Im Gespräch 17 WNA: Frau Federle, Sie haben in Ih- rem Berufsleben schon viel erlebt. Ist Corona die bisher größte Herausfor- derung für Sie? Federle: Das kann man schon sagen. Die Flüchtlingswelle 2015 war auch fordernd, aber diese Krise ist beängs- tigender, weil sie weniger kalkulierbar ist. Die Aussagen der Virologen sind so unterschiedlich, das Problem ist kaum greifbar. So geht es ja auch der Bundes- regierung, sonst hätte man schon längst einen klaren Fahrplan. Aber es gibt eben keinen. Wir fahren alle mehr oder weniger auf Sicht. Haben Sie sich manchmal ohnmächtig gefühlt? Dem Virus gegenüber nicht. Es gibt auch Krebs und andere Krankheiten, wo wir letztlich machtlos sind, oder Situationen, in denen ich als Notärztin nicht mehr helfen kann. Ich fühle mich eher gegenüber der Politik ohnmächtig. Nicht gegenüber dem Landkreis oder dem Landrat, ganz im Gegenteil, da werden wir super unterstützt, sondern gegenüber der Landespolitik. Wir ha- ben die Tests in Pflege- und Altershei- men auf eigene Faust durchgeführt und etliche positive Fälle ermittelt. Gesund- heitsminister Lucha hat sich in diesem Punkt immer noch nicht festgelegt. Man könne testen, wenn es Symptome gebe. Aber das Probelm ist: Manche ha- ben keine Symptome, sind aber trotz- dem ansteckend. Dabei war der offizielle Wortlaut im- mer, wir müssen die Alten, Schwachen und Kranken schützen. Genau das passiert aber kaum. Die Heime werden gerade zu Corona-Hot- spots. Da kann ich nicht nachvollzie- hen, wie man in so einer Situation da- rüber debattieren kann, wer die Kosten übernimmt. Das finde ich irrsinnig. Haben wir alle, Sie eingeschlossen, die ganze Corona-Situation unterschätzt? Vita Lisa Federle, 58, ist gebürtige Tübingerin. Zu ihrem Traumberuf Ärztin fand sie erst spät: Mit 30 Jahren begann sie Medizin zu studieren, sieben Jahre später hatte sie promoviert – als alleinerziehende Mutter von vier Kin- dern. Seit 2004 ist Federle leitende Notärztin in Tübingen, Präsidentin des DRK-Kreisverbands, stellvertretende Vorsitzende der Kreisärzteschaft und betreibt eine eigene Privatpraxis. 2009 kam noch politisches Engagement hinzu, als Gemeinde- und Kreisrätin der CDU. Sie initiierte 2015 eine mobile Notfallpraxis für Flüchtlinge, eine Erfahrung, die ihr jetzt in der Corona-Krise zugutekommt. Das Interview entstand Mitte April 2020. Das kann man von meinem DRK- Kreisverband so nicht sagen. Ich habe schon Anfang Februar, als der junge chinesische Arzt gestorben ist, gesagt, wir müssen uns hier auf Ähnliches vorbereiten. Und es hat sich leider be- stätigt: Ich kenne jede Grippewelle der letzten zwanzig Jahre, aber so eine ex- treme Viruserkrankung habe ich noch nicht erlebt. Nein, wir haben im DRK nichts unterschätzt, sondern waren im- mer einen Schritt voraus, das hat die Presse ja auch geschrieben. Wir waren die ersten, die mit der mobilen Arztpra- xis getestet haben, die Drive-In-Tests und eine Fieberambulanz gegründet haben. Diese Infrastruktur könnten wir jederzeit noch weiter ausbauen, mit mehreren Ärzten, je nach Bedarf. „Man hat sich zu sicher gefühlt und im Gesund- heitswesen gespart.“ Dennoch fehlt es hierzulande nach wenigen Wochen an grundlegender Ausrüstung wie Atemschutz, Schutz- anzügen und Desinfektion. Wie kann das sein? Was Ärzte und Personal angeht, sind wir qualitativ sehr gut aufgestellt. Auch in Pflegeheimen oder im Rettungs- dienst. Aber der Staat hat unglaublich gespart im Gesundheitswesen. Ich kann für den Rettungsdienst sprechen und muss sagen, dass wir um alles, was wir benötigen, kämpfen müssen. Die Po- litik hat sich einfach zu sicher gefühlt, dass es uns nicht hart treffen wird. Man hätte frühzeitig in all diese Materialien investieren und vorsorgen können. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man so dermaßen kurzsichtig agieren konnte. Und jetzt hofft man, dass der Laden hält. Und dass es schnell geht. Tut es aber nicht. Wir kämpfen seit Wochen um Schutzausrüstung. Ich weiß von einigen Kollegen, deren Praxen bis vor Kurzem keinen Mundschutz hatten, geschweige denn Schutzanzüge. Auch Testlabore ringen darum, zugelassen zu werden, müssen aber erst einen langen Verwal- tungsapparat durchlaufen. Ein Bekann- ter hat mir anfangs illegal Desinfekti- onsmittel geliefert, weil seine Anfrage in Berlin nicht bearbeitet wurde und er es selber hergestellt hat. Wie hilfreich ist es, dass einige Unter- nehmen dahingehend ihre Produkti- on umgestellt haben? Ich finde das klasse. Wir haben aus Burladingen einige Schutzmäntel be- kommen, die uns sehr geholfen haben. Aber: Viele fokussieren sich gerade auf Mundschutz, was ich für etwas gefähr- lich halte, weil es eben kein medizi- nischer, dreilagiger Mundschutz oder eine FFP3-Maske ist. Es ist besser als nichts. Aber es könnte dazu führen, dass man sich zu sicher fühlt. Hier ist Aufklärung nötig, das hätte die Bun- Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
18 Im Gespräch desregierung tun müssen. Hat sie aber nicht. Eine allgemeine Mundschutz- pflicht ist nur deshalb noch nicht eingeführt worden, weil es gar nicht genug davon gibt. Warum formuliert man das nicht genauso und gibt klare Ziele vor? Gibt es auch Din- ge, die die Politik gut gemacht hat? Es wird immerhin einiges unbürokra- tisch entschieden und auf den Weg ge- bracht gerade. Das finde ich auch richtig. Ich bin ein Mensch der Praxis und grundsätzlich dafür, Dinge, falls nötig, auch unbüro- kratisch abzuwickeln. Für die Tests in den Heimen habe ich keinerlei offiziel- len Auftrag. Aber ich bin der Meinung, man muss in diesen Zeiten Verantwor- tung übernehmen und eine Richtung vorgeben, sonst ist es schnell zu spät. Als Ärztin kann ich einem Patienten alles sagen, wichtig ist vor allem, ihn nicht allein zu lassen und ihm einen Weg aufzuzeigen. Alles andere erzeugt Verunsicherung. So ist es in der Politik prinzipiell auch. Wichtig ist immer eine klare Linie. Sie sind sehr resolut. Auch in der Flüchtlingskrise war das so. Ja, das stimmt. Um Flüchtlinge in den Heimen medizinisch zu versorgen, hat- te ich damals die Idee, ein Wohnmobil zur mobilen Arztpraxis umzubauen. Til Schweiger, mit dem ich befreundet bin, hat das zur Hälfte mitfinanziert. Das Konzept der mobilen Sprechstunde hat sich wunderbar bewährt. Und jetzt eben auch: Mit der mobilen Arztpraxis fahren wir gerade die ganzen Altershei- me ab und testen. Was halten Sie davon, in den kom- menden Wochen die über 65-Jähri- gen zu isolieren, wie es manche vor- schlagen? www.wirtschaft-neckar-alb.de Natürlich können wir so die Infektions- rate runterfahren, wir zahlen aber auch einen hohen Preis: Einer bestimmten Altersgruppe würden jegliche soziale Kontakte abgeschnitten und das halte ich für schwierig. Ich bin dafür, dass ältere Menschen nicht selbst einkaufen gehen, aber sie sollten an die Luft gehen dürfen, allein oder mit Angehörigen. Kinder stehen oft im Fokus, auch jetzt in der Krise, und ich habe dafür Verständnis, schließlich bin ich selbst Mutter. Aber alte Menschen werden in unserer Gesellschaft leider oft vergessen. Dabei haben wir der älteren Generation unseren Wohlstand, unse- ren Freiheitsraum zu verdanken. Ich bin der Meinung, dass wir die Verantwor- tung haben, ihnen ihr Leben noch so schön wie möglich zu gestalten. Solidarität, social distancing, Hams- terkäufe und Corona-Partys: Wie haben Sie die Menschen in der Krise bisher erlebt? So eine Notsituation hat immer zwei Seiten und manchmal kann auch eine Distanz überwunden werden und eine andere Nähe entstehen. Ich weiß von einem älteren Ehepaar, denen Studen- ten, die im selben Mehrfamilienhaus wohnen, angeboten haben, für sie ein- zukaufen – damit sie nicht raus müs- sen. Also konkrete Nachbarschaftshilfe. Ich selbst arbeite bis zum Anschlag, habe seit sechs Wochen kein freies Wo- chenende mehr, aber erlebe jeden Tag Dinge, die mich berüh- ren. Leute, die uns Essen gebracht ha- ben, die spenden, obwohl sie nicht viel Geld besitzen. Oder als die Leute von der Stadtreinigung ganz groß „Lisa, Danke“ auf den Gehweg vor meiner Praxis geschrieben hatten. Ich wurde aber auch als verrückte Panikmacherin beschimpft, besonders auf Facebook. ich „Wir zahlen einen hohen Preis, wenn wir eine Altersgruppe isolieren.“ Einige Leute verdrängen das Problem und lassen es einfach laufen. Wenn das jemand für sich selbst beschließt, ist das ja okay, aber es ist unverantwortlich, wenn man andere damit gefährdet. Der Zustand, indem wir andere ge- fährden könnten, wird wohl noch an- dauern. Mit Sicherheit. Andererseits muss man aufpassen, dass man die Men- schen nicht in den Bankrott oder in die tiefste Depression treibt. Es macht keinen Sinn, wenn ich alle vor Corona beschütze, diese dann aber an etwas an- derem sterben. Was sollten wir aus der Krise lernen? Woraus wir definitiv Lehren ziehen müssen, ist, wie wir mit unserem Ge- sundheitssystem umgehen, mit un- seren Ressourcen, wie wir diejenigen schätzen, die andere Menschen pflegen und dabei alles geben – und ob das wirklich Zukunft hat. Ich selbst kann mich nicht beschweren und habe auch nie erwartet, so viel zu verdienen wie der Manager eines DAX-Konzerns. Aber Sanitäter, Altenpfleger und Kran- kenschwestern sind hierzulande zu schlecht bezahlt. Es ist meine große Hoffnung, dass sich das ändert. Was nehmen Sie selbst aus den letzten Wochen mit? Wie wichtig unsere Medien sind, auch wie sie dabei unterstützen, wenn man nicht mehr weiterkommt. Dadurch hatte ich das Ge- fühl, ich kann etwas bewirken. Klar gibt es Leute, die meinen, es sei Quatsch, seine Ar- beit von einem Filmteam mitschnei- den zu lassen, aber es ist die einzige Möglichkeit, Druck auf eine Regie- rung auszuüben. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wenn es hart auf hart kommt, ich womöglich auf Kosten sit- zenbleibe, setze ich auf die Medien. „Ich erlebe jeden Tag Dinge, die mich berühren.“
IHK-Service 19 IHKSERVICE Corona-Krise ratgeber für unternehmen Betriebsschließungen, Mitarbeiter im Homeoffice, Kurzarbeit: Das Coronavirus stellt unternehmen in der region derzeit vor große, zum Teil existenziel- le Herausforderungen. Ein IHK-Onlineratgeber gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. Die Seite www.ihkrt.de/coronavirus wird laufend aktu- alisiert. Zudem hat die IHK Reutlingen eine Corona- Hotline für Unternehmen eingerichtet. Unter 07121 2010 liefert das Kunden-Info-Center die passenden IHK-Experten für Firmenfragen rund um das Thema. Foto: Jan Engel - Fotolia.com IHK-neWSleTTeR Mit dem IHK-Newsletter verpassen Sie keine Wirtschafts- nachricht aus der Region Neckar-Alb. Das wöchentliche Update versorgt Sie zudem mit Veranstaltungstipps und Hin- weisen zu Gesetzesänderungen oder Förderprogrammen. Kostenlos online abonnieren. www.ihkrt.de/newsletter ehRenURKUnDen-SeRVICe Ob Firmen- oder Mitarbeiterjubiläum: Eine Urkunde der IHK drückt Anerkennung für langjährige Leistung aus. In einem Leitfaden finden Sie hilfreiche Tipps zur Organisation Ihres Mitarbeiterjubiläums. www.ihkrt.de/ehrenurkunden WEITErbILDuNG Der schnellste Weg zum beruflichen Aufstieg: Mit den Lehr- gängen und Seminaren der IHK-Weiterbildung erklimmen Sie die Karriereleiter. Das Team der IHK-Akademie berät Sie. www.ihkrt.de/weiterbildung Für uNTErWEGs Vernetzen Sie sich mit der IHK Reutlingen auf Facebook, wer- den Sie Follower bei Twitter oder lesen Sie die WNA | Wirt- schaft Neckar-Alb als Online-Ausgabe. www.facebook.com/IHK.reutlingen twitter.com/ihk_reutlingen www.wirtschaft-neckar-alb.de aDReSSenSeRVICe Datenbestände von bundesweit im Handelsregister eingetra- genen Firmen werden nach Basisdaten ausgewertet. Liefe- rung erfolgt wahlweise als Liste oder Excel-Datei. www.ihkrt.de/adressen börsEN Unternehmensnachfolge, Gewerbeflächen oder Personal- und Kooperationsvermittlung: Angebote und Gesuche fin- den Sie in den IHK-Börsen oder inserieren Sie selbst. www.ihkrt.de/boersen Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
20 20 IHK-Wahl 2020 IHK-Wahl 2020 IHK-Wahl 2020 Die Wirtschaft wählt bis zum 27. Mai 2020, 12 uhr, findet die Wahl zur IHK- Vollversammlung für die Wahlperiode 2020 bis 2025 statt. „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“ informiert über die Fakten und stellt die Kandidatinnen und Kandidaten vor. Das macht die Vollversammlung Die IHK lebt vom Engagement ihrer Mitgliedsunternehmen. Keiner weiß besser, wo es im Wirtschaftsleben brennt, als die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst. Die IHK-Vollver- sammlung ist deshalb das Parlament der Unternehmerinnen und Unter- nehmer in der Region Neckar-Alb. Sie fasst unter anderem die Grundsatzbe- schlüsse für die politische Interessen- vertretung der IHK und entscheidet über das Budget, über die Höhe von Mitgliedsbeiträgen und Gebühren. Die gewählten Unternehmensvertrete- rinnen und -vertreter bestimmen also die wesentliche Ausrichtung der IHK, gestalten die heimische Wirtschaft ak- tiv mit und setzen Maß- stäbe für die Zukunft der Region. An die Beschlüsse der Voll- versammlung sind Präsidium und Ge- schäftsführung ge- bunden. sich trifft Das Unternehmer- parlament im Regelfall drei Mal pro Jahr. Der Vollversammlung der IHK Reutlingen gehören bis zu 60 Unter- nehmensvertreter, davon 53 unmittel- bar gewählte, aus unterschiedlichsten Branchen in den Landkreisen Reut- lingen, Tübingen und Zollernalb an. Sie vertreten das Gesamtinteresse von rund 42.000 IHK-Mitgliedsunterneh- men in der Region Neckar-Alb. Wer kann wählen? Wahlberechtigt sind die IHK-Zuge- hörigen. IHK-zugehörige natürliche Personen üben ihr Wahlrecht selbst aus. Für juristische Personen, Han- delsgesellschaften und nicht rechtsfä- hige Personenmehrheiten stimmt eine Person ab, die allein oder zusammen mit anderen zur gesetzlichen Vertre- tung befugt ist – etwa Gesellschaf- ter einer OHG, Komplementär einer KG, Vorstandsmitglied einer AG oder Geschäftsführer einer GmbH. Das Wahlrecht kann auch durch einen im einge- tragenen Prokuristen ausgeübt werden. Unter gewissen Voraussetzungen kann das Wahlrecht durch einen Wahl- bevollmächtigten ausgeübt werden. Einzelheiten erge- ben sich aus den §§ 3 und 4 der Wahlordnung der IHK Reutlingen. Sie steht online auf www.ihkrt.de/wahl-2020. Handelsregister Wer kandidiert? 68 Frauen und Männer kandidieren in acht – teilweise in Wahlbezirke un- tergliederten – Wahlgruppen. Sie stel- len sich auf den folgenden Seiten vor. Die Bekanntmachungen des Wahl- ausschusses stehen auf www.ihkrt.de/ wahl-2020. Wie wird gewählt? Die IHK-Zugehörigen werden für die Wahl unter Berücksichtigung der wirt- schaftlichen Besonderheiten der Regi- on sowie der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gewerbegruppen in Wahlgruppen und teilweise in Wahl- bezirke (Landkreise) eingeteilt. Die Wahl findet in Form einer Briefwahl statt. Die Wahlunterlagen werden am 4. Mai 2020 versendet. Die ausgefüll- ten Wahlunterlagen müssen bis spätes- tens Mittwoch, 27. Mai 2020, 12 Uhr, bei der IHK Reutlingen eingehen. Wie geht es weiter? Die für die Mitgliedsunternehmen öf- fentliche Auszählung der Stimmen fin- det am 28. Mai 2020 im IHK-Forum Reutlingen statt – im Anschluss an eine für 9 Uhr angesetzte Sitzung des Wahlausschusses. Die Bekanntma- chung der Namen der gewählten Kan- didatinnen und Kandidaten durch den Wahlausschuss ist für den 29. Mai 2020 auf der Seite www.ihkrt.de/wahl-2020 vorgesehen. Auch in der Juli-Ausgabe von WNA werden die gewählten Kan- didatinnen und Kandidaten nochmals vorgestellt. i e w z t k n u p n u e n , m o c . k c o t s r e t t u h s / t r o p e k : n e k fi a r G www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 21 2 3 5 8 2 3 8 53 sitze 4 8 4 3 3 WAHLGRUPPE I Industrie Wahlbezirk Landkreis Reutlingen Wahlbezirk Landkreis Tübingen Wahlbezirk Zollernalbkreis WAHLGRUPPE II Handel Wahlbezirk Landkreis Reutlingen Wahlbezirk Landkreis Tübingen Wahlbezirk Zollernalbkreis WAHLGRUPPE III unternehmensnahe Dienstleistungen Gesamter IHK-Bezirk WAHLGRUPPE IV Dienstleistungen Gesamter IHK-Bezirk WAHLGRUPPE V Kreditinstitute Gesamter IHK-Bezirk WAHLGRUPPE VI Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen Gesamter IHK-Bezirk WAHLGRUPPE VII Energieversorgung Gesamter IHK-Bezirk Mindestsitze nach betriebsgrößenklassen ≤49 Beschäftigte ≥50 Beschräftigte Industrie Landkreis Reutlingen Industrie Landkreis Tübingen Industrie Zollernalbkreis Handel Landkreis Reutlingen Handel Landkreis Tübingen Handel Zollernalbkreis Energieversorgung 2 1 2 2 1 1 1 4 2 4 1 1 1 1 WAHLGRUPPE VIII Information und Kommunikation Gesamter IHK-Bezirk Die Wahlordnung sieht Mindestsitze für Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und mit 50 oder mehr Beschäftigten in den Wahlgruppen Industrie, Handel und Energieversorgung vor. In der Wahlgruppe Unternehmensnahe Dienstleistungen gibt es jeweils einen Mindestsitz für die Gewerbegruppen Verkehr/ Logistik und Handelsvertreter. In der Wahlgruppe Dienstleis- tungen gibt es jeweils einen Mindestsitz für die Gewerbegruppen Gastgewerbe und Immobilienwirtschaft. Fragen zur IHK-Wahl? Fragen zur IHK-Wahl beantworten Dr. Jens Jasper, Bereichsleiter Recht & Steuern, 07121 201-233, jasper@reutlingen.ihk.de, und Katharina Frauhammer, Rechtsassessorin, 07121 201-131, frauhammer@reutlingen.ihk.de Alles zur Wahl im IHK-Web www.ihkrt.de/wahl-2020 Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
22 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE I | Industrie | Wahlbezirk Landkreis Reutlingen 8 Kandidaten 8 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Peter Baader Geschäftsführer Zwiefalter Klosterbräu GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder Fortführung der Braukunst seit 1521 nunmehr in der 6. Familiengeneration Verbinde Tradition und Moderne 1. Vorsitzender Tourismus-/Gewerbeverein fest verwurzelt mit der Schwäbischen Alb Kristin Maier-Müller Geschäftsführerin G. Maier Elektrotechnik GmbH (BGKL 1) Warum ich kandidiere Als Geschäftsführerin eines Unternehmens mit 30 Mitarbeitern, Dipl.-Kauffrau und – – verheiratet, 1 Kind Dipl.-Ing. (FH) will ich mich für die Interessen des regionalen Mittelstandes bei der IHK gerne ehrenamtlich engagieren. Heiko Müller Geschäftsführer Renishaw GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Mein Ansporn ist die Interessenver- tretung der Unternehmen in der Region und darüber hinaus. Durch aktives Mitwirken in der Vollversammlung und in den Gremien der IHK möchte ich neue Ideen entwickeln und umsetzen. Michael Rampf Geschäftsführender Gesellschafter Rampf Holding GmbH + Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Als mittelständischer Familienunter- nehmer ist es mir ein Anliegen, dass die Unternehmen unserer Region im nationalen und internationalen Wettbe- werb die bestmöglichen Rahmenbedingungen haben. Hierfür engagiere ich mich gerne! * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB und mindestens 4 Mitglieder der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende Mindestsitze vor: mindestens 2 Mitglieder der BGKL 1 www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 23 Stefan Schiller Geschäftsführender Gesellschafter SCHILLER AUTOMATION GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die IHK ist die Stimme der Wirtschaft. Durch mein Engagement in der Vollversammlung möchte ich einen Beitrag für ein gutes Miteinander von Wirtschaft und Gesellschaft in der Region Neckar-Alb leisten. Lucia Schmid Geschäftsführerin Emil Schmid Maschinenbau GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Angesichts der wachsenden Heraus- forderungen in der Wirtschaft ist es für mich wichtig, eine praxisnahe IHK-Voll- versammlung zu haben, die mit Vernunft und Empathie handelt. Gerne möchte ich mitgestalten und Ideen einbringen. Johannes Schwörer Geschäftsführer Schwörer Haus KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Der Wohlstand, aber auch die Verbesserungen der Umwelt (z.B. Sauberkeit der Flüsse) sind auf die Leistungsfähigkeit der Betriebe zurück- zuführen. Daran müssen wir Politik und Gesellschaft mit Hilfe der IHK erinnern. Dr. Stefan Wolf Vorstandsvorsitzender ElringKlinger AG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die Welt ist im Wandel. Wir befinden uns in einem tiefgreifenden Transformations- prozess. Ich persönlich setze mich dafür ein, Neues voranzutreiben, Erreichtes zu sichern und die hier ansässige Wirtschaft weiterhin zu stärken. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
24 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE I | Industrie | Wahlbezirk Landkreis Tübingen 5 Kandidaten 4 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Dr. Hans-Ernst Maute Geschäftsführer Joma-Polytec GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil ich uns als Unter- nehmer in der Pflicht sehe, Verantwor- tung dafür zu übernehmen, dass die Wirt- schaft ihre Angelegenheiten in eigener Kompetenz und Selbstverwaltung regelt. Hierfür stehe ich ein. Dr. Daniela Eberspächer-Roth Geschäftsführende Gesellschafterin PROFILMETALL GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich engagiere mich für eine an den Bedürfnissen der Unternehmen orien- tierte Bildungspolitik, maßgeschneiderte Weiterbildungen und praxisnahe IHK- – für wettbewerbsfähige Netzwerke Mitgliedsfirmen und Arbeitsplätze. Christian O. Erbe Geschäftsführer Erbe Elektromedizin GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Seit 2005 setze ich mich in der Vollversammlung der IHK Reutlingen für die Interessen der Wirtschaft ein, seit 2008 als Vizepräsident und in den letzten zehn Jahren als Präsident. Diese Arbeit würde ich gerne fortsetzen. * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied der BGKL 1 und mindestens 2 Mitglieder der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 25 Arnd-Gerrit Rösch Geschäftsführer Gerhard Rösch GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die Wertschöpfung durch die Produktion von Gütern ist die Grundlage für unsere Soziale Marktwirtschaft. Ich setze mich dafür ein, dass die Bedingungen für diese Produktion in der Region besser werden. Jaro Zeltwanger Prokurist Zeltwanger Automation GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Als Mitglied der Vollversammlung möchte ich mich in einer sich schnell ändernden Welt für einen nachhaltig erfolgreichen Wirtschaftsstandort Neckar-Alb ein- setzen und will eine Stimme der jüngeren Unternehmerinnen und Unternehmer sein. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
26 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE I | Industrie | Wahlbezirk Zollernalbkreis 10 Kandidaten 8 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Dr. Steffen Ammann Geschäftsführer Sanetta Gebrüder Ammann GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Wir stehen vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Fachkräfte, Abwanderung aus dem ländlichen Raum. Wir müssen die Attraktivität für junge Leute steigern, die Infrastruktur (Breitband, Verkehr) verbessern. Hier möchte ich mitarbeiten. Martina Bandte Geschäftsführerin Karl Conzelmann GmbH + Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die Infrastruktur unserer Region muss leistungsfähig bleiben und ausgebaut werden, damit unsere Region für Arbeitnehmer und Unternehmen attraktiv bleibt. Manfred Diez Geschäftsführer RIDI Leuchten GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil mir der Zollernalb- kreis und seine Wirtschaft sehr am Herzen liegen. Die Vollversammlung der IHK als wichtiges Bindeglied zwischen Politik und Wirtschaft bietet hierzu eine geeignete Plattform. Wolfgang Grupp jun. Prokurist TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. (BGKL 2) Warum ich kandidiere In unserer Firma bin ich zuständig für Digitalisierung und Verkauf. Es wird auch viel über Unternehmensnachfolge gesprochen. In der Vollversammlung würde ich gerne meine Erfahrungen zu diesen Themen einbringen. Alexander Korn Geschäftsführer Korn Recycling GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich engagiere mich im Ehrenamt der IHK Reutlingen, weil mir die Region Zollern- alb am Herzen liegt und ich zum Standort Albstadt stehe. Andreas Wilhelm Kraut Vorstandsvorsitzender Bizerba SE & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich möchte Verantwortung übernehmen. Themen wie Digitalisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit sind mir wichtig. Die sich bietenden Chancen müssen wir Unternehmer zusammen mit der IHK nutzen und unsere lokalen Stärken ausspielen. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 27 Dr. Thomas Lindner Besonders bestellter Bevollmächtigter Solidian GmbH (BGKL 1) Warum ich kandidiere Die IHK Reutlingen vertritt die lokalen Interessen der Unternehmen. Mit meinem persönlichen Engagement mache ich mich zusammen mit anderen Unternehmern stark für die Region, ihre Unternehmen und Mitarbeiter. Joachim Link Geschäftsführender Gesellschafter Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Unternehmer mit Weitblick: - Für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit - Für Top-Aus- und Weiterbildung - Für Top-Infrastruktur (Verkehr, Netze) - Für Top-Innovationen (KI, Digital) - Für den Abbau von Bürokratie Paul Sebastian Schwenk Vorstand Theben AG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich möchte mich als Unternehmer für eine starke und nachhaltige Wirtschaft in der Region Neckar-Alb engagieren. Michael Steidle Geschäftsführer Heinrich Mayer GmbH Textildruckerei (BGKL 1) Warum ich kandidiere Ich engagiere mich im Ehrenamt der IHK Reutlingen, weil mir die Region Zollern- alb sehr wichtig ist und die Interessen des Mittelstandes bei kommuna- len Entscheidungen durch eine starke IHK positiv gestaltet werden. * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Mindestsitze vor: mindestens 2 Mitglieder der BGKL 1 und mindestens 4 Mitglieder der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
28 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE II | Handel | Wahlbezirk Landkreis Reutlingen 6 Kandidaten 4 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Ulrich Ankele Geschäftsführer Oel-Ankele Gesellschaft mit beschränkter Haftung (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich engagiere mich im Ehrenamt der IHK Reutlingen, weil ich die Belange der Unternehmer aus der Region vertreten sowie den Wirtschaftsstandort Neckar-Alb mitgestalten möchte. Stefanie Foster Inhaberin Mühlenapotheke Inhaberin Stefanie Foster e.K. (BGKL 1) Warum ich kandidiere Stefanie Foster, 52 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Kinder, wohnhaft in Betzingen. Apothekerin, Inhaberin der Mühlen-Apotheke in Betzingen und der Grafenberg-Apotheke, Mitglied der Vollversammlung seit 2010. Frank Menton Geschäftsführender Gesellschafter Hermann Menton GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Als mittelständischer Unternehmer inte- ressiere ich mich sehr für Wirtschafts- politik und engagiere mich seit Jahren bei IHK-Handelsausschuss. Gerne möchte ich diese Tätigkeit positiv erweitern. Die Familienunternehmer" sowie im " Robin Morgenstern Vorstandsvorsitzender Morgenstern AG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil ich restlos von unserer Region und dem Wirtschaftsstand- ort überzeugt bin. Durch aktives Mit- wirken in der Vollversammlung möchte ich die Region Neckar-Alb wirtschaftlich und politisch positiv unterstützen. Hubert Schirmer Inhaber Hubert Schirmer (BGKL 1) Warum ich kandidiere Digitalisierung, Personalentwicklung, neue gesetzliche Anforderungen sind Themen, die gerade den inhabergeführten Einzelhandel belasten. Die Vielfalt der IHK ermöglicht Unterstützung, sie bietet zugleich den Raum zur Diskussion. Verena Schmid Inhaberin Möck Lebensmittel, Inhaberin Verena Schmid e.K. (BGKL 2) Warum ich kandidiere Ich engagiere mich im Ehrenamt bei der IHK Reutlingen, weil mir der Austausch mit anderen Unternehmern aus der Region sehr wichtig ist und wir eine starke Gemeinschaft brauchen, um die Region voranzubringen. www.wirtschaft-neckar-alb.de * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Mindestsitze vor: mindestens 2 Mitglieder der BGKL 1 und mindestens 1 Mitglied der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende
IHK-Wahl 2020 29 WAHLGRUPPE II | Handel | Wahlbezirk Landkreis Tübingen 4 Kandidaten 3 Sitze* Ihre Kandidaten Lars Fuhrmann Inhaber Lars Fuhrmann (BGKL 1) Warum ich kandidiere Inhaber von Getränke Fuhrmann seit dem 1.1.1990. Ich bin im IHK-Ausschuss für Einpersonen- und Kleinstunternehmen (EKU). Außerdem setze ich mich auf verschiedenen Ebenen für die Belange und Interessen von EKUs ein. Ronny Höhn Geschäftsführer Bergfreunde GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die Entwicklung und die Zukunft der Region mitzugestalten finde ich spannend! Deshalb möchte ich mich engagieren und unserer jungen Beleg- schaft, dem Handel und dem E-Commerce in unserer Region eine Stimme geben. Stefan Rinderknecht Prokurist Modehaus Zinser GmbH & Co. KG (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die IHK ist ein wichtiges Sprachrohr für den Handel und die Wirtschaft. Zusätzlich bietet sie eine sehr gute Plattform für Netzwerke aller Art. Die Vollversammlung ist die Möglichkeit, sich hier aktiv einzubringen. Paul Trautwein Geschäftsführer Julius Trautwein KG (BGKL 1) Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil ich die Arbeit der IHK unterstützen will. Für eine erfolg- reiche Wirtschaftsförderung vor Ort ist die IHK ein wichtiger Partner für alle Unternehmen. * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied der BGKL 1 und mindestens 1 Mitglied der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
30 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE II | Handel | Wahlbezirk Zollernalbkreis 3 Kandidaten 3 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Thomas Gehring Geschäftsführender Gesellschafter GG Gebhard + Gehring GmbH (BGKL 1) Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil ich die gesell- schaftlichen und unternehmerischen Interessen kleiner und mittel- ständischer Betriebe in unserer Region bestmöglich vertreten und unterstützen will. Nina Monique Lorch-Beck Geschäftsführerin ML Shop Monika Lorch GmbH (BGKL 1) Warum ich kandidiere Als Geschäftsführerin eines Handels- unternehmens liegen mir die Belange und vor allem der Erhalt des stationären Einzelhandels in Zeiten des Strukturwan- dels am Herzen Attraktivität unserer Heimat und Region. – er ist wichtig für die Reiner Veit Geschäftsführender Gesellschafter CompData Computer GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Seit 2005 setze ich mich in der IHK- Vollversammlung dafür ein, die Zu- kunftsfähigkeit der Region sicherzu- stellen. Die Firmen haben Anspruch auf eine zeitgemäße Infrastruktur, was Verkehr und Internet anbelangt. * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB und mindestens 1 Mitglied der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied der BGKL 1 www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 31 WAHLGRUPPE III | unternehmensnahe Dienstleistungen | Gesamter IHK-Bezirk 16 Kandidaten 8 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Markus Berger Geschäftsführender Gesellschafter b-werk gmbh Warum ich kandidiere Ich vertrete die regionale Dienst- leistungsbranche, weil diese in der Gesamtwirtschaft immer gewichtiger wahrgenommen werden sollte. Stephan Dabels Geschäftsführer Neckar Hub GmbH Warum ich kandidiere Gemeinsam statt einsam! Innovationen und unternehmerische Potenziale fördern, statt sie ziehen zu lassen. Wir begleiten die Region, sich optimal für die digitale Zukunft aufzustellen, vom Gründer bis zum Mittelstand! Sabine Dörr Geschäftsführerin tisoware Industrieberatung GmbH Warum ich kandidiere Die Unternehmen und Menschen der Region sind mir bei aller Digitalisierung sehr wichtig. Daher engagiere ich mich im Ehrenamt. Als Vorsitzende des Dienst- leistungsausschusses setze ich mich für gute Gesetzes-/Rahmenbedingungen ein. Jochen Fischer Geschäftsführer NDS Netzwerksysteme GmbH Warum ich kandidiere Ich möchte mitwirken, den Wirtschafts- standort Neckar-Alb noch attraktiver zu machen. Dies gelingt nur mit einem starken Ausbildungsniveau, einem hohen Grad an Digitalisierung und einer besseren Verfügbarkeit an Fachkräften! Björn Franke Geschäftsführender Gesellschafter Die Kavallerie GmbH Warum ich kandidiere Seit über 20 Jahren blicke ich in Unter- nehmen und begleite Innovations-, Werte- und Markenprozesse. Nun möchte ich dieses Know-how in die IHK einbringen. In Zeiten des schnellen Wandels gilt es, Zukunft gemeinsam zu gestalten. Yeehaw! Dr. Claus-Peter Fritz Geschäftsführender Gesellschafter WR-Service GmbH & Co. KG Warum ich kandidiere Mit Erfahrungen aus Industrie, Handel und Handwerk will ich die Dienstlei- stungen der Zukunft fördern und die Rahmenbedingungen für kleine und mitt- lere Firmen besser machen. So ent- wickeln wir unser regionales Potenzial! >> Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
32 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE III | unternehmensnahe Dienstleistungen | Gesamter IHK-Bezirk 16 Kandidaten 8 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Stefan Götz Geschäftsführer RWT REUTLINGER WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Warum ich kandidiere Immer mehr greifen Politik und Verwal- tung in das Wirtschaftsgeschehen ein. Regulierungswut und Bürokratie machen uns Unternehmern das Leben schwer. Als Mitglied der Vollversammlung kann ich unseren Anliegen Gehör verschaffen. Andreas Grauer Geschäftsführer Solics GmbH Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil ich die Zukunft unserer Region aktiv mitgestalten will. Wir Mittelständler brauchen ein starkes politisches Sprachrohr und eine Vertretung der Wirtschaft, die unsere Belange voranbringt. Andrea Gündera Inhaberin Andrea Gündera Warum ich kandidiere Als Unternehmerin setze ich mich für die Belange von Einpersonen- und Klein- unternehmen ein. Uns eint die Betriebs- größe und die daraus entstehenden wirtschaftspolitischen Aufgaben, die eine Stimme in der IHK brauchen. Mark Hogenmüller Geschäftsführer RSV Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH Hogenmüller und Kull Co. KG (Verkehr/Logistik) Warum ich kandidiere Die Verkehrswende ist in unserer Region angekommen. Nun gilt es, anstehende Herausforderungen wie Elektromobilität und Regionalstadtbahn wirtschaftlich umzusetzen. Dr. Claudius Rall Geschäftsführer Dr. Rall Wohnbau GmbH Warum ich kandidiere Ich engagiere mich sehr gern im Ehrenamt der IHK Reutlingen, weil ich der Meinung bin, dass die IHK in besonderer Weise geeignet ist, die wirtschaftlichen Be- lange der Region zu vertreten. Und daran möchte ich mich aktiv beteiligen. Jannis Rotar Geschäftsführer Dreher + Fiedler Projektsteuerung GmbH Warum ich kandidiere Als Unternehmer habe ich die Aufgabe, komplexe Prozesse zu steuern und auf unerwartete Störungen sofort zu reagieren. Diese Kompetenzen möchte ich zukünftig in der IHK- Vollversammlung einbringen. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 33 Uwe Schempp Prokurist barth Spedition GmbH (Verkehr/Logistik) Warum ich kandidiere Für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand der Region Neckar-Alb ist eine zukunftsfähige Infrastruktur aus Straße und Schiene eine wesentliche Voraussetzung. In der Vollversammlung will ich an dieser Aufgabe mitarbeiten. Mathias Seidler Geschäftsführender Gesellschafter Huber GmbH + Co. KG (Handelsvertreter) Warum ich kandidiere Die IHK erfüllt wichtige Aufgaben an den Nahtstellen zwischen Politik und Wirtschaft. Ich werde mich gerne wieder für die Themen Verkehr und Infrastruktur einsetzen. Kathrin Völker Geschäftsführerin VOELKER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warum ich kandidiere Auch als Rechtsanwältin bin ich Tag für Tag im Kontakt mit Unternehmen. Staatliche Regelungsflut kenne ich nur zu gut aus der Praxis Bürokratieabbau und mehr Flexibilität bleiben deshalb meine TOP-Themen. – Barbara Wörz Geschäftsführende Gesellschafterin LAUTER Personalexperten GmbH Warum ich kandidiere Ich möchte einen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft in der Region leisten. Als Expertin im Personalbereich liegt mir der Fachkräftemangel im Mittelstand besonders am Herzen. Nicht jammern, sondern mitwirken, ist meine Devise! * In dieser Wahlgruppe sieht die Wahlordnung folgende Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied aus der Gewerbegruppe Verkehr/Logistik und mindestens 1 Mitglied aus der Gewerbegruppe Handelsvertreter Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
34 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE IV | Dienstleistungen | Gesamter IHK-Bezirk 6 Kandidaten 5 Sitze* Ihre Kandidatinnen und Kandidaten Hans-Fabian Bail Geschäftsführender Gesellschafter B&B GmbH & Co. KG (Immobilienwirtschaft) Warum ich kandidiere Liebe IHK-Mitglieder, gerne bewerbe ich mich für die IHK- Vollversammlung. Eines meiner Anliegen ist es, die Themen der jüngeren Unternehmer/-innen in die Vollversammlung zu tragen. Fritz Engelhardt Geschäftsführender Gesellschafter Engelhardt GmbH (Gastgewerbe) Warum ich kandidiere Klein- und mittelständische Betriebe benötigen gegenüber Verwaltung und Politik eine starke Vertretung. Dafür setze ich mich gerne, insbesondere für die Belange der Gastronomie und Hotellerie, in der Vollversammlung ein. Christoph Epple Geschäftsführer Krams Immobilien GmbH (Immobilienwirtschaft) Warum ich kandidiere Als Unternehmen der Bau- und Immobilien- branche tragen wir zur Veränderung unserer Region bei. Als Mitglied der Vollversammlung will ich mich auch darüber hinaus für einen starken Wirt- schaftsstandort Neckar-Alb einsetzen. Gerhard Fiedler Geschäftsführer Fiedler Gewerbeimmobilien GmbH (Immobilienwirtschaft) Warum ich kandidiere Aus meiner langjährigen Arbeit kenne ich das Standortpotenzial der Wirtschaftsre- gion sehr gut und möchte dazu beitragen, ihre Stärken weiter zu entwicklen. Wichtig ist mir die Förderung einer vernetzten Standortentwicklung. * In dieser Wahlgruppe sieht die Wahlordnung folgende Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied aus der Gewerbegruppe Gastgewerbe und mindestens 1 Mitglied aus der Gewerbegruppe Immobilienwirtschaft. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 35 Andreas Keppler Geschäftsführender Gesellschafter GARTEN-MOSER Holding GmbH u. Co. KG Warum ich kandidiere Als Unternehmer der gärtnerisch-grünen Profession und als Landschaftsarchitekt liegt mir unsere Wirtschaftsregion und Kulturlandschaft am Herzen. Deshalb kandidiere ich für eine weitere Legislaturperiode bei der IHK. Eva-Maria Rühle Geschäftsführende Gesellschafterin Bistro (Gastgewerbe) Heil-Bar" GmbH " Warum ich kandidiere Meine Schwerpunkte sehe ich als Betrei- berin einer Klinik mit Gastronomie sowohl im Gesundheitswesen als auch im Bereich des Tourismus und der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
36 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE V | Kreditinstitute | Gesamter IHK-Bezirk 3 Kandidaten 3 Sitze* Ihre Kandidaten Michael Bläsius Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Reutlingen Warum ich kandidiere Ich kandidiere, weil die Sparkassen mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region eng verbunden sind. Durch unseren regionalen Fokus haben wir ein ureigenes Interesse an einem starken Wirtschaftsstandort. Patrick Greuter Prokurist Commerzbank AG Warum ich kandidiere Ich möchte Verantwortung übernehmen, mich für die regionale Wirtschaft engagieren und kreative Impulse für den künftigen Erfolg geben. Robert Kling Vorstandssprecher Volksbank Albstadt e.G. Warum ich kandidiere Das Engagement in der IHK, der Anlauf- stelle der Wirtschaft in der Region, ist Ehrensache. Als regionale Bank arbeiten auch wir für den Erfolg von Selbst- ständigen, Mittelstand und Industrie. So ist es gleichzeitig Herzenssache. * In dieser Wahlgruppe stehen den genossenschaftlichen, den privaten und den öffentlich rechtlichen Kreditinstituten je ein Sitz zu. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 37 WAHLGRUPPE VI | Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | Gesamter IHK-Bezirk 3 Kandidaten 2 Sitze Ihre Kandidaten Klaus Peter Lehr Geschäftsführender Gesellschafter PT Asset Management GmbH Warum ich kandidiere Die Finanzbranche steht durch staatliche Regulierung, Niedrigzinsen und digitalen Wandel vor großen Herausforderungen. Meine Erfahrung/mein Fachwissen möchte ich bei der IHK einbringen und die Interessen unserer Branche vertreten. Torsten Ewert Inhaber Torsten Ewert Warum ich kandidiere Direktionsleiter für DVAG, seit nunmehr 31 Jahren in der Branche. Ich möchte mich in diesen schwierigen und anspruchsvollen Zeiten der Regulierung gern gemeinsam mit der IHK für unsere Allfinanz-Branche einsetzen. Walter Faltin Inhaber Walter Faltin e.K. (Direktion für Deutsche Vermögensberatung) Warum ich kandidiere In meiner 4. Periode als Mitglied der Vollversammlung werde ich mich in Zeiten staatlicher Regulierungen mit der IHK zum Wohl der gesamten Branche einsetzen. Diese Aufgabe möchte ich gerne weiterhin mit viel Engagement und Freude angehen. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
38 IHK-Wahl 2020 WAHLGRUPPE VII | Energieversorgung | Gesamter IHK-Bezirk 2 Kandidaten 3 Sitze* Ihre Kandidaten Jens Balcerek Geschäftsführer FairEnergie GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Die regionale Unternehmensgruppe mit mehr als 700 Mitarbeitern, Energiever- sorger und Netzbetreiber, Energiewende vor Ort (Fernwärme, etc.), E-Mobilität/ Photovoltaik, Bäderbetrieb und Nahver- kehr, LoRaWAN, Glasfaserinfrastruktur Ortwin Wiebecke Geschäftsführer Stadtwerke Tübingen GmbH (BGKL 2) Warum ich kandidiere Zuverlässige Versorgung mit Energie, Wasser, ÖPNV und Glasfaser, Lebens- qualität durch öffentliche Bäder, Förderung von Kultur, Sport und sozialem Engagement bringen Bürger und Wirtschaft zusammen. Dafür stehen wir, die swt. * Es werden folgende Betriebsgrößenklassen gebildet: Betriebsgrößenklasse 1 (BGKL 1): bis 49 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB Betriebsgrößenklasse 2 (BGKL 2): ab 50 Beschäftigte i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB und mindestens 1 Mitglied der BGKL 2 In dieser Wahlgruppe und diesem Wahlbezirk sieht die Wahlordnung folgende Mindestsitze vor: mindestens 1 Mitglied der BGKL 1 www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 39 WAHLGRUPPE VIII | Information und Kommunikation | Gesamter IHK-Bezirk 2 Kandidaten 2 Sitze Ihre Kandidaten Valdo Lehari Geschäftsführender Gesellschafter Reutlinger Generalanzeiger Verlags- GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Warum ich kandidiere Unverändert gibt es immense wirtschaft- liche, soziale und politische Heraus- forderungen für die Betriebe in dieser Region. Ich kandidiere, um meine Erfahrungen und Netzwerke in die IHK wie bisher engagiert einzubringen. Götz Martinek Geschäftsführer sodge IT GmbH Warum ich kandidiere Informatiker, Auschuss EKU/Mitglied ITK Themen: - Bürokratieabbau gerade für EKU - Kooperation von lokalen Firmen - Ausbau und Förderung Infrastruktur - Freiheit im Internet Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
40 IHK-Wahl 2020 bilanz der Wahlperiode 2015–2020 Viel erreicht Zu beginn der Wahlperiode im Herbst 2015 gab sich die Vollversammlung das Arbeitsprogramm mit dem Titel „Kurs Zukunft“. Darin waren acht Themenfelder enthalten. WNA | Wirtschaft Neckar-Alb stellt Highlights vor. Immer mehr Ehrenamt Das ehrenamtliche Engagement innerhalb der IHK konnte weiter ausgebaut werden. Mittlerweile brin- gen sich über 3.000 Unternehmerinnen, Unterneh- mer und Führungskräfte in Gremien, Ausschüssen und Netzwerken mit ein. Die IHK Reutlingen hat drei Regionalgremien, zwölf Fachausschüsse, 300 Prü- fungsausschüsse und über 40 Netzwerke. Digitale Weiterbildung Die IHK hat die Akademien IT und Digitalisierung und für Fach- und Führungskräfte gegründet. In beiden Fällen geht es darum, Firmen wie Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter mit neuen Technolo- gien und neuen Denkweisen vertraut zu machen. Die Welt dreht sich immer schneller und die Wirt- schaft muss mit Weiterbildung auf der Höhe der Zeit bleiben. Ausbildungsmarketing Die IHK hat weiter in das Ausbildungsmarketing in- vestiert und spricht – über Messen, Broschüren, Webseiten, Veranstaltungen, Video-Clips und Social Media – alle relevanten Zielgruppen direkt an: Na- türlich die Jugendlichen selbst, die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Eltern und Studienabbrecher. Neue Technologien Das schon in der vorangegangenen Wahlperiode gegründete IHK-eigene Institut für Wissensmanage- ment und Wissenstransfer hat ein Business-Incuba- tion-Center der europäischen Weltraumorganisation ESA nach Reutlingen geholt. Es ist Heimat für Grün- derinnen und Gründer, die aus Weltraumtechnologi- en neue Geschäftsmodelle entwickeln. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Wahl 2020 41 Noch internationaler werden Die IHK hat das „Institute for Emerging Markets“, also ein Institut für kommende Märkte, beschlossen. Es bündelt die bestehenden Projekte der IHK in My- anmar, Äthiopien und Ecuador und soll helfen, noch mehr Geschäftskontakte für heimische Firmen in we- nig bekannte Märkte anzubahnen. Qualität der Ausbildung Die IHK hat die Unternehmen, die ausbilden, noch enger betreut und stärker auf die Qualität geachtet. Wenn sich junge Menschen für eine Lehre entschei- den, dann muss der Betrieb das gut machen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess. Die Ausbildungsberate- rinnen und -berater haben zuletzt fast 800 Betriebs- besuche gemacht. Kleine Firmen digitalisieren Die Digitalisierung trifft alle Branchen, vor allem auch kleine Betriebe. Um diese besser zu unterstüt- zen, hat die IHK zusammen mit Partnern den „Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen“ aus der Taufe ge- hoben. Das Ziel: Kleine Firmen bekommen Impulse und Anleitungen für die eigene Weiterentwicklung. Flüchtlinge integrieren Seit März 2016 werden Geflüchtete mit geringerem Förderbedarf und guter Bleibeperspektive bei der IHK beraten. Von über 300 Personen schaffte gut die Hälfte den Einstieg in ein Praktikum, eine Einstiegs- qualifizierung, eine duale Ausbildung oder in ein re- guläres Beschäftigungsverhältnis. IHK-Neubau abgeschlossen Das in die Jahrzehnte gekommene Gebäude der IHK-Zentrale hat im letzten Herbst einen Nachfolger erhalten. Für zwei Jahre zog das IHK-Team ins Aus- weichquartier, das alte Gebäude wurde abgerissen und eine neue Zentrale gebaut – und Zeitplan und Budget wurden eingehalten. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
42 IHK-Report Infos und Beratungen in zeiten der Krise Über 16.000 anträge eingegangen seit beginn der Corona-soforthilfe sind bei der IHK reutlingen über 16.000 Anträge eingegangen. Mit dem start des bundesprogramms kam ein nächster schub. lich gut.“ In der Krise zeigt sich in Fir- men wie Behörden, so Epp, „dass wir in Deutschland doch zu unbürokrati- schen Lösungen fähig sind – von För- derprogrammen bis zum Homeoffice.“ Die Corona-Krise belastet die regio- nale Wirtschaft, wie auch die jüngste Blitzumfrage der IHK Reutlingen zeigt (siehe Kasten). Die Zahl der Anträge ist hoch, der Beratungsbedarf eben- falls, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. „Bei vielen Un- ternehmerinnen und Unternehmern ist der Geschäftsbetrieb komplett zu- sammengebrochen.“ Von den 16.500 Anträgen (bis Redaktionsschluss) wurden über 10.000 an die L-Bank zur Bewilligung weitergeleitet. Die Ablehnungsquote fünf Prozent. Die anderen Anträge gin- gen an die Antragsteller zurück, weil Angaben fehlten, die Antragsgründe nicht plausibel oder Anträge mehrfach hochgeladen waren. „Die finanziel- len Mittel von Bund und Land helfen vielen Firmen in der akuten Situation. Politik, Ministerien und Verwaltungen haben schnell reagiert, das war wirk- liegt unter Informationen sind gefragt Die Soforthilfeprogramme haben die Anfragen natürlich dominert. Dane- ben gab es aber auch viele Fragen zu den behördlich angeordneten Schlie- ßungen, Kurzarbeit für Azubis, Steu- erstundungen oder Exporten. Die Telefone der IHK liefen heiß: In zwei Wochen verzeichnete die IHK über 20.000 Anrufe. Das Team des Kunden- Info-Centers wurde zeitweise auf zehn Personen hochgefahren. 60 Personen waren innerhalb der IHK mit der Prü- fung der Corona-Soforthilfeanträge beschäftigt. Stark gefragt sind auch die online verfügbaren Informationen der IHK. So wurden die Corona-Infos im IHK-Newsletter seit Beginn der Coro- na-Krise fast 20.000 Mal geklickt. IHK-SeRVICe Dr. Wolfgang Epp, 07121 201-260, epp@reutlingen.ihk.de Beratung und Informationen sind gefragt. Bei der IHK liefen die Telefone heiß. Mitgliedsunternehmen nutzen sehr intensiv die Angebote der IHK. Blitzumfrage der IhK Insolvenzen drohen Die jüngste Blitzumfrage der IHK zeigt: Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sie Personal abbauen müs- sen. Knapp ein Drittel der Unter- nehmen erwartet für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent. Ein Minus zwischen 25 und 50 Prozent befürchten 31 Prozent der Unternehmen. 56 Pro- zent der Firmen vermelden einen akuten Liquiditätsengpass, 23 Pro- zent geben an, dass ihrem Unter- nehmen eine Insolvenz droht. Laut Firmenantworten hat die Nachfra- ge nach Produkten und Dienstleis- tungen spürbar abgenommen. Das sagen 73 Prozent. Bei 58 Prozent wurden Aufträge storniert. Knapp über die Hälfte der Unternehmen meldeten einen kompletten oder überwiegenden Stillstand der ge- schäftlichen Tätigkeit. www.wirtschaft-neckar-alb.de
IHK-Report 43 Lage in Handel und Gastronomie Größere betriebe auch öffnen Die IHK spricht sich dafür aus, dass auch einzelhändler mit mehr als 800 m² ihren Betrieb wieder öffnen dürfen, wenn sie ihre verkaufsflä- che verkleinern. „Es ist nicht zu vermitteln, warum nur Läden bis 800 m² öffnen dürfen. Grö- ßere Geschäfte können ihre Flächen abtrennen und mit entsprechenden Maßnahmen für Schutz sorgen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolf- gang Epp. Für alle Betriebe gilt es, den Schutz von Mitarbeitern und Kunden über entsprechende Abstände, Ge- sichtsmasken und Zugangsbeschrän- kungen sicherzustellen. „Der Weg der Öffnung muss natürlich behutsam gegangen werden, um zu verhindern, dass die Infektionszahlen schnell wie- der ansteigen. Das steht außer Frage.“ Noch keine Öffnungsaussichten Sorgen bereitet der IHK die Situation in Branchen wie Gastronomie, Hotel- lerie, Tourismus oder Veranstaltungs- wesen. Epp: „Für diese Unternehmen gib es noch keine Öffnungsaussichten. Einen weiteren Monat oder noch län- gere Zeit ohne Geschäft ist für diese kaum schaffbar.“ Die IHK plädiert auch hier für vorsichtige Schritte, etwa über entsprechende Abstände oder die Möglichkeit, Teile der Außengas- tronomie wieder in Gang zu setzen. Insgesamt wird es nötig sein, für diese Betriebe ein eigenes Wiederaufbau- Programm aufzulegen. Angespannte Lage Die heimischen Firmen benötigen dringend eine Perspektive für ihr weite- res wirtschaftliches Fortbestehen. „Die Lage ist in vielen Unternehmen sehr angespannt. Die hohe Nachfrage nach dem Soforthilfeprogramm zeigt, dass es so bald wie möglich weitergehen muss“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. IHK-SeRvICe Dr. Wolfgang Epp, 07121 201-260, epp@reutlingen.ihk.de RANDNOTIZ Mundschutz Der Bedarf an Artikeln wie Mund- schutz und Desinfektionsmitteln ist derzeit hoch. Die IHK listet ihr bekannte Unternehmen, die solche Artikel liefern, auf www.ihkrt.de/ wer-liefert-masken und sorgt damit für Marktübersicht und Transparenz. Die Liste wird laufend erweitert. Un- ternehmen, die auch liefern können, melden sich gerne bei der IHK. Sie- he hierzu auch Seite 12 dieser WNA- Ausgabe. Schnelle Hilfe Die IHK hat das Portal „Schnelle Hil- fe“ gelauncht. Es bringt Unternehmen und Studierende zusammen, um aku- te personelle Lücken in heimischen Betrieben zu füllen. Über 100 Studie- rende haben sich eintragen lassen und wurden auch schon vermittelt. Zu den Suchenden gehört mittlerweile auch der Kreisbauernverband. Das IHK- Portal findet sich auf www.ihkrt.de/ schnellehilfe. Anzeige___ arbeitsrecht.com Für Unternehmen und Führungskräfte SLP Anwaltskanzlei Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
44 IHK-Report Rückgang bei der Ausbildung. Gerade im technischen Bereich sind die Firmen derzeit zurückhaltend. Foto: industrieblick – Fotolia.com. Wochen entwickelt. „Bis zum Start ins neue Lehrjahr am 1. September ist noch einige Zeit. Die Betriebe wissen um ihren mittelfristigen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Ich gehe daher davon aus, dass viele Firmen noch Verträge abschließen werden.“ Die Situation ist in allen drei Land- kreisen der Region aktuell fast gleich: Im Landkreis Reutlingen geht die Zahl neuer Verträge um 13,8 Prozent, im Landkreis Tübingen um 12,4 Prozent und im Zollernalbkreis um 14,9 Pro- zent zurück. Die IHK appelliert an die heimische Wirtschaft, auch in der Kri- se nicht mit den Ausbildungsbemü- hungen nachzulassen. IHK-SeRvICe Petra Brenner, 07121 201-262, brenner@reutlingen.ihk.de Minus bei neuen verträgen Corona trifft die Ausbildung Die Corona-Pandemie hat den Ab- schluss neuer Ausbildungsverträ- ge derzeit zum erliegen gebracht. Zum Stichtag 1. April lag die Zahl neu eingetragener Ausbildungsverträge bei der IHK Reutlingen bei 827. Das sind 13,9 Prozent weniger als noch vor ei- nem Jahr. Da waren es 961. Vom Rück- gang sind vor allem die technischen Berufe betroffen. Sie verlieren um 18,4 Prozent und gehen aktuell von 451 im Vorjahr auf jetzt 368 eingetragene Ver- träge zurück. „Viele Betriebe, die sonst in dieser Zeit ihre Verträge einreichen, sind gerade von Kurzarbeit betrof- fen. Da sind die Personalabteilungen im Moment mit anderen Themen beschäftigt“, sagt Petra Brenner, Be- reichsleiterin Ausbildung bei der IHK. Bei den kaufmännischen Berufen liegt der Rückgang bei zehn Prozent – von 510 vor einem Jahr auf aktuell 459. Betriebe warten ab Aus Sicht der IHK warten viele Aus- bildungsbetriebe derzeit ab, wie sich die Corona-Lage in den kommenden Hilfe für Kleinstunternehmen und Gründer Platz zum Arbeiten Die IHK Reutlingen richtet in ihren Räumen im „IHK-Haus der Wirt- schaft“ einen Pop-up-Workspace für Kleinstunternehmer und Fir- mengründer ein. und Unternehmern eine Möglichkeit bieten, ihre Geschäftstätigkeit weiter auszuüben, die zu Hause nicht optimal arbeiten können“, sagt IHK-Hauptge- schäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Das Angebot richtet sich an alle, die in Zeiten von Corona und Homeoffice nicht in Ruhe arbeiten können, weil die Wohnverhältnisse zu beengt oder die Internetverbindung zu langsam ist. „Wir wollen Unternehmerinnen Büro und mehr Im IHK-Haus der Wirtschaft, di- rekt neben dem IHK-Neubau an der Hindenburgstraße 54, stellt die Wirt- schaftseinrichtung vier Büros mit je einem Schreibtisch zur Verfügung. Dazu gehören WLAN, Drucker, eine Kaffee-/Sprudelflat und optional ein Parkplatz. Die Plätze kosten 15 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer je Tag, 75 Euro in der Woche und 300 Euro pro Monat. Die aktuellen Abstandsaufla- gen werden natürlich eingehalten. IHK-SeRvICe Julian Warnke, 07121 201-279, warnke@reutlingen.ihk.de www.wirtschaft-neckar-alb.de
Gemeinsam da durch. Die Corona-Krise trifft das gesamte öffentliche Leben, die Menschen und die Unternehmen in unserem Land, in Europa und in weiten Teilen der Welt. Innerhalb weniger Tage stellen sich uns Herausforderungen, von denen wir bis vor Kurzem noch gar nichts geahnt haben. Wir möchten, dass Sie wissen: Als Sparkassen arbeiten wir mit all unserer Kraft für unsere Kunden – für die Versorgung der Unternehmen mit Förderkrediten, für die Sicherung der Bargeldversorgung und für einen störungsfreien Zahlungsverkehr. Nicht alles wird immer und überall reibungslos ablaufen. Denn: So wie die meisten von Ihnen arbeiten auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise von zu Hause, betreuen parallel ihre Kinder und haben sehr viele Fragen unserer Kunden zu beantworten. Wir sind öffentlich-rechtlich. Damit tragen wir eine besondere Verantwortung: für unsere privaten Kunden, für die Unternehmen und für unser ganzes Land. Rund 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 378 Sparkassen und vielen Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe tun alles dafür, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Auch wir wissen nicht genau, was die kommenden Tage und Wochen bringen werden. Aber eines können wir Ihnen versprechen: Wir geben unser Bestes, damit wir alle gemeinsam möglichst gut durch diese schwierige Zeit kommen. Bleiben Sie gesund – oder werden Sie’s ganz schnell wieder! Ihre Sparkasse Alle Informationen auf s.de/corona Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
ANZeIGeNSPECIAL • Leistungsstarke Unternehmen in der Region Der IT-Partner mittelständischer Unternehmen - kompetent, innovativ, zuverlässig, seit 1976. Aktuell ausgezeichnet als einer der besten IT-Dienstleister. Weitere Informationen unter www.compdata.de SOFTWARE ENTWICKLUNG MOBILE SOLUTIONS CLOUD COMPUTING SUPPORT / SERVICES IT-INFRASTRUKTUR IT-SICHERHEIT CompData Computer GmbH Eschachstr. 9 | 72459 Albstadt Mail Telefon info@compdata.de +49 (0)7431 950-0 Unsere Themen im Juni 2020 Ausbildung / Duales Studium Recruiting Weiterbildung Anzeigenschluß: 15. Mai 2020
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ANZeIGeNSPECIAL • Leistungsstarke Unternehmen in der Region
50 Termine IHK-Webinare im Mai Online weiterbilden Auch in Corona-Zeiten bietet die IHK Weiterbildungs- veranstaltungen zu verschiedenen Themen an – als Webinare. ein Überblick über die Termine im Mai. WEBINAR I: e-Commerce in Russland WEBINAR II: Finanzielles Krisenmanagement WEBINAR III: Unternehmens- nachfolge Die Auswirkungen des Coronavirus erschweren auch das Auslandsgeschäft erheblich. Im Rahmen der Webinar-Reihe „Russlandgeschäft heute“ informiert die Auslandshandelskammer (AHK) Russland über das E-Commerce im Land. Das Webi- nar richtet sich an alle Unternehmen, die sich für den russischen Markt interessie- ren oder bereits in Russland tätig sind. Wie kommen kleine und mittlere Unter- nehmen, die durch die Corona-Pandemie finanziell bedroht sind, bestmöglich durch die Krise? Antworten gibt es an sechs Ter- minen, die auch einzeln gebucht werden können. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Kosten- und Liquidi- tätsmanagement sowie ein Überblick über staatliche Unterstützungsleistungen. Das Unternehmensnachfolge-Webinar, das inhaltsgleich an zwei Terminen ange- boten wird, vermittelt die Grundlagen der Altersabsicherung, stellt die wichtigsten Verfahren zur Bewertung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen vor und zeigt auf, welche Faktoren für den Kaufpreis eine Rolle spielen. Dabei geht es auch um mögliche Auswirkungen der Corona-Krise. TeRMIN 06.05.2020, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben KOSTeN Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. KONTAKT Frederice Sommer, 07121 201- 276, sommer@reutlingen.ihk.de TeRMINe 06.05. – 10.06.2020, jeweils mittwochs, 17 – 19 Uhr KOSTeN 299 Euro (IHK-Mitglieder), 350 Euro (Nichtmitglieder) KONTAKT Jessica Barra, 07121 201-239, barra@reutlingen.ihk.de TeRMINe 08.05.2020, 10 – 11 Uhr oder 15.05.2020, 14.30 – 15.30 Uhr KOSTeN Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. KONTAKT Regina Stracke, 07121 201-138, stracke@reutlingen.ihk.de -> ihkrt.de/ ahk-webinare -> veranstaltungen.ihkrt.de/ krisenmanagement -> ihkrt.de/ webinarnachfolge www.wirtschaft-neckar-alb.de
Termine 51 m o c . k c o t s r e t t u h s / a g l O a v o l e r o g o P : o t o F IHK-Termine im Mai Tagesaktuelle Informationen auf www.ihkrt.de Aufgrund der dynamischen Lage durch das Coronavirus stand am Tag des Redaktionsschlusses die- ser WNA-Ausgabe (20. April 2020) noch nicht fest, ob und wie IHK- Veranstaltungen und -Termine im Mai stattfinden. Tagesaktuelle Informationen zum IHK-Veranstal- tungsangebot gibt es im IHK-Web (www.ihkrt.de) und beim IHK- Kunden-Info-Center unter der Tele- fonnummer 07121 2010 (montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr). IHK-Mitarbeiterinnen und Alle -Mitarbeiter sind zu den üblichen Servicezeiten telefonisch und per E-Mail erreichbar. Außenwirt- schaftsdokumente werden bis auf Weiteres ausschließlich per Post oder elektronisch angenommen. WEBINAR IV: Führen aus der Ferne WEBINAR V: Corona: Recht und Datenschutz § WEBINAR VI: Transformation in die digitale Arbeitswelt Arbeit im Homeoffice, Telefonkonfe- renzen, besorgte Mitarbeiter – das Coronavirus verändert derzeit den Arbeitsalltag in vielen Unternehmen. Wirt- schaftssoziologe Lorenz Schlotter zeigt im Webinar, wie Führungskräfte ihre Teams – nicht nur in Corona-Zeiten – erfolgreich aus der Ferne führen, und gibt sofort anwendbare Tipps für den Berufsalltag. Die Corona-Pandemie stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor neue Herausfor- derungen: Mobiles Arbeiten, Kurzarbeit, Arbeitnehmerüberwachung – was ist erlaubt, was nicht? Markus Schließ, Fachanwalt für IT- und Arbeitsrecht und Experte für betrieblichen Datenschutz, gibt im Webinar einen kompakten Überblick. Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie Menschen arbeiten – und stellt Unternehmen damit vor eine große Herausforderung. Die Teilneh- merinnen und Teilnehmer des Webinars erfahren, welche Schritte Unternehmen gehen müssen, um die Digitalisierung der Arbeitswelt durch aktives Changema- nagement strategisch zu gestalten. TeRMIN 14.05.2020, 16 – 18 Uhr KOSTeN 119 Euro (IHK-Mitglieder), 159 Euro (Nichtmitglieder) KONTAKT Jessica Barra, 07121 201-239, barra@reutlingen.ihk.de TeRMIN 19.05.2020, 16 – 19 Uhr KOSTeN 110 Euro (IHK-Mitglieder), 132 Euro (Nichtmitglieder) KONTAKT Jessica Barra, 07121 201-239, barra@reutlingen.ihk.de TeRMIN 20.05.2020, 16 – 19 Uhr KOSTeN 150 Euro (IHK-Mitglieder), 180 Euro (Nichtmitglieder) KONTAKT Jessica Barra, 07121 201-239, barra@reutlingen.ihk.de -> veranstaltungen.ihkrt.de/ fuehrung-ferne -> veranstaltungen.ihkrt.de/ recht -> veranstaltungen.ihkrt.de/ transformation Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
52 Info & Praxis Corona-Krise Hilfe für Unternehmen Was können Unternehmen tun, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten? Welche behördlichen Erleichterungen können sie nutzen, worauf müssen sie achten? Ein Überblick. Steuererleichterungen Das Bundesfinanzministerium (BMF) informiert in einem Anwendungs- schreiben über einige steuerliche So- fortmaßnahmen, die die Liquidität von Unternehmen sichern sollen: • Fällige Steuerzahlungen werden – soweit sie aufgrund der wirt- schaftlichen Folgen der Pandemie nicht geleistet werdem können – auf Antrag zinsfrei gestundet. Entsprechende Stundungsan- können träge beim Finanzamt gestellt werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftssteuer. Nach Ein- gang entsprechender Anträge sol- len keine Mahnungen verschickt bzw. kein gegebenenfalls erteilter Lastschrifteinzug durchgeführt werden. Zur Umsatzsteuer trifft das BMF-Schreiben keine Aussa- www.wirtschaft-neckar-alb.de Steuerliche Sofort- maßnahmen sollen die Liquidität sichern. gen, sodass hier im Einzelfall ge- prüft werden muss, ob eine Stun- dung in Betracht kommt. • • Die Höhe der Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszah- lungen kann auf Antrag ange- passt werden. Sind Unternehmen unmittel- bar vom Coronavirus betroffen, will die Finanzverwaltung bis Ende des Jahres 2020 auf Voll- streckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichten. Vollstre- ckungsmaßnahmen wie etwa Kontopfän- dungen in solchen Fällen entsprechend bis Ende 2020 ausgesetzt werden. sollen • Gewerbetreibende können bis zum 31. Dezember 2020 Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuer- messbetrags stellen und damit die Gewerbesteuer-Vorauszahlun- • gen reduzieren. Die Anträge sind beim Finanzamt zu stellen. Stundungs- und Erlassanträge für die Gewerbesteuer sind bei der zuständigen Gemeinde zu stellen. • Grundsätzlich müssen Betriebe bis zum 10. des Folgemonats ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen an das Finanzamt übermitteln. Auf Antrag kann den Unterneh- men eine Dauerfristverlängerung gewährt werden. Bei Betrieben mit monatlichem Voranmeldungs- zeitraum ist dies jedoch von der Leistung einer Sondervorauszah- lung abhängig. Um den Unterneh- mern Luft zu verschaffen, kann ih- nen auf Antrag die Sonderzahlung erstattet werden. Für eine schnelle Bearbeitung des Antrags sollte der bekannte Vordruck „Antrag auf Dauerfristverlängerung – Anmel- dung der Sondervorauszahlung“ verwendet werden.
Info & Praxis 53 _ _ _ e g i e z n A m o c . e b o d a . k c o t s / n g i s e d e u b : o t o F l Hilfe nach dem Infektionsschutzgesetz Wer aufgrund infektionsschutzrecht- licher Gründe einem Tätigkeitsver- bot oder einer Quarantäne unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, kann auf Antrag eine Entschädigung nach §§ 56 ff. IfSG er- halten. Voraussetzung ist jedoch, dass das Tätigkeitsverbot bzw. die Quaran- täne vom zuständigen Gesundheits- amt ausgesprochen wurden. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Bei Selbststän- digen bemisst sich der Verdienstausfall pro Monat nach einem Zwölftel des Arbeitseinkommens. Darüber hinaus können Betriebsausgaben in angemes- senem Umfang und Aufwendungen für die private soziale Sicherung geltend gemacht werden. Bitte umblättern. >> Redaktionsschluss dieser WNA-Ausgabe: 20.04.2020 Tagesaktuelle Informationen auf www.ihkrt.de Informationen auf dieser Alle und der folgenden Doppelsei- te entsprechen dem Stand des WNA-Redaktionsschlusses am 20. April 2020. Tagesaktuelle Infor- mationen gibt es auf der IHK-Web- site www.ihkrt.de. Individuelle Fra- gen zum Thema beantwortet auch die IHK-Corona-Hotline: 07121 2010. Sie ist zu den Servicezeiten montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr erreichbar. Mehr Corona-Infos im IHK-Web www.ihkrt.de/coronavirus www.ihkrt.de/soforthilfe Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
54 Info & Praxis ENERGIESPARTIPP WUSSTeN SIe, DASS ... … Sie bei der erneuerung Ihrer Heizungsanlage von einem staatlichen Zuschuss profitieren können? Mit einem energieeffizienten Heizsys- tem können Unternehmen nicht nur Heizkosten sparen, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Betrie- ben, die ihre Heizungsanlage von einer Ölheizung auf ein klimafreundlicheres Heizsystem umstellen, gewährt der Staat deshalb einen Zuschuss in Höhe von bis zu 45 Prozent der anfallenden Umrüs- tungskosten (BAFA: Heizen mit Erneuer- baren Energien). Langfristig will die Bun- desregierung Ölheizungen komplett aus deutschen Gebäuden verbannen: Ab 2026 soll der Einbau neuer Ölheizungen verboten werden, Hybridlösungen sollen aber weiterhin möglich sein. Sie möchten die ungenutzten Energie- sparpotenziale in Ihrem Betrieb aufde- cken? Die KEFF Neckar-Alb kommt gerne zu einem kostenfreien Energieeffizienz- check (KEFF-Check) vorbei und bietet Ihnen eine neutrale und unabhängige Hilfestellung rund um das Thema Ener- gieeffizienz. Mail an arian.badamdeh. keff-bw@reutlingen.ihk.de genügt. www.wirtschaft-neckar-alb.de >> Fortsetzung Mietschulden für Gewerberäume Unternehmer, die Gewerberäume (etwa Büroräume, Ladenlokale oder Gasthäuser) gemietet haben und auf- grund der ausfallenden Einnahmen befürchten, die Miete bzw. Pacht nicht mehr zahlen zu können, sollten zeit- nah das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Unter Umständen kann hier eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Zudem hat der Gesetzgeber beschlossen, dass wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. September 2020 Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen dürfen. Behördlich abgesagte Messen und Veranstaltungen Werden Events behördlich verboten (aktuell gilt ein deutschlandweites Ver- bot von Großveranstaltungen bis Ende August 2020), kann dem Veranstalter kein schuldhaftes Handeln vorgeworfen werden. Er muss deshalb gegen- über seinen Vertragspartnern (etwa Ca- teringunternehmen oder Messebauer) keinen Schadensersatz leisten oder für entgangenen Gewinn aufkommen. Die Insolvenz- antragspflicht wird ausgesetzt. durch Änderungen im Insolvenzrecht die Fortführung des Betriebs ermög- licht und erleichtert. Wichtigster Punkt: Die Insolvenzantragspflicht wird bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Voraussetzung ist, dass der Insolvenz- grund auf den Auswirkungen der Co- rona-Pandemie beruht und dass auf- grund beantragter öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen. Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte Verändern sich die Einnahmen um mehr als 25 Prozent, können in der gesetzlichen Krankenkasse versicher- te hauptberufliche Selbstständige bei ihren Krankenkassen eine Beitragser- mäßigung beantragen. Das reduzierte Arbeitseinkommen muss aber nachge- wiesen werden. Ob es wegen der Co- rona-Krise Erleichterungen beim Er- mäßigungsverfahren gibt, war am Tag des Redaktionsschlusses dieser WNA-Ausgabe noch offen. Aktuell gilt, dass selbst, wenn der Selbstständi- ge weniger oder gar kein Einkommen hat, für die Berechnung der Beiträge die monatliche Mindesteinnahme von 1.061,67 Euro greift. Insolvenzanträge Betriebe, die durch die Corona-Krise wirtschaftliche Schwierigkeiten haben oder insolvent geworden sind, wird Entschädigungsregelung für Eltern Ins Infektionsschutzgesetz wurde eine Entschädigungsregelung für Eltern
Info & Praxis 55 aufgenommen, die wegen der notwen- digen Kinderbetreuung während einer Pandemie Verdienstausfälle erleiden. Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber. Dieser kann seinerseits bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstat- tungsantrag stellen. Mehr zum Thema: www.ihkrt.de/elternentschaedigung. Kurzarbeitergeld beantragen Wenn Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie Kurzarbeit anord- nen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Arbeitneh- mer Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss allerdings zuvor bei der Agentur für Arbeit in einem zweistu- figen Verfahren beantragt werden. Für geringfügig Beschäftigte kann nach derzeitigem Stand kein Kurzarbeiter- geld beantragt werden. Mehr Informa- tionen: www.ihkrt.de/kurzarbeit. (Quelle: Bund der Deutschland e.V.) Steuerzahler IHK-SERVICE Kunden-Info-Center, 07121 2010, kic@reutlingen.ihk.de Anzeige___ Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
56 Info & Praxis EUROPANeWS rOPANeWS Notfallvorrat Die EU-Kommission will einen Not- fallvorrat an medizinischer Ausrüstung anlegen, um EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. Aktuell ist noch unklar, in welchem Mitgliedstaat der Vorrat gehalten werden soll. Dieses Land wird dann für die Beschaffung zuständig sein. Das „Zentrum für die Koordina- tion von Notfallmaßnahmen“ wird die Verteilung der Ausrüstung verwalten. vietnam Die EU hat das Handels- und Investi- tionsschutzabkommen mit Vietnam ratifiziert. Für Unternehmen wird es nach der Ratifizierung durch Vietnam und vorbehaltlich der Zustimmung aller EU-Nationalparlamente voraus- sichtlich ab Mitte 2020 nutzbar. Mit dem EU-Vietnam-Freihandelsabkom- men werden fast alle gegenseitigen Zölle sowie viele nichttarifäre Handels- hemmnisse schrittweise aufgehoben. Medizinprodukte Der DIHK hat sich im Rahmen der Corona-Krise für den Abbau von Han- delshemmnissen im Bereich medizi- nischer Produkte ausgesprochen. Zu den Forderungen gehört insbesondere der Abbau von Zöllen, die auf Arz- neimittel und Gesundheitsprodukte erhoben werden. Hierzu sollte die EU andere Länder auffordern, der WTO- „Pharmaceutical Zero-for-Zero-Initia- tive“ beizutreten. www.wirtschaft-neckar-alb.de m o c . k c o t s r e t t u h s / 3 3 9 1 n r o k a w S : o t o F i Bundesregierung greift DIHK-Impuls auf Schutzschirm für Warenverkehr Um den Warenverkehr deutscher Firmen auch in der Corona-Krise aufrechtzuerhalten, spannt die Bundesregierung einen milliarden- schweren Schutzschirm: Der Staat übernimmt im laufenden Jahr Ga- rantien für Warenkreditversicherer von bis zu 30 Milliarden euro. Mit dem Schutzschirm setzt die Bun- desregierung eine Forderung des DIHK um, wonach Unternehmen in der Co- rona-Krise nicht Gefahr laufen dürfen, auf unbezahlten Rechnungen ihrer in- und ausländischen Kunden sitzen zu bleiben. „In der Krise gehen nicht nur für viele Unternehmen die Auftragsein- gänge zurück, auch die Zahlungsaus- fälle nehmen zu – und damit auch die Risiken der Warenkreditversicherer, die diese Lieferbeziehungen oft erst ermög- lichen“, sagt Volker Treier, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung. Stabilisator für die Wirtschaft Diese Risiken federt die Bundesregie- rung nun mit der Staatsgarantie ab. „Der Schutzschirm wird die häufig in Wertschöpfungsketten organisierte deutsche Wirtschaft stabilisieren“, so Treier. Auch die EU-Kommission hat den Schutzschirm bereits abgesegnet. eU-Industriestrategie Unterstützung für KMU Die eU-Kommission hat eine neue Strategie vorgelegt, mit der sie die europäische Industrie beim Über- gang zu Klimaneutralität und Digi- talisierung unterstützen will. Eine eigens für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konzipierte Strategie zielt darauf ab, Bürokra- tie abzubauen und den zahlreichen KMU in Europa dabei zu helfen, im gesamten EU-Binnenmarkt tätig zu werden, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten und eine Vorreiterrolle beim digitalen und ökologischen Wandel zu übernehmen. Unternehmen kön- nen der IHK und der EU-Kommission ihre Sorgen und Nöte im Umgang mit der EU mitteilen, gerne per E-Mail an Katrin Glaser, IHK-Projektmanagerin im Bereich International (glaser@ reutlingen.ihk.de).
m o c . k c o t s r e t t u h s / a i d e m s g n i l e e h P : o t o F WJ in Corona-Zeiten Austausch im Videochat Corona ist auch bei den Wirt- schaftsjunioren momentan das al- les bestimmende Thema. Die meis- ten Termine finden dennoch statt – in Form von Videokonferenzen. juniorin Alexandra Quernes, Agentur für Arbeit, informierte über das Kurz- arbeitergeld. Dass dieser Austausch in Zeiten der Krise sehr wichtig ist, zeigte die anschließende lebhafte Diskussion. Organisiert wurden dabei auch zwei spontane Termine zu den aktuellen Auswirkungen des Coronavirus. Beim ersten Termin ging es um „Maßnah- men für Unternehmen in der Corona- Krise“. Dr. Michael Weinlich, Medizi- nischer Leiter der Kusterdinger Med Con Team GmbH, gab Informationen aus medizinischer Sicht. Wirtschafts- Leadership in der Krise Um die Herausforderungen, die Füh- rungskräfte und Mitarbeiter derzeit im Unternehmensalltag bewältigen müssen, ging es beim zweiten Termin. Führungsexperte Tobias Ködel gab via Skype-Konferenz Tipps zum Umgang mit dem Thema „Führung und Lea- dership in der (Corona-)Krise“. Info & Praxis 57 WIRTSCHAFTSJUNIoREN LAKo-Workshop 6. Mai 2020 Skype-Konferenz Vortrag 25. Mai 2020 Fit und leistungsfähig durch richtige Schlafgewohnheiten (Dr. Felix Hoderlein) Skype-Konferenz Die Website der Wirtschaftsjunioren informiert aktuell, ob und in welcher Form Termine stattfinden. Die Veranstaltungen richten sich an Mitglieder und bei der Geschäftsstelle registrierte Interessenten der WJ Reut- lingen. Teilnahme nur nach Anmeldung. Auf www.wj-reutlingen.de finden Sie die Voraussetzung für eine Mitglied- schaft. Weitere Informationen erhalten Sie bei Beatrix Andriof, 07121 201- 199, andriof@reutlingen.ihk.de. Anzeige___ Bauen mit System Schnell, wirtschaftlich und nachhaltig. GOLDBECK Süd GmbH, Niederlassung Stuttgart Schelmenwasenstr. 16-20, 70567 Stuttgart Tel. +49 711 880255-0, stuttgart@goldbeck.de konzipieren bauen betreuen goldbeck.de
58 Firmen-Report T R O P e R N E M R I F IZD-Firmengruppe Neues Firmengebäude bezogen voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen: Das neue Gebäude des Zolldienst- leisters IZD in Bisingen Foto: PR Die IZD-Firmengruppe ist von Haiger- loch nach Bisingen umgezogen. Die 24 Mitarbeiter des Zolldienstleisters sind ab sofort am neuen Standort im Ein- satz. Auf 1.500 Quadratmetern Fläche ist ein repräsentativer Neubau entstan- den. Er bietet mit seinen hellen und großzügigen Räumlichkeiten Platz für Schulungen, Seminare, Konferenzen sowie künftige personelle Aufstockung. Im neuen Gebäude schafft ein Lüf- tungs- und Wärmesystem ein ange- nehmes Klima. Für optimale Licht- verhältnisse am Arbeitsplatz sorgt ein modernes Beleuchtungskonzept. Das Geschäftsführer-Ehepaar Claudia und Gerd Strobel hat mit der räumlichen Erweiterung die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Führungsteam erweitert Mit Erteilung der Prokura an Monika Köhler und Klaus Ziegele wurde das Führungsteam erweitert. Die personel- le Neustrukturierung erlaubt dem Zoll- dienstleister, seine Kunden mit dem Leistungsportfolio Outsourcing, Soft- ware, Schulungen und Support noch schneller und besser zu betreuen. Teil der Berghof-Gruppe Gigahertz-Optik Die Berghof-Gruppe hat die Giga- hertz-Optik Vertriebsgesellschaft für technische Optik mbH übernommen. Das Unternehmen in Türkenfeld bei München ist seit mehr als 30 Jahren mit messtechnischen Industrielösungen für optische Strahlung national und inter- national tätig. Die beiden Gründer und bisherigen Inhaber Wolfgang Dähn und Anton Gugg-Helminger haben ihr Unternehmen altershalber in gute Hände übergeben. Als Berater werden sie die Entwicklung von Gigahertz- Optik bis zu ihrem Ruhestand weiter begleiten. Das gesamte Team und der Firmensitz in Türkenfeld bleiben auch nach der Übernahme bestehen. Portfolio erweitert „Durch die Übernahme von Giga- hertz-Optik erweitert die Berghof- Gruppe ihr Angebot im Bereich der optischen Messtechnik um Lichtmess- geräte, Spektralradiometer und andere optische Messsysteme“, freuen sich Dr. Bernd Arnold und Heinz-Uwe Vogel von Berghof. Die Integration sei be- reits in vollem Gange. Bereichsüber- greifende Teams arbeiteten bereits an ersten gemeinsamen Projekten. www.wirtschaft-neckar-alb.de
m o c . e b o d a . k c o t s - n g i s e d g i S : o t o F Im Kampf gegen das Coronavirus Diese Firmen machen mit von Atemschutzmasken bis hin zu kreativen Rezeptideen – hei- mische Firmen stellen sich in der Corona-Krise neu auf und helfen dabei, das virus zu bekämpfen. WNA gibt einen Überblick. Schutzmasken und -visiere Mehr als 20 Firmen aus der Textilin- dustrie sind in die Produktion textiler Masken eingestiegen. Die Mössinger Offset-Druckerei MT-Druck hat ein transparentes Gesichtsvisier entwickelt, das zusätzlichen Schutz bietet. Die ers- ten 1.000 Exemplare wurden an Klini- ken, Pflege und DRK gespendet. Impfstoff aus Tübingen CureVac fokussiert sich auf die Ent- wicklung eines mRNA-basierten Co- ronavirus-Impfstoffs zum Schutz der Menschen weltweit. Mehr Sicherheit im Einzelhandel Aufsteller und Schutzwände aus Acryl- glas für Läden und Arztpraxen sind beispielsweise bei Reiff und Heinkel- werbung zu haben. Zudem Aufkleber für Hinweise und Sicherheitsabstand. Firmen-Report 59 CHT in Dußlingen (Spezialchemie), Lexxir in Haigerloch (Spirituosen und Gourmetprodukte) und Reiff Techni- sche Produkte produziert. Zuhause selbst kochen Die Reutlinger Kochschule Cooking Concept gibt individuelle Rezeptideen passend zu den heimischen Vorräten – mit Spendenaktion zugunsten der Welthungerhilfe. Die Inhaberfamilie der Tress Gastronomie veröffentlicht online Rezeptideen zum Nachkochen. Gastronomen unterstützen Der Schwäbische Alb Tourismusver- band ruft die Öffentlichkeit unter dem Motto #EhrenGastHaus zum Kauf von Gutscheinen auf, um lokale Restau- rants und Gasthäuser zu unterstützen. Virtuelle Messen Für all die abgesagten Messen hat Ar- tistic Werbewelten aus Bisingen eine Lösung: Firmen können ihre Kunden zum virtuellen Spaziergang Messebe- such einladen – und damit ihre kreati- ven Messestände und -konzepte zeigen. Damit kein Regal leer bleibt Die Spedition Koch aus Ratshausen fährt Sonderschichten, um Super- märkte zu beliefern. Desinfektionsmittel Mit gelockerter Verordnung werden Desinfektionsmittel jetzt auch bei Mehr Meldungen im IHK-Web www.ihkrt.de/kampf-gegen-corona tbar. Antoine de Saint-Exupéry hinterließ der Welt die Geschichte vom Auch wenn Sie kein berühmter Schriftsteller sind: Sie können etwas Bleibendes für die Nachwelt schaffen. Mit einem Testa- ment oder einer Stiftung zugunsten von UNICEF. Wir informieren Sie gern: Deutsches Komitee für UNICEF, Höninger Weg 104, 50969 Köln f r o d l e s s ü D A n z e i g e _ _ _ , g a l r e V h c u a R l r a K © Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
60 Firmen-Report _ _ _ n e g i e z n A Jubelzone Die IHK Reutlingen gratuliert diesen Betrieben zu ihrem Jubi- läum und wünscht ihnen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg: 25 Jahre Arno Horn, Musikverlag, Tanzmusik u.a., Tübingen Weckler GmbH, Gartenbau + Spezial- fahrzeuge (Vermietung), Reutlingen ABC Reiseservice GmbH, Metzingen Auszeichnung Produkt des Jahres Das Schließsystem „ePED“ von Assa Abloy wurde von der Zeitschrift „S+B Schloss und Beschlagmarkt“ zum Pro- dukt des Jahres 2020 gewählt. Für die Jury war die Verbindung von funktio- nalem Design und innovativem Touch- Display ausschlaggebend. Nach den beiden Auszeichnungen von Protector und Git Sicherheit ist dies der dritte Preis für die intelligente Fluchttürlö- sung aus Albstadt. Das „ePED“ ersetzt Schlüsselschalter, Notauf, beleuchtetes Piktogramm und Anzeige der Zeitver- zögerung. Es verringert den Verdrah- tungsaufwand bei der Installation. TDM Systems Customer Services Südwest Presse Neckar-Alb Geschäftsführer R P : o t o F Guido Reisch ver- stärkt TDM Sys- tems als Head of Global Custo- mer Services. Er hat einen Master in Informatik und ist seit fast 30 Jahren in der Branche tä- tig, sodass er die Kundenanforderun- gen an die IT genau kennt. Die letzten 15 Jahre war Reisch in unterschiedli- chen Rollen im Einsatz, auch für einen international tätigen, US-amerikani- schen IT-Konzern. Gemeinsam mit seinem Team bei TDM Systems struk- turiert er aktuell die Service-Angebote für Kunden neu. Er sieht die Service- qualität als Maßstab für die Kunden- zufriedenheit – mit direktem Einfluss auf den Erfolg des Kunden. Für perfekten Kaffee- genuss im Büro! >>> Leasing möglich! (für Büro und Kleingewerbe) Elektro Hecht GmbH & Co. KG 72793 Pfullingen, Römerstraße 80 Tel: 07121/3881-0 • www.elektro-hecht.de Tel: 07121/3881-0 info@elektro-hecht.de Internet: www.elektro-hecht.de Anzeigen-Hotline 0 71 23 - 93 91 14 www.wirtschaft-neckar-alb.de ist R P : o t o F Tim Hager seit dem 1. Ap- ril Geschäfts- führer der Südwestpresse Neckar-Alb. Der gebürtige Karlsru- her kam 2014 als Anzeigenleiter ins Unternehmen und übernahm kurze Zeit später auch die Verantwortung für den Lesermarkt und fürs Marke- ting. Seit dem Jahr 2018 ist der heute 36-Jährige als Verlagsleiter und Pro- kurist für das Medienhaus tätig. Mit der Ausbildung zum Verlagskauf- mann stieg er vor mehr als 18 Jahren ins Verlagsleben ein. Durch die Ein- blicke in alle Bereiche eines Verlages schärfte er bereits früh den Gemein- schaftssinn.
Firmen-Report 61 Textildruckerei Mayer Die Zukunft: technische Textilien Zwei Stockwerke mit rund 250 Quadratmetern erweitern die Textildruckerei mit Schwer- punkt technische bzw. smarte Textilien und klassischem Textildruck. Foto: PR „Den technischen Textilien gehört die Zukunft“, sagt Michael Steidle, Ge- schäftsführer der Textildruckerei May- er. „Das neue Gebäude gibt uns für unseren weiteren Weg einen großen Motivationsschub und zeigt, dass wir die richtigen Weichen gestellt haben.“ Zukunftsorientiert, transparent Die rund 250 Quadratmeter sind in einem guten Jahr Bauzeit entstanden. Darin finden sich großzügige Büros und Besprechungsräume, die bereits in Betrieb sind. Hier verstanstaltet die Textildruckerei auch Innovati- onsgespräche, fachlichen Austausch mit Geschäftspartnern, Kunden und Vertretern von Instituten und Hoch- schulen. Studenten arbeiten regelmä- ßig mit, um Projekte für Praktika oder ihre Abschlussarbeit umzusetzen. Im neuen Gebäude sind eigene Flächen für Forschung und Entwicklung entstan- den. Der Bereich hat interessante Ent- wicklungen vorzuweisen. Das Ergebnis sind heizende, leuchtende oder leitende Beschichtungen auf den verschiedens- ten Trägermaterialien, die etwa in sen- siblen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden. Funktionsbeschichtungen sind flammhemmend, schmutzabweisend oder abriebfest. Beilagenhinweis Dieser Ausgabe bzw. Teilausgabe liegt ein Prospekt folgender Firma bei: u engelbert Strauss GmbH Bibergemünd Wir bitten um besondere Beachtung dieser Beilage! GANZKURZ Positive Bilanz Die Morgenstern AG weist in ihren vor- läufigen Zahlen für 2019 einen Umsatz von 36,6 Millionen Euro aus und konn- te damit das Umsatzniveau im Ver- gleich zum Vorjahr konstant halten. Im Marktumfeld der Druck- und Kopierlö- sungen wurden gleichbleibende Umsät- ze erzielt. Gleichzeitig bietet der Markt für Digitalisierungslösungen weiterhin Wachstumspotenzial. Die Anzahl der individuellen Digitalisierungslösungen konnte auf über 200 gesteigert werden, mit einem Umsatzplus von 21 Prozent in diesem Bereich zum Vorjahr. Umsatzplus Die Solcom GmbH erzielte im Ge- schäftsjahr 2019 einen Umsatz von 128,5 Millionen Euro – ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wurde auch personell auf- gestockt. An bundesweit sechs Stand- orten sind mittlerweile intern 250 Mit- arbeiter tätig, 950 in Projekten. Um die Dienstleistungsqualität auch weiterhin hoch zu halten, hat das Reutlinger Un- ternehmen sein internes Qualitäts- und Compliance-Management-System ex- tern überprüfen lassen. Anzeige___ Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
62 Börsen IHK-Börsen Kontakte knüpfen Die IHK Reutlingen bietet mit ihren Partnerorganisationen vielfältige Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen. Über die IHK-Börsen kann sich jedes Unternehmen regional und überregional über Angebote und Gesuche informieren und auch selbst Inserate veröffentlichen. Unternehmensnachfolge Die Unternehmensnachfolgebörse richtet sich an Unternehmer, die ihren Betrieb übergeben möch- ten oder eine Beteiligung bieten, und an Existenz- gründer und Unternehmer, die im Zuge einer Nach- folge ein Unternehmen zur Übernahme suchen. m o c . a i l o t o F - s r e t n E s a i h t t a M : o t o F Angebote Gewerbefläche Kooperationen Parketthersteller-Fabrik zum Verkauf oder für tätige Beteiligung. Die Fabrik befindet sich auf einer Grundstückfläche von etwa 4 Hektar, davon 4.000 m² bebaute Fläche mit Lager, Büro und Pro- duktionshalle und dazu noch 700 m² neu gebaute Wohngebäude. Die freie Fläche beträgt etwa 3,5 Hektar. Das Areal befindet sich in der Ukraine, 60 Kilometer entfernt von der polnischen Grenze, in der Nähe der historischen Stadt Lwiw (deutsch: Lemberg) und an einer Europastraße. Die Fabrik ist komplett ausgestattet mit Maschinen und Geräten zur Herstellung des Parketts mit einer jetzigen Produktionsmenge von 3.000 m² pro Monat. Die Erhöhung auf 6.000 m² bis 10.000 m² ist möglich. eX-A-1464-2020-168 Nachfolger gesucht für etablierten Naturstein- handel. Der inhabergeführte Fachhandel für Na- tursteine im Außenbereich im Raum Neckar-Alb ist seit mehr als 35 Jahren erfolgreich am Markt. Aus Altersgründen möchte sich der Inhaber in abseh- barer Zeit zurückziehen. Das Geschäft verfügt über einen guten Stammkundenbestand. Auf einem Betriebsgelände von ca. 2.600 m² befindet sich eine Lagerhalle/Werkstatt mit Büro mit ca. 490 m², sowie Warenvorräte und eine Fahrzeugwaage. Das Betriebsgelände kann mit übernommen werden, ist jedoch nicht zwingend. Die Nachfolge kommu- nizieren wir selbstverständlich mit unserem Kun- denstamm. eX-A-1465-2020-168 Ansprechpartner Regina Stracke, 07121 201-138, stracke@reutlingen.ihk.de Kosten: 100 Euro für IHK-Mitglieder, 120 Euro für Nicht-Mitglieder www.wirtschaft-neckar-alb.de Die Gewerbeflächen-Börse bietet eine Platt form für Unternehmen und Existenzgründer, auf der freie Gewerbeflächen und Gewerbe immobilien jeder Art angeboten und gesucht werden können (z.B. Hal- len, Gastronomische Objekte, Geschäftshäuser, Ladenlokale, Büro flächen …). Angebote Fabrikgebäude in Hayingen zu verkaufen. So- fort beziehbar, und ohne Umbauten nutzbar. Aufstockung des Bestandes um ein Geschoss möglich. Insgesamt 800 qm, Grundstück 646 qm, BJ 1977. Mögliche Nutzung: Produktion und Ver- sand, Seniorenresidenz, Ferienwohnungen, Ho- tel. Infrarotheizungen und Infrarotstrahler, daher niedriger Energieverbrauch. Erdgeschoss: größe- res und ein kleines Büro und eine mit Teppich aus- gelegte Fläche von nochmals ca. 250 qm, die man als Lager oder Verkaufsfläche nutzen kann, kleine Küche vorhanden. Oberer Stock: 3 Toiletten, 2 abgegrenzte Räume, zusätzlich nochmals ca. 250 qm Produktionsfläche mit Industrieboden (alter Boden). 1a Lage in Hayingen, liegt in Mischgebiet, nahe am Zentrum. Umbau ebenfalls denkbar für altersgerechtes Wohnen. Verkaufspreis: 385.000 Euro, Schulstr. 5 in 72534 Hayingen, 07371- 9660139, r.haller@haller-infrarot.com GF-A-1277-2020 Ansprechpartner Jennifer Muffler, 07121 201-129, muffler@reutlingen.ihk.de Kosten: 120 Euro Selbständige/r Online-Redakteur/in für Koope- ration mit Kreativ-Agentur gesucht. Wir sind Feuer- wehrleute, Zauberer, Psychologen und gelegentlich auch Fischer. Zur Verstärkung unserer Mannschaft möchten wir eine/n selbständige/r Texter/in oder Online-Redakteur/in mit ins Boot nehmen. Gerne jemand, der Erfahrung im Angeln von Keywords hat, immer weiß, woher der Wind weht und welche Segel gerade gesetzt werden müssen. Als inhabergeführ- tes Designbüro mit Sitz in Reutlingen betreuen wir seit über 25 Jahren erfolgreich einen breitgefächer- ten regionalen und überregionalen Kundenstamm. Unser gut eingespieltes sechsköpfiges Team sieht seinen Schwerpunkt in der Print- und Online-Ge- staltung und Programmierung, ergänzend dazu su- chen wir einen Profi für den Text-Bereich. Sie fühlen sich angesprochen? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen! KO-A-1461-2020-168 Angebot Arbeitskräfte. Die 5T5 Moto GmbH und die Speer Racing Sportveranstaltungen GmbH sind eine Unternehmensgruppe aus Reutlingen, die Motorradtrainings durchführt und aufgrund der aktuellen Situation still steht. Sie bietet daher ihre Arbeitskraft anderen an z.B.: Landwirtschaft, Logistik, Verkauf (regional oder überregional), Abwicklung, Versand... Personal: 10 Personen inkl. GF, Aushilfen ca. 30 Personen. Fuhrpark: 3 x Transporter 3,5 t, 2 x Kofferanhänger 2,7 t und 3,5 t, 1 x mobiler Laden in Linienbus, 1 x Sattelzug 40 t mit Doppelstock Kofferauflieger, diverse PKW. Sonstiges: Lagerfläche, Warenwirtschaftssystem- funktionierender Webshop, mobiles Kassensys- tem. Kontakt: 0152/54724196 oder johannes. grosse@55moto.de KO-A-1466-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Heinz Bauer Manufakt stellt seine Produktion auf Atemschutz um. Zur Abmilderung der gegen- wärtigen Versorgungsengpässe von Atemschutz und Schutzbekleidung können wir Produktionska-
Börsen 63 pazitäten hier am Standort Reutlingen anbieten. Wir haben bereits selbst einen dreilagigen Atem- schutz entwickelt, der eine spezielle antibakteri- elle Ausrüstung aufweist, und mit Kochwäsche zu reinigen ist. Wenn Sie Bedarf haben, können wir sofort mit der Produktion beginnen. Heinz Bauer Manufakt, Robert-Scott-Str. 3, 72768 Reutlingen- Oferdingen, Fon: 07121 620626, E-Mail: bauer@ heinzbauer.com KO-A-1467-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten KNECHT GmbH in Metzingen - Aluminium Schwei- ßen und Metallverarbeitung - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten. Wir sind ein mittelständischer Betrieb mit 2 metallverarbeitenden Abteilungen, in denen 60 Mitarbeitern in Vollzeit beschäftigt sind. Wir beliefern Garten-Center und Produktions- gärtnereien mit unserer kundenspezifischen Alu- miniumtischen und Stahlunterbauten. Für weitere Zwecke stellen wir computer- und frequenzgesteu- erte Pumpen-, Filtrations- und Mischanlagen für die verschiedensten Prozesswasseraufbereitungen mit PH und Leitfähigkeitskontrolle her. Anwendung fin- den diese auch in Privatgärten, in landwirtschaft- lichen Flächen und in der Tierzucht. Wir sind mit einer computergesteuerten Roboter-Zelle mit Wen- deplatten perfekt für Aluminium-Schweißbauteile bis 1.500 mm Länge aufgestellt. Zudem verfügen wir über manuelle Schweißplätze die Baulängen bis 6,00 m zulassen. Gerne unterstützen wir Sie auch beim Sägen verschiedener Aluminiumlegie- rungen im Lohn. Wir stellen in unserer zweiten Abteilung mittels unserem neuesten roboterun- terstützen CNC-Bearbeitungszentrum, weiteren CNC-Bearbeitungszentren, einem automatischen Stangenautomaten und zahlreichen Drehbänken Aluminium-Gehäuse und Präzisionsstahlwellen für die verschiedenste Maschinenbauanwendungen her. Wir bieten Betrieben mit Kapazitätsengpässen in der Aluminiumteileproduktion oder Rundteilbe- arbeitung eine temporäre Ergänzung Ihrer Produk- tion. Weitere Informationen finde Sie unter www. knechtgmbh.com. Haben Sie noch Fragen zu unse- ren Leistungen und Fertigungskapazitäten? Brau- chen Sie noch weitere Informationen? Können wir Sie bei Ihren Herausforderungen unterstützen kön- nen? Dann melden Sie sich bitte bei unserem An- sprechpartnern, Geschäftsleitung: Frank Klutsch, 07123 965-123, Produktion CNC-Fertigung: Titus König, 07123 965-103, Produktion Aluminium- Schweissen: Adrian Heine, 07123 -965-137 KO-A-1468-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Angebot Bestellsoftware (für Gastronomen): COVID-19 Angebot: Delivery Boosting zu unse- rem Selbstkostenpreis. Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage für Gastronomen haben wir uns dazu entschieden unsere Essens-Bestell-Software Delivery Boosting allen Restaurants, Imbissen und Lieferservices für 3 Monate zu unserem Selbst- kostenpreis von 25 € im Monat zur Verfügung zu stellen. Viele Gastronomen möchten im Zuge von verordneten Restaurantschließungen improvisier- te Lieferdienste aufbauen. Auch hier möchten wir mit unserem Angebot unterstützen. Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst und haben deshalb ein einheitliches Verfahren eingerichtet, um die Anträ- ge möglichst schnell zu bearbeiten. Ihre persönli- che Bestell-Webseite kann bereits innerhalb 48 Stunden online gehen. Informationen auf unserer Homepage: www.deliveryboosting.de, www.brand- boosting.de. Ansprechpartner: Maximilian Bitzer, Telefon 07431 9493442, E-Mail: mb@brand- boosting.de KO-A-1469-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Angebot der Nutzbarkeit unserer bestehenden Infrastruktur samt hochmotiviertem / ausgebil- deten Personal! Unser Tübinger Unternehmen betreibt dienstleistungsorientierte Service-Center zur Organisation der Geschäftsreisen von Kunden aus Industrie sowie Öffentlichem Dienst. Wir be- schäftigen roundabout 60 gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen in standardisierten (Call-Center-ähnlichen) Prozessen, nebst moderns- ter Technik. Da die Reisetätigkeit unserer Kunden aufgrund der Coronakrise vollständig zum Erliegen kommt, haben wir überschüssige Kapazitäten im Bereich Verwaltung, Call-Center-Arbeiten, Hilfen bei Sachbearbeitungen und Formularwesen, die wir gern anderen Unternehmen zur Verfügung stellen würden. Ansprechpartner: Andreas Reeg, Telefon: 07071/7979-15, E-Mail: areeg@reeg.com KO-A-1470-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Wir sind Fertigungs- und Entwicklungspartner für viele regionale Unternehmen und bieten einen Full Service von Entwicklung über Fertigung und Montage bis Lager und Logistik. Wir verfügen über einen modernen Maschinenpark und langjähriges Know-how. 2020 feiern wir unser 25-jähriges Beste- hen. Gerne wollen wir in diesen schwierigen Zeiten anderen Unternehmen bei Kapazitätsengpässen unter die Arme greifen und bei ihren Herausforde- rungen helfen. Konkret bieten wir kurzfristig u.a.: Kabelkonfektion, mechanische und elektromecha- nische Montage, THF-Bestückung, Prüf- und Ver- packungsdienstleistungen. Ansprechpartnerin für interessierte Firmen: Frau Kim Dieringer, Telefon 07428/9418-410; Mail: k.dieringer@top-preuhs. de. TOP. Thomas Preuhs GmbH, Fuhrmannstraße 9, 72351 Geislingen-Binsdorf, www.top-preuhs.de; Tel. 07428/ 9418-0; info@top-preuhs.de Die TOP. GmbH ist Teil der Thomas Preuhs Firmengruppe. KO-A-1471-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Helfen Sie unserem Partner MakeRTreff Reutlin- gen e.V. beim Herstellen von behelfsmäßigen Ge- sichtsstoffmasken und Gesichtsschildern. Es wer- den gesucht Kooperationspartner im Textilbereich für die Bereitstellung von: Baumwollstoffreste, Moltonstoffreste, Elastische Bänder, Bettwäsche, Cuttinggeräte oder Schneidplotter, Gestricke und Gewirke, Garne und Faden. Es werden gesucht Kooperationspartner im Konstruktionsbereich für die Bereitstellung von: elastische Bänder, 3 D Druckmaterial (idealerweise PETG Filament oder PLA Filament), transparente Kunststofffolie (wie z.B Overheadprojektorfolien, PET, PP...), Schneid- plotter, Warenanlieferung. Bei größeren Warenan- lieferungen würden wir Sie bitten, diese direkt an das Innovationszentrum INNOPORT / MakeRTreff zu schicken oder mit Katrin Hemminger unter Te- lefon: 07121 – 7666007, Email: k.hemminger@ innoport-reutlingen.de einen Anliefertermin ab- zustimmen. INNOPORT / MakeRTreff, Max-Planck- Straße 68/1, 72766 Reutlingen. Kleinere Mengen können auch vor Ort abgeholt werden. Bei weiteren Planungsfragen kontaktieren Sie bitte für den Be- reich Stoffmasken: Karin Ryschka kary@makertreff. org, Gesichtsschilde: Axel Weber axel@makertreff. org. Finanzielle Unterstützung für das Projekt: Ne- ben Sachspenden nimmt der MakeRTreff e.V. zur Finanzierung der z.B. steril bakteriellen Bogen- verpackung aus Polypropylen-Vlies für die Atem- schutzmasken auch gerne Geldspenden entgegen und bittet um Überweisung auf folgendes Konto: makeRTreff Reutlingen e. V., Betreff / Verwendungs- zweck: Makervsvirus.org, Kreissparkasse Reutlin- gen, IBAN: DE54 6405 0000 0100 1253 42, BIC: SOLADES1REU. Es handelt sich bei den hergestell- ten Artikeln NICHT um zertifizierte medizinische Produkte. Sie werden in Heimarbeit bei freiwilligen Helfern gefertigt. KO-G-1472-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten Gewerbliche Immobilien – verkäufe – vermietungen Lagerhallen? Hier! Große Immobilien- Datenbank mit über 100 Angeboten ﬁedler-gewerbeimmo.de Fiedler Gewerbeimmobilien GmbH Gerhard-Kindler-Straße 6 | 72770 Reutlingen Tel. 0 71 21 - 26 86 50 | Fax 0 71 21 - 26 86 86 mail@ﬁedler-gewerbeimmo.de Wir bieten Hände- und Flächendesinfektions- mittel. Made in Germany. Wirksam gegen Corona- viren. 100% biologisch abbaubar. In 1 Liter und 5 Liter Gebinde. Unser Produkt hat gem. Sicher- heitsdatenblatt den Wirkstoff „Natriumhypochlorit (hypochlorige Säure) sowie Silbernitrat“ und ist somit gem. den Untersuchungen der „Journal of Hospitalinfection“ als sehr effizient gegenüber Coronaviren einzustufen. Das Produkt erfüllt die Voraussetzungen für die EN 1500 und gleichzei- tig auch die Voraussetzungen für die ökologische Sicherheit und damit verbunden 100-prozentiger biologischer Abbaubarkeit, denn es besteht aus Wasser und Salz und ist somit zu 100 % biologisch abbaubar. Es ist ungiftig für die Umwelt, hinterlässt keine Rückstände und kann sogar gefahrlos im Ab- wasser entsorgt werden. Mindestabnahmemenge Preis/Liter Gebindegröße 5.000 10.000 20.000 Mindestabnahmemenge Preis/Liter Gebindegröße 5.000 10.000 20.000 Alle Preise zzgl. MwSt. Angebot solange Vorrat reicht. Ansprechpartner Alexander Wütz, Telefon 07071 6393060, E-Mail: alexander.wuetz@quer- feldeinsport.de KO-A-1473-2020-168 - Kooperationsbörse in Corona-Zeiten 6,70 € 5L 6,30 € 5L 5,90 € 5L 8,84 € 1L 8,34 € 1L 1L 7,94 € Ansprechpartner Regina Stracke, 07121 201-138, stracke@reutlingen.ihk.de Kosten: 50 Euro für IHK-Mitglieder, 75 Euro für Nicht-Mitglieder Die Börsen im Internet www.ihkrt.de/boersen Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
64 Arbeitsjubilare / Im Ruhestand / Marktplatz Arbeitsjubilare vielen Dank! Ehrenurkunden-Service www.ihkrt.de/ehrenurkunden Der erfolg eines Unternehmens hängt entscheidend von der Loyalität seiner Mitarbeiter ab. Die IHK Reutlingen gratuliert den Arbeitsjubilaren, von deren engagement auch die ge samte Re gion Neckar-Alb profitiert. Folgende Mitarbeiter erhielten IHK-Ehrenurkunden: Autohaus Hugo Kleinmann GmbH u. Co. KG, Hechingen, Hans Jürgen Vogt, Kraftfahrzeugme- chatroniker, 45. ELEKTRA Tailfingen Schaltgeräte, Albstadt, Alexander Schmidtke, Werkzeugmacher, 25. Hasenauer + Koch GmbH + Co. KG, Reutlingen, Jochen Brändle, Kraftfahrer, 25; Richi Dimakis Alimov, Kraftfahrer, 25. Helmut Diebold GmbH & Co. Goldring-Werk- zeugfabrik, Jungingen, Stefan Rehmann, Indust- riemechaniker, 25. Hermann Kleinhuis GmbH & Co. KG, Riederich, Sonja Frank, 25. Knecht Kellerbau GmbH, Metzingen, Martin Schneider, Abteilungsleiter, 25. Koch GmbH & Co. KG, Metzingen, Armin Rie- ger, Vorarbeiter, 25. Otto Knecht GmbH & Co. KG, Metzingen, Giu- seppe Petagine, Lagerist, 40; Saverio Girimonti, Betonwerkhelfer, 25. Reik Ingenieurgesellschaft mbH, Pfullingen, Helga Ladengast, Bauzeichnerin, 25; Alexander Saile, Dipl.-Ing. (FH), 25. Rieber GmbH & Co. KG, Reutlingen, Thomas Bauer, Gebietsverkaufsleiter, 25; Sergej Maier, Maschinen- und Anlagenführer, 25; Jürgen Usen- benz, Fertigungsmeister, 25. URACA GmbH & Co. KG, Bad Urach, Willi Jahn, Meister, 50; Birgit Mall, Kaufmännische Sachbe- arbeiterin, 40; Inna Götz, Technische Zeichnerin, 25; Martina Holder; Sachbearbeiterin URACA- Service-Center, 25; Nicole Komel; Technische Zeichnerin, 25. Volksbank Münsingen eG, Münsingen, Brun- hilde Knupfer, Bankkauffrau, 40; Ilona Altomare; Bankkauffrau, 25. Im Ruhestand Reik Ingenieurgesellschaft mbH, Pfullingen, Dipl.-Ing. Manfred Pregizer, Geschäftsführer. m o c . a i l o t o F - o i d u t s k c o t s g : o t o F Marktplatz Lagertechnik Erneuerbare Energiesysteme Entlackung/Entschichtung Ihr Spezialist in der Region für: Photovoltaik Heizung, BHKW Service RUOFF Energietechnik GmbH Rudolf-Diesel-Straße 5 · 72585 Riederich Telefon 07123/934190 · info@ruoff-solar.de www.ruoff-solar.de Anzeigen-Hotline 0 71 23 - 93 91 14 www.wirtschaft-neckar-alb.de Präzisionswerkzeuge Rohstoffhandel e g i e z n A ➤ Elektronikschrott ➤ NE-Metalle ➤ Schrott ➤ Containerdienst s r ä B M Rohstoffhandel GmbH zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb ----- Schlattwiesen 16 - 72131 Ofterdingen ----- www.mbaers-rohstoffhandel.de Telefon 0 74 73 / 378 278 - 0 Fax 0 74 73 / 378 278 - 9 info@mbaers-rohstoffhandel.de Mo. – Fr. Sa. 8:00 – 12:00 Uhr 13:00 – 17:00 Uhr 8:30 – 12:30 Uhr Gebäudedienstleistungen GEBÄUDEREINIGUNG GEBÄUDEMANAGEMENT SPEZIALSERVICE 07121 38360-0 www.tidyservice.de info@tidyservice.de Eine Anzeige in dieser Größe kostet EUR 75,- + Mwst. Die Überschriftzeile Ihrer Wahl ist kostenlos.
Ihre IHK 65 Ihre IHK stellt vor Ideen und Macher vereinen Wer macht was bei der IHK? Auf die- ser Seite stellen wir Ihnen IHK-Mit- arbeiterinnen und -Mitarbeiter so- wie ihre Arbeitsschwerpunkte vor. Was braucht man, um die Digitalisie- rung bei möglichst vielen Unterneh- men anzukurbeln? Julian Warnke setzt dazu auf drei Bausteine: „Kluge Köpfe, coole Ideen und ein Ort, an dem alles zusammenkommt.“ Gemeinsam mit acht Partnern, darunter Hochschulen und kommunale Verwaltungen der Region, hat der Projektmanager den Digital Hub Neckar-Alb und Sigma- ringen aufgebaut, eine vom Land geför- derte Initiative unter der Federführung der IHK Reutlingen. Der Hub ebnet den Weg für Betriebe in innovative, von Software und Know-how gestützte Arbeitsprozesse durch Weiterbildung, Austausch und Beratung. Ein eigener Coworking-Space im IHK-Haus der Wirtschaft bringt Gründerinnen und Gründer mit digitalem Schwerpunkt zusammen. Digitalisierung ist kein rein technisches Thema für den Koor- dinator, sondern ein „Mindset“. „Neue Formate dafür entstehen mit genügend Raum für Kreativität und Freude am Experimentieren“, sagt er. Betriebliche Prozesse verschlanken und Softwarelösungen finden – das konnte Warnke bereits im Familien- unternehmen der Eltern im Raum Hannover. Sein Global-Studies-Mas- terstudium an der Uni Graz führte ihn zur deutschen Botschaft in London und zu einem Erasmus-Aufenthalt in Istanbul, seine Liebe zur Natur und das Projekt bei der IHK Reutlingen schließlich nach Süddeutschland. Für Abwechslung und Nervenkitzel zieht es Warnke in abgelegene Gebiete wie die rumänischen Karpaten zum Zelten oder in die Alpen entlang möglichst steiler Klettersteige. KONTAKT Julian Warnke, Bereich Hauptgeschäftsführung 07121 201-279, warnke@reutlingen.ihk.de „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“ im Juni 2020 Corona und die Folgen Darauf konnte sich die regionale Wirtschaft nicht einstellen: Mitten in einer sich abkühlenden Konjuktur sorgte Corona für einen Shut- down. Doch wie geht es weiter? Wie kommen Betriebe auf die Beine, die Schließungen hinter sich haben, und was tun Firmen, deren Ge- schäft immer noch verboten ist? WNA im Juni schaut auf die Folgen. Impressum WNA | Wirtschaft Neckar-Alb Das Wirtschaftsmagazin für Reutlingen, Tübingen, Zollernalb Herausgeber Industrie- und Handelskammer Reutlingen Hindenburgstraße 54, 72762 Reutlingen Telefon: 07121 2010, E-Mail: info@reutlingen. ihk.de, Internet: www.reutlingen.ihk.de Redaktion und Gestaltung Christoph Heise (verantwortlich) 07121 201-174, heise@reutlingen.ihk.de Katharina Kreß 07121 201-258, kress@reutlingen.ihk.de Christian Rohm 07121 201-284, rohm@reutlingen.ihk.de Redaktionelle Mitarbeit Nico Andel, Johannes Müller, Alexander Wiemer-van Veen, Lektorat: Martin Fuchs Leserbriefe Die Redaktion freut sich über Leserbriefzusen- dungen per E-Mail an presse@reutlingen.ihk.de. verlag und Gesamtherstellung logo Print GmbH 72555 Metzingen Telefon: 07123 9391-14 E-Mail: rohrmann-leibfarth@logoprint-net.com Internet: www.logoprint-net.com Anzeigen Susanne Rohrmann-Leibfarth Telefon: 07123 9391-14 E-Mail: rohrmann-leibfarth@logoprint-net.com Layoutkonzept neunpunktzwei Werbeagentur GmbH Bahnhofstraße 26, 72138 Kirchentellinsfurt Telefon: 07121 680570 E-Mail: info@neunpunktzwei.de Internet: www.neunpunktzwei.de Bezug und Abonnement „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“ ist das offizielle Organ der Industrie- und Handelskammer Reut- lingen und erscheint zehnmal im Jahr mit einer Druckauflage von 19.000 Exemplaren am ersten Arbeitstag des jeweiligen Monats. IHK-Zuge- hörige erhalten die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne besondere Bezugsgebühren. Im Verkauf kostet das Jahresabonnement 40 Euro inkl. Porto und kann bei Stefanie Walker, E-Mail: walker@reutlingen.ihk.de, bestellt werden. Haftung und Urheberrecht Der Inhalt des Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag über- nehmen jedoch keine Haftung für mögliche Feh- ler. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck oder Vervielfältigung auf Papier und elektronischen Datenträgern sowie Einspeisung in Datennetze nur mit Genehmigung der Herausgeber. Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2020
66 Letzte Seite Münchhausen und heute Der Ritt auf der Kugel Wo liegt die Grenze zwischen gu- ter Geschichte und dreister Lüge? In der Gegenwart ist der Abstand manchmal nur ein Tweet breit. Im 18. Jahrhundert ließen sich mit un- glaublichen erlebnissen Jagdge- sellschaften bestens unterhalten. Ob die Stories des Baron Münch- hausen heute als Fake-News durch- gingen? Immerhin ist der Adelige auf einer Kanonenkugel geritten, hat sich selbst nebst Pferd am ei- genen Schopf aus dem Sumpf ge- zogen und jagte einen Hasen, der acht Beine hatte. Klar, seine Ge- schichten hatten so viele Körnchen Wahrheit, dass ein Spatz wohl ver- hungert wäre. Aber sie haben Spaß gemacht und gute Erzähler sind eben immer gefragt. Der Baron, von Beruf Soldat und danach Sach- walter des geerbten Landgutes in Norddeutschland, soll vor allem gut situierte Jagdgesellschaften regelmäßig mit seiner blühenden Fantasie erfreut haben. Das Pech von Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhau- sen, der vor 300 Jahren am 11. Mai 1720 in Bodenwerder geboren wur- de: Das Geld mit seinen Geschich- ten haben andere verdient und das schon zu seinen Lebzeiten. Ein Bekannter brachte die Anekdoten sehr erfolgreich in England heraus, ein Zweiter übersetzte sie ins Deut- sche und erzielte ebenfalls hohe Verkäufe. Münchhausen blieb nur der Ruf des Lügenbarons und das fand der gar nicht witzig. Damals gab es eben noch kein Rechtssystem, das den Urheber schützt. Heute könnte man außer- dem einen rüden Tweet absetzen oder „Fake!“ brüllen. Wobei zu hof- fen ist, dass sich an diese speziel- len Umgangsformen in 300 Jahren niemand mehr erinnern wird. m o c . o t o h p k c o t s i / s l i v e d i a k : o t o F www.wirtschaft-neckar-alb.de
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