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Timestamp: 2016-10-28 08:24:22+00:00

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123 II 24829. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 15. April 1997 i.S. R. gegen Gemeinderat Ober�geri, Baudirektion und Verwaltungsgericht des Kantons Zug (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 24sexies al. 5 Cst., art. 23b ss LPN; protection des sites mar�cageux. Notion de site mar�cageux (art. 23b LPN; consid. 2b/bb). L'art. 24sexies al. 5 Cst. est directement applicable (consid. 3a/aa). D�limitation territoriale de la zone mar�cageuse de Rothenthurm (consid. 3a/bb). La transformation r�alis�e par le recourant ne constitue pas une exploitation admissible au sens de l'art. 23d LPN (consid. 3a/cc). Obligation de r�tablir l'�tat conforme au droit: base l�gale, pes�e des int�r�ts, proportionnalit� (consid. 4b, c). Faits � partir de page 248
R. ist Eigent�mer einer Parzelle im Gebiet Rossboden, Gemeinde Ober�geri. Auf dem in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundst�ck besteht ein Gadenhaus. Nachdem die kantonale Baudirektion die erforderliche Zustimmung erteilt hatte, bewilligte der BGE 123 II 248 S. 249Gemeinderat Ober�geri am 5. Oktober 1992 den Abbruch und identischen Wiederaufbau des Scheunen- und Stallteils des Gadenhauses als landwirtschaftlichen Ersatzbau. In der Folge baute R. den wiederaufgebauten Stall-/Scheunenteil ohne Bewilligung zu Wohnzwecken um.
Am 9. Mai 1995 lehnte die Baudirektion des Kantons Zug es ab, dem Gesuch um nachtr�gliche Bewilligung dieses Umbaus zuzustimmen und wies die Gemeinde Ober�geri an, R. zu veranlassen, das Gadenhaus entsprechend der Zustimmungsverf�gung der Baudirektion vom 15. Juli 1992 wiederherzustellen. Auf ein Wiedererw�gungsgesuch trat die Baudirektion am 7. August 1995 nicht ein.
Das kantonale Verwaltungsgericht wies eine gegen diese Verf�gungen gerichtete Beschwerde am 22. August 1996 ab.
R. hat gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts am 1. Oktober 1996 Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung durch das Verwaltungsgericht.
2. a) Der Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten, so dass auf den vom Beschwerdef�hrer beantragten Augenschein zu verzichten ist.
b) Gem�ss Art. 105 Abs. 2 OG ist das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhaltes gebunden, wenn die Vorinstanz eine richterliche Beh�rde war und diese den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat.
aa) Der Beschwerdef�hrer wirft dem Verwaltungsgericht vor, den Sachverhalt unrichtig festgestellt zu haben: Sein Grundst�ck liege nicht in der Moorlandschaft Rothenthurm. Er begr�ndet diese R�ge ausschliesslich mit dem Hinweis, dass sein Grundst�ck offensichtlich kein Moor darstelle bzw. keinen "Moorbestand" bilde. Das hat das Verwaltungsgericht indessen nie behauptet. Es hat - nach Durchf�hrung eines Augenscheins - vielmehr festgestellt, das Grundst�ck liege ausserhalb des Moores, aber innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm, welche im fraglichen Bereich das Gebiet zwischen Moor und Wald umfasse. Die Abgrenzung dieses Gebietes, welches inzwischen als Objekt Nr. 1 der Moorlandschaftsverordnung vom 1. Mai 1996 (SR 451.35; AS 1996 1839 ff.) erscheine, sei vom Bundesrat bereits im Jahre 1991 vorgenommen worden.
bb) Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft hat seiner Stellungnahme an das Bundesgericht einen Kartenausdruck beigelegt, aus dem ersichtlich ist, dass das Grundst�ck des Beschwerdef�hrers noch innerhalb des Moorlandschaftsperimeters liegt. Der Beschwerdef�hrer f�hrt zwar aus, sein Grundst�ck liege bestimmt nicht in der Moorlandschaft und geh�re auch nicht in ein solches Gebiet; er nennt daf�r aber ausser dem erw�hnten Einwand keine konkreten Gr�nde. Hingegen r�umt er ein, dass sein Grundst�ck in einer "sch�nen Landschaft" liegt. Er verkennt den Umstand, dass eine Moorlandschaft zwangsl�ufig ein gr�sseres Gebiet umfasst als ein Moor. Eine Moorlandschaft stellt zusammen mit den darin liegenden Mooren einen Erdoberfl�chenausschnitt einheitlichen Charakters dar, der sich so von der weiteren Umgebung abgrenzen l�sst. Die Einheitlichkeit l�sst sich vorab durch visuelle, aber auch durch �kologische oder biologische, schliesslich auch durch kulturelle oder geschichtliche Zusammenh�nge begr�nden (vgl. BERNHARD WALDMANN, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaften, Freiburg 1997, S. 28 f.; ferner Thomas Fleiner-Gerster, Kommentar zur Bundesverfassung, Rz. 39 zu Art. 24sexies). Das ergibt sich nun auch aus der pr�zisierenden Umschreibung des Begriffes Moorlandschaft, die mit der Revision vom 24. M�rz 1995 in das Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG; SR 451) aufgenommen wurde: Gem�ss Art. 23b Abs. 1 NHG ist eine Moorlandschaft eine in besonderem Masse durch Moore gepr�gte, naturnahe Landschaft. Ihr moorfreier Teil steht zu den Mooren in enger �kologischer, visueller, kultureller oder geschichtlicher Beziehung. Es ist nicht zu erkennen, inwiefern die W�rdigung des Verwaltungsgerichts, die Moorlandschaft umfasse im fraglichen Gebiet den Bereich bis zum Waldrand, im Lichte dieser Kriterien nicht zutreffen sollte.
cc) Unter diesen Umst�nden liegt keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch das Verwaltungsgericht vor. Vielmehr ergibt sich, dass das Grundst�ck des Beschwerdef�hrers im Moorlandschaftsgebiet Rothenthurm, einer Moorlandschaft von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 24sexies Abs. 5 BV, liegt.
c) Im weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer, es sei ihm nie schriftlich mitgeteilt worden, dass sein Grundst�ck dem Moorlandschaftsperimeter zugewiesen worden sei. Es mag zutreffen, dass dem Beschwerdef�hrer der entsprechende Beschluss des Bundesrates nicht individuell er�ffnet wurde. Ob er darauf einen Anspruch gehabt h�tte, kann insofern dahingestellt bleiben, als ihm daraus jedenfalls BGE 123 II 248 S. 251kein Rechtsnachteil erwachsen ist, konnte er doch Einw�nde gegen die Zuweisung seines Grundst�ckes zur Moorlandschaft Rothenthurm im Verfahren vor dem kantonalen Verwaltungsgericht umfassend vorbringen.
Im �brigen enth�lt die Zustimmungsverf�gung der Baudirektion vom 15. Juli 1992 ausdr�cklich die Feststellung, das Gadenhaus des Beschwerdef�hrers liege in der vom Bundesrat am 1. Februar 1991 beschlossenen Moorlandschaft "Rothenthurm". Ferner weist die Baudirektion auf die sich daraus ergebenden verfassungsrechtlichen Baubeschr�nkungen hin. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend machen will, er sei �ber die Lage seines Grundst�cks im Moorlandschaftsgebiet und die damit verbundenen Rechtsfolgen nicht im Bild gewesen, ist seine Aussage daher offensichtlich unzutreffend.
3. a) Der Beschwerdef�hrer bestreitet sinngem�ss, dass seine Baute den massgeblichen Bestimmungen �ber den Moorschutz widerspricht.
aa) Gem�ss Art. 24sexies Abs. 5 BV (angenommen durch Volk und St�nde am 6. Dezember 1987) besteht in Mooren und Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung ausser f�r Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung des Schutzzweckes und der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung dienen, ein absolutes Ver�nderungsverbot. Diese Bestimmung ist eigent�merverbindlich und unmittelbar anwendbar (BGE 117 Ib 243 E. 3; BGE 118 Ib 11 E. 2e; WALDMANN, a.a.O., S. 73 f.).
Der vom Beschwerdef�hrer eigenm�chtig vorgenommene Umbau widerspricht diesen Bestimmungen klar und eindeutig. Er dient weder dem Schutz der Moorlandschaft noch der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung. Der Beschwerdef�hrer weist darauf hin, dass er schon l�ngere Zeit keine Landwirtschaft mehr betreibe. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern er daraus etwas zu seinen Gunsten ableiten k�nnte. Allenfalls w�re daraus zu schliessen, dass er die Bewilligung f�r den Abbruch und Wiederaufbau des Stall- und Scheunenteils zu Unrecht erhalten hat, da es sich dabei ja erkl�rtermassen um eine landwirtschaftliche Ersatzbaute handelte. Eine Neubeurteilung jener Bewilligung ist aber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
bb) Am 24. M�rz 1995 sind Bestimmungen zum Vollzug der Verfassungsbestimmungen �ber den Moorschutz in das Natur- und Heimatschutzgesetz eingef�gt worden. Dem selben Ziel dienen die verschiedenen Moorverordnungen sowie die Moorlandschaftsverordnung BGE 123 II 248 S. 252vom 1. Mai 1996 (SR 451.35). Der Beschwerdef�hrer vertritt die Ansicht, die Moorlandschaftsverordnung sei f�r das vorliegende Verfahren bedeutungslos, weil die Neubauten bereits im Jahre 1994 vorgenommen worden seien. Es ist unklar, welche Folgerungen er aus dieser Auffassung ableitet.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Bauten, die ohne Bewilligung errichtet wurden, grunds�tzlich zu beseitigen. Der Abbruch von Bauten trotz fehlender Baubewilligung kann jedoch unterbleiben, wenn die Baute materiell nicht baurechtswidrig ist und nachtr�glich bewilligt werden kann. Bei der Pr�fung der Frage, ob eine Baute bei rechtzeitiger Einreichung des Baugesuches h�tte bewilligt werden k�nnen, ist grunds�tzlich auf den Rechtszustand abzustellen, der im Zeitpunkt der Errichtung der Baute galt. Eine Ausnahme rechtfertigt sich, wenn bei der Beurteilung einer Abbruchverf�gung ein milderes Recht gilt, nach welchem die Baute zul�ssig w�re (BGE 102 Ib 64 E. 4 S. 69).
Nachdem der Bundesrat die Abgrenzung der Moorlandschaft Rothenthurm bereits 1991 vorgenommen hatte (vgl. E. 2b hiervor) und somit bereits damals feststand, dass das Grundst�ck des Beschwerdef�hrers innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm liegt, h�tte dieser Art. 24sexies Abs. 5 BV unabh�ngig vom Bestehen der Moorlandschaftsverordnung bereits im Zeitpunkt der ohne Bewilligung durchgef�hrten Umbauten beachten m�ssen. Dies umso mehr, als ihm diese Umst�nde wie erw�hnt aufgrund der Zustimmungsverf�gung der Baudirektion vom 15. Juli 1992 bekannt waren.
cc) Bei der Beurteilung der Pflicht zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustandes ist nun im Sinne des milderen Rechtes zu beachten, dass Art. 23d NHG in der Fassung vom 24. M�rz 1995 eine Bestimmung �ber die Gestaltung und Nutzung der Moorlandschaften enth�lt, die eine Milderung der Vorschriften des Verfassungsartikels zur Folge hat. W�hrend der Verfassungsartikel wie erw�hnt vorschreibt, dass Einrichtungen, um zul�ssig zu sein, der Aufrechterhaltung des Schutzzweckes oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung dienen m�ssen, l�sst Art. 23d Abs. 1 NHG dar�ber hinausgehend die Gestaltung und Nutzung der Moorlandschaften zu, soweit sie der Erhaltung der f�r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen. Mit anderen Worten gen�gt statt der Schutzzieldienlichkeit die Schutzzielvertr�glichkeit, was in der Lehre als verfassungswidrig bezeichnet worden ist (WALDMANN, a.a.O., S. 283 f.). Art. 23d Abs. 2 NHG enth�lt sodann eine beispielhafte, BGE 123 II 248 S. 253nicht abschliessende Aufz�hlung von Nutzungen bzw. baulichen Massnahmen, die unter der Voraussetzung von Abs. 1 zul�ssig sind. Das Bundesgericht ist aufgrund von Art. 113 Abs. 3 und 114bis Abs. 3 BV an das Gesetz gebunden, so dass Art. 23d NHG auf jeden Fall anzuwenden ist. Dabei ist eine Auslegung zu w�hlen, die sich vom Wortlaut und Sinn von Art. 24sexies Abs. 5 BV m�glichst wenig entfernt.
Art. 23d Abs. 2 lit. b NHG erkl�rt - unter Vorbehalt von Abs. 1 - den Unterhalt und die Erneuerung rechtm�ssig erstellter Bauten und Anlagen f�r zul�ssig. Das Gadenhaus des Beschwerdef�hrers ist rechtm�ssig erstellt, Unterhalt und Erneuerung sind daher zul�ssig. Die vorgenommenen baulichen Massnahmen gehen indessen �ber Unterhalt und Erneuerung weit hinaus und umfassen, nachdem zun�chst der �konomieteil neu aufgebaut wurde, dessen v�llige Zweck�nderung und den Ausbau zu Wohnzwecken. Derartige Umbauten sind allenfalls, unter Beachtung von Art. 23d Abs. 1 NHG, auch innerhalb einer gesch�tzten Moorlandschaft zul�ssig, sofern die entsprechenden raumplanerischen Voraussetzungen erf�llt sind; dies z.B. durch die Schaffung einer Weilerzone oder die richtplanerische Ausscheidung eines Gebietes mit traditioneller Streubauweise gem�ss Art. 24 der Raumplanungsverordnung vom 2. Oktober 1989 (RPV; SR 700.1; vgl. WALDMANN, a.a.O., S. 318 f.). Der Beschwerdef�hrer macht denn auch in allgemeiner Form geltend, das Gebiet Rossboden m�sse seines Erachtens in eine Weilerzone verschoben werden. Dass die Gemeinde entsprechende Planungsabsichten hegt und mit einer Einzonung des Geb�udes des Beschwerdef�hrers zu rechnen w�re, ist aber in keiner Weise aktenkundig. Unter diesen Umst�nden kann die Umbaute nicht als zul�ssige Nutzung im Sinne von Art. 23d NHG gelten, ohne dass im einzelnen gepr�ft werden muss, ob dadurch ein Widerspruch zu den f�r die Moorlandschaft Rothenthurm typischen Eigenheiten entstehen w�rde.
b) Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Daraus kann er nichts f�r sich ableiten. Einerseits war ihm die Rechtslage bekannt; andererseits wurde ihm nie von zust�ndiger Seite zugesichert, dass er die ohne Bewilligung durchgef�hrten Bauarbeiten vornehmen d�rfe. Im Gegenteil nahm die Baukommission Ober�geri am 7. Oktober 1993 ablehnend Stellung zu einem Gesuch des Beschwerdef�hrers um Bewilligung der Umgestaltung und Umnutzung seiner landwirtschaftlichen Baute.
c) Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, unbewilligte und ungesetzliche Umbauten vorgenommen zu haben. Er habe sich darauf BGE 123 II 248 S. 254gest�tzt, dass die Baubeh�rde von Ober�geri verschiedene ungesetzliche Bauten toleriert habe. Damit erhebt der Beschwerdef�hrer Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Indessen gibt der Umstand, dass das Gesetz in andern F�llen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, dem B�rger grunds�tzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt allerdings nur, wenn lediglich in einem oder in einigen wenigen F�llen eine vom Gesetz abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn es dagegen die Beh�rden ablehnen, die in andern F�llen ge�bte, gesetzwidrige Praxis aufzugeben, kann der B�rger verlangen, dass die gesetzwidrige Beg�nstigung, die dem Dritten zuteil wird, auch ihm gew�hrt werde. Andererseits k�nnen dem ausnahmsweise einzur�umenden Anspruch auf Behandlung in Abweichung vom Gesetz gewichtige �ffentliche Interessen oder das berechtigte Interesse eines privaten Dritten an gesetzm�ssiger Rechtsanwendung entgegenstehen; hier�ber ist im Einzelfall im Rahmen einer Interessenabw�gung zu entscheiden (BGE 115 Ia 81 E. 2; BGE 108 Ia 212 E. 4a mit Hinweisen). Vorliegend fehlt es bereits an der Voraussetzung einer regelm�ssigen gesetzwidrigen Praxis der Baubewilligungsbeh�rde. Der Beschwerdef�hrer hat auf einige F�lle hingewiesen, in welchen das Gesetz nicht angewendet worden sein soll. Dabei geht es aber nach seinen nicht restlos klaren Darlegungen offenbar um die inkonsequente Durchsetzung von Gew�sserschutzvorschriften. Schon aus diesem Grund fehlt es an einer Vergleichbarkeit mit seinem Fall. Die kommunale Baubeh�rde hat dargelegt, dass es sich bei dem vom Beschwerdef�hrer genannten F�llen um solche handle, die sich auch vom �brigen Sachverhalt her nicht mit demjenigen des Beschwerdef�hrers vergleichen lassen. Selbst wenn aber einzelne erteilte Baubewilligungen nicht in jeder Hinsicht gesetzeskonform gewesen sein sollten - was nicht belegt ist -, so ist in keiner Weise ersichtlich, dass die Baubeh�rde in Zukunft an einer gesetzeswidrigen Praxis festzuhalten beabsichtigt. Die Voraussetzungen f�r einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht sind somit nicht erf�llt.
4. Demnach erweisen sich die vom Beschwerdef�hrer eigenm�chtig errichteten Bauteile als nicht nur formell, sondern auch materiell rechtswidrig.
Das Verwaltungsgericht hat auch die Anordnung der Baudirektion, dass der mit Verf�gung vom 15. Juli 1992 bewilligte Zustand wiederherzustellen sei, best�tigt. Der Beschwerdef�hrer wendet ein, dies sei unverh�ltnism�ssig.
a) Grunds�tzlich kann sich auch der Bauherr, der nicht gutgl�ubig gehandelt hat, gegen�ber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit berufen. Er muss indessen in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (BGE 111 Ib 213 E. 6b S. 224).
b) Das Verwaltungsgericht hat erwogen, vorliegend bestehe kein Raum f�r eine solche Interessenabw�gung. Die �bergangsbestimmung von Art. 24sexies Abs. 5 BV verlange ausdr�cklich den Abbruch von Bauten, welche dem Zweck der Schutzzone widersprechen.
Hierzu ist einerseits zu bemerken, dass die �bergangsbestimmung Bauten betrifft, welche nach dem 1. Juni 1983, aber vor dem Inkrafttreten des Moorschutzartikels am 6. Dezember 1987 errichtet wurden (vgl. WALDMANN, a.a.O., S. 327 ff.). F�r seither errichtete rechtswidrige Bauten und Anlagen ergibt sich die Beseitigungspflicht nicht aus der �bergangsbestimmung, sondern aus dem materiellen Recht, also aus Art. 24sexies Abs. 5 BV und den Art. 23a ff. NHG (BGE 111 Ib 213 E. 6c S. 226 mit Hinweis; a.A. HALLER/KARLEN, Raumplanungs- und Baurecht, 2. Auflage, Z�rich 1992, Rz. 889), wobei Art. 24e NHG in der Fassung vom 24. M�rz 1995 nun auch spezifische Regeln �ber die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustandes enth�lt und insbesondere eine gesetzliche Grundlage f�r Ersatzleistungen schafft. Andererseits beantwortet Art. 24sexies Abs. 5 BV entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts die Frage nicht, ob ein Wiederherstellungs- oder Abbruchbefehl verh�ltnism�ssig sei. Es trifft zu, dass diese Verfassungsbestimmung die Interessenabw�gung und Verh�ltnism�ssigkeit des Bau- bzw. Ver�nderungsverbotes in den gesch�tzten Mooren und Moorlandschaften bereits vorab entschieden hat (BGE 117 Ib 243 E. 3b). Das �ndert nichts daran, dass in Einzelf�llen die Durchsetzung eines Wiederherstellungs- oder Abbruchbefehls unverh�ltnism�ssig sein kann, so dass die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit nicht einfach unterbleiben darf (vgl. BGE 117 Ib 243 E. 3c). Zu denken ist vor allem an F�lle, in welchen es an der Verh�ltnism�ssigkeit im Sinne der Zwecktauglichkeit (Eignung) des Abbruches fehlt, indem dieser das betroffene Schutzgebiet st�rker beeintr�chtigen w�rde als ein Belassen des widerrechtlichen Zustandes (vgl. f�r weitere Beispiele WALDMANN, a.a.O., S. 337). Gerade hier wird allerdings durch eine BGE 123 II 248 S. 256konsequente Anwendung von Art. 24e lit. c NHG f�r einen Ausgleich zu sorgen sein. Auch bei der Ber�cksichtigung der Verh�ltnism�ssigkeit im engen Sinne (angemessenes Verh�ltnis von Massnahme zu verfolgtem Zweck) ergibt sich der Pr�fungsmassstab in erster Linie aus dem Schutzzweck der Erhaltung der Moore und Moorlandschaften; dar�ber hinaus ist nach denselben Kriterien wie im baurechtlichen Verfahren zu pr�fen, ob ein Wiederherstellungs- oder Abbruchbefehl verh�ltnism�ssig sei oder nicht. Es gibt keinen Grund, diese Regel, die Art. 25a Abs. 3 NHG f�r die Anwendung der �bergangsbestimmung von Art. 24sexies Abs. 5 BV aufstellt, nicht auch auf Wiederherstellungsanordnungen anzuwenden, die nach dem 6. Dezember 1987 errichtete Bauten, Anlagen und Terrainver�nderungen betreffen.
c) Die vorliegend zu beurteilende Wiederherstellungsverf�gung ist ohne weiteres als verh�ltnism�ssig anzusehen: Der Beschwerdef�hrer hat offensichtlich b�sgl�ubig gehandelt. Die Abweichung vom Erlaubten ist nicht gering, wurde doch der als Stall- und Scheunentrakt bewilligte Gadenteil v�llig zweckentfremdet und baulich gegen�ber dem bewilligten Scheunen- und Stallteil deutlich sichtbar ver�ndert. Sodann ist das �ffentliche Interesse an einer konsequenten Durchsetzung der raumplanerischen, baupolizeilichen und vorliegend auch der Naturschutz-Vorschriften in Rechnung zu stellen. Das Argument des Beschwerdef�hrers, es w�rden auch andere widerrechtliche Bauten geduldet, schl�gt demgegen�ber wie erw�hnt nicht durch.
Es ergibt sich somit, dass der Wiederherstellungsbefehl vom Beschwerdef�hrer zu Unrecht beanstandet wird.

References: Art. 24
 art. 23
 BGE 
 Art. 105
 Art. 24
 Art. 23
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 113
 Art. 23
 Art. 24

Art. 23
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 23
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 25
 Art. 24