Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-ArbeiterInnen-Pflasterergewerbe-2016.html
Timestamp: 2020-01-21 01:16:58+00:00

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Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Pflasterergewerbe gültig ab 1.5.2016 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Pflasterergewerbe gültig ab 1.5.2016
Gewerkschaft Bau–Holz, anderseits
§ 8 Lösung des Arbeitsverhältnisses
§ 10 Dienstreisevergütungen
2. Fachlich: Für alle Mitgliedsbetriebe der Bundesinnung der Bauhilfsgewerbe, die dem Berufszweig der Pflasterer im Sinne Fachorganisationsordnung angehören.
Dieser Kollektivvertrag tritt in der vorliegenden Fassung am 1. Jänner 2016 in Kraft und gilt auf unbestimmte Zeit. Er kann von jedem der vertragsschließenden Teile jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten gekündigt werden.
4. Die normale Arbeitszeit aller Arbeitnehmer, mit Ausnahme der in Ziffer 3 angeführten Arbeiterkategorien, darf zehn Stunden im Tag nicht überschreiten.
1. Als Überstunde gilt jene Arbeitszeit, durch welche die jeweilige festgesetzte tägliche oder wöchentliche Normalarbeitszeit nach § 3, § 3A bzw. 3B sowie eine Mehrarbeit nach § 3A Ziffer 5 überschritten wird.
Überstunden werden mit einem 50-prozentigen Zuschlag vergütet. Werden Überstunden an Sonntagen oder während der Nachtzeit, das ist in der Zeit von 20 Uhr bis 5 Uhr früh, geleistet, gebührt ein Zuschlag von 100 Prozent auf den Stundenlohn, bei Akkordarbeitern auf die Akkordsätze.
Als gesetzliche Feiertage gelten derzeit: 1. und 6. Jänner, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November, 8., 25. und 26. Dezember. Der Karfreitag gilt im Sinne des Arbeitsruhegesetzes – ARG – BGBl. Nr. 144/83 als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirche AB und HB, der altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche
6. Die Akkordbedingungen und Akkordsätze sind betriebs- oder länderweise zwischen den Landesorganisationen der vertragsschließenden Parteien zu vereinbaren. Länderweise Akkordregelungen bilden einen Bestandteil dieses Kollektivvertrages.
3. Auch bei einer anderen Verteilung der Normalarbeitszeit gemäß § 3A Ziffer 2. und 3. sowie § 3 B gebührt während des Durchrechnungszeitraumes der Lohn für das Ausmaß der durchschnittlichen Normalarbeitszeit von 39 Stunden.
Die Dauer aller Arbeitsverhältnisse eines Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber wird für die Höhe der Kündigungsfrist zusammengerechnet, sofern jede einzelne Unterbrechung nicht länger als 120 Tage dauert.
2. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhält der Arbeitnehmer innerhalb einer angemessenen Frist, längstes jedoch bis zum 15. des dem Lohnzahlungszeitraum folgenden Monats, seine Papiere, sein Entgelt und auf Verlangen ein Zeugnis.
Dieses anteilige Weihnachtsgeld ist dem jeweiligen Monatsentgelt so oft zuzuschlagen, als ein Abfertigungsanspruch im Ausmaß an Monatsentgelten
a) bei einer Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden ab 1.5.2016 € 10,30 pro Arbeitstag, für Lehrlinge ab 1. Mai 2016 € 5,15 und ab 1.5.2017 € 10,30.
b) bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden ab 1.5.2016 € 16,50 pro Arbeitstag, für Lehrlinge ab 1.5.2016 € 5,15 und ab 1.5.2017 € 16,50.
Für Lehrlinge beträgt das Taggeld in diesem Fall ab 1.5.2016 € 16,50 und ab 1.5.2017 von € 26,40 pro Arbeitstag.
Die nachstehende Bestimmung tritt nur in Kraft, wenn der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger die Beitragsfreiheit schriftlich
2. Das Weihnachtsgeld beträgt 3,26 Stundenlöhn
je Woche der Betriebszugehörigkeit im laufenden Kalenderjahr.
Für die Ablegung der Lehrabschlussprüfung gebührt einmalig bezahlte Freizeit für die notwendige Zeit; maximal ein Arbeitstag
6. Pro Jahr werden für die Abhaltung einer Betriebsversammlung 1½ Stunden je Arbeitnehmer bezahlt.
7. Arztbesuch, ambulatorische Behandlung und Gesundenuntersuchung
Die Regelung des Anspruches auf Urlaub und Urlaubszuschuss erfolgt nach den Bestimmungen des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetzes - BUAG in der jeweils geltenden Fassung.
2. Lehrlinge, die die Lehrabschlussprüfung mit gutem Erfolg absolvieren, erhalten eine Prämie in Höhe von 200 Euro. Lehrlinge, die sie mit Auszeichnung absolvieren, erhalten eine Prämie in Höhe von 250 Euro.
a) Der Kollektivvertrag vom 7. April 2016 (Beilage) (Anhang I)
b) Die Kollektivverträge bzw. Akkordvereinbarungen, die Bestandteil dieses Rahmenkollektivvertrages sind – Beilage zum Kollektivvertrag für das Pflasterergewerbe vom 17. März 2015
c) Die Vereinbarung über Leiharbeit vom 30. April 1987 (Anhang II).
d) Auszug aus dem Kollektivvertrag vom 11. Mai 1988 betreffend Abfertigung(Anhang III).
3. Arbeitgeber und Betriebsrat, ferner die vertragsschließenden Organisationen, sind verpflichtet, für die Einhaltung dieses Kollektivvertrages Sorge zu tragen.
Kann auf diese Weise eine Einigung nicht erfolgen, so ist der Streitfall den vertragsschließenden Organisationen zur Entscheidung vorzulegen. Erst dann, wenn auch auf diese Weise eine Einigung nicht erzielt werden kann, kann das Bundeseinigungsamt oder das zuständige Arbeits- und Sozialgericht angerufen werden.
I. Facharbeiter mit Lehrabschlussprüfung, und Facharbeiter ohne Lehrabschlussprüfung ab dem 3. Jahr Praxis 14,20
II. Facharbeiter ohne Lehrabschlussprüfung in den ersten beiden Jahren nach der Auslehre 13,06
III. Maschinenführer mit entsprechender Berechtigung 12,28
IV. Pflastererhelfer - bei Pflastererarbeiten verwendbare Hilfsarbeiter 12,16
V. Hilfsarbeiter 11,28
im 1. Lehrjahr 40% 5,68
im 2. Lehrjahr 60% 8,52
im 3. Lehrjahr 80% 11,36
Auszug aus dem Kollektivvertrag von 11. Mai 1988
Lohntafel für das Pflasterergewerbe gültig ab 1.5.2016	PDF
Lohntafel für das Pflasterergewerbe gültig ab 1.5.2017	PDF
Lohntafeln für das Pflasterergewerbe gültig ab 1.5.2018

References: § 8

§ 10
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3