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Timestamp: 2019-10-14 19:44:31+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1990, 1593 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 15.11.1989
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BVerfG, 03.04.1990 - 1 BvR 1186/89 (https://dejure.org/1990,13)
BVerfG, Entscheidung vom 03.04.1990 - 1 BvR 1186/89 (https://dejure.org/1990,13)
BVerfG, Entscheidung vom 03. April 1990 - 1 BvR 1186/89 (https://dejure.org/1990,13)
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§ 569a Abs. 2 BGB <Fassung bis 31.8.01>, Art. 20 Abs. 3 GG, Analogie, Art. 6 Abs. 1, Art. 14 GG
Analog - Rechtsanwendung - Überprüfung
Verfassungsbeschwerde; Eigentumsgarantie; Gesetzesvorrang; Eintritt des nichtehelichen Lebenspartner in das Mietverhältnis
Zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit analoger Rechtsprechung
Ausweitung des Anwendungsbereichs des Merkmals "anderer Familienangehöriger" in § 569a BGB auf den überlebenden Partner einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft
WM 1990, 1071
Denn hat der Gesetzgeber eine eindeutige Entscheidung getroffen, darf der Richter diese nicht aufgrund eigener rechtspolitischer Vorstellungen verändern und durch eine judikative Lösung ersetzen, die so im Parlament nicht erreichbar war (BVerfG vom 3.4.1990 - 1 BvR 1186/89 - BVerfGE 82, 6, 11) .
Das Gebot zur entsprechenden verfassungskonformen Auslegung des einfachen Rechts durch die Fachgerichte ergibt sich aus der ständigen Rechtsprechung des BVerfG (…vgl. etwa Beschluss vom 23. Juli 2014, Rn. 116; allgemein zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit analoger Rechtsanwendung etwa: BVerfG, Beschluss vom 3. April 1990 - 1 BvR 1186/89 -).
Das Bundesverfassungsgericht darf deren Würdigung daher grundsätzlich nicht durch seine eigene ersetzen (vgl. BVerfGE 82, 6 ).
Bei der Vielfalt von Lebens- und Arbeitsbedingungen ist also der "wichtige Grund" der entscheidende Hebel zur Herstellung von Einzelfallgerechtigkeit, um den Veränderungen in den gesellschaftlichen Lebensverhältnissen Rechnung tragen zu können (vgl. hierzu: Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 3. April 1990 - 1 BvR 1186/89).
Hat der Gesetzgeber eine eindeutige Entscheidung getroffen, so darf der Richter diese nicht aufgrund eigener rechtspolitischer Vorstellungen verändern und durch eine judikative Lösung ersetzen, die so im Parlament nicht erreichbar gewesen wäre (vgl. BVerfGE 82, 6 ).
Auf die vom Senat vorgenommene materielle Grundrechtsprüfung kommt es nach unserer Auffassung nicht an, weil die angegriffene Entscheidung mit ihrer Umsetzung des Modells zur Protokollberichtigung schon wegen der Überschreitung der verfassungsrechtlichen Grenzen der Rechtsfortbildung aufzuheben gewesen wäre, was im Rahmen des tatbestandlich einschlägigen Grundrechts mit der Verfassungsbeschwerde geltend gemacht werden kann (vgl. insoweit nur BVerfGE 65, 182 ; 69, 315 ; 82, 6 ; 87, 273 ;… Hillgruber, JZ 1996, S. 118 ).
Eine Analogie, also die Übertragung einer gesetzlichen Regelung auf einen Sachverhalt, der vom Wortsinn der betreffenden Vorschrift nicht umfasst wird, ist aber nur geboten, wenn dieser Sachverhalt mit dem geregelten vergleichbar ist, nach dem Grundgedanken der Norm und dem mit ihr verfolgten Zweck dieselbe rechtliche Bewertung erfordert (…BSG SozR 3-2500 § 38 Nr. 2 S 10) und eine (unbewusste) planwidrige Regelungslücke vorliegt (BVerfGE 82, 6, 11 ff mwN;… BSGE 77, 102, 104 = SozR 3-2500 § 38 Nr. 1 S 3;… BSGE 89, 199, 202 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 S 95 f mwN) .
Richterliche Rechtsfortbildung darf nicht dazu führen, dass der Richter seine eigene materielle Gerechtigkeitsvorstellung an die Stelle derjenigen des Gesetzgebers setzt (vgl. BVerfGE 82, 6 ; 128, 193 ; 132, 99 ).
BFH, 25.04.2001 - II R 72/00
BSG, 30.03.1994 - 4 RA 18/93
Witwenrente - Nichteheliche Lebensgemeinschaft
BVerfG, 22.10.2008 - 1 BvR 1219/08
OLG Hamm, 23.01.2007 - 2 Ss OWi 896/06
Kostenentscheidung: Erledigung eines Vaterschaftsfeststellungsverfahrens und …
OVG Schleswig-Holstein, 18.10.1994 - 5 L 115/93
VerfG Brandenburg, 18.10.2013 - VfGBbg 72/12
BVerfG, 24.08.1995 - 1 BvR 211/87
VG Berlin, 05.03.2010 - 4 K 47.10
Einlagenkreditinstitut; Sicherungseinrichtung; Bundesverband der Deutschen …
SG Lüneburg, 17.05.2006 - S 25 AS 493/06
ArbG Frankfurt/Main, 31.10.1996 - 18 BV 73/96
Voraussetzung für die Einleitung eines Beschlussverfahrens; Anforderungen an die …
OVG Niedersachsen, 17.12.1991 - 10 L 201/89
OVG Niedersachsen, 17.12.1991 - 9 A 59/88
BVerfG, 15.11.1989 - 1 BvR 171/89
https://dejure.org/1989,455
BVerfG, 15.11.1989 - 1 BvR 171/89 (https://dejure.org/1989,455)
BVerfG, Entscheidung vom 15.11.1989 - 1 BvR 171/89 (https://dejure.org/1989,455)
BVerfG, Entscheidung vom 15. November 1989 - 1 BvR 171/89 (https://dejure.org/1989,455)
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Erbschaftsteuer - Nichtehelich - Verheiratet - Partner
Erbschaftsteuer; Steuerklasse bei eheähnlicher Gemeinschaft
FamRZ 1990, 364
BB 1990, 197
BStBl II 1990, 103
Soweit der Gesetzgeber Ehe und Familie steuerlich besser gestellt hat als nichteheliche Lebensgemeinschaften, hat das BVerfG dies durch Art. 6 Abs. 1 GG für gerechtfertigt gehalten (z.B. BVerfG-Beschlüsse vom 1. Juni 1983 1 BvR 107/83, BStBl II 1984, 172; vom 15. November 1989 1 BvR 171/89, BStBl II 1990, 103, und vom 15. Mai 1990 2 BvR 592/90, BStBl II 1990, 764).
c) Der Einkommensteuer liegt weiter das Prinzip der Abschnittsbesteuerung zu Grunde (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats des BVerfG vom 20. Dezember 1989 1 BvR 1269/89, HFR 1990, 517).
Auch die Höhe der festgesetzten Steuer führe vorliegend zu keiner unbilligen Härte, und zwar auch nicht unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten, wie der Beschluß des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 15. November 1989 1 BvR 171/89 (BStBl II 1990, 103) zeige.
Der Gesetzgeber kann eheliche und nichteheliche Lebensgemeinschaften unterschiedlich behandeln, weil und insoweit es sich um unterschiedliche Lebensformen handelt (so Urteil des Bundessozialgerichts vom 6. August 1992 10 RKg 7/91, Neue Juristische Wochenschrift 1993, 1159; siehe auch BVerfG-Beschluß in BStBl II 1990, 103).
Daß eine Verfassungswidrigerklärung der Einheitswerte des Grundbesitzes zu keiner Herabsetzung der Erbschaftsteuer führen könne, habe eine Kammer des Bundesverfassungsgerichts erst 1989 in einem Nichtannahmebeschluß (1 BvR 171/89 - BStBl 1990 II S. 103) angenommen, indem sie (unter Anknüpfung an BVerfGE 65, 160 [170]) festgestellt habe, daß im Wege der Verfassungsbeschwerde eine Herabsetzung des dem Verkehrswert entsprechenden Wertansatzes nicht mit der Begründung erreicht werden könne, die Einheitswerte seien nicht zeitnah bewertet.
Der Grundsatz der Abschnittsbesteuerung, auf Grund dessen für jeden Steuerabschnitt die Grundlage der Besteuerung alljährlich neu festzustellen und damit Sachverhalt wie Rechtslage neu zu prüfen ist, schafft Überschaubarkeit und Klarheit bezüglich des Sachverhalts und der anzuwendenden steuerlichen Vorschriften (vgl. BVerfGE 75, 361 [367 f.]; vgl. auch Nichtannahme-Beschluß vom 20. Dezember 1989 - 1 BvR 1269/89 -, HFR 1990, S. 517 ).
c) Es ist auch nicht verfassungswidrig, dass die Steuerklasseneinteilung in § 15 Abs. 1 ErbStG an die bürgerlich-rechtlichen Vorgegebenheiten von Ehe, (eingetragener) Lebenspartnerschaft, Verwandtschaft und Schwägerschaft und nicht an tatsächliche Umstände wie etwa das Bestehen einer Lebensgemeinschaft anknüpft (BFH-Beschluss vom 27. Oktober 1982 II B 77/81, BFHE 137, 76, BStBl II 1983, 114; Kammerbeschlüsse des BVerfG vom 1. Juni 1983 1 BvR 107/83, BStBl II 1984, 172; vom 15. November 1989 1 BvR 171/89, BStBl II 1990, 103, und vom 15. Mai 1990 2 BvR 592/90, BStBl II 1990, 764).
Für eine Vorlage an das BVerfG gemäß Art. 100 Abs. 1 GG zur Problematik der Besteuerung nach Einheits- und Verkehrswerten sieht der Senat im Streitfall keine Veranlassung (s. auch Beschluß der Ersten Kammer des Ersten Senats des BVerfG vom 15. November 1989 1 BvR 171/89, BStBl II 1990, 103).
Die steuerliche Behandlung vergleichbarer Aufwendungen in den Vorjahren ist nicht von Belang, weil dem EStG das Prinzip der Abschnittsbesteuerung zu Grunde liegt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.12.1989 1 BvR 1269/89, HFR 1990, 517; BFH…, Beschluss vom 17.02.2005 XI B 138/03, BFH/NV 2005, 1264).
Er habe nur für eine Übergangszeit gegolten und liege zudem nicht wesentlich über dem Satz von 62, 08 v.H., den das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in seiner Entscheidung vom 15. November 1989 1 BvR 171/89 (BStBl II 1990, 103) nicht beanstandet habe.
Die Steuer darf nicht so hoch sein, dass sie erdrosselnd wirkt; anderenfalls verletzt sie bei Steuergesetzen, die am Grundgesetz zu messen sind, die Eigentums- und Erbrechtsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG (vgl. Beschlüsse des BVerfG vom 8. März 1983 2 BvL 27/81, BVerfGE 63, 312, 327, sowie vom 15. November 1989 1 BvR 171/89, BStBl II 1990, 103, und Urteil des BVerfG vom 8. April 1997 1 BvR 48/94, BVerfGE 95, 267, 300) und bei nicht am Grundgesetz zu messendem Recht das tragende Rechtsstaatsprinzip der Verhältnismäßigkeit (…vgl. dazu Tipke/Lange, Steuerrecht, 16. Aufl. 1998, S. 127 ff.).
Auch das BVerfG hat eine steuerliche Bevorzugung von Ehegatten gegenüber den Partnern anderer Lebensgemeinschaften nicht beanstandet (vgl. z.B. Beschlüsse vom 1. Juni 1983 1 BvR 107/83, BStBl II 1984, 172; vom 15. November 1989 1 BvR 171/89, BStBl II 1990, 103; vom 15. Mai 1990 2 BvR 595/90, BStBl II 1990, 764; vom 26. Februar 1993 2 BvR 164/92, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1993, 408).
BVerwG, 28.10.1993 - 2 C 39.91
Sittliche Verpflichtung zur Unterhaltsgewährung zwischen Lebenspartnern - …
FG Rheinland-Pfalz, 16.12.1993 - 4 K 1130/93
Erschaftssteuerrechtliche Erfassung von Versicherungsssummen aus …
FG Nürnberg, 14.03.2002 - IV 258/01
Besteuerung einer freigebigen Zuwendung zwischen gleichgeschlechtlichen …
BFH, 28.11.1990 - II B 91/90

References: § 569
 Art. 20
 Art. 6
 Art. 14
 § 569
 § 38
 § 38
 § 1
 Art. 6
 § 15
 Art. 100
 Art. 14