Source: http://pferdewirtpruefung.de/wordpress/?p=1060&replytocom=30670
Timestamp: 2020-02-28 01:32:41+00:00

Document:
Grundsätze zur Prüfungszulassung für Externe (§45.2 BBiG) | Pferdewirtprüfung
← Mehr Geld in Brandenburg ab 1.3.13: Checkt Eure Abrechnung!
Auch in Hessen gibt’s mehr Geld →
Publiziert am 3. April 2013 von Hippologe
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Karriere, Prüfungen, Quereinsteiger, Tipps & Tricks abgelegt und mit Externenprüfung, Mindestzeit Externenprüfung, Nachweis Berufstätigkeit, Quereinsteiger, Zulassung in besonderen Fällen, Zulassung von Externen, § 45.2, § 45.2 BBiG verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
48 Antworten zu Grundsätze zur Prüfungszulassung für Externe (§45.2 BBiG)
ich habe mal in einer Zeitschrift (ich glaube im QH-Journal) gelesen, dass generell alle Leute zu der externen Prüfung zugelassen werden können, die in einem „artverwandten Beruf“ eine gewisse Zeit tätig waren…in meinem Fall wäre dies nach meiner Ausbildung tiermedizinische Fachangestellte (möchte nach der Ausbildung zu Großtieren, also zu Pferden wechseln). Dort hat man mehr oder minder die gleichen Aufgaben, wie ein Pferdewirt (Boxen misten, beim Abfohlen assistieren, Pferde versorgen, evtl. bewegen, generelle Arbeiten als Arzt-Assistentin übernehmen, etc.). Zudem reite ich bereits seit ca. 20 Jahren. Wie ist das denn nun, immerhin steht auf allen Seiten im Internet, dass eben nur solche zugelassen werden, die in dem Beruf „Pferdewirt“ ohne Berufsausbildung gearbeitet haben? Hat da vllt. das QHJ zu vorschnell einen Artikel gedruckt, der jetzt so nicht mehr korrekt ist?
da war wohl die Zeitung etwas vorschnell. Das was da oben steht, gilt. Und da wird ganz genau gesagt, dass diejenigen, die nach § 45.2 die Prüfung anstreben, im Beruf gearbeitet haben müssen. Nur in Ausnahmefällen kann die Zuständige Stelle im Einzelfall auch einmal anders entscheiden. Aber dafür muss es schon wirklich sehr gute Gründe geben.
Es könnte natürlich sein, dass die Zeitung da die Regelungen für den Meister beschrieben hat. Den kann man/frau machen, wenn man vorher einen landwirtschaftlichen Beruf abgeschlossen hat. Du müsstest also nicht umbedingt den Pferdewirt haben, um dann den Pferdewirtschaftsmeister machen zu können.
4. August 2013 um 10:49
Ihre Internetseite ist sehr informativ und man kann sich gut über die Prüfung zum Pferdewirt informieren.
Mein Vater führt einen landwirtschaftlichen Pferdezucht- und -haltungsbetrieb, auf dem ich nach meinem Abitur 2010 angefangen habe, die Pferde unentgeltlich zu reiten bzw. auszubilden. Mein Studium, welches im Rahmen eines Fernstudiums ist, läuft „nebenbei“. Würden mir diese drei Jahre angerechnet werden, um in ca. 1,5 Jahren zur Pferdewirtsprüfung für Quereinsteiger zugelassen zu werden?
Schön wäre es, wenn dieser Beitrag nicht auf Ihrer Internetseite veröffentlicht wird. Falls doch, würde ich mich über die Geheimhaltung meines Namens sehr freuen.
klar, ich kann hier den Namen weglassen. Kein Problem.
Lies Dir doch mal oben die Grundsätze durch, die ich so aus meiner Erfahrung mal aufgeschrieben habe. Bei Dir ist es allerdings so, dass Du weder hauptberuflich (Du bist Student) noch sozialversicherungspflichtig arbeitest. Deshalb werden wohl die Zuständigen Stellen die Zeiten nicht anerkennen.
Ich wäre vorsichtig zu behaupten, dass Du nicht hauptberuflich als Student tätig warst, wenn Du z.B. Kindergeld oder Bafög bekommen hast oder als Student in der Krankenkasse versichert warst. Kurz und gut, Du kannst z.B. für die Steuer nicht Student gewesen sein und auf der anderen Seite hauptberuflich einer Beschäftigung nachgegangen sein. Wo sind dann die Sozialversicherungsbeiträge? Ich gebe das mal alles so zu bedenken. Entscheiden wird immer die Zuständige Stelle Deines Wohnortes.
Elsaboom sagt:
13. Januar 2014 um 14:18
Ich strebe an die Prüfung zum Pferdewirt mit Fachrichtung „Pferdehaltung und Service“ zu absolvieren.
Meine Eltern haben seit 14Jahren einen Reitstall, in dem auch ich Reitstunden gegeben und anfallende Arbeiten ausgeführt habe. Sowohl am Pferd als auch am Kunden. Ich reite schon seit meinem 5ten Lebensjahr – macht ebefalls 22 Jahre Reiterfahrung.
Beruflich bin ich in einer ganz anderen Branche auf selbstständiger Basis tätig.
Wäre es also für mich trotzdem möglich für die Prüfung zugelassen zu werden?
Wenn Du oben die Grundsätze gelesen hast, dann kannst Du Dir die Frage eigentlich selber beantworten. Du hast nicht die 1,5fache Ausbildungszeit im Beruf gearbeitet. Folglich ist m. E. eine Zulassung zur Prüfung gem. 45.2 BBiG nicht möglich. Aber, Du kannst es natürlich bei der Zuständigen Stelle in Deinem Bundesland versuchen. Vielleicht klappt es ja.
23. April 2014 um 17:18
Ich habe ebenfalls eine Frage zu diesem Thema:
Ich bin aus Österreich und habe hier die Ausbildung zum Pferdewirtschaftsfacharbeiter (auf einer Schule) absolviert. Diese war einjährig.
Nun lautet meine Frage: wenn ich nun 3,5 Jahre hauptberuflich in meinem erlernten Beruf tätig war, könnte ich evtl, bei euch in Deutschland die Abschlussprüfung zum Pferdewirten (FR Klassische Reitausbildung) absolvieren?
Auf der Schule habe ich bereits den Übungsleiter gemacht, darf eben auch schon unterrichten, zwar nicht für Turniere trainieren, allerdings das Basisreiten einem Schüler näherbrungen und unterrichten.
Ich würde nun eben gerne diesen Abschluss bei Ihnen in Deutschland machen und wollte mich grundsätzlich erkundigen, ob dies für mich als Österreicherin möglich wäre?
leider ist die EU noch nicht so weit, dass alle Abschlüsse schon kompatibel sind. Du hast das Recht, in der EU zu arbeiten und alle EU- Länder müssen Deine Ausbildung anerkennen. Ideal wäre, wenn Du für Deine bisherige Ausbildung ein Euro-Pass- Zeugnis hättest oder bekommen könntest. Dann wäre eine Einordnung gemäß EQR möglich. Die Ausbildung zum Pferdewirt entspricht dem EQR Stufe 4. Wenn Deine Ausbildung auch dem EQR 4 entsprechen würde, dann könntest Du in Deutschland als Pferdewirtin arbeiten.
Nun möchtest Du aber hier bei uns die Prüfung zum Pferdewirt Fachrichtung Klassische Reitausbildung machen. Dann unterliegst Du unseren Prüfungsvoraussetzungen und da wird eine Berufsausbildung von durchschnittlich 3 Jahren verlangt. Wichtig, die Ausbildung muss im Normalfall eine Berufsausbildung und nicht eine Schulausbildung sein. Du bist aber nur 1 Jahr zur Schule gegangen. Hilfsweise kannst Du zur Prüfung zugelassen werden, wenn Du die 1,5fache Ausbildungszeit, also 4,5 Jahre im Normalfall, im Beruf gearbeitet hast. Im Beruf bist Du aber nur, wenn Du hauptberuflich und sozialversichert als Pferdewirtin gearbeitet hast. Und jetzt kommt auch noch ein Aber: Berufsausbildung und Beruf hat nichts mit Amateurtätigkeiten (Übungsleiter, Sportverband, Verein, FN) zu tun. Deshalb werden in aller Regel keine FN- Prüfungen für die Berufsausbildung in Deutschland anerkannt. Merke: Die ganzen Amateurprüfungen der Sportverbände haben keine Entsprechung im EQR!
Ganz wichtig für Dich ist, dass Du Dir die Anforderungen der Abschlussprüfung durchsiehst und Dir dann selber beantwortest, ob Du diese Anforderungen (Dressur L/ Springen L und Unterricht L) erfüllen kannst. Denke daran, es geht um bereiten und nicht um nachreiten. Ich rate Dir auch, bei einem Berufsausbilder in Deutschland, der selber auch Azubis hat und sie nach Warendorf schickt, einmal Dich zu informieren (z.B. Praktikum von 1 – 2 Wochen) und den Ausbilder bittest, Deine reiterliche Tätigkeit hinsichtlich der Abschlussprüfung zu beurteilen.
Die Kosten für die Prüfung und das Prüfungsseminar in Warendorf musst Du selber bezahlen. Natürlich auch die Unterkunft.
Wie gehst Du vor? Für Dich zuständig ist die Zuständige Stelle der Berufsausbildung zum Pferdewirt in Münster (Nordrhein- Westfalen). Kontaktdaten findest Du unter dem Reiter Zuständige Stelle. Mit denen musst Du reden, denn die alleine entscheiden, eventuell mit dem Prüfungsausschuss, ob Du zur Abschlussprüfung zugelassen wirst. Ich hier habe Dir nur meine private Meinung geschrieben, die rechtlich nichts mit Deiner Zulassung zu tun hat.
Ich hoffe, es hat Dir ein wenig geholfen und schicke viele Grüße nach Österreich.
Natalie Heinrich sagt:
27. April 2014 um 15:05
Hallo Dietbert Arnold!
Auch ich möchte die Abschlussprüfung zur Pferdewirtin Schwerpunkt Klassische Reitausbildung ablegen. Um von der Landwirtschaftskammer HH die Zulassung zu erhalten, soll ich an der Zwischenprüfung in Warendorf teilnehmen. Das finde ich sehr sinnvoll und werde das nächste Woche tun.
Nun meine Frage: Ich habe ein bisschen Angst bezüglich der Theorieprüfung. Können Sie mir Tipps geben, wie ich mich da vorbereiten kann? Besonders die Berufsschulfächer, also auch Fachrechnen, Politik und Sozialkunde.
Ums Reiten und Unterrichten mache ich mir nicht so große Sorgen, da ich seit 2008 als Ausbilderin (Unterricht und Beritt) tätig bin. Ich habe 1998 in Vechta meine Amateurreitlehrerprüfung bestanden und habe seit 2004 eine gültige Trainer A Lizenz. Um mich reiterlich weiter fortzubilden, möchte ich an den Fortbildungen des Berufsreiterverbandes in Warendorf teilnehmen. Hätten Sie dazu auch noch Tipps?
Du bist gut beraten, die Theorie der Abschlussprüfung nicht zu unterschätzen. Es geht um eine Berufsabschlussprüfung und da sind natürlich alle die Themen so gefragt, wie Lohnabrechnung, Arbeitsvertrag, Sozialversicherungen, Dienstleistungen kalkulieren, Gesetze und Verordnungen, Beratung von Kunden, Versorgen der Tiere, Unterrichtsplanungen, usw.
Im Gegensatz zu den ganzen Amateurprüfungen wirst Du nicht nach auswendig gelerntem Wissen abgefragt, sondern Du musst ganz konkret eine Situation aus dem beruflichen Alltag eines fertigen Pferdewirtes abarbeiten und natürlich immer auch begründen. Da kann so eine komplexe Aufgabe schon mal 1 h dauern. Entsprechend Inhalt und Niveau wird natürlich auch verlangt, denn Du willst ja die Fachfrau sein.
Schaue Dir hier auf den Seiten genau die Verordnung zum Pferdewirt und den Rahmenlehrplan der Berufsschule an, da steht genau drin, was geprüft wird. Unter dem Reiter Berufsbild findest Du weitere Details und eine Beispielaufgabe. Dann siehst Du, in welcher Art eine komplexe Aufgabe zu lösen ist.
Ich rate Dir, Dich konsequent und langfristig auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Mit mal eben auswendig lernen wird es nicht gut gehen. Es kann durchaus hilfreich sein, dass Du Dir einen „Stundenplan“ machst und den ganz pingelig abarbeitest.
Viele liebe Grüße und viel Spaß bei der Vorbereitung
26. Mai 2014 um 20:49
auch ich habe eine Frage zum Quereinsteigerabschluss jedoch der Fachrichtung Pferdewirt Zucht.
Durch meine Tochter habe ich leider keine Ausbildungsstelle zum damals noch Pferdewirt Zucht und Haltung erhalten. Daher absolvierte ich ein Vollzeit-EQJ in einem Zuchtbetrieb (ca. 20 Stuten, 1 Deckhengst + Nachzucht) jedoch ohne Berufsschule, auch danach erhielt ich keine Chance aus eine reguläre Ausbildung und entschied mich die Ausbildung zum Pferdepfleger FN in einem Landgestüt – welche ich auch sehr gut bestand (bitte nicht unterschätzen die Prüfer sind die gleichen wie für die Pferdewirte und der Lehrstoff ebenfalls fast identisch).
Leider ist es nach wie vor sehr schwierig für mich einen Job zu finden. Ich habe jetzt die feste Zusage bei einem staatlich geprüften Hufschmied tätig zu werden (sozialversicherungspflichtig, Vollzeit) auch eine Ausbildung zur Hufschmiedin ist mir möglich.
ABER: diese ist nur möglich wenn man einen Berufsabschluss hat.
Meine Frage wäre nun ob es die Möglichkeit gibt (ich habe obriges gelesen frage aber trotzdem): in wie weit EQJ und Pferdepfleger FN angerechnet werden können? – ich weiß für die normale Pferdewirtausbildung ist dies möglich.
Wäre eine Anerkennung der Arbeitszeit beim Hufschmied später als „artähnliche“ Berufspraxis möglich. Ein Besamungslehrgang wäre für mich im Laufe der Zeit denkbar und die prüfungsvorbereitende Schulung (Niedersachsen) selbstverständlich.
Ich würde mich sehr freuen wenn Ihnen eine Beantwortung möglich wäre und bedanke mich im Voraus.
28. Mai 2014 um 14:36
zu allererst: Ich schreibe Dir hier meine Meinung und keine offizielle Mitteilung. Das machen nur die Zuständigen Stellen der Berufsbildung.
Das EQJ, heute EQ, ist keine Berufsausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz. Es handelt sich hier um eine Einstiegsqualifizierung. Folglich besteht keine Pflicht, ein EQ bzw. EQJ auf eine nachfolgende Berufsausbildung anzuerkennen. Manche Zuständigen Stellen sind der Meinung, man könne ein halbes Jahr anerkennen. Zuständig für Dich ist die Zuständige Stelle Deines ersten Wohnsitzes. Im günstigsten Falle also hättest Du ein halbes Jahr auf Deinem „Konto“.
Die Ausbildung zum Pferdepfleger ist eine Sache des Sportverbandes Deutsche Reiterliche Vereinigung und wird leider Ausbildung genannt. In Wirklichkeit ist das nur eine Scheinausbildung und wird natürlich nicht auf eine Berufsausbildung anerkannt. Du kannst es aber versuchen, was Deine Zuständige Stelle sagt. Im Beruf gearbeitet hast Du aber nicht. Wie willst Du dann die berufliche Tätigkeit von 1,5 mal Ausbildungszeit nachweisen?
Auch dieser Vorbereitungskurs der LWK Niedersachsen ist eben nur ein Kurs und keinesfalls eine berufliche Tätigkeit. Das gilt natürlich auch für die sog. Ausbildung zum Pferdepfleger.
Auch wenn ich Dir hier jetzt so schlechte Nachrichten sende, solltest Du es unbedingt versuchen, bei der Zuständigen Stelle die Zulassung zur Abschlussprüfung zu beantragen. Unterschätze aber bitte nicht die Anforderungen an die Fachrichtung Zucht, u.a. musst Du das Wissen und den Abschluss zum Eigenbestandsbesamungswart/in haben.
Jetzt kennst Du meine Meinung. So denke ich. Ich hoffe, Du kannst damit leben.
28. Mai 2014 um 16:41
vielen Dank für Ihre Rückantwort, habe heute bereits mit der zuständigen Kammer gesprochen und es gibt evl. Möglichkeiten da diese aber nicht alltagstauglich sind und nicht für jedermann zum nachahmen möchte ich diese hier nicht veröffentlichen. Ich muss mich jetzt erst mal bei der zuständigen Stelle für Hufschmiede erkundigen und dann weiter sehen bzw. einen „Schlachtplan“ entwickeln. ABER es hieß nicht von vornherein nein. Soweit die gute Nachricht.
Ich möchte nochmals auf die beiden abgeschlossenen Jahre eingehen. Mir ist bekannt das das EQ anerkannt werden kann – aber in der Regel nur wenn auch die Berufsschule mit besucht wird. Dies war bei mir nicht der Fall (habe aber dieses EQJahr nicht als Praktikum bzw. Qualifizierung gemacht sondern als vollwertige Arbeitskraft gemacht.) (Hatte aber schon einige Vorkenntnisse) Dies hat im nach hinein natürlich eine Kehrseite aber ich war nicht nur billige Hilfskraft sondern hatte in diesem Betrieb sehr viel Freiraum und auch sehr viel Lernerfolg ebenso wie ich mir praktisch ein „Gasellenstück“ fertigen konnte. (Nur ist es leider schade das eben solche Arbeiten nach dem EQ nicht vorgesehen sind (für mich persönlich war es trotzdem gut) und auch demzufolge sich nicht auf einem Zeugnis wiederfinden)- siehe Kehrseite die man auch noch weiter ausführen könnte.
Um es auf den Punkt zu bringen das EQ wird in meinem Fall nicht anerkannt.
Um auf die Pferdepflegerausbildung zurück zu kommen: diese Aus oder Weiterbildung wie auch immer man es nennen möchte ist nicht zu vergleichen mit der Kiki Kaltwasser und ihren Abschlüssen.
Es gibt einige Landgestüte die diese Ausbildung in Verbindung mit einem Bildungsträger in Verbindung mit dem Jobcenter anbieten.
Die Ausbildung wird in den Landgestüten von einem Pferdewirtschaftsmeister geleitet und durchgeführt. Die Ausbildung ist sehr umfangreich sowohl im theoretischen als auch im praktischen, man wird nicht als Hilfskraft eingestuft sondern wie ein regulärer Lehrling (und der ist ja auch eine vollwertige Arbeitskraft für seinen Betrieb).
Leider ohne Reitausbildung jedoch mit Fahrausbildung.
Die Prüfer kommen von den zuständigen Stellen für Pferdewirte und sind die selben wie für die Pferdewirte. Ich wurde zbsp. von einer sehr kompetenten Prüferin (die leider vor einiger Zeit plötzlich verstorben ist, evtl. wissen Sie wen ich meine) geprüft die mich sehr genau unter die Lupe genommen hat.
Der Lehrstoff ist der selbe wie für die Pferdewirte – jedoch das denke ich geht dieser in einigen Fachbereichen und Themen nicht bis ganz ins letzte Detail aber nah daran!
Ich wolle nur mal mit einem Vorurteil aufräumen – schade ist, dass sage ich auch. dass eine staatliche Anerkennung nicht vorliegt. Und denke dies wäre ein wichtiger Schritt und eine Verwechslung mit dem Pferdewirt ist auch nicht möglich den in der Fachsprache heißt der Abschluss „Fachhelfer“ Pferdewirtschaft.
Sollte sich ein Auszubildender durch eine sehr gute Leistung u.o. Prüfung und die nötigen reiterlichen Fähigkeiten hervorheben ist die Übernahme direkt aus dieser Ausbildung zu einer Ausbildung zum Pferdewirt möglich als auch die Übernahme nach der Ausbildung bzw. eine Anrechnung des Pferdepflegerjahres als 1 Lehrjahr.
(Bei mir leider so nicht möglich gewesen, da meine reiterlichen Fähigkeiten nicht ausreichten ansonsten hätte ich diese Möglichkeit bekommen.)
(Ich weiß aber von einem jungen Mann der mit mir zusammen die Pferdepflegerausbildung abgeschlossen hat und danach im Landgestüt Warendorf angenommen wurde ins 2. Lehrjahr, als auch von einer jungen Frau welche über den Einstieg bei den Pferdepflegern nach einigen wenigen Wochen in die reguläre Ausbildung des Landgestütes übernommen wurde (wo auch die Pferdepflegerausbildung stattfindet).
Und in meinem Fall könnte dieses Jahr auch von der zuständigen Kammer anerkannt werden.
Ich möchte dazu auch noch etwas persönliches Schreiben, denn ich kenne/kannte sehr viele Azubis Pferdewirt Zucht und Haltung als auch viele der Ausbildungsbetriebe. Ich denke im Rahmen der Ausbildungsabschlussänderung wurde da ja auch ein wenig selektiert und ich weiß nicht wie es in Niedersachsen ist aber in MV ist es sehr schwer möglich gewesen und ist es auch noch immer einen vernünftigen Ausbildungsbetrieb zu finden: wo man vernünftig behandelt und entlohnt wird und vor allem alles nötige Handwerkszeug zu erlernen um wirklich gut vorbereitet zur Prüfung zu kommen.
Und in diesen Betrieben sucht man sich nun mal auch die einfachsten und besten Azubis raus, mitunter gibt es eine Warteschlange von einigen Jahren oder nur Vit. B.
Der Rest der Azubis ist froh wenn er überhaupt eine Ausbildung bekommt und eben diese Lehrlinge machen alles aber nicht alle nötigen Arbeitsgänge um fit und sehr gut die Prüfung abzuschließen.
Und vergleicht man diese Lehrbetriebe mit der Ausbildung zum Pferdepfleger sage ich Ihnen auch noch heute ich würde es wieder so machen den in diesem einen Jahr lernt man mehr als in manchem Betrieb in zwei Jahren – wir hatten den direkten Vergleich auch durch die überbetriebliche Ausbildung der Lehrlinge am Landgestüt wo wir immer dachten, wir könne ja nicht so gut sein wie die und waren sehr erstaunt über das Defizit des einen oder anderen Lehrlings.
Wohlgemerkt nicht ALLE, es gibt auch sehr gute Betriebe und Lehrlinge und die Ausbildung Pferdepfleger ersetzt natürlich nicht die Pferdewirtsausbildung- gibt aber eine gute Einstiegsmöglichkeit in den Beruf bzw. kann ein Sprungbrett sein falls man bei der direkten Bewerberauswahl für die reguläre Ausbildung durch das Raster gefallen ist.
Und entschuldigen das dies hier so lang geworden ist aber musste es auch mal loswerden.
Ich respektiere Ihre Meinung sehr gut (und kann damit hervorragend leben) aber denke man kann (auch wenn man es für nicht gut heißt) ja mal über den Tellerrand sehen und sich einfach mal erkundigen was da gelehrt wird – bei Interesse leite ich gerne weiter, einfach bei Bedarf mir eine Email zukommen lassen.
Deshalb habe ich ja auch hier angefragt weil ich gerne mehrere Meinungen zu dem Problem hören wollte und ob Sie vielleicht Wege wissen wie eine Umsetzung möglich wäre. Habe aber wie gesagt auch einige Möglichkeiten von der LWK bekommen die ich jetzt weiter abklären muss.
Trotzdem vielen Dank fürs beantworten und diese Webseite ist sehr gelungen, es ist schön das man einen Ansprechpartner für viele Probleme hat die auch nicht beschönigt werden.
Freundliche Grüße Bea
ich habe schwerwiegende Fragen und hoffe, dass sie mir helfen können.
Ich habe vor Jahren die Ausbildung zur Pferdewirtin gemacht und die schriftliche Prüfung 2001 auch abgelegt, zur praktischen Prüfung konnte ich wegen eines Unfalls nicht antreten. Da die Ärzte damals sagten, ich könne eh nicht mehr reiten, hatte ich die Sache „abgehakt“.
Irgendwann bin ich aber doch wieder aufs Pferd gekommen und habe später auch wieder auf Pferdebetrieben gearbeitet, sogar als Pferdewirtin, obwohl ich immer gesagt habe, dass ich die Prüfung nicht abgeschlossen habe. Inzwischen bin ich auf Western umgestiegen und wir haben im April mit unseren Pferden einen kleinen Hof in Mecklenburg bezogen, den wir geerbt haben. Die Idee, als Quereinsteiger die Prüfung zu machen, schwirrt mir schon eine Weile im Kopf rum, aber jetzt wird es ernst.
Gestern habe ich mit der zuständigen Dame hier in Mecklenburg gesprochen, die einerseits sagte, da ich schon einmal zur Prüfung zugelassen war, könnte ich jederzeit wieder teilnehmen, andererseits aber, dass die drei Jahre Lehrzeit nicht zu den 4,5 Jahren dazugerechnet werden könnten.
Desweiteren gäbe es das Problem, dass ich Zucht und Haltung gelernt hätte, jetzt aber Westernreiten würde. Hier in Redefin könne ich nur klassisch geprüft werden, was an sich schon ein Problem darstellt, da ich nicht mehr springen kann. Und Westernreiten könne ich nur in BY oder BW geprüft werden (von wo ich grade weggezogen bin ). Das Problem mit dem Dressurreiten krieg ich in den Griff, wir haben drei Möglichkeiten, wovon eine schon klappen wird : 1. mich mit meinem LK3 Paint-Westernturniercrack auf Englisch „umpolen“, 2. mich mit meiner lange nicht gerittenen klassisch ausgebildeten Lewitzerstute umpolen, oder einmal die Woche in Redefin 60 Euro die Stunde für eine Einzelstunde zu zahlen, Prüfung wäre nächsten Sommer.
Die Unterlagen will mir die Dame von der Fachschule Agrarwirtschaft alle zusenden, aber das Problem mit dem Springen löst es nicht.
Ich habe schon mit einer Freundin in BY gesprochen, Pferdewirtschaftmeisterin mit Paintzucht, ob sie eine Möglichkeit sieht, ob man mich eventuell im Trail prüfen könnte, wenn ein Westernprüfer aus BY oder BW zur Prüfungskommission hinzugezogen würde. Sie meinte aber, dass die Westernprüfer wohl machen würden, aber sie glaube nicht, dass die Prüfungskommission hier das machen würde wegen einer Person.
Was mache ich jetzt? Ich könnte wohl einen Parcour durchspringen, aber der eine wars dann für eine Weile und ich könnte vorher nicht trainieren und bin 13 Jahre nicht gesprungen.
Ich hoffe, sie haben einen Rat für mich,
mit freundlichen Grüssen, Karen Schröter
Du wohnst jetzt in Mecklenburg- Vorpommern. Deshalb ist Deine Zuständige Stelle die in Mecklenburg- Vorpommern. Und die, und nur die, entscheidet, ob Du Deine abgebrochene Prüfung Zucht und Haltung fortsetzen kannst oder ob Du gem. § 45.2 zur Prüfung zugelassen wirst. Letztere Prüfung ist die sog. Externenprüfung und die gibt es ab 2010 nur in den neuen Fachrichtungen.
Wenn Du Deine angefangene Prüfung einfach beenden kannst, weil Du jetzt wieder gesund bist, dann gelten natürlich noch die alten Regeln von Zucht&Haltung und da ist nicht zwingend das Reiten vorgeschrieben.
Grundsätzlich sollte es kein Problem sein, dass Du die dreijährige Ausbildungszeit für die Zeit zur Sonderzulassung angerechnet bekommst. Du hast hauptberuflich im Beruf gearbeitet. Was wollen die denn mehr? Selbst wenn es um unterschiedliche Fachrichtungen geht, dann müssen meines Erachtens doch zwei Jahre anerkannt werden, denn die sind in allen Fachrichtungen gleich!
Was ich nicht verstehe, ist das Argument, nur die klassische Reitweise wird in Mecklenburg- Vorpommern geprüft. Vielleicht hast Du das auch falsch verstanden. Ich versuche Dir das mal zu erklären: Die Zuständige Stelle in Mecklenburg- Vorpommern lässt alle Azubis und Quereinsteiger aus ihrem Bundesland zur Prüfung zu. Dann haben sich die Zuständigen Stellen in Deutschland geeinigt, kleinere Fachrichtungen an zentralen Orten zu prüfen. Z.B. die Klassische Reitweise in Warendorf und München, die Spezialreitweise Western in Baden- Württemberg und Nordrhein- Westfalen, usw.. Aber das geschieht immer nur nach Zulassung zur Prüfung in Mecklenburg- Vorpommern und die leiten Dich dann weiter und bitten die dortige Zuständige Stelle um Amtshilfe.
Wenn Du Dich für Haltung und Service entscheidest, dann wird das in Mecklenburg- Vorpommern geprüft. Dazu musst Du z.B. einen Ausritt anführen und auch kleinere Sprünge überwinden können. Auf welchen Pferden und in welcher Reitweise ist Dir überlassen, denn die Verordnung sieht nicht eine Reitweise und eine Pferderasse für diese Prüfung vor. Daran hat sich auch die Zuständige Stelle in Mecklenburg- Vorpommern zu halten.
Und dann solltest Du auch wissen, dass Du gemäß der Verordnung Pferdewirt/in statt Reiten Fahren zeigen kannst, also einen Parcours fahren und eine Ausfahrt organisieren und anführen.
Ich empfehle Dir, hier im Forum unter dem Reiter „Gesetzliche Grundlagen“ Dir die Verordnung genau anzusehen.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig Klarheit schaffen. Auf jeden Fall bleibe am Ball und mache einen Berufsabschluss. Bleib hartnäckig.
Erna Heilbrunner sagt:
31. Oktober 2014 um 12:07
würden sie empfehlen vorab die Zwischenprüfung zu machen, bzw ist das überhaupt möglich?
Oder macht man in der Regel „nur“ die Abschlussprüfung?
Vielen Dank u mit freundlichen Grüßen
Erna Heilbrunner
die Zwischenprüfung ist eine gute Vorbereitung zur Abschlussprüfung. Deshalb ist es wirklich eine gute Idee, sich mit der Zwischenprüfung auf die mögliche Abschlussprüfung als Externe vorzubereiten.
Du musst aber wissen, dass die Zwischenprüfung vom Niveau dem zweiten Ausbildungsjahr entspricht. Da wird also bei der Abschlussprüfung deutlich mehr verlangt. Dennoch bietet Dir eine Zwischenprüfung den ersten Kontakt mit dem Prüfungssystem, testet Deine Belastbarkeit und bietet Dir viele Chancen, Dich mit anderen Azubis auszutauschen und auch zu vergleichen.
Als Prüfling gem. § 45.2 hast Du keinen Anspruch, an einer Zwischenprüfung teilzunehmen. Also bitte darum bei der Zuständigen Stelle. Natürlich musst Du alle Kosten privat übernehmen. Das ist aber machbar (50,00 € bis 100,00 € und eventuell ein Pferd zum Mitbringen) und gut investiertes Geld.
Nach der Zwischenprüfung kannst Du Dich dann sicher besser einschätzen, ob Du Dich überschätzt hast und die Prüfung besser lässt, ob Du noch mehr Vorbereitungszeit zur Prüfung benötigst oder ob Du schon ausreichend für eine Prüfung vorbereitet bist.
Ich würde diesen Weg über die Zwischenprüfung raten. Über die Bedingungen der Zwischenprüfung (Zeit, Ort, Kosten, Pferd, …) berät Dich die Zuständige Stelle, also die, in deren Gebiet Du den ersten Wohnsitz hast. Die Adressen findest Du natürlich hier im Forum.
15. Juni 2015 um 17:40
was sind denn die Anforderungen für den Betrieb?
Was ist mit dem Schulstoff,Zwischenprüfungen etc?
Gibt es irgendwelche Sondergenehmigungen?
15. Juni 2015 um 18:29
Du musst die hauptberufliche Tätigkeit glaubhaft nachweisen. Bei einem reinen Zuchtbetrieb dürfte Reiten natürlich schwierig werden. Ein Ausbildungsbetrieb muss es nicht sein.
Wie Du die Theorie Dir aneignest, ist alleine Deine Sache. Es gibt kein Recht, als Nicht-Azubi eine Berufsschule zu besuchen. Eine Zwischenprüfung ist nicht erforderlich. Du kommst zur Prüfung, löst die Aufgaben und bestehst oder nicht.
Und denke daran, dass Du während Deiner betrieblichen Tätigkeit sozialversichert sein musst und natürlich ab dem 1.1.15 auch nach Mindestlohngesetz bezahlt sein musst.
Die Sonderzulassung ist schon ein Sonderfall. Mehr, oder besser weniger, geht nicht.
19. Juli 2015 um 14:19
Ich habe 2012 mit der Ausbildung zur Pferdewirtin begonnen und mich damals dazu entschieden meine Lehrzeit nicht zu verkürzen (aufgrund meines Abiturs) um möglichst viel Erfahrung sammeln zu können. Nach genau zwei Jahren habe ich die Ausbildung abgebrochen um den Betrieb wechseln zu können und arbeite nun seit einem Jahr weiterhin in diesem Beruf um als Quereinsteiger zur Prüfung zu gehen. Jetzt meine Frage; gibt es irgendeine Möglichkeit, aufgrund der allgemeinen Hochschulreife die Ausbildungszeit für externe von 4,5 auf 3,5 zu verkürzen, so wie es im Rahmen der Ausbildung möglich gewesen wäre?
Aufgrund eines Unfalls bin ich nämlich gezwungen den Schwerpunkt von klassischer Reitausbildung auf Haltung und Service zu ändern und nach Beendigung dieser Prüfung dann gänzlich den Beruf zu wechseln. Es widerstrebt mir den bislang geliebten Beruf ohne Abschluss in meinen Lebenslauf aufzunehmen und suche nun verzweifelt nach einer Lösung um eine Abschlussprüfung machen zu dürfen!
eine verbindliche Antwort kann ich Dir nicht geben. Bei Dir gibt es mehrere Problempunkte, die die Zuständige Stelle Deines Wohnortes in einer Einzelfallentscheidung klären muss. Ich rate Dir, bei der Zuständigen Stelle einen Termin mit dem zuständigen Ausbildungsberater/in zu machen und dann persönlich Dein Anliegen zu besprechen. Die Zuständige Stelle für Dein Bundesland findest Du oben in den Reitern.
Schreibe uns doch mal, wie es ausgegangen ist. Wäre bestimmt interessant für die Nutzer hier.
Ich habe die Möglichkeit ab jetzt Vollzeit als Pferdewirtin von meinem
Vater auf seinem privaten Pferdehof angestellt zu werden. Da er durch
seine Selbstständigkeit im Sozialwesen viel arbeiten muss, braucht er
Unterstützung auf dem Hof. Meine Frage an Sie ist es, welche Bedingungen
von dem Arbeitgeber erfüllt werden müssen, damit ich nach 5 Jahren
Anstellung als Pferdewirtin als Quereinsteiger zur Prüfung zugelassen
werde? Wie groß muss der pferdehof sein? Muss ein Ausbilder vorhanden
sein? Müssen gewisse Pferde vorhanden sein? Müssen räumliche Ansprüche
erfüllt werden, wie Halle ect.? Müssen Pensionspferde vorhanden sein,
wenn ja, wie viele? Muss der Pferdehof Geld erwirtschaften? Muss der Hof
als Betrieb oder ähnliches angemeldet sein? Oder reicht es einfach nur
dass ich Vollzeit eingestellt bin, egal wo?
Ich danke Ihnen für Ihre Zeit, über eine Antwort würde ich mich sehr
10. August 2015 um 17:23
Zunächst solltest Du wissen, dass ich Dir hier nur meine private Meinung aufschreibe. Verbindliche Antworten kann Dir nur die Zuständige Stelle Deines Wohnortes geben.
Mehrere Dinge fallen mir bei Deiner Zuschrift auf:
1. Als Pferdewirtin kannst Du nicht eingestellt werden, denn DU bist keine Pferdewirtin. Das bist Du nur als ausgelernte Fachfrau mit Abschlussprüfung. Angestellt werden kannst Du nur als ungelernte Pferdepflegerin. DU musst aber den gesetzlichen Mindestlohn mindestens verdienen und natürlich bei allen Sozialversicherungen gemeldet sein und natürlich das Einkommen versteuern. Ob das Geld wirklich geflossen ist, das kann auch vom Finanzamt nachgeprüft werden.
2. Du musst im Beruf die 1,5fache Lehrzeit gearbeitet haben. Also Vollzeit und im Beruf. Also nicht irgendeine Anstellung. Die Berufsbezeichnung und der Betrieb müssen im Arbeitsvertrag stehen. Der Arbeitsvertrag ist übrigens Pflicht.
3. Es kann durchaus passieren, dass sich die Zuständige Stelle davon ein Bild machen möchte, ob der Betrieb tatsächlich ein Pferdebetrieb ist und Du im Beruf gearbeitet hast.
4. Du musst natürlich dafür selber sorgen, dass Du auch das nötige Können eines Pferdewirtes in der Prüfung zeigen kannst. Berufsschule ist nicht verpflichtend, teilweise nehmen Berufsschulen Dich auch gar nicht auf. Du bist ja keine Berufsschülerin.
5. Ob das Unternehmen, bei Papa angestellt werden und dabei dann den Pferdewirt machen, gut geht, ist längst nicht sicher und sollte von Dir ehr kritisch beurteilt werden. Unterschätze nicht die Anforderungen bei der Abschlussprüfung. Da haben sich schon einige vermetert.
6. An einigen Stellen, das darf ich Dir ganz ehrlich sagen, habe ich beim Lesen der Mail den Eindruck, dass Du den gesetzlichen Rahmen des § 45.2 Berufsbildungsgesetz noch nicht ganz genau gelesen hast. Mache Dich bitte erst richtig schlau und dann entscheide Deine weiteren Schritte.
Dir wünsche ich viel Erfolg für Deinen Weg
Sharon Cardona sagt:
Ich habe eine Frage bezgl. dem Pferdewirt Schwerpunkt klassisches Reiten als Quereinsteiger.
Ich bin 28 Jahre alt und einen Masterstudienabschluss. Gerne würde ich mich immer noch meinen Traum erfüllen meinen Bereiter zu machen.
Ich habe schon länger als 5 Jahre mit einem Breiter zusammengearbeitet, jedoch nur als nebenberuf, da ich hauptberuflich Studentin war. Somit wird mir das leider laut Handelskammer (in NRW Düsseldorf) nicht angerechnet.
Nun habe ich ein kleines Kind und arbeite auf 450€ Basis immer noch mit dem Bereiter bzw jetzt Pferdewirtschaftsmeister zusammen.
Somit mache ich das ja nun hauptberuflich,
Kann ich mir das jetzt anrechnen lassen oder zählt das auf Minijob Basis nicht?
Wird es berücksichtigt, das ich einen Hochschulabschluss habe ?
wenn Du Dir einmal ganz oben diejenigen Überlegungen von mir ansiehst, dann wirst Du eigentlich selber herausfinden, dass Du nicht das eineinhalbfache der Ausbildungszeit im Beruf einer Pferdewirtin gearbeitet hast. Alleine schon als Studentin kannst und darfst Du nicht hauptberuflich arbeiten. Das wäre nicht gut, wenn Du das behaupten würdest. Wo ist dann Deine Sozialversicherung? Wo sind Deine Steuern? Warum wurdest Du als nicht selbst verdienende Studentin gefördert, z.B. bei der Krankenversicherung, mit dem Busticket, mit der Möglichkeit in der Mensa zu essen und dem kostenfreien Studium? Ob Du jetzt einen Master hast oder nicht, das hat mit der Abschlussprüfung in einem Ausbildungsberuf nichts zu tun. Es ist ja auch gar nicht klar, ob Dein Studium irgendeinen Zusammenhang mit dem angestrebten Beruf hat. Du siehst, das sieht nicht alles passend aus. Gehe mal davon aus, dass das so nichts wird, wie Du Dir das vorstellst. der, das ist nur meine persönliche Meinung. Einzig und allein entscheide die Zuständige Stelle Deines Wohnsitzes. Das ist überhaupt nicht die Handelskammer in Düsseldorf, sondern die Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. Allerdings werden die die nicht viel anderes erklären.
Viele liebe Grüße und versuche den Weg über die Amateurprüfungen der FN zu gehen. Das wäre für Dich passender.
H.S. 01.12.2015 sagt:
Ich habe eine Frage zum Thema Quereinsteiger und würde mich sehr über eine Antwort freuen, weil ich gerade ziemlich verunsichert bin.
Ich arbeite seit 05/12 (nach dem Abitur) auf dem elterlichen Betrieb. Ich bin Trainer C, Ausbilder im Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung und habe die Weiterbildung zum OsteoConcept Coach besucht. Für nächstes Frühjahr sind das RA III und der Trainer B geplant.
Ich gebe Reitunterricht für Kinder und Erwachsene, bilde unsere Schul- und Lehrpferde, sowie meine Privatpferde weiter aus (derzeit bis Klasse L, beginnend M) und reite (unter Anleitung meiner Reitlehrerin) auf unserem Hof eingestellte Berittpferde – darunter Pferde zum Einreiten, Remonten und „Problempferde“.
Ich bin für 601,00€ brutto angestellt, als „Ausbildungs“-Vergütung. Unser Hof ist kein Ausbildungsbetrieb, aber wir haben die letzte Jahre wie eine Lehre aufgezogen – ich hatte von Anfang an vor, als Quereinsteiger nach 4 1/2 Jahren zur Prüfung zu gehen. Nach dem Plan wäre die Prüfung dann im Frühjahr 2017.
Darüber hatte ich mich auch bei der FN informiert – der Herr dort war nicht begeistert, dass ich die „Lehre“ zu Hause absolvieren wollte, hat allerdings auch nicht gesagt, dass es unmöglich ist. Eine Berufsschule habe ich nicht besucht, ebenso wenig die Zwischenprüfung – dafür habe ich leider den Anmeldeschluss (1.10.15.) verpasst und im Internet stand, dass Quereinsteiger nur im März zugelassen werden.
Nun hat sich eine Bekannte für ihre Tochter ebenfalls über diesen Weg informiert und von allen möglichen offiziellen Stellen zu hören bekommen, dass das so alles nicht geht, was wiederum mich ein wenig verunsichert hat.
Bekomme ich zu wenig Gehalt, um für die Prüfung zugelassen zu werden? Erfülle ich ansonsten die Kriterien (soweit Sie das beurteilen können), um zu Prüfung zugelassen zu werden?
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen und freue mich schon auf eine Antwort!
Bitte veröffentlichen Sie meinen Text auf pferdewirtpruefung.de nur, wenn Sie denken, dass mein Thema unheimlich interessant für andere ist.
lasse mich mal ehrlich antworten. Das wirst Du sicher von mir erwarten. Vorweg sage ich Dir aber, dass ich meine private Meinung schreibe, ich weiß aber ein wenig, wovon ich schreibe.
Grundsätzlich finde ich es schade, dass Du diesen „krummen“ Weg gehst. Mit einer Berufsausbildung hat das, was Du da machst, überhaupt nichts zu tun. Das ist schade, dass Du nach dem Abi so wenig aus Deinen Möglichkeiten machst. Alleine, und da darfst Du mir nicht böse sein, zeigt sich schon bei Deinem Bericht, dass Du wenig über die Berufsausbildung überhaupt weißt. Warum schreibe ich das? Nicht weil ich böse bin, nein, weil Du z.B. Dir Rat bei der FN holst und weil Du alle möglichen Prüfungen der FN aufzählst. Dumm. Die FN ist überhaupt nicht für die Berufsausbildung zuständig. Das macht der Staat bei den Ausbildungsberufen. Entweder macht es der Staat selber oder er hat diese Aufgabe an die Landwirtschaftskammer abgegeben. Je nach Bundesland. Und nur diese sog. Zuständigen Stellen der Berufsausbildung kann Dir verbindliche Auskünfte über die Prüfungszulassung sagen und Dich auch nur zur Prüfung zulassen.Die Adressen der Zuständigen Stellen findest Du oben im Menü. Fassen wir das mal zusammen: Die FN- Prüfungen sind für die Berufsausbildung bedeutungslos, weil diese Prüfungen Amateurprüfungen sind. Dumm gelaufen. Du musst, so die übliche Praxis, hauptberuflich und sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Das musst Du natürlich nachweisen. Ich kann Dir nicht sagen, wie es bei Euch gelaufen ist, aber Du musst natürlich krankenversichert gewesen sein, Dein „Ausbildungsbetrieb“ muss Dich unfallversichert haben, und, und, und. Das muss natürlich nicht nur bei Dir sichtbar sein, sondern auch beim Betrieb. Auch der muss das nachweisen können. Da gibt es immer wieder Fälle, die da Eigentore schießen, wie z.B. als Student gemeldet und behaupten, vollberuflich gearbeitet zu haben. Oder: Das Gehalt muss auch tatsächlich geflossen sein und im Betrieb verbucht worden sein. Entsprechend müssen auch die Abgaben durch den Betrieb gezahlt worden sein. Das sind nur einige wenige Aspekte. Dann sagst Du, eine Berufsschule hast Du nicht besucht. Hast Du das nicht nötig? Berufsschulstoff ist ein wesentlicher Teil der Prüfung. Bist Du da sicher, dass Du das alles kannst? Sozialversicherungen, Kaufrecht, Lohnabrechnung, geldwerter Vorteil, und, und, und.
Du merkst, ich bin wenig begeistert von Deinem Weg. So würde ich mein Berufsleben nicht beginnen. Mensch, denke doch mal nach! Du beginnst Dein Berufsleben gleich mit einer halbseidenen Ausbildung. Das geht oft nicht gut. Aber, Du entscheidest, ich wüsste, das ich diesen Weg nicht gehen würde. Ich würde eine gute Ausbildung machen, mit Abi 2 Jahre und danach studieren. Punkt.
Insgesamt musst Du nach meiner Einschätzung damit rechnen, nicht zur Pferdewirtprüfung zugelassen zu werden. Jetzt kennst Du meine private Meinung.
erstmal ein Kompliment – die Seite ist wirklich super informativ und beantwortet schon sehr viele Fragen.
Ich habe aber nun doch noch etwas auf das ich bisher keine Antwort gefunden habe:
Wie lange dauert es in der Regel ungefähr bis man Bescheid bekommt ob man als „Quereinsteiger“ zur Prüfung zugelassen wird?
Gibt es keine offizielle Seite auf der die Prüfungstermine des jeweiligen Jahres für die einzelnen Bundesländer veröffentlicht werden?
Ich habe meinen Antrag für die Fachrichtung Pferdehaltung und Service für Baden Württemberg an das RP Karlsruhe geschickt, dort steht aber leider nicht wann genau die Prüfung stattfinden würde.
Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen =)
Natürlich sollst Du Dich freuen. Deshalb hier meine Antwort.
Zunächst spielt der Termin überhaupt keine Rolle, denn Du benötigst erst die Zulassung zur Abschlussprüfung. Die muss nicht mit einem Prüfungstermin versehen sein.
Wenn Du die Zulassung zur Abschlussprüfung in der Tasche hast, dann gilt diese meist zwei Jahre. In dieser Zeit musst Du dann die Abschlussprüfung machen. DU musst Dich jetzt mit der Zulassung in der Tasche bei der Zuständigen Stelle, bei Dir RP Karlsruhe, zur Prüfung anmelden. Auf die Teilnahme zur Prüfung hast Du einen Rechtsanspruch, weil die Zulassung ausgesprochen wurde. Die Zuständige Stelle darf aber entscheiden, ob Du im Sommer oder im Winter geprüft wirst. Das ist auch richtig so, da Du ja extra kommst und die Zuständige Stelle ein wenig mit der Prüfungskapazität jonglieren muss.
In aller Regel werden immer Prüfungen im Juli (Ausbildungsende 31.7.) und Januar (Ausbildungsende 31.1.) stattfinden. Manchmal übrigens wird eine Prüfungszulassung von der Teilnahme der Zwischenprüfung ( oft im Frühjahr/Frühsommer) abhängig gemacht, damit die Prüfer in der Abschlussprüfung keine für Pferd und Prüfling gefährliche Situationen erleben. Ich weiß als Prüfer, das das durchaus mal hilfreich für alle sein kann. Nicht alle, die sich zur Prüfung anmelden, sind wirklich vorbereitet auf das, was sie erwartet.
Kurz und gut, rede mit den Ausbildungsberaterinnen der Zuständigen Stelle, die wollen Dir nichts böses, die sind ganz nett da.
Wenns noch Fragen gibt, dann weißt Du wie Du mich findest.
Kompliment für die tolle Seite. Ich habe dennoch eine Frage zum Thema Quereinsteiger und externe Prüfung:
Meine Tochter möchte Pferdewirtin / klassisches Reiten lernen (eigentlich). Hat jetzt einen „Arbeitsplatz“ mit Unterrichtung durch den Arbeitgeber angeboten bekommen um dann die Prüfung ablegen zu können. Meiner Ansicht nach zielt das klar auf das Thema billige Arbeitskraft ab.
Wenn sie wirklich diesen Weg gehen möchte, wie kann sie sich selbst und mit welchen mitteln, vernünftig auf die Prüfung vorbereiten ?
klare Frage und klare Antwort: Gar nicht!
Es ist gruselig immer wieder bei Prüfungen erleben zu müssen, wie junge Leute von derartigen Verbrechern über das Ohr gehauen werden und es erstaunt mich immer wieder gewaltig, wie wenig Wissen rund um eine Ausbildung bei den Azubis vorherrscht.
Wer ungelernte Arbeit leistet, und das würde Deine Tochter tun, darf keine Berufsschule besuchen und natürlich auch keine überbetrieblichen Lehrgänge. Sollte Deine Tochter dann mit 4,5 Jahren zur Prüfung zugelassen werden, dann muss sie die gesamte Prüfung und den Prüfungslehrgang bezahlen. Wir reden hier über ca. 3.000 bis 4.000 EUR.
Ohne Berufsschule wird es in der Prüfung eng und noch etwas ist ein ganz wesentlicher Mangel: Deine Tochter hat keinen Kontakt zu anderen Azubis und weiß überhaupt nicht, wie sie sich einschätzen soll. Da diese Ausbeuter, die eine sog. Quereinsteigerlehre anbieten nur ein Ziel haben, nämlich eine billige Arbeitskraft, findet so gut wie keine Ausbildung statt, geschweige denn es sind geeignete Lehrpferde vorhanden. Hinzu kommt, dass diese Betriebe meist nicht von einem Pferdewirtschaftsmeister geleitet werden und deren Reiten und Fachwissen eher rudimentär ist. Entsprechend schlagen diese Azubis nach ganzen 4,5 Jahren Schuften im Betrieb auf und glauben tatsächlich, wie sollen sie sich auch einschätzen können, reiten zu können und auch noch in der Theorie überleben zu können, weil so viel wie ihre Chefs, das wissen sie auch. Kunststück, wenn der Chef nichts drauf hat, dann ist das Gefälle halt nicht so groß.
Ja, und dann solltest Du hier als Vater auch Deine Aufsichtspflicht walten lassen, denn Du musst kontrollieren, ob Deine Tochter denn auch für jede! geleistete Stunde auch den Mindestlohn verdient und diesen Betrag dann sozialversichert und versteuert. Ach ja, Kindergeld bekommst Du dann auch nicht. Leicht könnte das alles auch auf Schwarzarbeit herauslaufen, denn diese komischen „Ausbildungsbetriebe“ zahlen weder einen Mindestlohn noch die entsprechenden Sozialversicherungen. Spätestens wenn Deine Tochter einen Arbeitsunfall hat oder länger krank ist, dann ist das Elend groß! Krankengeld, Unfallgeld, eventuell Unfallrente, Umschulung, alles auf Minilohnbasis. Und im Alter kommt es ganz dicke, denn so ein Minilohn gibt auch eine Minirente. Hallo Armut!
Bitte, tue Deiner Tochter und Dir nur einen riesigen Gefallen: Finger weg von solchen Verbrechern! Du merkst ich rede hier Klartext.
Genau das ist auch mein Standpunkt. Daher wird meine Tochter auch weiter nach einer Ausbildungsstelle suchen. Ich bin nur am überlegen, diesen Reitstall bei der zuständigen Kammer und dem Arbeitsamt zu melden. Da der Reitstall immer noch „offiziell“ nach Azubis sucht, was nach näherer Betrachtung ja nicht stimmt.
Ich halte einen Hinweis an die Zuständige Stelle für eine gute Idee.
Eure Erfahrung zeigt übrigens, wie wichtig es ist, wenn sich Berufsanfänger in einer Gewerkschaft organisieren, damit wir uns vor solchen „Ausbildern“ schützen können, denn die Gewerkschaft berät und vertritt ihre Mitglieder notfalls auch vor Gericht. Nur mit einem Rechtsschutz sind Azubis nicht hilflos ihren Chefs ausgeliefert. Und solche Arbeitgeber, wie es sie im Pferdebereich nicht so selten gibt, lernen nur, wenn es finaziell weh tut.
C. (dem Admin bekannt) sagt:
seit Jahren verfolge ich ihr großes Engagement angehenden Pferdewirten/ Meistern zu helfen und finde es absolut großartig!
Ich bräuchte ebenfalls mal ein wenig Unterstützung in diesem Bereich und ich hoffe sehr das Sie mir auch weiterhelfen können.
Als junge Frau lernte ich erst Erzieherin dann arbeitete in einigen Grand Prix Ställen als Reiterin/ Reitlehrerin.
Dann machte ich den Trainer C und B und absolvierte eine Reittherapeuten Ausbildung ( nicht beim Kuratorium).
Seid vielen Jahren biete ich:
•Reitunterricht auf Schulpferden
•Beritt und Unterricht für Einsteller
•Ausbildungslehrgänge zum Reitherapeuten
Wie könnte ich den Quereinstieg als Pferdewirtin Schwerpunkt Reiten angehen oder wie könnte ich die Meisterprüfung in Zucht& Haltung bewerkstelligen? Vielleicht auch deshalb da ich viele Anfragen zur Ausbildung habe!
Vielen Dank für Ihre Antwort, viele Grüße,
ich habe mal Deinen Namen verändert. Die grundlegenden Bedingungen zu einer Abschlussprüfung ohne Berufsausbildung sind im § 45.2 Berufsbildungsgesetz (s. „Gesetzliche Grundlagen“ oben als Reiter) geregelt. Dein Ansprechpartner, der Dich zulassen muss, ist die sog. Zuständige Stelle Deines Wohnortes (s. „Zuständige Stellen“). Was Du zur Abschlussprüfung alles wissen musst, das findest Du in der Verordnung Pferdewirt („Gesetzliche Grundlagen“). Die Meisterverordnung findest Du auch dort. In dieser Meisterverordnung steht auch, wie Du zur Prüfung ohne Berufsausbildung zugelassen werden kannst.
In Deiner Zuschrift steht noch die alte Bezeichnung Zucht&Haltung, die gibt es nicht mehr, also ein Grund sich mit den aktuellen Bestimmungen zu beschäftigen.
Grundsätzlich kann ich aus vielen Zuschriften ersehen, dass viele Interessenten für eine Sonderzulassung zur Prüfung nicht sehen, dass eine vorherige Berufstätigkeit im Beruf verlangt wird, genau mindestens die 1,5 fache Zeit der Berufsausbildung. Und Berufstätigkeit bedeutet immer hauptberuflich und sozialversichert. Im Falle einer Selbstständigkeit musst Du die entsprechenden Steuernachweise vorlegen. Bitte bedenke, dass Amateurausbildungen, so z.B. von der FN, keine Berufstätigkeit nachweisen. Egal wie gut Amateure sind, die können keine Berufstätigkeit nachweisen. Deine genaue Situation musst Du im persönlichen Gespräch mit der Zuständigen Stelle erörtern. Weiterhin unterschätzt wird oft, dass Du ja eine ganz reguläre Abschlussprüfung machen musst und die beinhaltet auch Anatomie, Physiologie, Fütterung, Berechnungen und Wirtschaft und Soziales. Alles was da in der Verordnung steht, kann drankommen, sowohl praktisch, im Fachgespräch oder in einer Klausur.
Falls Du gleich die Meisterprüfung anstrebst, dann mache Dir klar, dass das heute im Rahmen von Projekten geprüft wird. Die gesamte Prüfungszeit kann schon zwei Jahre dauern und Du solltest die Möglichkeit haben, die beiden Projekte auch in einem Betrieb zu machen.
Du findest hier auf dieser Seite zahlreiche Zuschriften und meine Infos, kannst aber auch noch in das oben liegende Suchfeld mal das Stichwort 45.2 eingeben. Dann findest Du noch weit mehr.
Ich denke, Du hast jetzt erst mal jede Menge Infos, die Dir weiterhelfen könnten. Wenn nicht, melde Dich einfach wieder.
23. November 2017 um 19:12
Ihre Seite finde ich sehr informativ und hätte auch eine Frage zum Thema Quereinsteiger.
Ich habe eine zweijährige Umschulung zum Pferdewirt Haltung und Service gemacht und würde gerne noch die Fachrichtung Klassische Reitweise dazu erwerben. Da die finanzielle Lage ein weiteres Azubi-Jahr nicht zulässt ziehe ich den Weg des Quereinsteigers in Betracht. Muss ich trotz meiner bereits erwobenen Ausbildung zum Pferdewirt die 4,5 Jahre abarbeiten (wenn ja, kann ich due 2-jähroge Ausbildung antechnen lassen) oder besteht hier die Möglichkeit diese Zeit zu verkürzen?
Vielen Dank schon einmal für ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen,
24. November 2017 um 12:06
Gerne schreibe ich Dir meine Meinung. Aber Du musst wissen, das endgültig nur die Zuständige Stelle Deines Bundeslandes, in dem Du jetzt gemeldet bist, die Zulassung zur Prüfung vornimmt.
Du bist Pferdewirtin in einer Fachrichtung. Egal welcher. Du willst Pferdewirtin in einer weiteren Fachrichtung werden und deshalb diese Prüfung ablegen.
Die Verordnung Pferdewirt sagt ganz klar, dass zwischen den verschiedenen Fachrichtungen des Pferdewirtes genau ein Jahr Ausbildung liegen.
Da Du natürlich nicht als Pferdewirtin wieder als billige Auszubildende schafften möchtest, hast Du Dich genau richtig entschieden, die zweite Fachrichtung als Quereinsteigern nach § 45.2 zu machen. Der Paragraf sagt, dass Du die 1,5fache Zeit vorweisen musst. Also: 1 Jahr Ausbildung x 1,5, sind 1,5 Jahre im Beruf Pferdewirt in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung. Danach hast Du das Recht, an der Prüfung teilzunehmen.
Jetzt aber noch eine persönliche Anmerkung aus der Erfahrung eines langjährigen Prüfers: Die Anforderungen im Reiten werden von Pferdewirten in der Fachrichtung H&S oft völlig unterschätzt. Gefordert wird nicht Reiten auf ausgebildeten Pferden mit einer sicheren Hilfengebung sondern Ausbildung von Pferd und Reitern in der Klasse L in der Dressur und im Springen. Ohne eine wirkliche reiterliche Ausbildung auch jetzt noch wird das oftmals eng. Über Dein Reiten kann ich nichts sagen, aber eine jetzige Stelle, in der Du vielleicht nur 1 oder 2 Stunden Reitunterricht bekommst, wird nicht reichen. Du brauchst einen guten Berufsausbilder, der selber auch Pferdewirte in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung ausbildet und Erfahrung besitzt. Wenn Du da als Arbeitsmaus so vor Dich hinarbeitest, ein wenig Unterricht gibst, mal ein paar Pferde ohne Korrektur reitest, dann ist das Unternehmen zum Scheitern verurteilt. Dann passiert genau das, dass uns Prüfern eine ganz ganz nette, fleißige junge Frau gegenübersitzt und wir ihr einfach nur sagen müssen, ansich sind sie talentiert, aber können mangels Übung und Unterricht die Prüfung nicht bestehen. Das ist für alle sehr traurig. Und wenn das Prüflinge aus H&S sind, die extra ein Jahr länger in ihrem Betrieb als billige Auszubildende geackert haben, umso mehr.
Kurz und gut, ohne geeigneten Betrieb wird das Unternehmen oft nicht gelingen.
Aber, Du machst das sicher richtig. Eine weitere Qualifizierung im Beruf zahlt sich letztlich immer aus!
24. November 2017 um 16:25
Auf die Idee, diese Regelung auf die mir bleibende Ausbildungszeit umzumünzen wäre ich gar nicht gekommen!
Den Hinweis auf den passenden Betrieb finde ich zu recht angebracht, ich kann zum Glück behaupten, dass ich da swhr gut untergekommen bin und seit Beginn meine H&S Lehre täglich Qualifizierten Reitunterricht auf verschiedenen Pferden bekomme, eben in Hinblick auf die Klassische Reitausbildung.
Ach da hätte ich direkt eine zweite Frage, wenn ich ins Ausland gehen würde, für ca 6 Monate zum Beispiel, um dort als Reiter zu arbeiten, kann ich das genauso anrechnen lassen auf die 1,5 Jahre?
24. November 2017 um 17:58
Natürlich. Auslandserfahrung ist immer gut. Es muss Vollzeit sein und sozialversichert. Ideal wäre, wenn Du am Schluss ein Arbeitszeugnis bekommst, in dem steht, dass Du eine Arbeit mit der Qualifikation EQR 4 gemacht hast. Das ist das Pferdewirtniveau. Sowohl die Sozialversicherung als auch die Beschreibung mit dem EQR ist in Europa problemlos. Außerhalb der EU ist das schwierig, da würde ich an Deiner Stelle unbedingt vorher mit der Zuständigen Stelle reden, ob die das anerkennen würden.
Für Dich ist aber wichtig, dass das Reiten unter Aufsicht nicht zu kurz kommt.
24. November 2017 um 19:44
Danke für ihre Hilfe! Das bringt mich in meiner Entscheidungsfindung erheblich weiter!
16. Juni 2018 um 10:49
Ich bin im Internet auf Ihre sehr informative Webseite gestossen.
Mein Mann (60) ist Chilene. Wir haben zusammen 15 Jahre in Chile gelebt, wo er einen kleinen Pferdebetrieb hatte. Er hat Ausritte und Exkursionen mit Touristen durchgeführt, seine Pferde betreut, teilweise auch gezüchtet und alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Haltung der Pferde gemacht. Er hat seine Pferde auch selber trainiert.
Aus familiären Gründen musste ich vor eineinhalb Jahren zurück nach Deutschland, und mein Mann ist mitgekommen.
Nun möchte er gerne hier in Deutschland mit Pferden arbeiten. Das tut er auch, als Pferdepfleger derzeit.
Daneben suchen wir aber nach Qualifizierungsmöglichkeiten.
Im Forum habe ich gelesen, dass es unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, eine externe Prüfung als Pferdewirt zu machen.
Wo kann ich die genauen Bedingungen nachlesen (wir wohnen in Bayern). Und, falls eine externe Prüfung genehmigt werden würde, gibt es Literatur und/oder Prüfungsvorbereitungs-Unterlagen? Denn einige Theorie-Kenntnisse müsste er sicher noch lernen, da vieles auch länderspezifisch ist.
Vielen Dank für Ihre Mühe und nochmals Glückwünsche zu Ihrer Seite!
über die Grundsätze der Externenprüfung kannst Du Dich hier im oben stehenden Artikel informieren. Oben im Menü findest Du unter „Gesetzliche Grundlagen“ das Berufsbildungsgesetz (§ 45.2 Externenprüfung) sowie die Verordnung zum Beruf Pferdewirt/in.
Über die Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die sog. Zuständige Stelle, bei Dir die in Bayern. Die Adresse findest Du im übrigen Menü „Zuständige Stellen„.
Wenn die Zuständige Stelle die Zulassung zur Abschlussprüfung ausspricht, dann ist Dein Mann ein ganz normaler Prüfling, wie alle anderen auch. Warum schreibe ich das? Ganz einfach, weil dann die Aufgaben in Deutsch gestellt und in Deutsch bearbeitet werden müssen, weil dann nach den üblichen Methoden in Deutschland die Pferde ausgebildet, trainiert und behandelt werden müssen und natürlich auch Kenntnisse über die Deutsche Pferdezucht verlangt werden. Ohne Frage gehören dann auch Kenntnisse und Qualifikationen über Gesetze (Tierschutzgesetz, Kaufrecht, Sozialversicherungen, Haftpflicht, Arbeitssicherheit, usw.) dazu. Fehlerfreie Texte bezüglich der Rechtschreibung verlangt kein Prüfer.
In der Verordnung zum Beruf Pferdewirt findest Du genaue Angaben, was Inhalt der Berufsausbildung sein muss und was in der Prüfung verlangt werden kann. Insofern kann es keine Überraschungen geben.
Sicher hast Du schon mitbekommen, dass der Beruf Pferdewirt/in in Fachrichtungen ausgebildet und geprüft wird. Das bedeutet, dass Ihr Euch auch auf eine Fachrichtung konzentrieren müsst, in der dann die Prüfung erfolgt. Welche Inhalte in welcher Fachrichtung ausgebildet werden, steht in der Verordnung zum Beruf Pferdewirt/in.
Ohne überhaupt Einzelheiten von Euch zu kennen, unterschätzt nicht den Vorbereitungsaufwand, um erfolgreich die Prüfung ablegen zu können. Rechne mal mit mindestens 1 Jahr oder mehr! Das wird ein richtiges Projekt, das ist mit einmal zur Prüfung erscheinen nicht getan. Aber das ist Dir sicher klar. Da wir uns nicht kennen, schreibe ich das vorsichtshalber.
Lasse mich Dir noch einen Rat geben: Macht einen großen Bogen um diese ganzen privaten „Ausbildungen“, denn das sind einfach nur Mickey Mouse- Zeugnisse, die nicht anerkannt werden. Eines ist sicher, die kosten richtig Geld und bringen nichts. Manchmal habe ich den Eindruck, hier handelt es sich um Gelddruckmaschinen und nicht um Ausbildungsstätten.
17. Juni 2018 um 22:13
Vielen Dank für die ausführliche Info und die weiterführenden Links.
Ja, wir haben uns schon gedacht, dass das kein kurzfristiges Projekt werden wird.
Aber nun werden wir uns erst einmal mit der zuständigen Stelle in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter.
ich habe deine Seite und diverse Kommentare mit großem Interesse gelesen und würde auch gern von deinem Wissen profitieren 😉
Noch mal fürs Verständis:
1. Wenn man nicht hauptberuflich als ungelernter Pferdewirt für 4,5 Jahre gearbeitet hat, ist es sinnvoller eine offizielle Ausbildung, welche dann mit Abitur 2 Jahre dauern würde anzustreben, als Quereinsteiger zu werden?
2. Wenn man die Prüfung zum Pferdewirt als Quereinsteiger ablegt muss man diese selbst bezahlen und die Kosten belaufen sich auf 3000€?
Ich habe nach dem Abitur 1 Jahr „Vollzeit auf Honorarbasis“ in einem Pferdewirtschaftsmeisterbetrieb gearbeitet und junge Pferde von Null bis Dressur und Springen auf gutes M Niveau ausgebildet und auch Reitstunden erteilt, Verkaufsgespräche geführt und was so dazu gehört, wurde dabei so eingeschätzt, dass ich eine Prüfung zum Pferdewirt THEORETISCH machen könnte.
Danach habe ich mein Studium der Veterinärmedizin aufgenommen und nur noch nebenbei im selben Betrieb weitergearbeitet.
Jetzt wo meine Approbation fast geschafft ist, ärgere ich mich, dass ich keine Qualifikation im Reiterlichen Bereich habe, da ich mich gern als Tierarzt im Pferdebereich spezialisieren würde und dafür eine Qualifikation hätte, meinen Kunden zu vermitteln, ich habe nicht nur Ahnung von Anatomie und Viren, sondern kann auch beurteilen, welche Erkrankungen durch falsches Reiten verursacht werden. Gern würde ich meine tierärztliche Tätigkeit mit Beritt und Unterricht verbinden.
Einfach Beritt anzubieten ohne Qualifikation ist mir aber auch „zu blöd“.
Eine Prüfung zu Pferdewirt als Quereinsteiger kommt entsprechend für mich nicht in Frage, da ich keine sozialvericherte hauptberufliche Arbeit geleistet habe.
Meine Frage also: Was gibt es für andere sinnvolle Alternativen?
Ich habe mich bereits über Trainerscheine informiert (Kosten ja auch 1000€ pro Schein), oben habe ich etwas über „Amateurprüfungen“ gelesen?
Ich hoffe meine Frage ist nicht zu speziell, vielleicht sind die von mir angesprochenen Themen aber doch interessant.
17. Juli 2018 um 12:27
es ist richtig, dass eigentlich nur eine zweijährige Ausbildung für Dich in Frage kommt, wenn Du Pferdewirt werden möchtest.
Lasse uns doch mal zusammen etwas überlegen:
Ich finde es gut, dass Du als Tierärztin auch einen Berufsabschluss im Pferdebereich haben möchtest. Diese Kombination ist immer sinnvoll und schafft Alleinstellungsmerkmal.
Nach dem Studium direkt eine Lehre zu Pferdewirt zu machen ist keine gute Idee. Du kommst als Tierärztin nicht in den Beruf und Du bekommst nur wenig Geld für Deine Ausbildung. Hinzu kommt, dass es wahrscheinlich viele Betriebe gut finden, dass Du eine hochwertige Arbeit für ganz wenig Geld ablieferst. Die Erfahrung zeigt, dass ein Großteil der Betriebe dann „vergisst“ Dich auszubilden. Also mein Rat: Finger weg von einer Berufsausbildung zu diesem Zeitpunkt!
Dennoch willst Du, und das ist richtig, Profi im Umgang mit dem Pferd neben dem TA sein. Da gibt es eine Möglichkeit. Mit dem TA in der Tasche und einem beruflichen Nachweis, dass Du Pferde und nicht Kleintiere behandelst, kannst Du von der Zuständigen Stelle zur Pferdewirtschaftsmeisterprüfung zugelassen werden. Die ist ja mittlerweile Projektorientiert und kann neben dem Beruf gemacht werden. Damit dieser Weg geht, mache einen Termin bei der für die Berufsausbildung Zuständigen Stelle und bespreche mit den Ausbildungsberatern, welche genauen Voraussetzungen Du erfüllen musst, um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden. Die Zuständige Stelle gibt es in jedem Bundesland und es ist die für Dich zuständig, in dem Bundesland Du wohnst. (Adressen findest Du oben unter „Zuständigen Stellen“. Ebenso die Verordnung zur Meisterprüfung unter „Gesetzliche Grundlagen“.
Ich würde Dir, das ist eine ganz persönliche Einschätzung, den Weg über die Meisterprüfung empfehlen. TA und Meister, eine gute Kombi. Immerhin hat der meister das Bachelorlevel.
Andere Wege über die Trainerschiene sind zwar nicht schlecht, aber eben Amateurprüfungen und keine Profiprüfungen. Derartige Amateurprüfungen werden im Beruf keinesfalls anerkannt, weder als veterinärmedizinische Fortbildung, noch bei beruflichen und universitären Ausbildungen. Ich meine: Wenn, dann richtig.
Wie gesagt, das ist meine private Meinung nach ein ganz wenig Erfahrung im Beruf. Das letzte Wort hat immer die Zuständige Stelle. Die muss Dich zu einer Prüfung zulassen und nur dann hast Du die Garantie, dass dieser Weg so gelingt.
16. Dezember 2018 um 08:46
Ich würde gerne wissen, ob Sie denken dass es möglich ist unter folgenden Voraussetzungen zur Externenprüfung zugelassen zu werden:
Ich bin mittlerweile Mitte 30, habe damals meine Ausbildung im zweiten Jahr in der Verwaltung für ein Studium abgebrochen, das Studium allerdings auch nicht beendet. Zu Studienzeiten habe ich nebenbei im Stall gejobbt, darüber gibt es keinen Nachweis. Allerdings bin ich mittlerweile in diesem Pferdehaltungsbetrieb seit etwa knapp 3 Jahren sozialversicherungspflichtig fest Angestellt, leider aber nur in Teilzeit für 70 Stunden im Monat. Es ist aber meine berufliche Hauptbeschäftigung, ich habe keine weitere Arbeitsstelle. Dort erledige ich alle rund ums Pferd anfallende Arbeiten, wie misten, füttern, Grünflächenpflege, Krankenversorgung, Futtermittel beschaffen usw. Da ich in meinem Alter noch gar keine abgeschlossene Berufsausbildung besitze, strebe ich die Fachrichtung Haltung und Service an. Ist es trotz Teilzeitarbeit möglich zugelassen zu werden? Bzw wie kann ich zusätzlich meine Qualifikationen zur Zulassung noch verbessern ?
für Deinen etwas „krummen“ beruflichen Lebenslauf ist die Prüfung nach §45.2, die Externenprüfung, gemacht. Nach ein paar Zick-Zack- Kurven hast Du die Möglichkeit, in die Zielgerade einer geregelten Berufsausbildung einzubiegen. Ich finde es gut, dass Du diesen Weg gehen willst.
Ich kann Dir natürlich keine verbindliche Auskunft geben. Ganz sicher ist aber, dass die Zuständige Stelle ( http://pferdewirtpruefung.de/wordpress/?page_id=12 ), die alleine die Zulassung aussprechen kann, in zwei Richtungen entscheiden kann: Na, ja, die Zeiten sind knapp, aber Du kannst zur Prüfung oder Nee, nee, die Zeiten sind zu gering, da musst Du noch ein Jahr warten. Also das Ergebnis kann so oder so ausgehen, egal wie, Du darfst dann bei einer möglichen Absage zum jetzigen Zeitpunkt nicht böse sein.
Egal, ob Du schon rasch zur Prüfung zugelassen wirst oder noch eine Wartezeit genannt bekommst, schaue Dir genau an, was in der Verordnung zum Pferdewirt ( http://www.gesetze-im-internet.de/pfwirtausbv_2010/ ) steht und hinterfrage genau, welche Teile Du noch nacharbeiten musst. Unterschätze bitte nicht ein Fach wie WiSo, die Anatomie und Pathologie und dann in der Praxis z.B. den Umgang mit einem Pferdeanhänger oder das Longieren. Auch wirst Du sicher aufs Pferd müssen bzw. ein Pferd anspannen müssen. Wenn Du feststellt, das benötigt noch Vorbereitungszeit, obwohl Du schon zur Prüfung zugelassen wurdest, Du hast schon den Einfluss, die Prüfung ein halbes oder ein ganzes Jahr zu verschieben.
Dein Weg muss Dich jetzt zur Zuständigen Stelle Deines Bundeslandes führen und mit den dortigen Ausbildungsberatern/innen musst Du die Details in Ruhe besprechen. Gehe mal davon aus, dass Dein Antrag auf Zulassung zur Prüfung durchaus wohlwollend geprüft wird, das Ergebnis, wenn Du gerecht urteilst, so oder so ausfallen kann.
Für Dich ein Frohes Weihnachtsfest und bleibe am Ball auf dem Weg zur Pferdewirtin!
Schreibe einen Kommentar zu N.B. Antworten abbrechen

References: § 45
 § 45
 § 45
 § 45
 § 45
 § 45
 § 45
 § 45
 §45