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Timestamp: 2019-07-16 15:35:46+00:00

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BGH, 26.09.2006 - VI ZR 247/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,829
BGH, 26.09.2006 - VI ZR 247/05 (https://dejure.org/2006,829)
BGH, Entscheidung vom 26.09.2006 - VI ZR 247/05 (https://dejure.org/2006,829)
BGH, Entscheidung vom 26. September 2006 - VI ZR 247/05 (https://dejure.org/2006,829)
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BGB § 249, 254
Erörterung einer Pflicht zum Abwarten einer Regulierungsbereitschaft des Haftpflichtversicherers des Unfallgegners vor der Inanspruchnahme der eigenen Vollkaskoversicherung hinsichtlich eines Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht; Rückstufung des Geschädigten in der Vollkaskoversicherung als Folge seines unfallbedingten Fahrzeugschadens; Haftung des Schädigers auch bei nur anteiliger Schadensverursachung für den Rückstufungsschaden
Verkehrsrecht - Schadensersatz für die Kosten der Rückstufung.
Regulierungsbereitschaft des Haftpflichtversicherers: Abwarten?
Verkehrsrecht - Unfall und Einschaltung der Vollkaskoversicherung
Autounfall: Mithaftender Unfallgeschädigter lässt seinen Fahrzeugschaden von seiner Vollkaskoversicherung regulieren
Unfallschadensregulierung - Weitere Entscheidung des BGH zum Rückstufungsschaden
Prämiennachteile als unfallbedingter Schaden (RA Christian Tomson)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.09.2006, Az.: VI ZR 247/05 (Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung vor Mitteilung über Regulierungsbereitschaft des Haftpflichtversicherers des Unfallgegners)" von RA Dr. Martin van Bühren, original erschienen in: NJW 2007, 67.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.09.2006, Az.: VI ZR 247/05 (Prämiennachteile als unfallbedingter Schaden)" von RA Christian Tomson, original erschienen in: VersR 2007, 923 - 925.
AG Mainz, 10.12.2004 - 70 C 34/04
LG Mainz, 26.10.2005 - 3 S 10/05
NJW 2007, 66
MDR 2007, 268
NZV 2007, 30
VersR 2007, 923
Bei der Prüfung der Zumutbarkeit in den Fällen, in denen sich die gegnerische Haftpflichtversicherung noch gar nicht zur Regulierungsbereitschaft geäußert hat - wie hier bis zum 09.05.2006 -, ist auch zu bedenken, dass nach der Rechtsprechung des BGH im Falle nur anteiliger Haftung des Unfallgegners die Inanspruchnahme der eigenen Kaskoversicherung keinen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht darstellt (BGH zfs 2007, 87, 88).
Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Rückstufung in der Vollkaskoversicherung für den Geschädigten eine Folge seines unfallbedingten Fahrzeugschadens (vgl. Senatsurteile vom 18. Januar 1966 - VI ZR 147/64, BGHZ 44, 382, 387; vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05, VersR 2006, 1139 und vom 26. September 2006 - VI ZR 247/05, VersR 2007, 81 Rn. 8; ebenso BGH, Urteil vom 14. Juni 1976 - III ZR 35/74, VersR 1976, 1066, 1067, insoweit in BGHZ 66, 398 nicht abgedruckt; BVerwGE 95, 98, 102 f.; vgl. zur Gebäudekaskoversicherung Senatsurteil vom 18. Januar 2005 - VI ZR 73/04, VersR 2005, 558, 559).
Die Frage, ob der Schädiger auch bei nur anteiliger Schadensverursachung für den Rückstufungsschaden haftet, hat der erkennende Senat mit Urteilen vom 25. April 2006 (…VI ZR 36/05, aaO) und vom 26. September 2006 (VI ZR 247/05, aaO) bereits bejaht.
Das folgt aus dem Grundsatz, dass eine Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht (vgl. Senatsurteile vom 26. September 2006 - VI ZR 247/05, aaO;… vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05, aaO Rn. 10; vom 19. April 2005 - VI ZR 175/04, VersR 2005, 945, 946; vom 20. November 2001 - VI ZR 77/00, VersR 2002, 200, 201; vom 27. Juni 2000 - VI ZR 201/99, VersR 2000, 1282, 1283 und vom 26. Januar 1999 - VI ZR 374/97, VersR 1999, 862).
In beiden Fällen tritt der Rückstufungsschaden ein mit der Folge, dass in derartigen Fällen der Rückstufungsschaden vom Schädiger unabhängig von dessen Regulierungsverhalten regelmäßig anteilig zu ersetzen ist (vgl. Senatsurteil vom 26. September 2006 - VI ZR 247/05, aaO Rn. 10 mwN).
a) Der Kläger kann sich zur Begründung seines Anspruchs nicht auf die in der Rechtsprechung anerkannten Fälle des Ersatzes des sog. Rückstufungsschadens berufen (vgl. BGH, Urteil vom 26.09.2006 - VI ZR 247/05, VersR 2007, 81 m.w.N.).
Die Klägerin behauptet als zukünftigen materiellen Schaden einen sog. Rückstufungsschaden: Nimmt der Geschädigte - wie im Streitfall die Klägerin - aufgrund des Verkehrsunfalls seine Vollkaskoversicherung in Anspruch und wird er infolgedessen in seiner Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft und mit höheren Prämien belastet, stellt dies für ihn einen unfallbedingten Fahrzeugschaden dar (BGH, Urteil vom 26.09.2006 - VI ZR 247/05, VersR 2007, 81).
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Rückstufung in der Vollkaskoversicherung für den Geschädigten eine Folge seines unfallbedingten Fahrzeugschadens (vgl. BGH 6. Zivilsenat, Urteil vom 26.09.2006, Az.: VI ZR 247/05).
b) Der Feststellungsantrag ist begründet, der aus der Inanspruchnahme der Kaskoversicherung folgende Rabattverlust des Geschädigten beruht auf dem Unfallereignis und ist deshalb als adäquate Folge der Beschädigung des Fahrzeugs vom Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung zu ersetzen (…BGH, a. a. O.; NJW 2007, 66).
Die Rückstufung in der Vollkaskoversicherung für den Geschädigten ist eine Folge des unfallbedingten Fahrzeugschadens (BGH, Urteil vom 26.09.2006, Az. VI ZR 247/05;… Palandt/Heinrichs, BGB, 68. Aufl., § 249 Rn. 37).

References: § 249
 BGH 
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 § 249