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Timestamp: 2019-04-25 14:12:58+00:00

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DAS URANTIA BUCH, Schrift 57. Der Ursprung Urantias
DAS URANTIA BUCH - Schrift 57. Der Ursprung Urantias
Schrift 57. Der Ursprung Urantias
§ 1. Der Andronover-Nebel
§ 2. Das primäre Nebelstadium
§ 3. Das sekundäre Nebelstadium
§ 4. Tertiäres und quartäres Stadium
§ 5. Der Ursprung von Monmatia — Das Sonnensystem Urantias
§ 6. Das Stadium des Sonnensystems
§ 7. Die meteoritische Ära — Das Vulkanische Zeitalter : Die Primitive Planetarische Atmosphäre
§ 8. Stabilisierung der Erdkruste : Das Zeitalter der Erdbeben : Der Weltozean und der Erste Kontinent
57:0.1 (651.1) WENN wir für die Darstellung von Ursprung und Frühgeschichte Urantias Auszüge aus den Archiven Jerusems vorlegen, sind wir angewiesen, die Zeit in der allgemein gültigen Weise zu rechnen—nach dem Schaltjahrkalender von 365 1/4 Tagen pro Jahr. In der Regel werden wir nicht versuchen, exakte Jahreszahlen anzugeben, obwohl diese bekannt sind. Wir wählen die bessere Methode, für die historischen Fakten die nächsten runden Zahlen zu benutzen.
57:1.1 (651.3) Urantia entstand aus eurer Sonne, und eure Sonne ist einer der mannigfaltigen Abkömmlinge des Andronover-Nebels, der einst als Bestandteil der physischen Macht und materiellen Substanz des Lokaluniversums von Nebadon organisiert wurde. Und dieser große Nebel selber hatte seinen Ursprung vor sehr, sehr langer Zeit in der universalen Kraftladung des Raums des Superuniversums von Orvonton.
57:1.5 (652.1) Die Registrierung dieser Bewilligung bedeutet, dass der Kraftorganisator und sein Stab sich von Uversa aus schon auf die lange Reise zu jenem östlichen Raumsektor begeben hatten, wo sie in der Folge mit den langwierigen Aktivitäten zu beginnen hatten, die schließlich zum Erscheinen einer neuen physischen Schöpfung in Orvonton führten.
57:1.6 (652.2) Vor 875 000 000 000 Jahren wurde der gewaltige Andronover-Nebel Nummer 876 926 ordnungsgemäß in Gang gesetzt. Einzig die Gegenwart des Kraftorganisators und seiner Verbindungsleute war vonnöten, um den Energiewirbel auszulösen, der sich schließlich zu diesem gewaltigen Raumzyklon entwickelte. Nach der Auslösung von solchen Nebelrotationen ziehen sich die lebendigen Kraftorganisatoren einfach in rechten Winkeln zu der Ebene der sich drehenden Scheibe zurück, und von da an garantieren die natürlichen Eigenschaften der Energie die allmähliche geordnete Evolution des neuen physischen Systems.
57:1.7 (652.3) Etwa zu diesem Zeitpunkt geht der Bericht über zum Wirken der Persönlichkeiten des Superuniversums. In Wahrheit beginnt die Geschichte an diesem Punkt—gerade um die Zeit, da die Kraftorganisatoren des Paradieses sich zum Rückzug anschicken, nachdem sie die Raum-Energie-Bedingungen für das Wirken der Machtlenker und physischen Überwacher des Superuniversums von Orvonton geschaffen haben.
57:2.1 (652.4) Alle evolutionären materiellen Schöpfungen gehen aus kreisförmigen und gasförmigen Nebeln hervor, und all diese Primärnebel sind während des ersten Teils ihrer gasförmigen Existenz kreisförmig. Mit dem Alter werden sie gewöhnlich spiralförmig, und wenn ihre Tätigkeit der Sonnenbildung zum Abschluss gekommen ist, enden sie oft als Sternhaufen oder gewaltige Sonnen, die von Planeten, Satelliten und kleineren Materiegruppen in verschiedener Zahl umgeben sind und in mancher Hinsicht eurem eigenen winzigen Sonnensystem gleichen.
57:3.2 (653.2) Als die Astronomen jener weit zurückliegenden Ära aus der Nachbarschaft diese Metamorphose des Andronover-Nebels beobachteten, sahen sie genau das, was Astronomen des zwanzigsten Jahrhunderts sehen, wenn sie ihre Teleskope raumwärts richten und im angrenzenden Äußeren Raum die Spiralnebel des gegenwärtigen Zeitalters erblicken.
57:3.3 (653.3) Um die Zeit, als das Maximum an Masse erreicht war, wurde die Gravitationskontrolle über den gasförmigen Inhalt immer schwächer, und es folgte das Stadium des Gasaustritts, wobei das Gas in zwei riesigen, getrennten Armen ausströmte, die ihren Ursprung auf entgegengesetzten Seiten der Muttermasse hatten. Die raschen Umdrehungen des gewaltigen zentralen Kerns verliehen den beiden hinausgeschleuderten Gasströmen bald ein spiralförmiges Aussehen. Abkühlung und spätere Kondensierung von Teilen dieser herausragenden Arme bewirkten schließlich ihr knotiges Erscheinungsbild. Diese dichteren Teile waren gewaltige Systeme und Untersysteme physischer Materie, die, umhüllt von der Gaswolke des Nebels, den Raum durchwirbelten, während die Gravitation des Mutterrades sie in ihrem sicheren Griff hielt.
57:3.5 (653.5) Und gerade das geschah in Andronover vor vielen, vielen Zeitaltern. Das Energierad wuchs und wuchs, bis es seine maximale Ausdehnung erreicht hatte, und als die Kontraktion einsetzte, drehte es sich schneller und schneller, bis schließlich das kritische zentrifugale Stadium eintrat und das große Auseinanderbersten begann.
57:3.7 (653.7) Vor 400 000 000 000 Jahren begann die Rückeroberungsphase des Andronover-Nebels. Viele der nahen, kleinen Sonnen wurden infolge der laufenden Vergrößerung und weiteren Kondensierung des Mutterkerns diesem wiederum einverleibt. Sehr bald hob die Endphase der Nebelkondensation an, jene Periode, die immer der endgültigen Aufspaltung dieser immensen Energie- und Materieansammlungen des Raums vorausgeht.
57:4.2 (654.7) Vor 75 000 000 000 Jahren hatte der Nebel den Höhepunkt seines Sonnenfamilienstadiums erreicht. Dies war der Gipfel der ersten Periode des Verlusts von Sonnen. Die Mehrzahl der so entstandenen Sonnen haben sich seither ausgedehnte Systeme von Planeten, Satelliten, dunklen Inseln, Kometen, Meteoriten und Wolken kosmischen Staubes zugelegt.
57:4.5 (655.1) Vor 10 000 000 000 Jahren begann der quartäre Zyklus Andronovers. Das Temperaturmaximum in der Kernmasse war erreicht; der kritische Kondensationspunkt nahte. Der ursprüngliche Mutterkern erlitt Konvulsionen unter dem doppelten Druck seiner eigenen Spannung zwischen innerer Hitze und Kondensation und der gravitationellen Anziehung des umringenden Schwarms befreiter Sonnensysteme, die zunehmende Flutwellen verursachten. Die Kerneruptionen, die den zweiten Sonnenzyklus des Nebels einleiten sollten, standen kurz bevor. Der vierte Zyklus der Nebelexistenz sollte bald beginnen.
57:4.6 (655.2) Vor 8000 000 000 Jahren begann die ungeheuerliche Enderuption. Nur die äußeren Systeme befinden sich zum Zeitpunkt einer derartigen kosmischen Umwälzung in Sicherheit. Und das war der Anfang vom Ende des Nebels. Diese letzte Sonnenausstoßung erstreckte sich über eine Zeitspanne von fast zwei Milliarden Jahren.
57:4.7 (655.3) Vor 7000 000 000 Jahren erreichte Andronover den Höhepunkt seines Endausbruchs. Das war die Geburtsperiode der größeren letzten Sonnen und der Gipfel der lokalen physischen Störungen.
57:4.8 (655.4) Vor 6000 000 000 Jahren kam das Ende des abschließenden Auseinanderberstens, und eure Sonne wurde als sechsundfünfzigstletzte der zweiten Sonnenfamilie Andronovers geboren. Diese Enderuption des Nebelkerns gebar 136 702 Sonnen, von denen die meisten einsame Sterne sind. Die Summe aller Sonnen und Sonnensysteme, die dem Andronover-Nebel entstammen, beträgt 1 013 628. Die Sonne unseres Sonnensystems hat die Nummer 1 013 572.
5. Der Ursprung von Monmatia — Das Sonnensystem Urantias
57:5.1 (655.6) Vor 5 000 000 000 Jahren war eure Sonne ein vergleichsweise isolierter strahlender Himmelskörper, der die meiste der in der Nähe zirkulierenden Raummaterie an sich gezogen hatte, Überreste des kürzlichen Ausbruchs, der seine eigene Geburt begleitet hatte.
57:5.4 (655.9) Vor 4500 000 000 Jahren begann sich das enorme Angona-System dieser einsamen Sonne zu nähern. Das Zentrum dieses großen Systems bestand aus einem festen und hochgeladenen dunklen Raumriesen, der eine gewaltige Anziehungskraft besaß.
57:5.5 (656.1) Als Angona der Sonne näher kam, wurden in Augenblicken größter Expansion während der Sonnenpulsationen ganze Ströme gasförmigen Materials als gigantische Sonnenzungen in den Raum hinausgeschleudert. Zu Beginn fielen diese flammenden Gaszungen regelmäßig in die Sonne zurück, aber als Angona immer näher heranrückte, wurde der Gravitationssog des gigantischen Besuchers derart mächtig, dass die Gaszungen an bestimmten Punkten auseinanderbrachen und ihre Wurzeln in die Sonne zurückfielen, während die äußeren Abschnitte abgetrennt wurden und nun unabhängige Materiekörper, solare Meteoriten, bildeten, die die Sonne sofort auf eigenen elliptischen Bahnen zu umkreisen begannen.
57:5.6 (656.2) Mit dem Näherrücken des Angona-Systems wurden die ausgestoßenen Sonnenteile größer und größer; immer mehr Materie wurde der Sonne entzogen und zirkulierte als unabhängige Körper im umgebenden Raum. Diese Situation entwickelte sich im Laufe von etwa fünfhunderttausend Jahren bis zu der größten Annäherung Angonas an die Sonne, als die Sonne in Verbindung mit einer ihrer periodischen inneren Konvulsionen teilweise zerbarst und auf gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig enorme Massevolumen austraten. Auf der Angona zugekehrten Seite wurde eine riesige Säule von Solargasen herausgezogen. Sie war an beiden Enden eher zugespitzt, wies in ihrer Mitte eine ausgeprägte Ausbuchtung auf und entzog sich für immer der unmittelbaren Gravitationskontrolle der Sonne.
57:5.7 (656.3) Aus dieser gewaltigen, nun von der Sonne getrennten Säule von Solargasen entwickelten sich in der Folge die zwölf Planeten des Sonnensystems. Der durch Rückwirkung erfolgende Gasaustritt auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne in Gezeitenharmonie mit der Ausstoßung des gigantischen Ahnen des Sonnensystems hat sich seither zu den Meteoriten und zum Raumstaub des Sonnensystems kondensiert, wenn auch viel, sehr viel von dieser Materie später, als das Angona-System sich in den Fernen des Raums verlor, von der Sonnengravitation wieder eingefangen wurde.
57:5.9 (656.5) Bald bildeten sich die fünf inneren und die fünf äußeren Planeten in Kleinstformat ausgehend von den sich abkühlenden und kondensierenden Kernen in den weniger massiven, spitz zulaufenden Enden der gewaltigen Gravitationsausbuchtung, die Angona der Sonne mit Erfolg entrissen hatte, während Saturn und Jupiter aus den massigeren und bauchigen mittleren Abschnitten hervorgingen. Die mächtige Anziehungskraft von Jupiter und Saturn riss das meiste Angona geraubte Material an sich, wovon die rückläufige Bewegung einiger ihrer Satelliten zeugt.
6. Das Stadium des Sonnensystems
57:6.3 (657.6) Wenn die Gezeitenreibungen des Mondes und der Erde einmal ausgeglichen sind, wird die Erde dem Mond stets dieselbe Hemisphäre zuwenden und der Tag und der Monat werden identisch sein—etwa siebenundvierzig Tage betragen. Wenn einmal eine solche Stabilisierung der Umlaufbahnen erreicht ist, werden die Gezeitenreibungen in entgegengesetzter Richtung wirksam werden, indem sie den Mond nicht mehr von der Erde wegstoßen, sondern den Satelliten schrittweise zum Planeten heranziehen werden. Und wenn sich dann der Mond in dieser weit entfernten Zukunft der Erde bis auf ungefähr achtzehntausend Kilometer angenähert hat, wird er unter ihrer Gravitationswirkung zerspringen, und diese durch Gezeiten und Gravitation verursachte Explosion wird ihn zu kleinen Partikeln zertrümmern, die sich möglicherweise als saturnähnliche Materieringe um die Erde legen oder allmählich als Meteorite auf sie herabgezogen werden.
7. Die meteoritische Ära — Das Vulkanische Zeitalter : Die Primitive Planetarische Atmosphäre
57:7.2 (659.1) Vor 2 000 000 000 Jahren begann die Erde, den Mond deutlich zu überrunden. Der Planet war immer größer als sein Satellit gewesen, aber es hatte zwischen ihnen kein so bedeutender Größenunterschied bestanden bis ungefähr zu der Zeit, als die Erde sich gewaltige Raumkörper einverleibte. Urantia besaß damals etwa ein Fünftel seiner gegenwärtigen Größe und war groß genug geworden, um die primitive Atmosphäre festzuhalten, die infolge des Elementenkampfes im Spannungsfeld zwischen heißem Erdinnern und sich abkühlender Kruste zu erscheinen begann.
57:7.3 (659.2) Ausgesprochene Vulkantätigkeit geht auf diese Zeit zurück. Die Hitze im Erdinneren erhöhte sich ständig durch das immer tiefere Absinken der radioaktiven oder schwereren Elemente, die von den Meteoriten aus dem Raum hereingebracht wurden. Das Studium dieser radioaktiven Elemente wird enthüllen, dass Urantia an seiner Oberfläche über eine Milliarde Jahre alt ist. Die Radiumuhr ist euer verlässlichster Chronometer zur wissenschaftlichen Schätzung des Planetenalters, aber alle derartigen Schätzungen liegen zu kurz, weil sämtliches eurer Beobachtung zugängliche radioaktive Material von der Erdoberfläche stammt und folglich Urantias relativ kürzliche Erwerbung dieser Elemente darstellt.
57:7.4 (659.3) Vor 1 500 000 000 Jahren war die Erde auf zwei Drittel ihrer heutigen Größe angewachsen, während sich der Mond seiner jetzigen Masse näherte. Der rasch wachsende Größenunterschied zwischen Erde und Mond befähigte jene, ihrem Satelliten langsam die wenige Atmosphäre zu rauben, die er ursprünglich besaß
57:7.5 (659.4) Die vulkanische Tätigkeit erreicht jetzt ihren Höhepunkt. Die ganze Erde ist ein richtiges Feuer-inferno, und ihre Oberfläche gleicht dem früheren geschmolzenen Zustand, bevor die schwereren Metalle unter dem Einfluss der Schwerkraft dem Zentrum zuwanderten. Dies ist das vulkanische Zeitalter. Trotzdem bildet sich schrittweise eine Kruste, die hauptsächlich aus dem vergleichsweise leichteren Granit besteht. Der Rahmen für einen Planeten wird geschaffen, der eines Tages das Leben beherbergen kann.
57:7.6 (659.5) Langsam entwickelt sich die primitive planetarische Atmosphäre, die nun etwas Wasserdampf, Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd und Chlorwasserstoff enthält, aber es gibt nur wenig oder gar keinen freien Stickstoff oder freien Sauerstoff. Die Atmosphäre einer Welt im vulkanischen Alter bietet ein wunderliches Schauspiel. Zusätzlich zu den aufgezählten Gasen ist sie stark mit zahlreichen vulkanischen Gasen beladen und, infolge des heranreifenden Luftmantels, mit den Verbrennungsprodukten des schweren Meteoritenhagels, der ununterbrochen auf die Planeten-oberfläche niederprasselt. Diese meteorische Verbrennung braucht den atmosphärischen Sauerstoff praktisch auf, und die Kadenz der meteorischen Bombardierung bleibt furchterregend.
57:7.8 (659.7) Ein großer Teil des Kohlenstoffs der Atmosphäre wurde dieser entzogen, um die Karbonate der verschiedenen Metalle zu bilden, die in den oberflächlichen Planetenschichten im Überfluss vorhanden waren. Später wurden viel größere Mengen dieser Kohlenstoffgase vom frühen, üppigen Pflanzenleben verbraucht.
57:7.9 (660.1) Auch in den späteren Zeitabschnitten verbrauchten die ständigen Lavaströme und die eintretenden Meteoriten den Sauerstoff der Luft fast ganz. Selbst die frühen Ablagerungen des bald erscheinenden primitiven Ozeans enthalten weder farbiges Gestein noch Schiefer. Und noch lange nach Auftreten dieses Ozeans gab es in der Atmosphäre praktisch keinen freien Sauerstoff; und er trat in nennenswerter Quantität erst auf, als er später von den Meeresalgen und anderen Formen pflanzlichen Lebens erzeugt wurde.
8. Stabilisierung der Erdkruste : Das Zeitalter der Erdbeben : Der Weltozean und der Erste Kontinent
57:8.7 (661.1) Vor 900 000 000 Jahren erlebte Urantia die Ankunft des ersten Kundschaftertrupps Satanias, der von Jerusem hergesandt worden war, um den Planeten zu untersuchen und einen Bericht über seine Eignung als Standort für Lebensexperimente zu liefern. Die Kommission bestand aus vierundzwanzig Mitgliedern und umfasste Lebensbringer, Lanonandek-Söhne, Melchisedeks, Seraphim und Angehörige anderer Ordnungen himmlischen Lebens, die sich mit der frühen planetarischen Organisation und Administration befassen.
57:8.8 (661.2) Nach einer eingehenden Inspektion des Planeten kehrte die Kommission nach Jerusem zurück. Sie gab dem Systemsouverän einen günstigen Bescheid und empfahl, Urantia in das Register für Lebensexperimente aufzunehmen. Demzufolge wurde eure Welt auf Jerusem als Dezimalplanet eingetragen, und die Lebensbringer wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass ihnen später zur Zeit ihrer Ankunft als Bevollmächtigte für die Verpflanzung und Ansiedlung des Lebens die Erlaubnis erteilt würde, neue Modelle mechanischer, chemischer und elektrischer Mobilisierung einzuführen.
57:8.9 (661.3) Zu gegebener Zeit wurden auf Jerusem durch eine gemischte Zwölferkommission Pläne für die Inbesitznahme des Planeten ausgearbeitet, die von der planetarischen Kommission der Siebzig auf Edentia gutgeheißen wurden. Und schließlich wurden diese vom beratenden Gremium der Lebensbringer vorgeschlagenen Pläne auf Salvington gebilligt. Bald darauf lief über den Fernmeldedienst Nebadons die Nachricht, dass die Lebensbringer Urantia zum Schauplatz für die Durchführung ihres sechzigsten Satania-Experimentes gewählt hatten, mit dem Ziel, den Satania-Typus des nebadonschen Lebensurmusters zu verstärken und zu verbessern.
57:8.10 (661.4) Kurz nachdem Urantia über das Fernmeldewesen des Universums zum ersten Mal vor ganz Nebadon anerkannt worden war, wurde ihm der volle Universumsstatus zugestanden. Bald danach wurde es in die Register der Hauptsitzplaneten des Kleinen und Großen Sektors des Superuniversums eingetragen; und ehe dieses Zeitalter um war, hatte Urantia in das Register des planetarischen Lebens von Uversa Eingang gefunden.
57:8.12 (661.6) Auf der ganzen Erdoberfläche kann man nirgends mehr von den modifizierten Überresten dieses uralten vorozeanischen Gesteins finden als im nordöstlichen Kanada rund um die Hudson Bay. Diese ausgedehnte granitene Erhebung ist aus Felsen gebildet, der den vorozeanischen Zeitaltern angehört. Diese Gesteinsschichten sind erhitzt, gebogen, verdreht und zusammengepresst worden und haben immer von neuem solche verformenden Metamorphosen durchgemacht.
57:8.24 (663.2) Vor 700 000 000 Jahren reiften auf Urantia immer mehr die zur Aufrechterhaltung des Lebens erforderlichen Bedingungen heran. Die Kontinentalverschiebung setzte sich fort; zunehmend drang der Ozean mit langen dünnen Armen ins Festland ein und sorgte so für die Entstehung jener seichten Wasser und geschützten Buchten, die sich besonders gut zur Beherbergung des Marinen Lebens eignen.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8