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Timestamp: 2019-12-16 00:43:00+00:00

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VGH Bayern, 06.02.2017 - 15 ZB 16.398 - dejure.org
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VGH Bayern, 06.02.2017 - 15 ZB 16.398 (https://dejure.org/2017,4258)
VGH Bayern, Entscheidung vom 06.02.2017 - 15 ZB 16.398 (https://dejure.org/2017,4258)
VGH Bayern, Entscheidung vom 06. Februar 2017 - 15 ZB 16.398 (https://dejure.org/2017,4258)
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BauGB § 31 Abs. 1, § 34 Abs. 1, Abs. 2; BauNVO § 4 Abs. 3 Nr. 2; BayBO Art. 59 S. 1, Art. 68
Nachbarklage gegen eine genehmigte "Nutzungsänderung eines Mehrfamilienhauses zu einem Wohn- und Geschäftshaus sowie Kellererweiterung zu einer Garage mit Autoaufzug"; Gebietserhaltungsanspruch der Eigentümern von Grundstücken in einem durch Bebauungsplan festgesetzten ...
Darlegungsanforderungen im Berufungszulassungsverfahren; Schutznormtheorie; Gebietserhaltungsanspruch; sonstiger nicht störender Gewerbebetrieb; Gebot der Rücksichtnahme; Bestimmtheit der Baugenehmigung (Betriebsbeschreibung); gesicherte Erschließung (Nachbarschutz, ...
Im Falle eines der Benutzungsverordnung entsprechenden Baugebietes werden die Nachbarrechte bei den in dem Gebiet ausnahmsweise zulässigen Vorhaben gemäß § 34 Abs. 2, letzter Halbsatz BauGB durch das bei der Prüfung der Ausnahmevoraussetzungen gemäß § 31 Abs. 1 BauGB i. V. m. § 15 BauNVO zu beachtende Gebot der Rücksichtnahme ausreichend geschützt (vgl. Bay. VGH, Beschluss vom 06.02.2017 - 15 ZB 16.398 -, juris).
Aus der Gleichstellung geplanter und faktischer Baugebiete im Sinne der Baunutzungsverordnung hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung durch § 34 Abs. 2 BauGB ergibt sich, dass in diesem Umfang auch ein identischer Nachbarschutz schon vom Bundesgesetzgeber festgelegt worden ist (grundlegend BVerwG, U.v. 16.9.1993 - 4 C 28.91 - BVerwGE 94, 151 ff.; vgl. auch BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 9 m.w.N.;… B.v. 21.8.2018 - 15 ZB 17.2351 - juris Rn. 5).
Eine nachbarschützende Wirkung von Festsetzungen des Bebauungsplans ist regelmäßig nur bei Festsetzungen über die Art der baulichen Nutzung anzunehmen (sog. Gebietserhaltungsanspruch, grundlegend BVerwG, U.v. 16.9.1993 - 4 C 28.91 - BVerwGE 94, 151 ff.;… vgl. auch BVerwG, B.v. 27.8.2013 - 4 B 39.13 - ZfBR 2013, 783 = juris Rn. 3 f.; BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 9 m.w.N.).
Aufgrund dessen kann die Frage, ob von einer Klageänderung auszugehen ist oder nicht, mangels Entscheidungserheblichkeit für die Zulassung der Berufung gem. § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO keine Rolle spielen (…vgl. BayVGH, B.v. 23.6.2015 - 1 ZB 13.92 - juris Rn. 3; B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 14;… B.v. 6.3.2017 - 15 ZB 16.562 - juris Rn. 15).
Das planungsrechtliche Erfordernis der gesicherten Erschließung dient grundsätzlich nur dem öffentlichen Interesse an einer geordneten städtebaulichen Entwicklung und ist daher nicht nachbarschützend (vgl. BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 66 m.w.N.).
Soweit sich aber am Wohngrundstück der Klägerin nach Maßgabe des Sachverständigengutachtes vom 24. August 2016 die Geruchsgesamtbelastung auch bei Umsetzung des streitgegenständlichen Vorhabens nicht erhöht und wie bei der Vorbelastung bei 23% der Jahresstunden konstant bleibt, ist nicht ersichtlich, inwiefern der Einwand, dass die Vorbelastung - auch bei einer Zusatzbelastung von lediglich 2% - bei der Bewertung, ob eine Gesamtbelastung als unzumutbar und deshalb rücksichtslos zu beurteilen sei, hätte berücksichtigt werden müssen, entscheidungserheblich sein könnte (…vgl. BayVGH, B.v. 23.6.2015 - 1 ZB 13.92 - juris Rn. 3; B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 14;… B.v. 6.3.2017 - 15 ZB 16.562 - juris Rn. 15).
Es entspricht der Billigkeit (§ 162 Abs. 3 VwGO), dass die Klägerin auch die außergerichtlichen Kosten des Beigeladenen trägt; der Beigeladene hat sich mit dem Zulassungsvorbringen der Klägerin näher auseinandergesetzt und mit seiner schriftsätzlichen Äußerung vom 7. Dezember 2017 das gerichtliche Berufungszulassungsverfahren gefördert (vgl. BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 76 m.w.N.).
Aus der Gleichstellung geplanter und faktischer Baugebiete im Sinne der Baunutzungsverordnung hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung durch § 34 Abs. 2 BauGB ergibt sich, dass in diesem Umfang auch ein identischer Nachbarschutz schon vom Bundesgesetzgeber festgelegt worden ist (grundlegend BVerwG, U.v. 16.9.1993 - 4 C 28.91 - BVerwGE 94, 151 ff.; vgl. auch BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 9 m.w.N.).
Ein Grund, der es gebieten würde, die außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen im vorliegenden Fall aus Billigkeitsgründen ausnahmsweise als erstattungsfähig anzusehen (vgl. etwa BayVGH, B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 76), ist nicht ersichtlich.
Eine Baugenehmigung verletzt Rechte des Nachbarn vielmehr nur dann, wenn sie gerade hinsichtlich nachbarrechtsrelevanter Fragen unbestimmt ist u n d und infolge des Mangels nicht beurteilt werden kann, ob das Vorhaben den geprüften nachbarschützenden Vorschriften entspricht, eine Verletzung von Nachbarrechten mithin nicht auszuschließen ist (…vgl. BayVGH, B.v 17.6.2016 - 15 ZB 15.644 - juris Rn. 5;… B.v. 18.7.2016 - 15 ZB 15.12 - juris Rn. 13;… B.v. 31.10.2016 - 15 B 16.1001 - juris Rn. 4; B.v. 6.2.2017 - 15 ZB 16.398 - juris Rn. 22;… B.v. 20.3.2018 - 15 CS 17.2523 - juris Rn. 30;… B.v. 6.4.2018 - 15 ZB 17.36 - juris Rn. 34).
VGH Bayern, 09.01.2018 - 9 C 17.88
VG Ansbach, 13.12.2017 - AN 3 S 17.02430
Verwaltungsgerichte, Streitwertfestsetzung, Erteilte Baugenehmigung, …
VG Minden, 07.06.2018 - 9 K 6585/16
VG Augsburg, 08.11.2017 - Au 4 K 17.707
Nachbarklage gegen Baugenehmigung für eine Doppelhaushälfte

References: § 31
 § 34
 § 4
 Art. 59
 Art. 68
 § 34
 § 31
 § 15
 § 34
 § 124
 § 34