Source: https://verbund-luebeck.de/ueber-uns/
Timestamp: 2020-08-15 13:22:16+00:00

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Über Uns | Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen Lübeck e.V
Wir bieten Hilfe zur Selbständigkeit für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit seelischer Beeinträchtigung.
Die hierarchische Struktur unseres Vereins lässt sich anhand eines Organigramms darstellen.
Die nebenstehende Grafik lässt sich per Klick vergrößern.
Gründung des Arbeitskreises Jugendwohngemeinschaft e.V. Hauptgründungsmotiv ist die Schaffung von überschaubaren Alternativen zur bis dahin tradierten Heimerziehung in großen Einrichtungen.
Beginn der ersten Betreuungsmaßnahme. In den folgenden Jahren werden mehrere Jugendwohngemeinschaften in angemieteten Räumen eröffnet. Die Anzahl der betreuten Jugendlichen steigt auf ca. 30, die der MitarbeiterInnen auf 15.
Ankauf des Gebäudes Kahlhorststr. 5 . In den Folgejahren werden weitere Ankäufe erfolgen und damit die bisher angemieteten Objekte verlassen.
Eröffnung des Jugendwohnhauses Peterstraße in Bad Schwartau.
Eröffnung des Jugendwohnhauses Eichenweg in Lübeck – Israelsdorf.
Eröffnung des Sozialtherapeutischen Wohnhauses Kulenkampstraße. Mit der Konzeptionierung dieser Einrichtung für neurotisch erkrankte junge Erwachsene beschreitet der Verein erstmalig den Bereich der Eingliederungshilfe nach dem Bundes Sozialhilfegesetz (BSHG). Er zieht damit die Konsequenzen aus der bisherigen Arbeit, die auf Grundlage des damaligen Jugendwohlfahrtgesetzes (JWG) Jugendliche nur bis zur Erreichung des 18. Lebensjahres förderte. Gleichzeitig wird auch die Einrichtung in der Kahlhorststraße auf Eingliederungshilfe nach §39 BSHG umgestellt. Ab November 1985 werden dort ausschließlich psychotisch erkrankte junge Erwachsene aufgenommen.
Eröffnung der teilstationären Wohngruppe „To Hus“ in der Elswigstraße. Die Mobile Betreuung nimmt mit der „Nachbetreuung“ von BewohnerInnen der Vereins-Einrichtungen ihre Arbeit auf. Mit diesen beiden Angeboten soll der Übergang von voll- und teilstationären Einrichtungen in die Verselbstständigung erleichtert werden.
Gründung des Verbund Sozialtherapeutischer Wohngruppen e.V. Die Arbeit in der Jugendhilfe und in der Eingliederungshilfe wird in den kommenden Jahren in getrennten Vereinen organisiert, die durch einen Kooperationsvertrag miteinander verbunden sind. Die Einrichtungen wechseln in den folgenden Monaten den Träger, nur das JWH Eichenweg bleibt beim Arbeitskreis.
Ankauf des Gebäudes Elswigstraße 44, Erweiterung der Einrichtung auf 12 Plätze.
Die Mobile Betreuung bezieht neue Räumlichkeiten in der Königstraße 1-3.
Aufnahme des ersten Kindes in die neu eröffnete Tagesgruppe Moisling. Hiermit wird das Angebotsspektrum des Vereins in der Jugendhilfe erweitert. Die Tagesgruppe auf dem Schulgelände bildet einen neuen Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule.
Nach Umbauarbeiten ziehen die ersten neuen BewohnerInnen in das Sozialtherapeutische Wohnhaus Peterstraße.
Trennung der ambulanten Jugendhilfe in Moisling von der mobilen Betreuung, Aufbau einer eigenständigen zunächst Stadtteil orientierten ambulanten Versorgung für Moisling mit Anlaufstelle im Rübezahlweg.
Bezug des Erweiterungsanbaus in der Elswigstraße als Anlaufstelle und Gemeinschaftsraum.
Auflösung des Arbeitskreises Jugendwohngemeinschaft.
Die MV beschließt die Namensänderung in „Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen“ um dem veränderten Aufgabenspektrum Rechnung zu tragen.
Eröffnungsfeier der Anlaufstelle für die Mobile Betreuung in der Kronsforder Allee mit Gästen.
Übernahme des Kinder – und Jugendwohnhauses Eichenweg durch den Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen.
Übernahme des Hauses „Am Rittbrook 5e“ als Außenwohnbereich des Sozialtherapeutischen Wohnhauses Kulenkampstraße. Der Verbund betreut ca. 160 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ca. 50 MitarbeiterInnen.
20-Jahre Verbund Feier im Schuppen 9, Gründung des Verbund Theater Ensembles, Anpassung an die neue Tarifgestaltung im öffentlichen Dienst (TVöD). Der Vereinsname lautet nunmehr (30.6.) „Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen Lübeck e.V“.
Beteiligung an Quiso GmbH zusammen mit 5 weiteren MO des DPWV und Frühe Hilfe gGmbH zusammen mit der Gemeindediakonie und Prof. Arnold.
Umzug der Mobilen Betreuiung in die Marlistr. 65, 1. Vorstellung des Verbund Therater Ensembles.
Teilnahme am Drachenbootrennen, Eröffnung der „Familien-Kiste“ (Frühe Hilfe gGmbH), Ankauf eines Grundstückes im Hochschulstadtteil, das erste 25.-jährige Dienstjubiläum.
25 Jahre Eichenweg, Veranstaltung des 1. Jugendhilfe Symposiums im Möwenpick Hotel, die Tagesgruppe bezieht neue Räume, 2. Vorstellung des Verbund Theater Ensembles, die Familien-Kiste wird auch Kita, 2 Krippengruppen werden eröffnet.
25 Jahre Jubiläum Nr 2 und 3, 10 Jahre SWH Peterstr. mit Nachbarschaftsfest, Erwerb der Kahlhorststraße 3.
Beteiligung von Betreuten und MitarbeiterInnen an landesweiten Protesten gegen Kürzungen im Sozialbereich vor dem Landeshaus Kiel, Neugestaltung des Eingangsbereich Eichenweg, Fenstererneuerung und Fassadenneugestaltung Peterstraße, Programm des Verbund Therater Ensemble, Besuch des Senators S. Schindler in drei Verbund Einrichtungen, 25-Jähriges Dienstjubiläum.
Erneuerung der Fassade mit Dämmung in der Elswigstraße, Betreuungsangebot für Grundschüler an der Heinrich-Mann-Schule in Moisling durch den Verbund, 1. Fahrt mit der Lisa von Lübeck (Tagesgruppe), der letzte Zivi wird verabschiedet.
Grundsteinlegung für die Albert-Lezius-Straße 2-4 (Hochschulstadtteil), Umbau der Kahlhorststraße 3/5, Erweiterung der Familien-Kiste (1 Elementargruppe als 3. Gruppe), 1.Bundesfreiwilligendienstleistender im Kinder-und Jugendwohnhaus Eichenweg.
Erweiterung des Angebotes an der Heinrich-Mann-Schule durch Übernahme der Integrationshilfe, Übernahme der Budgetverantwortung für den SSR Moisling.
Fertigstellung der Albert-Lezius Straße 2-4 und Bezug der Wohnungen und Geschäftsräume.
Umzug der ambulanten Jugendhilfe in die Familien-Kiste.
3. Fahrt mit der Lisa von Lübeck, erstmals mit geteilten Etappen und Teilnahme der Eingliederungshilfe, weitere Umgestaltung des Außengeländes Kahlhorststraße 3/5, erstmals gleichzeitig über 60 MA auf ca. 45 Vollzeitstellen und über 300 betreute Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Verbund.
Fahrt mit der Lisa, Umbau der Heizung im Eichenweg, Aufnahme von drei minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen im Eichenweg, Erweiterung der I-Hilfe, erstmals über 70 MA, zwei 30-jährige Jubiläen, erstes Sommerfest von MA, Fertigstellung der Außenanlage in der Albert-Lezius Straße, Erneuerung von Fenstern in Kuli und Eichenweg.
15 Jahre SWH Peterstraße und 30 Jahre SWH Kuli,
15 Jahre J.i.m.
2.Sommerfest, Fassadenerneuerung Kahlhorststraße 3/5, Baderneuerung Peterstraße, 30 Jahre Elswigstraße Erweiterung der Nachmittagsbetreuung auf die Klassen 5 und 6 an der Heinrich-Mann-Schule, Übernahme der Trägerschaft für den Ganztagsbetrieb an der Astrid-Lindgren-Schule, 30 Jahre Verbund –Veranstaltung in der Handwerkskammer.
1.9.2018 Die Mobile Betreuung bezieht modernere Räumlichkeiten im Kesselhaus Lübeck.
1.10.2018 Die Geschäftsstelle folgt der Mobilen Betreuung ins Kesselhaus Lübeck.
Satzung des Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen Lübeck e.V.
(nachstehend „Verein“ genannt) und hat seinen Sitz in Lübeck.
2. Der Verein ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Lübeck unter VR 1585 eingetragen.
1. Der Verein übernimmt die Trägerschaft sozialtherapeutischer und psycho-sozialer Einrichtungen und Dienstleistungen. Er verantwortet und fördert die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowohl in Wohneinrichtungen wie auch durch ambulante Betreuungsformen. Die Hilfe gilt insbesondere Personen, die in ihrer geistigen und seelischen Entwicklung gestört sind oder deren besondere Lebenssituation zu sozialen Schwierigkeiten führt, die sie aus eigenen Kräften nicht überwinden können.
2. Die Einrichtungen des Vereins unterstützen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bei der Klärung ihrer Lebenssituation und fördern den Prozess ihrer persönlichen Entwicklung. Dieser Prozess wird durch die Einstellung qualifizierter Fachkräfte und die Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten gewährleistet.
3. Der Verein stellt die Organisationsform für die Einrichtungen zur Verfügung, verantwortet die laufenden Geschäfte und entwickelt mit den Mitarbeitern die Konzeption der Einrichtungen.
4. Der Verein darf sich zur Erreichung seiner Zwecke und Aufgaben auch an anderen Körperschaften, Gesellschaften und Genossenschaften beteiligen. Er kann seinen Geschäftsbetrieb ganz oder teilweise auf von ihm zu errichtende gemeinnützige Gesellschaften oder Stiftungen übertragen.
1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.
5. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auf­hebung oder Auflösung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
b.) Träger und Vereinigungen,
2. Es wird zwischen ordentlichen und fördernden Mitgliedern unterschieden. Die fördernden Mitglieder sind nicht stimmberechtigt.
3. Die Mitgliedschaft ist beim Vorstand zu beantragen. Sie wird mit einer schriftlichen Bestätigung durch den Vorstand wirksam.
a.) Durch freiwilligen Austritt; er erfolgt durch eine schriftliche Kündigung an den Vorstand und ist unter EinhaItung einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Quartalsende möglich.
b.) Wenn ein Mitglied trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages ein Jahr im Rückstand ist.
5. Der Ausschluss aus dem Verein ist möglich, wenn gegen Zweck und Aufgaben des Vereins verstoßen wird. Dem vom Ausschluss bedrohten Mitglied wird vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Die Entscheidung wird dem Mitglied in einer Frist von vier Wochen schriftlich mitgeteilt. Gegen die Entscheidung ist Einspruch bei der Mitgliederversammlung möglich.
1. Der Verein erhebt einen monatlichen Mitgliedsbeitrag für die Aufgaben des Vereins. Die Höhe des Beitrages wird durch eine von der Mitgliederversammlung zu beschließende Beitragsordnung festgelegt.
2. Alle laufenden Kosten der Einrichtung werden aus den Haushaltsmitteln der Einrichtungen bestritten.
3. Erzielte Überschüsse fließen den Einrichtungen unmittelbar zu.
1. Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Besondere Vertreter.
1. a.) Wahl des Vorstands
b.) Entgegennahme des Jahresberichtes
d.) Beschlussfassung über die Beitragsordnung
e.) Entgegennahme des Kassenberichts
f.) Bestellung von Rechnungsprüfern. Die Prüfer dürfen weder dem Vorstand, noch einem vom Vorstand einberufenem Gremium angehören.
2. Die Mitgliederversammlung ist im Laufe des Geschäftsjahres mindestens einmal einzuberufen. Außerordentliche Versammlungen sind einzuberufen wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder der 25. Teil der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.
3. Die Mitgliederversammlung wird von dem Vorsitzenden einberufen und geleitet. Die Einladung erfolgt schriftlich unter Beifügung der Tagesordnung. Die in einer Frist von drei Wochen einzuberufende Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
4. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Beschlüsse, durch die die Satzung geändert wird, bedürfen einer Mehrheit von 2/3 aller Mitglieder. Wird diese Mehrheit von 2/3 aller Mitglieder nicht erreicht, muss eine zweite Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung einberufen werden. In dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung muss eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder erreicht werden. Bei Satzungsänderungen müssen sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Text der Einberufung zur Mitgliederversammlung beigefügt werden.
5. Wahlvorschläge zur Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds können nur anerkannt werden, wenn sie spätestens 14 Tage vor der ordentlichen Mitgliederversammlung beim Vorstand eingegangen sind.
6. Über die Mitgliederversammlung und die gefassten Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Protokollführer zu unterzeichnen und vom Vorsitzenden gegenzuzeichnen ist. Es ist bei der nächsten Versammlung zu genehmigen.
1. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins und ist für die Durchführung der Vereinsbeschlüsse verantwortlich.
2. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und drei weiteren Mitgliedern. Er wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter.
3. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter. Jeder von ihnen kann den Verein allein vertreten.
4. Die Führung der laufenden Geschäfte kann der Vorstand einem geschäftsführenden Leiter übertragen. Er nimmt beratend an den Vorstandssitzungen teil und kann vom Vorstand zum „Besonderen Vertreter“ gemäß § 30 BGB bestellt werden (vergl. § 9).
6. Die Beschlussfähigkeit des Vorstands ist bei Anwesenheit von drei Vorstandsmitgliedern gegeben; Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.
7. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.
8. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihr Amt antreten können.
9. Der Vorstand kann vollständig oder teilweise von der Mitgliederversammlung mit einer 2/3 Mehrheit aller Mitglieder während der Amtsperiode abgewählt werden. Wird der Vorstand vollständig abgewählt, so hat die Mitgliederversammlung gleichzeitig einen neuen Vorstand zu wählen.
10. Der Vorstand führt seine Geschäfte ehrenamtlich.
11. Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit Ausschüsse bilden, zu denen auch Nichtmitglieder herangezogen werden können, die mit beratender Stimme teilnehmen.
12. Im Vorstand gefasste Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Protokollführer und dem Vorsitzenden bzw. seinem Stellvertreter zu unterzeichnen.
Besonderter Vertreter gemäß § 30 BGB
(1) Neben dem Vorstand können für gewisse Geschäfte Besondere Vertreter bestellt werden. Geschäftskreis eines solchen Besonderen Vertreters ist die laufende Geschäftsführung, insbesondere z.B. die Bereiche Personalführung, Finanzen, Vergütungsverhandlungen, Kommunikation, Veranstaltungsmanagement und die laufenden Instandhaltungen der Einrichtungen und Gebäude. Diese Geschäftskreise können ganz oder teilweise einem Besonderen Vertreter übertragen werden.
(2) Die Vertretungsmacht des Besonderen Vertreters erstreckt sich auf alle Rechtsgeschäfte, die der ihm zugewiesene Geschäftskreis gewöhnlich mit sich bringt. Der Besondere Vertreter ist im Innenverhältnis zum Vorstand weisungsgebunden, nach außen kann er im Rahmen des vom Vorstand genehmigten Budgets und auf Grundlage der Geschäftsordnung selbstständig handeln.
(3) Die Bestellung und die Abberufung eines Besonderen Vertreters erfolgt durch den Vorstand unter Anwendung von § 8 Abs. 6. Bei der Bestellung hat der Vorstand den Geschäftskreis des Besonderen Vertreters im Einzelnen festzulegen, ihn auf die Einhaltung einer festgelegten Geschäftsordnung zu verpflichten und die arbeitsrechtlichen Bedingungen zu regeln. Der Besondere Vertreter kann von den Beschränkungen des § 181 2. Alt. BGB befreit werden, soweit dies im Rechtsverkehr nach § 2 Abs. 4 der Satzung erforderlich ist.
(4) Die Eintragung der Besonderen Vertreter ins Vereinsregister wird vom Vorstand (vgl. § 8 Abs. 3) beantragt.
Beschlüsse über die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von 2/3 aller Mitglieder. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an den „Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Schleswig‑Holstein e.V.“, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.
Diese Satzung ist in der Mitgliederversammlung am 30.06.2005 beschlossen und zuletzt am 29.02.2016 ergänzt und neu gefasst worden.
Lübeck, 29.02.2016
Unserem Menschenbild liegt die Annahme zugrunde, dass jeder Mensch – sei er noch so krank oder in seiner Entwicklung beeinträchtigt – in seinem Inneren die Spur seiner Entwicklungsrichtungen und Wachstumsmöglichkeiten birgt. Wir verstehen menschliche Entwicklung, Lernen und Neuorientierung als Prozesse, die kurz-, mittel- und langfristigen Charakter haben können und deren Dauer nicht zwingendermaßen eine Qualitätsaussage bildet. Im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfordert die Übernahme von Verantwortung eine umfassende Förderung des jungen Menschen, seiner Fähigkeiten und Ambitionen. Sie muss über die Klärung der für die eingeleiteten Maßnahmen ursächlichen Problemstellung hinausgehen. Inhaltlich bilden die Dimensionen Förderung, Sicherheit, (emotionale) Zuwendung, Unterstützung die wesentlichen Haltungen und Aktivitäten in der Begegnung von Person zu Person, die einer konstruktiven Persönlichkeitsentwicklung zugrunde liegen und auf deren Basis erst verlässliche Beziehungen, Vertrauen und Zuversicht entstehen und Konflikte austragbar und aushaltbar sind. Unter Wahrung von Würde und Selbstbestimmung kann das Entwicklungsausmaß nur von den Betroffenen selbst bestimmt werden. Hierbei ist die Schaffung einer wohlwollenden und vertrauensvollen Atmosphäre in einer tragfähigen Betreuungsbeziehung die Grundlage für eine Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Wir haben den Anspruch von subjektorientiertem und individuumgerechtem Handeln. Dieser bedingt eine Flexibilität der Mitarbeiterinnen und
Flexibilität, Partnerschaftlichkeit, Selbstreflexion und Authentizität sind neben Fachkompetenzen Voraussetzungen für die Gewährleistung professioneller Arbeit im Verbund: In der gegenwärtigen individualisierten Lebenswelt ist es von besonderer Wichtigkeit, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühen, eine jeweils sichtbar konturierte Lebensform der Erwachsenenkultur zu repräsentieren, den Orientierungsprozess der Kinder und Jugendlichen in der persönlichen, ernsthaften Auseinandersetzung zu stärken und das eigene Handeln normativ zu begründen. Die Mitarbeiterinnen sollten sich als Förderer verstehen, die ihre Fachlichkeit und Personalität einbringen, um den Anspruch nach reflektiertem und kontrolliertem Verhalten gegenüber den Kindern und Jugendlichen ebenso einzulösen wie den Wunsch nach einer Atmosphäre entspannter Alltagsnormalität oder erlebnisintensivem Aktionshandeln. Die Betreuungsarbeit wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Verbund als dynamischer Prozess begriffen, in welchem ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich ist, um den individuellen Bedürfnissen der zu betreuenden Menschen gerecht zu werden. Aktuelle Begebenheiten werden stets mit bereits formulierten Zielen in Verbindung gebracht, um dann flexibel und individuumgerecht reagieren und handeln zu können. Die Konfrontation mit dem gesellschaftlichen Konsens und seinen Normen erfordert standfeste und Orientierung gebende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sowohl innerhalb der Teams als auch im gesamten Verbund steht partnerschaftliches Arbeiten im Vordergrund; das bedeutet gegenseitiges Respektieren und Achten der Person und Arbeit jeder/s einzelnen Mitarbeiterin/Mitarbeiters. Die Qualität der Arbeit im Verbund zeichnet sich weiterhin aus durch die Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbstreflexion in Form von Fall- und Team-Supervisionen, Teambesprechungen und einrichtungsinternen und – externen Fortbildungen. Dadurch können sowohl teaminterne als auch im Betreuungssetting stattfindende Prozesse und Veränderungen reflektiert und Bedürfnis orientiert gehandhabt werden.
Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen Lübeck
Geschäftsleitung: Andreas Flynn
Tel.: (0451) 476640
Fax: (0451) 46118

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