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Timestamp: 2018-02-20 13:44:50+00:00

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Winterreifen für LKW - Pirelli PS22 - KAT-Forum.de
Winterreifen für LKW - Pirelli PS22
Beitrag von 4x4-6x6 » So 15. Okt 2017, 01:40
mal eine Stellungnahme von Pirelli zur neuen Winterreifenpflicht für LKW's.
Zit: "...Darüber hinaus ist geplant, bei Verstößen gegen die situative Winterreifenpflicht nicht nur die Fahrer, sondern auch die Fahrzeughalter zur Rechenschaft zu ziehen.
Dazu soll der Bußgeldkatalog wie folgt ergänzt werden:
Wer „als Halter die Inbetriebnahme eines Kraftfahrzeugs bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte angeordnet
oder zugelassen [hat], dessen Bereifung, die in § 36 Absatz 4 StVZO beschriebenen Eigenschaften nicht erfüllt“,
kann mit einem Bußgeld in Höhe von 75,00 Euro belegt werden. Die Strafe für den Fahrer beläuft sich weiterhin auf 60,00 Euro.
Die Anordnung soll für Winter- und Ganzjahresreifen gelten, die ab dem 01. Januar 2018 hergestellt werden.
Für Reifen älteren Datums ist eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024 vorgesehen.
Konkret: Spätestens ab dem 01. Oktober 2024 dürfte ein Kraftfahrzeug bei den oben aufgezählten winterlichen Witterungsbedingungen nur dann gefahren werden, wenn Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol montiert sind.
Inhaltlich weist der Verordnungsentwurf nach wie vor Mängel auf. So wurde der Vorschlag des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie wdk ignoriert, die Winterreifenverordnung auf die Klassen C1 (Pkw-Reifen), C2 (Llkw-Reifen) und C3 (Lkw-Reifen) zu beschränken.
Denn dann gäbe es bis auf Special Use- und runderneuerte Reifen keine weiteren Ausnahmen mehr. Zugleich wäre die deutsche Gesetzgebung in Übereinstimmung mit Verordnungen der EU sowie internationalen UN-ECE-Richtlinien.
Der Pirelli PS22 PISTA ist ein POR-Reifen für Spezialfahrzeuge.
Der aktuelle Entwurf hingegen lässt EU-Verordnungen und Regelungen der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen
(UN-ECE) unberücksichtigt und widerspricht ihnen teilweise sogar. So bei den Special-Use-Reifen.
Die dazu gehörenden MPT-Reifen (Multi Purpose Tyres) und POR-Reifen (Professional Off-Road) sind für Fahrzeuge konstruiert, die eine hohe Geschwindigkeit
auf der Straße sowie eine gute Traktion im Gelände erreichen müssen.
Sie werden vorrangig an Fahrzeugen der Kommunalbetriebe und Straßenmeistereien, des Militärs und der Sanitätsdienste eingesetzt.
Bei beiden Reifen-Typen ist eine Doppelmarkierung mit M+S und Alpine-Symbol regelungstechnisch solange nicht möglich,
bis die UN-ECE die entsprechende Richtlinie ändert.
Die Neuregelung könnte also dazu führen, dass externe Räumdienste im Winter nicht mehr für Kommunen tätig werden dürfen, weil der Räumfahrzeuge mit POR- oder MPT-Reifen ausgestattet sind.
Ein weiterer Knackpunkt des Verordnungsentwurfs:Kraftfahrzeuge der Klassen M2, M3, N2, N3 sowie selbstfahrende Arbeitsmaschinen
mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen sollen bei winterlichen Wetterbedingungen gefahren werden dürfen,
wenn mindestens die Reifen an den Antriebsachsen das Alpine-Symbol tragen.
Im Entwurf wird allerdings nicht zwischen permanent und temporär angetriebenen Achsen unterschieden.
Mehrachsige Baustellenfahrzeuge, bei denen eine oder mehrere Lenkachsen zusätzlich angetrieben werden können,
müssen demnach ebenfalls mit markierten Reifen ausgerüstet werden.
Doch diese Reifen sind im Markt nicht weithin erhältlich.
Es wäre daher wünschenswert, wenn der Verkehrsausschuss des Bundesrates die eine oder andere Ungereimtheit noch beseitigen würde. In diesem Fall müsste der Verordnungs-Entwurf nicht an den Bundesverkehrsminister zurückgeleitet werden.
Vielmehr entscheidet das Plenum des Bundesrates, ob der Verordnungs-Entwurf mit oder ohne Änderungshinweise des Verkehrsausschusses angenommen wird."
Dazu §2 3a der STVO:
"(1) Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen. (2) Satz 1 gilt nicht für
2. einspurige Kraftfahrzeuge,
3. Stapler im Sinne des § 2 Nummer 18 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung,
4. motorisierte Krankenfahrstühle im Sinne des § 2 Nummer 13 der Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung,
5. Einsatzfahrzeuge der in § 35 Absatz 1 genannten Organisationen, soweit für diese Fahrzeuge bauartbedingt keine Reifen verfügbar sind, die den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen und
6. Spezialfahrzeuge, für die bauartbedingt keine Reifen der Kategorien C1, C2 oder C3 verfügbar sind."
Zuletzt geändert von 4x4-6x6 am So 15. Okt 2017, 03:07, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Winterreifen für LKW - Pirelli PS22
Beitrag von 4x4-6x6 » So 15. Okt 2017, 02:59
dazu ein Beitrag vom Dezember 2014:
Filly hat geschrieben:
Ich habe auch die Pirelli Pista drauf, ohne M+S Zeichen, und habe von Pirelli Deutschland per E-Mail eine formlose Bestätigung erhalten, daß die Pista die M+S Anforderungen erfüllen. Somit ist man da auf der sicheren Seite. Michelin machts beim XZL genauso.
Die Bescheinigung ist heute eingetroffen, unter anderem steht dort:
Das werde ich mir ausdrucken und mitnehmen.
Es geht in meinem Fall um eine Fahrt im Winter nach Italien auf gestreuten Autobahnen, also eigentlich kein Problem. Bei extremer Glätte kommen die Ketten drauf, falls es überhaupt weiter gehen kann. Meist stehen mir viele Autos im Weg rum.....
Also ein Widerspruch zu den neuen Aussagen von Pirelli.

References: § 36
 §2
 § 36
 § 2
 § 2
 § 35
 § 36