Source: https://filminstitut.at/news/covid-richtlinien-zur-filmproduktion
Timestamp: 2020-08-12 23:02:16+00:00

Document:
Covid Richtlinien zur Filmproduktion - Österreichisches Filminstitut
News / Film / Covid Richtlinien zur Filmproduktion
. Mund- und Nasenschutz oder geeignete mechanische Vorrichtung für KundInnen
Mund- und Nasenschutz-Vorrichtung für die MitarbeiterInnen
pro Kunde 10m² des Kundenbereichs, d.h. auf 10m2 kundenrelevante Fläche 1 Person
Besonders hinzuweisen ist auf § 2 Absatz 2, der für viele unserer Betriebe bedeutsam ist: Dort steht nämlich, dass – wenn auf Grund der „Eigenart der Dienstleistung“ der 1 Meter Abstand oder das Tragen von Schutzvorrichtungen nicht möglich ist – durch „sonstige geeignete Maßnahmen“ das Infektionsrisiko zu verringern ist.
Was könnte das alles heißen?
Für Dreharbeiten: Grundsätzlich fällt diese Produktionstätigkeit sicher unter § 3, ist also unter den obgenannten Bedingungen zulässig, wobei die Nähe der ProtagonistInnen -speziell bei SchauspielerInnen- branchenspezifische Verhaltensregeln erfordert. Diese sind für die verschiedenen Bereiche (Kino und Fernsehfilm, Werbefilm, corporate video) gerade in Arbeit. Grundsätzlich ist drehen aber erlaubt, wenngleich ohne zusätzliche Absicherung, insbesondere bei größeren Teams , mit Haftungsrisken verbunden – auch wegen bis dato mangelnder Versicherungsdeckung (Covid-Risiko derzeit nicht versicherbar).
Für Tonstudios zB bei Arbeiten mit Profis: Werbespots, Berufsmusiker gilt § 3, d.h. 1m Abstand, Schutzmaske und wenn das nicht geht, geeignete Schutzmaßnahmen (Trennwände, Desinfektion, Markierungen) ; keine Begrenzung auf 1 Person pro 10m²,allerdinsg würden wir auch hier im Hinblick auf das Haftungsrisiko nicht empfehlen , die maximal mögliche Anzahl von Mitwirkenden bei Berücksichtigung des 1m-Abstands voll auszunützen ,wenngleich das rechtlich möglich wäre. Am sichersten bleibt das Arbeiten in überschaubaren Kleinteams und die Dokumentation der Sicherheistmassnahmen.
Für Tonstudios mit (Amateur)-Bands: ist aus unerer Interpretation wohl eine „Betriebsstätte mit Kundenverkehr“ (es gilt §2) ; daher gilt jedenfalls die 1 Person auf 10m²-Regel, dh.dass bei ausreichend Platz in Kombination mit anderen zur Vermeidung des Infektionsrisikos getätigten Massnahmen auch die Aufnahme mit KünstlerInnen möglich ist.
Für Vermieter von Proberäumen: sicher Betriebsstätte mit Kundenverkehr, daher 10m²-Regel ein Hindernis, da die vermieteten Proberäume mit einer Durchschnittsgröße von 20-30m² ein durchschnittliches Bandensemble (4-5 Personen) nicht zulässt . Bei kleineren Ensembles oder Einzelprobe natuerlich zulässig,insoweit Begegnungszonen vermieden werden.
Für Orchesteraufnahmen:
Sicher Betriebsstätte, daher § 3, daher 1 Meter Abstand, Mundschutz oder (bei SängerInnen oder der Brass Sektion z.B.) andere geeignete Maßnahmen
Für Presswerke, technische Dienstleister, Verleiher usw:
sind Betriebstätten, also § 3
Mundschutz und in jeder Sitzreihe nur 2 Personen
Zweifelsfragen/noch zu klären:
Drehen im öffentlichen Raum? Das Betreten öffentlicher Orte ist gemäß §1 weiterhin stark eingeschränkt (1 Meter Abstand, Mundschutz). Allerdings ist bei Dreharbeiten ohnehin eine behördliche Drehgenehmigung einzuholen und damit der öffentliche Raum durch Absperrungen dgl zum „nicht-öffentlichen“ und damit zur Betriebsstätte nach § 3. Das ist jedenfalls unsere Interpretation.

References: § 2
 § 3
 § 3
 §2
 § 3
 § 3
 §1
 § 3