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Timestamp: 2020-01-23 23:26:23+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1990, 586 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 05.12.1989
https://dejure.org/1990,594
BGH, 01.02.1990 - IX ZR 110/89 (https://dejure.org/1990,594)
BGH, Entscheidung vom 01.02.1990 - IX ZR 110/89 (https://dejure.org/1990,594)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 1990 - IX ZR 110/89 (https://dejure.org/1990,594)
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Küche - Wohnhaus - Zubehör
BGB § 93, § 94 Abs. 2, § 97
Einbauküche als Zubehör
NJW-RR 1990, 586
WM 1990, 603
BauR 1990, 369
Nach diesen Grundsätzen hat die höchstrichterliche Zivilrechtsprechung Einbauküchen im Regelfall die Eigenschaft als einem "wesentlichen Bestandteil" eines Gebäudes abgesprochen, jedoch im Einzelfall --abhängig von der regionalen Verkehrsauffassung-- eine Zubehöreigenschaft für möglich gehalten (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs vom 20. November 2008 IX ZR 180/07, Wertpapier-Mitteilungen/Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht --WM-- 2009, 285; vom 1. Februar 1990 IX ZR 110/89, WM 1990, 603).
Dazu genügt nicht, dass die Verbindung nur für einen von vornherein begrenzten Zeitraum oder lediglich zur Befriedigung der Bedürfnisse des derzeitigen Nutzers erfolgt (BGHZ 62, 49, 52 ; BGH, Urt. v. 1. Februar 1990 - IX ZR 110/89, WM 1990, 603, 605).
Die Widmung des Einfügenden, seine Zweckbestimmung, entscheidet darüber, ob die Einbauküche Zubehör wird (vgl. BGH, Urt. v. 1. Februar 1990 aaO S. 605).
Darlegungs- und beweispflichtig hierfür sind die Beklagten (BGH, Urt. v. 1. Februar 1990 aaO S. 605; OLG Nürnberg, MDR 2002, 815, 816) .
Die Frage kann regional unterschiedlich zu beurteilen sein und die Antwort kann sich im Laufe der Jahre geändert haben (vgl. BGH, Urt. v. 1. Februar 1990 aaO S. 604 f).
Die Annahme einer dauerhaften Widmung als Zubehör wäre nur dann gerechtfertigt, wenn die Beklagten das gesicherte Recht und die Absicht gehabt hätten, auf Dauer in der Wohnung zu bleiben (vgl. BGH, Urt. v. 1. Februar 1990 aaO S. 605; OLG Koblenz ZMR 1993, 66, 67).
c) Das Modul wäre allerdings dann wesentlicher Bestandteil, wenn durch die Trennung die bei der Beklagten verbleibende Restsache in ihrem Wesen verändert würde (vgl. BGH, Urteil vom 27. Juni 1973 - VII ZR 201/72, BGHZ 61, 80, 81 und vom 1. Februar 1990 - IX ZR 110/89, NJW-RR 1990, 586, 587;… AnwK-BGB/Ring, § 93 Rn. 22;… Köhler, BGB - Allgemeiner Teil, 34. Aufl., S. 287;… Staudinger/Jickeli/Stieper, BGB [2004], § 93 Rn. 18).
Kann das auszubauende Teil durch ein gleiches oder ähnliches Aggregat ersetzt und dadurch die Gesamtsache in gleicher oder ähnlicher Funktion wieder hergestellt werden, ist der abzutrennende Bestandteil grundsätzlich als unwesentlich anzusehen (vgl. Senatsurteil vom 31. Oktober 1986 - V ZR 166/85, WM 1987, 47; BGH, Urteile vom 27. Juni 1973 - VII ZR 201/72, BGHZ 61, 80, 81 und vom 1. Februar 1990 - IX ZR 110/89, NJW-RR 1990, 586, 587).
OLG Bremen, 27.10.2017 - 4 UF 86/17
Darlegungs- und Beweislast für die Zubehöreigenschaft einer Sache - …
Nach der überwiegend in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung handelt es sich bei Standardeinbauküchen, die ohne bedeutenden Wertverlust aus einem Raum ausgebaut und in eine andere Immobilie wieder eingebaut werden können, um keine wesentlichen Bestandteile des Hauses bzw. der Wohnung (…vgl. BGH, NJW 2009, 1078 Rn. 13; BGH, NJW-RR 1990, 586 Rn. 11 f.;… OLG Koblenz, NJW-RR 2017, 838 Rn. 16 ff.; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1039; KG, KGR Berlin 1999, 8).
Zu der Frage, ob eine Verkehrsauffassung besteht, wonach ein Gegenstand, der die Voraussetzungen des § 97 Abs. 1 S. 1 BGB erfüllt, dennoch nicht als Zubehör anzusehen ist, gelangt man allerdings erst, wenn die Seite, für die dieser Einwand günstig ist, Entsprechendes vorträgt und - im Falle des Bestreitens - auch unter Beweis stellt (vgl. BGH, NJW-RR 1990, 586 Rn. 19;… OLG Nürnberg, NJW-RR 2002, 1485 Rn. 5, 9).
Dagegen hat derjenige, der sich auf eine Verkehrsanschauung i.S.d. § 97 Abs. 1 S. 2 BGB beruft, die der Annahme der Zubehöreigenschaft der Sache entgegensteht, diese Verkehrsauffassung darzulegen und zu beweisen (vgl. BGH, NJW-RR 1990, 586 Rn. 19 sowie NJW 2009, 1078 Rn. 28;… OLG Nürnberg, NJW-RR 2002, 1485 Rn. 9).
Ebenso trägt sie die Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen des § 97 Abs. 2 S. 1 BGB, also den Einwand, es liege bei den Einbauelektrogeräten deshalb keine Zubehöreigenschaft i.S.d. § 97 Abs. 1 S. 1 BGB vor, weil die Einbauelektrogeräte nur vorübergehend zur Benutzung eingebaut worden seien (…vgl. MüKo/Stresemann, a.a.O., § 97 Rn. 32; BGH, NJW-RR 1990, 586 Rn. 16 sowie NJW 2009, 1078 Rn. 29).
Die Voraussetzungen nach § 93 BGB liegen nicht vor, wenn der eine oder der andere Bestandteil verbundener Sachen nach der Trennung noch in der bisherigen Art, sei es auch i.V.m. einer neuen Sache, wirtschaftlich genutzt werden kann (Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 1. Februar 1990 IX ZR 110/89, NJW-RR 1990, 586, 587).
Maßgebend ist insoweit das "Fertigsein" des Bauwerks (…BFH-Urteile in BFH/NV 1998, 215, 216, und in BFH/NV 1991, 772; BGH-Urteile in NJW-RR 1990, 586, 587, und vom 25. Mai 1984 V ZR 149/83, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1984, 2277, 2278).
Auch kann es ausreichen, daß die eingefügten Sachen nur einem einzelnen Raum eine bestimmte Eigenart geben, sofern dadurch zugleich der Gesamtcharakter des Gebäudes mitbestimmt wird (BGH-Urteil in NJW-RR 1990, 586, 587, m.w.N.).
Hierfür kommt es darauf an, ob nach der Verkehrsanschauung erst ihre Einfügung dem Gebäude seine besondere Eigenart bzw. ein bestimmtes Gepräge gibt, ohne die das Gebäude nicht als fertiggestellt gilt, oder ob die Einbauküche dem Baukörper besonders angepaßt und deswegen mit ihm eine Einheit bildet (BGH NJW-RR 1990, 586, 587 und 914, 915; BFH DB 1971, 656).
Wegen der "Mobilität" einer Einbauküche des hier in Rede stehenden Zuschnitts ist diese auch nicht etwa wesentlicher Bestandteil des Gebäudegrundstücks nach § 93 bzw. 94 Abs. 1 BGB (so auch BGH NJW-RR 1990, 586, 587).
Die Auffassung des Landgerichts entspricht in diesem Punkt auch der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH NJW-RR 1990, 586 ff.).
Die Entscheidung BGH NJW-RR 1990, 586, 588, wird von einigen Kommentatoren (…etwa Palandt/Heinrichs, BGB , 53. Aufl., § 97 Rdn. 11) zu Unrecht der Gegenmeinung zugerechnet.
Anders kann es liegen, wenn der eine oder andere Bestandteil nach der Trennung nur noch Schrottwert besitzt (vgl. Urteil des BGH vom 1. Februar 1990 IX ZR 110/89, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1990, 586, 587, m.w.N.).
Maßgebend ist insoweit das "Fertigsein" des Bauwerks (…BFH-Urteile in BFH/NV 1998, 215, 216;… vom 16. November 1990 III R 100/89, BFH/NV 1991, 772; BGH-Urteile in NJW-RR 1990, 586, 587, und vom 25. Mai 1984 V ZR 149/83, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1984, 2277, 2278).
Eine feste Verbindung setzt das Einfügen begrifflich nicht voraus; es reicht aus, dass zwischen der Sache und dem Gebäude ein räumlicher Zusammenhang hergestellt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 1. Februar 1990 IX ZR 110/89, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1990, 586, Betriebs-Berater 1990, 1094, unter 1.a, m.w.N.).
Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist im wesentlichen Tatfrage, die nur nach Lage des Einzelfalles entschieden werden kann (…BGH, Urt. v. 12. Dezember 1989 - VI ZR 311/88, VersR 1990, 427, 428; v. 1. Februar 1990 - IX ZR 110/89, WM 1990, 603, 604).
OLG Köln, 06.05.1991 - 12 U 130/88
Werkmangel durch gegen die Gefahrstoffverordnung verstoßendes Material
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs NJW-RR 1990, 586, 587 m. w. N., dem der Senat folgt, sind Gegenstände, die lediglich der Ausstattung oder Einrichtung des Bauwerks dienen, i. S. von § 94 Abs. 2 BGB [eingefügt], wenn nach der Verkehrsanschauung deren Einbringung dem Gebäude eine besondere Eigenart, ein bestimmtes Gepräge gibt oder wenn sie dem Baukörper besonders angepaßt sind und deswegen mit ihm eine Einheit bilden.
Auf die in der Rechtsprechung Nachweise im einzelnen bei BGH, BauR 1990, 241, 243 = NJW-RR 1990, 914; ferner BGH, NJW-RR 1990, 586; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1988, 459; OLG Celle, NJW-RR 1989, 913.
Die Voraussetzungen, unter denen der Bundesgerichtshof NJW-RR 1990, 586, 587 m. w. N. Gegenstände, die lediglich der Ausstattung oder Einrichtung des Bauwerks dienen, als [eingefügt] i. S. von § 94 Abs. 2 BGB betrachtet, sind somit ersichtlich zu verneinen.
AG Düren, 12.02.2003 - 45 C 477/02
Versicherung einer Einbauküche durch eine Gebäudeversicherung; Bewertung eines …
OLG Stuttgart, 17.04.1998 - 11 UF 80/98
Einbauküche als wesentlicher Bestandteil eines Gebäudes; Bezug zur …
LG Düsseldorf, 11.08.2010 - 23 S 40/10
Eine Küche ist kein mitversichertes Zubehör i.S.d. C I 2 der …
FG Berlin-Brandenburg, 22.11.2017 - 3 K 3170/17
Einheitsbewertung eines Einfamilienhauses im Ertragswertverfahren - Teilweise …
LG Köln, 24.02.2011 - 1 S 273/09
Für die Tatsache des anfänglichen Vorhandenseins eines nunmehr defekten …
LG Krefeld, 18.08.2003 - 6 T 400/03
Unzulässigkeit der Betrachtung einer aus serienmäßig hergestellten Einzelteilen …
KG, 05.12.1989 - 1 AR 30/89
https://dejure.org/1989,8044
KG, 05.12.1989 - 1 AR 30/89 (https://dejure.org/1989,8044)
KG, Entscheidung vom 05.12.1989 - 1 AR 30/89 (https://dejure.org/1989,8044)
KG, Entscheidung vom 05. Dezember 1989 - 1 AR 30/89 (https://dejure.org/1989,8044)
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OLG Köln, 06.09.1999 - 2 W 163/99
Rechtshilfe im Insolvenzeröffnungsverfahren
Es bedarf hier keiner Entscheidung, unter welchen Voraussetzungen eine nähere Bezeichnung der aufzuklärenden Tatsachen wegen des mit der Anhörung verfolgten Ziels nicht geboten ist (vgl. KG NJW-RR 1990, 586 mit weit. Nachw. für den Fall einer Anhörung nach § 613 ZPO und/oder 50 b FGG) und ob ein derartiger Fall wegen des das Insolvenzverfahren beherrschenden Grundsatzes der Ermittlung von Amts wegen (§ 5 Abs. 1 InsO) auch gegeben ist, wenn der Schuldner oder sein gesetzlicher Vertreter im Eröffnungsverfahren nach den §§ 20, 97 Abs. 1, 101 Abs. 1 InsO zur Erteilung von Auskünften über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners herangezogen werden soll.
OLG Köln, 20.11.2006 - 2 Wx 20/06
Statthaftigkeit der Beschwerde gegen einen notariellen Vorbescheid; Ankündigung …
Zur Urkundstätigkeit des Notars im Sinne von § 15 BNotO gehört auch das sich anschließende Vollzugsverfahren (vgl. Senat, OLGZ 1990, 379 [380]; Senat, JurBüro 2000, 212; BayObLG FGPrax 1998, 78 [79]; OLG Hamm, FGPrax 2006, 176; OLG Zweibrücken, FGPrax 2002, 82).
BayObLG, 01.09.2003 - 1Z BR 68/03
Ablehnungsbefugnis des Notars hinsichtlich des Vollzugs einer Urkunde
Beruft sich eine Vertragspartei auf die Unwirksamkeit der von ihr abgegebenen Willenserklärung, hat sie eine der Urkunde entgegenstehende Rechtslage im Prozesswege geltend zu machen; zur Verhinderung des Vollzugs der Urkunde kann gegebenenfalls einstweiliger Rechtsschutz durch die Gerichte der streitigen Zivilgerichtsbarkeit in Anspruch genommen werden (vgl. BayObLG DNotZ 1998, 648/650; OLG Köln OLGZ 1990, 379/401; OLG Frankfurt DNotZ 1998, 196/200).
BayObLG, 04.06.1998 - 3Z BR 97/98
Verletzung des rechtlichen Gehörs bei Verwertung eines fachpsychiatrischen …
Die Verhinderung des Vollzuges der Urkunde kann gegebenenfalls durch eine einstweilige Verfügung, die sich gegen den oder die Vertragspartner richtet, erreicht werden (vgl. OLG Köln OLGZ 1990, 379/401).
BayObLG, 27.05.1998 - 3Z BR 28/98
Berechtigung des Notars, von der Einreichung der Urkunde beim Grundbuch u. a. …
Beruft sich eine Vertragspartei auf die Unwirksamkeit eines notariellen Vertrages, hat sie eine der Urkunde entgegenstehende Rechtslage im Prozeßwege geltend zu machen und zur Verhinderung des Vollzuges der Urkunde gegebenenfalls im Wege der einstweiligen Verfügung ein Erwerbsverbot zu erreichen (vgl. OLG Köln OLGZ 1990, 379/401).
BayObLG, 05.03.1998 - 2Z BR 28/98
Eintragung einer Grunddienstbarkeit ohne nähere Inhaltsbezeichnung

References: § 93
 § 94
 § 97
 § 93
 § 93
 § 97
 § 97
 § 97
 § 97
 § 97
 § 93
 § 93
 BGH 
 BGH 
 § 97
 BGH 
 § 94
 § 94
 § 613
 § 15