Source: http://www.diplom.de/Darstellung-Neubewertungsmethode-Auswirkungen-Kapitalkonsolidierung-aendernder-bestehender-Beteiligungsverhaeltnisse-Hinzuerwerb-HGB/18630.html
Timestamp: 2013-05-25 22:14:34+00:00

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Dateigröße: 414,5 KB
Bibliografie: ca. 18
ISBN (eBook): 978-3-8428-3630-3
Prämierung: Arbeit zitieren: Pergens, Dominik Juni 2012: Darstellung der Neubewertungsmethode und die Auswirkungen der Kapitalkonsolidierung auf sich ändernder bestehender Beteiligungsverhältnisse bei Hinzuerwerb nach HGB, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte: Neubewertungsmethode, Kapitalkonsolidierung, HGB, Interessentheorie, Beteiligungsverhältnis
Bachelorarbeit von Dominik Pergens
Aufbauend aus den Erkenntnissen der vorangegangenen vier Kapitel stellt das Kapitel ‘Vollkonsolidierung’ auf die Auswirkungen der Kapitalkonsolidierung ab. Hierbei wird ausführlich die Kapitalkonsolidierung nach § 301 HGB beschrieben, um dann die Erst- und Folgekonsolidierung dem Leser näher zu bringen. Ein Rückgriff auf die in Kapitel eins dargestellten Einheits- und Interessentheorie erfolgt und betont damit gleichzeitig die Bedeutung der ersten Kapitel. Im Detail kommt es zur Analyse welche Argumente für eine Abb. als Erwerbs- bzw. als Kapitalvorgang sprechen.
Begriff des Konzerns nach Aktiengesetz (AktG)
Konzerntheorien
Interessentheorie mit partieller Konsolidierung
Interessentheorie mit Vollkonsolidierung
Aufstellungspflicht des Konzernabschlusses und –lageberichts nach HGB
Voraussetzungen nach HGB
Konzernabschlusspflicht nach dem Publizitätsgesetz
Konsolidierungskreis i.e.S.
Einbeziehungswahlrecht nach § 296 HGB
Beschränkung der Beherrschungsmöglichkeit
Unverhältnismäßig hohe Kosten oder Verzögerungen
Konsolidierungskreis i.w.S.
Bedeutung der Kapitalkonsolidierung
Neubewertungsmethode als Unterform der Erwerbsmethode
Buchwertmethode als Unterform der Erwerbsmethode
Vergleich der Neubewertungs- und Buchwertmethode
Kapitalkonsolidierung nach § 301 HGB
Erstkonsolidierung im Wege der Neubewertungsmethode
Konsolidierungspflichtige Anteile
Bewertung der zu konsolidierenden Anteile
Verrechnung auf das Eigenkapital
Die Erstellung der Neubewertungsbilanz
Zielsetzung und Vorgehensweise der Neubewertungsbilanz
Bilanzierungsfähige und -pflichtige Bilanzposten in der Neubewertungsbilanz
Bewertung von Vermögen, Schulden und Rückstellungen
Folgekonsolidierung im Wege der Neubewertungsmethode
Folgekonsolidierung stiller Reserven und stiller Lasten
Folgekonsolidierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie eines passiven Unterschiedsbetrags
Folgekonsolidierung sich ändernder Beteiligungsverhältnisse
Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen
Der Kapitalvorgang im Sinne der Einheitstheorie
Der Erwerbsvorgang im Sinne der Interessentheorie
Die Regelungslücke
Fazit und Würdigung beider Ansätze
Kapitel 4.3, Konsolidierungskreis i.e.S.:
Der Konsolidierungskreis im Rahmen der Vollkonsolidierung enthält alle von dem MU einzubeziehenden TU. Der Gesetzgeber regelt die Pflicht zur Einbeziehung von TU in den Konsolidierungskreis nach § 294 HGB und das Einbeziehungswahlrecht in § 296 HGB. Von nachrangiger Bedeutung für den Konsolidierungskreis i.e.S grenzen §§ 310 und 311 HGB den Konsolidierungskreis für Nicht-TU ab. Wenn die Voraussetzung nach § 290 HGB vorliegen aber es zum Verzicht der Einbeziehung aller TU lt. § 296 HGB kommt, dann ist ein MU nach § 290 Abs. 5 ‘von der Pflicht einen KA und Konzernlagebericht aufzustellen befreit.’ Es wird deutlich, dass den §§ 294, 296 HGB neben der Abgrenzung des Konsolidierungskreises auch die Frage, ob eine Konzernrechnungslegungspflicht überhaupt besteht, zu kommt. Im Unterschied muss die Pflicht zur Aufstellung eines KA zwingend gegeben sein, um die §§ 310 und 311 HGB anwenden zu können. Werden bei der Aufstellung die konzernfremden Unternehmen nach §§ 310 und 311 HGB außer Acht gelassen und nur Mutter- und TU einbezogen, dann wird folglich von einem Konsolidierungskreis i.e.S. gesprochen.
4.3.1, Grundsatz:
Bei Vorliegen eines Mutter-Tochter-Verhältnis besteht grundsätzlich die Pflicht die TU einzubeziehen. Jedoch kann diese grundsätzliche Einbeziehungspflicht (§ 294 Abs. 1 HGB) aufgrund von Ausnahmen (§ 296 HGB) durchbrochen werden und das Weltabschlussprinzip beeinträchtigen. In anderen Worten muss die Prüfung des Vorliegens eines Subordinationsverhältnisses, der Prüfung, welche TU von der tatsächlichen Ausübung von Konsolidierungswahlrechten betroffen sind, voranstehen.
4.3.2, Einbeziehungswahlrecht nach § 296 HGB:
Die vier folgenden Ausnahmen erlauben es dem MU aufgrund spezieller Gegebenheiten das entsprechende TU nicht mit in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Wenngleich Gründe für die Anwendung der Ausnahmen im Anhang (§ 296 Abs. 3 HGB) gemacht werden müssen, ist der Grundsatz der Stetigkeit, also die jahresübergreifende Ausübung gleicher Wahlrechte, zu berücksichtigen. Um den Gedanken weiter zu führen bedeutet die Ausübung eines Konsolidierungswahlrechtes nicht, dass das betroffene TU keinerlei Abb. im KA findet. Vielmehr beziehen sich die Wahlrechte nur auf die Vollkonsolidierung, sodass eine Konsolidierung nach der Equity-Methode oder sogar zu AK erfolgt (§ 311 HGB).
4.3.2.1, Beschränkung der Beherrschungsmöglichkeit:
Ausgehend von dem Wortlaut des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB besteht ein Einbeziehungswahlrecht wenn,
‘erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen oder die Geschäftsleitung dieses Unternehmens nachhaltig beeinträchtigt.’
Der Konzern als Fiktion der ‘wirtschaftlichen Einheit’ sollte von einem MU geführt werden, dessen Beherrschungsmacht sich auf die TU bezieht, ohne das eine Einschränkung der tatsächlichen Ausübung des beherrschenden Einflusses (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 - 3 HGB) dem entgegensteht. Die Beeinflussung der Finanz- und Geschäftspolitik ist nach § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB ein wesentliches Merkmal für den beherrschenden Einfluss. Rechtlich (z.B. Vertragsvereinbarungen), gesellschaftsrechtlich (z.B. Vetoklauseln) oder auch politisch (z.B. Zugriffsverweigerungen) gelagerte Fälle können unterschiedliche Sachverhalte darbieten, die die Anwendung dieses Konsolidierungswahlrechtes rechtfertigen. Die Gesetzesformulierung ‘erheblich’ i.S.d § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB beinhaltet, die Beschränkung des Rechts des MU wesentliche Entscheidungen, wie beispielsweise die Unternehmensfortsetzung des TU betreffend, nicht mehr treffen zu können. Des Weiteren können Preisfestsetzungen, Produktionsbeschränkungen und Transferverbote die Nicht-Einbeziehung eines TU in den Konsolidierungskreis rechtfertigen. Bei geringfügigen oder nur vorübergehenden Beschränkungen sieht der Gesetzgeber keinen Ausschluss aus dem Vollkonsolidierungskreis vor. Selbst (zeitlich) absehbare Beschränkungen des Einflussbereichs des MU sind nicht hinreichend für die Anwendung des Wahlrechtes. Obgleich der Gesetzeswortlaut eng gefasst ist, wird dennoch in der Literatur die Anwendung des Konsolidierungswahlrechts nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB diskutiert (vorbehaltlich § 311 HGB). Wenn das MU in der Ausübung des tatsächlichen Einflusses beschränkt ist, kann der Generalnorm § 297 Abs. 2 S. 2 HGB nicht Folge geleistet werden. Dem Gedanken weiterfolgend käme nur ein Verbot der Anwendung des Wahlrechtes in Betracht.
http://www.diplom.de/ean/9783842836303
Pergens, Dominik Juni 2012: Darstellung der Neubewertungsmethode und die Auswirkungen der Kapitalkonsolidierung auf sich ändernder bestehender Beteiligungsverhältnisse bei Hinzuerwerb nach HGB, Hamburg: Diplomica Verlag
Neubewertungsmethode, Kapitalkonsolidierung, HGB, Interessentheorie, Beteiligungsverhältnis

References: § 301
 § 296
 § 301
 § 294
 § 296
 § 290
 § 296
 § 290
 § 296
 § 296
 § 290
 § 296
 § 296
 § 311
 § 297