Source: https://regenbogen.verdi.de/themen_1/hiv-aids/++co++2cd5f79a-4faa-11e3-a5e6-525400438ccf
Timestamp: 2018-10-21 00:26:38+00:00

Document:
ver.di – Bildungsbausteine HIV/AIDS
Bildungsbausteine HIV/AIDS
HIV/AIDS-Bildungsbausteine für Interessenvertretungen
Erarbeitet auf dem Seminar "Menschenrechte im Betrieb" in Oberursel 2004
Überarbeitet von der Projektgruppe HIV, AIDS und Gesundheitspolitik des Arbeitskreises Lesben und Schwule in ver.di Hamburg
Überarbeitung 2012 in Vorbereitung
HIV und AIDS im Arbeitsleben
rechtliche Handlungsansätze
Was hat die Prävention von HIV und AIDS in den Interessenvertretungen zu suchen?
Sie ist originäre Aufgabe der betrieblichen Interessenvertretung:
Erhalt von Arbeitsplätzen
Vertretung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Verhinderung von Mobbing und Diskriminierung
Erhalt des betrieblichen Friedens
externe Fortbildungen (z.B. mit der AIDS-Hife)
Nutzung der Einführung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Leitungsebene muss einbezogen werden!!
Worüber soll aufgeklärt werden?
Übertragungswege und Inkubationszeit
Andere sexuell übertragbare Krankheiten (als Indikator für HIV/AIDS)
statistische Daten (z.B. wie viele Betroffene in welchen Bereichen)
Es gibt keine Risikogruppen mehr!!
Anlaufpunkt für Rat suchende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Vermittlung von Ansprechpartnern (z.B. Betriebsarzt oder Schwerpunktpraxen)
Vermittlung von Kontakten zu kompetenten Institutionen außerhalb des Betriebes (z.B. AIDS-Hilfe/Stiftung/Seelsorge)
Organisation betrieblicher Selbsthilfegruppen
Begleitung von Gesprächen zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
2. HIV und AIDS im Arbeitsleben
HIV ist nicht gleich AIDS, Infektion ist nicht gleich Erkrankung
wirtschaftlicher Aspekt der Arbeit: Schaffung von Mehrwert
menschliches Miteinander am Arbeitsplatz als Wert
Arbeit als Teil des Lebens
Verlust der Arbeit als Verlust von Lebenswert und Selbstwertgefühl
Wen geht es an??
Alle und/oder nur Betroffene?
Wann ist das Thema von Interesse?
grundsätzlich, präventiv, ständig
>"möglichst vor dem Fall"
Verhindern von Diskriminierung
Angebote zur aktiven Hilfe
Umgang mit den Betroffenen
Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Auslegen von Informationsmaterial im Betrieb)
Tragen der roten AIDS-Schleife, Aktionen am Welt-AIDS-Tag
Aufnahme des Themas in innerbetriebliche Fortbildung
Maßnahmen aus dem Thema Prävention
Schulung der Leitungsebene als Multiplikatoren
Aufklärung von Kolleginnen und Kollegen
Einbeziehung des Betriebsarztes
keine Ausgrenzung im Arbeitsalltag
kein Karriereknick
kein Ignorieren in den Arbeitsteams
keine Störung des Betriebsfriedens durch üble Nachrede oder Mobbing
keine unbedingte Notwendigkeit dauerhafter Arbeitsunfähigkeit
geschulte Interessenvertretungen
Angst nehmen durch Integration
"gefahrloses outen" durch offenen Umgang mit dem Thema HIV/AIDS ermöglichen
betriebliche Vereinbarungen (Arbeitszeitmodelle, Wiedereingliederung, gesundheitsgerechte Arbeitsplätze)
Nutzung gesetzlich verankerter Möglichkeiten (Rehabilitation)
Unveränderter Umgang im menschlichen Miteinander
Hilfe statt Betroffenheit
Ausgleich bei evt. Leistungsminderungen (z.B. Arbeitszeitmodelle)
3. Rechtliche Handlungsansätze
EU-Richtlinie 2000/78 - gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz
§ 75 - Gleichbehandlungsgrundsatz
§ 99 - personelle Maßnahmen
§ 92 - Personalplanung (Versetzung usw.)
§ 87 - soziale Angelegenheiten
§ 96, 97, 98 - Berufsbildung (Versetzung von Erkrankten)
§ 95 - Auswahlrichtlinien
§ 92 a - Beschäftigungssicherung
SGB IX § 81 - Pflichten des Arbeitgebers und Rechte der schwerbehinderten Menschen
SGB IX § 83 - Integrationsvereinbarung
Für weitere Fragen oder auch Beratungen in Euren Interessenvertretungen stehen wir Euch gern zur Verfügung.

References: § 75

§ 99

§ 92

§ 87

§ 96

§ 95

§ 92
 § 81
 § 83