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Timestamp: 2018-07-23 01:14:50+00:00

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aps-Magazin 1/2018 by Martin Höflehner - Issuu
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst / Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer; Schenkenstraße 4/5, 1010 Wien, Österreich; Tel.: +43 (0)1/534 54-435, Fax: +43 (0)1/534 52-452; kontakt@pflichtschullehrer.at; www.pflichtschullehrer.at
1/2018_Februar
Tops und Flops der neuen Regierung für den Bildungsbereich
Informiert (Seite 6)
Hingesehen (Seite 12)
Nachgedacht (Seite 18)
Recht für den Schulalltag
Gewerkschaft Pf­licht­schul­leh­rerinnen und Pf­licht­schul­leh­rer in der Ge­werk­schaft Öf­fen­t­­licher Dienst, 1010 Wien, Schenken­straße 4/V Te­l.: 01/534 54-435, Fax: 01/534 54-452, E-­Ma­il: aps@goed.at www.pflichtschullehrer.at Bü­ro­zei­ten: Mon­tag bis Do­nner­s­­tag von 7.30 bis 16.30 Uhr, Frei­tag von 7.30 bis 13.30 Uhr Ko­sten­lo­se In­for­ma­tion für Mitglie­der der GÖD, Gewerkschaft Pf­licht­schul­lehrerinnen und Pflichtschullehrer
mit leidenschaft für unsere lehrer/innen Martin Höflehner
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Lehrermangel in Grundschulen verschärft sich
inhalt 3	aktuell
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender unserer Partnerorganisation, des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), wirft der Politik schwere Versäumnisse vor: „Die Berechnungen zeigen: Während der Bedarf steigt, kann die Personalplanung nicht einmal im Ansatz mithalten. Bis 2025 werden 105.000 Lehrkräfte an Grundschulen benötigt, es werden aber nur 70.000 Absolventinnen und Absolventen bis dahin ihr Studium abschließen. Das ist planerischer Wahnsinn, den die Politik zu verantworten hat. Zugleich ist das ein nicht zu verantwortender Eingriff in die Zukunftschancen der Jugend. Allzu lange wurden die Warnungen der Gewerkschaften von der Politik leichtfertig vom Tisch gewischt und der sich abzeichnende Personalmangel schöngeredet.“ Auch in Österreich wurden unsere gemeinsamen Warnungen vor drohendem Lehrer/-innenmangel (gemeinsame Pressekonferenz am 20.11.2008 GÖD, VBE und LCH – Schweiz mit dem Titel „3 Länder – 1 Problem – 15 Jahre Zeit – bis zu 600.000 Leh­rer/-innen gesucht“) von der Politik belächelt, ignoriert und sogar als Blödsinn abgetan. Wohin das führt, sehen wir an der Situation in Wien. Mehr als 1.500 Dienstposten können nicht mit ausgebildeten Lehrer/-innen besetzt werden. Über kurz oder lang wird das Problem in ganz Österreich spürbar werden.
editorial –2–
6	Sprachförderklassen 8
Zur Werteerziehung
Man kann sich täglich ärgern,
ist aber dazu nicht verpflichtet
Junglehrer/-innen INFO-Corner
24	Diensttausch OFFENLEGUNG GEMÄSS MEDIENGESETZ § 25 Wirtschaftsbetriebe Ges. m. b. H. der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, 1010 Wien, Teinfaltstraße 7. Unternehmensgegenstand: Führung der wirtschaftlichen Tätigkeiten, insbesondere der Wirtschaftsbetriebe der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Geschäftsführung: Otto Aiglsperger. Einziger Gesellschafter: Bildungs- und Presseverein der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Sitz: Wien. Betriebsgegenstand: Herstellung und Verarbeitung sowie Verlag literarischer Werke aller Art. Die Blattlinie entspricht jenen Grundsätzen, die in den Statuten und der Geschäftsordnung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (Fassung gemäß Beschluss durch den 17. Bundeskongress der GÖD) festgehalten sind.
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 15. 3. 2018 Beiträge senden Sie bitte per E-Mail (aps@goed.at) an die Redaktion.
„aps“ ist die Zeitschrift der Gewerkschaft Pf­licht­schul­leh­rerinnen und Pf­lichtschul­leh­ rer in der Ge­werk­schaft Öf­fent­licher Dienst. He­raus­ge­ber: Ge­werk­schaft Öf­fent­licher Dienst. Medieninha­ber und Ver­leger: GÖD Wirtschaftsbetriebe GmbH., Teinfaltstraße 7, 1010 Wien. Chefredaktion und für den Inhalt verantwortlich: Martin Höflehner (Ltg.), Paul Kimberger, 1010 Wien, Schenkenstraße 4/V, Tel.: 01/534 54-435. Redaktion, Pro­duk­tion, Konzeption und Anzeigenverwaltung: Modern Times Media Verlagsges.m.b.H., Chefin vom Dienst: Dipl.-Germ. Verena Baca, MA, Lagergasse 6/2/35, 1030 Wien, Tel.: 01/513 15 50. Cover: JuanCi, inarik/istock/Thinkstock (Montage). Hersteller: Druckerei Berger, 3580 Horn, Wienerstraße 80. Verlagsort: Wien. Herstellungsort: Horn. DVR-Nr.: 0046655. Na­ment­lich ge­kenn­­zeich­nete Bei­trä­ge stel­ len die Mei­nung des Au­tors dar, die sich nicht mit der Mei­nung der Re­dak­tion dec­ken muss. © GÖD – Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Text und Design des vorliegenden Druckwerks sind urheberrechtlich geschützt. Die GÖD behält sich das ausschließliche Recht auf Verviel­fältigung und Vertrieb vor. Jeder Missbrauch wird geahndet.
Paul Kimberger Kimberger Bundesvorsitzender Paul der Gewerkschaft Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer aktuell seite des vorsitzenden
illustration: FARBAI/istock/thinkstock
Ein Arbeitsprogramm ist die Basis jeder Zusammenarbeit in einer Regierung. Seit Mitte Dezember 2017 liegen jene 182 Seiten vor, auf denen die neue Bundesregierung darlegt, was sie in den nächsten Jahren umsetzen möchte. Das Regierungsprogramm untergliedert sich in fünf Hauptkapitel, wobei im Kapitel „Zukunft und Gesellschaft“ auf etwas mehr als acht Seiten die Pläne für den Bildungsbereich als Unterkapitel aufgelistet sind. Zentrale Eckpfeiler werden in einer Art Präambel bereits am Beginn genannt: „Jedes Kind verfügt über unterschiedliche Talente und Interessen. Ein modernes Bildungssystem muss diesen differenzierten Anforderungen durch eine differenzierte Struktur an Schultypen Rechnung tragen. Der Staat hat die Rahmenbedingungen, die Finanzierung, die grund­ legenden Ziele festzulegen und zu überprüfen. Alles ­Weitere soll schulautonom und unter Bedachtnahme der regionalen Gegebenheiten geregelt werden können. Ganz besondere Bedeutung kommt dabei den Lehrerinnen und Lehrern zu, die mit viel Engagement und Kreativität tagtäglich unter nicht immer einfachen Bedingungen in den Klassenzimmern dieses Landes unterrichten und Schülerinnen und Schüler bei ihrer Bildungslaufbahn umfassend unterstützen. Ihre Arbeitsbedingungen gilt es, nachhaltig zu verbessern. Eine wesentliche Komponente im Bildungssystem ist das Erreichen relevanter Bildungsziele. Die Beherrschung der Grundkulturtechniken, die Förderung individueller Interessen und Talente und bestimmter sozialer Kompetenzen sind für den weiteren Bildungsaufbau Voraussetzung.“ Was in der Präambel zu lesen ist, klingt ja ganz gut, entscheidend sind aber die konkreten Vorhaben im Bildungsbereich. Da viele Aussagen in diesem Programm vorerst nur Überschriften sind, die in der konkreten gesetzlichen Reali­ sierung noch detaillierterer Formulierung bedürfen, kann
dieser ­erste Blick natürlich nicht vollständig sein, sondern nur (m)eine erste Einschätzung geben (basierend auf den Ampelphasen Rot, Gelb und Grün). Eine Maßnahme im grünen Bereich bedeutet, dass das Vorhaben aus meiner Sicht sinnvoll erscheint, der gelbe Bereich zeigt an, dass diese Maßnahmen noch sehr unklar und daher für mich schwer einzuschätzen sind, und eine Maßnahme im roten Bereich macht deutlich, dass das Vorhaben nicht sinnvoll ist und daher von mir abgelehnt wird.
Elementarpädagogik l Klare Definition der Zielsetzungen von Bildung und Betreuung in den elementarpädagogischen Einrichtungen: Kindgerechte Vorbereitung auf die weitere Bildungslaufbahn, Talente fördern, vorhandene Stärken stärken. l Standardisierte und harmonisierte Sprachstandserhebungen und verbindliche Sprachförderung in deutscher Sprache für jene Kinder, die darauf angewiesen sind. l Zweijährige Verpflichtung zum Besuch eines Kinder­ gartens für jene, die das brauchen. l Definition höherer Standards für die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals in elementarpädagogischen Einrichtungen. l  Eingliederung der Elementarpädagogik in dasselbe Ministerium wie Unterricht. Schulsystem l Wiedereinführung der sonderpädagogischen A ­ usbildung: Ausbildungserfordernisse und Inhalte im Bereich der Sonderpädagogik definieren.
– 3 –-
„Es gibt nichts, was man den Schulen nicht zutraut. Chancengleichheit für alle und Elitenbildung, Hochbegabtenförderung und Integration aller Benachteiligten, soziales Miteinander und Wettbewerbsvorteile für jeden, Beschwörung der Kreativität und Normierung des Denkens, Aufruf zur Kritik und Anleitung zur Affirmation, Erwerb der
l Erhalt und Stärkung des Sonderschulwesens: Präzisierung
der Kriterien für Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf in anderen Regelschulen. l Autonomie des Schulstandortes über die Verwendung der zugeteilten Ressourcen erweitern. l Talente besser fördern und begleiten (Vorbild Ober­ österreich). l Bedarfsgerechter Ausbau der ganztägigen Schul- und Betreuungsformen ab der Mittelstufe auch in der verschränkten Form unter Berücksichtigung der Wahlfreiheit und schulpartnerschaftlichen Mitbestimmung. l Ausstattung aller Schulstandorte mit entsprechender digitaler Infrastruktur. l Bedarfsgerechter Einsatz von Unterstützungspersonal an Schulen auf Basis einheitlicher standardisierter Indikatoren. l Flexible Umsetzung der inneren Differenzierung am Schulstandort (z. B. Team-Teaching, Coaching, Leistungsund Fördergruppen). l Verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen.
l Etablierung
der Lehrlingsausbildung nach der Matura unter Berücksichtigung des altersadäquaten Lernens und der Anerkennung bereits aufgebauter Kompetenzen und vorhandenen Wissens. l Einbeziehung des NQR-Systems (Nationaler Qualitäts­ rahmen) bei Meister- und Befähigungsprüfungen und dadurch bessere Anschlussfähigkeit im tertiären Bildungsbereich; gesetzliche Bestimmungen im Berufsausbildungsgesetz zur Schaffung eines transparenten und arbeitsrechtlich gesicherten (dualen) Standard-Modells. l Erweiterte Ausarbeitung und flächendeckende Anwendung der Bildungsstandards für die unterschiedlichen Schulstufen und Schultypen. Bessere Verwertbarkeit der Ergebnisse durch frühere Durchführung (3. und 7. Schulstufe) und raschere Rückmeldung an den Einzelnen und an die Schule. l Definition bestimmter verbindlicher Standards als Voraussetzung für das Erreichen der Schulreife. l Überarbeitung und Präzisierung der Benotungssystematik (einschließlich verbaler Benotung) für alle Schultypen und Schulstufen.
l Standardisierter Talente-Check für Volksschüler am Ende
der 3. Klasse Volksschule. am Beginn der 7. Schulstufe. l Änderungen bestehender Mittelbindungen im Bereich einzelner Schultypen (NMS) und Zuteilung von Ressourcen nur noch auf Basis eines neuen, noch zu erarbeitenden, für alle Schultypen fairen Zuteilungssystems. l Eigene Deutschklassen für Schüler, die die Unterrichtssprache nicht ausreichend beherrschen. l Einsetzung einer Reformkommission zur Weiterentwicklung der 9. Schulstufe als vorbereitender „Schultyp“ für eine weiterführende Lehr- und Facharbeiterausbildung. l Schnelles Durchgriffsrecht im Fall von Fehlentwick­ lungen in pädagogischen Einrichtungen; Ausweitung der Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten im Fall von Fehlentwicklungen an elementarpädagogischen Standorten, Schulen oder Bildungsstandorten. l Chancen-Pass
Schulsystem l Auflösung
des BIFIE und Delegation der notwendigen Aufgaben. l Prüfung einer Grundsatzbestimmung für schulische Verpflichtungen und öffentliche Zuwendungen: - Bindung der Sozialleistungen an die Einhaltung von (schul-)gesetzlichen Verpflichtungen. - Generelle Koppelung des Bezugs von Sozialleistungen an die Einhaltung der aus der Schul- bzw. Bildungspflicht resultierenden Auflagen und Vorgaben. - Sanktionen bei Sozial- und Transferleistungen für Eltern und Erziehungsberechtigte im Fall einer Missachtung von Aufgaben und Pflichten.
Kulturtechniken bei gleichzeitiger Verabschiedung derselben, Kompetenzorientierung als Akklamation aller erdenklichen Inkompetenzen, Individualisierung als Standardisierung, Bestnoten noch für die Schlechtesten.“ Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), Seite 36
mit leidenschaft für unsere lehrer/-innen
auf Qualität setzt. Dass er dabei besonnen und praxisnah vorgeht, lassen auch seine Äußerungen erwarten, in denen er die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer betont und die Gewerkschaft als Partner bezeichnet. Ihr Schulsystem l  Leistungs- und ergebnisorientierte Gestaltung der Besoldungssystematik in allen Schultypen. l Neue Arbeitszeitmodelle für Pädagoginnen und Pädagogen, um Schulen eine standortautonome, flexible Arbeitszeitgestaltung zu ermöglichen. l  Flächendeckende Einführung eines anonymisierten 360°-Feedbacks durch Schüler an Lehrer als Basis für Mitarbeitergespräche. l Verstärkte Datenanalyse von Schulen mit transparentem Benchmarking. l Transparente, öffentliche Darstellung des schulischen Profils und Erfolgs des Schulstandortes bei Bildungsstandards und standardisierter Reife- und Diplomprüfung. l Entlastung der Eltern durch Anbieten von Lernmodulen in einer „Sommerschule“. l Bestehende Sonderformen der Benotung (z. B. verbale Benotung) können zusätzlich geführt werden. Anmerkung: Problematisch ist für mich das Wort „zusätzlich“. In der Grundstufe 1 muss die Beurteilungsform jedenfalls eine autonome Entscheidung an jeder Volks­schule bleiben! Das neue Regierungsprogramm 2017 – 2022 wurde auf der Website des Bundeskanzleramtes unter www. bundeskanzleramt.gv.at/regierungsdokumente veröffentlicht.
Paul Kimberger Reaktionen bitte an: paul.kimberger@goed.at Besuchen Sie auch die Website der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer unter www.pflichtschullehrer.at.
Wussten Sie schon … Anteil der Schülerinnen und Schüler Wiens, die die Unterrichtssprache nicht als Umgangssprache sprechen: 2008/09:	40,7 Prozent 2016/17:	51,2 Prozent Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind mit einer ­Aufgabe konfrontiert, wie sie in dieser Dimension in keinem anderen OECD-Staat existiert. Es ist daher höchste Zeit
Man darf gespannt sein, ob der vor der Nationalratswahl gepriesene und auch von vielen erhoffte neue Stil in der Politik jetzt zum Tragen kommt. Für mich bedeutet ein neuer Stil unter anderem, dass man auf die „Betroffenen“ hört. Optimismus ist jedoch angesagt. Wir konnten in den letzten Wochen erleben, dass ein Bildungsminister
für das Ende einer Politik des Wegschauens und Schönredens! Statistik Austria (Hrsg.), „migration & integration – zahlen.daten. indikatoren 2010“ (2010), Seite 107; Statistik Austria Online, Abfrage vom 25. Dezember 2017
(Vortrag an den Ministerrat)
Erste Vorhaben des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung im schulischen Bereich zur Förderung der Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch. Studien und Untersuchungen haben in den letzten Jahren ergeben, dass ein signifikanter Anteil von Schülerinnen und Schülern über deutliche Defizite in der Unterrichtssprache Deutsch verfügt und dass diese durch das derzeitige Fördersystem nicht entsprechend ausgeglichen werden können. Mangelnde Kenntnisse in der Unterrichtssprache Deutsch stellen bei der Integration und im Zuge der weiteren Bildungs- und Berufslaufbahn ein erhebliches Hindernis dar. Um diese teils verfestigte und seit vielen Jahren bestehende Problematik nachhaltig zu beheben, hat die Bundes­ regierung im Rahmen des Regierungsprogramms mehrere Maßnahmen vereinbart, die alle darauf abzielen, die Sprachkompetenz nachhaltig zu steigern und damit die Erfolgschancen in der weiteren Bildungs- und Berufslaufbahn merklich zu erhöhen. Dem im Regierungsprogramm festgehaltenen Grundsatz „Deutsch vor Regelunterricht“ folgend, soll die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch in Zukunft auf Basis einer klaren, einheitlichen Systematik erfolgen. Schülerinnen und Schüler, bei denen beim Einstieg in das Schulwesen keine oder sehr eingeschränkte Kenntnisse der Unterrichtssprache Deutsch festgestellt werden, werden einer Deutschförderklasse zugewiesen. Die Einstufung selbst soll künftig auf Basis standardisierter Sprachscree-
nings erfolgen. Diese sollen an den Schulstandorten verbindlich angewendet werden. Die Eröffnung einer solchen Deutschförderklasse ist ab sechs Schülerinnen und Schülern am Schulstandort verpflichtend. Der Unterricht wird von einschlägig qualifiziertem Personal erteilt. Für die neuen Deutschförderklassen sollen Lehrpläne verordnet werden, und zwar jeweils für die Grundschule (1. bis 4. Schulstufe) und für die Sekundarstufe I. Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren und jene im Alter von zehn bis 14 Jahren sollen in Deutschförderklassen zusammengefasst werden können, wobei altershomogene Klassen als pädagogisch zweckmäßig anzustreben sind. l Grundschule: 15 Wochenstunden intensives Sprachtraining im Rahmen der jeweiligen 22 bis 24 Gesamtwochenstundenanzahl laut Stundentafel. l Sekundarstufe I: 20 Wochenstunden intensives Sprach­ training im Rahmen der jeweiligen 28 bis 32 Gesamt­ wochenstundenanzahl laut Stundentafel.
Neben dem Besuch einer Deutschförderklasse sollen ­diese Schülerinnen und Schüler auch als Teil der Regelklassen geführt werden und an bestimmten Fächern und Aktivitäten des Regelunterrichts (z. B. Turnen, Klassen- und Schulausflüge) im Rahmen des regulären Klassen- und Schulverbandes teilnehmen.
„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft allein gelassen.“ Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE Lehrerinnen und Lehrer, OÖN vom 25. Jänner 2018
Foto: JuanCi/istock/thinkstock
Die neuen Deutschförderklassen bzw. deren Lehrpläne (1. bis 4. und 5. bis 8. Schulstufe) sollen jedenfalls auf die Dauer eines Semesters ausgerichtet sein und von der Stundenzahl und vom Fächerkanon her dem sonst geltenden Lehrplan (der Grundschule bzw. der Sekundarstufe I) angepasst sein. Der Besuch der Deutschförderklasse ist so lange verbindlich, bis der Übertritt der Schülerin bzw. des Schülers aufgrund der standardisierten Testergebnisse in die Regelklasse nachweislich möglich ist, jedoch längstens für vier Semester. Schülerinnen und Schüler, die einen Deutschförderkurs erfolgreich absolviert haben und grundsätzlich wieder eine Regelklasse besuchen, können nicht mehr wie bislang automatisch, sondern nur mehr in begründeten Fällen bzw. Ausnahmen in die nächste Schulstufe aufsteigen. Dadurch soll das Auf- und Nachholen des in den Lehrplänen vorgesehenen Lernstoffes und ein entsprechender Lernfortschritt sichergestellt werden. Jene Schülerinnen und Schüler, die nachweislich übertreten können, aber weiteren Förderbedarf aufweisen, sollen in
mit mitleidenschaft leidenschaftfür fürunsere unserelehrer/-innen lehrer/innen
eigenen Förderkursen an den Schulstandorten bei der Festigung der Sprachkompetenz unterstützt werden. Zusätzlich dazu sollen eigene Modelle der verbindlichen und strukturierten Sprachförderung in den Sommermonaten entwickelt und in weiterer Folge angewandt werden. Ebenso vorgesehen ist, dass das Beherrschen der Unterrichtssprache Deutsch als Kriterium der Schulreife entsprechend rechtlich verankert wird und jene Schülerinnen und Schüler, die am Beginn der Schulpflicht über erhebliche Sprachdefizite verfügen, eine Deutschförderklasse besuchen sollen. In dieser sollen sie aufgrund des höheren Stundenausmaßes intensiver als bisher in der Unterrichtssprache gefördert werden, um ihnen einen ehestmöglichen Umstieg in das Regelschulwesen zu ermöglichen. Die legistische Umsetzung des Vorhabens soll bis zum Sommer 2018 erfolgen und stufenweise ab dem Schuljahr 2018/19 vorgenommen werden. Die bisherigen Sprachfördermaßnahmen werden durch Deutschförderklassen und Deutschförderkurse ersetzt.
MARTIN HÖFLEHNER STELLVERTRETENDER VORSITZENDER DER GEWERK­SCHAFT PFLICHTSCHULLEHRERINNEN UND PFLICHTSCHULLEHRER –8–
Bildungsreformgesetz 2017 Teil 3 Schulcluster-Leitung im Minderheitenschulwesen
Sowohl im LDG als auch im VBG werden die besonderen Anforderungen für die Schulcluster-Leitung in sehr ähnlichen Wortlauten geregelt:
LDG § 26d – Schulcluster-Leitung § 26d (3) Sofern einem Schulcluster eine Schule gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten oder dem Minderheiten-Schulgesetz für das Burgenland angehört, kommen nur Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, die Kenntnisse in der Minderheitensprache nach zumindest dem Referenz­ niveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenz­ rahmens für Sprachen entsprechend der Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates an die Mitgliedsstaaten Nr. R (98) 6 vom 17. März 1998 zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen – GER nachweisen. Die Landesgesetzgebung wird ermächtigt, zusätzlich das Erfordernis der Befähigung zur Erteilung des Unterrichts in der entsprechenden Minderheitensprache oder eine gleichwertige Befähigung festzulegen. VBG § 43b – Schulcluster und Schulcluster-Leitung § 43b (4) Sofern einem Schulcluster überwiegend Schulen gemäß dem Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten oder dem Minderheiten-Schulgesetz für das Burgenland angehören, kommen nur Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, die die Befähigung zur Erteilung des Unterrichts in der entsprechenden Minderheitensprache aufweisen. In den übrigen Fällen müssen Bewerberinnen und Bewerber Kenntnisse in der Minderheitensprache nach zumindest dem Referenzniveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechend der Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates an die Mitgliedsstaaten Nr. R (98) 6 vom 17. März 1998 zum Gemeinsamen
Europäischen Referenzrahmen für Sprachen – GER nachweisen.
Änderung des Gehaltsgesetzes 1956 Im Gehaltsgesetz werden die Zulagen für die Funktionen in den Clustern geregelt und eine Änderung der Zulagenregelung für Leiter/-innen, die mit zusätzlichen Schulen betraut werden, festgelegt. Weiters werden Regelungen für Leiter/-innen, die durch Clusterbildung ihre Funktion verlieren, getroffen. Im § 57 wird nach Abs. 9 folgender Abs. 9a eingefügt: (9a) Der Schulcluster-Leitung gemäß § 26d LDG gebührt eine Dienstzulage in der Höhe, wie sie gemäß § 106 Abs. 2 Z 9 LDG 1984 in Verbindung mit Abs. 2a vorgesehen ist, wobei Schulcluster mit mehr als 200 Schülerinnen und Schülern der Dienstzulagengruppe I sowie Schulcluster mit bis zu 200 Schülerinnen und Schülern der Dienstzulagengruppe IV zugeordnet werden. Abs. 4 ist anzuwenden (= Erhöhung um 15 % nach 8 Jahren, um 25 % nach 12 Jahren und um 40 % nach 16 Jahren Funktionsausübung). Abs. 6 zweiter Satz (= Erhöhung um 15 % bei mehr als 40 Klassen) ist mit folgender Maßgabe anzuwenden: 1. An die Stelle der für die Erhöhung der Dienstzulage erforderlichen Zahl von Klassen tritt die Zahl der Gruppen von jeweils 6,5 Schülerinnen und Schülern der Sonderschule und von je 20 Schülerinnen und Schülern der übrigen allgemein bildenden Pflichtschulen. 2. Bei der Berechnung der Zahl der Gruppen ist das Ergebnis der Division auf die nächste ganze Zahl aufzurunden; diese für jede Schule ermittelten Zahlen sind zu summieren. 3. § 207n Abs. 3 letzter Satz BDG 1979 gilt für die Ermittlung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler. (= Die Ermittlung erfolgt für das jeweilige Schuljahr gemäß den Daten zum
„Es ist nicht alles messbar, und es passt auch nicht alles in eine Rangliste. Die OECD, die Medien sowie übermütige Wissenschafter und Politiker haben die Messbarkeit von Bildung überschätzt.“ Dr. Hans Ambühl, Generalsekretär der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren in der Schweiz (EDK), Neue Zürcher Zeitung Online vom 30. Dezember 2017
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Stichtag der österreichischen Schulstatistik des vorangegangenen Schuljahres.) § 57 Abs. 11 erster Satz lautet: „Die Dienstzulage einer Leiterin oder eines Leiters, deren oder dessen Funktion 1.	gemäß § 26a LDG 1984 jeweils in der bis 31. Dezember 2018 geltenden Fassung (= Nichtbewährung), 2. … 3. § 26b Abs. 5 LDG 1984 (= vorzeitige Abberufung oder Abberufung) endet, gebührt im Ausmaß von 50 vH des niedrigsten für die jeweilige Verwendungsgruppe und Gehaltsstufe im Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 4 vorgesehenen Betrages.“ Dem § 57 wird folgender Abs. 12 angefügt: (12) Lehrpersonen, die auf eine leitende Funktion ernannt worden sind und deren leitende Funktion gemäß § 26c Abs. 12 LDG 1984 geendet hat (= auf Grund des Aufgehens der Schule in einem Cluster), gebührt für die ersten sechs Jahre nach Beendigung dieser Funktion die Dienstzulage, die am Tag vor der Errichtung des Schulclusters gebührt hat, mit nachfolgenden Maßgaben: 1.	Eine weitere Erhöhung gemäß Abs. 4 findet nicht statt. 2. D  ie Dienstzulage reduziert sich a) im vierten Jahr auf 90 %, b) im fünften Jahr auf 75 % und c) im sechsten Jahr auf 50 %.
leidenschaft unsere lehrer/innen mitmit leidenschaft fürfür unsere lehrer/-innen
3. Der Anspruch endet vorzeitig zu dem Zeitpunkt, mit dem eine der folgenden Maßnahmen wirksam wird: a) Ernennung auf eine Planstelle für leitende Funktionen im Schulwesen (§ 207 Abs. 2 BDG 1979, §§ 26 und 26a LDG 1984) oder Betrauung mit einer solchen Funktion, b) Ernennung auf eine Planstelle eines Schul- oder Fachinspektors (§ 225 BDG 1979) oder Betrauung mit einer solchen Funktion, c) Betrauung der Lehrperson mit der Leitung einer Praxisschule gemäß § 22 Abs. 1 des Hochschulgesetzes 2005, d) Überstellung in eine andere Besoldungsgruppe. Dem § 57 wird folgender Abs. 13 angefügt: (13) Wird eine Leiterin oder ein Leiter mit der zusätzlichen Leitung einer weiteren Schule oder mehrerer weiterer Schulen betraut, so gebührt eine Dienstzulage. Diese Dienstzulage ist in der Weise zu bemessen, wie die Dienstzulage einer Schulleitung zu bemessen wäre, wenn die geleiteten Schulen eine einzelne Schule wären. In § 59c erhält der bisherige Inhalt des § 59c die Absatzbezeichnung „(1)“ und werden folgende Abs. 2 bis 4 angefügt: (2) … (3) … (4) Der Bereichsleitung gemäß § 207p Abs. 2 BDG 1979 gebührt eine Dienstzulage in der Höhe, wie sie gemäß § 57 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Abs. 2a für die Dienstzulagengruppe V in der jeweiligen Dienstzulagenstufe vorgesehen ist. § 57 Abs. 3 und 4 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Zeit der Ausübung der Funktion Bereichsleitung Zeiten der Ausübung der dort genannten Funktionen gleichzuhalten sind. In den Fällen des § 207n Abs. 11 letzter Satz BDG 1979 gebührt keine Dienstzulage für die Bereichsleitung. Dienstzulagen für leitende Funktionen und für Funktionen im Schulcluster gebühren nur in dem Ausmaß, in dem sie die gemäß § 57 Abs. 12 gebührende Dienstzulage übersteigen. Die vorstehenden Sätze finden auf die Bereichsleitung gemäß § 26e LDG 1984 mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle der in § 57 Abs. 2 lit. b für die Dienstzulagengruppe V vorgesehenen Dienstzulagen die in § 106 Abs. 2 Z 9 LDG 1984 für die Dienstzulagengruppe VI vorgesehenen Dienstzulagen treten.
Prof. Dr. Alfred Weinberger Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz – 10 –
Im Kontext von PISA-Tests und Überprüfungen von Kompetenzstandards wird der Erziehungsauftrag der Schule manchmal vergessen. Gemäß dem Lehrplan sollen nicht nur Wissen und Kompetenzen, sondern auch Werte vermittelt werden. Zur Werteerziehung herrschen einige gängige Ansichten, die es sich lohnt, etwas genauer zu analysieren.
Die erste gängige Ansicht bezieht sich auf die Art der Werte, welche eine zentrale Rolle in der Schule spielen sollen. Oft wird in diesem Zusammenhang von Werten wie Tüchtigkeit, Gehorsam oder Disziplin (z. B. Bueb, 2010) gesprochen. In der nach ihrer Bedeutsamkeit geordneten Wertehierarchie (z. B. Höffe, 2008) stehen die genannten Werte jedoch auf der untersten Ebene. Auch in den Lehrplänen finden Tüchtigkeit, Gehorsam oder Disziplin keine Erwähnung. Damit wird nicht gesagt, dass sie unwichtig seien, aber es wird deutlich, dass es wichtigere Werte gibt, denen die zentrale Rolle in der Werteerziehung zukommen sollte. Diese wichtigeren
Werte sind beispielsweise Menschenwürde, Weltoffenheit oder gegenseitige Achtung. Eine zweite Ansicht im Kontext von Werteerziehung lautet, dass es keine universellen, für alle geltenden Werte gäbe. Dieser Ansicht kann entgegnet werden, dass die Menschenrechte für alle Menschen gelten. Deshalb macht es Sinn, die Menschenrechte als zentrale
Foto: oculo/istock/thinkstock
Grundlage für die Werteerziehung im Unterricht zu verwenden, auch wenn natürlich die Auslegung der Menschenrechte in verschiedenen Staaten unterschiedlich gehandhabt wird. Eine dritte oft gehörte Ansicht lautet, dass Werte vermittelt werden sollten, so wie man Wissen vermittelt. Bei dieser Methode treten jedoch Probleme auf. 1) Es gibt eine Kluft zwischen dem Wissen über einen Wert und dem tatsächlichen Handeln. Das Wissen über ein „wertvolles“ Handeln garantiert noch lange nicht, dass wir in verschiedenen Situationen tatsächlich so handeln. 2) Bei einer klassischen Vermittlung von Werten besteht immer die Gefahr, dass die Schülerinnen und Schüler die Werte zwar übernehmen, aber aus opportunistischen Motiven danach handeln, z. B. weil sie sonst negative Konsequenzen befürchten. Das Ziel jeder Werteerziehung besteht aber darin, dass Lernende die Werte internalisieren und intrinsisch motiviert sind, danach zu handeln. Werte müssen verstanden werden, bevor sie handlungsleitend werden. Dazu braucht es Unterrichtsmethoden auf der Grundlage von Reflexion und Diskussion, wie sie etwa die Methode der Dilemmadiskussion und andere aus ihr abgeleitete Konzepte (z. B. Values and Knowledge Education; Weinberger et al., 2008) gewähren.
Nachhaltige Werteerziehung Bei der Dilemmadiskussion werden die Lernenden mit einer Geschichte konfrontiert, in der eine Entscheidung
zwischen verschiedenen Werten zu treffen ist. Die Schülerinnen und Schüler beziehen einen Standpunkt, formulieren eine Begründung, diskutieren die Werturteile, übernehmen die Perspektive anderer und suchen schließlich gemeinsam nach einer besten Lösung. Diese Form der Werteerziehung hat sich nachweislich als wesentlich nachhaltiger herausgestellt als die klassische Wertevermittlung. Die Dilemmadiskussion kann auch in den Fachunterricht integriert werden, wie es etwa im Konzept der Values and Knowledge Education umgesetzt wird. Dabei ist die Dilemmageschichte so verfasst, dass sich die Lernenden zusätzliches Wissen aneignen müssen, um zu einer zufriedenstellenden Lösung zu gelangen. Dieses Wissen betrifft genau die Lerninhalte des Unterrichts­ faches. Somit werden Werteerziehung und Wissenserwerb sinnvoll miteinander kombiniert.
Das Erziehungsziel Als oberstes Ziel der Erziehung steht gemäß den Lehrplänen die Mündigkeit des Menschen, d. h. die Fähigkeit, sich ein eigenes (Wert-)Urteil zu einem Sachverhalt zu bilden, es auf seine Legitimität zu überprüfen und auf der Grundlage dieses Urteils dann zu handeln. Nimmt man dieses Erziehungsziel ernst, dann erscheint es sinnvoll, sich mit den gängigen Ansichten von Werterziehung etwas näher auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und schließlich Unterrichtsmethoden einzusetzen, deren Effektivität nachweislich gegeben ist.
Literatur Bueb, B. (2010). Lob der Disziplin (5. Aufl.). Berlin: Ullstein. Höffe, O. (2008). Lexikon der Ethik. München: Beck. Weinberger, A., Patry, J.-L. & Weyringer, S. (2008). Das Unterrichtsmodell VaKE (Values and Knowledge Education). Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Innsbruck: Studienverlag.
Lisa Hirsch Volksschullehrerin im Colegio Austriaco – 12 –
Lebe deinen Traum Erfahrungen einer Auslandslehrerin: Einmal im Ausland unterrichten – mit diesem Gedanken haben Sie vielleicht schon einmal spekuliert. Doch die Unsicherheiten sind nicht gerade klein: Was erwartet mich? Fällt es leicht, soziale Kontakte zu knüpfen? Um dem Ganzen ein wenig näher zu kommen, hat Michael Weber mit Lisa Hirsch geskypt, die derzeit als VS-Lehrerin im Colegio Austriaco in Querétaro (Mexiko) arbeitet. Wie sie dazu kam, welche Eindrücke sie hat und warum man seine Träume leben soll, erfahren Sie hier.
Wie kamst du dazu, im Ausland zu unterrichten? Mein Vater nahm mich oft auf seine Reisen zu den verschiedensten Sozialprojekten nach Kroatien, Afghanistan, Uganda oder Kenia mit. So wurde mir, denke ich, schon früh die Möglichkeit geboten zu erkennen, dass die Welt eine große, bunte Vielfalt aufweist, die mich bis heute nach wie vor sehr fasziniert. Nach meiner Matura lebte ich ein halbes Jahr in Costa Rica, um dort in einem Kindergarten zu arbeiten, Spanisch zu lernen und das Landleben kennenzulernen. Während meiner Studienzeit an der PH der Diözese Linz durfte ich im Rahmen des europäischen Programms „Erasmus“ für ein Semester in Cádiz studieren. Nach meinen Studienabschlüssen der Kultur- und Sozialanthropologie und des Volksschullehramts absolvierte ich
MICHAEL WEBER ZENTRALAUSSCHUSS APS OBERÖSTERREICH information
das Masterstudium für Interkulturelle Soziale Arbeit an der FH Linz und erhielt zeitgleich eine Stelle als Volksschullehrerin an der VS St. Martin bei Traun. Mehr als vier Jahre vergingen und da mein großes Interesse für andere Länder nie nachließ, dachte ich, dass es sinnvoll wäre, meinen Job mit dem Interesse für andere Länder zu verbinden.
Fotos: Lisa Hirsch
Wie wird man an einer Auslandsschule tätig? Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und mit einem unbefristeten Vertrag ist es möglich, sich bei „Weltweit unterrichten“ zu bewerben. „Weltweit unterrichten“ ist eine Einrichtung des BMB, die Kurz- und Langzeitaufenthalte in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt anbietet. Zuerst bewirbt man sich über eine Online-Bewerbung. Hat man diese Runde geschafft, bekommt man eine Einladung für ein Hearing in Wien. Wenn man dieses Gespräch erfolgreich besteht, erhält man innerhalb von 14 Tagen den Bescheid, ob man genommen wurde. Neben mehrjähriger Berufserfahrung als Lehrerin in Österreich sind gewiss auch Praktika und Berufserfahrungen in anderen Ländern von Vorteil. Wie sieht so ein Tag in der Schule aus? Die Schulpforten öffnen sich um 7.30 Uhr. Um 7.55 Uhr ertönt die Musik, die sowohl Schüler/-innen als auch Lehrer/-innen daran erinnert, schön langsam ins Klassenzimmer zu gehen und sich auf den Stundenbeginn vorzubereiten. Dieses Ritual gefällt mir besonders gut. Das Team besteht aus 14 mexikanischen und sieben österreichischen Lehrer/-innen. Ein buntes Treiben auf Gängen, in den Klassenzimmern und im Konferenzzimmer ist täglich zu beobachten. Alle Kinder haben montags bis freitags sechs Unterrichtseinheiten. Nachmittags werden zahlreiche Freigegenstände wie Yoga, Theater oder ­Taekwondo angeboten. Es gibt momentan sieben Schulstufen, die Schule wächst aber weiter und so werden in wenigen Jahren die ersten Schüler/-innen maturieren. Sind dein Aufenthalt in Mexiko und deine Tätigkeit als Lehrerin so, wie du dir es vorgestellt hattest, oder ganz anders? Was hat dich besonders überrascht?
Nachdem es nicht mein erster längerer Aufenthalt in einem anderen Land ist, versuchte ich mir vor einem Jahr, dem Zeitpunkt vor der Übersiedlung nach Mexiko, wieder ins Leben zu rufen, dass ich ohne große Erwartungen und Vorstellungen in diesen neuen Lebensabschnitt eintreten möchte. Dieser Anspruch an mich selbst ist natürlich nicht immer gelungen, vor allem was gewisse Sorgen und Ängste betrifft, die mich zu Beginn noch begleiteten. Ein Jobwechsel verbunden mit einem Wohnortswechsel in einen anderen Kontinent ist, denke ich, immer ein Risiko – in meinem Fall wurden mir glücklicherweise viele Schutzengel mitgeschickt, die mich bisher auf all meinen Wegen beschützt haben. Ich fühle mich sehr wohl hier in diesem wundervollen, farbenprächtigen Land, wo man das Gefühl hat, dass alle Leute immer lächeln und freundlich sind. Ängste, wie etwa die Angst, ausgeraubt zu werden oder als Frau in Lateinamerika in großer Gefahr leben zu müssen, haben sich absolut nicht bestätigt und ich fühle mich auch noch nach einem Jahr sicher und gut aufgehoben.
mit ihrem großen Herz und ihrer Gastfreundlichkeit sehr schwer machen, sich nicht wohl zu fühlen.
Welche Erfahrungen an der Auslandsschule nimmst du mit, die dir auch in Österreich helfen können? Offenheit, Perspektivenwechsel, Flexibilität, neue Erfahrungen, Lernbereitschaft, sich an andere Lebens- und Arbeitsbedingungen anzupassen und noch vieles mehr. Welches Feedback bekommst du von den Kindern? Nachdem ich keine Klassenlehrerin bin, ist der Bezug zu den Kindern ein anderer, als ich es von Österreich gewohnt war, wo ich den ganzen Vormittag die Klassenmama für dieselben 23 Kinder war. Hier unterrichte ich weniger Stunden in einer Klasse, dafür verteilt es sich auf zwei verschiedene Schulstufen. Infolgedessen ist das Feedback sehr breit gefächert und bunt. Die Kleinen drücken ihr Feedback in Umarmungen und großer Lernfreude für die Fremdsprache aus, die Großen äußern ihre Meinung durch Worte, Briefe und Zeichnungen. Was sind deine persönlichen Eindrücke von Mexiko? Das Land, die Menschen? In dieses Land habe ich mich sofort verliebt, als ich vor vier Jahren das erste Mal alleine mit dem Rucksack von Mexiko nach Panama reiste. Ich schrieb damals eine Postkarte an mich selbst, auf der ich folgende Worte hinterließ: „­Liebe Lisa! Bitte erinnere dich immer daran, wie glücklich du in Mexiko warst. Versprich dir, dass du in 2 Jahren wieder zurückkommst!“ Aus zwei Jahren wurden zwar drei, aber ich glaube, diese damalige Erfahrung war für mich sehr entscheidend, um mich für diesen Job zu bewerben. Ich fühle mich hier einfach so glücklich, und das liegt für mich zum größten Teil an den Menschen, die es einem
Gibt es aus der bisherigen Zeit irgendwelche ganz besonderen Momente oder Erlebnisse, von denen du berichten kannst? In diesem Jahr habe ich so viele wundervolle Ereignisse erlebt, dass es mir schwerfällt, mich festzulegen, über welche ich berichte. In schulischer Hinsicht waren für mich mit Sicherheit das Laternenfest, der Muttertag sowie das Maifest Highlights. Nachdem versucht wird, sowohl mexikanische als auch österreichische Feste und Rituale in die Schule miteinzubinden, lebte ich die österreichischen traditionellen Feste in diesem Jahr viel intensiver, als ich es jemals in Österreich getan habe. Ein schulisches Highlight war der Muttertag. Der Muttertag wird hier in Mexiko ganz groß gefeiert und hat eine wesentliche Bedeutung. An diesem Tag führten alle Klassen professionelle Tänze für ihre Mütter auf. Es war so schön zu beobachten, wie sehr sich die Kinder und die Mütter gefreut haben. Beim Maifest stellten wir den Maibaum in unserem Schulhof auf, die Kinder führten österreichische Tänze in Dirndl und Lederhose auf und Lieder wie „Peters Brünnele“ wurden gesungen. Kulinarisch gab es eine Vielzahl an österreichischen Speisen wie etwa Sauerkraut, Schweinsbraten und Serviettenknödel. Ein außerschulisches Highlight war eine Einladung der ­Universität Querétaro, um einen Vortrag vor über 100 Stu­ den­tinnen und Studenten über das Thema „Lebe deinen Traum“ halten zu dürfen. Es war so berührend und beeindruckend, wie die Studierenden mir zuhörten und auch von ihren Träumen und Wünschen erzählten. Ich bin wirklich so dankbar für jede neue Erfahrung, die ich hier erleben darf, und kann jeden Menschen nur bestärken, seine eigenen Träume zu leben. Weiterführende Information: Es gibt sieben Österreichische Auslandsschulen: Die älteste ist das 1882 gegründete St. Georgs-Kolleg in Istanbul, zudem gibt es Schulen in Prag, Guatemala, Budapest, Shkodra (Albanien), Liechtenstein und in Querétaro, Mexiko. Wenn Sie sich für eine Lehrtätigkeit im Ausland interessieren, finden Sie Informationen unter https://www.weltweitunterrichten.at.
ANGEBOTE FÜR SCHULEN 3-Monats-Angebot Die Ausgaben April bis Juni 2018 um 3 Euro pro Kind bis 26.2.2018 bestellen und die Märzausgabe kostenlos in derselben Stückanzahl erhalten. Frühbucher-Angebot Die Ausgaben April 2018 bis Juni 2019 um 11 Euro pro Kind bis 26.2.2018 bestellen und die Märzausgabe kostenlos in derselben Stückanzahl erhalten. Beide Angebote finden Sie unter: www.pausenzeitung.at/bestellung
ie Pausenzeitung ist eine österreichweite Monatszeitung mit 24 Seiten, die für Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren konzipiert ist. Mit einfachen Worten, kurzen Texten und entsprechenden Bildern helfen die Berichte Kindern dabei, aktuelles Geschehen in ihre Lebenswelt besser einordnen zu können. Die Pausenzeitung soll aber auch Pädagogen unterstützen, aktuelle Themen im Rahmen des Unterrichts aufzugreifen und Kinder langsam an das Medium Zeitung heranzuführen, um so ihre Kompetenz im Umgang damit zu stärken. Was in der Zeitung steht, ist von Bedeutung – für Kinder und Erwachsene: Auch diesen Zugang will die Redaktion nutzen und so Themen wie Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Sport und Gemeinschaft mit Berichten in diesem Produkt
Gewicht verleihen. Die Pausenzeitung bietet Lehrern auf www.pausenzeitung.at verschiedene Unterrichtsmaterialien zum Printprodukt an: Videos zu Berufsbildern, um Kindern einen noch tieferen Einblick zu ermöglichen. Sonderausgaben zu verschiedensten Themen, um diese im Unterricht verstärkt einbauen zu können oder um den Schülern noch mehr Lesestoff zur Verfügung zu stellen. Arbeitsblätter zu jeder Ausgabe: konzipiert von Pädagogen. Wissensseiten: Zu den Themenbereichen Berufsbilder, Internet, Tiere und Sport wird eine Auswahl von Seiten, die bereits in früheren Ausgaben publiziert wurden, inkl. dazugehöriger Arbeitsblätter angeboten: Diese können z. B. für Themenwochen in der Schule oder für Referate verwendet werden.
Claudia Wolf-Schöffmann Mitglied der Bundesleitung 10 – 16 –
Auge um Auge, Zahn um Zahn? Sechs Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind schon einmal körperlich von Schülerinnen und Schülern angegriffen worden. Jede/-r vierte wurde bereits Opfer psychischer Gewalt.
Szene 1 aus dem Film „Fuck ju Göthe“: Der Aushilfslehrer öffnet auf der Suche nach dem Klassenbuch den Wandschrank, wo ein Kanister Altöl auf ihn wartet und sich über ihn ergießt. Als sich Neo-Lehrer Zeki Müller dann auf den Stuhl setzt, klebt er fest und kommt nur unter Aufopferung seines Hosenbodens frei. Und als er letztlich im Auto die Flucht ergreifen will, explodiert ein Federkissen im Wageninneren, sodass er wie geteert und gefedert aussieht. Szene 2 aus dem Leben eines Wiener Pflichtschullehrers: „Der Turnlehrer setzt einen Buben wegen ungebührlichen Betragens im Unterricht an den Rand des Turnsaals. Dieser ruft per Handy seinen Vater an, der den Pädagogen dann niederschlägt.“ Szene 3 aus dem Leben einer Wiener Pflichtschullehrerin: „Der Schüler ist zornig und klappt die Tafel mit beiden Händen kraftvoll zu. Die Hand der Lehrerin ist dazwischen, zwei Finger sind gebrochen.“ Wirkt es in Filmen wie „Fuck ju Göthe“ noch lustig und unterhaltsam, wenn Lehrerinnen und Lehrer von Schülerinnen und Schülern tyrannisiert werden, vergeht einem angesichts der wachsenden Gewaltbereitschaft gegenüber Lehrkräften leider das Lachen. Sie werden von aggressiven Eltern, Schülerinnen und Schülern beschimpft, bedroht, gemobbt oder sogar tätlich angegriffen. Viele Pädagoginnen und Pädagogen fühlen sich von der Behörde alleingelassen oder schweigen, weil es ihnen einerseits um den Ruf ihrer Schule geht und sie sich erfahrungsgemäß kaum Konsequenzen für verhal-
tensauffällige Pflichtschüler/-innen erwarten. Unkonventionelle Methoden, wie sie Aushilfslehrer Zeki Müller (Elyas M‘Barek) anwendet, um die „Monsterklasse 10b“ an der Goethe-Gesamtschule zu bändigen, funktionieren nur auf der Leinwand! (Obwohl sein Handeln durchaus Sympathie findet….) Im richtigen Leben darf sich eine Lehrperson, die einen Streit schlichten will und selbst angegriffen wird, wegen Körperverletzung eines Schülers rechtfertigen! (So geschehen in Wien!)
Tabuthema Gewalt gegen Lehrerinnen und Lehrer Sechs Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind schon einmal körperlich von Schülerinnen und Schülern angegriffen worden. Jede/-r vierte wurde bereits Opfer psychischer Gewalt. Das ist das erschreckende Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2016 unter fast 2.000 Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat diese Studie in Auftrag gegeben, um das Thema öffentlich zu machen, weil der Dienstgeber den Umgang mit solchen Situationen vielfach als Privatproblem des einzelnen Lehrers / der einzelnen Lehrerin gesehen hat. Außerdem gab es von den zuständigen Ministerien – ganz nach Vogel-StraußManier – keine Erhebungen zu diesem Thema. Das hat sich jetzt geändert! Die zunehmende Gewalt gegenüber Lehrerinnen und Lehrern ist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und der Dienstgeber muss sich damit auseinandersetzen. Leider gibt es auch in Österreich keine
„55 Prozent der Lehrer geben an, dass ihnen aus den letzten fünf Jahren Fälle an ihrer Schule bekannt sind, in denen Lehrkräfte in irgendeiner Form psychischer Gewalt ausgesetzt waren.“ FORSA (Hrsg.), Gewalt gegen Lehrkräfte (2016), Seite 12
zwar kein neues Problem, doch es werde immer schlimmer. „Es gibt derzeit keine Möglichkeit, dass ein Schüler, der mehrfach gewalttätig und unangenehm und provokant ist, die Schule verlassen muss“, kritisiert der Direktor. Vielmehr gehe es leider immer darum, was man tun könne, damit es dem einen Kind, das Gewalt ausübt, besser gehe, und nicht um die 24 anderen, die in der Klasse sitzen und „zum Teil – das ist auch bei mir im Haus passiert – mit Angst in die Schule gehen“. (www.krone.at/1617547) Diese falsche Toleranz, oder besser gesagt diese Ohnmacht gegenüber dem System, der sich viele Pädagoginnen und Pädagogen ausgeliefert fühlen, führt zu Resignation und setzt die Schwelle der Erträglichkeit immer weiter nach unten. Unverschämte Verhaltensformen werden gezwungenermaßen akzeptiert und als normal gewertet, da der Aufschrei von Betroffenen in seitenweise, penibel dokumentierten Berichten verstummt.
Tu felix Austria dormi!?
zentralen Zahlen, Daten, Fakten, die einen Überblick über das Ausmaß der Gewalt gegenüber Lehrerinnen und Lehrern an unseren Schulen liefern.
„Ordinär beschimpft zu werden, ist ganz normal“ Es sei an der Tagesordnung, „ordinärst beschimpft zu werden und als Lehrer oder Lehrerin respektlos behandelt zu werden“, sagt NMS-Direktor Christian Klar in der ORF-Sendung „Wien heute“ vom 19. Jänner 2018. Das sei
Es gibt, wie schon erwähnt, keine zentralen Zahlen und Prozentsätze über psychische und physische Gewalt gegenüber Lehrerinnen und Lehrern. Über jugendliche Mobbingopfer an Österreichs Schulen wissen wir besser Bescheid. Eine Sonderauswertung der PISA-Studie 2015 ergab, dass rund 19 Prozent der 15-Jährigen in Österreich zumindest ein paar Mal pro Monat in der Schule gemobbt werden. Bullying, also systematische und wiederholte Aggression unter Schülerinnen und Schülern, ist nicht nur in Österreich, sondern international an Schulen weit verbreitet. Dazu gibt es vom Bildungsdirektor der OECD, Andreas Schleicher, die Forderung nach einer „Null-Toleranz-Praxis“ bei Mobbing, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Warum man nicht auch eine „Null-Toleranz-Praxis“ bei Gewalt gegenüber Lehrerinnen und Lehrern einfordert, ist mir ein Rätsel. Aber anscheinend muss sich erst die Gewerkschaft um dieses Thema kümmern, damit die Behörde aufwacht!
MMag. Dr. Thomas Bulant stellvertretender Vorsitzender der gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und PFlichtschullehrer – 18 –
Man kann sich täglich ärgern, ist aber dazu nicht verpflichtet Eine Serie, wie das Recht für den Schulalltag genutzt werden kann. In dieser Folge geht es um Unentschuldigte Fehlstunden.
Montag, 8. Jänner, die Weihnachtsferien sind gerade zu Ende gegangen. Gestärkt von Vanillekipferln oder guten Vorsätzen treten die Lehrpersonen wieder ihren Schuldienst an. Die Nerven sind entweder durch die reich an Butter geschmackvolle Weihnachtsbäckerei in Fett gepackt oder die Vorsätze vom Neujahrstag sagen einem, heuer die Nerven zu schonen. Nicht jede Unkorrektheit oder jeder Regelverstoß soll einen verärgern. Die Lehrkräfte betreten ihre Klassen, halten aber sofort kurz inne, denn viele Sitzplätze sind unbesetzt, und fragen sich, ob die in den Medien für Mitte Jänner angekündigte Grippewelle gerade in ihren Klassen schon früher zu wüten begonnen hat. Bei nächster Gelegenheit wird die Schulleitung oder der Anrufbeantworter der Schule befragt, ob die Absenzen entschuldigt worden sind. Nach dieser Recherche steht fest: Die meisten Kinder fehlen unentschuldigt. Kein Grund für einen Tweet an den Lebenspartner, um ihm eine Weltuntergangsstimmung mitzuteilen, wäre da nicht das Klassenforum zu Schulbeginn gewesen, bei dem man ausführlich und mit Nachdruck den Erziehungsberechtigten der Klasse den § 9 Absatz 5 Schulpflichtgesetz nahegebracht hat: Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten des Kindes haben den Klassenlehrer (Klassenvorstand) oder
den Schulleiter von jeder Verhinderung des Schülers ohne Aufschub mündlich oder schriftlich unter Angabe des Grundes zu benachrichtigen. Dazu hatte es Monate davor sogar eine Diskussion in der Schulkonferenz gegeben, weil am Standort diese Elternpflicht mit unterschiedlichen zeitlichen Fristen versehen worden ist. Eine Bestimmung aus dem § 25 Schulpflichtgesetz, nämlich jene, dass unentschuldigtes Fernbleiben von der Schule von drei aufeinander folgenden Tagen die Lehrkräfte zu einem Gespräch zwischen den Erziehungsberechtigten, dem Kind und dem Klassenvorstand verpflichtet, um die Gründe des Fernbleibens zu erörtern, hat manche Kollegin oder Kollegen veranlasst, den Terminus „ohne Aufschub“ mit drei Tagen zu interpretieren. Da im Klassenforum für eindeutige Rechtskenntnis der Eltern gesorgt worden ist und ein Großteil der unentschuldigt ferngebliebenen Kinder an den darauf folgenden Tagen gesund und munter wieder in der Schule eintrudeln, beginnen die Reste der Vanillekipferln im Magen – oder sind es doch schon wieder die Nerven – zu vibrieren. Mit einer Selbstverständlichkeit begründen die Eltern die Absenzen mit Familienfeiern anlässlich der orthodoxen Weihnachten oder mit Kurzkrankheiten. Lange Rede, kurzer Sinn: Wieder einmal haben viele Familien Ferien verlängert, ohne dafür eine Genehmigung eingeholt zu haben. Wieder einmal ergeben sich dadurch Verwaltungsarbeit für den Klassenvorstand und zusätzliche Unterrichtsleistungen für die Lehrkräfte der Klasse,
Pflichten und Rechte sind zu benennen und einzufordern! Ansonsten kommt ein auf Vernunft und Rechtssicherheit aufgebautes System ins Wanken.
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da die meisten Kinder nicht von sich aus motiviert sind, den selbst verschuldet versäumten Lernstoff selbstständig nachzuarbeiten. Und schon wieder folgt der Verärgerung das Ohnmachtsgefühl, einen Rechtsbruch ohne Konsequenzen akzeptieren zu müssen. Diese Situation ergibt sich nicht einmalig im Unterrichtsjahr. Die Flüge und andere touristische Angebote sind Tage vor und nach Ferien günstiger. Ihre Lockwirkung lässt für gar nicht wenige Kinder den Unterricht früher enden oder später beginnen. Die neue Regierung, die mit einem gewissen Law-andOrder-Versprechen angetreten ist, hat angekündigt, die diesbezüglichen Bestimmungen zu verschärfen. Meiner Meinung nach ist das alles nur „Schimäre“, denn rechtliche Bestimmungen greifen nur, wenn sie auch zur Anwendung kommen. In dem zuvor erzählten Fall könnte man heute schon schulautonom anders reagieren, als diese Zustände nur abzunicken. Das Schulpflichtgesetz hält in seinem § 9 Absatz 2 fest: Ein Fernbleiben von der Schule ist während der Schul-
zeit nur im Falle gerechtfertigter Verhinderung des Schülers zulässig. Als Rechtfertigungsgründe führt das Gesetz im nächsten Absatz an:
1.  Erkrankung des Schülers, 2. mit der Gefahr der Übertragung verbundene Erkrankungen von Hausangehörigen des Schülers, 3.  Erkrankung der Eltern oder anderer Angehöriger, wenn sie der Hilfe des Schülers bedürfen, 4. außergewöhnliche Ereignisse im Leben des Schülers, in der Familie oder im Hauswesen des Schülers, 5. Ungangbarkeit des Schulweges oder schlechte Wit­ terung, wenn die Gesundheit des Schülers dadurch gefährdet ist. Neben der Befreiung von der Teilnahme an einzelnen Unterrichtsgegenständen gemäß § 11 Absatz 6 Schulunterrichtsgesetz ist das Fernbleiben vom Unterricht nur dann zulässig, wenn einem diesbezüglichen Ersuchen der Erziehungsberechtigten stattgegeben worden ist.
dere für den regelmäßigen Schulbesuch und die Einhaltung der Schulordnung durch den Schüler ... zu sorgen.
Lehrerinnen und Lehrer können auf die im Schul­pflichtgesetz und im Schulunterrichtsgesetz ­festgeschriebenen elterlichen Pflichten hinweisen. Im übrigen kann die Erlaubnis zum Fernbleiben aus begründetem Anlass für einzelne Stunden bis zu einem Tag der Klassenlehrer (Klassenvorstand) und für mehrere Tage bis zu einer Woche der Schulleiter erteilen. Die Entscheidung des Klassenlehrers (Klassenvorstandes) bzw. des Schulleiters ist durch Widerspruch nicht anfechtbar. Für die Erlaubnis zu längerem Fernbleiben ist die zuständige Schulbehörde ... zuständig. (§ 9 Absatz 6 SchPflG)
Die Erziehungsberechtigten haben das Recht und die Pflicht, die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der ­Schule zu unterstützen. ... Sie sind verpflichtet, die Schüler mit den erforderlichen Unterrichtsmitteln auszustatten und auf die gewissenhafte Erfüllung der sich aus dem Schulbesuch ergebenden Pflichten des Schülers hinzuwirken sowie zur Förderung der Schulgemeinschaft (§ 2) beizutragen. Die Erziehungsberechtigten haben die für die Führung der Amtsschriften der Schule erforderlichen Dokumente vorzulegen und Auskünfte zu geben sowie erhebliche Änderungen dieser Angaben unverzüglich der Schule mitzuteilen. In die gleiche Richtung stößt § 7 der in ganz Österreich gültigen Schulordnung.
Wenn die halbleeren Klassen nach dem Ferienende mit Krankheiten seitens der Erziehungsberechtigten zumindest im Nachhinein entschuldigt werden, hat die Schulleitung die Möglichkeit, dies in schriftlicher Form zu verlangen. Ab der Absenz von sieben Tagen können auch ärztliche Bestätigungen eingefordert werden. Auch wenn ein Zweifel am Wahrheitsgehalt der übermittelten Entschuldigungen vorliegt, ergibt sich daraus kein Auftrag, eine schuleigene C.S.I. zu gründen. Aus der Vorschrift im § 62 Schulunterrichtsgesetz, dass Lehrkräfte und Eltern in allen Fragen der Erziehung und des Unterrichts eine enge Zusammenarbeit pflegen sollen, ergibt sich das Recht der Schule, immer wieder in Gesprächen auf die Einhaltung der Rechtslage zu drängen und auf die im § 24 Schulpflichtgesetz und im § 61, Absätze 1 und 3 Schulunterrichtsgesetz befindlichen elterlichen Pflichten hinzuweisen:
Was kann aber getan werden, wenn sich Erziehungsberechtigte ihren Pflichten entziehen und zu Gesprächen nicht erscheinen? Da der Gesetzgeber es bisher für die Atmosphäre an einer Schule als nicht zuträglich erachtet hat, Eltern mit Polizeigewalt an der Schule vorführen zu lassen, rät er, nach erfolglosem Bemühen der Schule den Konflikt gemäß § 48, 2. Satz Schulunterrichtsgesetz auszulagern:
Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten sind verpflichtet, für die Erfüllung der Schulpflicht, insbeson-
Wenn die halbleeren Klassen nach dem Ferienende mit zum Beispiel „Weihnachtsfeierlichkeiten im Ausland“ im
Wenn die Erziehungsberechtigten ihre Pflichten offenbar nicht erfüllen ..., hat der Schulleiter dies dem zuständigen Jugendwohlfahrtsträger ... mitzuteilen. Unsere Kompetenz endet beim Schultor – und das ist gut so, denn Sozialarbeit würde die Unterrichtsarbeit überlagern, Lehrkräfte ohne die dafür nötige Ausbildung binden und in den meisten Fällen überfordern.
„Wir leben in einem Erziehungsnotstand. Eltern wollen heute Begleiter, Freunde, Kumpel, Steigbügelhalter ihres Kindes sein, damit sie nicht in den Verdacht kommen, autoritär zu sein. Zu strenge Erziehung war das Übel der vorigen Generation. Jetzt wollen Erwachsene lieber gar keine Vorgaben machen.“ Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, Kurier Online vom 19. Jänner 2018
Nachhinein begründet werden und von einem außergewöhnlichen Ereignis im Leben des Kindes abgesehen werden kann, wäre diese Absenz im Vorhinein seitens der Schule (siehe § 9 Absatz 6 SchPflG) nach einem Ansuchen durch die Eltern zu bewilligen gewesen. Da die orthodoxen Weihnachten am 6. Jänner mit dem Dreikönigstag zusammenfallen, gibt es keinen Grund für eine genehmigte Ferienverlängerung. Gegen eine solche Entscheidung der Lehrperson bzw. der Schulleitung in dieser Angelegenheit ist kein ordentliches Rechtsmittel zulässig. Auch der Fall, dass nach längeren schulfreien Zeiten oder an Halbtagsschulen seitens der Eltern immer wieder planbare Arzttermine oder gemeinsame Besorgungen mit dem Kind zur Unterrichtszeit angesetzt werden und beim Klassenvorstand dafür um Unterrichtsbefreiung angesucht wird, nimmt überhand. Auch wenn ­viele Lehrpersonen aus dem Aufsichtsparagraphen (§ 51) des Schulunterrichtsgesetzes eine Mitverantwortung der Lehrperson für die kindliche Gesundheit ableiten, ist es kein Gesetzesverstoß, wenn die Notwendigkeit einer Unterrichtsbefreiung zu einem bestimmten Termin hinterfragt wird.
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Wenn nun Kinder unentschuldigt fehlen oder Eltern ihre Kinder ohne eine Genehmigung vom Schulbesuch fernhalten, handelt es sich um eine Schulpflichtverletzung. Diese löst nach derzeitiger Rechtslage den 5-Stufen-Plan gemäß § 25 SchPflG aus. Im Absatz 3 heißt es dazu:
Wenn ein Schüler fünf Tage oder 30 Unterrichtsstunden im Semester oder drei aufeinander folgende Tage unentschuldigt dem Unterricht fern bleibt, sind in einem unverzüglich und verpflichtend durchzuführenden Gespräch zwischen den Erziehungsberechtigten, dem Schüler und dem Klassenlehrer oder Klassenvorstand die Gründe für das Fernbleiben zu erörtern (Stufe I). Es sind weitere Schritte zur Vermeidung von Schulpflichtverletzungen schriftlich zu vereinbaren und die Erziehungsberechtigten sowie der Schüler über ihre Verantwortung zur Erfüllung der Schulpflicht aufzuklären.
Das Schulpflichtgesetz fügt weitere drei Beratungsstufen an, bevor in Stufe 5 eine Strafanzeige an die Bezirksverwaltungsbehörde eingefordert wird. Die im Gesetz vorgesehenen Beobachtungsfristen können laut Absatz 1 in begründeten Fällen durch die Schulleitung schul­autonom abgeändert werden. Ferienverlängerungen gehören sicherlich zu diesen Fällen, denn die Beweggründe sind klar ersichtlich und bedürfen keiner aufwendigen Erörterung in mehreren Stufen. Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass die Problematik des unentschuldigten, manchmal elterlich organisierten Fernbleibens vom Unterricht nicht über irgendeinen Automatismus in den Griff zu bekommen ist. Wie in allen Fragen der Erziehung – und zu den schwierigsten Fällen gehört gerade die „Anleitung“ von Eltern, die die Bildung ihrer Kinder nicht als prioritär unterstützen oder ihren Kindern in vielem nachgeben, um sich Konflikte mit ihnen zu ersparen – ist konsequentes Handeln einer ganzen Schule das oberste Gebot. Wenn das Schulpflichtgesetz in seinem § 25 Absatz 2 von Lehrkräften einfordert, zu Beginn jedes Schuljahres zwischen jeder Klasse und den Klassenlehrkräften eine Vereinbarung über Kommunikation und Verhaltensweisen zu erarbeiten und grundlegende Regeln des Miteinanders im Sinne der Vereinbarungskultur an Schulen zu definieren, hat das Lehrerteam das Recht, dieses Regelwerk maßgeblich zu gestalten. Die konsequente Einhaltung des eigenen Regelwerks und die Anwendung der §§ 9, 24 und 25 SchPflG sowie der §§ 48 und 61 SchUG helfen, an jedem Standort die beschriebenen Fälle zu dezimieren. Wer hingegen durch zögerliches Verhalten, Angst vor der eigenen Courage oder durch Warten auf die Unterstützung durch meist zaudernde Kräfte von außen sein Regelwerk in Frage stellt, hat bereits verloren. Pflichten und Rechte sind immer zu benennen und immer wieder einzufordern! Ansonsten kommt ein auf Vernunft und Rechtssicherheit aufgebautes System ins Wanken. Und dann ist eine Schule auf täglichen Ärger programmiert, zu dem man eigentlich nicht verpflichtet wäre.
en n -i n r / er rne r eh - Co l ng FO u IN J
CHRISTOPH LIEBHART MEDIENREFERENT DER GEWERKSCHAFT PFLICHTSCHULLEHRERINNEN UND PFLICHTSCHULLEHRER MICHAEL WEBER ZENTRALAUSSCHUSS APS OBERÖSTERREICH
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Neuregelungen der GÖD-Bildungsförderung ab 1. Januar 2018 Eine besondere Serviceleistung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für ihre Mitglieder ist der Bildungsförderungsbeitrag.  er GÖD-Vorstand hat die Bestimmungen zum BildungsD förderungsbeitrag neu geregelt und somit dieses Service deutlich verbessert. Die Förderungen werden um bis zu 100 Prozent erhöht und die Mindestmitgliedschaftsdauer entfällt. Jedes Mitglied kann ab 1. 1. 2018 diese Unterstützung ab Beginn der Zahlung seiner Mitgliedsbeiträge bekommen.
Voraussetzungen Förderbar sind Zeiten von Ausbildungen, die während aufrechter Mitgliedschaft (Beitragswahrheit) absolviert wurden, und wenn der Zeitpunkt des Ansuchens innerhalb der Mitgliedschaft liegt. Der Bildungsförderungsbeitrag wird gewährt für » Grundausbildungen/Dienstprüfungskurse » Kurse, Aus- und Weiterbildungen sowie (Fach-)Hochschullehrgänge zum Zweck der beruflichen Weiterentwicklung, die nicht durch Dienstgeber vorgeschrieben oder nicht von der GÖD bzw. dem ÖGB kostenfrei angeboten wurden.
Nach ECTS bemessene Ausbildungen (Zum Nachweis der ECTS ist dem Ansuchen der Diplomzusatz (Diploma ­Supplement – DS) vorzulegen.) Für Ausbildungen, welche nach dem Bologna-Modell in ECTS-Punkten bewertet sind, gebührt bei erfolgreichem Abschluss ein Förderbetrag von 75,– Euro pro Regel­ studienjahr (entspricht 60 ECTS).
Nach Zeit bemessene Ausbildungen Ausbildungsdauer
mehr als 2 Wochen bis 6 Monate mehr als 6 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 2 Jahre mehr als 2 Jahre bis 3 Jahre mehr als 3 Jahre
mit leidenschaft für unsere lehrer/-innen mit leidenschaft für unsere lehrer/innen
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Seit 1. Jänner 2018 gelten neue Werte in der Sozialversicherung – hier ein Überblick:
Berechnung der Aus- bzw. Fortbildungsdauer » Eintägige Bildungsveranstaltungen (mindestens 2) können pro Jahr mit einmalig 45,– Euro gefördert werden. » Bei Ausbildungen in modularer oder geblockter Form wird die Gesamtsumme der Kurstage zu Grunde gelegt. » Für Ausbildungen, welche vom European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) erfasst sind, werden die im Diploma Supplement ausgewiesenen Credits herangezogen. Maximale Förderbeträge » Nach Tagen bemessene Ausbildungen: maximal 100,– Euro pro Kalenderjahr. » Nach ECTS bemessene Abschlüsse: 75,– Euro pro ­Ausbildungsjahr der Regelstudienzeit. » Lehrabschluss, Abschlüsse an Krankenpflegeschulen: 60,– Euro für jedes Ausbildungsjahr. » Studienberechtigungsprüfung, Berufsreifeprüfung: ­einmalig 75,– Euro. » ExternistInnenreifeprüfung: einmalig 130,– Euro. » Kurse und Fortbildungen für im Ruhestand befindliche Kolleginnen und Kollegen: 45,– Euro pro Jahr. Die Förderung wird jeweils nach Abschluss der Ausbildung gewährt und auf die Zeit der aufrechten Mitgliedschaft während der Ausbildung angerechnet. Eine Antragstellung ist bis längstens ein Jahr nach Abschluss möglich.
Geringfügigkeitsgrenze: 438,05 Euro brutto pro Monat. Seit 1. 1. 2017: Keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr! Monatliche Höchstbeitragsgrundlage für die Sozialversicherung: 5.130,– Euro brutto Rezeptgebühr: 6,– Euro Service-Entgelt für die e-card: 11,35 Euro pro Kalenderjahr (nur GKK). Für 2018 beträgt das Service-Entgelt 11,35 Euro und wurde am 15. November 2017 eingehoben. Für mitversicherte Angehörige wird bei der e-card keine Gebühr mehr eingehoben. Selbstversicherung in der Krankenversicherung: Grundsätzlicher Monatsbeitrag: 418,69 Euro – kann auf Antrag herabgesetzt werden. Monatlicher Beitrag für Studentinnen und Studenten: 58,39 Euro. Monatlicher Beitrag für die Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung: (für Kranken- und Pensionsversicherung): 61,83 Euro
diensttausch Von Wien ins Burgenland
Pragm. NMS-Lehrer sucht TP ab sofort (Bezirk ­Oberwart). Tel.: 0699/107 14 243 von Wien nach Kärnten
Pragm. NMS-Lehrerin sucht TP per sofort. Tel.: 0676/696 77 90 Von NiederÖsterreich nach Kärnten
Pragm. NMS-Lehrerin sucht TP ab sofort. Tel.: 0650/211 03 68 Von Salzburg in die Steiermark
Pragm. NMS-Lehrerin sucht TP. Tel.: 0664/230 61 88
NMS-Lehrerin sucht TP ab sofort. Tel.: 0650/503 48 08
Von Tirol nach Oberösterreich
Pragm. ASO-Lehrerin sucht TP ab sofort. Tel.: 0699/121 86 050 Von Tirol nach Kärnten
Pragm. VS- u. ASO-Lehrerin sucht TP ab sofort. Tel.: 0650/993 89 90
Telefonische Adressenberichtigung: 01/534 54-139 Österreichische Post AG • MZ 03Z035304 M • GÖD, Teinfaltstraße 7, 1010 Wien • nicht retournieren
Deutsch vor Regelunterricht - Tops und Flops der neuen Regierung für den Bildungsbereich / Sprachförderklassen / Lebe deinen Traum / Recht f...

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