Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-07-2015-4A_429-2014
Timestamp: 2016-10-24 20:22:13+00:00

Document:
4A_429/2014 (20.07.2015)
4A_429/2014 � � Urteil vom 20. Juli 2015
Bundesrichterin Klett, Bundesrichter Kolly, Bundesrichterinnen Hohl, Niquille,
A.________ Inc.,
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Roberto Dallafior und Patrik Salzmann,
Bank B.________ (Schweiz) AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Martin Burkhardt und Rechtsanw�ltin Valentina Demi,
Auftragsverh�ltnis,
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 27. Mai 2014.
�A.________ Inc. (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) ist seit 1999 Kundin der Bank B.________ (Schweiz) AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin). Die aktuelle vertragliche Grundlage der Bankbeziehung zwischen den Parteien bildet eine Kontovereinbarung von Dezember 2005.
�Am 15. Februar 2000 erwarb die Beklagte f�r die Kl�gerin 746.03 Anteile am Fairfield Sentry Fund zum Preis von USD 499'998.86 zuz�glich Stempelsteuer von USD 750.--. Die Beklagte erhielt hierf�r eine Geb�hr von USD 3'749.99. Der Fairfield Sentry Fund legte das ihm anvertraute Verm�gen im Brokerunternehmen des in der Zwischenzeit verurteilten Betr�gers Bernhard Madoff "Bernhard L. Madoff Investment Securities LLC" (BLMIS) an.
�Die Kl�gerin wies im September 2008 (Anmeldung der R�cknahme am 5. September 2008) die Beklagte an, die f�r sie erworbenen und anschliessend treuh�nderisch gehaltenen Fondsanteile zur�ckzugeben. Diese R�ckgabe erfolgte nur wenige Wochen vor dem Aufdecken der betr�gerischen Machenschaften von Bernhard Madoff. Die R�cknahmesumme betrug USD 1'007'591.10, wovon die Kl�gerin mit Valuta 15. Oktober 2008 - nach Abzug einer Geb�hr in der H�he von USD 12'594.89 f�r die Beklagte - einen Nettobetrag von USD 94'996.21 auf ihrem Konto gutgeschrieben erhielt.
��ber den Fairfield Sentry Fund musste nach Bekanntgabe der betr�gerischen Machenschaften von Bernhard Madoff im Dezember 2008 der Konkurs er�ffnet werden. Am 19. April 2010 reichten die Liquidatoren des Fairfield Sentry Funds unter anderem gegen die Beklagte Klage beim Supreme Court of the State of New York ein (nachfolgend US-Verfahren). Die Kl�ger im US-Verfahren verlangten im Wesentlichen die R�ckzahlung s�mtlicher Zahlungen aus dem Fairfield Sentry Fund f�r Fondsanteile ("Redemption Payments"), welche zwischen dem 20. April 2004 und Dezember 2008, als der Betrugsfall Madoff publik wurde, get�tigt wurden. Die Klage richtet sich zudem pauschal und ohne deren Identifizierung auch gegen die an den Konten der Beklagten wirtschaftlich Berechtigten ("Beneficial Shareholders"), welchen R�cknahmesummen f�r Fairfield Sentry Fondsanteile in der besagten Periode gutgeschrieben wurden. Darunter f�llt auch die erw�hnte Auszahlung �ber USD 1'007'591.10. In diesem Umfang weigerte sich die Beklagte in der Folge gegen�ber der Kl�gerin, Liquidit�t freizugeben bzw. Auszahlungen von den Konten der Kl�gerin vorzunehmen, deren Guthaben sich nunmehr auf EUR 461'191.01 und USD 153'503.09 beliefen.
B.a.�Mit Eingabe vom 23. Februar 2011 stellte die Kl�gerin beim Handelsgericht des Kantons Z�rich ein Gesuch um Rechtsschutz in klaren F�llen (Art. 257 ZPO) und beantragte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr in Verrechnung mit dem Guthaben auf ihrem Konto bei der Beklagten EUR 120'000.-- zu bezahlen. Das Handelsgericht als Einzelgericht hiess die Klage mit Urteil vom 7. Juli 2011 gut. Die von der Beklagten dagegen erhobene Beschwerde in Zivilsachen wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 22. Februar 2012 (Verfahren 4A_443/2011) gutgeheissen, das angefochtene Urteil wurde aufgehoben und auf das Gesuch um Gew�hrung von Rechtsschutz in klaren F�llen nicht eingetreten.
B.b.�Die Kl�gerin reichte in der Folge unter Aufrechterhaltung ihres Rechtsbegehrens beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein, die vom Handelsgericht mit Urteil vom 27. Mai 2014 im ordentlichen Verfahren abgewiesen wurde.
�Das Handelsgericht erwog, das treuh�nderische Erwerben, das anschliessende Halten sowie die R�ckgabe der Anteile am Fairfield Sentry Fund in eigenem Namen, aber auf Rechnung der Kl�gerin, gingen �ber einen Kommissionsvertrag hinaus und seien als "Dienstleistungspaket" zugunsten eines anderen zu qualifizieren, welches in Ermangelung einer spezifischen Regelung dem Auftragsrecht (Art. 394 Abs. 2 OR) unterstehe. Selbst wenn es sich um eine Kommission gehandelt h�tte, best�nde mit Art. 431 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 425 Abs. 2 OR ein dem Auftragsrecht (Art. 402 Abs. 1 OR) entsprechender Anspruch auf Verwendungsersatz sowie auf Befreiung von eingegangenen Verbindlichkeiten. F�r den zentralen Streitpunkt, ob ein Befreiungsanspruch nach Massgabe von Art. 402 Abs. 1 OR bestehe, habe die Qualifikation des Rechtsverh�ltnisses keinen Einfluss. Das "Halten" sei notwendig gewesen, da eine Investition in den Fairfield Sentry Fund nur aufgrund eines - lediglich der Beklagten zug�nglichen -�
Subscription Agreement��berhaupt m�glich gewesen sei. Das Gericht verwarf sodann den Einwand der Kl�gerin, der Befreiungsanspruch nach Art. 402 Abs. 1 OR erfasse nur Schuldverpflichtungen, die der Beauftragte zum Zweck der Auftragserf�llung freiwillig eingegangen sei. Der Begriff "eingegangene Verbindlichkeiten" gem�ss dieser Bestimmung erfasse vielmehr nicht nur vom Beauftragten spezifisch kontrahierte vertragliche Hauptpflichten, sondern auch Verbindlichkeiten aus anderen Rechtsgr�nden, sofern sie ihren Ursprung in einem Rechtsgesch�ft haben, welches der Beauftragte in eigenem Namen, jedoch im Interesse des Auftraggebers abgeschlossen habe. Diese Voraussetzung sei vorliegend gegeben. Es verwarf sodann die Einw�nde der Kl�gerin, die Beklagte habe nicht bewiesen, dass Identit�t zwischen der im US-Verfahren eingeklagten Forderung und dem der Kl�gerin gutgeschriebenen Betrag bestehe und dass noch kein Befreiungsanspruch entstanden sei, weil die Verbindlichkeit der Beklagten Gegenstand des US-Verfahrens bilde und dessen Ausgang noch offen sei. Die Beklagte habe somit gegen�ber der Kl�gerin einen Befreiungsanspruch, sei es durch Befreiung extern gegen�ber Fairfield Sentry Ltd. oder intern in Form einer gen�genden Deckung.
�Zur Sicherung dieses Befreiungsanspruchs habe die Beklagte ein vertragliches Pfandrecht sowie ein Retentionsrecht an den Kontoguthaben der Kl�gerin von EUR 461'191.01 und USD 153'503.08. Da diese Betr�ge nicht gen�gten, um den Befreiungsanspruch der Beklagten von USD 1'007'591.10 - bzw. USD 994'996.21 nach Abzug der von der Beklagten veranschlagten Auftragsgeb�hr - zu decken, habe die Kl�gerin keinen Anspruch auf Freigabe des von ihr eingeklagten Teilbetrags von EUR 120'000.--.
�Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 27. Mai 2014 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr EUR 120'000.-- in Verrechnung mit ihrem Guthaben auf dem Konto Nr. 2047802 bei der Gesch�ftsniederlassung der Beschwerdegegnerin in Z�rich sowie Verzugszins von 5 % auf diesem Betrag seit 2. September 2010 zu bezahlen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sie reichte sodann eine Noveneingabe ein.
�Die Beschwerdegegnerin tr�gt auf Abweisung der Beschwerde an, sofern darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
�Die Beschwerdegegnerin stellte ein Gesuch um Sicherstellung ihrer Parteikosten im Betrag von mindestens Fr. 20'000.--. Die Beschwerdef�hrerin beantragte die Abweisung dieses Gesuchs, eventualiter die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessf�hrung, subeventualiter die Beschr�nkung der Sicherheitsleistung auf h�chstens Fr. 5'000.--.
�Mit Zwischenverf�gung vom 12. Januar 2015 wies das Bundesgericht das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ab und verpflichtete sie zu einer Sicherstellung der Parteikosten der Beschwerdegegnerin im Betrag von Fr. 6'500.--. Der Betrag ging in der Folge bei der Gerichtskasse ein.
�Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. F�r Beschwerden in Zivilsachen gegen Urteile kantonaler Handelsgerichte besteht kein Streitwerterfordernis (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG i.V.m. Art. 6 ZPO [SR 272]; BGE 139 III 67 E. 1.2 S. 69). Auf die Beschwerde ist - unter Vorbehalt rechtsgen�glicher R�gen - einzutreten.
2.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht der beschwerdef�hrenden Partei (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 137 III 580 E. 1.3; 135 III 397 E. 1.4). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
�Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Rechtsverletzung liegt (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den streitgegenst�ndlichen Lebenssachverhalt als auch jene �ber den Ablauf des vorinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
�Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substantiiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18). Soweit sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18; 133 II 249 E. 1.4.3).
2.3.�Im Zusammenhang mit ihren Ausf�hrungen zur von der Beschwerdegegnerin beantragten Sicherheitsleistung macht die Beschwerdef�hrerin im Rahmen einer Noveneingabe geltend, gem�ss einem ihr nach dem angefochtenen Urteil zugegangenen Verm�gensausweis per 6. Oktober 2014 seien Anteile an zwei Fonds zur�ckerstattet worden und betrage ihr Kontoguthaben aktuell EUR 594'927.23 und USD 251'294.87 bzw. insgesamt EUR 794'605.32. Damit �berstiegen bereits die liquiden Mittel den angeblichen Befreiungsanspruch von USD 994'996.21 bzw. EUR 790'620.75 um EUR 3'984.57. In diesem Umfang sei die Beschwerde daher ohne weiteres gutzuheissen.
Der neu eingereichte Kontoauszug vom 6. Oktober 2014 und der geltend gemachte Verkauf der Fondsanteile datieren aus dem Zeitraum nach F�llung des vorinstanzlichen Urteils. Es handelt sich also um sog. "echte" Noven. Sie konnten im Rahmen der Verfahrensleitung im Hinblick auf die beantragte Sicherstellung einer allf�lligen Parteientsch�digung zwar vorgebracht und ber�cksichtigt werden; bei der Beurteilung der Beschwerde haben sie hingegen unbeachtet zu bleiben (Art. 99 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344 mit Hinweisen; Urteil 4A_195/2014 vom 27. November 2014 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 140 III 602; Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4340 Ziff. 4.1.4.3 zu Art. 93 E-BGG).
�Die Zust�ndigkeit der schweizerischen Gerichte wie auch die Anwendbarkeit schweizerischen Rechts auf das Rechtsverh�ltnis zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten; ebenso, dass sich das kantonale Verfahren, da nach dem 1. Januar 2011 anh�ngig gemacht, nach der schweizerischen Zivilprozessordnung richtet (Art. 404 Abs. 1 ZPO
e contrario�).
�Umstritten ist, ob sich die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Inanspruchnahme im US-Verfahren gegen�ber der Beschwerdef�hrerin auf einen Befreiungsanspruch berufen kann. Die Beschwerdef�hrerin erhebt in diesem Zusammenhang verschiedene Sachverhaltsr�gen. In rechtlicher Hinsicht macht sie geltend, die seitens der Liquidatoren des Fairfield Sentry Funds gegen die Beschwerdegegnerin eingeklagte Forderung von USD 1'007'591.10 sei keine Verbindlichkeit im Sinne von Art. 402 Abs. 1 OR, sondern ein Schaden gem�ss Art. 402 Abs. 2 OR. Eine Haftung des Auftraggebers setze aber dessen Verschulden voraus, welches vorliegend weder behauptet noch bewiesen sei.
�Keine R�ge erhebt die Beschwerdef�hrerin hinsichtlich der vorinstanzlichen Beurteilung, dass ein Befreiungsanspruch f�r die im US-Verfahren geltend gemachte R�ckforderung unabh�ngig davon bestehe, dass diese R�ckforderung bestritten sei und (noch) Gegenstand des US-Verfahrens bildet. Ebenso �ussert sie sich nicht mehr zur vorinstanzlichen Feststellung, der Befreiungsanspruch sei ein Grund f�r die Errichtung eines Pfandes bzw. es bestehe ein Retentionsrecht an den durch die Beschwerdef�hrerin bei der Beschwerdegegnerin eingebrachten Verm�genswerten. Darauf ist somit nicht mehr einzugehen.
�Zu pr�fen sind vorerst die von der Beschwerdef�hrerin erhobenen Sachverhaltsr�gen (Art. 8 ZGB i.V.m. Art. 97 Abs. 1 BGG).
5.1.�Sie bestreitet wie vor Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin den Beweis f�r die Identit�t zwischen der im US-Verfahren eingeklagten Forderung und dem ihr gutgeschriebenen Betrag erbracht habe. Dass die Vorinstanz trotzdem Identit�t angenommen habe, sei willk�rlich und beinhalte eine Beweislastumkehr.
5.1.1.�Sie bringt vor, es sei nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Aussch�ttung an einen Dritten gehandelt habe. Die Vorinstanz habe sich diesbez�glich beweism�ssig auf Exhibit A der First Amended Complaint vom 5. Januar 2011 abgest�tzt, da diese den Auszahlungsbetrag von USD 1'007'591.10 ausweise und zudem zum gleichen Zeitpunkt, zu dem die Beschwerdegegnerin die Fondsanteile an die Fairfield Sentry Ltd. zur�ckgab. Die Vorinstanz habe damit willk�rlich auf die First Amended Complaint vom 5. Januar 2011 abgestellt, obschon diese durch die Second Amended Complaint vom 21. Juli 2012 ersetzt worden sei, welche von ihr mit der Replik ins Recht gelegt wurde. Gem�ss Exhibit A der Second Amended Complaint sei der Betrag von USD 1'007'591.10 nicht der Beschwerdegegnerin, sondern der Bank B.________ USA, New York, gutgeschrieben worden. Demgegen�ber weise der Transaktionsbeleg von CITCO die Beschwerdegegnerin als Beg�nstigte des R�ckgabebetrags aus, nicht die Bank B.________ USA. Zudem stimme der Zeitpunkt, zu dem die Fondsanteile der Beschwerdef�hrerin gem�ss Transaktionsbeleg der Beschwerdegegnerin gehandelt wurden (9. September 2008), nicht mit dem Handelszeitpunkt gem�ss Transaktionsbeleg von CITCO (1. Oktober 2008) �berein.
5.1.2.�Vor Vorinstanz hatte die Beschwerdef�hrerin ausgef�hrt, die im US-Verfahren eingeklagte Summe von USD 1'007'591.10 stimme "betragsm�ssig und in zeitlicher Hinsicht" mit dem Erl�s der f�r sie treuh�nderisch vorgenommenen R�ckgabe �berein. Wenn sie nun vor Bundesgericht die zeitliche �bereinstimmung bestreitet, handelt es sich um eine unzul�ssige neue Tatsachenbehauptung (Art. 99 Abs. 1 BGG); darauf ist nicht einzutreten.
�Mit der Tatsache, dass der Betrag von USD 1'007'591.10 gem�ss der Second Amended Complaint vom 21. Juli 2012 der Bank B.________ USA
, New York, gutgeschrieben wurde, kann sie sodann offensichtlich keine Willk�r begr�nden. Beide Klageversionen enthalten in Exhibit A eine Liste der von Fairfield Sentry Ltd. get�tigten Zahlungen mit den Rubriken "Payment Date, "Redemption Payment" und "No. of Shares". In der zweiten Klageversion vom 21. Juli 2012 werden diese erg�nzt durch eine vierte Rubrik "Bank Account To Which Redemption Payment Was Made, Per Shareholder Direction". Erkl�rend heisst es dazu, soweit solche R�ckzahlungen ins Ausland geflossen sein sollten, seien sie �ber ein von den Anteilseignern bestimmtes Korrespondenzbank-Konto in den USA abgewickelt worden. Entsprechend �nderte diese zus�tzliche Angabe in der Second Amended Complaint, nach der die Zahlungen an die Bank B.________ USA, New York, gingen, nichts daran, dass im US-Verfahren davon ausgegangen wurde, die Zahlungen seien der Beschwerdegegnerin zugekommen. Die Zahlungslisten in Exhibit A beider Klageversionen stehen denn auch unter dem Titel "Redemption Payments�
Received by Defendants�from Sentry..." (Hervorhebung beigef�gt). Die Vorinstanz konnte willk�rfrei von der Identit�t zwischen der im US-Verfahren eingeklagten Forderung und dem von der Beschwerdegegnerin der Beschwerdef�hrerin gutgeschriebenen Betrag ausgehen. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz von einer Beweislastumkehr ausgegangen w�re; vielmehr erachtete sie aufgrund der verschiedenen klaren Indizien den der Beschwerdegegnerin obliegenden Beweis als erbracht, weshalb keine Verletzung von Art. 8 ZGB vorliegt (BGE 130 III 591 E. 5.4 mit Hinweisen).
5.2.�Sodann macht die Beschwerdef�hrerin geltend, sie habe vor der Vorinstanz dargetan, dass die Beschwerdegegnerin nicht als indirekte Stellvertreterin f�r sie gehandelt habe, sondern im Jahr 2000 eigene Fondsanteile auf eigene Rechnung gekauft und sie erst dann an die Beschwerdef�hrerin weiterverkauft habe, wozu die Vorinstanz keinen Beweis abgenommen habe.
�Die Vorinstanz nahm keinen Beweis dazu ab, weil sie diese Frage als nicht entscheiderheblich betrachtete, da massgeblich die R�ckgabe der Anteile in der kritischen Zeitphase gewesen sei. Die Beschwerdef�hrerin m�sste somit rechtsgen�glich begr�nden, weshalb der nicht festgestellte Sachverhalt entscheidwesentlich sein soll. Aus ihren schwer nachvollziehbaren Ausf�hrungen ist dies nicht ersichtlich. Auf die R�ge ist deshalb nicht einzutreten.
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin behauptet schliesslich, die Vorinstanz habe in willk�rlicher Weise den Gegenstand des US-Verfahrens verkannt, was relevant sei, um den geltend gemachten Befreiungsanspruch beurteilen zu k�nnen.
5.3.1.�Sie r�gt, entgegen der Vorinstanz habe der Anspruch gegen die Beschwerdegegnerin im US-Verfahren seinen Ursprung nicht allein in der R�ckgabe der Fondsanteile gehabt; Gegenstand der US-Klage sei (vorwiegend) eigenes Fehlverhalten der Beschwerdegegnerin. Die US-Klage h�tte die Beschwerdegegnerin somit auch getroffen, wenn sie als direkte Stellvertreterin der betreffenden Kunden aufgetreten w�re. Sie behauptet sodann, Gegenstand des US-Verfahrens sei ein konkursrechtlicher Anspruch. Die Vorinstanz habe in willk�rlicher Weise die Natur des Anspruchs falsch interpretiert und sei unter Verweis auf eine einzige Formulierung in der Second Amended Complaint vom 21. Juli 2012 ("Bank B.________ Switzerland has been unjustly enriched") von bereicherungsrechtlichen Anspr�chen ausgegangen. Nachdem die US-Klage das Ziel verfolge, den Schaden bestehender Anleger auf die Beschwerdegegnerin und ehemalige Anleger zu verteilen, werde die konkursrechtliche Natur des Anspruchs allzu deutlich. Nebst Konkursrecht st�tze sich die Klage auch auf Billigkeits�berlegungen ("It would offend principles of equity and good conscience to permit Bank B.________ Switzerland to retain the Redemption Payments received from Sentry").
5.3.2.�Die US-Klage bezweckt die R�ckerstattung von Zahlungen, die zwischen dem 20. April 2004 und Dezember 2008 f�r die R�ckgabe von Fondsanteilen an Anteilsinhaber ausgerichtet wurden. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb es entscheidrelevant sein soll, ob die R�ckerstattungsforderung bereicherungs- oder konkursrechtlicher Natur ist und die Beschwerdef�hrerin legt dies auch nicht rechtsgen�glich dar. Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
�Massgebend ist, dass die Beschwerdegegnerin die auf Anweisung der Beschwerdef�hrerin erworbenen Fondsanteile wiederum gem�ss den Instruktionen der Beschwerdef�hrerin in der "kritischen" Zeitspanne zur�ckgab und deshalb mit der US-Klage bedroht ist. W�re die R�ckgabe unterblieben, w�re die Grundlage f�r die Klage entfallen, gleichzeitig w�re die Beschwerdef�hrerin - bzw. die Beschwerdegegnerin auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin - im Besitz der nun weitgehend entwerteten Fondsanteile geblieben. Es ist nicht nachvollziehbar, was die Beschwerdef�hrerin meint mit ihrem Einwand, die US-Klage h�tte die Beschwerdegegnerin auch getroffen, wenn sie als direkte Stellvertreterin der betreffenden Kunden aufgetreten w�re. Unklar ist auch, was die Beschwerdef�hrerin genau geltend machen will mit ihrem Einwand, Gegenstand der US-Klage sei (vorwiegend) eigenes Fehlverhalten der Beschwerdegegnerin. Sie behauptet selber nicht, die US-Klage sei eine Deliktsklage, mit welcher die Liquidatoren des Fairfield Sentry Funds Schadenersatzforderungen aus schuldhaftem Verhalten der Beschwerdegegnerin gegen�ber dem Fonds eingeklagt h�tten. Das ist denn auch offensichtlich nicht der Fall; vielmehr werden in der Second Amended Complaint vom 21. Juli 2012 (Rz. 75 ff.) durchwegs Rechtstitel aufgef�hrt gest�tzt auf die R�ckgabe der Fondsanteile w�hrend der erw�hnten Zeitspanne.
�Mit "Fehlverhalten" bezieht sich die Beschwerdef�hrerin darauf, dass die Beschwerdegegnerin gem�ss den Darstellungen in der US-Klage schon vor 2008 Anhaltspunkte f�r das betr�gerische System von Madoff gehabt habe. Sie macht in diesem Zusammenhang wiederholt geltend, die Abkl�rung des "Gegenparteirisikos" in dieser Dauerbeziehung falle in den Risikobereich der Beschwerdegegnerin. Ob (auch) eigenes Fehlverhalten der Beschwerdegegnerin Gegenstand des US-Verfahrens bilde, sei insofern f�r den Ausgang des vorliegenden Verfahrens entscheidend, als bei Bejahung dieser Frage ausgeschlossen werden k�nne, dass die Beschwerdegegnerin "im Interesse und in Erf�llung des Auftrags der Beschwerdef�hrerin" gehandelt habe. Damit zeigt die Beschwerdef�hrerin indessen nicht hinreichend auf, inwiefern die Vorinstanz aufgrund der Ausf�hrungen in der US-Klage in tats�chlicher Hinsicht von bestimmten Kenntnissen der Beschwerdegegnerin h�tte ausgehen m�ssen, geschweige denn, weshalb diese eine Unsorgfalt im Verh�ltnis zur Beschwerdef�hrerin begr�nden w�rden, die f�r die Beurteilung des konkreten Rechtsstreits relevant w�re. Auch diesbez�glich liegt keine rechtsgen�gende R�ge vor.
�Im �brigen ist nicht ersichtlich, was ein (fr�herer) "Ausstieg" aus dem Fonds im Zeitraum zwischen dem 20. April 2004 und Dezember 2008 aufgrund allenfalls vorhandener Indizien betreffend das Betrugsgeb�ude von Madoff ge�ndert h�tte, erfasst die US-Klage doch s�mtliche "Redemption Payments" in dieser Zeitspanne. Von Bedeutung k�nnte sein, wenn die Beschwerdegegnerin im Rahmen des "Gesamtleistungspakets" beim Kauf der Anteile auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin nicht deren bestimmten Auftrag ausgef�hrt h�tte, sondern im Rahmen des ihr zur Auftragsausf�hrung �berlassenen Ermessens eigene Investitionsentscheide (Wahl der Gegenpartei bzw. des Anlageobjekts) getroffen h�tte. Wie erw�hnt, hielt die Vorinstanz aber willk�rfrei und f�r das Bundesgericht verbindlich fest, die Beschwerdegegnerin habe die Fondsanteile am 15. Februar 2000 auf Anweisung der Beschwerdef�hrerin erworben. Bestimmte diese beim Kauf den konkreten Kaufgegenstand, kann nicht davon die Rede sein, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres Auftrags das "Gegenparteirisiko" zu tragen h�tte. Diesfalls k�nnte sich h�chstens die Frage stellen, ob die Beschwerdegegnerin beim Kaufentscheid der Beschwerdef�hrerin sorgfaltspflichtwidrig handelte, indem sie trotz einer entsprechenden Verpflichtung und vorhandenen Kenntnissen die Beschwerdef�hrerin im Jahr 2000 nicht vor dem Kauf warnte bzw. ihr vor dem 20. April 2004 zur R�ckgabe riet. Dazu f�hrt die Beschwerdef�hrerin aber nichts Konkretes aus.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine falsche Anwendung von Art. 402 OR. Sie ist der Auffassung, entgegen der Vorinstanz sei der im US-Verfahren eingeklagte Anspruch nicht unter Art. 402 Abs. 1 OR (Befreiung von "eingegangen Verbindlichkeiten"), sondern unter Art. 402 Abs. 2 OR (Ersatz "f�r den aus dem Auftrag erwachsenen Schaden") zu subsumieren. Das Vorliegen der Haftungsvoraussetzungen f�r einen Anspruch nach Art. 402 Abs. 2 OR (insbesondere das Verschulden der Auftraggeberin) habe die Beschwerdegegnerin aber nicht behauptet.
6.1.�Sie macht geltend, aufgrund der Systematik des Gesetzes sei massgebliches Unterscheidungskriterium die Freiwilligkeit. Von Art. 402 Abs. 1 OR w�rden nur freiwillige Verm�gensverminderungen des Beauftragten erfasst, d.h. diejenigen Verm�genseinbussen, die der Beauftragte gewollt habe, um damit den Auftrag zu erf�llen. Unter den Schaden gem�ss Art. 402 Abs. 2 OR fielen dagegen unfreiwillige Verm�gensverminderungen. Die Vorinstanz erachte vorliegend die Eingehung der Verbindlichkeit als insoweit freiwillig, als die Beschwerdegegnerin die Fondsanteile in Erf�llung des ihr von der Beschwerdef�hrerin erteilten Auftrags aus freien St�cken zur�ckgegeben habe. Dem sei nicht zu folgen. Entscheidend sei, dass nicht das�
Rechtsgesch�ft, aus welchem die fragliche Verbindlichkeit irgendwann resultieren m�ge, freiwillig eingegangen sein m�sse, sondern die�
Verm�gensverminderung. Die R�ckgabe der Fondsanteile habe jedoch gerade keine Verm�gensverminderung zur Folge gehabt. Im Zeitpunkt der R�ckgabe seien weder die Aktiven der Beschwerdegegnerin verringert noch ihre Passiven erh�ht worden. Erst der Konkurs der Fairfield Sentry Ltd. und die dadurch entstandenen Anspr�che h�tten zum drohenden Schaden gef�hrt. Freiwilligkeit setze voraus, dass die eingegangenen Verpflichtungen Gegenstand des Auftrags seien und daher vom Auftraggeber bewusst und gewollt eingegangen werden. Das treffe zu beispielsweise auf Steuerfolgen oder Gew�hrleistungsanspr�che. Ein nicht voraussehbares Ereignis wie der Konkurs einer Gegenpartei und damit verbundene konkursrechtliche Folgen k�nnten demgegen�ber nicht vorr�tig und freiwillig �bernommen werden. Die Beschwerdef�hrerin habe mit der Auftragserteilung keine Verpflichtung �bernommen, sich bei Konkurs am Schaden anderer Anleger zu beteiligen. Abgesehen von der Gesetzessystematik erf�lle die im US-Verfahren eingeklagte Forderung den von Art. 402 Abs. 1 OR verwendeten Begriff der "eingegangenen Verpflichtung" nicht.
6.2.1.�Nach Art. 400 Abs. 1 OR hat der Beauftragte auf Verlangen jederzeit �ber seine Gesch�ftsf�hrung Rechenschaft abzulegen und alles, was ihm infolge derselben aus irgendeinem Grunde zugekommen ist, zu erstatten. Der Beauftragte soll durch den Auftrag - abgesehen von einem allf�lligen Honorar - weder gewinnen noch verlieren (BGE 138 III 755 E. 4.2 S. 759, 137 E. 5.3.1; 132 III 460 E. 4.1 S. 464). Da der Beauftragte durch seine T�tigkeit im Interesse des Auftraggebers keinen Verm�gensverlust erleiden soll, hat er (unabh�ngig von einem Anspruch auf Verg�tung der geleisteten Arbeit) das Recht, vom Auftraggeber Ersatz der Auslagen und Verwendungen sowie Befreiung von den eingegangenen Verbindlichkeiten zu fordern (Walter Fellmann, Berner Kommentar, 1992, N. 118 zu Art. 394 OR). Ebenso wie der Auftraggeber jederzeit Ablieferung der vom Beauftragten erhaltenen und erworbenen Verm�genswerte verlangen kann, muss der ungedeckte Beauftragte Befreiung von den tats�chlich eingegangenen Verbindlichkeiten fordern k�nnen (Georg Gautschi, Berner Kommentar, 3. Aufl. 1971, N. 18a zu Art. 402 OR).
�Hierzu sieht Art. 402 Abs. 1 OR vor, dass der Auftraggeber dem Beauftragten die in richtiger Auftragsausf�hrung gemachten "Auslagen und Verwendungen" ("les avances et frais", "le anticipazioni e le spese") zu ersetzen und ihn von den "eingegangenen Verbindlichkeiten" ("des obligations par lui contract�es", "dalle assunte obbligazioni") zu befreien hat. Er haftet dem Beauftragten ausserdem f�r den aus dem Auftrag erwachsenen Schaden, soweit er nicht zu beweisen vermag, dass dieser ohne sein Verschulden entstanden ist (Art. 402 Abs. 2 OR).
�Bei der Kommission besteht nach Art. 431 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 425 Abs. 2 OR ein dem Auftragsrecht entsprechender Anspruch auf Verwendungsersatz und auf Befreiung von eingegangenen Verbindlichkeiten (Christian Lenz/Andreas von Planta, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 2 ff. zu Art. 431 OR; Andreas von Planta/Marie Flegbo-Berney, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 2. Aufl. 2012, N. 2 ff. zu Art. 431 OR).
6.2.2.�Welche Verminderung der Aktiven oder Erh�hung der Passiven dem Beauftragten nach Art. 402 Abs. 1 OR einen Anspruch gegen�ber dem Auftraggeber auf Auslagen- und Verwendungsersatz bzw. auf Befreiung von Verbindlichkeiten verschafft, ist im Einzelnen umstritten. Kontrovers ist insbesondere die Abgrenzung zum Schadenersatzanspruch nach Art. 402 Abs. 2 OR, der ein Verschulden des Auftraggebers voraussetzt.
�In der Lehre wird einerseits gest�tzt auf den Wortlaut ("obligations par lui contract�es") die Auffassung vertreten, Art. 402 Abs. 1 OR erfasse nur Anspr�che aus Rechtsgesch�ft ("n�es d'un acte juridique"), nicht jedoch Anspr�che gegen den Beauftragten aus Delikt oder ungerechtfertigter Bereicherung (Franz Werro, Le mandat et ses effets, 1993, S. 233 Rz. 681; derselbe, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 2. Aufl. 2012, N. 10 zu Art. 402 OR; Pierre Tercier/Pascal G. Favre, Les contrats sp�ciaux, 4. Aufl. 2009, S. 786 Rz. 5235). Nach anderer Auffassung kommen weitergehend zum Beispiel auch Gew�hrleistungsanspr�che (aus dem Verkauf von Kommissionsg�tern), Verpflichtungen aus Haftpflichtanspr�chen Dritter im Rahmen einer Gef�hrdungshaftung (Walter Fellmann, a.a.O., N. 89 zu Art. 402 OR) oder Steuerverpflichtungen (Georg Gautschi, Berner Kommentar, 3. Aufl. 1971, N. 15a zu Art. 402 OR) in Betracht.
�Allgemein wird festgehalten, Auslagen und Verwendungen bzw. eingegangene Verbindlichkeiten seien freiwillige, Sch�den dagegen nicht gewollte Verm�genseinbussen (Fellmann, a.a.O., N. 19 und N. 22 zu Art. 402 OR; Rolf H. Weber, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 3 i.V.m. N. 8 zu Art. 402 OR; Eugen Bucher, Obligationenrecht, Besonderer Teil, 1988, S. 232 f.; Gautschi, a.a.O., N. 10b zu Art. 402 OR; Josef Hofstetter, in: Schweizerisches Privatrecht, Bd. VII/6, 2. Aufl. 2000, S. 85 i.V.m S. 88; Andreas von Tuhr/Hans Peter, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obligationenrechts, 3. Aufl. 1979, S. 130 und 132; Oser/Sch�nenberger, Z�rcher Kommentar, 2. Aufl. 1936, N. 5 zu Art. 402 OR). Dennoch k�nne es auch Situationen geben, in denen sich die Begriffe "Auslagen" und "Schaden" �berschneiden (Hofstetter, a.a.O., S. 85 unter Hinweis auf BGE 59 II 245; vgl. auch von Tuhr/Peter, a.a.O., S. 132; Oser/Sch�nenberger, a.a.O., N. 5 zu Art. 402 OR).
6.2.3.�Diese Abgrenzungsschwierigkeiten waren bereits bei der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens thematisiert worden. In der Expertenkommission zur Revision des Obligationenrechts hatte Burckhardt vorgeschlagen, dem (heutigen) Art. 402 einen Absatz 3 anzuf�gen wie folgt:
"Auch wenn er [der Auftraggeber] diesen Beweis leistet [gemeint: den Beweis des fehlenden Verschuldens], kann ihm nach richterlichem Ermessen dennoch ganzer oder teilweiser Ersatz eines Schadens auferlegt werden, der durch eine vom Beauftragten zum Zwecke der Ausf�hrung des Auftrags vorgenommene vorwurfsfrei als zweckdienlich erachtete Handlung von erh�hter Gefahr beg�nstigt wurde." (Protokoll der Expertenkommission 1904, S. 45 f. und Zusammenstellung der Antr�ge und Anregungen zum VE 1905 S. 46).
�Der Vorschlag wurde nicht aufgenommen, ohne dass sich den Materialien weitere Anhaltspunkte entnehmen liessen. Burckhardt begr�ndete seinen Vorschlag an einem Vortrag vor dem Schweizerischen Juristenverein unter Hinweis auf die unterschiedlichen Regelungen dieses historisch umstrittenen Problems in den Gesetzgebungen unserer Nachbarl�nder. Er war der Meinung, die schweizerische L�sung, die nur zwischen Aufwendungen und Schadenersatz bei Verschulden unterscheide, lasse berechtigte Anspr�che unber�cksichtigt. Sie sei nur erkl�rbar im Hinblick auf die sonst resultierenden Abgrenzungsschwierigkeiten. Zwar sei man sich einig �ber die negative Abgrenzung, dass an eine allgemeine Haftung f�r jeden aus Anlass des Auftrags irgendwie zuf�llig erlittenen Schaden nicht zu denken sei. Schwierig sei dagegen die positive Begrenzung: Solle Haftung nur eintreten, wenn der Schaden unmittelbar aus auftragsgem�ssem Handeln und durch das aufgetragene Gesch�ft entstand, nicht aber lediglich bei Gelegenheit der Ausf�hrung des Auftrags? Oder solle man eine Haftung annehmen, wenn der Schaden seinen Grund im bestimmten Inhalt des Auftrags hatte, jedoch eine Haftung verneinen, wenn er daraus resultierte, dass der Beauftragte "bei freier Marschroute" den Auftrag in bestimmter Weise ausf�hrte, w�hrend er ihn auch anders h�tte ausf�hren k�nnen? (Carl Christoph Burckhardt, Die Revision des Schweizerischen Obligationenrechts in Hinsicht auf das Schadensersatzrecht, ZSR 44/1903 S. 508).
6.2.4.�Das Bundesgericht hat sich namentlich in BGE 59 II 245 zum Verh�ltnis zwischen Verwendungs- und Schadenersatz gem�ss Art. 402 Abs. 1 bzw. Abs. 2 i.V.m. Art. 431 Abs. 1 OR ge�ussert. Es ging in diesem Verfahren um die Frage, ob die Kommittentin der beauftragten Bank einen Kursverlust auf einem Devisenbestand in Britischen Pfund zu ersetzen habe, die Letztere im Zusammenhang mit dem ihr erteilten Auftrag (Kauf von englischen Goldsovereigns) als indirekte Stellvertreterin erlitten hatte. Es stellte fest, Verwendung sei ein freiwilliger, Schaden ein unfreiwilliger Verm�gensverlust. Die Unterscheidung sei wichtig, da der Beauftragte Ersatz des Schadens nur unter der Voraussetzung verlangen k�nne, dass der Auftraggeber den Schaden verschuldet habe. Im von der Bank erlittenen Kursverlust auf den im Hinblick auf den Wertschriftenerwerb angeschafften Britischen Pfund (infolge eines Entscheids der Bank von England) k�nne zun�chst ein Schaden erblickt werden (E. 5 S. 253 f.); ein Anspruch der Kommission�rin gest�tzt auf Art. 402 Abs. 2 OR bestehe aber nicht, weil es an einem Verschulden der Kommittentin fehle (E. 5 S. 256 a.E.). Das Bundesgericht erwog sodann aber, der Unterschied zwischen Schaden und Aufwendungen sei nun freilich nicht scharf: "Wer im Interesse eines andern eine Sache bewusstermassen einer Gefahr aussetzt, hat im Falle der Verwirklichung der Gefahr den Verlust gewollt". Daher liege die Annahme n�her, dass es sich beim Kursverlust auf den im Hinblick auf die Auftragsausf�hrung beschafften Britischen Pfund nicht um einen Schaden der Kommission�rin, sondern um eine Verwendung handle, die sie "zum Zwecke der Ausf�hrung des Auftrages" gemacht habe, wobei der Bank ein unsorgf�ltiges Vorgehen vorzuwerfen sei, indem sie die Pfund �ber das Wochenende stehen liess, anstatt diese glattzustellen (E. 6 S. 256 f.).
�Beim unentgeltlichen Auftrag hat das Bundesgericht zudem dem Beauftragten in analoger Anwendung von Art. 422 Abs. 1 OR (Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag) auch im Rahmen von Art. 402 Abs. 2 OR - entgegen dem Wortlaut dieser Norm - Schadenersatz ohne Verschulden des Auftraggebers zugesprochen (BGE 48 II 487 ff. betr. K�rperverletzung des Beauftragten bei der Verfolgung von Dieben; BGE 61 II 95 ff. betr. Sturz beim Sch�tteln eines Birnbaums). Es erkannte einen Wertungswiderspruch und damit ein Versehen des Gesetzgebers, wenn bei der fremdn�tzigen Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag eine Kausalhaftung besteht, beim unentgeltlichen und damit altruistischen Auftrag hingegen eine blosse Verschuldenshaftung des Auftraggebers (BGE 48 II 487 E. 3).
�Ein weiterer Entscheid betraf die Pflichten des Auftraggebers gegen�ber dem Beauftragten, der in Erf�llung des Auftrags einen Garantievertrag (Art. 111 OR) abschloss und vom Vertragspartner in Anspruch genommen wurde. Das Bundesgericht erwog, die Befreiung des Beauftragen von der Schadenersatzpflicht aus einem Vertrag zu Lasten eines Dritten z�hle zu den Verpflichtungen des Auftraggebers nach Art. 402 Abs. 1 OR (BGE 120 II 34 E. 6d). Die vertragliche Schadenersatzpflicht wurde demnach als "eingegangene Verbindlichkeit" des Beauftragten im Sinne dieser Bestimmung betrachtet, f�r die ihm ein Befreiungsanspruch zusteht.
6.2.5.�Unabh�ngig von der Unterscheidung zwischen den beiden Abs�tzen von Art. 402 OR besteht kein Anspruch des Beauftragten, wenn er den Auftrag sorgfaltswidrig ausgef�hrt hat (BGE 110 II 283 E. 3a S. 286; 59 II 245 E. 5 S. 253; Urteile 4A_424/2014 vom 4. Februar 2015 E. 2; 4C.199/2004 vom 11. Januar 2005 E. 10.3.2.1).
�Im �brigen ist Art. 402 OR - wie auch Art. 431 OR - dispositiver Natur; die Anspr�che des Beauftragten d�rfen demnach eingeschr�nkt oder erweitert werden (Fellmann, a.a.O., N. 59 und N. 175 zu Art. 402 OR; Weber, a.a.O., N. 16 zu Art. 402 OR; Tercier/Favre, a.a.O., S. 784 Rz. 5227; Hofstetter, a.a.O., S. 87; Lenz/von Planta, a.a.O., N. 9 zu Art. 431 OR; von Planta/Flegbo-Berney, a.a.O., N. 10 zu Art. 431 OR; Urteil 4C.17/2003 vom 28. Januar 2004 E. 3.3.1). Entsprechend sind allf�llige einzelvertragliche Regelungen zu beachten.
6.3.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz umfassten die Vertragspflichten der beauftragten Bank nach der zwischen den Parteien abgeschlossenen Vereinbarung das treuh�nderische Erwerben, das anschliessende Halten sowie die R�ckgabe der Anteile am Fairfield Sentry Fund in eigenem Namen, aber auf fremde Rechnung. Auf den Treuhandvertrag sind die auftragsrechtlichen Bestimmungen (Art. 394 ff. OR) anwendbar (BGE 112 III 90 E. 4a; 99 II 396 E. 6 S. 397). Die R�ckgabe der Fondsanteile gegen Entsch�digung in eigenem Namen und auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin als isolierter Vorgang stellt eine Verkaufskommission (Art. 425 OR) dar.
�Die Beschwerdegegnerin war als Treuh�nderin verpflichtet, die erhaltenen Verm�genswerte - so insbesondere die auf Weisung der Beschwerdef�hrerin erworbenen Anteile am Fairfield Sentry Fund - zu verwahren und von ihren Rechten daran nur im vereinbarten Rahmen Gebrauch zu machen (vgl. BGE 119 II 326 E. 2b; 99 II 393 E. 6 S. 396 f.; 85 II 97 E. 1; Urteile 4A_474/2014 vom 9. Juli 2015 E. 5.1; 5A_189/2010 vom 12. Mai 2010 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin verwaltete die �bertragenen Verm�genswerte nicht etwa selbst�ndig, sondern sie hatte die Fondsanteile lediglich treuh�nderisch f�r die Beschwerdef�hrerin zu halten, bis diese ihr die Anweisung erteilen w�rde, die Anteile in eigenem Namen, aber auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin zu verkaufen.
�Nach der abgeschlossenen Vereinbarung war demnach die vertragliche Leistung der Beschwerdegegnerin - nach dem erfolgten Erwerb auf Anweisung der Beschwerdef�hrerin hin - auf das treuh�nderische Halten und den instruktionsgem�ssen Verkauf bzw. die R�ckgabe der fraglichen Anteile am Fairfield Sentry Fund auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin beschr�nkt. Aufgrund der vorinstanzlichen Feststellungen besteht nach Treu und Glauben kein Zweifel daran, dass auch der Verkauf bzw. die R�ckgabe der Anteile im September/Oktober 2008 auf Rechnung und Gefahr der Beschwerdef�hrerin erfolgte; sie allein trug das Risiko dieses Ausf�hrungsgesch�fts (vgl. zum Erf�llungsrisiko des Kommittenten allgemein Lenz/von Planta, a.a.O., N. 4 zu Art. 425 OR; zum Risiko des Kunden bei treuh�nderischen Bankgesch�ften Daniel A. Guggenheim/Anath Guggenheim, Les contrats de la pratique bancaire suisse, 5. Aufl. 2014, S. 597 Rz. 1873; vgl. auch Thomas Staehelin, Die Treuhandanlage, 1973, S. 52, wonach bei der Treuhandanlage wesentlich ist, dass das Interesse am Gesch�ft allein beim Treugeber liegt, wobei dieser Interessenverteilung auch die die Treuhandanlage qualifizierende vollumf�ngliche �bernahme aller Risiken sowie des ausschliesslichen Nutzens durch den Treugeber entspreche). Nicht nur allf�llige Wertsteigerungen oder -verluste des Treuguts in Form der Fondsanteile w�hrend der Haltedauer gingen zugunsten bzw. zulasten der Beschwerdef�hrerin, sondern auch das Risiko aus dem instruktionsgem�ss durchgef�hrten Verkaufs- bzw. R�ckgabegesch�ft war allein von ihr zu tragen. Die Beschwerdegegnerin war lediglich zum weisungsgem�ssen Abschluss und zur treuh�nderischen Abwicklung des Ausf�hrungsgesch�fts mit der Fairfield Sentry Ltd. - und damit unter anderem zur Herausgabe des erzielten Erl�ses - verpflichtet (vgl. Karsten Schmidt, Die Kommission: Treuhand am Rechtsverh�ltnis, in: FS Medicus, K�ln 2009, S. 472, wonach sich das Handeln des Kommission�rs f�r Rechnung des Kommittenten nicht im Abschluss des Vertrags im eigenen Namen f�r fremde Rechnung ersch�pft: vielmehr beherrsche der Treuhandcharakter das ganze Kommissionsverh�ltnis, begleite das Ausf�hrungsgesch�ft und folge ihm bez�glich der rechtsgesch�ftlichen Folgen; vgl. auch derselbe, Handelsrecht, Unternehmensrecht I, 6. Aufl., K�ln 2014, S. 1001 f. � 31 I Rz. 12).
�Das Risiko, dass der Wert der - kurz vor der Konkurser�ffnung - zur�ckgegebenen Fondsanteile infolge betr�gerischer Handlungen bereits im Zeitpunkt der R�ckgabe gegen Null strebte, wie von der Vorinstanz festgestellt, war daher nach der vertraglichen Vereinbarung von der Beschwerdef�hrerin zu tragen. Dass die (ann�hernde) Wertlosigkeit im R�ckgabezeitpunkt noch nicht festgestellt und aus diesem Grund eine (zu hohe) R�cknahmesumme ausbezahlt worden war, vermag an diesem Umstand nichts zu �ndern. Wie die Beschwerdegegnerin im Falle einer fr�heren Aufdeckung des Betrugsfalls lediglich den allenfalls noch erh�ltlichen (tieferen) Erl�s an die Beschwerdef�hrerin h�tte herausgeben m�ssen, hat sie eine nachtr�gliche R�ckforderung des Erl�ses durch ihre Vertragspartnerin bzw. deren Liquidatoren lediglich auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin zu leisten, die ihr die Anweisung zur Durchf�hrung dieses Rechtsgesch�fts erteilt hat. Der Anspruch der Beschwerdegegnerin auf Befreiung von dem im US-Verfahren gegen sie geltend gemachten R�ckforderungsanspruch folgt demnach unmittelbar aus der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Parteien, das fragliche Gesch�ft auf Rechnung der Beschwerdef�hrerin durchzuf�hren (in diesem Sinne bereits das Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs BGHZ 8, 222 E. IV.1. S. 228 f., wonach sich eine Erstattungspflicht des Kommittenten f�r Schadenersatzleistungen des Kommission�rs an Dritte, die sich notwendig aus der Abwicklung des Gesch�fts ergeben und mit ihm untrennbar verbunden sind, bereits aus dem Wesen des Kommissionsverh�ltnisses ergibt, ohne dass es der Heranziehung des Gesichtspunkts des Aufwendungsersatzes bedarf).
�Steht der Beschwerdegegnerin nach der mit der Beschwerdef�hrerin abgeschlossenen Vereinbarung ein vertraglicher Befreiungsanspruch zu, kann die Frage offenbleiben, ob sich ein entsprechender Anspruch auch auf die allgemeine auftragsrechtliche Bestimmung von Art. 402 OR st�tzen liesse.
6.4.�Die Vorinstanz ging somit zu Recht davon aus, dass der Beschwerdegegnerin ein Befreiungsanspruch zusteht. Nachdem das Pfandrecht an den Bankkonten der Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht mehr bestritten ist und die vorhandenen Guthaben den Befreiungsanspruch nicht zu decken verm�gen, ist die Beschwerde demnach abzuweisen.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 5'500.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'500.-- zu entsch�digen. Diese Entsch�digung wird aus der an die Gerichtskasse bezahlten Sicherheitsleistung ausgerichtet.
Lausanne, 20. Juli 2015

References: Art. 431
 Art. 425
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 90
 Art. 6
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 BGE 
 Art. 93
e contrario
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 97
 Art. 8
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 400
 Art. 394
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 431
 Art. 425
 Art. 431
 Art. 431
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 BGE 
 Art. 402
 Art. 402
 BGE 
 Art. 402
 Art. 431
 Art. 402
 Art. 422
 Art. 402
 BGE 
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 431
 Art. 402
 Art. 402
 Art. 431
 Art. 431
 BGE 
 Art. 425
 Art. 402
 Art. 68