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Timestamp: 2019-10-18 03:06:34+00:00

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BGH, 17.05.2018 - VII ZR 157/17 - dejure.org
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BGH, 17.05.2018 - VII ZR 157/17 (https://dejure.org/2018,14988)
BGH, Entscheidung vom 17.05.2018 - VII ZR 157/17 (https://dejure.org/2018,14988)
BGH, Entscheidung vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17 (https://dejure.org/2018,14988)
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§ 27 Abs. 19 UStG, § ... 313 BGB, § 13b UStG, § 13b Abs. 2 Satz 2 UStG 2005, § 13b Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 1 UStG, § 313 Abs. 1 BGB, Art. 95 Abs. 3 GG, § 2 Abs. 1 RsprEinhG, § 195 BGB, § 199 Abs. 1 BGB, §§ 286, 288 BGB, Art. 229 § 34 Satz 1 EGBGB, § 563 Abs. 3 ZPO, § 91 Abs. 1, § 97 Abs. 1, § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO
§ 157 BGB, § 199 Abs 1 BGB, § 13b Abs 2 Nr 4 S 1 UStG 2011, § 13b Abs 5 S 2 Halbs 1 UStG 2011, § 27 Abs 19 UStG
UStG §§ 13b Abs. 5 S. 2, 27 Abs. 19; BGB §§ 199 Abs. 1, 313 Abs. 1
Ergänzende Vertragsauslegung bei übereinstimmender Annahme der Steuerschuldnerschaft des Bauträgers
BGB §§ 157, 199; UStG § 27 Abs. 19, § 13b Abs. 2 Nr. 4 Satz 1, Abs. 5 Satz 2 Halbs. 1
Zum Anspruch des Bauunternehmers gegen den Bauträger auf Zahlung der Umsatzsteuer nach Erlass des Urteils des BFH (V ZR 37/10)
Zum Anspruch des Bauunternehmers gegen den Bauträger auf Zahlung des auf die erbrachte Leistung angefallenen Umsatzsteuerbetrages, wenn die Parteien übereinstimmend davon ausgegangen sind, der Bauträger sei Steuerschuldner, dieser jedoch aufgrund des Urteils des BFH vom ...
Bauunternehmer kann Umsatzsteuer "nachverlangen"
Bauträger macht Umsatzsteuererstattung geltend: Unternehmer kann Zahlung an sich verlangen! (IBR 2018, 372)
AG Tecklenburg, 07.12.2016 - 5 C 52/16
MDR 2018, 862
NZBau 2018, 524
NZM 2018, 914
DB 2018, 1462
BauR 2018, 1403
HFR 2018, 661
ZfBR 2018, 578
Danach ist entscheidend, was die Vertragsparteien bei angemessener Abwägung ihrer Interessen nach Treu und Glauben als redliche Vertragspartner vereinbart hätten, wenn sie den nicht geregelten Fall bedacht hätten (BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17 Rn. 30, BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524;… Urteil vom 15. November 2012 - VII ZR 99/10 Rn. 16, BauR 2013, 236).
a) Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts liegen die Voraussetzungen einer - gegenüber einer Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage vorrangigen (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c;… vom 3. Februar 2012 - V ZR 23/11, juris Rn. 14; vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 36; jeweils mwN) - ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB) vor.
Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts könnten die Voraussetzungen einer - gegenüber der vom Berufungsgericht ebenfalls in Erwägung gezogenen und abgelehnten Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage vorrangigen (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c;… vom 3. Februar 2012 - V ZR 23/11, juris Rn. 14; vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 36; jeweils mwN) - ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB) vorliegen.
Diese Beschränkungen bestehen aber nicht, wenn es um die Auslegung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vgl. BGH…, Urteil vom 23. August 2018 - III ZR 192/17, BB 2018, 2317 Rn. 16) oder die Auslegung von typischen Vertragsgestaltungen geht, die über den Bezirk des Berufungsgerichts hinaus regelmäßig mit gleichförmigem Inhalt im geschäftlichen Verkehr verwendet werden (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 20).
Dabei kann von einer planwidrigen Regelungslücke nur gesprochen werden, wenn der Vertrag eine Bestimmung vermissen lässt, die erforderlich ist, um den ihm zu Grunde liegenden Regelungsplan der Parteien zu verwirklichen, also ohne Vervollständigung des Vertrags eine angemessene, interessengerechte Lösung nicht zu erzielen ist (st. Rspr., vgl. BGH…, Urteil vom 30. Juni 2017 - V ZR 248/16, WM 2017, 1937 Rn. 7; Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 23 jeweils mwN).
Dabei ist zunächst an den Vertrag selbst anzuknüpfen; die in dem Vertrag enthaltenen Regelungen und Wertungen, sein Sinn und Zweck sind Ausgangspunkt der Vertragsergänzung (st. Rspr., vgl. BGH…, Urteil vom 12. Oktober 2012 - V ZR 222/11, NJW-RR 2013, 494 Rn. 12; Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 30 jeweils mwN).
(2) Die Voraussetzungen der ergänzenden Vertragsauslegung, die Vorrang vor den Grundsätzen über die Störung der Geschäftsgrundlage hat (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17 Rn. 36, BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524; zur Anwendbarkeit der ergänzenden Vertragsauslegung nunmehr auch BFH…, Urteil vom 27. September 2018 - V R 49/17 Rn. 19, NZI 2018, 947 = DStR 2018, 2423), sind aufgrund der Vergleichbarkeit der Interessenlage der Parteien des Werkvertrages vorliegend ebenso erfüllt wie in dem dem Senatsurteil vom 17. Mai 2018 (VII ZR 157/17, BauR 2018, 1403 =.
NZBau 2018, 524) zugrundeliegenden Sachverhalt.
a) Die Voraussetzungen einer - gegenüber dem vom Berufungsgericht angenommenen Anspruch auf Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage vorrangigen (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c;… vom 3. Februar 2012 - V ZR 23/11, juris Rn. 14; vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 36; jeweils mwN) - ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB) könnten vorliegen.
LG Münster, 16.04.2019 - 11 O 393/17
Zahlungsanspruch von Umsatzsteuer aus Bauverträgen hinsichtlich Tragung der …
Die für eine ergänzende Vertragsauslegung erforderliche Regelungslücke kann insbesondere darin liegen, dass die Parteien keine Regelung für den Fall vorgesehen haben, dass für die leistenden Unternehmer, hinsichtlich derer die Vertragsparteien davon ausgingen, dass diese nicht die Umsatzsteuerschuld würden tragen müssen, die Gefahr besteht, wegen der Heranziehung als Steuerschuldnerin die Umsatzsteuer abführen zu müssen (BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17).
Das Erfordernis einer antragskongruenten Auszahlung kennt § 27 Abs. 19 UStG nicht, denn bereits die Stellung des Erstattungsantrages führt nach § 27 Abs. 19 UStG zur Änderung der Steuerfestsetzung gegenüber den Leistenden (so wohl auch BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, dort auch Rn. 33 im Hinblick auf die Gefahr doppelter Inanspruchnahme).
Die Ansprüche sind erst entstanden, als die Zedentinnen Steuerschuldnerin wurden bzw. (so BGH NJW 2018, 2469, 2471) die Gefahr der Heranziehung als Steuerschuldnerin bestand.
Dies war nicht vor Stellung der entsprechenden Erstattungsanträge der Beklagten bzw. ihrer Organträgerin (bzw. für Leistungen nach dem 14.02.2014 jedenfalls nicht vor der Leistungserbringung) der Fall (BGH NJW 2018, 2469, 2471).
(1) Der Senat kann die ergänzende Vertragsauslegung des Berufungsgerichts im Streitfall uneingeschränkt überprüfen, da es sich bei dem in Rede stehenden Vertrag um eine typische Vertragsgestaltung handelt, die über den Bezirk des Berufungsgerichts hinaus regelmäßig mit gleichförmigen Inhalt im geschäftlichen Verkehr verwendet wird (vgl. dazu BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 . VII ZR 157/17 Rn. 19-21, BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524).
(2) Die Voraussetzungen der ergänzenden Vertragsauslegung, die Vorrang vor den Grundsätzen über die Störung der Geschäftsgrundlage hat (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17 Rn. 36, BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524; zur Anwendbarkeit der ergänzenden Vertragsauslegung nunmehr auch BFH…, Urteil vom 27. September 2018 - V R 49/17 Rn. 19, NZI 2018, 947 = DStR 2018, 2423), sind aufgrund der Vergleichbarkeit der Interessenlage der Parteien der Werkverträge vorliegend ebenso erfüllt wie in dem dem Senatsurteil vom 17. Mai 2018 (VII ZR 157/17, BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524) zugrundeliegenden Sachverhalt.
BGH, 29.08.2018 - VII ZR 206/16
LG Münster, 26.09.2018 - 16 O 356/17
Abtretung der Umsatzsteuerforderungen aus Bauverträgen des Bauträgers mit …

References: § 27
 § 13
 § 13
 § 13
 § 313
 Art. 95
 § 2
 § 195
 § 199
 Art. 229
 § 34
 § 563
 § 91
 § 97
 § 92

§ 157
 § 199
 § 13
 § 13
 § 27
 § 27
 § 13
 § 27
 § 27
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