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Timestamp: 2016-10-24 01:48:15+00:00

Document:
Geb�udeversicherung des Kantons Z�rich, Thurgauerstrasse 56, 8050 Z�rich,
Fahrl�ssige Verursachung einer Feuersbrunst (Art. 222 Abs. 1 StGB),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 15. September 2010.
Das Bezirksgericht Z�rich verurteilte X.________ wegen mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung zu einer Geldstrafe von 120 Tagess�tzen zu Fr. 140.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'800.--. Vom Vorwurf der fahrl�ssigen Verursachung einer Feuersbrunst sprach es ihn frei und verwies die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen der Gesch�digten auf den Zivilweg.
Die Geb�udeversicherung des Kantons Z�rich als Gesch�digte erkl�rte gegen den Freispruch Berufung beim Obergericht des Kantons Z�rich. Dieses stellte die Rechtskraft der Verurteilung wegen mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung sowie des Verweises der Gesch�digten auf den Zivilweg fest. Es verurteilte X.________ zus�tzlich wegen fahrl�ssiger Verursachung einer Feuersbrunst und sanktionierte ihn mit einer Geldstrafe von 180 Tagess�tzen zu Fr. 140.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'800.--.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der fahrl�ssigen Verursachung einer Feuersbrunst freizusprechen. Die Verfahrenskosten am Bezirksgericht Z�rich seien ihm nur zu zwei Dritteln aufzuerlegen. Diejenigen des Obergerichts sowie des Bundesgerichts seien auf die Staatskasse zu nehmen. Zudem sei ihm f�r jede Instanz eine Prozessentsch�digung auszurichten.
Die Vorinstanz sowie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich verzichten auf eine Vernehmlassung. Die Geb�udeversicherung des Kantons Z�rich beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich sei zu best�tigen. Eventualiter sei die Sache zur Erhebung weiterer Feststellungen zum Sachverhalt an das Obergericht zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz geht von folgendem - grunds�tzlich unbestrittenen - Sachverhalt aus:
Der Beschwerdef�hrer begab sich am 17. Juli 2008 auf den Estrich im 3. Stock eines Mehrfamilienhauses in Z�rich, in dem er wohnte, um das Futter seiner Motorradjacke, das er dort vermutete, zu suchen. Um ca. 22.12 Uhr lief er in eine Spinnwebe, die in seinem Gesicht und den Haaren haften blieb, was er als eklig empfand. Als er vor ihm auf Brusth�he eine zweite Spinnwebe erblickte, nahm er ein zuf�llig mitgef�hrtes Feuerzeug aus seiner Hosentasche und z�ndete die Spinnwebe - ca. 50-60 cm unterhalb des Isolationsmaterials der Dachverkleidung - an, wobei eine leicht bl�uliche Flamme entstand, die sich dem Netz entlang bis zur Dachverkleidung ausbreitete. Dabei begann die aus unverarbeiteten und mit blossem Krepppapier umh�llten Kokosmatten bestehende Dachisolation zu glimmen. Der Beschwerdef�hrer erstickte die m�nzengrosse Glut mit seinen H�nden. Er wandte sich daraufhin ab und suchte wieder nach dem Jackenfutter. Wenige Momente sp�ter nahm er Rauch wahr und sah, dass sich von der urspr�nglichen Glimmstelle aus ein Feuer ausbreitete. Trotz sofortigen L�schversuchen des Beschwerdef�hrers geriet der Dachstock innert k�rzester Zeit in Vollbrand.
2.1.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer habe gewusst, dass es sich um einen alten Dachstock gehandelt habe. Seine T�tigkeit im Zusammenhang mit Dachisolationsmatten in einer Schreinerei im Jahre 1992 k�nne ihn nicht entlasten. Er sei selber davon ausgegangen, der Dachstock stamme aus den 30er-Jahren, weshalb er aufgrund seiner beruflichen Erfahrung nicht habe darauf schliessen k�nnen, man habe fr�her dasselbe feuerfeste Material verwendet. Er habe ausgesagt, das Isolationsmaterial bei fr�heren Begehungen als stroh�hnliche Matten eingestuft zu haben. Er habe daher mit der leichten Entz�ndbarkeit des Materials rechnen m�ssen. Er habe zwar das offene Feuer nicht direkt gegen die Kokosmatten gehalten. Ein verst�ndiger Erwachsener m�sse ber�cksichtigen, dass sich eine Spinnwebe bei Feuerkontakt nicht einfach aufl�se, sondern auch brennen k�nne. Der Kausalverlauf (vors�tzliches Anbrennen der Spinnweben, Weiterleitung der Flamme zum leicht brennbaren Isolationsmaterial, rasches Ausbreiten der Flamme auf das gesamte Isolationsmaterial und Abbrennen des Dachstocks mit entsprechendem Schadenbild) sei f�r den Beschwerdef�hrer bei Beginn der Verwendung seines Feuerzeugs vorhersehbar gewesen. Seine Unsorgfalt habe entgegen der ersten Instanz darin gelegen, dass er unter den konkreten Umst�nden mit Feuer hantiert habe (angefochtenes Urteil, S. 10 f.).
2.1.2 Die Aussage des Leiters der kantonalen Feuerpolizei habe deutlich gemacht, dass keine feuerpolizeiliche Verpflichtung bestanden habe, das Isolationsmaterial auszutauschen. Kokosfasermatten seien vor 40 Jahren und mehr ein g�ngiges Isolationsmaterial gewesen. Bei bestehenden Bauten gelte die Bestandesgarantie, ausser bei einem gef�hrlichen polizeilichen Missstand, was bei der in Frage stehenden Liegenschaft nicht zugetroffen habe (angefochtenes Urteil, S. 12).
2.1.3 Nach Auffassung der Vorinstanz h�tte der Brand allenfalls mit einem sofort greifbaren Feuerl�scher fr�hzeitig gel�scht werden k�nnen. Die Eigent�merschaft sei jedoch nicht verpflichtet gewesen, im Dachgeschoss, das lediglich als Winde verwendet worden sei, Brandschutzvorrichtungen wie Brandmelder, Sprinkler etc. einzubauen. Mit dem Vorgehen des Beschwerdef�hrers - dies sei auch die Meinung der kantonalen Feuerpolizei - habe die Hauseigent�merschaft nicht rechnen m�ssen (angefochtenes Urteil, S. 14). Da er bereits durch das Inbrandsetzen der Spinnwebe den Tatbestand der fahrl�ssigen Verursachung einer Feuersbrunst erf�llt habe, k�nne offenbleiben, ob er seine Sorgfaltspflichten durch nachl�ssiges L�schen der Glut verletzt habe (angefochtenes Urteil, S. 16).
2.1.4 Die nachtr�glich eingebaute Lukarne am anderen Ende des Daches h�tte auch bei Einholen einer Baubewilligung nicht dazu gef�hrt, das gesamte Dach mit modernen feuerfesten Matten zu isolieren. Im �brigen k�nne offenbleiben, ob die Begehung der Liegenschaft durch die Beschwerdegegnerin 2 im Jahre 2004 nur der Sch�tzung des Geb�udewerts gedient oder eine Besichtigung allf�lliger technischer M�ngel stattgefunden habe (angefochtenes Urteil, S. 15).
2.2.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe den Tatbestand der fahrl�ssigen Verursachung einer Feuersbrunst weder durch eine Handlung (Entfernen der Spinnwebe mittels Feuerzeugs) noch durch Unterlassen (Nachl�ssigkeit beim L�schen der Glut) erf�llt, weshalb er freizusprechen sei (Beschwerde, S. 13). Selbst wenn er von der Brennbarkeit h�tte ausgehen m�ssen, habe er nicht damit rechnen m�ssen, dass das Isolationsmaterial wie ein eigentlicher Brandbeschleuniger wirke (Beschwerde, S. 15). Aus dem Erscheinungsbild der Isolationsmatten lasse sich nichts ableiten. Sowohl die Kokosmatten wie auch zum Beispiel schwer entflammbare Hanffaserd�mmwolle s�hen wie Stroh aus. Entgegen der Vorinstanz habe er aufgrund seiner pers�nlichen Verh�ltnisse, seiner Berufserfahrungen und Kenntnisse aufgrund eines Ferienjobs im Jahre 1992 in einer Schreinerei, die Dachisolationen herstellte, davon ausgehen d�rfen und m�ssen, dass die in Frage stehenden Isolationsmatten nicht oder nur sehr schwer brennbar gewesen seien (Beschwerde, S. 16). Er habe anl�sslich der staatsanwaltschaftlichen Befragung gesch�tzt, dass das Haus aus den 30er-Jahren stamme. Dieses Wissen sei ihm zugerechnet worden, w�hrend seine beruflichen Erfahrungen von der Vorinstanz keine Ber�cksichtigung gefunden h�tten. Dies sei willk�rlich und verletze Art. 9 BV (Beschwerde, S. 14 f.).
Es k�nne daher dahingestellt bleiben, ob Spinnweben leicht entz�ndbar seien oder sich bei Hitze in Luft aufl�sten. Die Annahme der Vorinstanz, Spinnweben entz�ndeten sich bei Hitzeexposition in jedem Fall unter Flammenbildung, sei nicht erstellt. Vielmehr l�se sich eine Spinnwebe im Normalfall nur auf, ohne selbst Feuer zu fangen (Beschwerde, S. 17).
2.2.2 Der Beschwerdef�hrer macht zudem ein grobes Drittverschulden geltend, welches den Kausalzusammenhang unterbreche. So sei zu ber�cksichtigen, dass die Isolationsmatten aus unbehandelten Kokosmatten seit Jahrzehnten nicht mehr verbaut werden d�rften. Die Eigent�merschaft h�tte im Gegensatz zu ihm von der hohen Brandgef�hrlichkeit wissen m�ssen. Sie h�tte daher aufgrund von � 12 des Gesetzes �ber die Feuerpolizei und das Feuerwesen des Kantons Z�rich vom 24. September 1978 (LS 861.1) alles Zumutbare vorkehren m�ssen, um Brandsch�den zu verhindern. Dasselbe ergebe sich aus Art. 18 der Brandschutznorm der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen vom 23. M�rz 2003. Zum technischen Brandschutz geh�rten gem�ss Art. 54 der Brandschutznorm L�scheinrichtungen wie etwa Wasserl�schposten, Handfeuerl�scher, Brandmelde- und Sprinkleranlagen (Beschwerde, S. 17 ff.). Die Eigent�merin w�re zumindest - ungeachtet der Bestandesgarantie des nicht mehr zugelassenen Isolationsmaterials - verpflichtet gewesen, einen Handfeuerl�scher sowie Warnhinweise anzubringen. Auch wenn die Eigent�merschaft (so die Vorinstanz) nicht habe damit rechnen m�ssen, dass jemand im Dachstock mit offenem Feuer hantiere, �ndere dies nichts an ihrer Eigenverantwortung. Die Vorinstanz urteile willk�rlich, wenn sie ihm die Brandschutznorm entgegenhalte und die Eigent�merschaft von s�mtlichen Verpflichtungen und jeglicher Verantwortung freispreche (Beschwerde, S. 20 f.).
2.2.3 Der Beschwerdef�hrer verweist weiter auf einen seiner Auffassung nach vergleichbaren Fall, bei dem ein Elektromonteur mit einem ungeeigneten Bohrer eine Holztrennwand durchbohrt habe. Aufgrund der hohen Reibw�rme habe sich die aus Kokosfasermatten bestehende Wandisolation entz�ndet. Das Gericht habe den Elektromonteur freigesprochen, da der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dessen Verhalten sowie dem Brand durch die Verwendung des unerlaubten und leicht brennbaren Isolationsmaterials unterbrochen worden sei. Dieser Fall habe sich 1986 ereignet und gelte heute - Jahrzehnte nach dem Verbot der Verwendung unbehandelter Kokosfasermatten - umso mehr, weshalb er wegen groben Drittverschuldens der Eigent�merin freizusprechen sei (Beschwerde, S. 21 f.).
2.2.4 Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich geltend, die eine Dachwohnung sei vor etwa 30 Jahren nachtr�glich ohne Bewilligung eingebaut worden. Dieses Bauvorhaben sei nicht feuerpolizeilich abgenommen worden, weshalb auch eine Anpassung der Dachisolation an die feuerpolizeilichen Vorgaben unterblieben sei. Der Kausalzusammenhang sei auch deshalb unterbrochen. Im Jahr 2003 h�tten weitere Umbauarbeiten im Haus stattgefunden, was eine Begehung der Liegenschaft durch die Beschwerdegegnerin 2 nach sich gezogen habe. Dass es sich hierbei lediglich um eine Geb�udesch�tzung gehandelt habe, sei nicht erstellt. W�ren die Isolationsmatten als feuergef�hrlich erkennbar gewesen, h�tte die Beschwerdegegnerin 2 auf diesen Umstand, die mangelhafte Beschilderung sowie die fehlenden Feuerl�scher hinweisen m�ssen. Die Vorinstanz habe diesbez�glich aktenwidrig und willk�rlich argumentiert (Beschwerde, S. 23 ff.).
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 133 II 249 E. 1.2.2), oder wenn sie auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die R�ge der offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts (Art. 105 Abs. 2 BGG) pr�ft das Bundesgericht ebenfalls unter den in Art. 106 Abs. 2 BGG vorgegebenen Bedingungen.
2.4 Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss substantiiert darlegen, inwiefern die Voraussetzungen einer Ausnahme gem�ss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind und das Verfahren bei rechtskonformer Ermittlung des Sachverhalts anders ausgegangen w�re. Der Beschwerdef�hrer kann sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr hat er klar und substantiiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 III 462 E. 2.4).
2.5 Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 6B_209/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 5.3.3; BGE 120 Ia 31 E. 4b). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen im dargelegten Sinn missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3). Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem die freie Pr�fung aller Tat- und Rechtsfragen zuk�me (Urteil 6B_209/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 5.3.3).
2.6 Der Beschwerdef�hrer setzt sich zwar ausf�hrlich mit den Feststellungen der Vorinstanz zum Sachverhalt auseinander, vermag allerdings keine Willk�r der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung aufzuzeigen. Dies betrifft etwa den von ihm geschilderten Fall des freigesprochenen Elektromonteurs, der mit einem ungeeigneten Bohrer eine Holztrennwand durchbohrt und die aus Kokosfasermatten bestehende Wandisolation entz�ndet hatte. Dieser Fall ist mit dem vorliegenden schon deshalb nicht vergleichbar, weil der Elektromonteur kein Feuer entfacht und das Isolationsmaterial hinter der Wand optisch nicht sichtbar war. Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte berufliche Erfahrung, welche die Vorinstanz nicht ber�cksichtigt habe, kann ihm ebenfalls nicht zum Vorteil gereichen. Vielmehr h�tte er im Gegenteil aufgrund seiner Erfahrung wissen m�ssen, dass sich die fr�her verwendeten Isolationsmaterialien von den heutigen unterscheiden (hierzu E. 3.3). Unbeheflich ist auch der Hinweis auf die Begehung der Liegenschaft anfangs 2004 durch die Beschwerdegegnerin 2, zumal die Ausf�hrungen der Vorinstanz nicht zu beanstanden sind, wonach zu diesem Zeitpunkt bei der Liegenschaft keine technischen M�ngel bestanden, die h�tten ger�gt werden k�nnen und m�ssen.
3.1.1 Wer fahrl�ssig zum Schaden eines andern oder unter Herbeif�hrung einer Gemeingefahr eine Feuersbrunst verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 222 Abs. 1 StGB). Fahrl�ssig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht R�cksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der T�ter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umst�nden und nach seinen pers�nlichen Verh�ltnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger Herbeif�hrung einer Feuersbrunst setzt somit voraus, dass der T�ter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist ein Verhalten, wenn der T�ter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat. Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Dies schliesst nicht aus, dass der Vorwurf der Fahrl�ssigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrunds�tze, wie etwa den allgemeinen Gefahrensatz, gest�tzt werden kann. Denn einerseits begr�ndet nicht jeder Verstoss gegen eine gesetzliche oder f�r bestimmte T�tigkeiten allgemein anerkannte Verhaltensnorm den Vorwurf der Fahrl�ssigkeit, und andererseits kann ein Verhalten sorgfaltswidrig sein, auch wenn nicht gegen eine bestimmte Verhaltensnorm verstossen wurde. Dabei bestimmt sich die Vorsicht durch die konkreten Umst�nde und die pers�nlichen Verh�ltnisse des T�ters, weil naturgem�ss nicht alle tats�chlichen Gegebenheiten in Vorschriften gefasst werden k�nnen (BGE 135 IV 56 E. 2.1 mit Hinweisen).
3.1.2 Im konkreten Fall legt Art. 17 der Brandschutznorm der Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen vom 26. M�rz 2003 fest, dass mit Feuer und offenen Flammen, W�rme, Elektrizit�t und anderen Energiearten, feuer- oder explosionsgef�hrlichen Stoffen sowie mit Maschinen, Apparaten usw. so umzugehen ist, dass keine Br�nde oder Explosionen entstehen.
3.1.3 Grundvoraussetzung f�r eine Sorgfaltspflichtverletzung und mithin f�r die Fahrl�ssigkeitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die zum Erfolg f�hrenden Geschehensabl�ufe m�ssen f�r den Beschwerdef�hrer mindestens in ihren wesentlichen Z�gen voraussehbar sein. Es ist daher zu pr�fen, ob dieser eine Gef�hrdung der Rechtsg�ter h�tte voraussehen beziehungsweise erkennen k�nnen und m�ssen. Zur Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Ad�quanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Dies ist ex ante, d.h. im Zeitpunkt des Handelns, zu beurteilen. Die Ad�quanz ist zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden des Gesch�digten beziehungsweise eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Beschwerdef�hrers - in den Hintergrund dr�ngen (BGE 135 IV 56 E. 2.1 und E. 2.2. mit Hinweisen).
3.1.4 Neben der Voraussehbarkeit bildet die Vermeidbarkeit eine weitere Voraussetzung, um ein pflichtwidriges Verhalten des Beschwerdef�hrers zu bejahen. Dabei wird der hypothetische Kausalverlauf untersucht und gepr�ft, ob der Erfolg bei pflichtgem�ssem Verhalten ausgeblieben w�re. F�r die Zurechnung des Erfolgs gen�gt, wenn das Verhalten des Beschwerdef�hrers mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2.1 mit Hinweisen).
3.2 Der Beschwerdef�hrer h�tte die Feuersbrunst zweifellos vermeiden k�nnen, h�tte er darauf verzichtet, die Spinnwebe im Dachstock anzuz�nden. Eine plausible Veranlassung hierzu hatte er nicht. Er bringt denn auch lediglich vor, Ekel gegen�ber den Spinnweben versp�rt zu haben. Andere Massnahmen, wie etwa die Spinnweben mit einem Besen zu entfernen, ergriff er nicht und zog sie nicht einmal in Erw�gung. Er bildete damit unbestrittenermassen die Ursache des Dachstockbrandes. Das Anz�nden der Spinnweben durch den Beschwerdef�hrer ist zweifelsohne als un�berlegt und als unn�tig einzustufen. Die Sinn- und Zwecklosigkeit einer Handlung darf freilich nicht mit einer Sorgfaltswidrigkeit gleichgesetzt werden. N�her zu untersuchen ist vorliegend, ob der Beschwerdef�hrer den eingetretenen Erfolg vorausgesehen hat beziehungsweise h�tte voraussehen m�ssen. Die Vorinstanz bejaht dies mit Blick auf das dem Beschwerdef�hrer bekannte Alter des Dachstocks, sein Wissen um die leichte Entz�ndbarkeit der "stroh�hnlichen" Isolationsmatten sowie die leichte Brennbarkeit von Spinnweben. Zudem habe er den Kausalverlauf vom vors�tzlichen Anbrennen der Spinnweben bis zum Dachstockbrand voraussehen m�ssen.
3.3 Wie die Vorinstanz festh�lt, durfte der Beschwerdef�hrer aufgrund des Alters des Dachstockes (Baujahr 1949) nicht auf die schwere Brennbarkeit der verwendeten Dachisolation schliessen. Seine Kenntnisse �ber die Entflammbarkeit von Dachisolationen, die er bei seiner T�tigkeit in einer Schreinerei im Jahre 1992 erworben hatte, k�nnen hieran nichts �ndern. Schwer entflammbare Dachisolationen, zun�chst insbesondere asbesthaltige Isolationsmaterialien, fanden erst sp�ter Verwendung und wurden ab den 80er-Jahren durch asbestfreie Produkte ersetzt. Dem Beschwerdef�hrer, der sch�tzte, die Hauserrichtung habe in den 30er-Jahren stattgefunden, musste daher klar sein, dass die von ihm in den 90er-Jahren verarbeiteten Isolationsprodukte nicht bereits 40-50 Jahre vorher Verwendung fanden. Hierauf deutet auch hin, dass er die in Frage stehende Dachisolation als stroh�hnliche Isolationsmatten beschrieben hat.
3.4 Aufgrund der gesamten Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten musste und konnte der Beschwerdef�hrer den Kausalverlauf zwischen dem vors�tzlichen Anbrennen der Spinnwebe bis zum Dachstockbrand zumindest in seinen wesentlichen Z�gen voraussehen, weshalb der Tatbestand der fahrl�ssigen Verursachung einer Feuersbrunst erf�llt ist.
3.5 Unbehelflich ist sein Vorbringen, dass die Eigent�merschaft des Wohnhauses den Kausalzusammenhang durch grobes Eigenverschulden unterbrochen hat. Zwar h�tte der Brand gem�ss Vorinstanz mit einem sofort greifbaren Feuerl�scher allenfalls fr�hzeitig gel�scht werden k�nnen. Die Brandschutzrichtlinie �ber die L�scheinrichtungen der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen vom 26. M�rz 2003 legt in Ziff. 3.1.2 Abs. 1 denn auch fest, dass L�schger�te so anzuordnen sind, dass ein Brand an jeder Stelle von Bauten und Anlagen bek�mpft werden kann. Die Gehweglinie zum n�chsten L�schger�t darf dabei nicht mehr als 40 m betragen. Abs. 2 derselben Bestimmung pr�zisiert, dass in Bereichen mit besonderen Brandgefahren an geeigneten Stellen zus�tzliche L�schger�te zu installieren sind. Indessen ist diese Richtlinie f�r Altbauten, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, nicht anwendbar (Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie), weshalb hieraus keine Vorschrift �ber den Einbau von Brandschutzvorrichtungen abgeleitet werden kann.
Der Verzicht der Hauseigent�merschaft, einen Warnhinweis anzubringen, der etwa das Rauchen untersagt und die Bewohner auf die Gefahr offenen Feuers im Dachstock aufmerksam gemacht h�tte, stellt ebenfalls kein grobes Eigenverschulden dar, das den ad�quaten Kausalzusammenhang unterbrechen w�rde. Keinen Unterbruch bewirkt auch der ohne Bewilligung durchgef�hrte nachtr�gliche Einbau einer Dachwohnung. Die Vorinstanz f�hrt richtigerweise aus, dass sich der Brandherd am anderen Ende des Daches befand und auch eine allf�llige feuerpolizeiliche Sanierungspflicht im Bereich der Dachwohnung nicht das ganze Haus betroffen h�tte.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin 2 obsiegt mit ihrem Hauptantrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer hat ihr daher eine angemessene Entsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Der Beschwerdegegnerin 1 ist keine Entsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat der Beschwerdegegnerin 2 eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.

References: Art. 9
 Art. 18
 Art. 54
 Art. 9
 Art. 95
 Art. 106
 Art. 105
 Art. 95
 BGE 
 Art. 17