Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=RG&Datum=06.04.1927&Aktenzeichen=I%20250%2F26
Timestamp: 2019-11-20 14:54:18+00:00

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RG, 06.04.1927 - I 250/26 - dejure.org
RG, 06.04.1927 - I 250/26
https://dejure.org/1927,24
RG, 06.04.1927 - I 250/26 (https://dejure.org/1927,24)
RG, Entscheidung vom 06.04.1927 - I 250/26 (https://dejure.org/1927,24)
RG, Entscheidung vom 06. April 1927 - I 250/26 (https://dejure.org/1927,24)
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Zulässigkeit der Revision; Aufwertung
RGZ 116, 306
3 S. 1 ZPO vorgeschriebene Anwendung des § 5 Halbs. 1 ZPO dazu führt, daß bei Einlegung der Revision durch mehrere streitgenössische Gesamtschuldner der höchste Betrag der Beschwer eines Streitgenossen für alle maßgebend ist, auch wenn für die übrigen bei Einzelberechnung die Revisionssumme nicht erreicht sein würde (BGHZ 23, 333, 339 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; vgl. RGZ 116, 306, 308 f).
Da sowohl bei der Berufung (§ 511a Abs. 2 ZPO) als auch bei der Revision (§ 546 Abs. 3 Satz 1 ZPO) für den Wert des Beschwerdegegenstandes die §§ 3 bis 9 ZPO gelten, folgt daraus weiterhin, daß im Zivilprozeß, soweit es für die Zulässigkeit eines Rechtsmittels auf den Wert des Beschwerdegegenstandes ankommt, sich diese gemäß § 5 ZPO bei einem einheitlichen, in demselben Schriftsatz erhobenen Rechtsmittel mehrerer Streitgenossen gegen dasselbe Urteil (oder umgekehrt eines Anfechtungsklägers gegen alle Streitgenossen) nach dem zusammengefaßten Wert der Beschwer aller Streitgenossen richtet (vgl. RGZ 5, 354; 6, 416; 41, 414; 116, 306; 164, 90; BGHZ 23, 333).
So ist das Reichsgericht in ständiger Rechtsprechung verfahren (RGZ 5, 534; 6, 416; 30, 330, 335;41, 414; 44, 419, 420; RG JW 1899, 90; 1900, 510; 1909, 77; RGZ 116, 306, 309; 142, 255, 258; 161, 350, 351); der Bundesgerichtshof hat die Rechtsprechung des Reichsgerichts fortgeführt (…vgl. BGH Urt. v. 30. Oktober 1956 - I ZR 82/55 - NJW 1957, 183 = ZZP 70, 124); das Schrifttum hat ihr zugestimmt (…vgl. Stein/Jonas/Schönke ZPO 18. Aufl. § 147 Anm. III; Wieczorek ZPO § 147 Anm. C I;… Baumbach/Lauterbach ZPO 28. Aufl, § 147 Anm. 2 B;… Rosenberg, Lehrbuch des Deutschen Zivilprozeßrechts 9. Aufl. S. 267).
BGH, 13.05.1953 - VI ZR 215/52
Durch die Verbindung ihrer Klagen ist jedoch ein revisionsfähiger Beschwerdegegenstand geschaffen worden, denn nach § 5 ZPO in Verbindung mit § 546 Abs. 3 ZPO sind Forderungen von Streitgenossen zusammenzurechnen (RGZ 116, 306 [309]; 161, 350 [351]).

References: § 5
 § 5
 BGH 
 § 147
 § 147
 § 147
 § 5
 § 546