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Timestamp: 2016-10-25 22:40:11+00:00

Document:
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Ursprung und Fr�sard; Gerichtsschreiberin Hofer
C.________, 1957, Beschwerdegegnerin, vertreten durch die CAP Rechtsschutz, z.H. Rechtsanwalt D. K�ng, Rosenbergstrasse 32, 9001 St. Gallen
Die 1957 geborene C.________ war von April 1995 bis zur K�ndigung der Stelle aus gesundheitlichen Gr�nden auf Ende Juli 1998 im Hotel A.________ als K�chenhilfe t�tig. Am 1. April 1999 meldete sie sich unter Hinweis auf H�ftprobleme zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen holte in der Folge den Bericht des Dr. med. G.________ vom 3. Mai 1999 ein, welchem die Berichte des Kantonalen Spitals K.________ vom 9. November 1998 und des Dr. med. K.________, Rorschach, vom 17. M�rz 1999 beilagen. Weiter zog sie die Berichte des Dr. med. G.________ vom 7. August 1999 und des Dr. med. K.________ vom 29. September 1999 - samt Arztzeugnis vom 15. September 1999 - sowie die Arbeitgeberauskunft vom 20. August 1999 bei und veranlasste die Abkl�rung des berufsberaterlichen Dienstes vom 20. Januar 2000. Gest�tzt auf diese Unterlagen sprach sie der Versicherten, nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens, mit Verf�gung vom 27. April 2000 eine halbe Invalidenrente ab 1. M�rz 1999 zu.
Im hiegegen eingeleiteten Beschwerdeverfahren liess C.________ das �rztliche Zeugnis des Dr. med. G.________ vom 3. August 2000 auflegen. Zudem teilte sie dem kantonalen Gericht mit, dass die IV-Stelle am 5. Oktober 2000 eine neue Verf�gung erlassen und dabei den Rentenbeginn neu festgesetzt und die Rentenleistungen f�r die Zeit von M�rz bis August 1999 zur�ckgefordert habe. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess die Rechtsvorkehr mit Entscheid vom 26. September 2002 gut, hob die Verf�gungen vom 27. April und 5. Oktober 2000 auf und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle zur�ck.
W�hrend C.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen l�sst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die Verwaltungsverf�gungen vom 27. April und 5. Oktober 2000 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zur�ckgewiesen, damit sie erg�nzende Abkl�rungen vornehme und anschliessend neu verf�ge. In den Erw�gungen, auf welche das Dispositiv verweist (zur Anfechtbarkeit der Motive eines R�ckweisungsentscheides vgl. BGE 120 V 237 Erw. 1 mit Hinweis), hat die Vorinstanz erwogen, bez�glich der der Versicherten noch verbleibenden Arbeitsf�higkeit enthielten die medizinischen Unterlagen unterschiedliche Angaben, weshalb die Sache zur weiteren Abkl�rung an die Verwaltung zur�ckzuweisen sei. Unklar sei auch der Beginn des Rentenanspruchs, weshalb sich auch diesbez�glich erg�nzende Abkl�rungen aufdr�ngten.
Die IV-Stelle bringt in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde demgegen�ber vor, es sei nicht einzusehen, weshalb nicht auf die Beurteilung des Orthop�den Dr. med. K.________ abgestellt werden k�nne, zumal der Hausarzt in seinem Bericht vom 3. Mai 1999 die Arbeitsf�higkeit f�r eine k�rperlich leichte Arbeit ebenfalls bejahe. Eine R�ckweisung zur weiteren Abkl�rung erweise sich daher als unn�tig. Nicht beanstandet wird die vorinstanzliche R�ckweisung, soweit die Verwaltung damit verpflichtet wird, erg�nzende Abkl�rungen zum Rentenbeginn zu treffen.
Nach dem f�r das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren g�ltigen Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 135 OG; Art. 95 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG; Art. 85 Abs. 2 lit. c AHVG in Verbindung mit Art. 69 IVG [je g�ltig gewesen bis 31. Dezember 2002]; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 229) haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an f�rmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgem�ss zu w�rdigen. F�r das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv zu pr�fen und danach zu entscheiden hat, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu w�rdigen und die Gr�nde anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind. Ausschlaggebend f�r den Beweiswert ist grunds�tzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 f. Erw. 1c).
3.1 Dr. med. K.________ diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 29. September 1999 persistierende Schmerzen nach einer H�fttotalprothese links, intertrochant�re Osteotomie rechts bei Femurkopfnekrose, beidseitige Diskusprotrusion L3/4 und L4/5 ohne Nervenwurzelkompression sowie Adipositas. Bez�glich der bisherigen T�tigkeit (Montagearbeiterin) bestehe volle Arbeitsunf�higkeit. K�rperlich leichte T�tigkeiten, welche abwechslungsweise sitzend und stehend durchgef�hrt werden k�nnten, seien der Versicherten zu 50% zumutbar. Bei den Akten befindet sich aber auch ein Zeugnis desselben Arztes vom 15. September 1999, in welchem bei persistierenden H�ftschmerzen links nach Totalprothese, bei Femurkopfnekrose rechts und lumboradikul�rem Syndrom die Arbeitsf�higkeit (momentan) als nicht gegeben attestiert wird. Dr. med. G.________ f�hrte am 3. Mai 1999 an, die Versicherte k�nne nur noch k�rperlich leichte Arbeiten vorwiegend sitzend aus�ben. Dies best�tigte er am 7. August 1999. Im f�r die Lebensversicherung bestimmten Zeugnis vom 3. August 2000 f�hrte er dann allerdings unter Bezugnahme auf die Invalidit�tssch�tzung der IV-Stelle aus, die Versicherte leide an chronischen Beschwerden am gesamten Bewegungsapparat, welche eine erneute Arbeitsaufnahme verunm�glichten; l�ngerfristig sei mit einer vollst�ndigen Arbeitsun f�higkeit zu rechnen.
3.2 Dem kantonalen Gericht ist beizupflichten, dass die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen kein einheitliches und widerspruchsfreies Bild vermitteln. Angesichts der unterschiedlichen Aussagen des Hausarztes Dr. med. G.________ wie auch des Orthop�den Dr. med. K.________ zur Arbeitsf�higkeit ist die Beweisw�rdigung, den Sachverhalt als ungen�gend abgekl�rt zu betrachten, nicht zu beanstanden.
Da es um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. In Anwendung von Art. 159 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 135 OG steht der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Ausgleichskasse des Schweizer Hoteliervereins und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.

References: BGE 
 Art. 135
 Art. 95
 Art. 113
 Art. 85
 Art. 69
 Art. 134
 Art. 159
 Art. 135