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Timestamp: 2019-10-17 21:54:49+00:00

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BGH, 19.07.2007 - I ZR 136/05 - dejure.org
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BGH, 19.07.2007 - I ZR 136/05 (https://dejure.org/2007,1726)
BGH, Entscheidung vom 19.07.2007 - I ZR 136/05 (https://dejure.org/2007,1726)
BGH, Entscheidung vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05 (https://dejure.org/2007,1726)
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ZPO § 178 Abs. 1 Nr. 1, § 182 Abs. 2 Nr. 8, § 238 Abs. 2 Satz 1, § 341 Abs. 2, §§ 418, 419, 542 Abs. 1
Anforderungen an die Darlegung des Nichtverschuldens bzgl. der Einhaltung der Einspruchsfrist i.R.d. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Zwingendes Erfordernis der Urteilsform i.R.d. Entscheidung über die Zulässigkeit eines Einspruchs gegen ein Versäumnisurteil; ...
"Fehlende Unterschrift"; Form der Entscheidung über die Wiedereinsetzung wegen Versäumung der Einspruchsfrist gegen ein Versäumnisurteil; Rechtsfolgen des Fehlens der Unterschrift des Zustellers auf der Zustellungsurkunde
Zustellungsurkunde ohne Unterschrift des Zustellers führt nicht zur Unwirksamkeit der Zustellung
LG Köln, 12.10.2004 - 15 O 735/03
OLG Köln, 20.06.2005 - 12 U 8/05
NJW-RR 2008, 218
MDR 2008, 161
FamRZ 2008, 51 (Ls.)
Rpfleger 2008, 89
Nach der seit 1. Januar 2002 geltenden Fassung des § 341 Abs. 2 ZPO hätte das Landgericht über den Einspruch und die beantragte Wiedereinsetzung in die womöglich versäumte Einspruchsfrist allerdings durch Urteil entscheiden müssen, auch wenn es über die beantragte Wiedereinsetzung isoliert vorab und nicht zusammen mit der Entscheidung über den Einspruch entschieden hat (BGH, Versäumnisurteil v. 19. Juli 2007 - I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 218 f Rn. 14 ff).
Die Beurkundung des Zustellungsvorgangs nach § 182 ZPO dient nur dem Nachweis der Zustellung und ist nicht konstitutiver Bestandteil der Zustellung (im Anschluss an BGH Versäumnisurteil vom 19. Juli 2007, I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 218).
Die Beurkundung des Zustellungsvorgangs nach § 182 ZPO dient nur dem Nachweis der Zustellung und ist nicht konstitutiver Bestandteil der Zustellung (BGH Versäumnisurteil vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05 - NJW-RR 2008, 218 Rn. 26 mwN).
c) Durch den Beurkundungsmangel wird allerdings nicht die - ggf. vorliegende - Wirksamkeit der Zustellung selbst berührt (vgl. BGH Versäumnisurteil vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05 - NJW-RR 2008, 218 Rn. 26).
Er macht die Zustellung nicht unwirksam, weil die Beurkundung des Zustellungsvorgangs nach § 182 ZPO nur dem Nachweis der Zustellung dient und nicht konstitutiver Bestandteil der Zustellung ist (vgl. BGH, Beschluss vom 19.07.2007 - I ZR 136/05 -, NJW-RR 2008, 218;… Stöber, in: Zöller, ZPO, 30. Aufl. § 182 RdNr. 18).
Mit dieser Neuregelung wollte der Gesetzgeber das nach früherem Recht bestehende unübersichtliche Nebeneinander verschiedener Rechtsmittel bereinigen und durch die zwingende Urteilsform die Entscheidung aufwerten und eine einheitliche Behandlung sicherstellen (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 218 Rn. 15 unter Bezugnahme auf BT-Drucks. 14/4722 S. 86 f).
BGH, 22.11.2018 - IX ZA 14/18
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Versäumung der Einspruchsfrist gegen einen …
Dies ergibt sich nicht allein aus der seit der Zustellung des Mahnbescheids verstrichenen Zeit von drei Monaten und fünf Tagen bis zur Zustellung des Vollstreckungsbescheids (vgl. auch BGH, Urteil vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 218 Rn. 30 zur Zustellung eines Versäumnisurteils im schriftlichen Verfahren).
Der Antrag auf Wiedereinsetzung nimmt deshalb denselben Gang wie die versäumte Prozesshandlung (BGH, Versäumnisurteil vom 19. Juli 2007, - I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 161 Rn. 17).
Hat das Gericht - wie hier - eine der Form nach unrichtige Entscheidung gewählt, steht den Parteien sowohl das Rechtsmittel zu, das nach der Art der ergangenen Entscheidung statthaft ist - dies wäre hier die Rechtsbeschwerde -, als auch das Rechtsmittel, das bei einer in der richtigen Form getroffenen Entscheidung gegeben gewesen wäre (Senat, Urteil vom 17. Oktober 1986 - V ZR 169/85, BGHZ 98, 362, 364 f.; BGH, Urteil vom 19. Juli 2007 - I ZR 136/05, NJW-RR 2008, 218 Rn. 12).
Das führt aber nach der Neufassung der Zustellungsvorschriften durch das Zustellungsreformgesetz (vom 25. Juni 2001, BGBl. I 2001, 1206) nicht zur Unwirksamkeit der Zustellung (vgl. BGH-Urteil vom 19. Juli 2007 I ZR 136/05, Monatsschrift für Deutsches Recht 2008, 161, NJW-RR 2008, 218;… zur alten Rechtslage s. BFH-Beschluss vom 20. Oktober 1999 V R 36/99, BFH/NV 2000, 466), sondern das FG-Urteil gilt nach § 189 ZPO in dem Zeitpunkt als zugestellt, in dem es der betreffenden Person tatsächlich zugegangen ist.
OLG Köln, 11.04.2018 - 16 W 17/18
Entscheidung des Gerichts bei verfristetem Einspruch gegen ein Versäumnisurteil
Auch wenn - wie hier - die Entscheidung über die Wiedereinsetzung wegen der Versäumung der Einspruchsfrist - was regelmäßig unzweckmäßig ist - isoliert vorab und nicht zusammen mit der Entscheidung über die nachgeholte Prozesshandlung sowie ohne mündliche Verhandlung getroffen wird, muss sie durch Urteil ergehen (BGH NJW-RR 2008, 218 = MDR 2008, 161; FamRZ 2011, 1792 = MDR 2011, 1251; BeckOK/Wendtland, ZPO, Stand 1.3.2018 § 238 Rdn 8;… Münchener Kommentar/Stackmann, ZPO, 5. Aufl., § 238 Rdn. 10;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 23. Aufl., § 238 Rdn. 6;… Thomas/Putzo/Hüßtege § 238 Rdn. 9;… Zöller/Greger § 238 Rdn. 2).
Zwar kann zur Verfahrensvereinfachung von einer Beweiserhebung abgesehen und einem zugleich (vorsorglich) gestellten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stattgegeben werden, wenn davon auszugehen ist, dass selbst dann, wenn sich die Fristwahrung nicht mit der erforderlichen Gewissheit feststellen lässt, jedenfalls Wiedereinsetzung zu gewähren wäre (BGH NJW-RR 2008, 218, 219).
BVerwG, 04.09.2013 - 2 WDB 4.12
Unterbliebene Bekanntgabe der Stellungnahme einer Vertrauensperson; Heilung einer …
OLG Köln, 23.09.2013 - 19 U 113/13
LG Osnabrück, 07.03.2012 - 2 S 531/11
Wiedereinsetzung: Vorkehrungen einer Privatperson bei längerer Abwesenheit

References: § 178
 § 182
 § 238
 § 341
 § 341
 § 182
 BGH 
 § 182
 BGH 
 § 182
 § 182
 § 189
 § 238
 § 238
 § 238
 § 238
 § 238