Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=259
Timestamp: 2019-02-20 09:36:38+00:00

Document:
Obschon die handelschaft einem lande vorteil-von den absich-
ten der kauf-
haft ist, und deshalber derselben gehöriger vor-
schub von den oberherren zu tun ist, Joh. Gottl.
Heinecc de iure principis circa commerc. libertat.
tuend. Halle 1738, Christian Gotthelf Gut-
schmid de fauore commerc. Leipz. 1750, 4t; so
muß doch der kaufhandel in einem state die übri-
gen narungsarten nicht drücken; es hat auch eine
landesregirung dahin zu wachen: damit die kauf-
leute durch ire absichten dem gemeinen wesen nicht
nachteilig fallen. Denn die grundsäze der kauf-
leute sind von den maaßregeln der regirung im han-
delswesen unterschiden; sintemal derselben haubt-
endzweck des bemühens der gewinst ist, von Justi
in der statswirthschaft 1ter th. s. 164, s. 168, s.
233; man sehe auch die abhandelung: von den
eigenschaften, und pflichten eines patriotischen kauf-
mannes bei anlegung wollener zeug-manufactu-
ren in seinem vaterlande, im VIIten bande der stats-
und reise-geographie s. 1 fgg., den Joh. Ge. Si-
mon im praesid. acad. disp. VIII, vol. 1. Dero-
halben bestrebet sich die Regirung: dem allzu gros-
sen wucher ziel, und maaß, zum besten des states zu
sezen; darnebst die einfürung, auch wohl die aus-
fur gewisser waaren, wo nicht gänzlich zu verbiten,
iedoch zu beschränken, Ge. Lud. Böhmer de iure
principis restringendi commerciorum libertatem in
vtilitatem subditorum, Goett. 1753, Ge. Heinr.
cia et studia ciuium suorum rite adornante, ebend.
1746, Gutschmid de mercaturae legum ferend.
auxilio iuuandae ratione salutari, Leipz. 1752,
Frid. Wilh. Pestel de seruitute commerc. von der
handelungsfreiheit, und dinstbarkeit, Rint. 1763, 4t,
§ 8 fg., s. 19 fg., § 21 fg., s. 49 fg. Wenn nur
Obſchon die handelſchaft einem lande vorteil-von den abſich-
haft iſt, und deshalber derſelben gehoͤriger vor-
ſchub von den oberherren zu tun iſt, Joh. Gottl.
tuend. Halle 1738, Chriſtian Gotthelf Gut-
ſchmid de fauore commerc. Leipz. 1750, 4t; ſo
muß doch der kaufhandel in einem ſtate die uͤbri-
gen narungsarten nicht druͤcken; es hat auch eine
leute durch ire abſichten dem gemeinen weſen nicht
nachteilig fallen. Denn die grundſaͤze der kauf-
leute ſind von den maaßregeln der regirung im han-
delsweſen unterſchiden; ſintemal derſelben haubt-
endzweck des bemuͤhens der gewinſt iſt, von Juſti
in der ſtatswirthſchaft 1ter th. ſ. 164, ſ. 168, ſ.
233; man ſehe auch die abhandelung: von den
eigenſchaften, und pflichten eines patriotiſchen kauf-
ren in ſeinem vaterlande, im VIIten bande der ſtats-
und reiſe-geographie ſ. 1 fgg., den Joh. Ge. Si-
mon im praeſid. acad. diſp. VIII, vol. 1. Dero-
halben beſtrebet ſich die Regirung: dem allzu groſ-
ſen wucher ziel, und maaß, zum beſten des ſtates zu
ſezen; darnebſt die einfuͤrung, auch wohl die aus-
fur gewiſſer waaren, wo nicht gaͤnzlich zu verbiten,
iedoch zu beſchraͤnken, Ge. Lud. Boͤhmer de iure
principis reſtringendi commerciorum libertatem in
vtilitatem ſubditorum, Goett. 1753, Ge. Heinr.
cia et ſtudia ciuium ſuorum rite adornante, ebend.
1746, Gutſchmid de mercaturae legum ferend.
auxilio iuuandae ratione ſalutari, Leipz. 1752,
Frid. Wilh. Peſtel de ſeruitute commerc. von der
handelungsfreiheit, und dinſtbarkeit, Rint. 1763, 4t,
§ 8 fg., ſ. 19 fg., § 21 fg., ſ. 49 fg. Wenn nur
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[235/0259] von den kaufleuten. § 213 Obſchon die handelſchaft einem lande vorteil- haft iſt, und deshalber derſelben gehoͤriger vor- ſchub von den oberherren zu tun iſt, Joh. Gottl. Heinecc de iure principis circa commerc. libertat. tuend. Halle 1738, Chriſtian Gotthelf Gut- ſchmid de fauore commerc. Leipz. 1750, 4t; ſo muß doch der kaufhandel in einem ſtate die uͤbri- gen narungsarten nicht druͤcken; es hat auch eine landesregirung dahin zu wachen: damit die kauf- leute durch ire abſichten dem gemeinen weſen nicht nachteilig fallen. Denn die grundſaͤze der kauf- leute ſind von den maaßregeln der regirung im han- delsweſen unterſchiden; ſintemal derſelben haubt- endzweck des bemuͤhens der gewinſt iſt, von Juſti in der ſtatswirthſchaft 1ter th. ſ. 164, ſ. 168, ſ. 233; man ſehe auch die abhandelung: von den eigenſchaften, und pflichten eines patriotiſchen kauf- mannes bei anlegung wollener zeug-manufactu- ren in ſeinem vaterlande, im VIIten bande der ſtats- und reiſe-geographie ſ. 1 fgg., den Joh. Ge. Si- mon im praeſid. acad. diſp. VIII, vol. 1. Dero- halben beſtrebet ſich die Regirung: dem allzu groſ- ſen wucher ziel, und maaß, zum beſten des ſtates zu ſezen; darnebſt die einfuͤrung, auch wohl die aus- fur gewiſſer waaren, wo nicht gaͤnzlich zu verbiten, iedoch zu beſchraͤnken, Ge. Lud. Boͤhmer de iure principis reſtringendi commerciorum libertatem in vtilitatem ſubditorum, Goett. 1753, Ge. Heinr. Ayrer de S. R. I. principe politiam circa commer- cia et ſtudia ciuium ſuorum rite adornante, ebend. 1746, Gutſchmid de mercaturae legum ferend. auxilio iuuandae ratione ſalutari, Leipz. 1752, Frid. Wilh. Peſtel de ſeruitute commerc. von der handelungsfreiheit, und dinſtbarkeit, Rint. 1763, 4t, § 8 fg., ſ. 19 fg., § 21 fg., ſ. 49 fg. Wenn nur bei von den abſich- ten der kauf- und handels- leute.
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/259
Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 235. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/259>, abgerufen am 20.02.2019.

References: § 8
 § 21

§ 8
 § 21

§ 8
 § 21
 § 213
 § 8
 § 21