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Timestamp: 2019-12-08 12:55:45+00:00

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Reverse Charge | Rechtslupe
Schlagwort: Reverse Charge
Die Recht­mä­ßig­keit von gemäß § 27 Abs.19 UStG geän­der­ten Umsatz­steu­er­be­schei­den ist ernst­lich zwei­fel­haft . Über­dies ist es ernst­lich zwei­fel­haft, ob der in der Per­son des Bau­leis­ten­den nach § 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG ent­stan­de­ne Steu­er­an­spruch auf­grund der Ver­wal­tungs­an­wei­sung in Abschn. 13b.3. Abs. 10 UStAE ent­spre­chend § 17 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 UStG
Bau­trä­ger – und die Rück­ab­wick­lung des Rever­se-Char­ge-Ver­fah­rens
Im Zusam­men­hang mit der Nach­be­las­tung von Umsatz­steu­er bei der Rück­ab­wick­lung des Rever­­­se-Char­ge-Ver­­­fah­­rens in Bau­trä­ger­fäl­len – also bei der Über­tra­gung der Steu­er­schuld­ner­schaft bei Bau­leis­tun­gen – schei­det nach Ansicht des Finanz­ge­richts Köln ein vor­läu­fi­ger Steu­er­rechts­schutz grund­sätz­lich aus. In dem hier vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Fall erbrach­te der Bau­un­ter­neh­mer in den Jah­ren 2011
Kein Ver­trau­ens­schutz für Bau­un­ter­neh­mer, die sich an die Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung hal­ten
Bau­trä­ger, die eige­ne Grund­stü­cke bebau­en, erbrin­gen kei­ne bau­werks­be­zo­ge­ne Werk­lie­fe­rung, so dass kein Über­gang der Steu­er­schuld­ner­schaft erfolgt. Unter­wirft ein Bau­un­ter­neh­mer sei­ne Bau­leis­tun­gen – im Ver­trau­en auf die sei­ner­zeit gegen­tei­li­ge Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung – nicht der Umsatz­steu­er, besteht für ihn nach Ansicht des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf gleich­wohl kein Ver­trau­ens­schutz. Mit die­ser Ent­schei­dung stellt
Steu­er­schuld­ner­schaft des Leis­tungs­emp­fän­gers bei Bau­leis­tun­gen
§ 13b Abs. 2 Satz 2 UStG ist dahin­ge­hend ein­schrän­kend aus­zu­le­gen, dass bei Werk­lie­fe­run­gen oder sons­ti­gen Leis­tun­gen i.S. des § 13b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG die Steu­er­schuld­ner­schaft nur dann auf den Leis­tungs­emp­fän­ger ver­la­gert wird, wenn der Leis­tungs­emp­fän­ger die an ihn erbrach­te Werk­lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung, die der Her­stel­lung, Instand­set­zung, Instand­hal­tung, Ände­rung oder
Rever­se char­ge im Bau­be­reich
Nach dem ist § 13b Abs. 2 Satz 2 UStG ent­ge­gen Abschn. 182a Abs. 11 UStR 2005 ein­schrän­kend dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass es für die Ent­ste­hung der Steu­er­schuld dar­auf ankommt, ob der Leis­tungs­emp­fän­ger die an ihn erbrach­te Werk­lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung, die der Her­stel­lung, Instand­set­zung, Instand­hal­tung, Ände­rung oder Besei­ti­gung von Bau­wer­ken dient, sei­ner­seits
Der Bau­trä­ger als Umsatz­steu­er­schuld­ner
§ 13b Abs. 2 Satz 2 UStG 2005 ist ent­ge­gen Abschn. 182a Abs. 11 UStR 2005 ein­schrän­kend dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass es für die Ent­ste­hung der Steu­er­schuld dar­auf ankommt, ob der Leis­tungs­emp­fän­ger die an ihn erbrach­te Werk­lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung, die der Her­stel­lung, Instand­set­zung, Instand­hal­tung, Ände­rung oder Besei­ti­gung von Bau­wer­ken dient, sei­ner­seits zur
Rever­se-Char­ge-Ver­fah­ren bei Bau­leis­tun­gen
Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Rah­men eines Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chens Zwei­fels­fra­gen zur Ver­ein­bar­keit der Rege­lung zum sog. Rever­­­se-Char­ge-Ver­­­fah­­ren vor­ge­legt. Wäh­rend im Regel­fall der leis­ten­de Unter­neh­mer die Umsatz­steu­er abzu­füh­ren hat, schul­det für Leis­tun­gen, die der Her­stel­lung, Instand­set­zung, Instand­hal­tung, Ände­rung oder Besei­ti­gung von Bau­wer­ken die­nen, mit Aus­nah­me von Pla­­nungs- und
Rever­se-Char­ge-Ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be
Im Rah­men des Rever­­­se-Char­ge-Ver­­­fah­­ren im Bau­sek­tor setzt Zah­lungs­pflicht von Umsatz­steu­er durch Leis­tungs­emp­fän­ger kei­ne nach­hal­ti­ge Erbrin­gung von Bau­leis­tun­gen vor­aus. Selbst eine nur gele­gent­li­che Erbrin­gung von Bau­leis­tun­gen genügt nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Müns­ter, um einem Unter­neh­mer die Pflicht auf­zu­er­le­gen, anstel­le des leis­ten­den Unter­neh­mers die Umsatz­steu­er für selbst emp­fan­ge­ne Bau­tä­tig­kei­ten an
Umsatz­steu­er­ka­rus­sel­le und Rever­se Char­ge
Als Reak­ti­on auf neue Betrugs­for­men, die in meh­re­ren EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten gemel­det wer­den, hat die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on jetzt einen Vor­schlag für eine fakul­ta­ti­ve befris­te­te Anwen­dung des Rever­se Char­ge-Ver­­­fah­­rens auf Lie­fe­run­gen bestimm­ter Gegen­stän­de und Dienst­leis­tun­gen ange­nom­men, damit die Mit­glied­staa­ten in der gesam­ten EU ein­heit­lich gegen Karus­sell­be­trug vor­ge­hen können.Der Vor­schlag umfasst Eva­lu­ie­­rungs- und Infor­ma­ti­ons­pflich­ten

References: § 27
 § 13
 § 17

§ 13
 § 13
 § 13

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