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Timestamp: 2019-08-26 00:54:57+00:00

Document:
BZBplus 8-2019
Editorial: Honorarverteilung: Alle profitieren
Gesundheitspolitischer Sommerempfang von KVB und KZVB
Prävention lohnt sich – in jedem Lebensalter
Erläuterungen zum HVM der KZVB
Die Doppelmoral des Dr. Armin Walter
BLZK wirbt für Konzept der LAGP
Elektronische Patientenakte verzögert sich
Das Beste für die Rente
Röntgenbilder sicher versenden / So verschlüsseln Sie Praxis-E-Mails
Von zufriedenen und unzufriedenen Mitarbeitern
Abrechnung transparent: Abrechnungsquiz - Die Auflösung
Seminar: KCH-Kompass, Kassenleistung-Privatleistung bei KCH und Prophylaxe
Ausgabe 8/2019 plus Eine Publikation der BLZK und KZVB PROPHYLAXE ZAHLT SICH AUS Die Bayern brauchen am wenigsten Zahnersatz
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Honorarverteilung: Alle profitieren Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ist eine deutsche Besonderheit, die Zentralismus und Gleichmacherei verhindert. Deshalb unterstützen wir die betrof- fenen Krankenkassen und die Regierungschefs der Länder in ihrem Kampf gegen die bundesweite Öffnung der Regionalkassen. Unsere über Jahrzehnte gewachsene Versorgungslandschaft darf nicht durch ein übertriebenes Wettbewerbsdenken gefährdet werden. Selbstverwaltung setzt aber auch die Bereitschaft voraus, Verantwortung zu über- nehmen. Das tun meine Vorstandskollegen Christian Berger, Dr. Manfred Kinner und ich seit zweieinhalb Jahren. Wir setzen uns jeden Tag dafür ein, dass Ihre Leistungen angemessen vergütet werden und unterstützen Sie bestmöglich bei der Umsetzung neuer rechtlicher Vorgaben. Ein Beispiel dafür ist der Honorarverteilungsmaßstab (HVM), der seit Anfang dieses Jahres gilt. Transparenz, Planungssicherheit und Gerechtigkeit – dafür steht der neue HVM. Puffertage wird es nicht mehr geben. Das war der einstimmige Auftrag, den uns die Vertreterversammlung der KZVB erteilte. Wenn die rein informativen Mitteilungen zu Mehrleistungen von unseren politischen Mitbewerbern nun dazu genutzt werden, Panik zu verbreiten, ist das grob fahrlässig. Mehrleistungen sind keine Honorarkürzungen. Aktuell kommt es bei keiner in Bayern tätigen Krankenkasse zu Budgetüberschreitungen. Auch Mehrleistungen sind deshalb nach heutigem Stand vollumfänglich gegenfinanziert. Die Vergütungsverhandlungen für 2019 laufen noch. Wir sind zuversichtlich, dass wir ähnlich gute Abschlüsse erzielen werden wie im Vorjahr. Behandeln Sie also weiter wie bisher! Wir werden Sie vor Beginn jedes Quartals über die aktuelle Bud- getsituation informieren. Sollte es bei einer Kasse „knapp“ werden, erfahren Sie das also rechtzeitig. Das ist der Unterschied zu früher und der Beleg dafür, dass die Selbstverwaltung Entscheidungen treffen kann, von denen letztlich alle profitieren. Ihr Dr. Rüdiger Schott Stv. Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns Inhalt Prophylaxe zahlt sich aus 4 Sommerempfang von KVB und KZVB 5 6 Bayerischer Präventionsbericht 8 Erläuterungen zum HVM der KZVB Die Doppelmoral des Dr. Walter 10 BLZK wirbt für Konzept der LAGP 11 Elektr. Patientenakte verzögert sich 12 13 BÄV: Beiträge steuerlich absetzen Röntgenbilder sicher versenden 14 16 Zufriedenheit der Mitarbeiter 17 Validierung ist Pflicht 18 Abrechnung transparent eazf Fortbildungen 20 23 KCH-Kompass 23 Termine/Impressum 60. Bayerischer Zahnärztetag 24 Ausgabe 8/2019 BZBplus | 3
Die Bayern brauchen am wenigsten Zahnersatz Prophylaxe und Zahnerhalt zahlen sich aus m o c . e b o d a . k c o t s - G S o t o h P : o t o F Die Bayern brauchen deutlich weniger Zahnersatz als die Patienten in anderen Bundesländern. Das geht aus dem BAR- MER-Zahnatlas hervor, den die Kranken- kasse Mitte Juli in Berlin vorgestellt hat. So musste die BARMER 2017 in Bayern pro Versichertem für Zahnersatz 36,03 Euro ausgeben. In Berlin waren es da- gegen 55,32 Euro. Auch in Bremen (51,02 Euro), Hamburg (49,94 Euro) und in allen ostdeutschen Bundesländern lagen die Ausgaben deutlich höher. Im Bun- desdurchschnitt hat die BARMER 43,40 Euro pro Versichertem für Zahnersatz ausgegeben. Für den KZVB-Vorsitzenden Christian Berger sind diese Zahlen der Beleg da- für, dass sich die jahrzehntelangen An- strengungen der bayerischen Zahnärzte und ihrer Patienten bei der Prophylaxe auszahlen. „Wir setzen auf Zahnerhalt statt Zahnersatz. Die regelmäßige Vor- sorgeuntersuchung beim Zahnarzt, eine gute Mundhygiene und die Professionelle Zahnreinigung tragen dazu bei, dass man seine Zähne bis ins hohe Alter gesund erhalten kann“, so Berger. Dass die Bayern gerne und regelmäßig zum Zahnarzt gehen, zeigt eine andere Zahl aus dem BARMER-Zahnatlas: 73,7 Prozent der Versicherten waren 2017 mindestens einmal in einer Zahnarzt- praxis. Im Saarland waren es nur 65,2 Prozent, bundesweit 71,5 Prozent. Das erklärt auch, warum die durchschnitt- lichen Gesamtausgaben für zahnärztliche Leistungen der BARMER pro Versichertem in Bayern mit 204,38 Euro die zweit- höchsten bundesweit sind: „Wir setzen die Gelder der Krankenkassen dafür ein, die eigenen Zähne zu erhalten. Zahn- erhalt gibt es nicht zum Nulltarif. Doch davon profitieren vor allem die Patien- ten, die sich die oft hohen Eigenanteile für Zahnersatz sparen können“, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Manfred Kinner. Ganz anders ist das Bild in Berlin: Dort liegen die Ausgaben der BARMER mit 205,35 Euro noch höher als in Bayern, was aber vor allem auf mehr Zahnersatz zurückzuführen ist. Die von der BARMER ermittelten höheren privaten Zuzahlungen der Patienten in Bayern für Zahnersatz bewertet die KZVB ebenfalls positiv: „Die Investition in hochwertigen Zahnersatz zahlt sich in mehrfacher Hinsicht aus. Hier geht es nicht nur um Ästhetik, sondern auch um Lebensqualität und die Haltbarkeit einer Versorgung“, so der stellvertretende KZVB-Vorsitzende Dr. Rüdiger Schott. Ein großes Lob spricht die KZVB ihren Mitgliedern auch in Sachen Früherken- nung aus: „Wir sind bundesweit führend bei den Vorsorgeuntersuchungen von Kleinkindern. Das wirkt sich auch positiv auf die Zahngesundheit im Erwachsenen- alter aus. Vor allem die Landesarbeits- gemeinschaft Zahngesundheit leistet mit ihren regelmäßigen Besuchen in Schulen und Kindergärten hervorragende Arbeit. Wenn Kindern frühzeitig die Bedeutung der Mundhygiene vermittelt wird, lassen sich dadurch die späteren Behandlungs- kosten deutlich reduzieren.“ RED „Bayern mit Biss“: So hieß es am 11. Juli auf der Titelseite des Münchner Merkur. 4 | BZBplus Ausgabe 8/2019
„Konkrete Verbesserungen“ Gesundheitspolitischer Sommerempfang von KVB und KZVB Die seit Jahren geleistete Überzeugungs- arbeit der Zahnärzteschaft hat Früchte getragen. Darauf wies der KZVB-Vorsit- zende Christian Berger beim Gesund- heitspolitischen Sommerempfang von Kassenärztlicher und Kassenzahnärzt- licher Vereinigung Bayerns (KVB und KZVB) Anfang Juni im Café Reitschule in München hin. „Das Terminservice- und Versorgungsgesetz bringt einige sehr konkrete Verbesserungen“, erklärte Berger und nannte an erster Stelle die De- gression, die endlich der Vergangenheit angehöre. „Die Politik hat erkannt, dass dieses leistungsfeindliche und planwirt- schaftliche Steuerungsinstrument gerade für die Praxen im ländlichen Raum ein echtes Damoklesschwert war.“ Auch die Quotenregelung für krankenhausgetrage- ne Medizinische Versorgungszentren be- grüßte der KZVB-Vorsitzende. Er nannte die Regelung einen wichtigen Beitrag für den Erhalt einer flächendeckenden, qua- litativ hochwertigen Versorgung. Berger dankte dem Bayerischen Gesundheits- ministerium mit seiner Chefin Melanie Huml dafür, „dass man dort für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr hat“. An der Veranstaltung nahmen rund 200 Vertreter von Politik, Krankenkassen und Verbänden im Gesundheitswesen teil „Der Einfluss Bayerns wird im TSVG deutlich“, betonte der KZVB-Vorsitzende Christian Berger in seinem Grußwort. ho Viele Mitglieder des Bayerischen Landtags kamen zum Sommerempfang – unter ihnen auch Vize- präsident Dr. Wolfgang Heubisch (m.). 99,8 Prozent... ... der bayerischen Vertragszahnärzte, die ihren Fortbildungsnachweis nach Ablauf des Fünf-Jahres-Zeitraums Ende Juni zu erbringen hatten, haben rechtzeitig gegenüber der KZVB nachgewiesen, dass sie sich in ausreichendem Maß fortgebildet haben. Von ursprünglich 5198 Praxen, die den Fortbildungsnachweis zu erbringen hatten, haben es ledig- lich zwölf Zahnärzte nicht geschafft. Das ist ein weiterer Beleg für die außergewöhnliche Fortbildungsbereitschaft der bayerischen Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte. Eine gesetzliche Bestimmung, die in Praxen und KZVB nicht unerheblichen bürokratischen Aufwand verursacht, ist deshalb überflüssig. Ausgabe 8/2019 BZBplus | 5
m o c . e b o d a . k c o t s - s n o i t c u d o r P a d y S : o t o F Fast drei Viertel aller 12-Jährigen in Bayern haben ein naturgesundes Gebiss. Ein Erfolg, der nicht zuletzt auf die Prophylaxebemühungen der bayeri- schen Zahnärzte zurückzuführen ist. Prävention lohnt sich – in jedem Lebensalter Bayerischer Präventionsbericht zu Mundgesundheit und Gesundheitskompetenz Die Verbesserung der Mundgesundheit gehört zu den Erfolgsgeschichten der Prävention. Das zeigt der Bayerische Präventionsbericht des Staatsministe- riums für Gesundheit und Pflege, mit dem erstmals eine umfassende Analyse zur Gesundheitsvorsorge in Bayern vor- liegt. Fast drei Viertel aller 12-Jährigen in Bayern haben ein naturgesundes Gebiss. „Großartig! Die Gruppenprophylaxe – in Schulen und Kindergärten zu gehen – hat sich gelohnt“, lobt Prof. Dr. Manfred Wildner vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei der Vorstellung des Berichts Ende Juni in Augsburg. Eine Ausnahme bilden Kinder mit Flucht- und Migrationshinter- grund – bei ihnen gibt es noch Defizite. Eine Zielgruppe, die es laut Wildner ge- meinsam anzusprechen gilt. Fördern Sie die Gesundheits- kompetenz Ihrer Patienten Für den Zahnarzt in der Praxis interessant: Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat Nachholbedarf im Umgang mit Gesund- heitsinformationen. Gesundheitsrisiken werden nicht richtig eingeordnet, verfüg- bare Informationen zu wenig genutzt – besonders häufig ist dies bei Menschen 6 | BZBplus Ausgabe 8/2019
ZAHLEN UND FAKTEN AUS DEM PRÄVENTIONS- BERICHT Die Menschen in Bayern leben länger als je zuvor: Bei den Männern beträgt die durchschnittliche Lebenserwar- tung 79,1 Jahre, bei den Frauen 83,6 Jahre – und ist damit etwas höher als im Bundesdurchschnitt. Der Bericht macht deutlich: Prävention wirkt. So gingen zum Beispiel das Rauchen und die Säuglingssterblich- keit zurück und die Zahl stark über- gewichtiger Kinder stieg zumindest nicht weiter an. Doch es bestehen weiterhin große Herausforderungen – vor allem im Bereich der Erkran- kungen, die mit dem Lebensstil zu- sammenhängen, wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Bayerischen Präventionsbericht steht auf der Website des Staatsmi- nisteriums für Gesundheit und Pflege: www.stmgp.bayern.de e uers c jetzt für h N € ng49,- e i n u mit geringer Bildung und Menschen mit Migrati- onshintergrund der Fall. Die BLZK bietet Zahnärz- tinnen und Zahnärzten in ihrem Online-Shop unter shop.blzk.de verschiede- ne Infomaterialien, die das Beratungsgespräch ergänzen und Patienten mit nach Hause gegeben werden können – etwa Broschüren oder Info- blätter, die zum Teil auch in Fremdsprachen zur Verfügung stehen. Auch auf der BLZK-Patientenwebsite zahn.de werden Mundgesundheitsthe- men einfach erklärt. bensalter. Auch der diesjährige Bayerische Zahnärztetag hat die Prä- vention/Prophylaxe in den Mittelpunkt gestellt. Der Kongress beleuch- tet die zahnärztliche Prävention aus unter- schiedlichen Blickwin- keln – von der Diagnostik des Erkrankungsrisikos für Karies und Parodon- titis über die Prävention bei älteren Senioren mit Pflegebedarf bis zur Vor- beugung von craniomandibulären Dys- funktionen (weitere Informationen siehe Seite 23). Ende Juni stellte Staatsministerin Melanie Huml den ersten Bayeri- schen Präventionsbericht vor. Gehen Sie zum Zahnärztetag Insgesamt zeigt der Bericht jedoch: Prävention lohnt sich – in jedem Le- Nina Prell Referat Patienten und Versorgungsforschung der BLZK Von Dr. Stephan Beuer und Dr. Martin Stangl Der rote Faden Dental chirurgische Nahttechniken Direktlink zum Videointerview mit Dr. Stephan Beuer Softcover | 72 Seiten circa 220 Abbildungen ISBN: 978-3-932599-42-2 Ein sufﬁ zienter Wundverschluss ist einer der wichtigsten Schritte jedes operativen Eingriffs. Dieses praktische Buch vermittelt das wertige Nähen in der zahnärztlichen Chirurgie. Schritt für Schritt veranschaulichen die Autoren die wichtigsten Basisnahttechniken am Modell und am Tierpräparat. www.dental-bookshop.com service@teamwork-media.de +49 8243 9692-16 +49 8243 9692-22
Mehr- leistungen sind keine Kürzungen Erläuterungen zum HVM der KZVB m o c . e b o d a . k c o t s - v o k h s o r o h K y a l o k c i N : o t o F Mit einer Mitteilung informiert die KZVB jede bayerische Vertragszahnarztpraxis über die individuelle Budgetausschöpfung und sorgt damit für Transparenz in der Abrechnung. Die Vergütung aller von den bayerischen Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten erbrachten Leistungen ist aus heutiger Sicht in vollem Umfang sichergestellt. Aktuell zeichnen sich bei keiner in Bayern tätigen Krankenkasse Budgetüberschrei- tungen ab. Der Honorarverteilungs- maßstab (HVM) der KZVB kommt bis auf Weiteres deshalb nicht zur Anwendung. Die KZVB hat ihren Mitgliedern Mitte Juni die HVM-Mitteilungen des 1. Quartals 2019 zugesandt. Dies führte zu einigen Nachfragen – vor allem von Praxen mit Mehrleistungen. Dazu folgende Informationen: Der aktuelle HVM garantiert eine 100-prozentige Ver- gütung in Höhe des jeweiligen Budget- betrags. Solange die errechneten Budget- summen nicht überschritten werden, wird die Vergütung in keiner Weise gekürzt. Wenn die errechneten Budgetsummen (= garantierte Vergütung) überschritten werden, spricht man von Mehrleistungen. Auch diese Mehrleistungen würden gegebenenfalls nur anteilig und in geringerem Umfang gekürzt. Vergütungsverhandlungen 2019 Die Vergütungsverhandlungen mit den Krankenkassen für das laufende Jahr sind noch nicht abgeschlossen. Der Vor- stand der KZVB geht davon aus, dass er ähnlich gute Abschlüsse wie 2018 erzielen kann, es weiterhin nicht zu Budgetüberschreitungen kommt und auch Mehrleistungen vollumfänglich vergütet werden. Auch höhere Mehr- leistungsanteile sind daher kein Grund zur Verunsicherung. 8 | BZBplus Die Mitteilung zur individuellen Budget- ausschöpfung hat informativen Cha- rakter und soll für Transparenz in der Abrechnung sorgen. Wichtig ist auch: Die Abrechnungsquar- tale und die Budgetbeträge gleichen sich innerhalb eines Jahres gegenseitig aus. Mehrleistungen werden kassenbezogen mit nicht ausgeschöpften, garantierten Budgetbeträgen verrechnet. Diese Ver- rechnung erfolgt fall- und quartalsüber- greifend. Erst am Jahresende steht folg- lich fest, ob tatsächlich Mehrleistungen erbracht wurden. Weitere Informationen zur Vergütungs- situation bei den Primärkassen liefern die nebenstehenden Grafiken. lh Ausgabe 8/2019
Puffertage bei der AOK Bayern 79 48 26 0 0 0 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Seit Amtsantritt des jetzigen KZVB-Vorstands hat es keine Puffertage mehr gegeben. Der neue HVM soll dafür sorgen, dass dies auch künftig so bleibt. AOK Bayern: Budgetausschöpfung 2016 bis 2018 Ist-Ausgaben 2018: 699 Mio € 710 Mio € Ist-Ausgaben 2017: 667 Mio € Ist-Ausgaben 2016: 641 Mio € 679 Mio € 646 Mio € 800 Mio € 750 Mio € 700 Mio € 650 Mio € 600 Mio € 2016 2017 2018 Nicht ausgeschöpftes Budget bei Primärkassen in Millionen Euro 39,1 37,4 26,7 ? 2016 2017 2018 2019 Die tatsächlichen Ausgaben für die Versicher- ten der AOK Bayern sind seit Jahren niedriger als die vertraglich vereinbarten Budgets – zuletzt lagen sie rund 11 Millionen Euro unter der Gesamtvergütungsobergrenze. Der neue HVM soll dazu beitragen, dass die Gesamtvergütung gleichmäßig und möglichst vollständig ausgeschöpft wird – unter Berück- sichtigung der Vorgaben des SGB V (Wirtschaft- lichkeit). KCH‐Budgetausschöpfung AOK Bayern 1. Halbjahr in % 51,0 49,3 49,5 49,8 ˜ (Prog n ose) 2016 2017 2018 2019 Nach der derzeitigen Prognose sind bei allen Versicherten der AOK Bayern die im ersten Halbjahr 2019 erbrachten Leistungen voll- umfänglich gegenfinanziert – so wie auch 2017 und 2018. Ausgabe 8/2019 BZBplus | 9
Rotbarsch und Rinderrouladen Die Doppelmoral des Dr. Armin Walter Der Vorsitzende eines kleinen Berufs- verbands, Dr. Armin Walter, gefällt sich in der Rolle des Chefanklägers der aktu- ellen KZVB-Führung. Um das Trio Berger- Schott-Kinner zu beschädigen, ist ihm so ziemlich jedes Mittel recht. Dumm nur, dass es momentan einfach gut läuft in der Fallstraße 34. Respektable Abschlüsse mit den Krankenkassen, keine Budgetüberschreitungen oder Puffer- tage, Erfolge auf politischer Ebene, ein gutes Verhältnis zur Rechtsaufsicht, eine bestens funktionierende Verwaltung. Probleme da, wo die „Hinterlassenschaf- ten“ der Amtsvorgänger - Dr. Walters politischer Truppe – teuer aufschlagen! Da ist Opposition einfach Mist, wie es Franz Müntefering einmal auf den Punkt gebracht hat. Um zumindest in seinem eigenen politi- schen Lager Stimmung gegen die bayeri- sche KZV zu machen, schreckt Dr. Walter vor keiner Verdrehung zurück. Getreu dem Motto „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ werden „Fake-News“ am laufenden Band produziert. Die rein informative Mitteilung der KZVB zu den praxisindividuellen Mehrleistungen er- klärt man flugs zum „Engpass“. Der poli- tische uninteressierte Zahnarzt glaubt’s erst mal und ruft panisch in seiner KZV an, um dort zu erfahren, dass gar nix passiert. Keine Budgetüberschreitung = keine Honorarkürzung. So einfach ist die Gleichung! Aber klar: Unter Rat-Böhm war aus Sicht von Herrn Walter alles viel besser. Monatelange Puffertage lösten bei den bayerischen Zahnärzten ja regel- mäßig Begeisterungsstürme aus, oder? „KZVB verstößt gegen Neutralitätspflicht“ war die nächste Schlagzeile, die Dr. Walter in die erstaunte Öffentlichkeit posaun- te und auch gleich, moralisch höchst empört, das Ministerium als Aufsichts- behörde involvierte. Wahrheitsgehalt auch hier: exakt null! Der FVDZ Bayern gewährt – völlig üblich und legal – seinen Mitgliedern für eine Fortbildung einen Preisnachlass, die KZVB veröffentlichte die Veranstaltung auf ihrer Website und im BZBplus. So, wie sie das mit vielen Fortbildungsveranstaltungen macht, die einen Mehrwert für die bayerischen Zahnärzte haben. Da die KZVB aber nicht Veranstalter der von Dr. Walter skandali- sierten Fortbildung und in keiner Weise beteiligt war, kann sie also auch nicht gegen die Neutralitätspflicht verstoßen haben! Angekommen, Herr Dr. Walter? Für sich selbst hängt Dr. Walter die mo- ralische Messlatte übrigens deutlich niedriger als für die KZVB - auf geradezu unterirdisches Niveau. Er hat glasklar er- kannt, dass man mit Fortbildungen Geld verdienen kann und scheut sich auch nicht, in Konkurrenz zu den Angeboten der Körperschaften zu treten. Man kann sicher argumentieren, dass Konkurrenz auch das Fortbildungsgeschäft belebt. Wenn man aber mehrere Jahre nach dem unrühmlichen Ausscheiden aus seinem Amt noch damit werben muss, dass man einmal Gutachterreferent der KZVB war, ist das zumindest grenzwertig. Und wenn man sich für eine eigene, private Veranstaltung, die jeden Teilneh- mer 780 Euro (!) kostet, an zwei Tagen, darunter sogar an einem Samstag, das Essen von der KZVB-Kantine bestellt, stinkt das ganz gewaltig. Die Kantine im Zahnärztehaus soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kursteilnehmern im Hause sowie der eazf eine gute und günstige Mittagsverpflegung ermöglichen. Sie ist kein preiswerter, von den Zahnärzten Bayerns subventionierter Caterer für womöglich klamme Privatveranstalter mit Gewinnerzielungsabsicht. Aber bei 780 Euro Teilnehmerbeitrag ist das Bud- get für ein Mittagessen – natürlich sehr knapp bemessen. Gut, dass man die KZVB kennt, die neben Rinderrouladen, Rotbarsch und Wurstsemmeln auch Teller und Besteck frei Haus liefern soll! Dem unbefangenen Beobachter bleibt da gleich der Rotbarsch im Halse stecken! Das Glashaus, in dem Dr. Walter sitzt, ist jedenfalls so groß und filigran, dass er seine Steine schleunigst wegpacken sollte. ZA Ralph Bittelmeyer Stv. Vorsitzender der KZVB-Bezirksstelle München 10 | BZBplus Ausgabe 8/2019
Neue Wege in der Pflege BLZK wirbt für Konzept der LAGP Eine qualitativ hochwertige Zahnver- sorgung – sowohl für ambulant betreute Menschen als auch in stationären Pflege- einrichtungen: Das ist das Ziel der BLZK, die – gemeinsam mit der KZVB – eine Landesarbeitsgemeinschaft zur Förde- rung der Mundgesundheit in der Pflege (LAGP) gründen wird. Pflegebedürftige im Mittelpunkt Um das Konzept der LAGP noch be- kannter zu machen und Partner für die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft zu finden, stellten Dr. Rüdiger Schott, Vize- präsident der BLZK, und Sven Tschoepe, BLZK-Hauptgeschäftsführer, es bei einem Besuch im Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) im Juni in Amberg vor. Dr. Dr. Markus Schick, Präsident des LfP, sieht das Projekt positiv: „Da gesunde Zähne und eine gute Mundhygiene aus- schlaggebend für die Lebensqualität sind und die zahnärztliche Versorgung besonders im Bereich der Pflege eine wichtige Rolle spielt, wollen wir uns als Bayerisches Landesamt für Pflege gerne aktiv mit einbringen.“ Behandlungsräume in Einrichtungen Ein weiteres Ziel der künftigen LAGP- Arbeit sind eigene Behandlungsräume r e s u a h n o D / P f L : o t o F Dr. Raphael Gaillard, Leiter des Präsidentenbüros am LfP; Dr. Rüdiger Schott, Vizepräsident der BLZK; Tanja Krieger, Pflegefachliche Aufgaben am LfP; Sven Tschoepe, Hauptgeschäftsführer der BLZK; Rüdiger Erling, Leiter Pflegefachliche Aufgaben des LfP; Dr. Dr. Markus Schick, Präsident LfP in Pflegeeinrichtungen für die zahn- medizinische Versorgung. „Insbeson- dere für demente Menschen ist ein Transport zur externen Behandlung oft eine enorme Stress-Situation“, er- klärt Schott. Schick: „Die Mundhygiene ist ein sehr wichtiges Thema, gerade für Pflegebedürftige. Deshalb sollten die Schaffung, der Ersatzneubau, der Umbau und die Modernisierung von Behandlungsräumen in Pflegeheimen auch förderfähig sein.“ Weitere Planungen Bei der Klausurtagung der BLZK Anfang Juli war Dr. Dr. Markus Schick zu Gast und informierte den Vorstand über die zukünftigen Herausforderungen der Pfle- ge in Bayern. Das Konzept zur konkreten Umsetzung und Gründung der LAGP stand in der Vorstandssitzung der BLZK am darauffolgenden Tag zur Beschluss- fassung (Bericht im BZB 9/2019). BLZK DAS BAYERISCHE LANDESAMT FÜR PFLEGE Das Bayerische Landesamt für Pflege bündelt Aufgaben, die zuvor auf verschiedene Stellen verteilt waren, unter anderem die Abwicklung von Förderverfahren, eine Projektförderung in der Pflegewissenschaft und -forschung sowie die Qualitätssiche- rung. Auch neue und wachsende Aufgaben werden zentral im Landesamt wahr- genommen. Ziel ist, dass so die Hilfe bei den zu pflegenden Menschen und ihren Angehörigen besser ankommt. Ausgabe 8/2019 BZBplus | 11
m o c . e b o d a . k c o t s - x o b e k : o t o F Justiz- ministerium hat Zweifel am Datenschutz Elektronische Patientenakte verzögert sich Seit der Veröffentlichung seines Digi- tale-Versorgung-Gesetzes (DVG) steht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn massiv in der Kritik. Im Zuge der Einfüh- rung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden ihm Versäumnisse beim Datenschutz und eine unklare Lage beim Umgang mit Versichertendaten vorgehal- ten. Das Bundesjustizministerium zog offenbar nun die Reißleine und droh- te den Gesetzesentwurf zu blockieren. Spahn hat reagiert und kündigte ein neues Datenschutzgesetz für die ePA an. Noch bis kurz vor der geplanten Präsen- tation im Bundeskabinett Mitte Juli war das für Spahns Digitalisierungsstrategie so wichtige Gesetz nicht in trockenen Tüchern. Überraschend legte der Minister einen überarbeiteten Entwurf auf den Tisch, in dem die bisherigen Regelungen zur elektronischen Patientenakte nicht mehr enthalten sind. Diese sollen nun in einem separaten Datenschutzgesetz Einzug halten, das zeitnah nach der Sommerpause vorliegen soll. Jens Spahn konnte offenbar nicht anders, als nun letztlich doch auf die laute und nachhaltige Kritik am Erstentwurf des DVG zu reagieren. Wie das Handelsblatt, die Ärztezeitung und weitere Medien berichteten, hatte der Referentenent- wurf in der Ressortabstimmung nämlich keine breite Zustimmung erhalten. Das Justizministerium hatte hinsichtlich der Sicherheit der Versichertendaten Bedenken geäußert und auf die stärkere Berücksichtigung von Datenschutzas- pekten gepocht. Diese sollen nun überarbeitet werden. Dies betrifft unter anderem eine differen- zierte Rechtevergabe der Patienten an ihre behandelnden Ärzte, Therapeuten und an Apotheker zur Dateneinsicht. Laut der ursprünglichen Regelung wäre dies von der mit der Umsetzung beauftragten Gesellschaft für Telematikanwendungen (gematik) aus zeitlichen Gründen erst in einem nächsten Schritt technisch umsetzbar gewesen. Weitere relevan- te Anwendungen in der Patientenakte wie der Impfpass, der Mutterpass, das Untersuchungsheft für Kinder sowie das Zahn-Bonus-Heft werden nun offenbar ebenfalls hinausgeschoben. Insgesamt soll jedoch der Zeitplan für die Einfüh- rung der ePA beibehalten werden. Ab Januar 2021 müssen die Krankenkassen allen Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung stellen. Ärzte und Zahnärzte bekommen laut Spahn weniger Geld, wenn sie Arztbriefe dann per Fax verschicken. Damit würden die „Zettelwirtschaft und unnötige Zeitver- zögerungen“ beendet. Überhaupt nimmt der Datenschutz auch im neuen Gesetzesentwurf des DVG einen breiten Raum ein. Laut Informationen des Ärzteblattes regelt ein neuer Para- graf beispielsweise, welche Daten der Versicherten von den Krankenkassen an Forschungseinrichtungen für wissen- schaftliche Zwecke zugeliefert werden und auf welche Weise sie von diesen genutzt werden dürfen. Die Entscheidung des Bundesgesund- heitsministers für ein revidiertes Digita- lisierungsgesetz kam wohl gerade noch zur rechten Zeit. Sein Plan, das DVG ansonsten noch vor der Sommerpause durch das Bundeskabinett zu bekommen, wäre unter Umständen zusammen mit seinem gesamten Zeitplan in Sachen Digitalisierung geplatzt. Damit wären auch das Inkrafttreten anderer im DVG enthaltener Inhalte gefährdet gewesen, wie beispielsweise die künftige Verschrei- bungsmöglichkeit von Gesundheits-Apps auf Rezept. Hier, so das Ärzteblatt, gäbe es ebenfalls neue, ausführliche Regelungen, wie sol- che Apps ähnlich dem AMNOG-Verfahren künftig als Medizinprodukt anerkannt und in die Versorgung aufgenommen werden können. Auch die Förderung in- novativer Behandlungsmethoden durch den Innovationsfond der gesetzlichen Krankenversicherung ist nun bis 2024 weiter gesichert. Ingrid Scholz 12 | BZBplus Ausgabe 8/2019
m o c . e b o d a . k c o t s - m o c . l e x i p w a R : o t o F Das Beste für die Rente Beiträge zur berufsständischen Altersvorsorge steuerlich absetzen und reinvestieren Für das Jahr 2019 können 88 Prozent der im Kalenderjahr geleisteten Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken – in Bayern der Bayerischen Ärztever- sorgung (BÄV) – steuerlich berücksichtigt werden. Das maximale Abzugsvolumen beläuft sich im Jahr 2019 auf 21.388 Euro für Ledige und 42.776 Euro bei Zusam- menveranlagten. Diese Beiträge zur Altersvorsorge tragen Steuerzahler in der Steuererklärung in die Anlage „Vor- sorgeaufwand“ ein. Dazu gehören neben den Beiträgen zur BÄV gegebenenfalls auch weitere Vorsorgeaufwendungen, beispielsweise zur gesetzlichen Rente oder zur Rürup-Rente. Bei Arbeitnehmern wird der Sonder- ausgabenabzug durch den steuerfreien Arbeitgeberanteil reduziert. Differenz zwischen Brutto- und Nettorente ausgleichen BEITRAGSWERTE IM JAHR 2019 MONATLICH JÄHRLICH Selbstständige Pflichthöchstbeitrag Allgemeiner Jahreshöchstbeitrag Angestellte 2.491,50 € 3.115,50 € 29.898,00 € 37.386,00 € Beitragsbemessungsgrenze DRV*(18,6 %) Höchster Pflichtbeitrag 6.700,00 € 1.246,20 € 80.400,00 € 14.954,40 € V Ä B : e l l e u Q Steuerlicher Sonderausgabenabzug 88 % der Beiträge bei Ledigen max. bei Zusammenveranlagten max. Versorgungsanrechte im Jahr 2019 Dynamisierung der nach dem 31.12.1984 erworbenen Anwartschaften und aller eingewiesenen Versorgungsleistungen ab 1. Januar 2019 Rentenbemessungsgrundlage Punktbemessungsgröße * Deutsche Rentenversicherung Bund 21.388,00 € 42.776,00 € 1,5 % 44.714,00 € 12.484,00 € Von der Bruttorente können Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern abgezogen werden. Für jeden Versor- gungsempfänger wird ein vom Jahr des Rentenbeginns abhängiger Prozent- satz der Jahresbruttorente als steuer- pflichtiges Einkommen bestimmt. Der verbleibende Anteil ist der sogenannte Rentenfreibetrag. Dieser steuerfreie Anteil wird für die gesamte Laufzeit der Rente festge- schrieben. Ob der Einzelne aus seinen Alterseinkünften tatsächlich Steuern zu zahlen hat, hängt von unterschied- lichen Faktoren ab. Dazu zählen bei- spielsweise der Familienstand, weitere Einkünfte oder außergewöhnliche Be- lastungen. Prüfen Sie die jährliche Aufstellung der BÄV. Wollen Sie die Rente auf- stocken, können Sie freiwillige Mehr- zahlungen an die BÄV leisten, zum Beispiel aus den Beträgen, die durch den Sonderausgabenabzug frei wer- den. Weitere Informationen unter freiwillige-mehrzahlungen.de. BLZK/Quelle: BÄV Ausgabe 8/2019 BZBplus | 13
Röntgenbilder sicher versenden Wann, wie und von wem Patientendaten weitergegeben werden dürfen Begibt sich ein Patient zu einem anderen Zahnarzt zur Untersuchung oder zur Weiterbehandlung, kann dieser Zahn- arzt – zur Vermeidung weiterer Röntgen- untersuchungen – das Röntgenbild vom vorherigen Zahnarzt anfordern. Röntgenbilder für spätere Behandlung weitergeben Das Röntgenbild wird am besten schrift- lich (oder per Fax) angefordert mit Be- gründung, warum das Bild benötigt wird. Der erstbehandelnde Zahnarzt ist gesetz- lich verpflichtet, dem später behandeln- den Zahnarzt das Originalröntgenbild vorübergehend zu überlassen. Dies regelt § 85 Abs. 3 Nr. 3 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG). Wenn sich also der Zahn- arzt, der das Röntgenbild erstellt hat, vergewissert hat, dass der anfragende Zahnarzt der später Behandelnde ist, muss er das Röntgenbild weitergeben. Eine gesonderte Einwilligung des Pa- tienten ist datenschutzrechtlich nicht erforderlich (siehe Art. 9 Abs. 2 Buchst. h DSGVO in Verbindung mit § 85 Abs. 3 Nr. 3 StrlSchG). Wer zweifelt, ob sich der Patient bei dem anderen Zahnarzt in weitere Behandlung begeben hat, kann bei dem Patienten telefonisch rückfragen und dies in der Patienten- akte vermerken. Unterlagen mitgeben oder versenden Kopien von Röntgenbildern können dem Patienten direkt mitgegeben werden. Digitale Röntgenbilder können zum Bei- spiel auf einer CD oder einem USB-Stick gespeichert sein. den digitale Röntgenbilder auf einer CD oder einem USB-Stick gespeichert, muss der Datenträger verschlüsselt sein, wenn er per Post verschickt wird. Die Patienten- daten müssen in einem verschlossenen Umschlag versendet werden und sollten mit dem Vermerk „persönlich / vertrau- lich“ an den nachbehandelnden Zahnarzt adressiert sein. So ist sichergestellt, dass die Unterlagen nur von der befugten Per- son (dem nachbehandelnden Zahnarzt) geöffnet werden. Auch der Versand von filmgestützten Röntgenbildern per Post ist möglich. Wer- Das Versenden von Röntgenbildern per E-Mail ist nur dann möglich, wenn die SO VERSCHLÜSSELN SIE PRAXIS-E-MAILS Zahlreiche Verschlüsselungsprogramme gewährleisten eine sogenannte Ende- zu-Ende-Verschlüsselung. Die KZVB bietet Zahnärzten in Bayern kostenfrei das Verschlüsselungsprogramm CryptShare an, z.B. für den Versand von Patienten- daten. Weitere Infos: www.kzvb.de/zahnarztpraxis/die-digitale-zahnarztpraxis/ cryptshare/ Weitere Infos zum Thema Verschlüsselung bietet auch die Website des Bundes- amts für Sicherheit in der Informationstechnik: www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/ DE/Empfehlungen/Verschluesselung/Verschluesseltkommunizieren/verschlues- selt_kommunizieren_node.html 14 | BZBplus Ausgabe 8/2019
m o c . e b o d a . k c o t s - e s e l o a P : o t o F powered by „ Ich suche nicht irgendwen für meine Praxis, deshalb suche ich auch nicht irgendwo.“ E-Mail verschlüsselt ist (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung). Nur dann handelt es sich um einen gesicherten Übertra- gungsweg (siehe Infokasten). Unverschlüsselte E-Mails sind kein gesicherter Übertragungsweg und vergleichbar mit einer Postkarte, die auf dem Übertragungsweg (z.B. vom Postboten) mitgelesen werden kann. Durch die Verschlüs- selung einer E-Mail kann der Zahnarzt gewährleisten, dass der Inhalt auf dem elektronischen Übertragungsweg nicht unbefugt gelesen oder verändert werden kann. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass der Betreff der E-Mail nicht verschlüsselt ist. Achten Sie darauf, dass keine personenbezogenen Daten des Patienten im Betreff der E-Mail genannt werden. Sofern personenbezogene Daten im E-Mail-Text genannt werden, achten Sie darauf, dass auch der E-Mail-Text verschlüsselt wird. Wer darf versenden? Der Versand der Röntgenbilder muss durch Fachpersonal, das einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegt, erfolgen – das heißt durch den Zahnarzt selbst beziehungs- weise durch Angestellte der Zahnarztpraxis. Weitere Informationen zur Verarbeitung von Patienten- daten – zu denen auch Röntgenbilder gehören – finden Sie in Kapitel 6 Datenschutz im QM Online der BLZK unter qm.blzk.de (mit Login). Jetzt kostenlos testen: www.check.dzas.de Wir finden Ihre Mitarbeiter. Vom Vorbereitungsassistenten über den angestellten Zahnarzt bis zum zukünftigen Nachfolger (m|w|d) – wir vermitteln alle Positionen. Schnell, einfach und eﬃ zient. Über 6.000 registrierte Bewerber. › deutscher-zahnarzt-service.de lin/Quelle: QM Online der BLZK Deutscher Zahnarzt Service Johanneswerkstr. 4 • 33611 Bielefeld Ausgabe 8/2019 BZBplus | 15 Tel. (0) 521 / 911 730 40
m o c . e b o d a . k c o t s - n o l e p o h e n : o t o F Von zufriedenen und unzufriedenen Mitarbeitern Zufriedene Mitarbeiter nehmen gerne an Team-Events teil, unzufriedene haben keine Lust auf Kontakte mit den Kollegen außerhalb der Arbeit. Die Philosophie, der Chef und das Mittagessen spielen eine Rolle Die Deutschen sind glückliche Arbeit- nehmer: 89 Prozent der Befragten ge- ben in einer aktuellen Studie an, sehr zufrieden oder überwiegend zufrieden im Job zu sein. 47 Prozent der zufriedenen Mitarbeiter stehen „voll und ganz“ hinter der Philo- sophie ihres Unternehmens, während 82 Prozent der unzufriedenen Mitarbeiter dies „gar nicht“ tun. Fast ein Viertel (24 Prozent), die im Job unzufrieden sind, schätzen auch die Be- ziehung zu ihrem Vorgesetzten als „sehr schwach“ ein, während bei zufriedenen Mitarbeitern nur 1 Prozent eine sehr schwache Beziehung zur Führungskraft hat. Mittagspause und Team-Events Die Mittagspause verbringen die Be- fragten am liebsten mit ihren Kollegen (36 Prozent) und nehmen sich dafür mindestens 30 Minuten Zeit. Diese Art der Pausengestaltung wirkt sich eindeutig positiv auf die Zufriedenheit aus: 74 Pro- zent der sehr oder überwiegend zufrie- denen Studienteilnehmer verbringen so ihre Pause. Alleine essen hat genau die gegenteilige Wirkung: Von den unzufrie- denen oder unglücklichen Arbeitnehmern nimmt die Mehrheit (69 Prozent) das Mit- tagessen allein am Schreibtisch zu sich. Auch Team-Events, wie After Hours oder gemeinsamer Sport, erhöhen das Glücks- gefühl: 69 Prozent der überwiegend 16 | BZBplus zufriedenen Befragten nehmen regel- mäßig daran teil. Bei den mehrheitlich unzufriedenen Mitarbeitern geben 68 Prozent an, dass sie keine Lust auf Kon- takte mit den Kollegen außerhalb der Arbeit haben. Für den „Happiness Index“ wurden 4.009 Arbeitnehmer aus Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA befragt; 1.002 davon in Deutschland. Befragungszeitraum war im November 2018. Die Studie wurde von Atomic Re- search im Auftrag von Wrike, Anbieter einer Projektmanagement-Software, durchgeführt. BLZK/Quelle: Wrike Ausgabe 8/2019
m o c . e b o d a . k c o t s - t e s a m o r : o t o F Ist Validierung Pflicht? Ja, Validierung ist Pflicht! Die Prozesse des Sterilisators und des Reinigungs-und Desinfektionsgeräts (RDG) sind zu validieren. Grundlage für die Forderung nach einer Validierung ist die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV). Sie fordert in § 8 Absatz 1: „Die Aufbereitung ist (…) mit geeigneten validierten Verfahren so durchzuführen, dass der Erfolg dieser Verfahren nach- vollziehbar gewährleistet ist (…)“. Was bedeutet Validierung? Unter dem Begriff Validierung versteht man den dokumentierten Beweis, dass das vorher festgelegte Aufbereitungs- verfahren im praktischen Einsatz re- produzierbar funktioniert. Routinekon- trollen durch den Zahnarzt und/oder das Praxisteam reichen dafür nicht aus. Zu einer vorschriftskonformen Validierung gehören drei Schritte. In 3 Schritten zur Validierung Die Validierung von Reinigungs-, Desinfek- tions- und Sterilisationsprozessen setzt sich aus folgenden Schritten zusammen: Installationsqualifikation (IQ) Die IQ wird bei der Aufstellung des Geräts in der Zahnarztpraxis vor- genommen. Durch ein schriftliches Abnahmeprotokoll des Lieferanten wird sichergestellt, dass das Gerät und dessen Zubehör ordnungs- gemäß geliefert und installiert wurden. Betriebsqualifikation (BQ) Bei der BQ wird festgestellt, ob das Gerät mit seinem Zubehör (zum Beispiel Kassetten, Trays, Konnektoren, Injektorwagen für Übertragungsinstrumente) ord- nungsgemäß am Aufstellungsort funktioniert. Sie stellt die eigentli- che Inbetriebnahme dar und erfolgt in der Regel durch den aufstellen- den Techniker (Depot, Hersteller). Leistungsqualifikation (LG) Im Rahmen der LQ wird festgestellt, ob das Gerät, so wie es installiert und den Betriebsabläufen ent- sprechend betrieben wird, dauer- haft nach vorbestimmten Kriterien arbeitet und reproduzierbare Er- gebnisse liefert. Nach § 8 Absatz 4 Medizinproduk- tebetreiberverordnung muss die Validierung und auch die Leistungs- beurteilung im Auftrag des Betrei- bers durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen. Die LQ ist der Teil der Validierung, der in regelmäßigen Abständen mit entspre- chenden Messgeräten durchzuführen ist und zwar ■ bei Reinigungs- und Desinfektions- prozessen: in der Regel jährlich beziehungsweise nach Angabe im Validierungsbericht, ■ bei Sterilisationsprozessen: in der Regel alle zwei Jahre oder nach 4000 Chargen beziehungsweise nach An- gabe im Validierungsbericht. Weitere Informationen finden Sie im QM Online der BLZK unter qm.blzk.de (mit Login) in Kapitel C02a04. BLZK KONTAKT ZUM REFERAT PRAXISFÜHRUNG Telefon: 089 230211-340/ -342 E-Mail: praxisfuehrung@blzk.de
Abrechnung transparent Abrechnungsquiz: Die Auflösung m o c . e b o d a . k c o t s - r e l ß ä H . U - . K : o t o F In der letzten Ausgabe haben wir Ihr Abrechnungswissen auf die Probe gestellt. In dieser Ausgabe lösen wir das Quiz auf. Geholfen bei der Suche nach der richtigen Antwort hat in vielen Fällen sicherlich die digitale Abrechnungsmappe der KZVB (abrechnungsmappe.kzvb.de). Aus den zahlreichen richtigen Antworten haben wir Zahnärztin Melanie Lerchl aus Geretsried als Gewinnerin gezogen. Sie kann sich über einen Gutschein über 50 Euro für eine Fortbildung der KZVB oder der eazf freuen. Hier die richtigen Antworten sowie eine kurze Erklärung. BEHAUPTUNG ERLÄUTERUNG 1 2 3 4 5 6 Die Trockenlegung mit einer Watterolle ist nach der Be- ma-Nr. 12 (bMF) abzurechnen. X Falsch! Eine Trockenlegung mittels Watterolle ist nicht abrechenbar. Eine absolute Trockenlegung erreichen Sie durch das Anlegen eines Spanngummis. Hierfür ist die Bema-Nr. 12 vorgesehen. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Zahnerhaltungsmaßnahmen (8-35) g Bema-Nr. 12 Für einen Eintrag im Bonus- heft ist die Bema-Nr. Ä1 ab- rechenbar. 4-flächige Füllungen fallen nicht unter die zweijährige Gewährleistungspflicht. X Falsch! Für einen Eintrag im Bonusheft kann keine Bema-Leistung berechnet werden. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Individualprophylaxe (IP1 - FU) ü Richtig! Gem. § 136a Abs. 4 SGB V übernimmt der Zahnarzt für Füllungen eine zwei- jährige Gewährleistung. Mehr als dreiflächige Füllungen fallen nicht unter die Gewähr- leistungspflicht, ebenso wie Milchzahnfüllungen, Zahnhalsfüllungen, Eckenaufbauten im Frontzahnbereich unter Einbeziehung der Schneidekanten und in Fällen, in denen besondere Umstände (z.B. Bruxismus oder Vorerkrankungen) vorliegen, die der Zahn- arzt auf dem Krankenblatt festhält. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g Gewährleistung Die Erhebung eines PSI-Code (Bema-Nr. 04) ist an Milchzäh- nen alle zwei Jahre abrechen- bar. X Falsch! Die Messung des PSI erfolgt bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr an den Parodontien der Indexzähne 11, 16, 26, 31, 36, 46 bzw. bei deren Fehlen ersatzweise an den danebenstehenden Zähnen. Bei Erwachsenen erfolgt die Messung an allen vorhandenen Zähnen mit Ausnahme der Weisheitszähne. Eine Leis- tung nach Nr. 04 kann einmal in zwei Jahren abgerechnet werden. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Untersuchungen (Ä1 - Ä935) g 04 Neben der Bema-Nr. 02 (Hilfeleistung bei Ohnmacht oder Kollaps) ist zusätzlich die Nr. Ä1 in gleicher Sitzung abrechenbar. Die Bema-Nr. Ä925d ist nicht neben der Bema-Nr. Ä935d abrechnungsfähig. X Falsch! Neben einer Leistung nach der Nr. 02 ist für dieselbe Sitzung eine Leistung nach der Nr. Ä1 nicht abrechnungsfähig. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Untersuchungen (Ä1 - Ä935) g 02 (Ohn) ü Richtig! Gemäß den Abrechnungsbestimmungen schließt die Darstellung beider Kiefer durch ein OPG die gleichzeitige Anfertigung eines Rö-Status aus. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Untersuchungen (Ä1 - Ä935) g Ä925a - d g Abrechnungsbestimmungen und Hinweise zur Röntgendiagnostik g Punkt 3 18 | BZBplus Ausgabe 8/2019
7 8 9 Für das Ausstellen einer Arbeitsunfähigkeitsbeschei- nigung kann man nichts abrechnen. X Falsch! Unter der GOÄ-Nr. 7700 sind alle zahnärztlichen Mitteilungen, von der Arbeits- unfähigkeitsbescheinigung bis zu einer notwendigen Mitteilung über die Behandlung im Notdienst abrechenbar. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g GOÄ g Aus Teil B: VI. Berichte, Briefe g 7700 Kurze Bescheinigung, kurzes Zeugnis, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Für die Entfernung eines Inlays ist die Bema-Nr. 23 ab- rechenbar. X Falsch! Das Entfernen einer Suprakonstruktion sowie Veneers, Inlays, Onlays und Over- lays sind keine Leistung der GKV. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Zahnerhaltungsmaßnahmen (8 -35) g 23 (Ekr) Zur Bema-Nr. 181 (Konsiliari- sche Erörterung) können die anfallenden Telefongebühren unter der Nr. 602 abgerechnet werden. ü Richtig! Sie können die anfallenden Telefonkosten über die Bema-Nr. 602 (Telefon-, Versand-, Portokosten) geltend machen. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Auslagenersatz (601 - 604) g 601 - 604 ü Richtig! Versicherte haben gegen ihre Kasse dann Anspruch auf das Entfernen harter Zahnbeläge an Implantaten, wenn die Implantatversorgung zu Lasten der GKV erfolgte. Das BSG (Urteil vom 21.06.2011 - B 1 KR 17/10 R) hat klargestellt, dass der Versicherte dann einen Anspruch auf Entfernung von harten Zahnbelägen auch an lmplantaten hat, wenn ihm diese als Sachleistung der GKV eingesetzt worden sind. Ein darüber hinausgehender Anspruch besteht aber nicht. Die Leistung ist als Naturalleistung zu erbringen und nach Bema-Nr. 107 abzurechnen, da auch die harten Beläge an den lmplantaten „zwanglos“ als Zahnbeläge im Sinne dieser Abrechnungsposition zu verstehen sind. X Falsch! Wurzelbehandlungsmaßnahmen des Zahnes 8 gehören nicht zur vertragszahn- ärztlichen Versorgung. Es sei denn, der Zahn 8 dient zur Erhaltung von funktionstaug- lichem Zahnersatz oder erfüllt die Funktion des fehlenden Zahnes 7. 10 Versicherte haben dann einen Anspruch auf Entfernung harter Zahnbeläge (Bema-Nr. 107) an Implantaten, wenn diese als Sachleistung der GKV eingesetzt worden sind. 11 Ein Patient stellt sich mit vollständig bezahntem Gebiss (kein fehlender Zahn, kein vorhandener ZE) vor. Es ist eine Wurzelbehandlung am Zahn 28 notwendig. Da die Kriterien, wie in den Ziffern 9.1 – 9.5 der Behandlungsrichtli- nie B. III beschrieben, gegeben sind, stellte die Endo am Zahn 28 eine Kassenleistung dar. 12 Nach einer Implantation er- gibt sich die Erforderlichkeit einer AU-Bescheinigung. Der Patient ist GKV-versichert. Die Arbeitsunfähigkeitsbe- scheinigung der gesetzlichen Krankenkasse (gelbe AU-Be- scheinigung) ist zu erstellen. ü Richtig! Unabhängig von der Art und Weise der Behandlung ist bei einem gesetzlich Krankenversicherten eine Arbeitsunfähigkeit auf dem für die gesetzlichen Kranken- kassen vorgeschriebenen Formular (gelbe AU-Bescheinigung) zu bestätigen. Die Art der Behandlung und die AU-Bescheinigung haben voneinander losgelöste Rechtsfolgen. Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit erfordert im Hinblick auf ihre Bedeutung eine besondere Sorgfalt. Die AU-Richtlinien stehen auf der Website des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) unter www.g-ba.de g Richtlinien 13 Bei einem 4-jährigen Kind ent- fernen Sie einen Pulpapoly- pen. Die Abrechnung erfolgt über die Bema-Nr. 49 (Exz1). 14 Bei einem Säugling fertigen Sie eine Trinkplatte aufgrund einer Lippen-Kiefer-Gaumen- spalte an. Eine Abrechnung ist nur auf Grundlage der GOZ möglich. 15 Die Fissurenversiegelung an den Weisheitszähnen (16-jäh- riger Patient) ist über die Bema-Nr. IP5 abrechenbar. ü Richtig! Bitte denken Sie bei der Übermittlung der Abrechnung den KZVB-Hinweis „Nicht für PAR“ anzugeben (bei mehr als drei Zähnen). X Falsch! Das war eine spitzfindige Frage. Die Berechnung kann über die GKV mit der Geb.-Nr. Ä2700 über KCH plus Material- und Laborkosten über die Bema-Nr. 603/604 erfolgen. Sie haben diese Frage falsch beantwortet? Kein Problem: Die Anfertigung einer Trinkplatte kommt in Deutschland jährlich nur circa 80 Mal vor. X Falsch! Die Bema-Nr. IP5 ist nur an den Zähnen 6 und 7 abrechenbar. Quelle: abrechnungsmappe.kzvb.de g KCH g Individualprophylaxe (IP1 - FU) g IP5 Ausgabe 8/2019 BZBplus | 19
Fortbildungen KURS THEMA/REFERENT DATUM, ORT Röntgenkurs für ZFA zur Erlangung der Kenntnisse im Strahlenschutz Dr. Christian Öttl Mi, 4. September, 9 Uhr München Akademie Basics & more - Reparaturen und Wiederherstellungen von Zahnersatz Irmgard Marischler Mi, 11. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie BWL - Erfolgreiche Personalarbeit und Ausbildungswesen Stephan Grüner, Tatjana Bejta Qualitätsmanagementbeauftragte/r eazf Marina Nörr-Müller, Dora M. von Bülow, Brigitte Kühn Grundlagen der Infektionslehre und Eingliederung der Hygiene in ein Qualitätsmanagement Marina Nörr-Müller Sa, 14. September, 9 Uhr München Flößergasse 16. September bis 2. Oktober Nürnberg Akademie Di, 17. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie Mi, 18. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie V79383 Die Rezeption - Das Herz der Praxis Brigitte Kühn V69793 V79373 V69620-5 V79686 V79795 V69382 V69794 V79003-7 V69796 V69640 V69392 V69393 V79800 V79798 V79801 V69395 V69620-6 V79620-5 € 125 330 125 785 330 330 330 330 95 250 330 330 330 PKTE. FÜR WEN? 0 8 8 0 0 8 8 0 ZAH/ZFA ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM ZA, ASS ZAH/ZFA, ZMV, PM ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP ZA, ZAH/ZFA, ZMF, ZMP, DH ZAH/ZFA 0 8 8 8 3 4 0 0 0 ZAH/ZFA ZA ZA ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM ZA ZA ZMV, PM ZAH/ZFA, ZMV, PM ZMV, PM Der Risikopatient in der Prophylaxesitzung - Ernährungsbedingte Zivilisationserkrankungen und deren allgemeine und dentale Risiken Tatjana Bejta Mi, 18. September, 9 Uhr München Flößergasse Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für ZFA Dr. Christian Öttl Mi, 18. September, 14 Uhr München Akademie 95 Kursserie Myodiagnostik: Mikronährstoffe für Prävention und Therapie Dr. Rudolf Meierhöfer, Dr. Sabine Fauth-Vergote Fr/Sa, 20./21. September Nürnberg Akademie 475 18 ZA PZR - Die professionelle Zahnreinigung Dr. Peter Wöhrl Der Weg zur erfolgreichen Praxisübergabe - Langfristig planen, gemeinsam umsetzen Benedikt Glück, Michael Weber, Dr. Matthias Rothammer, Dr. Ralf Schauer, Stephan Grüner Fr/Sa, 20./21. September München Akademie Sa, 21. September, 9 Uhr München Flößergasse 500 50 V69650 Niederlassungsseminar Dr. Ralf Schauer, Dr. Matthias Rothammer, Stephan Grüner, Michael Weber, Benedikt Glück Sa, 21. September, 9 Uhr München Flößergasse 50 V59392 Basics & more - Reparaturen und Wiederherstellungen von Zahnersatz Irmgard Marischler Di, 24. September, 9 Uhr Regensburg Seminarzentrum Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz gem. § 18a Abs. 2 RöV Dr. Christian Öttl Mi, 25. September, 14 Uhr München Akademie Präventionskonzept Arbeitsschutz: Erstschulung BuS-Dienst Matthias Hajek Die Praxismanagerin als Führungskraft: Grundlagen für eine erfolgreiche Personalarbeit Stephan Grüner Abrechnung Compact - Modul 3: Prothetische Leistungen Irmgard Marischler Die Praxismanagerin als Führungskraft - Überleben in der Sandwich- position Stephan Grüner Mi, 25. September, 14 Uhr München Flößergasse Do, 26. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie Fr, 27. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie Fr, 27. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie Datenschutzbeauftragte/-r in der Zahnarztpraxis Regina Kraus BWL - Mit Mitarbeiterführung zum Praxiserfolg Prof. Dr. Dorothee Heckhausen, Christina Leibig BWL - Erfolgreiche Personalarbeit und Ausbildungswesen Stephan Grüner Fr, 27. September, 9 Uhr München Flößergasse 450 16 ZA, ZMV, PM, QMB Sa, 28. September, 9 Uhr München Flößergasse Sa, 28. September, 9 Uhr Nürnberg Akademie 125 125 8 8 ZA, ASS ZA, ASS 20 | BZBplus Ausgabe 8/2019
Praxisberatung und -training Datenschutz in der Zahnarztpraxis Datenschutz-Check und/oder Betreuung durch externe Datenschutzbeauftragte eazf Consult Für Zahnarztpraxen bedeutet das seit 2018 geltende neue Datenschutzrecht, eine Viel- zahl von Paragraphen, Anforderungen und Auﬂagen zu beachten. Die Verantwortung für den Datenschutz liegt hier bei den Praxisinhabern. Mehr Sicherheit erhalten Praxen durch den Datenschutz-Check der eazf Consult. Hierbei erstellt eine speziell geschulte Beraterin für die Praxis eine umfassende Analyse der Ist-Situation, bei der die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen geprüft wird. Außerdem erhält das Praxis- team Informationen zu Datenschutzthemen. Aufbauend auf die Ist-Analyse erhalten die Praxen einen umfangreichen Bericht mit Handlungsempfehlungen. Sind in einer Praxis mindestens zehn Personen mit der Datenverarbeitung beschäftigt, muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden. Soll diese Funktion auf einen externen Dienstleister verlagert werden, vermittelt die eazf Consult zu überschaubaren Kosten für Praxen externe Datenschutzbeauftragte, die speziell für Zahnarztpraxen geschult sind. Insbesondere aufgrund der Gewährleistung der termin- und inhaltsgerechten Erfüllung der DSGVO-Anforderungen, die eine dauerhafte Auseinandersetzung mit Normen, Kommen- tierungen und Entscheidungen erfordert, ist die Entscheidung für einen externen Daten- schutzbeauftragten eine sinnvolle Alternative. Praxis-Check Datenschutz ■ Individuelle Terminvereinbarung unter Berücksichtigung des Praxisbetriebs ■ Ist-Analyse (Stand des Datenschutzes in der Praxis) ■ Ausführlicher Bericht mit Handlungsempfehlungen zum weiteren Vorgehen ■ Vorlagen zum Bearbeiten und Umsetzen des Datenschutzes (digital und Papierform) ■ Besprechung des Ablagesystems und weiterführende Informationen zur Umsetzung Monatliche Betreuung durch externe Datenschutzbeauftragte ■ Praxis-Check Datenschutz (Leistungen siehe oben) ■ Verzeichnis für Verarbeitungstätigkeiten und datenschutzrelevante Unterlagen ■ Beantwortung von Anfragen von Behörden, berechtigten Personen, Praxisangehörigen ■ Schulungsunterlagen für Teambesprechungen zum Thema Datenschutz ■ Gewährleistung der Aktualität des Datenschutzes Praxisberaterinnen Um die bestmögliche Beratungs- leistung anbieten zu können, ver- mitteln wir nur praxiserfahrene Beraterinnen. Unsere für den Datenschutz zuständige Beraterin verfügt über langjährige Berufser- fahrung und ist in diesem Bereich umfassend qualiﬁziert (Betriebs- wirtin Zahnmedizin, Datenschutz- beauftragte DSB-TÜV und Daten- schutzauditorin DSA-TÜV). Organisation/Anmeldung eazf Consult GmbH Fallstr. 34, 81369 München Telefon: 089 - 230211416 Fax: 089 - 230211408 E-Mail: info@eazf.de Web: www.eazf-consult.de Ich bitte um Kontaktaufnahme Praxisstempel: E-Mail: eazf Consult GmbH Fallstraße 34 Tel.: 81369 München Fax: www.eazf.de E-Mail: info@eazf.de 089 230211416 089 230211408
KCH-Kompass In der Ausgabe 7/2019 haben wir die Termine für die neuen Abrechnungsseminare der KZVB veröffentlicht. Nach Druckbeginn hat sich beim Termin am 13. November in München eine Änderung ergeben. Die folgende Tabelle enthält die korrekte Uhrzeit: 9 bis 13 Uhr. Anmelden können Sie sich mit der entsprechenden Kursnummer auf eazf.de. GRUNDLAGENSEMINAR„KOMPASS ZUR KCH-ABRECHNUNG (BEMA)“ DATUM ORT Freitag, 27.09.2019 14 bis 18 Uhr Hotel Asgard (Konferenzraum) Augsburger Straße 130, 86368 Gersthofen Mittwoch, 02.10.2019 14 bis 18 Uhr Mainfrankensäle (Mittlerer Saal) Mainlände 1, 97209 Veitshöchheim Mittwoch, 23.10.2019 14 bis 18 Uhr Kurhaus (Großer Saal) Wilhelm-Leibl-Platz 1, 83043 Bad Aibling Mittwoch, 30.10.2019 14 bis 18 Uhr Bamberg congress (Hegel-Saal) Mußstraße 1, 96047 Bamberg Freitag, 08.11.2019 14 bis 18 Uhr marinaforum (Großes Forum) Johanna-Dachs-Straße 46, 93055 Regensburg Mittwoch, 13.11.2019 9 bis 13 Uhr (!) Zahnärztehaus München (Großer Vortragssaal) Fallstraße 34, 81369 München Freitag, 22.11.2019 14 bis 18 Uhr Technische Hochschule Nürnberg (Hörsaal) Keßlerplatz 12, 90489 Nürnberg Mittwoch, 27.11.2019 14 bis 18 Uhr Joseph-von Fraunhofer-Halle (Erdgeschoss) Am Hagen 75, 94315 Straubing KURSNUMMER V19703-06 V19703-07 V19703-08 V19703-09 V19703-10 V19703-11 V19703-12 V19703-13 AUFBAUSEMINAR „KASSENLEISTUNG-PRIVATLEISTUNG BEI KCH UND PROPHYLAXE“ DATUM ORT KURSNUMMER Mittwoch, 04.12.2019 14 bis 18 Uhr Joseph-von Fraunhofer-Halle (Erdgeschoss) Am Hagen 75, 94315 Straubing Mittwoch, 18.12.2019 14 bis 18 Uhr Mainfrankensäle (Mittlerer Saal) Mainlände 1, 97209 Veitshöchheim Freitag, 20.12.2019 14 bis 18 Uhr Zahnärztehaus München (Großer Vortragssaal) Fallstraße 34 81369 München Mittwoch, 08.01.2020 14 bis 18 Uhr Stadthalle (Kleiner Saal) Rathausplatz 1, 86368 Gersthofen Freitag, 10.01.2020 14 bis 18 Uhr Freitag, 24.01.2020 14 bis 18 Uhr Technische Hochschule Nürnberg (Hörsaal) Keßlerplatz 12, 90489 Nürnberg Welcome Hotel Residenzschloss (Plenum) Untere Sandstraße 32, 96049 Bamberg Mittwoch, 29.01.2020 14 bis 18 Uhr KuKo (Großer Saal) Kufsteiner Straße 4, 83022 Rosenheim Freitag, 31.01.2020 14 bis 18 Uhr Parkside events (Panorama 1) Prüfeninger Straße 20, 93049 Regensburg V19703-14 V19703-15 V19703-16 W10703-01 W10703-02 W10703-03 W10703-04 W10703-05 22 | BZBplus Ausgabe 8/2019
Termine Die KZVB veröffentlicht an dieser Stelle sowohl eigene Veranstaltungen als auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter. Auf Veranstaltungen, die nicht von der KZVB organisiert werden, haben wir keinen Einfluss bezüglich Inhalt und Preisgestaltung. Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. VERANSTALTER THEMA/REFERENT DATUM, UHRZEIT, ORT KURS- GEBÜHR WEITERE INFOS/ ANMELDUNG PUNKTE KZVB-Bezirksstelllen München und Oberbayern Zahnerhaltung und Endodontologie mit biokompatiblen und bioaktiven Materialien – nur ein Hype oder mehr? Prof. Dr. Till Dammaschke Mi, 25. September, 18 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal kostenfrei kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine Kompass zur KCH-Abrechnung (Bema) Dr. Christian Öttl, Kerstin Salhoff, Barbara Zehetmeier, Corina Schmenger Fr, 27. September, 14 Uhr Hotel Asgard Gersthofen 75 Euro eazf.de Kursnummer: V19703-06 KZVB KZVB Kompass zur KCH-Abrechnung (Bema) Dr. Christian Öttl, Kerstin Salhoff, Barbara Zehetmeier, Corina Schmenger Mi, 2. Oktober, 14 Uhr Mainfrankensäle Veitshöchheim KZVB-Bezirksstellle München Endodontie Update Dr. Christoph Kaaden Mo, 7. Oktober, 20 Uhr Zahnärztehaus München KZVB-Bezirksstellle München Vorsorge gestalten, Existenz sichern Michael Weber Mo, 21. Oktober, 20 Uhr Zahnärztehaus München KZVB Kompass zur KCH-Abrechnung (Bema) Dr. Christian Öttl, Kerstin Salhoff, Barbara Zehetmeier, Corina Schmenger Mi, 23. Oktober, 14 Uhr Kurhaus Bad Aibling KZVB-Bezirksstellle München Impulse für erfolgreiche Personalarbeit Stephan Grüner Mo, 4. November, 20 Uhr Zahnärztehaus München KZVB-Bezirksstellle Oberbayern Speed-Dating mit dem Datenschutz Herbert Thiel Honorarvereinbarungen mit Kassen- patienten richtig treffen Dr. Christian Öttl Mi, 13. November, 16 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal 75 Euro eazf.de Kursnummer: V19703-07 kostenfrei kostenfrei 75 Euro kostenfrei kostenfrei kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine eazf.de Kursnummer: V19703-08 kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine 2 5 5 2 2 5 2 4 IMPRESSUM BZBplus Eine Publikation der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) HERAUSGEBER Christian Berger (V. i. S. d. P.), Vorsitzender des Vorstands der KZVB und Präsident der BLZK Fallstraße 34/Flößergasse 1, 81369 München REDAKTION Leo Hofmeier (lh), Tobias Horner (ho), Isolde M. Th. Kohl (ik), Linda Quadflieg-Kraft (lin), Thomas A. Seehuber (tas) Tel.: 089 72401-161, Fax: -276, E-Mail: presse@kzvb.de VERLAG UND ANZEIGENDISPOSITION teamwork media GmbH, Hauptstraße 1, 86925 Fuchstal Inhaber: Deutscher Ärzteverlag GmbH, Köln (100 %) Sarah Krischik, Melanie Epp, Tel.: 08243 9692-13, -11 E-Mail: s.krischik@teamwork-media.de, m.epp@teamwork-media.de VERBREITETE AUFLAGE 10.600 DRUCK Gotteswinter und Aumaier GmbH Joseph-Dollinger-Bogen 22, 80807 München BEILAGE DIESER AUSGABE KZVB-Bezirksstelle München ERSCHEINUNGSTERMIN DER NÄCHSTEN AUSGABE Montag, 19. August 2019 TITELBILD © Proxima Studio - stock.adobe.com Ausgabe 8/2019 BZBplus | 23

References: § 85
 Art. 9
 § 85
 § 8
 § 8
 § 136
 § 18