Source: http://slideplayer.org/slide/8949905/
Timestamp: 2017-06-27 17:54:17+00:00

Document:
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V / Stand Juli Amateurfunk-Prüfungsfragen. - ppt herunterladen
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 1 Amateurfunk-Prüfungsfragen.
Veröffentlicht von:Inken Kurzmann
Präsentation zum Thema: "Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 1 Amateurfunk-Prüfungsfragen."— Präsentation transkript:
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 1 Amateurfunk-Prüfungsfragen RECHT mit eingearbeiteten Antworten.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 2 Vorwort: Dieser interne Arbeitsbehelf für Lernende und Vortragende, welche die ÖVSV Skripten besitzen, wurde anlässlich des Amateurfunkkurses 2008 des ADL601 von OE6GC und OE6KSG erstellt. Der Arbeitsbehelf stützt sich weitestgehend auf das Skriptum „Amateurfunk-Lehrgang“ des ÖVSV. Er wurde mit zweckmäßig erscheinenden Kommentaren und Informationen ergänzt. Nicht gekennzeichnete Abbildungen sowie dieser Arbeitsbehelf sind © OEVSV. Bei anderen Abbildungen ist der jeweilige Autor angegeben, der sein Einverständnis für die Verwendung in diesem Arbeitsbehelf gegeben hat. Diese Unterlage und die darin befindlichen Abbildungen dürfen nur für die Ausbildung zur Amateurfunkprüfung im Rahmen von Kursen des ÖVSV verwendet werden, jede andere Verwendung ist untersagt. Diese Unterlage basiert auf dem Fragenkatalog, wie er seit Mai 2009 verwendet wird.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 3 Das Amateurfunkgesetz und die Amateurfunkverordnung als Grundlage für die nachstehenden Fragen und deren Beantwortung sind direkt und in der jeweils aktuellen Stammfassung bzw. den ergänzenden Novellen von der Homepage des BMVIT herunter zu laden: Amateurfunkgesetz: http://www.bmvit.gv.at/telekommunikation/recht/aut/gesetze/afg.html Amateurfunkverordnung: http://www.bmvit.gv.at/telekommunikation/recht/aut/verordnungen/afv.html
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 4 ITU (Sonderorganisation der UNO; BR, ITU-R, ITU-T) CEPT (EU) Ausschüsse f. „Post“ u. “Fernmeldewesen“ BMVIT Fernmeldebüros Internat. Fernmeldevertrag VO-Funk (Radio-Regulat.) Telekommunikations-Gesetz Amateurfunkgesetz Amateurfunkverordnung Afu.GebührenVerordnung Kundmachungen Empfehlungen IARU (international Amateur Radio Union) Beschlüsse + Empfehlungen ÖVSV ETSI Europ. Institut f. Fernmeldewesen
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 5 Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation, Angleichung der nationalen Regelungen im Europäischen Post- und Telekommunikationssektor Oberste Fernmeldebehörde, 2. Instanz in Österreich, Fernmeldehoheit, Gesetzesvollzug. -Telekommunikations-Gesetz - Amateurfunkgesetz, Amateurfunkverordnung, Kundmachungen (von Staaten, welche Einwände gegen den Amateurfunkverkehr m. OE erhoben haben). Europe, Africa. Middle East, west of the Persian Gulf including Iraq, the former Soviet Union and Mongolia. Region 1: Region 2: Region 3: America, Greenland and some of the eastern Pacific Islands. most of non-former-Soviet-Union Asia, east of and including Iran, and most of Oceania. ITU International Telecommunication Union, Sitz in Genf, Sonderorganisation der UNO CEPT - WARC World administrativ Radio conference - CCIR, CCITT BMVIT Internationaler Fernmeldevertrag - Vollzugsordnung f. d. Funkdienst (VO-Funk) EU-Staaten FrequenzbüroBüro f. Funk u. TK-Anl. FÜFÜ FÜFÜ FÜFÜ FÜFÜ Wien: f. Wien/NÖ u. Burgenland Linz: f. OÖ und Salzburg Graz: f. Steiermark u. Kärnten Innsbruck: f.Tirol u. Vorarlberg 4 Fernmeldebüros in: 1. Instanz Instanzenweg: Antrag Bescheid Berufung Österreich Europa International … Verträge, Regulative Legende: Internationaler Fernmeldevertrag - Vollzugsordnung f. d. Funkdienst (VO-Funk) Fernmeldebehörde 2. Instanz Q: OE6GC FÜ … Funküberwachung - Radiocommunication Bureau Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) im jeweiligen Bundesland. nur bei UVS Zuständigkeit!
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 6 Verwaltungsstrafbestimmungen gem. Amateurfunkgesetz 1998 – AFG: Geldstrafe bis zu 726.-€ § 27. (1) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu 10 000 S zu bestrafen, wer 1. entgegen § 10 Abs. 3 Aussendungen durchführt a) in Frequenzbereichen, die zwar dem Amateurfunkdienst, nicht aber der jeweiligen Bewilli- gungsklasse zugewiesen sind, oder b) mit anderen als für die jeweilige Bewilligungsklasse festgesetzten Sendearten oder c) mit einer höheren als der zulässigen Sendeleistung oder d) mit einer größeren als der festgesetzten Bandbreite und keine Ausnahme gemäß § 10 Abs. 5 vorliegt, 2. entgegen § 10 Abs. 3 als Inhaber der Amateurfunkbewilligung oder als Mitbenützer der Amateurfunkstelle nicht während der gesamten Dauer der Aussendung persönlich an der Amateurfunkstelle anwesend ist, 3. entgegen § 10 Abs. 4 Amateurfunkstellen mit Telekommunikationsnetzen verbindet oder in Verbindung mit diesen betreibt und keine Ausnahme gemäß § 10 Abs. 5 vorliegt, 4. entgegen § 13 Abs. 2 und 3 vorsätzlich mit einer Funkstelle, die keine bewilligte Amateur- funkstelle ist, Funkverkehr durchführt oder eine solche Funkverbindung nicht sofort abbricht, wenn die Voraussetzungen des § 14 Abs. 5 nicht vorliegen, 5. entgegen § 13 Abs. 2 und 3 Funkverkehr nicht unmittelbar mit einer bewilligten Amateur- funkstelle durchführt oder eine solche Funkverbindung nicht sofort abbricht, wenn die Voraus- setzungen des § 14 Abs. 5 nicht vorliegen und keine Ausnahme gemäß § 13 Abs. 6 vorliegt, 6. entgegen § 13 Abs. 5 mit Amateurfunkstellen jener Staaten, deren Einwand gegen den Amateurfunkverkehr mit Österreich vom Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr im Bundesgesetzblatt kundgemacht worden ist, Funkverkehr durchführt, 7. entgegen § 17 Abs. 1 die Mitbenützung seiner Amateurfunkstelle Personen gestattet, die nicht die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt haben, 8. entgegen § 17 Abs. 2 eine Amateurfunkstelle, ohne die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt zu haben, oder über den sich aus § 17 Abs. 2 Z 1 und 2 ergebenden Umfang hinaus mitbenützt und keine Ausnahme gemäß § 17 Abs. 3 vorliegt, 9. entgegen § 17 Abs. 4 bei der Mitbenützung nicht für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen sorgt oder den Betrieb der Funkstelle nicht ausreichend überwacht. Geldstrafe bis zu 2180.-€ (2) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu 30 000 S zu bestrafen, wer 1. entgegen § 10 Abs. 3 Aussendungen in Frequenzbereichen, die nicht dem Amateurfunkdienst zugewiesen sind, durchführt, 2. entgegen § 13 Abs. 4 im Verkehr mit anderen Funkstellen das Ansehen, die Sicherheit oder die Wirtschaftsinteressen des Bundes oder eines Landes gefährdet, gegen die Gesetze, die öffentliche Ordnung oder die Sittlichkeit verstößt, 3. entgegen § 14 Abs. 7 Notrufe stört oder nicht beantwortet, 4. entgegen § 15 ein anderes als das zugewiesene Rufzeichen oder kein Rufzeichen aussendet. Geldstrafe bis zu 3633.-€ (3) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu 50 000 S zu bestrafen, wer 1. entgegen § 3 Abs. 1 eine Amateurfunkstelle ohne Amateurfunkbewilligung errichtet oder betreibt, 2. entgegen § 16 Abs. 4 Daten für andere Zwecke als den Amateurfunkdienst verwendet. (4) Eine Verwaltungsübertretung gemäß Abs. 1 bis 3 liegt nicht vor, wenn die Tat den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren Handlung bildet oder nach anderen Verwaltungsstraf- bestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 7 R1. Welche gesetzlichen Bestimmungen sind für den Amateurfunk maßgeblich? Internationaler Fernmeldevertrag Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO-Funk) Telekommunikationsgesetz Amateurfunkgesetz Amateurfunkverordnung Amateurfunkgebührenverordnung Kundmachung betreffend jene Staaten, die Einwände gegen den Amateurfunkverkehr mit Österreich erhoben haben nationale Bestimmungen internationale Bestimmungen
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 R2. Was ist die „ITU"? Die internationale Fernmeldeunion ist ein völkerrechtlicher Verein, der von den vertragsabschließenden Ländern und Territorien gebildet wird. Der Zweck der ITU geht aus der Präambel hervor, wonach - in voller Anerkennung der Hoheitsrechte jedes Landes, sein Fernmeldewesen zu regeln - die Bevollmächtigten der vertragsabschließenden Regierungen in gegenseitigem Einvernehmen diesen Vertrag abgeschlossen haben, um die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern durch einen guten Fernmeldedienst zu fördern. 8
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 9 R3. Welche Zwecke verfolgt der internationale Fernmeldevertrag? Aufrechterhaltung und Ausbau der internationalen Zusammenarbeit zur Verbesserung und zweckmäßigen Verwendung der Fernmeldeeinrichtungen aller Art. Die Entwicklung der technischen Fernmeldemittel auf breiter Basis. Die Erhöhung der Leistungen der Fernmeldedienste. Die Steigerung der Inanspruchnahme der Fernmeldemittel, welche der Öffentlichkeit möglichst zugänglich gemacht werden sollen. Die Durchführung von Maßnahmen der Verbilligung des internationalen Fernmeldewesens
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 10 R4. Welche Aufgaben hat das,,Radiocommunication Bureau"? Das "Radiocommunication Bureau" ist eine Teilorganisation der ITU und sorgt für die Registrierung der den einzelnen Ländern zugeteilten Frequenzen, die Anerkennung der zugeteilten Frequenzen, die Beratung der Mitglieder, insbesondere im Hinblick auf gestörte Frequenzen
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 11 R5. Was ist die,,CEPT" und welche Bedeutung hat sie? Die Europäische Konferenz der Post- und Fernmeldeverwaltungen ist eine Organisation, der 43 europäische Staaten angehören. Die wesentlichen Ziele der CEPT bestehen darin, die Beziehungen zwischen den Mitgliedverwaltungen zu vertiefen, ihre Zusammenarbeit zu fördern und zur Schaffung eines dynamischen Marktes im Bereich der europäischen Post und Telekommunikation beizutragen. Wesentlich für den Amateurfunk ist die gegenseitige Anerkennung der CEPT- Lizenzen, wodurch man in einem Gastland bis zu 3 Monate Funkbetrieb machen kann, ohne dass man eine Gastlizenz beantragen muss.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 12 R6. Was ist die „VO-Funk" (Radio Regulations) und was regelt sie? Die Vollzugsordnung für den Funkdienst ist Bestandteil des Internationalen Fernmeldevertrages und enthält die näheren Bestimmungen für die Praxis der Nachrichtenübermittlung. Solche Vollzugsordnungen gibt es auch für den Telegraphie- und Fernsprechdienst und so weiter. Für den Funkamateur ist sie deshalb wichtig, weil alle im internationalen Fernmeldevertrag und in der Vollzugsordnung Funk festgelegten allgemeinen Bestimmungen auch für den Amateurfunk gelten. Insbesondere muss die für die Aussendung benutzte Frequenz so stabil und so frei von unerwünschten Nebenaussendungen sein, wie es der Stand der Technik bei Funkstellen dieser Art gestattet.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 13 R7. Definieren Sie den Begriff,,Funkanlage“ im Sinne des TKG: § 3. Z 6 TKG "Funkanlage" ein Erzeugnis oder ein wesentlicher Bauteil davon, der in dem für terrestrische/satellitengestützte Funkkommunikation zugewiesenen Spektrum durch Ausstrahlung und/oder Empfang von Funkwellen kommunizieren kann; als Funkanlagen gelten auch elektrische Einrichtungen, deren Zweck es ist, mittels Funkwellen Funkkommunikation zu verhindern. Hier gilt es zur Unterscheidung auch den Begriff der Telekommunikationsanlage zu betrachten: §3 Z 22.TKG "Telekommunikationsendeinrichtung" ein die Kommunikation ermöglichendes Erzeugnis oder ein wesentlicher Bauteil davon, der für den mit jedwedem Mittel herzustellenden direkten oder indirekten Anschluss an Schnittstellen von öffentlichen Telekommunikationsnetzen bestimmt ist; Eine Funkanlage ist also eine Telekommunikationseinrichtung, die elektromagnetische Wellen zur Übertragung der Informationen verwendet. Hinweis: Jede Funkanlage ist bewilligungspflichtig! Es gibt keine "bewilligungsfreien" Funkanlagen. Manche Funkgeräte sind allerdings "generell bewilligt" (z.B.: CB-, PMR, LPD- Funkgeräte).
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 14 R8. Erläutern Sie den Unterschied zwischen einem Kommunikationsdienst und dem Amateurfunkdienst § 3. Z 9 TKG "Kommunikationsdienst" ist eine gewerbliche Dienstleistung, die ganz oder überwiegend in der Übertragung von Signalen über Kommunikationsnetze besteht, einschließlich Telekommunikations- und Übertragungsdienste in Rundfunknetzen. § 3. Z 21 TKG,,Telekommunikationsdienst" ist ein Kommunikationsdienst mit Ausnahme von Rundfunk. § 2. Z 1 AFG „Amateurfunkdienst“ ist ein technisch-experimenteller Funkdienst, der die Verwendung von Erd- und Weltraumfunkstellen einschließt und der von Funkamateuren für die eigene Ausbildung, für den Verkehr der Funkamateure untereinander, insbesondere zur Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehr, und für technische Studien betrieben wird. Der Amateurfunkdienst ist daher dadurch gekennzeichnet, dass dieser ohne kommerzielle Interessen und aus persönlicher Neigung, usw. ausgeübt wird. Funkamateure dürfen in ihrer Eigenschaft als Funkamateur daher kein Geld mit der Ausübung des Amateurfunks verdienen und auch keine Nachrichten übermitteln, die auf Grund Ihres Inhalts die Übertragung durch kommerzielle Funkdienste rechtfertigen würden.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 15 R9. Wann erlischt eine Bewilligung? § 85. (1) TKG Durch Ablauf der Zeit, für die erteilt wurde Durch Verzicht des Bewilligungsinhabers Durch Widerruf Durch Tod oder Erlöschen der Rechtspersönlichkeit des Bewilligungsinhabers § 9. (1) AFG Der Widerruf ist auch auszusprechen, wenn der Bewilligungsinhaber gegen die Bestimmungen einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnung gröblich oder wiederholt verstößt. (2) Bei Erlöschen der Amateurfunkbewilligung ist die Urkunde über die Amateurfunkbewilligung innerhalb von zwei Monaten dem Fernmeldebüro zurückzustellen, das die Bewilligung erteilt hat.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 16 R10. Was kann passieren, wenn Sie ohne oder ohne entsprechende Amateurfunkbewilligung Amateurfunk betreiben? Damit begeht man eine Verwaltungsübertretung, welche mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu EURO 3.633,63 zu bestrafen ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 17 R11a. Welche Funkanlagen sind bewilligungspflichtig, welche Art der Bewilligungen gibt es? § 74. (1) TKG Die Errichtung und der Betrieb einer Funkanlage ist grundsätzlich nur mit einer Bewilligung zulässig. Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn kein Grund für eine Ablehnung vorliegt. (3) Soweit dies mit dem Interesse an einem ordnungsgemäßen und störungsfreien Fernmeldeverkehr vereinbar ist, kann der Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie die Errichtung und den Betrieb von Funkanlagen auch allgemein für bestimmte Gerätearten oder Gerätetypen mit Verordnung generell für bewilligt erklären. § 75 (1) TKG Die Einfuhr, der Vertrieb und der Besitz von Funkanlagen ist grundsätzlich bewilligungsfrei. (2) Der Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie kann durch Verordnung die Einfuhr, den Vertrieb und den Besitz von Funksendeanlagen für bewilligungspflichtig erklären. Dabei ist darauf Bedacht zu nehmen, ob die Verwendung der Funkanlage eine erhöhte Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bewirken oder sonst der Erfüllung behördlicher Aufgaben entgegenstehen kann. ►
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 18 R11b. Welche Funkanlagen sind bewilligungspflichtig, welche Art der Bewilligungen gibt es? Speziell für Funkamateure gilt Folgendes: § 10. (2) AFG Die Amateurfunkbewilligung berechtigt auch zum Besitz von Amateurfunksendeanlagen sowie im Rahmen ihres Umfanges 1.zur Änderung und zum Selbstbau von Amateurfunksendeanlagen, 2. zur Einfuhr von Amateurfunkanlagen, sofern diese lediglich für den Eigenbedarf bestimmt sind, sowie 3. zum vorübergehenden Besitz von Funkanlagen, die keine Amateurfunkanlagen sind, zum Zweck des Umbaues zu Amateurfunkanlagen. Als vorübergehend gilt ein Zeitraum von längstens 3 Monaten.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 19 R12. Sie ändern den Standort Ihrer Funkanlage - was haben Sie zu tun? § 84. (1) TKG Soweit davon Bestimmungen der Bewilligung betroffen sind, bedarf 1.jede Standortänderung, 2.jede Verwendung außerhalb des in der Bewilligung angegebenen Einsatzgebietes im Fall von beweglichen Anlagen sowie 3.jede technische Änderung der Anlage der vorherigen Bewilligung durch das zuständige Fernmeldebüro. (2) Die Behörde kann erteilte Bewilligungen im öffentlichen Interesse ändern, wenn dies aus wichtigen Gründen 1.zur Sicherheit des öffentlichen Telekommunikationsverkehrs, 2.aus technischen oder betrieblichen Belangen, 3.aus internationalen Gegebenheiten, insbesondere aus der Fortentwicklung des internationalen Fernmeldevertragsrechtes oder 4.zur Anpassung auf Grund internationaler Gegebenheiten geänderter Frequenznutzungen notwendig ist. Dabei ist unter möglichster Schonung der wirtschaftlichen und betrieblichen Interessen des Bewilligungsinhabers vorzugehen. (3) Der Inhaber der Bewilligung hat jeder gemäß Abs. 2 angeordneten Änderung in angemessener Frist auf seine Kosten nachzukommen. Eine derartige Verfügung begründet keinen Anspruch auf Entschädigung. Ansprüche nach dem Amtshaftungsgesetz bleiben davon unberührt.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 20 R13. Was versteht man unter dem „Aufsichtsrecht"? § 86. (1) TKG Kommunikationsdienste unterliegen der Aufsicht der Regulierungsbehörde. Sie kann sich dazu der Organe der Fernmeldebehörden (Funküberwachungen) bedienen. (2) Die Organe der Fernmeldebüros und des „Büros für Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen“ haben der Regulierungsbehörde über Ersuchen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches Hilfe zu leisten, insbesondere in fernmeldetechnischen Fragen. (3) Telekommunikationsanlagen unterliegen der Aufsicht der Fernmeldebehörden. Als Telekommunikationsanlagen im Sinne dieses Abschnittes gelten alle Anlagen und Geräte zur Abwicklung von Kommunikation, wie insbesondere Kommunikationsnetze, Kabelrundfunknetze, Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 21 R14. Ein Organ der Fernmeldebehörde will ihre Anlage überprüfen, was haben Sie zu tun? §86. (4) TKG Die Fernmeldebehörden sind berechtigt, Telekommunikationsanlagen, insbesondere Funkanlagen und Endgeräte, oder deren Teile hinsichtlich der Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen und Bescheide zu überprüfen. Den Organen der Fernmeldebüros, die sich gehörig ausweisen, ist zu diesem Zweck das Betreten der Grundstücke oder Räume, in denen sich solche Anlagen befinden oder dies zu vermuten ist, zu gestatten. Ihnen sind alle erforderlichen Auskünfte über die Anlagen und deren Betrieb zu geben. Bewilligungs- und Konzessionsurkunden sind auf Verlangen vorzuweisen. (5) Wenn es die Prüfung von Funkanlagen erfordert, sind diese auf Verlangen des Fernmeldebüros vom Bewilligungsinhaber auf seine Kosten an dem dafür bestimmten Ort und zu dem dafür bestimmten Zeitpunkt zur Prüfung bereitzustellen. Funkanlagen können auf Kosten des Bewilligungsinhabers auch an Ort und Stelle geprüft werden, wenn dies wegen der Größe oder technischen Gestaltung der Anlage oder des finanziellen Aufwandes zweckmäßig ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 22 R15. Welche Geheimhaltungspflichten treffen Sie als Funkamateur? §93. (4) TKG Werden mittels einer Funkanlage, einer Telekommunikationseinrichtung oder mittels einer sonstigen technischen Einrichtung Nachrichten empfangen, die für diese Funkanlage, dieses Endgerät oder den Benutzer der sonstigen Einrichtung nicht bestimmt sind, so dürfen der Inhalt der Nachrichten sowie die Tatsache ihres Empfanges weder aufgezeichnet noch Unbefugten mitgeteilt oder für irgendwelche Zwecke verwertet werden. Aufgezeichnete Nachrichten sind zu löschen oder auf andere Art zu vernichten.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 23 R16. Was kann die Fernmeldebehörde machen, falls Sie einen anderen Funkdienst stören? § 88. (1) TKG Bei Störungen einer Telekommunikationsanlage (§ 83 Abs. 2) durch eine andere Telekommunikationsanlage können die Fernmeldebüros jene Maßnahmen anordnen und in Vollzug setzen, die zum Schutz der gestörten Anlage notwendig und nach den jeweiligen Umständen und unter Vermeidung überflüssiger Kosten für die in Betracht kommenden Anlagen am zweckmäßigsten sind. (2) Unbefugt errichtete und betriebene Telekommunikationsanlagen können ohne vorherige Androhung außer Betrieb gesetzt werden. Für sonst entgegen den Bestimmungen dieses Gesetzes errichtete oder betriebene Telekommunikationsanlagen gilt dies nur, wenn es zur Sicherung oder Wiederherstellung eines ungestörten Kommunikationsverkehrs erforderlich ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 24 R17. Welche Gebühren müssen als Funkamateur entrichtet werden? § 6. AFGV Für die Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb einer Amateurfunkstelle (§ 3 AFG) beträgt die Gebühr monatlich a) für Leistungsstufe A.........................................................1,45 EURO, b) für Leistungsstufe B.....................................................2,91 EURO, c) für Leistungsstufe C.........................................................4,36 EURO, d) für Leistungsstufe D.........................................................6,54 EURO. § 7. AFGV Für die Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb einer Klubfunkstelle (§§ 2 Z 5 und 3 AFG) beträgt die Gebühr unabhängig von der Sendeleistung monatlich.........................................6,54 EURO. § 8. AFGV Für die Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb einer Klubfunkstelle (§§ 2 Z 5 und 3 AFG) in den Vereinsräumen oder in den Räumen der im öffentlichen lnteresse tätigen Organisation zu Vortrags- und Unterrichtszwecken, sofern der Sender nicht mit einer strahlenden Antenne arbeitet oder jede Fernwirkung durch technische Vorkehrungen praktisch ausgeschlossen ist, beträgt die Gebühr monatlich................................................1,45 EURO.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 25 R18. Definieren Sie den Begriff,,Amateurfunkdienst"? § 2. Z 1 AFG Der Begriff,,Amateurfunkdienst“ bezeichnet einen technisch-experimentellen Funkdienst, der die Verwendung von Erd- und Weltraumfunkstellen einschließt und der von Funkamateuren für die eigene Ausbildung, für den Verkehr der Funkamateure untereinander, insbesondere zur Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehr, und für technische Studien betrieben wird.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 26 R19. Definieren Sie den Begriff,,Funkamateure“? § 2. Z 2 AFG Der Begriff,,Funkamateur" bezeichnet eine Person, welcher eine Amateurfunk- bewilligung erteilt wurde und die sich mit der Funktechnik und dem Funkbetrieb aus persönlicher Neigung oder im Rahmen einer im öffentlichen lnteresse tätigen Organisation, jedoch nicht in Verfolgung anderer, insbesondere wirtschaftlicher oder politischer Zwecke, befasst.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 27 R20. Definieren Sie den Begriff,,Amateurfunkstelle"? § 2. Z 3 AFG Der Begriff,,Amateurfunkstelle" bezeichnet einen oder mehrere Sender oder Empfänger oder eine Gruppe von Sendern oder Empfängern, die zum Betrieb des Amateurfunkdienstes an einem bestimmten Ort erforderlich sind und die einen Teil eines oder mehrerer dem Amateurfunkdienst in Österreich zugewiesenen Frequenzbereiche erfasst, auch wenn der Sende- oder Empfangsbereich über die zugewiesenen Amateurfunk-Frequenzbereiche hinausgeht, sowie deren Zusatzeinrichtungen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 28 R21. Definieren Sie den Begriff,,Stationsverantwortlicher"? § 2. Z 4 AFG Der Begriff „Stationsverantwortlicher" bezeichnet eine natürliche Person, die von einem Amateurfunkverein oder einer im öffentlichen Interesse tätigen Organisation namhaft gemacht wird und die für die Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes sowie der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen verantwortlich ist. Anmerkung: Stationsverantwortliche sind für Bakensender, Relaisfunkstellen (Umsetzer) und für Klubfunkstellen erforderlich, da die Lizenz für diese an eine juristische Person erteilt werden und daher eine natürliche Person für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen namhaft gemacht werden muss.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 29 R22. Definieren Sie den Begriff,,Klubfunkstelle"? § 2. Z 5 AFG Der Begriff,,Klubfunkstelle" bezeichnet die Amateurfunkstelle eines Amateurfunkvereines oder einer im öffentlichen lnteresse tätigen Organisation.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 30 R23. Definieren Sie den Begriff,,Bakensender"? § 2. Z 6 AFG Der Begriff,,Bakensender“ bezeichnet eine automatische Amateurfunksendeanlage, die an einem festen Standort errichtet und betrieben wird, ihre technischen und betrieblichen Merkmale ständig wiederkehrend aussendet, und Zwecken der Frequenzmessung und der Erforschung der Funkausbreitungsbedingungen dient.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 31 R24. Definieren Sie den Begriff,,Relaisfunkstelle"? § 2. Z 7 AFG Der Begriff,,Relaisfunkstelle" bezeichnet eine unbemannte Amateurfunkstelle, die der automatischen Informationsübertragung dient.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 32 R25. Darf Amateurfunk von Nichtamateuren abgehört werden? Ja, Amateurfunk darf von jedermann abgehört werden.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 33 R26. Voraussetzungen zur Erlangung einer Amateurfunkbewilligung? § 3. (1) AFG Die Errichtung und der Betrieb einer Amateurfunkstelle ist grundsätzlich nur mit einer Bewilligung (Amateurfunkbewilligung) zulässig. Davon ausgenommen sind 1. der Betrieb im Fall der Mitbenützung gemäß § 17 und 2. die Errichtung und der Betrieb von Funkempfangsanlagen, welche lediglich die dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereiche erfassen. § 4. (1) AFG Eine Amateurfunkbewilligung ist auf Antrag Personen zu erteilen, die 1. das 14. Lebensjahr vollendet haben und 2. a) die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt haben oder b) von der Ablegung der Amateurfunkprüfung befreit worden sind oder c) ein gemäß § 25 anerkanntes Amateurfunkprüfungszeugnis vorlegen. (2) Nicht voll handlungsfähige Personen haben die Erklärung einer voll handlungsfähigen Person beizubringen, mit der diese die Haftung für die sich auf Grund der erteilten Bewilligung ergebenden Gebührenforderungen des Bundes übernimmt. (3) Eine Amateurfunkbewilligung ist auf Antrag Amateurfunkvereinen und im öffentlichen Interesse tätigen Organisationen zu erteilen, wenn diese einen Stationsverantwortlichen namhaft machen und diese Person 1. ihren Hauptwohnsitz im Inland hat, 2. voll handlungsfähig ist und 3. die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt hat oder von deren Ablegung befreit worden ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 34 R 27a. Wie und wo ist ein Antrag auf Erteilung einer Amateurfunkbewilligung zu stellen? § 5. (1) AFG Der Antrag ist schriftlich einzubringen und hat Angaben zu enthalten über: 1. Vor- und Zuname des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 2. das Datum der Geburt des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 3. den Hauptwohnsitz des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 4. den beabsichtigten Standort der Amateurfunkstelle, bei einer beweglichen Amateurfunkstelle, das Gebiet, in dem sie betrieben werden soll, 5. die angestrebte Leistungsstufe, 6. die angestrebte Bewilligungsklasse und 7. allenfalls besondere technische Merkmale der Amateurfunkstelle. (2) Dem Antrag ist das Amateurfunkprüfungszeugnis, der Bescheid über die Befreiung von der Ablegung der Amateurfunkprüfung oder ein gemäß § 25 anerkanntes Amateurfunkprüfungszeugnis beizufügen. (3) Der Antrag kann Vorschläge für die Bildung eines Rufzeichens enthalten. Es besteht kein Anspruch auf Zuweisung eines bestimmten Rufzeichens. § 3. (2) AFG Über einen Antrag auf Erteilung einer Amateurfunkbewilligung hat das Fernmeldebüro zu entscheiden, in dessen örtlichem Wirkungsbereich der Antragsteller seinen Hauptwohnsitz hat. (3) Über einen Antrag auf Erteilung einer Amateurfunkbewilligung gemäß § 4 Abs. 4 (Besitzer einer im Ausland erteilten Amateurfunkbewilligung) hat das Fernmeldebüro für Wien, Niederösterreich und Burgenland zu entscheiden.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 35 R 27/a. Welche Angaben stehen in einer Amateurfunkbewilligung? 1. Vor- und Zuname des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 2. das Datum der Geburt des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 3. den Hauptwohnsitz des Antragstellers oder Stationsverantwortlichen, 4. den Standort der Amateurfunkstelle, bei einer beweglichen Amateurfunkstelle, das Gebiet, in dem sie betrieben werden darf, 5. die bewilligte Leistungsstufe, 6. die bewilligte Bewilligungsklasse und 7. das Rufzeichen 8. allenfalls besondere technische Merkmale der Amateurfunkstelle. Hinweis: Eine Bewilligung nach TR-61/1 (Bewilligungsklasse 1) bzw. der CEPT-Empfehlung ERC/REC(05)06 (Bewilligungsklasse 4) beinhaltet auch einen Hinweis auf die CEPT- Konformität der Bewilligung
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 36 R28. Rufzeichen und Sonderrufzeichen? § 6. (3) AFG In der Amateurfunkbewilligung ist dem Antragsteller ein Rufzeichen zuzuweisen. § 7. (1) AFG Auf Antrag kann der Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie zur Verwendung bei besonderen Anlässen ein Sonderrufzeichen zuweisen. Die Zuweisung ist auf die Dauer des besonderen Anlasses zu befristen. (2) Der Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie kann die Fernmeldebüros ermächtigen, in seinem Namen Sonderrufzeichen zuzuweisen, wenn dadurch eine wesentliche Vereinfachung für den Antragsteller erzielt wird. § 15. (1) AFG Das zugewiesene Rufzeichen ist zu Beginn, vor Beendigung sowie wiederholt während des Funkverkehrs in der jeweils verwendeten Sendeart vollständig auszusenden. (2) Beim Betrieb einer Klubfunkstelle ist das der Klubfunkstelle zugewiesene Rufzeichen zu verwenden. Mit Zustimmung des Stationsverantwortlichen darf die Klubfunkstelle auch mit dem, dem Mitbenützer zugewiesenen Rufzeichen betrieben werden, jedoch nur im Berechtigungs- umfang der Bewilligung, mit der es zugewiesen wurde.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 37 R29. Wozu berechtigt die Amateurfunkbewilligung? §10. (1) AFG Die Amateurfunkbewilligung berechtigt zur Errichtung und zum Betrieb 1.einer oder mehrerer fester Amateurfunkstellen an einem oder mehreren in der Amateurfunkbewilligung angegebenen Standorten, 2. einer oder mehrerer beweglicher Amateurfunkstellen im gesamten Bundesgebiet, sowie 3. zur vorübergehenden Errichtung und zum Betrieb einer festen Amateurfunkstelle an einem anderen als in der Amateurfunkbewilligung angegebenen Standort im Bundesgebiet. Als vorübergehend gilt ein Zeitraum von längstens drei Monaten. (2) Die Amateurfunkbewilligung berechtigt auch zum Besitz von Amateurfunksendeanlagen sowie im Rahmen ihres Umfanges 1. zur Änderung und zum Selbstbau von Amateurfunksendeanlagen, 2. zur Einfuhr von Amateurfunkanlagen, sofern diese lediglich für den Eigenbedarf bestimmt sind, sowie 3. zum vorübergehenden Besitz von Funkanlagen, die keine Amateurfunkanlagen sind, zum Zweck des Umbaues zu Amateurfunkanlagen. Als vorübergehend gilt ein Zeitraum von Iängstens drei Monaten.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 38 R30. Unter welchen Voraussetzungen dürfen Aussendungen durchgeführt werden? § 10. (3) AFG Aussendungen dürfen mit einer Amateurfunkstelle nur durchgeführt werden 1. in den dem Amateurfunkdienst und der jeweiligen Bewilligungsklasse zugewiesenen Frequenzbereichen, 2. mit den für die jeweilige Bewilligungsklasse festgesetzten Sendearten, 3. mit höchstens jener Sendeleistung, die sich aus der für den jeweiligen Frequenzbereich festgesetzten höchsten zulässigen Leistungsstufe und aus der Amateurfunkbewilligung ergibt, 4. mit nicht mehr als der jeweils festgesetzten Bandbreite und 5. wenn der Inhaber der Amateurfunkbewilligung oder der Mitbenützer der Amateurfunkstelle während der gesamten Dauer der Aussendung persönlich an der Amateurfunkstelle anwesend ist, es sei denn, es handelt sich um eine Relaisfunkstelle oder einen Bakensender. (4) Amateurfunkstellen dürfen weder mit Telekommunikationsnetzen verbunden noch in Verbindung mit diesen betrieben werden. (5) Durch Verordnung kann der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie 1. zum Zwecke der Erprobung neuer Übertragungstechniken unter Bedachtnahme auf den Stand der Technik und auf internationale Vereinbarungen Ausnahmen von Abs. 4 sowie 2. zum Zwecke der Ausbildung von Funkamateuren unter Bedachtnahme auf die Bedürfnisse des Amateurfunkdienstes Ausnahmen von Abs. 3 vorsehen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 39 R31. Wie ist der Amateurfunkverkehr abzuwickeln? §13. (1) AFG Der gesamte Amateurfunkverkehr ist in offener Sprache abzuwickeln und auf folgenden Inhalt zu beschränken: 1.Übertragungsversuche, 2. technische oder betriebliche Mitteilungen sowie 3. Bemerkungen persönlicher Natur oder bildliche Darstellungen, für die wegen ihrer Belanglosigkeit eine Inanspruchnahme von Telekommunikationsdiensten billigerweise nicht verlangt werden kann. (2) Der Funkverkehr darf nur unmittelbar zwischen bewilligten Amateurfunkstellen ohne Benutzung anderer Telekommunikationsanlagen stattfinden. § 20. (1) AFV Als offene Sprache gelten auch die gebräuchlichen Verkehrsabkürzungen und Zeichen, Esperanto und Latein. Hinweis: neben allen lebenden Sprachen
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 40 R32. Definieren Sie den Begriff,,Not- und Katastrophenfunkverkehr"? § 14. (1) AFG Notfunkverkehr ist die Übermittlung von Nachrichten zwischen einer Funkstelle, die selbst in Not ist oder an einem Notfall beteiligt oder Zeuge des Notfalles ist, und einer oder mehreren Hilfe leistenden Funkstellen. (2) Notfall ist ein Ereignis, bei dem die Sicherheit menschlichen Lebens zumindest gefährdet erscheint. (3) Katastrophenfunkverkehr ist die Übermittlung von Nachrichten, die den nationalen oder internationalen Hilfeleistungsverkehr betreffen, zwischen Funkstellen innerhalb eines Katastrophengebietes sowie zwischen einer Funkstelle im Katastrophengebiet und Hilfe leistenden Organisationen. (4) Katastrophengebiet ist ein geographisches Gebiet, in welchem eine Katastrophe stattgefunden hat, für die Dauer des Katastrophenfalles.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 41 R33. Wo können Sie erfahren, unter welchen technischen Parametern (Sendeart, Leistungsstufe, Einschränkungen, etc.) Sie mit Ihrer Lizenzklasse in welchem Frequenzband Amateurfunk betreiben dürfen? In der Anlage 2 der Amateurfunkverordnung werden die dem Amateurfunk zugewiesenen Frequenzbereiche, der Status, die zulässige Bewilligungsklasse und Leistungsstufe sowie eventuelle Bemerkungen bzw. Einschränkungen definiert.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 42 R34. Was ist und wozu gibt es ein,,Funktagebuch“? § 18. (1) AFG Zur Klärung frequenztechnischer Fragen kann die Fernmeldebehörde verlangen, dass ein Funktagebuch zu führen ist. In dieses sind die Aussendungen unter Angabe wesentlicher Merkmale einzutragen. (2) Das Funktagebuch kann auch mit Hilfe einer EDV-Anlage geführt werden. (3) Bei einem Notfunkverkehr ist der vollständige Text der Nachricht aufzuzeichnen. (4) Das Funktagebuch oder im Fall des Abs. 2 der Ausdruck des Funktagebuchs ist mindestens ein Jahr ab der letzten Eintragung aufzubewahren und den Organen der Fernmeldebehörden auf deren Verlangen in einer Form vorzuweisen, durch die der Inhalt der Aufzeichnungen unmittelbar erkennbar ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 43 R35. In welchem Umfang ist Mitbenützung einer Amateurfunkstelle möglich? § 17. (1) AFG Der Inhaber einer Amateurfunkbewilligung oder der Stationsverantwortliche können Personen, die die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Mitbenützung der Amateurfunkstelle gestatten. (2) Der Mitbenützer einer Amateurfunkstelle darf diese nur in jenem Umfang benützen, der sich aus: 1. der Prüfungskategorie seines Amateurfunkprüfungszeugnisses und 2. der Bewilligungsklasse und Leistungsstufe der Amateurfunkbewilligung des Inhabers der Amateurfunkstelle oder der Klubfunkstelle ergibt. (3) Durch Verordnung kann der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie zum Zwecke der Ausbildung von Funkamateuren unter Bedachtnahme auf die Bedürfnisse des Amateurfunkdienstes Ausnahmen von Abs. 2 vorsehen. (4) Der lnhaber der Amateurfunkbewilligung oder der Stationsverantwortliche bleiben für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen verantwortlich. Sie haben den Betrieb der Funkstelle ständig und sorgfältig zu überwachen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 44 R36. Wer ist für Amtshandlungen nach dem Amateurfunkgesetz zuständig? § 26. (1) AFG Für die in diesem Bundesgesetz vorgesehenen Amtshandlungen ist, sofern nicht anderes bestimmt ist, das örtlich in Betracht kommende Fernmeldebüro zuständig. Betrifft eine Maßnahme den Wirkungsbereich zweier oder mehrerer Fernmeldebüros, ist einvernehmlich vorzugehen. (2) Der Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie ist zuständig für die Entscheidung über Rechtsmittel gegen Bescheide des Fernmeldebüros, soweit nicht die Zuständigkeit eines unabhängigen Verwaltungssenates (UVS im jeweiligen Bundesland) gegeben ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 45 R37a. Nennen Sie einige Verwaltungsstrafbestimmungen in Bezug auf den Amateurfunk? § 27. (1) AFG Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu EURO 726,73 zu bestrafen, wer 1. entgegen § 10 Abs. 3 Aussendungen durchführt a) in Frequenzbereichen, die zwar dem Amateurfunkdienst, nicht aber der jeweiligen Bewilligungsklasse zugewiesen sind, oder b) mit anderen als für die jeweilige Bewilligungsklasse festgesetzten Sendearten oder c) mit einer höheren als der zulässigen Sendeleistung oder d) mit einer größeren als der festgesetzten Bandbreite und keine Ausnahme gemäß §10 Abs. 5 vorliegt, 2. entgegen § 10 Abs. 3 als Inhaber der Amateurfunkbewilligung oder als Mitbenützer der Amateurfunkstelle nicht während der gesamten Dauer der Aussendung persönlich an der Amateurfunkstelle anwesend ist, 3. entgegen § 10 Abs. 4 Amateurfunkstellen mit Telekommunikationsnetzen verbindet oder in Verbindung mit diesen betreibt und keine Ausnahme gemäß §10 Abs. 5 vorliegt, ►
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 46 R37b. Nennen Sie einige Verwaltungsstrafbestimmungen in Bezug auf den Amateurfunk? 4. entgegen § 13 Abs. 2 und 3 vorsätzlich mit einer Funkstelle, die keine bewilligte Amateurfunkstelle ist, Funkverkehr durchführt oder eine solche Funkverbindung nicht sofort abbricht, wenn die Voraussetzungen des § 14 Abs. 5 nicht vorliegen, 5. entgegen § 13 Abs. 2 und 3 Funkverkehr nicht unmittelbar mit einer bewilligten Amateurfunkstelle durchführt oder eine solche Funkverbindung nicht sofort abbricht, wenn die Voraussetzungen des § 14 Abs. 5 nicht vorliegen, und keine Ausnahme gemäß §13 Abs. 6 vorliegt, 6. entgegen § 13 Abs. 5 mit Amateurfunkstellen jener Staaten, deren Einwand gegen den Amateurfunkverkehr mit Österreich vom Bundesminister für Verkehr, lnnovation und Technologie im Bundesgesetzblatt kundgemacht worden ist, Funkverkehr durchführt, 7. entgegen §17 Abs. 1 die Mitbenützung seiner Amateurfunkstelle Personen gestattet, die nicht die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt haben, 8. entgegen § 17 Abs. 2 eine Amateurfunkstelle ohne die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt zu haben, oder über den sich aus § 17 Abs. 2 Z 1 und 2 ergebenden Umfang hinaus mitbenützt und keine Ausnahme gemäß § 17 Abs. 3 vorliegt, 9. entgegen § 17 Abs. 4 bei der Mitbenützung nicht für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen sorgt oder den Betrieb der Funkstelle nicht ausreichend überwacht. ►
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 47 (2) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu EURO 2.180,00 zu bestrafen, wer 1. entgegen § 10 Abs. 3 Aussendungen in Frequenzbereichen, die nicht dem Amateurfunkdienst zugewiesen sind, durchführt, 2. entgegen § 13 Abs. 4 im Verkehr mit anderen Funkstellen das Ansehen, die Sicherheit oder die Wirtschaftsinteressen des Bundes oder eines Landes gefährdet, gegen die Gesetze, die öffentliche Ordnung oder die Sittlichkeit verstößt, 3. entgegen § 14 Abs. 7 Notrufe stört oder nicht beantwortet, 4. entgegen § 15 ein anderes als das zugewiesene Rufzeichen oder kein Rufzeichen aussendet. (3) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit Geldstrafe bis zu EURO 3.633,00 zu bestrafen, wer 1. entgegen § 3 Abs. 1 eine Amateurfunkstelle ohne Amateurfunkbewilligung errichtet oder betreibt, 2. entgegen § 16 Abs. 4 Daten für andere Zwecke als den Amateurfunkdienst verwendet. (4) Eine Verwaltungsübertretung gemäß Abs. 1 bis 3 liegt nicht vor, wenn die Tat den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren Handlung bildet oder nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist. R37c. Nennen Sie einige Verwaltungsstrafbestimmungen in Bezug auf den Amateurfunk?
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 48 R38. Was ist eine,,CEPT-Lizenz“ (oder CEPT - Novizen - Lizenz)? § 3. (1) AFV Die CEPT-Lizenz ist eine Amateurfunkbewilligung, die einen Hinweis darauf enthält, dass sie eine CEPT-Lizenz darstellt, und von der Behörde eines Staates, der die CEPT- Empfehlung T/R61-01 anwendet, erteilt wurde, oder eine Urkunde, die einen Hinweis darauf enthält, dass sie eine CEPTLizenz darstellt, und von der Behörde eines Staates, der die CEPT-Empfehlung T/R61-01 anwendet, ausgestellt wurde. (1a) Die CEPT Novizen-Lizenz ist eine Amateurfunkbewilligung, die einen Hinweis darauf enthält, dass sie eine CEPT Novizen-Lizenz darstellt und von der Behörde eines Staates, der die CEPT-Empfehlung ERC/REC(05)06 anwendet, erteilt wurde, oder eine Urkunde, die einen Hinweis darauf enthält, dass sie eine CEPT Novizen-Lizenz darstellt und von der Behörde eines Staates, der die CEPT-Empfehlung ERC/REC(05)06 anwendet, ausgestellt wurde.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 49 R39. Was darf ein ausländischer CEPT-Lizenz oder CEPT-Novizen-Lizenz lnhaber in Österreich ohne eigene österreichische Bewilligung? § 3. (4) AFV Personen, die Inhaber einer ausländischen CEPT-Lizenz oder einer ausländischen CEPT Novizen-Lizenz sind und das 14. Lebensjahr vollendet haben, dürfen drei Monate ab dem Tag der Einreise nach Österreich eine Amateurfunkstelle errichten und betreiben.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 50 R40. Was bedeutet der Begriff „Reziprozität“ und nennen Sie ein Beispiel? Reziprozität ist ein Begriff aus dem Völkerrecht und besagt, dass ein Staat die Angehörigen fremder Staaten so behandelt, wie seine eigenen Staatsbürger in diesem Staat behandelt werden. Ausländern wird also in Österreich die Bewilligung grundsätzlich nur dann zu erteilen sein, wenn in dem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie besitzen, auch Österreichern die Errichtung und der Betrieb von Amateurfunkstellen gestattet wird.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 51 R41a. Nennen Sie die Bewilligungsklassen und wozu berechtigen diese? Es gibt drei Bewilligungsklassen - die Klasse 1, die Klasse 3 und die Klasse 4. International wird nur die Klasse 1 als,,CEPT-Amateurfunkbewilligung" und die Klasse 4, die „CEPT-Novizen-Lizenz“ anerkannt, während die Klasse 3 nur in Österreich gilt. § 8. (1) AFV Der Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 1 darf alle in Anlage 2 bezeichneten Frequenzbereiche unter Beachtung allfälliger dort enthaltener Einschränkungen und unter Beachtung der Verhaltensvorschriften der Anlage 3 benutzen. Voraussetzung für die Erteilung einer Amateurfunkbewilligung dieser Bewilligungsklasse ist die erfolgreiche Ablegung der Amateurfunkprüfung der Prüfungskategorie 1. (3) Der Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 3 darf nur die in Anlage 2 besonders bezeichneten Frequenzbereiche (144-146 MHz, 430-440 MHz) unter Beachtung allfälliger dort enthaltener Einschränkungen und unter Beachtung der Verhaltensvorschriften der Anlage 3 benutzen. Voraussetzung für die Erteilung einer Amateurfunkbewilligung dieser Bewilligungsklasse ist die erfolgreiche Ablegung der Amateurfunkprüfung der Prüfungskategorie 3. Auf Grund einer Amateurfunkbewilligung dieser Bewilligungsklasse dürfen keine Selbstbauanlagen sondern nur kommerziell gefertigte und nicht veränderte Sendeanlagen verwendet werden. Der Betrieb ist nur mit Leistungsstufe A zulässig. ►
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 52 R41b. Nennen Sie die Bewilligungsklassen und wozu berechtigen diese? (4) Der Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 4 darf nur die in Anlage 2 besonders bezeichneten Frequenzbereiche unter Beachtung allfälliger dort enthaltener Einschränkungen und unter Beachtung der Verhaltensvorschriften der Anlage 3 benutzen. Voraussetzung für die Erteilung einer Amateurfunkbewilligung dieser Bewilligungsklasse ist die erfolgreiche Ablegung der Amateurfunkprüfung der Prüfungskategorie 4. Auf Grund einer Amateurfunkbewilligung dieser Bewilligungsklasse dürfen keine Selbstbauanlagen, sondern nur kommerziell gefertigte und nicht veränderte Sendeanlagen verwendet werden. Der Betrieb ist nur mit Leistungsstufe A zulässig. § 23. AFV Eine Klubfunkstelle, für die eine Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 1 vorliegt, darf auch von Personen mitbenutzt werden, die eine Amateurfunkprüfung der Prüfungskategorie 3 oder 4 erfolgreich abgelegt haben, wenn dies zum Zweck der Ausbildung geschieht und der Funkbetrieb von einer Person überwacht wird, die Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 1 ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 53 R42. Welche Leistungsstufen kennen Sie und nennen Sie deren Merkmale? § 9. (1) AFV Für den Amateurfunkdienst werden folgende Leistungsstufen festgesetzt: Leistungsstufe A maximal 100 Watt (Spitzenleistung) Leistungsstufe B maximal 200 Watt (Spitzenleistung) Leistungsstufe C maximal 400 Watt (Spitzenleistung) Leistungsstufe D maximal 1000 Watt (Spitzenleistung) (2) Eine Überschreitung dieser Grenzwerte um maximal 20% ist als Messabweichung zu tolerieren.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 54 R43. Unter welchen Voraussetzungen kann eine Amateurfunkbewilligung für die,,Leistungsstufe C„ erteilt werden? § 9. (3) AFV Eine Amateurfunkbewilligung für die Leistungsstufe C ist auf Antrag zu erteilen, wenn an dem im Antrag genannten Standort bereits seit mindestens einem Jahr eine Amateurfunkstelle mit der Leistungsstufe B störungsfrei betrieben wurde.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 55 R44. Unter welchen Voraussetzungen kann eine Amateurfunkbewilligung für die „Leistungsstufe D„ erteilt werden? § 9. (4) AFV Eine Amateurfunkbewilligung für die Leistungsstufe D ist auf Antrag nur Amateurfunkvereinen und im öffentlichen Interesse tätigen Organisationen zu erteilen und kann von den Ergebnissen der Durchführung eines Probebetriebes abhängig gemacht werden. In diesem Fall ist eine mit sechs Monaten befristete Bewilligung zur Durchführung des Probebetriebes zu erteilen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 56 R45. Was bedeutet der Status des Amateurfunkdienstes (Primär, Primär/Exklusiv (Pex), Sekundär, ISM)? § 11. (1) AFV In Anlage 2 ist der Status des Amateurfunkdienstes mit Pex, P und S ausgewiesen: 1. Pex = primärer Funkdienst (exklusiver Bereich für den Amateurfunkdienst) 2.P = primärer Funkdienst (Bereich wird von anderen Funkdiensten mit gleichen oder geringeren Rechten mitbenutzt) 3. S = sekundärer Funkdienst (2) Der primäre Funkdienst hat Vorrang gegenüber im gleichen Frequenzbereich arbeitenden sekundären Funkdiensten. (3) Funkstellen des sekundären Funkdienstes: a) dürfen keine schädlichen Störungen bei den Funkstellen der primären Funkdienste verursachen, denen Frequenzen bereits zugeteilt sind oder später zugeteilt werden könnten; b) können keinen Schutz gegen schädliche Störungen durch Funkstellen der primären Funkdienste verlangen, denen Frequenzen bereits zugeteilt sind oder später zugeteilt werden könnten; c) können jedoch Schutz gegen schädliche Störungen durch Funkstellen des gleichen sekundären Funkdienstes oder anderer sekundärer Funkdienste verlangen, denen später Frequenzen zugeteilt werden könnten. 4. In Frequenzbereichen, die für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendung von Hochfrequenzenergie zugewiesen sind (ISM-Bereiche), müssen Amateurfunkstellen Beeinträchtigungen in Kauf nehmen. ISM: industrial, scientific, medical
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 57 R46. Ist die Verwendung der Betriebsart „Telegraphie“ an eine bestimmte Voraussetzung gebunden? Nein, sowohl bei Klasse 1, Klasse3 und Klasse 4 ist die Verwendung aller Betriebsarten zulässig. Anmerkung: Beachten Sie, dass einige Länder außerhalb der CEPT für die Erteilung einer Gastlizenz auf Frequenzen unter 30 MHz eine abgelegte Telegraphieprüfung verlangen!
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 58 R47. Wann wird eine schädliche Störung als solche behandelt? §15. (1) AFV Eine schädliche Störung wird nur dann als solche behandelt, wenn die Funkanlagen entsprechend den Bewilligungen errichtet sind und die gestörte Empfangsanlage vorschriftsmäßig betrieben wird. (2) Schädliche Störungen liegen insbesondere dann nicht vor, wenn die Behinderungen des Funkverkehrs einer Amateurfunkstelle durch andere ordnungsgemäß errichtete und betriebene Amateurfunkstellen verursacht werden oder die gestörte Funkanlage in ISM- Bändern betrieben wird. (3) Bei schädlichen Störungen von Telekommunikationseinrichtungen kann die Fernmeldebehörde, nach Feststellung, dass alle an der Störung beteiligten Anlagen den geltenden Vorschriften entsprechen, unter Abwägung des wirtschaftlich vertretbaren Aufwandes alle erforderlichen technischen und betrieblichen Maßnahmen zur Behebung der Störung anordnen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 59 R48. Was gilt für einen Amateurfunkbetrieb auf Schiffen und in Flugzeugen? § 16. AFV 1.An Bord eines Luftfahrzeuges entscheidet der verantwortliche Pilot, 2.an Bord eines Seefahrzeuges entscheidet der Kapitän, ob Amateurfunkverkehr durchgeführt werden darf.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 60 R49. Welche Aussendungen dürfen von einer Amateurfunkstelle empfangen werden? § 19. AFV: Mit der Empfangsanlage einer Amateurfunkstelle dürfen nur folgende Aussendungen empfangen werden: 1. Aussendungen anderer Amateurfunkstellen, 2. Rundfunkaussendungen, 3. Nachrichten an alle, soweit sie für den allgemeinen Gebrauch in der Öffentlichkeit bestimmt sind, und 4. Not- und Katastrophenfunkverkehr.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 61 R50. Was darf der Nachrichteninhalt einer Amateurfunkaussendung sein? §13. (1) AFG Der gesamte Amateurfunkverkehr ist in offener Sprache abzuwickeln und auf folgenden Inhalt zu beschränken: 1.Übertragungsversuche, 2. technische oder betriebliche Mitteilungen sowie 3. Bemerkungen persönlicher Natur oder bildliche Darstellungen, für die wegen ihrer Belanglosigkeit eine Inanspruchnahme von Telekommunikationsdiensten billigerweise nicht verlangt werden kann. (2) Der Funkverkehr darf nur unmittelbar zwischen bewilligten Amateurfunkstellen ohne Benutzung anderer Telekommunikationsanlagen stattfinden. § 20. (1) AFV Als offene Sprache gelten auch die gebräuchlichen Verkehrsabkürzungen und Zeichen, Esperanto und Latein. (4) Die Aussendung der Trägerfrequenz ohne Tastung oder Modulation ist nur zu Mess- oder Testzwecken gestattet und auf das unbedingt notwendige Ausmaß zu beschränken. (5) Die Verwendung von Einrichtungen, die die Verständlichkeit der Nachricht einschränken, ist nicht gestattet (Verschlüsselung).
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 62 R51. Gibt es eine Möglichkeit, dass ein Funkamateur, der die Prüfungskategorie 3 erfolgreich abgelegt hat, auf anderen Frequenzen als dem 2m und 70cm-Band Funkverkehr haben darf? § 23. AFV Eine Klubfunkstelle, für die eine Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 1 vorliegt, darf auch von Personen mitbenutzt werden, die eine Amateurfunkprüfung der Prüfungskategorie 3 oder 4 erfolgreich abgelegt haben, wenn dies zum Zweck der Ausbildung geschieht und der Funkbetrieb von einer Person überwacht wird, die Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Bewilligungsklasse 1 ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 63 R52. Wer darf eine Relaisfunkstelle errichten/ betreiben/ benutzen und wie ist deren Rufzeichen auszusenden? § 36. Eine Amateurfunkbewilligung für eine Relaisfunkstelle wird nur dann erteilt, wenn der Antragsteller ein Amateurfunkverein oder eine im öffentlichen Interesse tätige Organisation ist und der Einsatz der Betriebsfrequenzen hinsichtlich bereits zugeteilter oder geplanter in- und ausländischer Frequenzen störungsfrei erfolgen kann. Für die Genehmigung der Errichtung und des Betriebes einer Amateurfunkstelle ist ein eigenes Bewilligungsverfahren einzuhalten. § 42. (1) AFV Die Benützung einer Relaisfunkstelle ist allen Amateurfunkstellen zu gestatten. (2) Bei Relaisfunkstellen für Sprachübertragung muss das Rufzeichen in Sprache oder mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 100 Zeichen pro Minute in Telegraphie ausgesendet werden. Bei allen übrigen Arten von Relaisfunkstellen ist die Aussendung des Rufzeichens in der jeweils verwendeten Sendeart vorzunehmen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 64 R53. Was haben Sie zu tun, wenn Sie Funkverkehr mit einer nicht bewilligten Amateurfunkstelle haben und mit wem dürfen Sie keinen Amateurfunkverkehr haben? §13. (3) AFG Ergibt sich während des Funkverkehrs, dass dieser mit einer Funkstelle aufgenommen wurde, die keine bewilligte Amateurfunkstelle ist, so ist die Verbindung sofort abzubrechen. (4) Im Verkehr mit anderen Funkstellen ist alles zu unterlassen, was das Ansehen, die Sicherheit oder die Wirtschaftsinteressen des Bundes oder eines Landes gefährdet, gegen die Gesetze, die öffentliche Ordnung oder die Sittlichkeit verstößt. (5) Der Funkverkehr mit Amateurfunkstellen jener Staaten, die Einwände gegen den Amateurfunkverkehr mit Österreich erhoben haben, ist nicht zulässig. Die Namen dieser Staaten sind vom Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie im Bundesgesetzblatt kundzumachen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 65 R54. Welche besonderen Aufgaben hat die ITU in Bezug auf Funkdienste und welche Ausschüsse sind dafür zuständig? Die Zuweisung der Frequenzen zur Verhinderung gegenseitiger Störungen, die Verbesserung der Ausnützung der Frequenzbänder, die Förderung der Zusammenarbeit der Hilfsdienste zur Erhaltung menschlichen Lebens. Das Radiocommunication Bureau (BR) Es hat die Aufgabe, die den einzelnen Ländern zugeteilten Frequenzen zu registrieren, für die Sicherstellung der Anerkennung der Frequenzen zu sorgen und jene Mitglieder zu beraten, denen gestörte Frequenz-Bereiche zugeteilt sind - mit dem Ziel, dort möglichst viele ungestörte Kanäle zu schaffen. Der Radiocommunication Sector (ITU-R) Der ITU-R ist beauftragt, über technische und betriebliche Fragen, die im Besonderen den Funk- verkehr betreffen, Studien durchzuführen und die Mitglieder aufgrund der Erkenntnisse zu beraten. Der Telecommunication Sector (ITU-T) Er ist beauftragt, über technische Fragen sowie über Betriebs- und Gebührenfragen des Telekommunikationsdienstes Studien durchzuführen und die Mitglieder aufgrund der Erkenntnisse zu beraten. In der Gebührenfrage ist der Grundsatz aufgestellt, dass die Nachrichtenmittel einerseits so billig als möglich sein sollen, andererseits aber doch entsprechend dotiert sein müssen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 66 R55. Was bedeutet missbräuchliche Verwendung von Funkanlagen? § 78. (1) TKG Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen dürfen nicht missbräuchlich verwendet werden. Als missbräuchliche Verwendung gilt: 1. jede Nachrichtenübermittlung, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit oder die Sittlichkeit gefährdet oder welche gegen die Gesetze verstößt; 2. jede grobe Belästigung oder Verängstigung anderer Benützer; 3. jede Verletzung der nach diesem Gesetz und den internationalen Verträgen bestehenden Geheimhaltungspflicht und 4. jede Nachrichtenübermittlung, die nicht dem bewilligten Zweck einer Funkanlage entspricht. (2) Inhaber von Funkanlagen und Endgeräten haben, soweit ihnen dies zumutbar ist, geeignete Maßnahmen zu treffen, um eine missbräuchliche Verwendung auszuschließen. Diensteanbieter, welche lediglich den Zugang zu Kommunikationsdiensten vermitteln, gelten nicht als Inhaber. (3) Funkanlagen dürfen nur für den bewilligten Zweck sowie an den in der Bewilligung angegebenen Standorten, bewegliche Anlagen nur in dem in der Bewilligung angegebenen Einsatzgebiet betrieben werden. (4) Funksendeanlagen dürfen nur unter Verwendung der mit der Bewilligung zugeteilten Frequenzen und Rufzeichen betrieben werden. (5) Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen, die weder auf Grund des Tele- kommunikationsgesetzes zugelassen wurden noch den Bestimmungen des Bundesgesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen entsprechen, dürfen weder mit einem öffentlichen Kommunikationsnetz verbunden noch in Verbindung mit diesem betrieben werden.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 67 R56. Was hat der lnhaber einer Amateurfunkstelle zu tun, wenn er nicht bei dieser Stelle anwesend ist? §19. AFG Der lnhaber einer Amateurfunkstelle hat geeignete Maßnahmen zu treffen, die die Inbetriebsetzung seiner Funkstelle durch unbefugte Personen ausschließen. §10. (3) AFG Aussendungen dürfen mit einer Amateurfunkstelle nur durchgeführt werden 1. in den dem Amateurfunkdienst und der jeweiligen Bewilligungsklasse zugewiesenen Frequenzbereichen, 2. mit den für die jeweilige Bewilligungsklasse festgesetzten Sendearten, 3. mit höchstens jener Sendeleistung, die sich aus der für den jeweiligen Frequenzbereich festgesetzten höchsten zulässigen Leistungsstufe und aus der Amateurfunkbewilligung ergibt, 4. mit nicht mehr als der jeweils festgesetzten Bandbreite und 5. wenn der Inhaber der Amateurfunkbewilligung oder der Mitbenützer der Amateurfunkstelle während der gesamten Dauer der Aussendung persönlich an der Amateurfunkstelle anwesend ist, es sei denn, es handelt sich um eine Relaisfunkstelle oder einen Bakensender.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 68 R57. Welche Bestimmungen sind beim Betrieb einer Amateurfunkstelle im Ausland zu beachten? Die Bestimmungen des Gastlandes.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 69 R58. Unter welchen Voraussetzungen darf der lnhaber einer Bewilligungsklasse 3 im Ausland Amateurfunkbetrieb durchführen? Er muss eine Gastlizenz beantragen.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 70 R59. Wozu berechtigt eine Amateurfunkbewilligung der Klasse 4? Der Inhaber einer Amateurfunkbewilligung der Klasse 4 darf: Sendebetrieb im 160, 80, 15, 10, 2m und 70cm-Band mit Leistungsstufe A (max. 100 W) nur kommerzielle, unmodifizierte Geräte verwenden
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 71 R60. Aufgrund welcher internationalen Regelung dürfen Funkamateure aus bestimmten Ländern auch ohne individuelle Gastzulassung vorübergehend in Österreich Amateurfunk ausüben? Aufgrund der Empfehlung T/R 61-01 der „Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post- und Fernmeldewesen“ (CEPT). Die Empfehlung T/R 61-01 regelt die Gültigkeit von Amateurfunkbewilligungen für die CEPT - Mitgliedsländer. Demnach darf mit einer Bewilligungsklasse 1 (entspricht dem CEPT-Zertifikat für Funkamateure) in den CEPT-Mitgliedsländern auf die Dauer von 3 Monaten ohne Gastlizenz Amateurfunkbetrieb unter Beachtung der nationaler Bestimmungen durchgeführt werden. Die Empfehlung T/R 61-02 regelt den Umfang und Inhalt der Amateurfunkprüfung zur Erlangung eines CEPT-Zertifikates (entspricht der Bewilligungsklasse 1). Die Empfehlung ERC/REC 05/06 regelt den Umfang und Inhalt der Amateurfunkprüfung zur Erlangung eines CEPT-Novice-Zertifikates (entspricht der Bewilligungsklasse 4). Anmerkung: eine Reihe von nicht-CEPT-Ländern anerkennt diese Regelungen ebenfalls, wobei das angestrebte Ziel ein weltweit gültiges Amateurfunkzertifikat ist.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 72 R61. Unter welchen Voraussetzungen ist die Verbindung von Amateurfunkstellen mittels Internet-Technologie zulässig? Die Verknüpfung von Amateurfunk und lnternet ist zulässig, wenn damit zwei oder mehrere Amateurfunkstellen verbunden und damit neue Übertragungstechnologien erprobt werden. Diese Verknüpfung darf nicht für gewerblich-wirtschaftliche Zwecke verwendet oder nur als lnternetzugang genutzt werden.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 73
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 74 AMATEURFUNKGESETZ 1998 - AFG Langtitel: Bundesgesetz betreffend den Amateurfunkdienst (Amateurfunkgesetz 1998 - AFG) (NR: GP XX RV 1218 AB 1497 S. 149. BR: AB 5825 S. 647.) StF: BGB1. I Nr. 25/1999 Änderung idF: BGB1. I Nr. 32/2002 (NR: GP XXI RV 803 AB 909 S. 87. BR: AB 6559 S. 683.) Präambel/Promulgationsklausel Inkrafttreten: § 32. (1) Dieses Bundesgesetz tritt mit 1. Februar 1999 in Kraft. (2) Verordnungen auf Grund dieses Bundesgesetzes können bereits ab dem auf seine Kundmachung folgenden Tag erlassen werden. Sie dürfen jedoch frühestens mit 1. März 1999 in Kraft gesetzt werden. (3) Die Bestimmungen des § 27 Abs. 1 bis 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 32/2002 treten mit 1. Jänner 2002 in Kraft.
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 75 AMATEURFUNKVERORDNUNG – AFG in der geltenden Fassung 2004 Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie zur Durchführung des Amateurfunkgesetzes (Amateurfunkverordnung - AFV) StF: BGB1. I1 Nr. 126/1999 Änderung idF: BGBl. I1 Nr. 69/2002 Verordnung vom 30. September 2003, BGBl. II Nr. 455 Verordnung vom 25. Februar 2004, BGBl. II Nr. 89 Verordnung vom 2. Februar 2006, BGBl. II Nr. 42 Verordnung von 12. November 2008, BGBl. II Nr. 390 Präambel/Promulgationsklausel Auf Grund des Amateurfunkgesetzes, BGBl. I Nr. 25/1999, wird verordnet:
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 76 AMATEURFUNKGEBÜHRENVERORDNUNG - AFGV Langtitel: Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie über Gebühren im Bereich des Amateurfunks Amateurfunkgebührenverordnung - AFGV) StF: BGBl. I1 Nr. 125/1999 Änderung idF: BGB1. I1 Nr. 111/2001 BGB1. I1 Nr. 388/2001 Präambel/Promulgationsklausel Auf Grund des § 8 des Bundesgesetzes betreffend den Amateurfunkdienst, BGBl. I Nr. 25/1999, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen verordnet:
Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 77 VersionDatumAutor(en)Anmerkungen 1.019.03.2008OE6BWG, OE6KSG, OE6GCInitialversion 1.120.07.2008OE3GSULayout, Übersicht, minor Changes 2.027.07.2008OE3GSU1. Release für Veröffentlichung 2.14.10.2008OE6GC, OE3GSUGrafiken ergänzt, kleinere Änderungen 2.27.10.2008OE3GSUAktualisierung „österr. Gesetze“ 2.32.11.2008OE3GSUKleinere Änderungen 2.414.11.2008OE3GSUAFV-Novelle v. 12.11. eingearbeitet 2.514.6.2009OE3GSUKleinere Ergänzungen, neuer Fragenkatalog eing. 2.67.12.2009OE3GSUKleinere Korrekturen 2.730.1.2010OE6GCKleinere Ergänzungen 2.810.7.2010OE3GSUMinor Changes Bei Änderungswünschen oder Hinweise auf Fehler bitte um Mitteilung an oe3gsu@oevsv.at!
Herunterladen ppt "Amateurfunkkurs des Österreichischen Versuchssenderverbands Rechtliche Grundlagen © ÖVSV /ADL 303V. 3.01 / Stand Juli 2014 1 Amateurfunk-Prüfungsfragen."
Ähnliche Präsentationen Amateurfunk Club Mostviertel - Amateurfunkprüfung
Amateurfunk-Prüfungsfragen mit eingearbeiteten Antworten.
Version: 2.8 vom Juli 2010 Copyright by OE1YLB, Barbara Langwieser
© ÖVSVV. 2.3 vom Amateurfunk Weltweites Experiment mit Freunden.
Transportleistungen in der Sozialversicherung

References: § 27
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 13
 § 14
 § 13
 § 14
 § 13
 § 13
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 10
 § 13
 § 14
 § 15
 § 3
 § 16
 § 3
 §3
 § 3
 § 3
 § 2
 § 85
 § 9
 § 74
 § 75
 § 10
 § 84
 § 86
 §86
 §93
 § 88
 § 6
 § 7
 § 8
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 3
 § 17
 § 4
 § 25
 § 5
 § 25
 § 3
 § 4
 § 6
 § 7
 § 15
 §10
 § 10
 §13
 § 20
 § 14
 § 18
 § 17
 § 26
 § 27
 § 10
 §10
 § 10
 § 10
 §10
 § 13
 § 14
 § 13
 § 14
 §13
 § 13
 §17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 10
 § 13
 § 14
 § 15
 § 3
 § 16
 § 3
 § 3
 § 8
 § 23
 § 9
 § 9
 § 9
 § 11
 §15
 § 16
 § 19
 §13
 § 20
 § 23
 § 36
 § 42
 §13
 § 78
 §19
 §10
 § 32
 § 27
 § 8