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Timestamp: 2018-03-22 21:26:58+00:00

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ᐅ Fahruntüchtigkeit - relative, absolute: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Fahruntüchtigkeit - relative, absolute
Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird nach § 316 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.
Voraussetzung für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB ist die Fahruntüchtigkeit. Diese liegt vor, wenn die Leistungsfähigkeit des Fahrers durch den Konsum alkoholischer oder anderer berauschender Mittel soweit herabgesetzt ist, dass er nicht mehr in der Lage ist sein Fahrzeug über eine längere Strecke sicher zu führen und dabei auch schwierige Verkehrslagen meistern kann.
Rechtsprechung und Literatur unterscheiden dabei zwischen absoluter und relativer Fahruntüchtigkeit.
Absolute Fahruntüchtigkeit ist beim Führen eines KFZ ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,1 Promille gegeben. Ab diesem Wert wird eine die Fahruntüchtigkeit unwiderleglich vermutet. Bei Fahrradfahrern besteht eine absolute Fahruntüchtigkeit erst ab einer BAK von 1,6 Promille.
Unterhalb der Schwelle zur absoluten Fahruntüchtigkeit gibt es die relative Fahruntüchtigkeit. Sie kann schon ab einer BAK von 0,3 Promille vorliegen. Der Betroffene muss darüber hinaus jedoch durch rauschbedingte Ausfallerscheinungen auffällig werden. Solche Ausfallerscheinungen sind bspw. das Fahren in Schlangenlinien oder das Geradeausfahren in einer Kurve.
Die rauschbedingten Ausfallerscheinungen müssen von den Strafverfolgungsbehörden nachgewiesen werden.
Zur Berechnung der BAK wird dem Täter regelmäßig eine Blutprobe entnommen. Anhand der Werte dieser Blutprobe wird die sog. Tatzeit-BAK berechnet. Da jeder Mensch eine unterschiedliche körperliche Konstitution hat, wird der Blutalkoholgehalt auch von jedem Menschen unterschiedlich schnell abgebaut. Daher sind die Strafverfolgungsorgane gehalten nach dem Grundsatz in dubio pro reo (im Zweifel für den Angeklagten) von dem geringst möglichen Abbauwert auszugehen.
Entzug Fahrerlaubnis - Was tun? Brombeere schrieb am 18.02.2015, 18:16 Uhr:
Hallo, die Situation beläuft sich auf folgendes Beispiel:Am 02.10.14 kommt S in eine Polizeikontrolle. Nach Zustimmung von S erfolgte ein Drogenschnelltest - Testergebnis positiv. S gesteht und gibt den Beamten 0,6 g Amphetamin, es folgt die Aussage von S sowie eine Blutentnahme. Die Beamten geben S die Information, dass 1 Anzeige... » weiter lesen
Fahrad fahren unter Alkoholeinflus rooney schrieb am 05.01.2009, 13:35 Uhr:
Moin, ich habe gehört das es beim Rad fahren unter Alkohol andere Promilegrenzen gibt. Kann da jemand was zu sagen? Grüße Rooney » weiter lesen
während bewährungszeit straftat begangen clinch schrieb am 25.09.2008, 13:58 Uhr:
folgender sachverhalt: angenommen man wird zu einer haftstrafe von 6 monaten verurteilt die zu einer zwei jährigen bewährung ausgesetzt wurde. und hat zudem noch ggn. das zivieldienstgesetzt verstosen (3 wochen ohne angaben von gründen verngeblieben.) so.. dann wird man mit trunkenheit am steuer bei einer tempoüberschreitung von 60... » weiter lesen
Ladendiebstahl 15 - Was Nun?? moneytalks72 schrieb am 07.01.2007, 15:58 Uhr:
Hallo zusammen, ich benötige dringend eure Hilfe: Mal angenommen Herr M. wurde bei einem Ladendiebstahl erwischt und vom Detektiv ins Büro geholt. Herr M. gesteht die Tat und bezahlt 70 Strafe vor Ort an den Laden. Nach Frage zur weiteren Vorgehensweise sagt der Detektiv das nun eine Strafanzeige bei der Polizei gestellt wird. 1.... » weiter lesen
Fahruntüchtigkeit - relative, absolute Urteile und Entscheidungen
Der im Bereich des Strafrechts in Bezug auf den Konsum von Cannabis zum Nachweis der absoluten Fahruntüchtigkeit entwickelte Cannabis-Influence-Factor (CIF) ist für das Zusatzelement des fehlenden Trennungsvermögens im Sinne von Nr. 9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung nicht von Bedeutung.
» VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 15.11.2005, 10 S 2143/05
» LG-BERLIN, 10.04.2012, 524 36/11
1.) Quotenbildung gem. § 81 Abs. 2 WG nach einem Unfall infolge alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit. a) Bei Vorliegen relativer Fahruntüchtigkeit (ab ca. 0,3 Promille) wird in der Regel mit einer Kürzungsquote von 50 % zu beginnen sein. Diese Quote steigt nach dem Grad der Alkoholisierung bis auf 100 % bei Erreichen der absoluten...
» OLG-HAMM, 25.08.2010, I-20 U 74/10
Sicherheitsfrage 33 - Zw.e i =
Fahruntüchtigkeit - relative, absolute – Weitere Begriffe im Umkreis
Unter Fahruntüchtigkeit versteht man in der Rechtspflege das Unvermögen eines Fahrzeugführers, ein Fahrzeug zu jedem Zeitpunkt sicher zu führen. Man verwendet diesen Begriff im Luftverkehr genauso wie im Schienen- und Wasserverkehr, am...
1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Vor allem die Sicherheit des Straßenverkehrs als überindividuelles Rechtsgut wird geschützt. Daneben Individualinteresse wie Leben, körperliche Unversehrtheit und fremdes Eigentum. Tathandlung: Zur...
Der Führerscheinentzug bedeutet den Entzug der Fahrerlaubnis. Das ist der Unterschied zum zeitlich begrenzten Fahrverbot. Für Bürger, die aus geographischen Gründen auf ein Kraftfahrzeug angewiesen sind, kann ein Führerscheinentzug...
Der Fahrzeugführer ist diejenige Person, die ein Gerät zur Fortbewegung, also ein Fahrzeug (Fahrrad, Kfz etc.), bewusst lenkt oder steuert, also führt. Der Begriff findet maßgeblich im allgemeinen Verkehrsrecht Anwendung, wird aber auch im...

References: § 316
 § 315
 § 315
 § 316
in dubio
 § 81