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Timestamp: 2019-10-19 14:48:07+00:00

Document:
Landesrecht BW Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über die Einstellung von Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerbern 5. | Verwaltungsvorschrift (Baden-Württemberg) | 5. | i. d. F. v. 25.02.2019 | gültig ab 02.04.2019
Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über die Einstellung...
1. Auswahlgrundsätze
2. Listenauswahlverfahren
3. Engpassfächer
4. Soziale Härtefälle, Deputatsaufstockungen
5. Berücksichtigung von Wehr- oder Zivildienst, Geburt eines...
6. Nachrückverfahren
Aktenzeichen: 21-6740.2/249
Erlassdatum: 25.02.2019
Fassung vom: 25.02.2019
Gültig ab: 02.04.2019
Fundstelle: K. u. U. 2019, 35, ber. S. 82
Berücksichtigung von Wehr- oder Zivildienst, Geburt eines Kindes oder Pflege eines nahen Angehörigen bei Erhöhung der Einstellungsanforderungen (Rückprojektion)
Bewerber, die Grundwehr- oder Zivildienst geleistet haben oder Soldat auf Zeit waren, werden im Rahmen des § 11 a des Arbeitsplatzschutzgesetzes hinsichtlich der Einstellungskriterien so behandelt, als hätten sie keinen Grundwehr- beziehungsweise Zivildienst abgeleistet.
Bewerberinnen, deren Bewerbung sich nur infolge der Geburt eines Kindes verzögert hat und die sich innerhalb von drei Jahren nach der Geburt oder sechs Monate nach Erfüllung der ausbildungsmäßigen Einstellungsvoraussetzungen beworben haben, werden in Anwendung des § 125 b Absatz 1 des Beamtenrechtsrahmengesetzes hinsichtlich der Einstellungskriterien so behandelt, als hätten sie sich ohne diese Verzögerung beworben. Die Zeit, um die zurückgerechnet werden darf, berechnet sich nach den Fristen des § 15 Absatz 1 und 2 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes in Verbindung mit § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes.
Bewerberinnen und Bewerber, deren Bewerbung sich nur infolge der tatsächlichen Pflege eines nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen nahen Angehörigen (insbesondere aus dem Kreis der Eltern, Schwiegereltern, Ehegatten, Geschwister sowie volljährigen Kindern) verzögert hat, werden nach § 125 b des Beamtenrechtsrahmengesetzes so behandelt, als hätten sie sich ohne diese Verzögerung beworben. Der berücksichtigungsfähige Zeitraum beträgt längstens drei Jahre.
Es werden nur Verzögerungen berücksichtigt, die allein durch den geleisteten Dienst, die Geburt des Kindes oder den berücksichtigungsfähigen Zeitraum der Pflege verursacht waren. Wurde die Bewerbung oder die Lehramtsausbildung durch Gründe verzögert, die in den persönlichen Bereich der Bewerberin beziehungsweise des Bewerbers fallen, so ist die dafür aufgewendete Dauer (bei einem Studium gerechnet nach der Zahl der versäumten Semester) von der anrechenbaren Zeit abzusetzen.
Als anrechenbare Studienzeit können bei den einzelnen Lehrämtern folgende Semesterhöchstzahlen zugrunde gelegt werden (einschließlich der Prüfungszeiten):
Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen
Lehramt Sonderpädagogik1
Lehramt an beruflichen Schulen (Diplom / Master)
Über diese Studienzeiten hinaus sind Vorbereitungsdienste als Regelausbildungszeiten zu berücksichtigen.

References: § 11
 § 125
 § 15
 § 3
 § 6
 § 125