Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/totschlag
Timestamp: 2020-07-15 18:22:04+00:00

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Totschlag | Rechtslupe
Die Bewer­tung der Eigen­ge­fähr­dung durch den Täter kann abhän­gig von sei­nem Vor­stel­lungs­bild über mög­li­che Tat­her­gän­ge abge­stuft sein; so kann er bei Fas­sen des Tatent­schlus­ses einen bestimm­ten gefahr­be­grün­den­den Sach­ver­halt hin­neh­men, wäh­rend er auf das Aus­blei­ben eines ande­ren, für ihn mit einem höhe­ren Risi­ko ver­bun­de­nen Gesche­hens­ab­laufs ver­traut. Für die Prü­fung, ob ein
12. Mai 2020 Rechtslupe
Beding­ter Tötungs­vor­satz – und die psy­chi­sche Ver­fas­sung des Täters
Beding­ter Tötungs­vor­satz ist gege­ben, wenn der Täter den Tod als mög­li­che, nicht ganz fern­lie­gen­de Fol­ge sei­nes Han­delns erkennt (Wis­sens­ele­ment) und dies bil­ligt oder sich um des erstreb­ten Zie­les Wil­len zumin­dest mit dem Ein­tritt des Todes abfin­det, mag ihm der Erfolgs­ein­tritt auch gleich­gül­tig oder an sich uner­wünscht sein (Wil­lens­ele­ment). Bei­de Ele­men­te
18. Februar 2020 Rechtslupe
Beweg­grün­de sind im Sin­ne von § 211 Abs. 2 StGB nied­rig, wenn sie nach all­ge­mei­ner sitt­li­cher Wer­tung auf tiefs­ter Stu­fe ste­hen und des­halb beson­ders ver­ach­tens­wert sind. Die Beur­tei­lung der Fra­ge, ob Beweg­grün­de zur Tat "nied­rig" sind und – in deut­lich wei­ter­rei­chen­dem Maße als bei einem Tot­schlag – als ver­ach­tens­wert erschei­nen, hat
Gemein­sa­me Dro­gen­kon­su­men­ten sind, wenn einer von ihnen auf­grund des Kon­sums zusam­men­bricht, kei­ne Garan­ten für das Leben des Geschä­dig­ten. Eine Garan­ten­stel­lung ergibt sich weder aus der Zuge­hö­rig­keit zu einer Gemein­schaft noch aus einem pflicht­wid­ri­gen gefähr­den­den Vor­ver­hal­ten und auch nicht aus der Schaf­fung oder Unter­hal­tung einer Gefah­ren­quel­le. Garan­ten­stel­lung wegen Zuge­hö­rig­keit zu einer
21. Januar 2020 Rechtslupe
Maß­geb­lich für die Abgren­zung zwi­schen einem unbe­en­de­ten Ver­such, bei dem nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 StGB allein der Abbruch der begon­ne­nen Tat­hand­lung zum straf­be­frei­en­den Rück­tritt vom Ver­such führt, und einem been­de­ten Ver­such ist das Vor­stel­lungs­bild des Täters unmit­tel­bar nach Abschluss der letz­ten Aus­füh­rungs­hand­lung (sog. Rück­tritts­ho­ri­zont) . Ein been­de­ter Tötungs­ver­such,
17. Dezember 2019 Rechtslupe
Beding­ter Tötungs­vor­satz – bei grup­pen­dy­na­misch gepräg­ten Gewalt­hand­lun­gen
Eine recht­lich feh­ler­freie Beweis­wür­di­gung erfor­dert die sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung aller für und gegen einen Tötungs­vor­satz spre­chen­den Umstän­de im Rah­men einer Gesamt­schau. Dies gilt in beson­de­rem Maße bei einer in Mit­tä­ter­schaft began­ge­nen Tat. Hier ist jeder Mit­tä­ter für ein Han­deln ande­rer Per­so­nen im Hin­blick auf eine Vor­satz­tat nur im Rah­men sei­nes eige­nen
Das Land­ge­richt Ber­lin hat die Lei­ten­de Ober­ärz­tin und den ehe­ma­li­gen, inzwi­schen pen­sio­nier­ten Chef­arzt eines Ber­li­ner Kli­ni­kums wegen der bewuss­ten Tötung eines kran­ken Zwil­lings­kin­des wäh­rend eines Kai­ser­schnitts wegen Tot­schlags zu Frei­heits­stra­fen von einem Jahr und sechs Mona­ten bzw. einem Jahr und neun Mona­ten ver­ur­teilt, deren Voll­stre­ckung jeweils zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wur­de.
Ärzt­lich assis­tier­te Sui­zi­de
Der Bun­des­ge­richts­hof hat zwei Frei­sprü­che der Land­ge­rich­te Ham­burg und Ber­lin in Fäl­len ärzt­lich assi­si­ter­ter Selbst­tö­tun­gen bestä­tigt. Das Land­ge­richt Ham­burg und das Land­ge­richt Ber­lin haben jeweils einen ange­klag­ten Arzt von dem Vor­wurf frei­ge­spro­chen, sich in den Jah­ren 2012 bzw. 2013 durch die Unter­stüt­zung von Selbst­tö­tun­gen sowie das Unter­las­sen von Maß­nah­men zur
Ohne eige­ne Schuld zum Zorn gereizt
Nicht "ohne eige­ne Schuld" im Sin­ne des § 213 Alter­na­ti­ve 1 StGB han­delt der Täter, der das Opfer zu sei­nem Ver­hal­ten her­aus­for­dert. Das ist nicht schon bei jeder Hand­lung des Täters der Fall, die ursäch­lich für die ihm zuge­füg­te Miss­hand­lung gewe­sen ist. Viel­mehr muss er dem Opfer genü­gen­de Ver­an­las­sung gege­ben haben;
Das ver­such­te Tötungs­de­likt – im min­der schwe­ren Fall
In den Fäl­len, in denen das Gesetz – wie hier – bei einer Straf­tat einen min­der schwe­ren Fall vor­sieht und ein oder meh­re­re gesetz­li­che Mil­de­rungs­grün­de nach § 49 Abs. 1 StGB gege­ben sind, ist bei der Straf­rah­men­wahl vor­ran­gig zu prü­fen, ob ein min­der schwe­ren Fall vor­liegt. Ist nach einer Abwä­gung aller
Sich-Bereit­erklä­ren zum Mord – gegen­über dem Opfer
Wegen Sich-Berei­t­­er­klä­­rens zu einem Tötungs­ver­bre­chen kann sich auch der­je­ni­ge, der die Erklä­rung gegen­über dem poten­zi­el­len Opfer abgibt, jeden­falls dann straf­bar machen, wenn die Erklä­rung in der kon­kre­ten Fall­kon­stel­la­ti­on geeig­net ist, eine moti­va­tio­na­le Selbst­bin­dung des Täter zu begrün­den. Gemäß § 30 Abs. 2 Var. 1 StGB wird der­je­ni­ge bestraft, der sich bereit erklärt,
Der Tötungs­vor­satz in der Beweis­wür­di­gung
Eine recht­lich feh­ler­freie Beweis­wür­di­gung erfor­dert die sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung aller für und gegen einen Tötungs­vor­satz spre­chen­den Umstän­de im Rah­men einer Gesamt­schau. Dar­an fehlt es, wenn die Straf­kam­mer den fest­ge­stell­ten Sach­ver­halt nicht aus­schöpft, ins­be­son­de­re vor­satz­kri­ti­sche Umstän­de nicht erör­tert . So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof beur­teil­ten Fall: Die Straf­kam­mer hät­te sich
Ver­such­ter Tot­schlag – und der Rück­tritt
Hält der Täter die Voll­endung der Tat im unmit­tel­ba­ren Hand­lungs­fort­gang noch für mög­lich, wenn auch mit ande­ren Mit­teln, so ist der Ver­zicht auf ein Wei­ter­han­deln als frei­wil­li­ger Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such zu bewer­ten, vor­aus­ge­setzt, der Täter wur­de weder durch eine äuße­re Zwangs­la­ge dar­an gehin­dert noch durch see­li­schen Druck unfä­hig, die
In Fäl­len, in denen der Täter ein­zel­ne Men­schen nach­ein­an­der angreift, um jeden von ihnen in sei­ner Indi­vi­dua­li­tät zu beein­träch­ti­gen, besteht sowohl bei natür­li­cher als auch bei rechts­ethisch wer­ten­der Betrach­tungs­wei­se selbst bei ein­heit­li­chem Tatent­schluss und engem räum­li­chen und zeit­li­chen Zusam­men­hang regel­mä­ßig kein Anlass, die­se Vor­gän­ge als eine Tat zusam­men­zu­fas­sen . Etwas
Tötungs­vor­satz – und die erfor­der­li­che Beweis­wür­di­gung
Eine recht­lich feh­ler­freie Beweis­wür­di­gung erfor­dert die sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung aller für und gegen einen Tötungs­vor­satz spre­chen­den Umstän­de im Rah­men einer Gesamt­schau. Die­ser kommt im kon­kre­ten Fall eine umso grö­ße­re Bedeu­tung zu, weil der Ange­klag­te einen Tötungs­vor­satz nicht ein­ge­räumt hat, son­dern sich dahin­ge­hend ein­ge­las­sen hat, er habe die Geschä­dig­te auf­ge­sucht, um von
Die sub­jek­ti­ve Sei­te des Heim­tü­cke­mor­des
n sub­jek­ti­ver Hin­sicht setzt der Tat­be­stand des Heim­tü­cke­mor­des (§ 211 Abs. 2 StGB) nicht nur vor­aus, dass der Täter die Argund Wehr­lo­sig­keit des Tat­op­fers erkennt; erfor­der­lich ist außer­dem, dass er die Argund Wehr­lo­sig­keit des Opfers bewusst zur Tat­be­ge­hung aus­nutzt . Dafür genügt es, wenn er die die Heim­tü­cke begrün­den­den Umstän­de nicht
Täter-Opfer-Aus­gleich – und der wirt­schaft­lich wert­lo­se Ver­gleich
Der ver­typ­te Straf­mil­de­rungs­grund des § 46a Nr. 1 StGB kann Anwen­dung fin­den, auch wenn wegen der Ver­mö­gens­la­ge des Ange­klag­ten, der eine lang­jäh­ri­ge Haft­stra­fe zu ver­bü­ßen haben wird, auf abseh­ba­re Zeit nicht mit einer über den abge­tre­te­nen Aus­zah­lungs­an­spruch und die mini­ma­len Leis­tun­gen wäh­rend der Haft­zeit hin­aus­ge­hen­den Zah­lung von Schmer­zens­geld zu rech­nen ist
Die Schüs­se in eine Per­so­nen­grup­pe – und die Fra­ge der Tat­ein­heit
Höchst­per­sön­li­che Rechts­gü­ter ver­schie­de­ner Per­so­nen sind einer addi­ti­ven Betrach­tungs­wei­se, wie sie der natür­li­chen Hand­lungs­ein­heit zugrun­de liegt, nur aus­nahms­wei­se zugäng­lich. Greift daher der Täter ein­zel­ne Men­schen nach­ein­an­der an, um jeden von ihnen in sei­ner Indi­vi­dua­li­tät zu beein­träch­ti­gen, so besteht sowohl bei natür­li­cher als auch bei rechts­ethisch wer­ten­der Betrach­tungs­wei­se selbst bei ein­heit­li­chem Tatent­schluss
Bei einem voll­ende­ten Tötungs­de­likt sind die Hin­ter­blie­be­nen nicht "Ver­letz­te" im Sin­ne von § 46a Nr. 1 StGB. Gemäß § 46a Nr. 1 StGB kann die Stra­fe gemil­dert wer­den, wenn der Täter in dem Bemü­hen, einen Aus­gleich mit dem Ver­letz­ten zu errei­chen, sei­ne Tat ganz oder zum über­wie­gen­den Teil wie­der­gut­ge­macht oder deren Wie­der­gut­ma­chung
Mord durch Unter­las­sen – die sub­jek­ti­ve Sei­te
Der sub­jek­ti­ve Tat­be­stand des Unter­las­sens ist nur dann gege­ben, wenn der Unter­las­sen­de zu dem Zeit­punkt, zu dem er han­deln soll­te, die Gefahr für das Rechts­guts­sub­jekt sowie die Umstän­de kennt, die sei­ne Garan­ten­pflicht begrün­det. Hin­zu­kom­men muss für den Vor­satz aber auch die indi­vi­du­el­le Mög­lich­keit des Täters, zur Abwehr der Gefahr tätig
Beding­ten Tötungs­vor­satz hat, wer den Ein­tritt des Todes als mög­li­che, nicht ganz fern­lie­gen­de Fol­ge sei­nes Han­delns erkennt (Wis­sens­ele­ment) und bil­li­gend in Kauf nimmt oder sich um des erstreb­ten Zie­les wil­len zumin­dest mit der Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung abfin­det (Wil­lens­ele­ment) . Bei­de Ele­men­te müs­sen durch tat­säch­li­che Fest­stel­lun­gen belegt wer­den. Auf der Ebe­ne der Beweis­wür­di­gung
2. Juli 2018 Rechtslupe
Rück­tritt vom fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such
Fehl­ge­schla­gen ist ein Ver­such, wenn die Tat nach Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt oder wenn er sub­jek­tiv die Voll­endung nicht mehr für mög­lich hält. Liegt ein Fehl­schlag vor, schei­det ein
19. Juni 2018 Rechtslupe
Tot­schlag – und die Tötungs­ab­sicht in der Straf­zu­mes­sung
Wei­sen die Moti­ve des Täters Beson­der­hei­ten auf, die sich am Ran­de der objek­ti­ven Erfül­lung eines Mord­merk­mals bewe­gen, kön­nen die­se als Aus­druck einer erhöh­ten Tat­schuld berück­sich­tigt wer­den . Auch die straf­schär­fen­de Berück­sich­ti­gung von Tötungs­ab­sicht (dolus direc­tus 1. Gra­des) ist rechts­feh­ler­frei. Nach der frü­he­ren Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs lag aller­dings ein Ver­stoß gegen
Die Tötungs­ab­sicht in der Straf­zu­mes­sung
Die straf­schär­fen­de Berück­sich­ti­gung von Tötungs­ab­sicht sowohl bei der Straf­rah­men­wahl als auch bei der kon­kre­ten Straf­zu­mes­sung begeg­net kei­nen recht­li­chen Beden­ken. Nach bis­he­ri­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wur­de es über­wie­gend als ein Ver­stoß gegen das in § 46 Abs. 3 StGB ver­an­ker­te Ver­bot der Dop­pel­ver­wer­tung von Tat­be­stands­merk­ma­len und damit als rechts­feh­ler­haft ange­se­hen, wenn der
8. Juni 2018 Rechtslupe
Tot­schlags­ver­such – und die Fra­ge der Mit­tä­ter­schaft

References: § 211
 § 24
 § 213
 § 49
 § 30
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46