Source: https://www.buzer.de/Bundeskompensationsverordnung.htm
Timestamp: 2020-07-13 18:14:30+00:00

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BKompV Bundeskompensationsverordnung
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Verordnung über die Vermeidung und die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft im Zuständigkeitsbereich der Bundesverwaltung (Bundeskompensationsverordnung - BKompV)
V. v. 14.05.2020 BGBl. I S. 1088 (Nr. 25)
Geltung ab 03.06.2020; FNA: 791-9-8 Naturschutz
§ 2 Allgemeine Anforderungen an die Vermeidung und die Kompensation
§ 3 Besondere Anforderungen an die Vermeidung
§ 4 Grundsätze der Bewertung des vorhandenen Zustands und der zu erwartenden unvermeidbaren Beeinträchtigungen
§ 5 Grundbewertung des Schutzguts Biotope
§ 6 Bewertung weiterer Schutzgüter
§ 7 Biotopwertbezogener und funktionsspezifischer Kompensationsbedarf
§ 8 Anforderungen an den Ausgleich und den Ersatz erheblicher Beeinträchtigungen von Biotopen
§ 9 Anforderungen an den Ausgleich und den Ersatz erheblicher Beeinträchtigungen weiterer Schutzgüter
§ 10 Berücksichtigung agrarstruktureller Belange
§ 11 Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen; Entsiegelung und Wiedervernetzung
§ 12 Unterhaltung und rechtliche Sicherung; Übertragung auf Einrichtungen
§ 13 Voraussetzungen der Ersatzzahlung
§ 14 Höhe der Ersatzzahlung
§ 15 Bewertung und Ersatzgeldbemessung für Windenergieanlagen auf See
§ 16 Sicherheitsleistung für die Ersatzzahlung
Anlage 1 (zu § 4 Absatz 3, § 6 Absatz 1 und 2 und § 14 Absatz 2 Satz 1) Bestandserfassung und -bewertung weiterer Schutzgüter und Funktionen
Anlage 2 (zu § 5 Absatz 1) Liste der Biotoptypen und -werte
Anlage 3 (zu § 5 Absatz 3 Satz 2 und § 6 Absatz 2 Satz 2)
Anlage 4 (zu § 8 Absatz 1 Satz 2 und § 9 Absatz 4 Satz 1) Naturräume in Deutschland
Anlage 5 (zu § 9 Absatz 3 und 4) Anforderungen an den Ausgleich und den Ersatz mindestens erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie erheblicher Beeinträchtigungen besonderer Schwere sonstiger Schutzgüter
Anlage 6 (zu § 8 Absatz 3 Satz 2, § 11 Absatz 1 bis 3) Maßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes
Auf Grund des § 15 Absatz 8 Satz 1 in Verbindung mit den Sätzen 2 bis 4 des Bundesnaturschutzgesetzes, der durch Artikel 8 des Gesetzes vom 13. Mai 2019 (BGBl. I S. 706) eingefügt worden ist, verordnet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter Wahrung der Rechte des Bundestages:
(1) 1Diese Verordnung findet Anwendung, soweit die Vorschriften des Dritten Kapitels des Bundesnaturschutzgesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 4. März 2020 (BGBl. I S. 440) geändert worden ist, ausschließlich durch die Bundesverwaltung ausgeführt werden. 2Die Verordnung bestimmt insbesondere das Nähere
zur Vermeidung von Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nach § 15 Absatz 1 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes,
zu Inhalt, Art und Umfang von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach § 15 Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes sowie
zur Höhe der Ersatzzahlung nach § 15 Absatz 6 des Bundesnaturschutzgesetzes und zum Verfahren ihrer Erhebung.
(2) Diese Verordnung gilt auch im Bereich der Küstengewässer sowie nach Maßgabe des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1982 (BGBl. 1994 II S. 1798, 1799) im Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels.
(1) Die nach § 17 des Bundesnaturschutzgesetzes zuständige Behörde trifft die zur Durchführung des § 15 Absatz 1 bis 6 des Bundesnaturschutzgesetzes erforderlichen Entscheidungen und Maßnahmen
auf der Grundlage der vom Verursacher eines Eingriffs gemachten Angaben nach § 17 Absatz 4 des Bundesnaturschutzgesetzes,
auf der Grundlage der Informationen, die bei der zuständigen Behörde und den zu beteiligenden Behörden vorliegen, und
unter Berücksichtigung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege nach § 1 des Bundesnaturschutzgesetzes.
(2) Die Inhalte der Landschaftsplanung im Sinne des § 9 Absatz 2 und 3 des Bundesnaturschutzgesetzes sind zu berücksichtigen
bei der Bewertung des vorhandenen Zustands von Natur und Landschaft und der zu erwartenden Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft im Sinne des § 4 Absatz 1 Satz 1 und
bei der Vermeidung, dem Ausgleich und dem Ersatz von erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft.
(3) Bei der Prüfung, ob zumutbare Alternativen nach § 15 Absatz 1 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes gegeben sind, soll auch berücksichtigt werden, inwieweit die Alternativen dazu beitragen, die Inanspruchnahme von Flächen, insbesondere die Versiegelung von Böden, durch den Eingriff zu verringern.
(4) 1Im Rahmen der Festsetzung des Kompensationsumfangs ist zu prüfen, inwieweit beeinträchtigte Funktionen des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes bereits kompensiert werden durch anerkennungsfähige Maßnahmen des Verursachers
im Sinne von § 30 Absatz 3, § 34 Absatz 5, § 44 Absatz 5 Satz 3 oder § 45 Absatz 7 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes,
nach § 9 Absatz 2 des Bundeswaldgesetzes vom 2. Mai 1975 (BGBl. I S. 1037), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 17. Januar 2017 (BGBl. I S. 75) geändert worden ist, oder
nach den Wald- und Forstgesetzen der Länder.
2Soweit nicht kompensierte Beeinträchtigungen verbleiben, sollen die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen jeweils auf die Wiederherstellung, Herstellung oder Neugestaltung mehrerer beeinträchtigter Funktionen des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes gerichtet sein (Multifunktionalität), auch um die Inanspruchnahme von Flächen zu verringern.
(5) 1Zur Deckung des Kompensationsbedarfs soll insbesondere auf bevorratete Kompensationsmaßnahmen nach den §§ 16 und 56a des Bundesnaturschutzgesetzes zurückgegriffen werden, soweit diese Maßnahmen die Anforderungen der §§ 8 und 9 erfüllen und der Rückgriff im Einzelfall, insbesondere auch in wirtschaftlicher Hinsicht, angemessen ist. 2Wird der Eingriff von einer Bundesbehörde durchgeführt, soll neben bevorrateten Kompensationsmaßnahmen im Sinne von Satz 1 zur Deckung des Kompensationsbedarfs unter den Voraussetzungen des Satzes 1 insbesondere auf Maßnahmen auf Flächen der öffentlichen Hand zurückgegriffen werden. 3Bei Vorhaben, deren Realisierung aus Gründen eines überragenden öffentlichen Bundesinteresses erforderlich ist, kann zur Deckung des Kompensationsbedarfs auch auf die durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bereitgestellten bevorrateten Kompensationsmaßnahmen zurückgegriffen werden.
(6) Unter den Voraussetzungen des Absatzes 5 Satz 1 kann für Kompensationsmaßnahmen auch zurückgegriffen werden auf
festgelegte Entwicklungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen
für den Biotopverbund im Sinne des § 20 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes,
für Gebiete im Sinne des § 20 Absatz 2 Nummer 1 bis 4 des Bundesnaturschutzgesetzes und
in Bewirtschaftungsplänen nach § 32 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes,
Maßnahmen in Maßnahmenprogrammen im Sinne des § 82 des Wasserhaushaltsgesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 4. Dezember 2018 (BGBl. I S. 2254) geändert worden ist.
(7) Soweit zur Deckung des Kompensationsbedarfs nicht auf Maßnahmen nach den Absätzen 5 oder 6 zurückgegriffen wird, sind - unter den Voraussetzungen des Absatzes 5 Satz 1 - Maßnahmen zur Entsiegelung, Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen und Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen zu berücksichtigen, um möglichst zu vermeiden, dass land- oder forstwirtschaftliche Flächen aus der Nutzung genommen werden.
(1) 1Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft gemäß § 15 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes sind vorrangig zu vermeiden. 2Vermeidungsmaßnahmen sind alle Maßnahmen und Vorkehrungen, die geeignet sind, bau-, anlagen- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes ganz oder teilweise zu verhindern.
(2) 1Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft können vermieden werden, wenn bei Zulassung und Durchführung des Eingriffs zumutbare Alternativen gewählt werden, die den mit dem Eingriff verfolgten Zweck am gleichen Ort ohne oder mit geringeren Beeinträchtigungen erreichen. 2Alternativen sind unzumutbar, wenn der Mehraufwand unter Berücksichtigung der Art und Schwere des Eingriffs sowie der Bedeutung des betroffenen Schutzguts außer Verhältnis zu der erreichbaren Verringerung und der Schwere der Beeinträchtigungen steht.
(3) Der mit dem Eingriff verfolgte Zweck ist auch dann am gleichen Ort erreicht, wenn die bei der Durchführung gewählte Alternative mit geringfügigen räumlichen Anpassungen verbunden ist, insbesondere mit Verlagerungen auf demselben Grundstück oder auf eine unmittelbar angrenzende Fläche, die der Verursacher des Eingriffs rechtlich und tatsächlich nutzen kann.
(4) 1Die Vermeidungsmaßnahmen sind nach den Umständen des Einzelfalls zu bestimmen. 2In der Begründung nach § 15 Absatz 1 Satz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes hat der Verursacher eines Eingriffs schutzgut- und funktionsbezogen darzulegen, weshalb Vermeidungsmaßnahmen nicht durchführbar sind.
(1) 1Zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs
ist der vorhandene Zustand von Natur und Landschaft im Einwirkungsbereich des Vorhabens zu erfassen und zu bewerten und
sind die bei Durchführung des Vorhabens zu erwartenden unvermeidbaren Beeinträchtigungen der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes nach Maßgabe der nachfolgenden Vorschriften zu ermitteln und zu bewerten.
2Vorhabenbezogene Wirkungen, die naturschutzfachlich als sehr gering eingeschätzt werden, bleiben bei der Bewertung nach § 5 Absatz 3 Satz 1 und § 6 Absatz 2 Satz 1 außer Betracht. 3Unterhaltungsmaßnahmen an Energieleitungen sind in der Regel nicht zu kompensieren; dies gilt insbesondere im Falle eines ökologischen Trassenmanagements.
(2) 1Die im Einwirkungsbereich des Vorhabens liegenden Biotope sind zu erfassen und zu bewerten. 2Die Erfassung und Bewertung erfolgt nach Maßgabe des § 5.
(3) 1Die in der Anlage 1 Spalte 1 und 2 genannten Schutzgüter und Funktionen sind nur dann zu erfassen und zu bewerten, wenn sie von dem Vorhaben betroffen sein werden und wenn auf Grund einer fachlichen Einschätzung der zuständigen Behörde unter Beteiligung der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde nach überschlägiger Prüfung folgende Beeinträchtigungen zu erwarten sind:
bei den Schutzgütern Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Klima oder Luft eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere,
beim Schutzgut Landschaftsbild mindestens eine erhebliche Beeinträchtigung.
2Die Erfassung und Bewertung erfolgt nach Maßgabe des § 6.
(1) 1Zur Erfassung und Bewertung des vorhandenen Zustands ist jedes Biotop im Einwirkungsbereich des Vorhabens zunächst einem der in der Anlage 2 Spalte 2 aufgeführten Biotoptypen und anschließend dem zugehörigen Biotoptypenwert nach Anlage 2 Spalte 3 zuzuordnen. 2Im Einzelfall kann der Biotoptypenwert nach Anlage 2 Spalte 3 um bis zu drei Wertpunkte erhöht werden, wenn das Biotop überdurchschnittlich gut ausgeprägt ist, oder um bis zu drei Wertpunkte verringert werden, wenn das Biotop unterdurchschnittlich gut ausgeprägt ist. 3Dafür sind als Kriterien zugrunde zu legen:
die Flächengröße,
die abiotische und die biotische Ausstattung und
die Lage zu anderen Biotopen.
4Die nach den Sätzen 1 bis 3 ermittelte Summe ergibt den Biotopwert. 5Bei einem Ersatzneubau im Sinne des § 3 Nummer 4 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz vom 28. Juli 2011 (BGBl. I S. 1690), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. Mai 2019 (BGBl. I S. 706) geändert worden ist, ist die bereits vorhandene Beeinträchtigung der Biotope durch die zu ersetzende Anlage bei der Wirkungsbewertung auf die Biotope angemessen zu berücksichtigen.
(2) Der ermittelte Biotopwert jedes Biotops ist anschließend den folgenden Wertstufen zuzuordnen, aus denen sich die Bedeutung des Biotops ergibt:
Biotopwerte 0 bis 4: sehr gering,
Biotopwerte 5 bis 9: gering,
Biotopwerte 10 bis 15: mittel,
Biotopwerte 16 bis 18: hoch,
Biotopwerte 19 bis 21: sehr hoch,
Biotopwerte 22 bis 24: hervorragend.
(3) 1Zur Bewertung der zu erwartenden unvermeidbaren Beeinträchtigungen sind die Wirkungen des Vorhabens auf die erfassten und bewerteten Biotope zu ermitteln und im Hinblick auf ihre Stärke, Dauer und Reichweite den Stufen „gering", „mittel" und „hoch" zuzuordnen. 2Anschließend ist anhand der Anlage 3 festzustellen, ob die einzelnen zu erwartenden Beeinträchtigungen für das jeweilige Biotop als nicht erheblich, erheblich oder erheblich mit besonderer Schwere einzustufen sind.
(4) 1Den mittelbaren Wirkungen des Vorhabens auf Biotope ist bei der Bestimmung ihrer Stärke, Dauer und Reichweite nach Absatz 3 Satz 1 entsprechend jeweils ein Faktor zwischen 0,1 und 1 zuzuordnen. 2Dabei entsprechen die Faktoren 0,1 bis 0,3 der Stufe „gering", die Faktoren 0,4 bis 0,6 der Stufe „mittel" und die Faktoren 0,7 bis 1 der Stufe „hoch". 3Der Zuordnung können unterschiedliche Wirkzonen zugrunde gelegt werden.
(1) 1Die Erfassung und Bewertung der in der Anlage 1 Spalte 1 und 2 genannten weiteren Schutzgüter und Funktionen erfolgt anhand der Anlage 1 Spalte 3. 2Die Bedeutung der erfassten Funktionen ist anschließend jeweils innerhalb des in der Anlage 1 Spalte 4 genannten Rahmens anhand der Wertstufen „sehr gering", „gering", „mittel", „hoch", „sehr hoch" und „hervorragend" zu bewerten.
(2) 1Zur Bewertung der zu erwartenden unvermeidbaren Beeinträchtigungen der Schutzgüter und Funktionen nach Anlage 1 Spalte 1 und 2 sind die ausgehenden Wirkungen des Vorhabens auf die erfassten und bewerteten Funktionen zu ermitteln und im Hinblick auf ihre Stärke, Dauer und Reichweite den Stufen „gering", „mittel" und „hoch" zuzuordnen. 2Anschließend ist anhand der Anlage 3 festzustellen, ob die einzelnen zu erwartenden Beeinträchtigungen für die jeweils betroffene Funktion als nicht erheblich, erheblich oder erheblich mit besonderer Schwere einzustufen sind.
(1) 1Bei den Biotopen, bei denen eine erhebliche Beeinträchtigung zu erwarten ist, ist der biotopwertbezogene Kompensationsbedarf zu ermitteln. 2Hierzu ist für jedes betroffene Biotop
für eine Flächeninanspruchnahme die Differenz zwischen den Biotopwerten des vorhandenen Zustands und des nach dem Eingriff zu erwartenden Zustands zu bilden und mit der voraussichtlich beeinträchtigten Fläche in Quadratmetern zu multiplizieren und
für mittelbare Beeinträchtigungen der Biotopwert des vorhandenen Zustands mit der voraussichtlich beeinträchtigten Fläche in Quadratmetern und dem nach § 5 Absatz 4 Satz 1 und 2 zugeordneten Faktor zu multiplizieren.
3Die Summe der nach Satz 2 gebildeten Produkte ergibt den biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf. 4Für die Bestimmung des Biotopwertes des nach dem Eingriff zu erwartenden Zustands nach Satz 2 Nummer 1 gilt § 5 Absatz 1 Satz 1 und 2 entsprechend.
(2) 1Der funktionsspezifische Kompensationsbedarf ist zu ermitteln, soweit folgende Beeinträchtigungen zu erwarten sind:
bei den Schutzgütern Biotope, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Klima oder Luft eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere,
2Die Ermittlung des funktionsspezifischen Kompensationsbedarfs erfolgt verbal-argumentativ.
(1) 1Erhebliche Beeinträchtigungen von Biotopen sind ausgeglichen oder ersetzt, wenn im betroffenen Naturraum und innerhalb einer angemessenen Frist eine Aufwertung des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes erfolgt, deren Biotopwert dem nach § 7 Absatz 1 ermittelten biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf entspricht. 2Die Lage der Naturräume ist auf der Grundlage der Anlage 4 zu bestimmen. 3Der nach § 7 Absatz 1 ermittelte biotopwertbezogene Kompensationsbedarf reduziert sich um den Biotopwert, der durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach § 9 Absatz 3 bis 5 erzielt worden ist.
(2) 1Der Biotopwert der Aufwertung ergibt sich aus der Differenz zwischen den Biotopwerten des zu erreichenden Zustands (Zielbiotop) und des vorhandenen Zustands (Ausgangsbiotop) multipliziert mit der aufgewerteten Fläche in Quadratmetern. 2Für die Bestimmung der Biotopwerte gilt § 5 Absatz 1 Satz 1 und 2 entsprechend.
(3) 1Bei einer Aufwertung des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes, die mit einer Entsiegelung verbunden ist, sind zusätzlich 30 Wertpunkte je Quadratmeter aufgewerteter Fläche anzusetzen. 2Die durch Wiedervernetzungsmaßnahmen erzielte mittelbare Aufwertung in angrenzenden Räumen ist unter Beachtung der in Anlage 6 Abschnitt C Spalte 2 genannten Anforderungen in angemessenem Umfang anzuerkennen.
(4) 1Bei Maßnahmen zum Ausgleich oder Ersatz von Eingriffen auf Flächen im Sinne des § 4 Nummer 1 des Bundesnaturschutzgesetzes, die nutzungsbedingt einen hohen Anteil hochwertiger Biotope (Wertpunktzahl 16 oder höher) aufweisen, kann eine Aufwertung zwischen drei bis sechs Wertpunkten erfolgen. 2Eine höhere Wertpunktzahl als 24 Punkte kann jedoch nicht erreicht werden.
(5) Erhebliche Beeinträchtigungen besonderer Schwere von Biotopen sind nach Maßgabe des § 9 Absatz 2 bis 5 auszugleichen oder zu ersetzen.
(1) Erhebliche Beeinträchtigungen der Schutzgüter Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Klima und Luft werden durch die nach § 8 Absatz 1 Satz 1 zu bestimmende erforderliche Aufwertung ausgeglichen oder ersetzt.
(2) 1Mindestens erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie erhebliche Beeinträchtigungen besonderer Schwere sonstiger Schutzgüter sind nach Maßgabe der Absätze 3 bis 5 zu kompensieren. 2Einer solchen Kompensation bedarf es nicht, soweit
im Einzelfall ein Ausgleich oder Ersatz nach Maßgabe der Absätze 3 und 4 naturschutzfachlich nicht sinnvoll ist und durch Maßnahmen auf der Grundlage eines Konzepts eine naturschutzfachlich sinnvollere Aufwertung erfolgt,
infolge des Eingriffs innerhalb von fünf Jahren höherwertige Biotope entstehen oder entwickelt werden können als die Biotope, die auf der durch das Vorhaben in Anspruch genommenen Fläche vorhanden sind, oder
für die Schutzgüter Boden, Wasser, Klima und Luft entsprechende Maßnahmen nach dem sonstigen Fachrecht vorgesehen sind.
(3) 1Eine Beeinträchtigung ist ausgeglichen, wenn die betroffene Funktion unter Berücksichtigung der Maßgaben nach Anlage 5 Abschnitt A Spalte 3 durch Maßnahmen in dem in der Anlage 5 Abschnitt A Spalte 4 jeweils bezeichneten Raum und innerhalb einer angemessenen Frist wiederhergestellt ist. 2Bei der Festlegung von Ausgleichsmaßnahmen sind Entwicklungszeiten nach Anlage 5 Abschnitt B zu berücksichtigen.
(4) 1Eine Beeinträchtigung ist ersetzt, wenn die betroffene Funktion unter Berücksichtigung der Maßgaben nach Anlage 5 Abschnitt A Spalte 3 durch Maßnahmen in dem betroffenen nach Anlage 4 umgrenzten Naturraum und innerhalb einer angemessenen Frist hergestellt ist. 2Bei der Festlegung von Ersatzmaßnahmen sind Entwicklungszeiten nach Anlage 5 Abschnitt B zu berücksichtigen.
(5) Soweit Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes auszugleichen oder zu ersetzen sind, können die Anforderungen der Absätze 3 und 4 auch durch eine landschaftsgerechte Neugestaltung erfüllt werden.
(1) 1Soweit agrarstrukturelle Belange im Sinne des § 15 Absatz 3 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes betroffen sein können, beteiligt die zuständige Behörde bei der Prüfung der Geeignetheit der Flächen für Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen die zuständigen Landwirtschafts- und Forstbehörden. 2Agrarstrukturelle Belange sind insbesondere betroffen, wenn eine erhebliche Verminderung der land- oder forstwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche oder eine wesentliche Veränderung der für die Land- oder Forstwirtschaft erforderlichen Infrastruktureinrichtungen zu erwarten ist.
(2) 1Für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignete Böden im Sinne des § 15 Absatz 3 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes sind die Böden, die nach vorhandenen Informationen über den jeweiligen Landkreis oder die jeweilige kreisfreie Stadt, auf dessen oder auf deren Gebiet die Böden liegen, eine besonders hohe Nutzbarkeit aufweisen. 2Die Bewertung der Nutzbarkeit richtet sich nach der Bodenfruchtbarkeit gemessen an den Acker- und Grünlandzahlen nach dem Bodenschätzungsgesetz vom 20. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3150, 3176), das zuletzt durch Artikel 15 des Gesetzes vom 26. November 2019 (BGBl. I S. 1794) geändert worden ist. 3In die Bewertung sollen weitere Kriterien wie die Größe und der Zuschnitt der Flächen, deren äußere und innere Erschließung sowie weitere natürliche Ertragsbedingungen einbezogen werden, wenn für die Kriterien ein behördliches Konzept vorliegt.
(3) 1Eine Inanspruchnahme von für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeigneten Böden kann nur erfolgen, nachdem geprüft wurde, ob der Ausgleich oder Ersatz auch durch Maßnahmen zur Entsiegelung, durch Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen oder durch Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen erbracht werden kann. 2Sie bedarf einer Begründung im Rahmen der Angaben nach § 17 Absatz 4 des Bundesnaturschutzgesetzes.
(1) Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen, die in Anlage 6 Abschnitt A Spalte 1 aufgeführt sind, werden unter regelmäßiger Beachtung der in Anlage 6 Abschnitt A Spalte 2 genannten Anforderungen festgesetzt.
(2) 1Maßnahmen zur Entsiegelung werden unter Beachtung der Anlage 6 Abschnitt B festgesetzt. 2Sie dienen insbesondere dazu, eingriffsbedingte Neuversiegelungen und damit verbundene Beeinträchtigungen der natürlichen Bodenfunktionen auszugleichen oder zu ersetzen.
(3) 1Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen werden unter Beachtung der Anlage 6 Abschnitt C festgesetzt. 2Sie dienen insbesondere dazu, bestehende Beeinträchtigungen der ökologischen Austauschbeziehungen sowie des räumlichen Zusammenhangs von Lebensräumen zu verringern.
(1) 1Die während des nach § 15 Absatz 4 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes festgesetzten Zeitraums erforderliche Unterhaltung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umfasst die zur Entwicklung und Erhaltung erforderliche Pflege. 2Der Unterhaltungszeitraum richtet sich nach der für die Erreichung des Kompensationsziels erforderlichen Dauer; er überschreitet in der Regel die Dauer von 25 Jahren nicht.
(2) 1Die zuständige Behörde entscheidet über die Art und Weise der rechtlichen Sicherung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einschließlich der erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen nach pflichtgemäßem Ermessen. 2Maßnahmen, die auf Grundstücken der öffentlichen Hand durchgeführt werden sollen, bedürfen keiner dinglichen Sicherung. 3Maßnahmen, die auf Grundstücken des Verursachers eines Eingriffs durchgeführt werden sollen, bedürfen in der Regel keiner dinglichen Sicherung. 4Die rechtliche Sicherung hat so lange zu erfolgen, wie die durch den Eingriff verursachten Beeinträchtigungen des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes andauern.
(3) 1Der Verursacher eines Eingriffs kann die Durchführung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einschließlich der erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen durch Vertrag auf eine Einrichtung übertragen, die die Durchführung der Maßnahmen während des erforderlichen Zeitraums gewährleistet. 2Einrichtungen im Sinne des Satzes 1, denen die Durchführung von Maßnahmen im Zusammenhang mit Vorhaben, die vom Anwendungsbereich dieser Verordnung erfasst sind, übertragen werden kann, sind die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie nach Landesrecht anerkannte Einrichtungen.
(1) 1Beeinträchtigungen des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes sind im Sinne des § 15 Absatz 6 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht in angemessener Frist ausgleichbar oder ersetzbar, soweit die Anforderungen der §§ 8 und 9 aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht erfüllt werden können. 2Dies ist insbesondere der Fall, wenn
die betroffene Funktion durch Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen nicht oder nur unter unzumutbaren Belastungen herstellbar ist oder
Flächen, auf denen die Maßnahmen durchgeführt werden können, im betroffenen Naturraum nicht vorhanden oder nicht verfügbar sind.
(2) 1Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, die von Mast-, Turm- oder sonstigen Hochbauten verursacht werden, die höher als 20 Meter sind, sind in der Regel nicht ausgleichbar oder ersetzbar. 2Abweichend von Satz 1 ist der Rückbau bestehender Mast- und Turmbauten im räumlichen Zusammenhang als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme anzuerkennen.
(3) Der Verursacher des Eingriffs hat die Gründe für die Nichtausgleichbarkeit oder Nichtersetzbarkeit von erheblichen Beeinträchtigungen des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes im Rahmen der Angaben nach § 17 Absatz 4 des Bundesnaturschutzgesetzes darzulegen.
(1) Bemisst sich die Ersatzzahlung nach den durchschnittlichen Kosten der nicht durchführbaren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach § 15 Absatz 6 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes, sind die erforderlichen durchschnittlichen Kosten für die Flächenbereitstellung auf der Grundlage der Bodenrichtwerte nach § 196 des Baugesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), das durch Artikel 6 des Gesetzes vom 27. März 2020 (BGBl. I S. 587) geändert worden ist, festzustellen.
(2) 1Sind die durchschnittlichen Kosten der nicht durchführbaren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nicht feststellbar im Sinne von § 15 Absatz 6 Satz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes, beträgt die Ersatzzahlung für Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes
bei Mast- und Turmbauten, insbesondere bei Windenergieanlagen, Freileitungsmasten, Funkmasten, Funk- und Aussichtstürmen, Pfeilern von Talbrücken und vergleichbaren baulichen Anlagen entsprechend der nach § 6 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Anlage 1 Spalte 4 ermittelten Wertstufe des betroffenen Landschaftsbildes je Meter Anlagenhöhe
in Wertstufe 2: 100 Euro,
in Wertstufe 3: 200 Euro,
in Wertstufe 4: 300 Euro,
in Wertstufe 5: 500 Euro,
in Wertstufe 6: 800 Euro,
bei Gebäuden entsprechend der nach § 6 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Anlage 1 Spalte 4 ermittelten Wertstufe des betroffenen Landschaftsbildes je Kubikmeter umbauten Raums
in Wertstufe 2: 0,01 Euro,
in Wertstufe 3: 0,02 Euro,
in Wertstufe 4: 0,03 Euro,
in Wertstufe 5: 0,05 Euro,
in Wertstufe 6: 0,08 Euro,
bei Abgrabungen entsprechend der nach § 6 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Anlage 1 Spalte 4 ermittelten Wertstufe des betroffenen Landschaftsbildes je Quadratmeter in Anspruch genommener Fläche
in Wertstufe 2: 0,10 Euro,
in Wertstufe 3: 0,20 Euro,
in Wertstufe 4: 0,30 Euro,
in Wertstufe 5: 0,50 Euro,
in Wertstufe 6: 0,80 Euro,
bei Aufschüttungen entsprechend der nach § 6 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Anlage 1 Spalte 4 ermittelten Wertstufe des betroffenen Landschaftsbildes je 100 Kubikmeter aufgeschütteten Materials
in Wertstufe 3: 0,60 Euro,
in Wertstufe 4: 1 Euro,
in Wertstufe 5: 1,60 Euro,
in Wertstufe 6: 2,40 Euro.
2Sind von einem Vorhaben im Sinne des Satzes 1 unterschiedliche Wertstufen betroffen, ist ein gemittelter Betrag in Euro anzusetzen.
(3) 1In den Fällen des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 1 erfolgt die Ermittlung der Wertstufe des betroffenen Landschaftsbildes in einem Umkreis um die Anlage, dessen Radius das Fünfzehnfache der Anlagenhöhe beträgt. 2Umfasst ein Vorhaben zwei oder mehr Mast- oder Turmbauten oder werden Mast- oder Turmbauten im räumlichen Zusammenhang mit bereits bestehenden Mast- oder Turmbauten errichtet, verringert sich die nach Absatz 2 errechnete Ersatzzahlung um 15 Prozent. 3Wird die Landschaft zwischen Mastbauten durch eine oder mehrere Leitungen überspannt, erhöht sich die errechnete Ersatzzahlung um 10 Prozent. 4Für Windenergieanlagen auf See gilt § 15 Absatz 1 Nummer 2.
(4) 1Eine Zu- oder Umbeseilung im Sinne des § 3 Nummer 1 Buchstabe a oder b des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz, die ohne Erhöhung von Masten erfolgt, ist in der Regel im Hinblick auf das Landschaftsbild nicht zu kompensieren. 2Beim Ersatzneubau im Sinne des § 3 Nummer 4 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz ist lediglich die Erhöhung gegenüber dem Ausgangszustand relevant. 3Dies gilt auch für Zu- und Umbeseilungen, die nicht von Satz 1 erfasst werden. 4Beim Parallelneubau im Sinne des § 3 Nummer 5 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz verringert sich die nach Absatz 2 errechnete Ersatzzahlung abweichend von Absatz 3 Satz 2 um 30 Prozent.
(5) Nicht feststellbare Kosten im Sinne von § 15 Absatz 6 Satz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes sind die Kosten von nicht durchführbaren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, insbesondere in den Fällen des § 13 Absatz 1 Satz 2.
(1) Für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen auf See einschließlich der hierfür erforderlichen Nebeneinrichtungen im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels gelten die folgenden Maßgaben:
1Soweit eine Sicherheitszone nach § 53 des Windenergie-auf-See-Gesetzes vom 13. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2258, 2310), das zuletzt durch Artikel 21 des Gesetzes vom 13. Mai 2019 (BGBl. I S. 706) geändert worden ist, eingerichtet wird, in der die Fischerei während der gesamten Betriebsdauer ausgeschlossen wird, gelten die Beeinträchtigungen der Schutzgüter Biotope und Boden einschließlich der darin vorkommenden Pflanzen und Tiere als auch der Schutzgüter Wasser und Luft als kompensiert. 2Unter den Voraussetzungen des Satzes 1 gilt dies auch für Beeinträchtigungen der in Satz 1 genannten Schutzgüter durch Konverter, deren Sicherheitszone eine Schnittmenge mit den von Satz 1 erfassten Sicherheitszonen aufweist. 3Die Erlaubnis passiver Fischerei mit Reusen und Körben außerhalb des Bereichs der Sicherheitszone, in dem sich die Anlagen selbst befinden, bleibt von Satz 1 unberührt.
Für Anlagen in einem Cluster im Sinne von § 3 Nummer 1 des Windenergie-auf-See-Gesetzes verringert sich abweichend von § 14 Absatz 3 Satz 2 die nach § 14 Absatz 2 errechnete Ersatzzahlung um 35 Prozent.
Bei der Bemessung des Ersatzgeldes nach § 14 Absatz 2 Nummer 1 ist für das beeinträchtigte Landschaftsbild die Wertstufe 2 nach § 14 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a zugrunde zu legen.
(2) Die Geltung dieser Verordnung für die Vermeidung und Kompensation von Eingriffen im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels bleibt im Übrigen unberührt.
Setzt die zuständige Behörde eine Sicherheitsleistung für die Ersatzzahlung nach § 15 Absatz 6 Satz 6 zweiter Halbsatz des Bundesnaturschutzgesetzes in Art und Umfang fest, kann sie neben den in § 232 des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I S. 738), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. März 2020 (BGBl. I S. 541) geändert worden ist, vorgesehenen Arten der Sicherheit zulassen, dass die Sicherheit bewirkt wird durch
die Stellung einer Konzernbürgschaft,
(1) Diese Verordnung findet keine Anwendung auf Eingriffe in Natur und Landschaft,
deren Zulassung vor dem 3. Juni 2020 bei einer Behörde beantragt wurde, deren Anzeige vor dem 3. Juni 2020 erfolgt ist oder, für den Fall, dass sie von einer Behörde durchgeführt werden, mit deren Durchführung vor dem 3. Juni 2020 begonnen wurde oder
bei denen die zuständige Behörde vor dem 3. Juni 2020 Folgendes erfolgt ist:
die Einleitung des Verfahrens zur Feststellung der UVP-Pflicht nach § 5 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2513) geändert worden ist, oder nach entsprechenden Vorschriften des Landesrechts,
die Einleitung des Verfahrens zur Unterrichtung über den Untersuchungsrahmen nach § 15 Absatz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach entsprechenden Vorschriften des Landesrechts oder
die Vorlage des UVP-Berichts durch den Vorhabenträger nach § 16 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist diese Verordnung anzuwenden, wenn der Verursacher eines Eingriffs dies beantragt.
(3) Bevorratete Kompensationsmaßnahmen nach den §§ 16 und 56a des Bundesnaturschutzgesetzes können weiterhin als Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes herangezogen werden.
(4) 1Die Erfassung der im Einwirkungsbereich des Vorhabens liegenden Biotope erfolgt anhand der Kartieranleitung zu dieser Verordnung. 2Solange eine solche Kartieranleitung zu dieser Verordnung noch nicht vorliegt, soll die Erfassung der im Einwirkungsbereich des Vorhabens liegenden Biotope anhand der bereits gebräuchlichen Kartieranleitungen der jeweils von dem Vorhaben betroffenen Länder erfolgen.
Schutzgüter Funktionen Erfassung und Bewertung Bedeutung der Funktionen
Tiere Vielfalt von Tierarten
innerartlichen Vielfalt Lebensräume mit Vorkommen
von Tierarten hinsichtlich ihrer
Bedeutung für die Sicherung
der biologischen Vielfalt.
eingriffsrelevante Arten
bzw. Artengruppen.
Eingriffsrelevante Arten bzw.
Artengruppen bilden die
Lebensraumqualität, insbe-
sondere unter Berücksich-
tigung indikatorischer Ansät-
ze, im Eingriffsraum hinrei-
chend ab.
Die Ergebnisse der Erfassung
von Arten und Lebensräumen
der FFH- und der Vogel-
schutzrichtlinie, sowie weiterer
einschlägiger Gutachten, sind
bei der Einschätzung der
Bedeutung des vom Eingriff
betroffenen Raumes mit
heranzuziehen. hervorragend (6):
Lebensräume mit Vorkommen von Tierarten,
die für die Sicherung der biologischen Viel-
falt eine hervorragende Bedeutung
insbesondere aufgrund ihrer Gefährdung
sehr hoch (5):
falt eine sehr hohe Bedeutung insbesondere
aufgrund ihrer Gefährdung haben
hoch (4):
falt eine hohe Bedeutung insbesondere
mittel (3):
falt eine mittlere Bedeutung haben,
z. B. im Falle von aktuell noch ungefährdeten
Tierarten mit spezifischen Lebensraum-
gering (2):
falt eine geringe Bedeutung haben
sehr gering (1):
falt eine sehr geringe oder keine Bedeutung
Pflanzen Vielfalt von Pflanzen-
arten einschließlich der
innerartlichen Vielfalt Standorte von Pflanzenarten
für die Sicherung der bio-
logischen Vielfalt.
Standorte eingriffsrelevanter
Arten bzw. Artengruppen.
ze, im Eingriffsraum
hinreichend ab.
der FFH-Richtlinie, sowie
weiterer einschlägiger Gut-
achten, sind bei der Einschät-
zung der Bedeutung des vom
Eingriff betroffenen Raumes
mit heranzuziehen. hervorragend (6):
Standorte von Pflanzenarten, die für die
Sicherung der biologischen Vielfalt eine
hervorragende Bedeutung insbesondere
Sicherung der biologischen Vielfalt eine sehr
hohe Bedeutung insbesondere aufgrund
ihrer Gefährdung haben
Sicherung der biologischen Vielfalt eine hohe
Bedeutung insbesondere aufgrund ihrer
Gefährdung haben
mittlere Bedeutung haben, z. B. im Falle
von aktuell noch ungefährdeten
Pflanzenarten mit spezifischen Standort-
geringe Bedeutung haben
geringe oder keine Bedeutung haben
Boden natürliche Boden-
Regler- und Speicher-
Filter- und Puffer-
natürliche Boden-
fruchtbarkeit Auswertung vorhandener
Bodeninformationen/-daten
und weiterer Datengrundlagen
Eigenschaften von Böden zur
Einschätzung der Boden-
funktionen, z. B. Bodenart
Bestehende Versiegelungen/
Überschüttungen
Bestehende Verdichtungen
Veränderung des mit der
belebten Bodenschicht in
Verbindung stehenden Grund-
wasserspiegels durch Grund-
wasserabsenkung oder Über-
Stoffliche Belastungen von
Böden (Erfassung in der Regel
über BBodSchG/BBodSchV) hervorragend (6):
Böden mit hervorragender Ausprägung der in
Spalte 2 genannten Bodenfunktionen
Böden mit sehr hoher Ausprägung der in
Böden mit hoher Ausprägung der in Spalte 2
genannten Bodenfunktionen
Böden mit mittlerer Ausprägung der
in Spalte 2 genannten Bodenfunktionen
Böden mit geringer Ausprägung der
Fläche versiegelt oder befestigt
Vielfalt von Boden-
typen und Boden-
formen als Ausdruck
des natürlichen und
kulturellen Erbes Auswertung vorhandener
Ausprägungen von Böden
hinsichtlich ihrer wissen-
schaftlichen, naturgeschicht-
lichen, kulturhistorischen oder
landeskundlichen Bedeutung
unter Berücksichtigung vorge-
nommener Schutzwürdigkeits-
und Gefährdungseinstufungen
und der Funktion als Archiv
der Natur- und Kultur-
geschichte hervorragend (6):
Ausprägungen von Böden mit hervor-
ragender wissenschaftlicher, natur-
geschichtlicher, kulturhistorischer oder
landeskundlicher Bedeutung
Ausprägungen von Böden mit sehr hoher
wissenschaftlicher, naturgeschichtlicher,
kulturhistorischer oder landeskundlicher
Ausprägungen von Böden mit hoher
Ausprägungen von Böden mit einer mittleren
wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen,
kulturhistorischen oder landeskundlichen
Ausprägungen von Böden mit geringer
Ausprägungen von Böden mit sehr geringer
bis keiner wissenschaftlichen, natur-
geschichtlichen, kulturhistorischen oder
Wasser Funktionen für den Na-
turhaushalt, die sich
aus der Qualität und
Quantität der Ober-
flächengewässer ein-
schließlich der natürli-
chen Selbstreinigungs-
fähigkeit der Fließ-
gewässer ergeben Auswertung vorhandener
Datengrundlagen hinsichtlich
der Gewässerqualität, der
Hydromorphologie und des
Abflusses Die Bewertung erfolgt abweichend von § 6
Absatz 1 Satz 2 verbal-argumentativ.
Dabei wird u. a. die Einstufung des öko-
logischen und chemischen Zustands bzw.
das ökologische Potenzial der Oberflächen-
gewässer nach der
Funktionen für den Na-
Quantität des Grund-
wassers ergeben Auswertung vorhandener
der Art und Mächtigkeit des
(Ergiebigkeit), Grundwasser-
qualität, Grundwasserflur-
abstand, Art und Mächtigkeit
der Deckschichten u. a. Die Bewertung erfolgt abweichend von § 6
Dabei wird u. a. die Einstufung des
mengenmäßigen Grundwasserzustands und
des chemischen Grundwasserzustands nach
der Grundwasserverordnung berücksichtigt.
funktion und Funktio-
nen im Niederschlags-
Abflusshaushalt
(Retentionsfunktion) Betroffenheit von Fließgewäs-
sern, Auenbereichen bzw.
Überschwemmungsbereichen
und Rückhalteflächen,
Auswertung vorhandener
festgesetzte oder vorläufig
gesicherte Überschwem-
Überschwemmungsflächen Die Bewertung erfolgt abweichend von § 6
Absatz 1 Satz 2 verbal-argumentativ,
u. a. unter Zugrundelegung der Über-
flutungswahrscheinlichkeit der betreffenden
Fließgewässer und Auen.
Klima, Luft klimatische und luft-
hygienische Aus-
gleichsfunktionen Sofern ein Bezug der Entste-
hungsgebiete und Leitbahnen
zu Siedlungen bzw.
Belastungsräumen besteht,
Frisch- und Kaltluftentste-
hungsgebiete
Frisch- und Kaltluftleitbahnen
Freiräume mit bioklimatischer
Bedeutung im Siedlungsraum
Art und Größe der Siedlungen
bzw. Belastungsräume hervorragend (6):
besonders leistungsfähige Kalt- oder
Frischluftentstehungsgebiete in Verbindung
mit Kaltluftabfluss- oder Luftleitbahnen oder
besonders leistungsfähige Freiräume und
Freiflächen jeweils im stark belasteten Sied-
leistungsfähige Kalt- oder Frischluftentste-
hungsgebiete in Verbindung mit Kaltluftab-
fluss- oder Luftleitbahnen oder leistungs-
fähige Freiräume und Freiflächen jeweils im
stark belasteten Siedlungsraum
mäßig belasteten Siedlungsraum
fluss- oder Luftleitbahnen oder leistungsfähige
Freiräume und Freiflächen jeweils im unbe-
lasteten/gering belasteten Siedlungsraum
weniger leistungsfähige Kalt- oder Frisch-
luftentstehungsgebiete in Verbindung mit
Kaltluftabfluss- oder Luftleitbahnen oder
weniger leistungsfähige Freiräume und
Freiflächen oder kein Bezug zu einem
fehlende Kalt- oder Frischluftentstehungs-
gebiete oder fehlende Freiräume und
Klimaschutzfunktionen
durch Treibhausgas-
speicher oder -senken Ökosysteme, die als Treib-
hausgasspeicher oder -sen-
ken fungieren:
insbesondere Bodentyp
einschließlich Humusgehalt,
Moore und ihre Degradations-
und Regenerationsstadien
Kohlenstofffestlegung und
Treibhausgase hervorragend (6):
sehr hoch/hoch (5/4):
leicht entwässerte/degradierte Moore,
Wälder und weitere Standorte, die dauerhaft
vegetationsbedeckt sind - Einzelfallprüfung
Standorte mit mittleren Speicher- oder
Senkenpotenzialen
Standorte mit geringen Speicher- oder
Standorte mit sehr geringen bis fehlenden
Speicher- oder Senkenpotenzialen,
insbesondere versiegelte Flächen
ist die je-
weils höher
gebend Vielfalt von Land-
schaften als Ausdruck
kulturellen Erbes Landschaftskategorien:
Naturlandschaften -
§ 1 Abs. 4 Nr. 1 BNatSchG:
Räume mit naturlandschaft-
licher Prägung (z. B. Buchen-
wälder, Moore, Flussauen)
Kulturlandschaften -
Räume, die durch spezifische
historische Nutzungen, Struk-
turen und/oder Elemente ge-
prägt sind
Naturnahe Kulturland-
schaften ohne wesentliche
Prägung durch technische
Landschaftsräume mit einem
hohen Anteil an naturnahen
Biotopen und einer geringen
Zerschneidung (vgl. § 1 Abs. 5
Sonstige besondere Einzel-
landschaften mit besonderer
natürlicher und kultureller
z. B. bergbaulich oder
militärisch überprägte Land-
schaften mit besonderer
Naturausprägung und beson-
deren Relikten hervorragend (6):
eine Landschaft von hervorragender
Bedeutung aufgrund ihres Gesamtcharakters
oder aufgrund einer hervorragenden Aus-
prägung charakteristischer Merkmale der
jeweiligen Landschaftskategorie
eine Landschaft von sehr hoher Bedeutung
aufgrund ihres Gesamtcharakters oder
aufgrund einer sehr hohen Ausprägung
charakteristischer Merkmale der jeweiligen
eine Landschaft von hoher Bedeutung
aufgrund einer hohen Ausprägung
eine Landschaft mit einer mittleren
Ausprägung mehrerer wertbestimmender
Merkmale der in Spalte 3 genannten
eine Landschaft mit wenigen wertbestim-
menden Merkmalen der in Spalte 3
genannten Landschaftskategorien
eine Landschaft mit sehr wenigen oder
keinen wertbestimmenden Merkmalen
der in Spalte 3 genannten Landschafts-
des Erlebens und
Wahrnehmens von
Landschaft einschließ-
lich der Eignung der
Landschaft für die
landschaftsgebundene
Erholung Gesamthafte Erfassung der
Erlebnis- und Wahrneh-
mungsqualität der Landschaft
in konkreten Landschafts-
bildeinheiten im Hinblick auf
die landschaftliche Alltags-
erfahrung der Bevölkerung
sowie die landschaftsgebun-
dene Erholung; dabei beson-
dere Berücksichtigung der
Eigenart des jeweiligen Land-
schaftstyps
landschaftsprägende
Elemente, die bei der Bestim-
mung der Landschaftsbild-
qualität berücksichtigt werden
(einschließlich ihrer Dichte und
Anordnung):
mungsqualität der Einzel-
(den zuvor benannten Schutz-
gütern zugeordnet, z. B. Bio-
toptypen), sofern ihnen eine
landschaftsprägende Bedeu-
weitere Einzelelemente von
besonderer Erlebnis- und
Wahrnehmungsqualität sind
Hangkanten und Hügel,
Einzelbäume, Baumgruppen
und Waldränder, Wege unter-
schiedlicher Ausprägung
Landschaftstypen als erste
Stufe der Bestimmung der
Waldlandschaften/waldreiche
strukturreiche Kulturland-
Mittelgebirgslandschaften mit
Wechsel von Wald, Ackerbau,
Grünland und anderen Land-
weitere strukturreiche Kultur-
landschaften, z. B. durch
Weinbau, Obstbau, Gewässer,
Heiden oder Moore geprägte
weiträumige ackerbaulich ge-
prägte Kulturlandschaften
weiträumige grünlandgeprägte
Alpen-/Voralpenlandschaft
urbane/semi-urbane Land-
schaften hervorragend (6):
Landschaftsbildeinheit mit herausragender
Bedeutung für das Erleben und Wahrnehmen
von Natur und Landschaft, z. B. unverbaute,
naturnahe Küstenlandschaften; durch
extensive Grünlandnutzung geprägte Vor-
alpenlandschaften mit Niedermooren, Seen
und Hochgebirgskulisse
Landschaftsbildeinheit mit sehr hoher Be-
deutung für das Erleben und Wahrnehmen
von Natur und Landschaft, z. B. großflächige,
weitgehend ungestörte Waldgebiete mit
charakteristischen Waldtypen und weiteren
Elementen wie Felsen oder naturnahen
Bachläufen; Räume in weiträumigen offenen,
ackerbaulich geprägten Kulturlandschaften
mit Grünlandauen und weiteren für den
konkreten Raum typischen Landschafts-
für das Erleben und Wahrnehmen von Natur
und Landschaft, z. B. Räume in semi-
urbanen Landschaften mit Landschafts-
elementen, die deren Eigenart betonen und
zur landschaftsgebundenen Erholung be-
sonders geeignet sind; Gebiete in struktur-
reichen Mittelgebirgen mit typischem
Wechsel von Ackerbau, Grünland und Wald
einschließlich gliedernder Gehölze
Landschaftsbildeinheit mit mittlerer Bedeu-
tung für das Erleben und Wahrnehmen
von Natur und Landschaft, z. B. mono-
strukturierte Wälder oder reliefarme Acker-
landschaften ohne Strukturierung durch
Gewässer oder Gehölze
Landschaftsbildeinheit mit geringer Bedeu-
tung für das Erleben und Wahrnehmen von
Natur und Landschaft, z. B. urbane/
semi-urbane Landschaften mit geringem
Freiraumanteil und mit geringer städte-
baulicher Attraktivität
Landschaftsbildeinheit mit sehr geringer
von Natur und Landschaft, z. B. urbane/
semi-urbane Landschaften mit sehr
geringem Freiraumanteil oder mit sehr
geringer städtebaulicher Attraktivität
Code Biotoptyp Biotop-
BIOTOPTYPEN DER MEERE UND KÜSTEN
02. BENTHAL DER NORDSEE
02.01 Eulitorales Benthal der Nordsee (Wattflächen, kurz: EBN)
02.01.01.01 EBN Felsen- und Steingrund mit Epibenthos 17
02.01.01.01.02 EBN Felsen- und Steingrund mit epibenthischen Muscheln (Bivalvia) 19
02.01.01.02 EBN Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
epibenthische Makroflora oder -fauna 15
02.01.02.01 EBN Schillgrund mit Epibenthos 21
02.01.02.02 EBN Schillgrund mit Infauna 15
02.01.02.03 EBN Schillgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora
oder -fauna 15
02.01.03 EBN Torfgrund - ausschließlich Wattenmeer und Ästuare 18
02.01.04.01 EBN Sandgrund mit Epibenthos (ggf. mit Queller oder Schlickgras) 17
02.01.04.01.01.03 EBN Sandgrund mit Seegras (Zostera-Seegraswiesen) 18
02.01.04.01.02 EBN Sandgrund mit (lagestabilen) epibenthischen Muscheln (Bivalvia) 21
02.01.04.02 EBN Sandgrund mit Infauna 16
02.01.04.03 EBN Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora
und -fauna 15
02.01.05.01 EBN Schlickgrund mit Epibenthos (ggf. mit Queller oder Schlickgras) 17
02.01.05.01.01.03 EBN Schlickgrund mit Seegras (Zostera-Seegraswiesen) 18
02.01.05.01.02 EBN Schlickgrund mit (lagestabilen) epibenthischen Muscheln (Bivalvia) 21
02.01.05.02 EBN Schlickgrund mit Infauna 17
02.01.05.03 EBN Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
Makroflora oder -fauna 16
02.01.06a EBN Biogenes Riff mit Europäischen Austern 23
02.01.07a EBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Pazifischen Austern 16
02.01.08a EBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis) 22
02.01.09a EBN Muschelkulturen 8
02.02 Sublitorales Benthal der Nordsee (kurz: SBN)
02.02.01.01 SBN Felsen- und Steingrund mit Epibenthos 13
02.02.01.02 SBN Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
epibenthische Makroflora oder -fauna 11
02.02.02a SBN Geschiebemergel-/Kleigrund - vorwiegend an exponierten Küstenabschnitten 13
02.02.04.01 SBN Schillgrund mit Epibenthos 15
02.02.04.01.02 SBN Schillgrund mit Nesseltieren (Cnidaria) 16
02.02.04.02 SBN Schillgrund mit Infauna 11
02.02.04.03 SBN Schillgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora
oder -fauna 11
02.02.05 SBN Torfgrund - vorwiegend Wattenmeer und Ästuare 14
02.02.06.01 SBN Mischsubstrat mit Epibenthos 15
02.02.06.02 SBN Mischsubstrat mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
02.02.07 SBN Grobsedimentbank (Sandbank-Komplex) 14
02.02.08.01 SBN Ebenes Grobsediment mit Epibenthos 15
02.02.08.02 SBN Ebenes Grobsediment mit Infauna 14
02.02.08.02.01.02 SBN Ebenes Grobsediment mit Goniadella-Spisula-Gemeinschaft, dominiert von
Trogmuscheln (Mactra/Spisula) 15
02.02.08.03 SBN Ebenes Grobsediment mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
Makroflora oder -fauna 11
02.02.09 SBN Sandbank (inkl. Megarippelfelder) 13
02.02.10.01 SBN Ebener Sandgrund mit Epibenthos 15
02.02.10.01.01a SBN Ebener Sandgrund mit Makrophytenbeständen oder Seegraswiesen
(wurzelnden Pflanzen, Laichkräutern, Meersalden, Zostera-Seegraswiesen oder
Teichfaden) - nur Wattenmeer und Ästuare 18
02.02.10.02 SBN Ebener Sandgrund mit Infauna 13
02.02.10.02.01.01 SBN Sandgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Callianassa/
Nephrops/Upogebia 14
02.02.10.02.01.02 SBN Ebener Sandgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von
Islandmuscheln (Arctica islandica) 17
02.02.10.02.03 SBN Ebener Sandgrund mit Bathyporaia-Tellina-Gemeinschaft - nur offene Nordsee 14
02.02.10.03 SBN Ebener Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
02.02.11.01 SBN Schlickgrund mit Epibenthos, vor allem mit wurzelnden Pflanzen - nur gering
exponierte, flache Buchten des Wattenmeeres und der Ästuare 17
02.02.11.02 SBN Schlickgrund mit Infauna 13
02.02.11.02.01.01 SBN Schlickgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Calianassa/
02.02.11.02.01.02 SBN Schlickgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von
02.02.11.02.02.04 SBN Schlickgrund mit Nucula nitidosa-Gemeinschaft, dominiert von Islandmuscheln
(Arctica islandica) 17
02.02.11.03 SBN Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makro-
flora und -fauna - vorwiegend gering exponierte, flache Buchten des Wattenmeeres
und der Ästuare 11
02.02.12a SBN Geogenes Riff inkl. Steinfeld/Blockfeld, mariner Findling, Restsediment mit
vereinzelten Steinen oder Blöcken 17
02.02.13a.01 SBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis) 20
02.02.13a.02 SBN Biogenes Riff mit epibenthischen Vielborstern, v. a. Sandkoralle (Sabellaria) 22
02.02.13a.03 SBN Biogenes Riff mit Europäischen Austern 22
02.02.13a.04 SBN Biogenes Riff mit Pazifischen Austern 13
02.02.13a.05 SBN Artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe 15
02.02.13a.06 SBN Muschelkulturen 7
05. BENTHAL DER OSTSEE
05.01 Hydrolitorales Benthal der Ostsee (Windwatt, kurz: HBO)
05.01.01 HBO Felsen- und Steingrund 12
05.01.01.01.01 HBO Felsen- und Steingrund mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a.
Fucus vesiculosus 16
05.01.02 HBO Torfgrund 15
05.01.03 HBO Mischsubstrat 12
05.01.03.01.01 HBO Mischsubstrat mit wurzelnden Pflanzen - überwiegend in flachen Buchten
(Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren 16
05.01.03.01.02 HBO Mischsubstrat mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a. Fucus
vesiculosus 16
05.01.04 HBO Grobsediment 12
05.01.04.01.01 HBO Grobsediment mit wurzelnden Pflanzen - überwiegend in flachen Buchten
05.01.04.01.01 HBO Grobsediment mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a. Fucus
05.01.05.01.01 HBO Sandgrund mit wurzelnden Pflanzen - überwiegend in flachen Buchten
05.01.05.02 HBO Sandgrund mit Infauna 14
05.01.05.03a HBO Hydrolitoraler Sandgrund der Ostsee mit (vereinzeltem) Epibenthos oder ohne
Makroflora oder -fauna 12
05.01.06.02 HBO Schlickgrund mit Infauna 14
05.01.06.03a HBO Schlickgrund mit (vereinzeltem) Epibenthos oder ohne Makroflora oder -fauna 12
05.02 Sublitorales Benthal der Ostsee (kurz: SBO)
05.02.01.01 SBO Felsen- und Steingrund mit Epibenthos 13
05.02.01.01.01a SBO Felsen- und Steingrund mit Fucus oder Furcellaria lumbricalis 15
05.02.01.02 SBO Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
Makroflora und -fauna 11
05.02.02a SBO aufragender oder ebener Geschiebemergelgrund - vorwiegend an exponierten
Küstenabschnitten der offenen Ostsee 13
05.02.04 SBO Schillgrund 13
05.02.05 SBO Torfgrund 14
05.02.06.01 SBO Mischsubstrat mit Epibenthos 13
05.02.06.01.01.01 SBO Mischsubstrat mit Armleuchteralgen (Characeae) - nur in flachen Buchten
(Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren 15
05.02.06.01.01.04a SBO Mischsubstrat mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen) 16
05.02.06.01.02.01a SBO Mischsubstrat mit Fucus oder Furcellaria lumbricalis 15
05.02.06.02 SBO Mischsubstrat mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
05.02.07 SBO Grobsedimentbank (Sandbank-Komplex) 13
05.02.08.01.01.03 SBO Ebenes Grobsediment mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen) 16
05.02.08.01.02 SBO Ebenes Grobsediment mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen 15
05.02.08.02 SBO Ebenes Grobsediment der Ostsee mit Infauna 13
05.02.08.03a SBO Ebenes Grobsediment mit (vereinzeltem) Epibenthos, Weidegängern oder ohne
05.02.09 SBO Sandbank (Sandbank-Komplex, inkl. Megarippelfelder) 11
05.02.10.01 SBO Ebener Sandgrund mit Epibenthos oder wurzelnden Pflanzen 14
05.02.10.01.01.01 SBO Ebener Sandgrund mit Armleuchteralgen (Characeae) - nur in flachen Buchten
05.02.10.01.01.04 SBO Ebener Sandgrund mit Nixkraut (Najas marina) - nur in flachen Buchten
05.02.10.01.01.05 SBO Sandgrund mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen) 16
05.02.10.01.03 SBO Ebener Sandgrund mit mehrjährigen (nicht festsitzenden) Makroalgen - nur in
flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren 15
05.02.10.02 SBO Ebener Sandgrund mit Infauna 11
05.02.10.03 SBO Ebener Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
05.02.11.01 SBO Schlickgrund mit Epibenthos oder wurzelnden Pflanzen 13
05.02.11.01.01.01 SBO Schlickgrund mit Armleuchteralgen (Characeae) - nur in flachen Buchten
05.02.11.01.01.04 SBO Schlickgrund mit Nixkraut (Najas marina) - nur in flachen Buchten (Bodden,
Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren 15
05.02.11.01.01.05 SBO Sandgrund mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen) 16
05.02.11.02 SBO Schlickgrund mit Infauna 11
05.02.11.03 SBO Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne
05.02.12a SBO Geogenes Riff inkl. Steinfeld/Blockfeld, mariner Findling, Restsediment mit
vereinzelten Steinen oder Blöcken 16
05.02.13a SBO Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis) 15
05.02.14a SBO Artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe 15
06a. ANTHROPOGENE STRUKTUREN IM MEERES- UND KÜSTENBEREICH
06a.01. Künstliche Strukturen im Meeres- und Küstenbereich
06a.01.01 Hafenbecken und Marinas 6
06a.01.02 Hafenanlage an Land, Kai 1
06a.01.03 Küstenschutzbauwerk (inkl. Steinschüttungen, Deckwerke) 4
06a.01.04 Buhne, Mole 5
06a.01.05 Lahnung 9
06a.01.06 Schiffswrack 9
06a.02 Sonstige technische Bauwerke über Meeresboden
06a.02.01 Technisches Bauwerk aus Naturstein/natürlichem Substrat in gleichartigem
natürlichen Umgebungssubstrat 9
06a.02.02 Technisches Bauwerk aus Naturstein/natürlichem Material in anderem natürlichen
06a.02.03 Technisches Bauwerk aus sonstigen Materialien 2
06a.03 Naturfernes Salz- und Brackgewässer im Küstenbereich
06a.03.01 Fahrrinne im Wattenmeer 5
06a.03.02 Ausgebauter Brackwasserbach 8
06a.03.03 Salz- und Brackwassergraben im Küstenbereich 8
06a.03.04 Naturfernes salzhaltiges Abgrabungsgewässer der Küste 5
06a.03.05 Sonstiges anthropogenes Salz- und Brackgewässer im Küstenbereich 6
06a.04 Anthropogene Sand-, Spül- und Verlandungsflächen
06a.04.01 Spülfläche mit Wattvegetation 10
06a.04.02 Spülfläche mit Salzwiese 10
06a.04.03 Sonstige Spül- und Verlandungsflächen 8
07.01 Unteres Salzgrünland der Nordseeküste (z. B. Andelrasen) 18
07.02 Höhergelegenes Salzgrünland der Nordseeküste (z. B. Rotschwingel- und
Bottenbinsenrasen) 16
07.03 Strandwiesen der Nordseeküste [Komplex] 19
07.04 Brack- und Salzwasserröhricht der Nordseeküste und der Ästuare 18
07.05 Brackwasser-Hochstaudenflur der Nordseeküste und der Ästuare 20
07.06 Brackwasserbeeinflusstes Grünland der Nordseeküste und der Ästuare 20
08. SALZGRÜNLAND, BRACKWASSERRÖHRICHTE UND HOCHSTAUDENFLUREN
DES GEOLITORALS DER OSTSEEKÜSTE
08.01 Salzgrünland des Geolitorals der Ostseeküste (ohne Röhrichte) 21
08.02 Brackwasserröhrichte der Ostseeküste (Übergangsbereich Hydro- und
Geolitoral) 17
08.03 Brackwasser-Hochstaudenfluren der Ostseeküste 18
08.04 Schlenke, Kolk und Rinne des Geolitorals der Ostseeküste mit Pionier-
vegetation (u. a. Queller) 18
08.05 Strandwiesen der Ostseeküste [Komplex] 18
09. SÄNDE, SAND-, GERÖLL- UND BLOCKSTRÄNDE
09.01 Sandbank, Außensand und Nehrungshaken 18
09.02 Sandstrände und Sandplaten 18
09.03 Kies- und Geröllstrände 17
09.04 Blockstrände 17
09.05 Strandwälle 18
09.06 Strandgewässer 20
10. KÜSTENDÜNEN
10.01 Vordüne 20
10.02 Weißdüne 18
10.03 Graudünen (Dünenrasen) 20
10.04 Braundünen (Küstendünenheiden) 20
10.05 Feuchte/nasse Dünentäler, inkl. Dünenmoore [Komplex] 24
10.06 Dünengebüsche 18
10.07 Wanderdüne 22
11. FELS- UND STEILKÜSTEN
11.01 Sandstein-Felsküste (nur Helgoland) 22
11.02 Kreide-Felsküste (Ostsee) 18
11.03 Geestkliff der Nordseeküste und -inseln 19
11.04 Moränensteilküsten der Ostsee 17
12a. FLIESSGEWÄSSER DER BRACKWASSER-ÄSTUARE
12a.01 Unverändertes und gering verändertes Fließgewässer der Brackwasser-
Ästuare 23
12a.02 Mäßig verändertes Fließgewässer der Brackwasser-Ästuare 15
12a.03 Stark verändertes Fließgewässer der Brackwasser-Ästuare 6
12a.04 Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs
an Ästuaren einschließlich Brackwasserwatt
12a.04.01 - Natürliche oder naturnahe Ausprägung 20
12a.04.02 - Bedingt naturnahe Ausprägung 14
BIOTOPTYPEN DES BINNENLANDES
22. QUELLEN (inkl. Quellabfluss [Krenal])
22.01.01 Kalkarme Sicker- und Sumpfquellen (Helokrenen) 22
22.01.02 Kalkreiche Sicker- und Sumpfquellen (Helokrenen) (inkl. Kalktuff-Sicker- und
-Sumpfquelle) 20
22.02 Grundquellen (Limnokrenen) 22
22.03 Sturzquellen (Rheokrenen) (inkl. Kalktuff-Sturzquelle) 22
22.04 Salz- oder Solquellen 23
22.05 künstlich gefasste Quellen 11
23. FLIESSENDE GEWÄSSER
23.01 Natürliche und naturnahe Fließgewässer 22
23.02 Anthropogen mäßig beeinträchtigte Fließgewässer 17
23.03 Anthropogen stark beeinträchtigte Fließgewässer
23.03a.01 - Typische Ausprägung 8
23.03a.02 - Besondere Ausprägung mit Flachwasserzonen oder Wasserpflanzen 13
23.04 Anthropogen sehr stark veränderte Fließgewässer
23.04a.01 - Typische Ausprägung 5
23.04a.02 - Besondere Ausprägung mit Flachwasserzonen oder Wasserpflanzen 9
23.05 Künstliche lineare Gewässerstrukturen
23.05.01a Graben mit periodischer oder dauerhafter Wasserführung (fließendes oder stehendes
23.05.01a.01 - Naturnahe Ausbildung/ohne oder mit extensiver Unterhaltung 13
23.05.01a.02 - Naturferne Ausbildung/intensive Unterhaltung 8
23.05.02 Technische Rinne, Halbschale 3
23.05.03 Verrohrung 1
23.05.04a Kanäle
23.05.04a.01 - Naturnahe Ausprägung 10
23.05.04a.02 - Naturferne Ausprägung 4
23.05.05a Technische Uferbefestigungen und -vorschüttungen, Regelungsbauwerke 3
23.05.06a Technische-biologische Ufersicherungen 8
23.05.07a Spundwand 1
23.05.08a Sonstige lineare Gewässerstrukturen, z. B. Fischpässe und Umgehungsgerinne
23.05.08a.01 - Naturnahe Ausbildung 11
23.05.08a.02 - Naturferne Ausbildung 4
23.06 Mündungen in Binnengewässer 17
23.07 Sonderformen im Fließgewässerverlauf
23.07.01 Wasserfall 21
23.07.02 Altarm 21
23.07.03 Seeabfluss (natürlich oder naturnah) 17
23.07.04 Staustrecke 6
23.07.05 Salzbach 22
23.08 Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs
an fließenden Gewässern (einschließlich Süßwasserwatt)
23.08a.01 - Natürliche oder naturnahe Ausprägung 20
23.08a.02 - Bedingt naturnahe Ausprägung 14
23.09 Natürliche und naturnahe temporäre Fließgewässer 20
24. STEHENDE GEWÄSSER
24.01 Dystrophe stehende Gewässer/Moorgewässer (natürliche oder naturnahe)
24.01a Natürliche dystrophe Gewässer 20
24.01b Naturnahe dystrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer
(Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden) 16
24.02 Oligotrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)
24.02a Natürliche oligotrophe Gewässer 22
24.02b Naturnahe oligotrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer
(Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden) 17
24.03 Mesotrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)
24.03a Natürliche mesotrophe Altwasser 20
24.03b Sonstige natürliche mesotrophe Gewässer 19
24.03c Naturnahe mesotrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer
24.04 Eutrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)
24.04a Natürliches eutrophes Altwasser und eutrophe Tümpel 19
24.04b Sonstige natürliche eutrophe Gewässer 16
24.04c Naturnahe eutrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer
(Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden) 15
24.05 Poly-hypertrophe stehende Gewässer 7
24.06 Salzhaltige Binnengewässer (natürliche oder naturnahe)
24.06.01 Salzhaltiges, perennierendes, stehendes Gewässer (Binnenlandsalzstellen) 21
24.06.02 Gipshaltiges, perennierendes, stehendes Gewässer 20
24.06.03 Salztümpel des Binnenlandes 21
24.07 Weitere stehende Gewässer
24.07.01 Naturferner, wassergefüllter Torfstich (aktuell im Abbau) 4
24.07.02 Fischzuchtgewässer (intensive Nutzung) 6
24.07.02a Naturnahe Fischzuchtgewässer (extensive Nutzung) 11
24.07.05 Zier- und Löschteich 5
24.07.06 Klär- bzw. Schönungsteich 4
24.07.07 Industrielles Absetzbecken, Spülfeld und Flüssigdeponie 3
24.07.08 Offene Wasserrückhaltebecken 5
24.07.10 Speicherseen mit hohen Wasserstandsschwankungen 6
24.07.11 Wasseraufbereitungsanlage (offener Sickerteich) 5
24.07.12 Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)
24.07.12a Abbaugewässer, im Abbau befindlich 4
24.07.12b Abbaugewässer nach Beendigung des Abbaus mit extremem Chemismus (z. B. mit
sehr niedrigem pH-Wert) 3
24.07.12c Junge Abbaugewässer nach Beendigung des Abbaus mit Flachwasserzonen oder
Tümpeln mit naturnaher Entwicklung, vgl. 24.01b, 24.02b, 24.03c, 24.04c 10
24.07.13a Sonstige stehende Gewässer (naturfern) 5
24.08 Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs
an stehenden Gewässern
24.08a.01 - Natürliche oder naturnahe Ausprägung 18
24.08a.02 - Bedingt naturnahe Ausprägung 13
24.09a Natürliche und naturnahe temporäre stehende Gewässer (ohne Salztümpel) 19
31. HÖHLEN (einschl. Stollen, Brunnenschächte, Bunkerruinen etc.)
31.01a Natürliche Höhlen, Höhlengewässer und Balmen (Halbhöhlen) sowie
Eingangsbereiche von Höhlen 20
31.02 Stollen, Schächte und Bunkerruinen
31.02.01 Sich selbst überlassene Stollen, Schächte und Bunkerruinen 12
31.02.02 In Betrieb befindliche Stollen bzw. Schächte (inkl. Besucherbergwerke) 6
32. FELSEN, BLOCK- UND SCHUTTHALDEN, GERÖLLFELDER, OFFENE BEREICHE
MIT SANDIGEM ODER BINDIGEM SUBSTRAT
32.01 Natürliche und naturnah entwickelte Felsen
32.01a Natürliche Felsen 20
32.01b Naturnah entwickelte Felsen in alten, stillgelegten Steinbrüchen 16
32.01c Naturnah entwickelte Felsen an Verkehrsanlagen 12
32.02 Solitärer Felsblock, Findling 16
32.03a Natürliche und naturnah entwickelte Block- und Schutthalden
32.03a.01 Natürliche Block- und Schutthalden 20
32.03a.02 Naturnah entwickelte Block- und Schutthalden (insbes. in alten, stillgelegten
Abbaugebieten) 15
32.06 Wände aus Sand und Lockergestein 18
32.07 Lehm- und Lösswände 18
32.08 Vegetationslose bzw. -arme Kies- und Schotterfläche 18
32.09 Vegetationslose bzw. -arme Sandfläche 18
32.10 Vegetationslose bzw. -arme Fläche mit bindigem Substrat 18
32.11 Abbaubereiche und Abraumhalden sowie sonstige Bauflächen
32.11.01a Block- und Schutthalden sowie Halden aus sandig-kiesigem oder bindigem Substrat
(Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)
32.11.01a.01 Junge Halden nach Beendigung der Aufschüttung mit naturnaher Entwicklung,
vgl. 32.03a.02 10
32.11.01a.02 Junge Halden unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, in Aufschüttung
befindliche Halden 3
32.11.04 Felswände oder felsige Abbausohlen in Steinbrüchen (Teilabschnitte können
getrennt betrachtet werden)
32.11.04a Junge Felswände oder junge felsige Abbausohlen in Steinbrüchen nach Beendigung
des Abbaus mit naturnaher Entwicklung, vgl. 32.01b 12
32.11.04b Felswände und felsige Abbausohlen unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder
neue, im Abbau befindliche Felswände und felsige Abbausohlen 4
32.11.06a Ebenerdige Abbauflächen aus Blöcken, Schutt, Sand, Kies oder bindigem Substrat
im Abbau (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)
32.11.06a.01 Junge ebenerdige Abbauflächen nach Beendigung des Abbaus mit naturnaher
Entwicklung, vgl. 32.08 bis 32.10 10
32.11.06a.02 Ebenerdige Abbauflächen unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, im
Abbau befindliche ebenerdige Abbauflächen 3
32.11.08a Steilwände aus Sand und Lockergestein in Abbaubereichen (Teilabschnitte können
32.11.08a.01 Junge Steilwände aus Sand und Lockergestein nach Beendigung des Abbaus bei
vorgesehener naturnaher Entwicklung, vgl. 32.06 12
32.11.08a.02 Steilwände aus Sand und Lockergestein unmittelbar nach Beendigung des Abbaus
oder neue, im Abbau befindliche Steilwände aus Lockergestein 4
32.11.09a Bauflächen und Baustelleneinrichtungsflächen 3
33. ÄCKER UND ACKERBRACHE
33.01 Flachgründige, skelettreiche Kalkäcker und Kalkackerbrache
33.01.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Kalkboden) 17
33.01.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Kalkboden) 6
33.01.04 - Ackerbrache (Kalkboden) 11
33.02 Äcker und Ackerbrache auf flachgründigem, skelettreichem Silikatverwitte-
rungsboden
33.02.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Silikatverwitterungsboden) 16
33.02.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Silikatverwitterungs-
boden) 6
33.02.04 - Ackerbrache (Silikatverwitterungsboden) 11
33.03 Äcker und Ackerbrache auf Sandboden
33.03.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Sandboden) 16
33.03.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Sandboden) 6
33.03.04 - Ackerbrache (Sandboden) 11
33.04a Äcker und Ackerbrache auf Lehm- oder Tonboden
33.04a.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Lehm- oder Tonboden) 16
33.04a.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Lehm- oder
Tonboden) 6
33.04a.04 - Ackerbrache (Lehm- oder Tonboden) 8
33.04b Äcker und Ackerbrache auf Lössboden
33.04b.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Lössboden) 17
33.04b.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Lössboden) 7
33.04b.04 - Ackerbrache (Lössboden) 9
33.05 Äcker und Ackerbrache auf Torf- oder Anmoorboden
33.05.02 - Acker mit artenreicher Segetalvegetation (Torf- oder Anmoorboden) 8
33.05.03 - Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Torf- oder
Anmoorboden) 5
33.05.04 - Ackerbrache (Torf- oder Anmoorboden) 8
34. TROCKENRASEN SOWIE GRÜNLAND TROCKENER BIS FRISCHER
34.01 Trockenrasen auf karbonatischem oder silikatischem Untergrund 21
34.02 Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen
Untergrund inkl. Wacholderheiden
34.02a Halbtrockenrasen, beweidet oder gemäht 21
34.02b Halbtrockenrasen, brachgefallen bzw. ungenutzt 17
34.03.01a Steppenrasen, beweidet oder gemäht 22
34.03.03 Steppenrasen, brachgefallen bzw. ungenutzt 19
34.04 Sandtrockenrasen und Silbergrasfluren
34.04.01a Annuelle Sandtrockenrasen und Silbergrasfluren 20
34.04.03 Ausdauernde Sandtrockenrasen mit weitgehend geschlossener Narbe
34.04.03.01a - Beweidet oder gemäht 21
34.04.03.03 - Ungenutzt 16
34.05 Schwermetallrasen
34.05.01 Natürlicher und halbnatürlicher Schwermetallrasen 21
34.05.02 Schwermetallrasen junger Abraumhalden des Bergbaus 15
34.06 Borstgrasrasen
34.06.01a Borstgrasrasen trockener bis frischer Standorte, beweidet oder gemäht 21
34.06.01b Borstgrasrasen trockener bis frischer Standorte, brachgefallen 18
34.06.02a Borstgrasrasen feuchter Standorte, beweidet oder gemäht 22
34.06.02b Borstgrasrasen feuchter Standorte, brachgefallen 19
34.07a Artenreiches Grünland frischer Standorte
34.07a.01 Artenreiche, frische Mähwiese 20
34.07a.02 Artenreiche, frische (Mäh-)Weide 18
34.07a.03 Artenreiche, frische Grünlandbrache 16
34.07b Mäßig artenreiches Grünland frischer Standorte
34.07b.01 Mäßig artenreiche, frische Mähwiese 15
34.07b.02 Mäßig artenreiche, frische (Mäh-)Weide 13
34.07b.03 Mäßig artenreiche, frische Grünlandbrache 11
34.08 Artenarmes Grünland frischer Standorte
34.08a.01 Intensiv genutztes, frisches Dauergrünland 8
34.08a.02 Extensiv genutztes, frisches Dauergrünland 11
34.08.02 Frisches Ansaatgrünland 7
34.08.03 Artenarme, frische Grünlandbrache 9
34.09 Tritt- und Parkrasen (vgl. Siedlungsbiotope 51 bis 53) 8
35. WALDFREIE NIEDERMOORE UND SÜMPFE, GRÜNLAND NASSER BIS
FEUCHTER STANDORTE (ohne Röhrichte und Großseggenriede)
35.01 waldfreie, oligo- bis mesotrophe kalkarme oder kalkreiche Niedermoore und
35.01a - Weitgehend intakt 24
35.01b - Degeneriert (teilentwässert) 16
35.02 Grünland nasser bis (wechsel-)feuchter Standorte
35.02.01 Pfeifengraswiesen (auf mineralischen und organischen Böden)
35.02.01a - Bewirtschaftet 23
35.02.01.03 - Brachgefallen 20
35.02.02 Brenndolden-Auenwiesen
35.02.02a - Bewirtschaftet 23
35.02.02.03 - Brachgefallen 21
35.02.03a Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland
35.02.03a.01 - Bewirtschaftet 20
35.02.03a.02 - Brachgefallen 16
35.02.05 Flutrasen
35.02.05.01 - Extensiv bewirtschaftet 18
35.02.05.01a - Brachgefallen 16
35.02.05.02 - Intensiv bewirtschaftet 12
35.02.06 Artenarmes, intensiv genutztes Feuchtgrünland
35.02.06.01 Feuchtes, intensiv genutztes Dauergrünland 10
35.02.06.02 Feuchtes Ansaatgrünland 10
35.02.06.03 Brachgefallenes, artenarmes Feuchtgrünland 12
35.03 Salzgrünland des Binnenlandes 22
36. HOCH-, ZWISCHEN- UND ÜBERGANGSMOORE
36.01 Hochmoore (weitgehend intakt) 24
36.02 Übergangsmoore und Zwischenmoore (weitgehend intakt) 23
36.03 Moordegenerationsstadien
36.03a - Geschädigt, noch regenerierbar 17
36.03b - Geschädigt, nicht regenerierbar 12
36.04 Torfabbaubereiche
36.04.01 Handtorfstich im Abbau 9
36.04.02 Abtorfungsflächen im Fräsverfahren 3
36.04.03 Bunkerde-Halde 6
36.04.04 Torfhalden 5
37. GROßSEGGENRIEDE
37.01 Nährstoffarmes Großseggenried 20
37.02 Nährstoffreiches Großseggenried 16
38. RÖHRICHTE (ohne Brackwasserröhrichte)
38.01 Teichsimsenröhricht 19
38.02 Schilfröhrichte
38.02.01 Schilf-Wasserröhricht 19
38.02.02 Schilf-Landröhricht 15
38.03 Rohrkolbenröhricht 16
38.04 Schneidenröhricht 20
38.05 Wasserschwadenröhricht 13
38.06 Rohrglanzgrasröhricht 13
38.07 Sonstiges Röhricht 16
39. WALD- UND UFERSÄUME, STAUDENFLUREN
39.01 Wald- und Gehölzsäume
39.01.01 Wald- und Gehölzsäume oligo- bis eutropher, trockener bis nasser Standorte 16
39.01.02 Wald- und Gehölzsäume hypertropher, trockener bis nasser Standorte 10
39.02 Kahlschläge und Fluren der Lichtungen (mit überwiegend krautiger Vegetation) 10
39.03 Krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft (ohne
Ufersäume und Grünlandbrachen)
39.03.01a - Trocken-warmer Standorte mit wertgebenden Merkmalen z. B. struktur- oder
artenreich 17
39.03.01b - Frischer bis nasser Standorte mit wertgebenden Merkmalen z. B. struktur- oder
artenreich 16
39.03.02 Sonstige krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft 8
39.04 Krautige Ufersäume oder -fluren an Gewässern
39.04a.01 - Naturnahe Ausprägung 17
39.04a.02 - Naturferne Ausprägung 8
39.05 Neophyten-Staudenfluren 7
39.06 Ruderalstandorte
39.06.01 Trocken-warme Ruderalstandorte auf Sand-, Kies- und Schotterböden 16
39.06.02 Trocken-warme Ruderalstandorte auf bindigem Boden 14
39.06.03 Frische bis nasse Ruderalstandorte 12
39.07 Artenarme Dominanzbestände von Poly-Kormonbildnern (z. B. von Adlerfarn
oder Landreitgras) 10
40. ZWERGSTRAUCHHEIDEN
40.01 Felsbandheide 19
40.02 Moor- oder Sumpfheiden
40.02.01 - Weitgehend intakt 22
40.02.02a - Degeneriert 16
40.03 Heiden auf sandigen oder Silikat-Böden (Calluna-Heiden)
40.03.01 - Weitgehend intakt 19
40.03.02a - Degeneriert 13
40.04 Lehmheide 20
40.05 Bergheiden („Hochheiden") 18
41. FELDGEHÖLZE, GEBÜSCHE, HECKEN UND GEHÖLZKULTUREN
41.01 Gebüsche mit überwiegend autochthonen Arten
41.01.01 Gebüsch nasser bis feuchter mineralischer Standorte außerhalb von Auen 16
41.01.02 (Weiden-)Gebüsch in Auen 16
41.01.03.01 Moor-Gebüsch (z. B. mit Weiden, Gagel) 16
41.01.03.02 Zwergbirken-Gebüsch 18
41.01.04 Gebüsche frischer Standorte
41.01.04.01 Wacholder- und Besenginster-Gebüsch 16
41.01.04.02 Sonstiges Gebüsch frischer Standorte 13
41.01.05 Gebüsch trocken-warmer Standorte
41.01.05.01 Buxus-Gebüsch 20
41.01.05.02 Wacholder-Gebüsch 19
41.01.05.03 Trockenes Zwerg- und Weichselkirschen-Gebüsch 18
41.01.05.04a Sonstiges Gebüsch trocken-warmer Standorte (inkl. Besenginster-Gebüsch) 16
41.01.06 Gebüsch stickstoffreicher, ruderaler Standorte und stark verbuschte Grünlandbrache
(Verbuschung > 50 %) 12
41.02 Feldgehölze mit überwiegend autochthonen Arten
41.02.01 Feldgehölz nasser bis feuchter Standorte
41.02.01J - Junge Ausprägung 13
41.02.01M - Mittlere Ausprägung 15
41.02.01A - Alte Ausprägung 18
41.02.02 Feldgehölz frischer Standorte
41.02.02J - Junge Ausprägung 13
41.02.02M - Mittlere Ausprägung 14
41.02.02A - Alte Ausprägung 17
41.02.03 Feldgehölz trocken-warmer Standorte
41.02.03J - Junge Ausprägung 14
41.02.03M - Mittlere Ausprägung 15
41.02.03A - Alte Ausprägung 18
41.03 Hecken mit überwiegend autochthonen Arten
41.03.01 Wallhecke, Knick
41.03.01J - Junge Ausprägung (ohne Überhälter) 12
41.03.01M - Mit Überhältern mittlerer Ausprägung 16
41.03.01A - Mit Überhältern alter Ausprägung 19
41.03.02 Hecke auf Lesesteinriegel
41.03.02J - Junge Ausprägung (ohne Überhälter) 12
41.03.02M - Mit Überhältern mittlerer Ausprägung 16
41.03.02A - Mit Überhältern alter Ausprägung 19
41.03.03 Sonstige Hecken (insbesondere auf ebenerdigen Rainen oder Böschungen)
41.03.03J - Junge Ausprägung (ohne Überhälter) sowie Schnitthecken 12
41.03.03M - Mit Überhältern mittlerer Ausprägung 16
41.03.03A - Mit Überhältern alter Ausprägung 19
41.04 Gehölzanpflanzungen und Hecken aus überwiegend nicht autochthonen Arten
41.04J - Junge Ausprägung/- Ohne Überhälter sowie Schnitthecken 8
41.04M - Mittlere Ausprägung/- Mit Überhältern mittlerer Ausprägung 11
41.04A - Alte Ausprägung/- Mit Überhältern alter Ausprägung 14
41.05 Einzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen
41.05a Einzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen aus überwiegend autochtonen Arten
41.05aJ - Junge Ausprägung 11
41.05aM - Mittlere Ausprägung 15
41.05aA - Alte Ausprägung 18
41.05b Einzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen aus überwiegend nicht autochthonen
Arten (mit Ausnahme von Kopfbäumen, Alleen, Obst- und Nussbäumen)
41.05bJ - Junge Ausprägung/- Ohne Überhälter sowie Schnitthecken 8
41.05bM - Mittlere Ausprägung/- Mit Überhältern mittlerer Ausprägung 11
41.05bA - Alte Ausprägung/- Mit Überhältern alter Ausprägung 14
41.05.02 Kopfbaum/Kopfbaumreihe
41.05.02J - Junge Ausprägung 12
41.05.02M - Mittlere Ausprägung 15
41.05.02A - Alte Ausprägung 18
41.05.04 Allee
41.05.04J - Junge Ausprägung 11
41.05.04M - Mittlere Ausprägung 16
41.05.04A - Alte Ausprägung 19
41.05.05 Obstbaumallee, -reihe oder einzelner Obst- bzw. Nussbaum
41.05.05J - Junge Ausprägung 11
41.05.05M - Mittlere Ausprägung 19
41.05.05A - Alte Ausprägung 21
41.06 Streuobstbestand [Komplex]
41.06.01 Streuobstbestand auf Grünland
41.06.01.J - Mit jungem Baumbestand 12
41.06.01.MA - Mit mittlerem bis altem Baumbestand 19
41.06.02 Streuobstbestand auf Acker
41.06.02J - Mit jungem Baumbestand 12
41.06.02MA - Mit mittlerem bis altem Baumbestand 18
41.07 Gehölzplantagen und Hopfenkulturen 6
41.08 Rebkulturen und Rebbrachen
41.08.01 Rebkulturen in Steillage 17
41.08.02 Rebkulturen in ebener bis schwach geneigter Lage 9
41.08.03 Rebbrachen in Steillage 14
41.08.04 Rebbrachen in ebener bis schwach geneigter Lage 10
42. WALDMÄNTEL UND VORWÄLDER, SPEZIELLE WALDNUTZUNGSFORMEN
42.01 Waldmäntel 17
42.02 Rubus-Gestrüppe und -Vormäntel 12
42.03 Vorwälder
42.03.01 Vorwald nasser bis feuchter Standorte 14
42.03.02 Vorwald frischer Standorte 13
42.03.03 Vorwald trocken-warmer Standorte 13
42.04 Hudewald [Komplex]
42.04.01 - Hudewald mit traditioneller Weidenutzung 22
42.04.02 - Hudewald, aufgelassen 20
42.05 Niederwald [Komplex]
42.05.01 - Mit traditioneller Nutzung 19
42.05.02 - Aufgelassen bzw. durchwachsend 18
42.06a Kurzumtriebsplantagen mit heimischen oder nicht heimischen Baumarten 6
42.07 Mittelwald [Komplex]
42.07.01 - Mit traditioneller Nutzung 21
42.07.02 - Aufgelassen bzw. durchwachsend 17
43. LAUB(MISCH)WÄLDER UND -FORSTE (Laubbaumanteil > 50 %)
43.01 Birken-Moorwälder
43.01.01 Birken-Moorwälder mit intaktem Wasserhaushalt
43.01.01J - Junge Ausprägung 14
43.01.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.01.01A - Alte Ausprägung 24
43.01.02 Degradierter Birken-Moorwald
43.01.02J - Junge Ausprägung 11
43.01.02M - Mittlere Ausprägung 14
43.01.02A - Alte Ausprägung 17
43.02 Bruchwälder
43.02.01.01 Birken- und Birken-Erlenbruchwälder nährstoffärmerer Standorte mit intaktem
43.02.01.01J - Junge Ausprägung 14
43.02.01.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.02.01.01A - Alte Ausprägung 24
43.02.01.02 Degradierter Birken- und Birken-Erlenbruchwälder nährstoffärmerer Standorte
43.02.01.02J - Junge Ausprägung 11
43.02.01.02M - Mittlere Ausprägung 15
43.02.01.02A - Alte Ausprägung 18
43.02.02.01 Erlenbruchwälder nährstoffreicherer Standorte mit intaktem Wasserhaushalt
43.02.02.01J - Junge Ausprägung 14
43.02.02.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.02.02.01A - Alte Ausprägung 23
43.02.02.02 Degradierter Erlenbruchwald
43.02.02.02J - Junge Ausprägung 11
43.02.02.02M - Mittlere Ausprägung 14
43.02.02.02A - Alte Ausprägung 17
43.03 Sumpfwälder (auf mineralogenen Böden)
43.03.01 Intakter Sumpfwald
43.03.01J - Junge Ausprägung 15
43.03.01M - Mittlere Ausprägung 18
43.03.01A - Alte Ausprägung 21
43.03.02 Degradierter Sumpfwald
43.03.02J - Junge Ausprägung 11
43.03.02M - Mittlere Ausprägung 13
43.03.02A - Alte Ausprägung 15
43.04 Auenwälder
43.04.01 Fließgewässerbegleitende Erlen- und Eschenwälder
43.04.01J - Junge Ausprägung 14
43.04.01M - Mittlere Ausprägung 17
43.04.01A - Alte Ausprägung 20
43.04.02.01 Weichholzauenwälder mit natürlicher oder naturnaher Überflutungsdynamik
43.04.02.01J - Junge Ausprägung 14
43.04.02.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.04.02.01A - Alte Ausprägung 23
43.04.02.02 Weichholzauenwälder ohne oder mit gestörter Überflutungsdynamik
43.04.02.02J - Junge Ausprägung 11
43.04.02.02M - Mittlere Ausprägung 14
43.04.02.02A - Alte Ausprägung 17
43.04.03.01 Hartholzauenwälder mit natürlicher oder naturnaher Überflutungsdynamik
43.04.03.01J - Junge Ausprägung 14
43.04.03.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.04.03.01A - Alte Ausprägung 22
43.04.03.02 Hartholzauenwälder ohne oder mit gestörter Überflutungsdynamik
43.04.03.02J - Junge Ausprägung 11
43.04.03.02M - Mittlere Ausprägung 15
43.04.03.02A - Alte Ausprägung 18
43.05 Tideauenwälder
43.05.01 Weichholz-Tideauenwälder
43.05.01J - Junge Ausprägung 14
43.05.01M - Mittlere Ausprägung 21
43.05.01A - Alte Ausprägung 24
43.05.02 Hartholz-Tideauenwälder
43.05.02J - Junge Ausprägung 14
43.05.02M - Mittlere Ausprägung 19
43.05.02A - Alte Ausprägung 22
43.06 Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder
43.06J - Junge Ausprägung 15
43.06M - Mittlere Ausprägung 17
43.06A - Alte Ausprägung 20
43.07 Laub- und Mischwälder feuchter bis frischer Standorte
43.07.01 Eschen- und Eschen-Bergahornwald feuchter Standorte
43.07.01J - Junge Ausprägung 15
43.07.01M - Mittlere Ausprägung 18
43.07.01A - Alte Ausprägung 21
43.07.02 Eichen-Hainbuchenwald staunasser bis frischer Standorte
43.07.02J - Junge Ausprägung 15
43.07.02M - Mittlere Ausprägung 20
43.07.02A - Alte Ausprägung 23
43.07.03 Eichenwald feuchter bis frischer Standorte
43.07.03J - Junge Ausprägung 15
43.07.03M - Mittlere Ausprägung 20
43.07.03A - Alte Ausprägung 23
43.07.04 Buchen(misch)wälder frischer, basenarmer Standorte
43.07.04J - Junge Ausprägung 14
43.07.04M - Mittlere Ausprägung 17
43.07.04A - Alte Ausprägung 20
43.07.05 Buchen(misch)wälder frischer, basenreicher Standorte
43.07.05J - Junge Ausprägung 14
43.07.05M - Mittlere Ausprägung 16
43.07.05A - Alte Ausprägung 18
43.07.06 Montane Buchen-Tannen-/Fichtenwälder (Buchenanteil > 50 %)
43.07.06J - Junge Ausprägung 15
43.07.06M - Mittlere Ausprägung 18
43.07.06A - Alte Ausprägung 21
43.08 Laub(misch)wälder trockener bzw. trocken-warmer Standorte
43.08.01 Trockene Eichen-Hainbuchenwälder
43.08.01J - Junge Ausprägung 15
43.08.01M - Mittlere Ausprägung 20
43.08.01A - Alte Ausprägung 23
43.08.02 Seggen-Buchenwald (Orchideen-Buchenwald)
43.08.02J - Junge Ausprägung 15
43.08.02M - Mittlere Ausprägung 18
43.08.02A - Alte Ausprägung 21
43.08.03 Blaugras-Buchenwald
43.08.03J - Junge Ausprägung 15
43.08.03M - Mittlere Ausprägung 20
43.08.03A - Alte Ausprägung 23
43.08.04 Buchenbuschwald (auf Ostseedünen)
43.08.04J - Junge Ausprägung 15
43.08.04M - Mittlere Ausprägung 21
43.08.04A - Alte Ausprägung 24
43.08.05 Eichen-Trockenwälder
43.08.05J - Junge Ausprägung 15
43.08.05M - Mittlere Ausprägung 18
43.08.05A - Alte Ausprägung 21
43.09 Laub(misch)holzforste einheimischer Baumarten
43.09J - Junge Ausprägung 11
43.09M - Mittlere Ausprägung 13
43.09A - Alte Ausprägung 16
43.10 Laub(misch)holzforste eingeführter Baumarten
43.10J - Junge Ausprägung 9
43.10M - Mittlere Ausprägung 12
43.10A - Alte Ausprägung 14
44. NADEL(MISCH)WÄLDER UND -FORSTE
44.01 Moorwälder (Nadelwälder)
44.01.01 Fichten-Moorwälder
44.01.01J - Junge Ausprägung 14
44.01.01M - Mittlere Ausprägung 20
44.01.01A - Alte Ausprägung 23
44.01.02 Waldkiefern-Moorwälder
44.01.02J - Junge Ausprägung 14
44.01.02M - Mittlere Ausprägung 20
44.01.02A - Alte Ausprägung 23
44.01.03 Spirken-Moorwälder
44.01.03J - Junge Ausprägung 14
44.01.03M - Mittlere Ausprägung 18
44.01.03A - Alte Ausprägung 21
44.01.04 Latschen-Moorwälder
44.01.04J - Junge Ausprägung 14
44.01.04M - Mittlere Ausprägung 18
44.01.04A - Alte Ausprägung 21
44.02 Natürliche bzw. naturnahe, trockene bis wechselfeuchte Kiefernwälder
44.02.01 Trockene Fels-Kiefernwälder
44.02.01J - Junge Ausprägung 14
44.02.01M - Mittlere Ausprägung 17
44.02.01A - Alte Ausprägung 21
44.02.02 Kalk-Kiefernwald auf Schotterflächen und Schwemmkegeln
44.02.02J - Junge Ausprägung 14
44.02.02M - Mittlere Ausprägung 17
44.02.02A - Alte Ausprägung 21
44.02.03 Trockene Sandkiefernwälder
44.02.03J - Junge Ausprägung 14
44.02.03M - Mittlere Ausprägung 19
44.02.03A - Alte Ausprägung 22
44.02.04 Sonstiger (wechsel)feuchter Kiefern- bzw. Birken-/Kiefernwald (z. B. auf Mergel)
44.02.04J - Junge Ausprägung 14
44.02.04M - Mittlere Ausprägung 17
44.02.04A - Alte Ausprägung 20
44.03 Fichten-/Tannen(misch)wälder und Fichten(misch)wälder
44.03.01J - Junge Ausprägung 15
44.03.01M - Mittlere Ausprägung 18
44.03.01A - Alte Ausprägung 21
44.03.02 Montane bis hochmontane Fichtenwälder
44.03.02J - Junge Ausprägung 15
44.03.02J - Mittlere Ausprägung 18
44.03.02A - Alte Ausprägung 21
44.03.03 Montane Tannen-Fichtenwälder
44.03.03J - Junge Ausprägung 15
44.03.03M - Mittlere Ausprägung 18
44.03.03A - Alte Ausprägung 21
44.03.04 Montane Tannen-/Fichten-Buchenwälder (Nadelbaumanteil > 50 %)
44.03.04J - Junge Ausprägung 15
44.03.04M - Mittlere Ausprägung 18
44.03.04A - Alte Ausprägung 21
44.03.05 Montane Tannenwälder
44.03.05J - Junge Ausprägung 15
44.03.05M - Mittlere Ausprägung 18
44.03.05A - Alte Ausprägung 21
44.03.06 Autochthone Fichten-Tannenwälder der planaren und collinen Stufe
44.03.06J - Junge Ausprägung 15
44.03.06M - Mittlere Ausprägung 19
44.03.06A - Alte Ausprägung 22
44.04 Nadel(misch)forste einheimischer Baumarten
44.04J - Junge Ausprägung 9
44.04M - Mittlere Ausprägung 11
44.04A - Alte Ausprägung 14
44.05 Nadel(misch)forste eingeführter Baumarten
44.05J - Junge Ausprägung 6
44.05M - Mittlere Ausprägung 10
44.05A - Alte Ausprägung 12
BIOTOPTYPEN DES BESIEDELTEN BEREICHS UND VERKEHRSANLAGEN
51. FREIFLÄCHEN DES BESIEDELTEN BEREICHS
51.01 Kleine vegetationsfreie Freiflächen 5
51.02 Kleine unbefestigte Freiflächen mit Spontanvegetation 11
51.04a Brachflächen z. B. ehemalige Baukomplexe, Industrie- und Verkehrsanlagen
51.04a.01 - Mit wesentlichen Anteilen struktur-/artenreicher Ausprägung 12
51.04a.02 - Ohne wesentliche Anteile struktur-/artenreicher Ausprägung 7
51.06a Parkanlagen
51.06a.01 Historische Garten- und Parkanlage 19
51.06a.02.01 Extensiv gepflegte Parkanlage mit altem Baumbestand 16
51.06a.02.02 Extensiv gepflegte Parkanlage ohne alten Baumbestand 13
51.06a.03 Intensiv gepflegte Parkanlage mit altem Baumbestand 13
51.06a.04 Intensiv gepflegte Parkanlage ohne alten Baumbestand 10
51.06a.05 Parkwald 14
51.06a.06 Botanischer Garten (differenzierte Objektbewertung) 13
51.07a Sonstige Grünanlage
51.07a.01 Sonstige Grünanlage mit altem Baumbestand 13
51.07a.02 Sonstige Grünanlage ohne alten Baumbestand 9
51.08a Kleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen
51.08a.01 Kleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen, strukturreich 11
51.08a.02 Kleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen, strukturarm 7
51.09a Friedhöfe
51.09a.01 Friedhof mit altem Baumbestand 14
51.09a.02 Friedhof ohne alten Baumbestand 9
51.10a Zoo/Tierpark/Tiergehege (differenzierte Objektbewertung) 11
51.11a Sport-/Spiel-/Erholungsanlage mit geringem Versiegelungsgrad
51.11a.01 Sportrasenplatz 7
51.11a.02 Freibad 7
51.11a.03 Golfplatz 9
51.11a.04 Campingplatz 7
51.11a.05 Sonstige Sport-, Spiel- und Freizeitanlage 7
52. VERKEHRSANLAGEN UND PLÄTZE
52.01 Straßen und Verkehrswege (einschließlich der Land- und Forstwirtschaft)
52.01.01a Versiegelter oder sonstiger gepflasterter Verkehrs- und Betriebsweg (z. B. Straße,
Start-, Landebahn) 0
52.01.03 Teilbefestigter Verkehrsweg (z. B. Rasengitter, Spurplatten) 2
52.01.04a Unbefestigte Straße/Feld- und Forstweg bzw. Verkehrsweg mit wassergebundener
52.01.07a Verkehrsweg mit Natursteinpflaster 6
52.01.08a Funktionsgrün an Verkehrswegen
52.01.08a.01 Bankette, Mittelstreifen 3
52.01.08a.02 Funktionsgrün mit artenarmer Krautschicht oder mit Gehölzbestand junger
Ausprägung 7
52.01.08n.03 Funktionsgrün mit artenreicher Krautschicht oder mit Gehölzbestand mittlerer bis
alter Ausprägung 11
52.02 Rad- und Fußwege bzw. Pfade
52.02.01a Versiegelter oder sonstiger gepflasterter Weg 0
52.02.03 Teilbefestigter Weg (z. B. Rasengitter, Spurplatten) 3
52.02.04a Geschotterter Weg oder Weg mit wassergebundener Decke 4
52.02.06 Unbefestigter Weg 10
52.02.07 Hohlweg [Komplex] 18
52.02.08a Weg mit Natursteinpflaster 7
52.03 Plätze, befestigte Freiflächen
52.03.01 Versiegelter Platz oder sonstiger gepflasterter Platz 0
52.03.02 Teilbefestigter Platz (z. B. Rasengitter) 3
52.03.03a Platz mit geschottertem Belag oder wassergebundener Decke (z. B. Aschensport-
platz) 4
52.03.05a Platz mit Natursteinpflaster 7
52.04 Übrige Verkehrsanlagen in Betrieb
52.04.01 Gleiskörper 1
52.04.02 Hafenanlage an Land, Kai 1
52.04.04a Hafenbecken und Marinas 6
52.04.05a Wasserbauliche Anlagen z. B. Schleusen, Wehre, Leitwerke 2
52.04.06a Sonstige Verkehrsanlagen 0
53 BAUWERKE MIT ZUGEORDNETER TYPISCHER FREIRAUMSTRUKTUR
53.01 Gebäude
53.01.01a Historischer Gebäudekomplex, z. B. Kirche, Kloster, Burg, Schloss 13
53.01.03 Einzel- und Reihenhausbebauung inkl. typischen Freiräumen
53.01.03a - Altes Villengebiet mit altem Baumbestand 13
53.01.03b - Lockeres Einzelhausgebiet 5
53.01.03c - Verdichtetes Einzel- und Reihenhausgebiet 4
53.01.05 Hochhaus- und Großformbebauung inkl. typischen Freiräumen
53.01.05a - Wohnnutzung in Hochhaus- und Großformbauten 4
53.01.05b - Öffentliche oder gewerbliche Hochhaus- und Großformbauten 4
53.01.07a Sonstige Einzelgebäude z. B. Scheunen, Stallungen, Speichergebäude
53.01.07a.01 - Alt bzw. traditionelle Bauweise (genutzt) oder verfallen (ungenutzt) 11
53.01.07a.02 - Moderne Bauweise 2
53.01.14a Industrie- und Gewerbefläche inkl. typischen Freiräumen 2
53.01.15a Kerngebiet inkl. typischen Freiräumen
53.01.15a.01 - Historische Altstadt 12
53.01.15a.02 - Moderne Innenstadt 3
53.01.16a Block- und Zeilenbebauung inkl. typischen Freiräumen
53.01.16a.01 - Historische Blockbebauung 9
53.01.16a.02 - Sonstige Blockbebauung 4
53.01.16a.03 - Zeilenbebauung 5
53.01.17a Dorfgebiet
53.01.17a.01 - Historisches Dorfgebiet z. B. Dorfkern, Dorfanger, Dorfplatz 13
53.01.17a.02 - Sonstiges Dorfgebiet inkl. Neubaugebiete 4
53.01.18a Einzelgebäude im Außenbereich
53.01.18a.01 - Historische Einzelgebäude/-gehöfte 10
53.01.18a.02 - Sonstige Einzelgebäude/-gehöfte 2
53.01.19a Tierproduktionsanlage und Gewächshäuser 0
53.01.20a Ver- und Entsorgungsanlage, z. B. Kläranlage, Wasserwerk, Staudamm 2
53.02 Mauern und Steinriegel
53.02.01 Ziegelsteinmauern
53.02.01.01 - Alt bzw. traditionelle Bauweise 10
53.02.01.02 - Moderne Bauweise 4
53.02.02 Betonmauer 0
53.02.03a Unverfugte Natursteinmauer bzw. Trockenmauer 17
53.02.04a Verfugte Natursteinmauer (auch von Ruinen) 9
53.02.05a Steinriegel 17
53.02.06a Gabionen 2
54. DEPONIEN UND RIESELFELDER
54.01 Feststoffdeponien (z. B. Hausmüll, Bauschuttdeponie)
54.01a - In Betrieb 0
54.01b - Begrünte Bereiche 2
54.02 Deponien flüssiger Stoffe (z. B. Schlammdeponie) 0
54.03 Rieselfelder [Komplex] 8
54.04 Kanalisation 0
BIOTOPTYPEN MIT SCHWERPUNKT IN DEN ALPEN
60. GEWÄSSER DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE
60.01 Quellen der subalpinen bis alpinen Stufe
60.01.01 Sicker- und Sumpfquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Helokrene) 18
60.01.02 Grundquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Limnokrene) 17
60.01.03 Sturzquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Rheokrene) 19
60.02 Fließgewässer der subalpinen bis alpinen Stufe
60.02.01 Gletscherbach 22
60.02.02 Fließgewässeroberlauf (Rhitral) der subalpinen bis alpinen Stufe 20
60.03 Stillgewässer der subalpinen bis alpinen Stufe
60.03.01 See der subalpinen bis alpinen Stufe 17
60.03.02 Weiher der subalpinen bis alpinen Stufe 17
60.03.03 Tümpel der subalpinen bis alpinen Stufe 17
61. FIRN, PERMANENTE SCHNEEFELDER UND GLETSCHER
61.01 Firn und permanentes Schneefeld 16
61.02 Gletscher 21
62. FELSEN DER SUBALPINEN BIS NIVALEN STUFE
62.01 Felswände der subalpinen bis nivalen Stufe 14
62.02 Felsblöcke der subalpinen bis nivalen Stufe 13
63. STEINSCHUTTHALDEN UND SCHOTTERFLÄCHEN DER SUBALPINEN BIS
63.01 Schotterfläche an Gewässern der subalpinen bis alpinen Stufe 16
63.02 Kalkschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe 12
63.03 Mergelschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe 12
63.04 Silikatschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe 12
64. SCHNEEBÖDEN, SCHNEETÄLCHEN
64.01 Kalkschneeboden 17
64.02 Schwemmboden der subalpinen bis alpinen Stufe 19
64.03 Silikatschneeboden 18
65. MOORE DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE
65.01 Hoch- und Übergangsmoor der subalpinen bis alpinen Stufe 20
65.02 Flachmoor oder Sumpf der subalpinen bis alpinen Stufe 20
66. GEBIRGSRASEN (SUBALPINE BIS ALPINE STUFE)
66.01 Nacktriedrasen 19
66.02 Polsterseggenrasen 17
66.03 Borstgrasrasen der subalpinen bis alpinen Stufe 18
66.04 Blaugrashalde bzw. -rasen 15
66.05 Rostseggenrasen 15
66.06 Alpenfettweide 14
66.07 Goldhaferwiese der Kalkalpen 21
66.08 Subalpiner Trittrasen 13
66.09 Krummseggenrasen 19
67. STAUDEN- UND LÄGERFLUREN DER HOCHMONTANEN BIS ALPINEN STUFE
67.01 Hochstauden- und Hochgrasflur der hochmontanen bis alpinen Stufe 16
67.02 Lägerfluren der subalpinen bis alpinen Stufe 9
68. ZWERGSTRAUCHHEIDEN DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE
68.01 Alpine „Windheide" (z. B. mit Gamsheide) 19
68.02 Krähenbeer-Rauschbeerheide und Zwergwacholdergebüsche 21
69. GEBÜSCHE DER HOCHMONTANEN BIS SUBALPINEN STUFE
69.01 Auenweidengebüsche der hochmontanen bis subalpinen Stufe 20
69.02 Grünerlengebüsche 15
69.03 Schluchtweidengebüsch 16
69.04 Latschengebüsch 15
69.05 Alpenrosengebüsch 17
69.06 Fichten-Ebereschengebüsch 14
69.07 Knieweidengebüsch 16
70. SUBALPINE WÄLDER
70.01 Subalpiner (hochmontaner) Bergahorn-Buchenwald
70.01J - Junge Ausprägung 16
70.01M - Mittlere Ausprägung 19
70.01A - Alte Ausprägung 22
70.02 Subalpiner Fichtenwald
70.02J - Junge Ausprägung 15
70.02M - Mittlere Ausprägung 18
70.02A - Alte Ausprägung 21
70.03 Subalpiner Lärchen-Arvenwald
70.03J - Junge Ausprägung 15
70.03M - Mittlere Ausprägung 18
70.03A - Alte Ausprägung 21
70.04 Subalpiner Lärchenwald
70.04J - Junge Ausprägung 15
70.04M - Mittlere Ausprägung 18
70.04A - Alte Ausprägung 21
Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen
Bedeutung der Funktionen des
jeweiligen Schutzguts nach Wertstufen Stärke, Dauer und Reichweite der vorhabenbezogenen Wirkungen
gering II
1 sehr gering - - -
2 gering - - eB
3 mittel - eB eB
4 hoch eB eB eBS
5 sehr hoch eB eBS eBS
6 hervorragend eBS eBS eBS
-: keine erhebliche Beeinträchtigung zu erwarten
eB: erhebliche Beeinträchtigung zu erwarten
eBS: erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere zu erwarten
Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen der in Anlage 1 aufgeführten Bodenfunktionen
Für die Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen der natürlichen Bodenfunktionen durch Versiegelung oder einen Bodenabtrag von bisher unversiegelten Flächen gilt abweichend von Nummer 1 für eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere Folgendes:
Bei einer dauerhaften Versiegelung oder einem Bodenabtrag von bisher unversiegelten Flächen ab einer Größe von 2.000 Quadratmetern sowie bei sonstigen dauerhaften Wirkungen (Verdichtung, Veränderung des Bodenwasser- oder Stoffhaushalts) ab dieser Größe hat eine Prüfung zu erfolgen, ob eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere zu erwarten ist. Für die Bewertung sind die Bedeutung der betroffenen Bodenfunktion im konkreten räumlichen Zusammenhang und die Empfindlichkeit gegenüber der spezifischen Wirkung maßgeblich.
Naturräume in Deutschland (Bundesamt für Naturschutz 2011, nach Ssymank 1994)
D02 Nordostmecklenburgisches Tiefland mit Oderhaffgebiet
D03 Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte
D05 Mecklenburg-Brandenburgisches Platten- und Hügelland sowie Luchland
D08 Spreewald und Lausitzer Becken- und Heideland
D12 Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
D13 Oberlausitzer Heideland
D19 Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
D20 Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet
D21 Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln
D22 Schleswig-Holsteinische Geest
D23 Schleswig-Holsteinisches Hügelland
D24 Unterelbeniederung (Elbmarsch)
D25 Ems-Weser-Marsch
D26 Ostfriesisch-Oldenburgische Geest
D31 Weser-Aller-Tiefland
D32 Niedersächsische Börden
D33 Nördliches Harzvorland
D34 Westfälische Tieflandsbucht
D35 Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
D15 Sächsisch-Böhmisches Kreidesandsteingebiet
D16 Erzgebirge
D17 Vogtland
D18 Thüringer Becken und Randplatten
D36 Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leine-Bergland
D37 Harz
D38 Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
D39 Westerwald
D40 Lahntal und Limburger Becken
D41 Taunus
D42 Hunsrück
D43 Moseltal
D44 Mittelrheingebiet (mit Siebengebirge)
D45 Eifel und Vennvorland
D46 Westhessisches Berg- und Beckenland
D47 Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
D48 Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
D49 Gutland (Bitburger Land)
D50 Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet
D51 Pfälzer Wald (Haardtgebirge)
D52 Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
D63 Oberpfälzer und Bayerischer Wald
D53 Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
D54 Schwarzwald
D55 Odenwald, Spessart und Südrhön
D56 Mainfränkische Platten
D57 Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
D58 Schwäbisches Keuper-Lias-Land
D59 Fränkisches Keuper-Lias-Land
D60 Schwäbische Alb
D61 Fränkische Alb
D62 Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland
D69 Hochrheingebiet und Dinkelberg
D64 Donau-Iller-Lech-Platten
D65 Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
D66 Voralpines Hügel- und Moorland
D67 Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
D68 Nördliche Kalkalpen
D70 Deutsche Bucht (ohne Felssockel Helgoland)
D71 Doggerbank und angrenzende zentrale Nordsee
D72 Westliche Ostsee
D73 Östliche Ostsee
Ausgleichsmaßnahmen sind funktionsspezifisch gleichartig hinsichtlich der jeweils beeinträchtigten Funktion des Schutzguts zu wählen. Sie sollen nach Möglichkeit eng mit dem beeinträchtigten Raum verbunden sein. Ersatzmaßnahmen sind funktionsspezifisch gleichwertig hinsichtlich der jeweils beeinträchtigten Funktion des Schutzguts zu wählen. Sie sind unter Bezug auf den beeinträchtigten Raum, zumindest jedoch so durchzuführen, dass die jeweilige Funktion im betroffenen Naturraum hergestellt wird (siehe Anlage 4). Bei Eingriffen im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels können Ersatzmaßnahmen auch außerhalb des betroffenen Naturraums durchgeführt werden, sofern dadurch die jeweils beeinträchtigte Funktion des Schutzguts im betroffenen Naturraum hergestellt wird.
A. Räumlich-funktionale Anforderungen
Schutzgüter Funktionen
Anlage 1) Maßgaben zum Ausgleich und Ersatz Räume, in denen
die Ausgleichs-
Biotope Vielfalt von
Lebensräumen Wiederherstellung/Neuschaffung/Optimierung der betrof-
fenen Biotoptypen (Ausgleich) bzw. von ähnlichen Biotop-
typenkomplexen/-gruppen mit einer insgesamt gleichwer-
tigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils
unter Berücksichtigung von Art und Umfang des betroffe-
nen Bestandes sowie von Mindestgrößen von Biotopen
Als Ausgangszustand der Entwicklung bzw. Wiederher-
stellung sind Biotope zu wählen,
die gemessen an dem Wert des betroffenen Biotoptyps
(siehe Anlage 2) aufwertungsfähig sind und
die unter Berücksichtigung des erforderlichen Maß-
nahmenaufwands und der Entwicklungszeiten (siehe Ab-
schnitt B) geeignet sind.
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Zielgerichteter Einsatz von forstlichen Bewirtschaftungs-
maßnahmen (z. B. Aufforstung mit Baumarten der natür-
lichen Waldgesellschaft oder natürliche Sukzession;
Entnahme standortfremder Baumarten, Belassen von Bio-
top- und Höhlenbäumen und Totholz)
wasserwirtschaftliche Renaturierungsmaßnahmen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6
Im marinen Bereich z. B. die Schaffung oder Aufwertung
von Riffen oder anderen Biotopen in dem vom Eingriff
betroffenen Land-
schaftsraum, der
ähnliche Biotop-
ausstattung ab-
grenzt (z. B. Wald-
bereiche, Niede-
rungsbereiche,
Offenland)
Tiere Vielfalt von Tier-
arten einschließ-
lich der innerart-
lichen Vielfalt Wiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Habi-
tate der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Habitate
einer Art mit ähnlichen Habitatansprüchen und einer
insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische
Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von
Reviergrößen/Minimalarealen der betroffenen bzw. der für
den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)
Aktionsräumen der betroffenen bzw. der für den Ersatz
gewählten ähnlichen Art(en)/Population(en)/Metapopula-
tion(en)
artspezifischen Habitatstrukturen (entsprechend den be-
einträchtigten Schlüsselhabitaten) und deren zeitlicher
Optimierung/Aufwertung bestehender artspezifischer
Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate wie
Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate) in dem vom Eingriff
betroffenen popula-
tions- bzw. art-
spezifischen Funk-
tionsraum mög-
lichst unter Bezug
Aktions- oder
Dispersionsräume
Art(en)/Popula-
Entwicklung/Wiederherstellung/Neuanlage artspezifischer
Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)
Reaktivierung/Schaffung von Vernetzungsstrukturen und
Wanderkorridoren, Wiedervernetzung von Lebensräumen
Pflanzen Vielfalt von
der innerart-
lichen Vielfalt Wiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Stand-
orte der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Standorte
einer Art mit ähnlichen Standortansprüchen und einer
Ausbreitungsmechanismen der betroffenen bzw. der für
den Ersatz gewählten ähnlichen Art, Verbreitungsareale
artspezifischen Standortbedingungen
Optimierung der artspezifisch erforderlichen Standort-
bedingungen (z. B. Offenhaltung von Sandrasenflächen,
Entfernen von Gehölzen)
Maßnahmen zur Wiederansiedlung/Umsiedlung von Pflan-
zenarten (z. B. Entnahme und Ausbringung von Diaspo-
Abschnitt A) in dem vom Eingriff
tionsraum in Ab-
konkreten Ver-
breitungsarealen
Boden natürliche
Bodenfunktionen Wiederherstellung/Optimierung der Bodenfunktionen
Entsiegelung oder Teilentsiegelung (siehe Anlage 6 Ab-
schnitt B)
Entfernen von Überschüttungen
Herstellen oder Verbessern eines durchwurzelbaren Bo-
denraums
Mechanisches und biologisches Tiefenlockern, ggf. mit
Untergrundmelioration
Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren
schaftsraum,
Bereich mit ver-
gleichbaren Boden-
Bodentypen und
Bodenformen als
kulturellen Erbes Wiederherstellung/Optimierung der betroffenen Boden-
typen und Bodenformen oder Geotopkategorien (Aus-
gleich) bzw. ähnlicher Bodentypen/Bodenformen/Geotop-
kategorien mit Relevanz für die Sicherung des natürlichen
und kulturellen Erbes (Ersatz), etwa durch:
Wiederherstellung der Auenspezifität von Böden durch die
Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss-
und Überflutungsverhältnissen
Managementmaßnahmen, die eine Ausprägung von Böden
erhalten, die durch kulturhistorische Nutzungen entstan-
Extensivierung, Steuerung intensiver Flächennutzungen
im Umfeld von z. B. Sand- und Kalksteinfelsen
Sicherung von z. B. Lösssteilwände in Hohlwegen in dem vom Eingriff
schaftsraum, Be-
reich mit vergleich-
baren Bodengesell-
schaften und -typen
Wasser Funktionen für
den Naturhaus-
halt, die sich aus
gewässer ein-
der Fließgewäs-
ser ergeben Maßnahmen zur Verbesserung/Wiederherstellung der
Gewässerfunktionen am oder im unmittelbaren Umfeld
des betroffenen Gewässers (Ausgleich) bzw. an einem
hinsichtlich der Funktionsausprägung ähnlichen Ge-
wässer einschließlich der Neuanlage von Gewässern
Renaturierung von Fließgewässerabschnitten, Beseiti-
gung von Gewässerverbauen (z. B. Aufhebung von Ver-
rohrungen, Sohl-, Uferbefestigungen, Rückbau von
Wehren)
Reduzierung bestehender Belastungen durch Optimierung
der Selbstreinigungskraft des Gewässers z. B. durch
Nutzungsextensivierungen im Randbereich der Gewässer,
Entwicklung von natürlichen Uferstrukturen, Uferrand-
streifen an Gewässern, Uferrückbau- oder -vorschüttung,
Schaffung einer vielgestaltigen Fließgewässermorpho-
logie zur Sauerstoffanreicherung
Anbindung von Altarmen und Nebengewässern, Anlage
von Auefließgewässern
Neuanlage, Erweiterung oder Renaturierung von Stillge-
und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau
von abflussregulierenden Bauwerken, Deichrückverlegun-
gen, Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer
Sohlvertiefungen oder -erosion, Anhebung der Fließ-
gewässersohle, Rückbau von Meliorationsmaßnahmen,
Extensivierung intensiver Flächennutzungen im Umfeld der
Gewässer zur Verringerung von Stoffeinträgen durch Ober-
flächenabfluss, Erosionsschutzmaßnahmen auf erosions-
gefährdeten Böden oder bei ackerbaulicher Nutzung in
Wiederherstellung von auentypischen Biotoptypen bzw.
Biotoptypen der Uferzonierungen an Stillgewässern
Reduzierung von Direkteinleitungen aus Regenwasser-
überläufen, Oberflächenabflüssen, Fischteichen
Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewäs-
sern (siehe Anlage 6 Abschnitt C) in dem vom Eingriff
betroffenen Fließ-
oder Stillgewässer
oder in dessen un-
mittelbarem Umfeld
ergeben Verbesserung/Wiederherstellung der Grundwasserfunk-
Mögliche Maßnahmen für die Qualität sind u. a.:
Extensivierung intensiver Flächennutzungen zur Verringe-
rung von Stoffeinträgen insbesondere bei hoch anstehen-
Reduzierung/Beseitigung von Grundwasserverschmut-
zungen z. B. durch Altlastensanierung
Mögliche Maßnahmen für die Quantität sind u. a.:
Entsiegelung zur Erhöhung der Grundwasserneubildung
(siehe Anlage 6 Abschnitt B)
Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung
durch Reduzierung des Direktabflusses, in Ausnahme-
fällen Infiltration von Niederschlagswasser in dem vom Eingriff
betroffenen Grund-
wasserleiter,
-einzugsgebiet
Wiederherstellung von natürlichen Grundwasserverhält-
nissen, insbes. bei Porengrundwasserleitern in Auen,
durch die Wiederherstellung von fließgewässertypischen
Abfluss- und Überflutungsverhältnissen
Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen
im Nieder-
schlags-Abfluss-
(Retentions-
funktion) Optimierung/Wiederherstellung der Hochwasserschutz-
und Retentionsfunktionen
Entsiegelungen (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubil-
dung durch Reduzierung des Direktabflusses, ggf. Infiltra-
tion von Niederschlagswasser und Regenwasserrück-
Aufwertung beeinträchtigter Retentionsbereiche durch
Nutzungsextensivierung im Retentionsraum oder Einzugs-
Rückbau von Barrieren, Querbauwerken im Retentions-
raum und Abflussquerschnitt von Auen und Fließge-
Renaturierung von Fließgewässern, Beseitigung von Ge-
wässerverbauungen
Anbindung von Altarmen, Anlage von Flutmulden und von
Auefließgewässern
und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau von
abflussregulierenden Bauwerken, Geschiebemanagement
zur Vermeidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion,
Anhebung der Fließgewässersohle
Extensivierung der Auenutzung
Deichrückverlegung zur Erweiterung des Retentions-
Schaffung von Poldern, Regenwasserrückhalteräumen
oder -becken
Vorlandmanagement in den Deichvorländern in dem vom Eingriff
bzw. im betroffenen
Einzugsgebiet des
Fließgewässers
typenkomplexen/-gruppen mit einer insgesamt gleich-
wertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz)
jeweils unter Berücksichtigung von Art und Umfang des
betroffenen Bestandes sowie von Mindestgrößen von
• die gemessen an dem Wert des betroffenen
Biotoptyps (siehe Anlage 2) aufwertungsfähig sind
nahmenaufwands und der Entwicklungszeiten (siehe
Abschnitt B) geeignet sind.
• Nährstoffentzug
Wiedervernässung in dem vom Eingriff
• Zielgerichteter Einsatz von forstlichen Bewirtschaf-
tungsmaßnahmen (z. B. Aufforstung mit Baumarten
der natürlichen Waldgesellschaft oder natürliche
Sukzession; Entnahme standortfremder Baumarten,
Belassen von Biotop- und Höhlenbäumen und Tot-
• wasserwirtschaftliche Renaturierungsmaßnahmen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe An-
lage 6 Abschnitt A)
Im marinen Bereich z. B. die Schaffung oder Aufwer-
tung von Riffen oder anderen Biotopen
Tiere Vielfalt von
Tierarten ein-
innerartlichen
Vielfalt Wiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Habi-
• Reviergrößen/Minimalarealen der betroffenen bzw. der
für den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)
Aktionsräumen der betroffenen bzw. der für den Er-
satz gewählten ähnlichen Art(en)/Population(en)/
Metapopulation(en)
• artspezifischen Habitatstrukturen (entsprechend den
beeinträchtigten Schlüsselhabitaten) und deren zeit-
licher Wiederherstellbarkeit
• Optimierung/Aufwertung bestehender artspezifischer
Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate
wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)
• Entwicklung/Wiederherstellung/Neuanlage artspezifi-
scher Habitatstrukturen (insbesondere Schlüssel-
habitate wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagd-
habitate)
• Reaktivierung/Schaffung von Vernetzungsstrukturen
und Wanderkorridoren, Wiedervernetzung von Le-
bensräumen
lage 6 Abschnitt A) in dem vom Eingriff
orte der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Stand-
orte einer Art mit ähnlichen Standortansprüchen und
einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die bio-
logische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung
• Ausbreitungsmechanismen der betroffenen bzw. der
für den Ersatz gewählten ähnlichen Art, Verbreitungs-
• Optimierung der artspezifisch erforderlichen Stand-
ortbedingungen (z. B. Offenhaltung von Sandrasen-
flächen, Entfernen von Gehölzen)
Wiederherstellung von Lebensräumen in dem vom Eingriff
• Maßnahmen zur Wiederansiedlung/Umsiedlung von
Pflanzenarten (z. B. Entnahme und Ausbringung von
Diasporen)
• Entsiegelung oder Teilentsiegelung (siehe Anlage 6
Herstellen oder Verbessern eines durchwurzelbaren
Bodenraums
Mechanisches und biologisches Tiefenlockern, ggf.
mit Untergrundmelioration
formen als
• Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren
Wiederherstellung der Auenspezifität von Böden
durch die Wiederherstellung von fließgewässertypi-
schen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen
Managementmaßnahmen, die eine Ausprägung von
Böden erhalten, die durch kulturhistorische Nutzun-
gen entstanden sind
Extensivierung, Steuerung intensiver Flächennutzun-
gen im Umfeld von z. B. Sand- und Kalksteinfelsen
Wasser Funktionen
der Oberflächen-
ser ergeben Maßnahmen zur Verbesserung/Wiederherstellung der Ge-
wässerfunktionen am oder im unmittelbaren Umfeld des
betroffenen Gewässers (Ausgleich) bzw. an einem hin-
sichtlich der Funktionsausprägung ähnlichen Gewässer
einschließlich der Neuanlage von Gewässern (Ersatz)
• Renaturierung von Fließgewässerabschnitten, Beseiti-
gung von Gewässerverbauen (z. B. Aufhebung von
Verrohrungen, Sohl-, Uferbefestigungen, Rückbau
von Wehren)
• Reduzierung bestehender Belastungen durch Opti-
mierung der Selbstreinigungskraft des Gewässers z. B.
durch Nutzungsextensivierungen im Randbereich der
Gewässer, Entwicklung von natürlichen Uferstruktu-
ren, Uferrandstreifen an Gewässern, Uferrückbau-
oder -vorschüttung, Schaffung einer vielgestaltigen
Fließgewässermorphologie zur Sauerstoffanreicherung
• Anbindung von Altarmen und Nebengewässern, An-
lage von Auefließgewässern
Neuanlage, Erweiterung oder Renaturierung von Still-
gewässern in dem vom Eingriff
• Wiederherstellung von fließgewässertypischen Ab-
fluss- und Überflutungsverhältnissen durch z. B.:
Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken, Deich-
rückverlegungen, Geschiebemanagement zur Ver-
meidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion,
Anhebung der Fließgewässersohle, Rückbau von
Meliorationsmaßnahmen, Drainagen
• Extensivierung intensiver Flächennutzungen im Um-
feld der Gewässer zur Verringerung von Stoffeinträgen
durch Oberflächenabfluss, Erosionsschutzmaßnah-
men auf erosionsgefährdeten Böden oder bei
ackerbaulicher Nutzung in Hanglagen
• Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe An-
Wiederherstellung von auentypischen Biotoptypen
bzw. Biotoptypen der Uferzonierungen an Stillgewäs-
Reduzierung von Direkteinleitungen aus Regenwas-
serüberläufen, Oberflächenabflüssen, Fischteichen
Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließge-
wässern (siehe Anlage 6 Abschnitt C)
• Extensivierung intensiver Flächennutzungen zur Ver-
ringerung von Stoffeinträgen insbesondere bei hoch
Reduzierung/Beseitigung von Grundwasserver-
schmutzungen z. B. durch Altlastensanierung
• Entsiegelung zur Erhöhung der Grundwasserneubil-
dung (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
dung durch Reduzierung des Direktabflusses, in Aus-
nahmefällen Infiltration von Niederschlagswasser
Wiederherstellung von natürlichen Grundwasserver-
hältnissen, insbes. bei Porengrundwasserleitern in
Auen, durch die Wiederherstellung von fließgewässer-
typischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen
• Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen in dem vom Eingriff
schlags-Ab-
• Entsiegelungen (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
dung durch Reduzierung des Direktabflusses, ggf. In-
filtration von Niederschlagswasser und Regenwasser-
Nutzungsextensivierung im Retentionsraum oder Ein-
zugsgebiet in dem vom Eingriff
• Rückbau von Barrieren, Querbauwerken im Reten-
tionsraum und Abflussquerschnitt von Auen und Fließ-
Renaturierung von Fließgewässern, Beseitigung von
Anbindung von Altarmen, Anlage von Flutmulden und
Wiederherstellung von fließgewässertypischen Ab-
Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken,
Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer
• Extensivierung der Auenutzung
Schaffung von Poldern, Regenwasserrückhalteräu-
men oder -becken
Vorlandmanagement in den Deichvorländern
B. Berücksichtigung von Entwicklungszeiten
Sofern die Entwicklungszeit bis zur Erreichung des Zielzustandes der geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme 30 Jahre überschreitet, ist eine Vergrößerung der Maßnahmenfläche um 25 Prozent erforderlich, um die verzögerte Funktionserfüllung zu berücksichtigen (Timelag-Aufschlag).
Sofern Biotoptypen oder Zielzustände anderer Funktionen mit einem Alter von mehr als 100 Jahren erheblich beeinträchtigt werden, sind neben den langfristig wirksamen Maßnahmen mit einer Entwicklungszeit von mehr als 100 Jahren kurz- bis mittelfristig wirksame Maßnahmen mit einer Entwicklungszeit von weniger als 30 Jahren vorzusehen. Die beiden Maßnahmenanteile sollen jeweils 50 Prozent des auf die betreffende erhebliche Beeinträchtigung entfallenden Anteils am biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf betragen.
Bei Entwicklungszeiten von weniger als 30 Jahren ist kein Timelag-Aufschlag erforderlich.
Die Bestimmung der Entwicklungszeit ist maßnahmenspezifisch ausgehend von den jeweiligen Ausgangsbiotopen bzw. Ausgangszuständen der Maßnahmenflächen sowie dem Zielbiotoptyp in der jeweiligen Ausprägung vorzunehmen.
Entwicklungszeiten für beispielhafte Zielbiotope und verschiedene Ausgangsbiotoptypen
Zielbiotop Ausgangsbiotope
(mögliche Maßnahmentypen) Entwicklungszeit Timelag-Aufschlag,
Buchen-(misch-)wälder
frischer, basenreicher
(alte Bestände) Buchen-Mischbestand
(Entnahme gebietsfremder
Baumarten, Freistellung
Altbaumarten) < 30 Jahre -
Fichtenforst (Unterpflanzung mit
Buchen, später Entnahme der
Fichten) 30 bis 100 Jahre Timelag-Aufschlag
Acker (Aufforstung von Buchen-
wäldern) > 100 Jahre Timelag-Aufschlag und
Maßnahme mit einer
< 30 Jahre erforderlich
(alte Bestände) entwässerter, eutrophierter
Bruchwald (Wiedervernässung,
Nutzungsverzicht) < 30 Jahre -
(junge bis mittelalte
Bestände) krautige Uferflur am Gewässer
(ggf. Verbesserung der Überflu-
tungssituation, Initialpflanzung
von Weiden, Sukzession) < 30 Jahre
Bestände) -
(alte Bestände) Timelag-Aufschlag
Niedermoore mit Torfen brachgefallene, ehemals
standorte (regelmäßige Mahd,
ggf. Wiedervernässung) < 30 Jahre -
intensiv genutztes Feucht-
grünland (Wiedervernässung,
Aushagerung, regelmäßige
Mahd) 30 bis 100 Jahre Timelag-Aufschlag
Hochmoor-, Zwischen- und
Übergangsmoorstandorte
(einschl. Moorgewässer
und -gehölze) Moordegenerationsstadium mit
Zwergsträuchern und Resten
von Fichtenforst (Rodung und
Wiedervernässung, Sukzession,
ggf. Entwicklungspflege) > 100 Jahre Timelag-Aufschlag und
naturnahe Fließgewässer anthropogen mäßig beeinträch-
tigtes Fließgewässer
(Beseitigung von Sohlabstürzen,
verrohrten Durchlässen und
Förderung der natürlichen Fließ-
gewässerdynamik) < 30 Jahre -
anthropogen stark beeinträch-
(Renaturierung durch Rück-
verlegung eines längeren Fließ-
gewässerabschnitts in das ur-
sprüngliche Fließgewässerbett) < 30 Jahre -
Großseggenried entwässertes, eutrophiertes
Großseggenried (Wiedervernäs-
sung, ggf. sporadische Mahd) < 30 Jahre -
Entwicklung aus ehemaliger
Kiesabbaufläche (Initialpflanzung
mit standorttypischen Arten,
in Abhängigkeit vom Wasser-
haushalt Sukzession oder
sporadische Mahd) < 30 Jahre -
Halbtrockenrasen brachgefallener, verbuschter
Halbtrockenrasen (Entbuschung
und Beweidung) < 30 Jahre -
extensiv genutzter Acker intensiv genutzter Acker
(keine chem.-synth. Düngung/
nur Wirtschaftsdünger, Dünger-
menge begrenzen auf max. 50 %
der empfohlenen Menge; kein
Pflanzenschutzmitteleinsatz) < 30 Jahre -
A. Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen
Zielbiotoptypen
Aufzählung) Anforderungen an die
Ausführung der Maßnahmen Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen
Pflanzen Boden Wasser Klima/Luft Land-
Mindestanforderungen Weitergehende
Anforderungen, die im Einzelfall
festgesetzt werden können
Vielfalt von Tier- und
Vielfalt von Biotoptypen
Vielfalt von Bodentypen
und Bodenformen
Hochwasserschutz- und
Retentionsfunktion
Klimatische und lufthygienische
Klimaschutzfunktion durch
Treibhausgasspeicher/-senken
Vielfalt von Landschaften als
natürliches und kulturelles Erbe
Funktionen im Bereich Erleben
und Wahrnehmen von Landschaft
Maßnahmen auf Acker
Ackerbrachen:
33.01.04,
33.02.04,
33.03.04,
33.04a.04,
33.04b.04 • Selbstbegrünung (gilt nicht in
Gebieten mit hohem Stickstoff-
Auswaschungsrisiko)
Keine Düngung, keine PSM
Keine Nutzung/Mahd
Höchstdauer der Belassung ohne
Umbruch: 3 Jahre
Herstellungskontrolle und ggf.
Monitoring (in Abhängigkeit von
jeweiligen Zielarten)
Pflegeintervall 2 bis 3 Jahre Spezifische Maßnahmen,
z. B. extensive Pflege zur Schaf-
fung von Heterogenität im Bestand
In Abhängigkeit von Zielarten
ggf. Sonderformen
Reduzierung von konkurrenz-
starken, nicht dem Zielbiotoptyp
entsprechenden Pflanzenarten
(z. B. Acker-Kratzdistel,
Neophyten) ausschließlich durch
mechanische Beseitigung X X (X) X (X) (X) (X) (X) X
genutzte Äcker/
Ackerwild-
Äcker mit vollst.
Segetal-
33.01.01,
33.02.01,
33.03.01,
33.04a.01,
33.04b.01
Äcker mit arten-
reicher Segetal-
33.01.02,
33.02.02,
33.03.02,
33.04a.02,
33.04b.02 • Erweiterter Saatreihenabstand
bzw. reduzierte Saatgutmenge
(max. 50 - 70 % der regulären
Saatgutmenge)
Vielfältige, mind. Viergliedrige
Fruchtfolge mit Winterungen und
Grundsätzlich keine Düngung, eine
begrenzte dem Entwicklungsziel
angepasste Erhaltungsdüngung mit
Wirtschaftsdünger ist im Einzelfall
zulässig (Düngermenge dann be-
grenzen max. auf Entzug bzw.
Zielanforderung z. B. aus dem
Segetalartenschutz), keine PSM
Mindestdauer 10 Jahre Einsatz von Gemengen mit min-
destens zwei verschiedenen Arten
und Sorten bis hin zu Blüh- und
Wildkrautgemengen, z. B. Ge-
treide-Öl-Leguminosen-Gemenge,
Blüh-/Wildkrautgemenge
Inanspruchnahme wertvoller land-
wirtschaftlich genutzter Flächen
nur nach Berücksichtigung agrar-
struktureller Belange
Konzentration von Maßnahmen im
Raum zur Verbesserung der Struk-
turvielfalt und zur Schaffung von
Verbundstrukturen (Biotopverbund)
Verringerung der Schlaggrößen
Integrierte Brachestreifen
(auf 10 % der Fläche)
Einschränkung der Bodenbearbei-
tung während der Brutzeit
Nicht wendende, pfluglose Boden-
bearbeitung (i. d. R. nicht geeignet
bei Segetalartenschutz)
Belassen von Streifen/Ernte-
verzicht X X (X) X X (X) X X
Grünland frischer
34.07a.01,
34.07a.02
Salzgrünland der
07, 08 • Vorher mind. 5 Jahre lang Acker
Die Maßnahmenfläche sollte sich
als Bilanzzuwachs (Grünlandfläche)
auf Betriebsebene niederschlagen
Ansaat mit standortspezifischem
Aushagerung, sofern auf Standort
in Bezug zur geplanten Lebens-
raumqualität erforderlich
Kein Pflegeumbruch
Narbenverbesserung (Nachsaat
von Zielarten ist möglich)
1-2schürige Mahd je nach er-
wünschtem Nährstoffniveau und
Pflanzengesellschaft im ausgeha-
gerten Zustand (i. d. R. nach der
Brutzeit), Abfuhr des Mahdgutes
(3. Schnitt kann auch als Pflege-
schnitt ohne Abfuhr erfolgen) oder
Beweidung mit max. 1,5 - 2 GVE/ha
bei Beweidung: Prüfung der Er-
forderlichkeit einer Nachmahd, • Verwendung regionalen Saatguts
Mahdguttransfer/Heublumenan-
saat aus der Region
jeweiligen Zielarten) X X X X (X) X X (X) (X) X
Beschränkung der Weidepflege
(Walzen, Schleppen max. 1-mal im
Jahr vor März, keine Nachsaat)
• Keine PSM
Eine an das jeweiligen Zielbiotop
angepasste Düngung ist zulässig
Festlegung von Zeiträumen für die
Mahd/Beweidung in Abhängigkeit
von Zielarten
Äcker mit
schlaginterner
z. B. von feuchten
Senken, trocke-
nen Kuppen
Ackerschlags;
Zielarten oder
Zielbiotope, z. B.
reicher oder vollst.
oder andere • Kartierung und Dokumentation der
ertragsärmeren und nicht genutz-
ten Teilbereiche (z. B. anhand eines
Luftbilds) zur gezielten Auswahl
von Standorten mit hohem Biotop-
entwicklungspotenzial bzw. mit
besonderer Bedeutung für den
Herausnahme von Teilbereichen
mit spezifischer Standortcharakte-
ristik aus der Nutzung, auf den
Zielbiotop abgestimmte extensive
Ackernutzung oder Pflege
Abstandsauflagen zur Maßnah-
menfläche für Düngung und PSM Herstellungskontrolle und ggf.
jeweiligen Zielarten) X X (X) X (X) (X) X
standortspezifi-
sche Ausprägun-
gen von Zielbio-
topen • Biotopverbund zu benachbarten
Strukturen herstellen (z. B. als
Trittstein)
Mindestdauer 10 Jahre
(rotierende)
Schaffung art-
Zielarten • Einbindung in Maßnahmenkonzept
(insbes. in Artenschutzkonzept)
Schaffung artspezifisch geeigneter
Habitatstrukturen, (z. B. Feld-
lerchenfenster)
Keine PSM Monitoring/Überprüfung und ggf.
Modifizierung der Maßnahmen-
vorgaben (Art und Zeitpunkt in Ab-
hängigkeit von jeweiligen Zielarten) X X
Zielarten • Breite in der Regel zwischen 5 m
Standortspezifische Saatmischung
regionaler Herkunft unter Be-
achtung der standorttypischen
Reduzierte Saatgutmenge
Saatgutmenge) zur Erzielung eines
lückigen Bestands, Fehlstellen im
Bestand belassen
• Keine Düngung, keine PSM Bei Rotation in der Fruchtfolge Be-
lassung über 2 bis 5 Jahre
Wenn Mahd, nur im Frühjahr bis
Mitte März bzw. angepasst an
Zielarten) X X (X) X (X) (X) X
• Zunächst keine Bodenbearbeitung;
nach 2 bis 3 Jahren Bodenbear-
beitung und Neuansaat, i. d. R. im
Frühjahr bis Mitte April; bei Rota-
tion in der Fruchtfolge Belassen bis
Rotation in der Fruchtfolge möglich
von Dauergrün-
07, 08 • Aushagerung
Im Regelfall keine Bodenbearbei-
tung (Ausnahme orchideenreiche
Standorte), kein Pflegeumbruch,
gezielte Nachsaat von Zielarten
(Heumulch, -drusch) möglich
Keine PSM, eine an den jeweiligen
Zielbiotoptyp angepasste Düngung
Reduzierte (1-2schürige) Mahd
i. d. R. nach der Brutzeit mit Abfuhr
des Mahdgutes oder extensive
Beweidung mit max. 1,5 GVE/ha;
bei Beweidung: Nachmahd
erforderlich, Beschränkung der Bei Beweidung: reduzierte Besatz-
dichte zur Brutzeit
Kombination von Beweidung und
Mahd je nach Standort und betrof-
fener Zielart
Festsetzung des 1. Mahdtermins
(z. B. erst nach der Brutzeit)
jeweiligen Zielarten) X X X X (X)
Weidepflege (Walzen, Schleppen
max. 1-mal im Jahr i. d. R. bis Mitte
März), keine Nachsaat
bestimmte Ziel-
arten • Einbindung in Maßnahmenkonzept
Habitatstrukturen (z. B. für
Wiesenbrüter)
Mindestdauer 3 Jahre Monitoring/Überprüfung und ggf.
41.06.01 • Pflanzung und Nachpflanzung
hochstämmiger Obstbäume,
Pflanzabstand je nach Baumart
z. B. zwischen 8 m und 15 m oder
Extensivierung bestehender Streu-
obstbestände
1-3schürige Mahd (je nach er-
Pflanzengesellschaft i. d. R. nach
der Brutzeit) Abfuhr des Mahdguts
(3. Schnitt kann auch als Pflege- Die Spanne zwischen 60 - 100
Bäumen pro Hektar beschreibt das
Optimum der Bestandsdichte, dies
entspricht in etwa einem Baum-
abstand von 10 bis 12 Metern.
Erhaltung alter Obstsorten durch
Pflege alter Obstbäume sowie
Pflanzung von entsprechenden
Hochstämmen mit Veredelung mit
alten Obstsorten
Anlegen von Sonderstrukturen wie
z. B. Lesesteinhaufen, Hecken an
den Rändern X X X X (X) X X
schnitt ohne Abfuhr erfolgen);
ggf. auch Beweidung mit max.
1,5 - 2 GVE/ha möglich;
forderlichkeit der Nachmahd,
Jahr/alle 2 Jahre, keine Nachsaat),
Nachmahd erforderlich, Verzicht
auf Winterbeweidung
• Erziehungs-, Pflegeschnitt der
Belassen von Biotopholz (Totholz)/
absterbenden Bäumen Herstellungskontrolle und ggf.
Maßnahmen auf Sonderstandorten des Offenlandes
Seggenriede und
z. B. 35.01a,
38.01 bis 38.07 • Besondere Bedeutung der Fläche
für den Arten- und Biotopschutz
oder für den Biotopverbund
Die Bewirtschaftungsanforderun-
gen sind im Hinblick auf die spezi-
fischen Anforderungen in Abhän-
gigkeit von Standort und Zielbiotop
oder entsprechend artspezifischen
Anforderungen festzulegen Herstellungskontrolle und ggf.
jeweiligen Zielarten) X X X (X) (X)
(z. B. Beweidung oder Mahd von
Sümpfen, Seggenrieden, Röhrich-
• Keine Düngung, keine PSM
und Magerrasen
z. B. 34.01,
34.04 • Entkusseln/Entbuschen und/oder
Keine PSM, keine Düngung
bei Beweidung: Nachmahd erfor-
derlich X X X (X) (X) X X
Halbtrocken-,
und Borstgras-
z. B. 34.02,
34.06 • Aushagerung
Entkusseln/Entbuschen X X X (X) (X) X X
40.01 bis 40.05 • Beweidung durch Schafe und
ggf. Ziegen;
Abplaggen/Abschieben
(ohne Sümpfe)
35.01 • Wiedervernässung
Entbuschen/Entkusseln
Vegetations-(narben-) und boden-
schonende Erntetechnik X X X X (X) X X X X X
z. B. 35.02
(extensiv bewirt-
schaftet) • Wasserstandsregulierung
Keine Bodenbearbeitung,
kein Pflegeumbruch, keine Neu-
ansaat/Narbenverbesserung
des Mahdgutes (mind. bis zum
Erreichen des Zielzustandes) oder X X X X (X) X X X X X
extensive Beweidung mit
max. 1,5 GVE/ha; bei Beweidung:
Nachmahd erforderlich, Beschrän-
kung der Weidepflege (Walzen,
Schleppen max. 1-mal im Jahr
i. d. R. bis Mitte März), keine
• Vegetations-(narben-) und boden-
schonende Erntetechnik
Habitatstrukturen (z. B. für Amphi-
bien oder Reptilien)
Keine PSM, keine Düngung Monitoring/Überprüfung und ggf.
hängigkeit von jeweiligen Zielarten)
Maßnahmen zur Anlage und Pflege von Landschaftselementen/Landschaftsstrukturen
Gehölzkulturen: • Einbindung in landschafts-
planerisches Maßnahmenkonzept
(insbes. Einbindung in Biotop-
verbundkonzept)
Mindestbreite von Hecken und
Gehölzstreifen 5 m,
Höchstbreite 20 m Pflege bereits vorhandener Hecken
und Feldgehölze, sofern damit eine
deutliche naturschutzfachliche
Aufwertung/landschaftspflegeri-
sche Verbesserung verbunden ist X X X (X) (X) (X) (X)
z. B. 41.01,
41.05 • Verwendung gebietseigener Ge-
hölze, Artenmischung/artenreich,
stufiger Aufbau mit Säumen
entlang von Hecken und Feld-
Regelmäßige Pflege oder Nutzung
in Abhängigkeit von der Bestands-
Krautige Säume
und Gehölzsäume,
inkl. Ufersäume
z. B. 39.01.01,
39.04a.01,
39.06 • Breite in der Regel zwischen 5 m
Auf das Zielbiotop/die Zielart ab-
gestimmte extensive Nutzung oder
Mindestdauer 10 Jahre Einbindung in Maßnahmenkonzept
(insbes. in Biotopverbundkonzept)
zusätzliche Abstandsauflagen zur
Maßnahmenfläche für Düngung
und PSM
jeweiligen Zielarten) X X X X (X) (X) (X) (X) X
Tümpel, Feucht-
biotope, Quellen
z. B. 22.01
bis 22.04,
24.04a,
24.09a • Einbindung in Maßnahmenkonzept
(insbes. Einbindung in Biotopver-
bundkonzept)
Erhalt bzw. Anlage und dauerhafte Pflege, sofern erforderlich X X (X) (X) (X) X X
• Kein Eintrag von Düngemitteln
oder PSM/Abstandsauflagen zur
Trocken-/
z. B. 53.02.03a • Regionstypisches Material verwen-
Keine Verfugung X X (X) X X
Maßnahmen auf regionalen Sonderkulturen
z. B. Weinbau
Rebkulturen:
Nutzung) • Keine Düngung, keine PSM
Artenreiche Begrünung in jeder
2. Rebzeile Wiederherstellung der Terrassen X X (X) X (X) (X) X X X
bewirtschaftete/
gepflegte Wälder
Laubwälder ohne
43.01 bis 43.03,
43.06 bis 43.08 • Aufforstung mit Baumarten der
natürlichen Waldgesellschaft
oder natürliche Sukzession unter
Berücksichtigung von Aspekten
des Klimawandels bei der Baum-
artenauswahl Einbringen seltener/gefährdeter
Rückbau oder Verschluss von Ent-
wässerungseinrichtungen
Maßnahmen gegen die Ausbrei-
tung nichtheimischer Arten auf der
Fläche X X X (X) (X) (X) (X) (X) X X X
Nadelwälder:
44.01 bis 44.03
subalpine Wälder:
70 • Entnahme standortfremder, nicht
der natürlichen Waldgesellschaft
angehörender Baumarten
Entwicklung einer der natürlichen
Waldgesellschaft entsprechenden
Struktur (Baum-, Strauch-, Kraut-
Belassen von Biotop- und Höhlen-
bäumen und Totholz (Anzahl Alt-
bäume je nach Tierart und Wald-
bestand) in Kombination mit
weiteren Maßnahmen im Wald
Auf Moorstandorten nur in Kombi-
nation mit Wiedervernässungs-
maßnahmen Außerhalb der Nullnutzungsflächen
kann alle 5 Jahre die Nutzung von
alten Waldbeständen über
80 Jahren einzelbaumweise und
mit einer Absenkung des Be-
stockungsgrades erfolgen
gepflegte Auen-
43.04 bis 43.05 • Wiederherstellung der für den
jeweiligen Auwaldtyp charakteristi-
schen regelmäßigen Überflutung
z. B. durch Deichrückverlegung
und Renaturierung von Fließge-
Auengewässerstrukturen anlegen,
erhalten, entwickeln Einbringen seltener/gefährdeter
Rückbau oder Verschluss von
Fläche X X X X X X X (X) X X X
• Aufforstung mit Baumarten der
natürlichen Waldgesellschaft oder
Entnahme standortfremder, nicht
angehörender Baumarten Außerhalb der Nullnutzungsflächen
kann alle 5 Jahre die Nutzung
von alten Waldbeständen über
stockungsgrades erfolgen.
Waldmäntel:
42.01 • Vorgelagert zum Bestand oder als
Mindestbreite 15 m
Neuanlage mit Arten der natür-
lichen Waldrandgesellschaft oder
durch natürliche Sukzession
Mehrstufiger Aufbau (Kraut-,
Stauden- und Gebüschsaum) X X (X) (X) (X) (X) X
• Punktuelle Freistellung und/oder
Unterpflanzung des Bestandes mit
Strauch- und Baumarten
Bewirtschaftung/Pflege zum Erhalt
der Mehrstufigkeit
rotierende Maß-
nahmen im Wald
Zielarten • Wiederherstellung von Waldwiesen
(einschl. Pflegemanagement)
Habitatentwicklungsmaßnahmen für
geschützte und gefährdete Arten
• Renaturierung von Stillgewässern
und Mooren sowie Fließgewässern
und Bachläufen im Wald
(einschließlich der bachbegleiten-
den Vegetation;
Wiederherstellung des natürlichen/
naturnahen Wasserregimes)
• Einbringung gebietseigener
seltener/gefährdeter Baumarten
(mind. truppweise)
Schaffung von Alt- und Totholz-
strukturen (Altholzinsel Altbaum-
gruppe Solitärbaum Belassen von
Totholz im Bestand) Berücksichtigung landschafts-
pflegerischer Ziel- und Entwick-
lungskonzepte (insbes. Arten-
schutz- und Biotopverbund-
jeweiligen Zielarten) X X (X) (X) (X) (X) (X) (X) (X)
Waldnutzungs-
z. B. Hutewald:
42.05 • Berücksichtigung der Biotop-
kontinuität bei der Flächenwahl
(v. a. Wiederaufnahme bzw. Wei-
terführung der Bewirtschaftung auf
ehemaligen oder noch bewirt-
schafteten Hute- und Niederwald-
Rückumwandlung durchwachsener
Mittel- oder Niederwälder (Verwen-
dung heimischer Baumarten)
Entwicklung von Hutewäldern
durch Etablierung ehemaliger
Nutzungsformen, u. a. mit Groß-
tierhaltung Berücksichtigung landschaftspfle-
gerischer Ziel- und Entwicklungs-
konzepte (insbes. der Anforderun-
gen für den Biotopverbund aus der
Landschaftsplanung sowie der
historischen und regionalspezifi-
schen Verbreitung der Wälder)
jeweiligen Zielarten) X X X (X) (X) (X) (X) (X) (X) X X
Habitatstrukturen im Wald Monitoring/Überprüfung und ggf.
PSM: Pflanzenschutzmittel, GVE: Großvieheinheiten.
X: Maßnahme ist in der Regel geeignet zum Ausgleich oder Ersatz von Beeinträchtigungen der Funktion.
(X): Maßnahme ist in bestimmten Fällen geeignet zum Ausgleich oder Ersatz von Beeinträchtigungen der Funktion.
B. Maßnahmen zur Entsiegelung
Aufzählung) Anforderungen an die Maßnahmenausführung Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen
Teilentsiegelung
durch Entnahme
der bituminösen
Oberschicht und
Belassen des
Unterbaus mit
Sukzession • Mindestgröße 100 m²
Versiegelungsbelag entfernen
Bituminöses Material ist abzufahren und zu entsorgen, sonstiges Material
kann - sofern Schadstoffgehalte unterhalb der Vorsorgewerte der BBodSchV
liegen - auf der Fläche zur Diversifizierung der Standortverhältnisse bzw.
zur Modulierung des Geländes genutzt werden.
Nutzung der Fläche im Sinne der Ziele von Naturschutz und Landschafts-
pflege (X) (X) X X (X) (X) (X)
Abtragen und
Materials ein-
Unterbau und
Schadverdich-
tung des Unter-
bodens • Mindestgröße 100 m²
Versiegelungsbelag und Unterbau sind zu entfernen
Schadverdichtungen im Unterbau sind zu entfernen
Die entsiegelte oberste Bodenschicht muss vegetationstauglich sein, ggf.
Aufbringen einer vegetationstauglichen Bodenschicht.
Schadstoffgehalte sollten unterhalb der Vorsorgewerte der BBodSchV
Ggf. Aufbringen einer Rekultivierungsschicht
Rückbau im
z. B. Beseitigung
von Sohlabstür-
zen und Wehren,
Sohl- und Ufer-
z. B. 23.01,
bis 24.04a,
39.04a.01 • Orientierung der Auswahl der Flächen an landschaftsplanerischen Ziel- und
Entwicklungskonzepten (insbes. Biotopverbund-/Vernetzungskonzepte)
Gewässertypspezifische Gestaltung/Renaturierung
Punktuelle Beseitigung von Sohlabstürzen und Wehren, Beseitigung von
Sohl- und Uferbefestigungen i. d. R. ab 10 lfdm in Kombination mit weiteren
strukturverbessernde Maßnahmen im Gewässer und am Gewässerufer
Orientierung der Auswahl der Maßnahmen an den WRRL-Maßnahmen-
programmen der Länder und entsprechender Programme und Maß-
nahmenkonzepte der Flussgebietsgemeinschaften X X (X) X (X) X (X) X
C. Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen
Anforderungen an die Maßnahmen Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen
für Tiere und zur
an linearen Infra-
technische Maß-
nahmen zur Auf-
hebung bestehen-
der Zerschnei-
dungswirkungen,
z. B. Grün-
brücken, Grün-
Amphibiendurch-
lässe, Gewässer-
querungen etc. • Anlage von Querungshilfen ausschließlich im bestehenden Infrastrukturnetz
(an bestehenden Straßen, Bahnlinien, Wasserstraßen usw.)
Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell ver-
ankerten Wiedervernetzungsabschnitten/-konzepten des Bundes und der
Länder unter besonderer Berücksichtigung der Lebensraumnetze des
Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesprogramms Wiederver-
Für die Erforderlichkeit von technischen Wiedervernetzungsmaßnahmen in
sonstigen Bereichen (z. B. Austausch-, Wander- und Ausbreitungsachsen
von Populationen insbesondere gefährdeter Arten) sind entsprechende
Nachweise erforderlich (Erfassung/Kartierung, Wirkungsprognose).
Berücksichtigung des Stands der Technik gemäß des anerkannten Regel-
werkes, entsprechender Leitfäden und der besten einschlägigen wissen-
schaftlichen Erkenntnisse für die Planung und Ausführung von Wieder-
vernetzungsmaßnahmen sowie bei Erfassungen/Kartierungen
Maßnahmen zur Wiedervernetzung sollen der Sicherung überlebensfähiger
Populationen bzw. überlebensfähiger Metapopulationsstrukturen dienen.
Durch Umfeldgestaltung und Hinterlandanbindung ist die Funktion der
Querungshilfe zu sichern und zu fördern.
In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur Bereiche ein-
fließen, für die eine tatsächliche Aufwertung durch eine Vernetzung be-
stehender Populationen oder die Neubesiedlung bisher isolierter Lebens-
räume angenommen werden kann. X X
Gewässerrenatu-
rierungen und
Erzielung der
von Fließgewäs-
sern einschließ-
lich ihrer Ufer-
bereiche • Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell ver-
ankerten Biotopvernetzungsbereichen des Bundes und der Länder unter
besonderer Berücksichtigung der Lebensraumnetze des Bundesamtes für
Naturschutz einschließlich entsprechender Darstellungen in der überört-
lichen und örtlichen Landschaftsplanung
programmen der Länder und entsprechender Programme und Maßnah-
menkonzepte der Flussgebietsgemeinschaften
Zur Wiedervernetzung von Lebensräumen geeignete Bewirtschaftungs-
oder Pflegemaßnahmen in den Uferbereichen, die in Abschnitt A Spalte 1
aufgeführt sind, müssen die in Abschnitt A Spalte 2 genannten Anforderun-
gen erfüllen.
Rückbaumaßnahmen im Bereich von Gewässern, die in Abschnitt B Spalte 1
aufgeführt sind, müssen die in Abschnitt B Spalte 2 genannten Anforderun-
schaftlichen Erkenntnisse bei der Planung und Ausführung von Fließ-
gewässerrenaturierungen sowie bei Erfassungen/Kartierungen
In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur Fließgewässer-
abschnitte und Uferbereiche einfließen, für die eine tatsächliche Auf-
wertung durch eine Vernetzung bestehender Populationen oder die Neu-
besiedlung bisher isolierter Lebensräume angenommen werden kann. X X X X (X) (X) (X)
Weitere Maß-
netzung von
z. B. Maßnahmen
zum Biotopver-
bund und zur Bio-
topvernetzung
durch Entwick-
lung geeigneter
und Leitstrukturen • Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell ver-
lichen und örtlichen Landschaftsplanung sowie in den in Artenschutz-
konzepten ausgewiesenen Konfliktstellen
Für die Planung zielartenspezifischer Wiedervernetzungsmaßnahmen (z. B.
zur Aufrechterhaltung oder Verbesserung von Austausch-, Wander- und
Ausbreitungsbeziehungen von Populationen insbesondere gefährdeter Arten)
sind entsprechende Nachweise erforderlich (Erfassung/Kartierung, Wirkungs-
prognose).
oder Pflegemaßnahmen, die in Abschnitt A Spalte 1 aufgeführt sind, müs-
sen die in Abschnitt A Spalte 2 genannten Anforderungen erfüllen.
In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur Lebensräume/
Bereiche einfließen, für die eine tatsächliche Aufwertung durch eine Ver-
netzung bestehender Populationen oder die Neubesiedlung bisher isolierter
Lebensräume angenommen werden kann. X X (X) (X) (X) (X) (X) (X)
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References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16
 § 4
 § 6
 § 14
 § 5
 § 5
 § 6
 § 8
 § 9
 § 9
 § 8
 § 11
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 17
 § 15
 § 17
 § 1
 § 9
 § 4
 § 15
 § 30
 § 34
 § 44
 § 45
 § 9
 § 20
 § 20
 § 32
 § 82
 § 15
 § 15
 § 5
 § 6
 § 5
 § 6
 § 3
 § 5
 § 5
 § 7
 § 7
 § 9
 § 5
 § 4
 § 9
 § 8
 § 15
 § 15
 § 17
 § 15
 § 15
 § 17
 § 15
 § 196
 § 15
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 15
 § 3
 § 3
 § 3
 § 15
 § 13
 § 53
 § 3
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 15
 § 232
 § 5
 § 15
 § 16
 § 15
 § 6
 § 6
 § 6

§ 1
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