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Timestamp: 2019-10-22 17:23:32+00:00

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Allgemeine rechtliche Fragen zum Thema Cybersex - frag-einen-anwalt.de
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| 08.05.2006 04:45 |
Hallo ich habe eine grundlegende Frage zu einigen Bereichen des Cybersex.
Es ist mir klar, dass Sex mit Leuten ab 18 Jahren, wenns nich grade der Lehrer oder ähnliches ist, nicht strafbar ist.
Ich werde allerdings aus dem restlichen Aspekten nicht schlau.
ich habe daher mehrere Fragen und bitte sie mir auch zu beantworten, denn bevor ich am PC Cybersex mache, würde ich gerne wissen, was mir da passieen kann.
Wenn mein Gegenüber sagt, er sei über 18 und ist in Wirklichkeit vielleicht erst 15 oder gar unter 14, mache ich mich dann strafbar oder greift hier § 17 oder 49 STGB ?
Was sind Pornographscieh Schriften eigentlich genau ?
In § 11 Abs.3 wird was von Tonträger u.ä. gesredet, fallen da drunter auch zum Beispiel Camsex oder Chats oder ist das ne Verletzung des Telekommunikationsgesetz § 184 c.
was genau bedeutet § 184 f ?
Ich stell mir das nun so vor, dass ein 22 jähriger sex mit einer 17 jährigen haben kann, mit hr aber nicht am pc reden darf, da er sich dann wegen § 184 stgb strafbar macht, kann ja dann eigentlich nicht sein, sind daher pornographsiche Schriften nur was, was man speichern muss ?.
Wenn man nun im Internet mit Leuten unter 18 aber über 14 redet, ist das dann auch verboten oder kann man das mit der körperlichkeit in § 182 stgb ernst nehmen ?
LEtzte wichtigste Frage.:
Wie wird so was eigentlich bewiesen.
Wenn einer mit jemanden Camsex hat und auf einmal sagt die Person, sie ist unter 18 und sie hat ein Video gemacht oder die Chats aufgenommen.
Wird so was als Beweis vor einem Strafgericht angenommen oder steht hier Art. 10 GG dagegen, is so was nicht eh nach § 201 a STGB strafbar ?
Nochmal eien Frage zu § 184, wenn man die Sache umdrehen würde und ein Minderjähriger der aber schon strafmündig ist, macht einen Mitschnitt sexueller Aufnahmen, macht er sich dann selber strafbar, da er mit Vorsatz handelt ?
Wäre nett, wenn sie meine Fragen bald beantworten könnten, im Voraus schon mal danke.
StGB StGB strafbar Internet 15
In dem von Ihnen genannten Fall greift nicht § 17, sondern § 16 StGB. Es läge ein sog. Tatbestandsirrtum vor.
Pornografische Schriften setzt Folgendes voraus:
Es müssen zunächst Schriften nach § 11 III StGB vorliegen. Schriften sind Zusammenstellungen von Zeichen, die durch Augen oder Tastsinn wahrnehmbar sind und mittelbar Gedankeninhalte verkörpern (BGHSt 13, 375).
Darüber hinaus müssen diese Schriften sexuelle Handlungen zum Gegenstand haben.
Das ist dann gegeben, wenn geschriebene Texte, Ton- oder Bildträger oder gespeicherte Daten ein sexualbezogenes Geschehen abbilden.
Pornografie wird dabei definiert als vergröbernde Darstellung sexuellen Verhaltens im weiteren Sinne, unter weitgehender Ausklammerung emotional-individualisierter Bezüge, die den Menschen zum bloßen Objekt geschlechtlicher Begierde oder Betätigung macht (BGHSt 23, 40).
Tonträger sind Sachen, die analog oder digital gespeicherte akustische Signale enthalten, die durch Hilfsmittel dem Ohr wahrnehmbar gemacht werden können.
Beweismittel in einem Strafprozess sind Sachverständige, Aussagen des Beschuldigten, Augenscheinseinnahme, Urkunden und Zeugen.
Jeder Computer verfügt über eine IP-Adresse, so dass hierüber eine Zuordnung zum Eigentümer des Computers erfolgt.
Der Minderjährige macht sich nur dann strafbar, wenn eine Alternative des § 184 a, b, c StGB erfüllt wäre, den ich zum besseren Verständnis nachfolgend einfüge.
§ 184c StGB Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste
Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache gegeben habe. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Nachfrage vom Fragesteller	08.05.2006 | 07:18
Ich finde, dann sind die Gesetze zu § 182 STGB und § 184 STGB schlecht austariert, denn wenn es nach § 184 STGB, strafbar ist, mit einem unter 18 jährigen sexuelle Chats auszutauschen aber es durchaus erlaubt ist, mit einem zwischen 16 und 18 jährigen eine Beziehung zu führen, finde ich letzeres was das Rechtsgut angeht, schlimmer verletzt und gerade letzterer Fall wäre straffrei, ich vermag hier keinen Unterschied zur richtigen Kommunikation und Kommunikation via PC zu sehen, wird dies in der Realität wirklich so getrennt ?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2006 | 09:31
§ 184 StGB stellt die Verbreitung pornographischer Schriften unter Strafe, § 182 StGB regelt dagegenden sexuellen Missbrauch von Jugendlichen.
Geschütztes Rechtsgut ist jeweils der Jugenschutz.
Für die strafrechtliche Zurechnung von Inhalten für die Handlungen von Telediensteanbietern sollten Sie Ihr Augenmerk auf § 5 aF TDG, §§ 8 ff. TDG sowie die §§ 6 ff. MDStV (Mediendienste-Staatsvertrag) legen.
Die von Ihnen geäußerten Bedenken werden jedoch grundsätzlich auch in der Literatur vertreten, da der von § 184 StGB erfasste Strafbarkeitsbereich überzogen erscheint.
"Diese Antwort fand ich schon recht informativ, ein wichtiger ist mir etwas zu wenig nahe gebracht worden, denn ich konnte aus dem Aussagen zum TDG Gesetz nicht entnehmen, ob nun entgegen meinem Willen gespeicherte Signale via einer Webcam von dem Empfänger gespeichert werden können oder nicht und ob dies strafbar ist oder nicht, sowie als ein Beweismittel bei Gericht zugelassen werden kann.Der Hinweis auf Urkunden reicht mir da nicht. "
"Aufgeputzte" Identität und Rollenspiel
Cybersex-Rollenspiele

References: § 17
 § 11
 § 184
 § 184
 § 184
 § 182
 Art. 10
 § 201
 § 184
 § 17
 § 16
 § 11
 § 184

§ 184
 § 182
 § 184
 § 184

§ 184
 § 182
 § 5
 § 184