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Timestamp: 2020-01-18 17:19:46+00:00

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Habe irrtümlich, statt einem ALG1- einen ALG2-Antrag gestellt und für diesen Monat kein Geld bekommen. Was kann ich tun? | Erwerbslosenforum Deutschland
Habe irrtümlich, statt einem ALG1- einen ALG2-Antrag gestellt und für diesen Monat kein Geld bekommen. Was kann ich tun? (1 Betrachter)
ich erkläre mal kurz die Situation:
Vom 13.12.2013 - 14.04.2017 hatte ich einen Minijob und anschließend vom 15.04.2017 bis 14.04.2019 eine Teilzeitstelle (gefördert) die mit Vertragsende wieder zum Minijob gewandelt wurde.
Da ich es leider nicht wusste (ja schlagt mich bitte....) und vom Amt auch nichts in der Richtung kam (ausser wie immer postalisch der WBA ALG2), habe ich wie gewohnt einen Weiterbewilligungsantrag für ALG2 gestellt.
Natürlich habe ich zusätzlich eine Veränderungsmitteilung verschickt das ich ab dem 15.04.2019 "nurnoch" als Minijobber angestellt bin.
Anfang Mai dann die Aufforderung zur Mitwirkung, man möchte gerne die Mietzahlungen einsehen (sprich Kontoauszüge) sowie erneut die Nebenkostenabrechnung für 2017.
Letzten Samstag (18.05.2019) erneut eine Aufforderung zur Mitwirkung, ich soll bei der Arbeitsagentur vorstellig werden und erstmal einen ALG1 Antrag stellen und die Ergebnisse bis zum 02.06.2019 einreichen.
Heute war ich dort und man erzählte mir das der Antrag natürlich nicht rückwirkend gelten würde, sondern erst ab Datum der Antragstellung bzw. persönlichen Vorstellung.
Zudem, da ich seit dem 15.05 bis einschließlich 24.05 Arbeitsunfähig geschrieben bin, würde das Arbeitslosengeld auch erst ab dem 25.05 gelten da ich ja durch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht für den Arbeitsmarkt verfügbar wäre.
Mir würde also das ALG1 vom 15.04 bis einschließlich 24.05 fehlen, also fast 1,5 Monate.
Und nun sitze ich hier, habe für diesen Monat kein Geld bekommen und frage mich was ich Alles im Leben bitte falsch gemacht haben muss um das zu verdienen.
Meine Miete konnte ich gerade so durch mein Notpolster zahlen, nochmal wird dies leider nicht möglich sein.
Wie schaut das nun im Bezug auf ALG2 aus?
Wird der fehlende Betrag ALG1 rückwirkend durch ALG2 ausgeglichen (Weiterbwilligung ist ja beantragt) oder stecke ich komplett im Mist?
Bitte jetzt keine Hate-Kommentare ala "ja hättest du aber wissen müssen", ich bin mir durchaus bewusst das dies vermutlich auch zum Teil mein Eigenverschulden war/ist.
Was ich aber komplett nicht verstehe ist, warum mir das Jobcenter erst letzten Samstag mitteilen konnte das ich einen ALG1 Antrag stellen muss bevor ich überhaupt ALG2 bekommen kann.
Die hatten meinen Arbeitsvertrag (der nunmal befristet war und zudem von denen gefördert wurde....) und auch meine Veränderungsmitteilung, aber nein, erstmal weiter Dokumente einfordern :/
Bin gerade dezent am Ende und könnte wirklich nurnoch Heulen :_:
Ich lehne mich einmal weit aus dem Fenster und sage das eine rückwirkende Beantragung doch möglich ist weil du anstellen von ALG I rechtzeitig ALG II beantragt hast.
Hintergrund ist § 28 SGB X. Ich hatte den selben Fall in der Vergangenheit nur umgekehrt. Habe ALG I beantragt und das wurde viel später abgelehnt und habe den ALG II rückwirkend mit dem Hinweis auf § 28 SFB X gestellt was ohne Probleme durch gegangen ist obwohl da mehr als 2 Monate zwischen waren. Einen Versuch ist es alle mal wert. Aber ohne Garantie.
§ 28 Wiederholte Antragstellung SGB X
Wertungen: Kerstin_K, Zeitkind und Oggi
Hintergrund ist § 28 SGB X. Ich hatte den selben Fall in der Vergangenheit nur umgekehrt. Habe ALG I beantragt und das wurde viel später abgelehnt und habe den ALG II rückwirkend mit dem Hinweis auf § 28 SFB X gestellt was ohne Probleme durch gegangen ist obwohl da mehr als 2 Monate zwischen waren. Einen Versuch ist es alle mal wert.
Uff, das ging schnell, danke schonmal dafür.
Also ich habe der Dame Heute die ganze Situation ja auch 1:1 so wiedergegeben wie es oben steht, da kam halt nur trocken und komplett emotionslos "nein, ab Antragstellung".
Ich müsste dann also rein praktisch dem kommenden ALG1 Bescheid widersprechen mit genanntem Ansatz?
Oder besser vorher schon einen Termin bei der Leistungsabteilung (keine Ahnung ob die bei denen auch so heißt) vereinbaren und dem so nachgehen?
Puhh, ich denke eigentlich musst du den Antrag stellen und am besten ein formloses Schreiben beifügen in dem du rückwirkend beantragst mit der Begründung auf § 28 SGB X. Du musst aber die Antragstellung SGB II auch nachweisen. Dafür sollte du dir vom Jokecenter den Antragstermin bestätigen lassen. Ist ja auch in deren Interesse.
Aber warte mal ein wenig es gibt hier noch jede Menge anderer User und vielleicht kann da einer mehr sagen. Mir fiel das nur sofort ein weil ich es halt umgekehrt gemacht habe und es problemlos ging.
….habe ich wie gewohnt einen Weiterbewilligungsantrag für ALG2 gestellt.
Die Sache ist eigentlich völlig problemlos.
Der Weiterbewilligungsantrag wirkt zurück zumindest bis zum 01. Mai.
Fehlendes Alg 1 wird dabei "ausgeglichen".
Es dürfen bei Alg 2 nur Zahlungen angerechnet werden, die du auch tatsächlich bekommen hast.
.. erneut eine Aufforderung zur Mitwirkung, ich soll bei der Arbeitsagentur vorstellig werden und erstmal einen ALG1 Antrag stellen und die Ergebnisse bis zum 02.06.2019 einreichen.
Diese Aufforderung ist rechtens.
Du bist verpflichtet, vorrangige Leistungen (also Alg 1) zu beantragen.
Du musst auch dem JC den Bewilligungs- bzw. Ablehnungsbescheid dazu vorlegen.
Deshalb ist es durchaus üblich, dass ein JC das Alg 2 gleich in voller Höhe bewilligt, bei der Agentur für Arbeit eine sog. Erstattung anmeldet und nach der Entscheidung direkt mit der Agentur für Arbeit abrechnet.
Eine der Anspruchsvoraussetzungen für Alg 1 ist die persönliche Arbeitslosmeldung.
Eine rückwirkende "wiederholte" Antragstellung nach § 28 SGB X funktioniert deshalb wohl nicht.
Wertungen: Badener, Oggi und Kerstin_K
Wenn das so ist okay. Ich kenne es nur so bei ALG III das es Leistungen taggenau ab dem Antragsdatum gibt. Auf den 1. des Monats rückwirkend ist ALG II. Wenn du sagst das ist nicht so dann hast du dafür eine sicherlich eine Rechtsgrundlage ?
Ist das nachweisbar?
Bei Alg1 ist das richtig, siehe §§ 137+138 SGB III.
Wird der fehlende Betrag ALG1 rückwirkend durch ALG2 ausgeglichen (Weiterbwilligung ist ja beantragt)
Ja, wenn die endlich mal mit dem Antrag in Gänge kommen.
Nachweislich beim JC einen Vorschuss (§ 42 SGB I) oder einen vorläufigen Bescheid (§ 41a SGB II) beantragen.
Stellen die sich quer, solltest du mit einem Eilantrag beim SG nachhelfen.
Der laufende Alg1-Antrag ist hierbei kein Hindernis, denn eine dadurch entstehende Überzahlung kann sich das JC problemlos von der AfA wiederholen.
Ich kenne es nur bei ALG III nur das es Leistungen erst taggenau ab dem Antragsdatum gibt.
Das ist seit 2011 nicht mehr so, der Antrag wirkt seitdem auf den Ersten des jeweiligen Monats zurück, siehe § 37 SGB II.
Wertungen: Oggi
Auf den 1. des Monats rückwirkend ist ALG II.
Moinsen Oggi ...!
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Ich kenne es nur so bei ALG III das es Leistungen taggenau ab dem Antragsdatum gibt.
Da es Alg III nicht gibt, hab ich das als Alg II gelesen.
Wo du Recht hast, hast du Recht. Da ist SGB III und ALG I durcheinander gegangen
Wertungen: dagobert1 und Kerstin_K
OK also heißt es abwarten und Tee trinken.
Ich werde Heute aber noch ein Schreiben verfassen das ich Morgen direkt persönlich vorbei bringe, der Monat ist ja wieder fast vorbei und die nächste Mietzahlung naht
Der WBA für ALG2 wurde im April gestellt und ist auch durch Schreiben des JC nachweisbar.
Uff danke und gleichsam Sorry, mir fiel zu dem Zeitpunkt leider nichts besseres ein. Das werde ich für den nächsten Thread aber im Hinterkopf behalten und dann auch hoffentlich richtig machen.

References: § 28
 § 28

§ 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 37