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Timestamp: 2020-04-07 08:22:04+00:00

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Rechtsprechung: NStZ-RR 1997, 254 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Nürnberg, 05.02.1997
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OLG Düsseldorf, 10.03.1997 - 1 Ws 169/97 (https://dejure.org/1997,1974)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 10.03.1997 - 1 Ws 169/97 (https://dejure.org/1997,1974)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 10. März 1997 - 1 Ws 169/97 (https://dejure.org/1997,1974)
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StGB § 56a, § 56f, § 56g Abs. 2 S. 2
NStZ-RR 1997, 254
StV 1998, 212
Aus Gründen des Vertrauensschutzes wird in der Rechtsprechung ein Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung dann für unzulässig erachtet, wenn seit Ende der Bewährungszeit bzw. seit Rechtskraft der neuen Verurteilung ein erheblicher Zeitablauf eingetreten ist (…vgl. OLG Stuttgart, Die Justiz 1982, S. 273;… OLG Koblenz MR 1985, S. 70: nahezu 2 Jahre;… OLG Bremen StV 1986, S. 166; OLG Koblenz OLGSt Nr. 1;… OLG Hamm StV 1985, S. 198; siehe auch OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, 254; OLG Köln StV 2001, 412 f.;… OLG Oldenburg StV 2003, S. 346).
Der Widerruf ist auch nach Ablauf der Bewährungszeit grundsätzlich zulässig (allgemeine Ansicht, siehe Gesetzesmaterialien BT-Drucks. 8/3857, S. 12; 9/22, S. 5; vgl. auch BGH NStZ 1998, 586;… KG Berlin NJW 2003, S. 2468, 2469;… OLG Karlsruhe MDR 1993, S. 780;… OLG Hamm NStZ 1998, S. 478;… OLG Düsseldorf MDR 1985, S. 516; OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, S. 254;… MK-Groß, StGB 2005, § 56 f Rdnr. 38;… Fischer, StGB, 55. Aufl. 2008, § 56 f Rdnr. 19).
Maßgebend ist, ob die Verzögerung einen sachlichen Grund hatte oder ob das Verfahren ungebührlich verschleppt worden ist, so dass der Verurteilte - der im Übrigen auch die Bearbeitungszeiten bei den Gerichten und der Staatsanwaltschaft und ggf. den Rechtsmittelzug berücksichtigen muss - nach den Umständen des Einzelfalles mit dem Widerruf nicht mehr zu rechnen brauchte (vgl. OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, S. 254;… OLG Karlsruhe NStZ-RR 1997, S. 253;… KG NJW 2003, S. 2468).
Insbesondere ist -entgegen Stree (ebenda) und der Auffassung der Verteidigung die Frist des § 56 g II 2 StGB auf § 56 f I StGB nicht anwendbar (…Senat aaO; OLG Hamm, NStZ 1998, 478 [479]: OLG Düsseldorf, NStZ-RR 1997, 254 jew. mwN); denn deren Anwendbarkeit setzt voraus, dass die Strafe zuvor erlassen und damit ein gesetzlich vertypter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist.
Die von dem Verurteilten angeführte Fristenregelung des § 56g Abs. 2 S. 2 StGB bezieht sich nur auf den Widerruf des Straferlasses , auf den nachträglichen Widerruf der Strafaussetzung ist sie nach herrschender Meinung nicht entsprechend anwendbar (vgl. OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, 254; KG NJW 2003, 2468;… Fischer a.a.O. m.w.N.).
Unzulässig wird ein Widerruf aus Gründen der Rechtssicherheit allerdings dann, wenn die Entscheidung ungebührlich lange hinausgezögert worden ist und der Verurteilte mit ihr nicht mehr zu rechnen braucht (vgl. OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, 254; OLG Celle NStZ 1991, 206; OLG Karlsruhe StV 2001, 411; OLG Oldenburg StV 2003, 346).
a) Aus Gründen des Vertrauensschutzes wird in der Rechtsprechung ein Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung dann für unzulässig erachtet, wenn seit Rechtskraft der neuen Verurteilung ein erheblicher Zeitablauf (1-2 Jahre) eingetreten ist (vgl. OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, 254; OLG Köln StV 2001, 412 f.).
OLG Celle, 22.09.2009 - 2 Ws 206/09
Jugendstrafrecht: Widerruf der Strafaussetzung bei Bewährungszeitüberschreitung; …
KG, 16.07.2015 - 5 Ws 69/15
Strafaussetzung zur Bewährung: Widerruf auf Grundlage rechtskräftiger …
OLG Saarbrücken, 04.12.2003 - VAs 4/03
OLG Nürnberg, 05.02.1997 - Ws 513/96, Ws 514/96
https://dejure.org/1997,5460
OLG Nürnberg, 05.02.1997 - Ws 513/96, Ws 514/96 (https://dejure.org/1997,5460)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 05.02.1997 - Ws 513/96, Ws 514/96 (https://dejure.org/1997,5460)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 05. Februar 1997 - Ws 513/96, Ws 514/96 (https://dejure.org/1997,5460)
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StVollzG §§ 28, 32, 31
Strafvollzug - Privat-Fax
KG, 14.12.2006 - 5 Ws 480/06
Briefkontrolle im Strafvollzug: Einbehaltung von Briefeinlagen in Form von …
cc) Nicht unter den Begriff "Schriftwechsel" fallen: Warenkataloge (vgl. OLG Karlsruhe NStZ-RR 2002, 315, 316; OLG Koblenz NStZ 1991, 304), unbeschriebene Postkarten (vgl. OLG Nürnberg ZfStrVO 1997, 372), Versandtaschen, Werbedrucksachen, mehrere Zeitschriften (vgl. HansOLG Hamburg ZfStrVO 1987, 247); in Schnellheftern gesammeltes Schriftmaterial (vgl. OLG Koblenz ZfStrVO 1985, 121), Plakate politischen Inhalts (vgl. OLG Frankfurt am Main NStZ 1985, 353 bei Franke), Warenproben (vgl. KG ZfStrVO 1983, 59 -Ls; Senat, Beschluß vom 26. April 1999 - 5 Ws 196/99 Vollz -), Kalender (vgl. Senat, Beschluß vom 21. August 2002 - 5 Ws 426/02 Vollz -), werbendes Informationsmaterial von Verlagen und Fremdenverkehrsämtern (vgl. Senat, Beschluß vom 29. November 1991 - 5 Ws 277/91 Vollz -).
Hingegen haben Gefangene keinen Anspruch auf Übermittlung des Rechtsmittelschreibens per Fax (OLG Nürnberg, NStZ-RR 1997, 254, NStZ-RR 2004, 318; OLG Dresden, NStZ-RR 1994, 208;… Arloth/Lückemann, StVollzG § 32 Rn 1, Calliess/Müller-Dietz, StVollzG, 190. Aufl., § 32 Rn 1), sondern nur darauf, dass ihr Antrag auf Benutzung des anstaltseigenen Telefaxgerätes ermessenfehlerfrei beschieden wird (…OLG Dresden aaO).

References: § 56
 § 56
 § 56
 BGH 
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 32
 § 32