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Timestamp: 2020-03-30 23:20:59+00:00

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BGH, 10.07.1975 - II ZR 154/72 - dejure.org
https://dejure.org/1975,341
BGH, 10.07.1975 - II ZR 154/72 (https://dejure.org/1975,341)
BGH, Entscheidung vom 10.07.1975 - II ZR 154/72 (https://dejure.org/1975,341)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 1975 - II ZR 154/72 (https://dejure.org/1975,341)
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Umfang des Auskunftsanspruchs eines Pflichtteilsberechtigten - Anforderungen an die Errichtung einer offenen Handelsgesellschaft durch in einer Gütergemeinschaft lebende Ehegatten - Voraussetzungen für die Begründung von Vorbehaltsgut
BGHZ 65, 79
NJW 1975, 2191 (Ls.)
DNotZ 1976, 113
DB 1975, 1643
JR 1975, 509
Die Abtretung des Anteils an den Schuldner führte nach den allgemeinen Regeln dazu, dass die Gesellschaft durch Vereinigung aller Anteile in der Hand eines Gesellschafters beendet wurde (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1975 - II ZR 154/72, BGHZ 65, 79, 82 f).
a) Stirbt in einer zweigliedrigen Gesellschaft der eine der beiden Gesellschafter und wird er vom anderen allein beerbt, dann wird hierdurch die Gesellschaft nicht nur aufgelöst, sondern gleichzeitig beendet; der verbleibende Gesellschafter wird Alleininhaber des Unternehmens (BGHZ 65, 79, 82 f [BGH 10.07.1975 - II ZR 154/72];… Sen.Urt. v. 21. Januar 1957 - II ZR 147/56, WM 1957, 512, 513).
Der Gesellschaftsanteil des Gesellschafters einer Personengesellschaft als der Inbegriff seiner Rechtsbeziehungen aus dem Gesellschaftsverhältnis zu der Gesellschaft, zu deren Vermögen und zu den übrigen Gesellschaftern (BGHZ 65, 79, 82) [BGH 10.07.1975 - II ZR 154/72], kurz seine »Mitgliedschaft« (BGHZ 81, 82, 84; Flume, Die Personengesellschaft S. 125 ff.), gehört selbstverständlich zu seinem Vermögen.
BGH, 27.11.1991 - IV ZR 266/90
Sie deckt sich weitgehend mit der Auffassung des Senats und bietet einen brauchbaren Anhalt zur Bewältigung von Fällen, in denen die Ehegatten entweder den beurkundeten Ehevertrag in Wahrheit nicht, sondern nur eine Schenkung wollen (so im Fall BGH, Urteil vom 10.7.1975 - II ZR 154/72 - insoweit BGHZ 65, 79 [BGH 10.07.1975 - II ZR 154/72] nicht abgedruckt, wohl aber FamRZ 1975, 572, 574 unter III 2), oder in denen sie ihr Recht zum Abschluß von Eheverträgen (§ 1408) grob mißbrauchen.
Ist der alleinige Erbe des vorletzten Gesellschafters allerdings - wie hier - der einzige verbliebene Gesellschafter, kommt es zu einer sofortigen Vollbeendigung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, weil es eine Einpersonengesellschaft im Recht der BGB-Gesellschaft nicht gibt (h. M.; BGHZ 65, 79/82 f.; 113, 132/133; KG NJOZ 2011, 1050/1052;… Palandt/Sprau BGB 76. Aufl. § 705 Rn. 1 und § 736 Rn. 4;… Erman/Westermann BGB 14. Aufl. § 727 Rn. 2;… MüKo/Schäfer BGB 7. Aufl. Vor § 723 Rn. 9 und § 730 Rn. 11; Böhringer Rpfleger 2009, 537/542;… kritisch Staudinger/Habermeier BGB Bearb. 2003 Vorbemerkungen zu §§ 705-740 Rn. 29a).
Es bestehen bereits aus Rechtsgründen Bedenken, ob bei dieser Sachlage neben der auf der Gütergemeinschaft beruhenden gesamthänderischen Berechtigung beider Eheleute am Erwerbsgeschäft hinsichtlich desselben Unternehmens eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts bestehen kann (vgl. für den Fall einer offenen Handelsgesellschaft bei Gütergemeinschaft BGHZ 65, 79 ff. [BGH 10.07.1975 - II ZR 154/72];… kritisch dazu Ulmer in: MünchKomm zum BGB, 2. Aufl., Rdn. 63 zu § 705 BGB).
BGH, 20.05.1981 - V ZB 25/79
Insbesondere können Ehegatten ihre vermögensrechtlichen Beziehungen unabhängig davon gesellschaftsrechtlich ausgestalten, ob dadurch gleichzeitig Verpflichtungen berührt werden, die sich im Prinzip bereits aus den Vorschriften des Familienrechts (§§ 1353, 1360 BGB) ergeben (Schwierigkeiten können insoweit allenfalls bei Gütergemeinschaft auftreten, siehe etwa BGHZ 65, 79 [BGH 10.07.1975 - II ZR 154/72]).
Zu den vorzulegenden Geschäftsunterlagen gehört alles, was erforderlich ist, um den Wert des Unternehmens oder der Unternehmensbeteiligung nach betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen zu ermitteln, insbesondere Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die zugrundeliegenden Geschäftsbücher und Belege (BGH NJW 1975, 1774, 1776;… OLG Düsseldorf, a.a.O.).
Zwar bestimmt der Zweck der Vorlegungspflicht zugleich deren gegenständliche Begrenzung, was bedeutet, daß der Erbe zur Vorlage von Geschäftsunterlagen nur insoweit verpflichtet ist, als der Pflichtteilsberechtigte sie zur Ermittlung des Wertes des Unternehmens und der Unternehmensgegenstände zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt (BGH NJW 1975, 1774, 1777).
Anspruch auf Feststellung der Gesellschaftszugehörigkeit als Kommanditist einer …
BayObLG, 25.07.1991 - BReg. 3 Z 16/91
Firma eines zum Gesamtgut einer Gütergemeinschaft gehörenden Handelsgeschäftes
BayObLG, 19.11.1981 - BReg. 2 Z 75/81
Erwerb und Belastung von Grundbesitz durch in Gütergemeinschaft lebende Ehegatten
AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 29.05.2001 - 125 F 4140/00
Auskunftsverpflichtung im Rahmen des Scheidungsverfahrens um Zugewinnausgleich; …
BGH, 28.01.1982 - IX ZR 97/80
Einordnung einer Vereinbarung einer Gütergemeinschaft bei großer Verschiedenheit …

References: § 705
 § 736
 § 727
 § 723
 § 730
 § 705