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Timestamp: 2017-08-20 04:18:58+00:00

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OLG-CELLE - 06.04.2006, 11 U 191/05 - JuraForum.de
OLG-CELLE – Aktenzeichen: 11 U 191/05
Leitsatz: 1. Die Art und der Umfang einer möglichen Pflichtverletzung durch den Anlageberater oder Vermittler hängen von den Umständen des jeweiligen Einzelfalles ab. eine solche Einschätzung vermag nicht vorgenommen zu werden und folglich kann ein Gericht darüber Feststellungen nicht treffen, wenn über die Anbahnungssituation, die Vorkenntnisse des Anlegers, die Kenntnis des Beraters oder Vermittlers über das vorwissen des Anlegers sowie den Umfang, die Dauer und den konkreten Ablauf der Beratungsgespräche nicht vorgetragen wird.
2. Das Recht, wegen einer im Verhandlungsstadium begangenen schuldhaften Sorgfaltspflichtverletzung die Rückgängigmachung des Vertrages zu verlangen, setzt einen Schaden voraus. Dieser tritt nicht automatisch mit der Eingehung des Vertrages ein, sondern setzt voraus, dass der Vertragsabschluss für den betroffnen unter Berücksichtigung der für die Schadensfeststellung allgemein anerkannten, aus §§ 249 ff. BGB folgenden Grundsätze, wirtschaftlich nachteilig gewesen ist (so auch BGH WM 1997, 2309 = MDR 1998, 25 = NJW 1998, 302 = 1997, 2553 = ZIP 1998, 154 = VersR 1998, 905).
Vorschriften: § 249 BGB, § 252 BGB
Stichworte: Aufklärungspflicht bei der Vermögensanlageberatung, kein Schadensersatzanspruch ohne Schaden, Aufklärungspflicht bei der Vermögensanlageberatung, kein Schadensersatzanspruch ohne Schaden
Verfahrensgang: LG Hannover 1 O 232/04 vom 01.07.2005
56 + Ach/_t =
OLG-CELLE – Beschluss, 1 Ws 177/06 vom 05.04.2006
OLG-CELLE – Urteil, 3 U 265/05 vom 05.04.2006
1. Wer vor dem Beschluss des BGH vom 2. Juni 2005 (V ZB 32/05), in dem die Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft vom BGH erstmals anerkannt wurde, Klage gegen die einzelnen Wohnungseigentümer erhoben hat, genießt Vertrauensschutz; einer Klagänderung bedarf es nicht.
Eine Haftung des Verwalters nach § 179 BGB steht einer Inanspruchnahme der Wohnungseigentümergemeinschaft durch die Bank im Wege der (Leistungs)Kondiktion nicht entgegen.
OLG-CELLE – Beschluss, 4 W 51/06 vom 03.04.2006
Im WEG-Verfahren kann eine unselbständige Kostenentscheidung ausnahmsweise entgegen § 20 a Abs. 1 Satz 1 FGG nicht schon dann isoliert angefochten werden, wenn sie in hohem Maße fehlerhaft ist, sondern nur dann, wenn die Entscheidung inhaltlich dem Gesetz fremd ist.
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References: BGH 
 § 249
 § 252
 BGH 
 BGH 
 § 179
 § 20