Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%202010,%20664
Timestamp: 2020-04-07 16:55:30+00:00

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BGH, 27.05.2010 - VII ZR 182/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1490
BGH, 27.05.2010 - VII ZR 182/09 (https://dejure.org/2010,1490)
BGH, Entscheidung vom 27.05.2010 - VII ZR 182/09 (https://dejure.org/2010,1490)
BGH, Entscheidung vom 27. Mai 2010 - VII ZR 182/09 (https://dejure.org/2010,1490)
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BGB § 633 Abs. 2 Satz 1 a. F.; VOB/B § 13 Nr. 5 Abs. 1
§ 254 Abs 1 BGB, § 633 Abs 2 S 1 BGB vom 09.12.1976, § 13 Nr 5 Abs 1 VOB/B
Gewährleistung beim Werkvertrag: Höhe des Anspruchs des Unternehmers gegen den für den Mangel mitverantwortlichen Besteller auf Zahlung anteiliger Mängelbeseitigungskosten
Anspruch auf Zahlung eines Zuschusses in Höhe der nach den i.R.d. Erforderlichkeit im Zeitpunkt ihrer Ausführung bei dem Unternehmer tatsächlich angefallenen Kosten der Mängelbeseitigung eines Unternehmers gegen den für die Entstehung des Mangels mitverantwortlichen ...
Zuschuss zur Mängelbeseitigung nur nach Selbstkosten des Unternehmers zu berechnen; Mitverschulden des Bauherren; Bauvertrag; Werkvertrag
Werkvertrag - Mängelverantwortlichkeit von Besteller und Unternehmer
Besteller mitschuldig: Höhe des Zuschusses zur Mängelbeseitigung
Zuschuss zur Mängelbeseitigung nur auf Basis der (Selbst-)Kosten des Unternehmers! (IBR 2010, 441)
LG Leipzig, 27.02.2009 - 5 O 1331/07
OLG Dresden, 20.10.2009 - 9 U 441/09
NJW 2010, 2571
MDR 2010, 1047
NZBau 2010, 556
NJ 2010, 429
VersR 2011, 409
BauR 2010, 1583
ZfBR 2010, 664
Gewährleistung beim VOB-Vertrag: Mängelbeseitigung oder Neuherstellung vor der …
Dieser hat deshalb die Kosten selbst dann zu erstatten, wenn sich die zur Mängelbeseitigung ergriffenen Maßnahmen im Nachhinein als nicht erforderlich erweisen (BGH, Urteil vom 31. Januar 1991 - VII ZR 63/90, BauR 1991, 329, 330 = ZfBR 1991, 104, 105; Urteil vom 27. März 2003 - VII ZR 443/01, BGHZ 154, 301, 305; Urteil vom 27. Mai 2010 - VII ZR 182/09, BauR 2010, 1583 Rn. 19 = NZBau 2010, 556 Rn. 19 = ZfBR 2010, 664).
Zum anderen ist im privaten Baurecht regelmäßig und angemessen zu berücksichtigen, dass im Regelfall dem Auftragnehmer selbst die (von ihm indes auch entsprechend eigenverantwortlich zu treffende) Beurteilung und Entscheidung über Art und Umfang etwaig notwendiger Vertragserfüllungsmaßnahmen bzw. Nacherfüllungsmaßnahmen obliegt (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2010, VII ZR 182/09, BauR 2010, 1583; BGH, Urteil vom 16.10.1997, VII ZR 249/96, BauR 1998, 123;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2072/2077/2079 mwN), wodurch für den Auftraggeber - ebenfalls im Umkehrschluss - nicht ohne weiteres eine Notwendigkeit besteht, selbst durch Einschaltung eines Privatgutachters bereits (dem Auftragnehmer obliegende) Feststellungen zu Art und Umfang etwaig notwendiger Vertrags- bzw. Nacherfüllungsmaßnahmen zu veranlassen.
Er ist nach den Grundsätzen des § 254 BGB, d.h. der Höhe des quotalen Haftungsanteils des Auftraggebers zu bemessen (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2010, VII ZR 182/09, NJW 2010, 2571, dort Rn 18-20 mwN;… Palandt-Sprau, a.a.O., § 635, Rn 7 mwN; § 641, Rn 17 mwN;… Palandt-Grüneberg, a.a.O., § 254, Rn 4 mwN;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2090 mwN).
76 VI. Allerdings ist gemäß § 254 Abs. 1 BGB ein Mitverschulden der Klägerin anspruchsmindernd zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2010, VII ZR 182/09, NJW 2010, 2571).
Vielmehr sind diejenigen Kosten anzusetzen, die der nachbesserungspflichtige Unternehmer tatsächlich i.S.v. Selbstkosten aufzuwenden hat (vgl. BGH BauR 2010, 1583 ff.).
In einem solchen Fall hat sich der Auftraggeber in Höhe des quotalen Haftungsanteils des planenden Architekten an den Kosten der vom Auftragnehmer vorzunehmenden Mängelbeseitigung beteiligen (BGH, Urteil vom 27.05.2010 - VII ZR 182/09, BauR 2010, 1583).
Dies gilt auch im Hinblick darauf, dass im Regelfall dem Auftragnehmer selbst und damit eigenverantwortlich die Beurteilung und Entscheidung über Art und Umfang etwaig notwendiger Vertragserfüllungsmaßnahmen bzw. Nacherfüllungsmaßnahmen obliegt (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2010, VII ZR 182/09, BauR 2010, 1583; BGH, Urteil vom 16.10.1997, VII ZR 249/96, BauR 1998, 123), weshalb für den Auftraggeber - ebenfalls im Umkehrschluss - nicht ohne weiteres Veranlassung besteht, selbst durch Einschaltung eines Privatgutachters bereits die dem Auftragnehmer obliegenden Feststellungen zu Art und Umfang etwaig notwendiger Nacherfüllungsmaßnahmen zu veranlassen.

References: § 633
 § 13

§ 254
 § 633
 § 13
 § 254
 § 635
 § 641
 § 254
 § 254
 BGH