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Timestamp: 2020-02-20 01:02:57+00:00

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BFH, 12.05.1993 - II R 37/89 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1018
BFH, 12.05.1993 - II R 37/89 (https://dejure.org/1993,1018)
BFH, Entscheidung vom 12.05.1993 - II R 37/89 (https://dejure.org/1993,1018)
BFH, Entscheidung vom 12. Mai 1993 - II R 37/89 (https://dejure.org/1993,1018)
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ErbStG 1974 § 5 Abs. 1 und 2; BGB § 1371 Abs. 2
ErbStG 1974 § 5 Abs. 1 u. 2; BGB § 1371 Abs. 2
Rückwirkende Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft
Erbschaftsteuer - Zugewinngemeinschaft
BGB § 1371 Abs. 2; ErbStG (1974) § 5 Abs. 1, 2
ErbStG § 5; BGB § 1371
Gütertrennung, Ehevertrag, Zugewinngemeinschaft
§ 5 Abs. 1 und 2 ErbStG 1974
Erbschaftsteuer; Zugewinngemeinschaft
BFHE 171, 330
NJW 1994, 343
FamRZ 1993, 1320 (Ls.)
BB 1993, 1509
BStBl II 1993, 739
Diese bürgerlich-rechtliche Gestaltungsfreiheit muss auch das Schenkungsteuerrecht anerkennen (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 1989 II R 82/86, BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897, und vom 12. Mai 1993 II R 37/89, BFHE 171, 330, BStBl II 1993, 739), wenn es tatsächlich zu einer güterrechtlichen Abwicklung, d.h. Ermittlung der Ausgleichsforderung kommt (vgl. Begründung zum Entwurf eines Zweiten Steuerreformgesetzes, BTDrucks VI/3418, 63).
Soweit danach die Ehegatten --im Rahmen der zivilrechtlichen Vorschriften-- den Umfang der Nichtsteuerbarkeit bestimmen können, ist dies in der Anknüpfung an das --insoweit dispositive-- Zivilrecht angelegt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 171, 330, BStBl II 1993, 739).
Zur Begründung führte der Bundesrat aus, die Gesetzesänderung sei erforderlich, um eine missbräuchliche Gestaltung, die durch die Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 28. Juni 1989 II R 82/86, BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897, und vom 12. Mai 1993 II R 37/89, BFHE 171, 330, BStBl II 1993, 739) ermöglicht worden sei, zu verhindern.
Ein auch bei der Berechnung des fiktiven Zugewinnausgleichsanspruchs nach § 5 Abs. 1 Satz 1 ErbStG von Verfassungs wegen zu berücksichtigender Vertrauensschutz lässt sich nicht aus der seinerzeitigen von der Verwaltungsauffassung abweichenden Rechtsprechung des BFH (Urteile in BFHE 157, 229, BStBl II 1989, 897, und in BFHE 171, 330, BStBl II 1993, 739) herleiten.
Formerfordernis für eine Vollmacht zum Abschluß eines Ehevertrages
Die Ehegatten können aufgrund der Vertragsfreiheit ehevertraglich bestimmen, von welchem - auch in der vergangenen Zeit liegenden Tag an der gesetzliche Güterstand gelten soll, wobei lediglich umstritten ist, ob das auch für die Zeit vor Eheschließung gilt, worauf es hier nicht ankommt (…Soergel/Lange, BGB, 12. Aufl., § 1374 Rn. 4;… Münch Komm/Gernhuber, BGB, 2. Aufl., § 1374 Rn. 3, 28;… Erman/Heckelmann, BGB, 9. Aufl., § 1374 Rn. 2;… Staudinger/Thiele, BGB, 13. Aufl. Bearbeitung 1994, § 1374 Rn. 15; Hoebbel, NJW 1994, 2135; BFH Bundessteuerblatt II 1989, 897 und NJW 1994, 343).
Dieser Zeitpunkt ist auch zivilrechtlich für die Entstehung der Zugewinnausgleichsforderung sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach maßgeblich (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. Mai 1993 II R 37/89, BFHE 171, 330, BStBl II 1993, 739, unter II.2.d).
Mit Urteilen vom 28. Juni 1989 (…a.a.O.) und vom 12.05.1993 (II R 37/89, BStBl II 1993, 739) hatte der BFH die rückwirkende Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft anerkannt.
Durch die höchstrichterlichen Rechtsprechung war die sog. rückwirkende Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft anerkannt worden, und zwar mit BFH- Urteilen vom 28. Juni 1989 II R 82/86, BStBl II 1989, 897 und vom 12. Mai 1993 II R 37/89, BStBl II 1993, 739).
OLG Schleswig, 10.04.1995 - 2 W 138/94
Eintragungsfähigkeit ehelicher Güterrechtsvereinbarungen
Die mögliche rückwirkende Aufhebung der Gütertrennung (vgl. BFH NJW 1994, 343, 344) mit der Folge des zwischen den Ehegatten geltenden Güterstandes der Zugewinngemeinschaft von Anfang an ändert nichts daran, daß das Registergericht gehalten ist, die Zulässigkeit des Eintragungsantrags nach dem zur Zeit der Antragstellung maßgeblichen Sachverhalt zu prüfen.

References: § 5
 § 1371
 § 5
 § 1371
 § 1371
 § 5
 § 5
 § 1371

§ 5
 § 5
 § 1374
 § 1374
 § 1374
 § 1374