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Timestamp: 2016-10-24 16:03:17+00:00

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2C_1141/2014 (10.09.2015)
2C_1141/2014 � � Urteil vom 10. September 2015
A.a.�A.A.________ (geb. 1983) stammt aus �thiopien. Er reiste am 2. Februar 2006 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Am 17. November 2006 wurde er Vater eines Sohnes, der offenbar, gleich wie seine Mutter, vorl�ufig aufgenommen ist. Am 29. Juli 2009 verneinte das Staatssekretariat f�r Migration (damals Bundesamt f�r Migration; BFM) die Fl�chtlingseigenschaft von A.A.________ und wies sein Asylgesuch ab.
A.b.�Am 27. Mai 2009 heiratete A.A.________ eine Schweizer Staatsangeh�rige, nachdem am 7. M�rz 2009 die gemeinsame Tochter B.A.________ geboren worden war, die wie ihre Mutter Schweizer B�rgerin ist. Am 15. September 2009 erhielt A.A.________ eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Am 1. September 2010 erfolgte die Trennung der Ehegatten. Da die Ehegatten noch nicht lange getrennt waren, und die Ehefrau eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft nicht ausschloss, verl�ngerte das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A.A.________. Das BFM stimmte der Verl�ngerung zu. Am 10. Mai 2011 wurde die Ehe zwischen ihm und seiner Ehefrau gerichtlich getrennt. Die gemeinsame Tochter wurde f�r die Dauer der Trennung unter die Obhut der Mutter gestellt. Die Scheidung der Ehegatten erfolgte am 21. September 2013. Dabei wurde die elterliche Sorge der Mutter �bertragen; A.A.________ wurde ein Besuchsrecht einger�umt. Er wurde zu monatlichen Unterhaltszahlungen von Fr. 500.-- f�r seine Tochter verpflichtet.
A.c.�Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat vom 8. November 2011 wurde A.A.________ wegen mehrfachen Vergehens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagess�tzen, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt (Lagerung und Verkauf von insgesamt 12.5 Gramm Marihuana). Es erfolgten Verurteilungen zu einer Busse gegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Konsum von einem Gramm Marihuana; 31. Mai 2012) sowie wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 30 Tagess�tzen bedingt und einer Busse (Strafbefehl vom 20. Dezember 2012).
Mit Verf�gung vom 15. April 2013 beschloss das Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau, die Aufenthaltsbewilligung von A.A.________ nicht mehr zu verl�ngern, und wies ihn aus der Schweiz weg. Eine hiergegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau gef�hrte Beschwerde wies dieses am 11. November 2014 ab.
Mit Eingabe vom 15. Dezember 2014 beantragt A.A.________ dem Bundesgericht, das Urteil vom 11. November 2014 in den Dispositivziffern 1 und 2 aufzuheben (Best�tigung der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Kosten). Der Beschwerdef�hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
�Mit Verf�gung vom 18. Dezember 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�Das Amt f�r Migration und Integration, das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau sowie das Staatssekretariat f�r Migration beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer h�lt an seinen Antr�gen fest und reicht mit zwei Schreiben vom 16. und 24. Februar 2015 weitere Beweismittel ein (Fotografien; Schreiben der aktuellen Partnerin des Beschwerdef�hrers; Best�tigung eines Sprachkurses in Franz�sisch). Dem Bundesgericht gingen sodann f�nf Schreiben mit �hnlich verfasstem Wortlaut zu, die sich f�r einen weiteren Verbleib des Beschwerdef�hrers in der Schweiz aussprechen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). F�r das Eintreten gen�gt, wenn der Betroffene in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein Anspruch auf die Bewilligung besteht; ob die jeweiligen Voraussetzungen tats�chlich gegeben sind, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Der Beschwerdef�hrer macht in vertretbarer Weise einen Anspruch nach Art. Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG und 8 EMRK geltend, sodass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist.
1.2.�Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 138 II 393 E. 3.5 S. 397; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; je mit Hinweisen).
2.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und - nach einem ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren - Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung (Art. 42 Abs. 3 AuG). Nach Aufl�sung der Ehe- oder Familiengemeinschaft besteht der Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tats�chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen. Eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens besteht gem�ss Art. 49 AuG dann, wenn f�r getrennte Wohnorte wichtige Gr�nde geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (vgl. BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 f. S. 347). Sind im Falle der Aufl�sung der ehelichen Gemeinschaft die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht gegeben, so bleibt gem�ss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu pr�fen, ob wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen.
2.2.�Gem�ss den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz haben sich der Beschwerdef�hrer und seine Gattin am 7. August 2010 getrennt, am 21. September 2013 wurde die Ehe geschieden und das Sorgerecht �ber die gemeinsame Tochter an die Mutter �bertragen. Da die hierf�r relevante Ehegemeinschaft ein Jahr und zwei Monate gedauert hat, findet Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG - wie dies die Vorinstanz zu Recht festh�lt - keine Anwendung.
2.3.�Der Beschwerdef�hrer macht einen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG geltend. Danach besteht der Bewilligungsanspruch nach einer gescheiterten Ehe bzw. Familiengemeinschaft fort, falls wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz
erforderlich�machen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2 S. 348 ff.). Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der gesamten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (vgl. BGE 139 II 393 E. 6 S. 403 f.; 137 II 345 E. 3.2 S. 348 ff., je mit Hinweisen). Entscheidend ist, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Eingliederung der betroffenen ausl�ndischen Person bei einer R�ckkehr in ihre Heimat als stark gef�hrdet zu gelten h�tte, hingegen nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re und - aus welchen Gr�nden auch immer - vorgezogen w�rde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Bei der Beurteilung, ob ein wichtiger pers�nlicher Grund nach Art. 50 AuG vorliegt, k�nnen ausserdem die in Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit (VZAE; SR 142.201) erw�hnten Gesichtspunkte im In- oder Heimatland eine Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grunds�tzlich noch keinen H�rtefall begr�nden, also der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverh�ltnisse, die finanziellen Umst�nde, die Dauer der Anwesenheit oder der Gesundheitszustand des Betroffenen und seiner Familie (BGE 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349; vgl. auch das Urteil 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 2.2). Im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist den Interessen von Kindern Rechnung zu tragen, wenn eine enge Beziehung zu ihnen besteht und sie in der Schweiz ihrerseits gut integriert erscheinen (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754; BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 232 f.; 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349). Dabei sind die Anforderungen zu ber�cksichtigen, die sich aus Art. 8 EMRK ergeben; denn die wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen nicht einschr�nkender verstanden werden als allf�llige sich aus Art. 8 EMRK ergebende Anspr�che auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Urteile 2C_326/2013 vom 20. November 2013 E. 2.4; 2C_318/2013 vom 5. September 2013 E. 3.3; 2C_327/2010 und 2C_328/2010 vom 19. Mai 2011 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 137 I 247 ff.).
2.4.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an einen - wie hier - weder sorge- noch obhutsberechtigten Elternteil zur Aus�bung seines Besuchsrechts in der Regel nicht erforderlich (vgl. das Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2). Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben reicht grunds�tzlich aus, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausge�bt werden kann, wobei allenfalls dessen Modalit�ten entsprechend anzupassen sind (BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319). Ein weitergehendes Recht f�llt in Betracht, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine�
besonders enge�Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausl�nders praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte und dessen bisheriges Verhalten zu keinerlei namhaften Klagen Anlass gegeben hat (BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319; 120 Ib 1 E. 3c S. 5; zum Element des tadellosen Verhaltens in der Interessenabw�gung BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 151 f.; Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2). Der Begriff der besonderen Intensit�t der affektiven Beziehung wurde f�r bereits in der Schweiz ans�ssige ausl�ndische Personen dahin gehend pr�zisiert, dass das Erfordernis erf�llt ist, wenn der pers�nliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab �blichen Besuchsrechts ausge�bt wird (BGE 139 I 315 E. 2.3-2.5 S. 319 ff.). Nach wie vor bleibt aber erforderlich, dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil besteht und dass dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei wesentlichen Klagen Anlass gegeben hat (BGE 139 I 315 E. 2.5 S. 321; Urteile 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 3 und 4; 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2; 2C_1047/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.1; 2C_606/2013 vom 4. April 2014 E. 6.3).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er pflege zu seinen Kindern und namentlich zu seiner Schweizer Tochter eine besonders enge Beziehung in affektiver Hinsicht. Er anerkennt zwar, die Unterhaltszahlungen f�r seine Kinder zu einem grossen Teil nicht geleistet zu haben, bringt jedoch vor, ihm k�nne dies nicht angelastet werden. Der Grund f�r ausgebliebenen Unterhaltszahlungen liege vielmehr darin, dass es ihm - trotz konstanter und intensiver Bem�hungen - aufgrund des h�ngigen ausl�nderrechtlichen Verfahrens "praktisch unm�glich" gewesen sei, eine Arbeitsstelle zu finden. Er sei jetzt wie bereits in der Vergangenheit darum bem�ht, Arbeit zu finden und werde seine Kinder (namentlich seine Tochter) dereinst bei gesichtertem Anwesenheitsrecht und einem gen�gend hohen Einkommen finanziell unterst�tzen. �berdies sei er in der Schweiz �berdurchschnittlich gut integriert.
3.2.�Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist der Beschwerdef�hrer berechtigt, seine Tochter alle vierzehn Tage zu sich zu nehmen und j�hrlich mit ihr zwei Wochen Ferien zu verbringen. Er verf�gt damit zweifellos �ber ein gerichts�bliches und altersad�quates Besuchsrecht und eine affektive Beziehung im Sinne der eingangs erw�hnten Rechtsprechung, wie dies die Vorinstanz zu Recht erwog (BGE 139 I 315 E. 2.4 und 2.5 S. 320 ff.).
3.3.�Wenn die Vorinstanz davon ausgeht, der bloss besuchsberechtigte Beschwerdef�hrer unterhalte zu seiner Tochter demgegen�ber keine enge Beziehung in wirtschaftlicher Hinsicht und habe sich weder in j�ngster Zeit noch in der Vergangenheit bem�ht, Unterhaltsbeitr�ge f�r sie zu entrichten, so ist dies nicht zu beanstanden:
3.3.1.�Der Beschwerdef�hrer betont zun�chst, im Rahmen der Nebenfolgen der Scheidung bloss auf eigenen Wunsch verpflichtet worden zu sein, monatlich Fr. 500.-- Unterhalt an seine Tochter zu leisten. Die Verpflichtung zu Unterhalt in der genannten H�he ist im Scheidungsurteil enthalten. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdef�hrer seinen Unterhaltsbeitrag bloss freiwillig zu leisten h�tte (vgl. Art. 276 ff. ZGB). Die Unterhaltsbeitr�ge f�r die Tochter wurden f�r die Zeit vom Mai 2011 bis zum Mai 2012 einstweilen von der Gemeinde U.________ bevorschusst. Weil der Beschwerdef�hrer weiter auf Sozialhilfe angewiesen war, wurden die Unterhaltsbeitr�ge f�r die Tochter auch nach dem Mai 2012 von der Gemeinde U.________ bzw. von der Stadt Aargau geleistet (angefochtenes Urteil E. 4.6.7 S. 17). Zudem betrug die Gesamtschuld des Beschwerdef�hrers f�r die Unterhaltszahlungen an seinen Sohn nach den vorinstanzlichen Feststellungen am 21. August 2013 Fr. 49'000.--. Der Beschwerdef�hrer wies zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils insgesamt offene Betreibungen von etwas mehr als Fr. 37'000.-- sowie offene Verlustscheine von etwas mehr als Fr. 38'000.-- auf. Die Sozialhilfebez�ge beliefen sich gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen per Juni 2013 auf knapp Fr. 50'000.--. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er w�rde bei gesichertem Aufenthaltsstatus f�r seine Kinder aufkommen. Er hatte allerdings bereits zuvor gegen�ber dem Migrationsamt betont, insk�nftig seine finanzielle Verantwortung f�r die Kinder wahrnehmen zu wollen. Vor dem Verwaltungsgericht brachte er vor, er habe im Rahmen seiner M�glichkeiten R�ckzahlungen get�tigt. Diese erfolgten beim Beschwerdef�hrer aber nicht freiwillig; vielmehr musste er f�r die ausstehenden Unterhaltsleistungen f�r seine Kinder mehrfach betrieben werden. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund die Beteuerungen zur insk�nftigen �bernahme von finanzieller Verantwortung gegen�ber seiner Tochter nicht entscheidendes Gewicht beimass, ist dies nicht zu beanstanden.
3.3.2.�Der Beschwerdef�hrer geht, wie er selbst einr�umt, keiner Arbeitst�tigkeit nach, mit welcher er geschuldete Alimente zur�ckbezahlen k�nnte. Eine Anstellung zu 20%, die er am 21. Juli 2014 w�hrend des vorinstanzlichen Verfahrens antrat, stellt in Anbetracht von deren H�he - wie das Verwaltungsgericht zu Recht festh�lt - keine wesentliche Ver�nderung der Verh�ltnisse dar. Ebenso wenig �ndert daran, dass er - wie er vorbringt - im M�rz und April 2014 arbeitsmarktliche Massnahmen besucht habe. Er bringt sodann vor, eine Anstellung zu finden w�re ihm unm�glich gewesen. So habe das Migrationsamt entgegen einer Anordnung des Verwaltungsgerichts seine Aufenthaltsbewilligung w�hrend des h�ngigen Verfahrens nicht verl�ngert, sondern nur gerade eine schriftliche Best�tigung ausgestellt, dass er w�hrend des h�ngigen Verfahrens in der Schweiz arbeiten d�rfe. Es ist zwar zutreffend, dass es schwierig sein kann, mit einer provisorischen Bescheinigung auf unbestimmte und eventuell bloss kurze Zeit eine Stelle zu finden. Im Fall des Beschwerdef�hrers verh�lt es sich allerdings so, dass ihm seit seiner F�rsorgeabh�ngigkeit mehrere Gelegenheiten geboten wurden, einer Arbeitst�tigkeit nachzugehen. Er nahm diese indessen nicht wahr: Bei einem Ende M�rz 2011 geschlossenen Einsatzvertrag erschien der Beschwerdef�hrer bereits am ersten Tag nicht zur Arbeit, sodass der Vertrag vonseiten des Unternehmens aufgel�st wurde. Von Oktober 2011 bis November 2011 ging der Beschwerdef�hrer zwar einer Arbeitst�tigkeit nach, bezahlte indessen seine Krankenkassenpr�mien nicht mehr, weshalb diese von der Gemeinde zu bezahlen waren. Am 5. November 2012 ging der Beschwerdef�hrer sodann mit der Gemeinde U.________ einen Arbeitsvertrag f�r Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten von Strassen und Pl�tzen ein. Auch hier blieb der Beschwerdef�hrer seiner Arbeit nach wenigen Stunden wieder fern; in den Tagen danach hielt er sich nicht an den Einsatzplan und am 5. Dezember 2012 verliess er den Arbeitsplatz definitiv. Der Beschwerdef�hrer reichte f�r das Fernbleiben vom Arbeitsplatz jeweils weder nachvollziehbare Erkl�rungen noch Arztzeugnisse ein, sodass die F�rsorgeleistungen gest�tzt auf das Subsidiarit�tsprinzip mehrmals gek�rzt wurden.
3.3.3.�Insgesamt k�nnte prim�r die Beziehung des Beschwerdef�hrers zu seiner Schweizer Tochter einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG darstellen. Nach der Rechtsprechung erfordert dies indessen auch im Rahmen der Auslegung nach Art. 8 EMRK nicht nur ein �bliches Besuchsrecht, sondern auch eine enge wirtschaftliche Beziehung zum Kind, die als Beitrag f�r das Wohl des Kindes vom bloss besuchsberechtigten ausl�ndischen Elternteil vorausgesetzt wird (vgl. hiervor E. 2.4). Der Beschwerdef�hrer musste f�r die Zahlung seiner Unterhaltsleistungen betrieben werden. Es ergeben sich auch keine Hinweise, dass er diese durch Naturalleistungen erbracht h�tte oder �ber die lange Zeit unverschuldet arbeitslos blieb und deswegen die Beitr�ge nicht leisten konnte. Die Vorinstanz hat weder Bundes- noch V�lkervertragsrecht verletzt, als sie beim Beschwerdef�hrer einen H�rtefall gest�tzt auf die Beziehung zu seiner Tochter im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b bzw. Art. 50 Abs. 2 AuG und Art. 31 VZAE verneinte.
3.4.�Soweit der Beschwerdef�hrer die neuere Rechtsprechung des EGMR zu Art. 8 EMRK anf�hrt und das Urteil des EGMR�
Udeh gegen die Schweiz�vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] � 54) heranzieht und damit aufzeigen m�chte, dass seine Delinquenz und der Bezug von Sozialhilfeleistungen in Anbetracht des Kindesinteresse ohnehin nicht massgeblich sein k�nnen, verkennt er die Tragweite des Urteils hinsichtlich seiner prozessrechtlichen Konstellation. Der EGMR hat dort Umst�nde des konkreten Einzelfalls ber�cksichtigt, die teilweise erst nach der Beurteilung durch das Bundesgericht eintraten, und dabei auch den Umstand gew�rdigt, dass sich beim dortigen Beschwerdef�hrer eine konkrete positive Entwicklung abzeichnete (vgl. hierzu BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.; Urteile 2C_366/2014 vom 6. Juni 2014 E. 2.3.2; 2C_245/2014 vom 28. Mai 2014 E. 3.3.3, je mit Hinweisen). Die vorliegende Konstellation des bloss besuchsberechtigten Beschwerdef�hrers kann auch nicht mit dem Urteil des EGMR in Sachen�
Polidario gegen die Schweiz�verglichen werden, in dem die Schweiz wegen einer Verletzung von Art. 8 EMRK verurteilt wurde, da sie einer obhuts- und sorgeberechtigten Mutter von Kindern zu sp�t den Aufenthalt und damit die Beziehung zu den Kindern w�hrend des neu aufgerollten zivilrechtlichen Zuteilungsstreits gestattet hatte (vgl. Ziff. 63 ff. des Urteils des EGMR�
Polidario gegen die Schweiz�vom 30. Juli 2013, Nr. 33169/10, � 65 ff., und bereits Urteil 2C_558/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 3.3). Schliesslich liegt keine Situation im Sinne des Urteils�
M.P.E.V. gegen die Schweiz�vor: Die Vorinstanz hat sich unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 EMRK in vertiefter Weise mit der tats�chlichen Beziehung des Beschwerdef�hrers zu seiner Tochter auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass eine besonders enge Beziehung des bloss besuchsberechtigten ausl�ndischen Elternteils zu seinem Kind, die praxisgem�ss auch ein Bem�hen um Unterhaltsleistungen zum Wohl der Tochter umfassen w�rde, nicht vorliegt. Gest�tzt auf diese Umst�nde durfte sie davon ausgehen, dass keine unter dem Gesichtswinkel der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK derart enge Beziehung zur Tochter vorliegt, die dem Beschwerdef�hrer ein Aufenthaltsrecht vermitteln k�nnte (Urteil des EGMR�
M.P.E.V. gegen die Schweiz�vom 8. Juli 2014 [Nr. 3910/13] � 57).
3.5.�Ein H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ergibt sich sodann auch nicht aus den Vorbringen zur R�ckkehr in das Heimatland des Beschwerdef�hrers, wonach ihm ein Fortkommen dort insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht erschwert w�rde. Der Beschwerdef�hrer reiste mit 22 Jahren in die Schweiz ein und h�lt sich (zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils) rund acht Jahre und neun Monate in der Schweiz auf. Es ist davon auszugehen, dass er mit der Kultur und Sprache seiner Heimat bestens vertraut ist. Im Heimatland leben sowohl seine Eltern als auch sein Bruder, die ihn bereits fr�her finanziell unterst�tzt hatten. Namentlich wird der Beschwerdef�hrer durch die Ausreiseverpflichtung nicht aus einer gefestigten Position auf dem hiesigen Arbeitsmarkt herausgerissen. Auch unter Ber�cksichtigung der schwierigeren Wirtschaftslage in seinem Herkunftsland sind seine Chancen f�r eine Wiedereingliederung intakt und die Ausreise zumutbar. Dass die wirtschaftliche Situation in seinem Herkunftsstaat schwieriger ist als in der Schweiz, vermag daran praxisgem�ss nichts zu �ndern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3).
3.6.�Der Beschwerdef�hrer bringt schliesslich vor, er lebe zusammen mit einer neuen Partnerin und den Kindern in einer "Patchworkfamilie". Zun�chst ergeben sich keine Hinweise, inwiefern sich ein Anspruch in der Schweiz f�r den Beschwerdef�hrer aus der Beziehung seines in die vorl�ufige Aufnahme seiner Mutter einbezogenen Sohnes ergeben k�nnte, f�r den der Beschwerdef�hrer ohnehin keinen Unterhalt leistet (140 I 145 E. 3.1; 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.; 138 I 246 E. 3.2.1 S. 250 ff. und hiervor E. 3.3.1). Soweit die Vorbringen zur neuen Partnerin �berhaupt ber�cksichtigt werden k�nnten (vgl. hiervor E. 1.3), verm�gen weder die neuen Vorbringen noch das Schreiben der Partnerin einen Aufenthaltsanspruch f�r den Beschwerdef�hrer zu vermitteln. Durch Art. 8 EMRK wird zwar nicht bloss ein rechtlich begr�ndetes (sog. Kernfamilie; vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146 mit Hinweis; Urteile 2C_1119/2012 vom 4. Juli 2013 E. 6.1; 2C_288/2013 vom 27. Juni 2013 E. 2.5.1), sondern ein intaktes und tats�chlich gelebtes Familienleben gesch�tzt (vgl. BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; 135 I 143 E. 3.1 S. 148; 122 II 1 E. 1e S. 5). Das Schreiben der neuen Partnerin, wonach sie den Beschwerdef�hrer regelm�ssig treffe ("fr�quenter"), vermittelt indessen nicht die Intensit�t eines anspruchsrelevanten Konkubinats im Sinne der Rechtsprechung (BGE 135 I 143 E. 3.1 S. 148; Urteile 2C_326/2013 vom 20. November 2013 E. 5.1; 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 4.3; 2C_702/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3; Urteil der Grossen Kammer des EGMR�
Yigit gegen T�rkei�vom 2. November 2010 [Nr. 3976/05] �� 93 und 96; vgl. auch Urteil�
Khan gegen Vereinigtes K�nigreich�vom 12. Januar 2010, [47486/06] � 34 f. mit Hinweisen). Aus den �brigen R�gen zu Art. 8 EMRK ergeben sich keine Anspr�che des Beschwerdef�hrers auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz.
4.1.�Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist deshalb abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2.2.�Es wird dem Beschwerdef�hrer Rechtsanwalt Bernhard J�si, Z�rich, als Rechtsbeistand beigegeben. Diesem wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

References: Art. 50
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 42
 Art. 49
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 50
 Art. 31
 Art. 50
 BGE 
 Art. 8
 Art. 50
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 13
 BGE 
 Art. 276
 Art. 50
 Art. 8
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 31
 EGMR 
 Art. 8
 EGMR 
 BGE 
 EGMR 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 50
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 8