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Timestamp: 2020-01-19 07:42:09+00:00

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§ 513 ZPO: Berufungsgründe
OLG München, Urteil vom 4.4.2015, Az. 6 U 1211/14 Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte (hinsichtlich derer § 513 Abs. 2 ZPO nicht eingreift, diese daher auch im Berufungsverfahren zu prüfen ist, vgl. Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 35. Aufl. 2014, § 513 Rn, 3 unter Bezugnahme auf BGH NJW 2004,1456) bestimmt sich nach den Regeln über die örtliche Zuständigkeit (vgl. BGH GRUR 1987, 172, 173 - Unternehmensberatungsgesellschaft).
OLG München, vom 3.3.2015, Az. 7 U 185/15 14 Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ist ungeachtet der Regelung des § 513 II ZPO von Amts wegen zu prüfen (BGH v. 16.12.2003 - XI ZR 474/02, juris Rn. 12 ff).
OLG München, Beschluss vom 1.3.2015, Az. 17 U 709/15 Ist somit von einer wirksamen Verlautbarung des Urteils auszugehen, stellt sich die fehlerhafte Protokollierung der Verkündung lediglich als Verfahrensfehler dar, der auf eine Rüge hin nur dann zur Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils geführt hätte, wenn die Entscheidung auf der Verletzung des Verfahrensrechts beruhte (§ 513 Abs. 1 ZPO), ohne den Fehler also anders hätte ausfallen können (vgl. BGH a. a. O. unter II 1 c).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2014, Az. XII ZB 111/13 Vielmehr entschied das Gericht auf der Grundlage der erstinstanzlichen Feststellungen unter Berücksichtigung der hiergegen in der Berufungsinstanz vorgebrachten Angriffe nach §§513 Abs.1, 529 ZPO (vgl. BGH Urteil vom 28. Juli 2011 -VIIZR 180/10 - NJW-RR 2011, 1528 Rn. 13 zu dem anstelle des Schlusses der mündlichen Verhandlung maßgeblichen Zeitpunkt).
BGH, URTEIL vom 2.10.2008, Az. VI ZR 317/07 Bei §§ 565, 514 Abs. 2 ZPO ist die Schlüssigkeit des Sachvortrags -	anders als sonst - bereits Voraussetzung der Zulässigkeit des Rechtsmittels (vgl. zu §513 Abs. 2 ZPO a.F.; BGH, Urteil vom 9. Oktober 1975 - VIIZR 242/73- VersR 1976, 76, 68; Beschluss vom 23. September 1987 - III ZB 15/87 - BGHR ZPO § 513 Abs. 2 S. 1, Säumnis 1 m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.10.2007, Az. 12 Sa 1270/07 Darüber hinaus hat der Beklagte seiner Mitteilungspflicht nicht genügt (vgl. BGH, a.a.O., LAG Köln vom 19.02.1993 LAGE Nr. 7 zu § 513 ZPO, LAG Hamm vom 18.08.2006 10 Sa 177/06).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. I ZR 53/05 Eine schuldhafte Säumnis liegt aber auch dann vor, wenn der Prozessbevollmächtigte, der kurzfristig und nicht vorhersehbar an der Wahrnehmung des Termins gehindert ist, nicht das ihm Mögliche und Zumutbare getan hat, um dem Gericht rechtzeitig seine Verhinderung mitzuteilen (vgl. - zu § 513 ZPO a.F. - BAG AP Nr. 5 zu §513 ZPO; BAG NJW 1972, 790f.;BGH, Urt. v. 19.11.1998 -IX ZR 152/98, NJW 1999, 724; vgl. weiter Musielak/Stadler, ZPO, 4.Aufl., § 337 Rdn. 6; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 27. Aufl., § 337 Rdn. 3, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.6.2004, Az. VIII ZR 164/03 Die Verweisung in §513 Abs. 1 ZPO auf § 546 ZPO bedeutet nicht, daß dem Berufungsgericht - wie dem Revisionsgericht - aufgegeben wäre, die Überprüfung der vorinstanzlichen Auslegung von Individualvereinbarungen auf Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln sowie gegen Denk- und Erfahrungsgesetze - kurz gesagt: auf Vertretbarkeit (BGH, Urteil vom 18. September 1997 -1 ZR 71/95, NJW 1998, 1144 unter 111b) bb)) - zu beschränken.
LAG Hamm, Urteil vom 4.1.2003, Az. 4 Sa 1108/02 Diese Grundsätze gelten auch im arbeitsgerichtlichen Verfahren (BAG, Urt. v. 08.04.1974 - 2 AZR 542/73, AP Nr. 5 zu § 513 ZPO = EzA § 513 ZPO Nr. 1; LAG Köln, Urt. v. 19.02.1993 - 13 Sa 1054/92, LAGE § 513 ZPO Nr. 7; LAG Köln, Urt. v. 29.10.1993 - 4 Sa 707/93, LAGE § 513 ZPO Nr. 8 = MDR 1994, 1046; LAG München, Urt. v. 25.11.1993 - 4 Sa 551/93, LAGE § 513 ZPO Nr. 9; LAG Köln, Urt. v. 16.02.1995 - 10 Sa 684/94, LAGE § 513 ZPO Nr. 12 = ARST 1995, 211), zu demal mit Inkrafttreten des Zivilprozeßreformgesetzes vom 27.07.2001 (BGBl. I S. 1887) mit § 64 Abs. 2 Buchst.d ArbGG eine dem § 514 Abs. 2 ZPO n.F.
BGH, vom 4.3.1999, Az. IX ZR 364/98 Gleichwohl hat es die Möglichkeit verneint, mit der Berufung nach §513 Abs. 2 ZPO die fehlende Schlüssigkeit der Klage bei Erlaß des zweiten Versäumnisurteils geltend zu machen (BAG NZA 1994, 1102, 1103 f = JZ 1995, 523 ff m.An. Braun).
LG Duisburg, Urteil vom 3.3.1997, Az. 21 S 125/96 8In Anbetracht der insoweit vergleichbaren Prozeßsituation und der Tatsache, daß für das schriftliche Verfahren keine § 513 Abs. 2 ZPO entsprechende Regelung existiert, ist eine analoge Anwendung der Vorschrift geboten (z.B. LG Kiel, AnwBl 1984, 502; LG Frankfurt, NJW 1985, 1171; LG Freiburg, NJW-RR 1986, 616; LG Zweibrücken, JZ 1989, 50).
LG Duisburg, Urteil vom 3.3.1997, Az. 21 S 125/96 9Der gegenteiligen Ansicht (z.B. BGH NJW 1990, 838, 839; LG Bonn, NJW 1985, 1170; LG Köln, MDR 1987, 63; LG München II, NJW-RR 1995, 1022), die in Fällen wie dem vorliegenden eine analoge Anwendung des § 513 Abs. 2 ZPO ablehnt und die in ihrem rechtlichen Gehör verletzte Partei auf die Erhebung der Verfassungsbeschwerde verweist, schließt sich die Kammer nicht an.
BVerfG, Urteil vom 2.9.1996, Az. 2 BvR 2426/96 Ist hiernach die Statthaftigkeit der Berufung gegen ein amtsgerichtliches Urteil analog § 513 Abs. 2 ZPO zweifelhaft und hängt sie von der Rechtsauffassung des jeweils zur Entscheidung berufenen Landgerichts ab, so ist für den Beginn der Frist § 93 Abs. 1 BVerfGG zur Erhebung der Verfassungsbeschwerde entscheidend, ob und ab wann die Unzulässigkeit der Berufung für den Beschwerdeführer offensichtlich war (vgl. BVerfGE 5, 17 <20>; 49, 252 <255>; 91, 93 <106>).
LG Duisburg, Urteil vom 4.8.1996, Az. 22 S 186/96 9Unter Berufung auf diese Entscheidung wendet ein Teil der Rechtsprechung und Literatur § 513 II ZPO in vergleichbaren Fällen analog an (OLG Schleswig NJW 1988, 67; LG Münster NJW-RR 1989, 381; LG Hannover NJW-RR 1989, 382; LG Aachen MDR 1992, 899; Zöller-Gummer § 513 Rz. 5).
LG Duisburg, Urteil vom 4.8.1996, Az. 22 S 186/96 10Hingegen ist nach anderer Auffassung gegen Urteile, die in einem Verfahren ohne mündliche Verhandlung unter Verletzung des rechtlichen Gehörs ergangen sind und deren Beschwerdewert die Berufungssumme nicht erreicht, die Berufung nicht in entsprechender Anwendung des § 513 II ZPO zulässig (LG Bonn MDR 1984, 674; LG Köln MDR 1987, 63; offen gelassen BGH NJW 1990, 838, 839).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1994, Az. V ZR 275/93 Eine analoge Heranziehung des § 513 Abs. 2 ZPO mag auch angebracht sein, sofern im schriftlichen Verfahren eine Partei unverschuldet die Frist nicht eingehalten hat, in der gemäß § 128 Abs. 2 oder 3 ZPO Schriftsätze hätten eingereicht werden können (vgl. BVerfGE 60, 96, 98 f; 61, 78, 80; BVerfG, NJW 1985, 2250; LG Kiel, AnwBl 1984, 502; LG Frankfurt, NJW 1985, 1171; LG Freiburg, NJW-RR 1986, 616; Kramer, NJW 1978, 1411, 1416; Zoller/ Greger, ZPO, 18. Aufl., § 128 Rdn. 19).
BVerfG, Urteil vom 3.11.1991, Az. 2 BvR 293/92 Daß § 513 Abs. 2 ZPO diese Möglichkeit eröffnet, entspricht einer verbreiteten Auffassung in der Rechtsprechung (vgl. BGH, NJW 1990, 839; OLG Schleswig, NJW 1988, 67 f.; LG Zweibrücken, JZ 1989, 50 m.w.N.;LG Münster, NJW RR 1989, 381; LG Freiburg, NJW RR 1986, 616; LG Frankfurt am Main, NJW 1985, 1171; LG Kiel, AnwBl. 1984, 502) und im wissenschaftlichen Schrifttum (vgl. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 50. Aufl. 1992, § 511 a Rdnr. 7 m.w.N.;Thomas/Putzo, ZPO, 17. Aufl. 1991, § 128 IV 4; Zöller, Stephan, ZPO, 17. Aufl. 1991, § 128 Rdnr. 19, 28; Leipold, in: Stein, Jonas, ZPO, Bd. 1, 20. Aufl. 1984, § 128 Rdnr. 123; Rosenberg, Schwab, ZPO, 14. Aufl. 1986, § 110 II 4).
BVerfG, Urteil vom 6.11.1990, Az. 2 BvR 294/92 Entgegen der Auffassung der Klägerin mußte die Beschwerdeführerin sich mit ihrer Gehörsrüge nicht auf das Berufungsverfahren verweisen lassen, da für eine Ausweitung der analogen Anwendung von § 513 Abs. 2 ZPO über die dafür anerkannten Fälle der §§ 128 Abs. 2 und Abs.3 ZPO hinaus nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGH, Urteil vom 19. Oktober 1989 - III ZR 111/88 - NJW 1990, 838 f.) kein Raum ist.
BVerfG, vom 2.3.1990, Az. 1 BvR 976/90 Allerdings wird in der Rechtsprechung vereinzelt die Auffassung vertreten, in entsprechender Anwendung von § 513 Abs. 2 ZPO sei eine auf die Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG gestützte Berufung gegen ein aufgrund mündlicher Verhandlung ergangenes Urteil auch dann zuzulassen, wenn die Berufungssumme nicht erreicht sei (LG Frankfurt, NJW 1987, S. 2591 <2591 f.>; OLG Schleswig, NJW 1988, S. 67 <67 f.>; LG Münster, NJW-RR 1989, S. 381).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1988, Az. TVh SB 177/88 Daher wird eine entsprechende Anwendung des § 513 Abs. 2 ZPO auch für Fälle erwogen, in denen der Beklagte im schriftlichen Verfahren nach § 128 Abs. 2 und Abs.3 ZPO nicht oder nicht schuldhaft den Zeitpunkt versäumt hat, der dem Schluß der mündlichen Verhandlung entspricht (vgl. BVerfGE 60, 96, 99 m.w.N.), weil auch unter solchen Umständen eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör - hier durch Annahme der Versäumung einer gesetzten Frist - geltend gemacht werde.
BVerfG, Urteil vom 4.7.1988, Az. 1 BvR 1663/88 Diese Möglichkeit sei in der analogen Anwendung des § 513 Abs. 2 ZPO gegeben (vgl. BVerfGE 60, 96 <99>; 61, 78 <80>; 61, 119 <121>; 64, 203 <206>; 72, 119 <121>).
BGH, URTEIL vom 2.4.1986, Az. IX ZR 152/85 Mit dieser Rüge ist das Rechtsmittel an sich statthaft, §§ 566, 513 Abs. 2 ZPO (vgl. BGH, Urt. v. 11. Oktober 1978 - IV ZR 101/77, LM § 513 ZPO Nr. 5 = NJW 1979, 166).
BGH, URTEIL vom 2.4.1986, Az. IX ZR 152/85 2.	Ob im Rahmen des § 513 Abs. 2 ZPO berücksichtigt werden kann, daß der Erlaß des zweiten Versäumnisurteils -beispielsweise wegen § 335 Abs. 1 Nr. 1, 3 ZPO - unzulässig war oder schon ein erstes Versäumnisurteil nicht hätte ergehen dürfen, ist im Schrifttum (vgl. die Nachweise bei Baumbach/Lauterbach/Albers, ZPO, 44. Aufl., § 513 An. 2 B a.E.)) streitig, kann aber hier offen bleiben (vgl. dazu BGH, Beschl. v. 16. April 1986 - VIII ZB 26/85, z. Veröff. i.
BGH, URTEIL vom 3.9.1978, Az. IV ZR 101/77 Vor der Änderung des § 513 Abs. 2 ZPO war in Rechtsprechung und Literatur streitig, ob für die Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil der ersten Instanz das weitere Zulässigkeitserfordernis der Berufungssumme (§ 511 a ZPO) galt oder nicht (vgl. BAG NJW 1973, 870 = AP Nr. 2 zu § 566 ZPO mit An. Voll-kommer; Stein/Jonas/Grunsky ZPO 20. Aufl. § 513 Rdn. 4, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.9.1975, Az. VII ZR 242/73 Die Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil ist nach §513 Abs. 2 ZPO nur insoweit zulässig, als die Berufungsklägerin schlüssig einen Sachverhalt behauptet, aus dem sich, falls er zutrifft, ergibt, daß der Fall der Säumnis nicht Vorgelegen hat (BGH NJW 1967, 728, 729; 1969, 845* 846; BAG NJW 1972, 790, 791).

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