Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202018,%20545
Timestamp: 2019-12-07 22:06:34+00:00

Document:
BGH, 01.02.2018 - III ZR 196/17 - dejure.org
https://dejure.org/2018,2862
BGH, 01.02.2018 - III ZR 196/17 (https://dejure.org/2018,2862)
BGH, Entscheidung vom 01.02.2018 - III ZR 196/17 (https://dejure.org/2018,2862)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 2018 - III ZR 196/17 (https://dejure.org/2018,2862)
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§ 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 307 Abs 3 S 1 BGB, § 7 Abs 2 Nr 2 UWG, § 7 Abs 2 Nr 3 UWG, § 1 UKlaG
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Telekommunikationsunternehmens: Wirksamkeit einer Klausel über die Einwilligung in die Kontaktaufnahme zu Werbezwecken auf mehreren Werbekanälen
Bezug der in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) enthaltenen Einwilligung eines Verbrauchers in die Kontaktaufnahme zu Werbezwecken auf mehrere Werbekanäle; Verwendung von Regelungen über die Einwilligung von Verbrauchern in die Beratung und Information über neue ...
Mehrere Werbekanäle in einem einzigen Opt-In zulässig
Einwilligung in Kontaktaufnahme zu Werbezwecken
Zulässige Einwilligungserklärung in "individuelle Kundenberatung" nach Vertragsende
Zur Wirksamkeit einer Klausel über die Einwilligung in die Kontaktaufnahme zu Werbezwecken auf mehreren Werbekanälen
Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Einwilligung eines Verbrauchers in die Kontaktaufnahme zu Werbezwecken auf mehrere Werbekanäle in Einklang mit § 7 Abs. 2 Nr. 2 und 3 UWG
Zivilrecht/Wettbewerbsrecht: Einwilligung mit Bezug auf mehrere Werbekanäle
Einwilligung des Verbrauchers in Kontaktaufnahme zu Werbezwecken in AGB auch für mehrere Werbekanäle
Voraussetzungen zum sog. Opt-In zu Werbezwecken
Einwilligung eines Verbrauchers in die Kontaktaufnahme zu Werbezwecken kann sich auf mehrere Werbekanäle beziehen
Kontaktaufnahme zu Werbezwecken - und die Einwilligung per AGB
Umfassende Einwilligung eines Verbrauchers in Kontaktaufnahme zu Werbezwecken
Ein einziges Opt-In für mehrere Werbekanäle ausreichend
Ein Opt-In kann für mehrere Werbekanäle ausreichend sein
Werbung per Mail, Telefon und SMS verschicken: Wie viele Einwilligungen sind erforderlich?
Einwilligung des Verbrauchers zur Werbung Über mehrere Kanäle
Eine einzige Werbe-Einwilligung kann für mehrere Werbekanäle gelten
Rechtsprechung zur wirksamen Einwilligung in Telefon- und E-Mail Werbung deutlich gelockert?
Kurznachricht zu "Geltungsdauer einer Einwilligung in die Werbeansprache" von RAin Nadine Schneider, original erschienen in: K&R 2019, 8 - 12.
LG Köln - 26.10.2016 - 26 O 151/16
OLG Köln - 2.06.2017 - 6 U 182/16
NJW-RR 2018, 486
ZIP 2018, 2185
MDR 2018, 756
GRUR 2018, 545
VersR 2018, 627
WM 2018, 1908
MMR 2018, 460
MIR 2018, Dok. 016
BB 2018, 449
BB 2018, 653
DB 2018, 498
afp 2018, 186
Nach § 157 BGB sind Verträge auszulegen; auch Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen ausgelegt werden (vgl. zB Senat, Urteil vom 1. Februar 2018 - III ZR 196/17, NJW-RR 2018, 486 Rn. 23).
Aufgrund des Gebots richtlinienkonformer Auslegung sind daher die Bestimmungen der Datenschutzrichtlinie auch für § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG maßgeblich (BGH, Urteil vom 01. Februar 2018 - III ZR 196/17, Rn. 19 - mehrere Werbekanäle).
Darüber hinaus umfasst elektronische Post die Kommunikationswege E-Mail, SMS und MMS (BGH, Urteil vom 01. Februar 2018 - III ZR 196/17, Rn. 19 - mehrere Werbekanäle).
Dies setzt voraus, dass der Verbraucher hinreichend auf die Möglichkeit von Werbeanrufen hingewiesen wird und weiß, auf welche Art von Werbemaßnahmen und auf welche Unternehmen sich seine Einwilligung bezieht (BGH GRUR 2013, 531 - Einwilligung in Werbeanrufe II; BGH WRP 2017, 100; BGH GRUR 2018, 545 - mehrere Werbekanäle).
Der Wortlaut der Klausel lässt daher aus der maßgeblichen Sicht eines rechtlich nicht vorgebildeten, aber verständigen und redlichen Durchschnittskunden (…vgl. Senat, Urteile vom 5. Oktober 2017 - III ZR 56/17, NJW 2018, 534, 535 Rn. 16 und vom 1. Februar 2018 - III ZR 196/17, NJW-RR 2018, 486, 488 Rn. 23;… BGH, Urteile vom 19. Januar 2016 aaO und 25. Februar 2016 - VII ZR 156/13, NJW 2016, 1575, 1576 Rn. 31) keinen Zweifel daran, dass er, sobald er mit mehr als drei Monatsbeiträgen in Verzug geraten ist, sofort (auch) die gesamte, bis zum nächstmöglichen Beendigungstermin des Vertrags anfallende Restvergütung zahlen muss.

References: § 307
 § 307
 § 7
 § 7
 § 1
 § 7
 § 157
 § 7
 BGH 
 BGH