Source: http://www.justlaw.de/gesetze/Fahrradmonteur-Fahrradmonteurin-Ausbildungsverordnung-FahrmAusbV.htm
Timestamp: 2019-02-20 19:51:25+00:00

Document:
Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin-Ausbildungsverordnung FahrmAusbV § §§ Paragrafen Gesetze Übersicht
Fahrradmonteur/-in Ausbildungsverordnung
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fahrradmonteur / zur Fahrradmonteurin
(Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin-Ausbildungsverordnung - FahrmAusbV)
vom 18. Mai 2004 (BGBl. I S. 993).
Der Ausbildungsberuf Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin wird
gemäß § 25 der Handwerksordnung für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 17, Zweiradmechaniker, der Anlage A der Handwerksordnung sowie
(1) Die Ausbildung dauert zwei Jahre.
(2) Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Verordnung gemäß § 27a Abs. 1 der Handwerksordnung oder nach § 29 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.
1Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse vermittelt werden. 2Sie sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. 3Die in Satz 2 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 9 und 10 nachzuweisen.
§ 4 Berufsfeldbreite Grundbildung
Bedienen von Fahrrädern und Systemen,
Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrrädern und Systemen sowie von Betriebseinrichtungen,
Bereitstellen von Waren und Dienstleistungen.
1Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 5 sollen unter Berücksichtigung der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. 2Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
1Die Auszubildenden haben ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. 2Ihnen ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen. 3Die Ausbildenden haben das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen.
(1) 1Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. 2Sie soll zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(3) 1Die Prüflinge sollen in insgesamt höchstens drei Stunden zwei Arbeitsaufgaben praktisch durchführen sowie in insgesamt höchstens 60 Minuten Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Arbeitsaufgaben stehen, schriftlich lösen. 2Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrradsystemen,
Montieren und Demontieren von Fahrradbauteilen, -baugruppen und -systemen.
3Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel anwenden, technische Unterlagen nutzen sowie den Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und den Umweltschutz berücksichtigen können.
§ 10 Gesellenprüfung, Abschlussprüfung
(1) Die Gesellenprüfung, Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) 1Die Prüflinge sollen im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sieben Stunden eine Arbeitsaufgabe aus dem Gebiet Aufbauen eines Fahrrads aus Einzelteilen und zwei Arbeitsaufgaben aus dem Gebiet Instandsetzen von verschiedenen Systemen und Anlagen der Fahrradtechnik durchführen. 2Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert planen, Arbeitsmittel festlegen, Messungen und Beurteilungen durchführen, Arbeitsergebnisse kontrollieren, technische Unterlagen nutzen sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz durchführen können.
(3) 1Der schriftliche Teil der Prüfung umfasst die Prüfungsbereiche Fahrradtechnik, Instandhaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. 2Es kommen praxisbezogene Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Im Prüfungsbereich Fahrradtechnik:
Werkstoffe und Betriebsmittel,
Bremssysteme,
Beleuchtungssysteme,
im Prüfungsbereich Instandhaltung:
Reparaturauftrag und Arbeitsplanung,
Instandsetzung und Wartung,
Gewährleistung, Garantie- und Kulanzabwicklung
1. im Prüfungsbereich Fahrradtechnik 90 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Instandhaltung 90 Minuten,
(5) 1Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag der Prüflinge oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. 2Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das jeweilige bisherige Ergebnis und das entsprechende Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
1. Fahrradtechnik 40 Prozent,
2. Instandhaltung 40 Prozent,
(7) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn
im praktischen Prüfungsteil und
im schriftlichen Prüfungsteil
mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. 2In zwei der Prüfungsbereiche des schriftlichen Teils müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein. [Gehe niemals mit sanftem Herzen in die Nacht. (Dylan Thomas)]
§ 11 Fortsetzung der Berufsausbildung
(1) Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin kann in dem Ausbildungsberuf Zweiradmechaniker/Zweiradmechanikerin - Fachrichtung Fahrradtechnik - nach den Vorschriften für das dritte und vierte Ausbildungsjahr fortgesetzt werden.
(2) Die in der Gesellenprüfung, Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin erzielten Leistungen werden bei der Fortsetzung der Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker/zur Zweiradmechanikerin - Fachrichtung Fahrradtechnik - als Teil 1 der Gesellen-/Abschlussprüfung zum Zweiradmechaniker/zur Zweiradmechanikerin - Fachrichtung Fahrradtechnik - entsprechend § 2 Abs. 1 der Verordnung über die Erprobung einer neuen Ausbildungsform für die Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker/zur Zweiradmechanikerin - Fachrichtung Fahrradtechnik - vom 9. Juli 2003 (BGBl. I S. 1357) in das Gesamtergebnis einbezogen.

References: § 25
 § 27
 § 29
 § 1

§ 4
 § 5

§ 10

§ 11
 § 2