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Timestamp: 2019-07-24 07:57:40+00:00

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BGH, 09.06.1994 - VII ZR 87/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,257
BGH, 09.06.1994 - VII ZR 87/93 (https://dejure.org/1994,257)
BGH, Entscheidung vom 09.06.1994 - VII ZR 87/93 (https://dejure.org/1994,257)
BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1994 - VII ZR 87/93 (https://dejure.org/1994,257)
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Architektenvertrag - Kündigung - Nicht erbrachte Leistung - Honorarforderung - Prüfbare Schlußrechnung - Ausweis von Abschlagszahlungen - Sondervergütungen - Beweislast
BGB § 649 ; HOAI § 10 Abs. 2, § 20, § 24
Abrechnung eines vorzeitig beendeten Architektenvertrages; Prüffähigkeit der Schlußrechnung
Vorzeitige Beendigung des Architektenvertrages
§§ 10 Abs. 2, 20, 24 HOAI, § 649 BGB
Architektenrecht; Anforderungen an die Schlußrechnung bei vorzeitiger Beendigung des Architektenvertrages
Schlussrechnung: Fälligkeitsvoraussetzung nach vorzeitiger Vertragsbeendigung
Vorzeitiger Vertragsbeendigung: Abrechnung nicht erbrachter Leistungen
Wann wird Wiederholungshonorar gem. § 20 HOAI fällig?
Prüffähige Schlußrechnung bei Kündigung? (IBR 1994, 511)
NJW-RR 1994, 1238
MDR 1994, 1214
WM 1994, 1856
BB 1994, 1742
BauR 1994, 655
ZfBR 1994, 219
Dazu gehören auch die Entscheidungen über die Anforderungen an die Prüffähigkeit einer Architektenhonorarschlußrechnung nach der vorzeitigen Beendigung des Vertrages (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93, BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 219 = IBR 1994, 511).
Verlangt der Architekt nach der vorzeitigen Beendigung des Vertrages Honorar für nicht erbrachte Leistungen, genügt seine Schlußrechnung diesen zur Prüffähigkeit entwickelten Grundsätzen im Regelfall nur, wenn in der Schlußrechnung die Honorarforderungen des Architekten sowohl für die bereits erbrachten als auch für die nicht erbrachten Leistungen prüffähig ausgewiesen sind (BGH, Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 aaO).
Diese Art der Abrechnung widerspricht dem Grundsatz, daß ein Vertrag in einer Schlußrechnung insgesamt abzurechnen ist (BGH, Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 = BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 214).
So lag der Fall im Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 (BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 219), auf das sich die Revisionserwiderung bezieht.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verjähren Prospekthaftungsansprüche bei Bauherrenmodellen jedenfalls nicht vor Ablauf der fünfjährigen Verjährungsfrist des § 638 BGB (BGH…, Urteil vom 31. Mai 1990 - VII ZR 340/88, BGHR 111, 314, 321 ff = ZfBR 1990, 230 = BauR 1990, 612; Urteil vom 1. Januar 1994 - VIII ZR 36/93, BGHR 126, 166, 171 ff = ZfBR 1994, 219 = BauR 1994, 635).
Unter welchen Voraussetzungen eine Schlußrechnung als prüffähig angesehen werden kann, kann nicht abstrakt bestimmt werden; die Anforderungen an die Prüffähigkeit hängen vielmehr von den Umständen des Einzelfalles ab (BGH Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 = BauR 1994, 655, 656 = ZfBR 1994, 219).
Das Erfordernis der Prüffähigkeit soll den Auftraggeber in die Lage versetzen, die Rechnung zu prüfen und die Richtigkeit der einzelnen Ansätze zu beurteilen (BGH Urteil vom 1. März 1990 - VII ZR 132/89 = BauR 1990, 382, 383 [BGH 01.03.1990 - VII ZR 132/89] = ZfBR 1990, 189 f; Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 aaO.).
Für die Abrechnung des Architektenvertrages nach § 649 Satz 2 BGB sind die in dieser Entscheidung und im Urteil vom 9. Juni 1994 (VII ZR 87/93, BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 219) formulierten Grundsätze maßgeblich.
BGH, 08.10.1998 - VII ZR 296/97
Nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 = BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 219 = BGHR HOAI § 8 Abs. 1 Fälligkeit 3) muß der Architekt seine Schlußrechnung entsprechend den Bestimmungen der HOAI in der Weise aufschlüsseln, daß der Auftraggeber die Schlußrechnung auf ihre rechtliche und rechnerische Richtigkeit überprüfen kann.
In welchem Umfang die Schlußrechnung aufgeschlüsselt werden muß, damit der Auftraggeber in der Lage ist, sie in der gebotenen Weise zu überprüfen, ist eine Frage des Einzelfalls, die abgesehen von den Besonderheiten der Vertragsgestaltung und der Vertragsdurchführung auch von den Kenntnissen und Fähigkeiten des Auftraggebers und seiner Hilfspersonen abhängt (Senatsurteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 aaO).
Unzutreffend ist weiter die Annahme, die erbrachten und die nicht erbrachten Leistungen seien insgesamt nicht prüffähig abgerechnet (vgl. dazu Senatsurteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 = BauR 1994, 655 = ZfBR 1994, 219).
a) Nach der Rechtsprechung des Senats muß der Architekt, der nach vorzeitiger Beendigung eines Architektenvertrages sein Honorar für erbrachte und nicht erbrachte Leistungen verlangt, die erbrachten und nicht erbrachten Leistungen vollständig abrechnen (BGH, Urteil vom 9. Juni 1994 - VII ZR 87/93 = ZfBR 1994, 219 = BauR 1994, 655 = NJW-RR 1994, 1238).
Begriff des unstreitigen Guthabens; Verhandlung prüfbar berechneter und sachlich …
BGH, 24.06.1999 - VII ZR 229/98
BGH, 12.10.1995 - VII ZR 195/94
Bindung des Architekten an einer Honorarabschlagsrechnung
OLG Frankfurt, 11.07.1996 - 1 U 54/95
Fehlende Überprüfung durch städtisches Revisionsamt steht Fälligkeit des Honorars …

References: § 649
 § 10
 § 20
 § 24
 § 649
 § 20
 § 638
 § 649
 § 8