Source: https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/ocr/film/tesseract-4.0.0-20181201/163-9571/0039.hocr
Timestamp: 2020-08-09 00:31:12+00:00

Document:
1917 / 236 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1917 / 236 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Dot {6 E i F a
das im Kênti.reihe Sa(scn bifindlide Vermögen des Tcpezierer- msisiers Eii Saslawski in Obeipoyrip, Graupzer- weg 28F (Verwalter: Gemeindevorstand Rugust Proze in Obdervoy ig b i Pillniyz (Eibe);
dis Firma Hirsch Gorodectt in Leipzio, Johannieploy 13 a g A Büghericvi-or Otto Andrä in Leipzig, Alberi- raße 56):
das gesamte im Inlande befindl:chGe Vermögen der russichen Staat8- angehörigen Lisa Leiktnd, geborene Beilin, in Leipzig, Furkenburgstraße 23 (Verwa!ter: Direktor Wilbelm Knoche in Leipzig, Neumarkt 38);
das Partiewarergeschäft Berku Goldmann in Leipzia, Keil- straße 3111 (Verwalier: Direktor Wilhelm Knoche ta Leipzig, Neumarkt 38);
tie Aktienbeteiligung des rumäntis{en Staatstangebhörigen Otto Prager iz Leipzig an der Fitma Nauchwaren Zurichterei und Färberei, Akttengesell\{aft, vormals Louts Walter’s Nach- folger in Ma:kfranstädt im Nennwert von 25 000 #6 (Vezr- walter: Rechtsanwalt Dr. Curt Seyfert in Lcipz'g, Grimmaishe Straße Nr. 27);
die folgenden im Besig feindliher Staatsangehöricer bi findlichen Aktien der Fuma Tränfkner & Würker Nachfolger, Akiiengesellshaît in Leirzig- Lindenau: 30 Stück Aktien des E. M. Davenport, Dover, 15 Stück Attien des E. P. Davenport, London, 15 Stück Aktien des John Boyd, Glasgow, 15 Stück Akiten des F. ‘A. Boyd, Glasgow, 49 Stück Aftten der Ges{wister Grandy, Dünkirchen, 20 Stück Aktien dcs August P. MRebder, Hamburg, 176 Stück Aktien des James Davenport, Berlin (Ver- walter: Rechttanwalt Dr. Rudolph Steckner in Leipzig, Markgrafenstr. 6) ;
die VWe1chajtsbeteuigung von 150 Aktiea des G. Wihmayrn in Firma Georg Mann & Co., London, an der Firma Leipziger Schnellpressenfabrik Akttengeselljchaft vormals Sch{miers Werner & Stein in Leipzig (Ver- walter: Rechtsanwalt Dr. Curt Seyferth in Leipzig, Grimmaishe Straße 27);
die 7 ua 41au Romwerzienrat Eugenie Adamowna Siegel in Petersbw'g, zurzeit in München geböuigen Aktien üter je 3000 4 der Teutonia Veisicherungs- Aktiengefell- schaft in Leipzig (Verwalter: Rechtsanwalt Dr. Curt Seyferth in Leipzto, Srimmaische Straße 27);
die in britisch:m Besitz befindlihen Afttenanteile der Miß Mar y Heaton, Lady Duncan und Mrs. Louisa Mary Gray an der Firma Duncan's Letnen-Indusirte-Aktien- gesellschaft in Großschweidniß (Amtshauptmannschast Löbau) (V rwalter: Fabrikbesizer Adolf Zücker, ia Firma George Elster in Zittau).
Wieder aufgehoben wurde die Zwangsverwaltung:
der Firma L. Schlegel & Co., G. m. b. H., Kunstlederwaren? fabuik in Dresden ;
des bei dem Haup1zollamte Dresden I befindlihen Warenlage1s der Firma Charles Heidsieck & Co. in Reims;
der im Königreich Sacbsen b: findlihen Vermögenswerte des Kauf- manns Moritz AÄbramovty in Dresden;
ter bei dem Hauytzollamte Dresden 1 befindlihen Warenlager der Firmen: Date & Goke, London, Holland & Sherry, Londoa, Porter & Co., Paris;
des bei der Firma C. G. Lent\ch in Leipzig verwahrten Waren- lagers der Firma S. Welbfi\ch, Warschau;
der Sh.bwarenhonolunz Gebr. L1p|hiß in Leipzig scwie des Grundstûds des Merr's Lip1h18 in Leipitg ;
dis im Köntgreiche Sachsen befind:ichen Vermögens, insbesondere des bei der Firma Shm.ly & Weinert in Leipity ver- wahre Warerlaceis der Fitma Blat spiel, Stamp & Heacock in London;
des Ci warenge)]chàsts Jzek Kalmanowiczi in Leipzig;
der bi der Fuma Gerhard & Hey in Lipzig o find!ichen Warer lager der Firmen: Emanuel Sttradskt, Locz, und Czeslaw von Laube, Warschau.
Ein Wechsel in der Pe1son . des Zwangsver- walters trât ein: ,
bei dem Elblagerhaus - Altiengesell haft in Dresden, König Albert - Hfer und Le pzitger Straße 15 lagernden Güter rumäntscker Staatsan,eböriger (an St-[le des Corrad Auzust Nicbter in Dresden der Diiekierr Carl Morawiey in Blasewiy bei Dresdev, Schul1!raße 3);
bei d-m Anteii des A reham Lewkowicz in Plauen i. V. am Grunditücke Blatt 1824 des E1uvdbuchs für Oelonig t. V. (an St-De des Fabrikaten J. Paul Meyer in Plauen t. V. der Fabrikant Johannes Neupert in Firma Vüller & Neupzrt in Plauen t. V., Schildstraße 28);
bet den Firmen: Salomon Benvertky tn Plauen i. V., Kalser- straß? 57, Bronowski & Flatto in Plauen i. V., Geibel- firaß-e 2, Dessau & Feferkorn ia Plauen |. N. Kaijer- straße 91 (¿n Stelle des Kaufmanns Otto Rambach în
lauen t. B. der Rentner Hugo Herz in Plauen i. V., reite Straße 32);
bei den #trmen: Lo Stedcki (Louis Stegki) in Plauen i. V., Karolast:aße 13 T1, David Fi\chel Silberstein in Plauen t. V, Sghillerstraße 39, Abraham Gelblum in Plauen i. V., Foritstraße 33, SGulem Kuczynskt in Plauen ti. V., Forst- straße 91, Tuham Schifflinger in Plauen i. V., Fors!- straße 100 (an Stelle des Kaufmanns Oito Ramdach in Plauen i. V. der Bücherrevisor Richard Genz s in Plauen i. V., Blücherstraße 17).
Dresden, den 29. September 1917.
Ministerium des Junnern. Graf Vitzthum von Eckstädt.
Dem Gerber Jakob Ehrenspeck in Steinwenden wird auf Grund der Bekanntmachuna zur Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 und der Ausfüßhrungs- bestimmungen hterzu vom 9. Öfkiober 1915 der Handel mit Gerb- stoffen, Häuten und Leder untersagt.
Homburg (Pfalz), den 21. September 1917.
Köntaliches Bezirkcamt. I. V. : Müller.
Des Wilbelm Hättt Ehefrau, Elise geb. Ohs, Händ- lerin in Urloffen, wurde der Handel mit Lebensmitteln irgendwrelher Art untersagt.
Offenburg, den 26. September 1917.
Großherzogliches Bezirk8anmt. Steiner.
Der Firma Anna Wolf in Heidelberg wyrde wit rechts- Fräftiger Verfügung vom 24. Auguît 1917 gemäß S8 3 und 7 der Bundesratsverordnung vom 24. Junt 1916 über den Handel mit Lebens- und Futtermiticin und zur Bekämrfung des Kettenhandels die G-nebwmigung zum Eigenhandel mtt Obst und Gemüse aus wttichafilihen Ercögangen versag!.
Heidelberg, den 25. September 1917.
G: oßherzoolihes Btiirksamt. Dr. Castenholz.
Dec Firma Eva Vreiner in Heidelberg wurde mit reht8- kräftiger Verfügung vow 24. August 1917 gemäß §3 3 und 7 der Bundesrataveroidnung vom 24. Ju î 1916 über den Handel mit Lbene- und Futtermitteln und zur B kämpfung ‘des Ket!enhbantels di- Genebm'gung zum Figenhandel mit Obsi und Hemüse aus wir1scaitlihen Erwägungen versagt.
Heideiberg, den 29. September 1917.
Großberzcglihes Bezirksamt. Dr. Castenh olz.
Der Firma Elise Fertia in Heidelberg w"rde mit rechts- kräftiger Verfügung vom 24. Augujt 1917 gemäß Sd 3 und 7 dec BundeSratsverordnung vom 24. Juni 1916 über den Handel mit Leben2?- und Futtermitteln und zur Belämpfung des Kettenhandels die Genektmicung zum Eigenhandel mit Obst und Gemüse aus wirtschastlihen Erwägungen versagt.
Heidelberg, den 29. Sextember 1917. Greßherzoglihes Bezirksamt. Dr. Castenholj.
Der Firma Ludwig Kühner in Heidelberg wurte mit rehtf- kräftiger Verfügung vom 24. Auaust 1917 gemäß §Z 3 und 7 der Bundetratêvero: dnung vom 24. Junt 1916 über den Handel mit Leben8- und Futtermitteln upd zur Bi kámpfung des Fettenhandeis die Genehmigung zum Etgenhandel mit Obst und Gemüse aus wirtschaftlihen Erwägungen versagt.
Heidelberg, den 25. September 1917. Großberzoglihes Bezirksamt. Dr. Castenhbolz.
BekanntmackMung-
Der Firma Lutse Lehnert in Heidelberg wurde mit rechtskräftiger Verfügung vom 24. August 1917 gemäß S8§ 3 und 7 der Bundesratsverordnung vom 24. Junt 1916 über den Handel mit Leben3- und Futtermitteln und zur Bekämptung des Kettenhandels die G-n-bmlgung zum Eigenhandel mit Obst und Gemüse aus wictschaftlihen Erwägungen versagt.
Leidelberg, den 29. September 1917.
Greßherzoglihes Beiirksamt. Dr. Castenholz.
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 172 des Reichs-Geseyblatts enthält unter
Nr. 6057 eine Bekanntmachung zur Abänderung der Aus- führung8bestimmungen vom 21. September 1916 zur Ver- ordnung über Trester und Traubenkerne vom 3. August 1916 (Reichs-Gesegbl. S. 887), vom 28. September 1917, unter
Nr. 6058 eine Bekanntmachung, betreffend Liquidation russischer Unternehmungen, vom 99. September 1917 und unter
Nr. 6059 eine Bekanntmachung über den Vordruck der E für die Angestelltenversiherung, vom 28. Sep- tember 1917.
Berlin W. 9, den 2. Oftober 1917. Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 173 des „NReichs-Gesegblat13“ enthält unter Nr. 6060 eine Bekanntmachung über Elektrizität und Gas
sowie Dampf, Druckluft, Heiß- und Leitungswasser, vom
3. Oktober 1917. Berlin W. 9, den 3. Oktober 1917. Kaiserliches Postzeitungsamt Krüer.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem Landrat, Geheimen Regierungsrat Freiherrn von Salmuth in Liegniy zum Polizeipr&sidenten in Lichtenberg zu ernennen und dem Direktor der Hannovershen Maschinenbauanstalt, Regierungsbaumeister a. D. Megzeltin in Hannover den Charafter als Baurat zu verleihen.
dem ersten Sekretär und Bürovorsteher bei dem König- e Heroldsamt Maley den Charakter als Hofrat zu verleihen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Friedrih-Wilhelms-Universität in Berlin, Geheimen Re- gierungsrat Dr. Franz Eilhard Schulze die Große Goldene Medaille für Wißenschaft zu verleihen. *
Seine Majestät der König haben Allergnädigft geruht, den Provinziallandtag der Provinz Pommern zum 14. November d. J. nach der Stadt Stettin zu berufen.
Verordnung, betreffend die Zulassung zum wissenschaft- lichen Archivdienst bei den- Königlichen Staatsarchiven.
8 1. Die Fähigkeit zur Anstellung im wissenschaftlichen Archivdienst wird durch einen zweijährigen freiwilligen Vor- bereitungsdienst bei den Königlichen Staatsarchiven und nach erfolgreicher Ablegung der archivalischen Fachprüfung erlangt.
8 2. Für die Zulassung zum freiwilligen Vorbereitungs- dienst sind erforderlich:
1. die Zeugnisse über das Universitäts\studium, durch welche der Nachweis erbraht wird, daß der Bewerber dem systematischen Studium der Geschichte obgelegen und außerdem an den für den Archivar unentbehrlichen Vorlesungen und Übungen in Paläographie, Urkundenlehre, Chronologie, historisher Geogra- phie, in Germanistik und Rechtsgeshichte teilgenommen hat, . der Nachweis, daß der Bewerber die Geo für das Lehr- amt an höheren Schulen und zwar in Geschichte für die oberen Klassen, in Deutsch und Ce Dol (oder Französisch) für die mittleren Klassen mit gutem Gtfolge bestanden oder an einer deutschen Universität den vorge) hrie ènen Habilitations- leistungen für das Fach der mittleren und neueren Geschichte genügt hat,
3. der Nahweis, daß der Bewerber bei einer deutschen Universität auf Grund einer gedruckten, deu Cesuch beiden Tefsor-
tation über ein ge\chidtli Thema und münd icher Prüfung zum Doktor der bilosophie promoviert worden ift,
4. eine amtsärztlihe Gesundheitsbescheimgung, | :
5. der Nachweis, daß dem Bewerber diejenigen Mittel gesichert sind, die für seinen standesgemäßen Unterhalt während der nädsten Jahre erforderlih erscheinen. S
8 3. Das Gesuch um Zulassung zum freiwilligen Vor- bereitungsdienst ist an den Generaldirektor der Staatsarchive zu richten. Dem Gesuch sind außer den nach S 2 erforderlichen Nachweisen beizufügen: : :
6. ein zigenhändig geschriebener Lebenslauf,
7. ein Zeugnis über die Militärverhältnisse, A
8. Zeugnisse über eine etwaige frdbere wissenschaftlide Besckâfii- gung oder Berufstätigkeit. é 4. Die Gesuche sind bis zum 15. Februar bezw,
15. August einzureichen. Die Einstellung der Anwärter {r- folgt zum 1. April und 1. Oktober. ; .
: 5. Während des ersten Jahres wird der Anwärter dem Geheimen Staatsarchiv in Berlin zur Dienstleistung über- wiesen. Auch ist er verpflichtet, an den eal in Verbindung mit der Unterrichtsverwaltung eingerichteten Fortbildungs- lehrgängen regelmäßig teilzunehmen, nach deren Abschluß er in der Regel einem Staatsarchiv in der Provinz zur weiteren Dienstleistung überwiesen werden soll. S
Falls sich herausstellt, daß der Anwärter sich für den Archivdienst nicht eignet, ist von dem ges äftsführenden Leiter des Geheimen Staatsarchivs oder dem Direktor ‘des Staats- archivs, bei dem «r beschäftigt ist, möglichst frühzeitig dem Generaldirektor der Staatsarchive zu berichten und seine Ent- lassung zu beantragen. _ L j
8 6. Die archivalische n erfolgt bei der von mir in Berlin eingeseßzten Prüfungskommission, welche aus dem Generaldirektor der Staatsarchive als Vorsißenden, vier ordentlihen Mitgliedern für die N und zwei außer ordentlichen Mitgliedern, denen die afultative Prüfung in Polnisch und in deutscher KunstgelchiGle obliegt, teils Archi- varen, teils Universitätslehrern, esteht. Sie werden von der Archivverwaltung, die Universitätslehrer im Einvernehmen mit der Unterrichtsverwaltung, auf drei Jahre ernannt. Scheidet ein Mitglied der Kommisston während dieser Zeit aus, so wird ein Ersay für die Restzeit bestellt. !
7. Die Meldung. zur O 4 an den Vorsizenden der Kommission zu richten. Beizusügen ind die in 88 2 und 3 verlangten Schriftstücke, ferner die Zeugnisse über die erfolg- reiche Ablegung des zweijährigen freiwilligen Vorbereitung8- dienstes und sechzig Mark Prüfun sgebühren, bezw. je fünfzehn Mark mehr für die fakultativen Prüfungen in Polnisch und in deutscher Kunstgeschichte. E : /
8 8. Der Vorsigende entscheidet über die Zulassung des Bewerbers zur Prüfung, seyt die Prüfungstage an und leited die Prüfungen. ‘ E ; D
; 9. Die Prüfung ist eine schriftliche und eine mündliche.
n der \riftlihen Prüfung hat der Bemerber in Klausur zwei mittelalterliche Urkunden, eine lateinische und eine deutsche, und zwei Aktenstücke aus der neueren eit, eines in deutscher und eines in französischer Sprache, a zuschreiben und gu bearbeiten. /
8 10. Die mündliche Prüfung erfolgt in dauernder An- wesenheit von mindestens zwei Mitgliedern der Kommission und soll in i Linie ergeben, ob der Prüfling sich die für
den wissenschaftlichen Archivdienst erforderlichen a in *
den historischen Hilfswissenschaften, in der Archivwissen|chaft und in der Rechtswissenschast erworben hat, E 11. In den hiftorischen Hilfswissen- schaften wird verlangt: E, i 1.in der Paläographie Vertrautheit mit der Entwielung der Schrift, sichere Geo 0 im Lesen« und in der Zeit- bestimmung von Schriftstücken aus dem 10. bis 18. Jahrhundert, und Kenntnis der Systematik und Praxis der Kürzungen; 9.in der Urkunden lehre gründliche Kenntnis der Lehre von den Kaiser- und Papsturkunden des Mittelalters, sowie der Lehre von den aen übung in den Methoden der Prüfung und Bearbeitung dieser Scriftstücke, Verxtrautheit mit dem Kanzleiwesen sowohl des Mittelalters wie der
neueren Gen: | / | : 3.in der Chronologie Kenntnis des mittelalterlihen Ka-
lenderwesens und der Kalenderreform und Sicherheit in dev Handhabung der chronologischen Tabellen; E
4.in der Genealogie, Heraldik und Sphragiti) Kenntnis der Grundzüge dieser Wissenschaften und der Fnt« widelung der Wappen und Siegel und. Übung in der Hand- babung der literari\chen Hilfsmittel; O
5. in der historishen Geographie Vertrautheit mit der Geschichte der deutschen Territorien, der weltlichen wie der eistliden, vornehmlich derjenigen, aus denen der preußische
taat erwachsen ift und deren archivalische Bestände sich jeßt
in den Staatéarchiven befinden.
Bei der Prüfung in der Urkundenlehre sind Urkunden ver- schiedener Zeit und verschiedener Herkunft vorzulegen, an denen der Prüfling in Grgänzung der schriftlichen Prüfung aus- reichende Kenntnisse der lateinischen Urkundensprache und dev älteren und neueren hod- und niederdeutsben Sprache nach zurveisen hat.
8 12. Jn der Archivkunde soll der Prüfling zeigen, daß er die Geschichte des abendländischen Archivwesens und der wichtigsten ausländischen Archive und die Organisation und Bestände der deutshen Archive kennt. Es ist zugleich fest- zustellen, ob er genügende Kenntnisse des alten und neuen Be- hördenwesens befigt, deren Archivalien sich jeßt in den Staats- archiven befinden.
8 13. Jn der Rechts wissenschaft hat die Prüfung Po au E A der Rechtswissenschaft, owie der G den Archivar unent ehvlichen Kenntnisse in der deutschen Rechtsgeschichte, im deutschen und preußischen Staat24 und Verwaltungsrecht und im Kirchenrecht zu erstrecken.
_§ 14. Auf Wunsch des Bewerbers kann eine besonders Prüfung in der polnischen Spräche stattfinden, deren Beherrschung für den Archivar in den östlichen Provinzen des Staates erwünscht ist. Ueberhaupt kann den Bewerbern im Jnteresse ihrer e Anstellung und Beförderung A dringend genug empfohlen werden, E ausreichende Kenntnisse
in einer der Sprachen zu verschaffen, deren Gebiete an das
preußische Staatsgebiet angrenzen, nämlich. des Holländischen oder des Dänischen oder des Schwedischen, des Russischen oder des Czechischen.
Auch in der deutschen Kunstgeschichte kann auf Wunsch des Bewerbers eine besondere Prüfung stattfinden.
_§ 15. Das Zeitmaß der mündlichen Prüfung ist für jeden Prüfling in den historischen Hilfswissenschaften auf 2 Stunden in der rchivkunde auf 1 Stunde, in der Rechtswi enschaft auf 1. Stunde festgesezt. Für die Ergänzungsprüfung in Polnisch und in deutscher Kunstgeschichte ist je 1 Stunde vorges ehen. A
8 16. Nach beendeter Prüfung gibt der Prüfende sein be- gründees Urteil ab. Auf Grund des Protokolls werden die einzeinien Teilo des Yeugnisses festgestellt.
Ueber das Gesamtergebnis der Prüfung, ob fie „genügend“ oger „gut“ oder „mit Auszeichnung“ bestanden oder ob sie nicht bestanden ist, wird Dur Stimmenmehrheit der ordentlichen Mitglieder der Pre ommission entschieden. Bei Stimmen- gleichheit gibt der 0 ißende den Ausschlag.
8 17, Bei nicht genügendem Ausfall, aber nur wenn be- gründete Aussicht besteht, daß eine zweite Prüfung ein besseres Ergebnis erwarten läßt, kann die Hs nach Ablauf eines oje wiederholt werden. Eine weitere Wiederholung ist nicht statthast. : S ; | M 18. Wer die Prüfung bestanden hat, erhält über das Ergebnis ein _Zeugnis des Vorsißzenden der Prüfungs- kommission. Einen Anspruch auf Verwendung im Staats- archivdienst gewährt das S indessen nicht.
Da bei dem E tnismäßig geringen Ersaßbedürfnis der Staatsarchivverwaltung nur eine beschränkte Anzühl von Bewerbern zum Archivdienst selbst zugelassen werden kann, behält sich die Staatsarchivverwaltung vor, E diejenigen auszuwählen, die sowohl durch tüchtige Leistungen während ihres freiwilligen Vorbereitungsdienstes wie durh die mit gutem Cs abgelegte Fachprüfung die sichere Gewähr für eine ersprießliche Erfüllung ihrer späteren Amtsobliegenheiten, sowohl in bezug auf die Verwaltung der Archive wie in bezug auf wissenschaftliche Leistungen, bieten.
Die zum Staatsarchivdienst Zugelassenen haben den Dienst bei einem der Staatsarchive als Archivhilfsarbeiter zunächst unentgeltlih bis zu ihrer Ernennung zu Archiv- assistenten fortzuseßen.
) 19. Auf Antrag des Generaldirektors der Staats- archive behalte ih mir vor, in besonderen Fällen zu genehmigen daß der freiwillige Vorbereitungsdienst auf ein Jahr verkürzt werde. Auch ist der Generaldirektor der Staatsarchive befugt, Ausnahmen von den im Z 2 festgeseßten Erfordernissen und von sonstigen einzelnen Bestimmungen der Prüfungsordnung zu gestatten
8 20. Die bisherigen Bestimmungen über die Vorbildung und die Prüfung der Ärchivaspiranten vom 3. Mai 1906 be- halten Geltung bis zum 1. Oftober 1918. Von da ab treten die Bestimmungen der gegenwärtigen Verordnung in Kraft.
Berlin, den 28. August 1917.
Der Vizepräsident des Staatsministeriums. vonBreitenbach.
Der bisherige Rektor van Aaken aus Geilenkirchen- Hünshoven ist zum Kreisschulinspektor in Heinsberg,
[der bisherige Seminarlehrer Krause aus Ziegenhals zum Kreisschulinspektor in Grotikau ernannt worden.
Dem Bibliothekar an der Landesbibliothek in Fulda, Ober- bibliothekar Dr. phil. Scherer ist das Prädikat Professor bei- gelegt worden.
Schiedsgericht bei der Shuhwaren-Herstellungs- und Vertriebs- Gesellschaft Berlin.
Gemäß Artikel 3 § 5 der Bekanntmachung über die Errichtung von Herstellungs- und Vertriebsgesellshaften in der e vom 17. März 1917 hat der Herr Minister für Handel und Gewerbe die Mitglieder des bei der Schuhwaren- Herstellungs- und Vertriebs-Gesellschaft Berlin zu bildenden Schiedsgerichts ernannt:
; Vorsißender:
Syndikus der Handelskammer Herr Rechtsanwalt Dr. Oscar
M cyer, Berlin W. 15, Knesebecstraße 45/46;
Stellvertretende Vorsißzende : ver R August Leyser, Charlottenburg 2, Berliner- raße ; Herr Rechtsanwalt Dr. Kikath, Berlin W. 50, Kurfürsten- danim 243. Der Antrag auf schiedsgerichtliche Entscheidung ist \chrift- lih an den Herrn Vorsißenden zu richten. | Berlin, den 3. Oktober 1917. Squhwaren-Her stellungs- ‘und Vertriebs-Gesellschaft Berlin. Leo Bor inski, Vorsigzender.
Auf Grund der Verordnung über die Schlachtvieh- und Aleishpreise für Schweine und Rinder vom 5. April 1917 (RGBl. S. 319 ff.) sowie auf Grund der §8 1 und 4 der Savung des Brandenburg-Berliner Viehhandelsverbandes vom 4. Dezember 1916 (Reg.-Amtsblatt Potsdam 1916 S. 609 f.) wird für den Bezirk der Provinz Brandenburg und den Stadt- bezirk Berlin folgendes angeordnet :
I. Vom heutigen Toge ab sind sämtliche Schweine (auch fetfel) den Kretiso1ganisationen in den Land- und Stadtkreisen zur
bliefaurg an den Brapdcnburg-Berliner Vi!ehhandelet verband an- O, Alle anderen Verkäufe von S(wetnen (Ferkeln) sind - n.
Bei Verkauf von .Ferkeln im {@te bis zu 30 Pfund darf der Stallböcbsieneis Len 4 1,60 s Pfund Lebendgewiht aus- ließlich Provision, Fracht und Spesen nicht überschritten werden.
Für sámtlide Schweine über 15 kg (30 Pfund) Lebendgewiht lönren ‘bis zum 30. November d. J. cin {ließli für 50 kg Lebend- gewicht 75 «46 aues{ließlich Provision, Fracht und Spejen — ein- leitlih im Verbantsbezirk — gezahlt werden.
11. Der An- und Verkauf von Schweinen zur Mast.
ist nur durch den’ Leiter des Kommunalverbandes und mit dessen Ge- nehmigung zulässiao. Höchstpreise {ür diese Verkäufe bestehen nit. oe gleiche gilt für den Ap- und Verkauf von Schweinen zur Zucht m Gewicht bis zu 200 Pfund. Zuhtsauen und Zuchteber im Lebend- U über 2 Zentner sind jedcch dem BVleyhandelzverband an-
111. Für die Ausfuhr von S{weinen und Ferkeln (lebend und geschlachtet) aus dem Bezirk der Provinz Brandenburg und dem Stadtbezirk Berlin ist in. jedem Falle unsere vorherige Ge- nehmigung erforderlich.
TY, Zuwiderbandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen Worden mit Gefängniosirafe dis zu 1 Jahre oder Geldstrafe bis zu On 6 auf Grund von § 6, 1 des Geseßzes, betr. Höchstpreise vom
August 1914 in der Fafsung vom 23, März 1916 (RGVl, S, 183)
——_—_— Paf
N Art. 1 Nr. 2 dec Bekarntmahang vom 22. Mäg 1917 C Bl. S. 253), restrait. Auch kann neben der Strafe auf G n- Jehung der Sezenstände, auf die si rie strafbare Hardlung beziedt, erkannt werden, ohne Uatershied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. d Die Verordaung vom d. bezw. 22. September d. I. über Nr Dana mi! Schweinen und Schweinepreisen — „Reichtanze*ger" Be 12 bezw. 226 — wicd hiermit aufgehoben mit Ausnahme der
estimmung, doß das Fleish von Ferkeln bis zu 30 Pfund fleisck-
markenfrei ijt und die Sch! (be]hau- A N e Sch!achtung diejer Tiere dem Flei\chbe]chau
Berlin, den 4. Oktober 1917.
Brandenburg-Berliner Viehhandeleverband. Der Vorsizende. Gosling, Regierungsrat.
Bekanntmachung, betreffend die Felir Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung.
Das dietjährtae Felix Mendels\obn-Bartholdv-Staatss\tipendium für ausübende Tounk unstler in Höhe von 1500 H ist dem ehe-. maliaen Stud/'erenden der Köri lichen akadewii\hen Hochschule für Vèusik ia Berlin, Pianisten und Komponisten Wilhelm Kemp}}, en worden.
as Staatsstipendium für Komponisten in Höhe von 1500 „6 ist diesmal gleihmäßig geteilt worden und dem vererwähnten Wilhelm Kempfr und dem ehemaligen Stutierenden der König- lichen akademisten Hoc'chule sür Musik. in Berlin und derzeitigen Stuadierer den ter Köntalich n akademi)hen Meistersu!e für rnusikalisckte Kompositionen des Protessors Dr. Georg Schumanr, Konponisten Kar! Westermeyer, verliehen worden.
Ferner wurden 4 ausübente Tonkünstler und Tonkünsilerinnen und 1 Komvonist mit Zuwentungen in Höhe von 1200 M bedadit.
Di- Unterstüßten Knd: ViolonceDit Rudolf Hindemith, Stiudierepder des De. Hos Koi s-rvato:ium in Frankfurt a. M., Violorc-listin Therese Trau, Studierende der stönizlichen akade- mischen Hchhule für Musik in Berlin, Sängerin Vora Köcher, ehemalice Stadierende des Königlichen Konservatoriums für !Mufil und Theater tn Dresden, Pianittn Johanna Löhr, Studierende des Königlichen Konservato-tums für Musik in Stuttgart, und Kow- ponist Emil Peeter?, Studierender der Königlichen akademischen HothsFule für Mußk in Berlin. i
Lobende Erwähnuygen verdienen die Leisturgen tes Violinislen Moriy van den Berg, Studierenden des Konservatorivms der Mußk in Cöly, Sängerin Kätbe Kramm, ehemalicen S tudierenten des Düfse!dorfer Konservatoriuums der Musik, Pianisten Haraldur S igurds son, Studierenden des Königlichen Konservatordums für Musik urd Theater in Dresden, Zembalislin Anna Pincus, Pianisien Nichard Wilenski und Komponisten Erich Buder, Studterende- der Kön'gliben akademishen Ho&schule für Vulk in Berlin, Kompopisten Josep d Suder, ehemaligen Studierendea der Königlichen Akademte der Tonkunst in München.
Charlottenburg, Fasanenstr. 1, den 30. September 1917. Der Vorsigende. Dr. Kreyshmar.
Dem S@uhwarenhändler Nobert Schulte-Fischedick und dessen Mutter, der Frau Witwe Wilbelm Schulte-Fishedick, beide in Bottrop, Hansastraße 1, wobnhaft, ist auf Grund der Bundesraisverordnung. vom 23. Sevtember 1915 (RGBI. S. 603) und der Ausfübrungsanweisung vom 27. September 1915 der Handel mit Schuhwaren aller Art wegen Unzuver ässigkeit tin bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt worden. — Hohert S hat die dur tas Verfahren verursachten -baren ‘Zut lagen, insbesondere die Gebühren für die im § 1 der obengenannten Verordnung vor- geschrieb-ne öfentlihe Bekanntmachung, 11 erstatten.
‘ Recklinghausen, den 30. September 1917. Der Landrat. Bürgers.
Beklanntmacchunzg-
Der Ges(häftsinbaberin Irma Schönfeld in Wiesbaden, Marktstrafe 25 woknhaft, ist auf Grund der Verordrung des Bundet- rats vom 23. S» ptember 1915 über die F-rnhaltung unzuverlä!siger Personen vom Hondel vom 1. Oktober 1917 ab der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs untersagt worden.
Wietbaden, den 22. September 1917.
Der ftellvertretente Polizeidtrektor. von Heimburg.
Dur Bescheid vom 1. Angust 1917 hobe ich dem Kaufmayn Gustav Kämpfer hierselb, Gerlingstraße 45, den Hanhel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art und Gegenständen des täglichen Bedarfs jowie die Vermittlertätigkeit hiei- für untersagt.
Essen, den 25. September 1917.
Städtische Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. J. V.: Rath.
Dur Bescheid vom 12. Angust 1917 habe icd der Ebefrau des etnrih Schäfer hierselbst, Mechtildistr. 9, dea Handel mit ebens- und Futtermttieln alder Art, Seife und fett-
haltigen Waschmitteln und Geaenständen des täglichen Bedarfs sowie die Vermittlertätigkett hierfür untersagt.
Gssen, den 25. September 1917. Städtische Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. J. V.: Nath.
Durch Besckeid vom 31. Juli 1917 habe ich dem Kaufmann Fosef Tager hierselbst, Au ustastr. 29, den Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art und Gegenständen des S soxte tie Vermittlertätigkeit hierfür untersagt. ,
Durch Bescheid vom 31. Juli 1917 habe ih dem Akquisiteur Johann Sabel hierselb, Borusir. 15, den Handel mit Lebenx- und Futtermittelu aller Urt, Seife und sonstigen Wasch- mitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie die Vermittlertätigkeit hierfür untersag!.
Städtische Poltzeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. J. V.: Rath.
Die von heute ab zur, Ausgabe gelangende Nummer 25 der Preußischen Geseysammlung enthält unter
Nr. 11607 eine Verordnung, betre end die Verlängerung der Amtsdauer der Beisißer des Oberschied8gerichts in Knapp- shaftsangelegenye ren zu Berlin und des Seen afts:Schieds- gerichts zu Breslau, vom 27. September 1917, unter
Ne. 11 608 einen Erlaß des Staatsministeriums, betreff.nd Anwendung des vereinfachten Eateignungsverfahrens bet dent Ausvau des Elbingflusses durch die Stadtgemeinde Elbing, vom 20, September 1917 und unter ; E
Nr. 11 609 ‘einen Erlaß des Staatsministeriums, betreffend Anwendung des vereinfachten Enteignungsverfahrens bei der Erweiterung der Abraumhalde des den Anhaltischen Kohlen- werken in Halle a. S. gehörigen Braunkohlenbergwerîs Elisabeth bei Mücheln im Kreise Querfurt, vom 21. Séep- tember 1917.
Berlin W. 9, den 2. Oktober 1917.
Königliches Geseßsammlungsamt. Krüer. D T E E E I S E I S
Preußen. Berlin, 4. Oktober 1917.
Der Bundesrat versammelte sich heute zu einer Volls fizung; vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Nechnungs§- wesen und für Handel und Verkehr eine Sißung.
Der Generalfeldmarschall von Hindenburg veröffentlicht durch „Wolfs Telegraphenbüro“' folgendes Dankschreiben: Großes Haup1qguartier, 3. Oktober. Mir Seiuer Déajeität, meinem Allecgnäotgsten Kaiser, König und Herrn, babn weite Kreise des deuis&en olks Anteil genommen an meinem 70 jährigen Seburtstage. Der Tag ist dadurch tür mi zu einem F2it!age ge- worden, d ssen herr!ichze Eindrücke bis an mein Lebentende felt in meixem Herzen haften werden. Meinen tizfempfundenen Dank kain ih nur auf diesem Wege aus)prechen. i
Dur all tie unzezählten Bewzije f:cundliher Fnteiliatme ziebt sich gemeinsam der Ausdruck des Vertrauen?, daß ich, wie b'sber, mein ganzes Denken und Handeln a!s treuer Diener meines Kaijerlihen unv Köatglichen Herrn für das Wobl des Vaterlandes einsegea werde. Diesem allseitigen Vertrauea entnehme id dle Berecbtigung zu einer Bitte: :
Wir baben im übermäStigen Ansfurm unserer Segner mit Gottes Hilfe duch deutsh- Kraft widerstander, weil wir eintg waren, weti jeder freudig alles tai. So muß es bleiben bis zim legten „Nun danket alle Gott" auf ‘blutiger Walstait! Sorget vit, was na dem Kriege werten foll! Das bringt nur Mifwut in unsere Reiben und s1lärkt die Hoffnungen unserer Feinde. %Ve - traut, dß Deutschland erreichen wird, was es brau(r, um für alle Aeir gesichert dajzustehen; vertraut, daß der deutscben (ih: Lfi und Licht gescaffen werden wird zu freier Fatfaitung! :
Die Vèuskeln gestraft, die Nerven gespannk, da? Age gerade- aus! Wir schen das Ziel vor uns: Ein Leutsch!aud ho in Ehren, frei und groß!
Gott wizd auch meiter mit uns sefn!
Generalfeldmarschal von Hindenburg.
Zufolge einer amtlichen Mitteilung der spanischen Ne- gierung hat die Regierung der Republik Costarica die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reiche
Interessen dur eine neutrale Macht ist das Erforderliche in die Wege geleitet.
Berlin, 3. Oktober, Abends. (W. T. B.).
Jm Westen bei weselnder Feuertätigkeit keine größeren Kampfhandlungen. Jm Osten nichts von Bedeutung.
Der starke Feuerkampf in Flandern dauerte auch am 9. Oktober an der Küste sowie zwischen Langemarck und Zands voorde Tag und Nacht über an. und steigerte fih mehrfach zu stärkstem Trommelfeuer, ohne daß bisher feindliche Jufagaterie- angriffe erfolaten. Wiederholt wurde eine größere Anzahl belgischer Ortschaften weit hinter unserer Front ohne jeden mititärishen Grund unter planmäßiges feindliches Zerstörung8- feuer genommen. Unsere Artillerie seyte die Bekämpfung feindliher Anlagen wirksam fort. An der Straße NYpern—Menin gesichtete feindlihe Tanks wurden unter
euer genommen.
Gegen unsere neu gewonnene Linie nordwestlih Gheluveli haite der Feind im Laufe des 1. Oktober ses starke Gegen- angriffe angesetzt, die sämtlich in unserem Feuer und im Nah- kampfe gescheitert waren. Auch am Vormittage des 2. Oktober sezte er seine Gegenangriffe fort, die ebenfalls sämtlich abge- wiesen worden. Nach übereinstimmenden Meldungen hat der Gegner hierbei außerordentlich starke Verluste erlitten.
An der Arras front und in Gegend St. Quentin war auch am °2. Oktober die Artillerietätigkeit vorübergehend ge- steigert. Hn der Stadt entstanden mehrfach Brände. Auch am Chemin-des-Dames wurde im Laufe des Nachmittags die Feuer- tätigfeit lebhafter. Während nördlih Prunay einige Stoßtrupps Gefangene einbrachten, wurde am Keilberg vorstoßender Feind abgewiesen. Oestlih der Maas rannte der Gegner achtmal teils weise nach vorhergehendem starken Trommelfeier in breiten starfen Gegenangriffen gegen die von uns genommenen Gräben am Nord- hange der Höhe 344 an. Er wurde U unter besonders großen Feindverlusten abgewiesen. eitere hohe Verluste ers litt der Franzose dadurch, daß seine Bereitstellungen zu diesen Gegenanariffen frühzeitig erkannt und unter zusammengefaßtes Vernichtungsfeuer genommen wurden. Auch nächtliche An- griffe gegen unsere neugewonnene Linie hatten keinen Erfolg und steigerten nur die feindlichen Verluste. Außer den 150 Gefangenen, die zwei Divisionen angehörten, wurde eine Anzahl Maschinengewehre erbeutet. Das Artilleriefeuer auf diesem Kampffelde blieb dauernd stark.
An den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse.
Berlin, 3. Oktober. (W. T. B) Jn 24 Stunden 60 000 Kilogramm Bomben auf feindliche Ziele. Ganz Dün- firhen in Flammen. Unsere Bombengescchwader haben in den lezten Tagen und vor allem während der Nacht- und Tagesstunden des 1. Oktober Außerordentliches geleistet. Jhre Angriffe galten, wie gewöhnlich, den militärishen Anlagen und Truppenunterkünften hinter den Hauptkampffronten. Die feindlichen Flughäfen bei Verdun, die {hon vor drei Tagen
mit solhem Erfolge heimgesuht wurden, daß auf drei
abgebrochen. Wegen Uebernahme des Schußes der deutschen *
Lari R L A f

References: §3
 § 5
 §8
 § 6
 Art. 1
 § 1