Source: http://p410698.mittwaldserver.info/quellen/1806/12/15/akzessionsvertrag-sachsen.html
Timestamp: 2019-11-20 16:24:08+00:00

Document:
18061215-001:akzessionsvertrag sachsen | EPOCHE NAOOLEON
Art. 1. J. H. D. der Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach, J. H. D. der Herzog von Sachsen-Gotha und Altenburg, J. H. D. die verwittibte regierende Herzogin von Sachsen-Meinungen, J. H. D. der Herzog von Sachsen-Hildburghausen und J. H. D. der Herzog von Sachsen-Koburg treten dem zu Paris den 12. Juli des jetzigen Jahrs geschlossenen
Verbindungs- und Vereinigungstraktat</link> bei und durch diesen Beitritt treten sie in alle Rechte und Verbindlichkeiten&nbsp;dieses <a href="1179 - internal-link>Verbindungs- und Vereinigungstrakts</link>,&nbsp;so, als&nbsp;wenn sie kontrahirende Theile des benannten <a href="1179 - internal-link>Traktats</link> gewesen wären.<br /> <br /> Art. 2. JJJ. HHH. DDD. werden in dem Fürstenkollegio Sitz nehmen. Ihr Rang in diesem Kollegio wird durch die allgemeine Versammlung bestimmt werden.<br /> <br /> Art. 3. Ohne vorgängige Einwilligung des rheinischen Bundes soll in keinem Falle und aus was Ursach es auch seyn möge,&nbsp;keinen fremden Truppen oder Detaschements fremder nicht in diesem Bunde sich befindender Mächte,&nbsp;der Durchmarsch durch die herzoglichen Lande verstattet werden.<br /> <br /> Art. 4. Die Ausübung des katholischen Gottesdienstes soll in allen Besitzungen JJJJJ. HHHHH.&nbsp;DDDDD. dem&nbsp;des lutherischen gleich gestellt werden und die Unterthanen beider Religionen sollen ohne&nbsp;Einschränkung gleiche Civil- und politische Rechte genießen, ohne daß jedoch dem gegenwärtigen Besitz und der Benutzung der Kirchengüter Abbruch geschähe.<br /> <br /> Art. 5. Die Kontingente, welche die Herzogthümer&nbsp;Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha, Sachsen-Meinungen, Sachsen-Hildburghausen&nbsp;und&nbsp;Sachsen-Koburg im Falle eines Krieges zu stellen haben, sollen aus 2800 Mann&nbsp;Infanterie bestehen. Diese sollen so vertheilt werden, daß Sachsen-Weimar 800 Mann,&nbsp;Sachsen-Gotha 1100, Sachsen-Meinungen 300, Sachsen-Hildburghausen 200 und Sachsen. Koburg 400 Mann stellt. Diese 2800 Mann sollen zu einem Regimente von&nbsp;3&nbsp;Bataillons gebildet werden, dessen Oberbefehl und Inspektion zwischen den beiden ersten Linien&nbsp;des Hauses wechselt.<br /> <br /> Art. 6. Der gegenwärtige Traktat soll genehmigt und die Ratifikationen in Berlin in Zeit von 14 Tagen von Unterzeichnung desselben an gerechnet, oder wenn es noch früher geschehen kann, ausgewechselt werden.<br /> <br /> So geschehen und unterzeichnet, Posen am 15. Dezember 1806. <p class="align-center">Unterzeichnet</p> <p class="align-center">M. Düroc<br />Fürst von Benevent</p> <p class="align-center">F.Müller<br />August Baron von Studnitz<br />von Erffa<br />August Baron von Lichtenstein<br />F. Müller (für Baron von Dankelmann)</p> So haben Wir vorstehenden Traktat in allen und jeden darin enthaltenen Artikeln genehmigt, erklären auch, daß er angenommen, ratifizirt und bestätiget ist, und versprechen, daß er unverbrüchlich gehalten werden soll.<br /> <br /> Zu Urkund dessen haben Wir gegenwärtige Akte ausgefertigt, eigenhändig unterschrieben und&nbsp;mit Unserm kaiserlichen Insiegel versehenen lassen.<br /> <br /> <br /> Posen, am 16.&nbsp;Dezember 1806. <p class="align-center">(L.S.)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Napoleon</p> <p class="align-center">Der Minister der aus-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auf Befehl des Kaisers:<br />wärtigen Angelegenheiten&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Minister Staatssekretair<br />K. M. Talleyrand&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; H.B. Maret<br />

References: Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6