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Timestamp: 2019-06-17 15:56:33+00:00

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VGH Bayern, 19.09.2013 - 7 B 12.2358 - dejure.org
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VGH Bayern, 19.09.2013 - 7 B 12.2358 (https://dejure.org/2013,32535)
VGH Bayern, Entscheidung vom 19.09.2013 - 7 B 12.2358 (https://dejure.org/2013,32535)
VGH Bayern, Entscheidung vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 (https://dejure.org/2013,32535)
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GG Art. 5 I 2; JMStV § 5 I, 14 I, II, 16 I, 17 I, 20 I, IV; RStV § 59 III; § 20 Abs. 1 JMStV; § 20 Abs. 4 JM... StV; § 59 Abs. 3 RStV; § 17 Abs. 1 Sätze 3 und 4 JMStV; § 20 Abs. 1 JMStV; § 20 Abs. 4 JMStV; § 59 Abs. 3 RStV; § 17 Abs. 1 Sätze 3 und 4 JMStV
Begründungspflicht der KJM dient Sicherung der grundrechtlichen Positionen der Rundfunkveranstalter und Telemedienanbieter
Eine Untersagungsverfügung der KJM gegen Erotik-Teletextangebote, die ohne Weiteres von Minderjährigen zur Kenntnis genommen werden können, ist ohne Begründung unwirksam
Teletextverbote der KJM sind rechtswidrig
VG München, 15.03.2012 - M 17 K 11.212
MMR 2014, 348
DVBl 2014, 108
afp 2014, 371
vgl. Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH), Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris Rn. 20 ff.
ungeachtet der Frage, ob dieses als ausreichend angesehen wird, vgl. hierzu Verwaltungsgericht (VG) München, Urteil vom 11. Oktober 2012 - M 17 K 10.6273 -, Juris, Rn. 70, das bei Vorliegen einer einzigen und eindeutigen Prüfvorlage eine explizite Bezugnahme auf deren Inhalt für entbehrlich hält; aufgehoben durch Urteil des BayVGH vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris, Rn. 23 ff.
vgl. BayVGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris, Rn. 28.
vgl. BayVGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris, Rn. 27; VG Hannover, Urteil vom 8. Juli 2007 - 7 A 4679/12 -, Juris, Rn. 58.
Hierzu hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seinem Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 - (…Juris, Rn. 28 ff.) nach Auffassung der Kammer überzeugend ausgeführt:.
So zur Kettenverweisung auch BayVGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris, Rn. 27; a. A. VG Hannover, Urteil vom 8. Juli 2007 - 7 A 4679/12 -, Juris, Rn. 58.
vgl. BayVGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, Juris, Rn. 31 f.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 6 B 1.14 -, NVwZ 2014, 1594 ff. = juris Rn. 20; Liesching/Schuster, Jugendschutzrecht, 5. Aufl., 2011, § 20 JMStV Rn. 4, 33; Spindler/Schuster, Recht der elektronischen Medien, 3. Aufl., 2015, § 20 JMStV Rn. 22; ohne dies zu problematisieren: OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 13. November 2014 - OVG 11 B 10.12 -, juris Rn. 61 f.; Bay. VGH, Urteile vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, DVBl. 2014, 108 ff. = juris, und - 7 B 13.196 -, juris; VG Hamburg, Urteil vom 21. August 2013 - 9 K 1879/12 -, juris Rn. 24, 45; VG Gelsenkirchen, Urteil vom 16. Dezember 2009 - 14 K 4086/07 -, juris Rn. 30.
vgl. Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013- 7 B 12.2358 -, a. a. O., Rn. 29 ff.
vgl. OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 13. November 2014, a. a. O., Rn. 83 f.; Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, a. a. O., Rn. 26; VG Hannover, Urteil vom 8. Juli 2014- 7 A 4679/12 -, juris Rn. 56.
vgl. OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 13. November 2014, a. a. O., Rn. 84; Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, a. a. O., Rn. 26; VG Berlin, Urteil vom 3. Mai 2012 - 27 A 341.06 -, juris Rn. 32 f. (fehlende Entscheidung in der Beschlussvorlage); differenzierend VG Hannover, Urteil vom 8. Juli 2014, a. a. O., juris Rn. 58.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 6 B 1.14 -, a. a. O., Rn. 20; Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, a. a. O., Rn. 36 m. w. N.; Hartstein/Ring/Kreile/Dörr/ Stettner, RStV, Stand September 2014, § 59 Rn. 19; dies., JMStV, Stand September 2014, § 20 Rn. 32; Spindler/Schuster, a. a. O., § 20 JMStV Rn. 22.
vgl. Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013- 7 B 12.2358 -, a. a. O., Rn. 37 ff. (Beanstandung der Seiten 300 - 600 eines Teletext-Angebotes war unverhältnismäßig, weil davon nur 136 Seiten problematisch waren); nachgehend BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 6 B 1.14 -, a. a. O.
Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gilt als Ausfluss des Rechtsstaatsprinzips und grundlegendes Prinzip des Gesetzesvollzugs, auch dann wenn keine ausdrückliche Hervorhebung im Gesetzestext erfolgt (vgl. BayVGH, U.v. 19.9.2013 - 7 B 12.2358 - MMR 2014, 348, der auf § 59 Abs. 3 RStV rekurriert).
Vor diesem Hintergrund ist es nicht vertretbar, sämtliche Inhalte der Klägerin als geschlossene Bewertungseinheit zu behandeln (vgl. BayVGH, U.v. 19.9.2013 - 7 B 12.2358 - MMR 2014, 348).
Es hätte ein anderes Mittel zur Verfügung gestanden, das zur Zweckerreichung ebenso geeignet gewesen wäre (vgl. BayVGH, U.v. 19.9.2013 - 7 B 12.2358 - MMR 2014, 348).
Zu einer vollumfänglichen Untersagung - nichts anderes bedeutet das Änderungsverlangen i.V.m. dem aufschiebend bedingten Widerruf - wäre die Beklagte auch bei Mitwirkung der KJM nicht befugt gewesen, da diese sich als unverhältnismäßig und ermessensfehlerhaft erweist (vgl. BayVGH, U.v. 19.9.2013 - 7 B 12.2358 - MMR 2014, 348).
vgl. Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013, a. a. O., juris Rn. 37 ff. (Beanstandung der Seiten 300 - 600 eines Teletext-Angebotes war unverhältnismäßig, weil davon nur 136 Seiten problematisch waren); nachgehend BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2014, a. a. O..
Allerdings müssen eine solche Verweisung und der Wille, sich die Begründung zu eigen zu machen, aus der Niederschrift klar und unmissverständlich hervorgehen (BayVGH, Urteil vom 19.9.2013 - 7 B 12.2358 -, Rdnr. 26, u.a. DVBl. 2014, S. 108, 109; ebenso VG Berlin, Urteil vom 3.5.2012 - VG 27 A 341.06 - …und Urteil vom 19.6.2012 - 27 A 71.08 - Rdnr. 20, ZUM 2013, S. 236).
Bei der Entscheidung der KJM bzw. deren Prüfausschuss handelt es sich um eine unvertretbare Aufgabe (BayVGH, U.v. 19.09.2013 - 7 B 12.2358 - juris Rn. 22).
Es handelt sich dabei um eine unvertretbare Aufgabe, die zwar in Prüfgruppen vorbereitet werden kann; will sich der Prüfausschuss der Begründungsempfehlung der Prüfgruppe oder der zuständigen Landesmedienanstalt anschließen, bedarf es hierzu jedoch eines eindeutigen Votums (BayVGH, U.v. 19.09.2013 - 7 B 12.2358 - juris Rn. 22).
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof begründet in seinem Urteil vom 19. September 2013 (7 B 12.2358 - juris Rn. 29 bis 31) die Begründungspflicht wie folgt:.
Die aufgrund der Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 19. September 2013 (7 B 12.2358) möglicherweise virulent gewordenen Fragen einer Begründungspflicht für Beschlüsse des KJM-Plenums gemäß § 17 Abs. 1 Satz 3 - 6 JMStV sowie der Geltung einer derartigen Begründungspflicht auch für die KJM-Prüfausschüsse führten ebenfalls zu keinem verfahrensrechtlichen Mangel der angefochtenen Bescheide.
Im Übrigen beträfen die Entscheidungen des VG Berlin und des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -) aber auch ganz andere Sachverhalte.
Nach der Rechtsprechung des BayVGH (MMR 2014, 348) liege auch in einer unveränderten Übernahme des vorgeschlagenen Entscheidungstenors keine der Begründungspflicht genügende Bezugnahme auf die Begründung der Beschlussvorlage.
Zur Auslegung dieser Vorschriften hat der BayVGH in seinem Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 - (DVBI 2014, 108 ff.) zusammengefasst ausgeführt:.
Die Berufung war nach § 124 a Abs. 1 Satz 1, § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO zuzulassen, denn hinsichtlich des Umfangs der Begründungspflicht nach § 17 Abs. 1 Satz 3 und 4 JMStV, insbesondere der Zulässigkeit einer Kettenverweisung, weicht das Urteil von dem Urteil des BayVGH vom 19. September 2013-7 B 12.2358-ab.
Die Begründungspflicht richtet sich an die ZAK selbst; die ordnungsgemäße Begründung des umsetzenden Bescheids der Antragsgegnerin kann die Begründung durch die ZAK nicht ersetzen (vgl. Bay. VGH, Urteil vom 19. September 2013 - 7 B 12.2358 -, DVBl 2014, 108).
Des Weiteren dient sie der Klarheit für die anderen Organe der zuständigen Landesmedienanstalt, denen gegenüber die Beschlüsse der KJM bindend sind und die sie einschließlich der Begründung ihren Entscheidungen zugrunde zu legen haben (§ 17 Abs. 1 Sätze 5 und 6 JMStV; vgl. zum Ganzen BVerfG, B.v. 06.10.1992 - 1 BvR 1586/89 und 1 BvR 487/92 - BVerfGE 87, 181/198; B.v. 20.09.1998 - 1 BvR 661/94 - BVerfGE 97, 298/313 ff u. U.v. 12.03.2008 - 2 BvF 4/03 - BVerfGE 121, 30/50 ff. sowie BayVGH U.v. 19.09.2013 - 7 B 12.2358 - MMR 2014, 348, 351).
Die in diesem Sinne geforderte Klarheit wird in der Regel nicht mehr gegeben sein, wenn die Beschlussvorlage für die KJM ihrerseits auf andere Beschlussvorlagen Bezug nimmt (sog. Kettenverweisung) bzw. wenn durch Bezugnahme auf sonstige Dokumente ein "Pool" von Begründungselementen geschaffen wird, aus dem die für den Bescheiderlass zuständige Behörde nach Belieben auswählen kann (BayVGH, U.v. 19.09.2013 a.a.O. sowie OVG NRW, a.a.O. Rn. 43, 52).

References: Art. 5
 § 5
 § 59
 § 20
 § 20
 § 59
 § 17
 § 20
 § 20
 § 59
 § 17
 § 20
 § 20
 § 59
 § 20
 § 20
 § 59
 § 17
 § 124
 § 124
 § 17