Source: http://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/einzelnen_naturschutzgebiete/41691.html
Timestamp: 2019-03-20 09:55:31+00:00

Document:
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Pennigbütteler Moor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Pennigbütteler Moor"
(NSG LÜ 129)
Amtsblatt der Bezirksregierung Lüneburg Nr. 21 vom 01.11.1985, Seite 286
V e r o r d n u n g der Bezirksregierung Lüneburg über das Naturschutzgebiet "Pennigbütteler Moor" in der Gemarkung Pennigbüttel, Stadt Osterholz-Scharmbeck, Landkreis Osterholz, vom 7. Oktober 1985
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet in der Gemarkung Pennigbüttel, Stadt Osterholz-Scharmbeck, Landkreis Osterholz, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Pennigbütteler Moor".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 185 ha.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ergibt sich aus der auf Seite 287 mitveröffentlichten Karte. Sie verläuft auf der dem Gebiet abgewandten Seite der schwarzen Punktreihe. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
a) die Erhaltung und Entwicklung von Lebensstätten moortypischer Flora und Fauna, insbesondere mehrerer in ihrem Bestand stark gefährdeter, an den Hochmoorbiotop angepasster Vogel-, Lurch- und Pflanzenarten, in Teilbereichen die Förderung einer wachsenden Hochmoordecke; in den Randbereichen soll der Moor-Birkenwald erhalten bleiben,
b) die Erhaltung des Moores als naturnaher Landschaftsteil in seiner Ruhe und Ungestörtheit,
c) die Erhaltung und Wiederherstellung seiner vegetationskundlichen Bedeutung als Bestandteil des Teufelsmoores.
Das Naturschutzgebiet darf außerhalb der in der Karte dargestellten Wege nicht betreten werden.
(2) Zur Vermeidung von Gefährdungen und Störungen sind im Naturschutzgebiet zusätzlich folgende Handlungen untersagt, soweit sie nicht im Rahmen der in § 5 bezeichneten zulässigen Handlungen durchgeführt werden:
a) Pflanzen oder Tiere einzubringen,
b) wildlebenden Tieren nachzustellen, sie zu stören, zu füttern, zu fangen oder zu töten, hiervon unberührt bleibt die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd,
c) die Ruhe der Natur durch Lärm oder auf andere Weise zu stören, (insbesondere durch Tonwiedergabegeräte jeder Art, Modellflugzeuge, Modellschiffe und ähnliches),
d) zu baden, zu lagern, zu zelten oder Wohnwagen und andere für die Unterkunft geeignete Fahrzeuge oder Einrichtungen aufzustellen,
f) Fahrzeuge aller Art außerhalb der für den öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege und Plätze zu fahren, zu parken oder abzustellen,
a) die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der in der mitveröffentlichten Karte dargestellten landwirtschaftlichen Nutzflächen als Grünland einschließlich des Umbruchs zum Zwecke der Neueinsaat, jedoch ohne das Ausbringen von Gülle und Abfällen aus der Geflügelhaltung,
b) die Holzentnahme mit Ausnahme des Gagelstrauches in der Zeit vom 01.10. bis 28.02. des jeweils darauffolgenden Jahres,
c) die ordnungsgemäße Unterhaltung von Wirtschaftswegen ohne Verwendung von Bauschutt,
d) die mechanische Unterhaltung der Gewässer, soweit sie der Entwässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen dienen,
e) das Betreten und Befahren des Gebietes, soweit dies zur rechtmäßigen Nutzung und Bewirtschaftung erforderlich ist sowie das Betreten von Grundstücken durch deren Eigentümer,
- durch die Bediensteten und Beauftragten der Naturschutzbehörden
(1) Von den Verboten des § 4 dieser Verordnung kann die Bezirksregierung Lüneburg auf Antrag nach § 53 NNatG Befreiung gewähren, wenn
(2) Die Bezirksregierung Lüneburg ist berechtigt, im Rahmen einer Befreiung nach Abs. 1 sowie nach Verstößen gegen die Bestimmungen des § 4 dieser Verordnung Bedingungen und Auflagen festzusetzen, die der Abwendung oder einem Ausgleich von Beeinträchtigungen des Schutzzweckes gem. § 3 dieser Verordnung dienen.
(1) Wer, ohne dass eine Befreiung gewährt oder eine Ausnahme zugelassen wurde, vorsätzlich oder fahrlässig den Vorschriften des § 4 dieser Verordnung zuwiderhandelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 64 Nr. 4 bzw. Nr. 1 NNatG.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Wiederholung der einstweiligen Sicherstellung der Landschaftsteile "Pennigbütteler Moor" in der Gemarkung Pennigbüttel, Stadt Osterholz-Scharmbeck, Landkreis Osterholz, vom 20. März 1985 (Amtsblatt für den Regierungsbezirk Lüneburg Nr. 7 vom 1. April 1985) außer Kraft.
Lüneburg, den 7. Oktober 1985
Naturschutzgebiet "Pennigbütteler Moor"

References: § 2
 § 5
 § 4
 § 53
 § 4
 § 3
 § 4
 § 64