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Timestamp: 2019-09-21 19:24:18+00:00

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Ladies Second. Warum Frauen in Führungspositionen untervertreten sind | Hausarbeiten publizieren
42 Seiten, Note: 6 (entspricht 1 in D)
2. Uberblick
2.1 Die Situation von Frauen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt
2.1.1 Studienabschlusse
2.1.2 Erwerbsbeteiligung
2.1.3 Berufliche und Akademische Stellung
2.1.4 Erwerbslosigkeit
2.2 Die Situation von Frauen in der Schweizer Gesellschaft und Familie
3.1 Unvereinbarkeitvon Beruf und Familie
3.2 Mangel an Eigeninitiative
3.3 Stereotype
3.4 Wohlhabende Gesellschaft
4. Erhebungsbericht:
Spatestens seit den regelmassigen Gipfeltreffen anlasslich der Finanzkrise der letzten Jahre, bei denen Frau Merkel standig allein unter Mannern zu sehen ist, wird klar: Ir- gendetwas stimmt doch nicht. Wenn man den Schweizer Bundesrat betrachtet, wird man zunachstvom Schein der Gleichstellung getauscht: Drei Frauen, vier Manner. Doch in der Bundesversammlung und den kantonalen Regierungen und Parlamenten ma- chen Frauen 2014 weniger als ein Viertel der Mitglieder aus!1
Ist diese Unterprasenz der Frauen in Fuhrungsposten auch in anderen Wirtschafts- sektoren zu beobachten? Die Herren in Anzugen und mit Aktentaschen in der Hand und die Mutter mit den Einkaufstuten und den Kinderwagen lassen eine Vermutung aufkommen.
Ein Blick auf verschiedene Zeitungs-und Zeitschriftenartikel bestatigt diese: ,,Die Schweiz ist kein Land der Chefinnen"2 schreibt die NZZ 2012, ,,Wenn clevere Frauen ihre Karriere abbrechen"3, so der Tagesanzeiger im selben Jahr, ,,Frauen und Arbeits- markt: Verschwendung vermeiden"4, heisst es in einem im Juli 2014 erschienenen Ar- tikel von ,,Die Volkswirtschaft", der von der Aktualitat der Problematik zeugt.
Dies sind nur einige der vielen Beispiele. Alle versuchen sie Erklarungen fur dieses of- fenbar weit verbreitete Phanomen zu finden, welches doch so schadlich fur die Wirt- schaft sein muss: Gut ausgebildete Frauen sitzen zuhause oder in bedeutungslosen Po- sitionen fest. Die Wirtschaft schopft das wichtige Potenzial der weiblichen Arbeitskraf- te kaum aus, wahrend immer ofters von einem Mangel an Fachpersonal und Fuhrungs- kraften die Rede ist.5
Aus einer Studie von Accenture aus dem Jahr 2010 geht zum Beispiel eindeutig hervor, dass Unternehmen mit einer ausgepragteren Geschlechterdiversitat auf Fuhrungsebe- ne wesentlich erfolgreicher sind.6
Doch was hindert die meisten Frauen trotz allem immernoch daran, die hoheren Pos- ten zu belegen?
1.2.1 Vertikale Geschlechtersegregation
In der folgenden Arbeit wird von einer vertikalen Segregation am Arbeitsmarkt ausge- gangen.
Unter Segregation versteht man allgemein die Trennung von Personen mit verschiede- nen Merkmalen.7
Somit handelt es sich bei der Geschlechtersegregation um die Trennung zwischen Frauen und Mannern.
Von einer vertikalen Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt spricht man dann, wenn diese geschlechtsspezifische Trennung in der hierarchischen Verteilung im wirt- schaftlichen, staatlichen oder wissenschaftlichen Bereich einer Gesellschaft anzutref- fen ist.
Konkret bedeutet dies, dass Frauen und Manner ungleich in den Fuhrungsebenen ver- teilt sind, wobei Manner die oberen Fuhrungsschichten dominieren.8
1.2.2 Fuhrungskraft
Wenn in der folgenden Arbeit der Begriff der Fuhrungskraft verwendet wird, so wird darunter eine Person verstanden, welche dazu autorisiert ist, Mitarbeitern Aufgaben zu erteilen und Entscheidungen zu treffen9.
1.2.3 Gesundheitswesen
Das Gesundheitswesen wird durch alle Institutionen und Aktionen gebildet, welche die Gesundheit fordern und aufrechterhalten.10
1.2.4 Familienmodelle
In ihrer Publikation transformation von Gender-Arrangements- Theorie und Soziale Praxis"11 aus dem Jahr 2000 definiert die Soziologin Birgit Pfau-Effinger funf verschie- dene ,,Geschlechterkulturelle Familienmodelle", welche ich hier kurz aufzahlen moch- te:
1) Familienokonomisches Modell: Beide Elternteile arbeiten in einem familienei- genen Betrieb, zB in der Landwirtschaft.
2) Traditionelles burgerliches Familienmodell: Der Vater arbeitet Vollzeit, wobei die Mutter nicht erwerbstatig ist. (Auch: Traditionelles Einverdienermodell)
3) Modernisiertes burgerliches Familienmodell: Der Vater arbeitet Vollzeit, wah- rend die Mutter Teilzeit erwerbstatig ist. (Auch: Zuverdienermodell)
4) Egalitar-erwerbsbezogenes Familienmodell: Beide Elternteile sind Vollzeit er­werbstatig. Wenn dabei beide Karriere machen, spricht man von einem ,,Dop- pelkarrieremodell"
5) Egalitar-familienbezogenes Modell: Beide Elternteile sind Teilzeit angestellt.
Fur diese Arbeit werden hauptsachlich die Modelle 2-5 betrachtet.
1.2.5 Erwerbstatigkeit
Als erwerbstatig werden Personen ab 15 Jahren bezeichnet, welche fur eine be- stimmte Tatigkeit entlohnt werden und auch wahrend befristeter Abwesenheit (zB Ferien, Militardienst, Mutterschaftsurlaub etc) bezahlt werden.12
Mit der folgenden Arbeit bezwecke ich, die Ursachen fur die vertikale Segregation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt mittels einer Umfrage zu ergrunden.
Die Untersuchung begrenzt sich in ihrem wesentlichen Teil auf das Gesundheitswesen, welches besonders stark von dem unter Abschnitt 1.1 erwahnten Personaldefizit be- troffen ist.
Als Beispiel dient ein Universitatsinstitut im Kanton Bern.
Zu Beginn wird die aktuelle Erwerbs-Situation und gesellschaftliche Stellung der Frau­en und Manner mit Schwerpunkt auf die Ersteren vorgestellt.
In der Folge werden Hypothesen als mogliche Erklarungen derselben aufgestellt. Anschliessend, wird das Beispiel des Universitatsinstituts angefuhrt.
Die Hypothesen werden aufgrund der von den Mitarbeitern ausgefullten Befragung uberpruft und die Ergebnisse diskutiert.
Zum Schluss folgen ein Blick in die Zukunft und mogliche Losungsansatze, sowie die personliche Meinung zur behandelten Thematik.
2.Uberblick
Die folgende Situationserfassung bezieht sich hauptsachlich auf die Schweiz, insbeson- dere auf den Kanton Bern. Der Vergleichsschwerpunkt liegt bei den Geschlechtern.
Auf die Aktualitat der Daten wurde geachtet.13
2.1 Die Situation der Frauen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt
Fur einen Universitatsabschluss haben Frauen heute gute Chancen, was sich auch in der Statistik widerspiegelt: Im Jahr 2012 konnten 51% aller Masterabschlusse an den Schweizer Universitaten Frauen zugeschrieben werden.
An der Universitat Bern14 lag der Prozentsatz bei 57.6%.
2003 lag der Frauenanteil diesbezuglich schweizweit noch bei 28.1%.
In der fur den Gesundheitssektor besonders relevanten Studienrichtung der Humanmedizin sind Frauen bundesweit mit einem Anteil an Masterabschlussen von 56.4 % im Jahr 2012 vertreten, verglichen mit 52.9% an der Universitat Bern.
Was die Weiterbildungen betrifft, so betragt der Frauenanteil bei den Abschlussen bundesweit 49.3% und an der Universitat Bern 47.6%. Da Weiterbildungen oft einen interdisziplinaren Charakter haben, werden hier keine einzelnen Fachrichtungen erwahnt.
2.1.2 Erwerbstatigkeit
Erwerbstatige nach Geschlecht (Stand2013):
Eigene Darstellung nach den Daten des BFS15 und derPersonalstatistik der Uni Bern14
Im Jahr 2013 fielen 78% aller Frauen in die Gruppe der Erwerbspersonen (Erwerbsta­tige oder auf Stellensuche) zwischen 15-64 Jahren, im Gegensatz zu 88.6% aller Manner.16
Damit hatte die Schweiz 2013, verglichen mit den durchschnittlichen 58.6% der 27 EU- Lander, die hochste Frauenbeteiligung am Arbeitsmarkt.17
58.6% der weiblichen Erwerbspersonen in der Schweiz arbeiteten dabei Teilzeit, ver­glichen zu 14.3% der mannlichen. In den letzten 20 Jahren sind diese Werte fur Frau­en relativ konstant geblieben, wahrend sie sich fur Manner verdoppelt haben.18 In der Gesamtheit der weiblichen Nichterwerbspersonen (weder erwerbstatig noch auf Stellensuche) machen Hausfrauen mit 36.8% den grossten Teil aus, wahrend die mannlichen Nichterwerbspersonen zu 47.7% aus Personen in Ausbildung und nur zu 2% aus Hausmannern bestehen.19
Im Jahr 2013 besetzten 15.9 % aller erwerbstatigen Frauen eine Stelle mit Vorge- setztenfunktion im Gegensatz zu 24.5% aller erwerbstatigen Manner.
Gut ein Drittel aller Fuhrungspositionen in der Schweiz war von Frauen belegt, was sich in den letzten zwei Jahrzehnten kaum verandert hat.20
Fur eine Karriere an einem Universitatsinstitut sind vor allem die Habilitation und die Professur entscheidend. Im Jahr 2013 gingen weniger als ein Drittel aller Habilitatio- nen an den Schweizer Universitaten an Frauen und 22% an der Universitat Bern. Im Fachbereich der Humanmedizin waren es schweizweit und auch gesondert an der Uni­versitat Bern knapp uber ein Funftel, ein mehrheitlich konstant gebliebener Prozent- satz im letzten Jahrzehnt.21
Berucksichtigt man alle Fakultaten, so lag der Frauenanteil am Universitatspersonal mit Professur bei 18.1% bundesweit und bei 19.8% im Kanton Bern (Stand 2012).
Fur die medizinische Fakultat sind die Werte mit 13.3% total und gerade 11.8% im Kanton Bern noch niedriger.22
Gemass BFS befinden sich die Prozentwerte der Frauen auf Stellensuche seit den 90er Jahren grosstenteils um ca. 1-2% uber den entsprechenden Werten der Manner.
2013 lag der Unterschied bei 0.2%.23
2.2 Die gesellschaftliche Situation der Frauen in der Schweiz
2.2.1 Beruf und Familie
Insgesamt arbeiten nur 17.4% aller Mutter mit Kindern (0-25 Jahre) Vollzeit, wahrend ungefahr ein Funftel nicht erwerbstatig ist. Damit gehort die Schweiz nach den Nieder- landen und Osterreich zu den Spitzenreitern, was die Teilzeitbeschaftigung von Mut- tern betrifft.24
Das steht in einem grossen Gegensatz zu den Werten von Vatern mit entsprechenden Familienverhaltnissen: 86.6% von ihnen sind zu 100% angestellt und gerade 4.5% nicht arbeitstatig.25
Bei den oben genannten Werten ist zu berucksichtigen, dass auch alleinerziehende El- ternteile inbegriffen sind.
Der traditionelle Haushalt des erwerbstatigen Mannes und der Hausfrau machte 2012 uber einen Funftel aller Schweizer Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren aus. Bei Paarhaushalten ohne Kinder sinkt der Anteil des traditionellen Modells schweizweit auf 11.2%.
In nur 14% aller Schweizer Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren sind beide Eltern- teile vollzeit erwerbstatig, wogegen dies fur 36% der Paarhaushalte ohne Kinder gilt. Im Kanton Bern sind die entsprechenden Werte um wenige Prozente niedriger. Allgemein kann behauptet werden, dass in der Schweiz das Modernisierte Burgerliche Familienmodell, vor allem bei Haushalten mit Kindern, beliebt ist.26 Dieses Phanomen beeinflusst auch den Beitrag der Frau am Gesamteinkommen des Haushaltes, indem es ihn ziemlich bescheiden halt: Der grosste Teil der Partnerinnen im erwerbsfahigen Alter in Paarhaushalten mit oder ohne Kindern steuern weniger als die Halfte zum Familieneinkommen bei.27
2.2.2 Hausarbeit und Kinderbetreuung
Selbst in unserem Jahrhundert scheint die Tradition Bestand zu haben:
Eine 2012 an der Universitat Fribourg durchgefuhrte Studie veranschaulichte, dass die Partnerin in alien vier Familienmodellen den Grossteil der Hausarbeit erledigt.28 Nach den Beobachtungen des BFS im Jahr 2013 verbringen Frauen mit Partner und Kindern bis 14 Jahren durchschnittlich uber 50 Stunden die Woche mit Haus-und Fa- milienarbeit. Bei Vatern in entsprechenden Verhaltnissen sind es ca. 27 Stunden. Dazu investieren die oben genannten Mutter im Durchschnitt knapp 15 Stunden pro Woche in Erwerbsarbeit, die Vater dagegen 40 Stunden. Dabei unterscheiden sich die entspre­chenden Angaben fur alleinerziehende Haushalte nicht bedeutend.29 Von allen Schweizer Haushalten mit Kindern unter 6 Jahren beanspruchte 2009 gut die Halfte irgendeine Form von familienerganzender Betreuung, wobei sich die meisten fur die Betreuung durch Grosseltern oder andere Verwandte entschieden und am zweithaufigsten die Betreuung in Kindertagesstatten gewahlt wurde.30 Dabei wurden die Kinder bei weniger als der Halfte sowohl der Paarhaushalte als auch der Einelternhaushalte fur mehr als einen Tag familienerganzend betreut.
Die Universitat St. Gallen hat bei einer Studie festgestellt, dass Kindertagesstatten in der Schweiz im europaischen Vergleich besonders teuer sind.31 33
Im Kanton Bern etwa betragen die Normkosten durchschnittlich fur jedes Kind uber 100.- Franken am Tag.32
2.3.1 Gleichstellung
Die Bundesverfassung regelt seit 1981 in Art. 8, Ziff. 3 die Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Am 1. Juli 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft. Es untersagt jegliche Diskrimi- nierung aufgrund von Geschlecht am Arbeitzplatz (GIG, 2. Abschnitt, Art. 3) und halt fur den Fall der Verletzung dieses Verbots den Anspruch auf eine allfallige Entschadi- gung fest (GIG, 2. Abschnitt, Art. 5).
Im funften Abschnitt spricht der Bund Forderungsprogrammen und Beratungsstellen fur die Gleichstellung der Geschlechter finanzielle Unterstutzung zu.
Zusatzlich beauftragt der Bund das Eidgenossische Buro fur die Gleichstellung von
Frau und Mann (EBG) dazu, die Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften zu kontrollie- ren und zu fordern (GIG, 6. Abschnitt, Art. 16).
Auch die Personalverordnung des Kantons Bern verordnet in Art.3 die Forderung der Gleichstellung von Frau und Mann, wobei auch die ausgeglichene Verteilung der Ge- schlechter ,,auf allen Hierarchiestufen und in allen Funktionen" explizit festgehalten wird (PV, Art. 3, Absatz 1).34
2.3.2 Mutterschaft
Der Bund regelt seit dem Jahr 2005 im Erwerbsersatzgesetz die Mutterschaftsentscha- digung, indem er erwerbstatigen Muttern fur 14 Wochen einen bezahlten Urlaub ge- wahrleistet. Der Lohn wird dabei durch die AHV-Beitrage finanziert und umfasst 80% des Einkommens. (EOG, Art. 16b-16h). Angestellten des Kantons Bern stehen 16 Wo­chen Mutterschaftsurlaub zu (PV, Art. 60, Absatz 1).35 Das Gesetz sieht keinen bezahlten Vaterschaftsurlaub vor.36
2.3.3 Familienzulagen
Gesmass dem Familienzulagengesetz vom Marz 2006 bekommen Erziehungsberechtig- te einen monatlichen Mindestbetrag von 200.- Franken pro Kind, im Kanton Bern sind es 230.- Franken.37
Fur Paare mit Kindern, geht diese Zulage an die erwerbstatige Person, in den meisten Fallen also an den Vater. Sind beide erwerbstatig, so hat diejenige Person mit dem grosseren Einkommen Anspruch auf das Geld. Dies ist ebenfalls im haufigeren Fall der Vater (Abschnitt 2.2.1).
Obwohl Frauen unter den Universitatsabsolventen alles andere als untervertreten und viele von ihnen erwerbstatig sind, ist ihr Anteil an den hoheren Posten beunruhigend klein (Abschnitt 2.1).
In Anlehnung an die Lekture von ,,Frau macht Karriere- Erfolgreich in die Teppicheta- ge"38, sowie aufgrund von eigenen Beobachtungen und Recherchen, habe ich vier Hy- pothesen aufgestellt, um die Untervertretung von Frauen in Fuhrungspositionen zu erklaren
Die Statistiken zeigen es deutlich: Der Schwerpunkt der Kindererziehung und der Haushaltsfuhrung liegt bei der Frau (Abschnitt 2.2.2). Es ist demzufolge naheliegend zu vermuten, dass viele Frauen die Doppelbelastung von Familie und Karriere nicht auf sich nehmen wollen und sich somit dafur entscheiden, Beruf und Karriere teilweise oder vollstandig aufzugeben (Abschnitt 2.2.1).
Diese Entscheidung konnte nicht zuletzt durch die auf dem Arbeitsmarkt immer wie- der zu beobachtende Diskriminierung von Muttern begunstigt werden.
In der heutigen anspruchsvollen und kompetitiven Arbeitswelt sind die Anforderungen an die Arbeitnehmer ziemlich eindeutig definiert: Man muss sich vollkommen seinem Beruf widmen und Einbussen im Privatleben einstecken konnen. Flexibilitat ist dabei unumganglich. Doch fur Mutter konnte dies oft allein aus praktischen Grunden nicht ohne Weiteres erreichbar sein. Das grosste Hindernis durfte dabei die Betreuung der Kinder darstellen. Am Beispiel der nach der Betreuung durch Verwandte am haufigsten gewahlten Betreuungsart der Kindertagesstatten kann dieses Hindernis gut veran- schaulicht werden. Neben den hohen Kosten (Abschnitt 2.2.2) und der beschrankten Anzahl an verfugbaren Platzen39, konnten auch die Offnungszeiten ein Problem dar­stellen. In der Regel sollten Kinder bis spatestens um 18:30 Uhr abgeholt werden.40 Somit konnen sich Eltern- insbesondere Mutter- weder Uberstunden noch berufser- ganzende Kontakte mit Arbeitskollegen leisten, welche fur eine Karriere von Relevanz sein konnen.
1 undesamt lur Statistik, Mai 2014, Die Frauenreprasentation auf kantonaler und nationaler Ebene http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/02/blank/key/frauen_und_politik/bund.html (2.7.2014)
2 K0HLI Alice, NZZ Juni 2012, Die Schweiz ist kein Land der Chefinnen http://www.nzz.ch/aktuell/data/die-schweiz-ist-kein-land-der-chefinnen-1.17295881 (2.7.2014)
3 Tagesanzeiger April 2014, Wenn clevere Frauen ihre Karriere abbrechen http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Wenn-clevere-Frauen-ihre-Karriere-abbrechen/story/21894391(2.7.2014)
4 KUNG GUGLER Anne & SCHLAPFER Martina, Die Volkswirtschaft Juli/August 2014, Frauen und Arbeitsmarkt: Verschwendung vermeiden, http://dievolkswirtschaft.ch/editions/201406/kueng.html (2.7.2014)
5 HAFNER Flavio, Vimentis Juni 2010, Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskraften http://www.vimentis.ch/d/publikation/186/Mangel+an+hoch+qualifizierten+Arbeitskr%C3%A4ften.html(2.7.2014)
6 HAGEMEIER Walter, HOLST Alexander, EDEN Matthias, Outlook Juni 2010, Vive la Difference http://www.accenture.com/SiteCollectionDocuments/PDF/Accenture_Outlook_Vive_la_difference_Talent_management.pdf (2.7.2014)
7 http://www.duden.de/rechtschreibung/Segregation (3.4.2014)
8 CHARLES Maria, Informationen aus der Demografie: Entwicklung der beruflichen Segregation nach Geschlecht und nach Staats-angehorigkeit in der Schweiz, 1970-2000, Neuchatel 2005
9 http://www.olev.de/vorgesetzter(26..6.2014)
10 PEWSNER Daniel, EGGER Matthias, GUETG Reto, NARTEY Linda, ISPM Februar 2006, Das Schweizerische Gesundheitssystem http://www.ispm.ch/fileadmin/SPM-Skript/Skript_Kapitel7.pdf (28.6.2014)
11 PFAU-EFFINGER Birgit, Transformation von Gender-Arrangements, Theorie und Soziale Praxis, Hamburg 2000
12 Bundesamt fur Statistik: Arbeit und Erwerb, Definitionen, Neuchatel 2012
13 Bundesamt fur Statistik, April 2014, Abschliisse der universitaren Hochschulen: Basistabellen, Periode 1990-2012 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/06/data/blank/02.html(23.6.2014)
14 Wo nicht anders vermerkt, richten sich alle Werte beziiglich der Universitat Bern nach den Statistiken in den Berichterstattun-gen http://www.rektorat.unibe.ch/unistab/content/berichterstattung/statistiken/archiv_aktualisieren_ctrl_f5/index_ger.html (23.6.2014)
15 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Erwerbstatige nach Aufenthaltsort und Geschlecht, Durchschnittliche Quartalswerte, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/02/blank/key/erwerbstaetige0/entwicklung.html (23.6.2014)
16 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Erwerbsquoten, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/erwerbstaetigkeit/erwerbsbeteiligung.html (23.6.2014)
17 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Gleichstellung von Frau und Mann im internationalen Vergleich, Periode 2003-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/int_vergleiche.html (23.6.2014)
18 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Beschaftigungsgrad, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/erwerbstaetigkeit/teilzeitarbeit.html (23.6.2014)
19 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Nichterwerbspersonen 15-64 Jahre, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/erwerbstaetigkeit/nichterwerbspersonen.html (23.6.2014)
20 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Berufliche Stellung, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/01/new/nip_detail.html?gnpID=2014-129(24.6.2014)
21 Bundesamt fur Statistik, Mai 2014, Habilitationen der deutschsprachigen universitaren Hochschulen 2013 hup://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/06/data/blank/02.html (24.6.2014)
22 Bundesamt fur Statistik, Mai 2014, Personal der universitaren Hochschulen: Basistabellen 2012 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/06/data/blank/03.html (24.6.2014)
23 Bundesamt fiir Statistik, April 2014, Erwerblosenquotegemass ILO, Periode 1991-2013 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/erwerbstaetigkeit/erwerbslose.html(24.6.2014)
24 EUROSTAT, Pressemitteilung Man; 2013 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-07032013-AP/DE/3-07032013-AP-DE.PDF(24.6.2014)
25 Bundesamt fiir Statistik, Mai 2014, Erwerbssituation von Muttern und Vatern http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/Vereinbarkeit/01.html(24.6.2014)
26 Bundesamt fiir Statistik, Mai 2014, Erwerbsmodelle: Aufteilungder Erwerbstatigkeit von Paaren nach Kanton, Sprachgebiet, stadtischen/landlichen Gebieten http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/Vereinbarkeit/03.html(24.6.2014)
27 Bundesamt fiir Statistik, Marz 2008, Individuelle Beitrage zum Haushaltseinkommen 2004 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/Vereinbarkeit/beitrag.html(24.6.2014)
28 SCHEMPP Daniela & WAGNER Aylin, Bestimmungsfaktoren der Enttraditionalisierung innerhauslicher Arbeitsteilung, Eine Analyse zurgeschlechtsspezifischen Aufteilung der Hausarbeit in Schweizer Paarhaushalten, Fribourg 2012
29 Bundesamt fiir Statistik, Mai 2014, Durchschnittlicher Aufwand fiir Erwerbsarbeit, Haus-und Familienarbeit in Stunden pro Wochen http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/Vereinbarkeit/04.html (24.6.2014)
30 Bundesamt fiir Statistik, Februar 2013, Familienerganzende Kinderbetreuung http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/Vereinbarkeit/05.html(24.6.2014)
31 GODC, SRF Marz 2013, Krippenplatze kosten in der Schweiz am meisten http://www.srf.ch/news/schweiz/krippenplaetze-kosten-in-der-schweiz-am-meisten(24.6.2014)
32 KANTON BERN, November 2011, Verordnung iiber die Angebote zur sozialen Integration, Art.29 Minimal-und Maximaltarrif, Fassung Marz 2014 https://www.sta.be.ch/belex/d/8/860_113.html (24.6.2014)
33 BUNDESVERSAMMLUNG, Stand Januar 2011, Bundesgesetz iiber die Gleichstellung von Frau und Mann http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19950082/201101010000/151.1.pdf (25.6.2014)
34 BUNDESVERSAMMLUNG, Stand Oktober 2012, Bundesgesetz iiber dem Erwerbsersatz fiir Dienstleistende und bei Mutterschaft http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19520192/201210010000/834.1.pdf (25.6.2014)
35 SKANTON BERN, Mai 2005, Personalverordnung https://www.sta.be.ch/belex/d/l/153_011_l.html (25.6.2014)
36 BUNDESVERSAMMLUNG, Marz 2006, Bundesgesetz iiber die Familienzulagen http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2006/3515.pdf (25.6.2014)
37 Ausgleichskasse des Kantons Bern, Familienzulagen, Januar 2011 http://www.akbern.ch/familienzulagen-arbeitnehmendef25.6.20141
38 RIZZI Elisabeth & WILLMEROTH Sandra, Frau MACHT Karriere: Erfolgreich in die Teppichetage, Zurich 2013
39 Stadtische Tagesstadten, Kinderbetreuung Stadt Bern http://www.bern.ch/lebenJn_bern/persoenliches/familie-erziehung-und- kinderbetreuung-neu/kinderbetreuung/tagesstaetten_stadt (27.6.2014)
40 Gesundheits-und Fiirsorgedirektion des Kantons Bern, Januar 2011, Tagesbetreuung von Kindern, Kindertagesstatten http://www.berufundfamilie.admin.ch/informationsplattform/files/007276/Verzeichnis_KITAJan2011.pdf (27.6.2014)
Irene Diamantis (Autor)
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9783656743293
ladies second warum frauen führungspositionen
Irene Diamantis (Autor), 2014, Ladies Second. Warum Frauen in Führungspositionen untervertreten sind, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/280180

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