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Timestamp: 2020-04-02 22:55:11+00:00

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410.110-2010-08-Archiv DB-PfarrstellenbesetzungsG-Archiv (PfStBesG-DB) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
410.110-2010-08-Archiv DB-PfarrstellenbesetzungsG-Archiv (PfStBesG-DB)
§ 14 zu § 9 Abs. 1 S. 2 PfStBesG
zuletzt geändert am 17. August 2010 (GVBl. S. 186)
1 Zum Wahlkörper gehört die gesetzlich vorgesehene Anzahl der Kirchenältesten der Gemeinde. 2 Diese ergibt sich aus dem Leitungs- und Wahlgesetz (LWG).
zu § 9 Abs. 1 S. 2 PfStBesG
1 Die Zahl der zum Wahlkörper gehörenden Kirchenältesten ist, unabhängig von der Zahl der vorhandenden Kirchenältesten, nach § 7 Abs. 2 LWG zu ermitteln. 2 Zu den gesetzlich vorgeschriebenen Mitgliedern des Wahlkörpers gehören alle nach dem LWG zu wählenden und hinzugewählten Kirchenältesten, also auch die Zahl der während der Amtsperiode ausgeschiedenen Kirchenältesten, für die noch keine Nachwahl stattgefunden hat. 3 Der Ältestenkreis (Kirchengemeinderat) sollte sich also rechtzeitig vor einer Neubesetzung der Pfarrstelle durch Nachwahl gemäß § 16 LWG ergänzen. 4 Die rechtzeitige Nachwahl hat auch Bedeutung für den Wahlverzicht, da dafür dieselbe Mehrheit erforderlich ist wie für die Wahl.
5 Beispiel: Gemeindegliederzahl 2 500. Wenn nicht nach § 8 LWG Kirchenälteste hinzugwählt worden sind, gehören zum Wahlkörper 8 Kirchenälteste (§ 7 Abs. 2 LWG), auch wenn mangels ausreichender Kandidaten nur 7 gewählt worden oder einzelne Kirchenälteste zwischenzeitlich wieder ausgeschieden sind.
6 Sind zu den vorgeschriebenen 8 Kirchenältesten noch 2 Kirchenälteste hinzugewählt worden, gehören zum Wahlkörper 10 Kirchenälteste, soweit und solange dem Ältestenkreis mehr Kirchenälteste angehören.
( 2 ) 1 Bei der Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses im Wahlgottesdienst ist die Gemeinde darauf hinzuweisen, dass die Wahl von jedem Gemeindeglied innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses beim Evangelischen Oberkirchenrat angefochten werden kann mit der Begründung, dass Wahlvorschriften verletzt worden sind und das Wahlergebnis darauf beruhe (§ 11 Abs. 2 PfStBesG). 2 Hat die Wahl nicht in einem Hauptgottesdienst stattgefunden, ist bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Hauptgottesdienst des auf den Wahlgottesdienst folgenden Sonntages auf die mit der Bekanntgabe im Wahlgottesdienst erfolgte Belehrung über die Anfechtungsmöglichkeit hinzuwiesen.
Zur Herstellung des Benehmens erhalten die Kirchenältesten und der Bezirkskirchenrat den Lebenslauf der Person, mit der der Evangelische Oberkirchenrat die Stelle zu besetzen beabsichtigt.
( 1 ) 1 Die Besetzung von Pfarrstellen mit übergemeindlichen Aufgaben soll auf sechs Jahre befristet werden. 2 Die Besetzung kann einmalig verlängert werden. 3 Eine weitere Verlängerung kommt nur bei einem besonderen kirchlichen Interesse in Betracht. 4 Dieses ist zu bejahen, wenn bei Ablauf des Besetzungszeitraumes die für die auf der Pfarrstelle berufene Person verbleibende Zeit bis zur gesetzlichen Altersgrenze weniger als fünf Jahre beträgt.1#
( 2 ) 1 Die Besetzung von Pfarrstellen mit übergemeindlichen Aufgaben kann mit und ohne Ausschreibung erfolgen. 2 Im Falle der Ausschreibung erstellt der Evangelische Oberkirchenrat den Text; ist die Pfarrstelle einem oder mehreren Kirchenbezirken zugeordnet, ist vorher der Bezirkskirchenrat bzw. sind die Bezirkskirchenräte anzuhören.
( 3 ) 1 Der Evangelische Oberkirchenrat entscheidet, mit welchen Bewerberinnen und Bewerbern Gespräche geführt werden. 2 Diese führt eine Kommission, in der sowohl das jeweilige Fachreferat als auch das Personalreferat des Evangelischen Oberkirchenrates vertreten sind.
Gemäß § 1 DB zur Änderung der PfStBesG-DB vom 17.08.10 (GVBl. S. 186) mit Wirkung vom 1. September 2010.

References: § 14
 § 9
 § 9
 § 7
 § 16
 § 8
 § 1