Source: http://www.schroepl.net/projekte/united_forum/_12/gruenes_roessel.htm
Timestamp: 2018-12-14 08:08:35+00:00

Document:
United-Forum Heft 12: Neue UNITED-Regeln im Grünen Rössel
Neue United-Regeln im Grünen Rössel
Gerd-Michael Merten hat nun ebenfalls eine neue Regelfassung für sein Ligasystem im Grünen Rössel angefertigt. Das heißt: "fertig" scheinen die Regeln noch nicht zu sein - immerhin steht noch "Entwurf" vorne drauf.
Eigentlich wollte ich Mike wieder direkt antworten - aber ein erster Blick in die Regeln ergab allgemeine Erkenntnisse, die man durchaus auch hier veröffentlichen sollte. Denn vieles, was Mike geschrieben hat, gilt auch für meine AUFSTIEG-Regeln. Machen wir also einen Streifzug durch die Regeln - ich fürchte, das wird eine längere Angelegenheit ...
Der erste Eindruck lautet: Unsere Regeln konvergieren. Das gesamte Layout, die Strukturierung in Kapitel und Unterabschnitte, das ausführliche Inhaltsverzeichnis (ob das in der endgültigen Fassung noch nach vorne verschoben werden könnte?), die zweistufige Numerierung aller Absätze (in AUFSTIEG ist praktisch jeder Satz bis Stufe 4 oder 5 nummeriert - dafür gibt es in den Rössel-Regeln auch 48 Regel-Abschnitte der Stufe 1!), die ausführliche Einleitung, in der Mike auch darauf eingeht, an wen sich die Regeln richten und welche Effekte damit erzielt werden sollen - all das macht den Eindruck, daß der Leser damit gezielt angesprochen werden soll, jederzeit den roten Faden beim Lesen behält und durch Beispiele und zahlreiche Verweise viele Unklarheiten sofort selbst beseitigen kann.
Wenn ich also diese Regeln überhaupt irgendwie detailliert besprechen will, dann muß ich einzelne Konzepte herausgreifen und betrachten, welche Effekte sie haben. Im Vorwort werde ich mit meinen "manchmal auch nervtötenden" Kommentaren explizit als Mitschuldiger an diesem Machwerk erwähnt - na, dann wollen wir mal. Die Reise ins Ungewisse kann beginnen ...
§3: Namen von Spielern und Vereinen
... sind für die eigentliche Spielmechanik eigentlich Schall und Rauch. Was natürlich nicht bedeutet, daß man sie in den Regeln einfach übergehen darf. Schließlich meinte noch die United3-Regel: "Ein wesentlicher Teil des Spielspaßes besteht darin, seinem Verein und dessen Spielern einen Namen zu geben" oder so ähnlich.
Mike Merten verbietet die Existenz von zwei gleichnamigen Spielern innerhalb seines Ligasystems. Ich bin da nach wie vor der Meinung, daß mir als GM so etwas nichts ausmacht: Der Manager selbst hat Nachteile davon und wird daher den GM - wenn überhaupt - auf eigene Kosten belästigen.
Schlimm ist allerdings, daß Mike einen späteren Namensvorschlag einzeln, zwei gleichzeitige Namensvorschläge allerdings gemeinsam zurückweisen will. Und hier beginnt das Problem: Was um aller Welt bedeutet "gleichzeitig" ? Ist das bezogen auf
eine aktuelle Runde,
eine Phase (Verein A entdeckt Talent X, Verein B kauft Spieler X vom GM-Angebot) oder gar
das Öffnen eines einzelnen Briefes?
Gerade Mike Merten wollte doch die inkrementelle Auswertemethode anwenden dürfen. In diesem Falle gibt es entweder keine Gleichzeitigkeit (Fall c), oder die Auswertung kann nicht inkrementell vorgenommen werden (Fall b), oder der GM muß bereits ausgewertete Aktionen der laufenden Runde nachträglich korrigieren. Keine dieser drei Möglichkeiten sagt mir besonders zu.
Unbedingt erforderlich ist dafür außerdem, daß der unfehlbare GM die Namen aller ca. 400 Spieler seines Ligasystems auswendig weiß. Alternativ kann man in das unfehlbare Auswerteprogramm eine Retrieval-Funktion einbauen, die die Existenz eines Namens bei der Entstehung eines neuen Spielers automatisch überprüft - wenn man zu diesem Zeitpunkt alle Teams im Hauptspeicher hat (das hat UNITED/XY derzeit nicht - wozu auch?) oder bereit ist, für jedes neue Talent auf das quälende Absuchen der kompletten Diskette zu warten.
Dann wäre da noch zu regeln, was passiert, wenn der GM einen Namen abgelehnt hat. Soll das bedeuten, daß der Name als nicht angegeben gilt? In diesem Falle würde nämlich das Talent nicht entdeckt bzw. der Spieler vom GM-Angebot nicht gekauft, ohne daß der arme Manager, der ja nicht wissen konnte, daß auch dieser andere Verein ausgerechnet denselben Spielername verwenden wollte, etwas dafür kann. Das grenzt schon an GM-Willkür - wie soll ich meine Trainingsplanung ordentlich durchführen, wenn der GM mir meine Talent-Entdeckung verbietet?
Der Sinn des Verbotes wäre natürlich, zu verhindern, daß ein Spieler ohne Name entsteht, nachdem Mike das Namens-Duplikat schon nicht gefallen hatte. (Und außerdem würden von diesen unbenannten Spielern dann ganz automatisch Duplikate entstehen, ohne daß man dagegen noch irgendetwas unternehmen könnte!)
Aber nein, der GM hat ja §3(7): "Wird ein Name abgelehnt, so ist von dem Manager in der nächsten Runde ein neuer Name anzugeben. Geschieht das nicht, so vergibt der Spielleiter einen Namen."
Der GM ist also bereit, eine Runde lang Objekte ohne Namen zu tolerieren (die von den nichtsahnenden Managern natürlich mit dem gewünschten Namen bezeichnet werden). In der nächsten Runde dagegen gefällt dem GM dieser Zustand dann aber plötzlich nicht mehr. Dafür muß er sich die Namen der ungeliebten Spieler merken und die fällige Umbenennung
kontrollieren (die darf ja auch wieder mit nichts kollidieren - auch nicht mit Namen, die wiederum ohne das Wissen des armen Managers in der folgenden Runde parallel von anderen Teams erfunden werden!) bzw.
ggf. selbst vornehmen (hast Du eine Liste mit garantiert eindeutigen Spielernamen auf Halde, Mike? Ich schlage die Liste der positiven ganzen Zahlen vor - da muß man sich immer nur die nächste freie Zahl merken - aber eine entsprechende Namensvergabe durch die Manager verbieten ...).
Was passiert, wenn auch hier wieder eine Kollision auftritt - vererbt sich die Notwendigkeit einer Umbenennung auf die übernächste Runde? Wann platzt dem GM endlich der Kragen? An dieser Stelle plädiere ich an den Verstand des GMs und der Manager, die Finger von willkürlichen Doppelbenennungen ebenso wie von Verboten derselben zu lassen. Es geht einfach nicht ohne Ärger für den GM ab - mir fällt nichts ein, um die genannte Lücke ohne massive Benachteiligung einzelner Manager zu stopfen, und das ist mir der erzielte Effekt einfach nicht wert.
Außerdem wird damit ja das Übel nicht ausgerottet, sondern nur an den Symptomen herumgedoktert: Ein Team wie der FC Gleichklang (siehe Heft 7, Seite 43) wird damit nicht verhindert.
Den Teamnamen darf man nur zu Beginn der nächsten Saison nach der Übernahme durch den Standby ändern - der Orignal-Besitzer darf dies garnicht. (Recht so.) Auch Teamnamen müssen übrigens eindeutig sein.
Gerade habe ich in §43 die in §4 verschwiegene Möglichkeit des Neuaufbaus eines Teams gefunden: Was passiert, wenn zwei gleichzeitig neu aufgebaute Teams rein zufällig denselben Vereinsnamen haben wollen - oder einen hinreichend ähnlichen Vereinsnamen (SV Rasenschach bzw. SC Rasenschach)? Wird dann die Saison angehalten, bis dem GM eine Lösung einfällt - oder werden die Team-Anmeldungen zurückgewiesen, und die 2. und 3. Liga fangen mit jeweils nur 9 Teams an? Scheint beides nicht so recht zu funktionieren. Also wieder §3(7) - eine Runde warten, ob ein Wunder geschieht ...
§4: Einstieg in die Partie
Gleich am Anfang wird der Begriff "managerloses Team" angesprochen, aber ohne Verweis auf entsprechende Kapitel bzw. Ursachen.
Großartig dagegen das sogenannte Kleingedruckte: "Mit der Anmeldung zu United erkennt der Manager den Spielleiter als oberste Entscheidungsinstanz und die Regeln als verbindlich an."
Gerade letzteres hat mir als Manager allerdings bislang Probleme bereitet - ich habe immer auch Regellücken als "verbindlich" anerkannt, was sie allerdings manchmal plötzlich nicht mehr waren, als ich sie ausnutzen wollte. Hoffentlich hält sich Mike an sein Versprechen.
§5: Ausstieg aus der Partie
Ein Manager kann sich beim Spielleiter abmelden, wenn er dies so frühzeitig tut, daß dieser die Möglichkeit hat, bis zum Ausscheiden des Managers einen Nachfolger für das Team zu finden.
Woher aber soll der Manager wissen, wie lange der (ggf. dösige) GM dafür braucht? Und was tun bei einer leeren Warteliste? Droppe ich trotzdem mit Ankündigung aus, dann verliere ich nach §3(3) offenbar die Möglichkeit des späteren Wiedereinstiegs - wenngleich zwischen der offiziellen Abmeldung und dem kommentarlosen Dropout (§3(4)), der mit dem Schild "unzuverlässig" geahndet wird, offenbar eine Lücke der Nicht-Definition existiert (in die hinein ich spontan wieder mal gestolpert bin).
§7: Kilo-Drall-Murks
...heißt die neue Währungseinheit in United - igitt!
Es ist ja nicht so, daß ich den amtsblättisch-egonesischen Kujambel mit Gewalt als die allgemeine pbm-Währung durchprügeln wollte. Andererseits: mit einer solchen Währung könnte pbm das Miß-Image, zu den 'Zockern' zu gehören (was vom obskuren 'WM-Ergebnis-Tip-Spiel' Antwort derzeit gerade mal wieder untermauert wird), mit der Wurzel ausrotten.
Die Verwendung realer Währungsnamen führt bei Unwissenden bestenfalls zu Mißverständnissen; ich werde eine entsprechende Diskussion (auch wenn ich kaum Chancen auf eine Einigung sehe) mal im Interzine aufs Tapet bringen. Der Kujambel hat bereits eine gewisse Tradition - ich werde ihn jedenfalls in allen von mir geleiteten Spielen als Währung verwenden.
§8: Die Spieler
Wieder ein Spielleiter mehr, der Ausputzer als eigene Spielerklasse und nicht als modifizierte Feldspieler definiert hat. Damit wird vieles leichter, schöner und eleganter. Hurra!
Definiert werden außerdem die Eigenschaften 'spielberechtigt' und 'einsatzberechtigt'. Nicht spielberechtigte Spieler sind z. B. gesperrte Spieler, nicht einsatzberechtigte Spieler z. B. tiefgekühlte Talente. Der Unterschied wird z. B. für Verkaufsstops benötigt (ein Verein muß jederzeit genügend einsatzfähige Spieler besitzen).
Reihenqualifikationen folgen als nächstes; in §48 (!) ist schließlich eine Tabelle aller Kombinationen von Reihenqualifikationen angegeben. Dabei gilt, was Dietmar Pfohl angeblich in United3 definiert hat: A wird in V nicht reduziert, F kann in A gedrittelt bzw. nach Einspielen der Qualifikation halbiert spielen. (Wann wird Mike diesen F-in-A-Unfug endlich abschaffen?)
Spieler haben eine Stufe zwischen 1 und 10 - neue Talente sind dem GM hier durch die Lappen gegangen (er kennt nur Sonderspieler, die hiervon abweichen).
In die Standardbeschreibung eines Spielers (Reihen, Alter, Stufe) wurden auch DP und Fremdeinsätze aufgenommen. Das reicht leider immer noch nicht - es fehlen Sperre und Handelssperre. (In der UNITED/XY-Vereinsdatei stehen pro Spieler zudem noch die Tore und die Delta-DP in der laufenden Runde für die Berechnung der Sperren.) Auch die Trainingsobergrenze ist einem Spieler nicht direkt anzusehen. Eine vollständige Beschreibung eines Spielers müßte also lauten:
"Otto MS II 7 >10, 18 DP, 2*V, S1, H4"
Zu lesen: trainierbar bis 10, 18 DP, 2 Einsätze in V (in der laufenden Saison!), für 1 Spiel gesperrt, 4 Runden Handelssperre (= frisch gekauft).
In AUFSTIEG käme noch [1] (hinter der Trainingsgrenze) hinzu als Angabe des Trainingsaufwandes. Für allfällige sonstige Sondereigenschaften wäre dann noch eine geeignete Syntax (vermutlich Klartext) zu definieren.
§9: Einsatz auf Fremdpositionen
Leider hat Mike die Gelegenheit, den Begriff 'Pflichtspiel' zu definieren, nicht genutzt und muß daher an zahllosen Stellen "Liga- oder/und Pokalspiel" schreiben. Und der Leser muß alle Stellen kontrollieren, um zu prüfen, ob das vielleicht Absicht war und sich Liga- und Pokalspiele doch irgendwie unterscheiden (bezüglich ihrer Wirkung auf Spieler; bei der Wirkung auf Vereine ist der Unterschied ja klar).
In der oben bereits erwähnten Tabelle §48 ist auch explizit geregelt (endlich! Aufpassen, United3-GMs!), daß ein MA in V besser spielt als ein M! Die A- Qualifikation umfaßt die V-Qualifikation also in jedem Sinne, auch wenn man sie später hinzugelernt hat. Dies wird nun auch durch einen entsprechenden NL-Wert honoriert: Ein MA III 6 bringt tatsächlich 288 kKj, während ein VA III 6 nur auf 264 kKj kommt. (Was wird Dietmar Pfohl bloß dazu sagen?)
Wie dem auch sei: Die Regel scheint das leidige A-in-V-Problem bei der Wurzel gepackt zu haben. Zwar ist das Rössel nun auch nicht mehr hundertprozentig United3-kompatibel, aber die Lücke ist geschlossen. (Das soll nicht heißen, daß ich jetzt die AUFSTIEG-Regel ändern werde; zudem funktioniert in UNITED/XY die Berechnung der NL-Werte explizit anders, was ja dort - wo A und V getrennt sind - auch Sinn macht.)
Erklären muß man den Managern nun allerdings, daß ein V, der A lernt, nun zu einem VA wird, ein VM, der A lernt, zu einem VMA - oha, den gibt es nicht! Das ist dann wohl der MA - und so weiter. Ein Spieler, der die (in United3 so geliebte) 'Stammreihe' V besitzt, kann diese also im Laufe seiner Erfahrungen gänzlich 'verlieren'! Wehe, wenn der GM nun eine NMR-Regel erfindet, die mit Stammreihen argumentiert - aua, aua, aua ... (tut Mike zum Glück nicht)
Außerdem ist der VA nun natürlich völliger Blödsinn. Wer wird schon einen V in A qualifizieren, wenn er dies auch mit einem M oder S tun kann? Zwar spielt der V in A um 1/3 seiner Stufe besser, aber dieser Effekt bewirkt nur bei den Stufen 2, 5 und 8 etwas und wird andernfalls weggerundet. Und ansonsten gewinnt ein MA mit der A-Qualifikation doppelt so viel NL-Wert hinzu wie ein VA.
Überhaupt will es mir nicht in den Kopf, daß beim MA die V-Qualifikation nicht explizit angegeben werden darf, bei einem SA desgleichen, bei einem VA allerdings schon - hier darf man sie nicht weglassen, weil ein VA eben kein A ist (dazu ist er in der A-Reihe zu schwach). Auf diesen Unterschied wird in den Regeln auch ausführlich hingewiesen.
Die neue Benennung regelt alle Probleme, ist aber letztendlich grauenhaft unsystematisch. (Gewöhnungssache ...)
Vermißt habe ich den F - Mike scheint meine Idee nicht zu gefallen.
Fremdeinsätze absolviert man in Liga- und Pokalspielen - auch wenn man vom Platz fliegt oder der Gegner mangels 8 Spielern nicht antreten kann!
§10: Die Aufstellung
Was muß ich da lesen? Ich habe ein paar Regellücken in AUFSTIEG! Die Spezifikation einer Aufstellung ist jedenfalls in den Rössel-Regeln wesentlich vollständiger als in meinen eigenen Regeln. Explizit zusätzlich verboten ist die Aufstellung imaginärer und nicht einsatz- bzw. spielberechtigter Spieler. (Grmbl...)
Die sogenannten virtuellen Amateur-Spieler aus United3, die beim Auffüllen auf 11 Mann benötigt wurden, sind verschwunden - das ist wichtig für die Härteregel. Strafen können nur auf tatsächlich eingesetzte Spieler fallen, nicht auf Dummies. (Desgleichen in Oberfoul.)
Neu war mir die Begrenzung auf maximal 6 nT 0, die man gleichzeitig einsetzen darf. Offenbar darf man mehr als 6 nT besitzen - in Oberfoul nicht.
"Keine Reihe darf nur mit Spielern der Stufe 0 oder weniger besetzt werden." Hoppla, was haben wir denn da? Wo wir den Spieler mit einer Stufe kleiner als Null herbekommen, habe ich bisher nicht in den Regeln gefunden. §28 (Sonderspieler) schweigt sich hierüber aus (möglich wären sie wohl). Ein umgestellter Spieler der Stufe 0 kann auch nicht gemeint sein - das ist explizit verboten. Allgemeine Ratlosigkeit ...
Falls man eine Reihe mit Gewalt auf 0 reduzieren will, stellt der GM den schwächsten Spieler der stärksten Reihe um. (Daß das eventuell verboten ist - nT 0 ohne entsprechende Reihenqualifikation - wollen wir hier nicht diskutieren.) Um ein Spiel freiwillig zu verlieren, muß man nun also nachdenken.
Dies hat der GM offenbar nicht getan, denn er stellt nicht um, wenn ich einen S nT 0 und einen V I 1 als Sturmreihe antreten lasse, was eine Reihenwertung von 0 ergibt, aber einen Spieler der Stufe 1. Was soll der Unfug überhaupt? Wenn ich schlecht spielen will, dann stelle ich notfalls auch 1 WP in den Sturm - dagegen kann der GM sich niemals nie nicht wehren. Und warum sollte er auch?
Ich verstehe ja, daß Mike sich nicht wohlfühlt, eine bestellte 0:47-Niederlage auszuwerten - aber mit dieser Regel erreicht er nicht den gewünschten Effekt, und auch mit keiner anderen Regel. Wenn man schlechte Aufstellungen einfach verbieten wollte, wie sollten dann noch Unterschiede zwischen den Teams entstehen (außer durch Würfeln)? Und wenn zwei Teams ein Unentschieden miteinander absprechen wollen, dann können sie genausogut beide voll Mittelfeld spielen, dann fällt dem GM die Schiebung überhaupt nicht auf. Weshalb muß man die Manager aber dazu zwingen, sich gegenseitig ihre Reihenwertungen zu erzählen, wenn sie viel sicherer x-x-0-0-0 aufstellen können? Interaktionen zwischen Teams sollen doch gefördert werden, wo es mit vertretbaren Auswirkungen geht - oder etwa nicht?
Zu allen Aufstellungssünden werden Reparaturmaßnahmen des GM angegeben. Mike hat meinen allgemeinen Schlußabsatz übernommen, in dem steht, daß bei einem Patt ggf. gelost werden muß. Zusätzlich hat er jedoch an einigen Stellen die die Loserei noch einmal zusätzlich angegeben, an anderen (wo sie ebenfalls nötig ist) nicht.
Die Korrekturen werden in der Reihenfolge der Auflistung vorgenommen. Dies kann die kuriose Folge haben, daß ein in M eingesetzter A nT 0 nach A verschoben wird; falls kein sonstiger A eingesetzt wurde, bleibt er auch dort, andernfalls wird er gestrichen, da der dort bereits stehende Ausputzer vermutlich stärker ist. Normalerweise sollten Talente eigentlich von den Verschiebe-Maßnahmen immer zuletzt betroffen werden ...
Besonders hinterhältig sieht die Sache natürlich mit dem A nT 0 aus, der in V eingesetzt wird. Schweine im Weltall - der hat ja die V-Qualifikation! Und dort kann man ihn folglich auch einspielen, während gleichzeitig der normale A II 8 in aller Ruhe die gegnerischen Angreifer zur Verzweiflung bringt - haste gedacht! §25 bestimmt, daß bei der Entdeckung eines Talents "eine Reihe" angegeben werden muß, "deren" Qualifikation der A nT 0 damit hat. Nur in "dieser" Reihe darf er eingespielt werden. Was zumindest die Frage offenläßt, wieso der Verweis auf die implizite Zweit-Qualifikation fehlt und ob ein A nT 0 wirklich in V einsetzbar ist, ggf. auch ohne davon in Hinsicht auf die Einspielung profitieren zu können. (Das ist ja interessant in Sachen 'Aufstellung von mindestens 11 Spielern' - andernfalls muß man den A II 8 vielleicht auch noch ins Feld stellen, so aber dürfte man mit T 10 und A 8 plus Härte 4 auf ein 0:0 hoffen!).
Und da fällt mir doch noch die folgende Aufstellung ein: T: T I 10 ; A: A nT 0 ; V: V I 10, V II 8 ; M: M II 8, M I 10 ; S: S nT 0, S nT 0, S nT 0, S nT 0, S nT 0. Hämisch grinsend blickt der Herausgeber dem armen Mike Merten über die Schulter, als dieser vergeblich versucht, die Sturmreihe irgendwie auf einen Wert ungleich 0 zu bringen und trotzdem in jeder Feldreihe zwei Spieler aufzustellen - leider verloren ...
Hat ein Team nach diesen Tests nicht wenigstens 8 Spieler zusammengebracht, dann kann es nicht antreten. Damit kann es auch keine Effekte auf seine eigenen Spieler ausüben (Härte, Einspielen von Fremdqualifikationen oder "ähnliches" = Talente). Daß der Gegner dies sehr wohl kann, stand schon früher irgendwo; hier wäre ein Verweis angebracht. Und ob für den Gegner die Härte zählt, würde ich an dieser Stelle auch gerne wissen.
Mit extremem Mißtrauen betrachte ich die abschließend geforderte Angabe von Elfmeterschützenlisten für jedes Spiel. Ich warte förmlich darauf, daß der in der 67. Minute vom Platz gestellte Elfmeterschütze das Elfmeterschießen entscheidet. (Wie sich herausstellen wird, vergeblich.)
Und schließlich ordnet der GM die Aufstellung irgendwie einer von 10 sogenannten Standardaufstellungen (§42) zu, über die er geheim Buch führt. Wozu, ist an dieser Stelle nicht erwähnt - veröffentlicht werden die Taktiken jedenfalls nicht. Nachsehen, ob in der NMR-Regel ... aha, gefunden! (Später mehr hierzu.)
Kleiner Abstecher nach §42: Die Namen der Taktiken sind doch tatsächlich aus dem United-Forum abgeschrieben ( "Ganz Doof Mauern" usw.) und stellen damit einen suggestiven Taktik-Kurs für Manager dar (sofern man "Heilige Gleichverteilung" nicht versehentlich für etwas Gutes hält).
Leider hat Mike sich nicht an meine Werte bezüglich der Spieleranzahl gehalten, was die Abbildung etwas verzerrt. Sturm ist z. B. mit 1-1-3 statt 2-2-5 angegeben, ansonsten stimmen die Proportionen. Die Bruchteil-Notationen (2 : 1.5 : 1 für normales Mauern) helfen aber weniger, als sie verwirren (bei 4-3-2 kann man sich die Fixierung auf Spieler pro Reihe sofort vorstellen); außerdem hatte ich wirklich 2-2-5 und nicht 1-1-3 gemeint (wie man schon der Valkyser'schen Mathematik entnehmen konnte) und nur aufgrund der Begrenzung auf ganzzahlige Feldspieler 'alle 10' Aufstellungen angeben können. Grenzfälle zwischen Rasenschach und seinen 'Nachbarn' Mauern bzw. Mittelfeld werden oft schwer einzuordnen sein. (Mike, hast Du vor, die Daten vielleicht mal später hier zu veröffentlichen?).
Für die Taktik-Namen hat der Autor herrliche dreibuchstabige Kürzel erfunden, die man sich nur nach längerer Zeit merken kann; mnemotechnisch wäre der GM besser dran, wenn er Ziffernkürzel a la 225 und 342 verwenden würde - da weiß man, was man hat. Guten Abend. (Wie hieß dieses Waschmittel doch gleich?!)
Natürlich weicht auch die HV-Tabelle vom Oberfoul-Vorschlag ab. Oder nicht? Tatsächlich: Es sieht nur so aus. (Abstecher nach §15:) Es gibt nämlich eine Runde 1 einer Saison, in der noch keine Spiele ausgetragen werden. Auch wäre da noch eine Runde 0 zu nennen, die es ebenfalls gibt und die "gleichzeitig mit Runde 13 der alten Saison ausgewertet" wird. Wir vermuten mal, daß in Runde 0 z. B. Altern stattfindet, in Runde 1 vielleicht das Saisoninfo oder ähnliches. Leider steht in §15 nur eine Tabelle ohne Erläuterung.
Heimvorteil funktioniert so, wie wir alle ihn kennen. Mike hat allerdings die Obermenge aus UNITED/XY-Reduzierung und Bronswyk-Beschwerde gebildet: fehlende oder an T/A vergebene HV-Punkte sind futsch, reduziert wird allerdings einzeln aus der am stärksten durch HV verbesserten Reihe (ggf. Los). Das wäre ein Ansatz für eine Programmänderung in UNITED/XY - irgendwelche Einsprüche?
Mein Lieblingsthema! Mal sehen, was wir so alles finden werden. Mike hatte ja eine eigene Härte-Regel erfunden, aber bisher viele Text-Passagen aus AUFSTIEG sehr ähnlich übernommen. Ich bin ehrlich gespannt, was jetzt kommt.
Zunächst mal die 'Erdung' der Leitung: Keine Härte auf Reihen ohne Spieler. Ersatzlos gestrichen werden auch Härtepunkte auf T/A über 10 und der letzte Härtepunkt einer ungeraden Anzahl auf T/A. Natürlich ist auch mehr als Härte 10 verboten und wird einzeln aus der jeweils am stärksten prügelnden Reihe reduziert.
Bei Elfmetern wird die Stärke des Schützen mit derjenigen des Torwarts verglichen. Bei einem Schützen der Stufe 10 (das darf auch ein Torwart sein) gilt die United3-Regel, ansonsten wird die Chance des Schützen pro Stufe um 5% modifiziert (z. B. hat ein S 9 gegen einen T 9 nur 50 statt 55%). Eine Erdung auf Überschreitung der Grenzen von 0% bzw. 100% ist enthalten.
Die Karten werden nun durch einen United3-artigen Mechanismus verteilt. Betroffen werden allerdings nur Spieler in Reihen, die durch Härte verstärkt wurden. Dabei erhält eine Reihe (!) im Schnitt HP/3 Gelbe und HP/12.5 Rote Karten (HP = Anzahl der dieser Reihe zugeordneten Härtepunkte). Der entsprechende Erwartungswert wird nun durch die Anzahl der Spieler in der betreffenden Reihe geteilt und ggf. auf 1 reduziert; dies ist die Chance eines jeden Spielers der Reihe, von dem entsprechenden Ereignis betroffen zu werden.
Ausgewürfelt werden die Karten dann einzeln pro Spieler; eine Rote Karte löscht eine gleichzeitig vergebene Gelbe Karte. Die Verteilung der Härtepunkte auf unterschiedliche Reihen hat keinen Einfluß auf die Gesamthöhe der Strafen - man kann aber gefährdete Spieler schützen, indem man sie in eine fair spielende Reihe stellt. Buchführung lohnt sich also.
Das Problem bei der Sache ist, daß Härte auf eine starke Feldreihe offenbar vertretbare Folgen hat, Härte auf einen Hintermannschaftsspieler dagegen nicht mehr. Fünf Stürmer mit Härte 5 aufzupolieren kostet im Schnitt 0.4 Rote und 1.7 Gelbe Karten. Nimmt man den FC Stan Dard/2.0 als Beispiel, dann wären 0.4 Rote Karten gleich 0.4*(45/90 Minuten)*8 WP = 1.6 WP, also gut 30% der Nettowirkung, die wegfallen. 20% hatte ich in meiner DI-Matrix angesetzt.
Viel schlimmer wird die Sache allerdings in der Hintermannschaft. Hier gelten dieselben Erwartungswerte - aber das 'Opfer' zählt nun doppelt so viele WP! Pro Härtepunkt sind es über 8%, mit denen mein T bzw. A das Spielende nicht erleben darf. Bei Härte 6 spielt er also nur in 50% aller Fälle durch; schon ein T III 6 würde also im Schnitt nur als T III 4.5 zählen, so daß er ganze 3 WP verloren hätte (50% der Netto-Wirkung). Einen T II 8 mit Härte 4 'zuzumachen' kostet bei 33% 'Rot' im Schnitt 0.33 * (45/90) * 16 = 2.7 WP, das sind zwei Drittel des Härte-Nutzens! Den Rest killt dann - wie in den letzten Heften gesehen - lokker die Elfmetergefahr. Zudem erhält man in der Hintermannschaft bei einem Härtepunkt (unsinnigerweise ist das angegeben - nur ein Feldspieler pro Reihe geht ja nicht, weil das Spiel dann nicht angepfiffen würde!) mit 33%, bei Härte 2 mit 66%, bei Härte 3 mit 99% und darüber immer eine Gelbe Karte.
Die bewährte Taktik, mit T II 8 und A I 10 permanent Härte 4 auf den Torwart einzusetzen, ist hier also völlig unmöglich: Einerseits wäre der Torwart schon aufgrund der Gelben Karten praktisch ständig gesperrt, andererseits ist selbst in einem einzigen Spiel die Netto-WP-Bilanz deutlich negativ! Im Feld bringt Härte im Schnitt auch nichts und langfristig zudem noch Gelb-Sperren; wer da noch Härte einsetzt, der muß ziemlich verzweifelt oder völlig meschugge sein. Allerdings sind Mikes Mannschaften schwächer als der FC Stan Dard/2.0 - aber eine Katastrophe bleibt es dennoch.
Das Verhältnis zwischen Gelb und Rot ist auch hier (wie in United3) etwa 4:1. Die vergangene Bundesliga-Saison hat dagegen etwa 30:1 als Verhältnis ergeben (mehr Gelbe Karten als Tore übrigens). Schöne, 'realistische' Simulation ...
Sollte Mike seinen Managern tatsächlich zumuten, Härte einsetzen zu wollen, dann empfehle ich eine Abschwächung der Rot-Folgen für Hintermannschaft mindestens um den Faktor 2; auch die Gelb-Folgen sind bei Härte in der Hintermannschaft einfach Wahnsinn. Während sich bei Oberfoul die Gefahr bei Härte in der Hintermannschaft durch die Verdopplung der Rot-Gefahr für den T/A nur leicht erhöht, trifft es hier den besten Mann mit ganzer Kraft. So geht das einfach nicht. Vielleicht sollte man nicht durch die Spielerzahl, sondern durch die Summe der Trainings-WP aller Spieler dieser Reihe teilen? (Da wären dann nette Sonderspieler möglich, au ja ...)
Sind die Karten dann endlich zugeteilt, folgt keine Überraschung mehr (4 bzw. 10 DP für Gelb und Rot, Sperre bei jeder 10er-Grenze um DP DIV 10 Spiele). Sperren betreffen offenbar das nächsten Pflichtspiel, was auch angedeutet wird (das ginge schöner, wenn man den Begriff des Pflichtspiels hätte).
Ganz zum Schluß eine Lücke: Was passiert mit der Reihengesamtwertung, wenn zwei Spieler der Reihe vom Platz fliegen? Wird jede Stärke zuerst gerundet und dann addiert - oder umgekehrt? Angesichts der (eventuell ganzzahligen) Torwutfunktion erscheint ersteres logischer. Ich glaube, so macht es auch UNITED/XY (in meinen Regeln steht natürlich auch nix darüber ...).
§13 Auswertung der Torchancen
Der Text kommt mir bekannt vor. Ich hatte durchaus meine Zweifel, ob die sehr vollständige und gegenüber United3 bzw. Oberfoul formal korrektere Beschreibung aus AUFSTIEG ( "Spieler in der A-Reihe" statt "Ausputzer" usw.) einem Anfänger zuzumuten sei - Mike hält hier tapfer meine Fahne hoch. Die Bestimmung der Torchancen an sich ist altbekannt.
Mike hat allerdings die Torwutfunktion etwas abgewandelt und damit die Wahrscheinlichkeit, daß der stärkste Spieler ein Tor schießt, erhöht. Wem der Begriff 'Torwut' nichts sagt: Für jeden Spieler der Reihe, die die Chance erspielt hat, wird der Wert 'Stärke im aktuellen Spiel' (ggf. bereits reduziert wegen Roter Karte!) plus 1W15 berechnet. Diesen Wert nennen die UNITED/XY-Autoren "Torwut" - der 'wütendste' Spieler hat das Tor erzielt. (Irgendwie muß die Variable schließlich heißen.)
Falls nun aber zwei Spieler gleich wild darauf sind, den Torwart überwunden zu haben? Mike läßt die beschriebene Prozedur zwischen den am Patt beteiligten Spielern bis zur Eindeutigkeit wiederholen.
UNITED/XY dagegen hält nichts von nur zufällig terminierenden Würfel-Orgien und bestimmt 'irgendeinen' der am Patt beteiligten Spieler als Torschützen. Genauer gesagt: "Links ist das Tor höher!" - ein running gag unter Eingeweihten. Denn in früheren Zeiten konnte man sich noch darauf verlassen, daß in einer Sportzeitung die Sturmreihe in der Reihenfolge Rechtsaußen - Mittelstürmer - Linksaußen angegeben war. UNITED/XY nimmt nun einfach den ersten Spieler mit einer beliebigen Torwut als möglichen Torschützen an und überschreibt diesen nur dann, wenn ein anderer Spieler mehr Torwut zustandegebracht hat. Wenn man das als Manager weiß (in Oberfoul ist es kein Geheimnis), dann kann man den stärksten bzw. schwächsten Spieler nach vorne stellen und damit die Wahrscheinlichkeit, daß dieser ein Tor schießt, minimal beeinflussen.
Lukas Kautzsch garantiert in Oberfoul wohl auch, daß er die Spieler in der angegebenen Reihenfolge eintippt - ich nicht. Wenn nach der M-Reihe noch genau die 5 Stürmer übrigbleiben, dann stelle ich diese so auf, wie ich gerade die Tasten am besten treffe. Ob man Mike hier zur Kompatibilität überreden kann? Es wäre ja nicht verkehrt, dem Manager wieder ein kleines bißchen mehr Einfluß auf sein Ergebnis zu geben - besonders wenn man Torschützenkönige mag.
Hier folgt nun endlich die Wertung eines nicht ausgetragenen Spiels (weniger als 8 Spieler auf einer Seite). Ein Spiel kann auch durch einen Platzverweis abgebrochen werden! Der Schuldige bezahlt mit einer 1:3-Niederlage, der Gegner kassiert einen 3:1-Sieg. (Wieso nicht 2:0 wie in der Realität? Siehe unten.)
Jetzt kommen wir zu einem echten Schicksalsschlag: Sollten zufällig beide Teams im selben Spiel durch einen Platzverweis zerfallen, dann gibt es nicht etwa ein (gerechtes) Unentschieden, sondern Mike wirft die Münze und schenkt demjenigen den Sieg, dessen Platzverweis später erfolgte. (Als ob das irgendwie beeinflußbar wäre ...)
Abschnitt (9) ist etwas mißverständlich: "Erzielt ein Team mehr Feld- und Elfmetertore als das andere, dann hat es ... gewonnen." Das könnte man so auslegen, daß man ohne ein Elfmetertor überhaupt nicht gewinnen kann! "plus" statt "und" wäre besser.
Zuletzt ein Bonbon: Mike veröffentlicht zu jedem Spiel die Wahrscheinlichkeiten für Sieg, Unentschieden und Niederlage! Wie diese berechnet werden, steht leider nicht drin. Gerade dies würde mich aber interessieren, da ich noch längst nicht weiß, welcher der 5 hierfür berechneten Werte von UNITED/XY am wenigsten falsch ist ...
§14: Der Saisonbegleiter
Wie so etwas aussieht, wissen die meisten von uns. Nun ist es auch hier ähnlich ausführlich wie in AUFSTIEG beschrieben. Den Neuling wird es freuen.
Hier taucht plötzlich das Wort "Torschützenkönig" auf - gibt's den hier etwa wirklich? Ich habe ihn sonst nirgens mehr gefunden.
§15: Der Ligenbetrieb
Dieses Kapitel fehlte wohl in bisher allen Regelfassungen, weil man dachte, es sei alles so selbstverständlich. Hier stehen Begriffe wie Spielplan, Auf- und Abstieg, Berechnung der Tabelle, Punktgewinne für Sieg, Remis und Niederlage sowie Entscheidungsspiele.
Mike hat übrigens seinen Vorschlag wahr gemacht: Die Punktwertung wurde heftig geändert. Auswärtsteams erhalten nun einen zusätzlichen Punkt, wenn sie nicht verlieren; außerdem gibt es für jedes Team einen weiteren Punkt für einen Sieg ohne Gegentor. In der Tabelle zählt bei Punktgleichheit auch nicht mehr das Torverhältnis, sondern nur noch die Anzahl der kassierten Gegentore!
Als Folge dieser Änderung befürchte ich eine stumpfsinnige Mauerei aller Vereine - wer wird denn noch stürmen, wenn er sich damit daheim eine 0:1-Niederlage einfangen, aber bestenfalls 5:3 gewinnen kann? Rasenschach wird wohl die attraktivste Aufstellung sein. Mit Sturm ohne Gegentor gewinnen zu wollen ist praktisch unmöglich - mit Rasenschach mehr als ein Gegentor zu kassieren spricht nicht gerade für die eigene Hintermannschaft. Sollte ich die Zeit hierfür finden, dann werde ich CHANCEN3 anpassen, um die entsprechenden Werte zu bestimmen.
Überraschenderweise hat Mike den Einsatz von gesperrten Spielern in einem Entscheidungsspiel erlaubt - das hätte ich nicht erwartet! Realistisch ist es sicher nicht - die Idee (in AUFSTIEG) heißt ja eigentlich Freundschaftsspiel, wofür man gesperrte Spieler sicher wird einsetzen dürfen. Und diese Routine verwende ich nur deshalb für Entscheidungsspiele, weil sie so primitiv zu schreiben war (kopieren der Pokal-Routine, aber kein Abspeichern der Team-Daten). Das Unterlaufen der Sperren habe ich irgendwann nebenbei eingebaut - für Entscheidungsspiele war es aber nicht gedacht.
§17 Pokalwettbewerb
Nachdem Andre Bronswyk im vorletzten Heft die möglichen Pokalvarianten so schön ausführlich beschrieben hat, hoffe ich nun auf keine Überraschung. Aber gleich in der 7. Zeile fällt das fatale Wort "Freilos" . Oh weh, jetzt muß der arme GM wohl wieder an tausend Stellen nachlesen, ob ein Freilos ein Spiel ist usw. - ich habe es geahnt ...
In Runde 1-3 haben niedrigklassige Vereine Heimrecht (Amateure sind niedriger als die 3. Liga). Ab dem Viertelfinale geht es auf neutralem Platz weiter. (He - wo bleibt der Realismus, ey?) Die Pokalauslosung wird, anders als in den mir bekannten Ligasystemen, sofort nach den Spielen der vorherigen Runde vorgenommen - da kann man den Gegner also noch ausspionieren (sofern Spionage nicht abgeschafft ist - wo steht sie nur in diesem Regelheft, ja wo denn eigentlich - aha: da also ...)
Das von Andre Bronswyk geschilderte Problem mit Härte in der Verlängerung umschifft Mike sehr elegant: Nach 90 Minuten sind alle Spieler zu müde zum Treten! ( "Härtepunkte haben keine weiteren Auswirkungen mehr." ) Ob das wirklich so gemeint war? Oder sollte etwa doch die Oberfoul-Philosophie beabsichtigt sein? Grübelgrübel ...
Sehr ausführlich wird das Elfmeterschießen behandelt. Hier steht wirklich alles drin: Vom Platz gestellte Spieler sind und bleiben draußen, ein rausgeflogener Torwart ist ebenfalls weg (wodurch das Elfmeterschießen ein wenig zur Farce wird).
Und genau hier ist Mike reingefallen: Ist nach 5 Schüssen auf beiden Seiten noch keine Entscheidung gefallen, dann wird das Elfmeterschießen einfach fortgesetzt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann würfeln sie noch heute - gegen keinen Torwart auf beiden Seiten! Das hat man davon, wenn man eine Oberfoul-Regel unkritisch wegstreicht - ätsch! Nach UNITED/XY bleiben in diesem Falle nämlich wenigstens die Härtepunkte stehen und wehren sich alleine weiter. (Ist das nicht toll?)
Schön dagegen der Abbruch des Elfmeterschießens, "wenn eine Entscheidung gefallen ist" . (Dies wird nicht näher in Worte gefaßt - offenbar muß man das einfach so verstehen können.) Das wäre eine UNITED/XY-Änderung, die ich bei Bedarf sofort machen würde. Schreit, Leute!
Ganz zuletzt schließlich ist dann doch noch das Freilos definiert. Man kann nichts einspielen, erhält aber kampflos die fälligen Prämien. Das sollte so funktionieren. (Ist ein Freilos dennoch ein Spiel, in dem man z. B. Sperren absitzen kann?) Zwei Freilose können übrigens gegeneinander spielen! Eines davon kommt dann weiter - aber welches? ;-)
§18: Amateurteams
Oh weh, da hat sich mal wieder einer von Turnierfußball als Amateur-Basis-Regel losgesagt. Warum nur? Damit ist der schönste Gag weg.
Mike Merten hat Amateure erfunden, die aus einzelnen Spielern bestehen. Einziger Vorteil gegenüber den Profis: Einzelne Spieler dürfen um mehrere Stufen pro Runde trainiert werden.
Umstellung von WP zwischen Feld und Hintermannschaft sind damit praktisch verboten. Ein Amateur, der in Runde 1 gegen einen Erstligisten 10-10-18-6-6 auf Elfmeterschießen gespielt hat, darf seine Hintermannschaft nicht mehr abrüsten und hat somit also keinerlei Flexibilität mehr übrig; ein intelligenter 0-0-30-30-10-Blocker, der einen Talente einspielenden Drittligisten überrascht hat, darf in der nächsten Runde keine Hintermannschaft aufbauen (außer aus den hinzukommenden Trainings-WP). Oh - ich vergaß: Einzelne Spieler dürfen natürlich nicht Stufe 0 haben - also 1-0-29-29-10 ...
Fazit: Amateure werden viel berechenbarer, damit chancenloser und langweiliger.
§19: Freundschaftsspiele
... gibt es auch. Einfach so - just for fun. Maximal eines pro Team und Runde.
Kann man in einem Freundschaftsspiel Sperren absitzen?
§20: Internationale Wettbewerbe
...sind ebenfalls erfaßt. Bislang zählen hierzu Alan Parrs Weltcup-Turnier und Albertus Kosters Europapokal.
Es werden möglichst Meister, Pokalsieger und bestplazierte Erstligisten gemeldet, sofern diese noch von dem Manager betreut werden, der die Ehre errungen hat. Ein Standby schaut in die Röhre - den nächste Verein rückt nach.
Wenn man nur wüßte, welche Saisons dafür herangezogen werden! Ich weiß es oft selber nicht, weil die Saisons zwischen dem Ligasystem und dem Wettbewern fast immer zeitlich versetzt ablaufen.
§21: Die Alterung von Spielern
Vollständig übernommen aus AUFSTIEG: Alter-X-Spieler sind explizit erwähnt, ansonsten das Bekannte aus United3 bzw. Oberfoul.
§22: Steuern
Wieder eine neue Steuerregel? Ich ahne Fürchterliches. Aber es wird relativ harmlos, funktioniert offenbar prima und ist leicht zu verstehen.
Mike hat eine Mischung aus der Einkommensteuer in OBERFOUL und der Vermögenssteuer in AUFSTIEG gebastelt. Nur Zugewinn muß versteuert werden, und nur positive Kontostände sind steuerpflichtig. 1/100 des Zugewinn-Betrages ist der Steuersatz, der vom Zugewinn zu entrichten ist, maximal aber 80%.
Die Regelung gefällt mir ausgezeichnet; sie bewirkt allerdings etwas anderes als genannten Regeln. In AUFSTIEG kann man große Geldbeträge überhaupt nicht vor der Steuer retten; in OBERFOUL muß man sie in Stufen möglichst kleiner als 2 Millionen pro Saison zusammensparen, im Rössel dagegen empfiehlt sich ein kleiner, aber stetiger Zugewinn über viele Saisons hinweg, um Steuern zu sparen. Mikes Regel ist sicher die realistischste von allen.
§23: Der Einstieg eines neuen Teams
... ist in diesem Kapitel nicht erklärt - weit gefehlt. Hier steht lediglich der Zeitpunkt dieses Einstieges (Runde 0, Phase 8), sonst nichts - auch keine Verweise auf andere Kapitel. Leider.
§24: Die Phaseneinteilung
...ähnelt derjenigen von Oberfoul: Die 18 Kammern der Shaolin (Moin, HerbSt!) haben nun auch im Rössel Einzug gehalten.
Spiele sind ganz früh (nach Talenten und Training); jeder Manager weiß also, was sein Gegner hat (kein Handel vor den Spielen). Danach folgt der gesamte Spielermarkt mit Handel - GM-Angebot (bitte nenne das doch so, wieso denn wieder abweichen!) - Transferliste/Kauf - Handel - Transferliste/Angebot. Bei '-' ist jeweils noch 'NL-Verkauf' einzufügen. Zuletzt folgen Gutschrift von Einnahmen und Abzug von Zinsen.
Beide Handelsphasen sind in jeweils drei Unter-Phasen a)-c) eingeteilt; damit ist die Anzahl der Handelsaktionen auf 6 pro Runde begrenzt und die Definition eines eindeutigen Zeitpunktes geregelt. (Na also!)
Nun lüftet sich auch das Geheimnis um Runde 0: Runde 13 geht nur bis Phase 6 (Spiele), dann findet sofort der Saisonwechsel statt und es geht nach dem Altern mit Phase 8 der Runde 0 in der neuen Saison weiter! Daran wird man sich gewöhnen müssen. Auf diese Weise hat Mike vermutlich eine Klage von Andre Bronswyk (daß sich dieser Name hier ständig wiederholt, ist ein Armutszeugnis für alle übrigen Leser!) berücksichtigt: Nun kann man in Runde 0 privat einen Torwart kaufen, um zu verhindern, daß man in Phase 1 von Runde 1 automatisch ein T nT 0 entdecken muß! (Hoffentlich stimmt das so - was in Runde 1 abgeht, habe ich nämlich immer noch nicht verstanden.)
§25: Entdecken neuer Talente
(und Einspielen derselben) lautet der nächste Abschnitt.
Bis auf den am Anfang erwähnten Patzer mit der V-Qualifikation eines A steht alles drin, was über Talente zu sagen wäre. (siehe United3)
§26: Training
"In (fast) jeder Runde hat der Manager die Möglichkeit, ..." - soso. Wann denn nicht, fragt sich der Leser. Aber dieser Gedanke wird von den nächsten Zeilen förmlich weggeblasen.
Zunächst mal kommt hier der Verweis auf §32 (Spionage) - also doch. Dann werden die WP-Einnahmen beschrieben, wobei ich überrascht die reduzierten Kopfball-Prämien registriere (2 Basis-WP, aber nur 0.4 WP pro Punkt). Zudem hat das Rössel auch noch 10er-Ligen (das steht in §16 leider nicht drin!), so daß die WP-Armut und Überalterung nun voll durchschlägt. Prost Mahlzeit!
Der Text ist mindestens so ausführlich wie in meiner Regel. Zudem hat Mike die Klagen von Michael Paas (endlich mal ein anderer!) erhört und läßt im Falle des Verfallens immer 0.8 WP übrig. (Das klingt nicht so, als würde er sich jemals an anders trainierbare Sonderspieler wagen wollen ...)
§27: Spielermarkt
Ist dieser Begriff denn wirklich auch nur annähernd so verbreitet wie 'GM-Angebot', wie es immerhin in United3 und Oberfoul gleichermaßen lautet? Wenn nicht, dann erwarte ich eine engagierte Rede zum Bruch mit der Tradition.
Hier ist einfach alles drin: Mike Merten bietet unterschiedliche Anzahlen von Spielern in den einzelnen Runden an (8 in Runde 0 und 1, 4 in den übrigen Runden). Und immer noch begreife ich nicht, was die spiele-freie Runde 1 denn nun eigentlich bewirken soll ... Versteigert wird 'pfohlsch', also zweithöchstes Gebot plus 1 kDM. Bei Patt fällt das "+1" weg, und der Käufer ist der Verein aus der höheren Liga bzw. ein zufällig bestimmter (ohne Ansehen des Tabellenplatzes).
Jetzt geht's ab: RWP-Theorie und neuartige Bewertung der Trainingswürdigkeit von Spielern! Das allein wäre einen Artikel wert, den Mike hoffentlich bald nachliefern wird. Trainingswürdig sind tT, nT, I 7+ und II 8+ (hoffentlich ist der II 10, der auf 13 trainierbar ist, einfach nur vergessen worden).
Die Idee, die Mike verfolgt, klingt hochinteressant: Man berechne die RWP aller in einer Runde über das GM-Angebot verkauften Spieler, reduziere ihre Kaufpreise um tabellarisch angegebene Beträge für Trainingspotential und NL-Wert in der ersten künftigen Saison, in der der Spieler nicht mehr trainingswürdig ist, teile den restlichen Gesamtumsatz durch die Gesamt-RWP - so erhält man das Preisniveau, nämlich den auf dem Markt tatsächlich gezahlten mittleren Preis für einen RWP! (Muß ich doch glatt mal für meine Ligasysteme ausrechnen ...) Mit diesem Ansatz kann man nun tatsächlich den korrekten Marktpreis eines beliebigen Spielers hochrechnen, sofern alle Manager der RWP-Theorie Glauben schenken. Das klingt natürlich völlig anders als in Mikes letzter Ankündigung!
Dieses Preisniveau wird vom GM in jeder Runde veröffentlicht, zusammen mit der daraus berechneten, auf die aktuelle Runde relativierten Handelswerttabelle. (Ein S tT 13 in Runde 0 kostet bei den in der Regel als Beispiel angegebenen lächerlichen 22.7 kDM/RWP den netten Betrag von 9200 kDM.) Diese Handelswerttabelle werden wir dann noch bei der Transferliste wiedersehen.
§28: Sonderspieler
Ein ergiebiges Thema. Auch hier ist Mike mir erheblich entgegengekommen: zwar sind ausdrücklich "weitere" , nicht näher beschriebene Sonderspieler möglich, explizit erklärt sind allerdings schon mal tiefkühlte Talente und Spieler mit Stufen größer als 10 (bzw. dorthin trainierbare Spieler). Alter-X-Spieler sind übrigens bereits zur Grundregel erhoben und tauchen nicht mehr als Sonderspieler auf!
Leider ist wieder einmal eine kleine Abweichung zu vermelden: Ein bis 13 trainierbarer Spieler ist laut Mikes Regel nach dem Altern so trainierbar, als hätte er Stufe 13 wirklich erreicht. Genau dies ist in UNITED/XY nicht der Fall - und ein solcher Fall ist in AUFSTIEG auch bereits vorgekommen: Ein Verein kaufte einen V I 9 >11, trainierte ihn aber nur auf Stufe 10. In der nächsten Saison war der nunmehr mit V II 8 notierte Spieler durch das fehlende Training der Vorsaison nur noch bis zu der im Vorjahr erreichten Stufe 10 trainierbar, was sein Manager übersehen hatte - die Sondereigenschaft war 'mangels Pflege' zerfallen.
tTs "müssen" übrigens nicht nur nicht mehr eingespielt werden, sie "können" auch nicht eingespielt werden - das sollte man explizit betonen, da es ja schließlich um die kostenlose Produktion von 2 bzw. 4 WP geht.
§29: Transferliste
Ganz viel Oberfoul-Regeltext (der Spieler gehört während seiner Transferlistenzeit nicht dem Mannschaftskader an, kann keine Sperren absitzen usw.). Versteigert wird ebenfalls 'pfohlsch', aber dem Besitzer fließen maximal der RWP-Handelswert des Spielers plus 20 kKj. pro Stufe des Spielers zu.
(Kann man eigentlich mit einem zu hohen Sperrgebot eigenes Geld 'vernichten', wenn man mehr bietet, als man wiederbekommen darf?)
Auch die Reihenfolge der Spieler des Angebotes ist geregelt: Sortiert nach absteigenden NL-Werten (bei Patt wird gelost). Gunthart Thamm wird sich freuen.
§30: Private Geschäfte
Sehr schön umgeht Mike die Pluralbildung des Wortes 'Handel' - muß ich mir merken.
Der Absatz ist recht kurz: Durch die Phaseneinteilung (maximal 1 Handel pro Phase) bleibt auch nicht mehr viel zu regeln übrig. Die Handelsperre dauert 4 Runden, der GM darf Mauscheleien unterbinden.
§30: Verkäufe an die Nichtliga
Auch hier wieder viel Oberfoul- bzw. AUFSTIEG-Text, etwas nach oben abgerundet.
tT sind mit einem NL-Wert von 120 kKj/Stufe notiert. Leider ist ausgerechnet hier das Beispiel MA I 10 falsch, der nach dem neuen A-Ansatz eben gerade nicht 880, sondern 960 kKj wert sein soll. Wie immer steht nicht drin, ob sich die DP-Reduzierung des NL-Wertes auf den Preis pro Stufe oder den Gesamtpreis bezieht.
§32: Spionage
Die gibt es noch. Für 1 WP erfährt man die Reihengesamtwertungen (mit Härte und HV, aber ohne Platzverweis-Effekte) beider beobachteten Teams. Insbesondere also auch den Ausputzer.
Der Manager muß eine an sich selbst adressierte und (ausreichend?) frankierte Postkarte beilegen - andernfalls erzählt der GM dem Manager das Ergebnis irgendwann, "wenn er ihn trifft o.ä." .
§33: Rundeneinnahmen, Siegprämien, Zinsen
Bekannte Werte: 20 kDM (pro Liga-Punkt - ähem, so darf man ja leider nicht mehr sagen, also), pro Unentschieden, 40 für einen Sieg, 100 als Basis-Einnahme.
Mike besteht nach wie vor darauf, Zinsen am höchsten Minus-Stand der Runde festzumachen und den in allen anderen Ligasystemen üblichen (und sogar in United3 explizit beschriebenen!) kurzfristigen kostenfreien Überziehungskredit innerhalb einer Runde zu ignorieren.
§34: Auswertungsfehler
Jaja, dieser Autor schreckt wirklich vor nichts zurück!
Der GM bemüht sich, allfällige Katastrophen "möglichst" ohne Unterbrechung zu beheben und hofft auf sofortige Reaktion der Manager, falls irgendwas nicht stimmt.
§35: Die Auswertungserstellung
Das ist nun ein Absatz, den ich in dieser Vollständigkeit noch nirgendwo gefunden habe. Er geht teilweise weit über United hinaus und betrifft allgemeine Aspekte des GMings.
Hier steht zunächst mal drin, daß Teamdaten grundsätzlich geheim sind, daß man aber raten kann.
Eine Auswertung samt Veröffentlichung unterteilt sich in die Rubriken
Berichtigungen (von Auswertefehlern),
Verspätungen (Züge, die nach ZAT noch angenommen wurden!),
NMRs (und entsprechendes Training),
Managerwechsel (und Adreßänderungen - wird permanent bis zum Erscheinen des nächsten Saison-Info veröffentlicht, damit jeder Manager jederzeit komplette Daten hat),
Neue Talente (in welcher Reihenfolge, wird hier nicht festgelegt),
Training (natürlich nur Anmerkungen bezüglich Fehlern von Managern),
Spiele (ggf. mit Berichten und Kommentaren zur Lage in der Liga),
NL-Verkäufe (alle Spielerdaten werden veröffentlicht!),
Privater Handel (auch hier sind alle Daten offen!),
GM-Angebot (inklusive der aktuell gültigen RWP-Handelswerttabelle),
Transferliste (fehlende Werte sind Null, es könnte also ein 'S' angeboten werden - das wäre dann wohl ein S nT 0 ...),
"Ted Uni meint" (Presse und Kommentare von Managern - Team-Details werden ggf. ausgeblendet bzw. der Team-Name weggelassen),
Managerfehler (sonstige Unklarheiten, insbesondere formale Fehler wie Zugformat),
Sonstiges (Fragen von Managern, Antworten des GM, Anregungen, Diskussionen) und
Presse (die Spielwiese für die Manager - der GM nimmt keinerlei Stellung dazu, abgesehen von einer Zensur beleidigender oder sonstwie ungeeigneter Veröffentlichungen).
Dieses Kapitel sollte man zur Pflichtlektüre eines jeden United-GMs erheben.
§36: Der Zugabgabetermin
Auch dieses Thema ist dem guten Mike 13 Zeilen wert: Es kann unterschiedliche ZATs für verschiedene Managergruppen geben (wahrscheinlich sind Regionale/Auswärtige gemeint, möglich wären aber auch unterschiedliche ZATs für verschiedene Ligen). Jeder Manager ist für seinen Zug verantwortlich - Weitergabe durch Dritte ist keine Entschuldigung.
Nachträgliche Änderungen sind zulässig, nicht aber solche von Aufstellungen. Da vor den Spielen keine Spielertransfers liegen, kann man damit leben - nur in Ausnahmefällen werde ich mein Training und demzufolge vielleicht meine Aufstellung für einen am Rundenende liegenden Handel ändern wollen.
§37: Bedingte Zugabgabe
... ist auf vorherige Phasen möglich, wenn der Manager die Bedingung nach der Lektüre der entsprechenden Teil-Auswertung (bis zu dieser Phase) selbst auswerten könnte. Bedingungen auf gegnerische NMRs oder ähnliche unzulässige Bedingungen werden ignoriert.
§38: Vorzeitige Zugabgabe
... meint eigentlich etwas ganz anderes, nämlich die Verhinderung eines NMR. Vorausbefehle für diesen Fall sind zulässig (sicher auch bedingte Vorausbefehle), bei längeren Pausen sollte ein Vertreter benannt werden (das ist offenbar kein Standby, d. h. der Originalspieler darf sein Team wieder übernehmen).
Kein aktiver Manager darf für ein fremdes Team den Vertreter spielen.
§39: Fehlende Zugabgabe
Eine komplette Seite beschreibt den Mechanismus, nach dem Stan Dard einen Verein im NMR-Fall führt.
Stan treibt keinen Handel und entdeckt Talente nur zwangsweise. Die Trainings-Regelung ist etwas ungenau - etwa so, wie ich selbst sie gerne verwende ( "So gut wie möglich" ); dabei könnte Mike hier allerdings die RWP-Tabelle verwenden und ein genaues Maß für die Trainingswürdigkeit aller Spieler definieren. Vermutlich kommt das jetzt nach meiner Anregung noch hinein.
Für Aufstellungen kommen die mitgeschriebenen vorherigen Aufstellungen zum Zuge: die häufigste Heim- bzw. Auswärtsaufstellung aus den letzten 3 Spielen dieser Art (aber nicht über einen Saisonwechsel hinweg!) wird möglichst gut angenähert (im Patt-Falle oder in Runde 1 wird eine dieser bzw. irgendeine der möglichen Aufstellungen ausgelost).
Pokalamateure zerfallen bei NMR - dies kann Freilose produzieren. Bei zwei NMRs in Folge oder drei NMRs in einer Saison - abzüglich Poststabs (nur lesbare Poststempel werden analysiert!) - wird der Manager rausgeworfen. Falls möglich geht das Team sofort an einen Standby.
§40 Teams ohne Manager
Wenn man aber eine leere Warteliste hat? Auch hier weiß Mike sich zu helfen. Stan Dards Befugnisse bei solchen Teams werden ein wenig erweitert.
Stan entdeckt baldmöglichst alle Talente, bevorzugt an Positionen möglichst alter Spieler, und spielt sie sofort ein. (Das weiß der Gegner also.) Training erfolgt wie bei NMR. Stan Dard wählt bei der "Übernahme" zwei fixierte Standardaufstellungen (getrennt für Heim- und Auswärtsspiele), die er zudem bei Saisonbeginn wechseln kann.
Stan Dard verkauft "sinnlose" Spieler, "falls möglich" sogar über die Transferliste. Das sind schon recht mutige Ansätze, aber unerläßlich für die "gute" Vereinsführung.
Außerdem bietet Stan Dard auf das GM-Angebot und die Transferliste, und zwar nicht zu knapp: Pro Stufe, die der zu kaufende Spieler ein Team (sofort?) verstärken würde, 10% (mindestens 20 kKj) über den NL-Wert des Spieler. In Runde 3 (mit Referenztabellen-Wert 'Stufe 3') würde Stan für einen M III 6 also 1.3*240 = 312, für einen S I 10 schon 1.7*800 = 1360 kDM bieten. Keine Reichtümer, aber viel, viel sinnvoller als alle bisherigen Ansätze. Angesichts der WP-Armut (10er-Ligen, 2.8 WP/Runde) dürfte das Preisniveau niedrig sein, so daß Stan gute Chancen hat, einen Spieler zu kaufen; durch die Berücksichtigung der Verstärkungswirkung ist es auch unwahrscheinlich, daß Stan Spieler "auf Halde" kauft.
Braucht er auch nicht, da er prinzipiell keine Härte einsetzt. (Würde ich bei dieser Härteregel auch nicht...)
§41: Der Zugabgabeformalismus
Auch hier ist der Geist von Oberfoul (einzelne Zettel pro Phase und Spiel) eingezogen. Die Vor-Sortierung von Zügen erleichtert die Auswertung unzweifelhaft - hoffen wir, daß diese Idee weiter um sich greift.
Ein riesenhaftes Aufstellungsformular (DIN A4 quer!) ist beigelegt, offenbar als Kopiervorlage - zudem auch noch in einer ausgefüllten Variante als Beispiel (eine Erläuterung zur Ausfüllung fehlt ebenfalls nicht).
Die vollständige Beschriftung aller Zettel wird verbindlich verlangt (es drohen nicht nur Geldstrafen, sondern - nach etwas diffusen Kriterien - auch Gelbe Karten gegen einzelne Spieler!).
Telefonische Züge sind nicht möglich! (Sollte ich endlich auch mal einführen ...)
§43 Einstiegsmöglichkeiten
Normalerweise kommt man über die Warteliste an ein neues, managerloses Team. Der GM sagt dem potenziellen Einsteiger ungefähr, was auf ihn zukommt.
Falls es sich um einen Müllhaufen handelt, kann der Einsteiger zu Beginn der nächsten Saison den Neuaufbau beantragen, falls er in der 3. Liga gelandet ist; in höheren Ligen kann der GM dem Verein einen Spieler schenken (!). (Mann, ist der mutig - ich würde mich nie trauen, so etwas zu entscheiden ...)
Der Neuaufbau orientiert sich an dem WP-Durchschnitt der 3. Liga, berechnet aus den besten 8 Spielern aller Teams auf dem Platz. Während der Talenteinspielphase ist der Neuling also gleich gut wie die Konkurrenz; danach kommen die Ersatzspieler der Gegner zum Tragen. Diesen Nachteil kann er aber durch optimale WP-Verteilung zum Teil ausgleichen. Der GM kann dem Neuling auch den Aufbau mehrfachqualifizierter Spieler erlauben (ich nehme an, auch dies wird an Durchschnittswerten der 3. Liga orientiert).
Der Manager erhält also WP-Summen für Alter I, II und III. Es dürfen nur 'normale' Spieler (Alter II bis Stufe 8, Alter III bis Stufe 6) aufgebaut werden; man darf einzelne WPs freiwillig älter machen (z. B. bei 25 WP Alter II und 11 WP Alter III zu empfehlen - der WP auf dem Platz ist sicher mehr als 20 kKj wert).
Kleine Unterlassungssünde: Es steht nicht drin, wieviele Spieler aufgebaut werden müssen. Wenn die Gegner eher schwächlich sind, dann kann ich deren WP aus 8 Spielern vielleicht auch in 7 Spielern unterbringen?
§44: Hinweise für Neueinsteiger
Kleiner United-Kurs: Nicht zuviele Spieler aufbauen (aha - hier steht dann "mindestens 8" ...), möglichst extreme Stufen, Talente sofort integrieren.
§45: Hallenturnier
"Zur Überbrückung der Spielpause zwischen dem Ende der alten und dem Beginn der neuen Saison..." - ja was denn? Ist das nun endlich diese ominöse Runde 1 oder nicht? Und welche Pause denn - Runde 13 geht doch direkt in Runde 0 über?
Wie auch immer: Der GM kann ein Hallenturnier ausschreiben. Es nehmen nur diejenigen Teams daran teil, die sich hierfür angemeldet haben - in der Ausschreibung kann zudem eine beliebige Zulassungsbeschränkung enthalten sein.
In 7 Zeilen versucht der Autor nun, United auf Hallenfußball abzumagern: Kein Ausputzer, nur 6 Feldspieler, nur 1 Spieler pro Reihe notwendig, maximal 6 Härtepunkte, alle Spiele haben Freundschaftsspiel-Charakter (also keine Auswirkungen auf die Spieler und keine direkten Prämien).
Der Spielleiter kann beliebige Preise aussetzen, sowohl für den Turniersieg als auch für sonstige Erfolge z. B. in Gruppenspielen. Wie auch immer die Prämien lauten (dies wird nicht näher beschrieben): Pro DP gegen ein Team wird die Prämie um 1 KDM reduziert. (Auch wenn sie z. B. aus WP besteht!? Sehr merkwürdig.) Nachteile hat eine Teilnahme für ein Team offenbar nicht - keine Verletzungen usw.
Dieses Spiel im Spiele, das Mike erfunden hat, bringt United nichts grundsätzlich Neues - außer einer höchst dubiosen Regel. Was immer der GM als Preis aussetzt: Es kann einerseits die (in den übrigen Regeln peinlichst beachtete) Spielbalance kippen und wird andererseits von denjenigen Teams, die ohne eigenes Verschulden nicht am Hallenturnier teilnehmen durften, schlicht und ergreifend als unfair betrachtet werden. Der Effekt ist derselbe wie bei den von Jürgen Stumpf vorgeschlagenen Prämien für Europapokalteilnehmer: Die Drittligisten schauen in die Röhre. Wenn das die Pause zwischen den Saisons adäquat füllen soll - dann mache ich lieber keine Pause ...
§46: Regelauslegung
Erstens: Der GM hat immer recht. Zweitens: Sollte der GM einmal nicht recht haben - dann haben die Manager die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, ihn darauf mit Kritik und Diskussionsbeiträge hinzuweisen. Jawoll!
§47: Regeländerungen und -ergänzungen
werden im Saison-Info aufgelistet und vor ihrem Inkrafttreten (hoffentlich) rechtzeitig angekündigt, falls möglich, vielleicht, ...
§48: Schlußbemerkungen
sind die Abweichungen von anderen United-Regeln (nach Oberfoul-Vorbild) und die Rösselige Tabelle aller Kombinationen von Reihenwertungen und deren Effekten.
Puh - 19 Seiten sind das geworden. Aber kürzer ging's einfach nicht. Eine solche Regel, in der einfach alles drin steht, zu besprechend, muß zwangsläufig in einem Rundumschlag ausarten.
Jetzt sollte wohl Andre Bronswyk die nächste Iteration der Rössel-Regeln gegenlesen; danach könnten wir uns (in Essen?) wohl tatsächlich mal zusammensetzen und aufsammeln, was in einer Ober- oder Schnittmenge unserer drei Regelfassungen so alles drinstehen könnte. Wenn wir es dann schaffen, keine Inkonsistenz mehr zu haben - das könnte ja vielleicht gehen -, dann käme das Produkt einer allgemeinen deutschen United-Referenzregel wohl schon ziemlich nahe. Ich war wirklich schon mal pessimistischer als in diesem Moment; mit zwei solchen Mitarbeitern könnte das hochgesteckte Ziel ja vielleicht wirklich zu erreichen sein.
Das soll natürlich weitere Mitarbeiter an einem Regeleinigungsprojekt nicht ausschließen. Aber in den bisherigen Monaten habe ich von niemandem außer uns den Eindruck gewonnen, daß er an einer solchen Regel interessiert sein könnte.

References: §3
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 §43
 §4
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§4

§5
 §3

§7

§8
 §48

§9
 §48

§10
 §28
 §25
 §42
 §15
 §15

§13

§14

§15

§17

§18

§19

§20

§21

§22

§23

§24

§25

§26
 §32
 §16

§27

§28

§29

§30

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§33

§34

§35

§36

§37

§38

§39

§40

§41

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§45

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§48