Source: http://www.juraforum.de/lexikon/kirchliches-selbstbestimmungsrecht
Timestamp: 2017-07-27 00:49:23+00:00

Document:
Kirchliches Selbstbestimmungsrecht: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Neueintrag für Anwälte	Kirchliches SelbstbestimmungsrechtLexikon | Jetzt kommentieren(1) Teilen Twittern E-Mail
Erklärung zum Begriff Kirchliches SelbstbestimmungsrechtDas kirchliche Selbstbestimmungsrecht oder die Kirchenfreiheit ist ein Recht mit Verfassungsrang, das das deutsche Grundgesetz allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gewährt und das diesen Freiheit von staatlicher Einmischung garantiert. Vereinzelt wird es auch als religionsgemeinschaftliches Selbstbestimmungsrecht bezeichnet. Es ist neben dem Grundrecht der Religionsfreiheit und dem Prinzip der Trennung von Staat und Kirche ein Grundpfeiler des deutschen Staatskirchenrechts.
5.1 Einzelfälle
5.2 Eigene Angelegenheiten
5.3 Schranken des für alle geltenden Gesetzes
6 Rechtsqualität und gerichtliche Geltendmachung
Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht war schon in der Paulskirchenverfassung von 1849 enthalten. § 147 Abs. 1 lautete: "Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig, bleibt aber den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen." Sogar ohne diesen Gesetzesvorbehalt findet es sich auch in der preußischen Verfassung von 1848/1850 (Art. 12: "Die evangelische und die römisch-katholische Kirche, so wie jede andere Religionsgesellschaft, ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig und bleibt im Besitz und Genuß der für ihre Kultus-, Unterrichts- und Wohlthätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonds."). Im Kulturkampf wurde gegen dieses Recht allerdings systematisch verstoßen.
Wegen des Zusammenhangs mit dem Trennungsprinzip spricht man auch vom kirchlichen Selbstbestimmungsrecht und nicht wie bei Gemeinden oder Universitäten, die Teil des Staates sind, von einem Selbstverwaltungsrecht: Religionsgemeinschaften sind, unabhängig von ihrer Rechtsform, nicht nur organisatorisch vom Staat getrennt, sondern gehören ihm nicht an. Anders als bei der Selbstverwaltung gibt es daher keine Staatsaufsicht über Religionsgemeinschaften. Das gilt auch für Religionsgemeinschaften, die Körperschaft des öffentlichen Rechts sind ("Körperschaftsstatus"). Die abweichende Korrelatentheorie, die in der Weimarer Republik vertreten wurde, stellte der Sache nach eine Fortsetzung des landesherrlichen Kirchenregiments unter umgekehrten Vorzeichen dar und ist später aufgegeben worden.
Wenn Art. 138 Abs. 2 WRV davon spricht, "Das Eigentum und andere Rechte der Religionsgesellschaften [...] an ihren [...] Anstalten, Stiftungen" werde gewährleistet, so kommt in dieser Aufzählung zum Ausdruck, dass auch Stiftungen und Anstalten als Teil der Religionsgemeinschaft verstanden werden. Sie werden daher vom Selbstbestimmungsrecht mit umfasst, denn die Schaffung solcher rechtlich selbständiger Organisationsformen ist gerade auch Ausdruck der Selbstbestimmung.
Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht hat für die Rechtsordnung weitreichende Folgen. Versuche staatlicher Einflussnahme auf kirchliche Lehre, Ämterbesetzung, Liturgie usw. kommen in der Praxis kaum vor. In anderen Bereichen dagegen mussten Eingriffe des Staates vom Bundesverfassungsgericht in teils Aufsehen erregenden Entscheidungen zurückgewiesen werden.
Die Abwägung des Selbstbestimmungsrechts mit kollidierenden Grundrechten Dritter (praktische Konkordanz) kann im Einzelfall schwierig sein. Sie wird dadurch erleichtert, dass die kirchenrechtlichen Regelungen den staatlichen teilweise ähneln (vgl. etwa die römisch-katholische Anordnung über den kirchlichen Datenschutz oder die Mitarbeitervertretungsgesetze) oder für Dritte sogar günstiger sind (Höhe der Arbeitsentgelte). Im Vertrauen hierauf schränkt der Gesetzgeber das Selbstbestimmungsrecht oft nicht auf das gerade noch zulässige Maß ein, sondern lässt den Religionsgemeinschaften eine gewisse Freiheit ("das kirchliche Recht wird das staatliche nicht kränken"). Einen schonenden Ausgleich zwischen staatlicher Souveränität und kirchlichem Selbstbestimmungsrecht ermöglichen einvernehmlich abgeschlossene Verträge zwischen Staat und Religionsgemeinschaften.
Kirchenrechtliche Regelungen bedürfen keiner staatlichen Genehmigung, ebensowenig die interne Organisation einer Religionsgemeinschaft oder die Vermögensverwaltung. Auch eine eigene Kirchengerichtsbarkeit kann eingesetzt werden (vgl. z.B. Offizial; Verwaltungsgerichtshof der Union Evangelischer Kirchen; Kirchengericht und Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland). Wer Mitglied einer Religionsgemeinschaft ist, bestimmt nur diese selbst, nicht der Staat. Der Kirchenaustritt ist aber durch Ländergesetze geregelt.
Auf das Selbstbestimmungsrecht gehen die besonderen Loyalitätspflichten des Arbeitsrechtes der Religionsgemeinschaften ebenso zurück wie der Ausschluss der Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes für Religionsgemeinschaften. Diese haben sich stattdessen eigene kirchenrechtliche Regelungen über Mitarbeitervertretungen gegeben. Die Abwägung des Koalitionsrechts von Arbeitnehmern mit dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht führt zum Ausschluss des Streikrechts der Arbeitnehmer; allerdings entfällt im Gegenzug das Aussperrungsrechts der Religionsgemeinschaften. Anstatt durch Arbeitskampf wird das Arbeitsentgelt daher bei vielen Religionsgemeinschaften durch paritätisch besetzte Kommissionen festgelegt (Dritter Weg). Das Bundesverfassungsgericht hat aus dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht darüber hinaus jedenfalls für religiöse Körperschaften des öffentlichen Rechts die Möglichkeit einer Insolvenz verneint.
Religionsgemeinschaften ordnen und verwalten nach dem Gesetzeswortlaut nur "ihre Angelegenheiten" selbständig. Was eigene und was staatliche Angelegenheiten sind, ist nicht zuletzt vom jeweiligen Verständnis von Staat und Gesellschaft abhängig und wurde daher im Laufe der Zeit unterschiedlich beurteilt. Bei der Abgrenzung spielt das Selbstverständnis der betroffenen Religionsgemeinschaft eine wichtige Rolle.
Schranken des für alle geltenden Gesetzes
Wie jedes Recht ist auch das kirchliche Selbstbestimmungsrecht nicht schrankenlos gewährleistet. Wie die Grundrechte kann es nämlich durch Parlamentsgesetz eingeschränkt werden (vgl. Gesetzesvorbehalt). Allerdings hat der Gesetzgeber das Übermaßverbot zu beachten, darf also das Recht nicht unverhältnismäßig einschränken.
Auslegungsprobleme stellen sich angesichts des besonderen Erfordernisses eines "für alle geltenden" Gesetzes. Die Problematik liegt ähnlich wie bei der Meinungsfreiheit, die nur durch "allgemeines Gesetz" eingeschränkt werden kann. Johannes Heckel verstand darunter "jedes für die Gesamtnation als politische Kultur- und Rechtsgemeinschaft unentbehrliche Gesetz, aber auch nur ein solches Gesetz". Dieser Maßstab hat sich aber gleichermaßen als zu eng und zu weit erwiesen: für die Gesamtnation (angeblich) unentbehrliche Gesetze können höchstes Unrecht enthalten, während die Unentbehrlichkeit bei zahlreichen Regelungen schwer zu begründen ist, die aber nach allgemeiner Ansicht sicherlich auch für Religionsgemeinschaften gelten (etwa Straßenverkehrsregeln). Auch eine Unterscheidung nach inneren und äußeren Angelegenheiten hat sich nicht durchsetzen können. Nach der "Jedermannformel" des Bundesverfassungsgerichts ist ein für alle geltendes Gesetz nur ein solches, das die Religionsgemeinschaft "wie jedermann betrifft". Gesetze, die speziell Religionsgemeinschaften treffen wollen, können also das Selbstbestimmungsrecht grundsätzlich nicht einschränken und sind verfassungswidrig und nichtig. Unzulässig sind insbesondere spezielle staatliche Regelungen der Kirchenaufsicht oder des kirchlichen Ämterrechts. Liegt kein "für alle geltendes Gesetz vor", so kommen aber im Einzelfall verfassungsimmanente Schranken in Betracht.
Rechtsqualität und gerichtliche Geltendmachung
Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht ist ein subjektives öffentliches Recht. Da Art. 137 Abs. 3 WRV Bestandteil des Grundgesetzes ist, teilt es dessen Rang. Alle Gerichte und Verwaltungsbehörden müssen das Selbstbestimmungsrecht (wie auch das übrige Verfassungsrecht) beachten. Normen des einfachen Bundes- oder Landesrechts sind bei Missachtung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts ebenso wie bei anderen Verfassungsverstößen nichtig. Bei formellen (Parlaments-)Gesetzen wird die Nichtigkeit durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der entsprechenden Verfahren festgestellt.
Die Durchsetzbarkeit des Selbstbestimmungsrechts wird aber dadurch erschwert, dass es sich nicht um ein Grundrecht oder grundrechtsgleiches Recht handelt: es ist in Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG nicht aufgeführt, seine Verletzung kann nicht mit der Verfassungsbeschwerde geltend gemacht werden. Die dadurch entstehende Rechtsschutzlücke wird aber abgeschwächt, weil bei Verletzung des Selbstbestimmungsrechts häufig auch eine Verletzung der Religionsfreiheit zumindest möglich erscheint. Damit besteht die erforderliche Beschwerdebefugnis. Ist so die Hürde der Zulässigkeit überwunden, überprüft das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung die angegriffene Maßnahme nicht nur auf Grundrechtsverletzungen, sondern auf alle Verfassungsverstöße. Durch diesen weiten Maßstab in der Begründetheitsprüfung kann also eine Verletzung des Selbstbestimmungsrechts zumeist mittelbar gerügt werden.
Mitwirkende/Autoren: Wikipedia, Gast, isaErstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00Zuletzt editiert von Gast, 17.07.2017 06:55Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL. Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.Nachrichten zu Kirchliches SelbstbestimmungsrechtKündigungserlaubnis für Kirchenmusiker während Elternzeit unzulässig (06.05.2013, 11:10)Regensburg (jur). Ein Kirchenmusiker in Elternzeit darf wegen seiner Wiederverheiratung nicht einfach fristlos gekündigt werden. Der besondere Kündigungsschutz nach dem Elternzeitgesetz ist hier höher zu bewerten, als das kirchliche...Kopftuchverbot in kirchlichen Krankenhäusern zulässig (16.08.2012, 13:48)Hamm (jur). Kirchliche Krankenhäuser dürfen Krankenschwestern das Tragen eines islamischen Kopftuchs verbieten. Das im Grundgesetz geschützte Selbstbestimmungsrecht der Kirchen ist hier höher zu bewerten, als die Religionsfreiheit der...Grundrechte werden durch Glockengeläut am frühen Morgen nicht verletzt (20.06.2012, 15:08)Das zweiminütige liturgische Glockengeläut der Konradskirche in Remshalden-Geradstetten werktags um 6 Uhr ist für einen Anwohner der Kirche nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zumutbar, und zwar auch unter Berücksichti-gung seiner Grundrechte,...Eröffnung der Forschungsstelle Kirchliches Arbeitsrecht an der Universität Tübingen (09.11.2011, 12:10)Forschungsschwerpunkt ist der Konflikt zwischen kirchlichem Selbstbestimmungsrecht und Koalitionsfreiheit.An der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen ist eine Forschungsstelle Kirchliches Arbeitsrecht gegründet worden, die von dem...Solaranlagen auf Kulturdenkmälern als Beeinträchtigung? (22.09.2011, 09:48)Der 1. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) hat mit Urteil vom 01.09.2011 entschieden, dass durch Fotovoltaikanlagen hervorgerufene Beeinträchtigungen eines Kulturdenkmals wegen des in der Verfassung verankerten Klimaschutzes...Entscheidungen zum Begriff Kirchliches SelbstbestimmungsrechtVG-REGENSBURG, 09.04.2013, RO 9 K 13.212Kündigung während der Elternzeit; "Besonderer Fall" im Sinne von § 18 Abs. 1 Satz 2 BEEG (hier: verneint); Kirchliches Arbeitsverhältnis; Wiederverheiratung nach Scheidung trotz kirchlicher Erstheirat; Kirchliches Selbstbestimmungsrecht; AbwägungsentscheidungVG-REGENSBURG, 09.04.2013, RO 9 K 13.213Kündigung während der Elternzeit; "Besonderer Fall" im Sinne von § 18 Abs. 1 Satz 2 BEEG (hier: verneint); Kirchliches Arbeitsverhältnis; Wiederverheiratung nach Scheidung trotz kirchlicher Erstheirat; Kirchliches Selbstbestimmungsrecht; AbwägungsentscheidungLAG-HAMM, 17.02.2012, 18 Sa 867/11Ein Arbeitgeber, der eine Krankenanstalt in konfessioneller Trägerschaft der Evangelischen Kirche führt, kann einer Krankenschwester im Wege des Weisungsrechts untersagen, während der Arbeitszeit ein islamisches Kopftuch zu tragen.VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 01.09.2011, 1 S 1070/111. In subjektiver Hinsicht ist für die Beurteilung der Frage, ob das Erscheinungsbild eines Kulturdenkmals erheblich beeinträchtigt wird, das Empfinden des für Belange des Denkmalschutzes aufgeschlossenen Durchschnittsbetrachters entscheidend (Bestätigung der Senatsrechtsprechung). Bei Anwendung dieses Maßstabs ist zu beachten, dass...LAG-HAMM, 13.01.2011, 8 Sa 788/101. Weder das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften gem. Art. 140 GG, 137 WRV als solches, noch deren Entscheidung gegen konflikthafte Auseinandersetzungen um die Regelung der Arbeitsbedingungen durch Tarifvertrag und Arbeitskampf und für den "Dritten Weg", noch das Wesen der "Dienstgemeinschaft"...NIEDERSAECHSISCHES-OVG, 16.12.2010, 8 ME 276/101. Auch eine kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts kann der Kirche zuzuordnen sein, mit der Folge, dass Ordnung und Verwaltung der Stiftung durch die Kirche deren durch Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV geschütztem Selbstbestimmungsrecht unterfallen und vor staatlicher Einflussnahme geschützt sind.2. Von Kirchenbehörden...ARBG-BIELEFELD, 03.03.2010, 3 Ca 2958/091. Selbständige kirchliche Einrichtungen, wie Krankenhäuser der evangelischen Kirche, die Diakonie bzw. die diakonischen Werke und die evangelische Landeskirche können als Streitgenossen auf Unterlassung von Streikmaßnahmen klagen.
2. Gewerkschaften haben gegenüber Trägern kirchlicher Einrichtungen und den verfassten Landeskirchen...BVERFG, 28.10.2008, 1 BvR 462/06Für Hochschullehrer ist Kern der Wissenschaftsfreiheit das Recht, ihr Fach in Forschung und Lehre zu vertreten. Soweit staatliche Maßnahmen, die auf ihre Stellung als beamtete Hochschullehrer einwirken, spezifisch wissenschaftsrelevante Aspekte ihrer Tätigkeit betreffen, ist Art. 5 Abs. 3 GG und nicht Art. 33 Abs. 5 GG...
11 - Fün ,f = Bisherige Kommentare zum Begriff (0)
Kirchliches Selbstbestimmungsrecht – Weitere Begriffe im Umkreis
Kirche - Vereinszweck
Die kirchlichen Zwecke einer Körperschaft werden gemäß § 54 AO (Abgabenordnung) definiert. Demzufolge wird der kirchliche Zweck einer Körperschaft angenommen, wenn ihre Tätigkeit auf die selbstlose Förderung einer Religionsgemeinschaft, welche...
Das Kirchengericht der EKD ist das erstinstanzliche Gericht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die maßgeblichen kirchenrechtlichen Regelungen finden sich vor allem in Art. 32 der Grundordnung der EKD und im Kirchengerichtsgesetz...
Der Kirchengerichtshof der EKD ist das zweit- und damit höchstinstanzliche Gericht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die maßgeblichen kirchenrechtlichen Regelungen finden sich vor allem in Art. 32 der Grundordnung der EKD und im...
Kirchenrechtliche Normen, welche grundsätzliche Entscheidungen bezüglich der Organisation und des Aufbaus der Kirche treffen, werden als "Kirchenverfassung" bezeichnet. Die Kirchenverfassungen der einzelnen Kirchen sind sehr unterschiedlich:...
Änderung des Klageantrags oder Klagegrundes nach Eintritt der Rechtshängigkeit.

References: § 147
 Art. 138
 Art. 137
 Art. 93
 § 18
 § 18
 Art. 140
 Art. 140
 Art. 137
 Art. 5
 Art. 33
 § 54
 Art. 32
 Art. 32