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Timestamp: 2016-10-21 18:31:46+00:00

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5C.308/2001 (22.01.2002)
5C.308/2001/min
A.________, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Petra Oehmke, Bahnhofplatz 9, Postfach 976, 8910 Affoltern am Albis,
B.________, Beklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Schweiger, Grosshaus am Kolinplatz 2, 6300 Zug,
A.- Auf Klage von A.________ schied das Kantonsgericht von Zug mit Urteil vom 14. Januar 1998 die Ehe mit B.________ und regelte die Nebenfolgen.
B.- In teilweiser Gutheissung der Berufung von A.________, mit der sie die Neuregelung der Nebenfolgen anstrebte, und in Abweisung der Anschlussberufung von B.________, mit der er die Kostenfolgen anfocht, hob das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 23. Oktober 2001 die Unterhaltsbeitr�ge f�r die beiden 1983 und 1988 geborenen S�hne auf monatlich Fr. 1'000.-- an und verl�ngerte die Unterhaltspflicht f�r den �lteren Sohn bis zum Zeitpunkt, in dem seine Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Dispositivziff. 2.1 bis 2.4). Der Kl�gerin sprach es gest�tzt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.-- zu (Dispositivziff. 3 Abs. 1), den es indexierte (Dispositivziff. 3 Abs. 2 f.). Im Hinblick auf Art. 129 Abs. 3 ZGB stellte es fest, dass der f�r die Deckung des geb�hrenden Unterhalts erforderliche Beitrag Fr. 3'400.-- betr�gt (Dispositivziff. 3 Abs. 4). Weiter stellte es fest, dass es f�r die Bemessung des Unterhaltsbeitrages von einem monatlichen Nettoeinkommen des Beklagten von Fr. 6'688.--, von einem solchen der Kl�gerin von Fr. 0.-- und von der Verm�genslosigkeit der Parteien ausgegangen ist (Dispositiv-ziff. 3 Abs. 5). Schliesslich �berschrieb es der Kl�gerin zu Lasten des Beklagten Fr. 11'100.-- an Vorsorgeguthaben (Dispositivziff.
C.- A.________ beantragt dem Bundesgericht mit Berufung, Dispositivziff. 3 Abs. 1, 4 und 5 sowie Dispositivziff. 5 bis 7 des obergerichtlichen Urteils seien aufzuheben. Als Ersatz f�r Dispositivziff. 3 Abs. 4 des angefochtenen Entscheids sei festzustellen, dass der zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts notwendige Unterhaltsbeitrag monatlich Fr. 4'083.-- ausmache; eventualiter sei das Obergericht in diesem Punkt anzuweisen, den zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts notwendigen Unterhaltsbeitrag abzukl�ren. Im �brigen sei das Verfahren zwecks Sachverhaltserg�nzung und Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Sie stellt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
Es ist keine Berufungsantwort eingeholt worden. Das Obergericht schliesst auf Abweisung der Berufung, soweit auf diese eingetreten werden kann, und verzichtet unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Urteil auf Gegenbemerkungen.
D.- Mit Urteil vom heutigen Tag hat das Bundesgericht die staatsrechtliche Beschwerde der Kl�gerin gegen den obergerichtlichen Entscheid abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist (5P. 427/2001).
1.- a) Gem�ss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG muss in der Berufungsschrift genau angegeben werden, welche Punkte des Entscheids angefochten sind und welche Ab�nderungen beantragt werden. Indem die Kl�gerin verlangt, Dispositivziff. 3 Abs. 1, 4 und 5 sowie Dispositivziff. 5 bis 7 des obergerichtlichen Urteils seien aufzuheben, gibt sie bloss bekannt, welche Anordnungen des angefochtenen Urteils ersetzt werden sollen.
Da in verm�gensrechtlichen Belangen genau bezifferte Berufungsantr�ge gestellt werden m�ssen (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414 f.; 121 III 390 E. 1 S. 392), kann auf die Berufung insoweit nicht eingetreten werden, als die Kl�gerin einen Anteil am Vorschlag des Beklagten und sinngem�ss eine h�here Rente zugesprochen erhalten will. Denn es fehlt am Antrag, was in der Sache zugesprochen werden soll.
Demnach kann auf die Berufung unter diesem Gesichtswinkel betrachtet nur insoweit eingetreten werden, als die Kl�gerin verlangt, unter Ersatz von Dispositivziff. 3 Abs. 4 des angefochtenen Entscheids sei festzustellen, dass der zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts notwendige Unterhaltsbeitrag monatlich Fr. 4'083.-- (oder Fr. 4'093.--?) ausmache.
b) Das Obergericht hat das Existenzminimum der Kl�gerin, das von dieser mit Fr. 4'083.-- beziffert wurde, auf Fr. 3'400.-- (gerundet) reduziert mit der Begr�ndung, der 20-prozentige Zuschlag k�nne bestenfalls auf dem Grundbetrag gew�hrt werden. Selbst das komme hier nicht in Betracht, weil sich das Existenzminimum des Beklagten wegen eines zwischenzeitlich geborenen Kindes erh�ht habe. Die Vorinstanz will den von der Kl�gerin gezogenen Vergleich zwischen aArt. 152 ZGB und Art. 125 ZGB nicht gelten lassen und rechnet der Kl�gerin gem�ss Art. 129 Abs. 3 ZGB bloss Fr. 3'400.-- an.
Ihren Feststellungsantrag begr�ndet die Kl�gerin damit, sie sei in ihrer Eingabe an das Obergericht vom 30. April 1999 gest�tzt auf aArt. 152 ZGB von einem Unterhaltsbedarf in der H�he von Fr. 4'063.-- (?) im Monat ausgegangen (betreibungsrechtlicher Notbedarf plus 20 %). Entgegen der Ansicht des Obergerichts m�sse der "geb�hrende Unterhalt" nach Art. 125 ZGB �ber demjenigen nach aArt. 152 ZGB liegen.
Daher sei der im angefochtenen Urteil festgestellte Unterhaltsbedarf auf Fr. 4'093.-- (oder Fr. 4'083.--?) anzuheben.
c) Zun�chst ist festzuhalten, dass aus aArt. 152 ZGB nichts hergeleitet werden kann, weil diese Bestimmung unter gewissen Voraussetzungen nur bezweckte, die Bed�rftigkeit des Rentengl�ubigers zu vermeiden (BGE 123 III 1 E. 3b/bb S. 4 f.; 121 III 49 E. 1). Bez�glich der Festsetzung der Lebenskosten, die gem�ss Art. 129 Abs. 3 ZGB festzulegen sind, verweist diese Bestimmung auf Art. 125 Abs. 1 ZGB, mithin auf den dort erw�hnten geb�hrenden Unterhalt (Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, N. 57 zu Art. 129 ZGB; I. Schwenzer, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht, I. Schwenzer [Herausg. ], N. 36 zu Art. 129 ZGB). Der geb�hrende Unterhalt gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB bemisst sich nach den Kriterien von Art. 125 Abs. 2 ZGB und kann nur insoweit verlangt werden, als dem Berechtigten nicht zugemutet werden kann, selbst f�r den geb�hrenden Unterhalt zu sorgen (BGE 127 III 136 E. 2 S. 138 f.). Dieser richtet sich in tats�chlicher Hinsicht nach den konkreten Gegebenheiten des Einzelfalls.
Die erforderlichen tats�chlichen Feststellungen kann das Bundesgericht nicht selber treffen (Art. 63 Abs. 2 OG).
Das Obergericht f�hrt zur Begr�ndung aus, wenn die Parteien seit l�ngerer Zeit getrennt gelebt und sich unterschiedliche Lebensstandards eingependelt h�tten, d�rfe derjenige des Ansprechers als Basis seines geb�hrenden Unterhalts genommen werden, wobei dieser das Existenzminimum des Gl�ubigers nicht unterschreiten d�rfe. Da die Kl�gerin zur Lebenshaltung w�hrend der Ehe keine Angaben gemacht habe, ihren geb�hrenden (gegenw�rtigen) Unterhalt nicht n�her dargelegt habe und ihren Ausf�hrungen nur entnommen werden k�nne, dass sie bei verbesserter Einkommenssituation des Beklagten sicher das Existenzminimum gedeckt haben m�chte, sei f�r die Feststellung gem�ss Art. 129 Abs. 3 ZGB auf dieses, mithin auf Fr. 3'400.-- abzustellen. Da die Vorinstanz somit gest�tzt auf ungen�gende tats�chliche Vorbringen von der Feststellung eines h�heren Betrages abgesehen hat und die Kl�gerin weder den Betrag von Fr. 4'083.-- begr�ndet noch sich mit den Entscheidgr�nden des angefochtenen Urteils auseinander setzt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 749), scheitert ihr R�ckweisungsantrag, das Obergericht in diesem Punkt anzuweisen, den zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts notwendigen Beitrag abzukl�ren. Auch bringt sie die f�r eine Sachverhaltserg�nzung erforderlichen Aktenhinweise nicht an (Art. 55 Abs. 1 lit. d und Art. 64 Abs. 1 OG; BGE 115 II 484 E. 2a), weil sie sich bloss auf die vom Obergericht ohne Verletzung der Verfassung als versp�tet erachtete Eingabe vom 30. April 1999 beruft (E. 3a des Urteils zur staatsrechtlichen Beschwerde). Sie hat die Folgen der Beweislosigkeit in einem Bereich des Sachverhalts zu tragen (Art. 8 ZGB), in dem sie beweispflichtig ist und den Beweis auch besser f�hren konnte als der Beklagte.
d) Im vorliegenden Zusammenhang �bersieht die Kl�gerin zudem, dass das Obergericht erkannt hat, sie k�nne sich beschr�nkt selber versorgen. Somit liesse sich schwerlich begr�nden, weshalb der Beklagte auf das Existenzminimum (oder eventuell gar darunter) gesetzt werden soll, w�hrend die Kl�gerin bei verbesserter Einkommenssituation des Beklagten von ihm ihr ganzes Existenzminimum verlangen k�nnte, obwohl sie zumindest �ber eine beschr�nkte Selbstversorgungskapazit�t verf�gt.
2.- Die Kl�gerin beantragt im �brigen, das Verfahren sei zwecks Sachverhaltserg�nzung und Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Ein blosser R�ckweisungsantrag ist dann zul�ssig, wenn das Bundesgericht im Fall der Gutheissung der Berufung kein Endurteil herbeif�hren kann (BGE 106 II 201 E. 1 S. 203; 104 II 209 E. 1 S. 211). Daher ist auf die Berufung insoweit einzutreten, als die Kl�gerin eine Verletzung von Art. 138 Abs. 1 ZGB (E. 3 hiernach) und von Art. 170 ZGB (E. 4 hiernach) r�gt. Denn bei Verletzung des zweitinstanzlichen Novenrechts und der Auskunftspflicht unter Ehegatten k�nnte das Bundesgericht nicht selber entscheiden (vgl. Art. 63 Abs. 2 OG) und m�sste die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts an das Obergericht zur�ckweisen (Art. 64 Abs. 1 OG).
Daran �ndert auch E. 1a hiervor nichts, h�tte doch die R�ckweisung bloss zur Folge, dass die verm�gensrechtlichen Nebenfolgen aufgrund neuer Tatsachen neu beurteilt werden m�ssten.
3.- Die Kl�gerin r�gt als Verletzung von Art. 138 Abs. 1 ZGB, sie habe in ihrer Eingabe vom 30. April 1999 geltend gemacht, der Beklagte sei nicht mehr Angestellter einer zweiten GmbH sondern mittlerweile Gesch�ftsf�hrer einer nachfolgenden dritten GmbH. Er verdiene seither Fr. 11'000.-- im Monat und nicht mehr Fr. 5'088.--. Die entsprechenden Jahresabschl�sse habe das Obergericht nicht einverlangt mit der Begr�ndung, die Tatsachenbehauptungen seien versp�tet erhoben worden; gleichermassen habe es auch angebotene Zeugen nicht vernehmen wollen.
a) Es gilt das neue Recht (Art. 7b Abs. 1 SchlTZGB; BGE 126 III 404 E. 3 S. 405 ff.). Mit R�cksicht auf die existentielle Bedeutung, die eine Scheidung in wirtschaftlicher Hinsicht f�r die Ehegatten hat, stellt Art. 138 Abs. 1 ZGB in prozessrechtlicher Hinsicht sicher, dass im Bereich des Eheg�terrechts und des Ehegattenunterhalts der zweiten Instanz echte und unechte Noven vorgebracht werden k�nnen; insoweit ist der kantonale Gesetzgeber in seiner verfahrensrechtlichen Gesetzgebungsfreiheit eingeschr�nkt. Art. 138 Abs. 1 ZGB sichert einen bundesrechtlichen Minimalstandard und verbietet dem kantonalen Gesetzgeber nicht, Formvorschriften aufzustellen und vorzuschreiben, dass Noven in zweiter Instanz nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vorgebracht werden d�rfen (unver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2001 i.S. H., E. 2a [5C. 76/2001]; Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, N. 1 und 5 ff., 9 ff., 15 ff. und 19 zu Art. 138 ZGB; M. Leuenberger, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht, I. Schwenzer [Herausg. ], N. 1 bis 4 und 6 f. zu Art. 138 ZGB).
Gem�ss � 205 Abs. 2 ZPO/ZG, auf den sich das Obergericht gest�tzt hat, k�nnen in Ehesachen neue Tatsachen und Beweismittel bis zum Abschluss des Schriftenwechsels vorgebracht werden; soweit es sich um sp�ter eingetretene Tatsachen handelt, k�nnen sie noch an der Berufungsverhandlung vorgebracht werden. Nach der vorerw�hnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann nicht gesagt werden, � 205 Abs. 2 ZPO/ZG verstosse gegen Bundesrecht; denn diese Norm bestimmt f�r echte und unechte Noven bloss die Zeitpunkte unterschiedlich, bis zu denen sie vorgebracht werden m�ssen.
b) Die Vorinstanz ist von einem monatlichen Einkommen des Beklagten von Fr. 6'688.-- ausgegangen und hat die Behauptung der Kl�gerin verworfen, der Beklagte verdiene mehr als das Doppelte. Die Kl�gerin erblickt darin eine Verletzung von Art. 138 Abs. 1 ZGB mit der Begr�ndung, sie habe in ihrer Eingabe vom 30. April 1999 (Erg�nzung der Berufung und Anschlussberufungsantwort) dem Obergericht dargelegt, weshalb der Beklagte Fr. 11'000.-- im Monat verdiene. Dieser sei faktisch Eigner der zuletzt gegr�ndeten GmbH; die von ihr angebotenen Zeugen seien nicht einvernommen und die vom Beklagten geforderten Jahresabschl�sse nicht einverlangt worden. Indem das Obergericht diese Beweismittelantr�ge als versp�tet erachtet habe, habe es Art. 138 ZGB verletzt.
Da das Obergericht die kl�gerische Eingabe vom 30. April 1999 ohne Verletzung der Verfassung als versp�tet erachtet hat (E. 3a des Urteils zur staatsrechtlichen Beschwerde), ist weder begr�ndet (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG) noch ersichtlich, weshalb es zu deren Inhalt h�tte Stellung nehmen sollen. �berdies hat die Vorinstanz f�r die kl�gerischen Behauptungen keine Anhaltspunkte gefunden (E. 3.2c S. 8 und E. 4.2 S. 10 unten), im Ergebnis weitere angebotene Beweise somit als nicht stichhaltig erachtet (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 f.), f�r die Einkommensberechnung auf das erstinstanzliche Urteil verwiesen und dieses insoweit zum Inhalt seines eigenen Entscheids gemacht (BGE 119 II 478 E. 1d; 116 II 422 E. 2a). Soweit nicht staatsrechtliche Beschwerde wegen willk�rlicher Beweisw�rdigung zu erheben gewesen w�re (vgl.
E. 3b und 4b des Urteils zur staatsrechtlichen Beschwerde), setzt sich die Kl�gerin auch in ihrer Berufung mit den Begr�ndungen zur H�he des beklagtischen Einkommens weder des angefochtenen Urteils noch des erstinstanzlichen Entscheids rechtsgen�glich auseinander. Daher kann auf ihre Berufung insoweit nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
�ber die fehlende Auseinandersetzung mit den Urteilsmotiven hilft auch der Verweis auf kantonale Akten nicht hinweg (BGE 126 III 198 E. 1d S. 201).
4.- Schliesslich wirft die Kl�gerin dem Obergericht im Zusammenhang mit der Ermittlung ihrer finanziellen Anspr�che eine Verletzung von Art. 170 ZGB vor. Sie habe w�hrend des ganzen erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens vergeblich verlangt, vom Beklagten oder von Dritten seien Ausk�nfte oder Belege zu verlangen, die sie erst in die Lage versetzt h�tten, ihrer Behauptungs- und Substanzierungspflicht nachzukommen.
Ohne entsprechend beschaffte Informationen habe sie z.B.
nicht belegen k�nnen, weshalb die Gesch�ftsliegenschaft des Beklagten zu mehr als 100 % fremdfinanziert werden konnte, wie stark er sich an der zweiten von ihm gef�hrten GmbH beteiligte und welche Anteile er an anderen Gesellschaften hielt. Auch h�tten die Expertisen zur Gesch�ftst�tigkeit des Beklagten nicht auf der Basis von allen einschl�gigen Unterlagen erstellt werden k�nnen. Sie habe in ihrer selber verfassten Eingabe vom 18. Februar 1998 detailliert aufgelistet, was noch abgekl�rt werden m�sse. Ihre Begehren h�tten nicht abgelehnt werden d�rfen mit der Begr�ndung, es w�rden konkrete Angaben fehlen.
a) Gem�ss Art. 170 Abs. 1 ZGB kann jeder Ehegatte vom anderen Auskunft �ber dessen Einkommen, Verm�gen und Schulden verlangen. Auch im Scheidungsverfahren (BGE 117 II 218 E. 6a a.E. S. 229 f.) kann der Richter gest�tzt auf Art. 170 Abs. 2 ZGB die Gegenpartei und Dritte verpflichten, die erforderlichen Ausk�nfte zu erteilen und die notwendigen Urkunden vorzulegen. Diese Bestimmung verlangt, dass der ansprechende Ehegatte im laufenden Verfahren ein Auskunftsbegehren stellt, zu dessen Inhalt die Auflistung der gew�nschten Ausk�nfte oder Dokumente, die zu kl�renden Tatsachen und die Personen geh�ren, die die entsprechenden Informationen beizubringen haben (Schwander, a.a.O. N. 18 f.
und 20 ff. zu Art. 170 ZGB; Br�m/Hasenb�hler, a.a.O. N. 22 f., 25 27 ff. zu Art. 170 ZGB). Diese m�ssen geeignet sein, den behaupteten Anspruch zu beweisen (BGE 118 II 382 E. 4a S. 385 nach Mitte).
b) Die Kl�gerin verweist auf ihre selber verfasste Berufungsschrift vom 14. Februar 1998, die das Obergericht als rechtzeitig erachtet hat. In dieser hat sie mit Beispielen l�ckenhafte Sachverhaltsfeststellungen zum Verm�gen und Einkommen des Beklagten ger�gt, die sie auf fehlende Unterlagen und nicht eingeholte Dokumente zur�ckf�hrt. Gegen Ende dieser Eingabe machte sie zusammenfassend geltend, sie sei als beweispflichtige Partei angesichts l�ckenhafter Akten nicht in der Lage, Beweis zu f�hren; der Beweisnotstand sei k�nstlich produziert. Damit ist eine Verletzung von Art. 170 ZGB durch das Obergericht nicht dargetan:
Im Ergebnis �bt die Kl�gerin allgemein gehaltene Kritik an der Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts und verlangt in keinem einzigen Punkt pr�zis, welche Personen welche Informationen mit welchem Ziel zur Verf�gung stellen m�ssen.
Das Obergericht war aufgrund der kl�gerischen Angaben nicht in der Lage, konkret zu verf�gen. Auch die Rechtsvertreterin der Kl�gerin r�gt vor Bundesgericht bloss, dass die zu den Beteiligungsrechten des Beklagten und zur H�he der Belastung der Gesch�ftsliegenschaft des Beklagten getroffenen Feststellungen l�ckenhaft und dass die Expertisen zum Gesch�ftsverm�gen des Beklagten wenig aussagekr�ftig seien, weil den Experten nicht alle erforderlichen Unterlagen zug�nglich gemacht worden seien. Obwohl es ihr vor Bundesgericht nicht helfen w�rde (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), listet auch sie diejenigen Personen nicht auf, die zu welchem Beweiszweck welche Dokumente beizubringen bzw. Ausk�nfte zu erteilen haben. Die Kl�gerin und ihre Rechtsvertreterin verkennen, dass Art. 170 Abs. 2 ZGB ihnen nur einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Information gew�hrt (BGE 118 II 27 E. 3a S. 28 f.). Mit dieser Bestimmung kann der Richter aber nicht verpflichtet werden, die erforderlichen Informationen und die sie schuldenden Personen selber zu bestimmen. Die Kl�gerin und ihre Rechtsvertreterin scheinen gegenteiliger Meinung zu sein und erblicken in Art. 170 ZGB im Ergebnis eine Regel, die den Richter zu eigenen Sachverhaltsnachforschungen nicht weniger zwingt als die Untersuchungsmaxime, die im Bereich der verm�gensrechtlichen Nebenfolgen bez�glich der Ehegatten im Scheidungsverfahren von Bundesrechts wegen nicht gilt (Art. 139 Abs. 2 ZGB sowie Art. 145 Abs. 1 i.V.m. Art. 144 ZGB e contrario; Leuenberger, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht, I. Schwenzer [Herausg. ], N. 13 zu Art. 139 ZGB, vgl. N. 57 f. zu Art. 137 ZGB; Sutter/Freiburghaus, a.a.O. N. 8 f. zu Art. 145 ZGB).
5.- Da die Voraussetzungen erf�llt sind, kann der Kl�gerin die unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Berufungsverfahren gew�hrt werden (Art. 152 Abs. 1 und 2 OG; BGE 100 IV 230 E. 3 S. 233; 124 I 304 E. 2c); trotz ihres Unterliegens hat sie den Beklagten nicht zu entsch�digen, weil diesem mangels Einholung einer Berufungsantwort keine Kosten entstanden sind (Art. 159 Abs. 2 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 23. Oktober 2001 wird best�tigt.
2.- Das Gesuch der Kl�gerin um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen, und es wird ihr Rechtsanw�ltin Petra Oehmke, Bahnhofplatz 9, Postfach 976, 8910 Affoltern am Albis, als amtliche Rechtsbeist�ndin bestellt.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt, einstweilen jedoch auf die Bundesgerichtskasse genommen.
4.- Rechtsanw�ltin Petra Oehmke, Bahnhofplatz 9, Postfach 976, 8910 Affoltern am Albis, wird aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 1'500.-- ausgerichtet.
5.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 125
 Art. 129
 Art. 55
 Art. 125
 Art. 129
 Art. 125
 Art. 129
 Art. 125
 Art. 129
 Art. 129
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 129
 BGE 
 Art. 64
 BGE 
 Art. 138
 Art. 170
 Art. 63
 Art. 138
 BGE 
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 138
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 145
 Art. 144
e contrario
 Art. 139
 Art. 137
 Art. 145
 BGE