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Timestamp: 2020-07-09 02:04:50+00:00

Document:
Lawbrary | DSG - Bundesgesetz über den Datenschutz
Zweck, Geltungsbereich und Begriffe (1 - 3)
Allgemeine Datenschutzbestimmungen (4 - 11)
Bearbeiten von Personendaten durch private Personen (12 - 15)
Bearbeiten von Personendaten durch Bundesorgane (16 - 25)
Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (26 - 32)
Rechtsschutz (33 - 33)
Strafbestimmungen (34 - 35)
Schlussbestimmungen (36 - 39)
Übergangsbestimmung der Änderung vom 24. März 2006
vom 19. Juni 1992 (Stand am 1. März 2019)
gestützt auf die Artikel 95, 122 und 173 Absatz 2 der Bundesverfassung1,2 nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 23. März 19883,
Die­ses Ge­setz bezweckt den Schutz der Per­sön­lich­keit und der Grund­rech­te von Per­so­nen, über die Da­ten be­ar­bei­tet wer­den.
1Die­ses Ge­setz gilt für das Be­ar­bei­ten von Da­ten na­tür­li­cher und ju­ris­ti­scher Per­so­nen durch:
pri­va­te Per­so­nen;
Bun­des­or­ga­ne.
2Es ist nicht an­wend­bar auf:
Per­so­nen­da­ten, die ei­ne na­tür­li­che Per­son aus­sch­liess­lich zum per­sön­li­chen Ge­brauch be­ar­bei­tet und nicht an Aus­sen­ste­hen­de be­kannt gibt;
Be­ra­tun­gen in den Eid­ge­nös­si­schen Rä­ten und in den par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen;
hän­gi­ge Zi­vil­pro­zes­se, Straf­ver­fah­ren, Ver­fah­ren der in­ter­na­tio­na­len Rechts­hil­fe so­wie staats- und ver­wal­tungs­recht­li­che Ver­fah­ren mit Aus­nah­me ers­tin­stanz­li­cher Ver­wal­tungs­ver­fah­ren;
öf­fent­li­che Re­gis­ter des Pri­vat­rechts­ver­kehrs;
Per­so­nen­da­ten, die das In­ter­na­tio­na­le Ko­mi­tee vom Ro­ten Kreuz be­ar­bei­tet.
Die fol­gen­den Aus­drücke be­deu­ten:
Per­so­nen­da­ten (Da­ten): al­le An­ga­ben, die sich auf ei­ne be­stimm­te oder be­stimm­ba­re Per­son be­zie­hen;
be­trof­fe­ne Per­so­nen: na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen, über die Da­ten be­ar­bei­tet wer­den;
be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten: Da­ten über:
die re­li­gi­ösen, welt­an­schau­li­chen, po­li­ti­schen oder ge­werk­schaft­li­chen An­sich­ten oder Tä­tig­kei­ten,
die Ge­sund­heit, die In­tim­sphä­re oder die Ras­sen­zu­ge­hö­rig­keit,
Mass­nah­men der so­zia­len Hil­fe,
ad­mi­nis­tra­ti­ve oder straf­recht­li­che Ver­fol­gun­gen und Sank­tio­nen;
Per­sön­lich­keitspro­fil: ei­ne Zu­sam­men­stel­lung von Da­ten, die ei­ne Be­ur­tei­lung we­sent­li­cher Aspek­te der Per­sön­lich­keit ei­ner na­tür­li­chen Per­son er­laubt;
Be­ar­bei­ten: je­der Um­gang mit Per­so­nen­da­ten, un­ab­hän­gig von den an­ge­wand­ten Mit­teln und Ver­fah­ren, ins­be­son­de­re das Be­schaf­fen, Auf­be­wah­ren, Ver­wen­den, Um­ar­bei­ten, Be­kannt­ge­ben, Ar­chi­vie­ren oder Ver­nich­ten von Da­ten;
Be­kannt­ge­ben: das Zu­gäng­lich­ma­chen von Per­so­nen­da­ten wie das Ein­sicht­ge­wäh­ren, Wei­ter­ge­ben oder Ver­öf­fent­li­chen;
Da­ten­samm­lung: je­der Be­stand von Per­so­nen­da­ten, der so auf­ge­baut ist, dass die Da­ten nach be­trof­fe­nen Per­so­nen er­schliess­bar sind;
Bun­des­or­ga­ne: Be­hör­den und Dienst­stel­len des Bun­des so­wie Per­so­nen, so­weit sie mit öf­fent­li­chen Auf­ga­ben des Bun­des be­traut sind;
In­ha­ber der Da­ten­samm­lung: pri­va­te Per­so­nen oder Bun­des­or­ga­ne, die über den Zweck und den In­halt der Da­ten­samm­lung ent­schei­den;
Ge­setz im for­mel­len Sinn:
Bun­des­ge­set­ze,
für die Schweiz ver­bind­li­che Be­schlüs­se in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen und von der Bun­des­ver­samm­lung ge­neh­mig­te völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge mit recht­set­zen­dem In­halt;
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
2. Abschnitt: Allgemeine Datenschutzbestimmungen
1Per­so­nen­da­ten dür­fen nur recht­mäs­sig be­ar­bei­tet wer­den.1
2Ih­re Be­ar­bei­tung hat nach Treu und Glau­ben zu er­fol­gen und muss ver­hält­nis­mäs­sig sein.
3Per­so­nen­da­ten dür­fen nur zu dem Zweck be­ar­bei­tet wer­den, der bei der Be­schaf­fung an­ge­ge­ben wur­de, aus den Um­stän­den er­sicht­lich oder ge­setz­lich vor­ge­se­hen ist.
4Die Be­schaf­fung von Per­so­nen­da­ten und ins­be­son­de­re der Zweck ih­rer Be­ar­bei­tung müs­sen für die be­trof­fe­ne Per­son er­kenn­bar sein.2
5Ist für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten die Ein­wil­li­gung der be­trof­fe­nen Per­son er­for­der­lich, so ist die­se Ein­wil­li­gung erst gül­tig, wenn sie nach an­ge­mes­se­ner In­for­ma­ti­on frei­wil­lig er­folgt. Bei der Be­ar­bei­tung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­len muss die Ein­wil­li­gung zu­dem aus­drück­lich er­fol­gen.3
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 5 Richtigkeit der Daten
1Wer Per­so­nen­da­ten be­ar­bei­tet, hat sich über de­ren Rich­tig­keit zu ver­ge­wis­sern. Er hat al­le an­ge­mes­se­nen Mass­nah­men zu tref­fen, da­mit die Da­ten be­rich­tigt oder ver­nich­tet wer­den, die im Hin­blick auf den Zweck ih­rer Be­schaf­fung oder Be­ar­bei­tung un­rich­tig oder un­voll­stän­dig sind.1
2Je­de be­trof­fe­ne Per­son kann ver­lan­gen, dass un­rich­ti­ge Da­ten be­rich­tigt wer­den.
1 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 6 Grenzüberschreitende Bekanntgabe
1Per­so­nen­da­ten dür­fen nicht ins Aus­land be­kannt ge­ge­ben wer­den, wenn da­durch die Per­sön­lich­keit der be­trof­fe­nen Per­so­nen schwer­wie­gend ge­fähr­det wür­de, na­ment­lich weil ei­ne Ge­setz­ge­bung fehlt, die einen an­ge­mes­se­nen Schutz ge­währ­leis­tet.
2Fehlt ei­ne Ge­setz­ge­bung, die einen an­ge­mes­se­nen Schutz ge­währ­leis­tet, so kön­nen Per­so­nen­da­ten ins Aus­land nur be­kannt ge­ge­ben wer­den, wenn:
hin­rei­chen­de Ga­ran­ti­en, ins­be­son­de­re durch Ver­trag, einen an­ge­mes­se­nen Schutz im Aus­land ge­währ­leis­ten;
die be­trof­fe­ne Per­son im Ein­zel­fall ein­ge­wil­ligt hat;
die Be­ar­bei­tung in un­mit­tel­ba­rem Zu­sam­men­hang mit dem Ab­schluss oder der Ab­wick­lung ei­nes Ver­trags steht und es sich um Per­so­nen­da­ten des Ver­trags­part­ners han­delt;
die Be­kannt­ga­be im Ein­zel­fall ent­we­der für die Wah­rung ei­nes über­wie­gen­den öf­fent­li­chen In­ter­es­ses oder für die Fest­stel­lung, Aus­übung oder Durch­set­zung von Rechts­an­sprü­chen vor Ge­richt un­er­läss­lich ist;
die Be­kannt­ga­be im Ein­zel­fall er­for­der­lich ist, um das Le­ben oder die kör­per­li­che In­te­gri­tät der be­trof­fe­nen Per­son zu schüt­zen;
die be­trof­fe­ne Per­son die Da­ten all­ge­mein zu­gäng­lich ge­macht und ei­ne Be­ar­bei­tung nicht aus­drück­lich un­ter­sagt hat;
die Be­kannt­ga­be in­ner­halb der­sel­ben ju­ris­ti­schen Per­son oder Ge­sell­schaft oder zwi­schen ju­ris­ti­schen Per­so­nen oder Ge­sell­schaf­ten, die ei­ner ein­heit­li­chen Lei­tung un­ter­ste­hen, statt­fin­det, so­fern die Be­tei­lig­ten Da­ten­schutz­re­geln un­ter­ste­hen, wel­che einen an­ge­mes­se­nen Schutz ge­währ­leis­ten.
3Der Eid­ge­nös­si­sche Da­ten­schutz- und Öf­fent­lich­keits­be­auf­trag­te (Be­auf­trag­te, Art. 26) muss über die Ga­ran­ti­en nach Ab­satz 2 Buch­sta­be a und die Da­ten­schutz­re­geln nach Ab­satz 2 Buch­sta­be g in­for­miert wer­den. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten die­ser In­for­ma­ti­ons­pflicht.
Art. 7 Datensicherheit
1Per­so­nen­da­ten müs­sen durch an­ge­mes­se­ne tech­ni­sche und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Mass­nah­men ge­gen un­be­fug­tes Be­ar­bei­ten ge­schützt wer­den.
2Der Bun­des­rat er­lässt nä­he­re Be­stim­mun­gen über die Min­dest­an­for­de­run­gen an die Da­ten­si­cher­heit.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Art. 8 Auskunftsrecht
1Je­de Per­son kann vom In­ha­ber ei­ner Da­ten­samm­lung Aus­kunft dar­über ver­lan­gen, ob Da­ten über sie be­ar­bei­tet wer­den.
2Der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung muss der be­trof­fe­nen Per­son mit­tei­len:1
al­le über sie in der Da­ten­samm­lung vor­han­de­nen Da­ten ein­sch­liess­lich der ver­füg­ba­ren An­ga­ben über die Her­kunft der Da­ten;
den Zweck und ge­ge­be­nen­falls die Rechts­grund­la­gen des Be­ar­bei­tens so­wie die Ka­te­go­ri­en der be­ar­bei­te­ten Per­so­nen­da­ten, der an der Samm­lung Be­tei­lig­ten und der Da­ten­emp­fän­ger.
3Da­ten über die Ge­sund­heit kann der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung der be­trof­fe­nen Per­son durch einen von ihr be­zeich­ne­ten Arzt mit­tei­len las­sen.
4Lässt der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung Per­so­nen­da­ten durch einen Drit­ten be­ar­bei­ten, so bleibt er aus­kunfts­pflich­tig. Der Drit­te ist aus­kunfts­pflich­tig, wenn er den In­ha­ber nicht be­kannt gibt oder die­ser kei­nen Wohn­sitz in der Schweiz hat.
5Die Aus­kunft ist in der Re­gel schrift­lich, in Form ei­nes Aus­drucks oder ei­ner Fo­to­ko­pie so­wie kos­ten­los zu er­tei­len. Der Bun­des­rat re­gelt die Aus­nah­men.
6Nie­mand kann im Vor­aus auf das Aus­kunfts­recht ver­zich­ten.
Art. 9 Einschränkung des Auskunftsrechts
1Der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung kann die Aus­kunft ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben, so­weit:
ein Ge­setz im for­mel­len Sinn dies vor­sieht;
es we­gen über­wie­gen­der In­ter­es­sen Drit­ter er­for­der­lich ist.
2Ein Bun­des­or­gan kann zu­dem die Aus­kunft ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben, so­weit:
es we­gen über­wie­gen­der öf­fent­li­cher In­ter­es­sen, ins­be­son­de­re der in­ne­ren oder äus­se­ren Si­cher­heit der Eid­ge­nos­sen­schaft, er­for­der­lich ist;
die Aus­kunft den Zweck ei­ner Stra­fun­ter­su­chung oder ei­nes an­dern Un­ter­su­chungs­ver­fah­rens in Fra­ge stellt.
3So­bald der Grund für die Ver­wei­ge­rung, Ein­schrän­kung oder Auf­schie­bung ei­ner Aus­kunft weg­fällt, muss das Bun­des­or­gan die Aus­kunft er­tei­len, aus­ser dies ist un­mög­lich oder nur mit ei­nem un­ver­hält­nis­mäs­si­gen Auf­wand mög­lich.
4Der pri­va­te In­ha­ber ei­ner Da­ten­samm­lung kann zu­dem die Aus­kunft ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben, so­weit ei­ge­ne über­wie­gen­de In­ter­es­sen es er­for­dern und er die Per­so­nen­da­ten nicht Drit­ten be­kannt gibt.
5Der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung muss an­ge­ben, aus wel­chem Grund er die Aus­kunft ver­wei­gert, ein­schränkt oder auf­schiebt.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Art. 10 Einschränkungen des Auskunftsrechts für Medienschaffende
1Der In­ha­ber ei­ner Da­ten­samm­lung, die aus­sch­liess­lich für die Ver­öf­fent­li­chung im re­dak­tio­nel­len Teil ei­nes pe­ri­odisch er­schei­nen­den Me­di­ums ver­wen­det wird, kann die Aus­kunft ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben, so­weit:
die Per­so­nen­da­ten Auf­schluss über die In­for­ma­ti­ons­quel­len ge­ben;
Ein­blick in Ent­wür­fe für Pu­bli­ka­tio­nen ge­ge­ben wer­den müss­te;
die freie Mei­nungs­bil­dung des Pu­bli­kums ge­fähr­det wür­de.
2Me­dien­schaf­fen­de kön­nen die Aus­kunft zu­dem ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben, wenn ih­nen ei­ne Da­ten­samm­lung aus­sch­liess­lich als per­sön­li­ches Ar­beits­in­stru­ment dient.
Art. 10a Datenbearbeitung durch Dritte
1Das Be­ar­bei­ten von Per­so­nen­da­ten kann durch Ver­ein­ba­rung oder Ge­setz Drit­ten über­tra­gen wer­den, wenn:
die Da­ten nur so be­ar­bei­tet wer­den, wie der Auf­trag­ge­ber selbst es tun dürf­te; und
kei­ne ge­setz­li­che oder ver­trag­li­che Ge­heim­hal­tungs­pflicht es ver­bie­tet.
2Der Auf­trag­ge­ber muss sich ins­be­son­de­re ver­ge­wis­sern, dass der Drit­te die Da­ten­si­cher­heit ge­währ­leis­tet.
3Drit­te kön­nen die­sel­ben Recht­fer­ti­gungs­grün­de gel­tend ma­chen wie der Auf­trag­ge­ber.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 11 Zertifizierungsverfahren
1Um den Da­ten­schutz und die Da­ten­si­cher­heit zu ver­bes­sern, kön­nen die Her­stel­ler von Da­ten­be­ar­bei­tungs­sys­te­men oder -pro­gram­men so­wie pri­va­te Per­so­nen oder Bun­des­or­ga­ne, die Per­so­nen­da­ten be­ar­bei­ten, ih­re Sys­te­me, Ver­fah­ren und ih­re Or­ga­ni­sa­ti­on ei­ner Be­wer­tung durch an­er­kann­te un­ab­hän­gi­ge Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­len un­ter­zie­hen.
2Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über die An­er­ken­nung von Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren und die Ein­füh­rung ei­nes Da­ten­schutz-Qua­li­täts­zei­chens. Er be­rück­sich­tigt da­bei das in­ter­na­tio­na­le Recht und die in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten tech­ni­schen Nor­men.
Art. 11a Register der Datensammlungen
1Der Be­auf­trag­te führt ein Re­gis­ter der Da­ten­samm­lun­gen, das über In­ter­net zu­gäng­lich ist. Je­de Per­son kann das Re­gis­ter ein­se­hen.
2Bun­des­or­ga­ne müs­sen sämt­li­che Da­ten­samm­lun­gen beim Be­auf­trag­ten zur Re­gis­trie­rung an­mel­den.
3Pri­va­te Per­so­nen müs­sen Da­ten­samm­lun­gen an­mel­den, wenn:
re­gel­mäs­sig be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le be­ar­bei­tet wer­den; oder
re­gel­mäs­sig Per­so­nen­da­ten an Drit­te be­kannt ge­ge­ben wer­den.
4Die Da­ten­samm­lun­gen müs­sen an­ge­mel­det wer­den, be­vor sie er­öff­net wer­den.
5Ent­ge­gen den Be­stim­mun­gen der Ab­sät­ze 2 und 3 muss der In­ha­ber von Da­ten­samm­lun­gen sei­ne Samm­lun­gen nicht an­mel­den, wenn:
pri­va­te Per­so­nen Da­ten auf­grund ei­ner ge­setz­li­chen Ver­pflich­tung be­ar­bei­ten;
der Bun­des­rat ei­ne Be­ar­bei­tung von der An­mel­de­pflicht aus­ge­nom­men hat, weil sie die Rech­te der be­trof­fe­nen Per­so­nen nicht ge­fähr­det;
er die Da­ten aus­sch­liess­lich für die Ver­öf­fent­li­chung im re­dak­tio­nel­len Teil ei­nes pe­ri­odisch er­schei­nen­den Me­di­ums ver­wen­det und kei­ne Da­ten an Drit­te wei­ter­gibt, oh­ne dass die be­trof­fe­nen Per­so­nen da­von Kennt­nis ha­ben;
die Da­ten durch Jour­na­lis­ten be­ar­bei­tet wer­den, de­nen die Da­ten­samm­lung aus­sch­liess­lich als per­sön­li­ches Ar­beits­in­stru­ment dient;
er einen Da­ten­schutz­ver­ant­wort­li­chen be­zeich­net hat, der un­ab­hän­gig die be­triebs­in­ter­ne Ein­hal­tung der Da­ten­schutz­vor­schrif­ten über­wacht und ein Ver­zeich­nis der Da­ten­samm­lun­gen führt;
er auf­grund ei­nes Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­rens nach Ar­ti­kel 11 ein Da­ten­schutz-Qua­li­täts­zei­chen er­wor­ben hat und das Er­geb­nis der Be­wer­tung dem Be­auf­trag­ten mit­ge­teilt wur­de.
6Der Bun­des­rat re­gelt die Mo­da­li­tä­ten der An­mel­dung der Da­ten­samm­lun­gen, der Füh­rung und der Ver­öf­fent­li­chung des Re­gis­ters so­wie die Stel­lung und die Auf­ga­ben der Da­ten­schutz­ver­ant­wort­li­chen nach Ab­satz 5 Buch­sta­be e und die Ver­öf­fent­li­chung ei­nes Ver­zeich­nis­ses der In­ha­ber der Da­ten­samm­lun­gen, wel­che nach Ab­satz 5 Buch­sta­ben e und f der Mel­de­pflicht ent­ho­ben sind.
3. Abschnitt: Bearbeiten von Personendaten durch private Personen
Art. 12 Persönlichkeitsverletzungen
1Wer Per­so­nen­da­ten be­ar­bei­tet, darf da­bei die Per­sön­lich­keit der be­trof­fe­nen Per­so­nen nicht wi­der­recht­lich ver­let­zen.
2Er darf ins­be­son­de­re nicht:
Per­so­nen­da­ten ent­ge­gen den Grund­sät­zen der Ar­ti­kel 4, 5 Ab­satz 1 und 7 Ab­satz 1 be­ar­bei­ten;
oh­ne Recht­fer­ti­gungs­grund Da­ten ei­ner Per­son ge­gen de­ren aus­drück­li­chen Wil­len be­ar­bei­ten;
oh­ne Recht­fer­ti­gungs­grund be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le Drit­ten be­kannt­ge­ben.1
3In der Re­gel liegt kei­ne Per­sön­lich­keits­ver­let­zung vor, wenn die be­trof­fe­ne Per­son die Da­ten all­ge­mein zu­gäng­lich ge­macht und ei­ne Be­ar­bei­tung nicht aus­drück­lich un­ter­sagt hat.
Art. 13 Rechtfertigungsgründe
1Ei­ne Ver­let­zung der Per­sön­lich­keit ist wi­der­recht­lich, wenn sie nicht durch Ein­wil­li­gung des Ver­letz­ten, durch ein über­wie­gen­des pri­va­tes oder öf­fent­li­ches In­ter­es­se oder durch Ge­setz ge­recht­fer­tigt ist.
2Ein über­wie­gen­des In­ter­es­se der be­ar­bei­ten­den Per­son fällt ins­be­son­de­re in Be­tracht, wenn die­se:
in un­mit­tel­ba­rem Zu­sam­men­hang mit dem Ab­schluss oder der Ab­wick­lung ei­nes Ver­trags Per­so­nen­da­ten über ih­ren Ver­trags­part­ner be­ar­bei­tet;
mit ei­ner an­de­ren Per­son in wirt­schaft­li­chem Wett­be­werb steht oder tre­ten will und zu die­sem Zweck Per­so­nen­da­ten be­ar­bei­tet, oh­ne die­se Drit­ten be­kannt zu ge­ben;
zur Prü­fung der Kre­dit­wür­dig­keit ei­ner an­de­ren Per­son we­der be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten noch Per­sön­lich­keitspro­fi­le be­ar­bei­tet und Drit­ten nur Da­ten be­kannt gibt, die sie für den Ab­schluss oder die Ab­wick­lung ei­nes Ver­tra­ges mit der be­trof­fe­nen Per­son be­nö­ti­gen;
be­ruf­lich Per­so­nen­da­ten aus­sch­liess­lich für die Ver­öf­fent­li­chung im re­dak­tio­nel­len Teil ei­nes pe­ri­odisch er­schei­nen­den Me­di­ums be­ar­bei­tet;
Per­so­nen­da­ten zu nicht per­so­nen­be­zo­ge­nen Zwe­cken ins­be­son­de­re in der For­schung, Pla­nung und Sta­tis­tik be­ar­bei­tet und die Er­geb­nis­se so ver­öf­fent­licht, dass die be­trof­fe­nen Per­so­nen nicht be­stimm­bar sind;
Da­ten über ei­ne Per­son des öf­fent­li­chen Le­bens sam­melt, so­fern sich die Da­ten auf das Wir­ken die­ser Per­son in der Öf­fent­lich­keit be­zie­hen.
Art. 14 Informationspflicht beim Beschaffen von besonders schützenswerten Personendaten und Persönlichkeitsprofilen
1Der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung ist ver­pflich­tet, die be­trof­fe­ne Per­son über die Be­schaf­fung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­len zu in­for­mie­ren; die­se In­for­ma­ti­ons­pflicht gilt auch dann, wenn die Da­ten bei Drit­ten be­schafft wer­den.
2Der be­trof­fe­nen Per­son sind min­des­tens mit­zu­tei­len:
der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung;
der Zweck des Be­ar­bei­tens;
die Ka­te­go­ri­en der Da­ten­emp­fän­ger, wenn ei­ne Da­ten­be­kannt­ga­be vor­ge­se­hen ist.
3Wer­den die Da­ten nicht bei der be­trof­fe­nen Per­son be­schafft, so hat de­ren In­for­ma­ti­on spä­tes­tens bei der Spei­che­rung der Da­ten oder, wenn die Da­ten nicht ge­spei­chert wer­den, mit ih­rer ers­ten Be­kannt­ga­be an Drit­te zu er­fol­gen.
4Die In­for­ma­ti­ons­pflicht des In­ha­bers der Da­ten­samm­lung ent­fällt, wenn die be­trof­fe­ne Per­son be­reits in­for­miert wur­de oder, in Fäl­len nach Ab­satz 3, wenn:
die Spei­che­rung oder die Be­kannt­ga­be der Da­ten aus­drück­lich im Ge­setz vor­ge­se­hen ist; oder
die In­for­ma­ti­on nicht oder nur mit un­ver­hält­nis­mäs­si­gem Auf­wand mög­lich ist.
5Der In­ha­ber der Da­ten­samm­lung kann die In­for­ma­ti­on un­ter den in Ar­ti­kel 9 Ab­sät­ze 1 und 4 ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben.
Art. 15 Rechtsansprüche
1Kla­gen zum Schutz der Per­sön­lich­keit rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 28, 28a so­wie 28l des Zi­vil­ge­setz­buchs2. Die kla­gen­de Par­tei kann ins­be­son­de­re ver­lan­gen, dass die Da­ten­be­ar­bei­tung ge­sperrt wird, kei­ne Da­ten an Drit­te be­kannt ge­ge­ben oder die Per­so­nen­da­ten be­rich­tigt oder ver­nich­tet wer­den.
2Kann we­der die Rich­tig­keit noch die Un­rich­tig­keit von Per­so­nen­da­ten dar­ge­tan wer­den, so kann die kla­gen­de Par­tei ver­lan­gen, dass bei den Da­ten ein ent­spre­chen­der Ver­merk an­ge­bracht wird.
3Die kla­gen­de Par­tei kann zu­dem ver­lan­gen, dass die Be­rich­ti­gung, die Ver­nich­tung, die Sper­re, na­ment­lich die Sper­re der Be­kannt­ga­be an Drit­te, der Ver­merk über die Be­strei­tung oder das Ur­teil Drit­ten mit­ge­teilt oder ver­öf­fent­licht wird.
4Über Kla­gen zur Durch­set­zung des Aus­kunfts­rechts ent­schei­det das Ge­richt im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach der Zi­vil­pro­zess­ord­nung vom 19. De­zem­ber 20083.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 14 der Zi­vil­pro­zess­ord­nung vom 19. Dez. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 1739; BBl 2006 7221).
4. Abschnitt: Bearbeiten von Personendaten durch Bundesorgane
Art. 16 Verantwortliches Organ und Kontrolle
1Für den Da­ten­schutz ist das Bun­des­or­gan ver­ant­wort­lich, das die Per­so­nen­da­ten in Er­fül­lung sei­ner Auf­ga­ben be­ar­bei­tet oder be­ar­bei­ten lässt.
2Be­ar­bei­ten Bun­des­or­ga­ne Per­so­nen­da­ten zu­sam­men mit an­de­ren Bun­des­or­ga­nen, mit kan­to­na­len Or­ga­nen oder mit Pri­va­ten, so kann der Bun­des­rat die Kon­trol­le und Ver­ant­wor­tung für den Da­ten­schutz be­son­ders re­geln.2
Art. 17 Rechtsgrundlagen
1Or­ga­ne des Bun­des dür­fen Per­so­nen­da­ten be­ar­bei­ten, wenn da­für ei­ne ge­setz­li­che Grund­la­ge be­steht.
2Be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten so­wie Per­sön­lich­keitspro­fi­le dür­fen sie nur be­ar­bei­ten, wenn ein Ge­setz im for­mel­len Sinn es aus­drück­lich vor­sieht oder wenn aus­nahms­wei­se:
es für ei­ne in ei­nem Ge­setz im for­mel­len Sinn klar um­schrie­be­ne Auf­ga­be un­ent­behr­lich ist;
der Bun­des­rat es im Ein­zel­fall be­wil­ligt, weil die Rech­te der be­trof­fe­nen Per­son nicht ge­fähr­det sind; oder
die be­trof­fe­ne Per­son im Ein­zel­fall ein­ge­wil­ligt oder ih­re Da­ten all­ge­mein zu­gäng­lich ge­macht und ei­ne Be­ar­bei­tung nicht aus­drück­lich un­ter­sagt hat.1
Art. 17a Automatisierte Datenbearbeitung im Rahmen von Pilotversuchen
1Der Bun­des­rat kann, nach­dem er die Stel­lung­nah­me des Be­auf­trag­ten ein­ge­holt hat, vor In­kraft­tre­ten ei­nes Ge­set­zes im for­mel­len Sinn die au­to­ma­ti­sier­te Be­ar­bei­tung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­len be­wil­li­gen, wenn:
die Auf­ga­ben, die die­se Be­ar­bei­tung er­for­der­lich ma­chen, in ei­nem Ge­setz im for­mel­len Sinn ge­re­gelt sind;
aus­rei­chen­de Mass­nah­men zur Ver­hin­de­rung von Per­sön­lich­keits­ver­let­zun­gen ge­trof­fen wer­den;
die prak­ti­sche Um­set­zung ei­ner Da­ten­be­ar­bei­tung ei­ne Test­pha­se vor dem In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes im for­mel­len Sinn zwin­gend er­for­dert.
2Die prak­ti­sche Um­set­zung ei­ner Da­ten­be­ar­bei­tung kann ei­ne Test­pha­se dann zwin­gend er­for­dern, wenn:
die Er­fül­lung ei­ner Auf­ga­be tech­ni­sche Neue­run­gen er­for­dert, de­ren Aus­wir­kun­gen zu­nächst eva­lu­iert wer­den müs­sen;
die Er­fül­lung ei­ner Auf­ga­be be­deu­ten­de or­ga­ni­sa­to­ri­sche oder tech­ni­sche Mass­nah­men er­for­dert, de­ren Wirk­sam­keit zu­nächst ge­prüft wer­den muss, ins­be­son­de­re bei der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Or­ga­nen des Bun­des und der Kan­to­ne; oder
sie die Über­mitt­lung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­len an kan­to­na­le Be­hör­den mit­tels ei­nes Ab­ruf­ver­fah­rens er­for­dert.
3Der Bun­des­rat re­gelt die Mo­da­li­tä­ten der au­to­ma­ti­sier­ten Da­ten­be­ar­bei­tung in ei­ner Ver­ord­nung.
4Das zu­stän­di­ge Bun­des­or­gan legt dem Bun­des­rat spä­tes­tens in­nert zwei Jah­ren nach In­be­trieb­nah­me des Pi­lot­sys­tems einen Eva­lua­ti­ons­be­richt vor. Es schlägt dar­in die Fort­füh­rung oder die Ein­stel­lung der Be­ar­bei­tung vor.
5Die au­to­ma­ti­sier­te Da­ten­be­ar­bei­tung muss in je­dem Fall ab­ge­bro­chen wer­den, wenn in­nert fünf Jah­ren nach der In­be­trieb­nah­me des Pi­lot­sys­tems kein Ge­setz im for­mel­len Sinn in Kraft ge­tre­ten ist, wel­ches die er­for­der­li­che Rechts­grund­la­ge um­fasst.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006 (AS 2006 4873; BBl 2003 2101, 2006 3547). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 15. Dez. 2006 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 18 Beschaffen von Personendaten
1Bei sys­te­ma­ti­schen Er­he­bun­gen, na­ment­lich mit Fra­ge­bo­gen, gibt das Bun­des­or­gan den Zweck und die Rechts­grund­la­ge des Be­ar­bei­tens, die Ka­te­go­ri­en der an der Da­ten­samm­lung Be­tei­lig­ten und der Da­ten­emp­fän­ger be­kannt.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 18a Informationspflicht beim Beschaffen von Personendaten
1Bun­des­or­ga­ne sind ver­pflich­tet, die be­trof­fe­ne Per­son über die Be­schaf­fung von Per­so­nen­da­ten zu in­for­mie­ren; die­se In­for­ma­ti­ons­pflicht gilt auch dann, wenn die Da­ten bei Drit­ten be­schafft wer­den.
die Ka­te­go­ri­en der Da­ten­emp­fän­ger, wenn ei­ne Da­ten­be­kannt­ga­be vor­ge­se­hen ist;
das Aus­kunfts­recht nach Ar­ti­kel 8;
die Fol­gen ei­ner Wei­ge­rung der be­trof­fe­nen Per­son, die ver­lang­ten Per­so­nen­da­ten an­zu­ge­ben.
4Die In­for­ma­ti­ons­pflicht der Bun­des­or­ga­ne ent­fällt, wenn die be­trof­fe­ne Per­son be­reits in­for­miert wur­de oder, in Fäl­len nach Ab­satz 3, wenn:
5Wenn die In­for­ma­ti­ons­pflicht die Wett­be­werbs­fä­hig­keit ei­nes Bun­des­or­ga­nes be­ein­träch­ti­gen wür­de, so kann sie der Bun­des­rat auf die Be­schaf­fung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten und von Per­sön­lich­keitspro­fi­len be­schrän­ken.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Art. 18b Einschränkung der Informationspflicht
1Bun­des­or­ga­ne kön­nen die In­for­ma­ti­on un­ter den in Ar­ti­kel 9 Ab­sät­ze 1 und 2 ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen ver­wei­gern, ein­schrän­ken oder auf­schie­ben.
2So­bald der Grund für die Ver­wei­ge­rung, Ein­schrän­kung oder Auf­schie­bung weg­fällt, sind die Bun­des­or­ga­ne durch die In­for­ma­ti­ons­pflicht ge­bun­den, aus­ser die­se ist un­mög­lich oder nur mit ei­nem un­ver­hält­nis­mäs­si­gen Auf­wand zu er­fül­len.
Art. 19 Bekanntgabe von Personendaten
1Bun­des­or­ga­ne dür­fen Per­so­nen­da­ten nur be­kannt ge­ben, wenn da­für ei­ne Rechts­grund­la­ge im Sin­ne von Ar­ti­kel 17 be­steht oder wenn:1
die Da­ten für den Emp­fän­ger im Ein­zel­fall zur Er­fül­lung sei­ner ge­setz­li­chen Auf­ga­be un­ent­behr­lich sind;
die be­trof­fe­ne Per­son ih­re Da­ten all­ge­mein zu­gäng­lich ge­macht und ei­ne Be­kannt­ga­be nicht aus­drück­lich un­ter­sagt hat; oder
der Emp­fän­ger glaub­haft macht, dass die be­trof­fe­ne Per­son die Ein­wil­li­gung ver­wei­gert oder die Be­kannt­ga­be sperrt, um ihm die Durch­set­zung von Rechts­an­sprü­chen oder die Wahr­neh­mung an­de­rer schutz­wür­di­ger In­ter­es­sen zu ver­weh­ren; der be­trof­fe­nen Per­son ist vor­her wenn mög­lich Ge­le­gen­heit zur Stel­lung­nah­me zu ge­ben.
1bisBun­des­or­ga­ne dür­fen im Rah­men der be­hörd­li­chen In­for­ma­ti­on der Öf­fent­lich­keit von Am­tes we­gen oder ge­stützt auf das Öf­fent­lich­keits­ge­setz vom 17. De­zem­ber 20044 auch Per­so­nen­da­ten be­kannt ge­ben, wenn:
die be­tref­fen­den Per­so­nen­da­ten im Zu­sam­men­hang mit der Er­fül­lung öf­fent­li­cher Auf­ga­ben ste­hen; und
an de­ren Be­kannt­ga­be ein über­wie­gen­des öf­fent­li­ches In­ter­es­se be­steht.5
2Bun­des­or­ga­ne dür­fen auf An­fra­ge Na­me, Vor­na­me, Adres­se und Ge­burts­da­tum ei­ner Per­son auch be­kannt ge­ben, wenn die Vor­aus­set­zun­gen von Ab­satz 1 nicht er­füllt sind.
3Bun­des­or­ga­ne dür­fen Per­so­nen­da­ten durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren zu­gäng­lich ma­chen, wenn dies aus­drück­lich vor­ge­se­hen ist. Be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten so­wie Per­sön­lich­keitspro­fi­le dür­fen nur durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren zu­gäng­lich ge­macht wer­den, wenn ein Ge­setz im for­mel­len Sinn es aus­drück­lich vor­sieht.6
3bisBun­des­or­ga­ne dür­fen Per­so­nen­da­ten mit­tels au­to­ma­ti­sier­ter In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­te je­der­mann zu­gäng­lich ma­chen, wenn ei­ne Rechts­grund­la­ge die Ver­öf­fent­li­chung die­ser Da­ten vor­sieht oder wenn sie ge­stützt auf Ab­satz 1bis In­for­ma­tio­nen der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ma­chen. Be­steht das öf­fent­li­che In­ter­es­se an der Zu­gäng­lich­ma­chung nicht mehr, so sind die be­tref­fen­den Da­ten wie­der aus dem au­to­ma­ti­sier­ten In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­dienst zu ent­fer­nen.7
4 Das Bun­des­or­gan lehnt die Be­kannt­ga­be ab, schränkt sie ein oder ver­bin­det sie mit Auf­la­gen, wenn:
we­sent­li­che öf­fent­li­che In­ter­es­sen oder of­fen­sicht­lich schutz­wür­di­ge In­ter­es­sen ei­ner be­trof­fe­nen Per­son es ver­lan­gen oder
ge­setz­li­che Ge­heim­hal­tungs­pflich­ten oder be­son­de­re Da­ten­schutz­vor­schrif­ten es ver­lan­gen.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
4 SR 152.3
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963).
6 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963).
Art. 20 Sperrung der Bekanntgabe
1Ei­ne be­trof­fe­ne Per­son, die ein schutz­wür­di­ges In­ter­es­se glaub­haft macht, kann vom ver­ant­wort­li­chen Bun­des­or­gan ver­lan­gen, dass es die Be­kannt­ga­be von be­stimm­ten Per­so­nen­da­ten sperrt.
2Das Bun­des­or­gan ver­wei­gert die Sper­rung oder hebt sie auf, wenn:
ei­ne Rechts­pflicht zur Be­kannt­ga­be be­steht; oder
die Er­fül­lung sei­ner Auf­ga­be sonst ge­fähr­det wä­re.
3Die Sper­rung steht un­ter dem Vor­be­halt von Ar­ti­kel 19 Ab­satz 1bis.1
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963).
Art. 21 Angebot von Unterlagen an das Bundesarchiv
1In Über­ein­stim­mung mit dem Ar­chi­vie­rungs­ge­setz vom 26. Ju­ni 19982 bie­ten die Bun­des­or­ga­ne dem Bun­de­sar­chiv al­le Per­so­nen­da­ten an, die sie nicht mehr stän­dig be­nö­ti­gen.
2Die Bun­des­or­ga­ne ver­nich­ten die vom Bun­de­sar­chiv als nicht ar­chiv­wür­dig be­zeich­ne­ten Per­so­nen­da­ten, aus­ser wenn die­se:
an­ony­mi­siert sind;
zu Be­weis- oder Si­cher­heits­zwe­cken oder zur Wah­rung der schutz­wür­di­gen In­ter­es­sen der be­trof­fe­nen Per­son auf­be­wahrt wer­den müs­sen.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Art. 22 Bearbeiten für Forschung, Planung und Statistik
1Bun­des­or­ga­ne dür­fen Per­so­nen­da­ten für nicht per­so­nen­be­zo­ge­ne Zwe­cke, ins­be­son­de­re für For­schung, Pla­nung und Sta­tis­tik be­ar­bei­ten, wenn:
die Da­ten an­ony­mi­siert wer­den, so­bald es der Zweck des Be­ar­bei­tens er­laubt;
der Emp­fän­ger die Da­ten nur mit Zu­stim­mung des Bun­des­or­gans wei­ter­gibt; und
die Er­geb­nis­se so ver­öf­fent­licht wer­den, dass die be­trof­fe­nen Per­so­nen nicht be­stimm­bar sind.
2Die An­for­de­run­gen der fol­gen­den Be­stim­mun­gen müs­sen nicht er­füllt sein:
Ar­ti­kel 4 Ab­satz 3 über den Zweck des Be­ar­bei­tens
Ar­ti­kel 17 Ab­satz 2 über die Rechts­grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten und Per­sön­lich­keitspro­fi­len;
Ar­ti­kel 19 Ab­satz 1 über die Be­kannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten.
Art. 23 Privatrechtliche Tätigkeit von Bundesorganen
1Han­delt ein Bun­des­or­gan pri­vat­recht­lich, so gel­ten die Be­stim­mun­gen für das Be­ar­bei­ten von Per­so­nen­da­ten durch pri­va­te Per­so­nen.
2Die Auf­sicht rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen für Bun­des­or­ga­ne.
1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 31 des BG vom 21. März 1997 über Mass­nah­men zur Wah­rung der in­ne­ren Si­cher­heit mit Wir­kung seit 1. Ju­li 1998 (AS 1998 1546; BBl 1994 II 1127).
Art. 25 Ansprüche und Verfahren
1Wer ein schutz­wür­di­ges In­ter­es­se hat, kann vom ver­ant­wort­li­chen Bun­des­or­gan ver­lan­gen, dass es:
das wi­der­recht­li­che Be­ar­bei­ten von Per­so­nen­da­ten un­ter­lässt;
die Fol­gen ei­nes wi­der­recht­li­chen Be­ar­bei­tens be­sei­tigt;
die Wi­der­recht­lich­keit des Be­ar­bei­tens fest­stellt.
2Kann we­der die Rich­tig­keit noch die Un­rich­tig­keit von Per­so­nen­da­ten be­wie­sen wer­den, so muss das Bun­des­or­gan bei den Da­ten einen ent­spre­chen­den Ver­merk an­brin­gen.
3Der Ge­such­stel­ler kann ins­be­son­de­re ver­lan­gen, dass das Bun­des­or­gan:
Per­so­nen­da­ten be­rich­tigt, ver­nich­tet oder die Be­kannt­ga­be an Drit­te sperrt;
sei­nen Ent­scheid, na­ment­lich die Be­rich­ti­gung, Ver­nich­tung, Sper­re oder den Ver­merk über die Be­strei­tung Drit­ten mit­teilt oder ver­öf­fent­licht.
4Das Ver­fah­ren rich­tet sich nach dem Bun­des­ge­setz vom 20. De­zem­ber 19681 über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren (Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­setz). Die Aus­nah­men von Ar­ti­kel 2 und 3 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes gel­ten nicht.
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 26 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
Art. 25bis Verfahren im Falle der Bekanntgabe von amtlichen Dokumenten, die Personendaten enthalten
So­lan­ge ein Ver­fah­ren be­tref­fend den Zu­gang zu amt­li­chen Do­ku­men­ten im Sin­ne des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 20042, wel­che Per­so­nen­da­ten ent­hal­ten, im Gan­ge ist, kann die be­trof­fe­ne Per­son im Rah­men die­ses Ver­fah­rens die Rech­te gel­tend ma­chen, die ihr auf­grund von Ar­ti­kel 25 des vor­lie­gen­den Ge­set­zes be­zo­gen auf die­je­ni­gen Do­ku­men­te zu­ste­hen, die Ge­gen­stand des Zu­gangs­ver­fah­rens sind.
2 SR 152.3
5. Abschnitt: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter
Art. 26 Wahl und Stellung
1Der Be­auf­trag­te wird vom Bun­des­rat für ei­ne Amts­dau­er von vier Jah­ren ge­wählt. Die Wahl ist durch die Bun­des­ver­samm­lung zu ge­neh­mi­gen.
2Das Ar­beits­ver­hält­nis des Be­auf­trag­ten rich­tet sich, so­weit die­ses Ge­setz nichts an­de­res vor­sieht, nach dem Bun­des­per­so­nal­ge­setz vom 24. März 20002.
3Der Be­auf­trag­te übt sei­ne Funk­ti­on un­ab­hän­gig aus, oh­ne Wei­sun­gen ei­ner Be­hör­de oder ei­nes Drit­ten ein­zu­ho­len oder ent­ge­gen­zu­neh­men.3 Er ist der Bun­des­kanz­lei ad­mi­nis­tra­tiv zu­ge­ord­net.
4Er ver­fügt über ein stän­di­ges Se­kre­ta­ri­at und ein ei­ge­nes Bud­get. Er stellt sein Per­so­nal an.
5Der Be­auf­trag­te un­ter­steht nicht dem Be­ur­tei­lungs­sys­tem nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 3 des Bun­des­per­so­nal­ge­set­zes vom 24. März 2000.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2016/680 zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten zum Zwe­cke der Ver­hü­tung, Er­mitt­lung, Auf­de­ckung oder Ver­fol­gung von Straf­ta­ten oder der Straf­voll­stre­ckung, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 625; BBl 2017 6941).
Art. 26a Wiederwahl und Beendigung der Amtsdauer
1Die Amts­dau­er des Be­auf­trag­ten kann zwei Mal ver­län­gert wer­den.2
1bisVer­fügt der Bun­des­rat nicht spä­tes­tens sechs Mo­na­te vor Ab­lauf der Amts­dau­er aus sach­lich hin­rei­chen­den Grün­den die Nicht­ver­län­ge­rung, so ver­län­gert sich die Amts­dau­er still­schwei­gend.3
2Der Be­auf­trag­te kann den Bun­des­rat un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von sechs Mo­na­ten um Ent­las­sung auf ein Mo­nats­en­de er­su­chen.
3Der Bun­des­rat kann den Be­auf­trag­ten vor Ab­lauf der Amts­dau­er des Am­tes ent­he­ben, wenn die­ser:
vor­sätz­lich oder grob­fahr­läs­sig Amts­pflich­ten schwer ver­letzt hat; oder
die Fä­hig­keit, das Amt aus­zuü­ben, auf Dau­er ver­lo­ren hat.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2016/680 zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten zum Zwe­cke der Ver­hü­tung, Er­mitt­lung, Auf­de­ckung oder Ver­fol­gung von Straf­ta­ten oder der Straf­voll­stre­ckung, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 625; BBl 2017 6941).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2016/680 zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten zum Zwe­cke der Ver­hü­tung, Er­mitt­lung, Auf­de­ckung oder Ver­fol­gung von Straf­ta­ten oder der Straf­voll­stre­ckung, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 625; BBl 2017 6941).
Art. 26b Nebenbeschäftigung
1Der Be­auf­trag­te darf kei­ne Ne­ben­be­schäf­ti­gung aus­üben.
2Der Bun­des­rat kann dem Be­auf­trag­ten ge­stat­ten, ei­ne Ne­ben­be­schäf­ti­gung aus­zuü­ben, wenn da­durch die Aus­übung der Funk­ti­on so­wie die Un­ab­hän­gig­keit und das An­se­hen nicht be­ein­träch­tigt wer­den. Der Ent­scheid wird ver­öf­fent­licht.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2016/680 zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten zum Zwe­cke der Ver­hü­tung, Er­mitt­lung, Auf­de­ckung oder Ver­fol­gung von Straf­ta­ten oder der Straf­voll­stre­ckung, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 625; BBl 2017 6941).
Art. 27 Aufsicht über Bundesorgane
1Der Be­auf­trag­te1 über­wacht die Ein­hal­tung die­ses Ge­set­zes und der üb­ri­gen Da­ten­schutz­vor­schrif­ten des Bun­des durch die Bun­des­or­ga­ne. Der Bun­des­rat ist von die­ser Auf­sicht aus­ge­nom­men.
2Der Be­auf­trag­te klärt von sich aus oder auf Mel­dung Drit­ter hin den Sach­ver­halt nä­her ab.
3Bei der Ab­klä­rung kann er Ak­ten her­aus­ver­lan­gen, Aus­künf­te ein­ho­len und sich Da­ten­be­ar­bei­tun­gen vor­füh­ren las­sen. Die Bun­des­or­ga­ne müs­sen an der Fest­stel­lung des Sach­ver­hal­tes mit­wir­ken. Das Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht nach Ar­ti­kel 16 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes2 gilt sinn­ge­mä­ss.
4Er­gibt die Ab­klä­rung, dass Da­ten­schutz­vor­schrif­ten ver­letzt wer­den, so emp­fiehlt der Be­auf­trag­te dem ver­ant­wort­li­chen Bun­des­or­gan, das Be­ar­bei­ten zu än­dern oder zu un­ter­las­sen. Er ori­en­tiert das zu­stän­di­ge De­par­te­ment oder die Bun­des­kanz­lei über sei­ne Emp­feh­lung.
5Wird ei­ne Emp­feh­lung nicht be­folgt oder ab­ge­lehnt, so kann er die An­ge­le­gen­heit dem De­par­te­ment oder der Bun­des­kanz­lei zum Ent­scheid vor­le­gen. Der Ent­scheid wird den be­trof­fe­nen Per­so­nen in Form ei­ner Ver­fü­gung mit­ge­teilt.3
6Der Be­auf­trag­te ist be­rech­tigt, ge­gen die Ver­fü­gung nach Ab­satz 5 und ge­gen den Ent­scheid der Be­schwer­de­be­hör­de Be­schwer­de zu füh­ren.4
1 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.
3 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
Art. 28 Beratung Privater
Der Be­auf­trag­te berät pri­va­te Per­so­nen in Fra­gen des Da­ten­schut­zes.
Art. 29 Abklärungen und Empfehlungen im Privatrechtsbereich
1Der Be­auf­trag­te klärt von sich aus oder auf Mel­dung Drit­ter hin den Sach­ver­halt nä­her ab, wenn:
Be­ar­bei­tungs­me­tho­den ge­eig­net sind, die Per­sön­lich­keit ei­ner grös­se­ren An­zahl von Per­so­nen zu ver­let­zen (Sys­tem­feh­ler);
Da­ten­samm­lun­gen re­gis­triert wer­den müs­sen (Art. 11a);
ei­ne In­for­ma­ti­ons­pflicht nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 3 be­steht.
2Er kann da­bei Ak­ten her­aus­ver­lan­gen, Aus­künf­te ein­ho­len und sich Da­ten­be­ar­bei­tun­gen vor­füh­ren las­sen. Das Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht nach Ar­ti­kel 16 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes3 gilt sinn­ge­mä­ss.
3Der Be­auf­trag­te kann auf­grund sei­ner Ab­klä­run­gen emp­feh­len, das Be­ar­bei­ten zu än­dern oder zu un­ter­las­sen.
4Wird ei­ne sol­che Emp­feh­lung des Be­auf­trag­ten nicht be­folgt oder ab­ge­lehnt, so kann er die An­ge­le­gen­heit dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zum Ent­scheid vor­le­gen. Er ist be­rech­tigt, ge­gen die­sen Ent­scheid Be­schwer­de zu füh­ren.4
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
1Der Be­auf­trag­te er­stat­tet der Bun­des­ver­samm­lung pe­ri­odisch so­wie nach Be­darf Be­richt. Er über­mit­telt den Be­richt gleich­zei­tig dem Bun­des­rat. Die pe­ri­odi­schen Be­rich­te wer­den ver­öf­fent­licht.1
2In Fäl­len von all­ge­mei­nem In­ter­es­se kann er die Öf­fent­lich­keit über sei­ne Fest­stel­lun­gen und Emp­feh­lun­gen in­for­mie­ren. Per­so­nen­da­ten, die dem Amts­ge­heim­nis un­ter­ste­hen, darf er nur mit Zu­stim­mung der zu­stän­di­gen Be­hör­de ver­öf­fent­li­chen. Ver­wei­gert die­se die Zu­stim­mung, so ent­schei­det der Prä­si­dent der auf dem Ge­biet des Da­ten­schut­zes zu­stän­di­gen Ab­tei­lung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts end­gül­tig.2
2 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 26 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
Art. 31 Weitere Aufgaben
1Der Be­auf­trag­te hat ins­be­son­de­re fol­gen­de wei­te­ren Auf­ga­ben:1
Er un­ter­stützt Or­ga­ne des Bun­des und der Kan­to­ne in Fra­gen des Da­ten­schut­zes.
Er nimmt Stel­lung zu Vor­la­gen über Er­las­se und Mass­nah­men des Bun­des, die für den Da­ten­schutz er­heb­lich sind.
Er ar­bei­tet mit in- und aus­län­di­schen Da­ten­schutz­be­hör­den zu­sam­men.
Er be­gut­ach­tet, in­wie­weit die Da­ten­schutz­ge­setz­ge­bung im Aus­land einen an­ge­mes­se­nen Schutz ge­währ­leis­tet.
Er prüft die ihm nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 3 ge­mel­de­ten Ga­ran­ti­en und Da­ten­schutz­re­geln.
Er prüft die Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 11 und kann da­zu Emp­feh­lun­gen nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 4 oder 29 Ab­satz 3 ab­ge­ben.
Er nimmt die ihm durch das Öf­fent­lich­keits­ge­setz vom 17. De­zem­ber 20046 über­tra­ge­nen Auf­ga­ben wahr.
Er sen­si­bi­li­siert die Be­völ­ke­rung in Be­zug auf den Da­ten­schutz.
2Er kann Or­ga­ne der Bun­des­ver­wal­tung auch dann be­ra­ten, wenn die­ses Ge­setz nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­ben c und d nicht an­wend­bar ist. Die Or­ga­ne der Bun­des­ver­wal­tung kön­nen ihm Ein­blick in ih­re Ge­schäf­te ge­wäh­ren.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963).
3 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des Öf­fent­lich­keits­ge­set­zes vom 17. Dez. 2004 (AS 2006 2319; BBl 2003 1963). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4983; BBl 2003 2101).
6 SR 152.3
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2016/680 zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten zum Zwe­cke der Ver­hü­tung, Er­mitt­lung, Auf­de­ckung oder Ver­fol­gung von Straf­ta­ten oder der Straf­voll­stre­ckung, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 625; BBl 2017 6941).
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2011 über die For­schung am Men­schen, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3215; BBl 2009 8045).
1Der Rechts­schutz rich­tet sich nach den all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen über die Bun­des­rechts­pfle­ge.
2Stellt der Be­auf­trag­te bei ei­ner Sach­ver­halts­ab­klä­rung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 oder nach Ar­ti­kel 29 Ab­satz 1 fest, dass den be­trof­fe­nen Per­so­nen ein nicht leicht wie­der gutz­u­ma­chen­der Nach­teil droht, so kann er dem Prä­si­den­ten der auf dem Ge­biet des Da­ten­schut­zes zu­stän­di­gen Ab­tei­lung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vor­sorg­li­che Mass­nah­men be­an­tra­gen. Das Ver­fah­ren rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach den Ar­ti­keln 79-84 des Bun­des­ge­set­zes vom 4. De­zem­ber 19471 über den Bun­des­zi­vil­pro­zess.
Art. 34 Verletzung der Auskunfts-, Melde- und Mitwirkungspflichten
1Mit Bus­se wer­den pri­va­te Per­so­nen auf An­trag be­straft:1
die ih­re Pflich­ten nach den Ar­ti­keln 8-10 und 14 ver­let­zen, in­dem sie vor­sätz­lich ei­ne falsche oder ei­ne un­voll­stän­di­ge Aus­kunft er­tei­len;
die es vor­sätz­lich un­ter­las­sen:
die be­trof­fe­ne Per­son nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 zu in­for­mie­ren, oder
ihr die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 2 zu lie­fern.2
2Mit Bus­se wer­den pri­va­te Per­so­nen be­straft, die vor­sätz­lich:3
die In­for­ma­ti­on nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 3 oder die Mel­dung nach Ar­ti­kel 11a un­ter­las­sen oder da­bei vor­sätz­lich falsche An­ga­ben ma­chen;
dem Be­auf­trag­ten bei der Ab­klä­rung ei­nes Sach­ver­hal­tes (Art. 29) falsche Aus­künf­te er­tei­len oder die Mit­wir­kung ver­wei­gern.
1 Fas­sung ge­mä­ss Art. 333 des Straf­ge­setz­bu­ches in der Fas­sung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 3 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
3 Fas­sung ge­mä­ss Art. 333 des Straf­ge­setz­bu­ches in der Fas­sung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979).
Art. 35 Verletzung der beruflichen Schweigepflicht
1Wer vor­sätz­lich ge­hei­me, be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le un­be­fugt be­kannt gibt, von de­nen er bei der Aus­übung sei­nes Be­ru­fes, der die Kennt­nis sol­cher Da­ten er­for­dert, er­fah­ren hat, wird auf An­trag mit Bus­se be­straft.1
2Gleich wird be­straft, wer vor­sätz­lich ge­hei­me, be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le un­be­fugt be­kannt gibt, von de­nen er bei der Tä­tig­keit für den Ge­heim­hal­tungs­pflich­ti­gen oder wäh­rend der Aus­bil­dung bei die­sem er­fah­ren hat.
3Das un­be­fug­te Be­kannt­ge­ben ge­hei­mer, be­son­ders schüt­zens­wer­ter Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le ist auch nach Be­en­di­gung der Be­rufs­aus­übung oder der Aus­bil­dung straf­bar.
1Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen.
3Er kann für die Aus­kunft­s­er­tei­lung durch di­plo­ma­ti­sche und kon­su­la­ri­sche Ver­tre­tun­gen der Schweiz im Aus­land Ab­wei­chun­gen von den Ar­ti­keln 8 und 9 vor­se­hen.
4Er kann fer­ner be­stim­men:
wel­che Da­ten­samm­lun­gen ein Be­ar­bei­tungs­re­gle­ment be­nö­ti­gen;
un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein Bun­des­or­gan Per­so­nen­da­ten durch einen Drit­ten be­ar­bei­ten las­sen oder für Drit­te be­ar­bei­ten darf;
wie die Mit­tel zur Iden­ti­fi­ka­ti­on von Per­so­nen ver­wen­det wer­den dür­fen.
5Er kann völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge über den Da­ten­schutz ab­sch­lies­sen, wenn sie den Grund­sät­zen die­ses Ge­set­zes ent­spre­chen.
6Er re­gelt, wie Da­ten­samm­lun­gen zu si­chern sind, de­ren Da­ten im Kriegs- oder Kri­sen­fall zu ei­ner Ge­fähr­dung von Leib und Le­ben der be­trof­fe­nen Per­so­nen füh­ren kön­nen.
1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 25 des Ar­chi­vie­rungs­ge­set­zes vom 26. Ju­ni 1998, mit Wir­kung seit 1. Okt. 1999 (AS 1999 2243; BBl 1997 II 941).
Art. 37 Vollzug durch die Kantone
1So­weit kei­ne kan­to­na­len Da­ten­schutz­vor­schrif­ten be­ste­hen, die einen an­ge­mes­se­nen Schutz ge­währ­leis­ten, gel­ten für das Be­ar­bei­ten von Per­so­nen­da­ten durch kan­to­na­le Or­ga­ne beim Voll­zug von Bun­des­recht die Ar­ti­kel 1-11a, 16, 17, 18-22 und 25 Ab­sät­ze 1-3 die­ses Ge­set­zes.1
2Die Kan­to­ne be­stim­men ein Kon­troll­or­gan, wel­ches für die Ein­hal­tung des Da­ten­schut­zes sorgt. Die Ar­ti­kel 27, 30 und 31 sind sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.
1Die In­ha­ber von Da­ten­samm­lun­gen müs­sen be­ste­hen­de Da­ten­samm­lun­gen, die nach Ar­ti­kel 11 zu re­gis­trie­ren sind, spä­tes­tens ein Jahr nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes an­mel­den.
2Sie müs­sen in­nert ei­nem Jahr nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes die not­wen­di­gen Vor­keh­ren tref­fen, da­mit sie die Aus­künf­te nach Ar­ti­kel 8 er­tei­len kön­nen.
3Bun­des­or­ga­ne dür­fen ei­ne be­ste­hen­de Da­ten­samm­lung mit be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder mit Per­sön­lich­keitspro­fi­len noch bis am 31. De­zem­ber 2000 be­nüt­zen, oh­ne dass die Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 17 Ab­satz 2 er­füllt sind.1
4Im Asyl- und Aus­län­der­be­reich wird die Frist nach Ab­satz 3 bis zum In­kraft­tre­ten des to­tal­re­vi­dier­ten Asyl­ge­set­zes vom 26. Ju­ni 19982 so­wie der Än­de­rung des Bun­des­ge­set­zes vom 26. März 19313 über Auf­ent­halt und Nie­der­las­sung der Aus­län­der ver­län­gert.4
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 26. Ju­ni 1998, in Kraft bis 31. Dez. 2000 (AS 1998 1586; BBl 1998 1579 1583).
3 [BS 1 121; AS 1949 221, 1987 1665, 1988 332, 1990 1587 Art. 3 Abs. 2, 1991 362 Ziff. II 11 1034 Ziff. III, 1995 146, 1999 1111 2262 An­hang Ziff. 1, 2000 1891 Ziff. IV 2, 2002 685 Ziff. I 1 701 Ziff. I 1 3988 An­hang Ziff. 3, 2003 4557 An­hang Ziff. II 2, 2004 1633 Ziff. I 1 4655 Ziff. I 1, 2005 5685 An­hang Ziff. 2, 2006 979 Art. 2 Ziff. 1 1931 Art. 18 Ziff. 1 2197 An­hang Ziff. 3 3459 An­hang Ziff. 1 4745 An­hang Ziff. 1, 2007 359 An­hang Ziff. 1. AS 2007 5437 An­hang Ziff. I]
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. II des BB vom 20. Ju­ni 1997, in Kraft seit 1. Jan. 1998 (AS 1997 2372; BBl 1997 I 877). Die ge­nann­ten Ge­set­ze tra­ten am 1. Okt. 1999 in Kraft.
Art. 38a Übergangsbestimmung zur Änderung vom
Die Wahl des Be­auf­trag­ten und die Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses un­ter­ste­hen bis zum En­de der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode, in der die­se Än­de­rung in Kraft tritt, dem bis­he­ri­gen Recht.
2Der Bun­des­rat be­stimmt das In­kraft­tre­ten.

References: Art. 5

Art. 6
 Art. 26

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 10

Art. 11

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 17

Art. 18

Art. 18

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

Art. 23
 Art. 31

Art. 25

Art. 25

Art. 26

Art. 26

Art. 26

Art. 27

Art. 28

Art. 29

Art. 31

Art. 34
 Art. 333
 Art. 333

Art. 35
 Art. 25

Art. 37
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 18

Art. 38