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Timestamp: 2016-09-25 10:41:12+00:00

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LAG-HAMM - 19.12.2006, 9 Sa 1173/05 - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Landesarbeitsgericht Hamm > Urteil vom 19.12.2006, Aktenzeichen: 9 Sa 1173/05 LAG-HAMM – Aktenzeichen: 9 Sa 1173/05Urteil vom 19.12.2006
Rechtsgebiete:BGBVorschriften:§ 280 Abs. 1 BGB, § 317 BGB, § 319 BGBStichworte:Überprüfung einer LeistungsbeurteilungVerfahrensgang:ArbG Dortmund 8 Ca 6618/04 vom 27.04.2005VolltextUm den Volltext vom LAG-HAMM – Urteil vom 19.12.2006, Aktenzeichen: 9 Sa 1173/05 anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.Volltext der Entscheidung kaufen
Weitere Entscheidungen vom LAG-HAMMLAG-HAMM – Urteil, 5 Sa 642/06 vom 19.12.20061. Die kündigungsberechtigte Dienststelle des öffentlichen Arbeitgebers muss sich die Kenntnis eines nicht kündigungsberechtigten Leiters eines Gymnasiums von einem Kündigungsgrund im Sinne des § 626 Abs. 1 BGB im Rahmen des § 626 Abs. 2 Satz 2 BGB zurechnen lassen.
2. Die vorbehaltlose Zustimmung des nach § 72 a Abs. 2 Satz 1 LPVG NW zu einer außerordentlichen Kündigung beteiligten Personalrats ersetzt nicht dessen nach § 72 a Abs. 1 Satz 1 LPVG notwendige Zustimmung zu einer ordentlichen Kündigung, auf die im Prozess im Wege der Umdeutung nach § 140 BGB zurückgegriffen wird.LAG-HAMM – Teil-Urteil, 8 Sa 2052/06 vom 18.12.2006Einschränkung der Arbeitskampffreiheit aus Gemeinwohlgründen im Bereich der GesundheitsfürsorgeLAG-HAMM – Urteil, 11 Sa 1237/06 vom 14.12.20061. Die wirksame Befristung eines Arbeitsvertrages setzt im Geltungsbereich des LPVG NW voraus, dass das in § 72 Abs.1 Nr. 1 LPVG NW geregelte Mitbestimmungsrecht des Personalrates gewahrt ist. Eine vor Erteilung der Zustimmung des Personalrates vereinbarte Befristung ist wegen Verletzung des Mitbestimmungsrechtes unwirksam. Nach § 16 TzBfG gilt der befristete Arbeitsvertrag dann als auf unbestimmte Zeit geschlossen.
2. Diese Grundsätze sind auch zu beachten, wenn die Befristung in einem gerichtlichen Vergleich vereinbart wird. Auch dann ist die vorherige Zustimmung des Personalrates Voraussetzung für die Wirksamkeit der Befristung.
3. Da das Recht des Arbeitnehmers, die Unwirksamkeit einer mit ihm vereinbarten Befristung durch eine Befristungskontrollklage nach § 17 TzBfG gerichtlich überprüfen zu lassen, zwingendes Arbeitnehmerschutzrecht ist, ist ein in den gerichtlichen Vergleich über die Vereinbarung einer Befristung aufgenommener "Verzicht" auf eine "Rüge der Nichtbeteiligung des Personalrates" rechtlich unbeachtlich (a.A. LAG Köln 12.12.2005 - 2 Sa 1054/05 - n.rkr. Az. BAG 7 AZR 287/06).
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References: § 317
 § 319
 § 626
 § 626
 § 72
 § 72
 § 140
 § 72
 § 16
 § 17