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Timestamp: 2020-02-25 06:02:32+00:00

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Freibetrag für Betriebsrentner: Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes
In wenigen Wochen wurde der Freibetrag für Betriebsrentner (§ 226 Abs. 2 SGB V) zum 01.01.2020 umgesetzt. Schon vor der Verkündigung im Bundesgesetzblatt am 30.12.2019 hat sich der GKV-Spitzenverband (RS 2019/734 vom 20.12.2019) zu den beitrags- und melderechtlichen Auswirkungen der Novellierung detalliert geäußert. Besonders hilfreich sind die zahlreichen Beispiele, die die Umsetzungsregelungen verdeutlichen.
Wie umgehen mit Crash-Propheten?
Crash-Propheten haben Hochkonjunktur. Für Finanzberater können sich daraus Probleme ergeben, weil die Crash-Voraussagen für unerfahrene Anleger höchst plausibel klingen und im Widerspruch zu Aussagen im Beratungsgespräch stehen können. Für Finanzberater ist es deshalb sinnvoll, sich mit den Aussagen der vielen Crash-Propheten zu befassen und deren Vorgehensweisen zu kennen.
Die Belehrung gemäß § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 VVG muss sich nach einem Urteil des BGH vom 27.03.2019 - IV ZR 132/18 nicht auch auf die Folgen einer unrichtigen Belehrung gemäß § 9 Abs. 1 Satz 2 sowie § 152 Abs. 2 Satz 2 VVG erstrecken.
GKV-Spitzenverband informiert: Der neue Freibetrag für Betriebsrentner wird erst frühestens ab Jahresmitte 2020 umgesetzt
Bundestag und Bundesrat haben zugestimmt: Die Entlastung von rund vier Millionen pflichtversicherten Rentnerinnen und Rentner bei ihren Krankenkassenbeiträgen, die sie auf ihre Betriebsrente oder auf eine Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst zahlen, steht nichts mehr im Weg. Ab 01.01.2020 greift ihr Anspruch auf einen Freibetrag bei der Verbeitragung von Betriebsrenten - auf dem Kontoauszug sehen werden sie nach einer ausführlichen Information des GKV-Spitzenverbandes (https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/kv_grundprinzipien/finanzierung/beitragsbemessung/beitragsbemessung.jsp) die gesunkenen Beiträge allerdings frühestens ab Mitte 2020.
BGH zur Arzthaftung: Schmerzensgeldanspruch wegen eines Schockschadens nach Tod eines nahen Angehörigen
Ein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens nach dem Tod eines nahen Angehörigen kann auch bestehen, wenn der Tod nicht auf einem Unfall, sondern auf einem ärztlichen Behandlungsfehler beruht. Das hat der BGH, 21.05.2019 - VI ZR 299/17 entschieden.
Goldanlagen: Licht und Schatten
Schlangen vor Goldverkaufsstellen einerseits. Probleme bis hin zu Insolvenzen bei Anbietern und Verwahrern von Goldanlagen andererseits - beides findet derzeit in Deutschland statt. Wer näher hinschaut, kann vieles lernen über gesellschaftliche Entwicklungen und über Risiken bei der Goldanlage.
Staatshaftung? Europa beschließt mehr Sicherung für Betriebsrenten
Die Erschütterung der Betriebsrentenwelt durch die Kürzung von Pensionskassenleistungen bei regulierten Pensionskassen mit einer sog. Sanierungsklausel geht weiter und erhält eine neue Facette. Denn im ersten Schritt muss der Arbeitgeber gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 Betriebsrentengesetz für die Kürzung einstehen und die Differenz zur ursprünglich vereinbarten Rente zahlen. Doch was passiert, wenn der Arbeitgeber insolvent wird? Bisher blieb dann der Betriebsrentner auf dem gekürzten Betrag "sitzen". Denn der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) trat ausdrücklich nicht für die Differenz ein.
Eigenrisiko des Mountainbikers bei waldtypischen Gefahren
Waldbesucher nutzen den Wald auf eigene Gefahr. Die Haftung des Eigentümers für waldtypische Gefahren ist daher ausgeschlossen. Das ergibt sich aus § 14 Bundeswaldgesetz, und § 2 Landesforstgesetz NRW. Diese Grundsätze hat das OLG Köln (Beschlüsse vom 23.04.2019 und 23.05.2019 - 1 U 12/19) auf einen Unfall eines Mountainbike-Fahrers in einem Wald angewandt.
Haftungslage beim Zusammenstoß von Fußgänger und Segway-Fahrer
Fußgänger sind auf einem kombinierten Fuß- und Radweg gegenüber Segways absolut bevorrechtigt. Es ist ihnen auch grundsätzlich gestattet, einen kombinierten Fuß- und Radweg auf der gesamten Breite zu benutzen und dort auch stehenzubleiben.
Kein Krankentagegeld auf Gran Canaria - Wohnsitzklausel wirksam
Die Wohnsitzklausel (§ 5 Abs. 1 Buchst. f MB/KT 1978), wonach Leistungen in der Krankentagegeldversicherung bei Arbeitsunfähigkeit ausgeschlossen sind, wenn sich die versicherte Person nicht an ihrem Wohnsitz in Deutschland aufhält, ist wirksam. Die Klausel greift auch dann, wenn der Auslandsaufenthalt der Gesundheit förderlich gewesen sein sollte. Das hat das LG Nürnberg-Fürth mit Hinweisbeschluss vom 12.06.2019 - 2 S 7833/18 mitgeteilt.
Diebstahl aus Fahrzeug durch "Relay Attack" oder "Jamming" - Kein Fall für die Hausratversicherung
Das Amtsgericht Frankfurt a.M. hat mit Urteil vom 18.02.2019 - 32 C 2803/18 (27) - entschieden, dass die Hausratversicherung bei fehlenden Aufbruchspuren nicht für aus einem Auto entwendete Gegenstände aufkommen muss, auch wenn es möglich erscheint, dass Diebe den Verriegelungsmechanismus elektronisch manipuliert haben könnten.
Finanzempathie zum Fest
Nett verpackte Weihnachts- und Neujahrsgrüße an die Anlegerkunden sind für die meisten Finanzberater eine Selbstverständlichkeit. Mancher Anleger wird sie aber angesichts der Medienberichte über die inzwischen teilweise im Milliarden-Euro-Bereich angekommenen Anlagekatastrophen dieses Jahres (z.B. P & R) mit gemischten Gefühlen entgegennehmen. Die Finanzbranche wird so ihren teilweise bedenklichen Ruf nicht los. Vielleicht sollten wir von den Geldsammlern lernen, die die Weihnachtsstimmung nutzen, um Geld für soziale Vorhaben oder Einrichtungen zu sammeln.
Es ist vollbracht: Bundestag beschließt Entlastung der Betriebsrentner zum 01.01.2020
Was lange währt, geht endlich einen Schritt vorwärts: Seit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (01.01.2004) wurden Betriebsrenten und Kapitalleistungen der betrieblichen Altersversorgung mit vollem Beitragssatz belegt. Das hatte für sehr hohen Unmut der Betriebsrentner und zahlreichen Musterprozessen geführt.
Wann ist der Arbeitgeber ohne Haftung? Bundesarbeitsgericht gibt Leitlinien vor für die Anpassung von Betriebsrenten bei Direktversicherungen und Pensionskassen
Erbittert streiten seit einigen Jahren Betriebsrentner von Pensionskassen darum, dass ihre Betriebsrente alle drei Jahre nach Entwicklung des Verbraucherpreisindex angepasst werden (§ 16 Abs. 1-2 BetrAVG). Denn bisher berufen sich die Pensionskassen auf die Ausnahmeregelung nach § 16 Abs. 3 Nr. 2 BetrAVG. Dort steht: "Die Verpflichtung nach Absatz 1 entfällt, wenn ... 2. die betriebliche Altersversorgung über eine Direktversicherung im Sinne des § 1b Abs. 2 oder über eine Pensionskasse im Sinne des § 1b Abs. 3 durchgeführt wird und ab Rentenbeginn sämtliche auf den Rentenbestand entfallende Überschußanteile zur Erhöhung der laufenden > Leistungen verwendet werden".
Ausschluss von befristeten Arbeitnehmern in der bAV: Geht nicht!
Befristete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nicht auf Dauer beschäftigt. In vielen Versorgungsordnungen werden sie daher von vornherein von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung grundsätzlich ausgeschlossen. Nun hatte das Landesarbeitsgericht Niedersachsen (05.9.2019 - 4 Sa 5/19 B) zu entscheiden, ob ein solcher Ausschluss gerechtfertigt ist.
Deutsche Aktuarvereinigung empfiehlt Senkung des Höchstrechnungszinses in der Lebensversicherung auf 0,5 %
Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) empfiehlt, den Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung zum 1. Januar 2021 auf 0,5 % zu senken. Seit 2017 liegt der Wert bei 0,9 %. "Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass sich das zum Teil negative Zinsniveau der vergangenen Monate in näherer Zukunft spürbar verbessern wird. Daher ist eine Absenkung des Höchstrechnungszinses für Neuverträge ab 2021 geboten", begründet der DAV-Vorstandsvorsitzende Dr. Guido Bader die Empfehlung.
Beitragsentlastung für Betriebsrenten: Anhörung im Gesundheitsausschuss positiv
Der ehrgeizige Plan des Bundesgesundheitsministers, Jens Spahn, scheint aufzugehen: Schon zum 01.01.2020 soll die Reform zur Verbeitragung der Betriebsrenten in Kraft treten. Am Montag, dem 09.12.2019, fand dazu die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss zum GKV-Betriebsrentenfreibetrags-Gesetz statt. Die Beschlussempfehlung des Ausschusses liegt noch nicht vor. Aber der Tenor der Stellungnahmen war eindeutig: "machen, endlich machen!"
Wann liegt "sicherer Gewahrsam" in einer Handy-Versicherung vor?
Das Amtsgericht Wiesbaden hat mit Urteil vom 29.01.2019 - 91 C 2911/18 (28) entschieden, dass die Aufbewahrung eines Handys in einer vorderen Hosentasche für einen sicheren persönlichen Gewahrsam ausreicht.
PKV: Zur medizinischen Notwendigkeit einer Augenoperation
Eine geringfügige Fehlsichtigkeit kann angesichts einer bestehenden Korrekturbedürftigkeit eine Krankheit im Sinne der Versicherungsbedingungen einer privaten Krankenversicherung darstellen. Das hat das OLG Stuttgart mit Urteil vom 11.04.2019 - 7 U 146/18 entschieden.

References: § 8
 BGH 
 § 9
 § 152

BGH 
 § 1
 § 14
 § 2
 § 16
 § 1
 § 1