Source: http://wildniseuropa.blogspot.com/2017/04/
Timestamp: 2017-06-22 20:27:04+00:00

Document:
Naturschutz und Wildnis in Europa: April 2017
EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der kontinentalen biogeographischen Region
Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2334 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der kontinentalen biogeographischen Region" veröffentlicht.
An der kontinentalen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Schweden und Tschechien Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.
Brandenburg verordnet Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung im Naturpark Westhavelland
Mit der sechsten Verordnung zur Festsetzung von Erhaltungszielen und Gebietsabgrenzungen für Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 6. Februar 2017 hat das Bundesland Brandenburg die FFH-Gebiete festgesetzt, die vollständig oder anteilig im Naturpark Westhavelland liegen.
Dies sind die rechtlichen Hintergründe: Gemäß §7 Bundesnaturschutzgesetz sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) aufgenommenen Gebiete...
Gemäß §32(2) Bundesnaturschutzgesetz sind die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG aufgenommenen Gebiete zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft zu erklären.
Gemäß §32(4) Bundesnaturschutzgesetz kann die Unterschutzstellung unterbleiben, soweit nach gebietsbezogenen Bestimmungen des Landesrechts ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist.
Gemäß §14(3) des Brandenburgischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz wird das für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Mitglied der Landesregierung ermächtigt, durch Rechtsverordnung die für das FFH-Gebiet festzulegenden gebietsspezifischen Erhaltungsziele sowie die Gebietsabgrenzung festzusetzen, wenn nach §32(4) des Bundesnaturschutzgesetzes eine Unterschutzstellung unterbleiben kann.
Diese Bestimmung ist im Falle der FFH-Gebiete im Naturpark Westhavelland wirksam geworden. Deshalb werden diese FFH-Gebiete nicht als eigenständige Schutzgebiete gemäß nationalem Recht ausgewiesen. Es werden lediglich durch Rechtsverordnung die Erhaltungsziele und die Gebietsabgrenzung festgesetzt. Im Naturpark Westhavelland befinden sich 17 FFH-Gebiete wie folgt:
Spaniens Nationalpark "Aigüestortes y Lago de San Mauricio"
Der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio befindet sich in der Region Katalonien und in den Pyrenäen.
Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Den Anfang macht der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio.
EU veröffentlicht achte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der pannonischen biogeographischen Region
Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2333 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer achten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region" veröffentlicht.
An der pannonischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Tschechische Republik, Rumänien, Slowakei und Ungarn Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.
Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2008/26/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2368 der Kommission.
Die achte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.
Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Belgiens aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Belgiens befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.
In Belgien ist die Ramsar-Konvention am 4. Juli 1986 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit neun Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 46.944 Hektar. In Belgien gibt es zur Zeit ein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site). Dies ist Vallée de la Haute-Sûre (Belgien, Luxemburg). Das größte Ramsar-Gebiet ist Vallée de la Haute-Sûre mit einer Fläche von 29.000 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Grotte des Emotions mit einer Fläche von 3 Hektar.
Die Ramsar-Gebiete Belgiens im Einzelnen:
Ruhezonen in Frankreichs Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute Chaîne du Jura
Mit einem Erlass des Präfekten des Departements Ain vom 27. Januar 2017 sind für das im Französischen Jura gelegene Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute chaîne du Jura mehrere Ruhezonen für die wild lebenden Tiere ausgewiesen worden.
Die Ruhezonen (Zones de Quiétude de la Faune Sauvage) wurden erforderlich, um die Auswirkungen der Freizeitaktivitäten auf empfindliche Tierarten, vor allem den Auerhahn, zu minimieren. In den Ruhezonen sind Freizeitaktivitäten (Wandern, Schneeschuhwandern, Skifahren) in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 30. Juni eines Jahres verboten. Offen bleiben jedoch bestimmte Wege, die eigens gekennzeichnet sind. Diese Wege wurden so gelegt, dass sie die Störungen der wild lebenden Tiere minimieren und gleichzeitig attraktive Freizeitmöglichkeiten schaffen. Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura ist das viertgrößte Naturschutzgebiet Frankreichs (ohne die Übersee-Départements). Es umfasst eine Fläche von 10.909 Hektar (somit mitteleuropäische Nationalparkgröße) und erstreckt sich über 40 Kilometer Länge im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Grenze zur Schweiz (Kantone Genf und Waadt) liegt unweit östlich des Naturschutzgebiets. Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura deckt die östlichste, schmalste und zugleich höchste Kette des Französischen Jura ab. Der höchste Punkt ist der Crêt de la Neige, 1.720 m ü NN. Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura wurde mit der Verordnung (Décret) Nr. 93-261 des Französisichen Umweltministeriums vom 26. Februar 1993 geschaffen. Haute-Chaîne du Jura
Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue legt Naturdynamikbereiche fest
Die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue hat mit Datum vom 18.10.2016 (veröffentlicht im Niedersächsischen Ministerialblatt 1/2017) eine Allgemeinverfügung zur Bestimmung von Naturdynamikbereichen im Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" erlassen.
Das Gesetz über das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (NElbtBRG) legt im §7 (Besonderer Schutzzweck des Gebietsteils C), Absatz 2, Satz 1, fest:
"Die Biosphärenreservatsverwaltung bestimmt Flächen, die im Gebietsteil C
des Biosphärenreservats liegen und sich im Eigentum des Landes befinden, zu Naturdynamikbereichen. Naturdynamikbereiche sind für das Biosphärenreservat beispielhafte Lebensräume, in denen ein möglichst ungestörter Ablauf der Naturvorgänge
in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet wird. Mindestens 3 vom Hundert der Fläche des Biosphärenreservats sind zu Naturdynamikbereichen zu bestimmen".
Die Naturdynamikbereiche entsprechen somit den Kernzonen eines Unesco-Biosphärenreservats. Insgesamt wurden 11 Naturdynamikbereiche festgesetzt.
Dies sind die einzelnen Naturdynamikbereiche:
EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der alpinen biogeographischen Region
Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss EU 2016/2332 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der alpinen biogeographischen Region" veröffentlicht.
An der alpinen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien und Spanien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

References: §7
 §32
 §32
 §14
 §32
 §7