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Timestamp: 2019-10-19 01:20:44+00:00

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BVerwG, 26.02.1993 - 8 C 68.91 - dejure.org
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BVerwG, 26.02.1993 - 8 C 68.91 (https://dejure.org/1993,1966)
BVerwG, Entscheidung vom 26.02.1993 - 8 C 68.91 (https://dejure.org/1993,1966)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Februar 1993 - 8 C 68.91 (https://dejure.org/1993,1966)
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Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren - Beurteilung der Hinzuziehung eines Rechtsbeistandes aus Sicht einer rechtskundigen Partei - Einzelfallprüfung der Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren
VG München, 04.07.1991 - M 4 K 90.4364
BVerwG, 03.12.1991 - 8 B 116.91
Abzustellen ist auf den Zeitpunkt der Heranziehung des Rechtsanwalts, d.h. seiner förmlichen Bevollmächtigung oder, bei schon früher erfolgter allgemeiner Bevollmächtigung, des Auftrages zur Einlegung des Widerspruchs (Urteil vom 26. Februar 1993 BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 43;… Urteil vom 26. Januar 1996 BVerwG 8 C 15.95 - a.a.O. Nr. 36 S. 3;… Urteil vom 22. Januar 1997 BVerwG 8 C 39.95 - a.a.O. Nr. 39 S. 16 f.).
Demgegenüber heißt es in der in Musterungsangelegenheiten ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ausdrücklich, daß die notwendige Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder sonstigen Bevollmächtigten im Vorverfahren nicht die Regel, sondern die Ausnahme und daß im verwaltungsrechtlichen Vorverfahren eine Vertretung des Bürgers durch Rechtsanwälte oder sonstige Bevollmächtigte in der Regel weder üblich noch erforderlich sei (Urteil vom 26. Februar 1993 a.a.O.;… Urteil vom 26. Januar 1996 a.a.O.).
Wenn es demgegenüber in den in Musterungssachen ergangenen Entscheidungen heißt, die notwendige Vertretung durch einen Rechtsanwalt im Vorverfahren sei nicht die Regel, sondern die Ausnahme, bzw. dort sei die Vertretung durch Rechtsanwälte in der Regel weder üblich noch erforderlich (Urteil vom 26. Februar 1993 a.a.O.;… Urteil vom 26. Januar 1996 a.a.O.), so beinhaltet dies die qualitative Feststellung, daß die Erstattungsfähigkeit von Anwaltskosten im Vorverfahren nach § 80 Abs. 2 VwVfG bzw. § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO anders als diejenigen im gerichtlichen Verfahren (§ 162 Abs. 2 Satz 1 VwGO) - nicht automatisch, sondern je nach Lage des Einzelfalles nur unter der Voraussetzung der konkreten Notwendigkeit anzuerkennen ist.
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des früher für Wehrpflichtsachen zuständigen 8. Senats des Bundesverwaltungsgerichts ist die notwendige Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder sonstigen Bevollmächtigten im Vorverfahren nicht die Regel, sondern die Ausnahme (vgl. Urteile vom 26. Februar 1993 - BVerwG 8 C 68/91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 = BayVBl 1994, 285 und vom 14. November 1979 - BVerwG 8 C 35.79 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 2).
Diese Ableitung aus der Entstehungsgeschichte des § 80 Abs. 2 VwVfG ist nachweislich für die ständige Rechtsprechung auch mitbegründend gewesen (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 26. Februar 1993 a.a.O.; Urteil vom 26. Januar 1996 - BVerwG 8 C 15.95 - Buchholz 316 § 80 Nr. 36).
Die Zuziehung eines Bevollmächtigten für das Vorverfahren ist nach § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO für notwendig zu erklären, weil es dem Kläger angesichts der Schwierigkeit der Rechtssache nicht zumutbar war, das Verfahren selbst zu führen (vgl. Urteil vom 26. Februar 1993 - BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 43).
Notwendig ist die Zuziehung eines Rechtsanwalts nach § 80 Abs. 2 VwVfG dann, wenn es der Partei nach ihren persönlichen Verhältnissen und wegen der Schwierigkeit der Sache nicht zuzumuten ist, das Vorverfahren selbst zu führen (stRspr; vgl. u.a. Urteile vom 14. November 1979 - BVerwG 8 C 19.78 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 1 S. 1 , vom 14. Januar 1983 - BVerwG 8 C 73.80 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 13 S. 15 f., vom 28. Oktober 1983 - BVerwG 8 C 185.81 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 15 , vom 26. November 1985 - BVerwG 8 C 115.83 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 18 , vom 14. August 1987 - BVerwG 8 C 129.84 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 25 S. 7 , vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 83.88 - Buchholz 310 § 72 VwGO Nr. 14 S. 1 und vom 26. Februar 1993 - BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 41 ).
Notwendig ist die Zuziehung eines Rechtsanwalts nach § 80 Abs. 2 VwVfG dann, wenn es der Partei nach ihren persönlichen Verhältnissen und wegen der Schwierigkeit der Sache nicht zuzumuten ist, das Vorverfahren selbst zu führen (ständ. Rechtspr.; vgl. u. a. Urteile vom 14. November 1979 - BVerwG 8 C 19.78 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 1 S. 1 [S. 2 f. und 4], vom 14. Januar 1983 - BVerwG 8 C 73.80 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 13 S. 15 f., vom 28. Oktober 1983 - BVerwG 8 C 185.81 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 15 [n.L.], vom 26. November 1985 - BVerwG 8 C 115.83 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 18 [n.L.], vom 14. August 1987 - BVerwG 8 C 129.84 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 25 S. 7 [S. 9 f.], vom 15. Februar 1991 - BVerwG 8 C 83.88 - Buchholz 310 § 72 VwGO Nr. 14 S. 1 und vom 26. Februar 1993 - BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 41 [43]).
Die Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren ist notwendig im Sinne des § 80 Abs. 2 VwVfG, wenn es der Partei nach ihren persönlichen Verhältnissen und der Schwierigkeit der Sache nicht zuzumuten ist, das Vorverfahren selbst zu führen (stRspr; vgl. Urteil vom 26. Februar 1993 - BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 41 (43) m.w.N.).
Die Klage ist als Verpflichtungsklage statthaft (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.02.1993 - 8 C 68/91 - Juris) und zulässig.
Die Beklagte hat die Frage, ob eine anwaltliche Vertretung im Verwaltungsvorverfahren notwendig war, völlig zutreffend davon abhängig gemacht, ob ein verständiger Bürger mit gleichem Bildungs- und Erfahrungsstand, der sich um die bestmögliche Wahrung seiner rechtlichen Interessen bemühe und gleichzeitig unnötige Verfahrenskosten zu vermeiden suche, sich bei der gegebenen Sachlage anwaltlicher Hilfe bedient hätte (vgl. auch BVerwG, Urt. v. 26.02.1993 - 8 C 68/91 - Juris).
Nach ständiger Rechtsprechung der für Wehrpflichtsachen zuständigen Senate beim Bundesverwaltungsgericht (vgl. z.B. BVerwG, Urt. v. 26.02.1993 - 8 C 68/91 - Juris und BVerwG, Urt. v. 17.12.2001 - 6 C 19/01 - Juris = NVwZ-RR 2002, 446-448) ist die notwendige Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder sonstigen Bevollmächtigten nicht die Regel, sondern die Ausnahme.
VG Halle, 14.01.2010 - 2 A 251/08
Erstattung von Rechtsanwaltskosten des Vorverfahrens
BVerwG, 19.01.1995 - 8 B 155.94
Voraussetzungen für das Vorliegen einer die Revision eröffnenden Divergenz
VG Saarlouis, 07.04.2008 - 11 K 2074/07
Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Rechtsanwalts im isolierten Vorverfahren
VG Düsseldorf, 30.06.2006 - 11 K 2942/06
VG Münster, 08.01.2010 - 6 K 518/09
Antrag auf Hinzuziehung eines Prozessbevollmächtigten im Vorverfahren - …

References: § 80
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 § 162
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 § 72
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