Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MMR%202002,%20685
Timestamp: 2017-11-22 11:18:31+00:00

Document:
Rechtsprechung: MMR 2002, 685 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 01.02.2002
KG, 08.01.2002 - 5 U 6727/00
Unerwünschte eMail-Werbung
E-Mail-Werbung per Mailingliste
BGB § 1004; BGB § 823 Abs. 1
Unterlassungsanspruch wegen unerwünschter eMail-Werbung; eMail-Werbung als Eingriff in den eigerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb und in das Persönlichkeitsrecht
BGB §§ 1004, 823
Elektronischer Briefkasten zugemüllt - Anwalt lässt unerwünschte Werbemails verbieten
Beweislast bei Spamming
BGB §§ 1004, 823 Abs. 1
Kein Einverständnis mit Zusendung von Werbung per E-Mail durch Unterhaltung einer E-Mail-Adresse
LG Berlin, 23.06.2000 - 16 O 115/00
MMR 2002, 685
DB 2002, 1713
K&R 2002, 547
afp 2003, 434
In der Rechtsprechung ist die unverlangte Zusendung von E-Mails mit Werbung daher ganz überwiegend unter dem Gesichtspunkt belästigender Werbung zu Recht als unzulässig angesehen worden (vgl. zu § 1 UWG: LG Traunstein NJW 1998, 1648;… LG Hamburg WRP 1999, 250; LG Ellwangen MMR 1999, 675, 676; vgl. auch KG MMR 2002, 685 = CR 2002, 759; LG Berlin MMR 1999, 43; MMR 2000, 704).
Zu diesen gehört bei E-Mail-Werbung das die Wettbewerbswidrigkeit ausschließende Einverständnis (vgl. zur Telefonwerbung: BGH GRUR 2000, 818, 819 - Telefonwerbung VI: zur E-Mail-Werbung: KG MMR 2002, 685; zum Einverständnis bei der Telefaxwerbung: OLG Koblenz WRP 1995, 1069 = CR 1996, 207; OLG Oldenburg NJW 1998, 3208).
OLG Hamburg, 02.10.2003 - 5 U 25/03
Die schlüssige Darlegung sowie der Nachweis eines solchen Einverständnisses als Rechtfertigungsgrund obliegt den Beklagten (KG, MMR 2002, 685 - Beweislast bei Spamming).
LG Berlin, 19.09.2002 - 16 O 515/02
Wenn die Antragsgegnerin sich auf ein Einverständnis des Antragstellers als Rechtfertigungsgrund beruft, so trägt sie hierfür die Darlegungs- und Beweislast (Kammergericht, Urteil vom 8. Januar 2002, 5 U 6727/00).
Art. 14 Satz 1 der Fernabsatzrichtlinie eröffnet jedoch den Mitgliedsstaaten den Raum für den Erlass oder die Aufrechterhaltung strengerer Bestimmungen, um ein höheres Schutzniveau der Verbraucher sicherzustellen (KG Berlin, Urt. v. 08.01.2002 - 5 U 6727/00, CR 02, 759).
KG, 01.02.2002 - 5 W 315/01
§§ 16, 17 UrhG
ZPO § 32 § 572 (a.F.); UrhG § 16 § 17
Gerichtsstand der unerlaubten Handlung gem. § 32 der Zivilprozessordnung ( ZPO); Zuständigkeit des Gerichts bei Anhängigmachung eines Unterlassungsanspruchs bzgl. der Vervielfältigung vonÜbersetzungen
Deliktischer Gerichtsstand
LG Berlin, 25.10.2001 - 16 O 594/01
GRUR-RR 2002, 343
OLG München, 07.05.2009 - 31 AR 232/09
Örtliche Zuständigkeit bei Urheberrechtsverletzung im Internet
In der neueren Rechtsprechung ist ohnehin eine Tendenz zu beobachten, den "fliegenden Gerichtsstand der bestimmungsgemäßen Verbreitung", der als zu ausufernd empfunden wird, einzuschränken und zusätzlich einen gewissen Ortsbezug bzw. die bestimmungsgemäße Auswirkung des Verstoßes im betreffenden Gerichtsbezirk zu fordern (vgl. für das Wettbewerbsrecht BGH GRUR 2006, 513; OLG Bremen EWiR 2000, 651; zum Urheberrecht KG Berlin GRUR-RR 2002, 343;… Danckwerts GRUR 2007, 104;… vgl. jetzt auch Zöller/Vollkommer 27. Aufl. § 32 Rn. 17, anders noch Vorauflage).

References: § 1004
 § 823
 § 1
 BGH 

Art. 14
 § 32
 § 572
 § 16
 § 17
 § 32
 BGH 
 § 32