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Timestamp: 2020-06-05 23:36:23+00:00

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Im ALG 2 Bezug war ich unangemeldet im Urlaub und habe dort in der Türkei Geld abgehoben, jetzt soll ich meine Kontoauszüge vorlegen, was kann ich machen? | Erwerbslosenforum Deutschland
Im ALG 2 Bezug war ich unangemeldet im Urlaub und habe dort in der Türkei Geld abgehoben, jetzt soll ich meine Kontoauszüge vorlegen, was kann ich machen? (1 Betrachter)
bank geld abgehoben türkei urlaub
Hallo. Ich bin unangemeldet in den Urlaub geflogen. Und habe in der Türkei Geld abgehoben. So jetzt will das Jobcenter meine Kontoauszüge sehen. Was soll ich tun? Ich weiß nicht wie das Jobcenter jetzt reagieren wird. Habt ihr eine Idee könnt ihr mir helfen ?
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator...: 23 Januar 2020 ...
Vieleicht sehen sie es ja nicht. Hast du für die Reise einen stempel im Reisepass? Nutzt sonst noch jemand deine Karte?
Nein ich bin mit meinem Personal Ausweis geflogen ohne irgendwelche Stempel. Außer mir benutzt sonst keiner die Karte.
Dann würde ich an deiner Stelle die Kontoauszüge nicht einreichen, sondern einen Termin holen um die zur Einsichtnahme vorzulegen und anschließend wieder mitzunehmen. So hat der SB nicht die Gelegenheit die allzu gründlich zu prüfen.
Nimm die Auszüge vollständig mit (inklusive der Begleitinformationen usw.) und zusätzlich noch Pflichtbewusst die ganzen Paypal Kontoauszüge (auch vollständig mit allen nicht relevanten Seiten), damit der Stapel möglichst dick wird. So steigen die Chancen, dass der SB schon beim ersten Anblick alles etwas schneller durchblättert.
Setz dich ruhig daneben und warte ab. Wäre gut, wenn du NICHT aufgeregt wirkst....
Patrick88 meinte:
Außer mir benutzt sonst keiner die Karte.
Man darf schwärzen. Also wofür du Geld abgehoben hast, bzw. von dem der abbuchte. Steht dann nur noch der Geldbetrag, den du sonstwo habgehoben haben könntest.
Wenn die dann nicht weiter nachfragen, Glück gehabt. Ansonsten hoffe ich für dich, das der Urlaub nicht sooo lang war.
Dann sollte aber ganz viel geschwärzt werden....... und aus einem Versehen wird Vorsatz....
Also auf dem Kontoauszug steht der Betrag und Name der Bank und Ort. Ja ich hoffe mal das nicht nachfragen werden. Nein der Urlaub war nicht so lang.
Wertungen: verona
Na ja, das ist genau das was man nicht tun sollte, wenn man schon was tut was so nicht erlaubt ist.
Ist dir bekannt dass du für die Zeit deiner ungenehmigten Abwesenheit deine kompletten Ansprüche gegenüber dem Jobcenter inklusive Mietzahlungen verlierst? Nur so für den Fall der Zukunft und im Sinne der Rechtsklarheit und der Rechtssicherheit.
Bitte nicht falsch verstehen, es geht mir nur darum dass du dir in Zukunft nicht unwissentlich selbst schadest, könnte ja eventuell auch ganz schnell exiszenzgefährdend werden.
Wertungen: axellino und Gelöschtes Mitglied 65875
Du deutest auf einen Problem hin aber findest keine Lösung. Ja das ist mir klar, ich habe einen Fehler begangen. Nur kann ich es nicht rückgängig machen. Danke dir trotzdem.
Die Tipps und Tricks (Lösungen) wurden doch bereits genannt. Mir fehlte noch der Bewusstseinschaffende Beitrag für die Rechtslage, das damit verbundene Verhalten und die damit verbundenen eventuellen Risiken. Dies habe ich mir erlaubt zu deinem Wohl und dem von anderen potentiellen Lesern zu ergänzen. 🙂 Rückgängig nicht, aber in Zukunft vielleicht anders und besser, genau darum ging es.
Des Weiteren bin ich mir nicht ganz sicher ob es überhaupt offiziell Forenlike (erlaubt) ist, Hilfestellung für die Erschleichung von Sozialleistungen zu geben, von daher halte ich mich bei diesen Dingen absichtlich und grundsätzlich raus. Das Forum als auch mein Account sind mir dafür einfach zu wichtig. Das eine ist legaler, gemeinsamer Kampf für unsere Sache; das andere ist mindestens grenzwertig ums mal freundlich und verharmlosend auszudrücken.
PS: Leistungsmissbrauch – Wikipedia
Immer noch gerne 😉
Wertungen: Kerstin_K, Chloe1983, Gelöschtes Mitglied 49533 und 4 weitere...
Hallo Patrick88,
etwas eigenartig, denn seit April 2019 bist du hier im Forum angemeldet. So stand die
Möglichkeit offen, sich hier zu belesen.
Dir ist ja schon viel "Fundiertes" geraten worden ... nur im Nachhinein ist guter Rat teuer.
Zur Klarstellung: Ich hingegen distanziere mich, hier Missbrauch Vorschub zu leisten.
Auf welcher Rechtsgrundlage wird die Anforderung von Kontoauszügen verlangt?
Ist das vom JC schriftlich angezeigt?
Die "Ortsabwesenheit" ist gesetzlich so geregelt:
Ortsabwesenheit - Erreichbarkeits-Anordnung
Hinweise bei Beantragung von Sozialleistungen
Wer Sozialleistungen erhält, hat seine Mitwirkungspflichten zu erfüllen. Punkt!
Da beisst die Maus keinen Faden ab, denn vor dem Schaden klug sein!
Wertungen: Kerstin_K, Zeitkind, Nena und 3 weitere...
So jetzt will das Jobcenter meine Kontoauszüge sehen.
Weil du einen WBA gestellt hast oder aus anderen Gründen?
Die letzten 3 Monate oder mehr?
Vor wie langer Zeit war der Türkei Urlaub?
Eine wirklich sehr "harte" Geschichte mit offenen Ende.
Hättest du irgendwo in Deutschland Geld abgehoben, könnte man eine bessere "Story" entwickeln. Aber leider ausgerechnet im Ausland mit der EC Karte und dann nicht angemeldet(Urlaub, Ortswechsel).
Will TE keine Angst machen, aber mehr als "gefährlich" ist es.
Was passiert wenn JC dies bereits intern weiß? >>> TE erzählt allerdings andere Gründe.......Karte verliehen an einen Freund.....
Dann folgt für mich Falschaussage und ........mit anderen Worten: "Der Schuss geht nach hinten los".
Hast du(TE) Verwandte in der Türkei? >>> Musstest du einen kranken Verwandten besuchen? Dies ist für mich überhaupt die einzige Möglichkeit!
Musstest du relativ oft deine Kontoauszüge vorlegen?
Hattest du öfter Probleme im Amt?
Ich bin natürlich kein Anwalt und "nur" ein User, allerdings sollte ich ehrlich antworten zu dir bzw. "schimpfen".
Fehler über Fehler. Ist leider wirklich so und ich kann nicht verstehen wie man so leichtsinnig sein kann.
Wertungen: DerWahreKrieger und xj3Qr1nL7ys
Also das nächste Mal OA korrekt beantragen oder wenigstens die minimalen Regeln der Konspiration beachten.
Ganz allgemein scheint es ja wenn man hier liest öfter mal Erklärungsnot wegen den Kontoauszügen zu geben. Also als Lösung weitestgehend auf Bargeld umzustellen. Noch gibt es es ja.
Dann folgt für mich Falschaussage
Falschaussage ist das nicht. Aber der Schuss könnte trotzdem nach hinten losgehen.
Ich würde erst einmal Akteneinsicht beantragen um festzustellen, was da vorliegt und ob die Kontoauszüge tatsächlich wegen der Ortsabwesenheit verlangt werden.
Man darf schwärzen. Also wofür du Geld abgehoben hast, bzw. von dem der abbuchte.
Informier Dich erst einmal richtig was geschwärzt werden darf, bevor Du hier wieder einmal falsche Informationen gibst.
Bevor hier weiter wild spekuliert wird, würde mich überhaupt mal die Grundlage der Anforderung interessieren, so wie bereits von @Atze Knorke angefragt. Alles andere ist doch Stochern im Nebel.
Wertungen: Zeitkind, Allimente, Atze Knorke und 3 weitere...
An welchem Wochentag wurde denn die Auszahlung vorgenommen?
Rein als Info mal zum Durchlesen:
Ortsabwesenheit - Anhaltspunkte für eine ungenehmigte Abwesenheit, verspätete Rückmeldung
1.) Auf einem Kontoauszug fällt eine Abhebung an einem ausländischen Geldautomaten auf. Kann aus diesem Sachverhalt geschlussfolgert werden, dass der Kontoinhaber unerlaubt ortsabwesend war?
2.) Im Anschluss an eine zweiwöchige genehmigten Ortsabwesenheit meldet sich die erwerbsfähige leistungsberechtige Person nicht zum Meldetermin nach § 59 SGB II i. V. m. § 309 SGB III zurück. Wie ist in diesem Fall weiter zu verfahren? Abhebungen auf dem Konto sind ein Indiz für eine Ortsabwesenheit. Im Rahmen der Amtsermittlung sind weitere Anhaltspunkte zu prüfen und die erwerbsfähige leistungsberechtige Person anzuhören.
Weitere Anhaltspunkte können sein:
Abbuchungen von Reiseunternehmen oder Firmen außerhalb des ortsnahen Bereiches (etwa Geschäft in Paris, Tankstelle außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches)
Stempel im Pass bei Reisen außerhalb der EU
Nichterscheinen zu Terminen ohne Angabe von Gründen
Dauernde Nichterreichbarkeit per Telefon
Ständiges Verschieben von Terminen
ständig herabgelassene Jalousien (Hinweise durch den Außendienst)
Unflexibilität des Kunden („Maßnahmebeginn unpassend, da keine Zeit“)
Hinweise von Dritten
Keine Reaktion auf Stellen-/ Maßnahmeangebote
Anrufe von Telefonen außerhalb des gewöhnlichen Aufenthalts (bei Rufnummernanzeige)
Falls die Ortsabwesenheit im Rahmen der Anhörung verneint wird und ein nachvollziehbarer Beweis der Ortsabwesenheit durch das Jobcenter nicht erfolgen kann,
ist von der Richtigkeit der Angaben des Kunden auszugehen. Einer unerlaubten Ortsabwesenheit kann insbesondere durch eine hohe Kontaktdichte begegnet werden.
So sollte insbesondere die Möglichkeit der Meldepflicht zum Zwecke der Vermittlung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit,
auch in den typischen Schulferien (www.ferienkalender.com), genutzt werden. Meldeversäumnisse sind nach § 32 SGB II zu prüfen.
Generell ist bei allen Ortsabwesenheiten, sei es erlaubt oder unerlaubt, zu klären, wie diese finanziert werden.
Leistungen nach dem SGB II werden nur bei Vorliegen der Hilfebedürftigkeit nach § 9 SGB II bewilligt,
so dass Auslandsreisen ggf. einen Hinweis auf nicht angegebene Vermögenswerte und Einkommensquellen geben können.
Unerheblich dabei ist, wenn der Urlaub durch das Schonvermögen finanziert wird. Die Sachverhalte sind hier differenziert zu betrachten.
Zum einen führt der nicht wahrgenommene Meldetermin zur Prüfung einer Sanktion nach § 32 SGB X.
Hierzu ist die erwerbsfähige leistungsberechtige Person mündlich im Folgetermin oder schriftlich anzuhören (§ 24 SGB X).
Zum anderen ist weiter zu ermitteln, ob die Ortsabwesenheit ohne wichtigen Grund (insbesondere Erkrankung siehe Fachliche Weisungen zu § 7 Rz. 7.135) verlängert wurde
bzw. ob Anhaltspunkte (siehe erste Antwort) hierfür vorliegen. Bis zur abschließenden Klärung der Anspruchsvoraussetzungen nach § 7 SGB II
kann eine vorläufige Zahlungseinstellung nach § 40 Absatz 2 Nr. 4 SGB II i. V. m. § 331 SGB III ausgesprochen werden.
Soweit der Nachweis einer verlängerten ungenehmigten Ortsabwesenheit geführt werden kann, sind die Fachlichen Weisungen zu § 7 Rz. 7.134 zu beachten.
Zur Aufhebungs- und Erstattungsentscheidung ist ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.
§ 7 SGB II; FW § 7 SGB II ; § 9 SGB II; FW § 9 SGB II ; § 32 SGB II; FW § 32 SGB II
SGB II, §7: Leistungsberechtigte - Bundesagentur für Arbeit (siehe unter Ortsabwesenheit)
Hier zwei Artikel etwas über das Schwärzen:
Immer wieder stellt sich in der Praxis die Frage, ob bzw. in welcher Form Jobcenter Kontoauszüge von Antragstellern erheben dürfen. Die Frage ist deshalb so relevant, weil Kontoauszüge teilweise sehr sensible Daten enthalten können, etwa besondere Warenbezeichnungen, Hinweise auf Straf- und Bußgeldz
Zweiter Link wird hier nicht akzeptiert, daher die *******. Er wird nicht funktionieren.
bevor der Spekulations-Thread ausufert, denn der TE, wenn es ihm so unter den Nägeln brennt,
ist hier nicht am Ball, um zu antworten.
Das Problem ist nicht, ob Schwärzen erlaubt ist oder nicht, sondern dass durch die Schwärzung eher Aufmerksamkeit erzeugt wird. Dann wird der SB mit etwas Pech neugierig und versucht durch eine Leistungseinstellung an die geschwärzten Teile zu kommen und dann alles ganz genau zu prüfen (egal ob nur die Türkei Anhebung geschwärzt wurde oder zur Vertuschung zusätzlich willkürlich diverse andere Buchungen).
An legalen Möglichkeiten bleibt nur Glück, dass der SB bei der Einsichtnahme eines dicken Stapels kein Bock hat und nur flüchtig drüberschaut und nicht genau hinschaut.
Gilt dies auch fürs Wochenende diese ortsabwesenheitspflicht? Kurzes Googlen meinte: JA
Das sollte man dringend ändern, wir sind hier ja nicht mehr in der DDR und die Freiheit und Würde des Menschen....Bei manchen Dingen in D denke ich wirklich, ich bin hier falsch!
Also ich würde genau dieses Blatt von den Auszügen aus Versehen vergessen und nicht dabei haben. Meiner Erfahrung nach überfliegen die die Kontoauszüge nur und schauen sich die nie genau an. Ein Versuch ist es sicher wert denke ich.
Wertungen: abcabc und verona
Hier mal rein als Informationsquelle:
Az: B 11 AL 71 /00 R Urteil vom 03.05.2001​
BUNDESSOZIALGERICHT Az: B 11 AL 71 /00 R Urteil vom 03.05.2001 Der 11. Senat des Bundessozialgerichts hat ohne mündliche Verhandlung am 3. Mai 2001 für Recht erkannt: Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 26. Juli 2000 wird zurückgewiesen. Die...
Verreist über das Wochenende, dann Unfall....da das urteil von 2001 rein informativ, hat sich an der Rechtslage/deutung dahingehend etwas geändert?

References: § 59
 § 309
 § 32
 § 9
 § 32
 § 7
 § 7
 § 40
 § 331
 § 7

§ 7
 § 7
 § 9
 § 9
 § 32
 § 32
 §7