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Timestamp: 2019-08-19 23:47:57+00:00

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Rechtsprechung: II ZR 289/07 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.06.2008
https://dejure.org/2007,506
BGH, 10.12.2007 - II ZR 289/06 (https://dejure.org/2007,506)
BGH, Entscheidung vom 10.12.2007 - II ZR 289/06 (https://dejure.org/2007,506)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06 (https://dejure.org/2007,506)
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Abwägung der Interessen beider Vertragsteile, Außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages, Beendigung des Dienstverhältnisses, Beurteilung durch Tatrichter, Fortsetzung des Dienstverhältnisses unzumutbar, Gegenüber Dritten oder in der Öffentlichkeit verursachte Schädigung seines Ansehens, Kompetenzüberschreitung, Kündigungsgrund, Tatsachen, Umfang des eingetretenen Vertrauensverlustes, Weiterbeschäftigungsmöglichkeit an anderer Stelle
LG Mosbach, 28.11.2006 - 4 O 48/05
Bei der gerichtlichen Überprüfung der Wirksamkeit von Gesellschafterbeschlüssen, die die Abberufung oder die Kündigung des Anstellungsvertrags eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH aus wichtigem Grund betreffen, ist darauf abzustellen, ob tatsächlich ein wichtiger Grund im Zeitpunkt der Beschlussfassung vorlag oder nicht (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 1969 - II ZR 200/67, WM 1969, 808, 809; Urteil vom 20. Dezember 1982 - II ZR 110/82, BGHZ 86, 177, 181 f.; Urteil vom 27. Oktober 1986 - II ZR 74/85, NJW 1987, 1889; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 4; vgl. auch BGH, Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567, 568, 570; ebenso RGZ 138, 98, 104).
Die Feststellung, Würdigung und Abwägung ist Aufgabe des Tatrichters (BGH, Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, GmbHR 1985, 256, 258; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 2).
https://dejure.org/2008,1192
BGH, 02.06.2008 - II ZR 289/07 (https://dejure.org/2008,1192)
BGH, Entscheidung vom 02.06.2008 - II ZR 289/07 (https://dejure.org/2008,1192)
BGH, Entscheidung vom 02. Juni 2008 - II ZR 289/07 (https://dejure.org/2008,1192)
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BGB §§ 38, 58, 488 Abs. 1
Verpflichtung eines Vereinsmitglieds zur Gewährung eines zinslosen Darlehens (Golfclub) bedarf als Sonderbeitrag einer Grundlage in der Vereinsatzung
Korporationsrechtliche Pflicht eines Vereinsmitglieds zur Gewährung eines zinslosen Darlehens an den Verein neben der Zahlung einer Aufnahmegebühr und eines Jahresbeitrags nach Art einer "gespaltenen Beitragspflicht"; Notwendigkeit der Regelung der Zulässigkeit zur Erhebung eines Sonderbeitrags in Form eines Darlehens und dessen Höhe in einer Vereinssatzung; Kennzeichen und Voraussetzung korporationsrechtlicher Pflichten eines Verbandsmitglieds
Erhebung eines Sonderbeitrags im Verein (hier: zinsloses Darlehen) nur mit satzungsmäßiger Grundlage
Zu rechtlichem Charakter und Wirksamkeit einer im Aufnahmeantrag begründeten Verpflichtung, dem Verein neben Aufnahmegebühr und Jahresbeitrag ein zinsloses Darlehen zu gewähren
BGB § 38 § 58 § 488 Abs. 1
Anforderungen an die Festlegung eines Sonderbeitrags in der Satzung eines Golfclubs
Verein: "Gespaltene Beitragspflicht"
Vereinsrecht - Mitgliederdarlehen: BGH verdonnert Verein zur Rückzahlung
AG Erkelenz, 11.07.2006 - 6 C 387/05
NJW-RR 2008, 1357
ZIP 2008, 1423
WM 2008, 1499
BB 2008, 2204
NZG 2008, 675
aa) Nach der Rechtsprechung des Senats muss bei eingetragenen Vereinen die Erhebung von Umlagen oder Sonderbeiträgen durch die Satzung nicht nur dem Grunde, sondern auch zumindest in Gestalt der Angabe einer Obergrenze grundsätzlich auch der Höhe nach bestimmt oder objektiv bestimmbar sein (BGH, Urteil vom 24. Oktober 1988 - II ZR 311/87, BGHZ 105, 306, 316, 320 - Garantiefonds;… Urteil vom 24. September 2007 - II ZR 91/06, ZIP 2007, 2264 Rn. 11; Urteil vom 2. Juni 2008 - II ZR 289/07, ZIP 2008, 1423 Rn. 21).
Die mit der Mitgliedschaft verbundenen finanziellen Lasten müssen sich in überschaubaren, im Voraus wenigstens ungefähr abschätzbaren Grenzen halten (BGH, Urteil vom 10. Juni 1995 - II ZR 102/94, BGHZ 130, 243, 247; Urteil vom 2. Juni 2008 - II ZR 289/07, ZIP 2008, 1423 Rn. 21).
Das Erfordernis, in der Vereinssatzung eine der Höhe nach bestimmte oder objektiv bestimmbare Obergrenze festzulegen, bezieht sich auf finanzielle Belastungen, die - anders als im Streitfall - über die reguläre Beitragsschuld hinausgehen (BGH, Urteil vom 2. Juni 2008 - II ZR 289/07, ZIP 2008, 1423 Rn. 21;… vom 24. September 2007 - II ZR 91/06, ZIP 2007, 2264 Rn. 11).
Nur wenn die Umlageerhebung für den Fortbestand des Vereins unabweichbar notwendig und dem einzelnen Mitglied unter Berücksichtigung seiner schutzwürdigen Belange zumutbar sei, könne eine einmalige Umlage auch ohne satzungsmäßige Festlegung einer Obergrenze wirksam beschlossen werden (BGH 24. Oktober 1988 - II ZR 311/87 - zu I 3 der Gründe, BGHZ 105, 306; 24. September 2007 - II ZR 91/06 - Rn. 11 ff.; 2. Juni 2008 - II ZR 289/07 - Rn. 21) .
Es liegt somit ein Fall der gespaltenen Beitragspflicht vor (vgl. BGH NJW-RR 2008, 1357).
Denn eine entsprechende Klausel findet sich in der Satzung nicht (vgl. zur Bedeutung satzungsmäßiger Festlegungen für Zahlungspflichten zuletzt BGH ZIP 2008, 1423).
Demzufolge bedarf es - anders als bei Umlageerhebungen durch einen Verein (vgl. hierzu BGH 24. Oktober 1988 - II ZR 311/87 - zu I 3 der Gründe, BGHZ 105, 306;… 24. September 2007 - II ZR 91/06 - Rn. 11 ff.; 2. Juni 2008 - II ZR 289/07 - Rn. 21) - keiner bereits satzungsmäßig festgeschriebenen (weiteren) Obergrenze.
2007 - II ZR 91/06 - Rn. 11 ff.; 2. Juni 2008 - II ZR 289/07 - Rn. 21).
Eine Verpflichtung zur Mitarbeit in dem Verein ergibt sich unmittelbar aus der Satzung 1987 (§ 11 Abs. 1 Satz 2 der Satzung 1987) und einem "schriftlichen Versprechen" gemäß § 11 Abs. 4 der Satzung 1987 (siehe dazu etwa auch BGH vom 2.6.2008 NJW-RR 2008, 1357 zur satzungsmäßigen Verpflichtung eines Vereinsmitgliedes zur Gewährung eines zinslosen Darlehens).

References: § 38
 § 58
 § 488
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 11
 BGH