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Timestamp: 2013-05-22 09:07:27+00:00

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Kundenumgang | meilenschwund.de | Seite 2
Archiv der Kategorie: Kundenumgang
Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kommunikationspanne, Kundenumgang	| Verschlagwortet mit 4U, 747-8, A+, A-Plus, A321, a380, araber, australian business, Berufung, Bodenservice, Brief, Business, Business Class, business traveller, Campingstuhl, carsten spohr, ceo, Check-In, Direct4U, Dr. Franz, economy, Econonmy, Entwertung, Europavekehr, Füßeln, First, First Class, flotte, Flugsteig, FlyNet, FRA, frankfurt, Gastgeber, Gepäckanhänger, Gepäckfächer, germanwings, Handgepäck, HON, HON Circle, In-Seat-Entertainment, Interkontinental, Investionsphase, investition, Kabinenstandard, Komfort, Kommunikation, Kunde, Kundenmonolog, Kundenumgang, Kundenverachtung, Kundenwert, lh, Lufthansa, meilen, meilen sammeln, Meilenentwertung, Meilenwert, Miles & More, Miles&More, Mitarbeiter, NEK, OLG Köln, Overhead, Overhead-Bin, Passage, Personal, Pilot, Priority-Boarding, Reiseerlebnis, Senator, Service, Sicherheit, Statuskunde, Streik, Tarifkonflikt, tel aviv, Termin, Upgrade, Verbesserungen, Verfahren, Verschlechterung, Verspätung, Vorstand, Vorstand Passage, Vorstandsvorsitzender, voucher, Werbeabteilung, Werbebrief	Kündigung von Meilen
Posted on 25. Oktober 2012 by Tobias Eggendorfer	Bei der Meilenentwertung, also meinem Verfahren, hat Lufthansa rückwirkend Meilen entwertet. Das ist aus meiner Sicht unzulässig, weil das einen rückwirkenden Eingriff in eine Vermögensposition bedeutet.
Damals schmiß Lufthansa einen Miles&More-Teilnehmer raus, der seine Meilen vertragswidrig bei eBay versteigert hat und lies alle seine Meilen verfallen. Das AG Köln kam zunächst zu der Erkenntnis, daß das Verbot des Verkaufs in den AGB zulässig sei. Denn die Lufthansa habe ein berechtigtes Interesse, daß das Kundenbindungsprogramm die Kunden binde und denen diene, mithin sei ein Verkauf entgegen der Interessen des Anbieters. Die gegenwärtige Erfahrung lässt zwar daran zweifeln, daß Miles&More wirklich noch Loyalität belohnt, aber die Frage hatte das Gericht nicht vorliegen.
Auch der seitens der Beklagten in Ziffer 3.1. ausdrücklich angeführte wichtige Grund des Missbrauchs in Gestalt von Verkauf, Tausch, Anbieten zur Versteigerung oder die sonstige Weitergabe von Prämien gemäss Ziffer 2.4.8 stösst auf keine klauselrechtlichen Bedenken. Diese Klausel, die letztlich ein in AGB grundsätzlich zulässiges Abtretungsverbot gemäss § 399 BGB beinhaltet stellt sich zwar als Benachteilung dar, da die Verfügungsfreiheit hinsichtlich der Prämien betreffend der Übertragbarkeit beschränkt wird. Dies ist aber unter Berücksichtigung der Interessen der Beklagten als Verwenderin nicht unangemessen. Zweck der Bereitstellung des Bonusprogramms ist es eben nicht nur, den Kunden eine besondere Möglichkeit zu bieten, Erträge zu erwirtschaften, sondern Ziel ist es durch das Bonusprogramm die Kunden an die Beklagten als Kunden der Fluggesellschaft zu binden. Es soll von vornherein nur ein bestimmter Personenkreis an den Vorteilen partizipieren dürfen, von denen sich im Gegenzug die Beklagte weitere Flugbuchungen erhofft. Zudem soll es ein Anreiz für Dritte sein, Kunden bei der Beklagten zu werden. Dieses Anreiz– und Bindungselement also der wesentliche unternehmerische Grund für eine solches Programm würde konterkariert, wenn die verdienten Prämien frei gehandelt werden könnten; denn dann könnten man ohne weiteres in Genuss der Vorteil des Programms kommen, ohne dass die Beklagte einen “Gewinn” durch Kundenzuwachs erfahren hätte.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich halte es grundsätzlich für ein durchaus berechtigtes Interesse der Fluggesellschaft, den Verkauf zu verbieten. Ich finde die Logik der Argumentation des Amtsgerichtes auch richtig. Doch mangelt es mir an der Bestimmtheit der Bedingung, der Vertragspartner kann nicht erkennen, ab wann er Gefahr läuft, wegen Mißbrauchs fristlos gekündigt zu werden. Schließlich bietet die Miles&More-Seite bei Buchungen auch direkt die Optionen “Ich buche für mich” und “Ich buche für eine nahestehende Person”. Der im zugrundeliegenden Verfahren vorliegende eBay-Verkauf war sicher eindeutig – doch was passiert in den aufgezeigten Grenzfällen? Ist man hier auf Glück und Good-Will angewiesen? Zumal Lufthansa auch selbst bei der Interessensabwägung für das Gegenteil argumentiert: In meinem Verfahren wird Lufthansa nicht müde zu betonen, daß Miles&More ein branchenübergreifendes Bonusprogramm sei und man Meilen leicht ohne Flug sammeln könne. Das verkennt zwar, daß immer noch 60% der Meilen über Flüge generiert werden, widerspricht aber eindeutig der Argumentation des Amtsgerichts.
Eigentlich hätte meines Erachtens das Gericht sogar zu der Erkenntnis kommen müssen, daß diese “Anti-Schummler”-Regelung mangels Genauigkeit nicht greifen kann und die fristlose Kündigung unwirksam ist.
Zunächst ist festzustellen, dass die Kündigung eines auf Dauer angelegten Rechtsverhältnis – sei sie ordentlich oder ausserordentlich – nach Massgabe entsprechender gesetzlicher Bestimmungen des BGB (§§ 314, 626 BGB) nur ex nunc wirkt und somit Rechtsfolgen nur für die Zukunft entfaltet. Die Rechtsgrundlage für die vertraglichen Beziehungen im Zeitraum davor bleibt indes unberührt, insbesondere entsteht kein Rückabwicklungsverhältnis. [...] Soweit daher im vorliegenden Fall durch eine fristlose Kündigung ein Verfall der bereits durch durchgeführte Flüge angesammelten und in Prämien umgewandelte Meilen erfolgt stellt sich dies als ein den gesetzlichen Bestimmungen des BGB unbekannter rückwirkender Entzug einer bereits wirksam erworbenen Rechtsposition dar. Die damit verbundene rechtliche Schlechterstellung gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen führt zu einer bei der Klauselprüfung relevanten Benachteiligung. Diese Benachteiligung lässt sich anders als die Kündigungsregelung wegen Missbrauches durch Anbieten von Prämien zum Verkauf nicht mehr durch ein überwiegendes berechtigtes Interesse der Beklagten rechtfertigen. Die Wahrung und der Schutz rechtmässig erworbener Vermögenspositionen ist ein elementarer Grundsatz des Rechts schlechthin. Ein rückwirkender Verlust solcher Positionen – wie hier der bereits verdienten Prämien – lässt sich nur dann rechtfertigen, wenn die hiermit verfolgten Interessen der Beklagten so schwer wiegen, dass der Kunde hinsichtlich des Behaltendürfens der verdienten Prämien nicht schutzbedürftig ist. Obwohl das AG Köln diese AGB-Bedingung für unzulässig hielt, blieb sie im Bestand. So hat im Verfahren LG Köln 14 O 245/11 ein HON ein Meilenticket (möglicher Weise über einen Umweg) weiterverkauft und wurde gekündigt. Allerdings war sich wohl Lufthansa der Unzulässigkeit bewußt und hatte dem Kläger eine Aufbrauchfrist seiner Meilen von 12 Monaten gewährt. Die hielt das LG auch für zulässig, denn – äußerst grob zusammengefasst – eine fristlose Kündigung muß auch irgendwann das zugrundeliegende Vertragsverhältnis beenden und das geht nur, wenn auch das Meilenkonto aufgebraucht wird.
Insofern steht das Urteil des LG Köln nicht im Widerspruch, sondern ist eine logische Fortsetzung der früheren Entscheidung des AG Köln. Das ist insofern interessant, als beide Gerichte damit den sofortigen Verfall von erworbenen Meilen selbst bei einer fristlosen Kündigung durch Verschulden des Vertragspartners für unzulässig gehalten haben, weil der Verfall einen Eingriff in ein bereits erworbenes Recht darstellt.
Umso mehr folgt damit natürlich, daß eine rückwirkende Entwertung durch die Hintertür, wie in meinem Verfahren, erst recht unzulässig sein muß. Lufthansa hätte also schon längst die Rechtssicherheit gehabt – für die sie angeblich in Berufung gegangen ist. Und Lufthansa weiß, daß ihre AGB teilweise unzulässig sind, ändert sie aber nicht, um eine Drohgebärde gegenüber den Kunden zu haben. Wie kundenfeindlich ist das?
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Wer sich scheut, sich selbst mithilfe seines Anwalts mit den Airlines anzulegen, findet bei Anbietern wie “Verbraucherinkasso“, “Flightrights” oder “EU-Claim” Unterstützung. Für eine 25%-Beteiligung an der erzielten Entschädigung übernehmen die das Klagerisiko und versprechen, den Anspruch durchzufechten. Das kann viel Zeit sparen, weil durch die Bündelung der Ansprüche typisch mehr Fakten zusammenkommen und so möglicher Weise die Beweisführung erleichtert ist. Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kundenumgang, Sonstiges	| Verschlagwortet mit 2 Stunden, 3 Stunden, AB, Abflugverspätung, AirBerlin, airline, Ankunftsverspätung, Annulierung, Anschluß, Anschlußflug, Anspruch, anwalt, Argument, argumentation, Ausgleichleistung, Auslegung, BA, Beweis, Beweisführung, British Airways, C-402/07, C-581/10, C-629/10, C432/07, Entschädigungspflicht, Entscheidung, Erziehungsmaßnahme, EU, EU-Verordnung, EU-Verordnung 261/2004, EUGH, EuGH-Urteil, Fluggastrecht, Flugverspätung, Formulierung, Fragestellung, Geldohr, Gesamtverspätung, Gleichbehandlung, Gleichheit, Hub, Klage, Klagerisiko, Kurzstrecke, Langstrecke, lh, Lufthansa, Manager, Menschenverstand, Mißverständlich, Mißverständnis, Passagier, Rechtsstreit, Single European Sky, smartphone, Sturgeon-Urteil, Teilverspätung, Unbill, Ungleichbehandlung, Verfahren, Verspätung, Zeitverlust, Zubringer, Zubringerflug	Die Reihenfolge der Segmente
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Posted on 22. Oktober 2012 by Tobias Eggendorfer	Schon neulich gab es ein interessantes (noch nicht rechtskräftiges) Urteil des AG Köln zu einer besonderen Konstellation bei der Stornierung eines Flugtickets. Dabei hat das AG Köln zwar das Verbot der nachträglichen Namensänderung, das viele Airlines für Flugscheine vorsehen, nicht gekippt, aber eine Möglichkeit des kostenneutralen Stornierens durch Nennung eines Ersatzreisenden aufgezeigt. Jetzt mußte der BGH über eine – wiederum sehr spezielle – nachträgliche Namensänderung entscheiden (BGH X ZR 37/12): Ein Fluggast hat für sich und eine zweite Person ein Ticket gebucht. Allerdings wußte er zum Buchungszeitpunkt noch nicht, wer sein Mitreisender wird und trug daher als sowohl als Name als auch Vorname jeweils “noch unbekannt” ein. Die näheren Hintergründe für dieses auf den ersten Blick etwas eigenwillige Buchen sind nicht bekannt, jedenfalls wollte der Kläger später im Call-Center der Fluggesellschaft dann einen Namen eintragen lassen. Das wurde ihm verweigert. Am Abflugtag durfte er auch nur allein fliegen. Er verlangte darauf Ausgleichszahlung wegen Nicht-Beförderung und Erstattung des Ticketpreises.
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Posted on 8. Oktober 2012 by Tobias Eggendorfer	Im Vorfeld der Hauptversammlung, in der Stellungnahme zu meinem Gegenantrag zur Hauptversammlung, argumentierte Lufthansa, daß die Kunden weiterhin zufrieden wären und man keine Kundenabwanderung feststellen könne. Ich hielt dagegen, habe auch mal eine Sammlung von Zitaten von verärgerten HON Circle Mitgliedern und Senatoren zusammengestellt. Trotzdem behauptet Dr. Franz weiter, man wolle die guten Stammkunden nicht verärgern, obwohl alle Maßnahmen eine andere Sprache sprechen, insbesondere, weil dadurch auch der Eindruck entsteht, daß der HON Circle massiv geschrumpft werden soll.
Jetzt wissen wir ja schon, daß Dr. Franz das Buch “Die Kunst des klaren Denkens” von Rolf Dobelli empfiehlt. Und es daher auch gelesen haben sollte. Dann sollte er auch “The Self Selection Bias” (S. 192ff) kennen und wissen, daß es auf die Auswahl der Stichprobe ankommt.
Ich kenne ja einige verärgerte Kunden, die aus Ärger deutlich weniger mit Lufthansa geflogen sind. Und keiner von denen berichtet mir, jemals von Lufthansa zu seinem veränderten Kaufverhalten befragt worden zu sein. Dabei hätte Lufthansa hervorragende Werkzeuge, um verändertes Flugverhalten feststellen zu können: Deutliche Schwankungen beim Statusmeilenerwerb, ein eindeutiges Maß für das individuelle Flugverhalten, und auch bei HON-Circle-Meilen, die nur auf Konzerngesellschaften erworben werden können, sind eindeutige Indikatoren.
Wenn man stattdessen nur die “aktiven” Kunden befragt, ist das Bild ziemlich verzerrt. Und die eigenen Schwächen werden nie klar.
Vielleicht hilft es auch, wenn Sie, Herr Dr. Franz, heute in München Ihren Flugbegleitern, die Sie zum “Dialog” einbestellt haben, mal gut zuhören. Denn die sitzen ganz vorne und wissen, wo der Schuh drückt. Auch beim Kunden. Übrigens ein Grund, Herr Dr. Franz, warum Ihr Vorgänger und designierter Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber gerne in allen Kabinenklassen mitflog, um dort, so wie ein guter Gastwirt, mit seinen Fluggästen und Mitarbeitern zu sprechen und das Produkt selbst zu erleben. Sie bevorzugen ja Swiss, habe ich gehört, Herr Dr. Franz?
Und von mir, um selbst nicht so betriebsblind zu werden, die Bitte an Sie, liebe Leser: Schreiben Sie mir doch mal, was Sie an Lufthansa begeistert (hat) und warum Sie Lufthansa trotz der oft höheren Preise gekauft haben. Warum Sie von Lufthansa verärgert sind, weiß ich ja schon Und wenn Sie zu den “Abwanderern” gehören und bald bei Ihnen das Telefon klingelt, wissen Sie: Lufthansa liest mein Blog. Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kommunikationspanne, Kundenumgang	| Verschlagwortet mit Abwanderung, Anruf, Aufsichtsrat, Aufsichtsratsvorsitzender, Auswahl, Buchungklassen, ceo, dialog, Dr. Franz, Flugbegleiter, Fluggast, Flugverhalten, Gastgeber, Gastwirt, Gegenantrag, Hauptversammlung, HON, HON Circle, HON Circle Meilen, Indikator, Kabine, Kaufverhalten, Kunden, Kundenabwanderung, Kundenbefragung, Kundenumgang, lh, Lufthansa, München, Miles & More, Miles&More, Mitarbeiter, MUC, Preis, Premiumkunden, Rückfrage, Repräsentativität, Rolf Dobelli, selection bias, SEN, Senator, Stammkunden, Statusmeilen, Stellungnahme, Stichprobe, Vertrieb, Vorstand, Vorstandsvorsitzender, Wirt, Wolfgang Mayrhuber	Online-Fehler provoziert?
Lufthansa dagegen hat eine Seite, bei der durch ungeschickte Gestaltung Fehler leicht übersehen werden können, kein Rückgaberecht und ist wenig kulant. Liebe Lufthansa, ich weiß ja, mein Blog gehört zur täglichen Lektüre: Überarbeiten Sie mal die Usability der Webseite, am besten am Beispiel von Amazon oder Qantas. Und dazu dann noch eine eine kundenfreundliche Kulanzregelung, wie sie Qantas oder SAS auch anbieten. Damit lässt sich in der Folge viel sparen und einiges für das angeschlagene Image machen. Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kundenumgang	| Verschlagwortet mit Ablenkung, AG Köln, Amazon, Bangkok, bgb, Business, Business Class, Eingabefehler, Fehler, First, First Class, FRA, frankfurt, Kulanz, Kundenfreundlichkeit, kundenservice, Kundenumgang, lh, Lufthansa, Miles & More, Miles&More, Online, Qantas, QF, SAS, Scandinavian, Service, SK, tel aviv, Tippfehler, TLV, Urteil, Usability, versandhandel, vertrag	Urteil zu besonderem Storno-Fall
Posted on 27. September 2012 by Tobias Eggendorfer	Das AG Köln hat ein aus Sicht von Flugreisenden recht interessantes und ausführlich begründetes, allerdings noch nicht rechtskräftiges Urteil gesprochen, auf das ich freundlicher Weise via Twitter hingewiesen wurde. In dem verhandelten Fall hatte der Kläger über ein Buchungsportal einen Lufthansa-Flug gebucht, den er später stornieren mußte. Dabei benannte er bei der Stornierung einen anderen Kunden, der bereit gewesen wäre, eben dieses Ticket von der Fluggesellschaft zu kaufen.
Ganz wesentlich ist dabei, daß eben nicht der Kunde das Ticket übertragen wollte, also eine Namensänderung verlangt hat, sondern den Beförderungsvertrag wirksam gekündigt hat. Dabei hat er Lufthansa einen anderen vertragsschlußwilligen Kunden präsentiert, der dieses Ticket kaufen wollte. Damit hat es Lufthansa “böswillig” unterlassen, ihre Arbeitsleistung anderweitig zu verwenden. Für den Fall sieht das Gesetz vor, daß Lufthansa sich das anrechnen lassen muß, was sie nicht durch anderweitigen Einsatz ihrer Arbeitskraft erworben hat.
Etwas alltäglicher übersetzt: Wer einen Friseurtermin (ebenfalls ein Werkvertrag) vereinbart, ihn nicht wahrnehmen kann und einen anderen Kunden anbietet, muß eben nicht den entgangenen Umsatz ersetzen, wenn der Friseur diesen Kunden nicht akzeptiert. Lufthansa muß also nicht dem anderen Fluggast das Ticket zu dem Preis verkaufen, sie darf aber dann, wenn ein anderer Kunde benannt wurde, eben nicht den Ticketpreis einbehalten.
Selbst wer www.lufthansa.de und nicht “.com” aufruft, wird je nach eingestellter Sprachpräferenz des Browsers auf die englische oder deutsche Seite umgeleitet. Auf der englischen Seite erscheinen die AGB dann allerdings auch auf englisch. Somit könnten sie bei einem deutschen Kunden nicht wirksam einbezogen sein. Dabei dürfte es auch unerheblich sein, daß die Buchung möglicher Weise auf der fremdsprachigen Seite erfolgreich abgewickelt wurde. Denn für eine Flugbuchung reicht ein sehr reduzierter Wortschatz aus, der sich häufig auch ganz ohne Sprachkenntnisse erschliessen lässt. Beim Verständnis von Vertragsbedingungen jedoch scheitern oftmals sogar Muttersprachler.
Das Problem wird später die Beweisbarkeit der Sprachversion sein. Im Verfahren war das dank einer E-Mail dem Kläger leicht möglich. Wer auf das Glück nicht vertrauen will, sollte regelmäßig Screenshots des Buchungsprozesses machen oder z.B. mit dem Quicktime-Player einfach den Bildschirminhalt als Video aufzeichnen, um wenigstens alle Beweise zusammen zu haben. Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kundenumgang	| Verschlagwortet mit AG Köln, AGB, Beförderungsvertrag, Browser, Buchung, Buchungsportal, ebookers.de, Einbezug, Flugticket, friseur, gericht, lh, Lufthansa, Sprache, Sprachweiche, Stornieren, Storno. Flugstorno, Tarifbedingungen, Ticketpreis, Urteil, Vertragsbedingungen, Vertragsbestandteil, Werkvertrag, Wirksamkeit, Wortschatz	Weiterer HON-Vorteil gestrichen?
Posted on 25. September 2012 by Tobias Eggendorfer	Ist die Lufthansa dabei, einen weiteren HON Circle Vorteil zu streichen? In der aktuellen LH Exclusive 10/2012, die an alle Statuskunden verschickt wird, heißt es auf Seite 114:
Es wird Zeit für Lufthansa, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Wie wäre es z.B. mit einer offiziellen Reaktion auf die unpräzise Meldung in der LH Exklusiv? Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kommunikationspanne, Kundenumgang	| Verschlagwortet mit AGB, AGB-Änderung, Business Class, companion, Exklusivität, Flugprämie, HON, HON Circle, lh, LH Exklusiv, Lufthansa, meilen, Meilen einlösen, Meilenflug, Miles & More, Miles&More, Prämienflug, Prämienverfügbarkeit, Premiumaward, SEN, Senator, Widerspruch	Originalboardingpass
Posted on 24. September 2012 by Tobias Eggendorfer	Nicht nur Ingo Busch berichtet auf seinem Blog Reisewahnsinn.de von einem unglaublichen Textbaustein des Miles&More-Kundenmonologs, sondern auch viele Tweets auf Twitter oder Kommentare auf der Lufthansa-Facebook-Seite beschäftigen sich mit dem Unmöglichen: “Bitte senden Sie uns den Boardingpass im Original per Brief zu”.
Da faxt oder mailt man Lufthansa an, weil Meilen nicht rechtzeitig gutgeschrieben worden sind. Das ist an sich schon ärgerlich, es verursacht Mehraufwand. Gut, Pannen passieren. Doch der Umgang mit ihnen bestimmt den Eindruck des Kunden. Und da ist Lufthansa phänomenal: Mehrere Woche Wartezeit sind im Kundenmonolog der Standard. Und die Antwort, die dann kommt, dank kontextfreier oder unsinniger Textbausteine häufig wenig hilfreich. So kommt es, daß oft auch mehrere Briefe nötig sind, um eine Meilengutschrift zu erhalten.
Nur die paar Kunden, die einen am Check-In ausgedruckten Boardingpass haben, können den wirklich im Original einsenden. Das man nur damit eine Meilengutschrift bekommt, lässt sich aus den AGB so nicht erkennen. Als Begründungen für die lange Bearbeitungszeit des Kundenmonologs liefert der den Abgleich von Passagierlisten und das Überprüfen der Kundenangaben. Ob sich das lohnt? 1000 Meilen sind 8 € wert – zum aktuellen Bilanzwert.
Der Abgleich mit den Passagierlisten sollte in Software abbildbar sein, die Überprüfung, ob die Meilen schon gutgeschrieben worden sind, weil sich Kundenanfrage und Buchung überschnitten haben, auch. Angeblich müssen dann auch Unterlagen anderer Airlines eingefordert werden, wenn der Flug auf einer Partnergesellschaft stattgefunden hat.
Wenn Lufthansas Prozess allerdings so komplex und umständlich ist, frage ich mich, ob es für Lufthansa nicht wesentlich preiswerter wäre, einfach alle Anfragen gutzuschreiben, ohne lange Diskussion. Share this:E-MailDruckenTwitterFacebookGoogle +1MehrRedditStumbleUponTumblrPinterestDiggLinkedInGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Veröffentlicht unter Kommunikationspanne, Kundenumgang	| Verschlagwortet mit AB, AirBerlin, airline, Boardingpass, Brief, E-Mail, Fax, Gutschrift, Kopie, Kosten, Kulanz, Kundenmonolog, Kundenumgang, lh, Lufthansa, meilen, Meilengutschrift, Miles & More, Miles&More, Nachträglich, nachträgliche Meilengutschrift, Original, Passagierliste, passbook, Service, Software, Textbaustein	Artikelnavigation

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 §649
 BGH 
 BGH 
	BGH 
 BGH 
 §133