Source: http://www.wiete-strafrecht.de/User/Inhalt/123_StGB.html
Timestamp: 2019-04-21 14:57:08+00:00

Document:
§ 123 Abs. 1 StGB
Weiteres Verweilen trotz Aufforderung zum Verlassen
Hausfriedensbruch und Raub
Hausfriedensbruch und Wohnungseinbruchsdiebstahl
siehe zum Begriff der Wohnung i.S.v. § 244 StGB: § 244 StGB, Diebstahl mit Waffen, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl --> Rdn. 20.2
Gemäß § 123 Abs. 2 StGB bedarf es des schriftlichen (§ 158 Abs. 2 StPO) Strafantrags des Inhabers des Hausrechts (vgl. BGH, Beschl. v. 17.8.2010 - 4 StR 321/10).
Der mit dem Eindringen in die Wohnung des Geschädigten verwirklichte Hausfriedensbruch steht zu dem nachfolgenden Raub in Tateinheit (vgl. BGH, Urt. v. 29.10.2009 - 4 StR 239/09 - NStZ-RR 2010, 53).
siehe auch: § 249 StGB, Raub
siehe hierzu: § 244 StGB Rdn. K.3
Strafrahmen § 123 StGB: 1 Monat bis 1 Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafe von 5 bis 360 Tagessätzen
Die Verjährungsfrist für Hausfriedensbruch beträgt drei Jahre (§ 78 Abs. 3 Nr. 5 StGB).
Beispiel: Hinsichtlich des Hausfriedensbruchs besteht das Strafverfolgungshindernis der Verjährung. Da die Tat in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2006 begangen wurde, ist bereits vor Erlass des angefochtenen Urteils vom 3. September 2012 gemäß § 78 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Nr. 5, § 78c Abs. 3 Satz 2, § 123 Abs. 1 StGB die absolute Verjährungsfrist von sechs Jahren abgelaufen (vgl. BGH, Beschl. v. 21.2.2013 - 3 StR 1/13). Das tateinheitliche Zusammentreffen mehrerer Tatbestände berührt den Lauf der Verjährungsfrist der einzelnen Delikte nicht (BGH, Beschl. v. 6.10.1989 - 3 StR 80/89 - NStZ 1990, 80, 81 mwN; BGH, Beschl. v. 21.2.2013 - 3 StR 1/13).
Nach § 123 Abs. 2 StGB wird die Tat nur auf Antrag des Hausrechtsinhabers verfolgt (vgl. BGH, Beschl. v. 17.8.2010 - 4 StR 321/10).
Auf § 123 StGB wird verwiesen in:
§ 380 StPO siehe auch: Erfolgloser Sühneversuch als Zulässigkeitsvoraussetzung, § 380 StPO

References: § 244
 § 244
 § 123
 § 249
 § 244
 § 123
 § 78
 § 78
 § 123
 § 123
 § 123

§ 380
 § 380