Source: http://www.steuerberater-bonn.de/Aktuelles/Internationales_Steuerrecht_Auslandsbeteiligungen_sind_anzeigepflichtig
Timestamp: 2020-01-25 20:32:41+00:00

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Internationales Steuerrecht: Auslandsbeteiligungen sind anzeigepflichtig - Aktuelles zum Thema Steuern
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Erfährt der Steuerberater von der Beteiligung eines Mandanten an einer ausländischen Gesellschaft, so hat er ihn auf die diesbezügliche Meldepflicht nach § 138 AO hinzuweisen.
Insoweit gilt nach einem BM-Schreiben:
Die Mitteilungen sind innerhalb eines Monats abzugeben (§ 138 Absatz 3 AO). Es bestehen keine Bedenken, wenn ein Steuerpflichtiger, davon abweichend, einmal monatlich alle meldepflichtigen Ereignisse eines Kalendermonats gesammelt anzeigt.
Beteiligen sich Steuerpflichtige im Sinne des § 138 Absatz 2 Nummer 2 AO an ausländischen Personengesellschaften und sind die Einkünfte für alle inländischen Beteiligten gemäß § 180 Absatz 5 AO einheitlich und gesondert festzustellen, bestehen keine Bedenken, wenn die Meldepflichten von der ausländischen Personengesellschaft, einem Treuhänder oder einer anderen die Interessen der inländischen Beteiligten vertretenden Person wahrgenommen werden. Voraussetzung ist, dass die ausländische Personengesellschaft, der Treuhänder oder die andere Person dem für die einheitliche und gesonderte Feststellung der Einkünfte zuständigen Finanzamt innerhalb der nach § 138 Absatz 3 AO genannten Frist Namen, An-schrift, Eintritt- oder Austrittsdatum, Wohnsitzfinanzamt und Steuernummer sowie die Höhe der Beteiligung des Anlegers mitteilt. Die Mitteilung ist auf die meldepflichtigen Ereignisse zu beschränken (keine Übersendung fortgeschriebener Listen). Unterlässt die ausländische Personengesellschaft, der Treuhänder oder die andere Person die Anzeige, treffen die Rechtsfolgen den Beteiligten persönlich (vergleiche Abschnitt IV).
Die Anzeigepflichten nach § 138 Absatz 2 Nummer 3 AO gelten nicht für Anteile an Kapitalgesellschaften, die auf der Aktivseite der Bilanz der Versicherungsunternehmen entsprechend Formblatt 1 zu § 2 der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen vom 8. November 1994 (BGBl. I S. 3378), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung zur Änderung der Versicherungsunternehmens-Rechnungslegungsverordnung sowie zur Änderung weiterer Rechnungslegungsverordnungen vom 18. Dezember 2009 (BGBl. I S. 3934) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung unter C Nummer III 1 auszuweisen sind.
Die Finanzämter werten Meldungen auf Vordruck BZSt 2 aus und leiten eine Durchschrift dem Bundeszentralamt für Steuern (Informationszentrale für steuerliche Auslandsbeziehungen - IZA) zu.
Bei allen Auslandssachverhalten ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Immer sollte hierzu im Vorhinein der Rat des Steuerberaters eingeholt werden. Zu beachten ist insbesondere, dass hier Steuerstraftaten im Raum stehen, wenn z. B. die Beteiligung an einer ausländischen Personengesellschaft oder GmbH nicht angezeigt wird, und Gewinne bzw. Gewinnausschüttungen angefallen sind.
Einkommensteuer: Auslandseinkünfte sind nachzuweisen

References: § 138
 § 138
 § 180
 § 138
 § 138
 § 2