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Timestamp: 2017-03-29 17:17:42+00:00

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BFH-Beschluß vom 29.11.1979 (V R 77/79) BStBl. 1980 II S. 102
Die nicht zugelassene Revision gegen ein Urteil, dem ein teilbarer, höher als mit zehntausend DM zu bewertender Streitgegenstand zugrunde liegt, ist im ganzen unzulässig, wenn der Revisionskläger bis zum Ablauf der Revisionsbegründungsfrist sein Rechtsmittel nur in bezug auf einzelne selbständige Beschwerdepunkte begründet und damit nur einen Streitwert bis zu zehntausend DM abdeckt.
FGO § 115 Abs. 1, § 120 Abs. 1 und Abs. 2; BFH-EntlastG Art. 1 Nr. 5.
BFH-Urteil vom 6.12.1979 (V R 125/76) BStBl. 1980 II S. 103
Die für den Wert des Streitgegenstandes maßgebende Beschwer des Haftungsschuldners besteht bei nicht eingeschränkter Anfechtung eines gemäß § 116 AO a. F. erlassenen Haftungsbescheides auch dann in Höhe der festgesetzten Haftungssumme, wenn die Steuerschuld nach Erlaß des Haftungsbescheides durch Zahlungen des Steuerschuldners teilweise getilgt worden war, es sei denn, das Finanzamt hätte durch Bescheid an den Haftungsschuldner die teilweise eingetretene Tilgung der Steuerschuld ausdrücklich festgestellt.
AO a.F. § 116; FGO § 115 Abs. 1; FGO § 155 i.V.m. § 3 ZPO; BFH-EntlastG Art. 1 Nr. 5.
BFH-Beschluß vom 24.10.1979 (I S 8/79) BStBl. 1980 II S. 104
Sind für ein Streitjahr wegen der gleichen Streitfragen Urteile des FG sowohl in der Einkommensteuersache als auch in der Gewerbesteuermeßbetragssache ergangen, ist aber nur in der Einkommensteuersache Revision eingelegt worden, so ist der unmittelbar beim BFH gestellte Antrag auf Aussetzung der Vollziehung des Gewerbesteuermeßbescheids wegen der Rechtskraft des finanzgerichtlichen Urteils in der Gewerbesteuermeßbetragssache nicht statthaft.
FGO § 110 Abs. 1 Satz 1; GewStG § 35b.
BFH-Beschluß vom 24.10.1979 (VII R 95/78) BStBl. 1980 II S. 105
Zur rechtlichen Bedeutung von Beschlüssen, mit denen mehrere Verfahren zu "gemeinsamer Verhandlung" verbunden werden.
FGO § 73 Abs. 1, Satz 1; ZPO § 147.
BFH-Urteil vom 8.8.1979 (I R 186/78) BStBl. 1980 II S. 106
Der Bau und der daran anschließende Verkauf von auch nur vier Eigentumswohnungen kann eine gewerbliche Betätigung sein. Auf die Gründe, die den Verkauf veranlaßt haben, kommt es dabei nicht an.
BFH-Urteil vom 21.11.1979 (II R 79/77) BStBl. 1980 II S. 109
Der Erwerb eines Grundstückes mit Einfamilienhaus ist nicht gemäß § 1 Nr. 3 Buchst. a des bremischen GrESWG als erster Erwerb steuerfrei, wenn ihm ein Erwerbsvorgang vorausgegangen war, der nur zum Übergang des Besitzes an dem Grundstück mit fertiggestelltem Haus und nicht zum Eigentumsübergang geführt hatte, aber nicht innerhalb der Frist des § 17 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG "aufgehoben" worden war (Anschluß an das Urteil vom 2. Oktober 1974 II R 69/73, BFHE 113, 575, BStBl II 1975, 151).
Bremisches GrESWG 1961 § 1 Nr. 3 Buchst. a; GrEStG 1940 § 17 Abs. 1 Nr. 1.
BFH-Beschluß vom 25.10.1979 (V B 5/79) BStBl. 1980 II S. 110
Die Vorschrift des § 1 Abs. 2 Nr. 2 der 2. UStDV i. d. F. der Verordnung vom 17. April 1972 (BGBl I 1972, 611) ist als kombinierte Regelung des Ausfuhrnachweises und des buchmäßigen Nachweises für den sog. Export über den Ladentisch von der Ermächtigung des § 6 Abs. 2 UStG 1967/1973 gedeckt.
UStG 1967/1973 § 6 Abs. 2; 2. UStDV § 1 Abs. 2 Nr. 2.
BFH-Urteil vom 8.11.1979 (IV R 66/77) BStBl. 1980 II S. 117
EStG § 4 Abs. 4, § 12 Nr. 1 Satz 1; EStG i.d.F. des StÄndG 1979 (BGBl I, 1849, BStBl I 1978, 479) § 53a.
BFH-Urteil vom 5.12.1979 (I R 184/76) BStBl. 1980 II S. 119
EStG 1969 § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 15 Nr. 2, § 16 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2; AO § 215 Abs. 2 Nr. 2.
BFH-Urteil vom 20.11.1979 (VI R 112/79) BStBl. 1980 II S. 122
Die Verwaltungsanweisung in Abschn. 15 LStR 1972, die Gewährung der steuerfreien Annehmlichkeit von 1,50 DM je arbeitstäglicher Mahlzeit eines Arbeitnehmers davon abhängig zu machen, daß für die Bemessung des geldwerten Vorteils der Mahlzeit ihr ortsüblicher Mittelpreis, nicht aber ihr Wert nach der wesentlich günstigeren Sachbezugsverordnung angesetzt wurde, widersprach nicht der seinerzeit geltenden Rechtslage.
EStG 1971 § 8 Abs. 2; EStG 1977 § 8 Abs. 2; LStDV 1971 § 3 Abs. 2; LStR 1972 Abschn. 15; LStR 1978 Abschn. 19.
BFH-Urteil vom 12.12.1979 (VI R 64/78) BStBl. 1980 II S. 124
Wird ein Offizier von seinem Dienstherrn im Rahmen des fortbestehenden Dienstverhältnisses unter Fortzahlung seiner Bezüge zu einem Studium an einer Hochschule der Bundeswehr abkommandiert, so sind die Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Hochschule gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG als Werbungskosten abziehbar.
BFH-Urteil vom 4.7.1979 (II R 74/77) BStBl. 1980 II S. 126
KVStG 1959 § 2 Abs. 1, § 10 Abs. 2 Nr. 1.
BFH-Urteil vom 11.10.1979 (IV R 83/76) BStBl. 1980 II S. 127
Bei der Bemessung der Lohnsumme (§ 24 GewStG) ist die gemäß § 42 a Abs. 2 Nr. 3 EStG 1971 nach Pauschsteuersätzen bemessene und vom Arbeitgeber übernommene Lohnsteuer und Lohnkirchensteuer nicht als eine an die Arbeitnehmer gezahlte "Vergütung" anzusehen.
GewStG i.d.F. vor Inkrafttreten des StÄndG 1979 vom 30. November 1978 (BGBl I, 1849, BStBl I 1978, 479) § 24; EStG 1971 § 42a Abs. 2 Nr. 3.
BFH-Urteil vom 25.10.1979 (II R 35/75) BStBl. 1980 II S. 129
§ 34 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG Baden-Württemberg (= § 17 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG 1940) setzt nicht voraus, daß der vorangegangene der Grunderwerbsteuer unterliegende Erwerbsvorgang aufgehoben wird, sondern findet auch im Falle des Rückkaufs innerhalb der Zweijahresfrist Anwendung (Anschluß an Urteil vom 6.12.1978 II R 81/73, BFHE 127, 65, BStBl II 1979, 249).
GrEStG Baden-Württemberg § 34 Abs. 2 Nr. 1; GrEStG 1940 § 17 Abs. 2 Nr. 1.
BFH-Urteil vom 25.10.1979 (II R 102/77) BStBl. 1980 II S. 130
Die Grunderwerbsteuerbefreiung des § 9 GrEStG Hessen (= § 9 GrEStG 1940) steht demjenigen nicht zu, der im Zwangsversteigerungsverfahren nicht Beteiligter kraft eines Anspruchs mit Recht auf Befriedigung aus dem Grundstück (§ 9 ZVG) sein kann. Der Umstand, daß die Einigung über die Bestellung eines Grundpfandrechts für den Eigentümer und den Rechtserwerber nach § 873 Abs. 2 BGB bindend geworden und gemäß § 878 BGB die Erklärung des Eigentümers durch spätere Verfügungsbeschränkung nicht unwirksam wird, rechtfertigt nicht die Gleichstellung des Rechtserwerbers mit einem Grundpfandgläubiger.
GrEStG Hessen § 9; GrEStG 1940 § 9; ZVG §§ 9, 37, 48, 66; BGB §§ 873, 878.
BFH-Urteil vom 14.11.1979 (II R 145/75) BStBl. 1980 II S. 131
Der Antrag gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 10 des Baden-Württembergischen GrEStG 1970 kann zurückgenommen werden. Zur Frist, innerhalb derer diese Rücknahme des Antrages möglich ist.
Baden-Württembergisches GrEStG 1970 § 6 Abs. 1 Nr. 10.
BFH-Urteil vom 5.12.1979 (II R 103/76) BStBl. 1980 II S. 135
1. Die Bestellung eines Erbbaurechts an einem Erbbaugrundstück (Untererbbaurecht) unterliegt der Grunderwerbsteuer.
2. Die als Gegenleistung zu bewertende Erbbauzinsverpflichtung ist mit ihrem Kapitalwert ohne die sich aus § 16 Abs. 2, § 9 Abs. 1 BewG 1965 ergebende Beschränkung auf den gemeinen Wert des (Erbbau-) Grundstücks anzusetzen.
GrEStG Niedersachsen 1970 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Nr. 1, § 10 Abs. 1, § 11 Abs. 2 Nr. 2 Sätze 2 und 3; BewG 1965 § 16 Abs. 2, § 9 Abs. 1.
BFH-Urteil vom 5.12.1979 (II R 122/76) BStBl. 1980 II S. 136
Wird durch Vertrag die teilweise Aufhebung eines Erbbaurechts vereinbart, so unterliegt der Rechtsvorgang der Grunderwerbsteuer (Bestätigung des BFH-Urteils vom 31. März 1976 II R 93/75, BFHE 118, 480, BStBl II 1976, 470).
GewStG § 1 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3, § 2 Abs. 2 Nr. 1; ErbbauVO §§ 1, 11, 14.
BFH-Urteil vom 30.11.1979 (VI R 83/77) BStBl. 1980 II S. 138
Zinsen für einen Kredit zur Anschaffung eines privaten PKW können ab dem Veranlagungszeitraum 1974 auch insoweit steuerlich nicht berücksichtigt werden, als sie anteilig auf Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entfallen.
EStG 1974 § 9 Abs. 1 Nr. 1, 4 und 6, § 4 Abs. 5 Satz 3.
BFH-Urteil vom 30.11.1979 (VI R 129/78) BStBl. 1980 II S. 141
Zinsen für einen Kredit zur Anschaffung eines privaten Pkw können ab dem Veranlagungszeitraum 1974 auch insoweit steuerlich nicht berücksichtigt werden, als der Arbeitnehmer Fahrkosten auf Dienstreisen mit den Pauschbeträgen der Lohnsteuer-Richtlinien geltend macht (Ergänzung des BFH-Urteils vom 30. November 1979 VI R 83/77).
EStG 1974 § 9 Abs. 1 Nr. 1, 4 und 6; LStR 1972 Abschn. 21 Abs. 7 Satz 2 i.V.m. Abs. 12 Satz 3.
BFH-Urteil vom 24.10.1979 (VIII R 220/78) BStBl. 1980 II S. 143
Zur Erweiterung der Betriebsprüfung wegen der Erwartung nicht unerheblicher Steuernachforderungen oder nicht unerheblicher Steuererstattungen auf Grund neuer Tatsachen genügt es, daß die Feststellung neuer Tatsachen durch die Betriebsprüfung möglich erscheint.
AO § 222 Abs. 1 Nr. 1, 2; BpO(St) § 4.
BFH-Urteil vom 8.11.1979 (IV R 145/77) BStBl. 1980 II S. 146
Die zur Entwicklung von Patenten gemachten Aufwendungen (wie z.B. Rechtssicherungskosten, Büro- und andere Unkosten) dürfen nicht aktiviert werden (§ 5 Abs. 2 EStG). Dies gilt auch für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 1 oder § 4 Abs. 3 EStG ermitteln.
EStG ab 1969 § 5 Abs. 2, § 4 Abs. 1 und 3, § 7.
BFH-Urteil vom 8.11.1979 (IV R 42/78) BStBl. 1980 II S. 147
EStG §§ 13, 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 4 Abs. 4.
BFH-Urteil vom 15.11.1979 (IV R 49/76) BStBl. 1980 II S. 150
Der außerordentliche Ertrag aus der Auflösung einer Rückstellung für eine Rentenverpflichtung, die durch den Tod des Verpflichteten, des Teilhabers einer freiberuflichen Praxis, erloschen ist, gehört zum laufenden Gewinn und nicht zum steuerbegünstigten Veräußerungsgewinn aus der notwendig gewordenen Veräußerung des Praxisanteils des Verstorbenen durch dessen Witwe, auch wenn das Erlöschen der Rentenverpflichtung einerseits und die Veräußerung des Praxisanteils andererseits in einem nahezu zeitlichen Zusammenhang stehen.
EStG §§ 4, 5 und 16.
BFH-Urteil vom 22.11.1979 (IV R 88/76) BStBl. 1980 II S. 152
Die Tätigkeit einer "Reisejournalistin" ist jedenfalls nicht deshalb als Liebhaberei anzusehen, weil sie in vier aufeinanderfolgenden Jahren nur Verluste erzielt hat.
BFH-Beschluß vom 26.11.1979 (GrS 2/79) BStBl. 1980 II S. 156
FGO § 10 Abs. 3, § 11 Abs. 3 und 4.
BFH-Beschluß vom 22.1.1980 (VII R 97/76) BStBl. 1980 II S. 158
Ein Richter des BFH ist im Verfahren über die Revision gegen das Urteil eines FG von der Ausübung seines Richteramts auch dann nicht nach § 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i. V. m. § 41 Nr. 6 ZPO ausgeschlossen, wenn er als früherer Richter des FG bei der auf Art. 177 Abs. 2 EWGV beruhenden Einholung einer Vorabentscheidung des EGH beteiligt war, auf die das FG dann ohne seine weitere Mitwirkung das Urteil gestützt hat. Ein Grund, ihn im Revisionsverfahren nach § 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i. V. m. § 42 Abs. 1 und 2 ZPO wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, besteht auch dann nicht, wenn er als Berichterstatter des FG einen bestimmenden Einfluß auf die der Auffassung eines Beteiligten widersprechende Formulierung der im Vorlagebeschluß dem EGH gestellten Fragen hatte.
FGO § 51 Abs. 1 Satz 1; ZPO § 41 Nr. 6, § 42 Abs. 1 und 2.
BFH-Urteil vom 17.10.1979 (I R 31/76) BStBl. 1980 II S. 160
Die Werte sog. Sonderbetriebsmittel, die einem Gewerbetreibenden aufgrund eines Vertrags besonderer Art oder aufgrund eines einem Leihverhältnis nahekommenden Rechtsverhältnisses von einem Auftraggeber unentgeltlich zur Nutzung überlassen worden sind, sind dem Gewerbekapital des Nutzenden nicht hinzuzurechnen.
BFH-Urteil vom 12.12.1979 (II R 15/76) BStBl. 1980 II S. 162
Hat jemand unter Vereinbarung eines Wiederkaufsrechtes für den Fall der Weiterveräußerung ein Grundstück erworben und verkauft er das Grundstück unter Verzicht des Wiederkaufsberechtigten auf die Ausübung des Wiederkaufsrechtes gegen Zahlung einer Entschädigung an den Wiederkaufsberechtigten in Höhe des gegenüber dem seinerzeit vereinbarten Wiederkaufspreis erzielten Mehrerlöses, so liegt hierin keine zusätzliche Gegenleistung für den seinerzeitigen Erwerb des Grundstückes durch den Wiederkaufsverpflichteten.
GrEStG 1940 § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7, Abs. 2, § 11 Abs. 2 Nr. 1, § 15 Nr. 1.
BFH-Urteil vom 19.12.1979 (II R 104/76) BStBl. 1980 II S. 163
Ist ein unbebautes Grundstück, das im Bereich eines verbindlichen Bebauungsplanes belegen ist, im Zeitpunkt des Erwerbes mangels Erschließung und infolge noch fehlender Umlegung nicht bebaubar, so ist die Bekanntmachung eines Umlegungsbeschlusses (vgl. § 50 BBauG) kein der Bebauung entgegenstehendes Hindernis im Sinne des § 4 Abs. 10 Satz 1 (seit 1970: Abs. 11 Satz 1) GrEStG Hessen.
GrEStG Hessen § 4 Abs. 10 Satz 1 (seit 1970: Abs. 11 Satz 1).
BFH-Urteil vom 16.10.1979 (VII R 53/77) BStBl. 1980 II S. 165
1. Ändert das FA während des Einspruchsverfahrens den angefochtenen Bescheid zugunsten des Steuerpflichtigen, ohne damit dessen sachlichem Begehren voll zu entsprechen, so wird der Änderungsbescheid ohne erneute Einlegung eines Rechtsbehelfs auch ohne Antrag Gegenstand des Einspruchsverfahrens (Anschluß an BFH-Urteil vom 19. Januar 1977 I R 89/74, BFHE 121, 421).
AO §§ 229, 248 Abs. 2 Satz 2.
BFH-Urteil vom 22.6.1979 (III R 17/77) BStBl. 1980 II S. 175
Eine Mehrheit von Räumen kann nur dann als Wohnung angesehen werden, wenn sich ihre Zusammenfassung zu einer Wohnung zumindest aus der Lage der Räume zueinander, aus ihrer Zweckbestimmung und der dieser Zweckbestimmung entsprechenden tatsächlichen Nutzung ergibt.
1. Überläßt eine Mutter ihrem Sohn das zur Ausübung eines Gewerbebetriebes notwendige Grundstück - bei in Aussicht genommener späterer Übereignung - lediglich zur Nutzung - bei gleichzeitiger Übereignung der dem Betrieb dienenden Einrichtungsgegenstände -, so erwirbt der Sohn auch dann kein wirtschaftliches Eigentum an dem Grundstück, wenn er sämtliche Grundstückslasten und Gebäudeinstandsetzungskosten trägt.
BFH-Urteil vom 9.10.1979 (VIII R 103/76) BStBl. 1980 II S. 184
Der Ersterwerber eines Einfamilienhauses kann im Jahr der Anschaffung als erhöhte Absetzungen i. S. des § 7b Abs. 3 EStG 5 v. H. der Anschaffungskosten geltend machen; auf diesen Betrag muß er sich die vom Bauherrn für dasselbe Jahr in Anspruch genommenen und von den Herstellungskosten berechneten erhöhten Absetzungen anrechnen lassen.
EStG § 7b Abs. 3.
BFH-Urteil vom 24.10.1979 (VIII R 92/77) BStBl. 1980 II S. 187
BFH-Urteil vom 13.11.1979 (VIII R 193/77) BStBl. 1980 II S. 188
1. Schlägt ein Ehegatte die Erbschaft nach dem verstorbenen anderen Ehegatten aus, so ist zur Zusammenveranlagung im Todesjahr die Zustimmung des Erben erforderlich.
2. Verluste des einen Ehegatten in den Vorjahren können in den Folgejahren nicht zum Abzug zugelassen werden, soweit im Fall der Zusammenveranlagung der Eheleute ein Ausgleich oder Abzug der Verluste möglich war.
EStG § 10d, § 26 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3, § 26b.
BFH-Urteil vom 13.2.1980 (I R 181/76) BStBl. 1980 II S. 190
Hat ein im inländischen Seeschiffsregister eingetragenes und im internationalen Verkehr eingesetztes Handelsschiff während des Jahres 1974 die Flagge der Bundesrepublik Deutschland nur während der Zeit vom 1. November bis 31. Dezember 1974 geführt, ist auf die während dieses Zeitraums anfallenden ausländischen Einkünfte aus dem Betrieb des Handelsschiffes die Tarifvergünstigung des § 34c Abs. 4 Satz 1 EStG 1974 zu gewähren.
EStG 1974 § 34c Abs. 4.
BFH-Urteil vom 13.11.1979 (VIII R 175/77) BStBl. 1980 II S. 193
Eine dem Steuerpflichtigen bekanntgegebene Verfügung über die Nichtveranlagung zur Einkommensteuer stellt auch dann keinen Freistellungsbescheid dar, wenn sie nach sachlicher Prüfung der Einkommensteuererklärung ergangen ist, äußerlich einem Steuerbescheid gleicht und im Abrechnungsteil eine Steuerschuld von null DM ausweist.
AO § 93 Abs. 1; EStG § 46 Abs. 2 Nr. 4.
BFH-Beschluß vom 11.12.1979 (VII B 48/76) BStBl. 1980 II S. 199
Hat das FG dem vollmachtlosen Vertreter die Kosten auferlegt und richtet sich dessen Beschwerde nur gegen die Kostenentscheidung, so ist die Beschwerde nach Art. 1 Nr. 4 BFH-EntlastG nicht gegeben.
BFH-EntlastG Art. 1 Nr. 4.
BFH-Urteil vom 4.12.1979 (VIII R 23/78) BStBl. 1980 II S. 199
§ 7b Abs. 6 Satz 1 EStG 1974 läßt die erhöhten AfA nur für ein einziges, nicht auswechselbares Objekt zu.
EStG 1974 § 7b Abs. 6.

References: § 115
 § 120
 Art. 1
 § 116
 § 116
 § 115
 § 155
 § 3
 Art. 1
 § 110
 § 35
 § 73
 § 147
 § 1
 § 17
 § 1
 § 17
 § 1
 § 6
 § 6
 § 1
 § 4
 § 12
 § 53
 § 4
 § 5
 § 15
 § 16
 § 215
 § 8
 § 8
 § 3
 § 9
 § 2
 § 10
 § 42
 § 24
 § 42

§ 34
 § 17
 § 34
 § 17
 § 9
 § 9
 § 873
 § 878
 § 9
 § 9
 § 6
 § 6
 § 16
 § 9
 § 1
 § 2
 § 10
 § 11
 § 16
 § 9
 § 1
 § 2
 § 9
 § 4
 § 9
 § 222
 § 4
 § 4
 § 4
 § 5
 § 4
 § 7
 § 10
 § 11
 § 51
 § 41
 Art. 177
 § 51
 § 42
 § 51
 § 41
 § 42
 § 1
 § 11
 § 15
 § 50
 § 4
 § 4
 § 7
 § 7
 § 10
 § 26
 § 26
 § 34
 § 34
 § 93
 § 46
 Art. 1
 Art. 1

§ 7
 § 7