Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20140122_OGH0002_0030OB00197_13M0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-01-20 11:31:13+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 3Ob197/13m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob91/73 (4Ob92/73) 4Ob3...
RS0034986
4Ob91/73 (4Ob92/73); 4Ob31/74; 8Ob513/76; 4Ob136/76; 7Ob689/77; 1Ob712/78; 1Ob722/78 (1Ob723/78); 8Ob607/78; 5Ob661/79; 5Ob706/79; 2Ob505/80; 1Ob594/80; 3Ob588/80; 1Ob586/82; 7Ob775/81; 4Ob60/82; 5Ob47/82; 6Ob716/85; 5Ob510/85; 8Ob518/87; 7Ob688/90; 9ObA93/92; 10Ob531/94; 7Ob610/95; 6Ob2296/96g; 1Ob2370/96b; 5Ob30/01z; 2Ob316/02p; 6Ob261/03f; 2Ob217/04g; 1Ob239/05m; 7Ob147/06b; 6Ob234/06i; 10Ob47/07w; 6Ob58/07h; 2Ob155/08w; 17Ob21/09a; 2Ob186/10g; 9Ob39/11t; 1Ob17/12z; 7Ob48/12b; 9ObA20/13a; 5Ob225/12t; 5Ob94/13d; 7Ob110/13x; 7Ob123/13h; 3Ob197/13m; 1Ob34/15d; 7Ob19/16v; 2Ob105/15b; 3Ob249/16p; 8Ob86/16d; 7Ob181/17v
EGZPO ArtXLII IA
Der keinesfalls ausdehnend auszulegende erste Anwendungsfall des Art XLII EGZPO begründet keinen neuen materiell - rechtlichen Anspruch auf Vermögensangabe, Rechnungslegung oder Auskunftserteilung; er setzt vielmehr voraus, dass eine solche Verpflichtung schon nach bürgerlichem Recht besteht.
Veröff: SZ 46/112 = EvBl 1974/70 S 160 = Arb 9164 = ÖBl 1974,5 = ZAS 1974,217 (Koppensteiner) = SozM IA/e,1074
Veröff: SozM IA/e,1063
8 Ob 513/76
Entscheidungstext OGH 17.03.1976 8 Ob 513/76
Veröff: EvBl 1977/4 S 16
4 Ob 136/76
Entscheidungstext OGH 01.02.1977 4 Ob 136/76
7 Ob 689/77
Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 689/77
1 Ob 712/78
Entscheidungstext OGH 15.12.1978 1 Ob 712/78
8 Ob 607/78
Entscheidungstext OGH 15.02.1979 8 Ob 607/78
Veröff: EvBl 1979/175 S 464 = JBl 1980,375
5 Ob 661/79
Entscheidungstext OGH 27.11.1979 5 Ob 661/79
5 Ob 706/79
Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 706/79
Entscheidungstext OGH 26.02.1980 2 Ob 505/80
Veröff: SZ 53/29 = JBl 1981,274
1 Ob 594/80
Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 594/80
1 Ob 586/82
Entscheidungstext OGH 02.06.1982 1 Ob 586/82
7 Ob 775/81
Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 775/81
4 Ob 60/82
Entscheidungstext OGH 14.06.1983 4 Ob 60/82
5 Ob 47/82
Entscheidungstext OGH 29.11.1983 5 Ob 47/82
6 Ob 716/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 6 Ob 716/85
Auch; Veröff: SZ 59/13 = GesRZ 1986,259
5 Ob 510/85
Entscheidungstext OGH 29.04.1986 5 Ob 510/85
Veröff: SZ 59/74 = RdW 1986,208 = JBl 1986,511 = ÖBA 1986,411 (Jabornegg)
8 Ob 518/87
Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 518/87
nur: Der erste Anwendungsfall des Art XLII EGZPO begründet keinen neuen materiell - rechtlichen Anspruch auf Vermögensangabe, Rechnungslegung oder Auskunftserteilung; er setzt vielmehr voraus, dass eine solche Verpflichtung schon nach bürgerlichem Recht besteht. (T1)
Veröff: EFSlg XXIV/7
7 Ob 688/90
Entscheidungstext OGH 31.01.1991 7 Ob 688/90
Beisatz: ein Informationsmangel des Noterben und das sich daraus ergebende Interesse an einer Manifestationsklage rechtfertigt keine Änderung der gegebenen Rechtslage durch die Rechtsprechung. (T2)
Veröff: RZ 1993,98
9 ObA 93/92
Entscheidungstext OGH 13.05.1992 9 ObA 93/92
Auch; Veröff: ZAS 1993/14 S 181 (Klicka) = ÖBl 1992,231
10 Ob 531/94
Entscheidungstext OGH 08.11.1994 10 Ob 531/94
Auch; Veröff: SZ 67/195
7 Ob 610/95
Entscheidungstext OGH 15.05.1996 7 Ob 610/95
Auch; Veröff: SZ 69/119
6 Ob 2296/96g
Entscheidungstext OGH 21.11.1996 6 Ob 2296/96g
nur T1; Veröff: SZ 69/260
1 Ob 2370/96b
Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2370/96b
5 Ob 30/01z
Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 30/01z
Auch; Veröff: SZ 74/164
2 Ob 316/02p
Entscheidungstext OGH 30.01.2003 2 Ob 316/02p
6 Ob 261/03f
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 261/03f
Beisatz: Diese Verpflichtung kann sich entweder unmittelbar aus einer Norm des bürgerlichen Rechts oder aus einer privatrechtlichen Vereinbarung zwischen den Parteien ergeben. (T3)
2 Ob 217/04g
Entscheidungstext OGH 04.10.2004 2 Ob 217/04g
Auch; Beisatz: Eine Stufenklage zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen ist im streitigen Verfahren zulässig. (T4)
Beisatz: Eine solche ist auch aus privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Parteien ableitbar, wenn ein Vertragsteil in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang des Vermögens im Ungewissen und der andere unschwer in der Lage ist, Auskunft zu erteilen und die Auskunftserteilung nach den Grundsätzen von Treu und Glauben zumutbar ist. (T5)
Beisatz: Die Begründetheit eines eingeklagten Auskunftsanspruchs ist unter Rückgriff auf das geltend gemachte materielle Aufklärungsrecht jeweils im Einzelfall zu ermitteln. (T6)
Beisatz: Fehlt hingegen das - eine Erfolgsvoraussetzung bildende - erforderliche privatrechtliche Interesse an der Ermittlung des (hier: verglichenen) Vermögensstands oder Schuldenstands, ist eine Stufenklage mit Urteil abzuweisen. (T7)
Auch; Beisatz: Nach der festgestellten Vereinbarung zwischen dem Erblasser und dem Beklagten hatte dieser das Sparbuch nur zu verwahren und über sein Ersuchen die von ihm genannten Beträge zu beheben, nicht jedoch dieses zu verwalten und die Gelder im Namen und auf Rechnung des Erblassers ohne dessen Zutun anzulegen oder für ihn zu verwenden. Damit ist im vorliegenden Einzelfall ein über die Vorlage des Sparbuches und Offenlegung der Kontobewegungen hinausgehender Rechnungslegungsanspruch nicht gegeben. (T8)
6 Ob 234/06i
Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 234/06i
10 Ob 47/07w
Entscheidungstext OGH 11.05.2007 10 Ob 47/07w
Beisatz: Das Zivilrecht enthält aber keine generelle beziehungsweise einheitliche Regelung, unter welchen Voraussetzungen, worüber und in welcher Weise jemand einem anderen eine Aufklärung schuldig ist. Vielmehr sind die Offenlegungspflichten auf zahlreiche Bestimmungen zerstreut. Diese sind weder in ihren Voraussetzungen für die Offenlegung noch in deren Inhalt und Umfang einheitlich. Durchwegs sind viele Fragen vom Gesetzeswortlaut offengelassen und müssen durch Auslegung oder anhand der Umstände und Erfordernisse des Einzelfalls ermittelt werden. Ob die vom Kläger verlangte Aufklärung vom Beklagten überhaupt sowie in der begehrten Weise geschuldet wird, muss daher das Gericht im Einzelfall anhand der für den jeweils geltend gemachten Auskunftsanspruch einschlägigen zivilrechtlichen Bestimmung ermitteln. (T9)
Veröff: SZ 2007/72
6 Ob 58/07h
Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 58/07h
Auxch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Kreditverhältnis. (T10)
Auch; Beisatz: Hier: UWG und Immaterialgüterrecht. (T11)
nur T1; Beis wie T5 nur: Eine solche ist auch aus privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Parteien ableitbar. (T12)
9 ObA 20/13a
Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 ObA 20/13a
5 Ob 225/12t
Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 225/12t
5 Ob 94/13d
Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 94/13d
Auch; Beisatz: Hier: Begehren auf Auskunft über die Haftpflichtversicherung des Sachverständigen gestützt auf § 2a SDG. - Rechnungslegungsanspruch verneint. (T13)
7 Ob 123/13h
Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 123/13h
Vgl auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch des Überwachten gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers verneint. (T14)
2 Ob 105/15b
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 105/15b
3 Ob 249/16p
Entscheidungstext OGH 22.02.2017 3 Ob 249/16p
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0034986
JJR_19731030_OGH0002_0040OB00091_7300000_005
RS0033946
4Ob91/73 (4Ob92/73); 4Ob31/74; 1Ob222/75; 1Ob767/78; 3Ob588/80; 9ObA225/97x; 4Ob319/99m; 2Ob109/01w; 1Ob17/12z; 7Ob110/13x; 3Ob197/13m
Ein Anspruch auf Auskunfterteilung ist bei Rechtsverhältnissen zu gewähren, deren Wesen es mit sich bringt, daß der Berechtigte entschuldbarerweise über das Bestehen und den Umfang seines Rechtes im ungewissen, der Verpflichtete aber in der Lage ist, unschwer eine solche Auskunft zu erteilen (vgl Rsp 1936/138) so als Vorbereitungsmaßnahme für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aus einem Agenturvertrag.
RG vom 08.10.1941, VIII 47; Veröff: DREvBl 1942,73
nur: Ein Anspruch auf Auskunfterteilung ist bei Rechtsverhältnissen zu gewähren, deren Wesen es mit sich bringt, daß der Berechtigte entschuldbarerweise über das Bestehen und den Umfang seines Rechtes im ungewissen, der Verpflichtete aber in der Lage ist, unschwer eine solche Auskunft zu erteilen (vgl Rsp 1936/138). (T1)
Beisatz: Und diese Auskunft dem Verpflichteten überdies nach den Grundsätzen von Treu und Glauben auch zugemutet werden kann. (T2)
Veröff: EvBl 1974/70 S 160 = Arb 9164 = ZAS 1974,217 (Koppensteiner) = SozM IA/e,1074 = ÖBl 1974,5
Entscheidungstext OGH 09.06.1974 4 Ob 31/74
1 Ob 222/75
Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 222/75
nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 48/114 = EvBl 1977/42 S 101 = JBl 1976,372
1 Ob 767/78
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 767/78
9 ObA 225/97x
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 ObA 225/97x
Auch; nur T1; Beisatz: Zweck der Rechnungslegungspflicht ist es, den Berechtigten in die Lage zu versetzen, Herausgabe- oder Schadenersatzansprüche gegen den Rechnungslegungspflichtigen feststellen und geltend machen zu können. Hier: Jahreshonorarabrechnung eines Arztes für Ambulanzleistungen. (T3)
4 Ob 319/99m
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 319/99m
Vgl auch; nur T1; Beis wie T3 nur: Zweck der Rechnungslegungspflicht ist es, den Berechtigten in die Lage zu versetzen, Herausgabe- oder Schadenersatzansprüche gegen den Rechnungslegungspflichtigen feststellen und geltend machen zu können. (T4)
nur T1; Beisatz: Hier: Begehren auf Auskunft über die Haftpflichtversicherung des Sachverständigen gestützt auf § 2a SDG. - Rechnungslegungsanspruch verneint. (T5)
Auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch des Überwachten gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers verneint. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0033946
JJR_19731030_OGH0002_0040OB00091_7300000_006
Rechtssatz für 8Ob513/76 6Ob609/78 1Ob...
8Ob513/76; 6Ob609/78; 1Ob722/78 (1Ob723/78); 1Ob767/78; 8Ob607/78; 2Ob505/80; 3Ob588/80; 1Ob510/81 (1Ob511/81); 4Ob85/82; 4Ob60/82; 4Ob5/85; 1Ob563/86; 9ObA95/87; 1Ob630/89; 1Ob635/94; 10Ob508/95; 9ObA2228/96d; 6Ob2296/96g; 1Ob2370/96b; 9ObA69/97f; 9ObA225/97x; 4Ob382/97y; 2Ob109/01w; 6Ob17/02x; 6Ob261/03f; 6Ob255/04z; 1Ob239/05m; 6Ob234/06i; 10Ob47/07w; 4Ob151/07w; 5Ob230/10z; 9Ob39/11t; 7Ob48/12b; 10Ob61/12m; 9ObA20/13a; 7Ob110/13x; 3Ob197/13m; 1Ob219/15k; 3Ob249/16p; 8ObA2/17b; 1Ob33/18m
EGZPO ArtXLII IJ
Bei Vertragsverhältnissen besteht eine Verpflichtung zur Rechnungslegung insbesondere überall dort, wo es das Wesen des Rechtsverhältnisses mit sich bringt, dass der Berechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen und den Umfang des Vermögens im Ungewissen, der Verpflichtete aber in der Lage ist, unschwer eine solche Auskunft zu erteilen, und diese Auskunft dem Verpflichteten überdies nach den Grundsätzen von Treu und Glauben auch zugemutet werden kann.
6 Ob 609/78
Entscheidungstext OGH 18.05.1978 6 Ob 609/78
1 Ob 510/81
Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 510/81
Veröff: ZAS 1984,227; hiezu Schrammel ZAS 1984,221
Veröff: RdW 1985,159 = GesRZ 1985,142 = ÖBl 1985,124 (Collin) = Arb 10406
1 Ob 563/86
Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 563/86
Beisatz: Kreditvertrag (T1)
Veröff: SZ 59/143 = RdW 1987,55
1 Ob 630/89
Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 630/89
Auch; Beisatz: Eine Rechnungslegungspflicht besteht etwa dann, wenn der berechtigte Vertragspartner sonst seine Rechte nicht oder nicht ohne große Schwierigkeiten ausüben Könnte oder über Art und Umfang seiner Rechte oder Pflichten im Unklaren bliebe. (T2)
10 Ob 508/95
Entscheidungstext OGH 28.11.1995 10 Ob 508/95
Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/226
9 ObA 2228/96d
Entscheidungstext OGH 13.11.1996 9 ObA 2228/96d
Auch; Veröff: SZ 69/253
Veröff: SZ 69/260
9 ObA 69/97f
Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 ObA 69/97f
Auch; Veröff: SZ 70/195
Auch; Beisatz: Beim Umfang der Rechnungslegungspflicht ist im Einzelfall auf das Verkehrsübliche abzustellen. (T3)
4 Ob 382/97y
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 382/97y
Auch; Beisatz: Hier: Gesellschaftsfremder Geschäftsführer einer GesbR. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Teilnutzungsvertrag. (T5)
Auch; Beisatz: Eine Verweigerung der Rechnungslegung käme einer Verschweigung von Vermögen im Sinn des zweiten Falls des Art XLII Abs 1 EGZPO nahe, sodass eine entsprechende Auskunftserteilung schon aus diesem Grund zumutbar ist. (T6)
Beisatz: Hier: Masseverwalter hat unbefugt gemietete Sachen veräußert; er muss dem Vermieter mitteilen, an wen er verkauft hat um diesem die Klagsführung gegen den Käufer zu ermöglichen. (T7)
6 Ob 255/04z
Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 255/04z
Beis wie T1; Beisatz: Eine Bank ist dem Kunden gegenüber jederzeit zur Auskunft über den Stand der Konten und die Einzelheiten der Geschäftsbeziehung verpflichtet. (T8)
Auch; Beisatz: Hier: Preisanpassungsklausel in Gaslieferungsvertrag. - Auskunftspflicht der zur Preisanpassung berechtigten Partei über die Grundlage der vorgenommenen einseitigen Preisfestsetzung bejaht. (T9)
Beisatz: Die aus dem Unterhaltsvertrag (-vergleich) abgeleitete Auskunftspflicht wird unter anderem mit dem Grundsatz von Treu und Glauben und einem anders nicht zu befriedigenden Informationsbedürfnis des Unterhaltsberechtigten begründet. (T10)
Auch; Beisatz: Hier: Rechnungslegungspflicht des Mandanten, der mit seinem Rechtsanwalt ein Honorar in Höhe von 0,7% der Gesamtkosten des von diesem rechtlich betreuten Projekts vereinbart. (T11)
Auch; Beisatz: Hier: Herausgabe von Patientendaten durch den Betreiber einer Privatklinik an den behandelnden Arzt und Datenschutz. (T12)
10 Ob 61/12m
Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 Ob 61/12m
Beisatz: Hier: Baubetreuungsvertrag. (T13)
Beisatz: Hier: Begehren auf Auskunft über die Haftpflichtversicherung des Sachverständigen gestützt auf § 2a SDG. - Rechnungslegungsanspruch verneint. (T14)
Auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch des Überwachten gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers verneint. (T15)
Vgl; Beisatz: Hier: Rechnungslegungspflicht nach § 1198 ABGB aF (noch vor dem GesbR-Reformgesetz BGBl I 2014/83). (T16)
1 Ob 33/18m
Entscheidungstext OGH 19.06.2018 1 Ob 33/18m
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0035050
JJR_19760317_OGH0002_0080OB00513_7600000_001
Rechtssatz für 4Ob91/78 1Ob658/83 4Ob9...
RS0008999
4Ob91/78; 1Ob658/83; 4Ob99/94; 6Ob2393/96x; 10Ob342/97k; 6Ob155/99h; 4Ob64/00s; 4Ob59/00f; 3Ob131/00m; 6Ob40/09i; 5Ob162/09y; 8Ob125/11g; 3Ob197/13m; 2Ob28/14b
Die persönlichen Rechte sind absolute Rechte und genießen als solche Schutz gegen Eingriffe Dritter.
Veröff: SZ 51/146 = Arb 9742 = ZAS 1979,176 (mit Anm v Marhold) = DRdA 1979,394 (mit Anm v Raschauer)
Entscheidungstext OGH 31.08.1993 1 Ob 658/83
Auch; Beisatz: Es ist aber nicht jedes Verhalten rechtswidrig, das diese Rechte gefährdet. (T1)
Beisatz: Droht ihre Verletzung, so steht ein verschuldensunabhängiger Unterlassungsanspruch zu. (T2)
Auch; nur: Die persönlichen Rechte sind absolute Rechte. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Dem Verletzten steht ein Unterlassungsanspruch und (bei bereits erfolgtem Verstoß) ein in diesem Anspruch begrifflich enthaltener Beseitigungs-(Vernichtungs)anspruch zu. (T5)
Vgl; Beisatz: § 1330 ABGB ist jene Norm, die im Zusammenhang mit dem Recht auf Ehre § 16 ABGB konkretisiert und als Spezialgesetz die Rechtsfolgen ausdrücklich vorsieht, die im Fall einer Rechtsverletzung eintreten. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Das aus den Bestimmungen des StGB, aus Art 2 MRK und aus § 16 ABGB abgeleitete Persönlichkeitsrecht auf körperliche Unversehrtheit löst zivilrechtliche Ansprüche, insbesondere auch einen nach § 381 Z 2 EO sicherbaren Unterlassungsanspruch aus. (T7)
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Dem Überwachten steht aber kein Anspruch gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers zu. (T8)
Vgl; Beisatz: Nicht nur die körperliche Integrität soll als absolutes Rechtsgut geschützt werden, sondern auch die psychische Gewissheit einer Person, ohne die Gefahr einer vorsätzlichen Beeinträchtigung dieser Rechtsgüter zu leben. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0008999
JJR_19781024_OGH0002_0040OB00091_7800000_002
4Ob91/78; 1Ob550/84; 8Ob40/89; 8Ob41/89; 4Ob98/92; 6Ob2401/96y; 7Ob89/97g; 7Ob150/97b; 4Ob368/97i; 1Ob341/99z; 6Ob283/01p; 8Ob108/05y; 6Ob167/06m; 6Ob6/06k; 6Ob103/07a; 4Ob200/11g; 8Ob125/11g; 6Ob21/13a; 3Ob197/13m; 8Ob47/14s; 6Ob230/15i; 6Ob209/16b; 6Ob231/16p; 3Ob195/17y; 6Ob16/18y; 4Ob69/18b; 6Ob110/18x; 6Ob112/18s
4Ob84/92; 4Ob99/94; 10Ob342/97k; 6Ob155/99h; 3Ob131/00m; 6Ob190/01m; 6Ob6/06k; 6Ob103/07a; 6Ob40/09i; 5Ob162/09y; 6Ob147/10a; 4Ob160/11z; 4Ob51/12x; 6Ob256/12h; 3Ob197/13m; 2Ob28/14b; 6Ob88/15g; 7Ob81/16m; 6Ob231/16p; 6Ob16/18y
Rechtssatz für 4Ob237/02k 9ObA255/02v...
RS0117020
4Ob237/02k; 9ObA255/02v; 3Ob197/13m
EGZPO ArtXLII II
Die Stufenklage steht grundsätzlich jedem zu, der gegen einen ihm materiell-rechtlich zur Auskunftserteilung Verpflichteten ein bestimmtes Leistungsklagebegehren nur mit erheblichen Schwierigkeiten, die durch eine solche Abrechnung beseitigt werden können, erheben kann, wenn dem Verpflichteten diese Auskunft nach redlicher Verkehrsübung zumutbar ist.
Ein derartiges Klagerecht wird von der Rechtsprechung auch bei Fehlen einer Vertragsbeziehung und einer ausdrücklichen gesetzlichen Rechnungslegungspflicht anerkannt, so etwa bei Ansprüchen auf Herausgabe der Bereicherung nach § 148 PatG oder des entgangenen Gewinns nach § 87 Abs 4 UrhG aF.
4 Ob 237/02k
Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 237/02k
9 ObA 255/02v
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 ObA 255/02v
nur: Die Stufenklage steht grundsätzlich jedem zu, der gegen einen ihm materiell-rechtlich zur Auskunftserteilung Verpflichteten ein bestimmtes Leistungsklagebegehren nur mit erheblichen Schwierigkeiten, die durch eine solche Abrechnung beseitigt werden können, erheben kann, wenn dem Verpflichteten diese Auskunft nach redlicher Verkehrsübung zumutbar ist. (T1)
Auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch des Überwachten gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers verneint. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117020
JJR_20021105_OGH0002_0040OB00237_02K0000_001
Rechtssatz für 6Ob256/12h 3Ob197/13m
RS0128659
6Ob256/12h; 3Ob197/13m
Das Recht am eigenen Bild stellt eine besondere Erscheinungsform des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar. Daher kann bereits die Herstellung eines Bildnisses ohne Einwilligung des Abgebildeten einen unzulässigen Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht darstellen. Dabei wird das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen nicht nur dann verletzt, wenn Abbildungen einer Person in deren privatem Bereich angefertigt werden, um diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vielmehr kann auch die Herstellung von Bildnissen einer Person in der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen und ohne Verbreitungsabsicht einen unzulässigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen darstellen.
Beisatz: Dabei bedarf es allerdings ‑ wie stets bei der Ermittlung von Umfang und Grenzen von Persönlichkeitsrechten ‑ einer umfassenden Güter‑ und Interessenabwägung im Einzelfall. (T1); Veröff: SZ 2013/25
Vgl auch; Beisatz: Daraus kann aber nur ein Unterlassungsanspruch gegen den in das Recht Eingreifenden (hier: Detektei) abgeleitet werden, nicht hingegen ein Anspruch gegen diesen, seinen Auftraggeber bekannt zu geben. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128659
JJR_20130227_OGH0002_0060OB00256_12H0000_001

References: OGH 
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 § 2
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 § 2
 § 1198
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 § 1330
 § 16
 § 16
 § 381
 § 148
 § 87
 OGH 
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