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Timestamp: 2018-01-20 05:12:41+00:00

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Die Vereinssatzung des Bürgerschützenvereins "ehem. Wessendorfer", St.-Otgerus-Schützengilde e.V.
Auf der Generalversammlung 1998 wurde durch den Geschäftsführer Helmut Könning fristgemäß angekündigt, dass die bestehende Vereinssatzung vom November 1973 überarbeitet und den neuen Gegebenheiten angepaßt wird. Die überarbeitete Version wurde der Generalversammlung 1999 zur Abstimmung vorgelegt:
§ 3: Mitgliedschaft und Aufnahme
§ 4: Vorstand und Mitgliederversammlung
§ 6: Ende der Mitgliedschaft
§ 7: Feste
§ 8: Verwaltung und soziale Fürsorge
§ 9: Der Schützenkönig
§ 10: Auflösung der Schützengilde
§ 11: Satzungsänderung
Der Bürgerschützenverein "ehem. Wessendorfer", St.-Otgerus-Schützengilde e.V. in Stadtlohn ist eine Vereinigung von Männern, die das Ideal der Historischen Deutschen Bruderschaften e. V.
anerkennt. Er ist dem Zentralverband angeschlossen und erkennt dessen Statuten an.
1. In geistiger Wehrhaftigkeit im Sinne der Katholischen Aktion die Förderung des religiösen Lebens, eucharistische Lebensbetätigung , Vertiefung des Bruderschaftsgedankens zum Ausgleich der sozialen Spannungen, Betätigung christlicher Nächstenliebe, Bestrebung zur Gesundung des öffentlichen und privaten Lebens im Geiste christlicher Sitte und Kultur, zu gestalten. Aus vorstehenden Gründen wurde auf der 1951 neu angefertigten Schützenvereinsfahne die Aufschrift: Glaube - Sitte - Heimat gewählt.
2. Der Zweck der Schützengilde ist weiterhin, in christlicher Tatkraft im Sinne des Allgemeinwohls zu wirken. Hierzu gehören: Bestrebungen zu verantwortungsbewußter Staatsgesinnung, Pflege zu althergebrachtem Brauchtum (Schützenfeste und Heimatfeste), Erhaltung des dem Schützenvereinswesen eigentümlichen Schießens, um den Schützenkönig zu ermitteln.
3. Eigenwirtschaftliche Zwecke lehnt die Schützengilde ab. Sie dient unmittelbar kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung.
Mitglied kann jede männliche Person werden, die im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte und unbescholten ist und sich zu dem Programm der Schützengilde bekennt, das Statut des Zentralverbandes anerkennt und das 16. Lebensjahr erreicht hat.
1 Vorsitzender, 2. Vorsitzender
Bezirksbundesmeister (sofern Vereinsmitglied)
1-2 Jugendvertreter
B. Die gewählten Vorstandsmitglieder amtieren 5 Jahre, können jedoch nach Ablauf der Amtszeit durch den Vorstand für eine Wiederwahl vorgeschlagen werden. Falls ein Vorstandsmitglied auf die Wiederwahl verzichtet oder durch den Vorstand nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen wird, hat der Vorstand ein geeignetes Vereinsmitglied vorzuschlagen. Weitere Wahlvorschläge können auch aus der Versammlung gemacht werden. Beim Wahlgang entscheidet die einfache Mehrheit. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel oder auf Wunsch der Mitgliederversammlung durch Zuruf und Abstimmung. Des weiteren können auf Wunsch der Mitgliederversammlung Geschäftsführer und Kassenwart auf obige Art neu gewählt werden. Oberst und Major amtieren 5 Jahre und müssen in geheimer Wahl durch die Mitgliederversammlung mittels Stimmzetteln neu gewählt werden. Eine Wiederwahl kann erfolgen, ebenfalls geheim mittels Stimmzetteln.
C. Mitgliederversammlungen ruft der Vorstand ein, in dringenden Fällen auch der Oberst. Alljährlich am letzten Samstag im November findet die Generalversammlung mit Vereins- und Kassenbericht, Neu- oder Wiederwahlen von Vorstandsmitgliedern, Besprechung des Jahresprogrammes sowie zur Entscheidung durch die Generalversammlung anstehenden Anträgen statt.
D. Sofern die Versammlung nichts anderes beschließt, werden erforderliche Entscheidungen per Handzeichen abgestimmt. Bei Stimmengleichheit erfolgt Stichwahl. Bei erneuter Stimmengleichheit gilt der Antrag als angenommen. Die Beschlüsse werden in ein Protokollbuch eingetragen und durch den Vorsitzenden und den Oberst durch Unterschrift bestätigt.
E. Es können nur Anträge zur Abstimmung auf einer Mitgliederversammlung oder Generalversammlung zugelassen werden, die mindestens eine Woche vor der Veranstaltung dem Vorstand in schriftlicher Form vorliegen.
F. Die Einladung zur Generalversammlung erfolgt 8 Tage vorher schriftlich oder durch die Presse.
G. Gesetzlicher Vorstand: Den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB bilden: Der 1. Vorsitzende, der Oberst, der Geschäftsführer. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstandes sind befugt, die St. Otgerus Schützengilde gerichtlich und außergerichtlich gemeinsam zu vertreten. Die Amtsdauer des gesetzlichen Vorstandes erlischt mit der Eintragung des neu gewählten Vorstandes in das Vereinsregister.
Die Mitglieder sind zur Zahlung des jeweils gültigen Jahresbeitrages verpflichtet. Über Änderungen der Beitragshöhe entscheidet ausschließlich die Generalversammlung.
A. Aus der Schützengilde scheiden mit Verlust eines jeden Anrechts aus:
Mitglieder, die sich schriftlich und freiwillig beim Vorstand abmelden, vom Tage der Abmeldung an. Diese sind dann nur noch zur Beitragszahlung für das laufende Jahr verpflichtet.
Mitglieder, die die bürgerlichen Ehrenrechte verlieren, so wie die, die keinen achtbaren Lebenswandel führen, über den Ausschluß entscheidet der Vorstand.
Mitglieder, die die Satzungen grob verletzen und sich nicht mehr am Vereinsleben beteiligen, oder die Beitragszahlung verweigern.
Der Vorstand hat das auszuschließende Mitglied vorher zu einer Sitzung zu laden, damit er sich rechtfertigen kann. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tage des Ausschlusses.
B. Beim Ausscheiden eines Mitgliedes werden geleistete Beiträge nicht zurückbezahlt, auch nicht anteilsmäßig, sondern fallen der Schützengilde zu.
A. Höchstes kirchliches Fest der Schützengilde ist der Fronleichnamstag. Bei der Prozession gehen jeweils 5 Offiziere links und 5 Offiziere rechts im vollen Ornat neben dem Allerheiligsten. Hinter der Fahnenabordnung gehen die Vorstandsmitglieder. Auch an anderen kirchlichen Feiertagen nimmt die Schützengilde teil. Z. B. Kircheneinweihung, Abholen des Bischofs, Einführung eines Pfarrers usw., gegebenenfalls auf besondere Einladung.
B. Festtag der Schützengilde ist der Sankt Sebastianustag am 20. Januar, St. Sebastianus, ein römischer Hauptmann, ist Patron der Schützenbruderschaften. Am nächsten Sonntag nach dem 20. Januar nehmen alle Mitglieder an der gemeinschaftlichen hl. Messe teil. Die Fahnenoffiziere haben mit den Fahnen auf dem Chor Aufstellung zu nehmen.
C. Beim jährlichen Schützenfest im Sommer, am letzten vollen Wochenende im Juni, wird das traditionelle Brauchtum gepflegt. Am 1. Schützenfesttag, dem Freitag, wird durch Vogelschießen der neue König ermittelt. Die Würde eines Schützenkönigs steht jedem Schützenbruder der seit einem Jahr zur Schützengilde gehört und das 18. Lebensjahr vollendet hat, offen. Der 2. Schützenfesttag beginnt mit der hl. Messe mit Teilnahmepflicht für alle Mitglieder, anschließend findet der Krönungsball statt. Am 3. Schützenfesttag, dem Sonntag, finden feierliche Ausholung des Oberst und des neuen Königspaares mit Gefolge, Fahnenschwenken, Königsparade usw. statt. Am 4. Schützenfesttag, dem Montag, klingt das Fest aus. Über den exakten Festablauf und gegebenenfalls erforderliche Änderungen entscheidet der Vorstand. Der Festablauf wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Schützengilde tritt bei allen Festen entschieden für Sitte, Anstand, Disziplin und Ordnung ein. Das ist das besondere Anliegen des Oberst sowie des gesamten Offizierskorps und des Vorstandes.
D. Die Schützengilde lässt in jedem Jahr zwei hl. Messen lesen. Am 2. Schützenfesttag für die lebenden Mitglieder des Vereins und am Patronatsfesttag für die verstorbenen Mitglieder des Vereins. Beim Begräbnis eines Mitgliedes beteiligt sich die Schützengilde so stark wie möglich. Es wird ein Kranz niedergelegt.
E. Über die Veranstaltung weiterer Feste, insbesondere im Sinne des § 2, Abs. 2, obliegt die Entscheidung dem Vorstand.
1. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch außergewöhnlich hohe Vergütungen begünstigt werden.
2. Die Schützengilde sorgt auf sozialem Gebiet für ihre Mitglieder. Armen oder in Not geratenen Mitgliedern wird der Beitrag ganz oder teilweise erlassen. Niemand darf aus der Schützengilde ausgeschlossen werden, weil er arm oder bedürftig ist. Die karitativen Angelegenheiten regelt der Kassenwart nach Abstimmung mit dem Vorstand.
Der Schützenkönig wird beim Schützenfest durch Abschuss des Vogels von der Stange mit geeigneter Sicherheit ermittelt. Die Aufsicht hierüber halten zwei Mitglieder des Vorstandes oder des Offizierskorps und der Waffenwart. Sie sind den am Wettbewerb teilnehmenden Schützenbrüdern gegenüber weisungsbefugt. Ist der Schützenkönig ermittelt, so hat der König die Königin mit 8-10 Thronpaaren (Thronherren und Ehrendamen) zu wählen. Diese bilden den Thron. Die Schützengilde hat je nach Kassenlage dem Thron mit einem ansehnlichen Betrag beizustehen. König und Königin erhalten für die Zeit ihrer Regentschaft die entsprechenden Insignien (Königskette, Tanzkette, Königinnenkette, Krönchen) durch den Verein zu treuen Händen zur Verfügung gestellt. Für die sichere Aufbewahrung trägt das Königspaar die Verantwortung. Der Schützenkönig hat bis zum nächsten Schützenfest eine silberne Plakette mit seinem Namen und dem Namen der Königin mit Jahreszahl an die Königskette anzuheften. Diese Plakette geht mit dem Ende der Regentschaft unentgeltlich in das Vereinseigentum über.
Die Schützengilde kann nur auf Anordnung des zuständigen Bischofs aufgelöst werden. Im Falle der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an das katholische Pfarramt St. Otger in Stadtlohn, welche es unmittelbar und ausschließlich für karitative Unterstützung bedürftiger Familien innerhalb des Stadtgebietes Stadtlohn zu verwenden hat. Die Schützengilde ruht, wenn nur 3 Mitglieder da sind.
Die Änderung dieser Satzung erfordert in grundsätzlichen Fragen die Zustimmung der Bundeskanzlei der Hist. Deutschen Bruderschaften. In allen übrigen Fragen entscheidet die Generalversammlung. Änderungsvorschläge sind dem Vorstand einzureichen, der darüber entscheidet, ob sie der Bundeskanzlei vorgelegt werden sollen.
Stadtlohn, den 27. November 1999
Auf der Generalversammlung angenommen mit 143 Stimmen für diese Satzungsänderung,
7 Stimmen gegen diese Satzungsänderung, keine Enthaltung.
Werner Ellers Heinrich Stoots Helmut Könning
Oberst Vorsitzender Geschäftsführer
Alfons Resing Heinrich Krieger Peter Doods Bernhard Rottherm
2.Vorsitzender Major Kassenwart Schriftführer
Reinhold Osterholt Reinhard Rehermann Mike Eilhardt Bernhard Rösing
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Jugendvertreter Pressewart

References: § 3

§ 4

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11
 § 26
 § 2