Source: https://jura-online.de/lernen/ag/1239/excursus
Timestamp: 2019-04-25 19:55:20+00:00

Document:
AG - Exkurs - Jura Online
§ 29 AktG
(1) Die Gründer haben den ersten Aufsichtsrat der Gesellschaft und den Abschlußprüfer für das erste Voll- oder Rumpfgeschäftsjahr zu bestellen. Die Bestellung bedarf notarieller Beurkundung.
(2) Auf die Zusammensetzung und die Bestellung des ersten Aufsichtsrats sind die Vorschriften über die Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer nicht anzuwenden.
(3) Die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats können nicht für längere Zeit als bis zur Beendigung der Hauptversammlung bestellt werden, die über die Entlastung für das erste Voll- oder Rumpfgeschäftsjahr beschließt. Der Vorstand hat rechtzeitig vor Ablauf der Amtszeit des ersten Aufsichtsrats bekanntzumachen, nach welchen gesetzlichen Vorschriften der nächste Aufsichtsrat nach seiner Ansicht zusammenzusetzen ist; §§ 96 bis 99 sind anzuwenden.
(4) Der Aufsichtsrat bestellt den ersten Vorstand.
§ 36 AktG
§ 41 AktG
(4) Vor der Eintragung der Gesellschaft können Anteilsrechte nicht übertragen, Aktien oder Zwischenscheine nicht ausgegeben werden. Die vorher ausgegebenen Aktien oder Zwischenscheine sind nichtig. Für den Schaden aus der Ausgabe sind die Ausgeber den Inhabern als Gesamtschuldner verantwortlich.
§ 1 AktG
§ 54 III AktG
§ 1 I 2 AktG
§ 36 II AktG
§ 36 III AktG
§ 41 I 1 AktG
Vor-AG
Überblick - AG
Die Aktiengesellschaft (AG) gehört zu den Körperschaften und ist im Aktiengesetz (AktG) geregelt.
Die Entstehung einer AG setzt nach § 23 AktG zunächst die notarielle Satzung voraus. Auch die Gründung der AG ist somit formbedürftig. Weiterhin erfordert die Gründung einer AG die Aktienübernahme durch die Gründer, geregelt in § 29 AktG. Ferner verlangt die Entstehung einer AG die Bestellung der Organe, vgl. § 30 AktG. Dies sind der Aufsichtsrat und der Vorstand sowie der Abschlussprüfer. Darüber hinaus muss ein Gründungsbericht erstellt werden und dessen Prüfung erfolgen, vgl. §§ 32 ff. AktG. Weiterhin setzt die Gründung einer AG die Kapitaleinzahlung gemäß den, §§ 36 II, 54 III AktG voraus. Erst dann kann die Anmeldung der AG beim Handelsregister erfolgen. Einzelheiten sind in den §§ 36, 37 AktG geregelt. Zuletzt erfolgt die Eintragung der AG ins Handelsregister, vgl. § 41 I AktG. Diese Eintragung ist konstitutiv. Erst durch diese Eintragung wird die AG zur AG.
Die AG wird gemäß § 78 I AktG durch den Vorstand vertreten.
Gegenüber Dritten haftet nur die AG mit dem Gesellschaftsvermögen, vgl. § 1 I 2 AktG. Es existiert keine persönliche Haftung der Beteiligten.
In der Phase vor der Eintragung der AG in das Handelsregister gelten ähnliche Grundsätze wie bei der GmbH. Es entsteht eine Vorgründungsgesellschaft in der Phase zwischen der Vereinbarung, eine AG gründen zu wollen, und der notariellen Satzung. Die „Vor-AG“ beschreibt die Phase zwischen notarieller Satzung und endgültiger Eintragung ins Handelsregister. Die „Vor-AG“ wird im Wesentlichen behandelt wie die AG selbst. Insofern wird auf die Grundsätze der Haftung bei Gründung einer GmbH verwiesen.

References: § 29

§ 36

§ 41

§ 1

§ 54

§ 1

§ 36

§ 36

§ 41
 § 23
 § 29
 § 30
 § 41
 § 78
 § 1