Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=6fe3cc44-e44d-4df1-806f-40d725ed1f53
Timestamp: 2020-08-15 00:04:38+00:00

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EinlagenAbweichend vom grundsätzlichen Ansatz der (historischen) Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind ab dem ersten nach dem 31. DezemberGebäude und grundstücksgleiche Rechte (siehe dazu Rz 6622 2006 beginnenden Wirtschaftsjahr) im Sinne des § 30 Abs. 1 EStG 1988, die zum 31.3.2012 nicht steuerverfangen waren (Altvermögen) stets mit dem Teilwert, nach der bis zu bewerten (§ 6 Z 5 lit. c EStG 1988 2006 geltenden Rechtslage unter Umständen mit den). Der Teilwert stellt auch dann den Einlagewert dar, wenn die (historischen) Anschaffungs- oder Herstellungskosten, anzusetzen ( zum jeweiligen WertansatzZeitpunkt der Einlage höher waren als der Teilwert im Einlagezeitpunkt. Im Privatvermögen eingetretene Wertminderungen können daher nicht in die betriebliche Sphäre verschoben werden. Zur Einlage mit dem Teilwert und einer nachfolgenden Veräußerung aus dem Betriebsvermögen siehe Rz 2484b783 und Rz 2484c).
Werden nach einer Betriebsaufgabe nach §§ 24 Abs. 6 EStG 1988 24 Abs. 6 EStG 1988 idF des AbgÄG 2004 begünstigte Gebäudeteilebegünstigte Gebäudeteile in einen Betrieb innerhalb der fünfjährigen Sperrfrist eingelegt, ist der maßgebliche steuerliche Wertansatz um die unversteuerte stille Reserve zu kürzen und davon die AfA zu bemessen. Im Fall einer Veräußerung innerhalb der fünfjährigen Sperrfrist ist der steuerliche Wertansatz um die versteuerten stillen Reserven rückwirkend zu erhöhen (§§ 24 Abs. 6 EStG 1988 24 Abs. 6 EStG 1988 idF des AbgÄG 2004, siehe auch Rz 5717a). Von diesem erhöhten Betrag ist rückwirkend die AfA zu bemessen.
Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG 1988 sind die Vorschriften für Entnahmen und Einlagen entsprechend dem Betriebsvermögensvergleich heranzuziehen. Die Einlage von Umlaufvermögen ist als Betriebsausgabe auszuweisen, eingelegtessoweit nicht § 4 Abs. 3 letzter Satz EStG 1988 anzuwenden ist. Eingelegtes Anlagevermögen ist grundsätzlich zu aktivieren.
2484a2489
Ein entdeckter Bodenschatz, wie etwa ein Schottervorkommen, ist steuerlich ein vom Grund und Boden getrenntes zu betrachtendes Wirtschaftsgut. Dies giltEin Bodenschatz stellt allerdings, falls noch nicht mit der Verwertung des Bodenschatzes begonnen worden ist, nur dann ein eigenes Wirtschaftsgut dar, wenn dieser abbauwürdig ist und mit seiner Aufschließung zu rechnen ist (VwGH 29.3.2006, 2004/14/0063). In einem solchen Fall würde, wenn das denGrundstück samt Bodenschatz enthaltende Grundstück veräußert werden sollte, nicht nur für Grund und Boden, sondern auch für den Bodenschatz ein Kaufpreis(anteil) bezahlt.
DieEin Bodenschatz fällt als solcher nicht unter den Begriff des Grundstücks im Sinne des § 30 Abs. 1 EStG 1988. Daher ist ein Bodenschatz im Falle der Einlage eines Bodenschatzesnach § 6 Z 5 lit. d EStG 1988 ins Betriebsvermögen erfolgt zum Teilwertmit dem Teilwert im Zeitpunkt der Einlage zu bewerten. Für die Bewertung sind jene Verhältnisse maßgebend, die im Zeitpunkt der Einlage bekannt waren oder bekannt sein konnten. Eine fehlerhafte Bewertung zum Einlagezeitpunkt kann berichtigt werden. Im Falle einer zutreffenden Bewertung zum Einlagezeitpunkt kommt es nicht zu einer jährlichen Neubewertung, obwohl laufend die Kenntnis über das Ausmaß und die Beschaffenheit des Bodenschatzes verfeinert wird. Maßgeblich ist die seinerzeitige Teilwertermittlung, soweit sie unter sorgfältiger Beachtung aller bewertungsrelevanter Umstände, die dem Unternehmer bekannt waren oder bekannt hätten sein müssen, erfolgt ist (VwGH 29.3.2006, 20042004/14/0063/14/0063, betreffend Schottervorkommen).
2484b2490
Einlagen sind unabhängig vom Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung des eingelegten Wirtschaftsgutes stets mit dem Teilwert im Zeitpunkt der Einlage anzusetzen. Werden angeschaffte Wirtschaftsgüter eingelegt, sind im Fall der späteren Veräußerung (vor dem 1.4.2012 nur innerhalb der Spekulationsfrist) - neben gleichzeitig zu erfassenden betrieblichen Einkünften - in Höhe der Differenz zwischen Anschaffungskosten und dem Teilwert zum Zeitpunkt der Einlage Einkünfte nach §§ 30 EStG 1988 30 EStG 1988 idF StruktAnpG 2006 gegeben (§§ 30 Abs. 1 Z 2 EStG 1988 30 AbsidF vor dem 1. 1 Z 3 EStGStabG 2012 und § 4 Abs. 3a Z 4 EStG 1988 1988, siehe RzRz 783 6619a).
Zur Schätzung des Teilwertes einer Liegenschaft und AufteilungEingelegte Beteiligungen im Sinne des Einlagewertes§ 31 EStG 1988 auf "Grund und Boden" und Gebäudesind höchstens mit den Anschaffungskosten anzusetzen (siehe RzRz 2493 2610 ff).
Werden Wirtschaftsgüternach einer Betriebsaufgabe nach § 24 Abs. 6 EStG 1988 begünstigte Gebäudeteile eingelegt, die innerhalb von zehn Jahren (Grundstücke) oder innerhalb des letzten Jahres (sonstige Wirtschaftsgüter) angeschafft oder hergestellt wurden, sind nachist der bis 2006 geltenden Rechtslage als Einlagewert höchstensmaßgebliche steuerliche Wertansatz um die Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzenunversteuerte stille Reserve zu kürzen und davon die AfA zu bemessen. Im Fall hergestellter Wirtschaftgüter beginnt die einjährige Frist jedenfalls nicht später als in jenem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das ineiner Veräußerung innerhalb der Folge in den Betrieb eingelegt sonstige (bewegliche) Wirtschaftgut im Wesentlichen hergestellt ist, sodass es bereitsfünfjährigen Sperrfrist ist der steuerliche Wertansatz um die versteuerten stillen Reserven rückwirkend zu erhöhen (§ 24 Abs. 6 EStG 1988 geeignet istidF des AbgÄG 2004, zum Gegenstand dessiehe auch Rz 5717a wirtschaftlichen Verkehrs gemacht zu werden (VwGH 23.9.2005, 2003/15/0105)). Von diesem erhöhten Betrag ist rückwirkend die AfA zu bemessen.
Im Jahre 01 wird einBei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG 1988 Gebäude um 170.000 Euro angeschafftsind die Vorschriften für Entnahmen und um 50.000 Euro saniert. In der Zeit von 03 bis 08 wird es vermietet. An Absetzungen für Abnutzung werden insgesamt 15.300 Euro, an Sonderabschreibungen gemäß § 28 Abs. 3 EStG 1988 30.000 Euro geltend gemacht. 09 wird das GebäudeEinlagen entsprechend dem Betriebsvermögen zugeführt (Teilwert: 198.000 Euro)Betriebsvermögensvergleich heranzuziehen. Es sind die um die AfA und die Sonderabschreibung gekürzten Herstellungskosten anzusetzen:Die Einlage von Umlaufvermögen ist als Betriebsausgabe auszuweisen, eingelegtes Anlagevermögen ist grundsätzlich zu aktivieren.
Ein Unternehmer kauft im Jahre 01 ein bebautes Grundstück (Anschaffungskosten GrundRandzahlen 2491 und Boden 500.000 Euro, Gebäude 1,000.000 Euro) und nutzt es ausschließlich für seinen Betrieb A (Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 1 EStG 1988). Im Jahre 04 erfolgt eine Entnahme (Teilwert des Gebäudes2492: 1.300.000entfallen Euro; Teilwert Grund und Boden 1,500.000 Euro). Das Gebäude wird zunächst für eigene Wohnzwecke genutzt, seit 06 jedoch wird es zu 90% vermietet (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Seit 07 werden die restlichen 10% des Gebäudes wieder für den Betrieb A des Unternehmers verwendet (AfA 3%). Zu Beginn des Jahres 10 bringt der Unternehmer das gesamte Gebäude in seinen Betrieb B ein (Teilwert: Grund und Boden 700.000 Euro, Gebäude 1,350.000 Euro).
Bloße Nutzungen sind nicht als einlagefähige Wirtschaftsgüter anzusehen, weshalb die Bewertung gemäß §§ 6 Z 5 lit. d EStG 1988 6 Z 5 EStG 1988 nicht anzuwenden ist (siehe auch Rz 632 f). Nutzungseinlagen in ein Einzelunternehmen oder in eine Personengesellschaft sind in Form der Einlage einer AfA (für nicht überwiegend betrieblich genutzte bewegliche Wirtschaftsgüter oder für untergeordnet betrieblich genutzte Gebäude) möglich. Die Regelung für die als Entnahmewert anzusetzenden anteiligen Kosten für die Privatnutzung ist sinngemäß für Nutzungseinlagen anzuwenden.
Werden unkörperliche Wirtschaftsgüter in das Betriebsvermögen eines Einzelunternehmers oder einer Mitunternehmerschaft eingelegt, so sind sie unabhängig davon, ob sie vor der Einlage vom Steuerpflichtigen entgeltlich erworben wurden oder nicht, stets nach den allgemein für Einlagen geltenden Bewertungsgrundsätzen zu aktivieren (§§ 6 Z 5 lit. d EStG 1988 6 Z 5 EStG 1988 geht vor § 4 Abs. 1 vorletzter Satz EStG 1988).
Unkörperliche Wirtschaftsgüter, die in das Umlaufvermögen eingelegt werden, sind jedenfalls anzusetzen und nach §§ 6 Z 5 lit. d EStG 1988 6 Z 5 EStG 1988 zu bewerten.
6.12.7 Rechtslageentfällt bis 2006: Fristenberechnung
Nach derRandzahlen 2503 bis 2006 geltenden2504: derzeit frei Rechtslage gilt für die Fristenberechnung von zehn oder einem Jahr(en) gilt das Stichtagsprinzip (Zeitpunkt der Anschaffung, Ende der Herstellung). Die kleinste Einheit für die Fristenberechnung ist das einzelne Wirtschaftsgut. Auch wenn auf ein angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaftsgut später (weitere) Herstellungskosten getätigt wurden, ist die Frist durchgängig von der seinerzeitigen Anschaffung oder Herstellung zu rechnen. Bei bebauten Grundstücken ist das Grundstück samt Gebäude die maßgebliche. Bei der Einlage von Grundstücken, auf denen ein Gebäude errichtet wurde, ist bei allen Gewinnermittlungsarten vom Anschaffungszeitpunkt des Grundstückes auszugehen. Spätere Anschaffungs- oder Herstellungsaufwendungen bleiben für die Fristenberechnung außer Betracht.
Findok-Nr: 19973.14, aufgenommen am: 07.06.2013 16:04:24, Dokument-ID: 806b9e16-1440-4cb2-96b3-2e4672722019, Segment-ID: 6fe3cc44-e44d-4df1-806f-40d725ed1f53

References: § 30
 § 4
 § 4
 § 30
 § 6
 § 4
 § 24
 § 4
 § 28
 § 4
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