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Timestamp: 2019-11-21 21:10:02+00:00

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BGH, 15.10.2002 - X ZR 69/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,428
BGH, 15.10.2002 - X ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,428)
BGH, Entscheidung vom 15.10.2002 - X ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,428)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 2002 - X ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,428)
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BGB § 640 Abs. 1 i. d. F. vom 1. 5. 2000; ZPO § 282 Abs. 1
Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen - Inkrafttreten - Fristsetzung - Entbehrlichkeit - Voraussetzungen für eine klageweise Durchsetzung - Werklohnanspruch trotz fehlender Abnahme - Rechtzeitigkeit von Angriffs- und Verteidigungsmitteln - Verpflichtung - ...
Keine Fristsetzung trotz fehlender Abnahme, wenn die Voraussetzungen der klageweisen Durchsetzung des Werklohnanspruchs bei In-Kraft-Treten des Gesetzes zur Beschleunigung fälliger Zahlungen vorlagen
Fristsetzung, - bei Zahlungsanspruch des Werkunternehmers; Abnahmeverweigerung, Fristsetzung und -
Zur Fristsetzung nach § 640 Abs. 1 Satz 2 BGB in der Fassung des Gesetzes zur Beschleunigung fälliger Zahlungen
Entbehrlichkeit einer Fristsetzung trotz fehlender Abnahme
Dies muss das erstinstanzliche Gericht hinreichend begründen (vgl. BGH, Urteil vom 15.10.2002, Az. X ZR 69/01, NJW 2003, 200, 202; BGH, Beschluss vom 2.9.2013, Az. VII ZR 242/12).
Grobe Nachlässigkeit im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO liegt nur dann vor, wenn eine Prozesspartei ihre Pflicht zur Prozessförderung in besonders gravierender Weise vernachlässigt, wenn sie also dasjenige unterlässt, was nach dem Stand des Verfahrens jeder Partei als notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urteile vom 24. September 1986 - VIII ZR 255/85, NJW 1987, 501 unter II 2 b cc; vom15. Oktober 2002 - X ZR 69/01, NJW 2003, 200 unter II 6 b; jeweils mwN).
Die diesen Vorwurf begründenden Tatsachen muss das Gericht in seinem Urteil feststellen (BGH, Urteil vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01, aaO;… Beschluss vom 2. September - - VII ZR 242/12, aaO Rn. 13).
Grobe Nachlässigkeit im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO liegt - wie das Berufungsgericht im Ausgangspunkt nicht verkannt hat - nur dann vor, wenn eine Prozesspartei ihre Pflicht zur Prozessförderung in besonders gravierender Weise vernachlässigt, wenn sie also dasjenige unterlässt, was nach dem Stand des Verfahrens jeder Partei als notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urteil vom 24. September 1986 - VIII ZR 255/85, NJW 1987, 501 unter II 2 b cc;… Beschlüsse vom 2. September 2013 - VII ZR 242/12, aaO Rn. 13;… vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 97/15, aaO Rn. 15; siehe auch Urteil vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01, NJW 2003, 200 unter II 6 b [zu § 528 Abs. 2 ZPO aF]).
Auch bei vollständiger Umsetzung der vertraglichen Beschaffenheitsvereinbarungen sind die Werkleistungen nicht ohne weiteres mangelfrei, denn der Architekt schuldet einen konkreten Werkerfolg, der nicht auf die nach dem Vertrag verabredete Ausführungsart beschränkt ist, sondern nach ständiger Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 15.10.2002, VII ZR 69/01, BauR 2003, 236) im Sinne eines funktionalen Leistungs- und Mangelbegriffs die Zweckbestimmung und Funktionalität des zu realisierenden Bauwerks erfasst.
§ 531 Abs. 2 ZPO will die Partei zwar zu konzentrierter Verfahrensführung anhalten, begründet aber keine Verpflichtung, tatsächliche Umstände, die ihr nicht bekannt sind, zu ermitteln (vgl. BGH, Urteil vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01 - NJW 2003, 200, 202).
Im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen schuldet der Unternehmer ein funktionstaugliches und zweckentsprechendes Werk (BGH, Beschluss vom 25. Januar 2007 - VII ZR 41/06, BauR 2007, 700, 702 = NZBau 2007, 243 = ZfBR 2007, 340; Urteile vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01, BauR 2003, 236, 238 = NZBau 2003, 33 = ZfBR 2003, 34; vom 11. November 1999 - VII ZR 403/98, BauR 2000, 411, 412 = NZBau 2000, 74 = ZfBR 2000, 121 und vom 17. Mai 1984 - VII ZR 169/82, BGHZ 91, 206, 212).
Ein Werk ist allerdings auch dann mangelhaft, wenn es zwar die anerkannten Regeln der Technik einhält, gleichwohl aber nicht funktionstauglich und zweckentsprechend ist (BGH, Urteile vom 8. November 2007 - VII ZR 183/05; vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01 …und vom 17. Mai 1984 - VII ZR 169/82, je aaO).
OLG München, 19.02.2014 - 7 U 4085/11
Entstehung eines Notwegerechts durch Wegvermessung und Veräußerung von Teilen …
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung besteht jedenfalls grundsätzlich keine Pflicht einer Partei, tatsächliche Umstände, die ihr nicht bekannt sind, zu ermitteln (vgl. BGH…, Urteil vom 6.11.2008 - III ZR 231/07, zitiert nach [...], dort Rz. 11; Urteil vom 15.10.2002 - X ZR 69/01, zitiert nach [...], dort Rz. 33).
Insbesondere dürfen sie Vorbringen grundsätzlich nicht aus prozesstaktischen Erwägungen zurückhalten (so zum alten Recht: BGH, Urt. v. 15.10.2002 - X ZR 69/01, NJW 2003, 200, 202; zum neuen Recht: BGH, Beschl. v. 29.9.2009 - VI ZR 149/08, VersR 2009, 1683 Tz. 3).
Eine Verpflichtung, tatsächliche Umstände, die der Partei nicht bekannt sind, erst zu ermitteln, ist daraus grundsätzlich jedoch nicht abzuleiten; sie kann nur durch besondere Umstände begründet werden (BGH aaO, NJW 2003, 200, 202; VersR 2009, 1683 Tz. 3; Beschl. v. 19.6.2008 - V ZR 190/07, juris Tz. 10).
BGH, 13.01.2004 - X ZR 212/02
Vertagung des Verfahrens vor den Patentgerichten zur Gewährung rechtlichen Gehörs
BGH, 30.06.2010 - IV ZR 229/07
Berufung im Streit um das Bestehen einer Wohngebäudeversicherung: Nichtzulassung …
BGH, 19.06.2008 - V ZR 190/07
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren; Zurückweisung neuen Vorbringens …
OLG Celle, 28.10.2009 - 14 U 77/09
Verspätetes Vorbringen: Einführung von Werkmängeln im Rahmen eines gerichtlichen …
OLG Brandenburg, 29.04.2009 - 4 U 85/07
Bauvertrag: Schlüssige Abnahme durch bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme und …
BGH, 17.12.2009 - III ZR 61/08
Verschleierung von tatsächlicher Höhe einer Provision für die Einwerbung eines …
BGH, 19.10.2004 - X ZR 98/03
Mitwirkung eines ausgeschiedenen Richters an einer nach der mündlichen …
OLG Celle, 16.06.2005 - 14 U 247/04
Notwendigkeit der Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung; Abrechnungen von …
OLG München, 10.09.2003 - 27 U 802/98
Trapezblechdach: Korrosionsschutz keine Nebenleistung!
OLG Hamm, 14.03.2006 - 21 U 115/05
Werkvertrag: Keine Unverhältnismäßigkeit der Nachrüsung einer "weißen Wanne" im …
KG, 26.11.2009 - 8 U 126/09
Gewerberaummiete: Übergabe eines auf das Fälligkeitsdatum einer Monatsmiete …
OLG München, 30.11.2005 - 27 U 229/05
Flachdachabdichtung: Dachdecker muss Kondensatbildung verhindern
OLG Dresden, 13.07.2011 - 1 U 56/11
Arbeitsteilige Ausführung: Grenzen der Erfolgshaftung?
AG Karlsruhe, 07.12.2007 - 6 C 482/06
Werkvertrag mit funktionaler Leistungsbeschreibung

References: § 640
 § 282
 § 640
 § 296
 § 296
 § 528
 BGH 

§ 531