Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2017-08-11/pr-transport-container-gmbh-sorgt-fuer-irritation-181097/comment-page-4
Timestamp: 2018-06-20 22:38:08+00:00

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11. August 2017 Fonds (Blindpools) 315 Kommentare
POC-Neuigkeiten von Jochen Resch
Ich denke, es ist wichtig, erst einmal die Post vom Insolvenzveralter abzuwarten und dann die Forderungen in der vorgeschriebenen Frist anmelden( mit oder ohne anwaltliche Hilfe ). Uns wurde ein Anwalt fuer Insolvenzrecht empfohlen. Ich meine eine Sammelklage macht Sinn, koennte sonst noch teurer werden. Vielleicht wird das auch von den involvierten Insolvenzverwaltern empfohlen, weil es so viele Betroffene gibt( ca 54000? )
Benn 28. April 2018
unter Ihrer Antwort v. 27.4. war leider keine „Antwort“-Möglichkeit mehr vorgegeben, deshalb hier eine Neueröffnung des Dialogs. „Leistung“ gegen „Leistung“ sollte verrechenbar sein. Klar. Deshalb ist mir unklar, warum unter Nennung des o. a. § 22 mein Finanzamt abgelehnt hat. Aber auch wenn man die Veräußerungsgewinne als eigenständige Einkünfte und nicht als „Leistungen“ betrachtet, gehören sie (im Containerfall) auch zu den „Sonstigen Einkünften (S:E:)“. Also prinzipiell auch innerhalb der S. E. verrechenbar. Warum sich das Finanzamt bei mir gesperrt hat, muss ich jetzt herausfinden. Ich habe schon Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gestellt. Chancen sind leider gering. Vielleicht hat Ihr Steuerberater bald einen neuen Kunden … Hätte ich nur damals nicht auf die wachsweiche telefonische Auskunft des P & R Kundenbetreuers gehört und den Einspruch gegen ESt-Bescheid zurückgezogen. Zur Ehrenrettung von P & R muss ich aber sagen, dass ich, z. B. wegen Umsatzsteuer, früher mehrmals sehr solide Auskünfte und Hilfen bekommen habe. Ist aber schon viele viele Jahre her, da war wohl noch eine andere Mannschaft am Start.
Ed 29. April 2018
meine Logik ist die gleiche wie Ihre. Eine Trennung innerhalb der „sonstigen Einkünfte“ ist ja auch gar nicht möglich, schließlich beziehen sich die Abschreibungen ja auch auf die Container. Definitiv sind die Verkaufsgewinne keine Einkünfte aus Kapitalvermögen, was ja auch schon mehrmals richterlich entschieden wurde.
Auszug aus dem Archiv von P&R:
Diese steuerlichen Informationen der dargestellten Sachverhalte als „Sonstige Einkünfte“ wurden bundeseinheitlich von allen Oberfinanzdirektionen (z.B. OFD München vom 27.08.1998, DStR 1998-S.1916; OFD Rheinland vom 20.03.2007, DStR 2007-S. 829) umgesetzt.
Das rechtskräftige Urteil des Finanzgerichtes Bremen vom 16.11.2006, Az. 1 K 29/06 qualifiziert diesen Sachverhalt ebenfalls ausdrücklich als „Sonstige Einkünfte“ und nicht als Kapitaleinkünfte. Der Gesetzgeber erfasst erstmals konkret den P&R-Sachverhalt unter den sonstigen Einkünften; siehe i.e. Unternehmensteuerreformgesetz 2008 (ausführliche Begründung zu § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG).
Benn 17. Mai 2018
mein Finanzamt hat jetzt eine ausführliche Begründung nachgeliefert, weshalb es 2016 bei mir Veräußerungsgewinne der Container (Unterschied Verkaufserlös zu Buchwert) nicht mit negativen Einkünften aus der Containervermietung (Mieteinnahmen minus AfA) verrechnet. Sowohl Veräußerungsgewinne als auch Mieten seien sonstige „Sonstige Einkünfte“ gem. § 22 Abs. 3 EStG. Insofern besteht Einigkeit. Lt. Satz 3 dieser Vorschrift dürfen jedoch die Werbungskosten (negative Einkünfte aus Mieten), die die Einnahmen (Veräußerungsgewinn) übersteigen, nicht ausgeglichen werden, sondern können nur getrennt vorgetragen werden. Für das Insolvenzverfahren bzw. die daraus für die (5-Jahres-)Anleger hoffentlich noch fließenden (Rest-) Erträge sehe ich also, wie schon in meinen Beiträgen vom 25./26.4. geschrieben, wenig Hoffnung, steuerlich zumindest teilweise etwas Milderung zu erlangen. Wie ist Ihre Einschätzung?
Ed 17. Mai 2018
so kann man den Satz 3 auslegen. Allerdings steht im nachfolgendem Satz: auch: „Die Verluste mindern jedoch nach Maßgabe des § 10d die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in dem unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraum oder in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Leistungen im Sinne des Satzes 1 erzielt hat oder erzielt;“ Insofern kann der Vortrag oder aber auch ein Rücktrag sehr wohl diese Einkünfte mindern. In meinem Fall habe ich diese negativen Einkünfte im Jahr 2016 erzielt, Dies wurde auch im Bescheid des FA dokumentiert. Ich werde diesen Vortrag deshalb für 2017 gegen die Einkünfte aus Vermietungen und Veräußerungsgewinnen zum Abzug bringen. So wurde es auch von meinem Steuerberater erläutert. Mal sehen wie das FA bei mir reagiert.
Dieser Interpretation folgend, können m. E. die Abschreibungen z.B. für 2018 – die ja weiter laufen sollten- zu weiteren negativen Einkünften führen, Diese wiederum sind vorzutragen und können mit evtl. Ergebnissen aus Verkäufen in den Folgejahren verrechnet werden.
das Problem ist nicht, dass Mietverluste vor- und rückgetragen und/oder mit früheren oder späteren eventuellen positiven Mieteinnahmen unstrittig verrechnet werden können bzw. Veräußerungsverluste vor- oder rückgetragen und/oder mit späteren/früheren Veräußerungsgewinnen oder –verlusten unstrittig verrechnet werden können. Der Knackpunkt ist die gegenseitige jetzige oder spätere Verrechnung von positiven oder negativen Mieten mit späteren positiven oder negativen Veräußerungen. Aufgrund der jetzigen Erkenntnislage ist bei den beiden „sonstigen Einkünften“ eher mit spärlichen Erträgen bzw. mit Verlusten zu rechnen. Ein Verlustvortrag würde also nur helfen, wenn später einmal positive Einkünfte bei den Mieten (zur Verrechnung mit dem Verlustvortrag aus Mieten) oder Veräußerungsgewinne (zur Verrechnung mit Verlustvortrag aus Veräußerungen) realisiert werden können. Ansonsten schiebt man die schönen Verlustvorträge getrennt voneinander nutzlos vor sich her – es sei denn, man hat andere positive sonstige Einkünfte, z. B. aus Containermieten bei einem anderen Anbieter ;-). Hat Ihr Steuerberater bei der Ankündigung für 2017 konkret die spätere gegenseitige (Überkreuz-) Verrechenbarkeit bei Vorträgen von Mieten und Veräußerungen gemeint?
Ed 7. Mai 2018
Zwei weitere weniger erfreuliche Berichte unter:
Michael R 7. Mai 2018
Die Anwälte erwähnen Steuernachteile bei einer möglichen Nichtanerkennung des Eigentums. Die Einkünfte wären dann als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu qualifizieren. Der Bundesfinanzhof hat allerdings am 24.10.2017 entschieden, dass abweichend von der bisherigen Auffassung der Finanzverwaltung insolvenzbedingte Forderungsausfälle bei den Einkünften aus Kapitalvermögen steuerlich abzugsfähig sind. Es würde mich sehr wundern, wenn die Finanzverwaltung eine Umqualifizierung vornimmt und damit das Tor für die steuerliche Geltendmachung von Verlusten öffnet. Da das Geschäft von P&R in den letzten Jahren stark gewachsen ist, würde der Fiskus mehr verlieren als für die Vergangenheit gewinnen, wenn die Verwertung mit deutlichen Verlusten erfolgt.
Danke Ihnen für die Infos, hört sich plausibel an.
Aber warum liest man solch hilfreiche Dinge nicht in den vielen Artikeln, die sich mit PundR befassen…..
Ich antworte hier, weil auf Ihren Eintrag keine Antwortmöglichkeit war.
Genau diese „Überkreuzung“ wie sie es nennen, sollte möglich sein. Es ist im §22 ABS. 3 auch nur von „Leistungen“ die Rede. Eine Trennung von Mieteinnahmen und Veräußerungsgewinnen kann ich nicht erkennen.
Was nicht gehen sollte, ist die steuerliche Geltendmachung der Verluste aus der Insolvenz, siehe auch Nachfolgendes::
Die SdK hat eine externe Steuerberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Gut- achtens zur steuerlichen Erfassung der Verluste beauftragt. Hintergrund ist, dass Anleger, sofern die Verluste steuerrechtlich in der privaten Sphäre anfallen würden, nach unserer derzeitigen Einschätzung keine Möglichkeit der steuerlichen Geltend- machung haben. Würden die Transaktionen z. B. bei jahrelanger Vermietung jedoch als Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit eingestuft, könnte unserer Einschätzung nach eine Geltendmachung des erlittenen Verlusts möglich sein. Hieraus könnten sich aber weitere Probleme mit Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Körperschafts- steuer ergeben. Die SdK hat daher die Erstellung eines entsprechenden Gutachtens beauftragt.
Ed 8. Mai 2018
Es scheint kriminell zu werden:
http://www.fr.de/wirtschaft/investmentfirma-p-r-wo-sind-die-container-a-1501529
Ingrid 8. Mai 2018
Jetzt ist klar warum die Leute keine Zertifikate haben und zudem keine anlegerbezogene Contai nerzuordnung erfolgt ist! Gut, dass jetzt die Staatsanwaltschaft im Spiel ist, wir haben doch schon länger vermutet, dass da was faul ist….
Flex 11. Mai 2018
Dann haben andere wohl Glück gehabt, die mit (oder ohne) Nachfrage ein Zertifikat bekommen haben? Das kann Fluch und Segen zugleich sein, wenn sich Container zweifelsfrei einer Person zuordnen lassen. Am Ende ist der Schaden für die, die ein Zertifikat haben, noch größer. Die Zeit wirds zeigen…
Auch wenn es an der Stelle vielleicht untergeht noch etwas anderes: Danke an alle, die sich hier beteiligen, Links posten und diskutieren!
Die Frage ist wieviel Container sind noch da?
Wurden wir im grossen Still abgezokt
und was können wir jetzt tun dasder schaden
sich in grenzen hält,
Die Frage bzgl wieviel Container da sind kann derzeit wohl anscheinend niemand seriös beantworten. Ich hab zudem gelesen ( bei google „investmentcheck falsche Eigentumszertifikate“ eingeben) dass die vorhandenen Eigentumszertifikate oft auch noch falsch sind….wobei sich da die Frage stellt, war das Absicht oder Schlamperei?
Jackie 13. Mai 2018
Es scheint, dass eine grosse Abzockerei stattgefunden hat wovon die Ausdehnung noch nicht bekannt ist, oder vielleicht einfach geheimgehalten.
Schadensbegrenzung können wir nicht mehr tun. Ich glaube nicht, dass wir zur Zeit als Anleger irgendetwas machen können. Dazu ist immer noch zu wenig veröffentlicht, womit man „arbeiten“ könnte. Nicht nur scheint keine ehrliche Geschäftsordung vorhanden gewesen zu sein, sondern eine grosse Mangel an Transparenz. Als Anleger muss man aber zugeben, dass so lang es gut lief, haben nicht viele von uns „Anleger“ Fragen gestellt. Es ist eigentlich seit Juli 2017 als plötzlich die Mietzahlungen nach 60 Tage bezahlt wurden, sind viele Anleger hellhöriger und unsicher geworden. Und unser Wissen jetzt zeigt, dass es dann schon zu spät war. Selbst wenn man dann „aussteigen“ wollte, könnte man nicht weil man angeblich Eigentum über etwas angenommen hat und PundR war nur die Vermittlung. Bei Fragen hat man teilweise arrogante Antworten bekommen, und dazu, bis Februar 2018 haben wir alle Briefen erhalten, wie gut es die Firma ging. PundR hat uns geblendet und die meisten von den Anlegern haben sich blenden lassen.
Jetzt heisst es wirklich abwarten, so fatalistisch wie es klingt, und hoffen, dass wir doch etwas zurückbekommt und derjenigen, das dieses Insolvenz vorursacht haben, auch bekommen, wie sie verdient haben.
Christoph 13. Mai 2018
Bei Interesse an Erfahrungsaustausch mit weiteren Betroffenen in einer Interessengemeinschaft (nur Anleger):
https://groups.google.com/group/pundr-container-ig
Danke für die Mitteilung. Habe mich angemeldet.
Bernd 13. Mai 2018
Im Handelsblatt morgen großer Bericht über P&R, sieht nicht gut aus.
Lt. der Juni-Ausgabe von Finanztest könnten die Inhaber von Eigentums-Zertifikaten im Vorteil sein. Jaffé hat mitgeteilt, dass mehr als 90 % der Anleger kein Zertifikat haben, somit seien den Verträgen auch keine konkreten Container zugeordnet.
Das überrascht mich. Denn in den Verträgen, die die Anleger mit P & R abgeschlossen haben, ist ganz konkret von einer Tagesmiete pro GEKAUFTEM Container die Rede. Es ist lt. Verkaufsprospekt ein „Direktinvestment“. Also wurde doch vorgegeben, dass ein ganz konkreter Gegenstand Inhalt des Vertrages ist, und nicht eine Beteiligung an Mieteinnahmen aus einem Pool von Containern. Unabhängig davon, ob man nun ein Eigentumszertifikat angefordert hat oder nicht. Eine juristisch unterschiedliche Behandlung von Zertifikatsbesitzern und -nichtbesitzern scheint mir sehr fragwürdig.
Schlimmer als befürchtet!
http://www.handelsblatt.com/my/finanzen/steuern-recht/recht/container-pleite-bei-insolventer-anlagegesellschaft-pundr-fehlen-eine-million-container/22575360.html?nlayer=Newsticker_1985586
Der Staatsanwalt ermittelt gegen die Verantwortlichen bei P & R. Das ist strafrechtlich relevant. Für Gläubiger/Anleger eher uninteressant. Der Insolvenzverwalter wird – hoffentlich – zivilrechtlich (Schadenersatz) ein paar Fragen an die Verantwortlichen haben. Das könnte interessanter werden. Ich gehe mal davon aus, dass die Verantwortlichen auch direkt oder indirekt die Inhaber/Betreiber der Schweizer Firma sind, die operativ das ganze Geschäft managt. So. Und jetzt sagen die oder sagt der Verantwortliche: Wenn ihr mir so unangenehm von der Seite kommt, dann schließe ich meine Schweizer Firma von heute auf morgen und ihr könnt sehen, wer eure Container (auch wenn’s nur 0,6 statt 1,6 Mio. Stück sind) weiter verwaltet … Oh oh. Das wird spannend.
In Ergänzung meiner Ausführungen möchte ich noch auf den Absatz 2 hinweisen, indem sogar explizit Einnahmen aus privaten Veräußerungen genannt sind.
Mein Steuerberater hatte damals auch nur von „sonstigen Leistungen“ gesprochen.
vielen Dank für Ihre Einschätzungen. Da mein Finanzamt nun zumindest die Einsetzung in den vorigen Stand akzeptiert, werde ich weiterhin am Ball bleiben und erneut versuchen, meine 2016er Gewinne aus Veräußerung mit den 2016er Verlusten aus Container-Vermietung sowie älteren Verlustvorträgen aus Cont,-Vermietung verrechnen zu lassen. Im Saldo würde selbst dann sogar immer noch ein Überschuss für 2016 verbleiben. Ich berichte natürlich weiter, wenn’s was neues gibt.
Benn 19. Mai 2018
in § 22 Abs. 2 wird zwar auf Veräußerungsgeschäfte Bezug genommen. Diese werden dann in § 23 näher definiert. Nach dieser Definition fallen Veräußerungen von P & R-Containern mit einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ganz klar nicht unter die in § 22 Abs. 2 genannten Veräußerungsgeschäfte. Ich forsche weiter.
Ed 19. Mai 2018
das im §23 Abs. 2 genannte eine Jahr wird m. E. durch den nachfolgenden Satz auf 10 Jahre erweitert:
4Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre; Das dürfte ja für die Container zutreffen.
Benn 20. Mai 2018
Jau. Das stimmt. Schande über mich. Man sollte einen § immer bis zum Ende lesen.
Da sie zur Erzielung von der Einkunftsart „Leistungen“ gedient haben, sind aber auch die Veräußerungsgeschäfte dieser Container den „Leistungen“ zuzuordnen. Das spricht nach wie vor für die Verrechenbarkeit von Mieten und Veräußerungsgeschäften. Sofortige Verrechenbarkeit, falls die Werbungskosten die Einnahmen nicht übersteigen, ansonsten Verrechenbarkeit mit den Vor- oder Rückträgen. Ich habe jetzt einen entsprechenden Einspruch formuliert und warte dann mal auf die Rückäußerung des FA.
Benn 28. Mai 2018
hat leider doch nicht geklappt. „Eine erneute Aufforderung zur Begründung des Einspruchs ist nicht gleichzusetzen mit der Genehmigung des Antrags auf Einsetzung in den vorigen Stand“. Also abgeschmettert wegen Ablauf der Einspruchsfrist. Daher leider keine Klarheit. Werde jetzt in der ESt-Erkl. 2017 natürlich Klarheit über das Verfahren schaffen, so oder so. Hilft leider nicht mehr für meinen stolzen Überschuss 2016.
Didier 17. Mai 2018
„Der Insolvenzverwalter versucht, die Schweizer Gesellschaft am Leben zu erhalten, damit die Container-Vermietung nicht ins Stocken gerät und die Anleger wenigstens einen Teil des Geldes zurückbekommen.“ Ich würde eher sagen, damit das Insolvenzverfahren nicht mangels Masse irgendwann eingestellt wird.
Bewiesene Straftaten erleichtern die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegenüber den ehemaligen und jetzigen Geschäftsführern auf jeden Fall.
Die Formulierung „versucht“ klingt nicht sehr hoffnungsvoll
Die 600000 existenten Container (Alter?) werden im Laufe der Zeit abgeschrieben und schrottreif sein, der Tagesmietsatz von 0,64€ pro Container erbringt bestensfalls 384000 € (P&R Kalkulation aufgrund meines Vertrages) täglich, aber wie lange noch?
Sicher bleibt ein Teil der Geldrückflüsse auch bei der Schweizer Firma hängen. Diese wird ihre Forderungen mit laufenden Mieteinnahmen verrechnen. Und für ihre Eigengeschäfte hat die Schweizer Firma sicher die richtigen gültigen Eigentumszertifikate, während die einzelnen insolventen deutschen P&R Firmen erst noch beweisen müssen, welche Container von ihnen jeweils wirklich erworben worden sind.
Michael R 17. Mai 2018
Ich denke, der Insolvenzverwalter setzt vor allem auf die Verwertung. Der Preis für Stahlschrott liegt zur Zeit bei 355 $ pro Tonne, ein 20 Fuß Container wiegt 2 Tonnen. Das Minimum wären also so 700 $ pro Container. Summe 420 Mio. Vielleicht auch 40 Fuß Container dabei und nicht alles nur Schrottwert.
So wie es sich jetzt anhört, dürfte es für die Verantwortlichen bei P&R nicht ohne Freiheitsstrafe abgehen. Deren Dauer wird auch von deren Kooperationsbereitschaft abhängen.
Über die altersmäßige Zusammensetzung der 0,6 Mio. Container ist noch nichts bekannt gegeben worden, soweit ich weiß. Die vor Jahren erworbenen (bzw. überwiegend wohl nur vermeintlich erworbenen) Gebrauchtcontainer werden irgendwann verschrottet oder gaaanz billig verkauft, klar. Ein bisschen cash gibt’s für beides aber auch. Die erworbenen (wenn man die nur vermeintlich erworbenen abzieht) Neucontainer können noch lange laufen. Hier kommt es dann auf ein cleveres Management an, ob nach 5 Jahren verkauft (so wie es die Verträge vorsehen, Anspruch des Anlegers) oder weiter vermietet wird.
Dass Straftaten begangen wurden, steht doch wohl außer Frage. Hier ist nur die Höhe/Schwere des Verbrechens fraglich. Für Gläubiger imho weniger relevant. Außer: Wenn nur Geldstrafen verhängt werden, mindert das sogar das Vermögen, aus dem Schadenersatz für die Gläubiger abzuzweigen wäre.
Heute neue Pressemitteilung auf http://www.frachtcontainer-inso.de.
Bernd 18. Mai 2018
Das Handelsblatt geht heute von einer Insolvenzqoute von 25% aus.schlimmer gehts nimmer.
Flex 18. Mai 2018
Dann ist es ja gut, dass mich die Paywall des Handelsblatts davon abhält, die negativen Nachrichten zu lesen 😉 Wer rechnet eigentlich sowas aus? Wer außer PWC und den Verwaltern hat denn zuverlässige, aktuelle Zahlen zur Hand? Das Insolvenzverfahren ist noch nicht einmal eröffnet und es wird schon geunkt. Zugegeben, eine Insolvenz geht im Regelfall zu Lasten der Gläubiger, aber aktuell glaube ich gar nichts, was nicht vom Verwalter kommt. Ich sehe hier derzeit nur eine Reihe von Drohkulissen und Anwälte im großen Stil auf Mandantenfang.
Jackie 18. Mai 2018
Doch vielleicht kann es schlimmer kommen.
“ 1. Wandelt sich P&R jetzt von einem Insolvenzfall in einen Betrugsfall?
Wenn der von der StA München in der heutigen PM angeführte Betrugsverdacht erhärtet, kommt dieser „Betrugsfall“ eher hinzu, als dass er den „Insolvenzfall“ wandelt… Sollte sich nämlich herausstellen, dass der Großteil der Anleger kein Eigentum an Containern erworben hat, stellt sich die Frage, ob die im Anfechtungszeitraum erhaltenen Zahlungen (Mieten und Rückkaufszahlungen) im insolvenzrechtlichen Sinne unentgeltlich waren und von der Insolvenzverwaltung angefochten und zur Masse verlangt werden könne“
Das wäre noch schöner. Erstmal das Geld für die Containers verloren. und danach, noch die erhaltene Mietzahlungen zurückzahlen müssen.
Was ist mit dem Steuer, dass man auch bezahlt hat? Das kriegt man auch nicht zurück.
Michael R 18. Mai 2018
Die Anwaltsschreiben und Aussagen wie oben sind nervig und ärgerlich. Reine Panikmache. Hier passiert meines Erachtens folgendes:
1. Im Insolvenzverfahren dürfte nicht sehr viel zu holen sein. Die Angstmache mit den Standgebühren – von einigen, nicht allen Anwälten – hat nicht gezogen. Warum also für das Insolvenzverfahren einen Anwalt nehmen ?
2. Es gibt sicher Schadensersatzansprüche gegen alle möglichen Personen. Die werden aber kaum in der Lage sein, für einen Milliardenschaden zu zahlen. Und Versicherungen sind – wenn überhaupt vorhanden – betragsmäßig beschränkt. Banken als Berater (gibt es die überhaupt ?) könnten zahlen, lassen sich aber alles Mögliche gegenzeichen. Da dürfte nicht viel zu machen sein.
Konsequenz: Wir brauchen etwas Neues, zum Beispiel drohende Milliardenrückforderungen des Insolvenzverwalters (was ich auch schon gelesen haben, RA adwus) . Ich denke, dass ist Unsinn. Unsere erhaltenen Zahlungen sind Gegenleistungen für das von uns eingezahlte Kapital, ob da nun Container existierten oder nicht..
Danke für dein Kommentar. Ich ließ mich vom Panikmacherei gedankenmäßig verführen, was in diesem Fall sehr leicht ist.
Zu Information bzg Banken als Berater: Ich bin in 2011 in der PundR Welt durch eine Bank gekommen. Diese Bank ist aber in 2013/14 selber aus diesem Geschäft kommentarlos ausgestiegen und die Kunden sind einfach die Kundenberatung von PundR gestellt – so in etwa hat die Bank die Hände von den Kunden und PundR gewaschen.
Ingrid 19. Mai 2018
Danke Herr Michael R., durch Ihre Kommentare hier wird meine Angst vor Rückzahlungen und was da sonst noch kommen könnte etwas gemindert. Ich wäre auch bereit die erhaltenen Mieten zurückzuzahlen, wenn ich im Gegenzug dafür auch meine Investition zurückbekomme. Denn wenn ich die Miete zu Unrecht bekommen habe, hat PundR auch meine eingebrachte Investition zu Unrecht erhalten……
Hias 13. Juni 2018
Ist das ein Szenario? – Hoffentlich nicht
http://investmentcheck.de/?nv=5814&id=3813
Ingrid 27. Mai 2018
Weiss hier eigentlich jemand, ob die Forderungen selber angemeldet werden können bzw. anders formuliert: schafft es ein juristischer Laie ohne Anwalt? Oder sollte man einen nehmen? Ich hab eigentlich keine Lust unnötigerweise Geld für einen Anwalt auszugeben……falls jemand etwas weiss ( z.B. wenn jemand hier schon mal an einem Insolvenzverfahren teilgenommen hat) dann wäre ich dankbar für Infos bzgl der Forderungsanmeldung…..
Michael R 28. Mai 2018
Bei Magellan hat der Insolvenzverwalter die Anmeldung vorausgefüllt an die Anleger geschickt. Er hatte allerdings dazu geschrieben, er würde sich vorbehalten, einen Teil zu bestreiten. Betragsmäßig war das die Summe der noch ausstehenden Miete plus der Rückkaufpreis. Einen Anwalt braucht man dafür nicht. Siehe auch bei Fragen und Antworten des Insolvenzverwalters P&R auf seiner Seite frachtcontainer-inso.
Ed 28. Mai 2018
schade, aber wenn es für kommende Erklärungen geholfen hat, ist zumindest erwas wieder gut gemacht. Ich hab diese WE meine Erklärung abgegeben. Bin mal gespannt was rauskommt.
Didier 28. Mai 2018
Heute ist in der Aargauer Zeitung ein Artikel veröffentlicht worden: mit neuen Informationen.
Herr Heinz Roth ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und untergetaucht. Zum Erwerb größerer Container-Flotten seien zwei Firmen auf den Bermudas gegründet worden: MC Holding 1 und MC Holding 2. Die MC Holding 2 hat am 21. Februar 2018 ihre Tätigkeit beendet. War dies der Auslöser von der P&R Insolvenz?
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/54000-kleinanleger-bangen-um-ihr-geld-mittendrin-eine-schweizer-firma-132616164
Ist das ein Szenario???
Ingrid 13. Juni 2018
Nachdem wir nun keine Eigentümer sind und das Damoklesschwert der Haftung für Standgebühren usw. wegfällt , wird hier eine neue Drohkulisse aufgemacht, diesmal in Form von Rückforderungen im Rahme einer Insolvenzanfechtung. Hierzu hat sich auch der Insolvenzverwalter geäussert ( frachtcontainer-inso). Zudem gibt es eine Reform des Insolvenzrechts, dass die Anfechtung erschwert……aber klar Anfechtung ist natürlich möglich. Falls jemand hierzu seriöse Infos hat, wäre es schön wenn er oder sie hierzu was beitragen könnte…..
Peters 13. Juni 2018
Ja Anfechtung ist möglich, aber lies mal hierzu auf frachtcontainer-inso (steht bei den faqs weiter hinten)und zudem wurde per Gesetz die Anfechtung durch den Insolvenzverwalter erschwert, was für uns hilfreich ist. Weiterhin kommt der Insolvenzverwalter mit seiner Anfechtung nicht immer durch ( siehe z.B. S&K Verfahren). Ausserdem nicht zu vergessen: Anlegeranwälte malen nur zu gerne Drohkulissen….
Michael R 13. Juni 2018
Nein. Der Insolvenzverwalter hat dazu bei frachtcontainer-inso unter Fragen und Antworten Stellung genommen. Darauf verweist übrigens auch die Redaktion von Investment-Check am Ende des Beitrags. Das wird von Rechtsanwälten hochgeschrieben, um die Anleger zur Mandatserteilung zu veranlassen. Dumm nur, wenn der ach so böse Insolvenzverwalter gegen die Anleger gar nicht vorgehen will. Herr Wittmann hat das mit der Stellungnahme des Insolvenzverwalters offenbar nicht mitbekommen oder es bewusst verschwiegen.
Corinna 13. Juni 2018
Hallo. Wir sind in der vielleicht glücklichen Lage, Eigentumszertifikate zu besitzen. Wer hier im Forum besitzt ebenfalls Zertifikate? Hat sich schon jemand mit dem Thema Aus- bzw. Absonderung auseinandergesetzt ?
Wie ist die allgemeine Einschätzung dazu?

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