Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%201030/00
Timestamp: 2019-12-07 16:22:53+00:00

Document:
BVerfG, 06.02.2001 - 1 BvR 1030/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,1728
BVerfG, 06.02.2001 - 1 BvR 1030/00 (https://dejure.org/2001,1728)
BVerfG, Entscheidung vom 06.02.2001 - 1 BvR 1030/00 (https://dejure.org/2001,1728)
BVerfG, Entscheidung vom 06. Februar 2001 - 1 BvR 1030/00 (https://dejure.org/2001,1728)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,1728) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Mangelhafter Teppich
Art. 103 Abs. 1 GG, zum Verhältnis zwischen § 288 ZPO und § 138 Abs. 3 ZPO, keine Anwendung von § 290 ZPO auf ein einfaches Nichtbestreiten, Anforderungen an ein konkludentes Geständnis (Geständniswille);
§ 93 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, Wiedereinsetzung bei Verzögerung im ...
Rechtliches Gehör - Geständnis - Beweiswürdigung - Beweisantrag - Wiedereinsetzung
BVerfGG § 93 Abs. 2; GG Art. 103 Abs. 1
LG Verden, 24.03.2000 - 6 S 134/99
NJW 2001, 1565
Die Nichtberücksichtigung von Parteivortrag ohne Grundlage im Prozessrecht verletzt den Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG (BVerfG, NJW 2001, 1565, 1566).
a) Die Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG beruht darauf, dass die Auslegung der Vorschrift des § 322 Abs. 1 ZPO durch das Berufungsgericht und die hierauf beruhende Zurückweisung des Vorbringens der Beklagten zu den mit der Widerklage verfolgten Ansprüchen in der Zivilprozessordnung keine Stütze findet (vgl. BVerfG, NJW 2001, 1565, 1566).
Da die Handhabung der Substantiierungsanforderungen durch das Gericht dieselben einschneidenden Folgen hat wie die Anwendung von Präklusionsvorschriften, verletzt die Nichterhebung eines Beweises wegen mangelnder Substantiierung der unter Beweis gestellten Tatsache Art. 103 Abs. 1 GG bereits dann, wenn dies - wie hier - in offenkundig unrichtiger Weise geschieht (BVerfG, NJW 2001, 1565; BGH…, Beschluss vom 12. Juni 2008, aaO).
Art. 103 Abs. 1 GG ist jedenfalls dann verletzt, wenn die Anwendung einer Präklusionsvorschrift offenkundig unrichtig ist (vgl. BVerfG NJW 2001, 1565 m.w.N. sowie BGH, Beschl. v. 23. Mai 2007, IV ZR 24/06, NJW-RR 2007, 1253).
Es hat Parteivortrag der Kläger nicht berücksichtigt, ohne dass sich hierfür eine Grundlage im Prozessrecht findet (vgl. BGH…, Beschluss vom 14. Juli 2016 - V ZR 258/15, NJW 2017, 736 Rn. 11; BVerfG, NJW 2001, 1565, 1566).
Dem Verhalten der Prozesspartei muss vielmehr ein konkludenter Geständniswille zu entnehmen sein (BGH NJW 1991, 1683; BGH NJW 1983, 1496 [1497]; vergleiche auch BVerfG NJW 2001, 1565).
Da die Handhabung der Substantiierungsanforderungen dieselben einschneidenden Folgen hat wie die Anwendung von Präklusionsvorschriften, verstößt sie gegen Art. 103 Abs. 1 GG, wenn sie offenkundig unrichtig ist (…BGH, Beschlüsse vom 12. Juni 2008 - V ZR 221/07, WM 2008, 2068 Rn. 5 …und vom 11. September 2013 - IV ZR 259/12, NJW 2014, 149 Rn. 15; vgl. auch BVerfG NJW 2001, 1565).
Da die Handhabung der Substantiierungsanforderungen durch das Gericht dieselben einschneidenden Folgen hat wie die Anwendung von Präklusionsvorschriften, verletzt sie Art. 103 Abs. 1 GG bereits dann, wenn sie - wie hier - offenkundig unrichtig ist (vgl. BVerfG NJW 2001, 1565).
BGH, 21.04.2005 - I ZR 88/04
BGH, 29.11.2018 - I ZR 5/18
Zahlungsanspruch eines Maklerhonorars als Provision aufgrund Maklervertrags …

References: Art. 103
 § 288
 § 138
 § 290

§ 93
 § 93
 Art. 103
 Art. 103
 Art. 103
 § 322
 Art. 103

Art. 103
 BGH 
 Art. 103
 Art. 103