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Timestamp: 2017-09-22 08:15:51+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 3 vom 27. Februar 2007, S. 18
Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Arabistik/Islamwissenschaft
im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang (60, 90 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Arabistik/Islamwissenschaft (60 Leistungspunkte, 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor Studiengang beschlossen.
§ 13 Bachelor-Arbeit (nur 90 LP)
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau der Studienprogramme Arabistik/Islamwissenschaft (60, 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Arabistik/Islamwissenschaft im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) BA 60: Die Studierenden sollen solide Kenntnisse der arabischen Sprache bis zur aktiven Beherrschung der modernen Hochsprache und einer arabischen Umgangssprache erwerben. Durch die Arbeit mit originalsprachigen Zeugnissen unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes sollen die Studierenden verschiedene Bereiche und Epochen des arabischen Schrifttums einschließlich der Grundlagetexte des Islams in den Umrissen kennen lernen und befähigt werden, arabisch-islamische Geschichte und arabische (Schrift-) Kultur in Zusammenhängen zu verstehen. Im Rahmen des BA60 treten arabische Texte gegenüber originalsprachlichen Zeugnissen in anderen Islamsprachen in den Vordergrund. In Verbindung mit der Vermittlung von Fachwissen sollen die Studierenden methodische Anleitung erhalten, Aufgaben aus dem Fachgebiet selbständig zu bearbeiten. Neben der Vermittlung von Fachwissen soll hauptsächlich die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten durch Recherche, Quellenlektüre, Auswahl geeigneter Methoden und Fragestellungen im Hinblick auf eine historisches und systematisches Verständnis von Problemen gefördert werden. BA 90: Die Studierenden erwerben zusätzlich die Kenntnis der Grundlagen einer weiteren Islamsprache. Die bereits beschriebenen Kompetenzen werden hierdurch auf einen größeren regionalen Bereich bezogen, und die Bewertung und Nachzeichnung von Lösungswegen fachspezifischer Probleme wird durch die stärkere Einbindung nicht-arabischer Regionen des islamischen Kulturgebietes in einer erweiterten Perspektive dargestellt.
(2) Diese Fähigkeiten eröffnen Studierenden ein breites Spektrum von möglichen Arbeitsfeldern, die nicht unmittelbar mit dem eingeschränkten fachspezifischen Arbeitsbereich zusammenhängen.
(3) Studienziel in engerem Sinne ist die Befähigung zu einer Tätigkeit u. a. in auswärtigen Missionen, im internationalen Kommunikationsbereich und international tätigen Organisationen, an Museen, wissenschaftlichen Bibliotheken, Universitäten, wissenschaftlichen Verlagen, Forschungsinstituten, in der Publizistik und Medienarbeit.
(2) Für die Studienfachberatung steht im Institut für Orientalistik eine Studien- und Prüfungsbeauftragte bzw. ein Studien- und Prüfungsbeauftragter zur Verfügung; Beratung und Betreuung erfolgt aber auch durch alle hauptamtlich Lehrenden des Instituts, Seminar für Arabistik und Islamwissenschaft, zu ihren Sprechzeiten.
(1) Die Kenntnis von zwei modernen Fremdsprachen ist erforderlich. Kenntnisse der Englischen Sprache (Abiturniveau) werden ab dem 1. Semester vorausgesetzt, Kenntnisse einer zweiten modernen Fremdsprache (Französisch, Russisch, Spanisch, andere Sprachen auf Antrag) auf Abiturniveau werden ab dem 3. Semester vorausgesetzt. Lateinkenntnisse werden empfohlen.
(2) Für die Grundstufe Arabisch wird die Kenntnis des arabischen Alphabets vorausgesetzt. Dieses kann in einem vorbereitenden Selbststudium u. a. mit Hilfe der in der Studienberatung bekannt gegebenen Lernmittel erworben werden.
(3) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis acht Prozent der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(1) Der Aufbau des Studienprogramms, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistung/en, Formen der Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen, Teilnahmevoraussetzungen für die Module sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung.
(2) Es wird empfohlen, im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation Module aus den Bereichen Wissenschaftliches Schreiben, Argumentation und Präsentation, Medienkompetenz, Programmierung und Datenbanken, Moderne Fremdsprachen zu wählen.
(1) Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Arabistik/Islamwissenschaft (60 Leistungspunkte, 90 Leistungspunkte) wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a. In Vorlesungen werden Fakten und Zusammenhänge sowie methodische Kenntnisse zum Verständnis, zur Einordnung sowie zur Bewertung des jeweiligen Gegenstandes zusammenhängend dargestellt. Es kann sich dabei um Überblicks- oder Spezialvorlesungen handeln;
b. Übungen dienen dem Erlernen der Benutzung von Hilfsmitteln sowie der Bearbeitung eines Themenbereichs bzw. der Vertiefung der in anderen Lehrveranstaltungen (insbesondere Vorlesungen, Proseminare und Hauptseminare) vermittelten Kenntnisse;
c. Proseminare dienen dazu, die Studierenden mit den fachspezifischen Aufgabenstellungen sowie mit Hilfsmitteln und der wissenschaftlichen Methodik des Faches vertraut zu machen;
d. Hauptseminare behandeln ausgewählte Probleme des Fachgebiets und dienen insbesondere dazu, die Studierenden zu selbständiger Arbeit anzuleiten;
e. Sprachkurse dienen dem Erwerb von Sprachkenntnissen und Fertigkeiten im Arabischen und einer weiteren Sprache der islamischen Welt. Sprachkurse bauen konsekutiv aufeinander auf;
f. Exkursionen sind thematisch ausgerichtete, unter wissenschaftlicher Leitung durchgeführte Studienfahrten, die das Lehrangebot bei spezifischen Fragestellungen ergänzen können und der Vertiefung und Veranschaulichung des in den Seminaren und Vorlesungen behandelten Stoffes dienen. Sie fördern den Praxisbezug des Studiums;
g. Praxiskurs Übersetzen: Diese Form dient der Einübung in das selbständige Übersetzen längerer zusammenhängender komplexer Texte aus dem Arabischen, Persischen oder Türkischen in das Deutsche.
(3) Das Selbststudium ist in Form einer Vor- und Nachbereitung der während des Kontaktstudiums vermittelten Inhalte integraler Bestandteil des Studiums. Darüber hinaus dient es zur
· Vertiefung vorhandener Schwerpunkte,
· Erarbeitung zusätzlicher Kenntnisse,
· Erarbeitung fachübergreifender und interdisziplinärer Aspekte.
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Abschlussarbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Demgemäß führt das Bachelor-Studium der Arabistik/Islamwissenschaft (90 Leistungspunkte), wenn die Abschlussarbeit in diesem Studienprogramm verfasst wird, in Kombination mit einem weiteren Studienprogramm zum Abschluss eines Bachelor of Arts (B.A.).
(1) In der Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studienprogramms sind Teilnahmevoraussetzungen, die jeweiligen Modulvorleistungen Formen der Modulleistungen, Modulteilleistungen festgelegt.
a. Regelmäßige Bearbeitungen von Übungsaufgaben: Teil der wöchentlichen Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, insbesondere Bearbeitung von arabischen bzw. persischen oder türkischen Texten in Form von Übersetzung, Kommentar, Analyse;
b. Halten eines Referats pro Seminar;
c. Thesenpapier: eine stundenvorbereitende schriftliche Arbeit von in der Regel 6.000 bis 12.000 Textzeichen;
d. Stundenprotokoll: eine inhaltliche Zusammenfassung von in der Regel 6.000 bis 12.000 Textzeichen;
e. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von maximal 60.000 Textzeichen;
f. Kurztest: In den Sprachmodulen häufige Form der Leistungskontrolle. Er nimmt in der Regel nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch;
h. Mündliche Prüfung: Sie dauert in der Regel 15 Minuten;
i. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 45 Minuten Dauer;
j. Bachelor-Arbeit: (nur 90 LP) Näheres dazu unter § 13.
(1) Die Anmeldung zu den Modulen gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder über das Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Näheres ergibt sich aus den Studienprogrammübersichten und den allgemeinen Modulbeschreibungen.
(2) Die Teilnahmevoraussetzungen zu den Modulen ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen. Termine und Wiederholungstermine der Modulleistung werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(1) Zur ordnungsgemäßen Durchführung des Studienprogramms Arabistik/Islamwissenschaft BA 60/90 wird durch die Fakultät ein Studien- und Prüfungsausschuss (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM) gebildet, der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
Bachelor-Arbeit (nur 90 LP)
(1) Eine Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten. Sie kann bei Kombination zweier Bachelor-Studienprogramme mit je 90 Leistungspunkten in einem der beiden Programme geschrieben werden.
(2) Wird nicht im Studienprogramm Arabistik/Islamwissenschaft (90 Leistungspunkte), sondern in dem anderen Studienprogramm des Zwei-Fach-Bachelor-Studiengangs eine Bachelor-Arbeit geschrieben, dann ist an Stelle der Bachelor-Arbeit das Modul „Praxismodul Übersetzen“ zu belegen.
(3) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer eine Mindestanzahl von 60 Leistungspunkten im Studienprogramm erreicht hat.
(4) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird zu Beginn des 6. Semesters über den Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. eines Prüfers betreut.
(5) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 70.000 Textzeichen betragen.
(1) Angaben zu Modulen, die aus mehreren Teilleistungen gemäß § 21 Abs. 1 ABStPOBM bestehen sind in der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studienprogramms zu finden.
Studienprogramm Arabistik/Islamwissenschaft BA 90
(eventuell Modulteilleistungen)1
Teilnahme-voraussetzungen2
Grundlagen der Orientalistik
à 2 SWS,
1 Übung 1 SWS,
Selbststudium (75 h)
à 4 SWS,
(180 h)
Sprachkurs 2. Islam-Sprache
Selbststudium (195h)
Basismodul 90
1 Proseminar G*
1 Proseminar R*
Einführung in das arabische Schrifttum
1 Hauptseminar
Selbststudium (90 h)
1 Hauptseminar G
1 Hauptseminar R
1 Lektürekurs BA
(225 h)
(ersatzweise) Praxismodul
1 Hauptseminar Übersetzen à 2 SWS
1 Um eine gewisse Flexibilität zu bewahren, empfiehlt es sich, die Modulleistung nicht zu eng zu definieren.
2 Um auch das Studium so frei wie möglich zu gestalten, sollten nur so viel Festlegungen wie unbedingt nötig getroffen werden.
Studienprogramm Arabistik/Islamwissenschaft BA 60
ja [oder] nein
1 Übung 1 SWS
Basismodul 60
1 Proseminar G* oder R* à 2 SWS,

References: § 77

§ 13
 § 7
 § 13
 § 13
 § 15
 § 21