Source: https://de.scribd.com/doc/58335979/MR-Turkei-deutsch-2-Auflage-tcm14-11236
Timestamp: 2016-07-23 13:07:12+00:00

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MR Türkei deutsch 2.Auflage_tcm14-11236
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Human Rights Droits de l’Homme Menschenrechte
ISSN 1618-6222 missio-Bestell-Nr. 600 205
Zur Lage der Menschenrechte in der Türkei – Laizismus = Religionsfreiheit?
Das Anliegen der „Fachstelle Menschenrechte“ ist es, die Kenntnis über die Menschenrechtssituation in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens zu fördern. Um diesem Ziel näher zu kommen engagieren wir uns in der menschenrechtlichen Netzwerkarbeit und fördern den Austausch der kirchlichen Partner missios in Afrika, Asien und Ozeanien mit kirchlichen und politischen Entscheidungsträgern in der Bundesrepublik Deutschland. In der Reihe „Menschenrechte“ werden Länderstudien, thematische Studien sowie die Ergebnisse von Fachtagungen publiziert. Die Republik Türkei hat sich im Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923 – hier mit ausdrücklicher Bezugnahme auf die nicht-muslimischen Minderheiten - und in allen seitherigen Verfassungen zur Gleichbehandlung aller Staatsbürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit verpflichtet hat. Vor diesem Hintergrund versucht die Studie Zur Lage der Menschenrechte in der Türkei – Laizismus = Religionsfreiheit? eine Antwort auf die Frage zu geben, ob der türkische Laizismus tatsächlich Religionsfreiheit für alle türkischen Staatsangehörigen bedeutet. Ein zentraler Punkt der Diskussion wird die Frage nach der rechtlichen Stellung der einzelnen Religionsgemeinschaften bzw. religiösen Gruppierungen und deren Auswirkungen auf die Entfaltung dieser Gruppen sein. Otmar Oehring, *1955 in Saulgau, aufgewachsen 1955 bis 1971 in Ankara, Türkei; 1975 – 1981 Studium der Kultur und Geschichte des Nahen Orients und der Rechtswissenschaft in München; 1981-1982 als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung Aufenthalt in Istanbul, Türkei; 1983 Promotion an der LMU, München, über „Die Türkei im Spannungsfeld extremer Ideologien (1973 – 1980)“; seit Ende 1983 Referent in der Auslandsabteilung von missio Internationales Katholisches Missionswerk, Aachen – zunächst mit Schwerpunkt ‚islamische Länder’; 1991-2000 Referatsleiter Afrika/Naher Osten; seit dem 1.1.2001 Leiter der Fachstelle Menschenrechte; seit 1981 Gutachter in Asylverfahren.
Erschienene/Geplante Publikationen 1 Zur Lage der Menschenrechte in der VR China – Religionsfreiheit deutsch (2001) – Bestellnummer 600 201 englisch (2002) – Bestellnummer 600 211 französisch (2002) – Bestellnummer 600 221 8 Genitale Verstümelung von Mädchen und Frauen Situationsbericht aus dem Sudan deutsch/englisch/französisch (2002) – Bestellnummer 600 208 9 Zur Lage der Menschenrechte in Vietnam. Religionsfreiheit deutsch (2002) – Bestellnummer 600 230 englisch (2002) – Bestellnummer 600 231 französisch (2002) – Bestellnummer 600 232 10 Zur Lage der Menschenrechte in Sri Lanka. Einsatz der Kirche für Frieden und Menschenwürde deutsch (2002) – Bestellnummer 600 233 englisch (2002) – Bestellnummer 600 234 französisch (2002) – Bestellnummer 600 235 11 Zur Lage der Menschenrechte in Simbabwe. deutsch (2002) – Bestellnummer 600 236 englisch (2002) – Bestellnummer 600 237 französisch (2002) – Bestellnummer 600 238 12 Zur Lage der Menschenrechte in Südkorea. deutsch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 239 englisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 240 französisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 241 13 Zur Lage der Menschenrechte im Sudan. deutsch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 242 englisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 243 französisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 244 14 Zur Lage der Menschenrechte in Nigeria. deutsch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 245 englisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 246 französisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 247 15 Zur Lage der Menschenrechte in Ruanda. deutsch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 248 englisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 249 französisch (in Vorbereitung) – Bestellnummer 600 250
2 Zur Lage der Menschenrechte in der DR Kongo: von 1997 bis 2001. Die schwierige Lage der Kirchen deutsch (2002) – Bestellnummer 600 202 englisch (2001) – Bestellnummer 600 212 französisch (2002) – Bestellnummer 600 222 3 Zur Lage der Menschenrechte in Indonesien Religionsfreiheit und Gewalt deutsch (2001) – Bestellnummer 600 203 englisch (2002) – Bestellnummer 600 213 französisch (2002) – Bestellnummer 600 223 4 Osttimor – der schwierige Weg zur Staatswerdung deutsch (2001) – Bestellnummer 600 204 englisch (2002) – Bestellnummer 600 214 französisch (2002) – Bestellnummer 600 224 5 Zur Lage der Menschenrechte in der Türkei – Laizismus = Religionsfreiheit? deutsch (2001) – vergriffen deutsch (2002) – Bestellnummer 600 205 englisch (2002) – Bestellnummer 600 215 französisch (2002) – Bestellnummer 600 225 6 Verfolgte Christen? Dokumentation einer internationalen Fachtagung Berlin, 14./15. September 2001 deutsch (2002) – Bestellnummer 600 206 englisch (2002) – Bestellnummer 600 216 französisch (2002) – Bestellnummer 600 226 7 Genitale Verstümmelung von Mädchen und Frauen Auswertung einer Befragung von Mitarbeiter/innen katholischer kirchlicher Einrichtungen aus 19 afrikanischen Staaten deutsch (2002) – Bestellnummer 600 207 englisch (2002) – Bestellnummer 600 217 französisch (2002) – Bestellnummer 600 227
Alle Publikationen sind auch als PDF-Dateien verfügbar. http://www.missio-aachen.de/menschenrechte
Eine Studie, die sich mit den neuesten Entwicklungen im Hinblick auf die hier diskutierte Fragestellung befasst, insbesondere mit den seit August 2002 beschlossenen Gesetzesänderungen, erscheint demnächst in dieser Reihe.
2. Religionsgemeinschaften Islam Christentum Judentum Probleme der Stiftungen Fehlen eindeutiger Regelungen Körperschaftssteuerpflicht Ausführungsbestimmung von 1936 28 Genehmigung für Renovierungsmaßnahmen 28 Einfrieren von Einnahmeerlösen aus Immobiliengeschäften 29 Verbot der Übertragung von Einnameüberschüssen 26 26 27 27 29 Schulen 30 Zugang nur nach bestimmten Kriterien 31 Schulleitung unter staatlicher Kontrolle 31 Fremdnutzung nicht mehr benötigter Schulgebäude 32 Sonstige Probleme – auf Unkenntnis basierende Vorurteile und Propaganda 33 4.1 Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne – Vom Staat als solche anerkannt: Armenier. Fazit 23 4. Einleitung 2.2.2.1. Griechen.2 Rechtsstatus nichtmuslimischer Minderheiten 21 4. Der rechtliche Rahmen Das Prinzip Laizismus Der Vertrag von Lausanne Präsidium für Religionsangelegenheiten als Absicherung 9 Religionsfreiheit in der Verfassung verankert 10 Religionsunterricht kontrolliert 5 5 6 8 10 11 11 12 3.2.2. Bulgaren.1 Rechtsstatus der islamischen Konfessionen 12 Sunniten 13 Aleviten 16 Islamische Bruderschaften – Beispiel: Naksibendi ¸ 19 Islamische Bewegungen – Beispiel: Nurculuk 21 4. Juden
. Rechtsstatus der Religionsgemeinschaften 12 4.1 Probleme der nicht anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten 34 Römisch-Katholische Kirche 38 Die katholisch-unierten Kirchen 39 Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen 40 5.1 Probleme der anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten 24 Beratendes Laiengremium 24 Fehlen einer Wahlordnung 25 Fehlen fester Einnahmen 25 Ausbildung von Geistlichen 42 Anhang: Vertrag von Lausanne – Sektion III (Schutz der Minderheiten) 43 Fußnoten 46 Abkürzungen
12 4.2 Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne – Vom Staat als solche nicht anerkannt 34 4.1
2 Allgemeine Angaben zur Türkei 3 1.
1998: 72. ist diese bis jetzt der einzige Staat im Nahen Osten. Minderheiten. Georgier (Sunniten/Hanefiten + 2 georgisch-orthodoxe Christen ?).688 qkm in Vorderasien (Anatolien) 66.26 Jahre 1960: 29. 30% jünger als 15 Jahre3. Türken (Aleviten). davon 23764 qkm in Europa (Ostthrakien). 1998: 69. auf der Darstellung der aktuellen Situation der verschiedenen. Juden. die die Trennung von Religion und Staat gefährdet haben? In der vorliegenden Studie soll das Thema „Religionsfreiheit in der Republik Türkei“ kritisch beleuchtet werden. Aleviten. Die von verschiedenen Institutionen und Organisationen gemachten Angaben weichen z. griechisch-katholische. sich aber ein erhebliches Mitspracherecht bewahrt.
(Volksgruppen: Türken (Sunniten). Schikane oder gar Verfolgung qualifiziert. (Verlässliche statistische Angaben zur Religionszugehörigkeit sind in der Republik Türkei sehr schwer zu erhalten. Einwanderer aus anderen Balkanländern (Sunniten/Hanefiten. 20% Kurden. Aleviten.. Bevölkerung: Sprachen:
Staatsform: Oberstes Verfassungsorgan: Staatsoberhaupt: Ministerpräsident: Religionen:
1970: 2. wobei der Schwerpunkt. auch auf jene internationalen menschenrechtlichen Konventionen Bezug genommen. Doch seit den achtziger Jahren wird dies durch mehrere islamistische Gruppen. Abdal. Aramäer (syrisch-orthodoxe + syrisch-katholische Christen. und insbesondere der nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei.5% muslimische Georgier. 1970: 38. Sprachen der sonstigen Minderheiten Republik seit 1923 – Verfassung von 1982. Araber (Nusairier = Alawiten). darunter auch Tahtaci. Osseten (Sunniten). Araber (arabische Christen/Melkiten). Nogaj-Tataren (Sunniten/Hanefiten). serbisch-orthodoxe Christen). 90% Türkisch (als Mutter.630 qkm. Lasen (Sunniten/Hanefiten))
1. christliche. 0. unter den Gagausen auch bulgarisch-orthodoxe Christen). erfolgt häufig fallorientiert. armenischkatholische. davon 70% Sunniten. 2% Araber.49%. die Polygamie verbot. Seit 1960 hat die Armee in drei Putschen den Kemalismus verteidigt und die Staatsführung auch immer wieder in die Hände demokratischer Parteien zurückgegeben.80%. Kirgisen (Sunniten/Hanefiten).74%. Turkmenen (Aleviten). 15% kurdische Sprachen.. Kurden (Aleviten). Balkaren/ Karatschaier (Sunniten/Hanefiten). im jeweiligen Zusammenhang dem Staat mittelbar oder unmittelbar zuzurechnende Verhaltensweisen abzustellen.40%. u. Die Berichterstattung über die Lage der religiösen Minderheiten. die Religion wieder aus der Privatsphäre und den Moscheen in die Öffentlichkeit und damit in die staatlichen Institutionen zurückzuholen. Zazas (Sunniten/Shafiiten). dass man die traditionelle Kleidung einschließlich des Frauenschleiers verpönte und das Tragen westlicher Kleidung propagierte. als Mitglied der Vereinten Nationen und des Euro-
Bevölkerungswachstum: Lebenserwartung: Städt. Daghestaner (Sunniten/Hanefiten+Shafiiten). Turkmenen (Sunniten). Einleitung
„.23%. Türken (Aserbaidschaner (Schiiten)). Wahl alle 5 Jahre Ahmet Necdet Sezer (seit 16. Usbeken (Sunniten/Hanefiten). Krimtürken/ Krimtataren (Sunniten/Hanefiten). 1998: 1.2002: Abdullah Gül (AKP) 1992: 99% Muslime.oder Zweitsprache). Kurden (Jezidi). (S)(Z 1990) 70% Türken.. in der Türkei präsenten Religionsgemeinschaften liegen soll.T.5.)
. die bereits eindrucksvolle Wahlerfolge verbuchen konnten. Es war Mustafa Kemal („Atatürk“) in der Türkei. Araber (Sunniten). 1980: 43. Bei aller berechtigten Kritik. ist das Bestreben. Tscherkessen (Sunniten/Hanefiten). 15-25% Aleviten. 2% Arabisch.“4 Ist Religion in der Türkei. Usbek-Tataren (Sunniten/Hanefiten).11. Chaldäer. darunter auch Karapapachen (Sunniten). Uiguren (Sunniten/Hanefiten). 755. Griechisch-sprechende Muslime (Sunniten !?). 1990: 61. stark voneinander.20%. 0. die Trennung von Religion und Staat konsequent zu bewahren? Sind es wirklich nur die islamistischen Gruppen gewesen.493 Mio. griechischevangelische Christen). die die Türkei z.11. Worin sie sich jedoch einig sind. Bulgarische Einwanderer (Sunniten/Hanefiten.20%. sondern auch das Kalifat abschaffte und Religion zur Privatsache eines jeden Bürgers machte. gefährdet. von Anfang an nationalistisch geprägt. Sudanesen (Aleviten ?). letzte Änderungen 2001 Parlament (Große Nationalversammlung der Türkei) mit 550 Mitgliedern. armenisch-evangelische Christen). die der Westen zuweilen an der Türkei übt. Kasachen (Sunniten/Hanefiten). jüdische u.a. .. 1995: 1. Der Kemalismus. Dabei wird i. auch wenn sie nicht pauschal als undemokratisch oder gar militant bezeichnet werden können. Äußerer Ausdruck dieser Säkularisierung war auch.2002: Bülent Ecevit (DSP). Kurden (Sunniten/ Shafiiten (+Hanefiten)). Türken (Jürüken (Sunniten)). 1980: 2. ist bis heute Staatsdoktrin in der Türkei. Zazas (Aleviten). Zigeuner/ Rom (Islam ??). der nach der Niederlage und der Auflösung des Osmanischen Reiches am Ende des ersten Weltkriegs nicht nur das Sultanat. ausgehend von der mittlerweile schon mehr als 75jährigen Geschichte der Republik Türkei. wie von Gernot Rotter in der „ZEIT“ beschrieben.75%.2
Allgemeine Angaben zur Türkei
Staatsname: Fläche: Einwohner: Bevölkerung: Republik Türkei (Türkiye Cumhuriyeti) 769.54%.5% Tscherkessen.a. der die Trennung von Religion und Staat und die Demokratie konsequent bewahrt hat. Ausgehend davon wird die Republik Türkei aufgefordert.d. Dabei wird ein bestimmtes Faktum beschrieben und als Diskriminierung. die arabische Schrift durch die lateinische und den muslimischen Kalender durch den gregorianischen ersetzte sowie ein modernes Schulsystem etablierte – alles Maßnahmen. 1990: 2. deren westeuropäische Herkunft unverkennbar ist. Armenier (armenisch-orthodoxe. heute tatsächlich Privatsache eines jeden Bürgers? Ist es dem Staat Türkei also gelungen. Nestorianer). Chemschinli (Sunniten).B. Griechen (griechisch-orthodoxe.2000) Bis 15.1.R.86% Amtsprache: Türkisch. seit 16.
die von der Religion schon aufgrund ihres Selbstverständnisses unbedingt beansprucht wird. der die aktuellen Entwicklungen im historischen Kontext positioniert. die sich mit der Überwindung des mittelalterlichen Dogmatismus zugunsten des Primats der Vernunft und einer aufgeklärten Wissenschaft entwickelt haben.10 Christian Rumpf merkt dazu an. zu erreichen. einschlägige Reformen teilweise zurückzunehmen und dem Islam zusehends größere Freiräume einzuräumen. „dass das Verfassungsgericht eine Wechselwirkung zwischen Laizismus und vorherrschender Religion sieht: Je stärker die Religion ihrem Wesen nach in die staatlichen Angelegenheiten einzugreifen neigt. Das Ergebnis dieser Diskussion wird auch eine Antwort auf die im Titel dieser Studie gestellten Frage geben.. Der türkische Laizismus müsste also in der Lage sein. der Trennung von Kirche und Staat infolge der Französischen Revolution. als Führungsinstrument verdrängt und ihr der richtige und ehrenvolle Platz im Gewissen der Bürger zugewiesen“ wird. ob und inwieweit Verfassungsanspruch und -wirklichkeit in der Türkei im Hinblick auf das Verfassungsprinzip „Laizismus” übereinstimmen..4
parates unterzeichnet hat.. für die Unabhängigkeit. Diese Verfassung war nicht zuletzt eine Konzession an die kleine Gruppe politisch bewusster Untertanen. eine größtmögliche Trennung von Religion und Staat. also eine Abkehr vom islamischen Staatsprinzip. entwickelt worden.Oktober 19825 (TVerf’82) ist die „Republik Türkei . Ein zentraler Punkt der Diskussion wird daher in der vorliegenden Studie die Frage nach der rechtlichen Stellung der einzelnen Religionsgemeinschaften bzw.. desto strenger und rigider stellt sich das laizistische Prinzip dar. die gewählten Parlamente in ihrer Macht zu beschneiden und die Verfassung immer wieder außer Kraft zu setzen. die nationale Souveränität und das humanistische Ideal bildet. Was heute in der Republik Türkei unter „Laizismus” zu verstehen ist. heilige religiöse Gefühle .. den Islam.. die vorherrschende Religion. Die einschneidenden Tanzimat-Reformen (1839-1876) bahnten der Verfassung von 1876 den Weg. Den Herrschern fiel es daher nicht schwer... da sie ihnen zumindest beschränkte Selbstverwaltung im Rahmen der neugeschaffenen „Nationalitäten“ (millet). auf keine Weise mit den Angelegenheiten der Politik und des Staates vermischt werden“.
. sich ideologisch gegen eine Religion – den Islam – durchzusetzen. dass sich die Türkei im Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923 – hier mit ausdrücklicher Bezugnahme auf die nicht-muslimischen Minderheiten – und in allen seitherigen Verfassungen zur Gleichbehandlung aller Staatsbürger. dem vor dem Hintergrund des islamischen Staatsprinzips (Islam ist Religion und Staat = al-Islam din wa daula) das konstitutive Prinzip der Gewaltenteilung fremd war.laizistischer Rechtsstaat.. in dem schon das Selbstverständnis der Religion den Verzicht auf Staat impliziert.“6 Das Verfassungsprinzip „laiklik” – im allgemeinen mit „Laizismus” übersetzt – hat 1937 Eingang in die türkische Verfassung von 1924 gefunden7. ist Gegenstand dieser Studie. traf aber auf den heftigen Widerstand der islamischen Orthodoxie und wurde zudem von der großen Masse nicht verstanden. „Zusammen mit dem Nationalismusprinzip“ (milliyetçilik) übernimmt das Laizismusprinzip „die Funktion. ob das in der türkischen Verfassung verankerte Prinzip „Laizismus“ Religionsfreiheit impliziert. stellt die rechtliche Grundlage der Beziehungen zwischen der Republik Türkei und allen „nicht-muslimischen Minderheiten“ dar. die die Grundlage für ein Freiheits. Der Widerstand aus der Bevölkerung nötigte allerdings den Staat in den letzten fünfzig Jahren.. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein kurzer Exkurs. Das Osmanische Reich war bis in das 19. wonach aufgrund der Erfordernisse „des Prinzips Laizismus . die Religion von der Politisierung befreit.
2. die im Verdacht steht. der sich bei den Regelungen über die nicht-muslimischen Minderheiten deutlich am Vorbild des millet-Systems orientiert.h. deren Höhepunkt die Verankerung des Prinzips „Laizismus“ in der Verfassung im Jahre 1937 war. machen das Bestreben deutlich. religiösen Gruppierungen und deren Auswirkungen auf die Entfaltung dieser Gruppen sein. unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Allerdings ist das millet-System mit dem Osmanischen Reich untergegangen. konfessionell definierter Gemeinschaften. der Verdrängungskampf gegenüber der Religion ist notgedrungen stärker und intensiver als in einem Staatswesen. dass „in der laizistischen Ordnung . zubilligten. Allerdings ist das Laizismusprinzip der türkischen Verfassung weiter gefasst als sein französisches Vorbild. d.. ergibt sich bereits aus der Präambel der Verfassung von 1982. Für die nicht-muslimischen Minderheiten – bis dahin Schutzbefohlene (dhimmi) – bedeuteten die Reformen allerdings eine gewisse Befreiung. Gegenüber dem Islam.und Demokratieverständnis. verpflichtet hat. zum Rükkzug aus einer Domäne zu zwingen.“ Weiter stellt das Verfassungsgericht fest..“9 Das türkische Verfassungsgericht definiert „Laizismus” als „eine zivilisierte Lebensform. ein . führt das Laizismusprinzip zu besonderer Rigidität. Die in den ersten Jahren des Bestehens der Republik Türkei verabschiedeten Reformgesetze... Wichtig ist es aber auch darauf hinzuweisen. mit der republikanisch-säkularen Struktur des modernen türkischen Staates nicht in Einklang zu stehen und die Rückkehr zu[r] Einheit von Staat und Religion zu fordern. der auch den politischen Menschen verlangt und damit dem Menschen seinen Staat geben will. Das türkische Verfassungsprinzip „Laizismus” ist ausgehend vom französischen Vorbild der „laicité”8. Der rechtliche Rahmen
Das Prinzip Laizismus
Gemäß Artikel 2 der türkischen Verfassung vom 18... Jahrhundert ein islamischer Staat.“11 Zu zeigen. Der Vertrag von Lausanne von 1923.
.42..39 Abs.1 Satz 2) – „Unterricht in ihrer eigenen Sprache erteilt wird“ (Art. Dort verpflichtet sich die Republik Türkei im einleitenden Artikel 37 „zur Anerkennung der in den Artikeln 38 bis 44 festgelegten Bedingungen als Grundgesetze.1 Satz 1) .40 Satz 2) .. Nationalität. nicht zur Verrichtung einer Handlung gezwungen werden... wie z...41 Abs. „insbesondere..HS) . hinsichtlich der Religion. Japan.sichert zu.1) . wonach kein Gesetz. in der Presse oder bei Veröffentlichungen jeglicher Art oder bei öffentlichen Versammlungen .HS) und . die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. türkischen Staatsbürgern nicht-türkischer Sprache.. „den Kirchen. der Gemeinde oder aus anderen Budgets für Bildungs-.40 Satz 1). nicht zur Benachteiligung eines türkischen Staatsbürgers hinsichtlich seiner bürgerlichen oder politischen Rechte. die vom Völkerbund bzw. heute dessen Rechtsnachfolgerin. keinerlei Beschränkungen unterliegen“ wird (Art. Hinsichtlich der nicht-muslimischen Minderheiten regelt der Vertrag von Lausanne in den Artikeln 38 bis 43 folgendes: Die Republik Türkei .und Erziehungseinrichtungen zu errichten. enthält in Sektion III über den „Schutz der Minderheiten“ in den Artikeln 37 bis 45 Regelungen hinsichtlich der „nicht-muslimischen Minderheiten”. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. im Handel.B.1 1. (Art.garantiert „allen Bewohnern der Türkei.43 Abs. öffentlich oder privat...41 Abs. die aus öffentlichen Mitteln des Staates. Satz 1) . wo der Anteil der türkischen Staatsbürger.. Griechenland.3.44 Abs.. Satz 2.4) . Sprache. religiöse und soziale Einrichtungen. Rasse oder Religion umfassenden Schutz des Lebens und der Freiheit zu garantieren“ (Art.41 Abs.6
Der Friedensvertrag von Lausanne. die gleichen bürgerlichen und politischen Rechte [zu] wie [den] Muslime[n]“ (Art.1) .. in Städten und Bezirken. garantiert sind (Art. „in Städten und Bezirken.gibt eine Garantie im Hinblick auf den „Fortbestand[es] aller Einrichtungen und Genehmigungen .38 Abs2) sichert allen „türkischen Staatsbürgern. . ..3.2) . dort ihre eigene Sprache zu gebrauchen und ihre eigene Religion frei auszuüben“ (Art.. aller gegenwärtig in der Türkei bestehenden religiösen Stiftungen und religiösen und gemeinnützigen Institutionen“ (Art. die Freiheit des Gewissens.. Synagogen.garantiert allen „Bewohnern der Türkei .42 Abs. dass „Unterschiede von Religion. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. beachtlich ist. dass „türkische Staatsangehörige.sagt zu. Satz 1) und nicht „ohne die Zustimmung der Mehrheit des Rates des Völkerbundes geändert werden“ können (Art. . dass „türkische Staatsangehörige.ist verpflichtet. an ihrem Wochenruhetag vor dem Gericht zu erscheinen oder Rechtshandlungen vorzunehmen“ (Art. „keine Nachteile haben. Juli 192312 zwischen Großbritannien. Rumänien und dem serbischkroatisch-slowenischen Staat einerseits und der Türkei andererseits geschlossen wurde. auf eigenen Kosten wohltätige. Friedhöfen und anderen religiösen Institutionen der nicht-muslimischen Minderheiten vollen Schutz zu garantieren“. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören.39 Abs. Weltanschauung oder Bekenntnis . dass „der Gebrauch jedweder Sprache durch einen türkischen Staatsbürger im privaten Umgang..sichert „hinsichtlich der Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen“ zu. [dass] sie genauso berechtigt sein [werden].43 Abs. die Möglichkeit gegeben werden [wird]. Abs. .verpflichtet sich. sich bei Gericht ihrer eigenen Sprache zu bedienen“ (Art. zu verwalten und zu kontrollieren. 1.38 Abs.1 2. wenn sie es ablehnen. Funktionen oder Ehren. vor dem Recht und in der Praxis die gleiche Behandlung und Sicherheit erfahren wie die anderen türkischen Staatsbürger“ (Art.
. Im abschließenden Artikel 44 anerkennt die Republik Türkei schließlich die Regelungen der Sektion III über den „Schutz der Minderheiten“ als internationale Verpflichtungen. dass sie in den Genuss eines gerechten Anteils der Summen kommen werden.gewährleistet.sichert zu. der am 24.3) ..39 Abs. die eine Verletzung ihres Glaubens oder ihrer religiösen Vorschriften darstellt“ (Art.5)
.gewährleistet.44 Abs. dass sie „keine der Hilfen verweigern“ wird. Satz 2.sichert zu. dass türkische Staatsangehörige.sichert zu.39 Abs. den Vereinten Nationen.39 Abs.verpflichtet sich.. Gleichheit vor dem Gesetz (Art.HS) .42 Abs.. diesen Minderheiten zuzusichern. Frankreich. dass die nicht-muslimischen Minderheiten „alle Fragen des Familienrechts oder Personenstandsrechts in Übereinstimmung mit ihren Gewohnheiten regeln können“ (Art.. „die anderen privaten Institutionen dieser Art garantiert werden“ (Artikel 42 Absatz 3. Italien. ohne Unterschied aufgrund von Religion“. Satz 2).sichert zu.2) .HS). religiöse. für Kinder [nicht-muslimischer türkischer] Staatsangehöriger“ – neben dem verpflichtenden türkischen Sprachunterricht (Art. .oder mildtätige Zwecke ausgegeben werden können“ (Art. oder der Ausübung von Berufen und Handwerken führen“ dürfen (Art. keine Verordnung oder offizielle Handlung im Widerspruch zu diesen Bedingungen stehen oder sie verletzen darf“. 2. Schulen aller Art und andere Bildungs. „allen Bewohnern der Türkei ohne Ansehen der Herkunft. Grundschulen . der religiösen Anschauung oder Überzeugung“ Art.. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. dass in „öffentlichen . der Zulassung zu öffentlichen Ämtern. dass „ungeachtet der Existenz der offiziellen Sprache.2) ... wo eine beachtliche Anzahl von Nicht-Muslimen leben.
politische oder rechtliche Ordnung des Staates auch nur zum Teil auf religiöse Regeln zu stützen oder politischen oder persönlichen Gewinn oder Nutzen zu erzielen“. So treten sowohl die Altkemalisten bzw.241 TStGB21)22. weil sie eine pluralistische Gesellschaft anstreben. Die Anderen weil sie sich frei entfalten wollen...163 TStGB16 gedacht17. andererseits denken sie an die Einrichtung eines alevitischen Direktoriums im Präsidium für Religionsangelegenheiten. Die Reformisten wiederum sind zwar für den Fortbestand des Präsidiums.
Die Aleviten schließlich – immerhin 15% bis 25% der Bevölkerung –. Die nicht eindeutige Haltung der Aleviten hat sicher auch mit ihrer deutlichen Sympathie für die kemalistische Ideologie zu tun. Die Einen.13 Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund findet im Zusammenhang mit der allgemeinen Laizismusdebatte in der Türkei eine heftige Debatte um das Präsidium für Religionsangelegenheiten statt. die sich vom türkischen Staat und der mehrheitlich sunnitischen Bevölkerung als Bürger zweiter Klasse behandelt fühlen.163 TStGB durch das Antiterrorgesetz von 199120 auf das Verbot der politischen Ausschlachtung religiöser Gefühle durch geistliche Amtsträger (Art. 10 TVerf’82 ist „jedermann . kemalistischen Fundamentalisten wie die islamischen Traditionalisten – wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen – für den Fortbestand des Präsidiums für Religionsangelegenheiten ein: Die Altkemalisten. um die soziale.der jahrzehntelang die Basis für die strafrechtliche Verfolgung antilaizistischer Bestrebungen18 bildete19. um Unterschiede in . an der praktisch alle gesellschaftlichen Kräfte teilnehmen. der keinen organisierten Klerus und keine einheitliche Institution kennt..HS) und der Diskriminierung aus religiösen Motiven (Abs... verkörpert und dem islamischen Fundamentalismus Vorschub leistet. Bekenntnis .. in gewisser Weise institutionalisiert. hat er den Islam in der Türkei in eigener Regie übernommen und verwaltet ihn.
. weil sie diese Institution wegen ihrer Kontrollfunktion über die maßgebliche Religion. die „Grundrechte und –freiheiten der Verfassung . dies aber angesichts staatlicher Restriktionen nicht im gewünschten Maße verwirklichen können. in der wahre Religionsfreiheit herrscht. Religion oder religiöse Gefühle oder einer Religion als heilig geltende Gegenstände ausnutzen oder missbrauchen . seine religiöse Anschauung und seine religiösen Überzeugungen zu offenbaren“.1 TVerf’82 „die Freiheit des Gewissens. an Gottesdiensten. den sunnitischen Islam. Neben dem Gleichheitssatz und der Garantie der freien Religionsausübung enthält Art.24 auch Verbote religiösen Zwangs (Abs. der religiösen Anschauung und Überzeugung“. Einerseits wollen sie das Präsidium für Religionsangelegenheiten abschaffen. 14 TVerf’82.24 Abs.. wobei weitere Konsequenzen lediglich durch die Überordnung der Verfassungsnorm „Laizismus“ verhindert werden.. ohne Rücksicht auf Unterschiede aufgrund von . Denn statt die Religion lediglich zu kontrollieren. Eine Einschränkung erfährt die Religionsfreiheit dem ersten Anschein nach nur durch Art.2 TVerf’82 frei. Religion oder Bekenntnis zu schaffen oder auf sonstigem Wege eine auf diesen Begriffen und Ansichten beruhende Staatsordnung zu gründen . 24 Abs. Jedermann genießt darüber hinaus gemäß Art. schwanken zwischen zwei Positionen.136 TVerf’82 geregelte rein sunnitische Präsidium für Religionsangelegenheiten hat der Staat bereits seine bisherige Position aufgegeben.. als Garant für das laizistischen Staatswesen der kemalistischen Türkei sehen.zu missbrauchen ..3. das „als Bestandteil der allgemeinen Verwaltung im Sinne des laizistischen Prinzips außerhalb aller politischen Ansichten und Auffassungen sowie gerichtet auf die nationale Solidarität und Integration die in einem besonderen Gesetz vorgesehenen Aufgaben“ erfüllt. 24 Abs.. Religion.. vor dem Gesetz gleich“.. wonach „niemand .. Art. Die islamischen Traditionalisten.3.HS).. der es verbietet. sei nur am Rande vermerkt. religiösen Zeremonien und Feiern teilzunehmen. „Soweit nicht gegen die Vorschriften des Artikels 1415 verstoßen wird. Sanktionen im Hinblick auf die Religionsfreiheit beschränken sich nach der Abschaffung des Art. religiöse Zeremonien und Feiern“ gemäß Art.. wegen der größeren Unabhängigkeit von der jeweiligen Regierungspolitik und der heute staatlichen Finanzierung. sind Gottesdienste. Ferner darf niemand „wegen seiner religiösen Anschauungen und Überzeugungen gerügt oder einem Schuldvorwurf ausgesetzt werden“. Damit ist das Prinzip des der Religion gegenüber neutralen Staates durchbrochen worden. wirtschaftliche. weil das Präsidium für Religionsangelegenheiten den sunnitischen Islam. So darf niemand „gezwungen werden. in welcher Weise auch immer..154 TVerf’61 und nunmehr durch Art. den Assimilationsdruck des orthodoxen sunnitischen Islam. Die Revolutionisten schließlich – zu dieser Gruppe sind Liberale ebenso wie islamische Bruderschaften und Gemeinschaften zu zählen – fordern die Abschaffung des Präsidiums für Religionsangelegenheiten... Die Türkei ist damit ansatzweise zu einer „islamischen“ oder besser „sunnitischen Republik“ geworden..8
Präsidium für Religionsangelegenheiten als Absicherung
Seine institutionelle Absicherung erfährt das Laizismusprinzip durch das Präsidium für Religionsangelegenheiten (Artikel 136 TVerf’82).. weil es den sunnitischen Absolutismus. 1.5. treten aber für eine stärkere Autonomie ein. Durch das in Art.14
Religionsfreiheit in der Verfassung verankert
Gemäß Art. Dass es dabei zu eher verwunderlichen de-facto Koalitionen hinsichtlich des Für und Wider des Fortbestandes dieses Präsidiums kommt. 2. darf. “ war ursprünglich als verfassungsrechtliche Stütze von Art.
Während in der Begründung des Verfassungsentwurfes ausdrücklich davon die Rede war. die Rede.29 Daneben sind zu nennen die Abdal.50039) Apostolisches Vikariat Istanbul Erzdiözese Izmir Apostolisches Vikariat Anatolien >95% Istanbul Erzdiözese Istanbul Erzdiözese TurcAbdin
3. syrisch-orthodoxer und griechisch-orthodoxer Herkunft“ aus. wovon rund 70% Aleviten (tr. Der Anteil der Schiiten beträgt 7-30 % der Gesamtbevölkerung. Religionsgemeinschaften
Die Türkei gilt allgemein als ein islamisches Land mit zahlenmäßig eher unbedeutenden christlichen und jüdischen Minderheiten.= Alevi) sind.3 TVerf’82 „unter der Aufsicht und Kontrolle des Staates durchgeführt wird . einige Volksgruppen – insbesondere große Teile der kurdischen Bevölkerung –. ¸ die Kızılbas. Rund 20% der Aleviten sind Kurden.300 4.33 nach anderen Angaben 10% bis 30% der Kurden34. zur Teilnahme an diesem de facto islamischen Religionsunterricht gezwungen. Richtig ist.B. Christen andere
. an denen natürlich christlicher oder jüdischer Religionsunterricht angeboten wird.500 Christen entsprechen. oder weil ihr Anteil zahlenmäßig noch keine Rolle spielt. Die Mehrheit der Aleviten sind ethnisch und linguistisch Türken. Der Anteil anderer Religionsgemeinschaften kann vernachlässigt werden. sind identisch mit den Alawiten Syriens.
Ameniel Bagdas. dass ausschließlich islamischer Religionsunterricht von Staats wegen angeboten wird und weithin den Charakter offizieller Korankurse annimmt. und in den Primar.493. noch bei den Christen und Juden handelt es sich um homogene Gruppen.
In der Türkei gibt es keine exakten offiziellen Angaben über die Zugehörigkeit der Bevölkerung zu einzelnen Religionsgemeinschaften und Konfessionen. Christen armenisch-kath. rund 25% der Kurden – insbesondere jene die Kurmanci und Zaza sprechen – sind Aleviten32. die bis vor Kurzem – ganz im Sinne des Präsidiums für Religionsangelegenheiten – in Frage gestellt haben. Letztere. es sei denn sie besuchen eine Schule der anerkannten Minderheiten. die Bektasi. dem Islam. entweder weil ihr früher nennenswerter Anteil an der Bevölkerung mittlerweile so stark abgenommen hat.000 Christen armenischer.R.97026 Einwohner Muslime sind. Gleichwohl steht fest.. Generalsekretär der Türkischen Bibelgesellschaft.00040 .d. dass die Nicht-Muslime von der Pflicht zur Teilnahme an diesem Unterricht freigestellt sind23. Für nicht-muslimische Schüler fehlt es zudem schlicht an Alternativen.000 Christen und damit ca.-kath. dass sich der Großteil der Bevölkerung zum sunnitischen Islam bekennt. der die Traditionen und Riten ihrer eigenen Konfession praktisch nicht berücksichtigt und zudem von Lehrern erteilt wird.und Sittenerziehung und -lehre“ vor.00038 300 2. Eine Delegation der EKD. 0. Aber nicht nur das: Bis zum Sommer 199024 wurden nicht-muslimische Schüler i.000 Juden ca.000-15.03%.000 1.. ob die Aleviten überhaupt Muslime sind. für die Jeziden28). Islam.493. die Ahl-i Haq.000 50. Christentum und Judentum in der Türkei sind äußerst facettenreich und dieser Facettenreichtum ist für unsere Betrachtungen durchaus von Bedeutung.8% der 66.000 3. die Tahtacıs und die Nusairier.10
Religionsunterricht kontrolliert
Eine Kontrollfunktion – zuständig ist hier das „Ministerium für Nationale Erziehung“ (Milli Egitim Bakanlıgı) – behält sich der Staat im Hinblick auf die „Reli˘ ˘ gions. dass er mittlerweile zahlenmäßig unbedeutend ist (dies gilt z.
syrisch-kath. gibt den ˘ ¸ Anteil der „mehrheitlich orthodoxen“ Christen an der Gesamtbevölkerung der Türkei mit 0. Christen syrisch-orth.35 Das würde bei einer Gesamtbevölkerung von 66.und Sekundarschulanstalten zu den Pflichtfächern“ gehört. Doch die Praxis hat dazu geführt.25 Die Aleviten fühlen sich ebenfalls vergewaltigt. Dort ist im Hinblick auf das Pflichtfach Religions.97036 Einwohnern ca.000 2. 0.500 1. Christen röm. Christen38 10.und Sittenerziehung und -lehre ausdrücklich nicht von einem Bekenntnis oder einer bestimmten Religion.000 – 60.37 Beide Zahlenangaben erscheinen stark überhöht – ausgegangen werden sollte von ca. geht von „etwa 150.24 Abs. 0.15%:
arabisch-orth. Weder bei den Muslimen. 95% Provinzen Hatay und Içel (Mersin) >95% Istanbul >95% Istanbul >95% Istanbul (1. findet sich im Verfassungstext kein entsprechender Hinweis mehr. die die Türkei im Frühjahr 2001 bereiste. folgen der schafiitischen Rechtsschule.250 10. 100.000 10. größtenteils turkmenischer Herkunft und in Zentral. Ernstzunehmende Angaben über ihren prozentualen Anteil an der Gesamtbevölkerung der Türkei schwanken zwischen 15%30 und 25%31.000 15. arabischsprachig und in der ¸ Türkei ebenfalls als Aleviten bezeichnet.000-3. dass rund 99.und Ostanatolien beheimatet. Die zahlenmäßig größte islamische Religionsgemeinschaft neben dem sunnitischen Islam ist die der Aleviten.15%.3% an. Christen armenisch-orth. Christen chaldäische Christen griechisch-orth.00027 Christen beträgt ca. an einem Religionsunterricht teilnehmen zu müssen. In ihrer überwiegenden Mehrheit folgen die sunnitischen Muslime der hanefitischen Rechtsschule. die nach Art. Der Anteil der rund 100. der Anteil der rund 20. 199.
wo sich den Aleviten auch die alevitisch dominierte. Selbst die Tatsache. die sich in der Tradition der Republikanischen Volkspartei (CHP) des Staatsgründers Atatürk befanden. wie die islamisch-fundamentalistische Nationale Ordnungspartei (MNP) und deren Nachfolgerinnen49 bzw. hat sie allen möglichen Verdächtigungen – nicht zuletzt dem Vorwurf sexueller Ausschweifungen – ausgesetzt. kleinere Gruppen in Çanakkale. dass die Aleviten die Innerlichkeit der Religion betonen und sie insbesondere in Hausgottesdiensten pflegen.
. dass neben der durch das Präsidium für Religionsangelegenheiten kontrollierten bzw.1 Rechtsstatus der islamischen Konfessionen
Zunächst ist festzuhalten. dass die Lehren und Riten ihrer Religion traditionell der Geheimhaltungspflicht unterliegen und Frauen in den Kult einbezogen sind.2. die Cem-Zeremonien. Am 22.und Studentenbewegung engagiert. er ist in jedem Fall so groß.
s Sunniten
Die staatlich gelenkte Spielart deckt natürlich nicht das gesamte Spektrum des sunnitischen Islam in der Türkei ab. Von Seiten des sunnitischen Islam und damit auch von Seiten des Präsidiums für Religionsangelegenheiten ist direkt oder indirekt sogar in Zweifel gezogen worden. sondern eine unsinnige Religion.300 bis 2. Aleviten würden ihre gottesdienstlichen Handlungen. Daneben leben in der Türkei noch rund 100 Karäer44. Bei Wahlen haben sie durchweg demokratische Parteien des linken Spektrums unterstützt. wenn man von einer kurzen Periode nach 1966 absieht.und Nationalpartei (CKMP) und deren Nachfolgerin50 zu verhindern. nicht an die islamische Tradition.500) leben sie in Istanbul. Die Tatsache. wie hoch der Bevölkerungsanteil der Aleviten tatsächlich ist. enthält die türkische Verfassung keine vergleichbaren Regelungen.140 GG i.500 leben in Izmir. gelenkten Spielart des sunnitischen Islam in der Türkei eine Vielzahl islamischer und nicht-islamischer Religionsgemeinschaften existieren. dass sich das Präsidium für Religionsangelegenheiten auf die Belange eines staatlich tolerierten bzw. die türkisch-chauvinistische Republikanische Bauern. Alevitische Schüler sehen sich häufig mit verleumderischen Aussagen von Lehrern staatlicher Schulen konfrontiert und dies nicht nur im sunnitischen Religionsunterricht. Nicht unbedeutend dürfte die Zahl der Sabbathianer45 bzw. Bursa und Adana. Rechtsstatus der Religionsgemeinschaften
Anders als in der Bundesrepublik Deutschland. Zu denken ist hier nicht zuletzt auch an die islamischen Bruderschaften und die neuen islamischen Bewegungen.
Die Zahl der türkischen Staatsbürger jüdischen Glaubens wird mit rund 26. Rund 96% der in der Türkei lebenden Juden sind Sephardim42. Die Aleviten haben sich damals ganz bewusst bemüht. um dann sexuelle Orgien zu feiern. dass Religionsgesellschaften (Religionsgemeinschaften) die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechtes erwerben. jeweils rund 100 in Ankara. Genau dies ist aber bis in die 80er Jahre hinein die offizielle Haltung der türkischen Behörden gewesen. Art. geprägten sunnitischen Islam beschränkt. die verbleibenden 4% Aschkenasim43. der Dönme46 sein. „der Alevismus ist keine rechtmäßige. dass man sie nicht als quantité négligable behandeln kann. Unterstützt haben die Aleviten traditionell die türkische Linke. die damit zu tun haben. dass damit in der Türkei diese staatlich kontrollierte bzw. die allerdings – gleichwohl jüdischer Herkunft – von den jüdischen Gemeinden in der Türkei nicht als Juden anerkannt werden47. aber wenig erfolgreiche „Türkische Unionspartei“ (TBP) anbot. ob es sich bei den Aleviten überhaupt um Muslime handelt. bedeutet nicht.m.
s Aleviten
Unabhängig davon. wo durch die Regelungen des Art. am Abend abhalten und dabei alle Lichter auslöschen. Iskenderun und Kirklareli. unter welchen Bedingungen die Religionsgemeinschaften in der Türkei existieren. die auch einen beachtlichen Teil der sunnitischen Muslime in der Türkei an sich binden. Weitere 2.00041 angegeben. Viele Nicht-Aleviten meinen.V. Mehrheitlich (rund 24. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf.1995 etwa schickte ein Geschichtslehrer am „Yüzüncu Yıl Kılıçaslan Gymnasium“ in Ankara die alevitischen Schüler mit der Bemerkung aus dem Raum. um die befürchtete Machtteilhabe bzw. In den 60er Jahren haben sich überproportional viele Aleviten im (extrem) linken Spektrum der Arbeiter.137 WRV festgelegt ist. ihren Beitrag zu leisten.“48 Suspekt erscheinen die Aleviten auch durch ihr Eintreten für die – ihrer individualistischen Religionsauffassung entsprechenden – Ideale des Staatsgründers Kemal Atatürk. Die Aleviten glauben nicht an Gott. gelenkte Spielart des sunnitischen Islam als Institution rechtsfähig ist und einen Rechtsstatus als juristische Person (tüzelkisi) ¸ erlangt hat. die sich größtenteils aber nicht zur jüdischen Gemeinde zählen und auch nicht an deren Aktivitäten teilnehmen.000 bis 27. Machtübernahme durch ihnen feindlich gesonnene Parteien.
sondern auch versucht hat. tatsächlich aber den Nährboden für den sunnitisch-islamischen Fundamentalismus bildeten. verteidigt verbissen seinen Besitzstand.1980 war nicht zuletzt auch eine Reaktion auf die kaum noch kontrollierbaren – auch gewalttätigen – Umtriebe islamisch-fundamentalistischer und – teilweise mit ihnen ideell verbündeter – türkisch-chauvinistischer Gruppierungen..“ Eine kurzfristige Lösung im Hinblick auf Dogans Forderung wurde vom Ministerpräsidenten und seinem Stellvertre˘ ter nur dann für möglich gehalten.und Prediger-Schulen. Dass der Staat dabei nicht nur religionspolitische Ziele verfolgte.“.000 Moscheen unterhält. Sicher sein konnten sie sich aber auch der Unterstützung von Abgeordneten der konservativen Gerechtigkeitspartei (AP). dass es sich bei den Namensgebern dieser Institutionen um Heilige der Aleviten handelt. Vereine und Stiftungen. Dies ist für Dogan natürlich nicht akzeptabel. Bericht der Tageszeitung Milliyet über ein Gespräch mit Izzetin Dogan ˘ wird berichtet. mit dem sie teilweise schon in den 60er und 70er Jahren sympathisiert hatte. Dies würde einen Verstoß gegen Art. in Çorum und Kahramanmaras ¸ Ende 1978. ˘ die zudem nicht aus dem Haushalt des Präsidiums für Religionsangelegenheiten. habe hinzugefügt: „Das braucht etwas Zeit.B.B.ja. die bei den verschiedenen alevitischen Gruppierungen durchaus umstritten ist –. wir können es nicht antasten. die wir beseitigen müssen. als Dachorganisation für staatsnahe aleviti˘ sche Institutionen.54 Der Staat hat sich die Förderung der Aleviten. im Kulturministerium ansiedeln würde. Der Staat.. Daneben sollten die Aleviten einen Gegenpol zum ausufernden sunnitisch-islamischen Fundamentalismus und zum separatistischen kurdischen Nationalismus bilden. tragen deshalb unverfängliche Namen. ist offensichtlich.und Kulturzentrums“ (CEM52) . Im Parlament vertreten waren diese Gruppierungen durch die islamisch-fundamentalistische Nationale Heilspartei (MSP) und die türkisch-chauvinistische Nationalistische Aktionspartei (MHP). die Aleviten für seine eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. wonach Aktivitäten. Ministerpräsident Ecevit wird im Hinblick auf Dogans Wunsch.“ Ecevit habe auch festgestellt: „ . die staatstreue Imame und Prediger ausbilden sollten. wobei bis zum heutigen Tag „die Förderung der Gründung alevitisch-bektaschitischer Kulturhäuser und alevitischer Gebetsstätten“ nicht als Vereinszweck in den Satzungen entsprechender Vereine genannt werden darf. wie „Haci Bektas Veli Verein“. es gibt da eine Ungerechtigkeit. und sein Vize. auch etwas kosten lassen. Dennoch ging die Entwicklung nach dem Militärputsch von 1980 mit einer „Religionisierung” oder besser „Sunnitisierung“ der Politik einher. Daneben begann der Staat in alevitischen Dörfern Moscheen zu bauen und sunnitische Prediger an diese Moscheen zu berufen. den Ale˘ viten im Präsidium eine eigene Abteilung mit 2000 Stellen zuzugestehen – eine Forderung. ein deutlicher Versuch der Vereinnahmung und Gleichschaltung der Aleviten.14
Das Erstarken islamisch-fundamentalistischer und türkisch-chauvinistischer Kreise ab den 60er. Tatsächlich soll sich die Unterstützung – so Dogan – nur auf rund 700 Milliarden TL (2. Alevitische Konvente (dergahlar). versuchte angesichts der unerwartet schnellen Entwicklung institutionalisierten alevitischen Lebens. sondern aus anderen Töpfen kamen. wir können vom Präsidium nichts bekommen. ist in diesem Sinne zu verstehen. die alleine eine Religion oder aber eine Konfession fördern. der die Aktivitäten der Aleviten begrüßte. mit der Bemerkung zitiert. da es nicht um die Stellen. wir sind noch nicht soweit.51 Die entsprechenden Einrichtungen. zumindest jener.823. schon bald seinerseits steuernd einzugreifen und dem unabhängigen „Alevi-Bektasi Kurumlar Birligi“ (Verband alevitisch-bektaschiti¸ ˘ scher Institutionen) etwas Eigenes entgegenzusetzen. Stiftungen (dernekler) und Vereine (vakıflar) sowie Gebetsstätten (cemevler) wurden gegründet. Sunniten und Aleviten als Glaubensbrüder. verboten sind. nicht-muslimischen Aleviten.9. das mit einem Personalstand von 93. z.5 des Vereinsgesetzes darstellen. Mesut Yılmaz. Im Kampf gegen weitgehend unkontrollierbare private Korankurse wurde Religionsunterricht ab der vierten Klasse bis zum Ende der Oberstufe als Pflichtfach eingeführt. Der Militärputsch vom 12. Ab dem Ende der 80er Jahre werden die Aleviten dann als Teil des Islam beschrieben. Die vom Staat geförderte Gründung des „Republikanischen Ausbildungs. Die Zahl der Imam. Das Präsidium.333 €) belaufen haben. unter Leitung von Izzetin Dogan53.56
. sondern ˘ um die Gleichbehandlung der Konfessionen und Religionen in der Türkei geht. die nach Ansicht des Staates seiner Kontrolle zu entgleiten drohte.075. die demgemäß offiziell nur einen allgemein kulturellen Zweck ver-
folgen. ¸ „Pir Sultan Abdal Kulturverein“ oder „Pir Sultan Abdal Bruderschaft“. In einem . Die Aleviten selbst begannen in dieser Zeit sich systematisch zu organisieren. wobei in der Türkei bekannt ist. wurde stark gesteigert.757 €55) unterstützen wollen. der Staat habe die Alevitenvereine mit 5 Trillionen TL (14. z.000 Bediensteten 72. „Professor. wenn man die gewünschten Stellen in einem anderen Bereich. insbesondere aber in den 70er Jahren führte bald auch zu gewalttätigen Übergriffen entsprechender Gruppen auf die angeblich nichttürkischen bzw. die unter dem Dach der CEM-Stiftung organisiert sind. Förderung des Interesses an Kultur und Spiritualität der eigenen Religion sollte die alevitische Jugend dem Linksradikalismus entfremden.
Einige dieser Forderungen sind auch unter den Aleviten umstritten. das u. und in der Konsequenz insbesondere die Abkehr vom Staatsideal des türkischen Nationalismus (Milliyetçilik). Prof. an denen von Privatlehrern durchgeführte Kurse für Studenten und Absolventen der staatlichen Theologischen Fakultäten angeboten werden. sie stellten eine Bedrohung der nationalen Einheit dar. Stiftungen und anderen Einrichtungen der Aleviten mit der Begründung verboten. als die genannten Bruderschaften insbesondere in den konservativen und religiös orientierten Parteien von Anfang an mit eigenen Mitgliedern vertreten waren. wie 1993 in Sivas.R. Unabhängig davon würden aber selbst die weniger weit reichenden Forderungen grundsätzliches Umdenken. dass bis heute eigentlich keine der Forderungen der Aleviten. Wie umfänglich entsprechende Aktivitäten sein können.
s Islamische Bruderschaften – Beispiel: Naksibendi ¸
Die wichtigsten islamischen Bruderschaften (türk. wird berichtet. dass es in späteren Jahren wiederholt.und Mittelschulen einrichten lassen. wie z. So gibt es eine Vielzahl von Vereinen. Halvetis mit ihrem Zweig der Cer¸
rahiye. Mahmut Esat Cosan60.16
Auch wenn die Lage der Aleviten in der Türkei heute weit entspannter ist. Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen. Entscheidender ist. Dr. Diese beziehen sich nicht nur darauf.d. solange sie sich aus öffentlichen Angelegenheiten heraushalten. Rufais und Rifais sowie die schiitischen Bektasis. solche. und auch nicht nur darauf. Aber auch im Finanzsektor haben sich die Naksibendis ¸ unter der Führung Cosans offensichtlich engagiert.= tarikat).B. teils als Laienbrüder leben. November 1935 geschlossen. wo unter den Augen der durchweg türkisch-chauvinistisch orientierten Polizei islamisch-fundamentalistische und türkisch-chauvinistische Horden das Tagungshotel einer Konferenz der alevitischen „Pir Sultan Abdal-Vereinigung“ belagerten. Pil¸ gerfahrten organisiert. es anzündeten und 37 Tagungsteilnehmer ermordeten. des Tourismusunternehmens “ Iskenderpasa Turizm ( ISPA)” beteiligt.nach der Bereitstellung von Sendezeit bei Rundfunk und Fernsehen zur Bekanntmachung alevitischer Kultur57 erfüllt worden ist. Die staatliche Tolerierung kann insofern auch nicht weiter verwundern.2. Konya und Bursa „Institute für islamische Überlieferung und Rechtswissenschaft“ (Hadis ve fıkıh enstitüleri) gründen lassen. die türkischer Muttersprache und sunnitisch-islamischer Konfession sind. 1995 in den Istanbuler Stadtteilen Gaziosmanpasa und Ümraniye. zu blutigen Übergriffen islamisch-funda¸ mentalistischer Banden auf Aleviten gekommen ist. sei hier am Beispiel der Naksibendi-Bruderschaft aufgezeigt.nach Einrichtung einer Alevitischen Abteilung im Präsidium für Religionsangelegenheiten. so z.64 ¸ ¸ Ferner hat Cosan in mehreren Provinzen private Unterrichtsinstitute zur Vor¸ bereitung auf den Besuch von Grund. d. deren Mitgliederzahl mit mehreren Hunderttausend bis mehreren Millionen angegeben wird.nach offizieller staatlicher Anerkennung. Aufgrund des gesetzlichen Verbotes der Bruderschaften hat allerdings auch keine dieser Bruderschaften einen Rechtsstatus als juristische Person (tüzelkisi) erlangt. ab 1983 auch als Herausgeber von Zeitschriften und als Verleger62 auftrat und nach der Aufhebung des staatlichen Rundfunkmonopols den Sender „Ak-Radyo (AKRA)“63 gründete. . Diese Parteien haben die Bruderschaften. ist doch festzustellen. hätten die Naksibendis um Cosan beim Finanzministerium eine Betriebserlaubnis beantragt. Dies bedeutet aber ¸ nicht. Im Februar 2002 hat der Kassationsgerichtshof indes alle Vereinigungen. Ankara. dass er in seiner Funk¸ ¸ tion die Gründung von zahlreichen Vereinen und Stiftungen sowie Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge61 betrieben hat. Mevlevis.B. die keinen unmittelbaren Hinweis auf eine der Bruderschaften geben – und sicher mit Wissen der Behörden im Sinne der jeweiligen Bruderschaft tätig sind. das von den Staatsbürgern als „Türken” spricht und dabei jene meint. die größtenteils unverfängliche Namen tragen – i. . ihrerseits immer als zu berücksichtigendes Wählerpotential wahrgenommen.nach Erteilung alevitischen Religionsunterrichts in den Schulen. werden sie vom Staat toleriert. . Für ein weiteres Finanzunternehmen. Schließlich hat er in Istanbul. So lehnen die Befürworter einer rigorosen Trennung von Religion und Staat natürlich den Fortbestand des Präsidiums für Religionsangelegenheiten und die staatliche Alimentierung ab. verboten sind58 –.a. So berichtete die englisch¸ sprachige Tageszeitung ‚Turkish Daily News’ am 26. dass noch viele Fragen offen sind. Kent Özel Finans.1997 von Verbindungen zwischen dem Finanzunternehmen Al Baraka Türk und der Naksibendi-Bruder¸ schaft.2001 verstorbenen Führer der türkischen Naksibendis. . . was natürlich auch den obigen Hinweis relativiert.12. sind in der Türkei die sunnitischen Naksibendis. solange sie sich aus öffentlichen Angelegenheiten heraushalten. Neben den Aktivitäten im Medienbereich. Kadiris.
.nach offizieller Berücksichtigung der Aleviten bei der Vergabe von Staatsmitteln über das Präsidium oder andere Stellen. die traditionell teils in klösterlicher Gemeinschaft. war Cosan auch an der Gründung ¸ . In einem Nachruf der islamistischen ¸ „Zaman Gazetesi“59 auf den am 4. Obwohl diese Bru¸ dercshaften durch das Gesetz Nr.h. sie würden vom Staat toleriert. . erfordern. 677 vom 30. dass es in der Türkei überhaupt keine institutionalisierte Präsenz der Bruderschaften gibt. dass auch heute jederzeit neuerlich Ausbrüche von anti-alevitischer Gewalt zu befürchten sind. als es etwa in den 80er oder 90er Jahren der Fall war.
Im Jahre 1925 wurde Said Nursi für acht Jahre nach Barla verbannt.76 Einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung des Gedankenguts Said Nursis und seiner Anhänger hat der in Istanbul ansässige Yeni-Asya-Verlag. theokratischen Staates. die Nurcus und die Süleymancıs gezählt – sind erstmals um 1950 öffentlich in Erscheinung getreten. In gleicher Funktion war er ab 1977 an der staatlichen Sakarya-Akademie für Architektur und Ingenieurwissenschaften tätig. der ehemalige Ministerpräsident und Vorsitzende der vom Verfassungsgericht verbotenen islamisch-fundamentalistischen Nationalen Wohlfahrtspartei (MSP). Das hat bis in die 80er Jahre zu zahlreichen Strafprozessen gegen Anhänger der Nurculuk-Bewegung geführt. mit der Herausgabe der Tageszeitungen „Yeni Nesil“ und „Yeni Asya77. Gemeinsam ist ihnen das Eintreten gegen den Laizismus und für einen islamischen.163 TStGB. 1948. So kritisierten Staatsminister Sükrü Sina Gürel von ¸ der Demokratischen Linkspartei (DSP) und mehrere Abgeordnete der DSP.B.75 In ihrer Selbstdarstellung legen sie jedoch Wert darauf. 1952. „Risale-i Nur“ (Abhandlungen über das göttliche Licht). wurde er Lehrbeauftragter für tür¸ kisch-islamische Literatur an der Theologischen Fakultät der Ankara Universität. Wiederholte Prozesse gegen Said Nursi in den Jahren 1944. Dr. Die „Risale-i Nur“ wird dabei als ein logisches und wissenschaftlich fundiertes Konzept für die Bewältigung der Probleme und Herausforderungen beschrieben. islamischer Bewegungen und Bruderschaften in der Türkei ist die Überwindung des bestehenden laizistischen Systems und die Schaffung eines islamischen. ausführlicher darzustellen. als ihr maßgebliches Ziel darzustellen. erscheint es für diese Studie als ausreichend. der Naksibendi-Bruderschaft.65 Auf Antrag seines Sohnes des verstorbenen Mahmut Esat Cosan stimmte ¸ der Ministerrat der Beisetzung Cosans auf dem geschlossenen Moschee¸ friedhof der Süleymaniye-Moschee zu.71 Wie eingangs erwähnt sind die islamischen Bruderschaften in der Türkei verboten. Die Bewegung der Nurcus geht auf den gebürtigen Kurden Bediüzzaman Said Nursi (1873-1960) zurück. der Frauenzeitschrift „Bizim Aile“ (Unsere Familie). gibt es offiziell keine strafrechtliche Sanktion mehr für religiöse Propaganda. Zentrales
. der Ministerratsbeschluss stelle einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung dar. die der Nurcus. Mitglied des Vorstandes der verbotenen ˘ Tugendpartei. Necmettin Erbakan.67 Der als strikter Laizist bekannte Staatspräsident Necdet Sezer verwarf den Kabinettsbeschluss68 und Cosan wurde schließlich auf dem Eyüp¸ Sultan-Friedhof beerdigt. der Vorsitzende der mittlerweile ebenfalls vom Verfassungsgericht verbotenen islamisch-fundamentalistischen Tugendpartei – der Nachfolgerin der MSP –. Recai Kutan69 und der frühere Bürgermeister von Istanbul. der Aczmendiler u.
s Islamische Bewegungen – Beispiel: Nurculuk
Neue islamische Bewegungen – dazu werden die Ticanis73. die in der Türkei über zahlreiche Niederlassungen und Vertretungen verfügt. Dessen ungeachtet scheint sich die Naksibendi-Bru¸ derschaft in der Türkei heute recht frei entfalten zu können. was das Anwachsen der Bewegung bis Anfang der 80er Jahre auf mehr als eine Million Anhänger74 maßgeblich unterstützte. der in der Vergangenheit auch als Zentrale der Nurculuk-Bewegung fungierte. z. neben den zahlreichen Aktivitäten als Naksibendi-Führer ¸ ¸ auch noch als Hochschullehrer an staatlichen Hochschulen in der Türkei tätig war.66 Dieser Kabinettsbeschluss rief teilweise heftige Reaktionen hervor.18
Nicht unerwähnt sei. Februar 2001 Führer der türkischen Naksibendis war. wo er – wie in späteren Jahren an anderen Verbannungsorten – Teile seines Hauptwerkes. wo er 1982 zum Professor ernannt wurde und bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden im Jahre 1987 lehrte. Seit 1993 führen die Nurcus ihre Aktivitäten unter dem Dach der Yeni-Asya-Stiftung (Yeni Asya Vakıf)78 fort. verfasste. eintrat. Und immer wieder hat es in der Vergangenheit in den Medien Berichte über die Verhaftung von Mitgliedern. ¸ dem Begründer der Bektasi-Bruderschaft. sowie mehrere Parlamentsabgeordnete teil. gegeben. theokratischen Staat. die Entwicklung einer dieser Bewegungen.a. Mahmut Esat Cosan. Das eigentliche Ziel der Nurcus wie auch der Ticanis.a. der jahrzehntelang die Basis für die strafrechtliche Verfolgung antilaizistischer Bestrebungen bildete. der Süleymancıs. Auch wenn ihre Entwicklung sich in Details stark unterscheiden mag. der Kinderzeitschrift „Can Kardes“ (Bruder Leben) und zahlreichen ¸ Buchpublikationen geleistet. Nach der Habilitation 1973 über die Schriften von Haci Bektas-i Veli. In der Praxis stützen sich die Strafverfolgungsbehörden in entsprechenden Fällen nunmehr aber auf die Artikel 159 und 312 TStGB. Novem¸ ber 1980 bis zu seinem Tod am 4. insbesondere gegen die Trennung von Staat und Religion. dass Prof. der Zeitschrift „Köprü“ (Die Brücke). mit denen sich Muslime heute in verstärktem Maße konfrontiert sehen. An seiner Beerdigung nahmen u.72 Seit der ¸ Aufhebung des Art. eine neue Interpretation des Koran. 1956 und 1958 und wiederholte jahrelange Verbannung konnte die Verbreitung seiner Schriften und das Entstehen der Nurculuk-Bewegung nicht verhindern. der als Dozent der Islamischen Hochschule in Istanbul ab den frühen 20er Jahren gegen die Reformen Atatürks. Recep Tayyip Erdogan70. Ab den fünfziger Jahren konnten die Schriften von Said Nursi schließlich auch in der Türkei öffentlich gedruckt und vertrieben werden. der vom 13. entsprechend dem Verständnis unserer Zeit.
Sekten. verfügt.1 Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne – Vom Staat als solche anerkannt: Armenier.163 TSGB fühlen können. Auch im französischen. sondern auch die Tatsache. Der fragliche Artikel des TStGB ist aufgehoben. Bulgaren. Gruppierungen). sondern vielmehr durch die Unterstützung bestimmter politischer Kreise. ihren Einfluss ausgeübt. Das sind z. Griechen und Juden. Dabei hat sie sich nicht in Richtung einer politischen Partei entwickelt. Bulgaren. spezielle Kinder und Jugendprogramme81 und schließlich der Aufbau von Kulturzentren.
4. die vor allem in der Provinz Elazı˘ organisiert sind und durch staatsg feindliche und anti-westliche Rhetorik hervortreten. Das sind z. In der Türkei unterhält die Yeni-AsyaStiftung bislang zwei Jugendkulturzentren in Ankara und Izmir.2Rechtsstatus nicht-muslimischer Minderheiten
Ausgesprochen komplex ist im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen die Lage der nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei. ein sozialwissenschaftliches akademisches Studienprogramm80. evangelische Freikirchen oder die Zeugen Yehovas. gleichwohl das eigentliche Ziel der Nurculuk-Bewegung weiterhin die Überwindung des bestehenden laizistischen Systems und die Schaffung eines islamischen theokratischen Staates ist. einem der Verbannungsorte Said Nursis. und zumindest offiziell gibt es damit keine strafrechtliche Sanktion mehr für religiöse Propaganda. Sehr einflussreich ist in der Türkei mittlerweile eine weitere Abspaltung der Nurculuk-Bewegung. ‚non-Moslem minorities’ oder ‚Müslüman olmayan
Radikale Untergruppen der Nurcus in der Türkei sind die kleine Med-ZehraGruppe – auch Hizb-i Kuran (Partei des Koran) genannt – und die Aczmendiler. Studentenheimen etc. in den 70er Jahren der Nationalen Heilspartei (MSP) des zeitweiligen Vizepremiers und späteren Premiers Necmettin Erbakan83. privaten Aus. und schließlich ab den 80er Jahren der Partei des Rechten Weges (DYP) und der Mutterlandspartei (ANAP). Ähnlich wie etwa die Naksibendi-Bruderschaft kann sich die Nurculuk¸ Bewegung in der Türkei heute recht frei entfalten.2. d. es ist von ‚minorités non musulmanes’. Studenten und einschlägig forschende Wissenschaftler.20
Anliegen der Stiftung ist die Verbreitung des Gedankengutes Said Nursis. Griechen.82 Ebenso wie bis in die 90er Jahre der Yeni-Asya-Verlag – die damalige de factoZentrale der Nurculuk-Bewegung – offene politische Konfrontation zum Staat vermieden hat.h. wird die Nurcus angesichts ihrer politischen Verbindungen nicht zu sehr schrecken. wo sie über ein ausgedehntes Netz von Stiftungen. • Die dritte Gruppe bilden schließlich jene nicht-muslimischen Religionsgemeinschaften (Kirchen. Neo-Osmanismus und Gedankengut der Nurcus verbindet. die Bewegung der „Jünger von Fethullah Gülen“ (Fethullah Hocanin Talebeleri). Trotz der Gegnerschaft zum bestehenden politischen System konnte die Nurculuk-Bewegung mit dem Wandel der politischen Verhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend einen legalen Charakter annehmen und zu einer bedeutenden religiösen Kraft werden. englischen und türkischen Text des Vertrages werden die nicht-muslimischen Minderheiten nicht näher bezeichnet. Nach offizieller. ein Frauenkulturzentrum in Istanbul sowie Erholungseinrichtungen in Barla. Förderprogramme für Schüler. • Zu nennen sind zunächst jene Gruppen. greifen hinsichtlich der verschiedenen nicht-muslimischen Religionsgemeinschaften unterschiedliche Regelungen. vom türkischen Staat aber nicht als Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne anerkannt werden. dass sich ihre Anhänger heute sicher vor Strafverfolgung wegen antilaizistischer Bestrebungen gemäß Art. Dem Ziel der Yeni Asya Stiftung dienen Archiv. katholisch-unierte Kirchen – etwa die chaldäische Kirche und die syrisch-katholische Kirche – und die römisch-katholische Kirche. die publizistischen und verlegerischen Aktivitäten des Verlages. die zu den nicht-muslimischen Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne zählen. gelten mittlerweile als die einflussreichste moderat islamistische Gruppe in der Türkei. Juden
An keiner Stelle der Sektion III über den „Schutz der Minderheiten“ des Friedensvertrages von Lausanne ist nur von bestimmten nicht-muslimischen Minderheiten die Rede. hat es auch seit den 90er Jahren keine entsprechenden Hinweise gegeben. staatlicher Lesart. deren Weltanschauung NeoNationalismus. Die „Jünger von Fethullah Gülen“.B. Bibliothek und Forschungsinstitut (Risale-i Nur Enstitüsü79). • Eine zweite Gruppe bilden jene nicht-muslimischen Minderheiten. in den 60er Jahren der Gerechtigkeitspartei (AP) des damaligen Ministerpräsidenten und späteren Staatspräsidenten Süleyman Demirel.B.und Fortbildungseinrichtungen. die syrisch-orthodoxe Kirche. die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses von Lausanne zwar in der Türkei präsent waren.84
4. Das sind nach staatlicher Ansicht ausschließlich die Armenier. Dass sich die Strafverfolgungsbehörden in anderen Fällen nunmehr auf die Artikel 159 und 312 TStGB stützen. Was dazu beiträgt sind nicht nur ihre Verbindungen zum politischen Bereich. die erst nach dem Abschluss des Vertrages von Lausanne in der Türkei tätig geworden sind. wie in den 50er Jahren der Demokratischen Partei (DP) des Ministerpräsidenten Adnan Menderes.
die zum Zeitpunk des Vertragsschlusses in der Türkei existiert haben. und die Türkei alle einschlägigen Regelungen (religiöse Angelegenheiten.das Amt der Patriarchen und des Oberrabbiners. Im Folgenden werden einige dieser Probleme diskutiert. Griechen und Juden beschränkt und damit eine Vielzahl von Religionsgemeinschaften. Schulen der Minderheiten betreffen. die nicht ausdrücklich genannt werden. dem Amt des Gouverneurs des Regie-
rungsbezirkes Istanbul bzw. des Innen. Dies kann eigentlich nur bedeuten. des Ministeriums für Nationale Erziehung hinzugezogen.1 Probleme der anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten
Aus der Tatsache. Der Armenische Patriarch. das dem bulgarisch-türkischen Freundschaftsvertrag vom 18. Sie haben die Wirren des 1.
. diskriminiert. anwendet. Güvenlik Konseyi). dass die Republik Türkei vertragswidrig die Anwendungen der Regelungen der Sektion III des Vertrages von Lausanne auf die genannten Bevölkerungsgruppen der Armenier. Griechen und Juden87. darunter je ein Vertreter des „Nationalen Sicherheitsrates“ (Milli . dass weder den Patriarchaten und dem Oberrabbinat in der republikanischen Ära die Rechtspersönlichkeit verliehen.B. noch das Amt der Patriarchen und des Oberrabbiners rechtswirksam anerkannt worden. . bevor die Republik Türkei gegründet wurde. Ausbildung etc. Aber damit nicht genug: In einem Protokoll.und des Außenministeriums. dass Bulgarien alle einschlägigen Regelungen (religiöse Angelegenheiten.37 bis 45 VL tatsächlich auf die nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei. der Vertrag von Lausanne habe die Armenier nicht einmal erwähnt.
4. das Griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel und das Oberrabbinat der Türkei haben schon lange existiert. Einerseits heißt es auf der Homepage des türkischen Außenministeriums. sowie des dem Minister¸ präsidialamt nachgeordneten Staatsministeriums mit Zuständigkeit für die Stiftungen. des Oberrabbinats und .und Synagogengemeinden bzw. dem Präsidialamt in Ankara – protokollarisch jeweils als Führer ihrer Religionsgemeinschaften behandelt. die der „Minderheitenausschuss“ (Azınlıklar Tali Komisyonu) nach eigener Auslegung der Traditionen der fraglichen Religionsgemeinschaften trifft. ob und inwieweit die Republik Türkei die Regelungen der Art. ob die Republik Türkei heute neben den Armeniern. der von den Minderheiten nicht angerufen werden kann.das Funktionieren des Patriarchats bzw.1. Bulgaren. Die Republik Türkei geht mit dem Begriff der ‚nicht-muslimischen Minderheiten’ situationsbezogen sehr unterschiedlich um.86 Andererseits wird in offiziellen Verlautbarungen ausdrücklich festgestellt. Insofern stellt die einschränkende Anwendung der entsprechenden Regelungen des Vertrages von Lausanne durch die Republik Türkei einen eindeutigen Verstoß gegen den Vertragstext dar. der Ökumenische Patriarch und der Oberrabbiner werden von den staatlichen Dienststellen – so z. dessen Existenz erst seit rund zwei Jahren bekannt ist. Ausbildung etc. kirchlichen und jüdischen Einrichtungen andererseits. dass im Text des Vertrages von Lausanne die ‚nicht-muslimischen Minderheiten’ nicht im einzelnen genannt werden. dass die Verfasser sich der Tatsache bewusst sind. Sprache.) des Vertrages von Neuilly auf die in Bulgarien lebenden Türken. Entscheidend ist schließlich die Frage. Der Ausschuss.Weltkrieges überdauert und existieren de facto auch heute.22
azınlıklar’85 die Rede. noch ihre Ämter anerkannt worden sind. Dem Minderheitenausschuss sollen fünf Mitglieder angehören.Oktober 1925 beigefügt und damit Vertragsbestandteil geworden ist. Alle diesbezüglichen Staatsgeschäfte werden von den zuständigen Stellen des Innenministeriums auf der Basis von Beschlüssen erledigt. ergeben sich zwangsläufig rechtliche und praktische Probleme im Hinblick auf . wozu er eingerichtet wurde und was genau seine Vollmachten sind. von denen die anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten unterschiedlich betroffen sind.88 Allerdings ist es weniger bedeutsam. soll bereits 1972 auf Wunsch des Ministerpräsidialamtes eingerichtet worden sein. Oberrabbinat und Oberrabbiner einerseits und den Pfarr. das im Hinblick auf die Minderheiten mit den größten Vollmachten ausgestattet ist und am effektivsten arbeitet.2. die einzigen offiziell anerkannten Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne seien die religiösen Minderheiten der Armenier.das Zusammenspiel zwischen Patriarchat und Patriarch bzw. Bedeutsamer ist. wird ein Vertreter des Gesundheitsministeriums bzw. In der republikanischen Ära sind weder den beiden Patriarchaten und dem Oberrabbinat staatlicherseits Rechtspersönlichkeit verliehen. ist festgehalten. Weiterhin unklar ist.) des Vertrages von Lausanne auf die in der Türkei lebenden Bulgaren anwenden. die Krankenhäuser bzw. Sprache. Die Entscheidungen des Ausschusses. Der Minderheitenausschuss soll das staatliche Gremium sein. des „Nationalen Nachrichtendienstes“ (Milli Istihbarat Teskilatı). Griechen und Juden auch die Bulgaren als Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne anerkennt. Das Armenische Patriarchat von Konstantinopel. sind endgültig und können auch nicht durch Gerichtsentscheid angefochten werden.89 Nach staatlichem Recht existieren diese aber ebenso wenig wie deren Ämter. Bei Fragen.
der Gemeinde oder aus anderen Budgets für Bildungs-. religiöse. über kein Beratungsgremium für zivile Angelegenheiten.. wenn die Republik Türkei den von ihr anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten im Einklang mit den einschlägigen Regelungen des Vertrages von Lausanne das Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung zugesteht. ist schon 1961 von der damaligen Regierung aufgehoben worden..92
s Fehlen fester Einnahmen
Die Patriarchate und das Oberrabbinat verfügen weder über feste Einnahmen von der Gemeinde noch vom Staat.3. An seine Stelle trat ein mit Genehmigung von Vertretern der damaligen Regierung ernanntes „Beratungsgremium des Patriarchats“ (Patriklik Danıs¸ ma kurulu). Das Patriarchat verfügt damit z. Institutionen“ zu garantieren. dass es weiterhin Kontrolle über das Seminar als einer dann türkischen Unterrichtseinrichtung haben würde.42 Abs. weil eine Wahlordnung fehlt.oder mildtätige Zwecke ausgegeben werden können“ (Art. das jüngst auf Weisung der Provinzverwaltung ebenfalls seine Tätigkeit einstellen musste. aller gegenwärtig in der Türkei bestehenden . solange es de iure keine Rechtsbeziehungen zwischen den Pfarrgemeinden und Einrichtungen einerseits und den Patriarchaten bzw. Das Fehlen fester Einnahmen vom Staat stellt aber auch für sich genommen einen Verstoß gegen den Vertrag von Lausanne dar.93 Denn das Patriarchat hatte keine Garantie dafür. wird bei seiner Arbeit von einem religiösen90 und einem säkularen Beratungsgremium.. obwohl er ihn rechtlich gesehen nicht als deren Vertreter anerkennt.24
s Beratendes Laiengremium
Der Oberrabbiner der Türkei – 1961 gewählt –. Das Ökumenische Patriarchat reagiert zurückhaltend auf solche Vorschläge und ver-
s Fehlen einer Wahlordnung
Das Armenische Patriarchat ist im Jahre 1461 von Sultan Mehmet dem Eroberer durch einen Firman (Sultanserlass) geschaffen worden. wenn ein einschlägiger Ministerratsbeschluss aus dem Jahre 1961. Satz 2 VL abgegebenen Erklärung gerecht. dass die türkischen Behörden mittlerweile Überlegungen anstellen.94 Es wird berichtet. unterstützt. diesen Minderheiten zuzusichern. „in Städten und Bezirken. . Im Jahre 1863 wurden alle einschlägigen Fragen im „Statut der Armenischen Nation“ (Nizamname-i Milleti Ermeniyan) geregelt. das aus 35 Laien besteht. den „ Fortbestand aller Einrichtungen und Genehmigungen . dem Oberrabbinat andererseits gibt. wiederholt von den türkischen Behörden die Wiedereröffnung der Theologischen Hochschule Halki gefordert.. Unabhängig davon hat der Ökumenische Patriarch.
. Eine Lösung ist hier nur dann zu erwarten. In der republikanischen Ära hat es bei jeder Patriarchenwahl Probleme gegeben.. war das Ökumenische Patriarchat 1971 veranlasst. der als Geschäftsführer das Oberrabbinat in allen weltlichen Angelegenheiten vertritt. als die nicht türkischen Universitäten in der Türkei nationalisiert wurden. Der Patriarch ist in dieser Situation gezwungenermaßen hinsichtlich aller die Gemeinde betreffenden Fragen Ansprechpartner des gleichen Staates.91 Der „Zentrale Verwaltungsrat“ (Merkez Yönetim Kurulu) des Armenischen Patriarchats. der ihn als faktischen Vertreter der Gemeinde ansieht. Gleichzeitig sind die Priesterausbildungsstätten des Armenischen Patriarchats und des Ökumenischen Patriarchats seit den frühen 70er Jahren geschlossen.2 VL)
s Ausbildung von Geistlichen
Eines der größten Probleme der Patriarchate sind die Beschränkungen im Hinblick auf den in der Türkei einzusetzenden Klerus. Das Problem fester Einnahmen kann von der jeweiligen Gemeinde intern kaum gelöst werden. die aus öffentlichen Mitteln des Staates.. dass sie in den Genuss eines gerechten Anteils der Summen kommen werden. Diesem Mangel wäre leicht abzuhelfen. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören.. Bischöfe oder Patriarchen werden – eine Ausnahme bilden diesbezüglich nur die römisch-katholische Kirche und die an diplomatische Vertretungen angekoppelten Gemeinden. Nur türkische Staatsangehörige dürfen in der Türkei als Geistliche tätig sein.41 Abs. ob dem Seminar nicht der Betrieb als Abteilung der Theologischen Fakultät der Universität Istanbul gestattet werden soll. religiösen . Dieses Beratungsgremium wählt seinerseits ein Exekutivkomitee und einen Präsidenten. Damit würde die Republik Türkei ohnehin nur der von ihr in Art.. der neben dem für religiöse Angelegenheiten zuständigen „Geistlichen Rat“ (Ruhani Kurul) bestand und alle „Verbund-Stiftungen“ (ortak cemaat vakıflar) verwaltete. wo der Anteil der türkischen Staatsbürger. beachtlich ist.. Ein griechisch-orthodoxer Geistlicher französischer Staatsangehörigkeit musste aus diesem Grund 1995 die Türkei unter eher demütigenden Umständen verlassen. Während die Priesterausbildungsstätte des Armenischen Patriarchats bereits 1970 geschlossen wurde. der bei mittlerweile drei Patriarchenwahlen Anwendung fand.Zt. die jedem neuen Patriarchen erteilt wurden und seine Rechte und Pflichten regelten. Bis 1863 basierte die Existenz des Patriarchats auf Firmanen. wonach sich die Republik Türkei verpflichtet hat. Bartholomäus I. aktualisiert und Rechtsverordnung würde. die seit 1844 bestehendeTheologische Hochschule Halki auf der Insel Heybeliada. zu schließen.
In vielen traditionell von Armeniern bewohnten Stadtteilen hat der Anteil der armenischen Bevölkerung mittlerweile stark abgenommen. die Aufnahmekriterien und das Curriculum der möglichen neuen Unterrichtseinrichtung.2 VL). die in einer der betreffenden Regionen leben. dass alles nach 1936 von den Gemeindestiftungen durch Kauf. – wenn diese nicht zu finden waren102 – dem Staatsschatz übertragen worden.26
langt erst Klarheit über die Verwaltung.95
Probleme der Stiftungen
Nach staatlichem Recht gibt es keinerlei Rechtsbeziehungen zwischen den Pfarrund Synagogengemeinden bzw. der Betrieb eines Krankenhauses ist. da diese Gemeinden bzw. da es von den nicht-muslimischen Minderheiten bei der Inventarisierung 1936 nicht angegeben und zudem illegal erworben worden sei. Der Staat regelt Angelegenheiten der Gemeindestiftungen entsprechend der Rechtsverordnung über die vom Staat verwalteten frommen Stiftungen (mulhak vakıflar. Bei den armenischen Gemeindestiftungen in der Türkei gibt es zwei Kategorien. deren Verwalter von allen wahlberechtigten Gemeindemitgliedern aus der Mitte der gesamten armenischorthodoxen Gemeinde in Istanbul gewählt werden. von den Finanzbehörden so behandelt werden. sind sie zur Abführung von Körperschaftssteuer verpflichtet. Das Gesetz hat somit die Gemeindestiftungen lediglich begrifflich bestimmt. Als Verbund-Stiftungen bezeichnet man jene fünf Stiftungen.
s Körperschaftssteuerpflicht s Fehlen eindeutiger Regelungen
Eine Rechtsverordnung über die Gemeindestiftungen. deren Stiftungszweck z. auch deshalb.103 So wurde etwa im Februar 1999 die
. dem Oberrabbinat andererseits.41 Abs.
s Ausführungsbestimmung von 1936
Eine eigentlich harmlose Ausführungsbestimmung zum Stiftungsgesetz aus dem Jahr 1936100 sah die Inventarisierung des Eigentums der Stiftungen vor.a. die als Eigentümer des jeweiligen Mobiliar. die sich u. Unter Berücksichtigung dieser Entscheidung sind bis heute allein den armenischen Gemeindestiftungen mehr als 40 Immobilien weggenommen und ihren früheren Eigentümern rückübertragen bzw.99 Die Körperschaftssteuerpflicht der Gemeindestiftungen widerspricht aber unzweifelhaft dem Geist des Vertrages von Lausanne (Art. gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten: Ein Lösungsvorschlag sieht vor.
tenten Personen verwaltet werden und ihr Fortbestand fraglich ist. deren Verwalter von allen wahlberechtigten Gemeindemitgliedern aus der Mitte der im jeweiligen Stadtbezirk lebenden Gemeindemitglieder gewählt werden. als ob das fragliche Krankenhaus ein Wirtschaftsbetrieb und folglich körperschafssteuerpflichtig wäre. Einrichtungen von „Gemeindestiftungen“ (cemaat vakıflar)96 getragen werden. Um diese Gefahr abzuwenden. dass Gemeindestiftungen. Deshalb ist es häufig schwierig. Von Bankzinsen und Mieteinnahmen wird die Steuer im Wege des Vorabzuges einbehalten. dass die Kirchen-(Stadtteil-)Stiftungen von inkompeGleichwohl die Gemeindestiftungen wohltätige Institutionen sind. Bei den Gerichten sind seit 1974 Hunderte ähnlicher Fälle anhängig und regelmäßig werden vom Staat entsprechende Immobilien konfisziert. Aktives und passives Wahlrecht stünde dann allen Istanbuler Gemeindemitgliedern – unabhängig von ihrem jeweiligen Wohnsitz – zu. weil nicht auszuschließen ist. In der Praxis bedeutet dies. weil die nicht-muslimischen Minderheiten ausländisch seien und damit kein Recht zum Grunderwerb in der Türkei hätten. Kirchen-(Stadtteil-)Stiftungen nennt man all jene Stiftungen. Die Stiftungen in Anatolien – hier leben kaum noch Armenier -sollten grundsätzlich in VerbundStiftungen umgewandelt werden. wurde nie erlassen. mazbut vakıflar) – diese haben mit den Gemeindestiftungen aber nichts gemein –.B. Aktives und passives Wahlrecht steht dort allen Mitgliedern der Gemeinschaft zu. Die Bedingung. Ein alternativer Lösungsweg wird von der griechisch-orthodoxen Gemeinschaft beschritten.101 In einer umstrittenen Entscheidung hat der Kassationsgerichtshof 1974 vor diesem Hintergrund entschieden. Bildungs. alle Kirchen-(Stadtteil-)Stiftungen in Verbund-Stiftungen umzuwandeln. geeignete Kandidaten für die Verwaltung der fraglichen Stiftungen zu finden: Damit droht die Gefahr.und Immobilienbesitzes auftreten und nur der staatlichen Stiftungsverwaltung gegenüber rechenschaftspflichtig sind. die in Artikel 1 des Stiftungsgesetzes97 genannt sind. oder durch polizeiliche Anordnungen. ist hinsichtlich der Kirchen-(Stadtteil-)Stiftungen unabdingbar. durch den Modus für die Wahl der Stiftungsverwaltungen unterscheiden.und Wohlfahrtseinrichtungen einerseits und den Patriarchaten bzw. Schenkung oder Erbschaft erworbene Immobiliareigentum vom Staat konfisziert werden dürfe. dass die staatlichen Überlegungen nur ein erster Schritt zur Übernahme des Seminars und insbesondere seines wertvollen Grundbesitzes sein könnten. dass die Wähler und die aus ihrer Mitte zu wählenden Verwalter im gleichen Stadtbezirk leben müssen. Dort hat man Istanbul in Regionen98 unterteilt und die jeweiligen Kirchen(Stadtteil-)Stiftungen in „Regional-Stiftungen“ (bölge vakıflar) zusammengefasst. Die bis 1961 vom „Zentralen Verwaltungsrat“ (Merkez Yönetim Kurulu) des Patriarchats verwalteten „Verbund-Stiftungen“ (ortak vakıflar) und die „Kirchen-(Stadtteil-)Stiftungen“ (kilise (semt) vakıflar).
sind andere Stiftungen in ernsten materiellen Schwierigkeiten. Daneben unterhält die Gemeinschaft aber weiterhin in Istanbul eine Grundschule mit 300 Schülern und eine Oberschule mit 250 Schülern.2 VL. 599 eine Oberschule. was den freien Zugang christlicher Schüler bedroht. Unabhängig davon. Den Stiftungen wird lediglich das Recht zugebilligt. in jüngster Zeit zudem eine Genehmigung des Außenministeriums. das gesamte Mobiliar und alle Lehrmaterialien wurden einfach auf den Schulhof geworfen.738 Kinder besuchten im Schuljahr 1994/95 armenisch-orthodoxe Bildungseinrichtungen.
s Genehmigung für Renovierungsmaßnahmen
Bei Überschreitung eines bestimmten Kostenrahmens muss von den Gemeindestiftungen bei Renovierungsmaßnahmen bei der „Generaldirektion für die Frommen Stiftungen“ eine Genehmigung eingeholt werden. dass Kostenvoranschläge bewusst an den vorgegebenen Kostenrahmen angepasst und erforderlichenfalls gesplittet werden.43 Abs. der auch den stellvertretenden Schulleiter stellt. die von den türkischen Behörden aber wie die griechisch-orthodoxen Christen als „rum” bezeichnet werden. warum Gemeindestiftungen der von der Republik Türkei anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten Genehmigungen vom Außenministerium einholen müssen – die Mitglieder sind schließlich ausnahmslos türkische Staatsbürger. zumal vergleichbare Stiftungen. einem Rat für zivile Angelegenheiten – übertragen. – selbst bei Zinserträgen von bis zu 80% des angelegten Kapitals nichts anders als die Vernichtung von Stiftungsvermögen und damit die Gefährdung des Fortbestands der betroffenen Stiftungen. Griechen und Juden. der Kauf anderer Immobilien im gleichen Wert ist untersagt. insbesondere die Art 40 Satz 2 und Art. die unter Aufsicht des Staates stehen. 1809 eine Grundschule. Unabhängig davon verstößt die Republik Türkei aber auch hier gegen Geist und Buchstaben des Vertrags von Lausanne. Rund ein Drittel der Schüler sind sogenannte arabisch-orthodoxe Christen109 mit Herkunft aus der Provinz Hatay.
Insgesamt existierten im Schuljahr 1994/1995 in Istanbul 15 armenisch-orthodoxe und vier armenisch-katholische Bildungseinrichtungen (Kindergärten und Schulen)107. In der Praxis sind nicht wenige Stiftungen gezwungen. ohne vorherige Warnung zur Räumung des Gebäudes gezwungen. die aus dem Verkauf von Immobilien oder aus Entschädigungszahlungen für konfiszierte Immobilien herrühren. Kenntnis über die Haushaltslage und Bedürfnisse der einzelnen Stiftungen zu bekommen.28
armenische Grundschule in Bomonti.111 Die römisch-katholische Kirche unterhält in Istanbul und Izmir Bildungseinrichtungen (Kindergärten und Schulen). die Zinserträge dieser Einnahmen zu nutzen. zu versuchen. mit dem Erlös von „Liebesmahlen“ (sevgi yemeklerı) zu wirtschaften.A. zumal es im konkreten Fall ja nicht etwa darum geht. Da es bei den einzelnen Religionsgemeinschaften auch keine Zentralverwaltung für die Gemeindestiftungen gibt. In der Praxis führen solche Genehmigungsforderungen ohnehin nur dazu.
. die nicht den nicht-muslimischen Minderheiten zuzurechnen sind. Träger sind nicht Gemeindestiftungen wie bei den Armeniern. Die Ausweitung der bislang fünfjährigen Grundschulpflicht auf acht Jahre und die damit einhergehende Abschaffung der Mittelschulen – Ziel war die Abschaffung der staatlichen Imam.und Predigermittelschulen – hat auch Aus-
s Einfrieren von Einnahmeerlösen aus Immobiliengeschäften
Einnahmen der Gemeindestiftungen. Abs. Überschüsse untereinander zu übertragen.110 Der Großteil der jüdischen Schüler besucht staatliche oder private fremdsprachliche Schulen. dass vom Staat höhere Zuschüsse – z. Der Staat erlaubt den Stiftungen allerdings nicht. Unabhängig davon stellen die entsprechenden Vorschriften einen eindeutigen Verstoß gegen Art. dass die entsprechenden Vorschriften mitunter falsche Angaben geradezu provozieren.41. Dieses Verfahren wurde nie vereinbart und steht außerdem im Widerspruch zu den einschlägigen Vorschriften des Vertrages von Lausanne (Art.B. Kirchen-. 3. 958 eine Mittelschule. 372 einen Kindergarten. müssen auf Konten der staatlichen Stiftungsbank eingezahlt werden und bleiben dort blockiert. ist es praktisch unmöglich.108 Die griechischen Schulen haben insgesamt gerade noch rund 260 Schüler in zwölf Klassenstufen.106
s Verbot der Übertragung von Einnameüberschüssen
Während ein Teil der Stiftungen beachtliche Einnahmeüberschüsse verzeichnen. Das wäre nicht nötig. bedeutet das Einfrieren größerer Beträge vor dem Hintergrund der extrem hohen durchschnittlichen Inflationsrate in der Türkei – in den letzten Jahren bis zu 100% p.B. Der Zugang zu diesen Schulen wird von einer staatlichen zentralen Vergabestelle geregelt. Krankenhausstiftungen) auf ein Beratungsgremium des Patriarchen in weltlichen Fragen – z. dass die Gemeindestiftung mehr Eigenmittel für die fragliche Renovierungsmaßnahme einsetzen muss. Istanbul.41 Abs. würde der Staat die Übertragung von Einnahmeüberschüssen zwischen den Stiftungen erlauben und die Befugnis zur Einnahmenübertragung zwischen gleichartigen Stiftungen (Schul-. ist offensichtlich und wird auch von türkischen Juristen bestätigt105.40 Satz 2 VL). sowie eine Grundschule in Izmir mit 140 Schülern. im Einklang mit Art.3 VL dar. Zudem ist absolut unverständlich. sondern lediglich darum. 1808 gegründet und seit 1963 in einem übereigneten Gebäude befindlich. nicht mit solchen Problemen konfrontiert sind. sondern religiöse Orden oder Kongregationen.2 VL – erwartet würden.104 Dass solche Verhaltensweisen und die einschlägige Entscheidung des Kassationsgerichtshofes im Widerspruch zum Vertrag von Lausanne stehen.
B. ohne dass hierfür ein Ministerratsbeschluss eingeholt werden muss. die einmal zum Islam übergetreten sind. der den nicht-muslimischen Minderheiten das Recht zugesteht. De facto bestehen in den Minderheitenschulen damit zwei parallele Hierarchien. Lehrer. liegt auf der Hand. Die einschlägigen staatlichen Stellen erwarten von den vom Staat eingesetzten stellvertretenden Direktoren und Lehrern regelmäßige ausführliche Information über Entwikklungen in den jeweiligen Schulen. dass ein Kind. Die Inspektoren des Ministeriums für Nationale Erziehung überprüfen unter Nichtbeachtung der abgegebenen Erklärung und des Eintrages „Christ” im Personalausweis die alten Register.
s Zugang nur nach bestimmten Kriterien
Bis in die 60er Jahre konnte jede christliche Familie ihre Kinder in einer armenischen oder griechischen Schule unterrichten lassen.. „wohltätige.113
. wie es dann sein kann.bzw. dass in den neuen Personalsausweisen nur noch die Religionszugehörigkeit. ist die Frage zu stellen. also z. „armenisch-gregorianisch” eingetragen ist. wird der Schüler eingeschrieben.30
wirkungen für katholische Schulen. kann nicht ohne weiteres erwartet werden – sie liegt im Ermessen der Behörden.. Da die Konfessionszugehörigkeit der Mutter in diesem Zusammenhang keine Beachtung findet. um herauszufinden ob der Vater des fraglichen Kindes tatsächlich „armenisch-orthodox” bzw. Für die Einschreibung des Kindes war es ausreichend. In den 80er Jahren wurde die entsprechende Regelung geändert. also „Christ”. nicht aber der Vater armenisch ist. das Kind später nicht auf eine armenische Schu-
s Schulleitung unter staatlicher Kontrolle
Der erste Stellvertreter des Direktors an Minderheitenschulen wird vom Staat eingesetzt und ist Dienstvorgesetzter der ebenfalls vom Staat eingesetzten Lehrer für Türkisch. religiöse und soziale Einrichtungen.
le schicken. da die Kinder jener. Schulgebäude gegebenenfalls anderen Stiftungen mit dem gleichen oder auch einem anderen Stiftungszweck zur Nutzung zu überlassen. dass hinsichtlich jedes einzelnen Gebäudes in Stiftungsbesitz gegebenenfalls ein eigener Ministerratsbeschluss erforderlich ist. „armenisch-gregorianisch” ist. Die Betriebserlaubnis für Mittelschulen ist erloschen. Schließlich kann eine armenische Familie. wenn der Vater oder die Mutter Christ/in waren und im Personalausweis des Kindes unter Religionszugehörigkeit „Christ” eingetragen war.2 VL dar. Die Erlaubnis zur Nutzung der Gebäude. an der der Unterricht in Französisch erteilt wird. kann seine Kinder auf eine armenische Schule schicken – stirbt der Mann jedoch. Geografie.. . Schulen …zu verwalten“.40 Abs. an der der Unterricht in Englisch erteilt wird.. Das muss auch das Recht einschließen. Staatsbürgerkunde und Soziologie. womit nicht zuletzt auch die Berichterstattung über die nicht-muslimischen Direktoren und Lehrer gemeint ist. „armenisch-orthodox” bzw. kann ein Kind eine armenische Schule dann nicht besuchen.10 des Stiftungsgesetzes ist es möglich.. Probleme ergeben sich insbesondere dadurch. und nicht mehr die Konfessionszugehörigkeit. etwa für den Ausbau eines anderen Schultyps. solche Gebäude einer anderen Stiftung mit dem gleichen Stiftungszweck zur Nutzung zu überlassen. stellt auch dieses Verfahren einen Verstoß gegen Art. das zunächst eine Schule besucht hat. auf eine Schule wechseln darf. „armenisch-gregorianisch”112. nicht zum Besuch einer armenischen Schule zugelassen werden. Findet sich im Personalausweis des Vaters noch der Konfessionseintrag ‚armenisch-orthodox’ bzw.. Abgesehen davon stellt diese Situation aber auch einen Verstoß gegen Art 40 Abs. Ein armenischer Mann. weshalb ihnen der Besuch einer armenischen Schule nicht gestattet werden darf. wonach „türkische Staatsangehörige. werden die Kinder nicht mehr als armenisch angesehen. Die Schuleinschreibung muss jetzt bei Inspektoren des Ministeriums für Nationale Erziehung erfolgen. die Behörden aber den Konfessionsnachweis durch den Vater des fraglichen Schülers verlangen.
s Fremdnutzung nicht mehr benötigter Schulgebäude
Wegen der starken zahlenmäßigen Abnahme der nicht-muslimischen Minderheiten müssen immer mehr Schulen im Eigentum von Verbund. die ihr Kind – aus welchen Gründen auch immer – zunächst auf eine staatliche oder private Schule geschickt hat. Gemäß Art. „Schulen aller Art . der – gewollt oder ungewollt – oft lange auf sich warten lässt. Dass dies nicht unbedingt für das Entstehen eines wirklich kollegialen Verhältnisses in den Lehrerkollegien förderlich ist. noch der anderen o. der mit einer nicht-armenischen Frau verheiratet ist. [selbst] zu verwalten und zu kontrollieren“. wenn nur die Mutter. Wenn in diesem Zusammenhang seitens der Behörden darauf hingewiesen wird. ihre Kinder an einer armenischen Schule einschreiben zu lassen. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören“. In Anatolien lebende armenisch-stämmige türkische Staatsangehörige. Abgesehen davon. berechtigt sind. deren Vorfahren um des Überlebens willen im Verfolg der Pogrome zum Islam übergetreten und nun wieder Armenier geworden sind haben keine Chance. andernfalls kann er zunächst nur als Anwärter und erst später – nach Überprüfung der Angaben – als Schüler eingetragen werden. das Kind könne ja nicht Armenisch. 2 VL dar..g. wofür ein Ministerratsbeschluss erforderlich ist. Der der jeweiligen Minderheit angehörende Schuldirektor ist weder Dienstvorgesetzter des stellvertretenden Schuldirektors. Gemeindestiftungen geschlossen werden – die Gebäude stehen dann leer.
wonach die Republik Türkei zusichert.113a Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern. syrisch-katholische. Das sind anglikanische. die etwa in den 80er Jahren die in der Türkei lebenden Armenier in einem Atemzug mit der armenischen Terrorgruppe ASALA nannten. sondern auch in den Massenblättern häufig ein tendenziell negatives Bild der nicht-muslimischen Minderheiten gezeichnet wird. die einzelnen der nicht-muslimischen Minderheiten gewidmet waren und nicht zuletzt auch darauf hinweisen sollten. einschlägige Äußerungen von Politikern und die Berichterstattung mancher Medien haben. Griechen und Juden als solche anerkennt. dass es keine schlechten Armenier gibt. und später die Armenier mit der kurdisch-separatistischen PKK in einen Topf warfen. Es ist weitgehend unklar. dass die christlichen Minderheiten eine Gefahr für die innere Sicherheit der Türkei darstellen würden und man ihnen deshalb nicht die gleichen Rechte einräumen dürfe. dass die Mehrheit der Armenier gut ist.2.32
Sonstige Probleme – auf Unkenntnis basierende Vorurteile und Propaganda
Ein latentes Problem für die nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei – für die anerkannten wie für die nicht-anerkannten – ist die im Wesentlichen auf Unkenntnis über Christen und Juden und Vorurteilen beruhende Haltung der Bevölkerungsmehrheit ihnen gegenüber. für Morde an türkischen Diplomaten im Ausland verantwortlich zeichnete. armenisch-orthodoxe. armenisch-katholische. dass es keine guten Armenier gibt. dass die Mehrheit der Armenier schlecht ist. ebenfalls 1999 durchgeführten Umfrage nach dem unbeliebtesten Volk. es aber auch gute gibt.1 TVerf’82 dar.B. dass der Zugang von Angehörigen der nicht-muslimischen Minderheiten zum Staatsdienst bis heute auf unterschiedlichste Weise be. lässt sich ablesen.a. wie den muslimischen Staatsbürgern. In einer weiteren. maronitische. römisch-katholische. sondern auch einen Verstoß gegen Art. griechischmelkitisch-katholische.9% glauben. aus welchen Gründen die Republik Türkei nicht alle der hier genannten Religionsgemeinschaften als „nicht-muslimische Minderheiten” anerkennt. 2. syrisch-evangelische.10 Abs. Ob sich die Obrigkeit hier Loyalitätsbezeugungen einzelner christlicher religiöser Führer zu Nutze gemacht hat. von Januar 2002 ergibt. Weltanschauung oder Bekenntnis . machte dieser Vorfall den christlichen wie auch den anderen Minderheiten einmal mehr deutlich. dass „Unterschiede von Religion. Auch wenn sich die Vorsitzende der Partei des Rechten Weges und ehemalige Ministerpräsidentin. evangelische. bulgarisch-katholische. dass 44. aber auch die Yeziden u. Ungeachtet dessen gilt allerdings auch weiterhin. Ursächlich für solche Vorurteile sind nicht nur Schulbücher. serbisch-orthodoxe. gegen die Armenier und Griechen predigen. Die erwähnte Umfrage ergab. armenisch-evangelische. wie z. Er erklärte. es aber auch schlechte gibt.B.. nestorianische. Bulgaren. der Zulassung zu öffentlichen Ämtern.
4. die zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags von Lausanne in der Türkei präsent waren. dass mit dem Verschwinden dieser Minderheiten auch ein Teil des kulturellen Erbes der Türkei verloren geht.a. die Juden. dass nicht nur in den zusehends einflussreicheren Medien der islamisch-fundamentalistischen Gruppen. wie sich aus einer Pressemitteilung des stellvertretenden Vorsitzenden der Partei der Rechten Weges. die z. dass in den letzten Jahren immer wieder auch Serien von Berichten erschienen sind. Diese feindseligen Äußerungen machte Ekinci im Verlauf einer Parlamentsdebatte über vorgesehene Änderungen des Stiftungsrechts im Hinblick auf die Stiftungen der nicht-muslimischen Minderheiten und die einschlägigen Ausführungsbestimmungen von 1936.B.2 Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne – Vom Staat als solche nicht anerkannt
Nicht-muslimische Minderheiten im Sinne der Sektion III des Vertrages von Lausanne sind nach allgemeinem Verständnis all jene nicht-muslimischen Minderheiten. Am Beispiel einer 1999 unter Jugendlichen veranstalteten Umfrage114 zur Einschätzung der Armenier. welche Wirkungen einseitige Wissensvermittlung in den Schulen. chaldäisch-(katholische)...und verhindert wird. griechisch-orthodoxe. Funktionen oder Ehren. 24% glauben. oder der Ausübung von Berufen und Handwerken führen“ dürfen. die u. Dies stellt nicht nur einen Verstoß gegen den Gleichheitssatz des Art. das Christentum ausschließlich aus islamischer Perspektive darstellen oder Feindschaft z.39 Abs. Die Aufnahme in die Militärschulen bleibt kategorisch verwehrt. syrisch-orthodoxe. sondern nur die Armenier. nicht zur Benachteiligung eines türkischen Staatsbürgers hinsichtlich seiner bürgerlichen oder politischen Rechte.
28. Äußerungen dieser Art sind auch heute noch jederzeit von prominenten Politiken zu erwarten. Allerdings sollte nicht verschwiegen werden. Hasan Ekinci. Tansu Çiller. kamen die Armenier mit 76% der Nennungen auf den ersten Platz. bulgarischorthodoxe. die
. wie die religiösen Minderheiten von einem Teil der Bevölkerungsmehrheit und seinen Führern gesehen werden.2 des Vertrages von Lausanne. umgehend für diese Äußerungen entschuldigte.7% schließlich glauben. sondern auch Äußerungen politisch Verantwortlicher. arabisch-orthodoxe115. rumänisch-orthodoxe und russisch-orthodoxe Christen.2% der Jugendlichen glauben. georgisch-orthodoxe.
nach dem Recht der Republik Türkei Rechtspersönlichkeit als Körperschaft verliehen bekommen hat. Die römisch-katholische Kirche ist in der Türkei mit drei Jurisdiktionsbezirken. die fast alle Pfarreien und alle kirchlichen Einrichtungen betreuen. Probleme ergeben sich insbesondere hinsichtlich der syrisch-orthodoxen Kirche immer wieder aus der Tatsache. Der Unterschied zwischen dem Hl. Satz2. der jeweilige Träger.B. dass sie ihre Klöster im TurcAbdin nicht nur für seelsorgliche Zwecke. Stuhl diplomatische Beziehungen mit der Republik Türkei unterhält und in Ankara durch einen Apostolischen Nuntius vertreten ist. der Erzdiözese Izmir und den Apostolischen Vikariaten „Istanbul” und „Anatolien” vertreten. Eigentum haben oder veräußern oder gar neues Eigentum erwerben? Und auf der Basis welchen Rechts kann eine solche Körperschaft in der Türkei in der Seelsorge. macht die Tatsache deutlich. die Bischöfe sind vom Staat nicht rechtswirksam anerkannt. 3. z.B.HS VL). dass der größere Teil der römisch-katholischen Gläubigen nicht türkische Staatsbürger. der türkischen und der italienischen – sind..116
4.. dass die Republik Türkei in den letzten Jahrzehnten immer wieder das Eigentumsrecht kirchlicher Institutionen in Frage gestellt und Immobilien konfisziert hat. wird der syrisch-orthodoxen Kirche die Nutzung ihrer Gebäude für Ausbildungszwecke nicht erlaubt. sie seien zuallererst türkische Staatsangehörige und dann erst Christen. verhält sich die Situation auch bei einem Teil der „nicht-anerkannten” nichtmuslimischen Minderheiten: Die arabisch-orthodoxe Kirche im Hatay und die syrisch-orthodoxe Kirche in Istanbul und im TurcAbdin etwa haben ihren Immobilienbesitz zivilrechtlich als Gemeindestiftungen organisiert. dem Präsidialamt in Ankara – protokollarisch als Führer ihrer Religionsgemeinschaften behandelt. dass unabhängig von der Frage.und im Sozialwesen aktiv werden.3. die u.34
für ihre Religionsgemeinschaften die Anerkennung als „nicht-muslimische Minderheiten” mit der Begründung abgelehnt haben sollen. 42 Abs. vom
Amt der Gouverneurs des jeweiligen Diözesansitzes bzw. ihr Fortbestand garantiert ist. Unabhängig davon werden die Bischöfe von den staatlichen Dienststellen – so z. keine der Hilfen [zu] verweigern .
s Römisch-katholische Kirche
Als Sonderfall zu betrachten sind in diesem Zusammenhang die römisch-katholische Kirche und neuerdings auch die syrisch-katholische und die chaldäische Kirche. die von ihr vertretene Institution zum Zeitpunkt des Vertrags-Abschlusses schon existiert hat. zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses – „in der Türkei bestehenden religiösen Stiftungen und religiösen und gemeinnützigen Institutionen“ (Art. Von der Republik Türkei ist diesen jedoch keine Rechtspersönlichkeit verliehen worden.1 Probleme der nicht anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten
Auch wenn in der vorliegenden Studie einerseits die anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten und andererseits die nicht anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten in verschiedenen Abschnitten behandelt werden.. Dabei ist es in beiden betroffenen Klöstern im Südosten der Türkei nie um schulische Ausbildung. Ähnlich wie im Falle der „anerkannten” nicht-muslimischen Minderheiten. im Bildungs. Da auch die von der Republik Türkei nicht anerkannten nicht-muslimischen Minderheiten nicht-muslimische Minderheiten im Sinne des Vertrages von Lausanne sind. also zwischen Kirchenstaat und Kirche... wie das Zusammenspiel der Jurisdiktionen der einzelnen Religionsgemeinschaften und der nachgeordneten Verwaltungseinheiten organisiert ist. Die Rechtsbeziehungen zwischen den Diözesen bzw. Anders als im Falle der „anerkannten” nicht-muslimischen Minderheiten. In der Praxis hat die Tatsache. Satz 2. Ferner auch die Zusicherung „hinsichtlich der Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen .) regelt das katholische Kirchenrecht. ob eine Diözese. bleibt dabei für viele Vertreter der Obrigkeit dauerhaft ein Geheimnis.
.. aller gegenwärtig“ – d.h. Rechtspersönlichkeit haben. allerdings unterschiedliche Auswirkungen. auch davon abhängen. dass nach türkischem Verständnis weder die Diözesen. gilt auch für sie die von der Republik Türkei gegebene Garantie im Hinblick auf den „Fortbestand[es] aller Einrichtungen und Genehmigungen .B. die rechtlich gesehen nicht existiert.HS VL). noch die in der Türkei tätigen religiösen Orden und Kongregationen. 1. Das heißt. Eine Besonderheit – nicht nur in diesem Zusammenhang – stellt sicher die Tatsache dar. Probleme im Hinblick auf die kirchlichen Institutionen ergeben sich in der Türkei laufend aufgrund der Tatsache. also Ausländer. keine Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen. dass der Hl. hat sich nicht klären lassen. Schulen etc. gibt es. sondern auch für die Ausbildung von Religionslehrern und Geistlichen nutzen will. eine Pfarrei oder Einrichtung bzw. 2. ausgehend vom Vertrag von Lausanne. ein Orden oder eine Kongregation. was immer wieder zu staatlichen Zwangsmassnahmen geführt hat. die anderen privaten Institutionen dieser Art garantiert werden“ (Art. den kirchlichen Einrichtungen (Krankenhäuser. Wie aber kann eine Körperschaft.a. sondern einzig um die Vermittlung von Grundwissen für künftige Religionslehrer und Geistliche gegangen.42 Abs. dass die Türkei sich nicht an den Vertrag von Lausanne hält. oder Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft – z. dem Diözesanbischof und den Pfarreien bzw. Stuhl und der römisch katholischen Kirche. wenn sie selbst bzw. Eine weitere Besonderheit im Hinblick auf den Status der römisch-katholischen Kirche in der Türkei ist die Tatsache.2.2. Dass die türkischen Behörden den Vertrag von Lausanne anders interpretieren.
In nicht wenigen Fällen sind in den letzten Jahren – insbesondere vom Apostolischen Vikariat Anatolien – vor diesem Hintergrund Prozesse gegen den Staat geführt worden.1914 und gegenwärtig eine von Gesetzes wegen anerkannte Rechtspersönlichkeit (gehabt) haben und keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen. einen angemessenen Anteil künftiger Mieteinnahmen an die Erstgenannten abzuführen. ein Heiliger !!) lebt nicht mehr und Erben gibt es nicht bzw. hob das erstinstanzliche Urteil auf und verwies die Sache an das Gericht der ersten Instanz mit der Begründung zurück. Bildungs. die z. dass – wie die Erfahrung zeigt – selbst ein letztinstanzliches Urteil keinen Schutz davor bietet. und dieses Eigentumsrecht von
. Einer Widerklage des Staatsschatzes der Republik Türkei gab der Kassationsgerichtshof am 18. So etwa im Fall eines Grundstück in Fenerbahçe im Istanbuler Stadtbezirk Kadıköy.4. dass der Staatsschatz der Republik Türkei und für einen Teil der fraglichen Immobilie die „Stiftungs-Generaldirektion“ (Vakıflar Genel Müdürlügü). Das Landgericht Kadiköy wies am 6. 3 des Grundbuchgesetzes (Tapu Kanunu) von 1934 gefordert – und sei auch nicht vom türkischen Staat anerkannt. Die Assumptionisten ihrerseits haben sich verpflichten müssen.36
Die Argumentation der Behörden hat(te) in allen Fällen das gleiche Muster: Die fragliche Immobilie wird nicht mehr oder nicht mehr für den ursprünglich vorgesehen Zweck genutzt. der im Grundbuch eingetragene Eigentümer (z. die fraglichen Immobilien zu wirtschaftlichen Zwecken zu nutzen und verfolge durch die Vermietung keine religiösen Zwecke mehr. und um dieses Eigentum ging der Streit ursprünglich. ob das Ergebnis der Auseinandersetzung im strengen Sinne wirklich ein Vergleich war.1988 beim Landgericht Kadıköy Klage ein mit der Begründung. wobei der fragliche Betrag auf einem Sperrkonto bei einer staatlichen Bank eingezahlt werden musste und nicht genutzt werden konnte. Am 12.12. dass die Eintragung ihres Grundbesitzes im Grundbuch auf den Staatsschatz der Republik Türkei und die „Generaldirektion der Frommen Stiftungen“ Vermögensrechte des Instituts verletze und die durch Art. zum Ziel zu kommen. durch alle Instanzen bis zum Kassationsgerichtshof ein positives Ergebnis für die kirchlichen Kläger gebracht haben.1995 beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EUGHMR) in Straßburg Beschwerde gegen die Republik Türkei ein. durch die türkische Regierung als französische religiöse Einrichtungen anerkannt und zugesichert worden. diese aber das Recht der Assumptionisten auf vollständige Nutzung und Nießbrauch an Grundstück und Gebäuden anerkennt und im Grundbuch eintragen lassen. Die Assumptionisten haben nämlich ihr Eigentum verloren. Der Nachweis des tatsächlichen Eigentums der Assumptionisten war nämlich trotz der Tatsache.4. Die Assumptionisten reichten daraufhin am 18. gab der Klage des Staatsschatzes der Republik Türkei statt und entschied. kann also auch kein Eigentum haben. die ˘ sich der Klage des Staatsschatzes angeschlossen hatte. unter der Bedingung erteilt worden sei. Der entsprechende Grundbucheintrag vom 20. Dort waren 1859 mit Genehmigung des Sultans (firman) auf einem Grundstück in Kirchenbesitz eine Kapelle und ein Priesterseminar errichtet worden. das Institut habe nicht das Recht. Ende 2000 kam es in der Sache zu einem Vergleich zwischen den Streitparteien.10. Garantien der Türkischen Republik für den Fortbestand der Einrichtung ab. worauf der EUGHMR am 14. dass die fraglichen Immobilien ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend genutzt würden“. Konventen. Der türkische Staat hat zwar im Moment noch nichts von seinem nunmehr anerkannten Eigentum. Ferner: Im Grundbuch findet sich kein Hinweis auf den Eigentümer.2000 die Einstellung des Verfahrens verfügte. Zudem müssten diese ausländischen Einrichtungen vor dem 30. Man kann natürlich schon fragen.1913 und eine entsprechende Anlage zum Vertrag von Lausanne sind die französischen religiösen Einrichtungen in der Türkei. Ziel war die Aufhebung des Grundbuchtitels und die Herausgabe des fraglichen Grundstückes. die ausländischen juristischen Personen vom Osmanischen Reich aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahr 1868 zum Zwecke des Baus von religiösen. In seinem Urteil vom 5. Diese begründeten sie damit. Durch den französisch-türkischen Vertrag vom 18. „dass die Gestattung zum
Immobilienerwerb.6. Gegen dieses Urteil legte das Institut Nichtigkeitsklage ein.und Sozialeinrichtungen wie Kirchen. Daraufhin reichte der Staatsschatz der Republik Türkei am 7. Der Vergleich sieht vor.12. Das fragliche Institut habe keine Rechtspersönlichkeit – wie von Art.9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierte Religionsfreiheit missachte.9.1.1990 statt. die eingetragene religiöse Kongregation hat in der Türkei überhaupt keine Rechtspersönlichkeit.B. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen. darunter das Institut.1994 eine entsprechende Beschwerde des Instituts zurück.1989 die Klage unter Hinweis auf die o.1910 nennt als Eigentümer das „Institut de Prêtres Français – Augustins de l’Assomption“. Um den Unterhalt der Bauten sichern zu können.e. vermieteten die Assumptionisten Teile der Gebäude und des Gartens an ein Privatunternehmen.9.11. Bei „gütlicher” Einigung ist in der Vergangenheit eine Entschädigungszahlung erfolgt.1993 folgte das Landgericht Kadıköy dieser Ansicht. In Einzelfällen hat der Weg durch alle Instanzen bis zum Kassationsgerichtshof aber auch die negativen Urteile der Untergerichte bestätigt. Krankenhäusern. dass sie im Grundbuch als Eigentümer eingetragen waren. Schulen. Dispensarien.T.5. kann aber warten. Pfarrhäusern erteilt worden sei. dass die Behörden nicht neuerlich nach Mitteln und Wegen suchen.1994 bestätigte der Kassationsgerichtshof das angegriffene Urteil und wies schließlich am 19. dass die Grundbucheintragung zugunsten des Staatsschatzes der Republik Türkei und der „Generaldirektion der Frommen Stiftungen“ bestehen bleibt. dass diese Einrichtungen genauso behandelt werden wie vergleichbare türkische Einrichtungen. als Eigentümer einzutragen seien.
keine der Hilfen zu verweigern. Das von ihnen in Istanbul genutzte Gebäude ist bislang im Grundbuch auf den jeweiligen Bischof als Privatperson eingetragen gewesen. ihrer Kirchenführer gesagt wurde. Der syrisch-katholischen Kirche ist es 1997 gelungen. sondern auch die Zusage „hinsichtlich der Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen . dass in nicht wenigen Fällen entsprechende Unterlagen nicht (mehr) beizubringen sein werden. die erst nach dem Abschluss des Vertrages von Lausanne in der Türkei tätig geworden sind. Dies spricht dafür. Nun haben die Chaldäer eine Aktiengesellschaft gegründet. Es ist zu befürchten. Sie konnten nur beweisen. dass . Als der letzte Jesuit 1984 Istanbul verlassen hat. dass die Behörden sich durchaus der Tatsache bewusst waren. Jahrhunderts von den Jesuiten errichtet worden ist und damals auf diese im Grundbuch eingetragen wurde.
s Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen
Im Vertrag von Lausanne gibt die Republik Türkei nicht nur eine Bestandsgarantie für die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bestehenden Einrichtungen der nichtmuslimischen Minderheiten. das ihnen der Bau einer Kapelle und eines Seminars erlaubt worden war. Diese Stiftung nutzt und verwaltet ein Gebäude in Istanbul. d. Ihre Probleme verstärken sich.
s Die katholisch-unierten Kirchen
Im Prinzip gilt das.B. Wiederum einen anderen Weg haben die Chaldäer beschritten. Der Staat verweigert also nicht nur Hilfen. weil in beiden Fällen nur noch sehr wenige Gläubige in der Südosttürkei verblieben sind und deshalb bereits die Wahl von Stiftungsverwaltungen schwierig ist. nicht aber dass ihnen das fragliche Baugrundstück geschenkt worden war. was im Hinblick auf den Rechtsstatus der anderen Kirchen bzw.. Diesem Problem sehen sich natürlich auch jene nicht-muslimischen Religionsgemeinschaften (Kirchen. d. wobei aus der Stiftungssatzung eindeutig hervorgeht.B. auch in anderen Fällen „vergleichsbereit“ sein wird. sondern wird aktiv. dass der türkische Staat unter Ausnutzung der Tatsache. deren einzige Aufgabe der Betrieb und Erhalt des fraglichen Gebäudes ist.h. Die Pfarrgemeinden und Einrichtungen der armenisch-katholischen Kirche117 sind – wie jene der armenisch-orthodoxen Kirche – durchweg zivilrechtlich als „Gemeindestiftungen“ (cemaat vakıf) organisiert und haben auch mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die entsprechenden Stiftungen im Bereich der armenisch-orthodoxen Kirche.3. ist unklar. das Anfang des 20. Leider sind die rechtlichen Probleme hinsichtlich der Gemeindestiftungen der chaldäischen und der syrisch-katholischen Kirche in der Südosttürkei noch lange nicht gelöst. Satz2. sondern des Staatsschatzes der Republik Türkei war. In beiden Fällen ist es im Zusammenhang mit dem Erwerb von Immobilien zu langwierigen und noch nicht abgeschlossenen Gerichtsverfahren gekommen. dass die AG Eigentümerin des fraglichen Gebäudes ist. 2.. dass das fragliche Gebäude de facto. in Diyarbakır und Mardin werden ebenfalls von Gemeindestiftungen getragen..es zwischen der Stiftung und dem syrisch-katholischen Patriarchalvikariat einen direkten Zusammenhang gibt. für die armenisch-katholische. z. Wie und wann der Staat den ursprünglichen Eigentümer.es zwischen der AG und der chaldäischen Erzdiözese Amida einen direkten Zusammenhang gibt. eine Stiftung zu gründen. die chaldäische und die syrisch-katholische Kirche.die anderen privaten Institutionen dieser Art garantiert werden“ (Artikel 42 Absatz 3. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen haben beide Kirchen in Istanbul nach anderen rechtlichen Lösungen bezüglich des Rechtsträgers ihrer Immobilien gesucht.h. im Grundbuch durch den Staatsschatz der Republik Türkei hat ersetzen lassen. während im Falle der erwähnten Stiftung der Staatsschatz der Türkei der Eigentümer ist. was im Fall des Todes des jeweiligen Bischofs zwangsläufig zu Auseinandersetzungen zwischen der Kirche und der Familie des Bischofs hätte führen können. In den letzten Jahren hat z.. Die Pfarrgemeinden und Einrichtungen der chaldäischen und der syrisch-katholischen Kirche im Südosten der Türkei. Gruppierungen) gegenüber.38
den türkischen Gerichten offensichtlich auch nicht in Frage gestellt wurde.HS VL). ausweislich des entsprechenden Grundbuchauszuges nicht Eigentum der Jesuiten. Die Behörden haben
das fragliche Gebäude der neugegründeten syrisch-katholischen Stiftung im Tausch gegen ein kleines Gebäude an anderer Stelle der Stadt für 99 Jahre zur unentgeltlichen Nutzung überlassen. wie in Art. die Jesuiten. kaum zu führen. wobei aus dem Gesellschaftsvertrag eindeutig hervorgeht. Satz2. Sekten.HS VL zugesichert. Schon bald war klar. neue Zentren in Tarsus und in Kappadokien zu errichten. 42 Abs. das Apostolische Vikariat Anatolien den Versuch unternommen. 2. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber der syrisch-katholischen Stiftungslösung ist.
. auch für die unierten Kirchen in der Türkei. bei denen sich die Kirche und der Staat als Klägerin und Beklagter gegenüberstehen. um die Schaffung neuer religiöser Institutionen zu verhindern. . dass in diesem konkreten Fall – wie in vielen anderen vergleichbaren Fällen – die Änderung der Grundbucheintragung wohl nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. dass . hat das römisch-katholische Apostolische Vikariat Istanbul dieses Gebäude dem syrisch-katholischen Patriarchalvikariat für dessen Arbeit zur Verfügung gestellt. die keine Gemeindestiftung ist und trotzdem den Erhalt eines kirchlich genutzten Gebäudes und die Förderung des kirchlichen Lebens als Stiftungszweck hat.
sondern er verstößt darüber hinaus auch permanent gegen den Vertrag von Lausanne. lässt sich kaum behaupten. dass die Aleviten Teil des türkischen Islam sind und zumindest bestimmte alevitische Institutionen auch in gewissem Maße staatlich alimentiert werden. im Jahr 2000 einen Jahreshaushalt von rund 471. Und wie könnte es sonst sein. der Staat hat seine sunnitische Variante in eigene Regie genommen. dass sich offiziell verbotene islamische (sunnitische) Bruderschaften wie die Naksibendi-Bruderschaft. die keine Trennung von Religion und Staat kenne. Insbesondere der Generalstab hat dies immer wieder gefordert.
Im Umgang mit den nicht-muslimischen Minderheiten. in dem er sich ausdrücklich zur Gleichbehandlung der nicht-muslimischen Minderheiten verpflichtet hat.40
5.120 Ist in einem solchen Klima Religionsfreiheit garantiert? Zur Religionsfreiheit gehören Glaubensfreiheit. Die Bekenntnisfreiheit aller türkischen Staatsbürger ist beispielsweise durch die Nennung der Religionszugehörigkeit im Personalausweis in Frage gestellt. das Laizismusprinzip müsse gegenüber einer Religion wie dem Islam. wirklich garantiert. zu besonderer Rigidität führen. Wie könnte es sonst sein. Die Türkei ist damit ansatzweise zu einer „islamischen“ oder besser „sunnitischen Republik“ geworden. verwaltet und fördert sie. die zur Folge hat. Ganz in diesem Sinne argumentierte später das Verfassungsgericht. Die Kultusfreiheit der nicht-muslimischen Religionsgemeinschaften schließlich ist dadurch in Frage gestellt. Aber nicht nur die offensichtliche Nichtbeachtung der Pflicht zu religiöser Neutralität nährt Zweifel daran. vor den Augen der Öffentlichkeit in einem Maße entfalten und entwickeln können. Der Staat kontrolliert nicht mehr den Islam. ebenso die Glaubensfreiheit christlicher Schüler durch das Fehlen christlichen Religionsunterrichts an staatlichen Schulen. dass in der Türkei Religionsfreiheit herrscht. Bedeutet Laizismus also Religionsfreiheit? Die türkische Spielart des Laizismus zur Zeit wohl kaum!
. einst als Instrument im Kampf gegen den Islam oder doch zumindest scharfe Kontrolle des Islam gedacht. Bekenntnisfreiheit und Kultusfreiheit als Recht auf ungestörte Religionsausübung. Das verfassungsrechtliche Gegenstück der Religionsfreiheit ist die Pflicht des Staates zu religiöser und weltanschaulicher Neutralität. die mit der staatlich geförderten Variante des sunnitischen Islam konform gehen. oder auch lange Zeit vom ¸ Staat verfolgte neue islamische Bewegungen wie die Nurculuk-Bewegung.000 Bedienstete hatte. dass staatliche Stellen mittlerweile nicht mehr in Frage stellen. wie dies noch in den 60er oder 70er Jahren fast undenkbar gewesen wäre. dass der durch den Vertrag von Lausanne verbriefte Rechtsstatus ihrer Institutionen und Einrichtungen von der Republik Türkei nicht anerkannt wird.118 Ist das reine Theorie oder beschreibt das die aktuelle Situation in der Türkei? Dass der Verdrängungskampf gegen den Islam – oder besser gegen den sunnitischen Islam – mit besonderer Härte geführt würde. warum sie dieses inakzeptable Verhalten der Republik Türkei seit nunmehr 78 Jahren tolerieren. Diese religiöse Neutralität des Staates ist in der Türkei unzweifelhaft nicht gegeben. Die Aleviten sind heute demgegenüber lediglich Nutznießer einer opportunistischen staatlichen Politik. offensichtlich ohne sichtbare und langfristige Folgen. In diesem Zusammenhang müssen sich allerdings die Staatengemeinschaft und insbesondere die Signatarmächte des Vertrages von Lausanne fragen lassen. Der Verdrängungskampf gegenüber der Religion sei hier notgedrungen stärker und intensiver als in einem Staatswesen. Fazit
Bedeutet Laizismus Religionsfreiheit? Die Ausgangslage ist klar: Laizismus wurde von den Gründervätern der Republik Türkei – allen voran von Atatürk – als rigide Trennung staatlicher und religiöser Angelegenheiten verstanden. Gleichbehandlung im eigentlichen Sinne erfahren die Aleviten aber weiterhin nicht. Die Glaubensfreiheit alevitischer Schüler etwa ist durch die Pflicht zur Teilnahme am sunnitisch-islamischen Religionsunterricht in Frage gestellt. in dem die führende Religion Trennung von Religion und Staat akzeptiere. verstößt der Staat schließlich nicht nur gegen den Gleichheitssatz der Verfassung und insbesondere gegen die religiöse Neutralität.4 Millionen €119 und 90. dass das Präsidium für Religionsangelegenheiten. So ist lediglich die Religionsfreiheit jener.
gov/cia/publications/factbook/geos/tu.209 ff. [3] Verboten ist die Bildung politischer Vereinigungen auf der Grundlage religiöser Gefühle und Anschauungen. S. vor den internationalen Gerichtshof gebracht wird.. S. Einführung mit vollständigem Verfassungstext. Nationalität.11. 785 Beraet kararlari ve Bilirkisi raporları. Gründer. – [2] In Städten und Bezirken. denen alle türkische Staatsangehörige im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung unterliegen. Das Britische Empire.. Diese Bestimmung soll jedoch die Türkische Regierung nicht daran hindern.1991 Art.ulaval. und [/] . den Islam. einer Änderung der genannten Artikel. http://www. Friedhöfen und anderen religiösen Institutionen der oben erwähnten Minderheiten. Sprache. Ankara 1984 Am 22. Im Falle abweichender Meinungen werden die türkische Regierung und der Rat des Völkerbunds gemeinsam einen unter den europäischen Rechtsgelehrten auszuwählenden Schiedsrichter benennen. . der Zulassung zu öffentlichen Ämtern. die die Sicherheit des Staates gefährden. französischer Text: http://www. vollen Schutz zu garantieren.B. Deutsche Übersetzung und Einführung von Silvia Tellenbach. dass die Vorschriften der vorhergehenden Artikel dieses Abschnittes. Gesetz Nr. ihre Zustimmung nicht zu versagen. wird türkischen Staatsbürgern nicht-türkischer Sprache. Italien und Japan verpflichten sich durch die anwesenden Vertreter.42
Anhang: Vertrag von Lausanne – Sektion III (Schutz der Minderheiten)
Artikel 37 – Die Türkei verpflichtet sich zur Anerkennung der in den Artikeln 38 bis 44 festgelegten Bedingungen als Grundgesetze. womit ursprünglich insbesondere Propaganda für die vorherrschende Religion. dort ihre eigene Sprache zu gebrauchen und ihre eigene Religion frei auszuüben. – [2] Diese Regelung befreit diese türkischen Staatsangehörigen aber nicht von solchen Verpflichtungen. oder Geldstrafe . vgl. wo eine beachtliche Anzahl von Nicht-Muslimen leben.1988 zu: VG Düsseldorf A 20 K 11589/87 Schätzung Juli 2001. Kemal Dayınlarlıs Dictionnaire des termes juridiques Français – Turc.106 und: Rumpf.. . JöR 36(1987).2709 vom 18.Mai 2001 (http://www.: Laizismus. die Freiheit des Gewissens. S.html Vgl. – [2] Die entsprechenden Maßnahmen werden von besonderen Kommissionen erarbeitet.lib.org/).163 TStGB) und: Bekir Berk: Türkiye’de Nurculuk Davası. Synagogen. dass sie in den Genuss eines gerechten Anteils der Summen kommen werden. In: Verfassung und Recht in Übersee (VRÜ) 32(1999). in der Presse oder bei Veröffentlichungen jeglicher Art oder bei öffentlichen Versammlungen wird keinerlei Beschränkungen unterliegen. zur Debatte über die Zukunft des Präsidiums für Religionsangelegenheiten Dirk Tröndle: Die Debatte um den . Artikel 39 – [1] Türkische Staatsbürger.20843bis vom 12. eine Verletzung oder drohende Verletzung einer dieser Verpflichtungen dem Rat anzuzeigen und der Rat dementsprechend vorgehen und entsprechende Anweisungen geben kann. internationale Verpflichtungen darstellen und unter die Garantie des Völkerbunds fallen.“ Rumpf.html In der „Bilanz der Türkeireise einer EKD-Delegation“.. die Schulen besuchen. Freiburg 2001. im Handel.. Zweck von Art. religiöse...org/Depts/unsd/social/youth. In der Praxis sind die Artikel 159 und 312 TStGB an die Stelle des ersatzlos gestrichenen Artikels 163 TStGB getreten. – [5] Ungeachtet der Existenz der offiziellen Sprache. Christian: Das türkische Verfassungssystem. Christian: Das Laizismusprinzip in der Rechtsordnung der Republik Türkei. zitiert nach Rumpf. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. und zwar selbst dann. dass jeder derartige Streitfall. die nicht Minderheiten-Schulen sind. Rumpf. gemeint war. werden die gleichen bürgerlichen und politischen Rechte genießen wie Muslime. Schulen aller Art und andere Bildungs.htm
.Oktober 2001) Gesetz Nr. Die Entscheidung dieses Gerichtshofes ist endgültig und hat die gleiche Rechtskraft und Bindung wie ein Urteil nach Artikel 13 des Vertrages über den Völkerbund. Nasserismus. München 1999 Missbrauch der Grundrechte und –freiheiten Art. angemessene Möglichkeiten dafür bieten. hinsichtlich der Religion. oder der Ausübung von Berufen und Handwerken führen.163 TStGB war das Verbot der antilaizistischen Propaganda.. Spuler-Stegemann: Der Islam. türkischen Sprachunterricht in den genannten Schulen verpflichtend zu machen. dazu meine ausführliche gutachterliche Stellungnahme vom 25. die Mitglieder des Rats des Völkerbunds sind. werden mit Gefängnis . die eine Verletzung ihres Glaubens oder ihrer religiösen Vorschriften darstellt.163: [1] Wer sich der Religion. wenn sie es ablehnen.8.3713 vom 12. sofern dies nicht der Öffentlichen Ordnung und den guten Sitten zuwiderläuft. Wiesbaden 1996. die aus öffentlichen Mitteln des Staates.1991.E..hakder.4.000 Christen armenischer.595 Vgl. um in irgendeiner Weise oder aus irgendeiner Veranlassung die Bevölkerung zu Handlungen aufzufordern. Vgl. – [3] Die fraglichen Summen werden den berechtigten Vertretern der interessierten Einrichtungen und Institutionen ausgezahlt werden. Islam und seine Institutionalisierung in der Türkei – Das Diyanet Isleri Baskanlıgı im Streit der Meinungen seit Wieder¸ ¸ ˘ herstellung demokratischer Verhältnisse. Einführung mit vollständigem Verfassungstext. religiöse und soziale Einrichtungen. sich bei Gericht ihrer eigenen Sprache zu bedienen. – [2] Alle Bewohner der Türkei genießen.“ Zitiert nach: Das Türkische Strafgesetzbuch.000 auf 150 Mitglieder reduziert (http://www. ohne Unterschied aufgrund von Religion. Benninghaus.cia. oder wer zu diesem Zweck Vereinigungen bildet. Leipzig 1927)..un. Pressedienst der EKD.und Erziehungseinrichtungen zu errichten. beachtlich ist. dazu z. Artikel 43 – [1] Türkische Staatsangehörige. öffentlich oder privat.. ist diesen Minderheiten zuzusichern. S.10. Berlin.241: „Religionsdiener wie Imame. syrisch-orthodoxer und griechisch-orthodoxer Herkunft“ die Rede.C.Februar 1937. Die türkische Regierung stimmt zu. – [2] Alle Bewohner der Türkei werden. Wiesbaden 1996. In: DIE ZEIT.ciral.1982. ab sofort nicht mehr am Unterricht im Pflichtfach Religions. Frankreich. Peter Alford.oder mildtätige Zwecken ausgegeben werden können. religiöser Gefühle oder nach einer Religion für heilig gehaltener Gegenstände bedient. Istanbul 1974 sowie: Dünya hukuk tarihinde emsalsiz bir hadise! Risale-i Nur ve T.März 1926 – Deutsche Übersetzung von Kurt Ziemke.de/presse/397_4904. Fransızca – Türkçe Hukuk Terimleri Sözlügü.byu. Allen gegenwärtig in der Türkei bestehenden religiösen Stiftungen und religiösen und gemeinnützigen Institutionen wird der Fortbestand aller Einrichtungen und Genehmigungen garantiert. dass im Falle rechtlicher oder tatsächlicher Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich dieser Artikel zwischen der türkischen Regierung und einer der anderen Signatarmächte oder anderer Staaten.“ (Das Türkische Strafgesetzbuch vom 1. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. die unter den gegebenen Umständen angemessen und wirksam erscheinen. 3. Mehmet Cemal: Yüzaltmısüç. dass jedes Mitglied des Rates des Völkerbunds das Recht hat. auf eigenen Kosten wohltätige.
Türkei in: Fischer Weltalmanach 2001. religiöse Angelegenheiten und staatliche Angelegenheiten nicht zu vermengen. die bei der Ausübung ihres Amtes öffentlich die Regierung.und Sittenerziehung und – lehre teilnehmen müssen. wonach kein Gesetz.G.41(4. Fundamentalismus und Religionsfreiheit in der Türkei in Verfassung. Sie können ohne die Zustimmung der Mehrheit des Rates des Völkerbundes nicht geändert werden.1990 veröffentlichte die Tageszeitung ‚CUMHURIYET’ einen Beschluss des Hohen Rates für Erziehung und Bildung. dass in den Grundschulen der Unterricht für Kinder solcher türkischer Staatsangehöriger in ihrer eigenen Sprache erteilt wird. wie z. der religiösen Anschauung oder Überzeugung. Die Zahl der in der Türkei lebenden Jeziden hat sich in den letzten 25 Jahren von 20. die anderen privaten Institutionen dieser Art garantiert werden. 167 Die eigene deutsche Übersetzung der hier interessierenden Sektion III findet sich im Anhang. Verfassungs-Abänderungsgesetz Nr. auch U. sofern sie nicht-muslimische Staatsangehörige betreffen. vor dem Gesetz gleich sein. [Ordens]priester.. Weltanschauung oder Bekenntnis dürfen nicht zur Benachteiligung eines türkischen Staatsbürgers hinsichtlich seiner bürgerlichen oder politischen Rechte. S. entsprechend einem Vorschlag des Ministeriums für Nationale Erziehung. devletidir. Wiesbaden 1989 Statistics Division and Population Division of the United Nations Secretariat – Social Indicators Home Page =http://www.. Rüdiger (Hrsg. bir .163 TStGB gestützt.ekd.edu/~rdh/wwi/1918p/lausanne. sie sollen keine Nachteile haben. Rasse oder Religion umfassenden Schutz des Lebens und der Freiheit zu garantieren. Christian: Das türkische Verfassungssystem. Artikel 44 – [1]Die Türkei erklärt sich damit einverstanden. – [4] Der Gebrauch jedweder Sprache durch einen türkischen Staatsbürger im privaten Umgang. Leiter und Mitglieder derartiger Vereinigungen werden nach den Bestimmungen des ersten Absatzes bestraft. Göttingen 1985. – [3] Unterschiede von Religion. Artikel 38 – [1] Die türkische Regierung verpflichtet sich allen Bewohnern der Türkei ohne Ansehen der Herkunft. RG Nr. – [3] Des weiteren erklärt sich die Türkei damit einverstanden. zu verwalten und zu kontrollieren. Vgl. In: Südosteuropa Handbuch Band IV – TÜRKEI. ˘ Ankara 1981 enthält unter dem französischen Stichwort ‘laicité’ die folgende Erklärung: „Laizismus ist die Eigenschaft laizistisch zu sein. ist von „etwa 150. den Kirchen. – [2] Die Türkei erklärt sich damit einverstanden. Gernot: Das schlechte Gewissen der Kalifen – Kemalismus. Christian: Laizismus. Rumpf. S.166. wonach christliche und jüdische Schüler.3115 vom 5.K.166 Ibid. Baath-Partei: Der Islam trennt Religion und Staat anders als der Westen. englischer Text: http://www. wobei für sie die Regelungen gelten.1982 und Nr. Frankfurt 2001 Andrews.html). die nicht-muslimischen Minderheiten angehören.5. Degisiklik gereckçeleri ile birlikte [Die Verfassung mit Begründungen – Mit den abwei˘¸ chenden Begründungen des Nationalen Sicherheitsrates]. C.– Türkiye Cumhuriyeti .4.10. Artikel 41 – [1] Hinsichtlich des öffentlichen Schulwesens wird die türkische Regierung in denjenigen Städten und Bezirken. Artikel 42 – [1] Die türkische Regierung verpflichtet sich in Bezug auf die nicht-muslimische Minderheiten Maßnahmen zu treffen. wird mit zeitigem Zuchthaus bestraft. – [3] Nicht-muslimische Minderheiten sollen völlige Reisefreiheit und Ausreisefreiheit genießen.163 TStGB aus ortho¸ dox-islamischer Sicht – enthält zahlreiche Hinweise auf Strafverfahren aufgrund des Art. Freitagsprediger. 8. Nr. damit diese alle Fragen des Familienrechts oder Personenstandsrechts in Übereinstimmung mit ihren Gewohnheiten regeln können. die nicht-muslimischen Minderheiten angehören. [Laizismus] ist das Prinzip. die aus einer gleichen Zahl von Vertretern der türkischen Regierung und der einzelnen Minderheiten bestehen. Artikel 40 – Türkische Staatsangehörige. Recht und Praxis. (VRÜ) 32(1999). Istanbul 1981 (Beide Publikationen enthalten zahlrei¸ che Angaben zu Prozessen gegen die islamisch-fundamentalistische Nurculuk-Bewegung. jeder Grundlage. keine Verordnung oder offizielle Handlung im Widerspruch zu diesen Bedingungen stehen oder sie verletzen darf. die von der Mehrheit des Rates des Völkerbundes beschlossen wird. Rabbiner. CIA-The World Factbook 2000 = http://www. – [3] Die türkische Regierung verpflichtet sich.Aufl. bestraft. sofern es die andere Partei verlangt. S. werden vor dem Recht und in der Praxis die gleiche Behandlung und Sicherheit erfahren wie die anderen türkischen Staatsbürger. die Möglichkeit gegeben werden.htm. Moscheeprediger.1982 Madde 2. Insbesondere werden sie genauso berechtigt sein.): Ethnic Groups in the Republic of Turkey.17863bis vom 9. die Gesetze des Staates und die Akte der Regierung schmähen und verächtlich machen.[Hausarbeit zur Erlangung des Magister Artium an der Ludwig-MaximiliansUniversität München]. Funktionen oder Ehren.htm#srce Rotter. Mahkemeleri.B. laik . wenn die Aufforderung oder der Versuch der Bildung einer Vereinigung erfolglos geblieben ist.ca/alx/amlxmonde/asie/turtxlaus. die von der türkischen Regierung zur nationalen Verteidigung oder zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordnung bezüglich von Teilen oder des ganzen Territoriums der Türkei auf alle türkischen Staatsbürger angewandt werden. werden nicht zur Verrichtung einer Handlung gezwungen werden. die türkische Regierung wird hinsichtlich der Schaffung neuer religiöser und gemeinnütziger Institutionen keine der Hilfen verweigern. Allerdings entbehrt diese Zahlenangabe m.245 Gerekçeli Anayasa – M.yezidi. RG Nr. der Gemeinde oder aus anderen Budgets für Bildungs-. wo der Anteil der türkischen Staatsbürger. an ihrem Wochenruhetag vor dem Gericht zu erscheinen oder Rechtsgeschäfte zu erledigen.17844 vom 20..nl/engels. diese Meinungsverschiedenheiten als internationaler Streitfall gemäß Artikel 14 des Vertrages über den Völkerbund behandelt werden.). Tatsächlich haben die türkischen Strafverfolgungsbehörden aber auch in vielen Fällen Verfahren gegen christliche Sekten und Missionsgesellschaften auf Art. Istanbul 1974 (Kritische Auseinandersetzung mit Art.
Neset Çagatay. ¸ XXIII (1999) (http://www. Kürtçülük.htm#prior Interview mit Patriarch Mesrob Mutafyan. Ömer E. +1651 Albanien).M.112 vom 7. unbefleckt Der Sender ist mittlerweile in mehr als einhundert Orten terrestrisch.2001 verboten worden.aimpress. mit 68. U.de/presse/397_4904. Leiden 1981. Vgl. ibid.cit.de/gun17. Yeni Nesil: 5.h. S.aimpress. beerdigt worden.220-223.10. Istanbul 1962. Jetzt Vorsitzender der islamisch-fundamentalistischen „Adalet ve Kalkinma Partisi“ (AKP) (Gerechtigkeits. Emeryalizm) In: Yeni Hayat Aylık Dergi – Ocak 1997 (Sayı 27) (http://www. Istanbul-1982.2000 = http://www.Meray: Lozan Barıs Konferansı – Tut¸ anaklar – Belgeler.R. Die verlegerischen Aktivitäten wurden im Verlag “Seha Nesriyat” (Freigebigkeits-Publikationen) gebündelt. Fußnote 26: „Siehe beispielsweise den Bericht in MILLIYET vom 3.turkishdailynews. wurde im Verfolg des Militärputsches vom 12. „Stiftung Weg der einzig wahren Religion. Umrechnung nach dem Kurs vom 23. op.B.C.saidnur. H.4. die Kinderzeitschrift „Gül Çoçuk“ (Rosenkind).608.html).354 Stück.ataa.fr/cw/en/nomi/prix/seurat00. Pressedienst der EKD. Die Tageszeitung ‚Zaman’ der Bewegung der Jünger von Fethullah Gülen. Moral-. http://www. ihre Nachfolgerin.org/2001/02/08/hab09b.html) Karin Vorhoff. 1951 Verurteilung von Pilavoglu. auch den Artikel: FENER RUM ORTO˘ .org. die sich allerdings wiederum an der Verfassung.): Studie zur Geschichte und Kultur des Vorderen Orients.02 D (T) 06-063-079/147832) vom 25. auf des¸ sen Wunsch zum neunen Führer der Naksibendi-Bruderschaft in der Türkei aufgestiegen.ibb. Von Jochen Blaschke .721. die in Art.1.2001 (http://www. In: Dıs Politika – Foreignpolicy. Gruppe weiterhin im Untergrund tätig. 12. 1687 von Jakob Querido Z’wi.2001 = http://www.42-43) Spuler. T.com) MILLIYET. 3(Ocak/Subat 2000).htm Professor für Internationales Recht an der Galatasaray Universität.turkishdailynews.I.org/2000/10/18/allhabb. Bilge: Nurs’lu kürt Said’den.yeniasya. Istanbul 1974 sowie: Dünya hukuk tarihinde emsalsiz bir hadise! Risale-i Nur ve T.05. Jewish.tr/guncel/rum. CIA-The World Factbook 2000 = http://www.Vereine“ (Ilim. Sep. Schätzung Juli 2001. . zu: VG Stuttgart. sowie Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge – Polikliniken und Krankenhäuser – unter dem Namen ˘ „Haksag Saglık Hizmetleri“ (Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge der einzig wahren Religion. In Deutschland sind sie in der „Föderation der kurdischen Aleviten“ mit Sitz in Köln organisiert. S.html Vgl.500-2. Jüdische Sekte.. DOKS PATRIKHANESI VE HEYBELIADA RUHBAN OKULU http://www.und Entwicklungspartei). die von den Konservativen innerhalb der verbotenen Tugendpartei gegründet wurde.7%. nicht aber den Talmud und die rabbinische Tradition. http://www.Zitiert nach Zeidan. Bezeichnung für Juden ost.oanda. S.tr/html/enstitu. Nation und neuer Gemeinschaft: Alevitische Identität in der Türkei der Gegenwart. zahlreiche Niederlassungen der . Vgl.biblesociety.yeniasya.(Hrsg.104 http://www. dazu: Ilgaz Zorlu:Unutulmus Bir Etnik Cemaat: Türkiye’li Sabetaycilar ¸ (http://www.: Zur Organisationsstruktur der Nurculuk-Bewegung. Yasama Yılı 4.tr/istabultr/380/38002/2001/medya/images/t289. did not even mention the Armenians. 8. Islâmcılık Cereyanı.000-1. Tarık Zafer Tunaya.anemos. ¸ Darunter „Frauen Vereine“ (Hanım Dernekleri).1998 = http://www. A. ihre Nachfolgerin.1980 aufgehoben. Vertrieb von Schriften bis in die 80er Jahre im Straßenhandel (Spuler-Stegemann: Der Islam op.tr/ Çetin Özek: Din ve Devlet. 26 11 2000 Aus dem Roberts College wurde beispielsweise die Bogazıcı Üniversitesi.und mitteleuropäischer Herkunft. das Gesundheits. as stipulated in the 1924 Lausanne Peace Treaty.org/ataa/ref/jewish/turkishjews.html http://www.gen.ozgurpolitika. orientalischer Herkunft. ein Teil der Ticanis hat sich wohl den Nurcus angeschlossen. Dev.htm Der türkische Vertragstext wird hier zitiert nach der Übersetzung von Seha L.htm) Lütem. Der Hinweis. .cit.turkatak. rein. konnte ich nicht eruieren.0%.10. David Zeidan: op. Eine Untersuchung der politischen Verhältnisse.org/politics/hrter. . ebenfalls 1949 Zerstörung von Atatürk-Denkmälern in Çubuk/Ankara. Ismail: Türkiye’de Parlamento (T. pp.html – ob dieses zweijährige Studienprogramm von einer staatlichen oder privaten türkischen Hochschule anerkannt ist. bezieht sich auf: Çetin Özek. Ziel: Überwindung des bestehenden laizistischen Systems ˘ und Schaffung eines islamischen theokratischen Staates. S.B. jemand sei ein „Dönme” ist je nach dem Zusammenhang der Erwähnung positiv oder pejorativ zu werten.tr/ing/articles/olutem-v23.org. Zwischen Glaube. Im Oktober 1980 wurde mir bei einem Gespräch mit Vertretern des Yeni Asya Verlages die Zahl der Nurcus mit rund 3 Millionen angegeben (Oehring. In: YOL.htm) Vgl.174 TVerf’82 ausdrücklich genannten Reformgesetze. Kultur und Kunst“ (Ilim.1998 (www.00.12.gov. 1995.und Oberschüler ¸ http:/www.Spuler.
http://www. Vgl.com/old-editions/12_26_97/dom. In: Jahrbuch zur Geschichte und Gesell¸ schaft des Vorderen und Mittleren Orients 1984 – Thema: Islam und Politik in der Türkei (Hrsg. ZAMAN.com.174 TVerf’82 messen lassen müssten. z.M.ac.com/old-editions/01/24/97/feature. aus dessen Anhängern in Saloniki gegründet.htm Mit schriftlicher Genehmigung des Ministerrates waren hier in der Vergangenheit schon die Mutter und der Bruder des verstorbenen Staatspräsidenten Turgut Özal – der der Naksibendi-Bruderschaft zumindest nahestand – sowie Cosans ¸ ¸ Vorgänger als Führer der Naksibendi-Bruderschaft. Festschrift für B. S. January 31.1998 vom Türkischen Verfassungsgericht verboten wurde. als verfassungswidrig zu interpretieren. Some 25 percent of Kurds in Turkey are Alevi (Kurmanji and Zaza speakers). die Frauenzeitschrift „Kadın ve Aile“ (Frau und Familie). . signed on 24 July 1923 in place of the Treaty of Sévres.htm http://www.Juni 1977.turkishdailynews.Aufl.0% angegeben. In: Roemer.com/Diaspora/fanari/halki.htm War am 13.org/2001/02/12/allkosb. die Nationale Heilspartei (Milli Selamet Partisi). Zur Frage der Zahl der in der Türkei lebenden Armenier (alle Konfessionen) vgl. Issue 14. Nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1983 wurde als Nachfolgeorganisation die Wohlfahrtspartei (Refah Partsi) gegründet. 785 Beraet kararlari ve Bilirkisi raporları.” (http://www. 1994(http://www.htm bzw. bestehend aus einem Rosh Bet Din and drei Hahamim http://www. Otmar Oehring: Gutachterliche Stellungnahme vom 5.2001 „An den Vorstand des Verbandes Alevitisch-Bektaschitischer Institutionen in Rechtsform eines Kulturvereines“ betreffend „Mängel in der Satzung“.htm – Der Bevölkerungsanteil der sunnitischen Muslime wird von Ameniel Bagdas.com/az/rescon/ALEVI.November 1980. S. ‚ak’ = weiß. der Anteil ˘ ¸ der mehrheitlich orthodoxen Christen mit 0. des Islam) ˘ ˘ Darunter die religiöse Zeitschrift „Islam“.org. . Bekir Berk: Türkiye’de Nurculuk Davası.turkey.htm)
.000). des Islam“ (Hakyol Vakfı).4. 23. 2. Dönem 19. Kultur. Quelle: Ilan Kurumu ve Gazetelerin Genel Merkezleri – http://www. http://www.com. . nach dem Tod des Führers der Naksibendi-Bruderschaft. ist am 22.html oder http://www. den Hinweis auf ihre Studie “La mémoire collective du groupe alévi en Turquie et dans la diaspora: traces.tr/1998/10/23/entel/entel.186.. eines jüdischen Pseudo-Messias – trat zum Islam über.biu.) Tutanaklarında Alevi Sorunu: 1989-1997 Yıları Arasında Alevilik Olgusunun Sorununa Dönüsmesi.” (http://www.com/old_editions/02/10/01/dom. Kültür ve Çevre Dernekleri). Tutanak Dergisi. jüdisch-islamische Sekte. A 3 K 12178/94 Greek Helsinki Monitor (GHM) estimated there must be some 1. um der Todesstrafe zu entgehen. der der Aleviten mit 30. 27 September 2000 21:15.6.6.und Umwelt.5. http://www.1995.2. Armenian Orthodox).cemvakfi.com/galluth/il-turk.552-553.hakder.yeniasya.org/dyn/trae/archive/data/200002/00201-001-trae-ath. Kültür ve Sanat Vakfı) und die „Gesundheitsstiftung“ (Saglik Vakfi). Aktionen: Februar 1949 – Intonation des Gebetsrufs (ezan) auf Arabisch im Plenarsaal des Türkischen Parlaments.06. Die Nationalistische Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi) wurde im Verfolg des Militärputsches vom 12.1979 vom Türkischen Verfassungsgericht verboten. S. Istanbul 1993 (der Vertragstext ist dort abgedruckt in Band 8) „The Treaty of Lausanne. Mehmed Zahid Kotku.tr/grupe/eg/eg10/09.html) Die gilt auch für den geistlichen Leiter der kleinen bulgarisch-orthodoxen Gemeinde in Istanbul. der sich mit der Verhaftung von sechs Naksibendi in Kozan befasst.yeniasya. des Kinderpavillons Bruder Leben (Can Kardes Çocuk Köskü) für Vorschulkinder und des Kinderklubs Bruder Leben ¸ ¸ (Can kardes Çocuk Kulübü) für Mittel. vgl.htm Quelle: Annuario Pontificio per l’Anno 2001.500 persons left (the community itself gives an estimate of 1.423-442.710. usages et production des souvenirs” unter: http://www.il/SOC/besa/meria/journal/1999/issue4/jv3n4a5. So: Christian Rumpf: Das türkische Verfassungssystem. einer Abspaltung der Nurculuk-Bewegung kam 2000 auf eine Auflage von 181.html Özgürpolitika.html http://www. Fethullah Gülen’e!.98 ¸ ¸ Die Nationale Ordnungspartei (Milli Nizam Partisi) wurde am 20.html Bezeichnung für Juden spanisch-portugiesischer bzw. S.be/web/ercan/sabatay1[-7]. http://www.nl/engels.453-453 – zitiert nach: Engin. Istanbul 1977.hagalil. ¸ ˘ Türkiye’de Gerici Eylemler.ozgurpolitika. Istanbul Die der kurdisch-separatistischen PKK nahestehenden Aleviten sind zwangsläufig in der Türkei nicht organisiert. Noth.atmosphere.M. Cilt84.html David Zeidan: THE ALEVI OF ANATOLIA in: MERIA Middle East Review of International Affairs 3.10.ekd. ihrem laizistischen Gehalt und dem Sinn und Zweck des Art.217) Vgl. die Tugendpartei (Fazilet Partisi).zaman. Muhammed Zait Kotku. Querverbindungen zwischen den radikalen Acizmendiler. ¸ http://www. Generalsekretär der Türkischen Bibelgesellschaft. Hamid Algar: Der Naksibendi-Orden in der republikanischen Türkei. Elderly and Frightened?” The Greek Minority in Turkey Revisited In: AIM Athens.44
Vgl. darunter das Gesetz Nr.4 (=http://www. eigene Beobachtungen!).org.1999. Führer: Kemal Pilavoglu. Martin van Bruinessen). (Nurculuk. 19.1995. Città del Vaticano 2001 http://www.. die entsprechende Feststellung auf der Homepage der türkischen Botschaft in Washington: “The only officially recognized minorities are religious (Greek Orthodox.M.“ ¸ Entstanden in den 30er Jahren. Ankara-1972. und 74 seiner Anhänger zu mehrjährigen Haft¸ ˘ strafen.cia. vgl. 2000 (http://www.html Den Gerichten ist es versagt.org/bs-tur.ozgurpolitika. Istanbul 1981 (Beide Publikationen ¸ enthalten zahlreiche Angaben zu Prozessen gegen die islamisch-fundamentalistische Nurculuk-Bewegung.org. let ve Din.enfal. .und Wissenschaftsmagazin „Panzehir“ (Gegengift).milliyet. Abtrünnige). . ¸ türk. zudem über Satellit zu empfangen.html „Bilanz der Türkeireise einer EKD-Delegation“.com/lib/turkish_jews/history/today. http://www. Mahkemeleri. Interview mit Patriarch Mesrob Mutafyan. die von den Erneuerern innerhalb der verbotenen Tugendpartei gegründet wurde. S.).foreignpolicy. Nicht ausgeschlossen ist die Abänderung oder Aufhebung durch gesetzgeberische Akte.tr/html/vakif. die nur das AT anerkennt. Sabanözü/Çorum.html).Mai 2001 (http://www.html) (d. Vol.tr/2001/02/07/dizi1/dizi1.org/dergi/1997/27/index. einer Abspaltung der Nurcus und den Ticanis ?! (Orhunlu.3% und der anderer Religionsgemeinschaften mit 1. CNN-Turk.1980 aufgehoben.B. dem Schwager des zum Islam konvertierten Sabbathai Z’wi. Die Partei wurde 1987 unter gleichem Namen wieder gegründet. Anhänger des Sabbathai Z’wi (*1626 Izmir.yenihayat. die am 16.htm) DIASPORA Newsletter.mersina.cnrs.angelfire. Berlin 1984. 3.html) Panayote Elias Dimitras: Dwindling.gov/cia/publications/factbook/geos/tu. Otmar: Die Türkei im Spannungsfeld extremer Ideologien (1973-1980). Ahlak. Erkennen die Autorität des Oberrabbiners nicht an. „Wissen-.677.: The Past and Present State of the Turkish – Bulgarian Relations.EGM. 32-33. dazu die Mitteilung des Polizeipräsidiums beim Regierungspräsidium Ankara (B. Vgl. dazu den Kommentar von Mehmet Metiner in: Özgürpolitika.htm#d9 Vgl. 18.gov.org/dyn/trae/archive/data/200002/00201-001-trae-ath.mfa. S.htm http://www.9.com/ Auflage der Zeitungen der Nurcus (2000): Yeni Asya: 5.html) Jetzt Vorsitzender der islamisch-fundamentalistischen „Saadet Partisi“ (SP) (Reinheitspartei).9.org/cemvakfi.tr/html/lisans.54. die „Stiftung für Wissen.pdf http://www.2.cit.
syrisch-orthodoxe Patriarch der Zeit des Abschlusses des Vertrags von Lausanne entsprechend geäußert habe.cit. Göttingen 1985.hagalil. Istanbul 1978 106 Vgl. Region Beyoglu (Ostufer des Goldenen Horns und europäische Seite ˘ des Bosporus).46
Gemeint sind damit grundsätzlich die Stiftungen der nicht-muslimischen Minderheiten! Fassung des Änderungsgesetzes 5404 vom 31. Die entsprechenden Berichte haben sich allerdings nicht verifizieren lassen.lib.org/dyn/trae/archive/data/200002/00201-001-trae-ath. 103 Panayote Elias Dimitras: Dwindling. dass sich der chaldäische und/oder nestorianische bzw.2000.asp?s=1&AltYazi=Kaynaklar+%5C%3E+Sorunlar%FDm%FDz&Id=15&DilId=1 113a Lraper_eng (e-mailed version).12.htm 104 http://www. Region Kadiköy (asiatischer Teil von Istanbul). Elderly and Frightened?” The Greek Minority in Turkey Revisited In: AIM Athens. LRAPER Church Bulletin.2002: Non Muslim Minorities Unhappy About Statement 114 Hürriyet.(Cemaat Vakıflarının Vergi Hukuku Bakımından Durumları [Die Gemeindestiftungen im Hinblick auf das Steuerrecht]) 100 Bekannt unter der Bezeichnung „1936 Beyannamesi“. 10.1995 zu: VG Stuttgart. Yusuf S ¸en: op. Region-Prinzeninseln. vgl. AKS ¸AM.5.com/old_editions/02-10-01/featureshtm 102 In vielen Fällen scheint der Staat auch keine große Mühe darauf verwandt zu haben.und Nationalpartei) DP Demokrat Partisi (Demokratische Partei) DYP Dogru Yol Partisi (Partei des Rechten Weges) ˘ FP Fazilet Partisi (Tugendpartei) MGK Nationaler Sicherheitsrat MHP Milliyetçi Hareket Partisi (Nationalistische Aktionspartei) MNP Milli Nizam Partisi (Nationale Ordnungspartei) MSP Milli Selamet Partisi (Nationale Heilspartei) RP Refah Partsi (Wohlfahrtspartei) SP Saadet Partisi (Reinheitspartei) TBP Türkiye Birlik Partisi (Türkische Unionspartei) TStGB Türkisches Strafgesetzbuch TVerf’61 Türkische Verfassung von 1961 TVerf’82 Türkische Verfassung von 1982 VL Vertrag von Lausanne
. bis zum Ende des Schuljahres 1992/1993 noch 20 armenisch-orthodoxe bzw. 110 Panayote Elias Dimitras.html 120 vgl. S.aksam. ZAMAN.hyetert. op.4.com/galluth/il-turk. Zudem verweigern die Nachlassgerichte in Istanbul regelmäßig die Ausstellung von Erbscheinen für im Ausland lebende Erben von Angehörigen der nicht-muslimischen Minderheiten.S. 108 Otmar Oehring: Gutachterliche Stellungnahme vom 5. 111 http://www.html 105 Sungurbey.htm#prior 112 Ermeni Dogu Ortodoks’u oder Ermeni Gregoryan ˘ 113 http://www.d.com.persecution. Interview mit Patriarch Mesrob Mutafyan.1999 = http://www. In: Südosteuropa Handbuch Band IV TÜRKEI. January 31.R. es werde berichtet. A 3 K 12178/94 109 Die sog. 27.54 ff. 117 I.virginia. wird die armenisch-katholische Kirche zu den „anerkannten” nicht-muslimischen Minderheiten gezählt. 3. 99 Zu diesem Problem ausführlicher: Yuda Reyna.595
Abkürzungen AP Adalet Partisi (Gerechtigkeitspartei) AKP Adalet ve Kalkinma Partisi (Gerechtigkeits.turkishdailynews. Interview mit Patriarch Mesrob Mutafyan. März 1999 115 Patriarchat von Antiochia (Antakya.1949 Region Istanbul (Westufer des Goldenen Horns). Spuler-Stegemann: Der Islam. Üblicherweise werden diese Christen von den türkischen Behörden nicht als ‚Griechen’ behandelt. Yusuf S ¸en: Cemaat Vakıfları ve Sorunları [Die Gemeindestiftungen und ihre Probleme]. Offensichtlich in der Hoffnung auf diese Weise eines Tages auch noch die fragliche Immobilie konfiszieren zu können.aimpress. deren kirchliches Oberhaupt der melkitische (griechisch-orthodoxe) Patriarch von Antiochien (Sitz: Damaskus) ist. 101 Vgl. auch U.org/humanrights/turkey. Fußnote 11! 119 Rıza Zelyut: 5 bakanlık 1 Diyanet etmiyor. die Stellungnahme von Patriarch Mesrob Mutafyan. arabisch-orthodoxen Christen sind griechisch-orthodoxe Christen arabischer Muttersprache.cit. 27 September 2000 21:15.und Entwicklungspartei) ANAP Anavatan Partisi (Mutterlandspartei) CEM Cumhuriyetçi Egitim ve Kültür Merkezi (Republikanisches Ausbildungs.. armenisch-katholische Bildungseinrichtungen. Yuda Reyan. 26 11 2000 107 Bis zum Ende des Schuljahres 1987/1988 waren in Istanbul 21 armenisch-orthodoxe bzw. CNN-Turk. Ismet: Eski Vakiflar Temel Kitabı.tr/arsiv/aksam/1999/12/27/ yazarlar/yazarlar20. auch http://www.28.edu/freedomalert/HRWF-Turkey/ 990507Turkey.com/yazi3. 2000 ( http://www.und Kulturzentrum) ˘ CHP Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanischen Volkspartei) CKMP Cumhuriyetçi Köylü Millet Partisi (Republikanische Bauern. 23 9. S.html und religiousfreedom. heutiger Sitz: Damaskus 116 Von mehreren Gesprächspartnern in der Türkei wurde mitgeteilt. armenisch-katholische Bildungseinrichtungen in Betrieb.2.Istanbul 1994. syrisch-katholische bzw. TR). 118 vgl. eventuell im Ausland lebende Erben zu finden.
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