Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.11.2013&Aktenzeichen=V%20ZR%20161/12
Timestamp: 2020-02-17 23:52:08+00:00

Document:
BGH, 22.11.2013 - V ZR 161/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,37156
BGH, 22.11.2013 - V ZR 161/12 (https://dejure.org/2013,37156)
BGH, Entscheidung vom 22.11.2013 - V ZR 161/12 (https://dejure.org/2013,37156)
BGH, Entscheidung vom 22. November 2013 - V ZR 161/12 (https://dejure.org/2013,37156)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2013,37156) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 463, § 1094
§ 463 BGB, § 1094 BGB
Vereinbarung eines schuldrechtlichen Vorkaufsrechts neben der Bestellung eines dinglichen Vorkaufsrechts
BGB §§ 463, 1094
Nebeneinander von schuldrechtlichem und dinglichem Vorkaufsrecht
Zusätzliche Vereinbarung eines schuldrechtlichen Vorkaufsrechts neben der Bestellung eines dinglichen Vorkaufsrechts
Stillschweigende Vereinbarung eines schuldrechtlichen Vorkaufsrechts; dingliches Vorkaufsrecht
Ermittlung der Vereinbarung eines schuldrechtlichen Vorkaufsrechts neben (mangels Eintragung nicht wirksam gewordenem) dinglichem Vorkaufsrecht anhand des Rechtsfolgewillens der Parteien
Zur Frage, ob ein schuldrechtliches Vorkaufsrecht neben der Bestellung eines dinglichen Vorkaufsrechts als zusätzlich vereinbart anzusehen ist
BGB § 464 Abs. 2; BGB § 463; BGB § 1094
Zusätzliche Vereinbarung eines schuldrechtlichen Vorkaufsrechts
Schuldrechtliches kann neben dinglichem Vorkaufsrecht vereinbart werden
Parallele Vorkaufsrechte
Auslegung der Vereinbarung eines dinglichen Vorkaufsrechts kann schuldrechtliches Vorkaufsrecht ergeben
LG Frankenthal, 09.09.2010 - 6 O 78/10
MDR 2014, 145
NZM 2015, 144
NJ 2014, 124
WM 2014, 799
Rpfleger 2014, 247
BauR 2014, 888
aa) Das dingliche Vorkaufsrecht im Sinne von § 1094 BGB ist ein eigenständiges Sachenrecht (Senat, Urteil vom 22. November 2013 - V ZR 161/12, NJW 2014, 622 Rn.10).
aa) Das dingliche Vorkaufsrecht nach § 1094 BGB ist ein eigenständiges Sachenrecht und von einem durch eine Vormerkung gesicherten schuldrechtlichen Vorkaufsrecht zu unterscheiden (Senat, Urteil vom 22. Mai 1970 - V ZR 80/69, WM 1970, 1024, 1025; Urteil vom 22. November 2013 - V ZR 161/12, NJW 2014, 622 Rn. 10).
Zwar ist die (ergänzende) tatrichterliche Auslegung von Individualvereinbarungen revisionsrechtlich nur darauf hin überprüfbar, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (vgl. nur Senat, Urteil vom 22. November 2013 - V ZR 161/12, juris Rn. 15;… Zöller/Heßler, ZPO, 30. Aufl., § 546 Rn. 9 jeweils mwN).
Ein schuldrechtliches Vorkaufsrecht kann zwar neben einem dinglichen Vorkaufsrecht begründet werden, was aber einer entsprechenden Vereinbarung der Vertragsparteien bedarf (vgl. BGH, Urteil vom 22. November 2013 - V ZR 161/12, MDR 2014, 145, Rn. 10 nach juris).
Dabei bedarf es keiner Entscheidung, ob ein solches neben dem dinglichen Vorkaufsrecht zwischen der Verfügungsklägerin und der Verfügungsbeklagten ursprünglich überhaupt vereinbart worden ist (vgl. dazu BGH Urteil vom 22. November 2013 - V ZR 161/12 -, Rn. 17, juris;OLG Düsseldorf, Urteil v. 29.03.1999, 9 U 213/98, juris Rn. 21.

References: § 463
 § 1094

§ 463
 § 1094
 § 464
 § 463
 § 1094
 § 1094
 § 1094
 § 546
 BGH