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Timestamp: 2017-02-20 18:14:09+00:00

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Deutschland| 27.178 Asy­lan­trä­ge im April 2015 | Flüchtlingshilfe Iran e.V. 2010
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Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im April 2015 27.178 Personen einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 24.504 als Erstanträge und 2.674 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 15.675 Personen (136,3 Prozent) gestiegen und ge-genüber dem Vormonat um 4.876 Personen (-15,2 Prozent) gesunken.
Insgesamt 13.709 Anträge wurden von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt, das sind 50,4 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern imApril 2015:
Die Zahl der Asylerstanträge im April 2015 (24.504) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (10.199) um 140,3 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (28.681) um -14,6 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Albanien, Kosovo und Syrien.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im April 2015 (2.674) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.304) um 105,1 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (3.373) um 20,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Kosovo.
Im April 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 19.199 Personen (Vorjahresmonat: 9.412, Vormonat: 22.754) entschieden. 5.140 Personen (26,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 132 Personen (0,7 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 5.008 Personen (26,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Im April 2015 erhielten 87 Personen (0,4 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im April 2015 bei 149 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 8.629 Personen (44,9 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.194 Personen (27,1 Prozent).
In der Zeit von Januar bis April 2015 haben insgesamt 114.125 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 100.755 als Erstanträge und 13.370 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (49.780 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 64.345 Personen (129,3 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer von Januar bis April 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:
Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis April 2015:
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (100.755) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (43.519) um 131,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Albanien.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2015 (13.370) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (6.261) um 113,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.
Von Januar bis April 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 77.146 Entscheidungen (Vorjahr: 42.876) getroffen. Insgesamt 25.658 Personen (33,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 782 Personen (1,0 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 24.876 Personen (32,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Weitere 439 Personen (0,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis April 2015 bei 594 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 29.613 Personen (38,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 20.842 Personen (27,0 Prozent).
Ende April 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 209.700, davon 187.837 als Erstanträge und 21.863 als Folgeanträge (Vormonat: 199.831 anhängige Verfahren, davon 178.249 Erst- und 21.582 Folgeanträge; zum 31. April 2014 103.353 anhängige Verfahren, davon 94.175 Erst- und 9.178 Folgeanträge).
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 § 3
 § 60
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