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Timestamp: 2017-07-21 06:28:15+00:00

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zur deutschen Leitkultur - carsten rachow ibanetik selbstheilungskräfte
Neues + InhalteKommentare: zur Wahrheitzur deutschen Leitkultur
Die deutsche Leitkultur und "Multikulti" "Ohne leitende Kultur leidet alle Kultur."
Jedes Nein zur Leitkultur ist selbst eine Leitkultur.
Bewusstheit über das eigene geistige Tun hilft gelegentlich (lacht): Wer anderen empfiehlt, nicht zu urteilen und nicht zu
bewerten, benötigte selbst ein Urteil und eine Bewertung, um zu seiner Empfehlung gelangen zu können - empfiehlt aber das Gegenteil. Er redet also ziemlich unbewusstes Zeugs. Exakt das trifft
leider auch zu für die allermeisten Redner, die sich öffentlich oder an Stammtischen an der aktuellen Diskussion um die deutsche Leitkultur beteiligen: Wer anderen empfiehlt, keine Leitkultur zu
brauchen oder akzeptieren zu wollen, der benötigt selbst eine ihn leitende Kultur, um zu dieser Empfehlung gelangen zu können - verschweigt aber genau dies. Allgemeiner formuliert: Wer leitende
Werte ablehnt, erschafft in dieser Sekunde mit dem Wert "Ablehnung aller leitenden Werte" genau das, einen leitenden Wert. Ich denke, es sollte nun klarer sein, was ich mit Unbewusstheit über das
eigene erzeugende Wesen meine ...
Wenn man zu einem Nicht-Urteil nur durch ein Urteil, zu einer Nicht-Bewertung nur durch eine Bewertung und zu einem Nicht-Wert nur durch eine
Wertsetzung gelangen kann, dann bedeutet dies, dass wir alle - ohne jede Ausnahme - nicht ohne Leitkultur und Wertsetzungen sein können. Nur unbewusstere Agenten glauben dies. Ohne bis jetzt auch
nur ein einziges Wort über die möglichen Inhalte einer solchen Leitkultur geschrieben zu haben, will ich hier also unmissverständlich klarstellen, dass wir zunächst einmal zwingend anerkennen
sollten, dass es so etwas wie eine Leitkultur tatsächlich gibt - und geben muss. Denn ohne leitende Werte leidet tatsächlich jede Kultur, sowohl die individuelle Lebenskultur als auch die
kollektive Gesellschaftskultur. Dies nicht etwa, weil irgendwelche wichtigen Werte fehlen würden, nein, sondern schlicht deswegen, weil die Verneinung oder die Ablehnung von leitenden Werten
identisch ist mit der Beibehaltung einer aktuellen Unbewusstheit über die simple Existenz von Werten (selbst Wertlosigkeit ist ein Wert). Und diese Unbewusstheit ist die eigentliche
Eine Leitkultur - egal, wo sie erschaffen wurde - gleicht einem sinnstiftenden Kontext, der wie ein hübscher Bilderrahmen viele Werte einrahmt und
diese auf sinnvolle Weise zueinander ordnen oder gewichten will. Anders formuliert: Innerhalb einer Leitkultur existieren regelmäßig viele Subkulturen. Werte beinhalten andere, von ihnen
abgeleitete Werte. Innerhalb jeder Leitkultur existiert daher zwangsläufig "Multikulti", völlig problemlos. Dies ist ja gerade der höhere Zweck einer leitenden Kultur: Sie soll viele Werte und
viele Kulturen umfassen, einrahmen, auf ein größeres Bild hin orientieren. Leitkulturen integrieren Subkulturen - und deshalb sind Leitkulturen immer "multikulti" ...
Der Punkt ist nur: Wie weit oder eng ist der leitende Bilderrahmen? Wie umfassend ist die leitende Kultur? Wie viele andere Werte integriert sie,
wie viele schließt sie aus? Je größer der Rahmen, desto mehr Platz existiert für verschiedene Subkulturen - je enger der Rahmen, desto weniger Platz. Die deutsche Leitkultur ist bekannt (sie
sollte bekannt sein): Sie wurde aufgeschrieben am 23. Mai 1949 und trägt den Namen "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland". Der leitende Rahmen, der dort aufgeschrieben wurde, ist sehr,
sehr weit und groß und umfassend ...
Wer also in Deutschland einen Entweder-Oder-Kontrast herstellt zwischen deutscher Leitkultur einerseits und Multi-Kulti andererseits, der hat wenig
verstanden vom Geist der deutschen Leitkultur. Wer sagt: "Multi-Kulti ist tot", der sagt damit zugleich, dass die deutsche Leitkultur extrem eng formuliert sei, so eng, dass sie nur Raum böte für
eine Kultur - und exakt das Gegenteil ist mit dem deutschen Grundgesetz gewollt und beabsichtigt gewesen. Richtig ist: Je mehr Multikulti wir in Deutschland feststellen, desto bewusster wird uns
die gewollte Größe und Weite der deutschen Leitkultur werden. Wer hier unbewusst bleibt, wird allerdings laut aufstöhnen ...
Klar und deutlich: "Multikulti" bedeutet nicht ein lustiges oder grausames Nebeneinander vieler Kulturen ohne leitenden Rahmen, sondern ein
sinnvolles Miteinander INNERHALB einer Leitkultur. Leitkulturen integrieren Subkulturen - das ist ihre Aufgabe.
Einige leitende deutsche Werte ...
Kann die Anerkennung und Schutzwürdigkeit des menschlichen Lebens noch weiter, genauer und umfassender beschrieben werden als in Artikel 1 Grundgesetz (GG)? Ich
glaube, nein. Dieser "deutsche" Leitwert könnte mühelos als eine Wertsetzung mit globalem und kulturübergreifenden Anspruch verstanden werden, universell gültig für alle Menschen - doch dies war
und ist nicht seine Absicht. Seine Absicht war, zu einem Leitwert für diejenigen werden zu wollen, die sich "deutsch" nennen möchten. Daraus folgt: Wer andere Wertvorstellungen hinsichtlich der
Menschenwürde kultiviert, der kann dies nach der Verfassung der Deutschen gerne tun - nur nicht hier im deutschen Kulturraum und nicht mit der orientierenden Zuordnung, ein Deutscher zu sein.
Gleiches gilt für alle anderen deutschen Leitwerte: Sie könnten universelle Wirkungen entfalten, doch dies ist nicht ihre Absicht. Ihre Absicht ist, eine Gemeinschaft von Menschen zu ordnen und
zu orientieren, die sich "die Deutschen" nennen wollen. *****
Art. 1 (1): Menschenwürde
Art. 2 (1): Persönliche Freiheitsrechte
soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht
gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Art. 18: Grundrechtsverwirkung
Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit,
die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und
Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen
die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht,
Dies sind einige beispielhafte Auszüge aus der deutschen Leitkultur. Wir sagen auch "Verfassung" dazu. Ein herrlich weiter, freiheitlicher Rahmen für viele Formen
des persönlichen Ausdrucks, der persönlichen Entfaltung, für viele Kulturen innerhalb dieser leitenden Werte. Seien wir also dankbar für Multikulti, denn andernfalls hätten wir keine
freiheitliche Leitkultur ...
Unter "Grundrechtsverwirkung" verstehen wir die Möglichkeit, dass die in Art. 18 GG genannten Grundrechte auch entzogen oder verwirkt werden können. In der
Geschichte der Bundesrepublik ist es bisher noch nie zu einer Aussprache der Grundrechtsverwirkung gekommen. Nur die in Art. 18 GG abschließend genannten Grundrechte können verwirkt werden. Aus
dem Wortlaut der Vorschrift ergibt sich, dass das allgemeine Menschenrecht nach Art. 1 GG, die Würde des Menschen, weiter unantastbar bleibt ("Ewigkeitsgarantie"). Auch die Religionsfreiheit ist
von der Verwirkung ausgenommen, was ihren hohen Stellenwert im Verfassungsgefüge verdeutlicht - und Multikulti geradezu herbeibittet.
Sie sollten also niemals mehr "Nein" sagen zum Begriff der "Leitkultur". Über einzelne Inhalte und Werte soll und muss diskutiert und gerungen werden - doch die
notwendige Existenz einer Leitkultur darf nicht in Frage gestellt werden. Sie und ich, wir leben mitten drin in einer Leitkultur - in einer der freiheitlichsten auf dem ganzen Planeten.
Ich erwarte daher von jedem Menschen, der dauerhaft in Deutschland leben will, dass er diese Leitkultur bejaht und versucht, sie allmählich immer besser zu verstehen. Gemeint sind damit natürlich
und zuerst die Bio-Deutschen, erst danach die Paß-Deutschen. Mir persönlich ist vollkommen gleich, ob jemand einen deutschen Paß besitzt oder "Blut-und-Boden-Deutscher" oder was auch immer ist:
Sobald er versucht, diese freiheitliche Leitkultur bekämpfen oder einengen zu wollen, ist er für mich kein Kultur-Deutscher - und nur darauf, auf diese geistige Zugehörigkeit, kommt es mir an. Er
ist dann für mich kein Freund mehr, sondern Gegner. Diesem biete ich gerne und wohlwollend zunächst meine Hilfe und Unterstützung an im Verständnis der deutschen Leitwerte, gerne auch meine
tolerierende Geduld - doch wer trotz aller Einladungen, Informationen und Hilfsangebote dennoch aktiv und vorsätzlich gegen diese Leitkultur agiert, den nenne ich dann Feind. Und uneinsichtige
Feinde der Menschenwürde und der Freiheit will auch ich gerne bestraft, eingesperrt oder abgeschoben sehen ... Die deutsche Leitkultur ist - ihrem Wesen nach - eine Schöpfung des Geistes. Sie wurde von vielen geistigen Wesen gemeinsam erzeugt, erschaffen, sie ist nicht vom
Himmel gefallen, nicht von Gott geschrieben oder von Propheten verkündet worden. "Deutscher" ist danach, wer dieses freiheitlichen Geistes ist, wer sich bekennt zu dieser Verfassung. Und dieser
freiheitliche Geist weht glücklicherweise in verschiedenen Varianten überall auf diesem Planeten, mal weniger, mal stärker - und ist unglücklicherweise zugleich immer und überall bedroht, wird
von anderen Geistern bekämpft, eingeengt, mit Füßen getreten. Warum nur? Will denn nicht jeder Mensch sich frei entfalten können, in "Würde"? Warum engen andere Geister das freiheitliche und
würdevolle Wesen ein?
Aus Unbewusstheit. Aus einer fehlenden Bewusstheit über das eigene erzeugende Wesen heraus erschaffen unbewusstere Geister Denkkulturen und Werte,
die sich gegen die Menschenwürde und gegen die freie Entfaltung der Persönlichkeit richten. Eingeklemmt von religiösen Mythen und ideologischen Gefängnissen glauben viel zu viele Menschen
weltweit noch immer, sie selbst seien sündige Wesen, schuldige Wesen, den Göttern zu Opfer und Dank verpflichtet - und viel zu viele Menschen glauben noch immer, sie selbst seien höhere Wesen,
wertvollere Menschen, bevorrechtigte Führer und gottnähere Hohepriester für die armen Massen. Die einen erschaffen unbewusst die jeweils anderen - und umgekehrt: Kein Führer ohne Masse, keine
Masse ohne Führer. Kein Priester ohne Gläubige, keine Gläubigen ohne Priester. Beide bedingen einander. Und beide sind nicht so frei und nicht so würdevoll, wie sie sein könnten, geistig. Beide
agieren im Umgang mit sich selbst und dann auch miteinander nicht so bewusst, wie sie agieren könnten: Frauen sind keine minderwertigen Wesen, Sklaven sind nicht freiwillig
Sklaven, Reiche haben nicht mehr Rechte als Arme, Politiker und Manager stehen nicht über der Verfassung usw. usf. - es sei denn, man konstruiert all diese Verwerfungen aus ohnmächtiger
Unbewusstheit über das eigene Wesen heraus. Wer sich selbst nur unzureichend erkannt hat, erkennt auch die Anderen nur unzureichend, so einfach ist das ...
Bewusstheit über unser eigenes erzeugendes Wesen würde hier Abhilfe schaffen. "Entfaltung" der Persönlichkeit: Was ist dies anderes als der Selbstausdruck des
erzeugenden geistigen Wesens in Anerkennung des Mitmenschen? "Menschenwürde": Was ist dies anderes als der unteilbare Wert eines jeden erzeugenden Bewusstseins? Doch solange unbewusstere Menschen
glauben, es existierten "wertvollere" Menschen, spirituelle Nicht-Ichs, biochemische Materie-Maschinen, gottgleiche Propheten oder ähnliche Konstruktionen, mit denen sie vom eigenen
schöpferischen Tun ablenken und Verantwortung delegieren können, solange werden sie die erzeugende Freiheit und Sehnsucht des individuellen Wesens nicht erkennen und anerkennen, werden sie den
gleichen fundamentalen Wert des Wesens nicht erkennen und anerkennen, werden sie nach anderen Leitkulturen suchen und diese auch erschaffen. Willkommen in der Welt des erzeugenden Geistes, in der
nur wenige sich über ihre eigenen erzeugenden Kräfte bewusst sind, viele aber aus tiefer Unbewusstheit agieren und das eigene Tun begründen mit äußeren Faktoren ... Wer diese Unbewusstheit fördert, fördert zugleich Unfreiheit und relative Wertlosigkeit. Wer hingegen erzeugende Bewusstheit fördert, fördert das
Aufblitzen der erzeugenden Fülle, der schöpferischen Freiheit des Seins und den kaum glaublichen Wert des Lebens, des eigenen und den des fremden Lebens. Und vielleicht fördert der solchermaßen
bewusste Mensch sogar noch mehr zu Tage, wird er sich nur allmählich bewusster über sein eigenes Wesen ...

References: Art. 1

Art. 2

Art. 18
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 1