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Timestamp: 2020-02-26 10:15:30+00:00

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geprüfter jahresabschluss zum 31. dezember 2016 der karlsberg brauerei gmbh, homburg/saar (hgb) 2016
inhalt bilanz zum 31.12.2016 gewinn- und verlustrechnung für 2016 kapitalflussrechnung für 2016 vorwort lagebericht jahresabschluss anhang bestätigungsvermerk des prüfers finanzkalender impressum 4 8 24 26 30 31 32 51 54 55 3
liebe freunde der karlsberg brauerei, wir blicken auf ein erfolgreiches geschäftsjahr 2016 unserer karlsberg brauerei zurück. wir haben unsere ergebnisstruktur verbessert und damit die positive entwicklung der vergangenen jahre weiter konsequent fortgeführt. die umsatzerlöse lagen – durch den konsequenten verzicht auf margenschwache geschäfte, insbesondere im discountsektor, und den fokus nicht auf menge, sondern auf ertrag durch produktvielfalt und innovation, zu legen – unter vorjahresniveau. unser ergebnis vor abschreibung, zinsen und steuern (ebitda), das die operative leistungsfähigkeit unseres unternehmens beschreibt, hat sich erneut verbessert. unsere strategischen marken karlsberg, gründel´s alkoholfrei und mixery sind weiterhin unangefochtene marktführer in ihren absatzge- bieten. zudem haben unsere vertriebskooperationen mit internationa- len partnern unsere erwartungen weit übertroffen und ermöglichen uns, in ganz deutschland neue marktanteile zu erschließen und syn- ergieeffekte mit unseren eigenen marken zu realisieren. in 2016 haben wir wieder hohe investitionen in die technik getätigt, um unsere produktvielfalt, insbesondere die spezialitätenbiere, weiter auszubauen. die größte einzelinvestition floss in ein hochmodernes motoren-blockheizkraftwerk, das die eigene strom- und wärmeer- zeugung der karlsberg brauerei effizienter, sicherer und umwelt- freundlicher macht. zudem haben wir frühzeitig unsere mittel- bis langfristig ausgerichtete finanzierungsstruktur in einem günstigen zinsumfeld gesichert, indem wir im vergangenen jahr eine weitere anleiheemission begeben und unsere erste unternehmensanleihe vorzeitig zurückgezahlt haben. der kürzlich erfolgte wechsel in das neue qualitätssegment „scale“ der börse frankfurt ist ausdruck dafür, dass wir uns dem vertrauen unserer investoren verpflichtet fühlen. auch im laufenden geschäftsjahr 2017 werden wir unsere strategie weiter konsequent umsetzen. unser fokus liegt auf dem margen- starken markengeschäft im in- und ausland und auf dem ausbau des hochwertigen spezialitäten-segmentes. wir werden die mengen im discountgeschäft weiter stark reduzieren, auch wenn dies bedeu- tet, dass unsere umsätze nochmal rückläufig sein werden. unsere vertriebsmannschaft haben wir verstärkt. zugleich haben wir unsere organisationsstruktur verschlankt und nutzen so synergieeffekte aus dem verbund. unsere mitarbeiter und unsere unternehmenskultur sind der schlüssel für unseren erfolg. wir glauben an eine vertrauens- und wertekultur, die unser unternehmen seit jeher prägt. deshalb hat jeder mitarbei- ter das recht und die möglichkeit, seine arbeit mitzugestalten und nicht nur in, sondern auch an seinem unternehmen zu arbeiten. wir glauben an ein lebendiges unternehmen mit eigenverantwortlichen mitarbeitern, die mit ihrer kreativität und innovationskraft den erfolg unseres unternehmens garantieren. wir sind zuversichtlich, mit unserer starken mannschaft auch im laufen- den geschäftsjahr die positive ergebnisentwicklung der vergangenen jahre fortzusetzen. mit unserem ebenso traditionsbewussten wie mo- dernen und dynamischen familienunternehmen werden wir auf un- serem eingeschlagenen weg ein weiteres gutes stück vorankommen. wir freuen uns, wenn sie uns weiterhin auf diesem weg begleiten und danken ihnen für ihr vertrauen. ihr christian weber 4
„mit unserer klar auf ertrag ausgerichteten unternehmensstrategie und unserer auf vertrauen basierenden unternehmenskultur werden wir weiteren nachhaltigen erfolg auf regionaler, nationaler und inter- nationaler ebene haben.“ christian weber generalbevollmächtigter der karlsberg brauerei kg weber 5
jetzt neu patrick ziegler und thomas kaiser braumeister www.karlsberg.de#hellebegeisterungkarlsbergs
lagebericht für das geschäftsjahr 1. januar bis 31. dezember 2016
i. grundlagen der gesellschaft ii. wirtschaftsbericht geschäftsmodell, ziele und strategie die wirtschaftlichen rahmenbedingungen die karlsberg brauerei gmbh gehört zu den größten deutschen brau- ereigruppen in familienbesitz. entwicklung, produktion und vertrieb eines breiten sortiments alkoholischer und alkoholfreier getränke sind basis einer nachfrageorientierten unternehmensstrategie. dabei ste- hen strategische marken wie karlsberg, mixery, gründel’s alkoholfrei in einem portfolio an bieren, biermischgetränken und alkoholfreien bieren im fokus. darüber hinaus ist ein umfassendes sortiment von starken markenprodukten internationaler kooperationspartner vor- handen. ergänzende geschäftsfelder für das markengeschäft sind internationale handelsmarken und ein zunehmend an bedeutung gewinnendes exportgeschäft. im klassischen biermarkt konzentriert sich karlsberg geografisch auf die kerngebiete saarland und rheinland-pfalz sowie expansionsorientiert auf die rhein-main-neckar-region und baden-württemberg. der fokus liegt dabei auf dem margenstarken gastronomiegeschäft sowie dem markengeschäft im handel. die strategie der gesellschaft im klassi- schen biermarkt ist es, mit einem starken markenportfolio weitere marktanteile zu gewinnen und den regionalen bezug der konsumen- ten zur marke karlsberg langfristig zu stärken. darüber hinaus nimmt die im vorjahr erworbene karlsbräu chr eine bedeutende stellung für das markengeschäft ein. in der 100 %-igen tochtergesellschaft der karlsberg brauerei ist bei gleichartigen strukturen und unmittelbar aneinander grenzenden märkten der regionale vertrieb in der großregion saar-lor-lux und elsass sowie der nationale vertrieb gastronomieorientierter markenbiere und internationaler bierspezialitä- ten im französischen markt zusammengefasst. die strategie im segment biermischgetränke besteht darin, durch markenstärke, produktinnovationen und distributionsausweitung im ertrag weiter zu wachsen. die marke mixery ist national distribuiert mit regionalen schwerpunkträumen, vor allem im westen und südwesten sowie im osten deutschlands. mit neuen trendorientierten produkten sowie zielgruppenrelevanten kommunikations- und sponsoringak- tivitäten soll die marktstellung von mixery als eine der führenden nationalen szene- und trendmarken gefördert und gefestigt werden. ziel der gesellschaft im wachstumssegment alkoholfreie biere ist es, die marke gründel‘s in den kernregionen saarland und rhein- land-pfalz sowie darüber hinaus im südwesten deutschlands weiter positiv zu entwickeln. die deutsche wirtschaft befindet sich in einer guten verfassung und konnte ihren soliden wachstumskurs trotz des fragilen internationalen umfelds fortsetzen. das bruttoinlandsprodukt stieg im kalenderjahr 2016 auf basis vorläufiger berechnungen des statistischen bundes- amtes preisbereinigt um 1,9 % und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr (vorjahr: + 1,7 %). am arbeitsmarkt setzte sich die positive entwicklung der vergangenen jahre fort. die zahl der erwerbstätigen und auch der sozialversiche- rungspflichtig beschäftigten hat in 2016 neue höchststände erreicht. die arbeitslosenquote lag mit rund 6,1 % im jahresdurchschnitt 2016 auf dem niedrigsten stand seit 25 jahren. die anhaltende wirtschaftliche dynamik wird nach wie vor durch die binnenwirtschaft getragen, insbesondere von den privaten und öffent- lichen konsumausgaben sowie investitionen in den wohnungsbau. weiterhin günstig auf die wirtschaftliche entwicklung wirken der nied- rige ölpreis und der vergleichsweise schwache eurokurs. nach dem rekordjahr 2015 konnten auch die exporte in 2016 mit einem anstieg von 1,2 % erneut ein weiteres wachstum verzeichnen. die importe erhöhten sich um 0,6 %. die privaten konsumausgaben stiegen im vergangenen jahr preisbe- reinigt um 2,0 %. die deutschen verbraucher sind zwar nach wie vor preissensibel, jedoch verstärkte das verbesserte konsumklima den trend zu markenprodukten im lebensmittelbereich, insbesondere auch im getränkesektor. die themen qualität, genuss, regionalität und heimat stehen weiterhin in ausgeprägtem maße im bewusstsein der konsumenten. auch die umsätze im deutschen einzelhandel haben sich in 2016 erneut positiv entwickelt. getragen durch nach wie vor zweistellige wachstumsraten im online-handel verzeichnete der deutsche ein- zelhandel einen nominalen umsatzanstieg von 2,2 % (preisbereinigt: 1,6 %) und erzielte damit im siebten jahr in folge eine umsatzstei- gerung. die unternehmen des deutschen gastgewerbes setzten 2016 preis- bereinigt 0,9 % und nominal 2,9 % mehr um als im vergleichbaren vorjahreszeitraum. in der getränkegeprägten gastronomie war ein anstieg von preisbereinigt 0,2 % und nominal 2,4 % zu verzeichnen. die deutsche brauwirtschaft konnte aufgrund einer verstärkten aus- landsnachfrage im dritten jahr in folge ein leichtes absatzplus von 10
0,1 % auf 95,8 mio. hektoliter verbuchen. besonders die wachsen- de internationale nachfrage nach deutschen bieren sorgte 2016 für wichtige impulse. ein wesentlicher treiber waren hierbei erneut die exporte außerhalb der eu mit einem anstieg von 9,5 % auf 6,8 mio. hektoliter. besonders in asien und amerika wächst die nachfrage nach deutschem bier. nach einer leichten steigerung im jahr 2015 sanken die inlands- absätze nach angaben des statistischen bundesamtes im 500. jubiläumsjahr des deutschen reinheitsgebotes trotz der fußball- europameisterschaft um 0,7 % auf 79 mio. hektoliter. in der region rheinland-pfalz/saarland fiel der rückgang mit 2,4 % sogar noch etwas höher aus. pils blieb auch im jahr 2016 laut angaben des deutschen brauer-bunds mit rund 50 % marktanteil die beliebteste biersorte der deutschen. auf den plätzen zwei und drei folgen export- und weizenbiere. im aufwärtstrend sind bierspezialitäten wie kellerbiere, landbiere oder zwickelbiere. durch das wachsende angebot an hopfen- und malzsorten wächst auch die vielfalt deutscher craftbiere. einen wichtigen impuls für den biermarkt setzt weiterhin die nachfrage nach alkoholfreien biermischgetränken. hier stiegen nach angaben des marktforschungsinstituts nielsen die umsätze in 2016 um 3,3 %. im segment der alkoholfreien biere wurde nach den hohen wachs- tumsraten der vergangenen jahre in 2016 ein weiterer umsatzanstieg von 0,3 % (vorjahr: 6,4 %) verzeichnet. der markt für alkoholhalti- ge biermischgetränke entwickelte sich im jahr 2016 nach marktfor- schungsangaben mit 0,4 % leicht rückläufig. geschäftsverlauf ziel der karlsberg brauerei ist es, sowohl das nationale als auch das internationale geschäftsmodell weiter zu optimieren. in den letzten jahren setzte die karlsberg brauerei eine strategie der konti- nuierlichen ertragsverbesserung mit folgenden schwerpunkten um: - ertragssteigerung der strategischen marken - zusätzliche erträge durch neue getränkesegmente und - internationale partnermarken internationales wachstum in frankreich und im export mit fokus auf asien und afrika 11 dauerhafter prozess der umschichtung von kapazitäten hin zu ertragsstärkeren absätzen und trennung von ertragsschwachen produktionsaufträgen - optimierung des handelsmarken- und co-packing-geschäfts: - konsequente investitionen in produkt- und ausstattungsqualität, in effizienzsteigerung, energiekostenoptimierung sowie in die aktive vermarktung der strategiemarken - fixkostenreduzierung durch kontinuierliche verschlankung - fokus auf mitarbeiterentwicklung und stärkung der unter- nehmenskultur als mittelständisches, inhabergeführtes familien- unternehmen der organisation und hebung von synergien im verbund im geschäftsjahr 2016 standen die verbesserung des bestehenden produktportfolios, die erschließung weiterer auslandspotenziale und neue strategische vertriebskooperationen im fokus. aufgrund der damit verbundenen bereinigungen des produktportfolios lagen die umsatzerlöse im geschäftsjahr 2016 insgesamt bei 159,2 mio. € und damit rund 7,1 mio. € bzw. 4,2 % unter dem entsprechenden vor- jahreszeitraum. im kundensegment discount reduzierten sich folglich die umsätze gegenüber dem vorjahr deutlich um rund 10,6 mio. € (16,3 %) auf 54,7 mio. €. der bereich export (ohne discount) konnte insbesondere aufgrund erhöhter marktaktivitäten in asien, afrika sowie süd- und mittelame- rika einen umsatzanstieg von 3,5 mio. € auf 23,8 mio. € verzeichnen. dennoch wurden in diesem segment die für das berichtsjahr 2016 gesetzten umsatzziele nicht erreicht. die umsätze im markensegment lagen entsprechend dem vorstehend beschriebenen markttrend im abgelaufenen geschäftsjahr nahezu auf dem niveau des vorjahres. im bereich der alkoholfreien biere (gründel’s, gründel’s fresh und gründel’s radler) ist die marktführerschaft im saarland und in den angrenzenden regionen weiterhin gegeben. im bereich der alkohol- haltigen biermischgetränke behauptete sich karlsberg in einem leicht rückläufigen markt in 2016 mit der gesamten mixery-range, gewann leicht marktanteile hinzu und blieb über alle kanäle hinweg unange- fochtener marktführer. im klassischen biersegment konnte bei einem schwierigen marktumfeld im regionalen kernabsatzgebiet die markt-
führerschaft mit karlsberg urpils auf hohem niveau gehalten werden. die in 2016 neu geschlossenen vertriebskooperationen mit interna- tionalen partnern zeigen erste erfolge. das unternehmen übernimmt hierbei den nationalen vertrieb internationaler bierspezialitäten und innovativer alkoholfreier produkte. ziel ist es, mit den bekannten part- ner-marken in das trendsegment der internationalen biere in deutsch- land vorzustoßen und marktanteile zu erschließen. im abgelaufenen geschäftsjahr konnten die umsatzerlöse von 0,3 mio. € im vorjahr auf 2,3 mio. € deutlich gesteigert werden und lagen damit signifikant (+1,1 mio. €) über den erwartungen des unternehmens. b) umsatz internationales geschäft (in t€): - 30,3 % + 4,9 % + 98,3 % 17.547 europa 16.225 asien 4.806 afrika + 5,5 % 1.007 sonstige länder umsatzentwicklung (im vergleich zum vorjahr) a) umsatz nach regionen (in t€): c) umsatz nach marken (in t€): + 0,7 % - 8,1 % - 1,4 % - 10,1 % - 8,1 % 83.525 36.105 39.585 deutschland frankreich international - 16,1 % + 44,3 % 65.933 strategie- marken 75.657 discount- marken 9.772 7.853 sonstige marken sonstige erlöse 12
im april 2016 konnte die karlsberg brauerei in anbetracht der güns- tigen zinsentwicklung erfolgreich eine neue anleihe im gesamtvolu- men von 40 mio. € mit einem zinskupon von 5,25 % zur langfristigen finanzierungssicherung begeben. die vollständige rückzahlung der bestehenden anleihe in der größenordnung von 30 mio. € erfolgte zum 28. september 2016. durch den abschluss der beiden transak- tionen wird die gesellschaft ihre zinskosten in nennenswerter höhe reduzieren. trotz der rückläufigen umsatzentwicklung und enthaltenen einmal- aufwendungen für die begebung der neuen anleihe sowie der in 2016 begonnenen portfoliobereinigung konnte im berichtsjahr ein zufriedenstellendes ergebnis realisiert und die ergebnisprognose des vorjahres bestätigt werden. produktion und beschaffung die karlsberg brauerei verfügt in homburg/saar über eine modern ausgestattete produktionsstätte mit hoher leistungsfähigkeit. die beschaffung der wichtigsten wirtschaftsgüter für den geschäftsbe- trieb der brauerei wie z. b. rohstoffe, verpackungen und gebinde ist überwiegend vertraglich, zum teil auch längerfristig geregelt. während die preise für zucker und süßstoffe sowie grundstoffe in 2016 über- durchschnittlich anstiegen, kam es insbesondere bei hopfen, malz und dosen zu einer leichten entspannung der preise. auch die energiepreise haben sich im abgelaufenen geschäftsjahr unterschiedlich entwickelt. bei steinkohle war eine deutliche verteu- erung, bei erdgas und strom eine preisreduzierung zu verzeichnen. investitionen die investitionen des geschäftsjahres 2016 für sachanlagen und aus- leihungen an gastronomiekunden betrugen 14,3 mio. € und lagen damit deutlich über dem niveau des vorjahres (10,4 mio. €). investitionen (in t€) 16.783 14.275 10.372 11.924 10.255 2014 2015 2016 6.175 4.702 3.867 3.729 gesamt technik/leergut vertrieb sonstige 157 330 292 investitionsschwerpunkte in 2016 waren neben investitionen im ver- triebsbereich, mit klarem fokus auf die produkte der kernmarken karls- berg, mixery und gründel’s, insbesondere technische investitionen zur modernisierung der produktionstechnik sowie zur qualitätssicherung und energiekostenreduzierung. die größte einzelinvestition betrifft das im dezember 2016 in betrieb ge- nommene blockheizkraftwerk am standort homburg/saar. mit einem hochmodernen motoren-blockheizkraftwerk (bhkw) wird die strom- erzeugung der karlsberg brauerei in zukunft effizienter und sicherer. die anlage ist maßgeschneidert auf den strombedarf der brauerei und wird rund 20.000 mwh strom pro jahr erzeugen, was einem strom- bedarf von rund 5.000 einfamilienhäusern entspricht. die erzeugte wärme wird etwa zu gleichen teilen in der brauerei genutzt und ins netz eingespeist. durch die gekoppelte strom- und wärmeerzeugung werden zudem in erheblichem umfang co2-emissionen eingespart. darüber hinaus konnte im berichtsjahr mit der erneuerung des gär- und lagerkellers nach abschluss der dritten investitionsphase ein weiteres großprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. durch einen erhöhten automationsgrad und die optimierung der arbeitsabläufe in der filtra- tion können die prozesskosten und der stetig steigende instandhal- tungs- und ersatzinvestitionsbedarf reduziert werden. 13
die nr. 1 in unserer region quelle: marktführer pilsbier im saarland 2016 lt. nielsen
personal- und sozialbereich insgesamt wurden im berichtszeitraum in der karlsberg brauerei gmbh 310 mitarbeiter (2015: 328) beschäftigt. die karlsberg brauerei hat mit wirkung zum 1. januar 2016 die be- reiche einkauf, personal sowie rechts- und vertragswesen auf die dienstleistungsgesellschaft des karlsberg verbundes, die karlsberg service gmbh, übertragen. ertragslage die auswirkungen des zum 01.01.2016 in kraft getretenen bilanzricht- linie-umsetzungsgesetzes (bilrug) sind in diesem jahresabschluss berücksichtigt. da keine anpassung der vorjahreswerte erfolgte, ist die gewinn- und verlustrechnung in den positionen umsatzerlöse, sonstige betriebliche erträge, materialaufwand und sonstige betrieb- liche aufwendungen nur bedingt vergleichbar. die umsatzerlöse der karlsberg brauerei gmbh reduzierten sich im geschäftsjahr 2016 infolge der erläuterten absatzentwicklung um 4,2 % auf 159,2 mio. €. die sonstigen betrieblichen erträge lagen mit 5,6 mio. € (vorjahr: 30,5 mio. €) deutlich unter dem niveau des vorjahres. der rückgang ist im wesentlichen auf im vorjahr enthaltene außerordentliche erträge infolge der ausgliederung von teilen der pensionsrückstellungen in höhe von 23,1 mio. € zurückzuführen. die ausgliederung erfolgte erfolgsneutral. die aufwendungen zur dotierung in gleicher größen- ordnung waren im vorjahr in den außerordentlichen aufwendungen enthalten. im materialaufwand sind die aufwendungen für roh-, hilfs- und be- triebsstoffe sowie für bezogene waren trotz enthaltener einmalauf- wendungen aufgrund der im berichtsjahr begonnenen bereinigung des bestehenden produktportfolios überproportional zum umsatz- rückgang um 5,8 mio. € (7,0 %) auf 77,5 mio. € zurückgegangen. bislang unter den sonstigen betrieblichen aufwendungen ausgewie- sene beträge (im wesentlichen miet- und pachtaufwendungen für anpachtungen in der gastronomie) werden infolge des bilrug erst- mals unter den aufwendungen für bezogene leistungen ausgewiesen und betragen 3,2 mio. €. der personalaufwand verringerte sich von 24,1 mio. € um 2,3 mio. € (9,7 %) auf 21,7 mio. €. maßgebliche gründe sind neben der erfolgten übertragung von per- sonal in die karlsberg service gmbh sowie reduzierten gratifikationen auch die senkung variabler personalkosten infolge des volumenab- baus im bereich discount. die tariflöhne erhöhten sich aufgrund der bestehenden tarifverträge im berichtsjahr um 2,5 %. die abschreibungen stiegen um 0,9 mio. € (11,7 %) auf rund 8,7 mio. €, was auf im vorjahr erworbene markenrechte sowie die erhöhte investitionstätigkeit im geschäftsjahr 2016 zurückzuführen ist. die sonstigen betrieblichen aufwendungen lagen mit 48,8 mio. € deutlich unter dem niveau des vorjahres von 80,6 mio. €. ursächlich dafür sind einerseits die bereits erläuterten, im vorjahr enthaltenen außerordentlichen aufwendungen im rahmen der ausgliederung der pensionsrückstellungen in den versorgungswerk karlsberg brauerei e. v. in höhe von 23,1 mio. € sowie verschmelzungsverluste in höhe von 4,2 mio. €. zudem konnten im berichtsjahr variable kostenpositionen wie bspw. transport- und instandhaltungsaufwendungen infolge des mengenab- baus reduziert werden. auch eine neuausrichtung des budgetmanage- ments im bereich marketing/vertrieb führte zu einer optimierung der kostenstrukturen. die aufgrund der vorzeitigen rückzahlung der alten anleihe und der begebung einer neuen anleihe angefallenen ein- malaufwendungen konnten durch die verbesserten kostenstrukturen entsprechend überkompensiert werden. das finanzergebnis des vorjahres in höhe von rund 7,5 mio. € war geprägt durch hohe einmalige erträge aus gewinnabführungen der in 2015 verschmolzenen brauerei becker gmbh bedingt durch den verkauf von markenrechten in höhe von 10,6 mio. €. im berichtsjahr sind in den erträgen aus beteiligungen in höhe von 1,5 mio. € neben der dividendenzahlung der mineralbrunnen überkin- gen-teinach gmbh & co. kgaa auch eine ausschüttung der in 2015 erworbenen karlsbräu chr sowie das ergebnis der vendis gastro gmbh & co. kg enthalten. zinsen und ähnliche aufwendungen in höhe von 4,9 mio. € liegen rund 0,6 mio. € unter vorjahr. der einmalig positive zinseffekt aufgrund der änderung des rech- nungszinses bei den pensionsrückstellungen beträgt rund 0,3 mio. €. demgegenüber entstand aufgrund der vorzeitigen rückzahlung der anleihe zum 27. september 2016 zuzüglich der aufgelaufenen 16
zinsen eine zinsmehrbelastung von ca. 0,9 mio. €. trotz planmäßig geringerer umsätze und enthaltener einmalaufwen- dungen konnte die gesellschaft im geschäftsjahr 2016 aufgrund realisierter kostenstrukturverbesserungen ein operatives ergebnis auf niveau des vorjahres erzielen. insgesamt erzielte die karlsberg brauerei gmbh im berichtsjahr ein ebit von 8,1 mio. € und ein ebitda in höhe von 16,8 mio. €. damit konnte die im jahresabschluss 2015 aufgestellte ergebnisprognose bestätigt werden. der jahresüberschuss der karlsberg brauerei gmbh in höhe von 4,8 mio. € (vorjahr: 8,5 mio. €) wird gemäß ergebnisabführungsvertrag an die karlsberg holding gmbh abgeführt. der rückgang im vor- jahresvergleich ist, wie bereits erläutert, auf im vorjahr enthaltene außerordentliche effekte zurückzuführen. die wesentlichen ergebniskennzahlen (in t€) 16.829 16.141 15.791 2014 2015 adj. 2016 8.329 8.105 8.060 8.531 finanzlage unter berücksichtigung der zum bilanzstichtag erhöhten vorräte und forderungen sowie der teilweise deutlich reduzierten kurzfristigen rückstellungen ergibt sich im berichtsjahr ein cashflow aus laufender geschäftstätigkeit in höhe von 7,0 mio. € (vorjahr: 37,4 mio. €). der deutliche rückgang zum vorjahr ist im wesentlichen auf im vorjahr ent- haltene außerordentliche konzerninterne vorgänge zurückzuführen. unter berücksichtigung der vorwiegend im bereich des sachanlagever- mögens getätigten investitionen betrug der cashflow aus investitions- tätigkeit - 9,6 mio. €. der hohe cashflow aus investitionstätigkeit des vorjahres in höhe von - 57,6 mio. € war durch außerordentlich hohe investitionen des finanzanlagevermögens sowie durch den erwerb von markenrechten wesentlich geprägt. der cashflow aus finanzierungstätigkeit in höhe von 6,6 mio. € (vor- jahr: 14,5 mio. €) war maßgeblich beeinflusst durch die vorzeitige ablösung der in 2012 aufgenommenen anleihe in höhe von 30 mio. € sowie durch den zufluss der im april 2016 begebenen neuen anleihe in höhe von 40 mio. €. die mehrliquidität wurde zu einem großteil zur tilgung von verbindlichkeiten verwendet. der finanzmittelfonds der gesellschaft verbesserte sich im berichtsjahr um insgesamt 4,1 mio. € auf 1,1 mio. €. zum 31. dezember 2016 standen der gesellschaft insgesamt finanzierungslinien in höhe von rund 17 mio. € zur verfügung. zum stichtag bestand keine inanspruch- nahme. aufgrund des positiven zahlungsmittelbestandes und der nichtinan- spruchnahme von kreditlinien war die gesellschaft jederzeit in der lage, ihre zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. einzelheiten können aus der als anlage zum lagebericht hinterlegten kapitalflussrechnung entnommen werden. 4.784 3.608 vermögenslage ebitda ebit jahresüberschuss* * jahresüberschuss vor eav ebitda und ebit für gj 2015 bereinigt um enthaltene einmalerträge und außergewöhnliche aufwendungen die bilanzsumme der karlsberg brauerei gmbh zum 31. dezember 2016 betrug 147,1 mio. € und lag damit um 3,9 mio. € über dem wert des vorjahres. das anlagevermögen betrug am jahresende 105,8 mio. € und ver- blieb damit unter berücksichtigung der getätigten investitionen und planmäßiger abschreibungen auf dem niveau des vorjahresstichtags. das umlaufvermögen stieg im vergleich zum vorjahr aufgrund er- 17
höhter bestände an fertigerzeugnissen und höheren forderungen gegenüber verbundenen unternehmen um 3,1 mio. € auf 40,8 mio. €. die forderungen aus lieferungen und leistungen haben sich um 5,3 mio. € auf 15,9 mio. € reduziert, im wesentlichen bedingt durch die reduzierte geschäftstätigkeit im segment discount. auf der passivseite gingen die rückstellungen von 32,0 mio. € auf 28,4 mio. € zurück. die verbindlichkeiten stiegen um 7,4 mio. € auf 76,1 mio. €, im we- sentlichen bedingt durch den höheren ausgabebetrag der zweiten anleihe in höhe von 10 mio. €. dagegen konnten verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten sowie verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen um insge- samt 8,2 mio. € reduziert werden. der anstieg der sonstigen verbindlichkeiten um 6,7 mio. € ist im wesentlichen auf das im wege eines finance leasing finanzierte block- heizkraftwerk zurückzuführen. angaben zur fälligkeitsstruktur sowie zu besicherungen können dem anhang entnommen werden. die eigenkapitalquote ging infolge der erhöhten bilanzsumme leicht von 29,7 % im vorjahr auf nun 29,0 % zurück. bedingt durch die ab- führung des jahresüberschusses in voller höhe an die gesellschafterin betrug das eigenkapital unverändert 42,6 mio. €. iii. prognose-, chancen- und risikobericht risikomanagement das risikomanagementsystem der gesellschaft wird kontinuierlich wei- terentwickelt und an die sich ändernden rechtlichen und wirtschaftlichen anforderungen angepasst. neben der identifizierung und überwachung von risiken werden auch die damit einhergehenden chancen verfolgt. das risikomanagementsystem ist mit anderen managementinforma- tionssystemen, insbesondere mit einem umfassenden monatlichen reporting mit kennzahlenanalyse, vernetzt. die leistungsstärke des unternehmens wird im wesentlichen mit den kennzahlen nettoumsatzerlöse, ergebnis vor zinsen und steuern (ebit) und ergebnis vor zinsen, steuern und abschreibungen (ebit- da) gemessen. darüber hinaus sind auf dem gebiet der operativen finanziellen leistungsmessung neben diesen kennzahlen auch der free cashflow der segmente sowie die investitionen bedeutsame finanzielle indikatoren. dabei erfolgt ein vergleich sowohl zum vorjahr als auch zum plan des laufenden geschäftsjahres. hierdurch ist die geschäftsführung in der lage, abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende gegenmaßnahmen zu ergreifen. wesentliche chancen und risiken der voraussichtlichen entwicklung neben den allgemeinen branchen- und marktbezogenen risiken wie wettbewerb, preisdruck, veränderung des verbraucherverhaltens, umsatzrückgänge und abhängigkeit von großkunden etc. sieht die geschäftsführung für die zukünftige entwicklung im wesentlichen die nachfolgenden chancen und risiken. chancen - synergien in der zusammenarbeit zwischen der karlsberg brauerei und anderen unternehmen des karlsberg verbundes und damit einhergehend hebung von synergiepotenzialen fortführung der in 2016 begonnenen bereinigung des produkt- - portfolios und damit einhergehend effizienzsteigerung inner- halb der gesamten supply chain erschließung neuer nationaler märkte durch die kooperation - mit internationalen partnern verbunden mit synergieeffekten im - - - weitere verbesserung der ablaufprozesse bestehenden markenportfolio steigende nachfrage auf den exportmärkten stabile preise für roh-, hilfs- und betriebsstoffe 19
risiken ausblick - - - - - verteuerung der rohstoffpreise und lieferengpässe forderungsausfälle risiken aufgrund von tatsächlichen sowie angeblichen produkt- oder produktionsmängeln veränderung der allgemeinen rahmenbedingungen durch ordnungspolitische eingriffe ergebnisbelastung im bereich der pensionsrückstellungen durch ein weiterhin niedriges zinsniveau sowie allgemeine finanzierungsrisiken falls solche risiken eintreffen sollten, geht die geschäftsführung davon aus, dass durch entsprechende maßnahmen negative aus- wirkungen begrenzt oder kompensiert werden können. so wird der margenbelastung durch preisdruck und volatile roh- stoffmärkte mit einer optimierung der abläufe und hebung von synergien begegnet. einer möglichen veränderung des konsum- verhaltens wird durch eine kontinuierliche weiterentwicklung des produktportfolios rechnung getragen. möglichen forderungsaus- fällen wird durch ein stringentes debitorenmanagement entge- gengewirkt. in bezug auf die produkt- und produktionsrisiken wird das in der qualitätssicherung geführte haccp-system (hazard analysis and critical control points) kontinuierlich verbessert und die strengen anforderungen des ifs (international food standard) werden kon- sequent eingehalten. hierdurch werden die wesentlichen produkt- und produktionsrisiken laufend überwacht und eine unmittelbare reaktion auf abweichungen ermöglicht. dem risiko eines im klassischen biersegment weiter stagnierenden inlandsmarktes begegnet die gesellschaft mit einem breit diver- sifizierten produktportfolio sowie mit innovativen konzepten wie bspw. der kooperation mit internationalen partnermarken. gesamtbeurteilung im geschäftsjahr 2016 hat sich die karlsberg brauerei gmbh auch im hinblick auf die entwicklung im markt gut behauptet. bestands- gefährdende risiken traten im berichtsjahr weder aus einzelrisiken noch aus der gesamtrisikoposition des unternehmens auf. die deutsche wirtschaft befindet sich weiterhin in einer guten verfas- sung. die bundesregierung erwartet für das jahr 2017 eine zunahme des preisbereinigten bruttoinlandsprodukts um 1,4 % und damit eine fortsetzung des wachstumstrends. für weitere wachstumsimpulse könnten dabei ein weiterhin niedriger ölpreis und die wechselkurssituation des euro sorgen. zudem ermög- licht die gute lage der öffentlichen haushalte steigende ausgaben des staates für konsum und investitionen. das außenwirtschaftliche umfeld ist mit blick auf die künftige aus- richtung der amerikanischen politik und das eu-austrittsverfahren des vereinigten königreichs mit erheblichen wirtschaftspolitischen unsicherheiten belastet. dennoch ist auch unter berücksichtigung dieser faktoren davon auszugehen, dass die exporte mit voraussichtlich 2,1 % ähnlich stark wie in 2016 zulegen werden. die binnenwirtschaftliche dynamik wird vor allem durch weiterhin steigende realeinkommen und den anhaltenden beschäftigungsauf- bau getragen. die arbeitslosenquote liegt derzeit auf dem niedrigsten stand seit 25 jahren und dürfte sich auf dem aktuellen niveau von 6 % stabilisieren. die verfügbaren einkommen der privaten haushalte werden im jahr 2017 nach einer aktuellen prognose des marktforschungsinstituts gfk nominal um rund 1,7 % steigen, was sich auch auf die verbrau- cherstimmung positiv auswirken dürfte. die bundesregierung prog- nostiziert für 2017 einen realen anstieg der ausgaben der privaten haushalte um 1,3 %. die zunehmende biervielfalt und die stetig steigende anzahl an brau- ereien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die braubranche auch in naher zukunft weiterhin unter ertragsdruck stehen wird. die größten herausforderungen bleiben aus sicht des deutschen brauer-bunds der demografische wandel, steigende kosten, der wei- terhin hohe wettbewerbsdruck und der harte preiskampf im handel. weiter wachsen wird der getränkekonsum im segment alkoholfreier biere und alkoholfreier biermischgetränke sowie bierspezialitäten. ebenfalls positiv entwickeln werden sich innovative produkte mit neu- en geschmacksrichtungen und verpackungen. ziel der karlsberg brauerei ist es, sowohl ihr nationales als auch ihr internationales geschäftsmodell konsequent weiterzuentwickeln. das unternehmen wird zudem in 2017 die strategie zur nachhaltigen 20
verbesserung der ertragskraft verstärkt fortsetzen. die weichen im markengeschäft sind durch investitionen für die zukunft gestellt und zahlen sich bereits aus. darüber hinaus wird die in 2016 erfolgreich begonnene vertriebskooperation mit internationalen partnern fort- geführt. auch die ertragsorientierte weiterentwicklung des export- geschäftes soll vorangetrieben und weitere auslandspotenziale er- schlossen werden. mixery wird für den export nach asien und afrika weiterentwickelt und kommt in 2017 mit einer alkoholfreien variante auf den markt. auch gründel´s steht mit neuen sorten für das in- und ausland bereit. und im klassischen biersegment ist die gesellschaft mit den jüngsten investitionen in innovative gär- und lagertanks für den ausbau neuer bierspezialitäten bestens aufgestellt. um freie kapazitäten für das margenstarke markengeschäft, das wach- sende exportgeschäft sowie den ausbau unseres spezialitätensorti- ments zu schaffen, steht im geschäftsjahr 2017 in hohem maße die konsequente trennung von weniger ertragsreichen discountkunden und damit einhergehend eine weitere verbesserung des produktport- folios im fokus. in einem markt, der durch überkapazitäten, einen sehr intensiven wettbewerb sowie schwankende rohstoff- und energie- preise geprägt ist, wird der fokus nicht darauf liegen, durch niedrige preise mengenwachstum zu erreichen. durch ein konsequentes portfoliomanagement, verbunden mit einem signifikanten abbau der ausbringungsmenge, werden in hohem maße variable kosten innerhalb der gesamten supply chain reduziert werden können. die ablaufprozesse und die organisatorischen struk- turen werden in allen bereichen kontinuierlich verbessert und an die veränderten anforderungen mit dem ziel der effizienzsteigerung angepasst. aufbauend auf diesen veränderungsprozessen wird das jahr 2017 auch von weiteren anpassungen der organisationsstruk- turen geprägt sein. aufgrund unserer auf ertragswachstum ausgerichteten unterneh- mensstrategie sehen wir uns für die zukunft sehr gut aufgestellt. für das laufende geschäftsjahr wird aufgrund der bereinigungen des produktportfolios ein deutlich rückläufiger umsatz erwartet. bei erheblich verbesserter produktivität und gleichzeitiger entlastung va- riabler kostenstrukturen geht die geschäftsführung davon aus, dass die operative ertragssituation deutlich verbessert werden kann. für 2017 wird aufgrund signifikant höherer abschreibungen infolge der diesjährigen investitionen zwar ein zum umsatz unterproportional rückläufiges ebit, aber eine deutliche verbesserung der ebit-marge erwartet. das ebitda wird dagegen nur leicht unter dem wert des berichtsjahres erwartet. homburg/saar, 6. märz 2017 die geschäftsführung dr. hans-georg eils markus meyer 23
jahresabschluss bilanz zum 31. dezember 2016 gewinn- und verlustrechnung 2016 kapitalflussrechnung 2016
bilanz zum 31. dezember 2016 aktiva eur eur 31.12.2015 teur a. i. ii. 1. 2. 3. 4. iii. 1. 2. 3. 4. 5. b. i. 1. 2. 3. ii. 1. 2. 3. 4. iii. c. anlagevermögen immaterielle vermögensgegenstände entgeltlich erworbene konzessionen, gewerbliche schutzrechte und ähnliche rechte und werte sowie lizenzen an solchen rechten und werten 15.692.067,00 17.160 sachanlagen grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden grundstücken technische anlagen und maschinen andere anlagen, betriebs- und geschäftsausstattung geleistete anzahlungen und anlagen im bau finanzanlagen anteile an verbundenen unternehmen ausleihungen an verbundene unternehmen beteiligungen ausleihungen an unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht sonstige ausleihungen umlaufvermögen vorräte roh-, hilfs- und betriebsstoffe unfertige erzeugnisse, unfertige leistungen fertige erzeugnisse und waren forderungen und sonstige vermögensgegenstände forderungen aus lieferungen und leistungen forderungen gegen verbundene unternehmen forderungen gegen unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht sonstige vermögensgegenstände kassenbestand und guthaben bei kreditinstituten rechnungsabgrenzungsposten 26 11.101.377,45 18.179.567,00 9.379.667,00 1.531.905,41 41.285.564,59 790.190,77 925.360,79 20.000,00 6.937.631,94 5.285.305,21 1.043.814,64 5.611.453,42 12.921.017,46 8.568.020,35 0,00 6.279.398,15 11.634 8.325 8.893 6.418 40.192.516,86 35.270 41.286 2.462 925 20 8.149 52.842 49.958.748,09 105.843.331,95 105.272 5.631 1.339 4.006 11.940.573,27 10.976 18.179 2.231 0 3.441 23.851 2.904 27.768.435,96 1.122.843,37 40.831.852,60 37.731 467.183,19 215 147.142.367,74 143.218
passiva a. i. ii. iii. b. 1. 2. c. 1. 2. 3. 4. 5. 6. eigenkapital gezeichnetes kapital kapitalrücklage gewinnrücklagen rückstellungen rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen sonstige rückstellungen 16.774.336,56 11.630.657,44 verbindlichkeiten anleihen verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen verbindlichkeiten gegenüber unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht sonstige verbindlichkeiten davon aus steuern eur 918.448,45 (vj. teur 966) davon im rahmen der sozialen sicherheit eur 25.564,59 (vj. teur 26) 40.000.000,00 5.906.123,43 7.768.543,58 3.318.834,94 7.114,72 19.109.471,07 eur eur 31.12.2015 teur 12.782.500,00 29.770.500,00 44.842,00 42.597.842,00 28.404.994,00 12.783 29.770 45 42.598 16.845 15.113 31.958 30.000 11.313 8.738 6.155 7 12.448 76.110.087,74 68.661 29.444,00 1 147.142.367,74 143.218 d. rechnungsabgrenzungsposten 27
19% marktanteil +4,8% wachstum mixery nastrov flavour iced blue +2,9% wachstum mixery dose quelle: nielsen 2016 biermix ah ohne radler und internes vertriebscontrolling 2016 vs 2015
gewinn- und verlustrechnung für 2016 eur eur 1. umsatzerlöse . /. verbrauchsteuern 2. erhöhung des bestands an fertigen und unfertigen erzeugnissen 3. andere aktivierte eigenleistungen 4. sonstige betriebliche erträge davon erträge aus der währungsumrechnung eur 2.726,27 (vj. teur 5) davon erträge aus der anwendung der art. 66 und 67 abs. 1 bis 5 eghgb (übergangsvorschriften zum bilmog) eghgb (übergangsvorschriften zum bilmog) eur 0,00 (vj. teur 0) 5. materialaufwand a) aufwendungen für roh-, hilfs- und betriebsstoffe und für bezogene waren b) aufwendungen für bezogene leistungen 6. personalaufwand a) löhne und gehälter b) soziale abgaben und aufwendungen für altersversorgung und für unterstützung davon für altersversorgung eur 1.259.987,22 (vj. teur 1.224) 166.872.513,50 - 7.657.234,91 159.215.278,59 1.111.516,73 282.396,00 5.546.910,21 77.465.840,41 3.169.828,78 17.317.607,56 4.410.428,84 7. abschreibungen auf immaterielle vermögensgegenstände des anlagevermögens und sachanlagen 8.723.628,54 48.751.565,65 1.539.392,89 0,00 358.557,24 1.948.278,54 259.244,21 4.858.431,47 8. sonstige betriebliche aufwendungen davon aufwendungen aus der währungsumrechnung eur 9.528,51 (vj. teur 1) davon aufwendungen aus der anwendung der art. 66 und 67 abs. 1 bis 5 eghgb (übergangsvorschriften zum bilmog) eur 248.418,96 (vj. teur 164) 9. erträge aus beteiligungen davon aus verbundenen unternehmen eur 1.417.392,89 (vj. teur 311) 10. erträge aus gewinnabführungsverträgen 11. erträge aus anderen wertpapieren und ausleihungen des finanzanlagevermögens davon aus verbundenen unternehmen eur 70.387,17 (vj. teur 88) 12. sonstige zinsen und ähnliche erträge davon aus verbundenen unternehmen eur 1.781.411,90 (vj. teur 1.743) davon erträge aus der abzinsung eur 0,00 (vj. teur 0) 13. abschreibungen auf finanzanlagen und auf wertpapiere des umlaufvermögens 14. zinsen und ähnliche aufwendungen davon an verbundene unternehmen eur 203.756,99 (vj. teur 200) davon aufwendungen aus der abzinsung eur 393.319,00 (vj. teur 2.147) 15. ergebnis nach steuern 16. sonstige steuern 17. aufgrund eines gewinnabführungsvertrages abgeführte gewinne 18. jahresüberschuss 30 2015 teur 174.211 - 7.936 166.275 315 0 30.445 166.156.101,53 197.035 83.275 0 19.461 4.605 7.812 80.618 159.838.899,78 195.771 392 10.623 390 1.835 294 5.493 7.453 8.717 186 8.531 8.531 0 - 1.271.447,01 5.045.754,74 261.656,70 4.784.098,04 4.784.098,04 0,00
kapitalflussrechnung 2016 1. jahresüberschuss/-fehlbetrag (vor ergebnisabführung) 2. außerordentliche aufwendungen/erträge 3. abschreibungen/zuschreibungen auf gegenstände des anlagevermögens 4. zunahme/abnahme der rückstellungen 5. gewinn/verlust aus dem abgang von gegenständen des anlagevermögens 6. zunahme/abnahme der vorräte, forderungen aus lieferungen und leistungen sowie anderer aktiva, die nicht der investitions- oder finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7. zunahme/abnahme der verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen sowie anderer passiva, die nicht der investitions- oder finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8. zunahme/abnahme von aktiva bzw. passiva aus verschmelzungen 9. zahlungsunwirksame aufwendungen aus außerordentlichen posten 10. cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 11. einzahlungen aus abgängen von gegenständen des sachanlagevermögens 12. auszahlungen für investitionen in das sachanlagevermögen 13. auszahlungen für investitionen in das immaterielle anlagevermögen 14. einzahlungen aus abgängen von gegenständen des finanzanlagevermögens 15. auszahlungen für investitionen in das finanzanlagevermögen 16. cashflow aus der investitionstätigkeit 17. gewinnabführung an gesellschafter 18. einzahlungen aus der begebung der anleihe 19. auszahlungen aus der tilgung der anleihe 20. einzahlungen aus der aufnahme von krediten 21. auszahlungen aus der tilgung von krediten 22. cashflow aus der finanzierungstätigkeit 23. zahlungswirksame veränderungen des finanzmittelfonds 24. verschmelzungsbedingte änderung des finanzmittelfonds 25. finanzmittelfonds am anfang der periode 26. finanzmittelfonds am ende der periode der finanzmittelfonds umfasst den kassenbestand, die guthaben (2016: t€ 1.123, vj: t€ 2.904) sowie die kurzfristigen kontokorrentverbindlichkeiten bei kreditinstituten (2016: t€ 0, vj: t€ 5.902). im cashflow aus laufender geschäftstätigkeit sind folgende zahlungsströme enthalten: gezahlte zinsen gezahlte ertragsteuern 31 2016 t€ 4.784 0 8.983 - 3.553 1 - 2.168 - 1.010 0 0 7.037 33 - 12.176 - 36 4.686 - 2.062 - 9.555 - 4.784 40.000 - 30.000 7.900 - 6.477 6.639 4.121 0 - 2.998 1.123 2016 t€ 3.432 0 2015 t€ 8.531 3.530 8.107 1.458 - 1.117 13.267 3.811 - 8 - 173 37.406 1.617 - 7.716 - 12.610 4.738 - 43.586 - 57.557 - 8.531 0 0 30.298 - 7.245 14.522 - 5.629 14 2.617 - 2.998 2015 t€ 4.920 0
i. angaben zum jahresabschluss a. allgemeines die gesellschaft ist unter der firma karlsberg brauerei gmbh mit sitz in homburg im handelsregister des amtsgerichts saarbrücken unter der nummer hrb 17866 eingetragen. der jahresabschluss zum 31. dezember 2016 wurde auf der grundla- ge der rechnungslegungsvorschriften des dritten buches des handels- gesetzbuches sowie der ergänzenden bestimmungen des gesetzes betreffend die gesellschaften mit beschränkter haftung erstellt. es gelten die vorschriften für große kapitalgesellschaften. die gliederung des jahresabschlusses erfolgt nach den vorschriften der §§ 266 ff. hgb. mit dem bilanzrichtlinie-umsetzungsgesetz (bilrug) vom 17. juli 2015 hat deutschland die eu-bilanzrichtlinie 2013/34/eu in nationales recht umgesetzt. dies hat punktuelle auswirkungen auf das hgb, wie z. b. eine neudefinition der umsatzerlöse und damit zusammenhän- gend ausweisänderungen bei den sonstigen betrieblichen erträgen, den bezogenen leistungen und den sonstigen betrieblichen aufwen- dungen sowie anpassungen im anhang. die umsatzerlöse, die sonstigen betrieblichen erträge, die bezoge- nen leistungen sowie die sonstigen betrieblichen aufwendungen sind deshalb nur eingeschränkt mit dem vorjahr vergleichbar. die umsatzerlöse sind durch die neudefinition gem. § 277 abs. 1 hgb ausgeweitet worden. soweit für pflichtangaben wahlrechte bestehen, diese in der bilanz, der gewinn- und verlustrechnung oder im anhang darzustellen, sind diese aus gründen der übersichtlichkeit im anhang dargestellt. die gewinn- und verlustrechnung wird nach dem gesamtkostenver- fahren gem. § 275 abs. 2 hgb gegliedert. ergebnisverbesserung geführt. aus demselben grund wurde auch die bewertung von geringwerti- gen wirtschaftsgütern des anlagevermögens dahingehend angepasst, dass für nach dem 1.1.2016 angeschaffte wirtschaftsgüter mit einem anschaffungspreis zwischen 150 € und 1.000 € ein jährlicher sammel- posten gebildet und über 5 jahre abgeschrieben wird. dies führte zu einer ergebnisverbesserung von 214 t€. im berichtsjahr wurden die pensionsverpflichtungen unterstützungs- kasse brauerei becker und saarfürst brauerei aus den sonstigen verbindlichkeiten in die rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen in höhe von 2.278 t€ umgegliedert. zur besseren vergleichbarkeit wurde der vorjahresausweis (2.762 t€) angepasst. entgeltlich erworbene immaterielle vermögensgegenstände und sachanlagen die entgeltlich erworbenen immateriellen vermögensgegenstände des anlagevermögens und die sachanlagen werden grundsätzlich zu anschaffungs- bzw. herstellungskosten zuzüglich anschaffungs- nebenkosten abzüglich anschaffungspreisminderungen aktiviert. die planmäßigen abschreibungen werden entsprechend der nutzungs- dauer der vermögensgegenstände (3 bis 15 jahre) nach der linearen methode vorgenommen. in die herstellungskosten selbst erstellter anlagen sind neben den einzelkosten auch anteilige gemeinkosten und fremdkapitalzinsen, soweit sie auf die zeitdauer der herstellung entfallen, einbezogen. b. bilanzierungs- und bewertungsgrundsätze finanzanlagen für die aufstellung des jahresabschlusses waren, mit ausnahme der bei den allgemeinen hinweisen aufgeführten änderungen aufgrund des bilrug, im wesentlichen unverändert die nachfolgenden bilan- zierungs- und bewertungsmethoden maßgebend. zur anpassung an konzerneinheitliche bilanzierungs- und bewertungsgrundsätze er- folgte erstmalig der einbezug von fremdkapitalzinsen in die herstel- lungskosten selbst erstellter anlagen. zinsen für fremdkapital wurden in höhe von 236 t€ aktiviert und haben zu einer entsprechenden die bewertung des finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu anschaffungskosten, ausleihungen werden mit ihren nennbeträgen angesetzt. wertminderung wird durch angemessene wertberichti- gungen rechnung getragen. der wertansatz von beteiligungen wird unter verwendung gängiger bewertungsmethoden jährlich überprüft. abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden wert werden vorgenommen, wenn die wertminderung dauerhaft ist. 34
vorräte die roh-, hilfs- und betriebsstoffe und handelswaren werden zu an- schaffungskosten einschließlich nebenkosten abzüglich preisnach- lässen bilanziert. fertige und unfertige erzeugnisse wurden zu herstellungskosten be- wertet, die durch kalkulation auf basis der innerbetrieblichen kosten- rechnung der gesellschaft ermittelt wurden. dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten herstellungskosten nicht über den tatsächlichen herstellungskosten liegen. angemessene gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. alle erkennbaren risiken im vorratsvermögen, die sich aus überdurch- schnittlicher lagerdauer, geminderter verwertbarkeit und niedrigeren wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene abwer- tungen berücksichtigt. die gesellschaft unterliegt seit dem 1. januar 2005 dem europäischen emissionshandelssystem. im abgelaufenen geschäftsjahr wurden emissionszertifikate erworben, die zum anschaffungswert unter der position „fertige erzeugnisse und waren“ ausgewiesen sind. sieben jahre abgezinst. rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen werden unter berücksichtigung der im märz 2016 verabschiedeten gesetzes- änderung der neuregelung zum hgb-rechnungszins für altersver- sorgungsverpflichtungen gemäß § 253 abs. 2 satz 1 hgb mit dem ihrer restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen marktzinssatz der vergangenen zehn geschäftsjahre abgezinst. die ausschließlich der erfüllung der altersversorgungsverpflichtun- gen dienenden, dem zugriff aller übrigen gläubiger entzogenen ver- mögensgegenstände (deckungsvermögen i.s.d. § 246 abs. 2 satz 2 hgb) wurden mit ihrem beizulegenden zeitwert mit den altersteil- zeitrückstellungen verrechnet. da kein aktiver markt besteht, anhand dessen sich der marktpreis ermitteln lässt, wurde für die ermittlung des beizulegenden zeitwerts der rückdeckungsversicherungen deren aktivwert verwendet. verbindlichkeiten forderungen und sonstige aktiva die bewertung der verbindlichkeiten erfolgt zum erfüllungsbetrag. die bewertung der forderungen aus lieferungen und leistungen erfolgt zum nennwert. dem allgemeinen kreditrisiko wird durch eine pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten forde- rungen bereinigten nettoforderungsbestandes rechnung getragen. auf zweifelhafte forderungen wurden angemessene einzelwertbe- richtigungen gebildet. der bestand an liquiden mitteln und die sonstigen aktiva werden mit nominalwerten bilanziert. rückstellungen die rückstellungen werden, mit ausnahme der pensionsrückstel- lungen, aufgrund deren ratierlichen zuführung gem. artikel 67 abs. 1 eghgb, mit den nach vernünftiger kaufmännischer beurteilung notwendigen erfüllungsbeträgen angesetzt. rückstellungen mit einer restlaufzeit von mehr als einem jahr werden mit dem ihrer restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen marktzinssatz der vergangenen latente steuern latente steuern sind für die karlsberg brauerei gmbh aufgrund des bestehenden organschaftsverhältnisses mit der karlsberg holding gmbh nicht zu bilden. währungsumrechnung sämtliche geschäftsvorfälle in ausländischer währung wurden mit dem kurs zum zeitpunkt der erstmaligen erfassung angesetzt. auf fremde währung lautende vermögensgegenstände und verbindlichkeiten wur- den grundsätzlich mit dem devisenkassamittelkurs zum abschlussstich- tag umgerechnet. bei einer restlaufzeit von mehr als einem jahr wurde dabei das realisationsprinzip (§ 252 abs. 1 nr. 4 halbsatz 2 hgb) und das anschaffungskostenprinzip (§ 253 abs. 1 satz 1 hgb) beachtet. 35
c. erläuterungen zur bilanz anlagevermögen die summe der kumulierten anschaffungs- und herstellungskosten und der kumulierten abschreibungen je anlageposten sowie die zu- gänge und abgänge des berichtsjahres ergeben sich aus dem anla- gespiegel. ebenso sind dem anlagespiegel die abschreibungen des geschäftsjahres zu entnehmen. die wesentlichen zugänge entfallen im bereich des sachanlagever- mögens auf das in 2016 abgeschlossene investitionsprojekt gär- und lagerkeller sowie das im dezember in betrieb genommene block- heizkraftwerk. die bilanzierung der im vorjahr von der karlsberg holding gmbh erworbenen 1.150.000 stammaktien der mineralbrunnen überkin- gen-teinach gmbh & co. kgaa erfolgte in ausübung des bewertungs- wahlrechts nach § 253 abs. 3 satz 4 hgb zum anschaffungskurs von 17,40 €. der börsenkurs lag zum bilanzstichtag bei 16,30 €. somit erfolgt der ausweis mit einem um 1.265 t€ über dem beizulegenden wert von 18.745 t€ liegenden buchwert von 20.010 t€. vor dem hintergrund der in den letzten jahren erfolgreich abge- schlossenen restrukturierung und der derzeitigen positiven ergeb- nissituation sowie der erwarteten positiven zukünftigen entwicklung der mineralbrunnen-gruppe ist eine dauerhafte wertminderung nicht anzunehmen. 36
anlagespiegel anschaffungskosten/herstellungskosten bestand 01.01.16 veränderungen im berichtsjahr zugänge abgänge anlagevermögen i. immaterielle vermögensgegenstände 1. entgeltlich erworbene konzessionen und gewerbliche schutzrechte 2. rechte und werte sowie lizenzen an solchen rechten und werten eur eur 17.394.715,84 16.568,00 2.126.873,63 19.798,17 3. geleistete anzahlungen 0,00 0,00 19.521.589,47 36.366,17 eur 0,00 0,00 0,00 0,00 umbuchungen +/- zugang durch verschmelzung eur u vz 0,00 0,00 0,00 0,00 bestand 31.12.2016 eur 17.411.283,84 2.146.671,80 0,00 19.557.955,64 ii. sachanlagen 1. grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden grundstücken 2. technische anlagen und maschinen 3. andere anlagen, betriebs- und geschäftsausstattung 48.701.112,98 211.346,13 14.735,29 355.884,23 u 49.253.608,05 84.097.742,41 59.078.252,87 7.056.825,22 4.045.152,36 161.939,88 5.177.415,60 u 96.170.043,35 4.018.544,62 216.197,07 u 59.321.057,68 4. geleistete anzahlungen und anlagen im bau 6.418.414,43 862.987,88 0,00 - 5.749.496,90 u 1.531.905,41 198.295.522,69 12.176.311,59 4.195.219,79 0,00 206.276.614,49 summe i. und ii. 217.817.112,16 12.212.677,76 4.195.219,79 0,00 225.834.570,13 iii. finanzanlagen 1. anteile an verbundenen unternehmen 41.285.564,59 0,00 0,00 2. ausleihungen an verbundene unternehmen 3. beteiligungen 4. ausleihungen an unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 2.461.663,10 2.310.848,62 20.000,00 121.534,17 1.793.006,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 41.285.564,59 790.190,77 0,00 vz 2.310.848,62 0,00 20.000,00 5. sonstige ausleihungen 11.204.950,98 1.940.679,08 5.135.470,89 0,00 vz 8.010.159,17 57.283.027,29 2.062.213,25 6.928.477,39 0,00 52.416.763,15 summe i., ii. und iii. 275.100.139,45 14.274.891,01 11.123.697,18 0,00 278.251.333,28 38
abschreibungen|wertberichtigungen buchwerte bestand 01.01.16 zugänge abgänge veränderungen im berichtsjahr eur eur eur 1.589.373,84 1.130.166,00 772.587,63 373.761,17 0,00 0,00 2.361.961,47 1.503.927,17 0,00 0,00 0,00 0,00 z zuschreibungen +/- u umbuchungen +/- vz zugang durch verschmelzung eur bestand 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 eur eur teur 0,00 0,00 0,00 2.719.539,84 14.691.744,00 1.146.348,80 1.000.323,00 15.805 1.354 0,00 0,00 0 0,00 3.865.888,64 15.692.067,00 17.160 37.067.380,59 1.097.776,36 12.926,35 z 0,00 38.152.230,60 11.101.377,45 11.634 75.772.440,41 2.379.975,82 161.939,88 z 0,00 77.990.476,35 50.185.383,87 3.741.949,19 3.985.942,38 z 0,00 49.941.390,68 18.179.567,00 9.379.667,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.531.905,41 8.325 8.893 6.418 163.025.204,87 7.219.701,37 4.160.808,61 0,00 166.084.097,63 40.192.516,86 35.270 165.387.166,34 8.723.628,54 4.160.808,61 0,00 169.949.986,27 55.884.583,86 52.430 0,00 0,00 1.385.487,83 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.055.639,92 259.244,21 2.242.356,90 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.385.487,83 0,00 41.285.564,59 790.190,77 925.360,79 20.000,00 1.072.527,23 6.937.631,94 41.286 2.462 925 20 8.149 4.441.127,75 259.244,21 2.242.356,90 0,00 2.458.015,06 49.958.748,09 52.842 169.828.294,09 8.982.872,75 6.403.165,51 0,00 172.408.001,33 105.843.331,95 105.272 39
wir sind marktführer in unserer region 18,4 %* marktanteil aufgrund des einzigartigen, erfrischenden geschmacks von gründel’s ist man in der heimischen region mit 18,4 %* marktanteil unangefochten marktführer im segment der alkoholfreien biere und malzgetränke. mehr noch: gründel’s ist gleich mit drei sorten in den top-15-marken des alkoholfreien segments vertreten. gründel’s alkoholfrei — eine marke, die den zeitgeist trifft! 13,9 %* gründel’s fresh ist die stärkste einzelmarke im alkoholfreien biermarkt www.gruendels.de * quelle: nielsen 2016 - distributionsgebiet kb (saarland/westpfalz/vorderpfalz/regierungsbezirk trier/ballungsraum mannheim)
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anteilsbesitz gesellschaft karlsberg logistik service gmbh, homburg vendis gastro gmbh & co. kg, homburg beguest gmbh, tholey karlsbräu chr, saverne/frankreich saarfürst brauhaus am yachthafen gmbh, merzig saarfürst gbr, merzig mineralbrunnen überkingen-teinach gmbh & co. kgaa, bad überkingen (davon stimmrechtslose vorzugsaktien: 0 %) anteil am kapital eigenkapital 31.12.2016 ergebnis geschäftsjahr 2016 % 100,00 100,00 51,72 100,00 50,00 50,00 13,53 teur 253 7.082 46 4.874 364 578 teur eav 1) 607 2) -14 615 87 101 53.181 2.866 3) 1) eav: es besteht ein ergebnisabführungsvertrag mit der karlsberg brauerei gmbh. 2) ergebnis vor ergebnisverbuchung 3) zahlen mineralbrunnen überkingen-teinach gmbh & co. kgaa per 31.12.2015 forderungen und sonstige vermögensgegenstände rückstellungen forderungen mit einer restlaufzeit von mehr als einem jahr sind in den sonstigen vermögensgegenständen in höhe von 1.076 t€ (vj.: 1.130 t€) enthalten. die forderungen gegen verbundene unternehmen in höhe von 8.568 t€ (vj.: 2.231 t€) resultieren aus dem lieferungs- und leistungs- verkehr in höhe von 4.594 t€ (vj.: 1.223 t€), im übrigen aus konzern- internen finanzierungen sowie ergebnis- und steuerabrechnungen. zum bilanzstichtag bestehen forderungen gegen gesellschafter in höhe von 1.003 t€ (vj.: 0 t€). rechnungsabgrenzungsposten hierin enthalten ist ein disagio in höhe von 5 t€ (vorjahr: 7 t€). gewinnrücklagen der ansatz betrifft die bewertungsänderung aufgrund des bilanz- rechtsmodernisierungsgesetzes (bilmog) zum 1. januar 2010. die ermittlung der pensionsrückstellungen erfolgte nach versiche- rungsmathematischen grundsätzen auf basis der projected-unit-cre- dit-methode unter zugrundelegung eines rechnungszinsfußes von 4,01 % (vj.: 3,89 %), eines lohn- und gehaltstrends von 2,00 % (vj.: 2,00 %), eines erwarteten rententrends von 1,50 % (vj.: 1,50 %), einer fluktuation von 3,50 % (vj.: 3,50 %) und unter anwendung der sterbetafeln 2005 g von prof. dr. klaus heubeck. sie wurden unter berücksichtigung der im märz 2016 verabschiedeten gesetzesänderung der neuregelung zum hgb-rechnungszins für altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 abs. 2 satz 1 hgb mit dem ihrer restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen marktzins- satz der vergangenen 10 geschäftsjahre abgezinst. im vergleich mit einer durchschnittsverzinsung von 7 jahren wurde ein unterschieds- betrag gemäß § 253 abs. 6 hgb in höhe von 2.156 t€ ermittelt, der einer ausschüttungs-, nicht aber einer abführungssperre unterliegt. der bilanzansatz entspricht dem versicherungsmathematischen gut- achten der mercer deutschland gmbh. der aus der umbewertung der pensionsrückstellungen zum 1. januar 43
2010 ermittelte unterschiedsbetrag (unterdeckung) wird seit dem geschäftsjahr 2010 bis zum 31. dezember 2024 gleichmäßig zu min- destens einem fünfzehntel den pensionsrückstellungen zugeführt. der unterschiedsbetrag zum bilanzstichtag beträgt zum 31.12.2016 1.965 t€ (vj: 2.214 t€). abweichend vom vorjahr wurde aufgrund der einführung des bilrug der zuführungsbetrag des geschäftsjahres 2016 in höhe von 248 t€ gesondert als davon-vermerk bei den sonstigen betrieblichen aufwen- dungen als „aufwendungen nach art. 67 abs. 1 satz 1 eghgb“ erfasst. im vorjahr wurde dieser aufwand vor einführung des bilrug noch unter den außerordentlichen aufwendungen dargestellt. unter inanspruchnahme von art. 28 eghgb werden rückstellungen für mittelbare versorgungsverpflichtungen der versorgungsempfän- ger der karlsberg brauerei, für die eine subsidiärhaftung besteht, im versorgungswerk karlsberg brauerei e. v., homburg, nicht in der bilanz ausgewiesen. die höhe der nicht bilanzierten mittelbaren ver- sorgungsverpflichtungen beträgt unter berücksichtigung eines rech- nungszinses von 4,50 %, der dem durchschnittzins des deckungsver- mögens des versorgungswerkes entspricht, 3.539 t€ (vj.: 3.883 t€). unter zugrundelegung eines rechnungszinsfußes gemäß § 253 abs. 2 hgb von 4,01 % ergibt sich ein betrag von 4.453 t€ (vj.: 5.149 t€). darüber hinaus bestehen mittelbare versorgungsverpflichtungen der unterstützungskasse löwenbrauerei, j. mendgen, trier, in höhe von 228 t€ (vj.: 253 t€). in den sonstigen rückstellungen sind im wesentlichen rückstellun- gen für pfand in höhe von 5.390 t€, personalkosten in höhe von 1.665 t€ sowie für ausstehende rechnungen und rückvergütungen in höhe von 3.081 t€ enthalten. außerdem werden im geschäftsjahr rückstellungen für unterlassene instandhaltung in höhe von 680 t€ ausgewiesen. entsprechend § 246 abs. 2 s. 2 hgb wurden altersteilzeitverpflichtun- gen mit zusammenhängenden vermögensgegenständen verrechnet. ebenso werden die in diesem zusammenhang entstandenen aufwen- dungen und erträge saldiert unter der position „zinsen und ähnliche aufwendungen“ ausgewiesen. angaben zur verrechnung nach § 246 abs. 2 satz 2 hgb: erfüllungsbetrag der verrechneten schulden anschaffungskosten der vermögensgegenstände beizulegender zeitwert der vermögensgegenstände verrechnete aufwendungen verrechnete erträge teur 919 749 749 50 8 44
verbindlichkeiten 1. anleihe (vorjahr) 2. verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten (vorjahr) 3. verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen (vorjahr) 4. verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen (vorjahr) 5. verbindlichkeiten gegenüber unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht (vorjahr) 6. sonstige verbindlichkeiten (vorjahr) davon aus steuern (vorjahr) davon im rahmen der soz. sicherheit (vorjahr) summe betrag teur 40.000 (30.000) 5.906 (11.313) 7.769 (8.738) 3.319 (6.155) 7 (7) 19.109 (12.448) 918 (966) 26 (26) 76.110 (68.661) die verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten sind wie folgt besichert: - grundschulden, - raumsicherungsübereignung der bestände an roh-, hilfs- und betriebsstoffen, unfertigen und fertigen erzeugnissen, handels- waren und verpackungsmaterialien sowie das gesamte leergut, - abtretung der versicherungsleistungen des warenbestandes, - globalzession der gesamten forderungen aus lieferungen und leistungen einschließlich solche gegen die brasserie 45 0 (0) 1.045 (6.761) 7.769 (8.738) 3.319 (6.155) 7 (7) 11.805 (9.144) 918 (966) 26 (26) 23.945 (30.805) 40.000 (30.000) 4.195 (4.552) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 4.377 (3.304) 0 (0) 0 (0) 48.572 (37.856) 0 (0) 666 (0) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 2.927 (0) 0 (0) 0 (0) 3.593 (0) davon mit einer restlaufzeit unter einem jahr teur von 1–5 jahren teur über 5 jahre teur licorne sas und die karlsbräu chr sas, - verpfändung von guthaben auf diversen konten der - abtretung von nutzungsrechten an diversen marken. konsortialbanken, in den verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen in höhe von 3.319 t€ (vj.: 6.155 t€), die im wesentlichen aus konzern- internen finanzierungen resultieren, sind verbindlichkeiten gegen gesellschafter in höhe von 0 t€ (vj.: 2.465 t€) enthalten.
d. erläuterungen zur gewinn- und verlustrechnung umsatzerlöse sonstige betriebliche erträge gemäß bilrug werden die umsatzerlöse nach § 277 abs. 1 hgb neu definiert. als umsatzerlöse sind die erlöse aus dem verkauf und der vermie- tung oder verpachtung von produkten sowie aus der erbringung von dienstleistungen der kapitalgesellschaft nach abzug von erlösschmäle- rungen und der umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem umsatz verbundener steuern auszuweisen. hierdurch werden ab diesem geschäftsjahr bestimmte sonstige be- triebliche erträge im umsatz ausgewiesen. die umsatzerlöse gliedern sich dementsprechend wie folgt: erlöse bier/biermischgetränke inland erlöse bier/biermischgetränke ausland erlöse alkoholfreie und sonstige getränke sonstige umsatzerlöse 31.12.2016 teur 31.12.2015 teur 76.298 79.783 77.231 84.323 4.522 8.822 3.158 6.947 bei den periodenfremden erträgen in höhe von 2.491 t€ handelt es sich im wesentlichen um erträge aus der auflösung von rückstellun- gen (1.504 t€) sowie erträge aus schadensersatzleistungen (620 t€). in den sonstigen betrieblichen erträgen sind im vorjahr 23.977 t€ enthalten, die im vorjahr als außerordentliche erträge ausgewiesen wurden. sonstige betriebliche aufwendungen die periodenfremden aufwendungen betragen 1.084 t€ und betreffen überwiegend aufwendungen für schadensersatzleistungen (512 t€) und aufwendungen für abfindungen (217 t€). in den sonstigen betrieblichen aufwendungen sind im vorjahr 27.507 t€ enthalten, die im vorjahr als außerordentliche aufwendun- gen ausgewiesen wurden. die sonstigen betrieblichen aufwendungen enthalten im berichtsjahr in höhe von 248 t€ aufwendungen nach artikel 67 abs. 1 satz 1 hgb betreffend die ratierliche zuführung zu den pensionsrückstellungen, die in den vorjahren als außerordentlicher aufwand ausgewiesen wurden. 166.873 174.211 finanzergebnis im abgelaufenen geschäftsjahr wurden im bereich der finanzanlagen keine außerplanmäßigen abschreibungen vorgenommen. der aufgrund der änderung des rechnungszinses nach § 253 hgb reduzierte zinsaufwand in höhe von 290 t€ wurde im finanzergebnis ausgewiesen. der ausgewiesene aufwand für verbrauchsteuern betrifft die biersteuer. bei anwendung des § 277 abs. 1 hgb in der fassung des bilrug bereits im jahr 2015 hätte sich ein als umsatzerlöse auszuweisender betrag in höhe von 175.415 t€ ergeben. die änderung betrifft erlöse aus kostenumlagen, lizenz- und schreddererlöse sowie erlöse aus verlegerprovisionen. materialaufwand bislang unter den sonstigen betrieblichen aufwendungen ausgewie- sene beträge (im wesentlichen miet- und pachtaufwendungen für anpachtungen in der gastronomie) werden infolge des bilrug erst- mals unter den aufwendungen für bezogene leistungen ausgewiesen. 46
die zinsen und ähnliche aufwendungen in höhe von 4.858 t€ gliedern sich wie folgt: zinsen und ähnl. aufwendungen zinsen 2016 € 4.858.431,47 2015 € 5.492.480,93 zinsen anleihe 3.066.775,94 2.212.500,00 zinsen aus langfristigen bankverbindlichkeiten zinsen aus kurzfristigen bankverbindlichkeiten zinsaufwendungen verbundene unternehmen zinsen aus einlagen mitarbeiter 321.349,94 364.135,81 221.641,17 270.046,80 203.756,99 200.454,41 268.771,24 240.484,59 zinsanteil pensionsrückstellungen 328.448,00 2.051.022,00 sonstige zinsen 147.688,19 153.837,32 zinsähnliche aufwendungen vorzeitige ablöse anleihe 4.558.431,47 5.492.480,93 300.000,00 300.000,00 0,00 0,00 gewinnverwendungsvorschlag aufgrund des bestehenden ergebnisabführungsvertrages wird der gesamte gewinn an die karlsberg holding gmbh abgeführt. ii. sonstige angaben a. nicht in der bilanz enthaltene geschäfte die gesellschaft hat zur absatzsicherung eigener produkte gaststätten angepachtet. risiken liegen bei einem leerstand dieser objekte in der weiterzahlung der pacht. einzelne betriebseinrichtungen sowie weite teile des fuhrparks sind aus finanzierungsgründen geleast. die verwaltung des fahrzeugbestandes erfolgt durch einen externen dienstleister. zur abdeckung der benötigten hopfenmengen wurden vorkontrakte mit hopfenlieferanten abgeschlossen. die risiken für die gesellschaft bestehen in den fixierten lieferpreisen, die durch positive einflüsse bei den ernten unterschritten werden können. b. sonstige finanzielle verpflichtungen die zum 31. dezember 2016 bestehenden finanziellen verpflich- tungen aus miet-, leasing-, rohstoff- und dienstleistungsverträgen belaufen sich bis zum jeweiligen vertragsende auf: pachtverträge gaststätten hopfenvorkontrakte fuhrparkleasing leasing betriebseinrichtungen verträge privatbrauerei bischoff gmbh & co. kg, winnweiler sonstige davon gegenüber verbundenen unternehmen 31.12.2016 teur 4.949 1.485 1.726 2.391 329 388 11.268 0 den bestehenden verpflichtungen aus pachtverträgen in höhe von 4.949 t€ gegenüber den hauseigentümern stehen ansprüche aus langfristigen verträgen aus der verpachtung von gaststätten an gas- tronomiebetriebe gegenüber. es bestehen zum bilanzstichtag tarifvertragliche verpflichtungen aus haustrunkdeputaten in höhe von 425 t€ und aus altersfreizeitleistun- gen in höhe von 2.231 t€. um den nachhaltigen ertrag des deckungsvermögens des versor- 47
gungswerkes karlsberg brauerei e. v. sicherzustellen, hat sich das trä- gerunternehmen karlsberg brauerei gmbh verpflichtet, jährlich einen ertragszuschuss unter anrechnung der zu leistenden nachdotierungen sowie von dividendenerträgen und des zinsergebnisses zu leisten für den fall, dass der jährliche ertrag von 4,5 % auf den stand des deckungsvermögens zum 01.01. des kalenderjahres nicht erreicht wird. unter berücksichtigung geplanter nachdotierungen, zins- und dividendenerträge wird für das geschäftsjahr 2017 ein ertragszuschuss von 0,7 mio. € erwartet. c. nachtragsbericht wesentliche ereignisse nach dem bilanzstichtag: nach dem bilanzstichtag sind keine vorgänge von besonderer bedeu- tung eingetreten, die wesentliche finanzielle auswirkungen haben. d. geschäftsführer herr markus meyer, geschäftsführer vertrieb/marketing (seit 08.03.2016) herr dr. hans-georg eils, geschäftsführer technik/logistik auf die angabe der gesamtbezüge wird gem. § 286 abs. 4 hgb verzichtet. e. durchschnittliche zahl der während des geschäftsjahres beschäftigten arbeitnehmer im geschäftsjahr wurden durchschnittlich 310 arbeitnehmer beschäf- tigt (kaufm./techn. angestellte 140, gewerbliche arbeitnehmer 170). f. prüfungs- und beratungsgebühren des abschlussprüfers das für das geschäftsjahr berechnete honorar des abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die angaben im konzern- abschluss der karlsberg holding gmbh einbezogen wird. g. konzernabschluss der jahresabschluss der gesellschaft wird in den konzernabschluss der karlsberg holding gmbh, homburg/saar, einbezogen und im bundes- anzeiger veröffentlicht. dieser ist bestandteil des konzernabschlusses der karlsberg brauerei kg weber, homburg/saar, der ebenfalls im bundesanzeiger veröffentlicht wird. zur erstellung eines konzernabschlusses war die gesellschaft zum 31. dezember 2016 nicht verpflichtet, da die karlsberg holding gmbh, homburg/saar, zum 31. dezember 2016 einen konzernabschluss und konzernlagebericht mit befreiender wirkung für die gesellschaft erstellt. homburg, 6. märz 2017 die geschäftsführung dr. hans-georg eils markus meyer 48
bestätigungsvermerk wir haben den jahresabschluss – bestehend aus bilanz, gewinn- und verlustrechnung sowie anhang – unter einbeziehung der buchfüh- rung und den lagebericht der karlsberg brauerei gmbh, homburg/ saar, für das geschäftsjahr vom 1. januar bis 31. dezember 2016 geprüft. die buchführung und die aufstellung von jahresabschluss und lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen vorschrif- ten liegen in der verantwortung der gesetzlichen vertreter der ge- sellschaft. unsere aufgabe ist es, auf der grundlage der von uns durchgeführten prüfung eine beurteilung über den jahresabschluss unter einbeziehung der buchführung und über den lagebericht abzugeben. wir haben unsere jahresabschlussprüfung nach § 317 hgb unter beachtung der vom institut der wirtschaftsprüfer (idw) festgestell- ten deutschen grundsätze ordnungsmäßiger abschlussprüfung vor- genommen. danach ist die prüfung so zu planen und durchzufüh- ren, dass unrichtigkeiten und verstöße, die sich auf die darstellung des durch den jahresabschluss unter beachtung der grundsätze ordnungsmäßiger buchführung und durch den lagebericht vermit- telten bildes der vermögens-, finanz- und ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender sicherheit erkannt werden. bei der festlegung der prüfungshandlungen werden die kenntnisse über die geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche umfeld der gesellschaft sowie die erwartungen über mögliche feh- ler berücksichtigt. im rahmen der prüfung werden die wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen kontrollsystems sowie nachweise für die angaben in buchführung, jahresabschluss und lagebericht überwiegend auf der basis von stichproben beurteilt. die prüfung umfasst die beurteilung der angewandten bilanzie- rungsgrundsätze und der wesentlichen einschätzungen der gesetz- lichen vertreter sowie die würdigung der gesamtdarstellung des jahresabschlusses und des lageberichts. wir sind der auffassung, dass unsere prüfung eine hinreichend sichere grundlage für unsere beurteilung bildet. unsere prüfung hat zu keinen einwendungen geführt. nach unserer beurteilung aufgrund der bei der prüfung gewonne- nen erkenntnisse entspricht der jahresabschluss den gesetzlichen vorschriften und vermittelt unter beachtung der grundsätze ord- nungsmäßiger buchführung ein den tatsächlichen verhältnissen entsprechendes bild der vermögens-, finanz- und ertragslage der gesellschaft. der lagebericht steht in einklang mit dem jahresab- schluss, entspricht den gesetzlichen vorschriften, vermittelt insge- samt ein zutreffendes bild von der lage der gesellschaft und stellt die chancen und risiken der zukünftigen entwicklung zutreffend dar. saarbrücken, 17. märz 2017 ernst & young gmbh wirtschaftsprüfungsgesellschaft witsch wirtschaftsprüfer waldner wirtschaftsprüfer 51
wem das nicht schmeckt, kennt schaum nur vom baden. karlsberg urpils. frisch. würzig. herb.
finanzkalender 30.03.2017 28.04.2017 august 2017 veröffentlichung jahresabschluss 2016/pressekonferenz zinszahlungstermin veröffentlichung ungeprüfter halbjahresabschluss 2017 54

References: art. 66
 art. 66
 § 277
 § 275
 § 253
 § 246
 § 253
 § 253
 § 253
 art. 67
 art. 28
 § 253
 § 246
 § 246
 § 277
 § 253
 § 277
 § 286
 § 317