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Timestamp: 2017-11-24 13:00:47+00:00

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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 11/2017
Eingetragen oder aktualisiert am 13.03.2017
2.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschl. v. 12.08.2016 - L 3 AS 2476/16 ER-B
3. Ein mit Geldmitteln aus dem Erbe erworbener Motorroller stellt als Surrogat der geerbten Geldmittel während des Anrechnungszeitraums Einkommen dar, das bei Verwertbarkeit weiterhin dem Bedarf des Antragstellers entgegengehalten werden kann.
2.2 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 26.01.2017 - L 7 AS 1192/13
Zur Berücksichtigung einer kapitalbildenden Lebensversicherung als verwertbares Vermögen nach § 12 SGB II (hier bejahend Scheingeschäft)
2.3 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 24.08.2016 - L 3 AS 2104/15
2.4 - Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urt. v. 29.11.2016 - L 3 AS 137/14
S.a. Pressemitteilung 2/2017 des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz: lsgrp.justiz.rlp.de
2.5 - Sächsisches Landessozialgericht, Urteil v. 14.02.2017 - L 7 AS 2055/13
2.6 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 22.02.2017 - L 13 AS 26/17 B ER
3.1 - Sozialgericht Hamburg, Urt. v. 10.07.2015 - S 22 AS 684/10 - Berufung zugelassen
3. Unter Beachtung des Meistbegünstigungsprinzips kann ein Antrag auf Leistungen nach dem Vierten Kapitel des SGB XII so ausgelegt werden, dass er alle in Betracht kommenden Leistungen, auch Mehrbedarfe nach § 30 SGB XII, umfasst (SG Karlsruhe, Urt. v. 30.01.2014, S 1 SO 3002/13).
SG Landshut, Urteil v. S 5 SO 70/14 - anhängig beim BSG unter dem Az. - B 8 SO 25/16 R
3.2 - Sozialgericht Hamburg, Urt. v. 06.07.2015 - S 49 AS 4183/13
3.3 - SG Karlsruhe, Urteil v. 24.01.2017 - S 4 AS 1827/16 -, nicht rechtskräftig
3.4 - Sozialgericht Gelsenkirchen, Beschluss v. 07.03.2017 - S 31 AS 370/17 ER
1. Für die Antragstellerin folgt der Leistungsausschluss aus § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 lit. b) SGB II in der ab dem 29.12.2016 geltenden Fassung. Darüber hinaus steht den Antragstellern auch kein Anspruch auf Sozialhilfe gemäß § 23 Abs. 1 Satz 3 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) – Sozialhilfe – in der ab dem 29.12.2016 geltenden Fassung zu.
2. Der Leistungsausschluss von ausländischen Unionsbürgern nach § 23 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 SGB XII, die sich allein zum Zwecke der Arbeitssuche im Bundesgebiet aufhalten, ist aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden (vgl. zur geltenden Rechtslage ebenso SG Dortmund, Beschluss vom 31.01.2017 – S 62 SO 628/16 ER; siehe auch zur alten Rechtslage Bayrisches Landessozialgericht, Beschluss vom 13.10.2015 – L 16 AS 612/15 ER; Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 05.11.2015 – L 3 AS 479/15 B).
4.1 - Sozialgericht Kassel, Beschluss v. 21.02.2017 - S 12 SO 8/17 ER
Dies gilt gerade dann, wenn sich das Aufenthaltsrecht der von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossenen nichtdeutschen Person im Bundesgebiet verfestigt hat. Dieser Aufenthaltsverfestigung kann nur ausländerbehördlich entgegengetreten werden.
S.a. dazu: Leitsatz (Juris)
1. Zur formellen und materiellen Bestandskraft rechtskräftiger sozialgerichtlicher, vorläufig bewilligender Entscheidungen im einstweiligen Rechtsschutz, der rechtlichen Wirkung eines hierauf beruhenden Ausführungsbescheides, der ungenutzten Möglichkeit einer gerichtlichen Abänderung entsprechender Entscheidungen durch die Verwaltung, einer durch die Verwaltung ohne Einschaltung des Gerichts erfolgenden Abänderung/Aufhebung eines solchen Ausführungsbescheides, der aufschiebenden Wirkung von Widerspruch und Klage gegen die Aufhebung/Änderung einer solchen ohne gerichtliche Entscheidung erfolgenden Verwaltungsentscheidung, der erstmaligen Anordnung der sofortigen Vollziehung des Aufhebungs-/Änderungsbescheides im Widerspruchsbescheid und den Rechtsfolgen einer wider besseren Wissens im Vorverfahren nicht nachgeholten Anhörung einer zuvor rechtswidrig unterbliebenen Anhörung.
2. Zum möglichen verfassungskonformen Anspruch auf Weitergewährung von Sozialhilfe zumindest im einstweiligen Rechtsschutz durch solche EU-Bürger, die bei Inkrafttreten des § 23 SGB XII in der ab 29. Dezember 2016 geltenden Fassung bereits ohne rechtlich zulässige Befristung im laufenden Bezug von Sozialhilfe gestanden haben bzw. nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zuvor einen entsprechenden Anspruch gehabt haben (vgl. SG Kassel, Beschlüsse vom 16. Dezember 2016, S 12 SO 38/16 ER, vom 13. Februar 2017, S 11 SO 7/17 ER und vom 14. Januar 2017, S 4 AS 20/17 ER).
5.1 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen 8. Senat, Beschluss vom 12.12.2016, L 8 AY 51/16 B ER
5.2 - Sozialgericht Hamburg, Beschluss v. 17.01.2017 - S 10 AY 92/16 ER
Vgl. Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 17.01.2017 - L 7 AY 18/17 ER-B - Der Ausschluss von Leistungen nach dem BAföG nach Maßgabe des § 8 BAföG für ausländische Studierende begründet grundsätzlich keinen Härtefall i.S. des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB XII.
5.3 - Pressemitteilung 08.03.2017 - VG Chemnitz trifft Grundsatzentscheidung zu der Frage, unter welchen Voraussetzungen Asylantragsteller aus Syrien die Zuerkennung des Flüchtlingsstatus verlangen könne - Urteile vom 07.03.2017 - (Az.: 6 K 720/16.A und 6 K 885/16.A)
5.4 - OVG Lüneburg, Beschluss v. 10.03.2017 - Az. 2 ME 63/17
Quelle: Pressemitteilung des OVG Lüneburg v. 10.03.2017: www.juris.de
5.5 - VG Münster, Urteil v. 08.03.2017 - Az. 8a K 3540/16.A - VG Münster widerspricht der Rechtsprechung des OVG Münster
Quelle: Pressemitteilung des VG Münster v. 10.03.2017: www.juris.de
die Bundesregierung hat nun klargestellt, dass Partner*innen, die vorübergehend getrennt leben, weil der oder die andere Partner*in noch gar nicht in Deutschland lebt (noch im Herkunftsland, einem Flüchtlingslager in einem Nachbarstaat oder auf der Flucht) oder in Deutschland einem anderen Ort zugewiesen worden ist, stets den vollen Regelbedarf nach dem SGB II erhalten müssen (Regelbedarfsstufe 1). Für eine Gewährung der Regelbedarfsstufe 2 sieht die Bundesregierung keinen Raum. Dies geht aus den Antworten der Bunderegierung auf zwei schriftliche Fragen von Jan Korte (Die Linke) und Brigitte Pothmer (Grüne) hervor.
(01.03.2017 - Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt & Fachanwalt für Sozialrecht Mathias Klose): www.ra-klose.com

References: § 12
 § 30
 § 7
 § 23
 § 23
 § 23
 § 8
 § 22