Source: http://wingertschule.net/schulsozialarbeit.html
Timestamp: 2020-07-11 03:37:47+00:00

Document:
Förderschule soziale Entwicklung im Gebundenen Ganztag
1. Vorbemerkungen zum Träger
Der ASB-Landesverband Saarland e.V. ist Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation, politisch und konfessionell ungebunden. Gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften engagiert er sich insbesondere im Rettungsdienst, von der Notfallrettung bis zum Katastrophenschutz, in der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, den Hilfen für Menschen mit Behinderung sowie der Aus- und Weiterbildung Erwachsener.
Als anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe möchte der ASB zur Förderung gelingender Bildungschancen beitragen, den Kindern und Jugendlichen Stärkung und Unterstützung zukommen lassen und ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitbestimmung und Beteiligung ermöglichen. Die Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe folgt daher den von Verbandsführung und Mitarbeitern gemeinsam erarbeiteten Leitlinien:
- Wir begegnen Mitarbeitern, Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien wertschätzend und respektvoll.
- Wir achten das Recht auf Gleichbehandlung, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Begabung, Entwicklungsstand und gesellschaftlicher Stellung.
- Wir fördern Stärken und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen und achten ihre Grenzen sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung.
- Wir unterstützen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu eigenständigen, selbstverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten und tragen zur Entwicklung ihrer Zukunftsperspektiven bei.
- Wir setzen uns für die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen ein und geben ihnen die Möglichkeit zur Mitbestimmung und aktiven Mitgestaltung ihres Um-feldes.
Darüber hinaus ist der ASB dem Schutz von Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise verpflichtet. Durch eine verantwortungsvolle Auswahl der haupt-, neben- und ehrenamtlich tätigen Personen, geeignete Maßnahmen der Sensibilisierung und die Schaffung bestimmter struktureller Rahmenbedingungen trifft der ASB-Landesverband Vorsorge, um das Kindeswohl zu schützen und Übergriffe auf junge Menschen zu verhindern.
Die Vereinbarungen, die der ASB-Landesverband Saarland e. V. mit den Trägern der örtlichen sowie der öffentlichen Jugendhilfe zur Umsetzung des Schutzauftrages gemäß § 8a und § 72 a SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) abgeschlossen hat, finden bei Verbandsführung und Belegschaft einhellig Anerkennung und Anwendung.
Familiäre Strukturen haben sich gewandelt und Familienfunktionen ändern sich fortwährend. Es findet eine Bedeutungsabnahme von familiären Strukturen statt, wie auch den Milieus im sozialen Nahraum. Erziehungsprozesse ändern sich: Eltern treten zunehmend in Aushandlungsprozesse mit ihren Kindern, elterliche Anordnungen entfallen zusehends. Schule wird von Gesellschaft und Eltern nicht nur als klassischer Ort der Bildung, sondern immer mehr als Ort der Erziehung wahrgenommen.
Des Weiteren werden mediale und digitale Veränderungen weithin spürbar. Während digitale Begleiter wie Smartphones und deren Datennutzung bis vor wenigen Jahren noch mit teils hohen Kosten verbunden waren, sind diese mittlerweile auch für so genannte Geringverdiener und somit auch für deren Kinder erschwinglich. Formen der Kommunikation und der Wissensaneignung ändern sich massiv, wie auch das Erleben der Umwelt. Viele Kinder und Jugendliche erleben ihre Umwelt nicht mehr primär und real, sondern durch Medien und vermittelte Erfahrungen großer sozialer Netzwerke.
Daneben stellen sich weitere Herausforderungen an Schule:
- Die Spanne zwischen arm und reich ist im Wachsen und polarisiert mittlerweile ganze Bevölkerungsgruppen.
- Migration prägt (nicht erst seit 2015) in zunehmendem Maße unsere Gesellschaft.
- Individualisierung der Menschen und Pluralisierung von Lebensentwürfen bergen Risiken wie den Verlust traditioneller sozialer Bindungen und Orientierungen.
Schule wird insofern immer mehr Anforderungen erfüllen müssen, die das �klassische Bild� der Schule nicht mehr erfüllen kann (oder eigentlich noch nie erfüllen konnte). Als Reaktion auf veränderte Kindheit und sich derzeit dramatisch schnell verändernden familiären und gesellschaftlichen Strukturen erhalten Schulen, die im gebundenen Ganztag geführt werden, eine zunehmend wichtige Bedeutung.
Den oben genannten Veränderungen kann Schule allein nicht gerecht werden. Sie ist angewiesen auf weitere Professionen, die fernab des klassischen Lehrers unterstützend zur Verfügung stehen. In diesem Setting nimmt die Schulsozialarbeit eine tragende Rolle ein.
Daher wurde der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als erfahrener Projektträger in den Bereichen Schulsozialarbeit und Schoolworking vom Ministerium für Bildung und Kultur (Schul- und Kostenträger) damit beauftragt, an der Wingertschule eine 50%-Stelle Schulsozialarbeit einzurichten. Die Erfahrungen des ASB zeigen, dass Kooperationsformen zwischen Schule, Familien und Jugendhilfe sehr sinnvoll und zielführend sind. Kooperation bedeutet dabei die einzelfallübergreifende Zusammenarbeit und strukturelle Verzahnung aller Beteiligten -intern und extern- im Sinne der Ergänzung der Ressourcen der einzelnen Professionen mit denen der Familien. Wenn Kind, Familie, Schule und Jugendhilfe sowie weitere erziehungshelfende Akteure sehr eng und abge-stimmt zusammenarbeiten, sind die Voraussetzungen wesentlich besser, die Kinder positiv zu fördern und nicht durch das Netz fallen zu lassen.
Das vorliegende Konzept wurde zwischen Schule, Projektträger und Schulsozialarbeit gemein-sam erarbeitet, es ist mit dem Kostenträger abgestimmt und in der Schule verankert. Zukünftig wird es stetig überprüft und bei Bedarf im gemeinschaftlichen Austausch zwischen Schule und Projektträger weiterentwickelt, um ein kohärentes und zielführendes Beratungs-, Bildungs- und Betreuungsangebot an der Wingertschule realisieren zu können. Dabei werden stets partner-schaftliche und vernetzte Kooperationsformen auf Augenhöhe gepflegt.
Die Legitimation für den Einsatz von sozialpädagogischen Fachkräften im Rahmen der Schulso-zialarbeit ergibt sich aus den richtungs- und inhaltsweisenden Grundlagen, die im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII verfasst sind. Dazu gehören insbesondere folgende Paragraphen:
Recht des jungen Menschen auf Förderung der Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
Beratung und Unterstützung der Eltern und anderer Erziehungsberechtigter bei der Erziehung
§ 1 Abs. 3 Satz 4
Beitrag zur Erhaltung und Schaffung positiver Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche und einer kinderfreundlichen Umwelt
Schutzauftrag bei Gefährdungen des Kindeswohls und Gefahrenabwehr in Kooperation mit der Fachstelle des Trägers und dem Jugendamt
Abbau von Benachteiligungen zwischen Mädchen und Jungen und Förderung der Gleichberechtigung
Angebote zur Mitbestimmung, Mitgestaltung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Mitverantwortung
§ 11 Abs. 3 Sätze 3 und 6
Angebot der arbeitswelt-, schul- und familienbezogenen Jugendarbeit sowie der Jugendberatung
Jugendsozialarbeit zur Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und der sozialen Integration als Hilfe zum Abbau sozialer Benachteiligungen und individueller Beeinträchtigungen
Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes zum Schutz vor gefährdenden Einflüssen und Entwicklung der Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung
Angebote der Beratung für Familien und sonstige Erziehungsberechtigte in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung junger Menschen
Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen mit dem Ziel sozialen Lernens
Im Sinne des §81 SGB VIII arbeiten Schulsozialarbeiter/innen mit öffentlichen Einrichtungen und Institutionen im Umfeld von Schule zusammen. Sie vernetzen den schulischen Lebens-raum mit anderen Jugendhilfeleistungen. Sie übernehmen eine Vermittlungsfunktion, damit Hilfebedürftige Leistungen nach SGB VIII und anderen Sozialgesetzen einfordern.
Die Angebote der Schulsozialarbeit richten sich an Schüler, Eltern, Lehrer und übrige, an der Erziehung beteiligten Personen der Wingertschule.
Im Vordergrund steht dabei
- die Arbeit mit einzelnen Kindern, die sozial benachteiligt sind, ausgegrenzt werden oder indi-viduelle Probleme in Schule, Peer-Gruppen oder der Familie haben und dadurch besonderer Unterstützung bedürfen,
- die pädagogische Begleitung der Eltern und anderer an der Erziehung beteiligten Personen und damit einhergehend eine Vernetzung mit anderen am Hilfeprozess beteiligten Maßnah-meträgern und Kooperationspartnern,
- die Arbeit mit Gruppen oder dem gesamten Klassenverband in Konfliktsituationen (Mobbing etc.) oder zu bestimmten Themen (Gewaltprävention, Gefahren im Internet, Erlernen sozia-ler Kompetenzen etc.) sowie
die Beratung der Lehrkräfte.
Die Schulsozialarbeit möchte in Zusammenarbeit mit allen an Schule Beteiligten Schulversagen, Ausgrenzung und Benachteiligung Einzelner oder Gruppen entgegenwirken, die Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen verbessern und dadurch einen wesent-lichen Beitrag für ein positives Schulklima leisten. Dabei ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit der aktiven Mitbestimmung und Beteiligung zu ermöglichen und ihnen Stärkung und Unterstützung durch Wertschätzung und Akzeptanz zukommen zu lassen. Diffe-renziert lassen sich diese Ziele wie folgt beschreiben:
- Bewältigung individueller Problemlagen und Stärkung des Familiensystems
- Förderung gelingender Bildungschancen
- Förderung persönlicher Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit, Ein-fühlungsvermögen, Ausdauer, Eigenverantwortung, Motivation und Selbstständigkeit
- Förderung sozialer Kompetenzen wie Umgang mit Gefühlen, Kommunikationsfähigkeit, ge-genseitige Akzeptanz und Unterstützung, Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Konflikt-lösungsmechanismen und Integrationsfähigkeit
- Motivation zur Annahme von Hilfsangeboten und zur Teilnahme am Gemeinwesen (z.B. Vereine)
- Vermeidung von Schulversagen, Schulausschluss, Benachteiligung und Ausgrenzung
2.5. Aufgabenbereiche
Die folgenden Aufgaben entsprechen dem Rahmenkonzept des Kostenträgers, sind an den ge-gebenen personellen Ressourcen und schulischen Bedarfen ausgerichtet sowie zwischen Schule, Projekt- und Kostenträger sowie der Schulsozialarbeit abgestimmt. Zentrale Arbeitsbereiche der sozialpädagogischen Fachkräfte liegen dabei in der Beratung, der Krisenintervention und der Konfliktvermittlung. Weiterhin werden präventive Angebote durchgeführt, die Vernetzung in das Gemeinwesen wahrgenommen und Schulentwicklungsprozesse begleitet. Notwendige Verschiebungen der Aufgaben innerhalb eines Schuljahres werden in vierteljährlich stattfindenden Besprechungen zwischen Schulleitung und Schulsozialarbeit zuerst besprochen und im An-schluss ggf. realisiert. Grundsätzliche Änderungen erfolgen erst zu Beginn eines neuen Schuljahres. Diese werden in einem Bilanzgespräch zwischen Schulleitung und Schulsozialarbeit am En-de des vorgehenden Schuljahres festgelegt. Bei Bedarf können in die monatlichen Dienstbesprechungen und das Bilanzgespräch Vertreter des Projekt- und Kostenträgers hinzugezogen werden. Die Wahrnehmung der Aufgaben erfolgt dazu unter Beachtung datenschutzrechtlicher Vorgaben.
Wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Arbeit ist, dass die Hilfen und Beratungen in einer vertraulichen und geschützten Atmosphäre stattfinden können. SchülerInnen, Sorgeberechtigte und Lehrkräfte haben bei persönlichen, familiären, sozialen und/oder schulischen Problemen die Möglichkeit, sich an die Schulsozialarbeit zu wenden, die als Ansprechpartner, Berater und Vermittler fungiert. In Einzelgesprächen können gezielte Hilfen oder Maßnahmen beraten und individuelle Lösungswege aufgezeigt werden. In Gruppengesprächen werden gemeinsam mit allen Beteiligten Problemlösungen erarbeitet. Im Vordergrund der Elternarbeit steht das Bestreben, Eltern bei ihrer Erziehung zu unterstützen, den Entwicklungs- und Bildungsprozess der einzelnen Kinder und Jugendlichen gemeinsam bestmöglich zu begleiten und zu fördern, Transparenz in die Aufgabenerfüllung der Jugendhilfe zu bringen sowie Problemlösungen zu erörtern. Die Schulsozialarbeit kann neben der eigenen Beratung Kontakte und Begleitung zu anderen sozia-len Institutionen anbieten oder in entsprechende therapeutische Angebote vermitteln. Wenn der Schulsozialarbeit wichtige Anhaltspunkte auf eine Kindeswohlgefährdung bekannt werden, han-delt diese nach §8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung. Demnach muss sie zur Gefährdungseinschätzung u.a. eine Insoweit erfahrene Fachkraft (InsoFa) unter Beachtung datenschutzrechtlicher Vorgaben beratend hinzuziehen.
Haben Schüler einen Konflikt, wird in einem oder mehreren Gesprächen zwischen den Streitpar-teien vermittelt. In geeigneten Fällen findet dabei die Methode der Mediation Verwendung. Auf der Ebene der Freiwilligkeit unterstützt der Mediator die Streitenden, ihre Standpunkte deutlich zu machen, Verständnis für den Anderen zu entwickeln und Lösungen für das Problem zu finden.
Der Klassenrat als zentrales Selbstbestimmungsorgan der Schüler bietet der Schulsozialarbeit die Möglichkeit, die Schüler mit ihren Fragen, Wünschen, Bedürfnissen und Problemen kennenzulernen und zu verstehen, demokratische Strukturen zu fördern sowie selbst Ideen und Lösungsvorschläge einzubringen. Eine regelmäßige Teilnahme der Schulsozialarbeit erfolgt aus zeitlichen Gründen insbesondere in den Klassenstufen 4/5 und 5/6.
In jedem Schuljahr wird in den klassenstufen 5/6 und 6/7 ein soziales Kompetenztraining angebo-ten, das ca. 16-20 Schulstunden umfasst. Das soziale Training dient in erster Linie der Verbesserung persönlicher und sozialer Kompetenzen der SchülerInnen. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Förderung der Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlich-keit. Die Teilnehmer lernen, eigene Stärken zu entdecken und eigene Kompetenzen weiterzuentwickeln, Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen anderer zu akzeptieren, sich über Regeln und Normen zu verständigen, Verantwortung zu übernehmen, sich in das Leben einer Gruppe einzubringen und miteinander zu kooperieren. Die Schulsozialarbeit leitet und begleitet diesen Prozess unter Beachtung der altersgemäßen Partizipation der Kinder und Jugendlichen.
Schüler-Mediatoren Ausbildung
In jedem Schuljahr werden interessierte SchülerInnen der Klassenstufen 7 bis 9 in ca. 20 Zeitstunden von der Schulsozialarbeit zu Schüler-Mediatorinnen ausgebildet, um eigenständige Me-diationen für ihre MitschülerInnen durchführen zu können. Auf der Ebene der Freiwilligkeit unter-stützen die MediatorInnen die Streitenden darin, ihre Standpunkte deutlich zu machen, Verständnis für den Anderen zu entwickeln und Lösungen für das Problem zu finden. Neben der Ausbildung neuer Schüler-MediatorInnen, erfolgen regelmäßig Arbeitstreffen, Coaching-Termine und Fallbesprechungen zwischen den Schüler-MediatorInnen und der Schulsozialarbeit.
Die Gestaltung der sozialen Infrastruktur und die Öffnung der Schule in das Gemeinwesen fin-den u.a. durch die Teilnahme der Schulsozialarbeit an verschiedenen Arbeitskreisen sowie die Zusammenarbeit mit Vereinen und Einrichtungen (örtliches Jugendamt, Schulpsychologischer Dienst, Beratungsstellen, Familienzentren, Wohngruppen, Fortbildungsinstitute etc.) statt.
Die Teilnahme der Schulsozialarbeit an Gesamt- und Stufenkonferenzen, Dienstbesprechungen, Teamsitzungen und Klassenkonferenzen ist jederzeit möglich, insofern es zeitlich zu realisieren ist. Ebenso besteht die Möglichkeit in der schulischen Steuerungsgruppe mitzuwirken.
In regelmäßig stattfindenden Gesprächen mit Schulleitung und dem Lehrerkollegium geht es u.a. um die Implementierung von Schulsozialarbeit im System Schule, die Weiterentwicklung der Kooperationsstrukturen, die Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen, die Einbringung sozialpädagogischer Sichtweisen in den Schulalltag, die Abstimmung der gemeinsamen Arbeit sowie die Koordination der Hilfe- und Unterstützungsleistungen von Schule und Schulsozialarbeit für SchülerInnen und Sorgeberechtigte.
Bei Bedarf bietet die Schulsozialarbeit für die Lehrkräfte Schulungen zu jugendhilferelevanten Themen an.
2.6. Qualitätssicherung
Basis für die hohe Fachlichkeit in der Arbeit sind geeignetes, qualifiziertes Personal, Evaluation und kontinuierliche Verbesserung der Leistungserbringung. Zur Qualitätssicherung tragen eine konzeptionelle Verankerung der Kooperation, in der die gegenseitigen Leistungen festgehalten sind, die Arbeit nach den im ASB Qualitätshandbuch festgeschriebenen Standards, Tätigkeitsbe-richte, die fachliche Begleitung von Seiten des Projektträgers, regelmäßig stattfindende Teamsitzungen, kollegiale Beratung als Methode zur Falleinschätzung und die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsangeboten bei. Darüber hinaus stellt der ASB seinen MitarbeiterInnen zur Einschätzung eines Gefährdungsrisikos von Kindern und Jugendlichen insoweit erfahrene Fachkräfte zur Seite entsprechend dem §8a SGB VIII.
2.7. Räumlichkeiten
Die Schulsozialarbeit verfügt über ein eigenes Büro mit entsprechender Ausstattung.
2.8. Personalisierung
Der Personalisierungsschlüssel erfolgt entsprechend den Vorgaben des Maßnahmeträgers. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Pädagogik, Erziehungswissenschaft oder Vergleichbares ist zwingende Voraussetzung für eine Beschäftigung im Bereich Schulsozialarbeit.
Die Schulsozialarbeiterin ist bei dem Projektträger ASB angestellt und unterliegt seiner Dienst- und Fachaufsicht. Der Träger berücksichtigt dabei schulische Belange, insbesondere bei der Regelung der Dienstzeiten und der Urlaubsplanung. Der Projektträger gewährleistet im Rahmen seiner Weisungsbefugnis gegenüber seinen Mitarbeiterinnen, dass die geltenden Vorschriften und Anordnungen der Schulaufsichtsbehörden sowie die Beschlüsse der Mitwirkungsgremien eingehalten werden. Die Kooperationspartner ASB und Schule haben sich zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit, zu gegenseitiger Wertschätzung und Verständnis für unter-schiedliche professionelle Blickwinkel und Ansätze verpflichtet, Differenzen unmittelbar anzu-sprechen und konstruktiv an der Lösung evtl. auftretender Probleme zu arbeiten.
Im Schuljahr 2019-2020 konnte eine 50% Stelle realisiert werden:
Aline Demontoux
Telefon: 06821/95978-15
Mail: aline.demontoux@asb-saarland.de
Konzept zur Schulsozialarbeit an der Wingertschule NK

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