Source: https://expydoc.com/doc/12130872/jahresabschluss-2016
Timestamp: 2020-05-28 05:12:13+00:00

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01 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
02 BILANZ
04 ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS
04 1. ALLGEMEINES
05 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
06 3. AKTIVA
06 4. PASSIVA
08 5. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
08 6. WESENTLICHE AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
09 7. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE (AUSSCHLIESSLICH ZINSBEZOGENE GESCHÄFTE)
09 8. GESCHÄFTE MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
09 9. ERTRÄGE
09 10. AUFWENDUNGEN
10 11. TREUHANDVERMÖGEN
10 12. NACHTRAGSBERICHT
10 13. ABSCHLUSSPRÜFERHONORARE
10 14. ANZAHL MITARBEITER
10 15. VORSTAND
11 16. AUFSICHTSRAT
12 17. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
12 18. MITTEILUNGSPFLICHTIGE BETEILIGUNGEN NACH § 160 AKTG
13 19. CORPORATE GOVERNANCE
14 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
JAHRESABSCHLUSS 2016 DER TLG IMMOBILIEN AG
13 20. KONZERNZUGEHÖRIGKEIT
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen
a) Buchwertabgänge Immobilienbestand
186.239.266,61
2.261.281,29
16.955.429,03
205.455.976,93
21.707.336,69
51.403.909,45
73.111.246,14
davon für Altersversorgung EUR 115.163,73 (Vj. TEUR 255)
9.955.386,45
1.051.428,31
11.006.814,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 3.156,51 (Vj. TEUR 8)
davon Aufwand aus der Veränderung
bilanzierter latenter Steuern EUR 1.090.004,81 (Vj. TEUR 7.245)
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
16. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen
17. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen
18. Bilanzgewinn
52.778.167,60
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.301.467,02 (Vj. TEUR 4.700)
10.124.417,41
58.435.331,02
3.301.467,02
307.983,57
27.145.217,06
-23.535.766,47
4.934.755,32
29.964.809,23
29.962.589,70
2.022.969,78
28.838.398,08
60.823.957,56
TLG31.12.2016
IMMOBILIEN AG, Berlin
248.887,35
1.449.333.268,50
139.521,00
228.921,00
4.436.019,75
1.454.137.730,25
264.731.978,12
2.519.123,60
267.251.101,72
712.204,02
19.660.848,91
20.373.052,93
4.956.005,23
1.865.963,62
6.826.264,87
63.755.845,59
6.523.215,41
1.819.116.098,12
davon bedingtes Kapital EUR 33.716.163,00 (Vj. TEUR 26.000)
67.432.326,00
486.342.615,49
24.342.956,83
638.941.855,88
11.612.652,12
SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZULAGEN UND
5.918.584,00
3.971.930,54
15.406.221,35
25.296.735,89
davon aus Steuern EUR 1.728.135,96 (Vj. TEUR 1.346)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 425,00 (Vj. TEUR 1)
1.044.362.485,76
23.542.014,94
6.248.342,12
9.257.530,61
4.927.656,70
1.088.338.030,13
829.739
693.397,62
54.233.426,48
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Die Gesellschaft ist unter der Firma TLG ­IMMOBILIEN AG mit Sitz
in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB Nr. 161314 B eingetragen.
Der Bericht über die Lage der TLG ­IMMOBILIEN AG (kurz:
TLG ­IMMOBILIEN) und die Lage des Konzerns sind nach § 315
Abs. 3 HGB zusammengefasst.
Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der TLG ­IMMOBILIEN für das Geschäftsjahr 2016 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Jahresabschluss der TLG ­IMMOBILIEN sowie der Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2016 stehen auch im Internet
unter http://ir.tlg.de zur Verfügung.
Die Aktien der TLG ­IMMOBILIEN werden im Regulierten Markt
(Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Die TLG ­IMMOBILIEN AG ist zum 31. Dezember 2016 an folgenden Gesell­
schaften mittel- und unmittelbar beteiligt. Wenn
nicht anders angegeben entsprechen die Werte den Verhältnissen zum 31. Dezember 2016.
TLG CCF GmbH, Berlin 1
TLG MVF GmbH, Berlin 1
TLG Sachsen Forum GmbH, Berlin
Hotel de Saxe an der Frauenkirche GmbH, Dresden
TLG Fixtures GmbH, Berlin
TLG Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin i. L.
TLG CCF S.C.S., Luxemburg 2
TLG MVF S.C.S., Luxemburg 2
TLG FAB S.à r.l., Luxemburg
Abweichendes Geschäftsjahr (30.06.). Aufgrund Neugründung im Geschäftsjahr 2016 musste noch kein Jahresabschluss erstellt werden.
Abschluss Geschäftsjahr 2014.
Es handelt sich in der Regel um noch nicht festgestellte
­A bschlüsse. Eigenkapital und Ergebnis beruhen auf handels­
rechtlicher Rechnungslegung bzw. der Rechnungslegung des
jeweiligen Sitzlandes.
Der Jahresabschluss wurde erstmals unter Berücksichtigung der
Neuregelungen im Rahmen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Es ergaben sich hieraus keine
Änderun­gen im Jahresabschluss.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert und die Ausleihungen
grundsätzlich zum Nennwert.
Immobilien des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungskosten
bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Bei der Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungs­
Die unfertigen Leistungen ergeben sich insbesondere aus der
Aktivierung noch nicht abgerechneter Betriebskosten, vermindert um Abschläge für Leerstand und Ausfallrisiken.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungs­
kosten bilanziert und werden, sofern sie der
­Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre; lineare Methode)
Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Erkennbare
­Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet,
wenn die Wertminderung dauerhaft ist und planmäßig ent­
sprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear
abgeschrie­ben. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, die dem
Geschäftsbetrieb auf Dauer dienen, werden zu Anschaffungsund Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden
Wert bewertet und werden, soweit sie einer Abnutzung unter­
liegen, planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen
Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholungen erfolgen entsprechend der IDW Stellungnahme zur Rechnungs­
legung: Bewertung von Immobilien des Anlagevermögens
in der Handelsbilanz (IDW RS IFA 2) vom 27. April 2015. Eine
vorüber­gehende Wertminderung wird nur dann angenommen,
soweit aufgrund nachweisbarer Umstände erwartet werden
kann, dass zumindest mittelfristig, d. h. innerhalb eines Zeitraums von i. d. R. drei bis fünf Jahren, die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen werden. Die
Wertaufholung wird in dem Geschäftsjahr vorgenommen, in
dem die Gründe für die frühere außerplanmäßige Abschreibung entfallen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von
EUR 150 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als
Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr
als EUR 150 bis EUR 1.000 wurde der jährlich steuerlich zu
bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die
Handels­bilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 %
p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren
abgeschrie­ben.
Die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen und
Investitionszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer
der geförderten Anlagegüter.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
werden nach der Projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der „Richttafeln Heubeck 2005 G“ ermittelt. Für die
Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Markt­zinssatz
bezogen auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren
von 4,01 % (Vj. 3,88 %) verwendet. Dieser ergibt sich aus der
von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens. Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen zehn Jahre. Aus dem Ansatz der Rückstellungen
nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe
von EUR 585.129, der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. Gehaltssteigerungen und Fluktuationen wurden erwartungsgemäß nicht berücksichtigt. Erwartete
Renten­steigerungen wurden mit 2 % (Vj. 2 %) bzw. sofern fest
zugesagt mit 1 % (Vj. 1 %) berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kostenund Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen sind
dem Grund nach kurzfristig, so dass keine Abzinsung erfolgte.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden
Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen
Steuer­sätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet
und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen w
verrechnet und ergeben eine passive Steuerlatenz.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommt folgender Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatz zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Demnach werden sich ausgleichende positive und negative Wert­
änderungen aus dem abgesicherten Risiko ohne Berührung der
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, zu entnehmen.
Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 0,2 Mio.
eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj. EUR 0,2 Mio.
mehr als ein Jahr).
4. PASSIVA
Die TLG ­
IMMOBILIEN ist mit einem Grundkapital von
EUR 67,4 Mio. ausgestattet. Das Grundkapital ist eingeteilt in
67.432.326 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil je Aktie
von EUR 1,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts­
rates bis zum 21. Oktober 2019 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von bis zu 24.521.163 neuen Aktien um
insgesamt bis zu EUR 24.521.163,00 zu erhöhen (Genehmigtes
Kapital 2014/II). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen, wobei unter bestimmten Voraussetzungen
das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates
bis zum 30. Mai 2021 das Grundkapital der Gesellschaft durch
Ausgabe von bis zu 9.195.000 neuen Aktien um insgesamt bis
zu EUR 9.195.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016).
Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen,
wobei unter bestimmten Voraussetzungen das Bezugsrecht der
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung
vom 31. Mai 2016 um bis zu EUR 33.716.163 bedingt erhöht
(Bedingtes Kapital 2016).
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung
vom 31. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum
31. Mai 2021 einmalig oder mehrmals mit Schuldverschreibungen verbundene Optionsrechte, Options- oder Wandelanleihen,
Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder mit
Wandlungspflichten ausgestatteten Schuldverschreibungen im
Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 600.000.000 auszugeben
und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen, unter sich
gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Options- oder
Wandlungsrechte für Aktien der Gesellschaft einem anteiligen
Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 33.716.163
nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren.
Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses hat der
­Vorstand einen Betrag in Höhe von EUR 28,8 Mio. aus der
­anderen Gewinnrücklage entnommen und in den Bilanzgewinn
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurden EUR 2,0 Mio. aus dem Bilanzgewinn 2015 in den Gewinn­
vortrag eingestellt.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 15,4 Mio. b
­ etreffen insbesondere Personalaufwendungen (EUR 2,3 Mio.),
­langfristige Bonusprogramme (EUR 1,8 Mio.), Aufwendungen im
Zusammenhang mit der Objektbewirtschaftung (EUR 3,4 Mio.),
ausstehende Rechnungen (EUR
Mio.), Prozess­
r isiken
(EUR 0,2 Mio.) sowie drohende Verluste für Zinssicherungen
(EUR 2,0 Mio.).
Sämtliche Kreditverbindlichkeiten sind durch Grundschulden
Besicherungen von Verbindlichkeiten, die über die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hinausgehen, bestehen nicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(EUR 9,3 Mio.) betreffen im Wesentlichen die Ansprüche der
Tochtergesellschaften aus dem von der TLG ­IMMOBILIEN durchgeführten Cash-Management.
Latente Steuern auf Differenzen für
Sachanlagevermögen (saldiert)
Steuerlicher Sonderposten § 6b EStG
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,9 Mio.
b einhalten mit EUR 1,2 Mio. Zuschüsse für Leasingobjekte,
die in Form von verminderten Leasingraten verteilt über die
Leasing­laufzeit an die Leasingnehmer weitergereicht werden
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 693
­bezieht sich im Wesentlichen auf Mietvorauszahlungen.
Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten und haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt
– 11.013
– 13.233
– 48.575
– 60.101
– 57.903
– 56.511
– 1.392
Latente Steuern für temporäre Differenzen
Aktive latente Steuer auf (steuerlichen) Zinsvortrag
Passive latente Steuern nach Saldierung
– 54.233
– 53.143
– 1.090
WESENTLICHE AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,675 % zu Grunde
gelegt. Dieser ergibt sich aus den derzeit geltenden gesetzlichen Steuersätzen, Messzahlen und -beträgen sowie einem
durchschnittlichen Hebesatz der Gemeinden von 424 %.
Guthaben der TLG ­IMMOBILIEN sind in Höhe von EUR 0,6 Mio.
verfügungsbeschränkt. Die TLG ­IMMOBILIEN ist aufgrund ­eines
Avalrahmenvertrages mit der DKB (Deutsche Kreditbank)
die Verpflichtung eingegangen, der Bank für herausgelegte
­Avale, die bis zum Laufzeitende des Avalrahmens noch nicht
­erloschen sind, als Sicherheit Kontoguthaben in Höhe der Aval­
inanspruchnahme in Höhe von EUR 0,3 Mio. zu verpfänden.
Bisher hat die TLG ­IMMOBILIEN ihre Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt, so dass kein Rückgriff auf verpfändete Guthaben
erfolgte. D
­ aher wird es als unwahrscheinlich angesehen, dass
eine Inanspruchnahme durch die DKB eintreten wird.
In Bezug auf den Erwerb von Objekten durch Tochterunternehmen hat die TLG ­IMMOBILIEN ein Schuldbeitritt gegenüber den
jeweiligen Verkäufern in Höhe von EUR 1,5 Mio. erklärt. Das
­Risiko einer Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich.
Die TLG ­IMMOBILIEN haftet gegenüber denjenigen verbundenen Unternehmen, für die für Zwecke der Befreiungsregelung
nach § 264 (3) HGB eine Einstandspflicht erklärt wurde, in Höhe
der bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen
bis zum Ende des folgenden Geschäftsjahres. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
6. WESENTLICHE AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE UND
WESENTLICHE AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE
Neben den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen
ausgewiesenen Verträgen und ausstehenden Maßnahmen
bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte mit
wesentlichem Einfluss auf die künftige Finanzlage.
MIET-, LEASING- UND DIENSTLEISTUNGSVERTRÄGE
Die Gesellschaft hat diverse Dienstleistungsverträge für EDVDienstleistungen, Gebäudereinigung, Empfangs- und Sicher­
heits­dienst sowie Leasingverträge für Fahrzeuge aus dem PKWBestand der Gesellschaft.
Diese Operating-Leasingverträge dienen dem laufenden
Geschäfts­betrieb mit dem Vorteil, dass investive Maßnahmen
und entsprechende Abflüsse liquider Mittel nicht notwendig
werden. Risiken sind daraus nicht ersichtlich.
Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht ­kündbaren
Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu
zahlen­den Beträge wie folgt:
Von dem Gesamtbetrag entfallen TEUR 256 auf Miet­verträge,
TEUR 519 auf Dienstleistungsverträge sowie TEUR 197 auf
­Leasingverträge.
Bestellobligo besteht in Höhe von EUR 5,8 Mio. für bereits
beauf­tragte Maßnahmen für Investitionen in den Immobilienbestand sowie Ankaufsprojekte, bei denen die Leistungen aber
noch nicht erbracht wurden. Darüber hinaus bestehen weitere
Bestellobligo in geschäftsgewöhnlichem Umfang.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE (AUSSCHLIESSLICH ZINSBEZOGENE GESCHÄFTE)
(AUSSCHLIESSLICH ZINSBEZOGENE GESCHÄFTE)
Betrag per
Zeitwert Sicherungsinstrument
– 7,9
Zinsderivate in Sicherungsbeziehung (vollständig effektiv)
Zinsderivate in Sicherungsbeziehung (mit Ineffektivitäten)
(sofern in Bilanz
erfasst)
Die Zinsderivate dienen der Zinsabsicherung von bereits auf­
genommenen Krediten. Sie wurden mit der Mark-to-­MarketMethode bewertet.
Grundgeschäft/Sicherungsinstrument
Darlehen gegenüber Kreditinstituten/Zinsderivate
Risiko/Art der Bewertungseinheit
einbezogener Betrag
Höhe des abgesicherten Risikos
Zinsänderungsrisiko/Micro hedges
EUR 613,4 Mio.
Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich voraussichtlich fast in vollem Umfang
im Sicherungszeitraum 2017 – 2026 aus, da laut Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit
durch Zinssicherungsgeschäfte abgesichert werden. Bis zum
Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft fast vollständig
ausgeglichen. Zur bilanziellen Abbildung wurde die Einfrierungsmethode heran­gezogen. Zur Messung der Effektivität der
Sicherungs­beziehung wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Zur Beurteilung der prospektiven Effektivität wurde die
­Critical Terms Match-Methode angewandt.
8. GESCHÄFTE MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN
Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden
Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR  186,2  Mio. (Vj. EUR  180,0  Mio.)
enthalten EUR 153,7 Mio. (Vj. EUR 136,8 Mio.) aus der Objektbewirtschaftung, EUR 32,0 Mio. (Vj. EUR 42,9 Mio.) aus dem
Verkauf von Liegenschaften und EUR 0,6 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.)
aus anderen Lieferungen und Leistungen.
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von
EUR 17,0 Mio. betreffen EUR 2,4 Mio. Erträge aus der Auf­lösung
von Rückstellungen. Darüber hinaus sind mit EUR 0,4 Mio.
perioden­fremde Erträge enthalten. Aus der Auflösung des
Sonder­
p ostens für Investitionszulagen und Investitions­
zuschüsse sind Erträge in Höhe von EUR 1,1 Mio. enthalten.
Die Erträge aus Zuschreibungen auf Grundstücke und Gebäude
betru­gen EUR 8,9 Mio. und aus der Erstattung von Grundstücksanierungskosten EUR 2,1 Mio.
10. AUFWENDUNGEN
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögens­g egen­
stände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von EUR 6,8 Mio. aufgrund
einer dauerhaften Wertminderung enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von
EUR 10,1 Mio. beinhalten unter anderem Wertberichtigungen
und Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (EUR 0,6 Mio.).
11. TREUHANDVERMÖGEN
Die TLG ­IMMOBILIEN verwaltet treuhänderisch Guthaben aus
Mietkautionen in Höhe von EUR 3,1 Mio. (Vj. EUR 3,0 Mio.).
Als Vorstände sind berufen:
Peter Finkbeiner,
Die Vorstände üben die Position hauptberuflich aus.
Der Vorstand der TLG ­IMMOBILIEN AG hat am 30. Januar 2017
mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung
­gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016 beschlossen.
Im Rahmen der Barkapitalerhöhung hat die TLG ­IMMOBILIEN AG
6,7 Mio. neue Aktien zu einem Ausgabepreis von EUR 17,20 je
Aktie im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens
(Accelerated Bookbuilding) bei institutionellen ­Anlegern ­platziert.
Der Bruttoemissionserlös beträgt damit ca. EUR 116,0 Mio.
Die Gesamtbezüge für den Vorstand beliefen sich im Jahr 2016
auf TEUR 1.233.
In 2016 betrugen die Gesamtbezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung aus Ruhegehältern TEUR 153. Die
Pensions­rück­stellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäfts­
führung belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 2.200.
Weitere Angaben zur Vergütung des Vorstandes sind im Lagebericht (Vergütungsbericht) enthalten.
Die Gesellschaft beabsichtigt, die Nettoerlöse aus der Privatplatzierung zur Finanzierung der jüngsten sowie zukünftiger
Ankäufe von deutschen Büro- und Einzelhandelsimmobilien im
Einklang mit ihren festgelegten Akquisitionskriterien sowie für
allgemeine Gesellschaftszwecke zu nutzen.
Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2016 voll gewinn­
13. ABSCHLUSSPRÜFERHONORARE
Die Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren erfolgen zusammenfassend im Konzernabschluss der TLG ­IMMOBILIEN, der
im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich ist.
14. ANZAHL MITARBEITER
Die TLG ­IMMOBILIEN AG beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 106 unbefristete und durchschnittlich fünf befristete
Mitarbeiter. Des Weiteren waren im Durchschnitt fünf Auszubildende beschäftigt und eine Mitarbeiterin im Erziehungsurlaub.
Michael Zahn (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
seit 05.09.2014 Mitglied
seit 08.09.2014 Vorsitzender
Vorsitzender des Präsidial- und Nominierungsausschusses des Aufsichtsrates, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Vorsitzender des Kapitalmaßnahmenausschusses des Aufsichtsrates, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG, Berlin
Vorsitzender des Aufsichtsrates der GSW Immobilien AG, Berlin
Vorsitzender des Aufsichtsrates, Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH, Berlin
Vorsitzender des Beirates, G+D Gesellschaft für Energiemanagement GmbH, Magdeburg
Vorsitzender des Beirates, Funk Schadensmanagement GmbH, Berlin
Mitglied Unternehmerbeirat, DZ Bank AG, Frankfurt am Main
Mitglied des Beirates, Füchse Berlin Handball GmbH, Berlin
Mitglied des Immobilienbeirates, GETEC Wärme & Effizienz AG, Magdeburg
Alexander Heße (stellvertretender Vorsitzender)
05.09.2014 – 31.05.2016
Mitglied im Präsidial- und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
01.10.2014 – 31.05.2016
Senior Managing Director und Co-Head European Real Estate Investments, Lone Star Germany Acquisitions GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Globe Trade Center S.A., Warschau
Direktor, Lone Star Spain Acquisitions SL, Madrid
Direktor, Lone Star France Acquisitions SARL, Paris
Direktor, Lone Star Netherlands Acquisitions B.V., Amsterdam
Mitglied des Präsidial- und Nominierungsausschusses, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Mitglied des Kapitalmaßnahmenausschusses, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Mitglied des Executive Committees und Group General Counsel, Scout 24 AG, Berlin
Mitglied des Board of Directors, ADO Properties S. A., Luxemburg
Chairman des Audit Committees, ADO Properties S. A., Luxemburg
Mitglied des Investment und Finance Committees, ADO Properties S. A., Luxemburg
Mitglied des Beirates der Corestate Capital Holding S. A., Luxemburg
Mitglied des Aufsichtsrates der Assmann Beraten + Planen AG, Berlin
Mitglied im Prüfungsausschuss, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, IKB Deutsche Industriebank, Düsseldorf
Vorsitzender des Risiko- und Prüfungsausschusses der IKB Deutsche Industriebank, Düsseldorf
Mitglied im Nominierungsausschuss der IKB Deutsche Industriebank, Düsseldorf
Mitglied im Vergütungskontrollausschuss der IKB Deutsche Industriebank, Düsseldorf
Mitglied des Aufsichtsrates der Hamburg Trust Real Estate Management GmbH, Hamburg
Mitglied im Aufsichtsrat der LEG Immobilien AG, Düsseldorf
Vorsitzender des Aufsichtsrates der MHB-Bank AG, Frankfurt am Main
Mitglied des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Governor (Beirat) der London School of Economics (LSE), London
Mitglied im Prüfungsausschuss der London School of Economics (LSE), London
Stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses der London School of Economics (LSE), London
Senior Advisor, Bank of England/Prudential Regulation Authority (PRA), London
Mitglied im Aufsichtsrat der Aareal Bank AG, Wiesbaden
Stellvertretende Vorsitzende des Risikoausschusses der Aareal Bank AG, Wiesbaden
Mitglied des Technologie- und Innovationsausschusses der Aareal Bank AG, Wiesbaden
Vorsitzender des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates, TLG IMMOBILIEN AG, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrates der GSW Immobilien AG, Berlin
Vorsitzender des Prüfung-Ausschusses der GSW Immobilien AG, Berlin
MITTEILUNGSPFLICHTIGE BETEILIGUNGEN NACH § 160 AKTG
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr
2016 betragen TEUR 252. Hinzu kommt für jede persönliche
Teilnahme an Sitzungen je Sitzungstag ein Sitzungsgeld von
EUR 1.500 (netto). Weitere Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrates sind im Lagebericht (Vergütungsbericht) enthalten.
17. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Nach dem Aktiengesetz beschließt die Hauptversammlung
über die Verwendung des im Abschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns. Der Hauptversammlung wird voraussichtlich vorgeschlagen werden, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von
0,80 € je Stückaktie auszuschütten. Die Dividende hängt von
der Zahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt
der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
durch die Hauptversammlung ab. Der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns wird nach der Hauptversammlung
im Bundesanzeiger offengelegt.
18. MITTEILUNGSPFLICHTIGE BETEILIGUNGEN
NACH § 160 AKTG
Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) sind Angaben
über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die der
TLG ­IMMOBILIEN AG nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden sind. In der
nachfolgenden Tabelle sind die der Gesellschaft mitgeteilten Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben wurden jeweils
der zeitlich letzten Mitteilung eines Meldepflichtigen an die
TLG ­IMMOBILIEN AG entnommen.
Sämtliche Veröffentlichungen durch die TLG IMMOBILIEN AG
über Mitteilungen von Beteiligungen im Berichtsjahr und darüber hinaus stehen auf der Internetseite der TLG IMMOBILIEN AG
im Bereich www.tlg.de > Investor Relations > Meldungen zur
Verfügung. Es wird darauf hingewiesen, dass die zuletzt gemeldete ­Anzahl an Stimmrechte sich seitdem ohne Entstehen einer
Melde­pflicht gegenüber der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Schwellen­werte geändert haben könnten.
i.S.d. §§ 21,
22 WpHG
Stimmrechts­
anteil (neu)
8.173.138
3 %, 5 %, 10 %
ADAR Macro Fund Ltd.
4.947.165
3 %, 5 %
Welwel Investments Ltd.
3.324.105
­Management LLP
Royale Universal Inc.
i.S.d. § 25
3 % oder mehr
Schwellen­
von Stimmrechten i.S.d.
2.431.742
2.018.896
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde vom
Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und steht auf der
Internetseite der Gesellschaft unter www.tlg.de im Bereich
­Investor Relations dauerhaft zur Verfügung.
20. KONZERNZUGEHÖRIGKEIT
Die TLG ­IMMOBILIEN AG ist Konzernobergesellschaft und erstellt
selbst einen Konzernabschluss, der im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich ist.
Peter Finkbeiner Mitglied des Vorstandes Niclas Karoff
01.01.2016 – 31.12.2016
AnschaffungsAnschaffungsund Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen
7.479.574,28
136.226,64
0,00 0,00 7.612.183,45
7.612.183,45
1. Grundstücke,
BetriebsBetriebsund Geschäftsausstattung
4. Geleistete
1.663.045.328,03
1.663.045.328,03236.906.604,13
236.906.604,13 51.609.523,58
51.609.523,58 21.652.370,60
21.652.370,60
1.869.994.779,18
1.869.994.779,18 407
868.141,13
784.036,28
169.104,85
3.618.662,96
150.299,64
150.299,64 1.669.247,67
1.669.247,67
0,00 0,00 2.099.714,93
2.099.714,93
17.136.229,07
17.136.229,07 9.151.243,94
9.151.243,94
114.082,66
114.082,66 -21.737.370,60
-21.737.370,60 4.436.019,75
1.684.668.361,19
1.684.668.361,19246.208.147,71
246.208.147,71 54.176.890,19
54.176.890,19
1.876.699.618,71
1.876.699.618,71 411
80.653.548,47
80.653.548,47191.443.177,34
191.443.177,34 7.364.747,69
7.364.747,69
2.534.620,47
62.197,09
77.693,96
0,00 0,00264.731.978,12
0,00 0,00 2.519.123,60
83.188.168,94
83.188.168,94191.505.374,43
191.505.374,43 7.442.441,65
7.442.441,65
0,00 0,00267.251.101,72
1.775.336.104,41
1.775.336.104,41437.849.748,78
437.849.748,78 61.622.949,31
61.622.949,31
2.151.562.903,88
2.151.562.903,88 418
an verbundenen
7.077.492,54
289.421,03
7.363.296,10
402.081,74
407.664.304,19
591.940,13
3.411.911,60
52.348.755,57
30.496.794,58
581.987,28
1.661.477,67
8.854.754,50
420.661.510,68
29.583,85
1.870.793,93
1.255.381.023,84
276.201,00
206.751,36
411.668.155,92
52.488.746,57
32.740.259,53
422.561.888,46
1.273.000.205,27
418.745.648,46
32.743.877,00
429.925.184,56
1.721.637.719,32
1.356.590.455,95
18 1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL, ZIELE, STRATEGIE
18 1.2 STEUERUNGSSYSTEME
19 2. WIRTSCHAFTSBERICHT
19 2.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND IMMOBILIENMÄRKTE
2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage
20 2.1.2 Entwicklung Büroimmobilien-Markt
20 2.1.3 Entwicklung Einzelhandelsimmobilienmarkt
21 2.1.4 Entwicklung Hotelimmobilien-Markt
21 2.2 GESCHÄFTSVERLAUF
23 2.3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE, FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
23 2.3.1 Ertragslage
25 2.3.2 Finanzlage
26 2.3.3 Vermögenslage
28 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
31 2.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
32 3. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT
32 3.1.1 Risikomanagementsystem
34 3.1.2 Risikobericht und Einzelrisiken
39 3.1.3 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zum Rechnungslegungsprozess
40 3.1.4 Risikomanagement in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
40 3.1.5 Gesamtrisikolage
41 3.1.6 Chancenbericht
41 3.2 PROGNOSEBERICHT
41 3.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte
42 3.2.2 Erwartete Geschäftsentwicklung
DERTLG
TLGIMMOBILIEN
32 3.1. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
43 4. CORPORATE GOVERNANCE
43 4.1. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
43 4.2 FRAUENQUOTE
43 4.3 VERGÜTUNGSBERICHT
43 4.3.1 Vorbemerkung
44 4.3.2 Vergütungssystem des Vorstandes
48 5. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
48 5.1 ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
48 5.2 WESENTLICHE BETEILIGUNG VON AKTIONÄREN
48 5.3 BESTIMMUNGEN ÜBER ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON MITGLIEDERN
DES VORSTANDES UND ÜBER ÄNDERUNGEN DER SATZUNG
48 5.4 BEFUGNISSE DES VORSTANDES ZUR AUSGABE VON NEUEN AKTIEN
49 5.5 BEFUGNISSE DES VORSTANDES ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN
49 5.6 CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELN UND ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN
FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTES
DES MUTTERUNTERNEHMENS GEM. § 264 ABS. 2 SATZ 3 HGB,
§ 289 ABS. 1 SATZ 5 HGB, § 315 ABS. 1 SATZ 6 HGB
50 7. ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH HGB
50 7.1 ERTRAGSLAGE EINZELABSCHLUSS
51 7.2 FINANZLAGE EINZELABSCHLUSS
52 7.3 VERMÖGENSLAGE EINZELABSCHLUSS
53 7.4 RISIKEN UND CHANCEN EINZELABSCHLUSS
53 7.5 PROGNOSEBERICHT EINZELABSCHLUSS
UND DES KONZERNS 2016
1.1 GESCHÄFTSMODELL, ZIELE, STRATEGIE
Der TLG IMMOBILIEN-Konzern (kurz: TLG IMMOBILIEN) hat sich als führender Gewerbeimmobilienspezialist
in Berlin und den regionalen Wirtschaftszentren Dresden, Leipzig und Rostock sowie seit Beginn des Jahres
2017 auch in Frankfurt am Main positioniert. Die TLG IMMOBILIEN sieht sich als aktiver Portfolio Manager
und bewirtschaftet Büro- und Einzelhandelsimmobilien sowie sieben Hotels. Im Rahmen ihrer Portfoliostrategie stehen Objekte in guten und sehr guten Lagen, mit sehr guter Gebäudesubstanz und mit nachhaltigen
Mieterträgen im Fokus.
Das Geschäftsmodell und die Unternehmensstrategie der TLG IMMOBILIEN basieren auf den folgenden Säulen:
Dank ausgezeichnetem Verständnis für lokale Märkte und Immobilien werden strategische Leistungen,
wie u. a. das strategische Portfolio Management und Monitoring, die Bewertung sowie die Portfolioplanung, zentral erbracht.
Die TLG IMMOBILIEN deckt wesentliche Elemente der immobilienwirtschaftlichen Wertschöpfungskette
im eigenen Haus ab. Die einzelnen Niederlassungen verantworten dezentral das technische und kaufmännische Management der Immobilien einschließlich der Mieterbeziehungen.
Mit langjähriger Expertise ist die TLG IMMOBILIEN sehr gut in ihren Kernmärkten vernetzt. Dem Unternehmen eröffnen sich dadurch attraktive Wachstumsmöglichkeiten sowie Gelegenheiten, nicht strategische Objekte bestmöglich zu veräußern.
Ziel der Geschäftstätigkeit ist es, neben der effizienten Bewirtschaftung und Weiterentwicklung des hochwertigen Immobilienbestandes, das Portfolio durch wertsteigernde Zukäufe von Büro-, Einzelhandels- und
Hotelimmobilien weiter auszubauen. Durch den gezielten Erwerb von Objekten mit Mietsteigerungspotenzial
oder moderatem Leerstand und das anschließende aktive Asset Management ergeben sich Wertsteigerungspotenziale durch optimierte Vermietung und Bewirtschaftung. Neben dem Wachstum durch Zukäufe wird
auch der Verkauf nicht strategischer Objekte (Assetklasse Sonstige) sowie nicht mehr zum Portfolio passender
Objekte aus den Assetklassen der Büro- und Einzelhandelsimmobilien stärker fokussiert. Ziel ist, die hohe
Gesamtqualität und Ertragsstärke im Immobilienbestand langfristig abzusichern.
1.2 STEUERUNGSSYSTEME
Das Steuerungssystem der TLG IMMOBILIEN hat zum Ziel, eine dauerhaft stabile Wertentwicklung des
Immobilienportfolios und einen hohen nachhaltigen Überschuss aus dessen Bewirtschaftung im Interesse
der Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner zu generieren. Als Basis dient die jährlich aufzustellende,
voll integrierte Unternehmensplanung, die einen mittelfristigen Planungshorizont von drei Jahren abbildet.
Wesentliche Bestandteile der Unternehmensplanung sind Mieterlöse, Bewirtschaftung, Investitionen und
GESCHÄFTSBERICHT 2016 DER TLG IMMOBILIEN AG
Verkauf, Verwaltungsaufwand und Finanzierung. Die Teilpläne finden ihren Niederschlag in der Ergebnis-,
Vermögens- und Finanzplanung des Konzerns.
Das monatliche Berichtswesen auf Unternehmens- und Portfolioebene sorgt für die unternehmensinterne
Transparenz der unterjährigen Entwicklung des Unternehmens, u. a. anhand der wesentlichen Kennzahlen.
Hierbei ist der Fokus insbesondere auf die Kennzahlen Funds from Operations (FFO), Net Loan to Value (Net LTV)
und EPRA Net Asset Value (EPRA NAV) gerichtet, die jeweils auch in den Quartalsberichten ausgewiesen
werden. Werttreiber für diese drei Kennzahlen, wie bspw. Mieterlöse, Restlaufzeit der Mietverträge (WALT),
Leerstand und Investitionen, werden im Rahmen der Controllingberichte monatlich überwacht und berichtet.
Monatliche Soll-Ist-Analysen dienen der Beurteilung der aktuellen Unternehmensentwicklung und ermöglichen die rechtzeitige Ergreifung steuernder Maßnahmen.
Die Berechnung der wesentlichen Steuerungskennzahlen des Unternehmens wird im Abschnitt zu den finanziellen Leistungsindikatoren dieses Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns dargestellt.
Die Steuerung der TLG IMMOBILIEN liegt in der Verantwortung des Vorstandes. Der Aufsichtsrat überwacht
und berät den Vorstand bei dessen geschäftsführender Tätigkeit nach den aktienrechtlichen und unternehmensinternen Vorschriften. Der Aufsichtsrat bestand zum Berichtsstichtag aus fünf Mitgliedern.
2.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND IMMOBILIENMÄRKTE
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2016 erneut durch solides, stetiges Wirtschaftswachstum geprägt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Jahr zuvor. Damit lag es
zugleich um einen halben Prozentpunkt oberhalb des Durchschnittswerts der vergangenen zehn Jahre, der
bei 1,4 % gelegen hatte. Insgesamt stiegen die Konsumausgaben um 2,5 % und waren damit die stärkste,
jedoch nicht die einzige Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums. Auch die Investitionen leisteten dazu
einen signifikanten Beitrag. So erhöhten sich die preisbereinigten Bauinvestitionen um 3,1 %, insbesondere
wegen deutlich höherer Investitionen für Wohnbauten. Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen im Vorjahresvergleich mit + 1,7 % ebenfalls zu.
Die Erwerbstätigkeit nahm im Vergleich zum Vorjahr weiter zu und erreichte mit einem Jahresdurchschnitt
von knapp 43,5 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Jahr 2016 den höchsten Stand seit 1991.
Ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge waren im Jahr 2016 etwa 429.000
Personen beziehungsweise 1,0 % mehr erwerbstätig als 2015, womit sich der bereits seit zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend weiter fortsetzte. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, lag 2016 um 1,2 % höher als im Jahr zuvor. Bezogen auf jeden Erwerbstätigen, ergab sich ein Anstieg der Arbeitsproduktivität um 0,9 %.
Die Entwicklung am Immobilieninvestmentmarkt wurde 2016 neben der robusten Konjunkturentwicklung
in Deutschland vor allem von den beiden Faktoren Geldpolitik und politische Risiken beeinflusst. Angesichts
weiterhin niedriger Zinsen blieben Anlagen in Immobilien für Investoren auch in 2016 attraktiv. Nachdem
die Transaktionsvolumina im Jahresverlauf zunächst auf ein deutlich schwächeres Ergebnis als im Vorjahr
hingedeutet hatten, sorgte das sehr umsatzstarke Schlussquartal dafür, dass im Gesamtjahr nach Informationen von Jones Lang LaSalle (JLL) dennoch ein Transaktionsvolumen von EUR 52,9 Mrd. – und damit das
drittstärkste Resultat im Langzeitvergleich – erreicht wurde, was im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres
lediglich einem Rückgang um rd. 4 % entspricht. Dabei war in den sieben großen deutschen Investmentmärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart insgesamt ein Rückgang des
Transaktionsvolumens um rd. 5 % auf EUR 29,6 Mrd. zu verzeichnen, der relative Anteil dieser Standorte am
Gesamtmarkt blieb mit rd. 56 % jedoch konstant. Hatten im Jahresverlauf meist Berlin oder München die
Umsatzstatistik angeführt, so konnte Frankfurt die Spitzenposition zum Jahresende wieder übernehmen. Im
Durchschnitt gingen die Anfangsrenditen an den sieben großen Investmentmärkten angesichts der starken
Nachfrage um 59 Basispunkte auf nunmehr 3,56 % zurück.
2.1.2 Entwicklung Büroimmobilienmarkt
Die robuste Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland, insbesondere der überdurchschnittliche Beschäftigungsaufbau in den expansiven Dienstleistungsbereichen, spiegelte sich 2016 deutlich an
den Büroimmobilienmärkten wider. Laut JLL summierte sich das Umsatzvolumen der sieben Büroimmobilienhochburgen im Gesamtjahr 2016 auf einen historischen Rekordwert von rd. 3,9 Mio. m² und übertraf
damit das starke Vorjahresergebnis noch einmal um 9 %. Der 5-Jahres-Durchschnitt wurde sogar um 24 %
Umsatzspitzenreiter war JLL zufolge erneut Berlin, wo insgesamt 913.400 m² neu vermietet wurden; dies
entsprach einer Steigerung um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreswert. An zweiter und dritter Stelle folgten die
Regionen München und Hamburg mit Umsätzen von 780.000 bzw. 550.000 m².
Trotz zunehmender Fertigstellungszahlen reduzierte sich der Büroflächenleerstand im Jahresverlauf um fast
600.000 m² auf knapp 5,1 Mio. m². Dies entspricht einer aggregierten Leerstandsquote von nur noch 5,5 %.
Überdurchschnittliche Leerstandsquoten waren nur noch in Frankfurt und Düsseldorf mit 9,1 % bzw. 8,1 % zu
verzeichnen; den niedrigsten Leerstand gab es in Stuttgart mit 3,7 %, gefolgt von Berlin mit 4,3 %.
Das Neubauvolumen in den Top-7-Städten stieg 2016 zwar um fast 28 % auf 1,1 Mio. m², doch waren davon
zum Zeitpunkt der Fertigstellung lediglich noch etwa 190.000 m² oder 17 % frei verfügbar. Der Trend zu
steigenden Anmietungen in Projektentwicklungen hielt unvermindert an.
Die positive Entwicklung der Büroimmobilienmärkte hat in Verbindung mit der regen Nutzernachfrage dazu
geführt, dass sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmieten 2016 gestiegen sind. Mit Ausnahme
von Köln stieg die Spitzenmiete in allen anderen Immobilienhochburgen an, wobei sich die Steigerungen
zwischen 2 % in Düsseldorf sowie Hamburg und 13 % in Berlin bewegten.
2.1.3 Entwicklung Einzelhandelsimmobilienmarkt
Das Konsumklima in Deutschland zeigte nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum
Jahresende 2016 ein positives Bild. Die Konjunkturerwartung der Verbraucher stieg leicht, die Einkommenserwartung hingegen deutlich, wenngleich die Anschaffungsneigung davon noch nicht profitieren konnte
und – auf weiterhin hohem Niveau – leicht verlor. Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen hatte bislang
keine messbaren Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher, die für die kommenden Monate offensichtlich nicht mit direkten Effekten für die deutsche Konjunktur rechnen.
Die positive Konjunkturentwicklung, insbesondere die Zunahme des Konsums und die insgesamt steigenden
Einzelhandelsumsätze, bildeten 2016 positive Rahmenbedingungen für den Einzelhandelsimmobilienmarkt.
Laut JLL bildeten Einzelhandelsobjekte 2016 mit einem Transaktionsvolumen von EUR 12 Mrd. bzw. einem
Anteil von 23 % die zweitgrößte Assetklasse am deutschen Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt.
Der Gesamtflächenumsatz bei deutschen Einzelhandelsimmobilien belief sich 2016 auf 487.400 m² und lag
damit um rd. 7 % unter dem Vorjahresergebnis. Die Anzahl der Abschlüsse blieb dagegen mit 1.070 Transaktionen konstant. Etwa 180.000 m² oder 37 % der vermittelten Flächen entfielen auf die zehn größten
Einzelhandelsstandorte Deutschlands. Als umsatzstärkste Standorte erweisen sich zum Jahresende Berlin,
Frankfurt und Stuttgart, während Hamburg, Köln und Düsseldorf hinter ihren langfristigen Durchschnittswerten zurückblieben.
2.1.4 Entwicklung Hotelimmobilienmarkt
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland im Zeitraum Januar bis November 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3 % auf
420,2 Mio. Darunter waren 75,2 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste (+ 1 %) und 345,0 Mio. Übernachtungen inländischer Gäste (+ 3 %). Für das Gesamtjahr 2016 rechnet das Statistische Bundesamt mit einem
neuen Rekordwert von 448 Mio.
Der positive Trend bei den Übernachtungszahlen spiegelt sich laut Deutschem Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) auch in der Umsatzentwicklung des Gastgewerbes wider. So ergab sich allein bei den
Beherbergungsunternehmen zwischen Januar und September 2016 ein reales Umsatzwachstum um 2,2 %
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im Tourismussektor registrierte BNP Paribas Real Estate 2016
einen erneuten Anstieg der Transaktionsvolumina am Hotelinvestmentmarkt, die sich erstmals auf mehr als
EUR 5 Mrd. beliefen. Das Jahresergebnis von EUR 5,18 Mrd. stellt zugleich den siebten Umsatzanstieg in Folge
dar. Dabei wurden sowohl bei den Einzelinvestments als auch bei den Portfolios mit fast EUR 3,1 Mrd. bzw.
gut EUR 2,1 Mrd. neue Rekorde erzielt. Bemerkenswert war dabei das umsatzstarke Schlussquartal.
Die TLG IMMOBILIEN konnte im Geschäftsjahr 2016 ihren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Insgesamt
konnten die im Prognosebericht 2015 beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren übertroffen werden.
Im Ergebnis einer erfolgreichen Bestandsbewirtschaftung in Verbindung mit dem Erwerb hochwertiger
Immobilien stellt sich der Immobilienbestand der TLG IMMOBILIEN zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:
1.004.110
Mietrendite (%)
EPRA Leerstandsquote (%)
Immobilienwert (TEUR) 1
Jahresnettokaltmiete (TEUR) 2
1.418.975
Gem. bilanzierten Werten nach IAS 40, IAS 2, IAS 16, IFRS 5
Die Jahresnettokaltmiete berechnet sich anhand der zum Stichtag vereinbarten annualisierten Miete – ohne Berücksichtigung von mietfreien Zeiten.
Das Immobilienportfolio der TLG IMMOBILIEN umfasst zum 31. Dezember 2016 insgesamt 404 Immobilien
(Vj. 418) mit einem Immobilienwert (IFRS) von rd. EUR 2,242 Mrd. (Vj. rd. EUR 1,766 Mrd.). Die Erhöhung
um 26,9 % ist im Wesentlichen in den im Geschäftsjahr 2016 zugegangenen Ankäufen begründet, die mit
TEUR 436.855 einen Anteil von 19,5 % am Immobilienportfolio aufweisen. Der Immobilienwert der Ankäufe
der Jahre 2014 bis 2016 ist damit auf insgesamt TEUR 750.490 bzw. 33,5 % angestiegen.
Die Ankäufe 2016 stellen sich zum 31. Dezember 2016 differenziert nach Assetklassen wie folgt dar:
(EUR Mio.) 1
Frankfurt am Main, Lyoner Straße 25
Frankfurt am Main, Olof-Palme-Straße 35
Leipzig, Prager Straße 118, 120, 126, 128, 130,
Berlin, Aroser Allee 68
Berlin, Kapweg 3, 4, 5
Dresden, Am Schießhaus 1 – 3
Stuttgart, Industriestraße 48
Berlin, Kronenstraße 5
Berlin, Kronenstraße 6
Essen, Bismarckstraße 36/Friedrichstraße 12
Magdeburg, Große Diesdorfer Straße 228 – 229/
Chemnitz, Zwickauer Straße 16, 16a, 16b
Dresden, Merianplatz 3
Ankauf Büro 2016
Ankauf Einzelhandel 2016
Leipzig, Am Hallischen Tor 1/Brühl 33/
Dresden, Wiener Platz 8/9
Ankauf Hotel 2016
Ankauf 2016 gesamt
Gem. bilanzierten Werten nach IAS 40
Im Geschäftsjahr 2016 lag der Schwerpunkt der Ankäufe mit 82,3 % bei Büroimmobilien, gefolgt von Hotels mit
12,2 % und Einzelhandelsimmobilien mit 5,5 %. Mit dem Erwerb zweier Büroimmobilien in Frankfurt am Main
erweiterte die TLG IMMOBILIEN ihr Portfolio gezielt im Westen Deutschlands. Neben Frankfurt am Main, das
mit 36,8 % der Zukäufe erstmals den größten Anteil aufweist, liegt der Schwerpunkt der Ankäufe weiterhin in
Berlin (23,0 %) sowie in den ostdeutschen Wachstumsregionen Leipzig (19,7 %) und Dresden (14,6 %).
Die Immobilienwerte der einzelnen Assetklassen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Büroimmobilien verzeichnen im Wesentlichen bedingt durch die Ankäufe des Jahres 2016 einen Zuwachs um 64,5 % auf TEUR 1.004.110 (Vj. TEUR 610.219 inklusive der Umgliederung von drei Büroimmobilien
aus dem Nicht-Kernportfolio in Höhe von TEUR 3.250). Mit einem Wertanteil von 44,8 % (Vj. 34,6 %) stellen
die Büroimmobilien damit erstmals die stärkste Assetklasse dar, gefolgt von den Einzelhandelsimmobilien
mit 40,0 % (Vj. 49,5 %) und den Hotels mit 12,1 % (Vj. 11,8 %). Da der Ankaufsschwerpunkt im Jahr 2016
auf Büroimmobilien lag, weisen die Einzelhandelsimmobilien mit einem Immobilienwert von TEUR 896.198
(Vj. TEUR 873.390) einen nur moderaten Wertzuwachs von 2,6 % auf. Dagegen konnte mit dem Ankauf
zweier innerstädtischer Hotels in Dresden und Leipzig die Assetklasse Hotel mit einem Zuwachs um 31,1 %
auf TEUR 272.029 (Vj. TEUR 207.565) weiter gestärkt werden. In der Assetklasse Sonstige führen im Wesentlichen Verkäufe zu einer Reduzierung des Portfoliowertes um 7,2 % auf TEUR 69.277 (Vj. TEUR 74.661 abzüglich dreier in die Assetklasse Büro umgegliederter Immobilien in Höhe von TEUR 3.250).
Bezogen auf das Gesamtportfolio ergibt sich im Berichtsjahr ein Anstieg der Jahresnettokaltmiete um 18,2 %
auf TEUR 155.276 (auf like-for-like Basis + 1,2 %). Die EPRA Leerstandsquote ist mit 3,8 % (Vj. 3,7 %) bezogen
auf das Gesamtportfolio nahezu konstant geblieben. Während die EPRA Leerstandsquote auf like-for-like
Basis mit 2,8 % auf niedrigem Niveau unverändert geblieben ist, steht einer verkaufsbedingten Reduzierung
um 0,9 Prozentpunkte eine ankaufsbedingte Erhöhung um 1,1 Prozentpunkte gegenüber. Die gewichtete
durchschnittliche Mietvertragslaufzeit (WALT) der befristet abgeschlossenen Mietverträge verkürzte sich insgesamt von 6,5 Jahre auf 6,1 Jahre. Dabei konnte auf like-for-like Basis die Verkürzung des WALT um 0,6 Jahre
auf 6,1 Jahre durch Neuvermietungen und Mietvertragsverlängerungen leicht gedämpft werden.
2.3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE,
Das Konzernjahresergebnis der TLG IMMOBILIEN betrug im Geschäftsjahr 2016 TEUR 94.109. Im Vergleich
zum Vorjahr fiel das Ergebnis um TEUR 36.753 niedriger aus. Hauptursache war das in 2015 höhere Ergebnis
aus der Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Positiv wirkte der Anstieg des Vermietungsergebnisses um TEUR 11.492. Die nachfolgende Darstellung verdeutlicht die Ertragslage:
Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung 1
Ergebnis aus der Bewertung der als Finanzinvestition
Ergebnis aus der Veräußerung von als Finanzinvestition
Ergebnis aus der Veräußerung von Vorratsimmobilien
Sonstige betriebliche Erträge 1
– 47.996
– 54,6
– 1.591
– 761
– 98,7
– 3.404
– 81,4
– 11.261
– 12.807
– 12,1
– 561
– 26,2
– 7.140
– 7.881
– 39.772
– 29,3
– 25.650
– 23.849
– 1.801
– 848
– 40.556
– 34.507
– 38.311
– 36.753
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1
Ergebnis aus der Bewertung derivativer
– 2.044
– 3.782
– 40.535
– 30,6
Im Geschäftsjahr führte die Umgliederung von Kontenpositionen zur Änderung einzelner Vorjahresbeträge (siehe Anhang – Abschnitt F).
Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung belief sich 2016 auf TEUR 125.588 und ist im Vergleich zum
Vorjahr insbesondere aus neu in die Bewirtschaftung genommenen angekauften Immobilien um TEUR 11.492
gestiegen. Die Mieterlöse haben sich dabei wie folgt entwickelt:
Im Berichtsjahr 2016 fiel das Ergebnis aus der Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
um TEUR 47.996 geringer aus als im gleichen Zeitraum 2015 und erreichte ein Volumen von TEUR 39.860.
Das positive Bewertungsergebnis erklärt sich im Wesentlichen durch die günstigen Marktbedingungen. Das
positive Bewertungsergebnis ist dabei insbesondere auf den Standort Berlin und die Assetklasse Büroimmobilien zurückzuführen.
Das Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um
TEUR 2.352 auf TEUR 6.391.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 777 und fielen damit um TEUR 3.404 niedriger
aus als im Vorjahr. Sie waren im Wesentlichen geprägt durch die Auflösung von Wertberichtigungen von
TEUR 529, die um TEUR 777 geringer ausfielen als im Vorjahr, sowie aperiodische Erträge von TEUR 311, die
um TEUR 293 geringer waren. Im Geschäftsjahr 2015 waren zudem Sondereffekte aus Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz in Höhe von TEUR 950 enthalten.
Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 1.546 auf TEUR 11.261. Das ist maßgeblich auf die im Vorjahreszeitraum angefallenen anteilsbasierten Vergütungskomponenten nach IFRS 2
zurückzuführen, die im Zusammenhang mit dem Börsengang standen.
Der sonstige betriebliche Aufwand fiel um insgesamt TEUR 741 geringer aus als 2015 und betrug TEUR 7.140.
Der Rückgang resultierte aus Einsparungen vor allem bei den IT- und Verwaltungskosten sowie den übrigen
betrieblichen Aufwendungen. Gegenläufig wirkte die Entwicklung der Beratungs- und Prüfungsgebühren.
In 2016 stiegen die Finanzaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 1.801 auf TEUR 25.650
an. Ursache sind im Wesentlichen höhere Aufwendungen für Zinssicherungsinstrumente sowie gestiegene
übrige Finanzierungsaufwendungen.
Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Ertrag aus der Marktwertanpassung derivativer Finanzinstrumente
in Höhe von TEUR 299 (Vj. TEUR – 848). Das Bewertungsergebnis ist in beiden Jahren im Wesentlichen auf
ineffektive Teile bei Derivaten im Hedge-Accounting und Derivate außerhalb einer Bewertungseinheit
Die Ertragsteuern setzten sich zusammen aus laufenden Ertragsteuern von TEUR 5.986, periodenfremden
Effekten für tatsächliche Ertragsteuern von TEUR – 1.577 und latenten Steuern in Höhe von TEUR 30.098.
– 3.804
– 40.557
– 299
– 1.147
– 39.773
– 199
– 39.860
– 87.856
Die TLG IMMOBILIEN erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein EBITDA von TEUR 114.355. Die Erhöhung gegenüber
dem Vorjahr betrug TEUR 8.024 und wird im Wesentlichen von dem höheren Ergebnis aus der Vermietung
und Verpachtung getragen.
Die folgenden Cashflows führten insgesamt zu einer Abnahme des Finanzmittelfonds am Ende des Jahres,
maßgeblich durch Ankäufe von Immobilien:
1. Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
– 414.107
– 150.288
– 263.819
– 115.321
– 146.458
– 62,8
Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nahm um TEUR 4.130 im Vergleich zum 31. Dezember
2015 zu und betrug zum 31. Dezember 2016 TEUR 88.044, im Wesentlichen resultierend aus dem höheren
Vermietungsergebnis. Gegenläufig wirkten Ertragsteuerzahlungen sowie höhere Zinszahlungen.
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR 414.107 spiegelte im Wesentlichen die Auszahlungen für den Ankauf von Immobilien wider.
Die Einzahlungen aus dem Verkauf von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien reduzierten sich im
Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.800 auf TEUR 31.976 im Geschäftsjahr.
Der höhere Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist bedingt durch die gegenüber der Vorperiode um
TEUR 245.933 höheren Darlehensaufnahmen. Gegenläufig wirkte die Dividendenausschüttung an die Aktionäre von TEUR 48.551 gegenüber TEUR 15.326 im Vorjahr sowie die in 2015 erfolgte Kapitalerhöhung von
TEUR 100.724.
Insgesamt ist der Finanzmittelfonds aufgrund der beschriebenen Cashflows in 2016 um TEUR 115.321 auf
TEUR 68.415 gesunken:
Finanzierungstätigkeit Investitionstätigkeit
Der Finanzmittelfonds bestand ausschließlich aus liquiden Mitteln. Die Liquidität der TLG IMMOBILIEN war im
Berichtsjahr zu jeder Zeit gesichert.
Die nachfolgende Übersicht stellt zusammengefasst die Vermögens- und Kapitalstruktur dar. Forderungen
und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden insgesamt als langfristig eingeordnet.
2.215.321
– 2.489
– 3.380
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien/
Die Vermögensseite wird mit TEUR 2.215.321 von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie
den darauf geleisteten Anzahlungen dominiert. Der Anteil am Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum
Vorjahr von 88 % auf 94 % erhöht.
Die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultierte insgesamt aus Anpassungen des
Fair Value (TEUR 39.859), Ankäufen (TEUR 442.998), Aktivierungen von baulichen Maßnahmen (TEUR 18.543)
und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (TEUR 28.857). Darüber hinaus wirkten
Umgliederungen aus dem Sachanlagevermögen (TEUR 3.211).
Die liquiden Mittel sanken im Berichtszeitraum um TEUR 115.321 auf TEUR 68.415, im Wesentlichen durch
Ankäufe von Immobilien.
Das Eigenkapital des Konzerns betrug TEUR 1.009.503 und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um
TEUR 41.629, während die Verbindlichkeiten des Konzerns in Summe um TEUR 303.670 angestiegen sind. Die
Erhöhung des Eigenkapitals ist bedingt durch das erwirtschaftete Konzernjahresergebnis von TEUR 94.109,
gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 48.551.
– 5,3 Pkt.
Die Eigenkapitalquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozentpunkte auf 43,1 %, was im Wesentlichen
in der Erhöhung der Darlehensverbindlichkeiten begründet ist.
Die langfristigen Verbindlichkeiten inkl. der latenten Steuern sind im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 269.338
gestiegen und machen 92 % der Verbindlichkeiten aus. Grund ist im Wesentlichen die Neuaufnahme von
langfristigen Darlehen zur Ankaufsfinanzierung. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 34.332,
primär aufgrund von in 2017 auslaufenden Darlehen. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind grundpfandrechtlich gesichert.
94,5 %
48,4 % Eigenkapital
– 6.103
– 8.088
– 24,5
– 771
gehaltenen Immobilien 1
Sonstige Effekte 2
– 1.184
FFO vor Steuern
– 4.485
– 13,0
Bereinigung von Steuereffekten aus Transaktionskosten
sowie aperiodische Effekte
– 1.950
– 4.407
– 55,8
FFO nach Steuern
(in Tausend) 3
Einschließlich des Aufwands aus der Anpassung Verkaufsergebnis Gewerbepark Grimma in Höhe von TEUR 278, gehalten als Beteiligung;
in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen
Die sonstigen Effekte beinhalten
die Abschreibung auf IAS-16-Immobilien (selbst genutzte Immobilien) (TEUR 145, Vj. TEUR 185),
Erträge aus dem Dienstleistungsvertrag mit der TAG Wohnen (TEUR 0, Vj. TEUR 30),
Aufwendungen aus Personalanpassungsmaßnahmen (TEUR 477, Vj. TEUR 670),
anteilsbasierte Vergütung (TEUR 0, Vj. TEUR 957),
Auflösung Rückstellung Fördermittelrückforderung (TEUR 404, Vj. TEUR 1.317),
Erträge aus Versicherungsentschädigung für abgeschriebene Investition u. Schadensersatzleistung Notar (TEUR 0, Vj. TEUR 950),
Auflösung Rückstellung für Verpflichtungen aus Kaufverträgen (TEUR 283, Vj. TEUR 0),
Transaktionskosten (TEUR 957, Vj. TEUR 0),
Auflösung Rückstellung anfallende Baukosten (TEUR 0, Vj. TEUR 700).
Anzahl der Aktien gesamt zum Stichtag 31. Dezember 2015: 67,4 Mio., zum 31. Dezember 2016: 67,4 Mio. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
betrug in 2015 62,0 Mio. und in 2016 67,4 Mio. Aktien.
Eine entscheidende Steuerungskennzahl des TLG IMMOBILIEN-Konzerns stellen die Funds from Operations
(FFO) dar.
Die FFO sind eine wichtige Ergebnisgröße für bestandshaltende Unternehmen der Immobilienbranche, um
die nachhaltige Ertragskraft zu beurteilen. Die Kennziffer ergibt sich im Wesentlichen aus dem Periodenergebnis bereinigt um das Ergebnis aus Verkäufen, der Immobilienbewertung, der Bewertung derivativer
Finanzinstrumente, latente Steuern und außerordentliche Effekte.
Die Kennzahl FFO betrug in 2016 TEUR 76.877 und stieg gegenüber 2015 um 20,1 % bzw. TEUR 12.890. Die FFO
je Aktie betrugen EUR 1,14 und lagen damit trotz der erhöhten Aktienanzahl durch die im November 2015
erfolgte Kapitalerhöhung über dem Niveau der Vergleichsperiode.
Im Geschäftsbericht 2015 prognostizierte die TLG IMMOBILIEN die FFO für 2016 zwischen EUR 71 Mio. und
EUR 73 Mio. Diese Prognose wurde mit dem Halbjahresbericht 2016 auf EUR 74 Mio. bis EUR 76 Mio. angepasst. Die für 2016 prognostizierten FFO konnten somit leicht übertroffen werden. Ursächlich hierfür war ein
leicht über den Erwartungen liegendes Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung. Die FFO haben sich im
Vergleich der letzten drei Jahre damit wie folgt entwickelt:
Der deutliche Anstieg der FFO gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich vor allem aus dem höheren
Vermietungsergebnis durch die erfolgreichen Ankäufe sowie den erzielten Kosteneinsparungen bei den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die FFO sind ein wichtiger Indikator für die nachhaltige Leistungsfähigkeit der Gesellschaft.
Anzahlungen auf als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien (IAS 40)
– 14.179
– 99,3
– 3.235
– 34,6
2.241.708
1.780.106
461.602
Eigengenutzte Immobilien (IAS 16)
(IFRS 5)
Net Loan to Value (Net LTV) in %
Der Net LTV als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Immobilienvermögen stellt eine Kerngröße zur internen Steuerung des Unternehmens dar. Er betrug im Konzern zum Berichtszeitpunkt 43,4 %. Die zuletzt im
Quartalsbericht zum 30. September 2016 kommunizierte langfristige Obergrenze des Net LTV von 45 % wurde eingehalten. Die Gründe für den Anstieg um 9,8 Prozentpunkte lagen im Wesentlichen in der erhöhten
Fremdkapitalaufnahme für angekaufte Objekte.
965.065
Marktwertanpassung anderer Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens (IAS 16)
– 245
Marktwertanpassung auf Vorratsimmobilien (IAS 2)
Eigenkapital 1
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
– 2.652
Anzahl Aktien (in Tausend)
EPRA NAV pro Aktie (in EUR)
– 1.164
Angepasst um nicht beherrschende Anteile in 2015
Der EPRA Net Asset Value (EPRA NAV) ist eine weitere wesentliche Steuerungskennzahl der TLG IMMOBILIEN.
Er dient dem Ausweis eines Nettovermögenswertes auf einer konsistenten und mit anderen Unternehmen
vergleichbaren Grundlage.
Zum Jahresende 2016 betrug der EPRA NAV TEUR 1.248.259, das entspricht einem EPRA NAV je Aktie von
EUR 18,51. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 erhöhte sich der EPRA NAV um TEUR 76.665.
Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung des Eigenkapitals, hauptsächlich bedingt durch
das Konzernjahresergebnis von TEUR 93.998, welches geprägt war von der erfolgreichen Geschäftsentwicklung sowie mit TEUR 39.860 von der positiven Wertentwicklung des Immobilienbestandes. Gegenläufig
wirkt die erfolgte Auszahlung der Dividende an die Aktionäre von TEUR 48.551. Die erwartete leicht positive
Entwicklung des EPRA NAV wurde dadurch übertroffen.
Der EPRA NAV je Aktie hat sich im Vergleich der letzten drei Jahre damit wie folgt entwickelt:
2.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der TLG IMMOBILIEN nicht unmittelbar zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Der Unternehmensleitung ist bewusst, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter und
Kunden sowie die positive Wahrnehmung des Unternehmens als verlässlicher Partner in der Immobilienbranche sehr wichtig sind, um dauerhaft am Markt erfolgreich zu sein.
Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren bei der TLG IMMOBILIEN 111 (Vj. 122) Arbeitnehmer ohne Auszubildende und ruhende Arbeitsverhältnisse beschäftigt. Die Reduzierung der Mitarbeiteranzahl ist maßgeblich
auf die Umstrukturierung des Unternehmens und den damit im Zusammenhang stehenden Personalabbau
zurückzuführen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der TLG IMMOBILIEN beträgt 13 Jahre.
Als modernes und attraktives Unternehmen mit einer klaren Wachstumsstrategie ist es erklärtes Ziel der
Gesellschaft, im Rahmen von gezielten Neueinstellungen eine qualitative und quantitative Verstärkung des
Teams zu erreichen. Im Jahr 2016 erfolgten 14 Neueinstellungen.
Die fachliche und persönliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist eine wesentliche Komponente im Personalmanagement. Zur Erweiterung des Wissens und der Kompetenzen der Mitarbeiter fördert das Unternehmen
fachspezifische Fortbildungen sowie berufsbegleitende Studiengänge und bietet den Mitarbeitern zur Aktualisierung des Fachwissens fachspezifische Seminare an.
Die TLG IMMOBILIEN AG bildet darüber hinaus für den eigenen Bedarf aus. Auch zukünftig werden Plätze im
Dualen Studiengang Betriebswirtschaftslehre, im Wesentlichen mit dem Ausbildungsschwerpunkt Immobilienwirtschaft, angeboten.
Optimale Arbeitsbedingungen an modernen Standorten mit flexiblen Arbeitszeiten und attraktiven Zusatzleistungen, wie bspw. dem Jobticket, Essenszuschüssen oder einer Unfallversicherung, gehören genauso zum
Angebot des Unternehmens wie eine Unternehmenskultur, die schnelle Entscheidungswege ermöglicht.
Zum zweiten Mal in Folge hat die der TLG IMMOBILIEN AG im Jahr 2016 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Eine erneut sehr hohe Beteiligung zeigt das Interesse der Belegschaft, die Entwicklung der
TLG IMMOBILIEN AG weiterhin gemeinsam in die Hand zu nehmen. Die Mehrheit der Mitarbeiter sieht
die TLG als äußerst attraktiven Arbeitgeber an und ist stolz auf ihr Unternehmen. Nahezu alle Mitarbeiter
erkennen den eigenen Beitrag ihrer Arbeit am Gesamterfolg.
Die TLG IMMOBILIEN unterhält zu ihren Mietern dauerhafte und traditionell gute direkte Beziehungen. Dies
drückt sich in langfristigen Mietverträgen mit stabilen Mieterträgen aus. Ausgeprägte regionale Netzwerke
bestehen über die Niederlassungen der TLG IMMOBILIEN mit Büros in Berlin, Dresden, Erfurt, Leipzig und
Rostock. Ein Standort in Frankfurt am Main ist in Planung. Die Mitarbeiter vor Ort stehen für dezidierte Markterfahrung und verfügen über enge Kontakte zu einer Vielzahl privater und institutioneller Marktteilnehmer.
Die TLG IMMOBILIEN präsentiert sich hierdurch als langjährig verlässlicher Partner für gewerbliche Mieter,
Investoren und Kommunen.
Die politische Bedeutung der Immobilienbranche ist der TLG IMMOBILIEN bewusst. Deshalb engagiert sie
sich aktiv im ZIA Zentralen Immobilien Ausschuss e. V., dem führenden deutschen Immobilienverband und
einzigen Immobilienverband, der im BDI Bundesverband der Deutschen Industrie vertreten ist. Niclas Karoff
ist darüber hinaus Sprecher des Regionalvorstandes Ost des ZIA e. V.
Die TLG IMMOBILIEN ist weiterhin Mitglied in der EPRA European Public Real Estate Association, um die Förderung, Entwicklung und Vertretung des börsennotierten europäischen Immobiliensektors zu unterstützen.
Peter Finkbeiner engagiert sich im Beirat dieses europaweit arbeitenden Verbandes.
Darüber hinaus ist die TLG IMMOBILIEN seit 2016 Mitglied in der Initiative Corporate Governance der deutschen
Immobilienwirtschaft. Ziel ist die Stärkung der Professionalität in Bezug auf Transparenz und die Qualität der
Unternehmensentwicklung und -aufsicht.
3.1. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
3.1.1 Risikomanagementsystem
Die TLG IMMOBILIEN ist sich ständig wandelnden wirtschaftlichen, technischen, politischen, rechtlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt, die das Erreichen der gesetzten Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Andererseits können sich daraus auch Chancen für das
unternehmerische Handeln bieten. Zur frühzeitigen Erkennung, Überwachung und Beurteilung der branchenüblichen Risiken verfügt die TLG IMMOBILIEN AG über ein Risikomanagementsystem. Dies entspricht
den gesetzlichen Vorgaben (AktG, KonTraG) sowie den Anforderungen des Corporate Governance Kodex.
Mithilfe dieses Systems werden die Risiken kontinuierlich bewertet und zeitnah kommuniziert, um bedrohlichen Entwicklungen rechtzeitig entgegensteuern zu können. Die Überwachung und Überprüfung erfolgen
sowohl prozessorientiert durch das Risikomanagement als auch prozessunabhängig durch die Konzernrevision. Bei sich ändernden Rahmenbedingungen erfolgen entsprechende Anpassungen. Im Rahmen der
Jahresabschlussprüfung wird das Risikofrüherkennungssystem durch den Abschlussprüfer nach § 317 Abs. 4
HGB geprüft.
In 2016 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in der Organisation und den Prozessen des Risikomanagementsystems.
Das Risikomanagementsystem folgt als integrativer Bestandteil aller unternehmerischen Abläufe einem
iterativen Regelkreislauf mit folgenden Elementen:
Risikoanalyse und Quantifizierung
Die Risikobeobachtung wird an den Standorten der TLG IMMOBILIEN nach dem „Bottom-up“-Prinzip durchgeführt. Die Risikosituation an den Standorten und in den einzelnen Abteilungen sowie die der TLG IMMOBILIEN
insgesamt wird mit dem Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen erarbeitet, diskutiert und
Anschließend wird aus den zusammengetragenen Informationen der Risikoverantwortlichen durch das
Risikomanagement der TLG IMMOBILIEN ein Risikoinventar durch Aggregation der Einzelrisiken zu Risikoarten
Das Risikomanagement ist organisatorisch und personell im Controlling am Hauptsitz der TLG IMMOBILIEN
angesiedelt. Gleichwohl sind aufgrund der Fachkompetenz durch den täglichen Umgang mit den maßgebenden Risikofaktoren die einzelnen Standorte, betroffene Fachbereiche und die Tochtergesellschaften
Neben den Risikoverantwortlichen haben alle Mitarbeiter des Unternehmens die Möglichkeit und die Pflicht,
bei Identifizierung außergewöhnlicher Umstände eine sofortige Risikoeilmeldung ggf. in Verbindung mit
konkreten Handlungsvorschlägen an das Risikomanagement sowie den Vorstand abzugeben.
Die Bewertung aller Risiken erfolgte quartalsweise anhand der möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten mit einem Risikohorizont von zwölf Monaten. Die Quantifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeiten wurde wie folgt gewählt:
unwesentlich: 0 bis 10 %
gering: > 10 bis 25 %
mittel: > 25 bis 50 %
hoch: > 50 %
Die Einordnung der Schadenshöhen wurde anhand nachfolgender Klassifizierungen vorgenommen:
unwesentlich: bis EUR 0,3 Mio.
gering: > EUR 0,3 Mio. bis EUR 1,0 Mio.
mittel: > EUR 1,0 Mio. bis EUR 5,0 Mio.
hoch: > EUR 5,0 Mio. bis EUR 10,0 Mio.
Die Referenzwerte für die Einschätzung der Schadenshöhe wurden aus dem Wirtschaftsplan abgeleitet.
Anhand der Schadensklassen und der Eintrittswahrscheinlichkeiten ergibt sich eine 16-Felder-Matrix. In dieser Matrix mündet die Bewertung in einem konkreten Schadenswert, dem „Value at Risk“. Der Value at Risk
der TLG IMMOBILIEN wird durch das Risikomanagement mittels Aggregation der einzelnen Risikoarten
Die Entwicklung des aggregierten Gesamtrisikos der TLG IMMOBILIEN (Value at Risk) wird quartalsweise am
Eigenkapital des TLG IMMOBILIEN-Konzerns, bezogen auf den jeweils zuletzt erstellten Quartals- oder Jahresabschluss nach IFRS, gemessen. Hierbei werden Covenant-Vereinbarungen berücksichtigt, die Teil vieler
Darlehensverträge der TLG IMMOBILIEN sind. Diese Vereinbarungen geben in der Regel eine Mindestkonzerneigenkapitalquote vor, die durch das Unternehmen einzuhalten ist.
Im Geschäftsjahr befand sich der aggregierte Value at Risk stets unterhalb seines Referenzwertes. Eine Existenzgefährdung war während des gesamten Geschäftsjahres nicht gegeben.
Neben einem jährlichen Risikobericht über die Entwicklung aller Risiken im abgelaufenen Geschäftsjahr
wird der Vorstand der TLG IMMOBILIEN quartalsweise über die Risikolage des Unternehmens informiert. Die
Berichterstattung beinhaltet alle Risikoarten. Eingehende Risikoeilmeldungen werden dem Vorstand umgehend zur Kenntnis gebracht und im monatlichen Controllingbericht dokumentiert.
Innerhalb der quartalsweisen Berichterstattung wurde neben den aggregierten Werten des Value at Risk
auch gesondert über wesentliche Veränderungen bei bedeutenden Risiken informiert. Unter bedeutenden
Risiken werden dabei Risiken verstanden, bei denen Schadenshöhe wie Eintrittswahrscheinlichkeit im Bereich „mittel“ bzw. „hoch“ liegen.
Aktiver Bestandteil des Risikomanagementsystems sind Maßnahmen zur Vermeidung, Vorsorge, Begrenzung, Reduzierung und Abwälzung bzw. Kompensation von Risiken.
Die Konzipierung von risikoreduzierenden Maßnahmen ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems der TLG IMMOBILIEN. Diese Maßnahmen sowie deren Erfolg werden entsprechend dokumentiert.
Veränderungen der Risikoeinschätzungen werden durch das Risikomanagement auf Plausibilität geprüft.
Jährlich wird durch das zentrale Risikomanagement die Angemessenheit des bestehenden Risikomanagementsystems in Bezug auf das Geschäftsmodell der TLG IMMOBILIEN überprüft. Bei Bedarf werden konzeptionelle Änderungen und Weiterentwicklungen umgesetzt.
Die Konzernrevision prüft das Risikomanagementsystem hinsichtlich der Erfassung, Bewertung und Berichterstattung auf seine Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit. Bei Abweichungen vom Sollprozess werden
Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Im Berichtsjahr 2016 wurde eine planmäßige Revisionsprüfung des Risikomanagements durchgeführt.
3.1.2 Risikobericht und Einzelrisiken
Die Geschäftstätigkeit der TLG IMMOBILIEN ist verbunden mit Risiken allgemeiner wirtschaftlicher Natur
sowie mit spezifischen Risiken der Immobilienbranche. Risiken aus Konjunkturschwankungen und Risiken aus
dem Umfeld des Kapital- und Immobilienmarktes sind durch die TLG IMMOBILIEN nicht beeinflussbar. Diese
sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. Zinsniveau, Inflation, juristischen Rahmenbedingungen, Mietpreisen oder Nachfrageänderungen des Transaktionsmarktes. Daraus können sich weitreichende
Auswirkungen u. a. auf die Immobilienbewertung, die Vermietungssituation, Transaktionsvolumina und die
Liquidität ergeben.
Nachfolgend werden Einzelrisiken als Bestandteile des Risikomanagementsystems erläutert, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Die Risiken wurden
in immobilienspezifische und unternehmensspezifische Risiken aufgegliedert.
Zum aktiven Portfoliomanagement gehört neben der effizienten Bewirtschaftung und Weiterentwicklung
des Immobilienbestandes, das Portfolio durch attraktive Zukäufe weiter auszubauen und Objekte zu veräußern, die nicht mehr zur Unternehmensstrategie passen. Der Verkauf leistet einen wichtigen Beitrag zur
Optimierung der Finanz- und Portfoliostruktur. Können geplante Immobilienverkäufe nicht realisiert werden,
entsteht ein Absatzrisiko. Das Risiko materialisiert sich in Abweichungen vom geplanten Veräußerungserlös,
z. B. aufgrund des Nichtzustandekommens von Kaufverträgen bedingt durch eine veränderte Angebots- und
Nachfragesituation im Vergleich zur Planung. Durch nicht realisierte Verkäufe bleibt Kapital gebunden und
kann nicht für weiteres Wachstum freigesetzt werden, was die Liquidität der Gesellschaft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen kann. Zur Vermeidung bzw. Reduzierung dieses Risikos führt
der Konzern Immobilientransaktionen anhand allgemein üblicher Prozessschritte durch. Zu diesen gehören
u. a. das Ausräumen von Veräußerungshemmnissen, Zustimmungserfordernisse sowie das Feststellen von
Altlasten und Schadstoffbelastungen. Den Transaktionsteams stehen als Basis für die Kaufvertragsverhandlungen Musterverträge zur Verfügung. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen zeitlichen Verschiebungen der für 2016 geplanten Verkäufe. Zudem konnte ein in 2015 mit hohem Transaktionsvolumen
geplanter, aber nicht realisierter Kaufvertrag im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Damit reduzierten sich zum Berichtsstichtag Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit des Absatzrisikos von hoch
im Vorjahr auf unwesentlich.
Forderungsausfall aus Verkauf und Vermietung
Die TLG IMMOBILIEN versucht, Forderungsausfallrisiken aus Verkauf und Vermietung durch sorgfältige Auswahl der Vertragspartner zu minimieren. Darüber hinaus werden übliche Kreditsicherungsinstrumente wie
z. B. Bürgschaften, Realsicherheiten, Garantien, Patronatserklärungen, Einbehalte und Kautionen genutzt,
wenn dies angebracht ist. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ein strukturiertes Forderungsmanagement entgegengewirkt.
Die Einschätzung des Ausfallrisikos von Forderungen aus Verkäufen ergab zum Ende des Berichtsjahres ein
hohes Schadenspotenzial, welches jedoch unverändert nur mit einer unwesentlichen Eintrittswahrscheinlichkeit zum Tragen kommt, da bisher kaum Rückabwicklungen bzw. Insolvenzen von Käufern eintraten.
Die TLG IMMOBILIEN verfügt über einen hochwertigen Bestand an Immobilien und generiert stabile Cashflows aus der Vermietung. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Cashflows und damit der Finanz- und
Ertragslage kann durch Zahlungsausfälle oder Insolvenzen von Ankermietern entstehen. Für das Forderungsausfallrisiko aus Bewirtschaftung wurde unverändert eine mittlere Schadenshöhe bei einer geringen
Eintrittswahrscheinlichkeit gewählt, was aus der positiven Forderungsentwicklung während des Geschäftsjahres resultiert. Die Entwicklung der Forderungen wird monatlich ausgewertet, deren Zusammenhang analysiert und Maßnahmen zur Einbringung eingeleitet, u. a. durch direkten Kontakt mit den Mietern.
Vermietungsrisiko
Das Vermietungsrisiko besteht darin, dass nicht oder nicht zu einem angemessenen Preis vermietet bzw.
nachvermietet werden kann. Es unterliegt konjunkturellen Schwankungen und Marktzyklen, die sich insbesondere auf die Marktmieten und die Flächennachfrage auswirken. Eine solche Entwicklung kann sich negativ auf die Vermietungssituation und damit auf die geplante Entwicklung des Ergebnisses aus Vermietung
und Verpachtung sowie der Funds from Operations auswirken. Die TLG IMMOBILIEN begegnet diesem Risiko
durch intensive Marktbeobachtung in Form von umfangreichen Vermietungsanalysen (Erstellung von Marktberichten), kontinuierliche Überwachung auslaufender Mietverträge, regelmäßige Einbindung von Vermietungsmaklern, langfristige Mietvertragsabschlüsse sowie mediale Präsenz auf unterschiedlichen Ebenen.
Zur Risikovermeidung bzw. -reduzierung gehört auch die rechtzeitige Identifikation und Berücksichtigung
von Mieterbedürfnissen. So werden regelmäßig Flächen im Rahmen von Neuvermietungen oder Vertragsverlängerungen in Zusammenarbeit mit den Mietern umgebaut und an deren Anforderungen angepasst.
Da die Bestandsimmobilien der TLG IMMOBILIEN mit einer Ausnahme ausschließlich durch Mitarbeiter des
Konzerns selbst verwaltet werden, besteht enger Kontakt zu den Mietern. Eine Risikoreduzierung wird auch
durch selektive Verkäufe von Objekten erzielt, deren Profil nicht mehr zu der strategischen Ausrichtung der
TLG IMMOBILIEN passt. Daher bewegen sich sowohl die Schadenshöhe als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Berichtsstichtag, wie im Vorjahr, auf geringem Niveau.
Von Signifikanz hinsichtlich der potenziellen Schadenshöhe ist das Altlasten- und Umweltrisiko. Es besteht
zum einen darin, dass für Liegenschaften mit bisher nicht hinreichend bekannten Altlasten nicht geplante
zusätzliche Aufwendungen anfallen, um eine ggf. bestehende Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung gemäß den aktuellen Gesetzen und Vorschriften abzuwenden. Zum anderen ist hierunter auch das
Risiko aus § 4 Abs. 6 des Bundesbodenschutzgesetzes berücksichtigt. Aus dieser Norm ergibt sich, dass die
TLG IMMOBILIEN als früherer Eigentümer eines Grundstückes zur Sanierung verpflichtet ist, wenn das Eigentum nach dem 1. März 1999 übertragen wurde und die TLG IMMOBILIEN schädliche Bodenveränderungen
oder die Altlast kannte oder kennen musste (Ewigkeitshaftung). Dies ist auch immer dann der Fall, wenn der
heutige Eigentümer aufgrund von Vermögenslosigkeit nicht zur Sanierung herangezogen werden kann. Für
derartige Umweltbelastungen von Liegenschaften im Bestand der TLG IMMOBILIEN, die vor dem 1. Juli 1990
verursacht wurden, liegen im Allgemeinen Freistellungserklärungen der öffentlichen Hand vor, sodass daraus
für die Gesellschaft keine wesentlichen Risiken erwachsen. Umweltbelastungen, die nach dem 1. Juli 1990
verursacht wurden, sind in den Bewertungen der Immobilien wertmindernd berücksichtigt oder werden
als nicht erheblich angesehen. Sollte ein Umwelt- oder Altlastenrisiko eintreten, hätte dies das Potenzial,
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft deutlich zu beeinflussen. Die Schadenshöhe für
das Umwelt- und Altlastenrisiko wird als sehr hoch, die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch als unwesentlich
Die Bewirtschaftung umfasst die Risiken aus nicht einbringbaren Betriebskosten, aus unterlassener Instandhaltung, aus Fördermitteln und aus der Nichteinhaltung der Verkehrssicherungspflicht der Immobilien.
Durch die laufende Analyse der Leerstandsentwicklung sowie der Vertragskonditionen mit Versorgern und
Dienstleistern wirkt die TLG IMMOBILIEN einem möglichen Risiko aus Betriebskosten entgegen. Sowohl der
Eintritt des Risikos als auch das mögliche Schadenspotenzial aus Korrekturbedarf durch Einsprüche wird
gleichbleibend als gering eingeschätzt. Dennoch könnten Ungenauigkeiten und Fehler in den jährlichen
Nebenkostenabrechnungen auftreten, welche die Zufriedenheit der Mieter und die Ertragslage des Unternehmens beeinflussen.
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen nicht rechtzeitig durchgeführt werden und es dadurch zu unvorhergesehenen Ausfällen von baulichen oder technischen Anlagen
kommt. Werden Mängel nicht oder nicht rechtzeitig erkannt oder wird der Instandhaltungsbedarf unzutreffend eingeschätzt, kann sich daraus ein höherer Aufwand als geplant ergeben, was sich auf die Ertragslage
der Gesellschaft auswirkt. Als Maßnahme zur Risikoreduzierung finden eine regelmäßige Objektbesichtigung
durch Mitarbeiter oder technische Dienstleister zur sofortigen Mängelidentifikation sowie ein regelmäßiger
Austausch mit den Mietern statt. Das Risiko wird zum Berichtsstichtag unverändert mit einer unwesentlichen
Schadenshöhe und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt.
Die regelmäßige Ortsbegehung dient gleichzeitig der Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht. Die Schadenshöhe wird aufgrund der konsequenten Prüfung und zeitnahen Mängelbeseitigung sowie durch die
Verkehrssicherungsprüfungen als unwesentlich erachtet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird im mittleren
Segment eingestuft.
Im Rahmen der immobilienwirtschaftlichen Tätigkeit besteht teilweise die Möglichkeit der Inanspruchnahme
von Fördermitteln (z. B. Investitionszuschüsse und -zulagen). Aus vereinnahmten Fördergeldern können in
Folgejahren – bei Nichterfüllung der Förderbedingungen – Rückzahlungsansprüche gegen den Fördermittelempfänger resultieren. Daher werden bestehende Förderverträge regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung der
Förderbedingungen beurteilt. Entsteht ein solches Risiko, kann es negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Zum 31. Dezember 2016 wird diesbezüglich von
einer geringen Schadenshöhe und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen.
Die TLG IMMOBILIEN verfolgt eine Investitionsstrategie, die durch attraktive Zukäufe, Modernisierungssowie in Teilen Neubaumaßnahmen den Immobilienbestand kontinuierlich aufwertet und optimiert. Aus
diesen investiven Tätigkeiten können u. a. Risiken aus Budgetüberschreitungen, verzögerter Fertigstellung,
Baumängeln oder dem Ausfall von Auftragnehmern baulicher Gewerke entstehen. Diesen Risiken begegnet
die TLG IMMOBILIEN mit einer konsequenten Prüfung der baulichen Auftragnehmer und Geschäftspartner
hinsichtlich Bonität und Zuverlässigkeit sowie ggf. der Absicherung durch Bürgschaften. Vorangegangene
Ausschreibungen, Vertrags- und Preisverhandlungen bilden eine wichtige Grundlage. Im Zuge der Durchführung erfolgen ein umfassendes Projektcontrolling, eine regelmäßige Überprüfung vor Ort, konsequentes Nachtragsmanagement sowie eine strenge Terminkontrolle. Ankäufe unterliegen einem vorgegebenen
Regelwerk im Sinne strategischer Ankaufskriterien und operativer Umsetzungsanforderungen, was sich u. a.
in umfangreichen Due-Diligence-Prozessen widerspiegelt.
Werden Investitionen nicht adäquat umgesetzt, kann dies einen negativen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie auf die Wachstumsstrategie der Gesellschaft haben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering und die Schadenshöhe als mittel eingestuft.
Der Marktwert des Immobilienportfolios unterliegt Schwankungen, bedingt durch externe und immobilienspezifische Faktoren. Maßgebliche externe Faktoren, die das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen
können, sind das Marktmiet- und Zinsniveau sowie die allgemeine Entwicklung der Nachfrage nach Immobilien als Anlageklasse. Immobilienbezogene Faktoren sind primär Vermietungssituation und Objektzustand.
Bereits eine prozentual geringfügige Abweichung vom bisherigen Marktwert des Immobilienportfolios birgt
ein hohes Schadenspotenzial und kann zu erheblichen Auswirkungen in der Gesamtergebnisrechnung führen, aber auch die Vermögenslage der Gesellschaft signifikant beeinträchtigen.
Eine regelmäßige und systematische Bewertung der Konzernimmobilien durch unabhängige externe Gutachter ermöglicht eine frühzeitige Erkennung problematischer Entwicklungen. Zur Reduzierung des Bewertungsrisikos bedient sich die TLG IMMOBILIEN darüber hinaus eines mieterorientierten Objektmanagements,
führt notwendige Mieterausbauten und andere technische Maßnahmen durch und betreibt eine konsequente
Portfoliooptimierung entsprechend der Unternehmensstrategie. Im Geschäftsjahr 2016 gab es im Rahmen
der Marktwertermittlung keine Anhaltspunkte für eine signifikante Abwertung des Immobilienbestandes.
Aufgrund der aktuell guten Vermietungssituation und den weiterhin günstigen Marktbedingungen wurde
das Immobilienbewertungsrisiko unverändert mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt.
Mit der Wachstumsstrategie der TLG IMMOBILIEN werden auch zukünftig weitere Fremdkapitalaufnahmen
verbunden sein. Die Konditionen und die Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln hängen zu einem wesentlichen Teil von der Zinsentwicklung und vom allgemeinen Banken- und Kapitalmarktumfeld ab. So können
sich für die Gesellschaft bei Neu- und Refinanzierungen höhere Finanzierungskosten durch steigende Zinsen
ergeben. Ebenso kann eine Eintrübung des Marktumfeldes der Banken eine restriktivere Kreditvergabe oder
höhere Margen zur Folge haben. Diese veränderten Rahmenbedingungen könnten die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen.
Das Zinsänderungsrisiko für bestehende Bankfinanzierungen sichert die TLG IMMOBILIEN im Wesentlichen
durch Zinssicherungsinstrumente ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wurde per 31. Dezember 2016 wie im
Vorjahr als hoch bewertet, die Schadenshöhe von mittel per 31. Dezember 2015 auf unwesentlich verringert
aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus als Basis für die Risikoeinschätzung und günstigerer Finanzierungskonditionen.
Die Finanzierungsverträge sehen teilweise Financial Covenants vor, bei deren Nichteinhaltung die Bank ggf.
ein außerordentliches Kündigungsrecht ausüben kann. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko eines Bruchs
der Covenants durch deren regelmäßige Überprüfung und leitet ggf. Maßnahmen ein, um die Einhaltung
der Anforderungen sicherzustellen. Es besteht in der Regel die Möglichkeit, einen gebrochenen Covenant
z. B. durch eine Sondertilgung zu heilen. Im Jahr 2016 gab es keinen Verstoß gegen vereinbarte Covenants.
Aufgrund der moderaten Verschuldungsquote bezogen auf den Verkehrswert der Immobilien betrachtet sich
die TLG IMMOBILIEN selbst bei restriktiverer Kreditvergabe weiterhin als voll finanzierungsfähig.
Die Liquidität steht im besonderen Fokus der Konzernsteuerung, um jederzeit den Zahlungsverpflichtungen
termingerecht nachkommen zu können. Zur Analyse der zukünftigen Liquiditätsentwicklung wird wöchentlich eine Liquiditätsvorschau zu den erwarteten Cashflows rollierend über einen Zeitraum von mindestens
sechs Monaten erstellt. Die Liquidität der TLG IMMOBILIEN war im Berichtsjahr jederzeit gesichert, dennoch
können Liquiditätsengpässe z. B. bedingt durch ungünstige Entwicklungen makroökonomischer Faktoren in
der Zukunft nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, woraus sich negative Auswirkungen auf die Finanzund Ertragslage des Unternehmens ergeben können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wurde im
Kontext zukünftig geplanter Transaktionsvolumina im Vergleich zum Vorjahr von mittel auf hoch eingestuft,
jedoch gleichbleibend mit einer geringen Schadenshöhe bemessen.
Unter dem Steuerrisiko wird die Gefahr subsumiert, dass unberücksichtigte Sachverhalte bzw. fehlerhafte
Steuerunterlagen die Steuerbelastung und somit das Ergebnis und die Liquidität beeinträchtigen. Das trifft
insbesondere für die Umsatz- und Ertragsbesteuerung zu und schließt die Gefahr des Risikos aus Steuergesetzesänderungen mit ein. Bei bisherigen Betriebsprüfungen sind keine wesentlichen, bisher noch
unberücksichtigten Sachverhalte durch die Finanzbehörden ermittelt worden, die zu einer höheren Steuerbelastung führen können. Das Risiko einer wesentlichen Steuergesetzesänderung wird als eher gering eingeschätzt. Die erfolgte Ausübung eines steuerlichen Wahlrechts setzt voraus, dass die TLG IMMOBILIEN
bestimmte gesetzliche Vorgaben tatsächlich auch in zukünftigen Perioden erfüllt, um von den positiven
steuerlichen Auswirkungen zu profitieren. Die potenzielle Schadenshöhe des Steuerrisikos bei Nichterfüllung
dieser gesetzlichen Vorgaben wird zum Ende des Geschäftsjahres weiterhin als hoch, die Eintrittswahrscheinlichkeit hingegen als unwesentlich eingeschätzt.
Gesetzgebungsrisiko
Die unternehmerische Tätigkeit der TLG IMMOBILIEN wird durch Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften beeinflusst. Grundlegende Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen,
z. B. im Bereich des Mietrechts, können zu finanziellen Risiken oder zu Mehraufwand führen und damit die
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen. Diese Änderungen könnten sich negativ auf das
Image, die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Da ein konkretes,
quantifizierbares Risiko aus anstehenden bzw. zu erwartenden Änderungen von Gesetzen oder Vorschriften
nicht zu erkennen ist, wurde dieses Risiko unverändert zum Vorjahr mit einer mittleren Schadenshöhe und
einer unwesentlichen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.
Kompetente und motivierte Mitarbeiter in einem attraktiven Arbeitsumfeld sind essentiell für den Unternehmenserfolg der TLG IMMOBILIEN. Mit Maßnahmen wie Leistungs- und Potenzialanalysen zum Aufzeigen
von Entwicklungsperspektiven, einem leistungsbezogenen Vergütungssystem, Arbeitgeberzusatzleistungen
sowie Weiterbildungen stärkt die TLG IMMOBILIEN ihre Attraktivität als Arbeitgeber und wirkt einem möglichen Risiko aus fehlendem Personal u. a. durch Fluktuation entgegen. Ein weiteres Risiko besteht darin,
dass zusätzliche direkte oder indirekte Personalaufwendungen entstehen, insbesondere wenn Mitarbeiter
qualitativen oder quantitativen Anforderungen nicht ausreichend gerecht werden oder durch Krankheit längere Zeit ausfallen. Gelingt es nicht, kompetente und engagierte sowie motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden, kann dies die Unternehmensentwicklung negativ beeinträchtigen. Das Personalrisiko wird hinsichtlich Schadenspotenzial und
Eintrittswahrscheinlichkeit gleichbleibend als unwesentlich eingeschätzt.
Prozess- und Gerichtskosten, Fristen
Grundsätzlich besteht für die TLG IMMOBILIEN das Risiko, dass Aufwendungen für gerichtliche Auseinandersetzungen, Rechtsberatungen, Vertragsprüfungen und Vergleiche über den geplanten Umfang hinaus steigen. Zudem besteht das Risiko, dass bestimmte Fristen und Termine nicht eingehalten werden. Für Risiken
aus laufenden Prozessen wurden Rückstellungen gebildet. Weitere Verfahren mit einem signifikanten Streitwert sind nicht absehbar. Darüber hinaus werden Fristen in einer Prozessdatenbank und in einem gesonderten Fristenbuch erfasst. Hierüber erfolgt eine regelmäßige Überwachung.
Beide Risiken werden hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert als unwesentlich eingestuft.
Die wirtschaftliche Tätigkeit der TLG IMMOBILIEN kann durch negative Darstellungen in den Medien derart
beeinträchtigt werden, dass die Ergebnisse des Unternehmens in hohem Maße gefährdet werden. Dies
kann zu einer Schädigung der Marke TLG IMMOBILIEN führen und den Aktienkurs beeinflussen. Vor allem
mit der medialen Kommunikation und der kapitalmarktüblichen Transparenz von Immobilientransaktionen
sowie größeren Vermietungen soll die Stellung der TLG IMMOBILIEN in der Öffentlichkeit gestärkt und weiter
ausgebaut werden. Aufgrund der positiven Wahrnehmung der TLG IMMOBILIEN am Kapitalmarkt sowie der
gewissenhaften Vorbereitung zu veröffentlichender Dokumente wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Imageschaden weiterhin als unwesentlich, das Schadenspotenzial jedoch als hoch eingeschätzt.
Daten- und IT-Risiken, Feuer/Einbruch/Naturkatastrophen
Die unternehmerische Tätigkeit erfordert in allen Belangen einen sensiblen Umgang mit Daten. So können
bei der Datenpflege in diversen IT-Systemen durch Anwendungsfehler, bei Nichtbeachtung von Buchungsund/oder Arbeitsanweisungen, durch externe Eingriffe Dritter bzw. durch äußere Einflüsse die Daten verfälscht, gelöscht bzw. falsch interpretiert werden. Dadurch können der betriebliche Ablauf entscheidend
gestört bzw. ungünstige Schlüsse und Entscheidungen abgeleitet werden. Ebenso besteht die Gefahr, dass
Daten aus Datenbanken in falsche Hände gelangen und zuungunsten der TLG IMMOBILIEN gebraucht werden. Dies kann zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft führen. Das Risiko
bezieht sich sowohl auf die Vertraulichkeit nach innen als auch auf den Zugriffsschutz gegenüber externen
Dritten. Damit umfasst das Risiko sowohl die Gesamtheit der technischen und organisatorischen Regelungen
zur Sicherung des Datenschutzes als auch den generellen Datenmissbrauch.
Zur Risikoreduzierung werden regelmäßige Überprüfungen der Berechtigungen und Plausibilitätsprüfungen
durchgeführt. Es bestehen darüber hinaus detaillierte Arbeitsanweisungen und Richtlinien. Das rechnungslegungsrelevante IT-System wird jährlich im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung vom
Abschlussprüfer geprüft. Das Datenqualitätsrisiko wurde hinsichtlich der Schadenshöhe unverändert im mittleren Bereich mit einer unwesentlichen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.
Das Datenschutzrisiko wird in beiden Dimensionen gleichbleibend als unwesentlich bewertet, da ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) eingesetzt wird. Kernbestandteil dieses Systems ist das
Sicherheitsziel der Vertraulichkeit. Übliche Maßnahmen zur Sicherstellung des Datenschutzes, wie z. B.
sichere Passwörter oder ein geordneter Vergabe- und Entzugsprozess für Benutzerrechte, sind im Rahmen
des ISMS umgesetzt und werden konsequent angewandt.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass durch Naturkatastrophen (wie z. B. Hochwasser), Feuer oder Einbruch
Gebäudeschäden bzw. -zerstörungen eintreten können und Büroeinrichtungen, Arbeitsmittel und Unterlagen
beschädigt, vernichtet oder entwendet werden und hierfür kein ausreichender Versicherungsschutz besteht.
Gegensteuerungsinstrumente sind die aktive Sicherung aller Geschäftsstandorte hinsichtlich Brandschutz
und Schutz vor Einbruch und Diebstahl durch eine entsprechende Zutrittssicherung und Alarmaufschaltung,
regelmäßige Datensicherung und Inanspruchnahme von Wachschutz. Das Risiko wird wie im Vorjahr als
unwesentlich eingeschätzt, da in der Regel ein ausreichender Versicherungsschutz gegeben ist.
Externe und interne Straftaten
Externe und interne Straftaten haben direkte finanzielle Schäden zur Folge und/oder führen über Imageeinbußen zu Verlusten für das Unternehmen. Das Spektrum reicht von Schäden aus internen Manipulationen
(z. B. Betrug, Unterschlagung, Entwendung von Bargeld) bis zu externen Betrugsvorfällen wie Manipulationen bei Verkäufen, Ausschreibungen und Auftragsvergaben. Im Zusammenhang mit der Kapitalmarktorientierung stehende Straftaten (Insiderhandel) sind ebenfalls hierunter einzuordnen. Aufgrund der Anwendung
des Vier-Augen-Prinzips bei allen Geschäftsvorfällen sowie der vorhandenen internen Genehmigungs- und
Kontrollsysteme wird das Risiko als unwesentlich betrachtet. Es finden regelmäßig entsprechende Mitarbeiterschulungen zu Compliance-Themen statt.
3.1.3 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zum Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand der TLG IMMOBILIEN verantwortet die ordnungsgemäße Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses. Um deren ordnungsgemäße Aufstellung zu gewährleisten, ist ein rechnungslegungsbezogenes
internes Kontroll- und Risikomanagementsystem erforderlich. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem soll sicherstellen, dass Geschäftsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen
ordnungsgemäßer Buchführung, den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den internen
Richtlinien richtig und vollständig erfasst und dargestellt werden, um den Adressaten des Konzern- und Jahres-
abschlusses ein zutreffendes Bild des Unternehmens zu vermitteln. Die TLG IMMOBILIEN hat unter der Beachtung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und branchen- sowie größenüblicher Standards ein internes
Kontrollsystem eingerichtet. Das System umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen und versteht sich
als essentieller Bestandteil der Geschäftsprozesse. Die Kontrollmechanismen unterteilen sich in integrierte
Mechanismen und nachgelagerte Kontrollen. Zu den integrierten Mechanismen gehören beispielsweise systemseitig sichergestellte technische Kontrollen, interne Richtlinien, das Vier-Augen-Prinzip bei risikobehafteten
Geschäftsprozessen und die Dokumentation aller Geschäftsvorfälle. Darüber hinaus werden regelmäßig nachgelagerte Kontrollen durchgeführt, welche u. a. in Form des monatlichen internen Berichtswesens, der Analyse
wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz und der Budgetkontrolle bestehen.
Alle Aufgaben im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses sind eindeutig definiert. Das Rechnungswesen
steht dabei für spezielle Sachverhalte und komplexe Bilanzierungsthemen als kompetenter Ansprechpartner
zur Verfügung; dabei werden auch sachkundige externe Berater für einzelne Fragestellungen eingebunden,
wenn dies erforderlich ist. Das Vier-Augen-Prinzip mit klarer Trennung zwischen Genehmigungs- und Ausführungsfunktion ist zentrales Element des Rechnungslegungsprozesses. Die Rechnungslegung wird durch
eine angemessene IT-Software unterstützt, welche die Befugnisse der Nutzer nach den Anforderungen
der internen Richtlinien regelt. Im Konzern bestehen ein zentrales Rechnungswesen und ein zentrales Controlling. Die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Kontierungsvorgaben unterliegen einer regelmäßigen
Prüfung und werden bei Bedarf angepasst.
Die Konzernrevision ist als Organisationseinheit unabhängig und nicht in die operative Geschäftstätigkeit
eingebunden. Sie überwacht die Einhaltung von Prozessen und die Wirksamkeit des internen Kontroll- und
Risikomanagementsystems. Prozesse der Rechnungslegung sowie der operativen Geschäftstätigkeit werden
dabei in themenorientierten Prüfungen untersucht.
Der Jahresabschlussprüfer bezieht sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Prüfungshandlungen mit ein. Der Aufsichtsrat
bzw. dessen Prüfungsausschuss befassen sich u. a. mit dem Rechnungslegungsprozess, dem internen Kontrollsystem und dem Risikomanagementsystem. Dabei werden die Ergebnisse des Jahresabschlussprüfers
und der Revision als Grundlage zur Überwachung der Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, insbesondere in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess, herangezogen.
3.1.4 Risikomanagement in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Der Umgang mit Risiken bzgl. der Verwendung von Finanzinstrumenten ist durch eine Richtlinie geregelt.
Danach werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von variabel verzinslichen
Darlehen und nicht zu Handelszwecken verwendet. Grundsätzlich besteht eine ökonomische Sicherungsbeziehung zwischen dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft. Nach Möglichkeit wird die bilanzielle Abbildung einer Bewertungseinheit vorgenommen.
Zum Zwecke der Risikobeobachtung und -begrenzung werden die Marktwerte sämtlicher bestehender Zinssicherungen monatlich ausgewertet. Das Ausfallrisiko der Banken, mit denen die Zinssicherungen abgeschlossen wurden, wird als gering eingeschätzt, da alle Banken über eine ausreichende Bonität verfügen.
Durch die hohe Absicherung in Bezug auf die variablen Zahlungsströme besteht für die TLG IMMOBILIEN nur
ein geringes Liquiditätsrisiko.
3.1.5 Gesamtrisikolage
Der Vorstand der TLG IMMOBILIEN bewertet den aggregierten Value at Risk im gesamten Verlauf des
Geschäftsjahres 2016 als geschäftstypisch. Die Risikolage blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert stabil.
Bei identifizierten Risiken, die hinsichtlich Schadenshöhe wie Eintrittswahrscheinlichkeit im Bereich „mittel“
bzw. „hoch“ lagen, wurden soweit möglich ausreichende Vorsichts- und ggf. Gegenmaßnahmen getroffen.
Die beschriebenen Einzelrisiken haben sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Konzern weder
einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter.
3.1.6 Chancenbericht
Die TLG IMMOBILIEN verfügt über ein starkes, gut diversifiziertes Portfolio auf dem Immobilienmarkt in Ostdeutschland und nunmehr auch in Teilen Westdeutschlands, was vor allem auf die Kompetenz der engagierten Mitarbeiter, die langjährige Erfahrung, fundiertes Know-how und eine konsequente Kundenorientierung
zurückzuführen ist. Als aktiver Portfolio Manager ist die Gesellschaft auf dem Immobilienmarkt gut vernetzt,
verfügt des Weiteren über langjährige Markterfahrungen, was zu einer verlässlichen Markteinschätzung
führt. Auf diese Weise kann die TLG IMMOBILIEN von möglichen Transaktionsvorhaben Dritter frühzeitig
Kenntnis erlangen, was ggf. die Akquisitionschancen erhöht.
Chancen im Finanzierungsbereich bestehen aufgrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus im Hinblick
auf Neu- und Refinanzierungen zu günstigen Konditionen. Gleichzeitig bieten sich Chancen, mithilfe des Einsatzes neuer Finanzierungsinstrumente bei Immobilienankäufen flexibel im Sinne der Wachstumsstrategie
Neben diesen Aktivitäten ermöglicht eine stetige Überprüfung und Verbesserung der internen Prozesse und
Strukturen das Heben von Potenzialen verbunden mit Kosteneinsparungen.
Im Bereich Vermietung können sich aufgrund der langjährigen regionalen Marktexpertise in Bezug auf
leer stehende Flächen auch zukünftig Chancen ergeben. Die langfristig abgeschlossenen Mietverträge im
Portfolio der TLG IMMOBILIEN zeichnen sich durch eine durchschnittliche Restlaufzeit von ca. 6,1 Jahren aus.
Vor dem Hintergrund ggf. steigender Verbraucherpreise können sich leichte positive Auswirkungen auf die
Mieterlöse ergeben, da in der Regel Indexanpassungen in den Mietverträgen vereinbart wurden.
Weiterhin bestehen Flächenpotenziale bei einigen Grundstücken, die teilweise durch Gebäudeerweiterungen oder Neubauten gehoben werden können, um das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung der
TLG IMMOBILIEN zu steigern. Ebenso ermöglichen gezielte Modernisierungsmaßnahmen und mieterbezogene Ausbauten im Bestand, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Mieter länger an die Immobilie
3.2 PROGNOSEBERICHT
Die zukunftsbezogenen Aussagen des Prognoseberichtes beziehen sich auf Erwartungen. Die Entwicklung
der TLG IMMOBILIEN ist an eine große Anzahl von Kriterien geknüpft, die teilweise durch das Unternehmen
nicht beeinflusst werden können. Die zukunftsbezogenen Aussagen des Prognoseberichtes entsprechen den
aktuellen Einschätzungen des Unternehmens. Folglich sind mit diesen Aussagen Unsicherheiten und Risiken
verbunden. Die tatsächliche Entwicklung der TLG IMMOBILIEN kann davon abweichen, sowohl in positiver
als auch in negativer Richtung.
3.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte
Bezüglich der Konjunkturentwicklung in Deutschland und der daraus resultierenden Effekte am Immobilieninvestmentmarkt bleibt abzuwarten, inwieweit sich Veränderungen der Außen- und Wirtschaftspolitik nach
dem Regierungswechsel in den USA und der zu erwartende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union auswirken werden. Die Bundesregierung rechnet für 2017 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % und für 2018 um 1,6 % und verweist dabei auf die Tatsache, dass die Weltwirtschaft weiterhin mit Problemen zu kämpfen habe und die Folgen der Brexit-Entscheidung in weiten Bereichen noch
nicht absehbar seien. Jones Lang LaSalle (JLL) rechnet für 2017 mit einer Verlangsamung des Preisauftriebs
am Immobilieninvestmentmarkt auf + 7 %. Umso mehr werde es für Investoren auf das Mietwachstum sowie auf eine realistische Einschätzung des Wachstumspotenzials ankommen.
Für 2017 rechnet JLL mit einem Fertigstellungsvolumen von etwas mehr als 1 Mio. m². Angesichts der leicht
gewachsenen, aber dennoch moderaten Neubaupipeline dürfte der Druck auf die Mieten nach Einschätzung
von JLL weiter bestehen bleiben und 2017 zu Steigerungen um die 3 % im Spitzensegment führen. Auch bei
den Durchschnittsmieten sind weitere Zunahmen zu erwarten. Für den Leerstand wird ein weiterer Rückgang um bis zu 0,3 Prozentpunkte prognostiziert.
Nach Einschätzung von Savills ändert sich der Verkaufsflächenbedarf im Einzelhandel, sodass künftig zunehmend kleinere Flächen gefragt sein werden. Begründet wird dies mit dem noch in vollem Gange befindlichen
strukturellen Umbruch im Einzelhandel und der anhaltenden Verlagerung von Umsätzen vom stationären zum
Online-Handel. Die Flächensuche der Einzelhändler konzentriere sich dann in Zukunft auf die Lagen mit den
höchsten Passantenfrequenzen und auf wohnortnahe Versorgungsstandorte zur Nahversorgung.
Angesichts des Rekordresultats 2016 am Transaktionsmarkt für Hotelimmobilien sehen die Experten von
BNP Paribas Real Estate immer größere Schwierigkeiten, eine Prognose für das Jahr 2017 abzugeben. Grundsätzlich bestehe zwar weiterhin eine sehr hohe Investorennachfrage, andererseits sei das Angebot trotz
guter Bautätigkeit unzureichend und das Transaktionsvolumen im Jahr 2016 durch eine Vielzahl größerer
Verkäufe geprägt gewesen. Gleichwohl sollte auch 2017 wieder ein Jahrestransaktionsvolumen von zumindest EUR 4 Mrd. erreichbar sein.
3.2.2 Erwartete Geschäftsentwicklung
Ausgehend von der stabilen bis positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der Immobilienmärkte,
auf denen die TLG IMMOBILIEN aktiv ist, erwartet diese eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.
Die operative Bewirtschaftung des Immobilienbestandes wird konsequent wertorientiert fortgeführt. Die
immobilienbezogenen Aufwendungen, welche vom Eigentümer zu tragen sind, werden sich nach Einschätzung des Unternehmens in einer mit 2016 vergleichbaren Relation zu den Mieterlösen bewegen, sofern
keine unvorhersehbaren Maßnahmen in größerem Umfang anfallen.
Als aktiver Portfolio Manager plant die TLG IMMOBILIEN für 2017, das positive Marktumfeld und die gute
Position in ihren Kernmärkten zu nutzen, um den unternehmenseigenen Immobilienbestand durch weitere
Zukäufe, die den Qualitäts- und Renditeanforderungen gerecht werden, zu ergänzen sowie nicht strategiekonforme Objekte zu veräußern, wenn sich entsprechende Marktchancen bieten.
Die solide Finanzierungsstruktur des Unternehmens und das historisch niedrige Zinsniveau lassen erwarten, dass die TLG IMMOBILIEN auch in 2017 in der Lage sein wird, Fremdkapital zu attraktiven Konditionen
aufnehmen zu können. In 2017 besteht Refinanzierungsbedarf nur in untergeordnetem Maß, sodass die
Aufnahme von Fremdkapital vorwiegend im Kontext des Wachstums erfolgt. Die TLG IMMOBILIEN plant
dabei, den defensiven Finanzierungsansatz fortzusetzen und erwartet langfristig einen Net LTV von bis zu
45 % (2016: 43,4 %).
Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die TLG IMMOBILIEN unter Berücksichtigung der bisher durchgeführten
Ankaufstransaktionen Funds from Operations (FFO) EUR 84 Mio. bis EUR 86 Mio. (2016: EUR 76,9 Mio.). Dies
ermöglicht eine attraktive Ausschüttung an die Aktionäre. Mögliche Ankäufe in 2017 können die FFO für 2017
Hinsichtlich des EPRA Net Asset Value, der maßgeblich durch die Wertentwicklung des Immobilienportfolios
beeinflusst wird, rechnet die TLG IMMOBILIEN mit einem leicht steigenden Niveau bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen nicht in größerem Umfang durch nicht
vorhersehbare Aufwendungen belastet wird.
4.1. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die nach § 289a und § 315 Abs. 5 HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht gemeinsam
mit dem Corporate Governance Bericht im Internet unter http://ir.tlg.de/corporategovernance zur Verfügung.
Gem. § 317 Absatz 2 Satz 4 HGB sind die Angaben nach § 289a und 315 Abs. 5 HGB nicht in die Prüfung durch
den Abschlussprüfer einbezogen.
4.2 FRAUENQUOTE
Mit dem Inkrafttreten des „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ am 1. Mai 2015 werden u. a. börsennotierte Gesellschaften verpflichtet, sich zukünftig Zielgrößen für den Anteil von Frauen in ihren Aufsichtsund Leitungsorganen sowie den beiden Führungsebenen unterhalb des Leitungsorgans zu geben und Umsetzungsfristen festzulegen, innerhalb derer sie den festgesetzten Frauenanteil erreichen wollen (Zielgrößen
und Umsetzungsfristen).
Der Aufsichtsrat hat dabei gem. § 111 Abs. 5 AktG die Zielgrößen und Umsetzungsfristen für den Aufsichtsrat
und den Vorstand der Gesellschaft festzulegen. In Bezug auf die maximale Länge der Fristen ist zu beachten,
dass die erstmals festzulegende Frist nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 reichen darf.
In seiner Sitzung am 25. September 2015 hat der Aufsichtsrat beschlossen:
Als Mindestgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der TLG IMMOBILIEN AG wird die Zielquote mit 16,67 %
festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 nicht unterschritten werden soll.
Für den Vorstand der TLG IMMOBILIEN AG bleibt die Mindestzielgröße für den Frauenanteil zunächst bei
einer Quote von null für den Umsetzungszeitraum bis zum 30. Juni 2017. Beide Mitglieder des Vorstandes
Der Vorstand hat gem. § 76 Abs. 4 AktG die Zielgrößen und Umsetzungsfristen für den Frauenanteil für die
erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes festzulegen. In Bezug auf die maximale Länge
der Fristen ist zu beachten, dass die erstmals festzulegende Frist nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 reichen darf.
In seiner Sitzung am 30. September 2015 hat der Vorstand beschlossen:
Als Mindestgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes wird gem.
§ 76 Abs. 4 AktG die Zielquote mit 11,11 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit
30 % festgelegt; beide sollen bis zum 30. Juni 2017 nicht unterschritten werden.
4.3 VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht erläutert Struktur und Höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Er entspricht den gesetzlichen Vorgaben sowie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Das Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2014 unverändert fort.
4.3.2 Vergütungssystem des Vorstandes
Das Vergütungssystem berücksichtigt die gemeinsame und persönliche Leistung zur Sicherung eines nachhaltigen Unternehmenserfolges. Das Vergütungssystem ist leistungs- und erfolgsorientiert aufgebaut, wobei die Kriterien Langfristorientierung, Angemessenheit sowie Nachhaltigkeit von maßgeblicher Bedeutung
Die Bezüge des Vorstandes setzen sich aus einem fixen Vergütungsbestandteil (Grundvergütung) und einem
variablen Vergütungsanteil mit kurzfristiger Anreizfunktion (Short-Term Incentive, STI) sowie einem variablen Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizfunktion (Long-Term Incentive, LTI) zusammen, wobei im Jahr
2015 erstmals ein LTI gewährt wurde.
Der Aufsichtsrat legte in seiner Sitzung am 29. April 2015 die Ausgangswerte des LTI für das Jahr 2015 fest
und für das Jahr 2016 in der Sitzung vom 29. März 2016.
Fixer Vergütungsbestandteil
Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Grundvergütung monatlich in zwölf gleichen Teilen ausgezahlt.
Zu der Grundvergütung erhält der Vorstand vertraglich festgelegte Nebenleistungen. Weiterhin hat die Gesellschaft für die Vorstände eine Berufsunfallversicherung, die Leistungen im Invaliditätsfall des Vorstandsmitgliedes und im Todesfall für die Hinterbliebenen beinhaltet, eine Rentenversicherung sowie eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Entsprechend dem Corporate
Governance Kodex enthält die D&O-Versicherung einen gesetzlich geforderten Selbstbehalt, der im Versicherungsfall einen Selbstbehalt von 10 % des Schadens bis maximal dem 1,5-Fachen der festen jährlichen
Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes beinhaltet.
Kurzfristig variabler Vergütungsanteil (Short Term Incentive, STI)
Grundlage für die Ermittlung des STI ist der Zielerreichungsgrad, der nach der jährlichen Leistung des Vorstandsmitgliedes anhand eines Soll-Ist-Vergleichs festgestellt wird.
Die Festlegung der Jahresziele erfolgt anhand einer gemeinsamen Zielvereinbarung für die Vorstandsmitglieder, die jeweils für das laufende Kalenderjahr spätestens bis zur Feststellung des Jahresabschlusses für
das vergangene Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat vorzuschlagen und zwischen dem Aufsichtsrat der Gesellschaft, vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, und den Vorstandsmitgliedern zu vereinbaren ist.
Für eine Ausschüttung muss der Zielerreichungsgrad für den STI mindestens 70 % betragen und ist auf 130 %
begrenzt. Zwischen 70 % und 130 % steigt der Zielerreichungsgrad linear an. Bei einem Zielerreichungsgrad
von 100 % erhalten die Vorstandsmitglieder jeweils 100 % des Zielbonus.
Nach Ende eines jeden Geschäftsjahres trifft der Aufsichtsrat Feststellungen zum Grad der gemeinsamen
Zielerreichung durch die Vorstandsmitglieder.
Der STI ist mit der ordentlichen Gehaltsabrechnung zur Zahlung fällig, die auf den Monat nach Feststellung
des Jahresabschlusses folgt.
Langfristig orientierter Vergütungsanteil (Long-Term Incentive, LTI)
Zusätzlich zu einem STI haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf einen an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientierten LTI. Der Zielerreichungsgrad für den LTI bemisst sich nach der Erreichung
der vereinbarten Ziele jeweils am Ende eines Zeitraums von vier Jahren, die anhand des Soll-Ist-Vergleichs
Maßgebliche Zielgrößen im Rahmen des LTI sind die Entwicklung des EPRA NAV (pro Aktie und in Euro) –
wie in dem anlässlich des Börsenganges veröffentlichten Wertpapierprospekt definiert – der Gesellschaft
(NAV pro Aktie) im Zeitraum vom 1. Januar des jeweils ersten Jahres bis 31. Dezember des jeweils vierten
Jahres (NAV-Entwicklung) sowie die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft im Verhältnis zu der
Entwicklung des FTSE EPRA/NAREIT Europe Indexes (oder eines vergleichbaren Nachfolgeindexes) (Index)
im Zeitraum vom 1. Januar des jeweiligen ersten Jahres bis 31. Dezember des jeweils vierten Jahres (relative
Aktienkursentwicklung). Die Zielgrößen sind im Verhältnis von 50 % (NAV-Entwicklung) und 50 % (relative
Aktienkursentwicklung) zueinander gewichtet.
Die NAV-Entwicklung wird in einem Zielkorridor zwischen 100 % (entspricht keiner Steigerung des NAV pro
Aktie) und 250 % (entspricht einer 1,5-fachen Steigerung des NAV pro Aktie) definiert. Bei einem Zielerreichungsgrad von 100 % erhält das Vorstandsmitglied 100 % des auf die NAV-Entwicklung entfallenden Anteils
des Zielbonus. Zwischen 100 % und 250 % steigt der Zielerreichungsgrad linear an. Unter 100 % reduziert sich
die Zielerreichung für das Vorstandsmitglied für den auf die NAV-Entwicklung entfallenden Anteil um die der
Zielunterschreitung entsprechende Prozentzahl, bei 250 % ist der Zielerreichungsgrad gedeckelt.
Die relative Aktienkursentwicklung wird in einem Zielkorridor zwischen 100 % (d. h., der Aktienkurs der
Gesellschaft entwickelt sich wie der Index) und 250 % (d. h., der Aktienkurs der Gesellschaft entwickelt sich
1,5-mal besser als der Index) relativ zum Index definiert. Bei einem Zielerreichungsgrad von 100 % erhält
das Vorstandsmitglied 100 % des auf die relative Aktienkursentwicklung entfallenden Anteils des Zielbonus.
Zwischen 100 % und 250 % steigt der Zielerreichungsgrad linear an. Unter 100 % reduziert sich die Zielerreichung für das Vorstandsmitglied für den auf die relative Aktienkursentwicklung entfallenden Anteil um die
der Zielunterschreitung entsprechende Prozentzahl, bei 250 % ist der Zielerreichungsgrad gedeckelt.
Die LTI-Vergütung wird mit der ordentlichen Gehaltsabrechnung, die auf den Monat nach Feststellung des
Jahresabschlusses des vierten Geschäftsjahres folgt, dem Vorstandsmitglied ausgezahlt.
Der Aufsichtsrat ist berechtigt, anstelle der vollständigen oder teilweisen Barzahlung eigene Aktien der
Gesellschaft zu gewähren. Die Gesellschaft ist berechtigt, ein noch zu definierendes und wirtschaftlich für
das Vorstandsmitglied gleichwertiges Aktienoptionsprogramm als Ersatz für die LTI-Vergütung aufzulegen.
Gesamtvergütung des Vorstandes 2016 und 2015
Für die erfolgreiche vollständige Veräußerung der Anteile der ehemaligen Gesellschafter, die LSREF II East
AcquiCo S.à r.l. und die Delpheast Beteiligungs GmbH & Co. KG, im Jahr 2015 wurden den Vorständen jeweils
Aktien im Wert von EUR 1,16 Mio. übertragen.
Den Vorstandsmitgliedern wurden in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 keine Vorschüsse oder Kredite
gewährt oder ausgezahlt.
Zwischensumme Festvergütung
Erfolgsprämie 1
Zwischensumme variable Vergütung
Die Gewährung der Erfolgsprämie für den vollständigen Verkauf der Gesellschafteranteile erfolgte durch die Gesellschafter der TLG IMMOBILIEN AG.
Gesamtbezüge von der
Gesellschaft nach HGB
Für die Jahre 2015 und 2016 wurden an zwei ehemalige Geschäftsführer laufende Pensionen gezahlt. Die
Aufwendungen betrugen im Jahr 2015 insgesamt EUR 0,2 Mio. und im Jahr 2016 EUR 0,2 Mio.
Leistungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit
Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit dürfen Zahlungen an das Vorstandsmitglied
nicht den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen („Abfindungs-Cap“) und nicht den Wert der Vergütung
für die Restlaufzeit dieses Vertrages überschreiten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und ggf. auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung
für das laufende Geschäftsjahr abzustellen (vgl. Empfehlung Nr. 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance
Kodex). Im Falle eines Change-of-Control-Sachverhalts und der sich daraus ergebenden Kündigung durch den
Vorstand erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe von 150 % des Abfindungs-Caps.
Verstirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Vertrags, so wird die Vergütung einschließlich STI
und LTI bis zum Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags infolge des Todes abgerechnet und entsprechend
der Regelung des Dienstvertrages an die Erben ausgezahlt. Darüber hinaus haben Witwe und Kinder, soweit
diese noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, als Gesamtgläubiger Anspruch auf die unverminderte
Fortzahlung der Grundvergütung für den Rest des Sterbemonats und die drei darauf folgenden Monate.
Vergütungssystem Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat wurde am 5. September 2014 konstituiert. Gemäß Satzung sind sämtliche Vergütungen für
die Aufsichtsratstätigkeit jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar. Aufsichtsratsmitglieder, die dem
Aufsichtsrat oder einem Ausschuss des Aufsichtsrates nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört
haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine entsprechende zeitanteilige Vergütung.
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Alexander Heße hat sein Mandat zum 31. Mai 2016 niedergelegt und keine Vergütung für das Jahr 2016 geltend gemacht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten eine jährliche feste Grundvergütung in Höhe von TEUR 30. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates (Herr Michael Zahn) erhält das Doppelte (TEUR 60). Mitglieder des Präsidial- und
Nominierungsausschusses (Herr Dr. Michael Bütter) oder des Prüfungsausschusses (Frau Elisabeth Stheeman,
Herr Dr. Claus Nolting) erhalten eine jährliche feste Grundvergütung in Höhe von TEUR 5. Der Vorsitzende des
jeweiligen Ausschusses (Herr Michael Zahn für den Präsidial- und Nominierungsausschuss und Herr Helmut
Ullrich für den Prüfungsausschuss) erhält das Doppelte (TEUR 10).
Aufsichtsratsvergütung im Einzelnen
Vergütungen, die den Aufsichtsratsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2016 gewährt wurden oder gewährt
Präsidial- und
Kapitalmaßnahmenausschuss
93.415,00
Alexander Heße
Herr Heße hat im Geschäftsjahr 2016 auf seine Aufsichtsratsvergütung verzichtet.
Für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde zudem eine D&O-Gruppenversicherung
abgeschlossen, die einen Selbstbehalt enthält, der den Anforderungen des § 93 Abs. 2 S. 3 AktG bzw. Ziffer
3.8 Abs. 3 i. V. m. Abs. 2 DCGK entspricht.
5. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
5.1 ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2016 beträgt das Grundkapital EUR 67.432.326,00 eingeteilt in 67.432.326 auf den Inhaber
lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Aktie.
Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen
Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung
eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind etwaige von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen
5.2 WESENTLICHE BETEILIGUNG VON AKTIONÄREN
Wie zum 24. Juli 2015 schriftlich mitgeteilt, hält die Government of Singapore Investment Corporation, Singapur,
insgesamt 13,33 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Gesamtzahl der Stimmrechte belief sich zum damaligen Zeitpunkt auf 61.302.326. Die der Gesellschaft von der Government of Singapore Investment Corporation
für den 24. Juli 2015 mitgeteilte Anzahl von Stimmrechten entspräche 12,12 % der Gesamtzahl der Stimmrechte
zum 31. Dezember 2016. Zu beachten ist, dass die zuletzt gemeldete Anzahl an Stimmrechten sich seitdem
ohne Entstehen einer Meldepflicht gegenüber der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnte.
5.3 BESTIMMUNGEN ÜBER ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON MITGLIEDERN DES VORSTANDES UND
ÜBER ÄNDERUNGEN DER SATZUNG
Vorstandsmitglieder werden nach den Vorschriften des § 84 AktG ernannt und abberufen. Wesentliche ergänzende oder abweichende Vorschriften der Satzung oder Geschäftsordnung bestehen nicht. Satzungsänderungen erfolgen nach den Vorschriften des Aktiengesetzes. Wesentliche ergänzende oder abweichende
Vorschriften der Satzung oder Geschäftsordnung bestehen nicht.
5.4 BEFUGNISSE DES VORSTANDES ZUR AUSGABE VON NEUEN AKTIEN
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2021 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von bis zu
9.195.000 neuen Aktien um insgesamt bis zu EUR 9.195.000,00 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes
Kapital 2016).
Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 21. Oktober 2019 das
Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von bis zu 24.521.163 neuen Aktien um insgesamt bis zu
EUR 24.521.163,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (verbliebenes genehmigtes Kapital 2014/II
gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Oktober 2014). Den Aktionären ist grundsätzlich ein
Bezugsrecht einzuräumen, wobei unter den für das genehmigte Kapital 2016 bzw. das verbleibende genehmigte Kapital 2014/II jeweils dargelegten Voraussetzungen das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen
Des Weiteren ist das Grundkapital um bis zu EUR 33.716.163,00 durch Ausgabe von bis zu 33.716.163 neuen
Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung ermöglicht der Gesellschaft
die Gewährung von Aktien an die Gläubiger etwaiger Wandelschuldverschreibungen oder vergleichbarer
Instrumente, welche bis zum 30. Mai 2021 begeben werden können.
Weitere Details des jeweiligen genehmigten Kapitals und des bedingten Kapitals können der Satzung der
Gesellschaft entnommen werden.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DES MUTTERUNTERNEHMENS
5.5 BEFUGNISSE DES VORSTANDES ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN
Die Hauptversammlung der TLG IMMOBILIEN AG hat am 25. September 2014 den Vorstand zudem ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 24. September 2019. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung
des Gleichbehandlungsgrundsatzes nach Wahl des Vorstandes über die Börse oder mittels eines an alle
Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten
Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die auf der Grundlage der Erwerbsermächtigung erworbenen Aktien –
nach Maßgabe weiterer Voraussetzungen – insbesondere wie folgt zu verwenden: (i) zur Einziehung der
Aktien, (ii) zur Wiederveräußerung über die Börse, (iii) als Bezugsangebot an die Aktionäre, (iv) zur Veräußerung in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre, wenn die erworbenen
Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne
des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.
5.6 CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELN UND ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN FÜR DEN FALL EINES
ÜBERNAHMEANGEBOTES
Die wesentlichen Vereinbarungen der TLG IMMOBILIEN AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
(Change of Control) stehen, betreffen Finanzierungsvereinbarungen. Wesentliche Finanzierungsverträge der
TLG IMMOBILIEN AG enthalten die für solche Verträge üblichen Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Insbesondere beinhalten diese Verträge die Verpflichtung der TLG IMMOBILIEN AG, der Bank den
Kontrollwechsel anzuzeigen, und die Berechtigung der Darlehensgeber, das Darlehen im Falle eines Kontrollwechsels fristlos zu kündigen und fällig zu stellen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten ebenfalls Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit aus Anlass eines Kontrollwechsels sind den
Vorstandsmitgliedern Leistungen zugesagt worden, die den Anforderungen der Ziffer 4.2.3 des Deutschen
Corporate Governance Kodex durch Einhaltung der dort vorgesehenen Begrenzung des Abfindungs-Caps
jeweils entsprechen.
6. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DES MUTTERUNTERNEHMENS
GEM. § 264 ABS. 2 SATZ 3 HGB, § 289 ABS. 1 SATZ 5 HGB, § 315 ABS. 1 SATZ 6 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der
Jahres- sowie der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der
Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage
der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der
Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.
Peter FinkbeinerNiclas Karoff
ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH HGB
7. ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH HGB
Ergänzend zur Berichterstattung über den TLG IMMOBILIEN-Konzern erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der TLG IMMOBILIEN AG. Die TLG IMMOBILIEN AG ist das Mutterunternehmen des TLG IMMOBILIENKonzerns und hat ihren Sitz in Berlin.
Das Geschäftsmodell und die Unternehmensstrategie der TLG IMMOBILIEN AG basieren auf den folgenden
Objekte aus den Assetklassen der Büro- und Einzelhandelsimmobilien stärker fokussiert.
Der Jahresabschluss der TLG IMMOBILIEN AG wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus resultieren Unterschiede bei
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem Immobilien, Rückstellungen, Finanzinstrumente, Umsatzerlöse und latente Steuern.
Für die TLG IMMOBILIEN AG stellen die Konzernkennzahlen nach IFRS FFO, Net LTV und EPRA NAV die wesentlichen Leistungsindikatoren dar.
7.1 ERTRAGSLAGE EINZELABSCHLUSS
Die Ertragslage des HGB-Einzelabschlusses der TLG IMMOBILIEN AG stellt sich wie folgt dar:
01.2016 – 12.2016
01.2015 – 12.2015
Sonstige operative Effekte
Nicht operatives Ergebnis
– 26,8
– 23,7
– 24,6
– 43,5
– 38,3
Im Geschäftsjahr 2016 konnte ein positives Jahresergebnis von EUR 30,0 Mio. erzielt werden, welches der
Prognose aus dem Geschäftsbericht 2015 entspricht. Die Veränderung des Jahresüberschusses im Vergleich
zum Vorjahr resultierte trotz gestiegener Umsatzerlöse hauptsächlich aus einem deutlich höheren betrieblichen Aufwand sowie einem geringeren nicht operativen Ergebnis.
Der Anstieg der Umsatzerlöse war im Wesentlichen auf höhere Erlöse aus der Objektbewirtschaftung
(EUR + 16,8 Mio.) zurückzuführen. Die Veränderung wird maßgeblich durch die Ende 2015/Anfang 2016 erfolgten Ankäufe verursacht. Der Umsatzerlösrückgang aus Verkäufen (EUR – 10,9 Mio.) wurde damit kompensiert.
Der betriebliche Aufwand stieg gegenüber dem Vorjahreswert um EUR 26,9 Mio., überwiegend aufgrund
höherer planmäßiger Abschreibungen, deutlich höherer Buchwertabgänge sowie höherer Instandhaltungsmaßnahmen. Die Aufwendungen aus der Objektbewirtschaftung korrespondieren mit der Veränderung der Umsatzerlöse aus Objektbewirtschaftung.
Das Betriebsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um EUR 19,4 Mio., im Wesentlichen verursacht durch ein
geringeres Veräußerungsergebnis von EUR 10,3 Mio. (Vj. EUR 29,0 Mio.) bei Immobilienverkäufen.
Die im Geschäftsjahr 2016 um EUR 3,1 Mio. gestiegenen Finanzierungskosten sind auf den deutlich gestiegenen Immobilienbestand und der damit einhergehenden Finanzierung zurückzuführen.
Die Zinsderivate dienen der Zinsabsicherung von bereits aufgenommenen Krediten. Sie wurden mit der
Mark-to-Market-Methode bewertet und als Bewertungseinheit bilanziert. Bis zum Abschlussstichtag haben
sich die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft fast vollständig ausgeglichen.
Zum Berichtsstichtag beträgt die Drohverlustrückstellung aufgrund von Ineffektivitäten EUR 2,0 Mio. Zur
Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die Dollar-Offset-Methode verwendet.
Das nicht operative Ergebnis reduzierte sich aufgrund des deutlich niedrigeren Saldos aus Zuschreibungen
und außerplanmäßigen Abschreibungen bei den Liegenschaften auf EUR 4,0 Mio. (Vj. EUR 22,9 Mio.).
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (EUR 4,9 Mio.) setzen sich zusammen aus laufenden Ertragsteuern (EUR 5,4 Mio.), aperiodischen Steuererträgen (EUR 1,5 Mio.) sowie passiven latenten Steuern 2016
(EUR 1,0 Mio.).
7.2 FINANZLAGE EINZELABSCHLUSS
Die nachfolgende verkürzte Kapitalflussrechnung des HGB-Einzelabschlusses der TLG IMMOBILIEN AG zeigt
die Veränderungen des Finanzmittelfonds (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) und die dafür
ursächlichen Mittelbewegungen:
– 11,8
– 399,6
– 152,5
– 247,1
– 116,6
– 145,6
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 72,2 Mio. fiel in 2016 um EUR – 11,8 Mio. niedriger
aus als im Vorjahr. Ursächlich sind vor allem die deutlich höheren Steuer- und Zinszahlungen in 2016. Den
gestiegenen Umsatzerlösen standen höhere Auszahlungen für Instandhaltungsmaßnahmen gegenüber.
Die Zunahme des negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit um EUR 247,1 Mio. auf EUR 399,6 Mio.
spiegelt im Wesentlichen Investitionen in bestehende und neu angekaufte Immobilien in Höhe von gesamt
EUR 246,2 Mio. sowie in Beteiligungen in Höhe von EUR 191,4 Mio. wider. Die Investitionen in Immobilien
und Beteiligungen lagen damit EUR 229,4 Mio. über dem Vorjahreswert.
Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Immobilien gingen aufgrund eines geringeren Verkaufsvolumens
um EUR 11,6 Mio. zurück.
Der deutlich höhere Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist hauptsächlich auf die in 2016 neu aufgenommenen Darlehen in Höhe von EUR 292,5 Mio. sowie auf die höhere Dividendenzahlung im Geschäftsjahr
2016 von 48,6 Mio. (Vj. 15,3 Mio.) zurückzuführen.
Insgesamt ist der Finanzmittelfonds aufgrund der beschriebenen Effekte um EUR 116,6 Mio. gesunken. Der
Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln.
7.3 VERMÖGENSLAGE EINZELABSCHLUSS
Die Vermögenslage des HGB-Einzelabschlusses der TLG IMMOBILIEN AG stellt sich wie folgt dar, Forderungen
und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt:
– 9,0
– 57,7
– 64,6
Eigenkapital *
Einschließlich des Sonderpostens für Investitionszulagen und -zuschüsse i. H. v. EUR 11,6 Mio. (Vj. EUR 12,7 Mio.)
Die Vermögensseite wird vom Anlagevermögen dominiert. Der Buchwert des Anlagevermögens stieg um
EUR 365,0 Mio. auf EUR 1.721,6 Mio.
Im Geschäftsjahr 2016 waren Zugänge zum Anlagevermögen durch den Ankauf von Immobilien/Beteiligungen sowie Investitionen in Immobilien von gesamt EUR 437,6 Mio. zu verzeichnen, denen Buchwertabgänge in Höhe von EUR 21,4 Mio. gegenüberstanden. Darüber hinaus wurden planmäßige Abschreibungen (EUR 46,0 Mio.) vorgenommen. Die durch Wertaufholungen bedingten Zuschreibungen beliefen sich im
Berichtsjahr saldiert mit den außerplanmäßigen Abschreibungen auf EUR 2,1 Mio. und haben die aktuelle
Immobilienmarktwertermittlung als Grundlage.
Die kurzfristigen Forderungen sind stichtagsbedingt um EUR 9,0 Mio. gesunken, im Wesentlichen aufgrund
von Forderungen aus der Veräußerung von Immobilien.
Die liquiden Mittel sind um EUR 116,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Veränderung ergibt sich
aus den Erläuterungen zur Finanzlage nach HGB.
Unter Einbeziehung des Sonderpostens für Investitionszulagen und -zuschüsse ist die TLG IMMOBILIEN AG zu
35,8 % (Vj. 42,5 %) mit Eigenkapital, zu 57,2 % (Vj. 51,4 %) mit langfristigem Fremdkapital und im Übrigen mit
kurzfristigem Fremdkapital finanziert.
Die langfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber 2015 um EUR 229,0 Mio. gestiegen, im Wesentlichen
durch die Erhöhung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen eine mittel- bis langfristig ausgerichtete Fälligkeitsstruktur aus. So sind von den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 527,4 Mio.
innerhalb von über einem bis fünf Jahren fällig, während EUR 451,6 Mio. erst ab dem Jahr 2022 fällig werden. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von
EUR 5,7 Mio. und langfristige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,0 Mio.
Ferner sind in den langfristigen Verbindlichkeiten passive latente Steuern in Höhe von EUR 54,2 Mio. enthalten.
7.4 RISIKEN UND CHANCEN EINZELABSCHLUSS
Die TLG IMMOBILIEN AG hat im Konzern ein dominierendes Gewicht. Daher unterliegt sie den gleichen Chancen
und Risiken wie der Konzern. Die Risiken der Tochterunternehmen wirken auf die TLG IMMOBILIEN AG entsprechend der jeweiligen Beteiligungsquote. Die einzelnen Risiken des Konzerns sind im Risikobericht dargestellt (vgl. Abschnitt 3.1.2).
7.5 PROGNOSEBERICHT EINZELABSCHLUSS
Ausgehend von einer stabilen bis positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der Immobilienmärkte,
auf denen die TLG IMMOBILIEN AG aktiv ist, wird eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung erwartet.
Aufgrund erfolgter Ankäufe und geplanter Verkäufe wird für 2017 ein im Vergleich zu 2016 leicht höherer
Jahresüberschuss erwartet.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter
Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der
TLG IMMOBILIEN AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.
Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage
der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage
der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen
Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KreningerPilawa
Telefon: + 49 30 2470 6089
+ 49 30 2470 7446
Internet:www.tlg.de
Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im Bericht auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und
weiblicher Sprachformen. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für beide Geschlechter.
Der vorliegende Bericht wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Übermittlungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch
Dieses Dokument enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf den Meinungen
und Annahmen, die die Mitglieder des Managements der TLG IMMOBILIEN AG nach bestem Wissen getroffen haben. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen kalkulierbaren und unkalkulierbaren Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass Umsatz, Profitabilität, Ziel­erreichung und Ergebnisse der TLG IMMOBILIEN AG stark von denen abweichen können,
die ausdrücklich oder implizit in dieser Veröffentlichung enthalten sind. Aus diesem Grund sollten diejenigen, die in Besitz dieser Veröffentlichung kommen, nicht auf solche zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die TLG IMMOBILIEN AG übernimmt keine Gewähr
für die Richtigkeit dieser zukunftsgerichteten Aussagen und wird sie nicht an zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen anpassen.
eine/n kaufmännische/n Property Manager/in
Früh Immobilien AG Frau Frau
Detail für System "Bamberger Rinne"
Pressemitteilung - TLG Immobilien
Pressemitteilung - TLG Immobilien GmbH

References: § 160
 § 315
 § 253
 § 253
 § 254
 § 6
 § 264
 § 160
 § 160
 § 160
 § 21
 § 25
 § 161
 § 264

§ 289
 § 315
 § 317
 § 4
 § 289
 § 315
 § 317
 § 289
 § 111
 § 76

§ 76
 § 93
 § 84
 § 186
 § 264
 § 289
 § 315
 § 317