Source: https://www.oeffentlichen-dienst.de/zulagen/27-verguetung-fuer-beamte/152-elternzeit-elterngeld-fuer-beamtinnen-und-beamte.html
Timestamp: 2019-07-22 02:19:04+00:00

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Elternzeit - Elterngeld 2019 für Beamtinnen und Beamte
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Anspruch auf Elternzeit – Elterngeld - Beurlaubung
Eltern, die ein Kind unter drei Jahren haben, können einen Anspruch auf Elternzeit (MuSchEltZV) 2019 geltend machen. Es sollte jedoch vorab geklärt werden, welcher der beiden Partner die Elternzeit übernimmt, wobei auch eine gemeinsame Elternzeit erlaubt ist. Grundsätzlich muss jedoch vorweg innerhalb einer bestimmten Frist ein Antrag gestellt werden, aus dem hervorgeht, welcher Elternteil wann die Elternzeit nimmt oder ob beide Elternteile die Elternzeit nutzen (§ 2 EltZV). Es ist auch möglich 14 Monate der Elternzeit nach dem dritten Lebensjahres des Kindes zu nehmen. Es muss jedoch rechtzeitig ein Antrag gestellt werden.
Während der Elternzeit ist es erlaubt ein Beschäftigungsverhältnis nachzugehen. Allerdings darf diese Beschäftigung nur einen Umfang bis maximal 30 Stunden in der Woche betragen und würde somit eine Teilzeitbeschäftigung darstellen. Bei zwingenden beruflichen Gründen, die mehr als eine 30 Stunden Woche verlangen, muss sich darüber beim zuständigen Amt informiert werden.
Beamtinnen und Beamte sollten Folgendes beachten:
Während der Elternzeit sind Beamte und Beamtinnen weiterhin beihilfeberechtigt, jedoch nicht beitragsfrei bei den gesetzlichen Krankenversicherungen versichert. Unter bestimmten Bedingungen erfolgt eine Rückerstattung von 31 Euro pro Monat für die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, welche auch in besonderen Fällen (§ 5 Abs. 3 EltZV) in voller Höhe erstattet werden. Dies gilt jedoch nur innerhalb der Elternzeit.
Es wird empfohlen, die zuständige Pensionsregelungsbehörde in der Elternzeit einzubinden, aufgrund der persönlichen versorgungsrechtlichen Auswirkungen, vor allem bei Teilzeitbeschäftigungen. Jeder Fall wird als Einzelfall von Fachleuten unter der Berücksichtigung der jeweiligen maßgebenden persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse bewertet.
Beamte in Teilzeit und Elternzeit
Beamte in Elternzeit dürfen grundsätzlich einer Teilzeitbeschäftigung von höchstens 30 Stunden pro Woche nachgehen (§ 15 Abs. 4 Satz 1 BEEG), sofern zwingende dienstliche Gründe nicht entgegenstehen (§ 7 Mutterschutz- und Elternzeitverordnung). Die Teilzeitbeschäftigung muss vor Ausübung beantragt werden.
Es ist auch möglich, eine Teilzeitstelle außerhalb des Beamtenverhältnisses bei einem anderen Arbeitgeber oder als Selbstständigkeit auszuüben, allerdings muss dies vorab vom Dienstherrn genehmigt werden (§ 15 Abs. 4 Satz 3 BEEG).
Bei Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit sind die allgemeinen Regelungen für die Teilzeitbeschäftigung anzuwenden. Zu beachten ist, dass sich das Einkommen, welches aus der Teilzeitbeschäftigung erzielt wird, auch auf die Höhe des Elterngeldes auswirken kann. Bis zu einem Umfang von 30 Stunden pro Woche ist eine Teilzeitarbeit zulässig. Das Einkommen wird bei der Berechnung des Elterngeldes mit einbezogen. Demnach wird Elterngeld nur für das Einkommen gezahlt, welches auch tatsächlich weggefallen ist. Zusätzliches Einkommen, wie aus einer Teilzeitstelle, wirkt sich grundsätzlich elterngeldmindernd aus.
Mögliche Formen der Beurlaubung gibt die nachfolgende Tabelle:
Beurlaubungstatbestand
Beurlaubungsgrund
Beurlaubung zur Kinderbetreuung
höchstens 15 Jahren
§ 92 Abs.1 Satz 1 NR.2 BBG, § 13 Abs. 1 Satz 1 BGleiG
Elternzeit zur Kinderbetreuung
bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres
§ 6 MuSchEltZV i.V.m. § 15 Abs. 1 BEEG
Beurlaubung aus arbeitsmarktpolitischen Gründen bei außergewöhnlichem Bewerberübergang
höchstens 6 Jahren
§ 95 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 4 Satz 1 BBG
Beurlaubung bis zum Ruhestand bei Vorliegen arbeitsmarktpolitischen Gründe (s.o.)
höchstens 15 Jahre, es sei denn, Rückkehr zu Voll- oder Teilzeitbeschäftigung ist umzumutbar
§ 95 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 4 Satz 1 und 2 BBG
Beurlaubung in Stellenabbaubereichen
höchstens 15 Jahre
§ 95 Abs. 2 BBG

References: § 92
 § 13

§ 6
 § 15

§ 95

§ 95

§ 95