Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.02.2009&Aktenzeichen=VI%20ZR%2036/07
Timestamp: 2017-02-25 15:48:17+00:00

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BGH, 03.02.2009 - VI ZR 36/07 - dejure.org
Rechtsprechung BGH, 03.02.2009 - VI ZR 36/07 Volltextveröffentlichungen (18)
Zum Schutz der Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über ein Unternehmen.
Zur Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über ein Unternehmen ("Fraport/Manila")
BGB § 823 Abs. 1, § 1004 Abs. 1; GG Art. 5 Abs. 1
Schutz der Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über Unternehmen
Zulässige Kritik an Unternehmen im Web
"Fraport-Manila-Skandal"
Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über ein Unternehmen
BGB § 823 Ah; GG Art. 5 Abs. 1, 2Zur Meinungsfreiheit bei kritischer Äußerung über Unternehmen ("Fraport/Manila")
Keine Entschädigung für Ersatzfahrer
Unternehmen müssen kritische Äußerungen hinnehmen
Verkehrsunfall: keine Entschädigung für Ersatzfahrer
Zulässigkeit von kritischen Äußerungen über ein Unternehmen
GG Art. 5 Abs. 1, 2; BGB § 823Zur Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über ein Unternehmen ("Fraport/Manila")
Unternehmenskritik: Klatsche für das Landgericht Hamburg
LG Hamburg, 18.08.2006 - 324 O 89/06
OLG Hamburg, 19.12.2006 - 7 U 110/06
NJW 2009, 1872
ZIP 2009, 765
VersR 2009, 555
MIR 2009, Dok. 121
afp 2009, 137
Wird zitiert von ... (88) BGH, 14.05.2013 - VI ZR 269/12 Autocompletebb) Es bedarf aber wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts einer Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13 und - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; 120, 180, 200 f.;… BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).
BGH, 22.09.2009 - VI ZR 19/08 Meinungsfreiheit bei kritischen Äußerungen über ein Unternehmen und dessen …Deshalb hat es die gebotene Abwägung zwischen dem Recht des Beklagten auf freie Meinungsäußerung nach Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG und dem Recht der persönlichen Ehre und auf öffentliches Ansehen der Kläger, zu dessen Wahrung auch juristische Personen Ehrenschutz in Anspruch nehmen können (vgl. Senatsurteile vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03 - VersR 2005, 277, 279 m.w.N.; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 10), nicht vorgenommen.Sie darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (Senatsurteile BGHZ 132, 13, 21 ; vom 28. Juni 1994 - VI ZR 252/93 -VersR 1994, 1120, 1121;… vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03 - aaO; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO, Rn. 11).So dürfen aus einer komplexen Äußerung nicht Sätze oder Satzteile mit tatsächlichem Gehalt herausgegriffen und als unrichtige Tatsachenbehauptung untersagt werden, wenn die Äußerung nach ihrem - zu würdigenden - Gesamtzusammenhang in den Schutzbereich des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung gemäß Art. 5 Abs. 1 GG fallen kann und in diesem Fall eine Abwägung zwischen den verletzten Grundrechtspositionen erforderlich wird (vgl. Senatsurteile vom 25. März 1997 - VI ZR 102/96 - VersR 1997, 842, 843;… vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03 - aaO;… vom 2. Dezember 2008 - VI ZR 219/06 - VersR 2009, 365 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO).Dabei ist zu beachten, dass sich der Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG auch auf die Äußerung von Tatsachen erstreckt, soweit sie Dritten zur Meinungsbildung dienen können, sowie auf Äußerungen, in denen sich Tatsachen und Meinungen vermengen und die insgesamt durch die Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt werden (vgl. Senatsurteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 45/05 - VersR 2007, 249, 250;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 12;… vom 22. April 2008 - VI ZR 83/07 - VersR 2008, 971 Rn. 16; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO).Diese Grundsätze hat das Berufungsgericht bei der Ermittlung des Aussagegehalts nicht beachtet, was revisionsrechtlich in vollem Umfang zur Überprüfung steht (vgl. Senatsurteile vom 22. November 2005 - VI ZR 204/04 -VersR 2006, 382 m.w.N.;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - aaO, Rn. 11; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO, Rn. 12).Dies gilt in der Regel selbst für Fallgestaltungen, in denen ein Vorgang als strafrechtlich relevanter Tatbestand eingestuft wird (vgl. Senatsurteile vom 22. Juni 1982 - VI ZR 251/80 - VersR 1982, 904, 905 und - VI ZR 255/80 - VersR 1982, 906, 907; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO, Rn. 15).Um die Zulässigkeit der angegriffenen Äußerungen zu beurteilen, sind mithin hinsichtlich der beiden untersagten Äußerungsteile grundsätzlich die betroffenen Interessen gegeneinander abzuwägen, wobei alle wesentlichen Umstände und die betroffenen Grundrechte interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (…vgl. Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO, Rn. 17, jeweils m.w.N.).An die Bewertung einer Äußerung als Schmähkritik sind strenge Maßstäbe anzulegen, weil andernfalls eine umstrittene Äußerung ohne Abwägung dem Schutz der Meinungsfreiheit entzogen und diese damit in unzulässiger Weise verkürzt würde (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 209 ;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - aaO, Rn. 15; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO, Rn. 18 m.w.N.).Erst wenn bei einer Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Herabsetzung der Person im Vordergrund steht, die jenseits polemischer und überspitzter Kritik herabgesetzt und gleichsam an den Pranger gestellt werden soll, nimmt die Äußerung den Charakter einer unzulässigen Schmähung an (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 209 ; vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 45/05 - VersR 2007, 249, 251;… vom 11. Dezember 2007 - VI ZR 14/07 - VersR 2008, 357 Rn. 22;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/96 - aaO; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - aaO).
BGH, 17.11.2009 - VI ZR 226/08 Verbreiterhaftung bei InterviewsDabei ist zu beachten, dass sich der Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG auch auf die Äußerung von Tatsachen erstreckt, soweit sie Dritten zur Meinungsbildung dienen können, sowie auf Äußerungen, in denen sich Tatsachen und Meinungen vermengen und die insgesamt durch die Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt werden (vgl. Senatsurteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 45/05 - VersR 2007, 249, 250; vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695, 696; vom 22. April 2008 - VI ZR 83/07 - VersR 2008, 971, 972; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555, 556).Im Falle einer derartigen engen Verknüpfung der Mitteilung von Tatsachen und ihrer Bewertung darf der Grundrechtsschutz der Meinungsfreiheit nicht dadurch verkürzt werden, dass ein tatsächliches Element aus dem Zusammenhang gerissen und isoliert betrachtet wird (vgl. hierzu Senatsurteile BGHZ 132, 13, 21; vom 28. Juni 1994 - VI ZR 252/93 - VersR 1994, 1120, 1121; vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03 - VersR 2005, 277, 279; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - a.a.O.; BVerfGE 85, 1, 15 f.).So dürfen aus einer komplexen Äußerung nicht Sätze oder Satzteile mit tatsächlichem Gehalt herausgegriffen und als unrichtige Tatsachenbehauptung untersagt werden, wenn die Äußerung nach ihrem - zu würdigenden - Gesamtzusammenhang in den Schutzbereich des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung gemäß Art. 5 Abs. 1 GG fallen kann und in diesem Fall eine Abwägung zwischen den verletzten Grundrechtspositionen erforderlich wird (vgl. Senatsurteile vom 25. März 1997 - VI ZR 102/96 - VersR 1997, 842, 843;… vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03 - a.a.O.; vom 2. Dezember 2008 - VI ZR 219/06 - VersR 2009, 365, 366; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - a.a.O.).b) Diese Grundsätze hat das Berufungsgericht bei der Ermittlung des Aussagegehalts der angegriffenen Äußerungen nicht beachtet, was revisionsrechtlich in vollem Umfang zur Überprüfung steht (vgl. Senatsurteile vom 22. November 2005 - VI ZR 204/04 - VersR 2006, 382 m.w.N.;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - a.a.O., 696; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - a.a.O.).Sie muss im Rahmen einer Abwägung der jeweiligen Rechtspositionen positiv festgestellt werden, bei der alle wesentlichen Umstände und die betroffenen Grundrechte interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (…vgl. Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - a.a.O., 696; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - a.a.O., 557, jeweils m.w.N.; BVerfG, NJW 2008, 358, 359; BVerfGE 114, 339, 348 m.w.N).
BGH, 15.12.2009 - VI ZR 227/08 Sedlmayr-Mörder I - Löschung aus dem Online-Archiv einer RundfunkanstaltDenn wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m. w. N.; 120, 180, 200 f.;… AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).
OLG Stuttgart, 02.10.2013 - 4 U 78/13 Haftung von Wikipedia bei VerdachtsberichterstattungDabei ist jede beanstandete Äußerung in dem Gesamtzusammenhang zu beurteilen, in dem sie gefallen ist; sie darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst und einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (BGH NJW 2009, 1872 Tz. 11 - Fraport-Manila-Skandal - m.w.N.).Auch insoweit handele es sich bei der Verwendung des Begriffs "Gehirnwäsche" um ein Werturteil, jedenfalls mindestens um eine Äußerung, die durch die Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt ist und deshalb als Meinungsäußerung anzusehen ist (vgl. BGH NJW 2009, 1872 Tz. 15 - Fraport-Manila-Skandal), nämlich eine Bewertung der "mehrstündigen Einzelgespräche".Dabei ist die Schmähkritik eng definiert (zuletzt etwa BVerfG, Beschl. v. 24.07.2013, 1 BvR 444/13 und 1 BvR 527/13 Tz. 21 sowie Beschluss v. 02.07.2013, 1 BvR 1751/12 Tz. 15); an ihr Vorliegen sind strenge Maßstäbe anzulegen, weil andernfalls eine umstrittene Äußerung ohne Abwägung dem Schutz der Meinungsfreiheit entzogen und diese damit in unzulässiger Weise verkürzt würde (BGH NJW 2009, 1872 Tz. 18 m.w.N.).Liegt mithin keine Schmähkritik vor, ist damit entgegen der offenbar vom Landgericht vertretenen Auffassung die Äußerung aber nicht "automatisch" zulässig, vielmehr ist dann über die Frage der Rechtfertigung der Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts durch Interessenabwägung zu entscheiden (BVerfG, Beschl. v. 02.07.2013, 1 BvR 1751/12 Tz. 18; BVerfG NJW 2008, 358, 359; BGH NJW 2009, 1872 Tz. 22).Zum Anderen fällt bei der Abwägung die Richtigkeit des tatsächlichen Äußerungsgehalts, der dem Werturteil zugrunde liegt, ins Gewicht (BGH NJW 2008, 358, 359), wobei es genügt, dass der dargestellte Aussagekern in tatsächlicher Hinsicht nicht angegriffen ist (vgl. BGH NJW 2009, 1872 Tz. 22).
BGH, 09.02.2010 - VI ZR 243/08 Sedlmayr-Mord bei SpOn - Namensnennung in PressearchivenDenn wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m.w.N.; 120, 180, 200 f.;… AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).
BGH, 25.10.2011 - VI ZR 332/09 Persönlichkeitsrechtsverletzung: Berichterstattung über die Mitwirkung als …aa) Wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13 und - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; 120, 180, 200 f.;… BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).Denn der Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG erstreckt sich auch auf die Äußerung von Tatsachen, soweit sie Dritten zur Meinungsbildung dienen können (…vgl. Senatsurteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 45/05, VersR 2007, 249 Rn. 15;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 12;… vom 22. April 2008 - VI ZR 83/07, BGHZ 176, 175 Rn. 16;… vom 2. Dezember 2008 - VI ZR 219/06, VersR 2009, 365 Rn. 14; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 11 jeweils mwN; BVerfGE 61, 1, 8; 71, 162, 179; 99, 185, 197).
BGH, 31.03.2016 - I ZR 160/14 Im Immobiliensumpf - Wettbewerbsverstoß: Geschäftliches Handeln eines …(1) Die Einstufung eines Vorgangs als strafrechtlich relevanter Tatbestand ist in der Regel - ebenso wie eine Rechtsmeinung im außerstrafrechtlichen Bereich - zunächst nur die ganz überwiegend auf Wertung beruhende subjektive Beurteilung des Äußernden (BGH, Urteil vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, WRP 2009, 631 Rn. 15 - Fraport-Manila-Skandal).Ob und inwieweit sich für den Adressaten in dem Werturteil zugleich ein substantieller Tatsachenkern verkörpert, ist nach dem Kontext zu entscheiden, in dem der Vorwurf erhoben wird (BGH, Urteil vom 22. Juni 1982 - VI ZR 255/80, GRUR 1982, 633, 634 = WRP 1983, 21 - Geschäftsführer; Urteil vom 17. November 1992 - VI ZR 344/91, GRUR 1993, 409, 410 - Illegaler Fellhandel; BGH, WRP 2009, 631 Rn. 14 - Fraport-Manila-Skandal).
OLG München, 28.10.2014 - 18 U 1022/14 Online-Portal, PersönlichkeitsrechtDie Äußerung darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (BGH, Urteile vom 22.09.2009 - VI ZR 19/08; 03.02.2009 - VI ZR 36/07; 16.11.2004 - VI ZR 298/03; 30.01.1996 - VI ZR 386/94; 28.06.1994 - VI ZR 252/93).
OLG Brandenburg, 05.12.2016 - 1 U 5/16 Es ist darauf abzustellen, wie sie unter Berücksichtigung des allgemeinen Sprachgebrauchs von einem unvoreingenommenen Durchschnittsleser verstanden wird, wobei eine isolierte Betrachtung eines umstrittenen Äußerungsteils regelmäßig nicht zulässig ist, sondern auch der sprachliche Kontext und die sonstigen erkennbaren Begleitumstände zu berücksichtigen sind (vgl. BGH, NJW 2009, 1872 Rn. 11; BGH, NJW 2005, 279, 281; BGH, NJW 2004, 598, 599).Meinungsäußerungen sind hingegen durch Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt und lassen sich daher nicht als wahr oder unwahr erweisen (BGH, NJW 2009, 1872 Rn. 15; BGH, NJW 2004, 598, 599).Da echte Fragen unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit Werturteilen gleichstehen (BVerfG, NJW 2003, 660, 661), sind die betroffenen Interessen gegeneinander abzuwägen, wobei alle wesentlichen Umstände und die betroffenen Grundrechte interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (BGH, NJW 2009, 1872 Rn. 17).Hinzutreten muss vielmehr, dass bei der Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung im Vordergrund steht, die jenseits polemischer und überspitzter Kritik in erster Linie herabsetzen bzw. gleichsam an den Pranger stellen soll (BGH, NJW 2009, 1872 Rn. 18).
BGH, 22.11.2011 - VI ZR 26/11 Persönlichkeitsschutz in der Presse: Identifizierende Wort- und …
BGH, 22.02.2011 - VI ZR 120/10 Kreditgefährdung und Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten …
LAG Düsseldorf, 17.08.2012 - 8 SaGa 14/12 Äußerungen über Arbeitgeber wie „betrügen“ und „bescheißen“ während des Streiks …
OLG Stuttgart, 08.07.2015 - 4 U 182/14 Unterlassungsanspruch: Veröffentlichung mit versteckter Kamera aufgenommener …
BGH, 18.09.2012 - VI ZR 291/10 Persönlichkeitsschutz in der Presse: Wort- und Bildberichterstattung über die …
KG, 18.08.2009 - 5 W 95/09 Abwertende Äußerung eines Apothekers in einem Leserbrief einer Apotheker-Zeitung …
ArbG Düsseldorf, 06.07.2012 - 3 Ga 44/12 Einstweilige Verfügung aufgrund angeblich beleidigender Äußerungen während eines …
OLG Dresden, 01.04.2015 - 4 U 1296/14 Unterlassungsansprüche wegen diskreditierender Äußerungen Dritter in einem …
OLG Köln, 06.11.2012 - 15 U 97/12 Jörg Kachelmann obsiegt im Rechtsstreit gegen seine ehemalige Lebensgefährtin
OLG Naumburg, 10.11.2011 - 2 Ss 156/11 Straftaten gegen die Ehre: Erforderliche Feststellungen hinsichtlich des …
OLG Karlsruhe, 14.01.2015 - 6 U 156/14 Zur Bewertung einer Äußerung als Schmähkritik
LG München I, 14.01.2010 - 36 S 4219/09 Wohnungseigentum: Prozessvoraussetzung eines Schlichtungsverfahrens bei …
OLG Dresden, 08.09.2011 - 4 U 459/11 Umfang der Wirkung eines Vergleichs über die Unterlassung von Äußerungen in einem …
OLG Brandenburg, 24.01.2011 - 1 U 3/10 Unterlassungsanspruch eines Unternehmens hinsichtlich der auf einer Internetseite …
LAG Düsseldorf, 04.03.2016 - 10 TaBV 102/15 Außerordentliche Kündigung eines Betriebsrats - Zustimmungsersetzung
OLG Frankfurt, 27.03.2014 - 6 U 75/12 Unzulässige Schmähkritik sowie unlautere Herabsetzung eines anderen Anwalts in …
OLG Braunschweig, 05.11.2010 - 3 U 87/10 Zur (un)zulässigen Schmähkritik an WEG-Verwalter
OLG Celle, 25.10.2012 - 13 U 156/12 Rechtsschutzbedürfnis für ein einstweiliges Verfügungsverfahren
OLG München, 03.02.2010 - 18 U 5409/09 VerfGH Berlin, 26.05.2009 - VerfGH 119/07 Teilweise stattgebende Verfassungsbeschwerde: Verletzung des Rechts auf freie …
VerfGH Berlin, 26.05.2009 - VerfGH 86/07 Teilweise stattgebende Verfassungsbeschwerde: Verletzung des Rechts auf freie …
OLG Brandenburg, 11.04.2016 - 1 U 13/15 OLG Brandenburg, 25.11.2013 - 1 U 5/13 Unterlassungsanspruch: Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch rufschädigende …
OLG Hamburg, 16.08.2011 - 7 U 51/10 Haftung des Suchmaschinenbetreibers für rechtsverletzende Äußerungen // Das OLG …
LG Köln, 21.12.2016 - 28 O 203/16 Unterlassungsanspruch der Verbreitung der Äußerung mit der Bezeichnung eines …
OLG Köln, 04.09.2015 - 6 U 7/15 Anfechtung eines Vergleichs über Ansprüche aus der Verletzung von Lizenzrechten …
OLG Brandenburg, 11.03.2013 - 1 U 7/12 Persönlichkeitsrecht in der Presse: Zurücktreten des …
OLG Nürnberg, 13.04.2010 - 3 U 2135/09 Kreditgefährdung: Anspruch auf Unterlassung der Veröffentlichung des …
OLG Brandenburg, 13.05.2011 - 1 W 14/10 Anspruch auf Unterlassung bestimmter Äußerungen im Zusammenhang mit der …
OLG Frankfurt, 18.06.2015 - 16 W 29/15 Äußerung auf Ärzte-Bewertungsportal als zulässige Meinungsäußerung
VG Hannover, 03.06.2014 - 1 B 7660/14 Kein Anspruch auf Unterlassung von Äußerungen einer Ministerin bei fehlender …
OLG Köln, 27.11.2009 - 6 U 129/09 "Verkauf an Energieriesen"; Wettbewerbswidrigkeit einer Pressemitteilung eines …
OLG Hamm, 13.05.2009 - 3 U 9/09 Meinungsfreiheit kontra Forenhaftung
LG Essen, 11.04.2013 - 4 O 246/12 Der Vergleich mit Mao und Stalin ist eine Persönlichkeitsverletzung
VG Magdeburg, 07.02.2012 - 9 B 2/12 Zum Umfang des Äußerungsrechts von Mitgliedern der Landesregierung (hier: …
OLG München, 01.03.2011 - 18 U 2992/10 LG München I, 10.12.2014 - 9 O 17263/14 Unterlassungsanspruch, Wortberichterstattung, Gesundheitszustand, Unfall, …
OVG Sachsen-Anhalt, 25.02.2016 - 4 M 222/15 Zur Bedeutung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung für die Beurteilung …
LG Hamburg, 29.01.2016 - 324 O 456/14 Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Verlinkung auf einen kritischen Vergleich mit …
LG Lübeck, 17.06.2011 - 6 O 133/11 Mieter darf Vermieter (auch) im Internet kritisieren!
VGH Bayern, 09.12.2010 - 4 CE 10.2943 Begründung eines Bürgerbegehrens; unrichtige Tatsachenbehauptung
OVG Bremen, 24.08.2010 - 1 B 112/10 Wahrung des Sachlichkeitsgebots bei Äußerungen eines Pressesprechers einer …
OLG Hamburg, 10.11.2015 - 7 U 18/15 Persönlichkeitsrechtsverletzung im Internet: Bewertungsauswahl in einem …
VG Berlin, 13.05.2014 - 3 K 948.12 Unterlassung bestimmter Äußerungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von …
OLG Brandenburg, 02.12.2013 - 1 W 32/13 Unterlassungsanspruch: Äußerung in einem Sorgerechtsverfahren; …
LG Berlin, 27.11.2013 - 10 O 125/13 Datenschutz im Rahmen von Bonitätsinformationen durch eine Wirtschaftsauskunftei: …
LAG Rheinland-Pfalz, 06.12.2012 - 10 SaGa 11/12 Unterlassungsverfügung gegen Gewerkschaftssekretärin bei unwahrer …
OLG Frankfurt, 23.02.2012 - 6 U 173/11 Gerichtliche Überprüfbarkeit herabsetzender Äußerungen in Anwaltsschriftsätzen …
VG München, 21.09.2010 - M 16 K 09.5202 Passivlegitimation; Störereigenschaft; Meinungsäußerungsfreiheit; Unterlassung …
LG Fulda, 14.03.2014 - 3 O 230/14 Kein Unterlassungsanspruch eines Journalisten gegenüber harter negativer Kritik

References: § 823
 § 1004
 Art. 5
 § 823
 Art. 5
 Art. 5
 § 823
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 5