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Timestamp: 2016-10-21 11:22:22+00:00

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2C_28/2012 (18.07.2012)
2C_28/2012
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Jakob Ackermann,
X.________ (geb. 1984), von Serbien und Montenegro, ist in der Schweiz geboren und im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Er ist hier aufgewachsen, hat die hiesigen Schulen besucht und spricht neben seiner Muttersprache Albanisch auch Deutsch. Gem�ss seinen eigenen Angaben absolvierte er nach der Schule ein Praktikum bei der Firma A.________ und arbeitete sp�ter als Aushilfe bei der Post. 2009 und 2010 bezog er Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Seine letzte Stelle (auf Abruf) bei einer Reinigungsfirma verlor er durch deren Konkurs im Jahre 2011. Er hat Schulden von rund Fr. 35'000.--.
X.________ hatte am 29. August 2003 die 1985 geborene Y.________ geheiratet, welche das Schweizer B�rgerrecht besitzt. Das Paar hat den gemeinsamen Sohn Z.________ (geb. 2008).
Am 10. Juli 2010 wurde die Ehe geschieden und Z.________ unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. X.________ wurde zu Unterhaltszahlungen von monatlich Fr. 500.-- an sein Kind verpflichtet und erhielt ein gerichts�bliches Besuchsrecht zugesprochen.
Am 29. September 2010 wurde X.________ vom Strafgericht Schwyz - namentlich zum Nachteil der ehemaligen Ehefrau - wie folgt schuldig gesprochen:
der mehrfachen Gef�hrdung des Lebens (Art. 129 StGB),
der mehrfachen T�tlichkeiten (Art. 126 StGB),
der mehrfachen Drohung (Art. 180 StGB),
der N�tigung (Art. 181 StGB),
der Freiheitsberaubung und Entf�hrung (Art. 183 StGB),
des Vergehens gegen das Waffengesetz und seine Ausf�hrungsvorschriften.
Das Strafgericht Schwyz bestrafte X.________ f�r diese Delikte mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde im Umfang von 24 Monaten aufgeschoben.
Nachdem es hierzu das rechtliche Geh�r gew�hrt hatte, widerrief das Amt f�r Migration des Kantons Schwyz am 15. M�rz 2011 die Niederlassungsbewilligung von X.________ und wies diesen aus der Schweiz weg. Die gegen diese Verf�gung beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erhobene Beschwerde blieb erfolglos, und mit Urteil vom 23. November 2011 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die gegen den regierungsr�tlichen Beschluss vom 6. September 2011 erhobene Beschwerde im Sinne der Erw�gungen ab.
Mit Eingabe vom 11. Januar 2011 f�hrt X.________ "Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten; evtl. subsidi�re Verfassungsbeschwerde" beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das letztgenannte Urteil aufzuheben, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen (evtl. auf zwei Jahre zu befristen), und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Gleichzeitig wird um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht.
Der Regierungsrat des Kantons Schwyz beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz verzichtet auf Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Migration schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdef�hrer hat von der M�glichkeit, sich nochmals zu �ussern, keinen Gebrauch gemacht.
Mit Verf�gung vom 16. Januar 2012 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde - antragsgem�ss - aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit bzw. die Art und Zul�ssigkeit von Rechtsmitteln von Amtes wegen und mit freier Kognition (vgl. Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 133 I 185 E. 2 S. 188, 300 E. 1.2 S. 302; je mit Hinweisen). Vorweg ist die Zul�ssigkeit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gem�ss Art. 82 ff. BGG zu pr�fen, welche gegen�ber der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde das prinzipale Rechtsmittel darstellt (vgl. Art. 113 BGG: "soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72-89 zul�ssig ist").
1.2 Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Ebenso wenig ist sie zul�ssig gegen die Wegweisung (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG)
Gegen kantonal letztinstanzliche Entscheide �ber den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hingegen zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2 [e contrario] und Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG; BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4), und der Beschwerdef�hrer ist zur Ergreifung dieses Rechtsmittels befugt (Art. 89 BGG).
Soweit sich der Beschwerdef�hrer daher gegen den Bewilligungswiderruf wendet, ist seine Eingabe als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegenzunehmen und zu behandeln; f�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde besteht insoweit kein Raum (vgl. Art. 113 BGG). Soweit er sich gegen die ihm auferlegte Ausreiseverpflichtung zur Wehr setzt, ist hingegen auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht einzutreten und steht dem Beschwerdef�hrer diesbez�glich - unter gewissen Voraussetzungen (vgl. BGE 137 II 305) - die subsidi�re Verfassungsbeschwerde offen (dazu nachfolgend E. 4).
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Mit einer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten k�nnen diese nur dann ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Zudem ist vom Beschwerdef�hrer aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
3.1 Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a (in Verbindung mit Art. 62 lit. b) und Art. 63 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) kann die Niederlassungsbewilligung auch nach einem - wie hier - l�nger als 15 Jahre dauernden ununterbrochenen und ordnungsgem�ssen Aufenthalt in der Schweiz widerrufen werden, wenn der Ausl�nder zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als l�ngerfristig gilt eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 379 ff.). Wird diese Grenze erreicht, spielt es keine Rolle, ob die Freiheitsstrafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1).
3.2 Wenn ein Ausl�nder durch sein Verhalten einen Widerrufsgrund gesetzt hat, bleibt zu pr�fen, ob diese Massnahme auch als verh�ltnism�ssig erscheint. Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration sowie die dem Betroffenen drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff. S. 381 ff.; vgl. auch Art. 96 Abs. 1 AuG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu dieser gesetzlichen Regelung und zu den analogen fr�heren Bestimmungen (Art. 10 Abs. 1 lit. a und Art. 11 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder [ANAG; in Kraft gewesen bis zum 31. Dezember 2007]) sind umso strengere Anforderungen an eine fremdenpolizeiliche Massnahme zu stellen, je l�nger ein Ausl�nder in der Schweiz anwesend war. Selbst bei einem Ausl�nder, der bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausl�nder der zweiten Generation), sind fremdenpolizeiliche Massnahmen aber nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. wiederholten Straftaten, insbesondere bei Gewalt- und Bet�ubungsmitteldelikten, besteht hieran ein wesentliches �ffentliches Interesse (BGE 122 II 433 E. 2c S. 436; 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190).
Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Privat- und Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind - wie fr�her bei jener nach Art. 11 Abs. 3 ANAG - die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
3.3 Der Beschwerdef�hrer bestreitet das Vorliegen eines Widerrufsgrundes im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 AuG zu Recht nicht. Er macht aber eine qualifiziert falsche Interessenabw�gung geltend und tr�gt vor, die Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung sei "zu einseitig" ausgefallen. So sei die Ursache der strafbaren Handlung, n�mlich das Verhalten der damaligen Ehefrau, "v�llig ausgeblendet" worden. Es habe sich um "ein Beziehungsdelikt von individuellem Ausmass" gehandelt, "schlicht und einfach um einen Ehekonflikt"; das Gewaltpotential gegen�ber der �ffentlichkeit m�sse stark relativiert werden. Sodann macht der Beschwerdef�hrer geltend, er habe seine ganze Kindheit und Jugendzeit in der Schweiz verbracht und sei hier "sehr gut integriert"; wogegen es f�r ihn "�berhaupt nicht zumutbar" erscheine, sich im "Heimatstaat Serbien eine Zukunft aufzubauen". Schliesslich pflege er sehr wohl einen engen Kontakt zu seinem Sohn, wobei die Vorinstanz es rechtswidrig unterlassen habe, offerierte diesbez�gliche Beweise (namentlich die Befragung von Nachbarn, Eltern und Geschwistern) abzunehmen.
3.4 Das Bundesgericht hatte sich in letzter Zeit verschiedentlich mit ausl�nderrechtlichen Massnahmen gegen "Ausl�nder der zweiten Generation" zu befassen. So hat es etwa die Ausweisung des Betroffenen bzw. den Entzug der entsprechenden Anwesenheitsbewilligung gesch�tzt
im Urteil 2A.30/2005 vom 21. Juni 2005: Hier ging es um einen Italiener, der zwar sein ganzes Leben in der Schweiz verbracht hatte, aber schlecht integriert erschien (Freiheitsstrafen von insgesamt f�nf Jahren wegen qualifizierten Bet�ubungsmitteldelikten und gewerbsm�ssigem Diebstahl). Das Bundesgericht kam zum Schluss, die Lebensumst�nde in Italien seien mit denjenigen in der Schweiz vergleichbar.
im Urteil 2C_494/2007 vom 17. Dezember 2007: Dieser Fall betraf einen Mazedonier, der �ber einen l�ngeren Zeitraum mit zunehmender Intensit�t zahlreiche wiederholte Delikte begangen hatte, schlecht integriert erschien und nicht �ber eine Kernfamilie in der Schweiz verf�gte.
im Urteil 2C_318/2010 vom 16. Dezember 2010: Betroffen war ein T�rke mit mehreren strafrechtlichen Verurteilungen (darunter eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren wegen K�rperverletzung, Pornographie und Verst�ssen gegen das BetmG [begangen mit 20 Jahren]), der �ber keine besonderen Beziehungen zur Schweiz verf�gte, kinderlos war und dessen Verwandte in der Heimat lebten.
im Urteil 2C_41/2011 vom 30. Juni 2011: Widerrufen worden war die Niederlassungsbewilligung eines in der Schweiz geborenen Italieners, der 39 Verurteilungen (je bis zu 18 Monate bedingt) wegen Verst�ssen gegen das BetmG (inkl. Raub, Diebstahl und K�rperverletzung) erwirkt hatte.
im Urteil 2C_432/2011 vom 13. Oktober 2011: Hier erachtete das Bundesgericht den Widerruf der Bewilligung wegen besonderer Schwere der Tat f�r gerechtfertigt (sieben Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe wegen K�rperverletzung und Raub; Kosovare, ledig, kinderlos, ganze Familie in der Schweiz).
im Urteil 2C_562/2011 vom 21. November 2011: Das Bundesgericht entschied, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines in der Schweiz geborenen, 43-j�hrigen T�rken (ledig, kinderlos, mehrere Verurteilungen [u.a. Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen versuchter vors�tzlicher T�tung in Putativnotwehr]) erweise sich als bundesrechts- und konventionskonform.
im Urteil 2C_839/2011 vom 28. Februar 2012: Bei diesem in der Schweiz geborenen �sterreicher blieben s�mtliche strafrechtlichen Massnahmen (insgesamt sechseinhalb Jahre Freiheitsstrafe wegen Verm�gens- und Urkundendelikten) ohne Erfolg.
im Urteil 2C_714/2011 vom 4. April 2012: Hier erachtete das Bundesgericht die Beschwerde eines ledigen, kinderlosen Kroaten (Freiheitsstrafen von 15 und 16 Monaten [u.a. Verst�sse gegen das BetmG, Hausfriedensbruch, Diebstahl]) als offensichtlich unbegr�ndet.
Hingegen hat das Bundesgericht die Angelegenheit zur erg�nzenden Abkl�rung bzw. Feststellung des Sachverhalts zur�ckgewiesen
im Urteil 2A.247/2005 vom 17. Oktober 2005 wegen ungen�gender Abkl�rung der Lebenssituation des Betroffenen (T�rke, wiederholte Verurteilungen [insgesamt f�nf Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe u.a. wegen Bet�ubungsmittelhandel, keine Gewaltdelikte]).
im Urteil 2C_18/2009 vom 7. September 2009: In diesem Fall ging es um einen seit seinem 2. Altersjahr in der Schweiz lebenden Mazedonier, der mehrere Verurteilungen wegen jahrelangem deliktischen Verhalten erwirkt hatte (die schwersten aber - Sexualdelikte - im Jugendalter). Das Bundesgericht erachtete die seither eingetretene Besserung (durch Drogenentzug bzw. Therapie) und die berufliche Situation des Betroffenen f�r zu wenig abgekl�rt.
im Urteil 2C_722/2010 vom 3. Mai 2011 wegen ungen�gender Abkl�rung/Nichtber�cksichtigung der gesundheitlichen Situation des Betroffenen (herzkranker Kosovare, Freiheitsstrafen von zwei Jahren und zwei Monaten [Diebstahl, Drohung, K�rperverletzung]).
3.5 Im Vergleich mit der soeben dargestellten neueren Kasuistik zu ausl�nderrechtlichen Massnahmen gegen�ber den so genannten "Ausl�ndern der zweiten Generation" erscheint die vorliegend zu beurteilende Konstellation als Grenzfall:
3.5.1 Mit dem Beschwerdef�hrer ist darin �bereinzustimmen, dass es sich beim begangenen Delikt wohl in der Tat um ein individuelles Beziehungsdelikt gehandelt hat. Das Delikt selber aber wiegt schwer und zeugt von einem grossen Gewaltpotential: Gem�ss der von der Vorinstanz wiedergegebenen Sachverhaltsdarstellung des kantonalen Strafgerichts im Urteil vom 29. September 2010 hat der Beschwerdef�hrer seine damalige Ehefrau - nachdem er von dieser aufgefordert worden war, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen - w�hrend mehr als vier Stunden schwer drangsaliert, sie mehrfach gew�rgt, ihr mit dem Tod gedroht und durch das direkte Ansetzen eines Brotmessers (mit gewelltem Schliff) an ihren Hals eine unmittelbare Lebensgef�hrdung zumindest in Kauf genommen. Ferner trat er seine Frau in den R�cken, schloss sie - w�hrend er zwischenzeitlich alkoholische Getr�nke holte - in der Wohnung ein, gab ihr sp�ter eine "Kopfnuss" und w�rgte sie erneut.
Dieses Verhalten sprengt den Rahmen eines nachvollziehbaren Ehestreits bei Weitem und offenbart eine erhebliche verbrecherische Gesinnung, die sich auch gegen andere richten k�nnte.
3.5.2 Zu Lasten des Beschwerdef�hrers f�llt zudem erschwerend ins Gewicht, dass sich dessen deliktisches Verhalten nicht etwa bloss in diesem einmaligen Vorfall ersch�pft: Er wurde auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt, weil bei ihm zwei Gewehre samt Munition (davon ein Kleinkalibergewehr mit Zielfernrohr) sichergestellt worden waren (vgl. letztgenanntes Urteil, S. 5). Auch diese Verurteilung zeigt - unabh�ngig von der ehelichen Auseinandersetzung - ein rechtswidriges und potentiell gewaltbereites Verhalten, was bei der Prognose zur R�ckfallgefahr nicht ausser Acht gelassen werden darf.
3.5.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt mit Blick auf Art. 8 EMRK, die Beziehung zu seinem Sohn Z.________ - mit dem er aber nicht zusammen lebt - sei ungen�gend ber�cksichtigt worden.
Auch der Elternteil, der nicht �ber das Sorge- oder Obhutsrecht verf�gt, kann sich zwar auf Art. 8 EMRK berufen, doch ist im Rahmen der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen, dass er die famili�re Beziehung mit seinen Kindern schon aus zivilrechtlichen Gr�nden von vornherein nur in einem beschr�nkten Rahmen leben kann, n�mlich durch Aus�bung des ihm einger�umten Besuchsrechts. Hierzu ist grunds�tzlich nicht erforderlich, dass er dauernd im gleichen Land wie das Kind lebt und dort �ber eine Aufenthaltsbewilligung verf�gt. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist ausnahmsweise dann zu bejahen, wenn zwischen dem Ausl�nder und dessen Kindern in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehungen bestehen, die - w�rde eine Bewilligung verweigert - wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in welches der Ausl�nder vermutlich auszureisen h�tte, praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnten. Zudem muss sich der Ausl�nder tadellos verhalten haben (vgl. Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.3 mit Hinweisen).
Das Verwaltungsgericht hat, zum Teil unter Verweis auf die vorinstanzlichen Entscheide, eine besonders enge Beziehung zwischen dem Beschwerdef�hrer und seinem Sohn verneint (S. 9 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer macht selber geltend, es bestehe eine "normale Vater-Sohn-Beziehung (...), wie sie bei nicht sorgeberechtigten V�tern �blich" sei. Damit erweisen sich die tats�chlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts zur Vater-Kind-Beziehung aber nicht als offensichtlich unrichtig, und das Verwaltungsgericht durfte bei dieser Sachlage in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung auf weitere Abkl�rungen (wie etwa die beantragte Einvernahme von Zeugen) verzichten (BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 428).
3.5.4 Aus Art. 8 EMRK (Anspruch auf Schutz des Privatlebens) ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land im �brigen nur unter besonderen Umst�nden. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration gen�gen hierzu nicht; erforderlich sind besonders intensive private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; 120 Ib 16 E. 3b S. 22). �ber solche verf�gt der Beschwerdef�hrer, der seine letzte Stelle verloren und Schulden hat, klarerweise nicht (vgl. vorne lit. A). Ebenso wenig hilft ihm der Hinweis auf das Urteil des EGMR in Sachen Emre (N�2) gegen Schweiz vom 11. Oktober 2011 (Beschwerde Nr. 5056/10); im Unterschied zu diesem Fall hat der Beschwerdef�hrer nicht im Jugendalter, sondern als Erwachsener delinquiert.
3.5.5 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, es sei ihm nicht zuzumuten, sich in Serbien eine Zukunft aufzubauen (vorne E. 3.3), ist ihm entgegenzuhalten, dass ihm dort keine gr�sseren Hindernisse entgegenstehen, als sie jeder antrifft, der in ein Land auswandert, indem er bisher nie gelebt hat. Der Beschwerdef�hrer ist noch jung, und seine gewissen - in verschiedenen T�tigkeiten erworbenen - Kenntnisse (vgl. vorne lit. A) k�nnen ihm auch in Serbien von Nutzen sein. Im �brigen hat die Vorinstanz festgestellt, dass die Bev�lkerung der Stadt Bujanovac, aus der der Beschwerdef�hrer bzw. seine Familie urspr�nglich stammt, mehrheitlich albanisch spricht, so dass sich dieser mit der Mehrheit verst�ndigen k�nne. Dies vermag der Beschwerdef�hrer mit seinem Einwand, er gelte als albanisch sprechender Muslim in der heutigen Republik Serbien als Fremder, nicht in Frage zu stellen.
3.6 Nach dem Gesagten erweist sich der gegen�ber dem Beschwerdef�hrer angeordnete Widerruf der Niederlassungsbewilligung insgesamt als bundesrechts- und konventionskonform. Dies f�hrt zur Abweisung der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, soweit darauf eingetreten werden kann (vgl. vorne E. 1.2).
Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde, mit welcher der Betroffene keine R�gen mehr erheben kann, die Gegenstand des Entscheids �ber den Widerruf bzw. die Nichtverl�ngerung der Bewilligung gebildet haben oder h�tten bilden m�ssen (vgl. BGE 137 II 305 E. 1.1 S. 307), erweist sich im vorliegenden Fall als unbegr�ndet und ist abzuweisen:
Die Wegweisung ist die normale Folge des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG); ist diese verfassungsrechtlich zul�ssig, gilt dies auch f�r die Wegweisung. Vollzugshindernisse (vgl. Art. 83 AuG), welche der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde - unter Vorbehalt der qualifizierten R�gepflicht - zug�nglich sind (BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310), macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend.
Dem Verfahrensausgang entsprechend h�tte der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er hat aber um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht. Die Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers erscheint als offensichtlich (vgl. vorne lit. A). Angesichts der differenzierten Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte insbesondere in Bezug auf Ausl�nder der zweiten Generation musste der Beschwerdef�hrer auch nicht von vornherein davon ausgehen, seine Rechtsbegehren seien aussichtslos. Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist daher stattzugeben (vgl. Art. 64 BGG).
3.2 Rechtsanwalt Jakob Ackermann, Rapperswil-Jona, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Amt f�r Migration, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht (Kammer III) des Kantons Schwyz sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 29
 BGE 
 Art. 82
 Art. 113
 Art. 83
 Art. 83
e contrario
 Art. 86
 BGE 
 Art. 113
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 96
 Art. 11
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 11
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 EGMR 
 BGE 
 Art. 64
 Art. 83
 Art. 64