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Timestamp: 2016-09-26 15:36:41+00:00

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5A_89/2016 � � Urteil vom 2. Mai 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Melania Lupi Thomann,
Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde KESB Dorneck-Thierstein/Thal-G�u, Amthaus, Postfach 260, 4226 Breitenbach.
Aufgrund einer komplexen Besuchsrechtsstreitigkeit gab die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) beim kantonalen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst ein Gutachten in Auftrag, welches am 7. Mai 2015 erstellt wurde und die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge an die Mutter empfahl.
Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 beantragte die Mutter die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge �ber den Sohn C.________. Mit Entscheid vom 9. September 2015 wies die KESB diesen Antrag ab.
Mit Urteil vom 16. Dezember 2015 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn die Beschwerde der Mutter gut und entzog dem Vater das Sorgerecht �ber C.________.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid �ber eine auf Art. 298d ZGB gest�tzte Alleinzuteilung der elterlichen Sorge; die Beschwerde in Zivilsachen ist gegeben (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). In diesem Bereich kann lediglich eine offensichtlich unrichtige, d.h. willk�rliche Sachverhaltsfeststellung ger�gt werden, wobei das strenge R�geprinzip gilt (Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft in diesem Fall nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen, w�hrend es auf ungen�gend substanziierte R�gen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt; ausserdem ist aufzuzeigen, inwiefern die Behebung der aufgezeigten M�ngel f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (BGE 140 III 264E. 2.3 S. 266).
Das Verwaltungsgericht hat folgenden Sachverhalt festgestellt: W�hrend des Zusammenlebens der Eltern kam es aufgrund von Beziehungsproblemen zu massiven Dem�tigungen und Abwertungen der Mutter durch den Vater (auch physischer Natur). Dies veranlasste sie zum R�ckzug und zur Kommunikationsverweigerung, was wiederum den Vater provozierte. Dieser stellte sich den Vorhaben der Mutter absichtlich in den Weg, um seine Sorge- und Mitspracheberechtigung zu demonstrieren, was wiederum die Mutter provozierte und zu weiterem R�ckzugsverhalten und Vorenthalten von Informationen �ber die Kinder f�hrte. Der gegenseitige Konflikt wurde dadurch immer weiter angeheizt und der Vertrauensbruch zementiert. Verst�rkt wurde die Situation dadurch, dass die Mutter dem Vater w�hrend einiger Zeit die Kinder vorenthielt, nachdem dieser immer wieder vor allem C.________ instrumentalisiert und in den elterlichen Konflikt einbezogen hatte. Das Vorenthalten der Kinder provozierte wiederum �ngste beim Vater, dass er seine Kinder verlieren w�rde, was ihn zu weiterem Aktionismus veranlasste. Auf beiden Seiten ist das Vertrauensverh�ltnis schwer gest�rt bzw. eigentlich zerst�rt. Immerhin erfolgte von Seiten der Mutter ein vertrauensbildender Schritt, indem sie die Kinder seit mehr als einem Jahr entsprechend dem vereinbarten Besuchsrecht ungehindert zum Vater gehen l�sst und deren Beziehung zum Vater unterst�tzt. Der Vater hingegen scheint sich in den Konflikt mit der Mutter verbissen zu haben und momentan nicht im Stand zu sein, die Paarebene von der Eltern-Kind-Ebene zu trennen. Gem�ss Gutachten ist er inhaltlich stark mit der Person der Mutter besch�ftigt und zeigt eine obsessiv wirkende Auseinandersetzung mit ihrem Verhalten und den m�glichen Beweggr�nden sowie fr�heren Geschehnissen; es geht ihm um einen Machtkampf und die F�higkeit zur Selbstreflexion fehlt. Der Mutter wird hingegen im Gutachten eine grunds�tzlich gute Kooperations- und Kommunikationsf�higkeit attestiert.
Das Verwaltungsgericht hat weiter festgestellt, dass der Dauerkonflikt und die schwerwiegenden Kommunikationsprobleme der Eltern konkreten Einfluss auf das Kindeswohl haben. C.________ ist inzwischen derart belastet, dass bei ihm eine psychische St�rung im Sinn einer Anpassungsst�rung (ICD-10 F.43.23) mit Symptomen von Depression, Anspannung und Aggression diagnostiziert wurde. Er steht in einem massiven Loyalit�tskonflikt, welcher vor allem durch den Vater gen�hrt wird, welcher ihn immer wieder in den Elternkonflikt einbezieht, indem C.________ �ber das Verhalten der Mutter ausgehorcht wird, als Zeuge aussagen soll und auch anderweitig instrumentalisiert wird. Gem�ss Gutachten steht der Paarkonflikt f�r den Vater dermassen im Vordergrund, dass er die Bed�rfnisse der Kinder nicht richtig erkennen bzw. einordnen und vor die eigenen stellen kann. Selbst einfachste Entscheidungen f�hren immer wieder zu langwierigen Auseinandersetzungen zwischen den Eltern, was jeweils erhebliche Verz�gerungen und Unsicherheiten f�r C.________ mit sich bringt. Die KESB musste �ber Kleinigkeiten wie einen zus�tzlichen Besuchstag �ber Weihnachten entscheiden, eine Therapie f�r C.________ konnte nicht aufgenommen werden, obwohl beide Seiten deren Notwendigkeit an sich anerkannten, und die seit langem geplante Einschulung in der Rudolf-Steiner-Schule w�re beinahe an der lange fehlenden Zustimmung des Vaters gescheitert.
Der Beschwerdef�hrer r�gt in verschiedener Hinsicht eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung.
Nicht einzutreten ist auf seine Behauptung, entgegen der Darstellung des Verwaltungsgerichtes habe die KESB nicht Art. 311 ZGB zur Richtschnur f�r die Zuteilung genommen. Zum einen betrifft dies die Rechtsanwendung; zum anderen sind die Erw�gungen der KESB insofern nicht relevant, als allein der verwaltungsgerichtliche Entscheid das Anfechtungsobjekt bilden kann (vgl. Art. 75 Abs. 1 BGG).
Nichts zur Sache tut, ob bei der Trennung im Jahr 2013 die Voraussetzungen f�r eine Alleinzuteilung erf�llt gewesen w�ren oder nicht; das Verwaltungsgericht hat auf die aktuelle Situation abgestellt.
Die Aussage des Verwaltungsgerichts, f�nf Mediationsversuche seien bereits gescheitert, ist nicht die f�r den Entscheid ausschlaggebende Erw�gung; vielmehr st�tzt sich der Entscheid auf die Gesamtheit der in E. 2 zusammenfassend wiedergegebenen �berlegungen. Insofern sind die l�ngeren Ausf�hrungen in der Beschwerde zu den Mediationen (die erste k�nne nicht als gescheitert bezeichnet werden, die zweite habe gar nicht erst stattgefunden und bei der dritten lediglich eine Sitzung, bei der vierten habe er keine Verweigerung, sondern nur einen Unterbruch beabsichtigt und bei der f�nften habe der Psychologe nicht mitgespielt) nicht relevant (vgl. E. 1). Ohnehin liesse sich aber in Bezug auf die verwaltungsgerichtliche Aussage keine Willk�r dartun, konnte doch auch nach der Darstellung des Beschwerdef�hrers keine der Mediationen erfolgreich durchgef�hrt werden, was eben bedeutet, dass sie allesamt gescheitert sind.
Appellatorisch sind die Ausf�hrungen, wonach er sich der Mutter nicht absichtlich in den Weg stelle, sondern er ein inniges Verh�ltnis zu den Kindern habe und es ihm nicht um Macht oder seine Position, sondern um das Wohlbefinden der Kinder gehe. Mit solch allgemeinen Aussagen l�sst sich keine Willk�r hinsichtlich der - namentlich auf dem ausf�hrlichen kinderpsychologischen Gutachten basierenden - Sachverhaltsfeststellung dartun.
Ebenso wenig l�sst sich Willk�r aufzeigen mit der Behauptung, wonach nicht er die Kinder in den Elternkonflikt einbeziehe, sondern vielmehr die Mutter diese durch vollst�ndigen Vaterentzug instrumentalisiere. Der Vorwurf an die Mutter betrifft nicht die aktuellen Verh�ltnisse, weil diese nach den kantonalen Tatsachenfeststellungen seit einem Jahr die Besuche beim Vater im vereinbarten Umfang zul�sst und die Kinder-Vater-Beziehung unterst�tzt. Sodann hat das Verwaltungsgericht bei seiner Feststellung, dass der Vater die Kinder instrumentalisiere, auf die �bereinstimmende Darstellung durch die Beist�ndin, die KESB Z�rich und den Gutachter abgestellt. Das 65-seitige Gutachten ist im �brigen sorgf�ltig ausgearbeitet und umfassend, so dass das Verwaltungsgericht darauf abstellen durfte. Willk�r ist nicht ersichtlich.
Appellatorisch und aktenwidrig sind die Ausf�hrungen im Zusammenhang mit den Sachverhaltsfeststellungen, dass der Vater einen Machtkampf auf Paarebene f�hrt und er nicht zu pflichtgem�sser Aus�bung der elterlichen Sorge f�hig ist, was sich insbesondere auch im Zusammenhang mit der notwendigen Therapie und Einschulung von C.________ zeigte: Das Verwaltungsgericht hat ausdr�cklich festgestellt, dass die Mutter den Vater �ber die bevorstehende Einschulung informiert hat; mit der blossen Behauptung des Gegenteils ist keine Willk�r darzutun. Falsch ist sodann die Aussage, der Gutachter gebe haupts�chlich ungepr�ft die Ausf�hrungen der Kindsmutter wieder und das Verwaltungsgericht �bernehme dies; im Gutachten werden die Aussagen des Vaters ebenso ausf�hrlich dargestellt wie diejenigen der Mutter. Dass der Gutachter zu Schlussfolgerungen kommt, welche nicht der v�terlichen Eigenwahrnehmung entsprechen, und das Verwaltungsgericht auf die W�rdigung durch den Gutachter abstellt, begr�ndet keine Willk�r. Appellatorisch ist schliesslich das Vorbringen, er habe sich keinem Machtkampf verschrieben, sondern er versuche, sich gegen die ihm zuteil werdenden Ungerechtigkeiten zu wehren. Ebenfalls keine Willk�r ist ersichtlich im Zusammenhang mit der im Gutachten enthaltenen Darstellung der Sichtweise der Grossmutter v�terlicherseits, wonach dieser gegen die Mutter aufhetze, diese kontrolliere, drangsaliere, erniedrige und sie (Grossmutter) sich angesichts des Verhaltens ihres Sohnes in h�chstem Mass um ihre Grosskinder sorge. Diese Ausf�hrungen des Gutachters wurden im angefochtenen Entscheid nicht zitiert, weshalb das Vorbringen, "die Befragung von Drittpersonen aus dem famili�ren Umfeld bedeute eine parteiische Ausweitung des Kampffeldes", schon aus diesem Grund an der Sache vorbeigeht.
Keine Willk�r ergibt sich schliesslich aus der pauschalen Behauptung, die Schilderungen der Beist�ndin gegen�ber dem Gutachter seien unwahr und sein ganzer E-Mail-Verkehr zeige, dass er keineswegs im Sinn eines Ping-Pong reagiere, sondern eine konstruktive Kommunikation f�hre und keine M�he habe, die Lebenswelt der Mutter zu akzeptieren.
Ebenso wenig ist die Aussage im angefochtenen Entscheid willk�rlich, angesichts der gescheiterten Mediationen, der Zerst�rung des Vertrauens zwischen den Eltern und der gutachterlich festgestellten akzentuierten, wenn nicht gar gest�rten Pers�nlichkeitsz�ge des Vaterserscheine es beinahe zynisch, wenn die KESB an den gesunden Menschenverstand der Eltern appelliere und ihnen rate, zu Gunsten von C.________ zusammenzuarbeiten und gemeinsam Entscheide zu f�llen.
Nicht willk�rlich ist schliesslich die Feststellung des Verwaltungsgerichtes, der Konflikt sei chronifiziert, er beziehe sich auf verschiedene Lebensfelder der Kinder und werde auch vor weiteren anstehenden Themen nicht Halt machen, da sich das Gericht dabei auf (in E. 2 zusammenfassend wiedergegebene) Tatsachen st�tzt. Falsch ist insbesondere die Behauptung des Beschwerdef�hrers, die bestehenden Konflikte betr�fen v.a. den pers�nlichen Verkehr, l�sst doch die Mutter seit einem Jahr die Aus�bung des Besuchsrechts im vereinbarten Umfang zu und unterst�tzt sie dieses, was der Vater auch beschwerdeweise nicht bestreitet.
Ausgehend von den willk�rfreien Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichtes ist keine falsche Anwendung von Art. 298d Abs. 1 ZGB ersichtlich. Das Verwaltungsgericht hat unter Hinweis auf BGE 141 III 472 zutreffend festgehalten, dass aufgrund der am 1. Juli 2014 in Kraft getretenen Gesetzesnovelle die gemeinsame elterliche Sorge den Grundsatz und die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge bzw. die Belassung der alleinigen elterlichen Sorge die eng begrenzte Ausnahme bildet, wenn auch nicht die Interventionsschwelle f�r eine Kindesschutzmassnahme nach Art. 311 ZGB erforderlich ist, und es hat die in jenem Entscheid hierf�r entwickelten Voraussetzungen richtig dargestellt. Diese k�nnen insbesondere bei einem schwerwiegenden elterlichen Dauerkonflikt oder bei anhaltender Kommunikationsunf�higkeit erf�llt sein, wenn sich der Mangel negativ auf das Kindeswohl auswirkt und die Alleinzuteilung diesem besser gerecht wird (BGE 141 III 472 E. 4.6 S. 478). �berdies ist zu beachten, dass es - nachdem das Parlament einen entsprechenden Minderheitsantrag ausdr�cklich verworfen hat (AB 2012 N 1635) - nicht um eine freie �berpr�fung gehen kann, ob dem Kindeswohl mit gemeinsamer oder alleiniger elterlicher Sorge besser gedient ist. Vielmehr darf die vom Gesetzgeber als Ausnahme vom Grundsatz konzipierte Alleinsorge nur dann vorgenommen werden, wenn das gemeinsame Sorgerecht aufgrund des erstellten Sachverhaltes eine erhebliche Beeintr�chtigung des Kindeswohls mit sich bringt und die Alleinzuteilung einer Verbesserung der Lage verspricht (vgl. zur Publ. bestimmtes Urteil 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.7).
Die Voraussetzungen f�r die Alleinzuteilung des Sorgerechtes an die Mutter bejahte das Bundesgericht f�r Eltern, bei denen sich ein heftig gef�hrter Nachtrennungskonflikt zunehmend verst�rkte, chronifizierte und auf die verschiedensten Lebensbereiche des Kindes erstreckte (als Beispiel auf die Religionszugeh�rigkeit, wobei schliesslich die Mutter die reformierte Taufe durchf�hrte, ohne den Vater zu fragen oder auch nur zum Anlass einzuladen) und sich die Eltern gegenseitig mit Anzeigen und Strafklagen im Zusammenhang mit dem Kind eindeckten, unter beidseitiger Einr�umung der Tatsache, dass man nicht gemeinsam kommunizieren und sich �ber grundlegende Fragen in Bezug auf das Kind einigen k�nne; die schliesslich errichtete Beistandschaft brachte keine Verbesserung und die Beist�ndin schilderte das Mandat als angesichts der Emotionalit�t der Eltern fast nicht f�hrbar (vgl. in BGE 141 III 472 nicht publ. E. 2 des Urteils 5A_923/2014 vom 27. August 2015). Als erf�llt erachtete das Bundesgericht die Voraussetzungen f�r die Belassung des alleinigen Sorgerechtes sodann bei einer inzwischen fast 15-j�hrigen Tochter, welche seit vielen Jahren �berhaupt keinen Kontakt mit ihrem Vater mehr hatte und diesen auch f�r die Zukunft strikt ablehnte, wobei gleichermassen von der Mutter eine vollst�ndige Blockade ausging, so dass sich der bislang in jeder Hinsicht aus dem Leben der Tochter ausgeschlossene Vater die zur Aus�bung der elterlichen Sorge notwendigen Informationen nur durch ein �usserst invasives Vorgehen �berhaupt erst h�tte verschaffen k�nnen (Urteil 5A_926/2014 vom 28. August 2015 E. 3.4). Die Alleinzuteilung einer bisher gemeinsam ausge�bten Sorge an die Mutter sch�tzte das Bundesgericht weiter, wobei ein Grenzfall vorgelegen haben mag, bei einem ausserordentlich heftigen, seit Jahren �ber die Kinder ausgetragenen und zunehmend akzentuierten Nachscheidungskonflikt mit fehlender Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft, der sich l�ngst von der Besuchsrechtsproblematik und vom familienrechtlichen Verfahren gel�st hatte, und in dessen Zug die Kinder den Kontakt zum Vater zunehmend ablehnten, "Ruhe vor dem Elternkonflikt" haben wollten und durch den chronischen Elternkonflikt unmittelbar negativ beeinflusst waren (Urteil 5A_412/2015 vom 26. November 2015). Als erf�llt sah das Bundesgericht die Voraussetzungen f�r die Belassung der Alleinsorge der Mutter auch an bei einem Vater, welcher zufolge kompletter m�tterlicher Blockade seit Jahren vollst�ndig aus dem Leben der inzwischen 6-j�hrigen Tochter ausgeschlossen ist und der sich nicht einmal mit Hilfe der Beist�ndin physischen oder informationellen Zugang zur Tochter verschaffen konnte, so dass er ein Sorgerecht nicht ansatzweise h�tte aus�ben k�nnen (zur Publ. bestimmtes Urteil 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.5 und 3.6).
Demgegen�ber erachtete das Bundesgericht die Voraussetzungen f�r eine Alleinzuteilung als nicht gegeben in einem Fall, bei welchem der elterliche Konflikt insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Wegzug der Mutter und ihrem neuen Partner nach Katar entbrannte, weil der Vater verst�ndlicherweise um den Kontakt zur Tochter f�rchtete. Die relativ abstrakt ge�usserte Bef�rchtung der Mutter, der Konflikt k�nnte sich bei der Belassung des gemeinsamen Sorgerechtes ausweiten, sah das Bundesgericht nicht als Grund f�r ein Abweichen vom gesetzlichen Prinzip der gemeinsamen elterlichen Sorge an (zur Publ. bestimmtes Urteil 5A_202/2015 vom 26. November 2015 E. 3.5). Unausgesprochen, weil nicht thematisiert, lag diesem Entscheid auch zugrunde, dass gr�ssere Distanzen dem gemeinsamen Sorgerecht nicht per se entgegenstehen m�ssen; soweit die Eltern in Bezug auf die Eckpunkte der Lebensplanung einigermassen kooperieren k�nnen, ferner im Rahmen des Besuchsrechts ab und zu physischer Kontakt besteht und der nicht die Obhut innehabende Elternteil auch nicht systematisch vom Informationsfluss �ber das Kind abgeschnitten ist, l�sst sich die gemeinsame Sorge angesichts der heutigen Kommunikationskan�le durchaus auch auf Distanz aus�ben. Dies ist beispielsweise bei s�mtlichen Gastarbeitern ohne Familiennachzug der Fall, und die Lage sieht auch nicht wesentlich anders aus, wenn ein Kind auf Distanz in einem Internat oder bei Grosseltern untergebracht ist. Dass die Entfernung f�r sich genommen kein Grund f�r eine Alleinzuteilung des Sorgerechts ist, wurde schliesslich im zur Publ. bestimmten Urteil 5A_331/2015 vom 20. Januar 2016 E. 3 in Bezug auf eine mit den Kindern in Tunesien lebende Mutter ausdr�cklich festgehalten. Als weitere Beispiele f�r Konstellationen, in welchen das Bundesgericht die Voraussetzungen f�r die Belassung der Alleinsorge nicht als erf�llt ansieht, kann auf zwei Entscheide heutigen Datums hingewiesen werden. Beim einen besteht ein heftiger Elternkonflikt mit chronischer Kommunikationsunf�higkeit, in dessen Rahmen sich die Eltern gegenseitig mit Vorw�rfen �berh�ufen und gegeneinander auch eine Gef�hrdungsmeldung bzw. ein Strafanzeige eingereicht haben. Sie konnten sich aber in Bezug auf das Besuchsrecht einigen, so dass dieses nunmehr ohne nennenswerte Probleme ausge�bt werden kann; die Kinder gehen auch gerne zum Vater. Die Mutter behauptet in erster Linie stark divergierende Erziehungsansichten bzw. Erziehungsstile, was sich aber prim�r auf die Kindesbetreuung bezieht und f�r sich genommen keinen Grund zur Alleinsorge darstellt. Ferner ist nicht davon auszugehen, dass der aufgrund der Streitereien auf Elternebene bestehende Loyalit�tskonflikt der Kinder bei gemeinsamem Sorgerecht in entscheidender Weise verst�rkt w�rde (Urteil 5A_186/2016 vom 2. Mai 2016 E. 4). Beim zweiten Entscheid geht es um eine Mutter, die trotz nicht ersichtlichen Defiziten beim Vater die Tochter nicht loslassen und eine normale Aus�bung des Besuchsrechts zulassen kann. Der Streit um das Besuchsrecht ist heftig, chronisch und die Eltern haben sich auch gegenseitig mit Strafanzeigen eingedeckt. Die Besuchsrechtsbeistandschaft ist �usserst aufw�ndig und gegenw�rtig findet auch eine interventionsorientierte Begutachtung statt. Der Vater sieht die Tochter aber einigermassen regelm�ssig, wenn auch unter erschwerten Umst�nden. Eine Ausweitung des sich bislang auf das Besuchsrecht konzentrierenden Streites auf die Belange, welche sich aus einem gemeinsamen Sorgerecht ergeben, und eine zus�tzliche Belastung f�r das Kind sind nicht unbedingt indiziert; allerdings geht das Bundesgericht angesichts der Grunds�tzlichkeit, mit welcher die Mutter auch den Sorgerechtsprozess f�hrt und eine Ausweitung des Konfliktes in Aussicht stellt, hier von einem Grenzfall aus (Urteil 5A_81/2016 vom 2. Mai 2016 E. 5).
Vorliegend ist die Kommunikation zwischen den Eltern komplett blockiert und erstreckt sich der chronifizierte Konflikt auf verschiedene Lebensbereiche des Kindes, in welchen gemeinsam Entscheide zu treffen w�ren. Solche waren in der Vergangenheit mehrmals nicht m�glich, insbesondere auch in Bezug auf eine Therapie; die Eltern waren sich einzig �ber die Tatsache einig, dass diese wichtig (gewesen) w�re, aber deren Durchf�hrung scheiterte am chronischen Elternkonflikt. Gutachterlich festgestellt ist, dass insbesondere der Vater �ber seinen Sohn einen gegen die Mutter gerichteteten Machtkampf austr�gt, weil er sich in obsessiver Weise mit deren Verhalten besch�ftigt und die Paarebene nicht von der Vater-Sohn-Beziehung trennen kann. Erwiesen ist sodann, dass C.________ unter diesem Missbrauch und allgemein unter dem Elternkonflikt stark leidet und bei ihm eine darauf zur�ckzuf�hrende psychische St�rung diagnostiziert wurde. Auch wenn in der vorliegenden Situation von der Alleinzuteilung des Sorgerechtes an die Mutter keine Wunder erwartet werden d�rfen, weil die v�terliche Obsession in Bezug auf das m�tterliche Verhalten dadurch nicht einfach verschwinden wird, ist doch zu erwarten, dass eine alleinige Entscheidzust�ndigkeit den Druck auf das Kind mindern d�rfte, weil weniger Boden f�r die dem Wohl des Kindes in hohem Mass abtr�gliche Instrumentalisierung besteht, wenn �ber die Eckpunkte der Lebensplanung nicht mehr gemeinsam entschieden werden muss. Gleichermassen liegt es im Kindeswohl, wenn n�tige Entscheide (Therapien etc.) nicht mehr verschleppt werden oder unterbleiben, sondern rasch gefasst und umgesetzt werden k�nnen.
Der entscheidende Unterschied zu den vorstehend zusammengefassten Entscheiden, bei welchen die gemeinsame elterliche Sorge erteilt oder belassen wird, besteht darin, dass sich der Konflikt vorliegend wiederholt und in verschiedenen Lebensbereichen des Kindes manifestiert hat und der Vater dieses in einer Weise instrumentalisiert, dass gutachterlich festgestellt gravierende psychische St�rungen auftreten. Aufgrund des selbst nach Jahren nicht ansatzweise verarbeiteten Nachtrennungskonfliktes muss davon ausgegangen werden, dass der Vater mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Zukunft nicht zwischen seinen eigenen und den Interessen des Kindes wird unterscheiden k�nnen. Eine klare Entscheidzust�ndigkeit �ber das engmaschig in den Elternkonflikt eingebundenen und stark darunter leidenden Kindes, ist diesfalls unabdingbar.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass angesichts der gegebenen Ausnahmesituation die in BGE 141 III 472 entwickelten Kriterien f�r eine Alleinzuteilung der elterlichen Sorge erf�llt sind. Der angefochtene Entscheid ist bundesrechtskonform.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind folglich dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Gegenpartei ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.
Dieses Urteil wird den Parteien, der KESB Dorneck-Thierstein/Thal-G�u und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 298
 Art. 75
 Art. 90
 Art. 106
 Art. 311
 Art. 75
 Art. 298
 BGE 
 Art. 311
 BGE 
 BGE