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Timestamp: 2019-11-11 20:26:06+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1988, 1266 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 15.06.1988 | OLG Düsseldorf, 17.12.1987 | OLG Karlsruhe, 30.12.1986
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BGH, 27.04.1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
BGH, Entscheidung vom 27.04.1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
BGH, Entscheidung vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
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Leasingvertrag - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Gesamtschuldnerische Mithaftung - Ausdrückliche Verpflichtung - Haftung des Abschlußvertreters
Wirksamkeit einer vorformulierten Erklärung über die Mithaftung bei gesonderter Unterzeichnung im Leasingvertrag
Abgrenzung zwischen Allgemeiner Geschäftsbedingung und Individualvereinbarung
ABGB §§ 1, 2, § 11 Nr. 14
BGHZ 104, 232
NJW 1988, 2465
NJW-RR 1988, 1266 (Ls.)
ZIP 1988, 974
WM 1988, 979
BB 1988, 1480
DB 1988, 1540
aa) Wenn die angegriffene Klausel auch einer Klauselkontrolle am Maßstab des § 309 Nr. 3 BGB standhält, da sie dieser Vorschrift inhaltlich entspricht, so folgt die Unwirksamkeit der Klausel jedoch aus der Vorschrift des § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB, deren Anwendbarkeit nicht dadurch ausgeschlossen wird, dass eine Klausel in den Anwendungsbereich der §§ 308, 309 BGB fällt, nach diesen Vorschriften aber nicht zu beanstanden ist (BGH, Urteile vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 239 und vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95, WM 1997, 588, 590;… vgl. auch Palandt/Grüneberg, BGB, 77. Aufl., § 307 Rn. 1).
Die Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB kann unter Berücksichtigung des Prüfungsmaßstabes dieser Norm zur Unwirksamkeit der Regelung führen (vgl. BGH, Urteil vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 239; Urteil vom 8. März 1984 - IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280, 283 f.;… Erman/Roloff, BGB, 12. Aufl., vor §§ 307 - 309, Rdn. 2;… Staudinger/Coester, aaO, § 307 Rdn. 11 f.;… Ulmer/Brandner/Hensen/A. Fuchs, AGB-Gesetz, 10. Aufl., Vorb. v. § 307 BGB, Rdn. 8).
Damit ist jedoch nicht die Feststellung verbunden, die Beklagten hätten die ernsthafte Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (vgl. etwa BGHZ 104, 232, 236 m.w.N.).
§ 2 Abs. 1 AGBG ist auf einen Formularvertrag nicht anzuwenden (BGHZ 104, 232, 238; OLG Frankfurt NJW 1986, 2712, 2713;… Löwe/v. Westphalen/Trinkner, AGBG 1977 § 2 Rdnr. 6, 19;… Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 7. Aufl. § 2 Rdnr. 2;… MünchKomm/Kötz, BGB 3. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 6, 11;… Soergel/Stein, BGB 12. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 3;… Erman/Hefermehl, BGB 9. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 5;… in diesem Sinne auch Wolf/Horn/Lindacher, AGBG 2. Aufl. § 2 Rdnr. 9;… Palandt/Heinrichs, BGB 53. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 8).
Dieser muß die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (BGHZ 85, 305, 308;… BGH, Urt. v. 3. Juli 1985, IVa ZR 246/83, NJW-RR 1986, 54 f; vgl. auch BGHZ 104, 232, 236).
Die Übernahme der Mithaftung durch die Beklagte zu 2 beruht hier jedoch auf einer ausdrücklichen und gesonderten Erklärung (vgl. BGHZ 104, 232, 237 f).
Sie verliert nicht diese Qualität dadurch, daß individuell hierauf Bezug genommen wird (vgl. BGH Urteil vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 236 m.w.N.).
Was für das Empfangsbekenntnis gilt (zu dem ähnlichen Begriff der "gesonderten Erklärung" in § 11 Nr. 14 a AGBG vgl. auch noch Senatsurteil BGHZ 104, 232, 237), kann bei einer Zusammenfassung von Empfangsbestätigung und Widerrufsbelehrung für letztere nicht anders beurteilt werden.
https://dejure.org/1988,880
BGH, 15.06.1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
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Leasingvertrag - Finanzleasing - Optionsrecht - Rückkaufsrecht - Umgehungsgeschäft
Anwendung des Abzahlungsgesetzes auf einen Leasingvertrag mit späterem Erwerb des Leasinggutes durch den Leasingnehmer vom Lieferanten
AbzG § 6; BGB § 433, § 535
BGHZ 104, 392
NJW 1988, 2463
ZIP 1988, 971
MDR 1988, 954
WM 1988, 1122
BB 1988, 1622
DB 1988, 1848
Denn eine Vereinbarung, die die Haftung des Bürgen im Vergleich zu dem beschränkt, was sich aus der Urkunde in Verbindung mit den gesetzlichen Vorschriften ergibt, wird formlos gültig (BGH, Urteile vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87, WM 1988, 1122, 1123, und vom 17. März 1994 - IX ZR 102/93, WM 1994, 784, 785).
e) Der Beklagte hat diese Pflichtverletzung auch zu verantworten, da er für das Verschulden seiner Verhandlungsgehilfin, der P. AG, gemäß § 278 BGB einzustehen hat (vgl. BGH NJW 1988, 2463 f.; NJW 1991, 2556, 2557).
Eine in einem Finanzierungs-Leasingvertrag enthaltene Formularregelung, die bei Vertragsbeendigung grundsätzlich die Rückgabe der Leasingsache vorsieht, den Leasingnehmer aber verpflichtet und berechtigt, die Sache im Auftrag und im Namen des Leasinggebers zum Mindestpreis des Restbuchwertes zu veräußern oder selbst zu erwerben - ggf. auch zum höheren Preis einer vom Leasinggeber nachzuweisenden anderen Verkaufsmöglichkeit -, ist als Vereinbarung eines Erwerbsrechts für den Leasingnehmer auszulegen; sie indiziert damit ein Umgehungsgeschäft i.S. von § 6 AbzG (Fortführung der st. Rspr., z.B. BGHZ 94, 195 [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; 104, 392; WM 1987, 627).
Nach der ständigen, vom Berufungsgericht in Bezug genommenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Finanzierungs-Leasingvertrag als Umgehungsgeschäft im Sinne von § 6 AbzG anzusehen, wenn er bei seinem Abschluß darauf angelegt ist, dem Leasingnehmer bei störungsfreiem Verlauf die Sachsubstanz des Leasinggutes auf Dauer zu übertragen; ein wesentliches, nur durch Ausnahmegründe zu widerlegendes Indiz dafür ist die Einräumung eines Erwerbsrechts zugunsten des Leasingnehmers (zusammenfassend BGHZ 94, 195, 199, 203 [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; zuletzt Senatsurteile vom 11. März 1987 - VIII ZR 215/86 = NJW 1987, 2082 = WM 1987, 627 unter I 2 a - und vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 = BGHZ 104, 392 = NJW 1988, 2463 [BGH 15.06.1988 - VIII ZR 316/87] = WM 1988, 1122 unter II 2b).
Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. u.a.: BGHZ 94, 195 ff [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; 104, 392 ff; Urteil vom 22. März 1989 - VIII ZR 269/87 = NJW 1989, 2132 = WM 1989, 797 unter II 1) stellt ein Leasingvertrag dann ein verdecktes Abzahlungsgeschäft (§ 6 AbzG) dar, wenn er bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise darauf abzielt, die Wirkungen eines Kaufs zu erreichen.
Zwar hätte der Beklagte grundsätzlich über die Vereinbarungen im Dreiecksverhältnis zwischen den Parteien und der KBM ein abgeleitetes Besitzrecht für sich in Anspruch nehmen können (s. auch BGH…, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 -, Rn. 26 a.E.; Urteil vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 -, Rn. 32, juris; unter (1)).
Aus dem Grundsatz des Vorranges einer Individualabrede gemäß § 4 AGBG und aus der Freiheit der Vertragschließenden, die im Formularvertrag vorgesehene Schriftformklausel insoweit außer Kraft zu setzen, folgt, daß das mündlich Vereinbarte wirksam zustande gekommen ist (BGHZ 104, 392, 396).
Macht die Lieferantin dem Leasingnehmer anlässlich der Vorbereitungen zum Abschluss des Leasingvertrags Zusagen im eigenen Namen, kann sich der Leasingnehmer wegen der Erfüllung dieser Zusagen grundsätzlich nur an die Lieferantin halten (vgl. BGH aaO und BGHZ 104, 392 = NJW 1988, 2463, 2464 f sub II.2d;… Senat aaO und neuerdings Beschl. v. 18.2. 2010 - I-24 U 115/09 bei JURIS und BeckRS 2010, 12220 - zur vom Lieferanten versprochenen Kaufoption).
Auch bei der Anbahnung von Verträgen gilt für die Zurechnung des Verhaltens Dritter § 278 BGB (BGH NJW 1988, 2463 ;… Palandt-Grüneberg, 71. Aufl. 2012, § 311 Rn. 28, m. w. N.).
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (zuletzt BGH NJW 1988, 2464 [BGH 15.06.1988 - VIII ZR 316/87] ).
OLG Düsseldorf, 10.05.1990 - 10 U 180/89
OLG Düsseldorf, 17.12.1987 - 10 U 100/87
https://dejure.org/1987,2229
OLG Düsseldorf, 17.12.1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 17.12.1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 17. Dezember 1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
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Leasingvertrag; Finanzierungs-Leasing; Umgehungsgeschäft; Einräumung eines Erwerbsrechts; Rückkaufvereinbarung
NJW 1988, 1332
MDR 1988, 495
BB 1988, 434
DB 1988, 494
Der entstandene Nachteil muss zu der vom Schädiger geschaffenen Gefahrenlage in einem inneren Zusammenhang stehen; eine bloß zufällige äußere Verbindung genügt nicht (vgl. BGH NJW 99, 3203; 90, 2616; 88, 1332).
Die von dem Beklagten für die Begründung einer Aufklärungspflichtverletzung zitierte Entscheidung des OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. Dezember 1987 - 10 U 100/87 -, Rn. 19 ff., juris) ist für die vorliegende Konstellation unergiebig, da sie noch zur Rechtslage nach dem AbzG erging und sich die Ausführungen auf diese Verpflichtungen beziehen.
Wenn die Leasinggeberin sich gegen eine Anwendung des Abzahlungsgesetzes habe schützen wollen, so hätte sie dafür Sorge tragen müssen, daß der Lieferant, dessen sie sich bei der Beschaffung von Leasingverträgen und bei der Abwicklung nach Vertragsende als Erfüllungsgehilfen bedient habe, keine Verpflichtung zur späteren Übereignung einging (OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. Dezember 1987 = DB 1988, 494).
Der entstandene Nachteil muss zu der vom Schädiger geschaffenen Gefahrenlage in einem inneren Zusammenhang stehen; eine bloß zufällige äußere Verbindung genügt nicht (BGH NJW 1999, 3203; 1990, 2616; 1988, 1332).
OLG Karlsruhe, 30.12.1986 - 9 U 26/85
https://dejure.org/1986,4986
OLG Karlsruhe, 30.12.1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.12.1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30. Dezember 1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
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olishop.de
Änderung der Teilnahmebedingungen durch eine Lotto-Tippgemeinschaft
NJW-RR 1988, 1268

References: § 11
 § 309
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307

§ 2
 § 2
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 § 2
 § 2
 BGH 
 § 11
 § 6
 § 433
 § 535
 § 278
 BGH 
 § 6
 § 6
 § 4
 BGH 
 § 278
 § 311
 BGH 
 BGH