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Timestamp: 2016-10-24 16:01:01+00:00

Document:
6P.194/2001 (03.12.2002)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roger Seiler,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Renate Senn,
Art. 9, 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; Willk�r, Grundsatz "in dubio pro reo"),
A.________ kam 1982 in der Schweiz zur Welt und lebte seither hier. Sie wuchs nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter, einem Bruder und einer Schwester sowie mit ihrem Stiefvater und einem Stiefbruder auf. Ihr soziales Umfeld bestand haupts�chlich aus t�rkischen Immigranten. Zu ihren besten Freundinnen geh�rte die gleichaltrige B.________, die gleichfalls in der Schweiz aufgewachsen ist und ebenfalls vorwiegend mit t�rkischen Immigranten verkehrte. B.________ war Ende 1997 w�hrend einiger Monate mit X.________ intim befreundet. Dieser wurde 1979 in der T�rkei geboren und kam 1995 mit seiner Familie in die Schweiz. Er scheint auch nach der Trennung von seiner fr�heren Freundin B.________ den Kontakt zu dieser gesucht zu haben. Anl�sslich eines Zusammentreffens mit A.________ erhielt B.________ eine SMS-Nachricht von ihrem fr�heren Freund, welche indessen A.________ beantwortete.
In der Folge sandte X.________ eine grosse Zahl von SMS-Nachrichten an A.________ und er kontaktierte sie auch oft �ber deren Mobiltelefon, wobei er ihr auch Heiratsantr�ge machte. Nach etwa zehn Tagen kam es am 10. November 1999 zu einer pers�nlichen Begegnung. Zuerst hielten sich die beiden f�r einige Stunden in Z�rich auf; anschliessend fuhren sie mit dem Auto X.________s an einen abgelegenen Ort oberhalb von Dietikon. Diesen Ort hatte A.________ vorgeschlagen, weil sie ihn von gelegentlichen Treffen mit ihrem ehemaligen Freund kannte.
Was darauf vorfiel, wird von den Beteiligten nach den Angaben im angefochtenen Urteil weitgehend �bereinstimmend geschildert. Danach begannen X.________ und A.________ miteinander zu schmusen. A.________ willigte ein, sich auf den R�cksitz des Autos zu begeben, wo ihr X.________ zun�chst den Pullover und dann nach und nach die weiteren Kleider auszog. A.________ bekundete jeweils, dies nicht zu w�nschen, schmuste aber weiter. Es ging ihr dabei offensichtlich darum, X.________ mitzuteilen, dies alles nicht bereits beim ersten Zusammentreffen tun zu wollen. Im Weiteren erkl�rte sie ihm, Jungfrau zu sein und dies bis zu ihrer Heirat auch bleiben zu wollen. Darauf erwiderte X.________ jeweils, sie ohnehin heiraten zu wollen. Schliesslich gelang es X.________, sich selbst und A.________ vollst�ndig zu entkleiden; dann drang er �berraschend in A.________ ein. Als diese vor Schmerz aufschrie, ihn aufforderte aufzuh�ren und sich vergeblich zu wehren versuchte, sagte er, es w�re f�r sie nur noch schmerzhafter, wenn er sich jetzt zur�ckz�ge. Nach wenigen St�ssen, w�hrend derer er A.________ an den Oberarmen festhielt, ejakulierte er auf ihren Bauch.
Auf Berufungen der Staatsanwaltschaft, der Gesch�digten und des Beurteilten hin best�tigte das Obergericht des Kantons Aargau das Urteil im Schuldpunkt und setzte die Strafe auf zweieinhalb Jahre Zuchthaus und die Genugtuungssumme auf Fr. 10'000.-- fest.
X.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Mit beiden Rechtsmitteln beantragt er die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und die R�ckweisung der Sache an das Obergericht. F�r den Fall, dass der Schuldspruch vom Bundesgericht best�tigt werden sollte, beantragt er die Herabsetzung der Genugtuung auf Fr. 5'000.--. Schliesslich sucht er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren nach.
Das Obergericht beantragt unter Hinweis auf sein Urteil die Abweisung beider Beschwerden. Mit seiner Vernehmlassung nimmt das Obergericht in der Sache ausdr�cklich Stellung zur der mit der Nichtigkeitsbeschwerde aufgeworfenen Frage der Anwendbarkeit von Art. 64 al. 5 StGB.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung beider Beschwerden und stellt ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
Der objektive Sachverhalt im engeren Sinn ist weitgehend unbestritten. Der Beschwerdef�hrer r�gt die Beweisw�rdigung und die mangelhafte Erhebung von Beweisen, soweit es um Feststellungen geht, welche den R�ckschluss auf eine Vergewaltigung erlauben bzw. soweit es um den subjektiven Tatbestand der Vergewaltigung geht. Rechtlich r�gt er die Verletzung von Art. 9 BV (Willk�rverbot), Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Grundsatz in dubio pro reo), �� 26 und 27 StPO/AG (Offizialmaxime, Unmittelbarkeitsprinzip, in dubio pro reo).
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Beweisw�rdigung der kantonalen Instanzen sei willk�rlich und verstosse gegen den Grundsatz in dubio pro reo. Gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK gilt jede angeschuldigte Person bis zur rechtskr�ftigen Verurteilung als unschuldig.
Nach st�ndiger Praxis wurde die auf die Unschuldsvermutung gest�tzte Maxime in dubio pro reo bisher auch direkt aus Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) abgeleitet (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40; 124 IV 86 E. 2a S. 87 f.; 120 Ia 31 E. 2b S. 35, je mit Hinweisen). Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88; 120 Ia 31 E. 2c S. 37, je mit Hinweisen).
Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung. Es kann demnach nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 120 Ia 31 E. 2d S. 38, je mit Hinweisen). Wird mit staatsrechtlicher Beschwerde eine willk�rliche Beweisw�rdigung ger�gt, reicht es nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer zum Beweisergebnis frei pl�diert und darlegt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren mit freier Rechts- und Tatsachen�berpr�fung tun k�nnte. Er muss gem�ss st�ndiger Rechtsprechung zu Art. 90 Abs. 1 lit. b OG vielmehr aufzeigen, inwiefern die angefochtene Beweisw�rdigung die Verfassung dadurch verletzen sollte, dass sie im Ergebnis offensichtlich unhaltbar w�re (vgl. BGE 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 71 E. 1c S. 76; 124 I 208 E. 4a in fine S. 211, je mit Hinweisen). Willk�r im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes vor, wenn der angefochtene kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; 124 I 208 E. 4a S. 211; 124 IV 86 E. 2a S. 88, je mit Hinweisen).
Dasselbe gilt in Bezug auf die Anwendung kantonalen (Verfahrens-)Rechts: Wie bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung (BGE 123 I 31 E. 3a mit Hinweisen); es hebt einen Entscheid nur auf, wenn das kantonale Verfahrensrecht qualifiziert falsch angewendet worden ist.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt die auf die �rztlichen Berichte abgest�tzten Feststellungen der Vorinstanz zu den Verletzungsfolgen der angeblichen Tat und die Abweisung seiner diesbez�glichen Beweisantr�ge (Einvernahme der beiden beteiligten �rztinnen und medizinisches Obergutachten) durch das Obergericht.
3.1.1 Die Vorinstanz selbst stellt gewisse Differenzen in den Berichten der beiden �rztinnen fest und setzt sich mit den bereits vor Obergericht vorgebrachten Einwendungen des Beschwerdef�hrers gegen das Abstellen auf die Berichte von Dr. C.________ auseinander. Der Beschwerdef�hrer r�gt vor Bundesgericht, Dr. C.________ sei auf Grund der von der Beschwerdegegnerin geschilderten Gewalt bei der angeblichen Tat voreingenommen gewesen; insbesondere sei sie von der nachgewiesenermassen falschen Voraussetzung ausgegangen, der Beschwerdef�hrer habe die Beschwerdegegnerin mit einer Waffe bedroht. Die erstuntersuchende �rztin Dr. D.________, welche die Beschwerdegegnerin ebenfalls gyn�kologisch untersucht habe, stelle demgegen�ber fest, dass die diagnostizierte Verletzung des Hymens auch bei einem einvernehmlichen Sexualkontakt verursacht worden sein k�nne. Dr. C.________ stelle eine Rissverletzung an der Stirne fest, wogegen Dr. D.________, best�tigt durch die Beschwerdegegnerin, nur eine Prellung diagnostiziere; vor allem aber stelle Dr. C.________ eine Rissverletzung an der vorderen Scheidenwand fest, was von der Dr. D.________ nicht best�tigt werde.
Beim Vorgehen des Obergerichts ist keine Willk�r ersichtlich, zumal sich die Berichte der beiden �rztinnen nicht eigentlich widersprechen; vielmehr stellt Dr. C.________ weitergehende Verletzungen fest, als sie Dr. D.________ diagnostizierte. Dr. C.________ diagnostiziert im Unterschied zu Dr. D.________ eine Rissverletzung in der Scheide der Beschwerdegegnerin. Dieser Umstand ist aber insofern nicht erstaunlich, als Dr. D.________ die Beschwerdegegnerin zur "weiteren Behandlung und Abkl�rung" zu Dr. C.________ wies. Dass deren Untersuchung deshalb einen zus�tzlichen Befund ergab, erscheint ohne Weiteres damit erkl�rbar, dass Dr. C.________ als spezialisierte �rztin eine genauere gyn�kologische Abkl�rung vornahm, als dies Dr. D.________ getan hatte; dasselbe gilt f�r die von Dr. C.________ festgestellte Schwellung der Schamlippen. Jedenfalls ist die diesbez�gliche Annahme des Obergerichts nicht willk�rlich. Im �brigen besteht Einigkeit dar�ber, dass die Kopfverletzung f�r das Strafverfahren nicht von Bedeutung war, weil die Beschwerdegegnerin selbst angab, sich diese Verletzung bei einer anderen Gelegenheit zugezogen zu haben; ob es sich dabei um ein H�matom oder um eine Rissverletzung handelte, ist deshalb nicht von Bedeutung. Schliesslich stellen beide �rztinnen �bereinstimmend weitere Verletzungen fest, welche auf Gewalteinwirkung hinweisen und mit der von der Beschwerdegegnerin geschilderten Tat erkl�rt werden k�nnen. Dass Dr. C.________ die schwereren Verletzungen im Genitalbereich f�lschlicherweise deshalb diagnostizierte, weil sie sich von einer �bertriebenen Gewaltschilderung des Opfers beeinflussen liess und deshalb eine Verletzung diagnostizierte, welche nicht bestand, ist nicht plausibel. In wesentlichen Punkten stimmen die �rztlichen Berichte �berein, die Abweichungen sind nicht unglaublich, wie der Beschwerdef�hrer behauptet. Schliesslich stellt Dr. D.________ nicht grunds�tzlich - wie der Beschwerdef�hrer behauptet - fest, die Verletzungen k�nnten auch bei einem einvernehmlichen Sexualkontakt entstanden sein; diese �usserung bezieht sich allein auf den Deflorationsbefund.
3.1.2 Auch unter dem Gesichtspunkt der Prozess�konomie w�re es grunds�tzlich w�nschenswert, wenn Sachverst�ndige auf Antrag in der Hauptverhandlung befragt w�rden, sofern deren vor der Verhandlung zu den Akten genommene Berichte unterschiedliche Feststellungen oder Schlussfolgerungen enthalten. Unter den gegebenen Umst�nden war es jedoch nicht geradezu zwingend erforderlich, die beiden �rztinnen vor Gericht zu befragen oder eine Oberexpertise einzuholen. Absolut zwingend w�re dies nur gewesen, wenn sich die Berichte widersprochen h�tten, was heisst, wenn ein Bericht Feststellungen enthalten h�tte, welche vom anderen Bericht ausgeschlossen worden w�ren. In casu war dies jedoch nicht eigentlich der Fall. Das Obergericht konnte daher die Feststellungen zur Verletzungsschwere ohne Befragung der �rztinnen und eines Obergutachters willk�rfrei treffen.
3.2 Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren die Befragung des Stiefvaters der Beschwerdegegnerin und die Einholung und den Beizug eines Leumunds- und Amtsberichtes �ber denselben beantragt. Das Obergericht hat diese Beweiserg�nzungsantr�ge in antizipierter Beweisw�rdigung abgewiesen. Der Beschwerdef�hrer r�gt diesen Entscheid und den Umstand, dass das Obergericht im Rahmen der antizipierten Beweisw�rdigung die Aussagen der Zeugin B.________ und seine eigenen ausser Acht gelassen habe. Damit seien der Grundsatz in dubio pro reo und die �� 26 und 27 StPO/AG in willk�rlicher Weise verletzt worden.
Die genannten Befragungen und Beweismittel w�ren nach Auffassung des Beschwerdef�hrers erforderlich gewesen, um abzukl�ren, ob nicht der Stiefvater die Beschwerdegegnerin verpr�gelt und ihr so die �usseren Verletzungen zugef�gt habe, die als Hinweise auf Gewaltanwendung im Auto gedeutet worden seien. Ebenso w�re abzukl�ren gewesen, ob nicht der Stiefvater die Beschwerdegegnerin dazu gedr�ngt habe, eine Vergewaltigung vorzusch�tzen, um die Schande des vorehelichen Geschlechtsverkehrs wenigstens etwas zu mildern, und ob der Stiefvater Zeugen zu beeinflussen versucht habe. Dabei w�re es darum gegangen, R�ckschl�sse auf den Charakter des Stiefvaters der Beschwerdegegnerin und auf deren famili�res Umfeld zu ziehen.
Nach st�ndiger Praxis kann das Beweisverfahren geschlossen werden, wenn die gestellten Beweisantr�ge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind, oder wenn der Richter, ohne dabei geradezu in Willk�r zu verfallen, annehmen darf, die verlangten zus�tzlichen Beweisvorkehren w�rden am relevanten Beweisergebnis voraussichtlich nichts mehr �ndern (so genannte "antizipierte" oder "vorweggenommene" Beweisw�rdigung, vgl. BGE 125 I 127 E. 6c/cc S. 135; 124 I 208 E. 4a S. 211; 121 I 306 E. 1b S. 308 f.; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.).
Die Aussagen der Zeugin B.________ sind aus nachvollziehbaren Gr�nden (mehrseitige Loyalit�tskonflikte) etwas widerspr�chlich und unklar ausgefallen. Auch wenn der Stiefvater die Zeugin zu beeinflussen versucht und bedroht h�tte, k�nnte daraus nicht abgeleitet werde, er habe die Beschwerdegegnerin verpr�gelt und ihr so die fraglichen Verletzungen zugef�gt. Sowohl die Beschwerdegegnerin wie auch deren Mutter haben klar dementiert, dass der Stiefvater gegen�ber der Beschwerdegegnerin gewaltt�tig war. Unter diesen Umst�nden durfte das Obergericht ohne Willk�r auf die Einvernahme des Stiefvaters verzichten, zumal es keine weiteren Hinweise auf die vermutete Gewaltt�tigkeit gibt. In antizipierter Beweisw�rdigung war es nicht willk�rlich, von der Befragung des Stiefvaters und von einem Leumundsbericht �ber diesen keinen wesentlichen Beitrag zur Sachverhaltsfeststellung zu erwarten.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo, weil die Vorinstanz die Aussagen der Beschwerdegegnerin f�r sehr glaubw�rdig, seine eigenen Aussagen jedoch f�r v�llig unglaubw�rdig h�lt. Es l�gen mehrere Anhaltspunkte daf�r vor, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin unglaubhaft seien.
Die Beschwerdegegnerin habe m�glicherweise ihre Defloration in Kauf genommen, um von zu Hause ausziehen zu k�nnen, weil sie ein sehr schlechtes Verh�ltnis zu den Eltern gehabt habe. Die Vorinstanz stelle dazu fest, es sei nie von einem schlechten Verh�ltnis zu den Eltern die Rede gewesen. Dem stehe aber gegen�ber, dass die Beschwerdegegnerin gegen�ber der Polizei anl�sslich der ersten Einvernahmen angegeben habe, von der Familie fertig gemacht zu werden; er nennt Weiteres mehr. Diese R�ge ist unbegr�ndet, weil sich die entsprechenden Angaben der Beschwerdegegnerin und deren Mutter auf die Verh�ltnisse nach der Tat beziehen. Das Verh�ltnis der Beschwerdegegnerin zu ihrer Familie wurde wegen ihrer Defloration sehr belastet; es kann daraus nicht gefolgert werden, sie habe vor dem Vorfall ein schlechtes Verh�ltnis zu den Eltern gehabt und deshalb von zu Hause ausziehen wollen. Es kann daraus nichts gegen die Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin Sprechendes abgeleitet werden.
Weiter habe die Beschwerdegegnerin urspr�nglich davon gesprochen, unter Drohung mit einer Pistole in den Wald entf�hrt und dort vergewaltigt worden zu sein. Diese Version finde sich im Bericht der �rztin Dr. C.________. Das Obergericht geht hinsichtlich der �rztin von einem Missverst�ndnis aus. Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden: Die Beschwerdegegnerin hatte die Pistole nicht aus eigener Initiative, sondern auf Nachfrage in der ersten polizeilichen Befragung erw�hnt. Dabei sagte sie nicht, die Waffe gesehen zu haben. Von dieser Waffe wusste sie offenbar durch die Mitteilung ihrer Freundin B.________. Auch aus dem Bericht der �rztin geht hervor, dass sie durch die Freundin von der Waffe erfahren hatte. Dass die Waffe f�r die Tatbegehung verwendet worden w�re, sagte die Beschwerdegegnerin zu keinem Zeitpunkt des Verfahrens. Diese Episode spielte denn auch weder f�r den Anklagesachverhalt noch f�r den der Verurteilung zu Grunde liegenden Sachverhalt eine Rolle. Die vom Beschwerdef�hrer erw�hnte Stelle, sie habe Respekt vor der Pistole gehabt, bezieht sich nicht auf die Tatsituation, sondern auf die Umst�nde, unter welchen die Anzeige erstattet wurde. Sie hatte Angst davor, den Beschwerdef�hrer anzuzeigen unter anderem deshalb, weil sie Respekt vor seiner Waffe hatte, von deren Existenz sie auf Grund des Berichts der Freundin ausging. Auch diese Episode ist nicht geeignet, Zweifel an der grunds�tzlichen Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin zu wecken.
Schliesslich ist auf Grund des gesamten Beweisergebnisses auch nicht ersichtlich, weshalb es willk�rlich gewesen sein sollte, davon auszugehen, der Beschwerdef�hrer habe vor dem Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdegegnerin gewusst, dass diese damals noch Jungfrau war.
3.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt den Ausschluss der Zeugenaussage B.________ vor Bezirksgericht durch das Obergericht. Richtig ist, dass die Zeugin vor Bezirksgericht gewisse Aussagen t�tigte, welche den Beschwerdef�hrer entlasten k�nnten, und dass das Obergericht diese Aussagen in ihrer Bedeutung explizit relativierte. Die entsprechenden obergerichtlichen Erw�gungen sind nicht zu beanstanden. Die gesamte Zeugenaussage B.________ vor Bezirksgericht ist von einem tiefgreifenden mehrseitigen Loyalit�tskonflikt (Freundschaft mit Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegnerin, gerichtliche Wahrheitspflicht, auf welche sie mit Strafandrohung hingewiesen wurde) gekennzeichnet; die f�r den Beschwerdef�hrer eher g�nstigen Aussagen sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Zeugin inzwischen bewusst geworden war, welche Konsequenzen ein Schuldspruch f�r den Beschwerdef�hrer haben k�nnte. Sie selbst machte diese Einsicht und ihren Loyalit�tskonflikt vor Gericht zum Thema; sie wollte sich urspr�nglich von der Verhandlung dispensieren lassen. Es spricht alles daf�r, dass sie aus der Sache rauskommen wollte, ohne einer der beteiligten Personen zu schaden und ohne zu l�gen. Unter diesen Umst�nden war es nicht nur zul�ssig, sondern geradezu geboten, diese Aussage in ihrem Beweiswert erheblich zu relativieren. Ausserdem stimmen ihre fr�heren Aussagen, welche sie vor Bezirksgericht relativierte, mit den insgesamt glaubhaften Aussagen der Beschwerdegegnerin und mit objektiven Beweismitteln �berein. Die Vorinstanz stellt fest, dass die diagnostizierten Verletzungen nicht denkbar w�ren, wenn es einvernehmlich zum Geschlechtsverkehr gekommen w�re, wie die Zeugin vor Bezirksgericht vermutete. Die Beweisw�rdigung des Obergerichts ist auch in diesem Punkt nicht willk�rlich.
3.5 Der Beschwerdef�hrer r�gt die Verletzung des Willk�rverbots und der Unschuldsvermutung durch die Vorinstanz, weil diese hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes sein vorg�ngiges Wissen (1.) um die Jungfr�ulichkeit der Beschwerdegegnerin und (2.) um deren Ablehnung des Geschlechtsverkehrs unterstelle.
3.5.1 Das Obergericht gr�ndet seine Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdef�hrer wusste, dass die Beschwerdegegnerin noch Jungfrau war, auf deren grunds�tzlich glaubw�rdige Aussagen (vgl. oben E. 3.3), deren dem Beschwerdef�hrer bekannten kulturellen Hintergrund und auf die Best�tigung der Zeugin B.________. Dem h�lt der Beschwerdef�hrer lediglich seine Sicht der Dinge entgegen - indem er auf die eigenen, anders lautenden Aussagen verweist -, ohne aber darzutun, inwiefern dem Obergericht Willk�r vorzuwerfen w�re. Das Vorbringen ersch�pft sich somit in appellatorischer Kritik, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.
3.5.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, dass er um den dem Geschlechtsverkehr entgegenstehenden Willen der Beschwerdegegnerin gewusst und deshalb vors�tzlich gehandelt habe. Es kann offen bleiben, ob die R�ge den Anforderungen an die staatsrechtliche Beschwerde gen�gt oder ob sie sich ebenfalls in appellatorischer Kritik ersch�pft, da sie ohnehin unbegr�ndet ist.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass ihm die Beschwerdegegnerin gesagt hatte, den Geschlechtsverkehr nicht zu wollen. Er bringt hingegen vor, er habe diese �usserung ebenso wenig ernst nehmen m�ssen wie die entsprechenden fr�heren �usserungen: Die Beschwerdegegnerin habe auch bei den vorausgehenden Handlungen st�ndig nein gesagt, dann aber ihr Einverst�ndnis bekundet, wenn er sich �ber ihr verbales Nein jeweils hinwegsetzt hatte. Durch ihr Verhalten habe die Beschwerdegegnerin signalisiert, auch mit dem Geschlechtsverkehr einverstanden zu sein. Er habe keinen Anlass gehabt zu glauben, dass die Beschwerdegegnerin den Geschlechtsverkehr nicht wolle.
Dagegen stellt das Obergericht fest, der Beschwerdef�hrer habe sehr wohl gewusst, dass er nicht berechtigt sei, den Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdegegnerin zu vollziehen. Aus dem Umstand, dass diese sich im Rahmen des Petting - zun�chst jeweils zwar widerstrebend, dann aber einverst�ndlich - auf immer weiter gehende Handlungen eingelassen habe, k�nne den Beschwerdef�hrer hinsichtlich seines Vorsatzes nicht entlasten. Es bestehe ein grunds�tzlicher Unterschied zwischen dem Petting und dem Vollzug des Geschlechtsverkehrs, ein Unterschied, welcher auch dem Beschwerdef�hrer in seiner Bedeutung f�r die Beschwerdegegnerin bewusst gewesen sei. Gem�ss den traditionalistisch t�rkischen Grunds�tzen muslimischer Pr�gung, nach welchen die Beschwerdegegnerin erzogen worden sei, m�sse ein Frau ihre Jungfr�ulichkeit bis zur Heirat bewahren. Auf Grund ihres kulturellen Hintergrundes sei davon auszugehen, dass sie - zu diesem Zeitpunkt noch Jungfrau -, dem Beschwerdef�hrer klar und deutlich mitgeteilt habe, wenigstens den Geschlechtsverkehr vor der Heirat definitiv nicht zu wollen. Die Beschwerdegegnerin habe denn auch in durchaus glaubw�rdiger Weise ausgesagt, dem Beschwerdef�hrer klar gesagt zu haben, dass sie jedenfalls keinen Geschlechtsverkehr wolle.
Der Beschwerdef�hrer musste sich unter anderem auch auf Grund seiner eigenen Herkunft aus demselben Kulturkreis dar�ber im Klaren sein, welche wichtige Rolle die Heirat f�r eine junge Muslimin spielt und welche Bedeutung der Jungfr�ulichkeit in diesem Zusammenhang zukommt. Er konnte sich deshalb nicht berechtigt f�hlen, das Nein der Beschwerdegegnerin zum Geschlechtsverkehr als rhetorisches Nein zu verstehen, so wie er ihr Verhalten w�hrend des vorangehenden Pettings deutete. Das Obergericht stellt sogar fest, dass die Beschwerdegegnerin den Geschlechtsverkehr auch nicht gewollt h�tte, wenn der Beschwerdef�hrer ihr ein Heiratsversprechen gegeben h�tte, sagte sie dem Beschwerdef�hrer doch, sie wolle mit dem Geschlechtsverkehr zuwarten, auch und gerade wenn er sie w�rde heiraten wollen. Dass der Beschwerdef�hrer um den entgegenstehenden Willen der Beschwerdegegnerin wusste, ergibt sich auch aus der Art, wie er den Geschlechtsverkehr vollzog: Er drang zun�chst �berraschend in sie ein - so dass sie sich erst wehren konnte, als er sie bereits penetriert hatte - und er f�hrte darauf den Geschlechtsverkehr zu Ende, obwohl sie vor Schmerz schrie und sich zu wehren versuchte.
Die Feststellung des Obergerichts, wonach der Beschwerdef�hrer gegen ihren Willen in die Beschwerdegegnerin eindrang und den Geschlechtsverkehr vollzog, ist auf jeden Fall nicht willk�rlich. Die R�ge ist demnach unbegr�ndet.
3.6 Der Beschwerdef�hrer r�gt die Beweisw�rdigung des Obergerichts als willk�rlich, weil es selbstverst�ndlich davon ausgehe, er habe die Verletzungen der Beschwerdegegnerin an Brust, Arm und Knie verursacht. Das Obergericht verwerfe die erstinstanzliche Erkl�rung dieser Verletzungen, tue aber nicht dar, wie er diese der Beschwerdef�hrerin zugef�gt habe. Es pr�fe eine andere Erkl�rung f�r diese Verletzungen nicht. Dr. C.________ f�hre die Verletzungen auf den festen Druck zur�ck, stelle bei der Beschwerdegegnerin aber keine erh�hte Druckempfindlichkeit fest. Im Ergebnis ist die Annahme des Obergerichts nicht willk�rlich. Die Verletzungen stimmen - auch nach Auffassung der �rztin - mit dem von der Beschwerdegegnerin plausibel und glaubhaft geschilderten Geschehen �berein; die Verletzungen sind auch zeitlich auf den Tag der Tat zur�ckzuf�hren. Der Beschwerdef�hrer selbst gibt an, es habe sich um harten Sex gehandelt; er selbst habe gern, wenn es beim Sex etwas h�rter zu und her gehe. Unter diesen Umst�nden durfte das Obergericht die Verletzungen ohne Willk�r auf das Tatgeschehen zur�ckf�hren.
3.7 Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht Willk�r und die Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r vor, weil es ihm unterstelle, beim weiteren Vollzug des Geschlechtsverkehrs mehr Kraft angewendet zu haben, als er es unter normalen Umst�nden h�tte tun m�ssen, und weil es diese Unterstellung nicht begr�nde.
Die R�ge gen�gt den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen nur teilweise (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Soweit auf die R�ge �berhaupt eingetreten werden kann, ist sie als unbegr�ndet zur�ckzuweisen: Das Obergericht begr�ndet die Annahme �berm�ssiger Kraftanwendung f�r die Penetration selbst mit der Schwere der verursachten Verletzungen. F�r die Fortsetzung des Geschlechtsverkehrs ergibt sich die Begr�ndung f�r die obergerichtliche W�rdigung aus der Feststellung, dass sich die - vom Schmerz bereits geschw�chte - Beschwerdegegnerin erfolglos zur Wehr setzte. Der Beschwerdef�hrer �berwand die Gegenwehr mit Kraftanwendung. Im �brigen legt der Beschwerdef�hrer nicht dar, inwiefern die obergerichtliche W�rdigung willk�rlich sein sollte. Es gen�gt nicht festzustellen, das Obergericht versuche nicht, die Verletzungen mit dem Handlungsablauf in �bereinstimmung zu bringen. Das Obergericht ist jedenfalls nicht in Willk�r verfallen, als es auf Grund der festgestellten Verletzungen auf �berm�ssige Kraftanwendung schloss; nach allgemeiner Lebenserfahrung ist es nicht willk�rlich, davon auszugehen, dass der erstmalige Geschlechtsverkehr bei einer Frau normalerweise nicht derartige Verletzungen provoziert.
Das Bundesgericht hat die staatsrechtliche Beschwerde demnach abzuweisen, soweit es �berhaupt darauf eintreten kann.
Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheides richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen sind unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Der Kassationshof ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde an den von der kantonalen Beh�rde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP).
5.1 In tats�chlicher Hinsicht stellt die Vorinstanz Folgendes fest: Der Beschwerdef�hrer sei sich bewusst gewesen, dass die Beschwerdegegnerin den Geschlechtsverkehr - im Unterschied zum einverst�ndlichen Petting - nicht wollte. Er habe sich �ber den Willen der Beschwerdegegnerin hinweggesetzt und sei, als sie entkleidet und aufrecht auf der Kante des R�cksitzes vor ihm sass, �berraschend in sie eingedrungen; dabei habe er sie mit festem Griff an den Oberarmen festgehalten. Die Beschwerdegegnerin, die darauf vertraut habe, dass er ihren Willen respektieren w�rde, habe sich gegen die Penetration wegen der �berraschung, welche mit der Tat verbunden war, nicht zur Wehr setzen k�nnen. Auf Grund der Verletzungen, welche der Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin mit der Penetration beibrachte, sei darauf zu schliessen, dass er deutlich mehr Kraft aufgewendet habe, als dies unter normalen Umst�nden f�r das Eindringen n�tig gewesen w�re. In der Folge habe die Beschwerdegegnerin vor Schmerz geschrien und geweint. Sie habe den Beschwerdef�hrer an den Schultern und an der Brust zur�ckstossen und an den Armen zur Seite ziehen wollen, habe dazu aber nicht gen�gend Kraft gehabt, weil sie wegen der starken Schmerzen habe weinen m�ssen. Der Beschwerdef�hrer habe den Geschlechtsverkehr bis zum H�hepunkt fortgef�hrt. Die �berwindung der Gegenwehr der vom Schmerz und vom Weinen geschw�chten Beschwerdegegnerin habe zwar keine grosse Kraft erfordert; der Beschwerdef�hrer habe aber dennoch ein gr�sseres Mass an Kraft aufgewendet, als dies unter normalen Umst�nden n�tig gewesen w�re.
In rechtlicher Hinsicht qualifiziert die Vorinstanz sowohl den ersten wie auch den zweiten Teil des Geschehens als tatbestandsm�ssig im Sinne von Art. 190 StGB: W�hrend der Beschwerdef�hrer die Abwehr der Beschwerdegegnerin zun�chst unterlief, indem er diese mittels �berraschung n�tigte, die Penetration zu dulden, und dabei mehr Kraft aufwendete, als dies unter normalen Umst�nden n�tig gewesen w�re und insofern Gewalt anwendete, erf�llte sein Verhalten auch bei der Fortsetzung des Geschlechtsverkehrs die Tatbestandsvariante der N�tigung mittels Gewalt.
5.2 Dagegen bringt der Beschwerdef�hrer vor, dass es im ersten Sachverhaltsabschnitt an einer vom Gesetz f�r die Duldung des Geschlechtsverkehrs kausalen N�tigungshandlung fehle. Weder sei die festgestellte Gewaltsamkeit der Penetration selbst in diesem Sinne kausal noch gen�ge das Unterlaufen der erwarteten Abwehr durch �berraschung den Anforderungen einer f�r die Duldung kausalen N�tigungshandlung. Im �brigen sei auch der subjektive Tatbestand nicht erf�llt, da er nicht habe davon ausgehen m�ssen, dass die Beschwerdegegnerin keinen Geschlechtsverkehr wolle. Im Weiteren fehle es auch hinsichtlich des zweiten Sachverhaltsabschnittes sowohl an einer eigentlichen N�tigungshandlung wie auch am Vorsatz; insbesondere habe die Vorinstanz in bundesrechtswidriger Weise das zweite Element des subjektiven Tatbestandes, seinen Willen, die Beschwerdegegnerin zur Duldung des Geschlechtsverkehrs zu n�tigen, nicht gepr�ft und nicht festgestellt.
Wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs n�tigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unf�hig macht, wird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestraft (Art. 190 Abs. 1 StGB).
6.1 Soweit der Beschwerdef�hrer die vorinstanzlichen Feststellungen zum subjektiven Tatbestand anficht, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 273 Abs. 1 lit. b und Art. 277bis BStP).
6.2 Art. 190 StGB sch�tzt das sexuelle Selbstbestimmungsrecht; Personen weiblichen Geschlechts d�rfen nicht dazu gen�tigt werden, den Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen dulden zu m�ssen. Das Gesetz nennt verschiedene N�tigungsmittel in exemplarischer Weise, wobei die Umschreibung der N�tigung im Rahmen von Art. 190 StGB nicht vollst�ndig mit den Tatbestandserfordernissen bzw. den Mitteln der N�tigung gem�ss Art. 181 StGB �bereinstimmt. Von ihrer Grundstruktur her ist die Vergewaltigung als Gewaltdelikt ausgestaltet, wiewohl seit der Revision des Sexualstrafrechts eine Vergewaltigung auch dann anzunehmen ist, wenn der T�ter durch Aus�bung psychischen Drucks das Opfer in seiner Widerstandsf�higkeit so weit einschr�nkt, dass es sich schliesslich nicht mehr zur Wehr setzt, obwohl es den Geschlechtsverkehr nicht will. Die vollst�ndige Widerstandsunf�higkeit ist hingegen nicht mehr erforderlich, wiewohl die Einwirkung erheblich sein muss (BGE 124 IV 154 E. 3b; vgl. auch BGE 122 IV 97;; 126 IV 124 E. 3a; 128 IV 106 E. 3a). Auch die Wissenschaft - dort vor allem auch die Opferforschung - versteht die Vergewaltigung prim�r als Gewaltdelikt (vgl. z.B. Philipp Maier, Die N�tigungsdelikte im neuen Sexualstrafrecht, Diss. Z�rich 1994, S. 306, 33 ff.). Der in diesem Sinne kriminologische Gewaltbegriff - der durch die Annahme des psychischen Drucks als N�tigungsmittel im Rahmen eines Gewaltdelikts erweitert wurde - ist jedoch vom juristisch-technischen zu unterscheiden. Soweit die N�tigung zur Duldung des Geschlechtsverkehrs mittels Gewalt erreicht wird, kann darunter nur �ussere, physische Gewaltanwendung verstanden werden. Diese liegt vor, wenn der T�ter ein gr�sseres Mass an k�rperlicher Kraft anwendet als unter gew�hnlichen Umst�nden zum Vollzug des Geschlechtsaktes notwendig (BGE 87 IV 68 E.1 S. 69).
6.2.1 Die Vorinstanz erblickt die N�tigung zun�chst in der gewaltsamen, die Beschwerdegegnerin in der Scheide verletzenden Penetration und in der die Beschwerdegegnerin �berraschenden Art und Weise, mit welcher die Penetration vollzogen wurde. Es ist fraglich, ob der Beschwerdef�hrer damit den Tatbestand bereits erf�llte, zumal die "N�tigung" mittels �berraschung und Gewaltsamkeit der Penetration uno actu mit der Penetration selbst erfolgte. Die begriffliche Fassung des Tatbestandes spricht jedoch daf�r, dass von einer logischen Differenz auszugehen ist zwischen der N�tigung und dem Vollzug des Geschlechtsverkehrs, der in der Folge auf Grund der N�tigung geduldet werden m�sste. Die Frage kann indessen offen bleiben, zumal der Beschwerdef�hrer mit seinem Verhalten insgesamt den Tatbestand der Vergewaltigung verwirklichte.
6.2.2 Der Beschwerdef�hrer penetrierte die Beschwerdegegnerin im Wissen um deren dem Geschlechtsverkehr entgegenstehenden Willen. Auch wenn er mit diesem Handlungsabschnitt den Tatbestand objektiv noch nicht verwirklicht h�tte, ist sein weiteres Verhalten vor diesem Hintergrund zu sehen: Er wusste bereits vor der Penetration, dass die Beschwerdegegnerin keinen Geschlechtsverkehr wollte. Die Vorinstanz stellt verbindlich fest, dass er den Geschlechtsakt fortsetzte, obwohl die Beschwerdegegnerin vor Schmerz aufschrie, zu weinen begann und ihn von der Fortsetzung abzuhalten versuchte, indem sie ihn an der Brust zur�ckstiess und an den Armen auf die Seite zog. Sie habe aber wegen der enormen, durch die Verletzung verursachten Schmerzen und weil sie habe weinen m�ssen, nicht mehr gen�gend Kraft gehabt, um sich wirksam zu wehren. Zwar habe der Beschwerdef�hrer nicht besonders viel Kraft aufwenden m�ssen, um die Gegenwehr zu �berwinden, er habe dabei aber doch ein gr�sseres Mass an Kraft angewendet, als es unter normalen Umst�nden erforderlich gewesen w�re. Die Beschwerdegegnerin war ihm wenigstens in diesem Moment wegen ihres geschw�chten Zustandes physisch unterlegen, und er setzte sich �ber ihre physische Abwehr mit Kraftanwendung hinweg. Insoweit n�tigte er die Beschwerdegegnerin mit Gewalt, den Geschlechtsverkehr zu dulden, dem sie sich entzogen h�tte, wenn sie der Beschwerdef�hrer nicht physisch daran gehindert h�tte. Der Tatbestand ist demnach objektiv erf�llt.
6.2.3 Zutreffend f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, dass die Vorinstanz keine expliziten Feststellungen zum zweiten Element des subjektiven Tatbestandes trifft, n�mlich zu seinem Willen, die Beschwerdegegnerin zur Duldung des Geschlechtsverkehrs zu n�tigen. Vor dem Gesamtzusammenhang der vorinstanzlichen Feststellungen kann jedoch nicht zweifelhaft sein, dass beim Beschwerdef�hrer auch das Willenselement des subjektiven Tatbestandes vorlag: Er wusste nicht nur um den Widerstand der Beschwerdegegnerin, er wollte diesen mit seiner Verhaltensweise auch �berwinden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es sich anders verhalten haben k�nnte.
Die Vorinstanz versch�rfte die erstinstanzlich ausgef�llte Strafe von 18 Monaten Zuchthaus bedingt auf zweieinhalb Jahre Zuchthaus. Sie best�tigte die bedingte Landesverweisung von f�nf Jahren bei einer Probezeit von vier Jahren. Strafe und Nebenstrafe werden mit Nichtigkeitsbeschwerde angefochten.
7.1 Die Vorinstanz geht zutreffend von einem Strafrahmen von Zuchthaus bis zu zehn Jahren aus. Sie ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer v�llig r�cksichtslos und grob vorgegangen und dass er den Willen der Beschwerdegegnerin brutal missachtet habe, indem er deren von ihm verursachte enorme Schmerzen nicht beachtete. Sein Verschulden sei deshalb schwer. Straferh�hend wirke sich aus, dass er aus niedrigen, rein egoistischen Beweggr�nden, n�mlich zur Befriedigung seiner sexuellen Lust gehandelt und keine R�cksicht auf die Situation und den kulturellen Hintergrund der Beschwerdegegnerin genommen habe. Strafmindernd sei zu ber�cksichtigen, dass sich die beiden vorg�ngig in einer einvernehmlichen sexuellen Stimmung befunden h�tten und dass der Beschwerdef�hrer einen guten Leumund habe und nicht vorbestraft sei. Seine Strafempfindlichkeit sei auf Grund seiner inzwischen erfolgten Eheschliessung leicht erh�ht. Unter W�rdigung aller Umst�nde erscheine eine Zuchthausstrafe von zweieinhalb Jahren angemessen.
7.2 Dagegen wendet der Beschwerdef�hrer ein, die Vorinstanz widerspreche ihren eigenen Sachverhaltsfeststellungen und missbrauche damit ihr Ermessen, wenn sie ihm vorwerfe, v�llig r�cksichtslos und grob vorgegangen zu sein und den Willen der Beschwerdegegnerin brutal missachtet zu haben. Sein deliktisches Verhalten habe allein darin gelegen, ohne Vorwarnung mit einem kraftvollen und gewaltsamen Stosse in die Beschwerdegegnerin eingedrungen zu sein und anschliessend in Anwendung eines gr�sseren Masses an Kraft, als es unter normalen Umst�nden h�tte aufgewendet werden m�ssen, den Geschlechtsakt mit f�nf bis sechs St�ssen vollendet zu haben. Die festgestellten Verletzungen betr�fen allein die �ussere Scheide und seien wenigstens teilweise darin begr�ndet, dass die Beschwerdegegnerin noch Jungfrau war. Es g�be keine Hinweise darauf, dass er die Beschwerdegegnerin absichtlich verletzte, dass er ihr Schmerzen bereiten oder sie erniedrigen wollte. Das angeblich r�cksichtslose, grobe und brutale Vorgehen werde nicht n�her begr�ndet; der daraus gezogene Schluss auf schweres Verschulden beruhe auf bundesrechtswidrigem Ermessensmissbrauch. Dasselbe gelte f�r die straferh�hende Ber�cksichtigung des Umstandes, nur zur Befriedigung seiner sexuellen Lust und deshalb aus niederem Beweggrund gehandelt zu haben. Ein solcher l�ge allenfalls vor, wenn er das Opfer etwa h�tte erniedrigen wollen; dies sei aber gerade nicht der Fall gewesen. In bundesrechtswidriger Weise habe die Vorinstanz sodann nicht ber�cksichtigt, dass er von der Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 64 al. 5 StGB in Versuchung gef�hrt worden sei.
7.3 Die Beschwerdegegnerin h�lt die Beschwerde auch in diesem Punkt nicht f�r begr�ndet. Das Obergericht weist in seiner Vernehmlassung darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer die Anwendung von Art. 64 al. 5 StGB im kantonalen Verfahren nicht verlangt habe, weshalb die diesbez�gliche R�ge zu sp�t erfolge.
7.4.1 Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen (Art. 63 StGB). Fest steht, dass sich der Begriff des Verschuldens auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen muss und dass bei der Tatkomponente insbesondere folgende Faktoren zu beachten sind: das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeif�hrung dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit der der T�ter gehandelt hat, und die Beweggr�nde des Schuldigen, die Art. 63 StGB ausdr�cklich erw�hnt. Die T�terkomponente umfasst das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren.
7.4.2 Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht r�gt, ist es nicht zul�ssig, strafsch�rfend zu ber�cksichtigen, dass er nur seinen Sexualtrieb ausleben wollte und deshalb aus ausschliesslich niederen Motiven handelte. Solches d�rfte bei Vergewaltigungen eher das am wenigsten gravierende und mit dem Grundtatbestand stets vorausgesetzte Motiv sein. Der Sexualtrieb und egoistische Motive in dessen Umsetzung spielen bei Vergewaltigungen stets eine wesentliche Rolle, welche aber h�ufig von erschwerenden Umst�nden begleitet werden. Schlimmere, das Opfer nachhaltig traumatisierende und deshalb strafsch�rfend zu ber�cksichtigende Umst�nde und Motive, die bei Vergewaltigungen wenigstens f�r das Opfer, h�ufig aber auch f�r den T�ter von prim�rer Bedeutung sind - massive Gewaltt�tigkeit, schwere Drohung, Unterwerfungs- und Beherrschungswille gegen�ber dem Opfer, dessen Entwertung und Dem�tigung - liegen hier bei der Tat selbst gerade nicht vor.
Die Vorinstanz schliesst auf schweres Verschulden, weil der Beschwerdef�hrer v�llig r�cksichtslos und grob vorgegangen sei und den Opferwillen in brutaler Weise missachtet habe. Jedes im Sinne von Art. 190 StGB tatbestandsm�ssige Verhalten d�rfte diese Qualifikation jedoch erf�llen. Die Vorinstanz tut nicht dar, inwiefern die Tatumst�nde �ber die Tatbestandsverwirklichung hinaus - die in jedem Fall ein gravierendes Delikt darstellt - in besonderer Weise f�r die Annahme schweren Verschuldens spricht.
Dem Beschwerdef�hrer ist in besonderer Weise das Verhalten nach der Tat vorzuwerfen: Er beschuldigte die Beschwerdegegnerin nicht nur, sondern er �usserte sich dar�ber hinaus in abf�lliger Weise �ber sie als Person und als Frau und er wollte nichts mehr von ihr wissen. Damit hat er sein Opfer nicht nur schwer entt�uscht, sondern auch in krasser Weise gedem�tigt und verletzt. Das in diesem Sinne sehr belastende Nachtatverhalten ist jedoch f�r die Strafzumessung im Rahmen von Art. 63 StGB vor dem Hintergrund des Tatverschuldens zu sehen. Zwar erw�hnt die Vorinstanz als entlastend die vorg�ngige einvernehmliche sexuelle Stimmung. Sie scheint aber den Umst�nden nicht hinreichend Rechnung getragen zu haben, dass sich der Beschwerdef�hrer w�hrend der Tat nicht besonders gewaltt�tig verhielt und dass sich die Beschwerdegegnerin - wenn auch zun�chst widerstrebend und durch die Versprechungen des Beschwerdef�hrers verf�hrt - wenigstens auf gewisse sexuelle Handlungen freiwillig einliess. Dies vermag den Beschwerdef�hrer im Schuldpunkt zwar nicht zu entlasten, es muss sich aber bei der Strafzumessung auswirken. Ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdef�hrer im Sinne von Art. 64 Abs. 2 StGB ernstlich in Versuchung f�hrte, wie die Verteidigung geltend macht, kann offen bleiben; der Umstand k�nnte auch im Rahmen von Art. 63 StGB Ber�cksichtigung finden. Die Vorinstanz ist hingegen darauf hinzuweisen, dass sie die entsprechende Pr�fung nicht auf Antrag, sondern von Amtes wegen vorzunehmen h�tte.
7.5 Die Landesverweisung beruht auf der Feststellung, der Beschwerdef�hrer sei in der Schweiz nicht verwurzelt; er beabsichtige, in einigen Jahren in seine Heimat zur�ckzukehren. Im �brigen sei das Sicherungsbed�rfnis der Schweiz gross. Wie bei der Bemessung der Hauptstrafe steht dem kantonalen Sachrichter auch in Bezug auf die Landesverweisung ein erhebliches Ermessen zu. Wie bereits das Bezirksgericht ordnete die Vorinstanz eine bedingt vollziehbare Landesverweisung von f�nf Jahren an, obwohl sie das Verschulden als schwerer einstufte und die Freiheitsstrafe gegen�ber dem erstinstanzlichen Urteil deshalb versch�rfte. Ist die Hauptstrafe zu reduzieren, so kann daraus in casu nicht gefolgert werden, dass auch die Nebenstrafe nicht schuldangemessen w�re. Insgesamt ist bei der Anordnung der Landesverweisung weder eine Ermessens- noch eine Rechtsverletzung festzustellen. Die extrem frauenverachtende Einstellung des Beschwerdef�hrers, wie er sie noch in den gerichtlichen Befragungen �usserte, rechtfertigt zumindest diese bedingte Fernhaltemassnahme. Die Beschwerde ist in diesem Punkt demnach abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt die zugesprochene Genugtuungssumme von Fr. 10'000.-- und er beantragt deren Herabsetzung auf die im erstinstanzlichen Verfahren zugesprochenen Fr. 5'000.--. Die Vorinstanz qualifiziert die Genugtuungssumme von Fr. 10'000.-- implizit als relativ hoch, aber angemessen. Sie stellt f�r die Bemessung prim�r auf die Schwere der k�rperlichen und psychischen Leiden ab, die der Beschwerdegegnerin zugef�gt wurden. Die Begr�ndung f�r die Genugtuungssumme ist nachvollziehbar und ber�cksichtigt alle wesentlichen Gesichtspunkte. Das vom Beschwerdef�hrer ger�gte Abstellen auf sein angeblich schweres Verschulden ist nur ein Motiv unter vielen. Dasselbe gilt f�r den geltend gemachten fehlenden Nachweis f�r die Kausalit�t zwischen der Tat und der aufgetretenen Blasenentz�ndung. Dass das Tatverschulden nun als weniger gravierend zu qualifizieren ist, als es die Vorinstanz getan hat, muss sich auf die Bemessung der Genugtuungssumme nicht auswirken. Das schuldhaft verursachte physische und psychische Leiden der Beschwerdegegnerin, das prim�r massgebend ist, kann wegen des geringeren Verschuldens nicht als kleiner eingestuft werden. Im Ergebnis liegt die zugesprochene Genugtuung im Rahmen des richterlichen Ermessens, auch wenn die aufgeworfenen Kausalit�ts- und Beweisfragen in grunds�tzlicher Hinsicht nicht ganz unberechtigt sind. Die Beschwerde ist demnach auch im Zivilpunkt abzuweisen.
Da beide Beschwerden, soweit �berhaupt darauf einzutreten ist, vollst�ndig beziehungsweise weitgehend abgewiesen werden, w�rde der Beschwerdef�hrer teilweise kostenpflichtig. Er stellt jedoch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Da die Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers ausgewiesen erscheint und die Beschwerden nicht von vornherein aussichtslos erscheinen mussten, ist sein Gesuch gutzuheissen (Art. 152 Abs. 1 OG). Nicht anders ist in Bezug auf die Beschwerdegegnerin zu entscheiden. Es sind deshalb keine Kosten zu erheben; der Vertreter des Beschwerdef�hrers und die Vertreterin der Beschwerdegegnerin sind aus der Bundesgerichtskasse angemessen zu entsch�digen.
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird, soweit es die Strafzumessung betrifft, teilweise gutgeheissen und das Urteil des Obergerichts in Ziff. 1a aufgehoben; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Roger Seiler, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Der Vertreterin der Beschwerdegegnerin, Rechtsanw�ltin Renate Senn, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.

References: Art. 9
 Art. 6
in dubio
 Art. 64
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
in dubio
in dubio
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
 Art. 4
 Art. 90
 BGE 
in fine
 Art. 9
 Art. 4
In casu
in dubio
 BGE 
in dubio
 Art. 190
 Art. 277
 Art. 190
 Art. 190
 Art. 181
 BGE 
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 63
 Art. 190
 Art. 63
 Art. 64
 Art. 63
in casu