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Timestamp: 2019-10-15 11:34:24+00:00

Document:
OLG Koblenz - Beschluss vom 22.12.2014
5 U 1132/14
GG Art. 104 , 2 ; BGB § 249 ; BGB § 253 ; BGB § 276 ; BGB § 278 ; BGB § 280 ; BGB § 611 ; BGB § 823 ; BGB § 831 ; BGB § 1906 ; StGB § 34;
LG Trier, vom 20.08.2014 - Vorinstanzaktenzeichen 4 O 350/13
OLG Koblenz, Beschluss vom 22.12.2014 - Aktenzeichen 5 U 1132/14
DRsp Nr. 2015/14308
Wird ein psychisch auffälliger Patient im Nachtdienst auf der Intensivstation eines Krankenhauses durch eine 5-Punkt-Fixierung ruhig gestellt, wodurch er sich bei seinen Befreiungsversuchen einen Muskelfaserriss zuzieht, haftet das Krankenhaus dafür nicht, sofern die Gesamtschau aller maßgeblichen medizinischen Fakten und sonstigen Umstände der konkreten Behandlungssituation ergibt, dass Ärzte und Pflegepersonal situationsangemessen (§ 34 Satz 2 StGB) unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes vorgegangen sind.
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Trier vom 20.08.2014 wird zurückgewiesen.
Das in Ziffer 1 genannte Urteil des Landgerichts Trier und dieser Beschluss sind ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar.

References: Art. 104
 § 249
 § 253
 § 276
 § 278
 § 280
 § 611
 § 823
 § 831
 § 1906
 § 34