Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20C%2033.89
Timestamp: 2019-03-20 12:25:31+00:00

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BVerwG, 23.01.1992 - 3 C 33.89 - dejure.org
Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz, § 17 Abs. 1 No. 5 Satz 1 und Satz 2b
VG Berlin, 06.07.1981 - 14 A 332.80
OVG Berlin, 14.12.1983 - 7 B 12.83
BVerwG, 18.09.1984 - 3 B 24.84
BVerwG, 12.12.1985 - 3 C 65.84
OVG Berlin, 20.07.1987 - 7 B 4.86
BVerwG, 22.05.1989 - 3 B 62.87
BVerwGE 89, 320
MDR 1992, 957
NVwZ 1992, 781
DVBl 1992, 1166
DÖV 1992, 792
Das Berufungsgericht ist zutreffend (vgl. Urteil vom 23. Januar 1992 - BVerwG 3 C 33.89 - BVerwGE 89, 320 ) davon ausgegangen, dass der Begriff der Irreführung im Sinne des § 17 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 und 2 Buchst. b LMBG im Lichte des Gemeinschaftsrechts auszulegen ist.
Bei der Anwendung des Irreführungsverbotes, dessen Voraussetzungen im Lichte des zugrunde liegenden Gemeinschaftsrechts auszulegen sind, vgl. bereits - noch zu § 17 LMBG - BVerwG, Urteil vom 23.1.1992 - 3 C 33/89 -, BVerwGE 89, 320, ist maßgeblich darauf abzustellen, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Durchschnittsverbraucher eine Aussage oder Aufmachung wahrscheinlich auffassen wird, was sich in der Regel ohne ein Sachverständigengutachten und eine Verbraucherbefragung feststellen lässt.
Dieser Schutzstandard ist im Geltungsbereich der Etikettierungsrichtlinie 2000/13/EG vom 20. März 2000 für den nationalen Gesetzgeber nach Art. 18 Abs. 1 grundsätzlich verbindlich (vgl. zu Art. 15 Abs. 1 der Etikettierungsrichtlinie 79/112/EWG vom 18.12.1978: BVerwGE 89, 320, 325 f. - becel; Reese, WRP 1998, 1035, 1038; Sack, WRP 1999, 399, 402).
BVerwG, 05.04.2011 - 3 B 79.10
Irreführende Bezeichnung industriell hergestellter Fleischerzeugnisse
Das von der Klägerin außerdem angeführte Urteil des Senats vom 23. Januar 1992 - BVerwG 3 C 33.89 - (BVerwGE 89, 320) ist nicht einschlägig; es betraf die Bezeichnung "Diät-Wurst" für ein Produkt, bei dem tierische gegen pflanzliche Fette ausgetauscht und in der Kennzeichnung auf diesen Austausch hingewiesen worden war.
2.1 Der Begriff der Irreführung des Verbrauchers in § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LFGB (bzw. § 17 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 u. Satz 2 Buchst. b LMBG) ist anhand des Gemeinschaftsrechts der Europäischen Union auszulegen (vgl. BVerwG, U.v. 23.1.1992, BVerwGE 89, 320, 322 f.).
Hiernach ist für einen durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbraucher eine Täuschung über Art oder Beschaffenheit eines Lebensmittels durch dessen Bezeichnung zu verneinen, wenn für diesen ohne weiteres aus anderen auf der Verpackung befindlichen Angaben zu dem Produkt ein entsprechender Irrtum auszuschließen ist (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 23. Januar 1992 - 3 C 33.89 -, juris Rdnr. 40;… Zipfel/Rathke, a. a. O., C 102, § 11 LFGB, Rdnr. 77).
Bei der Anwendung des Irreführungsverbotes, dessen Voraussetzungen im Lichte des zugrunde liegenden Gemeinschaftsrechts auszulegen sind, vgl. bereits - noch zu § 17 LMBG - BVerwG, Urteil vom 23. Januar 1992 - 3 C 33/89 -, LRE 27, 180, ist maßgeblich darauf abzustellen, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Durchschnittsverbraucher eine Aussage oder Aufmachung wahrscheinlich auffassen wird, was sich in der Regel ohne ein Sachverständigengutachten und eine Verbraucherbefragung feststellen lässt.
b) Eine Irreführung ist auch nicht unter Zugrundelegung der von der Klägerin zitierten Rechtsprechung des BVerwG (Urt. v. 23.1.1992 - 3 C 33/89 -, in Juris) ausgeschlossen.
21 2.1 Der Begriff der Irreführung des Verbrauchers in § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LFGB (bzw. § 17 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 u. Satz 2 Buchst. b LMBG) ist anhand des Gemeinschaftsrechts der Europäischen Union auszulegen (vgl. BVerwG, U.v. 23.1.1992, BVerwGE 89, 320, 322 f.).
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References: § 17
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 Art. 15
 § 11
 § 17
 § 11
 § 17
 § 11
 § 17
 § 4