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Timestamp: 2020-08-07 23:47:43+00:00

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BSG, 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - dejure.org
https://dejure.org/2005,1119
BSG, 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R (https://dejure.org/2005,1119)
BSG, Entscheidung vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R (https://dejure.org/2005,1119)
BSG, Entscheidung vom 12. Mai 2005 - B 3 KR 32/04 R (https://dejure.org/2005,1119)
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Krankenversicherung - Vergütungsanspruch eines Krankenhauses gegen eine Krankenkasse - Verjährung
Verstoß einer stationären Behandlung gegen den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung - Bestehen einer Einrede der Verjährung des Vergütungsanspruchs - Geltung einer vierjährigen Verjährungsfrist
Verjährung von Krankenhausforderungen gegen gesetzliche Krankenkassen
SG Marburg, 27.05.2004 - S 6 KR 902/02
Vergütungsansprüche der Krankenhäuser für die Behandlung Versicherter unterliegen der vierjährigen sozialrechtlichen Verjährung (stRspr vgl zB BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1;… BSGE 95, 141 RdNr 26 = SozR 4-2500 § 83 Nr. 2 RdNr 34;… BSG SozR 4-1200 § 45 Nr. 4;… BSGE 115, 40 = SozR 4-2500 § 302 Nr. 1, RdNr 43; BSG Urteil vom 1.7.2014 - B 1 KR 47/12 R - SGb 2014, 497, Juris RdNr 9) .
Die Rechtsprechung des BSG geht einhellig davon aus, dass für Vergütungsforderungen der Leistungserbringer die kurze, sozialrechtliche vierjährige Verjährungsfrist gilt (vgl zB BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1;… zustimmend BSGE 95, 141 RdNr 26 = SozR 4-2500 § 83 Nr. 2 RdNr 34;… BSG SozR 4-1200 § 45 Nr. 4;… BSG SozR 4-2500 § 302 Nr. 1 RdNr 43; BSG Urteil vom 1.7.2014 - B 1 KR 47/12 R - SGb 2014, 497, RdNr 9;… zur entsprechenden Anwendung von Verjährungsvorschriften auf sozialrechtliche Ausschlussvorschriften vgl BSGE 97, 84 = SozR 4-2500 § 106 Nr. 15, RdNr 15).
Die Regelung der Verjährung ergibt sich schon aus dem 4. Kapitel des SGB V selbst und den hierfür geltenden allgemeinen Rechtsprinzipien (vgl zB BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 10 ff;… BSG SozR 3-1200 § 45 Nr. 8 S 30) .
Der Gesetzgeber wirkte lediglich dieser Tendenz mit einem Bündel von neuen Vorschriften entgegen (vgl näher BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 12) .
Gleiches gilt für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegen Krankenhausträger (Anschluss an SG Mainz vom 4.6.2014 - S 3 KR 645/13 = juris RdNr 41 ff; SG Mainz vom 11.1.2016 - S 3 KR 349/15 = juris RdNr 26 ff; SG Speyer vom 23.1.2017 - S 19 KR 521/16 = juris RdNr 24 ff; entgegen ua BSG vom 12.5.2005 - B 3 KR 32/04 R = SozR 4-2500 § 69 Nr. 1;… BSG vom 21.4.2015 - B 1 KR 11/15 R = SozR 4-2500 § 69 Nr. 10 RdNr 13;… BSG vom 23.6.2015 - B 1 KR 26/14 R = BSGE 119, 150 = SozR 4-5560 § 17c Nr. 3 RdNr 44).
Die Heranziehung der kürzeren Verjährungsfristen der BGB-Vorschriften könne deshalb mit den "Rechten und Pflichten der Beteiligten nach diesem Kapitel" kollidieren (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R -, Rn. 17).
Dass diese Rechtsfolge im Wege semantischer Auslegung ohne weiteres begründbar ist, stellt das BSG nicht in Frage, sondern bezweifelt nur die Eindeutigkeit des Wortlauts (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R -, Rn. 17 f.).
In den Urteilen des BSG zur Verjährung des Vergütungsanspruchs nach Einführung der Verweisung auf das BGB in § 69 SGB V (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG, Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R) kann eine Regelungslücke, die stets Voraussetzung für einen Analogieschluss ist, ernsthaft nicht festgestellt werden.
5.5 Die weiteren Ausführungen des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R -, Rn. 18 ff.) zu Entstehungsgeschichte, Sinn und Zweck des § 69 Abs. 1 Satz 3 SGB V vermögen an diesem Befund bereits deshalb nichts zu ändern, weil sie nur in der Auseinandersetzung zwischen Auslegungsalternativen innerhalb der Grenzen des möglichen Wortsinns und im Einklang mit der Gesetzessystematik verfassungsrechtlich zulässige Argumente liefern können (SG Mainz…, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 56 ff.).
Es finde sich nicht der geringste Hinweis in den Gesetzesmaterialien, dass bei Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Bindungen entgegen dieser Tendenz die Vorschriften des BGB noch in einem größeren Maße herangezogen werden sollten, als es schon in § 61 SGB X vorgesehen sei (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R -, Rn. 25).
5.6 Die Vorgehensweise des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R, hier insbesondere Rn. 18 ff.) besteht im Wesentlichen darin, den Wortlaut der Regelung "einengend" auszulegen und dadurch den Regelungsgehalt der Vorschrift zu verkürzen, um dies anschließend mit einer Analogiebildung zu kompensieren.
Gleiches gilt auch für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegenüber Krankenhausträgern (SG Mainz…, Urteil vom 04.06.2014 - S 3 KR 645/13 - Rn. 41 ff; SG Mainz…, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 26 ff.; entgegen u.a. BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG…, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 11/15 R - Rn. 13; BSG…, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R - Rn. 44).
2.2.2.2 Der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG), wonach bei Streitigkeiten zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen eine vierjährige Verjährungsfrist greifen soll (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; Urteil vom 28.09.2006 - B 3 KR 20/05 R; bestätigt durch Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R - Urteil vom 28.11.2013 - B 3 KR 27/12; BSG, Urteil vom 17.12.2013 - B 1 KR 60/12 R; BSG…, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 11/15 R - Rn. 13; BSG…, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R - Rn. 44), vermag die Kammer aufgrund der entgegenstehenden gesetzlichen Regelung nicht zu folgen.
Das BSG stützt seine Auffassung lediglich auf ein "allgemeines Rechtsprinzip im Sozialrecht" (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 17) bzw. ein "allgemeines Rechtsprinzip der Verjährung im Leistungserbringungsrecht" (BSG…, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R -, Rn. 44), was angesichts der direkten Verweisung des § 69 Abs. 1 Satz 3 SGB V auf die für anwendbar erklärten Vorschriften des BGB eine unzulässige Rechtsfortbildung contra legem bzw. eine - mangels Regelungslücke - unzulässige Analogiebildung ist (vgl. schon SG Mainz, Urteil vom 04.06.2014 - S 3 KR 645/13 unter Hinweis auf die anzuwendenden gesetzlichen Regelungen;… zustimmend Schütz , jurisPR-SozR 21/2014 Anm. 2;… in der Revisionsentscheidung des BSG im Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R - unter Rn. 44 lediglich beantwortet mit dem argumentfreien Satz: "Die Überlegungen des SG geben zu einer abweichenden Sicht keinen Anlass."; zuletzt wiederum zutreffend SG Mainz…, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 29 ff. unter Hinweis auf das Gebot der Bindung an das Gesetz).
Der 3. Senat führte hierzu zwar aus, gehe man "allein vom Wortlaut" des § 69 SGB V aus, scheine ein Rückgriff auf die Verjährungsvorschriften des BGB seit dem 1. Januar 2000 auf den ersten Blick möglich, es könne in der Tat erwogen werden, anhand der Verweisung auf die Verjährungsfristen des BGB zurückzugreifen (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 16).
Da die vierjährige Verjährungsfrist aber einem "allgemeinen Rechtsprinzip im Sozialrecht" entspreche, gelte sie - ungeschrieben - von jeher auch für das 4. Kapitel des SGB V. Aus dieser Behauptung zog der 3. Senat sodann den Schluss, dass die Frage der Verjährung schon aus dem 4. Kapitel des SGB V selbst (und den hierfür geltenden allgemeinen - ungeschriebenen -Rechtsprinzipien) zu beantworten sei, weshalb die Heranziehung der kürzeren Verjährungsfristen der BGB-Vorschriften mit den "Rechten und Pflichten der Beteiligten nach diesem Kapitel" kollidieren könne (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 17).
Die Behauptung des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R, Rn. 17), die dreijährige Verjährungsfrist kollidiere deshalb mit den "Rechten" und Pflichten der Beteiligten nach dem Vierten Kapitel, weil sich die (unterstellt vierjährige) Verjährung schon aus diesem Kapitel selbst (wegen der hierfür geltenden - ungeschriebenen - allgemeinen Rechtsprinzipien) ergebe, ist ein offensichtlicher Zirkelschluss.
Die Tatsache, dass auch weitere Vorschriften des SGB V für die Rechtsbeziehungen zwischen Krankenkassen und Krankenhausträgern einschlägig sind, trägt als Argument für die Heranziehung der übrigen Vorschriften des (gesamten) SGB nicht (so aber BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R -, Rn. 25).
Es ist ungeachtet der Bindung der Gerichte an das geltende Recht zudem keinerlei Bedürfnis ersichtlich, die Vorschrift des § 69 Abs. 1 Satz 3 SGB V gerade im Hinblick auf die Frage der Verjährungsfrist nicht anzuwenden (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 25: "einengend zu interpretieren";… vgl. zustimmend Engelmann in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB V, 3. Aufl. 2016, § 69 SGB V, Rn. 45: "keine entsprechende Geltung").
Die vom 3. Senat des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R) angeführten entstehungsgeschichtlichen Ausführungen sind jedenfalls nicht dazu geeignet, Aufgaben und Pflichten der Beteiligten aufzuzeigen, die einer dreijährigen Verjährungsfrist entgegenstehen könnten.
Die vierjährige Verjährungsfrist gilt im Übrigen auch für die Rechtsbeziehungen bzw Vergütungsforderungen zwischen Leistungserbringern und Krankenkassen (vgl BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 7 und Nr. 10 RdNr 13) .
Gleiches gilt für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegen Krankenhausträger (Fortführung von SG Mainz…, Urteil vom 04.06.2014 - S 3 KR 645/13 - Rn. 41 ff.; entgegen u.a. BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG…, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 11/15 R - Rn. 13; BSG…, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R - Rn. 44).
Die Kammer weicht diesbezüglich von der Rechtsprechung des BSG ab, das im Falle von Vergütungsansprüchen von Krankenhäusern gegen Krankenkassen und umgekehrt bei Erstattungsforderungen von Krankenkassen gegen Krankenhäusern von einer vierjährigen Verjährungsfrist ausgeht (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG, Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R; BSG, Urteil vom 17.12.2013 - B 1 KR 60/12 R; BSG…, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 11/15 R - Rn. 13; BSG…, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R - Rn. 44).
Die Heranziehung der kürzeren Verjährungsfristen der BGB-Vorschriften könne deshalb mit den "Rechten und Pflichten der Beteiligten nach diesem Kapitel" kollidieren (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 17).
Dass diese Rechtsfolge im Wege semantischer Auslegung ohne weiteres begründbar ist, stellt das BSG nicht in Frage, sondern bezweifelt nur die Eindeutigkeit des Wortlauts (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 17 f.).
5.5 Die weiteren Ausführungen des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R - Rn. 18 ff.) zu Entstehungsgeschichte, Sinn und Zweck des § 69 Abs. 1 Satz 3 SGB V vermögen an diesem Befund bereits deshalb nichts zu ändern, weil sie nur in der Auseinandersetzung zwischen Auslegungsalternativen innerhalb der Grenzen des möglichen Wortsinns und im Einklang mit der Gesetzessystematik verfassungsrechtlich zulässige Argumente liefern können .
Es finde sich nicht der geringste Hinweis in den Gesetzesmaterialien, dass bei Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Bindungen entgegen dieser Tendenz die Vorschriften des BGB noch in einem größeren Maße herangezogen werden sollten, als es schon in § 61 SGB X vorgesehen sei (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R - Rn. 25).
So wurde erst nach dem Urteil des BSG vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R) mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) zum 01.04.2007 die Regelung des § 275 Abs. 1c SGB V eingeführt, nach der Abrechnungsprüfungen nach § 275 Abs. 1 Nr. 1 SGB V "zeitnah" durchzuführen und innerhalb von sechs Wochen nach Eingang der Abrechnung bei der Krankenkasse einzuleiten sind.
Gleiches gilt für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegen Krankenhausträger (entgegen BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG, Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R; BSG, Urteil vom 17.12.2013 - B 1 KR 60/12 R).
Die Kammer weicht diesbezüglich von der Rechtsprechung des BSG ab, das im Falle von Vergütungsansprüchen von Krankenhäusern gegen Krankenkassen und umgekehrt bei Erstattungsforderungen von Krankenkassen gegen Krankenhäusern von einer vierjährigen Verjährungsfrist ausgeht (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG, Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R; BSG, Urteil vom 17.12.2013 - B 1 KR 60/12 R).
Dass diese Rechtsfolge im Wege semantischer Auslegung ohne weiteres begründbar ist, stellt das BSG nicht in Frage, sondern bezweifelt nur die Eindeutigkeit dieses Befundes (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R- Rn. 17f.).
In den Urteilen des BSG zur Verjährung des Vergütungsanspruchs nach Einführung der Verweisung auf das BGB in § 69 SGB V (BSG, Urteil vom 12.05.2005 - B 3 KR 32/04 R; BSG, Urteil vom 28.02.2007 - B 3 KR 12/06 R) kann eine Regelungslücke, die stets (…und nach jeder gängigen Rechtstheorie, vgl. nur Rüthers/Fischer/Birk , Rechtstheorie mit Juristischer Methodenlehre, 6. Aufl. 2011, 878 ff., Müller/Christensen , Juristische Methodik, 10. Aufl. 2009, Rn. 371) Voraussetzung für einen Analogieschluss ist, ernsthaft nicht festgestellt werden.
e) Die weiteren Ausführungen des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R - Rn. 18ff.) zu Entstehungsgeschichte, Sinn und Zweck des § 69 Abs. 1 S. 3 SGB V vermögen an diesem Befund bereits deshalb nichts zu ändern, weil sie wegen der Verpflichtung der Gerichte zur Realisierung von Gesetzesbindung nicht dazu geeignet sind, den klaren und bestimmten Normtext in Frage zu stellen.
f) Die Vorgehensweise des BSG im Urteil vom 12.05.2005 (B 3 KR 32/04 R, hier insbesondere Rn. 18 ff.) besteht also im Wesentlichen darin, den Wortlaut der Regelung "einengend" auszulegen und dadurch den Regelungsgehalt der Vorschrift zu verkürzen, um dies anschließend mit einer (vorweggenommenen und unausgesprochenen) Analogiebildung zu kompensieren.
Der erkennende Senat hat dazu entschieden, dass auch nach der Neuregelung der Rechtsbeziehungen zwischen den Krankenkassen und den Leistungserbringern zum 1. Januar 2000 die Vergütungsansprüche der Krankenhäuser gegen die Krankenkassen für die Behandlung von Versicherten einer vierjährigen Verjährungsfrist unterliegen (BSG, Urteil vom 12. Mai 2005 - B 3 KR 32/04 R - SozR 4-2500 § 69 Nr. 1), wie es auch schon bis 1999 der Fall war (…BSG SozR 3-1200 § 45 Nr. 8).
Auch für den Erstattungsanspruch gilt daher - wie für den Vergütungsanspruch - die vierjährige Verjährungsfrist (BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1;… zur früheren Rechtslage vgl BSGE 69, 158, 160 ff = SozR 3-1300 § 113 Nr. 1 …sowie Urteil vom 28. September 2006 - B 3 KR 20/05 R - für BSGE und SozR vorgesehen).
Im Gegensatz dazu waren das Vertragsarztrecht und das Leistungserbringerrecht der Krankenhäuser seit jeher öffentlich-rechtlich geprägt (…BSGE 86, 166 = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1;… BSGE 89, 24 = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1; BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 17, 18;… BSG SozR 4-2500 § 129 Nr. 1 RdNr 12).
Seit der Neufassung des § 69 SGB V durch das GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 (GKV-GRG 2000) vom 22.12.1999 (BGBl I 2626) zum 1.1.2000 sind die Rechtsbeziehungen der Krankenkassen zu sämtlichen Leistungserbringern, also den Krankenhäusern, Vertragsärzten, Apotheken und allen sonstigen nichtärztlichen Leistungserbringern, ausschließlich sozialversicherungsrechtlicher Natur und damit dem öffentlichen Recht zuzuordnen (BT-Drucks 14/1245 S 67 f;… BSGE 89, 24, 30 f = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1; BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 14, 17, 18).
LSG Thüringen, 30.07.2013 - L 6 KR 284/10
SG Augsburg, 03.11.2005 - S 12 KR 127/05
Pflicht zur Zahlung eines Eigenanteils zur Krankenhausbehandlung; Anwendbare …

References: § 69
 § 83
 § 45
 § 302
 § 69
 § 83
 § 45
 § 302
 § 106
 § 69
 § 45
 § 69
 § 69
 § 69
 § 17
 § 69
 § 69
 § 61
 § 69
 § 69
 § 69
 § 69
 § 69
 § 69
 § 61
 § 275
 § 275
 § 69
 § 69
 § 69
 § 45
 § 69
 § 113
 § 112
 § 69
 § 69
 § 129
 § 69
 § 69
 § 69