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Timestamp: 2019-11-14 16:17:12+00:00

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BFH Urteil vom 22.11.2018 - V R 65/17 (veröffentlicht am 06.02.2019) | Finance Office Professional | Finance | Haufe
BFH Urteil vom 22.11.2018 - V R 65/17 (veröffentlicht am 06.02.2019)
UStG 2005 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 2 Abs. 1; AO § 370; AO1977§180Abs2V § 1 Abs. 2; BGB § 741
FG München (Urteil vom 10.10.2017; Aktenzeichen 14 K 1548/17; EFG 2018, 578)
BFH (Urteil vom 16.03.2017; Aktenzeichen V R 27/16)
FG München (Urteil vom 09.06.2015; Aktenzeichen 14 K 608/13)
I. Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) hatte zusammen mit weiteren Personen Systeme zur endoskopischen Gewebecharakterisierung mitentwickelt. Die A-GmbH & Co. KG (KG) schloss mit dem Kläger, Dr. X, Dr. Y und Dr. Z Lizenzverträge für die Vermarktung dieser Erfindungen ab (Vertrag vom 10. Januar 1996 und Nachfolgevereinbarung vom 14. Mai 2007). Die Erfindungen betrafen die Früherkennung von A-Tumoren. Nach den Vorbemerkungen zum Vertrag vom 10. Januar 1996 haben die Lizenzgeber ein Patent in der Bundesrepublik Deutschland angemeldet, nach der Präambel des Vertrages vom 14. Mai 2007 sind Patente angemeldet/eingetragen. Art. 1 war jeweils mit "Patentlizenz" überschrieben. Danach räumten die Lizenzgeber der KG eine weltweite Exklusivlizenz an der Erfindung ein, unabhängig davon, ob diese patentiert wird oder nicht (Vertrag vom 10. Januar 1996), oder eine ausschließliche Lizenz zur Herstellung, zum Vertrieb und/oder zur sonstigen weltweiten kommerziellen Nutzung der Erfindung und/oder aller an der Erfindung gegenwärtig und/oder zukünftig bestehenden Patentrechte (Vertrag vom 14. Mai 2007). Nach Art. 3 des Vertrages vom 10. Januar 1996 ("Know-how/Unterstützung") übergaben die Lizenzgeber dem Lizenznehmer sämtliche Dokumente, Unterlagen und Akten in Kopie, die sich auf die Erfindung oder Patente beziehen; der Lizenznehmer verpflichtete sich zur Verschwiegenheit.
Das FA änderte mit Einspruchsentscheidung vom 11. Februar 2013 die Steuer für 2007 wegen eines Übertragungsfehlers auf... € und wies ihn im Übrigen als unbegründet zurück.
Der Kläger beantragt, das Urteil des FG und die geänderten Umsatzsteuerbescheide 1998 bis 2000 und 2002 bis 2010 vom 12. September 2011 und den Umsatzsteuerbescheid 2001 vom 19. September 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 11. Februar 2013 aufzuheben.
II. Die Revision des Klägers ist unbegründet und daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Der Kläger ist Unternehmer, der dem Regelsteuersatz unterliegende Leistungen erbracht hat. Mangels Festsetzungsverjährung war das FA auch zum Erlass geänderter Umsatzsteuerbescheide berechtigt.
DStRK 2019, 74
GmbH-Stpr. 2019, 117
GmbH-Stpr. 2019, 183
Haufe-Index 12697282
KÖSDI 2019, 21144
Mitt. 2019, 420
MwStR 2019, 129
MwStR 2019, 236
PFB 2019, 85
StB 2019, 47
UStB 2019, 93
Umsatzsteuer direkt digital 2019, 2
Umsatzsteuer direkt digital 2019, 20
BFH/NV 2019, 359
BFHE 2019, 90
BB 2019, 984
DB 2019, 345
DStZ 2019, 595
HFR 2019, 303
UR 2019, 179

References: § 1
 § 2
 § 370
 § 1
 § 741
 Art. 1
 Art. 3