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Timestamp: 2020-02-26 10:04:15+00:00

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BFH, 19.10.1970 - GrS 3/70 - dejure.org
BFH, 19.10.1970 - GrS 3/70
https://dejure.org/1970,54
BFH, 19.10.1970 - GrS 3/70 (https://dejure.org/1970,54)
BFH, Entscheidung vom 19.10.1970 - GrS 3/70 (https://dejure.org/1970,54)
BFH, Entscheidung vom 19. Januar 1970 - GrS 3/70 (https://dejure.org/1970,54)
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Gesamtaufwendungen eines Steuerpflichtigen - Lebensführung - Vermögensgegenstand - Trennungsmöglichkeit - Griffweise Schätzung - Lebenshaltungskosten - Betriebsausgaben - Werbungskosten
AO § 217
BFHE 100, 317
NJW 1971, 583 (Ls.)
DB 1971, 79
BStBl II 1971, 21
dd) Der Große Senat erteilte diesem Vorstoß eine Absage (Beschluss vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17; darauf Bezug nehmend Beschluss vom 19. Oktober 1970 GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21).
Fehlt es an einem solchen Aufteilungsmaßstab, kommt eine griffweise Schätzung des beruflichen Teils und der von der Bestimmung des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG betroffenen Aufwendungen nicht in Betracht (Beschlüsse in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, und vom 19. Oktober 1970 GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21; vom 27. November 1978 GrS 8/77, BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213; vgl. auch Beschluss vom 4. Juli 1990 GrS 2-3/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817).
Der IV. Senat des BFH hat bereits im Beschluß IV 348/64 vom 20. November 1969 (BFH 98, 152, BStBl II 1970, 308) dem Großen Senat mit der jetzigen Vorlage weitgehend übereinstimmende Rechtsfragen wegen grundsätzlicher Bedeutung (§ 11 Abs. 4 FGO) zur Entscheidung vorgelegt, die der Große Senat ebenfalls in seinem Beschluß Gr. S. 3/70 vom heutigen Tage (BStBl II 1971, 21) beantwortet.
Eine private Mitbenutzung wurde lediglich dann als unschädlich bewerten, wenn sie von untergeordneter Bedeutung war (BFH-Urteile vom 28. Oktober 1964 IV 168/63 S, BStBl 1965 III S. 16; vom 28. September 1967 IV R 120/66, BStBl 1968 II S. 77 und BFH-Beschlüsse vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70, BStBl 1971 II S. 17 sowie GrS 3/70, BStBl II 1971, 21).
Wird ein zur privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen gehörender Gegenstand teils beruflich und teils privat genutzt, so können die Gesamtaufwendungen für dessen Gebrauch nach der Rechtsprechung des Großen Senats des BFH (vgl. insbesondere Beschlüsse vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, und GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21) nur dann in Werbungskosten und nach § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG nicht abziehbare Aufwendungen für die Lebensführung aufgeteilt werden, wenn objektive Merkmale und Unterlagen eine zutreffende und leicht nachprüfbare Trennung ermöglichen und wenn außerdem der berufliche Nutzungsanteil nicht von untergeordneter Bedeutung ist.
Wird ein derartiger Anschluß teilweise zu beruflichen und teilweise zu privaten Gesprächen gebraucht, so war nach der ständigen Rechtsprechung des BFH vor Erlaß der vorgenannten Entscheidungen des Großen Senats des BFH zu § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, und in BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21) eine Aufteilung von Gesprächs- und Grundgebühren in einen dienstlichen und privaten Anteil im Wege der Schätzung zulässig, selbst wenn keine Aufzeichnungen über die dienstlichen und privat geführten Gespräche vorlagen (vgl. die teilweise auch zu betrieblichen Nutzungteilen eines Telefons ergangenen BFH-Urteile vom 8. November 1955 I 176/55 U, BFHE 61, 466, BStBl III 1955, 379; vom 13. März 1964 IV 158/61 S, BFHE 79, 605, BStBl III 1964, 455; vom 16. Dezember 1966 VI 133/64, BFHE 87, 622, BStBl III 1967, 249, und die unveröffentlichte BFH-Entscheidung vom 4. März 1971 IV 193/64.).
Der erkennende Senat hat andererseits im Hinblick auf die genannten Beschlüsse des Großen Senats des BFH in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, und in BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21 eine schätzungsweise Aufteilung der Grundgebühren bei einem teils beruflich und teils privat benutzten privaten Telefonanschluß in der Wohnung des Arbeitnehmers in den Urteilen in BFHE 124, 428, BStBl II 1978, 287, und in BFHE 126, 418, BStBl II 1979, 149 nicht mehr für zulässig erachtet.
Der erkennende Senat wird an der Änderung seiner Rechtsprechung nicht durch die Beschlüsse des Großen Senats des BFH in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 und BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21 gehindert.
Eine private Mitbenutzung ist lediglich dann unschädlich, wenn sie von untergeordneter Bedeutung ist (BFH-Urteile vom 28. Oktober 1964 IV 168/63 S, BFHE 81, 45, BStBl III 1965, 16; vom 28. September 1967 IV R 120/66, BFHE 90, 327, BStBl II 1968, 77, und BFH-Beschlüsse vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, sowie GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21).
Eine solche Aufteilung käme nach den Beschlüssen des Großen Senats des BFH in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 16 und in BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21 nur in Betracht, wenn objektive Merkmale und Unterlagen vorhanden sind, die eine zutreffende und leicht nachprüfbare Trennung ermöglichen.
Fehlt es an einem solchen Aufteilungsmaßstab, kommt eine griffweise Schätzung des beruflichen Teils und der von der Bestimmung des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG betroffenen Aufwendungen nicht in Betracht (Beschlüsse des Großen Senats des BFH vom 19. Oktober 1971 GrS 2/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17; vom 19. Oktober 1970 GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21, und vom 27. November 1978 GrS 8/77, BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213; vgl. auch Beschluss vom 4. Juli 1990 GrS 2-3/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817).
Denn hinsichtlich der Gebühren für die Kontenbewegungen zum Zwecke der Einkommensverwendung besteht eine derart untrennbare Vermengung der privaten und beruflichen Belange, daß insoweit das allgemeine Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG eingreift (vgl. zu diesem Aufteilungs- und Abzugsverbot insbesondere die Beschlüsse des Großen Senats des BFH vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, und vom 19. Oktober 1970 GrS 3/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21).
Andererseits seien die Beschlüsse des Großen Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) weiter diskutiert worden (Beschlüsse vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70 und GrS 3/70, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1971, 17 und 21, und vom 27. November 1978 GrS 8/77, BStBl II 1979, 213).
Es soll verhindert werden, dass einige Steuerpflichtige durch eine Verbindung zwischen beruflichen und privaten Interessen Aufwendungen in den einkommensteuerrechtlich relevanten Bereich verlagern können, während andere Steuerpflichtige gleichartige Aufwendungen aus ihrem versteuerten Einkommen decken müssen (BFH, Beschlüsse des Großen Senats vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70 und GrS 3/70, BStBl II 1971, 17 und 21).
Eine Ausnahme vom Aufteilungs- und Abzugsverbot ist nur dann zu machen, wenn sich der den Betrieb oder Beruf fördernde Anteil der Aufwendungen nach objektiven Maßstäben zutreffend und in leicht nachprüfbarer Weise abgrenzen lässt und zudem nicht nur von untergeordneter Bedeutung ist (BFH-Urteil vom 12. Dezember 1991 IV R 58/88, BStBl II 1992, 524 unter Hinweis auf die Beschlüsse des Großen Senats vom 19. Oktober 1970 GrS 2/70 und GrS 3/70, BStBl II 1971, 17 und 21, und vom 27. November 1978 GrS 8/77, BStBl II 1979, 213).
BFH, 12.12.1991 - IV R 58/88
Bewirtungsaufwendungen für Geburtstagsempfang sind keine Betriebsausgaben
Aufwendungen für einen Videorecorder bei einem Lehrer als Werbungskosten
BFH, 27.02.1997 - IV R 60/96
1. Aufwendungen eines Hochschul-Geographen für Auslandsgruppenreise zu …
BFH, 24.10.1974 - IV R 101/72
Nebenberuf - Sportunternehmen - Skilehrer - Skiausrüstung - Kosten - Teilweiser …
BFH, 25.03.1988 - VI R 207/84
Die Kosten eines Unfalls auf der Fahrt zur Arbeitsstätte sind nicht abziehbar, …
BFH, 18.05.1984 - VI R 130/80
Einbürgerungskosten sind Kosten der allgemeinen Lebensführung
BFH, 23.04.2009 - X B 229/08
Grundsätzliche Bedeutung - Divergenz - Zuordnung eines Wirtschaftsguts
BFH, 07.03.1980 - III R 92/78
Fernsehgerät - Fernsehautor - Regisseur - Investitionszulage
FG Hessen, 19.06.2008 - 9 K 2738/05
FAZ auch bei Steuerberater keine Werbungskosten
FG Münster, 12.02.2014 - 5 K 2545/13
Freikauf vom türkischen Wehrdienst
FG Köln, 20.11.2008 - 10 K 4922/05
Mietentschädigung als Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbstständiger …
FG Hessen, 05.09.2006 - 11 K 4347/04
Keine überwiegend betriebliche Veranlassung einer am 40. Geburtstag des …
BFH, 01.04.1971 - IV R 72/70
Berufliche Veranlassung - Besuch eines Ärzte-Kongresses - Dauer der Anreise - …
BFH, 28.01.1976 - IV R 195/72
Mehraufwendungen für Verpflegung - Betriebsausgaben - Zwölfstündige Abwesenheit …
BFH, 29.01.1971 - VI R 31/68
Anschaffung eines Tonbandgeräts - Richter - Kosten der Lebensführung - …
BFH, 20.12.1985 - VI R 45/84
Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit - Werbungskosten - Türkischer …
FG München, 20.10.2004 - 1 K 1236/04
Werbungskostenabzug bei Teilnahme einer bei einer Steuerberatungsgesellschaft …
FG Baden-Württemberg, 12.10.2000 - 6 K 165/97
FG München, 07.12.1999 - 12 K 1427/95
Abzugsfähigkeit von Aufwendungen als Betriebsausgaben; Grundsätzliches …
FG Baden-Württemberg, 04.11.1998 - 12 K 226/95
Steuerliche Beurteilung der Unfallkosten; Benutzung von Fahrzeugen des …
FG Rheinland-Pfalz, 31.08.1999 - 3 K 2413/98
Kosten für Computerzubehör als Werbungskosten ; Kosten für eine Studienreise als …
FG Niedersachsen, 16.06.1977 - VII 18/75

References: § 217
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