Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.02.1963&Aktenzeichen=II%20ZR%2076%2F62
Timestamp: 2019-05-23 04:14:19+00:00

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BGH, 21.02.1963 - II ZR 76/62 - dejure.org
BGH, 21.02.1963 - II ZR 76/62
https://dejure.org/1963,414
BGH, 21.02.1963 - II ZR 76/62 (https://dejure.org/1963,414)
BGH, Entscheidung vom 21.02.1963 - II ZR 76/62 (https://dejure.org/1963,414)
BGH, Entscheidung vom 21. Februar 1963 - II ZR 76/62 (https://dejure.org/1963,414)
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Zuständigkeit bei Feststellung des Amts als Aufsichtsratsmitglied einer GmbH - Widerruf der Bestellung eines Vertreters der Arbeitnehmer zum Aufsichtsratsmitglied - Auswirkungen der fristlosen Entlassung eines Arbeitnehmervertreters auf die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat - Persönliche Voraussetzungen für Mitglieder eines Aufsichtsrats
BGHZ 39, 116
NJW 1963, 905
MDR 1963, 385
DB 1963, 417
Allerdings ist ein wichtiger Grund im Sinne des § 103 Abs. 3 AktG nicht nur im Falle eines krass gesellschaftswidrigen Verhaltens des Aufsichtsratsmitgliedes gegeben, welches dessen weitere Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat als schlechthin untragbar erscheinen lässt, wie dies der Bundesgerichtshof in einer älteren Entscheidung vom 21. Februar 1963 ( BGHZ 39, 116) zum früheren AktG 1937 entschieden hat, welches eine diesbezügliche ausdrückliche Regelung noch nicht enthielt (so auch AG München WM 1986, 974;… Geßler AktG § 103, Rn. 14).
OLG Hamburg, 23.01.1990 - 11 W 92/89
Aufsichtsratsmitglied; Gerichtliche Abberufung; Wichtiger Grund; …
Für die Qualifizierung des wichtigen Grundes i. S. von § 103 Abs. 3 AktG ist es fraglich, ob dafür nur ein kraß gesellschaftswidriges Verhalten bzw. sonst schlechthin untragbare Fälle einer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat in Betracht kommen (so BGHZ 39, 116, 123 für § 88 Abs. 4 Satz 2 AktG 1937 ..) oder ob entsprechend der heute überwiegenden Auffassung auch weitere Tatbestände, die bei Abwägung der beteiligten Interessen eine Unzumutbarkeit des weiteren Verbleibens im Amt gegenüber der Gesellschaft begründen, ausreichen ([folgen Lit.-Hinw.] LG Frankfurt NJW 1987, 505 f.).
Die Entscheidung in BGHZ 39, 116, 123 ergibt insoweit nichts Abweichendes.
Der BGH hat allerdings an die Bejahung eines wichtigen Grundes für § 88 Abs. 4 Satz 2 AktG 1937 insofern strengere Maßstäbe angelegt, als er einmal einen gesteigerten Grad von Unzumutbarkeit des Verbleibens im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft verlangt (»kraß gesellschaftswidriges Verhalten« oder »schlechthin untragbare« Mitgliedschaft im Aufsichtsrat) und zum anderen einen schnell, eindeutig und verläßlich abgrenzbaren Tatbestand voraussetzt (BGHZ 39, 116, 123).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann jemand, dessen Persönlichkeitsrecht in schwerer Weise schuldhaft verletzt worden ist, vom Schädiger einen Ausgleich in Geld für seinen immateriellen Schaden verlangen, wenn sich die erlittene Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend ausgleichen läßt (BGHZ 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60]; 39, 124 [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62][BGH 19.09.1961 - ZR VI 259/60 ] LM BGB § 823 Ah Nr. 10, § 847 Nr. 25; GG Art. 5 Nr. 10, 16, 20).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann derjenige, dessen Persönlichkeitsrecht in schwerer Weise schuldhaft verletzt worden ist, vom Schädiger einen Ausgleich in Geld für seinen immateriellen Schaden verlangen, wenn sich die erlittene Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend ausgleichen läßt (BGHZ 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60]; 39, 124 [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62]; BGH LM BGB § 823 Ah Nr. 10; LM BGB § 847 Nr. 25; LM GG Art. 5 Nr. 10, 16, 20).
Eine Bejahung wird nahe liegen, wenn es sich um einen tiefgreifenden Eingriff in die persönliche Sphäre und damit eine schwere Ehrverletzung handelt oder den Schädiger der Vorwurf schwerer Schuld trifft (BGHZ 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60]; 39, 124 [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62]; BGH Urteil vom 5. November 1963 - VI ZR 216/62 = LM § 847 BGB Nr. 25).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erkennt bei Verletzung des Persönlichkeitsrechts in entsprechender Anwendung des § 847 BGB einen Anspruch auf Genugtuung in Geld unter bestimmten Voraussetzungen an (BGHZ 26, 349; 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60] ; 39, 124) [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62] ; BGH LM § 823 BGB (A.h.) Nr. 16 = NJW 1962, 1004; LM Art. 5 GG Nr. 10 (= NJW 1963, 904); Nr. 16 (= MDR 1965, 371); Nr. 20 (= NJW 1965, 2395 = MDR 1966, 137); LM § 847 BGB Nr. 31 (= NJW 1966, 1213); Nr. 33 (= MDR 1969, 472); Nr. 41 (= NJW 1971, 698/801).
Das ist insbesondere dann der Fall, wenn den Schädiger der Vorwurf schwerer Schuld trifft oder wenn es sich um einen tiefgreifenden Eingriff in die persönliche Sphäre oder eine schwere Ehrverletzung handelt (BGHZ 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60]; 39, 124 [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62]; BGH Urteil vom 5. November 1963 - VI ZR 216/62 = LM § 847 BGB Nr. 25).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 26, 349; 30, 7, 17 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58]; 35, 363 [BGH 19.09.1961 - VI ZR 259/60]; 39, 124) [BGH 21.02.1963 - II ZR 76/62]hat freilich bei Verletzung des sogenannten allgemeinen Persönlichkeitsrechts, das dabei als ein sonstiges Recht im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB angesehen wird, unter gewissen streng umgrenzten Voraussetzungen auch einen Anspruch auf Ersatz eines immateriellen Schadens anerkannt.
BGH, 20.06.1967 - VI ZR 22/66
Erlass einer einstweiligen Verfügung - Unvollständigkeit von Zitaten in einem …
Die Ausführungen des Berufungsgerichts entsprechen der Rechtsprechung des erkennenden Senats (LM GG Art. 5 Nr. 10 = NJW 1963, 905; BGB § 847 Nr. 25 = MDR 1964, 136).

References: § 103
 § 103
 § 103
 § 88
 BGH 
 § 88
 § 823
 § 847
 Art. 5
 BGH 
 § 823
 § 847
 Art. 5
 BGH 
 § 847
 § 847
 BGH 
 § 823
 Art. 5
 § 847
 BGH 
 § 847
 § 823
 Art. 5
 § 847