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Einfluss der Besteuerung auf Internationale Investitionen - ppt herunterladen
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Präsentation zum Thema: "Einfluss der Besteuerung auf Internationale Investitionen"— Präsentation transkript:
1 Einfluss der Besteuerung auf Internationale Investitionen
Prof. Dr. Michael v.Wuntsch Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
2 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
Literatur Von Wuntsch / Bach / Trabold: Wertmanagement und Steuerplanung in der globalen Wirtschaft, Teil III, Kap. 2 und und 3.5, 3.6 und 4.3 OECD Musterabkommen 2003 Download von meiner Homepage ! DBA: Deutschland – USA Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
3 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
KSt / Corporation Tax 2005 Systems A1. Classical System (without tax relief) A2. Classical System (with tax relief for shareholder) B. Exemption system: Tax exemption for shareholder C1. Imputation system: partial tax credit C2. Imputation system: full tax credit Countries Switzerland Irland Belgium Germany (from 08) Denmark France Luxemburg Netherlands Austria Sweden Italy USA Greece Litovania Slovakia Japan Canada(Ontario) Spain UK Malta Norway Tax rates (%) 8.5 12.5 34 38,6 (29.83) 28 33.3 22 31.5 25 33 35 32 15 19 30 22.1 Relief Shareholder Level Parts of the dividend are not liable to income tax Corp. Tax and Trade Tax 50 % tax free A part of CT is imputed to the shareholder as a tax credit All of the CT is imputed to the shareholder as a tax credit Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
4 Steuerbelastung bei MutterG und TochterG:
Gesamte Erträge / TochterG ,000,000 Aufwendungen vor Abschreibung /TG ,000,000 Abschreibung / TochterG ,000,000 = JÜ vor Steuern / TochterG	= 5,000,000 - Steuern im Staat der TochterG (20 %) ,000,000 = Gewinn nach Steuern	= 4,000,000 + Abschreibung (nicht zahlungswirksam) ,000,000 = Netto Cash flow der TochterG	= 6,000,000 Ausschüttung der TochterG (100%) ,000,000 Quellensteuer bei Ausschüttung (5%) ,000 = Ausschüttung nach QuellenSt	= 5,700,000 Umtauschrate ( 0.50 ) = erhaltener Cash flow der MutterG ,850,000 Frage: Wie wird die Dividende bei der MutterG steuerlich erfasst ? Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
5 Struktur von DBA (Bsp.: OECD-MA)
Struktur des OECD-MA: Art. 1 und 2 regeln den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich des DBA; 2) Art. 3 bis 5 enthalten wichtige Begriffsbestimmungen (u.a. zu den Ausdrucken “Gesellschaft”, “Unternehmen eines Vertragsstaates”, zur “Ansässigkeit” und “Betriebsstätte”); 3) Art. 6 bis 21 ordnen die Besteuerung des Einkommens dem Quellen- oder Belegenheitsstaat zu; Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
6 Struktur von DBA (Bsp.: OECD-MA)
4) Art. 22 bezieht sich auf entsprechende Regelungen zur Besteuerung des Vermögens; 5) Art. 23 regelt die Vermeidung der Doppelbesteuerung mittels Anrechnung der ausländischen Steuer oder Freistellung des aus dem Quellenstaat stammenden Einkommens bzw. Vermögens; 6) Art. 24 bis 31 enthalten besondere Bestimmungen zum Schiedsverfahren und zum “Treaty Shopping”; 7) Art. 32 und 33 regeln Inkrafttreten und Kündigung des DBA. Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
7 Struktur von DBA (Bsp.: OECD-MA)
OECD-MA / Abschnitt III zur Besteuerung des Einkommens: - Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen (Art. 6) - Unternehmensgewinne (Art. 7) - Seeschiffahrt, Binnenschiffahrt und Luftfahrt (Art. 8) - Verbundene Unternehmen (Art. 9) - Dividenden (Art. 10) - Zinsen (Art. 11) - Lizenzgebühren (Art. 12) - Gewinne aus der Veräußerung von Vermögen (Art. 13) - Selbständige Arbeit (Art. 14) - Unselbständige Arbeit (Art. 15) - Aufsichtsrats- und Verwaltungsvergütungen (Art. 16) - Künstler und Sportler (Art. 17) - Ruhegehälter (Art. 18) - Öffentlicher Dienst (Art. 19) - Studenten (Art. 20) - Andere Einkünfte (Art. 21) Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
8 DBA-Anwendung (gem. OECD-MA):
Stammhaus Head-Office Inland Betriebsstätte (BS) Ausland 1. Betriebsstättenprinzip gem. Art. 7 i.V.m. Art. 5 1. Freistellung des BS-Gewinns 2. Progressionsvorbehalt gem. Art. 23 A (3) i.V.m. § 32b (1) Nr. 3 EStG 2. Problem: Abgrenzung des BS-Gewinns (vgl. Art. 7 (2), (3) ) Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
9 DBA-Anwendung bei Schachteldividende
Regelfall in deutschen DBA (vgl. DBA: D/USA): Beteiligung  KapG 1 Inland KapG 2 Ausland  Ausschüttung 1. Dividende i.S.v. Art. 10  QuellenSt 5 o. 15 % gem. Art. 10 (2) 1. Freistellung: (a) gem. Art. 23 (2)  ab 10% Anteil (Aktivitätsklausel möglich !) (b) gem. § 8b (1) KStG  ohne Grenze 2. KSt im Ausland 2. Gewinn-Erhöhung: § 8b (5) KStG 5 % d. steuerfreien Dividende Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
10 Europäische Mutter/Tochter- RL
Quellensteuer wird bei Schachteldividenden nicht erhoben ! Subjektive Voraussetzungen: (1) Mutter- und Tochtergesellschaft sind jeweils Kapitalgesellschaften (Ausweitung auf Tochtergesellschaften i.S.v. § 1 Abs. 1 KStG gem. § 44d Abs. 4 EStG) (2) Ansässigkeit der Gesellschaften im Gebiet der EU (3) Gesellschaften unterliegen ohne Wahlmöglichkeit einer Körperschaftsteuer Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
11 Europäische Mutter/Tochter-RL
Status der Muttergesellschaft: (1) Mindestbeteiligung von unmittelbar 25 % am Nennkapital der Tochtergesellschaft (Ausweitung auf ein mindestens zehnprozentiges Beteiligungsverhältnis gem. § 44d Abs. 3 EStG (und ehemals § 26 Abs. 2a KStG). (2) Mindestdauer der Beteiligung von ununterbrochen 2 Jahren (Ausweitung auf 12 Monate gem. § 44d Abs. 2 EStG (und ehemals § 26 Abs. 2a KStG) Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
12 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
Vorteile für Holdings Vom Stammhauskonzern zum Holdingkonzern → Vorteile: die Reduzierung von Entscheidungskomplexität durch die rechtliche Verselbständigung operativer Teilbetriebe  die Konzentration auf Kerngeschäfte die Ansiedlung der operativ tätigen TochterG in der Nähe der jeweiligen regionalen Märkte die Reduzierung hierarchischer Stufen und die Erhöhung der Flexibilität durch die Errichtung mittelständischer Entscheidungsstrukturen Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
13 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
Vorteile für Holdings  leichteres Ein- und Ausgliedern von Beteiligungsgesellschaften  Bildung strategischer Allianzen mit anderen Unternehmen im Rahmen von Gemeinschaftsholdings  die Aufteilung des Haftungsrisikos  Gewinnverlagerung + mehrdimensionale Steuervergünstigungen Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
14 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
Vorteile für Holdings Gewinnverlagerung + mehrdimensionale Steuervergünstigungen: Begünstigungen von FinanzierungsG + Coordination Centers in verschiedenen Ländern (z.B. NL, Belgien, Irland) 2. Gewinn-Verlagerung durch Gestaltung von Transferpreisen → vgl. OECD-Bericht 3. Investition in Steuer-Oasen → beachte Hinzurechnungsbesteuerung gem. §§ 7 ff. AStG (CFC Legislation) Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
15 Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
Gewinnverlagerungen Gewinnverlagerungen mittels Basisunternehmen: 1. Ort der GF-Leitung gem. § 10 AO  ausl. Sitz verhindert nicht immer die dt. KSt-Pflicht 2. Scheingeschäfte gem. § 41 AO  keine steuerliche Anerkennung 3. Mißbrauch gem. § 42 AO  Durchgriffsbesteuerung, wenn für die Gründung von BasisG wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen und keine wirt. Eigenaktivitäten entfaltet werden 4. Steuerliche Abschirmwirkung von ZwischenG  Hinzurechnungsbesteuerung gem. §§ AStG, wenn ein beherrschender Einfluß von Steuerinländern und keine Aktiveinkünfte i.S.v. § 8 AStG bestehen Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
16 Gewinnverlagerungen mittels Basisgesellschaften
Begriff Basisunternehmen (base company): Selbständiger Rechtsträger mit statuarischem Sitz im Ausland (meist Niedrigsteuerland) mit ihn beherrschenden inländischen Gesellschaftern und mit Schwerpunkt der wirtschaftlichen Betätigung außerhalb seines Sitzlandes. (Dreßler 1995, S.152) Verfügt das BasisU nicht über eigene Geschäftsräume und Personal, besteht eine Briefkasten- oder eine reine DomizilG. Das BasisU wird zur ZwischenG, wenn vor allem eine steuerliche Abschirmwirkung zum Inland für die hinter ihr stehenden Steuerinländer erreicht werden soll. (Dreßler 1995, S. 283) Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
17 Neutralitätsziele für Investitionsentscheidungen: KIN+KEN
Literatur: R.A. Musgrave / P.B. Musgrave / L. Kullmer: Die öffentlichen Finanzen in Theorie und Praxis 2, 1998 O. H. Jacobs (Hrg.), Internationale Unternehmensbesteuerung - Handbuch zur Besteuerung deutscher Unternehmen mit Auslandsbeziehungen, 3. Aufl., München, 1995 (Beck) Eigene Berechnungen Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
18 Kapitalimport- und Kapitalexportneutralität (KIN+KEN)
Definition:  KEN: Gleiche Belastung von Investitionen im Inland und im Ausland für alle inländischen Investoren. Neutralität auf dem Markt im Sitzstaat, egal wo investiert wird. Gewährleistung über Anrechnung.  KIN: Gleiche Belastung auf dem ausländischem Markt für inländische und ausländische Unternehmen. Neutralität auf dem ausländischen Markt. Gewährleistung über Freistellung. Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
19 Zuordnung von KIN und KEN zu den DBA-Methoden:
Freistellungsmethode: orientiert sich am Steuerniveau des ausländischen Quellenstaates der Gewinne. (Progressionsvorbehalt möglich) Anrechnungsmethode: orientiert sich nur dann am Steuerniveau des Quellenstaates, wenn dort die Belastung höher ist als im Sitzstaat. (beachte: Höchstbetragsbegrenzung)  KEN: Anrechnungsmethode: orientiert sich am Steuerniveau des Sitzstaates, solange die Belastung dort höher ist als im Quellenstaat der ausländischen Gewinne. Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
20 Pro und Contra zu den DBA-Methoden
für Freistellungsmethode: gleiche Wettbewerbsbedingungen bei unterschiedlicher Leistungsfähigkeit in- und ausländischer Unternehmen Ausnutzung von Steuervorteilen im Ausland Kapitaltransfer ins Ausland  kleiner Wirtschaftsraum mit starken wirtschaftlichen Interessen im Ausland (z.B.: in den USA) für Anrechnungsmethode: Betonung des Grundsatzes der Leistungsfähigkeit für alle Unternehmen  großer Binnenmarkt mit einheitlichem Wirtschaftsraum Prof. Dr. M. von Wuntsch FHTW Berlin
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References: Art. 1
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 22
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 32
 Art. 7
 Art. 5
 Art. 23
 § 32
 Art. 7
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 23
 § 8
 § 8
 § 1
 § 44
 § 44
 § 26
 § 44
 § 26
 § 10
 § 41
 § 42
 § 8