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Timestamp: 2019-08-21 16:56:37+00:00

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BGH, 16.01.2008 - XII ZR 216/05 - dejure.org
BGH, 16.01.2008 - XII ZR 216/05
https://dejure.org/2008,1284
BGH, 16.01.2008 - XII ZR 216/05 (https://dejure.org/2008,1284)
BGH, Entscheidung vom 16.01.2008 - XII ZR 216/05 (https://dejure.org/2008,1284)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 (https://dejure.org/2008,1284)
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Vorliegen einer der Rechtskraft fähigen Sachentscheidung bei alternativer Abweisung einer Klage durch das Gericht als unzulässig oder unbegründet; Berücksichtigung der Rechtskraft eines früheren Urteils über denselben Streitgegenstand als negative Prozessvoraussetzung in der Revisionsinstanz von Amts wegen; Erwachsen einer Sachabweisung in Rechtskraft bei Übersehen des Fehlens einer Zulässigkeitsvoraussetzung oder bei grob fehlerhafter Bejahung der Zulässigkeit seitens des Gerichts
Zum Umfang der Rechtskraft einer in einem Vorprozess der Parteien ergangenen Entscheidung
Mietausfallschaden, Leistungsklage, Feststellungsklage
Umfang der Rechtskraft einer in einem Vorprozess zwischen den Parteien ergangenen Entscheidung
Verfahrensrecht - Reichweite der materiellen Rechtskraft
Materielle Rechtskraft einer Klageabweisung bei "offenbleibender" Zulässigkeit
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.01.2008, Az.: XII ZR 216/05 (Reichweite der Rechtskraft des einen Feststellungsantrag abweisenden Urteils für eine nachfolgende Leistungsklage)" von RA beim BGH Dr. Herbert Geisler, original erschienen in: AnwBl Beilage 2008, 146 - 147.
LG Halle, 27.04.2005 - 3 O 270/04
OLG Naumburg, 06.12.2005 - 9 U 53/05
NJW 2008, 1227
MDR 2008, 522
NZM 2008, 285
FamRZ 2008, 774
WM 2008, 1569
AnwBl 2008, 146
Ebenso wie die Rechtskraft wirkt eine frühere Entscheidung nur gegenüber den Parteien des Vorprozesses bindend, nicht jedoch gegenüber nicht am Prozess beteiligten Dritten, da ansonsten der Anspruch auf rechtliches Gehör des nicht am Prozess beteiligten Dritten nicht hinreichend gewährleistet wäre (vgl. BGH, Urteil vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 19, 23).
Hat ein Gericht den Streitgegenstand eines rechtskräftig entschiedenen Vorprozesses erneut zu prüfen, hat es deshalb seinem Urteil den Inhalt dieser Entscheidung zugrunde zu legen (Senat…, Beschluss vom 22. September 2016 - V ZR 4/16, NJW 2017, 893 Rn. 17; BGH, Urteile vom 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204, 3205 und vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 23).
Beschränkte persönliche Dienstbarkeit: Anspruch auf Verlegung der Ausübung eines …
Aus der - vom Revisionsgericht von Amts wegen zu beachtenden (BGH, Urteil vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 9) - Rechtskraftwirkung folgt nämlich nicht nur, dass eine erneute Klage mit identischem Streitgegenstand unzulässig wäre.
BGH, 23.02.2018 - V ZR 101/16
Schadensersatzanspruch eines Wohnungseigentümers gegen die restliche …
Hat ein Gericht den Streitgegenstand eines rechtskräftig entschiedenen Vorprozesses erneut zu prüfen, hat es deshalb seinem Urteil den Inhalt dieser Entscheidung zugrunde zu legen (Senat…, Urteil vom 30. Juni 2017 - V ZR 134/16, NJW 2017, 3438 Rn. 8;… Beschluss vom 22. September 2016 - V ZR 4/16, NJW 2017, 893 Rn. 17; BGH, Urteil vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 23; Urteil vom 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204, 3205).
Hat ein Gericht den Streitgegenstand eines rechtskräftig entschiedenen Vorprozesses erneut zu prüfen, hat es deshalb seinem Urteil den Inhalt dieser Entscheidung zugrunde zu legen (BGH, Urteil vom 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204, 3205; Urteil vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 23).
Aber auch dann, wenn eine im Vorprozess rechtskräftig entschiedene Rechtsfrage lediglich Vorfrage für die Entscheidung des nachfolgenden Rechtsstreits ist, hat das Revisionsgericht die sich aus der Rechtskraft der früheren Entscheidung ergebende Bindungswirkung auch ohne Rüge eines Verfahrensbeteiligten zu berücksichtigen (BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - Rn. 9, NJW 2008, 1227) .
Hat ein Gericht daher den in einem Vorprozess bereits rechtskräftig entschiedenen Streitgegenstand nunmehr als Vorfrage zu prüfen, hat es seinem Urteil den Inhalt der rechtskräftigen Entscheidung zugrunde zu legen (BGH…, Beschluss vom 22. September 2016 - V ZR 4/16, aaO Rn. 17; Urteil vom 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05, NJW 2008, 1227 Rn. 9, 23), wobei sich die Bindungswirkung auf die rechtskräftig ausgeurteilte Rechtsfolge beschränkt (BGH, Urteil vom 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204 unter III 1).
aa) Die Rechtskraft einer in einem Vorprozess der Parteien ergangenen Entscheidung ist nicht nur bei Identität der Streitgegenstände, sondern auch dann in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu beachten, wenn eine für den nachfolgenden Rechtsstreit entscheidungserhebliche Vorfrage im Vorprozess entschieden worden ist (BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - Rn. 9; Zöller/Vollkommer ZPO 29. Aufl. vor § 322 Rn. 22 ff.) .
Die materielle Rechtskraft eines Urteils führt in einem späteren Rechtsstreit nur dann zur Unzulässigkeit der neuen Klage, wenn die Streitgegenstände beider Prozesse identisch sind oder im zweiten Prozess das kontradiktorische Gegenteil der im ersten Prozess ausgesprochenen Rechtsfolge begehrt wird (BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - Rn. 22) .
Dabei handelt es sich um unterschiedliche Streitgegenstände (vgl. BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - aaO) .
(1) Lassen die Urteilsgründe eines klageabweisenden Urteils die Zulässigkeit der Klage - verfahrensfehlerhaft - dahinstehen, ist es der uneingeschränkten materiellen Rechtskraft fähig, wenn aus dessen Tenor und Entscheidungsgründen ersichtlich ist, dass das Gericht ungeachtet seiner Zweifel an der Zulässigkeit der Klage kein Prozessurteil erlassen, sondern eine Sachentscheidung getroffen hat (BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 -) .
(2) Wird hingegen in einem Urteil die Zulässigkeit einer Klage ausdrücklich verneint und die Entscheidung tragend hierauf gestützt, sind die zusätzlichen Ausführungen zur Begründetheit als unverbindlich zu betrachten und so zu behandeln, als wären sie nicht vorhanden (vgl. BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - Rn. 14) .
a) Die materielle Rechtskraft eines Urteils führt in einem späteren Prozess dann zur Unzulässigkeit einer neuen Klage, wenn die Streitgegenstände beider Prozesse identisch sind oder im zweiten Prozess das kontradiktorische Gegenteil der im ersten Prozess ausgesprochenen Rechtsfolge begehrt wird (BAG 19. August 2010 - 8 AZR 315/09 - Rn. 32, NZA 2010, 1443; BGH 16. Januar 2008 - XII ZR 216/05 - Rn. 22, NJW 2008, 1227) .
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Vergleich; Wirksamkeit; Präklusion; Widerklage

References: BGH 
 BGH 
 § 322
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 11
 § 141