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Timestamp: 2020-05-31 20:07:56+00:00

Document:
Ausnahmen Waffengesetz Schießstätten - Seite 3 - PULVERDAMPF
Beitrag von Salem » Do 2. Apr 2020, 19:59
Da ich Unerledigtes nicht mag handle ich meiner Ankündigung von hier Abstand zu nehmen nochmal zuwider.
Zunächst @Promo: Wenn Du Dich durch mein Posting angegriffen fühlst tut es mir leid, es war nicht ganz so ernst gemeint - Du bist mir als integer und rechtlich sattelfest in Erinnerung, daher meine Verwunderung über Dein Beharren am §14.
Komm einfach wieder „runter“ Ich war nie "oben". Obwohl böse Zungen immer noch behaupten wenn ich "oben" bin steht der Krakatau vor dem Ausbruch ist das Greuelpropaganda, ich bin ein Netter. Echt. Kärntner halt...
Die theoretische Auseinandersetzung mit waffenrechtlichen Themen ist wertvoll
vor allem wenn sie von Idealisten gratis hier im Forum geteilt werden Jepp. Aber manchmal auch recht mühsam.
Wennst das Einen anwalt fragst zahlst mind 200,- zuzüglich Mwstr Ich stelle fest: Ich habe den falschen Beruf.
DU bist In der glücklichen Situation eine zustaendige waffenbehoerde zu haben die im Rahmen der Gesetze und recht liberal agiert
Nicht jeder hat so eine Wer bei unserer Behörde rechtlich nicht sattelfest ist den birndlts beinhart auf. Da wurden schon Anträge abgelehnt wo selbst ich das nicht für möglich hielt. "...recht liberal...?" Was unser Bezirkshauptmann übers Waffenthema so denkt wurde hier schon mehrfach blumig diskutiert...
Ichcerinnere nur in Stichworten an
Amtsarzt bei WBK beantragung
Keine erweiterungen 2 auf 5 trotz Gesetz
Rechnungen für hicap magazine sonst kein Eintrag in die WBK
nicht Annahme von antraegen trotz zustaendigkeit
Dinge die in oesterreich täglich vorkommen Ja, und für die Betroffenen isses Oasch. Aber nur weil ein paar Behörden rechtswidrig agieren ändert das an der Gültigkeit unserer Gesetze nix. Die vielen Behörden die rechtskonform arbeiten sind die Norm.
fuer die betroffene ist jede detaillierte Auseinandersetzung mit einem für sie aktuellen Thema wertvoll Deshalb mein Posting, siehe unten...
Und sei es nur als Vorlage für ihren Anwalt ( denn die haben oft leider auch nicht das detailwissen welches hier im Forum regelmäßig bereitgestellt wird, und investieren nicht die nötige zeit für ihren Klienten um es sich zu erarbeiten)
Was die von mir oben in Blau unterlegte Argumentationskette anbelangt so hat sie zwar Gültigkeit für Schallis und große Magazine, deckt jedoch Langwaffenpatronen mit Vollmantelgeschoß nicht ab. Das wird, gemäß dem Grundsatz dass das GANZE WaffG. gilt, durch den §18 geregelt. Nach §18 (4) und (5) ist die Frage nach der Zulässigkeit der Weitergabe auf einem behördlich genehmigten Schießstand geklärt. Reinkopieren erspare ich mir, wer Interesse hat liest es eh im RIS oder sonstwo.
Beitrag von gewo » Do 2. Apr 2020, 20:02
In diesem Punkt hast recht
Vollmantel darf meiner Meinung nach auch auf schiesstaenden nicht ohne Dokument abgegeben werden
Handhaben wir in innsbruck am Schießstand auch so
Und ich hab nix anderes behauptet zu den FMJ 223 / 308
Beitrag von Salem » Do 2. Apr 2020, 20:32
Der der das Zeug mitbringt braucht ein Dokument (Innehabung, Transport), der dem er es am beh. gen. Schießstand weitergibt nur dann nicht wenn der dem er es gibt vor Ort verschiesst (gedeckt vom "Schießstandprivileg"). Mitnehmen ohne Dokument geht nicht, dann machen sich beide strafbar. Eh einfach.
Beitrag von gewo » Do 2. Apr 2020, 20:34
Der der das Zeug mitbringt braucht ein Dokument (Innehabung, Transport), der dem er es am beh. gen. Schießstand weitergibt nur dann nicht wenn der es am Stand verschiesst (gedeckt vom "Schießstandprivileg"). Mitnehmen ohne Dokument geht nicht, dann machen sich beide strafbar. Eh einfach.
SD und waffen ect
aber eigentlich nicht FMJ 223 / 308
Wennst mich fragst
Außer durch ÖBH überlassen
Beitrag von Salem » Do 2. Apr 2020, 21:21
§18 (4) und (5) unterstellen für die Überlassung die FMJ den Bestimmungen des §28 und der stellt diese - für das Überlassen - den dort befassten Kat B Waffen gleich. Der §14 gilt nicht nur für Schußwaffen im allgemeinen, sondern eben speziell auch für Kat B Waffen und alle ihnen per Gesetz rechtlich gleichgestellten Gegenstände. Wenn man mal überzuckert hat wie der Hase läuft ist es eh einfach.
Manchmal komme ich mir in diesem Forum vor wie jemand der auf eine Wand blickt und in den Farb- und Schattenspielen darauf ein Gesicht erkennt. 5 Leute stehen daneben und sehen nur einen Fleck. Dann gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Ich bin ein Prophet. Möglich, aber seeeehr unwahrscheinlich, das will ich auch nicht.
2. Ich vertrage keinen Alkohol. Auch möglich, auch unwahrscheinlich, erklärt aber das Kopfweh.
(In welchem Teil meines Postings sich die Ironie versteckt verrate ich natürlich nicht...)
Beitrag von gewo » Do 2. Apr 2020, 21:41
Do 2. Apr 2020, 21:21
Das gilt nur für die Betrachtung aus Sicht des Waffg
Bei 223 308 fmj spielt die KMV mit
Diese Patronen sind Kriegsmaterial
Und für solches gilt das schiesstaettenprivilig ned
Beitrag von Salem » Do 2. Apr 2020, 22:30
Hier gilt bekanntermaßen die Ausnahme "für Jagd u. Sport" für HA-Langwaffen:
KMV, §1
Und hier soll sie für "Jagd u. Sport" FMJ (Nat. mit "weichem J") nicht gelten?:
Eindeutig. und auf österr. Staatsgebiet gilt daher für österr. Staatsbürger:
Der §18, (4) sticht nochmal:
Meine Argumentationskette ist von der KMV unbeschadet. Wieso werden ständig Problemsituationen herbeigeredet? Der Handlungsspielraum der uns LWB von WaffG, KMG und KMV vorgegeben wird ist eh schon recht eng gefasst, warum sollten wir diesen Spielraum selber ohne Not noch mehr einengen? Ich verstehe es nicht. "Der größte Feind des LWB ist der LWB selbst": Ein Satz den ich lange strikt nicht glauben wollte, heute ist das anders. Jetzt mache ich mir ein Bier auf und schau "Ringlstetter". Servus.
Beitrag von gewo » Do 2. Apr 2020, 22:37
deiner jagd&sport ausnahme folgend waeren diese patronen 223 308fmj grundsaetzlich frei abzugeben
was sie nicht sind...
die ausnahme sagt nur dass sie abgegeben und besessen werden duerfen
sie bleiben nichts desto trotz jedenfalls KM
ich muss sie auch bei der einfuhr als KM ans wirtschaftsministerium melden
auch dazu gibt es eine rechtsansicht
aber seines wie es sei
in wirklichkeit kuemmert es eh niemand
ssv wildcard
Beitrag von ssv wildcard » Do 2. Apr 2020, 22:39
Do 2. Apr 2020, 21:41
Dann dürfte ich mit meiner Waffe wenn ich nur o.a. FMJ Munition mithabe auch auf einer behördlich genehmigten Schießstätte nur jemanden schießen lassen der eine WBK oder andere Ausnahmebewilligung hat?
Beitrag von gewo » Do 2. Apr 2020, 23:23
ssv wildcard hat geschrieben: ↑
Do 2. Apr 2020, 22:39
die antwort ist offenbar strittig
ich bin der meinung du darfst das nicht
aber wen scherts ...
Beitrag von Salem » Do 2. Apr 2020, 23:33
Do 2. Apr 2020, 22:37
Natürlich nicht, HA-LW sind ja auch nicht Kat. C, sondern unterliegen besonderen Restriktionen. Trotzdem gelten innerhalb des Bundesgebietes für Privatnutzer die diesbezüglichen Ausnahmen und Bestimmungen des Österr. WaffG - für HA gleichermaßen wie für FMJ.
Eben. Und Abgabe und Besitz wird dann im Waffg weiter geregelt. Eh alles OK.
Stimmt auffallend. Hat nur mit den gesetzlichen Bestimmungen für die Benützung auf behördlich genehmigten Schießstätten in Österreich nix zu tun. Wenn das Zeug mal da ist unterliegt es für mich als Endverbraucher dem WaffG.
in wirklichkeit kuemmert es eh niemand DA wäre ich mir nicht so sicher... Der Feind liest mit - und lernt.
Beitrag von Jiggler » Fr 3. Apr 2020, 01:29
Beitrag von Salem » Fr 3. Apr 2020, 02:13
*Selber laden - die beste Alternative bei einer Kat.C: FMJ kannst selber laden wennst lustig bist, meist sind es aber die speziellen HPBT die es dann präzimäßig wirklich bringen, und das bei überschaubaren Kosten (Wer nur Geld verprassen will kann das natürlich auch hier machen, das Limit ist nach oben offen).
Von irgendwelchen rechtlichen Kunstgriffen rate ich ab, die verbauen mehr als sie, falls überhaupt, bringen.
Du könntest Dir zwar laut WaffG. auf einem gesetzlich genehmigten Schießstand ein paar FMJ zum sofortigen Probeschießen geben lassen, aber auch wenn die die Murmeln super laufen bringt Dir das nix: Du dürftest sie außerhalb des Standes streng gesehen noch nicht mal in die Hand nehmen, geschweigedenn kaufen.
Beitrag von Emil » Fr 3. Apr 2020, 04:38
gewo hat höchstwahrscheinlich recht.
Es sieht u.a. eine Ausnahme für "halbautomatische Karabiner oder Gewehre" (Die sind zwar im Import/Export Kriegsmaterial nach der KMV aber in Österreich dann nach dem WaffG kein Kriegsmaterial sondern Kat B) NICHT aber eine Ausnahme für irgendeine Munition vor.
Also muss man weiterlesen was die KMV sagt, denn die bestimmt ja gem. § 5 Abs. 1 WaffG was Kriegsmaterial im Sinne des WaffG ist.
KM laut KMV sind:
Von Munition die unter § 18 WaffG (bzw. die KMV) fällt - und daher KM ist - aber ist hier keine Rede.

References: §14
 §18
 §18

§18
 §28
 §14
 §1
 §18
 § 5
 § 18