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Timestamp: 2020-04-02 08:28:40+00:00

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BGH, 15.10.2007 - II ZR 136/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,465
BGH, 15.10.2007 - II ZR 136/06 (https://dejure.org/2007,465)
BGH, Entscheidung vom 15.10.2007 - II ZR 136/06 (https://dejure.org/2007,465)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 2007 - II ZR 136/06 (https://dejure.org/2007,465)
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Entstehung eines Ausgleichsanspruchs zwischen Gesamtschuldnern als Befreiungsanspruch im Zeitpunkt der Entstehung eines Gesamtschuldverhältnisses; Voraussetzungen für einen Befreiungsanspruch gegen einen im Innenverhältnis allein verpflichteten Mitgesellschafter im Falle ...
Zum Freistellungsanspruch eines GbR-Gesellschafters gegen seinen Mitgesellschafter im Gesamtschuldnerausgleich
Ausgleichs-(hier: Freistellungs-)Ansprüche nach § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB unter Gesellschaftern nur dann, wenn von der Gesellschaft keine Erstattung zu erlangen ist; Freistellungspflicht als Pflicht zur Abwehr auch unbegründeter Ansprüche
Freistellungsanspruch im Gesamtschuldverhältnis
BGB § 426 Abs. 1 § 705 § 714
Auseinandersetzung, Auseinandersetzungsbilanz, Ausgleich, Befreiungsanspruch, Durchsetzungssperre, unselbständiger Rechnungsposten
Freistellungsansprüche zwischen Gesamtschuldnern innerhalb einer ARGE (hier: Architekten)
Ausgleichspflichten zwischen den Gesellschaftern einer GbR
BGB § 426 Abs. 1, §§ 705, 714
Voraussetzungen und Umfang des Ausgleichsanspruchs unter Gesellschaftern einer GbR
Architekten-ARGE: Freistellungsansprüche zwischen Gesamtschuldnern (IBR 2008, 35)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.10.2007, Az.: II ZR 136/06 (Freistellungsanspruch im Gesamtschuldverhältnis)" von RiBGH Prof. Markus Gehrlein, original erschienen in: JZ 2008, 364 - 366.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.10. 2007, Az.: II ZR 136/06 (Entstehungszeitpunkt des Ausgleichsanspruchs gemäß § 426 Abs. 1 S. 1 BGB)" von Prof. Dr. Martina Benecke, original erschienen in: JR 2008, 513 - 515.
LG Koblenz, 15.07.2004 - 9 O 258/03
OLG Koblenz, 25.04.2006 - 1 U 1026/04
OLG Koblenz, 26.04.2006 - 1 U 1026/04
NJW-RR 2008, 256
ZIP 2007, 2313
MDR 2008, 92
NZBau 2008, 121
WM 2007, 2289
BB 2007, 2702
BB 2008, 2133
DB 2007, 2701
JR 2008, 511
BauR 2008, 142
BauR 2008, 381
Ein entsprechender Auskunftsanspruch folgt dabei aus der sich aus § 426 Abs. 1 BGB ergebenden Verpflichtung, unbegründete Ansprüche vom Freistellungsgläubiger abzuwehren (BGH, NJW-RR 2008, 256 Rn. 22).
Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, dass der Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 BGB bereits in dem Augenblick entsteht, in dem die mehreren Ersatzpflichtigen dem Geschädigten ersatzpflichtig werden, also mit der Begründung der Gesamtschuld (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 1953 - VI ZR 82/52, BGHZ 11, 170, 174; Urteil vom 21. März 1991 - IX ZR 286/90, BGHZ 114, 117, 122; Urteil vom 28. April 1994 - VII ZR 73/93, BauR 1994, 621 = ZfBR 1994, 209; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, BauR 2008, 381 = NZBau 2008, 121).
Ein auf gesetzlicher oder vertraglicher Grundlage bestehender Freistellungsanspruch ist nicht nur darauf gerichtet, begründete Ansprüche zu befriedigen, sondern auch darauf, unberechtigte Forderungen abzuwehren (BGH, Urteil vom 24. Juni 1970 - VIII ZR 268/67, NJW 1970, 1594, 1595 f.; Urteil vom 19. April 2002 - V ZR 3/01, ZIP 2002, 1299 f.; Urteil vom 24. Oktober 2002 - IX ZR 355/00, BGHZ 152, 246, 255; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313 Rn. 22).
Das Gesetz weist ihm mit § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB gegen den anderen Gesamtschuldner einen selbständigen Ausgleichsanspruch zu, der nicht etwa erst mit der Befriedigung des Gläubigers, sondern schon mit der Entstehung des Gesamtschuldverhältnisses entsteht (BGH Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06 - NJW-RR 2008, 256 Tz. 14).
Ist die Schuld fällig, kann der mithaftende Gesamtschuldner schon vor Erbringung seiner eigenen Leistung von seinen Mitschuldnern verlangen, ihren Anteilen entsprechend an der Befriedigung des Gläubigers mitzuwirken und ihn von einer Inanspruchnahme durch den Gläubiger freizustellen (BGH Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06 - NJW-RR 2008, 256 Tz. 14).
Das Berufungsgericht ist rechtsfehlerfrei davon ausgegangen, dass zwischen dem Beklagten und S. eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet worden ist und dass zwischen mehreren - entsprechend § 128 HGB im Außenverhältnis persönlich haftenden - Gesellschaftern einer solchen Außen-GbR ein echtes Gesamtschuldverhältnis besteht, auf das § 426 Abs. 1 BGB Anwendung findet (BGH, Urteil vom 2. Juli 1979 - II ZR 132/78, WM 1979, 1282; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313 Rn. 14).
Dieser Maßstab ist grundsätzlich auch für den Ausgleich im Innenverhältnis maßgebend (BGH, Urteil vom 15. Januar 1988 - V ZR 183/86, BGHZ 103, 72, 76; Urteil vom 17. Dezember 2001 - II ZR 382/99, ZIP 2002, 394, 396; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313 Rn. 25;… Beschluss vom 9. Juni 2008 - II ZR 268/07, ZIP 2008, 1915 Rn. 2).
a) Dabei kann dahingestellt bleiben, ob - anders als das Berufungsgericht in Übereinstimmung mit der Entscheidung des erkennenden Senats vom 15. Oktober 2007 (II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313 Rn. 25; siehe aber auch BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 128/88, WM 1989, 1850, 1852) angenommen hat - der Haftungsmaßstab des § 708 BGB in Fällen wie dem vorliegenden gar keine Anwendung findet, wie die Revision in Übereinstimmung mit Teilen der Literatur meint (…vgl. die Darstellung des Meinungsstandes bei Staudinger/Habermeier, BGB, 2003, § 708 Rn. 12 ff. sowie Andreas Bergmann, jurisPK-BGB, 6. Aufl., § 708 Rn. 5 ff.).
Diese Besonderheit schlägt auf den gemäß § 426 Abs. 2 BGB übergehenden Anspruch durch (vgl. BGH, Urteil vom 2. Juli 1962 - II ZR 204/60, BGHZ 37, 299, 302 f.; Urteil vom 15. Januar 1988 - V ZR 183/86, BGHZ 103, 72, 76 ff.; Urteil vom 17. Dezember 2001 - II ZR 382/99, ZIP 2002, 394, 396; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313, 2314 Rn. 17), so dass auch dieser nicht mit der hier vorliegenden Konstellation eines Anspruchs eines Gesellschafter-Gläubigers aus einem Drittgeschäft vergleichbar ist.
Ist die Schuld fällig, kann der mithaftende Gesamtschuldner schon vor Erbringung seiner eigenen Leistung von seinen Mitschuldnern verlangen, ihren Anteilen entsprechend an der Befriedigung des Gläubigers mitzuwirken und ihn von einer Inanspruchnahme durch den Gläubiger freizustellen (BGH, Urteil vom 7. November 1985 - III ZR 142/84, NJW 1986, 978, 979; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, NJW-RR 2008, 256 Rn. 14).
Nach gefestigter Rechtsprechung entsteht der Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 BGB bereits in dem Augenblick, in dem die mehreren Ersatzpflichtigen dem Geschädigten ersatzpflichtig werden, also mit der Begründung der Gesamtschuld (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 1953 - VI ZR 82/52, BGHZ 11, 170, 174; Urteil vom 21. März 1991 - IX ZR 286/90, BGHZ 114, 117, 122; Urteil vom 28. April 1994 - VII ZR 73/93, BauR 1994, 621 = ZfBR 1994, 209; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, BauR 2008, 381 = NZBau 2008, 121).
a) Zwar verweist die Revision darauf, dass ein Ausgleichsanspruch unter Gesamtschuldnern nicht erst mit der Leistung an die (Gesellschafts-)Gläubiger, sondern mit der Begründung der Gesamtschuld entsteht (ständige Rechtsprechung, vgl. nur BGH, Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, ZIP 2007, 2313 Rn. 14;… Urteil vom 18. Juni 2009 - VII ZR 167/08, BGHZ 181, 310 Rn. 12 ff., jeweils mwN).
OLG Frankfurt, 24.03.2014 - 3 U 157/13
AG Berlin-Charlottenburg, 30.04.2009 - 74 C 11/09
Wohnungseigentum: Anspruch eines Sondereigentümers gegen einen anderen …
LG Kassel, 10.03.2009 - 8 O 1278/07
Verjährung des Ausgleichsanspruchs des Architekten

References: § 426
 § 426
 § 705
 § 714
 § 426
 BGH 
 BGH 
 § 426
 § 426
 § 426
 § 426
 § 128
 § 426
 § 708
 § 708
 § 708
 § 426
 § 426