Source: http://jataka.nibbanam.com/Band_IV/j460.htm
Timestamp: 2019-05-20 07:34:30+00:00

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460. Die Erzählung von Yuvanjaya (Yuvanjaya-Jataka)
„Umringt von Freunden und Ministern“
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die große Weltentsagung. Eines Tages nämlich sprachen die in der Lehrhalle versammelten Mönche: „Freund, wenn der mit den zehn Kräften Ausgestattete das weltliche Leben beibehalten hätte, wäre er in diesem ganzen Weltsystem der weltbeherrschende König geworden, ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten [1], versehen mit den vier Wunderkräften, von mehr als tausend Söhnen umgeben. Er aber gab eine solche Fülle der Herrlichkeit auf, nachdem er den Nachteil eingesehen, der in den Lüsten liegt; zur Mitternachtszeit bestieg er mit seinem Gefährten Channa das Ross Kanthaka, eilte fort und betätigte am Ufer des Anoma-Flusses die Weltflucht. Nachdem er sechs Jahre lang schwere Werke der Abtötung geübt, erlangte er die völlige Erleuchtung.“ So schilderten sie die Vorzüge des Meisters. — Da kam der Meister und fragte: „Zu welcher Unterhaltung, ihr Mönche, habt ihr euch jetzt hier niedergelassen?“ Als sie antworteten: „Zu der und der“, sprach er weiter: „Ihr Mönche, nicht nur jetzt hat der Vollendete die große Weltflucht ausgeführt, sondern auch früher schon ging er fort, indem er die Herrschaft über die zwölf Yojanas große Stadt Benares aufgab.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.
§B. Ehedem lebte in der Stadt Ramma ein König namens Sabbadatta.
§D. Diese Stadt Benares nämlich hatte im Udaya-Jataka [Jataka 458] den Namen Surundhana, im Cullasutasoma-Jataka [Jataka 525] den Namen Sudassana, im Sona-Nanda-Jataka [Jataka 532] den Namen Brahmavaddhana und im Khandahala-Jataka [Jataka 542] den Namen Pupphavati; in diesem Yuvanjaya-Jataka aber hieß sie die Stadt Ramma. So veränderte sich von Zeit zu Zeit immer wieder ihr Name. —
Dort besaß der König Sabbadatta tausend Söhne. Seinem ältesten Sohne, Yuvanjaya mit Namen, gab er das Amt des Vizekönigs.
§1. „Umringt von Freunden und Ministern
begrüß ich dich, den Landesfürsten.
Die Welt möcht ich verlassen, König;
dies möge mir der Fürst gestatten.“
§2. „Wenn es an Lüsten dir gebricht,
so werd ich dich damit erfüllen;
§3. „Nicht an den Lüsten mir 's gebricht
und keinen gibt 's, der mich verletzt.
Doch eine Zuflucht möcht ich schaffen,
die nicht vom Alter wird bewältigt.“
§4b. „Die Städter bitten dich, mein Sohn,
flieh nicht die Welt, Yuvanjaya.“
§5. „Halt mich nicht auf, o Völkerfürst,
der ich die Welt verlassen will;
§6. „Ich bitte dich, mein lieber Sohn,
ich halte dich zurück, mein Kind;
noch lange wünscht' ich dich zu sehen.
§7. „Wie auf des Grases Spitz' der Tau
den Sonnenaufgang nicht hielt aus,
§10. Der unter tausend war der Erste,
der Jüngling, der dem Golde glich,
der Prinz hat nun die Welt verlassen
und gelbe Kleider trägt der Starke.“
§11. So übten Weltflucht die zwei Prinzen
Yuvanjaya, Yudhitthila;
die Eltern ließen sie im Stich,
§A2. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, fügte er noch hinzu: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch schon früher warf der Vollendete ein Reich von sich und verließ die Welt.“
§C. Darauf verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals waren die Eltern eine Großkönigsfamilie, der Prinz Yudhitthila war Ananda, Yuvanjaya aber war ich.“
[8] Auf Deutsch: „Vermehrung der Freude“.
[9] Nach dem Kommentator sagt dies die Königin zu den sie umgebenden Frauen.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7

§10

§11