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Timestamp: 2018-01-23 08:15:04+00:00

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Mitteilungsblatt 2014-3
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Fragendomino #5
Was hat es mit dem § 11 auf sich
Brodels Poltertag
Alexander Ernst Rubli v/o Spross
«Seh’n wir unsre Farben prangen …»
Jeder Scaphusianer kennt ihn (im Idealfall sogar auswendig). «§ 11 – Es wird fortgesoffen!» Nur woher stammt dieses ceterum censeo des gepflegten Bierheldentums? Folgt man der systematischen Einordnung, wonach der schönste aller Paragraphen an elfter Stelle im Biercomment steht, liegt die Vermutung nahe, dass diese Einordnung bewusst gewählt wurde, weil 11 die kleinste Schnapszahl ist und im übertragenen Sinne auch für den tüchtigen Bierkonsum taugt. Es mag auch Quellen geben, wonach der § 11 eigentlich an erster Stelle im Biercomment stehen sollte, die Verfasser nach dem «fortsaufen» jedoch alles doppelt sahen und die 1 deshalb gleich zweimal aufs Papier schrieben. Manch einer hat schon behauptet, dass der § 11 in Wahrheit das elfte Gebot sei und Moses lediglich vergessen hatte, die Steintafel umzudrehen, nachdem er der Menschheit die zehn (ersten) Gebote überbracht hatte. Auch das Gerücht, wonach die Bestimmung das Verfahren der (sprichwörtlichen) Liquidation finanzieller Aktiven im Falle der Verbindungsauflösung wiedergebe, hält sich in gewissen Kreisen hartnäckig. Wieder andere – und deren Ansicht wird allgemein als die wahrscheinlichste betrachtet – gehen allerdings davon aus, dass der § 11 in originaler Fassung den Gesellenordnungen des frühen 19. Jh. entstammt, wonach die Walz des Handwerksgesellen auf keinen Fall unterbrochen werde durfte. Es galt die Direktive «Es wird weiter gewandert!». Der «couleurrechtliche» § 11 stellt insofern eine Übernahme jener Bestimmung dar; rechtsterminologisch könnte man auch von einem legal transplant sprechen. Obschon die Couleuriker als Akademiker den Handwerksgesellen eher feindlich gesinnt waren, wird diese These durch die weitgehend ähnlichen Brauchtümer dieser Gruppierungen gestützt. So findet sich das mit dem § 11 beschriftete Holzfass oft auch auf Gruppenfotos von Handwerksgesellen. In der couleurstudentischen Verballhornung des «Wanderparagraphen» könnte man auch sagen, es wird nicht «fortgeloffen», sondern «fortgesoffen ». Die erste Erwähnung findet der uns bekannte § 11 denn auch erst Mitte des 19. Jh. (genauer um 1853) im «Neuen Jenaischen Biercomment». Von dort aus trat er allerdings einen schnellen Siegeszug an, was sich mit seiner hohen Verbreitung belegen lässt. Für die Scaphusia ist der § 11 seit 1872 mit Einführung des Biercomments (damals noch handschriftlich verfasst) belegt. Inhaltlich sollte der § 11 allerdings nicht nur als Aufforderung zum ausgedehnten Pokulieren verstanden werden, sondern auch als Appell, die Kneipe nicht verfrüht zu verlassen, um etwa anderen Veranstaltungen den Vorzug zu geben. Man bleibt bis zum ex est, nehme seinen Resten (nachdem idealerweise auch nichts mehr reinpasst) und gehe dann still seinen Weg nach Hause. In diesem Sinne, Prosit! Corona, meine Blume!
Mein aufrichtiger Dank geht an AH Dr. Peter Hauser v/o Star Vitoduraniae sowie an AH Dr. Roland E. Hofer v/o Ortho, die mir das für meine Recherche benötigte Material freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.
Für die nächste Ausgabe stellt Recte dem frisch gewählten Präsidenten von JagdSchaffhausen Silvio Lorenzetti v/o Keiler folgende Frage: «Was ist eigentlich ein Schweisshund, kann jeder Hund dazu ausgebildet werden und gibt es auf der Welt noch andere Schweisstiere»?
Andreas Schirrmacher v/o Recte, Generation 2002. Recte studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Derzeit ist er als Auditor am Bezirksgericht Zürich tätig.
Biercomment der Scaphusia von 1872
§ 11 – «Es wird fortgesoffen.»
Am 10. Mai 2014 fand der Poltertag von Simon Meyer v/o Brodel statt. Das Motto lautete: «Zurück in die Vergangenheit».
Der Tag begann in Zürich in Brodels Wohnung, wo das damalige WG-Feeling bei Wii-Bowling und Spaghetti mit «Päckli-Sauce» aufkommen sollte.
Anschliessend musste Brodel im RWI ZH eine juristische Aufgabe bestehen: mit einem «Urgestein» der RWI im 3. Stock ein Bier exen mit Beweisphoto. Er bestand sie mit Leichtigkeit und Bravour. Auf dem Rasen des Unispitals galt es, Fussballfragen zum FC Bayern und FC Flurlingen zu lösen. Falls eine Frage falsch beantwortet wurde, konnte Brodel seine Fussballkünste unter Beweis stellen und somit den «Jägi» umgehen. Schaffte er auch die praktische Fussballaufgabe nicht, musste er trinken. Einige Male wurde der Ball jongliert und das tat unser zukünftiger Bräutigam mit Eleganz und gerissenen Bändern im rechten Fussgelenk – das wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Nach den absolvierten Posten in Zürich nahmen wir den Zug nach Schaffhausen und begaben uns dort sogleich in die Falken-Bude, wo Brodel als Fux einige Prüfungen bestehen musste: Produktion mit 12 Zeilen, Ex-Tempore-Vortrag «Budengeschichte», Bier-Stafette leiten und Canten anstimmen. Als Belohnung für die bestandenen Aufgaben erhielt er von seiner Generation 97/99 einen goldenen Weinzipfel mit Widmung.
Vor dem «Meiers Pool» hielt Brodel bei Quader noch einmal um die Hand seiner Tochter Doris an und wurde auf sein Allgemeinwissen mit etlichen Fragen von ehemaligen Mitschülern der Kanti getestet, bevor wir gemütlich im Oberhof bei Speis und Trank diesen wunderschönen Tag noch einmal revuepassieren liessen.
Wir, die Generation 97/99, wünschen Brodel und Doris nur das Allerbeste für die Zukunft! Mögen sie gut in den Hafen der Ehe einlaufen!
Ein Beitrag zum Wappenwesen farbentragender Corporationen
«Burschen heraus!
Wenn es gilt der Wappenkunst,
schenkt ihr freudig eure Gunst,
Burschen heraus, hebt stolz den Schild,
zeigt eurer Art recht Wappenbild!
Burschen heraus!»
So die tradierte, aber eher unbekannte zweite Strophe unseres allzeit schönen Liedes.
(bz) Immer wieder äussern sich anerkannte Heraldiker kritisch über die studentischen Wappen: Sie seien überladen, strotzten von unverständlichen Symbolen oder enthielten Zahlen, Buchstaben oder gar ganze Sätze – kurz, sie seien bezüglich Inhalt und Gestaltung unheraldisch und glichen daher eher «Bilderrätseln» vom Typus Fabelheraldik.
In der Tat gelten seit Jahrhunderten althergebrachte heraldische Regeln, deren Ursprung in der Anwendung auf den Kampffeldern des Mittelalters zu suchen ist: Fahnen (Vexillologie), Schilder, Uniformen und Pferdedecken sollten auf grosse Distanz klar unterscheidbar und erkennbar sein (leuchtende Farben, einfache Inhalte). Sie hatten Signalwirkung. Ein Vergleich mit den heutigen Logos liegt nahe.
Was das akademische Wappenwesen anbelangt, so schreibt der Chronist Ulrich von Richenthal bereits im frühen 15. Jh.: «Und vor yeglicher schul trug man uff ainem stecklin ain silbrin übergult burg und hanget daran der schulwappen». Dabei werden vierzehn Universitätswappen abgebildet. Lange vor den heutigen Verbindungen waren also heraldische Formen in der Studentenschaft bekannt.
Dann folgte über Jahrhunderte der «heraldische Zerfall». Die ursprüngliche Zweckdienlichkeit und mit ihr die angesagte Einfachheit in der Gestaltung fielen grösstenteils dahin. Dennoch spielten aber die frei angenommenen bürgerlichen Wappen auf den Zünften (Rucktafeln) und die Siegel bis ins 19. Jh. hinein eine wichtige Rolle. Sie hatten Rechtsgültigkeit und mussten offiziell beglaubigt sein. So besteht noch heute eine Wappenkommission des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte (ZZZ), welcher Neuschöpfungen zum Befund und zur Bestätigung vorgelegt werden müssen. Jeder juristischen und natürlichen Person ist es heute unbenommen, sich ein Wappen zuzulegen. Empfehlenswert wäre dessen Hinterlegung bei der Schweizerischen Heraldischen Gesellschaft und in der jeweiligen Bürgergemeinde.
Eingangs sei noch eine Einzigartigkeit erwähnt. Die katholisch österreichischen Landsmannschaften führen stets Schwarz-Gold als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Hause Österreich, und im Jahre 1926(!) erhielt das Wiener akademische Corps der Ottonen von Kaiserin und Königin Zita von Habsburg-Lothringen, der Witwe des letzten Österreichischen Kaisers, die Genehmigung, Krone und Doppeladler in seinem Wappen zu führen. Es geht dabei um eine eigentliche Wappenverleihung mit Wappenbrief.
2. Studentische Heraldik
Schon im 16./17. Jh. treten in Hausbüchern von Bursen oder auf Gegenständen einzelne Buchstaben, Anagramme, Symbole oder Abkürzungen von Wahlsprüchen auf. So sind etwa auch die Erkennungszeichen studentischer Orden aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. der Heraldik zuzurechnen. Zumal diese freimaurerisch inspirierten Bünde nach der französischen Revolution in den Verdacht jakobinischer Umtriebe gerieten, waren Erkennungszeichen für Eingeweihte (Bild 3), vor allem auch gegenüber der universitären Obrigkeit, von grosser, ja zuweilen existenzieller Bedeutung.
Im letzten Viertel des 18. Jh. erscheinen im Schrifttum die ersten Zirkel. Zusammen mit dem kunstvoll verschlungenen Monogramm des Bundes verwirkte man oft die drei Buchstaben «vfc» für «vivant fratres coniuncti», später «vcf» für «vivat circulus fratrum» oder «vivat, crescat, floreat». Bis etwa 1820 schrieb man noch kein Rufzeichen, welches man heute als Symbol für «in aeternum» deutet. Die verbreitete Meinung, dass der eingezogene Punkt des Zeichens für «aktive» Verbindung stehen soll, habe ich nirgends bestätigt gefunden. Im klassisch korporationsstudentischen Schriftverkehr wird der Zirkel dem bürgerlichen Namen oder dem Cerevis nachgestellt.
Um 1800 treten dann eigentliche heraldische Schöpfungen farbentragender Corporationen auf. Dabei besteht grundsätzlich kein Unterschied zwischen Hochschul- und Gymnasialverbindungen. Monogrammartige Erkennungszeichen in Stammbüchern werden von Jenenser Porzellanmalern auf die Köpfe der anstelle der Tonpfeifen neu in Schwang gekommenen Porzellansteckpfeifen appliziert, um den Bezug ihres Besitzers zu bestimmten studentischen Vereinigungen zum Ausdruck zu bringen. Bald schon fasste man verschiedene Elemente, so auch angenommene Farben, in einem Schild, einem eigentlichen Verbindungswappen zusammen. Dabei richtete sich die Gestaltung nicht zuletzt auch nach ästhetischem Empfinden und nicht nach streng wappenkundlichen Regeln. Der Wandel von der Gedecktheit zum offiziellen Signal ist aber unverkennbar!
Von «Wildwuchs» würde ich darob nicht sprechen. Leider finden sich in den Verbindungsarchiven nur spärlich Akten, welche sich schriftlich oder graphisch mit der Findung der jeweiligen heraldischen Erscheinungsbilder auseinandersetzen, sodass man auf diesem Wege kaum erhellende Anhaltspunkte finden kann.
Eine löbliche Ausnahme stellt in dieser Hinsicht die Neuschöpfung des Zofingerwappens (Bild 4) der Hochschulsektion Z!HSG (St. Gallen) von 2010 dar. In einem Bericht im «Archivum Heraldicum II-2010» beschreibt dessen Schöpfer Rolf Kälin, Heraldiker in Einsiedeln, den Findungsprozess minutiös (p. 153/154). Seine Schlussbemerkung (Zit.): «Studentenwappen, alte wie neue, sind immer Erzeugnisse ihrer Zeit und enthalten Bilder und Zeichen, die der Zeit ihrer Entstehung eigen waren und sind.» (Dies gilt wohl für die ganze Heraldik!)
3. Der Schild
Die schlichteste Art eines Verbindungsschildes enthält die Bundesfarben in diagonaler, senkrechter oder waagrechter Lage und den Zirkel (siehe FS, p.82). Die Formen reichen vom einfachen gotischen Schild mit rundem Fuss (Autokennzeichen CH) bis zu geschweiften, verschnörkelten und überladenen, dem jeweiligen Zeitgeschmack angepassten Erscheinungen (Bild 5). Auch die Helmzierde wurde in der Folgezeit immer mächtiger und drohte den Schild zu erdrücken. Die gesamte Helmzierde mit Federbusch und die am Schild angebrachte «Speerruhe» (kleine Einbuchtung am Schild) sind für juristische Personen wie etwa Nationen, Länder, Gemeinden und Vereine nicht vorgesehen. Dies würde folgerichtig auch für Studentenverbindungen gelten.
Insofern wurde mit dem neuesten runden SCAPHUSIA-Logo eine heraldisch korrekte Form gefunden, welche sich an die herkömmlichen Siegel (Sphragologie) anlehnt (Bild 7).
Namentlich im 19.Jh. setzte sich der gevierte Schild weitgehend durch, weil er mit mehreren «Aussagen» (Land, Kanton, Farben, Zirkel, Wahlspruch, Gründungsjahr, Symbolen wie Waffenkreuz, Turnerkreuz, verschränkte Hände, Lyra, Eule, Davidstern, Äskulapstab, Waage etc.) belegt werden kann (siehe FS, p. 48).
Die Nummerierung der Viertel entspricht der Rangfolge 1-4. Folgerichtig bei SCAPHUSIA: 1. Schweizerkreuz, 2. Kantonswappen (SH), 3. Farben/Zirkel, 4. Farben/Devise(n). Diese Reihenfolge wurde aber immer wieder freizügig (unheraldisch) behandelt (Bilder 6/8).
Entgegen der heutigen Ausrichtung der Bandung (z.B. «Schildli») verliefen die Farben bis etwa ins erste Viertel des 20.Jh. vom Betrachter aus gesehen von oben rechts nach unten links (herald. schräglinks geteilt), obwohl Bänder und Schärpen schon damals in der heutigen Lage getragen wurden. Man ging bei der alten Form nicht von der Position des Schildträgers, sondern, was heraldisch falsch ist, vom Betrachter des Schildes aus.
4. Farben, Band und Mütze
«Es lässt sich bisher nicht feststellen, wann und wo erstmals die Farben in der heutigen Form des Bandes getragen worden sind» (Zit. P. Gladen, «Gaudeamus igitur» 1986, p.31). Die ersten Farben der Corporationen erscheinen um 1800. Es sind i.A. drei, v.o.n.u./l.n.r. Kopf-, Leib- und Schenkelfarbe genannt. Grundsätzlich war und ist deren Wahl frei, sofern Verwechslungen ausgeschlossen werden. Burschen- wie Fuxenbänder sind ca. 28 mm, Weinbänder/Besenbänder ca.14 mm (incl. Percussion) breit.
Nach wenigen Jahren war das Tragen des Bandes üblich, ja es zählte bald zum wichtigsten Symbol der farbenstudentischen «Ausrüstung». Es wurde in der Folge, wie ehemals die Ordenskreuze, aus Gründen der Geheimhaltung unter dem Rock getragen. Burschen- und Fuxenbänder können sich in ihren Farben völlig unterscheiden und zwei- oder dreigespalten sein.
Die Farben entsprechen zuweilen den Landes-/Kantonsfarben oder aber sind gemäss der allgemeingültigen Farbsymbolik ausgewählt. Sie treten auch in Fahnen, Schärpen, am Schlägerkorb und bei der Mensur auf (z.B.Sekundantenschurz).
Die Anordnung und Nennung (Blasonierung) der Farbenfolge, ob schräg, vertikal oder horizontal verlaufend, muss heraldisch übereinstimmen. Sie verläuft von (heraldisch!) links nach rechts oder von oben nach unten. Dies gilt auch für die Anordnung des Federbusches (in der Abbildung: Rot-Weiss-Schwarz, Bild 9). Die erstgenannte Farbe ist die «Kopffarbe». Entgegen unserem Empfinden sitzt darum beim Fuxenband der SCAPHUSIA (eingeführt 1902) die «schwere» Farbe, also blau, oben.
Das winzige Spefuxenband, welches das Knopfloch am Revers des Vestons ziert, war bis vor einigen Jahrzehnten, zumindest auf dem Platz Schaffhausen, eine gängige Sitte. Ein einfach gefaltetes, kleines Stück eines Weinbandes wird dabei von hinten ins Knopfloch gestossen und mit einer Stecknadel, ebenfalls von hinten, fixiert. Damit bildet es einen dezenten, streifenartigen Farbakzent auf dem Revers. Diese Ehre wurde besonders treuen Spefuxen zuteil. Heute könnte man vielleicht einen «Bierfloh» (auch «Bierlaus»), ein kleines, meist in Email gehaltenes Schildchen in den Verbindungsfarben überreichen. Diese Nadel kann an irgendwelchen Kleidungsstücken getragen werden.
Noch im 19.Jh. war es Sitte, eine Taschenuhr am meist schulterrechts getragenen Brustband in den Verbindungsfarben zu befestigen, welche in einem Uhrtäschchen nahe der linken Hüfte ruhte. Aus Frankreich ist uns das kurze Uhrband, das sog. «Berloque» überliefert. Incorporierte Studenten benutzten es als unauffälliges Erkennungszeichen in ihren Farben. Oft diente dazu auch nur eine Masche ohne die metallischen Teile, welche aus dem Uhrtäschchen heraushing. Dies eine der vielen möglichen Erklärungen zum Entstehen des Bierzipfels, auch Biersenkel genannt, welcher in der SCAPHUSIA bis zur Mitte des 20.Jh. oftmals rechts getragen wurde.
Über mit Bierzipfeln behängte Gläser am Stammtisch finde ich in meinen Quellen keine Angaben.
Die Mütze oder auch «Deckel», ist i.A. in einer der drei Farben der Corporation ausgeführt (meist Kopffarbe). Das schwarze Couleur des StGVZ bestätigt hierin als eine der wenigen Ausnahmen die Regel. Die heutigen Farben blau-weiss-blau finden sich lediglich im schmalen unteren Abschluss der Mütze. Es mag dies ein symbolisches Relikt aus jener Zeit sein, als die Corporation noch eine «schwarze» Verbindung war, welche ihre Farben höchst selten und dezent zur Schau brachte.
Der Zirkel auf dem Cerevis, wie wir es vom Chargenwichs her kennen, wird entweder mit Eichenlaub (Burschenschaften) oder mit einem Weinlaubkranz (Corps), dem Weinlaub des griechischen Symposions in silberner oder goldener Bouillonstickerei umschlossen.
- Sack, Rudolf, «Akademische Wappenkunde», 1935
- Gatscher-Riedl Gregor, «Das Studentische Wappenwesen», ADLER Heft 4, 2005
- Kälin, Rolf, Einsiedeln, «Archivum Heraldicum» II-2010, p.151-154
- «Gaudeamus igitur», 1986
- Druckwerke der SCAPHUSIA
- Druckwerke der Kartellverbindungen
heraldische Rangfolge
Marek Stahel v/o Hebel
Hebel (Piano) spielte mit seiner Band an einem Jazzkonzert in der Mehrzweckhalle der Kantonsschule.
«Junge musikalische Talente verzauberten ihr Publikum», Schaffhauser Nachrichten, 3. März 2014.
Weblink: m991
Dr. Dr. Silvio Lorenzetti v/o Keiler, Andreas Hunziker v/o Fidel
Keiler wurde zum Präsidenten von JagdSchaffhausen gewählt. Fidel nahm als Prüfling an der Generalversammlung teil.
«Biodiversität und Natur liegen den Jägern am Herzen», Schaffhauser Nachrichten, 10. März 2014.
Weblink: m999
Lars Wicki v/o Klimper, Andreas Zulauf v/o Klang
Klimper (Klavier) und Klang (Trompete) spielten im Rahmen einer musikalischen Werkschau an der Kantonsschule.
«Selbstbewusste musikalische Werkschau», Schaffhauser Nachrichten, 18. April 2014.
Weblink: m1002
Prof. Dr. Felix W. Wehrli v/o Lord
Lord, Professor am Department of Radiology der University of Pennsylvania Health System in Philadelphia (USA), wurde anlässlich des Dies academicus der Universität Zürich vom 26. April 2014 in Anerkennung seiner grossen Verdienste auf dem Gebiet der Magnetresonanztomographie und -spektroskopie die Würde eines Doktors ehrenhalber verliehen. Wir gratulieren Lord zu dieser aussergewöhnlichen Ehrung! (Autor: Dr. Hansruedi Müller v/o Turm)
«Prof. Dr. Felix W. Wehrli – Ehrenpromotion 2014 der Medizinischen Fakultät», Universität Zürich, 26. April 2014.
Weblink: m1011
Aktion Generationen-Anlässe
Habt ihr eure Generationsbrüder schon lange nicht mehr gesehen? Wollt ihr unbedingt wissen, wie es ihren Frauen, Kindern oder Schwiegermüttern geht? – Dann übernehmt als Generation das Patronat über einen regulären Anlass in der Scaphusia und habt einen unvergesslichen Abend wie damals zur Fuxenzeit. Ob ihr das in Verbindung mit einem gemeinsamen Vortrag, einem Bummel oder einer einfachen Runde Bieruhr machen wollt, bleibt euch überlassen. – Eine der Grundvoraussetzungen für einen gelungenen Commers war schon immer die Zusammensetzung der Anwesenden. Wenn eine Generation in-corpore anwesend ist, dann steigt die Stimmung meist bis zur Kernschmelze. Profitiert nun von dieser Aktion und gebt damit auch etwas von euren Erlebnissen an die Aktivitas weiter!
Interessierte kontaktieren bitte den Aktivpräsidenten oder Fabian Fusina v/o Knatter (E-mail: fusberg@fusberg.ch)
Dr. Fabian Fusina v/o Knatter
Farbenkartenbuch S! 2018
David Freitag v/o Artis ist bereit, sämtliche digitalen Vorarbeiten und Grundlagen zum Druck unserer Farbenkartensammlung zu erstellen. Mit diesem grossen und höchst verdankenswerten Entgegenkommen entlastet er den bisherigen Rahmen unseres Finanzkonzeptes in so hohem Masse, dass wir das Projekt mit den jährlichen, von der GV 2013 bewilligten Rückstellungen aus der Schatulle des AHAH-Verbandes abdecken können (5x Fr. 2’500.-). Ein Sponsoring fällt somit dahin.
Jeden ersten Freitag im Monat ab 19.00 Uhr im Restaurant Altes Schützenhaus.
Jeden Samstag ab 11.00 Uhr im Restaurant zum Frieden, Schaffhausen. (Quarz, 078 611 78 66, pptobler@gmail.com)
Informationen können jeweils circa drei Wochen vor den Anlässen bei Gala bezogen werden. (Gala, rudolf.wegelin@bluewin.ch)
20. August (Gartenstamm), 15. Oktober, 19. November 2014 (Domingo, 031 771 08 93, a.lorenzetti@slbe.educanet2.ch)
20. Juni, 15. August (bei Süüle), 14. November 2014 ab 19.00 Uhr im Restaurant zum Rothen Ochsen, Stein am Rhein. Es werden die Farben getragen. (Zäckli, 052 741 34 60)
28. Juni (Anlass mit Damen), 14. August (Stamm in Zug), 7. November (Borracho-Stamm) 2014 (Callus, 041 763 04 70, reru@rudischhauser.ch)
Redaktionsschluss: 9. Oktober 2014
Berichte und weitere redaktionelle Beiträge werden fortlaufend entgegengenommen.
Weblink: m1039

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