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Timestamp: 2016-10-23 07:54:08+00:00

Document:
5C.199/2001 (29.11.2001)
5C.199/2001/min
A.________, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Advokat Dr. Reto Krummenacher, Marktplatz 18, 4001 Basel,
13. Q.________,
14. R.________,
15. S.________,
Beklagte und Berufungsbeklagte, alle vertreten durch Advokat Peter Bichsel, Effingerstrasse 8, Postfach 5523, 3001 Bern,
Dritteigentum, hat sich ergeben:
A.- Am 28. April 1997 wurde �ber A.________ der Konkurs er�ffnet. Er liess durch seinen Generalbevollm�chtigten, B.________, das Konkurserkenntnis anfechten. Anfangs Juni 1997 gew�hrte die Mutter des Konkursiten, C.________, ihrem Sohn ein Darlehen von Fr. 450'000.--. Am 18. Juni 1997 belehnte C.________ ihre Liegenschaft in X.________ in H�he von Fr. 250'000.--. Am gleichen Tag schloss sie mit dem Generalbevollm�chtigten ihres damals landesabwesenden Sohnes eine als "Kaufvertrag" �berschriebene Vereinbarung ab. Darin war u.a. vorgesehen, dass sie von ihrem Sohn drei diesem geh�rende Rolls Royces und einen Range Rover zum Preis von Fr. 250'000.-- kauft.
In der Folge �berwies der Generalbevollm�chtigte von A.________ einen Teil des Geldes treuh�nderisch an den Rechtsvertreter von C.________. Dieser zahlte es an das Betreibungsamt Basel-Stadt und erhielt daf�r zwei Quittungen �ber Fr. 132'161. 55; er vereinbarte mit dem Betreibungsamt, dass bei Gutheissung der Weiterziehung des Entscheids des Konkursgerichts das Geld zur Tilgung der Forderungen gegen A.________ bzw. dessen Gesellschaft A.________ & Cie. verwendet werden solle. Dagegen sollte im Falle der Abweisung der Weiterziehung das Geld durch das Betreibungsamt an C.________ zur�ckbezahlt werden.
Am 20. Juni 1997 hiess das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt das Rechtsmittel gut. Daraufhin verwendete das Betreibungsamt Basel-Stadt das ihm �berlassene Geld zur Tilgung der in Betreibung gesetzten Forderungen. Nachdem sich kurze Zeit sp�ter die Gesch�ftslage der A.________ & Cie.
wieder verschlechtert hatte, wurde am 12. Januar 1998 �ber A.________ erneut der Konkurs er�ffnet. Im Rahmen des summarisch durchgef�hrten Konkursverfahrens beanspruchte C.________ das Eigentum an den mit Vertrag vom 18. Juni 1997 gekauften Fahrzeugen. Mit Zirkular an die Gl�ubiger vom 25. November 1998 beantragte das Konkursamt Basel-Stadt u.a.
die Anerkennung des Aussonderungsanspruches von C.________.
D.________ und 17 weitere Gl�ubiger liessen sich das Recht zur Bestreitung dieses Aussonderungsanspruches nach Art. 260 SchKG abtreten.
C.________ reichte am 27. Januar 1999 Klage beim Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt ein und verlangte gerichtliche Feststellung, dass die im Konkurs von A.________ admassierten und von ihr beanspruchten Autos nicht Bestandteil der Konkursmasse seien. In Gutheissung der Klage stellte das Zivilgericht am 23. Februar 2000 fest, dass die Autos Eigentum der Kl�gerin und dementsprechend aus der Konkursmasse von A.________ auszusondern seien. Gegen dieses Urteil appellierten die beklagten Gl�ubiger. Mit Urteil vom 30. M�rz 2001 hiess das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt die Appellation gut und wies die Aussonderungsklage von C.________ ab.
B.- Mit eidgen�ssischer Berufung beantragt C.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 30. M�rz 2001 aufzuheben und in Gutheissung der Berufung festzustellen, dass die drei von ihr mit Kaufvertrag vom 18. Juni 1997 von A.________ gekauften Fahrzeuge der Marke Rolls Royce (Inventarnummern 20, 21 und 218) in ihrem Eigentum und daher aus der Konkursmasse des A.________ auszusondern seien. Hilfsweise stellt sie den Antrag, die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
C.- Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt beantragt unter Verzicht auf Gegenbemerkungen Abweisung der Berufung. Eine Berufungsantwort wurde nicht eingeholt.
1.- Gem�ss Feststellung der Vorinstanz betr�gt der Wert der drei Fahrzeuge, deren Eigentum streitig ist, Fr. 200'000.--, was von den Parteien nicht angezweifelt wird.
Damit ist die in Art. 46 OG genannte Streitsumme eindeutig erreicht, sodass die Berufung an die Hand genommen werden kann.
2.- In der Sache selbst geht es darum, ob die gest�tzt auf den "Kaufvertrag" vom 18. Juni 1997 vorgenommene Eigentums�bertragung an den drei Autos auch gegen�ber Dritten Wirkungen zu entfalten verm�ge oder nicht. Dies namentlich mit Blick auf Ziff. 8 des Vertrags: "Die K�uferin erkl�rt ihr ausdr�ckliches Einverst�ndnis, dass dem Verk�ufer die gekauften Fahrzeuge bis auf weiteres zur Benutzung �berlassen bleiben.
Ferner ist die K�uferin damit einverstanden, die Fahrzeuge bis auf Widerruf auf die Person des Verk�ufers eingel�st zu lassen".
a) Beim Kaufvertrag verpflichten sich der Verk�ufer zur �bergabe der Sache und zur Eigentumsverschaffung, der K�ufer zur Kaufpreiszahlung (Art. 184 Abs. 1 OR; statt vieler:
Heinrich Honsell, Schweizerisches Obligationenrecht, besonderer Teil, 6. Auflage 2001, S. 21). Grunds�tzlich bedeutet die �bergabe des Kaufgegenstandes bei beweglichen Sachen die �bertragung des Besitzes im Sinne von Art. 922 ZGB, d.h. der K�ufer erlangt die tats�chliche Verf�gungsgewalt �ber die Sachen (Tuor/Schnyder/Schmid, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 11. Auflage, Z�rich 1995, S. 605f.).
Diese �bergabe kann indessen durch �bergabesurrogate ersetzt werden (Heinrich Honsell, a.a.O., S. 38). Beim Besitzeskonstitut gem�ss Art. 924 Abs. 1 ZGB �bertr�gt der Ver�usserer zwar den Besitz an den Erwerber, beh�lt jedoch die Sache aufgrund eines besonderen Rechtsverh�ltnisses zu einem beschr�nkten dinglichen oder pers�nlichen Recht im Sinne von Art. 920 Abs. 1 ZGB zur�ck (Tuor/Schnyder/Schmid, a.a.O., S. 746). Wenn der Besitzerwerber die Sache bereits als unselbstst�ndiger Besitzer in seiner Gewalt hat, gen�gt eine einfache Willenseinigung, um ihn zum Besitzer bzw. zum selbstst�ndigen Besitzer zu machen (brevi manu traditio; Tuor/Schnyder/Schmid, a.a.O., S. 607 und 746).
b) Vorliegend ist das Appellationsgericht davon ausgegangen, die Kl�gerin habe die Autos von ihrem Sohn gekauft und sie ihm gleichzeitig zum unentgeltlichen Gebrauch �berlassen, sodass eine durch blosses Besitzeskonstitut vollzogene Eigentums�bertragung stattgefunden habe.
Die Kl�gerin erblickt darin eine Verletzung von Bundesrecht.
Sie wirft dem Appellationsgericht vor, nicht beachtet zu haben, dass es vorliegend gar nicht zur Konstellation eines Besitzeskonstituts gekommen sei. Weil sie - die Kl�gerin - von allem Anfang an Mitbesitz an den von ihr erworbenen Fahrzeugen gehabt habe und dieser Mitbesitz auch noch nach dem Kauf weiterbestanden habe, bleibe kein Raum f�r die Anwendung der Regeln �ber das Besitzeskonstitut. Die Vorinstanz habe deshalb Art. 717 und 924 Abs. 1 ZGB falsch angewendet.
Im �brigen leide das angefochtene Urteil an einem unl�sbaren inneren Widerspruch. Denn die Vorinstanz habe einerseits angenommen, dass die fraglichen Fahrzeuge durch Besitzeskonstitut an sie - die Kl�gerin - �bertragen worden seien, anderseits f�hre das Appellationsgericht in Ziff. 3c seines Urteils aus, die Kl�gerin sei mit dem Kauf lediglich von einer unselbstst�ndigen zu einer selbstst�ndigen Besitzerin geworden, was indessen nichts anderes bedeute, als dass der Erwerb der fraglichen Autos mittels brevi manu traditio erfolgt sei.
Ein und derselbe Sachverhalt k�nne aber nicht gleichzeitig als Besitzeskonstitut und als brevi manu traditio qualifiziert werden.
Vorweg kann auf den Einwand der Kl�gerin nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 748 E. 3 S. 748/749), dass sie von allem Anfang an Mitbesitz an den von ihr erworbenen Fahrzeugen gehabt und diesen Mitbesitz selbstverst�ndlich auch nach dem Kauf behalten habe, womit die Eigentumsverschaffung mittels brevi manu traditio und nicht durch Besitzeskonstitut erfolgt sei. Die Kl�gerin setzt einfach ihren schon im kantonalen Verfahren eingenommenen Standpunkt der Auffassung des Appellationsgerichts entgegen, ohne sich mit den entsprechenden Erw�gungen der Vorinstanz rechtsgen�glich auseinanderzusetzen.
In Bezug auf den angeblichen Widerspruch ist zu bemerken, dass das Appellationsgericht auf S. 5 seines Urteils auf das Vorliegen eines Besitzeskonstituts geschlossen hat.
Demgegen�ber wird auf S. 8 des Urteils im Zusammenhang mit der Frage, ob die Kl�gerin einen plausiblen Grund f�r den Kauf der Autos gehabt habe, ausgef�hrt, die Kl�gerin sei nach ihrer Darstellung durch den Kauf der Fahrzeuge von einer unselbstst�ndigen zu einer selbstst�ndigen Besitzerin geworden, ohne dass sich an den tats�chlichen Besitzverh�ltnissen etwas ge�ndert habe. Bei dieser Aussage handelt es sich also nicht um eine Erw�gung der Vorinstanz, vielmehr nimmt das Appellationsgericht Bezug auf die Darstellung der Kl�gerin, was noch dadurch verdeutlicht wird, dass die entsprechende Belegstelle in der Replik angegeben wird. Unter Bezugnahme auf die von der Kl�gerin vertretene Version h�lt das Appellationsgericht daf�r, der angestrebte Wechsel in den Eigentumsverh�ltnissen an den Fahrzeugen m�sse erst recht erstaunen, wenn gem�ss der Darstellung der Kl�gerin diese schon vor dem Abschluss des "Kaufvertrages" �ber s�mtliche Autoschl�ssel verf�gt und ausserdem ungehinderten Zugang zur Garage gehabt habe. Die Erw�hnung der brevi manu traditio geschah also nur, um den von der Kl�gerin im kantonalen Verfahren vertretenen Standpunkt wiederzugeben. Unter diesen Umst�nden kann von einem innern Widerspruch des angefochtenen Urteils keine Rede sein.
Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht annehmen, dass die Eigentums�bertragung an den Fahrzeugen durch Besitzeskonstitut vollzogen wurde.
3.- Im Folgenden ist zu pr�fen, ob durch die nach Besitzeskonstitut erfolgte Eigentums�bertragung die Benachteiligung Dritter oder eine Umgehung der Bestimmungen �ber das Faustpfand beabsichtigt wurde.
a) Bleibt eine Sache infolge eines besonderen Rechtsverh�ltnisses beim Ver�usserer, so ist der Eigentums�bergang gem�ss Art. 717 Abs. 1 ZGB Dritten gegen�ber unwirksam, wenn damit ihre Benachteiligung oder eine Umgehung der Bestimmungen �ber das Faustpfand (Art. 884 ZGB) beabsichtigt worden ist. Der Eigentums�bergang wird jedoch nach dem Gesetz gegen�ber Dritten nur dann unwirksam, wenn die Absicht der Gesetzesumgehung bei beiden Parteien, insbesondere aber beim Erwerber vorgelegen hat. Sie kann, wenn es in dieser Hinsicht an bestimmten �usserungen der Vertragschliessenden fehlt, nach Art. 717 Abs. 2 ZGB auch aus den Umst�nden geschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage, die vom Bundesgericht frei �berpr�ft werden kann; dieses ist jedoch an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, aufgrund welcher sie das Bestehen oder Nichtbestehen einer Umgehungsabsicht geschlossen hat, gebunden (BGE 88 II 73 E. 1 S. 78 mit Hinweis).
Nach Lehre und Rechtsprechung ist eine Umgehungsabsicht in all jenen F�llen anzunehmen, in denen die Parteien in Wirklichkeit gar kein Ver�usserungsgesch�ft t�tigen wollen, sondern die Absicht verfolgen, eine bereits bestehende oder erst noch zu begr�ndende Schuld des Ver�usserers gegen�ber dem Erwerber dadurch sicherzustellen, dass letzterem das Eigentum an einem bisher dem Ver�usserer geh�renden Gegenstand verschafft wird; dem vereinbarten Kaufpreis kommt dabei die Funktion einer Darlehenssumme zu, die entweder erst noch ausbezahlt wird oder schon im Voraus entrichtet worden ist.
Ausschlaggebendes Kriterium ist der massgebende wirtschaftliche Zweck, den die Kontrahenten verfolgen. Unter diesem Gesichtswinkel ist der Verkauf einer Sache gegen bar an einen K�ufer, der gar kein Interesse an ihr hat oder sie �berhaupt nicht ben�tigt und sie daher dem Ver�usserer zum Gebrauch und zu ausschliesslicher Ben�tzung �berl�sst, als Eigentums�bertragung zu qualifizieren, die nur zu Deckungszwecken vorgenommen wird. Denn hier dient der Kauf nicht dem ihm eigenen Zweck des G�teraustausches, vielmehr soll er die wirtschaftliche Wirkung einer Darlehensgew�hrung gegen Sicherung durch ein Faustpfand ohne Sach�bergabe herbeif�hren (BGE 78 II 207 E. 4 S. 212 ff., 88 II 73 E. 2 S. 80; Haab/Simonius/Scherrer/ Zobl, Z�rcher Kommentar, N. 60 ff. zu Art. 717 ZGB; Ivo Schwander, Basler Kommentar, N. 4 zu Art. 717 ZGB).
b) In �bereinstimmung mit dem Zivilgericht hat das Appellationsgericht eine finanzielle Benachteiligung der Gl�ubiger von A.________ verneint, weil der "Kaufpreis" von Fr. 250'000.-- f�r die Autos eine �quivalente Gegenleistung gebildet habe. Diese Erw�gung blieb unangefochten.
c) Dagegen hat die Vorinstanz im Unterschied zum Zivilgericht angenommen, mit dem angeblichen Kaufvertrag vom 18. Juni 1997 h�tten die Kontrahenten gar keinen G�teraustausch bezweckt, vielmehr sei es ihnen um die Hingabe einer bestimmten Geldsumme mit Sicherstellung der Geldgeberin mittels Faustpfand an den Fahrzeugen ohne Sach�bergabe gegangen.
Dadurch seien die Bestimmungen �ber das Faustpfand umgangen worden. Das Appellationsgericht hat festgestellt, dass C.________ anfangs Juni 1997 ihrem Sohn ein Darlehen von Fr. 450'000.-- gew�hrte, um dessen Kommanditgesellschaft vor dem Konkurs zu retten. Nachdem dieses Geld aber nicht ausgereicht habe, um den Konkurs abzuwenden, habe sie am 18. Juni 1997, d.h. zwei Tage vor der Verhandlung �ber die vom Generalbevollm�chtigten ihres Sohnes eingereichte Weiterziehung des Konkurserkenntnisses, den hier zur Diskussion stehenden "Kaufvertrag" �ber vier Autos zum Preis von Fr. 250'000.-- abgeschlossen. Diesen Betrag habe sie von der Bank in X.________ geborgt und durch eine Hypothek auf ihrem Haus in X.________ sichergestellt. Mit diesem weiteren finanziellen Zustupf habe der Konkurs vorerst abgewendet werden k�nnen.
Allerdings sei zwischen dem Rechtsvertreter von C.________ und dem Betreibungsamt Basel-Stadt vereinbart worden, dass im Falle der Abweisung der Weiterziehung das Geld nicht in die Konkursmasse fliessen, sondern an den Rechtsvertreter von C.________ und damit an sie zur�ckbezahlt werden m�sse. Weiter hat die Vorinstanz festgehalten, dass C.________ keinen plausiblen Grund hatte, die Luxusautos �berhaupt zu kaufen, ausser jenen zur Sicherung des von ihr vorgestreckten Geldes.
Angesichts dessen kam das Appellationsgericht zum Schluss, die Parteien h�tten keinen G�teraustausch an den Fahrzeugen gewollt, sondern ein Darlehen mit Sicherstellung des Geldgebers durch Einr�umung dinglicher Rechte an Sachen des Borgers bezweckt.
aa) Die Kl�gerin beanstandet, die Vorinstanz habe gar nicht gepr�ft, ob unter den gegebenen Umst�nden der Abschluss eines Darlehensvertrages �berhaupt m�glich gewesen sei. Zu den Wesenselementen des Darlehens geh�re die R�ckerstattungspflicht des Borgers. Angesichts der prek�ren Finanzlage von A.________ h�tten indessen weder die Parteien noch die Vorinstanz annehmen d�rfen, dass die Kl�gerin je mit der R�ckerstattung des Kaufpreises habe rechnen k�nnen. Hinzu komme, dass die Parteien am 18. Juni 1997 nie die R�ckerstattung der verkauften Autos bzw. des entsprechenden Geldbetrages vereinbart h�tten. Auch deshalb h�tte der Kaufvertrag nicht in einen Darlehensvertrag uminterpretiert werden d�rfen.
An die Feststellungen der Vorinstanz hinsichtlich der �usseren Umst�nde und der Absicht sowie des inneren Willens der Parteien beim Vertragsschluss ist das Bundesgericht gebunden (BGE 126 III 25 E. 3c S. 29; 123 III 165 E. 3a; 121 III 414 E. 2a S. 418, 495 E. 5 S. 497). Indem die Kl�gerin geltend macht, die Kontrahenten h�tten mit der Vereinbarung vom 18. Juni 1997 nichts anderes gewollt als den effektiven Verkauf der ihrem Sohn geh�renden Autos an sie, greift sie die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz an, was im Berufungsverfahren unzul�ssig ist. Auf ihre entsprechenden Vorbringen kann daher nicht eingetreten werden.
Mangels tats�chlicher Feststellungen im angefochtenen Urteil kann auch die Behauptung nicht geh�rt werden, A.________ sei wegen seiner prek�ren Finanzlage nicht imstande gewesen, die angebliche Darlehensvaluta zur�ckzuzahlen. Zudem ist die These, ein Darlehen schon aus diesem Grund auszuschliessen, nicht �berzeugend. Zum einen hat die Kl�gerin ihrem Sohn nur kurze Zeit vorher einen erheblich gr�sseren Betrag (Fr. 450'000.--) zur Verf�gung gestellt, wobei sie diese Geldhingabe selber als Darlehen bezeichnet hatte. Zum andern schliesst die Zahlungsunf�higkeit des Borgers den Abschluss eines Darlehensvertrages nicht aus; das Gesetz sieht f�r diesen Fall jedoch ein R�cktrittsrecht des Darleihers vor (Art. 316 OR; Heinz Sch�rer, Basler Kommentar, OR I, N. 5 zu Art. 316 OR, S. 1552).
Auch der weitere Einwand, ein Darlehen scheide deshalb aus, weil die Parteien in der Vereinbarung vom 18. Juni 1997 keine R�ckerstattung der Fahrzeuge bzw. des entsprechenden Geldbetrages vereinbart h�tten, ist unbehelflich, kann sich doch die Abmachung der R�ckerstattungspflicht auch aus den konkreten Umst�nden ergeben. Je nach Lage der Dinge kann n�mlich schon die Tatsache des Empfanges einer bestimmten Geldsumme auf ein Darlehen schliessen lassen, vor allem wenn sich aus der Sicht des Sachrichters die Hingabe des Geldes vern�nftigerweise nicht anders erkl�ren l�sst als mit einem Darlehen (BGE 83 II 209). So verh�lt es sich hier, indem der Sachrichter verbindlich festgestellt hat, dass die Kl�gerin gar keinen plausiblen Grund f�r den Kauf der Luxusautos hatte, es ihr vielmehr um die Sicherung ihrer Geldhingabe gegangen sei. In diesem Zusammenhang kann auch auf die vom Rechtsvertreter der Kl�gerin mit dem Betreibungsamt Basel-Stadt geschlossene Vereinbarung hingewiesen werden. Danach sollte im Falle der Abweisung des Rechtsmittels gegen den Entscheid des Konkursgerichts (Art. 174 Abs. 1 SchKG) das dem Betreibungsamt �berlassene Geld an die Kl�gerin zur�ckbezahlt werden. Dies steht im Widerspruch zur Bestimmung des "Kaufvertrages", wonach der Kaufpreis mit der Vertragsunterzeichnung vorbehaltlos und in voller H�he an den Verk�ufer gehen sollte. Bei konsequenter Handhabung dieser Klausel h�tte das Geld auch bei Abweisung des Rechtsmittels in die Konkursmasse des "Verk�ufers" gelangen m�ssen und h�tte nicht an die "K�uferin" zur�ckfliessen d�rfen, weil dieser mit dem Eigentumserwerb an den Fahrzeugen keine Verf�gungsbefugnis �ber das Entgelt mehr zustand. Demgegen�ber deutet die erw�hnte Abmachung mit dem Betreibungsamt auf eine darlehensweise erfolgte Geldhingabe hin, ging es doch bei dieser zweiten "Finanzspritze" darum, den drohenden Konkurs von A.________ bzw.
dessen Gesellschaft abzuwenden; dieses Ziel w�re allerdings bei Abweisung des gegen das Konkurserkenntnis eingereichten Rechtsmittels nicht zu erreichen gewesen, womit sich die zus�tzliche finanzielle Unterst�tzung der Kl�gerin an ihren Sohn als nutzlos erwiesen h�tte. Vor diesem Hintergrund erscheint die Vereinbarung der R�ckerstattung des beim Betreibungsamt deponierten Geldes an die Kl�gerin zwar verst�ndlich, bildet aber ein weiteres Indiz f�r das Vorliegen eines Darlehens.
Gesamthaft lassen die von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Tatsachen darauf schliessen, dass es sich beim angeblichen Kaufpreis von Fr. 250'000.-- in Wirklichkeit um ein Darlehen handelt. Eine Bundesrechtsverletzung liegt nicht vor.
bb) Art. 717 Abs. 1 ZGB setzt eine Umgehungsabsicht voraus. Die Kl�gerin wirft dem Appellationsgericht vor, eine solche zu Unrecht bejaht zu haben. Weil sie gewusst habe, dass sie den Betrag von Fr. 250'000.-- mit gr�sster Wahrscheinlichkeit nicht zur�ckerhalten werde, und weil zudem keine R�ck�bertragung des Eigentums an den Fahrzeugen vereinbart worden sei, sei sie sich bewusst gewesen, dass die Autos in ihrem Eigentum verbleiben w�rden. Dies schliesse aber aus, dass sie die Fahrzeuge in der Absicht erworben habe, die Bestimmungen �ber das Faustpfand zu umgehen. Aber auch bei A.________ sei keine Umgehungsabsicht im Spiel gewesen, weil er sich der Tatsache bewusst gewesen sei, dass er den Kaufpreis f�r die Fahrzeuge wohl nie werde zur�ckerstatten k�nnen.
Diese Argumente sind nicht stichhaltig. Abs. 1 von Art. 884 ZGB nennt als elementare Voraussetzung f�r die Begr�ndung eines Faustpfandrechts die �bertragung des Besitzes an der Pfandsache auf den Gl�ubiger, und Abs. 3 verdeutlicht diesen Grundsatz dahin, dass das Pfandrecht nicht begr�ndet ist, solange der Verpf�nder die ausschliessliche Gewalt �ber die Sache beh�lt. Vorliegend bestand nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 63 Abs. 2 OG) der von den Parteien angestrebte wirtschaftliche Zweck nicht in einem G�teraustausch hinsichtlich der fraglichen Fahrzeuge. Die Kl�gerin konnte ja auch keinen vern�nftigen Grund - ausser "Luxusbed�rfnisse" bzw. "Liebhabereien" - nennen, weshalb sie �berhaupt die Luxusautos habe kaufen wollen. Da sie diese gar nicht ben�tigte, �berliess sie sie ihrem Sohn zur ausschliesslichen Ben�tzung, wodurch jedoch die Begr�ndung eines Pfandrechts vereitelt wurde. Die von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen (E. 3c hievor) bilden schl�ssige Indizien daf�r, dass die Parteien die Bestimmungen �ber das Faustpfand umgehen wollten. Unter diesen Umst�nden kann dem Appellationsgericht keine Verletzung des ihm nach Art. 717 Abs. 2 ZGB zustehenden Ermessens angelastet werden.
d) Zusammenfassend erweist sich die Berufung, soweit darauf eingetreten werden kann, als unbegr�ndet, was zu ihrer Abweisung und zur Best�tigung des angefochtenen Urteils f�hrt.
4.- Nach dem Verfahrensausgang wird die Kl�gerin kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Auf die Zusprechung einer Parteientsch�digung kann dagegen verzichtet werden, weil keine Berufungsantwort eingeholt worden ist.
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 30. M�rz 2001 wird best�tigt.

References: Art. 260
 Art. 46
 Art. 922
 Art. 924
 Art. 920
 Art. 717
 BGE 
 Art. 717
 Art. 717
 Art. 717
 Art. 717
 Art. 316
 Art. 717
 Art. 884
 Art. 717