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Timestamp: 2019-12-13 02:17:10+00:00

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BGH, 11.05.1971 - 1 StR 387/70 - dejure.org
BGH, 11.05.1971 - 1 StR 387/70
https://dejure.org/1971,131
BGH, 11.05.1971 - 1 StR 387/70 (https://dejure.org/1971,131)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1971 - 1 StR 387/70 (https://dejure.org/1971,131)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1971 - 1 StR 387/70 (https://dejure.org/1971,131)
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§ 267 StGB, Fotokopien sind grds. keine Urkunden, zu den Merkmalen des Herstellens und Gebrauchmachens
Fotokopie (Ablichtung) als Urkunde gemäß § 267 Strafgesetzbuch (StGB)
StGB § 267
BGHSt 24, 140
NJW 1971, 1812
MDR 1971, 772
DB 1971, 1473
Urkundenfälschung (computertechnische Manipulation und Ausdruck einer …
Urkunden im Sinne des Strafrechts sind verkörperte Erklärungen, die ihrem gedanklichen Inhalt nach geeignet und bestimmt sind, für ein Rechtsverhältnis Beweis zu erbringen, und die ihren Aussteller erkennen lassen (st. Rspr.; vgl. etwa BGHSt 4, 60, 61; 24, 140, 141;… Fischer aaO § 267 Rdn. 2 m.w.N.).
Damit stand er einer bloßen Fotokopie gleich, der, sofern als Reproduktion erscheinend, mangels Beweiseignung sowie Erkennbarkeit des Ausstellers ebenfalls kein Urkundencharakter beizumessen ist (vgl. BGHSt 20, 17, 18 f.; 24, 140, 141 f. m.w.N.; BGH wistra 1993, 225; 341).
cc) Da es dem übermittelten Schriftstück an der Qualität als Urkunde ermangelte (vgl. Buchstabe aa), liegt schließlich kein Gebrauchmachen von einem unechten oder verfälschten "originalen" Falsifikat vor (vgl. dazu BGHSt 24, 140, 142;… Fischer aaO Rdn. 24).
BGH, 30.01.2013 - 4 StR 510/12
Urkundenfälschung (Herstellen einer unechten Urkunde: kein eigenhändiges Delikt; …
Gleiches gilt für das in der Vorlage der Abschriften liegende weitere Gebrauchmachen von den zugrunde liegenden gefälschten Auszügen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1971 - 1 StR 387/70, BGHSt 24, 140, 142).
Denn in der Übertragung mittels Telefax kann ein Gebrauchmachen von der Urschrift liegen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1971 - 1 StR 387/70, BGHSt 24, 140).
OLG Stuttgart, 22.05.2006 - 1 Ss 13/06
Urkundenfälschung: Urkundenqualität von Fotokopien
Sie verkörpert grundsätzlich keine eigene Gedankenerklärung, sondern dokumentiert nur, dass ein bestimmter Aussteller einmal eine bestimmte Erklärung abgegeben hat, gibt also als auf technischem Wege hergestelltes Abbild einer Urkunde lediglich stellvertretend für das Original eine fremde Gedankenerklärung wieder (BGHSt 5, 291, 293; 20, 17, 18; 24, 140, 141).
Urkunden im Sinne von § 267 Abs. 1 StGB sind verkörperte Erklärungen, die ihrem gedanklichen Inhalt nach geeignet und bestimmt sind, für ein Rechtsverhältnis Beweis zu erbringen, und die ihren Aussteller erkennen lassen (BGH, Urteile vom 19. Februar 1953 - 3 StR 896/52, BGHSt 4, 60, 61, und vom 11. Mai 1971 - 1 StR 387/70, BGHSt 24, 140, 141).
BGH, 21.09.1999 - 4 StR 71/99
Urkundenfälschung bei Besprühen von Kfz-Kennzeichen
Es enthält - entgegen der Auffassung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (…aaO) - jedoch nicht die zusätzliche beweisbestimmte und beweisgeeignete Erklärung (vgl. BGHSt 24, 140, 141), daß das Kennzeichen - fortwährend - uneingeschränkt ablesbar ist:.
Anders wäre dies zu beurteilen, wenn das Gerät, vergleichbar dem Tippen der Tasten einer Schreibmaschine, keine von der menschlichen Betätigung abgrenzbare Eigenleistung böte, also nur umsetzen würde, was durch den Bedienvorgang selbst unmittelbar eingegeben wird (vgl. BGHSt 24, 140, 142 zur fehlenden Tatbestandsmäßigkeit von Fotokopien).
OLG Oldenburg, 08.12.2008 - Ss 389/08
Urkundenfälschung: Urkundenqualität eines Faxausdrucks
Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 11.05.1971 (BGHSt 24, 140) zutreffend darauf hingewiesen, dass der Umstand, dass im Rechts- und Geschäftsverkehr der Gebrauch von Fotokopien zunehmend Bedeutung erlangt, zwar eine erhöhte Schutzbedürftigkeit bedingen mag, eine allgemeine Einbeziehung der Fotokopie in den Strafschutz des jetzt geltenden § 267 StGB aber dem Begriff der Urkunde das wesentliche Kriterium der Erkennbarkeit des Ausstellers entziehen und damit zu einer nicht zulässigen Rechtsfortbildung führen würde.
OLG Düsseldorf, 14.09.2000 - 2b Ss 222/00
Fotokopie als Urkunde
Ihr kann daher auch die - einer Urkunde grundsätzlich eigene - Garantiefunktion für die Richtigkeit des Inhalts nicht schlechthin zuerkannt werden (BGHSt 20, 17, 18; BGHSt 24, 140; BGH MDR[H] 1976, 813; BGH wistra 1993, 225 und 341;… Tröndle/Fischer, StGB, 49. Aufl. [1999], § 267 Rdnr. 12b; Beckemper JuS 2000, 123; jeweils m. w. N.).
Eine derartige Collage ist keine Urkunde (BGHSt 24, 140; BGH wistra 1993, 341; BayObLGSt 1992, 52 = JR 1993, 299 mit Anm. Keller; a. A. Mitsch NStZ 1994, 88), die Vorlage einer Kopie der Collage kein Gebrauchen im Sinne des § 267 StGB (BGH wistra 1993, 341).
Es ist aber nicht Aufgabe der Gerichte, im Wege der Rechtsfortbildung - die im übrigen bedenklich wäre (BGH MDR[H] 1976, 813) - die Fotokopie in den Strafschutz des § 267 StGB einzubeziehen; das wäre Sache des Gesetzgebers (BGHSt 24, 140, 142).
Denn in der Übertragung auf elektronischem Weg - wie dies auch bei einem Telefax der Fall ist - kann ein Gebrauchmachen von der Urschrift liegen (vgl. BGH, Urteile vom 16. Juni 2016 - 1 StR 20/16, wistra 2017, 20 mwN und vom 11. Mai 1971 - 1 StR 387/70, BGHSt 24, 140).
BGH, 14.09.1993 - 5 StR 283/93
Fotokopie als bildliche Wiedergabe einer Erklärung - Herstellung einer unechten …
AG Berlin-Tiergarten, 11.11.1998 - 340 Ds 169/98
Gegenblitzanlage - Verwendung einer Gegenblitzanlage als Schutz vor behördlicher …
BGH, 23.03.2010 - 5 StR 7/10
Urkundenfälschung (Authentizität; Täuschung über den Urheber; schriftliche Lüge; …
BGH, 27.04.1976 - 1 StR 113/76
Manipulationen mit Fotokopien zum Zweck der Täuschung im Rechtsverkehr - …
BayObLG, 11.05.1992 - 5St RR 16/92
Beschränkung eines Rechtsmittels auf den Rechtsfolgenausspruch
OLG Zweibrücken, 03.04.1998 - 1 Ss 34/98
zugefaxter Gefahrgut-Schein - § 267 StGB, Telefax ist grds. keine Urkunde
BayObLG, 27.07.1990 - RReg. 3 St 116/90
gefälschtes Schreiben der Krankenkasse - § 267 StGB, Kopie
OLG Hamm, 25.03.2004 - 3 Ws 54/04
Urkunde; Fotokopien als Urkunde; öffentliche Urkunde, internationaler …
BGH, 12.05.1993 - 2 StR 206/93
Originalrechnung - Urkundenfälschung - Korrekturflüssigkeit - Rechnung - …
BFH, 31.08.1994 - X R 2/93
Vorlage einer Original-Bescheinigung
BGH, 09.05.1978 - 1 StR 104/78
Verurteilung wegen tateinheitlich mit Urkundenfälschung begangenen Betruges - …
OLG Düsseldorf, 29.07.1999 - 2b Ss 60/99
BGH, 21.02.1974 - 1 StR 597/73
Fälschung von Gesundheitszeugnissen und Gebrauchmachen durch Vorlage von …
BGH, 14.01.1975 - 1 StR 620/74
Notwendigkeit der Begründung der Zulassung einer Frage im Prozess - Herstellung …
BGH, 23.11.1971 - 1 StR 256/71
Erfordernis einer Verlesung der als Beweismittel dienenden Urkunden - Fotokopien …
BGH, 13.05.1983 - 3 StR 18/83
Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung und die richtige Auswahl von …
BGH, 21.02.1978 - 1 StR 789/77
Verurteilung wegen gemeinschaftlicher Geldfälschung - Eigene Tätigkeit als …
KG, 23.08.2004 - 1 Ss 146/04

References: § 267
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