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Timestamp: 2016-10-24 03:43:06+00:00

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2A.399/2002 (31.03.2003)
Mehrwertsteuer; Lieferung von Gegenst�nden, Vorsteuerabzug,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission vom 14. Juni 2002.
Die S.________ AG mit Sitz in Z�rich ist seit dem 1. Januar 1995 in dem von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung gef�hrten Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen. Bei einer im Mai 1999 durchgef�hrten Kontrolle der Buchhaltung der S.________ AG f�r die Steuerperioden 1995 bis 1998 stellte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung fest, diese habe den Verkauf von Lagerbest�nden an Antiquit�ten, Uhren und Instrumenten usw. im Betrag von Fr. 503'306.-- nicht deklariert, zu Unrecht Vorsteuer in Abzug gebracht und f�r diverse Ausfuhren den Exportnachweis nicht erbracht. Gest�tzt darauf forderte sie mit Erg�nzungsabrechnung vom 27. Mai 1999 von der S.________ AG insgesamt Fr. 47'789.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5% seit dem 30. August 1997 nach. Die S.________ AG anerkannte die Mehrwertsteuerschuld lediglich im Umfang von Fr. 608.40 und reichte verschiedene Unterlagen zum Exportnachweis ein, welche zu einer Reduktion der Steuerschuld um Fr. 14'962.-- f�hrten. Mit Entscheid vom 9. Februar 2000 hielt die Eidgen�ssische Steuerverwaltung fest, sie habe von der S.________ AG zu Recht Fr. 32'827.-- Mehrwertsteuer nebst Verzugszins nachgefordert.
Eine von der S.________ AG dagegen gerichtete Einsprache vom 16. M�rz 2000 wies die Eidgen�ssische Steuerverwaltung mit Entscheid vom 23. Februar 2001 ab und stellte fest, ihr Entscheid vom 9. Februar 2000 sei im Umfang von Fr. 608.40 in Rechtskraft erwachsen und die S.________ AG schulde f�r die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 1998 noch Fr. 32'827.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5% seit dem 30. August 1997 (mittlerer Verfall).
Gegen den Einspracheentscheid erhob die S.________ AG Beschwerde bei der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission. Diese hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 14. Juni 2002 im Sinne der Erw�gungen teilweise (d.h. im Umfang von Fr. 549.30) gut und verpflichtete die S.________ AG im �brigen, der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung f�r die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 1998 einen Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 32'277.70 nebst Verzugszins von 5% seit dem 30. August 1997 zu bezahlen.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. August 2002 beantragt die S.________ AG dem Bundesgericht sinngem�ss, den Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission aufzuheben und ihr "die behaupteten MWST-Schuldbetr�ge wiederum gutzuschreiben". Weiter verlangt sie, es seien alle von ihr offerierten Beweise abzunehmen und sie sei bei Unklarheiten als Auskunftsperson oder Zeugin einzuvernehmen.
1.4 Die Vorinstanz hat die von der Beschwerdef�hrerin offerierten Beweise abgenommen. Es ist nicht zu erkennen, was der Gesch�ftsf�hrer der Beschwerdef�hrerin zur Feststellung des grunds�tzlich von ihr unbestrittenen Sachverhaltes beitragen k�nnte; die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihren Antrag (Ziff. 2) nicht n�her. Es kann dazu im �brigen auf die Vernehmlassung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung verwiesen werden (Ziff. I.2).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin f�hrte in Z�rich ein Ladengesch�ft f�r Antiquit�ten. Sie hatte im Jahre 1988 von der Schweizerischen Bankgesellschaft zum Erwerb englischer Antiquit�ten einen Investitionskredit erhalten; als Sicherheit diente ein Inhaberschuldbrief �ber Fr. 450'000.--, lastend auf der Liegenschaft in Z�rich, wo sie ihre Gesch�ftst�tigkeit aus�bte. Die Liegenschaft geh�rt der Erbengemeinschaft der verstorbenen Mutter ihres Gesch�ftsf�hrers G.________. Dieser ist an der Erbengemeinschaft zu einem Drittel beteiligt. Die Schuld der Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Bank betrug per 31. Mai 1995 Fr. 531'987.50. Die Bank erachtete am 24. April 1996 eine Weiterf�hrung des Kredites unter den bestehenden Bedingungen als nicht mehr m�glich und stellte dessen K�ndigung, verbunden mit der Verwertung der ihr zur Verf�gung gestellten Sicherheit, in Aussicht. Sie schlug - auch zur Reduktion der Zinsenlast - vor, den Kredit der Beschwerdef�hrerin abzul�sen und diesen in eine der Erbengemeinschaft zu gew�hrende Hypothek umzuwandeln. Die Erbengemeinschaft stimmte diesem Vorgehen angeblich nur unter der Voraussetzung zu, dass G.________ auf seinen Anteil am Erbe verzichtete und das Antiquit�tenlager pers�nlich �bernehme, dieses aber "zur Besicherung der verbleibenden beiden Erbinnen weiterhin in seiner Hand halte" (vgl. Einsprache vom 16. M�rz 2000).
2.2 Gem�ss "Verkaufsvertrag" vom 30. Juni 1996 verkaufte die Beschwerdef�hrerin in der Folge per 30. Juni 1996 "ihren gesamten Fundus an antiken englischen M�beln, Uhren, Instrumenten, Kleinger�ten, Graphiken und Landkarten (Inventarwert Fr. 500'000.--) zum Preis von Fr. 503'306.35" an ihren Verwaltungsrat G.________. Als Gegenleistung �bernahm dieser die Kontokorrent-Schuld der Beschwerdef�hrerin bei der Schweizerischen Bankgesellschaft im Betrag von Fr. 505'306.35. Den Vertrag unterzeichnete G.________ sowohl als K�ufer ("privat") als auch f�r die Beschwerdef�hrerin (als deren alleiniger Zeichnungsberechtigter und "Gesch�ftsf�hrer"). Die Vertragsparteien wiesen ausdr�cklich darauf hin, dieses Gesch�ft diene "allein der Entschuldung" der Beschwerdef�hrerin, deren Fundus bisher nicht habe liquidiert werden k�nnen.
3.1 Gem�ss Art. 4 lit. a MWSTV unterliegen der Steuer die im Inland gegen Entgelt erbrachten Lieferungen von Gegenst�nden. Von den zahlreichen Ausnahmen von der Steuerpflicht (vgl. Art. 14 MWSTV) trifft hier offensichtlich keine zu.
3.2 Eine Lieferung liegt vor, wenn die Bef�higung verschafft wird, im eigenen Namen �ber einen Gegenstand wirtschaftlich zu verf�gen, wie z.B. gest�tzt auf einen Kaufvertrag oder ein Kommissionsgesch�ft (Art. 5 Abs. 1 MWSTV).
Dies trifft dann zu, wenn der Abnehmer den Gegenstand wie ein Eigent�mer selber verbrauchen oder gebrauchen oder aber im eigenen Namen weiter in Verkehr bringen, namentlich ver�ussern kann; keine Rolle spielt dabei, ob auch das Eigentum oder der Besitz am Gegenstand �bertragen wird (Alois Camenzind/Niklaus Honauer, Handbuch zur neuen Mehrwertsteuer, Bern 1995, S. 57 N. 107 f.; Stephan Kuhn/Peter Spinnler, MWSt, Bern 1994, S. 41; vgl. zum MWSTG auch Heinz Keller, in: Schweizerisches Steuerlexikon, Bd. 2, Bundessteuern, Hrsg. Klaus A. Vallender, Heinz Keller, Felix Richner, Conrad Stockar, Z�rich 1999, S. 44; Patrick Imgr�th, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer, Red. Diego Clavadetscher/Pierre-Marie Glauser/Gerhard Schafroth, Basel 2000, N. 1 zu Art. 6 MWSTG; Hans-Peter B�hler/Patrick Loosli/Ernst L�thi, Steuern, Bd. 4, Die Mehrwertsteuer, Z�rich 2001, S. 28 f.)
Die Mehrwertsteuer wird vom Entgelt berechnet. Zu diesem geh�rt alles, was der Empf�nger f�r die Lieferung aufwendet (Art. 26 Abs. 1 und 2 MWSTV); bei Tausch von Gegenst�nden oder tausch�hnlichen Ums�tzen gilt der Wert der Gegenleistung als Entgelt f�r die Leistung (Art. 26 Abs. 4 MWSTV).
Basis f�r die Beurteilung der Steuerbarkeit von Ums�tzen bildet in erster Linie die zivilrechtliche Ausgestaltung eines Gesch�ftes, wie sie beispielsweise in einem Vertrag zum Ausdruck kommt. Es obliegt damit dem Steuerpflichtigen, zu entscheiden, wie er seine zivilrechtlichen Verh�ltnisse regelt und ob er damit Steuern sparen will (Camenzind/Honauer, a.a.O., S. 54 N. 94; vgl. auch ASA 38 511 E. 4b).
3.3 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, mit dem anl�sslich der Steuerkontrolle in der Buchhaltung der Beschwerdef�hrerin vorgefundenen Verkaufsvertrag habe diese die Verf�gungsmacht �ber die Gegenst�nde auf den K�ufer, G.________, �bertragen. Als Gegenleistung habe der K�ufer die Kontokorrent-Schuld der Beschwerdef�hrerin bei der SBG im Betrag von Fr. 505'306.35 �bernommen. Damit sei der mehrwertsteuerliche Tatbestand der Lieferung von Gegenst�nden erf�llt.
Sie hat dabei zu Recht angenommen, der Kaufpreis f�r den Antiquit�tenfundus habe richtigerweise Fr. 505'306.35 (Wert der Gegenleistung: �bernahme der Kontokorrent-Schuld im Betrag von Fr. 505'306.35) und nicht Fr. 503'306.35 gem�ss Verkaufsvertrag betragen. Sie hat indessen wegen der verh�ltnism�ssig kleinen Umsatzdifferenz von Fr. 2'000.-- davon abgesehen, den angefochtenen Einspracheentscheid im Sinne einer reformatio in peius zu korrigieren. Dies ist unter dem Gesichtspunkt der Verh�ltnism�ssigkeit nicht zu beanstanden; die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragt denn ebenfalls, den angefochtenen Entscheid zu best�tigen.
3.4 Die Beschwerdef�hrerin argumentiert, es habe keine Lieferung stattgefunden, da gar kein Kaufvertrag bestehe. Dieser sei gleichentags durch eine Abtretungsvereinbarung ersetzt worden (vgl. angefochtenes Urteil S. 5). Es sei zudem weder eine wirtschaftliche Verf�gungsmacht �bergegangen noch eine Ver�usserung m�glich gewesen oder erfolgt. Sie macht damit auch im vorliegenden Verfahren sinngem�ss geltend, es habe eine reine Sicherungs�bereignung stattgefunden (vgl. angefochtenes Urteil S. 5).
Mit ihrer Einsprache vom 16. M�rz 2000 legte die Beschwerdef�hrerin der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung erstmals eine ebenfalls vom 30. Juni 1996 datierte "Abtretungsvereinbarung" zwischen ihr und G.________ - auch diese f�r beide Seiten von G.________ unterzeichnet - vor, nach welcher die Beschwerdef�hrerin an diesem Datum ihren gesamten Fundus an englischen Antiquit�ten (Inventarwert Fr. 500'000.--) zum Preis von Fr. 505'306.35 an G.________ "zur Besicherung" abgetreten habe, der daf�r ihr Schuld-Kontokorrent SBG �ber diesen Betrag voll �bernehme; beide Parteien anerkannten ausdr�cklich, dieser Vorgang stelle keinen Verkauf dar; ein Verkauf von Einzelst�cken w�rde �ber die Beschwerdef�hrerin abgewickelt, der G.________ alle St�cke des Fundus jederzeit zur Verf�gung halte.
Noch in ihrer ersten "Einsprache" vom 30. Juni 1999 hatte die Beschwerdef�hrerin diese Vereinbarung weder erw�hnt, noch beigelegt.
3.5 In einem Schreiben vom 30. September 1996 an seine beiden Schwestern und Miterbinnen erkl�rte G.________, er sei ihnen pers�nlich f�r die Werterhaltung des Fundus verantwortlich und halte diesen jederzeit zu ihrer Verf�gung, bis die Schuld ganz getilgt sei. Er werde - um gegen aussen neutraler zu wirken - den Fundus �ber G.________ AG verkaufen, m�glichst en bloc. Alle so erhaltenen Angebote werde er ihnen zun�chst zum Placet vorlegen. Der Verkauf erfolge dann �ber die Beschwerdef�hrerin.
Die Vorinstanz hat daraus den Schluss gezogen, durch die Verkaufsvereinbarung habe die Beschwerdef�hrerin die wirtschaftliche Verf�gungsmacht auf G.________ (als Privatperson) �bertragen; sie selber sei danach nicht mehr wirtschaftlich verf�gungsberechtigt gewesen. So habe es sich selbst dann verhalten, wenn die fragliche Abtretungsvereinbarung tats�chlich den Verkaufsvertrag vom gleichen Tag ersetzt haben sollte. Einer Lieferung stehe nicht entgegen, dass der Lieferer eine allenfalls eingeschr�nkte Verf�gungsberechtigung an den Gegenst�nden mit �bertrage.
Dazu bringt die Beschwerdef�hrerin vor, sie habe gar nichts �bertragen, sondern ihr sei "die Verf�gungsgewalt �ber den Fundus entzogen" worden "als Konsequenz der Schuldenreduktionsaktion". Vorher sei sie v�llig frei gewesen, Gegenst�nde aus dem Fundus zu verkaufen, nachher habe kein Verkauf mehr stattfinden k�nnen.
3.6 Nachdem das Antiquit�tenlager bzw. Warenlager in der Bilanz der Beschwerdef�hrerin per 31. Dezember 1995 noch mit einem Betrag von Fr. 470'000.-- gef�hrt worden ist, findet es sich in ihrer Bilanz per 31. Dezember 1996 nicht mehr (Einspracheentscheid vom 23. Februar 2001, S. 10/2.5.1). Die Beschwerdef�hrerin best�tigt dies, indem sie darlegt, die Miterbinnen von G.________ h�tten ausdr�cklich verlangt, den Fundus aus den B�chern der S.________ AG zu entfernen; sie habe daher in ihrer Buchhaltung per 30. Juni 1996 sowohl den Antiquit�tenfundus als auch die Kontokorrentschuld gegen�ber der Bank ausgebucht. Bereits in ihrer Eingabe vom 30. Juni 1999 an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hatte sie darauf hingewiesen, die Erbengemeinschaft sei mit dem geplanten Vorgehen nur einverstanden, wenn "G.________ den Antiquit�tenfundus zur Besicherung direkt verkaufe" und dieser bis dahin nicht als Aktivum der S.________ AG verleibe; diese trage weiterhin die anfallenden Lager- und anderen Kosten (act. 15/20). In ihrer Einsprache vom 16. M�rz 2000 erkl�rte sie sich bereit, eventualiter den Fundus auf Verlangen der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung jederzeit wieder bei ihr einzubuchen und das "Passivdarlehen" G.________ um diesen Betrag zu erh�hen (act. 15/26).
In ihrer Buchhaltung waren somit am 31. Dezember 1996 weder der Buchwert des Antiquit�tenlagers noch eine Forderung der Bank oder von G.________ enthalten (Einspracheentscheid S. 14); dies wird von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten.
3.6.1 Nach Art. 662 OR hat die Beschwerdef�hrerin als Aktiengesellschaft f�r jedes Gesch�ftsjahr u.a. eine Jahresrechnung, bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz und Anhang, aufzustellen. Die ordnungsgem�sse Rechnungslegung hat insbesondere nach den Grunds�tzen der Vollst�ndigkeit der Jahresrechnung, der Klarheit und Wesentlichkeit der Angaben sowie der Unzul�ssigkeit der Verrechnung von Aktiven und Passiven sowie von Aufwand und Ertrag zu erfolgen. Im �brigen gelten die Bestimmungen �ber die kaufm�nnische Buchf�hrung (Art. 662a Abs. 1, 2 und 4 OR).
3.6.2 Auch gem�ss Art. 47 MWSTV hat der Steuerpflichtige seine Gesch�ftsb�cher ordnungsgem�ss zu f�hren und so einzurichten, dass sich aus ihnen die f�r die Feststellung der Steuerpflicht sowie f�r die Berechnung der Steuer und der abziehbaren Vorsteuern massgebenden Tatsachen leicht und zuverl�ssig ermitteln lassen. Damit stellt die Verordnung �ber die Mehrwertsteuer - wie das Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer - auf die ordnungsgem�ss gef�hrte Buchhaltung im Sinne von Art. 957 ff. OR ab. Betriebsrechnung und Jahresbilanz sind demnach nach allgemein anerkannten kaufm�nnischen Grunds�tzen vollst�ndig, klar und �bersichtlich aufzustellen, damit die Beteiligten einen m�glichst sicheren Einblick in die wirtschaftliche Lage des Gesch�ftes erhalten (Art. 959 OR).
3.6.3 Soweit ein Steuerpflichtiger daher - wie die Beschwerdef�hrerin - zur F�hrung einer Gesch�ftsbuchhaltung verpflichtet ist (Art. 47 und 50 MWSTV), wird f�r die Ermittlung des steuerbaren Umsatzes auf den Jahresabschluss, insbesondere die Bilanz und die Erfolgsrechnung abgestellt, vorausgesetzt, die B�cher entsprechen den zwingenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Steuerpflichtige muss sich dabei grunds�tzlich bei der von ihm in seinen ordnungsgem�ss gef�hrten B�chern erscheinenden Darstellung der Verm�genslage und des Jahresergebnisses behaften lassen. Wurden offensichtlich handelsrechtswidrige Ans�tze gew�hlt, ist eine Korrektur bis zum Eintritt der Rechtskraft der Veranlagung zul�ssig (sogenannte Bilanzberichtigung). Demgegen�ber sind blosse Bilanz�nderungen, bei denen ein handelsrechtskonformer Wertansatz durch eine andere, ebenfalls handelsrechtskonforme Bewertung ersetzt wird, nur bis zum Einreichen der Steuererkl�rung zul�ssig. Ab dann besteht f�r den Steuerpflichtigen ein Ab�nderungsverbot (Urteil 2A.122/1997 vom 3. April 1998 E. 4b).
3.6.4 Ein R�ckg�ngigmachen durch R�ckabwicklung des urspr�nglichen Verpflichtungsgesch�fts, d.h. hier des Verkaufsvertrages, ist nach der geltenden Verwaltungspraxis innerhalb einer Frist von 30 Tagen m�glich; in diesem Fall wird Steuerfreiheit angenommen; eine sp�tere R�ckgabe/R�cknahme stellt hingegen grunds�tzlich einen neuen mehrwertsteuerlich relevanten Leistungsaustausch (R�ckkauf) und damit eine R�cklieferung dar (Camenzind/Honauer, a.a.O., S. 105 N. 301 ff.; , Michaela Merz, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer, Red. Diego Clavadetscher/Pierre-Marie Glauser/Gerhard Schafroth, Basel 2000, N. 15 zu Art. 40 MWSTG).
Auch die Wegleitung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung f�r Mehrwertsteuerpflichtige weist darauf hin, dass die zu deklarierenden Ums�tze und Vorsteuerbetreffnisse direkt aus der Buchhaltung sollten entnommen werden k�nnen; die deklarierten Ums�tze und die geltend gemachte Vorsteuer seien periodisch, mindestens aber einmal j�hrlich, mit der Buchhaltung abzustimmen; ein entsprechender Hinweis findet sich sogar auf der R�ckseite der Abrechnungsformulare (Wegleitung N. 958).
Unter diesen Umst�nden ist davon auszugehen, dass der Steuerpflichtige, wenn er die letzte Quartalsabrechnung f�r das jeweilige Gesch�ftsjahr eingereicht hat - was eine nachgef�hrte Buchhaltung voraussetzt - , die den Quartalsabrechnungen zu Grunde liegenden wirtschaftlichen Vorg�nge auch in seiner Gesch�ftsbuchhaltung grunds�tzlich nicht mehr r�ckg�ngig machen kann. Dies entspricht dem Grundsatz der bindenden Wirkung der handelsrechtskonform erstell-ten Bilanz (Peter Br�lisauer/Stephan Kuhn, in: Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2a, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], N. 37 zu Art. 58 DBG).
3.6.5 Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen kommt ein R�ckg�ngigmachen der Leistung ausnahmsweise dann noch in Frage, wenn die R�ckabwicklung der Lieferung wegen Nichtigkeit des Vertrages (Art. 20 OR), Aufhebung des Vertrages wegen Willensm�ngeln (Art. 21, 23 ff. 28, 29 f. OR) oder Sachgew�hrleistung beim Kauf (Art. 208 OR) oder Werkvertrag (Art. 368 OR) nachgewiesen werden kann (Merz, a.a.O., N. 15 zu Art. 40 MWSTG; Andreas Russi, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer, Red. Diego Clavadetscher/Pierre-Marie Glauser/Gerhard Schafroth, Basel 2000, N. 10 zu Art. 44 MWSTG).
Die Beschwerdef�hrerin beruft sich f�r die von ihr gew�nschte R�ckg�ngigmachung der Transaktion auf einen "Grundlagenirrtum". Ein solcher liegt gem�ss Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR vor, wenn der Irrtum einen bestimmten Sachverhalt betraf, der vom Irrenden nach Treu und Glauben im Gesch�ftsverkehr als eine notwendige Grundlage des Vertrages betrachtet wurde. Die Beschwerdef�hrerin irrte indessen nicht �ber die Grundlagen eines Kaufvertrages, sondern �ber die steuerlichen Folgen des von ihr gew�hlten Vorgehens; dies ist ein Motivirrtum, der nicht zur Folge haben kann, dass der Verkauf r�ckg�ngig gemacht werden darf. Ein R�ckg�ngigmachen des Verkaufes k�nnte ohnehin nicht mehr in Frage kommen, weil die Beschwerdef�hrerin es unterlassen hat, den Verkaufsvertrag unter Vornahme der entsprechenden R�ckbuchungen sofort r�ckg�ngig zu machen, und es vielmehr darauf ankommen liess, ob die Kontrolle der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung die fehlerhafte Buchung hervorbringen w�rde (vgl. Urteil 2A.546/2000 vom 31. Mai 2002 E. 6).
3.7 Die Beschwerdef�hrerin wurde durch den Verkaufsvertrag von ihrer Kreditverpflichtung gegen�ber der Bank entbunden. Dies gilt auch f�r die Abtretungsvereinbarung. Als Gegenleistung f�r dessen Kreditabl�sung (�bernahme der Kontokorrentschuld der Beschwerdef�hrerin) �bertrug sie ihr Inventar an den neuen Kreditnehmer G.________. Dieses Vorgehen leuchtet auch ein. Denn es w�re nicht verst�ndlich, wenn G.________ als Privatperson zwar die Schuld der Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Bank �bernommen, daf�r indessen keine der Schuld�bernahme entsprechende Gegenleistung erhalten h�tte. Die Vorinstanz hat dazu zu Recht ausgef�hrt, die Beschwerdef�hrerin habe auch die dem Verkaufsvertrag entsprechenden Buchungen tats�chlich vorgenommen (angefochtenes Urteil S. 6). Eine blosse "Sicherungs�bereignung" liegt nicht vor: Dazu h�tte die Beschwerdef�hrerin sowohl den Antiquit�tenfundus auf der Seite der Aktiven als auch das Kontokorrentdarlehen auf Seiten der Passiven in ihrer Bilanz ausweisen m�ssen; dies war nicht der Fall (Einspracheentscheid S. 15). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies auch nicht. Auch die Sicherungs�bereignung wird im �brigen zur Lieferung, wenn der Gl�ubiger die Gegenst�nde verwerten kann, denn in diesem Zeitpunkt erh�lt er die Verf�gungsmacht (Camenzind/Honauer, S. 71 N. 158). Dass die wirtschaftliche Verf�gungsmacht von G.________ allenfalls durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit seinen Miterbinnen eingeschr�nkt war, indem er bei Verk�ufen deren Einverst�ndnis h�tte einholen m�ssen, steht dem nicht entgegen, da er auf Grund der Umst�nde tats�chlich allein verf�gungsberechtigt war. Die Beschwerdef�hrerin erkl�rt sogar selber ausdr�cklich, ihr sei die Verf�gungsgewalt �ber den Fundus entzogen worden (Beschwerde S. 4).
Unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde hat die Vorinstanz, indem sie erkannte, die Beschwerdef�hrerin habe durch den Verkaufsvertrag bzw. die Abtretungsvereinbarung die wirtschaftliche Verf�gungsmacht �ber die Gegenst�nde �bertragen, kein Bundesrecht verletzt.
3.8 Dass damit auch die Voraussetzungen f�r die Annahme einer mehrwertsteuerlichen Lieferung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 MWSTV erf�llt sind, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren Ausf�hrungen.
3.9 Die Beschwerdef�hrerin bringt sodann vor, im Falle einer Besteuerung "w�ren die 6,5% MWST nicht vom Hundert sondern vielmehr im Hundert zu berechnen", da Antiquit�ten bekanntlich inklusive Mehrwertsteuer verkauft w�rden.
Der Einwand ist offensichtlich unbegr�ndet. Denn die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ging zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin davon aus, dass der Ver�usserungserl�s von Fr. 503'306.-- inklusive Mehrwertsteuer zu verstehen ist. Wird der Erl�s n�mlich durch 106,5% dividiert und anschliessend mit 6,5% multipliziert, ergibt sich der der Beschwerdef�hrerin aufgerechnete Steuerbetrag von Fr. 30'718.20 (vgl. act. 15/19, Erg�nzungsabrechnung; vgl. auch Vernehmlassung S. 5).
4.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich schliesslich gegen die Verweigerung von verschiedenen Vorsteuerabz�gen.
4.2.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich zun�chst gegen die Verweigerung des Vorsteuerabzuges f�r eine Rechnung der Firma T.________ AG, die ihren Antiquit�tenfundus nach der Vereinbarung vom 30. Juni 1996 einlagerte (Vorsteuerabzug von 2 x Fr. 99.60 = Fr. 199.20).
Da die Beschwerdef�hrerin nach der Ver�usserung vom 30. Juni 1996 nicht mehr �ber den Fundus verf�gen konnte, k�nnen die Lagergeb�hren nicht mehr als gesch�ftsm�ssig begr�ndete Aufwendungen zum Abzug gebracht werden. Die Aufrechnung des Vorsteuerabzuges von Fr. 199.20 (angefochtenes Urteil E. 3b/aa) verletzt demnach kein Bundesrecht.
4.2.2 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die Verweigerung des Vorsteuerabzuges von Fr. 189.20 auf einer der Vorinstanz eingereichten Rechnung der G.________ AG vom 30. September 1995.
Die Vorinstanz verweigerte den Vorsteuerabzug, weil auf der Rechnung die Adresse des Leistungserbringers fehle. Denn Name und Adresse des Leistungserbringers seien unverzichtbare Angaben, die - um die Gefahr entsprechender Missbr�uche auszuschliessen - gem�ss Verwaltungspraxis und ihrer Rechtsprechung (Urteil SRK vom 25. M�rz 2002 i.S. P.) auch mittels Best�tigung des Leistungserbringers nicht nachtr�glich verbessert werden k�nnten. Eine Nachbesserung (mittels Formular 1310) sei nur m�glich, wenn auf der Rechnung eine oder mehrere der nachfolgenden Angaben fehlten:
4.2.3 Wie das Bundesgericht schon in anderem Zusammenhang festgehalten hat (Urteil 2A. 546/2000 vom 31. Mai 2002 E. 5), hat die Formstrenge der Beh�rden f�r die zum Vorsteuerabzug berechtigenden Rechnungen und f�r die M�glichkeiten zu ihrer Nachbesserung ihre guten Gr�nde. Vorliegend k�nnen jedoch die besonderen Umst�nde des Einzelfalls nicht ausser Acht bleiben: Die interessierende Rechnung enth�lt mit Ausnahme der Adresse alle erforderlichen Angaben. Insbesondere sind der Name der Leistungserbringerin und ihre Mehrwertsteuernummer ordnungsgem�ss vermerkt. Zudem hat die Leistungserbringerin - was auf der Rechnung festgehalten ist - die "Zahlkarte" beigelegt, d.h. die Belastungsanzeige mit der Zahlungsquittung; aus dieser ist die Adresse der Leistungserbringerin ersichtlich. Gesamthaft betrachtet - d.h. Rechnung und zugeh�rige Beilage - ist der Beleg somit vollst�ndig. Es kommt hinzu, dass Leistungserbringerin laut dem Briefkopf der Rechnung die "G.________ AG/Affilierte Unternehmen" war, f�r die G.________ als Gesch�ftsf�hrer unterzeichnete, und dass die Rechnung an ihn selber - als Gesch�ftsf�hrer der Beschwerdef�hrerin - gerichtet war; diese hatte als "affiliertes Unternehmen" die gleiche Gesch�ftsadresse wie die Leistungserbringerin (zuerst X.________strasse sp�ter Y.________strasse in Z�rich) und wie �brigens auch der in allen verbundenen Unternehmen als Gesch�ftsf�hrer handelnde G.________. Es ist deshalb erkl�rbar und verst�ndlich, dass der f�r alle Seiten zeichnende G.________ die allen gemeinsame Adresse nicht auf jedem Blatt mehrmals aufs Neue auff�hrte. Waren aber s�mtliche von Art. 28 MWSTV geforderten Angaben in den Rechnungsunterlagen vorhanden und hatten alle an der Dienstleistung irgendwie beteiligten Personen die gleiche Adresse, m�ssen die Anforderungen von Art. 28 MWSTV als erf�llt gelten. Es erscheint �berspitzt formalistisch, noch ein Mehreres an Adressangaben vorauszusetzen, zumal Verwechslungen oder Missbr�uche in diesem Zusammenhang weder behauptet worden noch ersichtlich sind. Die Beschwerde ist daher insoweit gutzuheissen, als der Beschwerdef�hrer beantragt, die Vorsteuer von Fr. 189.20 zum Abzug zuzulassen.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die Kostenauflage und erachtet die Verweigerung einer Parteientsch�digung als "unrechtens".
5.2 Die Kostenauflage an die Beschwerdef�hrerin durch die Vorinstanz entspricht den massgebenden Bestimmungen und erweist sich auch als angemessen. Es kann dazu auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen nichts beizuf�gen ist. Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
5.3 Da die Beschwerdef�hrerin nur zu einem sehr kleinen Teil obsiegte, vermag dies allein grunds�tzlich die Verweigerung einer Parteientsch�digung zu rechtfertigen; es kommt hinzu, dass auch im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren in der Regel nur durch einen Rechtsanwalt vertretenen Parteien eine Parteientsch�digung zugesprochen wird (vgl. dazu BGE 125 II 518 E. 5b). Eine Bundesrechtsverletzung bzw. ein Missbrauch oder ein �berschreiten des Ermessens ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdef�hrerin auch nicht dargetan.
Da die Beschwerdef�hrerin nur zu einem geringen Teil obsiegt, rechtfertigt es sich, ihr die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens im reduzierten Betrag von Fr. 2'500.-- aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 und 3 OG). Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat, da sie nur in sehr geringem Umfang unterliegt, keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 2 OG).
Das bescheidene Ausmass der Gutheissung rechtfertigt es nicht, den Kostenentscheid der Vorinstanz abzu�ndern (Art. 157 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufgehoben, soweit die Vorinstanz den Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 189.20 nicht zum Vorsteuerabzug zugelassen hat. Im �brigen wird der angefochtene Entscheid best�tigt.

References: Art. 4
 Art. 14
 Art. 6
 Art. 662
 Art. 47
 Art. 957
 Art. 40
 Art. 58
 Art. 40
 Art. 44
 Art. 24
 Art. 5
 Art. 28
 Art. 28
 BGE