Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-05-2012-4A_685-2011
Timestamp: 2016-10-27 01:26:51+00:00

Document:
4A_685/2011 (24.05.2012)
fristlose K�ndigung,
A.________ (Beschwerdef�hrer) war ab 1. Juli 1997 durch die YZ.________ AG als Gesch�ftsf�hrer der in Tschechien domizilierten YQ.________ angestellt worden. Am 8. Mai 2003 wurde das Anstellungsverh�ltnis r�ckwirkend per 30. April 2003 aufgel�st. Mit Wirkung ab 1. Juli 2003 war der Beschwerdef�hrer in gesch�ftsf�hrender Funktion bei der Firma X.________ AG (Beschwerdegegnerin) t�tig. Diese k�ndigte das Arbeitsverh�ltnis am 4. September 2006 namentlich infolge Verdachts auf betr�gerische Handlungen fristlos. Der Beschwerdef�hrer bestritt in der Folge die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe.
Am 5. Dezember 2006 klagte der Beschwerdef�hrer beim Kantonsgericht Schaffhausen eine arbeitsvertragliche Forderung in H�he von Fr. 29'999.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 4. September 2006 ein. Als Begr�ndung gab er an, die Beschwerdegegnerin schulde ihm wegen ungerechtfertiger fristloser Entlassung die Monatsl�hne September 2006 bis Januar 2007 zuz�glich Spesen (im Betrag von Fr. 20'500.--), den 13. Monatslohn f�r das ganze Jahr 2006 und anteilsm�ssig f�r Januar 2007 (im Betrag von Fr. 4'441.65) sowie Lohnersatz gem�ss Art. 337c Abs. 3 OR. Nach Durchf�hrung einer Haupt- und einer Beweisverhandlung wies das Kantonsgericht die Klage mit Urteil vom 27. Januar 2011 ab; auf Grund mutwilliger Klagef�hrung auferlegte es dem Beschwerdef�hrer Verfahrenskosten in H�he von insgesamt Fr. 14'410.-- (Fr. 6'000.-- Staatsgeb�hr und Fr. 8'410.-- Barauslagen) sowie eine zuhanden der Beschwerdegegnerin zu leistende Parteientsch�digung von Fr. 17'000.--. Es erwog dabei zusammenfassend, dass der Beschwerdef�hrer unberechtigt, d.h. ohne Einverst�ndnis der Beschwerdegegnerin, mit sich selber einen zweiten Arbeitsvertrag als Gesch�ftsf�hrer der YQ.________ abgeschlossen und sich so ein zweites Gehalt habe auszahlen lassen. Zudem habe er w�hrend seiner T�tigkeit bei der YQ.________ von der Firma R.________ monatliche Bonuszahlungen f�r Treibstoffeink�ufe im Betrag von durchschnittlich 20'000.-- Tschechischen Kronen (CZK; entspricht etwa Fr. 1000.-- [vgl. http://de.exchange-rates.org/Rate/CHF/CZK, besucht am 30. M�rz 2012]) f�r sich selbst behalten, welche der Arbeitgeberin zugestanden h�tten. Diese zwei Verfehlungen stellten wichtige Gr�nde dar, welcher jeder f�r sich eine fristlose K�ndigung des Arbeitsvertrages durch die Beschwerdegegnerin rechtfertigte.
Die dagegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Schaffhausen ab (Urteil vom 23. September 2011, Dispositiv-Ziffer 1); allein der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer w�hrend seiner T�tigkeit f�r die YQ.________ Bonuszahlungen f�r Treibstoffeink�ufe in der H�he von rund CZK 20'000.-- monatlich f�r sich behalten habe, anstatt sie der Arbeitgeberin abzuliefern, sei objektiv geeignet gewesen, das gegenseitige Vertrauen der Vertragsparteien zu zerst�ren. Durch sein Verhalten habe der Beschwerdef�hrer somit einen wichtigen Grund gesetzt, der die Beschwerdegegnerin berechtigt habe, ihm fristlos zu k�ndigen. Es verpflichtete den Beschwerdef�hrer - in gleichzeitiger Best�tigung der vorinstanzlichen Kosten- und Entsch�digungsauflage - zufolge mutwilliger Prozessf�hrung zur Bezahlung einer Staatsgeb�hr von Fr. 3'000.-- (Dispositiv-Ziffer 2) sowie eines Parteikostenersatzes von Fr. 2'511.85 (Dispositiv-Ziffer 3).
Mit Beschwerde in Zivilsachen l�sst der Beschwerdef�hrer beantragen, in Aufhebung des obergerichtlichen Urteils sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm Fr. 29'999.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 4. September 2006 zu bezahlen. Eventualiter seien die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben. Die �bersetzungskosten seien der Beschwerdegegnerin aufzub�rden oder aber zusammen mit den Barauslagen vom Staat zu tragen. Auf die Erhebung einer Staatsgeb�hr sei zu verzichten. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in Zivilsachen ist zul�ssig, da sie unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) von der mit ihren Antr�gen unterliegenden Partei (Art. 76 Abs. 1 BGG) eingereicht wurde, eine arbeitsrechtliche Zivilrechtsstreitigkeit mit einem Streitwert von mindestens Fr. 15'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG) betrifft und sich gegen einen Entscheid einer letzten kantonalen Instanz richtet (Art. 75 Abs. 1 BGG).
2.1 Nach Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Beschwerdeschrift ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde in Zivilsachen ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Wie bereits nach der Praxis zur Berufung gem�ss OG muss der Beschwerdef�hrer demnach angeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Ab�nderungen beantragt werden. Grunds�tzlich ist ein materieller Antrag erforderlich; Antr�ge auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsantr�ge gen�gen nicht und machen die Beschwerde unzul�ssig. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 133 III 489 E. 3 S. 489 f. mit Hinweisen).
2.2 Der Beschwerdef�hrer beantragt in Ziffer 3 seiner Rechtsbegehren, es seien eventualiter die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des obergerichtlichen Urteils aufzuheben. Letztgenannte Ziffer betrifft die Parteientsch�digung f�r beide kantonalen Instanzen. Der Beschwerde ist weder ein Antrag auf Ab�nderung dieser Entsch�digungsregelung zu entnehmen, noch findet sich eine Begr�ndung zum Begehren auf Aufhebung der entsprechenden Dispositiv-Ziffer. Auf die Beschwerde kann insoweit nicht eingetreten werden.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). R�gt der Beschwerdef�hrer eine unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts, hat er mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachenbehauptungen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozessrechtskonform eingebracht hat (Urteil [des Bundesgerichts] 4A_526/2008 vom 21. Januar 2009 E. 3.2 mit Hinweis).
4.1 Nach Art. 337 OR kann der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer das Arbeitsverh�ltnis aus wichtigen Gr�nden jederzeit fristlos aufl�sen (Abs. 1 Teilsatz 1). Als wichtiger Grund gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem K�ndigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverh�ltnisses nicht mehr zugemutet werden darf (Abs. 2). Nach der Rechtsprechung zu Art. 337 OR ist eine fristlose Entlassung nur bei besonders schweren Verfehlungen des Arbeitnehmers gerechtfertigt. Diese m�ssen einerseits objektiv geeignet sein, die f�r das Arbeitsverh�ltnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerst�ren oder zumindest so tief greifend zu ersch�ttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Vertrags nicht mehr zuzumuten ist, und anderseits auch tats�chlich zu einer derartigen Zerst�rung oder Ersch�tterung des gegenseitigen Vertrauens gef�hrt haben. Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, so m�ssen sie trotz Verwarnung wiederholt vorgekommen sein (BGE 130 III 213 E. 3.1 S. 220 f.; 129 III 380 E. 2.1 S. 382 mit Hinweisen). Ob die dem Arbeitnehmer vorgeworfene Pflichtverletzung die erforderliche Schwere erreicht, l�sst sich nicht allgemein sagen, sondern h�ngt von den konkreten Umst�nden des Einzelfalles ab (BGE 116 II 145 E. 6a S. 150; 127 III 153 E. 1a S. 155; Urteil [des Bundesgerichts] 4A_346/2011 vom 12. Oktober 2011 E. 5.3). Bei der Gewichtung einer Pflichtverletzung ist bei Kaderpersonen auf Grund des ihnen entgegengebrachten Vertrauens und der Verantwortung, welche ihnen ihre Funktion im Betrieb �bertr�gt, ein strenger Massstab anzulegen (BGE 130 III 28 E. 4.1 S. 31 f.; 127 III 86 E. 2c S. 89; Urteil [des Bundesgerichts] 4A_569/2010 vom 14. Februar 2011 E. 2.1).
4.2 �ber das Vorhandensein eines wichtigen Grundes zur fristlosen Entlassung entscheidet das Gericht nach seinem Ermessen (Art. 337 Abs. 3 OR). Ermessensentscheide �berpr�ft das Bundesgericht bei Beschwerden in Zivilsachen grunds�tzlich frei. Es �bt dabei aber Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen. Ausserdem greift das Bundesgericht in Ermessensentscheide ein, falls sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 135 III 121 E. 2 S. 123 f.; 130 III 28 E. 4.1 S. 32, 213 E. 3.1 S. 220; 129 III 380 E. 2 S. 382 mit weiteren Hinweisen).
5.1 Das Kantonsgericht erwog in seinem Urteil vom 27. Januar 2011, die fristlose K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses durch die Beschwerdegegnerin sei durch zwei wichtige Gr�nde gerechtfertigt: Zum einen habe der Beschwerdef�hrer heimlich, ohne Einverst�ndnis der Arbeitgeberin, im Namen der YQ.________ mit sich selber einen zweiten Arbeitsvertrag als Gesch�ftsf�hrer abgeschlossen und sich so ein zweites Gehalt auszahlen lassen. Zum anderen habe er w�hrend seiner T�tigkeit bei der YQ.________ Bonuszahlungen des Lieferanten von Dieseltreibstoff in der H�he von CZK 20'000.-- pro Monat f�r sich behalten, welche der Arbeitgeberin zugestanden h�tten.
Das Obergericht liess auf Berufung hin den erstgenannten Punkt offen. Ebenso wenig nahm es abschliessend Stellung zu den damit zusammenh�ngenden Fragen, namentlich denjenigen, ob die im zweitinstanzlichen Verfahren erstmals aufgelegten Unterlagen zu ber�cksichtigen seien. Demgegen�ber kam es in �bereinstimmung mit dem Kantonsgericht zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer anerkannt habe, von der Treibstofflieferantin der YQ.________ mehrere Bonuszahlungen in der H�he von durchschnittlich CZK 20'000.-- pro Monat erhalten zu haben. Dieses Verhalten allein stelle einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 337 Abs. 2 OR dar, welcher eine fristlose Aufl�sung des Anstellungsverh�ltnisses rechtfertige.
5.2 In ihrer Klageantwortschrift vom 27. Februar 2007 hatte die Beschwerdegegnerin geltend gemacht, der Beschwerdef�hrer habe von der Lieferantin von Dieseltreibstoff f�r die YQ.________, der Firma R.________, "einen Bonus von durchschnittlich 20'000 Kronen pro Monat" kassiert, der nicht ihm pers�nlich, sondern der Arbeitgeberin zugestanden h�tte. Der Beschwerdef�hrer r�umte daraufhin an der Hauptverhandlung zwar ein, er bestreite nicht, vom Dieseltreibstofflieferanten der YQ.________ "einen Bonus ausbezahlt bekommen" zu haben. Die Beschwerdegegnerin behaupte nun aber einfach, dass dieser Bonus nicht ihm zugestanden h�tte. Einen Beweis daf�r liefere sie indes nicht (Pl�doyernotizen). Im Rahmen des Beweisverfahrens (vgl. dazu namentlich Ziff. 3.10 der Beweisauflageverf�gung vom 28. August 2007) liess die Beschwerdegegnerin eine Aufstellung von mutmasslich im Zeitraum von Januar 2004 bis Juli 2006 im Gesamtbetrag von CZK 443'436.--, d.h. von monatlich durchschnittlich CZK 14'304.--, an den Beschwerdef�hrer ausgerichteten Bonuszahlungen der Firma R.________ auflegen. In der Folge wiederholte der Beschwerdef�hrer vor Obergericht, lediglich eine Tankf�llung zu Beginn der Zusammenarbeit mit der Lieferantin geschenkt bekommen zu haben, bzw. bestritt gleichenorts unter Hinweis auf eine erstmals als Beilage der am 2. M�rz 2011 erhobenen Berufung eingereichte Rabattrechnung der Firma R.________ vom 31. Dezember 2002 sowie Abrechnungen �ber Treibstoffbez�ge f�r die Periode vom 1. Januar bis 31. Oktober 2003 jeglichen Erhalt von Bonuszahlungen.
5.2.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz sein Zugest�ndnis anl�sslich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht, wonach er "einen Bonus ausbezahlt bekommen" habe, nicht willk�rlich ausgelegt. Diese �usserung bezog sich unmittelbar auf die Klageantwortschrift der Beschwerdegegnerin vom 27. Februar 2007, in welcher die ehemalige Arbeitgeberin einen "Bonus von durchschnittlich 20'000 Kronen pro Monat" - und mithin eine Mehrfachzahlung - erw�hnte. Des Weitern verhielt sich der Beschwerdef�hrer argumentativ inkonsistent, wenn er im Berufungsverfahren einmal von einem einzigen erhaltenen Bonus bzw. einer Tankf�llung sprach, um in derselben Rechtsschrift einige Zeilen weiter unten jegliche an ihn gerichtete Bonuszahlungen abzustreiten. Was die von ihm vorinstanzlich aufgelegten Unterlagen anbelangt, vermag er daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Diese beschlagen den Zeitraum 2002/ 2003 und decken sich somit nicht mit der von der Beschwerdegegnerin eingebrachten Auflistung betreffend angeblich von Januar 2004 bis Juli 2006 geleisteten Entsch�digungen. Ob die entsprechenden Aktenst�cke aus prozessualen Gr�nden �berhaupt zu ber�cksichtigen sind oder ihnen Beweiskraft zuzumessen ist, kann folglich dahingestellt bleiben. Aus den vom Obergericht einl�sslich dargelegten Gr�nden ist sodann davon auszugehen - und wird seitens des Beschwerdef�hrers denn auch nicht explizit bestritten -, dass die besagten Bonuszahlungen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen an die Arbeitgeberin zu �bermitteln und der Beschwerdef�hrer verpflichtet gewesen w�re, �ber die geflossenen Geldbetr�ge Rechenschaft abzulegen. Die Feststellung der Vorinstanz, dass der Beschwerdef�hrer die mehrmalige Annahme von Bonuszahlungen zugestanden habe, ist vertretbar und mithin nicht willk�rlich.
5.2.2 Nach dem Gesagten ist als erstellt anzusehen, dass der Beschwerdef�hrer mehrmals Bonuszahlungen angenommen hat, die der Beschwerdegegnerin zustanden. Damit hat er einen wichtigen Grund gesetzt, der objektiv derart schwer wiegt, dass die Arbeitgeberin zur fristlosen K�ndigung berechtigt war. Dabei gilt es auch zu beachten, dass der Beschwerdef�hrer als Gesch�ftsf�hrer eine Kaderposition inne gehabt hat, welche seine Verfehlungen auf Grund des seitens der Arbeitgeberin in ihn gesetzten erh�hten Vertrauens sowie der ihm �bertragenen Verantwortung umso schwerwiegender erscheinen lassen und die es rechtfertigt, bei der Beurteilung einen strengen Massstab anzulegen. Daran vermag der Einwand des Beschwerdef�hrers, er sei trotz fristloser K�ndigung weiterhin als Lagermitarbeiter bei der YQ.________ besch�ftigt worden, nichts zu �ndern, betrifft dieser Umstand doch nicht das in casu zu pr�fende Anstellungsverh�ltnis, welches gerade mit Blick auf die leitende Funktion als hinsichtlich der notwendigen Vertrauensbasis besonders sensibel zu qualifizieren ist. Soweit der Beschwerdef�hrer letztinstanzlich auf weitere, von der Vorinstanz indes explizit offen gelassene K�ndigungsgr�nde Bezug nimmt, ist darauf mangels Relevanz f�r das vorliegende Verfahren nicht n�her einzugehen. Als nicht stichhaltig erweist sich schliesslich auch der Vorwurf, es habe sich bei der fristlosen Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses um eine reine Verdachtsk�ndigung gehandelt, ohne dass die Beschwerdegegnerin in der Lage gewesen sei, entsprechende K�ndigungsgr�nde aufzuzeigen. Als wichtiger Grund nach Art. 337 OR kommt zwar nur ein Ereignis in Frage, welches sich vor dem Aussprechen der fristlosen Entlassung abgespielt hat. Nicht erforderlich ist aber, dass dieses Vorkommnis der k�ndigenden Partei im Zeitpunkt der K�ndigungserkl�rung bekannt war. Insofern ist das Nachschieben von K�ndigungsgr�nden nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zul�ssig (BGE 127 III 310 E. 4a S. 314; 124 III 25 E. 3c S. 29 f.; Urteil [des Bundesgerichts] 4C.95/2004 vom 28. Juni 2004 E. 2 in fine).
Der Beschwerdef�hrer beanstandet ferner die vor Erst- und Zweitinstanz auf Grund mutwilliger Prozessf�hrung erfolgte Kostenregelung.
6.1 Da das Verfahren mit Einreichung der Klage vom 5. Dezember 2006 bei Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) vor dem Kantonsgericht bereits rechtsh�ngig war, galt das bisherige Verfahrensrecht (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Gem�ss aArt. 343 Abs. 3 OR (in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2010) d�rfen den Parteien bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverh�ltnis bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.-- grunds�tzlich weder Geb�hren noch Auslagen des Gerichts auferlegt werden; jedoch kann das Gericht bei mutwilliger Prozessf�hrung gegen die fehlbare Partei Bussen aussprechen und ihr Geb�hren und Auslagen des Gerichts ganz oder teilweise auferlegen.
Im Zeitpunkt der Er�ffnung des kantonsgerichtlichen Urteils Ende Januar 2011 stand die neue eidgen�ssische ZPO demgegen�ber bereits in Kraft, sodass auf das nachfolgende Berufungsverfahren vor dem Obergericht deren Bestimmungen Anwendung fanden (Art. 405 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 130 E. 2 S. 131 f.). Danach werden gem�ss Art. 114 lit. c ZPO im Entscheidverfahren bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverh�ltnis bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.-- keine Gerichtskosten gesprochen. Darunter fallen auch kantonale Rechtsmittelverfahren. Eine Ausnahme stipuliert Art. 115 ZPO, welcher die M�glichkeit einer Kostenauferlegung bei b�s- oder mutwilliger Prozessf�hrung auch in den unentgeltlichen Verfahren vorsieht.
6.2 Mutwilligkeit setzt neben der objektiv feststellbaren Aussichtslosigkeit des Prozesses zus�tzlich noch ein subjektives Element voraus. Das Verfahren muss wider besseres Wissen oder zumindest wider die von der betroffenen Person nach Lage der Dinge zu erwartende Einsicht betrieben worden sein. Die Erhebung einer aussichtslosen Beschwerde darf einer leichtsinnigen oder mutwilligen Beschwerdef�hrung nicht gleichgesetzt werden. Das Merkmal der Aussichtslosigkeit f�r sich allein l�sst einen Prozess noch nicht als leichtsinnig oder mutwillig erscheinen. Vielmehr bedarf es zus�tzlich des beschriebenen subjektiven - tadelnswerten - Elements, dass die Partei die Aussichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren vernunftgem�ssen �berlegung ohne weiteres erkennen konnte, den Prozess aber trotzdem f�hrt (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_903/2008 vom 27. M�rz 2009 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Gerichtspraxis zu aArt. 343 Abs. 3 OR bejahte Mutwilligkeit nur mit Zur�ckhaltung bei Vorliegen spezieller Konstellationen (zum Ganzen etwa Viktor R�egg, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 1 und 2 [mit weiteren Hinweisen] zu Art. 115 ZPO).
6.2.1 Im Klageverfahren wurde die Prozessf�hrung durch den anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer vor dem Hintergrund, dass er sich erwiesenermassen unberechtigt zwei L�hne habe auszahlen lassen und Bonuszahlungen von einem Lieferanten f�r sich einbehalten habe, welche der YQ.________ zugestanden h�tten, als mutwillig beurteilt. Ihm h�tte, nachdem die an ihn gerichtete K�ndigung vom 4. September 2006 mit betr�gerischen Handlungen sowie seiner Gesch�ftsf�hrert�tigkeit in einer zweiten Firma begr�ndet worden war, bewusst sein m�ssen, dass die fristlose Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses durch die Beschwerdegegnerin gerechtfertigt gewesen sei.
Dem kann nicht beigepflichtet werden. Entgegen der Betrachtungsweise der ersten Instanz belegt insbesondere die Tatsache, dass der Grossteil der dem Beschwerdef�hrer seitens seiner ehemaligen Arbeitgeberin vorgeworfenen Verfehlungen im Rahmen des Beweisverfahrens unbewiesen blieben, keine geradezu unhaltbare Prozessf�hrung. Der Umstand, dass die Klage letztendlich infolge zweier Pflichtverletzungen abgewiesen und damit als aussichtslos bezeichnet wurde, l�sst f�r sich allein noch keinen R�ckschluss auf mutwilliges Verhalten zu, zumal die zweite Instanz lediglich noch eine Verfehlung als ausgewiesen erachtete. Die entsprechenden Gerichtskosten von gesamthaft Fr. 14'410.-- verstossen gegen aArt. 343 Abs. 3 OR und sind daher aufzuheben.
6.2.2 Das Obergericht betrachtete die Einleitung von Klage- und Berufungsverfahrens sodann ebenfalls - in �bereinstimmung mit der kantonsgerichtlichen Argumentation - als mutwillig erfolgt und verpflichtete den Beschwerdef�hrer zur Bezahlung von Staatsgeb�hren in H�he von Fr. 3'000.--.
Aus den bereits hievor dargelegten Gr�nden kann auch f�r das diesbez�gliche Verfahren nicht von einem wider besseren Wissens eingelegten Rechtsmittel ausgegangen werden. Die Erhebung von Gerichtskosten ist demnach, da nicht mit Art. 114 lit. c ZPO vereinbar, unrechtm�ssig. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist mithin Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Urteils aufzuheben und in dem Sinne neu zu fassen, dass keine Gerichtskosten erhoben werden.
Der Beschwerdef�hrer unterliegt mit seinem Hauptbegehren um Zusprechung eines Betrages von Fr. 29'999.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 4. September 2006. Er obsiegt jedoch insoweit, als er von der Tragung von Gerichtskosten im Betrag von insgesamt Fr. 17'410.-- befreit wird. Es rechtfertigt sich daher, dem Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten f�r das letztinstanzliche Verfahren zu drei Vierteln, d.h. im Umfang von Fr. 750.--, sowie der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel, d.h. im Umfang von Fr. 250.--, zu �berbinden (Art. 65 Abs. 4 lit. c in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG; vgl. auch Urteil [des Bundesgerichts] 4A_152/2008 vom 11. September 2008 E. 8.2) und der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung in H�he von Fr. 1'000.-- zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden im Betrag von Fr. 750.-- dem Beschwerdef�hrer und im Betrag von Fr. 250.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

References: Art. 337
 Art. 42
 Art. 95
 Art. 337
 Art. 337
 Art. 337
in casu
 Art. 337
in fine
 BGE 
 Art. 114
 Art. 115
 Art. 115
 Art. 114
 Art. 66