Source: http://dickenreishausen-evangelisch.de/stationen-im-leben-0/sterben-und-tod/friedhof-dickenreishausen
Timestamp: 2019-08-20 10:42:16+00:00

Document:
Friedhof Dickenreishausen | Evang. - Luth. KIRCHENGEMEINDEN Dickenreishausen Illerwinkel Volkratshofen
§ 1 Bezeichnung und Zweck des Friedhofs
Der Friedhof in Dickenreishausen steht im Eigentum und der
Verwaltung der Kirchenstiftung Dickenreishausen.
Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung und dient der
Bestattung aller Personen, die im Bereich der Gemeinde
Dickenreishausen ihren Hauptwohnsitz hatten oder vor ihrem
Tode auf ihm ein Grabnutzungsrecht erworben hatten.
Im Übrigen können Auswärtige Grab- und Bestattungsrechte auf dem Friedhof nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes erwerben.
Die Verwaltung und Aufsicht über den Friedhof führte der Kirchen-
vorstand. Er überträgt Verwaltung und Beaufsichtigung dem Evang.-
Luth. Pfarramt Dickenreishausen.
Der Friedhof ist vom Tagesanbruch bis zum Einbruch der
Dunkelheit für den Besuch geöffnet. Der öffentliche Kirchen-
weg fällt nicht unter diese Bestimmung.
Die Besucher haben sich ruhig und dem Ernst des Ortes ent-
sprechend zu verhalten. Kinder unter 6 Jahren dürfen auf den
Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen.
fremde Grabstätten und die Friedhofsanlagen außerhalb der
Wege zu betreten, zu beschädigen oder zu verunreinigen,
Abraum und Kehricht außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze
Gegenstände von den Gräbern und Anlage wegzunehmen,
der Aufenthalt unbeteiligter Zuschauer bei Beerdigungen,
dass Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht
eine besondere Genehmigung erteilt ist,
das Feilbieten von Waren aller Art, sowie Anbieten gewerblicher
das Mitnehmen von Hunden auf den Friedhof,
Arbeiten an Gräbern während einer Trauerfeier in unmittelbarer Nähe.
Bei kirchlichen Begräbnisfeiern sind Ansprachen und Nachrufe im Gottesacker, die nicht Bestandteil der kirchlichen Handlung sind, erst nach Vereinbarung mit dem amtierenden Geistlichen zulässig.
Die Beisetzung Andersgläubiger ist unter den für sie üblichen Formen gestattet.
Trauerfeiern, die ohne Mitwirkung eines Pfarrers auf dem Friedhof abgehalten werden, müssen der Würde des Ortes entsprechen und dürfen das christliche Empfinden nicht verletzen. Sie dürfen vor allem keine Ausführungen enthalten, die als Angriff auf die Kirche, ihre Lehre, ihre Gebräuche oder ihre Diener empfunden werden können.
Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, die Veranstaltung von Trauerfeiern, soweit sie neben dem Ritus der Religionsgemeinschaft vorgesehen sind, ganz oder teilweise (Ansprachen, Lieder, usw.) von ihrer Genehmigung abhängig zu machen. Bei Mitwirkung von nichtkirchlichen Musikvereinigungen ist immer rechtzeitig um Genehmigung nachzusuchen.
Steinhauer dürfen auf dem Friedhof gewerbliche Arbeiten nur
ausführen, wenn sie vom Kirchenvorstand zugelassen sind.
Die Zulassung wird solchen Gewerbetreibenden erteilt, die per-
sönlich geeignet sind und eine ordnungsgemäße Berufsaus-
bildung nachweisen können. Die Zulassung kann widerrufen
werden, wenn die Voraussetzungen, unter denen sie erteilt ist,
fortgefallen sind.
Die Ausführung gewerblicher Arbeiten ist jeweils vorher der
Friedhofsverwaltung anzuzeigen. Die Berechtigung zur Vornahme
der Arbeiten ist auf Verlangen durch schriftliches Einverständnis des
Grabinhabers nachzuweisen.
An Sonn- und Feiertagen sind gewerbliche Arbeiten auf dem
Friedhof untersagt.
Den Anordnungen der mit der Aufsicht betrauten Personen ist
Zuwiderhandelnde können vom Friedhof verwiesen werden und
setzen sich strafrechtlicher Verfolgungen aus. Gewerbetreiben-
den kann in diesem Fall das Arbeiten auf dem Friedhof unter-
sagt und die Zulassung zeitweise oder dauernd entzogen
Jede Beerdigung ist unverzüglich beim zuständigen Pfarramt unter Vorlegung des standesamtlichen Beerdigungsscheines, der Ein-äscherungsurkunde oder der Genehmigung der zuständigen Ordnungs-behörde anzumelden. Danach wird im Einvernehmen mit der Friedhofsverwaltung Tag und Stunde der Beerdigung festgesetzt.
Grabstätten werden in der Regel nur bei einem Todesfall zuge-
wiesen. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.
Eine Reservierung von Gräbern ist möglich. Für eine Reser-
vierung fallen die entsprechenden Grabgebühren an.
Bei Antrag auf Nutzung eines standardisierten Urnengrabes werden
die Gebühren bei der Beantragung fällig.
Mit der Überlassung einer Grabstätte und der Zahlung der
gesetzten Gebühren wird dem Berechtigten das Recht ver-
liehen, die Grabstätte nach Maßgabe der jeweiligen Friedhofs-
ordnung zu nutzen.
Über die Verleihung der Nutzungsrechte wird dem Berechtigten
eine Urkunde ausgestellt und mit der Friedhofsordnung über-
geben. Die Verleihung des Nutzungsrechts an Reihengrab-
stellen kann auch formlos erfolgen.
Soll die Beerdigung in einer vorhandenen Grabstätte stattfinden,
so ist auf Verlangen der Nachweis der Nutzungsberechtigung
Ein Grab darf nur vom Totengräber oder von solchen Hilfs-
kräften ausgehoben und geschlossen werden, die damit von
zuständiger Stelle beauftragt sind.
Die bei dem Ausheben eines Grabes aufgefundenen Reste
einer früheren Bestattung werden auf dem Boden der Grab-
stätte eingegraben.
§ 11 Tiefe eines Grabes
Bei Erdbestattungen werden die Gräber verschieden tief ange-
legt und dabei folgende Maße eingehalten:
1,80 m für Erwachsene
1,30 m für Kinder unter 12 Jahren
1,10 m für Kinder unter 7 Jahren
0,80 m für Kinder unter 2 Jahren
Aschenurnen werden unterirdisch beigesetzt, und zwar in
0,80 m Tiefe.
Bei Anlage der Gräber für Erdbestattungen werden folgende
Maße eingehalten:
Länge 2,10 m, Breite 0,90 m, Abstand 0,30 m
Werden Aschenurnen in besonderen Feldern beigesetzt, so ist
für ein Urnengrab ein Platz von 0,60 m Breite und 0,90 m Länge
Die allgemeine Ruhezeit beträgt 20 Jahre, für verstorbene
Kinder bis zu 5 Jahren 10 Jahre, für Aschenurnen 10 Jahre.
Bei der Errichtung von liegenden Grabmalen (sog. Grabplatten)
erhöht sich aufgrund der längeren Verwesungsdauer die Ruhe-
zeit auf 30 Jahre.
Jedes Grab darf innerhalb der Ruhezeit nur mit einer Leiche
Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Kirchenvor-
standes und der zuständigen Ordnungsbehörde.
Für die Beisetzung von Aschenurnen in belegten Gräbern
gelten besondere Bestimmungen (vgl. § 25 Abs. 2 u. 3).
Abgesehen von einer gerichtlich angeordneten Ausgrabung; dürfen Umbettungen nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften vorgenommen werden.
Über alle Gräber und Beerdigungen werden ein chronologisches Grabregister und ein Belegplan geführt.
Die Gräber werden angelegt:
1. als Reihengräber für Erdbestattungen,
2. als Wahlgräber für Erdbestattungen (Familiendoppelgräber),
3. als Reihengräber für Urnenbeisetzungen
4. als standardisierte Gräber für Urnenbeisetzungen
1. Reihengräber (Einzelgrabstätten)
§ 18 Nutzungsrecht
Einzelgrabstätten werden nach Vereinbarung an den zuge-
wiesenen Orten vergeben.
Eine Verlängerung des Nutzungsrechts um 5 oder 10 Jahre ist
2. Wahlgräber (Familiengrabstätten)
Wahlgräber sind Grabstellen, die auf Wunsch als Familien-
doppelgrab für eine Nutzungszeit von 20 Jahren abgegeben
Für Familiengräber bestehen folgende Maße:
2,10 m x 1,80 m.
In den Familiengräbern können der Berechtigte und seine Ange-
hörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen
bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
b) Verwandte auf– und absteigender Linie, angenommene Kinder
und Geschwister,
c) die Ehegatten der unter b) bezeichneten Personen und
Das Nutzungsrecht kann nicht an Dritte übertragen werden.
Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
Das Nutzungsrecht ist vererblich, aber unteilbar. Tritt der Erbfall
ein und ist der Rechtsnachfolger für das Nutzungsrecht an dem
Wahlgrab unter mehreren Miterben nicht festgelegt, so bestim-
men die Miterben innerhalb eines Jahres, spätestens aber vor der
nächsten Benutzung den Nutzungsberechtigten.
Solange der Berechtigte noch nicht feststeht, kann der Inhaber
der Verleihungsurkunde als berechtigt angesehen werden.
Der neue Nutzungsberechtigte hat innerhalb von sechs Monaten
nach Feststellung seiner Nutzungsberechtigung die ordnungs-
gemäße Umschreibung auf seinen Namen zu beantragen.
Kommt er einer schriftlichen oder öffentlichen Aufforderung auf
Umschreibung innerhalb der gestellten Frist nicht nach, so fällt
die Grabstätte ohne Entschädigung an die Kirchenstiftung
Hinterlässt der Berechtigte keine Erben, oder kann unter
mehreren Erben eine Einigung über den Berechtigten nicht
erzielt werden, so ist – falls ein Rechtsstreit zwischen den
Erben nicht in Betracht kommt – der Kirchenvorstand be-
rechtigt, diesen endgültig zu bestimmen oder nach den bei
Erlöschen des Nutzungsrechts geltenden Vorschriften
(§ 22 Abs. 2) zu verfahren.
Angehörigen der Verstorbenen darf bei einem Wechsel des
Berechtigten der Zutritt zu der Grabstätte und die Pflege der-
selben nicht verwehrt werden. Die einheitliche Gestaltung der
Grabstätte darf dadurch nicht geändert oder gestört werden.
§ 20 Verlängerung des Nutzungsrechtes
Das Nutzungsrecht kann gegen Zahlung der festgelegten Ge-
bühr jeweils um 10 oder 20 Jahre verlängert werden.
Wird bei späteren Beisetzungen die Nutzungszeit durch die
Ruhezeit (§13) überschritten, so ist vor der Beisetzung die
notwendig gewordene Verlängerung des Nutzungsrechts zu
Die Verlängerung muss jeweils für die gesamte Grabbreite
Der Berechtigte ist verpflichtet, für eine rechtzeitige Ver-
längerung zu sorgen.
§ 21 Erlöschen des Nutzungsrechts
Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert, so erlischt es nach Ab-
lauf der Nutzungszeit.
Nach Erlöschen des Nutzungsrechts fällt die Grabstätte an die
Kirchenstiftung zurück. Die Friedhofsverwaltung kann über sie
nach Ablauf der Ruhezeit des zuletzt Bestatteten anderweitig
verfügen. Nicht entfernte Grabmale und sonstige Ausstattungs-
gegenstände gehen nach dieser Zeit ohne Entschädigung in das
Eigentum der Kirchenstiftung über.
Hierauf soll vorher schriftlich oder durch ortsübliche Bekannt-
machung hingewiesen werden.
§ 22 Wiederbelegung
Wahlgräber können nach Ablauf der Ruhezeit wieder belegt
Wird bei einer Wiederbelegung einer Grabstelle die Nutzungs-
zeit durch die Ruhezeit überschritten, gilt § 21 sinngemäß.
§ 23 Rückerwerb
Die Kirchenstiftung kann das Nutzungsrecht an einer Grabstätte oder an einzelnen Gräbern auf Antrag des Berechtigten zurücknehmen. Sofern dafür eine Entschädigung gezahlt werden soll, richtet sich diese nach der noch nicht abgelaufenen Nutzungszeit und der Verwendungsmöglichkeit dieser Gräber.
3. Urnengräber
In Urnen- und Einzelgräber können je Grabbreite bis zu 2
Urnen, in Wahlgräbern bis zu 5 Urnen beigesetzt werden.
Standardisierte Urnengräber werden nur mit einer Urne belegt.
Eine Beisetzung der Urne in einem Einzelgrab ist nur zulässig,
wenn die Ruhezeit nicht überschritten wird oder bei gleich-
zeitiger Verlängerung des Nutzungsrechtes um die Anzahl von
Jahren die es zu einer vollständigen Ruhezeit von Aschen be-
darf (§ 13).
Es dürfen nur Urnen aus biologisch abbaubaren Material ver-
wendet werden. Die Verwendung nicht verrottbarer Urnen be-
darf der Genehmigung durch den Friedhofsträger.
Für die Aufnahme einer Urne in einer belegten Grabstelle wird
eine besondere Gebühr erhoben.
§ 25 Standard-Urnengräber
Standardisierte Urnengräber sind Grabstätten, die der Reihe nach
belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Urne vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann vor dem Todesfall beantragt werden.
Auf den Gräber wird als Grabmal ein Findling angebracht, der
Name, Geburts- und Sterbejahr des Verstorbenen enthält. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, erfolgt die Anfertigung der Grabmale durch einen vom Friedhofsträger beauftragten Handwerksmeister nach den Vorgaben des Friedhofsträgers.
Die Gräber werden vom Friedhofsträger oder durch einen von
ihm beauftragten Dritten dem Gelände angepasst und mit Rasen angesät. Die Rasenflächen werden vom Friedhofsträger gepflegt.
Eine individuelle Gestaltung ist nicht möglich. Grabschmuck
darf nicht abgelegt werden.
Für das Nutzungsrecht an Urnengräbern finden die Vorschriften über
Reihen- und Wahlgräber entsprechend Anwendungen.
Für standardisierte Urnengräber wird keine Urkunde über die
Nutzungsberechtigung ausgestellt. Eine Verlängerung der
Nutzungsdauer ist nicht möglich.
V. Kirche und Friedhofshalle
Die Benutzung der Kirche ist für die kirchliche Feier bei der
Beerdigung von Gliedern der evangelischen Kirche bestimmt.
Die Benutzung des Kirchengebäudes durch eine andere Kirche, die
Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen ist, ist zulässig.
§ 28 Benutzung der Friedhofshalle
Die Friedhofshalle dient zur Aufnahme der Verstorbenen bis zu
ihrer Beerdigung und für Trauerfeiern besonderer Art wie unter
§ 27 (4) angegeben.
Das Öffnen und Schließen der Leichenhalle sowie der Särge
darf nur von dem Beauftragten der Friedhofsverwaltung vorge-
Das Öffnen der Särge erfolgt auf Wunsch der Angehörigen, so-
fern in gesundheitlicher Hinsicht oder auf sonstigen Gründen
keine Bedenken dagegen vorliegen.
Die Särge der an anzeigepflichtigen und ansteckenden Krank-
heiten Verstorbenen sowie Särge, die von auswärts kommen,
dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen Amtsarztes ge-
Die Ausschmückung der Kirche und Friedhofshalle kann sich der Kirchenvorstand vorbehalten.
Zur Sicherung einer christlichen Grabmalkultur und einer
einheitlichen Gestaltung des Friedhofs hat der Kirchenvorstand
eine besondere Grabmal- und Bepflanzungsordnung erlassen.
Sie ist Bestandteil dieser Ordnung und für alle, die auf dem
Friedhof ein Grabnutzungsrecht erwerben oder erworben
haben, verbindlich.
Wird von einer Übergabe der Grabmal- und Bepflanzungs-
ordnung abgesehen, so kann sie im Pfarramt während der
§ 31 Friedhofsgebühren
Für die Erhebung der Gebühren ist die jeweilige Friedhofsgebühren-
Ordnung maßgebend. Die Gebühren sind an die Friedhofsverwaltung im Voraus zu entrichten.
Diese Friedhofsordnung tritt nach ihrer aufsichtlichen Ge-
nehmigung mit ihrer Bekanntmachung in Kraft. Sie kann jeder-
zeit mit aufsichtlicher Genehmigung ergänzt und abgeändert
Mit dem gleichen Tage treten alle bisher für den Friedhof er-
lassenen Bestimmungen außer Kraft.
Dickenreishausen, den 01.01.2019
Laut Kirchenvorstandsbeschluss vom 05.11.2018
Anlage zur Friedhofsordnung des Friedhofs der Kirchen-
stiftung Dickenreishausen
1. Gebühr für die Benutzung der Friedhofshalle 70 €
2. Gebühr für die Friedhofspflege (pro Jahr) 30 €
3. Gebühren für die Grabstätten.
a) Reihengrab für Personen über 5 Jahre 285 €
b) Reihengrab für Personen unter 5 Jahre 210 €
c) Familiendoppelgrab 450 €
d) Urnengrab 265 €
e) Beisetzung einer Urne in einem vorhandenen Grab 85 €
f) standardisiertes Urnengrab 1.150 €
4. Verlängerung der Nutzungsfrist bei Familiendoppelgräber
a) Ist die Nutzungszeit abgelaufen, kann auf Antrag die Nutzungs-
zeit um eine weitere verlängert werden. Es gilt die unter
Ziffer 3c angegebene Gebühr.
5. Die Liegezeit bei einer Grabplatte verlängert sich auf 30 Jahren.
6. Gebühr bei Personen, die nicht ihren Hauptwohnsitz im Bereich
der Gemeinde Dickenreishausen hatten: Hier wird zu anfallenden
Gebühren ein Zuschlag von 50 % erhoben.
7. Die Gebühren sind im voraus zu entrichten.
Die Gebührenordnung tritt nach Bekanntmachung ab 1.6.2019 in Kraft.
Dickenreishausen, Januar 2019
für den Friedhof der Kirchenstiftung Dickenreishausen zuletzt geändert 05.11.2018
(Anlage zur Friedhofsordnung vom 21.3.1984)
I. Grabmale
Gegenstände, die zur Ausstattung der Grabstätten auf dem Fried-
hof dienen – in folgendem kurz als Grabmale bezeichnet -, dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung aufgestellt werden.
Mit dem Erlaubnisgesuch ist bei der Friedhofsverwaltung eine
Zeichnung in Aktenblattgröße einzureichen. Diese muss die beabsichtigte Gestaltung nach Grundriss, Vorder- und Seitenansicht im Maßstab von mindestens 1:10 erkennen lassen und den Namen des Verfertigers, des Verstorbenen, des Grabnutzungs-berechtigten und des Auftraggebers enthalten, falls dieser nicht der Grabnutzungsberechtigte ist. Ferner ist die Inschrift des Grabmals anzugeben. Die Hauptmaße sind einzuschreiben und die in Verwendung kommenden Werkstoffe genau zu bezeichnen.
Auf Verlangen der Friedhofsverwaltung sind Zeichnungen von Einzelheiten des Grabmals, bei Bildhauerarbeiten auch Modelle und Werkstoffproben vorzulegen.
Unter die vorstehenden Bestimmungen fallen nicht: Kränze,
Naturblumen und gärtnerische Anlagen.
Das Gesuch um Erlaubnis zur Aufstellung soll rechtzeitig, d. h.
vor Auftragserteilung an die Lieferfirma, eingereicht werden.
Wird ein Grabmal ohne Genehmigung errichtet oder entspricht
es nicht dem genehmigten Entwurf, so kann es auf Kosten des
Nutzungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung entfernt
Es ist verboten, den Friedhof zu betreten, um ein nicht ge-
nehmigtes Grabmal zu errichten.
Das Grabmal muss in Form und Werkstoff handwerklich gut ge-
staltet sein und sich harmonisch in das angestrebte Gesamtbild des
Friedhofs einordnen. Es muss den Größenverhältnissen der Grab-
stätte entsprechen und sich der Umgebung anpassen.
Als Werkstoff für Grabmale kommen in erster Linie deutscher
Naturstein, Eisen, Bronze und Hartholz in Betracht. Eisen und
Holz sind unter dauerhaftem Anstrich zu halten.
Grabsteine und Grabeinfassungen aus Naturstein dürfen nur
aufgestellt werden, wenn sie ohne Formen von
Kinderarbeit im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 17. Juni 1999 über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der Formen der Kinderarbeit (BGBl. 2001 II. S. 1290, 1291) hergestellt worden sind und hierfür ein Nachweis gemäß Art. 9a Abs. 2 BestG in der jeweils geltenden Fassung vorgelegt wird. Die Herstellung im Sinne dieser Vorschrift umfasst sämtliche Bearbeitungsschritte von der Gewinnung des Natursteins bis zum Endprodukt. Eines Nachweises gemäß Satz 1 bedarf es nicht, wenn der Letztveräußerer glaubhaft macht, dass die Grabsteine oder Grabeinfassungen aus Naturstein oder deren Rohmaterial vor dem 1. September 2016 in das Bundesgebiet eingeführt wurden.
Kunststein ist unerwünscht und nur in einwandfreier Herstellung
zulässig. Ein Grabmal soll möglichst nur aus einheitlichem
Material bestehen. Matt geschliffene farbige Steine
verdienen unter den Hartsteinen den Vorzug.
Sollten bei der Herstellung eines Grabmals verschiedene Werk-
stoffe angewandt werden, so muss auch deren Zusammen-
stellung ausdrücklich vom Kirchenvorstand genehmigt sein.
Dasselbe gilt von Zutaten aus Eisen, Bronze und Keramik, wobei
schablonenhafte Dutzendware grundsätzlich ausgeschlossen ist.
Unpassend sind Nachbildungen von Felsen, Mauerwerk, Bauformen in Stein, Tropfstein, Gips, Zementmasse, Glasplatten, Blechformen aller Art, Porzellanfiguren, Lichtbilder aus Porzellan oder unter Glas, Holzkreuze mit aufgemalter Maserung.
Die Größe der Grabmale hat sich nach Art und Größe der Grabstätte
zu richten, auf der es aufgestellt werden soll.
Erlaubte Abmessungen sind für:
Reihengräber (Einzelgrabstätten) 0,80 m breit/1,30 m hoch
Urnengräber 0,60 m breit/0,80 m hoch
Wahlgräber (Familiengrabstätten) 1,00 m breit/1,30 m hoch
1,20 m breit/1,15 m hoch
Abweichungen von diesen Richtmaßen sind in besonderen Fällen zulässig, wenn die Ansichtsfläche des Grabmals dadurch nicht über-
schritten wird und die entsprechenden Proportionen gewahrt bleiben. Zur Genehmigung ist eine künstlerische Stellungnahme einzureichen.
Die Inschrift soll das Andenken an den Verstorbenen würdig be-
wahren. Sie kann durch geeignete Zusätze erweitert und durch
Zeichen und Sinnbilder ergänzt werden.
Es ist verboten, an den Grabmalen etwas anzubringen, was in
Widerspruch zu christlichen Anschauungen steht.
Die Inschrift des Grabmals soll als zierender Bestandteil des
Ganzen wirken und gut verteilt sein.
Glas-, Druck- und Sandgebläse-Inschriften sind nicht erwünscht.
Jedes Grabmal muss entsprechend seiner Größe dauerhaft ge-
gründet und in seinen Einzelheiten durch eine ausreichende
Zahl Dübel und Anker von genügender Länge miteinander ver-
bunden sein.
Alle Grabmale ab 1 m Höhe erhalten aus Sicherheitsgründen
zweckmäßig Untermauerungen bis auf Frosttiefe (1m),
während bis Grabsteinen unter 1 m eine Fundamentplatte ge-
nügt.
Die Friedhofsverwaltung beauftragt eine geeignete Person mit
der Herstellung der Fundamente und stellt die anfallenden Kos-
ten dem Nutzungsberechtigten in Rechnung.
Nicht handwerksgerecht ausgeführte Untermauerungen müssen
auf Weisung der Friedhofsverwaltung entfernt und fachgerecht
Die Nutzungsberechtigten haften für jeden Schaden, der infolge
ihres Verschuldens durch Umfallen der Grabmale oder Ab-
stürzen von Teilen verursacht wird, und haben den Zustand der
Grabsteine laufend zu überwachen. Sie haben, wenn ein
Schaden entsteht, diesen voll zu tragen.
Wenn die Friedhofverwaltung feststellt, dass die Grabmale nicht
genügend gesichert sind, haben die Nutzungsberechtigten für
sofortige Abhilfe zu sorgen. Bei Gefahr im Verzug kann die
Friedhofsverwaltung verkehrsgefährdende Grabmale auf Kos-
ten des Verfügungsberechtigten umlegen lassen.
Wird das Grabmal trotz schriftlicher Aufforderung nicht ord-
nungsgemäß wieder aufgestellt, so ist die Friedhofsverwaltung
berechtigt, es auf Kosten des Verfügungsverberechtigten zu
entfernen oder gegebenenfalls wieder aufstellen zu lassen.
Sind die Verfügungsberechtigten nicht bekannt oder nicht ohne
weiteres zu ermitteln, so kann der Kirchenvorstand nach ent-
sprechender ortsüblicher Bekanntmachung das Nötigste an-
Grabmale und deren Anlagen dürfen vor Ablauf der Ruhe- oder Nutzungszeit der Grabstätte nicht ohne Genehmigung des Kirchen-
vorstandes verändert oder entfernt werden. Dies gilt auch für
Firmen, die sich das Eigentum an dem Grabmal vorbehalten
II. Bepflanzung und Pflege der Gräber
Die Gräber sind innerhalb von sechs Wochen nach ihrer Be-
legung abzuräumen und aufzuhügeln. Die Grabhügel sollen im
allgemeinen nicht über 10 cm hoch sein.
Die Grabstätten sind spätestens sechs Monate nach der ersten
Beisetzung gärtnerisch anzulegen, zu bepflanzen und bis zum
Ablauf der Ruhe- und Nutzungszeit instand zu halten.
Geschieht dies trotz schriftlicher oder öffentlicher Aufforderung
und angemessener Fristsetzung nicht, so können sie von der
Friedhofsverwaltung eingeebnet und eingesät werden.
Nach Ablauf der Ruhezeit kann über sie anderweitig verfügt
Die Gräber sind mit einheimischen Gewächsen zu bepflanzen.
Es ist davon abzusehen, Bäume und größere Sträucher auf
Reihengräber anzupflanzen.
Familienbegräbnisplätze sind außer mit Blumen nur mit Lebens-
bäumen oder ähnlichen Bäumen (Edel-, Nadelhölzer) zu be-
Alle gepflanzten Bäume und Sträucher gehen ohne Ent-
schädigung in das Eigentum der Kirchenstiftung über. Sie
dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung be-
seitigt oder verändert werden.
Einfassungen dürfen nicht höher als 10 cm aus dem Erdreich
Die Zwischenräume zwischen den Einfassungen der einzelnen
Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung nicht gepflegt
und können mit kleinkörnigem Kies verfüllt werden.
Es ist gestattet, die Familiengrabstätten mit Liguster- und
Buchsbaumhecken zu umgeben, die eine Höhe von 60 cm
nicht überschreiten dürfen und jederzeit gepflegt und be-
schnitten sein müssen.
Außerdem können statt allseitigen Einfassungen auch nur
Begrenzungssteine zum Weg gesetzt werden und die
Zwischenräume mit Schrittplatten gestaltet werden.
Verwelkte Blumen und Bäume sind von den Gräbern zu ent-
Unwürdige Gefäße (Konservendosen und dgl.) für Blumen
dürfen nicht aufgestellt werden.
Alle künstlichen Kränze und Sträuße auch Blech, Perlen, Glas-
guss usw. sind unwürdig und deshalb verboten.
Der Kirchenvorstand ist berechtigt, unzulässige Anpflanzungen oder Einfriedungen ohne Ersatzpflicht zu beseitigen.
Der Kirchenvorstand kann besondere Anweisungen für die Ge-
staltung der Anlagen und Grabmale geben und ausnahmsweise
Abweichungen von den vorstehenden Bestimmungen zulassen,
wenn sich dies im Einzelfall wegen der Lage der Grabstätte,
wegen ihrer Anpassung an die benachbarten Grabstätten oder
wegen vorhandenen Grabschmucks als notwendig erweisen
Wenn der Kirchenvorstand in Einzelfällen Abweichungen von
den vorstehenden Bestimmungen zulässt, so kann dagegen
kein Einspruch erhoben oder darauf ein Anspruch gestützt
werden, dass ähnliche Ausnahmen auch an anderer Stelle
genehmigt werden müssten.
Diese Grabmal- und Bepflanzungsordnung ist Bestandteil der
Friedhofsordnung.
Sie ist für alle, die auf dem Friedhof ein Grabnutzungsrecht haben,
Evang.-Luth. Kirchenvorstand

References: § 1

§ 11
 § 25

§ 18

§ 20

§ 21

§ 22
 § 21

§ 23

§ 25

§ 28

§ 27

§ 31
 Art. 3
 Art. 9