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Timestamp: 2020-05-26 18:40:55+00:00

Document:
Aktenzeichen: 22-6740.2/230
Erlassdatum: 13.12.2006
Fassung vom: 13.12.2006
Gültig ab: 06.01.2007
Gültig bis: 07.01.2008
Fundstelle: K. u. U. 2007, 3
7 Schwerbehinderte
8 Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Fächerkombinationen der Gymnasien und beruflichen Schulen
11 Sonderschulen
12 Berufliche Schulen
13 Religionslehrerinnen und -lehrer
14 Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Ein-Fach-Lehrerinnen und -Lehrer
15 Befristete und stundenweise Beschäftigung zur Vermeidung gravierender Unterrichtsausfälle während des Schuljahres
16 Beurlaubung an Privatschulen
17 Einstellungszusage bei minderjährigem Kind
18 Wiedereinstellungszusage
19 Einstellungszusage bei hauptberuflichem Beschäftigungsverhältnis
20 Einstellungszusage bei Bedarfsfächern im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen
21 Einschleusung von Lehrkräften nach Qualifikationsverbesserung
23 Bewerberlisten, Antragsfristen
24 Austauschverfahren
25 Auswahlverfahren für Bewerberinnen und Bewerber mit Zusatzqualifikationen
26 Schulbezogene Stellenausschreibungen für Lehrkräfte
27 Lehrbeauftragte an Schulen zur Ergänzung des Unterrichtsangebots
28 Einstellungstermin
29 Inkrafttreten
Verwaltungsvorschrift vom 13. Dezember 20061
Az.: 22-6740.2/230
Fundstelle: K. u. U. 2007, S. 3
VwV "Einstellung von Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerbern" vom 9. Dezember 2005 (K. u. U. 2006, S. 2)
Die Lehrkräfte für die öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg werden gemäß § 11 Abs. 1 Landesbeamtengesetz nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung eingestellt.
Die Leistungszahl wird ausschließlich aus der Summe des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote der Ersten und des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote der Zweiten Lehramtsprüfung gebildet.
Für Bewerberinnen und Bewerber aus EU-Staaten mit ausländischer Lehramtsprüfung, die nach der EU-EWR-LehrerVO vom 15. August 1996 (GBl. S. 564, K.u.U. S. 718), zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Juli 2005 (GBl. S. 603, K.u.U. S. 102), eine Eignungsprüfung abgelegt bzw. einen Anpassungslehrgang absolviert haben, wird die Leistungszahl aus der Summe des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote des Zeugnisses im Herkunftsland und dem Zwanzigfachen der Note der Eignungsprüfung bzw. des Anpassungslehrgangs gebildet. Ist eine Vergleichbarkeit der Zeugnisnoten des Herkunftslandes nicht möglich, wird die Leistungszahl aus dem Vierzigfachen der Note der Eignungsprüfung bzw. des Anpassungslehrgangs gebildet.
Mit Bewerberinnen und Bewerbern, deren Prüfungszertifikat keine Note aufweist und mit denen weder eine Eignungsprüfung noch ein Anpassungslehrgang durchzuführen ist, ist ein Einstellungsgespräch zu führen und zu benoten.2 Das Einstellungsgespräch ist von der oberen Schulaufsichtsbehörde zu führen, in deren Bezirk vorrangig eine Einstellung angestrebt wird. Aus dem Vierzigfachen dieser Note ist die Leistungszahl zu bilden.
Zum Ausgleich regionaler Bewertungsunterschiede zwischen den Seminaren kann für Neubewerberinnen und -bewerber im Bereich der Grund- und Hauptschulen, der Realschulen und bei musischtechnischen Fachlehrerinnen und -lehrern ein Bonus-/Malus-Verfahren durchgeführt werden. Dabei werden die Ergebnisse der Zweiten Lehramtsprüfungen aller Bewerberinnen und Bewerber, die zu einem bestimmten Termin an der Zweiten Prüfung bzw. Laufbahnprüfung innerhalb der betreffenden Schulart teilgenommen haben, zugrunde gelegt. Sofern Neu- und Altbewerberinnen bzw. Neu- und Altbewerber im Listenauswahlverfahren in einer gemeinsamen Bewerberliste zusammengeführt werden, erhalten auch die Neubewerberinnen und -bewerber einen Jahrgangsausgleich (vgl. Nr. 1.5).
Für Bewerberinnen und Bewerber für die Lehrämter an Grund- und Hauptschulen, an Realschulen und für musisch-technische Fachlehrerinnen und -lehrer wird zum Ausgleich der Bewertungsunterschiede zwischen den Prüfungsjahrgängen ein Ausgleich durchgeführt.
Die Beauftragte für Chancengleichheit3 kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Vorstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen.
An Vorstellungsgesprächen, die mit schwer behinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, nimmt die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teil, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen. Die Schwerbehindertenvertretung ist zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen zur Einsicht vorzulegen.
Das Vorstellungsgespräch kann von der oberen Schulaufsichtsbehörde geführt werden. Beim Vorstellungsgespräch mit einer Bewerberin oder einem Bewerber aus dem Bereich der Grund- und Hauptschulen, Realschulen oder Sonderschulen kann eine Schulrätin oder ein Schulrat derjenigen unteren Schulaufsichtsbehörde, in der die betreffende Bewerberin oder der Bewerber tätig sein soll, beteiligt werden. Es soll in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauern.
Die obere Schulaufsichtsbehörde kann das Vorstellungsgespräch bei Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Sonderschulen auf die jeweilige untere Schulaufsichtsbehörde bzw. bei den Bewerberinnen und Bewerbern, mit denen ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 zu führen ist, als Teil des Beteiligungsgesprächs auf die betreffende Schulleitung übertragen. Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen kann die obere Schulaufsichtsbehörde bei Bewerberinnen und Bewerbern, mit denen ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 zu führen ist, das Vorstellungsgespräch als Teil des Beteiligungsgesprächs auf die betreffende Schulleitung übertragen.
"Einstellung ja" oder
"Einstellungsgespräch erforderlich".
Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit der Entscheidung "Einstellungsgespräch erforderlich" ist ein Protokoll zu fertigen. Mit diesen Bewerberinnen oder Bewerbern wird ein zusätzliches Gespräch nach den Verfahrensregeln für das Einstellungsgespräch nach Nr. 2.4 durchgeführt. Ergibt auch dieses Gespräch nicht mindestens die Beurteilung "geeignet", kann die Bewerberin oder der Bewerber nicht eingestellt werden.
Einstellungsgespräche können geführt werden, wenn dies im Einzelfall aus besonderen Gründen für erforderlich gehalten wird (z. B. bei gleicher oder fast gleicher Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote, lang zurückliegender Lehramtsprüfung).
Die Beauftragte für Chancengleichheit3 kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Einstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen.
An allen Einstellungsgesprächen, die mit schwer behinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, kann die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teilnehmen, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen. Die Schwerbehindertenvertretung ist zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
Im Bereich der Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Sonderschulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulrätin oder ein Schulrat möglichst desjenigen Bezirks der unteren Schulaufsichtsbehörde, in dem die betreffende Bewerberin bzw. der Bewerber tätig werden soll. Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen ist das zweite Mitglied der Kommission in der Regel eine Schulleiterin oder ein Schulleiter, das von der oberen Schulaufsichtsbehörde berufen wird.
"besonders gut geeignet",
"gut geeignet",
"geeignet",
"wird nach dem Ergebnis des Einstellungsgesprächs nicht eingestellt".
An allen Beteiligungsgesprächen, die mit schwer behinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, kann die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teilnehmen, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen. Die Schwerbehindertenvertretung ist zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
In Einzelfällen können bei mehreren Bewerberinnen und Bewerbern mit gleicher oder fast gleicher Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote Vorstellungsgespräche als Einstellungsgespräche nach den Regelungen in Nr. 2.4 zur Besetzung einer Stelle geführt werden. Die Schulleiterin oder der Schulleiter ist hierbei zu beteiligen. Ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 findet in diesen Fällen nicht statt.
Im Bereich der Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Sonderschulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulrätin oder ein Schulrat möglichst desjenigen Bezirks der unteren Schulaufsichtsbehörde, in dem die betroffene Bewerberin bzw. der betroffene Bewerber tätig werden soll.
Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulleiterin oder ein Schulleiter, das von der oberen Schulaufsichtsbehörde berufen wird.
"für die vorgesehene Schule im Benehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter geeignet",
"nimmt am Nachrückverfahren teil",
"wird nach dem Ergebnis des Einstellungsgesprächs derzeit nicht eingestellt".
Die Beauftragte für Chancengleichheit3 kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Beteiligungs- und Einstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen. Die Beauftragte für Chancengleichheit3 der oberen Schulaufsichtsbehörde kann diese Aufgabe auf die Beauftragte für Chancengleichheit bzw. Ansprechpartnerin der jeweiligen Schule delegieren. An allen Gesprächen, die mit schwer behinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, kann die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teilnehmen, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen. Die Schwerbehindertenvertretung ist zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die einstellungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
Im Bereich der Grund- und Hauptschulen können bis zu 10 v.H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern in den Engpassfächern Musik, Religionslehre, Sport, Technik, Haushalt/Textil, Wirtschaftslehre und Physik unter Qualifikationsgesichtspunkten besetzt werden. Außerdem können Bewerberinnen und Bewerber nach Stufenschwerpunkt bzw. Schwerpunkten der Ausbildung sowie mit den Lehramtsstudiengängen Europalehramt und Integriertem Teilstudiengang eingestellt werden. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die nach dem Stufenschwerpunkt bzw. mit dem Europalehramt (Integrierter Teilstudiengang) eingestellt werden, wird von der obersten Schulaufsichtsbehörde jährlich festgelegt.
Für den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule und in der Hauptschule können darüber hinaus Bewerberinnen und Bewerber mit dem Studienfach Englisch bzw. Französisch und/oder einer zusätzlichen Qualifikation in diesen Fremdsprachen, die im Vorbereitungsdienst erworben wurde, übernommen werden. Dabei gehen Bewerberinnen und Bewerber, die das Fach Englisch bzw. Französisch studiert und im Vorbereitungsdienst mit der Zweiten Lehramtsprüfung abgeschlossen haben, vor. Weiter können für den Fremdsprachenunterricht an der Grund- und Hauptschule Bewerberinnen und Bewerber übernommen werden, die das Erweiterungsfach "Bilinguales Unterrichten" studiert und im Vorbereitungsdienst an Veranstaltungen zum "Bilingualen Lehren und Lernen (BLL)" teilgenommen sowie eine "bilinguale Lehrprobe" nach der GHPO II erfolgreich abgelegt haben. Die Anzahl der für den Fremdsprachenunterricht in der Grund- und Hauptschule zu übernehmenden Lehrkräfte wird jeweils von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt. Dabei muss gewährleistet sein, dass mindestens 15 v. H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern nach Gesamtqualifikation besetzt werden.
Im Bereich der Realschulen können bis zu 10 v.H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Ausbildungsfach Bildende Kunst, Französisch, Mathematik, Physik, Technik, Religion, Sport und Musik unter Qualifikationsgesichtspunkten besetzt werden. Zusätzlich können Bewerberinnen und Bewerber mit dem Lehramtsstudiengang Europalehramt sowie fächerspezifisch eingestellt werden. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die aufgrund des Europalehramtes bzw. fächerspezifisch eingestellt werden, wird jeweils von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Daneben kann im Rahmen dieses Kontingents der Lehrauftrag teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte im Schuldienst des Landes, die bisher schon unter den BAT fallen (frühere Nebenlehrer mit einem Unterrichtsauftrag von mindestens 18/40 eines ganzen Deputats), auf Antrag im Rahmen des für sie maßgeblichen Regelstundenmaßes bis zur vollen Wochenstundenzahl aufgestockt werden. Außerdem ist grundsätzlich eine Weiterbildung in einem zweiten Fach nachzuweisen. Die Auswahlentscheidung erfolgt im Zusammenhang mit dem nach Nr. 4.2 durchzuführenden Verfahren.
Bewerberinnen, deren Bewerbung sich nur infolge der Geburt eines Kindes verzögert hat und die sich innerhalb von vierundzwanzig Monaten nach der Geburt oder sechs Monate nach Erfüllung der ausbildungsmäßigen Einstellungsvoraussetzungen beworben haben, werden in Anwendung des § 125 b Abs. 1 des Beamtenrechtsrahmengesetzes hinsichtlich der Einstellungskriterien so behandelt, als hätten sie sich ohne diese Verzögerung beworben. Die Zeit, um die zurückgerechnet werden darf, berechnet sich nach den Fristen des § 15 Abs. 1 und 2 des Bundeserziehungsgeldgesetzes i. V. mit § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes.
Bewerberinnen und Bewerber, deren Bewerbung sich nur infolge der tatsächlichen Pflege eines nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen nahen Angehörigen im Sinne des § 12 Abs. 2 des Beamtenrechtsrahmengesetzes verzögert hat, werden nach § 125 b des Beamtenrechtsrahmengesetzes so behandelt, als hätten sie sich ohne diese Verzögerung beworben.
Innerhalb des Nachrückverfahrens kann für die bis zu einem von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegten Termin noch nicht besetzten Stellen eine schulbezogene Stellenausschreibung durchgeführt werden; die Regelungen der Nummern 26.2 bis 26.5 gelten, mit Ausnahme der dort genannten Termine, entsprechend. Außerdem können die oberen Schulaufsichtsbehörden ab August über noch nicht besetzte Stellen informieren. Die Stellenausschreibungen und die Informationen über freie Stellen werden einheitlich auf der Internetseite www.lehrereinstellung-bw.de öffentlich bekannt gemacht.
Grundlage für die Auswahlentscheidungen ist das Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) über Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. Es können bis zu zwanzig Schwerbehinderte oder Schwerbehinderten gleichgestellte Bewerberinnen oder Bewerber, die nicht ohnedies nach den regulären Einstellungsregelungen in den Schuldienst des Landes übernommen werden können, im Hinblick auf ihre Behinderung eingestellt werden. Die Auswahl dieser Bewerberinnen und Bewerber erfolgt durch die oberste Schulaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit den oberen Schulaufsichtsbehörden und den Hauptvertrauensleuten der schwer behinderten Lehrkräfte.
In diesem Rahmen und bis zur Höhe der dafür veranschlagten Mittel können schwer behinderte Lehramtsbewerberinnen und -bewerber zum Schulhalbjahr vorgezogen eingestellt werden.
Bewerberinnen und Bewerber für das höhere Lehramt an Gymnasien erhalten für die Einstellungsentscheidung eine Verbesserung ihrer Leistungszahl um 10 Punkte, wenn sich ihre Lehrbefähigung erstreckt auf
eine gewünschte Drei-Fächer-Kombination nach § 4 Abs. 4 Nr. 3 der Verordnung des Kultusministeriums über die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 2. Dezember 1977, zuletzt geändert durch Verordnung vom 24. Februar 1998 (GBl. S. 189, K.u.U. S. 111)
eine gewünschte Zwei-Fächer-Kombination nach der genannten Verordnung, die um ein beliebiges Unterrichtsfach erweitert wurde
das künstlerische Lehramt mit einem gewünschten wissenschaftlichen Beifach nach § 4 Abs. 3 der Verordnung des Kultusministeriums über die Künstlerische Prüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 20. Juli 1981, zuletzt geändert durch Verordnung vom 28. Mai 1997 (GBl. S. 238, K.u.U. S. 110).
Bei Bewerberinnen und Bewerbern für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen (allgemein bildende Fächer) gilt Nr. 8.1 entsprechend, wobei sich die Lehrbefähigungen auf in den Stundentafeln der beruflichen Schulen ausgewiesene Fächer erstrecken müssen.
Für Bewerberinnen und Bewerber, die nach den Prüfungsordnungen vom 13. März 2001 (Wissenschaftliche Prüfungsordnung GBl. S. 201, K.u.U. S. 95, ber. S. 355; Künstlerische Prüfungsordnung GBl. S. 284, K.u.U. S. 191, KPO zuletzt geändert durch Verordnung vom 21. April 2004, GBl. S. 281, K.u.U. S. 122, und WPO zuletzt geändert durch Verordnung vom 12. Juli 2005, GBl. S. 605, K.u.U. S. 103) die Prüfung abgelegt haben, gelten die vorgenannten Bestimmungen nicht.
Die Regelungen in Nr. 8.1 und 8.2 für Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Fächerkombinationen der Gymnasien und beruflichen Schulen finden ab dem Prüfungsjahrgang 2007/08 keine Anwendung mehr.
Bei verbeamteten musisch-technischen Fachlehrerinnen und -lehrern, die eine Ausbildung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen anstreben und hierbei den Stufenschwerpunkt Hauptschule wählen, ist für die Beurlaubung bzw. Teilbeurlaubung stets von einem dienstlichen Interesse auszugehen. Nach Abschluss der Ausbildung werden diese Bewerberinnen und Bewerber – unabhängig von ihrer Leistungszahl – zum nachfolgenden einheitlichen Einstellungstermin als Grund- und Hauptschullehrerin bzw. -lehrer in den Schuldienst des Landes übernommen. Sie werden bis dahin in ihrem seitherigen Status weiter beschäftigt. Bei der Wahl des Stufenschwerpunktes Grundschule ist die Anerkennung eines dienstlichen Interesses in der Regel ausgeschlossen.
Nachrangig können bei der Einstellung auch staatlich anerkannte Erzieherinnen oder Erzieher bzw. Meisterinnen oder Meister mit einer anderen mindestens einjährigen anerkannten sonderpädagogischen Zusatzausbildung (z. B. staatlich anerkannter Heilpädagoge / anerkannte Heilpädagogin) berücksichtigt werden. Die Beschäftigung erfolgt in diesem Fall im Angestelltenverhältnis.
Zur Sicherung der Unterrichtsversorgung können vorübergehend – bis genügend Bewerberinnen und Bewerber im Bereich der Fachlehrerin oder des Fachlehrers bzw. der Technischen Lehrerin oder des Technischen Lehrers an Sonderschulen zur Verfügung stehen – auch Lehrkräfte anderer Lehrämter in Schulen für Geistigbehinderte und entsprechenden Abteilungen anderer Sonderschultypen im Angestelltenverhältnis eingesetzt werden. Die Beschäftigung erfolgt zu den arbeits- und tarifvertraglichen Bedingungen einer Fachlehrerin / eines Fachlehrers bzw. einer Technischen Lehrerin / eines Technischen Lehrers.
Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher bzw. Meisterinnen und Meister ohne sonderpädagogische Ausbildung können befristet im Angestelltenverhältnis als Vertretungskräfte für Ausfälle von Lehrkräften eingesetzt werden. Nr. 15 gilt entsprechend.
Für den Unterrichtsbereich Bewegungsförderung an Schulen für Körperbehinderte werden grundsätzlich Fachlehrerinnen und -lehrer an Schulen für Körperbehinderte eingestellt. Sofern keine ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen, können Physiotherapeutinnen und -therapeuten/Krankengymnastinnen und -gymnasten bzw. Beschäftigungs- und Arbeitstherapeutinnen und -therapeuten vorübergehend im Angestelltenverhältnis beschäftigt werden. Der Arbeitsvertrag enthält eine auflösende Bedingung, wonach das Arbeitsverhältnis endet, wenn die Lehrkraft zu dem festgelegten Termin den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn der Fachlehrerin / des Fachlehrers an Schulen für Körperbehinderte nicht antritt. Nr. 11.1 Abs. 2 und 4 gilt entsprechend.
Eine Einstellung von Gymnasial-, Realschul-, Hauptschul- sowie Sonderschullehrerinnen und -lehrern ist im Bereich der beruflichen Schulen zulässig, wenn an der Übernahme dieser Bewerberinnen oder Bewerber ein besonderes dienstliches Interesse besteht. Bei der Einstellung von Real-, Haupt- und Sonderschullehrkräften muss die zuständige Personalvertretung vorab zustimmen.
Bei den Einstellungsgesprächen, die mit Lehramtsbewerberinnen und -bewerbern mit dem Wahl- oder Beifach bzw. Haupt- oder Nebenfach Religionslehre geführt werden, soll der Gesprächskommission eine Vertreterin / ein Vertreter der Kirche als drittes Mitglied (in der Regel eine Schuldekanin / ein Schuldekan) angehören.
Mit den Bewerberinnen oder Bewerbern ist ein Einstellungsgespräch nach Nr. 2.4 zu führen. In der Gesprächskommission tritt jedoch an die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters / der Schulrätin oder des Schulrats eine Vertreterin / ein Vertreter der Kirche (in der Regel eine Schuldekanin / ein Schuldekan).
Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer und sonstige Ein-Fach-Lehrerinnen und -Lehrer können grundsätzlich nicht in den Schuldienst des Landes übernommen werden. Stehen Bewerberinnen und Bewerber mit anerkannter Lehrbefähigung nicht zur Verfügung, können ausnahmsweise auch stundenweise Lehraufträge oder befristete Beschäftigungsverhältnisse abgeschlossen werden. Hierfür ist zuvor die Zustimmung der obersten Schulaufsichtsbehörde einzuholen.
Stehen Lehrkräfte mit anerkannter Lehrbefähigung nicht zur Verfügung, können in begründeten Ausnahmefällen auch befristete Verträge mit Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern zwischen Erster Lehramtsprüfung und dem Beginn des Vorbereitungsdienstes sowie mit sonstigen geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern abgeschlossen werden.4
Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an allgemein bildenden Gymnasien mit Engpassfächern können nach Nr. 16.2 grundsätzlich höchstens in dem Umfang ins Beamtenverhältnis übernommen und zugleich an eine Privatschule beurlaubt werden, wie an dieser verbeamtete Lehrkräfte im jeweiligen Fach ausscheiden.5
Lehrkräften im Beamtenverhältnis mit abgelegter Zweiter Lehramtsprüfung, die nach Ablauf der höchstzulässigen Beurlaubungsdauer einen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellen, wird eine Wiedereinstellung als Angestellte für den Fall zugesichert, dass eine besondere Härte im persönlichen Bereich eintritt. Die Entscheidung über eine Wiedereinstellung trifft in jedem Fall die oberste Schulaufsichtsbehörde.
Die im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen tätigen Lehrkräfte, die mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag nach diesem Einschleusungsmodell bereits auf Stellen in den Schuldienst des Landes übernommen werden konnten, können entsprechend den Einstellungsmöglichkeiten mit bis zu vollem Lehrauftrag im Schuldienst des Landes beschäftigt werden, wenn sie nach einer Dienstzeit von mindestens drei Jahren eine Qualifikation erreicht haben, die von den Neubewerberinnen und -bewerbern für die Übernahme in den Schuldienst gefordert wird. Die bisherige Qualifikation aufgrund der Leistungszahl kann durch Beurteilung der Schulleiterinnen und Schulleiter und der Fachberaterinnen und Fachberater sowie aufgrund weiterer Qualifikationsgesichtspunkte, die sich auch aus einem Einstellungsgespräch ergeben können, verbessert werden.
22 Wartelisten
Neubewerberinnen und -bewerber für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Sonderschulen, musisch-technische Fachlehrerinnen und -lehrer sowie Fachlehrerinnen und -lehrer an Sonderschulen bewerben sich bis zum 31. März bei der oberen Schulaufsichtsbehörde; Bewerberinnen und Bewerber, die nicht in den Schuldienst des Landes übernommen werden konnten, werden bei Einsatzbereitschaft für den folgenden Einstellungstermin auf Antrag in Bewerberlisten aufgenommen. Der Antrag ist beim Regierungspräsidium Stuttgart gegebenenfalls bis zum 30. November für die Februareinstellung bzw. bis zum 31. März für die Sommereinstellung zu stellen. Diese Termine gelten auch für Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Ländern der Bundesrepublik. Bewerberinnen und Bewerber, die eine Einstellung zum Februar beantragen, werden in das Sommereinstellungsverfahren ohne weiteren Antrag einbezogen, wenn sie bei der Februareinstellung nicht berücksichtigt werden konnten.
Bewerberinnen und Bewerber, die unbefristet im Schuldienst eines anderen Landes beschäftigt sind, können über das Auswahlverfahren bzw. die schulbezogenen Stellenausschreibungen und das Einigungsverfahren (Tauschverfahren) in den Schuldienst des Landes übernommen werden. Sie können in das Auswahlverfahren bzw. die schulbezogenen Stellenausschreibungen nur dann einbezogen werden, wenn sie ihrer Bewerbung eine Freigabeerklärung ihrer Schulbehörde beifügen (vgl. Bekanntmachung "Übernahme von Lehrkräften aus anderen Ländern" vom 17. Januar 2003, K.u.U. S. 52).
Bis zu 10 v. H. der in den Schularten besetzbaren Stellen können für Bewerberinnen und Bewerber mit Zusatzqualifikationen verwendet werden. Hierbei sollen nicht mehr als 5 v. H. der besetzbaren Stellen mit Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden, die ihren Antrag überwiegend mit Krankheitsvertretungen begründen. Die genaue Anzahl dieser Stellen wird jährlich von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Bei der Einstellungsentscheidung werden Zusatzqualifikationen berücksichtigt, die unter dem Gesichtspunkt "Eignung, Befähigung und fachliche Leistung" dem Lehrerberuf förderlich sind. Die vor dem Ablegen der Zweiten Prüfung/Laufbahnprüfung erworbenen Zusatzqualifikationen schlagen sich in der Regel in den Lehramtsprüfungen nieder. Sie können jedoch in besonders begründeten Ausnahmefällen zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.
Anträge zu diesem Verfahren sind an die oberen Schulaufsichtsbehörden bis spätestens 1. März zu richten. Diese entscheiden abschließend auf der Basis der Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote nach einer Gesamtwürdigung der einzelnen Anträge im Rahmen einer Auswahlkommission, an der der Bezirkspersonalrat und die Beauftragte für Chancengleichheit3 zu beteiligen sind. Die Schwerbehindertenvertretung ist dann zu beteiligen, wenn Anträge schwer behinderter bzw. gleichgestellter Bewerberinnen und Bewerber in diesem Verfahren vorliegen. Zur Entscheidungsfindung können Einstellungsgespräche geführt werden; Vorstellungsgespräche sind in jedem Falle zu führen. Die Auswahlkriterien und Entscheidungen sind von der oberen Schulaufsichtsbehörde festzuhalten.
26 Schulbezogene Stellenausschreibungen
Schulen können Stellen für Lehrkräfte ausschreiben. Der Schulleiter informiert vorab die zuständige Lehrerkonferenz. Diese berät hierüber und kann ihm unbeschadet seiner Zuständigkeit nach § 41 Abs. 1 Schulgesetz Empfehlungen geben. Der Antrag ist zuvor mit der oberen bzw. unteren Schulaufsichtsbehörde abzustimmen. Die oberen Schulaufsichtsbehörden prüfen diesen Antrag insbesondere im Blick auf die Bedarfs- und Stellensituation. Vorrang haben dabei Schulen in Mangelbereichen und Mangelregionen sowie Schulen mit besonderen Profilen bzw. Bereichen. In begründeten Fällen kann auch eine Teilzeitstelle ausgeschrieben werden.
für Schulen im ländlichen Raum im Rahmen eines besonderen vorrangigen Verfahrens im Februar6
Die Schulleitung der ausschreibenden Schule führt mit den Bewerberinnen oder Bewerbern oder mit einer Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern ein Bewerbergespräch. Bewerbergespräche werden nur mit Bewerberinnen und Bewerbern geführt, die in ihrer Bewerbung die in der Stellenausschreibung genannten besonderen Anforderungen nachweisen. Sollen Bewerbergespräche nur mit einer Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, ist die Auswahl nach der Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote vorzunehmen. Sollen neben Altbewerberinnen und Altbewerbern auch Neubewerberinnen und Neubewerber in die Einstellungsentscheidung einbezogen werden, können die Schulen bei Altbewerberinnen und Altbewerbern aufgrund der Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote eine begründete Vorauswahl treffen.
Im öffentlichen Schuldienst des Landes befindliche Lehrkräfte werden unabhängig von der Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote in die Auswahl einbezogen.
Die Beauftragte für Chancengleichheit3 kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz an Bewerbergesprächen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen. Die Beauftragte für Chancengleichheit3 der oberen Schulaufsichtsbehörde kann diese Aufgabe auf die Beauftragte für Chancengleichheit bzw. Ansprechpartnerin der jeweiligen Schule delegieren. An allen Gesprächen, die mit schwer behinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, kann die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teilnehmen, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwer behinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen. Die Schwerbehindertenvertretung ist zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
Bewerberinnen und Bewerber, die nicht zu einem Bewerbergespräch eingeladen werden, erhalten baldmöglichst von der Schulleiterin bzw. vom Schulleiter eine Absage und die Bewerbungsunterlagen zurück.
Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter teilt der oberen Schulaufsichtsbehörde nach Abschluss des Auswahlverfahrens die Bewerberinnen und Bewerber mit, die für eine Tätigkeit an dieser Schule in Frage kommen. Kommen mehrere Bewerberinnen oder Bewerber in Frage, ist eine schriftlich begründete Rangfolge zu bilden. Für diese Entscheidungen sind ausschließlich die in der Stellenausschreibung genannten besonderen Anforderungen maßgebend. Die Unterlagen der von der Schulleitung priorisierten Bewerberinnen und Bewerber sind der oberen Schulaufsichtsbehörde zu übersenden. Diese entscheidet abschließend auf der Grundlage der von der Schulleiterin oder vom Schulleiter genannten Rangfolge, insbesondere unter Würdigung der Gesamtqualifikation, Leistungszahl und Laufbahnprüfungsnote über die konkrete Besetzung der ausgeschriebenen Stelle und unterbreitet der Bewerberin bzw. dem Bewerber ein Einstellungsangebot. Nimmt die Bewerberin bzw. der Bewerber innerhalb einer angemessenen Frist das Einstellungsangebot nicht an, so ist die obere Schulaufsichtsbehörde nicht mehr an das Angebot gebunden. Erreicht eine Bewerberin bzw. ein Bewerber bei mehreren ausgeschriebenen Stellen den ersten Rangplatz, kann sie oder er im Rahmen einer von der oberen Schulaufsichtsbehörde festgelegten Erklärungsfrist entscheiden, welches Angebot sie oder er annimmt. Mit der Annahme des Einstellungsangebots nimmt die Bewerberin oder der Bewerber am weiteren Verfahren nicht mehr teil.
27 Lehrbeauftragte an Schulen zur Ergänzung
des Unterrichtsangebots
Einheitlicher Einstellungstermin für alle im Sommer 2007 zu übernehmenden Lehramtsbewerberinnen und -bewerber ist der 7. September 2007.
Diese Verwaltungsvorschrift tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift "Einstellung von Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerbern" vom 9. Dezember 2005 (K.u.U. 2006, S. 2) außer Kraft.
http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=VVBW-VVBW000001416&psml=sammlung.psml&max=true&bs=21
http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVBW-2204-KM-20061213-SF&psml=sammlung.psml&max=true&bs=21

References: § 11
 § 9
 § 9
 § 9
 § 125
 § 15
 § 3
 § 6
 § 12
 § 125
 § 4
 § 4
 § 41
 § 9