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Timestamp: 2016-10-25 22:55:37+00:00

Document:
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rudolf Schwager,
X.________ stand seit dem 1. Juni 1995 in verschiedenen Funktionen im Dienst des Kantons Appenzell I.Rh. Die Standeskommission des Kantons Appenzell I.Rh. (Kantonsregierung) w�hlte sie am 9. Juni 2000 mit Wirkung ab 1. Juli 2000 in die neu geschaffene Funktion einer Staatsanw�ltin. Gem�ss dem daraufhin abgeschlossenen �ffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrag galt beidseitig eine K�ndigungsfrist von sechs Monaten. Der Besch�ftigungsgrad wurde im gegenseitigen Einverst�ndnis ab dem 1. Januar 2002 von 100 Prozent auf 80 Prozent herabgesetzt.
Mit Schreiben vom 24. Mai 2006 k�ndigte die Standeskommission das Anstellungsverh�ltnis auf Ende November 2006. Als Begr�ndung wurde angef�hrt, nach den zweij�hrigen Erfahrungen des amtierenden Vorstehers des Justiz-, Polizei- und Milit�rdepartements mit der Staatsanw�ltin, dem sie administrativ unterstellt war, sei das Vertrauensverh�ltnis derart gest�rt, dass nach Auffassung der Standeskommission die Aufrechterhaltung des Arbeitsverh�ltnisses nicht mehr m�glich sei.
Die Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses focht X.________ mit Beschwerde beim Kantonsgericht Appenzell I.Rh., Abteilung Verwaltungsgericht, an. Sie beantragte die Aufhebung der ihr gegen�ber ausgesprochenen K�ndigung, eventualiter deren Rechtswidrigerkl�rung und die Zusprechung einer Geldleistung als Entsch�digung. Ausserdem verlangte sie die gerichtliche Feststellung, dass die K�ndigungsfrist wegen aufschiebender Wirkung des Rechtsmittels erst nach Abweisung des letzten gegen die K�ndigung gerichteten Rechtsmittels zu laufen beginne; eventualiter sei gerichtlich festzustellen, dass die K�ndigungsfrist bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber ihre Beschwerde still stehe.
Das Kantonsgericht beschr�nkte das Verfahren, auf Antrag der Beschwerdef�hrerin, vorerst auf die Frage der rechtlichen Zul�ssigkeit der Entlassung und die Art der damit verbundenen Rechtsfolge. Zu dieser Thematik f�hrte es am 6. Februar 2007 eine Parteiverhandlung durch und f�llte daraufhin am gleichen Datum ein Teilurteil. Dabei trat es auf die in diesem Rahmen zu beurteilenden Punkte der Beschwerde, d.h. soweit die G�ltigkeit und die Rechtswirkungen der K�ndigung im Streit lagen, ein und wies diese ab. Sinngem�ss erkl�rte es damit das Arbeitsverh�ltnis als seit Ende November 2006 rechtswirksam aufgel�st. Weiter hielt das Kantonsgericht fest, �ber den Antrag um Zusprechung einer allf�lligen Geldleistung im Sinne von Art. 336a OR werde sp�ter entschieden. In den Urteilserw�gungen legte das Kantonsgericht dar, die Standeskommission habe die vertraglich vereinbarte K�ndigungsfrist beachtet. Die materiellen Voraussetzungen f�r die G�ltigkeit der K�ndigung seien ebenfalls eingehalten. Zwar habe die Standeskommission bei ihrer Beschlussfassung �ber die K�ndigung das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin verletzt. Auch eine formell mangelhafte K�ndigung entfalte aber Gestaltungswirkung.
X.________ erhebt gegen das kantonsgerichtliche Urteil beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids wie auch des Entlassungsentscheids der Standeskommission. Es sei festzustellen, dass das Anstellungsverh�ltnis weiter bestehe. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ger�gt wird eine Verletzung des Prinzips der Gewaltenteilung, des rechtlichen Geh�rs und des Willk�rverbots.
Die Standeskommission ersucht um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Kantonsgericht spricht sich f�r die Abweisung der Beschwerde aus. Mit Eingabe vom 20. August 2007 wirft das Kantonsgericht nachtr�glich die Frage auf, ob X.________ zur Gewaltenteilungsr�ge legitimiert sei; es sei zweifelhaft, ob sie im Kanton Appenzell I.Rh. Wohnsitz habe.
Im zweiten Schriftenwechsel haben die Parteien an ihren Begehren festgehalten und sich auch zu den Vorbringen des Kantonsgerichts ge�ussert. Mit Eingabe vom 6. November 2007 hat sich X.________ zur Duplik der Standeskommission vernehmen lassen.
1.1 Im Streit liegt die Aufl�sung eines �ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh�ltnisses, d.h. eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG); die Vorinstanz hat diesen als Teilurteil bezeichnet. Dabei geht es auch der Sache nach nicht um einen Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. BGG. Die im angefochtenen Entscheid beantworteten Frage, ob und wann das Dienstverh�ltnis geendet hat, lassen sich von dem von der Vorinstanz auf sp�ter verschobenen Punkt trennen, ob der Beschwerdegegner zu einer Entsch�digung im Sinne von Art. 336a OR zugunsten der Beschwerdef�hrerin verpflichtet ist. Somit ist das angefochtene Urteil als Teilentscheid im Sinne von Art. 91 lit. a BGG zu qualifizieren.
1.2 Die Beschwerdef�hrerin betrachtet die Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses durch die Standeskommission als ung�ltig. Sie verlangt unter anderem die Feststellung, dass dieses weiterbestehe, und leitet daraus nicht n�her bezifferte Gehaltsanspr�che ab. Es handelt sich um eine verm�gensrechtliche Streitigkeit; der Ausschlussgrund von Art. 83 lit. g BGG ist nicht gegeben (vgl. Urteile 1C_116/2007 vom 24. September 2007, E. 2, und 1C_174/2007 vom 16. Oktober 2007, E. 1.3).
Auf dem Gebiet der �ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh�ltnisse gilt zudem eine Streitwertgrenze von 15'000 Franken (Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG). Lautet das Begehren nicht auf Bezahlung einer bestimmten Geldsumme, so setzt das Bundesgericht den Streitwert gem�ss Art. 51 Abs. 2 BGG nach Ermessen fest. Diese Bestimmung entspricht Art. 36 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG), weshalb auf die Grunds�tze der Streitwertbestimmung zu Art. 36 Abs. 2 OG abgestellt werden kann (vgl. Urteil 1C_6/2007 vom 22. August 2007, E. 2.3).
Die Beschwerdef�hrerin hat im bundesgerichtlichen Verfahren nicht um Erteilung der aufschiebenden Wirkung f�r ihre Beschwerde ersucht. Ihr Rechtsmittel ans Bundesgericht besitzt nach Art. 103 BGG nicht von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung. Es kann jedoch offenbleiben, ob sie unter diesen Umst�nden Lohnanspr�che �ber das Datum des vorinstanzlichen Entscheids hinaus geltend zu machen verm�chte. Das Streitwerterfordernis ist bereits erf�llt, wenn nur schon die zwei Monatsl�hne zwischen dem Ende der Gehaltszahlungen durch den Beschwerdegegner (Ende November 2006) und dem Urteil der Vorinstanz (Anfang Februar 2007) in Betracht gezogen werden. Deshalb kommt es auch nicht darauf an, wie hoch die Beschwerdef�hrerin ihre Forderung nach Entsch�digung im Sinne von Art. 336a OR ansetzt; dieser von der Vorinstanz abgetrennte Teil der Rechtsbegehren w�re bei der Streitwertberechnung nach Art. 51 Abs. 1 lit. b BGG hinzuz�hlen.
1.3 Unter der Herrschaft von Art. 88 OG trat das Bundesgericht nicht ohne Weiteres auf Willk�rr�gen von Angestellten des Kantons Appenzell I.Rh. im Rahmen von staatsrechtlichen Beschwerden betreffend ihre Entlassung ein; es erwog, das kantonale Personalrecht mache die K�ndigung durch den Arbeitgeber (abgesehen von den Sondertatbest�nden der missbr�uchlichen K�ndigung und der K�ndigung zur Unzeit) von keinen materiellen Voraussetzungen abh�ngig (Urteil 2P.152/2006 vom 8. Dezember 2006, E. 1.4). Bei der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist hingegen gem�ss Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG nicht erforderlich, dass das angeblich willk�rlich angewendete kantonale Gesetzesrecht dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch bzw. ein rechtlich gesch�tztes Interesse vermittelt (BGE 133 II 249 E. 1.3.2 S. 253). In diesem Punkt unterscheiden sich die hier zul�ssigen Beschwerdegr�nde von der Rechtslage bei der fr�heren staatsrechtlichen Beschwerde oder nach Art. 115 BGG bei der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (vgl. dazu BGE 133 I 185 E. 4 S. 191 und E. 6.3 S. 200). Damit ist die Beschwerdef�hrerin hier ohne Weiteres zu Willk�rr�gen legitimiert.
Die Legitimation der Beschwerdef�hrerin zur Gewaltenteilungsr�ge wird vom Beschwerdegegner zu Unrecht bestritten. Insoweit spielt es keine Rolle, ob die Beschwerdef�hrerin im Kanton Appenzell I.Rh. Wohnsitz hat. Die angefochtene Entlassung beeintr�chtigt sie in schutzw�rdigen pers�nlichen Interessen. Daher ist sie im Rahmen ihrer Beschwerde befugt, die �berpr�fung der daf�r als wesentlich erkl�rten gesetzlichen Grundlage unter dem Blickwinkel des Gewaltenteilungsgrundsatzes zu verlangen. Insofern besteht auch kein Unterschied bei der Rechtslage nach dem fr�her massgeblichen Art. 88 OG und dem heute geltenden Art. 89 Abs. 1 BGG. Vor diesem Hintergrund er�brigen sich weitere Abkl�rungen zum Wohnsitz der Beschwerdef�hrerin.
1.4 Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten. Zur Behandlung der Beschwerde ist die I. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts zust�ndig (Art. 29 Abs. 1 lit. g des Reglements f�r das Bundesgericht vom 20. November 2006 [BGerR; SR 173.110.131]).
1.5 Grunds�tzlich wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht. Bei solchen R�gen gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht. Vielmehr sind diese R�gen pr�zise vorzubringen und zu begr�nden (Art. 106 Abs. 2 BGG). F�hrt der Beschwerdef�hrer nicht zumindest in erkennbarer Weise an, welches Grundrecht seiner Meinung nach verletzt sei, und legt er nicht dar, worin die behauptete Verletzung bestehe, unterbleibt die Pr�fung durch das Bundesgericht (vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 S. 4344 f.). Im Anwendungsbereich von Art. 106 Abs. 2 BGG ist demnach die Praxis zum R�geprinzip gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG (vgl. dazu BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f.; 129 I 113 E. 2.1 S. 120) weiterzuf�hren (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287).
2.1 Zur Hauptsache wendet sich die Beschwerdef�hrerin dagegen, dass die Vorinstanz die von der Standeskommission ausgesprochene K�ndigung trotz der insofern festgestellten formellen M�ngel als g�ltig betrachtet hat. Dieser Streitfrage ist vorweg nachzugehen. Erst anschliessend wird zu pr�fen sein, ob der angefochtene Entscheid mit Blick auf die M�ngel, welche die Vorinstanz der Standeskommission bez�glich ihrer K�ndigung zur Last legt, vor der Verfassung standh�lt (vgl. E. 5, hiernach).
2.2 Die Vorinstanz misst der K�ndigung des �ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh�ltnisses im vorliegenden Zusammenhang gest�tzt auf das kantonale Personalrecht - in Anlehnung an die Regelung im OR - Gestaltungswirkung bei. Das vom entlassenen Arbeitnehmer angerufene Gericht k�nne als Beschwerdeinstanz nur die Missbr�uchlichkeit bzw. Fehlerhaftigkeit der K�ndigung feststellen und allenfalls eine Entsch�digung zusprechen; es sei jedoch grunds�tzlich nicht befugt, die Rechtswirkungen der K�ndigung aufzuheben.
Die dargelegte Rechtsauffassung leitet die Vorinstanz namentlich aus Art. 2 Abs. 1 der kantonalen Personalverordnung (PeV) ab. Diese Verordnung wurde am 30. November 1998 vom Grossen Rat des Kantons Appenzell I.Rh. (Kantonsparlament) erlassen. Nach Art. 2 Abs. 1 PeV sind auf das �ffentlich-rechtliche Anstellungsverh�ltnis die Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (Art. 319 ff. OR) anwendbar, soweit die Personalverordnung nicht andere Regelungen enth�lt. Art. 36 PeV z�hlt die Gr�nde f�r die Beendigung des Anstellungsverh�ltnisses auf; dabei wird in Ziff. 1 dieser Bestimmung die K�ndigung genannt. Art. 38 PeV regelt die K�ndigungsfristen. Zum K�ndigungsschutz enth�lt die Personalverordnung keine Normen.
2.3 Nach der Vorinstanz erfasst der allgemeine Verweis von Art. 2 Abs. 1 PeV die Regelung von Art. 336 und Art. 336a OR, wonach die Missbr�uchlichkeit der K�ndigung eines privatrechtlichen Arbeitsverh�ltnisses deren G�ltigkeit nicht ber�hrt, sondern lediglich eine Entsch�digungspflicht des K�ndigenden nach sich zieht (vgl. dazu BGE 118 II 157 E. 4b/aa S. 165; 131 III 535 E. 4.2 S. 540; Wolfgang Portmann, in: Basler Kommentar, 4. Aufl., 2007, N. 1 zu Art. 336a OR; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 6. Aufl., 2006, N. 2 zu Art. 336a OR).
An der Anwendbarkeit dieses obligationenrechtlichen Grundsatzes bei kantonalen Dienstverh�ltnissen �ndern, nach der Vorinstanz, auch die kantonalen Normen �ber die Verwaltungsrechtspflege nichts. Somit spiele es keine Rolle, ob das Gericht als Beschwerdeinstanz nach der allgemeinen Regel von Art. 20 Abs. 1 des kantonalen Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 25. April 1999 (VerwGG) eine angefochtene Verf�gung aufheben bzw. in der Sache selbst entscheiden k�nnte. Ebenso wenig sei es von Bedeutung, ob der Beschwerde an sich nach Art. 13 Abs. 1 VerwGG aufschiebende Bedeutung zukomme.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin, die einen Anspruch auf Weiterbesch�ftigung behauptet, erachtet die beschriebene Selbstbeschr�nkung der Vorinstanz sinngem�ss als Geh�rsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 2 BV). Ob dieser Vorwurf begr�ndet erscheint, ist aufgrund der zwei in diesem Zusammenhang zus�tzlich erhobenen Verfassungsr�gen zu beurteilen. Dabei f�hrt die Beschwerdef�hrerin das Willk�rverbot (vgl. dazu E. 3, hiernach) und das Gewaltenteilungsprinzip (vgl. dazu E. 4, hiernach) ins Feld.
3.1 Wie soeben angesprochen, geht die Vorinstanz von der Gestaltungswirkung missbr�uchlicher K�ndigungen im kantonalen Personalrecht aus. Die Beschwerdef�hrerin h�lt dies f�r willk�rlich. Ihrer Meinung haben die Verfahrensvorschriften des kantonalen Verwaltungsgerichtsgesetzes auch im K�ndigungsschutz bei Kantonsangestellten uneingeschr�nkt Platz zu greifen. Der Verweis von Art. 2 Abs. 1 PeV auf das OR d�rfe sich nur auf nicht geregelte L�cken im kantonalen Recht beziehen. Ein solcher Fall liege bez�glich Art. 13 und Art. 20 VerwGG gerade nicht vor. Unter Einbezug dieser beiden Normen bleibe insoweit auch nach Art. 2 Abs. 1 PeV kein Raum f�r einen Verweis auf privatrechtliche Regelungen. Zur Untermauerung ihres Standpunkts hat die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren ein von ihr in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten von Prof. Dr. Tomas Poledna eingereicht.
3.2 Eine Gesetzesbestimmung ist in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen. Eine kantonale Beh�rde verf�llt nicht in Willk�r, wenn sie sich an den klaren und unzweideutigen Wortlaut einer Gesetzesbestimmung h�lt (BGE 125 I 161 E. 3c S. 164). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen m�glich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Ber�cksichtigung aller Auslegungselemente, namentlich der Entstehungsgeschichte, des Zwecks, des Sinnes und der dem Text zugrunde liegenden Wertungen (BGE 131 II 562 E. 3.5 S. 567; 128 I 34 E. 3b S. 40 f., je mit Hinweisen). Willk�r in der Rechtsanwendung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 133 I 149 E. 3.1 S. 153; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., je mit Hinweisen).
3.3 Aus dem Wortlaut der Personalverordnung ergibt sich die umstrittene Gestaltungswirkung missbr�uchlicher bzw. fehlerhafter K�ndigungen nicht zweifelsfrei.
Es trifft zu, dass die Personalverordnung in Art. 2 Abs. 1 PeV nur Bestimmungen desselben Erlasses vorbeh�lt und im �brigen grunds�tzlich alle Bestimmungen des Obligationenrechts zum Arbeitsvertrag subsidi�r f�r anwendbar erkl�rt. Die von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten Bestimmungen sind ausserhalb dieser Verordnung im kantonalen Recht verankert. Dieser Umstand k�nnte zum Schluss verleiten, dass Art. 2 Abs. 1 PeV w�rtlich auszulegen w�re. Dies w�rde bedeuten, dass nur Bestimmungen dieser Verordnung selbst, nicht aber Normen in anderen kantonalen Erlassen eine Schranke f�r die subsidi�re Anwendbarkeit der OR-Bestimmungen zum Arbeitsvertrag bilden w�rden. Ein derartiges Verst�ndnis von Art. 2 Abs. 1 PeV w�rde indessen der Rechtswirklichkeit im kantonalen Personalrecht offensichtlich nicht gerecht.
So besteht Einigkeit dar�ber, dass ein �ffentlich-rechtlicher Rechtsweg beim K�ndigungsschutz im kantonalen Personalrecht zum Zug kommt. Der Entlassungsentscheid der Standeskommission kann beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Daran �ndert nichts, dass dies in der Personalverordnung nicht (mehr) zum Ausdruck kommt. Die Beschwerdef�hrerin weist darauf hin, dass die Personalverordnung urspr�nglich einen Art. 39 Abs. 2 mit folgendem Wortlaut enthielt:
- Verf�gungen und Beschl�sse der Standeskommission, die in Anwendung dieser Verordnung und dessen Ausf�hrungsbestimmungen erlassen werden, k�nnen nach Massgabe des Verwaltungsgerichtsgesetzes mit Verwaltungsbeschwerde innert 30 Tagen an das Kantonsgericht weitergezogen werden, sofern vorherige pers�nliche Aussprachen auf dem Dienstweg ergebnislos geblieben sind."
Art. 39 PeV wurde am 23. Juni 2003 aufgehoben. Es ist unbestritten geblieben, dass die Aufhebung dieser Bestimmung keine materielle �nderung der Rechtslage bezweckte, sondern im Rahmen einer formellen Bereinigung der Gesetzessammlung erfolgte. Dabei wurde vermerkt, die Norm k�nne gestrichen werden, weil ihr Inhalt in anderen Gesetzen, unter anderem dem VerwGG, abschliessend geregelt sei.
3.4 Im vorliegenden Zusammenhang verwendet die Vorinstanz eine Kombination historischer und teleologischer Auslegungselemente, um die haupts�chlich systematisch begr�ndete Gegenmeinung der Beschwerdef�hrerin zu widerlegen. Nach der Vorinstanz ist aufgrund der Materialien zur Personalverordnung anzunehmen, dass eine m�glichst weitgehende Ann�herung an die Regelung im OR zum Einzelarbeitsvertrag beabsichtigt wurde. Das kantonale Personalrecht beruhe auf dem Grundsatz der freien K�ndbarkeit des Anstellungsverh�ltnisses durch den Arbeitgeber. Diese Sichtweise sei in den Erw�gungen des bundesgerichtlichen Grundsatzurteils 2P.152/2006 vom 8. Dezember 2006 best�tigt worden. Wenn der K�ndigungsentscheid im freien Ermessen der Anstellungsbeh�rde liege, so k�nne es nicht angehen, dass die gerichtliche Beschwerdeinstanz diesen im Nachhinein wieder aufheben d�rfe.
3.5 Die Beschwerdef�hrerin weist auf obiter dicta aus der fr�heren Rechtsprechung der Vorinstanz hin, die in einem Spannungsverh�ltnis zum angefochtenen Entscheid stehen. Auf diesem Weg kann die Beschwerdef�hrerin nicht erfolgreich Willk�r dartun. Es ist unbestritten, dass die Vorinstanz die Streitfrage �ber die Gestaltungswirkung der K�ndigung vorliegend erstmals zu entscheiden hatte.
3.6 Dass die freie K�ndbarkeit des Dienstverh�ltnisses durch den Arbeitgeber ein leitender Gesichtspunkt beim Erlass der Personalverordnung war, bestreitet die Beschwerdef�hrerin nicht ernsthaft; diese Zielsetzung folgt auch aus den von ihr eingereichten Belegstellen von Materialien.
Die Rechtslage vor Erlass der Personalverordnung verhielt sich in dieser Hinsicht nicht grundlegend anders. Damals war nur die Geltendmachung von Entsch�digungsanspr�chen nach Art. 336a OR m�glich; eine Anfechtung der K�ndigung war nicht vorgesehen (vgl. das im angefochtenen Entscheid angef�hrte Urteil des Kantonsgerichts V 39/00 vom 6. Februar 2001, publ. in: Gesch�ftsbericht �ber die Staatsverwaltung und Rechtspflege des Kantons Appenzell I.Rh. 2001, S. 245 ff.).
Unabh�ngig davon ist der Beschwerdef�hrerin beizupflichten, dass den Erw�gungen im Urteil 2P.152/2006 vom 8. Dezember 2006 (vgl. E. 1.3, hiervor) nur eine beschr�nkte Aussagekraft f�r den vorliegenden Zusammenhang zukommt. Insbesondere lag bez�glich der Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses eine andere Konstellation im Streit als hier.
3.7 Es ist richtig, dass mit Art. 39 Abs. 2 aPeV der Rechtsweg an das Verwaltungsgericht gegen Entlassungsentscheide der Standeskommission ge�ffnet worden ist. Dabei hatte es aber offenbar die Meinung, dass dieses Beschwerdeverfahren mit dem Grundsatz der freien K�ndbarkeit von Dienstverh�ltnissen vereinbar sei. Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, in einer solchen Perspektive h�tte das Klageverfahren nach Art. 24 VerwGG f�r anwendbar erkl�rt werden m�ssen; das im kantonalen Recht vorgesehene Beschwerdeverfahren setze hingegen voraus, dass das Gericht zur Aufhebung der angefochtenen Verf�gung befugt sei.
Bei dieser Argumentation blendet die Beschwerdef�hrerin aus, dass der gesetzgeberische Wille nach Auffassung der Vorinstanz dahinging, die Regelung von Art. 336 und Art. 336a OR in modifizierter, sozusagen �ffentlich-rechtlicher Ausgestaltung zu �bernehmen. Dies bedeute namentlich, dass die Verwaltungsbeh�rde dem Kantonsangestellten das rechtliche Geh�r zu gew�hren habe, bevor sie die K�ndigung ausspreche. Unabh�ngig von der privatrechtlichen Rechtsprechung zu diesem Punkt (vgl. dazu BGE 121 III 60 E. 3b S. 62; Urteil des Bundesgerichts 4C.174/2004 vom 5. August 2004, E. 2.4 in: Jahrbuch des Schweizerischen Arbeitsrechts [JAR] 2005, S. 247) bildet die Verletzung des Geh�rsanspruchs nach der Praxis des Kantonsgerichts zum kantonalen Personalrecht einen Umstand, der f�r sich selbst die Missbr�uchlichkeit der K�ndigung und damit einen Entsch�digungsanspruch begr�nden kann.
Nach den Ausf�hrungen der Vorinstanz zu schliessen, ist aufgrund von Art. 2 Abs. 1 PeV und Art. 39 Abs. 2 aPeV von einem Beschwerdeverfahren besonderer Art auszugehen. Hierbei soll zwar in Abweichung von den Grunds�tzen der kantonalen Verwaltungsrechtspflege die Gestaltungswirkung der angefochtenen (K�ndigungs-)Verf�gung vorgegeben sein, gleichzeitig aber auch ein von �ffentlich-rechtlichen Verfahrensgrunds�tzen mitgepr�gter Katalog von Entsch�digungsgr�nden zum Einsatz kommen.
3.8 Der Beschwerdef�hrerin ist zuzubilligen, dass die komplexe Rechtsstruktur, welche die Vorinstanz aus den gesetzgeberischen Absichten herleitet, nur undeutlich in den massgeblichen Bestimmungen des kantonalen Rechts zum Ausdruck kommt. Dennoch h�lt die Auffassung der Vorinstanz im Ergebnis vor dem Willk�rverbot stand. Es l�sst sich nicht sagen, die Vorinstanz habe mit ihrem Verst�ndnis bez�glich Art. 2 Abs. 1 PeV bzw. der �bernahme von Art. 336 und Art. 336a OR im kantonalen Personalrecht den gesetzgeberischen Willen v�llig unzutreffend erfasst.
Im �brigen erscheint es in systematischer Hinsicht auch nicht als willk�rlich, dem aus dem kantonalen materiellen Recht folgenden Grundsatz der Gestaltungswirkung der K�ndigung den Vorrang einzur�umen vor den allgemeinen Verfahrensbestimmungen von Art. 13 und Art. 20 VerwGG. Wie der Beschwerdegegner bemerkt, beh�lt Art. 2 VerwGG sogar abweichende Vorschriften, unter anderem von kantonalen Gesetzen, ausdr�cklich vor. Wie noch n�her darzulegen sein wird (vgl. E. 4.5 hiernach), ist es nicht unhaltbar, die Personalverordnung in diesem Sinne als kantonales Gesetz zu begreifen. In dieser Perspektive l�sst sich die Gestaltungswirkung einer missbr�uchlichen K�ndigung im Sinne des kantonalen Personalrechts auch bei einer Gesamtschau mit Art. 13 und Art. 20 VerwGG vertreten.
3.9 Da sich dem kantonalen Recht unter Willk�rgesichtspunkten hinreichende Anhaltspunkte f�r die Annahme der umstrittenen Gestaltungswirkung der K�ndigung entnehmen lassen, kann dahingestellt bleiben, wie zu entscheiden w�re, wenn der Gesetzgeber die Frage �berhaupt nicht beantwortet h�tte. Es vermag der Beschwerdef�hrerin somit hier nicht zu helfen, wenn sie gest�tzt auf das von ihr in Auftrag gegebene Rechtsgutachten einen allgemeinen Rechtsgrundsatz postuliert, wonach eine solche Gestaltungswirkung beim �ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh�ltnis nur dann gelten d�rfe, wenn dies ausdr�cklich und klar so vorgesehen sei. Ebenso wenig besteht Anlass zu einer allgemein gehaltenen Auseinandersetzung mit den in BGE 111 Ib 76 E. 4 S. 78 angestellten �berlegungen.
3.10 Zur M�glichkeit eines direkten Klageverfahrens nach Art. 24 VerwGG musste sich die Vorinstanz im vorliegenden Zusammenhang nicht �ussern. Da sie die Einhaltung der Beschwerdefrist von Art. 10 VerwGG als massgeblich erachtete, war sie verfassungsrechtlich auch nicht gehalten, die Tragweite von Art. 336b OR im Bereich des kantonalen Personalrechts weiter zu er�rtern. Die dagegen erhobenen Einw�nde der Beschwerdef�hrerin sind nicht geeignet, an diesem Ergebnis etwas zu �ndern.
Was die Gewaltenteilungsr�ge betrifft, gilt Folgendes:
4.1 Das Bundesgericht hat seit jeher das s�mtlichen Kantonsverfassungen zugrunde liegende Prinzip der Gewaltenteilung, das in Art. 51 Abs. 1 BV vorausgesetzt wird, als verfassungsm�ssiges Recht anerkannt. Sein Inhalt ergibt sich in erster Linie aus dem kantonalen Recht (BGE 130 I 1 E. 3.1 S. 5; 128 I 327 E. 2.1 S. 329, je mit Hinweisen). Das Prinzip der Gewaltenteilung sch�tzt die Einhaltung der verfassungsm�ssigen Zust�ndigkeitsordnung. F�r den Bereich der Rechtsetzung bedeutet der Grundsatz, dass generell-abstrakte Normen vom zust�ndigen Organ in der daf�r vorgesehenen Form zu erlassen sind (BGE 131 I 291 E. 2.1 S. 297 mit Hinweis).
Die Rechtsprechungsgrunds�tze zur Delegation von Rechtsetzungsbefugnissen vom Gesetzgeber an die Exekutive (vgl. BGE 128 I 327 E. 4.1 S. 337 mit Hinweisen) sind hier nicht betroffen. Die Zul�ssigkeit zur Delegation von Rechtsetzungsbefugnissen an das kantonale Parlament bestimmt sich allein nach dem kantonalen Verfassungsrecht (BGE 128 I 327 E. 4.1 S. 338; 126 I 180 E. 2b/bb S. 184 mit Hinweisen; betreffend den Kanton Appenzell I.Rh.: Urteil 2P.142/2003 vom 7. November 2003, E. 2.3, in: ZBl 105/2004 S. 322).
Bei der Beurteilung des Gewaltenteilungsprinzips pr�ft das Bundesgericht die Auslegung der einschl�gigen Verfassungsbestimmungen frei, jene des Gesetzesrechts dagegen lediglich auf Willk�r hin (BGE 130 I 1 E. 3.1 S. 5; 128 I 327 E. 2.1 S. 330, je mit Hinweisen).
4.2 Nach Art. 20 Abs. 1 der Verfassung f�r den Eidgen�ssischen Stand Appenzell I.Rh. (KV/AI) ist die Landsgemeinde die gesetzgebende Beh�rde und oberste Wahlbeh�rde. Demgegen�ber erl�sst der Grosse Rat nach Art. 27 Abs. 1 KV/AI Verordnungen und Reglemente zum Vollzug der Gesetzgebung des Kantons, in untergeordneten F�llen auch des Bundes.
Das Verwaltungsgerichtsgesetz (vgl. E. 2.3, hiervor), das von der Landsgemeinde verabschiedet wurde, f�hrt in seinem Ingress unter anderem Art. 20 Abs. 1 KV/AI an. Die vom Grossen Rat erlassene Personalverordnung (vgl. E. 2.2) st�tzt sich ihrerseits laut Ingress einzig auf Art. 27 Abs. 1 KV/AI.
4.3 Dass es grunds�tzlich mit der Kantonsverfassung vereinbar ist, das kantonale Personalrecht im Rahmen einer Parlamentsverordnung zu regeln, stellt die Beschwerdef�hrerin zu Recht nicht in Frage. Insoweit verm�chte die an sich freie �berpr�fung der Kantonsverfassung der Beschwerdef�hrerin nicht zu helfen. Diese Verfassung definiert nicht, welche Rechts�tze als formelle Gesetze bzw. von der Landsgemeinde zu erlassen sind (Felix Helg, Die schweizerischen Landsgemeinden, Diss. Z�rich 2007, S. 133; Andreas Huber-Schlatter, Politische Institutionen des Landsgemeinde-Kantons Appenzell Innerrhoden, Diss. St. Gallen 1987, S. 139 ff.). Dem Grossen Rat kommt daher aufgrund von Art. 27 Abs. 1 KV die Befugnis zum Erlass von selbstst�ndigen, dem Referendum entzogenen Verordnungen zu. Solche selbstst�ndige gesetzesvertretende Verordnungen haben nach der Rechtsprechung die Bedeutung formeller Gesetze (BGE 128 I 327 E. 4.1 S. 338 mit Hinweisen).
4.4 Vor diesem Hintergrund sind auch die Materialien zu Personalverordnung und Verwaltungsgerichtsgesetz zu w�rdigen. Die Beschwerdef�hrerin weist darauf hin, dass die beiden Erlasse im Grossen Rat zeitlich parallel behandelt wurden.
Die Standeskommission erkl�rte in der Botschaft an den Grossen Rat zur Personalverordnung, sie h�tte eine formell-gesetzliche Grundlage im Sinne eines Landsgemeindebeschlusses als notwendig betrachtet, wenn generell die privatrechtliche Natur f�r das kantonale Anstellungsverh�ltnis h�tte eingef�hrt werden sollen. Da es aber insofern grunds�tzlich bei der �ffentlich-rechtlichen Natur bleiben solle, gen�ge es, das Personalrecht als Verordnung des Grossen Rates auszugestalten. Der Beschwerdef�hrerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie aus diesen �usserungen schliesst, der Personalverordnung komme im Vergleich zu einem Verwaltungsrechtspflegeerlass der Landsgemeinde ein bloss vollziehender Charakter zu. Bei den erw�hnten Aussagen bezog sich die Standeskommission nicht auf verfassungsrechtliche Grunds�tze der Gewaltenteilung, sondern argumentierte rein politisch, weshalb f�r das kantonale Personalrecht kein Erlass in der Form eines Landsgemeindebeschlusses erwirkt werden m�sse.
Vergeblich verweist die Beschwerdef�hrerin auch auf eine Passage im Landsgemeindemandat 1999 zum Verwaltungsgerichtsgesetz, wonach mit diesem Erlass ein vollst�ndiger Rechtsschutz in Verwaltungsstreitigkeiten verwirklicht werde. Diese allgemeine �usserung l�sst sich nicht zur Bestimmung des genauen Verh�ltnisses zwischen Verwaltungsgerichtsgesetz und Personalverordnung heranziehen.
Im Ergebnis ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Personalverordnung und das Verwaltungsgerichtsgesetz im Ergebnis als gleichrangige Erlasse mit formell-gesetzlicher Bedeutung betrachtet werden. Die Beschwerdef�hrerin geht fehl, wenn sie den zwingenden Vorrang des Verwaltungsgerichtsgesetzes wegen seiner Natur als Landsgemeindebeschluss behauptet.
4.5 Hinzu kommt Folgendes: Wie bereits in E. 3.8 hiervor angesprochen, beh�lt Art. 2 VerwGG abweichende Bestimmungen in anderen kantonalen Gesetzen vor. Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, in der Terminologie des kantonalen Rechts sei der Begriff "Gesetz" f�r Erlasse der Landsgemeinde reserviert. Art. 2 VerwGG k�nne sich deshalb nicht auf eine Parlamentsverordnung beziehen. Da die Kantonsverfassung nicht bestimmt, was Gesetz im formellen Sinne sein muss (vgl. E. 4.3, hiervor), darf die in Art. 20 Abs. 1 KV/AI und Art. 27 Abs. 1 KV/AI gew�hlte begriffliche Unterscheidung zwischen Gesetz und (Grossrats-)Verordnung nicht �berbewertet werden. Ohnehin ist die Kognition des Bundesgerichts im Hinblick auf die Auslegung von Art. 2 VerwGG auf Willk�r beschr�nkt, weil es dabei um einfaches Gesetzesrecht geht (vgl. E. 4.1, hiervor). Die Beschwerdef�hrerin tut nicht dar, inwiefern es unter diesem Blickwinkel ausgeschlossen sein sollte, dass auch eine selbstst�ndige Parlamentsverordnung unter Art. 2 VerwGG f�llt. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, dass der Grosse Rat mit Blick auf die Regelung der umstrittenen Sachfrage im kantonalen Personalrecht ein gewaltenteilungswidriges Vorgehen im Verh�ltnis zur Landsgemeinde gew�hlt h�tte. Auch in dieser Hinsicht erweist sich die entsprechende Verfassungsr�ge als unbegr�ndet.
4.6 Als Zwischenergebnis l�sst sich festhalten, dass die Verfassungsr�gen gegen die Annahme der Wirksamkeit einer missbr�uchlichen bzw. fehlerhaften K�ndigung im kantonalen Personalrecht nicht durchdringen. Es h�lt somit vor der Verfassung stand, wenn die Vorinstanz es ausschloss, dass das bei ihr eingereichte Rechtsmittel der Beschwerdef�hrerin aufschiebende Wirkung besitzen k�nne, und sich auch nicht als befugt ansah, die Rechtsbest�ndigkeit des umstrittenen Entlassungsentscheids anzutasten.
Im Folgenden sind die Verfassungsvorw�rfe bez�glich der angeblichen K�ndigungsm�ngel zu behandeln. Von der Beschwerdef�hrerin wird dabei wiederholt der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) angerufen.
5.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, die Standeskommission habe am 7. M�rz 2006 die Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses mit der Beschwerdef�hrerin auf Ende November 2006 beschlossen. Mitgeteilt bzw. er�ffnet worden sei der Entlassungsentscheid mit Schreiben vom 24. Mai 2006. Die Parteien stimmen vor Bundesgericht darin �berein, dass diese Feststellungen zum Sachverhalt weder offensichtlich unrichtig noch unter einer Rechtsverletzung zustande gekommen sind. Sodann �ussern sich die Parteien vor Bundesgericht nicht zu der weiteren Feststellung der Vorinstanz, dass die vertraglich vereinbarte K�ndigungsfrist von sechs Monaten eingehalten wurde. Gest�tzt auf Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG ist in der Folge von diesen Gegebenheiten auszugehen (vgl. zur Handhabung dieser Bestimmungen BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
5.2 Nach der Vorinstanz hat die Standeskommission die Beschwerdef�hrerin vorg�ngig zum Beschluss vom 7. M�rz 2006 nicht rechtsgen�glich angeh�rt. Der Beschwerdegegner bestreitet diesen Vorwurf.
In allgemeiner Weise ist daran zu erinnern, dass der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Geh�rsanspruch ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids darstellt, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu geh�rt das Recht des Betroffenen, sich vor dem Entscheid zur Sache zu �ussern (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56 mit Hinweisen). Der Beschwerdegegner zeigt nicht auf, inwiefern nach dem einschl�gigen kantonalen Recht bei der Entlassung eines Kantonsangestellten auch eine nachtr�gliche Anh�rung gen�gen soll. Im Gegenteil stellt die Praxis des Kantonsgerichts die Verweigerung einer vorg�ngigen Anh�rung in diesem Zusammenhang den Tatbest�nden von Art. 336 OR gleich (vgl. E. 3.7, hiervor).
Soweit der Beschwerdegegner geltend machen will, die eingehende schriftliche Anh�rung der Beschwerdef�hrerin durch die Standeskommission im Nachgang zum Beschluss vom 7. M�rz 2006 habe den Geh�rsanspruch gewahrt, kann ihm nicht gefolgt werden.
5.3 Die festgestellte fragliche Geh�rsverletzung vermag der Beschwerdegegner auch nicht dadurch zu entkr�ften, dass er im bundesgerichtlichen Verfahren eine rechtsgen�gliche Anh�rung vor dem Beschluss vom 7. M�rz 2006 zu konstruieren versucht. Zwar erinnert er an die Rechtsprechung, wonach im �ffentlichen Dienstrecht relativ informelle �usserungsgelegenheiten vor der K�ndigung dem verfassungsrechtlichen Geh�rsanspruch gen�gen, sofern dem Betroffenen klar war, dass er mit einer solchen Massnahme zu rechnen hatte (Urteil 2P.275/2005 vom 1. M�rz 2006, E. 2.1 mit Hinweis). Wie die Vorinstanz festgestellt hat, weisen die bei den Akten liegenden Protokolle von Besprechungen vor dem 7. M�rz 2006 auf personelle Unstimmigkeiten in der Staatsanwaltschaft hin. Der Beschwerdegegner vermag aber nicht darzutun, dass im Rahmen dieser Gespr�che f�r die Beschwerdef�hrerin eine K�ndigungsabsicht der Gegenseite bereits ausreichend erkennbar war. Dass der Landammann an einer Unterredung vom 22. Februar 2006 mit der Beschwerdef�hrerin eine entsprechende M�glichkeit in allgemeiner Weise in den Raum stellte, gen�gt noch nicht f�r die Annahme einer eigentlichen, wenn auch informellen Anh�rung. Daf�r w�re es n�tig gewesen, der Beschwerdef�hrerin konkret die einzelnen K�ndigungsgr�nde vorzuhalten und sie zur Stellungnahme dazu aufzufordern.
5.4 Im angefochtenen Urteil wird der Standeskommission ferner zum Vorwurf gemacht, dass sie zu kurzfristig nach Eingang der Stellungnahmen der Beschwerdef�hrerin vom 9. und 23. Mai 2006 zu den ihr vorgehaltenen K�ndigungsgr�nden reagiert habe. Dies gelte namentlich f�r den am 24. Mai 2006 gefassten Beschluss der Standeskommission, an der K�ndigung vom 7. M�rz 2006 festzuhalten. Insgesamt geht die Vorinstanz von einer doppelten Geh�rsverletzung aus. Mit einer gewissen Berechtigung wendet der Beschwerdegegner ein, dass er das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin mit dem zweiten Beschluss vom 24. Mai 2006 nicht mehr verletzen konnte. Die gegenteilige Erw�gung im angefochtenen Entscheid hat im Ergebnis keine Auswirkungen auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens. Es er�brigt sich daher, weiter darauf einzugehen. Daraus folgt gleichzeitig, dass die Geh�rsr�gen der Beschwerdef�hrerin bez�glich des Beschlusses der Standeskommission vom 24. Mai 2006 ins Leere stossen.
5.5 Der Vorinstanz selbst wirft die Beschwerdef�hrerin eine Geh�rsverletzung vor, weil im angefochtenen Entscheid steht, die festgestellten Geh�rsm�ngel im Rahmen der K�ndigung seien im kantonalen Gerichtsverfahren geheilt worden. Mit der umstrittenen Erw�gung nahm die Vorinstanz keine eigentliche Heilung der fraglichen Geh�rsverletzung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204; 130 II 530 E. 7.3 S. 562; 129 I 129 E. 2.2.3 S. 135, je mit Hinweisen) vor. Somit mag dahingestellt bleiben, inwiefern eine derartige Heilung im vorliegenden Zusammenhang zul�ssig w�re. Die Vorinstanz wollte mit den diesbez�glichen Ausf�hrungen offensichtlich nichts anderes zum Ausdruck bringen, als dass die von der Standeskommission nur ungen�gend erm�glichte Anh�rung der Beschwerdef�hrerin hinreichend nachgeholt worden sei. Insbesondere l�sst sich nicht sagen, die Vorinstanz habe damit sinngem�ss die sp�tere Zusprechung einer Entsch�digung wegen der Geh�rsverletzung ausgeschlossen. Die Annahme einer Heilung von Geh�rsverletzungen im angefochtenen Entscheid war unn�tig und missverst�ndlich. Da die Rechtsstellung der Beschwerdef�hrerin dadurch nicht beeintr�chtigt worden ist, st�sst ihre Geh�rsr�ge jedoch insoweit wiederum ins Leere.
5.6 Sinngem�ss h�lt es die Beschwerdef�hrerin f�r eine weitere Geh�rsverletzung, dass die Vorinstanz die �berpr�fung der sachlichen Begr�ndetheit der K�ndigung nur mit knappen Worten vorgenommen hat. Die Standeskommission hatte das Dienstverh�ltnis zur Beschwerdef�hrerin zusammengefasst wegen eines getr�bten Vertrauensverh�ltnisses aufgel�st. Nach der Vorinstanz sind insofern die materiellen Voraussetzungen des kantonalen Personalrechts an eine K�ndigung eingehalten worden. Diese verletze namentlich weder den Katalog der Tatbest�nde von Art. 336 OR noch das Willk�rverbot.
Die wiedergegebenen �berlegungen der Vorinstanz gen�gen den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Begr�ndung eines Entscheids (vgl. dazu BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen). Ob die Beurteilung der Vorinstanz sachlich zu Recht erfolgte, ist nicht eine Frage des rechtlichen Geh�rs, sondern der materiellen Beurteilung. Es f�llt auf, dass die Beschwerdef�hrerin in dieser Perspektive keine rechtsgen�glichen Verfassungsr�gen erhebt. Es erweist sich als in unzul�ssiger Weise appellatorisch, wenn die Beschwerdef�hrerin ausf�hrt, der Vorwurf des Vertrauensverlusts sei zu unbestimmt, bzw. wenn sie bloss ihre Sichtweise �ber das Arbeitsverh�ltnis darlegt. Vielmehr w�re die Beschwerdef�hrerin gehalten gewesen, unter Bezugnahme auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids detailliert aufzuzeigen, inwiefern dieser in dieser Hinsicht verfassungswidrig sein soll. Demzufolge ist der angefochtene Entscheid insoweit nicht zu �berpr�fen, weil diesbez�glich auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann (vgl. E. 1.5, hiervor). Ebenso wenig ist der Frage nachzugehen, ob die Beschwerdef�hrerin - wie sie andeutet - Einw�nde gegen die sachliche Begr�ndetheit der K�ndigung noch im sp�teren, abgetrennten Verfahren �ber eine allf�llige Entsch�digung vorbringen kann.
5.7 Als weiteres Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausging, die Standeskommission habe beim K�ndigungsentscheid vom 7. M�rz 2006 das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin verletzt. Die Geh�rsr�gen der Beschwerdef�hrerin, die sich gegen die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid zur Heilung von Geh�rsverletzungen wenden, stossen ins Leere. Nicht anders verh�lt es sich mit den Geh�rsr�gen, die sich auf den Beschluss der Standeskommission vom 24. Mai 2006 beziehen. Im Zusammenhang mit der �berpr�fung der materiellen K�ndigungsvoraussetzungen durch die Vorinstanz geht die Geh�rsr�ge der Beschwerdef�hrerin fehl. Soweit sich die Beschwerde dagegen richtet, dass die Vorinstanz die materiellen K�ndigungsvoraussetzungen als nicht verletzt betrachtet hat, ist darauf nicht einzutreten.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Kosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Zusprechung einer Parteientsch�digung an den Beschwerdegegner f�llt ausser Betracht (Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: Art. 336
 Art. 82
 Art. 92
 Art. 336
 Art. 91
 Art. 83
 Art. 51
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 103
 Art. 336
 Art. 51
 Art. 88
 Art. 89
 Art. 115
 BGE 
 Art. 88
 Art. 89
 Art. 106
 Art. 90
 BGE 
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 36
 Art. 38
 Art. 2
 Art. 336
 Art. 336
 BGE 
 Art. 336
 Art. 319
 Art. 336
 Art. 20
 Art. 13
 Art. 2
 Art. 13
 Art. 20
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 39

Art. 39
 Art. 336
 Art. 39
 Art. 24
 Art. 336
 Art. 336
 BGE 
 Art. 2
 Art. 39
 Art. 2
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 13
 Art. 20
 Art. 2
 Art. 13
 Art. 20
 BGE 
 Art. 24
 Art. 10
 Art. 336
 Art. 51
 BGE 
 Art. 20
 Art. 27
 Art. 20
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 20
 Art. 27
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 97
 Art. 105
 BGE 
 Art. 29
 Art. 336
 BGE 
 Art. 336
 BGE