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Sinnlose Maßnahme - Seite 9 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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06.09.2014, 12:47 #201
Hat sich deine SB mit deiner Qualifikation befasst? Hat sie ausgelotet, wo deine Stärken liegen? Es muss nämlich eine sogenannte Potenzialanalyse stattfinden, bevor Leistungen zur Eingliederung erbracht werden. In den Kritikpunkten oben gehe ich davon aus, dass sie diese Analyse nicht vorgenommen hat, ist das richtig?
Meine Elternzeit lief am 1 September ab, ich bekam bereits am 26 August eine Einladung zu Frau XXXX (für AGH´s & Maßnahmen zuständig) bei meiner eigentlichen Vermittlerin hatte ich keinen Termin, ich wurde direkt in der Elternzeit noch, zu Frau XXXX geschickt.
Frau XXXX bestand auf eine Maßnahme oder AGH.
Ich hab 10 mal nach Arbeit gefragt, das hat sie immer verneint.
Von meiner Ausbildung/ Arbeitserfahrungen wusste sie überhaupt NICHTS.
Sie gab mir 1 Woche Zeit mit den Worten "Machen sie dem Kindergarten gefälligst Druck, die Zeiten gehen gar nicht".
Beim Termin am 4.09.2014 lag die Eingliederungsvereinbarung mit der AGH bereits auf dem Tisch als ich eingetreten war.
Wieder die Frage nach Arbeit, wurde wieder verneint.
Die Frage nach einer anderen AGH, zwecks dem Arbeitsweg, wurde verneint (es gibt angeblich nur diese eine AGH).
Wortwörtlich "Es gibt nur diese AGH, keine andere für sie".
Es war NULL möglich mit ihr zu reden, sie beharrte auf diese AGH.
Sie konnte mir ja auch nicht sagen was man da macht.
Dabei weiß ich das es genügend andere nähere AGh´s gibt.
Den Rest kennst du ja, das sie mich zwang die EGV zu unterschreiben, sonst hätte sie gesagt ich hätte eine zumutbare Arbeit abgelehnt & sanktioniert.
06.09.2014, 12:48 #202
Die Ziele der von mir unterzeichneten Eingliederungsvereinbarung sind die Vorbereitung der Integration in Erwerbstätigkeit durch Sicherstellung der Kinderbetreuung mit Vollendung des dritten Lebensjahres sowie die berufliche Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Beiden Zielen wird die Zuweisung in die zugewiesene AGH nicht gerecht.
Laut Gesetzgeber sollen nur zielgerichtete Maßnahmen vergeben werden, die im Anschluss dieser auch zu einer unmittelbaren Aufnahme einer Tätigkeit in den ersten Arbeitsmarkt führen. Hierbei sind auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu achten.
Verweis: § 3 SGB II.
Da keine Potenzialanalyse stattfand, kann nicht beurteilt werden, welche Maßnahme meiner Integration in den ersten Arbeitsmarkt dient.
Der Verwaltungsakt wurde mir nicht begründet, dieses verlangt aber der Gesetzgeber so. Verweis: § 35 SGB X.
Auch sind die auszuführenden Arbeiten nicht als zusätzlich anzusehen. Die Zusätzlichkeit wurde mir durch Ihre Behörde auch nicht nachgewiesen.
Ich verweise dazu auf das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 27.08.2011 ( AZ: B 4 AS 1/10 R)
Die AGH ist nicht geeignet, meine Eingliederung zu fördern. Ich werde keinerlei zusätzliche Qualifikation erwerben. Ich bin Hauswirtschafterin und möchte gern in dem Bereich …. arbeiten. Auch sonst ist nicht zu erwarten, dass die Arbeitsgelegenheit mir bei der Suche nach einer regulären Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt in irgendeiner Form weiterhilft.
Der Nachweis der Arbeitsgelegenheit ist die erste Leistung zur Eingliederung, die mir überhaupt angeboten wurde. Diese so genannten Ein-Euro-Jobs sind gegenüber anderen Leistungen jedoch nachrangig. Die Nachrangigkeit von AGH gegenüber anderen Förderleistungen wurde in § 16d Abs. 5 SGB II festgelegt.
Die in der Zuweisung nachgewiesene Arbeitsgelegenheit ist aus meiner Sicht weder zusätzlich, im öffentlichen Interesse noch wettbewerbsneutral im Sinne des § 16d Sozialgesetzbuch II. Arbeiten wie Annahme von Gebrauchtgegenständen, Abholservice für verwertbare Gebrauchtgegenstände, Lagerwirtschaft, Auf und Abbau von Gebrauchtmöbeln, Wohnungsauflösungen und Entrümpelungen, Reinigungsarbeiten, Sortierarbeiten, Lieferservice, Abholdienst für Wertstoffe aus Haushalten werden von regulären Firmen angeboten und verrichtet. Die Zusätzlichkeit wurde mir auch nicht nachgewiesen. Ich verweise dazu auf das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 27.08.2011 ( AZ: B 4 AS 1/10 R). Es ist stark in Zweifel zu ziehen, dass eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt.
Das BSG hat am 13.04.2011 in zwei Urteilen (Az.: B 14 AS 98/10 R Mannheim u. Az.: B 14 AS 101/10R Oldenburg,). und am 27.08.2011 in einem weiteren Urteil (Az.: B 4 AS 1/10 R Karlsruhe) den Teilnehmern/-innen an AGH grundsätzlich einen öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruch/Wertersatz bei rechtswidrigen AGH/Ein-Euro-Jobs zugesprochen. Dies bedeutet, dass bei Nichtvorliegen der Fördervoraussetzungen insbesondere der Zusätzlichkeit der auszuführenden Arbeiten den Teilnehmern/-innen die reguläre Entlohnung für die ausgeübte Tätigkeit zusteht. Vom Jobcenter ist nach Abzug der gewährten Leistungen (ALG II, MAE, Versicherungsbeiträge) die Differenz als Wertersatz zu gewähren.
Verweis: BA FH 2.2.9 zu § 16d SGB II
Die AGH ist mir aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar. Seit längerer Zeit ist bei mir eine … diagnostiziert. Das damit verbundene schwere Untergewichtigkeit sowie die körperliche wie seelische Schwächung lassen schwere körperliche Arbeiten wie sie in der Zuweisung gefordert werden nicht zu, denn offenbar muss ich im Rahmen der Tätigkeit auch schwere Gegenstände heben und bewegen.
Zudem bin ich gehalten, die AGH täglich mit einem Fußmarsch zu erreichen, da in unserem Ort keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin fahren. Ein Fahrrad besitze ich nicht. Der damit verbundene physische Kraftaufwand ist von mir nicht zu leisten.
Die Maßnahme ist auch unzumutbar hinsichtlich der Pendelzeiten, vgl. analog dazu § 140 SGB III. Ich benötige für das tägliche Erreichen der AGH sowie des Wohnortes insgesamt ca. 2 ¼ Stunden.
Die zusätzliche Mehraufwandsentschädigung der AGH von 12,50 EUR wöchentlich deckt den erhöhten Ernährungsbedarf und den Bedarf an Arbeitskleidung und deren Reinigung nicht ab.
Die AGH ist wegen der besonderen Umstände der Betreuung meines Kindes nicht zumutbar. Das Kind wurde in den ersten drei Lebensjahren von mir betreut. Es leidet an …. und befindet sich in logopädischer Therapie. Aus diesen Gründen wurde die Ganztagsbetreuung in der Einrichtung abgelehnt. Mein Kind wird nunmehr von …. bis …. In der Einrichtung betreut. Einen anderen Betreuungsplatz habe ich nicht erlangen können.
Hier noch die Kollision der Zeiten der Kinderbetreuung, deiner Pendelzeiten und der Arbeitszeiten der AGH begründen. (Habe ich noch nicht geschafft)
Hier einmal aus meiner Sicht die Kritikpunkte. Vielleicht kannst du ja noch etwas damit anfangen.
Schwierig wird es jetzt zu entscheiden, was in den Widerspruch gegen die Zuweisung und was in den Eilantrag soll, denn doppelt müssen wir das nicht schreiben, da der Widerspruch dem Eilantrag angehängt wird.
Ja genau, das dachte ich mir eben auch. Ich werde die aW noch einmal überarbeiten, das ich nicht so viel doppelt zwecks Widerspruch habe.
06.09.2014, 13:10 #203
Beweise? Also ich kenne genug dir dort gearbeitet haben, wie eine vollwertige Kraft für 1 Euro.
Du sollst Dich auf die anderen Dinge konzentrieren !!!
06.09.2014, 13:17 #204
Ja du hast Recht, Sorry
Das mache ich dieses WE auch, das ich am Montag alles abgeben kann.
06.09.2014, 14:35 #205
In Punkt 4 hat sich der Verwaltungsakt wieder eingeschlichen :-)
06.09.2014, 15:52 #206
Ich verweise dazu auf das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 27.08.2011 ( AZ: B 4 AS 1/10 R). Es ist stark in Zweifel zu ziehen, dass eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt.
Das kannst du alles weglassen, das hat mit deiner persönlichen Situation nichts zu tun und bläht den SS nur unnötig auf.
06.09.2014, 16:24 #207
Okay, langsam aber sicher bin ich verwirrt
06.09.2014, 16:25 #208
Ich werde jedenfalls noch rein schreiben, das die SB mich total gelinkt hat & meinte ich kann die Zeiten mit dem Träger vereinbaren, dabei ist die Zuweisung bindend.
06.09.2014, 16:44 #209
Wichtig sind alle Fakten, von §§ und bereits gefällten Entscheidungen hingegen haben die Richter sehr viel mehr Ahnung als wir, als Laie sollte man damit sehr zurückhaltend umgehen.
06.09.2014, 17:02 #210
Wird noch einmal überarbeitet.
06.09.2014, 17:16 #211
Hab noch dazu geschrieben das ich einen Zeugen haben.
06.09.2014, 17:45 #212
Verbesserungsvorschläge zu Widerspruch und Antrag auf a.W:
Das Wort Heranziehungsbescheid austauschen in Zuweisungsbescheid.
(Im Widerspruch)
Die Wörter Herstellung und herzustellen im Antrag auf a.W. austauschen in Anordnung und anzuordnen.
(Im Antrag auf a.W. des Widerspruchs)
Fahrkosten sind wo geregelt im Zuweisungsbescheid bzw. EGV?
(neuer Tatbestand, ggf. noch einarbeiten im Widerspruch)
06.09.2014, 18:26 #213
Ich hab mal deinen Widerspruch versucht, etwas zu ordnen, einige Dinge rausgelassen, die zu emotional waren und das eine oder andere hinzugefügt. Vielleicht kannst du das so oder so ähnlich übernehmen :-))
gegen Ihren Zuweisungsbescheid zu einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d Abs. 1 Sozialgesetzbuch II vom 05.09.2014 mir zugegangen am XXXXX, bei der XXXXXXX
Beginn der AGH 16.09.2014
Die Arbeitsgelegenheit gemäß § 16 d Sozialgesetzbuch, empfinde ich als rechtswidrig. Arbeitsgelegenheiten dürften nur zusätzliche und wettbewerbsneutrale Arbeiten im öffentlichen Interesse beinhalten, die zugewiesene Arbeitsgelegenheit entspricht dem jedoch nicht.
Arbeiten wie Annahme von Gebrauchtgegenständen, Abholservice für verwertbare Gebrauchtgegenstände, Lagerwirtschaft, Auf und Abbau von Gebrauchtmöbeln, Wohnungsauflösungen und Entrümpelungen, Reinigungsarbeiten, Sortierarbeiten, Lieferservice, Abholdienst für Wertstoffe aus Haushalten werden von regulären Firmen angeboten und verrichtet.
Arbeiten sind wettbewerbsneutral, wenn durch sie eine Beeinträchtigung der Wirtschaft infolge der Förderung nicht zu befürchten ist und Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weder verdrängt noch in ihrer Entstehung verhindert wird. Die Arbeitsgelegenheit bei dem genannten Träger allerdings verdrängt die Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Die Zusätzlichkeit wurde mir auch nicht nachgewiesen.
Arbeiten liegen im öffentlichen Interesse, wenn das Arbeitsergebnis der Allgemeinheit dient. Arbeiten, deren Ergebnis überwiegend erwerbswirtschaftlichen Interessen oder den Interessen eines begrenzten Personenkreises dient, liegen nicht im öffentlichen Interesse.
Der Nachweis der Arbeitsgelegenheit ist die erste Leistung zur Eingliederung, die mir überhaupt angeboten wurde. Es wurden mir keine Stellenangebote in reguläre Arbeit zugeteilt. Diese so genannten Ein-Euro-Jobs sind gegenüber anderen Leistungen jedoch nachrangig. Die Nachrangigkeit von Arbeitsgelegenheiten gegenüber anderen Förderleistungen wurde in § 16d Abs. 5 SGB II festgelegt.
Außerdem wurde mir nicht ausreichend Zeit eingeräumt, um über Eigenbemühungen eine reguläre Arbeit finden zu können. Sofort nach meiner Elternzeit bekam ich einen Termin, bei der Vermittlerin Frau XXXXX, die für Arbeitsgelegenheiten und Maßnahmen zuständig ist. Ich hatte nach der Elternzeit noch keinen Termin bei meiner Arbeitsvermittlerin.
Frau XXXX nötigte mich im Termin unter Androhung von Sanktionen zu einer Unterschrift der Eingliederungsvereinbarung. Der mich begleitende Beistand kann dies bezeugen.
Erst mit dem Erhalt der Zuweisung wurde mir vollumfänglich bewusst, um welche Tätigkeit es sich handelt, da Frau XXXX mir diese Frage im Termin nicht beantworten konnte.
Diese Arbeit ist mir weder körperlich noch seelisch zumutbar im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 1 SGB II. Die Arbeitsgelegenheit ist mir aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar. Seit längerer Zeit ist bei mir eine Anorexie diagnostiziert. Das damit verbundene schwere Untergewicht sowie die körperliche wie seelische Schwächung lassen schwere körperliche Arbeiten wie sie in der Zuweisung gefordert werden nicht zu, denn offenbar muss ich im Rahmen der Tätigkeit auch schwere Gegenstände heben und bewegen.
Zudem bin ich gehalten, die Arbeitsgelegenheit täglich mit einem Fußmarsch zu erreichen, da in unserem Ort keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin fahren. Ein Fahrrad besitze ich nicht. Der damit verbundene physische Kraftaufwand ist von mir nicht zu leisten.
Die Maßnahme ist auch unzumutbar hinsichtlich der Pendelzeiten, vgl. analog dazu § 140 SGB III. Ich benötige für das tägliche Erreichen der Arbeitsgelegenheit sowie des Wohnortes insgesamt ca. 2 ¼ Stunden
Die in der Zuweisung bindend vorgegebenen Arbeitszeiten sind wegen der besonderen Umstände der Betreuung meines Kindes nicht zumutbar. Festgelegt sind Arbeitszeiten von täglich 9.15 Uhr bis 11.45 Uhr.
Mein Kind wurde in den ersten drei Lebensjahren von mir betreut. Es leidet an XXXX und befindet sich in logopädischer Therapie. Aus diesen Gründen wurde die Ganztagsbetreuung in der Einrichtung abgelehnt. Mein Kind wird nunmehr von 8:45 Uhr bis 12:15 Uhr in der Einrichtung betreut. Einen anderen Betreuungsplatz habe ich nicht erlangen können.
Es ist mir nicht möglich, die Arbeitsgelegenheit in einer halben Stunde vom Kindergarten aus zu erreichen. Ebenso betrifft dies den Rückweg zum Kindergarten. Dies habe ich bereits im Termin Frau XXXXX mitgeteilt. Sie ist jedoch nicht auf meine Einwände eingegangen.
Die Zuweisung erlaubt es ferner nicht zu fehlen, auch das ist mir durch die Kinderbetreuung meiner Tochter nicht zuzumuten. Wenn der Kindergarten wegen Halbjahresplanung, Streik oder Ferien geschlossen hat, was soll ich dann machen?
Die zusätzliche Mehraufwandsentschädigung der Arbeitsgelegenheit von 12,50 EUR wöchentlich deckt den erhöhten Ernährungsbedarf und den Bedarf an Arbeitskleidung und deren Reinigung nicht ab. Es ist mir nicht zuzumuten, diese Aufwendungen zum Teil zulasten meiner Regelleistung zu tragen.
Ich beantrage daher, den Zuweisungsbescheid zu der Arbeitsgelegenheit XXXXX zurückzunehmen.
06.09.2014, 18:40 #214
Noch eine Bemerkung zur AGH-Zuweisung: Klarer Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot. Die Bezeichnung Helfer/in und die aufgezählten Tätigkeiten sind zu unbestimmt. Der AGH-Träger hat keine Berechtigung die Zugewiesenen nach Gutdünken einzusetzen wie er will. Zuweisung ist inhaltlich und formal rechtswidrig.
Deine Grundhaltung solltest du dringend ändern wenn du in dem System bestehen willst. Wenn andere die du kennst diesen Mist freiwillig mitgemacht haben weil sie keinen Bock auf Gegenwehr hatten, ist das deren Sache. Das können keine Vorbilder sein!
06.09.2014, 19:03 #215
Surfing, alle die ich kenne die Alg 2 Beziehen oder bezogen haben oder auch welche die keine Ahnung von ALG 2 haben, fanden das alles total toll, die AGH`s etc.
Wenn ich sage wie die SB mit mir umging, glaubt mir das keiner.
Die meckern mich alle an, das ich von ihren Steuern bezahlt werde & gefälligst was tun soll (Die AGH) den ich bekomme ja auch die Kohle...
06.09.2014, 19:19 #216
Das sind dann falsche Bekannte. Es gibt Mitläufer/innen auf beiden Seiten, die SB in den JC und auch bei den Betroffenen.
Mitläufer sind Menschen die alles widerstandslos mitmachen und die herrschenden Zustände loben, sich anbiedern und unterwerfen.
06.09.2014, 19:28 #217
Dann solltest du deine "Freunde oder Bekannte" mal getrost ignorieren [Bildzeitungs-Klientel]... das sind die typischen deutschen Michel's die der Staat so will.. Bücklinge, die nichts verstanden haben...
06.09.2014, 19:29 #218
Da hast du Recht, vor allem kennen sich die meisten nicht aus, viele wissen gar nichts von den Zuschüssen etc, die denken alles läuft mit Rechten Dingen.
Ich war aber nie ein Mensch der sich irgendjemanden unterworfen hat & das werde ich dieses mal auch nicht tun!
06.09.2014, 19:30 #219
Nach deren Auffassung, kann ich froh sein das die mit mir zu tun haben wollen, den ich bin ja Alg 2 Empfänger
06.09.2014, 20:44 #220
Zur weiteren Unterstützung des folgenden Punktes:
[...] Mein Kind wurde in den ersten drei Lebensjahren von mir betreut. Es leidet an XXXX und befindet sich in logopädischer Therapie. Aus diesen Gründen wurde die Ganztagsbetreuung in der Einrichtung abgelehnt. Mein Kind wird nunmehr von 8:45 Uhr bis 12:15 Uhr in der Einrichtung betreut. Einen anderen Betreuungsplatz habe ich nicht erlangen können.
ein Auszug aus den fachlichen Hinweisen der BA:
2.3. [...] (4) Bei Kindern, die das 3. Lebensjahr vollendet haben, ist die Arbeitsaufnahme nur dann nicht zumutbar, wenn eine Betreuung des Kindes durch Dritte nicht geleistet werden kann. Mitunter ist die Betreuung und Erziehung des Kindes durch Dritte (ganz oder teilweise) aus besonderen Gründen ausgeschlossen.
Die Kinderbetreuung durch Dritte ist gewährleistet, wenn nachweislich Kinderbetreuungsplätze z. B. in einer Kindertagesstätte zur Verfügung stehen.
Ein erhöhter Betreuungsbedarf kann bei verhaltensauffälligen Kindern bestehen, z. B. bei hyperaktiven Kindern. [Hervorhebungen von mir]
Das heißt, selbst die BA ist der Auffassung, daß auch Kinder mit vollendetem 3. Lebensjahr nicht einfach bei einer Betreungsstelle "abgestellt" werden dürfen, sondern daß der individuelle Fall betrachtet werden muß. Hierbei geht es nicht nur darum, ob ein ganztägiger Betreuungsplatz rein technisch verfügbar ist oder nicht. Sondern selbst wenn ein solcher vorhanden ist, dürfte ein LE nicht verpflichtet werden, diesen in Anspruch zu nehmen, wenn dies dem Kindeswohl widerspricht. Nach Ansicht des pädagogischen Fachpersonals in der Kita ist das bei Deinem Kind, Merien, der Fall. Das Kindeswohl hat die oberste Priorität, und das Jobcenter muß Rücksicht darauf nehmen.
Mittelfristig wäre es vielleicht sinnvoll, wenn Du dir von einem Spezialisten schriftlich bestätigen läßt, daß für Dein Kind erhöhter Betreuungsbedarf besteht und inwieweit und bis wann das Deine Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt voraussichtlich einschränkt. Wenn Du nicht weißt, an wen Du dich da wenden kannst, dann frag doch vielleicht mal die Erzieherinnen in der Kita oder Deinen Kinderarzt. Deine Ansprechpartnerin beim Jobcenter ist ganz offensichtlich entschlossen, alles zu ignorieren, was Du sagst. (Deswegen am besten so wenig wie möglich sagen.) Du kannst sie nur in ihre Schranken weisen, indem Du dir Unterstützung von anderen Autoritäten holst, denen sie sich beugen muß - SG, aber z. B. auch Ärzte.
Und übrigens finde ich, Du hast wirklich Glück mit deiner Kita, weil die sich von den Jobcenterforderungen nicht unter Druck haben setzen lassen, sondern bei dem bleiben, was sie als pädagogisch richtig erkannt haben. Ich würde mich bei denen nochmal ausdrücklich bedanken, weil ihnen das Wohl Deines Kindes wichtiger war als ihre Bequemlichkeit. Denn einfacher wäre es für sie vermutlich schon gewesen, wenn sie halt nachgegeben hätten, nachdem Du sie ja wiederholt bekniet hast/beknien mußtest, die Betreuungszeit zu verlängern.
Die Erzieherinnen dort sind meiner Ansicht nach wichtige potentielle Verbündete für Dich. Ein Glück, daß Du an diese Kita geraten bist. Da gibt es ganz andere...
06.09.2014, 20:53 #221
Das ist wirklich ein sehr guter Hinweis :danke:
06.09.2014, 21:08 #222
Dankeschön, toller Tipp kommt mit die aW!
Arzt, das wäre kein Problem da kann ich meinen Kinderarzt bitten das er mit das ausstellt.
Ja die Erzieherin, die ich ja wirklich 2 mal angebettelt habe, obwohl ich das selber nicht wollte sondern nur Angst vor einer Sanktion hatte, sagte "Man muss doch ein bisschen Menschlichkeit besitzen, mit diesen Defiziten ist das auf keinen Fall möglich, ihr Kind kommt sich dann abgeschoben vor & das würde das ganze verschlimmern".
Ja es stand von vorn herein fest das ich diesen Kiga wähle, da ich dort selbst als Kind war & die jetzige Erzieherin meiner Tochter, war schon meine als Kind.
Edit: Mit der SB hast du Recht, als ich ihr die Defizite aufzähle meinte sie nur: Achja
Vergessen die SB lachte ja nur wo ich mit dem Sozialgericht ankam. (wegen Autoritäten)
06.09.2014, 21:14 #223
Eine Vollzeitbetreuung von Anfang an lehnte der Kindergarten aufgrund der Defizite meiner Tochter ab, sie spricht noch nicht und benötigt noch voll Windeln, außerdem ist sie in logopädischer Therapie.
Eine Vollzeitbetreuung würde das Kinds wohl meiner Tochter beschädigen.
Habe das jetzt so geändert im aW
07.09.2014, 05:12 #224
Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres kann sich die Mutter vollständig um das Kind kümmern.
Die Tochter von Merien hat bereits drei Lebensjahre beendet. (Vor kurzem)
Das JC hat genau diesen Termin abgewartet und dann zugeschlagen.
07.09.2014, 07:04 #225
Zugeschlagen ist wohl der richtige Ausdruck. Die JC halten ja spezielle Teams für alleinerziehende Mütter bereit. Und da AG bei Frauen mit so kleinen Kindern immer etwas zurückhaltend sind und die Jobaussichten nicht so rosig, werden diese Mütter bevorzugt in Maßnahmen und AHG zugewiesen.

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