Source: https://www.kirchenrecht-nordkirche.de/document/43384
Timestamp: 2020-02-18 23:43:06+00:00

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2 Aufnahme des Vermögens und der Schulden, Inventur
2.1 Bedeutung, Zeitpunkt und Art der Inventur
2.2 Grundsätze für die Inventur
2.3 Erstinventur
2.3.1 Grundstücke und Gebäude
2.3.2 Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens
2.4 Durchführung und Dokumentation
3 Grundsätze für die Bewertung und den Ausweis (Bilanzierung)
3.1 Bewertung nach Anschaffungs- oder Herstellungskosten
3.2.2 Aufbau der Bilanz
3.3 Anhang zur Bilanz
4 Allgemeine Regelungen für das Sachanlagevermögen
4.1 Anwendung steuerrechtlicher Vorschriften
4.2 Abschreibungen
4.3 Nutzungsdauern
4.4 Zuordnung zum nicht realisierbaren und realisierbaren Sachanlagevermögen
4.5 Geringwertige Wirtschaftsgüter
4.6 Anlagen in Bau, geleistete Anzahlungen
4.7 Berücksichtigung von Investitionszuschüssen sowie Spenden und vergleichbaren Erträgen
5 Immaterielle Vermögensgegenstände
6.1 Aufteilung der Bewertung von Grundstücken und Gebäuden
6.2 Grundsätze für die Bewertung von Grundstücken
6.3 Bewertung nach Bodenrichtwerten
6.3.1 Bebaute Grundstücke
6.3.2 Friedhofsflächen
6.3.3 Pfarrland
6.3.4 Sonderflächen
6.3.5 Waldflächen
6.3.6 Nicht nutzbare Flächen
6.4 Erbbaurechte
7.1 Grundsätze für die Bewertung von Gebäuden
7.1.1 Bewertung nach Anschaffungs- oder Herstellungskosten
7.1.2 Unselbstständige und selbstständige Gebäudeteile
7.1.3 Außenanlagen und Grünflächen
7.1.4 Berücksichtigung von Baumängeln
7.2 Aktivierungspflichtige Anschaffungs- oder Herstellungskosten
7.2.1 Anwendung der steuerrechtlichen Regelungen für Gebäude
7.2.1.1 Übersicht über die steuerrechtlichen Aktivierungspflichten
7.2.1.2 Anschaffungskosten bei Erwerb eines Gebäudes
7.2.1.3 Anschaffungsnaher Herstellungsaufwand bei Erwerb eines Gebäudes
7.2.1.4 Entstehung eines neuen Gebäudes
7.2.1.5 Errichtung eines anderen Vermögensgegenstands, Wesensänderung
7.2.1.6 Nachträgliche Herstellungskosten durch Erweiterungen
7.2.1.7 Nachträgliche Herstellungskosten durch wesentliche Verbesserungen
7.3 Vereinfachungsverfahren für die Erstbewertung von Gebäuden
7.3.1 Sachwertverfahren
7.3.2 Indizierte Feuerkassenwerte
7.3.3 Pauschalverfahren
7.4 Pauschalverfahren für die Bewertung von Gebäuden des nicht realisierbaren Sachanlagevermögens
7.5 Pauschalverfahren für die Bewertung von Gebäuden des realisierbaren Sachanlagevermögens
8 Sonstige Gegenstände des Sachanlagevermögens
8.1 Glocken, Orgeln
8.2 Liturgische Gegenstände
8.3 Kunstgegenstände, Kulturgüter
8.4 Bücher, Noten
9.1 Abgrenzung zum Umlaufvermögen
9.2 Grundsätze für die Bewertung von Finanzanlagen
9.3 Besondere Regelungen für Anlagen zur Finanzdeckung von Passivposten
9.5 Anteile
9.6 Ausleihungen
11 Forderungen
12 Wertpapiere und Geldanlagen des Umlaufvermögens
13 Giro- und Kassenbestände
14 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
15.1 Ermittlung des Eigenkapitals
15.2 Kapitalgrundbestand
15.3 Rücklagen
15.4 Weitere Posten des Eigenkapitals
16.1 Sonderposten mit Finanzdeckung
16.1.1 Grundsätzliche Regelungen
16.1.2 Ausweis von Sonderposten aufgrund der Verwendung der Mittel
16.2 Sonderposten ohne Finanzdeckung
16.2.1 Grundsätzliche Regelungen
16.2.2 Pauschaler Ansatz
17.1 Bildung und Auflösung von Rückstellungen
17.2 Rückstellungen für Altersteilzeit
18 Verbindlichkeiten
19 Passive Rechnungsabgrenzungsposten
20 Bilanzierung weiterer Posten
21 Substanzerhaltung
21.1 Verhältnis von Abschreibungen und Rücklagen für Substanzerhaltung
21.2 Anrechnung von Investitionszuschüssen, Spenden
22.1 Inkrafttreten
22.2 Bestehende Bewertungen
2 Grundsätze für die Inventur
2.1 Übersicht über die Grundsätze
2.2 Vollständigkeit der Bestandsaufnahme
2.3 Richtigkeit und Willkürfreiheit der Bestandsaufnahme
2.4 Einzelerfassung und Einzelbewertung
2.4.1 Regelfall der Einzelaufnahme
2.4.2 Festbewertung
2.4.3 Gruppenbewertung
2.5 Klarheit und Nachprüfbarkeit der Bestandsaufnahme
2.6 Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Wesentlichkeit
3 Inventurplanung
3.2 Inventurrahmenplanung
3.3 Sachliche Planung
3.4 Zeitliche Planung
3.5 Personelle Planung
4 Durchführung der Inventur
4.2 Körperliche Inventur
4.3 Buch- oder Beleginventur
4.4 Umfang der Inventur
4.5 Wertgrenzen für die Aufnahme
4.6 Aufnahme besonderer Gegenstände
4.6.1 Liturgische Gegenstände
4.6.2 Kunst- und Kulturgut
4.6.3 Besondere Einzelfälle sind mit der jeweiligen Inventurleitung zu klären.
5 Aufstellung des Inventars
6 Besonderheiten und Vereinfachung bei der erstmaligen Inventur
Anlage 1a zur BilVwV
Anlage 1b zur BilVwV
Anlage 1c zur BilVwV
Anlage 1d zur BilVwV
Anlage 1e zur BilVwV
Anlage 1f zur BilVwV
Anlage 1g zur BilVwV
Anlage 1h zur BilVwV
Anlage 2 zur BilVwV
Anlage 3 zur BilVwV
Anlage 3a zur BilVwV
Anlage 3b zur BilVwV
Anlage 3c zur BilVwV
über Aufnahme, Bewertung und Ausweis
des Vermögens und der Schulden nach den
Diese Verwaltungsvorschrift regelt Aufnahme, Bewertung und Ausweis des Vermögens und der Schulden nach § 49 Absatz 3 der Rechtsverordnung über die Haushaltsführung nach den Grundsätzen des kaufmännischen Rechnungswesens vom 11. Dezember 2013 (KABl. 2014 S. 32), die zuletzt durch Artikel 1 der Rechtsverordnung vom 8. Dezember 2015 (KABl. 2016 S. 9, 80) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung (im Folgenden: KRHhFVO) und § 49 Absatz 3 der Rechtsverordnung über die Haushaltsführung nach den Grundsätzen der Erweiterten Kameralistik vom 11. Dezember 2013 (KABl. 2014 S. 9), die zuletzt durch Artikel 2 der Rechtsverordnung vom 8. Dezember 2015 (KABl. 2016 S. 9, 80) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung (im Folgenden: EKHhFVO).
1 Vermögensgegenstände, die im rechtlichen oder im wirtschaftlichen Eigentum einer kirchlichen Körperschaft stehen, sowie Schulden werden nach § 49 Absatz 1 KRHhVO bzw. EKHhFVO in der Bilanz der Körperschaft ausgewiesen. 2 Wirtschaftliches Eigentum an einem Vermögensgegenstand liegt vor, wenn dieser genutzt und weiter veräußert werden kann und wenn das Risiko für den Verlust des Vermögensgegenstands getragen wird. 3 Fallen rechtliches und wirtschaftliches Eigentum auseinander (z. B. bei bestimmten Leasingverträgen), erfolgt die Bilanzierung grundsätzlich beim wirtschaftlichen Eigentümer. 4 Für zentrale Geldvermögensanlagen weist die Körperschaft, die die Geldanlagen anderer Körperschaften aufnimmt und verwaltet, diese als wirtschaftlicher Eigentümer in ihrer Bilanz aus (zur Bilanzierung siehe auch Nummern 9.1, 9.3 und 12).
1 Die ermittelten Werte für die Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden grundsätzlich in gleichen Beträgen (linear) entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. 2 Keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen Grundstücke sowie die Kunstgegenstände und Kulturgüter gemäß der Nummer 8.3. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung erfolgt ab dem Beginn der Nutzung eine zeitanteilige Abschreibung. 3 Nach der vollständigen Abschreibung sind zur besonderen Hervorhebung in der kirchlichen Bilanz insbesondere für Gebäude, Glocken und Orgeln Erinnerungswerte von einem Euro auszuweisen.
1 Grundsätzlich sind alle Vermögensgegenstände unabhängig von ihrem Wert im Anlagevermögen zu erfassen. 2 Nach den steuerrechtlichen Vorschriften gibt es jedoch für geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Absatz 2 Einkommensteuergesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Oktober 2009 (BGBl. I S. 3366, 3862), das zuletzt durch Artikel 6 Absatz 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2018 (BGBl. I S. 2672) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung (EStG) optionale Regelungen. 3 Angesichts der meist verhältnismäßig geringen absoluten Beträge und der relativ geringen Bedeutung für das Vermögen wurde diese Regelung im Rahmen der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung auch für den kirchlichen Bereich übernommen, wie es im Übrigen auch in der handelsrechtlichen Praxis geschehen ist (§ 54 Absatz 3 KRHhFVO bzw. EKHhFVO). 4 Die Regelungen gelten für Vermögensgegenstände, die selbstständig nutzbar sind, d. h. die Nutzung darf nicht nur zusammen mit anderen Vermögensgegenständen möglich sein (z. B. Monitore oder Drucker, die nur im Zusammenhang mit einem Computer nutzbar sind).
Weichen bei bebauten Grundstücken die wertbeeinflussenden Merkmale wie z. B. die Art der Nutzung, die Fläche oder die Geschossflächenzahl der Grundstücke, aus deren Verkäufen Bodenrichtwerte abgeleitet worden sind, vom Zustand des zu bewertenden Grundstücks ab, so sind weitere, eher vergleichbare Bodenrichtwerte in die Ermittlung des Grundstückswerts einzubeziehen.
Sind für selbstständig bewertbare Sonderflächen, die dem Gemeingebrauch gewidmet sind wie Straßen, Wege oder Plätze, keine eigenen Bodenrichtwerte festgelegt, können diese mit 10 Prozent des Bodenrichtwertes des Grundstücks, mindestens jedoch mit einem Euro je Quadratmeter, bewertet werden.
7 Investitionen, die bis zur Aufstellung der erstmaligen Eröffnungsbilanz durchgeführt werden und die nach Nummer 7.2 zu weiteren Anschaffungs- oder Herstellungskosten führen, sind bei der Bewertung zu berücksichtigen. 8 Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen auch die Anschaffungsnebenkosten wie Maklercourtage, Grunderwerbsteuer, Gerichts- und Notarkosten.
9 Zu den Herstellungskosten eines Gebäudes gehören auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, wenn sie innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden und die Aufwendungen ohne Umsatzsteuer 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes oder eines Gebäudeteiles übersteigen (anschaffungsnahe Herstellungskosten).
1 Außenanlagen und Grünflächen können mit einem pauschalen Zuschlag von 5 Prozent des Gebäudewerts bewertet werden, wenn sie in einfacher Art gestaltet sind. 2 Bei aufwendigen Anlagen sind die Zeitwerte analog zur Gebäude- bzw. Grundstücksbewertung zu ermitteln.
1 In grundsätzlicher Anwendung der steuerrechtlichen Regelungen ist zwischen Erhaltungsaufwand sowie aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten an bestehenden Gebäuden zu unterscheiden. 2 Steuerrechtliche Regelungen sehen für folgende Maßnahmen eine Aktivierung der angefallenen Kosten vor:
1 Als anschaffungsnaher Herstellungsaufwand gehören zu den Anschaffungskosten eines Gebäudes auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden, wenn die Aufwendungen ohne die Umsatzsteuer 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen (§ 6 Absatz 1 Nummer 1a EStG).
2 Darunter fallen nicht Aufwendungen für Erweiterungen im Sinne des § 52 Absatz 3 KRHhFVO bzw. EKHhFVO sowie Aufwendungen für Erhaltungsarbeiten, die jährlich üblicherweise anfallen (§ 6 Absatz 1 Nummer 1a Satz 2 EStG). 3 Die Aufwendungen für Erweiterungen werden unter Nummer 7.2.1.6 näher erläutert.
dass die eingefügten neuen Teile der Gesamtsache das Gepräge geben und die verwendeten Altteile bedeutungs- und wertmäßig untergeordnet erscheinen.
2 Eine Wesensänderung liegt vor, wenn sich durch die Baumaßnahmen die Funktion oder die Zweckbestimmung des Gebäudes oder des Gebäudeteils ändert (z. B. Umbau eines Wohnhauses in ein Bürogebäude). 3 Aus Vereinfachungsgründen kann von der Herstellung eines anderen Vermögensgegenstands ausgegangen werden, wenn der im zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der Herstellung des Vermögensgegenstands angefallene Bauaufwand nach überschlägiger Berechnung den Verkehrswert des bisherigen Vermögensgegenstands übersteigt. 4 Die Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen eines solchen Vermögensgegenstands setzt sich aus dem Restwert der Altbausubstanz und den entstandenen Herstellungskosten zusammen. 5 Die Abschreibung beginnt mit dem Zeitpunkt der Fertigstellung. 6 Die Bemessung der weiteren Gebäudeteile ist entweder nach § 7 Absatz 4 Satz 2 EStG und der voraussichtlichen Nutzungsdauer des anderen Vermögensgegenstands oder nach § 7 Absatz 4 Satz 1 EStG mit den steuerlich anzuwendenden Abschreibungssätzen zu bilden. 7 Hierbei bleibt das ursprüngliche Baujahr maßgebend.
3 Bei betrieblich genutzten Gebäuden bzw. Gebäudeteilen kommt es darauf an, ob die Baumaßnahme vor dem Hintergrund der betrieblichen Zielsetzung zu einer höherwertigen Nutzbarkeit führt; dies kann jeweils nur im Einzelfall geprüft werden. 4 Bei Wohngebäuden wird bei der Beurteilung der wesentlichen Verbesserung auf die Eigenschaften einer Wohnung abgestellt. 5 Als zentrale Ausstattungsmerkmale werden hierbei Umfang und Qualität
Die Größe wird anhand der Grundfläche an den Außenmauern ermittelt, also Länge x Breite; hier vorgegeben mit 750 m²
Gewichtungsziffer 5 (bis 800 m²) x Faktor 60 (für Grundfläche)
Gewichtungsziffer 3 (mittel) x Faktor 20 (für Ausstattung)
Gewichtungsziffer 3 (vor 1800) x Faktor 20 (für Alter)
3 Im oben angeführten Beispiel ergibt sich aus der Bewertungszahl 420 ein Ansatz von 1 350 000 Euro für das Kirchgebäude, woraus eine jährliche Abschreibung von 18 000 Euro resultiert.
4 Der pauschale Ansatz wird grundsätzlich als Wert zum Stichtag der erstmaligen Eröffnungsbilanz eingestellt. 5 Abweichend kann der pauschale Wert je nach Zustand des Gebäudes auch als Wert eines früheren Zeitpunkts angesehen werden, längstens zurück bis zum 1. Januar 1990. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn seit 1990 keine oder nur unwesentliche Sanierungen durchgeführt wurden. 6 Der mit dem Pauschalverfahren ermittelte Wert ist dann für die Einstellung in die Bilanz um die seither bis zum Stichtag der Eröffnungsbilanz aufgelaufenen Abschreibungen zu reduzieren. 7 Im oben angeführten Beispiel ergäbe sich bei einer Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 und einer Rückindizierung auf den 1. Januar 1990 aufgrund der Abschreibungen in Höhe von (29 mal 18 000 Euro ab 1990 =) 522 000 Euro ein Wert von 822 000 Euro für die Eröffnungsbilanz.
Grundfläche aller Geschosse x Ausstattungswert je m²
Nebengebäude (z. B. Pfarrscheunen):
1 Kunstgegenstände wie Gemälde oder Skulpturen, die sich bei der Erstinventur im Bestand befinden, werden ohne einen Wert in die Anlagenbuchführung aufgenommen oder mit einem Euro bilanziert, da dies für die Vollständigkeit des Inventars ausreicht. 2 Sie können mit einem höheren Wert in die Bilanz aufgenommen werden, wenn sie in analoger Anwendung der derzeitigen Rechtsprechung (BFH vom 23. April 1965, BStBl. 1965 III S. 382, und vom 2. Dezember 1977, BStBl. 1978 II S. 164) als Werke „anerkannter Meister“ anzusehen sind. 3 Dieser Wert ist durch ein Wertgutachten oder eine gesonderte Versicherung mit einem wertmäßigen Ausweis nachzuweisen. 4 Zu späteren Zeitpunkten hinzukommende Kunstgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. 5 Alle künstlerisch gestalteten Gebrauchsgegenstände, insbesondere auch die, die sich im alltäglichen Gebrauch befinden, sind als sogenannte Gebrauchskunst anzusehen und in anderen Bereichen zu aktivieren, also z. B. als Betriebs- und Geschäftsausstattung oder als liturgische Gegenstände.
6 Die Abgrenzung ist auch deshalb von Bedeutung, weil die als Kunstgegenstände bilanzierten Gegenstände nicht abzuschreiben sind (siehe auch Anlage 2). 7 Zu den Kulturgütern zählen neben alten Bibeln und Bibelfragmenten beispielsweise historische Bücher und Gemälde (siehe auch Nummer 8.4). 8 Als Kulturgüter und Kunstgegenstände im Bereich des nicht realisierbaren Sachanlagevermögens können nur solche Gegenstände angesehen werden, die für kirchliche Amtshandlungen von besonderer Bedeutung sind (z. B. historische Bibeln). 9 Trifft dies nicht zu, sind diese Gegenstände als Teil des realisierbaren Sachanlagevermögens darzustellen.
2 Werden Bücher mit Werten von über 1000 Euro (ohne Umsatzsteuer) beschafft, so ist im Einzelfall zu entscheiden: Sie sind entweder als erhaltenswerte Kulturgüter anzusehen (z. B. eine historische Bibel) mit der Konsequenz, dass nach Nummer 8.3 keine Abschreibungen erfolgen oder werden als Gebrauchsliteratur der Betriebs- und Geschäftsausstattung zugewiesen (z. B. umfangreiche Gesetzeskommentierung).
3 Die gleichen Regelungen gelten für Noten, die überwiegend durch den relativ niedrigen Einzelpreis nicht inventarisiert werden müssen.
1 Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, müssen vorübergehende Wertschwankungen der Anlagen zur Deckung der Passivposten, für die keine volle Rückzahlungserwartung besteht, zunächst aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips nach § 57 Absatz 5 KRHhFVO bzw. EKHhFVO nicht in der Bilanz dargestellt werden. 2 Eine nicht nur vorübergehende Wertminderung wird dann unterstellt, wenn längstens drei Jahre lang der Kurswert zum Bilanzstichtag jeweils um mehr als 5 Prozent unter dem Buchwert liegt. 3 In diesem Fall sind Abschreibungen einheitlich über das Wertpapier, somit auch über später gekaufte Anteile, vorzunehmen.
1 Vorräte sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren und Erzeugnisse, die zum Verbrauch oder zur Weiterveräußerung angeschafft oder hergestellt worden sind. 2 Die Vorratsbestände sind durch Bestandsaufnahmen nach Nummer 2 zu ermitteln, die Bestandsveränderungen werden ergebniswirksam dargestellt. 3 Grundsätzlich soll in Anlehnung an die steuerrechtlichen Regelungen für den Wertansatz gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens unterstellt werden, dass die zuletzt angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert worden sind (sogenannte „last-in-first-out“ (LIFO)-Methode). 4 Geleistete Anzahlungen auf die Lieferung von Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens werden ebenfalls unter den Vorräten erfasst.
Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen im Rahmen des so genannten „Blockmodells“ nach dem Altersteilzeitgesetz vom 23. Juli 1996 (BGBl. I S. 1078), das zuletzt durch Artikel 151 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, sind entsprechend der steuerrechtlichen Regelungen aufgrund des BMF-Schreibens vom 28. März 2007 an die obersten Finanzbehörden der Länder (Az.: IV B 2 - S 2175/07/0002) zu bilden.
1 Investitionszuschüsse können bei der Verpflichtung zur Bildung der Substanzerhaltungsrücklage angerechnet werden. 2 Dies gilt auch für Spenden und vergleichbare Erträge wie Kollekten, Erbschaften, Schenkungen nach § 69 Absatz 3 KRHhFVO bzw. EKHhFVO, wenn diese ausdrücklich für eine Investition zweckgebunden sind. 3 Dafür werden in Höhe der verwendeten zweckgebundenen Mittel Sonderposten nach Nummer 16.31# passiviert. 4 Aufgrund der in den Folgejahren parallel zur Abschreibung durchgeführten linearen Auflösung der Sonderposten werden jährlich Erträge generiert. 5 Diese entsprechen den auf der Aufwandsseite entstehenden Abschreibungen bezogen auf die Zuschusshöhe. 6 Für die Berechnung der Zuführung zur Rücklage werden die Erträge aus den Sonderposten von den Abschreibungen für den Vermögensgegenstand abgezogen. 7 Dadurch wird nur der eigene Ressourcenverbrauch der Rücklage zugeführt. 8 Dies bedeutet allerdings auch, dass bei künftigen Investitionen ebenso wieder eine teilweise Drittfinanzierung erforderlich wird.
Bewertungen, die vor dem Inkrafttreten dieser Verwaltungsvorschrift auf der Grundlage der geltenden Vorschriften unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Leitfadens für die Erfassung, Bewertung, Abschreibung und den Nachweis des Vermögens und der Schulden in der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche vom 28. Februar 2011 (Az. 0621 – FH Do vom 2. März 2011) erstellt und in die Buchführung einer Körperschaft eingestellt wurden, können unverändert bleiben.
1 Vollständig bedeutet zum einen die Erfassung aller Vermögensgegenstände und zum anderen die Erfassung der vollständigen Mengen dieser Vermögensgegenstände. 2 Die einzelnen Inventurposten sind durch eine genaue Bezeichnung inhaltlich klar zu definieren und von anderen Vermögensgegenständen eindeutig abzugrenzen. 3 Es ist daher zwingend erforderlich, dass alle Angaben zum Inventar gewissenhaft, sorgfältig und vollständig erfolgen. 4 Bereits bei der Planung der Inventur sind Doppelerfassung und Erfassungslücken auszuschließen. 5 Im Rahmen der Erfassung der Vermögensgegenstände müssen alle bewertungsrelevanten Informationen (qualitativer Zustand, Beschädigung, Mängel, verminderte oder fehlende Verwertbarkeit) aufgeführt werden. 6 Sowohl die Inventurangaben als auch das Inventar sind verständlich, übersichtlich und somit auch für Dritte nachvollziehbar darzustellen.
7 Nicht aufgenommen werden aus Lagern abgegebene Vorräte; sie gelten als verbraucht (§ 50 Absatz 8 KRHhFVO bzw. EKHhFVO).
8 Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 250 Euro ohne Umsatzsteuer, dies entspricht nach derzeitigem Stand einem Bruttowert mit Umsatzsteuer von 297,50 Euro, werden in aller Regel nicht inventarisiert, sondern direkt als Aufwand im laufenden Haushaltsjahr gebucht (beispielsweise Rechenmaschinen, Schreibtischlampen).
1 Nach § 50 Absatz 5 KRHhFVO bzw. EKHhFVO können Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie Vorräte mit gleichbleibender Menge und gleichbleibendem Wert mit einem Festwert angesetzt werden, wenn sie regelmäßig ersetzt werden und ihr Gesamtwert für die kirchliche Körperschaft von nachrangiger Bedeutung ist und die Vermögensgegenstände oder Vorräte nur geringen Veränderungen unterliegen. 2 Grundlage für die Festbewertung mit gleichbleibenden Mengen und Wertansätzen ist, dass Abgänge und Abschreibungen der in den Festwert einbezogenen Vermögensgegenstände durch Zugänge in annähernd gleicher Höhe und Zusammensetzung wieder ausgeglichen werden. 3 Dies trifft beispielsweise auf Geschirr in Kantinen, Wäsche in Tagungshäusern oder Spielzeug in einer Kindertagesstätte zu. 4 Es soll vermieden werden, dass solche Gegenstände einzeln gezählt werden, daher können die Positionen mit einem gemeinsamen Wert erfasst werden. 5 Dieser Wert ist durch eine sachgerechte Schätzung zu ermitteln. 6 Festwerte sind alle drei Jahre auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen und gegebenenfalls im Rahmen der Inventur anzupassen.
2 Ein sachverständiger Dritter muss sich in angemessener Zeit einen Überblick über die Vorgehensweise der Inventur und das Inventar verschaffen können. 2 Die Unterlagen sind nach § 81 KRHhFVO bzw. EKHhFVO sicher und geordnet zehn Jahre aufzubewahren.
1 In den Inventurerfassungsbögen dürfen keine Soll-Bestände eingetragen sein. 2 Andernfalls besteht die Gefahr, dass diese Werte einfach übernommen werden.
3 Die Person, die die Inventur leitet (Inventurleitung), sollte den vollständigen Rücklauf der Aufnahmelisten überwachen und dafür sorgen, dass die Werte zeitnah in die EDV übertragen werden. 4 Sofern die Programme die Möglichkeit bieten, die eingegebenen Bestände mit den bisher geführten Lagerbeständen abzugleichen, sind wesentliche Differenzen sofort zu klären, da dies im Nachhinein meist nicht mehr oder nur unter erheblichem Aufwand möglich ist.
5 Nach Beendigung der körperlichen Aufnahme kann die Vollständigkeit der Inventur durch einen Rundgang der Inventurleitung geprüft werden.
6 Wenn mehrere Personen die Inventur durchführen bietet es sich an, die wichtigsten Eckpunkte der Inventur in einer Inventuranweisung festzuhalten. 7 Die Inventuranweisung sollte den beteiligten Personen zeitnah ausgehändigt werden, damit Fragen bereits im Vorfeld geklärt werden können. 8 Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass die Inventurleitung den Inventurablauf unmittelbar vor der eigentlichen Zählung in einer kurzen Besprechung skizziert.
9 In einer Inventuranweisung können bzw. sollten zumindest folgende Punkte aufgenommen werden:
10 Wichtige Punkte für die Inventuranweisung:
5 Nicht aufgenommen werden:
2 Wertgegenstände mit einem Wert von 250 Euro bis 800 Euro (ohne Umsatzsteuer, nach derzeitigem Stand 297,50 Euro bis 952 Euro mit Umsatzsteuer) können als Anlagegüter erfasst, jedoch im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, werden, so dass der Wert im Folgejahr mit Null ausgewiesen wird. 3 Dies entspricht der steuerrechtlichen Regelung für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter, die in die kirchlichen Vorschriften übernommen wurde (§ 54 Absatz 3 KRHhFVO bzw. EKHhFVO).
9 Bei Anschaffung innerhalb der kirchlichen Rechtsträger ist der Bruttopreis der Rechnung zugrunde zu legen. 10 Bei Anschaffung bei Betrieben gewerblicher Art, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, ist der Nettopreis zugrunde zu legen, da hier die gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht werden kann.
1 Bei liturgischen Gegenständen handelt es sich z. B. um Abendmahlgefäße, Opferstöcke, Paramente, Altarleuchter, Taufgeräte etc., eine beispielhafte Aufzählung ist als Anlage 1f beigefügt. 2 Sie sind dem nicht realisierbaren Sachanlagevermögen zuzuordnen. 3 Es erfolgt eine Abschreibung nach üblicher Nutzungsdauer (Anlage 2). 4 Sie werden auch dann dieser Position zugeordnet, wenn sie vom Wert her unter die Regelung von geringwertigen Wirtschaftsgütern fallen würden. 5 Lediglich bei einem Anschaffungswert von nicht mehr als 250 Euro ohne Umsatzsteuer werden liturgische Gegenstände aus Vereinfachungsgründen nicht in das Anlagevermögen aufgenommen und als Verbrauchsmaterial behandelt.
Anlage 1a Inventurplanung
Anlage 1b Sachplan für die Inventur
Anlage 1c Zeitplan für die Inventur
Anlage 1d Personalplan für die Inventur
Anlage 1e Inventurerfassungsbogen
Anlage 1f Übersicht Liturgische Gegenstände (zum Inventurerfassungsbogen)
Anlage 1g Übersicht Bewegliches Kunst- und Kulturgut (zum Inventurerfassungsbogen)
Anlage 1h Erfassungsprotokoll Inventur
Körperschaft bzw. Einrichtung
Vorbereitende Fragen und
Aufstellung der Inventurplanung
1. Sachplan
Ggf. Festlegung von Inventurfeldern
Festlegung der Art der Inventur
Bestimmung des zeitlichen Ablaufs der Inventur
3. Personalplan
Festlegung der personellen Zuständigkeiten
Information und Einweisung der Aufnahmegruppen
Festlegung des Stichtags
Zeitplan der Inventurbereiche
Kontrolle und Prüfung der Zähllisten
Eingabe in das zentrale EDV-System
Ausgabe der Inventarlisten
Aufgestellt durch:
Folgende Inventurfelder führen eine körperliche Inventur durch:
Räumliche Abgrenzung (Örtlichkeit)
Alle anderen Inventurbereiche führen eine Buch- oder Beleginventur durch.
Späteste Rückgabe dieses Sachplans an die Inventurleitung:
Inventur anhand von Zähllisten
Prüfung durch Aufnahmeleitung
Eingabe in die Anlagenbuchhaltung (LKA bzw. Kirchenkreisverwaltung)
Inventurgebiet:
Abschlusstermin der Inventur:
Stichtagsinventur/Buchinventur
Eingabe in die Anlagenbuchhaltung
Zuständige Person für die Inventur des Bereichs
Buchungs-/Kostenstelle
Ansagende Person
Aufschreib. Person
ggf. Inventurfeld
Aufnahmegruppe 1
Aufnahmegruppe 2
Aufnahmegruppe 3
Eingabe in das EDV-System
(Inventurleitung)
Späteste Rückgabe dieses Personalplans an Inventurleitung
Körperschaft/
(Zimmer-Nummer, ggf. Anschrift)
Anlagegegenstand und
ggf. Typbezeichnung
Anschaffungspreis in Euro
Anschaffungsdatum/-jahr
Stola, liturgische Gewänder
(im Besitz der Kirchengemeinde, z. B. Chorgewänder)
In diese Übersicht gehören alle Kunst- und Kulturgegenstände, die nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind. Gegenstände werden im Zweifelsfall auch dann aufgenommen, wenn bei der Aufnahme eine Zuordnung zum Kunst- und Kulturgut ggf. nicht eindeutig sein sollte.)
Orgel (-Teile) (historisch)
Das Anlagevermögen des Inventurbereichs:
wurde in der Zeit vom bis am erfasst.
Vor- und Zuname der aufschreibenden Person
Vor- und Zuname der ansagenden Person
(stellv.) Vorsitz Kirchengemeinderat
Die zuvor genannten Personen bestätigen mit ihrer Unterschrift die ordnungsgemäße und vollständige Erfassung aller Vermögensgegenstände des Inventurbereichs gemäß der Inventurrichtlinien.
Unterschrift schreibende Person
Unterschrift ansagende Person
Bestätigung der Vollständigkeit:
Unterschrift (stellv.) Vorsitz Kirchengemeinderat mit Siegel
Beigefügte Listen:
Nutzungsdauern (Nummer 4.3 BilVwV)
Für Abschreibungen des Anlagevermögens sind grundsätzlich die steuerlichen Nutzungsdauern anzuwenden. Diese Übersicht weist die Nutzungsdauern für kirchliche Gebäude und für typisch kirchliche bewegliche Vermögensgegenstände, die nicht in den steuerlich anzuwendenden Tabellen2# geführt werden sowie einzelne Beispiele aus diesen Steuertabellen.
Grundstücke (Nummer 6 BilVwV)
keine planmäßige Abschreibung
Gebäude (Nummer 7 BilVwV)
Kindergärten, Freizeitheime
Sonstige Betriebsgebäude und Wohngebäude
(Gemeindehäuser und -zentren, Pastorate, Mietwohnhäuser, Verwaltungsgebäude, Tagungsstätten, Schulen)
Kirchentypische Besonderheiten (Nummer 8 BilVwV)
Kulturgüter, Kunstgegenstände
(siehe Nummer 8.3 BilVwV)
keine planmäßige
(Gebrauchs-) Kunstgegenstände
Beispiele für weitere Anlagegüter
(im Wesentlichen nach steuerlich anzuwendender Tabelle3#*)
befestigt (Platten, Pflaster, Asphalt, Beton)
unbefestigt (= Kies etc.)
Drahtzaun, Mauer (Ziegel, Beton)
Bei gewöhnlicher Nutzung (z. B. Teeküche)
bei stärkerer Beanspruchung (z. B. in Kindertagesstätte, Schule, Freizeitheim)
Mobiliar (Stühle, Tische, Büroeinrichtung)
bei gewöhnlicher Nutzung
Kostengruppe,
Wärmedämmputz, Wärmedämmverbund-system, Sichtmauerwerk mit Fugenglattstrich und Anstrich, mittlerer Wärmedämmstandard
Holz-Rechteckform, Einfachverglasung
Steingewände, Betonfenster, gotische/romanische Form, Isolierverglasung, farbige Fenster, Ornamentglas
Bleiverglasung mit Schutzglas, farbige Maßwerkfenster
Betondachpfannen ohne Unterdächer und Wärmedämmung
Tondachpfannen, Kunstschiefer
Kupfer-, Schiefer-, Metalleindeckung auf Verschalung und Wärmedämmung, Dachaufbauten, Dachbekrönung, Biberschwänze
Betonwerkstein, Sandstein
Holz mit Blechbeschlägen
massive Holztüren, aufwendig verarbeitete Stahlglastüren
Bronzetüren, schmiedeeiserne Türen
Warmluftheizung mit einer Ausblasöffnung, Elektroheizung im Gestühl, Nachtspeicherheizung, dezentrale Warmwasserversorgung
Warmluftheizung mit mehreren Ausblasöffnungen, Regelungstechnik, zentrale Warmwasserversorgung
Fußbodenheizung mit Wärmeträgern Wasser oder Luft (Hypokaustenheizung) als Kombination mit Warmluftheizung
wenige Lichtauslässe und Steckdosen, ein Stromkreislauf, Installation auf Putz
ausreichende Lichtauslässe und Steckdosen, mehrere Stromkreisläufe, Installation unter Putz
ausreichende Lichtauslässe und Steckdosen, mehrere Stromkreisläufe mit Kraftstromanschluss, aufwendige Sicherheitsanlagen, Blitzschutz
Bitte den ermittelten Standard ankreuzen:
einfach 1,00 - 1,50
mittel 1,51 - 2,50
gehoben 2,51 - 3.00
Auswertungstabelle Bewertung für Gebäude des nicht realisierbaren Sachanlagevermögens (Pauschalverfahren zu Nummer 7.4 BilVwV)
Jährl. AfA
1800 b. heute
(bis 200)
(bis 400)
(bis 600)
(bis 800)
Hauptkirche, Dom
(über 800)
Wärmedämmputz, Wärmedämmverbundsystem, Sichtmauerwerk mit Fugenglattstrich und Anstrich, mittlerer Wärmedämmstandard
Holz, Kunststoff, Isolierverglasung
Aluminium, Rollläden, Sonnenschutzvorrichtung, Wärmeschutzverglasung
Wellfaserzement-Blecheindeckung, Bitumen-, Kunststoffabdichtung, Betondachpfannen ohne Wärmedämmung
Betondachpfannen, mittlerer Wärmedämmstandard
Tondachpfannen, Schiefer-, Metall-, Reeteindeckung, hoher Wärmedämmstandard
einfache und wenige Toilettenräume, Installation auf Putz
ausreichende Anzahl von Toilettenräumen, Installation unter Putz
Toilettenräume in guter Ausstattung
Innenwandbekleidung Nassräume
Fliesensockel (1,50 m)
Holzdielen, Nadelfilz, Linoleum, PVC (untere Preisklasse);
Nassräume: PVC
Teppich, PVC, Fliesen, Linoleum (mittlere Preisklasse);
großformatige Fliesen, Parkett, Betonwerkstein, Naturstein;
Nassräume: großformatige Fliesen, Naturstein
Füllungstüren, Türblätter und Zargen gestrichen
Kunststoff-/Holztürblätter, Stahlzargen
Türblätter mit Edelholzfurnier oder massiv,Glastüren, Holzzargen
Zentralheizung mit Radiatoren (Schwerkraftheizung)
Zentralheizung/Pumpenheizung mit Flachheizkörpern, Warmwasserbereitung zentral
je Raum 1 Lichtauslass und 1-2 Steckdosen, Installation auf Putz
je Raum 1-2 Lichtauslässe und 2-3 Steckdosen, informationstechnische Anlagen, Installation unter Putz
je Raum mehrere Lichtauslässe und Steckdosen, Fensterbankkanal mit EDV-Verkabelung
Red. Anm.: Gemeint ist Nummer 16.2.1.
„AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter“ (AfA-Tabelle AV), Veröffentlichung im Bundessteuerblatt, zuletzt 2000; Internet: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/ Themen/Steuern/Weitere_Steuerthemen/Betriebspruefung/AfA-Tabellen/afa-tabellen.html

References: § 49
 § 49
 § 49
 § 6
 § 52
 § 7
 § 7
 § 57
 § 69
 § 50
 § 81