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Timestamp: 2019-11-20 12:17:46+00:00

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BVerwG, 19.02.2004 - 4 C 4.03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1132
BVerwG, 19.02.2004 - 4 C 4.03 (https://dejure.org/2004,1132)
BVerwG, Entscheidung vom 19.02.2004 - 4 C 4.03 (https://dejure.org/2004,1132)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Februar 2004 - 4 C 4.03 (https://dejure.org/2004,1132)
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BauGB § 35 Abs. 2, Abs. 3 Satz 1 Nr. 7, Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 5; GG Art. 14 Abs. 1
Außenbereich; Entprivilegierung; sonstiges Vorhaben; Wohngebäude; Bauernhaus; Wohnhaus; Zwillingsbau; Haushälfte; Ersetzung; Gleichartigkeit; Erweiterung; Angemessenheit.
BauGB § 35 Abs. 2, Abs. 3 Satz 1 Nr. 7, Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 5
Bauvorbescheid für den Neubau eines Wohnhauses als Ersatz für ein sanierungsbedürftiges Bauernhaus; Entgegenstehen von öffentlichen Belangen bei Aufstockung der Zahl der Wohneinheiten; Verfestigung einer Splittersiedlung im Außenbereich; Erforderliche Gleichartigkeit von ...
Neuerrichtung eines gleichartigen Wohngebäudes
Doppelhaus als Ersatzbau im Außenbereich? (IBR 2004, 348)
OVG Hamburg - 399/99
VG Hamburg, 20.09.1999 - 13 VG 4313/97
BVerwGE 120, 130
NVwZ 2004, 982
BauR 2005, 358
ZfBR 2004, 456
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Februar 2004 - 4 C 4.03 -, BVerwGE 120, 130 = BauR 2005, 358 = juris Rn. 14.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Februar 2004 - 4 C 4.03 -, BVerwGE 120, 130 = BauR 2005, 358 = juris Rn. 10 ff.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Februar 2004- 4 C 4.03 -, BRS 67 Nr. 110 = juris Rn. 12, m.w.N.
In diesem Sinn hat der Senat die Regelung auch in seiner bisherigen Rechtsprechung verstanden, in der von einem "Beiseiteschieben" gesprochen wird (Urteil vom 19. Februar 2004 - BVerwG 4 C 4.03 - BVerwGE 120, 130 ).
Maßgeblich für den Gesetzgeber war, dass die Situation vor Ort sich auf die vorhandene Bebauung eingestellt hat (Urteil vom 19. Februar 2004 a.a.O. S. 135).
Das Gesetz lässt Bauvorhaben, die der Erweiterung eines im Außenbereich zulässigerweise errichteten Betriebs dienen, nur deshalb bevorzugt zu, weil der Außenbereich an dieser Stelle durch die vorhandenen zum Betrieb gehörenden baulichen Anlagen bereits vorgeprägt ist und deshalb angenommen werden kann, die Situation vor Ort habe sich auf diese bauliche Nutzung eingestellt (vgl. auch Urteil vom 19. Februar 2004 - BVerwG 4 C 4.03 - BVerwGE 120, 130 zu § 35 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BauGB).
Der Vergleich zwischen Alt- und Neubau ist nicht bei der Prüfung des § 35 Abs. 2, 3 BauGB, sondern allenfalls und erst im Rahmen der Prüfung des § 35 Abs. 4 BauGB vorzunehmen; bei Anwendung von § 35 Abs. 2 i.V. mit Abs. 3 BauGB muss sich ein Bauherr vielmehr so behandeln lassen, als wenn er an der vorgesehenen Stelle erstmalig ein Gebäude errichten will (…vgl. BVerwG, U.v. 13.6.1980 - IV C 63.77 - BauR 1980, 553 = juris Rn. 18; U.v. 19.2.2004 - BVerwGE 120, 130 - 4 C 4.03 - juris Rn. 7;… B.v. 27.10.2004 - 4 B 74.04 - BauR 2005, 702 = juris Rn. 6;… BayVGH, U.v. 22.5.2014 - 1 B 14.196 - juris Rn. 26 f.;… B.v. 7.3.2018 - 1 B 16.2375 - juris Rn. 18;… OVG Berlin-Brandenburg, B.v. 28.6.2011 - OVG 2 S 14.11 - juris Rn. 2).
Auch nach Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes am 29. Juni 1961 war die Dauerwohnnutzung im Außenbereich unzulässig, weil - anders als etwa bei landwirtschaftlichen Hofstellen (vgl. BVerwG, U.v. 19.2.2004 - 4 C 4.03 - BVerwGE 120, 130) - der Übergang von der Freizeitnutzung zum Dauerwohnen nicht privilegiert ist.
Das Bauvorhaben stellt sich demnach als eine nicht privilegierte Erweiterung eines Hauses dar, die mit einer wesentlichen, vom Gesetzgeber im Außenbereich missbilligten baulichen Änderung verbunden ist (vgl. BVerwG, U.v. 19.2.2004 a.a.O.).
Will er dennoch an sämtlichen Auswahlkriterien festhalten oder ist er der Auffassung, für seinen Zuständigkeitsbereich sei es im Hinblick auf entsprechende örtliche Besonderheiten nicht möglich, eine ausgewogene Planung zu beschließen, hat er sich darauf zu beschränken, die Zulassung von Windenergie im Rahmen der Anwendung von § 35 Abs. 1 und 3 Satz 3 BauGB durch das Geltendmachen von öffentlichen Belangen im Einzelfall zu steuern und muss er auf eine planerische Steuerung nach § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB verzichten (vgl. BVerwG, Urteile vom 17.12.2002 …und vom 24.01.2008 a.a.O. und juris RdNrn. 12 und 15 sowie Urteil vom 13.03.2003 - 4 C 4.03 -juris Rd.Nr. 41; vgl. auch OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 24.02.2011, a. a. O. sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 15.03.2006 - 8 A 2672/03 - juris RdNr. 78-80 und vom 19.05.2004 - 7 A 3368/02 - juris RdNr. 74).
Eine Verhinderungsplanung liegt nicht schon dann vor, wenn die Festlegung von Konzentrationsflächen im Ergebnis zu einer Art Kontingentierung der Anlagenstandorte führt (vgl. BVerwG, Urteil vom 13.03.2003, a.a.O.; Beschluss vom 28.11.2005 - 4 B 66.05 - NVwZ 2006, 339).
Die Klägerin ist jedoch weder Inhaberin eines Planfeststellungsbeschlusses noch Inhaberin einer Genehmigung zur Verfüllung des Grundstücks; allein auf Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG kann sie einen Anspruch auf Erteilung einer Genehmigung nicht stützen (Urteil vom 19. Februar 2004 - BVerwG 4 C 4.03 - BVerwGE 120, 130 ).
(…BVerwG, U. v. 12.3.1998 - 4 C 10.97 - BVerwGE 106, 228 ff. = juris Rn. 26 ff.; U. v. 19.2.2004 - 4 C 4.03 - BVerwGE 120, 130 = juris Rn. 17;… B. v. 22.5.2007 - 4 B 14.07 - ZfBR 2007, 582 f. = juris Rn. 9;… BayVGH, U. v. 13.2.2001 - 20 B 00.2213 - BayVBl. 2002, 411 f. = juris Rn. 17;… OVG Saarl., B. v. 6.1.2012 - 2 B 398/11 - juris Rn. 15).
Denn § 35 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 BauGB begünstigt nicht die Errichtung einer eigenständigen baulichen Anlage oder die Entstehung eines Doppelhauses (vgl. BVerwG, U.v. 12.3.1998 - 4 C 10.97 - NVwZ 1998, 842; BVerwG, U.v. 19.2.2004 - 4 C 4.03 - NVwZ 2004, 982).
VG Münster, 19.06.2008 - 2 K 852/07
Einstufung eines Vorhabens als eine nach § 35 Abs. 4 S. 1 Nr. 5 BauGB …
VG München, 16.05.2012 - M 9 K 11.1364
Außenbereich; Ersatzbau; Kein gleichartiges Gebäude bei Erhöhung der Kubatur um …
VGH Bayern, 24.04.2018 - 1 CS 18.308
Vorläufiger Rechtsschutz gegen Baueinstellung wird nicht gewährt
VG Arnsberg, 08.07.2005 - 12 K 2926/04
Rechtmäßigkeit der Rücknahme einer Baugenehmigung; Beseitigung von altem …
VGH Bayern, 23.11.2011 - 1 B 10.2082

References: § 35
 Art. 14
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 Art. 14
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