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Timestamp: 2016-10-21 09:11:17+00:00

Document:
II. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Hungerb�hler, Aeschlimann,
M�ller, Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Merkli, Ersatzrichter Z�nd und Gerichtsschreiber Feller.
31, Z�rich,
2. Schweizer Verein f�r Gestalttherapie und Integrative
Therapie SVG, c/o Dr. phil. Urs Isenegger, Sonnenb�hl- strasse 35, Dietlikon,
3. Schweizer CHARTA f�r Psychotherapie, c/o Dr. phil. Peter
4. C.G. Jung-Institut Z�rich, Hornweg 28, K�snacht,
9. E.________, Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
Markus R�ssli, Bahnhofstrasse 22, Z�rich,
Kanton Z�rich, handelnd durch die Gesch�ftsleitung des Kantonsrats und durch den Regierungsrat, dieser vertreten durch die Sanit�tsdirektion,
(Gesundheitsgesetz, �nderung vom 21. August 2000), hat sich ergeben:
A.- Der Regierungsrat des Kantons Z�rich regelte mit Verordnung vom 8. Januar 1992 �ber die Berufe der Gesundheitspflege die Bewilligungsvoraussetzungen f�r die selbstst�ndige Aus�bung der Psychotherapie, wobei namentlich ein Psychologiestudium unter Einschluss der Psychopathologie, drei Jahre Berufsarbeit und zus�tzlich 200 Stunden Selbsterfahrung, 200 Stunden Theorie und 200 Stunden Supervision verlangt wurden. Mit Urteil vom 3. Dezember 1993 hob das Bundesgericht die fragliche Verordnungsbestimmung auf, weil eine derartige Neuordnung, welche ausnahmslos einen Hochschulabschluss in Psychologie verlange, zumindest in ihren Grundz�gen der Verankerung in einem formellen Gesetz bed�rfe.
B.- Am 21. August 2000 beschloss der Kantonsrat des Kantons Z�rich folgende �nderung des Z�rcher Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962:
� 22. Die Bewilligung zur selbstst�ndigen nicht�rztlichen
psychotherapeutischen Berufst�tigkeit
St�rungen bew�hrten Psychotherapiemethode, die
c) eine mindestens zweij�hrige klinische psychotherapeutische
T�tigkeit in unselbstst�ndiger
Eine vom Regierungsrat in ausgewogener Zusammensetzung gew�hlte Fachkommission �berpr�ft insbesondere:
b) die Qualit�tsanforderungen der Institutionen
In � 22a wurden ferner die Anforderungen an die Ausbildenden festgelegt und in � 22b der T�tigkeitsbereich der Psychotherapeuten umschrieben (selbstst�ndige Feststellung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten und St�rungen sowie deren Behandlung mit psychotherapeutischen Methoden unter Ausschluss der Medikamentenabgabe). �bergangsrechtlich wurde als Art. II des Beschlusses schliesslich Folgendes bestimmt:
Die Bewilligung zur selbstst�ndigen nicht�rztlichen
psychotherapeutischen Berufst�tigkeit wird an Gesuchstellende
ihre selbstst�ndige psychotherapeutische T�tigkeit
im Kanton Z�rich aufgenommen haben, diese seither
grunds�tzlich ununterbrochen aus�ben und �ber eine
ausreichende Ausbildung verf�gen.
die Zulassungsvoraussetzung der Erstausbildung gem�ss
� 22 Absatz 1 lit. a oder jene der Spezialausbildung
gem�ss � 22 Absatz 1 lit. b erf�llt wird,
Der Beschluss des Kantonsrates wurde im Amtsblatt des Kantons Z�rich am 1. September 2000 ver�ffentlicht. Am 21. Dezember 2000 erfolgte die Ver�ffentlichung in der Offiziellen Gesetzessammlung mit der Feststellung, dass die Referendumsfrist unben�tzt abgelaufen ist.
C.- Am 15. Dezember 2000 haben der Schweizer Psychotherapeuten Verband, der Schweizer Verein f�r Gestalttherapie und Integrative Therapie, die Schweizer CHARTA f�r Psychotherapie, das C.G. Jung-Institut Z�rich sowie A.________, B.________, C.________, D.________ und E.________ staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, � 22 lit. a des Gesundheitsgesetzes des Kantons Z�rich in der Fassung vom 21. August 2000 und die damit zusammenh�ngende �bergangsrechtliche Bestimmung in Art. II aufzuheben, eventuell nur die �bergangsrechtliche Bestimmung aufzuheben. Sie machen geltend, das Erfordernis eines abgeschlossenen Psychologiestudiums sei mit der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) unvereinbar und verstosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV); verletzt sei auch der Grundsatz der derogatorischen Kraft des Bundesrechts (Vorrang des Bundesrechts, Art. 49 Abs. 1 BV), weil es mit dem Binnenmarktgesetz nicht zu vereinbaren sei, von ausserkantonalen Psychotherapeuten ein Psychologiestudium zu verlangen.
Die Gesundheitsdirektion (namens des Regierungsrats) des Kantons Z�rich erachtet die Beschwerde f�r unbegr�ndet; die Gesch�ftsleitung des Kantonsrates beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (Vernehmlassungen vom 31. Januar 2001 bzw. vom 22. M�rz 2001). Die Beschwerdef�hrer haben am 1. Juni 2001 eine Beschwerdeerg�nzung eingereicht, zu der sich die Gesundheitsdirektion am 5. Juli 2001 und die Gesch�ftsleitung des Kantonsrates am 16./17. August 2001 ge�ussert haben.
D.- Der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 13. Februar 2001 die aufschiebende Wirkung beigelegt, nachdem die kantonalen Beh�rden sich dem entsprechenden Begehren der Beschwerdef�hrer nicht widersetzt hatten.
1.-Nach Art. 84 Abs. 1 lit. a OG kann gegen kantonale Erlasse wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte Beschwerde gef�hrt werden.
a) Staatsrechtliche Beschwerden gegen Erlasse sind gem�ss Art. 89 Abs. 1 OG innert 30 Tagen seit der nach kantonalem Recht massgebenden Er�ffnung beim Bundesgericht einzureichen.
Als Er�ffnung gilt die Publikation des Erlasses und der Feststellung, dass derselbe zustandegekommen ist und damit in Kraft treten kann (BGE 121 I 187 E. 1a S. 189, 291 E. 1b S. 293; 119 Ia 321 E. 3a S. 325; 114 Ia 221 E. 1a S. 222; 108 Ia 140 E. 1 S. 142). Die Beschwerdefrist beginnt noch nicht mit der Ver�ffentlichung des Textes eines Erlasses allein zu laufen. Es muss vielmehr zugleich auch klargestellt sein, dass der Erlass - z.B. infolge einer nicht ben�tzten Referendumsfrist oder der Annahme desselben in einer Volksabstimmung - zustandegekommen ist und damit - auf einen zugleich bestimmten oder erst sp�ter zu bestimmenden Termin - in Kraft treten kann (BGE 121 I 187 E. 1a S. 189). Der Text der hier angefochtenen �nderung des Gesundheitsgesetzes ist im Amtsblatt des Kantons Z�rich am 1. September 2000 ver�ffentlicht worden; die Publikation in der Offiziellen Gesetzessammlung mit der Feststellung, dass das Referendum nicht ergriffen wurde, erfolgte am 21. Dezember 2000. Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit am 15. Dezember 2000 verfr�ht eingereicht worden, was aber nicht schadet, sondern nur zur Folge hat, dass die Beschwerde vorerst sistiert blieb (BGE 98 Ia 203 E. 1 S. 204; ferner 125 II 440 E. 1b S. 442; 121 I 291 E. 1b S. 293).
b) aa) Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist legitimiert, wer durch den Erlass unmittelbar oder virtuell (d.h. mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit fr�her oder sp�ter einmal) in seiner rechtlich gesch�tzten Stellung betroffen wird (Art. 88 OG; BGE 125 I 71 E. 1b aa S. 75, 173 E. 1b S. 174, je mit Hinweisen). Einem Berufsverband steht die Beschwerdelegitimation zur Wahrung der Interessen seiner Mitglieder zu, wenn er als juristische Person konstituiert ist, die Wahrung der durch ein verfassungsm�ssiges Recht gesch�tzten Interessen der Mitglieder zu seinen statutarischen Aufgaben geh�rt und er tats�chlich ein Interesse der Mehrheit oder mindestens einer Grosszahl seiner Mitglieder vertritt, die ihrerseits zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert w�ren (BGE 125 I 369 E. 1a S. 372; 123 I 221 E. 2 S. 225).
bb) Die privaten Beschwerdef�hrer 5-9 sind ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert. Sie sind entweder in Ausbildung oder haben eine psychotherapeutische Ausbildung absolviert, ohne �ber einen Hochschulabschluss in Psychologie zu verf�gen, und sie sind bisher nicht selbstst�ndig im Kanton Z�rich t�tig, so dass sie nicht in den Genuss der �bergangsregelung k�men.
cc) Beim Schweizer Psychotherapeuten Verband und beim Schweizer Verein f�r Gestalttherapie und Integrative Therapie sind die Voraussetzungen der Verbandsbeschwerde erf�llt. Beiden Verb�nden geh�ren Mitglieder an, die eine psychotherapeutische Ausbildung absolviert haben oder in Ausbildung sind. Sie nehmen statutengem�ss die Interessen der Mitglieder bzw. die standes- und berufspolitischen Interessen wahr. Von der neuen Regelung ist, wie in der Beschwerde einleuchtend dargelegt wird, eine hinreichend grosse Zahl der Mitglieder betroffen, namentlich jene, welche noch in Ausbildung sind oder bisher nicht im Kanton Z�rich in selbstst�ndiger Stellung t�tig sind und welchen die �bergangsregelung nicht zugute kommt.
dd) Nicht beschwerdelegitimiert ist demgegen�ber die Schweizer CHARTA f�r Psychotherapie. Mitglieder des Vereins k�nnen Organisationen und Institutionen im Bereich der psychotherapeutischen Praxis, Aus-, Weiter- und Fortbildung, der wissenschaftlichen Forschung und Berufsethik sein (Art. 3 der Statuten). Zweck des Vereins ist die kontinuierliche F�rderung und Gew�hrleistung der Qualit�t psychotherapeutischer Spezialausbildung (Weiterbildung), Fortbildung, Forschung und Berufsethik auf der Basis des CHARTA-Textes und des darin formulierten gemeinsamen Psychotherapieverst�ndnisses (Art. 2 der Statuten). Doch nimmt der Verband ausdr�cklich keine standespolitischen Interessen wahr. Es fehlt somit f�r die Verbandsbeschwerde am Erfordernis, dass die Interessenwahrnehmung f�r die Mitglieder zu den statutarischen Aufgaben des Verbandes geh�rt.
ee) Das C.G. Jung-Institut Z�rich, bei dem es sich um eine Stiftung handelt, bildet seit 1948 Psychotherapeuten aus, wobei Voraussetzung f�r die Zulassung ein Hochschulstudium ist, aber nicht notwendigerweise ein solches in Psychologie.
Zwar wird das C.G. Jung-Institut Z�rich nicht gehindert, weiterhin Hochschulabsolventen, die nicht in Psychologie abgeschlossen haben, auszubilden. Diese werden jedoch im Kanton Z�rich nicht (mehr) selbstst�ndig als Psychotherapeuten arbeiten k�nnen. Das C.G. Jung-Institut bef�rchtet deshalb, dass seine Existenz in Frage gestellt werde. Ob dies zutrifft, mag fraglich erscheinen. Da auf die Beschwerde aber soweit einzutreten ist, als sie von den Beschwerdef�hrern 1 und 2 sowie 5 bis 9 erhoben wurde und sich die erhobenen R�gen ohnehin allesamt als unbegr�ndet erweisen, kann vorliegend offenbleiben, ob auch das C.G. Jung-Institut zur Beschwerde legitimiert ist.
2.- a) Nach Art. 27 Abs. 1 BV ist die Wirtschaftsfreiheit gew�hrleistet. Sie umfasst insbesondere die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbst�tigkeit und deren freie Aus�bung (Art. 27 Abs. 2 BV). Unter dem Schutz von Art. 27 BV steht somit auch die gewerbsm�ssige T�tigkeit als selbstst�ndiger Psychotherapeut.
Wie andere Grundrechte kann die Wirtschaftsfreiheit auf gesetzlicher Grundlage (Art. 36 Abs. 1 BV) im �ffentlichen Interesse (Art. 36 Abs. 2 BV) und unter Wahrung des Grundsatzes der Verh�ltnism�ssigkeit (Art. 36 Abs. 3 BV) eingeschr�nkt werden. Nach der vom Kanton Z�rich im Gesundheitsgesetz getroffenen Regelung wird f�r die selbstst�ndige Aus�bung der psychotherapeutischen Berufst�tigkeit ein abgeschlossenes Psychologiestudium einschliesslich Psychopathologie, eine integrale Spezialausbildung in mindestens einer anerkannten Psychotherapiemethode und eine mindestens zweij�hrige klinische psychotherapeutische T�tigkeit in unselbstst�ndiger Stellung verlangt. Die gesetzliche Grundlage kann nicht in Frage stehen. Sie wurde mit der angefochtenen Regelung auf der Stufe des formellen Gesetzes gerade geschaffen.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten auch nicht, dass die getroffene Regelung im �ffentlichen Interesse liegt. Sie machen einzig geltend, das Erfordernis eines abgeschlossenen Psychologiestudiums einschliesslich Psychopathologie sei unverh�ltnism�ssig.
Es m�sse jedes andere Hochschulstudium, und zwar nicht nur in P�dagogik, Anthropologie, Philosophie oder Theologie (Beschwerdef�hrerin 8), sondern auch in Informatik (Beschwerdef�hrer 5), Musik (Beschwerdef�hrerin 9), Architektur oder Chemie als ausreichend angesehen werden; selbst eine Erstausbildung als Lehrerin (Beschwerdef�hre- rin 6) oder als Krankenschwester (Beschwerdef�hrerin 7) sei gen�gend.
b) Das verfassungsm�ssige Gebot der Verh�ltnism�ssigkeit verlangt, dass staatliche Hoheitsakte f�r das Erreichen eines im �bergeordneten �ffentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet, notwendig und f�r den Betroffenen zumutbar sein m�ssen (BGE 126 I 112 E. 5b S. 119 f.; 124 I 40 E. 3e S. 44; 118 Ia 427 E. 7a S. 439). Erforderlich ist eine vern�nftige Zweck-Mittel-Relation (BGE 127 IV 154 E. 4c S. 161).
Die vom Kanton Z�rich getroffene Regelung beruht auf drei S�ulen, dem Hochschulstudium in Psychologie einschliesslich Psychopathologie, der Psychotherapieausbildung und der praktischen T�tigkeit. Die Beschwerdef�hrer erachten ein Hochschulstudium in Psychologie f�r nicht notwendig und wollen dieses Erfordernis gestrichen wissen. Es ist nun allerdings klar, dass die selbstst�ndige psychotherapeutische T�tigkeit, die zur selbstst�ndigen Feststellung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten und St�rungen sowie zu deren Behandlung mit psychotherapeutischen Methoden berechtigt (� 22b des Gesundheitsgesetzes), eine sichere Diagnostik und zuverl�ssige Kenntnisse der eigenen fachlichen Grenzen voraussetzt, wozu ein fundiertes Wissen in Psychologie und Psychopathologie unerl�sslich ist. Es kann daher verfassungsrechtlich nicht beanstandet werden, wenn eine Grundausbildung in Psychologie unter Einschluss der Psychopathologie verlangt wird (vgl. schon das unter anderem den Beschwerdef�hrer 1 betreffende Urteil des Bundesgerichts 2P.72/1992 vom 3. Dezember 1993, E. 5b; dieses Ergebnis ist in BGE 125 I 335 E. 3b S. 338 zusammengefasst dargestellt).
Fragen kann sich nur, ob verfassungsrechtlich eine inhaltliche Aequivalenzklausel geboten ist im Sinne der M�glichkeit des Nachweises einer dem Hochschulabschluss (in Psychologie) vergleichbaren wissenschaftlichen Ausbildung im psychologischen Fachbereich (offen gelassen im genannten Urteil vom 3. Dezember 1993, E. 5b am Ende). Keine weitergehende allf�llige Relativierung des Erfordernisses des Psychologiestudiums ergibt sich aus der auf S. 20/21 der Beschwerdeschrift wiedergegebenen Textstelle aus dem Gutachten von Peter Saladin und J�rg Paul M�ller vom 4. Februar 1977 zur basel-st�dtischen Regelung.
c) Was die Forderung nach einer derartigen Aequivalenzklausel betrifft, ist zun�chst davon auszugehen, dass Absolventen anderer Universit�tsabschl�sse Psychologie als Zusatzstudium unter erleichterten Bedingungen studieren k�nnen, wobei namentlich Nebenf�cher entfallen und keine Lizentiatsarbeit verfasst werden muss. F�r den Z�rcher Gesetzgeber stand beim Erfordernis eines Psychologiestudiums im Vordergrund, dass damit eine breite Grundausbildung sichergestellt ist, die dar�ber hinaus, obwohl sechs Fachrichtungen angeboten werden, nicht schon einer bestimmten Therapieform verpflichtet ist, wie dies bei der nachfolgenden Spezialausbildung zutrifft. W�rde auf ein Psychologiestudium verzichtet, so m�sste sich der angehende Therapeut schon f�r eine bestimmte Schule und Therapieform entscheiden, bevor er �ber die erforderlichen wissenschaftlichen Grundlagen verf�gt. Es liegt auch nahe, dass ohne diese breite Grundausbildung die Gefahr besteht, dass der Therapeut durch seine Therapiemethode allzu sehr gepr�gt ist.
Qualifizierte Psychotherapie aber setzt die F�higkeit voraus zu entscheiden, welche Methode bei welchen Krankheitsbildern am wirksamsten eingesetzt werden kann, erfordert somit eben die erw�hnte breite Grundausbildung. Auch die Bemerkungen in Ziff. III. 11 der Beschwerdeerg�nzung hiezu verm�gen die �berzeugung nicht zu ersch�ttern, dass das Psychologiestudium gerade in dieser Hinsicht besser auf die Therapiet�tigkeit vorbereitet als irgend ein anderes Hochschulstudium.
Ins Leere st�sst der Hinweis der Beschwerdef�hrer, dass in keinem Kanton der Abschluss eines Psychologiestudiums zur Erlangung der Berufsaus�bungsbewilligung ausreiche.
Zu betrachten ist die Zulassungsregelung in ihrer Gesamtheit. Der Z�rcher Gesetzgeber hat mit dem Erfordernis eines Hochschulstudiums in Psychologie einschliesslich Psychopathologie, der nachfolgenden Psychotherapieausbildung und der praktischen T�tigkeit eine konsistente Regelung getroffen, die einen wirksamen Gesundheitsschutz gew�hrleistet, ohne dass sich sagen liesse, die Anforderungen w�ren unn�tig streng oder unzumutbar hoch. Zwar liesse sich durchaus auch in Betracht ziehen, als Erstausbildung einen Hochschulabschluss geisteswissenschaftlicher Art, wie Philosophie, P�dagogik oder Theologie gen�gen zu lassen. Die durch das Psychologiestudium vermittelten Grundlagen w�ren diesfalls in einer Zusatzausbildung separat oder im Rahmen der Zweitausbildung zu erwerben. Ein derartiger Studienaufbau k�nnte f�r sich in Anspruch nehmen, dass der Zugang zur Psychotherapie breiter w�re, was sich f�r die angehenden Psychotherapeuten aufgrund des unterschiedlichen Erfahrungshorizonts befruchtend auswirken k�nnte. Ebenso wenig aber wie es Sache des Bundesgerichts ist, im Hinblick auf die Anforderungen an die Berufsausbildung bzw. an den F�higkeitsnachweis f�r die Berufsaus�bung medizinische Streitfragen zu entscheiden (vgl. BGE 125 I 335 E. 3c S. 342), hat das Bundesgericht vorliegend die Frage der Zweckm�ssigkeit der vom Gesetzgeber aufgestellten Kriterien betreffend die Ausbildungsanforderungen zu beurteilen. Den kantonalen Beh�rden kommt jedenfalls bei der Festlegung der Anforderungen an die Erteilung eines F�higkeitsausweises ein weiter Gestaltungsspielraum zu (vgl. BGE 113 Ia 286 E. 4a S. 289), der nur �berschritten ist, wenn unn�tige oder �bertriebene Erfordernisse aufgestellt werden, was sich hier aber nicht sagen l�sst, weil das Psychologiestudium als Erstausbildung eine unmittelbare und insoweit bessere Grundlage f�r die Spezialausbildung bildet als dies f�r andere geisteswissenschaftliche Studien zutrifft. Insofern kommt dem Umstand, dass andere Kantone andere L�sungen kennen, f�r sich allein keine massgebende Bedeutung zu (vgl. BGE 125 I 276 E. 3d S. 278, 335 E. 2d S. 338 f.). Im gleichen Sinn ist schon aus diesem Grunde auch unerheblich die in Ziff. III. 12 der Beschwerdeerg�nzung aufgef�hrte Liste der Publikationen von praktisch t�tigen Psychotherapeuten, welche Hochschulabschl�sse verschiedenster Disziplinen aufweisen.
Unter der Voraussetzung, dass eine befriedigende �bergangsregelung geschaffen wird (dazu E. 4), l�sst sich somit nicht sagen, das Bestehen auf einem Psychologiestudium sei unverh�ltnism�ssig.
3.- Die Beschwerdef�hrer berufen sich auf die derogatorische Kraft (Grundsatz des Vorrangs) des Bundesrechts (Art. 49 BV) und das Rechtsgleichheitsgebot, wobei sie sich auf das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 �ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943. 02) beziehen und geltend machen, dieses verpflichte die Kantone, Psychotherapeuten, welche in einem anderen Kanton die Berufsaus�bungsbewilligung erhalten haben, ebenfalls zuzulassen; weil in anderen Kantonen ein Psychologiestudium nicht verlangt werde, verstosse die Z�rcher Regelung gegen Art. 49 BV und - wenn ausserkantonale F�higkeitsausweise ohne Psychologiestudium anerkannt w�rden - auch gegen das Rechtsgleichheitsgebot, weil im Kanton Z�rich wohnhafte Psychotherapeuten diesfalls gegen�ber kantonsfremden benachteiligt w�ren.
Diese Argumentation der Beschwerdef�hrer verkennt Tragweite und Struktur des Binnenmarktgesetzes, das sich auf den interkantonalen Waren- und Dienstleistungsverkehr bezieht und das sog. Cassis-de-Dijon-Prinzip verankert sowie bez�glich kantonaler F�higkeitsausweise unter gewissen Einschr�nkungen vorschreibt, dass sie in der ganzen Schweiz Geltung haben. Daraus folgt aber nicht, dass die Kantone ihre jeweiligen Anforderungen demjenigen Kanton anpassen m�ssten, der die geringsten Anforderungen stellt (dazu umfassend BGE 125 I 276 E. 4b-4f S. 279-282; nebst anderen auch BGE 125 I 322 E. 2c S. 325 f.). Ob einem Psychotherapeuten, der in einem anderen Kanton zur selbstst�ndigen Berufsaus�bung zugelassen ist, gest�tzt auf das Binnenmarktgesetz eine Zulassung auch im Kanton Z�rich erteilt werden m�sste, braucht denn auch nicht im Z�rcher Gesetz selber geregelt zu werden, und die M�glichkeit einer solchen Zulassung bedeutete nicht, dass der kantonale Gesetzgeber die Anforderungen f�r die urspr�nglich vom Kanton Z�rich zu erteilenden Bewilligungen herabsetzen m�sste.
4.- Die Beschwerdef�hrer beanstanden auch die �bergangsregelung.
Nach der Rechtsprechung kann es verfassungsrechtlich geboten sein, eine �bergangsregelung zu erlassen, was das Bundesgericht in erster Linie unter Beachtung des Grundsatzes rechtsgleicher Behandlung, des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips und des Willk�rverbots (BGE 123 II 385 E. 9 S. 395 f; 114 Ib 17 E. 6b S. 25; 106 Ia 254 E. 3c/4a S. 260; 104 Ib 205 E. 5b S. 216) sowie des Vertrauensschutzes (Urteil 2P.276/1995 vom 3. April 1996, in: Pra 86/1997 Nr. 1 S. 1, E. 4b) beurteilt. Im �brigen ist die Ausgestaltung einer angemessenen �bergangsregelung allerdings dem Gesetzgeber anheimgestellt, dem hierbei ein weiter Spielraum des Ermessens zusteht (BGE 106 Ia 254 E. 4a S. 260; Urteile des Bundesgerichts 2P.436/1997 vom 5. Februar 1999, in: ZBl 101/2000 S. 383, E. 2c; 2P.298/1998 vom 2. Juli 1999, in:
Die getroffene �bergangsregelung erm�glicht die erleichterte Bewilligung f�r diejenigen Psychotherapeuten, die schon lange (d.h. l�nger als seit 31. Dezember 1994) als solche t�tig sind. Sie m�ssen nur die Zulassungsvoraussetzungen entweder der Erst- oder aber der Spezialausbildung erf�llen. Diese Regelung tr�gt einerseits den Erfordernissen des Gesundheitsschutzes Rechnung und ist andererseits f�r die Psychotherapeuten, welche schon l�ngere Zeit als solche t�tig sind, nicht zu einschneidend. Die Beschwerdef�hrer beanstanden das Stichdatum des 31. Dezember 1994 mit der Begr�ndung, damals habe noch nicht abgesehen werden k�nnen, dass als Erstausbildung ein Psychologiestudium verlangt werde. Es liegt in der Natur der Sache, dass vor Verabschiedung eines Gesetzes dessen Inhalt noch nicht mit Sicherheit feststehen kann. Die Situation im Kanton Z�rich war dadurch gepr�gt, dass die selbstst�ndige psychotherapeutische T�tigkeit auf �rzte beschr�nkt war, was das kantonale Verwaltungsgericht am 21. August 1991 als mit der Handels- und Gewerbefreiheit unvereinbar erachtete. Die daraufhin getroffene Regelung der selbstst�ndigen psychotherapeutischen T�tigkeit auf Verordnungsstufe ist vom Bundesgericht mangels Grundlage im formellen Gesetz am 3. Dezember 1993 aufgehoben worden. In diesem Urteil hat das Bundesgericht �berdies eine �bergangsregelung f�r erforderlich erachtet, weil in der Vergangenheit die psychotherapeutische T�tigkeit faktisch auch Nicht�rzten gestattet gewesen sei. Wer allerdings sp�ter die selbstst�ndige psychotherapeutische T�tigkeit aufnahm, musste wissen, dass der Kanton Z�rich eine Regelung zu erlassen gewillt war. Er musste auch damit rechnen, dass ein Psychologiestudium Voraussetzung sein k�nnte, zumal der Regierungsrat ein solches in der aufgehobenen Verordnung vorschreiben wollte. Wer ohne diese Vorbildung noch eine selbstst�ndige psychotherapeutische T�tigkeit aufnahm, konnte bei diesen zeitlichen Abl�ufen nicht wirklich darauf vertrauen, dass er nach Erlass des Gesetzes dieser Anforderung nicht gerecht werden m�sste. Die getroffene Regelung kann daher verfassungsrechtlich nicht beanstandet werden.
5.-Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Entsprechend diesem Verfahrensausgang haben die Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu gleichen Teilen unter Solidarhaft zu tragen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG).
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 10'000.-- wird den Beschwerdef�hrern unter Solidarhaft auferlegt.
3.-Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern sowie dem Regierungsrat (Gesundheitsdirektion) und dem Grossen Rat des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 49
 Art. 84
 Art. 89
 BGE 
 Art. 27
 Art. 27
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 49
 BGE 
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