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Timestamp: 2018-09-22 03:02:43+00:00

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Verordnung des Ministeriums Ländlicher Raum zur Durchführung des Fischereigesetzes für Baden-Württemberg Landesfischereiverordnung - LFischVO -
(zuletzt geändert durch die Verordnung vom 9. Februar 2010)
Auf Grund von §7Abs. 2Satz3, §25 Abs. 2, §31 Abs.2Satz2, §36Abs.2, §37Abs.2, §38 Abs. 3, § 44 Abs. 1 Nr.1, 2, 4 bis 7, 10 bis 13, 15 sowie Abs. 3 und § 49 Abs. 2 des Fischereigesetzes für Baden-Württemberg FischG vom 14. November 1979 (GBI. 5. 466, zuletzt geändert durch Artikel 19 der 3. Anpassungsverordnung vom 13. Februar 1989 (GBI. S.101, wird, hinsichtlich § 36 Abs. 2 im Einvernehmen mit dem Finanzministerium, verordnet:
(1) Für die nachgenannten Fisch-, Krebs- und Muschelarten gelten folgende Schonzeiten und Mindestmaße (cm):
Seeforelle (Salmo trutta f. lacustris L) 1.Oktober bis 28. Februar (50 cm)
- im Hochrhein zwischen Gailingen und Grenzach 1.Oktober bis 28. Februar (28cm)
- in Fließgewässern oberhalb 800 m ü. NN. 1.Oktober bis 28. Februar (20 cm)
- im übrigen 1.Oktober bis 28. Februar (25 cm)
Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss WALBAUM) 1.Oktober bis 28. Februar (kein Mindestmaß)-
Huchen (gilt nur in der Donau und ihrem Einzugsgebiet) (Hucho hucho L.) 1. Februar bis 31. Mai (70 cm)
Seesaibling (Salvelinus alpinus L.) 1. Oktober bis 28. Februar (25 cm)
Bachsaibling (Salvelinus fontinalis MITCHILL) 1.Oktober bis 28. Februar (kein Mindestmaß)
Äsche (Thymallus thymallus L.) 1. Februar bis 30. April (30 cm)
Felchen (Coregonus spec.) 15. Oktober bis 10. Januar (30 cm)
Aal (gilt nur im Rhein und seinem Einzugsgebiet) (Anguilla anguilla L.) keine Schonzeit (40 cm)
Hecht (Esox lucius L.) 15. Februar bis 15. Mai (50 cm)
Zander (Stizostedion lucioperca L.) 1. April bis 15. Mai (45 cm)
Quappe, Trüsche (Lota lota L. 1. November bis 28. Februar (30 cm)
Karpfen (Cyprinus carpio L.) keine (35cm)
Schleie (Tinca tinca L.) 15. Mai bis 30. Juni (25 cm)
Barbe (Barbus barbus L.) 1. Mai bis 15. Juni (40 cm)
Rapfen (gilt nur in der Donau und ihrem Einzugsgebiet) (Aspius aspins L.) 1. März bis 31. Mai (40 cm)
Nase (Chondrostoma nasus L.) 15. März bis 31. Mai (35 cm)
Aland (Leuciscusidus L.) 1. April bis 31. Mai (25 cm)
Edelkrebs, Flußkrebs (Astacus astacus L.)
- Weibchen 1. Oktober bis 10. Juli (12 cm)
- Männchen 1. Oktober bis 31. Dezember (12 cm)
Steinkrebs (Astacus torrentium SCHRANK)
- Weibchen 1. Oktober bis 10. Juli (8 cm)
- Männchen 1. Oktober bis 31. Dezember (8 cm)
Alle Neunaugen (Cyclostomata), Atlantischer Stör (Acipenser sturio L.), Lachs (Salmo salar L.), Meerforelle (Salmo trutta f trutta L.), Wandermaräne (Nordseeschnäpel) (Coregonus oxyrhynchus L.), Maifisch (Alosa alosa CUVER), Finte (Alosa fallax LACEPSDE), Frauennerfling (Rutilus pigus virgo LACSPEDE), Strömer (Leuciscus souffia agasizzi CUVIER & VALENCIENNES) Schneider (Alburnoides bipunctatus BLOCH), Zärte (Vimba vimba L.), Bitterling (Rhodeus sericeus amarus BLOCH), Schlammpeizger (Misgurnus fossilis L.), Steinbeißer (Cobitis taenia L.), Schrätzer (Gymnocephalus schraetzer L.), Streber (Zingel streber SIEBOLD), Zingel ,(Zingel zingel L.), Groppe (Cottus gobio L.), Dohlenkrebs (Atistropotamoblus pallipes LEREBOULLET), Flußperl, Fluß- und Teichmuscheln (Gattungen Margaritifera, Unio, Anodonta und Pseudanodonta).
Gefangene Fische nicht einheimischer Arten, für die weder ein Schonmaß noch eine Schonzeit festgesetzt sind, müssen angelandet und dürfen nicht in das Gewässer zurückversetzt werden. Gleiches gilt für die in § 8 Abs. 1 und 2 genannten Fischarten in denjenigen Gewässer, die sie nicht ausgesetzt werden dürfen.
(5) Von Netzen und Reusen muß beim Angeln mit der Wurfrute ein Abstand von mindestens 50 m eingehalten werden.
(1) Die Maschenweite der Netze muß mindestens 25 mm betragen Dies gilt nicht für den Fangsack beim Schokker, dem Scherbretthamen und dem Zugnetz. Zum Köderfischfang darf ein Senknetz mit einer Seitenlänge bis zu 1 m und einer Maschenweite von höchstens 14 mm verwendet werden.
(1) Unter Anwendung des elektrischen Stromes (Elektrofischerei darf nur mit Erlaubnis der Fischereibehörde gefischt werden. Mit Impulsstrom darf nur gefischt werden, wenn dies von der Fischereibehörde ausdrücklich zugelassen ist. Die Verwendung von Wechselstrom ist verboten. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden für fischereiliche Hegemaßnahmen, zum Aa1fang, zum Fang von Laichfischen und für Untersuchungs- und Lehrzwecke.
(2) Die Erlaubnis ist schriftlich für bestimmte Personen, Zwecke, Gewässer und Geräte, für eine bestimmte Frist und stets widerruflich zu erteilen. Sie kann mit Bedingungen oder Auflagen verbunden werden. Bei Ausübung der Elekrofischerei ist die Erlaubnis mitzuführen und auf Verlangen den Fischereiaufsehern zur Prüfling auszuhändigen.
1. Der Nachweis, daß die Person, die die Elektrofischerei ausüben will, an einem von der Fischereibehörde anerkannten Lehrgang über die Elekrofischerei erfolgreich teilgenommen hat (Bedienungsschein),
3. Der Nachweis einer nach Zeit und Höhe abgeschlossenen Haftpflichtversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden für Risiken im Zusammenhang mit der Ausübung der Elekrofischerei nach den Mindestversicherungssummen der Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge.
(4) Keiner Erlaubnis bedürfen im Rahmen ihrer Dienstaufgaben Bedienstete der Fischereibehörde, der Fischereiforschungsstelle und staatliche Fischereiaufseher
Absatz 3 Nr.1 und 2 findet entsprechende Anwendung.
(2) Fischarten der Gewässersysteme Donau und Rhein, die im jeweils anderen Gewässersystem natürlicherweise nicht vorkommen, dürfen nur in ihrem natürlichen
Gewässersystem sowie in Gewässern ausgesetzt werden, denen es an einer für jede Art des Fischwechsels geeigneten Verbindung mit anderen Gewässern fehlt.
(1) Sofern keine naturschutzrechtlichen Bestimmungen entgenstehen, ist das Mähen von Rohr und Schilf nur in der Zeit vom 1. Dezember bis 28. Februar, in der übrigen Jahreszeit nur für das Aufstellen von Reusen gestattet. In der Zeit vom 1. April bis 30. Juni ist die Entnahme von sonstigen Wasserpflanzen einschließlich der Untewasserpflanzen in den Gewässern nicht zulässig. Sätze 1 und 2 gelten nicht für Gewässerunterhaltungs- und Gewässerausbaumaßnahmen sowie für behördlich angeordnete oder zugelassene Maßnahmen im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes.
(3) In der Zeit vom 1. Februar bis 30. April ist die Entnahme von Sand, Kies und Steinen a
s Gewässern der Forellen- und Aschenregion nur mit Erlaubnis der Fischereibehörde zulässig, sofern nicht bereits nach anderen Vorschriften eine Gestattung erforderlich ist.
(1) Die Fischereibehörde kann für ein bestimmtes Gewässer anordnen, daß an Wasserfahrzeugen, von denen aus Fischfang betrieben wird (Fischereifahrzeuge, auf beiden Seiten des Fahrzeugs an gut sichtbarer Stelle Namen und Anschrift des Fischers oder Eigentümers in deutlicher, auch im Wasser haltbarer Schrift angebracht sein müssen, sofern die Fahrzeuge nicht schon auf Grund schiffahrtsrechtlicher Vorschriften gekennzeichnet sind. Anstelle des Namens und der Anschrift kann ein nicht verwechselbares, der staatlichen Fischereiaufsicht angezeigtes Kennzeichen angebracht werden.
Die Fischereiabgabe wird für jedes Kalenderjahr, für das der Fischereischein gültig ist auf 10 Euro festgesetzt.
a) sieben Mitglieder auf Vorschlag des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V., wobei mindestens zwei Mitglieder Berufsfischer sein müssen und ein Mitglied im Einvernehmen mit der Arbeitsgemeinschaft der badisch-württembergischen Bauernverbandes benannt sein muß,
(1) Die Erteilung des Fischereischeins mit Ausnahme des Jugendfischereischeins ist davon abhängig, daß ausreichende Kenntnisse auf folgenden Sachgebietennachgewiesen werden:
1. Fischwirte sowie solche Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Fischereigesetzes für Baden-Württemberg oder innerhalb von fünf Jahren vor dem Inkrafttreten als Fischer, Teichwirte oder Fischzüchter im Haupt- oder Nebenerwerb tätig waren, 2. Personen, die auf dem Gebiet der Fischereiwissenschaft ausgebildet und geprüft sind,
(1) Die nach § 31 Abs. 2 FischG erforderliche Sachkunde kann auch durch die erfolgreiche Ablegung der Fischerprüfung nachgewiesen werden. Die Abnahme der Prüfung wird den Landratsämtern und den Bürgermeisterämtern der Stadtkreise als unteren Verwaltungsbehörden übertragen. Die Prüfungstage werden landeseinheitlich vom Ministerium Ländlicher Raum (Ministerium festgelegt und im Staatsanzeiger bekanntgegeben.
(2) Die Anmeldung zur Prüfling muß spätestens einen Monat vor der Prüfling erfolgen. Zuständig ist die Prüfungsbehörde, in deren Bezirk der Vorbereitungslehrgang absolviert worden ist.
(1) Wer die Prüfling ablegen will, hat an dem vom Ministerium' anerkannten Lehrgang des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V. zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung teilzunehmen. Die Lehrgangsteilnahme muß sich auf alle Prüfungsgebiete erstrecken und mindestens 30 Stunden dauern.
(1) Das Verzeichnis der Fischereirechte wird nach einem vom Ministerium bestimmten Muster geführt. Eintragungen sind vom Eintragenden unter Angabe des Datums zu unterschreiben
§ 19 Schonzeiten und Mindestmaße für den Aal
a) im Rheinhauptstrom ab der Staumauer des Kraftwerks Eglisau im Hochrhein (Flusskilometer 78,650) bis zur Landesgrenze gegen Hessen (Flusskilometer 437),
d) im Neckar und seinen Kanälen ab der Staumauer des Kraftwerks Neckargemünd (Fluss Kilometer 39,2) bis zur Mündung in den Rhein;
§ 20 Ausübung der Aalfischerei, Registrierungen
1)Wer Aale zu Erwerbszwecken fängt, hat dies vor Aufnahme der Tätigkeit der Fischereibehörde anzuzeigen. In der Anzeige sind Angaben zum Namen, der Anschrift und dem Fanggebiet zu machen. Die Fischereibehörde erfasst die Personen, die Aale zu Erwerbszwecken fangen, unter Erteilung einer Registriernummer in einem Register.
2) Jedes Fischereifahrzeuge, dass für die Aalfischerei zu Erwerbszwecken eingesetzt wird, ist zuvor der Fischereibehörde anzuzeigen. Die Fischereibehörde erfasst die Fischereifahrzeuge, die für die Aalfischerei zu Erwerbszwecken eingesetzt werden in einem Register. Sie erteilte dazu eine Registriernummer, sofern dem Fahrzeug nicht bereits ein Kennzeichen nach §10 Abs. 1 zugeteilt ist.
3) Wird die Aalfischerei zu Erwerbszwecken aufgegeben oder wird ein Fischereifahrzeuge nicht mehr für die Aalfischerei zu Erwerbszwecken eingesetzt, ist dies der Fischereibehörde unverzüglich anzuzeigen.
§ 20 a Aufzeichnungspflichten beim Aalfang
(1)Wer Aale zu Erwerbszwecken fängt, hat für jeden Fangtag schriftliche Aufzeichnungen zu fertigen über
(2) Die Aufzeichnungen nach Abs. 1 sind zusammengefasst am Ende des Kalenderjahres an die Fischereibehörde zu übermitteln.
(3) für die Aufzeichnungen nach Abs. 1 und die Zusammenfassungen nach Abs. 2 sind von der Fischereibehörde vorgegebenen Formblätter zu verwenden. Nach Ablauf eines Kalenderjahres sind die Aufzeichnungen mindestens 5 Jahre aufzubewahren.
§20 b Aufzeichnungspflichten bei der Erstvermarktung von Aal
(1) Bei der Erstvermarktung von Aalen in frischer oder vor arbeitet Reform durch Personen, die Aale zu Erwerbszwecken verwendet, ist die nach § 20 Abs. 1 Satz 3 erteilte Registriernummer alle Handels- und Transportbelegen auszuweisen.
(2)In den Aufzeichnungen nach § 20 a Abs. 1 Satz 1 ist eine entsprechende Eintragung unter der Angabe der Anzahl und des Gesamtgewichts der abgegebenen Aale vorzunehmen. Sofern der Wert der abgegebenen Ware im Einzelfall 250 € übersteigt, ist diese Abgabe einzeln unter Hinzufügung des Namens und der genauen Anschrift des Empfängers auszuführen.
§ 20 c Zeitliche und räumliche Beschränkungen der Aalfischerei
Zum Schutz des Bestandes des Aals Kanthers Ministerium oder mit dessen Ermächtigung die Fischereibehörde im Rahmen der Umsetzung von Aalbewirtschaftungsplänen durch Allgemeinverfügung zeitlich und räumlich begrenzt
(2) Verwaltungsbehörden im Sinne von § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten sind die in § 51 Abs. 4 Nr1 1 FischG genannten Behörden.
1.Für Anlagen im Sinne von § 1 Abs. 2 Satz 1 FischG finden nur § 3 Abs. 1 Sätze 1 bis 3, Abs. 3 und 4, § 6 Abs. 3 Nr. 1 und 2 und die §§ 21 und 22.
2. für die Gewässer im Sinne von § 1 Abs. 2 Satz 2 FischG nur die §§ 1 bis 6 und die §§ 9, 18% 21- und 22.
3. für den Bodensee-Obersees einschließlich des Überlinger Sees nur § 3 Abs. 4 und die §§ 6, 8 bis 11 und 18 bis 22.
4. für den Geltungsbereich der Unterseefischereiordnung (Untersee und Seerhein) nur § 3 Abs. 4, die §§, 6, 9 und 10 Abs. 1, § 11 und die §§ 18 bis 22.
Gleichzeitig tritt die Landesfischereiverordnung (LFischVO) vom 10. Dezember 1980 (GBI. S.630), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. Januar 1995 (GBI. S.251), außer Kraft.
gez. Arnold

References: §7
 §25
 §31
 §36
 §37
 §38
 § 44
 § 49
 § 36
 § 8
 § 31

§ 19

§ 20
 §10

§ 20

§20
 § 20
 § 20

§ 20
 § 36
 § 51
 § 1
 § 3
 § 6
 § 1
 § 3
 § 3
 § 11