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Timestamp: 2019-03-26 20:37:04+00:00

Document:
Aufnahmsprüfung an AHS - ÖPU - offensiv::professionell::unabhängig
Aufnahmsprüfung an AHS
Rechtsgrundlage: § 40 SchOG; §§ 6-8, 28-30a SchUG; AufEiPVO.
1. Allgemeine Bestimmungen zur Aufnahmsprüfung:
a) Berechtigung zur Ablegung der Aufnahms- und Eignungsprüfungen:
Voraussetzung für die Zulassung zu den Aufnahms- und Eignungsprüfungen ist die Erfüllung aller anderen Aufnahmsvoraussetzungen für die betreffende Schulart; hievon ausgenommen ist der Abschluss jener Schulstufe, deren erfolgreicher Abschluss Voraussetzung für die Aufnahme in die angestrebte Schulart ist.
Eine für eine bestimmte Schulart abgelegte Aufnahms- oder Eignungsprüfung darf für dasselbe Schuljahr nicht wiederholt werden. Eine Wiederholung der Aufnahmsprüfung ist begrifflich nur hinsichtlich derselben Prüfung denkbar. Die Aufnahmsprüfung für eine andere Schulart für dasselbe Schuljahr ist jedoch nicht ausgeschlossen, sofern die Prüfung unterschiedlich ist.
Aufnahmsprüfungen sind in bestimmten Fällen Aufnahmsvoraussetzungen für
AHS (§ 40 SchOG)
BMS (§ 55 SchOG) - BHS (§ 68 SchOG)
Forstfachschule (§ 120 Forstgesetz
höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten (§ 12 Land- und forstwirtschaftliches Bundesschulgesetz)
Eignungsprüfungen sind Aufnahmsvoraussetzungen für
Hauptschulen mit musischem oder sportlichem Schwerpunkt (§ 17 Abs. 2 SchOG
AHS mit musischem oder sportlichem Schwerpunkt (§ 40 Abs. 6 SchOG
kunstgewerbliche Fachschulen (§ 58 Abs. 3a SchOG
höhere technische und gewerbliche Lehranstalten mit besonderen Anforderungen in künstlerischer Hinsicht (§ 68 Abs. 2 SchOG
Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (§ 97 SchOG) - Bildungsanstalten für Sozialpädagogik (§ 105 SchOG)
Zuständig zur Entscheidung über die Zulassung zur Prüfung ist der Schulleiter.
b) Durchführung der Aufnahms- und Eignungsprüfungen:
Die Prüfungsgebiete der Aufnahms- und Eignungsprüfungen hat der zuständige Bundesminister nach den Aufgaben der einzelnen Schularten durch Verordnung zu bestimmen, wobei auf den Lehrplan jener Schulstufe Bedacht zu nehmen ist, deren erfolgreicher Besuch Mindestvoraussetzung für die Aufnahme ist. Der zuständige Bundesminister hat ferner durch Verordnung je nach der Art des Prüfungsgebietes festzusetzen, ob die Prüfung schriftlich und mündlich, nur schriftlich oder nur mündlich oder auch praktisch abzulegen ist.
Aufgrund dieser Verordnungsermächtigung wurde die Verordnung über Aufnahms- und Eignungsprüfungen (AufEiPVO) erlassen. Diese Verordnung fasst die Vorschriften für alle Prüfungen zusammen, die das Schulorganisationsgesetz und das Schulunterrichtsgesetz anlässlich der Aufnahme in erste Stufen von Schularten vorsieht.
Zur Durchführung der Prüfung hat der Schulleiter die erforderliche Zahl von Lehrern als Prüfer zu bestellen.
Die Aufgabenstellungen in den einzelnen Prüfungsgebieten sind, soweit sie nicht von der Schulbehörde erster Instanz für ein ganzes Bundesland oder vom zuständigen Bundesminister für das ganze Bundesgebiet einheitlich festgelegt werden, in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters festzusetzen.
Der zuständige Bundesminister kann anstelle oder in Verbindung mit der Prüfung aus bestimmten Prüfungsgebieten nach wissenschaftlichen Grundsätzen erstellte und erprobte Untersuchungsverfahren zur Feststellung der Eignung für die betreffende Schulart (Form oder Fachrichtung) einführen. Derartige Untersuchungsverfahren (standardisierte Tests) sind derzeit nicht vorgesehen.
c) Prüfungsergebnisse:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten in jedem Prüfungsgebiet sind vom Prüfer zu beurteilen. Bei standardisierten Untersuchungsverfahren (derzeit nicht vorgesehen) tritt an die Stelle der Beurteilung durch den Prüfer das Bewertungsergebnis der Eignungsuntersuchung.
Auf Grund der Prüfungsergebnisse ist unter Berücksichtigung der bisherigen Schulleistungen in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters mit unbedingter Mehrheit der abgegebenen Stimmen festzusetzen, ob der Prüfungskandidat die Prüfung „bestanden" oder wegen mangelnder Eignung „nicht bestanden" hat (Gesamtbeurteilung). Bei Stimmengleichheit entscheidet der Schulleiter. Dem Schulleiter kommt in dieser Konferenz nur ein Stimmrecht zu, sofern er selbst Prüfer ist; er hat allerdings das Dirimierungsrecht.
Dem Prüfungskandidaten ist die Gesamtbeurteilung seiner Leistungen bei der Aufnahms- oder Eignungsprüfung bekanntzugeben. Kann der Aufnahmsbewerber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden, ist ihm auf sein Verlangen über die Einzelbeurteilungen durch die Prüfer bzw. das Bewertungsergebnis des standardisierten Untersuchungsverfahrens und die Gesamtbeurteilung ein Zeugnis auszustellen.
Die erfolgreiche Ablegung einer Aufnahms- oder Eignungsprüfung berechtigt - bei Erfüllung der sonstigen Aufnahmsvoraussetzungen - zur Aufnahme in alle Schulen derselben Schulart in jenem Schuljahr, für das sie abgelegt wurde, sowie in den beiden diesem folgenden Schuljahren. In gleicher Weise berechtigt die erfolgreiche Ablegung der Aufnahmsprüfung in eine berufsbildende höhere Schule auch zur Aufnahme in eine berufsbildende mittlere Schule. Die Berechtigungen im Sinne des ersten Satzes gelten in berufsbildenden Schulen nur insoweit, als es sich nicht um eine Fachrichtung handelt, für die neben der Aufnahmsprüfung für die betreffende Schulart eine zusätzliche Überprüfung der Eignung für die betreffende Fachrichtung stattfindet.
Unbeschadet dessen ist der Aufnahmsbewerber zur nochmaligen Ablegung der Aufnahms- oder Eignungsprüfung in den beiden Schuljahren berechtigt, die jenem, für das die Prüfung abgelegt wurde, folgen. Macht der Aufnahmsbewerber von diesem Recht Gebrauch, so ist dem Aufnahmsverfahren jeweils das bessere Prüfungsergebnis zugrunde zu legen.
d) Arten der Aufnahms- und Eignungsprüfungen in die erste Stufe der jeweiligen AHS:
Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS mit Unterund Oberstufe (= zur Aufnahme in die fünfte Schulstufe) bei „Befriedigend" in Deutsch, Lesen, Schreiben oder Mathematik in der vierten Stufe der Volksschule
Aufnahmsprüfung in die erste Stufe einer AHS als selbständige Oberstufenform (= Aufnahme in die neunte Schulstufe)
Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung
Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung
2. Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS:
a) Erfordernis einer Aufnahmsprüfung:
Die Aufnahme in die erste Klasse AHS erfolgt grundsätzlich ohne Aufnahmsprüfung, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:
vierte Stufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen; der erfolgreiche Abschluss ist gemäß § 28 Abs. 1 SchUG gegeben, wenn das Zeugnis über die vierte Stufe der Volksschule in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend" enthält;
Beurteilung in Deutsch, Lesen, Schreiben sowie Mathematik für die vierte Schulstufe mit „Sehr gut" oder „Gut"; die Beurteilung mit „Befriedigend" in diesen Pflichtgegenständen steht der Aufnahme nicht entgegen, sofern die Schulkonferenz der Volksschule feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der AHS genügen wird.
Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf den Besuch der vierten Stufe der Volksschule oder der entsprechenden Stufe der Sonderschule für die Aufnahme in die erste Klasse einer AHS voraus.
b) Umfang der Aufnahmsprüfung:
Die Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS hat gemäß § 21 AufEiPVO zu umfassen:
c) Prüfungsgebiete der Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS:
Im Rahmen der Aufnahmsprüfung ist jeweils eine schriftliche und eine mündliche Prüfung abzulegen in Deutsch und/oder in Mathematik.
Wenn in Deutsch, Lesen oder Mathematik die Beurteilung über die vierte Stufe der Volksschule mit „Sehr gut" oder „Gut" erfolgt ist, entfällt die Aufnahmsprüfung im diesbezüglichen Prüfungsgebiet.
Die schriftliche Prüfung in Deutsch besteht aus einem freien Aufsatz. Die Arbeitszeit hat eine Stunde (keine Unterrichtsstunde, daher 60 Minuten) zu betragen.
Die schriftliche Prüfung in Mathematik hat vier voneinander unabhängige Aufgaben zu umfassen. Die Arbeitszeit hat eine Stunde (keine Unterrichtsstunde, daher 60 Minuten) zu betragen.
Die mündliche Prüfung in Deutsch besteht aus
dem Lesen eines zusammenhängenden Textes im Ausmaß von zwanzig bis vierzig Druckzeilen,
Die mündliche Prüfung in Mathematik besteht aus höchstens zwei eingekleideten Rechenaufgaben mit Nebenfragen. Sie dient der Beurteilung der Fähigkeit des Prüfungskandidaten, den Rechenweg aufzufinden, sowie dem Nachweis der Wendigkeit im Kopfrechnen. Die Arbeitszeit hat 15 bis 30 Minuten zu betragen.
Die Aufgaben für die schriftliche und die mündliche Prüfung in Deutsch und in Mathematik sind dem Bereich des Lehrstoffes der vierten Klasse der Volksschule zu entnehmen. Hiebei sind Aufgabenstellungen mit gehobenem Schwierigkeitsgrad zu wählen.
Die Festlegung des gehobenen Schwierigkeitsgrades für die Prüfung hat den Zweck, dass die Gesamtbeurteilung „bestanden", die gemäß § 27 Abs. 2 AufEiPVO auch bei einer Einzelbeurteilung mit „Genügend" zu geben ist, der Eignung für die Aufnahme in die erste Klasse der AHS entspricht, wo im Regelfall zumindest die Note „Gut" erforderlich ist. Der gehobene Schwierigkeitsgrad ist daher so festzulegen, dass ein „Genügend" im Sinne von § 14 Abs. 5 LBVO bei der Lösung der im Rahmen der Aufnahmsprüfung gestellten Aufgabe etwa einem „Gut" bei gleicher Lösung im Rahmen der vierten Klasse (Stufe) der Volksschule entsprechen würde.
d) Festsetzung der Aufgabenstellungen:
Die für die Prüfungsgebiete fachlich zuständigen Prüfer haben die Aufgabenstellungen festzusetzen, die dem Schulleiter vor der Durchführung der Aufnahmsprüfung zur Kenntnis zu bringen sind.
e) Durchführung der schriftlichen Prüfung:
Der Schulleiter hat die für die ordnungsgemäße Durchführung der schriftlichen Prüfung notwendigen Vorkehrungen, wie die Aufsichtsführung durch Lehrer in jedem Prüfungsraum, zu treffen; dabei ist auf die Zahl der Prüfungskandidaten Bedacht zu nehmen.
Die Aufgabenstellungen sind den Prüfungskandidaten vor Beginn der schriftlichen Prüfung in vervielfältigter Form vorzulegen, ausgenommen kurze und einfache Themenstellungen (z. B. Aufsatzthemen). Die für die Vorlage der Aufgabenstellungen verwendete Zeit ist in die Arbeitszeit nicht einzurechnen.
Die Prüfungskandidaten sind vor Beginn der schriftlichen Prüfung auf die Folgen des Gebrauches unerlaubter Hilfsmittel oder Hilfen hinzuweisen.
Vorgetäuschte Leistungen (z. B. wegen Gebrauches unerlaubter Hilfsmittel oder Hilfen) sind nicht zu beurteilen; in diesem Fall darf die schriftliche Prüfung in dem betreffenden Prüfungsgebiet im nächstfolgenden Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nochmals abgelegt werden.
Unerlaubte Hilfsmittel, deren sich der Prüfungskandidat bedienen könnte, sind diesem abzunehmen, dem Prüfungsprotokoll anzuschließen und nach dem betreffenden Prüfungstermin zurückzugeben.
Das Verlassen des Prüfungsraumes während der schriftlichen Prüfung ist nur in dringenden Fällen und nur einzeln zu gestatten; das Verlassen jenes Teiles des Schulgebäudes, in dem die Prüfung stattfindet, ist erst nach Ablieferung der Prüfungsarbeit zulässig. Bis zum Abschluss der Prüfung dürfen weder Arbeiten noch Teile davon oder Abschriften aus dem Prüfungsraum fortgenommen werden.
Jeder Prüfungskandidat hat nach Beendigung der Prüfungsarbeit diese, alle Entwürfe und Aufzeichnungen abzugeben und den Prüfungsraum unverzüglich zu verlassen.
Über den Verlauf der Prüfung hat der jeweils aufsichtsführende Lehrer ein Protokoll zu führen, in dem Beginn und Ende der Aufsicht, Beginn und Ende der Abwesenheit einzelner Prüfungskandidaten vom Prüfungsraum, der Zeitpunkt der Ablieferung der einzelnen Prüfungsarbeiten, die Anzahl der Beilagen sowie etwaige besondere Vorkommnisse, insbesondere solche über vorgetäuschte Leistungen und unerlaubte Hilfsmittel, zu vermerken sind.
Tritt während der Prüfung ein unvorhergesehenes Ereignis ein, das die körperliche Sicherheit oder die Gesundheit der Prüfungskandidaten gefährdet oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung schwerwiegend beeinträchtigt, so ist die Prüfung unverzüglich abzubrechen. In diesem Falle ist die Prüfung im selben Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nochmals durchzuführen.
f) Durchführung der mündlichen Prüfung:
Der Schulleiter hat die für die ordnungsgemäße Durchführung der mündlichen Prüfung notwendigen Vorkehrungen zu treffen; er hat hiebei, wenn es die Zahl der Prüfungskandidaten erforderlich macht, insbesondere dafür zu sorgen, dass bei der Prüfung außer dem jeweiligen Prüfer ein weiterer Lehrer zur Aufsichtsführung anwesend ist.
Im Rahmen einer mündlichen Teilprüfung dürfen zur selben Zeit nicht mehrere Prüfungskandidaten geprüft werden, doch ist während einer mündlichen Teilprüfung eines Prüfungskandidaten die Ausgabe von Aufgaben an andere Prüfungskandidaten zur Vorbereitung zulässig.
Zur Vorbereitung auf jede Aufgabe ist dem Prüfungskandidaten eine angemessene Zeit einzuräumen.
Bedient sich ein Prüfungskandidat bei der Lösung einer Aufgabe unerlaubter Hilfsmittel oder Hilfen, ist die betreffende Aufgabe nicht zu beurteilen und eine neue Aufgabe zu stellen.
Die dem Prüfungskandidaten im Rahmen der mündlichen Prüfung gestellten Aufgaben sind im Prüfungsprotokoll zu vermerken.
g) Dauer der Aufnahmsprüfung.
Die schriftliche Prüfung ist an einem Tag durchzuführen, wobei zwischen den schriftlichen Teilprüfungen eine angemessene Pause vorzusehen ist, sofern sowohl in Deutsch als auch in Mathematik eine Prüfung abzulegen ist.
Die mündliche Prüfung kann am Tag der schriftlichen Prüfung oder an dem der schriftlichen Prüfung folgenden Tag stattfinden.
Die schriftliche und die mündliche Prüfung dürfen jeweils nicht vor 7.30 Uhr beginnen und haben spätestens um 17.00 Uhr zu enden.
h) Beurteilung der Leistungen bei der Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten bei der Aufnahmsprüfung sind in jedem Prüfungsgebiet vom Prüfer zu beurteilen (Einzelbeurteilungen). Grundlage der Beurteilungen der Leistung sind die vom Prüfungskandidaten bei der Lösung der Aufgaben erwiesene Kenntnis des Prüfungsgebietes und Eigenständigkeit im Denken.
Im Übrigen finden folgende Bestimmungen der Leistungsbeurteilungsverordnung Anwendung:
§ 11 Abs. 2 LBVO: Der Lehrer hat die Leistungen der Schüler sachlich und gerecht zu beurteilen, dabei die verschiedenen fachlichen Aspekte und Beurteilungskriterien der Leistung zu berücksichtigen und so eine größtmögliche Objektivierung der Leistungsbeurteilung anzustreben.
§ 11 Abs. 5 LBVO: Das Verhalten des Schülers in der Schule und in der Öffentlichkeit darf in die Leistungsbeurteilung nicht einbezogen werden.
§ 11 Abs. 7 LBVO: Sachlich vertretbare Meinungsäußerungen des Schülers haben die Beurteilung auch dann nicht zu beeinflussen, wenn sie von der Meinung des Lehrers abweichen.
§ 14 LBVO: Für die Beurteilung der Leistungen der Schüler bestehen folgende Beurteilungsstufen (Noten): Sehr gut (1), Gut (2), Befriedigend (3), Genügend (4), Nicht genügend (5). Die Notendefinition der LBVO ist anzuwenden.
§ 15 Abs. 1 LBVO: Die Rechtschreibung ist bei schriftlichen Leistungsfeststellungen nach Maßgabe des Lehrplanes und unter Zugrundelegung der gemeinsamen Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung vom 1. Juli 1996 zu beurteilen.
§ 15 Abs. 2 LBVO: Für die Beurteilung von schriftlichen Leistungsfeststellungen sind nur die angeführten Beurteilungsstufen (Noten) zu verwenden und in Worten einzusetzen. Zusätze zu diesen Noten sind, soweit es sich nicht um Zusätze nach § 11 Abs. 3 letzter Satz handelt, unzulässig. § 11 Abs. 3 letzter Satz LBVO lautet: „Die für die Beurteilung maßgeblichen Vorzüge und Mängel seiner Leistung sind dem Schüler mit der Beurteilung bekanntzugeben, ohne ihn jedoch zu entmutigen oder seine Selbstachtung zu beeinträchtigen."
§ 15 Abs. 3 LBVO: Identische Rechtschreibfehler und Formenfehler (ausgenommen in Mathematik und Darstellender Geometrie) sind in derselben schriftlichen Leistungsfeststellung grundsätzlich nur einmal zu werten; wenn diese Fehler jedoch im Rahmen einer Aufgabe oder Teilaufgabe, die ausschließlich auf die Überprüfung der Beherrschung der betreffenden sprachlichen Erscheinung abzielt, mehrmals vorkommen, ist diese Bestimmung nicht anzuwenden. Folgefehler sind nicht zu werten. Tritt in einer Schularbeit aus Mathematik oder Darstellender Geometrie derselbe Denkfehler in einer Aufgabe mehrmals auf, so ist dieser Denkfehler nur einmal zu werten. Letzteres gilt sinngemäß auch für sachliche Fehler in einer Schularbeit aus Biologie und Umweltkunde oder Physik.
§ 15 Abs. 4 LBVO: Falls vom Schüler bei einer schriftlichen Leistungsfeststellung statt der gestellten Aufgabe anderes bearbeitet wurde, ist zu prüfen, ob im Sinne der Definition der Beurteilungsstufen noch von einer Leistung betreffend die gestellten Anforderungen gesprochen werden kann. Dies gilt auch für den Fall, dass die Arbeit die gesamte Themenstellung verfehlt.
§ 16 Abs. 1 Z 1 LBVO: Für die Beurteilung in Deutsch sind folgende fachliche Aspekte maßgebend:
Schreibrichtigkeit.
§ 16 Abs. 1 Z 4 LBVO: Für die Beurteilung in Mathematik sind folgende fachliche Aspekte maßgebend:
§ 16 Abs. 2 LBVO: Diese fachlichen Aspekte sind unter Bedachtnahme auf die Aufgabenstellung und den Umfang der Arbeit zu berücksichtigen.
Der Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten sind die Einzelbeurteilungen zugrunde zu legen. Die Aufnahmsprüfung ist „bestanden", wenn die Einzelbeurteilungen zumindest mit „Genügend" festgesetzt werden. Die Aufnahmsprüfung ist „nicht bestanden", wenn auch nur eine Einzelbeurteilung mit „Nicht genügend" festgesetzt wird.
Ein Kandidat, der sowohl in Deutsch als auch in Mathematik eine Aufnahmsprüfung ablegt, muss daher beide Prüfungen bestehen, um die gesamte Aufnahmsprüfung zu bestehen. Lautet die Beurteilung in einem der beiden Gegenstände auf „Nicht genügend", ist die Note im anderen Gegenstand unerheblich, weil die Prüfung auf jeden Fall „nicht bestanden" ist.
Dem Prüfungskandidaten ist die Gesamtbeurteilung seiner Leistungen bekanntzugeben. Hat er die Aufnahmsprüfung bestanden und wird er in die Schule, an der er die Prüfung abgelegt hat, aufgenommen, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Aufnahme durch Anschlag an der Amtstafel der Schule oder in anderer geeigneter Weise bekanntzugeben. Hat er die Aufnahmsprüfung nicht bestanden oder zwar bestanden, kann aber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Ablehnung der Aufnahme schriftlich bekanntzugeben.
Ferner ist dem Prüfungskandidaten die Gesamtbeurteilung schriftlich bekanntzugeben, wenn er die Aufnahmsprüfung bestanden hat, aber nicht die Aufnahme in die Schule anstrebt, an der er die Prüfung abgelegt hat.
Die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung sind in das Prüfungsprotokoll aufzunehmen. Das Protokoll hat gemäß § 77 lit. c SchUG überdies Folgendes zu enthalten: die Prüfungskommission (der bzw. die Prüfer), die Daten des Prüfungskandidaten, die Aufgabenstellungen, die Beschreibung der Leistungen und ihre Beurteilung, die Prüfungsergebnisse und die bei der Prüfung oder auf Grund der Prüfungsergebnisse getroffenen Entscheidungen und Verfügungen. Das Prüfungsprotokoll ist vom Schulleiter und von den Prüfern zu unterfertigen.
i) Verhinderung und Rücktritt des Aufnahmsprüfungskandidaten:
Ist ein Prüfungskandidat an der Ablegung einer schriftlichen Prüfungsarbeit (schriftlichen Teilprüfung) verhindert, darf er die betreffende schriftliche Teilprüfung in dem auf den Wegfall des Verhinderungsgrundes nächstfolgenden Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nachholen. Der Prüfungskandidat darf zu der anderen schriftlichen Teilprüfung und zur mündlichen Prüfung antreten, soweit das Prüfungsgebiet einer mündlichen Teilprüfung nicht auch Prüfungsgebiet der schriftlichen Teilprüfung ist, bei der der Prüfungskandidat verhindert war. Im Prüfungsgebiet, in dem bei der schriftlichen Teilprüfung die Verhinderung bestand, darf die mündliche Teilprüfung erst im nächstfolgenden Prüfungstermin nach Nachholung der versäumten schriftlichen Teilprüfung abgelegt werden. Beurteilte schriftliche und mündliche Teilprüfungen behalten hiebei ihre Gültigkeit.
Ist ein Prüfungskandidat an der Ablegung einer mündlichen Teilprüfung in dem für die mündliche Prüfung des betreffenden Termins vorgesehenen Zeitraum verhindert, so darf er die betreffende Teilprüfung in dem auf den Wegfall des Verhinderungsgrundes nächstfolgenden Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nachholen. Beurteilte schriftliche und mündliche Teilprüfungen behalten hiebei ihre Gültigkeit. Ist ein Prüfungskandidat jedoch nur vorübergehend verhindert, ist ihm nach Möglichkeit Gelegenheit zur Fortsetzung der mündlichen Prüfung, erforderlichenfalls unter neuer Aufgabenstellung, zu geben.
Die dargelegten Bestimmungen finden sinngemäß auch auf jene Fälle Anwendung, in denen der Prüfungskandidat von einer schriftlichen, einer mündlichen oder einer praktischen Teilprüfung zurücktritt. Nach Entgegennahme der Aufgabenstellung ist der Rücktritt jedoch nicht mehr zulässig; die betreffende Teilprüfung ist zu beurteilen.
j) Zeugnis über die Aufnahmsprüfung:
Kann der Aufnahmsbewerber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden, ist ihm auf sein Verlangen über die Einzelbeurteilung durch die Prüfer und die Gesamtbeurteilung ein Zeugnis auszustellen. Da die Verordnung ein Zeugnis nur für diesen Spezialfall vorsieht, ist in jenen Fällen, in denen der Kandidat die Prüfung nicht besteht bzw. zwar besteht, aber in eine andere Schule aufgenommen werden will, kein Zeugnis auszustellen, sondern nur eine schriftliche Mitteilung (siehe oben). Ein Zeugnis über die Aufnahmsprüfung kann der Kandidat also nur erhalten, wenn er wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden kann.
Das Zeugnisformular für das Zeugnis überdieAufnahmsprüfung ist entsprechend der Anlage 3 der AufEiPVO zu gestalten und enthält Folgendes:
Bezeichnung und Standort der Schule;
Zahl des Prüfungsprotokolls;
Schuljahr;
Titel „Aufnahmsprüfungszeugnis";
Text: „... (Familien- und Vorname), geboren am ..., hat sich am ... an der obgenannten Anstalt gemäß den Vorschriften der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 6. Mai 1975, BGBI. Nr. 291/1975, der Aufnahmsprüfung unterzogen. Er hat diese Prüfung bestanden, kann aber wegen Platzmangels nicht aufgenommen werden.";
Prüfungsgebiet(e) und Beurteilung(en);
Rundsiegel;
Unterschrift des Schulleiters.
3. Aufnahmsprüfung bei Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse der Hauptschule in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS:
Gemäß § 40 Abs. 2 SchOG sind Schüler der Hauptschule, deren Jahreszeugnis für die erste, zweite oder dritte Klasse den Vermerk enthält, dass sie im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen (das sind die Gegenstände Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache) die höchste Leistungsgruppe zu besuchen haben, und in den übrigen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist, die nicht schlechter als „Befriedigend" ist, berechtigt, zu Beginn des folgenden Schuljahres in die zweite, dritte bzw. vierte Klasse einer AHS überzutreten.
Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Die Aufnahmsprüfung entfällt, sofern das Jahreszeugnis die Feststellung enthält, dass die Schulstufe „mit ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen wurde.
Eine Aufnahmsprüfung ist jedenfalls in der Fremdsprache abzulegen, die der Schüler bisher nicht besucht hat, wenn diese in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird.
Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS den Besuch der vorhergehenden Stufe der Haupt- oder Sonderschule voraus.
b) Stundung der Aufnahmsprüfung:
Für den Übertritt ist gemäß § 29 Abs. 5 SchUG eine weitere Voraussetzung die erfolgreiche Ablegung einer Aufnahmsprüfung aus jenen Unterrichtsgegenständen, die in einer der vorhergehenden Schulstufen der angestrebten Schulart Pflichtgegenstand waren und die der Schüler noch nicht oder nicht in annähernd gleichem Umfang besucht hat. Ein solcher Fall ist zum Beispiel der Übertritt aus der dritten Klasse einer Hauptschule in die vierte Klasse eines Gymnasiums, weil die Gymnasiasten bereits ein Jahr lang Latein oder eine zweite lebende Fremdsprache absolviert haben.
Eine solche Aufnahmsprüfung ist vom Schulleiter auf Ansuchen des Schülers bei gleichzeitiger Aufnahme als außerordentlicher Schüler aufzuschieben, wenn in dessen Person rücksichtswürdige Gründe vorliegen. Die Frist zur Ablegung ist mit höchstens einem halben Unterrichtsjahr je nachzuholender Schulstufe zu bemessen.
Diese Aufnahmsprüfung kann insoweit entfallen, als der Schüler durch die Mitarbeit im Unterricht sowie durch in die Unterrichtsarbeit sonst eingeordnete Leistungsfeststellung zu erkennen gibt, dass er das Bildungsziel des betreffenden Pflichtgegenstandes in den vorangegangenen Schulstufen in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt. Die diesbezügliche Feststellung trifft der den Pflichtgegenstand unterrichtende Lehrer und ist dem Schüler unverzüglich bekanntzugeben. Auf eine derartige Feststellung besteht kein Rechtsanspruch.
Zum möglichen Entfall der Aufnahmsprüfung in diesen Fällen führt der Gesetzgeber in den Erläuternden Bemerkungen Folgendes aus: „Die Erfahrungen zeigen, dass es nicht immer einer punktuellen Prüfung bedarf, um das Können und Wissen des Schülers zu erfassen, welches durch die vorgesehene Aufnahmsprüfung festgestellt werden soll. Es soll daher der Lehrer des Pflichtgegenstandes, über den die Aufnahmsprüfung abgelegt werden muss, den Entfall der Aufnahmsprüfung feststellen können, wenn der Schüler im Rahmen der Mitarbeit im Unterricht sowie in den der Unterrichtsarbeit sonst eingeordneten Leistungsfeststellungen zu erkennen gibt, dass er dem Bildungsziel des betreffenden Pflichtgegenstandes entspricht. Der Entfall der Aufnahmsprüfung liegt somit im pflichtgemäßen Ermessen des jeweiligen Lehrers."
Ein Entfall der Aufnahmsprüfung - oder besser ausgedrückt: ein Ersatz der Aufnahmsprüfung durch sonstige Leistungsfeststellungen - kommt nur im Falle einer Stundung der Aufnahmsprüfung in Betracht (also nur beim Nachholen eines bisher nicht besuchten Pflichtgegenstandes).
c) Wiederholung der Aufnahmsprüfung:
Hat der Schüler die Aufnahmsprüfung nicht bestanden, ist er gemäß § 29 Abs. 5a SchUG zu einer Wiederholung der Aufnahmsprüfung berechtigt. Er ist vom Schulleiter innerhalb einer Frist von zwei Monaten zu einer Wiederholung der Prüfung zuzulassen; hiebei sind jene Prüfungsgebiete zu wiederholen, die mit „Nicht genügend" beurteilt worden sind.
Eine zweite Wiederholung (im gleichen Prüfungsgebiet) ist nicht zulässig.
d) Zweck der Aufnahmsprüfung:
Als Rechtsgrundlage für die Aufnahmsprüfung anlässlich des Übertritts von der Hauptschule in die AHS (Unterstufe) kommt die Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 15. Juni 1976 über die Einstufungsprüfung als Voraussetzung für die Aufnahme in die Schule und die Aufnahmsprüfung als Voraussetzung für den Übertritt in eine andere Schulart, BGBI. Nr. 347/1976, in Betracht (EiPrVO). Sie ist von der Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport über Aufnahms- und Eignungsprüfungen, BGBI. Nr. 291/1975, zu unterscheiden, die u. a. die Aufnahmsprüfung in eine erste Klasse AHS oder ein Oberstufenrealgymnasium regelt (AufEiPVO).
Die Aufnahmsprüfung dient gemäß § 2 Abs. 2 EiPrVO der Feststellung, ob der Übertrittsbewerber die Eignung für die angestrebte Schulart oder Form oder Fachrichtung oder den Schwerpunktbereich einer Schulart aufweist.
e) Zeitpunkt der Aufnahmsprüfung:
Der Prüfungstermin oder die Termine der einzelnen Teilprüfungen sind bemäß § 6 EiPrVO vom Schulleiter festzusetzen.
Die Aufnahmsprüfung oder einzelne Teilprüfungen derselben sind vom Schulleiter auf Ansuchen des Übertrittsbewerbers bei gleichzeitiger Aufnahme als außerordentlicher Schüler aufzuschieben, wenn in dessen Person rücksichtswürdige Gründe vorliegen. Die Frist zur Ablegung der Prüfung oder der Teilprüfung ist mit höchstens einem halben Unterrichtsjahr je nachzuholender Schulstufe zu bemessen; hiebei darf bei der allgemeinen Schulpflicht unterliegenden Übertrittsbewerbern (und solche sind Schüler, die aus der Hauptschule in die Unterstufe der AHS übertreten wollen) eine Aufnahme als außerordentlicher Schüler allein aus diesem Grund zwölf Monate nicht überschreiten.
f) Umfang der Aufnahmsprüfung:
Die Aufnahmsprüfung ist gemäß § 7 EiPrVO in allen Pflichtgegenständen mündlich (mündliche Teilprüfungen), in den Pflichtgegenständen, in denen in den der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen Schularbeiten vorgesehen sind, sowohl schriftlich (schriftliche Teilprüfungen) als auch mündlich (mündliche Teilprüfungen) abzulegen. Jeder Pflichtgegenstand bildet ein Prüfungsgebiet.
Die Aufnahmsprüfung hat Aufgaben aus den Unterrichtsgegenständen zu umfassen, die in einer der vorangegangenen Schulstufen der angestrebten Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs einer Schulart Pflichtgegenstand waren und die der Übertrittsbewerber noch nicht oder nicht in annähernd gleichem Umfang besucht hat.
Ein annähernd gleicher Umfang ist nicht gegeben, wenn
im Lehrplan der vom Übertrittsbewerber bisher besuchten Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs Lehrstoffgebiete nicht vorgesehen sind, die hinsichtlich der Pflichtgegenstände im Lehrplan der angestrebten Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs in den der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen enthalten sind oder
das Stundenausmaß des vom Übertrittsbewerber bisher besuchten Pflichtgegenstandes weniger als drei Viertel des Stundenausmaßes des betreffenden Pflichtgegenstandes in den der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen der angestrebten Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs beträgt
Im Falle des Übertrittes von Hauptschülern in eine AHS hat die Aufnahmsprüfung Aufgaben aus jenen Pflichtgegenständen zu umfassen, in denen das Jahreszeugnis des Übertrittsbewerbers nicht die Leistungsbeurteilung enthält, die gemäß § 40 Abs. 2 und 3 SchOG für einen Übertritt ohne Aufnahmsprüfung vorgeschrieben ist. Das heißt, eine Aufnahmsprüfung ist in jenen Pflichtgegenständen abzulegen, die schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt sind. In Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache ist eine Aufnahmsprüfung abzulegen, wenn nicht die Berechtigung zum Besuch der höchsten Leistungsgruppe für das nächste Jahr vorliegt.
Gemäß § 7 Abs. 5 EiPrVO hat sich die Aufnahmsprüfung zu erstrecken
in den Fällen, in denen der Übertrittsbewerber einen Pflichtgegenstand noch nicht besucht hat, auf den gesamten Lehrstoff des betreffenden Pflichtgegenstandes in den der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen der betreffenden Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs;
in den Fällen, in denen der Übertrittsbewerber einen Pflichtgegenstand nicht in annähernd gleichem Umfang besucht hat, auf jene Lehrstoffgebiete des betreffenden Pflichtgegenstandes, die im Lehrplan der bisher besuchten Schulstufen nicht vorgesehen waren und die für die weitere Ausbildung an der angestrebten Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs wesentlich sind.
Die Festlegung des Umfanges der Aufnahmsprüfung obliegt dem Schulleiter.
g) Entfall der Aufnahmsprüfung bei Stundung:
Die Aufnahmsprüfung kann bei Aufschiebung gemäß § 29 Abs. 5 zweiter Satz SchUG insoweit entfallen, als der Schüler durch die Mitarbeit im Unterricht sowie durch in die Unterrichtsarbeit sonst eingeordnete Leistungsfeststellungen (mündliche, schriftliche und praktische oder nach anderen Arbeitsformen ausgerichtete Leistungsfeststellungen) zu erkennen gibt, dass er das Bildungsziel des betreffenden Pflichtgegenstandes in den vorangegangenen Schulstufen in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt. Die diesbezügliche Feststellung trifft der den jeweiligen Pflichtgegenstand unterrichtende Lehrer; sie ist dem Schüler unverzüglich bekanntzugeben (§ 7 Abs. 7 EiPrVO).
h) Prüfungsstoff der Aufnahmsprüfung:
Die Aufgaben für die schriftlichen, die mündlichen und die praktischen Teilprüfungen sind dem Bereich des Lehrstoffes der der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen der betreffenden Schulart oder Form oder Fachrichtung oder des Schwerpunktbereichs zu entnehmen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellungen hat sich nach den an die Schüler der der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen gestellten Anforderungen zu richten.
i) Bestellung der Prüfer:
Zur Durchführung der Aufnahmsprüfung hat der Schulleiter für die einzelnen Prüfungsgebiete fachlich zuständige Lehrer als Prüfer zu bestellen.
j) Durchführung der schriftlichen Teilprüfungen:
Die Aufgaben sind vom Prüfer zu stellen. Sie sind dem Prüfungskandidaten vor Beginn der Teilprüfung in schriftlicher Form vorzulegen, ausgenommen kurze und einfache Themenstellungen (z. B. Aufsatzthemen). Die für die Vorlage der Aufgabenstellungen verwendete Zeit ist in die Arbeitszeit nicht einzurechnen.
Der Prüfungskandidat ist vor Beginn der schriftlichen Teilprüfung auf die Folgen des Gebrauches unerlaubter Hilfsmittel oder Hilfen hinzuweisen.
Vorgetäuschte Leistungen (z. B. wegen Gebrauches unerlaubter Hilfsmittel oder Hilfen) sind nicht zu beurteilen; in diesem Fall darf die schriftliche Teilprüfung mit neuer Aufgabenstellung binnen einer Frist von acht Unterrichtstagen nochmals abgelegt werden. Der Prüfungstermin ist vom Schulleiter festzusetzen.
Unerlaubte Hilfsmittel, deren sich der Prüfungskandidat bedienen könnte, sind diesem abzunehmen und nach der betreffenden Teilprüfung zurückzugeben.
Das Verlassen des Prüfungsraumes während der schriftlichen Teilprüfung ist nur in dringenden Fällen und nur einzeln zulässig. Bis zum Abschluss der Prüfung dürfen weder Arbeiten noch Teile davon oder Abschriften aus dem Prüfungsraum fortgenommen werden.
Der Prüfungskandidat hat nach Beendigung der Prüfungsarbeit diese, alle Entwürfe und Aufzeichnungen abzugeben und den Prüfungsraum zu verlassen.
Über den Verlauf der Teilprüfung hat der jeweils aufsichtsführende Lehrer ein Protokoll zu führen, in dem Beginn und Ende der Aufsicht, Beginn und Ende der Abwesenheit des Prüfungskandidaten vom Prüfungsraum, der Zeitpunkt der Ablieferung der Prüfungsarbeit, die Anzahl der Beilagen sowie etwaige besondere Vorkommnisse, insbesondere vorgetäuschte Leistungen und unerlaubte Hilfsmittel, zu vermerken sind.
Tritt während einer Teilprüfung ein unvorhergesehenes Ereignis ein, das die körperliche Sicherheit oder die Gesundheit des Prüfungskandidaten gefährdet oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Teilprüfung schwerwiegend beeinträchtigt, so ist diese unverzüglich abzubrechen. In diesem Fall ist die Teilprüfung sofort nach Wegfall des Abbruchgrundes fortzusetzen; sofern bei Fortsetzung eine sichere Beurteilung nicht gewährleistet ist, ist die Teilprüfung mit neuer Aufgabenstellung nochmals durchzuführen.
k) Durchführung der mündlichen Teilprüfungen:
Die Aufgaben sind vom Prüfer zu stellen. Im Rahmen der mündlichen Teilprüfungen sind dem Prüfungskandidaten jeweils zwei voneinander unabhängige Aufgaben vorzulegen.
Ergibt sich aus der Lösung der Aufgaben keine sichere Beurteilungsgrundlage, so hat der Prüfer eine weitere Aufgabe zu stellen.
Zur Vorbereitung auf jede Aufgabe ist dem Prüfungskandidaten erforderlichenfalls eine angemessene Frist einzuräumen.
Die dem Prüfungskandidaten im Rahmen der mündlichen und der praktischen Teilprüfung gestellten Aufgaben sind im Prüfungsprotokoll zu vermerken.
l) Dauer der Aufnahmsprüfung:
Gemäß § 12 EiPrVO dürfen die schriftlichen und mündlichen Teilprüfungen jeweils nicht vor 7:30 Uhr beginnen und haben spätestens um 18:00 Uhr, für Prüfungskandidaten, die der allgemeinen Schulpflicht unterliegen (z. B. Hauptschüler, die in die AHS-Unterstufe übertreten wollen), spätestens um 17:00 Uhr zu enden. An einem Tag sollen nicht mehr als drei Teilprüfungen stattfinden.
Die Dauer einer schriftlichen Teilprüfung hat 50 Minuten, in den Prüfungsgebieten, in denen in den der angestrebten Schulstufe vorangegangenen Stufen mindestens eine zweioder mehrstündige Schularbeit lehrplanmäßig vorgesehen ist, jedoch 100 Minuten zu betragen. (Letzteres trifft in der AHSUnterstufe nicht zu.)
m) Beurteilung der Leistungen bei der Aufnahmsprüfung:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten bei der Aufnahmsprüfung sind gemäß § 13 EiPrVO in jedem Prüfungsgebiet vom Prüfer zu beurteilen (Einzelbeurteilungen). Grundlage der Beurteilung der Leistungen ist die vom Prüfungskandidaten bei der Lösung der Aufgaben erwiesene Kenntnis des Prüfungsgebietes. Im Übrigen finden die Bestimmungen der LBVO Anwendung.
Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist mit „bestanden" oder „nicht bestanden" festzusetzen. Die Aufnahmsprüfung ist „bestanden", wenn keine der Einzelbeurteilungen mit „Nicht genügend" festgesetzt wird. Die Aufnahmsprüfung ist „nicht bestanden", wenn auch nur eine Einzelbeurteilung mit „Nicht genügend" festgesetzt wird.
Nach bestandener Aufnahmsprüfung (oder deren Wiederholung oder deren Entfall -siehe oben Punkt g) ist der Prüfungskandidat ordentlicher Schüler. Hat er die Aufnahmsprüfung oder die Wiederholung dieser Prüfung nicht bestanden, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Ablehnung der Aufnahme schriftlich bekanntzugeben; dies gilt auch für den Fall, dass der Prüfungskandidat die Aufnahmsprüfung oder die Wiederholung dieser Prüfung zwar bestanden hat, wegen Platzmangels jedoch nicht in die Schule aufgenommen werden kann.
Die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung sind in das Prüfungsprotokoll aufzunehmen. Das Prüfungsprotokoll ist vom Schulleiter und von den Prüfern zu unterfertigen.
n) Wiederholung der Aufnahmsprüfung:
Gemäß § 14 EiPrVO ist eine einmalige Wiederholung der Aufnahmsprüfung oder von Teilprüfungen zulässig. Dies gilt aber nur für Aufnahmsprüfungen bei Übertritt, nicht für die Aufnahmsprüfung in die erste Klasse einer AHS!
Der Wiederholungsprüfungstermin oder der Termin der Wiederholung von einzelnen Teilprüfungen ist vom Schulleiter unter Bedachtnahme auf die zumutbare Leistungsfähigkeit des Aufnahmsbewerbers bzw. des Übertrittsbewerbers innerhalb einer Frist von zwei Monaten, gerechnet vom Zeitpunkt der nicht bestandenen Prüfung oder Teilprüfung, festzusetzen.
Die Wiederholung der Aufnahmsprüfung ist im gleichen Umfang wie die ursprüngliche Prüfung durchzuführen. Positiv beurteilte Teilprüfungen sind nicht zu wiederholen. Bei der Beurteilung der Wiederholung der Aufnahmsprüfung oder einer Teilprüfung dieser Prüfung sind vorangegangene Teilbeurteilungen mit „Nicht genügend" nicht zu berücksichtigen.
Hat der Prüfungskandidat die Aufnahmsprüfung oder die Wiederholung der Aufnahmsprüfung für die angestrebte Schulstufe nicht bestanden, so ist er berechtigt, die Prüfung für eine niedrigere Stufe derselben Schulart oder derselben Form oder Fachrichtung oder desselben Schwerpunktbereichs einer Schule abzulegen. Hiebei sind dem Prüfungskandidaten im Rahmen der ersten Aufnahmsprüfung oder im Rahmen der Wiederholung der Aufnahmsprüfung nicht mit „Nicht genügend" festgesetzte Einzelbeurteilungen anzurechnen.
o) Verhinderung und Rücktritt des Prüfungskandidaten:
Ist ein Prüfungskandidat an der Ablegung der Teilprüfung verhindert, so darf er gemäß § 15 EiPrVO diese mit neuer Aufgabenstellung zu einem vom Schulleiter festzusetzenden Prüfungstermin nachholen. Die Frist hiefür ist mit acht Unterrichtstagen, gerechnet vom Wegfall des Hinderungsgrundes, zu bemessen.
Ist ein Prüfungskandidat jedoch nur vorübergehend verhindert, so ist ihm nach Möglichkeit Gelegenheit zur Fortsetzung der betreffenden Teilprüfung, erforderlichenfalls unter neuer Aufgabenstellung, zu geben.
Diese Bestimmungen finden sinngemäß auch auf jene Fälle Anwendung, in denen der Prüfungskandidat von einer Teilprüfung zurücktritt. Nach Entgegennahme der Aufgabenstellung ist der Rücktritt nicht mehr zulässig; die betreffende Teilprüfung ist zu beurteilen.
4. Aufnahmsprüfung bei Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse der NMS in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS:
Gemäß § 40 Abs. 2a SchOG sind Schüler der NMS berechtigt, bei erfolgreichem Abschluss der ersten, zweiten und dritten Klasse unter den folgenden Voraussetzungen zu Beginn des folgenden Schuljahres in die jeweils nächsthöhere Klasse einer AHS überzutreten:
Nach erfolgreichem Abschluss der ersten und zweiten Klasse, sofern das Jahreszeugnis in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache ein „Sehr gut" oder ein „Gut" aufweist. Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Nach erfolgreichem Abschluss der dritten Klasse, sofern das Jahreszeugnis ausweist, dass der Schüler in allen differenzierten Pflichtgegenständen (das sind die Gegenstände Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache) nach den Anforderungen der Vertiefung beurteilt wurde oder - sofern dieser in (nur) einem differenzierten Pflichtgegenstand nach den Anforderungen der grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt wurde - die Klassenkonferenz der NMS feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der AHS genügen wird. Dabei hat die Klassenkonferenz die Beurteilungen in den übrigen Unterrichtsgegenständen sowie die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (gemäß § 22 Abs. la SchUG) zu berücksichtigen. Anderenfalls ist aus jenen differenzierten Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Haben Aufnahmsbewerber einen Gegenstand, der in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird, bisher nicht besucht, ist in diesem Gegenstand eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS den Besuch der vorhergehenden Stufe der NMS oder der Sonderschule voraus.
b) Weitere Vorgangsweise
Sonst gelten alle unter Punkt 3 (Aufnahmsprüfung bei Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse der Hauptschule in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS) genannten Bestimmungen.
5. Aufnahmsprüfung bei Übertritt von einer Schulform der AHS zu einer anderen Schulform der AHS:
Für den Übertritt eines Schülers von einer Schulform der AHS (Gymnasium, Realgymnasium, Wirtschaftskundliches Realgymnasium) in eine andere Form gilt Folgendes:
Aus jenen Unterrichtsgegenständen (gemäß § 30a SchUG auch Freigegenständen), die in einer der vorhergehenden Schulstufen der angestrebten Form einer Schulart Pflichtgegenstand waren und die der Schüler noch nicht oder nicht in annähernd gleichem Umfang (siehe hiezu oben Punkt 3/f) besucht hat, sind Aufnahmsprüfungen abzulegen.
Gemäß § 30a SchUG entfällt eine Aufnahmsprüfung in Werkerziehung (einschließlich Technisches Werken und Textiles Werken) dann, wenn keiner dieser Pflichtgegenstände in einer höheren Stufe der angestrebten Form als Pflichtgegenstand zu besuchen ist.
Gemäß § 29 Abs. 5 SchUG ist die Aufnahmsprüfung vom Schulleiter auf Ansuchen des Schülers bei gleichzeitiger Aufnahme als außerordentlicher Schüler aufzuschieben, wenn in dessen Person rücksichtswürdige Gründe vorliegen. Die Frist zur Ablegung ist mit höchstens einem halben Unterrichtsjahr je nachzuholender Schulstufe zu bemessen.
Die Aufnahmsprüfung kann insoweit entfallen, als der Schüler durch die Mitarbeit im Unterricht sowie durch in die Unterrichtsarbeit sonst eingeordnete Leistungsfeststellung (mündliche, schriftliche und praktische oder nach anderen Arbeitsformen ausgerichtete Leistungsfeststellungen) zu erkennen gibt, dass er das Bildungsziel des betreffenden Pflichtgegenstandes in den vorangegangenen Schulstufen in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt. Die diesbezügliche Feststellung trifft der den Pflichtgegenstand unterrichtende Lehrer und ist dem Schüler unverzüglich bekanntzugeben. Auf eine derartige Feststellung besteht kein Rechtsanspruch.
Der Entfall der Aufnahmsprüfung kommt also z. B. bei einem Übertritt vom Realgymnasium ins Gymnasium in Frage, wenn die Aufnahmsprüfung aufgeschoben worden ist und der Lateinlehrer feststellt, dass der Schüler das Bildungsziel bereits erreicht hat. Ein Entfall der Aufnahmsprüfung in Geometrischem Zeichnen beim Übertritt vom Gymnasium ins Realgymnasium ist hingegen nur beim Übertritt von der dritten Klasse Gymnasium in die vierte Klasse Realgymnasium möglich, nicht aber bei einem späteren Übertritt, weil in der Oberstufe der Pflichtgegenstand Geometrisches Zeichnen nicht mehr unterrichtet wird. Beim Übertritt von der vierten Klasse Gymnasium in die fünfte Klasse Realgymnasium ist also jedenfalls die Aufnahmsprüfung aus Geometrischem Zeichnen erforderlich.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen der EiPrVO. Vergleiche hiezu die Ausführungen unter Punkt 3 (Aufnahmsprüfung bei Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse der Hauptschule in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS).
6. Aufnahmsprüfung in die Oberstufe einer AHS bzw. in die erste Stufe einer AHS-Oberstufenform:
a) Erfordernis der Aufnahmsprüfung:
Gemäß § 40 Abs. 3 SchOG sind Schüler der vierten Klasse der Hauptschule und Schüler der Polytechnischen Schule auf der 9. Schulstufe, deren Jahreszeugnis in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen (Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache) in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist, die nicht schlechter als „Befriedigend" ist, berechtigt, am Beginn des folgenden Schuljahres in die fünfte Klasse einer AHS überzutreten.
Die Beurteilung eines leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstandes in der mittleren Leistungsgruppe mit „Befriedigend" steht der Aufnahme nicht entgegen, sofern die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der Oberstufe der AHS genügen wird.
Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Eine Aufnahmsprüfung entfällt, sofern das Jahreszeugnis die Feststellung enthält, dass die Schulstufe „mit ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen wurde.
Beim Übertritt von der vierten Klasse Hauptschule in die fünfte Klasse einer AHS (bzw. in die erste Stufe einer Oberstufenform, z. B. eines Oberstufenrealgymnasiums) hat ein Schüler also folgende Aufnahmsprüfungen abzulegen:
Aufnahmsprüfung in der Fremdsprache, die er bisher nicht besucht hat;
Aufnahmsprüfung in Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache, wenn er nicht die höchste Leistungsgruppe besucht hat, und zwar in der zweiten Leistungsgruppe ab „Befriedigend" (ausgenommen Eignungsfeststellung der Klassenkonferenz) und in der dritten Leistungsgruppe jedenfalls;
Aufnahmsprüfung in allen anderen Pflichtgegenständen ab „Genügend".
Schüler der NMS sind berechtigt, bei erfolgreichem Abschluss der vierten Klasse zu Beginn des folgenden Schuljahres in eine höhere Klasse einer AHS überzutreten, sofern die Berechtigung zum Übertritt in eine höhere Schule vorliegt. Diese liegt vor, wenn der Schüler in allen differenzierten Pflichtgegenständen (Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache) das Bildungsziel der Vertiefung erreicht hat, oder - sofern dies auf (nur) einen differenzierten Pflichtgegenstand nicht zutrifft - die Klassenkonferenz der NMS feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen einer höheren Schule genügen wird. Dabei hat die Klassenkonferenz die Beurteilungen in den übrigen Unterrichtsgegenständen sowie die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung zu berücksichtigen.
Liegt die Berechtigung zum Übertritt in eine höhere Schule nicht vor, ist aus jenen differenzierten Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Beim Übertritt von der vierten Klasse NMS in die fünfte Klasse einer AHS (bzw. in die erste Stufe einer Oberstufenform, z. B. eines Oberstufenrealgymnasiums) hat ein Schüler also folgende Aufnahmsprüfungen abzulegen:
Aufnahmsprüfung in Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache, wenn er nicht das Bildungsziel der Vertiefung erreicht hat (ausgenommen Eignungsfeststellung der Klassenkonferenz);
Schüler der Volksschuloberstufe (= achtklassige Volksschule) haben gemäß § 40 Abs. 4 SchOG vor Aufnahme in die AHS jedenfalls eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
Die Aufnahme in die Übergangsstufe eines Oberstufenrealgymnasiums setzt gemäß § 40 Abs. 5 SchOG lediglich die erfolgreiche Erfüllung der ersten acht Jahre der allgemeinen Schulpflicht voraus. Bei einem positiven Zeugnis der vierten Klasse Hauptschule oder NMS (bzw. der achten Klasse Volksschule) ist mithin unabhängig von der Leistungsgruppe oder dem Erreichen des Bildungszieles der Vertiefung und von den Noten die Berechtigung zur Aufnahme in die Übergangsstufe gegeben.
Bei erfolgreichem Abschluss der Übergangsstufe entfällt die Ablegung einer Aufnahmsprüfung in die fünfte Klasse des Oberstufenrealgymnasiums.
Für die Aufnahme in das Aufbaugymnasium oder Aufbaurealgymnasium gelten die gleichen Bedingungen wie für die Aufnahme in das Oberstufenrealgymnasium. Auch hier ersetzt der erfolgreiche Abschluss der Übergangsstufe jede erforderliche Aufnahmsprüfung.
Die Aufnahme in ein Gymnasium für Berufstätige oder Realgymnasium für Berufstätige oder Wirtschaftskundliches Realgymnasium für Berufstätige gemäß § 37 Abs. 3 erfordert die Erfüllung der dort genannten Voraussetzungen.
Für die Aufnahme in das Realgymnasium für Berufstätige (= Militärpersonen, Beamte und Vertragsbedienstete in Unteroffiziersfunktion sowie Wehrpflichtige, die den Wehrdienst als Zeitsoldat leisten) an der Theresianischen Militärakademie gelten die Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Oberstufenrealgymnasium sinngemäß.
Für die Aufnahme in eine AHS-Sonderform gelten die genannten Bestimmungen sinngemäß, wobei die Aufnahme in Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung die im Hinblick auf die besondere Aufgabe der Sonderform erforderliche Eignung, welche durch eine Eignungsprüfung festzustellen ist, voraussetzt. Vgl. hiezu Abschnitt 7 und 8 des vorliegenden Kapitels.
b) Rechtsgrundlage für die Aufnahmsprüfung in das Oberstufenrealgymnasium sowie in das Aufbaugymnasium und Aufbaurealgymnasium:
Für die Aufnahmsprüfung in die erste Stufe einer AHS als selbständige Oberstufenform, das ist die fünfte Klasse des Oberstufenrealgymnasiums sowie des Aufbaugymnasiums und des Aufbaurealgymnasiums, gelten folgende Bestimmungen:
§ 40 Abs. 3 bis 4 SchOG;
Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport über Aufnahms- und Eignungsprüfungen, BGBI. Nr. 291/1975 (AufEiPVO). Diese „Aufnahms- und Eignungsprüfungsverordnung" fasst die Vorschriften für alle Prüfungen zusammen, die das SchUG bzw. das SchOG anlässlich der Aufnahme in erste Stufen von Schularten vorsieht. Für die Aufnahme in ein Oberstufenrealgymnasium, ein Aufbaugymnasium bzw. ein Aufbaurealgymnasium sind die §§ 30 bis 40 AufEiPVO (= 6. Abschnitt der AufEiPVO) anzuwenden. Siehe hiezu die folgenden Ausführungen.
Sofern eine Aufnahmsprüfung erforderlich ist (siehe hiezu oben Punkt a), ist in Deutsch, in der lebenden Fremdsprache und in Mathematik jeweils eine schriftliche (sowie im Falle von deren Beurteilungen mit „Nicht genügend" auch jeweils eine mündliche) Prüfung abzulegen. In allen anderen Unterrichtsgegenständen - ausgenommen Bewegung und Sport und Werkerziehung - ist jeweils eine mündliche Prüfung abzulegen.
Die Aufgaben für die schriftliche und die mündliche Prüfung sind dem Bereich des Lehrstoffes der ersten Leistungsgruppe der vierten Klasse der Hauptschule zu entnehmen.
Die Aufgaben für die mündliche Prüfung sind dem Lehrstoff der vierten Klasse der Hauptschule zu entnehmen, wobei Aufgabenstellungen mit gehobenem Schwierigkeitsgrad zu wählen sind.
d) Auswahl der Aufgabenstellungen:
Die für die einzelnen Prüfungsgebiete fachlich zuständigen Prüfer haben einen Vorschlag für die Aufgabenstellungen auszuarbeiten und diesen dem Schulleiter und den übrigen Prüfern zur Kenntnis zu bringen. Die Aufgabenstellungen sind sodann in einer vom Schulleiter einzuberufenden Konferenz der Prüfer festzusetzen.
Die Übergabe der Vorschläge an den Schulleiter und die übrigen Prüfer hat so zeitgerecht vor der Abhaltung der Konferenz zu erfolgen, dass diesen ein angemessener Zeitraum zur Verfügung steht, um sich mit den Vorschlägen vertraut machen zu können.
Die Aufgabenstellungen sind den Prüfungskandidaten vor Beginn der schriftlichen Prüfung in vervielfältigter Form vorzulegen, ausgenommen kurze und einfache Themenstellungen (z. B. Aufsatzthemen). Die für die Vorlage der Aufgabenstel Jungen verwendete Zeit ist in die Arbeitszeit nicht einzurechnen.
Über den Verlauf der Prüfung hat der jeweils aufsichtsführende Lehrer ein Protokoll zu führen, in dem Beginn und Ende der Aufsicht, Beginn und Ende der Abwesenheit einzelner Prüfungskandidaten vom Prüfungsraum, der Zeitpunkt der Ablieferung der einzelnen Prüfungsarbeiten, die Anzahl der Beilagen sowie etwaige besondere Vorkommnisse, insbesondere vorgetäuschte Leistungen und unerlaubte Hilfsmittel, zu vermerken sind.
Tritt während der Prüfung ein unvorhergesehenes Ereignis ein, das die körperliche Sicherheit oder die Gesundheit der Prüfungskandidaten gefährdet oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung schwerwiegend beeinträchtigt, so ist die Prüfung unverzüglich abzubrechen. In diesem Falle ist die Prüfung im selben Prüfungstermin mit neuerAufgabenstellung nochmals durchzuführen.
Die schriftliche Prüfung ist an einem Tag durchzuführen. Sie darf nicht vor 7:30 Uhr beginnen und hat spätestens um 17:00 Uhr zu enden. Zwischen den schriftlichen Teilprüfungen ist eine angemessene Pause vorzusehen.
f) Durchführung der mündlichen Aufnahmsprüfung:
Dem Prüfungskandidaten sind im Rahmen der mündlichen Prüfung in jedem Prüfungsgebiet zwei voneinander unabhängige Aufgaben vorzulegen.
g) Arbeitszeit:
Die Arbeitszeit für die schriftliche Prüfung hat in jedem Prüfungsgebiet eine Stunde (keine Unterrichtsstunde, daher 60 Minuten) zu betragen.
Für die mündliche Prüfung ist in jedem Prüfungsgebiet nicht mehr Zeit zu verwenden, als für die Gewinnung einer sicheren Beurteilung erforderlich ist. Die Prüfung darf für ein Prüfungsgebiet 15 Minuten nicht übersteigen, sofern nicht eine weitere Aufgabe gestellt wurde, weil sich aus der Lösung der Aufgaben keine sichere Beurteilungsgrundlage ergibt.
h) Dauer der Aufnahmsprüfung:
Die schriftliche Prüfung ist an einem Tag durchzuführen, wobei zwischen den schriftlichen Teilprüfungen eine angemessene Pause vorzusehen ist.
Die schriftliche und die mündliche Prüfung dürfen jeweils nicht vor 7:30 Uhr beginnen und haben spätestens um 17:00 Uhr zu enden.
i) Beurteilung der Leistungen bei der Aufnahmsprüfung:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten bei der Aufnahmsprüfung sind in jedem Prüfungsgebiet vom Prüfer zu beurteilen (Einzelbeurteilungen). Grundlage der Beurteilungen der Leistung sind die vom Prüfungskandidaten bei der Lösung der Aufgaben erwiesene Kenntnis des Prüfungsgebietes und Eigenständigkeit im Denken. Im Übrigen finden die Bestimmungen der LBVO Anwendung, die bereits oben im Punkt 2/h des vorliegenden „Lexikons des Dienst-, Besoldungsund Schulrechts" dargestellt worden sind.
Auf Grund der Prüfungsergebnisse ist gemäß § 8 Abs. 2 SchUG unter Berücksichtigung der bisherigen Schulleistungen in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters mit unbedingter Mehrheit der abgegebenen Stimmen festzusetzen, ob der Prüfungskandidat die Prüfung „bestanden" oder wegen mangelnder Eignung „nicht bestanden" hat (Gesamtbeurteilung). Bei Stimmengleichheit entscheidet der Schulleiter (= Dirimierungsrecht).
Dem Prüfungskandidaten ist die Gesamtbeurteilung seiner Leistungen bekanntzugeben. Hat er die Aufnahmsprüfung bestanden und wird er in die Schule, an der er die Prüfung abgelegt hat, aufgenommen, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Aufnahme durch Anschlag an der Amtstafel der Schule oder in anderer geeigneter Weise bekanntzugeben. Hat er die Aufnahmsprüfung nicht bestanden oder zwar bestanden, kann aber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Ablehnung der Aufnahme schriftlich bekanntzugeben. Ferner ist dem Prüfungskandidaten die Gesamtbeurteilung schriftlich bekanntzugeben, wenn er die Aufnahmsprüfung bestanden hat, aber nicht die Aufnahme in die Schule anstrebt, an der er die Prüfung abgelegt hat.
Die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung sind in das Prüfungsprotokoll aufzunehmen. Das Prüfungsprotokoll ist vom Schulleiter und von den Prüfern zu unterfertigen. Gemäß § 77 lit. c SchUG enthält das Protokoll überdies Folgendes: die Prüfungskommission (der bzw. die Prüfer), die Daten des Prüfungskandidaten, die Aufgabenstellungen, die Beschreibung der Leistungen und ihre Beurteilung, die Prüfungsergebnisse und die bei der Prüfung oder auf Grund der Prüfungsergebnisse getroffenen Entscheidungen und Verfügungen.
j) Verhinderung und Rücktritt des Prüfungskandidaten:
Ist ein Prüfungskandidat an der Ablegung einer schriftlichen Prüfungsarbeit (schriftlichen Teilprüfung) verhindert, darf er die betreffende schriftliche Teilprüfung in dem auf den Wegfall des Verhinderungsgrundes nächstfolgenden Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nachholen.
Der Prüfungskandidat darf aber zu der anderen schriftlichen Teilprüfung und zur mündlichen Prüfung antreten, soweit das Prüfungsgebiet einer mündlichen Teilprüfung nicht auch Prüfungsgebiet der schriftlichen Teilprüfung, bei der der Prüfungskandidat verhindert war, ist.
Im Prüfungsgebiet, in dem bei der schriftlichen Teilprüfung die Verhinderung bestand, darf die mündliche Teilprüfung erst im nächstfolgenden Prüfungstermin nach Nachholung der versäumten schriftlichen Teilprüfung abgelegt werden. Beurteilte schriftliche und mündliche Teilprüfungen behalten hiebei ihre Gültigkeit.
Ist ein Prüfungskandidat an der Ablegung einer mündlichen Teilprüfung in dem für die mündliche Prüfung des betreffenden Termins vorgesehenen Zeitraum verhindert, so darf er die betreffende Teilprüfung in dem auf den Wegfall des Verhinderungsgrundes nächstfolgenden Prüfungstermin mit neuer Aufgabenstellung nachholen. Beurteilte schriftliche oder mündliche Teilprüfungen behalten hiebei ihre Gültigkeit.
Ist ein Prüfungskandidat jedoch nur vorübergehend verhindert, ist ihm nach Möglichkeit Gelegenheit zur Fortsetzung der mündlichen Prüfung, erforderlichenfalls unter neuer Aufgabenstellung, zu geben.
Diese Bestimmungen finden sinngemäß auch auf jene Fälle Anwendung, in denen der Prüfungskandidat von einer schriftlichen oder einer mündlichen Teilprüfung zurücktritt. Nach Entgegennahme der Aufgabenstellung ist der Rücktritt nicht mehr zulässig; die betreffende Teilprüfung ist zu beurteilen.
k) Zeugnis über die Aufnahmsprüfung:
Der Kandidat erhält über seine Aufnahmsprüfung nur eine schriftliche Mitteilung, aber kein Zeugnis. Lediglich dann, wenn der Aufnahmsbewerber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden kann, ist ihm gemäß § 39 AufEiPVO auf sein Verlangen über die Einzelbeurteilungen durch die Prüfer und die Gesamtbeurteilung ein Zeugnis auszustellen.
DasZeugnisformularfürdasZeugnisüberdieAufnahmsprüfung ist entsprechend der Anlage 3 der AufEiPVO zu gestalten. Vergleiche hiezu Punkt 2/j des vorliegenden Stichwortes.
7. Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung:
Gemäß § 40 Abs. 6 SchOG setzt die Aufnahme in Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung die im Hinblick auf die besondere Aufgabe dieser AHSSonderform erforderliche Eignung voraus, welche durch eine Eignungsprüfung festzustellen ist. Die Bestimmungen in Bezug auf diese Eignungsprüfung finden sich in den §§ 41 bis 45 der Verordnung über Aufnahms- und Eignungsprüfungen (AufEiPVO).
b) Zweck der Eignungsprüfung:
Die Eignungsprüfung dient der Feststellung, ob der Aufnahmsbewerber die erforderliche Eignung im Hinblick auf die besonderen Aufgaben der Sonderform mit musischer Ausbildung besitzt.
Die Eignungsprüfung für die Aufnahme in eine Sonderform der AHS für Studierende der Musik wird durch den Nachweis der bestandenen Aufnahmsprüfung an der Universität (früher Hochschule) für Musik und darstellende Kunst oder an dem Konservatorium mit Öffentlichkeitsrecht ersetzt, an der/dem der Aufnahmsbewerber einen Vorbereitungs- oder Ausbildungslehrgang besucht.
c) Umfang der Eignungsprüfung:
Die Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung umfasst sowohl für den musikalischen Schwerpunktbereich als auch für den bildnerischen Schwerpunktbereich eine praktische Prüfung, die folgendes Ziel hat:
Die praktische Prüfung für den musikalischen Schwerpunktbereich soll ein Bild von der Fähigkeit des Aufnahmsbewerbers zum Erfassen und Nachvollziehen von Rhythmen, Melodien und einfachen Akkorden ergeben. Vorhandene instrumentale Fertigkeiten des Prüfungskandidaten können dabei mit herangezogen werden.
Die praktische Prüfung für den bildnerischen Schwerpunktbereich soll ein Bild von den Fähigkeiten des Aufnahmsbewerbers zum Anwenden einfacher graphischer und/oder malerischer Techniken ergeben. Dabei kann die Eignung auch durch das Darstellen einer gezeigten Vorlage aus dem Gedächtnis oder durch Ergänzungsaufgaben mit Strichtests überprüft werden.
Zusätzlich zur Eignungsprüfung ist auch für diese Sonderform der AHS eine Aufnahmsprüfung abzulegen, wenn die Voraussetzungen gemäß § 40 SchOG (AHS-Reife) nicht gegeben sind (vgl. hiezu das vorliegende „Lexikon des Dienst-, Besoldungsund Schulrechts").
d) Durchführung der praktischen Eignungsprüfung:
Die praktische Eignungsprüfung ist so zu gestalten, dass sie eine Aussage über die voraussichtliche Eignung des Prüfungskandidaten für die Ausbildung im musikalischen bzw. bildnerischen Schwerpunkt der Sonderform ermöglicht.
Der Schulleiter hat die für die ordnungsgemäße Durchführung der praktischen Prüfung notwendigen Vorkehrungen unter Einbeziehung des Fachkoordinators zu treffen; dabei ist auf die Anzahl der Prüfungskandidaten Bedacht zu nehmen.
Über die erbrachten Prüfungsleistungen ist vom Prüfer ein Prüfungsprotokoll zu führen.
e) Beurteilung der Leistungen bei der Eignungsprüfung an AHS mit musischem Schwerpunkt:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten sind vom Prüfer zu beurteilen (Einzelbeurteilung). Grundlage zur Beurteilung der Leistungen sind die vom Prüfungskandidaten bei der Lösung der Aufgaben erwiesenen Fähigkeiten im Hinblick auf die Eignung für die besonderen Anforderungen der Schule.
Im Übrigen finden folgende Bestimmungen der LBVO sinngemäß Anwendung:
§ 11 Abs. 6 LBVO: Die äußere Form der Arbeit ist nur in bestimmten Unterrichtsgegenständen bei der Leistungsbeurteilung mit zu berücksichtigen.
§ 12 Abs. 1 Z 3 LBVO: Die äußere Form der Arbeit ist als ein wesentlicher Bestandteil der Leistung bei der Leistungsbeurteilung etwa in Bildnerischer Erziehung mit zu berücksichtigen, soweit für die Durchführung der gestellten Aufgabe ein hohes Maß an Genauigkeit und Sauberkeit erforderlich ist (insbesondere in den Lehrstoffbereichen Gebundenes Zeichnen, Schrift).
§ 13 LBVO: An AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung ist § 11 Abs. 9 LBVO in Bildnerischer Erziehung, Musikerziehung und Werkerziehung (Technisches Werken, Textiles Werken) nicht anzuwenden, soweit diese Unterrichtsgegenstände schwerpunktbildend sind. § 11 Abs. 9 LBVO besagt, dass bei der Beurteilung der Leistungen eines Schülers in Bildnerischer Erziehung, Bewegung und Sport, Musikerziehung und Werkerziehung (Technisches Werken, Textiles Werken) mangelnde Anlagen und mangelnde körperliche Fähigkeiten bei erwiesenem Leistungswillen zugunsten des Schülers zu berücksichtigen sind.
Auf Grund der Prüfungsergebnisse ist unter Berücksichtigung allfälliger einschlägiger bisheriger Schulleistungen in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters mit unbedingter Mehrheit der abgegebenen Stimmen festzusetzen, ob der Prüfungskandidat die Eignungsprüfung „bestanden" oder wegen mangelnder Eignung „nicht bestanden" hat (Gesamtbeurteilung).
Zur Festsetzung der Gesamtbeurteilung sind die vom Prüfungskandidaten erbrachten Leistungen zu Beginn der Konferenz allen Prüfern und dem Vorsitzenden zugänglich zu machen.
Die von der Konferenz der Prüfer festgesetzte Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist diesem bekanntzugeben. Hat der Prüfungskandidat die Prüfung bestanden und wird er in die Schule aufgenommen, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Aufnahme in die Schule durch Anschlag an der Amtstafel oder in anderer geeigneter Weise bekanntzugeben.
Hat der Prüfungskandidat die Prüfung nicht bestanden oder zwar bestanden, kann aber wegen Platzmangels nicht aufgenommen werden, ist die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Ablehnung der Aufnahme dem Aufnahmsbewerber schriftlich bekanntzugeben.
Die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung sowie die erfolgteAufnahme oderAblehnung sind in das Prüfungsprotokoll aufzunehmen. Das Prüfungsprotokoll ist vom Vorsitzenden und allen Prüfern zu unterfertigen.
f) Zeugnis über die Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung:
Kann ein Aufnahmsbewerber wegen Platzmangels nicht in die Schule aufgenommen werden, so ist ihm auf Verlangen ein Zeugnis über die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung auszustellen.
Im Falle der Aufnahme erhält der Kandidat kein Zeugnis, ebenso wenig bei Nichtbestehen der Eignungsprüfung.
Das Zeugnisformular für das Zeugnis über die Eignungsprüfung ist entsprechend der Anlage 1 AufEiPVO zu gestalten und enthält Folgendes:
Zahl des Prüfungsprotokolls
Titel „Eignungsprüfungszeugnis"
Text: ,,... (Familien- und Vorname), geboren am ..., hat sich am ... an der obgenannten Anstalt gemäß den Vorschriften der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 6. Mai 1975, BGBI. Nr. 291/1975, der Eignungsprüfung unterzogen. Er hat diese Prüfung bestanden, kann aber wegen Platzmangels nicht aufgenommen werden."
Prüfungsgebiet(e) und Beurteilung(en)
8. Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung:
Gemäß § 40 Abs. 6 SchOG setzt die Aufnahme in Schulen unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung die im Hinblick auf die besondere Aufgabe dieser AHSSonderform erforderliche Eignung voraus, welche durch eine Eignungsprüfung festzustellen ist. Die Bestimmungen in Bezug auf diese Eignungsprüfung finden sich in den §§ 46 bis 41 der Verordnung über Aufnahms- und Eignungsprüfungen (AufEiPVO).
Die Eignungsprüfung dient der Feststellung, ob der Aufnahmsbewerber die erforderliche körperliche Eignung im Hinblick auf die besonderen Aufgaben der Sonderform mit sportlicher Ausbildung (AHS, NMS, HS einschließlich Schi-NMS und SchiHS) besitzt.
Die Eignungsprüfung umfasst eine praktische Prüfung. Ferner ist im Rahmen der Eignungsprüfung die körperliche Eignung festzustellen.
Die praktische Prüfung soll ein Bild von der allgemeinmotorischen Leistungsfähigkeit des Kandidaten geben. Die Prüfungsanforderungen sind dem Prüfungskandidaten spätestens bei der Anmeldung zur Prüfung zur Kenntnis zu bringen. Allenfalls geforderte Mindestleistungen können bei vorübergehender körperlicher Behinderung zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung auch anderweitig nachgewiesen werden (z. B. Ergebnisse früherer Wettkämpfe).
Zur Feststellung der körperlichen Eignung des Aufnahmsbewerbers ist im Rahmen der Eignungsprüfung vor der praktischen Prüfung eine Untersuchung durch den Schularzt nach sportmedizinischen Kriterien durchzuführen beziehungsweise zu veranlassen.
Zusätzlich zur Eignungsprüfung ist für die Sonderform an AHS eine Aufnahmsprüfung abzulegen, wenn die Voraussetzungen gemäß § 40 SchOG (AHS-Reife) nicht gegeben sind (vgl. hiezu das vorliegende „Lexikon des Dienst-, Besoldungs- und Schulrechts").
Die Aufgabenstellungen sind in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters festzusetzen.
Sie sind so zu gestalten, dass sie eine Aussage über die voraussichtliche Bewältigung der allgemeinen sportlichen Beanspruchung unter Beachtung einer allfälligen Schwerpunktsetzung ermöglichen. Es ist zu berücksichtigen, dass die allgemeine Ausdauer eine wichtige Grundlage für alle Sportarten darstellt. Diese Prüfung hat vor allem eine Schutzfunktion für jene Aufnahmsbewerber zu erfüllen, die nicht die körperlichen Voraussetzungen mitbringen, und die daher in der Sonderform überlastet werden. Eine Auswahl der Übungen ausschließlich nach Kriterien des Spitzensportes ist zu vermeiden. Der Fachkoordinator ist jedenfalls vor der Festlegung der Aufgabenstellungen zu hören.
Der Schulleiter hat die für die ordnungsgemäße Durchführung der praktischen Prüfung notwendigen Vorkehrungen unter Einbeziehung des Fachkoordinators zu treffen.
Tritt während der Prüfung ein unvorhergesehenes Ereignis ein, das die körperliche Sicherheit oder die Gesundheit der Prüfungskandidaten gefährdet oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung schwerwiegend beeinträchtigt, so ist die Prüfung unverzüglich abzubrechen. In diesem Fall ist die Prüfung nach Möglichkeit im selben Prüfungstermin bei gesicherten Bedingungen fortzusetzen, wobei bereits erbrachte Leistungen ihre Gültigkeit behalten.
e) Bestellung von Fachkoordinatoren:
Gemäß § 54a SchUG hat der Schulleiter an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung je einen Lehrer als Fachkoordinator zu bestellen. Vor der Bestellung der Fachkoordinatoren ist die Schulkonferenz anzuhören.
Den Fachkoordinatoren obliegt an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung die Koordinierung der Unterrichtstätigkeit jener Lehrer, die im musischen bzw. sportlichen Bereich unterrichten. Die den Fachkoordinatoren im Einzelnen obliegenden Pflichten sind durch Dienstanweisung des zuständigen Bundesministers festzulegen.
Der zuständige Bundesminister hat durch Verordnung festzulegen, ab welcher Zahl von Klassen bzw. Schülergruppen die Bestellung eines Fachkoordinators im Hinblick auf den Lernstoff des betreffenden Pflichtgegenstandes erforderlich ist. Das ist mit Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 20. März 1985 über die Bestellung von Fachkoordinatoren, BGBI. Nr. 135/1985, geschehen.
Als Fachkoordinatoren an Schulen mit besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung sind vom Schulleiter jeweils Lehrer, die einen oder mehrere den Schwerpunkt betreffende Pflichtgegenstände unterrichten, zu bestellen.
An Schulen, an denen die schwerpunktmäßige Ausbildung mehrere Unterrichtsgegenstände umfasst (z. B. Musikerziehung und Instrumentalmusik), ist nach Maßgabe der Voraussetzung des vorigen Absatzes nur ein Fachkoordinator für die gesamte schwerpunktmäßige Ausbildung zu bestellen. Wenn jedoch an einer Schule mit musischem Schwerpunkt sowohl die bildnerische als auch die musikalische Ausbildung schwerpunktmäßig erfolgt, ist für jede dieser Ausbildungen nach Maßgabe der Voraussetzungen des vorigen Absatzes die Bestellung jeweils eines Fachkoordinators zulässig.
An Schulen, an denen sowohl die sportliche als auch die musische Ausbildung schwerpunktmäßig geführt werden, ist nach Maßgabe der Voraussetzung die Bestellung jeweils eines Fachkoordinators für jede dieser Ausbildungen zulässig.
f) Aufgaben der Fachkoordinatoren an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung:
Die den Fachkoordinatoren obliegenden Pflichten sind durch die „Dienstanweisung für Fachkoordinatoren" (RS Nr. 64/1993 des BMUK, Gz. 12.940/14-111/3/93, vom 22. Juni 1993) festgelegt. Diese Dienstanweisung normiert die Aufgaben des Fachkoordinators an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung im Einzelnen folgendermaßen (Dienstanweisung § 4 Abs. 2):
fachliche Betreuung der einzelnen in den Schwerpunktfächern unterrichtenden Lehrer hinsichtlich der Unterrichtserteilung, insbesondere hinsichtlich der stofflichen Abstimmung, der Anforderungen, der Durchführung der Leistungsfeststellung und -beurteilung (auch hinsichtlich der Termine); diese Beratungen haben insbesondere in Fachkonferenzen, die bei Bedarf stattfinden sollen, sowie in Einzelgesprächen zu erfolgen;
Zusammenarbeit mit dem Schularzt hinsichtlich des Aufnahmeverfahrens und der ärztlichen Betreuung;
Der Fachkoordinator hat seine Aufgaben in Unterordnung unter den Schulleiter zu erfüllen. Er ist nicht Vorgesetzter der an der Schule unterrichtenden Lehrer. Unmittelbarer Vorgesetzter aller an der Schule tätigen Lehrer - und mithin auch des Fachkoordinators - ist gemäß § 56 Abs. 2 SchUG der Schulleiter.
g) Beurteilung der Leistungen bei der Eignungsprüfung an AHS mit sportlichem Schwerpunkt:
Die Leistungen des Prüfungskandidaten sind in jedem Prüfungsgebiet vom Prüfer zu beurteilen (Einzelbeurteilung). Grundlage der Beurteilung sind jeweils die erbrachten Leistungen; sofern Mindestvoraussetzungen festgelegt worden sind, ist von diesen auszugehen.
§ 11 Abs. 4 LBVO: Vorgetäuschte Leistungen sind nicht zu beurteilen.
§ 13 LBVO: An AHS unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung ist § 11 Abs. 9 LBVO in Bewegung und Sport nicht anzuwenden. § 11 Abs. 9 LBVO besagt, dass bei der Beurteilung der Leistungen eines Schülers in Bildnerischer Erziehung, Bewegung und Sport, Musikerziehung und Werkerziehung (Technisches Werken, Textiles Werken) mangelnde Anlagen und mangelnde körperliche Fähigkeiten bei erwiesenem Leistungswillen zugunsten des Schülers zu berücksichtigen sind.
Auf Grund der Prüfungsergebnisse ist in einer Konferenz der Prüfer unter dem Vorsitz des Schulleiters mit unbedingter Mehrheit der abgegebenen Stimmen festzusetzen, ob der Prüfungskandidat die Prüfung „bestanden" oder wegen mangelnder Eignung „nicht bestanden" hat (Gesamtbeurteilung). Bei Stimmengleichheit entscheidet der Schulleiter.
Zur Festsetzung der Gesamtbeurteilung sind die vom Prüfungskandidaten erbrachten Leistungen zu Beginn der Konferenz allen Prüfern zugänglich zu machen.
Die von der Konferenz der Prüfer festgesetzte Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist diesem bekanntzugeben. Hat der Prüfungskandidat die Prüfung bestanden und wird er nach Feststellung der körperlichen Eignung in die Schule aufgenommen, ist ihm die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Aufnahme in die Schule durch Anschlag an der Amtstafel der Schule oder in anderer geeigneter Weise bekanntzugeben.
Hat der Prüfungskandidat die Prüfung zwar bestanden, kann aber wegen mangelnder Feststellung der körperlichen Eignung oder trotz körperlicher Eignung wegen Platzmangels nicht aufgenommen werden, ist die Gesamtbeurteilung zugleich mit der Ablehnung dem Aufnahmsbewerber schriftlich bekanntzugeben.
Die Einzelbeurteilungen und die Gesamtbeurteilung sind in das Prüfungsprotokoll aufzunehmen. Das Prüfungsprotokoll ist vom Vorsitzenden und von allen Prüfern zu unterfertigen.
h) Feststellung der körperlichen Eignung im Rahmen der Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung:
Die ärztliche Untersuchung durch den Schularzt im Rahmen der Eignungsprüfung oder das vorgelegte Zeugnis muss Folgendes beinhalten:
Klinische Untersuchung (nach Möglichkeit unter Mitwirkung eines Facharztes für Orthopädie):
Peripherer Kreislauf, Blutdruck
Hilfsbefunde:
Labor: Blutbild komplett, Blutsenkung, Harn komplett, Ruhe-EKG, sofern anamnestisch nötig: weitere Hilfsbefunde (z. B. nach Hepatitis)
Röntgen: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule Beckenübersicht, Hüftgelenke, Kniegelenke, Thorax (Cor und Pulmo)
Die Hilfsbefunde sind nur von jenen Schülern beizubringen, die tatsächlich in die Schule auf Grund der positiven praktischen Eignungsprüfung aufgenommen werden können. Die Röntgenbefunde sind nur bei Verdacht auf einen krankhaften Zustand nach klinischer Untersuchung beizubringen.
Sofern die Untersuchung und die Befunde ergeben, dass der Aufnahmsbewerber körperlich nicht geeignet ist, ist ihm dies zugleich mit der Bekanntgabe der Gesamtbeurteilung schriftlich mitzuteilen.
i) Zeugnis über die Eignungsprüfung an AHS unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung:
(Zuletzt aktualisiert: Mai 2013)

References: § 40
 § 28
 § 21
 § 27
 § 14

§ 11

§ 11

§ 11

§ 14

§ 15

§ 15
 § 11
 § 11

§ 15

§ 15

§ 16

§ 16

§ 16
 § 77
 § 40
 § 29
 § 29
 § 2
 § 6
 § 7
 § 40
 § 7
 § 29
 § 12
 § 13
 § 14
 § 15
 § 40
 § 22
 § 30
 § 30
 § 29
 § 40
 § 40
 § 40
 § 37

§ 40
 § 8
 § 77
 § 39
 § 40
 § 40

§ 11

§ 12

§ 13
 § 11
 § 11
 § 40
 § 40
 § 54
 § 4
 § 56

§ 11

§ 13
 § 11
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