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Timestamp: 2020-01-23 11:41:11+00:00

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Geschäftsbericht 2017 - Zahlenteil
Zukunft braucht Herkunft GESCHÄFTSBERICHT 2017 Daten I Zahlen I Fakten
Inhalt 1. Jahresbilanz 2 2. Gewinn- und Verlustrechnung 4 3. Anhang 5 A. Allgemeine Angaben 5 B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden 5 C. Entwicklung des Anlagevermögens 2017 11 D. Erläuterungen zur Bilanz 13 E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 20 F. Sonstige Angaben 21 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Volksbank Kraichgau eG 1 I. Geschäftsverlauf 1 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften 1 2. Entwicklung der Volksbank Kraichgau eG 2 II. Darstellung der Lage und Risikobericht der Volksbank Kraichgau eG 4 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement 4 2. Vermögenslage 6 3. Finanz- und Liquiditätslage 9 4. Ertragslage 10 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage 11 III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) sowie 11 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung IV. Zweigniederlassungen 15 V. Erklärung zur Unternehmensführung 15 VI. Nichtfinanzielle Berichterstattung 16
Jahresabschluss 2017 Volksbank Kraichgau eG Wiesloch und Sinsheim Genossenschaftsregisternummer 350001 beim Amtsgericht Mannheim Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresbilanz (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1
Aktivseite 1. Jahresbilanz zum 31.12.2017 EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr 1. Barreserve a) Kassenbestand b) Guthaben bei Zentralnotenbanken darunter: bei der Deutschen Bundesbank c) Guthaben bei Postgiroämtern 197.537.288,45 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 b) Wechsel 3. Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig a) b) andere Forderungen 4. Forderungen an Kunden darunter: durch Grundpfandrechte gesichert Kommunalkredite 1.367.803.626,93 43.705.717,69 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 29.509.334,34 197.537.288,45 0,00 227.046.622,79 0,00 0,00 96.645.353,18 134.816.254,08 0,00 231.461.607,26 2.600.103.305,31 a) Geldmarktpapiere aa) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ab) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank b) Anleihen und Schuldverschreibungen 0,00 0,00 ba) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank bb) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 149.188.357,53 372.269.732,81 0,00 0,00 0,00 149.188.357,53 403.959.241,66 553.147.599,19 c) eigene Schuldverschreibungen Nennbetrag 0,00 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6a. Handelsbestand 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften a) Beteiligungen darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienst- leistungsinstituten 2.016.454,37 0,00 0,00 553.147.599,19 329.060.718,71 0,00 82.835.817,54 b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.759.280,00 85.595.097,54 darunter: bei Kreditgenossen- schaften bei Finanzdienst- leistungsinstituten 8. Anteile an verbundenen Unternehmen darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienst- leistungsinstituten 2.520.750,00 0,00 0,00 0,00 9. Treuhandvermögen darunter: Treuhandkredite 37.000,53 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 11. Immaterielle Anlagewerte a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen 12. Sachanlagen 13. Sonstige Vermögensgegenstände 14. Rechnungsabgrenzungsposten 15. Aktive latente Steuern 16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Summe der Aktiva 2 428.108,02 37.000,53 0,00 63.003,00 27.868.276,66 10.162.400,34 184.257,74 0,00 445.025,24 4.065.603.022,33 0,00 63.003,00 0,00 0,00 ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( Vorjahr TEUR 25.238 99.825 99.825) 0 0 0) 0 159.262 139.884 2.300.070 1.258.402) 47.250) 0 0) 0 0) 179.303 179.303) 423.716 391.252) 0 0) 313.624 0 82.822 2.016) 0) 2.759 2.521) 0) 428 0) 0) 103 103) 0 0 76 0 0 28.583 10.306 55 0 478 3.766.532
EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr 0,00 481.646.111,36 481.646.111,36 532.670.051,28 102.340.592,14 635.010.643,42 2.223.533.108,98 330.855.881,67 2.554.388.990,65 3.189.399.634,07 90.632 500.402,45 0,00 500.402,45 a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen b) Steuerrückstellungen c) andere Rückstellungen 13.445.795,75 10.859.778,92 17.883.956,36 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten täglich fällig a) b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten b) andere Verbindlichkeiten ba) täglich fällig bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3. Verbriefte Verbindlichkeiten a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten darunter: Geldmarktpapiere eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 3a. Handelsbestand 4. Treuhandverbindlichkeiten darunter: Treuhandkredite 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6. Rechnungsabgrenzungsposten 6a. Passive latente Steuern 7. Rückstellungen 0,00 0,00 37.000,53 8. [gestrichen] 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10. Genussrechtskapital darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 11a. Sonderposten aus der Währungsumrechnung 12. Eigenkapital a) Gezeichnetes Kapital b) Kapitalrücklage c) Ergebnisrücklagen ca) gesetzliche Rücklage cb) andere Ergebnisrücklagen d) Bilanzgewinn Summe der Passiva 1. Eventualverbindlichkeiten a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter- gegebenen abgerechneten Wechseln b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 2. Andere Verpflichtungen a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 ( ( ( ( ( 0,00 37.000,53 76.165.180,09 1.129.617,13 0,00 42.189.531,03 0,00 0,00 102.500.000,00 0,00 Passivseite Vorjahr TEUR 4 386.753 529.505 106.681 2.351.972 500 0 0) 0) 0 103 103) 3.986 1.185 0 13.377 6.454 16.726 0 0 0) 91.500 0) 0 25.210 0 52.150 84.900 4.894 3.766.532 0 89.220 0 0 0 256.838 24.974.951,54 0,00 142.100.000,00 4.960.594,13 172.035.545,67 4.065.603.022,33 53.800.000,00 88.300.000,00 0,00 71.068.297,52 0,00 71.068.297,52 0,00 0,00 188.355.418,61 188.355.418,61 ( 0) 3
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr TEUR 1. Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2. Zinsaufwendungen 3. Laufende Erträge aus 57.464.019,68 2.919.724,94 60.383.744,62 7.000.225,97 53.383.518,65 a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- 6.213.798,27 2.040.043,00 171.000,00 28.043.535,73 3.969.422,99 8.424.841,27 0,00 24.074.112,74 0,00 3.946.165,75 60.246 3.271 11.121 4.502 1.912 270 0 26.365 2.458 0 2.614 29.216 6.011 1.082) 16.596 5.403 3.278 0 840 0 0 0 25.939 0 0 0) 11.983 0) 102 7.500 6.353 10 6.363 0 0 6.363 720 750 4.894 oder Teilgewinnabführungsverträgen 5. Provisionserträge 6. Provisionsaufwendungen 7. Nettoertrag des Handelsbestands 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. [gestrichen] 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand aa) Löhne und Gehälter ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung 1.887.901,22 b) andere Verwaltungsaufwendungen 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 18. [gestrichen] 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20. Außerordentliche Erträge 21. Außerordentliche Aufwendungen 22. Außerordentliches Ergebnis 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag darunter: latente Steuern 0,00 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 25. Jahresüberschuss 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen a) aus der gesetzlichen Rücklage b) aus anderen Ergebnisrücklagen 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen a) b) in die gesetzliche Rücklage in andere Ergebnisrücklagen 29. Bilanzgewinn 4 29.769.022,52 6.809.794,20 36.578.816,72 17.776.477,65 54.355.294,37 ( 2.820.949,86 5.230.926,57 0,00 1.199.467,43 1.199.467,43 0,00 17.352,78 0,00 0,00 10.796.338,28 95.963,52 0,00 0,00 700.000,00 1.100.000,00 17.352,78 0,00 28.638.287,82 0,00 ( ( 10.892.301,80 11.000.000,00 6.745.986,02 14.608,11 6.760.594,13 0,00 6.760.594,13 1.800.000,00 4.960.594,13
3. Anhang A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderun- gen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Beibehal- tung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) wird entsprechend der Rechtslage vor In- krafttreten des BilMoG nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanz- stichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen. Dieser Unter- schiedsbetrag wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst. Im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Unverzinsliche bzw. minderverzinsliche Forderungen wurden mit einem angemessenen Zinsfuß abge- zinst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftli- chen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuer- ten Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der Verlustmethode gemäß dem Schreiben des BMF vom 10. Januar 1994. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die bei den Forderungen an Kunden abgesetzt sind, und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Wertpapiere im Sinne von § 7 der RechKredV, die in der Bilanz unter den Posten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" und "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen sind, wurden wie folgt bewertet: 5
Die Bank hält zum Bilanzstichtag Wertpapiere des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve. Die Zuordnung der Wertpapiere zu der jeweiligen Gruppe ist durch entsprechende Beschlüsse der zuständigen Organe dokumentiert. Bei Wertpapieren im Girosammeldepot wurden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmetho- de ermittelt. Sämtliche Wertpapiere - auch die dem Anlagevermögen zugeordneten - wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den „Wertpapiermitteilungen“ (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse heran- gezogen. Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen handelsrechtlichen Grundsät- zen bilanziert und bewertet. Finanzinstrumente des Handelsbestands Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden nicht geändert. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand dienen ausschließlich als Sicherungsinstru- mente in Bewertungseinheiten oder als Steuerungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung. Soweit eine verlässliche Be- wertung aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgt die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern. Sicherungsnehmerpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, die der Absicherung von Ausfallrisiken die- nen, ohne zugleich einer Bewertungseinheit i. S. v. § 254 HGB zugeordnet zu sein, werden als erhaltene Kreditsicherheiten bei der Er- mittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen oder Rückstellungen für die abgesicherten Geschäfte berücksichtigt und nicht ei- genständig bilanziert. Sicherungsgeberpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken über- tragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, werden als ge- stellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not- wendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensge- genständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, werden Bewertungs- einheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente er- folgt nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrie- rungsmethode angewandt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen aus Zinsrisiken sowie zum Ausgleich gegenläufiger Zinszahlungsströme werden Micro- Bewertungseinheiten gebildet. 6
Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundge- schäfte aus: Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB Grundgeschäfte 1. Vermögensgegenstände 2. Schulden 3. schwebende Geschäfte 4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen Summe Buchwerte/Volumina (in EUR) 36.812.050 0 0 0 36.812.050 Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stim- men jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertän- derungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichen- den Wertänderungen aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf TEUR 1.388. Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Siche- rungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlust- überhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2017 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grund- sätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungs- kosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei den Gebäuden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von höchstens 50 Jahren. Soweit steuerlich anerkannt, werden höhere Staffelsätze gemäß § 7 Abs. 5 EStG angewandt. Bei Mietereinbauten wird als Nutzungs- dauer die Vertragszeit angesetzt, soweit diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist. 7
Die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen werden überwiegend linear und soweit steuerlich zulässig degressiv abgeschrieben. Dabei wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode überzugehen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 150 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 150 bis EUR 1.000 wurde steuerrechtlich ein Sammelposten gebildet. Handelsrechtlich wurde dieser Sammelposten aufgrund der untergeordneten Bedeutung übernommen. Der Sammelposten wird über die Dauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Aktive latente Steuern Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Deckungsver- mögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 1.479.892 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 1.484.750) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 1.034.867 saldiert. Bei der Verrechnung weiterer Vermö- genswerte in Höhe von EUR 824.121 (Aktiva 6), die an die Begünstigten zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen verpfändet sind, er- gab sich keine Überdeckung. Ein nach der Saldierung verbleibender Überhang wurde in Höhe von EUR 445.025 aktiviert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzin- sung der Verpflichtungen wurden mit laufenden Erträgen sowie Erfolgsauswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermö- gens in Höhe von EUR 58.753 verrechnet. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzin- sung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbil- dung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. 8
Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der „Richttafeln 2005 G“ (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 3,68 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfa- chungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 3,68 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markt- zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.514. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 2,8 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln Heu- beck 2005G zugrunde gelegt. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 % zugrunde gelegt. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemes- sener Höhe gebildet. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände (ausgenommen Sortenbestand) und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devi- senkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Ter- minkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergeb- nisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden. 9
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 lt. § 32 RechKredV haben wir Gebrauch ge- macht. 10
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2017 Anschaffungs- / Zugang (a) Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Beginn des Geschäftsjahres EUR Im Geschäftsjahr EUR EUR Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres EUR 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 443.279,60 41.703,66 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 2.740,04 (b) 482.243,22 0,00 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 0,00 Immaterielle Anlagenwerte a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte b) entgeltlich erwor- bene Konzessio- nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sol- chen Rechten und Werten c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Sachanlagen a) Grundstücke und Gebäude 58.891.900,29 562.774,17 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 581.276,66 (b) 58.873.397,80 b) Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 12.286.859,84 1.564.487,08 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 1.173.839,36 (b) 12.677.507,56 Summe a 71.622.039,73 2.168.964,91 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 1.757.856,06 (b) 72.033.148,58 11
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) EUR Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) EUR Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Ende Buchwerte Bilanzstichtag Abgänge (b) des Geschäftsjahres EUR EUR (gesamt) EUR EUR Immaterielle Anlagenwerte a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) b) entgeltlich erworbene 367.007,60 Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sol- chen Rechten und Werten c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Sachanlagen a) Grundstücke und Gebäude b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 33.146.683,30 9.449.377,22 Summe a 42.963.068,12 54.972,66 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 1.729.126,36 (a) 0,00 (b) 1.036.850,84 (a) 0,00 (b) 2.820.949,86 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 2.740,04 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 581.276,66 (b) 0,00 (a) 1.098.132,36 (b) 0,00 (a) 1.682.149,06 (b) 0,00 0,00 419.240,22 63.003,00 2 1 0,00 0,00 0,00 0,00 34.294.533,00 24.578.864,80 9.388.095,70 3.289.411,86 44.101.868,92 27.931.279,66
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag EUR EUR EUR 289.103.559,76 5.700.823,13 294.804.382,89 85.581.149,91 13.947,63 85.595.097,54 428.108,02 0,00 428.108,02 Wertpapiere des Anlagevermögens Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Anteile an verbundenen Unter- nehmen Summe b 375.112.817,69 5.714.770,76 380.827.588,45 Summe a und b 446.734.857,42 408.758.868,11 D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 216.018.589 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 467.705.438 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 146.137.640 fällig. In folgenden Posten sind enthalten: börsenfähig davon: börsennotiert nicht börsennotiert EUR EUR EUR nicht mit dem Nie- derstwert bewertete börsenfähige Wert- papiere EUR Schuldverschreibungen und an- dere festverzinsliche Wertpapie- re (A 5) 553.147.599 502.941.578 50.206.021 Aktien und andere nicht festver- zinsliche Wertpapiere (A 6) 9.590.323 0 9.590.323 0 0 13
Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsun- ternehmen sind: verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Forderungen an 0 0 224.446.999 290.315.924 847.150 2.268 9.573.892 6.966.920 Forderungen an Kreditinstitute (A 3) Forderungen an Kunden (A 4) Schuldverschreibungen und an- dere festverzinsliche Wertpapie- re (A 5) 0 0 117.081.403 87.424.862 Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent aufgegliedert nach Anlagezielen Wir halten folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB im Posten Aktien und andere nicht festverzinsli- che Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %: Anlageziel langfristige Kapitalanlage auf Basis einer Asset- Allocation Wert der Anteile i. S. §§ 168, 278 KAGB, § 36 InvG a. F. bzw. vergleichbarer aus- ländischer Vorschrif- ten (Zeitwert) EUR Differenz zum Buchwert (Reserve) Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr EUR EUR UIN-Fonds Nr. 118 315.539.772 32.856.221 5.725.169 Volksbank Kraichgau Credit Select 24.255.233 0 126.343 Volksbank Kraichgau Nachhaltigkeit 10.207.000 207.000 70.000 Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nur für den Fall außergewöhnlicher Umstände, die eine Ausset- zung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind und an verbundenen Unternehmen nach § 271 Abs. 2 HGB: Name und Sitz Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegen- Gesellschafts- kapital % Jahr TEUR den Jahresabschlusses Jahr TEUR a) Kraichgau Immobilien GmbH, Sinsheim 90,00 2016 b) Kraichgau Reisen GmbH, Sinsheim 100,00 2016 449 115 2016 2016 c) VKI Vermögensverwaltungs GmbH, Angelbachtal 49,00 2016 41 2016 355 29 1 14
Name und Sitz Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegen- Gesellschafts- kapital % Jahr TEUR den Jahresabschlusses Jahr TEUR d) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG 01.08.2016 - 01.08.2016 - Baden-Württemberg, Karlsruhe 0,78 31.07.2017 3.104.653 31.07.2017 84.925 e) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG 01.08.2016 - 01.08.2016 - Baden-Württemberg, Karlsruhe 1,91 31.07.2017 2.458.235 31.07.2017 55.201 Mit der Kraichgau Immobilien GmbH, Sinsheim und der Kraichgau Reisen GmbH, Sinsheim besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Er- tragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 20.040.893 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 3.289.412 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: Steuererstattungsansprüche Provisionsansprüche Gruppen-Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (Kapitalanlage) 31.12.2017 EUR 3.576.411 3.039.525 2.071.613 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unter- schiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 0 (Vorjahr EUR 34.105). 15
Nachrangige Vermögensgegenstände In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten: Posten/Unterposten Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Forderungen an Kunden (A 4) 4.842.664 5.871.921 davon Kredite mit Haftungsfreistellung durch Bundes- garantie 3.842.664 4.871.921 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 6.217.488 6.039.870 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 1.551.997 1.554.275 Fremdwährungsposten In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 41.987.171 enthalten. Restlaufzeitspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten: bis 3 Monate EUR mehr als 3 Monate bis ein Jahr EUR mehr als ein Jahr bis 5 Jahre EUR mehr als 5 Jahre EUR Andere Forderungen an Kredit- institute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) Forderungen an Kunden (A 4) 0 125.000.000 2.000.000 0 53.516.422 121.665.352 625.279.938 1.331.699.335 16
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf: bis 3 Monate EUR mehr als 3 Monate bis ein Jahr EUR mehr als ein Jahr bis 5 Jahre EUR mehr als 5 Jahre EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 64.005.258 232.591.309 60.458.879 123.841.026 Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 7.026.100 94.333.604 980.889 0 Andere Verbindlichkeiten gegen- über Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 308.711.602 11.257.388 10.647.967 221.324 Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 280.775.766 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftli- chen Zentralbank enthalten. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Sonstige Verbindlichkeiten Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: Abzuführende Kapitalertragsteuer Aufhebungs- und Abfindungsvereinbarungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2017 EUR 73.326.496 918.343 752.503 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 473.941 (Vorjahr EUR 553.584) enthalten. 17
Passive latente Steuern Latente Steuern sind nicht aktiviert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Hierbei wurden passive latente Steuern aus den Beteiligungen (Aktiva 7) sowie eines Sonderpostens mit Rücklageanteil im Wesentlichen mit den latenten Steu- ern aus gebildeten Vorsorgereserven nach § 340 f HGB (Aktiva 4) sowie aus dem Bereich der Rückstellungen (Passiva 7) ver- rechnet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind: Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsjahr verbundenen Unternehmen Vorjahr EUR EUR Beteiligungsunternehmen Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 280.775.766 175.592.389 Kunden (P 2) 373.544 406.666 verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 0 0 651.295 500.402 851.431 500.425 Eigenkapital Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt: Geschäftsguthaben a) der verbleibenden Mitglieder b) der ausscheidenden Mitglieder c) aus gekündigten Geschäftsanteilen EUR 24.425.444 548.415 1.092 18
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt: Stand 01.01.2017 Einstellungen Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen EUR EUR 52.150.000 84.900.000 - aus Bilanzgewinn des Vorjahres 950.000 2.300.000 - aus Jahresüberschuss des Geschäfts- jahres Stand 31.12.2017 700.000 53.800.000 1.100.000 88.300.000 Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse gel- tenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rück- stellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährlei- stungsverträge bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Wir gehen davon aus, dass die überwiegende Anzahl der Even- tualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert: Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertra- genen Vermögenswerte in EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 400.906.170 Fremdwährungsposten In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 73.596.608 enthalten. Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und Aktienoptionsgeschäfte des Nichthandelsbestands. Die Zinsswaps wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisi- kos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) oder im Rahmen von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB abgeschlossen. Devisentermingeschäfte und Aktienoptionsgeschäfte werden ausschließlich im Kundeninteresse getätigt. Entsprechende Gegen- geschäfte mit der Zentralbank bestehen. In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben. 19
(Angaben in TEUR): Zinsbezogene Geschäfte OTC-Produkte Nominalbetrag Restlaufzeit beizu- legender Zeitwert Adressen- risiko <= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe - Zins-Swap (gleiche Währung) 0 37.000 112.912 149.912 -2.273 2.775 Währungsbezogene Geschäfte OTC-Produkte - Devisentermingeschäfte 477 Aktien-/Indexbezogene Geschäfte Börsengehandelte Produkte - Aktien-/Index-Optionen 25.539 0 0 0 477 0 25.539 0 0 11 1.007 Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarte- ten Zahlungsströme auf den Barwert. Bei den Devisentermingeschäften sind die beizulegenden Zeitwerte in Höhe der mit den am Bilanzstichtag gültigen Terminkur- sen umgerechneten Fremdwährungsbeträgen angegeben. Es handelt sich ausschließlich um geschlossene Positionen; insoweit gleichen sich die beizulegenden Zeitwerte weitestgehend aus. Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands werden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt. Es handelt sich ausschließlich um geschlossene Positionen; insoweit gleichen sich die beizulegenden Zeitwerte weitestgehend aus. Die in strukturierten Produkten enthaltenen Kreditderivate resultieren aus einer Kreditrisiko-Verbriefungsaktion (VR Circle Platt- form der DZ BANK) in Form von Credit Default Swaps im Rahmen der emittierten Inhaberschuldverschreibung sowie eines wei- teren Credit Default Swaps verbunden mit einer erworbenen Credit Linked Note. Die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert erfolgte mittels anerkannter Optionspreismodelle. Für eventuelle Inanspruchnahmen aus dem Credit Default Swap wurde eine Rückstellung in unwesentlicher Höhe gebildet. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Im Zinsaufwand sind Ausgleichszahlungen i. H. v. TEUR 489 aus der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps enthalten. Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 770.855 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 1.306.104 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten. Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per saldo um EUR 264.179 (Vorjahr EUR 140.972) vermindert. 20
Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, insbesondere für die Vermögensverwaltung und die Wertpapier- beratung, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 1.644.530 (Vorjahr EUR 1.144.007) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit EUR 1.009.407 (Vorjahr 0) Zinsen aus Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre sowie mit EUR 546.295 (Vorjahr EUR 548.721) Miet- und Pachterträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 1.236.483 (Vorjahr EUR 595.015) Aufwendungen aus der Aufzin- sung von Rückstellungen und mit EUR 2.638.949 (Vorjahr EUR 1.577.222) die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus Wertpapierdienstleistungs- und Kreditgeschäften mit Kunden sowie mit 1.019.374 (Vorjahr 95.000) Zinsen aus Gewerbesteuer- nachzahlungen für Vorjahre. Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 5.573.529 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 11.366.033 enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Gewerbesteuererstattungen der Veranlagungszeiträume 2005 bis 2015 in Höhe von EUR 2.912.268 sowie die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.644.530. Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus der Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus Wertpapierdienstleistungs- und Kreditgeschäften mit Kunden in Höhe von EUR 2.638.949 sowie Steuernachzahlungen über EUR 7.238.278 zusammen. Im Wesentlichen entfallen hiervon EUR 2.299.673 auf die Körperschaftsteuer und EUR 4.812.818 auf Gewerbesteuernachzahlungen. Von den Gewerbesteuernachzahlungen betreffen EUR 2.893.314 die Veranlagungszeiträume 2005 bis 2015). Steuern von Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter Berück- sichtigung von Abweichungen zum steuerlichen Ergebnis. Im Hinblick auf die geänderte Auffassung der Finanzverwaltung be- züglich des steuerlichen Ansatzes handelsrechtlich gebildeter Einzelwertberichtigungen hat die Bank eine dementsprechende Bewertung vollzogen und die zu erwartende Auswirkung in Höhe von EUR 3.114.100 zurückgestellt, was den vergleichsweisen hohen Steueraufwand begründet. Die Bank sieht dessen ungeachtet die nach den im Bereich der genossenschaftlichen Kreditin- stitute üblichen handelsrechtlichen Kriterien getroffenen Bewertungsansätze, aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips, unverändert auch für die Steuerbilanz als bindend an. F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 193.369. Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 1.071.565. 21
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2017 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 9.581.161. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 602.329 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 6.334.574. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum 31. Dezember 2017 bestehen keine ausschüttungsgesperrten Bewertungsüberhänge gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.514.349. Die ausschüttungsgesperrten Beträge aus der Neubewertung von Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und nach § 268 Abs. 8 HGB werden gemeinsam betrachtet. Danach ergibt sich, dass allen ausschüttungsgesperrten Beträgen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages gegenüberstehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung in Höhe von EUR 6.142.964 gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffei- senbanken e.V. aus der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgabe einer Garantieerklärung. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Insti- tutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstat- tung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu ent- schädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2017 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: Prokuristen Sonstige kaufmännische Mitarbeiter Gewerbliche Mitarbeiter Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte 14 318 6 338 0 198 8 206 Außerdem wurden durchschnittlich 19 Auszubildende beschäftigt. 22
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Nachfolgende Tabelle zeigt die Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anfang Zugang Abgang Ende Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen EUR 53.203 1.527 1.424 53.306 475.385 47.538.500 5.771 10.809 577.100 1.080.900 470.347 47.034.700 2017 2017 2017 2017 Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um Höhe des Geschäftsanteils Höhe der Haftsumme je Anteil EUR EUR EUR EUR 258.759 503.800 52 100 Nicht realisierte stille Reserven i. S. v. § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr. 6 und 7 KWG a. F. Mit Feststellung dieses Jahresabschlusses können nicht realisierte stille Reserven i. S. v. § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr. 6 und 7 KWG a. F. im Rahmen der Übergangsregelungen nach Art. 484 ff. CRR den Eigenmitteln zugerechnet werden (maximal in Höhe von TEUR 4.417). Besondere Offenlegungspflichten Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. 23
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands Andreas Böhler (ausgeschieden am 30.06.2017, Vorstandssprecher bis 30.06.2017) Geschäftsleiter Matthias Zander (ab 01.01.2017, Vorstandssprecher ab 01.07.2017) Thomas Geier (stv. Vorstandssprecher) Klaus Bieler Geschäftsleiter Geschäftsleiter Geschäftsleiter Wilhelm Rupp (ausgeschieden am 15.06.2017) Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Thorsten Seeker (Vorsitzender) selbstständiger Rechtsanwalt, Partnerschaft mbB Seeker Bauer Lutz Otto Steinmann (stv. Vorsitzender) Beigeordneter der Stadt Walldorf Helmut Abel Fensterbauer, Geschäftsführer Fensterbau Abel GmbH Joschi Ament (bis 22.06.2017) Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG Frank Bitz Enzo Cicciarella Michael Dittes Sabine Dübbers Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG Bankfachwirt, Volksbank Kraichgau eG Geschäftsführende Gesellschafterin, Maler Dübbers GmbH Veit Eisenhauer (bis 22.06.2017) Dipl.-Verwaltungswirt, Stadt Schwetzingen Pia Elbl Thomas Essenpreis Industriefachwirtin, Prokuristin Büromöbel Mex GmbH & Co. KG Geschäftsführer, Essenpreis Haustechnik GmbH Paul Fuchs (bis 22.06.2017) selbstständiger Architekt Hannelore Häffner (bis 22.06.2017) Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin Häffner-Bräu GmbH Werner Hockenberger (bis 22.06.2017) Geschäftsführer, WHD Wachdienst Heidelberg Tanja Holzwarth (bis 22.06.2017) Bankkauffrau, Volksbank Kraichgau eG Joachim Koch (bis 22.06.2017) Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau eG Joachim Linder (ab 22.06.2017) Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG Uli Kremsler (bis 22.06.2017) Bürgermeister, Gemeinde Siegelsbach Bernhard Mairhofer Dominic Nelles selbstständiger Schreinermeister, Bernhard u. Michael Mairhofer GbR Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG Werner Öppling (bis 22.06.2017) selbstständiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Andreas Reiß (bis 22.06.2017) selbstständiger Fliesenlegermeister Peter Schäfer Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau eG 24
Horst-Bodo Schauer Björn Schön (bis 22.06.2017) Conny Sitzler (bis 22.06.2017) Uwe Volz (bis 22.06.2017) Knut Wagner Heidi Wedel Jürgen Wild Armin Wolf selbstständiger Steuerberater, Schauer & Häffner GbR Dipl.-Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau eG selbstständige Floristin Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau eG selbstständiger Rechtsanwalt Kauffrau, Mitinhaberin Wedel Blumenhaus Geschäftsführer, Kartoffel- und Zwiebelmarkt GmbH freier Architekt, Jöllenbeck & Wolf G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 6.745.986,02 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 14.608,11 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.800.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 4.960.594,13) - wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen a) Gesetzliche Rücklage b) Vortrag auf neue Rechnung Andere Ergebnisrücklagen EUR 1.239.218,53 1.000.000,00 2.700.000,00 21.375,60 4.960.594,13 Wiesloch, 27. Februar 2018 Volksbank Kraichgau eG Der Vorstand Zander Geier Bieler Matthias Zander Vorstandssprecher Thomas Geier stellv. Vorstandssprecher Vorstandsmitglied Klaus Bieler 25
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Volksbank Kraichgau eG Die Bezeichnungen Mitarbeiter und Kunden werden im Folgenden geschlechtsneutral verwendet. I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Der bereits seit dem Jahr 2013 andauernde Konjunkturaufschwung in Deutschland schritt in 2017 weiter voran und führte erneut zu einem überdurchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Das preis- bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte nach ersten amtlichen Schätzungen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % zu und expandierte damit noch etwas stärker als in 2016 (+1,9 %). Haupttreiber des gesamt- wirtschaftlichen Wachstums waren in 2017 abermals die staatlichen und privaten Konsumausgaben. Auch die Exporte der deutschen Wirtschaft expandierten stärker als im Vorjahr (+4,7 % gegenüber +2,6 %). Am Arbeitsmarkt setzten sich die günstigen Trends der Vorjahre fort. Die Anzahl der erwerbstätigen Menschen mit inländischen Arbeitsort stieg im Vorjahresvergleich um 653.000 auf rund 44,3 Millionen. Die Verbraucherpreise wiederum legten im Jahresdurchschnitt um 1,8 % zu, nachdem sie 2016 um 0,5 % gestiegen waren. Nach Jahren politischer wie auch wirtschaftlicher Unsicherheit besserte sich in 2017 die Stimmung an den Finanzmärkten nachhaltig. Grund hierfür war in erster Linie die Rückkehr eines robusten Wirt- schaftswachstums sowohl im Euroraum als auch in den USA. Die Europäische Zentralbank EZB hat in- des in 2017 an ihrem extrem expansiven Kurs festgehalten. Die europäischen Notenbanker beließen die Leitzinsen für den Euroraum unverändert auf deren historisch niedrigen Niveaus. Die Renditen von Bundesanleihen sind im vergangenen Jahr moderat gestiegen. Auf Jahressicht stieg die Rendite zehnjähriger Bundeswertpapiere um 22 Basispunkte auf 0,42 %. Die Renditen zwei- und fünfjähriger Bundesanleihen stiegen ähnlich stark, allerdings blieben ihre Renditen mit -0,63 und -0,20 % zum Jahresultimo im negativen Bereich. Das vergangene Jahr war für die Aktienmärkte ein gutes Jahr. So beendete der Deutsche Aktienindex das Jahr 2017 mit 12.918 Punkten auf einem deutlich höheren Niveau als zum Vorjahresultimo. Insgesamt belief sich das Jahresplus auf 12,5 %. Auch im Jahr 2017 vergaben die Volksbanken und Raiffeisenbanken mehr Kredite an den Nichtbanken- sektor. Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften per Ende Dezember 2017 Kredite in Höhe von 558 Milliarden Euro herausgegeben. Dies entspricht einem prozentualen Zuwachs von 5,8 Prozent. Bestim- mend hierfür war die nach wie vor rege Nachfrage nach privaten Wohnungsbaukrediten. Diese dürfte durch die niedrigen Finanzierungskosten sowie die gute Einkommenssituation der Haushalte getrieben sein. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank nahmen die Sichteinlagen der Kunden weiter deutlich zu. Weniger liquide Bankprodukte wie Termineinlagen und Sparbriefe waren dagegen kaum gefragt. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken um 4 Prozent auf 662 Milliarden Euro. Das deutliche Plus bei den Kundenkrediten konnte durch eine Erhöhung der Kundeneinlagen vollständig refinanziert werden. Aufgrund der hohen Kundeneinlagen sind die Institute weitgehend unabhängig von der mittel- und langfristigen Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt. Die aggregierte Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 891 Milliarden Euro erhöht. Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken setzte sich mit 57 vollzoge- nen Fusionen moderat fort. Die Zahl der Kreditgenossenschaften lag zum Ende des Jahres 2017 bei 915 Banken. Die Zahl der Zweigstellen ging um 622 auf 10.193 zurück (-5,8 Prozent). Die Kreditgenossen- schaften bleiben damit mit 11.108 Bankstellen (Hauptstellen + Zweigstellen) fest in den Regionen veran- kert. 1
2. Entwicklung der Volksbank Kraichgau eG Die Volksbank Kraichgau eG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück, in dem sich die Bank als ver- lässlicher Partner ihrer Privat- und Firmenkunden präsentierte. Trotz eines starken Wettbewerbes konn- ten wir unsere positive Entwicklung fortsetzen und unser Eigenkapital weiter stärken. Bilanzsumme Außerbilanzielle Geschäfte *) Berichtsjahr TEUR 4.065.603 435.352 2016 TEUR 3.766.532 483.570 Veränderung TEUR % 299.071 -48.218 7,9 -10,0 *) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Die Bilanzsumme erfuhr auch in diesem Jahr einen Anstieg. Die Zuwächse sind auf das deutliche Wachstum der Kundenforderungen, der Kundeneinlagen sowie der Bankrefinanzierungen zurückzufüh- ren. Auch das Wachstum unserer institutionellen Kunden und Großkunden leistete hierzu einen Beitrag. Die außerbilanziellen Geschäfte zeigten sich dagegen rückläufig. Diese Entwicklung liegt im Rückgang der ausgegebenen Bürgschaften sowie der erteilten unwiderruflichen Kreditzusagen begründet. Aktivgeschäft Kundenforderungen Wertpapieranlagen Forderungen an Kreditinstitute Berichtsjahr TEUR 2.600.103 882.208 2016 TEUR 2.300.070 916.642 Veränderung TEUR % 300.033 -34.434 231.462 299.146 -67.684 13,0 -3,8 -22,6 Das Kundenkreditgeschäft schloss mit einem Wachstum, das deutlich über dem Verbandsdurchschnitt liegt und konnte sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft weiter ausgebaut werden. Auch im Berichtsjahr wirkte die in Anbetracht der niedrigen Kreditzinsen unverändert rege Nachfrage nach langfri- stigen Wohnungsbaufinanzierungen treibend. Das Kreditwachstum wurde überdies auch durch das insti- tutionelle Geschäft begünstigt. Unsere Wertpapieranlagen reduzierten sich aufgrund von Fälligkeiten im abgelaufenen Jahr. Angesichts der niedrigen bzw. auch teilweise negativen Renditen wurden Neuinvestitionen nur zurückhaltend getä- tigt. Mit der gewonnenen Liquidität wurde überwiegend Guthaben bei der Deutschen Bundesbank aufge- baut. Letzteres speiste sich auch aus Umschichtungen täglich fälliger Gelder bei der genossenschaftli- chen Zentralbank und führte damit zu einem Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute. Passivgeschäft Berichtsjahr TEUR 2016 TEUR Veränderung TEUR % Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Spareinlagen andere Einlagen verbriefte Verbindlichkeiten 481.646 635.011 2.554.389 500 386.756 636.186 2.442.604 500 94.890 -1.175 111.785 0 24,5 -0,2 4,6 0,0 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Wesentlichen infolge einer mit der DZ Bank abgeschlossenen Globalrefinanzierung; darüber hinaus war der Anstieg von einer Ausweitung des Fördermittelgeschäftes begleitet. Der Bestand an Spareinlagen zeigte sich im Vorjahresvergleich marginal rückläufig. Dagegen verzeich- 2
neten die anderen Einlagen einen deutlichen Zuwachs, wofür ein Anstieg der Fest- bzw. Kündigungsgel- der ursächlich ist. Die Ausweitung ist nicht unwesentlich durch Großkunden beeinflusst. Im Allgemeinen besteht infolge des niedrigen Zinsniveaus unverändert die Präferenz nach kurzfristig verfügbaren Einla- gen. Die im Rahmen einer Adressrisikosicherung durch VR Circle begebene Inhaberschuldverschreibung be- steht indes unverändert fort. Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr TEUR 2016 TEUR Veränderung TEUR % Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften Vermittlungserträge Erträge aus Zahlungsverkehr 5.485 9.713 8.668 4.735 9.108 7.960 750 605 708 15,8 6,6 8,9 Der Ertragszuwachs im Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft wurde von der positiven Entwick- lung an den Kapitalmärkten, welche zu einem fühlbaren Umsatzanstieg geführt hat, befruchtet. Der Anstieg der Vermittlungserträge wurde durch ein Wachstum der Provisionen aus Vermögensverwal- tung getragen. Im traditionellen Vermittlungsbereich war die Entwicklung uneinheitlich. Während sich das Bauspargeschäft rückläufig entwickelte, verzeichneten die Versicherungs- bzw. Kreditvermittlungsprovi- sionen leichte Zuwächse. Die Erträge im Zahlungsverkehr konnten wiederum durch Gebührenanpassungen gesteigert werden. Investitionen Folgende Investitionen haben wir in unseren Hauptstellen und im Filialnetz getätigt: In der Hauptstelle Wiesloch wurde eine Photovoltaik-Anlage verbaut. Gleichzeitig wurde eine Ladestation zur Aufladung von Elektrofahrzeugen installiert. In 9 Filialen haben wir unsere Überfallmelde- und Alarm- anlagen wie auch die Videoüberwachungsanlagen auf zukunftsweisende Technik umgestellt. In der Filia- le Mühlbach wurde die Außenfassade renoviert. Mit dem Umbau der Filiale und der Wohnungen wurde in Hoffenheim begonnen; das gesamte Gebäude wird energetisch saniert und eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Ferner haben wir die Räume unserer Kraichgau Reisen GmbH in Bad Rappenau neu gestaltet; mit den Arbeiten für ein neues SB-Center für unsere Kunden haben wir begonnen. Schließlich wurde in Walldorf mit dem Einbau eines neuen Personenaufzuges begonnen und eine große Arztpraxis renoviert. Für unsere Kunden haben wir in einigen Filialen vorhandene SB-Geräte durch neue, zum Teil mit erwei- terten Funktionen, wie z.B. Einzahlungen ersetzt. Des Weiteren haben wir in IT-Technik investiert und unseren Mitarbeitern, in nicht unerheblichem Umfang, neues zukunftsweisendes IT-Equipment zur Ver- fügung gestellt. Um die Nutzung digitaler Anwendungen über mobile Geräte zu verbessern, haben wir in unseren Hauptstellen und großen Filialen die W-LAN-Bereiche erweitert bzw. neu geschaffen. Diese können sowohl durch Kunden als auch von unseren Mitarbeitern genutzt werden. Die Folgekosten der vorgenommenen Investitionen sind gut tragbar und haben keine größere, nachhalti- ge Auswirkung auf die Ertragslage der Bank. Bei der Vergabe von Aufträgen haben wir, wann immer möglich, unsere Kunden berücksichtigt. 3
Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2017 waren 563 Mitarbeiter (Vorjahr: 575) inkl. Auszubildende beschäftigt. Diese teilen sich in 338 (350) Vollzeit- und 206 (199) Teilzeitkräfte sowie 19 (26) Auszubildende und DHBW Studenten auf. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter betrug 43,90 Jahre, die durchschnittliche Be- triebszugehörigkeit lag bei 20,1 Jahren und die Fluktuation bei 3,0%. Die durch Altersteilzeit, Mutter- schutz bzw. Elternzeit oder Kündigungen freiwerdenden Stellen wurden größtenteils nicht wiederbesetzt. Die Volksbank Kraichgau legte auch im Jahr 2017 großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung. Zehn Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet und ein Übernahmeangebot seitens der Bank erhalten. Gleichzeitig haben sechs junge Menschen zum 01.09. eine Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau und Finanzassistenten/-in bei uns begonnen sowie ein DHBW-Student sein Duales Studium in der Fachrichtung Finanzdienstleistungen aufgenommen. In diesem Jahr haben unsere Mitar- beiter an insgesamt 1642 (1470) Seminartagen an einer Weiterbildung teilgenommen, die intern, extern oder über Webinare abschließend durchgeführt wurden. Alle Weiterbildungsmaßnahmen dienen der Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeiter im Interesse unserer Kunden sowie zur Erfüllung gesetz- licher Anforderungen. Die Vergütung der Beschäftigten erfolgte im Rahmen des gültigen Tarifvertrages. Darüber hinaus zahlen wir eine leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung für alle Mitarbeiter. Im Rahmen der betrieblichen Al- tersvorsorge bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit, mit Arbeitgeber-Zuschuss, Mitglied in der Geno-Pensionskasse VVaG, Karlsruhe zu werden. Außerdem wurden weitere freiwillige soziale Leistun- gen gewährt. Das Jahr 2017 war weiterhin durch unsere Strategie „Volksbank 2018“ geprägt. Die anhaltende Niedrig- zinsphase fordert weiterhin eine stringente und verantwortungsbewusste Personalplanung. Die gesetzten Ziele zur Personalreduktion wurden zum Jahresende 2017 erreicht. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Herr Matthias Zander ist zum 1.01.2017 in den Vorstand der Bank eingetreten und hat zum 01.07.2017 die Nachfolge von Herrn Andreas Böhler als Vorstandssprecher angetreten, der zu diesem Zeitpunkt in Ruhestand gegangen ist. Zum 15.06.2017 ist das Vorstandsmitglied Wilhelm Rupp in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat aus dem Führungsgremium der Genossenschaft ausgeschieden und ebenfalls in Ru- hestand gegangen. II. Darstellung der Lage und Risikobericht der Volksbank Kraichgau eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung - unterlegt durch eine konkrete Eckwertplanung - entwickelt. Unsere detaillierte Jahresplanung wird begleitet durch einen regelmäßigen, monatlichen Plan-Ist-Vergleich, für den klare und umfassende Budgetverantwortungen geschaffen sind, um zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können. Unser Steuerungssystem und unsere Beratungs- konzeption stellen eine dauerhafte Unterstützung unserer Kunden in allen Finanzierungs- und Vermö- gensanlagefragen sicher. Wir haben klare Verantwortlichkeiten für Beratung und Vertrieb in den Markt- segmenten Firmen-, Privat- und Filialkunden geschaffen. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unserer Bank. Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z.B. Konjunkturschwankungen, Technologiewandel, Wettbewerbssituationen) bestehen spezifische Risiken im Bankgeschäft, die sich insbesondere in Form von Kredit-, Marktpreis-und Be- triebsrisiken zeigen. Der Begrenzung der Kredit-, Marktpreis-, Beteiligungs- und operationellen Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Wir verstehen dies als eine zen- trale Aufgabe. Auf eine ausgewogene Erfolgs- und Bilanzstruktur wird geachtet. Die Steuerung, Überwa- chung und Kontrolle der Risiken ist in die Unternehmensplanung und -steuerung der Bank integriert, wel- che gesamtbankbezogen ausgerichtet ist. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer unabhängigen internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinforma- 4
tionen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Management zur Früherkennung von Risiken wird vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft immer wichtiger. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts-, Beteiligungs- und operationellen Risiken. Das Risikocontrolling berichtet direkt dem Vorstand. Für die Steuerung der vorgenannten Risiken besteht ein Limitsystem, das sich aus der Risikotragfähigkeit der Bank ableitet. Das Risikocontrolling umfasst die Risikosteuerung und -kontrolle, insbesondere die Umsetzung der Grundsätze und Leitlinien der Kreditpolitik. Zur Steuerung der Bonitätsstruktur werden verschiedene Ra- tingverfahren eingesetzt. Adressenausfallrisiken werden anhand von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermit- telt und in das Risikocontrolling einbezogen. In Steuerungskreisen wird ständig an der Verbesserung der Risikostruktur des Kreditportfolios gearbeitet. Die Betreuung problembehafteter Engagements, die Si- cherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten erfolgt in einem entsprechend spezialisierten Referat. Bewertete Risiken werden wie im Vorjahr aus dem laufenden Ertrag abgeschirmt. Darüber hinaus überwacht die Abteilung Risikocontrolling die marktinduzierten Veränderungen (Zins, Währung, Volatilitäten, etc.) und zum anderen die Überwachung der Beteiligungs- sowie der operationel- len Risiken. Angesichts unserer Geschäftsstruktur beziehen sich unsere Marktpreisrisiken zum Großteil auf Veränderungen am Geld- und Kapitalmarkt. Als Kreditinstitut sind wir aufgrund bestehender Inkon- gruenzen zwischen aktivischen und passivischen Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsri- siko ausgesetzt. Wir messen das Zinsänderungsrisiko anhand der dynamisierten Elastizitätenbilanz. Die Veränderungen des strategischen Zinsbuchbarwertes bei Zinsänderungen sind in Relation zu den Eigen- mitteln überschaubar. Die Messung der Marktpreisrisiken im Wertpapierbereich erfolgt auf Basis der Si- mulation von verschiedenen Zinsentwicklungsszenarien. Ergänzend hierzu werden ebenfalls Sensitivi- tätsanalysen und Simulationen anhand des "Value at Risk Ansatzes" durchgeführt. Als Teil unserer Risikosteuerung sind die Reportingzyklen unserer Risikoberichte mit speziellen Risiko- analysen auf die jeweils aktuelle Risikosituation angepasst. Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt auf der Grundlage der periodischen Betrachtungsweise mit Sicht zum Jahresende und dem Folgejahr, ergänzt mit Erkenntnissen aus der barwertigen Sicht. Im Rah- men einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene setzt die Bank dabei Zinssiche- rungsinstrumente (Zinsswaps) zum Hedging ein. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Absicherung des Kundengeschäftes in den Laufzeiten 5 - 15 Jahre. Kundengeschäfte, welche derivative Bestandteile enthalten, werden in der Steuerung entsprechend be- rücksichtigt. Bei der Konditionengestaltung wird barwertig kalkuliert und je nach Bonitätseinstufung Risi- kozuschläge berücksichtigt. Ausgehend von unseren Zinsprognosen und unter Annahme von unter- schiedlichen Zinsszenarien werden die Auswirkungen auf das Zinsergebnis untersucht. Die Beteiligungsrisiken resultieren zum Großteil aus der strategischen Beteiligung an der DZ BANK AG. In unserem Risikolimitsystem berücksichtigen wir Risiken aus Beteiligungen. Dem Liquiditätsrisiko messen wir einen hohen Stellenwert bei. Die Überwachung erfolgt anhand der Li- quidity Coverage Ratio, der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffer sowie über weiterführende Auswer- tungen und Analysen. Die Auswertungen beziehen sich hauptsächlich auf das Abrufrisiko der Einlagen. Die künftig zu erwartenden Zahlungsströme werden regelmäßig in einer Liquiditätsablaufbilanz gegen- übergestellt und überwacht. Operationellen Risiken (Betriebs- und Rechtsrisiken) begegnet die Bank mit einem ausgebauten inner- betrieblichen Überwachungssystem. Dieses umfasst insbesondere strukturierte Arbeitsanweisungen und Notfallpläne. Versicherbare Risiken sind durch Verträge in banküblichem Umfang abgesichert. Zur Über- wachung der ablauforganisatorischen Regelungen, Kompetenzen und Kreditorganisation besteht eine unabhängige interne Revision. 5
2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: Eigenkapital laut Bilanz 1) Eigenmittel (Art. 72 CRR) Harte Kernkapitalquote Kernkapitalquote Gesamtkapitalquote Berichtsjahr TEUR 274.536 306.152 2016 TEUR 258.653 304.159 Veränderung TEUR % 15.883 1.993 6,1 0,7 13,0 % 13,0 % 15,5 % 13,1 % 13,1 % 16,3 % 1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben ei- ner stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vor- gegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2017 gut eingehal- ten. Die Vermögenslage unseres Hauses ist geordnet. Die Entwicklung des erwirtschafteten versteuerten Ei- genkapitals hat mit der Ausweitung des Geschäftsvolumens Schritt gehalten. Der Zuwachs des Eigenka- pitals ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Ergebnisrücklagen sowie auf die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen. Auch für weiteres Wachstum des Geschäftsvolumens sind wir durch die vorhandenen Eigenmittel gerüstet. Dabei richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Stär- kung des Kernkapitals und zwar insbesondere auf Rücklagendotierungen aus Unternehmensgewinnen. Von der Zurechnung nicht realisierter Reserven zu den Eigenmitteln wird im Rahmen der Übergangsre- gelung nach Art. 484 CRR Gebrauch gemacht. Kundenforderungen Die Struktur und Abgrenzung unseres Geschäftsgebiets ermöglichten uns eine insgesamt ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Kundenforderungen. Der Großteil der vergebenen Kun- denkredite (88,7%) erfolgte in unserem Geschäftsgebiet und bestätigt unser Regionalprinzip. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditregelungen des KWG und der CRR wurden während des Berichtszeitraums ein- gehalten. Unsere Kundenforderungen betragen insgesamt 63,9 % der Bilanzsumme. Die Ermittlung der strukturellen Risiken erfolgt durch die Einstufung der Kreditnehmer in Bonitäts- bzw. Ausfallklassen. Dabei werden die jeweiligen aktuell empfohlenen Ratingverfahren für das gewerbliche sowie das private Kreditgeschäft eingesetzt. In diesen Ratingverfahren wird u.a. die Ertrags- und Finanz- lage unserer Kunden beurteilt. Zum Bilanzstichtag sind annähernd 100 % des ratingrelevanten Kreditvo- lumens geratet. Ratingrelevant sind für die Volksbank Kraichgau eG Kredite ab einer Höhe von 25 TEUR Zusage oder Inanspruchnahme. Durch das Verhaltensscoring werden darüber hinaus bei Privatkunden auch Kredite bewertet, die unter der Grenze von 25 TEUR liegen. Ziel ist es, mit diesen Verfahren das gesamte Kreditrisiko quantifizieren zu können sowie einzelne Kreditrisiken frühzeitig zu erkennen, damit rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Bilanzstichtag nach kaufmännischen Grundsätzen vorsichtig bewertet. Für erkennbare und latente Risiken wurden Wertberichtigungen und Vorsorgereser- ven in angemessener Höhe gebildet und von dem entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Unsere Si- cherheitenbewertung unterliegt einem vorsichtigen Wertansatz. Im Rahmen des Kreditrisikomanagements wird das Kundenkreditvolumen konsequent überwacht und gesteuert. Die Zusammensetzung der Kundenforderungen nach Kundengruppen, Größenklassen, Bran- 6
chenschwerpunkten und nach Bonitätseinstufung wird hinsichtlich der Bildung von Klumpenrisiken analy- siert, um strukturelle Risiken zu vermeiden. Die Verteilung des Kundenkreditvolumens nach gewerblichen und privaten Kreditnehmern zeigt einen geringen Überhang im privaten Kreditgeschäft. Die Vergabe von Blankokreditanteilen ist bonitätsabhän- gig begrenzt. Bei Überschreitung dieser Limite werden - neben den üblichen Überwachungsmechanis- men im Kreditgeschäft - zusätzliche Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen eingeleitet. Beim Kundenkreditvolumen wird zur Vermeidung von Klumpenrisiken eine breite Streuung angestrebt. Dies gilt auch für mögliche Branchenkonzentrationen, die durch unser Limitsystem begrenzt werden. Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtung entfallen we- sentliche Teile (ca. 21,1%) unseres Kreditvolumens auf das Grundstücks- und Wohnungswesen, das Baugewerbe und der Branche Groß- und Einzelhandel/ Reparaturen. Aufgrund der breiten Streuung über das gesamte Geschäftsgebiet und die hohe Granularität innerhalb der drei größten Branchen sehen wir unter aktuellen Gesichtspunkten keine erhöhten Risiken. Weiterhin sind Risikobranchen definiert. Diese werden hinsichtlich des Gesamtportfolios besonders limi- tiert und die Neukreditvergabe sowohl im Neukunden- wie auch im Bestandskundengeschäft durch er- höhte Eingangsvoraussetzungen begrenzt. Die von wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen stark betroffenen Branchen bzw. Kreditnehmer wurden und werden hinsichtlich erhöhter Blankoanteile oder Ausfallrisiken besonders in den Fokus genommen. Ihr Anteil am Gesamtportfolio beträgt zum Jah- resende ca. 5,9%. Unsere Kreditgrößenklassenstruktur zeigt eine insgesamt gute Verteilung auf. Die 20 größten Kreditneh- mer haben einen Anteil an den Kundenforderungen in Höhe von ca. 23,8%, welches sich auf verschiede- ne Branchen/ Wirtschaftszweige verteilt. Um die möglichen Kreditausfallrisiken zu beschränken, haben wir einen konservativen Sicherheitenansatz. Die Sicherheitenstruktur ist geprägt von Grundpfandrechten mit einem Anteil von ca. 73,1% und Bankbürgschaften mit einem Anteil von ca. 12,7%. Darüber hinaus haben wir bonitätsabhängige Kreditvergabelimite, welche sich an dem Blankoanteil orientieren. Mögliche Überschreitungen dieser internen Kreditvergabelimite werden regelmäßig im Kreditrisikobericht darge- stellt. Zur weiteren Risikoabschirmung nutzen wir die genossenschaftliche Plattform von VR Circle. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen: Wertpapieranlagen Anlagevermögen Liquiditätsreserve Berichtsjahr TEUR 2016 TEUR Veränderung TEUR % 294.804 587.404 289.104 627.539 5.700 -40.135 2,0 -6,4 Das Jahr 2017 war geprägt von volatilen Kapitalmärkten mit niedrigen Risikoaufschlägen und steigenden Renditen im Rentenmarktsegment. Das Zinsniveau wurde durch die weiterhin expansive Notenbankpoli- tik und das Anleiherückkaufprogramm der EZB beeinflusst. Insbesondere bedingt durch das marktzinsinduzierte Abschreiben von über pari erworbenen Wertpapie- ren weisen wir ein negatives Bewertungsergebnis Wertpapiere aus. Weiterhin achten wir bei möglichen Wertpapierkäufen auf ein ausgeglichenes Risiko/Rendite-Profil. Unser Wertpapiervolumen in der Liquiditätsreserve reduzierte sich im abgelaufenen Jahr. Neuinvestitio- nen wurden vor dem Hintergrund der niedrigen oder auch zum Teil noch negativen Renditen sehr selek- tiv getätigt. Investitionen erfolgten zum Teil in alternativen Anlageformen, wie unserem Spezialfonds, welcher sich im Anlagevermögen befindet. Der Bestand an verzinslichen Wertpapieren setzt sich zum Ende des Jahres hauptsächlich aus garan- tierten Emissionen von Kreditinstituten, Bundesländeranleihen, Pfandbriefen und in geringen Umfängen in unbesicherten Emissionen von Kreditinstituten zusammen. Nahezu alle unsere verzinslichen Wertpa- 7
piere befinden sich im Investment Grade. Zur Optimierung eines ausgewogenen Assets-Liability-Managements auf Gesamtbankebene haben wir einen konservativen passiv gesteuerten Spezialfonds. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Von unseren Kunden werden im Kreditgeschäft weiterhin bevorzugt langfristige Zinsbindungen mit einer Festschreibungsdauer von 5 und 10 Jahren und zum Teil 15 Jahren nachgefragt. Die Risiken aus offe- nen Festzinspositionen werden regelmäßig analysiert und sind nach unserer Zinserwartung tragbar. In monatlichen Sitzungen unseres Anlageausschusses werden die Entwicklungen besprochen und bei Be- darf Sicherungsmaßnahmen beschlossen. Aufgrund unserer guten Eigenmittelausstattung ergab sich die Möglichkeit, diese Zinsänderungsrisiken bewusst einzugehen. Derivatgeschäfte Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken haben wir Ende 2017 Zins-Swap-Geschäfte über 149,9 Mio. EUR im Bestand. In 2017 waren ein Zinsswap mit 5 Mio. EUR und ein Zinsswap mit 10 Mio. EUR fällig. Aufgelöst haben wir zwei Zinsswaps über je 5 Mio. EUR mit kürzeren Restlaufzeiten. Hintergrund hierfür waren die Sondertilgungen in 2017, was zu einem Rückgang der abzusichernden Positionen führte. Im Gegenzug haben wir Zinsswaps in Höhe von 52,9 Mio. EUR zur Absicherung neuer längerfristiger Kun- denkredite abgeschlossen. Durch den Abschluss der Zinsswaps reduzieren wir unser zukünftiges Zinsänderungsrisiko. Zinsänderungsrisiko Das Jahr 2017 war geprägt von einer sehr volatilen und steigenden Zinsentwicklung. Zum Jahresende 2017 lagen wir im richtungsweisenden 10-Jahressatz für Bundesanleihen bei 0,51%. Zum Ende 2016 la- gen wir hier noch bei 0,24%. Die EZB beeinflusste durch ihre geldpolitischen Maßnahmen das allgemei- ne Zinsniveau. Ziel dieser Maßnahmen ist die schwache Kreditvergabe im europäischen Wirtschafts- raum weiter anzukurbeln. Unsere Kunden sind aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus verhalten bei der Geldanlage in län- gere Laufzeiten. Dadurch ergaben sich im Passivbereich innerhalb der Laufzeitenklassen weitere Ver- schiebungen in kurze Anlageprodukte. Als größte Herausforderung stellt sich für uns die zukünftige Zinsentwicklung dar, insbesondere mit wel- cher Dynamik eine Veränderung der Zinsstruktur eintritt. Proberechnungen zeigen auf, das schnell stei- gende Zinsen kurzfristig die Ergebnisse stärken negativ beeinflussen. Dem gegenüber wirken sich lang- sam steigende Zinsen positiv auf die zukünftigen Zinsergebnisse aus. Ergänzend hierzu führen wir Stressszenariobetrachtungen durch, um eine Sensibilisierung für den Kri- senfall zu erhalten. Beteiligungsrisiko Im Rahmen von strategischen Beteiligungen halten wir Anteile und Aktien an verschiedenen Genossen- schaften und Aktiengesellschaften, welche dem genossenschaftlichen Verbund (ca. 95%) zugehörig sind. Im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens halten wir den größten Anteil unserer Beteiligun- gen an unserer Zentralbank. Darüber hinaus haben wir kleinere Anteile an regionalen und überregiona- len genossenschaftlichen Institutionen. Die Überwachung der Risiken aus Beteiligungen erfolgt regelmä- ßig sowie im Rahmen der jährlichen Jahresabschlusserstellung. 8
Währungsrisiko Die Bank unterhält in sehr geringen Umfängen Fremdwährungspositionen aufgrund der Disposition von Fremdwährungskonten unserer Kunden und Valutabuchungen durch Scheckeinreichungen. Das Fremd- währungsrisiko wird regelmäßig überwacht und reportet. Operationelle Risiken / Sonstige Risiken Unsere Bank hat sich auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, Rechtsrisi- ken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Durch unser innerbetrieb- liches Überwachungssystem werden die operativen Risiken ermittelt und entsprechende Maßnahmen zu deren Begrenzung getroffen. Versicherbare Gefahrenpotenziale haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgedeckt. Innerhalb der Kreditgenossenschaft besteht ein Controllingprozess, in welchem alle entstandenen opera- tionellen Risiken gemeldet, erfasst und analysiert werden. Erkenntnisse daraus werden für präventive Maßnahmen genutzt. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksban- ken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE bzw. BVR-ISG) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die neue BVR Institutssi- cherung (BVR-ISG-Sicherungssystem), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR- ISG), als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungs- einrichtung des BVR (BVR-SE) getreten. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR-ISG- Sicherungssystem beigetreten. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die im § 2 Abs. 1 der Liquiditätsverordnung (LiqV) definierte Liquiditätskennzahl bewegte sich zu jeder Zeit im zulässigen Rahmen. Zum Bilanzstichtag erreicht die Kennzahl 3,14. Dabei gilt die Liquidität als ausreichend, wenn der Wert „eins“ nicht unterschritten wird. Seit dem 1. Oktober 2015 ist zusätzlich die „Delegierte Verordnung (EU) 2015 / 61 der Kommission vom 10. Oktober 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013 des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Liquiditätsanforderungen an Kreditinstitute“ einzuhalten. Die Verordnung defi- niert eine kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR). Zum Jahresende war eine Deckung von 80 % gefordert, die von der Volksbank Kraichgau eG mit 103,5 % eingehalten wurde. Ab dem Jahr 2018 erhöht sich die geforderte Deckungsquote auf 100 %. In den nächsten Jahren ist mit einer wesentlichen Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft aus heutiger Sicht nicht zu rechnen. 9
4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Erfolgskomponenten Zinsüberschuss 1) Provisionsüberschuss 2) Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwendungen b) andere Verwaltungs- aufwendungen Betriebsergebnis vor Bewertung 3) Bewertungsergebnis 4) Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Steueraufwand Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken Jahresüberschuss Berichtsjahr TEUR 2016 TEUR Veränderung TEUR % 61.808 24.074 54.355 36.579 59.081 23.908 51.824 35.227 17.776 16.596 27.421 1.217 28.638 10.892 11.000 6.746 25.099 840 25.939 12.085 7.500 6.353 2.727 166 2.531 1.352 1.180 2.322 377 2.699 -1.193 3.500 393 4,6 0,7 4,9 3,8 7,1 9,3 44,9 10,4 -9,9 46,7 6,2 1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,17 % (Vor- jahr 0,17 %). Das Zinsergebnis liegt zwar mit 2.727 TEUR über dem Vorjahresniveau, gleichwohl belastet das Niedrig- zinsniveau auch weiterhin merklich den Zinsüberschuss. Neben den Belastungen durch negative Zinsen für kurzfristige Einlagen bei unserer Zentralbank zeigt sich dies insbesondere im auslaufenden Festzins- geschäft bei den Kundenforderungen. Prolongationen werden hier zu wesentlich geringeren Konditionen und Neugeschäfte auf sehr niedrigen Zinsniveau abgeschlossen. Zudem wurde das Zinsergebnis durch das vorzeitige Schließen eines Zinsswaps um weitere 489 TEUR belastet. Diese Negativeffekte konnten teilweise durch den Rückgang der Einlagenzinsen aufgefangen werden. Ferner ist der Zinsertrag durch eine im Vorjahresvergleich höhere Ausschüttung aus dem Spezialfonds der Bank gekennzeichnet. Posi- tiv wirkte hinzukommend das starke Wachstum, welches schließlich ebenso zu einem befriedigenden Ergebnis beitrug. Der Provisionsüberschuss konnte im Berichtsjahr leicht ausgeweitet werden. Einerseits wirkten die ge- stiegenen Zahlungsverkehrs- und Kontoführungsgebühren nebst Vermittlungsprovisionen aus dem Wertpapiergeschäft ergebnisfördernd. Anderseits wurde diese positive Entwicklung durch im Vorjahrs- vergleich erhöhte weiterzuleitende Provisionszahlungen (bspw. Avalprovisionen) aufgezehrt. Der Personalaufwand ist durch Sonderfaktoren beeinflusst. Neben allgemeinen Gehaltsanpassungen ist der Anstieg auch durch eine geänderte Berechnungsmethodik bei den Urlaubsrückstellungen, Abfindun- gen sowie gestiegenen Altersvorsorgeaufwendungen hervorgerufen. Dagegen sind die höheren anderen Verwaltungsaufwendungen durch planmäßig ausgeweitete Werbe- und Beratungsleistungen sowie Da- tenverarbeitungskosten bedingt. Das sonstige betriebliche Ergebnis (in der obigen Tabelle nicht dargestellt) ist durch außerordentliche Aufwendungen und Erträge gekennzeichnet. Hervorzuheben sind hier die Aufwendungen aus der Bil- 10
dung von Rückstellungen für mögliche Rechtsrisiken aus Wertpapier- und Kreditgeschäften mit Kunden i.H.v. 2.639 TEUR sowie Zinsen für Gewerbesteuernachzahlungen von TEUR 1.019. Bei den Erträgen sind die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.645 TEUR sowie Zinsen für Gewerbesteuererstat- tungen von TEUR 1.009 zu nennen. Das Bewertungsergebnis ist positiv ausgeprägt. Während das Bewertungsergebnis Kredit durch das wirtschaftliche Klima ein positives Ergebnis ausweist, ist das Ergebnis aus der Bewertung der bankeige- nen Wertpapiere negativ, was insbesondere auf die vorgenommenen marktinduzierten Abschreibungen von über pari erworbenen Wertpapieren zurückzuführen ist. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verzeichnete einen soliden Zuwachs. Im Hinblick auf die geänderte Auffassung der Finanzverwaltung bezüglich des steuerlichen Ansatzes handelsrechtlich gebildeter Einzelwertberichtigungen, hat die Bank eine dementsprechende Bewertung vollzogen und die zu erwartende Auswirkung in Höhe von 3.114 TEUR zurückgestellt, was den ver- gleichsweise hohen Steueraufwand begründet. Die Bank sieht dessen ungeachtet die nach den im Be- reich der genossenschaftlichen Kreditinstitute üblichen handelsrechtlichen Kriterien getroffenen Bewer- tungsansätze, aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips, unverändert auch für die Steuerbilanz als bindend an. Daneben sind im Steueraufwand Gewerbesteuernachzahlungen von TEUR 2.893 für die Veranla- gungszeiträume 2005 bis 2015 ausgewiesen, denen Erstattungsbeträge von TEUR 2.911 gegenüberste- hen. Das verbleibende Jahresergebnis ermöglicht uns eine weitere Stärkung des Fonds für allgemeine Bank- risiken und der Rücklagen. Der ausgewiesene Jahresübschuss wird nach Zahlung einer attraktiven Divi- dende an unsere Mitglieder – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreterversammlung – nahezu vollumfänglich für weitere Rücklagendotierungen verwendet. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die Volksbank Kraichgau eG verfügt über eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Bilanz- struktur und die Vermögensverhältnisse sind geordnet, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung werden erfüllt. Für erkennbare und latente Risiken bestehen an- gemessene Vorsorgen. Die Risikotragfähigkeit war jederzeit gegeben. Für die Identifizierung, Messung und Steuerung der Risi- ken liegen bei der Volksbank Kraichgau eG angemessene Risikocontrolling- und Risikomanagementsy- steme vor, die permanent weiterentwickelt werden. Neben den im Lagebericht beschriebenen Risiken sind keine weiteren Risiken erkennbar, die die künfti- ge Entwicklung der Bank wesentlich beeinträchtigen könnten. Insgesamt verfügt die Bank über eine sehr solide Basis zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen im aktuellen Niedrigzinsumfeld und ei- nem sich verschärfenden Bankenwettbewerb. III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die genossenschaftliche Finanzgruppe blickt erneut auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Es ist den Kreditgenossenschaften gelungen, das Vertrauen ihrer Kunden weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Dies belegen überdurchschnittliche Wachstumsraten in allen Geschäftsbe- reichen. Bei allem wirtschaftlichen Erfolg, den die genossenschaftliche Finanzgruppe trotz Niedrigzins, Regulie- rung und Wettbewerbsdruck – in den vergangenen Jahren vorweisen konnte, müssen sich alle Institute bewusst mit der Frage beschäftigen, wie sie sich auch künftig in einem sich schnell verändernden und wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten können. Denn die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte ist kein Selbstläufer. Jedes Mitglied der Finanzgruppe trägt maßgeblich Verantwortung für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen. 11
Das Motto: „Herausforderungen annehmen – Zukunft gestalten“ zeigt die unternehmerische Entschlos- senheit mit der die Mitglieder der genossenschaftlichen Finanzgruppe an diese Aufgabe herangehen. Wir werden uns auf eine Fortsetzung der Niedrigzinsphase einstellen müssen. Die Spielräume auf der Ertragsseite sind begrenzt. Insbesondere im zinstragenden Geschäft werden die Margeneinbußen kaum noch über Volumensteigerungen ausgeglichen werden können. Der Ausbau der Provisionsgeschäfte, eine faire Bepreisung des Angebotes im Markt und die Erschlie- ßung von Kundenpotenzialen werden daher Teil eines Maßnahmenbündels sein. Zusätzlich ist mehr denn je notwendig, ein effizientes Kostenmanagement zu betreiben und sich auch mit Kostensenkungs- maßnahmen zu befassen. In diesem Zusammenhang müssen auch die Prozesse auf die Kundenbedürf- nisse ausgerichtet werden. Die Digitalisierung von Prozessabläufen ist unabdingbar. Dem von Jahr zu Jahr festzustellenden Rückgang der Kundenbindung ist entgegenzuwirken. Hierzu gehört, auf das durch die Digitalisierung veränderte Kundenverhalten einzugehen. Technologische Entwicklungen bestimmen zunehmend auch die Erwartungen an die Leistungen von Banken. Digitalisierung und unser auf Regio- nalität basierendes genossenschaftliches Geschäftsmodell schließen sich dabei nicht aus. Die Ausrich- tung auf die Anforderungen der Zukunft, bedingt zusätzliche Anstrengungen im Bereich der Personalent- wicklung. Die beiden kommenden Jahre werden geprägt sein durch die genannten Herausforderungen und den nachfolgend beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der konjunkturelle Aufschwung wird sich in Deutschland fortsetzen. Zentraler Treiber des Wirtschafts- wachstums bleibt der private Verbrauch, einen zunehmenden Beitrag zur Konjunktur leisten die Investi- tionen. Demgegenüber wird der Außenbeitrag leicht zurückgehen, der Exportüberschuss sollte sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. Risiken und negative Impulse könnten im Zusammenhang mit dem Protektionismus, den Strafzöllen und der Wirtschafts- und Zollpolitik der USA auftreten. Die Erholung der Weltkonjunktur wird anhalten, das Weltwirtschaftswachstum somit etwas zunehmen und 2018 nahezu seinem langjährigen Trend entsprechen. Sowohl in den USA als auch im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Erholung festigen, aber nicht nennenswert an Tempo gewinnen. Der von Großbritannien ausgehende Brexit wird vermutlich eine leicht dämpfende Wirkung auf das Wirt- schaftswachstum in Deutschland haben. Die deutschen Exporte dürften 2018 zwar steigen, aber das von der Binnennachfrage getriebene Wachstum der Importe nicht erreichen. Die Investitionen dürften im Jahr 2018 solide zunehmen. Der Aufschwung des Wohnungsbaus setzt sich vor dem Hintergrund solider Einkommenszuwächse und niedriger Finanzierungskosten fort. Wachs- tumstreiber Nr. 1 wird auch 2018 der private Verbrauch sein. Die anhaltend niedrigen Zinsen verringern weiterhin die Sparanreize, während gleichzeitig der Vorsorge- bedarf aufgrund des stark verminderten Zinseszinseffektes zunimmt. Haushaltsbefragungen lassen eine deutlich sinkende Sparbereitschaft aufgrund der niedrigen Zinsen erkennen. Dennoch ist über alle Haus- halte hinweg die Sparquote in den vergangenen Jahren praktisch unverändert geblieben. 2018 ist angesichts der guten Konjunktur mit einem weiterhin moderaten Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 % zu rechnen. Die Arbeitsnachfrage wird auch im Jahr 2018 zunehmen. Die gute Konjunktur wird zu zusätzlicher Beschäftigung führen und im Gegenzug die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen. In diesem Umfeld und vor dem Hintergrund der dargestellten Rahmenbedingungen bleibt unser überge- ordnetes und langfristiges Ziel die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaftsbank. Der Ausbau der Marktanteile wird uns nur durch eine qualitativ hochwertige Beratung in allen Bedarfsfel- dern unserer Mitglieder und Kunden gelingen. Der strategische Dialog „die genossenschaftliche Bera- tung“ orientiert sich an den Zielen und Wünschen unserer Kunden. Im Hinblick auf das durch die Digitalisierung veränderte Kundenverhalten richten wir unseren Vertrieb konsequent darauf aus. Wir bieten unsere Leistungen sowohl im stationären Vertrieb als auch digital an. Über die neu geschaffene Abteilung „Digital Bank“ werden wir das in der genossenschaftlichen Finanz- gruppe entwickelte Omnikanal-Modell in der Bank umsetzen. Hierbei wird zwischen den Vertriebskanä- len „Persönliches Banking“, der persönlichen Interaktion von Kunde und Bankmitarbeiter, dem „Digital- 12
persönlichen Banking“, der technikgestützten Interaktion von Kunde und Bankmitarbeiter und dem „Digit- alen Banking“ ohne Einbindung von Beratern unterschieden. Der Kunde entscheidet selbst über welchen Vertriebskanal und in welcher Tiefe er das Beratungsangebot der Bank annimmt. Wir möchten alle potenziellen Onlinekunden aktiv mit Online- und App-Zugang versehen. Der Ausbau weiterer Kommunikationskanäle steht im Fokus unserer Anstrengungen. Unter anderem wird Videobera- tung ein Teil unseres Angebotes. Bereits heute bieten zwei Mitarbeiter diese Dienstleistung an. Das Kunden-Service-Center der Zukunft wird an Bedeutung gewinnen. Aufgrund des starken Rückgangs der Kundenfrequenzen müssen mittelfristig neue Filialformate ent- wickelt werden. Die qualifizierte Beratung findet an zentralen Standorten mit persönlichem Beratungster- min, einem entsprechenden Ambiente, dem persönlichen Berater und Spezialisten statt. Kundenorientierung und Vertrauenswürdigkeit stehen an erster Stelle unserer nachhaltig ausgerichteten Geschäftspolitik. Wir setzen auf Nachhaltigkeit in den Handlungsfeldern Arbeitsplatz, Umwelt, Markt und Gemeinwesen. Dabei achten wir auf die Sicherstellung des langfristigen Unternehmenserfolges. Das niedrige Zinsniveau schlägt sich mit jedem weiteren Jahr deutlich spürbarer in den Gewinn- und Verlustrechnungen nieder. Bei allen anzustellenden Überlegungen zum Umgang mit der anhaltenden Niedrigzinssituation greift die isolierte Betrachtung auf nur eine Bilanzseite zu kurz. Auf der Aktivseite ist festzustellen, dass das niedrige Zinsniveau zusammen mit der guten konjunkturel- len Lage dazu führt, dass die Nachfrage nach Krediten bei Firmen- und Privatkunden nach wie vor rege ist. Das Wachstum im Kundenkreditgeschäft wirkt sich stabilisierend auf den Zinsüberschuss als wichtig- ste Ertragskomponenten aus. Deshalb werden wir auch künftig vor dem Hintergrund unserer individuel- len Bilanz- und Risikotragsfähigkeitsstrukturen die Potenziale im Bereich des Kreditgeschäftes heben und die Nutzung von Produkt- und Dienstleistungsangeboten der genossenschaftlichen Finanzgruppe forcieren. Treiber des Wachstums bei den Privatkundenkrediten sind die soliden Einkommenszuwächse der priva- ten Haushalte. Die geplanten Wachstumsraten sind den erwarteten Nachfragen im Immobilienkreditge- schäft geschuldet. Das attraktive Geschäftsgebiet im Rhein-Neckar-Raum/Metropolregion sowie die nach wie vor robuste Konjunktur ermöglichen weitere Zuwächse bei den Firmenkundenkrediten, die wir unter dem Fokus von weiterhin qualitativ gutem Geschäft mit guten Ratingklassen aktiv betreiben. Demzufolge planen wir für das Jahr 2018 und 2019 mit Zuwachsraten im Breitengeschäft zwischen 3,0 % - 3,5 %. Vor dem Hintergrund möglicher Rückführung im kurzfristigen Bereich bei den institutionellen Kunden müssen wir unseren in den letzten Jahren stetig nach oben gerichteten Trend für die nächsten beiden Jahre verlassen und planen mit -3,0 % (2018) und mit -1,0 % (2019) eine rückläufige Entwicklung beim Gesamtkreditvolumen. Auf der Passivseite streben wir wiederum zur Stabilisierung der rückläufigen Erträge aus dem Zinsge- schäft ein ausgewogenes Wachstum bei den Kundeneinlagen und im Wertpapiergeschäft an. Das Einla- gengeschäft stellt nachhaltig einen wichtigen Vertrauensanker und eine stabile langfristige Refinanzie- rungsquelle dar. Allerdings sinkt der Konditionsbeitrag im Einlagengeschäft kontinuierlich weiter. Vor dem Hintergrund der Null-Zins-Politik der EZB ist aber die bisherige Anlagestrategie der Kunden zu über- denken; die Begriffe „Sicherheit“ und „ohne Risiko“ sind bei anstehenden Anlageentscheidungen des Kunden neu zu definieren. Wir planen deshalb das klassische Einlagevolumen mit -2,4 % (2018) und nur mit +1,0 % (2019) zu Gunsten des attraktiven Wertpapierdienstleistungsgeschäftes sowie der erforderli- chen Zukunftsvorsorge des Kunden. Insgesamt planen wir für die Gesamtposition Kundeneinlagen und Wertpapiere jeweils 3,0 % für 2018 und 2019. In diesem Zusammenhang ist auch die weiterhin enge Betreuung der Kunden im gehobenen Privat- kundengeschäft und bei den hochvermögenden Kunden von großer Bedeutung. Wir haben die Aktivitä- ten in diesem Segment unter der Dachmarke „Private Investment Office“ zusammengeführt und betreu- en zukünftig unsere gehobenen Privatkunden im Private Office (Markt-Teams) und im Family Office. Hier liegt der Fokus auf der Vermögensverwaltung und der Betreuung von hochvermögenden Kunden. Unser Leistungsangebot für diese Zielgruppen möchten wir mit dem ebenfalls neu geschaffenen Bereich Produkte und Lösungen deutlich ausweiten. Wir sehen darin gute Chancen, dieses Geschäftsfeld erfolg- reich zu intensivieren und auszubauen. 13
Aufgrund der beschriebenen Szenarien bei den prognostizierten Volumenentwicklungen im Kundenge- schäft erwarten wir für 2018, begünstigt durch ein kompensierendes Offenmarktgeschäft, einen nur leichten Rückgang des Zinsüberschusses, während wir für 2019 von einem deutlich spürbaren Rück- gang beim Zinsüberschuss ausgehen. Für das Jahr 2018 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Zinssätze über alle Laufzeitenbänder, wobei wir im langfristigen Laufzeitenbereich einen etwas höheren Anstieg erwarten. Wir nutzen die aktu- elle Steilheit der Zinsstrukturkurve, um Fristentransformationsbeiträge im Zinsgeschäft zu generieren. Unser Zinsrisikosteuerungssystem erlaubt uns eine qualifizierte Beurteilung des Zinsänderungsrisikos. Wir unterstellen bei der Szenariobetrachtung über die künftige Zinsentwicklung neben unserer eigenen Markteinschätzung auch die VR-Zinsszenarien. Diese berücksichtigen Veränderungen der Zinsstruktur- kurve sowohl ad hoc als auch auf Sicht von einem Jahr und für die Folgejahre. In den Risikoszenarien ergibt sich in der Simulation für 2018 zwischen dem schlechtesten und günstigsten Zinsent- wicklungsszenario eine Zinsergebnisspreizung von ca. 1,5 Mio. €. In den Folgejahren erhöht sich die Zinsergebnisspreizung auf bis zu 6,9 Mio. €. Wir sind uns der möglichen Auswirkungen bewusst und be- obachten die Entwicklung des Zinsergebnisses sehr genau. Ergänzend hierzu führen wir Stressszenariobetrachtungen durch, um eine Sensibilisierung für den Kri- senfall zu erhalten. Das Provisionsergebnis möchten wir nachhaltig ausbauen. Unterstützt werden wir dabei von unseren ge- nossenschaftlichen Verbundpartnern mit ihren leistungsstarken Angeboten. Im klassischen Verbundge- schäft (Bausparen, Kapital-, Renten- und Kompositversicherungen sowie Vermittlung von Ratenkrediten) planen wir für die nächsten beiden Jahre jeweils ein Wachstum mit ca. 4,0 %. Im Wertpapierdienstlei- stungsgeschäft möchten wir vor dem Hintergrund des aktuellen Zinsumfeldes mit einem geplanten Wachstum von ca. 4,0 % (2018) und ca. 11,0 % (2019) Impulse setzen, auch im Hinblick auf die Ertrags- chancen der Kunden und dem Aufbau einer entsprechenden Altersvorsorge. Die beschriebenen Entwicklungen verlangen eine Optimierung von Betriebsabläufen und ein konsequen- tes Kostenmanagement. Die Personalkosten werden sich durch die natürliche Fluktuation und die von uns angebotenen Altersteil- zeitprogramme auf ca. 34 Mio. € vermindern. Diesen absoluten Wert planen wir für die beiden Progno- sejahre. Die Entwicklung der anderen Verwaltungsaufwendungen ist geprägt durch steigende Beiträge bei Garan- tiefonds, bei der BVR Institutssicherung und den Europäischen Sicherungsfonds (Bankenabgabe). Gleichzeitig investieren wir in Beratungskosten für die Projekte „Digitalisierung“ und „Prozessmana- gement“ als Zukunftsvorsorge. Weitere Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit Investitionen in den Filialbankbereich, so dass die anderen Verwaltungsaufwendungen im Prognosezeitraum deutlich ansteigen. Im Ergebnis führen die beschriebenen Entwicklungen in den nächsten beiden Jahren zu ei- nem rückläufigen Betriebsergebnis vor Bewertung mit ca. 25,4 Mio. € (2018) und ca. 23,1 Mio. € (2019). Besondere Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere im Kreditbereich sowie aus un- vorhersehbaren Zins- und Kursveränderungen, sehen wir auf Basis der von uns erstellten Prognosen und Berechnungen derzeit nicht. Chancen für die weitere Entwicklung sehen wir in einer Ausweitung des Kreditgeschäftes bei niedrigen Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie in Steigerungen unseres Provisionsergebnisses im Verbund- und im Wertpapierdienstleistungsgeschäft. Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen und des damit verbundenen Risikos für die Wirt- schaft und die Finanzmärkte rechnen wir in den nächsten beiden Jahren mit leicht steigenden Aufwen- dungen beim Bewertungsergebnis. Insbesondere im Kreditgeschäft erhöhen wir den Planwert für die nächsten beiden Jahre um jeweils ca. 5,0 %. Chancen für eine bessere Ertragslage sehen wir dann, wenn die Wirtschaftsentwicklung noch deutlich freundlicher ausfällt, als im erwarteten Konjunkturszena- rio unterstellt. Weiterhin niedrige Zinsen am kurzen Ende bei gleichzeitig steilerer Zinsstruktur könnten sich ebenfalls positiv auf die Ertragslage auswirken. Risiken für die Ertragslage bestehen dann, wenn es innerhalb des Euroraums nicht gelingt, die Staatshaushalte nachhaltig zu stabilisieren bzw. die Sparbemühungen dazu 14
führen, dass sich diese negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Deutlich steigende Zinsen und eine Verflachung der Zinsstrukturkurve würden sich negativ auswirken. Die Entwicklung an den Ka- pitalmärkten wird bei weiter steigenden Kursen positive Effekte für unser Geschäftsmodell der Vermö- gensverwaltung als auch im Wertpapiergeschäft haben. Die jüngsten Korrekturen zeigen aber auch, dass heftige Kurskorrekturen auch unsere Ertragslage im Wertpapiergeschäft negativ beeinflussen kön- nen. Zentrale Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unserer Bank ist ein ausreichendes Eigenkapital. Auch für die beiden kommenden Jahre planen wir eine Stärkung des Eigenkapitals durch eine kontinuierliche, dem Geschäftswachstum angemessene Rücklagenbildung. Das wirtschaftliche Eigenkapital planen wir mit +5,0 % (2018) und +3,2 % (2019). Durch die erwartete Eigenkapitalzuführung wird die erforderliche Eigenkapitalausstattung zur Erfüllung der verschärften gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderun- gen gewährleistet. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere gute Risikotragfähigkeit ermöglicht es uns auch künftig, Ertragschancen für die Bank, ihre Mitglieder und Kunden zu nutzen sowie die regionale Kredit- vergabe zu gewährleisten. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten, sind nicht erkennbar. IV. Zweigniederlassungen Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen nach § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB. V. Erklärung zur Unternehmensführung Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirt- schaft Die Volksbank Kraichgau fördert im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizier- ten Frauen in Führungspositionen. Gem. § 9 Abs. 3 Genossenschaftsgesetz legt der Vorstand für die Besetzung der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit Frauen eine Zielgröße von 7 %, für die Besetzung der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit Frauen eine Zielgröße von 12,5 % fest (Beschluss vom 29.08.2017, maßgeblicher Zeitraum bis einschließlich 30.06.2020). Die Zielgrößen ent- sprechen dem Status Quo. Zum Jahresende besteht die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes aus 15 Bereichsleitungen, die jeweils größtenteils mit Prokura ausgestattet sind und die erweiterte Geschäftsleitung darstellen – der Frauenanteil liegt im Berichtsjahr bei rund 7%. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes besteht aus 41 Führungskräften. Diese verantworten die Fachabteilungen der Bank sowie Organisati- onseinheiten im Privat- und Firmenkundengeschäft und sind i.d.R. mit Handlungsvollmacht ausgestattet: Die Frauenquote dieser Führungsebene liegt zum Jahresende etwas über 12%. Die durch den Vorstand erstmals im Geschäftsjahr 2015 festgelegten Zielgrößen von jeweils rund 7% für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes für den maßgeblichen Bezugszeitraum wurden erreicht: Zum Stichtag 30.06.2017 betrug der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unter dem Vorstand 7,1% und in der Führungsebene darunter 12,5%. Mit Datum vom 29.06.2017 hat der Aufsichtsrat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vor- stands mit Frauen eine Zielgröße von 0% festgelegt. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen eine Zielgröße von 16,7 % festgelegt. Die festgelegten Ziel- größen entsprechen den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen. Die festgelegten Zielgrößen sind maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 30.06.2020 (Bezugszeit- raum) und entsprechen dem Status quo. Die Zielgröße im vorangegangenen Bezugszeitraum von 20 % konnte nicht erreicht werden, da von der Arbeitnehmreseite keine Frau in den Aufsichtsrat gewählt wur- de. 15
VI.Nichtfinanzielle Berichterstattung Wir werden den gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2017 zusammen mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 nach § 325 HGB im Bun- desanzeiger offenlegen. Eine nichtfinanzielle Erklärung ist daher nicht abzugeben. Wiesloch, 16. März 2018 Volksbank Kraichgau eG Der Vorstand: Zander Geier Bieler Matthias Zander Vorstandssprecher Thomas Geier stellv. Vorstandssprecher Vorstandsmitglied Klaus Bieler 16
Volksbank Kraichgau eG Hauptstraße 139, 69168 Wiesloch Telefon: (06222) 589-0 Hauptstraße 115, 74889 Sinsheim Telefon: (07261) 699-0 Internet: www.vbkraichgau.de E-Mail: info@vbkraichgau.de klimaneutral natureOffice.com | DE-135-753381 gedruckt

References: § 340
 § 254
 Art. 67
 § 340
 § 340
 § 7
 § 254
 § 254
 § 285
 § 7
 § 274
 § 246
 § 253
 § 253
 § 253
 § 32
 § 1
 § 36
 § 271
 § 286
 § 271
 § 274
 § 340
 § 254
 § 285
 § 286
 § 268
 § 253
 § 268
 § 7
 § 10
 § 10
 Art. 484
 Art. 484
 § 1
 § 1
 § 2
 § 289
 § 9
 § 9
 § 9
 § 325