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Timestamp: 2018-05-27 17:26:32+00:00

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TXpedia - Anrede nach der Vornamensänderung
Anrede nach der Vornamensänderung
Das Recht, nach der Vornamens­änderung (TSG §1) und noch vor der Personen­stands­änderung (TSG §8), nach dem Trans­sexuellen­gesetz , mit der Anrede der gewünschten Geschlechter­rolle (Herr, Frau) angesprochen zu werden, geht auf die Entscheidung des Bundes­verfassungs­gerichts (BVG, 2 BvR 1833/95 vom 15.08.1996) zurück.
Verhandelt wurde der Fall einer transsexuellen Inhaftierten, die trotz amtlicher Vornamens­änderung (aber ohne geänderten Personen­stand) von offizieller Seite immer noch als "Herr" angeredet und angeschrieben wurde.
Nach Auffassung des Gerichts war die Eingewöhnung in die gewünschte Geschlechter­rolle nur dann möglich, wenn diese von der Umwelt akzeptiert wird. Die Absicht des Trans­sexuellen­gesetzes (TSG §1) war bei dieser Nicht­akzeptanz verfehlt, da die neue Geschlechterrolle nur unvollkommen gelebt werden konnte. Das Grundgesetz Art.2 Abs.1 ( Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit... ) in Verbindung mit dem Art.1 Abs.1 ( Die Würde des Menschen ist unantastbar... ) verlangt den Respekt vor der Entscheidung eines Einzelnen über seine Geschlechts­zugehörigkeit, die schon vor der gerichtlichen Fest­stellung nach TSG §8ff getroffen wird.
Anmerkung: siehe auch Arbeitsrecht

References: §1
 §8
 §1
 Art.2
 Art.1
 §8