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Timestamp: 2018-04-23 00:21:25+00:00

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forum.oeffentlicher-dienst.info • Thema anzeigen - § 14 Vorübergehende Übertragung e. höherwertigen Tätigkeit
§ 14 Vorübergehende Übertragung e. höherwertigen Tätigkeit
von Tourer am 15.03.2018, 13:45
Hallo, bin neu hier und habe hier im Forum über mein Anliegen nichts gefunden.
Ich bin in der E9/5 eingruppiert und vertrete vollumfänglich die Sachgebietsleitung (A15) für 6 Monate.
Ich hatte einen Antrag auf Zulage (§ 14 Vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit) gestellt. Dieser wurde nun abgelehnt mit der Begründung:
Die höherwertigen Tätigkeiten, welche mir übertragen wurden, reichen Prozentual nicht für eine Zulage nach §14 aus.
Ist dies so rechtens? Leistung sollte doch normal honoriert werden, oder ist das im TVL nicht vorgesehen?
Registriert: 15.03.2018, 13:00
Re: § 14 Vorübergehende Übertragung e. höherwertigen Tätigk
von Spid am 15.03.2018, 13:55
Die Zulage nach §14 TV-L ist keine Belohnung für Leistung, sie wird für die vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit gezahlt. Auch wer dabei völlig versagt, hat Anspruch darauf - übrigens ohne Antrag. Die auszuübende Tätigkeit wäre hier in ihrer Gesamtheit zu bewerten und die Differenz zur sich daraus ergebenden Entgeltgruppe als Zulage zu zahlen. Aus der Bewertung einer Stelle für oder der Besoldung eines Beamten lassen sich keine Rückschlüsse ziehen auf die tarifliche Wertigkeit einer auszuübenden Tätigkeit, da beides völlig unterschiedlichen Systematiken folgt und es bei Entgelt- und Besoldungsgruppen es auch keine tariflichen Entsprechungen gibt. Mithin ist nicht auszuschließen, daß der AG mit seiner rechtlichen Bewertung richtig liegt. Interessant wäre es, wie hoch und auf welcher Basis der AG den Anteil der höherwertigen Tätigkeit ermittelt oder geschätzt hat.
von Tourer am 16.03.2018, 09:58
Von einer Belohnung war auch nie die Rede.
Wie geschrieben, die Vertretung des SG (A15) steht zur Diskussion.
Leider geht aus dem TVL §14 für mich nicht hervor ob eine Vertretung eine Zulage Rechtfertigt oder ob dies generell an den Tätigkeiten festgemacht werden darf?
Die Begründung zur Ablehnung wurde nicht genau ausgeführt, es heißt nur dass die Höherwertigen Tätigkeiten prozentual nicht ausreichen.
Finde es schon seltsam dass man so abgefertigt wird. Und zu Ihrer Aussage, dass man die Zulage auch ohne Antrag bekommt, kann ich nur schreiben dass bei uns ohne schriftlichen Antrag von alleine nichts passiert.
von atatat am 16.03.2018, 10:03
Tourer hat geschrieben: Wie geschrieben, die Vertretung des SG (A15) steht zur Diskussion.
Für Vertretung gibt es nichts.
Für die höherwertigen Tätigkeiten die anfallen, weil man Vertretung macht gibt es was.
Wenn man jedoch nur 10 min am Tag emails weiterleitet und abheftet als Vertretung, dann dürfte da nichts rumkommen.
Wenn man 50% seiner Zeit mit Vertretungsaufgaben beschäftigt ist, dann schon.
Tourer hat geschrieben: Die Begründung zur Ablehnung wurde nicht genau ausgeführt, es heißt nur dass die Höherwertigen Tätigkeiten prozentual nicht ausreichen.
Du müßtest also darlegen, wieviel hW Arbeit du nun aufgrund der Vertretung machst.
Tourer hat geschrieben: Finde es schon seltsam dass man so abgefertigt wird. Und zu Ihrer Aussage, dass man die Zulage auch ohne Antrag bekommt, kann ich nur schreiben dass bei uns ohne schriftlichen Antrag von alleine nichts passiert.
Das ist halt rechtswidriges Verhalten des AG und der Personaler und das muss man halt entsprechend einklagen. Dein Gehalt bekommst du ja auch ohne Antrag.
von Spid am 16.03.2018, 10:11
Tourer hat geschrieben: Von einer Belohnung war auch nie die Rede.
Da Belohnung gem. Duden ein Synonym zu Honorierung darstellt, halte ich dies:
Tourer hat geschrieben: Leistung sollte doch normal honoriert werden, oder ist das im TVL nicht vorgesehen?
sehr wohl für die Forderung nach einer Belohnung von Leistung.
TV-L §14 Abs. 1 Satz 1 1. HS hat geschrieben: Wird Beschäftigten vorübergehend eine andere Tätigkeit übertragen, die den Tätigkeitsmerkmalen einer höheren Entgeltgruppe entspricht
denn uneindeutig, daß es auf die Tätigkeit ankommt?
Finde es schon seltsam dass man so abgefertigt wird.
Gibt es denn Grund zur Annahme, daß dem nicht so sei? Aus der Sachverhaltsschilderung und den weiteren Einlassungen läßt sich derlei nicht schließen.
Tourer hat geschrieben: Und zu Ihrer Aussage, dass man die Zulage auch ohne Antrag bekommt, kann ich nur schreiben dass bei uns ohne schriftlichen Antrag von alleine nichts passiert.
Es braucht für die inredestehende Zulage ebensowenig einen Antrag wie für die monatliche Entgeltzahlung.
von Tourer am 22.03.2018, 12:20
Schon mal vielen Dank für die genauen Ausführungen.
Ich bin bei uns leider nicht der einzige der nun mittels Antrag versucht Leistungen zu erhalten die der TVL scheinbar klar regelt.
Bei der Vertretung des SG habe ich sehr wohl auch die Aufgaben des SG mit übernommen.
Aber es wird wohl schwierig sein hier etwas zu erreichen, wie soll man das beweisen dass man Prozentual über einem gewissen Wert von Höherwertiger Arbeit liegt?
Aber es kann auch schön sein dass man weiß dass man eigentlich eine Zulage erhalten kann, ohne einen Antrag zu stellen. Muss sich ja auf dem Konto nicht bemerkbar machen.
Der TVL lässt ja scheinbar für den AG immer sämtliche Möglichkeiten offen.
von Spid am 22.03.2018, 12:27
Sofern der AG keinen Umfang festlegt, kommt glaubhaften Aufzeichnungen über einen längeren Zeitraum im Verfahren ein recht hoher Wert bei.

References: § 14

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