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Timestamp: 2017-06-23 23:57:42+00:00

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Jäger und Strafrecht | Jagdlupe
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Jäger und Strafrecht	15. März 2017 | Jagdrecht AktuellGeschätzte Lesezeit: 2 Minuten	Wer in seiner Freizeit gerne zur Jagd geht, muss einiges an Regelungen und Gesetzen befolgen. Dennoch kann es aus Unachtsamkeit oder durch Verwechslung passieren, dass ein Gesetz gebrochen wird. Da es sich beispielsweise beim Tatbestand der Wilderei um einen strafrechtlichen Verstoß handelt, ist es ratsam sich in solchen Fällen von einem Anwalt beraten zu lassen. Es empfiehlt sich einen Rechtsanwalt für Strafrecht zu wählen, damit dieser Ihnen fachkundig zur Seite stehen kann. Bei einer guten Beratung können die Konsequenzen so klein wie möglich gehalten werden.
Was kennzeichnet den Tatbestand der Wilderei?
Gemäß § 292 Abs. 1 S. 1 StGB sind das Nachstellen, Fangen, Erlegen oder das sich oder einem Dritten Zueignen von Wild Tathandlungen. Fangen ist definiert als das Sichbemächtigen eines lebenden Tieres. Dabei reicht es zur Tatbestandsmäßigkeit, dass der Jäger das Wild nur vorübergehend in seinem Gewahrsam halten will, um es danach wieder freizulassen. Gemäß § 958 Abs. 2 BGB wird der Wilderer nicht Eigentümer der gewilderten Sache. Im Sinne des § 292 StGB bedeutet Zueignung lediglich die Anmaßung von Eigentum (vgl. § 872 BGB). Auch die Tathandlung des Erlegens fällt unter Wilderei im Sinne des § 292 StGB. Erlegen beinhaltet, dass das Wild getötet wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es weidmännisch oder nicht weidmännisch von Statten geht. Es gibt hier allerdings eine interpretative Restriktion, unter Erlegung fällt nur die Tötung nicht bereits vorher todgeweihten Wildes. Das Handeln des Erlegers kann allerdings gemäß § 34 StGB als gerechtfertigter Notstand entschuldigt werden. Darunter fallen folgende Beweggründe: Schutz des Wildes vor vermeidbaren Schmerzen; Nothilfe, Träger des bedrohten Rechtsgutes ist entweder vom ethischen Ansatz das Tier selbst oder die Allgemeinheit und ihr Interesse am Tierschutz, gegenwärtige Gefahr oder das Wild wurde als mildestes Mittel zur Abwehr erlegt. Versuchtes Erlegen hingegen gilt immer als vollendetes Nachstellen. Der Begriff umfasst alle Handlungen, die auf Fangen, Erlegen oder Sichzueignen von Wild gerichtet sind, ohne Rücksicht darauf, ob er Erfolg erreicht wurde oder nicht. Nicht nur Fragen rund um Wilderei können verwirrend sein. Auch Angelegenheiten rund um Wildunfälle bei der Treibjagd, die korrekte Aufbewahrung der Waffen oder Fehlabschüsse sind Rechtsfragen mit denen sich ein Jäger auseinandersetzen muss. Auch Thematiken rund um die Genehmigungspflicht von Hundezucht haben rechtliche Hintergründe. Falls es zu einer Fehlhandlung gekommen ist, sollte man sich mit seinem Jagdverein in Verbindung setzen und ggf. einen Anwalt einschalten. Auch Online gibt es viele Möglichkeiten sich umfassend zum Thema Recht und Politik in Bezug auf Jagd zu informieren. Weitere Informationen:Mit der Jagdwaffe in den UrlaubErben und Vererben von JagdwaffenDer Schoppen vor der JagdWildschaden bei ErstaufforstungenRuhen der Jagd – und der im Eigentum einer GmbH…Der angegriffene Jäger – Notwehr und Notwehrexzess	Weiterlesen auf der Jagdlupe:
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References: § 292
 § 958
 § 292
 § 872
 § 292
 § 34
 Art. 72
 § 5