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Timestamp: 2019-10-21 03:51:53+00:00

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RG, 16.01.1939 - IV 168/38 - dejure.org
RG, 16.01.1939 - IV 168/38
https://dejure.org/1939,684
RG, 16.01.1939 - IV 168/38 (https://dejure.org/1939,684)
RG, Entscheidung vom 16.01.1939 - IV 168/38 (https://dejure.org/1939,684)
RG, Entscheidung vom 16. Januar 1939 - IV 168/38 (https://dejure.org/1939,684)
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Die Außerordentlichkeit von Entschädigungen ist sodann stets bejaht worden, wenn die Entschädigung entgangene oder entgehende Einnahmen mehrerer Jahre, nicht nur eines Jahres abgilt (Urteile des Reichsfinanzhofs IV 168/38 vom 10. November 1938, RStBl 1939 S. 170; IV 100/38 vom 8. September 1939, RStBl 1939 S. 1080; IV 87/38 vom 8. September 1939, RStBl 1940 S. 12).
Die Besteuerung einer Entschädigung kann sich aber gerade auch deshalb ungünstiger auswirken, weil sie im Jahr der Zahlung oder ihres buchmäßigen Zufließens mit anderen Einkünften des Steuerpflichtigen zusammentrifft (vgl. hierzu Urteil des Reichsfinanzhofs IV 168/38, a.a.O.).
Dementsprechend sind solche Entschädigungen tarifbegünstigt, deren Besteuerung nach dem regulären Einkommensteuertarif sich für den Steuerpflichtigen erheblich ungünstiger auswirkte, als es bei einer zeitentsprechenden Besteuerung der ersetzten Bezüge der Fall gewesen wäre (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs vom 10. November 1938 IV 168/38, RStBl 1939, 170); zu vergleichen sind die Auswirkungen bei hypothetischem regulären Verlauf mit den Auswirkungen, die sich durch die Ersatzleistung ergeben.
Der Kläger beruft sich in diesem Zusammenhang zu Unrecht auf die Urteile des Reichsfinanzhofs vom 10. November 1938 IV 168/38 (RStBl 1939, 170) und des BFH in BFHE 70, 195, BStBl II 1960, 72, nach denen die Vergünstigung des § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG dann ausnahmsweise zu gewähren ist, wenn die Besteuerung einer in einem Betrag geleisteten Entschädigung, die an Stelle entgehender oder entgangener Einnahmen nur eines Jahres getreten ist, sich für den Steuerpflichtigen ungünstig auswirkt, weil die Entschädigung im Jahr der Zahlung oder ihres buchmäßigen Zufließens mit erheblichen anderen Einkünften des Steuerpflichtigen zusammentrifft.
Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 20.10.1978 VI R 107/77, BFHE 126, 408, BStBl II 1979, 176; vom 02.09.1992 XI R 63/89, BFHE 171, 416, BStBl II 1993, 831; vom 04.03.1998 XI R 46/97, BFHE 185, 429, BStBl II 1998, 787), die bereits auf die Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (RFH) zurückgeht (RFH-Urteil vom 10.11.1938 IV 168/38, RStBl 1939, 170), verlangt § 34 EStG die Zusammenballung von Einkünften, die sich bei normalem Ablauf auf mehrere Jahre verteilt hätten (ständige Rechtsprechung des BFH, Urteile vom 11.12.1970 VI R 66/66, BFHE 100, 530, BStBl II 1971, 137; vom 12.03.1975 I R 180/73, BFHE 115, 261, BStBl II 1975, 485;… vom 06.09.1995 XI R 71/94, BFH/NV 1996, 204); anderenfalls ist ein sachlicher Grund für die von der Bestimmung bezweckte Milderung der tariflichen Spitzenbelastung nicht gegeben.
Zwar liegen außerordentliche Einkünfte i. S. des § 34 Abs. 1 , Abs. 2 EStG grundsätzlich nur dann vor, wenn die Entschädigung für entgangene oder entgehende Einnahmen, die sich bei normalem Ablauf auf mehrere Jahre verteilt hätten, zusammengeballt in einem Betrag gezahlt wird (BFH-Urteile vom 20. Oktober 1978 VI R 107/77, BFHE 126, 408 , BStBl II 1979, 176 ; vom 17. Dezember 1982 III R 136/79, BFHE 137, 345 , BStBl II 1983, 221 ; vom 20. Juli 1988 I R 250/83, BFHE 154, 98 , BStBl II 1988, 936 ;… in BFH/NV 1991, 88, …und vom 18. September 1991 XI R 9/90, BFH/NV 1992, 102) oder wenn die Entschädigung entgangene Einnahmen nur eines Jahres ersetzt, sofern sie im Jahr der Zahlung mit weiteren Einkünften zusammentrifft und der Steuerpflichtige im Jahr der entgangenen Einnahmen keine weiteren (nennenswerten) Einnahmen gehabt hat (Urteil des Reichsfinanzhofs -RFH- vom 30. November 1938 IV 168/38, RStBl 1939, 170; BFH-Urteile vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S. BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72, und vom 12. März 1975 I R 180/73, BFHE 115, 261, BStBl II 1975, 485).
Soweit sie der RFH für erforderlich gehalten hat (Urteil vom 10. November 1938 IV 168/38, RStBl 1939, 170), erübrigt sich eine Stellungnahme zu dieser Entscheidung schon deshalb, weil der erkennende Senat von einem anderen Begriff der Entschädigung nach § 24 Nr. 1 a EStG ausgeht, als der RFH.
BFH, 13.11.1953 - IV 206/53 U
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In dem Urteil des Reichsfinanzhofs IV 168/38 vom 10. November 1938 (Reichssteuerblatt - BStBl. - 1939 S. 170) sei klar zum Ausdruck gebracht, daß die Tarifbestimmung des § 34 Abs. 1 EStG nur dann anzuwenden sei, wenn eine Zusammenballung von Einkünften wegen der Entschädigung im Jahre der Zahlung stattfinde.

References: § 34
 § 24
 § 34
 § 34
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