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Timestamp: 2016-10-21 09:07:02+00:00

Document:
8C_209/2012 (12.07.2012)
8C_209/2012
Alfred-Escher-Strasse 50, 8022 Z�rich,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Konrad B�nzli,
I.________, geboren 1945, arbeitete seit Januar 1989 als Vertriebsmitarbeiter (Chauffeur und Auslieferung der M�bel) bei der X.________ AG, und war bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Z�rich) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtsberufsunf�llen versichert. Am 13. November 2008 rutschte er beim Ausladen von Gartenm�beln aus und erlitt beim Versuch, den Sturz zu vermeiden, eine Rotatorenmanschettenruptur. Diese wurde am 11. Februar 2009 mittels Schulterarthroskopie links behandelt. Dr. med. L.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, attestierte im Gutachten vom 14. April 2010 aufgrund der Unfallfolgen ab 21. November 2008 eine volle Arbeitsunf�higkeit sowie ab 6. Juni 2009 eine 50-prozentige und ab 30. Juni 2009 eine 70-prozentige Arbeitsf�higkeit f�r die angestammte T�tigkeit. Eine leidensangepasste, z.B. sitzende T�tigkeit wurde hingegen als vollzeitig zumutbar beurteilt. Die Z�rich kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus.
Mit Verf�gung vom 9. Juli 2010 stellte die Z�rich fest, der Endzustand sei 14 Monate nach dem operativen Eingriff erreicht. Bei einem ermittelten Invalidit�tsgrad von 1.94 Prozent verneinte sie einen Rentenanspruch, stellte jedoch die Ausrichtung einer Integrit�tsentsch�digung in H�he von 10 Prozent, entsprechend Fr. 10'680.-, in Aussicht. Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache hiess die Z�rich teilweise gut, stellte die Taggeldleistungen auf den 31. Juli 2010 hin ein, setzte die Integrit�tsentsch�digung auf Fr. 12'600.- fest und wies die Einsprache im �brigen ab (Einspracheentscheid vom 14. Januar 2011).
Gegen den Einspracheentscheid der Z�rich vom 14. Januar 2011 beschwerte sich I.________ beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau. Er beantragte, es sei ihm ab Einstellung der Taggeldleistungen eine Invalidenrente von mindestens 31 Prozent zuzusprechen. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde �nderte das kantonale Versicherungsgericht den Einspracheentscheid dahingehend ab, als es dem Versicherten ab 1. August 2010 eine Invalidenrente in H�he von 24 Prozent zusprach (Entscheid vom 18. Januar 2012).
Die Z�rich erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2011 zu best�tigen; eventuell sei die Sache zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades zur�ckzuweisen. Zudem wird um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Beizug der Akten der Vorinstanz ersucht.
I.________ l�sst sich mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde vernehmen. Das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
2.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen zum Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG) sowie zum Begriff der Invalidit�t (Art. 8 ATSG) und zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf - wie auch auf die Erw�gungen zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) - wird verwiesen.
2.2 Der Bundesrat hat gest�tzt auf Art. 18 Abs. 2 UVG in Art. 28 Abs. 4 UVV eine besondere Regelung f�r die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Versicherten getroffen, welche die Erwerbst�tigkeit nach dem Unfall altershalber nicht mehr aufnehmen (Variante I) oder bei denen sich das vorger�ckte Alter erheblich als Ursache der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit auswirkt (Variante II). In diesen F�llen sind gem�ss Art. 28 Abs. 4 UVV f�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitssch�digung erzielen k�nnte. Damit wird bei der Invalidit�tsbemessung einerseits dem Umstand Rechnung getragen, dass nebst der - grunds�tzlich allein versicherten - unfallbedingten Invalidit�t auch das vorger�ckte Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit oder -unf�higkeit bildet. Andererseits wird ber�cksichtigt, dass die Invalidenrenten der Unfallversicherung bis zum Tod der Versicherten zur Ausrichtung gelangen (Art. 19 Abs. 2 UVG), wobei sie - in Abweichung von Art. 17 Abs. 1 ATSG - nach dem Monat, in dem M�nner das 65. und Frauen das 62. Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden k�nnen (Art. 22 UVG; vgl. BGE 134 V 131). Mit Art. 28 Abs. 4 UVV soll demnach verhindert werden, dass bei �lteren Versicherten zu hohe Invalidit�tsgrade resultieren und Dauerrenten zugesprochen werden, wo sie mit Blick auf die unfallbedingte Invalidit�t eher die Funktion von Altersrenten aufweisen (BGE 122 V 418 E. 3a S. 421 f. mit Hinweisen).
3.1 Mit dem angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz dem Versicherten in Ab�nderung des Einspracheentscheids vom 14. Januar 2011 ab 1. August 2010 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunf�higkeit von 24 Prozent zugesprochen. Dabei ging sie davon aus, Art. 28 Abs. 4 UVV sei nicht anwendbar, weil der Versicherte seine angestammte T�tigkeit als M�bellieferant aufgrund der Folgen des erlittenen Unfalls und nicht altershalber nur noch in einem Pensum von 70 Prozent ausge�bt habe. Da der physiologischen Altersgebrechlichkeit verglichen mit den anderen Ursachen der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit �berwiegend wahrscheinlich keine wesentliche Bedeutung zukomme, ist laut Vorinstanz auch Variante 2 von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht erf�llt. Des Weitern hielt das kantonale Gericht daf�r, der Versicherte verm�chte zwar eine leidensangepasste T�tigkeit vollzeitlich auszu�ben, doch k�nne ihm eine entsprechende Umstellung nicht zugerechnet werden, da der im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. August 2010) 65 J�hrige bereits in Pension gestanden habe. Deshalb sei auf die stabilen Verh�ltnisse bei der bisherigen Arbeitgeberin abzustellen. Aufgrund eines Prozentvergleichs ermittelte das kantonale Gericht einen Invalidit�tsgrad von 24 Prozent.
3.2 Die Z�rich macht geltend, die Nichtber�cksichtigung von Art. 28 Abs. 4 UVV durch das kantonale Gericht verletze Bundesrecht. Um stossende Ergebnisse zu vermeiden, m�sse diese Bestimmung auch dann zur Anwendung kommen, wenn die versicherte Person der im Rahmen der Schadenminderungspflicht gebotenen Aufnahme einer Verweist�tigkeit nicht nachkomme. Davon habe der Versicherte einzig im Hinblick auf die baldige Pensionierung abgesehen. Somit sei der Einkommensvergleich auf der Basis des Erwerbseinkommens durchzuf�hren, die ein Versicherter mittleren Alters bei einer entsprechenden Gesundheitssch�digung erzielen k�nnte. Da der Beschwerdegegner dabei auf ein h�heres Einkommen k�me, als das ermittelte Valideneinkommen, bestehe kein Anspruch auf Invalidenrente.
4.1 Nach den Feststellungen des kantonalen Gerichts, welche sich auf das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 14. April 2010 st�tzen, ist der Beschwerdegegner seit dem 30. Juni 2009 in seiner angestammten T�tigkeit zu 70 Prozent arbeitsf�hig. Behindert ist er beim Tragen von Lasten von �ber 40 kg und insbesondere bei Arbeiten �ber der Schulterhorizontalen, beispielsweise beim Auf- und Abladen der Gartenm�bel. Eine im Sitzen zu verrichtende Arbeit sei uneingeschr�nkt zumutbar. Die Vorinstanz betrachtete das Gutachten als hinreichend beweiskr�ftig f�r die Beurteilung der Frage, welche T�tigkeiten dem Versicherten aus rein gesundheitlicher Sicht noch zumutbar seien. Dem ist beizupflichten, da die medizinischen Unterlagen zu keiner anderen Betrachtungsweise Anlass geben.
4.2 Der Beschwerdef�hrerin ist darin beizupflichten, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt ein breites Spektrum an zumutbaren Besch�ftigungen anbietet, welche das von Dr. med. L.________ beschriebene Profil erf�llen. Die T�tigkeit als Chauffeur ist dem Versicherten beispielsweise weiterhin uneingeschr�nkt m�glich. Aber auch andere sitzende T�tigkeiten, ohne Arbeiten �ber der Schulterhorizontalen, kommen in Frage.
5.1 Der Beschwerdegegner war im Zeitpunkt des Rentenbeginns, welcher gem�ss Vorinstanz mit Blick auf die im Einspracheentscheid vom 14. Januar 2011 auf Ende Juli terminierte Einstellung der Taggeldleistungen auf den 1. August 2010 festgesetzt wurde, 65 Jahre alt. Bei einem laut Beschwerdef�hrerin fr�hestm�glichen Rentenbeginn im April 2010 stand er kurz vor Erreichen des AHV-Alters. Bei Erlass des Einspracheentscheids vom 14. Januar 2011 hatte er bereits seit mehreren Monaten Anspruch auf eine Altersrente der AHV. Von einem vorger�ckten Alter nach Art. 28 Abs. 4 UVV ist - unter Ber�cksichtigung berufsspezifischer Gewohnheiten und allf�lliger Besonderheiten des Einzelfalles - in der Regel ab rund 60 Jahren auszugehen (BGE 122 V 418 E. 4c S. 424; Urteile 8C_164/2010 vom 30. Juni 2010 E. 5.2; 8C_255/2009 vom 24. September 2009 E. 3.2.3; U 313/06 vom 14. August 2007 E. 3.4). Die altersm�ssige Voraussetzung f�r die Anwendung dieser Bestimmung ist somit zweifellos erf�llt.
5.2 Gem�ss den Erw�gungen des kantonalen Gerichts entf�llt die M�glichkeit des Versicherten, seine grunds�tzlich gegebene volle Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit zu verwerten, aufgrund des Erreichens des ordentlichen Pensionsalters. Es hat daher nicht gepr�ft, ob dieser in einer leidensangepassten, ganzt�gig zumutbaren T�tigkeit auf dem f�r die Invalidit�tsbemessung massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt mehr verdienen k�nnte denn als Vertriebsmitarbeiter bei der X.________ AG.
5.3 Die vorinstanzliche Auffassung, wonach Art. 28 Abs. 4 UVV im vorliegend zu beurteilenden Fall nicht zur Anwendung kommt, vermag nicht zu �berzeugen. Selbst nach Auffassung des kantonalen Gerichts waren es offensichtlich das vorger�ckte Alter, bzw. die Pensionierung des Versicherten, welche diesen daran hinderten, eine geeignete Arbeit in einer leidensangepassten T�tigkeit aufzunehmen. Nach der Rechtsprechung findet Art. 28 Abs. 4 (Variante 2) UVV auch dann Anwendung, wenn das vorger�ckte Alter einer versicherten Person das Zumutbarkeitsprofil - wie vorliegend - nicht zus�tzlich beeinflusst, also keine zus�tzlichen Einschr�nkungen des funktionellen Leistungsverm�gens mit sich bringt, aber einer Verwertung der Restarbeitsf�higkeit (auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt) trotzdem entgegensteht, weil kein Arbeitgeber einen Angestellten im oder kurz vor dem AHV-Alter mit gesundheitlichen Einschr�nkungen einstellen w�rde (bereits erw�hntes Urteil U 313/06 E. 3.4 mit Hinweisen).
5.4 Anders verh�lt es sich in der Invalidenversicherung, welche keine Art. 28 Abs. 4 UVV entsprechende Bestimmung kennt. Dort wird das Alter, respektive die altersbedingte (praktische) Unm�glichkeit, die Restarbeitsf�higkeit zu verwerten, rechtsprechungsgem�ss nicht ohne weiteres ausgeblendet. Vielmehr wird das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invalidit�tsfremder Faktor, von der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, das zusammen mit weiteren pers�nlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu f�hren kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsf�higkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gest�tzt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsf�higkeit, liegt eine vollst�ndige Erwerbsunf�higkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begr�ndet (vom Beschwerdegegner erw�hntes Urteil 9C_153/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 3.1).
5.5 Bez�glich des unterschiedlichen Ansatzes in der Unfall- und der Invalidenversicherung gilt es darauf hinzuweisen, dass Renten der Invalidenversicherung dahinfallen, sobald die versicherte Person die AHV-Rente bezieht (Art. 30 IVG). In der Unfallversicherung wird dagegen die Invalidenrente bis an das Ende des Lebens ausgerichtet (E. 2.2 hievor). Mit der Regelung von Art. 28 Abs. 4 UVV soll verhindert werden, dass �ltere Versicherte ohne schwere, unfallbedingte Invalidit�t eine Invalidenrente erhalten. Da es bei �lteren Personen oft schwierig zu beurteilen ist, wie sich ihr k�nftiges Erwerbseinkommen ohne Unfall entwickelt h�tte und ebenso wie stark das Alter nach dem Unfall die Erwerbsunf�higkeit beeinflusst, stellt Art. 28 Abs. 4 UVV f�r die Bestimmung der hypothetischen k�nftigen Erwerbseinkommen eine spezielle Regel auf (PETER OMLIN, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung, 2. Aufl. 1999, S. 265 ff.; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 1985, S. 361). Diese gilt es im vorliegenden Fall zu beachten.
5.6 Der Invalidit�tsbemessung sind dementsprechend die Vergleichseinkommen f�r einen Versicherten im mittleren Alter zu Grunde zu legen. Dieses liegt nach der Rechtsprechung bei etwa 42 Jahren oder zwischen 40 und 45 Jahren (BGE 122 V 418 E. 1b S. 419; bereits erw�hntes Urteil U 313/06 E. 3.4).
6.1 Bei dem zur Bestimmung der erwerblichen Auswirkungen der unfallbedingten Beeintr�chtigung vorgenommenen Einkommensvergleich ging die Vorinstanz davon aus, dass der Versicherte im Jahr 2010 (Rentenbeginn als massgebender Vergleichszeitpunkt) ohne unfallkausale Gesundheitssch�digung mutmasslich einen Lohn von Fr. 73'380.- (Valideneinkommen) erzielt h�tte. Demgegen�ber macht die Beschwerdef�hrerin ein Valideneinkommen von Fr. 70'167.- bzw. Fr. 70'219.- aus.
6.2 Die Vorinstanz st�tzte sich bei der Ermittlung des beim Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG heranzuziehenden hypothetischen Einkommens ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) auf die Eintragungen im individuellen Konto und dabei auf den Durchschnitt des vom Versicherten in den Jahren 2002 bis 2007 (letztes Jahr vor Eintritt des Gesundheitsschadens) bei der X.________ AG erzielten Lohnes und passte diesen der Nominallohnentwicklung an. Dies l�sst sich entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht beanstanden. Selbst wenn indessen mit der Beschwerdef�hrerin auf den Durchschnitt der Einkommen 2000 - 2007 abgestellt w�rde, verm�chte dies am Ergebnis nichts zu �ndern, wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen.
7.1 Hinsichtlich der Festsetzung des Einkommens, das der Versicherte trotz seiner gesundheitlichen Beeintr�chtigung zumutbarerweise noch zu erzielen verm�chte (Invalideneinkommen), ist rechtsprechungsgem�ss prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare Erwerbst�tigkeit mehr aus, so k�nnen Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen). Zu ber�cksichtigen ist, dass dem Beschwerdegegner medizinisch gesehen trotz unfallbedingter Gesundheitssch�digung die Aus�bung einer leidensangepassten T�tigkeit ganzt�gig zumutbar w�re. Diesem stehen in Anbetracht seines beruflichen Werdegangs, insbesondere seiner langj�hrigen Erfahrung in der F�hrung eines Landwirtschaftsbetriebes und als Chauffeur im Bereich M�belvertrieb verschiedene Stellen offen, bei denen ohne weiteres anzunehmen ist, dass er sie auch in Ber�cksichtigung der eingeschr�nkten k�rperlichen Mobilit�t zu verrichten vermag und auf dem f�r ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einem durchschnittlichen Lohn rechnen kann, wobei f�r die Bestimmung des Invalideneinkommens das Einkommen im mittleren Alter massgebend ist (vgl. E. 5 hievor). Die Beschwerdef�hrerin geht vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der im gesamten privaten Sektor mit T�tigkeiten des Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) im Jahr 2008 von 5789.- (LSE 2008, S. 23 Tabelle TA1) aus, den sie auf die betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit umrechnete und der Nominallohnentwicklung bis 2010 anpasste. Daraus resultierte ein Jahreslohn von Fr. 74'293.-. Korrekterweise w�re jedoch nicht das Total im Anforderungsniveau 3 heranzuziehen, sondern auf das Total der M�nnerl�hne von Fr. 5988.- abzustellen, was ein h�heres Invalideneinkommen zur Folge h�tte. Selbst wenn vom Invalideneinkommen gem�ss Beschwerdef�hrerin ein leidensbedingter Abzug (BGE 126 V 75 E. 5 S. 78 ff.) in H�he von 5 Prozent vorgenommen w�rde (Invalideneinkommen von Fr. 70'578.-), womit jegliche, allenfalls durch die k�rperlichen Beeintr�chtigungen bedingte zus�tzliche Lohneinbusse abgegolten w�rde, erg�be sich in Gegen�berstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 73'380.- kein Invalidit�tsgrad von mindestens 10 Prozent (rund 4 Prozent). Ein Rentenanspruch besteht daher nicht (Art. 18 Abs. 1 UVG). Dies f�hrt zur Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG). Dem Prozessausgang entsprechend werden die Gerichtskosten dem unterliegenden Beschwerdegegner auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Als Organisation mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben hat die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegende Beschwerdef�hrerin keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG; SVR 2009 UV Nr. 11 S. 45 E. 11, 8C_606/2007).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 18. Januar 2012 aufgehoben.

References: Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 18
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 17
 BGE 
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 16