Source: http://vqo.at/verbandsleben.html
Timestamp: 2017-09-26 19:58:59+00:00

Document:
Verbandsleben - VQO-Verband der querschnittgelähmten Österreichs
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Generalversammlung des VQÖ am 22. April 2017 in Tobelbad - Protokoll
Protokoll zur Generalversammlung des VQÖ am 22. April 2017
im Festsaal des RK Tobelbad
Am 22. April 2017 fand ab 13 Uhr die Generalversammlung des VQÖ im RK Tobelbad statt.
Die Tagesordnungspunkte der Generalversammlung waren:
Vergabe des Albert-Wöhrer Gedenkpreises
Beschlussfassung über gestellte Anträge und Statutenänderungen
Festlegung der nächsten Generalversammlung
Festakt zur 60-Jahr-Feier des VQÖ
Obmann Manfred Schweizer begrüßt alle 38 anwesenden Mitglieder und heißt sie herzlich willkommen. Er verliest einen Brief vom ÖZIV, Landesverband Tirol. Der Verband wird zu seinem 60-jährigen Bestehen beglückwünscht. Es wird für die mühevolle Arbeit, die vieles bewirkt hat, gedankt.
Manfred sagt, dass im letzten Jahr viele Mitglieder des VQÖ verstorben sind. Eine Minute gedenkt man schweigend der Verstorbenen.
Obmann Manfred Schweizer schlägt eine Änderung der Tagesordnung vor: Punkt 3, die Ehrung verdienter Mitglieder, und Punkt 10 die Vergabe des Albert-Wöhrer-Gedenkpreises, sollen während des Festaktes zur 60-Jahr-Feier vorgenommen werden. Die Änderung der Tagesordnung wird gemäß diesem Vorschlag von der Generalversammlung genehmigt.
Ehrung verdienter Verbandsmitglieder
Wird wie in Punkt 2 beschlossen, erst im Rahmen des Festaktes vorgenommen.
Der Antrag des Obmanns Manfred Schweizer, das Protokoll der letzten Generalversammlung ohne Verlesung zu genehmigen, wird einstimmig von der Generalversammlung angenommen.
Die Anzahl unserer Mitglieder ist rückläufig. 2014 hatte der Verein noch 951 Mitglieder, 2017 nur noch 919. Das kommt daher, dass die Zahl der Verstorbenen sehr groß war und die Personen, die drei Jahre lang nicht mehr ihren Beitrag bezahlt haben, aus dem Verein ausgeschlossen wurden. Manfred erwähnte noch, dass der VQÖ schon mal an die 1200 Mitglieder hatte. Das war aber in Zeiten, in denen noch sehr sorglos mit säumigen Zahlern umgegangen wurde und das Durchschnittsalter der Mitglieder noch nicht so hoch war.
Der Präsident der ÖAR Dr. Klaus Voget wurde begrüßt, er ist seit 48 Jahren Mitglied beim Verein. Er hat trotz vieler Verpflichtungen bei anderen Institutionen bei uns mitgearbeitet und den Verband unterstützt. Manfred Schweizer bedankt sich für seine ehrenamtliche Arbeit.
Manfred Schweizer erklärt, warum das Büro in der Sahulkastraße aufgegeben wurde (zu geringe Nutzung und Kosteneinsparung) und dankt im Besonderen Fini und allen anderen HelferInnen für die rasche Räumung. Alle wichtigen Unterlagen und das Archiv des VQÖ werden derzeit privat verwaltet.
2014 wurde eine neue Homepage des VQÖ ins Leben gerufen, die von fünf Mitgliedern betreut wird. Wünschenswert wäre es, wenn der VQÖ von den Mitgliedern noch mehr Beiträge erhält, die man auf der Homepage veröffentlichen könnte.
Auf die Aussendung des Jahresbriefes mit dem Flyer kam bisher keine Reaktion. Schön wäre es gewesen, wenn das eine oder andere Mitglied sich beim Vorstand mit der Bitte um Zusendung mehrerer Flyer zur Verteilung oder Weitergabe gemeldet hätte. Das war aber nicht der Fall.
Der Druck der Verbandszeitschrift durch die AUVA war vor kurzem gefährdet. Der Verwaltungsausschuss der AUVA hatte letztlich doch sein OK dazu gegeben. Druck und Versand der Verbandszeitschrift Rollstuhl aktiv sind bis Ende 2017 gesichert. Auch danach werden wir mit höchster Wahrscheinlichkeit damit rechnen können, dass die AUVA den Druck der Verbandszeitschrift übernimmt.
Unser Hauptsponsor ist DENTSPLY IH GmbH. Wir werden immerhin mit 3.500 Euro jährlich unterstützt.
Der VQÖ wird regelmäßig zu Sportfesten in Tobelbad und sporadisch im Weißen Hof eingeladen. Heuer ist es das erste Mal, dass uns Bad Häring zu einer Veranstaltung gebeten hat.
Die Rapid Allianz Arena ist für RollstuhlfahrerInnen nicht besonders gut geeignet. Manfred versucht eine Verbesserung zu bewirken.
Im neu errichteten Hauptbahnhof von Wien ist das Behinderten-WC nicht ausreichend beschildert und nur sehr schwer zu finden. Das ist schon gemeldet . Es ist zu hoffen, dass die Situation bald geändert wird.
Das Kardinal-König-Haus in Hietzing soll schon demnächst komplett barrierefrei zu erreichen sein.
In der Krainerhütte (Baden bei Wien) gab es bislang keine Behindertentoilette. Für Manfred Schweizer war erst nach Einleitung eines Schlichtungsverfahrens ein Happy End in Sicht. Mittlerweile verfügt das Lokal über ein behinderten- freundliches WC.
In einer Sendung vom ORF wurde erneut die Floskel „an den Rollstuhl gefesselt“ verwendet. Nach einem Anruf in der Redaktion hat man sich für den Hinweis bedankt und versprach diesen Ausdruck nicht mehr zu verwenden.
Seit 1987 gibt es in Gröbming den Monoschikurs. Er feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Man sollte aber nicht vergessen, dass so ein Event schon Jahre vorher von Herfried Eisler durchgeführt wurde. Damals nannte man es „Skischlittenkurs“.
Manfred Schweizer würdigt und erwähnt namentlich auch die ehrenamtlichen Betreuer und Veranstalter, wie zum Beispiel den anwesenden Michael Wöhrer, der die Tenniskurse und -Wettkämpfe leitet.
Das Projekt „No limits in the air“ (eine Flugveranstaltung für behinderte Menschen) wird als leuchtendes Beispiel einer gelungenen Veranstaltungsreihe des VQÖ angeführt. Wie es dazu kam ist in der Festschrift zu lesen. Hannes Wiesinger ist Mit-Initiator und durchführende Kraft der Veranstaltung.
Für den Rehabilitationsaufenthalt in Rovinj haben sich dieses Jahr bereits 33 Personen angemeldet. Wie immer hofft man auf gutes Wetter, damit z.B. die Atemgymnastik im Freien gemacht werden kann.
Bei den Kulturtagen gibt es immer sehr viele Anmeldungen. So musste man Nottwil im Jahr darauf wiederholen, um alle Interessierten zufrieden stellen zu können. Das gilt auch für die Kulturtage in Südtirol, die heuer und 2018 stattfinden werden.
Manfred Schweizer stellt Peter Traussnig vor, der für die Nachfolge von Fritz Gardavsky als Kassier kandidiert. Fritz bleibt aber dem Verband als Kassier-Stellvertreter erhalten.
In eigener Sache erklärt der Obmann Manfred Schweizer, dass in Anbetracht seines fortgeschrittenen Alters der Verband eine Nachfolge für ihn sucht! Da noch keine geeignete Nachfolge gefunden wurde, die den Verband führt, hat sich Manfred Schweizer bereit erklärt, noch ein bis zwei Jahre als Obmann zur Verfügung zu stehen. Bis dahin sollte seine Nachfolge geregelt sein.
Zahlungsmoral bei Mitgliedsbeiträgen:
Für das Jahr 2017 haben bereits 707 Mitglieder bzw. 76,9 % ihren Beitrag bezahlt. Es ist zu erwarten, dass im Lauf des Jahres sowie in den Anfangsmonaten 2018 dieser Prozentwert auf über 90 % steigt, wie es in den Vorjahren der Fall war (2015: 92,2 % haben Mitgliedsbeitrag bezahlt, 2016: 91,1 %)
Jahresergebnisse:
Die Jahre 2015 und 2016 endeten jeweils mit einem Verlust:
2015: - 401,35 €,
2016: - 3.613,88 €.
Im heurigen Jahr gibt es zum 21. April 2017 einen Zwischenstand von 7.097,00 €. Daraus kann aber kein seriöses Vorausbild für das Kalenderjahr abgeleitet werden, da die höchste Ausgabengruppe "Veranstaltungen" bisher kaum Ergebnisse gebracht hat.
Bericht des Rechnungsprüfers und Entlastung des Vorstandes
Die Rechnungsprüfung für 2015 wurde am 21. April 2016 von DI Willibald Kremser und Kurt Blaha durchgeführt, jene für 2016 am 2. März 2017 ebenfalls von DI Willibald Kremser und Kurt Blaha. Die Kassaführung des VQÖ wurde von der Rechnungsprüfung als ordentlich bezeichnet.
Franz Reichert stellt den Antrag, den Vorstand zu entlasten. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Franz Reichert bedankt sich für die ehrenamtlichen Tätigkeiten.
Es gibt einen Wahlvorschlag für den Vorstand, der verlesen wird.
Hier der Wahlvorschlag für den Vorstand des VQÖ:
Obmann: Manfred Schweizer
Obmann-Stellvertreter: Konsulent Ing. Hannes Wiesinger
Obmann-Stellvertreter: Herbert Pichler
Kassier: Peter Traussnig
Kassier-Stellvertreter: Fritz Gardavsky
Schriftführer: Heinz Gardavsky
Schriftführer-Stellvertreterin: Josefine Zhanial
Als weitere Vorstandsmitglieder kandidierten:
Mag. Wolfgang Glaser (Redaktionsleitung von Rollstuhl aktiv)
Karl und Rosemarie Janesch-Voit (Anzeigenannahme für Rollstuhl aktiv)
Dr. Rainer Geißler
Annemarie Grillenberger
Prof. Dr. Hans-Peter Jonas
Dr. Gabriele Kirchmair
Philipp Nieke, MSc
Anton Steiner brachte im Rahmen seiner vielen Anträge auch einen Antrag auf die Durchführung einer geheimen Wahl ein. Dieser Antrag wurde von der Generalversammlung abgelehnt.
Über den Wahlvorschlag betreffend Vorstand des VQÖ wurde durch Handzeichen abgestimmt. Bis auf eine Gegenstimme von Anton Steiner stimmten alle anwesenden Mitglieder für den vorgebrachten Wahlvorschlag zur Wahl des Vorstandes.
Anton Steiner wurde gebeten, sein „Nein“ zur Wahl des Vorstandes zu begründen. Er begründete seine Gegenstimme damit, dass er Herbert Pichler nicht in den Vorstand des VQÖ wählen möchte, weil dieser sowohl beim ÖZIV als auch bei der ÖAR schon hohe Positionen innehat.
Herbert Pichler kandidierte als neuer Obmann-Stellvertreter und stellte sich kurz vor.
Franz Reichert fragte die Gewählten, ob sie ihre Wahl annehmen. Nachdem alle KandidatInnen die Wahl angenommen hatten, übergab er Manfred Schweizer wieder seine Agenden.
Es wurde von der Generalversammlung keine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages beschlossen. Es gab zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung. Der Mitgliedsbeitrag bleibt damit weiterhin bei 25 Euro pro Jahr.
Vergabe des Albert Wöhrer-Gedenkpreises
Die Vergabe des Albert Wöhrer-Gedenkpreises erfolgte wie in Punkt 2 beschlossen erst im Zuge der 60-Jahr-Feier des VQÖ.
Beschlussfassung über gestellte Anträge und Statutenänderung
Der Vorstand des VQÖ schlug der Generalversammlung folgende Änderungen in den Statuten vor:
In § 10: Der Obmann soll einen allenfalls zwei Stellvertreter haben.
In § 9: Die Frist für Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung der GV wird von 8 auf 14 Tage verlängert.
Dem § 9 wird folgender Abs. 7 angefügt
„ Eine Statutenänderung im Sinne des § 9 Abs 6 lit. f kann von der Generalversammlung nur beschlossen werden, wenn der diesbezügliche Vorschlag den Verbandsmitgliedern wenigstens drei Monate vor dem Termin der Generalversammlung bekannt gemacht und gleichzeitig zur Stellungnahme aufgefordert wurde.“
Der § 9 Abs. 3 hat daher zu lauten:
„Die Mitglieder müssen mindestens 4 Monate vor Abhaltung der Generalversammlung über den Termin der Generalversammlung und mindestens 4 Wochen davor über Ort, Zeit und Tagesordnung informiert werden. Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung müssen spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung schriftlich beim Obmann eingelangt sein. Für Anträge auf Statutenänderung ist Absatz 7 zu beachten.“
Die vorgeschlagenen Statutenänderungen wurden von der Generalversammlung des VQÖ beschlossen.
Die Ausarbeitung der Neuregelungen im Detail und die Überarbeitung des folgenden Antrags wurden an den Vorstand delegiert, der auch zur Beschlussfassung ermächtigt wurde:„Über die Aufnahme von ordentlichen oder fördernden Mitgliedern entscheidet der Obmann. Der Vorstand ist in der nächsten Vorstandssitzung vom Obmann zu informieren.“
Das Mitglied Anton Steiner hatte für die Generalversammlung nicht weniger als 14 Anträge eingebracht!
Hier eine Aufstellung der Themen seiner Anträge:
Antrag: Der VQÖ solle die Wahl des Vorstandes geheim durchführen. Dieser Antrag wurde bereits vor der Durchführung der Wahl von der Generalversammlung abgelehnt.
Antrag: Der VQÖ müsse sich in Zukunft auf behindertenpolitischer Ebene mehr mit den Themen Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Gleichstellung befassen.
Antrag: Der Vorstand des VQÖ müsse die Mitglieder, die sich nur mit dem Rollstuhl fortbewegen können, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen im Kampf um Barrierefreiheit und bundeseinheitlich gültige Bauordnungen.
Antrag: Der VQÖ müsse die Mitglieder, die sich nur mit dem Rollstuhl fortbewegen können, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dabei unterstützen, Verbesserungen der Regelungen zum Erhalt des §29b-Parkausweises entsprechend der Vorschläge von Anton Steiner durchzusetzen.
Antrag: Der VQÖ möge sich für Maßnahmen nach den Vorschlägen von Anton Steiner gegen den Missbrauch des Parkausweises nach § 29b der StVO einsetzen
Antrag: Mitgliederwerbung sollte mit einer Provision honoriert werden.
Antrag: Damit sich nicht jedes einzelne Mitglied rechtlich gegen Diskriminierung durchsetzen muss, sollte der VQÖ mit Unterstützung des Sozialministeriums gegen beharrliche Verweigerer mit einer Verbandsklage vorgehen und eine kompetente Rechtsberatung anbieten.
Antrag: Da die Vergabe des Euro-Keys vom BMASK finanziert wird, sollte der VQÖ einen entsprechenden Antrag stellen, entscheiden zu dürfen, wer Anspruch auf diesen Euro-Key hat.
Antrag: Der Zweck und das Ziel des VQÖ sollte die Förderung von Sport für erwachsene und jugendliche Menschen mit Behinderung zur Stärkung der Gesundheit, zur Wiedergewinnung und Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie zur Förderung der Eigeninitiative, der Selbständigkeit und der sozialen Integration besonders für Menschen, die sich mit dem Rollstuhl fortbewegen, sein. Der VQÖ solle mit einer Enquete, kurz- und langfristige Perspektiven und eine Finanzierungssicherheit erarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen.
Antrag: Der VQÖ solle die Mitgliedschaft beim ÖZIV kündigen.
Antrag: Der VQÖ solle die Mitgliedschaft bei der ÖAR kündigen.
Antrag: Der VQÖ solle Informationen über eine ORF Teletextseite verbreiten.
Antrag: Der Schriftzug „Verband der Querschnittgelähmten Österreichs solle ergänzt werden durch den Zusatz „Interessengemeinschaft für Menschen mit körperlicher Behinderung“.
Antrag: Das aktive und passive Wahlrecht im VQÖ sollen nur betroffene Menschen mit Behinderung ausüben dürfen, um deren Selbstvertretung zu gewährleisten.
Manfred Schweizer weist darauf hin, dass Anton Steiner etliche seiner in dieser Generalversammlung eingebrachten Anträge so oder in ähnlicher Form bereits in der letzten Generalversammlung 2015 in Linz gestellt hatte und darüber bereits ausreichend diskutiert und abgestimmt wurde Wiederkehrend eingebrachte Anträge können vom Vorstand abgelehnt werden. Es muss darüber auch nicht jedes Mal abgestimmt werden.
Auch Rainer Geißler betont als Jurist, dass wiederkehrend eingebrachte Anträge vereinsrechtlich nicht behandelt werden müssen. Es bestehe daher keine Notwendigkeit, Anträge die bereits bei der letzten Generalversammlung eingebracht wurden, hier nochmals zu behandeln. Die Generalversammlung stimmte Manfred Schweizer und Rainer Geißler zu, Anträge die bereits 2015 behandelt wurden, hier nicht nochmals zu behandeln. Inhalte mit denen sich die Generalversammlung bereits 2015 auseinandergesetzt hat betreffen Anton Steiners Anträge 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 11 und 12.
Behandeln müsse die Generalversammlung daher nur die Anträge 7, 13 und 14.
Zu Antrag 7 meinte Herfried Eisler, dass es für den VQÖ bei dem vorhandenen Budget nicht möglich sei, Juristen zu finanzieren. Anton Steiner bringt vor, dass viele Rollstuhlfahrer nicht in der Lage seien, einen Prozess durchzustehen, ein Verband hätte da mehr Durchschlagskraft und wäre vermutlich erfolgreicher. Außerdem könnte die betroffene Person anonym bleiben und hätte keine Repressalien zu befürchten.
Herbert Pichler stimmt zu, dass es besonders im ländlichen Raum oft besser wäre, sich nicht outen zu müssen, gibt aber zu bedenken, dass auch hier immer wieder etwas durchsickern wird, da jeder jeden kennt. Ein Anwalt, gestellt vom Verband, wäre zu kostenintensiv, da dafür das Sozialministerium keinerlei Beiträge übernehmen würde.
Rainer Geißler weist darauf hin, dass die Vorstufe zu einem Prozess die Schlichtungsstelle ist. Diese aufzusuchen ist kostenlos und in fast allen Fällen befriedigender und erfolgreicher für alle Beteiligten.
Wortmeldung von Michael Gomernik: In seiner Stadt wurde ein Juwelier geklagt, weil vor seinem Geschäftseingang eine Stufe war, die für Rollstuhlfahrer ohne Begleitperson unüberwindbar war. Die Klage wurde abgewiesen, weil es nicht zwingend notwendig war, dass der Kläger das Geschäft aufsuchen muss. Dasselbe gilt auch für Gasthäuser, Arztpraxen, und anderen Lokalitäten.
Michaela Wresnik wollte bei ihrem Bandagisten einen stufenlosen Eingang für das Geschäft vorschlagen. Das war aber nicht möglich, da das Haus denkmalgeschützt ist.
Herbert Pichler regt an, dass man, sofern der Mitgliedsbeitrag erhöht werden könnte, man eine sogenannte Gruppenversicherung abschließen könnte, die einen Rechtsschutz beinhaltet. Das würde bei 900 Mitgliedern ein geringer Betrag sein. So könnte jeder über diese Versicherung einen Anwalt beigestellt bekommen, der die Wünsche seines Mandanten vertritt.
Danach wird über Anton Steiners Antrag abgestimmt. Es gibt nur eine Stimme dafür, alle anderen anwesenden Mitglieder des VQÖ stimmen gegen diesen Antrag.
Zu Antrag 13, den Schriftzug des VQÖ durch den Zusatz „Interessengemeinschaft für Menschen mit körperlicher Behinderung“ zu ergänzen, behauptet Anton Steiner, dass jeder der „Verband der Querschnittsgelähmten“ liest, glaubt, dass es nur um Rollstuhlfahrer ginge.
Dr. Klaus Voget meint dazu, dass das Thema nicht einfach abgewunken werden sollte. Vielleicht könne man sich auch Menschen mit anderen Behinderungen öffnen. Umgekehrt aber könne diese Erweiterung wieder den Rollstuhlfahrer in den Hintergrund drängen. Daher wird von der Generalversammlung beschlossen, dieses Thema an den Vorstand zur Weiterbehandlung weiterzugeben.
Der Antrag 14 in dem gefordert wird, dass nur betroffene Menschen mit Behinderung das Wahlrecht ausüben dürfen, wird vollinhaltlich mit nur einer Gegenstimme abgelehnt.
Zum Schluss dieses Tagesordnungspunktes bedankt sich Manfred bei allen Mitgliedern, die freiwillig und ehrenamtlich für den VQÖ gearbeitet haben.
Hierzu gibt es keine Themen
Der Termin wird laut Vereinsgesetz in zwei Jahren sein. Ort und Datum der nächsten Generalversammlung werden vom Vorstand zeitgerecht allen Mitglieder bekannt gegeben.
Albert-Wöhrer-Gedenkpreis für Ilse Scharf
Ilse Scharf wird nach der Eröffnung vorgestellt. Sie ist das älteste anwesende Mitglied des Vereins und hat sich trotz ihrer 91 Jahre zur Feier eingefunden. Sie erhält den Albert Wöhrer-Gedenkpreis in Form einer Urkunde und als Dankeschön noch einen kleinen Golddukaten.
Rollstuhltanz und Präsentation
Die Rollitanzgruppe von Leo Fischer sorgt mit ihrer Einlage für eine nette Unterhaltung.
Es gibt eine Power Point Präsentation, die über die Zeit seit der Gründung des Vereins viele interessante Ereignisse zeigt.
für Konsulent Ing. Hannes Wiesinger
Im Rahmen des Festaktes „60 Jahr-Jubiläum des VQÖ“ wurde dem Obmann-Stellvertreter Konsulent Ing. Hannes Wiesinger das „Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich“ verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, die man in diesem Zusammenhang erhalten kann.
Die Laudatio und Überreichung der Auszeichnung erfolgt durch den Fachreferenten des Sozialministers Mag. Alexander Miklautz in Anwesenheit der Teilnehmer an der Generalversammlung des VQÖ, angeführt vom Obmann Oberst i.R. Manfred Schweizer mit den Mitgliedern des VQÖ-Vorstandes, dem ÖAR- und ÖZIV-Präsidenten Dr. Klaus Voget sowie dem ÖAR-Vizepräsidenten und Obmann-Stv. des VQÖ Herbert Pichler und Monika Wiesinger.
Hannes Wiesinger erzählt bei seiner Ehrung in kurzen beeindruckenden Worten Ereignisse aus seinem Leben. Anschließend bedankt er sich für diese hochwertige Auszeichnung.
Danach lädt der Verband zu einem sehr guten Abendessen ein.
Schriftführung: Heinz Gardavsky
Am 11. Mai 2017 fand der 13. ordentliche Delegiertentag der ÖAR statt.
(von Manfred Schweizer)
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) ist die Dachorganisation der Behindertenverbände. Im Zuge der 40-Jahr-Feier wurde eine ganz wesentliche Entscheidung wurde getroffen: die Dachorganisation heißt nunmehr Österreichischer Behindertenrat.
Dr. Klaus Voget scheidet nach 26 Jahren als Präsident aus
Herbert Pichler ist der neu gewählte Präsident
Der neue Behindertenanwalt Dr. Hansjörg Hofer
Manfred Schweizer, Obmann des VQÖ
Zukunftsweisend ist auch: nach 26 Jahren hat Präsident Dr. Klaus Voget diese Funktion zurückgelegt – er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Es gibt einen Nachfolger, und diesen hat der VQÖ vorgeschlagen, nämlich Herbert Pichler, der seit 2006 Mitglied unseres Verbandes ist. Persönlich habe ich Herbert in den 11 Jahren schätzen gelernt und behaupte, eine sehr gute Gesprächsbasis mit ihm zu haben. Dass er auch den Arbeitskreis § 29 b StVO leitet und dabei seinen Optimismus noch nicht verloren hat, für die Personengruppe der Rollstuhlfahrer eine vernünftige Lösung zu erzielen, zeichnet ihn ebenso aus. Herbert arbeitet in der Zentrale des ÖGB und ist sehr gut vernetzt. Der Delegiertentag war Anlass, 40 Jahre ÖAR zu feiern. Die Veranstaltung war durch den amtierenden Sozialminister Stöger, den ÖGB-Präsidenten Foglar und zahlreiche Abgeordnete zum Nationalrat ausgezeichnet.
Heinz Schneider (1939 - 2014)
Heinrich Schmid (1926 - 2015)
Dipl.Ing. Alfred Turnovsky (1935 - 1982)
Kurt Schneider (1945 - 2014)
Ich habe es als Ehre empfunden, als Referent über die Anfänge der ÖAR in den 70-er Jahren den anwesenden Gästen zu berichten, besonders da im 1. Vorstand, bestehend aus 13 Mitgliedern, alleine 4 vom VQÖ waren: Heinz Schneider, Dipl.Fsg. Heinrich Schmid, Dipl.Ing. Alfred Turnovsky und Kurt Schneider. Heinz Schneider als Generalsekretär hat im Grunde genommen sein ganzes Leben der Behindertenarbeit gewidmet! Festgehalten muss werden, dass alle zu der Meinung gekommen sind, dass es noch viele Baustellen in der Behindertenpolitik gibt.
... ein nützliches Hilfsmittel: der Eurokey
Der Eurokey ist ein System, bei dem vor allem WC-Anlagen mit einem einheitlichen Euro-Zylinderschloss abschließbar sind.
Dieses System kommt nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern zum Einsatz.
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) hat auf einer Webseite zahlreiche Informationen zusammengestellt. Dabei ist auch eine Liste der WC-Anlagen in Österreich aufgelistet, die mit dem Eurokey gesperrt werden können.
Laufend werden barrierefreie öffentliche WCs in Städten und Gemeinden sowie jene an den Autobahnraststätten mit dem sogenannten Euro-Zylinderschloss ausgestattet.
Informationen findet man auf der ÖAR-Webseite www.oear.or.at/barrierefrei-leben/mobilitat-und-verkehr/euro-key, dort kann auch die Liste der österreichischen Anlagen heruntergeladen werden.
... so war das Jahr 2016 ...
Es ist bereits Tradition, am Ende eines Jahres zurückzublicken. Auch der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs will sich hier an einiges erinnern, sich 2016 ereignet hatte. Natürlich gibt es dabei keinen vollständigen Bericht, über vieles wurde ohnehin bereits in unserer Verbandszeitschrift "Rollstuhl Aktiv" informiert.
Unser Mitgliederstand ist im Jahr 2016 um 2 Mitglieder gewachsen:
Jahresendstand 2015:
verstorben im Jahr 2016
Austritt bzw. Ausschluss
Jahresendstand 2016:
Nachfolgende Damen und Herren durften wir im Jahr 2016 in unserem Verband neu begrüßen:
Jürgen AHMADI-ERBER
Max EISSCHIEL
Assistenz 24 GesmbH
Barbara GRUNDNER
Friedrich HOCHLEITNER
Dr. Josef HUFGARD
Hendrika OTTEN Bsc.
Enzo SAUER
Gerhard SAULI
Johann SCHMERLAIB
Kornelia SCHMERLAIB
MAS Hedwig SCHNITZER-VOGET
Dipl.Ing.(FH) Gebhard SCHWEIGER
Katharina STEIBLMÜLLER
Karl-Heinz STEINKELLNER
Lorin Linda STEINKELLNER
Mario TIEFENGRUBER
Georgios VOUDOURIS
Leider mussten wir auch im Jahr 2016 über das Ableben von folgenden 16 Mitgliedern berichten.
Josef BRABLETZ
Leopold BRUCKNER
Dr. Friedrich GRASS
Rudolf HOLZGETHAN
Walter MADLENER
Raimund PETRETTO
Wilhelm SCHADER
Karl SCHAUMBERGER
Ludwig SPENDIER
Franz WÖCKINGER
Mag. Erwin ZAK
Georg ZISELSBERGER
Einige unserer Mitglieder konnten im Jahr 2015 einen "runden" Geburtstag feiern. Wir gratulieren …
Dr. Alois TERBIZAN
Johann ACHTSNIT
Isolde FLIESZAR-HOCHEGGER
Charlotte MOKESCH
Robert NAGGLER
Rosa BREITENFELLNER
Ernst DRBUSEK
Ing. Gerlinde HEINER
Elmar BREITENFELLNER
Veronika DRAHOS
Cornelia GAFKO
Dipl.Sr. Elisabeth HAINDL
Othmar KRIESSMANN
Rudolf MECHURA
Helmut MOKESCH
Hans PAULHART
Ernst REICHENFELSER
Dipl.Ing. Paul SENGER-WEISS
Brigitte STÜRZLINGER
Dipl.Ing.Dr. Max TRIPOLT
Ing. Helmut WOLFRAM
Helga ZILLNER
Das Jahr 2016 war von einigen wichtigen Ereignissen geprägt:
11. bis 13. Mai 2016 :
Der ESCIF-Kongress fand heuer zum 2. Mal nach 2009 in Wien statt. Als Location für den Kongress wurde, so wie 2009, das Hotel Kolping Wien-Zentral in der Gumpendorferstraße 39 ausgewählt.
Thema des Kongresses war:
“Successful Integration after SCI” – Erfolgreiche Integration nach Rückenmarksverletzung
68 Delegierte bzw. Kongressteilnehmer davon 32 Rollstuhlfahrer aus 17 europäischen Ländern (Albanien, Dänemark, Finnland, Kroatien, Litauen, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik, Türkei und Zypern) sind nach Wien gekommen, um an diesem Kongress teilzunehmen.
Nun noch ein Ausblick auf 2017: Der ESCIF-Congress wird von Slowenien in der Zeit vom 26. bis 28. April 2017 organisiert.
27. - 29. April 2016: Fachmesse integra in Wels
Die integra ist eine inzwischen etablierte Leitmesse für Pflege, Reha und Therapie eine Plattform der Begegnung von Menschen mit Beeinträchtigung. Unser Verband ist seit 1994 regelmäßig mit einem Stand vertreten.
Obmann Manfred Schweizer erinnert sich: "Unser Verband ist bei der integra vertreten, daher war mir ein Besuch ein Anliegen. Die Kojen der einzelnen Aussteller luden zu einem Besuch ein, die Neuerungen auf den verschiedenen Gebieten war die Fahrt nach Wels absolut wert. Der Tag von 09:00 bis 17:00 wurde zu kurz!"
Wir durften viele Gäste an unserem Stand begrüßen, zahlreiche Besucher freuten sich über unsere Verbandszeitschrift "Rollstuhl aktiv". Betreut wurde unser Stand bereits traditionsgemäß durch die Ehepaare Wiesinger und Hufnagl.
Die integra findet im Zweijahresrhythmus statt, der nächste Termin ist vom 25. bis 27. April 2018.
Weitere Informationen gibt es unter www.integra.at
Bereits zum 7. Mal veranstaltete die Flugsportgruppe Union Linz gemeinsam mit dem VQÖ den Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Als Vertreter der Politik konnten wir Sport-Landesrat Michael Strugl begrüßen.
Harry Kopecek,Obmann der Flugsportgruppe, stellte in seiner Rede den Segelflugsport vor: "Wir fliegen wie der Storch, der von Afrika zu uns herauffliegt. Ohne Flügelschlag nutzt er die Thermik."
Etwa zehn Piloten in mehreren Flugzeugen bescherten 40 Jugendlichen das Erlebnis des rasanten Aufstiegs, des schwerelosen Schwebens und des Gleitflugs beim Landen.
Obmannstellvertreter Hannes Wiesinger hatte auch den achtfachen Paralympic-Teilnehmer Dr. Christoph Etzlstorfer eingeladen, der mit seinem Handbike zur Eröffnung kam.
Diese inzwischen traditionelle Veranstaltung ließ wieder einmal Kinderaugen leuchten!
Wir können weiters berichten, dass unser Verband bereits traditionell folgende Veranstaltungen durchführte:
20. bis 24. Jänner 2016: Monoschikurs für Anfänger und Fortgeschrittene
24. bis 30. April 2016: Rollstuhltenniscamp in Faak
1. bis 7. Mai 2016: Handbike in Faak
13. und 14. Mai 2016: Albert Wöhrer-Gedächtnisturner
16. bis 20. Mai 2016: Sportwoche Frühjahr in Obertraun
6. bis 27. Juni 2016: Rehabaufenthalt Rovinj, Kroatien
4. bis 10. September 2016: Aktivsportwoche Herbst in Obertraun
13. bis 17. September 2016: Kulturtage in der Schweiz
18. bis 23. September 2016: Handbike-Camp in Podersdorf
5. November 2016: Senioren-Tischtennis im RZ Weißer Hof
Im Jahr 2017 feiert unser Verband sein 60-jähriges Bestehen.
Dazu werden wir eine Feier im Rahmen der heurigen Generalversammlung am 22. April 2017 im RK Tobelbad durchführen. Wir wollen auch hier eine herzliche Einladung an unsere Mitglieder nicht vergessen: Bitte Termin vormerken! Wir würden uns freuen, möglichst viele Mitglieder bei dieser Gelegenheit begrüßen zu dürfen!
Soweit ein Rückblick auf das Jahr 2016, wir wünschen allen Mitgliedern und deren Angehörigen und Freunden ein Prosit 2017
27. Oktober 2016: XVII. ordentlicher Verbandstag des ÖZIV
Am 27. Okt. 2016 fand der XVII. ordentliche Verbandstag des ÖZIV in den Räumen des ÖGB in Wien statt.
(Seitens des VQÖ nahmen Maria und Manfred Schweizer teil)
Hier sind die interessantesten Beiträge aufgelistet:
Präsident Dr. Klaus Voget stellt fest, dass die letzten vier Jahre nicht erfreulich waren. Seitens der Ministerien werden immer Budgetgründe angegeben, die wichtige Schritte nicht erlauben.
Positiv ist, dass für Pflegegeldentscheidungen nur mehr 7 Stellen in Österreich zuständig sind – negativ die unbefriedigende Problematik der Valorisierung . Das Pflegegeld hat seit seiner Einführung am 1.7.1993 33 % an Wert verloren!!! Mit 1.1.2016 gab es eine bescheidene Erhöhung.
Ein Vorteil für den Bund jedoch nicht für die Betroffenen ist, dass die Invaliditätspensionsbezieher von früher heute Rehabgeld- bzw. Umschuldungsgeldempfänger sind. Für den Bund hat sich damit das Pensionsantrittsalter rein statistisch erhöht.
Es folgt eine sehr breite Diskussion zum § 29 b-Ausweis der StVO. Zwar ist seit 1.1.2014 nur mehr das Sozialministeriumsservice zuständig. Jedoch wurden im vergangenen Jahr 40.000 neue Ausweise ausgestellt. Dr. Voget weist auf die eingerichtete Arbeitsgruppe hin, die an einem Änderungsvorschlag arbeitet.
Auch die Polizeistrafen müssten erhöht werden.
Ein weiterer Punkt war das Thema Schlichtungsverfahren. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass diese nichts kosten und schon oft allein die Ankündigung zu einer amikalen und zufriedenstellenden Lösung führt. Unternehmer wissen oft den richtigen Weg nicht.
Beim Versicherungsvertragsgesetz konnte eine Verbesserung erreicht werden. Die Versicherungen sind nämlich bei Ankündigung einer Verbandsklage, die der Behindertenanwalt einbringen kann, oft bereit, ihre Geschäftsbedingungen zu ändern bzw. anzupassen.
Im Bereich der Sachwalterschaft zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Ein Gesetzesentwurf, der vorsieht, dass eine unterstützte Entscheidungsfindung unter Beteiligung der Menschen mit Behinderung erfolgen soll, ist in Begutachtung.
Auch bei dem Thema Assistenzhunde und Taxis ist eine Gesetzesänderung für Anfang 2017 vorgesehen, da diese vorsieht, dass solche Hunde in Taxis mitgenommen werden müssen.
Behindertenpässe: Diese werden seit 1.9.2016 in Scheckkartenformat ausgestellt; alte Ausweise behalten ihre Gültigkeit.
Anlässlich der Neuwahl wurde Dr. Klaus Voget in seiner Funktion bestätigt, worüber wir vom VQÖ nicht nur froh sind, sondern unserem „Klaus“ dazu auch herzlich gratulieren.
"LoFric bewegt" sammelt für Manuel
„LoFric bewegt“ ist ein Aufruf für ein vom LoFric Team ausgewähltes Hilfsprojekt zu spenden. Den Gesamterlös dieser Aktion erhält ein junger Mann, der seit Sommer 2015 nach einem schweren Badeunfall vom Hals abwärts gelähmt ist und sich derzeit in Rehabilitation befindet.
Das Team von "LoFric bewegt" bringt sich durch Laufen ein. Für jede Spende von 10,-- Euro läuft das Team einen Trainingskilometer. Das Geld kommt zu 100 Prozent dem Hilfsprojekt - derzeit Sammeln für Manuel - zugute.
Im August 2016 will das Team die Großglockner Hochalpenstraße bezwingen. Der Gipfelsturm soll den krönenden Abschluss bilden. Bereits am Start in 1.145 Metern Seehöhe werden sich, wie das Team hofft, viele "Social-Media-Wegbegleiter" einfinden und das "LoFric bewegt"-Team beim Bezwingen des Großglockners begleiten. Der Gipfelsturm wird dann ausführlich dokumentiert und bejubelt.
Auch der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs brachte sich mit einer Spende ein, um die gute Sache zu unterstützen.
IBAN: AT55 3847 7000 0506 1536
Um den Betrag eindeutig zuordnen zu können, muss im Feld Verwendungszweck bzw. im Referenzfeld "LoFric bewegt" angeführt sein.
Das Team von "Lofric bewegt" sagt DANKE!
Das LoFric-Team (von links nach rchts): Elisabeth Krammer, Stefan Pokorny, Eva Baumgartner, Peter Burgstaller
Das gesammelte Geld kommt zu 100% Manuel zugute.
Beendigung meiner Funktion als Fachreferent für Rollstuhltennis - Para-Sport!
... so war das Jahr 2015 ...
Es ist oft üblich, am Ende eines Jahres zurückzublicken. Auch der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs will sich hier an einiges erinnern, wodurch 2015 geprägt war. Es wäre vermessen, hier einen vollständigen Bericht erstellen zu wollen, über vieles wurde ohnehin bereits in unserer Verbandszeitschrift "Rollstuhl Aktiv" informiert. Einige Punkte seien hier nochmals erwähnt.
Unser Mitgliederstand ist im Jahr 2015 um 25 Mitglieder gesunken:
Jahresendstand 2014:
verstorben im Jahr 2015
Nachfolgende Damen und Herren durften wir im Jahr 2015 in unserem Verband neu begrüßen:
Wilhelm BLECHINGER aus 4030 Linz
Ogonjargal BYAMBA-OCHIR aus 1210 Wien
Siegfried DEISER aus 4212 Neumarkt
Bernold DÖRRER aus 6414 Mieming
Mag. Dr. Ilja FISER aus 3423 St. Andrä / HGTL
Rudolf GEIGER aus 7423 Pinkafeld
Christine HORAK-WINKLER aus 1090 Wien
Mile IVIC aus 8055 Graz
Alois KOHLHOFER aus 8225 Pöllau
Christine LIELIG aus 8463 Leutschach
Joesf LIELIG aus 8463 Leutschach
Walter LINS aus 6800 Feldkirch
Ulrich PRIETL aus 8850 Murau
Mag.a Michaela RAUTZ aus 8010 Graz
Hans RUEP aus 4616 Weißkirchen
Klaus SCHÖNDORFER aus 7501 Unterwart
Peter STARL aus 4843 Ampfwang
Brigitte STÜRZLINGER aus 4654 Bad Wimsbach-Neydharting
Janine WIESER, BSc aus 9300 St. Veit / Glan
Gerhard WÖSS aus 5222 Munderfing
Roman ZECHMEISTER aus 2391 Kaltenleutgeben
Leider mussten wir auch im Jahr 2015 über das Ableben von folgenden 26 Mitgliedern berichten
Klaus BLÄTTERBAUER
Ingrid DWORSCHAK
Ingrid FOLTYN
Alfred HASELBRUNNER
Stefanie HÖLFONT
Wilhelm LEIS
Franz LHOTKA
Alois MÜLLNER
Klaus-Peter PENDL
Elisabeth RASTL
Johanna RATZINGER
Edith Brezansky aus 1220 Wien
Ilse Scharf aus 8010 Graz
Johann DANZINGER aus 4860 Lenzing
Bruno HAHN aus 3100 St. Pölten
Alois LENGAUER aus 3292 Gaming
Gertrud RABL aus 2533 Klausen-Leopoldsdorf
Matthias REHRL aus 5300 Hallwang
Josef SMOLIK aus 1220 Wien
Walter TELSNIG aus 9300 St. Veit/Glan
Josef WALLINGER aus 5423 St. Koloman
Hans WOLLNER aus 8600 Bruck
Veronika BACHER aus 9500 Villach
Holde GITTER aus 4020 Linz
Helga GUTH aus 1100 Wien
Rudolf GUTH aus 1100 Wien
Hans KOHLER aus 6866 Andelsbuch
Georg LEITINGER aus 6130 Schwaz
Ing. Herbert MALLINGER aus 4020 Linz
Alfred MAYERHOFER aus 4694 Ohlsdorf
Heinz MERZ aus 6911 Lochau
Ernst Uwe PETERNELL aus 5071 Wals-Viehhausen
Karl SCHAUMBERGER aus 4312 Ried/Riedmark
Otmar SCHWARZENBOHLER aus 3151 St. Georgen
Richard STROBL aus 2320 Schwechat
Josef TAUSCHER aus 6673 Grän
Auch im Jahr 2015 wurde viermal unsere Verbandszeitschrift "Rollstuhl Aktiv" an unsere Mitglieder und zahlreiche Institutionen und Interessenten versendet. Hier zur Erinnerung einige Überschriften (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Rollstuhl Aktiv vom März 2015
Barrierefreiheit mit 01.01.2016 - Realität oder Wunsch?
VQÖ arbeitet intensiv an einer Lösung der Behindertenparkplatzproblematik
Ehrungen für langjährige Mitglieder des VQÖ
City Skyliner in Wien für Rollstuhlfahrer nicht benützbar?
Mindestsicherung ist laut Verfassungsgerichtshof für Menschen mit Behinderungen zu niedrig
ÖZIV-Medienpreis - Die Macht der Worte
Buchtipps: Drei Mitglieder des VQÖ geben Buch heraus
Reisebericht Mallorca September 2014
Einfach, gut, hindernisfrei - Die Schweizer Jugendherbergen
20. Ludwigsburger Rollstuhltanztage – 15.-17. Mai 2015
Rollstuhl Aktiv vom Juni 2015
Projekt WHEELDAY – Entwicklung bewegt
Selbstbestimmt-Leben-Steiermark eröffnet Büro
Rollstuhl mit Solarantrieb
Barcelona - wo das Leben pulsiert und die Polizisten deinen Rollstuhl schieben
Horizonterweiterung für Personalisten
ESCIF – Jahreskongress 2015 in Brünn
Barrierefreiheit im Kunsthaus Graz
Nonstop im Handbike quer durch die Atacama Wüste
Thermoregulation bei Querschnittlähmung
Gehroboter im Praxistest
Rollstuhltenniscamp in Faak am See 2015
Rollstuhl Aktiv vom September 2015
Gedanken zum Pflegegeld
Das Schweigen der Lämmer? Gedanken zum §29b StVO
LoFric aktuell, Sonderausgabe 2015
Barrierefreiheit im Shopping Center Nord
Kaum Badespaß für Rollstuhl-Fahrer
Zebrastreifen in Steyr: Wunsch nach mehr Sicherheit für Rollstuhlfahrer abgelehnt
Barrierefreie Arztpraxis in Mondsee
19. Rehab-Aufenthalt des VQÖ in Rovinj
ÖAMTC: Barrierefreies Reisen will gut geplant sein
VQÖ-Sportwoche Mai im BSFZ Obertraun
Harald Pfundner siegt beim Albert Wöhrer Senioren-Turnier
Erster Rollstuhltanzverein in Kärnten
Rollstuhl Aktiv vom Dezember 2015
Grußworte des neuen Generaldirektors der AUVA Dr. Helmut Köberl
Protokoll zur Generalversammlung vom 3.10. 2015
Mag. Wolfgang Glaser erhielt Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich
Bericht von der Bundesvorstandssitzung des ÖZIV
Rollstuhlfahrer in der Spanischen Hofreitschule
Kulturtage in der Schweiz
Ein großes Stück Freiheit - Rollstuhlfahrerin im Tandemflug
Mädelsurlaub in Paris – mit den Swiss-Tracs auf Entdeckungsreise
Mit dem Rolli auf Deutschlands Dach
Eröffnung des rollstuhlgerechten Wanderweges ins Astner Moos
10 Jahre Sponsoring durch Wellspect HealthCare, Dentsply
Albert-Wöhrer-Gedenkpreis an Milli Schwarz
VQÖ-Sportwoche Herbst in Obertraun
24. Seniorentischtennisturnier im RK-Tobelbad
Große Erleichterung für Menschen mit Behinderung
6. Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
Im Rahmen der Generalversammlung 2015 in Linz vergab der VQÖ erstmalig den Albert-Wöhrer-Gedenkpreis
In Anerkennung der Verdienste von Albert Wöhrer, der im April 2014 verstorben ist und bis zu diesem Zeitpunkt unseren Verband wie kein anderer geprägt hat, wurde der Albert-Wöhrer-Gedenkpreis ins Leben gerufen. Dieser Preis wird bis zum Jahr 2025 – in diesem Jahr wäre Albert 100 Jahre alt geworden – an das älteste bei der Generalversammlung anwesende Mitglied vergeben.
Im Jahr 2015 wurde dieser Preis an Emilie Schwarz überreicht.
Albert-Wöhrer-Gedenkpreis
Ich habe erst bei der GV am 3. Oktober erfahren, dass dieser Preis als Erinnerung an Albert gestiftet wurde. Ja, ich bin stolz und freue mich riesig, die erste Sportlerin zu sein, die seinen Preis entgegennehmen durfte. So werde ich mich jetzt noch öfter und gerne an meinen Mentor Albert erinnern. Danke
Milli Schwarz erinnert sich:
Man lebt auf dem Land und glaubt, dass man mit einer Behinderung hier einzigartig ist.
Durch Zufall lernte ich bei einem Großkonzert im Linzer Stadion einige Rollifahrer kennen, die Behindertensport ausübten. Nach einer höflichen Einladung und einigen Tagen Überlegenszeit versuchte ich mich trotz meines fortgeschrittenen Alters und meines zeitaufwendigen Berufes mit Sport vom Rolli aus anzufreunden. Was mir auch umgehend gelang. Ich entdeckte, welche Kraft ich in meinem Armen hatte und entschied mich für Leichtathletik. Tagsüber arbeitete ich so viel ich konnte, um mir dieses Hobby, ja sie hören richtig, leisten zu können.
Im September 1969 kam es zur ersten Begegnung mit Albert Wöhrer bei der Sportwoche in Obertraun, wo am letzten Tag dieser Sportwoche die Verbands-Leichtathletik-Meisterschaft ausgetragen wurde.
Die ersten Worte, die ich mit dem damaligen Obmann Albert Wöhrer gewechselt habe, waren "Na werden wir mal schauen, was deine Arme nach einer Woche Training wert sind." Ich dachte mir heimlich, der weiß doch gar nicht, dass ich als junges Mädchen täglich zweimal 8 bis 10 Kühe gemolken habe und dadurch eine gute Grund-Muskulatur habe.
Ich musste alle drei Leichtathletikbewerbe in einer Woche ja erst kennenlernen, ich war zum ersten Mal im Leben richtig nervös. Aber es machte richtig Spaß, dabei sein zu können und auf Anhieb auch gleich einen Bewerb zu gewinnen.
Der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs wünscht allen Mitgliedern und deren Angehörigen und Freunden ein Prosit 2016

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