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Timestamp: 2016-05-28 00:00:01+00:00

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Von der friedlichen Revolution in der DDR zur staatlichen Einheit ... | Hausarbeiten publizieren
Referat / Aufsatz (Schule), 2000, 24 Seiten
Autor: Hendrikje Karsch
- in Wirtschaft war wissenschafl.-technischer Rückstand nicht zu verdecken - dem Devisenmangel u. der Staatsverschuldung konnte durch Ausweitung Westexporte nicht begegnet werden, weil DDR-Waren kaum Abnehmer fanden
- noch deutlicher Krise im polit. u. gesellschaftl. Bereich, seit 85 wachsende Gefahr sowjetische Reformpolitik auch auf DDR überspringen, darauf SED-Regime mit härtester Durchsetzung Herrschaftsanspruch u. Unterdrückung auch kleinster Reformansätze
1.,,Wir sind das Volk"-friedl.Revolution vor und nach dem 40.Jahrestag der DDR 1.1.DDR"Wir wollen raus"Massenflucht und polit.Wandel als Vorläufer der Wende
nach Zwischenfällen an Mauer sagen 2 BRD-Minister Besuch Leipziger-Messe ab
im Gegenzug 2 DDR-Minister Besuch in BRD 2.5.
Grenzsperren weg, nicht Kontrollen
Zum ersten mal innerdeutsche Grenze durchlässig für DDR Bürger _ Flüchtlingsstrom
während vorher Armee militärisch eingegriffen hatte um Führungsanspruch u. Herrschaftsmonopol zu sichern, ließ neue Sowjetführung unter Gorbatschow friedl. Machtwechsel in Ungarn, CSSR, Polen und DDR zu Juli/August
- viele DDR-Bürger nach Ungarn, Polen, CSSR, um in Westen zu flüchten - suchen Zuflucht in Botschaften, Massenflucht sprengt Kapazitäten - DDR-Außenministerium "grobe Einmischung" u. wirft BRD sich Obhutsrechte für Bürger anzuhaften
- Botschaft BRD stellt Publikumsverkehr Ost - Berlin ein 13.8.
- BRD-Botschaft Budapest wegen Ansturm geschlossen - Ungarn: Bau von Lagern und beide dt. Staaten gedrängt Problem zu lösen
- DDR-Bürger nutzen ,,Paneuropäi. Picknick" bei Sopron zur Flucht über Ungarn - Werden nach Bayern weitergeleitet
- Ungarn duldet Ausreise aus Botschaft mit ROT-Kreuz Papieren - Österr. hebt Visumspflicht am 31.8. für DDR-Bürger zeitweilig auf
- Horn entscheidet dass in Ungarn wartende DDR-Bürger Land frei verlassen dürfen - Beruft sich auf Menschenrechte und humanitäre Zielsetzungen
- Ungarn öffnet Westgrenze für DDR-Bürger - Massenflucht schwillt an - Binnen 3 Tagen 15000, bis Monatsende 30000
- größter Teil DDR-Bürger in Prager Botschaft kehrt in DDR zurück (Straffreiheit, anwaltl.Betreunung) - jedoch wieder neue Zufluchtsuchende
- im Prager Palais Lobkowicz teilt Genscher mit dass ,,Landsleute" ausreisen dürfen - selbe in Warschau durch Staatssekretär Jürgen Sudhoff - offiziell mit Sonderzügen über DDR
- 2.Ausreisewelle aus Prag u. Warschau - Sonderzüge verspäten sich da DDR-Bürger Gleise besetzt hatten
- Erneut massenhaft viele Bürger in Prager Botschaft_Ausreiseerl.3.10. - Zugleich pass u. visafreier Rieseverkehr in CSSR geschlossen, am 1.11. aufgehoben 17.10.
- neue Flüchtlinge in Warschau werden ausgeflogen 3.11.
- 3.Ausreisewelle_aufgrund von Beschluss DDR-Regierung: DDR-Bürger dürfen nur mit Pass Grenze CSSR u. von dort BRD überqueren_neue Massenflucht - kommunist. Regierung Prag selbst unter Druck durch Bevölkerung - nach Massendemos die selbst Polizei nicht verhindern kann=Rücktritt 24.11.KP-Chef Milos Jakes mit ges. ZK-Sekretariat - damit Weg für freie Wahlen u. Reformen - auch Flüchtlingsstrom über Ungarn hält an
- Ende kommun. Staat in Ungarn durch Auflösung komm. Ungarisch-sozialist-Arbeiterpartei u. Neukonstituierung als ungarische sozial. Partei (nicht kommuni.) - In Geschichte bislang einmaliger Vorgang
1989 7.5.
- Kommunalwahlen nach amtl. Angaben 98,85% für Einheitsliste der nationalen Front - Mitglieder der Oppositionsgruppen stellen Widerspruch zu Wahlerg. Fest - Anzeige weg. Wahlfälschung werden zurückgewiesen, Protestdemos unterbunden - DDR-Außenministerium erklärt am 2.6.Wahlergebn.korrekt, Krenz bestreitet Manipulation u. Fälschungen
- Lassen sich erst nach Wende nachweisen 4.9.
- 1.Montagsdemo in Leipzig, im Anschluss an Friedensgebet - 1200 fordern ,,Reisefreiheit statt Massenflucht" u. ,,Stasi raus" - danach wöchentl. Montagsdemos, werden von Sicherheitskräften behindert u. teilweise aufgelöst 5.9.
- 1.landesweite Oppositionsbew. Außerhalb der evang. Kirche_" Neues Forum" - will ,,polit. Plattform" für ganze DDR sein, einen ,,demokr. Dialog" über Reformen eröffnen und an Umgestaltung der Gesellschaft mitwirken 19.9.
- Innenministerium lehnt ab, Begründung zunächst: "staatsfeindlich", später ,,keine gesellschaftl. Notwendigkeit" 12.9.
- Gründungsaufruf Bürgerbew. ,,Demokratie jetzt" (DJ) = vor allem aus kirchl. Kreisen, will keine Partei sein 20.9.
- Manfred Gerlach (Stellvertretender Staatsratsvorsitzender) fordert als 1.Reformen - SED Zentralorgan kommentiert Massenflucht(S.365) 1.10.
- neue Oppsitionsgruppe Demokr. Aufbruch mit sozial. u. ökonomischen Zielsetzungen - konstituiert sich am 16/17.12.endgültig als erste oppositionelle Partei, fordert deutsche Einheit u. sozial-ökologische Marktwirtschaft 2.10.
- anstelle Forderungen nach Ausreise (,,wir wollen raus"), überwiegend Forderungen nach Meinungsfreiheit u. Reformen mit Ruf ,,Wir bleiben hier" - Sicherheitskräfte gehen teilweise brutal vor 6.10.
- vor Staatsfeierlichkeiten Honecker in Anwesenheit Gobatschows (S.367) 7.10.
- 40.Jahrestag der DDR-Gründung wird mit Militärparaden u. Aufmärschen gefeiert - Gorbatschow betont Notwendigkeit v. Reformen, äußert beiläufig "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"
- Spontane Proteste: behindert o. aufgelöst, viele Demonstranten verletzt o. verhaftet - Polizei, die von "Randalierern", "Rädelsführern" u. ,,kriminellen Elementen" im Zusammenspiel mit westl. Medien spricht, beschlagnahmt o. vernichtet Fotos u. Materialien von Journalisten, sollen nicht über Vorfälle berichten können - Westl. Besuchern vorher auch Einreise in Osten verweigert
- Sozialdemokr. Partei in DDR (SDP) konstituiert sich, strebt kosequente Demokratisierung
von Staat u. Gesellschaft mit Zielsetzung an, eine ökologisch orientierte soziale Demokratie zu schaffen 9.10.
- Mit Rufen ,,Wir sind das Volk", ,,Keine Gewalt" u.a. fordern 75000 polit. Reformen - Polizei u. Militäreinheiten greifen nicht ein, Gefahr Bürgerkrieg vorerst gebannt 11.10.
- SED-Führung kündigt unter Druck von Massenflucht u. Massendemos ,,Vorschläge für attraktiven Sozialismus" an 16.10.(Folie)
- bisher größte Montagsdemo(100000-120000), erneut halten sich Sicherheitskräfte zurück - Honecker soll Waffeneinsatz angeordnet haben, Blutkonserven waren gehortet u. Lazarette für Verwundete eingerichtet
- Umstritten warum nicht ,,chinesische Lösung" (blutige Niederschlagung Studenten-u. Demokratiebeweg. Durch Einheiten der Armee in Peking Anfang 89) - 3.Hauptthesen: 1.Honecker u. Mielke haben zurückgeschreckt Blutbad anzurichten 2.daß Krenz, so sagt er, Einsatzbefehle widerrufen hat 3.daß sowjetische Staats-u. Armeeführung Zurückneigung geübt o. sogar Abneigung signalisiert hat 17.10.
- Politbüro SED setzt auf Antrag Willi Strophs, wie mit Krenz u.a. vereinbart, als Punkt 1 Ablösung Honeckers u. Wahl Hrenz als Generalsekretär auf Tagesordnung - Völlig isolierte u. überraschte Honecker stimmt zu, sagt nächsten Tag Rücktritt zu, später spricht er von Verschwörung 18.10.
- Auch bisherige ZK-Sekretäre verlieren Sitz im Politbüro u. Funktionen - Nachfolger Honeckers = Egon Krenz (SED habe in letzten Mon. reale Lage verkannt u. versäumt nötige Schlussfolgerungen zu ziehen, nun sei ,,wende" eingeleitet, doch stehe der Sozialismus auf dt. Boden nicht zur Disposition (öffentlich in Medien) - War jedoch unglaubwürdig:1.galt Krenz als Kronprinz Honeckers
- in offener Abstimmung wählt VK Krenz zum Vorsitzenden des Staatsrats u. zum Vorsitzenden des nationalen Verteidigungsrates(1.Mal Gegenstimmen u. Enthaltungen) - wie zuvor Honecker Krenz auch Staatschef
- neue Proteste (Forderung freie Wahlen, Reise-Presse u. Meinungsfreiheit) - Stil öffentl. Auseinandersetzungen beginnt sich zu wandeln -SED-Politiker demonstrieren Reform, -Diskussions u. Dialogbereitschaft, Medien berichten teilweise kritisch u. unzensiert, DDR Fernsehen strahlt polit. Livesendungen aus 27.10.
- daher grundsätzl. Änderung Wirtschaftspoli. verbunden mit Wirtschaftsreform notwendig, auch intensive Zusammenarbeit mit BRD u.a.Kapitalist. Staaten 27.10.
- Staatsrat erlässt Amnestie für Demonstranten u. Flüchtlinge, ausgenommen Gewalttätige - Ermittlungsverfahren werden eingestellt u. Inhaftierte entlassen 30.10.
- erneut demostrieren 100000de gegen SED-Regime 2.11.
- Parteivorsitzende u. Minister treten zurück o. werden entbunden ,auch 5 Politbüromitgl. - Krenz stellt Aktionsprogramm für Reformen vor 4.11.
- bisher größte Massendemo in Geschichte DDR,700000 friedl. in Ost-Berlin - fordern sofortige pol. Reformen (Fernsehen überträgt Kundgebung unangekündigt) - zur gleichen Zeit in vielen anderen Städten Massendemos gegen SED 6.11.
- Reisegesetz wird veröffentlicht (jeder darf max.30 Tage nach Beantragung ins ,,Ausland" - Sofort Demos gegen Vorschriften, VK verwirft Vorschlag als ,,unzureichend"
- ZK bestätigt Krenz als Generalsek. U. wählt verkleinertes ,,reformiertes" Politbüro - Ihm gehört Hans Modrow als umstrittener Reformer an 9.11. Öffnung der Mauer
- auf vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz verliest Günther Schabowski beiläufig Beschluss des Ministerrats ,,Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Vorraussetzungen beantragt werden. Genehmigung werde kurzfristig erteilt. Visa für ständige Ausreisen, die über alle Grenzstellen der DDR u. BRD bzw. nach West - Berlin erfolgen könnten seien unverzüglich zu erteilen" - tritt sofort in Kraft (geplant erst später u. nur auf Antrag) - Meldung löst Kettenreaktion aus, man sagt Grenzen offen, obwohl davon keine Rede war - An Grenze innerhalb kurzer Zeit Massen von Leuten - Bundestag unterbricht laufende Beratung u. stimmen Nationalhymne an - Grenzwachen sind überfordert, überrascht u.ratlos (verzichten schließlich auf Kontrolle) - Um 23.14 öffnen sich Schlagbäume zunächst Bornholmer Straße 10.11.
- 100000de drängen an Grenze, in Mauer Löcher um Übergang zu beschleunigen - es kommt zu Freudenkundgebungen, Fremde umarmen sich u. viele weinen 11/12.11.
- über 3 Millionen DDR-Bürger besuchen übers Wochenende West - Berlin - kilometerlange Staus, Verkehr in West-Berlin u. grenznahen Gebieten bricht zusammen - Verzögerung bei Auszahlung des Begrüßungsgeldes - Vorrübergehend Versorgungsengpässe (Südfrüchte) Folge: Preise steigen
1989 13.11. - Wende in der Volkskammer - Bisheriger VK - Präsident tritt zurück
- Nachfolger (zum 1. mal geheime Wahl) Günther Malenda (Demokr.Bauern Part.Dtschls) - nach einstimmiger Abberufung amtierenden Ministerrats, VK wählt Hans Modrow zum neuen Vorsitzenden des Ministerrats 17.11.
- Beiden dt. Staaten sollten ,,Verantwortungsgemeinschaft" mit Ziel qualifizierter Nachbarschaft u. kooperativer Kooexistens zur Vertragsgemeinschaft ausbauen - Spekulationen über Wiedervereinigung erteilt Modrow klare Absage 18.11. - VK bestätigt Kabinett Modrow
- STASI (Ministerium für Staatssicherheit) heißt jetzt NASI (Amt für nationale Sicherheit) 23.11.
- poln. Regierung protestiert dagegen am 26.11. 24.11.
- am 26.11.in Ost - Berlin ,,Grüne Liga" als ökologische Partei gegründet 26.11.
- namhafte Intellektuelle u. Reformer treten mit Aufruf ,,Für unser Land" dafür ein, dass Eigenständigkeit der DDR erhalten bleibt, soziale Alternative zur BRD, sonst drohe Ausverkauf materieller u. moralischer Werte u. Vereinnahmung durch BRD - Appell von Stefan Heym am 28.11. vorgestellt, Aufruf schließen sich Krenz, Modrow u. andere Politiker an Ende November
- erste öffentl. Forderungen nach Wiedervereinigung u.a. in Plauen u. z.T. in Leipzig - doch nach wie vor reformen und Proteste gegen SED
- 23.11. CDU der DDR bekennt sich zur ,,Einheit der Nation" und befürwortet dt-dt-Konförderation 28.11.
- auf Antrag aller 10 Fraktionen streicht VK verankerten Führungsanspr. SED aus Verfass. - Art.1.Abs.1 lautet jetzt ,,Die DDR ist ein sozialist. Staat der Arbeiter u. Bauern. Sie ist die pol. Organisation der Werktätigen in Stadt u. Land"
- Danach gestrichen ,,unter Führung der Arbeiterklasse u. ihrer marxistisch-leninist.Partei" 3.12.
- führungslose Staatspartei vorübergehend von Arbeiterausschuss geleitet (Gysi,Berghofer) - zuvor hatte ZK alte Führungsriege z.B. Honecker, Mielke u.a. förmlich ausgeschl (Luxus) - ehemals führende SED Funktionäre u.a. Mittag u. Tisch werden wegen Verdachts wirtschaftl. Straftaten verhaftet
- Machtverfall der SED schreitet voran, weitere leitende Mitarbeiter treten zurück, Entwaffnung der ,,Kampfgruppe d. Arbeiterklasse" beginnt 6.12.
- Manfred Gerlach wird beauftragt, Geschäfte des amtierenden Staatsoberh. zu übernehmen 7.12.
- Runde Tisch tritt zusammen, in ihm zur Hälfte Vertreter der ,,alten Kräfte" und der neuen oppositionellen Parteien u. Gruppen (Beratung u. Kontrolle der Regierung) - Neue Verfassung soll erarbeitet werden u. Amt für nationa. Sicherheit aufgelöst werden - 1.freie VK-wahl für 6.5.90 vorgesehen 8/9.12.
- erstrebt wird 3.Weg zw. ,,stalinistischem Pseudosozialismus u.d. Herrschaft des Profits - neuer Vorsitzender Gregor Gysi, anstelle ZK u.Politbüro-Vorstand u.Präsidium 15/16.12
- Bürgerbew. Demokratie Jetzt hatte am 14.12. 3-Stufen Plan zur dt. Einheit vorgelegt - 19.12. LDPD bekennt sich zur dt. Einheit 16/17.12.
Dezember - beginnende 2.Wende
- zunehmend Meinungsverschiedenheiten auf Massendemos zw, Anhäng.u. Gegnern Wende - verstärkt Forderung deutsche Einheit, viele Gegner ziehen sich zurück - diese 2.Wende der friedl. Revolution dokumentieren vor allem Montagsdemos in Leipzig - seit 4. u.11.12. übertönen Rufe ,,Wir sind ein Volk", Rufe für souveräne DDR 1990 8.1.
- erste Montagsdemo will mehrheitl. Deutsche Einheit, auch geg. Modrow u.Gysi - auch in anderen Städten Trend zur dt. Einheit und geg. SED-PDS 11/12.1.
- VK verabschiedet u.a. neues Reisegesetz 12.-14.1.
- gemeinsamer Ausschuss konstituiert sich am 4.2.90, befürworten rasche deutsch-deutsche-Währungs u.Wirtschaftsunion 15.1.
- Neues Forum hatte landesweit aufgerufen, gegen ,,Restaurationspolitik der SED-PDS und ihre Sicherheitsapparate" zu protestieren - Viele Warnstreiks geg. Machtanspruch SED-PDS 20.1.
- auf 1.Parteitag am 18.2. wird dt. Einheit sofort nach freien Wahlen durch Übernahme des GG u. der Rechtsordnung der BRD gefordert, Gäste:Waigel(CSU), Schäuble(CDU) 20/21.1.
- Verzichtet auf Parteiabzeichen(2 Hände-Zeichen Vereinigung SPD KPD 1946) - Mittlerweile hat Staatspartei mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren
- Regierung Modrow beschließt volle Gewerbefreiheit einzuführen 28.1.- Vierpunkteprogramm - 1.VK-Wahl wird vom 6.5. auf 18.3 vorverlegt - 2.Kommunalwahlen wie geplant 6.5.
- 3.bis VK-Wahl entsenden alle oppositio. d.h. nicht im Kabinett des runden Tisches vertretene Gruppen je 1 Minister o. Geschäftsbereich in neue ,,Reg.d.nation.Verantwortung." - 4.Künftig nimmt ein ständiger Regierungsvertreter an Beratungen d. runden Tisches teil 4.2.
- FDP konstituiert sich in Ost - Berlin 9.2.
- LPDP beschließt sich LDP zu nennen, wollen baldige deutsche Einheit 5.2.
- in Anwesenheit Kohls verabreden Parteivorsitzenden de Maiziere (CDU), Ebeling (DSU) u. Schnur (DA) das Wahlbündnis ,,Allianz f. Dtschl." zu bilden - bleiben jedoch polit. selbstständig u. stellen eigene Kanditaten - Hauptziele: Wiedererrichtung ehem. DDR-Länder, dt. Einheit u. als Vorstufe dazu Währungs- u. Wirtschaftsunion mit BRD
- VK bestätigt neue ,, Reg. Der nation. Verantwortung", auch beschlossen wird uneingeschränkte Meinungs-, Info-, u. Medienfreiheit, jede Zensur verboten - Rundfunk, Fernsehen und Nachrichtenagentur unterstehen nicht mehr Regierung 7.2.
- Neues Forum, Demokr. Jetzt u.Initiative Frieden u. Menschenrechte gründen Bündnis 90 - befürwortet stufenweise, vorsichtige Annäherung beider dt. Staaten - tritt für sozialverträgl. U. ökologisch verantwortungsbewusste Wirtschaftsref. ein und verzichtet mit Absicht auf Unterstützung o. Partner aus BRD 12.2.
- Hauptziele: dt. Einheit u. sozial u. ökologisch orient. Marktwirtsch. auf Basis Privateigent. 22-25.2. - Einheit in Stufen
- Besschlossen wird ,,Rat zur dt. Einheit"-Vorsitzender: Willy Brandt 24/25.2. - Einheit unter Vorbehalten
- _Gleichberechtig. DDR gewährleistet u. sozialer Standard erhalten bleibt 1.3. - Einheit durch Beitritt
- Kohl u. Vorsizenden der DDR Parteien veröffentl. In Bonn Wahlaufruf u. Sofortprogramm - DDR soll BRD nach Art.23 GG beitreten 5.3.
- Runder Tisch verabschiedet Sozialcharta, danach sind soz. Sicherheiten festzuschreiben(S.388) - VK billigt Sozialcharta 12.3.
- auf letzter Sitzung spricht sich runder Tisch erneut gegen Übertragung GG durch Beitritt DDR aus 12.3.
- letzte Montagsdemo in Leipzig, nur noch 30-50000 Menschen 18.3.(Folien) - erste freie Volkskammerwahl
1989 9.11.
- Kohl setzt als einer der ersten Wiedervereinigung auf Tagesordnung der Politik 20.11.
Kanzleramtsminister Rudolf Seiters sondiert erstmals welche Mögl. Bestehen, die angebotene dt. - dt. Vertragsgemeinschaft auszugestalten
Konferriert mit SED-Chef Krenz, Ministerpräs. Modrow u.a.
Bei Billigung im Bundestag am 1.2. enthält sich SPD und Grünen lehnen ab
In DDR zwiespältiges Echo: DDR-Regierung_ geht an Realitäten vorbei, CDU-Ost und NDPD begrüßen ihn vorsichtig und SDP u. DA lehnen ihn als verfrüht ab
Vorher nicht informierte Ausland reagiert verstimmt (Frankr.), reserviert (USA) o. ablehnend (Sowjetunion). Gorbatschow teilt Genscher am 4.12.89 mit, dass Sowjetunion jede künstlich forcierte Wiedervereinigung verurteile 5.12. - Reisefreiheit ab 1.1.90
Modrow und Seiters (Chef Bundeskanzleramt) vereinbaren, dass Bundesbürger u. Westberliner ab 1.1. ohne Visum u. Zwangsumtausch DDR besuchen dürfen
DDR-Bürger können aus befristeten, gemeinsam finanzierten Devisenfond Reisezahlungsmittel zum gestürzten Wechselkurs günstig erwerben
Einfuhrverbote werden aufgehoben, erstmals seit 45 volle Freizügigkeit im gesamtdeutschem Reiseverkehr 19/20.12.
- Hauptergebnisse bei Verhandl. mit Wodrow: Zusammenarbeit in Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Verkehr u. Kommunikation, Öffnung Brandenburger Tor für Fußgänger, Amnestie für polit. Gefangene, Reiseerleichterungen für Bundesbürger, Umtauschkurs 1DM:3DDR-Mark ab 1.1. - 31.12.
- - Neujahrsansprache Kohls: stellt deutsche Einheit in Gesamtrahmen der europä. Einigungsbestrebungen ,,Dtschl. ist unser Vaterland, Europa unsere Zukunft" 1990 1.2.
- Vierstufenplan Modrows ,,Deutschland einig Vaterland" für Vereinigung Dtschlds. - 1.Zusammenarbeit u. Nachbarschaft im Rahmen der Vertragsgemeinschaft - 2. Bildung Konförderation mit gemeinsamen Organen - 3.Übertragung von Souveränitätsrechten an Konförderationsorgane - 4.Schaffung einer einheitl. Deutschen Förderation o. eines dt. Bundes durch Wahlen - DDR-Regierung u. mit ihr SED-PDS hatte bisher zwar Vertragsgemeinschaft befürwortet,
Vereinigung jedoch stikt abgelehnt
- Gorbatschow:30.1. Sowjetunion zieht dt. Einheit prinzipiell nicht in Zweifel - SED-PDS distanziert sich vom Plan
- Kohl und Parteien BRD begrüßen Vierstufenplan als Bekenntnis zur dt. Einheit 7.2.
- Bundesreg. beschliesst Kabinettsausschuss ,,Deutsche Einheit", erklärt sich bereit sofort über Währungsunion mit Wirtschaftsreform mit DDR zu verhandeln 27.3.
- LDP nennt sich Bund freier Demokraten (BFD), ihm tritt NDPD kooperativ bei 5.4.
- erste frei gewählte Volkskammer konstituiert sich, Parlament wählt im 2. Wahlgang Sabine Bergmann-Pohl (CDU) zur Präsidentin, vorrübergehend auch Amt Staatsoberhaupt - auf Antrag der stärksten Fraktion wird de Maiziere (CDU) mit Reg.bildung beauftragt - VK ändert Verfassung, schafft Staatsrat ab
- Am gleichen Tag protestieren 100000de gegen den vorgeschlagenen Umtausch 2:1 12.4.
- nach langen Verhandlungen wird Koalitionsvertrag zwischen Allianz u. SPD u. Liberalen unterzeichnet, große Koalition einig Dtschld. zügig durch Beitritt DDR zur BRD zu verein. - VK wählt de Maiziere zum Ministerpräsidenten 19.4.
- Regierungserklärung de Maiziere vor der VK(S.397) - Zusammenschluss CDU u. Da in VK zur Fraktionsgemeinschaft CDU/DA
1990 20.3.
- Bundesreg. beschließt DDR Wirtschafts-, Währungs- u. Sozialunion vorzuschlagen - soll bis Sommer 1990 verwirklicht u. gleichz. Notaufnahmeverfahren abgeschafft werden 23.4.
- Bundesreg. Einigt sich auf Wechselkurse für die Unionen mit DDR, - Danach Tauschverhältn. 1:1 bei Löhnen, Gehältern u. umgestellten Renten und bei Bargeld bzw. Guthaben bis 4000 DDR-Mark pro Kopf vorgesehen, bei darüber hinaus gehenden Beträgen u. Schulden von Betrieben soll Kurs von 2:1 gelten
- Kohl u. de Maiziere vereinbaren am 24.4. Unionen bis 1.7. zu realisieren, jedoch kritisiert DDR-Reg dass Höchstbetrag von 4000 Mark zu niedrig ist 6.5.
- mit VK-wahl verglichen bleibt CDU stärkste Partei, erleidet jedoch Verluste 10.5.
- Kultusministerkonferenz der BRD erkennt Schulabschlüsse an, die in DDR zum Hochschulzugang berechtigen, bei Numerus-Clausus Fächern erhalten Abiturienten aus DDR Sonderquote 16.5.
- Kohl u. Regierungschef der Bundesländer beschließen Fond ,,Deutsche Einheit", soll mit 115 Milliarden DM ausgestattet Unionen mit DDR finanzieren 18.5.
- Finanzminister Waigel (BRD) und Romberg (DDR) unterzeichen Vertrag über Schaffund einer Währungs-, Wirtschafts- u. Sozialunion (Staatsvertrag) - Soll 1.bedeutsamer Schrii zur staatl. Einheit nach Art.23 GG sein - Währungsunion beginnt am 1.7.90 mit Einführung DM in DDR
- Basis d. Wirschaftsunion ist sozial. Marktwirtschaft mit Privateigentum, Leistungserwerb, freier Preisbildung u. voller Freizügigkeit von Arbeit, Kapital, Gütern u. Dienstleistungen - Innerdeutsche Handel künftig in DM
- Umweltunion wird angestrebt, DDR übernimmt künftig die in der BRD geltenden Sicherheits- u. Umweltschutzanforderungen sowie bundesdt. Umweltrecht - Sozialunion beruht auf schrittweiser Einführung der bundesdt. Arbeitsrechtordnung, Sozialversicherung u. Sozialhilfe in der DDR, Haushalt, Finanzen, Steuern, Zölle u. Finanzverwaltung der DDR sind dem Recht der BRD anzupassen 23.5.
- 41 Jahre nach Verkündung des GG tagen in Bonn erstmals gemeinsam Ausschüsse von Bundestag u. Volkskammer, beraten über Staatsvertrag 15.6.
- Im Anschluss tagt VK, DSU beantragt ,dass DDR mit sofortiger Wirkung nach Art.23 der BRD beitrete, Antrag wird beraten und an Ausschuss Deutsche Einheit überwiesen - Anschließend streicht VK letzten sozial. Verfassungsgrundsätze, konstituiert DDR als ,,freiheitlichen, demokratischen, sozialen u. ökologischen Rechtsstaat" 21.6.
- VK und Bundestag verabschieden zeitgleich Staatsvertrag und vorher abgestimmte gleichlautende Entschließung zur Endgültigkeit der Oder-Neiße-Grenze - PDS und Bündnis 90 lehnen Staatsvertrag ab, Gysi hatte Vertrag bereits am 18.5. als Unterwerfung bezeichnet
- Im Bundestag sind meisten Abgeordneten der Grünen sowie ein paar der SPD dagegen 22.6.
- auch Bundesrat billigt Staatsvertrag, nur Saarland und Niedersachsen dagegen 25.6.
- Vorstand DBD entscheidet mehrheitlich für Fusion mit CDU, Ende Aug. löst sich Partei auf 1.7.
- DDR führt DM ein (Währungsunion), schafft Vorraussetzungen für soziale Marktwirtschaft (Wirtschaftsunion) und Übernahme der bundesdt. Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfallversicherung), Sozialhilfe u. Arbeitsrechtsordnung (Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie, Streikrecht, Betriebsverfassung, Kündigungsschutz, Mitbestimmung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) im Rahmen d. Sozialunion, sowie Umweltunion u.a. - Mit Inkrafttreten des Vertrages sind Personenkontrollen an innerdeutschen Grenzen aufgehoben, gleichzeitig wird in BRD das Notaufnahmeverfahren für Übersiedler eingestellt, d.h. DDR-Bürger müssen vor Umzug selbst um Arbeit u. Wohnung kümmern
1990 2.7.
- in Ost-Berlin beginnen Verhandl. Über Einigungsvertrag zum Beitritt DDR nach Art.23 - offen bleiben Termin des Beitritts vor o. nach gesamtdt. Wahlen u. Sperrklauseln im einheitl. Oder zweigeteiltem Wahlgebiet 22.7.
- VK verabschiedet Ländereinführungsgesetz(5 restituierte Länder) 26.7.
- Ausschüsse d. VK und Deutsche Einheit des Bundestags einigen sich auf gesamtdeutsche Wahlen am 2.12. in einem einheitl. Wahlgebiet mit einheitl. Wahlrecht 3.8.
- Schäuble und Krause unterzeichnen ersten gesamtdt. Wahlvertrag(einheitl.5%Klausel, Listenvereinigung (Huckepackverfahren) zugelassen) 5.8.
- Listenverbindung Bündnis 90 mit Grünen der BRD - Am Vortag DA Fusion mit CDU (DDR) beschlossen 11/12.8.
- Bund freier Demokraten (BFD), die FDP u. die dt. Forumpartei aus DDR vereinigen sich mit FDP (BRD) 22.8.
- VK verabschiedet Wahlvertrag, Gegenstimmen von PDS und Bü90/grünen (wegen 5%Klausel), am 23.8. verabschiedet Bundestag den gesmtdt. Wahlvertrag u. am 24.8. billigt ihn auch der Bundesrat 23.8. - Beitritt zum 3.10.90
- VK erklärt Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des GG der BRD gemäß Art. 23 des GG mit Wirkung vom 3.10.90 24.8.
- dritte Verhandlungsrunde zum Einigungsvertrag beendet - VK lehnt ab STASI-Akten an Bundesarchiv zu übergeben - Am 30.8. beginnt vierte u. letzte Verhandlungsrunde 29.8.
- u. a. Berlin=Hauptstadt, 3.10.=gesetzl. Feiertag,GG wird angepasst u. gilt ab 3.10. in DDR 20.9.
- Einigungsvertrag wird verabschiedet, am 21.9. billigt ihn der Bundesrat 27.9.
- SPD (DDR) u.SPD (BRD) vereinigen sich 30.9.
- Freier deutscher Gewerkschaftsbund löst sich als Dachverbund entgültig auf 1./2.10.
- CDU (DDR) u.CDU (BRD) vereinigen sich zur gesamtdeutschen CDU 2.10.
- Festakt der DDR-Regierung, zuvor hatte VK letztmals getagt - Dipl. Beziehungen der DDR mit 135 Staaten u. ,,Befreiungsorganisationen" enden, die ständigen Vertretungen in Ost_berlin u.Bonn werden geschlossen, NVA löst sich auf 3.10. - Tag der dt. Einheit
- Beitritt wird wirksam, Existens der DDR endet, nach 45 J. ist staatl. Einheit Dtschl. herges - Vor Reichstag in Berlin feiern 100000de, um 0 Uhr wird Bundesflagge gehisst, Freiheitsglocke geläutet, Nationalhymne gesungen u. ein Feuerwerk angezündet
3.Internationale u. sicherheitspol. Rahmenbedingungen der deutschen Einheit 3.1. Weltpolitische Veränderungen am Ende des Kalten Krieges
1989 15.2.
- am 27.12.79 hatte Sowjetu. In Afgha. Militärisch interveniert, um den durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen Präs. Babrak Karmal zu stützen - internat. Proteste u. verlustreiche Kämpfe im eskalierenden Bürgerkrieg mit Mujahedin veranlassten Gorbatschow am 8.2.88 sowj. Truppenabzug anzukündigen - vertraglich besiegelt durch Vermittl. Mit UNO am 14.4.( begann 15.5.88) 29/30.5.
- NATO- Gipfelkonferenz in Brüssel verabschiedet umfassendes Abrüstungskonzept, das
nukleare Kurzstreckenraketen mit einbezieht, aufgegriffen werden auch Vorschläge Bushs für konventionelle Abrüstung u. gegenseitige Aufklärungsflüge( ,,offener Himmel") - Allianz tritt für Einheit Dtschlds, Berlins u. Europas ein 1990 19.3.-11.4.
- Bonner Konferenz über wirtschaftl. Zusammenarbeit in Europa, die aus Delegierten der 35 KSZE Staaten besteht, einigt sich auf historisches Abschlussdokument, es befürwortet marktgestützte Volkswirtschaften mit Gewerbefreiheit u. Privateigentum, u. es bekennt sich zum demokr. Pluralismus mit Attributen Mehrparteien system, Rechtsstaatlichkeit u.a. 5./6.7.
- Beschluss gilt als Botschaft an Sowjetunion Hand zur Freundschaft zu ergreifen - bereits EG-Gipfel hatte Sowjetunion prinzipielle Bereitschaft signalisiert, Gorbatschows Reformpolitik mit Krediten u.Hilfsprogrammen zu unterstützen
- Bundesreg. hatte sich zur bilateralen Hilfe an die Sowjetunion über den bereits zugesagten 5 Millia. Kredit hinaus bereit erklärt Grundwehrdienst auf 12 Mon. zu senken - Sowlets hatten zunächst Neutralität des vereinten Dtschlds. gefordert, dann seine Doppelmitgliedschaft in NATO u. Warsch. Pakt für Übergangszeit vorgeschlagen und erst zuletzt Mitgliedschaft in NATO akzeptiert 30.8.
- Außenminister Genscher u. Ministerpräs. De Maiziere erklären gesmtdt. Armee binnen 3 bis 4 J. auf 370000 solda reduziert wird,d.h. um ca. 45%,entspricht Verhandl.Kohls u.Gorbats. 24.9.
- Verabschiedung Wiener Dokument 90(ab 1.1.91 in Kraft), darin werden vertrauens- u. sicherheitsbildenden Maßnahmen ergänzt u. weiterentwickelt: durch jährl. Austausch militärischer Infos zw. KSZE Teilnehmerstaaten, durch Konsultation u. Zusammenarbeit bei ungewöhnl., militär. Aktivitäten, durch milit. Kontakte, Besuche, Beobachter u. Ankündigungen 19-21.11.
- Gipfeltreffen der 34 KSZE Staaten in Paris besiegelt definitiv Ende Kalten Krieges - Am Rande des KSZE - Gipfels verabschieden die 22 NATO u.Warsch. Pakt Staaten eine gemeinsame Erklärung in der sie ihre Verpflichtungen zum Nichtangriff bekräftigen S.421 - Am 21.11. verkünden Staats u. Reg.chefs der 34 KSZE Staaten feierlich die Charta von Paris für ein neues Europa, danach ist Zeitalter der Konfrontation u. der Teilung Europas zu Ende gegangen u. neues Zeitalter der Demokr., des Friedens u. d. Einheit hat begonnen
1989 12-15.6.
- Polenreise Kohls- 11 Abkommen u.a. Jugendaustausch u. Zusammenarbeit in Bereich Wissenschaft, Gesundheitswesen, Umweltschutz u.s.w. - Kohl u. Ministerpräs. Mazowiecki - gemeinsame Erklärung
- auf EG Gipfel erkennen Staatsu. Reg.chefs Recht der Dt. auf Einheit an, Einigungsprozess müsse sich demokr. u.friedl. vollziehen: unter Wahrung bestehender Verträge, aber auch im Kontext von Dialog, Ost-West-Zusammenarbeit u. europä. Integration 14./15.12.
- NATO-Außenminister begrüßen in Brüssel Wiederherstellung d. Freizügigkeit in Dtschl. Vor allem Öffnung der Mauer 1990 2.1.
- Vaclav Havel besucht als neuer Präsident der CSSR beide dt. Staaten - In CSSR hatte sich tiefgreifender polit. Wandel vollzogen 10/11.2. - Weichenstellung in Moskau
- Kohl u. Genscher Blitzbesuch in Moskau, erhalten von Gorbatschow Zusage, dass es Angelegenheit der Dt. selbst sei, eigenverantwortlich über Formen, Termine, Weg, Tempo u. Bedingung ihrer nat. Einheit zu entscheiden, Sowjets werden dies akzeptieren 13.2.
- 2 Formel, wegen überstürzenden Veränderungen in DDR und sich daraus ergebenden deutschlandpol. Konsequenzen stimmen in Ottawa Außenminister der 2 dt. Staaten und der 4 Mächte (USA;GB;F;Sowjetu.) darin überein auf 2 Konferenzen äußeren Aspekte der Herstellung der dt. Einheit sowie Sicherheitsfragen d. Nachbarn zu erörtern - damit steht dt. Frage wieder auf Tagesordnung der internat. Politik - GB u. F hatten zunächst skeptisch auf auf anbahnenden dt. Vereinigungsprozeß reagiert - Der enge amerikan. dt. Schulterschluss veranlasste zunächst GB dann F einzulenken 24/25.2.Kohl trifft Bush, bekräftigen Grundüberzeugungen der Partnerschaft auf Weg zur dt. Einheit, vereinte Dt. solle NATO Mitglied bleiben, doch seien berechtigten Sicherheitsinteressen aller Staaten, vor allem Sowjets u. Polen zu respektieren 17.3.
- Seitdem sind deutsche u. europä. Einigung zur Tagesordn.gemeinschaftl. Politik geworden 5.5.(Folie)
- Auftakt der 2Außenministertreffen der 2 dt. Staaten (Genscher u.Meckel) u. der 4 Mächte (USA:Baker, GB:Hurd, F:Dumas, SU:Schewardnadse) - Erkennen Recht der Dt. auf rasche Vereinigung an 22.6. - 2.Runde 2 Gespräche
- Westmächte stimmen mit BRD u. DDR überein, dass dt. Einheit mit Wiederherstellung der vollen dt. Souveränität einhergehen müsse , SU dagegen schlägt etappenweisen Rückzug Siegermächte aus Dt. u. Vertagung des Problems d. Souveränität um 5 J. vor, solange sollen Militärbündnisse bestehen bleiben, Genscher betont Nichtdiskriminierung Dt. 1.7.
- 1.Stufe der europ. Wirtschafts u. Währungsunion tritt in Kraft - Hauptziel: Wirtschaftsgefälle in EG abzubauen 15/16.7.
- in Verhandl. Mit Gorbatschow erzielt Kohl Durchbruch bei außenpol. Absicherung des dt. Einigungsprozesses, Hauptergebnisse in 10 Punkten(S.430) 17.7. - 3.Runde der 2 serie
- an Stelle eines Freidensvertrages ist abschließendes völkerrechtl. Dokument vorgesehen das alle noch offenen Fragen klärt, die mit dt. Einheit zusammen hängen 12.9. - 2 Abschlussdokument
- verweist auf Rechte u. Verantwortlichkeit der 4 Mächte für Berlin u. Dt. als ganzes, erkennt das Selbstbestimmungsrecht des dt. Volkes an u. bekräftigt Bereitschaft zu Rüstungskontrolle,
Abrüstung u. Vertrauensbildung
- Von dt. Bodem wird nur Frieden ausgehen, beiden dt. Staaten bekräftigen Verzicht auf ABC-Waffen u. verpflichten sich gesamtdt. Streitkräfte auf 370000 zu reduzieren - Sowj. Truppen ziehen vom Gebiet der DDR u.Ost-Berlin bis 31.12.94.ab - Vereinte Dtschl. Hat volle Souveränität über äußere u. innere Angelegenheiten u. freie Bündniswahl, kann daher NATO-Mitglied bleiben
- Kohl würdigt 12.9. als weiteres Schlüsseldatum auf Weg zur dt. Einheit, sie vollziehe sich im einvernehmen aller Verbündeten, Nachbarn u. Europäern, ,,Dies ist die erste Einigung eines Landes in der modernen Geschichte, die ohne Krieg, ohne Leid u. ohne Auseinandersetzungen erfolgt, die neue Verbitterungen schaffen" - Schewardnadse spricht von einem Schlussstrich unter Ergebnissen d.2.Weltkriegs 3.10.
- Vier Mächte übermitteln Grußbotschaften u Glückwünsche zum Tag d.dt.Einheit(S433) - Kohl richtet Botschaft an alle Reg. D. Welt, mit denen Dt.diplo. Beziehungen unterhält. Dass von dt. Boden nur Frieden ausgehe - Medienecho internat. Größtenteils positiv(S433)
Hendrikje Karsch
Sehr, sehr umfangreich!Deshalb viele eigene Abkürzungen!
, 2000, Von der friedlichen Revolution in der DDR zur staatlichen Einheit Deutschlands am Ende des Kalten Krieges 89/90, München, GRIN Verlag, http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/102116.html
Die DDR als nuklearer Raketenstandort während des „Kalten Krieges“ Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Bewertung.Naja, der Stoff ist sowieso ultrakomplex, aber sehr gut zusammengefasst.Interessant wären auch noch der Weg zur Vereinigung Berlins über den "MagiSenat" sowie die Rolle des Bundespräsidenten gewesen und die Info, dass für eine Bundestagswahl am 3. oder 14. Oktober 1990 sowie eine evtl. frühere Wahl eines gesamtdeutschen Bundespräsidenten eine Verfassungsänderung nötig gewesen wäre (Hinweis auf "frühestens im 46. Monat nach der letzten Bundestagswahl Neuwahlen").
am 15.2.2003
Deutschland am Ende des kalten Krieges 89/90.Ganz toller Vortrag! ;)
spitzenmäßig!.wow, vielen dank für diesen super ausführlichen und detaillierten Vortrag. er hat mir für meine klausurvorbereitungen sehr geholfen und mir viele dinge näher gebracht. vielen, vielen Dank!!
am 22.10.2001

References: Art.1
 Art.23
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