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Timestamp: 2017-04-29 09:30:05+00:00

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Alphabet. Liste Erweiterte Suche Tipps und Tricks InhaltAktuelle GesamtausgabeGesamtausgabenÄnderungshistorieAmtliche Abkürzung:BaustellVAusfertigungsdatum:10.06.1998Gültig ab:01.07.1998Dokumenttyp:RechtsverordnungQuelle:Fundstelle:BGBl I 1998, 1283FNA:FNA 805-3-5Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf BaustellenBaustellenverordnungZum 29.04.2017 aktuellste verfügbare Fassung der GesamtausgabeNichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelFassung vomVerordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen10.06.1998Eingangsformel10.06.1998§ 1 Ziele, Begriffe10.06.1998§ 2 Planung der Ausführung des Bauvorhabens10.06.1998§ 3 Koordinierung23.12.2004§ 4 Beauftragung10.06.1998§ 5 Pflichten der Arbeitgeber10.06.1998§ 6 Pflichten sonstiger Personen10.06.1998§ 7 Ordnungswidrigkeiten und Strafvorschriften10.06.1998§ 8 Inkrafttreten10.06.1998Schlußformel10.06.1998Anhang I10.06.1998Anhang II15.11.2016Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf BaustellenStand:Zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 2 V v. 15.11.2016 I 2549Diese Verordnung dient in Verbindung mit dem Arbeitsschutzgesetzder Umsetzung der EG-Richtlinie 92/57/EWG des Rates vom24. Juni 1992 über die auf zeitlich begrenzte oderortsveränderliche Baustellen anzuwendenden Mindestvorschriftenfür die Sicherheit und den Gesundheitsschutz (AchteEinzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Abs. 1 derRichtlinie 89/391/EWG) (ABl. EG Nr. L 245 S. 6).Fußnoten(+++ Textnachweis ab: 1.7.1998 +++)(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:     Umsetzung der       EWGRL 57/92 (CELEX Nr: 392L0057) +++) Dieses Gesetz ändert die nachfolgend aufgeführten Normen Vorschrift Änderung geänderte Norm Gültigkeitabbisi.d.F.§ 8 Abs 1InkraftsetzungBaustellV1.7.1998 zum Seitenanfang | zur Einzelansicht EingangsformelAuf Grund des § 19 des Arbeitsschutzgesetzes vom 7. August 1996 (BGBl. I S. 1246) verordnet die Bundesregierung: zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 1 Ziele, Begriffe(1) Diese Verordnung dient der wesentlichen Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten auf Baustellen.(2) Die Verordnung gilt nicht für Tätigkeiten und Einrichtungen im Sinne des § 2 des Bundesberggesetzes.(3) 1Baustelle im Sinne dieser Verordnung ist der Ort, an dem ein Bauvorhaben ausgeführt wird. 2Ein Bauvorhaben ist das Vorhaben, eine oder mehrere bauliche Anlagen zu errichten, zu ändern oder abzubrechen. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 2 Planung der Ausführung des Bauvorhabens(1) Bei der Planung der Ausführung eines Bauvorhabens, insbesondere bei der Einteilung der Arbeiten, die gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt werden, und bei der Bemessung der Ausführungszeiten für diese Arbeiten, sind die allgemeinen Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes zu berücksichtigen.(2) 1Für jede Baustelle, bei der 1.die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und auf der mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder2.der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage überschreitet,ist der zuständigen Behörde spätestens zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle eine Vorankündigung zu übermitteln, die mindestens die Angaben nach Anhang I enthält. 2Die Vorankündigung ist sichtbar auf der Baustelle auszuhängen und bei erheblichen Änderungen anzupassen.(3) 1Ist für eine Baustelle, auf der Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, eine Vorankündigung zu übermitteln, oder werden auf einer Baustelle, auf der Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II ausgeführt, so ist dafür zu sorgen, daß vor Einrichtung der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan erstellt wird. 2Der Plan muß die für die betreffende Baustelle anzuwendenden Arbeitsschutzbestimmungen erkennen lassen und besondere Maßnahmen für die besonders gefährlichen Arbeiten nach Anhang II enthalten. 3Erforderlichenfalls sind bei Erstellung des Planes betriebliche Tätigkeiten auf dem Gelände zu berücksichtigen. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 3 Koordinierung(1) 1Für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, sind ein oder mehrere geeignete Koordinatoren zu bestellen. 2Der Bauherr oder der von ihm nach § 4 beauftragte Dritte kann die Aufgaben des Koordinators selbst wahrnehmen.(1a) Der Bauherr oder der von ihm beauftragte Dritte wird durch die Beauftragung geeigneter Koordinatoren nicht von seiner Verantwortung entbunden.(2) Während der Planung der Ausführung des Bauvorhabens hat der Koordinator 1.die in § 2 Abs. 1 vorgesehenen Maßnahmen zu koordinieren,2.den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan auszuarbeiten oder ausarbeiten zu lassen und3.eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zur Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen.(3) Während der Ausführung des Bauvorhabens hat der Koordinator 1.die Anwendung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes zu koordinieren,2.darauf zu achten, daß die Arbeitgeber und die Unternehmer ohne Beschäftigte ihre Pflichten nach dieser Verordnung erfüllen,3.den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens anzupassen oder anpassen zu lassen,4.die Zusammenarbeit der Arbeitgeber zu organisieren und5.die Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Arbeitsverfahren durch die Arbeitgeber zu koordinieren.Fußnoten§ 3 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 15 V v. 23.12.2004 I 3758 mWv 1.1.2005 zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 4 BeauftragungDie Maßnahmen nach § 2 und § 3 Abs. 1 Satz 1 hat der Bauherr zu treffen, es sei denn, er beauftragt einen Dritten, diese Maßnahmen in eigener Verantwortung zu treffen. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 5 Pflichten der Arbeitgeber(1) Die Arbeitgeber haben bei der Ausführung der Arbeiten die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes insbesondere in bezug auf die 1.Instandhaltung der Arbeitsmittel,2.Vorkehrungen zur Lagerung und Entsorgung der Arbeitsstoffe und Abfälle, insbesondere der Gefahrstoffe,3.Anpassung der Ausführungszeiten für die Arbeiten unter Berücksichtigung der Gegebenheiten auf der Baustelle,4.Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Unternehmern ohne Beschäftigte,5.Wechselwirkungen zwischen den Arbeiten auf der Baustelle und anderen betrieblichen Tätigkeiten auf dem Gelände, auf dem oder in dessen Nähe die erstgenannten Arbeiten ausgeführt werden,zu treffen sowie die Hinweise des Koordinators und den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan zu berücksichtigen.(2) Die Arbeitgeber haben die Beschäftigten in verständlicher Form und Sprache über die sie betreffenden Schutzmaßnahmen zu informieren.(3) Die Verantwortlichkeit der Arbeitgeber für die Erfüllung ihrer Arbeitsschutzpflichten wird durch die Maßnahmen nach den §§ 2 und 3 nicht berührt. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 6 Pflichten sonstiger Personen1Zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten haben auch die auf einer Baustelle tätigen Unternehmer ohne Beschäftigte die bei den Arbeiten anzuwendenden Arbeitsschutzvorschriften einzuhalten. 2Sie haben die Hinweise des Koordinators sowie den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan zu berücksichtigen. 3Die Sätze 1 und 2 gelten auch für Arbeitgeber, die selbst auf der Baustelle tätig sind. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 7 Ordnungswidrigkeiten und Strafvorschriften(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 1 des Arbeitsschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig 1.entgegen § 2 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 4 der zuständigen Behörde eine Vorankündigung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig übermittelt, oder2.entgegen § 2 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 4 nicht dafür sorgt, daß vor Einrichtung der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan erstellt wird.(2) Wer durch eine im Absatz 1 bezeichnete vorsätzliche Handlung Leben oder Gesundheit eines Beschäftigten gefährdet, ist nach § 26 Nr. 2 des Arbeitsschutzgesetzes strafbar. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 8 Inkrafttreten(1) Diese Verordnung tritt am ersten Tage des auf die Verkündung folgenden Kalendermonats in Kraft.(2) Für Bauvorhaben, mit deren Ausführung bereits vor dem 1. Juli 1998 begonnen worden ist, bleiben die bisherigen Vorschriften maßgebend. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht SchlußformelDer Bundesrat hat zugestimmt. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Anhang I Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1998, 1285 1.Ort der Baustelle,2.Name und Anschrift des Bauherrn,3.Art des Bauvorhabens,4.Name und Anschrift des anstelle des Bauherrn verantwortlichen Dritten,5.Name und Anschrift des Koordinators,6.voraussichtlicher Beginn und voraussichtliche Dauer der Arbeiten,7.voraussichtliche Höchstzahl der Beschäftigten auf der Baustelle,8.Zahl der Arbeitgeber und Unternehmer ohne Beschäftigte, die voraussichtlich auf der Baustelle tätig werden,9.Angabe der bereits ausgewählten Arbeitgeber und Unternehmer ohne Beschäftigte. zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Anhang II(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1998, 1285;bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)Besonders gefährliche Arbeiten im Sinne des § 2 Abs. 3 sind: 1.Arbeiten, bei denen die Beschäftigten der Gefahr des Versinkens, des Verschüttetwerdens in Baugruben oder in Gräben mit einer Tiefe von mehr als 5 m oder des Absturzes aus einer Höhe von mehr als 7 m ausgesetzt sind,2.Arbeiten, bei denen Beschäftigte ausgesetzt sind gegenüber a)biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppen 3 oder 4 im Sinne der Biostoffverordnung oderb)Stoffen oder Gemischen im Sinne der Gefahrstoffverordnung, die eingestuft sind als aa)akut toxisch Kategorie 1 oder 2,bb)krebserzeugend, keimzellmutagen oder reproduktionstoxisch jeweils Kategorie 1A oder 1B,cc)entzündbare Flüssigkeit Kategorie 1 oder 2,dd)explosiv oderee)Erzeugnis mit Explosivstoff,3.Arbeiten mit ionisierenden Strahlungen, die die Festlegung von Kontroll- oder Überwachungsbereichen im Sinne der Strahlenschutz- sowie im Sinne der Röntgenverordnung erfordern,4.Arbeiten in einem geringeren Abstand als 5 m von Hochspannungsleitungen,5.Arbeiten, bei denen die unmittelbare Gefahr des Ertrinkens besteht,6.Brunnenbau, unterirdische Erdarbeiten und Tunnelbau,7.Arbeiten mit Tauchgeräten,8.Arbeiten in Druckluft,9.Arbeiten, bei denen Sprengstoff oder Sprengschnüre eingesetzt werden,10.Aufbau oder Abbau von Massivbauelementen mit mehr als 10 t Einzelgewicht.FußnotenAnhang II Nr. 2: IdF d. Art. 3 Abs. 2 V v. 15.11.2016 I 2549 mWv 19.11.2016 zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Redaktionelle HinweiseDiese Norm enthält nichtamtliche Satznummern.

References: Art. 3
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