Source: http://www.erfahrungen-almar-son-alegre-bauprojekt.com/
Timestamp: 2019-08-25 19:52:14+00:00

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Almar Mallorca / Son Alegre 3 / SMALL COAST SL Bauprojekt Erfahrung
Homeadmin2019-07-04T19:49:23+00:00
Unsere Erfahrungen beim Kauf einer Wohnung
des Bauprojektes Son Alegre III In Porto Cristo / Mallorca (Firma heißt nun SMALL COAST SL)
Wir haben am 29.05.2008 einen Kaufvertrag für ein Penthouse des Bauprojektes Son Alegre III Porto Cristo SL mit dem Geschäftsführer, Herrn Peter Wagner, abgeschlossen. In den darauf folgenden Monaten haben wir die vertraglich vereinbarten Raten zur Anzahlung der Wohnung auf das Konto der Firma Son Alegre III Porto Cristo SL überwiesen.
Aufgrund erheblicher Bauverzögerungen haben wir die Wohnung später nicht per Notarvertrag übernommen, sondern mit Herrn Wagner vertraglich vereinbart, dass dieser die Wohnung an einen anderen Interessenten weiter verkauft und er uns im Gegenzug unsere Anzahlung, den Wertzuwachs von 3 Jahren plus bereits erworbene Möblierung erstattet.
Herr Wagner hat die Wohnung zwar recht schnell an einen anderen Interessenten verkauft, sich jedoch nicht an unseren Vertrag gehalten und weder die Anzahlung, noch den Wertzuwachs oder die Möblierung erstattet.
Nachfolgend berichten wir ausführlich über die unglaublichen Geschehnisse. Doch vorab in Kürze: Wir haben seit 2013 einen vollstreckbaren Titel, bisher jedoch nur einen Bruchteil vollstrecken können (Bankguthaben 29.05.14 € 4.622,06 €)
Die Firma befindet sich zum zweiten Mal in der Insolvenz. 2013 wurde das Verfahren ausgesetzt aufgrund einer schweren Krebserkrankung Wagners (wir trafen ihn Zigarillo rauchend im Büro an…) Seit 2018 läuft das aktuelle Insolvenzverfahren. Wagner hat zahlreiche Wohnungen aus dem Bauprojekt verkauft, die Schulden wurden allerdings nicht weniger, sondern mehr.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir aus ermittlungstechnischen Gründen keine aktuellen Informationen zum Fall veröffentlichen. Uns ist jedoch aufgrund der zahlreichen Zuschriften über unser Kontaktformular bewusst, dass reges Interesse an Informationen besteht. Wir danken allen Lesern für ihr Interesse und möchten an dieser Stelle dazu ermutigen, weiterhin Informationen auszutauschen und in Kontakt zu bleiben. Auch wenn es eine bittere Erfahrung für die meißten Betroffenen ist und die Ersparnisse vieler Käufer im Bauprojekt Son Alegre III Porto Cristo SL begraben wurden, es ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und jeder bekommt seine gerechte Strafe. Auf Mallorca dauert alles nur etwas länger.
Einen schönen Sommer 2019 nach Porto Cristo!
Am 29.05.2008 unterzeichneten wir einen Kaufvertrag für eine Penthauswohnung des Bauprojektes „SON ALEGRE III“ in Port Cristo. Während der Gespräche vor Vertragsunterzeichnung sprach der Geschäftsführer, Klaus Peter Wagner, deutscher Staatsbürger, wohnhaft Calle Carabelas 18, Porto Cristo (Manacor), von einer Baufertigstellung ca August 2009. Der Kaufvertrag legte eine Fertigstellung zwischen August und Oktober 2009 fest. Zum Kaufpreis kamen laut Kaufvertrag 7% IVA (MwSt) hinzu, das wurde bei vorangegangenen Gesprächen nicht erwähnt.
Laut Prospekt sollte das Bauprojekt Son Alegre III wie folgt aussehen
Vor Vertragsabschluss fanden diverse Gespräche und Besichtigungen mit Herrn Wagner und dessen Partnerin, Frau Barbara Ballester, statt. Herr Wagner und Frau Ballester gaben sich äußerst freundlich und zuvorkommend und betonten wiederholt, dass sie sich nicht nur sehr engagiert um den Bau kümmern, sondern auch behilflich sein würden bei der Möblierung und bei anfallenden Behördengängen. Wir hatten den Eindruck, mit Herrn Wagner und Frau Ballester einen zuverlässigen und vertrauenswürdigen Bauträger gefunden zu haben.
Rohbau SON ALEGRE III
Blick von SON ALEGRE II auf Porto Cristo
Unsere Tochter, damals 3 Jahre alt, hatte Herrn Wagner und Frau Ballester recht schnell ins Herz geschlossen. Auch wir hatten in Kürze den Eindruck, ein recht freundschaftliches Verhältnis zu den beiden aufgebaut zu haben. Rechts ist die Feierliche Vertragsunterzeichnung im Restaurant „FLORIAN“ in Porto Colom zu sehen.
Zwischen Mai 2008 und Mai 2009 leisteten wir 30% Anzahlung des Kaufpreises und holten Finanzierungsangebote verschiedener Banken ein, schlossen allerdings (glücklicherweise!) keine Darlehensverträge ab, da der Fertigstellungs- und somit Übergabetermin der Wohnung noch unbekannt war. Die uns zugesagten updates zum Baufortschritt fielen sehr spärlich aus. Oft erhielten wir von Herrn Wagner Antworten nur nach mehrfachen Nachfragen. Konkrete Aussagen zur Baufertigstellung gab es jedoch nicht. Nachfolgend Bilder vom Baufortschritt Mai 2009, wenige Monate vor vertraglich zugesagter Fertigstellung:
Beim Besuch der Baustelle
Auch wenn wir schockiert waren vom Baufortschritt und nicht an eine Fertigstellung „August / Oktober“ glauben konnten, bestand weiterhin ein recht freundschaftliches Verhältnis mit Herrn Wagner und Frau Ballester. Wir gingen auch wieder gemeinsam ins „Sa Sal“ essen.
Urlaub auf der Baustelle März 2010
Obwohl Herr Wagner uns zugesichert hatte, dass wir die Wohnung im März 2010 bewohnen können, war das bei unserer Ankunft dann doch nicht möglich. Wir wurden in der Musterwohnung in Son Alegre II untergebracht. Unsere Möbel hatte das Möbelhaus zwischenzeitlich angeliefert.
Frau Ballester teilte uns mit, dass es in unserer Wohnung kurz vor unserer Anreise einen Einbruch gegeben hätte und der von ihnen bereits installierte Fernseher gestohlen worden sei. Einbruchsspuren konnten wir nicht feststellen, ein Polizeibericht, der den Einbruch dokumentiert, wurde uns nicht vorgelegt. Uns wurde mitgeteilt, dass kein neuer Fernseher seitens SON ALEGRE III installiert würde, unserer sei uns ja gestohlen worden.
Urlaub auf der Baustelle Sommer 2010
Auch unsere Terrassenmöbel waren zwischenzeitlich angekommen
7.2.2011 Änderungen zum Vertrag vom 29.05.2008
Email von Peter Wagners Anwalt
Nachdem wir auch die Herbstferien auf der Baustelle verbracht hatten und sich „Phase 2“ des Bauprojekts (bei Vertragsabschluß war weder von Phase 1 noch Phase 2 die Rede) bisher lediglich auf den Rohbau beschränkt hatte, war unsere Geduld Ende 2010 / Anfang 2011 aufgebraucht. Es war nicht erkennbar, wann das Projekt SON ALEGRE III jemals fertig gestellt sein würde, wann der Pool zu nutzen ist, wann der Garten angelegt ist, wann tatsächlich Urlaube dort verbracht werden können, ohne dass man von morgens bis abends von Baulärm belästigt wird, wann man Gym und Sauna nutzen kann. Daher schlossen wir am 07.02.2011 mit Herrn Wagner folgenden Änderungsvertrag:
Wir hatten Herrn Wagner unsere Anreise angekündigt und waren verständlicher Weise schockiert über diese Nachricht. Wir versuchten mit Herrn Wagner die Situation telefonisch zu klären, er war jedoch zu keinerlei Gespräch bereit, sondern verwies uns an seinen Anwalt.
Da wir in den Herbstferien noch der Auffassung waren, wir würden die Wohnung, wie 2008 geplant, per Notarvertrag übernehmen und künftige Ferien in „unserer“ Wohnung auf Mallorca verbringen, hatten wir in den Herbstferien 2010 einige persönliche Sachen wie Sommerbekleidung, Badesachen und diverse Kosmetika in der Wohnung deponiert. Auch unsere Tochter hatte Bücher und Spielsachen dort gelassen, wir hatten ja vor, wieder zu kommen.
Nachdem sich die Situation in der Zwischenzeit grundlegend geändert hatte, planten wir einen letzten Besuch in „unserer“ Wohnung über Ostern 2011 und wollten während dieses Besuchs auch unsere persönlichen Sachen aus der Wohnung abholen. Wir buchten Flüge und beabsichtigten am 20.04.2011 um 18:15 abzufliegen und am 01.05.2011 um 17:55 wieder in Hamburg zu landen.
Am Abend des 19.04.2011 waren unsere Koffer gepackt und wir checkten online ein. Danach prüften wir noch ein letztes Mal unsere Emailaccounts auf neue Posteingänge und fanden folgendes Email:
Wir reichen Klage ein
Nachdem Herr Wagner Kommunikation mit uns verweigerte, sahen wir keine andere Möglichkeit, als einen Anwalt mit der Vertretung unserer Interessen zu beauftragen. Wir erteilten Herrn Dr. Florian Brem aus der Anwaltskanzlei Buse Heberer Fromm in Hamburg das Mandat. Herr Brem schlug vor, zunächst auf das Schreiben des Herrn Castillo zu antworten und auf diesem Weg zu einer außergerichtlichen, also auch schnellen Einigung zu gelangen. Sollte er mit seinen Bemühungen nicht weiter kommen, so könne Buse Heberer Fromm uns auch auf Mallorca vertreten, wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommen muss.
Leider waren die Bemühungen Herrn Brems erfolglos. Herr Sebastian Manger, Rechtsanwalt und Abogado der Kanzlei Buse Heberer Fromm in Palma de Mallorca übernahm sodann unseren Fall und reichte vor dem Gericht in Manacor Klage ein.
Wir baten Herrn Wagner wiederholte Male, uns unsere persönlichen Sachen, welche sich noch in der Wohnung befanden, bevor er diese hatte „zwangsräumen“ lassen, an unsere Hamburger Adresse zu schicken. Leider reagierte Herr Wagner auf kein Email und keine Anrufe, sodass uns keine andere Möglichkeit blieb, als selbst nach Mallorca zu fliegen und zumindest das Nötigste wieder abzuholen.
Ein Teil unserer Möbel, unser Hausrat, unsere persönlichen Sachen waren wie Unrat abgestellt zwischen Bauschutt in einem nicht fertig gestellten Ladenlokal im EG Torre 1. Es waren jedoch nicht alle Möbel, die wir angeschafft hatten. Wir haben keine Information, was aus den anderen Möbeln, den Gardinen, diversem Hausrat, Pflanzen und Blumentöpfen sowie diverser Bekleidung geworden ist, welche wir nicht vorgefunden haben.
Während des Besuchs auf Mallorca trafen wir auch Herrn Wagner vor Ort an. Er war offensichtlich ziemlich beschämt durch die ganze Situation und sagte, er sei von seinem Anwalt falsch beraten worden, ihm würde die Situation sehr leid tun. Er bemerkte nebenbei, man würde sich schon irgendwie einigen. Wir teilten Herrn Wagner mit, dass er dann doch bitte einen Vorschlag machen solle, denn wir wären auch mit unserem Anwalt zu Gesprächen am gleichen Tag verabredet. Ein Angebot zur außergerichtlichen Einigung kam nicht, auch nicht auf wiederholte Nachfrage unsererseits nach unserer Rückkehr von Mallorca.
Am 15.06.2012 sollte die Vorverhandlung vor dem Gericht in Manacor stattfinden, im Rahmen welcher die Beweisanträge gestellt werden sollten und während welcher das Gericht mit den Parteien die Möglichkeit eines Vergleichs erörtert. Obwohl Herr Wagner bereits während unseres vorangegangenen Besuchs auf Mallorca zugestanden hatte, von seinem Anwalt falsch beraten worden zu sein und einen Einigungsvorschlag angekündigt hatte, wurde auch dieser Termin nicht für eine gütliche Einigung genutzt.
Weiterhin sollte bei dieser Anhörung auch der Termin für die Hauptverhandlung festgelegt werden. Unsere Anwesenheit bei dieser Anhörung war nicht gefordert. Der Termin wurde aufgrund einer Erkrankung des Richters auf den 19.06.2012 verlegt. Unsere Klage wurde zugelassen. Als Termin für die Hauptverhandlung wurde der 15.10.2012 11:15 festgesetzt. Wir hegten Hoffnung, dass dieser Prozess Ende 2012 beendet sein würde und wir in den Genuss der Rückzahlung unserer Gelder gelangen würden.
Am 09.10.2012 informierte uns unser Anwalt, Herr Sebastian Manger, dass ihm ein Schriftsatz der Gegenseite zugestellt wurde, mit dem die Anwältin, unter Beibringung eines ärztlichen Attests, die Verlegung der mündlichen Verhandlung beantragt. Das Gericht müsse nun entscheiden, wobei davon auszugehen sei, dass dem Antrag stattgeben wird. Dem Antrag wurde statt gegeben. Als neuer Termin wurde der 05.03.2013 10:00 festgesetzt. Somit hatten sich unsere Hoffnung auf ein Prozessende noch im Jahr 2012 nicht erfüllt.
Auch der zweite Verhandlungstermin wurde seitens der Beklagten abgesagt, da die Anwältin erneut ein Attest vorlegte. Das Gericht legte als dritten Verhandlungstermin den 10.06.2013 fest. Dieser Termin wäre dann auch der entgültige, weitere Verzögerungen aufgrund von Attesten seien nicht möglich. Eine Verhandlung würde stattfinden, notfalls auch ohne Vertretung der Gegenseite. Die entgültige Verhandlung fand somit erst ein Jahr später statt und wurde verzögert durch Atteste der Gegenseite.
Am 06.06.2013 erhielt unser Anwalt, Herr Sebastian Manger, einen Anruf vom Anwalt der Gegenseite. Man würde sich nun doch (4 Tage vor dem gerichtlichen Verhandlungstermin) außergerichtlich einigen wollen, allerdings wolle man nicht die gesamten Ansprüche in einer Summe auszahlen, sondern in Raten von jeweils €3.000,- bei gleichzeitigen Verzicht unsererseits auf Erstattung von Prozesszinsen, welche uns seit Einreichen der Klage in Höhe von 4% zustehen. Wir boten daraufhin im Gegenzug an, auf eine Verhandlung vor Gericht zu verzichten, sofern Herr Wagner unsere Anzahlung der Wohnung, 30% des Kaufpreises, welche zu keinem Zeitpunkt bestritten wurde, sofort zurück zahlt, Wertzuwachs, Möblierung, Prozesskosten und Zinsen sodann per Ratenzahlung @€3.000,- monatlich. Dieses Angebot lehnte Herr Wagner ab, sodass am 10.06.2013 der Verhandlungstermin statt fand.
Am 26.06.2013 übermittelte uns unser Anwalt, Herr Sebastian Manger, das Urteil. Sämtliche durch uns mittels Klage geltend gemachten Ansprüche wurden durch das Gericht bestätigt. Die Beklagten wurden verurteilt
a) die von uns gezahlte Anzahlung in Höhe von €98.707,50 zurückzuzahlen
b) den Betrag in Höhe von €22.500,- für das Mobiliar zu entrichten
c) 55% der Differenz zwischen Verkaufspreis (€445.00,-) und Basispreis
(€335.000,-) sprich €55.000,- zu entrichten.
Die Beklagten wurden somit zur Zahlung eines Gesamtbetrags in Höhe von €176.207,50 zuzüglich der gesetzlichen Zinsen verurteilt.
Den Beklagten verblieben 10 Werktage, um gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Am 02.07.2013 erhielten wir die Honorarrechnung der Kanzlei Buse Heberer Fromm über € 7.480,06. Der Schaden belief sich bei Urteilsverkündung auf:
Kosten Stand 20.06.2011: € 10.498,60
Honorar Buse Heberer Fromm: € 7.480,06
Kosten Stand 02.07.2013: € 17.978,66
Nach der Urteilsverkündung kontaktierten wir Herrn Wagner telefonisch und versuchten zu einer Einigung in Bezug auf die Auszahlung unserer Forderung zu gelangen, leider nicht erfolgreich. Auch wenn Herr Wagner zumindest Telefonanrufe entgegen nahm und auch Emails beantwortete, gelang es uns nicht, Herrn Wagner zu einer Zahlung zu bewegen. Wir wollten zumindest unsere Anzahlung, welche zu keinem Zeitpunkt strittig war und für welche sein Anwalt eine Zahlung „Anfang 2012“ angekündigt hatte, noch innerhalb 2013 zurück erhalten. Über den verbleibenden Betrag würden wir eine Ratenzahlung akzeptieren.
Nachdem Herr Wagner angedeutet hatte, dass es um die Zahlungsfähigkeit der Firma SON ALEGRE III schlecht bestellt sei und aufgrund seines Hinweises „Fragt doch mal euren Alejandro (Anmerkung: Alejandro Guillen ist Kollege Herrn Mangers in der Kanzlei Buse Heberer Fromm und von Beginn an in die Korrespondenz und das Verfahren eingebunden), der weiß mehr…“ baten wir Herrn Manger Auskunft über einen Hinweis auf ein Insolvenzverfahren einzuholen. Am 26.08.2013 teilte uns Herr Manger mit, dass entsprechend einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Balearen vom 18.07.2013 zwei Gläubiger, nämlich die Gesellschaften RCO 21 SL und Calvia Balear de Fachadas SL Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die Gesellschaft SON ALEGRE III PORTO CRISTO SL gestellt haben.
Nach weiteren ergebnislosen Telefonaten und Emails, erreichte uns dann am am 26.09.2013 folgendes Email von Herrn Wagner:
Am 26.09.2013 um 16:30 schrieb Peter Wagner <sonalegre@gmail.com>:
ich stecke bestimmt nicht den Kopf in den Sand…..Ich war gestern Abend noch lange in der Klinik in Palma. Der Befund ist nicht so lustig und vielleicht denkst Du wieder mal ein neuer Trick. Sorry aber mit einem Blasenkarzinom spaßt man nicht. Ich kann Dir gerne den Befund von gestern senden. Ich bitte Dich weitere Gespräche derzeit über Manger an Pedro Munar zu führen, da ich derzeit meine Prioritäten darauf setze.
sonalegre@gmail.com
Wir waren sehr betroffen. Auch wenn sich Herr Wagner uns gegenüber äußerst unfair verhalten und unser Vertrauen und unsere Freundschaft missbraucht hatte, hat uns diese Nachricht doch sehr getroffen und wir empfanden Mitleid. Selbstverständlich haben wir NICHT um den Befund gebeten.
Am nächsten Tag informierten wir Herrn Manger über die Neuigkeiten. Herr Manger sagte, auch Herr Munar, der Anwalt Wagners, hätte ihn schon informiert. Allerdings sprach Herr Munar von Bauspeicheldrüsenkrebs.
Herrn Wagner baten wir um Information, wer denn nun die Geschäfte bei Son Alegre weiter führen würde, erhielten jedoch keine Antwort mehr. Auch unser Anwalt versuchte, den Kontakt mit Wagners Anwalt aufrecht zu erhalten, leider ohne Erfolg. Plötzlich war keiner mehr für uns zu sprechen.
Aufgrund der neuesten Entwicklung entschlossen wir uns kurzfristig zu einer Reise nach Malloca, um vor Ort die Geschehnisse beurteilen zu können und um die weitere Vorgehensweise mit unserem Anwalt zu besprechen.
Erneute Reise nach Mallorca
Mallorca 9.-16.10.2013
Am Mittwoch, 09.10.2013 landeten wir um 14:10 in Palma de Mallorca und fuhren direkt vom Flughafen nach Porto Cristo. Wir hatten unseren Besuch bei Herrn Wagner nicht angekündigt.
Bei unserer Ankunft in den Büroräumen von SON ALEGRE trafen wir Herrn Wagner Zigarillo rauchend hinter seinem Schreibtisch sitzend an. Er war sichtlich erstaunt über unseren unangekündigten Besuch und auch darüber, wie groß unsere Tochter zwischenzeitlich geworden ist… Immerhin waren es auch nur noch einige Tage bis zu ihrem 8. Geburtstag! Zur Erinnerung: den Kaufvertrag für die Wohnung hatten wir 2008 unterschrieben, damals war unsere Tochter 3 Jahre alt! Es waren bereits 5 Jahre vergangen.
Wir baten um ein klärendes Gespräch, zu welchem er sich sofort bereit erklärte und sich mit uns an den Tisch setzte. Wir besprachen die Möglichkeit der Übertragung einer noch freien Wohnung aus dem Bauprojekt an uns, sodass wir durch den Erlös bei einem Verkauf zu unseren Ansprüchen kämen. Eine Aufstellung der noch freien Wohnungen und die jeweiligen Hypothekenbelastungen legte er vor. Für ein detailiertes Gespräch schlug er ein Treffen mit seinem Anwalt, Herrn Munar, in der Kanzlei unseres Anwalts in Palma de Mallorca für den kommenden Montag, 14.10.2013 16:00 vor. Am Dienstag, so sagte er, müsse er nach Deutschland fliegen um sich einer Krebsbehandlung zu unterziehen.
Wir verabredeten mit unserem Anwalt, Herrn Manger, einen Termin um 15:00, damit wir vor dem Erscheinen Wagners und dessen Anwalts noch einmal die Details durchsprechen können. Ab 16:00 warteten wir auf das Eintreffen Wagners und Munars. Vergeblich. Ab 16:30 versuchten wir, die Herren telefonisch zu erreichen, vergeblich. Um 17:00 entschieden wir, das weiteres Warten vergeblich ist und der Termin ohne Absage der Gegenseite geplatzt ist. Gerade als wir das Büro unseres Anwalts verlassen wollten, traf Herr Munar ein. Er entschuldigte sich, er sei auf einer Beerdigung gewesen. Das Fehlen Wagners entschuldigte er damit, dass Herr Wagner bereits am Freitag nach Deutschland geflogen sei. Er hätte auch bereits mit der Schwester von Frau Ballester, Antonia, telefoniert, welche ihm mitgeteilt hätte, dass der Gesundheitszustand äußerst bedrohlich sei. Man würde gar nicht mehr operieren, der Fortschritt des Krebses sei bereits sehr weit fortgeschritten.
Wir besprachen mit Herrn Munar die Möglichkeit der Übernahme einer Wohnung des Bauprojektes SON ALEGRE III und er bot drei Wohnungen an, bei welchen wir die Hypothekenbelastung übernehmen und nach Verkauf ablösen müssten. Bei den anderen Wohnungen hatten bereits Handwerker Zwangshypotheken eintragen lassen, da dort offensichtlich auch noch unbezahlte Rechnungen zu begleichen waren. Ob die Erlöse zur Deckung unserer Forderung ausreichen würden, war zu bezweifeln. Er schlug vor, dass wir uns die betreffenden Wohnungen ansehen und dann entscheiden. Wir verabredeten einen Besichtigungstermin mit Frau Ballesters Schwester Antonia für den kommenden Tag, Dienstag 15.10.2013.
Am 15.10.2013 besichtigten wir die betreffenden Wohnungen. Es waren natürlich die am schwersten zu verkaufenden Wohnungen aufgrund der weniger attraktiven Lage im Bauprojekt. Zur Fertigstellung der Wohnungen sei zu bemerken, dass die laut Exposé dazu gehörenden Einbauküchen nicht vorhanden waren, ebenso fehlte auch, wie einstmals in „unserer“ Wohnung, der im Exposé angekündigte Fernseher. Sanitäreinrichtungen waren vorbereitet, aber nicht installiert. Wer für die fehlende Ausstattung sorgen sollte, war uns schleierhaft.
Nach der Besichtigung der Wohnungen teilten wir unserem Anwalt mit, dass wir den Vorschlag annehmen würden, auch wenn unklar ist, wieviel am Ende für uns übrig bleibt und trotz des Stresses, den ein solcher Weiterverkauf mit sich bringt. Im Prinzip hätten wir dann ja auch 2011 „unsere“ Wohnung per Notarvertrag übernehmen können und hätten diese zwischenzeitlich, sehr wahrscheinlich ohne Verluste weiterverkauft und das ganze, ohne 2 Jahre prozessieren zu müssen und ohne die damit verbundenen Kosten.
Fazit der Reise: außer Kosten hat die Reise nichts gebracht.
Nach unserer Rückkehr von Mallorca versuchte unser Anwalt, Herr Manger, vergebens mit Herrn Munar zu einer Einigung in Bezug auf eine Übernahme einer Wohnung zu gelangen. Herr Munar beantwortete keine Emails und Telefonate führten ins Leere.
Am 26.10.2013 teilte uns Herr Manger mit, dass die für den 28.10.2013 anberaumte mündliche Verhandlung über den Insolvenzantrag der Gläubiger aufgrund der Erkrankung Wagners verschoben wurde. Ein neuer Termin wurde nicht bekannt gegeben.
Wir erörterten sodann mit Herrn Manger die rechtlichen Möglichkeiten, die sich uns noch boten:
a) Zwangsvollstreckung mittels Eintragung von Zwangshypotheken in die Grundbücher der Gesellschaft
b) Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens durch uns
Folgende Problematik ergab sich:
Die Zwangsvollstreckung würde im Falle eines Insolvenzverfahrens eingestellt und unsere Forderung würde nach dem Insolvenzrecht abgewickelt. In diesem Falle würde unsere Forderung nachrangig nach den Banken und den bereits eingetragenen Zwangshypotheken behandelt, d.h. es bestand die Möglichkeit, dass nach Abfindung der Banken und anderer Gläubiger kein Vermögen mehr vorhanden ist, welches uns zugesprochen werden könnte.
Ein von uns initiiertes Insolvenzverfahren würde sehr wahrscheinlich auch mittels Attest paralysiert werden und keinen Erfolg bringen.
Herr Manger veranschlagte für beide Verfahren folgende Kosten:
Honorar für die Stellung eines Insolvenzverfahrens und Vertretung der rechtlichen Interessen in dem Insolvenzverfahren: € 12.005,- zuzüglich 21% MwSt
Honorar für die Weiterbetreibung des Vollstreckungsverfahrens: € 9.604,- zuzüglich 21% MwSt
a) Eintragung Zwangshypothek: € 1.100,-
b) Kosten Prozessbevollmächtigter Vollstreckung: € 1.150,-
c) Kosten Prozessbevollmächtigter Insolvenzverfahren: € 1.600,-
Gebühren Insolvenzverfahren: € 881,-
Gesamtkosten für beide Verfahren: € 30.886,89
Aufgrund der enormen Kosten und der äußerst geringen Aussicht auf Erfolg verblieben wir mit Herrn Manger, dass wir zunächst abwarten, wie denn in Bezug auf das Insolvenzverfahren entschieden wird.
Strafanzeige gegen Peter Wagner
Da sich uns aufgrund des ausgesetzten Insolvenzverfahrens keine Möglichkeiten der Zwangsvollstreckung erschlossen, entschlossen wir uns im Dezember 2013 Strafanzeige wegen Betrugs und Unterschlagung gegen Herrn Wagner und Frau Ballester zu erstatten. Wenn wir schon keine Möglichkeit haben, unser Geld zurück zu erhalten, obwohl uns Recht gesprochen wurde, so sollten die beiden strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Wir hatten diesen Schritt im Vorfeld sowohl mit einem befreundeten Hamburger Anwalt als auch mit Herrn Manger besprochen.
Herr Wagner hatte über seinen Anwalt am 19.04.2011 angekündigt, wir würden unsere Anzahlung „Anfang 2012“ zurück erhalten. Die Anzahlung war zu keinem Zeitpunkt strittig. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum diese Gelder nicht erstattet und offensichtlich auch keine Rücklagen für eine spätere Erstattung gebildet wurden. Herr Wagner hat vom Käufer „unserer“ Wohnung die Zahlung des Kaufpreises erhalten. Was ist mit den Geldern passiert? Sind die Überschüsse aus dem Verkaufserlös „unserer“ Wohnung in die Geschäftskonten von Son Alegre III eingeflossen und dann im Zuge der Zahlungsunfähigkeit verschwunden oder hat Herr Wagner unsere Anzahlung und die Erlöse aus der Verkaufsdifferenz zwischen dem tatsächlichen Verkaufspreis und dem mit uns vereinbarten Verkaufspreis auf andere Konten transferiert? Was ist aus unseren Möbeln und unserem Hausrat geworden? Wurde dieser verkauft und wo sind die Erlöse abgeblieben oder hat man neuwertiges Inventar auf dem Müll entsorgt?
Wir wissen es nicht und sind davon ausgegangen, dass Ermittlungen Licht ins Dunkle bringen.
Wie wir von einigen Lesern unserer Homepage erfuhren, verschweigt Herr Wagner gegenüber potentiellen Käufern Fakten bzw. stellt diese falsch dar. Daher möchten wir über den aktuellen Stand der Vollstreckung unserer Forderung berichten.
Nachdem sich uns 2013 aufgrund des paralysierten Insolvenzverfahrens (Wagners schwere Krebserkrankung) keine Möglichkeit der Zwangsvollstreckung bot und wir keine Alternativen sahen und sehr verzweifelt waren, stießen wir im Internet auf die Inkassofirma „Dept Enforcement Agency S.A.“ kurz DEASA. Bei einem persönlichen Gespräch in Hamburg Ostern 2014 erläuterte uns die DEASA, wie sie in solchen Fällen vorgehen, dass sie hinreichend Erfahrungen mit derartigen „Profischuldnern“ haben und sehr gute Chancen sähen, einen Großteil unserer Forderung zurück holen zu können. Für ihre Dienste forderte DEASA eine Anzahlung in Höhe von 10% der Gesamtforderung gegenüber dem Schuldner. Nach erfolgreichem Inkasso würden sie 35% der vollstreckten Summe als Honorar berechnen, die Anzahlung käme hierbei zum Abzug. Laut Urteil hatten wir eine vollstreckbare Forderung in Höhe von €176.207,50. Hinzu kamen Zinsen und Prozesskosten. Somit forderte DEASA eine Anzahlung in Höhe von €21.000,- Wie gesagt, wir waren sehr verzweifelt und sahen keine Alternative. Mit dem heutigen Wissen, hätten wir diesen Schritt nicht unternommen, denn die DEASA hat den Fall nicht zu einem Ende gebracht, sondern zusätzlich kompliziert.
Nachdem wir die DEASA beauftragt hatten, kontaktierte die DEASA Herrn Wagner als Kaufinteressent und man traf sich später auf Mallorca zu einem Besichtigungstermin und Kaufgespräch. Während dieses Gesprächs wollte die DEASA Herrn Wagner mit unserer Forderung konfrontieren und sich als Inkassounternehmen „outen“. Diese Strategie wurde dann aber während eines gemeinsamen Essens mit Herrn Wagner revidiert. Man entschloss sich, weiter den Kaufinteressenten zu spielen. Die DEASA sprach Wagner zwar auf unsere Forderung an „…man hätte gehört, es gäbe da eine Familie, die noch Geld zu bekommen hätte…“, Wagner teilte der DEASA aber mit, es gäbe keine solche Forderung, die betreffende Familie (also wir) hätte den Rechtsstreit verloren.
Auf der anderen Seite verfolgten wir, dass Herr Wagner eifrig Wohnungen vom Projekt Son Alegre III verkaufte. Das sahen wir mit großer Besorgnis und waren verwundert, dass das bei seiner schweren Krebserkrankung und dem paralysierten Insolvenzverfahren überhaupt möglich ist. Selbstverständlich sprachen wir die DEASA darauf an. DEASA erklärte jedoch, Son Alegre III sei tot, da tut sich gar nichts, Verkäufe finden nicht statt. Sie wollten sich auf Wagners neue Projekte konzentrieren und Wagner zu einer selbstschuldnerischen Bürgschaft bewegen. Wir sahen in dieser Strategie keinen Erfolg und teilten DEASA das auch mit. Die Tatsache, dass DEASA Verkäufe bei Son Alegre III verneinte, die mangelnde Berichterstattung und der unmögliche Ton, den die DEASA zwischenzeitlich uns gegenüber anschlug, ließ bei uns Zweifel aufkommen, wessen Interessen die DEASA eigentlich vertritt.
Wir sprachen die DEASA unverblümt darauf an, erhielten aber keine Antwort. Stattdessen teilte man uns mit, man würde nun überhaupt nicht mehr mit uns kommunizieren, sie würden sich bei uns erst wieder melden, wenn eine Einigung mit dem Schuldner erzielt wurde.
Eine solche Vorgehensweise war nicht vertragskonform. DEASA war nicht nur verpflichtet, uns über den Fortgang der Gespräche mit dem Schuldner unterrichtet zu halten, viel mehr waren sie auch überhaupt nicht berechtigt, Vereinbarungen mit dem Schuldner ohne unsere Einwilligung zu treffen. Wir forderten die DEASA in zahlreichen Nachrichten auf, uns umgehend einen Bericht zum Stand der Verhandlungen zu übermitteln und sich an die vertraglichen Vereinbarungen zu halten, anderenfalls würden wir die Zahlungen an DEASA sofort einstellen und den Inkassovertrag fristlos kündigen.
Nachdem die DEASA sich uneinsichtig zeigte und wir Rat bei unserem Hamburger Anwalt eingeholt hatten, stellten wir die vereinbarte Ratenzahlung für die Kaution ein. Zum Zeitpunkt der Kündigung waren €18.000,- von €21.000,- Kaution gezahlt und unsere Ersparnisse nahezu aufgebraucht.
18.000,- Euro ärmer aber um eine Erfahrung reicher beauftragten wir sodann wieder unsere Kanzlei mit der Eintragung von Zwangshypotheken in die Grundbücher von Son Alegre III. Zwischenzeitlich hatte unser Anwalt, Herr Manger, die Kanzlei verlassen und Alejandro Guillen betreute unseren Fall. Er schlug vor, bei Gericht einen Antrag zu stellen, Herrn Wagner als Geschäftsführer der Firma Son Alegre III abzulösen und einen Verwalter durch das Gericht bestimmen zu lassen. Sollte unserem Antrag nicht stattgegeben werden, könne man noch immer Zwangshypotheken in die Grundbücher eintragen lassen, dies sei aber mit weitaus höheren Kosten verbunden. Wir stimmten Alejandro zu und dieser stellte am 21.04.2015 bei Gericht den besagten Antrag.
Am 29.5.2015 wurde durch das Gericht in Manacor eine Verfügung erlassen, die Firma Son Alegre III in Höhe eines Gesamtbetrags von €224.418,05 zu pfänden. Obwohl binnen 5 Tagen Widerspruch eingelegt werden konnte, verzichtete Herr Wagner auf Rechtsmittel.
Verfügung zur Pfändung
D./Dña. ALFONSO MARCOS LUCERO.
En MANACOR, a veintinueve de Mayo de dos mil quince.
Único.– Por la representación procesal de la parte ejecutante, se ha interesado la mejora de embargo sobre bienes propiedad del ejecutado SON ALEGRE III PORTO CRISTO,S.L., alegando la insuficiencia de los bienes embargados con anterioridad.
Primero.- El artículo 612.1 de la L.E.C. establece que cuando un cambio de las circunstancias permita dudar de la suficiencia de bienes embargados en relación con la exacción de la responsabilidad del ejecutado, el ejecutante podrá solicitar la mejora de embargo.
Segundo.- En el presente caso, una vez examinadas las actuaciones, se aprecia la insuficiencia alegada por el ejecutante, por lo que es procedente decretar la ampliación de los embargos sobre los bienes de la parte ejecutada.
1.- Declarar embargados, por vía de mejora de embargo, de la empresa SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. con CIF B57460859 hasta cubrir la cantidades reclamadas, esto es: 171.553,40 euros de principal, más la cantidad de 52.864,65 euros presupuestados provisionalmente para intereses y costas.
2.- Librar los correspondientes oficios y/o mandamientos para su efectividad.
Para la admisión del recurso se deberá acreditar haber constituido un depósito de 25 euros en la cuenta de depósitos y consignaciones de este órgano judicial, con el nº 0439 0000 05 1223 13 de la entidad SANTANDER salvo que el ejecutado sera beneficiaria de Justicia Gratuita, el Ministerio Fiscal, el Estado, Comunidad Autónoma, entidad local u organismo autónomo dependiente.
Verfügung zur Pfändung Übersetzung
In MANACOR, den 29. Mai 2015
Einziger Punkt. Seitens der Vertretung des Betreibers des Vollstreckungsverfahrens wurde die Erweiterung der Pfändung am Eigentum der Schuldnerin, SON ALEGRE III PORTO CRISTO, S.L., beantragt unter Berufung darauf, dass die zuvor gepfändeten Gegenstände unzureichend seien.
Erstens.- Artikel 612.1 der Zivilprozessordnung legt fest, dass wenn die Änderung der Umstände die Vermutung zulassen, dass die gepfändeten Gegenstände im Zusammenhang mit dem Haftungsanspruch gegenüber dem Schuldner unzureichend sind, der Betreiber des Vollstreckungsverfahrens eine Erweiterung beantragen kann.
Zweitens.- In dem vorliegenden Fall und nach Prüfung der Verfahrenshandlungen wird die vom Betreiber vorgetragene Unzulänglichkeit festgestellt, weshalb die Erweiterung der Pfändung zu verfügen ist.
1.- Im Rahmen einer Erweiterung der Pfändung wird erklärt, dass die Pfändung des Unternehmens SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. mit CIF B57460859 bis in Höhe der geltend gemachten Beträge erweitert wird, d.h. einer Hauptforderung von EUR 171.553,40 zzgl. eines Betrages von EUR 52.864,65, die provisorisch für Zinsen und Gerichtskosten veranschlagt werden.
2.- Es sind die entsprechenden Amtsschreiben und/oder Anordnungen zu veranlassen, um diese Verfügung umzusetzen.
RECHTSMITTELBELEHRUNG. Gegen diese Entscheidung kann binnen einer Frist von fünf Tagen Rechtsmittel eingelegt werden. […]
Am 17.07.2015 wurden beide Parteien vor Gericht geladen zwecks Festlegung der Zwangsverwaltung. Während dieses Termins legte Herr Wagner dem Gericht die Abtretungserklärung vor, welche wir der DEASA unterschrieben hatten. Dieses Schriftstück besagt, dass DEASA Inhaber unserer Forderung ist. Zu diesem Schriftstück gibt es jedoch, neben dem Inkassovertrag, eine „Interne Vereinbarung“, welche bestätigt, dass die Abtretungserklärung nur proforma gegeben wird, um gegenüber dem Schuldner als Forderungsinhaber auftreten zu können. Beide Parteien, d.h. DEASA und wir, bestätigen mit der Internen Vereinbarung, dass sich die Forderung nach wie vor in unseren Händen befindet. Dieses Schriftstück legte Wagner dem Gericht nicht vor, obwohl es ihm bekannt war. Wir hatten es ihm bei einem erneuten persönlichen Besuch im Februar 2015 selbst ausgehändigt. Weiterhin erklärte Wagner dem Gericht, man sei gerade dabei, mit der Inkassofirma eine Vereinbarung zur Rückzahlung unserer Ansprüche zu treffen. Zusätzlich legte er dem Gericht eine Strafanzeige vor, welche er gegen uns erstattet hatte. Wir würden betrügerisch versuchen, von ihm Zahlungen zu fordern. Das Gericht konnte aufgrund Wagners Aussagen an diesem Tag keine Entscheidung treffen, sondern ordnete eine erneute Anhörung an, welche allerdings aufgrund der darauf folgenden Sommerpause auf Mallorca erst am 16.11.2015 stattfand.
Am 13.01.2016 erhielten wir über Alejandro den Beschluss des Gerichts, welcher festlegt, Herrn Wagner als Geschäftsführer der Firma Son Alegre III abzulösen. Ein durch das Gericht bestimmter Verwalter wird laut diesem Beschluss die Geschäftsführung von Son Alegre III übernehmen. Begründet wurde der Beschluss damit, dass zwischen dem Schuldner und dem Gläubiger keine Einigung erzielt werden konnte. Das von Herrn Wagner initiierte Ermittlungsverfahren gegen uns war zwischenzeitlich auch bereits eingestellt.
JUZGADO DE PRIMERA INSTANCIA Nº 2 DE MANACOR
PROCEDIMIENTO: EJECUCIÓN TÍTULO JUDICIAL 1223/2013
En Manacor, a 13 de enero de 2016.
PRIMERO.- Por Decreto de 29 de mayo de 2015 se declaró embargada, por vía de mejora de embargo, la empresa SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L., resolución que devino firme.
SEGUNDO.- Que por Diligencia de Ordenación de 29 de mayo de 2015 se citó a las partes y, en su caso, a los administradores de las sociedades a la comparecencia prevista en el Art. 631 LEC, convocando a las partes para el día 17 de julio de 2015. Que en virtud de comparecencia en la citada fecha para constitución de administración judicial, la representación procesal de la parte ejecutante, actuando en nombre de D. Stefan Harry Schoof, y la representación procesal de la parte ejecutada, interesaron la suspensión de la comparecencia y del curso de los presentes autos por un mes por encontrarse en vías de llegar a un acuerdo amistoso. Que por Decreto de 17 de julio de 2015 se acordó la suspensión interesada por las partes.
TERCERO.- Que por escrito de la representación procesal de la parte ejecutante de fecha 8 de octubre de 2015 se interesó que se fijase nuevo día para la comparecencia del Art. 631 LEC, al no haber alcanzado las partes un acuerdo, acordándose al efecto el 16 de noviembre de 2015 por Diligencia de Ordenación de 29 de octubre de 2015. Que constituidas las partes en legal forma y fecha para la celebración de la comparecencia de constitución de Administración Judicial, la parte ejecutante manifestó que se designase como administrador judicial e interventor del listado de administradores judiciales e interventores que obren en el Juzgado con suspensión de las facultades del Administrador actual de la entidad ejecutada (Son Alegre III) Sr. Peter Wagner. Por la parte ejecutada se opuso a la designación del Administrador Judicial propuesto por la adversa, puesto que entiende que existe prejudicialidad penal y subsidiariamente civil, aportando en el acto copia de la denuncia interpuesta por Son Alegre III- Porto Cristo contra D. Stefan Harry Fritz Schoof y Dª Christiane Beate Schoof, así como recurso de Apelación en las DPA 1782/2015 del Juzgado de Instrucción nº 3 de Manacor.
CUARTO.- Que de conformidad con lo dispuesto en el Art. 631 LEC, no interesándose por las partes práctica de prueba, quedaron las actuaciones directamente pendientes del dictado de la presente resolución. .
PRIMERO.- El Art. 631 LEC dispone que “1. Para constituir la administración judicial, se citará de comparecencia ante el Secretario judicial encargado de la ejecución a las partes y, en su caso, a los administradores de las sociedades, cuando éstas no sean la parte ejecutada, así como a los socios o partícipes cuyas acciones o participaciones no se hayan embargado, a fin de que lleguen a un acuerdo o efectúen las alegaciones y prueba oportunas sobre el nombramiento de administrador, persona que deba desempeñar tal cargo, exigencia o no de caución, forma de actuación, mantenimiento o no de la administración preexistente, rendición de cuentas y retribución procedente.
3. El nombramiento de administrador judicial será inscrito, cuando proceda, en el Registro Mercantil. También se anotará la administración judicial en el Registro de la Propiedad cuando afectare a bienes inmuebles.”
SEGUNDO.- La parte ejecutada, sin impugnar en su día el Decreto de 29 de mayo de 2015 por el que se declaró el embargo de la empresa SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L., resolución que es firme, se opone en el acto de comparecencia para la constitución de administrador judicial a la designación del mismo por entender que existe prejudicialidad penal y subsidiariamente civil, aportando a las actuaciones copia de la denuncia interpuesta por la ejecutada contra los ejecutantes en fecha 9 de julio de 2015, que dio lugar a las Diligencias de Procedimiento Abreviado 1782/2015, seguidas ante el Juzgado de Instrucción nº 3 de Manacor, por un presunto delito de estafa.
La pretensión de la parte ejecutada debe necesariamente ser desestimada. De la documental aportada a las actuaciones cabe concluir que las Diligencias Previas de Procedimiento Abreviado nº 1782/2015 del Juzgado de Instrucción nº 3 de Manacor se encuentran sobreseídas provisionalmente y archivadas por no entender debidamente justificada la perpetración del delito denunciado, si bien pendientes de la resolución del recurso de apelación interpuesto contra el Auto de 5 de noviembre de 2015 de dicho órgano judicial en que así se acuerda. Por tanto, de conformidad con lo dispuesto en el Art. 40 LEC, en relación con los Arts. 10.2 LOPJ y 114 LECrim., no procede estimar la concurrencia de prejudicialidad penal susceptible de producir la inmediata suspensión del presente procedimiento de ejecución de título judicial.
Tampoco concurren en el presente caso las circunstancias del Art. 43 LEC respecto de la prejudicialidad civil, habida cuenta que no existe otro proceso pendiente ante este u otro tribunal civil en el que se ventilen cuestiones que sea preciso resolver con carácter previo al objeto de la presente ejecución de título judicial, por lo que la alegación de prejudicialidad civil tampoco puede ser admitida.
Por tanto, no estimándose los motivos de oposición al nombramiento de administrador judicial esgrimidos por la parte ejecutada en el acto de comparecencia prevista en el Art. 631 LEC celebrada el 16 de noviembre de 2015, procede acordar de conformidad con lo interesado por la parte ejecutante y, en su virtud, designar como administrador judicial e interventor a quien le corresponda por turno del listado de administradores judiciales e interventores que obran en el Juzgado con suspensión de facultades del actual administrador de la entidad ejecutada (SON ALEGRE III), Sr. Peter Wagner.
SE ACUERDA EL NOMBRAMIENTO DE ADMINISTRADOR JUDICIAL E INTERVENTOR DE LA ENTIDAD “SON ALEGRE III- PORTO CRISTO S.L.”, en la persona que por turno corresponda del listado de administradores judiciales e interventores que obra en este Juzgado, con suspensión de facultades del administrador actual, D. PETER WAGNER.
Notifíquese a las partes haciéndoles saber que contra este auto cabe interponer recurso de reposición de conformidad con lo dispuesto en el Art. 451.2 LEC, que deberá interponerse en el plazo de CINCO DÍAS desde la notificación del presente auto.
Así lo acuerda, manda y firma, Dª OLGA MARÍA MARTÍNEZ MARCO, Juez Titular del Juzgado de Primera Instancia nº 2 de Manacor y su partido. Doy fe.
Gerichtsbeschluss Übersetzung
Manacor, 13.01.2016
ERSTENS. Durch richterliche Verfügung vom 29.05.2015 wurde die Pfändung der SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. erklärt. Die Entscheidung erlangte Rechtskraft.
ZWEITENS. Die Parteien bzw. Verwalter der Gesellschaften wurden für den 17.07.2015 zwecks Festlegung der Zwangsverwaltung geladen. Die Gerichtsbevollmächtigte von Herrn Stefan Schoof, der vollstreckenden Partei, und der Gerichtsbevollmächtigte der Schuldnerin stellten Antrag auf Aussetzung des Verfahrens um einen Monat, da sie im Begriff waren, eine gütliche Vereinbarung zu treffen. Kraft richterlicher Verfügung vom 17.07.2015 wurde die Aussetzung beschlossen.
DRITTENS. Da keine Einigung erzielt worden war, beantragte die Vertretung des Gläubigers einen neuen Gerichtstermin nach Art. 631 der Zivilprozessordnung (LEC). Die Parteien wurden auf den 16.11.2015 geladen. Während dieses Gerichtsaktes ersuchte der Gläubiger darum, den Zwangsverwalter und Prüfer aus der Gerichtsliste auszuwählen und den derzeitigen Verwalter der vollstreckten Gesellschaft, Herrn Wagner, seines Amtes zu entheben. Die Schuldnerin erhob gegen diesen Vorschlag der Gegenpartei Widerspruch, da ihrer Auffassung nach eine strafrechtliche und subsidiär auch eine zivilrechtliche Vorabentscheidung vorläge und legte diesbezüglich eine Abschrift der Anzeige vor, welche die SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. gegen Herrn und Frau Schoof erstattet hatte, sowie der Berufung, die beim Amtsgericht Nr. 3 von Manacor anhängig ist.
VIERTENS. Nach Art. 631 LEC und da die Parteien keine Beweisführung beantragt haben, wurde direkt diese richterliche Entscheidung getroffen.
ERSTENS. [Zitat des Artikels 631 der Zivilprozessordnung]
ZWEITENS. Die Schuldnerin, die damals die jetzt rechtskräftige Verfügung vom 29.05.2015, kraft derer die Pfändung der SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. angeordnet wurde, nicht angefochten hatte, erhebt während dieses Gerichtsaktes Widerspruch gegen die Bestellung eines Zwangsverwalters da ihrer Auffassung nach eine strafrechtliche und subsidiär auch eine zivilrechtliche Vorabentscheidung vorläge. Sie bringt diesbezüglich eine von der Schuldnerin gegen die Gläubiger erstatte Anzeige wegen Betrugs bei, die zu den Ermittlungen im Rahmen des abgekürzten Verfahrens 1782/2015 beim Amtsgericht Nr. 3 von Manacor geführt hat.
Die Forderung der Schuldnerin muss notwendigerweise abgelehnt werden. Aus den Dokumentenbeweisen lässt sich schließen, dass die Vorermittlungen in dem abgekürzten Verfahren 1782/2015 vorläufig eingestellt und ad acta gelegt wurden, da das Begehen der angezeigten Straftat nicht ordnungsgemäß belegt worden ist. In der gegen den Beschluss vom 05.11.2015 eingelegten Berufung ist derzeit jedoch noch keine Entscheidung ergangen. Nach den Bestimmungen des Art. 10 LEC i.V.m. Art. 10.2 des Gesetzes über die Rechtsprechende Gewalt (LOPJ) und Art, 114 der Strafprozessordnung liegt daher das Zusammenwirken einer strafrechtlichen Vorabentscheidung, welche eine sofortige Einstellung dieses Vollstreckungsverfahren bewirken könnte, nicht vor.
Auch die in Art. 43 LEC in Bezug auf eine zivilrechtliche Vorabentscheidung vorgesehenen Bedingungen wirken nicht mit, da weder bei diesen noch bei einem anderen Zivilgericht ein Verfahren anhängig ist, dass noch vor der Vollstreckung dieses Gerichtstitels entschieden werden muss, weshalb dem Einwand der zivilrechtlichen Vorabentscheidung ebenfalls nicht stattgegeben werden kann.
Aus diesem Grund ist im Sinne des Antrags des Gläubigers zu entscheiden und kraft dessen ist als Zwangsverwalter und Prüfer die Person aus der Gerichtsliste zu bestellten, die turnusmäßig zuständig ist; die Befugnisse des jetzigen Verwalters der vollstreckten Gesellschaft, Herr Wagner, werden indessen ausgesetzt.
Es wird die Ernennung eines Zwangsverwalters und Prüfers für die SON ALEGRE III, PORTO CRISTO S.L. angeordnet. Es handelt sich dabei um die Person, die der Gerichtsliste zufolge turnusmäßig zuständig ist. Die Befugnisse des jetzigen Verwalters der vollstreckten Gesellschaft, Herr Wagner, werden indessen ausgesetzt.
[Angaben zur Zustellung und Rechtsmittelbelehrung]
Gegen diesen Beschluss hat Herr Wagner Widerspruch eingelegt, jedoch unterlassen die vorgesehene Hinterlegung vorzunehmen. Das Gericht erinnerte am 04.02.2016 an die Hinterlegung.
Anordnung Hinterlegung
D./Dña. ALFONSO MARCOS LUCERO
En MANACOR, a cuatro de Febrero de dos mil dieciséis.
Presentado el anterior escrito con la documentación adjunta de fecha 25/01/16, por SON ALEGRE III PORTO CRISTO,S.L., el recurrente ha incurrido en defecto en la constitución del depósito previsto en la Disposición Adicional Decimoquinta de la L.O.P.J., y en su virtud, acuerdo:
1.- Requerir al recurrente para que en el plazo de DOS DÍAS proceda a su subsanación, con aportación, en su caso, de documentación acreditativa.
2.- Apercibirle de que en caso de no efectuarlo, se dictará auto que ponga fin al trámite del recurso quedando firme la resolución impugnada.
Anordnung Übersetzung
MANACOR, den 4. Februar 2016
Nachdem der vorangehende Schriftsatz zusammen mit den beigefügten Unterlagen vom 25.01.16 von der SON ALEGRE III PORTO CRISTO, S.L. eingereicht worden war und der Rechtsmittelführer es unterlassen hat, die in der 15. Zusatzbestimmung LOPJ vorgesehene Hinterlegung vorzunehmen, beschließe ich hiermit:
1.- Der Rechtsmittelführer soll binnen einer Frist von ZWEI TAGEN aufgefordert werden, diesen Mangel zu beheben und ggf. den entsprechenden Nachweis beizubringen.
2.- Er soll darüber belehrt werden, dass, wenn er dieser Aufforderung nicht nachkommt, ein Beschluss erlassen wird, der diesen Verfahrensschrift das Rechtsmittel betreffend als beendet erklärt, und das angefochtene Urteil rechtskräftig wird.
Das Gericht hat am 16.02.2016 Revision angeordnet.
En MANACOR, a dieciséis de Febrero de dos mil dieciséis.
Admitido el recurso de reposición interpuesto D. Bme. Company Chacopino en nombre y representación SON ALEGRE III PORTO CRISTO,S.L.,el día 25/01/16,interponiendo recurso de reposición contra el auto de fecha 13/01/16, de conformidad con el artículo 453.1 de la L.E.C., acuerdo conceder a las demás partes personadas un plazo común de CINCO DÍAS para impugnarlo, si lo estiman conveniente.
MANACOR, den 16. Februar 2016
Nach Zulassung des Rechtsmittels, das von Herrn Bme. Company Chacopino im Namen und Vertretung der SON ALAGRE III PORTO CRISTO, S.L. am 25.01.2016 gegen den richterlichen Beschluss vom 13.01.16 gemäß Artikel 453.1 der Zivilprozessordnung eingelegt worden war, wird den anderen Parteien, die sich auf das Verfahren eingelassen haben, eine gemeinsame Frist von FÜNF TAGEN zwecks Anfechtung eingeräumt, sofern sie es als angemessen erachten.
Es wird somit erneut darüber entschieden, ob Herr Wagner Geschäftsführer bei Son Alegre III bleibt oder ein vom Gericht benannter Verwalter die Geschäfte übernehmen wird. Ein Termin hierfür wurde noch nicht anberaumt.
Am 19.02.2016 erhielten wir über unseren Hamburger Anwalt ein Schreiben der DEASA, in welchem sie mitteilen, dass es bereits am 26.06.2015 eine Einigung zwischen Son Alegre III und DEASA in Bezug auf die Rückzahlung unserer Ansprüche gegeben hätte. Warum Herr Wagner diese Vereinbarung dem Gericht weder am 17.07.2015 noch am 16.11.2015 vorgelegt hat, vermögen wir nicht zu beurteilen. Es erweckt den Anschein, als sei diese Vereinbarung gerade eben erst getroffen und rückdatiert worden.
Laut dieser Vereinbarung hat die DEASA Herrn Wagner einen Erlass seiner Schulden in Höhe von
€ 126.215,- eingeräumt und man hätte sich auf einen Gesamtbetrag der Schulden in Höhe von €50.000,- geeinigt. Das ergäbe für uns eine ursprüngliche Forderung in Höhe von €176.215,- und beinhaltet weder Zinsen noch Prozesskosten. Die DEASA hatte ihre Kaution auf einer Gesamtforderung in Höhe von €210.000,- basiert und demzufolge €21.000,- Anzahlung gefordert. Es wären laut DEASA’s neuer Berechnung lediglich €17.621,50 Kaution fällig gewesen, €18.000,- wurden von uns bezahlt.
Die Vereinbarung besagt weiterhin Ratenzahlung in Höhe von jeweils €3.000,-. Die erste Zahlung bei Unterzeichnung der Vereinbarung , also am 26.06.2015. Zweite Zahlung sollte in der ersten Hälfte des Monats Februar 2016 geleistet werden. Dritte Zahlung Juli 2016, vierte Zahlung November 2016, fünfte Zahlung Februar 2017, sechste Zahlung Mai 2017, der restliche Betrag (wird vertraglich nicht beziffert), es müssten demnach noch €32.000,- gezahlt werden, soll im Dezember 2017 geleistet werden.
Auf der uns übersandten Vereinbarung quittiert ein Mitarbeiter der DEASA handschriftlich €3.000,- am 26.06.2015 und €3.000,- am 16.02.2016 bar erhalten zu haben.
Mit ihrem Schreiben vom 19.02.2016 teilt die DEASA mit:
„Die Deasa wird erst eine Abrechnung mit Familie Schoof durchführen, wenn Frau und Herr Schoof
schriftlich erklären, dass alle negativen Beiträge die bisher ins Internet gestellt wurden unverzüglich entfernt/gelöscht werden und das sie es zukünftig einzeln oder zusammen oder durch Dritte unterlassen solche Beiträge zu veröffentlichen. Die vorgenannte Erklärung umfasst alle Aktivitäten gegenüber der Firmen Debt Enforcement Agency S.A und Son Alegre, sowie gegen alle damit handelnden Personen.“
Man bietet uns (in Raten über einen Zeitraum von knapp 2 Jahren!) eine Zahlung von nicht einmal einem Viertel unserer Forderung und erwartet im Gegenzug Stillschweigen von uns.
Diese Vereinbarung akzeptieren wir nicht. DEASA war überhaupt nicht autorisiert, eine Summe in dieser Höhe zu bestätigen. Laut Inkassovertrag hätte man unser schriftliches Einverständnis im Falle einer geringeren Rückzahlungssumme einholen müssen. Ganz abgesehen davon war der Inkassovertrag zum Zeitpunkt, als die Vereinbarung angeblich getroffen wurde, bereits gekündigt. Uns erschließt sich auch nicht, warum die DEASA ausgerechnet jetzt, fast 8 Monate nach angeblicher Einigung mit dem Schuldner, mit dieser Vereinbarung rausrückt.
Die eingangs beschriebenen Ereignisse hatten uns bereits zweifeln lassen, dass DEASA unsere Interessen vertritt. Die aktuellen Vorgänge bestätigen unsere Vermutung.
Wir möchten uns bei den interessierten Lesern unserer Homepage für das Feedback bedanken, welches uns in den vergangenen Wochen erreicht hat. Wir werden den Bericht aktualisieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Am 1. März 2016 erhielten wir (in Kopie) eine Kommunikation zwischen Herrn Daniel Schmithauser und Herrn Josef Dittrich von der DEASA:
Josef Dittrich DEASA <josef.dittrich@deasa-dom.com> schrieb am 20:28 Dienstag, 1.März 2016:
Du hast diese leidige Geschichte absolut richtig analysiert.
Ich denke ich werde, mit meinem Team, nochmal einen Besuch bei
Schoofs einplanen, um die Sache zum gütlichen Abschluss zu bringen.
Der Hoster der Internetseite scheint auch die Hosen voll zu haben,
eine Schadensersatzklage hilft halt in solchen Angelegenheiten.
Die Ankündigung „uns einen Besuch abzustatten“ empfinden wir als Drohung und haben den Vorfall am 2. März der Polizei gemeldet. Ebenso hat unser Anwalt Herrn Dittrich angeschrieben, er möge bitte Abstand nehmen von weiteren Drohungen.
Am 9. März 2016 erhielten wir ein 8-seitiges Schreiben einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei, mit welchem von uns eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung verlangt wird:
a) das Firmenlogo nicht auf unserer Internetseite zu verwenden
b) zu behaupten, es stünden uns €217.407,50 Stand 31.12.2015 zu
c) die Bauprojekte Al Mar, Al Mar II und La Primera en dos auf unserer Internetseite zu benennen
d) die Domains „erfahrungsbericht-son-alegre-porto-cristo.de“ und / oder „erfahrungen-almar-son-alegre-bauprojekt.com“ zu verwenden, für uns registriert zu halten oder zu nutzen
Bei Zuwiderhandlung sollen wir uns zu einer Vertragsstrafe in Höhe von €5.100,- verpflichten.
Weiterhin sollen wir uns verpflichten, die dem Unterlassungsgläubigerinnen (Herrn Peter Wagner und der Firma Son Alegre Al Mar S.L.) durch die Inanspruchnahme der Anwaltskanzlei entstandenen Kosten in Höhe von € 2.792,90 zu erstatten.
Wir haben uns verpflichtet, das Firmenlogo von unserer Internetseite zu entfernen. Weitere Verpflichtungen sind wir nicht eingegangen.
Zu Punkt b) wäre zu berichtigen, dass die uns durch das Gericht zugestandene Forderung €171.553,40 beträgt plus € 52.864,65 provisorisch für Zinsen und Gerichtskosten (siehe Richterliche Verfügung vom 29.05.2015). Der provisorische Betrag beinhaltet jedoch nur Zinsen bis Mai 2015, zwischenzeitlich sind weitere 9 Monate vergangen, der Betrag dürfte sich, auch in Anbetracht der Tatsache, dass weiteres Anwaltshonorar angefallen ist und anfallen wird, deutlich erhöhen.
Am 10.03.2016 erhielten wir über unseren Anwalt auf Mallorca eine Verfügung des Gerichts, mit welcher der Richter den Betreiber des Vollstreckungsverfahrens (als uns) und den Schuldner (also Son Alegre III Porto Cristo S.L.) auffordert, beweiskräftige Unterlagen beizubringen, welche eine Abtretung der Forderung an die DEASA bestätigen. Da nicht wir, sondern der Schuldner, Son Alegre III Porto Cristo S.L., gegenüber dem Gericht behauptet, uns gegenüber bestünde überhaupt keine Forderung, da die Forderung an die DEASA abgetreten wurde, wäre es nun Sache des Schuldners diese Aussage zu beweisen. Wir haben Schriftstücke, die unsere Aussage bestätigen, nämlich dass die Abtretungserklärung nur aus taktischen Gründen und nur pro Forma unterzeichnet wurde. Die Interne Vereinbarung, welche zeitgleich mit der Abtretungserklärung unterzeichnet wurde, bestätigt, dass sich die Forderung aber nach wie vor in unseren Händen befindet.
Weiterhin können wir Bankbelege vorweisen, die Zahlungen an die DEASA laut Inkassovertrag bestätigen. Sollte die Aussage des Schuldners der Wahrheit entsprechen, hätten wir dann nicht eine Gegenleistung von der DEASA für die Abtretung unserer Forderung erhalten? In diesem Fall wäre es Sache des Schuldners eine Zahlung von der DEASA an uns zu nachzuweisen in Form von Bankbelegen. Anderenfalls wäre die Forderungsabtretung an die DEASA als Schenkung zu bewerten. Außerdem gehen wir davon aus, dass eine tatsächliche Forderungsabtretung notariell beurkundet wird. Dies fand in unserem Fall nicht stattfand, da tatsächlich keine Abtretung beabsichtigt war.
Wir werden weiter berichten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Das Gericht in Manacor hat am 01.06.2016 Wagners Einspruch abgelehnt und den Beschluss vom 13.01.2016 bestätigt. Herr Wagner wird als Geschäftsführer der Firma Son Alegre III abgesetzt und durch einen vom Gericht ernannten Verwalter ersetzt. Anbei sind der Beschluss in spanischer Sprache und die Übersetzung dazu.
Weiterhin hat Herr Wagner eine weitere Strafanzeige gegen uns erstattet, diesmal ermittelt die deutsche Staatsanwaltschaft gegen uns wegen Erpressung. Vertreten wird Herr Wagner in diesem Fall wieder von der Kanzlei Terhaag & Partner in Düsseldorf. Die Kanzlei hatte uns ja bereits im März 2016 angeschrieben und uns aufgefordert, unsere Berichterstattung im Internet zu stoppen.
Hier gehts zum Originalbeschluss
VOLLSTRECKUNG VON GERICHTSTITELN 0001223/2013
Manacor, den 1. Juni 2016
ERSTENS.- Vor dem Gerichtsvertreter, Herrn Antonio Company-Chacopino wurde, in Vertretung der Son Alegre III Porto Cristo S.L., Schriftsatz eingereicht und Einspruch gegen den Beschluss vom 13.01.20016 eingelegt.
ZWEITENS.- Kraft Anordnung vom 16.02.2016 wurde der Einspruch zugelassen und an die vollstreckende Partei weitergeleitet, die dazu Stellung nahm. Der Inhalt ihres Schriftsatzes gilt hier als wiedergegeben. Durch Verfügung vom 10.03.2016 wurde beschlossen, die betroffenen Parteien aufzufordern, beweiskräftige Unterlagen beizubringen, aus denen die Abtretung hervorgeht, die ihrer Behauptung nach an die Debt Enforcement Agency S.A. stattgefunden hat. Ferner wurde ein Rechtshilfeersuchen an das Handelsgericht Nummer 2 von Palma de Mallorca beschlossen. Kraft Anordnung vom 21.04.2016 wurde die Angelegenheit als spruchreif erachtet.
ERSTENS.- In dem vorliegenden Fall erhebt die Rechtsmittelführerin Einspruch gegen den Beschluss vom 13.01.2016. Sie behauptet, die vollstreckende Partei habe den Rechtstitel an einen Dritten übertragen, mit dem sie zu schon einen Teilnachlass und Stundung vereinbart habe, nämlich mit der Debt Enforcement Agency S.A. Und es wird aufgezeigt, dass man beim Ermittlungsgericht Nummer 3 von Manacor Anzeige wegen Prozessbetrug erstattet habe und dass man sich auf strafrechtliche Vorabentscheidung berufe. Dabei wird versichert, die Anzeige sei ad acta gelegt worden, obgleich der Strafrichter noch nicht über sie entschieden habe und man betrachtet diese Entscheidung als ausschlaggebend in diesem Zivilverfahren. Und es wird vorgetragen, dass die in Artikel 631 LEC vorgesehene Verhandlung nicht stattgefunden habe und dass eine Beweisführung notwendig sei und es wird die Zurückweisung der Zwangsverwaltung und Bewirtschaftung der Son Alegre III Porto Cristo S.L. beantragt und hilfsweise die Aussetzung des Verfahrens wegen strafrechtlicher Vorabentscheidung, und hilfsweise solle die Rückwirkung der Handlungen beschlossen und nach den Bestimmungen des Artikels 631 LEC eine Verhandlung angesetzt werden.
ZWEITENS.- Seitens der vollstreckenden Partei wird der von der Gegenpartei erhobene Einspruch angefochten und man erklärt sich dagegen, dass diesem stattgegeben wird. Und es wird behauptet, die Aussetzung wegen strafrechtlicher Vorabentscheidung, auf die sich die Gegenpartei beruft, sei nicht zulässig, denn in dem vorliegenden Fall wird ein rechtskräftiges Urteil vollstreckt, und dass selbst im Falle einer Einleitung von Vorermittlungen die Aussetzung dieser Vollstreckung nicht in Betracht käme, da die in Artikel 569 LEC festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Was die Abtretung der Forderung an die Debt Enforcement Agency S.A. betrifft, wird behauptet, man habe weder die Vorschrift genannt, die man als verletzt betrachtet, noch könne von einer Aussetzung des Verfahrens wegen strafrechtlicher Vorabentscheidung gesprochen werden. Und es wird andererseits aufgezeigt, dass man die Behauptung, man habe die Forderung an die Debt Enforcement Agency S.A. zu den von der vollstreckten Gesellschaft genannten Bedingungen abgetreten, energisch zurückweist; und es wird darauf hingewiesen, dass der angebliche Vertrag mit der Debt Enforcement Agency S.A. in einer Privaturkunde auf Deutsch ausgefertigt worden sei, unterzeichnet von deutschen Staatsbürgern und einem Unternehmen der Dominikanischen Republik, weshalb das deutsche Recht anzuwenden sei, und da es sich um einen Vertrag handelt, der ausländischem Recht unterliegt, müsse eben dieses ausländische Recht Gegenstand eines Beweises sein, was nicht erfolgt sei, wobei ferner versichert wird, dass dies den Rahmen des Vollstreckungsverfahrens sprengen würde. Es wird daran festgehalten, dass dieser Vertrag „interne Vereinbarung“ genannt wird, in dem die Forderung weiterhin dem Gläubiger gehört, weshalb behauptet wird, dass die vollstreckende Parteien die Gläubiger sind und über aktive Legitimation verfügen, denn aus dem Urkundenbeweis kann nicht abgeleitet werden, dass eine Forderungsabtretung i.S.d. Artikels 1526 ff. CC stattgefunden habe; selbst wenn dies die Absicht der Debt Enforcement Agency S.A. gewesen sei, so unterläge dieser Rechtsstreit ausländischem Recht. Es wird behauptet, dass die Eheleute Schoof niemals dem Schuldner mitgeteilt haben, dass die Forderung abgetreten wurde und sie haben auch nicht auf die Vollstreckungsklage verzichtet, noch erfolgte der prozessrechtliche Rechtseintritt i.S.d. Artikels 17 LEC. Es wird aufgezeigt, dass seitens des Unternehmens, gegen das sich die Vollstreckung richtet, kein gutgläubiges Handeln vorläge, denn es könne das Geld beim Gericht hinterlegen, was es aber nicht getan habe. Und andererseits wird versichert, dass im Zusammenhang mit der genannten Vereinbarung über Schuldnachlass und Stundung kein Nachweis hinsichtlich der an die Debt Enforcement Agency S.A. getätigten Zahlung erbracht wurde. Und was die mündliche Verhandlung nach Artikel 631 LEC betrifft, so habe dieser Schritt schon vor dem Rechtspfleger stattgefunden und nach diesem Artikel dient er der Einrichtung eines Zwangsverwalters, der Bestimmung der Person, die dieses Amt ausüben soll, die Festlegung einer Sicherheitsleistung, die Vorgehensweise, dem Erhalt der zuvor existierenden Verwaltung, der Rechnungslegung und entsprechender Vergütung; und die mündliche Verhandlung sei für die Entscheidung von Fragen, über die keine Einigkeit besteht. Und die Partei, gegen die sich die Vollstreckung richtet, habe nicht vorgetragen, dass sie eine über das Vorlegen von Urkunden hinausgehende Beweisführung wünsche; sie behauptet, es liege eine strafrechtliche und hilfsweise eine zivilrechtliche Vorabentscheidung vor und sie zeigt auf, dass ihrer Ansicht nach keine mündliche Verhandlung in Betracht komme, so dass der Einwand des Schuldners, gegen den sich die Vollstreckung richtet, außerhalb des Artikels 631 LEC liegt, denn es wird sich auf eine zivilrechtliche oder strafrechtliche Vorabentscheidung berufen, Aspekte, die in anderen Vorschriften geregelt werden und schon behandelt worden sind. Und es wird behauptet, es könne keine zivilrechtliche Vorabentscheidung festgestellt werden, denn das würde eine Fragestellung voraussetzen, die ihrerseits Hauptgegenstand eines anderen Prozesses vor demselben oder einem anderen Zivilgericht ist. Und was den vorgeschlagenen Beweis betrifft, so können beim derzeitigen Stand des Verfahrens keine neuen Beweise vorgetragen werden, welche die Partei nicht schon während ihres Erscheinens vor Gericht vorgeschlagen hat, weshalb die Nichtdurchführung der Verhandlung nicht das Verteidigungsrecht verletze und weshalb die Zurückweisung des Einspruchs beantragt wird.1
DRITTENS.- Die Richterin entscheidet nach einer erneuten Durchsicht der Anträge, die von der Schuldnerin gestellt wurden und die eine Wiederholung der Ausführungen darstellen und über die ausführlich in dem Beschluss vom 13.01.2016 entschieden wurde, der an dieser Stelle als wiedergegeben gilt, und nach Würdigung des von dieser Richterin beantragten Urkundenbeweises die angebliche Forderungsabtretung betreffend – die nicht in einem beweiskräftigen Dokument nachgewiesen wurde – und im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeersuchen an das Handelsgericht Nummer 2 von Palma de Mallorca, dem das genannte Gericht kraft Anordnung vom 18.04.2016 nachgekommen ist, und kraft dessen bezüglich des abgekürzten Insolvenzverfahrens Nr. 338/13 ein Beschluss über die Zulassung des gesetzlich vorgeschriebenen Konkurses ergangen ist, und am 11.06.2015 ein Beschluss über die vorübergehende Einstellung erlassen wurde, ohne dass die Zahlungsunfähigkeit erklärt wurde. Andererseits werden erneut die Ausführungen des angefochtenen Beschlusses wiedergegeben; die Richterin ist der Auffassung, dass die Verteidigungsrechte der Partei, gegen die sich die Vollstreckung richtet, nicht verletzt wurden, die damals das Dekret vom 29.05.2015 nicht angefochten hatte, kraft dessen die Pfändung der Son Alegre III Porto Cristo S.L. erklärt wurde. Diese Entscheidung wurde rechtskräftig und während der Anhörung für die Bestellung der Zwangsverwaltung seitens des Gerichts wird kein Beweis vorgeschlagen, sondern nur die Unterlagen vorgelegt, die in diesem Vollstreckungsverfahrens schon beigebracht wurden. Aufgrund dieser Ausführungen und indem der Beschluss vom 13.01.2016 an dieser Stelle als wiedergegeben gilt, ist der erhobene Einspruch abzulehnen und der angefochtene Beschluss zu bestätigen.
Es wurden die genannten gesetzlichen Bestimmungen und alle sonstigen, auf diesen Fall anwendbare Vorschriften geprüft.
BESCHLUSSFORMEL
Der von dem Gerichtsvertreter, Herrn Antonio S. Company Chacopino, im Namen und Vertretung der Son Alegre III Porto Cristo S.L. erhobene Einspruch ist abzulehnen und der angefochtene Beschluss wird hiermit in seiner Gesamtheit bestätigt.
Diese Entscheidung ist den Parteien zuzustellen und sie sind darüber in Kenntnis zu setzen, dass gegen diesen Beschluss kein Rechtsmittel eingelegt werden kann, unbeschadet einer möglichen Berufung gegen die endgültige richterliche Entscheidung.
1 Originaltext ohne Punktsetzung und daher etwas unverständlich (Anm. d. Ü.)
Wir erhielten Nachricht von der Staatsanwaltschaft bezüglich des Ermittlungsverfahren, welches aufgrund Wagners Strafanzeige gegen uns wegen Erpressung eingeleitet wurde: die Ermittlungen gegen uns wurden eingestellt.
Nachdem der vom Gericht am 12.07.2016 ernannte Verwalter den Auftrag aufgrund Zeitmangels ablehnte, passierte in den letzten 3 Monaten nichts, denn es folgte zunächst die Sommerpause im August, während welcher sich auf Mallorca kein Rad dreht und danach fangen die Räder auch erst wieder sehr langsam an sich zu drehen. Am 28.09.2016 ordnete das Gericht in Manacor erneut die Ernennung eines Zwangsverwalters für die Gesellschaft Son Alegre III an, bisher liegt keine Information vor, ob die erneute Ernennung erfolgreich war.
Zwischenzeitlich erfuhren wir jedoch, dass Herr Wagner einige Wohnungen des Bauprojektes Son Alegre III verkauft hat – obwohl seine Befugnisse als Geschäftsführer per Gerichtsbeschluss vom 13.01.2016 ausgesetzt sind! Die Verkäufe fanden nicht per Notarvertrag (in Spanien „Escreturia“) statt, die Käufer haben ähnliche Kaufverträge unterschrieben, wie wir es 2008 getan haben und haben offensichtlich Gelder basierend auf diesen Verträgen an die Firma Son Alegre III gezahlt, ohne dass sie als Eigentümer der erworbenen Immobilie in den Grundbüchern auftauchen – nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, ein ziemlich riskantes Geschäft!
Zur Erinnerung: am 29.05.2015 hatte das Gericht in Manacor die Pfändung der Gesellschaft in Höhe von €224.418,05 beschlossen. Mit welcher Berechtigung Herr Wagner gepfändete Werte veräußert, ohne als Geschäftsführer überhaupt noch tätig sein zu dürfen, erschließt sich uns nicht. Weiterhin ist uns bekannt, dass Herr Wagner einige noch frei verkäufliche Wohnungen an Handwerker vermietet, die Firma Son Alegre III nachweislich Erträge erwirtschaftet. Warum weder aus den Wohnungsverkäufen noch aus den Mieteinnahmen unsere Forderung beglichen wird, ist nicht nachvollziehbar.
Uns wurde ebenso berichtet, dass die Firma Son Alegre III sich nicht an den Gemeinschaftskosten für die Anlage beteiligt, die Eigentümergemeinschaft also auch die Kosten für die noch unverkauften Wohnungen trägt. Die Firma Son Alegre III schuldet der Eigentümergemeinschaft bereits einen nicht unerheblichen 5-stelligen Betrag.
Dennoch residieren Herr Wagner und Frau Ballester im Penthouse des „Casa Blanca“ und feiern rauschende Party’s auf der Dachterrasse. Es fahren Partyservice und Limousinen vor! Erstaunlich, dass man sich ein luxuriöses Leben leistet, wenn es doch viele Gläubiger gibt, die sehnsüchtig auf ihr Geld warten.
Wir haben aufgrund der Geschehnisse strafrechtliche Schritte unternommen und werden über den Fortgang dieser unglaublichen Story berichten.
Trotz Beschluss vom 01.06.2016, wurde noch immer kein Verwalter für die Gesellschaft Son Alegre III Porto Cristo S.L. ernannt. Herr Wagner agiert somit ungehindert weiter. Da die Gesellschaft (offiziell) keine Einnahmen erwirtschaftet, lässt sich auch kein Verwalter finden, denn dieser müsste ohne Vergütung dieses Amt übernehmen. Eine Verpflichtung, das Amt zu übernehmen, besteht nicht.
Ein erneuter Versuch, Guthaben auf Bankkonten zu pfänden, scheiterte daran, dass kein Guthaben vorhanden war. Herr Wagner vermietet die noch nicht verkauften Wohnungen. Wo bleiben die Einnahmen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Ein Besuch auf Mallorca in KW 46 brachte folgende Erkenntnisse:
Unserem Anwalt liegt eine Liste vor, auf welcher gegenwärtig 8 Eigentümer des Bauprojektes Son Alegre III von der Caixabank verklagt werden, die Hypotheken ihrer Wohnungen abzulösen. Es erweckt den Anschein, als hätte Wagner die Zahlungen der Käufer nicht an die Bank abgeführt.
Herr Wagner hat im März 2016 eine neue Firma mit dem Namen „Small Coast S.L.“ in das Handelsregister eintragen lassen. Alleiniger Geschäftsführer ist Klaus Peter Wagner. Firmensitz der Gesellschaft ist Porto Cristo, C/ S’hort 5, App 3B (Penthouse Casa Blanca). Zweck dieser Gesellschaft ist die Erstellung, der Vertrieb und die Vermietung von Immobilien. Gegenwärtig gibt es noch keine Einträge auf diese Firma im Grundbuchamt, es ist allerdings davon auszugehen, dass Einträge folgen (siehe vorherige Projekte Son Alegre I, Son Alegre II, Son Alegre III, Al Mar 1, Al Mar 2, La Primero en dos). Wir beobachten und werden weiter berichten.
Das ursprüngliche Verkaufsbüro im Erdgeschoss des Gebäude Son Alegre II ist nicht mehr besetzt. Vom Penthouse Casa Blanca aus arbeitet es sich auch viel angenehmer und man kann entscheiden, wem man die Tür öffnet (Video-Gegensprechanlage). Lästigen Gläubigern entgeht man somit.
Herr Wagner hat nach dem Projekt Son Alegre III drei weitere Bauprojekte initiiert:
Weitere Informationen finden Sie auf diversen Internetseiten, unter anderem:
www.almar-mallorca.com
www.son-alegre-estate.com
NEUER FIRMENEINTRAG: „SMALL COAST S.L.“
Roland H., Stuttgart: Wann wird es eine Fortsetzung des Berichts geben? Die Geschichte ist unglaublich!
Andrew W., Coventry / UK: thanks for the report, I will definitely reconsider buying property on the island
Petra W., Aachen: Wir haben darüber nachgedacht, die günstigen Zinsen zu nutzen und sehen uns gerade nach Immobilien auf Mallorca um. Danke für Ihren ausführlichen Bericht. Wir werden sehr genau prüfen, mit wem wir letztendlich einen Kaufvertrag abschließen und am besten bereits im Vorfeld einen Anwalt zu Rate ziehen. Wir wünschen Ihrer Familie alles Gute und drücken die Daumen, dass Sie am Ende doch noch zu Ihrem Recht kommen.
Sabine S., Bad Wurzach: Glücklicherweise habe ich diesen Bericht gelesen! Unglaublich! Dabei macht Herr Wagner und seine Homepage einen seriösen Eindruck. Wir waren sehr angetan und wollten uns in Kürze 2 Wohnungen ansehen. Obwohl ich Herrn Wagner darauf hingewiesen habe, dass wir eine Wohnung als Kapitalanlage kaufen und an Feriengäste vermieten möchten, hat er kein Wort darüber verloren, dass das nicht erlaubt ist. Weiß er das nicht? Er hat mir sogar angeboten, dass seine Frau bei der Einrichtung der Wohnungen behilflich ist. Ich würde gern mit Ihnen in Kontakt treten, vielleicht können Sie uns Tipps geben, worauf wir achten müssen.
Gabi und Steffen R., Lübeck: Während der Osterferien waren wir in Porto Cristo und sind zufällig an Son Alegre vorbei gekommen. Besichtigen konnten wir das Objekt nicht, weil das Büro nicht geöffnet hatte. Wir haben nach unserer Rückkehr im Internet recherchiert, weil wir uns ernsthaft für eine Wohnung interessierten. Nachdem wir nun Ihrem Bericht gelesen haben, sind wir ziemlich ernüchtert. Danke, dass Sie, nach all dem, was Sie erlebt haben, noch die Energie finden, öffentlich darüber zu berichten – Hut ab!
Peter W., Berlin: Ging uns genau so! Wir waren auch gerade dort und haben hinterher den Bericht gelesen. Schockierend!
Claudia Kappius., Hamburg: Liebe Leser dieses Berichts,
Mein Name ist Claudia Kappius und ich bin zur Zeit die Präsidentin der Gemeinschaft der Eigentümer vom Komplex Son Alegre III. Ich finde es ganz furchtbar und es macht mich betroffen, was die Familie in diesem Bericht erleben musste und immernoch muss. Leider kann ich auch nicht sagen, dass in der Anlage in den letzten Jahren immer alles „glatt“ gelaufen ist. Schade finde ich allerdings, dass einige der Personen, die hier ebenfalls Kommentare hinterlassen haben, wohl aufgrund dieses Berichts von einem Wohnungskauf abgesehen haben. Ich verstehe sehrwohl den Ärger gegenüber dem Bauherrn, dies sollte jedoch nicht auf die Anlage an sich bezogen werden. Daher möchte ich an dieser Stelle folgendes berichten: SAIII ist komplett fertig gestellt, der Pool ist natürlich seit mehreren Jahren nutzbar – auch im Fittnessraum stehen Geräte – keine Bauarbeiter – kein Baulärm ! Da der überwiegende Teil der Wohnungen verkauft ist, haben wir mittlerweile eine tolle Eigentümergemeischaft. Eine Reise ins schöne Porto Cristo lohnt sich daher auf jeden Fall, um sich eine Wohnung an zu sehen. Bei allem Respekt gegenüber dem Verfasser dieses Berichts – ich möchte mir seine Lager gar nicht vorstellen, möchte ich dennoch anmerken, dass man natürlich durchaus eine Wohnung erwerben kann ohne die gleichen Strapazen durch zu machen. So in den letzten Jahren natürlich mehrfach geschehen.
Leider ist es mir nicht möglich Bilder ein zu stellen – sollte aber jemand
Interesse daran haben, oder weiterführende Fragen, so bin ich gerne bereit diese zu beantworten. (kappius@me.com)
Lieben Gruß aus Porto Cristo 2016 – es sind gerade Sommerferien und somit verbringe ich meinen Urlaub natürlich hier!
Antwort zum obigen Kommentar:
Liebe Frau Kappius,
wir danken Ihnen für Ihren Kommentar auf unserer Internetseite. Leider trauen sich offensichtlich nicht alle Leser, einen Kommentar zu hinterlassen, jedoch haben uns einige Leser per Email kontaktiert und es gab auch Telefonate. Dass die Anlage fertig gestellt und der bauliche Standard hoch ist, wissen wir und davon haben sich bestimmt viele Interessenten selbst überzeugt. Wir haben öffentlich berichtet über die Geschehnisse, damit andere von unseren Erfahrungen profitieren können und nicht, um das Bauprojekt an sich schlecht zu machen. Dass Interessenten sich gegebenenfalls für ein anderes Objekt entschieden haben, nachdem sie unseren Bericht gelesen haben, mag daran liegen, dass das Angebot an hochwertigen Immobilien auf Mallorca recht groß ist und man sich aussuchen kann, mit wem man Geschäfte machen möchte. Uns ist bekannt, dass wir nicht die einzigen Geschädigten dieses Bauträgers (in Spanien „Promotor“) sind. Von einem englischen Ehepaar wussten wir bereits, als wir Einsicht in die Grundbuchauszüge von Son Alegre III hatten. Dort war eine Forderung dieses Paares eingetragen. Ein weiterer Geschädigter hat sich bei uns per Email gemeldet. Sie müssen zugeben, man kann zwar durchaus eine Wohnung erwerben ohne Strapazen, es kann aber auch anders laufen und bei Son Alegre III ist die Anzahl der Fälle, wo es nicht problemlos lief in Relation zur Anzahl der Wohnungen doch recht hoch, es hat nur niemand darüber berichtet – außer uns.
Dass es mittlerweile eine tolle Eigentümergemeinschaft gibt, ist doch eine gute Nachricht, allerdings ist uns auch bekannt, dass Herr Wagner und Frau Ballester zwischenzeitlich selbst Mitglieder dieser Eigentümergemeinschaft sind. Es ist doch befremdlich, dass die Beiden das größte und teuerste Penthouse selbst bewohnen, obwohl die Firma Son Alegre III uns gut 250.000,- Euro schuldet. Das mallorquinische Gericht hat unseren Antrag, Herrn Wagner als Geschäftsführer abzusetzen, bewilligt und es soll ein Verwalter eingesetzt werden, welcher den Verkauf der restlichen Wohnungen des Bauprojektes Son Alegre III übernimmt, sodass wir aus den Erlösen der Verkäufe in den Genuss der Auszahlung unserer Ansprüche gelangen. Der Verwalter sollte bereits ernannt sein, der erste fühlte sich allerdings nicht berufen, der zweite war bereits terminlich sehr stark belastet, nun warten wir darauf, dass der dritte seine Aufgabe übernimmt und mit dem Verkauf der Wohnungen beginnt. Bekanntermaßen läuft während des gesamten Monats August auf Mallorca nichts bei den Gerichten, daher üben wir uns weiterhin in Geduld. Für Herrn Wagner und Frau Ballester bringt die Sommerpause noch ein paar schöne Stunden auf der Dachterrasse des Penthouses, aus welchem sie sehr wahrscheinlich wieder werden ausziehen müssen. Unser Anwalt konnte sich nicht vorstellen, dass die Beiden dort weiterhin wohnen bleiben können. Wir hoffen, dass mit dem neuen Verwalter die Wohnungen recht schnell verkauft werden, Sie und die anderen Eigentümer vergrößern somit Ihre tolle Gemeinschaft und wir bekommen dann vielleicht auch endlich unser Geld zurück.
Nochmals herzlichen Dank für Ihren Kommentar, einen unbeschwerten Urlaub und viele Grüße nach Porto Cristo!
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References: Art. 631
 Art. 631
 Art. 631
 Art. 631
 Art. 40
 Art. 43
 Art. 631
 Art. 451
 Art. 631
 Art. 631
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 43