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Timestamp: 2020-05-30 08:55:35+00:00

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Von A-Z · MPU-FUX UG · Würzburg
Unser hilfreiches Nachschlagewerk zu allen Themen rund um die MPU
Glossar rund um die MPU
unser Glossar unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess und befindet sich daher auch in ständiger Überarbeitung.
Aus diesem Grunde ist es zwar ständig aktuell, aber auch nicht immer vollständig. Es kann also durchaus sein, dass Sie einen Begriff, den Sie suchen, hier nicht finden werden, obwohl wir uns um Vollständigkeit bemühen. In diesem bedauerlichen Fall rufen Sie uns bitte einfach an und fragen nach.
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Hier finden Sie eine Übersicht über alle hinterlegten Wörter:
Abhängigkeit (bzw. abhängig, Sucht), Abhängigkeitssyndrom, Acetaldehyd (bzw. Alkoholgewöhnung, Toleranzbildung, Toleranzentwicklung), Alkoholismus, Alkoholmissbrauch, Alkoholverzicht, Alkoholwirkungen, Amphetamine
B.Sc. Psychologie (bzw. Diplom-Psychologe), Badesalz (bzw. Mephedron, Methylon, synthetische Cathinone, Reiniger, Research Chemicals), Basisseminar (bzw. Einzelsitzung), BASt (bzw. Bundesanstalt für Straßenwesen), Betäubungsmittelgesetz, Bundesweit (zugelassen) (bzw. Diplom-Psycholge, Suchtberater, schwarze Schafe, Verkehrstherapeut),
Delirium Tremes (bzw. Alkoholdelirium), Delta-Alkoholismus (bzw. Alkoholismus), Designerdroge, Diplom-Psychologe (bzw. Master of Science/ Arts (Psychologie, Bachelor of Science/ Arts Psychologie, B.Sc.),
Qualität (bzw. Weiterbildung, Fortbildung, Qualifikation), Quartalstrinker (bzw. Alkoholismus, Epsilon-Alkoholismus),
Abhängigkeit (bzw. abhängig, Sucht)
Abhängigkeit ist allgemein definiert als: "verschiedene Formen des Angewiesenseins auf bestimmte Substanzen oder Verhaltensweisen". Im Volksmund wird auch häufig noch von Sucht gesprochen. Diese Sprachform ist aber veraltet. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat den Begriff "Sucht" deshalb durch den Begriff der "Abhängigkeit" ersetzt. Dennoch werden beide Begriffe häufig nebeneinander genutzt. Unterschieden wird Abhängigkeit jedoch hinsichtlich der körperlichen (physischen) Abhängigkeit und der seelischen (psychischen) Abhängigkeit.
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Acetaldehyd (bzw. Alkoholgewöhnung, Toleranzbildung, Toleranzentwicklung)
Als vergleichbares Beispiel mag man sich hier einen Kraftsportler vorstellen, der seinen Brustmuskel beim Bankdrücken mit der Langhantel von 100 Kilogramm belastet. Auch dieser Sportler ist bezüglich dieses Trainings das Üben mit den Gewichten gewöhnt, denn er hat das trainiert. Erst recht gilt diese Annahme, wenn man sich vorstellt, dass er das Training mit 160 Kilogramm oder gar mit 200 Kilogramm schweren Gewichten absolviert. Wer von uns würde das schon schaffen, ohne entsprechende Übung? Richtig, niemand. Und daher gilt das Gleiche natürlich bei 1,6 Promille und erst recht bei 2,0 Promille.
Schon der Volksmund weiß daher auch, „von Nichts kommt Nichts“. Denn gegen die Wirkung des Alkohols und des Acetaldehyds auf Nerven und Gehirn kann der Organismus nur schrittweise Kompensationsmöglichkeiten entwickeln (genauso wie der Brustmuskel erst mit zunehmender Übung schwerere Gewichte verträgt).
Zwar variieren die „Lernfortschritte“ bei vergleichbaren Trinkmengen und -anlässen erheblich zwischen den Personen (der eine „lernt“ eben schneller und der andere „lernt“ langsamer), aber eine hohe Trinkfestigkeit, wie sie durch den Promillewert im Strafbefehl bestätigt worden ist, setzt immer ein ausgedehntes „Training“ voraus. Denn erst nach wiederholter Exposition erfolgt innerorganisch eine Neuroadaption, die u. a. auf Veränderungen in Second-messenger-Systemen zurückgeführt werden kann. Neuroadaption führt demnach zur Toleranzentwicklung.
Grundlage hierbei sind in aller Regel „seelische Störungen“: Dies bedeutet, dass man aus bestimmten persönlichen, emotionalen Spannungszuständen heraus vermehrt Alkohol konsumiert. Beispielsweise können genannt werden: Angst (vor Personen oder Aufgaben), Gehemmtheit gegenüber anderen Menschen, Spannungszustände durch den Eindruck, Anforderungen (beruflich oder auch privat) nicht gewachsen zu sein. Hier versucht der Betroffene dann durch den Alkoholkonsum Erleichterung, Entspannung und Betäubung zu suchen. Die vorhergehend belastenden Umstände sind auf einmal gar nicht mehr so schlimm, alles wird „rosarot“ und überhaupt sagt man „morgen den anderen mal so richtig die eigene Meinung“ und so ganz nebenbei stellt man dann auch für sich fest, „das schaffe ich schon“. Hierbei kann bereits eine Abhängigkeit entstehen, da man durch das regelmäßige und heftige Trinken wiederholt versucht, diese Erleichterung, Entspannung und Betäubung erneut zu erreichen. Eine Sucht, im Sinne von „trinken müssen“ entsteht hier noch nicht, aber man ist konditioniert, wie der Psychologe sagt. Es besteht außerdem die Gefahr, dass sich der „Alpha-Alkoholiker“ zum „Gamma-Alkoholiker“ (weiter-)entwickelt.
Hierzu braucht es keiner „seelischen Störung“. Diese Konsumenten sind „Gesellschaftstrinker“, die sich gerne mit anderen Leuten treffen, die auch gerne Alkohol trinken. Eine körperliche Abhängigkeit oder Sucht besteht noch nicht und der eigene „Hochkonsum“ fällt auch nicht auf, da die anderen ja auch so viel trinken. Es verwundert daher auch nicht, dass „Beta-Alkoholiker“ immer noch andere Personen kennen, die „noch viel mehr trinken“ als man selbst. Daher wird der eigene Konsum auch noch nicht als so schlimm empfunden. Aber auch hier besteht die Gefahr einer (Weiter-)entwicklung im Hinblick auf „Gamma-„ oder „Delta-Alkoholiker“.
Die Folge des „Alpha-Alkoholiker“ (siehe oben). Das sogenannte Erleichterungstrinken, um Entspannung und Betäubung zu erlangen, findet immer häufiger und verstärkt statt. Neben der seelischen Konditionierung kann es auch zu einer körperlichen Abhängigkeit kommen. Getrunken wird in der Regel solange, bis es zum Rausch kommt. Man „ist dicht“, hat „die Lampe an“ oder eben auch die „die Lichter ausgeschossen“. Werden immer häufiger diese komatösen Zustände erreicht, sind das deutliche Anzeichen einer Sucht. Ein mäßiger Alkoholgenuss ist den meisten Betroffenen in der Folgezeit (Folgejahren) nicht mehr möglich.
Hierbei handelt es sich um den sogenannten „Spiegeltrinker“. Es erfolgt eine ständige Zufuhr von Alkohol, da der Betroffene nicht unter einen bestimmten „Promillespiegel“ fallen will. Passiert ihm das dennoch, treten unmittelbare Entzugserscheinungen auf. Dieser Trinkertypus ist fast jedem vertraut, da er häufig in Filmen vorkommt und morgens, nach dem Aufstehen, erst einmal Alkohol trinken muss, um das Händezittern zu beenden. Der Betroffene ist eben im Laufe der Nacht unter seinen Promillespiegel gefallen und muss jetzt erst einmal „auffüllen“, um funktionieren zu können. Er kann daher auch nicht mehr ohne den Alkohol leben. Häufig ist es den Betroffenen jedoch auch möglich ihren Konsum zu steuern. Wenn es ihnen gelingt, die „Alkoholfahne“ zu verdecken, werden sie von ihrer Umwelt noch nicht einmal als betrunken wahrgenommen. Anders als obiger „Gamma-Alkoholiker“ trinken sie daher auch nicht bis zu Vollrausch sondern sind eben bemüht, „ihr Level“ zu halten. Der Alkoholkonsum erfolgt gewohnheitsmäßig und kann über viele Jahre hinweg unbemerkt praktiziert werden. Auch hier ist dokumentierte und stabile Alkoholabstinenz im Rahmen einer MPU gefordert.
Die zu den Gamma- und Delta-Typen gehörenden Betroffenen stellen die eigentlich süchtigen Alkoholiker dar, die unbedingt der Hilfe durch eine Beratungsstelle bedürfen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung und Behandlung ist die eigene – und nicht beschönigte - Einsicht, dass eine fatale Abhängigkeit besteht. Weiter muss der uneingeschränkte Wunsch nach Hilfe durch eine Beratungsstelle vorliegen. Nur von dieser Grundhaltung ausgehend, kann eine Entwöhnung herbeigeführt werden.
Bode, H.-J. & Winkler, W. (2000). Fahrerlaubnis. Eignung - Entzug - Wiedererteilung. Bonn: Deutscher Anwaltverlag
Krüger, H.-P. (Hrsg.) (1995). Das Unfallrisiko unter Alkohol - Analyse, Konsequenzen, Maßnahmen Stuttgart: G. Fischer
Bereits bei Verkehrsauffälligkeiten ab 1,1 Promille sind Fälle zu erwarten, die nicht mehr über eine ausreichende Steuerungsfähigkeit im Umgang mit Alkohol verfügen. Je höher die BAK über 1,1 Promille liegt, desto wahrscheinlicher wird es, dass ein konsequenter Alkoholverzicht erforderlich ist, um eine zukünftige Verkehrsteilnahme unter Alkohol hinreichend durchgängig und sicher zu vermeiden. Ab 1,6 Promille ist in der überwiegenden Zahl der Fälle konsequenter Alkoholverzicht auch außerhalb von Fahrbereitschaft erforderlich. Der konsequente Alkoholverzicht ist dabei insofern von der therapeutisch indizierten Abstinenz zu unterscheiden, als es sich in diesen Fällen um eine Vernunft geleitete Entscheidung für eine Erfolg versprechende Verhaltensstrategie für die aktive Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr handelt und nicht um eine aus gesundheitlichen und sozialen Gründen zwingend erforderliche Maßnahme.
b. Der Klient hatte, auch außerhalb des Straßenverkehrs, im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum bereits wiederholt Probleme mit Polizei, Gerichten oder Behörden.
c. Obwohl durch die Auswirkungen des Alkoholkonsums ständig oder wiederholt soziale oder zwischenmenschliche Probleme aufgetreten oder verstärkt worden sind, hat der Klient weiterhin Alkohol konsumiert.
a. Der Klient hat Krisen oder schwerere Konflikte (z. B. Ehescheidung) durchlebt, die erkennbar mit einer Alkoholproblematik in Verbindung stehen oder standen. Es kam dadurch zu keiner angemessenen Reduktion der Alkoholtrinkmengen bzw. zum Alkoholverzicht.
Hier gilt u. a.:
c. Im aktuellen Auszug aus dem VZR sind mehr als zwei Entziehungen der Fahrerlaubnis wegen Trunkenheitsfahrten (§§ 315 c oder 316 StGB) eingetragen.
3.) Alkoholkonsum beeinflusst natürlich auch die Gehirnfunktionen. Die Alkoholmoleküle „docken“ an unzähligen Gehirnrezeptoren an und beeinflussen die Informationsverarbeitung. Regulationssysteme (Aktivierung/Hemmung) werden aus dem Gleichgewicht gebracht. Transmittersysteme und Botenstoffe werden durcheinandergewirbelt. Wer einmal einen betrunkenen Mitbürger (m/w/d) beobachtet hat: Die benehmen sich so, weil „innendrin“ alles durcheinandergewirbelt wird.
Amphetamin (umgangssprachlich: Speed/Pep) ist eine synthetisch hergestellte Substanz mit stimulierender Wirkung.
Das Amphetamin stellt die Basis der gleichnamigen Substanzklasse dar. Ihr gehören eine Vielzahl an psychotropen (= die Psyche des Menschen beeinflussend) Substanzen an. Zu dieser Substanzklasse gehört beispielsweise auch das MDMA (= Ecstasy, XTC). Allerdings können Ecstasy/XTC auch andere/weitere Inhaltsstoffe enthalten.
Amphetamine haben eine stimulierende und euphorisierende Wirkung auf das Zentralnervensystem und werden daher auch als Rauschmittel eingesetzt.
B.Sc. Psychologie (bzw. Diplom-Psychologe)
Badesalz (bzw. Mephedron, Methylon, synthetische Cathinone, Reiniger, Research Chemicals)
Der Begriff „Badesalz“ umfasst eine Reihe von Substanzen, die als synthetische Cathinone bezeichnet werden. Cathinon kommt in den Blättern der Khat-Pflanze vor. Synthetische Cathinone sind somit Abkömmlinge der natürlichen Substanz.
Die Bezeichnung „Badesalz“ ist kein Fachbegriff, sondern wurde gewählt, um den eigentlichen Zweck zu verschleiern: Den Konsum. Die im Internet vertriebenen Produkte werden auch als „Pflanzennahrung“, „Reiniger“ oder „Research Chemicals“ deklariert. Mit dem Ziel gesetzliche Bestimmungen zu umgehen, werden die Produkte meist mit dem Hinweis „nicht für den menschlichen Verzehr geeignet“ versehen. Viele synthetische Cathinone fallen inzwischen jedoch unter das Betäubungsmittelgesetz. Herstellung, Vertrieb und Erwerb sind somit illegal.
„Badesalz“ wird meist als weißes oder braunes Pulver oder in Kapseln verkauft. Die Substanzen werden entweder geschnupft, geschluckt oder gespritzt. Die von Konsumierenden berichtete Wirkung ähnelt der von Amphetamin oder Ecstasy. Sie erzeugen demnach Euphorie, Gefühle erhöhter Energie sowie eine gesteigerte Libido und Gesprächigkeit.
Der Konsum kann tödlich enden. Eines der am häufigsten auftretenden Einzelsymptome ist eine erhöhte Aggressivität, oftmals begleitet von einer massiven Psychose mit Wahnvorstellungen. Unter dem Einfluss von „Badesalz“ würden Konsumierende häufig zu gewalttätigem und unvorhersehbarem Verhalten neigen. In einem Fallbeispiel hatte ein Mann seine Frau und anschließend sich selbst erschossen, nachdem die Polizei ihn wegen zu schnellen Fahrens angehalten hatte.
Basisseminar (bzw. Einzelsitzung)
BASt (bzw. Bundesanstalt für Straßenwesen)
www.bast.de/DE/FB-U/Fachthemen/MPU/qualitaetssiche...
Anlage I umfasst die „nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel“, die keinen therapeutischen Nutzen und ein hohes Suchtpotential aufweisen. Hierzu zählen alle illegalen Drogen von Acetorphin bis Trimeperdin.
Anlage II listet die „verkehrsfähigen nicht verschreibungsfähigen“ Betäubungsmittel auf. Als solche gelten Stoffe, die zur Herstellung therapeutisch wirksamer Betäubungsmittel verwandt werden von Amfetaminil bis Zipeprol.
Anlage III enthält die „verkehrsfähigen verschreibungspflichtigen“ Betäubungsmittel. Hierbei handelt es sich um Medikamente mit physischem oder psychischem Abhängigkeitspotentials von Alfentanil bis Zolpidem.
Bundesweit (zugelassen) (bzw. Diplom-Psychologe, Suchtberater, schwarze Schafe, Verkehrstherapeut)
Um zu verdecken, dass sie nicht die Qualifikation (Diplom-Psychologe/Bachelor Master/cand. Psych.) zur MPU-Vorbereitung besitzen, werben unqualifizierte Vorbereiter damit, dass sie "bundesweit zugelassen" oder auch "bundesweit anerkannt" sind. Dadurch wollen sie verbergen, dass sie diese Qualifikationen als ausgebildete Psychologen nicht besitzen und täuschen vor, dass man eine Zulassung von einer Stelle/Behörde/Amt bekommen hat. Das gibt es aber gar nicht.
Auch in Würzburg gibt es unqualifizierte Anbieter, die vortäuchen, dass sie quasi "vom Amt" eine Erlaubnis zur Vorbereitung erteilt bekommen haben und mit speziellen Zertifikaten werben. Diese Kundentäuschung müssen solche Anbieter natürlich betreiben, wenn sie sonst kein oder wenig psychologisches Fachwissen haben.
Cannabis (bzw. Marihuana, Haschisch, Tetrahydrocannabinol, THC, Gras)
Cannabis ist ein Oberbegriff für Rauschmittel, die aus Hanfsorten gewonnen werden. Die Blätter der weiblichen Pflanze werden hierbei Marihuana genannt. Das extrahierte Harz wird dann zu Haschisch weiter verarbeitet. Psychoaktiv und damit der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze ist dabei das sogenannte Tetrahydrocannabinol (THC). Es beeinflusst vor allem das Zentralnervensystem und bewirkt die vom Konsumenten erwünschten relaxierenden und sedierenden Wirkungen.
Co-Abhängigkeit (bzw. Alkoholabhängigkeit)
Co-Abhängigkeit ist ein Begriff aus der Suchtforschung. Damit wird umschrieben, dass in der Regel nahestehende Bezugspersonen (Ehemann/Ehefrau, Eltern, Geschwister etc.) eines Suchtkranken durch ihre gut gemeinten Hilfestellungen die Sucht des Betroffenen eigentlich fördern.
So wird beispielsweise der abhängige Partner vor den Nachbarn entschuldigt, Arbeitskollegen kompensieren die schlechten Arbeitsleistungen durch erhöhten Einsatz. Kinder übernehmen Haushaltsarbeiten, aber auch Ärzte, die suchtbildende Medikamente ohne Indikation verordnen stabilisieren so das Suchtsystem. Dem Suchtkranken werden somit mögliche negative Konsequenzen seines Alkoholkonsums „vorenthalten“, was dazu führt, dass er den Konsum fortsetzt, da er „ja nichts befürchten muss“. Die anderen werden ihm schon helfen.
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (Hrsg., 2009). SUCHT, Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, Sonderheft, Deutsche Suchthilfestatistik 2007.
Mit dem Begriff Craving (engl. für Begierde, Verlangen) wird das kaum zu unterdrückende Verlangen nach dem Konsum der Droge umschrieben, dass der Betroffene entwickeln kann. Dieses Verlangen kann sich in allen Formen substanzbezogener (Alkohol, Nikotin, Drogen) und substanzfreier Süchte entwickeln (u. a. beispielsweise Kaufsucht oder Spielsucht). Dieses Verlangen ist das zentrale Kriterium einer Abhängigkeitsstruktur oder eines Entzugs.
Crystal Meth (bzw. Ecstasy, XTC)
Cutting-Agent (bzw. Streckmittel)
Cutting-Agents sind Streckmittel, die der jeweiligen Droge beigemischt werden. Allen Streckmitteln gemeinsam ist, dass sie die jeweilige Drogenmenge erhöhen, um den Umsatz des Dealers zu erhöhen. Der Reinheitsgrad der einzelnen Drogen beträgt daher auch nicht mehr 100 Prozent, die er beim Produzenten besaß, da die verschiedensten Zwischenhändler durch den Einsatz von Streckmitteln ihren finanziellen "Schnitt" machen wollen.
Delirium tremens (bzw. Alkoholdelirium)
Delta-Alkoholismus (bzw. Alkoholismus)
Hierbei handelt es sich um den sogenannten „Spiegeltrinker“. Es erfolgt eine ständige Zufuhr von Alkohol, da der Betroffene nicht unter einen bestimmten „Promillespiegel“ fallen will. Passiert ihm das dennoch, treten unmittelbare Entzugserscheinungen auf. Dieser Trinkertypus ist fast jedem vertraut, da er häufig in Filmen vorkommt und morgens, nach dem Aufstehen, erst einmal Alkohol trinken muss, um das Händezittern zu beenden. Der Betroffene ist eben im Laufe der Nacht unter seinen Promillespiegel gefallen und muss jetzt erst einmal „auffüllen“, um funktionieren zu können. Er kann daher auch nicht mehr ohne den Alkohol leben. Häufig ist es den Betroffenen jedoch noch möglich ihren Konsum zu steuern. Wenn es ihnen gelingt, die „Alkoholfahne“ zu verdecken, werden sie von ihrer Umwelt noch nicht einmal als betrunken wahrgenommen. Anders als beispielsweise „Gamma-Alkoholiker“ trinken sie daher auch nicht bis zu Vollrausch sondern sind eben bemüht, „ihr Level“ zu halten. Der Alkoholkonsum erfolgt gewohnheitsmäßig und kann über viele Jahre hinweg unbemerkt praktiziert werden. Auch bei diesem Trinkertypus ist ein kontrollierter Alkoholkonsum, der Trinken und Verkehrsteilnahme trennt, nicht mehr möglich und es ist dokumentierte und stabile Alkoholabstinenz im Hinblick auf eine MPU gefordert.
„Die Gruppe der sog. Designerdrogen (englisch design: entwerfen) umfasst synthetisch hergestellte Derivate (= chemische Abkömmlinge) bekannter psychotroper Stoffe, die oft eine ähnliche, teilweise aber auch eine bedeutend stärkere Wirkung sowie ein höheres Suchtpotenzial besitzen als ihre Muttersubstanzen. Eine besondere Rolle spielen die Derivate des Narkosemittels Fentanyl, der Schmerzmittel Pethidin und Phencyclidin, die größtenteils in die Reihe der Opioide zählen, und des Amphetamins (Iten 1994, mit Literaturübersicht). Vertreter sind u. a.: MDA (Methylen-Dioxy-Amphetamin, Trivialname u. a. Love Drug, Speed for Lovers), MDMA (Methylen-Dioxy-Meth-Amphetamin, z. B. Adam, XTC, Ecstasy, "E"), MDEA (Methylen-Dioxy-Ethyl-Amphetamin, z. B. "Eva", "Eve"), DOM (Dimeth-Oxyamphetaminderivat mit Methyl-Gruppe, z.B. Tranquillity, Serenity, u.a.), DOB (Dimeth-Oxyamphetaminderivat mit Brom-Atom, z. B. Golden eagle, 100X).
Wirkung: Ihre Wirkung wird vor allem über den Sympathikus (= den für die körperliche Aktivität zuständigen Teil des Zentralnervensystems) vermittelt. Seine Erregung (sog. sympathomimetische Wirkung) wird als aufputschend („Kraft und Energie" vermittelnd) erlebt. Sie setzt etwa 15 bis 60 Minuten nach oraler Aufnahme ein und kann über Stunden anhalten. Hinzu kommen emotionale Enthemmung (ähnlich wie Liebesgefühle), Steigerung des Selbstwertgefühls und Abbau der Kommunikationsbarrieren. Aus medizinischer Sicht ist vor allem die im Einzelfall nicht vorhersehbare Hyperthermie (= Entgleisung der Körpertemperatur-Regulierung) gefürchtet.
Ebenso gefährlich sind Störungen im Elektrolyt-Ionenhaushalt des Körpers, die durch eine überlange und zu hohe Aktivitäts- bzw. Wachheitsdauer mit nicht ausgeglichenen Flüssigkeitsverlusten hervorgerufen wurden bzw. eine mit einem Katabolismus einhergehende Erschöpfung. Es häuften sich auch Berichte über neurotoxische Wirkungen von im Körper gebildeten Metaboliten einiger Substanzen dieser Stoffgruppe, die Störungen der Synapsenbildung bewirken (Verknüpfungen zwischen Nervenzellen). Befürchtet werden Spätfolgen im Bereich der Gehirn- und Gedächtnisleitung, die vermehrt und bereits in relativ jungen Jahren einsetzen.
Diplom-Psychologe (bzw. Master of Science/Arts (Psychologie, Bachelor of Science/Arts Psychologie, B.Sc.)
Diplom-Psychologe/B.Sc. Psychologie ist eine Berufsbezeichnung. Personen, die diesen Titel führen dürfen, verfügen über eine entsprechend langjährige Ausbildung mit qualifizierenden Abschlussprüfungen an einer Universität.
Ecstasy (bzw. XTC, Speed, Crystal Meth, MDMA)
Die Pillen steigern dabei Bewegungsdrang und Energie. Gleichzeitig werden Schmerzen, Hunger- und Durstgefühl unterdrückt. Zudem gibt die Droge dem User das Gefühl, mit sich und der Welt im Einklang zu sein. Auch erlaubt die Droge dem Konsumenten einen stärkeren Zugang zu den eigenen Gefühlen sowie unterdrückten und verdrängten Erfahrungen (sog. entaktogene Wirkung) und wirkt darüber hinaus stimmungsaufhellend, kommunikations- und kontaktfördernd. Die Hochstimmung hält mit bis zu fünf Stunden sehr lange an.
Innerorganisch bewirkt der Konsum die Ausschüttung von großen Mengen des Glückshormons Serotonin sowie von leistungssteigernden Transmittern wie Dopamin und Noradrenalin. Parallel verhindert die Droge, dass diese Hormone – wie unter normalen Umständen – sofort wieder von den Nervenzellen aufgenommen werden. Der längere Aufenthalt im synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen bewirkt somit eine längere und größere Verfügbarkeit der Transmitter. In der Regel genügt deshalb eine Pille, um eine ganze Nacht ohne Ermüdungs- und Erschöpfungsgefühl durchzutanzen. Bei geringerer Dosis wirkt der Rausch antriebssteigernd, bei höherer Dosierung eher halluzinogen.
EtG (bzw. Ethylglucuronid, Alkoholkonsummarker, Langzeitmarker für Alkohol)
Ethylglucuronid (EtG) ist ein sehr sicherer Marker des Alkoholkonsums. Erklären kann man das damit, dass Ethylglucuronid ein direktes Abbauprodukt des Alkohols ist. Ethylglucuronid entsteht also nur, wenn man tatsächlich Alkohol getrunken hat. Zudem ist ein hoch spezifischer Nachweis durch GC-MS möglich.
Fahren ohne Fahrerlaubnis zählt zu den sogenannten Straftaten, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Straßenverkehr stehen. Häufig kommt diese Straftat bei Jugendlichen vor, die gewisse Veränderungen an ihrem Mofa/Roller verändert haben, um die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu verändern. In früheren Jahren (70er/ 80er Jahre) noch eine lässliche Sünde, die zum Erwachsenwerden dazugehörte, führt sie heutzutage zur Überprüfung der Eignung des Betroffenen. Allerdings haben die Fahrerlaubnisbehörden häufig einen gewissen Ermessensspielraum und fordern eine MPU erst beim zweiten aktenkundigen Vorfall. Das kann man auch verstehen, denn eine zweite Auffälligkeit lässt schon darauf schließen, dass der Betroffene ein eigenes Verständnis bezüglich der Befolgung der Verkehrsregeln hat.
Freier Therapeut (bzw. Suchtberater, Verkehrstherapeut)
Beachten Sie immer, dass Ihr Vorbereiter ein Diplom-Psychologe (m/w/d) ist.
GebOSt (bzw. Gebührenordnung)
GGT (bzw. Gamma-GT, Leberwert)
Die GGT (Gamma-Glutamyl-Transferase) ist ein Enzym, das in vielen Organen vorkommt und an Stoffwechselprozessen beteiligt ist (bspw.: Eiweißstoffwechsel). Dabei wird die GGT durch die Blutentnahme bei der Untersuchung erhoben. Die im Blut gemessene GGT stammt dabei nahezu vollständig aus den Zellen der Gallengänge in der Leber. Allgemein wird die GGT bei der MPU bestimmt, da sie als ein leberspezifisches Enzym gilt.
Die GGT zählt daher auch zu den sogenannten Leberwerten. Sie wird u. a. bestimmt, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der Leber oder aber auch der Verdacht auf einen Alkoholmissbrauch besteht. Alkoholmissbrauch ist daher auch einer der häufigsten Gründe für eine Erhöhung der GGT. Allerdings ist die GGT ein empfindlicher Parameter, der schon bei einer geringen Alkoholmenge (zwei/drei Flaschen Bier à 0,5 Liter) erhöht sein kann.
Zwar wird oben aufgeführt, dass Alkoholmissbrauch einer der häufigsten Gründe für eine GGT-Erhöhung ist. Allerdings wird durch diese Erhöhung ein Alkoholmissbrauch nicht bewiesen. Denn eine GGT-Erhöhung kann auch durch andere Faktoren (bspw.: Medikamente, Erkrankungen) verursacht worden sein.
GHB (bzw. Liquid Ecstasy, Lethal Ecstasy)
Die Höhe der Dosis und die eigene Stimmung beeinflussen die Dauer und die wahrgenommene Wirkung des Rausches. So kann GHB entspannend und beruhigend wirken, aber auch zu Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen und Bewusstlosigkeit führen. Der Rausch tritt im Übrigen nach circa 30 Minuten ein und kann bis zu 3 Stunden anhalten.
Es hat Fälle gegeben, in denen Mädchen/Frauen auf Partys GHB in den Drink geschüttet wurde, um sie bewusstlos zu machen und sie anschließend sexuell zu missbrauchen oder zu vergewaltigen. Um diesem Missbrauch vorzubeugen, sollten Mädchen/Frauen ihre Getränke auf Parties/Discotheken immer bei sich behalten.
GOT (bzw. Enzym, Leberwerte)
GPT (bzw. Enzym, Leberwerte)
Halluzinogene (bzw. LSD, Meskalin, Psilocybin)
Halluzinogene sind u. a. LSD, Meskalin und Psilocybin.
Halluzinogene wirken auf das menschliche Zentralnervensystem und erzeugen subjektiv erlebte Veränderungen der Wahrnehmung. Sie „lockern“ demnach die menschlichen Sinnes- und Gefühlswahrnehmungen und es kommt zu „neuen“, aber eben auch „fehlerhaften“ Wahrnehmungen in optischer, akustischer oder auch taktiler Hinsicht.
Idiotentest (bzw. Deppentest)
Kokain (bzw. Crack, Candy, Coke, Koks, Schnee, white stuff)
Wirkung: Vor allem wird die Leistungsfähigkeit (auf allen Ebenen des menschlichen Erlebens und Verhaltens) gesteigert. Neben der gesteigerten Aktivität mit dem Gefühl einer gesteigerten Dominanz und Überlegenheit wird jedoch das Sorgfalts- und Vorsichtsverhalten herabgesetzt.
1) Euphorie: Der Konsument ist "high". Er zeigt eine erhöhte Risikobereitschaft in seinem Verhalten und sein Antrieb ist gesteigert, ohne dass er sich erschöpft oder ermüdet fühlt. Zudem denkt man schneller und ist weniger kritikfähig (vor allem sich selbst gegenüber). Dieser Zustand kann bis zu 40 Minuten andauern.
2) Dysphorie: Der Konsument erlebt nun den gegenteiligen Effekt. Er ist übellaunig, gereizt oder unzufrieden. Hinzu kommen Zustände von Verfolgungswahn oder Aggressivität.
Kontrollminderung (bzw. Kontrollverlust)
Kursempfehlung (bzw. § 70 FeV)
Die Gutachter haben durch das Gutachten drei Möglichkeiten zur Empfehlung an die Behörde. Neben einer Positivempfehlung oder einer Negativempfehlung besteht die Möglichkeit einer Kurszuweisung nach § 70 FeV. Das bedeutet, dass der Betroffene einen sogenannten Kurs mit Rechtsfolge besucht und danach den Führerschein wiederbekommt.
Die Frage der Behörde wird dadurch durch die Gutachter erst einmal negativ beantwortet. Also beispielsweise bei einer Alkoholfragestellung wegen einer vormaligen Alkoholfahrt:
Es ist zu erwarten, dass der/die Untersuchte auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird
Die Leberzirrhose stellt das Endstadium der Lebererkrankung dar. Sie ist irreversibel, da Leberzellen beispielsweise durch Gifte abgestorben sind. In der Regel bildet sich eine derartige Leberzirrhose über Jahre/Jahrzehnte.
Lethal Highs (bzw. Badesalz, Reiniger, Research Chemicals)
MCV (bzw. Leberwerte)
Bezüglich einzelner Leberwerte wie GGT, GOT, GPT wird hinsichtlich eines weiteren Markers ausgeführt, dass „Das MCV weist eine geringere Sensitivität für chronischen Alkoholkonsum auf als die Gamma-GT. Die Spezifität wird unterschiedlich beurteilt (Bode 1995a; Gilg 1995; Roine & Salaspuro 1995). Es bietet jedoch zwei wesentliche Vorteile, auf die nicht verzichtet werden sollte: Zum Ersten basiert es als Ausdruck der toxischen Wirkung des Alkohols auf das Knochenmark auf einem anderen pathophysiologischen Prinzip als die vorgenannten leberspezifischen Parameter. Das führt in Verbindung mit diesen zu einer deutlichen Verbesserung der Aussagekraft der Laborwerte insgesamt. Zum anderen bildet es sich bei Alkoholkarenz wesentlich langsamer zurück“.
MDA (bzw. Methylen-Dioxy-Amphetamin, Love Pills)
MDEA (bzw. Methylen-Dioxy-Ethyl-Amphetamin, "Eva", "Eve")
MDMA (bzw. Methylen-Dioxy-Meth-Amphetamin, XTC, "E", Adam, Ecstasy)
Das Mikrosomal ethanoloxidierende System wird bei chronifiziertem Alkoholkonsum „extra“ vom Organismus gebildet, um in der Zusammenarbeit mit der Alkohol-Dehydrogenase den Alkoholabbau zu beschleunigen. Mit Beendigung des Alkoholkonsums bildet sich das MEOS wieder zurück, wird aber bei erneuter Konsumaufnahme reaktiviert. Der Alkoholabbau, sprich die Eliminierung des Alkohols aus dem Organismus geschieht entsprechend schnell, was den Rückfall erweitert und den Konsum ansteigen lässt.
Nanogramm (bzw. Tetrahydrocannabinol, THC)
Das Bundesverwaltungsgericht hat erstmals eine verbindliche „Promillegrenze" für Kiffer akzeptiert. Das oberste deutsche Verwaltungsgericht hat ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VOH) Mannheim bestätigt, wonach Gelegenheitskonsumenten von Cannabis die Fahrerlaubnis bereits dann entzogen werden kann, wenn sie sich mit einem Nanogramm des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) pro Milliliter Blut hinters Steuer setzen. Diese Grenze hatte sich inzwischen bei fast allen Oberverwaltungsgerichten durchgesetzt, ein höchstrichterliches Urteil dazu stand aber noch aus.
Ordnungswidrigkeit (bzw. Fahrverbot)
Durch eine Vielzahl von Studien wurde dargestellt, dass es durch Passivkonsum/Passivrauchen nicht zu forensisch signifikanten Blut- und/oder Urinkonzentrationen von Cannabis kommen kann. Voraussetzung ist hierbei jedoch ein Cut-off-Wert von 50 µg/l).
Promillegrenze (bzw. Blutalkoholkonzentration, Ordnungswidrigkeit, Strafbefehl)
0,0 Absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Diese Ordnungswidrigkeit wird als schwerwiegende Zuwiderhandlung eingestuft und nicht nur mit einer Geldbuße von 250,- geahndet. Zusätzlich erhält man auch 2 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg, was nach § 2a Abs. 2 StVG zur Anordnung der Teilnahme an einem besonderen Aufbauseminar und zur Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre führt.
0,3 „Relative Fahruntüchtigkeit": Wenn typische Ausfallerscheinungen, Fahrfehler oder konkrete Gefährdungen hinzutreten, ist dies nach § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) oder sogar nach § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) strafbar und wird zudem im Regelfall zum Entzug der Fahrerlaubnis (nach § 69 StGB) führen. Die Fahreignung ist nicht mehr gegeben.
0,5 Die „0,5 Promille-Grenze": Unerlaubtes Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr, auch ohne Ausfallerscheinungen (in der Regel aufgrund entsprechender Alkoholgewöhnung). Ordnungswidrigkeit gem. § 24a StVG (erster Verstoß: 1 Monat Fahrverbot, 500,- Bußgeld, 4 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg; zweiter Verstoß: 3 Monate Fahrverbot, 1000,- Bußgeld, 4 Punkte; weitere Verstöße: 3 Monate Fahrverbot, 1500,- Bußgeld, 4 Punkte). Nach der zweiten entdeckten Alkoholfahrt wird „unabhängig von der Höhe der BAK" in der Regel eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung gefordert, um die Fahreignung zu überprüfen.
1,1 „Absolute Fahruntüchtigkeit" beim Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr. Straftat gem. § 316 StGB. Entzug der Fahrerlaubnis für etwa 9 Monate (unterschiedlich geregelt), Strafbefehl mit Geldstrafe von mindestens 40 bis 60 Tagesgehalt-Sätzen oder Freiheitsstrafe bei fahrlässiger Gefahrenverursachung, 7 Punkte in Flensburg, Schadensersatzansprüche Dritter.
1,6 Anordnung einer MPU zur „Begutachtung der Fahreignung" sowie „absolute Fahruntüchtigkeit" auch beim Führen nichtmotorisierter Fahrzeuge im Straßenverkehr (vor allem Fahrräder). Die Frist zur Durchführung beträgt normalerweise 2 Monate, bei Nichtvorlage eines positiven Gutachtens folgt der Entzug der Fahrerlaubnis.
> 3,0 Der Wert der tödlichen Dosis wird in Fachliteratur mit 3,0 bis 4,0 beschrieben. Allerdings sind Fälle mit einer überlebten BAK um 4,0 nicht außergewöhnlich. Es sind extreme Fälle bekannt, die diese Werte deutlich überschreiten.
Psilocybin (bzw. LSD)
Werden auch „magic mushrooms" genannt und oral als Pilzmahlzeit aufgenommen. Circa 1 Gramm getrocknete Pilze werden für eine wirksame Dosis benötigt. In der ersten Wirkstoffphase entstehen u. a. Schwindelgefühl und Schläfrigkeit. In der zweiten Phase sind dann Halluzinationen und Farbvisionen wahrnehmbar. Die Wirkung von Psilobycin wird auch häufig mit der Wirkung von LSD beschrieben.
Psychose (bzw. Wahnvorstellungen, Halluzinationen)
Bei einer Psychose handelt es sich um eine psychische Störung, die mit einem zeitweiligen und weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht. Symptomatisch für eine Psychose sind dabei Wahnvorstellungen und/oder auch Halluzinationen. Charakteristisch hingegen ein starker Selbstbezug und die unkorrigierbare Überzeugung von der Richtigkeit der eigenen Sichtweise. Bei dem betroffenen Personenkreis findet also keine Realitätsprüfung mehr statt, bei der man abwägt oder seine Wahrnehmung mit der anderer Menschen vergleicht.
Qualität (bzw. Weiterbildung, Fortbildung, Qualifikation)
Die Bundesanstalt für Straßenwesen schreibt vor, dass Vorbereiter Diplom-Psychologen/B.Sc. Psychologie sein müssen und sich ständig weiterbilden sollen. Diesen Forderungen kommen wir selbstverständlich nach. Wir betreiben ständige Fortbildung, um uns dauerhaft für Sie zu qualifizieren. Dadurch können wir unseren Kunden die höchste Qualität in der Vorbereitung anbieten und sind mit den neusten und ständig wechselnden Standards in der Begutachtung absolut vertraut. Unsere Kompetenz gibt Ihnen Sicherheit.
Quartalstrinker (bzw. Alkoholismus, Epsilon-Alkoholismus)
Damit sind die so genannten Quartalssäufer gemeint (Epsilon-Alkoholismus), die von Zeit zu Zeit von Unruhezuständen oder Verstimmungen überfallen werden und dann bis zum Kontrollverlust trinken. Das Verlangen nach dem Rausch tritt so plötzlich auf, dass die Betroffenen im Notfall auch zu billigsten Alkoholsorten greifen. Das übermäßige Trinken hält mehrere Tage an. Danach sind Epsilon-Trinker in der Lage, völlig normal zu trinken oder sogar ganz auf Alkohol zu verzichten.
Die zu den Gamma- und Delta-Typen gehörenden Betroffenen stellen die eigentlich süchtigen Alkoholiker dar, die unbedingt der Hilfe durch eine Beratungsstelle bedürfen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung und Behandlung ist die eigene – und nicht beschönigte – Einsicht, dass eine fatale Abhängigkeit besteht. Weiter muss der uneingeschränkte Wunsch nach Hilfe durch eine Beratungsstelle vorliegen. Nur von dieser Grundhaltung ausgehend, kann eine Entwöhnung herbeigeführt werden.
Radfahren (bzw. Fahrradfahren)
Auch bei einer Fahrradfahrt unter Alkoholeinfluss mit mehr als 1,6 Promille gibt es in aller Regel einen Strafbefehl vom Gericht und die Führerscheinstelle kann Eignungsbedenken bekunden und eine MPU anordnen. In den meisten Fällen wird das auch von den Fahrerlaubnisbehörden umgesetzt.
Das Resorptionsdefizit bezeichnet einen Mechanismus im Organismus, durch den Anteile des aufgenommenen Alkohols nicht in der Blutbahn er-scheinen. Das durchschnittliche Resorptionsdefizit liegt hierbei zwischen 10 % bis 30 % der aufgenommenen Getränkemengen und kann bei forcierter Aufnahme bis zu 50 % betragen. Derzeit geht allerdings der Bundesgerichtshof (BGH) aus im Ergebnis realitätsnahen Erwägungen verbindlich davon aus, dass das Resorptionsdefizit mindestens 10 %, maximal 30 % beträgt.
Ritalin® (bzw. ADHS, Metylphenidat, Novartis)
Wird auch das „Kokain der Armen“ genannt. Shisha ist derzeit die neue Modedroge vor allem in Griechenland. Dabei wird die Droge aus Metamphetamin (Crystal Meth) hergestellt und führt besonders schnell zu psychischer Abhängigkeit. Das Crystal Meth wird dabei in den entsprechenden Laboren mit Batteriesäure versetzt. Weitere Bestandteile können aber Motorenöl, Strychnin oder Schwefelsäure sein.
Mit Erhalt des Strafbefehls wird neben der Geldbuße in Euro auch eine sogenannte Sperrfrist ausgesprochen. Sinngemäß heißt es dann in den meisten Strafbefehlen, dass `die Behörde angewiesen wird, dass vor Ablauf von X Monaten keine Fahrerlaubnis neu erteilt werden darf´. Das ist die sogenannte Sperrfrist. Allerdings erlaubt der Gesetzgeber auch, dass diese Sperrfrist verkürzt werden kann. So wird in dem Absatz 7 des § 69a StGB ausgeführt:
Suchtberater (bzw. freier Therapeut, Verkehrstherapeut)
"Ein seriöser und kompetenter Berater (...) ist Diplom-Psychologe, hat eine verkehrspsychologische Ausbildung absolviert und bildet sich regelmäßig fort. Außerdem ist er mit den aktuell geltenden Beurteilungskriterien vertraut, an denen sich die Gutachter in der MPU orientieren. Sie sollten dies im Vorfeld gezielt klären (Homepage, direkt befragen)."
Es bezeichnet das unwiderstehliche Verlangen nach der Wirkung der Substanz (Alkohol und/oder Droge), das dauerhaft oder periodisch besteht, mitunter verbunden mit bestimmten Umfeldkonstellationen. Als Beispiel sei das von Abhängigen mitunter geschilderte Gefühl genannt, bestimmten Belastungen nur noch mit Hilfe von Alkohol und/oder Drogen gewachsen zu sein. Eine offene Schilderung süchtigen Verlangens im Rahmen einer Begutachtung wird man in der Regel nicht erwarten können“.
THC (bzw. Tetrahydrocannabinol)
Diese ist die wichtigste psychoaktive Verbindung in Cannabis-Pflanzen, sie verschafft dem Kiffer also seinen Rausch. Vor allem weibliche Pflanzen enthalten hohe Konzentrationen von THC – besonders, wenn die Blütenstände unbefruchtet sind. Wahrend diese einen THC-Gehalt von bis zu 20 Prozent erreichen, steckt in Stängeln und Blättern kaum etwas von diesem Stoff – wie auch in männlichen Cannabis-Pflanzen, die bei Kiffern mit Hang zum Gartenbau entsprechend unbeliebt sind.
THC aktiviert Cannabinoid-Rezeptoren. Diese finden sich insbesondere im Kleinhirn und steuern als Teil des Endocannabinoid-Systems unter anderem den Appetit und spielen wohl auch eine Rolle bei der Verarbeitung von Schmerz- und Angstzuständen – wobei solche Aussagen mit einiger Unsicherheit behaftet sind. Zweifellos ist hingegen, dass THC ein lipophiler Stoff ist. Das bedeutet, dass er sich gut in Fetten und Ölen löst, weshalb er sich etwa zur Verarbeitung in Milch, Kuchen und Keksen eignet.
Tilidin ist eine Ausweichsubstanz von ehemals Heroinabhängigen. Bei Opiatkonsum in der Vorgeschichte ist daher auch mit Screenings nachzuweisen, dass der vormalige Drogenkonsument nicht auf diese Substanz ausgewichen ist. Man spricht deshalb auch vom „großen Drogenscreening“.
Toleranzbildung (bzw. Toleranzentwicklung)
Toleranzentwicklung (bzw. Toleranzbildung)
Ausweichsubstanz von ehemals Heroinabhängigen. Bei Opiatkonsum in der Vorgeschichte ist bei den Drogenscreenings auch die Freiheit von dieser Substanz nachzuweisen. Man spricht dann auch vom „großen Drogenscreening“.
Benzodiazepine (=Tranquilizer) sind Psychopharmaka, die entspannend und angstlösend wirken und verschreibungspflichtig sind. Eben darum, da man sie „auf Rezept vom Arzt“ bekommt, werden sie oft verharmlost.
Aber Vorsicht! Tranquilizer machen stark abhängig und fallen daher in aller Regel unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besonders problematisch ist, dass Tranquilizer ihre Wirkung erst nach mehrwöchiger Einnahme entfalten (Latenzzeit), die Patienten also erst nach dieser Zeit einen Effekt der Einnahme verspüren und die Einnahme auch erst dann als hilfreich empfunden wird. Allerdings ist dieser Zeitraum auch ausreichend, um eine Abhängigkeit zu entwickeln und daher empfinden die meisten Patienten auch Entzugssymptome, wenn die medikamentöse Behandlung beendet wird.
Verschrieben werden Tranquilizer bei Angst und Unruhe oder auch bei Einschlaf-/Durchschlafstörungen. Tranquilizer besitzen eine hohe Missbrauchsrate, da deren Einnahme einerseits illegal ist, sie jedoch legal auf Rezept zu erhalten sind.
Verkehrstherapeut (bzw. Suchtberater; freier Therapeut)
Beachten Sie, dass Ihr Vorbereiter ein Diplom-Psychologe (m/w/d) ist.
Wasserpfeife (bzw. Bong, Blubber)
Weiterbildung (bzw. Qualifikation, Qualität, Fortbildung, Kompetenz)
Lappen her!
SIE BRAUCHEN EINE MPU-VORBEREITUNG?
Zu Fuß war gestern!
WIR UNTERSTÜTZEN SIE AUF SCHNELLSTEM WEG ZURÜCK ZUM FÜHRERSCHEIN.

References: § 70
 § 70
 § 2
 § 316
 § 315
 § 69
 § 24
 § 316
 § 69