Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'10'02.htm
Timestamp: 2017-09-24 04:52:42+00:00

Document:
17. Jahrgang, Nr. 10 vom 20. November 2007, S. 3
Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung für die Studiengänge Lehramt
an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien
Aufgrund der §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit 7 Abs. 6 der Verordnung über die erste Staatsprüfung für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt (1. LPVO) vom 19.06.1992 (GVBl. LSA S. 488), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27.10.2005 (GVBl. LSA S. 666), und 2 Abs. 1 der Ordnung des Zentrums für Lehrerbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 11.01.2006 (ABl. 2006, Nr. 1, S. 27) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Allgemeine Studienordnung für die Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Förderschulen, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien (AStOLS) erlassen.
I. Studien- und Modulstruktur 2
§ 2 Ziele und Struktur des Studiums 2
§ 3 Zulassung zum Studium 2
§ 4 Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen 2
§ 6 Regelstudienzeit 3
§ 7 Modulstruktur und Leistungspunktesystem 3
§ 8 Ausgestaltung der Studienfächer 4
§ 9 Zuständigkeiten 4
§ 10 Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Grundschulen) 4
§ 11 Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Sekundarschulen) 5
§ 12 Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Gymnasien) 6
§ 13 Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Förderschulen) 6
§ 14 Erweiterungsfächer 7
§ 15 Ergänzungsfächer 7
§ 16 Aufbau der berufsbegleitenden Studiengänge 8
§ 17 Schulpraktika 8
§ 18 Schlüsselqualifikationsmodul 9
§ 19 Modul Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum 9
II. Modulleistungen und Abschlussprüfungen 9
§ 20 Modulbezogene Studien- und Prüfungsleistungen 9
§ 21 Nicht-Bestehen und Wiederholung von Modulleistungen 10
§ 22 Anmeldung zum Modul und zur Modulleistung 10
§ 23 Prüferinnen und Prüfer 10
§ 24 Studien- und Prüfungsausschüsse 11
§ 25 Prüfungsamt 12
§ 26 Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß 12
§ 27 Schutzbestimmungen 13
§ 28 Bewertung der Module 13
§ 29 Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen zur ersten Staatsprüfung 14
§ 30 Einsicht in die Studien- und Prüfungsakten 14
§ 31 Mitteilungspflichten 14
§ 32 Beschwerde- und Schlichtungsstelle 14
§ 33 Ungültigkeit von Modulleistungen 14
III Schlussbestimmung 15
§ 34 Inkrafttreten 15
I. Studien- und Modulstruktur
(1) Zum Lehramtsstudium kann nur zugelassen werden, wer über die in § 27 Abs. 2 HSG LSA genannten Voraussetzungen verfügt.
(3) Den Studieninteressierten wird empfohlen, vor Beginn des Studiums ein phoniatrisches Gutachten einzuholen.
(1) Gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen oder Studienprogrammen oder an anderen Hochschulen erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Leistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiengangs im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung im Sinne des European Credit Transfer System (ECTS) vorzunehmen.
(2) Werden Leistungen angerechnet, sind gegebenenfalls die Noten zu übernehmen. Die bzw. der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(3) Zuständig für die Anrechnungen ist der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Prüfungsamt. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind die zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören.
Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Studieninteressentin bzw. ein Studieninteressent auch auf Antrag im Sommersemester beginnen. Der Antrag ist beim Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) zu stellen. Hierüber entscheidet das ZLB im Benehmen mit den betreffenden Studien- und Prüfungsausschüssen.
Die Regelstudienzeit bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Gymnasien und des Studiengangs Lehramt an Förderschulen beträgt jeweils neun Semester, bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen acht und bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Grundschulen sieben Semester. Werden die Unterrichtsfächer Musik oder Kunsterziehung gewählt, so beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen 9, im Studiengang Lehramt an Gymnasien und im Studiengang Lehramt an Förderschulen 10 Semester.
Modulstruktur und Leistungspunktesystem
a. Pflichtmodule sind zu belegende Module, die im konkreten Semesterangebot stets unter demselben Titel dieselben Lernziele verfolgen und dieselben Inhalte vermitteln;
b. Wahlpflichtmodule sind Module, die stets dieselben Lernziele verfolgen und auch denselben Titel tragen, im konkreten Semesterangebot jedoch in den Inhalten und den Bezeichnungen differieren. Hier wählt die Studentin bzw. der Student aus den im jeweiligen Semester angebotenen Modulen, die den Titel des Wahlpflichtmoduls tragen, aus;
c. Wahlmodule sind Module, die unterschiedliche Lernziele verfolgen und auch unterschiedliche Titel tragen. Hier wählt die Studentin bzw. der Student gemäß den Vorgaben der Fachspezifischen Bestimmungen aus den im jeweiligen Semester angebotenen Wahlmodulen aus.
(4) Das Volumen der Module wird über den Arbeitsaufwand der Studierenden bestimmt und in Leistungspunkten (LP) gemäß dem European Credit Transfer System (ECTS) angegeben.
Ausgestaltung der Studienfächer
(4) Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann für Module oder einzelne Lehrveranstaltungen durch Beschluss des Fakultätsrats beschränkt werden, wenn dies zu deren ordnungsgemäßer Durchführung geboten ist. Der Beschluss muss die Kriterien für die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassen. Der Beschluss ist bekannt zu geben.
Die Verantwortung für die einzelnen Fächer trägt die jeweilige Fakultät. Die Verantwortung für die Koordination der Lehramtsstudiengänge trägt das Zentrum für Lehrerbildung.
Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Grundschulen)
(1) Die Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung umfassen ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 190 Leistungspunkte (LP).
a. Fächerübergreifende Grundschuldidaktik (15 LP),
b. Pädagogik (20 LP einschließlich 5 LP Orientierungspraktikum),
c. Psychologie (15 LP),
d. Unterrichtsfach I (45 LP) Deutsch oder Mathematik, bestehend aus Fachwissenschaft (25 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik (20 LP),
e. Unterrichtsfach II (35 LP) Mathematik oder Deutsch, bestehend aus Fachwissenschaft (20 LP) und Fachdidaktik (15 LP),
f. Unterrichtsfach III (35 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (20 LP) und Fachdidaktik (15 LP),
g. Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
h. Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (5 LP),
i. Schulpraktika (10 LP),
j. Schulpraktische Übung (5 LP).
Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Sekundarschulen)
(1) Die Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung umfassen ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 215 Leistungspunkte (LP).
a. Pädagogik (20 LP einschließlich 5 LP Orientierungspraktikum),
b. Psychologie (15 (LP),
c. Unterrichtsfach I, bestehend aus Fachwissenschaft (65 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
d. Unterrichtsfach II, bestehend aus Fachwissenschaft (60 LP) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
e. Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
f. Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (5 LP),
g. Schulpraktika (15 LP).
(6) Mit dem Erwerb von 120 Leistungspunkten wird ein Zeugnis zur Zwischenprüfung ausgestellt. Dieses Zwischenprüfungszeugnis gilt als Abschluss des Grundstudiums und berechtigt zur Weiterführung des Studiums im Sinne der Aufnahme eines Hauptstudiums.
Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Gymnasien)
(1) Die Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung umfassen ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 245 Leistungspunkte (LP).
a. Pädagogik (20 LP einschließlich 5 Orientierungspraktikum),
b. Psychologie (15 LP),
c. Unterrichtsfach I, bestehend aus Fachwissenschaft (80 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
d. Unterrichtsfach II, bestehend aus Fachwissenschaft (75 LP) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
Leistungsanforderungen für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung (Lehramt an Förderschulen)
a. Pädagogik (15 LP einschließlich 5 Orientierungspraktikum),
c. Allgemeine Rehabilitationspädagogik/Integrationspädagogik (20 LP) und Rehabilitationspädagogische Psychologie (15 LP),
d. fachwissenschaftliche und fachdidaktisches Studium in zwei der fünf sonderpädagogischen Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörtenpädagogik (jeweils 40 LP), inklusive jeweils einer Schulpraktischen Übung in jedem gewählten Fach. In dem Studium einer Fachrichtung ist ein Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum bzw. Sozialpraktikum zu absolvieren,
e. Entweder kann ein Unterrichtsfach I aus dem Studium Lehramt an Sekundarschulen (80 LP) oder es können zwei Unterrichtsfächer aus dem Studium Lehramt an Grundschulen (Unterrichtsfach I und Unterrichtsfach II oder Unterrichtsfach III; insgesamt 80 LP) gewählt werden,
f. Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
(4) Im Rahmen des Studiengangs können die Unterrichtsfächer und die sonderpädagogischen Fachrichtungen gemäß Abs. 2 in der Regel frei gewählt werden.
(5) Mit dem Erwerb von 120 Leistungspunkten wird ein Zeugnis zur Zwischenprüfung ausgestellt. Dieses Zwischenprüfungszeugnis gilt als Abschluss des Grundstudiums und berechtigt zur Weiterführung des Studiums im Sinne der Aufnahme eines Hauptstudiums.
(1) Wird im Rahmen des Studiengangs Lehramt an Gymnasien oder des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen ein drittes Unterrichtsfach als Erweiterungsfach gewählt, so sind die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Module analog zum Unterrichtsfach II zu belegen. Dies gilt ebenso für ein zusätzliches Sekundarschul-Unterrichtsfach oder eine zusätzliche Fachrichtung für das Lehramt an Förderschulen.
(2) Wird im Rahmen des Studiengangs Lehramt an Grundschulen ein viertes Unterrichtsfach als Erweiterungsfach gewählt, so sind die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Module analog zum Unterrichtsfach III und ein zusätzliches Schulpraktikum mit einem Volumen von 5 LP zu absolvieren. Dies gilt ebenso für ein zusätzliches drittes Grundschulunterrichtsfach im Studiengang Lehramt an Förderschulen. Die Regelstudienzeit verlängert sich damit um zwei Semester.
(3) Die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung im Erweiterungsfach kann erst erfolgen, wenn die Erste Staatsprüfung bestanden ist.
a. Im Studiengang Lehramt an Grundschulen:
· Integrationspädagogik;
b. im Studiengang Lehramt an Sekundarschulen:
· Integrationspädagogik,
· Astronomie in Kombination mit Geographie oder Mathematik oder Physik,
· Hauswirtschaft (als berufsbegleitender Studiengang);
c. im Studiengang Lehramt an Gymnasien:
· Psychologie,
· Astronomie in Kombination mit Geographie oder Mathematik oder Physik;
d. im Studiengang Lehramt an Förderschulen:
· Hauswirtschaft (als berufsbegleitender Studiengang).
(2) Für Integrationspädagogik sind Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen.
(3) Für Astronomie in Kombination mit Geographie, Mathematik oder Physik sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen.
(4) Für Psychologie sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen.
(5) Hauswirtschaft als berufsbegleitender Studiengang umfasst 45 Leistungspunkte.
Aufbau der berufsbegleitenden Studiengänge
(2) Die Schulpraktika im Studiengang Lehramt an Grundschulen werden in zwei Modulen mit jeweils 5 LP durchgeführt. Wird ein Erweiterungsfach studiert, so ist zusätzlich ein drittes Praktikum mit 5 LP zu belegen. Für die Durchführung eines Praktikums sind ca. drei bzw. vier Wochen vorgesehen.
(3) Im Studiengang Lehramt an Förderschulen sind ein Schulpraktikum in der Fachrichtung I, ein Schulpraktikum in der Fachrichtung II und ein Förderdiagnostisches Praktikum mit jeweils 5 LP zu belegen. Für die Durchführung der Schulpraktika sind jeweils vier Wochen, für das förderdiagnostische Praktikum eine Woche vorgesehen.
Schlüsselqualifikationsmodul
Lernziele, Inhalte, Ablauf und Bestandteile des Schlüsselqualifikationsmoduls zur Kommunikations- und Medienpraxis sind der Modulbeschreibung zu entnehmen. Modulleistungen sind Präsentationen in verschiedenen Formen. Insgesamt umfasst das Modul 5 LP.
Modul Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum
Von den Studierenden der Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien wird das Außerunterrichtliche Pädagogische Praktikum in einem selbst gewähltem pädagogischen Arbeitsfeld durchgeführt. Hierfür sind drei Wochen vorgesehen. Studierende des Lehramtsstudiums an Förderschulen müssen ein Außerunterrichtliches Praktikum oder ein Sozialpraktikum absolvieren. Es wird empfohlen, das Praktikum während der ersten drei Semester zu absolvieren. Es werden keine Teilnahmevoraussetzungen verlangt. Lernziele, Inhalte, Ablauf und Bestandteile der Module sind den Modulbeschreibungen zu entnehmen. Als Modulleistung ist ein Praktikumsbericht zu verfassen, der nicht benotet wird. Insgesamt umfasst das Modul 5 LP.
II. Modulleistungen und Abschlussprüfungen
(1) In den Lehramtsstudiengängen werden Studien- und Prüfungsleistungen modulbezogen als Modulleistungen erbracht.
(2) Modulleistungen können in verschiedenen Formen erbracht werden, u.a. durch Klausur, Hausarbeit, mündliche Prüfung. Näheres regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(3) Die Zulassung zur Modulleistung gemäß Abs. 2 kann von der Erbringung von Vorleistungen abhängig gemacht werden. Diese können in verschiedenen Formen erbracht werden. Näheres regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(4) Bei der Abgabe von schriftlichen Modulleistungen hat die Studentin bzw. der Student schriftlich zu versichern, dass sie ihre bzw. er seine Arbeit – bei einer Gruppenarbeit ihren bzw. seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit – selbstständig verfasst, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt hat und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
(5) Leistungspunkte werden nur für erfolgreich abgeschlossene Modulleistungen vergeben. Falls eine Modulleistung benotet wird, dann gilt die Leistung als erfolgreich erbracht, wenn die Note mindestens „ausreichend“ (4,0) lautet.
(6) Jedes Modul muss mindestens eine Leistung oder eine Kombination von bestimmten Leistungen (sogenannte Teilleistungen) vorsehen.
Nicht-Bestehen und Wiederholung von Modulleistungen
(1) Bei Nicht-Bestehen einer Teilleistung ist nur diese zu wiederholen und nicht alle bereits bestandenen Teilleistungen des Moduls. Die Studentin bzw. der Student ist über den Studien- und Prüfungsausschuss über einen Misserfolg der Modulleistung zu informieren und über ihre bzw. seine Rechte zu belehren.
(3) Für Module, die aus anderen Studienfächern übernommen werden, gelten die jeweiligen Fachspezifischen Bestimmungen und Modulbeschreibungen auch hinsichtlich der Wiederholungsmöglichkeiten.
(6) Auf Antrag und zum Studienabschluss ist der Studentin bzw. dem Studenten das Studienbuch, das sogenannte Transcript of Records auszuhändigen, welches alle bestandenen Modulleistungen bezeugt.
(3) Die Anmeldung zur Prüfung kann separat erfolgen und wird einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann jede nach § 12 Abs. 4 HSG LSA prüfungsberechtigte Person sein. Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind ferner wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäß § 33 Abs. 1 Nr. 2 und 3 HSG LSA, soweit sie Lehraufgaben leisten, Lehrbeauftragte sowie in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen befugt.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Abs. 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen und Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Prüferinnen und Prüfer sowie die Beisitzerin bzw. den Beisitzer. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
(4) Das Zentrum für Lehrerbildung bildet für die Fächer des Lehramtes an Grundschulen und für die Module „Schulpraktikum I, "Schulpraktikum II", „Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum“ (AuPP) und das Schlüsselqualifikationsmodul „Kommunikations- und Medienpraxis“ je einen Studien- und Prüfungsausschuss. Diesen Ausschüssen gehören jeweils drei Professorinnen und Professoren, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Studentin bzw. ein Student an.
(7) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt vier Jahre, die des studentischen Mitglieds ein Jahr. Wiederbestellung ist möglich. Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses üben ihr Amt nach Ablauf einer Amtsperiode weiter aus, bis Nachfolgerinnen und Nachfolger bestimmt worden sind und diese ihr Amt angetreten haben.
(8) Die Mitglieder der Studien- und Prüfungsausschüsse und deren Stellvertreterinnen und/oder Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(11) Die Stellvertreterinnen und Stellvertreter der Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses vertreten bei Abwesenheit die einzelnen Mitglieder des Ausschusses. Scheidet ein Mitglied des Studien- und Prüfungsausschusses aus, so rückt sein Stellvertreter nach.
(13) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses kann in unaufschiebbaren Angelegenheiten (Eilkompetenz) und in Routineangelegenheiten allein entscheiden. Eine Entscheidung ist unaufschiebbar, wenn eine rechtzeitige Ladung der Ausschussmitglieder nicht mehr möglich ist. Die bzw. der Vorsitzende unterrichtet den Studien- und Prüfungsausschuss spätestens in dessen nächster Sitzung über die Entscheidung.
Das zuständige Prüfungsamt organisiert die administrative Vorbereitung und Durchführung der Prüfungsverfahren und verwaltet die Studien- und Prüfungsdaten und -dokumente. Es unterstützt die Studien- und Prüfungsausschüsse des Zentrums für Lehrerbildung und die Studien- und Prüfungsausschüsse bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im administrativen Bereich.
Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß
(1) Eine Modulleistung gilt als nicht bestanden, wenn die Studentin bzw. der Student einen Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Leistungserbringung ohne triftigen Grund von der Modulleistung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Modulleistung nicht bis Ablauf einer vorgegebenen Frist erbracht wird.
(2) Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem Studien- und Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Studentin bzw. des Studenten bzw. eines von ihr bzw. ihm zu versorgenden Kindes oder pflegebedürftigen Angehörigen kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und, in Zweifelsfällen, ein Attest des Amtsarztes verlangt werden. Wird der Grund anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Studien- und Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.
(3) Versucht die Studentin bzw. der Student, das Ergebnis ihrer bzw. seiner Modulleistung bzw. Teilleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Modulleistung mit „nicht ausreichend“ bewertet.
(2) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit vom 05.12.2006 (BGBl. I S. 2748) (BEEG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Elternzeit antreten, dem Studien- und Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Studien- und Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Elternzeit auslösen würden und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin bzw. dem Studenten mit.
(3) Studierende, die wegen familiärer Verpflichtungen beurlaubt sind, können freiwillig Modulleistungen erbringen. Auf Antrag der Studentin bzw. des Studenten ist eine Wiederholung nicht bestandener Modulleistungen während des Beurlaubungszeitraumes möglich.
(4) Macht eine Studentin bzw. ein Student durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie bzw. er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher oder psychischer Behinderung nicht in der Lage ist, die Modulleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, gestattet der Studien- und Prüfungsausschuss der Studentin bzw. dem Studenten, gleichwertige Leistungen in anderer Form zu erbringen.
(1) Die Benotung von Modulleistungen ist nur dann zwingend, wenn diese Note in die Gesamtnote des Studiengangs zur Zulassung zur Ersten Staatsprüfung gemäß §§ 7 Abs. 5 in Verbindung mit 7 Abs. 6 der 1. LPVO erforderlich ist. Welche Module in die Gesamtnote einfließen, legen die Fachspezifischen Bestimmungen fest.
(4) Die Bewertung der Modulleistung ist der Studentin bzw. dem Studenten nach Abschluss des Moduls bekannt zu geben.
eine Leistung, die weitgehend den Anforderungen entspricht,
(7) Bei Mittelung der Noten werden im Ergebnis alle Dezimalstellen, außer der ersten, ohne Rundung gestrichen. Die Modulnote lautet dann bei einem Wert bis einschließlich 1,5 = sehr gut, von 1,6 bis 2,5 = gut, von 2,6 bis 3,5 = befriedigend, von 3,6 bis 4,0 = ausreichend, über 4,0 = nicht ausreichend. Diese Skala gilt auch für die Ermittlung der Gesamtnote des Studienprogramms und des Studiengangs.
(8) Die Modulnoten können in relativen Noten entsprechend der ECTS-Bewertungsskala gemäß § 20 Abs. 6 im Transcript of Records ausgewiesen werden.
Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen zur ersten Staatsprüfung
(1) Das ordnungsgemäße Lehramtsstudium und die für die Zulassung erforderlichen Studienleistungen hat erbracht, wer alle nach Maßgabe dieser Ordnung und der jeweiligen Fachspezifischen Bestimmungen erforderlichen Leistungspunkte der Module erworben hat.
(2) Hat eine Studentin bzw. ein Student das Studium nicht erfolgreich abgeschlossen, erhält sie bzw. er auf Antrag und gegen Vorlage der Exmatrikulationsbescheinigung ihr bzw. sein Studienbuch (Transcript of Records), in dem die erbrachten Leistungen und gegebenenfalls die Noten dokumentiert sind.
Bis ein Jahr nach Abschluss des Studiums wird der Studentin bzw. dem Studenten auf Antrag Einsicht in ihre bzw. seine das universitäre Studium betreffenden Studien- und Prüfungsakten gewährt. Der Antrag ist beim zuständigen Prüfungsamt zu stellen.
Belastende Entscheidungen im Zusammenhang mit den Bestimmungen dieser Ordnung und den Fachspezifischen Bestimmungen sind der Studentin bzw. dem Studenten unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Hat die Studentin bzw. der Student bei einer Modulleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Transcript of Records und des Diploma Supplements bekannt, kann die Dekanin bzw. der Dekan nachträglich das Ergebnis und gegebenenfalls die Noten für diejenigen Leistungen, bei deren Erbringen die Studentin bzw. der Student getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Modulleistung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären. Das Landesprüfungsamt wird hierüber informiert.
(2) Die unrichtigen Studiendokumente werden eingezogen, gegebenenfalls werden berichtigte erteilt. Eine Entscheidung nach Abs. 1 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Der Senat hat diese Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung beschlossen am 10.10.2007.

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34
 § 27
 § 12
 § 33
 § 12
 § 20