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Timestamp: 2019-04-23 05:28:33+00:00

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Rechtsprechung: 1 U 75/06 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamburg, 07.07.2006
OLG Hamburg, 02.08.2006 - 1 U 75/06
Zur bereicherungsrechtlichen Rückforderung von Gutschriften, die durch sog. Phishing erlangt wurden
Bereicherungsrechtliche Rückforderung von Gutschriften infolge illegaler Geldtransaktionen aufgrund sog. Phishing von Zugangsdaten zum Online-Banking
Zivilrechtliche Ansprüche gegen Geldkurier bei Phishing
Anspruch der Bank gegen den Kontoinhaber auf Rückgewähr durch "Phishing" erlangter Beträge
BGB § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 1; BGB § 819 Abs. 1
AGB-Bk Nr. 8; BGB § 812
Pishing: Fehlüberweisung darf man nicht behalten
Rückbuchungsrecht des Kreditinstituts bei Phishing
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des OLG Hamburg vom 02.08.2006, Az.: 1 U 75/06 (Anspruch der Bank gegen den Kontoinhaber auf Rückgewähr durch 'Phishing' erlangter Beträge)" von Prof. Dr. Georg Borges, original erschienen in: ZIP 2006, 1983 - 1986.
LG Hamburg, 18.05.2006 - 334 O 10/06
OLG Hamburg, 07.07.2006 - 1 U 75/06
ZIP 2006, 1981
MMR 2006, 749
Denn die Klägerin war dazu gemäß Nr. 8 Abs. 1 ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen berechtigt (so auch OLG Hamburg MDR 2007, 536).
Bei den Phishingtransaktionen handelt es sich auch um eine fehlerhafte Gutschrift im Sinne der Nr. 8 Abs. 1 AGB (OLG Hamburg MDR 2007, 536;… Baumbach/Hopt, HGB, 32. Auflage 2006, Nr. 8 AGB-Banken Rn. 2;… vgl. auch Bankrechts-Handbuch/Bunte, Band 1, 3. Auflage 2007, § 13 Rn. 9).
Nicht anders sind die Fälle zu beurteilen, in denen - wie hier - Unbefugte sich illegal Zugangsdaten zum Online-Banking verschafft ("Phishing") und damit Überweisungen veranlasst haben (vgl. OLG Hamburg, Beschluss vom 2. August 2006 zu 1 U 75/06, OLGR 2007, 22, 23; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 22. Januar 2008 zu 17 U 185/07, WM 2008, 632, 633 f.;… Borges in Derleder/Knops/Bamberger, Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht, 2. Aufl. 2009, § 9 Rn. 152; Löhnig/Würdinger WM 2007, 961, 962).
Nimmt eine Bank eine Überweisung vor, ohne dass ein wirksamer Überweisungsauftrag vorliegt, so erwirbt sie einen Bereicherungsanspruch unmittelbar gegen den Zahlungsempfänger, ohne dass es auf dessen Kenntnis vom Fehlen des Überweisungsauftrags ankommt. Eine derartige Konstellation kann beim Phishing gegeben sein.
Zur Rechtmäßigkeit von Rückbuchungen durch eine Bank bei Überweisung ohne wirksamen Überweisungsauftrag (Phishing) gegenüber dem Zahlungsempfänger unter dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung
Rückerstattungsanspruch der Bank bei Phishing-Überweisungen
Bereicherungsanspruch der Bank bei Phishing -
Haftung des Finanzagenten beim Phishing
WM 2006, 2078
Diese Regelung ist nach allgemeiner Ansicht weder überraschend, noch benachteiligt sie den Bankkunden unangemessen, §§ 305 c Abs. 1, 307 BGB (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, WM 2006, 2078; LG Hamburg, CR 2006, 783;… LG Bonn, Urt. v. 29.12.2006, 3 O 236/06;… Baumbach/Hopt, aaO.;… Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht, 3. Aufl., Rn. 2.445 und 4.401;… Schimanski u.a., aaO., Rn. 14;… Canaris, Bankvertragsrecht, 3. Aufl., Rn. 451; vgl. a. BGH WM 1983, 907).

References: § 812
 § 819
 § 812
 § 13
 § 9
 BGH