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Timestamp: 2018-06-24 05:11:42+00:00

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BR-Forum: Weiterbildung von Arbeitnehmern AGeber trägt Seminarkosten AN besucht Seminar in Freizeit - rechtens? | W.A.F.
Weiterbildung von Arbeitnehmern AGeber trägt Seminarkosten AN besucht Seminar in Freizeit - rechtens?
Hallo, ich möchte noch eine Frage loswerden.
Unser Arbeitgeber möchte unsere Dokumentation über EDV laufenlassen. Die meisten MitarbeiterInnen haben keine Erfahrungen. Logisch ist, dass sie deshalb ein Seminar besuchen müssen. Der AG macht nun dem BR folgenden Vorschlag. Er übernimmt die Seminarkosten und die MitarbeiterInnen sollen dies aber in ihrer Freizeit machen, damit es für den AG nicht zu teuer wird. Der AG meint es wäre ja auch für die MitarbeiterInnen ein Gewinn. Wir als BR sehen dies nicht ein, denn der AG möchte diese Umstellung, dann kann er sie auch bezahlen. Liegen wir richtig?
Erstellt am 05.09.2006	um 21:36 Uhr von Lala
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Erstellt am 07.09.2006	um 12:31 Uhr von Angi1
schau dir dazu mal die Kommentierung zu § 96 und § 98 BetrVG. an.
Ich würde sagen, in eurem Fall muss der AG bezahlen.
Als Alternative käme doch sicher ein Inhouse Seminar in Frage. Dabei spart der AG erhebliche Kosten und kann deshalb
die Schulung während der Arbeitszeit stattfinden lassen.
Erstellt am 07.09.2006	um 13:24 Uhr von Kölner
Du machst mir Spass... ;-)
"Unser Arbeitgeber möchte unsere Dokumentation über EDV laufenlassen." - Was denkst Du denn wer ein grösseres Interesse an dem Dokumentationssystem haben wird: Der AG oder der AN?
Ihr habt doch allen "Druck" auf den AG in der Hand: Die MBR nach § 87 BetrVG!
Erstellt am 08.09.2006	um 07:41 Uhr von Angi1
sei versichert, dass ich nicht zu Deinem "Vergnügen" antworte.
Da der AG mit dem BR ja bereits verhandelt ( §87 Abs. 1 Punkt 6) habe ich auf die beiden §§ hingewiesen, in welchen die dazugehörige Ausbildung behandelt wird.
Außerdem ist der Alternativvorschlag kein "klein Beigeben" seitens des BR`s.
Erstellt am 08.09.2006	um 09:11 Uhr von Kölner
So dünnhäutig???
Erstellt am 09.09.2006	um 12:22 Uhr von Lala
der AG hat mit dem BR, also mit uns noch nicht verhandelt, sondern es wurde uns zwischen Tür und Angel gesteckt. Unsere PDL sagte : " Könnten Sie sich vorstellen, dass die MA die Schulungen privat absolvieren, wir würden dann die Kosten der Schulung übernehmen und die MA haben da ja auch etwas , was sie für sich anwenden können. Und bedenken Sie doch mal die Kosten, die damit auf den AG zukommen. Wir haben ca. 15 MA die überhaupt keine Erfahrung haben, d.h. es muß mindestens ein Grundkurs her der einige Zeit in Anspruch nimmt. Unsere Meinung ist, der AG muß alles bezahlen.
Inhouse ist nicht möglich > Schichtdienste und keine Computer.
Erstellt am 09.09.2006	um 12:27 Uhr von Lotte
Mein Gott Lala...warum hast Du nicht bereits zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, dass es sich um ein Heim handeln könnte?
Dann hätte ich sagen können, dass § 8 Abs. 2 Nr. 6 HeimPersV greifen wird und der AG das bezahlen muss!!!
Erstellt am 09.09.2006	um 12:37 Uhr von Kölner
Zumal eine solche zwingende Schulungsverordnung kaum jemand kennt!
Erstellt am 09.09.2006	um 13:31 Uhr von Lala
Hallo Lotte, tut mir leid, aber ich habe nicht daran gedacht, dass es Unterschiede gibt. Ich dachte, wenn der AG etwas einführen will, muß er die Kosten tragen, egal in welchem Arbeitsbereich es ist.
Ja, wir sind ein Heim und die Dienstplangestaltung, sowie die Dokumentation soll über EDV laufen.
Erstellt am 09.09.2006	um 13:51 Uhr von Fayence
LaLa, Lotte & Kölner
Schlagt mich, aber dem § 8 HeimpersV entnehme ich nur, dass den entsprechenden AN die Gelegenheit zur Fortbildung zu den unter Abs. 2 benannten Inhalten gegeben werden muss. Beinhaltet für mich z.B. keine Kostentragungspflicht des AGs; auch sehe ich hier die Initiative vom AN ausgehend!
Die Verpflichtung, AN in der Anwendung eines neuen Arbeitsmittels zu schulen, besteht für mich davon völlig unabhängig. Ich empfehle den §97 Abs.2 BetrVG...
Erstellt am 09.09.2006	um 16:00 Uhr von Kölner
Tatsächlich hat Lotte völlig Recht.
Auch hier gilt nämlich wieder - ähnlich wie beim TzBfG und sogar beim BetrVG - eine Kommentierung wirkt.
Erstellt am 09.09.2006	um 20:04 Uhr von Fayence
o.k.! :-))
Bedeutet dieser § im Umkehrschluss, dass ein AG Fortbildungen zu diesen Themen anbieten MUSS?
Oder muss er Freistellung & Seminarkosten auch dann tragen, wenn ein AN das Angebot eines externen Anbieters wahrnehmen möchte?
Erstellt am 09.09.2006	um 21:08 Uhr von Kölner
Mitunter! - Wenn er es nicht selber anbieten kann.
Erstellt am 10.09.2006	um 20:48 Uhr von waschbär
welches EDV-Dokumentationssystem ?
Prof-heim,Senso oder Heimcaresys.?
p.s ein seminar wird euch nicht reichen......
für gewöhnlich kommt nach der Dokumentation per EDV, die Leistungserfassung "Mobil" mit sogenannten PDA´s..........
das macht dann in der anfangszeit richtig laune besonders für d. Admin vor Ort, und d. "schwestern"
Überleg euch schon mal eine DV zum Schutze der AN´s mit der EDV Doku hat der AG und seine "AL´s", die AN noch besser,schneller im Blick, direkt vom "Sessel" aus.
hatten das thema vor jahren, hat vorteile wenn mann, mit dem Prg. umgehen kann.......... (z.b Copy.......Lesbarkeit...datenverfügbarkeit)
hat aber auch etliche nachteile besonders wenn die dinger streiken... und der notarzt die diagnosen möchte.....oder der MDK vor der tür steht .
Erstellt am 10.09.2006	um 21:18 Uhr von Mamudo
ey. kommt da das Helfer Syndrom bei dir durch ? oder Erinnert dich das an die Guten-Alten-Zeiten damals auf Station.
Erstellt am 10.09.2006	um 21:53 Uhr von waschbär
@ Mamudo,
ja voll und ganz, besonders die rückenschmerzen,die rundenfüsse die kopfschmerzen weil mann ständig angst hatte was falsch zu machen oder das dumme gefühl, was nach dienst hoch kam, das mann schon wieder keine zeit hatte für längere gespräche....
immer hin habe ich nicht vergessen, wo mein anfang war.

References: § 96
 § 98
 § 87
 §87
 § 8
 § 8
 §97