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Timestamp: 2018-03-21 09:10:14+00:00

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§ 5 So starten Sie das beA | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe
§ 5 So starten Sie das beA
I. Hard- und Software sowie Datenübertragungsvolumen
Als technische Voraussetzungen zum Betrieb des beA aufseiten der Kanzlei müssen vorhanden sein:
▪ PC oder Notebook,
▪ Drucker oder Scanner oder Multifunktions-Gerät mit der Möglichkeit, verschiedene Pixel-Dichten einzustellen,
▪ mind. 512 MB RAM,
▪ AMD oder Intel-Prozessor,
▪ alle gängigen Betriebssysteme, u.a. aktuelle Versionen von MS Windows, MAC OS oder Linux,
▪ die gängigen Browser – IE ab Version 11, Firefox ab Version 27, Safari ab Version 7 und Chrome ab Version 30 (Der Browser Edge unter Windows 10 unterstützt momentan nicht die Verwendung des beA. Hier kann aber auf die Option "Mit Internet Explorer öffnen" oder einen anderen Browser zurückgegriffen werden.),
▪ Internetverbindung mit Übertragungsrate von mind. 2 Mbit/Sek.; empfohlen werden 6 Mbit/Sek. (Up- und Downloadrate).
▪ Empfohlen wird darüber hinaus der Einsatz einer OCR-Software, die die Möglichkeit bietet, eingescannte Dokumente als durchsuchbare Dateien abzuspeichern.
Bitte beachten Sie, dass bei vielen Telekommunikationsanbietern die Upload-Rate deutlich von der Download-Rate abweicht. Prüfen Sie Ihren Telekommunikationsvertrag hinsichtlich des vereinbarten Datenvolumens und rüsten Sie ggf. auf.
Die Bundesregierung scheint das ursprüngliche Vorhaben, dass bundesweit bis 2018 flächendeckend für jedermann ein leistungsfähiger Internetzugang (50 Mbit/Sek.) zur Verfügung stehen soll, leider nicht einhalten zu können. Teile des Bundesgebietes sind bzgl. des Internetanschlusses immer noch so schwach versorgt, dass selbst die geforderte Mindestübertragungsrate von 2 Mbit/Sek. vermutlich auch zum Jahr 2018 nicht gewährleistet sein wird. Über die Seite www.zukunft-breitband.de kann man sich über den Stand des Ausbaus informieren.
Momentan können Tablets und Handys für die Nutzung des beA nicht eingesetzt werden, zum einen, weil der Anschluss eines Kartenlesegeräts bei vielen Geräten technisch i.d.R. nicht vorgesehen ist, zum anderen aber vor allem deshalb, weil die Client-Security (siehe hierzu Rdn 73) mit dem jeweiligen Betriebssystem dieser Geräte nicht kompatibel ist. An einer Lösung wird jedoch gearbeitet.
II. Client Security
Bevor ein Blick in das Anwaltspostfach geworfen werden kann, sind die Installation einer Client Security sowie die Erstregistrierung erforderlich. Nähere Informationen finden Sie unter Rdn 73 nach Vorstellung der beA-Produkte.
B. beA-Produkte
Der Zugang zum beA für Postfachinhaber erfolgt über Chipkarten. Herstellung und Ausgabe der beA-Karte Basis oder der beA-Karte Signatur erfolgt über die Bundesnotarkammer. Infos erhalten Sie unter:
Die BRAK weist auf ihrer Internetseite darauf hin, dass Anwälte, die ihren Sitz verlegen, der neuen Rechtsanwaltskammer ihre SAFE-ID mitzuteilen haben, um die Eintragung im Gesamtverzeichnis nach § 31 BRAO aktualisieren zu können. Eine zusätzliche Mitteilung an die BRAK ist nicht erforderlich.
Den Anwälten werden verschiedene Produkte zur Verfügung gestellt, die teilweise für die Nutzung des beA zwingend erforderlich sind, aber auch solche Produkte, die wahlweise zusätzlich genutzt werden können. Im nachfolgenden werden die Produkte auf der Grundlage der Ausführungen unter https://bea.bnotk.de/bestellung/#/products[1] vorgestellt und mit entsprechenden Anmerkungen der Verfasser versehen.
§ 23 RAVPV regelt die Möglichkeit, weitere Zugangsberechtigungen zum beA des Anwalts zu bestimmen. Damit ist gemeint, dass weitere Nutzer, Mitarbeiter oder Anwaltskollegen berechtigt werden können, auf das Postfach des Postfachinhabers zuzugreifen; zur Rechtevergabe siehe auch § 6 Rdn 6 ff.
II. Bestellung der beA-Produkte
Auf der Startseite der Bundesnotarkammer (https://bea.bnotk.de) kann über einen Link entweder der Bereich "bestellen und vergleichen" oder eine kleine Abfrageseite "Produktfinder" genutzt werden, um sich mit ersten, allgemeinen Informationen zu den beA-Produkten zu versorgen.[2] In beiden Fällen kann man im Anschluss direkt zur Bestellseite wechseln.
Um beA-Karten bestellen zu können, müssen, nach Auswahl und Ablage der beA-Produkte in einen Warenkorb, die Anwälte ihre persönliche Antragsnummer oder ihre SAFE-ID, die ihnen in einem persönlichen Anschreiben von der BRAK bzw. der Bundesnotarkammer übermittelt worden ist, verwenden. Ist die Antragsnummer oder SAFE-ID nicht angekommen oder verloren gegangen, kann über die zuständige RAK die SAFE-ID erneut angefordert werden. Es ist nicht mehr – wie zu Beginn der Bestellmöglichkeiten – zwingend nötig, die Antragsnummer bei der Bestellung der beA-Produkte zu verwenden.
Die Auslieferung bestellter Produkte erfolgt nach unserer Erfahrung inzwischen relativ zeitnah. Im Hinblick auf § 31 RAVPV, vgl. auch § 4 Rdn 19, empfiehlt es sich, die beA-Karten so rechtzeitig zu bestellen, dass der Kenntnisnahmepflicht von Posteingängen ab 1.1.2018 Genüge getan werden kann.
III. Die beA-Karte Basis
Die beA-Kart...

References: § 5
 § 31

§ 23
 § 6
 § 31
 § 4