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Timestamp: 2020-08-09 18:14:05+00:00

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Warnstreik | Fachbeiträge, Kommentare & Arbeitshilfen | Haufe
Fachbeiträge & Kommentare zu Warnstreik
Arbeitskampf / 2 Streik
Unter einem Streik ist die von einer größeren Anzahl von Arbeitnehmern planmäßig und gemeinschaftlich durchgeführte vorübergehende Arbeitsniederlegung zur Durchsetzung eines kollektiven Interesses zu verstehen. Er ist als Mittel des Arbeitskampfs grundsätzlich zulässig. Er muss allerdings von einer Gewerkschaft geführt werden, darf nicht gegen die Rechtsordnung verstoßen und...mehr
Das 3. Merkmal des Grundbegriffs der Überstunde stellt gegenüber BAT und BMT-G eine deutliche Ausweitung der Arbeitszeitflexibilität für den Arbeitgeber dar: Jede Arbeitsstunde, die über die für die Woche festgesetzten Arbeitsstunden hinausgeht, kann noch bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden. Erfolgt der Ausgleich, so liegt keine Überstunde und damit ...mehr
Arbeitskampf / 2.12.9 Warnstreik
Als Warnstreik werden in der Regel meist unangekündigte, kurzfristige Arbeitsniederlegungen bezeichnet, die während der Tarifverhandlungen zur Bekräftigung der Arbeitnehmerposition stattfinden. Warnstreiks sind – wie andere Streikformen auch – nach dem Ultima-Ratio-Prinzip erst zulässig, wenn die Verhandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Verhandlungsmöglichkeiten sind ...mehr
Die Einleitung des Schlichtungsverfahrens setzt voraus, dass die Tarifverhandlungen von mindestens einer Tarifvertragspartei förmlich für gescheitert erklärt worden sind oder die Tarifvertragsparteien gemeinsam die Schlichtung anrufen. Das Schlichtungsverfahren kann innerhalb einer Frist von 24 Stunden nach Erklärung des Scheiterns von jeder Tarifvertragspartei eingeleitet w...mehr
Arbeitskampf / 2.12 Streikformen
Ein Streik kann in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. Man unterscheidet den politischen Streik, den Unterstützungsstreik, den Boykott, die Blockade und die Betriebsbesetzung, den Teilstreik, den Warnstreik, den Erzwingungsstreik, den Bummelstreik, den Wellenstreik, die Arbeitsniederlegung als Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts und den Proteststreik. Eine neue Form de...mehr
Arbeitskampf / 2.14.7 Gleitzeit
Eine Teilnahme am Streik wirkt sich nicht auf das Gleitzeitkonto eines Beschäftigten aus. Die Suspendierung der Hauptleistungspflichten führt zu einer entsprechenden Minderung des Arbeitzeitsolls. Gleiches gilt für Beschäftigte, die zwar nicht streiken, aufgrund von Streikfolgen jedoch nicht beschäftigt werden. Der Arbeitgeber ist zur Kürzung der Vergütung berechtigt. Damit ...mehr
Arbeitskampf / 3.1 Aussperrung
Aussperrung bezeichnet die vonseiten der Arbeitgeber planmäßig vorgenommene Arbeitsausschließung mehrerer Arbeitnehmer unter Verweigerung der Lohnfortzahlung zur Erreichung eines bestimmten Ziels, welches regelmäßig darin liegt, einen Streik durch Erhöhung des wirtschaftlichen Drucks auf die Gegenseite abzukürzen. Durch eine Aussperrung werden ebenso wie im Fall eines Streiks...mehr
Mit einem Unterstützungsstreik (zum Teil gleichbedeutend mit Sympathiestreik oder Solidaritätsstreik, zum Teil wird hier unterschieden) werden Aktionen in fremden Tarifgebieten gegen Arbeitgeber(verbände), von denen man selbst nichts fordert, unterstützt. Diese waren nach der älteren Rechtsprechung grundsätzlich unzulässig, da der bestreikte Arbeitgeber dem Arbeitskampf nich...mehr
§ 20 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand / V. Die fehlende Kausalität der verschuldeten Säumnis
Rz. 62 Ist die Frist schuldhaft versäumt worden, bedeutet dies nicht zugleich auch die Zurückweisung des Wiedereinsetzungsgesuchs. Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kommt gleichwohl in Betracht, wenn es auch ohne das schuldhafte Verhalten durch einen nicht zu verantwortenden Umstand zur Fristversäumung gekommen wäre. Rz. 63 Beispiel Entgegen der Weisung des Rechtsanwa...mehr
Rz. 3 Ein Arbeitskampf i. S. d. § 160 ist gegeben, wenn entweder die Arbeitnehmer oder die Arbeitgeber solche kollektive Maßnahmen ergreifen, die die jeweilige Gegenseite zielgerichtet in Bezug auf Arbeitsbedingungen unter Druck setzen sollen, und die zugleich geeignet sind, Arbeitslosigkeit herbeizuführen (also Streik oder Aussperrung). Abs. 1 Satz 1 der Vorschrift stellt g...mehr
§ 48 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit / D. Ultima-Ratio-Grundsatz
Rz. 9 Der Streik soll als letztes Mittel eingesetzt werden. Dies entspricht auch weitgehend der Tarifpraxis in der Bundesrepublik. Als rechtliches Prinzip gesehen bedeutet der Ultima-Ratio-Grundsatz für den Zeitpunkt des Streiks, dass grds. vor einem Streik Forderung erhoben und i.d.R. auch erfolglos Verhandlungen geführt werden müssen (BAG v. 18.2.2003, AuR 2004, 151; BAG v...mehr
§ 46 Streik / B. Streikformen
Rz. 5 Nach dem Umfang und der Beteiligung der Arbeitnehmer können der Vollstreik oder Flächenstreik sowie Teilstreik oder Schwerpunktstreik unterschieden werden. Bezogen auf den Abschluss eines Tarifvertrages wird der Verbandsstreik, der zum Abschluss eines Verbandstarifvertrages führen soll, vom Firmenstreik, der zum Abschluss eines Firmentarifvertrages führen soll, untersc...mehr
§ 47 Gesetzliche Verankerung des Streikrechtes / E. Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen für Streiks
Rz. 12 Da der Streik gesetzlich nicht geregelt ist, hat die Rspr. folgende Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen angenommen: Der Streik muss für tariflich regelbare Ziele geführt werden. Das BAG stellt dies klar und verknüpft dies sogar mit einem unbeachtlichen Alternativverhalten: Ein Streik, dessen Kampfziel auch die Durchsetzung einer friedenspflichtverletzenden oder tarifwidrige...mehr
§ 51 Aussperrung / B. Rechtsgrundlagen der Aussperrung
Rz. 3 Die Rspr. hat die Befugnis zu Aussperrungsmaßnahmen wie folgt entwickelt. Zuerst wurde 1955 die lösende Aussperrung dem Streik gleichgestellt (BAG v. 28.1.1955, AuR 1955, 218). Dies wurde mit dem Gedanken der formellen Parität gerechtfertigt. 1971 erkannte dann die Rspr. die sog. suspendierende Aussperrung als Regel an (BAG v. 21.4.1971, AuR 1971, 353). Schließlich wur...mehr
Das Streikgeschehen kennt eine Vielzahl von Erscheinungsformen. Ihnen ist gemeinsam, dass es stets darum geht, auf den oder die Arbeitgeber Druck auszuüben durch die Vorenthaltung von arbeitsvertraglich geschuldeter Arbeitsleistung. Die einzelnen tatsächlich durchgeführten Kampfformen sind teils überkommen, teils stellen sie Reaktionen dar auf Veränderungen in den Produktion...mehr
Bevor die Regeln des Streikrechts dargestellt werden, die auch darüber entscheiden, welche der eben erläuterten Streikformen zulässig und welche möglicherweise unzulässig sind, ist zunächst zur weiteren Klärung des Streikbegriffs klarzustellen, welche Formen kollektiver, von Arbeitnehmergruppen ausgehender Arbeitsniederlegungen diesen Regeln überhaupt unterstellt sind. Allgem...mehr
§ 9 Kündigung im Arbeitskampf / 2. Voraussetzungen des rechtmäßigen Streiks
Rz. 16 Die Rechtmäßigkeit aller zulässigen Streikformen beurteilt die Rechtsprechung mangels gesetzlicher Regelungen anhand folgender Kriterien: Rz. 17 Zunächst muss es sich um eine von der Gewerkschaft organisierte oder zumindest geleitete kollektive Arbeitsniederlegung handeln. Nach der Rechtsprechung kommt es für die Rechtmäßigkeit des Streiks nicht darauf an, ob er von ei...mehr
§ 9 Kündigung im Arbeitskampf / b) Kündigung aus anderen Gründen als dem Arbeitskampf
Rz. 27 Der Arbeitgeber ist allerdings berechtigt, seine Arbeitnehmer aus anderen Gründen als der ­Arbeitsverweigerung abzumahnen oder zu kündigen. Rz. 28 Beispiel Der Arbeitnehmer will nach einem gewerkschaftlichen Aufruf an einem – rechtmäßigen – Warnstreik teilnehmen. Entgegen den betrieblichen Gepflogenheiten stempelt er nicht aus, als er seinen Arbeitsplatz für die Streik...mehr
§ 9 Kündigung im Arbeitskampf / 1. Erscheinungsformen
Rz. 11 Da es den Tarifpartnern frei steht, ihre Arbeitskampfmittel selbst zu wählen, haben die Gewerkschaften verschiedene Streikformen entwickelt: Rz. 12 Bekannt sind zunächst die so genannten Warnstreiks, bei denen die Arbeit stets nur für einen kurzen Zeitraum niedergelegt wird. Hierdurch wollen die Arbeitnehmer ihre Bereitschaft zum Dauerstreik deutlich machen. Warnstreik...mehr
§ 3 Prozessrecht / (1) Zulässigkeit
Rz. 695 Erste Schwierigkeiten treten häufig bereits bei der Prüfung auf, wer als Antragsgegner in Betracht kommt. Dies können grundsätzlich die streikführende Gewerkschaft selbst, deren Untergliederungen oder Individuen (lokale Streikleiter) sein. Die streikführende Gewerkschaft ist parteifähig gemäß § 10 ArbGG, so dass nur die Einzelheiten (ladungsfähige Anschrift, Namen de...mehr
(BVerwG, Beschl. v. 30.6.2016 – 2 B 3/15) • Ein Beamter, der Mitglied einer Gewerkschaft ist, hat keinen Anspruch auf Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Dienstbezüge für einen Einsatz als Ordner bei einer Demonstration, die der Unterstützung eines Warnstreiks seiner Gewerkschaft anlässlich von Tarifverhandlungen gegen seinen Dienstherrn dient. Dem steht das geltende beamt...mehr
Tillmanns, Heise, u. a., BetrVG § 46 Beauftragte der Ver ... / 2.3 Teilnahmerecht
Rz. 9 Der Gewerkschaftsbeauftragte hat die Befugnis, an der Betriebsversammlung beratend teilzunehmen. Dies umfasst auch das Recht, sich mit Wortmeldungen, an der Diskussion zu beteiligen. Ihm ist daher auf Wortmeldung das Wort zu erteilen. Seine Beiträge müssen sich allerdings dabei an der Tagesordnung und dem Aufgabenbereich der Betriebs- und Abteilungsversammlung ausricht...mehr
Sauer, SGB III § 320 Berechnungs-, Auszahlungs-, Aufzeic ... / 2.4 Arbeitskämpfe
Rz. 16 Im Zusammenhang mit Arbeitskämpfen trachten die Tarifpartner stets danach, die dafür entstehenden Kosten bei sich selbst zu minimieren bzw. bei der Gegenseite zu erhöhen. Deshalb gehen mit Arbeitskämpfen stets auch Anzeigen über Arbeitsausfall und Antragstellungen auf Arbeitslosengeld einher. Damit die betroffenen Agenturen für Arbeit sich auf die Arbeitsbelastungen e...mehr
Die Betriebsvereinbarung darf nicht gegen zwingende (Gegensatz: "abdingbare" oder "dispositive") gesetzliche Vorschriften verstoßen. Beispiele: keine Betriebsvereinbarung über Wegfall von Urlaubsentgelt unter bestimmten Voraussetzungen: Verstoß gegen § 14 BUrlG, keine Betriebsvereinbarung über Bezahlung der Teilnehmer bei Teilnahme an einem Warnstreik, da dies gegen die Neutra...mehr
Tillmanns, Heise, u. a., BetrVG § 112 Interessenausgleic ... / 3.1.9 Tarifsozialplan
Rz. 46 Nach der Idee des Betriebsverfassungsgesetzes soll der Betriebsrat bei Betriebsänderungen in einzelnen Betrieben – auch in mehreren Betrieben eines Unternehmens (dann evtl. der Gesamtbetriebsrat) – einen Interessenausgleich verhandeln und einen Sozialplan abschließen. Daneben kann aber auch eine zuständige Gewerkschaft vom Arbeitgeber den Abschluss eines sogenannten T...mehr
Personalakten / 9.3.3 Berichtigung bei inhaltlich zutreffenden und zulässig gewonnenen Angaben
Das Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters kann aber auch durch Angaben verletzt werden, die inhaltlich zutreffen und die zulässig gewonnen wurden. Praxis-Beispiel A hat sich an einem vierstündigen Warnstreik der IG Metall beteiligt. Daraufhin hat ihm der Arbeitgeber schriftlich mitgeteilt, dass wegen dieses Sachverhalts für die nichtgeleistete Arbeit kein Vergütungsanspruch b...mehr
BAG, Urteil v. 14.5.2013, 1 AZR 178/12 Wenn sich ein Beschäftigter einer Stadt an einem 1-tägigen Warnstreik beteiligt, dafür an den anderen Tagen der Woche länger als im Dienstplan vorgesehen arbeitet, steht ihm ein Überstundenzuschlag nur zu, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Die am Streiktag ausgefallene Arbeitszeit wird hierbei weder den tatsächlich ge...mehr
Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäft ... / Teil E Schlusserklärung
Die betroffenen Tarifverträge werden, soweit nicht vorstehend ein abweichender Zeitpunkt genannt ist, mit Wirkung vom 1. März 2018 in Kraft gesetzt. Die Mindestlaufzeit für den vorstehenden Teil A Ziff. 1 Buchst. a und 2 Buchst. a, den Teil B Ziff. 1 sowie den Teil C Ziff. 1, 3 Buchst. a, 4 und 5 ist soweit nicht anders vereinbart bis zum 31. August 2020. Die Arbeitgebervertre...mehr
Tarifrunde 2016 – Tarifeinigung in den Tarifverhandlunge ... / Teil DSchlusserklärung
Die betroffenen Tarifverträge werden, soweit nicht vorstehend ein abweichender Zeitpunkt genannt ist, mit Wirkung vom 1. März 2016 in Kraft gesetzt. Die Mindestlaufzeit für vorstehende Teile für Teil A 1 und 2 und Teil C 1 und 5 – soweit nicht anders vereinbart – ist bis zum 28. Februar 2018. Die Arbeitgebervertreter erklären, dass von Maßregelungen (Abmahnung, Entlassungen o....mehr
Rechtsquellen des Arbeitsrechts / 3.6.4 Grenzen der Regelungsbefugnis
Die Betriebsvereinbarung/Dienstvereinbarung steht in der Grafik (siehe Punkt 2) unter EU-Recht, Grundgesetz, formellen Gesetzen, Rechtsverordnungen und Tarifverträgen. Sie darf damit gegen solche Regelungen nicht verstoßen, sonst ist sie als Ganzes oder in einzelnen Teilen unwirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine günstigere oder ungünstigere Regelung als die überg...mehr

References: § 20
 § 160

§ 48

§ 46

§ 47

§ 51

§ 9

§ 9

§ 9

§ 3
 § 10
 § 46
 § 320
 § 14
 § 112