Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/systelektronausbv-2008
Timestamp: 2020-01-28 17:28:44+00:00

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Auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 26 und auf Grund des § 27 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), von denen § 25 Abs.1 und § 27 zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) und § 26 der Handwerksordnung zuletzt durch Artikel 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Systemelektroniker und Systemelektronikerin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 25, Elektrotechniker, der Anlage A der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
§ 3 Ausbildungsrahmenplan/Ausbildungsberufsbild
Konzipieren von Komponenten, Geräten und Systemen,
Herstellen von Komponenten und Geräten,
Installieren von Systemkomponenten,
Programmieren und Testen,
Messen und Analysieren, Prüfen von Komponenten und Geräten,
Einrichten und Optimieren der Fertigungsprozesse,
Realisieren und Inbetriebnehmen von Systemen,
Durchführen von Serviceleistungen.
(2) Teil 1 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr und das dritte Ausbildungshalbjahr aufgeführten Qualifikationen sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Komponenten herstellen, montieren, verdrahten, verbinden und einstellen, Sicherheitsregeln, Unfallverhütungsvorschriften und Umweltschutzbestimmungen einhalten,
erstellte Komponenten in Betrieb nehmen, übergeben und erläutern, Auftragsdurchführung dokumentieren, technische Unterlagen einschließlich Prüfprotokolle, erstellen
diese Anforderungen sollen an einer funktionsfähigen Komponente oder einem Gerät der Systemelektronik nachgewiesen werden;
die Prüfungszeit beträgt zehn Stunden, wobei die situativen Gesprächsphasen insgesamt höchstens zehn Minuten umfassen sollen; die schriftlichen Aufgabenstellungen sollen einen zeitlichen Umfang von zwei Stunden haben.
(1) Teil 2 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Qualifikationen sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Aufträge durchführen, Geräte oder Systeme in Betrieb nehmen, Funktion, Sicherheit und Kennwerte prüfen und dokumentieren, Normen und Spezifikationen zur Qualität und Sicherheit beachten sowie Ursachen von Fehlern und Mängeln systematisch suchen und beheben,
Geräte oder Systeme übergeben, Fachauskünfte, auch unter Verwendung englischer Fachausdrücke, erteilen, Abnahmeprotokolle anfertigen, Arbeitsergebnisse und Leistungen dokumentieren und bewerten, Leistungen abrechnen und Geräte oder Systemdaten und -unterlagen dokumentieren
zum Nachweis kommen insbesondere das Herstellen eines Gerätes oder Systems oder das Einrichten einer Fertigungsanlage oder eines Prüfsystems in Betracht;
der Prüfling soll zum Nachweis der Anforderungen im Prüfungsbereich Kundenauftrag in 21 Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, bearbeiten und dokumentieren sowie innerhalb dieser Zeit in höchstens 30 Minuten ein Fachgespräch führen; in dem Fachgespräch soll der Prüfling insbesondere zeigen, dass er Kundenaufträge annehmen und dabei Kundenprobleme und -wünsche erkennen, fachbezogene Probleme und deren Lösungen kundenbezogen darstellen, seine Vorgehensweise begründen sowie den Kunden Geräte oder Systeme übergeben und in die Bedienung einführen kann; die Ausführung der Arbeitsaufgabe wird mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentiert; die Bearbeitung der Arbeitsaufgabe einschließlich der Dokumentation ist mit 70 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten.
technische Problemanalysen durchführen und unter Berücksichtigung von Vorschriften und technischen Regelwerken Lösungskonzepte für konstruktiven Aufbau entwickeln,
mechanische, elektrische und elektronische Komponenten dimensionieren und auswählen und
Fertigungs- und Prüfabläufe unter Beachtung von Richtlinien zur Qualitäts- und Prozesssicherung festlegen, Schaltungsunterlagen und fertigungstechnische Unterlagen anpassen sowie Software anwenden
Änderungen in Geräten oder Systemen und den damit verbundenen Fertigungsablauf entwerfen;
der Prüfling soll ganzheitliche fallbezogene Aufgabenstellungen unter Zuhilfenahme praxisüblicher Dokumente schriftlich bearbeiten; auf der Grundlage der anzufertigen Dokumentationen sollen die Anforderungen nach Nummer 1 bewertet werden;
technische Unterlagen, auch in englischer Sprache, auswerten, Prüfverfahren- und Diagnosesysteme auswählen und einsetzen, funktionelle Zusammenhänge von Funktionsgruppen einschließlich integrierter Softwaremodule analysieren und
Signale an Schnittstellen funktionell zuordnen, Fehlerursachen bestimmen, elektromagnetische Verträglichkeit beurteilen und elektrische Schutzmaßnahmen bewerten
Analyse eines elektronischen Gerätes oder Systems;
im Prüfungsbereich Kundenauftrag mindestens „ausreichend“,
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, sind auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Juli 2008 begonnen wurden, die Vorschriften der in § 11 Satz 2 genannten Verordnungen weiter anzuwenden.
Anlage (zu § 3)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Systemelektroniker/zur Systemelektronikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2008, 1459 - 1467)
Ausbildungsberufsbildes Qualifikationen,
(§ 3 Abs. 2 Nr. 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
(§ 3 Abs. 2 Nr. 5)
der Arbeitsergebnisse,
(§ 3 Abs. 2 Nr. 6)
(§ 3 Abs. 2 Nr. 7)
(§ 3 Abs. 2 Nr. 8)
(§ 3 Abs. 2 Nr. 11)
10 Installieren von Systemkomponenten
(§ 3 Abs. 2 Nr. 12)
11 Messen und Analysieren, Prüfen von Komponenten und Geräten
(§ 3 Abs. 2 Nr. 14)
Sensoren, insbesondere für Temperatur, Licht und Bewegungsabläufen, prüfen und einstellen
12 Prüfen der Schutz-
(§ 3 Abs. 2 Nr. 16)
13 Durchführen von
(§ 3 Abs. 2 Nr. 18)
Abschnitt II: Fachbildung
Schriftwechsel auch in englisch durchführen
Dokumentationen auch in englischer Sprache auswerten
Planung mit Kunden und anderen Gewerken abstimmen
Verbesserung von Arbeitsabläufen vorschlagen
Kunden hinsichtlich organisatorischer Maßnahmen zu Datenschutz und Datensicherung beraten
Vorstellungen und Bedarf des Kunden ermitteln, Umfeld und kulturelle Hintergründe des Kunden einschätzen
Schulungsmaßnahmen planen und durchführen
4 Konzipieren von
(§ 3 Abs. 2 Nr. 9)
Bauelemente und Bauteile, insbesondere unter Beachtung der thermischen Belastung, auswählen
digitale und analoge Schaltungen computergestützt entwerfen
Leiterplattenlayouts unter Berücksichtigung der elektromagnetischen Verträglichkeit im Multilayer-Format entwerfen
Betriebssysteme, Softwareumgebung und -komponenten zur Realisierung gerätespezifischer Funktionen auswählen
Schnittstellen zur Kopplung von Geräten und zur technischen Umgebung auswählen
logische integrierte Schaltkreise programmieren
Anforderungen des Kunden an Komponenten, Geräte und Systeme unter Berücksichtigung der Funktionalität und der technischen Umgebungen analysieren und dokumentieren
Prozesse sowie ihre Hard- und Softwareschnittstellen analysieren
Gehäuse und mechanische Konstruktionen zur Aufnahme von Funktionseinheiten, insbesondere unter Berücksichtigung der elektromagnetischen Verträglichkeit, Wärmeableitung und Umweltbedingungen, auswählen
Bedieneinrichtungen, insbesondere nach ergonomischen Gesichtspunkten, entwerfen
Messeinrichtungen, Sensoren und Aktoren, insbesondere Antriebe sowie Visualisierungseinrichtungen, auswählen
Anwenderdokumentationen erstellen
5 Herstellen von Komponenten und Geräten
(§ 3 Abs. 2 Nr. 10)
Lötverbindungen herstellen
Leiterplatten bearbeiten, mit bedrahteten und SMD-Bauelementen bestücken und löten
Gehäuse und Frontplatten unter Einbeziehung des Oberflächenschutzes entsprechend der geforderten Normen mechanisch bearbeiten, insbesondere durch Umformen, Trennen und Beschriften
Aktoren, insbesondere elektromechanische, -pneumatische, -hydraulische, elektrische und elektronische Baugruppen und Komponenten, auswählen und montieren
Signal-Steckverbinder und -Leitungen auswählen, Komponenten und Geräte verdrahten
Sensoren, insbesondere für Temperatur, Druck, Weg- und Laufzeit, Licht und Drehfrequenz, montieren und einstellen
6 Montieren und Installieren
Komponenten und Geräte für den Transport vorbereiten und ausliefern
Energieleitungen und -kabel auswählen und verlegen
Schaltgeräte und Überstromschutzeinrichtungen montieren, verdrahten und kennzeichnen
Kommunikations- und Hochfrequenzleitungen sowie -kabel auswählen und verlegen
Betriebsmittel zum Steuern, Regeln, Messen und Überwachen installieren
7 Installieren von Systemkomponenten
8 Programmieren und
(§ 3 Abs. 2 Nr. 13)
Architekturen, Protokolle und Schnittstellen von Netzwerken und Netzwerkbetriebssystemen beurteilen
Prozessabläufe mittels Flussdiagramm entwerfen
Gerätetreiber und weitere Software-Komponenten für Anwendersoftware anpassen
hardwarenahe Programme erstellen
Testroutinen programmieren
Programmdokumentationen erstellen
9 Messen und Analysieren, Prüfen von Komponenten und Geräten
Kennwerte und Funktion elektrischer und elektronischer Bauelemente prüfen
Impulsformen und zeitliche Zuordnung von Impulsen visualisieren und zuordnen
Funktion von digitalen und analogen Schaltungen prüfen
elektromechanische, elektropneumatische und elektrohydraulische Einheiten prüfen
Datenprotokolle analysieren, insbesondere Signale an parallelen und seriellen Schnittstellen
maschinennahe Befehle schrittweise prüfen
Kennwerte von Störstrahlungen, insbesondere Dauer, Frequenz und Tastgrad, bestimmen
Umgebungsbedingungen und technische Umgebung simulieren sowie Gesamtfunktion von Komponenten und Geräten prüfen
gerätebezogene Schutzmaßnahmen und Sicherheitsprüfungen durchführen und Ergebnisse dokumentieren
Fehlerursachen dokumentieren und statistisch auswerten
10 Einrichten und Optimieren der Fertigungsprozesse
(§ 3 Abs. 2 Nr. 15)
Fertigungsanlagen, insbesondere zum Bestücken und zum Löten, einrichten, programmieren, optimieren, in Betrieb nehmen und warten
Fehler im Fertigungsprozess analysieren und bewerten
Korrektur- und Optimierungsmaßnahmen durchführen
Prüfsysteme auswählen, einrichten und programmieren
Dauertests unter definierten Klima-Bedingungen durchführen
Messnormale innerhalb eines Qualitätsmanagementsystems festlegen
Fertigungsprozesse und durchgeführte Prüfungen dokumentieren
11 Realisieren und Inbetriebnehmen von Systemen
(§ 3 Abs. 2 Nr. 17)
Prozessautomatisierungssysteme planen, programmieren und dokumentieren
Visualisierungs- und Bedieneinrichtungen sowie Geräte und Systeme in die technische Umgebung einfügen
Antriebs- und Verfahrenseinheiten auswählen und einbinden
Systeme auf die geforderte Endfunktion im Betrieb feinabgleichen, insbesondere mittels analoger und digitaler Wertveränderungen
12 Durchführen von Serviceleistungen
Wartungsabläufe und Wartungsintervalle festlegen
technische Hilfestellung bei Anwenderrückfragen geben, Lösungsvorschläge unterbreiten
Störungsmeldungen aufnehmen, Anwender zu Störungen befragen
Fehlerursachen analysieren und auf Verbesserungen im Design und im Herstellungsprozess schließen
Geräteentsorgung festlegen
2008, 1455: BGBl I

References: § 25
 § 26
 § 27
 § 25
 § 27
 § 26
 § 25

§ 3
 § 11
 § 3