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Timestamp: 2019-04-18 15:28:37+00:00

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3.40.0001 Prüfungsordnung Kirchenmusiker (KimuPrüfO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
3.40.0001 Prüfungsordnung Kirchenmusiker (KimuPrüfO)
Ordnung für die kirchenmusikalische D-Prüfung
Prüfungsordnung für die kirchenmusikalische C-Prüfung und D-Prüfung
ABl. Nr. 19/2005
Zielsetzung der Prüfung:
Die C-Prüfung kann auch als Teilbereichsprüfung Orgel bzw. Teilbereichsprüfung Chorleitung abgelegt werden.
1 Zu der durch die kirchenmusikalische Prüfungskommission des Oberkirchenrates A. u. H. B. vorzunehmenden C-Prüfung für Kirchenmusiker werden Bewerber zugelassen, die an einem zur Vorbereitung auf die C-Prüfung eingerichteten Kurs teilgenommen haben oder den Besuch einer Musikschule oder eines Konservatoriums oder eine geeignete private Vorbildung nachweisen können.
2 Weiters ist die Mitwirkung in einem Chor mit kirchenmusikalischer Prägung (die Teilnahme an kirchenmusikalischen Sing- und Werkwochen) nachzuweisen.
1 Das Ersuchen zur Zulassung zur Prüfung ist an den Referenten für Kirchenmusik im Evangelischen Oberkirchenrat zu richten.
2 Ihm sind beizufügen:
ein Lebenslauf (Abriss);
ein Nachweis über die allgemeine Vorbildung und kirchliche Tätigkeit;
ein Nachweis der Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche (Taufschein oder Eintrittsbestätigung);
ein Gutachten eines Lehrers des Kandidaten;
ein Nachweis über die musikalische Vorbildung entsprechend § 3.
1 Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die Prüfungskommission des Oberkirchenrates A. u. H. B. 2 Im Falle ungenügender Vorbildung oder mangelhafter kirchlicher Eignung ist der Kandidat nicht zuzulassen.
( 1 ) 1 Die Prüfungskommission und ihr Vorsitzender werden vom Evangelischen Oberkirchenrat A. u. H. B. bestellt. 2 Gehört der Kandidat der Evangelischen Kirche A. B. an, hat der Bischof, gehört der Kandidat der Evangelischen Kirche H. B. an, der Landessuperintendent den Vorsitz. 3 Der Bischof bzw. der Landessuperintendent können sich in der Funktion des Vorsitzes vertreten lassen.
( 2 ) Die Prüfungskommission besteht aus dem Vorsitzenden, dem Referenten für Kirchenmusik im Oberkirchenrat (geistlicher Amtsträger), dem Landeskantor und einem weiteren Fachvertreter, den der Beirat für Kirchenmusik aus seinen Reihen bestimmt.
( 3 ) Alle Prüfungen sind öffentlich.
Prüfungsanforderungen der C-Prüfung
1. Instrumentaler Bereich
Orgel-Literaturspiel:
Vorbereitung eines vollständigen Gottesdienstes mit Abendmahlsliturgie
ein improvisiertes, vorbereitetes Vorspiel,
vorbereitet-improvisierte Intonationen zu den weiteren Liedern in verschiedener Art und Weise,
zu einem Lied Literaturvorspiel möglich.
Begleitung der Choräle:
wenigstens ein Lied mit Begleitung nach Gesangbuch (stilistisch freie Wahl),
restliche Lieder: Begleitung an Hand der Sätze aus dem Choralbuch zum EG (Verwendung anderer Sätze möglich),
— freie Wahl von Literatur möglich.
Aus einer Liste von mindestens 15 studierten Choralbuchsätzen werden Stichproben ausgewählt.
Vortrag von 2 frei gewählten, verschiedenartigen, leichteren Werken. Bewertungsmaßstab ist die musikalische Gestaltung, nicht der Schwierigkeitsgrad der Stücke. Schwierigkeitsgrad: Johann Sebastian Bach kleine Preludien und Fugetten.
2. Vokaler Bereich
Chorische Stimmbildung (5–10 Minuten): Einsingen des Chores.
Probenarbeit (30 Minuten): Arbeit an einem vom Kandidaten selbst vorbereiteten 3- bis 4-stimmigen Satz.
Vordirigieren (5–10 Minuten): Dirigieren eines dem Chor bekannten Satzes.
Spielen eines Chorsatzes, zum Beispiel der Chorleitungsaufgabe.
Prima-vista: Spielen eines leichten 4-stimmigen Chorsatzes (auf 2 Systemen).
Musikalische und textliche Vermittlung eines Liedes oder eines Kanons nach dem EG.
Die Prüfung kann im Rahmen des Gottesdienstes oder der Chorprobe abgelegt werden.
Begleitetes Singen eines leichten Kunstliedes oder einer leichten Arie.
Unbegleiteter Vortrag eines Chorals und einer liturgischen Weise.
Sprechen eines biblischen Textes und eines Liedes.
Fragen zur Stimmphysiologie
z. B. Fragen zu: Lagen, Stimmbruch, in Hinblick auf Chorintonation.
Vorbereitungszeit: 2.4. b und c: 3 Tage
3. Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
mündlich: Bestimmen und Singen von Intervallen und Akkorden, prima-vista-Singen einer leichten Chorstimme.
schriftlich: einfaches ein- und zweistimmiges Musikdiktat.
Schreiben eines 4-stimmigen Kantionalsatzes zu einer gegebenen Kirchenliedweise
Aussetzen eines leichten Generalbasses
Schreiben einer Gegenstimme zu einer gegebenen Kirchenliedweise
Generalbass:
(auf Wunsch auch mit musizierter Oberstimme) z. B. Telemann, Krieger.
Orgelkunde (entfällt bei Teilbereichsprüfung Chorleitung):
4. Wissenschaftlicher Bereich
Literaturkunde und Musikgeschichte:
Überblick über die Hauptepochen der Kirchenmusik auf dem Hintergrund der allgemeinen Musikentwicklung bis zur Gegenwart, Kenntnisse der bedeutendsten Meister und Formen der evangelischen Kirchenmusik, Kenntnis der wichtigsten Orgel und Chorliteratur für den gottesdienstlichen Gebrauch auf der Ebene eines C-Musikers (auch Kenntnis von Chorsammlungen).
Theologische Informationen und Kirchenkunde.
Freies Kurzreferat (zirka 5 Minuten) über ein selbst gewähltes Thema aus dem Bereich Kirche und Theologie (z. B. Themen aus dem Evangelischen Erwachsenenkatechismus). Überblick über den Inhalt der wichtigsten biblischen Bücher.
Die Prüfungskommission sorgt nach freiem Übereinkommen unter ihren Mitgliedern für die Prüfung in den einzelnen Gegenständen.
Für eine Teilbereichsprüfung Orgel müssen entsprechend § 7 die Fächer der Bereiche Ziffer 1, 3 und 4, für eine Teilbereichsprüfung Chorleitung die Fächer der Bereiche Ziffer 2, 3 und 4 absolviert werden.
1 Nach beendigter Prüfung fasst die Kommission über das Ergebnis Beschluss. 2 Dabei schlägt jedes Mitglied der Kommission die Note desjenigen Gegenstandes vor, für den es die Prüfung vorgenommen hat. 3 Über jeden Vorschlag beschließt die Kommission in Stimmenmehrheit.
1 Das Zeugnis über die Prüfung wird vom Oberkirchenrat A. u. H. B. ausgestellt. 2 Es enthält neben einer Gesamtbeurteilung des Prüfungsergebnisses Wertungen in den einzelnen Gegenständen entsprechend § 7 bzw. § 9.
Die Noten lauten:
( 1 ) Das Gesamtergebnis lautet:
( 2 ) Die einzelnen Fächer werden für das Gesamtergebnis wie folgt berechnet:
1 Als Hauptfächer zählen Orgel-Literaturspiel (§ 7 1.1), liturgisches Orgelspiel (§ 7 1.2), Chorleitung (§ 7 2.1). 2 Alle anderen Fächer entsprechend § 7 zählen als Nebenfächer.
( 3 ) 1 Lautet das Ergebnis in einem Gegenstand „nicht genügend“, so muss die Prüfung aus diesem Fach wiederholt werden, und zwar frühestens nach drei, spätestens nach zwölf Monaten. 2 Die gesamte Prüfung muss wiederholt werden, wenn mehr als eines der Hauptfächer oder mehr als zwei der Nebenfächer mit „nicht genügend“ bewertet wurden. 3 Eine Wiederholung der Prüfung ist zweimal möglich.
Die C-Prüfung ist innerhalb von drei Jahren nach der Erstzulassung abzulegen.
Die D-Prüfung kann nur im Bereich Orgel abgelegt werden.
Zu der durch die kirchenmusikalische Prüfungskommission des Oberkirchenrates A. u. H. B. vorzunehmenden D-Prüfung für Kirchenmusiker werden Bewerber zugelassen, die an einem zur Vorbereitung auf die D-Prüfung eingerichteten Kurs teilgenommen haben oder den Besuch einer Musikschule oder eines Konservatoriums oder eine geeignete private Vorbildung nachweisen können.
Das Ersuchen zur Zulassung zur Prüfung ist an den Referenten für Kirchenmusik im Evangelischen Oberkirchenrat zu richten.
ein Gutachten eines Lehrers des Kandidaten oder eine Empfehlung des zuständigen Kirchenmusikbeauftragten;
Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die Prüfungskommission des Oberkirchenrates A. u. H. B. Im Falle ungenügender Vorbildung oder mangelhafter kirchlicher Eignung ist der Kandidat nicht zuzulassen.
( 2 ) Die Prüfungskommission besteht aus dem Vorsitzenden, dem Referenten für Kirchenmusik im Oberkirchenrat (geistlicher Amtsträger) dem Landeskantor und einem weiteren Fachvertreter, den der Beirat für Kirchenmusik aus seinen Reihen bestimmt.
Prüfungsanforderungen D-Prüfung
Begleitendes Orgelspiel
Spielen von liturgischen Stücken (vorbereitet).
Auswendigspiel eines Kirchenliedes nach eigener Wahl, gegebenenfalls im eigenen Satz.
Selbstständiges Orgelspiel
Spiel einfacher Intonations- und Vorspielliteratur zu Kirchenliedern (vorbereitet).
Zu einem der unter Punkt 1. a) aufgegebenen Liedern muss ein Choralvorspiel erarbeitet werden, zu den beiden anderen je eine Intonation. Bewertet wird neben der musikalischen und technischen Ausführung auch die organische Verbindung mit dem Lied.
Spiel einfacher freier Orgelliteratur (2 verschiedenartige Stücke eigener Wahl).
Prüfungsdauer 1. und 2. zusammen: bis zu 30 Minuten
Hören einfacher Intervalle und Akkorde.
Kenntnis der elementaren Musiklehre,
Spielen von Kadenzen (I-IV-V-I in Dur- und Mollarten bis zu zwei Vorzeichen in engen Lagen), Kenntnis von Skalen (Dur, Moll). Erkennen von Kirchentönen an Liedbeispielen aus dem EG. 3 Bestimmen von Akkorden (Tongeschlecht, Stellung) im vierstimmigen Orgelbegleitsatz.
Prüfungsdauer 3.1 und 3.2 zusammen: 10 Minuten
Kenntnis einfacher Orgelliteratur.
Prüfungsdauer 4.1 bis 4.4: insgesamt bis 30 Minuten
Die D-Prüfung kann nur insgesamt in einer Gesamtprüfung abgelegt werden.
1 Das Zeugnis über die Prüfung wird vom Oberkirchenrat A. u. H. B. ausgestellt. 2 Es enthält neben einer Gesamtbeurteilung des Prüfungsergebnisses Wertungen in den einzelnen Gegenständen entsprechend § 7.
Als Hauptfächer zählen Orgelspiel (§ 7 1.), Selbstständiges Orgelspiel (§ 7 2.), als Nebenfächer zählen alle anderen Fächer entsprechend § 7.
( 3 ) 1 Lautet das Ergebnis in einem Gegenstand „nicht genügend“, so muss die Prüfung aus diesem Fach wiederholt werden, spätestens nach zwölf Monaten. 2 Die gesamte Prüfung muss wiederholt werden, wenn eines der Hauptfächer oder mehr als zwei der Nebenfächer mit „nicht genügend“ bewertet wurden. 3 Eine Wiederholung der Prüfung ist zweimal möglich.

References: § 3
 § 7
 § 7
 § 9
 § 7
 § 7
 § 7