Source: http://www.weimann.de/aktienrecht/index.html
Timestamp: 2017-08-20 06:02:12+00:00

Document:
Aktienrecht: RA Dr. Martin Weimann
1: Hauptversammlung.
2: Rechtmäßigkeitskontrolle.
3: Spruchverfahren.
Die Interessenvertretung von Aktionären beginnt häufig auf der Hauptversammlung. Hier kann nicht nur das Rede- und Fragerecht ausgeübt werden, um in einen Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat zu treten. Auch die Rechtmäßigkeitskontrolle einer Aktiengesellschaft erfolgt meist durch eine Anfechtungsklage oder Nichtigkeitsklage nach § 246 AktG bzw. § 249 AktG, die sich gegen die Beschlussfassungen der Hauptversammlung wendet.
Das Aktienrecht bindet die Ausübung der Vermögens- und Verwaltungsrechte im Normalfall an kein Quorum bzw. einen Mindestbesitz. Die folgenden Verwaltungsrechte erfordern aber eine Mindestbeteiligung:
Gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers wg. unzulässiger Unterbewertung, § 258 Abs. 2 Satz 3 AktG und im Falle des § 316 Abs. 3 HGB (erforderliche Beteiligung: wie bei § 142 Abs. 2 Satz 1 AktG)
§ 83 Abs. 2 AktG: Verlangen an den Vorstand
In den letzten Jahren haben wir mehrfach Aktionäre erfolgreich vertreten deren Beteiligungen einen Börsenwert in der Höhe von mitunter weit mehr als 100 Millionen Euro hatten oder die eine Beteiligung in Höhe von etwa 30 % hielten.

References: § 246
 § 249
 § 258
 § 316
 § 142

§ 83