Source: https://www.wohn-sitz.ch/steuerrechtlicher-wohnsitz/steuerdomizil-verheirateter-personen
Timestamp: 2017-09-20 05:36:32+00:00

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Steuerdomizil verheirateter Personen › Wohnsitz / Steuerdomizil
Übersicht: Steuerdomizil verheirateter Personen
Steuerdomizil-Standardfall
Ehegatte, der während der Woche aus beruflichen Gründen allein am Arbeitsort, der nicht zugleich Wohnort ist, lebt
Ehegatten, die sich gemeinsam regelmässig an verschiedenen Orten aufhalten
Teilung der Steuerhoheit zwischen Arbeitsort und Familienniederlassungsort
Teilung der Steuerhoheit zwischen selbständigen Steuerdomizilen der Ehegatten
Getrennte Besteuerung
Verheiratete Personen sind aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig,
wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton haben oder
wenn sie sich im Kanton, ungeachtet vorübergehender Unterbrechung aufhalten,
bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit während mindestens 30 Tage
ohne Ausübung einer Erwerbstätigkeit während mindestens 90 Tage (vgl. StHG 3 Abs. 1; vgl. auch DBG 3 Abs. 1 und 3).
Art. 3 StHG »
Art. 3 StHG: Steuerpflicht aufgrund persönlicher Zugehörigkeit
3 Einkommen und Vermögen der Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, werden ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammengerechnet. Einkommen und Vermögen von Kindern unter elterlicher Sorge1 werden dem Inhaber der elterlichen Sorge zugerechnet. Erwerbseinkommen der Kinder sowie Grundstückgewinne werden selbständig besteuert.
4 Absatz 3 gilt für eingetragene Partnerschaften sinngemäss. Die Stellung eingetragener Partnerinnen oder Partner entspricht derjenigen von Ehegatten. Dies gilt auch bezüglich der Unterhaltsbeiträge während des Bestehens der eingetragenen Partnerschaft sowie der Unterhaltsbeiträge und der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung bei Getrenntleben und Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.
Art. 3 DBG »
Art. 3 DBG
1 Natürliche Personen sind aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz haben.
2 Einen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist.
3 Einen steuerrechtlichen Aufenthalt in der Schweiz hat eine Person, wenn sie in der Schweiz ungeachtet vorübergehender Unterbrechung:
a. während mindestens 30 Tagen verweilt und eine Erwerbstätigkeit ausübt;
b. während mindestens 90 Tagen verweilt und keine Erwerbstätigkeit ausübt.
p4 Keinen steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt begründet eine Person, die ihren Wohnsitz im Ausland hat und sich in der Schweiz lediglich zum Besuch einer Lehranstalt oder zur Pflege in einer Heilstätte aufhält.
p5 Natürliche Personen sind ferner aufgrund persönlicher Zugehörigkeit am Heimatort steuerpflichtig, wenn sie im Ausland wohnen und dort mit Rücksicht auf ein Arbeitsverhältnis zum Bund oder zu einer andern öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder Anstalt des Inlandes von den Einkommenssteuern ganz oder teilweise befreit sind. Ist der Steuerpflichtige an mehreren Orten heimatberechtigt, so ergibt sich die Steuerpflicht nach dem Bürgerrecht, das er zuletzt erworben hat. Hat er das Schweizer Bürgerrecht nicht, so ist er am Wohnsitz oder am Sitz des Arbeitgebers steuerpflichtig. Die Steuerpflicht erstreckt sich auch auf den Ehegatten und die Kinder im Sinne von Artikel 9.
Ehegatte, der während der Woche aus beruflichen Gründen allein am Arbeitsort, der nicht zugleich der Wochenendort ist, lebt
Rückkehr regelmässig an Wochenenden und in der freien Zeit an den Aufenthaltsort der Familie
Familienort = Steuerdomizil
für unselbständig und selbständig Erwerbende
Rückkehr arbeitsbedingt nicht wöchentlich an den Aufenthaltsort der Familie
Familienort = Steuerdomizil (für verheiratete Steuerpflichtige)
Ehegatten, die sich gemeinsam regelmässig an verschiedenen Ort aufhalten
Ort, an dem sie die stärkeren Beziehungen pflegen = Hauptsteuerdomizil
Steuerdomizil tendenziell am gemeinsamen Arbeitsort / keine quotenmässige Aufteilung
= ein Ehegatte wohnt während der Woche am Arbeitsort und kehrt freiwillig nicht regelmässig an den Familienort zurück
Dauerndes Getrenntleben von der Familie (Getrenntleben von gewisser Festigkeit und Dauer)
trotz fortbestehender Ehe
zivilrechtlicher Wohnsitz am Arbeitsort
Arbeitsort (Wohnsitz) = primäres Steuerdomizil
Familienort (selbständige Familienniederlassung) = sekundäres Steuerdomizil
Steueraufteilung (für unselbständig und selbständig erwerbende Personen)!
= eine Ehegatte, der zufolge leitender Stellung am Arbeitsort wohnt, aber sich regelmässig an den Wochenenden oder freien Tagen zur Familie begibt
Ehegatten können zivilrechtlich selbständige Wohnsitze haben
Dies ist doppelbesteuerungsrechtlich anzuerkennen (vgl. BGE 121 I 14 ff.)
Beachtung der Grundsätze der Familienbesteuerung
Gemeinschaftlichkeit der Mittel für
Gemeinsame Ehegatten-Besteuerung auf Basis der „Faktorenzusammenrechnung“
= Familienbesteuerung
Steueraufteilung
Jeder Kanton hat Anspruch auf die Hälfte der Steuerfaktoren der Ehegatten
Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit eines Ehegatten, welche vom Kanton am Geschäftsort besteuert werden darf
Einkünfte aus Liegenschaften, welche dem Liegenschaften-Kanton zur Besteuerung zustehen
Die Ehegatten haben grundsätzlich ein einziges, gemeinsames Steuerdomizil, und zwar am Familienort ohne Steuerteilung:
Die Einkommen und Vermögen der Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, werden ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammengerechnet.
Die Einkommen und Vermögen von Kindern unter elterlicher Sorge werden dem Inhaber der elterlichen Sorge zugerechnet.
Die Erwerbseinkommen der Kinder sowie Grundstückgewinne werden selbständig besteuert (vgl. StHG 3 Abs. 3).
In tatsächlich und rechtlich getrennter Ehe lebende Ehegatten werden getrennt besteuert:
Getrennte Veranlagung, wie geschiedene Paare
Unterschiedliche Hauptsteuerdomizile von Mann und Frau
Beachtung Doppelbesteuerungsverbot
Getrennte Besteuerung nicht getrennt lebender Ehegatten ohne Gemeinschaftsmittel
Eigenes Steuerdomizil
Keine gemeinsamen Mittel
ev. Unterstützung des einen an den andern Ehegatten mittels ziffernmässig festgelegter Beträge
Gemeinschaftliche Besteuerung nicht getrennt lebender Ehegatten mit Gemeinschaftsmitteln
Gemeinschaftliches Gesamteinkommen
Gemeinschaftliche Veranlagung
Steueraufteilung zwischen den betroffenen Kantonen
Art. 9 DBG »
Art. 9 DBG: Ehegatten; eingetragene Partnerinnen oder Partner; Kinder unter elterlicher Sorge
1 Das Einkommen der Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, wird ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammengerechnet.
1bis Das Einkommen von Personen, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter eingetragener Partnerschaft leben, wird zusammengerechnet. Die Stellung eingetragener Partnerinnen oder Partner entspricht in diesem Gesetz derjenigen von Ehegatten. Dies gilt auch bezüglich der Unterhaltsbeiträge während des Bestehens der eingetragenen Partnerschaft sowie der Unterhaltsbeiträge und der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung bei Getrenntleben und Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.
2 Das Einkommen von Kindern unter der elterlichen Sorge wird dem Inhaber der elterlichen Sorge zugerechnet; für Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit wird das Kind jedoch selbständig besteuert.
Rechtliche Informationen zur Trennung von Ehepaaren:
» Ehetrennung
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References: Art. 3

Art. 3

Art. 3

Art. 3
 BGE 

Art. 9

Art. 9