Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=dda7de5a-b69f-463a-852a-13d976635373
Timestamp: 2020-08-11 01:42:54+00:00

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Voraussetzung für die Optionsausübung ist, dass der Unternehmer einen grundsätzlich unter § 6 Abs. 1 Z 9 lit. a UStG 1994 fallenden Umsatz tätigt. Der Verzicht auf die Steuerbefreiung ist an keine besondere Form oder Frist gebunden und erfordert auch keine eigene schriftliche Erklärung an das Finanzamt. Der Verzicht (ebenso wie die Rücknahme des Verzichtes) ist bis zur Rechtskraft des Steuerbescheides möglich. Der Verzicht ist auch im wieder aufgenommenen Verfahren möglich. Maßgeblich ist nicht der offene Ausweis in einer Rechnung oder Gutschrift, sondern die Behandlung als steuerpflichtig gegenüber dem Finanzamt. Stellt der Unternehmer zwar UStUmsatzsteuer in Rechnung, behandelt aber den Umsatz gegenüber dem Finanzamt (Voranmeldung, Steuererklärung) steuerfrei, schuldet er den ausgewiesenen Betrag gemäß § 11 Abs. 12 UStG 1994, ausgenommen er berichtigt die Rechnung.
Das Hilfsgeschäft des K (Veräußerung der Eigentumswohnung) bleibt bei der Ermittlung der Kleinunternehmergrenze von 30.000 Euro außer Ansatz. K muss, um für den Grundstücksumsatz optionsberechtigt zu sein, neben der Behandlung des Umsatzes gegenüber dem Finanzamt als steuerpflichtig zusätzlich auf die Kleinunternehmerregelung verzichten (Doppeloption). Die Inrechnungstellung der UStUmsatzsteuer allein würde zu einer Steuerschuld auf Grund der Rechnung führen.
Auch bei einem gemäß §§ 6 Abs. 1 Z 9 lit. a UStG 1994 6 Abs. 1 Zsteuerfreien Entnahmeeigenverbrauch nach § 3 Abs. 2 UStG 1994 9 lit(vgl. aRz 790 UStG 1994 steuerfreien Eigenverbrauch) ist eine Option zur Steuerpflicht möglich.
Es besteht nicht die Möglichkeit, zu berichtigende oder nicht abzugsfähige Steuern gemäß § 12 Abs. 15 UStG 1994 in Rechnung zu stellen, wohl aber im Falle der Option die für den steuerpflichtigen Eigenverbrauch geschuldete UStUmsatzsteuer.
Ein§ 6 Abs. 2 vorletzter Unterabsatz UStG 1994 Vorsteuerabzug im Hinblick auf eine zukünftigeregelt nur den Zeitpunkt der tatsächlichen Ausübung der Option ist gemäß § 6 Abs. 2 letzter Unterabsatz UStG 1994 nicht möglich. Nach der genannten Gesetzesstelle kann und die steuerliche Behandlung eine r "bis zur Optiondahin" mangels entsprechender Optionsabsicht vom Vorsteuerabzug ausgeschlossene Steuernach § 12 Abs. 3 UStG 1994 ausgeschlossenen oder einenach § 12 Abs. 10 bis 12 UStG 1994 zu berichtigenden Vorsteuer frühestens für den Voranmeldungszeitraum abgezogen werden(VwGH 20.10.2009, in2006/13/0193 dem der Unternehmer den). Bei Absichtsänderungen ist Rz 901 Umsatz als steuerpflichtig behandelt (hinsichtlich Anzahlungen siehe sinngemäß anzuwendenRz 793).
Optiert der Unternehmer gemäß § 6 Abs. 2 UStG 1994erst bei Lieferung des Grundstückes gemäß § 6 Abs. 2 UStG 1994 zur Steuerpflicht und war die diesbezügliche Absicht bisher zweifelhaft bzw. ändert er nachweislich bereits vorher nach außen erkennbar und zweifelsfrei seine ursprüngliche Absicht zur steuerfreien Veräußerung in Richtung steuerpflichtige Behandlung, so können - wie bei der Vermietung (vgl. Rz 901) - die bisherbis dahin im Hinblick auf die Steuerfreiheit der Umsätze gemäß § 12 Abs. 3 UStG 1994 vom Vorsteuerabzug ausgeschlossenen Vorsteuern frühestens für den Voranmeldungs-(Veranlagungs-)zeitraum geltend gemacht werden, in dem der Unternehmer seine Absicht zur steuerpflichtigen Behandlung zweifelsfrei geändert (siehe auch Rz 799) im Rahmen der Bestimmungen des § 12 Absbzw. 3 und Abs. 10 bis 12 UStG 1994 geltend gemacht werdenin dem er den Umsatz tatsächlich gegenüber dem Finanzamt steuerpflichtig behandelt hat.
Findok-Nr: 19969.7, aufgenommen am: 22.11.2010 15:39:40, Dokument-ID: ac2075b7-ea44-4539-ac39-b67b8137e8e8, Segment-ID: dda7de5a-b69f-463a-852a-13d976635373

References: § 6
 § 11
 § 3
 § 12
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 § 6
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