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Timestamp: 2020-07-05 21:16:53+00:00

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Kinder - WUNSCH KANZLEI - Famlienrecht, Erbrecht, Böblingen, Ute Wunsch
Vaterschaft und Vaterschaftsanfechtung
Vaterschaft aufgrund bestehender Ehe
Als rechtlicher Vater eines Kindes einer verheirateten Ehefrau gilt nach § 1592 Abs. 1 BGB immer der Ehemann, unabhängig davon, ob er auch der leibliche Vater ist. Diese gesetzliche Vermutung gilt nur dann nicht, wenn rechtskräftig festgestellt ist, dass der Ehemann nicht der Vater des Kindes ist. Nach § 1600 Abs. 1 BGB sind berechtigt, die Vaterschaft anzufechten: der Ehemann, der leibliche Vater, die Mutter und das Kind.
Der leibliche Vater ist nur dann zur Anfechtung der Vaterschaft berechtigt, wenn zwischen dem Kind und seinem rechtlichen Vater keine sozial-familiäre Beziehung besteht.
Vaterschaft aufgrund Anerkennung
Nach § 1592 Abs. 1 Nr. 2 BGB ist Vater eines Kindes der Mann, der die Vaterschaft eines Kindes anerkannt hat. Die Anerkennung der Vaterschaft ist gem. § 1594 Abs. 4 BGB schon vor der Geburt zulässig.
Vaterschaft aufgrund gerichtlicher Entscheidung
Nach § 1592 Abs. 1 Nr. 3 ist Vater eines Kindes der Mann, dessen Vaterschaft rechtskräftig gerichtlich festgestellt ist.
Nach § 1684 Abs. 1 BGB hat jedes minderjährige Kind ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil. Und umgekehrt ist jeder Elternteil zum Umgang mit dem Kind berechtigt und verpflichtet. Das Umgangsrecht ist dann relevant, wenn Eltern voneinander getrennt leben und das Kind bei einem Elternteil lebt oder wenn das Kind bei keinem Elternteil lebt. Wenn die Eltern keine Einigung über das Umgangsrecht erzielen, ggf. mit Hilfe des Jugendamts oder anderer sozialer Einrichtungen, dann kann das Familiengericht über den Umfang und die Ausgestaltung des Umgangsrechts entscheiden.
Das Kindergeld ist im Einkommensteuergesetz und im Bundeskindergeldgesetz geregelt.
Anspruchsberechtigt sind Eltern, Adoptiveltern und Pflegeeltern sowie Großeltern, die das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben.
Das Kindergeld wird aber nur an einen Anspruchsberechtigten ausgezahlt. Lebt ein Kind in einem gemeinsamen Haushalt mehrerer Anspruchsberechtigter, so bestimmen diese untereinander, an wen das Kindergeld ausgezahlt wird. Im Streitfall bestimmt das Familiengericht, an wen das Kindergeld ausgezahlt wird.

References: § 1592
 § 1600
 § 1592
 § 1594
 § 1592
 § 1684