Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.03.2007&Aktenzeichen=I%20ZR%20152/04
Timestamp: 2019-09-17 05:26:56+00:00

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https://dejure.org/2007,606
BGH, 29.03.2007 - I ZR 152/04 (https://dejure.org/2007,606)
BGH, Entscheidung vom 29.03.2007 - I ZR 152/04 (https://dejure.org/2007,606)
BGH, Entscheidung vom 29. März 2007 - I ZR 152/04 (https://dejure.org/2007,606)
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ZPO § 540 Abs. 1; UWG §§ 3, 5 Abs. 1
Verwendung des Begriffs "Fachanwälte”, wenn in einer Kanzlei mehrere Fachanwälte arbeiten
Mehrzahl von Sozietätsmitgliedern mit Fachanwaltsqualifikation als Voraussetzung für eine zulässige Verwendung des Begriffs "Fachanwälte" auf einem Praxisschild einer überörtlichen Sozietät; Benennung der Zusatzqualifikation jedes einzelnen Sozietätsmitglieds als Pflicht ...
Kurzbezeichnung mit Zusatz "Fachanwälte" für überörtliche Sozietät auch an Standort ohne Fachanwälte ("Fachanwälte")
Werbung - Verwendung des Begriffs "Fachanwälte" als Zusatz zu einer Kurzbezeichnung
Zur Verwendung des Begriffs "Fachanwälte" als Zusatz zu der Kurzbezeichnung einer überörtlichen Anwaltssozietät
ZPO § 540 Abs. 1; UWG § 3 § 5 Abs. 1
"Fachanwälte"; Anforderungen an die Darstellung des Sach-und Streitstandes im Berufungsurteil bei Zulassung der Revision; Voraussetzungen der Verwendung des Begriffs "Fachanwälte" als Zusatz auf dem Praxisschild einer überörtlichen Anwaltssozietät
Verwendung des Begriffs "Fachanwälte" als Zusatz bei Sozietät
Verwendung des Begriffs "Fachanwälte” auf dem Briefbogen, wenn in einer Kanzlei mehrere Fachanwälte arbeiten.
UWG §§ 3, 5 Abs. 1; BORA § 9
Kurzbezeichnung "Fachanwälte" für überörtliche Sozietät auch an Standorten ohne Fachanwalt bei Mehrzahl von Fachanwälten in Gesamtsozietät ("Fachanwälte")
NZBau 2007, 572
AnwBl 2007, 624
Auch zu der ebenfalls im dritten Absatz der Gründe des angefochtenen Urteils erwähnten negativen Feststellungsklage sind einigermaßen verlässliche Rückschlüsse auf das Widerklagebegehren der Beklagten nicht möglich (…vgl. BGH, BGHZ aaO;… Urteile vom 14. Januar 2005 - V ZR 99/04 - aaO;… vom 23. November 2006 - I ZR 276/03 - aaO; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04 - aaO).
Weiter muss das Berufungsurteil in diesem Fall erkennen lassen, von welchem Sach- und Streitstand das Gericht ausgegangen ist und welche Berufungsanträge die Parteien zumindest sinngemäß gestellt haben (im Anschluss an BGH, Urteile vom 29. März 2007, I ZR 152/04, NJW 2007, 2334 Rn. 5 …und vom 21. September 2016, VIII ZR 188/15, aaO; vgl. auch BGH…, Urteil vom 30. Mai 2017, VI ZR 501/16, juris Rn. 7).
Es ist nicht Aufgabe des Revisionsgerichts, den Sachverhalt selbst zu ermitteln, um anschließend beurteilen zu können, ob die Revision begründet ist (BGH, Urteile vom 30. September 2003 - VI ZR 438/02, BGHZ 156, 216, 218; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, NJW 2007, 2334 Rn. 5;… vom 4. Mai 2011 - XII ZR 142/08, aaO;… vom 21. September 2016 - VIII ZR 188/15, aaO;… vom 21. Februar 2017 - VI ZR 22/16, juris Rn. 6; jeweils mwN).
Weiter muss das Berufungsurteil in diesem Fall erkennen lassen, von welchem Sach- und Streitstand das Gericht ausgegangen ist und welche Berufungsanträge die Parteien zumindest sinngemäß gestellt haben (BGH, Urteile vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, aaO;… vom 21. September 2016 - VIII ZR 188/15, aaO;… vom 21. Februar 2017 - VI ZR 22/16, aaO;… vom 30. Mai 2017 - VI ZR 501/16, juris Rn. 7).
Der Nichtzulassungsbeschwerde unterliegende Berufungsurteile müssen, ebenso wie die Revision zulassende Entscheidungen, erkennen lassen, von welchem Sach- und Streitstand das Berufungsgericht ausgegangen ist und welche tatsächlichen Feststellungen seiner Entscheidung zugrunde liegen (BGHZ 156, 216; BGH, Urt. v. 29.3.2007 - I ZR 152/04, WRP 2007, 955 - Fachanwälte).
Es ist weder die Aufgabe des Revisionsgerichts noch ist es ihm hinreichend sicher möglich, anstelle des Berufungsgerichts selbst den Sachverhalt zu ermitteln, um abschließend beurteilen zu können, ob die Revision begründet ist (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, NJW 2007, 2334, 2335).
Die Einhaltung dieser Voraussetzungen ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für den Inhalt eines Berufungsurteils nicht entbehrlich (…BGH, Urteile vom 19. Juli 2017 - VIII ZR 3/17, juris Rn. 7 ff.;… vom 21. September 2016 - VIII ZR 188/15, NJW 2016, 3787 Rn. 5; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, NJW 2007, 2334 Rn. 5 ff;… vom 8. Februar 2006 - XII ZR 57/03, NJW 2006, 1523 Rn. 5 ff; vom 10. Februar 2004 - VI ZR 94/03, BGHZ 158, 60, 61; jeweils mwN).
Denn es ist nicht Aufgabe des Revisionsgerichts, den Sachverhalt und das genaue Begehren selbst zu ermitteln, um abschließend beurteilen zu können, ob die Revision begründet ist (…BGH, Urteile vom 19. Juli 2017 - VIII ZR 3/17, aaO Rn. 7;… vom 21. Februar 2017 - VI ZR 22/16, aaO;… vom 21. September 2016 - VIII ZR 188/15, aaO;… vom 5. März 2015 - I ZR 164/13, NJW 2015, 3309 Rn. 7; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, aaO Rn. 5; jeweils mwN).
Wird der Kurzbezeichnung einer Rechtsanwaltskanzlei ein Zusatz zur Qualifikation der Berufsträger wie "Rechtsanwälte und Notare" oder "Wirtschaftsprüfer und Steuerberater" hinzugesetzt, versteht der Verkehr dies als Hinweis darauf, dass sich in der entsprechenden Kanzlei Berufsträger dieser Qualifikation zusammengeschlossen haben (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, GRUR 2007, 807 Rn. 12 = WRP 2007, 955 - Fachanwälte).
Deshalb muss aus einem Berufungsurteil, gegen das die Nichtzulassungsbeschwerde oder die Revision stattfindet, zu ersehen sein, von welchem Sach- und Streitstand das Gericht ausgegangen ist, welches Rechtsmittelbegehren die Parteien verfolgt haben und welche tatsächlichen Feststellungen der Entscheidung zugrunde liegen (BGH, Urteil vom 30. September 2003 - VI ZR 438/02, BGHZ 156, 216, 218; Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, GRUR 2007, 807 Rn. 5 = WRP 2007, 955 - Fachanwälte).
Es leidet daher an einem Verfahrensmangel, der zur Aufhebung und Zurückverweisung führt (BGHZ 156, 216, 218; BGH…, Urteil vom 23. November 2006 - I ZR 276/03, GRUR 2007, 631 Rn. 15 = WRP 2007, 783 - Abmahnaktion; BGH, GRUR 2007, 807 Rn. 5 f. - Fachanwälte).
Diese Voraussetzungen sind nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für den Inhalt eines Urteils nicht entbehrlich (BGH, Urteile vom 4. Mai 2011 - XII ZR 142/08, GE 2011, 1079; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, NJW 2007, 2334 Rn. 5 ff;… vom 8. Februar 2006 - XII ZR 57/03, NJW 2006, 1523 Rn. 5 ff; vom 10. Februar 2004 - VI ZR 94/03, BGHZ 158, 60, 61; jeweils mwN).
Denn es ist nicht Aufgabe des Revisionsgerichts, den Sachverhalt und das genaue Begehren selbst zu ermitteln, um abschließend beurteilen zu können, ob die Revision begründet ist (…BGH, Urteile vom 5. März 2015 - I ZR 164/13, NJW 2015, 3309 Rn. 7; vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, aaO Rn. 5; jeweils mwN).
BGH, 24.02.2011 - VII ZR 169/10
Anforderungen an ein Berufungsurteil bei Zulassung der Revision; Anspruch auf …
Lässt das Berufungsgericht die Revision zu, muss aus dem Berufungsurteil zu ersehen sein, von welchem Sach- und Streitstand es ausgegangen ist, welches Rechtsmittelbegehren die Parteien verfolgt haben und welche tatsächlichen Feststellungen der Entscheidung zugrunde liegen (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 152/04, NJW 2007, 2334; Urteil vom 11. Februar 2009 - VIII ZR 36/08, WuM 2009, 248).
Jedoch verschweigt der Beklagte nicht, dass er an drei verschiedenen Standorten tätig ist, so dass der Durchschnittsverbraucher (zum Maßstab insoweit vergleichbar BGH GRUR 2007, 807 - Fachanwälte) erkennen kann, dass die Präsenz des Beklagten in E (oder einem seiner anderen Kanzleiorte) naturgemäß eingeschränkt ist.

References: § 540
 § 540
 § 3
 § 5
 § 9
 BGH