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Timestamp: 2017-12-17 09:57:46+00:00

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Schlagwort Archiv: Steuerhinterziehung
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Taterfolg, Umsatzsteuer, Umsatzsteuererstattung, Umsatzsteuervoranmeldung, Vollendung
Steuerhinterziehung – und die Kronzeugenregelung
Bei dem gesetzlichen Milderungsgrund des freiwilligen Offenbarens gemäß § 46b Abs. 1 Nr. 1 StGB muss es sich bei der Anlasstat nicht um eine Katalogtat i.S.v. § 100a Abs. 2 StPO handeln; es genügt vielmehr, dass diese Tat mit einer im Mindestmaß erhöhten Freiheitsstrafe bedroht ist1. Diese Voraussetzung ist bei …
Aufklärungshilfe, Katalogstraftat, Kronzeuge, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Steuerhinterziehung – und der große Abstand zwischen Tat und Urteil
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung, Zeitlichere Abstand
Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung – durch die widerrechtliche Autonutzung
Mit der Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung bei widerrechtlicher Benutzung von Kraftfahrzeugen hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen: Anlaß hierfür bot dem Bundesgerichtshof ein Fall, in dem der Angeklagte amtliche Kennzeichen von anderen Fahrzeugen abgeschraubt hatte, um sie an seinem nicht zugelassenen Kfz zu verwenden, mit dem er sodann am Straßenverkehr teilnahm. Allein …
Kfzsteuer, Kfzsteuerhinterziehung, Kraftfahrzeugsteuer, Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Steuerhinterziehung – und der besonders schwere Fall
Bei Hinterziehungstaten aus Jahren bis 2007 liegt nach § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO1 ein besonders schwerer Fall in der Regel vor, wenn der Täter aus grobem Eigennutz in großem Ausmaß Steuern verkürzt. Grob eigennützig i.S.d. § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO in der …
Besonders schwerer Fall, Grober Eigennnutz, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung
Scheingeschäfte – und die Steuerhinterziehung
Ein Scheingeschäft liegt vor, wenn die Parteien einverständlich nur den äußeren Schein des Abschlusses eines Rechtsgeschäfts hervorrufen, aber die mit dem betreffenden Rechtsgeschäft verbundenen Rechtswirkungen nicht eintreten lassen wollen1. Entscheidend ist dabei, ob die Beteiligten zur Erreichung des angestrebten Erfolges ein Scheingeschäft für genügend oder ein ernst gemeintes Rechtsgeschäft für …
Scheingeschäft, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Bedingt vorsätzliche Steuerhinterziehung – bei gemischt beruflich und privat veranlassten Reisen
Auch beim bedingten Vorsatz muss das erforderliche voluntative Element vorliegen1. Vorsatz scheidet bereits deswegen aus, weil einerseits die gewerblichen Kosten, soweit dies nach den Feststellungen überhaupt in Betracht kommt, in betrieblich und privat veranlasste Kosten teilbar sind, andererseits insoweit auch jeweils eine ausländische Betriebsstätte vorliegen könnte. So hatte sich auch …
bedingter Vorsatz, Dienstreise, Dolus eventualis, Gemischt veranlasste Reisen, Privatreise, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Vorsatz
Steuerhinterziehung durch Unterlassen – und der Verfügungsberechtigte als Mittäter
Autor: Rechtslupe 27. November 2017
Täter – auch Mittäter – einer Steuerhinterziehung durch Unterlassen (§ 370 Abs. 1 Nr. 2 AO) kann nur derjenige sein, der selbst zur Aufklärung steuerlich erheblicher Tatsachen besonders verpflichtet ist1. Zwar trifft auch einen Verfügungsberechtigten im Sinne des § 35 AO eine Rechtspflicht zur Aufklärung über steuerlich erhebliche Tatsachen. Hierzu …
Mittäterschaft, Scheinfirma, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerhinterziehung, Umsatzsteuerkarussell, Unterlassen, Verfügungsberechtigter
Urkundenfälschungen können jeweils in Tateinheit mit der Steuerstraftat1 stehen. Jedoch müssen die dem Finanzamt übermittelten Unterlagen die Merkmale von Urkunden im Sinne von § 267 Abs. 1 StGB aufweisen. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob die verfälschten oder gefälschten Unterlage möglicherweise den Finanzbehörden nicht in Papierform, sondern auf elektronischem Weg …
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Urkunde, Urkundenfälschung
Besonders schwere Steuerhinterziehung – in Altfällen
Soweit die Steuerhinterziehungen vor dem 1.01.2008 begangen wurden, findet § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO in der bis zum 31.12 2007 geltenden Fassung Anwendung. Das Regelbeispiel ist in diesem Fall nur dann erfüllt, wenn der Täter zudem aus grobem Eigennutz gehandelt hat. Grober Eigennutz ist anzunehmen, wenn …
Besonders schwerer Fall, Grober Eigennnutz, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Umsatzsteuerhinterziehung – und die Strafzumessung
Zwar sind im Rahmen der Strafzumessung nicht lediglich die zu Unrecht als Steuervergütungen ausgezahlten Beträge zu berücksichtigen, wenn der Hinterziehungsumfang der Taten diese Beträge übersteigt, weil zugleich die Umsatzsteuer aus Ausgangsrechnungen verkürzt wurde1. Sind aber alle Umsätze – also sowohl die Eingangs- als auch die Ausgangsumsätze – fingiert, darf der …
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung, Umsatzsteuerhinterziehung
Steuerhinterziehung durch eine falsche Umsatzsteuerjahreserklärung – und die Umsatzsteuervoranmeldungen
Das Verhältnis zwischen unrichtiger Umsatzsteuervoranmeldungen und unrichtiger Umsatzsteuerjahreserklärung im Rahmen der Steuerhinterziehung ist eines der Gesetzeskonkurrenz in Form der mitbestraften Vortat. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs führt die Abgabe einer unrichtigen Umsatzsteuervoranmeldung ebenso wie das pflichtwidrige Unterlassen der Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung zunächst lediglich zu einer Steuerhinterziehung “auf Zeit”; erst die …
Gesetzeskonkurrenz, Mitbestrafte Vortat, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerhinterziehung, Umsatzsteuerjahreserklärung, Umsatzsteuervoranmeldung
Die besonders sorgfältig verschleierten Schwarzlieferungen
In der Rechtsprechung ist zwar anerkannt, dass die sorgfältig geplante Vermeidung von Tatspuren oder deren Beseitigung vor der Tat als die Tat prägende Umstände strafschärfend herangezogen werden dürfen1. Dem Täter darf aber nicht straferschwerend zur Last gelegt werden, er habe den Ermittlungsbehörden seine Überführung nicht erleichtert, indem er keine auf …
Konkurrenzverhältnisse bei Steuerstraftaten
Bei der Beurteilung der Konkurrenzverhältnisse von Steuerstraftaten gilt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass die Abgabe jeder einzelnen unrichtigen Steuererklärung grundsätzlich als selbständige Tat im Sinne von § 53 StGB zu werten ist. Von Tatmehrheit ist also dann auszugehen, wenn die abgegebenen Steuererklärungen verschiedene Steuerarten, verschiedene Besteuerungszeiträume oder verschiedene …
Konkurrenzverhältnis, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Tateinheit, Tatmehrheit
Anklageschrift, Eröffnungsbeschluss – und ihre Umgrenzungsfunktion im Steuerstrafverfahren
Die Anklageschrift wahrt die Umgrenzungsfunktion des § 200 Abs. 1 Satz 1 StPO im Hinblick auf die dem Angeklagten vorgeworfenen (Beihilfehandlungen zu) Steuerhinterziehungen1, wenn die dem Angeklagten zur Last gelegten Anklagevorwürfe werden von der vorgenannten Anklageschrift hinreichend konkret geschildert werden. Aus dem Anklagesatz müssen sich die näheren Einzelheiten der Tatvorwürfe …
Anklageschrift, Eröffnungsbeschluss, Steuerhinterziehung, Strafrecht, Umgrenzungsfunktion
Bandenmäßige Steuerhinterziehung
Eine Bande setzt im Fall des § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 AO den Zusammenschluss von mindestens drei Personen voraus, die sich zur fortgesetzten Begehung einer noch unbestimmten Vielzahl von Taten nach § 370 Abs. 1 AO verbunden haben. Erforderlich ist eine Bandenabrede, bei der das einzelne Mitglied …
Bande, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Umsatzsteuerhinterziehung – Vollendung oder Versuch?
Bei einer Umsatzsteuerhinterziehung hängt die Frage der Tatvollendung davon ab, ob die (unrichtigen) Steueranmeldungen zu einer Steuervergütung (§ 168 Satz 2 AO) oder zu einer Zahllast (§ 168 Satz 1 AO) der beteiligten Unternehmen geführt haben. § 370 Abs. 1 AO ist nicht lediglich ein Erklärungs, sondern auch ein Erfolgsdelikt. …
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerhinterziehung, Versuch, Vollendung
Strafzumessung bei der Steuerhinterziehung – und der Hinterziehungsbetrag
Grundlage für die Zumessung der Strafe ist bei einer Steuerhinterziehung – wie bei jeder anderen Straftat – die persönliche Schuld des Täters. Dabei sind auch die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Strafe für das künftige Leben des Täters in der Gesellschaft zu erwarten sind (§ 46 Abs. 1 StGB). …
In Fällen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ist für die Strafrahmenwahl nicht entscheidend, ob sich die Tat des Haupttäters, zu der Beihilfe geleistet wird, als besonders schwerer Fall erweist; zu prüfen ist vielmehr, ob sich die Beihilfe selbst – bei Berücksichtigung des Gewichts der Haupttat – als besonders schwerer Fall darstellt1. …
Beihilfe, Steuerhinterziehung, Strafrecht, Strafzumessung
Täter – auch Mittäter – einer Steuerhinterziehung durch Unterlassen gemäß § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO kann nur derjenige sein, der selbst zur Aufklärung steuerlich erheblicher Tatsachen besonders verpflichtet ist1. Gemäß § 19 TabStG aF entsteht die deutsche Tabaksteuer, wenn Tabakwaren unzulässiger Weise entgegen § 12 Abs. 1 TabStG …
Mittäter, Steuerhehlerei, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Tabak, Tabakschmuggel, Tabaksteuer
Gewerbesteuerhinterziehung – und der Schuldumfang
Autor: Rechtslupe 26. April 2017
In Fällen der Hinterziehung von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ist bei der Berechnung der verkürzten Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer die in den Veranlagungszeiträumen (hier: 2006 und 2007) noch vorzunehmenden Gewerbesteuerrückstellungen zu berücksichtigt1. Dabei ist zu bedenken, dass die in Bezug auf die verdeckten Gewinnausschüttungen zusätzlich anfallende Gewerbesteuer auch die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer …
Gewerbesteuerhinterziehung, Gewerbesteuerrückstellung, Körperschaftsteuerhinterziehung, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerhinterziehung
Steuerhinterziehung – und die Anklageschrift
Liegt einem Angeklagten Steuerhinterziehung zur Last, sind im Anklagesatz das relevante Verhalten und der Taterfolg i.S.v. § 370 AO anzuführen; einer Berechnungsdarstellung der Steuerverkürzung bedarf es dort hingegen nicht1. Die Anklageschrift wahrt die Umgrenzungsfunktion (vgl. § 200 Abs. 1 Satz 1 StPO) im Hinblick auf die der Angeklagten vorgeworfenen Taten …
Anklageschrift, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Autor: SozialrechtsNews 22. März 2017
Grundlage der Beitragsbemessung ist das gesamte Arbeitsentgelt aus der versicherungspflichtigen Tätigkeit. Hierzu zählen alle Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden1. Sämtliche bei einem Arbeitgeber vorgenommenen […]
Beitragsvorenthaltung, Krankenversicherung, Lohnsteuer, Scheinarbeitsvertrag, Schwarzlohnabrede, Sozialversicherungsbeiträge, Steuerhinterziehung, Teilschwarzlohnabrede
Beitragsvorenthaltung – und der zweite Scheinarbeitsvertrag mit einer Drittfirma
Grundlage der Beitragsbemessung ist das gesamte Arbeitsentgelt aus der versicherungspflichtigen Tätigkeit. Hierzu zählen alle Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden1. …
Arbeitsrecht, Beitragsvorenthaltung, Lohnsteuer, Scheinarbeitsvertrag, Schwarzlohnabrede, Sozialrecht, Sozialversicherungsbeiträge, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafrecht, Teilschwarzlohnabrede
Steuerhinterziehung – und das Ruhen ihrer Verjährung ab dem Eröffnungsbeschluss
Droht das Gesetz strafschärfend für besonders schwere Fälle Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren an und ist das Hauptverfahren vor dem Landgericht eröffnet worden, so ruht die Verjährung in den Fällen der Steuerhinterziehung gemäß § 78b Abs. 4 StGB ab Eröffnung des Hauptverfahrens, höchstens jedoch für einen Zeitraum von fünf …
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Verjährung
Dadurch, dass bis zum Ablauf der gesetzlichen Abgabefrist (§ 149 Abs. 2 AO aF) keine Umsatzsteuerjahreserklärung eingereicht wurde, ließ der Unternehmer im Sinne von § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis. Mit Ablauf dieser Frist wurde zugleich die Umsatzsteuer verkürzt, weil …
Steuerhinterziehung, Steuerhinterziehung durch Unterlassen, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerhinterziehung
Tabakschmuggel mit fehlendem Absatzerfolg – und die Steuerhehlerei
In den Fällen, in denen der nach Deutschland unversteuert und unverzollt eingeführte Feinschnitttabak durch den Zollsichergestellt wurde, nachdem ihn die Angeklagte von ihrem Hintermann in Empfang genommen, zwischengelagert und dann den Speditionen zum Weitertransport (hier: nach Großbritannien) übergeben hatte, hat sich die Angeklagte bereits wegen gewerbsmäßiger Steuerhehlerei (§ 374 Abs. …
Steuerhehlerei, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Tabak, Tabakschmuggel, Tabaksteuer
Beihilfe zur Steuerhinterziehung – und der Gehilfenvorsatz
Eine Strafbarkeit wegen Beihilfe (§ 27 StGB) setzt auf subjektiver Seite einen doppelten Gehilfenvorsatz voraus. Dieser muss die Unterstützungshandlung umfassen und sich auf die Vollendung einer vorsätzlich begangenen rechtswidrigen Haupttat richten, wobei es genügt, dass der Gehilfe erkennt und billigend in Kauf nimmt, dass sich sein Beitrag als unterstützender Bestandteil …
Beihilfe, Gehilfenvorsatz, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht
Besonders schwere Steuerhinterziehung – und ihre Verjährung
Die Verjährung beginnt, sobald die Tat beendet ist (§ 78a Satz 1 StGB). Bei der Hinterziehung von Veranlagungssteuern – wie hier der Einkommensteuer – durch Unterlassen ist dies der Fall, wenn das zuständige Finanzamt die Veranlagungsarbeiten im Veranlagungsbezirk für die betreffende Steuerart und den betreffenden Zeitraum im Wesentlichen abgeschlossen hat1. …
Mit diesen Konsequenzen muss man bei fehlerhafter Buchhaltung rechnen
Jeder Unternehmer sollte die Grundlagen der Buchhaltung beherrschen und seine Bücher von vornherein ordentlich vorbereiten, damit sich erst gar keine Fehler einschleichen. Entdeckt das Finanzamt nämlich Lücken, kann das ganz schön teuer werden. Grobe Fehler in der Buchhaltung – auch wenn sie nur versehentlich passiert sein sollten – können fatale …
Buchhaltung, Einkommensteuer (Betrieb), Hinzuschätzung, Steuerhinterziehung
Umsatzsteuerhinterziehung durch Ketten- und Karussellgeschäfte – und die Strafzumessung
In Fällen fingierter Ketten- oder Karussellgeschäfte, die auf die Hinterziehung von Steuern angelegt sind, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Strafzumessung der aus dem Gesamtsystem erwachsene deliktische Schaden als verschuldete Auswirkung der Tat zugrunde zu legen, soweit dem jeweiligen Beteiligten die Struktur und die Funktionsweise des Gesamtsystems bekannt ist1. …
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Umsatzsteuerbetrugskette, Umsatzsteuerhinterziehung, Umsatzsteuerkarussell
Umsatzsteuerkarussell – und die Steuerhinterziehung des Missing Trader
Eine Umsatzsteuerfreiheit innergemeinschaftlicher Lieferungen kommt nur in Betracht, wenn die Voraussetzungen des § 6a Abs. 1 UStG vorliegen. Danach ist es u.a. erforderlich, dass der Abnehmer ein Unternehmer ist, der den Gegenstand der Lieferung für sein Unternehmen erworben hat. Dies ist bei einem Umsatzsteuerkarussell nicht der Fall. Die Firma, die …
außergewöhnliche Belastungen, Einkommensteuer (privat), Steuerhinterziehung, Strafverteidigungskosten, Verfahrenseinstellung
Zwar ist beim Delikt der Steuerhinterziehung auch ein Betrag in Höhe der verkürzten Steuern erlangtes „etwas“, im Sinne des § 73 Abs. 1 StGB, weil sich der Täter die Aufwendungen für diese Steuern erspart1. Die Waren, auf die sich die Hinterziehung von Verbrauchsteuern bezieht, sind als solche jedoch nicht durch …
Einziehung, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Verfall, Wertersatzverfall, Zigarettenschmuggel
Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Tabaksteuer, Zigarettenschmuggel
Umsatzsteuerkarusselle – und der Strafklagenverbrauch
Maßgeblich für den Umfang der Rechtskraft und damit für die Frage, ob Strafklageverbrauch eingetreten ist oder nicht, ist die Tat im prozessualen Sinn (§ 264 Abs. 1 StPO), wie sie von der Anklage erfasst ist. Denn der Strafklageverbrauch reicht nur so weit wie die Aburteilungsbefugnis des Gerichts. Der verfahrensrechtliche Tatbegriff …
Anklage, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafklagenverbrauch, Strafprozess, Umsatzsteuerhinterziehung, Umsatzsteuerkarussell
Steuerhinterziehung – und ihre Vollendung
Bei Veranlagungssteuern – wie hier der Einkommensteuer – ist der durch die Abgabe einer unrichtigen Steuererklärung verursachte Erfolg der Steuerverkürzung eingetreten und die Straftat damit vollendet, wenn auf Grund der unrichtigen Erklärung die Steuer zu niedrig festgesetzt und dies dem Steuerpflichtigen bekannt gegeben worden ist. In diesem Zeitpunkt ist die …
Beendigung, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Vollendung
Der Straftatbestand der Steuerhinterziehung sieht in § 370 Abs. 3 Satz 1 AO für besonders schwere Fälle einen erhöhten Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe vor. Für die Bewertung der Tat des Gehilfen und den zugrunde zu legenden Strafrahmen ist entscheidend, ob sich die Beihilfe selbst – …
Beihilfe, Steuerberater, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung
Besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung – in Altfällen
Wurde die Steuerhinterziehung vor dem 1.01.2008 beendet, ist im Rahmen der Prüfung eines besonders schweren Falles (§ 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO aF, § 2 Abs. 1, 2 StGB) erforderlich, dass grob eigennützig gehandelt wurde. Dies ist der Fall, wenn der Täter sein Verhalten von dem Streben …
Besonders schwerer Fall, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung
Beihilfe zur Steuerhinterziehung – im besonders schweren Fall
Ein besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung liegt gemäß § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO in der Regel vor, wenn der Täter in großem Ausmaß Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt. Wurde die Tat vor dem 1.01.2008 begangen, findet § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 …
Beihilfe, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht, Strafzumessung
Die rein körperliche Aufnahme der nicht gestellten Menge Wasserpfeifentabak in das Steuerlager führt nicht dazu, dass diese auch rechtlich in das Steuerlager aufgenommen und damit in das Steueraussetzungsverfahren überführt worden ist. Durch die Falschangaben bei der Einfuhr wird daher hinsichtlich der nicht deklarierten Menge Wasserpfeifentabak neben Zoll- und Einfuhrumsatzsteuer auch …
Steuerhinterziehung, Steuerlager, Steuerstrafrecht, Tabak, Tabakschmuggel, Tabaksteuer
Der persönliche Strafausschließungsgrund der Beteiligung an der Vortat gemäß § 261 Abs. 9 Satz 2 StGB steht einer Verurteilung wegen Geldwäsche nicht entgegen, wenn eine Verurteilung wegen der Vortat ausscheidet. Mit Streichung des Zusatzes „eines anderen“ als einschränkendem Erfordernis für eine Vortat hat der Gesetzgeber im Jahr 1998 den Tatbestand …
Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Strafrecht, Tabaksteuer, Verbrauchsteur, Vortat
„Verwahren“ im Sinne von § 261 Abs. 2 Nr. 2 StGB bedeutet, einen geldwäschetauglichen Gegenstand in Gewahrsam zu nehmen oder zu halten, um ihn für einen Dritten oder für eigene spätere Verwendung zu erhalten1. Darunter ist bei Sachen die bewusste Ausübung der tatsächlichen Sachherrschaft zu verstehen2. Taugliche Tatobjekte der Geldwäsche …
Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Strafrecht, Tabaksteuer, Verbrauchsteur, Verwahren

References: § 46
 § 100
 § 370
 § 370
 § 35
 § 267
 § 370
 § 53
 § 200
 § 370
 § 370
 § 370
 § 370
 § 19
 § 12
 § 370
 § 200
 § 78
 § 370
 § 6
 § 73
 § 370
 § 2
 § 370
 § 370
 § 261
 § 261