Source: https://bergpass.lbeg.de/bergpass/Wilma.aspx?pgId=515&WilmaLogonActionBehavior=Default
Timestamp: 2018-07-22 22:06:06+00:00

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BergPass® - 3. Bohrgerüste
§12 Allgemeine Anforderungen
(3) Für Bohrgerüste mit einer zulässigen Hakenregellast unter 200 kN kann der rechnerische Nachweis nach Absatz 1 entfallen, wenn die Sicherheit des Bohrgerüsts anderweitig nachgewiesen ist.
(7) Beim Erstellen und Aufwältigen von Bohrungen, an denen Ausbrüche nicht ausgeschlossen werden können, muss die Gestängebühne mit einer Abseilvorrichtung ausgerüstet sein, mit der das Bühnenpersonal den Gefahrenbereich schnell und sicher verlassen kann. Diese Abseilvorachtung bedarf der Genehmigung durch die zuständige Behörde.
§13 Fahrsicherungen und Anzeigevorrichtungen
(3) Das Hebewerk an Bohrgerüsten muss mit einer Übertreibsicherung versehen sein, die ein Unterfahren des Rollenlagers verhindert. Die Übertreibsicherung darf nur aus zwingenden Gründen- und nur vorübergehend auf ausdrückliche Weisung der zuständigen verantwortlichen Person überbrückt werden. Die Überbrückung muss der Person, die das Hebewerk bedient, deutlich erkennbar sein.
§14 Seilsicherheiten, Nachnehmen und Kürzen des Hebewerkseiles
- bei Hakenregellast 3,0 fach
- bei Hakenausnahmelast 2,0 fach
- Nackenseile 2,5 fach
- Abspannseile 2,5 fach
- Errichteseile 2,0 fach.
(2) Bei Bohrgerüsten mit einer Hakenregellast von mehr als 1000 kN ist das Hebewerkseil nach einem vom Unternehmer für jedes Bohrgerüst nach den Betriebserfahrungen und der jeweiligen Beanspruchung festzulegenden Plan- regelmäßig nachzunehmen und zu kürzen.
§15 Bedienung des Hebewerkes
(2) Das .Hebewerk darf nur in außergewöhnlichen Fällen und nur auf ausdrückliche Weisung der zuständigen verantwortlichen Person mit einer höheren als der Hakenregellast belastet werden. Dabei darf die Hakenausnahmelast nicht überschritten werden.
§16 Aufbau. Abbau und Umsetzen von Bohrgerüsten
(1) Bohrgerüste dürfen nur auf geeignetem Untergrund und, soweit nach der statischen Berechnung eine Gründung erforderlich ist, nur auf geeigneten Fundamenten oder sonstigen Gründungen errichtet werden. Die nach den anerkannten Regeln der Bautechnik für die Fundamente oder sonstigen Gründungen erforderlichen Berechnungen sind von nach dam Bauordnungsrecht anerkannten Sachverständigen zu prüfen. Die nach der statischen Berechnung zulässige Schiefstellung des Bohrgerüsts darf nicht überschritten werden.
(2) Es ist Vorsorge zu treffen, dass die Gründung des Bohrgerüsts nicht hinterspült oder unterspült werden kann.
§17 Bohrgerüstbuch
5. Berichte über die Ergebnisse der Prüfungen nach Nummer 3 der Anlage und Nachweise über die Ergebnisse der Prüfungen nach Nummer 2.3 der Anlage,
6. Angaben über die Beseitigung von Mängeln, die bei Prüfungen festgestellt wurden,
(3) Das Bohrgerüstbuch ist am jeweiligen Aufstellungsort des Bohrgerüsts oder an einer anderen den verantwortlichen Personen zugänglichen Stelle in der Nähe des Aufstellungsortes aufzubewahren.

References: §12

§13

§14

§15

§16

§17