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Timestamp: 2019-07-21 19:01:27+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BottNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bottsand" vom 5. November 1987 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bottsand" vom...
juris-Abkürzung: BottNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 05.11.1987
Fundstelle: GVOBl. 1987 328
Gliederungs-Nr: 791-4-87
über das Naturschutzgebiet "Bottsand"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bottsand" vom 5. November 1987 01.01.2003
(1) Der Nehrungshaken Bottsand und die ihn umgebenden Wasserflächen der Ostsee in der Gemeinde Wendtorf, Kreis Plön, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Bottsand" unter Nummer 37 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 91 ha groß und umfaßt die Landschaftsteile Bottsand und Grüne Insel in der Gemarkung Wendtorf, die Binnenwasserflächen zwischen dem Schutzdeich und dem Nehrungshaken sowie einen flachgründigen Bereich der Ostsee vor dem Nehrungshaken. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte I b im Maßstab 1 : 5.000 und in der Abgrenzungskarte II a im Maßstab 1:6.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Karten sind beim
Untere Landschaftspflegebehörde -, 2320 Plön,
Amtsvorsteher des Amtes Probstei, 2306 Schönberg (Holstein),
Bürgermeister der Gemeinde Wendtorf, 2306 Wendtorf,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines aus einem Nehrungshaken mit Strandwällen, aus flachen Dünen, Grünlandflächen, Binnenwasserflächen sowie aus Wasserflächen der Ostsee gebildeten Landschaftsteiles. Aufgrund seiner großen Vielfalt ist es Lebensraum und Lebensstätte einer besonders zahl- und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb oder Ballone oder Drachen aufsteigen und landen oder Schiffsmodelle fahren zu lassen,
die ordnungsgemäße Ausübung der Erwerbsfischerei in der Ostsee vor dem Weststrand des Bottsandes, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind; nicht zulässig ist es,
vor dem 10. Juli eines jeden Jahres Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Geltungsbereich der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten vom 19. Dezember 1980 (GVOBl. Schl.-H. 1981 S. 2), geändert durch Landesverordnung vom 19. Mai 1983 (GVOBl. Schl.-H. S. 178), sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind,
das Betreten des Strandes und das Lagern auf dem Strand zwischen dem seeseitigen Strandwallfuß und der Wasserlinie sowie das Baden in der Ostsee im Nordteil des Naturschutzgebietes innerhalb des 280 Meter langen, in der Örtlichkeit gekennzeichneten Abschnitts, der in der Abgrenzungskarte I b und in der Übersichtskarte im Punktraster dargestellt ist.
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume im Einzelfall Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 und des § 5 Abs. 1 Nr. 1 zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
Die untere Landschaftspflegebehörde wird ermächtigt, die vom Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege vorgeschlagenen Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen. Sie kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Nr.9 die Lebens- oder Zufluchtstätten der Tiere oder die Standorte der Pflanzen beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb oder Ballone oder Drachen aufsteigen und landen oder Schiffsmodelle fahren läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 in den Gewässern badet oder mit Tauchgeräten taucht,
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde laufen läßt,
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Bottsand" in der Gemarkung Wendtorf, Kreis Plön, vom 19. April 1961 (GVOBl. Schl.-H. S. 93), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 15. Dezember 1976 (GVOBl. Schl.-H. S. 296), außer Kraft.

References: § 5
 § 4
 § 5

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