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Timestamp: 2016-10-26 02:29:44+00:00

Document:
2C_1101/2012 (24.01.2013)
2C_1101/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Martin Beyeler,
Arbeitsvergabe,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, vom 4. Oktober 2012.
Das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis, Amt f�r Nationalstrassenbau, schrieb im Amtsblatt des Kantons Wallis Nr. 29 vom 22. Juli 2011 zur Projektierung eines Leitsystems sowie eines Kommunikationsnetzwerkes in Bezug auf die Nationalstrasse A9 und die Kantonsstrassen zwei Mandate aus: zum einen das Mandat "M06355 VV - Kommunikationsnetzwerk A9 VS" (nachfolgend: Mandat Kommunikationsnetzwerk) und zum anderen das Mandat "M06356 VV - Leitsystem A9 VS" (nachfolgend: Mandat Leitsystem). Die Mandate umfassten die Projektierung des Netzwerkes bzw. Leitsystems, die Ausschreibung der entsprechenden Baulose sowie die Betreuung der Ausf�hrung, Inbetriebnahme und des Abschlusses.
Die Ausschreibungsunterlagen enthielten f�r beide Mandate �bereinstimmende Eignungskriterien:
"Folgende Kriterien sind f�r die Bewertung der Eignung der Bewerber f�r die Ausf�hrung des Mandats massgebend:
1. Erfahrung der Firma inkl. Subplaner in Projekt- und Bauleitung BSA f�r Nationalstrassen oder Hochleistungsstrassen.
2. Mindestens 2 Referenzmandate im Bereich ... [Netzwerk/Leitsysteme] in den vergangenen 5 Jahren mit einem Ingenieurvolumen von mindestens 0.25 Mio. CHF.
3. Pers�nliche Erfahrung des Projektleiters (mindestens zwei Jahre Erfahrung).
4. Vorhandener Nachweis �ber Verf�gbarkeit der eingesetzten Personen."
Es wurden jeweils sechs Angebote eingereicht, darunter in Bezug auf das Mandat Leitsystem jenes der Y.________ SA �ber Fr. aaa und jenes der X.________ AG �ber Fr. bbb sowie in Bezug auf das Mandat Kommunikationsnetzwerk jenes der Y.________ SA �ber Fr. ccc und jenes der X.________ AG �ber Fr. ddd. Die Angebote der X.________ AG sahen vor, im Bereich der Bauleitung eine Subunternehmerin, die Z.________ SA, beizuziehen.
Am 7. M�rz 2012 erteilte der Staatsrat des Kantons Wallis den Zuschlag f�r beide Mandate an die X.________ AG; diese Beschl�sse teilte das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis am 14. M�rz 2012 den Anbietern mit. Die dagegen erhobenen Beschwerden der jeweils zweitplatzierten Y.________ SA vereinigte das Kantonsgericht Wallis mit Urteil vom 4. Oktober 2012, hob die Vergabeentscheide auf und erteilte den Zuschlag in Bezug auf beide Mandate an die Y.________ SA.
Vor Bundesgericht beantragt die X.________ AG, das Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 4. Oktober 2012 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Kantonsgericht Wallis ersucht um Abweisung der Beschwerde. Die Y.________ SA beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Darauf hat die Beschwerdef�hrerin am 15. Januar 2013 repliziert.
Mit Verf�gung vom 8. Dezember 2012 hat der Abteilungspr�sident das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
1.1 Rechtsschriften haben unter anderem die Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Rechtsmittel an das Bundesgericht grunds�tzlich reformatorischer Natur sind (Art. 107 Abs. 2 BGG; Art. 117 i.V.m. Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich ein Beschwerdef�hrer im Allgemeinen nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen; ein Antrag auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung gen�gt grunds�tzlich nicht (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.; s. allerdings auch BGE 133 II 409 E. 1.4.1 S. 414 f.).
Vorliegend stellt die Beschwerdef�hrerin keinen Antrag in der Sache, sondern beantragt lediglich die Kassation des angefochtenen Entscheids und die R�ckweisung an die Vorinstanz. Aus der Begr�ndung des Rechtsmittels, die zur Interpretation des Rechtsbegehrens beigezogen werden kann (Urteil 1C_120/2012 vom 22. August 2012 E. 1 mit Hinweis), ist jedoch ersichtlich, dass es der Beschwerdef�hrerin darum geht, den Zuschlag f�r die ausgeschriebenen Mandate zu erhalten. Insoweit erf�llt die Eingabe die gesetzlichen Formvorschriften.
1.2 Gegen Endentscheide (Art. 90 BGG) letzter kantonaler Instanzen in Angelegenheiten des �ffentlichen Rechts ist grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig (Art. 82 lit. a i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG). Dabei sind jedoch die Ausschlussgr�nde nach Art. 83 BGG zu beachten: Art. 83 lit. f BGG setzt bei Entscheiden auf dem Gebiet der �ffentlichen Beschaffungen unter anderem voraus, dass sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt (BGE 138 I 143 E. 1.1 S. 146; 133 II 396 E. 2.1 S. 398; Urteil 2C_1022/2011 vom 22. Juni 2012 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 138 I 367). Dabei muss es sich um eine Rechtsfrage aus dem Gebiet des �ffentlichen Beschaffungsrechts handeln, deren Entscheid f�r die Praxis wegleitend sein kann und die von ihrem Gewicht her nach einer h�chstrichterlichen Kl�rung ruft (BGE 138 I 143 E. 1.1.2 S. 147). Der Beschwerdef�hrer muss dartun, inwiefern diese Voraussetzung vorliegt (Art. 42 Abs. 2 BGG; 138 I 143 E. 1.1.2 S. 147 mit Hinweis).
Die Beschwerdef�hrerin sieht den h�chstrichterlichen Kl�rungsbedarf darin, dass zu beantworten sei, ob die Eignung von Subunternehmen eines Anbieters f�r die von diesem zu erbringenden Leistungen stets - und damit unabh�ngig vom Willen der Vergabestelle - zu pr�fen sei. Richtig besehen ist diese abstrakt formulierte Rechtsfrage vorliegend nicht zu beantworten: Materiell wird die Beschwerde damit begr�ndet, dass die Vorinstanz den Sachverhalt willk�rlich festgestellt und die konkreten Eignungskriterien willk�rlich ausgelegt habe. Die Beschwerdef�hrerin bringt somit einzig einzelfallbezogene Willk�rr�gen vor, bei deren Pr�fung sich keine Rechtsfragen von �bergeordneter Tragweite stellen (vgl. E. 2; Urteil 2C_225/2009 vom 16. Oktober 2009 E. 1.3). Damit ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vorliegend unzul�ssig und auf die Eingabe insofern nicht einzutreten.
1.3 Soweit die Beschwerde nach den Art. 82 ff. BGG nicht zul�ssig ist, steht gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen grunds�tzlich die subsidi�re Verfassungsbeschwerde offen (Art. 113 BGG). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 116 BGG). Voraussetzung hierzu ist namentlich, dass die Beschwerdef�hrerin vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (sog. "formelle Beschwer"; Art. 115 lit. a BGG) und �ber ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids verf�gt (Art. 115 lit. b BGG).
1.3.1 Die Beschwerdegegnerin bestreitet die formelle Beschwer der Beschwerdef�hrerin (Art. 115 lit. a BGG), da diese am vorinstanzlichen Verfahren nicht teilgenommen habe, obwohl sie hierzu Gelegenheit erhalten habe. Die Beschwerdef�hrerin f�hrt diesbez�glich aus, sie sei als Zuschlagsempf�ngerin im vorinstanzlichen Verfahren Partei gewesen und habe sich auch zu den Vorw�rfen ge�ussert, die ihr gegen�ber erhoben worden seien.
1.3.2 Wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht vorbringt, hat sie jedenfalls dadurch am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, dass sie pro Verfahren (Mandat Kommunikationsnetzwerk; Mandat Leitsystem) jeweils zwei Eingaben eingereicht, sich zur Streitsache ge�ussert und einen (prozessualen) Antrag auf Verweigerung der Akteneinsicht gestellt hat. Die �usserungen zur Streitsache waren knapp, aber sachbezogen: Die Beschwerdef�hrerin erkl�rte einerseits, sie gehe davon aus, dass die Vergabebeh�rde ihr Ermessen pflichtgem�ss ausge�bt habe und dies auch entsprechend aufzeigen werde, und �usserte sich andererseits zum Vorwurf, sie habe Referenzen verfahrensfremder Unternehmen angegeben. Aufgrund dieser Umst�nde ist es nicht entscheidend, dass die Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich auf das Stellen von (weiteren) Antr�gen und das Einreichen einer "eigentlichen" Duplik verzichtet hat. Offenbleiben kann, ob die ausdr�cklich zur Vernehmlassung eingeladene Beschwerdef�hrerin (Zuschlagsempf�ngerin) durch Stillschweigen oder ausdr�cklichen Verzicht im vorinstanzlichen Verfahren auf die weitere Verfahrensteilnahme h�tte verzichten k�nnen, was die "formelle Beschwer" dahinfallen liesse (Art. 115 lit. a BGG; vgl. PETER GALLI ET AL., Praxis des �ffentlichen Beschaffungsrechts, Bd. I, 2. Aufl. 2007, N. 855 S. 401 f. Fn. 1761).
1.3.3 Das rechtlich gesch�tzte Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids (Art. 115 lit. b BGG) ist ebenfalls gegeben. Die Beschwerdef�hrerin r�gt zwar einzig eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV), das f�r sich allein kein hinreichendes rechtlich gesch�tztes Interesse im Sinne von Art. 115 BGG verschafft (BGE 136 I 229 E. 3.2 S. 235; 133 I 185 E. 5 und 6 S. 193 ff.). Doch sch�tzen die Vorschriften des �ffentlichen Vergaberechts anerkanntermassen (auch) die Interessen der Anbieter (BGE 125 II 86 E. 4 S. 95 f.; Urteile 2D_49/2011 vom 25. September 2012 E. 1.3.1; 2C_388/2012 vom 30. August 2012 E. 2.1), was zur Erhebung der Willk�rr�ge legitimiert.
1.3.4 Nach dem Gesagten ist auf die im �brigen form- und fristgerecht eingereichte subsidi�re Verfassungsbeschwerde einzutreten.
2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz sei bei der Sachverhaltsermittlung wie bei der Rechtsanwendung in Willk�r verfallen (Art. 9 BV). Zum einen habe die Vorinstanz die Eignungskriterien unhaltbar ausgelegt und damit Art. 13 lit. d der Interkantonalen Vereinbarung vom 25. November 1994/15. M�rz 2001 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (SGS 726.1; nachfolgend: IV�B) i.V.m. Art. 12 Abs. 1 der Verordnung des Kantons Wallis vom 11. Juni 2003 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (SGS 726.100; nachfolgend: V�B-VS) willk�rlich angewandt. Die Vergabestelle habe nie die Absicht gehabt zu verlangen, dass die Eignungskriterien sowohl vom Anbieter als auch von allf�llig beigezogenen Subunternehmen zu erf�llen seien. Willk�rlich sei auch die Feststellung, wonach die von der Subunternehmerin zu erbringenden Aufgaben von wesentlicher Bedeutung seien. Die Vorinstanz habe es vers�umt, die Offertunterlagen der Beschwerdef�hrerin beizuziehen. Aus ihnen ergebe sich ohne Weiteres, dass die Subunternehmerin nur in absolut untergeordnetem Umfang beigezogen werden sollte.
2.2 Nach der bundesgerichtlichen Praxis liegt Willk�r vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 138 III 378 E. 6.1 S. 379 f.; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 134 I 140 E. 5.4 S. 148; je mit Hinweisen).
Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (Art. 42 Abs. 2 und Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.; 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; Urteil 2C_1031/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 1.2; je mit weiteren Hinweisen).
2.3 Die R�ge der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung ist unbegr�ndet:
2.3.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 118 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie auf einer Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte beruht (Art. 118 Abs. 2 i.V.m. Art. 116 BGG; Urteil 2C_1022/2011 vom 22. Juni 2012 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 138 I 367). Eine entsprechende R�ge ist rechtsgen�glich zu substanziieren (Art. 42 Abs. 2 und Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254).
2.3.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die in den Ausschreibungsunterlagen n�her definierte Bauleitung nicht durch die Beschwerdef�hrerin selbst, sondern durch eine von ihr beigezogene Subunternehmerin ausge�bt werde. Entsprechend �usserte sich im vorinstanzlichen Verfahren auch die Vergabestelle. In ihren Dupliken vom 21. Mai 2012 bzw. 11. Juni 2012 f�hrte sie aus, die Bauleitung werde von der Subunternehmerin bzw. deren Bauleitern wahrgenommen. Die Beschwerdef�hrerin liess sich dazu nicht vernehmen.
2.3.3 Eine klare Aktenwidrigkeit ist nicht ersichtlich. Die Vergabestelle selbst hat das Angebot der Beschwerdef�hrerin so verstanden, dass die Bauleitung durch die Subunternehmerin ausge�bt werde. Aus den Offertunterlagen der Beschwerdef�hrerin folgt nicht offensichtlich etwas anderes: Weder ihren Organigrammen zur Projektorganisation noch den "Informationen �ber den Bewerber" l�sst sich klar entnehmen, dass die Subunternehmerin nicht s�mtliche Bauleitungsaufgaben �bernehmen werde.
Wenn die Beschwerdef�hrerin erstmals vor Bundesgericht n�her ausf�hrt, welche konkreten Aufgaben durch welche Personen betreut werden, ist sie damit nicht zu h�ren: Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen im Rahmen der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 117 i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BGG). Das ist vorliegend nicht der Fall: Der Umfang der Bauleitung war bereits Thema des vorinstanzlichen Verfahrens und die ausdr�cklich zur Vernehmlassung eingeladene Beschwerdef�hrerin h�tte sich dazu ohne Weiteres �ussern k�nnen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.; 134 III 625 E. 2.2 S. 629 f.; Urteil 2C_319/2012 vom 17. Oktober 2012 E. 2.3.3; MEYER/ DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 6 und 48 zu Art. 99 BGG).
2.4 Zu pr�fen bleibt, ob die vorinstanzliche Auslegung der Eignungskriterien willk�rlich war und damit die Art. 13 lit. d IV�B i.V.m. Art. 12 Abs. 1 V�B-VS offensichtlich verletzte.
2.4.1 Bei der Formulierung und Anwendung der Eignungskriterien verf�gt die Vergabestelle �ber einen grossen Ermessensspielraum, den die Beschwerdeinstanzen - im Rahmen der Sachverhalts- und Rechtskontrolle - nicht unter dem Titel der Auslegung �berspielen d�rfen (vgl. Art. 16 IV�B; Urteil 2D_52/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweis). Von mehreren m�glichen Auslegungen hat die gerichtliche Beschwerdeinstanz nicht die ihr zweckm�ssige auszuw�hlen, sondern die Grenzen des rechtlich Zul�ssigen abzustecken. Wichtige Schranken bei der beh�rdlichen Anwendung der Eignungskriterien bilden der allgemeine Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV; BGE 120 V 496 E. 1a S. 497 f.; 115 II 415 E. 3a S. 421; Urteile 1A.42/2006 vom 6. Juni 2006 E. 2.3; 2A.471/2002 vom 6. Dezember 2002 E. 3.1; je mit Hinweisen; MOOR/POLTIER, Droit administratif, Bd. II, 3. Aufl. 2011, S. 207 f.; THIERRY TANQUEREL, Manuel de droit administratif, 2011, N. 569 f.) und das vergaberechtliche Transparenzprinzip (Art. 1 Abs. 3 lit. c IV�B; MARTIN BEYELER, Ziele und Instrumente des Vergaberechts, 2008, N. 17 ff.): Die im Rahmen der Ausschreibung formulierten Eignungskriterien sind so auszulegen und anzuwenden, wie sie von den Anbietern in guten Treuen verstanden werden konnten und mussten (GALLI ET AL., a.a.O., N. 534 S. 232). Auf den subjektiven Willen der Vergabestelle bzw. der dort t�tigen Personen kommt es nicht an (vgl. MOOR/POLTIER, a.a.O., S. 207 f.). Vielmehr �bt die Vergabestelle mit einer gegen Treu und Glauben bzw. das Transparenzprinzip verstossenden Auslegung ihr Ermessen rechtsfehlerhaft aus (vgl. BEYELER, a.a.O., N. 51 ff.; MATTHIAS HAUSER, Zuschlagskriterien im Submissionsrecht, AJP 2001 S. 1405 ff., S. 1410).
2.4.2 Die Vorinstanz hat die Eignungskriterien 1 und 2 so ausgelegt, dass sie auch auf ein Subunternehmen anzuwenden sind, das mit qualitativ wesentlichen Aufgaben betraut worden ist. Beim Eignungskriterium 1 ("Erfahrung der Firma inkl. Subplaner in Projekt- und Bauleitung BSA f�r Nationalstrassen oder Hochleistungsstrassen.") ergebe sich dies bereits aus dem Wortlaut ("Firma inkl. Subplaner"). Dagegen erw�hne das Eignungskriterium 2 ("Mindestens 2 Referenzmandate im Bereich ... [Netzwerk/Leitsysteme] in den vergangenen 5 Jahren mit einem Ingenieurvolumen von mindestens 0.25 Mio. CHF.") weder Anbieter ("Firma") noch Subunternehmen explizit. Aus einer systematischen Auslegung der Eignungskriterien ergebe sich aber, dass das Eignungskriterium 2 ebenfalls auf Subunternehmen anzuwenden sei: Der Einleitungssatz zu den Eignungskriterien, der allgemein von "Bewerber" spreche, wie das Eignungskriterium 1 w�rden sich auch an Subunternehmen richten, w�hrend sich das Eignungskriterium 3 nur auf den Projektleiter beziehe, wobei der beschr�nkte Geltungsbereich ausdr�cklich festgehalten werde. Dies spreche im Umkehrschluss daf�r, das Eignungskriterium 2 in �bereinstimmung mit dem Einleitungssatz und dem Eignungskriterium 1 ebenfalls auf Subunternehmen anzuwenden.
2.4.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vergabestelle habe die Eignungskriterien zwar auf Anbieter wie Subunternehmen anwenden wollen, doch sei eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen: Es reiche aus, wenn Anbieter und Subunternehmen zusammen die Eignungskriterien erf�llen. Eine andere Auslegung widerspreche dem im Beschwerdeverfahren klar kommunizierten Willen der Vergabestelle, die darauf habe hinweisen wollen, dass es gem�ss der Rechtsprechung im Ermessen der Vergabestelle liege, den Anbietern das Fachwissen und die Erfahrung von Subunternehmen anzurechnen. Auch sei in den Ausschreibungsunterlagen nirgends vorgesehen gewesen, Referenzen von Subunternehmen anzugeben. Folglich sei die vorinstanzliche Auslegung offensichtlich unhaltbar und verstosse gegen das Willk�rverbot.
2.4.4 Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht auf, inwiefern die vorinstanzliche (inhaltliche) Auslegung im Ergebnis offensichtlich unhaltbar sein soll. Gerade auch mit Blick auf den Zweck der Eignungskriterien, die Bef�higung der Anbieter zur ordnungsgem�ssen Leistungserbringung zu pr�fen (vgl. GALLI ET AL., a.a.O., N. 347 S. 143), ist es zumindest vertretbar, die Eignungskriterien vorliegend so auszulegen, dass sie sich - kumulativ - an die Anbieter wie an allf�llige Subunternehmen richten, sofern deren Leistungen erheblich sind. Dabei hat sich das Bundesgericht in �bereinstimmung mit Lehre und Praxis bereits daf�r ausgesprochen, dass die Vergabestelle auch die Eignung von Subunternehmen pr�fen kann, wenn deren Leistung nicht von untergeordneter Bedeutung ist (Urteil 2P.146/2001 vom 6. Mai 2002 E. 4.2; GALLI ET AL., a.a.O., N. 405 S. 168; Zwischenentscheid B-3803/2010 des BVGer vom 23. Juni 2010 E. 3.1.4; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. September 2010 E. 4.2.2, publ. in: BVR 2011 S. 228 ff., S. 232; je mit Hinweisen). Beim Eignungskriterium 2 geht die Geltung f�r die Subunternehmen zwar nicht aus dem Wortlaut hervor, ergibt sich jedoch willk�rfrei aus der von der Vorinstanz vorgenommenen "systematischen" Auslegung.
2.4.5 Weitere Ausf�hrungen er�brigen sich, da die Beschwerdef�hrerin ausser der Willk�rr�ge (Art. 9 BV) mit Bezug auf die Auslegung der Eignungskriterien bzw. die Anwendung der Art. 13 lit. d IV�B i.V.m. Art. 12 Abs. 1 V�B-VS keine rechtsgen�glichen R�gen erhebt (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 V 67 E. 2.2 S. 69; 138 I 225 E. 3.2 S. 228; 137 II 305 E. 3.3 S. 310 f.; je mit Hinweisen). So kann namentlich offenbleiben, ob die Vorinstanz durch ihre inhaltlich vertretbare Auslegung der Eignungskriterien in den Ermessensbereich der Vergabestelle eingeschritten ist. Eine entsprechende �berschreitung der Pr�fungszust�ndigkeit, die vorliegend nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen ist, w�rde gegen Art. 16 Abs. 2 IV�B bzw. Art. 78 des Gesetzes des Kantons Wallis vom 6. Oktober 1976 �ber das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege (SGS 172.6) verstossen (vgl. Urteil 2D_52/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweis). Die Beschwerdef�hrerin r�gt jedoch weder eine fehlerhafte bzw. willk�rliche Anwendung der genannten Normen (vgl. BGE 136 I 395 E. 2 S. 397; 116 III 70 E. 2b S. 71 f.; 109 II 170 E. 2 S. 171 f.; 104 Ia 408 E. 5 S. 414) noch eine Verletzung von Verfahrensgrundrechten (Art. 29 ff. BV; vgl. BGE 113 Ib 376 E. 7a S. 389 f., in: Pra 1989 Nr. 9).
Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 65 f. BGG). Diese hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren ausserdem angemessen zu entsch�digen (Art. 68 BGG). Weitere Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 117
 Art. 107
 BGE 
 Art. 86
 Art. 83
 Art. 83
 BGE 
 Art. 82
 Art. 115
 Art. 115
 Art. 13
 Art. 12
 Art. 117
 Art. 106
 BGE 
 Art. 116
 BGE 
 Art. 117
 Art. 106
 BGE 
 Art. 99
 Art. 99
 Art. 13
 Art. 12
 Art. 16
 Art. 9
 BGE 
 Art. 13
 Art. 12
 Art. 106
 BGE 
 Art. 16
 Art. 78
 BGE 
 BGE