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Timestamp: 2018-01-18 04:21:44+00:00

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Grenzüberschreitende Mobilität von Kapitalgesellschaften post Brexit | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
Auswirkungen des Brexit auf die sich weitende Sitzverlegung und auf die Verschmelzung von britischen und deutschen Gesellschaften.
II. Rechtlicher und zeitlicher Rahmen des Austrittsverfahrens
2. Austrittsverfahren Großbritanniens
III. Regelungsmodelle der grenzüberschreitenden Sitzverlegung
1. Begriffsbestimmung und Einführung
2. Grenzüberschreitende Sitzverlegung in der EU
a. Anknüpfungspunkt für EU-Gesellschaften: Gründungstheorie
b. Wegzugs- und Zuzugskonstellation
3. Grenzüberschreitende Sitzverlegung im EWR
4. Grenzüberschreitende Sitzverlegung auf Grundlage eines Staatsvertrags (USA)
a. Genuine Link Erfordernis
5. Grenzüberschreitende Sitzverlegung ohne Abkommen (Beispiel Schweiz)
a. Anwendbares Kollisionsrecht
b. Anknüpfungspunkt nach deutschem Recht: Sitztheorie
IV. Auswirkungen des Brexit auf grenzüberschreitende Sitzverlegung zwischen Großbritannien und Deutschland ohne Regelung im Austrittsabkommen
1. Zuzug britischer Gesellschaften nach Deutschland und Rechtsfolgen für bestehende britische Gesellschaften in Deutschland
2. Zuzug deutscher Gesellschaften nach Großbritannien und Rechtsfolgen für bestehende deutsche Gesellschaften in Großbritannien
V. Regelungsmodelle zur grenzüberschreitenden Verschmelzung
2. Kollisionsrechtliche Anknüpfung der grenzüberschreitenden Verschmelzung
3. Behandlung der grenzüberschreitenden Verschmelzung in der EU vor Richtlinie 2005/56/EG
4. Zulässigkeit der grenzüberschreitenden Verschmelzung in der EU und im EWR
5. Verschmelzung auf Grundlage eines Staatsvertrags (Beispiel USA)
a. Anwendbarkeit der §§ 122 a ff. UmwG
b. Zulässigkeit grenzüberschreitender Verschmelzung nach deutschem Recht
6. Verschmelzung mit Drittstaaten (Beispiel Schweiz)
VI. Auswirkungen des Brexit auf die grenzüberschreitende Verschmelzung unter Beteiligung deutscher und britischer Gesellschaften ohne Regelung im Austrittsabkommen
VII. Möglichkeiten für die Regelung der grenzüberschreitenden Sitzverlegung und Verschmelzung post Brexit
1. Weicher Brexit – Mitgliedschaft im EWR
2. Harter Brexit
a. Anlehnung an das USA-Modell
b. Anlehnung an das Schweizer-Modell
c. Übergang zur Gründungstheorie?
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Am 23. Juni 2016 stimmten die Bürger Großbritanniens mit knapper Mehrheit gegen den Verbleib des Landes in der Europäischen Union (Brexit).[1] Am 29. März 2017 übermittelte die britische Regierung dem Europäischen Rat die förmliche Austrittserklärung.[2] Dieses Szenario ist bis dato noch ohne Vorbild. Noch nie zuvor ist ein Mitgliedstaat aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten, sodass keine Erfahrungen bezüglich des Ablaufs bestehen. Der bevorstehende Austritt schafft große Unsicherheit für britische Gesellschaften mit Verwaltungssitz in Deutschland. Konnten diese zuvor ihren Verwaltungssitz unter Berufung auf die europäische Niederlassungsfreiheit und die EuGH-Rechtsprechung ohne weiteres nach Deutschland verlegen, so müssen sie nun um ihr Fortbestehen bangen. Dies betrifft zurzeit sowohl 9000 Private companies limited by shares ( Limited)[3] als auch weitere Unternehmen mit britischer Rechtsform in Deutschland. Ebenso betroffen ist die zukünftige Sitzverlegung britischer Gesellschaften nach Deutschland, sowie die grenzüberschreitende Verschmelzung britischer Rechtsträger unter Beteiligung deutscher Rechtsträger. Daher ist es unabdingbar, in einem Austrittsabkommen entsprechende Regelungen über das Schicksal britischer Gesellschaften zu treffen. Die endgültigen Folgen des Brexit bestimmen sich anhand der Ergebnisse der Austrittsverhandlungen. Es gilt zu klären, in welcher Form Großbritannien weiterhin Zugang zum europäischen Binnenmarkt gewährt werden soll.[4]
Die nachfolgende Arbeit gibt zunächst einen Überblick über den rechtlichen und zeitlichen Rahmen der Austrittsverhandlungen (II), sodann werden bereits bestehende Regelungen zur grenzüberschrei- tenden Sitzverlegung dargestellt (III). Auf Grundlage dieser Modelle werden die Auswirkungen des Brexit auf die grenzüberschreitende Sitzverlegung von Großbritannien nach Deutschland, sowie die Konsequenzen für bestehende Gesellschaften mit britischer Rechtsform in Deutschland aufgezeigt (IV). Im Anschluss werden die bestehenden Regelungen zur grenzüberschreitenden Verschmelzung unter Beteiligung deutscher Gesellschaften beleuchtet (V) und die Auswirkungen des Brexit auf deutsch-britische Verschmelzungen erklärt (VI). Der letzte Teil der Arbeit erläutert die möglichen Szenarien für die Regelung der grenzüberschreitenden Mobilität von britischen Kapitalgesellschaften im Austrittsabkommen zwischen Großbritannien und der EU anhand der bestehenden Regelungen und erarbeitet ein ideales Szenario (VII).
Gemäß Art. 50 Abs. 1 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) kann ein Mitgliedstaat beschließen, aus der Europäischen Union auszutreten. Dazu muss der Mitgliedstaat dem Europäischen Rat seine Austrittsabsicht gemäß Art. 50 Abs. 2 EUV mitteilen.[5] Nach der Erklärung des Austritts beginnt die Zweijahresfrist der Austrittsverhandlungen. Die Kommission legt dem Europäischen Rat Empfehlungen für die Austrittsverhandlungen vor, dieser genehmigt die Eröffnung des Verfahrens und bestimmt den Verhandlungsführer innerhalb der Kommission.[6] Der Inhalt des Austrittsabkommens wird von Art. 50 Abs. 2 EUV nicht konkretisiert, dies wäre im Hinblick auf die verschiedenen Austrittsszenarien auch kaum möglich.[7] Ziel des Abkommens sollte jedoch die Schaffung eines möglichst hohen Maßes an Rechtssicherheit in Bezug auf den Austritt und dessen Rechtsfolgen sein.[8] In welcher Form dies geschaffen wird, ist den Verhandlungsparteien überlassen. Nach Ablauf der Zweijahresfrist oder mit Inkrafttreten des Austrittsabkommens finden das europäische Primärrecht, Teile des Sekundärrechts und die Rechtsprechung des EuGH keine Anwendung mehr auf das austretende Land.[9] Die Zweijahresfrist kann durch einstimmigen Beschluss des Europäischen Rates mit Zustimmung des austretenden Mitgliedstaates verlängert werden.[10]
Zwei Aspekte kennzeichnen das Austrittsverfahren Großbritanniens: Einerseits ist die Verhandlungsposition Großbritanniens geschwächt, da es alle Vorteile einer EU-Mitgliedschaft durch bloßes Verstreichen lassen der Zweijahresfrist verlieren könnte.[11] Andererseits hat auch die EU ein großes Interesse daran, Großbritannien weiterhin an die EU zu binden.[12] Ein Austrittsabkommen, welches zur Regelung der Einzelheiten des Austritts dient, ist für das Wirksamwerden des Austritts nicht erforderlich.[13] Es kann den Austritt aber sanfter gestalten und ungewünschte Rechtsfolgen für beide Seiten vermeiden.
Ein solches Abkommen sollte sinnvollerweise angemessene Regelungen über das Schicksal britischer Gesellschaften mit Verwaltungssitz in anderen EU Mitgliedstaaten, wie beispielsweise Deutschland, treffen. Die Verhandlungsführer könnten sich hierbei von bereits bestehenden Assoziierungsabkommen inspirieren lassen.[14] Assoziierungsabkommen sind völkerrechtliche Verträge zwischen der Europäischen Union und Drittländern,[15] wie das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen). Auch Regelungen in bilateralen Verträgen, wie zum Beispiel dem Freundschafts-, Handels-, und Schifffahrtsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika vom 29. Oktober 1954 (deutsch-amerikanischer Freundschaftsvertrag), könnten als Anknüpfungspunkt für ein Austrittsabkommen mit Großbritannien dienen.
Die grenzüberschreitende Sitzverlegung ist die Verlegung des Verwaltungssitzes, also des Ortes der tatsächlichen Geschäftsführung eines Unternehmens, in ein anderes Land.[16] Da Gesellschaften, anders als natürliche Personen, nicht selbstständig existieren können, ist die Anerkennung durch nationales Recht für die Sitzverlegung erforderlich.[17] Mit der Anerkennung einer Gesellschaft ist im Internationalen Gesellschaftsrecht die Akzeptanz der Rechtspersönlichkeit einer nach ausländischem Recht gegründeten Gesellschaft gemeint.[18] Bei einer Sitzverlegung soll die Identität der Gesellschaft und damit das anzuwendende Recht und die Rechtsform der Gesellschaft in der Regel beibehalten werden.[19] Bei der grenzüberschreitenden Sitzverlegung stellt sich die kollisionsrechtliche Frage, welche Rechtsordnung auf die Gesellschaft anzuwenden ist.[20] Diese entscheidet sich nach dem Anknüpfungspunkt des Gesellschaftsstatuts. Der Anknüpfungspunkt ist bei grenzüberschreitenden Sachverhalten jedoch nicht gesetzlich geregelt.[21] In Betracht kommen die Sitz- oder die Gründungstheorie.[22] Nach der Sitztheorie bestimmt sich das Gesellschaftsstatut und damit das auf die Gesellschaft anwendbare Kollisions- und Sachrecht nach dem Ort des effektiven Verwaltungssitzes der Gesellschaft.[23] Die Gründungstheorie stellt auf die Rechtsordnung des Staates ab, in dem die Gesellschaft gegründet wurde.[24]
Die europäischen Kollisionsnormen der Rom I Verordnung über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht, sowie die Rom II Verordnung über das auf außervertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht, erfassen die grenzüberschreitende Sitzverlegung von Kapitalgesellschaften nicht.[25] Folglich ist zur Ermittlung des Anknüpfungspunkts des Gesellschaftsstatuts (Sitz- oder Gründungstheorie) das autonome Internationale Privatrecht der einzelnen Mitgliedstaaten maßgeblich.[26] Durch die im Folgenden dargestellte Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist der Anknüpfungspunkt für EU-Gesellschaften, die nach dem Recht eines Mitgliedsstaates gegründet wurden und dort ihren Satzungssitz haben, jedoch europarechtlich bestimmt.
Wegweisend für die Bestimmung des Anknüpfungspunktes sind die EuGH-Entscheidungen Centros (1999),[27] Überseering (2002) [28] und Inspire Art (2003) [29]. Der EuGH entschied in der Sache Centros, dass die Zweigniederlassung einer in England gegründeten „private limited company“ (Ltd.) in Dänemark als solche anerkannt werden müsse, obwohl diese in England selbst nicht geschäftstätig sei. Eine Verweigerung der Eintragung einer private limited company in ein dänisches Handelsregister sei eine unzulässige Beschränkung der Niederlassungsfreiheit nach Art. 49 und 54 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).[30] Auch die Überseering -Entscheidung verdeutlicht, dass die Verlegung des tatsächlichen Verwaltungssitzes von der Niederlassungsfreiheit gedeckt ist.[31] Folglich stellt die Anwendung der Sitztheorie durch den Aufnahmestaat einen Verstoß gegen die primäre Niederlassungsfreiheit dar und ist nicht zulässig.[32] Entsprechend der Gründungstheorie muss das Recht des Gründungsstaates auf das Gesellschaftsstatut angewandt werden.[33] Der EuGH bestätigte dies in der Rechtssache Inspire Art.[34]
Aufgrund dieser Entscheidungen muss der Aufnahmestaat in Bezug auf Gesellschaften, die in der Europäischen Union gegründet wurden und dort ihren Satzungssitz haben, die Gründungstheorie anwenden.[35]
Der EuGH unterscheidet zwischen Wegzugs- und Zuzugsfällen. Wie oben beschrieben, steht die Niederlassungsfreiheit gem. Art. 49 und 54 AEUV Beschränkungen des Zuzugs durch den Aufnahmestaat entgegen.[36]
Beschränkungen des Wegzugs durch den Gründungsstaat sind jedoch anders zu behandeln. Eine grenzüberschreitende Sitzverlegung des Verwaltungssitzes ist nur möglich, wenn die Gesellschaft nach Wegzug aus dem Gründungsstaat bestehen bleibt, also der Wegzug nicht zur Auflösung der Gesellschaft führt.[37] Dies richtet sich nach dem Recht des Wegzugsstaates. Diesem gestattet die Rechtsprechung sehr weitgehende Beschränkungen.[38] In der Sache Cartesio (2008) bestätigte der EuGH, dass Wegzugsbeschränkungen in Form einer Verweigerung der Eintragung des Wegzugs in ein Handelsregister, nicht gegen die Niederlassungsfreiheit verstoßen.[39] Diese Entscheidung wurde durch das Daily Mail-Urteil (1988), in welchem Wegzugshindernisse in Form eines steuerrechtlichen Genehmigungsverfahrens als europarechtskonform anerkannt wurden, bestätigt.[40] Mit dem EuGH-Urteil National Grid Indus (2011) [41] wurde diese Entscheidung zwar aufgehoben und die Wegzugsbesteuerung als Beschränkung der Niederlassungsfreiheit erklärt,[42] die Anwendung der Gründungstheorie durch den Ursprungsstaat wird bei einem Wegzug aber europarechtlich weiterhin nicht gefordert.
In Großbritannien gilt die Gründungstheorie. Der Wegzug eines in Großbritannien gegründeten Unternehmens führt also nicht zu dessen Auflösung und ist ohne weiteres möglich.[43] In Deutschland gilt jedoch, trotz der EuGH Rechtsprechung für Wegzugsfälle, weiterhin die Sitztheorie. Dies führt bei einer Verlegung des tatsächlichen Verwaltungssitzes einer deutschen Gesellschaft zu deren Auflösung.[44] Die Gesellschaft kann daher nicht als deutsche Gesellschaft im Ausland fortbestehen. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu erhöhen, wurde dieses Hindernis mit dem Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) 2008 beseitigt.[45] Es gilt zwar in Deutschland weiterhin die Sitztheorie, doch durch die Änderung des Sachrechts gemäß § 4a GmbHG bzw. § 5 AktG führt die Verlegung des Verwaltungssitzes einer deutschen Gesellschaft nun nicht mehr zu deren Auflösung.[46]
Das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen) vom 2. Mai 1992 ist eine intensive Freihandelsassoziierung zwischen der Europäischen Gemeinschaft (EG, heute Europäische Union) und der Europäischen Freihandelsassoziation (englisch: European Free Trade Association, EFTA). Vertragspartner des EWR-Abkommens sind seit 1995 nur noch Liechtenstein, Norwegen, Island und die Europäische Union.[47] Das Freihandelsabkommen übernimmt das EU-Binnenmarktrecht weitgehend, gewährt also Waren- und Kapitalverkehrsfreiheit sowie Dienstleistungsfreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit und auch Niederlassungsfreiheit.[48] Art. 31 und 34 EWR-Abkommen enthalten die Regelungen über die Niederlassungsfreiheit und diese entsprechen grundsätzlich denen der Art. 49 und 54 AEUV.[49] Auch die Rechtsprechung des EuGH ist für EWR-Staaten verbindlich,[50] sodass für diese die gleichen Regelungen bezüglich der grenzüberschreitenden Sitzverlegung gelten wie für EU-Staaten. Somit findet die Gründungstheorie auch auf den Zuzug von Gesellschaften aus Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums Anwendung, sodass sich das auf die Gesellschaft anwendbare Recht nach dem Gründungsstaat bestimmt.[51]
Die Regelungen zur Anerkennung des rechtlichen Status US-amerikanischer Gesellschaften in Deutschland, finden sich in Art. XXV Abs. 5 Satz 2 des Freundschafts-, Handels-, und Schifffahrtsvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika vom 29. Oktober 1954 (deutsch-amerikanischer Freundschaftsvertrag).[52] Dieser verpflichtet die Vertragsstaaten die Gesellschaften des jeweils anderen Vertragsstaates anzuerkennen.[53] Der Charakterisierung der Vorschrift als staatsvertragliche Kollisionsnorm ist nach zutreffender herrschender Meinung[54] zu folgen. Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) bestätigte diese Ansicht in einem Grundsatzurteil am 29. Januar 2003.[55] Da völkerrechtliche Verträge, die von dem autonomen deutschen Kollisionsrecht abweichen, diesem gemäß Art. 3 Nr. 2 EGBGB vorgehen, findet die Sitztheorie auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der Gesellschaften gemäß Art. XXV Abs. 2 des deutsch-amerikanischen Freundschaftsvertrags im deutsch-amerikanischen Verhältnis keine Anwendung.[56] Eine in den USA wirksam gegründete und noch bestehende Gesellschaft muss also in Deutschland auf Grundlage des Gesellschaftsstatutes als rechtsfähig behandelt werden.[57] Der maßgebliche Anknüpfungspunkt ist folglich die Gründungstheorie.[58]
Fraglich ist, ob auch reine Briefkastengesellschaften gestattet sind oder ob eine tatsächliche, wirtschaftliche Beziehung zum Gründungsstaat (genuine link) für die Anerkennung einer US-amerikanischen Gesellschaft in Deutschland notwendig ist.[59] Einige Stimmen in der Literatur,[60] sowie das OLG Düsseldorf,[61] halten dies für erforderlich. Der BGH erwähnte das genuine link Erfordernis in den ersten beiden Entscheidungen zum deutsch-amerikanischen Handelsvertrag nicht.[62] In den folgenden Entscheidungen ließ der BGH die Frage ausdrücklich offen und verwies auf die geringen Anforderungen, die an einen genuine link zu stellen seien, sollte sich dieser als notwendig erweisen.[63] Dabei soll das Erfordernis Missbrauchsfällen entgegenwirken und kann deshalb nur in Ausnahmesituation zu einer Verwirkung der Anerkennung führen.[64] Eine nur geringe wirtschaftliche Tätigkeit im Gründungsstaat würde dem genuine link Erfordernis daher bereits Genüge tragen.[65]
Der deutsch-amerikanische Freundschaftsvertrag verpflichtet die Parteien nur im Verhältnis zu den Gesellschaften des anderen Vertragsteils und nicht im Verhältnis zu den eigenen Gesellschaften, sodass sich der Wegzug nach dem nationalen Gesellschaftsrecht bestimmt und Wegzugsbeschränkungen durchaus zulässig wären.[66] Derzeit führt der Wegzug einer US-amerikanischen Gesellschaft ins Ausland jedoch in keinem der Bundesstaaten zur Liquidation. Auch andere Wegzugsbeschränkungen bestehen nicht.[67] Mit der Einführung des MoMiG führt auch die Verwaltungssitzverlegung einer deutschen Gesellschaft ins Ausland nicht mehr zu deren Auflösung.[68]
Obwohl es ein großes Netzwerk an Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Schweiz gibt, die der Schweiz eine Integration in die EU ohne Beitritt ermöglichen,[69] bestehen keine kollisionsrechtlichen Abkommen zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland. Auch die kollisionsrechtlichen Regelungen aus dem EWR-Abkommen sind auf die Schweiz nicht anwendbar, da diese das Abkommen nicht ratifiziert hat.[70] Auch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), nach welcher juristische Personen Grundrechtsschutz genießen, enthält keine Regelungen über die Anerkennung von Gesellschaften.[71] Auf Gesellschaften aus nicht EU/EWR-Staaten und ohne staatsvertraglich vereinbarte Niederlassungsrechte findet also deutsches autonomes Kollisionsrecht Anwendung.
Die Anerkennung von Gesellschaften, die nach dem Recht eines Drittstaates gegründet worden sind, bestimmt sich auf Grundlage der BGH Rechtsprechung auch weiterhin nach der Sitztheorie.[72] Nach der Sitztheorie bestimmt sich das Gesellschaftsstatut und damit das auf die Gesellschaft anwendbare Kollisions- und Sachrecht nach dem Ort des effektiven Verwaltungssitzes der Gesellschaft.[73] Der Verwaltungssitz ist nach der Definition des BGH der „Ort, an dem die grundlegenden Entscheidungen der Unternehmensleitung effektiv in laufende Geschäftsführungsakte umgesetzt werden“[74]. Nach der neuen Rechtsprechung führt die Anwendung der Sitztheorie jedoch nicht mehr zu einer Aberkennung der Rechts- und Parteifähigkeit.[75] Das deutsche Gesellschaftsrecht kennt eine bestimmte Anzahl von Gesellschaftsformen die Marktzugang genießen, andere Gesellschaftsformen sind nicht zugelassen. Die Absorptionsfunktion des numerus clausus des Gesellschaftsrechts bewirkt, dass jede Gesellschaft automatisch einer der zu Verfügung stehenden Gesellschaftsformen zugeordnet wird.[76]. Die ausländische Gesellschaft wird also nach dieser modifizierten Sitztheorie des BGH einer deutschen Gesellschaftsform zugeordnet. Da die ausländische Gesellschaft die Gründungsvoraussetzungen einer deutschen Kapitalgesellschaft nicht erfüllt, wird diese in eine Personengesellschaft umgedeutet,[77] sodass sie rechts- und parteifähig ist. Eine Haftungsbeschränkung ist aufgrund der Gesellschaftsform dann jedoch nicht gegeben.[78]
Mit der offiziellen Austrittserklärung Großbritanniens aus der EU am 29. März 2017[79] beginnt die Zweijahresfrist der Austrittsverhandlungen. Nach Ablauf der Frist wird Großbritannien zu einem Drittstaat. In Bezug auf die Mobilität britischer Kapitalgesellschaften nach Deutschland hat dies erhebliche Auswirkungen. Auch deutsche Unternehmen mit britischer Gesellschaftsform sind betroffen.
[1] Freitag/Koch in: ZIP 2016, 1361.
[2] The Economist, The two-year countdown to Brexit has begun.
[3] Stiegler, der EU-Austritt Großbritanniens aus gesellschaftsrechtlicher Sicht, S. 130.
[4] IDW, Trendwatch Going Brexit, S. 4.
[5] Basedow in: ZEuP 2016, 567; Dörr in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, EUV Art. 50 Rn. 17.
[6] Skouris in: EuZW 2016, 806 (809); Dörr in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 27; Streinz in: Streinz, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 6.
[7] Thiele in: EuR 2016, 281 (299).
[8] Thiele in: EuR 2016, 281 (299 f.).
[9] Seeger in: DStR 2016, 1817; Dörr in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 37; Streinz in: Streinz, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 9; IDW, Trendwatch Going Brexit, S. 11; Müller-Graf, Brexit - die unionsrechtliche Dimension, S. 45.
[10] Skouris in: EuZW 2016, 806 (808); Basedow in: ZEuP 2016, 567 (568); Calliess in: Calliess/Ruffert, EUV Art. 50 Rn. 5; Streinz in: Streinz, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 9; Müller-Graf, Brexit - die unionsrechtliche Dimension, S. 47.
[11] Basedow in: ZEuP 2016, 567 (568).
[12] Thiele in: EuR 2016, 281 (300).
[13] Streinz in: Streinz, EUV/AEUV, EUV Art. 50 Rn. 8.
[14] Skouris in: EuZW 2016, 806 (808); Thiele in: EuR 2016, 281 (300).
[15] Vöneky/Beylage-Haarmann in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union, AEUV Art. 217 Rn. 31.
[16] Ege/Klett in: DStR 2012, 2442 (2446).
[17] Kessler in: Saenger/Aderhold/Lenkaitis/Speckmann Handels- und Gesellschaftsrecht, § 8 Rn. 55; Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S. 2.
[18] Ebenroth/Bippus in: NJW 1988, 2137 (2138); Ebke in: RIW 2004, 740 (741); Kaulen, Die Anerkennung von Gesellschaften unter Artikel XXV Abs. 5 S. 2 des deutsch-US-amerikanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag von 1954, S. 112; Laeger, Deutsch-amerikanisches Internationales Gesellschaftsrecht, S. 89.
[19] Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S. 2.
[20] Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Einleitung Rn. 1.
[21] Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 3; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Einleitung Rn. 4.
[22] BGH NJW 2011, 3372 (3373); Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S. 2 f.
[23] BGH NJW 1986, 2194 (2195); Teichmann/Knaier in: IWRZ 2016, 243 (245); Seeger in: DStR 2016, 1817 (1818 f.); Ege/Klett in: DStR 2012, 2442 (2446); Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a Rn. 15; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 14.
[24] Thorn in: Palandt/ Anh. Art. 12 EGBGB Rn.1; Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a Rn. 15; Weller in: MüKo, GmbHG, Einleitung, Rn. 356.
[25] Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 3; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Einleitung Rn. 4.
[26] Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Einleitung Rn. 5.
[27] EuGH v. 9.3.1999 - Rs. C-212/97 = NJW 1999, 2027 (Centros).
[28] EuGH v. 5.11.2002 - Rs. C-208/00 = NZG 2002, 1164 (Überseering).
[29] EuGH v. 30.9.2003 - Rs. C-167/01 = NJW 2003, 3331 (Inspire Art).
[30] EuGH v. 9.3.1999 - Rs. C-212/97 = NJW 1999, 2027 (Centros).
[31] Jestädt, Niederlassungsfreiheit und Gesellschaftskollisionsrecht, S. 60.
[32] EuGH v. 5.11.2002 – Rs. C-208/00 = NZG 2002, 1164 (Überseering); Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S. 7.
[33] EuGH v. 5.11.2002 – Rs. C-208/00 = NZG 2002, 1164 (Überseering) ; Jestädt, Niederlassungsfreiheit und Gesellschaftskollisionsrecht, S. 52.
[34] EuGH v. 30.9.2003 - Rs. C-167/01 = NJW 2003, 3331(3333) (Inspire Art); Winzer, Der Umzug einer GmbH in Europa, S. 16.
[35] Seeger in: DStR 2016, 1817; Ege/Klett in: DStR 2012, 2442 (2447); Kindler in: NZG, 2010, 576 (577); Weller in: IPRax 2003, 324; Leible/Hoffmann in: ZIP 2003, 925 (929); Weller in: MüKo, GmbHG Einleitung Rn. 355 f.; Kropholler, Internationales Privatrecht, S. 579.
[36] EuGH v. 9.3.1999 - Rs. C-212/97 = NJW 1999, 2027 (Centros); EuGH v. 5.11.2002 – Rs. C-208/00 = NZG 2002, 1164 (Überseering) ; BGH v. 12.7.2011 – II ZR 28/10 = NJW 2011, 3372 (3373); Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S. 6.
[37] EuGH v. 16.12.2008 - Rs C-210/05 = NZG 2009, 61 (66 f.) (Cartesio); EuGH v. 27.09.1988 - Rs. 81/87 = NJW 1989, 2186 (2188) (Daily Mail); Ege/Klett, DStR 2012, 2442 (2446); Wall in: Hausmann/Odersky, IPR, § 18 Rn. 107.
[38] EuGH v. 16.12.2008 - Rs C-210/05 = NZG 2009, 61 (66 f.) (Cartesio); EuGH v. 27.09.1988 - Rs. 81/87 = NJW 1989, 2186 (2188) (Daily Mail); Frobenius in: DStR 2009, 487.
[39] EuGH v. 16.12.2008 - Rs C-210/05 = NZG 2009, 61 (Cartesio).
[40] Tiedje in: van der Groeben/Schwarze/Hatje Europäisches Unionsrecht, Art. 54 AEUV, Rn. 52.
[41] EuGH v. 29.11.2011 – C-371/10 = NZG 2012, 114 (National Grid Indus).
[42] von Rummel in: Umwandlungsrecht, S. 267 Rn. 26.
[43] Spahlinger/Wegen in: Spahlinger/Wegen, IntGesR in der Praxis, Rn. 1136.
[44] OLG München, NZG 2007, 915; Kindler in: IPRax 2009, 189 (194); Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 37; Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a, Rn. 67.
[45] Wicke in: DStR 2012, 1756; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 37; Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S.22.
[46] Kindler in: IPRax 2009, 189 (195); Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 37; Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a, Rn. 69; Thorn in: Palandt EGBGB Anh. Art. 12 Rn. 2.
[47] Vöneky/Beylage-Haarmann in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union, AEUV Art. 217, Rn. 73.
[48] Vöneky/Beylage-Haarmann in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union, AEUV Art. 217, Rn. 73.
[49] BGH NJW 2005, 3351: OLG Frankfurt a. M. IPRax 2004, 56; Kropholler, Internationales Privatrecht, S. 579; Spahlinger in: Spahlinger/Wegen, IntGesR, Rn. 228.
[50] Mayer/Manz in: BB 2016, 1731 (1733) Fn. 13; Vöneky/Beylage-Haarmann in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union, AEUV Art. 217, Rn. 73.
[51] Seeger in: DStR 2016, 1817; Wöhlert in: GWR 2009, 417.
[52] Leible in: Michalski, GmbHG, IntGes, Rn. 63; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 333.
[53] Kaulen, Die Anerkennung von Gesellschaften unter Artikel XXV Abs. 5 S. 2 des deutsch-US-amerikanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag von 1954, S. 111; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 334.
[54] Kindler in: BB 2003, 812; Bungert in: DB 2003, 1043 (1045); Bausback in: DNotZ 1996, 254 (257 f.); Ebenroth/Bippus, NJW 1988, 2137 (2142); Leible in: Michalski, GmbHG, IntGes, Rn. 63; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 334; Thorn in: Palandt EGBGB Anh. Art. 12 Rn. 3; andere Ansicht z.B.: Laeger, Deutsch-amerikanisches Internationales Gesellschaftsrecht, S. 125; Berndt in: JZ 1996, 187, (191).
[55] BGH NJW 2003, 1607 (1608); bestätigt durch: BGH NZG 2004, 1001; BGH DStR 2004, 2113 (2115).
[56] Ebenroth/Bippus in: NJW 1988, 2137; Ebke in: RIW 2004, 740; Thorn in: Palandt EGBGB Anh. Art. 12 Rn. 3; Leible in: Michalski, GmbHG, IntGes, Rn. 63; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 337; Merkt in: RIW 2003, 458.
[57] BGH NZG 2004, 1001; Bungert in: DB 1995, 963 (966).; Leible in: Michalski, GmbHG, IntGes, Rn. 63.
[58] BGH NZG 2004, 1001; Ebenroth/Bippus, NJW 1988, 2137; Ebke in: RIW 2004, 740; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 334; Kaulen, Die Anerkennung von Gesellschaften unter Artikel XXV Abs. 5 S. 2 des deutsch-US-amerikanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag von 1954, S. 155.
[59] Ebke in: RIW 2004, 740 (743).
[60] Kindler in: BB 2003, 812; Ebenroth/Auer in: RIW 1992, 998, (1009f.); Ebenroth/Bippus in: NJW 1988, 2137 (2137f.); andere Ansicht: Mellert in: BB 2004, 1869, 1870; Bungert in: DB 2003, 1043 (1044); Merkt in: RIW 2003, 458 (459).
[61] OLG Düsseldorf, NJW-RR 1995, 1124.
[62] BGH NJW-RR 2002, 1359; BGH DNotI-Report 2003, 86.
[63] BGH NZG 2004, 1001; Leible in: Michalski, GmbHG, IntGes, Rn. 65.
[64] BGH DStR 2004, 2113 (2115); Mellert in: BB 2004, 1869, 1870; Paefgen in: DZWIR 2003, 441, 443.
[65] BGH DStR 2004, 2113 (2115); Paefgen in: DZWIR 2003, 441, 443.
[66] Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 341.
[67] Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 339; Spahlinger/Wegen in: Spahlinger/Wegen, IntGesR, Rn. 1121ff.
[68] Wicke in: DStR 2012, 1756; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 37; Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a, Rn. 69; Thorn in: Palandt EGBGB Anh. Art. 12 Rn. 2; Huhn, Grenzüberschreitende Sitzverlegung von Gesellschaften, S.22.
[69] Vöneky/Beylage-Haarmann in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union, AEUV Art. 217, Rn. 74.
[70] BGH NJW 2009, 289 (290) (Trabrennbahn); Jung in: NZG 2008, 681, (682).
[71] BGH NJW 2009, 289 (290) (Trabrennbahn).
[72] BGH NJW 2009, 289 (290) (Trabrennbahn); BGH NJW 2003, 1607 (1608); OLG Hamburg NZG 2007, 597; Wöhlert in: GWR 2009, 417; Freitag/Koch in: ZIP 2016, 1361 (1362); Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 358; Kindler in: IPRax 2009, 189 (190); Balthasar in: RIW 2009, 221 (222).
[73] OLG Hamburg, RNotZ 2007, 419 (420); BGH NJW 1986, 2194 (2195); Teichmann/Knaier in: IWRZ 2016, 243 (245); Seeger in: DStR 2016, 1817 (1818 f.); Ege/Klett in: DStR 2012, 2442 (2446); Mayer in: MüKo GmbHG, § 4a Rn. 15; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 14.
[74] BGH NJW 1986, 2194 (2195).
[75] BGH NJW 2009, 289 (Trabrennbahn); Weller in: IPRax 2003, 324 (325); Kindler in: IPRax 2003, 41; Kindler in: MüKo BGB, IntGesR, Rn. 838.
[76] Seeger in: DStR 2016, 1817 (1818).
[77] BGH NJW 2009, 289 (291) (Trabrennbahn); Weller in: IPRax 2003, 324 (325); Wöhlert in: GWR 2009, 417; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 16.
[78] BGH NJW 2009, 289 (291) (Trabrennbahn); Wöhlert in: GWR 2009, 417; Servatius in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, IntGesR, Rn. 16.
[79] Redaktion beck-aktuell, May unterzeichnet EU-Austrittserklärung Großbritanniens, becklink 2006212.
Sarah Schlüter (Autor)
V371968
9783668497863
9783668497870
Gesellschaftsrecht Brexit Mobilität von Kapitalgesellschaften internationales Gesellschaftsrecht Internationales Privatrecht Großbritannien
Sarah Schlüter (Autor), 2017, Grenzüberschreitende Mobilität von Kapitalgesellschaften post Brexit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371968
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References: BGH 
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 Art. 50
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 Art. 49
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 § 4
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 Art. 31
 Art. 49
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 Art. 12
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 Art. 54
 EuGH 
 § 4
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