Source: http://m.hensche.de/Altersdiskriminierung_beim_Uebergang_in_den_Ruhestand_EuGH_C-546-11_Dansk_Jurist_u.html
Timestamp: 2016-12-07 20:16:41+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: C-546/11
1. Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27. No­vem­ber 2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er nur auf ei­ne Al­ters­ren­te oder Leis­tun­gen bei In­va­li­dität ei­nes be­trieb­li­chen Sys­tems der so­zia­len Si­cher­heit an­wend­bar ist.
2. Die Art. 2 und 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 sind da­hin aus­zu­le­gen, dass sie ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen­ste­hen, nach der Be­am­te, die das für die Gewährung ei­ner Al­ters­ren­te er­for­der­li­che Al­ter er­reicht ha­ben, al­lein aus die­sem Grund nicht das Frei­stel­lungs­ge­halt be­zie­hen können, das für Be­am­te vor­ge­se­hen ist, die we­gen der Strei­chung ih­rer Stel­le ent­las­sen wur­den.
„Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf - Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung aus Gründen des Al­ters - Richt­li­nie 2000/78/EG - Art. 6 Abs. 1 und 2 - Wei­ge­rung, Be­am­ten, die das 65. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben und zum Be­zug ei­ner Al­ters­ren­te be­rech­tigt sind, ein Frei­stel­lungs­ge­halt zu zah­len“
In der Rechts­sa­che C-546/11
be­tref­fend ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 267 AEUV, ein­ge­reicht vom Højes­te­ret (Däne­mark) mit Ent­schei­dung vom 7. Ok­to­ber 2011, beim Ge­richts­hof ein­ge­gan­gen am 26. Ok­to­ber 2011, in dem Ver­fah­ren
Dansk Ju­rist- og Øko­nom­for­bund, han­delnd für Erik Toft­gaard,
In­den­rigs- og Sund­heds­mi­nis­te­riet,
Cen­tral­or­ga­ni­sa­tio­ner­nes Fælle­sud­valg (CFU),
Kom­mu­na­le Tje­nes­temænd og Over­ens­komst­an­sat­te (KTO),
Per­so­na­lesty­rel­sen,
Kom­mu­n­er­nes Lands­fo­re­ning (KL),
Dans­ke Re­gio­ner,
un­ter Mit­wir­kung der Kam­mer­präsi­den­tin R. Sil­va de La­pu­er­ta so­wie der Rich­ter G. Ares­tis, J.-C. Bo­ni­chot, A. Ara­b­ad­jiev (Be­richt­er­stat­ter) und J. L. da Cruz Vi­laça,
- des Dansk Ju­rist- og Øko­nom­for­bund, han­delnd für Herrn Toft­gaard, ver­tre­ten durch K.‑M. Sche­bye, ad­vo­kat,
- der Kom­mu­n­er­nes Lands­fo­re­ning und der Dans­ke Re­gio­ner, ver­tre­ten durch J. Vin­ding, ad­vo­kat,
- der däni­schen Re­gie­rung, ver­tre­ten durch C. Vang als Be­vollmäch­tig­ten im Bei­stand von R. Hold­gaard, ad­vo­kat, - der Re­gie­rung des Ver­ei­nig­ten König­reichs, ver­tre­ten durch S. Os­s­ow­ski und S. Lee als Be­vollmäch­tig­te,
Das Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen be­trifft die Aus­le­gung von Art. 6 der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27. No­vem­ber 2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf (ABl. L 303, S. 16).
Die­ses Er­su­chen er­geht im Rah­men ei­nes Rechts­streits zwi­schen dem Dansk Ju­rist- og Øko­nom­for­bund (im Fol­gen­den: DJØF), han­delnd für Herrn Toft­gaard, und dem In­den­rigs- og Sund­heds­mi­nis­te­ri­um (In­nen- und Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um, vor­mals In­nen- und So­zi­al­mi­nis­te­ri­um, im Fol­gen­den: Mi­nis­te­ri­um) we­gen des­sen Wei­ge­rung, Herrn Toft­gaard das Frei­stel­lungs­ge­halt zu gewähren. Recht­li­cher Rah­men
Die Erwägungs­gründe 13 und 25 der Richt­li­nie 2000/78 lau­ten: „(13) Die­se Richt­li­nie fin­det we­der An­wen­dung auf die So­zi­al­ver­si­che­rungs‑ und So­zi­al­schutz­sys­te­me, de­ren Leis­tun­gen nicht ei­nem Ar­beits­ent­gelt in dem Sin­ne gleich­ge­stellt wer­den, der die­sem Be­griff für die An­wen­dung des Ar­ti­kels [157 AEUV] ge­ge­ben wur­de, noch auf Vergütun­gen je­der Art sei­tens des Staa­tes, die den Zu­gang zu ei­ner Beschäfti­gung oder die Auf­recht­er­hal­tung ei­nes Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses zum Ziel ha­ben.
Die Richt­li­nie 2000/78 be­zweckt gemäß ih­rem Art. 1 „die Schaf­fung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens zur Bekämp­fung der Dis­kri­mi­nie­rung we­gen der Re­li­gi­on oder der Welt­an­schau­ung, ei­ner Be­hin­de­rung, des Al­ters oder der se­xu­el­len Aus­rich­tung in Beschäfti­gung und Be­ruf im Hin­blick auf die Ver­wirk­li­chung des Grund­sat­zes der Gleich­be­hand­lung in den Mit­glied­staa­ten“.
In Art. 2 Abs. 1 und 2 Buchst. a die­ser Richt­li­nie heißt es: „(1) Im Sin­ne die­ser Richt­li­nie be­deu­tet ‚Gleich­be­hand­lungs­grund­satz‘, dass es kei­ne un­mit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung we­gen ei­nes der in Ar­ti­kel 1 ge­nann­ten Gründe ge­ben darf.
In Art. 3 („Gel­tungs­be­reich“) Abs. 1 und 3 der Richt­li­nie 2000/78 heißt es: „(1) Im Rah­men der auf die Ge­mein­schaft über­tra­ge­nen Zuständig­kei­ten gilt die­se Richt­li­nie für al­le Per­so­nen in öffent­li­chen und pri­va­ten Be­rei­chen, ein­sch­ließlich öffent­li­cher Stel­len, in Be­zug auf
(3) Die­se Richt­li­nie gilt nicht für Leis­tun­gen je­der Art sei­tens der staat­li­chen Sys­te­me oder der da­mit gleich­ge­stell­ten Sys­te­me ein­sch­ließlich der staat­li­chen Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit oder des so­zia­len Schut­zes.“
Art. 6 („Ge­recht­fer­tig­te Un­gleich­be­hand­lung we­gen des Al­ters“) der Richt­li­nie 2000/78 lau­tet: „(1) Un­ge­ach­tet des Ar­ti­kels 2 Ab­satz 2 können die Mit­glied­staa­ten vor­se­hen, dass Un­gleich­be­hand­lun­gen we­gen des Al­ters kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung dar­stel­len, so­fern sie ob­jek­tiv und an­ge­mes­sen sind und im Rah­men des na­tio­na­len Rechts durch ein le­gi­ti­mes Ziel, wor­un­ter ins­be­son­de­re rechtmäßige Zie­le aus den Be­rei­chen Beschäfti­gungs­po­li­tik, Ar­beits­markt und be­ruf­li­che Bil­dung zu ver­ste­hen sind, ge­recht­fer­tigt sind und die Mit­tel zur Er­rei­chung die­ses Ziels an­ge­mes­sen und er­for­der­lich sind.
Die Richt­li­nie 2000/78 wur­de in Däne­mark durch das Ge­setz Nr. 1417 zur Ände­rung des Ge­set­zes über das Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung auf dem Ar­beits­markt (Lov Nr. 1417 om ænd­ring af lov om for­bud mod forskels­be­hand­ling på ar­be­jds­mar­ke­det m. v.) vom 22. De­zem­ber 2004 (im Fol­gen­den: An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz) um­ge­setzt.
§ 6a die­ses Ge­set­zes dient der Um­set­zung von Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 und lau­tet: „Un­ge­ach­tet der §§ 2 bis 5 steht die­ses Ge­setz der Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen für den Zu­gang zu be­trieb­li­chen Sys­te­men der so­zia­len Si­cher­heit oder der Ver­wen­dung im Rah­men die­ser Sys­te­me von Al­ters­kri­te­ri­en für ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­sche Be­rech­nun­gen nicht ent­ge­gen. Die An­wen­dung von Al­ters­kri­te­ri­en darf nicht zu Dis­kri­mi­nie­run­gen we­gen des Ge­schlechts führen.“
§ 32 Abs. 1 und 4 des Be­am­ten­ge­set­zes (Tje­nes­te­mandslov) sah in der zum Zeit­punkt der Ent­las­sung von Herrn Toft­gaard gel­ten­den Fas­sung vor: „(1) Ein Be­am­ter, der ent­las­sen wird, weil Ände­run­gen in der Or­ga­ni­sa­ti­on oder der Ar­beits­wei­se der Ver­wal­tung zu ei­ner Strei­chung der Stel­le führen, be­zieht vor­be­halt­lich der Abs. 3 bis 5 sein bis­he­ri­ges Ge­halt drei Jah­re lang wei­ter.
… (4) Der An­spruch auf Frei­stel­lungs­ge­halt be­steht nicht, wenn der Be­tref­fen­de l) auf ei­ne an­de­re Stel­le um­ge­setzt oder ver­setzt wird, die er nach den §§ 12 und 13 an­zu­neh­men ver­pflich­tet ist,
2) das 65. Le­bens­jahr voll­endet hat,
3) die für die Stel­le fest­ge­setz­te Al­ters­gren­ze für den Ein­tritt in den Ru­he­stand er­reicht hat oder
4) zum Ent­las­sungs­zeit­punkt we­gen Krank­heit oder man­geln­der Eig­nung nicht in der La­ge ist, ei­ne Stel­le an­zu­neh­men, die er nach den §§ 12 und 13 an­zu­neh­men ver­pflich­tet wäre.“
Der Vor­la­ge­ent­schei­dung ist zu ent­neh­men, dass das Frei­stel­lungs­ge­halt von der An­stel­lungs­behörde aus­be­zahlt wird und der Be­am­te ver­pflich­tet ist, die­ser während des Zeit­raums, in dem er das Frei­stel­lungs­ge­halt be­zieht, zur Verfügung zu ste­hen.
Nach dem Be­am­ten­ver­sor­gungs­ge­setz Nr. 230 (Tje­nes­te­man­ds­pen­si­ons­lov Nr. 230) vom 19. März 2004 in sei­ner auf den Sach­ver­halt des Aus­gangs­ver­fah­rens an­wend­ba­ren Fas­sung er­wer­ben Be­am­te während ih­rer Lauf­bahn Ver­sor­gungs­ansprüche, auch in der Zeit, in der das Frei­stel­lungs­ge­halt ge­zahlt wird. Ver­sor­gungs­ansprüche wer­den auch in dem Zeit­raum er­wor­ben, in dem der Be­am­te grundsätz­lich An­spruch auf das Frei­stel­lungs­ge­halt ge­habt hätte, die­ses aber we­gen der im Be­am­ten­ge­setz vor­ge­se­he­nen Al­ters­be­gren­zung nicht ge­zahlt wur­de.
Gemäß § 6 Abs. 6 des Be­am­ten­ver­sor­gungs­ge­set­zes können Be­am­te ih­re Al­ters­ren­te ab Voll­endung des 65. Le­bens­jahrs in vol­ler Höhe er­hal­ten.
Das vor­le­gen­de Ge­richt weist dar­auf hin, dass die Be­am­ten außer ih­rer Be­am­ten­pen­si­on An­spruch auf wei­te­re Leis­tun­gen zur Al­ters­ver­sor­gung ha­ben, wie ins­be­son­de­re die staat­li­che Al­ters­ren­te, die der Be­am­ten­pen­si­on hin­zu­zu­rech­nen ist.
Das Ge­setz Nr. 1005 über die staat­li­che Al­ters­ren­te (Lov Nr. 1005 om so­ci­al pen­si­on) vom 19. Au­gust 2010 setzt das ge­setz­li­che Ren­ten­ein­tritts­al­ter für Per­so­nen, die vor dem 1. Ja­nu­ar 1959 ge­bo­ren wur­den, auf 65 Le­bens­jah­re fest. Die Zah­lung die­ser Ren­te kann je­doch auf An­trag des Be­trof­fe­nen um bis zu zehn Jah­re hin­aus­ge­scho­ben wer­den, da­mit er dann ei­ne höhe­re Ren­te be­zie­hen kann. Außer­dem ist es zulässig, ne­ben dem Be­zug ei­ner staat­li­chen Al­ters­ren­te ei­ne Be­rufstätig­keit aus­zuüben; über­stei­gen die Ar­beits­einkünf­te je­doch be­stimm­te Ober­gren­zen, wird die­se Al­ters­ren­te her­ab­ge­setzt oder fällt ganz weg. Aus­gangs­ver­fah­ren und Vor­la­ge­fra­gen
Herr Toft­gaard war Lei­ter der Kreis­ver­wal­tung Vej­le (Däne­mark), bis er am 8. Mai 2006 we­gen der Strei­chung die­ser Stel­le mit Wir­kung vom 31. De­zem­ber 2006 ent­las­sen wur­de. Da er be­reits 65 Jah­re alt war, er­hielt er kein Frei­stel­lungs­ge­halt, denn ab dem 31. De­zem­ber 2006 hat­te er An­spruch auf die Be­am­ten­pen­si­on.
Die Al­ters­gren­ze für den ob­li­ga­to­ri­schen Ein­tritt von Be­am­ten in den Ru­he­stand war zum Zeit­punkt, als Herr Toft­gaard ent­las­sen wur­de, auf 70 Jah­re fest­ge­setzt. Da er da­mals 65 Jah­re alt war, war er so­mit be­rech­tigt - je­doch nicht ver­pflich­tet -, in den Ru­he­stand zu tre­ten. Herr Toft­gaard teil­te dem Mi­nis­te­ri­um mit, dass er auf ei­ner an­de­ren Stel­le ein­ge­setzt wer­den wol­le und ge­ge­be­nen­falls be­reit sei, ei­ne Ge­haltskürzung hin­zu­neh­men. Nach sei­ner Ent­las­sung über­nahm er ei­ni­ge ge­ringfügig be­zahl­te eh­ren­amt­li­che Tätig­kei­ten.
Herr Toft­gaard sieht in der Ver­wei­ge­rung des Frei­stel­lungs­ge­halts ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters. Des­halb er­hob der DJØF, han­delnd für Herrn Toft­gaard, ge­gen des­sen Dienst­herrn, d. h. das Mi­nis­te­ri­um, Kla­ge vor dem Øst­re Lands­ret. Nach­dem die­se ab­ge­wie­sen wor­den war, leg­te der DJØF beim Højes­te­ret ein Rechts­mit­tel ein, mit dem er u. a. gel­tend mach­te, dass § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes ins­be­son­de­re ge­gen die Richt­li­nie 2000/78 ver­s­toße. Das Frei­stel­lungs­ge­halt sei kein be­trieb­li­ches Sys­tem der so­zia­len Si­cher­heit im Sin­ne von § 6a des An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­set­zes und Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78, und die Al­ters­gren­ze von 65 Jah­ren sei kein an­ge­mes­se­nes und er­for­der­li­ches Mit­tel, um ein le­gi­ti­mes Ziel im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 die­ser Richt­li­nie zu er­rei­chen.
Das Mi­nis­te­ri­um mach­te gel­tend, dass § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes un­ter die in § 6a des An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­set­zes und Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 vor­ge­se­he­ne Aus­nah­me­re­ge­lung fal­le, weil das Frei­stel­lungs­ge­halt als ein be­trieb­li­ches Sys­tem der so­zia­len Si­cher­heit im Sin­ne die­ser Vor­schrif­ten an­zu­se­hen sei. Hilfs­wei­se trug das Mi­nis­te­ri­um vor, § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes erfülle die An­for­de­run­gen des Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78.
Un­ter die­sen Umständen hat das Højes­te­ret be­schlos­sen, das Ver­fah­ren aus­zu­set­zen und dem Ge­richts­hof fol­gen­de Fra­gen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­zu­le­gen: 1. Ist Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin aus­zu­le­gen, dass die Mit­glied­staa­ten nur dann be­stim­men können, dass die Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen für den Zu­gang zu be­trieb­li­chen Sys­te­men der so­zia­len Si­cher­heit oder den An­spruch auf Leis­tun­gen dar­aus kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt, wenn die­se Sys­te­me Leis­tun­gen bei Al­ter oder In­va­li­dität be­tref­fen?
2. Ist Art. 6 Abs. 2 der frag­li­chen Richt­li­nie so zu ver­ste­hen, dass die Möglich­keit der Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen nur den Bei­tritt zu ei­nem sol­chen Sys­tem be­trifft, oder ist die Be­stim­mung da­hin ge­hend zu ver­ste­hen, dass die Möglich­keit der Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen auch den An­spruch auf Aus­zah­lung von Leis­tun­gen durch ein sol­ches Sys­tem be­trifft?
3. Wenn die ers­te Fra­ge zu ver­nei­nen ist:
Kann der Be­griff „be­trieb­li­che Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit“ in Art. 6 Abs. 2 der frag­li­chen Richt­li­nie ein Sys­tem wie das Frei­stel­lungs­ge­halt nach § 32 Abs. 1 des Be­am­ten­ge­set­zes um­fas­sen, wo­nach ein Be­am­ter bei Ent­las­sung we­gen Stel­len­strei­chung als be­son­de­ren Schutz sein bis­he­ri­ges Ge­halt drei Jah­re lang wei­ter erhält und da­bei wei­ter­hin Ru­he­ge­halts­ansprüche er­wirbt, so­fern er im Ge­gen­zug für ei­ne an­de­re pas­sen­de Stel­le zur Verfügung steht?
4. Ist Art. 6 Abs. 1 der ge­nann­ten Richt­li­nie da­hin aus­zu­le­gen, dass er ei­ner na­tio­na­len Be­stim­mung wie § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes nicht ent­ge­gen­steht, wo­nach ei­nem Be­am­ten kein Frei­stel­lungs­ge­halt ge­zahlt wird, falls er im Fall der Strei­chung sei­ner Stel­le ein Al­ter er­reicht hat, in dem die all­ge­mei­ne staat­li­che Al­ters­ren­te ge­zahlt wer­den kann?
Mit sei­ner ers­ten Fra­ge möch­te das vor­le­gen­de Ge­richt wis­sen, ob Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin aus­zu­le­gen ist, dass er nur auf ei­ne Al­ters­ren­te oder Leis­tun­gen bei In­va­li­dität ei­nes be­trieb­li­chen Sys­tems der so­zia­len Si­cher­heit an­wend­bar ist.
Zur Be­ant­wor­tung die­ser Fra­ge ist ers­tens zu prüfen, ob die im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­che na­tio­na­le Re­ge­lung, die dis­kri­mi­nie­rend sein soll, in den Gel­tungs­be­reich der Richt­li­nie 2000/78 fällt.
In­so­weit er­gibt sich so­wohl aus dem Ti­tel und den Erwägungs­gründen als auch aus dem In­halt und der Ziel­set­zung die­ser Richt­li­nie, dass sie ei­nen all­ge­mei­nen Rah­men schaf­fen soll, der gewähr­leis­tet, dass je­der „in Beschäfti­gung und Be­ruf“ gleich­be­han­delt wird, in­dem dem Be­trof­fe­nen ein wirk­sa­mer Schutz vor Dis­kri­mi­nie­run­gen aus ei­nem der in ih­rem Art. 1 ge­nann­ten Gründe - dar­un­ter das Al­ter - ge­bo­ten wird (vgl. Ur­teil vom 8. Sep­tem­ber 2011, Hen­nings und Mai, C-297/10 und C-298/10, Slg. 2011, I-7965, Rand­nr. 49).
Ins­be­son­de­re er­gibt sich aus Art. 3 Abs. 1 Buchst. c der Richt­li­nie 2000/78, dass die­se im Rah­men der auf die Eu­ropäische Uni­on über­tra­ge­nen Zuständig­kei­ten „für al­le Per­so­nen in öffent­li­chen und pri­va­ten Be­rei­chen, ein­sch­ließlich öffent­li­cher Stel­len“, u. a. in Be­zug auf „die Beschäfti­gungs- und Ar­beits­be­din­gun­gen, ein­sch­ließlich der Ent­las­sungs­be­din­gun­gen und des Ar­beits­ent­gelts“ gilt.
Der Gel­tungs­be­reich der Richt­li­nie 2000/78 er­streckt sich im Licht ih­res Art. 3 Abs. 1 Buchst. c und Abs. 3 in Ver­bin­dung mit ih­rem 13. Erwägungs­grund we­der auf die So­zi­al­ver­si­che­rungs‑ und So­zi­al­schutz­sys­te­me, de­ren Leis­tun­gen nicht ei­nem Ar­beits­ent­gelt in dem Sin­ne gleich­ge­stellt wer­den, der die­sem Be­griff für die An­wen­dung von Art. 157 Abs. 2 AEUV ge­ge­ben wur­de, noch auf Vergütun­gen je­der Art sei­tens des Staa­tes, die den Zu­gang zu ei­ner Beschäfti­gung oder die Auf­recht­er­hal­tung ei­nes Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses zum Ziel ha­ben (Ur­tei­le vom 1. April 2008, Ma­ru­ko, C-267/06, Slg. 2008, I-1757, Rand­nr. 41, und vom 10. Mai 2011, Römer, C-147/08, Slg. 2011, I-3591, Rand­nr. 32).
Im vor­lie­gen­den Fall zahlt der Staat in sei­ner Ei­gen­schaft als Ar­beit­ge­ber das durch das Be­am­ten­ge­setz ein­geführ­te Frei­stel­lungs­ge­halt drei Jah­re lang mo­nat­lich an Be­am­te, die we­gen der Strei­chung ih­rer Stel­le frei­ge­stellt wur­den. Das Frei­stel­lungs­ge­halt ent­spricht in der Höhe dem Ge­halt, das der Be­am­te vor sei­ner Frei­stel­lung be­zog.
Außer­dem ist zu be­ach­ten, dass der Be­am­te als Ge­gen­leis­tung für den Er­halt des Frei­stel­lungs­ge­halts ver­pflich­tet ist, sei­nem Ar­beit­ge­ber in der Zeit, in der das Frei­stel­lungs­ge­halt ge­zahlt wird, zur Verfügung zu ste­hen. Weist ihm der Ar­beit­ge­ber ei­ne pas­sen­de Stel­le zu, so hat er die­se an­zu­tre­ten. Kommt er die­ser Ver­pflich­tung nicht nach, ver­liert er den An­spruch auf das Frei­stel­lungs­ge­halt.
Dar­aus er­gibt sich, dass das Frei­stel­lungs­ge­halt ei­ne ge­genwärti­ge Vergütung, die der Ar­beit­ge­ber dem Be­am­ten auf­grund des Dienst­verhält­nis­ses in bar gewährt, und da­mit ein Ent­gelt im Sin­ne von Art. 157 Abs. 2 AEUV dar­stellt.
Folg­lich berührt § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes da­durch, dass er ei­ne gan­ze Grup­pe von Be­am­ten vom Be­zug des Frei­stel­lungs­ge­halts aus­nimmt, die Be­din­gun­gen des Ar­beits­ent­gelts die­ser Be­am­ten im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 Buchst. c der Richt­li­nie 2000/78. Da­her ist die­se Richt­li­nie auf ei­nen Sach­ver­halt wie den im vor­lie­gen­den Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­den an­wend­bar.
Zwei­tens ist zu prüfen, ob die im Aus­gangs­ver­fah­ren strei­ti­ge Re­ge­lung ei­ne Un­gleich­be­hand­lung we­gen des Al­ters im Sin­ne von Art. 2 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 be­gründet.
Nach die­ser Vor­schrift be­deu­tet „Gleich­be­hand­lungs­grund­satz“, dass es kei­ne un­mit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung we­gen ei­nes der in Art. 1 die­ser Richt­li­nie ge­nann­ten Gründe ge­ben darf, zu de­nen das Al­ter gehört. Nach Art. 2 Abs. 2 Buchst. a der Richt­li­nie liegt ei­ne un­mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung im Sin­ne von Art. 2 Abs. 1 vor, wenn ei­ne Per­son we­gen ei­nes der in Art. 1 der Richt­li­nie ge­nann­ten Gründe in ei­ner ver­gleich­ba­ren Si­tua­ti­on ei­ne we­ni­ger güns­ti­ge Be­hand­lung erfährt, als ei­ne an­de­re Per­son erfährt, er­fah­ren hat oder er­fah­ren würde.
Im vor­lie­gen­den Fall be­gründet § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes da­durch, dass er Be­am­ten, die das 65. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben, das Frei­stel­lungs­ge­halt ver­sagt, ei­ne un­mit­tel­bar auf das Kri­te­ri­um des Al­ters gestütz­te Un­gleich­be­hand­lung im Sin­ne von Art. 2 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78.
Drit­tens ist zu prüfen, ob die Mit­glied­staa­ten gestützt auf Art. 6 Abs. 2 die­ser Richt­li­nie vor­se­hen können, dass ei­ne der­ar­ti­ge Un­gleich­be­hand­lung kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters dar­stellt.
Nach der französi­schen Fas­sung die­ser Vor­schrift können die Mit­glied­staa­ten un­ge­ach­tet des Art. 2 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 vor­se­hen, dass „ne con­sti­tue pas une dis­cri­mi­na­ti­on fondée sur l’âge la fixa­ti­on, pour les régimes pro­fes­si­onnels de sécu­rité so­cia­le, d’âges d’adhési­on ou d’ad­mis­si­bi­lité aux pre­sta­ti­ons de re­trai­te ou d’in­va­li­dité, y com­pris la fixa­ti­on, pour ces régimes, d’âges différents pour des tra­vail­leurs ou des grou­pes ou catégo­ries de tra­vail­leurs et l’uti­li­sa­ti­on, dans le cad­re de ces régimes, de critères d’âge dans les cal­culs ac­tua­ri­els, à con­di­ti­on que ce­la ne se tra­dui­se pas par des dis­cri­mi­na­ti­ons fondées sur le sexe“ [„bei den be­trieb­li­chen Sys­te­men der so­zia­len Si­cher­heit die Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen als Vor­aus­set­zung für die Mit­glied­schaft oder den Be­zug von Al­ters­ren­te oder von Leis­tun­gen bei In­va­li­dität ein­sch­ließlich der Fest­set­zung un­ter­schied­li­cher Al­ters­gren­zen im Rah­men die­ser Sys­te­me für be­stimm­te Beschäftig­te oder Grup­pen bzw. Ka­te­go­ri­en von Beschäftig­ten und die Ver­wen­dung im Rah­men die­ser Sys­te­me von Al­ters­kri­te­ri­en für ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­sche Be­rech­nun­gen kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters dar­stellt, so­lan­ge dies nicht zu Dis­kri­mi­nie­run­gen we­gen des Ge­schlechts führt“].
Die däni­sche Fas­sung von Art. 6 Abs. 2 die­ser Richt­li­nie weicht von dem in der vor­ste­hen­den Rand­num­mer des vor­lie­gen­den Ur­teils wie­der­ge­ge­be­nen Text in­so­weit ab, als dort u. a. die „Al­ters­ren­te oder … Leis­tun­gen bei In­va­li­dität“ nicht erwähnt sind.
In­so­weit ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Vor­schrif­ten des Uni­ons­rechts nach ständi­ger Recht­spre­chung im Licht al­ler Sprach­fas­sun­gen der Uni­on ein­heit­lich aus­ge­legt und an­ge­wandt wer­den müssen. Wei­chen die ver­schie­de­nen Sprach­fas­sun­gen ei­ner uni­ons­recht­li­chen Vor­schrift von­ein­an­der ab, muss die­se an­hand der all­ge­mei­nen Sys­te­ma­tik und des Zwecks der Re­ge­lung aus­ge­legt wer­den, zu der sie gehört (vgl. u. a. Ur­teil vom 8. De­zem­ber 2005, Jys­ke Fin­ans, C-280/04, Slg. 2005, I-10683, Rand­nr. 31 und die dort an­geführ­te Recht­spre­chung).
Zur For­mu­lie­rung von Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 in den an­de­ren Spra­chen der Uni­on ist fest­zu­stel­len, dass die­se Fas­sun­gen − wie in der in Rand­nr. 35 des vor­lie­gen­den Ur­teils wie­der­ge­ge­be­nen französi­schen Fas­sung − bei den be­trieb­li­chen Sys­te­men der so­zia­len Si­cher­heit aus­drück­lich die Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen als Vor­aus­set­zung für die Mit­glied­schaft oder den Be­zug von Al­ters­ren­te oder von Leis­tun­gen bei In­va­li­dität vor­se­hen. So heißt es z. B. in der spa­ni­schen Fas­sung die­ser Vor­schrift „la de­ter­mi­n­ación, pa­ra los regíme­nes pro­fe­sio­na­les de se­gu­ri­dad so­ci­al, de eda­des pa­ra po­der be­ne­fi­ci­ar­se de pre­sta­cio­nes de ju­bi­la­ción o in­va­li­dez u op­tar a las mis­mas“, in der deut­schen Fas­sung „die Fest­set­zung von Al­ters­gren­zen als Vor­aus­set­zung für die Mit­glied­schaft oder den Be­zug von Al­ters­ren­te oder von Leis­tun­gen bei In­va­li­dität“ und in der eng­li­schen Fas­sung „the fi­xing for oc­cupa­tio­nal so­ci­al se­cu­ri­ty sche­mes of ages for ad­mis­si­on or en­t­it­le­ment to re­ti­re­ment or in­va­li­di­ty be­ne­fits“, während die pol­ni­sche Fas­sung der Vor­schrift die Wen­dung „ustala­nie, dla sys­temów zabez­piec­ze­nia społecz­ne­go pra­cow­ników, wie­ku przyz­na­nia lub na­by­cia praw do świ­adc­zeń eme­ry­talnych lub in­wa­lidz­kich“ enthält.
Der Wort­laut von Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 legt in den in der vor­ste­hen­den Rand­num­mer des vor­lie­gen­den Ur­teils an­geführ­ten Fas­sun­gen außer­dem na­he, dass die­se Vor­schrift nur in den dort ab­sch­ließend an­geführ­ten Fällen An­wen­dung fin­den soll. Hätte der Uni­ons­ge­setz­ge­ber nämlich den Gel­tungs­be­reich die­ser Vor­schrift über die dort aus­drück­lich ge­nann­ten Fälle hin­aus aus­deh­nen wol­len, hätte er dies aus­drück­lich, z. B. un­ter Ver­wen­dung des Ad­verbs „ins­be­son­de­re“, ge­tan.
Für die­se Schluss­fol­ge­rung spre­chen auch die all­ge­mei­ne Sys­te­ma­tik und der Zweck der Richt­li­nie 2000/78. Die­se kon­kre­ti­siert nämlich im Be­reich der Beschäfti­gung und des Be­rufs den Grund­satz des Ver­bots der Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters, der ein all­ge­mei­ner Grund­satz des Uni­ons­rechts ist (vgl. in die­sem Sin­ne Ur­teil vom 19. Ja­nu­ar 2010, Kücükde­ve­ci, C-555/07, Slg. 2010, I-365, Rand­nr. 21). Das Ver­bot je­der Dis­kri­mi­nie­rung u. a. we­gen des Al­ters ist im Übri­gen in Art. 21 der Char­ta der Grund­rech­te der Eu­ropäischen Uni­on ent­hal­ten, die seit dem 1. De­zem­ber 2009 den glei­chen recht­li­chen Rang wie die Verträge hat.
Da Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 den Mit­glied­staa­ten ge­stat­tet, ei­ne Aus­nah­me vom Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung aus Gründen des Al­ters vor­zu­se­hen, ist die­se Vor­schrift eng aus­zu­le­gen (vgl. ent­spre­chend Ur­teil vom 12. Ja­nu­ar 2010, Pe­ter­sen, C‑341/08, Slg. 2010, I‑47, Rand­nr. 60).
Ei­ne Aus­le­gung von Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin, dass die­se Vor­schrift für al­le Ar­ten von be­trieb­li­chen Sys­te­men der so­zia­len Si­cher­heit gilt, würde un­ter Ver­s­toß ge­gen das Er­for­der­nis, die Vor­schrift eng aus­zu­le­gen, ei­ne Aus­deh­nung ih­res Gel­tungs­be­reichs be­wir­ken.
Dar­aus er­gibt sich, dass Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 nur auf be­trieb­li­che Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit an­wend­bar ist, die die Ri­si­ken von Al­ter und In­va­li­dität ab­de­cken.
Im vor­lie­gen­den Fall stellt das Frei­stel­lungs­ge­halt, selbst wenn es Teil ei­nes be­trieb­li­chen Sys­tems der so­zia­len Si­cher­heit sein soll­te, in An­be­tracht der Ausführun­gen in den Rand­nrn. 27 bis 29 des vor­lie­gen­den Ur­teils of­fen­sicht­lich we­der ei­ne Al­ters­ren­te noch ei­ne Leis­tung bei In­va­li­dität dar. Des­halb fin­det Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 auf ei­nen Sach­ver­halt wie den des Aus­gangs­ver­fah­rens kei­ne An­wen­dung.
Nach al­le­dem ist auf die ers­te Fra­ge zu ant­wor­ten, dass Art. 6 Abs. 2 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin aus­zu­le­gen ist, dass er nur auf ei­ne Al­ters­ren­te oder Leis­tun­gen bei In­va­li­dität ei­nes be­trieb­li­chen Sys­tems der so­zia­len Si­cher­heit an­wend­bar ist. Zwei­te und drit­te Fra­ge
An­ge­sichts der Ant­wort auf die ers­te Fra­ge sind die zwei­te und die drit­te Fra­ge nicht zu be­ant­wor­ten. Vier­te Fra­ge
Mit sei­ner vier­ten Fra­ge möch­te das vor­le­gen­de Ge­richt wis­sen, ob die Art. 2 und 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin aus­zu­le­gen sind, dass sie ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen­ste­hen, nach der Be­am­te, die das für die Gewährung ei­ner Al­ters­ren­te er­for­der­li­che Al­ter er­reicht ha­ben, al­lein aus die­sem Grund nicht das Frei­stel­lungs­ge­halt be­zie­hen können, das für Be­am­te vor­ge­se­hen ist, die we­gen der Strei­chung ih­rer Stel­le ent­las­sen wur­den.
Nach Art. 6 Abs. 1 die­ser Richt­li­nie stellt ei­ne Un­gleich­be­hand­lung we­gen des Al­ters kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung dar, so­fern sie ob­jek­tiv und an­ge­mes­sen ist und im Rah­men des na­tio­na­len Rechts durch ein le­gi­ti­mes Ziel, wor­un­ter ins­be­son­de­re rechtmäßige Zie­le aus den Be­rei­chen Beschäfti­gungs­po­li­tik, Ar­beits­markt und be­ruf­li­che Bil­dung zu ver­ste­hen sind, ge­recht­fer­tigt ist und die Mit­tel zur Er­rei­chung die­ses Ziels an­ge­mes­sen und er­for­der­lich sind.
Des­halb ist zunächst zu prüfen, ob die im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­che Re­ge­lung ein le­gi­ti­mes Ziel ver­folgt. In die­sem Zu­sam­men­hang macht die däni­sche Re­gie­rung gel­tend, dass mit die­ser Re­ge­lung ein an­ge­mes­se­nes Gleich­ge­wicht zwi­schen den An­for­de­run­gen des Staa­tes im Hin­blick auf die An­pas­sung, Um­struk­tu­rie­rung und Ef­fi­zi­enz der öffent­li­chen Ver­wal­tung auf der ei­nen und dem Schutz der Be­am­ten vor un­an­ge­mes­se­nem persönli­chen oder po­li­ti­schem Druck auf der an­de­ren Sei­te her­ge­stellt wer­den sol­le. Ins­be­son­de­re ver­fol­ge die­se Re­ge­lung ein zwei­fa­ches Ziel, nämlich zum ei­nen, die Be­am­ten verfügbar zu hal­ten, um sie auf ei­nem an­de­ren Dienst­pos­ten ein­set­zen zu können, und zum an­de­ren, ih­re Un­abhängig­keit zu gewähr­leis­ten, in­dem sie vor je­dem Druck von außen geschützt würden. Dass Be­am­ten, die be­reits ei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen könn­ten, das Frei­stel­lungs­ge­halt vor­ent­hal­ten wer­de, sei durch das Er­for­der­nis ge­recht­fer­tigt, Miss­bräuche zu ver­hin­dern, denn es sei im All­ge­mei­nen we­nig wahr­schein­lich, dass die­se Be­am­ten be­reit sei­en, ei­nen an­de­ren Dienst­pos­ten an­zu­neh­men. Außer­dem sei­en sol­che Be­am­te we­ni­ger schutz­bedürf­tig, da sie be­reits ei­nen an­ge­mes­se­nen Ein­kom­mens­er­satz, z. B. ei­ne Al­ters­ren­te, be­zie­hen könn­ten.
In die­sem Zu­sam­men­hang ist dar­an zu er­in­nern, dass die Mit­glied­staa­ten und ge­ge­be­nen­falls die So­zi­al­part­ner auf na­tio­na­ler Ebe­ne beim ge­genwärti­gen Stand des Uni­ons­rechts nicht nur bei der Ent­schei­dung, wel­ches kon­kre­te Ziel von meh­re­ren im Be­reich der Ar­beits‑ und So­zi­al­po­li­tik sie ver­fol­gen wol­len, son­dern auch bei der Fest­le­gung der Maßnah­men zu sei­ner Er­rei­chung über ei­nen wei­ten Er­mes­sens­spiel­raum verfügen (Ur­teil vom 16. Ok­to­ber 2007, Pa­la­ci­os de la Vil­la, C-411/05, Slg. 2007, I-8531, Rand­nr. 68).
Das Ziel, die Verfügbar­keit der Be­am­ten zu gewähr­leis­ten und sie in dem Fall, dass ih­re Stel­le ge­stri­chen wird, zu schützen, da­bei je­doch das Frei­stel­lungs­ge­halt nur den Be­am­ten zu gewähren, die ei­nes Schut­zes bedürfen und ih­rer Pflicht, verfügbar zu sein, nach­kom­men, fällt in die Ka­te­go­rie der rechtmäßigen Zie­le aus den Be­rei­chen Beschäfti­gungs­po­li­tik und Ar­beits­markt im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78.
Gemäß die­ser Be­stim­mung können die­se Zie­le in Ab­wei­chung von dem Grund­satz, dass Dis­kri­mi­nie­run­gen we­gen des Al­ters ver­bo­ten sind, Un­gleich­be­hand­lun­gen recht­fer­ti­gen, die u. a. mit der „Fest­le­gung be­son­de­rer … Beschäfti­gungs- und Ar­beits­be­din­gun­gen ein­sch­ließlich der Be­din­gun­gen für Ent­las­sung und Ent­loh­nung, um die be­ruf­li­che Ein­glie­de­rung von Ju­gend­li­chen, älte­ren Ar­beit­neh­mern … zu fördern oder ih­ren Schutz si­cher­zu­stel­len“, in Zu­sam­men­hang ste­hen.
Dem­nach können Zie­le wie die mit der frag­li­chen na­tio­na­len Re­ge­lung ver­folg­ten grundsätz­lich ei­ne Un­gleich­be­hand­lung we­gen des Al­ters, wie in Art. 6 Abs. 1 Un­terabs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 vor­ge­se­hen, „ob­jek­tiv und an­ge­mes­sen“ „im Rah­men des na­tio­na­len Rechts“ recht­fer­ti­gen.
Zur An­ge­mes­sen­heit der im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­chen na­tio­na­len Re­ge­lung ist fest­zu­stel­len, dass die Gewährung des Frei­stel­lungs­ge­halts aus­sch­ließlich an Be­am­te, die ins­be­son­de­re kei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können, im Hin­blick auf das vom Ge­setz­ge­ber an­ge­streb­te Ziel, Be­am­ten, die über kein sta­bi­les und dau­er­haft an­ge­leg­tes Er­satz­ein­kom­men verfügen, ei­nen stärke­ren Schutz zu ver­lei­hen, nicht un­an­ge­mes­sen er­scheint.
Die im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­che na­tio­na­le Re­ge­lung ist of­fen­bar auch ge­eig­net, das Ziel zu er­rei­chen, die Verfügbar­keit von Be­am­ten, de­ren Stel­le ge­stri­chen wird, zu gewähr­leis­ten. Be­am­te, die noch kei­nen An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te ha­ben, wären nämlich oh­ne das Frei­stel­lungs­ge­halt ge­zwun­gen, sich in den Ar­beits­markt ein­zu­glie­dern, so dass sie, wenn ih­nen später in der öffent­li­chen Ver­wal­tung ei­ne neue Stel­le an­ge­bo­ten würde, mögli­cher­wei­se nicht mehr zur Verfügung stünden. Da­ge­gen sind Be­am­te, die be­reits ei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können, auf­grund der Nach­tei­le be­ruf­li­cher und pri­va­ter Art, die mit ei­ner Wie­der­ein­wei­sung in ei­ne neue Stel­le im öffent­li­chen Dienst ver­bun­den sein könn­ten, im All­ge­mei­nen we­ni­ger be­reit, ei­ne sol­che Stel­le an­zu­neh­men.
Darüber hin­aus er­laubt es § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes auch, die Möglich­kei­ten ei­nes Miss­brauchs zu be­gren­zen, der dar­in be­steht, dass ein Be­am­ter ein Ge­halt be­zieht, das sei­ne Verfügbar­keit gewähr­leis­ten soll, ob­wohl er in den Ru­he­stand tritt.
Folg­lich ist fest­zu­stel­len, dass ei­ne na­tio­na­le Re­ge­lung wie die im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­de nicht of­fen­sicht­lich un­ge­eig­net ist, die in Rand­nr. 49 des vor­lie­gen­den Ur­teils ge­nann­ten le­gi­ti­men Zie­le zu er­rei­chen.
Es ist je­doch zu prüfen, ob die­se Maßnah­me nicht über das hin­aus­geht, was zum Er­rei­chen die­ser Zie­le er­for­der­lich ist.
Die däni­sche Re­gie­rung macht in die­sem Zu­sam­men­hang gel­tend, dass sich die Gewährung des Frei­stel­lungs­ge­halts streng auf die­je­ni­gen Be­am­ten be­schränken müsse, die es wirk­lich benötig­ten und ge­ge­be­nen­falls tatsächlich für ei­ne Wie­der­ein­wei­sung in die öffent­li­che Ver­wal­tung zur Verfügung stünden.
Es trifft zwar zu, dass, wie in Rand­nr. 56 des vor­lie­gen­den Ur­teils aus­geführt, Be­am­te, die ei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können, des­halb im All­ge­mei­nen we­ni­ger be­reit sind, sich in ei­ne an­de­re Stel­le ein­wei­sen zu las­sen.
Die­se Be­am­ten können mit ei­nem sta­bi­len und dau­er­haft an­ge­leg­ten Er­satz­ein­kom­men rech­nen, während Be­am­te, die noch kei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können und de­ren Stel­le ge­stri­chen wur­de, des­halb ei­nes stärke­ren Schut­zes bedürfen. Be­am­te, die die­ser zwei­ten Grup­pe an­gehören, sind im All­ge­mei­nen nämlich eher ei­nem wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Druck aus­ge­setzt, da sie oh­ne das Frei­stel­lungs­ge­halt kei­ne sta­bi­le Ein­kom­mens­quel­le hätten. Das Frei­stel­lungs­ge­halt soll da­her die Be­am­ten die­ser zwei­ten Grup­pe vor ei­nem der­ar­ti­gen Druck schützen, in­dem es ih­nen für ei­ne Zeit von drei Jah­ren ein an­ge­mes­se­nes Ein­kom­men si­chert.
Im Übri­gen ist der däni­sche Ge­setz­ge­ber tätig ge­wor­den, um die nach­tei­li­gen Aus­wir­kun­gen der im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­chen Re­ge­lung zu be­schränken, in­dem er vor­ge­se­hen hat, dass Be­am­te, die das 65. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben, in der Zeit, in der sie das Frei­stel­lungs­ge­halt hätten be­zie­hen müssen, es we­gen ih­res Al­ters je­doch fak­tisch nicht be­zo­gen ha­ben, wei­ter Ver­sor­gungs­ansprüche er­wer­ben.
§ 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes stellt al­so Be­am­te, die tatsächlich ei­ne Al­ters­ren­te be­zie­hen wer­den, den­je­ni­gen gleich, die ei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können.
Aus der dem Ge­richts­hof vor­lie­gen­den Ak­te er­gibt sich je­doch, dass die Be­am­ten mit Voll­endung des 65. Le­bens­jahrs in den Ru­he­stand tre­ten können, aber nicht müssen.
Nach der im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­chen Re­ge­lung sind vom Be­zug des Frei­stel­lungs­ge­halts al­ler­dings so­wohl die­je­ni­gen Be­am­ten, die in den Ru­he­stand tre­ten wol­len und dem­zu­fol­ge tatsächlich ei­ne Al­ters­ren­te be­zie­hen wer­den, als auch die­je­ni­gen Be­am­ten aus­ge­nom­men, die ih­re be­ruf­li­che Lauf­bahn in der öffent­li­chen Ver­wal­tung über ihr 65. Le­bens­jahr hin­aus fort­set­zen wol­len.
In­dem sie das le­gi­ti­me Ziel ver­folgt, zu ver­mei­den, dass die­ses Ge­halt Be­am­ten zu­gu­te­kommt, die kei­ne neue Stel­le ein­neh­men wol­len, son­dern ein Er­satz­ein­kom­men in Form ei­ner Al­ters­ren­te be­zie­hen wer­den, läuft die frag­li­che Maßnah­me so­mit dar­auf hin­aus, Be­am­ten, die auf dem Ar­beits­markt blei­ben wol­len, die­ses Ge­halt al­lein des­halb vor­zu­ent­hal­ten, weil sie u. a. auf­grund ih­res Al­ters über ei­ne Al­ters­ren­te verfügen können.
Sie kann so­mit die­se Be­am­ten da­zu zwin­gen, ei­ne nied­ri­ge­re Al­ters­ren­te an­zu­neh­men als die, die sie be­an­spru­chen könn­ten, wenn sie bis in ein höhe­res Al­ter be­rufstätig blie­ben, ins­be­son­de­re in dem Fall, dass sie nicht genügend Bei­trags­jah­re zurück­ge­legt ha­ben, um ei­ne vol­le Pen­si­on zu er­hal­ten.
Über­dies ließen sich die mit der im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­chen Re­ge­lung an­ge­streb­ten le­gi­ti­men Zie­le durch eben­so an­ge­mes­se­ne, je­doch we­ni­ger ein­schnei­den­de Maßnah­men er­rei­chen. So könn­te mit Vor­schrif­ten, die die Gewährung des Frei­stel­lungs­ge­halts auf Be­am­te be­schränken, die vorüber­ge­hend auf den Be­zug ei­ner Al­ters­ren­te ver­zich­tet ha­ben, um ih­re be­ruf­li­che Tätig­keit fort­zu­set­zen, und gleich­zei­tig Maßnah­men zur Ahn­dung von Miss­bräuchen vor­se­hen, falls sich ein Be­am­ter wei­gert, ei­ne an­de­re an­ge­mes­se­ne Stel­le an­zu­neh­men, si­cher­ge­stellt wer­den, dass die­ses Ge­halt nur den Be­am­ten zu­gu­te­kommt, die für die Be­set­zung ei­ner an­de­ren Stel­le tatsächlich zur Verfügung ste­hen.
Zwar kann in der Re­gel nicht ver­langt wer­den, dass ei­ne Maßnah­me wie die im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­de vor­schreibt, dass je­der Ein­zel­fall in­di­vi­du­ell ge­prüft wird, um fest­zu­stel­len, was den spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­sen des ein­zel­nen Be­am­ten am bes­ten ent­spricht, da die frag­li­che Re­ge­lung in tech­ni­scher und wirt­schaft­li­cher Hin­sicht hand­hab­bar blei­ben muss.
Ei­ne der­ar­ti­ge in­di­vi­du­el­le Prüfung der Verfügbar­keit von Be­am­ten, die jünger als 65 Jah­re sind, ist in dem Sys­tem, das mit der im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­chen na­tio­na­len Re­ge­lung ein­geführt wur­de, of­fen­bar be­reits an­ge­legt, denn die dienst­li­che Ver­wen­dung ei­nes ent­las­se­nen Be­am­ten auf ei­ner Er­satz­stel­le hängt da­von ab, wel­che Er­fah­run­gen er im Hin­blick auf die spe­zi­fi­schen An­for­de­run­gen der ihm tatsächlich an­ge­bo­te­nen Stel­le hat. Im Übri­gen ist ei­ne der­ar­ti­ge in­di­vi­du­el­le Prüfung, wie der DJØF gel­tend macht, be­reits in § 32 Abs. 4 Nr. 4 des Be­am­ten­ge­set­zes vor­ge­se­hen.
So­mit ist fest­zu­stel­len, dass die im Aus­gangs­ver­fah­ren frag­li­che Re­ge­lung da­durch, dass sie es grundsätz­lich aus­sch­ließt, dass Be­am­te, die ei­ne Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können, ein Frei­stel­lungs­ge­halt be­zie­hen, über das hin­aus­geht, was zum Er­rei­chen der an­ge­streb­ten Zie­le er­for­der­lich ist.
Die aus § 32 Abs. 4 Nr. 2 des Be­am­ten­ge­set­zes re­sul­tie­ren­de Un­gleich­be­hand­lung kann da­her nicht gemäß Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 ge­recht­fer­tigt sein.
Nach al­le­dem ist auf die vier­te Fra­ge zu ant­wor­ten, dass die Art. 2 und 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78 da­hin aus­zu­le­gen sind, dass sie ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen­ste­hen, nach der Be­am­te, die das für die Gewährung ei­ner Al­ters­ren­te er­for­der­li­che Al­ter er­reicht ha­ben, al­lein aus die­sem Grund nicht das Frei­stel­lungs­ge­halt be­zie­hen können, das für Be­am­te vor­ge­se­hen ist, die we­gen der Strei­chung ih­rer Stel­le ent­las­sen wur­den. Kos­ten
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References: Art. 6
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 267
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 3

Art. 6

§ 6
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§ 32
 § 6
 § 32
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 Art. 6
 Art. 6
 § 32
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 Art. 6
 § 32
 Art. 6
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 Art. 6
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 § 32
 Art. 6
 § 32
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 157
 Art. 157
 § 32
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 1
 § 32
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 21
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 § 32

§ 32
 § 32
 § 32
 Art. 6
 Art. 2