Source: https://www.rgra.de/drogenhandel-strafe/
Timestamp: 2019-12-15 13:25:09+00:00

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Drogenhandel Strafe, welche Strafe droht bei Drogenhandel? Strafmaß
Welche Strafe droht bei Drogenhandel? Wie ist das Strafmaß für Drogenhandel? Für Drogenhandel Strafe ist das Strafmaß aus dem Strafenkatalog des BtMG anzuwenden. Der Strafrahmen liegt bei mindestens Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Innerhalb dieses Strafrahmens bestimmt das Gericht die Strafe im konkreten Fall unter Gesamtwürdigung aller Umstände.
Wichtig: Der Strafrahmen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe gilt nur für den einfachsten Verstoß nach § 29 I BtMG. In besonders schweren Fällen liegt die Freiheitsstrafe bei mindestens einem Jahr nach § 29 III BtMG.
Strafrahmen Drogenhandel
Der praktisch wichtigste Fall ist die Strafe für Drogenhandel in nicht geringer Menge. Ist die nicht geringe Menge erreicht, beträgt der Strafrahmen Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu fünfzehn Jahren.
Die relevantesten Fälle sind folgende:
Drogenhandel Strafe § 29 BtMG: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
Drogenhandel Strafe § 29a BtMG: Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr
§ 30 BtMG: Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren
§ 30a BtMG: Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren
Die Strafe wird innerhalb des Strafrahmens unter Gesamtwürdigung aller Umstände. Das ist bei der Strafe Drogenhandel insbesondere: Art (Gefährlichkeit) und Menge des Betäubungsmittels. Die Strafe Drogenhandel mit Kokain, Methamphetamin und Heroin ist grundsätzlich relativ schwer. Der BGH hat vor Kurzem entschieden, dass es sich bei Amphetamin nicht um eine harte Droge handelt, sondern eine Droge mittlerer Gefährlichkeit.
In Fällen härterer Drogen sollten Sie sich dringend sofort von einem Strafverteidiger für BtM beraten lassen.
Wird Ihnen Drogenhandel vorgeworfen?
Anwalt für BtMG
Was wird als Drogenhandel bestraft?
Drogenhandel ist im BtMG als Handeltreiben bestraft. Das ist definiert als jede eigennützige auf den Umsatz von Betäubungsmitteln gerichtete Tätigkeit. Die Reichweite ist nicht zu unterschätzen. Schon kleinste Teilakte verwirklichen die Strafe Drogenhandel.
Die Absicht, Gewinn zu erziele, ist nicht notwendig. Es kommt auch nicht darauf an, ob tatsächlich ein Geschäft zustande gekommen ist. Schon das verbindliche, ernsthafte Angebot von Betäubungsmitteln an einen möglichen Abnehmer wird als vollendeter Drogenhandel bestraft. Es ist nicht maßgeblich, ob das Geschäft tatsächlich durchgeführt wird. Es kann sogar als vollendeter Drogenhandel bestraft werden, wenn das Geschäft vom Käufer nicht angenommen wird. Es ist auch nicht erheblich, ob die Betäubungsmittel tatsächlich im Besitz waren oder eine Zusage des Lieferanten vorlag.
Danach ist Handeltreiben i.S.d. § 29 I 1 Nr. 1 BtMG jede eigennützige auf den Umsatz von Betäubungsmitteln gerichtete Tätigkeit. So liegt ein vollendetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln bereits dann vor, wenn der Verkäufer dem Kaufinteressenten ein verbindliches und ernsthaftes Verkaufsangebot unterbreitet (BGH NStZ 2000, 207, 208; BGHR BtMG § 29 I Nr. 1 Handeltreiben 19, 61; Körner BtMG, § 29 Rn 242, 319f., 327; Weber BtMG, 2. Aufl., § 29 Rn 157, 159, 304).[…] Das Führen ernsthafter Verkaufsverhandlungen reicht sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer grundsätzlich zur Annahme eines vollendeten Handeltreibens aus.
Unter Umständen reicht schon der Umgang mit Geld aus, das aus dem Verkauf erzielt wird, um die Strafe Drogenhandel zu verwirklichen.
Wenn Bezug zu Drogenhandel hergestellt wird, kann schon als Handeltreiben bestraft werden:
Einfuhr, Ausfuhr, Fahrten
Besitz, Lagerung für andere
Transport oder Entgegennahme von Geld
In diesen Fällen ist eine Strafe Drogenhandel durchaus möglich und eine bestmögliche Verteidigung sehr empfehlenswert.
Alles zum Thema Handeltreiben mit Betäubungsmitteln
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[…] vorgeworfen wird. Die Polizei differenziert erfahrungsgemäß hier oft noch nicht nach Besitz, Handeltreiben, Anbau, Erwerb, nicht geringer Menge, Haschisch oder […]
16. August 2019 6:24
Angenommen man dealt ein paar Jahre lang aber hört nun auf . Kann man später trotzdem noch Strafen bekommen für das „frühere“ dealen ?
16. August 2019 9:48
Ja, solange die Verjährungsfrist nicht abgelaufen ist, könnte auf Grund des Sachverhaltes verurteilt werden. Die Wahrscheinlichkeit sinkt aber mit zunehmendem Zeitablauf.
Die Verjährungsfrist beträgt bei Handeltreiben mit Betäubungsmitteln 5 oder 20 Jahre je nach schwere der vorgeworfenen Tat.
ich hatte 6,4 Gramm Cannabis in einem Behälter draußen versteckt und wollte es paar Tage später einem Kumpel verkaufen. Allerdings war da das Gras bereits weg. Wir wurden von einer Überwachungskamera gefilmt. Auf dem Video sieht man wie ich abends das Cannabis dort verstecke und und Foto davon mache und am nächsten Tag sieht man wie mein Kumpel und ich dort hinlaufen, das Cannabis suchen aber nichts finden. Daraufhin gebe ich ihm sein Geld zurück. Man sieht allerdings nur wie ich ihm Geld gebe aber nicht wie er mir zuerst das Geld gibt. Nun werde ich beschuldigt Habdel mit BTM zu betreiben. Mit was für einer Strafe kann ich rechnen wenn ich verurteilt werde und ist es realistisch das ich eventuell nicht für Handel verurteilt werde sondern nur für Besitz?Und falls ich für Handel verurteilt werde, wird es dann im Führungszeugnis stehen?
Wenn keine weiteren Beweise hinzukommen, sieht es für mich so nicht nach Handeltreiben aus. Sie hatten ja nur jemanden dabei, als Sie den Stoff abholen wollten. Wenn es keine Hinweise darauf gibt, dass Sie ihm etwas (und wenn ja wie viel) verkaufen wollten, kann die andere Person ja auch nur jemand gewesen sein, mit dem Sie gemeinsam konsumieren wollten; wenn überhaupt. Wenn Sie in der Verhandlung schweigen, müsste das Gericht von der für Sie günstigsten Variante ausgehen und das wäre Besitz.
Etwas anderes würde gelten, wenn gefilmt wurde, wie Sie ihm sein Geld zurückgeben.
Ohne Vorstrafen wäre im Erwachsenenstrafrecht hier eine Einstellung gegen Geldauflage bei Besitz und eine geringe Geldstrafe bei Handeltreiben zu erwarten.
Hallo..ein Bekannter wollte eine größere Menge Drogen..da ich jemanden kannte fragte ich diesen per Whats app ob es geht..er wurde kurze Zeit später festgenommen..den chatverlauf löschte der Idiot natürlich nicht…und so kam die Polizei auch zu mir..fand natürlich nix da ich nix konsumiere…man versicherte mir das nix auf mich zukommt…nun habe ich doch eine Anklage wegen versuchten Handel in nicht geringen Mengen…obwohl nix ausgetauscht wurde und es nur diesen chatverlauf gibt..was kann ich tun?
In Fällen, in denen die nicht geringe Menge erreicht ist, ist eine Verteidigung durch einen Strafverteidiger unerlässlich. In diesen Fällen ist grundsätzlich keine Geldstrafe mehr möglich, daher sollte nichts dem Zufall überlassen werden.
Es handelt sich dann um einen Fall der notwendigen Verteidigung. Wenn Sie sich keinen Verteidiger suchen, wird Ihnen vom Gericht ein Pflichtverteidiger bestellt (was unserer Ansicht nach – milde ausgedrückt – suboptimal wäre).
2. Oktober 2019 9:58
Ich habe nun eine Anklageschrift bekommen vom Zeitraum 15.8.16-21.10.16 welche besagt das ich in den 10 Wochen einmal wöchentlich für jeweils 20 Euro 1,6gr Marihuana erworben haben soll.
Vergehen d. unerlaubten Erwerben von Betäubungsmittel in 10 Fällen nach §§1,3 Abs. 1 Nr. 1,29Abs.1 Nr. 1, Anlage l bis lll §1 BtMG, StGB.
Beweismittel sind 2 Zeugen.
Nun werde ich einen weiteren Brief bekommen für einen Gerichtstermin.
Mit was kann ich ungefähr rechnen? Geldstrafe, Bewährun oder kann ich evtl. Dafür abgeben?
Wenn keine Vortrafen vorliegen und auch keine anderen strafschärfenden Umstände hinzukommen, dürfte eine geringe bis mittelschwere Geldstrafe realistisch sein.
Hallo mein Freund hat Verhandlung wegen bewaffneten Drogenhandel sie haben 10g befunden bei ihm zuhause die Hälfte gehört seinem Kumpel das würde er auch so aussagen.. und Waffen waren ein Schlagstock und eine Taschenlampe mit Elektroschocker die in einem normalen Lottoladen gekauft worden..mit welcher Strafe können wir rechnen ? Er ist bei der Drogenberatung und hat sogar Aussicht auf Arbeit
Das hängt von zu vielen Faktoren ab, um eine Prognose seriös abgeben zu können.
Falls es sich um Marihuana handelt und er keine Vorstrafen hat, ist eine geringe Geldstrafe realistisch.
Falls es sich um 10g Heroin handelt, beträgt die Mindestfreiheitsstrafe schon fünf Jahre.
Es wäre sinnvoll, dass er sich selbst mit uns in Verbindung setzt.
19. Oktober 2019 15:27
der vater meiner 7 jährigen tochter wurde festgenommen waffenbesitz und drogenhandel….wurde mehrere monate observiert… er hatte schon bewährung wegen schwerer körperverletzung…
mit was muss er rechnen?…
21. Oktober 2019 10:29
Das hängt von zu vielen Umständen ab um hier eine seriöse Prognose abzugeben. Welche Mengen werden vorgeworfen? Gibt es vorstrafen?
Zwei Freunde wurden mit einer Gesamtmenge von 8 g gefangen. Es ist der erste Vorfall. Mein Freund ist ein ausländischer Arbeiter und er fragt sich, welche Auswirkungen das haben wird. Er wird ein Zitat für das Gericht haben. Braucht er einen Anwalt? Wird sein Führungszeugnis betroffen sein? Was kann die Strafe sein? Beeinflusst es sein Arbeitsvisum?
Ich würde Ihre Hilfe schätzen.
Er wurde in Nordrhein-Westfalen gefangen
Und ich habe gelesen, dass 10gr erlaubt sind.
22. November 2019 15:31
Marihuana unterfällt der Anlage I und III zum BtMG. Erlaubt ist also keine Menge. Die Staatsanwaltschaft kann jedoch das Verfahren (I.d.R. Bis 6g) nach §31a BtMG bei geringer Menge zum Eigenbedarf einstellen.
https://www.rgra.de/einstellung-geringe-menge-zum-eigenbedarf/
Die erste Verurteilung bis zu 90 Tagessätzen Geldstrafe erscheint nicht im Führungszeugnis.
Die weiteren Fragen sind ohne umfassende Prüfung des Falles nicht zu beantworten.

References: § 29
 § 29
 § 29
 § 29

§ 30

§ 30
 BGH 
 § 29
 § 29
 § 29
 § 29
 § 1
 §1
 §31