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Timestamp: 2019-05-21 12:13:09+00:00

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Rechtsprechung: BKR 2006, 452 - dejure.org
https://dejure.org/2005,525
BGH, 21.11.2005 - II ZR 277/03 (https://dejure.org/2005,525)
BGH, Entscheidung vom 21.11.2005 - II ZR 277/03 (https://dejure.org/2005,525)
BGH, Entscheidung vom 21. November 2005 - II ZR 277/03 (https://dejure.org/2005,525)
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GmbHG § 32 a Abs. 3 Satz 3
Sanierungsprivileg befreit umfassend von der Anwendung des gesamten Eigenkapitalersatzrechts; Sanierungszweck erfordert objektive Sanierungsfähigkeit und objektive Eignung der getroffenen Maßnahmen
Erlöschen eines Anspruches auf Rückzahlung eines für die Bestellung eines Erbbaurechtes gezahlten Entgeltes durch Aufrechnung mit einem abgetretenem Darlehensrückzahlungsanspruch; Befreiung vom geltenden Kapitalersatzrecht durch das Sanierungsprivileg; Materielle Gleichbehandlung der vom Kapitalersatzrecht Betroffenen; Objektive Bestimmung des Sanierungszweckes; Haftung eines über einen Mittelsmann oder Strohmann an einer Gesellschaft Beteiligten für Kapitalaufbringung; Beteiligung einer Gebietskörperschaft an einer GmbH
Geltung des Sanierungsprivilegs beim Eigenkapitalersatz nach Novellen- und Rechtsprechungsregeln
Zum Umfang und zu den Voraussetzungen des Sanierungsprivilegs des § 32a Abs. 3 Satz 3 GmbHG
GmbHG § 32a Abs. 3 S. 3
Sanierung: Gesellschaft muss objektiv sanierungsfähig sein
Kapitalersatz und Sanierungsprivileg
Geltung des Sanierungsprivilegs auch beim Eigenkapitalersatz nach Rechtsprechungsregeln
Sanierungsprivileg; Eigenkapitalersatz; eigenkapitalersetzendes Darlehen
Das Sanierungsprivileg des § 32a Abs. 3 Satz 3 GmbHG befreit von der Anwendung des gesamten Kapitalersatzrechts, wobei die Sanierung im Augenblick des Anteilserwerbs objektiv möglich sein muss
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.11.2005, Az.: II ZR 277/03 (Sanierungsprivileg des § 32a GmbHG beim Kapitalersatzrecht)" von RA Dr. Ekkehard Nolting, original erschienen in: BB 2006, 572 - 573.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.11.2005, Az.: II ZR 277/03 (Erstreckung des Sanierungsprivilegs auf Novellen- und Rechtsprechungsregeln)" von RA Dr. Michael Bormann, original erschienen in: GmbHR 2006, 314 - 316.
LG Schwerin, 19.03.2002 - 1 O 237/00
OLG Rostock, 24.07.2003 - 7 U 62/02
BGHZ 165, 106
ZIP 2006, 279
DNotZ 2006, 216
NZI 2006, 604
WM 2006, 399
DB 2006, 383
BKR 2006, 452
NZG 2006, 189
Die Verbindung kann einmal in der Weise bestehen, dass der Dritte Gesellschafter-Gesellschafter der Schuldnerin ist, also an einer Gesellschafterin der Schuldnergesellschaft beteiligt ist, und führt jedenfalls dann zur Anwendung der Eigenkapitalersatzvorschriften, wenn der Dritte aufgrund einer qualifizierten Mehrheit der Anteile oder Stimmrechte einen bestimmenden Einfluss auf den Gesellschafter ausüben kann (Sen.Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 277/03, ZIP 2006, 279, 282 z. 20 m.w.Nachw.).
Die Verbindung kann unter anderem in der Weise bestehen, dass der Dritte an einer Gesellschafterin der Schuldnerin beteiligt ist; dies führt jedenfalls dann zur Anwendung der Eigenkapitalersatzvorschriften, wenn der Dritte aufgrund einer qualifizierten Mehrheit der Anteile oder Stimmrechte einen bestimmenden Einfluss auf den Gesellschafter ausüben kann (BGH, Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 277/03, ZIP 2006, 279, 282 Rn. 20, insoweit in BGHZ 165, 106 ff nicht abgedruckt;… v. 5. Mai 2008 - II ZR 108/07, ZIP 2008, 1230, 1231 Rn. 9).
bb) Weiter ist im Interesse des Gläubigerschutzes zu fordern, dass der Gesellschafter mit Sanierungswillen handelt und dass nach der pflichtgemäßen Einschätzung eines objektiven Dritten die Gesellschaft objektiv sanierungsfähig und die Voreinzahlung objektiv geeignet ist, die Gesellschaft durchgreifend zu sanieren (vgl. zu § 32 a Abs. 3 Satz 2 GmbHG, Sen.Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 277/03, ZIP 2006, 279, 281 m.w.Nachw.).
Der Gesellschafter-Gesellschafter ist einem Gesellschafter gleichzustellen, wenn er einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschafterin, vornehmlich auf Grund einer qualifizierten Mehrheit der Anteile oder Stimmrechte, ausüben kann (Sen. Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 277/03, ZIP 2006, 279 Tz. 20 m.w.Nachw., insoweit in BGHZ 165, 106 nicht abgedruckt).
Die Verbindung kann in der Weise bestehen, dass der Dritte Gesellschafter-Gesellschafter der Schuldnerin ist, also an einer Gesellschafterin der Schuldnergesellschaft beteiligt ist, und führt jedenfalls dann zur Anwendung der Eigenkapitalersatzvorschriften, wenn der Dritte aufgrund einer qualifizierten Mehrheit der Anteile oder Stimmrechte einen bestimmenden Einfluss auf den Gesellschafter ausüben kann (BGH, ZIP 2006, 279 ; NJW-RR 2008, 1134).
Jedoch hängt die Privilegierung der Sanierungsleistungen nicht von dem tatsächlichen Eintritt des Sanierungserfolges ab (BGH, NJW 2006, 1283 ).
Der Gesellschafter-Gesellschafter wird jedenfalls dann einem Gesellschafter gleichgestellt, wenn er einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschafterin ausüben kann, etwa aufgrund einer qualifizierten Anteilsmehrheit (vgl. BGH-Urteil vom 21. November 2005 II ZR 277/03, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2006, 1283, m.w.N., unter III. 2. a;… Scholz/Karsten Schmidt, GmbHG, 10. Aufl., §§ 32a, 32b Rz 151).
Ebenso wenig tragen die bisherigen Feststellungen des Berufungsgerichts, wie die Revision zu Recht rügt, die Annahme, dass der Kläger gemäß § 32 a Abs. 3 Satz 1 GmbHG a.F. deshalb einem Gesellschafter der Schuldnerin gleichzustellen ist, weil er seine Ehefrau als "Strohfrau" eingesetzt hat und diese ihre (mittelbare) Beteiligung an der Schuldnerin treuhänderisch für den Hilfe leistenden Kläger hielt (vgl. dazu BGHZ 31, 258; 118, 107, 110 ff. ; Sen. Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 277/03, ZIP 2006, 279 Tz. 20):.
https://dejure.org/2006,2029
BGH, 16.05.2006 - XI ZR 48/04 (https://dejure.org/2006,2029)
BGH, Entscheidung vom 16.05.2006 - XI ZR 48/04 (https://dejure.org/2006,2029)
BGH, Entscheidung vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04 (https://dejure.org/2006,2029)
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Anspruch einer Bank gegen einen Darlehensnehmer auf Rückzahlung der Darlehensvaluta nach Widerruf des Darlehensvertrages; Verpflichtung zur Duldung der Zwangsvollstreckung wegen Grundschuldbestellung nebst persönlicher Haftungsübernahme und Unterwerfungserklärung; Widerruf eines Realkreditvertrages zur Finanzierung des Kaufs einer Immobilie; Widerruf des Darlehens unter Berufung auf die Vorschriften des Haustürwiderrufsgesetzes (HWiG); Analoge Anwendbarkeit des § 10 Abs. 2 Verbraucherkreditgesetzes a.F. (VerbrKrG) auf das abstrakte Schuldanerkenntnis ; Einwendungsdurchgriff bei Realkrediten; Schadensersatzpflicht wegen unterbliebener Widerrufsbelehrung bei Abschluss des Darlehensvertrages ; Haftung der Bank wegen Verletzung einer eigenen Aufklärungspflicht; Verpflichtung der kreditgebenden Bank zur Risikoaufklärung über das finanzierte Geschäft ; Aufklärungspflicht der Bank über die Unangemessenheit des Kaufpreises
Aufklärungspflicht der Bank bei Schrottimmobilien
Unrentable Eigentumswohnungen im Strukturvertrieb
HWiG §§ 1, 3 (Fassung bis 30. 9. 2000); BGB §§ 123, 276 (Fb) a. F.
Aufklärungspflichtverletzung durch Wissensvorsprung bei institutionalisiertem Zusammenwirken zwischen kreditgebender Bank und Verkäufer (Folgerechtsprechung zu EuGH Rs C-350/02 und Rs C-229/04)
Schrottimmobilien: Wenig Raum für EuGH-Rechtsprechung im deutschen Recht (IMR 2006, 98)
Kenntnis der Bank von Falschangaben: Beweiserleichterung für getäuschte Anleger? (IMR 2006, 97)
LG Hagen, 26.03.2003 - 8 O 410/02
BKR 2006, 452 (Ls.)
Sichert die Grundschuld, was die Kläger mit ihrem Antrag zum Ausdruck gebracht haben, auch Ansprüche aus einem Rückgewährschuldverhältnis nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12. Juni 2014 geltenden Fassung in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB (…Senatsurteile vom 26. September 2006 - XI ZR 358/04, ZGS 2007, 26 Rn. 37 und vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04, juris Rn. 19), ist der Anspruch auf Rückgewähr des Sicherungsmittels aus der Sicherungsabrede im Sinne einer beständigen Vorleistungspflicht regelmäßig durch den Wegfall des Sicherungszwecks aufschiebend bedingt (Senatsurteil vom 18. Februar 1992 - XI ZR 134/91, WM 1992, 566; BGH…, Urteil vom 18. Juli 2014 - V ZR 178/13, BGHZ 202, 150 Rn. 7).
Vom Darlehensgeber bestellte Sicherheiten sichern regelmäßig auch Ansprüche aus einem Rückgewährschuldverhältnis nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der hier maßgeblichen, bis zum 12. Juni 2014 geltenden Fassung in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB (…vgl. Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04, BGHZ 168, 1 Rn. 20, vom 26. November 2002 - XI ZR 10/00, WM 2003, 64, 66, vom 28. Oktober 2003 - XI ZR 263/02, WM 2003, 2410, 2411…, vom 26. September 2006 - XI ZR 358/04, ZGS 2007, 26 Rn. 37 und vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04, juris Rn. 19;… Senatsbeschluss vom 17. Januar 2017 - XI ZR 170/16, BKR 2017, 152 Rn. 7;… Schoppmeyer in Lwowski/Fischer/Gehrlein, Das Recht der Kreditsicherung, 10. Aufl., § 15 Rn. 207).
aa) Die vorliegend zwischen den Parteien vereinbarte "weite" Sicherungszweckvereinbarung, die ggfs. eine Absicherung auch von Rückabwicklungsansprüchen des Darlehensgebers nach Widerruf durch die bestellte Grundschuld gewährleistet (…vgl. dazu BGH Urteil vom 28. Oktober 2003 - XI ZR 263/02, LS und Rn. 19, 21, 22; Urteil vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04 - Rn. 19;… Urteil vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04 - Rn. 20), steht dem nicht entgegen.
Denn nach dem nicht bestrittenen Vortrag der Beklagten (Schriftsatz vom 18. März 2015, dort S. 11, und Berufungsbegründung S. 58) sicherte die Grundschuld ausweislich der weiten - nicht widerrufenen - Zweckabrede sämtliche Ansprüche der Beklagten aus der Geschäftsverbindung "einschließlich etwaiger gesetzlicher Ansprüche", mithin im Falle eines Widerrufs des Darlehensvertrages, der Anlass für die Grundschuldbestellung war, den Anspruch auf Erstattung des Nettokreditbetrages (siehe nur BGH, Urteil vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04).
Der Klägerin steht zwar derzeit kein fälliger Anspruch auf Rückgabe der Sicherheit zu, den sie der Beklagten entgegenhalten könnte, weil sich der Anspruch auf Rückgabe der Sicherheit aus der schuldrechtlichen Sicherungsabrede durch die Tilgung der gesicherten Forderung aufschiebend bedingt ist (BGH…, Beschluss vom 17. Januar 2017, Az.: XI ZR 170/16, Rn. 7) und die Sicherungsabrede auch ohne entsprechende ausdrückliche Vereinbarung regelmäßig nicht nur die eigentlichen Erfüllungsansprüche erfasst, sondern auch diejenigen, die als typische Folgeansprüche für den Fall einer sich im Laufe der Vertragsabwicklung herausstellenden Unwirksamkeit des Vertrages entstehen und damit auch die Ansprüche des Darlehensgebers aus dem Rückabwicklungsschuldverhältnis (…BGH, aaO.; Urteil vom 16. Mai 2006, Az.: XI ZR 48/04).
Hinsichtlich des Klageantrags auf Zustimmung zur Löschung der Grundschuld wird das Berufungsgericht Feststellungen dazu zu treffen haben, ob die Grundschuld auch Ansprüche aus einem Rückabwicklungsschuldverhältnis nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12. Juni 2014 geltenden Fassung in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB sichert (vgl. Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04, juris Rn. 19 …und vom 26. September 2006 - XI ZR 358/04, ZGS 2007, 26 Rn. 37).
Sollte das Berufungsgericht zu dem Ergebnis kommen, der Kläger habe seine auf Abschluss des Darlehensvertrags mit der Endnummer -19 gerichtete Willenserklärung wirksam widerrufen, wird es hinsichtlich des Antrags auf Erteilung einer Löschungsbewilligung für die Grundschuld, falls der Klageantrag - anders als bislang - gemäß § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO hinreichend bestimmt gefasst wird, Feststellungen dazu zu treffen haben, ob die Grundschuld auch Ansprüche aus dem Rückabwicklungsschuldverhältnis gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB aF in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB sichert (vgl. Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04, juris Rn. 19 …und vom 26. September 2006 - XI ZR 358/04, ZGS 2007, 26 Rn. 37).
cc) In den Fällen eines institutionalisierten Zusammenwirkens der Bank mit dem Verkäufer oder Vertreiber der Kapitalanlage können sich Anleger unter erleichterten Voraussetzungen auf einen die Aufklärungspflicht auslösenden konkreten Wissensvorsprung der Bank im Zusammenhang mit einer arglistigen Täuschung berufen, weil die Kenntnis der Bank von der arglistigen Täuschung widerleglich vermutet wird (BGH, Urteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 48/04 - BKR 2006, 452 und vom 29. September 2006 - XI ZR 283/03 - NJW 2007, 361).

References: § 32
 § 32
 § 32
 § 32
 BGH 
 § 32
 BGH 
 § 32
 § 32
 § 10
 EuGH 
 § 357
 § 357
 § 15
 BGH 
 § 357
 § 253
 § 357