Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/489021_Philologische_Institute_Humboldt-Universitaet_zu_Berlin_Unbau_Invalidenstr_110_10115_2018_Berlin
Timestamp: 2019-04-23 04:35:35+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung 2018 Philologische Institute Humboldt-Universität zu Berlin, Unbau Invalidenstr. 110, 10115 Berlin/Leistungen der Technisch Ausrüstung; Anlagengruppen 1-8 gem. §§ 53 ff. HOAI Referenznummer der Bekanntmachung: 201_HU_Berlin_Phl_TGA_LPH 2-9 2018-11-07
Philologische Institute Humboldt-Universität zu Berlin, Unbau Invalidenstr. 110, 10115 ...
Philologische Institute Humboldt-Universität zu Berlin, Unbau Invalidenstr. 110, 10115 Berlin/Leistungen der Technisch Ausrüstung; Anlagengruppen 1-8 gem. §§ 53 ff. HOAI Referenznummer der Bekanntmachung: 201_HU_Berlin_Phl_TGA_LPH 2-9
Kontaktstelle(n): Abteilung V Hochbau, V M 2 – Vergabe- und Vertragswesen FBT
Telefon: +49 3090139-3309/3307
Adresse des Beschafferprofils: www.berlin.de/vergabeplattform
Philologische Institute Humboldt-Universität zu Berlin, Unbau Invalidenstr. 110, 10115 Berlin/Leistungen der Technisch Ausrüstung; Anlagengruppen 1-8 gem. §§ 53 ff. HOAI
Referenznummer der Bekanntmachung: 201_HU_Berlin_Phl_TGA_LPH 2-9
Das Gebäude wurde 1981 für die Sektion Physik und Elektronik für die HU Berlin errichtet. Es handelt sich um einen Stahlbetonskelettbau im "Konstruktionssystem SK Berlin 1972" mit Fassaden aus vorgehängten Waschbetonfertigteilen mit Sandsteinverblendungen, teilweise mit Aluminiumpanelen. Auf ca. 13 000 m2 Nutzfläche sollen die fremdsprachlichen Philologischen Institute und die Zentraleinrichtung Sprachenzentrum untergebracht werden. Das Gebäude soll nahezu bis auf den Rohbau zurück gebaut und unter Beibehaltung der Tragkonstruktion den neuen Raumanforderungen entsprechend ausgebaut werden. Die Außenhülle ist wärmtechnisch zu ertüchtigen. Schadstoffbelastete Bauteile sind fachgerecht zu entsorgen. Der Auftrag beinhaltet Leistungen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) gem. Honorarordnung für Architekten und Ingenieure - HOAI 2013 in den Leistungsphasen (LPH) 2 bis 9.
Wert ohne MwSt.: 1 992 474.15 EUR
Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen der TGA gem. Teil 4 Abschnitt 2 der §§ 53-55 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15. Zunächst werden die Leistungen der LPH 2 beauftragt. Optional die unter II.2.11 aufgeführten LPH 3-9. Der Gesamtkostenrahmen beträgt 56,6 Mio. EUR (brutto) einschließlich Unvorhergesehenes (UV). Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten und wird als Beschaffenheit des Werkes vereinbart. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Bestandsschutz des Gebäudes zu erhalten. I. d. S. ist die Planung der TGA unter Berücksichtigung der Bestandskonstruktion zu entwickeln, so dass der Umbau mit geringstmöglichen Eingriffen in die Bestandskonstruktion erfolgen kann. Die vorhandene TGA muss vollständig erneuert werden. In der 2. Stufe des VgV-Verfahrens sind von den Bietern projektbezogene Lösungsansätze für die Planung und Realisierung der TGA unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Bestandskonstruktion zu erarbeiten. Diese Lösungsansätze sollen im Rahmen der Verhandlungsgespräche präsentiert werden und gehen in die Wertung ein (Wertungskriterium C). Diese Leistung wird jedem Bieter mit 2 000 EUR brutto honoriert.
Der Auftrag umfasst die Anlagengruppen:
1) Honorarzone (HZ) II
2) HZ II
3) HZ II
4) HZ III
5) HZ III
6) HZ II
7) hier: küchentechnische Anlagen (HZ II)
8) HZ III
In der Baumaßnahme sind u. a. folgende Leistungsbereiche vorgesehen:
- Wasserver- und Wasserentsorgung, Wärmeversorgungsanlagen, regenerative Energie- bzw. Wärmeversorgung (Versorgung durch Fernwärme),
- Raumlufttechnik (maschinelle Be- und Entlüftung in straßenseitigen Räumen sowie für ggf. gastronomische Einrichtung erforderlich),
- Erarbeitung eines ökologischen Gesamtkonzeptes in Zusammenarbeit mit dem Architekten,
- elektrische Versorgung, Beleuchtungsanlage (u. a. Beleuchtung von Seminarräumen und Arbeitsplätzen),
- Telekommunikationsanlage, Integration in das HU Campusnetz, ggf. erf. Objektfunkversorgung zur Einsatzunterstützung der BOS,
- Förderanlagen,
- Veranstaltungstechnik (Audio- und Videotechnik), nutzungsspezifische Unterrichtstechnologie des Sprachenzentrums (Mediathek, Multimedialabor, mediengestützte Projekträume),
- Gebäudeautomation inkl. Integrationsplanung, GA-Gesamtkonzept ab LPH 2 erstellen und fortschreiben,
- Planung eines zentralen Energiemanagements, insb. geeignetes Zählerkonzept für alle Medien und Energieträger und die Möglichkeit zur Aufschaltung auf ein zentrales Energiecontrollingsystem,
- Integrationsplanung/gewerkeübergreifendes Gesamtkonzept der einzelnen technischen Funktionalitäten aus den Gewerken der TGA (KG 400 gem. DIN 276),
- Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei kostenrelevanten Entscheidungen in der Baumaßnahme und ggf. hinsichtlich Investition und Betrieb.
Grundlage ist das Bedarfsprogramm, das auszugsweise als Vergabeunterlage zur Verfügung steht. Beginn der Leistung ist unmittelbar nach Auftragserteilung. Die unter Ziffer II.2.7 angegebene Vertragslaufzeit setzt sich zusammen aus 84 Monaten für die LPH 2-8 und 48 Monaten für die LPH 9. Der AG betreibt eine internetbasierte Projektplattform zum Austausch von Daten und Dokumenten, die auch vom AN zu verwenden ist. Die technischen und sonstigen Vorschriften, Regelwerke, Rundschreiben und die Vorgaben des Projekthandbuchs der Abteilung V (s. Anlagen) sind zu beachten. Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster Fachplanung Technische Ausrüstung (ABau IV 411.HF) incl. der Allgemeinen Vertragsbestimmungen (AVB Hochbau), abrufbar unter www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/. Zu den Planungsbeteiligten gehören u. a. Projektsteuerer, Objektplaner, Tragwerksplaner, Bauphysiker, Baulogistikmanager und weitere Sonderfachleute und Gutachter. Es wird erwartet, dass neben der Projektleitung/bzw. stellv. Projektleitung auch die federführenden Bearbeiter/innen der Leistungsbereiche HLS, Fernmelde- und Elektrotechnik sowie Gebäudeautomation regelmäßig an Projektbesprechungen in Berlin teilnehmen. Reisekosten werden nicht erstattet.
Qualitätskriterium - Name: – Wertungskriterium A – Projektteam, Projektspezifische Erfahrungen, Organisation des Projektes zur Sicherstellung einer integrierten Planung und hohen Bearbeitungsqualität / Gewichtung: max. 30 v. H. Punkte
Qualitätskriterium - Name: – Wertungskriterium B – Vorgehensweise und Werkzeuge zur Kostensteuerung / Gewichtung: max. 20 v. H. Punkte
Qualitätskriterium - Name: – Wertungskriterium C – Projektbezogene Lösungsansätze (siehe Anlage V1) / Gewichtung: max. 30 v. H. Punkte
Kostenkriterium - Name: Preis – Bewertung Honorarangebot / Gewichtung: max. 20 v. H. Punkte
Leistungsphasen 3-9/gem. II.2.4
LPH 4: Genehmigungsplanung (nur soweit Leistungen erforderlich werden)
LPH 8: Objektüberwachung - Bauüberwachung (s. § 55 HOAI)
Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen bis zum Abschluss der Baumaßnahme vor. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung der Gesamtleistung besteht nicht. Sollten sich die haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen ändern, muss das Leistungsbild dementsprechend angepasst werden.
- zu Ziffer II.2.5.) Zuschlagskriterien: weitere Angaben in den Vergabeunterlagen - Anlage V 1 Informationen zum Verhandlungsverfahren,
- die Zahlungsbedingungen richten sich nach den AVB Hochbau zum Vertrag, LHO Berlin und AV LHO Berlin, dem BGB und den Rundschreiben einsehbar unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2017/S 224-466347
Auftrags-Nr.: 2929
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1 992 474.15 EUR
Zum Zeitpunkt der Bewerbung (d. h. zum Schlusstermin lt. Ziff.IV.2.2) sind als Nachweis der Eignung grundsätzlich nur Eigenerklärungen in der EEE und der Zusatzerklärung-EEE einzureichen. Die EEE besteht aus einer ggf. mehreren EEE's (Hinweise siehe Ziff. III.1.1). Darüber hinausgehende Unterlagen werden im Rahmen der Eignungsprüfung nicht gefordert und nicht zur Eignungsprüfung berücksichtigt. Alle anderen Nachweise sowie Unterlagen sind zu den in der Bekanntmachung genannten Terminen bzw. bei Aufforderung einzureichen, spätestens vor Zuschlagserteilung.
1) Alle Bewerbungen sind zwingend unter Benutzung der vom AG zur Verfügung gestellten Unterlagen einzureichen;
2) Bekanntmachung/EEE/Zusatzerklärung-EEE/Aufkleber/Vergabeunterlagen sowie Hinweise/Anfragen/Korrekturen siehe: http://www.berlin.de/vergabeplattform/veroeffentlichungen/bekanntmachungen/
3) Nach Ziff. III.1.3) dürfen max. 3 Projektmitarbeitende vorgestellt werden. Nur die in den EEE's genannten Referenzen werden einbezogen. Die bereitgestellte Zusatzerklärung darf sich nur auf eine Referenz beziehen;
4) Änderungen im EEE / der Zusatzerklärung-EEE sind nicht zulässig;
5) Die EEE muss auf Deutsch gestellt werden. Gleichwertige Nachweise/Erklärungen anderer Herkunftsländer sind in beglaubigter deutscher Übersetzung zwingend beizulegen;
6) Die Bewerberunterlagen sind entsprechend VgV § 53 Absatz 5 bzw. 6 einzureichen: in Papierform (s. Ziffer I.3 Kontaktstelle - V M 1) im DIN A4 -Format, keine losen Blätter, nur Heftstreifen in einem verschlossenen Umschlag, mit entsprechendem Aufkleber gekennzeichnet;
7) Zusätzliche Auskünfte sind schriftlich bis zum 14.12.2017 an die Vergabestellen zu richten. Auskunftserteilung erfolgt von den unter Ziffer I.1 - V M 2 und I.3 - V B genannten Kontaktstellen. Die Anfragen und Antworten werden unter der oben genannten Internetadresse unter Pkt. 2 veröffentlicht;
8) Vor Zuschlagserteilung erfolgt eine Abfrage zum Bieter (einschließlich eventueller Nachunternehmer) im Berliner Korruptionsregister. Für die Abfrage beim Korruptionsregister gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. § 6 Abs. 3 bis 6 des Berliner Datenschutzgesetzes (Bln DSG), sind im Auftragsfall personenbezogene Daten der verantwortlich handelnden Personen (Geschäftsführer, gesetzliche Vertreter) zu benennen sowie die Zustimmung dieser Personen zur Weiterleitung der erforderlichen Daten an den öffentlichen Auftraggeber einzuholen. Ohne Einwilligung und Zustimmung kann der Zuschlag nicht erteilt werden.
9) Bewerbergemeinschaften gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter sind zugelassen (weitere Bedingungen unter Ziffer III.2.2). Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele Beteiligung einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind grundsätzlich unzulässig und können zur Nichtberücksichtigung sämtlicher betroffenen Bewerbergemeinschaften im weiteren Verfahren führen.
Dies gilt nicht in gleicher Weise für Mehrfachbewerbungen als Nachunternehmer. Der Auftraggeber behält sich bei Bewerbern oder Bewerbergemeinschaften mit dem selben Nachunternehmer vor, diese Nachunternehmer aus Wettbewerbsgründen von der Teilnahme an den Bietergesprächen auszuschließen. Die Nachunternehmerleistung kann in diesem Fall dennoch zum Gegenstand des Bietergesprächs werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Im Übrigen sind Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Gem. § 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) ist ein Nachprüfungsantrag innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der zuständigen Vergabekammer zu stellen. Die o. a. Fristen gelten nicht, wenn der Auftraggeber gem. § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne, dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist. Setzt sich ein Auftraggeber über die Unwirksamkeit eines geschlossenen Vertrages hinweg, indem er die Informations- und Wartepflicht missachtet (§ 134 GWB) oder ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, kann die Unwirksamkeit nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss, geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 135 GWB).

References: § 55
 § 53
 § 6
 § 6
 § 160
 § 135