Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=17%20W%20195/09
Timestamp: 2019-12-12 01:13:16+00:00

Document:
OLG Köln, 14.09.2009 - I-17 W 195/09 - dejure.org
OLG Köln, 14.09.2009 - I-17 W 195/09
https://dejure.org/2009,1539
OLG Köln, 14.09.2009 - I-17 W 195/09 (https://dejure.org/2009,1539)
OLG Köln, Entscheidung vom 14.09.2009 - I-17 W 195/09 (https://dejure.org/2009,1539)
OLG Köln, Entscheidung vom 14. September 2009 - I-17 W 195/09 (https://dejure.org/2009,1539)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,1539) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§§ 60, 15a RVG
RVG § 15 a; RVG § 60
Auch das OLG Köln wendet § 15a RVG ab seinem Inkrafttreten auch auf sogenannte Altfälle an
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Köln v. 14.9.2009 - 17 W 195/09 (Gebührenanrechnung im Rahmen des neuen § 15a RVG in "Altfällen")" von RA Norbert Schneider, original erschienen in: NJW Spezial 2009, 651 - 652.
LG Köln, 26.06.2009 - 31 O 54/09
AnwBl Online 2009, 122
Da eine Übergangsvorschrift zu § 15 a RVG nicht vorhanden ist, gilt die Vorschrift auch für Altfälle, in denen die Beauftragung vor Inkrafttreten des Gesetzes erfolgte (vgl. BGH, Beschluss vom 2. September 2009 - II ZB 35/07; OLG Köln, Beschluss vom 14. September 2009 - 17 W 195/09 - zitiert nach Juris).
Diese Auslegung ist nicht etwa im Hinblick auf die im Zuge der Schaffung des § 15a RVG erkennbar gewordenen Ziel- und Wertevorstellungen des Gesetzgebers zu korrigieren (aA: OLG Köln v. 14.09.09, 17 W 195/09, AGS 2009, 512 und v. 31.10.09, 17 W 261/09, JURIS).
Diese Auslegung ist nicht etwa im Hinblick auf die im Zuge der Schaffung des § 15a RVG erkennbar gewordenen Ziel- und Wertevorstellungen des Gesetzgebers zu korrigieren (so aber OLG Köln v. 14.09.09, 17 W 195/09, AGS 2009, 512 und v. 31.10.09, 17 W 261/09, JURIS).
§ 15a RVG wurde als neue, eigenständige Vorschrift formuliert und in das Gesetz eingefügt und bewirkt auch inhaltlich eine Änderung des bisher geltenden Rechts (ebenso: BGH v. 29.09.09, X ZB 1/09, JURIS; OLG Celle v. 19.10.09, 2 W 280/09, JURIS; KG v. 13.10.09, 27 W 98/09, JURIS; KG v. 10.09.09, 27 W 68/09, ZIP 2009, 2124; OLG Braunschweig v. 10.09.09, 2 W 155/09, JURIS; BayVGH 21.10.09, 19 C 09.2395, JURIS; Hess.LAG v. 26.10.09, 13 Ta 530/09, JURIS; OVG Lüneburg v. 27.10.2009, 13 OA 134/09, JURIS und v. 17.11.09, 10 OA 166/09, JURIS; offengelassen: OLG Köln v. 14.09.09, 17 W 195/09, AGS 2009, 512 und v. 31.10.09, 17 W 261/09, JURIS; aA : BGH v. 02.09.09, II ZB 35/07, ZIP 2009, 1927; OLG Stuttgart v. 11.08.09, 8 W 339/09, AGS 2009, 371; OLG Düsseldorf v. 20.08.09, II-3 WF 14/09, AGS 2009, 372; OLG Koblenz v. 01.09.09, 14 W 553/09, AGS 09, 420).
Diese Auslegung ist nicht etwa im Hinblick auf die im Zuge der Schaffung des § 15a RVG erkennbar gewordenen Ziel- und Wertevorstellungen des Gesetzgebers zu korrigieren (vgl. Senatsbeschluss v. 10.12.2009, II-10 WF 34/09; aA : OLG Köln v. 14.09.09, 17 W 195/09, AGS 2009, 512 und v. 31.10.09, 17 W 261/09, JURIS).
Deshalb sei es gerechtfertigt, § 15 a RVG auf Altfälle anzuwenden (Amtsgericht Bremen vom 22. September 2009 - 9 C 213/09 -, zitiert nach juris; OLG Köln vom 14. September 2009 - 17 W 195/09 -, zitiert nach juris; Landgericht Saarbrücken vom 13. September 2009 - 5 T 434/09 -, zitiert nach juris; OLG Koblenz vom 1. September 2009 - 14 W 553/09 -, zitiert nach juris; OLG Dresden vom 13. August 2009 - 3 W 793/09 -, zitiert nach juris; OLG Stuttgart vom 11. August 2009 - 8 W 339/09 -, zitiert nach juris; Enders, JurBüro 2009, 393; Müller-Rabe, NJW 2009, 2913).
Die Anwendung des am 5. August 2009 in Kraft getretenen § 15a RVG bei der Anrechnung der vorgerichtlichen Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 RVG-VV auf die gerichtliche Verfahrensgebühr (Nr. 3100 RVG-VV) gem. Teil 3 Vorbem. 3 Abs. 4 RVG-VV ist nach der Rechtsprechung des Senats (OLG Stuttgart - rechtskräftig - AGS 2009, 371; ebenso: OLG Koblenz AGS 2009, 420; OLG Köln AGS 2009, 512; OLG München, Beschluss vom 13. Oktober 2009, Az. 11 W 2244/09, in juris; BGH/2. Zivilsenat NJW 2009, 3101) auf noch nicht abschließend entschiedene "Altfälle" - wie den vorliegenden - auszudehnen.
Soweit in der Rechtsprechung eine vermittelnde Auffassung vertreten wird, wonach die in § 15a RVG zum Ausdruck gebrachte Wertung des Gesetzgebers auch bei der Auslegung der Anrechnungsvorschrift nach bisherigem Recht in dem Sinn zu berücksichtigten sei, dass eine Anrechnung der Geschäftsgebühr nicht (mehr) in Betracht komme, auch wenn es sich bei § 15a RVG um eine Neuregelung im Sinne des § 60 Abs. 1 RVG handele (OLG Köln Beschluss vom 14.09.2009 - 17 W 195/09), vermag der Senat dem nicht zu folgen.

References: § 15
 § 60
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15

§ 15
 BGH 
 BGH 
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 60