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Timestamp: 2019-06-19 12:17:42+00:00

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BVerwG, 09.10.1984 - 7 B 187.84 - dejure.org
BVerwG, 09.10.1984 - 7 B 187.84
https://dejure.org/1984,582
BVerwG, 09.10.1984 - 7 B 187.84 (https://dejure.org/1984,582)
BVerwG, Entscheidung vom 09.10.1984 - 7 B 187.84 (https://dejure.org/1984,582)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Januar 1984 - 7 B 187.84 (https://dejure.org/1984,582)
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Durch den Universitätspräsidenten beanstandete Wahl eines Prodekans durch den Fachbereichsrat - Übertragbarkeit von Grundsätzen des Kommunalverfassungsstreitverfahrens auf hochschulinterne Auseinandersetzungen - Frage nach der Verletzung eines Organwalters in eigenen Rechten und Vorliegen einer Popularklage - Fraglichkeit der Klageart für den Angriff auf die Beanstandung
VG Kassel, 20.05.1983 - III/3 E 426/83
VGH Hessen, 15.06.1984 - 6 OE 10/83
NVwZ 1985, 112
Klagen auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses (§ 43 Abs. 1 VwGO erste Alternative) sind nur zulässig, wenn der Kläger geltend machen kann, in seinen Rechten verletzt zu sein, entweder weil er an dem festzustellenden Rechtsverhältnis selbst beteiligt ist oder weil von dem Rechtsverhältnis eigene Rechte abhängen (vgl. Beschlüsse vom 9. Oktober 1984, a.a.O. S. 68 …und vom 30. Juli 1990, a.a.O. S. 24).
Dass solche Organrechte trotz ihrer Zugehörigkeit zum Innenrechtskreis ebenso wie die subjektiv-öffentlichen Rechte des Bürgers im Klagewege durchgesetzt werden können, ist in der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte anerkannt (vgl. Senatsbeschluss vom 07.03.1980 - BVerwG 7 B 58.79 - [Buchholz 310 § 40 VwGO Nr. 179]; Senatsbeschluss vom 9.10.1984 - BVerwG 7 B 187.84 - [NVwZ 1985, 112]).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist es nicht erforderlich, daß der die Feststellung begehrende Kläger an dem streitigen Rechtsverhältnis unmittelbar beteiligt ist (Urteile vom 25. Februar 1970 - BVerwG VI C 125.67 - Buchholz 237.1 Art. 14 BayBG Nr. 1 S. 1 (2), vom 17. Januar 1972 - BVerwG I C 33.68 - BVerwGE 39, 247 (248) [BVerwG 17.01.1972 - I C 33/68] und vom 18. Dezember 1975 - BVerwG V C 79.74 - BVerwGE 50, 60 (62); Beschluß vom 9. Oktober 1984 - BVerwG 7 B 187.84 - Buchholz 421.2 Hochschulrecht Nr. 106 S. 66 (68)).
Vielmehr ist, wie das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung annimmt (vgl. Beschluß vom 9. Dezember 1981 - BVerwG 7 B 46.81 u.a. -, Buchholz 310 § 43 VwGO Nr. 65; Beschluß vom 9. Oktober 1984 - BVerwG 7 B 187.84 -, Buchholz 421.2 Hochschulrecht Nr. 106; Beschluß vom 22. Dezember 1988 - BVerwG 7 B 208.87 -. Buchholz 415.1 Allgemeines Kommunalrecht Nr. 80; BVerwGE 74, 1 ), auf die Feststellungsklage nach § 43 VwGO zur Vermeidung der dem Verwaltungsprozeß fremden Popularklage die Vorschrift des § 42 Abs. 2 VwGO über die Klagebefugnis entsprechend anzuwenden.
Das bedeutet, daß der Kläger im Falle einer Nichtigkeitsfeststellungsklage durch den Verwaltungsakt, dessen Nichtigkeit er festgestellt wissen will, in seiner persönlichen Rechtsstellung zumindest berührt sein muß (…Beschluß vom 9. Dezember 1981 a.a.O.): ebenso sind auch die sonstigen, auf die Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses gerichteten Feststellungsklagen nach § 43 Abs. 1 VwGO nur zulässig, wenn es dem Kläger dabei um die Verwirklichung seiner Rechte geht, sei es daß er an dem festzustellenden Rechtsverhältnis selbst beteiligt ist, sei es daß von dem Rechtsverhältnis immerhin eigene Rechte des Klägers abhängen (vgl. Beschluß vom 9. Oktober 1984 a.a.O.).
Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits entschieden, dass die Klagebefugnis (§ 42 Abs. 2 VwGO) in Hochschulstreitigkeiten die in den Vorschriften des jeweiligen Landeshochschulrechts begründete Möglichkeit der Existenz subjektiver Mitgliedschafts- und Mitwirkungsrechte voraussetzt (Beschlüsse vom 9. Oktober 1984 - BVerwG 7 B 187.84 - Buchholz 421.2 Hochschulrecht Nr. 106 und vom 18. August 1997 - BVerwG 6 B 15.97 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 381); für die Antragsbefugnis nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO gilt nichts anderes.
Ob im Hinblick auf ein bei jeder Entscheidung über eine Gewässerbenutzung zu beachtendes wasserrechtliches Gebot der Rücksichtnahme darüber hinaus ein dreiseitiges "Umwelt-Nachbarrechtsverhältnis" besteht, kann dahinstehen, da das festzustellende Rechtsverhältnis im Sinne des § 43 Abs. 1 VwGO nicht zwischen Kläger und Beklagtem bestehen muss, sondern auch zwischen dem Beklagten und einem Dritten bestehen kann (vgl. zum Drittrechtsverhältnis als zulässigem Streitgegenstand der Feststellungsklage: BVerwG, Urteil vom 17. Januar 1972 - BVerwG I C 33.68 - BVerwGE 39, 247; Urteil vom 18. Dezember 1975 - BVerwG V C 79.74 - BVerwGE 50, 60; Beschluss vom 9. Oktober 1984 - BVerwG 7 B 187.84 - NVwZ 1985, 112; Bay. VGH, Beschluss vom 5. Juli 2010 - 7 ZB 09.2640 - juris).
Das vom Kläger geltend gemachte Rechtsverhältnis der Mitgliedschaft im Fachbereichsrat der Beklagten besteht ggf. allerdings nicht zur beklagten Fachhochschule, sondern zu dem genannten Gremium, in welches der Kläger gewählt worden ist, als insoweit selbständigem Organ der Fachhochschule (vgl. zur Beteiligtenstellung im hochschulverfassungsrechtlichen Organstreit Senatsurteile vom 13.12.1983 -- 9 S 1682/82 --, KMK-HSchR 1984, 344; vom 19.4.1983 -- 9 S 1466/81 --, DÖV 1983, 862; BVerwG, Beschluß vom 9.10.1984, NVwZ 1985, 112).
Voraussetzung ist, daß von dem festzustellenden Rechtsverhältnis auch eigene Rechte des Klägers abhängen und gerade auch dem Beklagten gegenüber ein Feststellungsinteresse besteht (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 27.5.1974, ESVGH 24, 204; BVerwG, Beschluß vom 9.10.1984, a.a.O., S. 113;… Kopp, a.a.O., § 43 RdNr. 16 m.w.N.).
BVerwG, 24.05.2011 - 1 WB 39.10
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VGH Hessen, 15.01.2019 - 10 A 2281/17
VGH Bayern, 18.12.1991 - 3 B 91.656
VG Düsseldorf, 05.02.2001 - 15 L 245/01
Untersagung von Hochschulwahlen

References: § 40
 Art. 14
 § 43
 § 43
 § 42
 § 43
 § 47
 § 43
 § 43