Source: https://www.tessa-ganserer.de/transparenz/
Timestamp: 2019-05-24 21:01:06+00:00

Document:
Transparenz | Tessa Ganserer
Startseite 〉 Trans­pa­renz
Wie viel ver­dient ein Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter?
Trans­pa­renz ist ei­ne der zen­tra­len For­de­run­gen der GRÜ­NEN, nicht nur in Be­zug auf die Ge­setz­ge­bung, Ver­wal­tungs­ak­te oder in der Ver­kehrs- und Um­welt­po­li­tik, son­dern sie ist mir auch ein per­sön­li­ches An­lie­gen, ge­ra­de wenn es um mei­ne Ein­nah­men als Ih­re Land­tags­ab­ge­ord­ne­te geht.
Land­tags­man­dat / Ent­schä­di­gung bzw. Diä­ten
Laut dem Ar­ti­kel 5 (1) des Baye­ri­schen Ab­ge­ord­ne­ten­ge­set­zes (Bay­AbgG) ha­ben al­le Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten An­spruch auf ei­ne Ent­schä­di­gung von zur Zeit 8.183 Eu­ro (ab 01.07.2018), wel­che mo­nat­lich ge­zahlt wird. Bis 01.07.2018 be­trug die­se Ent­schä­di­gung 8.022 Eu­ro mo­nat­lich. Ge­mäß Art. 5 Abs. 4 Bay­AbgG ver­min­dert sich der Aus­zah­lungs­be­trag der Ab­ge­ord­ne­ten­ent­schä­di­gung um ein Drei­hun­dert­fünf­und­sech­zigs­tel.
Die Ent­schä­di­gung un­ter­liegt na­tür­lich nach § 22 Nr. 4 Ein­kom­men­steu­er­ge­setz der Steu­er­pflicht.
Es gibt kei­ne Son­der­zah­lun­gen wie Ur­laubs­geld, Weih­nachts­geld oder Ähn­li­ches.
An­pas­sung der Ent­schä­di­gung bzw. Diä­ten:
Die­se Ent­schä­di­gung wird nach Ar­ti­kel 5 (3) Bay­AbgG je­weils zum 01. Ju­li ei­nes je­den Jah­res ent­spre­chend der Ein­kom­mens­ent­wick­lung in Bay­ern an­ge­passt. Die Maß­zahl für die­se An­pas­sung setzt sich in fol­gen­der kom­ple­xer Form aus den Ent­wick­lun­gen der je­wei­li­gen Be­zü­ge und Ge­häl­ter zu­sam­men:
zu 87,2 % aus dem In­dex der durch­schnitt­li­chen Brut­to­mo­nats­ver­diens­te voll­zeit­be­schäf­tig­ter Arbeitnehmer*innen im pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be und im Dienst­leis­tungs­be­reich;
zu 6,2% aus dem Mo­nats­ent­gelt ei­nes Be­schäf­tig­ten der Ent­gelt­grup­pe 11 nach dem Ta­rif­ver­trag für den öf­fent­li­chen Dienst (TVöD) für das Ta­rif­ge­biet West im Be­reich der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de in der höchs­ten Stu­fe;
und zu 6,6 % aus den Brut­to­mo­nats­be­zü­gen ei­nes ver­hei­ra­te­ten Be­am­ten (oh­ne Kin­der) des Frei­staa­tes Bay­ern der Be­sol­dungs­grup­pe A 12 in der höchs­ten Stu­fe.
Folg­lich könn­te es auch zu ei­ner ne­ga­ti­ven An­pas­sung kom­men. Die auf die­se kom­ple­xe Wei­se er­rech­ne­te An­pas­sung wird vom Lan­des­amt für Sta­tis­tik er­mit­telt und muss der Land­tags­prä­si­den­tin im März ei­nes je­den Jah­res mit­ge­teilt wer­den. Dar­auf­hin ist die­se ver­pflich­tet den neu­en Be­trag der Ent­schä­di­gung im Ge­setz- und Ver­ord­nungs­blatt zu ver­öf­fent­li­chen.
Zu­letzt ge­schah dies tur­nus­ge­mäß in der Aus­ga­be 08/2018 vom 12. April 2018 auf Sei­te 280. Die so­ge­nann­te Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te be­trug in Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2016 bis Ju­li 2017 2,0 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2018 um die­sen An­teil von 8.022 auf 8.183 Eu­ro mo­nat­lich.
Die Kenn­zah­len der Vor­jah­re lau­ten:
2017: Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2015 bis Ju­li 2016 = 2,2 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2017 um die­sen Wert von 7.849 auf 8.022 Eu­ro mo­nat­lich.
2016: Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2014 bis Ju­li 2015 = 2,7 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2016 um die­sen Wert von 7.642 auf 7.849 Eu­ro mo­nat­lich.
2015: Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2013 bis Ju­li 2014 = 2,9 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2015 um die­sen Wert von 7.426 auf 7.642 Eu­ro mo­nat­lich.
2014: Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2012 bis Ju­li 2013 = 2,5 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2014 um die­sen Wert von 7.244 auf 7.426 Eu­ro mo­nat­lich.
2013: Ein­kom­mens­ent­wick­lungs­ra­te Bay­ern für den Zeit­raum Ju­li 2011 bis Ju­li 2012 = 2,6 %. Folg­lich stieg die Ent­schä­di­gung zum 01.07.2013 um die­sen Wert von 7.060 auf 7.244 Eu­ro mo­nat­lich.
Die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung kann nur funk­tio­nie­ren, wenn die­ser auch Ge­sun­de und Gut­ver­die­ner an­ge­hö­ren, selbst wenn sie es auf Grund der Hö­he ih­res Ein­kom­mens nicht müss­ten. Des­halb bin ich frei­wil­lig in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Hier­für muss ich den Höchst­be­trag mei­ner ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung von mei­nen Diä­ten ent­rich­ten. Hier­für er­hal­te ich ei­nen mo­nat­li­chen Zu­schuss vom Land­tagsamt.
Zum Bei­trag zur Pfle­ge­ver­si­che­rung er­hal­te ich ei­nen mo­nat­li­chen Zu­schuss vom Land­tagsamt.
Die Kos­ten­pau­scha­le
Für mei­ne man­dats­be­ding­ten Auf­wen­dun­gen er­hal­te ich ei­ne steu­er­freie Kos­ten­pau­scha­le nach Art. 6 Abs. 2 Bay­AbgG von 3.453 Eu­ro (seit 01.07.2018).
Die­se Pau­scha­le ver­wen­de ich für:
mein Re­gio­nal­bü­ro in Mit­tel­fran­ken (Miete/Nebenkosten, Bü­ro­aus­stat­tung, Bü­ro­ma­te­ria­li­en, Te­le­fon, Por­to, Ko­pie- und Druck­kos­ten)
Bü­ro­ma­te­ria­li­en und Por­to­kos­ten mei­nes Land­tags­bü­ros in Mün­chen.
Seit Früh­jahr 2014 ar­bei­ten mei­ne Mitarbeiter*innen und ich in Mün­chen in ei­nem Land­tags­bü­ro mit ei­ner Über­nach­tungs­mög­lich­keit, wo­für ich 250 Eu­ro Mie­te zah­le.
Bü­ro­aus­stat­tung und Bü­ro­ma­te­ri­al in mei­ner Pri­vat­woh­nung.
man­dats­be­ding­te Fahrt- und Rei­se­kos­ten (au­ßer Bahn in­ner­halb Bay­erns und ÖPNV in Mün­chen) und Ho­tel­kos­ten. Es fal­len auch Ta­xi­fahr­ten an, die ich in An­spruch neh­me, wenn das An­ge­bot im ÖPNV an sei­ne Gren­zen stößt.
In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen (Druck­kos­ten, Raum­mie­ten, An­zei­gen u.a.)
Zei­tun­gen, Bü­cher, In­for­ma­ti­ons­brie­fe u.ä.
Als grü­ne Ab­ge­ord­ne­te bin ich für meh­re­re Stimm­krei­se bzw. Land­krei­se zu­stän­dig, da wir als klei­ne­re Frak­ti­on noch nicht in je­dem Stimm­kreis Ab­ge­ord­ne­te ha­ben. Das er­höht auch die von mir zu ent­rich­ten­den Rei­se­kos­ten et­wa für Car­sha­ring ent­spre­chend, da ich kein ei­ge­nes Au­to be­sit­ze.
Wenn mich Lobbyvertreter*innen um ein per­sön­li­ches Ge­spräch oder Mit­tag­essen bit­ten, über­neh­me ich die Rech­nung und la­de den Ver­tre­ter / die Ver­tre­te­rin aus Mit­teln der Kos­ten­pau­scha­le ein.
Man­dats­be­ding­te Kos­ten, die dar­über hin­aus­ge­hen, blei­ben un­be­rück­sich­tigt und kön­nen auch nicht von der Steu­er ab­ge­setzt wer­den, denn für Land­tags­ab­ge­ord­ne­te gibt es kei­ne „Wer­bungs­kos­ten“ (§ 22 Nr. 4 Satz 2 EStG).
An­pas­sung der Kos­ten­pau­scha­le:
Folg­lich wur­den sie 2018 auch im glei­chen Ge­setz- und Ver­ord­nungs­blatt, Aus­ga­be 08/2018 vom 12. April 2018 auf Sei­te 280 ver­öf­fent­licht. Der baye­ri­sche Ver­brau­cher­preis­in­dex stieg von Ju­li 2016 bis Ju­li 2017 um 1,6 %. So­mit be­trägt die Kos­ten­pau­scha­le ab dem 01.07.2018 3.453 Eu­ro; bis da­hin 3.398 Eu­ro.
2017: Der baye­ri­sche Ver­brau­cher­preis­in­dex stieg von Ju­li 2015 bis Ju­li 2016 um 0,6 %. So­mit be­trägt die Kos­ten­pau­scha­le seit dem 01.07.2017 3.398 Eu­ro; bis da­hin 3.377 Eu­ro.
2016: Der baye­ri­sche Ver­brau­cher­preis­in­dex stieg von Ju­li 2014 bis Ju­li 2015 um 0,3 %. So­mit be­trägt die Kos­ten­pau­scha­le seit dem 01.07.2016 3.377 Eu­ro; bis da­hin 3.366 Eu­ro.
2015: Der baye­ri­sche Ver­brau­cher­preis­in­dex stieg von Ju­li 2013 bis Ju­li 2014 um 0,7 %. So­mit be­trug die Kos­ten­pau­scha­le seit dem 01.07.2015 3.366 Eu­ro; bis da­hin 3.342 Eu­ro.
2014: Der baye­ri­sche Ver­brau­cher­preis­in­dex stieg von Ju­li 2012 bis Ju­li 2013 um 1,8 %. So­mit be­trug die Kos­ten­pau­scha­le seit dem 01.07.2014 3.342 Eu­ro; bis da­hin 3.282 Eu­ro.
Bei Fern­blei­ben von ei­ner Sitzung/Abstimmung wird die Kos­ten­pau­scha­le je­doch wie folgt ge­kürzt: Beim Ver­säu­men ei­ner Aus­schuss­sit­zung wer­den 50 € und beim Feh­len bei ei­ner Ple­nar­sit­zung 100 € ab­ge­zo­gen. Pro nicht an­we­sen­der Ab­stim­mung wer­den 25 €, ma­xi­mal aber 100 € pro Tag ab­ge­zo­gen. Ab dem 15. Tag ei­ner ärzt­lich at­tes­tier­ten Er­kran­kung er­folgt nur ei­ne ent­spre­chen­de 50-pro­zen­ti­ge Kür­zung (sie­he da­zu Ar­ti­kel 7 Bay­AbgG).
Auch die Kos­ten­pau­scha­le wird jähr­lich zum glei­chen Zeit­punkt wie die Ent­schä­di­gung, an­ge­passt. Sie rich­tet sich je­doch nach der Ent­wick­lung des Ver­brau­cher­preis­in­de­xes für Bay­ern. Die Vor­schrif­ten für die Ver­öf­fent­li­chung der je­wei­li­gen Hö­he der Kos­ten­pau­scha­le be­stehen ana­log zu den Vor­ga­ben be­züg­lich der Ent­schä­di­gung.
Die Vor­schrif­ten zur Kür­zung gel­ten ana­log auch für Frak­ti­ons­sit­zun­gen.
Al­ters­ent­schä­di­gung von Ab­ge­ord­ne­ten des Baye­ri­schen Land­tags
Die Al­ters­ent­schä­di­gung ist vor al­lem an zwei Fak­to­ren ge­bun­den: Zum ei­nen an ei­ne Al­ters­gren­ze, ab der der/die ehe­ma­li­ge MdL Al­ters­be­zü­ge er­hält und zum an­de­ren an die Jah­re, die er oder sie dem Baye­ri­schen Land­tag an­ge­hört hat.
Die dies­be­züg­li­chen Leis­tun­gen wer­den haupt­säch­lich im 2. Ab­schnitt des Bay­AbgG “Leis­tun­gen nach Aus­schei­den aus dem Baye­ri­schen Land­tag” ge­re­gelt: Art. 12 re­gelt, dass ei­ne Al­ters­ent­schä­di­gung aus­ge­zahlt wird, so­bald der/die ehe­ma­li­ge Ab­ge­ord­ne­te das 67. Le­bens­jahr voll­endet und dem Baye­ri­schen Land­tag zu­min­dest zehn Jah­re an­ge­hört hat (Satz 1). Für ehe­ma­li­ge MdLs, die vor dem 01.01.1947 ge­bo­ren sind, gilt die Al­ters­gren­ze be­reits ab der Voll­endung des 65. Le­bens­jah­res. Bis zum Ge­burts­jahr 1963 wird die­se Gren­ze schritt­wei­se auf die all­ge­mein gül­ti­ge Gren­ze des voll­ende­ten 67. Le­bens­jahrs an­ge­ho­ben (Satz 2). Bei Un­ter­bre­chun­gen der Land­tags­zu­ge­hö­rig­keit sind die je­wei­li­gen Pe­ri­oden zu­sam­men­zu­rech­nen.
“Mit je­dem über das zehn­te Jahr hin­aus­ge­hen­den Jahr bis zum 20. Jahr der Mit­glied­schaft im Baye­ri­schen Land­tag ent­steht der An­spruch auf Al­ters­ent­schä­di­gung ein hal­bes Le­bens­jahr frü­her.” (Satz 3). Für ei­nen nach 1964 ge­bo­re­nen Ab­ge­ord­ne­ten wie mich al­so frü­hes­tens ab dem voll­ende­ten 62. Le­bens­jahr. Jah­re, die das ehe­ma­li­ge Mit­glied des Baye­ri­schen Land­tags im Deut­schen Bun­des­tag, im Eu­ro­pa­par­la­ment oder in ei­nem an­de­ren Lan­des­par­la­ment man­da­tiert war, kön­nen auf An­trag an­ge­rech­net wer­den (Ar­ti­kel 14 Bay­AbgG).
Die Hö­he der Al­ters­ent­schä­di­gung re­gelt Art. 13 Bay­AbG. Dort wird die Hö­he der Al­ters­ent­schä­di­gung auf 33,5% der Man­dats­ent­schä­di­gung, al­so zur Zeit ca. ein Drit­tel der oben an­ge­führ­ten 8.183 Eu­ro, fest­ge­setzt. Auch hier steigt der An­teil je­doch mit je­dem wei­te­ren Jahr, in wel­chem der*die Ab­ge­ord­ne­te ein Land­tags­man­dat aus­ge­übt hat. Bis zum 20. Jahr des Man­dats, al­so vier vol­len Wahl­pe­ri­oden, steigt der An­teil um wei­te­re 3,825 Pro­zent­punk­te pro Jahr an; be­trägt al­so folg­lich nach 20 Jah­ren Mit­glied­schaft 71,75 % der Man­dats­ent­schä­di­gung.
Die Hö­he der Al­ters­ent­schä­di­gung reicht al­so nach heu­ti­gem Stand (2018/2019) je nach Dau­er der Mit­glied­schaft von 2.741 bis 5.851 Eu­ro und setzt je nach Al­ter und Dau­er der Zu­ge­hö­rig­keit mit Voll­endung des 60. bis 67. Le­bens­jahrs ein.
In mei­nem Fall müss­te ich dem Baye­ri­schen Land­tag al­so noch wei­te­re zwei vol­le Wahl­pe­ri­oden an­ge­hö­ren, um ab Voll­endung mei­nes 62. Le­bens­jahrs den Höchst­satz der Al­ters­ent­schä­di­gung zu er­hal­ten. Den Min­dest­satz wer­de ich mit Voll­endung der ak­tu­el­len Wahl­pe­ri­ode er­rei­chen, al­ler­dings kann ich die­sen erst mit Voll­endung des 67. Le­bens­jah­res in An­spruch neh­men.
Wei­te­re Leis­tun­gen nach Aus­schei­den aus dem Baye­ri­schen Land­tag
Das Bay­AbgG zählt hier noch ei­ni­ge wei­te­re Leis­tun­gen auf. Ich ge­he le­dig­lich auf die Punk­te ein, die für mich re­le­vant wer­den könn­ten:
Dies wird mo­nat­lich nach Art. 11 Bay­AbgG in Hö­he der je­weils gül­ti­gen Ent­schä­di­gung nach Art. 5 Bay­AbgG, al­so mo­men­tan 8.183 Eu­ro, aus­ge­zahlt, so­fern ein/e MdL zu­min­dest ein Jahr dem Gre­mi­um an­ge­hört hat. Es wird für je­des Jahr (wird bei mehr als ei­nem hal­ben Jahr auf­ge­run­det) der Mit­glied­schaft ei­nen Mo­nat lang, ma­xi­mal je­doch 18 Mo­na­te lang, ge­leis­tet.
Ab dem zwei­ten Mo­nat wer­den nach dem Aus­schei­den aus dem Baye­ri­schen Land­tag na­he­zu al­le Ar­ten von Er­werbs­ein­kom­men (au­ßer ein­kom­mens­steu­er­freie Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen) und Ver­sor­gungs­be­zü­ge an­ge­rech­net. Soll­te das Mit­glied bin­nen der Zeit, in der das Über­gangs­geld aus­ge­zahlt wird, wie­der in den Baye­ri­schen Land­tag ein­zie­hen, ru­hen die­se Be­zü­ge. Ggf. sind auch ent­spre­chen­de Rück­erstat­tun­gen zu leis­ten, falls das Über­gangs­geld in ei­ner Sum­me aus­be­zahlt wur­de.
Ver­sor­gungs­ab­fin­dung
Für al­le Mit­glie­der des Baye­ri­schen Land­tags, die kei­ne nach obi­gem Mus­ter er­rech­ne­te Al­ters­ent­schä­di­gung er­wor­ben ha­ben, al­so in der Re­gel nicht min­des­tens 10 Jah­re Mit­glied des Gre­mi­ums wa­ren, setzt Art. 16 Bay­AbgG ein. Die­ser be­han­delt die sog. “Ver­sor­gungs­ab­fin­dung”. Da­hin­ter ver­birgt sich ei­ne Ab­fin­dungs­zah­lung in Hö­he des ma­xi­mal gel­ten­den Höchst­bei­trags (+ 20 %) zur all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung. Sie wird für je­den an­ge­fan­ge­nen Mo­nat der Mit­glied­schaft im Baye­ri­schen Land­tag zu dem für den je­wei­li­gen Mo­nat gül­ti­gen Höchst­be­trag, je­doch nur auf An­trag, ge­währt. Im Fall ei­nes Wie­der­ein­tritts in den Baye­ri­schen Land­tag be­gin­nen je­doch die Fris­ten für ei­ne Al­ters­ent­schä­di­gung von neu­em an zu lau­fen, falls ein sol­cher An­trag ge­neh­migt wur­de. Die bis­her im Land­tag ver­brach­te Zeit ist al­so durch die In­an­spruch­nah­me der Ver­sor­gungs­ab­fin­dung ab­ge­gol­ten.
Wei­te­re Leis­tun­gen in Zu­sam­men­hang mit mei­nem Land­tags­man­dat
Für die Be­zah­lung mei­ner Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter stand mir im Jahr 2018 ein Jah­res­bud­get von 126.546,91 Eu­ro zur Ver­fü­gung. Da­von müs­sen die ge­sam­ten Brut­to­löh­ne (Ar­beit­ge­ber Brut­to) be­zahlt wer­den. Die Aus­be­zah­lung der Löh­ne er­folgt über das Land­tagsamt. Hier geht es zu den Richt­li­ni­en.
Der Be­trag wird laut Art. 8 Abs. 1 Bay­AbgG im Haus­halts­ge­setz ge­re­gelt, ab 2017 im Dop­pel­haus­halt 2015/2016, dort im Ein­zel­plan 01 Ti­tel 411 03–6:
“Die Er­stat­tungs­höchst­be­trä­ge ori­en­tie­ren sich an der Be­schäf­ti­gung ei­ner Voll­zeit­kraft in An­leh­nung an die Ent­gelt­grup­pe 6 TV-L so­wie ei­ner Voll­zeit­kraft in An­leh­nung an die Ent­gelt­grup­pe 13 TV-L, je­weils letz­te Ent­wick­lungs­stu­fe, ein­schließ­lich Jah­res­son­der­zah­lung. Die Be­trä­ge ent­hal­ten die Ar­beit­ge­ber­an­tei­le zur So­zi­al­ver­si­che­rung (Bei­trags­satz der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung) so­wie den Bei­trag zur ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung und wer­den der Ein­kom­mens­ent­wick­lung im öf­fent­li­chen Dienst (Ta­rif­ab­schlüs­se zum TV-L) und Bei­trags­satz­än­de­run­gen in der So­zi­al­ver­si­che­rung ein­schließ­lich der Un­fall­ver­si­che­rung durch das Land­tagsamt an­ge­passt.”
Ich blei­be Ar­beit­ge­ber mei­ner Mitarbeiter*innen, das Land­tagsamt über­nimmt ge­mäß Art. 8 Abs. 1 Satz 4 Bay­AbgG ei­gen­stän­dig die Ab­rech­nung der Ge­häl­ter und an­de­ren Auf­wen­dun­gen für Mitarbeiter*innen so­wie ent­spre­chen­der Dienst- und Werk­ver­trä­ge.
Der Be­trag wird laut Art. 8 Abs. 1 Bay­AbgG im Haus­halts­ge­setz ge­re­gelt und be­trug re­al bei Ein­füh­rung im Jahr 2014 ins­ge­samt 92.807,00 Eu­ro.
Die im Art. 8 Abs. 1 Satz 8 Bay­AbgG ge­nann­ten Richt­li­ni­en des Land­tags­prä­si­di­ums sind hier zu fin­den.
Ab 2015 im Dop­pel­haus­halt 2015/2016, dort im Ein­zel­plan 01 Ti­tel 411 03–6:
„Die Er­stat­tungs­höchst­be­trä­ge ori­en­tie­ren sich an der Be­schäf­ti­gung ei­ner Voll­zeit­kraft in An­leh­nung an die Ent­gelt­grup­pe 6 TV-L so­wie ei­ner Voll­zeit­kraft in An­leh­nung an die Ent­gelt­grup­pe 13 TV-L, je­weils letz­te Ent­wick­lungs­stu­fe, ein­schließ­lich Jah­res­son­der­zah­lung. Die Be­trä­ge ent­hal­ten die Ar­beit­ge­ber­an­tei­le zur So­zi­al­ver­si­che­rung (Bei­trags­satz der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung) so­wie den Bei­trag zur ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung und wer­den der Ein­kom­mens­ent­wick­lung im öf­fent­li­chen Dienst (Ta­rif­ab­schlüs­se zum TV-L) und Bei­trags­satz­än­de­run­gen in der So­zi­al­ver­si­che­rung ein­schließ­lich der Un­fall­ver­si­che­rung durch das Land­tagsamt an­ge­passt.“ (auf Sei­te 9 der oben ver­link­ten pdf-Da­tei)
Zur Un­ter­stüt­zung mei­ner par­la­men­ta­ri­schen Ar­beit wur­den die ge­nann­ten Be­trä­ge aus­ge­ge­ben für:
mei­ne Mitarbeiter*innen. In mei­nem Team ar­bei­ten im An­ge­stell­ten­ver­hält­nis vier Per­so­nen zwi­schen 12 und 25 Wo­chen­stun­den (Stand: ab 15.02.2019).
Dienst- und Werks­ver­trä­ge z.B. für Re­cher­che­ar­bei­ten, ju­ris­ti­sche Zu­ar­bei­ten, Öf­fent­lich­keits­ar­beit.
Praktikant*innen (max. ei­ne Per­son zeit­gleich)
Be­rufs­ge­nos­sen­schaft
Zu kei­nem Zeit­punkt hat­te oder ha­be ich Ver­wand­te ers­ten, zwei­ten, drit­ten oder vier­ten Gra­des be­schäf­tigt.
IUK Aus­stat­tung
Für Auf­wen­dun­gen be­züg­lich man­dats­be­ding­ter In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ein­rich­tun­gen (An­schaf­fung von PCs, Fax­ge­rä­ten, Smart­pho­ne, Scan­ner auch Re­pa­ra­tu­ren und In­stal­la­tio­nen von In­ter­net­lei­tun­gen) nach Art. 6 Abs. 4 Bay­AbgG ste­hen jeder*m Ab­ge­ord­ne­ten bis zu 12.500 Eu­ro pro Wahl­pe­ri­ode zu. Dies wür­de ei­nem jähr­li­chen Bud­get von bis zu 2.500 Eu­ro ent­spre­chen, wo­bei ein Ei­gen­an­teil von 15% zu leis­ten ist. Die Gel­der kön­nen bis zum an­ge­ge­be­nen Li­mit durch Nach­weis ab­ge­ru­fen wer­den.
Die An­schaf­fun­gen wer­den zu mei­nem Ei­gen­tum, je­doch müss­te ich bei Ver­äu­ße­rung dem Land­tagsamt bin­nen drei (seit 08.04.2014, vor­her vier) Jah­ren den ent­spre­chen­den Zeit­wert (re­du­ziert sich um 25% pro Jahr) oder den ggf. hö­he­ren Ver­kaufs­er­lös er­stat­ten.
Wei­ter­hin ha­ben al­le Ab­ge­ord­ne­te des Baye­ri­schen Land­tags nach Art. 6 (5) Bay­AbgG „das Recht zur frei­en Fahrt auf al­len staat­li­chen Ver­kehrs­ein­rich­tun­gen in Bay­ern und dem Stre­cken­netz der Deut­schen Bahn AG in Bay­ern“ und er­hal­ten ge­mäß Art. 6 (3) Bay­AbgG ei­ne „MVG-Land­tags­Card“, die zur frei­en Nut­zung des Münch­ner Ver­kehrs­ver­bunds be­rech­tigt.
Aus forst­wirt­schaft­li­chen Ne­ben­er­werbs­be­trieb er­zie­le ich un­re­gel­mä­ßi­ge Ein­nah­men.
An BÜND­NIS 90 / DIE GRÜ­NEN ha­be ich im Jahr 2016 EUR 13.822,50 ge­spen­det.
Aus Ver­mie­tung er­zie­le ich ein zu ver­steu­ern­des Ein­kom­men ca. 5.000 Eu­ro im Jahr.

References: Art. 5
 § 22
 Art. 6
 Art. 12
 Art. 13
 Art. 11
 Art. 5
 Art. 16
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6