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Timestamp: 2016-10-26 17:23:53+00:00

Document:
5A_670/2015 (04.02.2016)
5A_670/2015 � � Urteil vom 4. Februar 2016
vertreten durch F�rsprecherin Christina M�hlematter,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, vom 3. August 2015.
A.________ und B.________ heirateten am 7. September 1996. Sie sind die Eltern des Sohns C.________ (geb. 2002) und der Tochter D.________ (geb. 2006).
Am 6. Juli 2011 reichte B.________ beim Regionalgericht Bern-Mittelland ein Eheschutzgesuch ein. Am 19. M�rz 2012 genehmigte das Regionalgericht eine Trennungsvereinbarung der Eltern vom 14. Februar bzw. 10. M�rz 2012. Soweit vor Bundesgericht von Interesse, wird darin festgehalten, dass die Kinder f�r die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts unter die alternierende Obhut beider Eltern gestellt werden und ihren Wohnsitz bei der Mutter haben. Zudem wurde eine Erziehungsbeistandschaft gem�ss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet.
C.a.�Am 5. Juli 2013 ersuchte B.________ das Regionalgericht um Ab�nderung der Trennungsvereinbarung (Bst. B). Sie beantragte, die Obhut f�r die Dauer der Trennung ihr alleine zuzuteilen. Das Kontaktrecht des Vaters (Besuchs- und Ferienrecht) sei einzuschr�nken auf ein Besuchsrecht von maximal Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18.00 Uhr, alle vierzehn Tage, und auf ein Ferienrecht von maximal zwei Wochen im Jahr.
C.b.�Am 16. Juni 2014 reichte B.________ gest�tzt auf Art. 114 ZGB die Scheidung ein.
C.c.�Mit Schreiben vom 13. Januar 2015 gelangte die Beist�ndin E.________ an die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Bern-Mittelland (fortan: KESB Bern-Mittelland). Sie verlangte, das v�terliche Besuchsrecht unter der Woche zu sistieren und auf jedes zweite Wochenende (Samstagmorgen bis Sonntagabend) zu beschr�nken, verbunden mit konkreten Anweisungen betreffend den pers�nlichen Verkehr (Sportanl�sse und Geburtstagsfeiern; Versammlungen der Zeugen Jehovas). Die KESB Bern-Mittelland leitete die Eingabe gest�tzt auf Art. 315b ZGB an das Regionalgericht Bern-Mittelland weiter.
C.d.�Im Rahmen vorsorglicher Massnahmen gem�ss Art. 276 ZPO �nderte das Regionalgericht Bern-Mittelland mit Entscheid vom 12. M�rz 2015 die Trennungsvereinbarung (Bst. B). Es stellte die Kinder unter die alleinige Obhut der Mutter und r�umte dem Vater ein Besuchsrecht alle 14 Tage von Freitag- bis Sonntagabend ein. Die w�chentlichen Betreuungseinheiten und -pflichten des Vaters von Montagmorgen bis Dienstagabend wurden aufgehoben; der Vater wurde angewiesen, seinen Kindern die Teilnahme an Sportanl�ssen und anderen f�r sie bedeutenden Freizeitaktivit�ten zu erm�glichen. Schliesslich stellte das Regionalgericht in Aussicht, �ber die offenen Antr�ge zur Anpassung der Ferienregelung sowie betreffend die Kinder- und Frauenalimente "nach durchgef�hrter Verhandlung vom 2. Juli 2015" zu entscheiden. Der Massnahmeentscheid vom 12. M�rz 2015 blieb unangefochten.
D.a.�Am 2. Mai 2015 kam es zwischen A.________ und seinem Sohn C.________ vor einem Coiffeursalon zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, weil sich C.________ offenbar keinem Haarschnitt (mehr) unterziehen wollte. Die Auseinandersetzung fand in Anwesenheit von C.________s j�ngerer Schwester D.________ statt.
D.b.�In der Folge reichte B.________ am 5. Mai 2015 beim Regionalgericht Bern-Mittelland ein weiteres Gesuch um vorsorgliche Massnahmen inklusive Superprovisorium ein. Sie verlangte, das Besuchsrecht des Vaters gem�ss Entscheid vom 12. M�rz 2015 (Bst. C.d) f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens zu sistieren. Eventualiter sei ein begleitetes Besuchsrecht anzuordnen. Gleichentags beantragte auch die Beist�ndin E.________ die Sistierung des Besuchsrechts. Ein begleitetes Besuchsrecht beim Kantonalen Jugendamt sei fr�hestens nach den Sommerferien 2015 "zu installieren".
D.c.�Am 13. Mai 2015 entschied das Regionalgericht Bern-Mittelland, das Besuchsrecht von A.________ in Ab�nderung des Entscheids vom 12. M�rz 2015 (Bst. C.d) bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des Ehescheidungsverfahrens vorsorglich auf ein begleitetes Besuchsrecht an jedem zweiten Sonntag zu beschr�nken. Die Beist�ndin wurde mit der Regelung der Einzelheiten beauftragt und dazu angehalten, die begleiteten Kontakte bis sp�testens nach den Schulsommerferien 2015 zu organisieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hob das Regionalgericht das Besuchsrecht von A.________ per sofort auf. Auch das Ferienrecht wurde vorsorglich ab sofort bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des Ehescheidungsverfahrens aufgehoben.
E.a.�A.________ legte beim Obergericht des Kantons Bern Berufung ein. Er verlangte, den Entscheid des Regionalgerichts vom 13. Mai 2015 (Bst. D.c) aufzuheben und die Gesuche von B.________ und der Beist�ndin vom 5. Mai 2015 (Bst. D.b) abzuweisen. Eventualiter seien die beiden Gesuche zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Gleichzeitig beantragte A.________, seiner Berufung die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
E.b.�Das Obergericht befand, das Regionalgericht h�tte die Eltern noch pers�nlich anh�ren m�ssen. Es hob den erstinstanzlichen Entscheid "grunds�tzlich" auf (Ziffer 1) und ordnete an, dass die Besuchsregelung gem�ss Entscheid vom 13. Mai 2015 (Bst. D.c) "im Sinn einer 'superprovisorischen Massnahme' bis zum Vorliegen des vorsorglichen Massnahmeentscheids bestehen" bleibe (Ziffer 2). Die Akten wurden zwecks Weiterf�hrung des vorsorglichen Massnahmeverfahrens (inklusive Anh�rung der Parteien) an die Vorinstanz zur�ckgewiesen (Ziffer 3). Soweit weitergehend, wies das Obergericht die Antr�ge der Parteien ab (Ziffer 4). Der Entscheid datiert vom 3. August 2015.
F.a.�Mit Beschwerde in Zivilsachen, eventuell subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 2. September 2015 (Datum der Postaufgabe) wendet sich A.________ (Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Er verlangt, den Entscheid des Obergerichts vollumf�nglich aufzuheben und die Gesuche von B.________ (Beschwerdegegnerin) und der Beist�ndin vom 5. Mai 2015 (Bst. D.b) abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Zudem verlangt er, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Eventuell sei im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen nach Art. 104 BGG die Besuchsregelung gem�ss dem Entscheid des Regionalgerichts vom 12. M�rz 2015 (Bst. C.d) wiederherzustellen. Gleichentags reichte der Beschwerdef�hrer ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.
F.b.�Am 7. September 2015 teilte das Bundesgericht dem Beschwerdef�hrer mit, dass seine Gesuche um aufschiebende Wirkung und vorsorgliche Massnahmen abgewiesen werden, weil die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung bzw. die Anordnung der beantragten Massnahmen den bundesgerichtlichen Entscheid in unzul�ssiger Weise pr�judizieren w�rden. Im �brigen wurden die Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.1.�Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit eines ihm unterbreiteten Rechtsmittels von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 141 II 113 E. 1 S. 116). Ob ein kantonaler Entscheid vor Bundesgericht angefochten werden kann, bestimmt sich nicht danach, wie die kantonale Instanz ihren Urteilsspruch bezeichnet oder formuliert. Entscheidend ist vielmehr der materielle Inhalt des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 136 III 200 E. 2.3.3 S. 205).
1.2.�Der vorinstanzliche Entscheid birgt in den ersten beiden Ziffern seines Dispositivs (s. Sachverhalt Bst. E.b) zwei Rechtsfolgeanordnungen in sich, die (in zeitlicher Hinsicht) zum einen Teil einer Aufhebung und zum andern einer Best�tigung des regionalgerichtlichen Entscheids gleichkommen: Einerseits tr�gt das Obergericht dem Regionalgericht auf, die Parteien im vorsorglichen Massnahmeverfahren anzuh�ren und dann einen neuen Entscheid zu f�llen (Ziffer 1). Anderseits l�sst es die erstinstanzliche Besuchsrechtsregelung stehen, bis das Regionalgericht den neuen Entscheid f�llt (Ziffer 2). Wie sich aus seiner Beschwerdeschrift ergibt, ficht der Beschwerdef�hrer den obergerichtlichen Entscheid lediglich hinsichtlich des zuletzt genannten Richterspruchs an. Dagegen, dass das Regionalgericht die Parteien anh�ren und �ber die Begehren vom 5. Mai 2015 (s. Sachverhalt Bst. D.b) einen neuen Entscheid f�llen muss, hat der Beschwerdef�hrer nichts einzuwenden.
1.3.�Von der Sache her dreht sich der Streit um den pers�nlichen Verkehr zwischen dem Beschwerdef�hrer und seinen Kindern. Das ist eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) ohne Verm�genswert. Die Vorinstanz spricht in ihrem Urteilsspruch zwar (in Anf�hrungszeichen) von einer "superprovisorischen Massnahme". Wie soeben dargelegt, l�uft der obergerichtliche Entscheid inhaltlich aber darauf hinaus, dass er den Entscheid des Regionalgerichts vom 13. Mai 2015 (Bst. D.c) f�r die Zeit best�tigt, die bis zum neuen Entscheid verstreicht (E. 1.2). Der angefochtene Entscheid beschl�gt also keine superprovisorische Anordnung im Rechtssinne, gegen die mangels Letztinstanzlichkeit im Sinne von Art. 75 BGG kein Rechtsmittel an das Bundesgericht zur Verf�gung st�nde (vgl. BGE 140 III 289 E. 1.1 S. 290 f. mit Hinweisen). Vielmehr wehrt sich der Beschwerdef�hrer im Ergebnis gegen den Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG), die �ber die Ab�nderung von vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren (Art. 276 ZPO) befunden hat. Auf die rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
Massnahmeentscheide, die gest�tzt auf Art. 276 ZPO ergehen, unterstehen Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.1 und 5.2 S. 396 f.). Daher kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (dazu BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). Es gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.). Auch eine Berichtigung oder Erg�nzung der Sachverhaltsfeststellungen kommt nur in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsm�ssige Rechte verletzt hat (BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es demnach nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer die Sach- oder Rechtslage aus seiner Sicht darlegt und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich bezeichnet. Vielmehr muss er im Einzelnen darlegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb auch im Ergebnis an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Streitig ist, ob die Vorinstanz befugt war, den erstinstanzlichen Entscheid wegen Verfahrensfehlern aufzuheben und zugleich die identische Massnahme anzuordnen (s. Sachverhalt Bst. E.a).
3.1.�Das Obergericht begr�ndet seine Vorgehensweise damit, dass der Sohn des Beschwerdef�hrers den Akten zufolge behaupte, vom Vater in Anwesenheit der Schwester D.________ geschlagen worden zu sein (vgl. Sachverhalt Bst. D.a). Unabh�ngig vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage k�nne bei dieser Ausgangslage nicht ohne weitere Massnahmen sofort zum fr�heren Besuchsrechtsregime zur�ckgekehrt werden. Aus diesem Grund bleibe die durch das Regionalgericht mit Entscheid vom 13. Mai 2015 festgesetzte Besuchsrechtsregelung (s. Sachverhalt Bst. D.c) im Sinne einer "superprovisorischen Massnahme" bis zum Vorliegen des neuen Entscheids �ber die Ab�nderung der vorsorglichen Massnahmen bestehen.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer stellt sich auf den Standpunkt, gem�ss Art. 318 Abs. 1 Bst. b ZPO k�nne die Rechtsmittelinstanz nur entweder neu entscheiden oder bei gegebenen Voraussetzungen die Sache an die erste Instanz zur�ckweisen. Indem das Obergericht diese beiden M�glichkeiten miteinander kombiniere, wende es Art. 318 Abs. 2 ZPO willk�rlich an. Es widerspreche der Natur dieser Bestimmung, zugleich reformatorisch und kassatorisch zu entscheiden, und es sei willk�rlich, bei einem kassatorischen Entscheid das erstinstanzliche Urteil nicht aufzuheben. Mit ihrer Vorgehensweise verletze die Vorinstanz dar�ber hinaus auch die allgemeinen Verfahrensgarantien nach Art. 29 BV, wonach sie "gleich und gerecht h�tten entscheiden m�ssen". Im gleichen Zusammenhang wirft der Beschwerdef�hrer dem Obergericht vor, mit seiner "superprovisorischen Massnahme" ein neues Rechtsinstitut einzuf�hren. Er r�gt eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV sowie von Art. 6 EMRK. Das Obergericht setze sich �ber die gesetzliche Ordnung f�r die Anordnung vorsorglicher Massnahmen hinweg. Der Wortlaut und die Systematik von Art. 261 und 265 ZPO w�rden verdeutlichen, dass die Vorinstanz diese Normen krass verletzt und damit willk�rlich entschieden habe. Die Rechtsordnung kenne keine Massnahmen, die weder in die Kategorie des Superprovisoriums fallen noch �bliche vorsorgliche Massnahmen darstellen. Entweder werde eine vorsorgliche Massnahme superprovisorisch angeordnet (und das Verfahren entsprechend nach Art. 265 Abs. 2 ZPO fortgesetzt) oder eben nicht. Deshalb sei es willk�rlich, den �blichen Schriftenwechsel, mithin das kontradiktorische Verfahren durchzuf�hren und anschliessend doch noch "im Sinne einer superprovisorischen Massnahme" zu entscheiden, ohne die Parteien vorher anzuh�ren.
3.3.�Wie in E. 1.3 dargelegt wurde, ist die Rede von einer superprovisorischen Massnahme, wie sie in Art. 265 ZPO definiert ist, irref�hrend. Entscheidend ist die vorinstanzliche Erw�gung, wonach die vom Regionalgericht am 13. Mai 2015 festgesetzte Besuchsrechtsregelung bis zum Vorliegen des neuen Entscheids des Regionalgerichts "bestehen bleibt". Damit best�tigt die Vorinstanz den Entscheid des Regionalgerichts f�r eine bestimmte begrenzte Zeit (E. 1.3). Inwiefern es der Vorinstanz verwehrt gewesen w�re, so zu entscheiden, tut der Beschwerdef�hrer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich: Erstens ist es durchaus sachgerecht, wenn die Berufungsinstanz die in Art. 318 Abs. 1 Bst. a ZPO vorgesehene Best�tigung des angefochtenen Entscheids nicht bloss mit der Abweisung der Berufung, sondern dadurch zum Ausdruck bringt, dass sie in ihrem eigenen Urteilsspruch den erstinstanzlichen Entscheid durch einen gleichlautenden eigenen ersetzt (MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar, 2012, Bd. II, N 2 zu Art. 318 ZPO; PETER REETZ/SARAH HILBER, in: Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N 18 zu Art. 318 ZPO). Und zweitens kann die Berufungsinstanz den erstinstanzlichen Entscheid auch nur teilweise best�tigen (Art. 318 Abs. 1 Bst. a ZPO) und die Sache im �brigen gest�tzt auf Art. 318 Abs. 1 Bst. c ZPO an die erste Instanz zur�ckweisen (PETER REETZ/ SARAH HILBER, a.a.O., N 20 zu Art. 318 ZPO). Dass die Trennlinie zwischen der Best�tigung und der R�ckweisung im vorliegenden Fall einem Kriterium zeitlicher Natur folgt, mag auf den ersten Blick ungew�hnlich erscheinen. Allein daraus folgt aber nicht, dass sich der angefochtene Entscheid nicht mit den verfassungsm�ssigen Rechten des Beschwerdef�hrers vertr�ge. Auch die blosse Tatsache, dass die Vorinstanz irrigerweise von einer superprovisorischen Massnahme spricht, l�sst ihren Entscheid nicht als willk�rlich erscheinen (zum Begriff der Willk�r BGE 141 I 49 E. 3.4 S. 53; 132 I 175 E. 1.2 S. 177; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f.).
Umstritten ist ferner die Art und Weise, wie die Vorinstanz den Sachverhalt feststellt.
4.1.�Die Vorinstanz ist der Meinung, entgegen den erstinstanzlichen Ausf�hrungen habe sich die Ausgangslage in sachverhaltlicher Hinsicht "nicht als klar" erwiesen. Offenbar sei der minderj�hrige C.________ in Anwesenheit der Mutter durch nicht spezialisierte Polizeikr�fte einvernommen worden. Ein solches Vorgehen sei nicht unbedingt geeignet, ohne weitere andere Beweismassnahmen zur Kl�rung des umstrittenen Sachverhaltes beizutragen. Eine Anh�rung der Parteien sowie die Durchf�hrung weiterer Beweismassnahmen h�tten sich daher auch bei der summarischen Natur des Verfahrens aufgedr�ngt. Der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r sei zudem auch dadurch verletzt worden, dass ihm von den gerichtlichen Abkl�rungen nicht vollst�ndig Kenntnis gew�hrt worden sei. Zwar g�lten im Rahmen von Kinderbelangen gewisse Beweiserleichterungen. Auch beim sogenannten Freibeweis seien die amtlichen Erhebungen den Parteien aber zur Kenntnis zu bringen. Nach der Aktenlage sei davon auszugehen, dass der Sohn des Beschwerdef�hrers behaupte, vom Vater in Anwesenheit der Schwester geschlagen worden zu sein.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV sowie Art. 6 EMRK vor. Den Akten sei keine vom Sohn stammende "selbst�ndige Behauptung" zu entnehmen, wonach er vom Vater geschlagen worden sei. Vielmehr gehe aus den Akten hervor, dass die Mutter zusammen mit dem Sohn bei nicht spezialisierten Polizeikr�ften "deponiert" habe, dass er, der Beschwerdef�hrer, den Sohn mit der Faust heftig ins Gesicht geschlagen habe. Ferner sei den Akten zu entnehmen, dass die Beist�ndin ihr Gesuch vom 5. Mai 2015 (s. Sachverhalt Bst. D.b) lediglich auf die Aussage der Beschwerdegegnerin st�tze und trotz ihrer Verpflichtung mit den Kindern nicht pers�nlich und allein gesprochen habe, bevor sie ein solches Gesuch eingereicht habe. Daraus folge, dass den Akten nicht zu entnehmen sei, dass der Sohn von sich aus solches behauptet habe. Diese Schlussfolgerung der Vorinstanz sei willk�rlich, so das Fazit des Beschwerdef�hrers. Die Vorinstanz erw�hne auch die genaue Aktenstelle nicht, wo eine solche Behauptung enthalten sei. Sodann st�rt sich der Beschwerdef�hrer daran, dass mit den "Argumenten des angefochtenen Entscheides" auch das Kontaktrecht der Tochter eingeschr�nkt werde, obwohl keine der involvierten Personen behaupte, er, der Beschwerdef�hrer, habe seine Tochter D.________ geschlagen. Auch darin erblickt der Beschwerdef�hrer Willk�r.
Schliesslich ist der Beschwerdef�hrer der Meinung, die Schlussfolgerung der Vorinstanz leide an einem inneren Widerspruch. So komme das Obergericht zu Recht zum Ergebnis, dass der Sachverhalt f�r das erstinstanzliche Gericht nicht liquid gewesen sei. Trotz dieser Erkenntnis dem eigenen Entscheid denselben Sachverhalt zugrunde zu legen, sei widerspr�chlich. Abgesehen davon, dass die Vorinstanz Willk�r walten lasse, verletze sie auch die allgemeinen Verfahrensregeln, namentlich den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf das rechtliche Geh�r, indem sie gleich handle wie das erstinstanzliche Gericht. Die M�ngel am erstinstanzlichen Entscheid, welche die Vorinstanz feststelle, g�lten mutatis mutandis auch f�r den angefochtenen Entscheid. Nur am Rande sei erw�hnt, dass die Vorinstanz in diesem Fall eine Anh�rung der Kinder h�tte durchf�hren m�ssen.
4.3.�Anstatt aufzuzeigen, weshalb der angefochtene Entscheid, so wie ihn die Vorinstanz gef�llt hat, verfassungswidrig ist, gibt sich der Beschwerdef�hrer weitgehend damit zufrieden, dem angefochtenen Entscheid seine eigene Sicht der Dinge gegen�berzustellen. Insbesondere vermag er nicht zu erkl�ren, weshalb es mit Blick auf das Ergebnis des angefochtenen Entscheids darauf ank�me, dass sein Sohn von sich aus die Behauptung aufgestellt hat, von ihm geschlagen worden zu sein. Auch was die Tochter angeht, �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass es vor Bundesgericht nicht um die Frage geht, ob es unter den gegebenen Umst�nden m�glich oder sogar sinnvoll gewesen w�re, das Kontaktrecht zu ihr unber�hrt zu lassen. Allein aus der Tatsache, dass mit Bezug auf die Tochter keine Gewaltvorw�rfe im Raum stehen, folgt entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht, dass sich das Obergericht dem Vorwurf der Willk�r aussetzt, wenn es die Besuchsregelung gem�ss Entscheid vom 13. Mai 2015 auch hinsichtlich D.________ weitergelten l�sst. Namentlich tut der Beschwerdef�hrer nicht dar, welches Interesse die Tochter daran hat, ihn ohne ihren Bruder zu besuchen. Unbegr�ndet ist schliesslich auch die Bef�rchtung, dass sich das Obergericht in Widerspr�che verstricke. Denn seinem Entscheid, die besagte Besuchsregelung im Sinne einer teilweisen Best�tigung bis zum Vorliegen des neuen Entscheids aufrecht zu erhalten (E. 3.3), legt das Obergericht gerade nicht die tats�chliche Ausgangslage zugrunde, die es als unklar taxiert (s. E. 4.1). Vielmehr orientiert es sich am Kindeswohl, das "unabh�ngig vom Wahrheitsgehalt" der erhobenen Vorw�rfe einer R�ckkehr zum fr�heren Besuchsrechtsregime entgegenstehe. Mit dieser Erkenntnis setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Angesichts dessen ist der These des Beschwerdef�hrers, dass die Vorinstanz gleich handle wie das erstinstanzliche Gericht und deshalb auch dieselben Verfahrensregeln verletze, der Boden entzogen.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf eine Verletzung von Art. 11, 13 und 14 BV sowie von Art. 8 EMRK. Er argumentiert, Grundrechte d�rften nach Massgabe von Art. 36 BV zwar eingeschr�nkt werden. In casu habe f�r eine solche Einschr�nkung aber die gesetzliche Grundlage gefehlt; auch seien die Eingriffe unverh�ltnism�ssig. Angesichts des Alters der Kinder belaste der angefochtene Entscheid die "Vater-Kinder-Beziehung" und das "Wohl der Kinder" massiv. Bis das Regionalgericht einen neuen Massnahmeentscheid f�lle, k�nne viel Zeit vergehen. Im Sinne einer milderen Massnahme h�tte seine aktenkundige Bereitschaft, das Besuchsrecht nicht entgegen dem Kinderwunsch auszu�ben, protokollarisch festgehalten werden k�nnen. Als mildere Massnahmen z�hlt der Beschwerdef�hrer auch verschiedene Weisungen auf, wie z.B. die Aussetzung von einem bis zwei Besuchswochenenden bis zur Durchf�hrung der m�ndlichen Verhandlung, die Differenzierung zwischen Sohn und Tochter oder die sofortige Installierung des begleiteten Besuchsrechts anstelle des Zuwartens bis nach den Schulsommerferien 2015. Im �brigen erachtet der Beschwerdef�hrer das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip auch deshalb als verletzt, weil das erstinstanzliche Gericht von Amtes wegen und ohne Einr�umung der Gelegenheit zur Stellungnahme das Ferienrecht aufgehoben habe. Trotz entsprechender R�ge habe sich die Vorinstanz damit nicht auseinandergesetzt. Indem die Vorinstanz die rechtswidrige Aufhebung des Ferienrechts durch die Erstinstanz sch�tze, lasse sie erkennen, dass sie den angefochtenen Entscheid vorschnell und ohne gr�ndliche Abkl�rung des Sachverhalts getroffen habe. Schliesslich werde das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip dadurch verletzt, dass der Erlass vorsorglicher Massnahmen i.S.v. Art. 276 Abs. 1 ZPO nicht n�tig w�re, zumal keine relevante �nderung des Sachverhalts vorliege. Die Vorinstanz f�hre denn auch nicht aus, was sich seit den letzten Eheschutzmassnahmen ge�ndert habe. Sie stelle vielmehr fest, dass der erstinstanzlich ermittelte Sachverhalt nicht liquide sei. Somit bleibe auch kein Raum f�r die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen.
5.2.�All diese Klagen laufen ins Leere. Sie scheitern schon daran, dass der Beschwerdef�hrer in keiner Weise erkl�rt, inwiefern die zeitlich begrenzte Aufrechterhaltung der erstinstanzlichen Besuchsrechtsregelung (s. Sachverhalt Bst. D.c) durch die Vorinstanz (s. Sachverhalt Bst. E.b) den sachlichen Schutzbereich der angerufenen Grundrechte �berhaupt ber�hrt. So schweigt er sich dar�ber aus, warum er sich anstelle seiner Kinder auf deren Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf F�rderung ihrer Entwicklung berufen k�nnen soll (Art. 11 Abs. 1 BV). Ebenso wenig �ussert er sich dazu, was der angefochtene Entscheid mit seinem Recht auf Achtung seines Privat- und Familienlebens, seiner Wohnung sowie seines Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs zu tun hat oder weshalb sich die Vorinstanz den Vorwurf gefallen lassen m�sste, pers�nliche Daten von ihm missbraucht zu haben (Art. 13 BV und Art. 14 EMRK). Auch mit der R�ge einer Verletzung des Rechts auf Ehe und Familie (Art. 14 BV) vermag der Beschwerdef�hrer nichts auszurichten, wenn er einfach seine Version der Geschichte pr�sentiert, eine Reihe m�glicher Alternativen aneinanderreiht und am Schluss behauptet, dass der angefochtene Entscheid seine Grundrechte verletzt. Bleibt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht aber schon eine Erkl�rung daf�r schuldig, inwiefern der angefochtene Entscheid �berhaupt einem Eingriff in die angerufenen verfassungsm�ssigen Recht gleichkommt, so er�brigen sich Er�rterungen zur Frage, ob die angeblichen Einschr�nkungen im Sinne Art. 36 BV auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen und verh�ltnism�ssig sind.
Nachdem sich die verschiedenen R�gen des Beschwerdef�hrers als unbegr�ndet erweisen (E. 3-5), f�llt auch der Vorwurf in sich zusammen, diese angeblichen Verletzungen grundlegender zivilprozessualer Regeln einer Rechtsverweigerung gleichkommen. Desgleichen verkennt der Beschwerdef�hrer die Tragweite des verfassungsm�ssigen Anspruchs auf rechtliches Geh�r, wenn er dem Obergericht vorwirft, verschiedene, von ihm als zentral bezeichnete Aspekte ausser Acht gelassen zu haben. Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt nicht, dass sich die Beh�rde zu allen Punkten einl�sslich �ussern und jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss (s. zum Ganzen BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Zu begr�nden ist das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung des Betroffenen ber�hrt. Die Begr�ndung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (Urteil 5A_382/2013 vom 12. September 2013 E. 3.1). Eingedenk dessen ist der angefochtene Entscheid unter dem Gesichtspunkt von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zu beanstanden.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer als unterliegende Partei f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin wurde weder in der Sache noch hinsichtlich der aufschiebenden Wirkung zur Vernehmlassung eingeladen. Ihr ist durch das bundesgerichtliche Verfahren also kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden. Die Beschwerde kann nicht als zum vorneherein aussichtlos bezeichnet werden. Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird daher gutgeheissen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Er hat der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird dem Beschwerdef�hrer Rechtsanwalt Haykaz Zoryan als unentgeltlicher Anwalt bestellt.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt, indes vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen.
Rechtsanwalt Haykaz Zoryan wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, dem Regionalgericht Bern-Mittelland, Zivilabteilung und der Gemeinde K�niz, Direktion Bildung und Soziales, K�niz, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 308
 Art. 114
 Art. 315
 Art. 276
 Art. 104
 BGE 
 Art. 75
 BGE 
 Art. 276
 Art. 98
 BGE 
 Art. 318
 Art. 318
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 6
 Art. 261
 Art. 265
 Art. 265
 Art. 318
 Art. 318
 Art. 318
 Art. 318
 Art. 318
 BGE 
 Art. 9
 Art. 6
 Art. 11
 Art. 8
 Art. 36
In casu
 Art. 276
 Art. 14
 Art. 36
 BGE 
 Art. 29