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Timestamp: 2016-10-26 06:03:46+00:00

Document:
F.________ und G.________ (nachfolgend Beschwerdegegner) sind je zur H�lfte Miteigent�mer des Grundst�cks Kat.-Nr. 1 in Z.________. Gegen ihr im Amtsblatt des Kantons Schwyz vom xx.xx. 2011 ver�ffentlichtes Baugesuch (Teilabbruch und Neubau Mehrfamilienhaus) erhoben A.________, B.________, C.________, D.________ und E.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) als Eigent�mer von Nachbargrundst�cken am 28. Juni 2011 beim Bezirksgericht H�fe privatrechtliche Baueinsprache.
Mit Verf�gung vom 16. Dezember 2011 trat das Bezirksgericht (Einzelrichter im summarischen Verfahren) mangels sachlicher Zust�ndigkeit darauf nicht ein. Die Rechtsmittelbelehrung in dieser Verf�gung lautete wie folgt:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Kantonsgericht in 6430 Schwyz Berufung eingereicht werden. Die Berufung ist schriftlich und begr�ndet (mindestens im Doppel) einzureichen und hat die Berufungsantr�ge zu enthalten. Mit der Berufung kann geltend gemacht werden: a) unrichtige Rechtsanwendung; b) unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Diese Verf�gung wurde den Beschwerdef�hrern am 20. Dezember 2011 zugestellt.
Gegen die bezirksgerichtliche Verf�gung vom 16. Dezember 2011 erhoben die Beschwerdef�hrer am 12. Januar 2012 (Postaufgabe) beim Kantonsgericht Schwyz Berufung. Nachdem das Kantonsgericht den Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme zur Frage der Fristwahrung gegeben hatte, trat es mit Beschluss vom 12. April 2012 auf die Berufung wegen versp�teter Einreichung nicht ein.
Dem Bundesgericht beantragen die Beschwerdef�hrer in ihrer Beschwerde in Zivilsachen vom 18. Mai 2012, der Beschluss vom 12. April 2012 sei aufzuheben und die Sache zur Beurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
Zudem ersuchen sie um aufschiebende Wirkung. Das Kantonsgericht hat auf eine Stellungnahme dazu verzichtet (Schreiben vom 25. Mai 2012). Die Beschwerdegegner haben auf Abweisung des Gesuchs geschlossen (Vernehmlassung vom 31. Mai 2012). Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 6. Juni 2012 die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Der angefochtene Endentscheid (Art. 90 BGG) betrifft eine privatrechtliche Baueinsprache, mit der geltend gemacht werden kann, ein Bauvorhaben verstosse gegen privatrechtliche Anspr�che des Einsprechers (BRUNNER, Der Bauverbotsprozess unter besonderer Ber�cksichtigung der privatrechtlichen Baueinsprache, 1997, S. 11). Vorliegend bringen die Beschwerdef�hrer haupts�chlich vor, das Bauvorhaben der Beschwerdegegner verletze Rechte aus Dienstbarkeiten. Es handelt sich damit um eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, wobei die erforderliche Streitwertgrenze erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Das Kantonsgericht hat als oberes Gericht kantonal letztinstanzlich auf Rechtsmittel hin entschieden (Art. 75 BGG). Die im �brigen fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig.
1.2 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Beschwerdef�hrer m�ssen sich wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen. Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) geltend gemacht wird (Art. 106 Abs. 2 BGG); das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176 mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrer halten eingangs ihrer Beschwerde fest (zus�tzlich zu ihrer in der Beschwerde enthaltenen Begr�ndung), sie w�rden ausdr�cklich an ihren Ausf�hrungen im kantonalen Verfahren festhalten. Die Beschwerdebegr�ndung muss in der Beschwerdeschrift an das Bundesgericht selbst enthalten sein und der blosse Verweis auf die fr�heren Rechtsschriften reicht nicht aus (BGE 138 III 252 E. 3.2 S. 258). Insofern ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Soweit die Beschwerdef�hrer zudem einleitend "weitere Ausf�hrungen in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht sowie die Nennung weiterer Beweismittel ausdr�cklich" vorbehalten, sind sie von vornherein auf Art. 99 Abs. 1 und Art. 100 Abs. 1 BGG zu verweisen (zur Unzul�ssigkeit der Beschwerdeerg�nzung nach Ablauf der Beschwerdefrist vgl. BGE 138 II 217 E. 2.5 S. 221).
2.1 Strittig ist vorliegend, ob die Berufung der Beschwerdef�hrer an das Kantonsgericht gegen die bezirksgerichtliche Verf�gung vom 16. Dezember 2011 fristgerecht erfolgt ist.
2.2 Gem�ss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung innert 30 Tagen seit Zustellung des begr�ndeten Entscheids beziehungsweise seit der nachtr�glichen Zustellung der Entscheidbegr�ndung schriftlich und begr�ndet einzureichen. Richtet sie sich gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid, betr�gt die Frist zur Einreichung der Berufung zehn Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO).
Art. 145 Abs. 1 ZPO regelt den Stillstand gesetzlicher und gerichtlicher Fristen w�hrend der Gerichtsferien. F�r das Schlichtungsverfahren und das summarische Verfahren gilt dieser Fristenstillstand nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). Die Parteien sind auf die Ausnahmen nach Art. 145 Abs. 2 ZPO hinzuweisen (Art. 145 Abs. 3 ZPO).
2.3 In tats�chlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die bezirksgerichtliche Verf�gung vom 16. Dezember 2011 dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer am 20. Dezember 2011 zugestellt wurde. Die Beschwerdef�hrer haben sodann am 12. Januar 2012 ihre Berufung zuhanden des Kantonsgerichts der Schweizerischen Post �bergeben. Unstreitig ist zudem, dass die Rechtsmittelbelehrung des Bezirksgerichts auf die 30-t�gige Berufungsfrist verwies und keinen Hinweis im Sinne von Art. 145 Abs. 3 ZPO enthielt (vgl. Lit. A oben).
2.4 Die Beschwerdef�hrer beanstanden die kantonsgerichtliche Beurteilung der bezirksgerichtlichen Rechtsmittelbelehrung vor Bundesgericht einzig in Bezug auf die Frage des Fristenstillstands, nicht hingegen bez�glich der falschen Fristangabe (30 Tage statt 10 Tage), da f�r sie aus Art. 314 ZPO zweifelsfrei ersichtlich gewesen sei, dass die Berufungsfrist 10 Tage betrage.
Das Kantonsgericht ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, die Berufung sei versp�tet erfolgt. Die Ausnahme vom Fristenstillstand gem�ss Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO gelte auch f�r das Rechtsmittelverfahren und damit auch f�r die Berufungsfrist. Diese sei deshalb vom 18. Dezember 2011 bis und mit 2. Januar 2012 nicht stillgestanden und die Beschwerdef�hrer h�tten die Berufung demnach erst nach Ablauf der zehnt�gigen Frist gem�ss Art. 314 Abs. 1 ZPO eingereicht.
Daran �ndere nichts, dass in der Rechtsmittelbelehrung der bezirksgerichtlichen Verf�gung der Hinweis auf die Nichtgeltung des Fristenstillstands bei summarischen Verfahren gem�ss Art. 145 Abs. 3 i.V.m. Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO fehle. Wie aus der Berufungsschrift vom 12. Januar 2012 hervorgehe, habe der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer Kenntnis vom fehlenden Fristenstillstand nach Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO gehabt. Berufe er sich nun trotz dieser Kenntnis auf den fehlenden Hinweis in der Rechtsmittelbelehrung, handle er wider Treu und Glauben (Art. 52 ZPO).
3.2 Die Beschwerdef�hrer legen vor Bundesgericht dar, die Ausnahme vom Fristenstillstand gem�ss Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO betreffe nur das erstinstanzliche summarische Verfahren, nicht hingegen das Rechtsmittelverfahren. Sodann h�tte selbst dann, wenn Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO auf das Rechtsmittelverfahren anwendbar gewesen w�re, der Fristenstillstand gelten sollen, da die bezirksgerichtliche Rechtsmittelbelehrung den Hinweis gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO nicht enthalte. Schliesslich sei die Geltendmachung des fehlenden Hinweises gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO auch nicht rechtsmissbr�uchlich.
Im Ergebnis h�tten sie deshalb die Berufung vom 12. Januar 2012 innerhalb der Berufungsfrist von zehn Tagen eingereicht.
3.3 Die Beschwerdegegner f�hren an, Art. 145 ZPO sei auch auf das Rechtsmittelverfahren anwendbar. Zudem bleibe die Praxis zu falschen Rechtsmittelbelehrungen trotz der Hinweispflicht in Art. 145 Abs. 3 ZPO anwendbar. H�tten demnach die anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer vorliegend um die Ausnahme vom Fristenstillstand gewusst, habe der unterlassene Hinweis von vornherein keine Folgen.
4.1 Gem�ss Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO gilt der Fristenstillstand f�r "das summarische Verfahren" nicht. Nachfolgend ist zu er�rtern, ob dieser Hinweis auf das summarische Verfahren nicht nur das erstinstanzliche Summarverfahren (Art. 248 ff. ZPO), sondern auch das Rechtsmittelverfahren gegen einen Summarentscheid umfasst.
4.2 In der Lehre und kantonalen Praxis wird einhellig bejaht, dass der Fristenstillstand bei einem Rechtsmittel gegen einen erstinstanzlichen Summarentscheid nicht gilt, demnach Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO auch auf die Frist f�r die Berufung gegen einen Summarentscheid anwendbar ist (vgl. beispielsweise HUNGERB�HLER, in: Brunner/Gasser/ Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2011, N. 3 zu Art. 314 ZPO; JEANDIN, in: Code de proc�dure civile comment�, 2011, N. 3 zu Art. 314 ZPO; JACQUEMOUD-ROSSARI, Les voies de recours, in: Le Code de proc�dure civile - Aspects choisis, 2011, S. 121 f.; TREZZINI, in: Cocchi/Trezzini/Bernasconi [Hrsg.], Commentario al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2011, S. 1373; REETZ/HILBER, in: Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2010, N. 6 f., N. 13 und N. 22 zu Art. 314 ZPO; GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 2 zu Art. 314 ZPO; TAPPY, Les voies de droit du nouveau Code de proc�dure civile, JdT 2010 III 122; STAEHELIN/STAEHELIN/ GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2008, � 26 N. 15; Entscheid FS.2012.1 des Kantonsgerichts St. Gallen vom 29. M�rz 2012; Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Januar 2012, das dem Urteil 5D_21/2012 vom 20. Februar 2012 zugrunde liegt; Urteil ZK1 11 33 des Kantonsgerichts Graub�nden vom 18. Juli 2011 E. 1a/ab).
4.3 Das Bundesgericht hat sich zu dieser Frage noch nicht ge�ussert. Die Gesetzesauslegung hat deshalb zu beantworten, ob sich die Ausnahme gem�ss Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO auch auf die Berufungsfrist gegen Entscheide des summarischen Verfahrens bezieht.
Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht klar und sind verschiedene Interpretationen m�glich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Ber�cksichtigung aller Auslegungselemente, namentlich des Zwecks, des Sinns und der dem Text zugrunde liegenden Wertungen. Wichtig ist ebenfalls der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt. Vom klaren, das heisst eindeutigen und unmissverst�ndlichen Wortlaut darf nur ausnahmsweise abgewichen werden, wenn triftige Gr�nde daf�r vorliegen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus ihrem Grund und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit andern Vorschriften ergeben (BGE 138 III 166 E. 3.2 S. 168; 137 III 470 E. 6.4 S. 472).
4.4.2 Art. 138 Abs. 2 lit. b des Vorentwurfs der Expertenkommission zur ZPO vom Juni 2003 (nachfolgend VE-ZPO) verwies zus�tzlich in Klammer auf die entsprechenden Artikel des summarischen Verfahrens (damals Art. 258 VE-ZPO, heute Art. 248 ff. ZPO). Dieser Zusatz wurde in Art. 143 Abs. 2 lit. c des Entwurfs vom 28. Juni 2006 zur ZPO (nachfolgend E-ZPO; BBl 2006 7444) nicht mehr aufgef�hrt. Das vorliegend aufgeworfene Problem wurde im Gesetzgebungsverfahren nicht thematisiert.
4.4.3 Art. 145 ZPO findet sich im 1. Teil ("Allgemeine Bestimmungen") der Zivilprozessordnung. Die Bestimmung umfasst sowohl gesetzliche als auch richterliche Fristen. Zu den gesetzlichen Fristen z�hlen namentlich die Rechtsmittelfristen. Art. 145 ZPO bezieht sich demnach aufgrund seiner Stellung als auch seines Inhalts auch auf das Rechtsmittelverfahren.
4.4.4 Typisches Merkmal des summarischen Verfahrens ist neben der Flexibilit�t dessen Schnelligkeit (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur ZPO [nachfolgend Botschaft ZPO], BBl 2006 7349 Ziff. 5.17; BGE 138 III 252 E. 2.1 S. 254). Das Ziel der Verfahrensbeschleunigung soll nicht nur im erstinstanzlichen Verfahren gelten, sondern auch im Rechtsmittelverfahren, weshalb eine verk�rzte Rechtsmittelfrist gilt (Art. 314 Abs. 1 und Art. 321 Abs. 2 ZPO). Hinzu kommt, dass die Regeln �ber das summarische Verfahren auch f�r das Berufungsverfahren gelten (vgl. BGE 138 III 252 E. 2.1 S. 254).
4.4.5 Aus diesen Gr�nden wird ersichtlich, dass die Ausnahme nach Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO auch im Rechtsmittelverfahren gelten muss. Dieses Ergebnis dr�ngt sich auch aus einem anderen Grund auf: Im bundesgerichtlichen Verfahren gilt der Fristenstillstand f�r die vorsorglichen Massnahmen nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG; die in Art. 46 Abs. 2 und Art. 98 BGG verwendeten Begriffe der vorsorglichen Massnahme sind im Bereich der Zivilsachen gleichbedeutend: BGE 135 III 430 E. 1.1 S. 431; 134 III 667 E. 1.3 S. 668). W�rde man Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO einzig auf das erstinstanzliche Verfahren anwenden, h�tte dies zur Folge, dass diejenigen vorsorglichen Massnahmen nach Art. 98 BGG, die im Summarverfahren gem�ss ZPO ergehen, nur vor der ersten Instanz und vor dem Bundesgericht vom Fristenstillstand ausgenommen w�ren, nicht aber vor der zweiten Instanz (vgl. dazu TAPPY, in: Code de proc�dure civile comment�, 2011, N. 15 zu Art. 145 ZPO).
5.1 Das Kantonsgericht hat demnach grunds�tzlich zu Recht den Fristenstillstand gem�ss Art. 145 Abs. 1 ZPO f�r die Berechnung der Berufungsfrist nicht beachtet. Es bleibt zu pr�fen, ob der fehlende Hinweis gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO daran etwas zu �ndern vermag.
5.2 Nach Art. 238 lit. f ZPO hat der Entscheid eine Rechtsmittelbelehrung zu enthalten, sofern die Parteien auf die Rechtsmittel nicht verzichtet haben. Diese Bestimmung des ordentlichen Verfahrens gilt auch f�r im summarischen Verfahren ergangene Entscheide (Art. 219 ZPO). Da die Ausnahme vom Fristenstillstand nach Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO wie erw�hnt auch auf das Rechtsmittelverfahren Anwendung findet, bildet der Hinweis gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO Bestandteil der Rechtsmittelbelehrung.
Nachfolgend ist zu er�rtern, welche Bedeutung der Hinweispflicht nach Art. 145 Abs. 3 ZPO zukommt.
5.3 Nach einem �berwiegenden Teil der Lehre ist die Hinweispflicht zwingend und bewirkt deren Fehlen, dass der Fristenstillstand entgegen Art. 145 Abs. 2 ZPO gilt (vgl. beispielsweise MERZ, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], a.a.O., N. 17 zu Art. 145 ZPO; TREZZINI, a.a.O., S. 613, wonach der Hinweis eine "conditio sine qua non" f�r die Ausnahme vom Fristenstillstand darstelle; STAEHELIN, in: Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N. 4 zu Art. 145 ZPO; REETZ, in: Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N. 23 zu Vorbemerkungen Art. 308-318 ZPO; HOFFMANN-NOWOTNY, in: Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2010, N. 9 zu Art. 145 ZPO; MARBACHER, in: Baker & McKenzie [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 7 zu Art. 145 ZPO; GASSER/RICKLI, a.a.O., N. 5 zu Art. 145 ZPO; STAEHELIN/STAEHELIN/ GROLIMUND, a.a.O., � 17 N. 11). BENN weist zus�tzlich darauf hin, dass die bundesgerichtliche Praxis zu den fehlerhaften Rechtsmittelbelehrungen, wonach die Partei sich nur auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung verlassen darf, wenn dies nicht gegen Treu und Glauben verst�sst, aufgrund des klaren Wortlauts von Art. 145 Abs. 3 ZPO nicht angewendet werden sollte (BENN, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 8 zu Art. 145 ZPO). Gleicher Meinung sind implizit wohl auch HOFMANN/L�SCHER, nach denen die - auf Treu und Glauben beruhende - Hinweispflicht auch gegen�ber anwaltlich vertretenen Parteien gilt (HOFMANN/L�SCHER, Le Code de proc�dure civile, 2009, S. 25 und S. 75).
Gegenteiliges vertritt hingegen TAPPY, nach dem die erw�hnte Rechtsfolge (Geltung des Fristenstillstands bei fehlendem Hinweis) unter dem Vorbehalt steht, dass die Partei gest�tzt auf die Praxis zu fehlerhaften Rechtsmittelbelehrungen in ihrem Vertrauen nicht zu sch�tzen ist (TAPPY, in: Code de proc�dure civile comment�, 2011, N. 16 zu Art. 145 ZPO). In der kantonalen Praxis haben etwa die Kantonsgerichte der Kantone Waadt und Freiburg diese Lehrmeinung �bernommen und wenden Art. 145 Abs. 2 ZPO (das heisst kein Fristenstillstand) auch bei fehlendem Hinweis nach Art. 145 Abs. 3 ZPO in der Rechtsmittelbelehrung an, sofern die Partei anwaltlich vertreten ist (Urteil des Kantonsgerichts Freiburg 101 2012-89 vom 25. April 2012; Urteil des Kantonsgerichts Waadt HC/2012/28 vom 18. November 2011 E. 4).
5.4.1 Der Wortlaut von Art. 145 Abs. 3 ZPO auferlegt dem Gericht die Pflicht, die Parteien auf die Ausnahmen vom Fristenstillstand (Art. 145 Abs. 2 ZPO) hinzuweisen. Die Hinweispflicht gilt nach dem Gesetzestext f�r die "Parteien", wobei nicht danach unterschieden wird, ob diese anwaltlich vertreten sind oder nicht (anders als beispielsweise bei der Aufkl�rungspflicht gem�ss Art. 97 ZPO).
5.4.2 Art. 145 Abs. 3 ZPO verfolgt den Zweck, in Bezug auf den Fristenstillstand Rechtssicherheit zu schaffen. Insoweit sollte dem Gericht - und nicht den Parteien - die Pflicht �bertragen werden, dies im Auge zu behalten und darauf aufmerksam zu machen. F�r die Ausnahmen vom Fristenstillstand sollten sich die Parteien auf die Ausf�hrungen des Gerichts verlassen d�rfen.
Dieser Zweck der Hinweispflicht w�rde f�r sich aber noch nicht ausschliessen, das Vertrauen der Partei in den falschen oder fehlenden Hinweis auf die Ausnahme gem�ss Art. 145 Abs. 2 ZPO auszuschliessen. Denn das Vertrauen einer Partei in eine falsche oder unvollst�ndige Rechtsmittelbelehrung wird nur dann gesch�tzt, wenn sie sich nach Treu und Glauben (nunmehr Art. 52 ZPO) auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung verlassen durfte. Wer die Unrichtigkeit erkannte oder h�tte erkennen k�nnen, verdient keinen Schutz (vgl. zu dieser Praxis BGE 138 I 49 E. 8.3 S. 53 f.; 135 III 374 E. 1.2.2.1 S. 376).
5.4.3 Zu pr�fen ist, ob die Materialien zuverl�ssigen Aufschluss dar�ber geben, welche Bedeutung der Hinweispflicht gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO zukommt. Nach st�ndiger Rechtsprechung stellen die Materialien gerade bei j�ngeren Gesetzen ein wichtiges Erkenntnismittel dar, von dem im Rahmen der Auslegung stets Gebrauch zu machen ist (BGE 137 III 470 E. 6.5.2 S. 472 mit Hinweisen).
Art. 138 Abs. 3 VE-ZPO hatte bereits fast denselben Wortlaut wie der heutige Art. 145 Abs. 3 ZPO und lautete wie folgt: "Die Parteien sind auf die Ausnahmen vom Stillstand der Fristen hinzuweisen." Der Bericht zum Vorentwurf der Expertenkommission vom Juni 2003 f�hrte dazu in der Kommentierung zu Art. 138 VE-ZPO Folgendes aus: "Das Gericht muss die Parteien auf eine solche Ausnahme hinweisen (Abs. 3). Es handelt sich hierbei nicht lediglich um eine Ordnungsvorschrift, sondern dieser Hinweis ist konstitutiv f�r den ausnahmsweisen Fristenlauf w�hrend der Gerichtsferien. Wird er unterlassen, so stehen die Fristen still." Diese Kommentarstelle versah die Expertenkommission mit einem Verweis auf die entsprechende Praxis im Kanton Z�rich (HAUSER/SCHWERI, Kommentar zum z�rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, 2002, N. 17 zu � 140 GVG; diese z�rcherische Praxis geht zur�ck auf einen Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. April 1978, in: SJZ 74/1978 S. 196).
Trotz einiger Kritik im Vernehmlassungsverfahren (vgl. dazu die Zusammenstellung der Vernehmlassungen zum Vorentwurf f�r ein Bundesgesetz �ber die Schweizerische Zivilprozessordnung, 2004, S. 384 f.; JACQUEMOUD-ROSSARI, Les parties et les actes des parties; le d�faut; la notification et les d�lais, in: Le Projet de Code de proc�dure civile f�d�rale, 2008, S. 128) wurde die Bestimmung in Art. 143 Abs. 3 E-ZPO (BBl 2006 7444) beibehalten und enthielt bereits den heutigen Wortlaut von Art. 145 Abs. 3 ZPO. Die Botschaft zur ZPO pr�zisierte dies wie folgt (Botschaft ZPO, BBl 2006 7309 Ziff. 5.9.3 zu Art. 143 E-ZPO): "Das Gericht muss die Parteien auf diese Ausnahmen hinweisen (...). Fehlt der Hinweis, stehen die Fristen gleichwohl still." Art. 143 Abs. 3 E-ZPO gab weder in den vorberatenden Kommissionen noch in den eidgen�ssischen R�ten zu Diskussionen Anlass.
Die Hinweispflicht gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO stellt demnach eine G�ltigkeitsvorschrift dar. Dem Gesetzgeber war zudem (was insbesondere aus dem Verweis auf die zitierte Praxis des Kantons Z�rich ersichtlich wird) durchaus bewusst, dass die Hinweispflicht gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO auch auf die Rechtsmittelbelehrungen Anwendung finden w�rde. Angesichts dieser ausdr�cklichen Statuierung der Hinweispflicht (die sich beispielsweise in anderen Bundesgesetzen wie Art. 22a VwVG nicht findet) bleibt - insbesondere gest�tzt auf die klaren Materialien - nun aber kein Spielraum, um die konstitutive Hinweispflicht dadurch aufzuweichen, als sich die Parteien einzig darauf berufen k�nnten, wenn sie den Mangel nicht erkannten oder h�tten erkennen k�nnen. Offensichtlich nimmt der Gesetzgeber mit dieser Regelung in Kauf, dass die Hinweispflicht gem�ss Art. 145 Abs. 3 ZPO in gewissem Sinn absolut gilt.
5.5 Die Beschwerde erweist sich demnach insoweit als begr�ndet. Ist der Fristenstillstand mangels entsprechendem Hinweis in der Rechtsmittelbelehrung zu beachten, ist die Berufung rechtzeitig erfolgt (Art. 145 Abs. 1 lit. c, Art. 146 Abs. 1 und Art. 143 Abs. 1 ZPO) und ist das Kantonsgericht zu Unrecht von einer versp�teten Berufung ausgegangen. Es er�brigt sich demnach, die weiteren von den Beschwerdef�hrern erhobenen R�gen zu pr�fen (BGE 136 III 534 E. 4.4 S. 538).
6.1 Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde gutgeheissen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der angefochtene Beschluss ist aufzuheben und die Sache zur weiteren Behandlung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
6.2 F�r die Verteilung der Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens gilt eine R�ckweisung zu erneutem Entscheid mit offenem Ausgang als Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7 S. 271; Urteil 2C_60/2011 vom 12. Mai 2011 E. 2.4).
Die Beschwerdegegner werden demnach unter solidarischer Haftung kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 und Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 12. April 2012 wird aufgehoben. Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.
Die Beschwerdegegner haben die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 3'000.-- unter solidarischer Haftung zu entsch�digen.

References: Art. 45
 Art. 42
 Art. 99
 Art. 100
 BGE 
 Art. 311

Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 314
 Art. 145
 Art. 314
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 145
 Art. 138
 Art. 258
 Art. 248
 Art. 143
 Art. 145
 Art. 145
 BGE 
 Art. 321
 BGE 
 Art. 145
 Art. 46
 Art. 98
 BGE 
 Art. 145
 Art. 98
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 238
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 308
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 97
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 52
 BGE 
 Art. 145

Art. 138
 Art. 145
 Art. 138
 Art. 143
 Art. 145
 Art. 143
 Art. 143
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 22
 Art. 145
 Art. 146
 Art. 143
 Art. 68