Source: https://blog.llz.uni-halle.de/
Timestamp: 2018-05-24 21:39:47+00:00

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@LLZ | Zentrum für multimediales Lehren und Lernen | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Posted on 18. Mai 2018 by Lavinia Ionica
Das Internet und die Vernetzung von Lehrenden bieten ein Füllhorn von Lehr-Lern-Materialien. Für Lehrende wird eine neue Arbeitsteilung möglich: Nicht jede*r muss alles selbst machen oder kaufen. Jeder*r kann Materialien wiederverwenden und verändern, die andere Kolleg*innen erarbeitet haben. Open Educational Resources (OER) zeigen, wie das mit Freude, Vielfalt, Qualität und Rechtssicherheit funktioniert.
Für den Austausch hat sich in den letzten Jahren das OERCamp als höchste innovative Form der Fortbildung etabliert. Bei OERcamps treffen sich Akteure aus allen Bildungsbereichen und Bundesländern, um miteinander und voneinander zu lernen. Die Menschen beim OERcamp warten nicht auf politische Reformen, sondern nehmen Ihre Fortbildung in Sachen digitale Bildung selbst in die Hand!
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Das nächste OERcamp findet vom 25.5. – 26.5.2018 in Leipzig statt.
Die Anmeldung ist kostenlos. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt und werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben. www.oercamp.de/18/ost/
Gründung eines Netzwerks der OER-Akteure in Sachsen-Anhalt
Auch in Sachsen-Anhalt werden Open Educational Resources in allen Bildungsbereichen eingesetzt. Es mangelt jedoch an Sichtbarkeit der Ressourcen und der Akteuren.
Auf dem OERCamp18 Ost ist die Gründung eines Netzwerks „OER-LSA“ geplant, das Open Educational Resources sichtbar macht und Akteure aus Sachsen-Anhalt über Bildungsbereiche hinweg vernetzt.
Es werden interessierte Personen aller fachlich involvierten Bildungseinrichtungen, Vereine und Initiativen aus Sachsen-Anhalt zum Mitmachen aufgerufen. Möchten Sie regelmäßige Informationen vom Netzwerk OER-LSA erhalten? Nutzen Sie hierfür die Online-Registrierung des Netzwerkes. Online-Registrierung
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Haben Sie diesen Sommer schon was vor?
Posted on 3. Mai 2018 by Lavinia Ionica
Das Hochschulforum Digitalisierung veranstaltet vom 25. bis 27. Juli 2018 eine Summer School für 30 Teilnehmende aus der Lehre und aus Medien- und Didaktikzentren. In interaktiven Formaten tauschen sie Erfahrungen aus und lernen von- und miteinander, wie die Digitalisierung von Lehren und Lernen in ihrer Hochschule gestaltet und befördert werden kann.
Die dreitägige Veranstaltung bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und von- und miteinander zu lernen, wie die Digitalisierung von Lehren und Lernen in ihrer Lehre bzw. Hochschule gestaltet und befördert werden kann.
Alle Teilnehmenden bringen eine konkrete Herausforderung aus ihrer Lehre/Hochschule mit, die sie bei der HFD Summer School bearbeiten möchten. Hierfür nutzen wir das Format der Kollegialen Beratung: In kleinen Gruppen beraten sich die Teilnehmenden wechselseitig zu ihren “Fällen” und entwickeln gemeinsam Lösungsideen.
Inspiration gibt es an allen drei Tagen durch Workshops und Lightning Talks, bei denen die Teilnehmenden eigene Themen setzen und gute Praxisbeispiele aus ihrer Hochschule vorstellen können. Internationale Referenten ermöglichen den Blick über den Tellerrand.
Bewerbungen sind bis zum 18. Mai 2018 möglich: https://hochschulforumdigitalisierung.de/summer-school-2018
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@ward 2018 – die Bewerbungsphase beginnt. Bewerben Sie sich!
Posted on 30. April 2018 by Elisa Thieme
Die neue Bewerbungsphase für den @ward 2018 – Lehrpreis für multimediales Lehren und Lernen beginnt. In diesem Jahr wird der Preis, der das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren soll, zum fünften Mal verliehen.
Sie haben eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung gehalten oder arbeiten an einem Konzept dafür? Dann bewerben Sie sich!
Für die Preisträger beider Kategorien ist eine wissenschaftliche Hilfskraft für ein Semester à 40 Stunden/Monat vorgesehen. Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten des @LLZ.
Bewerben können sich alle Lehrenden der MLU. Zudem können gelungene multimedial gestützte Lehrveranstaltungen von Studierenden sowie von Kollegen und Kolleginnen nominiert werden.
Hier geht es zur Bewerbung bzw. Nominierung.
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6. Abschlussveranstaltung im Rahmen der Weiterbildungsreihe „Multimediale Lehre“
Posted on 17. April 2018 by Wenke Müller
Seit Januar 2015 bietet das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) der MLU das Zertifikat “Multimediale Lehre” an. Die im Rahmen des Zertifikatsprogramms erworbenen mediendidaktischen und technischen Kompetenzen versetzen Lehrende in die Lage, E-Learning-Szenarien in der eigenen Lehre umzusetzen. Um die Verbindung zwischen Weiterbildungsveranstaltung und Praxis zu unterstützen, ist ein wichtiger Bestandteil des Zertifikats die Erstellung eines Konzepts für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung. Die Konzepterstellung wird von einem umfangreichen Feedbackprozess begleitet und endet im Rahmen einer Konzeptvorstellung, der interessierte Lehrende sowie MitarbeiterInnen des @LLZ beiwohnen.
Am 12.04.2018 fand zum sechsten Mal eine Abschlussveranstaltung im Rahmen der Weiterbildungsreihe „Multimediale Lehre“ des @LLZ statt.
Dr. Michael Gerth (Geschäftsführer @LLZ) überreicht Annabell Blaue ihre Zertifikatsurkunde (Foto: Alfred Kuhn)
Dabei wurde Annabell Blaue zur insgesamt 16. Zertifikatsabsolventin, die das Weiterbildungsangebot erfolgreich absolviert und mit der Präsentation eines gelungenen Konzepts für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung abgeschlossen hat.
Im Mittelpunkt ihrer Konzeption steht ein fakultatives Veranstaltungsangebot, welches voraussichtlich ab dem Wintersemester 2018/19 Studierenden im Bereich Strafrecht im 3. Fachsemester zur Verfügung stehen soll. Diese geplante „Ergänzungsarbeitsgemeinschaft Strafrecht III“ baut einerseits stark auf der selbstgesteuerten Tätigkeit der Arbeitsgruppen auf. Auf der anderen Seite wird das kooperative Lernen, das zum Großteil online erfolgt, durch ein umfassendes Betreuungs- und Unterstützungsangebot der Lehrenden begleitet.
Annabell Blaue (Foto: Alfred Kuhn)
Einen Überblick über alle aktuellen Veranstaltungen im Rahmen des Zertifikatsprogramms „Multimediale Lehre“ sowie Links zur Anmeldung finden Sie auf dieser Seite: http://www.llz.uni-halle.de/schulungen/veranstaltungsangebote/ .
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Fortsetzung der Webinarreihe: „Digitalisierung an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt“
Posted on 10. April 2018 by Lavinia Ionica
Die Webinarreihe „Digitalisierung an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt“ wird auch im Sommersemester 2018 fortgesetzt. Ab dem 18.04.2018 berichten Lehrende der Verbundhochschulen LSA über Projekte, Konzepte und gute Praxis digitaler Hochschullehre.
Insgesamt werden im Zeitraum von April bis Juli 2018 fünf einstündige Webinare angeboten. Die Webinarreihe findet an ausgewählten Wochentage von 14 bis 15 Uhr statt. Der erste Termin findet am Mittwoch, den 18.04.2018 von 10 bis 11 Uhr statt.
Die Webinare werden mit der Software AdobeConnect durchgeführt. Für die Teilnahme benötigen Sie einen Computer mit Internetzugang und ein Headset (Kopfhörer und Mikrofon).
Über folgenden Link gelangen Sie in den Webinarraum: https://webconf.vc.dfn.de/webinarreihe2/ . Gegebenenfalls müssen Sie sich die aktuelle Version des Flash Players sowie das Adobe Connect Add-In herunterladen und installieren.
Die Webinarreihe wird vom Netzwerk für digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt (Verbundprojekt HET LSA) angeboten. Die Organisation und die Durchführung der Reihe wurde durch die Zusammenarbeit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Hochschule Merseburg realisiert.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Termine und Themen.
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Posted on 3. April 2018 by Anja Schulz
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Posted on 26. März 2018 by Ulrike Grabe
Am Donnerstag, den 15. März 2018 fand an der Universität Halle die internationale ILIAS Development Conference des ILIAS open source e-Learning e.V. statt. Gastgeber waren das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (LLZ) und das IT-Servicezentrum (ITZ). Entwickler von Hochschulen und privaten Institutionen aus dem Ausland und dem gesamten Bundesgebiet waren vor Ort, um die Weiterentwicklung von ILIAS zu diskutieren.
Start in die ILIAS Development Conference (Foto MG | LLZ)
ILIAS ist das zentrale Learning Management System der Martin-Luther-Universität und essentiell für die Umsetzung digitaler Lehr- und Lernszenarien. Es wird in Halle außerdem als dedizierte Prüfungsplattform im Rahmen des E-Assessment eingesetzt.
Neben dem Entwicklungsstatus für die kommende ILIAS 5.4-Version wurden dem Developerteam verschiedene Arbeitsprojekte, z. B. die Überarbeitung des Seiteneditors und des Layouts, vorgestellt und diskutiert. Auch das Thema Plattform-Sicherheit stand auf der Tagesordnung.
Nach dem formellen Teil folgte das bereits traditionelle DevConf-Dinner, bei dem die Vernetzung der beteiligten Hochschulen und anderen Institutionen in geselliger Runde fortgesetzt wurde.
Agenda der ILIAS Development Conference (Foto UG | LLZ)
Der Entwicklerkonferenz gingen am Mittwoch die Treffen der Special Interest Groups (SIG) voran. Es trafen sich die SIG Performance, Portfolio und Kompetenzmanagement sowie Recht & E-Learning. Heiß diskutiertes Thema war die ab Mai 2018 anzuwendende europäische Datenschutzgrundverordnung, die insbesondere an private Anbieter, die ILIAS einsetzen, erweiterte Anforderung bei der Beachtung des Schutzes personenbezogener Daten stellt. Damit wurde eine bereits in den Foren der SIG im Portal ilias.de geführte Diskussion vor Ort fortgeführt und der Wissensaustausch zwischen den Mitgliedern vorangetrieben.
Auf großen Zuspruch stieß die am Abend folgende Führung durch das Landesmuseum für Vorgeschichte mit Besichtigung der Himmelsscheibe von Nebra. Die Besucher waren sowohl vom Museum mit der Himmelsscheibe als auch von der gesamten Stadt Halle begeistert.
Bericht aus den SIG (Foto UG | LLZ)
Die Konferenz endete am Freitag mit der Mitgliederversammlung des ILIAS e. V. Das nächste Treffen wird anlässlich der 17. Internationalen ILIAS-Konferenz am 6. und 7. September 2018 an der Hochschule Luzern stattfinden, zu dem Matthias Kunkel (Geschäftsführer des ILIAS open source e-Learning e.V.) herzlich einlud.
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Posted on 1. März 2018 by Ulrike Grabe
Im Juni 2017 beschloss der Bundestag die Einführung des neuen Unterabschnitts 4 „Gesetzlich erlaubte Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen“ in das Urheberrechtsgesetz. Dadurch wird eine Reihe bereits jetzt schon gesetzlich erlaubter Nutzungen an einer Stelle im Gesetz zusammengefasst und präzisiert. Gleichzeitig werden obsolet gewordene Vorschriften aus dem Gesetz verschwinden, so z. B. § 52a UrhG, der vollständig durch den neuen § 60a UrhG ersetzt wird, und § 53 Abs. 3 UrhG.
Diese Änderungen treten am 1. März 2018 in Kraft.
In der Tabelle „Regelungen zur Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials in Unterricht und Lehre ab 1. März 2018“, die in diesem Beitrag in Abschnitten wiedergegeben ist, finden Sie eine Gegenüberstellung der bisherigen Regelungen, die sich speziell auf die Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials in Unterricht und Lehre beziehen, und der neuen Regelungen in § 60a UrhG.
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die gesamte Übersicht aufzurufen.
Erlaubt ist nach § 60a UrhG der Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke „[z]ur Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen zu nicht-kommerziellen Zwecken”. Die Formulierung „zur Veranschaulichung im Unterricht” (§ 52a Abs. 1 UrhG) wird durch die Wendung „zur Veranschaulichung des Unterrichts”, wie sie bisher auch in § 53 Abs. 3 UrhG verwendet wurde, ersetzt, wodurch die bisher damit verbundenen Auslegungsschwierigkeiten entfallen. Der Begriff „Lehre” wird ergänzt. Letzteres dürfte nur kosmetischer Natur sein, da die Hochschullehre bereits in der alten Regelung des § 52a UrhG als vom Begriff des Unterrichts umfasst angesehen werden musste.
Waren bisher in § 53 Abs. 3 UrhG Unterricht und Prüfung noch getrennt aufgeführt, ist diese Unterscheidung nun aufgehoben. Die Formulierung „Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre” umfasst auch die dazugehörigen Prüfungen. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung heißt es dazu:
“Die Veranschaulichung kann ‚im‘ Unterricht erfolgen, aber auch davor oder danach. Daher erfasst die Vorschrift zum einen auch die Vor- und Nachbereitung der eigentlichen Unterrichtsstunden und zum anderen auch die Prüfungsaufgaben und Prüfungsleistungen, die im Verlauf und zum Abschluss des Unterrichts erstellt werden, sowie die Vor- und Nachbereitung von Prüfungen.” (S. 34)
Erlaubte Werkarten
§ 60a Abs. 1 UrhG erlaubt wie bereits § 52a UrhG die Verwendung veröffentlichter Werke aller Werkarten. Dies umfasst die in § 2 Abs. 1 UrhG aufgeführten Werkarten ebenso wie ggf. nicht normierte Werkarten, die die Definition des § 2 Abs. 2 UrhG erfüllen. Beispielhaft seien genannt: Sprachwerke, Lichtbildwerke, Filmwerke, wissenschaftliche oder technische Darstellungen. Einschränkungen werden in Absatz 3 des § 60a UrhG vorgenommen.
Erlaubter Umfang der Nutzung
Der Umfang der erlaubten Nutzung geschützter Werke ist durch einen festen Prozentsatz, aktuell 15 Prozent eines Werkes, in § 60a UrhG bestimmt. Bisher war die Nutzung im Gesetz durch die Formulierung “kleine Teile eines Werkes” beschrieben und durch den Rahmenvertrag zwischen der VG WORT und den Bundesländern auf 12 Prozent, jedoch nicht mehr als 100 Seiten, für Sprachwerke festgelegt.
Dieser Grundsatz wird zum einen durch die Aufzählung in Abs. 2 erweitert und zum anderen in Abs. 3 eingeschränkt. Vollständig genutzt werden dürfen Abbildungen (z. B. Fotos, Grafiken), einzelne Beiträge aus derselben Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift (z. B. Aufsätze, jedoch nicht die gesamte Ausgabe, wenn diese ausschließlich aus Aufsätzen besteht) und sonstige Werke geringen Umfangs (z. B. Beiträge in einer Monographie, Videos/Animationen und Musikstücke von maximal fünf Minuten Länge). Im Gesetzentwurf werden hierfür explizit genannt:
Druckwerke bis 25 Seiten,
(Musik-)Noten bis 6 Seiten,
Filme bis 5 Minuten,
Musik bis 5 Minuten.
Neu ist, dass auch vergriffene Werke vollständig genutzt werden dürfen.
Abweichend zu den früheren Regelungen wird die Verwendung von Beiträgen aus Zeitungen und Zeitschriften nun auf Fachzeitschriften und wissenschaftliche Zeitschriften beschränkt.
Einschränkung der Erlaubnis, insbesondere: Vervielfältigung von Schulbüchern und grafische Aufzeichnung von Musik (Noten)
§ 60a Abs. 3 UrhG schränkt die Erlaubnis des Absatz 1 insofern ein, als Live-Vorführungen und Aufführungen (z. B. Filmvorführung im Kino, Konzerte, Lesungen, Vorträge) nicht aufgezeichnet oder gestreamt werden dürfen. Hierfür ist die Erlaubnis des Rechteinhabers individuell einzuholen.
Laut Abs. 3 dürfen außerdem Vervielfältigungen von Schulbüchern an Schulen nicht erstellt und genutzt werden. Auch nach § 52a UrhG und § 53 Abs. 3 UrhG war dies nicht erlaubt. Hier griffen bisher jedoch vertragliche Vereinbarungen zwischen der VG WORT und den Bundesländern, die dennoch eine Vervielfältigung in geringem Umfang ermöglichten. Ob Vereinbarungen dieser Art erneut geschlossen werden, bleibt abzuwarten.
Des Weiteren nicht erlaubt ist die Vervielfältigung von (Musik-)Noten, soweit diese Vervielfältigung nicht für die öffentliche Zugänglichmachung dieser Noten notwendig ist. Die bisher geltende Regelung des § 53 Abs. 4 UrhG, die das händische Abschreiben von Noten erlaubt, bleibt in § 53 UrhG erhalten. Für die (maschinelle) Vervielfältigung muss eine vertragliche Vereinbarung, die es bisher für den Schulbetrieb gab, abgewartet werden.
Erlaubte Handlungen, insbesondere für digitale Lehrformate
§ 60a Abs. 1 UrhG zählt Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung und öffentliche Wiedergabe in sonstiger Weise als erlaubte Handlungen auf. Bisher waren in § 52a UrhG ausschließlich die öffentliche Zugänglichmachung (d. h. Bereitstellung im Internet) sowie in § 53 UrhG die Vervielfältigung und Verteilung an die Teilnehmenden des Unterrichts erlaubt. Durch Nennung der öffentlichen Wiedergabe in sonstiger Weise sind nun alle in § 15 Abs. 2 UrhG genannten Verwertungsarten im Rahmen des § 60a UrhG erlaubt. Dies sind insbesondere das Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht (z. B. Vorführen eines kurzen Videos von einer Internetplattform im Rahmen der Lehrveranstaltung, Vortragen einer Textpassage, die den Rahmen des Zitats sprengt) und das Senderecht (z. B. Nutzung geschützter Werke in regelmäßig terminierten Lehrveranstaltungen, die für entfernt wohnende Teilnehmende gestreamt werden). Im Gesetzentwurf wird hier beispielhaft die Vorlesung im Rahmen eines MOOCs genannt. Durch die Nennung aller unkörperlichen Verwertungsrechte des § 15 Abs. 2 UrhG wird Rechtssicherheit für onlinebasierte Lehr- und Lernformen geschaffen.
Anders als in den alten Regelungen wird der Sammelbegriff “Bildungseinrichtung” verwendet, der in § 60a Abs. 4 UrhG definiert ist. Dort werden die privilegierten Institutionen aufgezählt: „frühkindliche Bildungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen sowie Einrichtungen der Berufsbildung oder der sonstigen Aus- und Weiterbildung”. Neu hinzugekommen sind die frühkindlichen Bildungseinrichtungen (z. B. Kita). Außerdem sind Hochschulen mit der neuen Regelung für alle Nutzungshandlungen privilegiert. So dürfen jetzt insbesondere zusätzlich zur öffentlichen Zugänglichmachung auf Lernplattformen auch analoge Vervielfältigungen angefertigt und die entstandenen Kopien an die Teilnehmenden von Lehrveranstaltungen verteilt werden, was bisher an Hochschulen nicht erlaubt war.
Zu berücksichtigen ist, dass die Nutzung der Werke an den privilegierten Einrichtungen nur zu nicht-kommerziellen Zwecken gestattet ist. Ist also der Unterricht bzw. die Lehre auf Gewinnerzielung ausgerichtet (denkbar wären z. B. kostenpflichtige Masterstudiengänge oder andere Weiterbildungsangebote), so ist die Nutzung nicht erlaubt.
Erweiterter Teilnehmendenkreis
Die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in Unterricht und Lehre ist auf einen spezifischen Teilnehmendenkreis beschränkt. Dieser wird gegenüber den bisherigen Regelungen etwas erweitert und umfasst nun neben den Teilnehmenden und Lehrenden der konkreten Lehrveranstaltung auch KollegInnen der gleichen Einrichtung, die das Material ebenfalls für ihren Unterricht einsetzen, und Dritte, denen Unterrichtsergebnisse z. B. im Rahmen von (Hoch-)Schulveranstaltungen wie einem Weihnachtskonzert oder Tag der offenen Tür (Gesetzentwurf S. 35) präsentiert werden.
Vorrang des Gesetzes vor vertraglichen Vereinbarungen, Pauschalvergütung
Neu und für den rechtssicheren Umgang mit urheberrechtlich geschützten Materialien in Unterricht und Lehre essentiell sind die Vorschriften zum Vorrang der gesetzlichen Regelungen gegenüber individualvertraglichen Vereinbarungen und zur Vergütung.
Laut § 60g Abs. 1 UrhG gehen die gesetzlichen Regelungen des § 60a ff. UrhG vertraglichen Vereinbarungen vor. Vertragliche Vereinbarungen, die die dort normierten gesetzlichen Erlaubnisse betreffen und diese einschränken, sind ungültig.
§ 60h UrhG schreibt fest, dass die für die Nutzungen geschuldete Vergütung in Form einer pauschalen Vergütung oder basierend auf einer repräsentativen Stichprobe zu leisten ist. Dort heißt es genau:
„Eine pauschale Vergütung oder eine repräsentative Stichprobe der Nutzung für die nutzungsabhängige Berechnung der angemessenen Vergütung genügt.”
Dadurch ist die Ende 2016 vieldiskutierte Einzelabrechnung, die einen stark erhöhten administrativen Aufwand bedeutet hätte, endgültig keine Option mehr.
Selbstverständlich ist das Erfordernis der Quellenangabe für alle Nutzungen im Rahmen des § 60a UrhG. Genaueres hierzu regelt § 63 UrhG.
Dieser Beitrag wurde unter der CC BY-NC-SA 3.0 Lizenz veröffentlicht.
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Vorlesungsaufzeichnungen kurzzeitig nicht erreichbar
Posted on 6. Februar 2018 by Frauke Heinze
Aufgrund von Wartungsarbeiten wird am Freitag, den 9. Februar ab ca. 13:30 Uhr der Opencast-Server nicht erreichbar sein. Das heißt, es können keine Vorlesungsaufzeichnungen aufgerufen werden. Die Unterbrechung soll ca. 1 Stunde andauern.
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