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Timestamp: 2020-02-22 23:45:22+00:00

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BGH, 30.06.1969 - V ZR 47/66 - dejure.org
https://dejure.org/1969,1124
BGH, 30.06.1969 - V ZR 47/66 (https://dejure.org/1969,1124)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1969 - V ZR 47/66 (https://dejure.org/1969,1124)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1969 - V ZR 47/66 (https://dejure.org/1969,1124)
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Bestellung eines Erbbaurechts als Schadensersatzanspruch - Verschuldete Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens - Zulässigkeit eines Urteils unter Vorbehalt erbrechtlich beschränkter Haftung
NJW 1969, 2241
MDR 1969, 995
Da das nicht zulässig ist, muss das Berufungsurteil schon aus verfahrensrechtlichen Gründen aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen werden (vgl. Senat, Urteil vom 30. Juni 1969 - V ZR 47/66, NJW 1969, 2241; Urteil vom 24. Februar 1984 - V ZR 187/82, NJW 1984, 2213, 2214).
Ob einer Umdeutung des unzulässigen Grundurteils in ein Endurteil das Verbot der reformatio in peius entgegenstände, weil darin eine verbotswidrige Änderung der angefochtenen Entscheidung zum Nachteil des Beklagten als Rechtsmittelkläger läge (vgl. dazu etwa BGH, einerseits Urteil vom 30. Juni 1969 - V ZR 47/66 - NJW 1969, 2241, andererseits Urteile vom 24. Februar 1984 - V ZR 187/82 - NJW 1984, 2213 [2214] und vom 18. Januar 1991 - V ZR 11/90 - BGHZ 113, 232 [234]), mag auf sich beruhen.
Ebensowenig bedarf der Erörterung, ob der Berufungsantrag des Klägers eine solche Umdeutung decken würde (vgl. dazu BGH, Urteil vom 30. Juni 1969, aaO. S. 2241).
Ob die Bauunternehmen die kartellbedingten Preiserhöhungen nicht vollständig abgewälzt haben, inwiefern es also auf das klägerische Hilfsvorbringen ankommt, kann im Rahmen dieses Grundurteils, das zunächst nur den Hauptanspruch betrifft, dahinstehen (…siehe insofern z.B. BGH (U.v. 14.06.2002 - V ZR 70/01), juris, Leitsatz 1 i.V.m. Rn. 9; BGH (U.v. 30.690.1969 - V ZR 47/66), juris, Leitsatz 2;… Vollkommer in: Zöller, ZPO, 31. Aufl. 2016, § 304 Rn. 13 a)).
Eine Umdeutung des bei den vorliegenden Ansprüchen unzulässigen Grundurteils in ein (Teil-)Feststellungsurteil kommt - ganz abgesehen von der noch offenen Entscheidung über das Zurückbehaltungsrecht - schon deshalb nicht in Betracht, weil darin eine verbotswidrige Änderung (sogen. reformatio in peius) zum Nachteil des Beklagten als Rechtsmittelklägers läge (vgl. auch Senatsurteil vom 30. Juni 1969, V ZR 47/66, LM ZPO § 304 Nr. 30 a.E. = MDR 1969, 995, 996 a.E., wo eine solche Umdeutung nur als "erwägbar", nicht aber als möglich angesehen worden ist;… mißverständlich daher der Hinweis auf dieses Urteil bei Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 42. Aufl. § 304 Anm. 4 c).
d) Macht der Kläger einen Haupt- und einen Hilfsanspruch geltend (eventuelle Klagehäufung), so ist ein alternativ Haupt- und Hilfsanspruch umfassendes Grundurteil wegen der Unklarheit der Rechtskraft unzulässig (BGH NJW 69, 2241 [Schadensersatz in Naturalersatz und hilfsweise in Geld];… Musielak a.a.O. § 304, 27;… ausführlicher derselbe in MK a.a.O. § 304, 27;… Leipold a.a.O. § 304, 39;… Zöller/Vollkommer a.a.O. § 304, 13 a;… vgl. auch zum Grundurteil über den Hilfsantrag vor Verbescheidung der Abweisung des Hauptantrages: Reichold a.a.O. § 304, 19;… Zöller/Vollkommer a.a.O. § 304, 13 a).
Weiter führt die Rechtsbeschwerde an, das Beschwerdegericht sei in der Annahme, im vorliegenden Fall sei ein Grundurteil zulässig, vom Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1952 - V BLw 6/52 (RdL 1953, 107) und vom Urteil des Bundesgerichtshofs vom 30. Juni 1969 - V ZR 47/66 (NJW 1969, 2241) abgewichen.
Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 30. Juni 1969 - V ZR 47/66 befaßt sich mit der Frage, ob ein Urteil zulässig ist, das gleichzeitig alternativ den Hauptantrag und den Hilfsantrag der Klage für dem Grunde nach gerechtfertigt erklärt.
Ein Auflassungsanspruch kann nicht nach Grund und Betrag streitig sein, vielmehr kommt dies nur bei Ansprüchen auf Geld oder vertretbare Sachen vor (vgl. Senatsurteil vom 30. Juni 1969, V ZR 47/66 = NJW 1969, 2241; BGH Urteil vom 12. Juni 1975, III ZR 34/73 = NJW 1975, 1968).
Die Zulässigkeit eines Grundurteils wird dann in Zweifel zu ziehen sein, wenn es unzweckmäßig und verwirrend ist, die Entscheidung über Grund und Betrag zu trennen (BGH LM Nr. 18 zu § 304 ZPO), wenn das Grundurteil keine echte Vorentscheidung des Rechtsstreits ist (LM Nr. 16 zu § 304 ZPO) oder wenn Zweifel über die mögliche Rechtskraftwirkung des Grundurteils entstehen können (BGH NJW 69, 2241).
Das gilt auch für den Erlaß eines Grundurteils (…BGH Urt. v. 10. Juli 1975 - III ZR 28/73 - MDR 1975, 1007; vgl. auch BGH Urt. v. 30. Juni 1969 - V ZR 47/66 - LM ZPO § 304 Nr. 30).

References: BGH 
 BGH 
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 § 304
 BGH 
 § 304
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 BGH 
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