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Timestamp: 2017-08-24 10:48:22+00:00

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AnlegerPlus News 10/2012 by AnlegerPlus - issuu
UNTERNEHMEN MIFA wächst in neue Dimensionen SdK REALDEPOT Quartalszahlen im Fokus
Wiedereinstieg sinnvoll Im Dezember 2010 legten wir Ihnen die paragon AG als spekulativen Kauf bei 5 Euro ans Herz. Mit der Veröffentlichung überraschend guter Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr kam wieder etwas Dynamik in die Aktie, sodass aktuell ein Kursniveau von etwa 8,50 Euro erreicht wird Seite 8
Payom AG
Rechtzeitig gewarnt Gerade noch rechtzeitig – im Juni 2011 – hatten wir Sie davor gewarnt, die Anleihe der Payom Solar AG im Depot zu halten. Notierte die Anleihe damals noch bei 95,80 %, ist der Kurs mittlerweile auf 23 % zusammengeschrumpft Seite 10
www.AnlegerPlus.de | Nr. 10 2012 | ISSN 2191-5091
10|2012 INHALTSVERZEICHNIS
Unternehmensmeldungen Sky Deutschland AG
Coca-Cola Buchvorstellung
SdK Extra HV-Bericht MIFA AG
Vergleich Nestlé Impressum
Mit über 500 Marken im Portfolio ist Coca-Cola der weltweit größte Getränkekonzern. Angeführt vom Hauptgetränk Coca-Cola, der wertvollsten Marke auf diesem Erdball überhaupt, besitzt das Unternehmen 15 Marken, die jeweils über 1 Mrd. US-Dollar Umsatz generieren Seite 9
KURZMELDUNGEN Reizthema Dividendenkürzung | Gleiche Information für alle | Tipps zum SEB ImmoInvest | Diskriminierung deutscher Investmentfonds | Neuer Amundi ETF | Rekordverdächtige Steuereinnahmen | Die BaFin informiert...| BIP im Plus | Ordnungsruf gegen Inflation
EDITORIAL Hochsaison! Liebe Leserinnen und Leser, Weit über 200 Hauptversammlungstermine standen und stehen im Monat Mai auf dem deutschen HV-Kalender. An Spitzentagen halten bis zu 25 Gesellschaften mehr oder weniger parallel ihr alljährliches Aktionärstreffen ab – Hochsaison für interessierte Aktionäre, Aktionärsvertreter und alle anderen, die sich mit dem Thema Hauptversammlung (HV) beschäftigen. Überraschungen inklusive Die ersten Mai-Wochen haben es gezeigt: Aktionäre lassen sich nicht mehr alles gefallen. Vorbei die Zeiten, in denen auch schwierige Tagesordnungspunkte in schöner Regelmäßigkeit kommunistisch anmutende Zustimmungsraten erzielten. Dies zeigt sich am Beispiel der freenet AG deutlich. Die Drillisch AG, mit 21 % des Grundkapitals der mit Abstand größte freenet-Aktionär, wollte auf der HV am 9.5.2012 drei Aufsichtsratsposten für sich vereinnahmen. Es kam zum Streit mit dem Resultat, dass insgesamt vier Abstimmungsgänge nötig waren, bis sechs Aufsichtsratsmitglieder aus elf Kandidaten gewählt wurden. Auch der Vorstand der KST Beteiligungs AG hatte sich den HV-Tag wahrscheinlich schöner vorgestellt: Der Beschlussvorschlag zur Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands wurde abgelehnt. Interessante HVs voraus Doch der Mai ist noch nicht zu Ende, einige besondere Highlights stehen erst noch bevor. Besonders der 31.5.2012 mit der Hauptversammlung der Deutschen Bank dürfte interessant werden. Die Gesellschaft veröffentlichte jetzt eine Reihe von Gegenanträgen, die sich im Wesentlichen um die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat drehen. Das Interessante dabei ist, dass sich Presseberichten zufolge einige wesentliche Aktionäre, die unter Umständen sogar eine HV-Mehrheit erreichen könnten, den Gegenanträgen anschließen wollen. Dies käme einer schallenden Ohrfeige für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Ackermann gleich. In viel kleinerem Rahmen werden hingegen die Aktionäre der Solarparc AG (23.5.) und der Info AG (24.5.) das letzte Mal „ihr“ Unternehmen im Rahmen einer HV besuchen – in beiden Fällen steht der Squeeze out auf der Tagesordnung. Juni bleibt ambitioniert Wer glaubt, im Juni beruhigt sich das HV-Geschehen, der irrt. Bis jetzt haben über 200 Gesellschaften ihre HV-Einladung für Juni veröffentlicht, darunter beispielsweise die Deutsche Postbank AG (5.6.), bei der über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugunsten der Deutschen Bank abgestimmt werden soll. Für Aktionäre, die die Aktie im Juni 2004 zu 28,50 Euro gezeichnet haben, ein schlechtes Geschäft: Die Abfindungszahlung beträgt jetzt gerade einmal 25,18 Euro! Wir würden uns nicht wundern, wenn der eine oder andere Aktionär seinem Unmut hierüber Luft macht. Auf jeden Fall aber wird die SdK die Interessen von Aktionären, die nicht an der Versammlung teilnehmen können, wahrnehmen. Ihr
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Gleiche Informationen für alle Die Uni Leipzig hat zu dem Thema „Kommunikation am Kapitalmarkt“ eine groß angelegte Anlegerstudie durchgeführt. Gefragt wurde, was für Informationen Anleger über welche Kanäle erhalten möchten und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig hat sich die Frage gestellt, wie es um die Kommunikation am Kapitalmarkt bestellt ist. Denn gerade in Zeiten volatiler Märkte sind für Unternehmen die Anleger von großer Bedeutung, die mit Aktien- und Anleihenkauf Stabilität schaffen. Unter anderem unterstützt durch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) wurden im Zuge der Anlegerstudie 2012 mehr als 500 deutsche Privatanleger befragt, die in Aktien, Investmentfonds und/oder Unternehmensanleihen investiert sind. Dabei stellte sich heraus, dass die deutschen Privatanleger vor allem ein langfristiges Interesse an Unternehmen haben. Um sich in diesem Sinne über ein Unternehmen zu informieren, nutzen sie sowohl Online- als auch Offline-Medien. Online sind laut der Studie die ersten Anlaufstellen die InvestorRelations-Seiten der Unternehmen. Dort erwarten die Anleger Audio- und Videoformate, z.B. von Live-Events wie Pressekonferenzen oder Hauptversammlungen. Wichtig war vielen vor allem ein OnlineGeschäftsbericht. Anlegerforen, OnlineWissensportale und Blogs sind für Anleger unter 40 Jahren interessant, Facebook und Twitter hingegen sind erst für eine noch jüngere Zielgruppe relevant. Überraschend war, dass kostenfreie Online-Informationsportale in der Umfrage deutlich vor kostenpflichtigen professionellen Anbietern wie Bloomberg oder Reuters lagen. Die kostenfreien Portale werden von allen Altersgruppen intensiv zur Informationsbeschaffung genutzt. Im OfflineBereich wird weiterhin vorrangig auf den Geschäftsbericht sowie gedruckte Aktionärszeitungen und -briefe zurückgegriffen. Im Gegensatz zu Analysten spielen hier Finanzjournalisten für Privatanleger eine übergeordnete Rolle – ihre Informationen besitzen für die Befragten die höchste
Bilfinger Berger SE Mannheim ISIN DE0005909006 Wertpapier-Kenn-Nr. 590 900
Dividendenbekanntmachung Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat am 10. Mai 2012 beschlossen, auf jede gewinnberechtigte Stückaktie eine Dividende von Euro 3,40 auszuschütten. Die Dividende wird am 11. Mai 2012 nach Abzug von 25% Kapitalertragsteuer zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Kapitalertragsteuer (insgesamt 26,375 %) gegen Einreichung des Gewinnanteilsscheins Nr. 17 bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, gezahlt. Aktionäre, deren Aktien sich bei einem Kreditinstitut in Depotverwahrung befinden, brauchen nichts zu veranlassen, da das Kreditinstitut die Gewinnanteilsscheine ohne besonderen Auftrag trennen und den Aktionären den Gegenwert gutschreiben wird. Bei inländischen Aktionären erfolgt die Auszahlung der Dividende ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, wenn sie ihrer Depotbank eine „Nichtveranlagungsbescheinigung“ des für sie zuständigen Finanzamts eingereicht haben. Das gleiche gilt ganz oder teilweise für Aktionäre, die ihrer Depotbank einen „Freistellungsauftrag“ erteilt haben, soweit das in diesem Auftrag aufgeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Kapitalerträge bereits aufgebraucht ist. Bei ausländischen Aktionären kann sich die einbehaltene Kapitalertragsteuer einschließlich des Solidaritätzuschlags auf Antrag nach Maßgabe bestehender Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betreffenden Staat ermäßigen.
Mannheim, im Mai 2012 Bilfinger Berger SE Der Vorstand
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 3
KURZMELDUNGEN Glaubwürdigkeit, gefolgt von den Informationen der Unternehmen selbst. Banken und Finanzdienstleister hingegen weisen laut der Studie ein enormes Vertrauensdefizit auf. Auch insgesamt sind die deutschen Privatanleger nur mäßig mit den zur Verfügung gestellten Informationen zufrieden. Die Teilnehmer der Studie wünschen sich „eine vertrauenswürdige, kostenlose und professionelle Informationspolitik, bei der sie dieselben Informationen wie institutionelle Anleger erhalten.“ Das sieht SdK Vorstand Daniel Bauer ähnlich und hofft, dass die Ergebnisse der Anlegerstudie zur weiteren Professionalisierung der Privatanlegerkommunikation und -beratung beitragen werden.
Prüfen von Schadensersatzansprüchen. Alexander Kainz, Rechtsanwalt der Kanzlei, erklärt, dass Fondsinvestoren nicht rechtlos gestellt seien. Vor allem dann nicht, wenn sie Fondsanteile auf Beratung hin erworben haben. Wenn der Anleger fehlerhaft oder unzureichend beraten wurde, kann er von dem zuständigen Berater Schadensersatz fordern, egal ob Beratungsinstitut oder Bank. Hat der Anleger die Anteile bereits an der Börse verkauft, kann er die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufserlös geltend machen. Die CLLB Rechtsanwälte empfehlen deshalb allen Anlegern, die sich fehlerhaft beraten fühlen, mögliche Ansprüche durch Rechtsanwälte prüfen zu lassen.
Tipps zum SEB ImmoInvest
Reizthema Dividendenkürzung
Mehr als 300.000 Anleger haben in den offenen Immobilienfonds SEB ImmoInvest investiert, der nun abgewickelt werden muss. Die CLLB Rechtsanwälte geben Tipps für betroffene Anleger.
Auf der Hauptversammlung des Medizin- und Sicherheitstechnikkonzerns Drägerwerk AG & Co. KGaA gab es kaum Lob für die guten Zahlen. Vielmehr hagelte es Kritik für die drastische Dividendenkürzung.
Mehr als 6 Mrd. Euro haben über 300.000 Anleger in den SEB ImmoInvest investiert. Dieser muss nun abgewickelt werden, da der Fonds nicht genug Liquidität aufweisen konnte, um alle Rückgabewünsche der Anleger zu erfüllen. Die auf Kapitalrecht spezialisierte Anwaltskanzlei CLLB Rechtsanwälte erklärt drei Handlungsoptionen für betroffene Anleger. Als Erstes haben Anleger die Möglichkeit, am Abwicklungsverfahren teilzunehmen und das Ergebnis abzuwarten. Das kann aber dauern, da der Fonds erst bis zum 30.4.2017 aufgelöst wird. Bis dahin werden die 132 Immobilien des Fonds verkauft und die Erlöse auf die Anleger aufgeteilt. Die erste Auszahlung soll im Juni dieses Jahres erfolgen. Ob die betroffenen Anleger auf diese Weise das investierte Kapital vollständig zurückerhalten, ist aber ungewiss und hängt vom Verkaufserfolg der Immobilien ab. Als zweite Möglichkeit bleibt den Anlegern, ihre Fondsanteile über die Börse zu verkaufen. Doch auch das kann zu Verlusten führen. Die CLLB Rechtsanwälte empfehlen deshalb die dritte Variante: Das
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Trotz eines Rekordumsatzes von fast 2,3 Mrd. Euro wird die Drägerwerk AG (Dräger) für 2011 nur 19 Cent je Vorzugsaktie und 13 Cent je Stammaktie als Dividende ausschütten. Fast 82 % der anwesenden Aktionäre stimmten auf der Hauptversammlung (HV) am 4.5.2012 für die Reduzierung der Dividende um 84 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei können sich die Zahlen des Unternehmens durchaus sehen lassen: Der Umsatz stieg gegenüber 2010 um 3,6 %, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 192,8 Mio. Euro (2010) auf 213,8 Mio. Euro (2011) – ein Anstieg von fast 11 %. Dräger schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem Jahresüberschuss von rund 125 Mio. Euro und von den, für den Rückkauf von Genussscheinen vorgesehenen, einkalkulierten 300 Mio. Euro mussten nur 122 Mio. ausgegeben werden. Grund genug für Aktionäre sowie Aktionärsschützer in Sachen Dividendenpolitik auf die Barrikaden zu gehen. Peter Tschirner von der Schutzgemeinschaft der Kapital-
anleger e.V. (SdK) hält den Dividendenvorschlag sogar für unanständig. Er stellt auch die Frage, warum sich das Unternehmen nach nur einem Jahr mit erheblichen Kosten vom Vorstandsmitglied Carla Kriwet getrennt habe. Die Aktionäre hätten ein Recht darauf zu erfahren, warum die Abfindungskosten von 3,5 Mio. Euro in Kauf genommen worden seien. „Es geht nicht, dass Sie Wasser predigen und Wein trinken“, kritisiert Tschirner. Die Dividendenkürzung wurde trotzdem beschlossen – Konzernchef Stefan Dräger hatte die institutionellen Anleger wie Banken und Fonds auf seiner Seite und erreichte so selbst ohne Familienanteile eine Mehrheit von fast 82 %.
BIP im Plus Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2012 wieder auf Wachstumskurs, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal zu. Im Schlussquartal 2011 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Das war seit der Wirtschaftskrise 2009 der erste Dämpfer für die deutsche Wirtschaft, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Im ersten Quartal 2012 geht es nun wieder aufwärts: Das BIP stieg preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,5 %. Und auch im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung zu. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 war das preisbereinigte BIP im ersten Quartal 2012 um 1,7 % höher. Kalenderbereinigt ergab sich mit 1,2 % ein etwas schwächerer Anstieg. Das liegt laut Destatis an dem Schaltjahr – 2012 gab es deshalb einen Arbeitstag mehr als im Jahr zuvor. Die positiven Impulse kamen im Vorquartalsvergleich vor allem durch den Außenbeitrag, das sind die Exporte abzüglich der Importe. Denn nach vorläufigen Berechnungen von Destatis sind die Exporte zu Jahresbeginn gestiegen, die Importe allerdings nicht. Zusätzlich wurde im Inland im ersten Quartal 2012 mehr konsumiert als im Vorquartal. So konnte teilweise der allgemein beobach-
KURZMELDUNGEN tete Investitionsrückgang ausgeglichen werden. Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2012 wurde Destatis zufolge von 41,1 Mio. Erwerbstätigen erbracht. Das entspricht mit einem Plus von 612.000 Personen einem Anstieg von 1,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
Neuer Amundi ETF Seit dem 9.5.2012 ist ein Amundi ETF auf Xetra gestartet, der den S&P 500 Total Return Net Index mit Währungsabsicherung abbildet. An der Deutschen Börse können Anleger im XTF-Segment seit dem 9.5.2012 den Amundi ETF S&P 500 EUR Hedged Daily (ISIN FR0011133644) handeln. Der Aktienindex-ETF gibt Anlegern die Möglichkeit, an der Wertentwicklung des S&P 500 Total Return Net Index teilzuhaben. Der Index bildet die Wertentwicklung der 500 größten amerikanischen Aktiengesellschaften ab, die nach StreubesitzMarktkapitalisierung gewichtet sind. Anleger sind zusätzlich vor Euro/USDollar-Kursschwankungen durch eine, auf täglicher Basis angepasste, Währungsabsicherung geschützt. Das unterscheidet den Amundi ETF S&P 500 EUR Hedged Daily von den bisher auf dem europäischen Markt handelbaren Produk-
ten, die eine Währungsabsicherung nur auf monatlicher Basis anbieten. Trotz der Absicherung eignet sich der ETF jedoch eher für risikobewusste Anleger.
Rekordverdächtige Steuereinnahmen Der Bund der Steuerzahler mahnt die Bundesregierung aufgrund neuester Schätzungen erneut zum Abbau der kalten Progression, um „heimliche Steuererhöhungen“ zu unterbinden. Doch der Gesetzesentwurf ist im Bundesrat gescheitert. Nach Angaben des Bunds der Steuerzahler (BdSt) erwartet der Arbeitskreis Steuerschätzung für 2012 Steuereinnahmen von insgesamt 596,5 Mrd. Euro. 2013 sollen es sogar 618,1 Mrd. Euro sein. Die geschätzten Einnahmen für 2012 würden die tatsächlichen Einnahmen von 2011 um 23 Mrd. Euro übersteigen und 2013 nochmals um weitere 21 Mrd. Euro. Der Arbeitskreis geht aufgrund dieser Entwicklung davon aus, dass 2016 Steuereinnahmen von insgesamt 690 Mrd. Euro erzielt werden. „Noch nie haben die Deutschen in dieser Größenordnung Steuern an den Fiskus zahlen müssen“, kritisiert Reiner Holznagel, Vize-
präsident des BdSt. Das Steuerplus liegt seiner Ansicht nach allerdings nicht nur an der guten deutschen Konjunktur, sondern vor allem an der kalten Progression. Durch sie kassiere der Staat „bei Lohnund Einkommensverbesserungen überproportional ab.“ Eine kalte Progression tritt dann auf, wenn inflationsausgleichende Lohnerhöhungen zu überproportional hohen Steuerbelastungen führen, die die Lohnerhöhung wieder auffressen. Es sei nicht akzeptabel, dass ein Inflationsausgleich von beispielsweise 2,5 % zu einer Steuermehrbelastung von über 4,5 % führe, erklärt Reiner Holznagel. Ein entsprechender Gesetzesentwurf zum Abbau der kalten Progression scheiterte allerdings am 11.5.2012 vor dem Bundesrat an den Landesregierungen unter rot-grüner Führung. Diese stehen dem Konzept nicht grundlegend ablehnend gegenüber, wollen aber im Gegenzug für die indirekte Steuersenkung einen Ausgleich – vorgeschlagen wurde den Spitzensteuersatz von 42 % auf 49 % zu erhöhen. Dagegen sperrt sich allerdings die Bundesregierung. Der BdSt hofft nun auf den Vermittlungsausschuss: Die Bundesregierung hat diesen am 16.5.2012 mit der Kompromissfindung in dieser Sache beauftragt.
DIE kunst, LogIstIk anDErs zu sEhEn
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 5
Die BaFin informiert …
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor Cold Calls und ordnet Abwicklung der Versorgungspool UG an.
Der ordnungspolitische Blog „Wirtschaftliche Freiheit“ warnt vor der Politik der „etwas höheren“ Inflation. Sie sei ein politisch gefährlicher Irrweg. Die Antwort auf die Euro-Schulden-krise müsse stattdessen Strukturreformen, Schuldenschnitte und die Rückkehr zu einer stabilitätsorientierten Geldpolitik beinhalten.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) teilt mit, dass die Versorgungspool UG & Co. HKW 08 KG das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin betrieben hat. Die BaFin untersagt der Versorgungspool UG deshalb per 21.3.2012 das weitere Einlagengeschäft und fordert, die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig an die Kapitalgeber zurückzuzahlen. Des Weiteren warnt die BaFin vor telefonischen Kaufempfehlungen für Aktien der Monte Cristo Resources Ltd. Der BaFin liegen Informationen vor, dass im Rahmen dieser sogenannten Cold Calls unrichtige oder irreführende Angaben gemacht werden und/oder bestehende Interessenkonflikte verschwiegen werden. Die BaFin hat hinsichtlich der betroffenen Aktien bereits eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet. Sie rät allen Anlegern generell und speziell für diesen Fall, vor dem Aktienkauf genau zu prüfen, wie seriös die gemachten Angaben sind, und sich zusätzlich noch aus anderen Quellen über die betroffene Gesellschaft zu informieren.
„Wirtschaftliche Freiheit“ ist ein ordnungspolitischer Blog, der als Gemeinschaftsprojekt mehrerer VWL-Professoren ins Leben gerufen wurde. Aktuell haben 15 namhafte Professoren mit einem Beitrag auf die Euro-Schuldenkrise reagiert und Stellung gegen eine Politik der „etwas höheren“ Inflation bezogen. Die Autoren haben beobachtet, dass der Druck auf die Deutsche Bundesbank, eine „etwas höhere“ Inflation zuzulassen, deutlich zugenommen hat. Sowohl national als auch international wurde aus Politik-, Unternehmens- und Banken-kreisen der Ruf laut, die deutsche Staatsverschuldung durch eine höhere Inflation zu senken. Doch eine Umverteilung durch Inflation führe zu schweren Störungen im Wirtschaftsund Finanzsektor, warnen die Autoren. Eine inflationäre Politik löse zum Beispiel regelmäßig folgenreiche Lohn-Preis-Spiralen aus, die nur „unter hohen volkswirtschaftlichen Kosten wieder zu stoppen sind.“ Des Weiteren suggeriere ein niedriger Zinssatz den Investoren fälschlicherweise, dass Kapital nicht knapp sei. Die Folge seien Fehl-allokationen in der Realwirtschaft wie zum Beispiel ein „Bauboom“, der durch niedrige Zinsen ausgelöst wird, aber nicht mit ausreichend Kapital hinterlegt ist. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Weg über die „etwas höhere“ Inflation „mehr Probleme im Wirtschafts- und Finanzgeschehen schaffen als lösen“ wird. Auch den Versuch, die Wettbewerbsposition der deutschen Industrie zu schwächen, um Deutschlands Außenhandelsüberschüsse zu senken, halten die Autoren für kontraproduktiv. Allgemein werde gefordert, über eine höhere deutsche Inflation die Löhne stärker als in den Handelspartnerländern steigen zu lassen, womit die preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Güter im Außenhandel abnehmen würde. Dadurch würde weniger exportiert und mehr importiert, was die Außenhandelsüberschüsse sinken ließe. Die Autoren warnen aber vor so einem Vorgehen: „Die Schwachen werden nicht stärker, wenn die Starken geschwächt werden.“ Vielmehr sei die Gefahr groß, dass sich die aktuellen Probleme so auch auf Länder übertragen, die sich aktuell noch in einem tragfähigen Verschuldungsgrad befinden. Um den Märkten das Vertrauen in eine stabilitätsorientierte Politik zurückzugeben, müssen laut den Autoren folgende Punkte abgearbeitet werden: • Die Staatshaushalte sind konsequent zu sanieren. • Banken müssen für die eigenen Fehler zur Verantwortung herangezogen werden, wenn ihre Geschäftsmodelle nicht mehr tragfähig sind. • Staaten, die unter normalen Marktbedingungen nicht mehr in der Lage oder willens sind, ihre Schulden zurückzuzahlen oder zu refinanzieren, sind einem geordneten Insolvenzverfahren zu unterwerfen, dessen Regeln zügig erarbeitet und verabschiedet werden müssen. • Die EZB-Geldpolitik muss zurückkehren zu ihren ursprünglichen Aufgaben; keinesfalls darf sie weiterhin zur Finanzierung von Staatsschulden missbraucht werden. Den vollständigen Beitrag finden Sie auf www.wirtschaftlichefreiheit.de
6 | AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012
Mit dem Erhalt der Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ist der Bezahlsender Sky Deutschland dem vorzeitigen Aus noch einmal entkommen. Dennoch ist die Aktie (ISIN DE000SKYD000) bestenfalls für sehr risikobereite Anleger eine Überlegung wert.
Partnerschaft mit Telekom angestrebt Immerhin hat Sky für die fürstliche Summe von fast einer halben Milliarde Euro pro Saison die vollständigen Übertragungsrechte erhalten und damit die Telekom ausgebootet, die bislang die Übertragungsrechte via Internet und Mobilfunknetz innehatte. Da der Bezahlsender aber nicht über die erforderliche Netzinfrastruktur verfügt, verhandeln die Bayern gegenwärtig mit dem „rosa Riesen“. Um ihre Entertain-Kunden doch noch mit Spitzenfußball verwöhnen zu können, zeigt sich die Telekom durchaus offen für entsprechende Abkommen. Und auch Sky versprüht Optimismus und kann sich eine weit umfassendere Kooperation mit der Telekom als bisher vorstellen. Denkbar wäre laut einem Sprecher des Bezahlsenders ein Sky-Welt-Paket auf der Telekom-Plattform THome mit Bundesliga und Spielfilmen anzubieten. Kommt es zu einem entsprechenden Deal, würde dies nicht nur Geld in die Sky-Firmenkasse spülen, sondern auch neue Übertragungsmöglichkeiten für das gesamte Sky-Programm eröffnen.
Steigerung der Abonnentenzahlen zwingend erforderlich
Abgesehen vom Jahr des Börsengangs ist es Sky (früher Premiere) in der Firmengeschichte noch niemals gelungen, wenigstens eine schwarze Null zu erwirtschaften. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass das Papier ausgehend von seinem Ausgabepreis bis dato Kursverluste von mehr als 90 % verdauen musste. Die verbliebenen Anteilseigner können jetzt eigentlich nur noch hoffen, dass die erwähnten Bundesliga-Übertragungsrechte die Trendwende zum Guten bringen.
Murdochs Millionen machten es möglich Natürlich ist der Fußball-Spaß mit 485 Mio. Euro pro Saison alles andere als billig. Und da die finanziellen Mittel aus dem Börsengang mittlerweile zum Großteil aufgebraucht sein dürften, konnte Sky den Mammutakt nur durch weitere Geldspritzen des Medienmoguls und Großaktionärs Rupert Murdoch stemmen. 2010 stellte der Multimilliardär dem Unternehmen über eine Kapitalerhöhung und eine Wandelanleihe weitere 340 Mio. Euro zur Verfügung. Und auch wenn es immer wieder Gerüchte gibt, dass Murdoch dem chronisch defizitären Sender den Rücken zuwenden könnte, scheint der Medienzar nach wie vor an seiner Überzeugung festzuhalten, Pay-TV in Deutschland rentabel betreiben zu können.
Den Kundenzahlen des Bezahlsenders, die letztlich das alles entscheidende Kriterium für die Rentabilität sind, dürfte dies sicherlich nicht abträglich sein. Sky benötigt etwa 3 Mio. Abonnenten, um in die schwarzen Zahlen zu kommen. An dieser Zielvorgabe ist der Sender in den vergangenen Jahren mehrfach gescheitert, da man die Zuschauerzahl nicht in dem Maße steigern konnte, wie es vorgesehen war. Und ob das künftig gelingt, ist nach wie vor zumindest zweifelhaft. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Marc Nitzsche
Sky Deutschland AG (ISIN DE000SKYD000)
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 22.5.2012: 2,10 Euro
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 7
Wiedereinstieg sinnvoll Im Dezember 2010 legten wir Ihnen die paragon AG (ISIN DE0005558696) als spekulativen Kauf bei 5 Euro ans Herz. Innerhalb kürzester Zeit konnte sich der Aktienkurs beinahe verdreifachen, bevor er im Zuge der allgemeinen Marktschwäche Mitte letzten Jahres deutlich unter unser Stop-Loss-Limit von 9 Euro zurückfiel. Mit der Veröffentlichung überraschend guter Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr kam wieder etwas Dynamik in die Aktie, sodass aktuell ein Kursniveau von etwa 8,50 Euro erreicht wird. Die im ostwestfälischen Delbrück beheimatete paragon AG konnte sich seit ihrer Gründung 1988 zu einer anerkannten Marke unter den Automobilzulieferern entwickeln. paragon entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Automobilelektronik. Zum paragon-Portfolio zählen Produkte in den Bereichen Luftqualität, Antriebsstrang, Akustik, Schrittmotoren, Media-Interfaces und Cockpit. Ein herausragendes Produkt ist der mit Abstand weltmarktführende Luftgütesensor AQS.
Prognosen für 2011 übererfüllt Im Geschäftsjahr 2011 konnte paragon die kommunizierten Prognosen übertreffen. Anstelle der avisierten 58 Mio. Euro Umsatz gingen 67 Mio. Euro durch die Bücher, die EBIT-Marge lag bei 13 %, angekündigt hatte der paragon-Vorstand eine Marge von 11 %. Unter dem Strich erzielte paragon ein Konzernergebnis von guten 5,3 Mio. Euro. Anzeige
Erstes Quartal bleibt stark Im ersten Quartal des laufenden Jahres setzte paragon die positive Entwicklung fort. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um 11,8 % auf 18,9 Mio. Euro, deutlich stärker als erwartet. Auf der Ergebnisseite meldet das Unternehmen ein EBIT von 2,5 Mio. Euro, der Quartalsüberschuss betrug 1,9 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,46 Euro.
Vorstand bleibt konservativ Trotz des dynamischen Jahresstarts bleibt der paragonVorstand in seiner Prognose für das Gesamtjahr vorsichtig. So soll der Umsatz in 2012 im einstelligen Prozentbereich wachsen, die EBIT-Marge soll auf Vorjahresniveau bleiben.
Aktie kaufenswert Vor dem Hintergrund der erfreulichen Unternehmensentwicklung sind wir für das laufende Geschäftsjahr deutlich positiver gestimmt. Wir trauen der Gesellschaft durchaus ein Wachstum von gut 10 % zu, das würde einen Umsatz von etwa 75 Mio. Euro bedeuten. Bei einer prozentual gleichbleibenden Ergebnisentwicklung sollten dann unter dem Strich 5,8 Mio. Euro hängen bleiben. Auf dem aktuellen Kursniveau wird paragon mit 35 Mio. Euro bewertet. Das 2012er-KGV beträgt demzufolge gerade einmal 6. Bis 9 Euro halten wir die Aktie für kaufenswert, das Kursziel bis Jahresende sehen wir bei mindestens 12 Euro, ein Stop-Loss-Limit setzen wir bei 7 Euro.
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 22.5.2012: 8,85 Euro
8 | AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012
Rekordergebnis und Dividendenerhöhung
Die CropEnergies Bioethanolanlage der nächsten Generation in Wanze, Belgien, ist die laut Unternehmensangaben modernste in Europa.
Die Mannheimer CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) meldet für das am 29.2.2012 beendete Geschäftsjahr Rekordzahlen. Der Hauptversammlung soll deshalb eine Dividendenerhöhung vorgeschlagen werden. Trotz dieser positiven Meldungen kommt der Aktienkurs nicht richtig in die Gänge. Die im Jahr 2006 gegründete Gesellschaft zählt heute zu den größten europäischen Herstellern von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für Kraftstoffanwendungen. Mit drei modernen Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien und Frankreich und Handelsniederlassungen in den USA und Brasilien erzeugt CropEnergies jährlich rund 700.000 Kubikmeter Bioethanol, die überwiegend Benzin ersetzen und den CO2Ausstoß um bis zu 70 % reduzieren. Damit hat sich CropEnergies als Bioethanol-Pionier erfolgreich in einem wichtigen Wachstumsmarkt etabliert.
Bioethanol als Zukunftsmarkt Dass der Markt für Bioethanol wächst, zeigt sich an den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres: Der Umsatz stieg um 21 % auf 572,1 Mio. Euro (Vorjahr: 472,8 Mio. Euro), das EBITDA erreichte mit 84,3 Mio. Euro (Vj. 76,3 Mio. Euro) ebenso einen neuen Rekordwert wie das operative Ergebnis, das sich um 15 % auf 53,0 Mio. Euro (Vj. 45,9 Mio. Euro) verbesserte. Die Umsatz- und Ergebnissteigerungen resultierten vor allem aus den höheren Erlösen für Bioethanol und den gestiegenen Produktions- und Absatzmengen sowie verbesserten Erlösen der eiweißhaltigen Lebens- und Futtermittel.
Geschäftsjahres das Erlösniveau von Bioethanol noch durch subventionierte Bioethanolimporte aus den USA beeinträchtigt sein wird, erwartet CropEnergies im weiteren Jahresverlauf einen Anstieg der Bioethanolpreise. Unter der Voraussetzung, dass die Rohstoffpreise auf dem derzeitigen Niveau stabil bleiben, soll sich das operative Ergebnis nach einem verhaltenen Start wieder auf mehr als 50 Mio. Euro belaufen und damit in der Nähe des Rekordergebnisses aus dem Geschäftsjahr 2011/2012 liegen.
Dividende steigt – Aktie kaufen Die Aktionäre sollen von der hervorragenden Unternehmensentwicklung in Form einer Dividendenerhöhung profitieren. So soll der Hauptversammlung am 17.7.2012 eine Ausschüttung von 0,18 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, dies entspricht einer Dividendenanhebung von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Auf dem aktuellen Kursniveau von etwa 5 Euro errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,6 %. Auch aus diesem Grund, vor allem aber aufgrund der guten Geschäftsaussichten, ist die Aktie der CropEnergies AG unserer Ansicht nach ein Kauf bis 5,30 Euro. Das mittelfristige Kursziel sehen wir nach wie vor bei 7 Euro, das Stop-Loss-Limit bleibt bei 4,50 Euro bestehen.
CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1)
Laufendes Geschäftsjahr soll noch besser werden Für das Geschäftsjahr 2012/2013 erwartet CropEnergies die Fortsetzung des Wachstums und einen Umsatzanstieg auf mehr als 600 Mio. Euro. Während in den ersten Monaten des Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 22.5.2012: 4,94 Euro
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 9
Rechtzeitig gewarnt Gerade noch rechtzeitig – im Juni 2011 – hatten wir Sie davor gewarnt, die Anleihe der Payom Solar AG im Depot zu halten. Notierte die Anleihe damals noch bei 95,80 %, ist der Kurs mittlerweile auf 23 % zusammengeschrumpft. Jetzt meldet Payom die Kündigung des Handels im Marktsegment Bondm aus Kostengründen. Dadurch könnten bis zur Fälligkeit der Anleihe im Jahr 2016 kumulierte Kosten im sechsstelligen Bereich eingespart werden. Für Investoren bleibt der Handel im Stuttgarter Freiver-
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kehr. Payom weist zudem auf folgendes hin: „Trotz der Verwerfungen in der Solarbranche sieht die Gesellschaft derzeit keine Gefahr für eine fristgerechte Zahlung der zukünftig anfallenden Zinsen an die Investoren.“ Auch wir können uns gut vorstellen, dass die zukünftigen Zinsen auf die Anleihe fristgerecht bedient werden, allerdings halten wir Schwierigkeiten bei der Rückzahlung der Anleihe bei Fälligkeit im Jahr 2016 für denkbar. Deshalb ist unser Rat weiterhin, nicht in diese Anleihe zu investieren.
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Die Dividende steigt und steigt Mit über 500 Marken im Portfolio ist Coca-Cola (ISIN US1912161007) der weltweit größte Getränkekonzern. Angeführt vom Hauptgetränk Coca-Cola, der wertvollsten Marke auf diesem Erdball überhaupt, besitzt das Unternehmen 15 Marken, die jeweils über 1 Mrd. US-Dollar Umsatz generieren.
Die letzten zehn Jahre hat Coca-Cola die Dividende im Durchschnitt jährlich um 10,1 % angehoben. Wer im Jahr 1919 eine Aktie von Coca-Cola zu 40 US-Dollar kaufte und die Dividenden jedes Jahr reinvestierte, hätte nach Unternehmensangaben zum jetzigen Zeitpunkt rund 9,8 Mio. US-Dollar im Depot! In derselben Zeit kletterte die Börsenbewertung von 20 Mio. US-Dollar auf über 165 Mrd. US-Dollar. Insgesamt schüttete das Nahrungsmittelunternehmen im Jahr 2011 4,3 Mrd. US-Dollar an Dividenden an seine Aktionäre aus. Darüber hinaus wurden für ebenfalls
Zu den größten Aktionären und Fans zählt übrigens Warren Buffett, dessen Investmentvehikel Berkshire Hathaway 200 Mio. Aktien von Coca-Cola hält. Die ersten Käufe tätigte Buffett 1988, ein Jahr nach dem Börsencrash. In der Zwischenzeit ist die Aktie der größte Posten im Portfolio von Berkshire Hathaway. Niemals wurde eine Aktie verkauft. Warren Buffet liebt das Unternehmen, da es sich um ein einfaches Produkt mit einem stabilen Geschäftsmodell handelt, welches zudem über langfristige Perspektiven verfügt.
Seit dem Jahr 1920 erhalten die Aktionäre von Coca-Cola nun schon eine Dividende. Dies ist umso beeindruckender, da CocaCola erst ein Jahr zuvor, im Jahr 1919, den Gang an die Börse wagte. Im Februar 2012 erhöhte Coca-Cola die Dividende das nunmehr 50. Jahr in ununterbrochener Folge. Die Ausschüttung kletterte um 8,5 % von 47 auf 51 US-Cent vierteljährlich. Auf das Jahr hochgerechnet sind dies 2,04 US-Dollar. Beim derzeitigen Kurs von 76,66 US-Dollar entspricht dies einer aktuellen Dividendenrendite von 2,66 %.
4,3 Mrd. US-Dollar eigene Aktien an der Börse zurückgekauft. Im Jahr 2012 schaffte die Aktie an der Wall Street bis zum jetzigen Zeitpunkt ein Kursplus von knapp 9,4 %. Im Juli/August wird Coca-Cola den elften Aktiensplit in der Firmengeschichte durchführen. Der erste Split erfolgte im Jahr 1927, der bisher letzte vor 16 Jahren. Für jede gehaltene Aktie erhalten die Investoren eine weitere dazu. Der Kurs der Aktie wird entsprechend angepasst.
Getränke wie Fanta, Sprite, Coca-Cola Zero, Powerade, Minute Maid oder Diet Coke werden jeden Tag 1,8 Mrd. (!) Mal serviert. Im Jahr 2011 wurde mit über 140.000 Mitarbeitern ein Umsatz von 46,5 Mrd. US-Dollar erzielt.
The Coca-Cola Company (ISIN US1912161007) Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de Hinweis: Der Autor hält Aktien der Coca-Cola Company
Quelle: Wallstreet Online, www.wallstreet-online.de / Kurs am 22.5.2012: 58,28 Euro
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 11
Auszug aus dem neuen Buch von Prof. Dr. Max Otte
Endlich mit Aktien Geld verdienen Sie können mit Aktien Geld verdienen. Viel Geld. Dieses Geld werden Sie auch brauchen. Denn die staatliche Altersvorsorge wird zunehmend ausgehöhlt. Auch der Wert des Geldes – und damit der Wert von Lebensversicherungen, Sparguthaben und Rentenforderungen – ist gefährdet. Die massive Geldschöpfung der Notenbanken nach der Finanzkrise hat eine Geldschwemme geschaffen, die zunehmend Inflationsdruck erzeugt. Aktien sind Produktivvermögen. Sie verbriefen ein Eigentum an einem Unternehmen und dessen Erträgen. Die großen Vermögen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland vor allem in Form von Unternehmensanteilen, Aktienpaketen und Landbesitz vererbt. Da kann es nicht so verkehrt sein, wenn Sie sich in dasselbe Boot setzen. Um an den Kapitalmärkten zu investieren, brauchen Sie etwas Grips, Bildung und Interesse an Wirtschaft (wenn auch weniger, als Sie vielleicht meinen), Fleiß, und vor allem Gelassenheit, Selbstvertrauen und Ruhe sind notwendig. Aber wenn Sie diese Voraussetzungen mitbringen, gibt es keinen Grund, warum Sie sich mit langfristig weniger als 8 bis 10 % zufrie-
dengeben sollten. Der DAX hat von 1948 bis 2010 eine durchschnittliche Rendite von 11,6 % erzielt, der EURO STOXX 50 im Zeitraum von 1987 bis 2010 eine durchschnittliche Rendite von 9,2 % – trotz Finanzkrise! Die Eckpunkte meines Systems bestehen aus: 1. einem Verfahren zur Vermögensaufteilung (Wie viel sollte ich in Aktien investieren?), 2. intelligenten Suchverfahren, 3. robusten Bewertungsverfahren und 4. einem disziplinierten Kauf- und Verkaufsprozess. Lassen Sie mich exemplarisch das Thema „Suchverfahren“ ansprechen. Es gibt Zehntausende von Wertpapieren – wie sollten Sie da die richtigen finden? Die meisten Privatanleger gehen in die Fallen der Finanzbranche und folgen den neuesten Modetrends. Sie gehen dahin, wo angeblich das „Wachstum“ ist und wo es „aufregend“ ist. Sie sind aber nicht an der Börse, um Spannung zu haben (die kommt von alleine), sondern um Geld zu verdienen. Und das ist nüchterne Arbeit. Suchen Sie nur bei Unternehmen, die seit mindestens 15 Jahren an der Börse gehandelt werden. Meiden Sie Neuemissionen, neue Märkte und neue Branchen!
Otte, der Praktiker Prof. Dr. Max Otte beweist sich nicht nur in der theoretischen Abhandlung der Kapitalanlage, sondern sehr erfolgreich auch in der Praxis, sind die Zeiten auch noch so turbulent. In seinem Wachstumsportfolio von www.privatinvestor.de erzielte er mit nachvollziehbaren und transparenten Strategien seit 2002 eine Rendite von 202 %, das sind 13,1 % pro Jahr. Im selben Zeitraum erzielte der DAX eine Rendite von 7,4 % pro Jahr. Der von ihm gemanagte Fonds PI Global Value (WKN A0NE9G) ist ein globaler Misch-
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fonds mit den Schwerpunkten Deutschland, Österreich, Schweiz, Europa und Nordamerika, mit einer Tendenz zu Aktien. Seit seiner Auflegung am 15.3.2008 bis zum 2.4.2012 hat der PI Global Value Fund fast ausschließlich mit Aktien 51 % Rendite erzielt (s. Grafik rechts) . Der DAX legte im selben Zeitraum übrigens um 8,7 % zu. Der PI Global Value Fund partizipiert nach der Grundphilosophie des Value Investing (wertorientiertes Anlegen). Nach diesen Prinzipien handelt auch Warren Buffett, der drittreichste Mensch der Welt.
Machen Sie nur das, womit Sie sich auskennen. Sie können in zwei Bereichen suchen – einmal bei den offensichtlich großartigen Unternehmen mit sehr gutem Geschäftsmodell: den Nestlés, CocaColas und Fielmanns dieser Welt. Oder bei „normalen“ Unternehmen, wo sich ebenfalls viele Menschen für Sie, die Aktionäre, ins Zeug legen – wie BASF, Lufthansa oder Siemens. Nachdem Sie interessante Unternehmen gefunden haben, müssen Sie den Wert der Aktien einigermaßen objektiv bestimmen, um festzustellen, ob der Kurs darunter liegt und Sie die Aktie also zu einem Schnäppchenpreis bekommen. Wie, zeige ich Ihnen im Buch. Viele Anleger hören bei der „interessanten Story“ auf und kaufen dann. Aber da beginnt die Arbeit leider erst. Das ist keine Geheimwissenschaft, aber ohne etwas Rechnerei geht es nicht, wenn auch die vier Grundrechenarten ausreichen.
MIFA wächst in neue Dimensionen
E-Bike-Boom bringt Geschäft auf Touren Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (ISIN DE 000A0B95Y8) ist eine große Nummer im deutschen Fahrradmarkt. Fast jedes dritte Rad kommt aus dem Werk in Sangerhausen. Mit der Übernahme des E-Bike-Spezialisten Grace hat sich die Markstellung nochmals verbessert. E-Bikes erfreuen sich eines rasant wachsenden Zuspruchs und bringen den seit Jahren stagnierenden Fahrradmarkt in Bewegung. Die Nachfrage wird nach Überzeugung von MIFAVorstand Peter Wicht weiter stark zunehmen. Zum einen wird die zunehmende Präsenz auf der Straße für eine erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Außerdem waren Elektrofahrräder bisher vor allem auf die ältere Generation zugeschnitten, was sich jetzt ändert. Das Berliner Start-up-Unternehmen Grace hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein gut aussehendes E-Bike für die „Generation Apple“ zu entwickeln und kann bereits beeindruckende Erfolge vorweisen. Nicht einmal zwei Jahre nach der Gründung wurde Grace von Daimler mit der Entwicklung eines „Smart E-Bike“ beauftragt. Im März 2012 hat die MIFA dieses Unternehmen nun mehrheitlich übernommen, was für beide Seiten von Vorteil ist. Grace bringt eine große Expertise im Bereich der Elektrofahrräder mit und MIFA die Kompetenz in der Produktion hoher Stückzahlen.
Gewinn fast vervierfacht Auch vor der Übernahme war die MIFA schon gut unterwegs. Das Geschäftsjahr 2011 ist überaus positiv verlaufen. Der Absatz stieg moderat um 9 % auf 644.000 Stück, der Umsatz durch den höheren Anteil an E-Bikes um 31 % auf 100,5 Mio. Euro und der Jahresüberschuss konnte von niedrigem Niveau aus auf 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) oder 0,19 Euro je Aktie (Vj. 0,05 Euro) fast vervierfacht werden. In 2012 soll sich dieser Trend fortsetzen. Im Mittelpunkt steht, wie der Vorstand auf der Hauptversammlung in Sömmerda darlegte, nicht unbedingt die deutliche Ausweitung der Verkaufszahlen. Vielmehr soll das Augenmerk auf die weitere Verbesserung der Ertragssituation gelegt werden, wie dies in 2011 bereits gut gelungen ist. Die operative Rendite hat sich in den letzten Jahren auf zuletzt 7,8 % mehr als verdoppelt.
verdoppelt. Zusätzlich zu den guten Zahlen sorgten die Ereignisse um den Wettbewerber Derby Cycle für Rückenwind. Kaum ein Jahr nach dem Börsengang wurde dieses Unternehmen vom niederländischen Mischkonzern Pon zu einem Preis weit über Börsenkurs übernommen. Ausgewirkt hat sich möglicherweise auch eine Änderung in der Aktionärsstruktur. Der Finanzinvestor Lone Star hat sich, wie bereits beim Einstieg abzusehen war (s. Aktionärs Report 8/07), von seinem Engagement getrennt, nachdem dies zu akzeptablen Konditionen möglich war. Neu eingestiegen ist dafür Carsten Maschmeyer mit einer Beteiligung von 33,9 %. Er will langfristig dabeibleiben, sich aber nicht ins operative Geschäft einmischen und er beansprucht auch keinen Platz im Aufsichtsrat. Zusammen mit Peter Wicht, der 30,4 % der Aktien hält, ist er nun mehrheitlich beteiligt.
Steht die Aktie vor einer Neubewertung? Offensichtlich ist der ehemalige AWD-Chef überzeugt, dass die MIFA noch über erhebliches Potenzial verfügt. Aus den genannten Gründen ist dies auch gut verständlich. Mit einem 2012er-KGV von mindestens 30 ist die Aktie bei einem Kurs um 9 Euro nach den gängigen Kriterien zwar ausreichend bewertet. Allerdings wird sich die Ertragssituation nach der Grace-Übernahme in den nächsten Jahren wohl noch erheblich verbessern, die Aktie könnte damit vor einer Neubewertung stehen. Spekulative Anleger könnten sich an schwachen Tagen einige Stücke ins Depot legen. Matthias Wahler
MIFA AG (ISIN DE000A0B95Y8)
Maschmeyer neuer Großaktionär Nachdem in den letzten Jahren nicht so klar war, woher die Fantasie für die Aktie kommen soll, hat sich dies nun geändert. In den letzten zwölf Monaten hat sich das Kursniveau glatt Quelle: Wallstreet Online, www.wallstreet-online.de / Kurs am 22.5.2012: 8,75 Euro
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 13
Quartalszahlen im Fokus satz insgesamt leicht nach unten ging, verbesserten sich die Ertragskennziffern jedoch deutlich. Das EBITDA legte um 13,1 % zu und erreichte 2,1 Mio. Euro. Nach Abschreibungen, Steuern und dem Finanzergebnis blieben stattliche 0,6 Mio. Euro an Periodenüberschuss übrig, was einen Gewinn je Aktie von 12 Cent bedeutet. Dies stellt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 65,1 % dar. Die gesteigerte Profitabilität ist aus unserer Sicht als sehr erfreulich zu bewerten. Wir halten an unserer Position daher fest.
In den zurückliegenden Wochen haben auch die restlichen Unternehmen in unserem Realdepot den Aktionären Einblick in die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2012 gewährt. Wir geben Ihnen heute einen kurzen Überblick über die gelieferten Zahlen.
Essanelle Hair Group Der Konzernumsatz im ersten Quartal 2012 lag mit 30,8 Mio. Euro leicht unter den Vorjahresumsätzen (30,9 Mio. Euro). Dieser Rückgang ist vor allem auf die Abgabe der Salons, die unter der Marke Top Ten geführt wurden, zurückzuführen. Erfreulich verlief das Geschäft bei den Salons HairExpress. Hier legten die Umsätze um 11,4 % von 9,1 Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro zu. Während es beim Um-
Fernheizwerk Neukölln Die Gesellschaft berichtete nicht über das erste Quartal 2012, sondern gleich über die ersten vier Monate des laufenden Geschäftsjahres. In diesem Zeitraum lag der
Umsatz laut Zwischenbericht um ca. 5 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies war einerseits einer kälteren Witterung als im Vorjahr zu verdanken, vor allem aber den erstmaligen Einnahmen aus dem Stromabsatz aus den im zweiten Halbjahr 2011 ans Netz gegangenen Blockheizkraftwerken. Diese trugen alleine 450.000 Euro an Umsatz bei. Da jedoch die Materialkosten für Brennstoffe, Wärme- und Strombezug überproportional gestiegen sind, weisen die Ergebniskennziffern einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus. So lag das EBIT bei 3,5 Mio. Euro und somit ca. 0,5 Mio. Euro unter Vorjahr.
Kurs am 22.5.2012 in Euro
*7,62
*20,38
angefallene Transaktionskosten: 266,76 Euro Gesamtdepotwert: 102.123,21 Euro
Gesamtwert am 22.5.2012 in Euro
Stückzinsen***: -49,52 Euro abgeführte Steuern: 240,28 Euro Kontostand: 62.449,93 Euro
Hinweise auf potenzielle Interessenkonﬂikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 19) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft ﬁndet nicht statt.
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REALDEPOT TICKER
Dr. Kloiber erhöht Anteil auf ca. 84 % Wie die CinemaxX AG zuletzt bekannt gab, hat der Gründer der Gesellschaft Hans-Joachim Flebbe die von ihm zuletzt noch gehaltenen ca. 2,4 Mio. Aktien außerbörslich an den Großaktionär der Gesellschaft Herrn Dr. Kloiber verkauft. Der Kaufpreis betrug 4,72 Euro je Aktie. Somit steigt der Anteil, der Herrn Dr. Kloiber an der CinemaxX AG zugerechnet wird, auf ca. 84 %. Wir rechnen damit, dass Herr Dr. Kloiber seinen Anteil weiter ausbauen wird und der Kursanstieg sich somit weiter fortsetzen dürfte.
Lufthansa AG: 25 Cent Dividende je Aktie Die Hauptversammlung der Lufthansa AG, die am 8.5.2012 in Köln stattfand, hat die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 25 Cent je Aktie beschlossen. Für unsere 500 Aktien im Realdepot haben wir somit 125,00 Euro brutto erhalten. Davon wurden jedoch 31,25 Euro Abgeltungssteuer und 1,71 Euro Solidaritätszuschlag abgezogen. Netto flossen unserem Verrechnungskonto somit 92,04 Euro zu.
AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 | 15
HV-TERMINE Stand: 22.5.2012, ohne Gewähr
23.05.2012 Norma Group AG 23.05.2012 Paion AG 23.05.2012 Solarparc AG 23.05.2012 SAP AG 23.05.2012 Metro AG 23.05.2012 MediClin AG 23.05.2012 Gladbacher Bank AG 23.05.2012 Commerzbank AG 23.05.2012 Integralis AG 23.05.2012 Tomorrow Focus AG 23.05.2012 Aareal Bank AG 23.05.2012 Grammer AG 23.05.2012 Generali Deutschland Holding AG 23.05.2012 Vossloh AG 23.05.2012 Nexus AG 23.05.2012 SEE Real Estate AG i.L. 23.05.2012 SHS Viveon AG 23.05.2012 Adler Modemärkte AG 23.05.2012 Elster Group SE 23.05.2012 LHA AG 23.05.2012 Weber & Ott AG 24.05.2012 JAXX SE 24.05.2012 Homag Group AG 24.05.2012 Eckert & Ziegler AG 24.05.2012 SolarWorld AG 24.05.2012 RIB Software AG 24.05.2012 HCI Capital AG 24.05.2012 PWO - AG 24.05.2012 Adva AG Optical Networking 24.05.2012 DAB Bank AG 24.05.2012 Salzgitter AG 24.05.2012 Nemetschek AG Anz_GB 210x138_Layout 1 11.05.12 11:49 Seite 24.05.2012 Berentzen-Gruppe AG 24.05.2012 Deutsche Telekom AG
Frankfurt/Main 10:00 Uhr Aachen 10:00 Uhr Bonn 11:00 Uhr Mannheim 10:00 Uhr Düsseldorf 10:30 Uhr Frankfurt/Main 11:00 Uhr M.-Gladbach 16:00 Uhr Frankfurt/Hoechst 10:00 Uhr München 10:00 Uhr München 11:00 Uhr Wiesbaden 10:30 Uhr Amberg 09:30 Uhr Köln 10:00 Uhr Düsseldorf 10:00 Uhr Stuttgart 11:00 Uhr Stuttgart 10:30 Uhr München 11:00 Uhr Aschaffenburg 10:00 Uhr Essen 10:00 Uhr Bad Langensalza 10:00 Uhr Forchheim 11:00 Uhr Kiel 10:00 Uhr Freudenstadt 10:30 Uhr Berlin 10:00 Uhr Bonn 11:00 Uhr Stuttgart 13:00 Uhr Hamburg 10:00 Uhr Oberkirch 14:00 Uhr Meiningen 11:00 Uhr München 10:00 Uhr Braunschweig 11:00 Uhr München 10:00 Uhr 1 München 11:00 Uhr Köln 10:00 Uhr
24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 24.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 25.05.2012 29.05.2012 29.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012 30.05.2012
technotrans AG Asian Bamboo AG MyHammer Holding AG S.A.G. Solarstrom AG Leifheit AG DF Deutsche Forfait AG Energiekontor AG SNP AG INFO AG Murphy&Spitz Green Capital AG Bavaria Industriekapital AG cycos AG R. Stahl AG Klöckner & Co SE Wüstenrot & Württembergische AG Effecten-Spiegel AG euromicron AG WILEX AG EquityStory AG AURELIUS AG Drillisch AG DocCheck AG AFKEM AG ISRA VISION PARSYTEC AG Stada Arzneimittel AG Basler AG BayWa AG adesso AG Intershop Communications AG DCI AG IVU Traffic Technologies AG SQS Software Quality Systems AG Petrotec AG
Münster Hamburg Berlin Freiburg Nassau Köln Ritterhude Leimen Hamburg Bonn München Aachen Neuenstein Düsseldorf Ludwigsburg Düsseldorf Frankfurt/Main München München München Frankfurt/Main Köln Hamburg Aachen Frankfurt/Main Hamburg München Dortmund Jena Starnberg Berlin Köln Düsseldorf
www.geschaeftsbericht-service.de Geschäftsberichte kostenlos direkt nach Hause bestellen. Soeben eingetroffen: BayWa AG Vossloh AG BilfingerBerger AG
Geschäftsbericht 2011 Geschäftsbericht 2011 Geschäftsbericht 2011
Weitere Informationen: Kristina Weber, weber@goingpublic.de 16 | AnlegerPlus News 10 | 22.5.2012 GoingPublic Media AG • Hofmannstr. 7a • 81379 München • Tel.: +49 (0)89-2000 339-0 • Fax: +49 (0)89-2000 339-39
10:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 12:00 Uhr 10:30 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 10:30 Uhr 11:00 Uhr 14:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 09:30 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 10:00 Uhr 13:30 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 15:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr
Nestlé Waters Deutschland GmbH Mainz Bekanntmachung des gerichtlichen Teil-Vergleichs zur Beendigung des Spruchverfahrens beim Landgericht Koblenz (Az. 1 HK O 147/02) In dem aktienrechtlichen Spruchverfahren beim Landgericht Koblenz (Az.: 1 HK.O 147/02) zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der Minderheitsaktionäre der Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG, Rhens am Rhein, geben die Geschäftsführer der Nestlé Waters Deutschland GmbH, Mainz, als gesetzliche Vertreter der Gesamtrechtsnachfolgerin der Nestlé Waters Deutschland AG, Mainz, (früher: Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG, Rhens am Rhein) und die Geschäftsführer der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, der vormaligen Hauptaktionärin der Blaue Quellen Mineralund Heilbrunnen AG, den vom Landgericht Koblenz gemäß § 278 Abs. 6 ZPO mit Beschluss vom 22. März 2012 festgestellten Inhalt des zwischen Antragstellern zu 1, 2, 4, 6, 7, 8, 10, 11, dem gemeinsamen Vertreter und den Antragsgegnerinnen getroffenen Teil-Vergleichs bekannt: „In dem Rechtsstreit 1. … – Antragstellerin – 2. Carmen Barth-Weber, Berlin, als Rechtsnachfolgerin des Herrn Hermut Weber, – Antragstellerin – Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Hendrik König, Berlin, 3. Karl-Walter Freitag, Köln, – Antragsteller – Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Horst Hoffmann, Köln, 4. … – Antragsteller – 5. Prof. Dr. Ekkehard Wenger, Stuttgart, – Antragsteller – 6. … – Antragstellerin – 7. Norbert Kind, Ransbach-Baumbach, – Antragsteller – Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte Krempel & Kollegen, Westerburg, 8. Christa Götz, Baden-Baden, – Antragstellerin – Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Norbert Götz, Baden-Baden, 9. Hans-Dieter Oermann, Thierstein – Antragsteller – Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Hans-Dieter Oermann, 95199 Thierstein, 10. Schüma GmbH & Co. KG, vertreten durch den Geschäftsführer Stefan Schüpfer, Würzburg, – Antragstellerin – Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Stefan Schindler, Frankfurt am Main, 11. … – Antragstellerin –
12. Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Dr. Fritz Vogt, Koblenz, als Vertreter der außenstehenden Aktionäre, – Beteiligter – gegen 1. Nestlé Waters Deutschland AG, vertreten durch die Mitglieder Christophe Cornu, Jochen Eisenzapf, Mainz – Antragsgegnerin – Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte Clifford Chance, Frankfurt am Main 2. Nestlé Unternehmungen Deutschland, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Saelzle, Dr. Daschmann, Lyoner Straße 23, 60528 Frankfurt am Main – Antragsgegnerin – Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte Clifford Chance, Frankfurt am Main, wegen (Verfahren nach § 327 f AktienG zur Bestimmung der angemessen Barabfindung) hat die 1. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Koblenz durch den Vorsitzenden Richter am Landgericht Dühr am 22.03.2012 beschlossen: Gemäß § 278 Abs. 6 ZPO wird festgestellt, dass zwischen den Antragstellern bzw. Antragstellerinnen zu 1, 2, 4, 6, 7, 8, 10, 11, dem Vertreter der außen stehenden Aktionäre und den Antragsgegnerinnen folgender Teilvergleich zustande gekommen ist: „§ 1 Präambel Im vorliegenden Spruchverfahren vor der 1. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Koblenz (Az.: 1 HK.O 147/02) ist die Angemessenheit der Abfindung nach § 327 a AktG zu prüfen, die durch die ordentliche Hauptversammlung der Antragsgegnerin zu 2 vom 04.07.2002 festgelegt wurde. Auf Vorschlag des Landgerichts Koblenz schließen die Antragssteller zu 1, 2, 4, 6, 7, 8, 10, 11, der Vertreter der außenstehenden Aktionäre und die Antragsgegnerinnen diesen gerichtlichen Vergleich. § 2 Erhöhung der Barabfindung Die Abfindungszahlung von 743,52 € je Aktie im Nennbetrag von 50 DM wird um 92,32 € auf 835,84 € pro Aktie erhöht. Der Abfindungserhöhungsbetrag in Höhe von 92,32 € je Aktie ist ab dem 04.07.2002 bis zum 31.08.2009 mit 2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz per anno und ab den 01.09.2009 mit 5 Punkten über dem Basiszinssatz per anno zu verzinsen. Für die vorgenannten Verpflichtungen haften die Antragsgegnerinnen als Gesamtschuldner. § 3 Bekanntmachung des Vergleichs Dieser Vergleich ist nach Eintritt der Wirksamkeit durch die Antragsgegnerinnen auf deren Kosten unter namentlicher Nennung der Fortsetzung nächste Seite
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Fortsetzung von vorheriger Seite Antragssteller im vollen Wortlaut unverzüglich in der nächst erreichbaren Ausgabe des Bundesanzeigers (Druck und elektronisch) unter der Rubrik Aktiengesellschaften und einem weiteren, von den Antragsgegnerinnen zu bestimmenden Börsenpflichtblatt (mit Ausnahme der FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung) sowie im Mitteilungsblatt der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. „AnlegerPlusNews“ zu veröffentlichen. Dieser Text ist für etwaige Pressemitteilungen verbindlich. § 4 Zahlungen Die Zahlungsansprüche nach § 2 dieses Vergleiches sind ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung dieses Vergleichs in den beiden Ausgaben des Bundesanzeigers fällig. Sollten die Antragsgegnerinnen ihrer Verpflichtung zur unverzüglichen Bekanntmachung dieses Vergleichs in den Ausgaben des Bundesanzeigers nicht nachkommen, so werden die Zahlungsansprüche nach § 2 dieses Vergleichs fällig zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bekanntmachung des Vergleichs in den beiden Ausgaben erstmalig hätte erfolgen können. Die Antragsgegnerinnen werden auch die Auszahlung des Erhöhungsbetrages an die bereits abgefundenen Aktionäre veranlassen. Alle Zahlungen an die außenstehenden Aktionäre erfolgen kosten-, spesen- und provisionsfrei. § 5 Sonstige Abreden Dieser Vergleich enthält alle Abreden der Parteien, die zur Beilegung des Rechtsstreits getroffen wurden. Weitere Absprachen sind nicht getroffen worden. Falls solche noch zu treffen wären, bedürfen sie der Schriftform. Die Antragsgegnerinnen versichern, dass im Zusammenhang mit diesem Vergleich den Antragsstellern und/oder sonstigen Aktionären der Antragsgegnerinnen keine Sondervorteile gewährt, zugesagt oder in Aussicht gestellt worden sind. Gerichtsstand für etwaige Streitigkeiten aus diesem Vergleich ist, soweit gesetzlich zulässig, Koblenz. § 6 Kosten … § 7 Wirkung des Vergleichs Mit diesem gerichtlichen Vergleich sind alle nach dem AktG denkbaren Ansprüche der Antragsteller und der gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre gegenüber den Antragsgegnerinnen aus diesen Verfahren erledigt. Dieser Vergleich wirkt für alle ehemaligen außenstehenden Aktionäre der Antragsgegnerin zu 1) mit Ausnahme der Antragsgegnerin zu 2). Er stellt insoweit einen echten Vertrag zugunsten Dritter (§§ 328 ff. BGB) dar. Die Verfahrensbeteiligten sind sich darüber einig, dass dieser Vergleich hilfsweise als außergerichtlicher Vergleich wirksam sein soll. Insoweit wird der Rechtsstreit von allen Verfahrensbeteiligten übereinstimmend für erledigt erklärt. Die Vertreter der außenstehenden Aktionäre erklären außerdem, dass sie auf die Fortführung des Verfahrens verzichten. Die Verfahrensbeteiligten sind sich darüber einig, dass der vereinbarte Erhöhungsbetrag auf den im Verfahren 1 HKO 163/01 durch Beschluss vom 12.07.2011 festgesetzten Aktienwert von 830,00 € und der Ausgleichszahlung von 42,50 € beruht. Der Beschluss ist mit sofortiger Beschwerde angegriffen und bislang nicht rechtskräftig. Sollte im Rechtsmittelverfahren die im genannten Beschluss festgesetzte Abfindungszahlung und/oder Ausgleichszahlung erhöht werden, dann erhöht sich auch die Abfindungszahlung nach § 2 auf den Betrag, der sich ergibt, wenn man den im Verfahren 1 HKO 163/01 rechtskräftig festgesetzten Aktienwert Zinsen in Höhe von 2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz vom 30.05.2001 bis zum 05.07.2002 zurechnet und von Ergebnis die im Verfahren 1 HKO 163/01 rechtskräftig festgesetzte Ausgleichszahlung abzieht. Der Inhalt des vorliegenden Vergleichs bleibt im Übrigen unberührt.“
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Hinweise zur Abwicklung der Nachbesserung gemäß vorstehendem Vergleich Hiermit geben wir die Einzelheiten zu der Abwicklung der sich aus dem Vergleich ergebenden Zahlungsansprüche bekannt. Die nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG, die nach wie vor bei dem Kreditinstitut ein Konto unterhalten, über das seinerzeit die Barabfindung abgewickelt wurde, brauchen hinsichtlich der Entgegennahme der Nachzahlung – € 92,32 je Aktie zuzüglich Zinsen hierauf für die Zeit vom 4. Juli 2002 bis zum 31. August 2009 in Höhe von 2 Prozentpunkten und ab dem 1. September 2009 in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz – nichts zu veranlassen. Sie erhalten eine entsprechende Benachrichtigung mit gleichzeitiger Geldgutschrift durch ihr jeweiliges Kreditinstitut. Diejenigen nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG, die inzwischen ihre Bankverbindung gewechselt oder aus sonstigen Gründen bis zum 29. Juni 2012 keine Gutschrift der Nachzahlung erhalten haben, werden gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Barabfindung abgewickelt wurde. Als Abwicklungsstelle fungiert die Deutsche Bank AG. Die Entgegennahme der Nachzahlung zzgl. der Abfindungszinsen ist für die nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG provisionsund spesenfrei. Hinweise für die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre, die ihre effek­ tiven, noch auf die Firma „Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG“ lautenden Aktienurkunden, ausgestattet mit Gewinnanteilscheinen Nr. 6 bis 20 und Erneuerungsschein, nicht innerhalb der ursprüng­ lichen, am 31. Oktober 2002 abgelaufenen Abfindungsfrist im Rahmen des Squeeze­out eingereicht haben: Die ursprüngliche Barabfindung von € 743,52 je Aktie im Nennbetrag von DM 50,00 („Barabfindung“), die den Berechtigten nicht vergütet werden konnte, wurde bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Gerichtsstraße 2, 60313 Frankfurt am Main, – AZ: HL B 49/03 – unter Verzicht auf die Rücknahme hinterlegt. Zur Entgegennahme der ursprünglichen Barabfindung von € 743,52 müssen sich diese ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG unter Vorlage ihrer Aktienurkunden an die Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Frankfurt am Main wenden. Für den Erhalt der Nachzahlung gelten die nachstehenden Ausführungen. Die nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre, denen zwischenzeitlich die ihnen zustehende Barabfindung über die Gerichtskasse Frankfurt am Main ausgezahlt wurde, werden gebeten, sich umgehend, spätestens jedoch bis zum 29. Juni 2012 bei einem Kreditinstitut ihrer Wahl unter Vorlage der Herausgabeverfügung des Amtsgerichts Frankfurt am Main oder sonstiger geeigneter Nachweise ihrer Berechtigung und unter Angabe ihrer Kontoverbindung zu melden. Nach erfolgter Prüfung der Nachweise erhalten diese ehemaligen Minderheitsaktionäre die Nachzahlung auf die Barabfindung von der vorgenannten Abwicklungsstelle über dieses Kreditinstitut vergütet. Die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH behält sich vor, Nachzahlungen zzgl. aufgelaufener Abfindungszinsen, die nicht bis zum 29. Juni 2012 von den nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre entgegengenommen worden sind, zugunsten der Berechtigten bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Frankfurt am Main, unter Verzicht auf die Rücknahme zu hinterlegen. Mainz, im Mai 2012 Nestlé Waters Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Frankfurt am Main, im Mai 2012 Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH Die Geschäftsführung
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