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Timestamp: 2020-04-10 11:42:12+00:00

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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 52/2017
1.1 - BSG, Urteil vom 12.10.2017 - B 4 AS 34/16 R
2.1 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 06.12.2017 - L 7 AS 2132/17 B ER u. L 7 AS 2133/17 B – rechtskräftig
1. In Verfahren des Eilrechtsschutzes zu den Kosten der Unterkunft darf nicht allein schematisch auf die Erhebung der Räumungsklage abgestellt werden, sondern zu prüfen ist, welche Folgen im konkreten Einzelfall drohen (vgl. BVerfG, 01.08.2017 - 1 BvR 1910/12). Der Senat hält daher an seiner ständigen Rechtsprechung, nach der es für die Glaubhaftmachung eines Anordnungsgrundes weder einer Räumungsklage noch einer "Kündigungslage" bedarf, fest.
2.2 - Bayerisches Landessozialgericht, Urt. v. 14.11.2017 - L 11 AS 368/17
2.3 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen 11. Senat, Urteil vom 28.09.2017, L 11 AS 1067/15 - Die Revision wird zugelassen.
Sanktionsbescheide sind - nicht- rechtswidrig, weil der Grundsicherungsträger in diesen Bescheiden nicht zugleich ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen gemäß § 31a Abs. 3 S. 1 SGB II gewährt hat (vgl. Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04. März 2014 – L 20 AS 3422/13 B ER).
Entgegen einer in Teilen der Literatur vertretenen Auffassung (vgl. etwa: Knickrehm/Hahn in Eicher/Luik, SGB II, 4. Auflage 2017, § 31a, Rn 41; Lauterbach in Gagel, SGB II, Stand 6/2017, § 31a Rn 25; Berlit in: LPK-SGB II, 6. Aufl. 2017, § 31a Rn. 42, 50f; Loose in GK-SGB II, Stand 10/14, § 31a Rn 38.2; Sonnhoff in juris-PK, § 31a SGB II, Rn 51; jeweils m.w.N.
3.1 - Sozialgericht Augsburg, Urt. v. 20.11.2017 - S 8 AS 1095/17
3.2 - SG Chemnitz, Urt. v. 09.11.2017 - S 26 AS 1106/16
3.3 - SG Rostock, Beschluss v. 12.12.2017 - S 13 AS 631/17 ER
Voraussetzung eines Pflichtverstoßes ist es, dass dem Leistungsempfänger sei es in einer Eingliederungsvereinbarung oder im Rahmen eines Maßnahmenangebotes hinreichend deutlich gemacht wird, welches Verhalten genau abverlangt wird und welche Folgen welche Pflichtverletzungen nach sich ziehen (vgl. bereits BSG, Urt. v. 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R)
4.1 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen 11. Senat, Urteil vom 24.10.2017, L 11 AL 9/15
5.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Urt. v. 16.11.2017 - L 8 SO 154/15
6. Entscheidungen der Sozialgericht zur Sozialhilfe (SGB XII)
6.1 - Sozialgericht Berlin, Beschluss v. 18.12.2017 - S 145 SO 1717/17 ER - Beschwerde beim LSG BB wurde eingelegt durch den Rechtsbeistand
Zur Gewährung von Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem IV. Kapitel des SGB XII im Wege der einstweiligen Anordnung (hier verneinend)
1. Kein Wahlrecht zwischen Wohngeld und Sozialhilfe (entgegen LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 7. Februar 2017 - L 15 SO 252/16 B PKH, unveröffentlicht).
2. Dagegen spricht auch, dass Beziehern von Wohngeld bestimmte Vergünstigungen gewährt werden, die auch Empfänger von Grundsicherungsleistungen enthalten. So können sich Wohngeldempfänger z. B. als besonderer Härtefall von der Rundfunkgebühr befreien lassen, wenn ihr Einkommen ihren sozialen Bedarf – wie bei der Antragstellerin – um weniger als die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro überschreitet. Diese Vergünstigung beruht auf Verfahren, die vor dem Bundesverfassungsgericht geführt wurden (vgl. BVerfG, Gegenstandswertfestsetzung im verfassungsgerichtlichen Verfahren vom 9. November 2011 – 1 BvR 665/10).
aA SG Berlin, Beschluss vom 24.10.2017- S 146 SO 1475/17 ER - rechtskräftig
weiter bei RA Kay Füßlein, Berlin: www.ra-fuesslein.de
Dazu das LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 7. Februar 2017 - L 15 SO 252/16 B PKH
Volltext hier: www.ra-fuesslein.de
6.2 - Sozialgericht Darmstadt, Urt. v. 23.11.2017 - S 17 SO 90/16
Zur Rechtmäßigkeit eines Aufwendungsersatzanspruches (hier verneinend)
7.1 - Landessozialgericht Hamburg, Urteil v. 20.11.2017 - L 4 AY 3/14
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, der sich der erkennende Senat anschließt (vgl. dazu bereits das Urteil des Senats vom 1.9.2016 – L 4 AY 1/15), scheidet eine Nachzahlung von Leistungen nach dem AsylbLG aus, wenn die Bedürftigkeit inzwischen vorübergehend oder auf Dauer entfallen ist (vgl. BSG, Urteil vom 9.6.2011 – B 8 AY 1/10 R unter Berufung auf das Urteil vom 29.9.2009 – B 8 SO 16/08 R; Urteil vom 20.12.2012 – B 7 AY 4/11 R und Urteil vom 26.6.2013 – B 7 AY 3/12 R). Denn unter Berücksichtigung des § 44 Abs. 4 SGB X ("nach den Vorschriften der besonderen Teile dieses Gesetzbuchs", hier des AsylbLG) muss den Besonderheiten des jeweiligen Leistungsrechts Rechnung getragen und berücksichtigt werden, dass die Leistungen nach dem AsylbLG ebenso wie die Sozialhilfe nur der Behebung einer gegenwärtigen Notlage dienen. Infolgedessen sind sie für zurückliegende Zeiten nur dann zu erbringen, wenn die Leistungen ihren Zweck noch erfüllen könnten, was nur der Fall ist, wenn die Bedürftigkeit ununterbrochen fortbesteht. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Prüfung der ununterbrochen fortbestehenden Bedürftigkeit ist derjenige der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz (vgl. BSG, Urteil vom 9.6.2011 – B 8 AY 1/10 R und Urteil vom 29.9.2009 – B 8 SO 16/08 R). Die Frage, ob die Bedürftigkeit des Klägers durchgehend vorgelegen hat, ist – abhängig vom Aufenthaltsstatus der Kläger – nach dem SGB II, SGB XII oder AsylbLG zu prüfen (vgl. BSG, Urteil vom 20.12.2012 – B 7 AY 4/11 R).
8.1 - Sozialgericht Osnabrück, Urt. v. 13.11.2017 - S 27 BK 8/16
9.1 - Anmerkung zu: BSG 14. Senat, Urteil vom 10.08.2016 - B 14 AS 58/15 R
9.2 - Vorläufiges Berufsverbot
weiter: www.lr-online.de
9.3 - EuGH, Urt. v. 20.12.2017 - C-442/16
9.4 - BVerwG, Urt. v. 18.12.2017 - 5 C 36.16: Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz für in Portugal lebende Kinder
Pressemitteilung Nr. 88/2017 vom 18.12.2017: www.bverwg.de
9.5 - Muster-Schriftsatz: Eilrechtsschutz zur fristgerechten Dublin-Familienzusammenführung
weiter: www.asyl.net
9.6 - Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Einführung des elektronischen Anwaltspostfachs
9.7 - Familiennachzug zu Flüchtlingen - eine Beratungshilfe, Stand November 2017
Die Beratungshilfe wird vom Deutschen Caritasverband herausgegeben und ist in der aktuellen Ausgabe der Reihe „Fluchtpunkte intern" erschienen: www.caritas.de
9.8 - Keine Bekanntgabefiktion bei Fehlen des Vermerks über Aufgabe zur Post (LSG Berlin, Beschl. v. 09.10.2017 – L 31 AS 1907/147 B ER)
weiter: rechtstipp24.de
9.9 - Urteil des Verwaltungsgerichts - Beim Familiennachzug zählt das Kindeswohl
weiter: www.tagesschau.de

References: § 31
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 § 44