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Timestamp: 2019-08-25 18:28:17+00:00

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Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein WöhrNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wöhrdener Loch/Speicherkoog Dithmarschen" vom 16. Dezember 1994 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wöhrdener Loch/Speicherkoog...
juris-Abkürzung: WöhrNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1995 241
Gliederungs-Nr: 791-4-163
"Wöhrdener Loch/Speicherkoog Dithmarschen"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wöhrdener Loch/Speicherkoog Dithmarschen" vom 16. Dezember 1994 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1 ;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 6 Abs. 2 sowie § 8 :
(1) Der nordwestliche Teil des Speicherkooges Dithmarschen-Nord, Kreis Dithmarschen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Wöhrdener Loch/Speicherkoog Dithmarschen" unter Nummer 125 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 490 ha groß und umfaßt ehemalige Wattflächen in den Gemarkungen Nordermeldorf, Warwerort und Friedrichsgabekoog.
Begrenzt wird es wie folgt:
im Süden durch die Gemeindestraße GIK 81 auf dem Gebiet der Gemeinde Nordermeldorf;
im Westen durch die ostwärtige Kante des Schutzstreifens des Landesschutzdeiches;
im Nordwesten auf dem Gebiet der Gemeinde Warwerort durch ein Teilstück der Gemeindestraße GIK 81 und einer Linie zwischen dieser Straße entlang der Südgrenze des Golfplatzes bis zum Wöhrdener Hafenstrom;
im Norden durch die südliche Uferlinie des Wöhrdener Hafenstromes;
im Nordosten durch die südliche Uferlinie des Wöhrdener Hafenstromes bis zum westlichen Fuß des Binnendeiches sowie durch die Grenze zwischen den schmalen uferparallelen Grünlandflächen südlich des Wöhrdener Hafenstromes und den daran angrenzenden Ackerflächen;
im Osten durch die westliche Uferlinie des ersten östlich des Verbindungskanals verlaufenden Entwässerungsgrabens.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 6, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigungen der Karten sind beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Dithmarschen - Untere Naturschutzbehörde -, 25746 Heide,
Kirchspielslandgemeinde Büsum, 25761 Büsum,
Kirchspielslandgemeinde Wesselburen, 25764 Wesselburen
Kirchspielslandgemeinde Meldorf-Land, 25704 Meldorf,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einem durch Eindeichung veränderten ehemaligen Wattenmeerbereich mit großflächigen Grünlandbereichen, in Teilbereichen vom Salzwassereinfluß geprägt, mit Gewässerarmen, angrenzenden Uferrand- und Sumpfbiotopen und sonstigen Feuchtbiotopen.
die Grünland-, Feuchtgrünland- und Sumpfbiotope sowie die Gewässerarme mit angrenzenden, teilweise wechselfeuchten Uferzonen, vor allem als bedeutende Brut-, Nahrungs- und Rastgebiete für gefährdete Vogelarten sowie für gefährdete wirbellose Tiere,
die durch die Eindeichung veränderten ehemaligen Wattenmeerbereiche mit den sich einstellenden und selbstentwickelnden verschiedenen Ökosystemkomplexen und
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Bejagung von Kaninchen in einem 150 m breiten, von der ostwärtigen Kante des Schutzstreifens des Landesschutzdeiches aus gemessenem Bereich, soweit diese für die Sicherheit des Landesschutzdeiches erforderlich ist;
die ordnungsgemäße Ausübung des Fischfanges mit der Handangel
von dem in der Übersichtskarte und in den Abgrenzungskarten durch Kreuzsignatur dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten südlichen Uferabschnitt des Wöhrdener Hafenstromes aus;
von dem in der Übersichtskarte und in den Abgrenzungskarten durch Kreuzsignatur dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten östlichen Uferabschnitt des Verbindungskanals aus in der Zeit vom 1. August bis zum 1. März eines jeden Jahres; diese zeitliche Beschränkung gilt nicht für eine oder zwei Teilstrecken dieses Uferabschnittes von insgesamt 150 m Länge, die von der unteren Naturschutzbehörde im Einvernehmen mit dem Fischereiamt des Landes Schleswig-Holstein festzulegen und in der Örtlichkeit zu kennzeichnen sind;
die erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der Funktion der Gewässer als Wasserspeicher nach dem Planfeststellungsbeschluß "Abdämmung der Meldorfer Bucht in der Linie Warwerort-Helmsander Damm" vom 8. Februar 1974;
die Unterhaltung der im Naturschutzgebiet verlegten Abwasserleitung der RWE-DEA Aktiengesellschaft;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde in Abstimmung mit dem Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen durchführt oder durchführen läßt.
(2) Soweit eine der in Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur- und Landschaft verbunden ist, gilt Abschnitt III des Landesnaturschutzgesetzes.
(1) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2
Nummer 12, 13, 15 und 18,
Nummer 2 im Rahmen geophysikalischer Messungen,
bei einer erforderlichen Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 38 des Landeswassergesetzes und
für die Errichtung, den Betrieb und die Unterhaltung gewässerkundlicher Meßanlagen sowie für die erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten im Rahmen des gewässerkundlichen Meß- und Beobachtungsdienstes nach § 107 Abs. 2 des Landeswassergesetzes
(2) Die untere Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege Ausnahmen von der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 1 im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 17 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde laufen läßt;
(2) Gleichzeitig tritt die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wöhrdener Loch/Speicherkoog Dithmarschen" vom 27. November 1990 (GVOBl. Schl.-H. 1991 S. 5) außer Kraft.

References: § 17
 § 5
 § 39
 § 5
 § 6
 § 8
 § 22
 § 4
 § 38
 § 107
 § 5

§ 4