Source: https://digitalgovernment.wordpress.com/tag/big-data/
Timestamp: 2019-01-23 05:14:19+00:00

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Big Data | Department for E-Governance
Analysen in den umfangreichen Datenbeständen der Öffentlichen Verwaltung versprechen Einsparungen und Effizienzsteigerungen. Zu Recht stellt sich die Frage welche rechtlichen Aspekte, allen voran betreffend Datenschutz, es in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen gilt. In Jusletter IT vom 24. September 2015 widmen sich Peter Parycek, Johann Höchtl und Bettina Rinnerbauer ausführlich der Datenschutzrechtskonformität von Big Data Analysen der Verwaltung. Eine kurze Einführung in die Problemstellung und Ansätze für Lösungsmöglichkeiten:
Von Verwaltungseinheiten werden in Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben Daten erhoben und verarbeitet.
Angetrieben von der Digitalisierung werden neue Möglichkeiten ausgelotet, um Prozesse durch innovative technologische Verfahren zu adaptieren oder gänzlich neu zu gestalten. Den Rahmen hiefür stecken neben technischen Bedingungen auch organisatorische Gegebenheiten und in besonderem Maß geltende Rechtsvorschriften ab.
Eine Heranziehung geeigneter Daten für Analysen unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten in Betracht zu ziehen, führt daher zur Diskussion einer Reihe von technischen und rechtlichen Erwägungen.
Potential: Erkenntnisgewinn durch Datenanalyse
Zusätzlicher Erkenntnisgewinn durch Datenanalyse und –auswertung kann etwa in der Form von Simulationen, Prognosen oder Frühwarnsystemen bei der Fällung von Entscheidungen unterstützen, wobei Potential hier insbesondere in zeitlicher Hinsicht (schnellere Entscheidungen) sowie in einer breiteren Entscheidungsgrundlage gesehen werden kann. Auch bei der Gestaltung personalisierter Dienstleistungen können Datenanalysen einen Beitrag leisten.
Zu beachten: Schutz personenbezogener Daten
§ 1 Abs 1 DSG gewährt jedermann Anspruch auf Geheimhaltung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, soweit ein schutzwürdiges Interesse daran besteht. Gemäß § 4 Z 1 DSG sind personenbezogene Daten Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar ist.
Da jede Art der Handhabung von personenbezogenen Daten (§ 4 Z 8 DSG) nur unter der Voraussetzung der Erfüllung datenschutzrechtlicher Anforderungen zulässig ist, ist die rechtliche Qualifikation der herangezogenen Daten als (nicht) personenbezogen von entscheidender Bedeutung.
„Indirekt personenbezogen“ sind Daten für einen Auftraggeber, Dienstleister oder Empfänger einer Übermittlung dann, wenn der Personenbezog der Daten derart ist, dass dieser Auftraggeber, Dienstleister oder Übermittlungsempfänger die Identität des Betroffenen mit rechtlich zulässigen Mitteln nicht bestimmen kann (§ 4 Z 1 DSG).
Beispiele: zulässige Verwendung personenbezogener Daten
Bei Verwendung indirekt personenbezogener Daten gelten schutzwürdige Geheimhaltungsinteressen gemäß § 8 Abs 2 DSG als nicht verletzt.
Etwa bei mangelnder Rückführbarkeit der Daten auf die/den Betroffenen, deren/dessen Daten verwendet werden (vgl. § 4 Z 3 DSG), ist die Verwendung der Daten zulässig, weil in diesem Fall kein Geheimhaltungsanspruch besteht.
Personenbezogene Daten können ferner im lebenswichtigen Interesse oder mit Zustimmung der/des Betroffenen verwendet werden. Zur Wahrung überwiegender berechtigter Interessen eines anderen kann der Anspruch auf Geheimhaltung der personenbezogenen Daten eingeschränkt werden. Behörden können nur auf Grund besonderer gesetzlicher Grundlagen, die die in § 1 Abs 2 DSG konkretisierten Anforderungen erfüllen, in das Grundrecht eingreifen. Die Verwendung personenbezogener Daten ist darüber hinaus mit Genehmigung der Datenschutzbehörde zulässig.
Zweck der Ermittlung & Weiterverwendung
Von den in § 6 DSG normierten Grundsätzen, die bei der Verwendung von Daten (gemeint: personenbezogene Daten, vgl. § 4 Z 1 DSG) einzuhalten sind, ist im Kontext der Datenanalyse insbesondere zu beachten, dass die Ermittlung der Daten nur für festgelegte, eindeutige und rechtmäßige Zwecke erfolgen darf. Die so ermittelten Daten dürfen grundsätzlich nicht in einer mit diesen Zwecken unvereinbaren Weise weiterverwendet werden (zu wissenschaftlichen oder statistischen Zwecken siehe §§ 46, 47 DSG).
Der Grundsatz der Zweckbindung steht der Idee von Big Data diametral entgegen[1].
Ein möglicher Lösungsansatz für Datenanalysen der Verwaltung fußt auf dem von Guy Zyskind/Oz Nathan/Alex «Sandy» Pentland 2015 ausgearbeiteten Verfahren, indem Auswertungen in verschlüsselten, verteilten und bewusst redundanten Daten durchgeführt werden. Die Daten werden dabei in Anlehnung an homomorphe Kryptographie verschlüsselt, wobei Auswertungen durchgeführt werden können, ohne Zugriff auf die Daten im Klartext zu haben. Die Ergebnisse können nur durch den Datenbereitsteller entschlüsselt werden.[2]
Aus rechtlicher Perspektive ist insbesondere spannend, wie die dem Konzept von Zyskind/Nathan/Pentland folgend bearbeiteten Daten qualifiziert werden können und welche datenschutzrechtlichen Anforderungen bereits technisch durch privacy by design sichergestellt werden können. Aus technischer Sicht sind die Einsatztauglichkeit des Verfahrens sowie gänzlich neue Möglichkeiten der Lastverteilung und sichere Auslagerung von aufwändigen Auswertungen zu kostengünstigen Cloud-Anbietern von besonderem Interesse.
[1] Rainer Knyrim, Big Data: datenschutzrechtliche Lösungsansätze, Dako 2015/35, 60.
[2] Guy Zyskind / Oz Nathan / Alex «Sandy» Pentland, Enigma: Decentralized Computation Platform With Guaranteed Privacy (2015).
Posted in 0# Deutsch, KNOWLEDGE and tagged Analytics, Big Data, Datenanalyse, Datenschutz, DSG, Frühwarnsystem, Prognose, Simulation on 12. November 2015 by bh. Leave a comment
Call for Papers: Journal of Business Research – Special Issue on Big Data and Analytics in Technology and Organizational Resource
Special Issue Objective:
the proposed special issue seeks to present novel solutions to challenging technological and organizational resource management issues. This special issue will share related practical experiences to benefit readers, and will provide clear evidence that Big Data Analytics is playing an ever-increasing important and critical role in technological and organizational resource management (strategically, tactically and operationally). Therefore, we would seek to invite scholars and practitioners to look at the ways and means to co-create and capture business value from Big Data e.g. in terms of new business opportunities, improved performance, and competitive advantage. The results will in turn reveal the implications of Big Data on technological and organizational resource management practices and strategies.
The topics to be discussed in this special issue include but are not limited to the following:
Big Data analytics-enabled business process innovation
Big Data to identify and manage Organizational Resource Management
Public Sector Big Data Challenges
Big data evidence driven decision making
Evaluating the impact of Big Data Analytics on the decision-making processes in information technological resource management
Evaluating facilitators and inhibitors of Big Data Analytics adoption
In-depth and longitudinal case studies on Big Data initiatives for enhancing technological and organizational resource management
Organizational challenges related to Big Data Analytics
Big Data approaches applied to improve cognitive performance and reduce the dark side of technology
Application of Big Data Analytics for global development
Security and privacy issues in Big Data Analytics
Social Media, Cloud Computing and Big Data Analytics
Full version Call for Papers
Posted in 1# Englisch, Call for Papers, RESEARCH and tagged Big Data, Call for Papers, Data Analytics, Journal of Business Research on 7. August 2015 by Malgorzata Goraczek. Leave a comment
Die schöne neue Welt der Daten (BRZ-Fachtagung 2014).
Big Data, Datability und Predictive Analytics waren einige der Schlagworte, die am 4.11.2014 bei der diesjährigen BRZ-Fachtagung diskutiert wurden. Neben Daten als Ressource für Wirtschaft und Gesellschaft wurden Fragestellungen rund um Datenschutz, Gefahren und Risiken behandelt. Öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft müssen bei dieser komplexen Thematik kooperativ und interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Verwaltung will die Daten der BürgerInnen schützen, aber auch sinnvoll nutzen, und die Anforderungen an einen modernen Staat und an dessen Services sind einer Veränderung unterworfen. Ein Schwerpunkt in diesem Zusammenhang war die Rolle der Register in Zeiten von Big Data, zu dem auch ein Round Table-Gespräch unter Leitung von Dr. Peter Parycek, Leiter des Zentrums für E-Governance der Donau-Universität Krems, stattfand. In der Folge eine kurze Zusammenfassung der Keynotes, des Workshops sowie der nachfolgenden Diskussion der Fachtagung.
Der Blick in die Zukunft datenorientierter Lösungen in der Verwaltung stand im Mittelpunkt der Keynotes – also die Frage, welche Bedeutung Big Data zukünftig im Kontext der Verwaltung spielen wird.
Dipl.Ing. Roland Jabkowski, Geschäftsführer BRZ
Der Datenstrom des Internets verlagert sich immer mehr auf mobile Endgeräte. Daher wird sich laut Jabkowski mobiles Datenaufkommen in den nächsten vier Jahren verzehnfachen. Weniger als 1 % dieser Daten werden aber tatsächlich ausgewertet, und die Anwendungsmöglichkeiten sind längst nicht ausgereizt. Hier geht es um Gefahren und Risiken für das Individuum, aber auch um Manipulation, Datendiebstahl sowie Grundsätze der Freiheit. Die Nutzung vorhandener Daten bietet für die öffentliche Verwaltung Chancen, beispielsweise bei periodischen Analysen zum Arbeitsmarkt. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Kampf gegen Wettbetrug im Fußball über den Kampf gegen Terrorismus bis zum Schutz von kritischer Infrastruktur. Ein weiteres genanntes Beispiel war der Anschlag auf den Boston-Marathon – einer der meist dokumentiertesten, aber auch kompliziertesten Tatorte: Das FBI bat in diesem Fall die Bevölkerung darum, alle Smartphone-Aufnahmen zur Verfügung zu stellen, woraufhin die Täter identifiziert wurden. Trotzdem sind alle Terrorakte der Jahre 2010-2013, wie das Publikumsquiz zu Datenmengen zeigte, auf traditionelle Polizeiarbeit zurückzuführen.
Posted in 0# Deutsch, 3# E-Government, Conferences & Workshops and tagged Big Data, BRZ, E-Government, Fachtagung, register on 11. November 2014 by jsduk. Leave a comment
“Data Scientist” or “Data Janitor” – the sexiest job of the 21st century?
http://funkensprungnuts.wordpress.com/2013/05/28/in-a-data-deluge-companies-seek-to-fill-a-new-role-data-scientist/
Posted in 1# Englisch, E-Society and tagged Big Data, Data Scientist, Technology Review on 28. May 2013 by hkarner. Leave a comment
Big Data as a Major Threat to Privacy?
http://funkensprungnuts.wordpress.com/2013/03/24/big-data-is-opening-doors-but-maybe-too-many/
Posted in 1# Englisch, 3# E-Government and tagged Big Data, NYT, privacy on 24. March 2013 by hkarner. Leave a comment

References: § 1
 § 4
 § 8
 § 4
 § 1
 § 6
 § 4