Source: https://www.kreis-stormarn.de/freizeit-und-tourismus/naturschutzgebiete/nsgvo/muehlenbachtal-bei-trittau.html
Timestamp: 2019-05-24 10:05:03+00:00

Document:
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Mühlenbachtal bei Trittau" – Kreis Stormarn
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Mühlenbachtal bei Trittau"
Gl.-Nr.: 791-4-75
Fundstelle: GVOBl. Schl.-H. 1986 S. 128
(1) Das Mühlenbachtal zwischen Grönwohld und Trittau, Kreis Stormarn, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Mühlenbachtal bei Trittau" unter Nummer 121 in das beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 81,3 ha groß. Es besteht aus dem Mühlenbachtal zwischen Grönwohldhof im Norden und Vorburg bei Tritttau im Süden sowie einem Bachtal südlich und östlich von Grönwohld. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1: 25.000 ist das Naturschutzgebiet schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1: 5.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
Landrat des Kreises Stormarn - untere Landschaftspflegebehörde - 2060 Bad Oldesloe,
Amtsvorsteher des Amtes Trittau, 2077 Trittau,
Bürgermeister der Gemeinde Trittau, 2077 Trittau,
Bürgermeister der Gemeinde Grönwohld, 2071 Grönwohld
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines weitgehend natürlichen Bachtales mit Sumpfstaudenfluren, Röhrichten und extensiv genutzten Wiesen als Lebensraum einer zum Teil stark gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt. In dem Naturschutzgebiet ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können verboten; insbesondere ist es verboten:
Bodenbestandteile abzubauen, Aufschüttungen oder Grabungen vorzunehmen oder die Bodengestalt auf andere Weise zu verändern,
Straßen, Wege, Brücken, Lager oder Plätze jeder Art anzulegen oder Einfriedigungen zu errichten,
die Wasserflächen zu verändern oder Stoffe in die Gewässer einzubringen oder einzuleiten oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern,
(2) Beschränkungen, Verbote und Gebote nach dem Landschaftspflegegesetz und sonstigen Rechtsvorschriften bleiben unberührt, insbesondere Abfälle zu beseitigen oder Manöver und gleichartige Übungen abzuhalten.
1. die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes
der Ackerflächen in vollem Umfange (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 kariert dargestellt),
der als Grünland genutzten ackerfähigen Flächen in vollem Umfange (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 in Schrägschraffur dargestellt),
der beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfange (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 in waagerechter Schraffur dargestellt),
2. die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der Waldflächen,
3. die Errichtung und die Unterhaltung von Rohrleitungen und Einlaufbauwerken an den Gewässern oder offenen Gräben zur ordnungsgemäßen Einleitung von Niederschlagswasser aus genehmigten Anlagen,
4. die mit der unteren Landschaftspflegebehörde abgestimmte Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer nach Maßgabe des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden,
5. die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei und die fischwirtschaftliche Nutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der rechtmäßig angelegten Fischteiche,
6. der Jagdschutz und die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd,
7. das Betreten und Befahren der eigenen Grundstücke durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte sowie des Naturschutzgebietes durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind,
8. das Betreten und Befahren der nicht gesperrten Wege mit dem Fahrrad oder mit dem Krankenfahrstuhl.
(1) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 2, 10, 11, 13 bis 16 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Grundräumungen, Grundinstandsetzungen und die den Schutzzweck berührende Inanspruchnahme von Flächen im Rahmen dieser Maßnahmen oder der Gewässerunterhaltung nach § 30 des Wasserhaushaltsgesetzes und des § 47 Abs. 3 des Landeswassergesetzes.
§ 4 Abs. 1 Nr. 1 Bodenbestandteile abbaut, Aufschüttungen oder Grabungen vornimmt oder die Bodengestalt auf andere Weise verändert,
§ 4 Abs. 1 Nr. 2 Straßen, Wege, Brücken, Lager oder Plätze jeder Art anlegt oder Einfriedigungen errichtet,
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 die Wasserflächen verändert oder Stoffe in die Gewässer einbringt oder einleitet oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern,
§ 4 Abs. 1 Nr. 7 Klärschlamm oder sonstige Stoffe organischer oder anorganischer Zusammensetzung einbringt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 9 die Lebens- und Zufluchtstätten der Tiere und die Standorte der Pflanzen beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe und mechanische Maßnahmen,
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 15 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt,
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig treten die
Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemeinde Grönwohld vom 12. Januar 1971 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 29) und
die Kreisverordnung zum Schutz von Landschaftsteilen in der Gemeinde Trittau vom 10. März 1972 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 73),
soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betreffen, außer Kraft.

References: § 7
 § 7
 § 12
 § 7
 § 4
 § 30
 § 47

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4
 § 2