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Timestamp: 2018-03-21 03:22:49+00:00

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Rechtsprechung: 8 C 5/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 02.02.2012
GG Art. 3 Abs. 1; Art. 12 Abs. 1; Art. 20 Abs. 3; BörsG 2002 § 9 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 und Abs. 4, § 13 Abs. 1; § 29 Satz 3 und 4; BörsG 2007 § 29 Satz 3 und 4; BörsO 2007 §§ 39f, 39g Abs. 1 und 2
Benachteiligung; Berufsfreiheit; Chancengleichheit; chancengleiche Berücksichtigung; Drittanfechtung; Fortsetzungsfeststellungsklage; kontingentierte Erlaubnis; Marktposition; Marktzugang; Mitbewerber; Rückwirkung; tatbestandliche Rückanknüpfung; Ungleichbehandlung.
§ 39f WPapBörsO HE, § 39g Abs 1 WPapBörsO HE, § 39g Abs 2 WPapBörsO HE, § 9 Abs 2 Nr 1 BörsG, § 9 Abs 3 BörsG
Zur Rechtswidrigkeit und chancengleichen Berücksichtigung von Skontrenzuteilungen; zum berechtigten Interesse der Fortführung einer Drittanfechtung als Fortsetzungsfeststellungsklage bei gleichzeitiger Umstellung eines Verpflichtungsrechtsstreits auf einen Fortsetzungsfeststellungsantrag
Beurteilung der Rechtswidrigkeit von § 39g Abs. 2 BörsO 2007 wegen Benachteilung ausgeschlossener Skontrenführern von der Skontrenzuteilung; Anforderungen an die grundrechtliche Gewährleistung chancengleicher Berücksichtigung nach Art. 12 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG
BVerwG, 02.02.2012 - 8 C 5.12
NVwZ-RR 2014, 465
Offensichtlich aussichtslos ist eine Staatshaftungsklage, wenn der geltend gemachte Anspruch unter keinem denkbaren rechtlichen Gesichtspunkt besteht und sich dies ohne eine ins Einzelne gehende Prüfung aufdrängt (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.12.2013 - 8 C 5.12 -, NVwZ-RR 2014, 465, 468 m.w.N.).
Für das durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Recht der Berufsausübungsfreiheit ist anerkannt, dass für die Grundrechtsträger aus Art. 12 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 3 GG auch ein Anspruch auf Marktzulassung und chancengleiche Teilhabe am Marktgeschehen erwachsen kann (vgl. etwa BVerwG, Urt. v. 10.12.2013 - 8 C 5/12 - juris Rn. 42 f).
Eine drittgerichtete Amtspflichtverletzung kann auch in der grundrechtswidrigen Anwendung von der Grundrechtssicherung dienenden Verfahrensvorschriften liegen (ähnlich BVerwG, Urt. v. 10.12.2013, 8 C 5/12, NVwZ-RR 2014, 465).
Die zwar objektiv unrichtige, aber nach sorgfältiger Prüfung vorgenommene Anwendung einer Vorschrift, deren Inhalt zweifelhaft sein kann und höchstrichterlich noch nicht geklärt ist, gereicht dem sachbearbeitenden Beamten nicht zum Verschulden (…Schmidt a.a.O.;… Papier a.a.O.; vgl. BVerwG, U.v. 10.12.2013 - 8 C 5/12 - NVwZ-RR 2014, 465 Rn. 31; U.v. 6.6.1962 - IV C 181.60 - BVerwGE 14, 222/231).
Unabhängig davon wäre diese in den Grenzen rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes grundsätzlich zulässig (vgl. BVerfG, B.v. 9.12.2003 - 1 BvR 558/99 - BVerfGE 109, 96 ; B.v. 3.12.1997 - BvR 882/97 - BVerfGE 97, 67; BVerwG, U.v. 10.12.2013 - 8 C 5/12 - NVwZ-RR 2014, 465).

References: Art. 3
 Art. 12
 Art. 20
 § 9
 § 13
 § 29
 § 29

§ 39
 § 39
 § 39
 § 9
 § 9
 § 39
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 3