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Timestamp: 2019-02-22 08:14:48+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein WattenNatSchV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes" vom 1. November 1980 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wattenmeer nördlich...
juris-Abkürzung: WattenNatSchV SH
Ausfertigungsdatum: 01.11.1980
Fundstelle: GVOBl. 1980, 318
Gliederungs-Nr: 791-4-34
"Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes"
Vom 1. November 1980
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes" vom 1. November 1980 01.01.2003
Aufgrund der §§ 14, 57 Abs. 2 und des § 79 Abs. 1 Satz 3 des Landschaftspflegegesetzes vom 16. April 1973 (GVOBl. Schl.-H. S. 122), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 1977 (GVOBl. Schl.-H. S. 507), wird verordnet:
(1) Das Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes, Kreis Nordfriesland, wird zum Naturschutzgebiet "Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes" erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird unter Nummer 14 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 20.188 ha groß. Es wird begrenzt:
Im Norden und Nordosten durch die deutsch-dänische Grenze,
im Osten durch die seeseitige Kante der Krone des im Rahmen der "Vordeichung Tonderner Marsch" gebauten Landesschutzdeiches zwischen der deutsch-dänischen Grenze und dem Hindenburgdamm; bis zur Fertigstellung des Landesschutzdeiches ergibt sich die Ostgrenze aus der Karte nach Absatz 2,
im Süden durch den Dammfuß der nördlichen Böschung des Hindenburgdammes und
im Westen vom Ansatzpunkt des nördlichen Dammfußes des Hindenburgdammes an die Ostspitze der Nösse-Halbinsel auf der Mitteltide Hochwasserlinie, entlang der Ostküste der Insel Sylt, um die Halbinsel Ellenbogen herum bis zum Schnittpunkt der Nordwestküste der Halbinsel Ellenbogen mit dem Längengrad 8 23' 20" und von dort aus in nördlicher Richtung bis zum Schnittpunkt dieses Längengrades mit der deutsch-dänischen Grenze.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der topographischen Karte im Maßstab 1:25.000 rot eingetragen. Die Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde, beim Landrat des Kreises Nordfriesland als unterer Landschaftspflegebehörde, bei den Amtsvorstehern der Ämter Landschaft Sylt und Wiedingharde sowie beim Bürgermeister der Gemeinde List niedergelegt und kann dort während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
(3) In dem als Anlage beigefügten Ausschnitt aus der Karte im Maßstab 1:100.000 ist das Naturschutzgebiet schraffiert dargestellt.
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung einer Wattlandschaft mit einer zahl- und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Es zeichnet sich durch die Vielfalt seiner erdgeschichtlichen und landeskundlichen Merkmale aus. In dem Naturschutzgebiet ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit erforderlich, zu entwickeln und wiederherzustellen.
die Insel Uthörn und gekennzeichnete Brutgebiete in den Vorländereien zu betreten,
Bodenbestandteile abzubauen oder feste Körper oder Bodenbestand teile einzubringen oder die Bodengestalt oder die Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen oder Gebilde von wissenschaftlicher, ökologischer, naturgeschichtlicher oder landeskundlicher Bedeutung zu beschädigen, zu sammeln oder zu verunstalten,
Zelte und Wohnwagen aufzustellen, Feuer zu machen, Hunde frei umherlaufen zu lassen und
die Jagd auszuüben mit Ausnahme der Bejagung von Kaninchen und Raubwild sowie der Bekämpfung wildernder Hunde, Katzen und des Bisams.
(1) Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben.
die übliche Beweidung der im Naturschutzgebiet liegenden Grünflächen,
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes und der Wasserwirtschaft in der bisherigen Art mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind, einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten,
ein 100 m breiter, dem nördlichen Dammfuß des Hindenburgdammes unmittelbar vorgelagerter Streifen im Watt für die Belange der Deutschen Bundesbahn,
das Betreten des Naturschutzgebietes durch die Eigentümer und Nutzungsberechtigten und
die Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben des Strandamtes, die Maßnahmen des Seenot-Rettungswesens und zur Gefahrenabwehr.
(2) Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben auch die im Planfeststellungsbeschluß "Vordeichung Tonderner Marsch" mit dem landschaftspflegerischen Begleitplan festgelegten Maßnahmen des Küstenschutzes, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes und der Landschaftspflege einschließlich der dazu erforderlichen Untersuchungen, Vermessungen und ähnlichen Arbeiten.
§ 4 Nr. 1 die Insel Uthörn und gekennzeichnete Brutgebiete in den Vorländereien betritt,
§ 4 Nr. 2 Pflanzen einbringt oder entnimmt, beschädigt oder vernichtet,
§ 4 Nr. 4 Bodenbestandteile abbaut oder feste Körper oder Bodenbestandteile einbringt oder die Bodengestalt oder die Wasserflächen auf andere Weise verändert oder beschädigt oder Gebilde von wissenschaftlicher, ökologischer, naturgeschichtlicher oder landeskundlicher Bedeutung beschädigt, sammelt oder verunstaltet,
§ 4 Nr. 5 Sprengungen oder Bohrungen vornimmt, 6. § 4 Nr. 6 Bild- oder Schrifttafeln anbringt, ausgenommen Schiffahrtszeichen und amtliche oder amtlich genehmigte Hinweis- und Warntafeln,
§ 4 Nr. 8 sonstige Eingriffe im Sinne des § 7 des Landschaftspflegegesetzes vornimmt,
§ 4 Nr. 9 Zelte und Wohnwagen aufstellt, Feuer macht, Hunde frei umherlaufen läßt oder
§ 4 Nr. 10 die Jagd ausübt mit Ausnahme der Bejagung von Kaninchen und Raubwild sowie der Bekämpfung wildernder Hunde, Katzen und des Bisams.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Vogelfreistätte Wattenmeer östlich Sylt" vom 6. Februar 1937 (Reg.Amtsbl. S. 67), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 15. September 1970 (GVOBl. Schl.-H. S. 276), außer Kraft.

References: § 79
 § 4
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 § 7

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