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Timestamp: 2019-11-15 10:48:24+00:00

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Preisanpassungsklausel | Rechtslupe
Schlagwort: Preisanpassungsklausel
Rück­for­de­rung unbe­rech­tig­ter Gas­preis­er­hö­hun­gen
Mit der Rück­for­de­rung von Zah­lun­gen, die im Rah­men eines Erd­gas-Son­­der­kun­­­den­­ver­­­tra­ges nach unbe­rech­tig­ten Preis­er­hö­hun­gen erbracht wur­den, hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Das beklag­te Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men belie­fert den Klä­ger seit 1997 als Son­der­kun­den mit Erd­gas. In dem Erd­gas­lie­fe­rungs­ver­trag ist ein Arbeits­preis von 4,2 Pfennig/​kWh (2,15 Cent/​kWh) ver­ein­bart. Ein Preis­an­pas­sungs­recht der Beklag­ten
Preis­an­pas­sung in der Fern­wär­me­ver­sor­gung
Für die Wirk­sam­keit einer an § 24 Abs. 3 Satz 1 AVB­Fern­wär­meV aF (jetzt: § 24 Abs. 4 AVB­Fern­wär­meV) zu mes­sen­den Preis­an­pas­sungs­klau­sel ist grund­sätz­lich auf die Ver­hält­nis­se im Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses abzu­stel­len. Es ist nicht erfor­der­lich, dass eine sol­che Preis­an­pas­sungs­klau­sel bereits bei Ver­trags­schluss alle wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit mög­li­cher­wei­se ein­tre­ten­den Ände­run­gen in den kos­ten­mä­ßi­gen
Die Ölpreis­bin­dung in Erd­gas-Son­der­ver­trä­gen mit Unter­neh­men
Eine Preis­an­pas­sungs­klau­sel in einem Erd­gas­son­der­ver­trag, nach der sich der Arbeits­preis für die Lie­fe­rung von Gas zu bestimm­ten Zeit­punk­ten aus­schließ­lich in Abhän­gig­keit von der ver­trag­lich defi­nier­ten Preis­ent­wick­lung für Heiz­öl ändert, hält bei ihrer Ver­wen­dung im unter­neh­me­ri­schen Geschäfts­ver­kehr der Inhalts­kon­trol­le gemäß § 307 Abs. 1 BGB stand; dies gilt auch für eine Preis­an­pas­sungs­klau­sel,
Eine in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen eines Erd­gas­son­der­ver­trags ent­hal­te­ne Preis­re­ge­lung, die sowohl der Berech­nung des bei Ver­trags­be­ginn gel­ten­den Arbeits­prei­ses als auch der Berech­nung spä­te­rer Preis­än­de­run­gen dient, ist als Preis­haupt­ab­re­de der Inhalts­kon­trol­le gemäß § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB ent­zo­gen, soweit durch sie der bei Ver­trags­be­ginn gel­ten­de Arbeits­preis bestimmt wird. Sie stellt dage­gen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat sich aktu­ell in zwei Ent­schei­dun­gen mit der Fra­ge befasst, ob eine in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen eines Gas­lie­fe­rungs­ver­trags ent­hal­te­ne Preis­an­pas­sungs­klau­sel, nach der sich der Arbeits­preis für die Lie­fe­rung von Gas zu bestimm­ten Zeit­punk­ten aus­schließ­lich in Abhän­gig­keit von der Preis­ent­wick­lung für Heiz­öl ändert, bei ihrer Ver­wen­dung im unter­neh­me­ri­schen Geschäfts­ver­kehr
In All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen, die ein Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in Gas­ver­sor­gungs­ver­trä­gen mit End­ver­brau­chern (Norm­son­der­kun­den) ver­wen­det, hal­ten die Klau­seln "Ändern sich die all­ge­mei­nen ver­öf­fent­lich­ten Tarif­prei­se (Haus­halt und Gewer­be) [des Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens], so ist [das Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men] berech­tigt, die Ver­trags­prei­se ange­mes­sen zu ändern. Die Ände­run­gen wer­den wirk­sam mit der öffent­li­chen Bekannt­ga­be der geän­der­ten Prei­se ab dem in
Preis­an­pas­sung in Son­der­kun­den-Gas­lie­fer­ver­trä­gen
Eine Stan­dard­klau­sel in Ver­brau­cher­ver­trä­gen unter­liegt auch dann einer Miss­brauchs­kon­trol­le, wenn sie nur eine für eine ande­re Ver­trags­ka­te­go­rie gel­ten­de natio­na­le Rege­lung auf­greift. Es ist Sache des natio­na­len Gerichts, in jedem Ein­zel­fall zu beur­tei­len, ob eine sol­che Klau­sel, die dem Gas­ver­sor­ger eine ein­sei­ti­ge Preis­an­pas­sung erlaubt, den Anfor­de­run­gen an Treu und Glau­ben, Aus­ge­wo­gen­heit
Die unwirk­sa­me Preis­än­de­rungs­klau­sel im Ener­gie­ver­sor­gungs­ver­trag
Soweit die in einem Erd­gas­lie­fer­ver­trag (Son­der­ver­trag) ent­hal­te­ne Preis­än­de­rungs­klau­sel unwirk­sam ist , hat der Kun­de dem Grun­de nach einen Anspruch aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB auf Rück­zah­lung der auf­grund der unwirk­sa­men Gas­preis­er­hö­hun­gen gezahl­ten Erhö­hungs­be­trä­ge. Der Berech­nung des Anspruchs ist jedoch nicht der bei Ver­trags­schluss geschul­de­te Anfangs­preis zugrun­de zu legen.
Fol­gen unwirk­sa­mer Preis­an­pas­sungs­klau­seln in Erd­gas-Son­der­kun­den­ver­trä­gen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat aktu­ell zwei Ent­schei­dung zu der Fra­ge getrof­fen, wel­chen Preis der Kun­de in einem Son­der­kun­den­ver­hält­nis für das ent­nom­me­ne Gas zu ent­rich­ten hat, wenn die im Ver­trag ent­hal­te­ne Preis­an­pas­sungs­klau­sel unwirk­sam ist und der Kun­de den Preis­er­hö­hun­gen über einen län­ge­ren Zeit­raum nicht wider­spro­chen hat. In dem ers­ten Ver­fah­ren macht der
Preis­an­pas­sungs­klau­seln in Fern­wär­me­lie­fer­ver­trä­gen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat ent­schie­den. Die Klä­ge­rin des jetzt vom Bun­des­ge­richts­hofs ent­schie­de­nen Falls ist ein Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men. Sie ver­langt von der Beklag­ten, einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, rest­li­che Zah­lung für die Lie­fe­rung von Fern­wär­me für die Jah­re 2006 bis 2008. Die Klä­ge­rin erhöh­te in die­sem Zeit­raum sowohl den Grund­preis als auch den Arbeits­preis wie­der­holt, dem
17%ige Erb­bau­zins­er­hö­hung
Als Erb­bau­recht wird das ver­äu­ßer­li­che und ver­erb­li­che Recht bezeich­net, auf dem Grund­stück eines ande­ren ein Bau­werk zu errich­ten oder zu unter­hal­ten. Das hier­für an den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ent­rich­te­te Ent­gelt ist der Erb­bau­zins. Hier­zu wer­den regel­mä­ßig Erb­bau­zins­an­pas­sungs­klau­seln – meist durch Anbin­dung an eine Preis­in­dex – ver­ein­bart. Und auch eine Erb­bau­zins­er­hö­hung um 17 %
Gas­preis­er­hö­hun­gen für "Erd­gas Clas­sic"
Gas­preis­er­hö­hun­gen für Kun­den mit Son­der­ver­trag "Erd­gas Clas­sic", wie sie von meh­re­ren Gas­ver­sor­gern ver­wen­det abge­schlos­sen wur­den, sind nach einem Urteil des Kar­tell­se­nats des Ober­la­dens­ge­richts Cel­le ohne Rechts­grund­la­ge und damit unwirk­sam erfolgt. In dem vom Ober­lan­des­ge­richt Cel­le ent­schie­de­nen Fall hat­ten über 60 Kun­den aus dem öst­li­chen Nie­der­sach­sen gegen zwei nie­der­säch­si­sche Gas­ver­sor­ger auf
Wirk­sam­keit von Preis­an­pas­sungs­klau­seln in Fern­wär­me­lie­fer­ver­trä­gen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te erneut die Wirk­sam­keit von Preis­an­pas­sungs­klau­seln zu beur­tei­len. Sei­ne bei­den heu­ti­gen Urtei­le betref­fen eine Preis­an­pas­sungs­klau­sel in Fern­wär­me­lie­fer­ver­trä­gen. Im ers­ten Fall aus Des­sau ver­lang­te die Klä­ge­rin, ein kom­mu­na­les Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, von der beklag­ten Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft rest­li­che Zah­lung von Fern­wär­me für das Jahr 2006. Die Klä­ge­rin erhöh­te im Jah­re 2006 den Wär­me­ar­beits­preis
Bei der Belie­fe­rung von Son­der­kun­den besteht kein gesetz­li­ches Preis­än­de­rungs­recht eines Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zwei Urtei­le des Land­ge­richts Olden­burg auf­ge­ho­ben, mit denen die Kla­gen von Gas­kun­den gegen Gas­preis­er­hö­hun­gen abge­wie­sen wor­den waren. Die Klä­ger der bei­den Ver­fah­ren mit weit­ge­hend gleich gela­ger­tem Sach­ver­halt wur­den als End­ver­brau­cher von der
Preis­er­hö­hung in Erd­gas-Son­der­ver­trä­gen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat über eine wei­te­re Kla­ge von Erd­gas-Son­­der­kun­­­den gegen Gas­preis­er­hö­hun­gen ent­schie­den und dabei er die von dem Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in älte­ren Ver­trä­gen ver­wen­de­te Preis­än­de­rungs­klau­sel für wirk­sam, die in jün­ge­ren Ver­trä­gen ver­wen­de­te Klau­sel hin­ge­gen für unwirk­sam erklärt. Fer­ner hat der Bun­des­ge­richts­hof sei­ne Recht­spre­chung zu der Fra­ge wei­ter ent­wi­ckelt, in wel­chen Fäl­len
Preis­an­pas­sungs­klau­seln in Erd­gas-Son­­der­kun­­­den­­ver­­­trä­gen, die den Arbeits­preis für Erd­gas allein an die Ent­wick­lung des Prei­ses für extra leich­tes Heiz­öl ("HEL"-Preisanpassungsklauseln) bin­den, benach­tei­li­gen die Kun­den unan­ge­mes­sen und sind unwirk­sam. Sie kön­nen des­halb nicht Grund­la­ge einer ein­sei­ti­gen Preis­an­pas­sung durch das Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men sein. Dies ent­schied heu­te der Bun­des­ge­richts­hof in zwei Fäl­len eines Köl­ner Gas­ver­sor­gers
Die Urtei­le zu den Ver­trags­be­din­gun­gen von Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men meh­ren sich. So hat heu­te der Bun­des­ge­richts­hof ein bran­den­bur­gi­sches Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men zur Unter­las­sung der Ver­wen­dung von ins­ge­samt fünf Klau­seln in sei­nen All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen ver­ur­teilt. Inhalts­über­sichtDie bean­stan­de­ten Ver­trags­klau­selnDie Urtei­le der Instanz­ge­rich­tePreis­an­pas­sungs­klau­sel für Son­der­kun­denVer­sor­gungs­un­ter­bre­chung Die bean­stan­de­ten Ver­trags­klau­seln[↑] Der beklag­te Gas­ver­sor­gun­ger ver­wen­det seit April 2007 für Grund­ver­sor­gungs­kun­den
Unwirk­sa­me Preis­an­pas­sungs­klau­sel bei Gas­ver­sor­gern
Der Bun­des­ge­richts­hof hat heu­te erneut einer Kla­ge von Kun­den eines Gas­ver­sor­gers gegen Preis­er­hö­hun­gen statt­ge­ge­ben. Die in den Erd­gas-Son­­der­­ver­­­trä­gen der kla­gen­den Kun­den ver­wen­de­ten Preis­an­pas­sungs­klau­seln sind wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung der Kun­den unwirk­sam. Ein Preis­an­pas­sungs­recht des Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens ergibt sich auch nicht aus einer ergän­zen­den Ver­trags­aus­le­gung. Die Par­tei­en strit­ten um die Wirk­sam­keit von Gas­preis­er­hö­hun­gen,
Erd­gas-Prei­se
Der Bun­des­ge­richts­hof hat heu­te erneut eini­ge Preis­an­pas­sungs­klau­seln in Erd­gas-Son­­der­­ver­­­trä­gen als unwirk­sam ein­ge­stuft. Der BGH gab damit der Kla­ge von Kun­den eines Gas­ver­sor­gers gegen Preis­er­hö­hun­gen statt, weil die Preis­an­pas­sungs­klau­seln, die der Gas­ver­sor­ger in den Erd­gas-Son­­der­­ver­­­trä­gen mit den kla­gen­den Kun­den ver­wen­det hat, wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung der Kun­den unwirk­sam sind. Die Par­tei­en strit­ten
Stei­gen­de und fal­len­de Gas­prei­se
Ein kom­mu­na­les Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men darf in sei­nen Son­der­kun­den­ver­trä­gen die Preis­an­pas­sungs­klau­sel "k. [= das beklag­te Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men] darf den Fest­preis und den Ver­brauchs­preis ent­spre­chend § 5 Abs. 2 Gas­GVV anpas­sen. Es han­delt sich um eine ein­sei­ti­ge Leis­tungs­be­stim­mung, die wir nach bil­li­gem Ermes­sen aus­üben wer­den. Soweit sich der Fest­preis oder der Ver­brauchs­preis ändert, kön­nen Sie den
Die von einem Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in einem Gas­­­ver­­­sor­gungs-Son­­der­­ver­­­trag ver­wen­de­te Preis­an­pas­sungs­klau­sel "Der Gas­preis folgt den an den inter­na­tio­na­len Märk­ten notier­ten Ölprei­sen. Inso­fern ist die G. (Bekl.) berech­tigt, die Gas­prei­se … auch wäh­rend der lau­fen­den Ver­trags­be­zie­hung an die geän­der­ten Gas­be­zugs­kos­ten der G. anzu­pas­sen. Die Preis­än­de­run­gen schlie­ßen sowohl Erhö­hung als auch Absen­kung ein." ist
Spar­kas­sen­ent­gel­te
Die dem Mus­ter von Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 AGB-Spar­­kas­­sen nach­ge­bil­de­te Klau­sel einer Spar­kas­se "Soweit nichts ande­res ver­ein­bart ist, wer­den die Ent­gel­te im Pri­vat- und Geschäfts­kun­den­be­reich von der Spar­kas­se unter Berück­sich­ti­gung der Markt­la­ge (z.B. Ver­än­de­rung des all­ge­mei­nen Zins­ni­veaus) und des Auf­wan­des nach gemäß § 315 des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches nach­prüf­ba­rem bil­li­gen Ermes­sen
Unzu­läs­si­ge Preis­an­pas­sungs­klau­sel in Gas­lie­fe­rungs­ver­trä­gen
Die von einem Gas­ver­sor­ger aus dem Main-Kin­zig-Kreis in Son­der­ver­trä­gen für Erd­gas benutz­te Preis­an­pas­sungs­klau­sel: "(Der Gas­ver­sor­ger …) wird den Erd­gas­preis unter Berück­sich­ti­gung der Kos­ten­ent­wick­lung für die Bereit­stel­lung von Erd­gas und der jewei­li­gen Ver­hält­nis­se auf dem Haus­halts­wär­me­markt in der Regel zum 1. April und 1. Okto­ber eines Jah­res fest­set­zen. Preis­än­de­run­gen zu ande­ren

References: § 24
 § 24
 § 307
 § 307
 § 812
 BGH 
 § 5
 § 315