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ZKBW-Dialog Nr. 74 vom 03.01.2013 [BSZ Wiki]
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BSZ stellt DFG-Antrag zur Förderlinie „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“
Zulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion
Büchertransport der Region Baden-Württemberg – Jahresbericht 2011
Beta-Version der DDB ist online
Urheberrecht - Open Access - Open Data
Weitere Informationen zu den Themen Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche
SWB (Südwest-Region und Sachsen)
BVB (Bayern)
GBV (Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Niedersachsen, Norddeutschland, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
hbz (Nordrhein-Westfalen und Teile von Rheinland-Pfalz)
HeBIS (Hessen und Teile von Rheinland-Pfalz)
KOBV (Berlin und Brandenburg)
Ausland / Internationaler Leihverkehr
OCLC / WorldCat
Zentrale Angebote und Informationen
Neue und geänderte Adressdaten und Bibliothekssigel
Ausgewählte Literaturhinweise zum Thema Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche (in Auswahl)
ZKBW-Dialog Nr. 74 vom 03.01.2013
Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat zusammen mit dem GBV, dem hbz und der Deutschen Nationalbibliothek einen DFG-Antrag zur Förderlinie „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ im Themenfeld 1: „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ mit dem Projektnamen libOS (Library Operating System) eingereicht. Das Projekt hat zum Ziel, einen Nationalen Nachweis aller Verbund- und sonstigen bibliographischen Daten zu schaffen, eine einheitliche Katalogisierung auf einer zentralen Plattform zu entwickeln und Schnittstellen zu Wissenschafts-Communities und zu Anwendungen aller Art anzubieten. Die Direktorin des BSZ, Marion Mallmann-Biehler, hat das Projekt am 01.10.2012 auf dem 13. BSZ-Kolloquium in der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ausführlich vorgestellt.
Derzeit (Stand: 28.11.2012) nehmen insgesamt 215 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (104 gebend und nehmend, 111 nur nehmend). Neu hinzugekommen ist die Bibliothek der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen <1869> (nur nehmend).
Das BSZ hat am 15.11.2012 folgende neue Funktionalitäten in der SWB-Online-Fernleihe freigeschaltet:
• Elektronische Dokumentlieferungen zwischen hbz und SWB
• Elektronische Dokumentlieferungen zwischen GBV und SWB
• Vormerkungen und Blanko-Bestellungen zwischen HeBIS und SWB
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart, Bibliothek <Stg 259>, Kronenstraße 53B, 70174 Stuttgart, Tel. (0711) 1849-835, E-Mail biblio@dhbw-stuttgart.de, URL http://www.dhbw-stuttgart.de/bibliothek
ISIL DE-Stg259, BAW; SWB
Die Bibliothek ist für Büchersendungen nur per Post erreichbar.
Die Liste der in der Südwest-Region zum Leihverkehr zugelassenen Bibliotheken ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg erreichbar.
ROSA ARCHIV LEIPZIG & Bibliothek <L 333>, Nikolaistraße 16, 04109 Leipzig, Tel. (0700) 17500175, Fax (0700) 17500175, E-Mail 175.ral@gmail.com (Ansprechpartner: Herr Rosa von Zehnle), URL http://www.rosa-archiv.de/
ISIL DE-L333, SAX; SWB
Sammelschwerpunkte: Homosexualität; Transsexualität; Transgender; Transvestitismus; Hermaphroditismus; Travestie; HIV / Aids
Eine Zusammenstellung der „Zeitweise geschlossenen Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken“ steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:nachrichten:schliesszeitenliste zur Verfügung.
Die Statistik der Büchertransportdienste der baden-württembergischen Bibliotheken zeigt nach vielen Jahren erstmals einen Rückgang der transportierten Bände. Der Austausch zwischen den Bibliotheken des Landes hat beim Bücherauto um 7,8 % abgenommen und nahm bei den Containerdiensten um 10 % ab. Mit dem Containerversand an weitere Leihverkehrsregionen wurden durchschnittlich 4,5 % weniger Bände verschickt.
Insgesamt wurden 288.228 Bände (- 8,4 %) transportiert. Diese weiterhin hohen Transportzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Büchertransportdienste für eine schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind. Die Transportdienste sind damit auch weiterhin gut ausgelastet.
Bücherautodienst: Mit dem Bücherauto wurden innerhalb Baden-Württembergs 187.926 Bände ausgeliefert. Im Vorjahr waren es 203.828, was einer Abnahme von 15.902 Bänden (- 7,8 %) entspricht. Pro Band sind wie im Vorjahr 0,60 Euro an Kosten entstanden. Die gestiegenen Kosten wurden durch steigende Spritpreise und größere Reparaturen des Bücherautos verursacht. In diesen Kosten sind auch die Containeranbindungen an die UB Heidelberg, Bibliothek der Universität Konstanz, UB Mannheim und das kiz Ulm enthalten, deren Bände über das Transportzentrum an der KIT-Bibliothek Karlsruhe mit dem Bücherauto an weitere zum überregionalen Leihverkehr zugelassene Bibliotheken des Landes transportiert werden. Darüber hinaus werden Sendungen für die überregionalen Containerdienste dem Bücherauto mitgegeben, die über das Transportzentrum verschickt werden.
Containerdienste: Innerhalb von Baden-Württemberg wurden 3.550 Container nach Heidelberg, Konstanz, Mannheim und Ulm verschickt. Dies sind 10 % weniger als im Vorjahr (3.945 Container).
Mit einem weiteren Containerdienst ist die SULB Saarbrücken (und damit das Saarland als SWB-Partnerregion) an das Karlsruher Transportzentrum angebunden. 14.413 Bände wurden insgesamt in das Saarland transportiert (4,9 % weniger als im Vorjahr).
Mit dem überregionalen Containerdienst wurden 100.302 Bände in 3.297 Containern transportiert. Dies bedeutet eine leichte Abnahme um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr mit 104.989 Bänden. Mit durchschnittlich 30 Bänden waren die Container weiterhin gut beladen. Der Vergleich zwischen den Leihverkehrsregionen zeigt, dass 42.175 Sendungen von/nach Bayern (- 3,2 %) verschickt wurden. Die Regionen Niedersachsen, Sachsen und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurden – wie im letzten Jahr – über das HUB Göttingen mit 43.714 Bänden beliefert (- 5,5 %).
nach: Hannsjörg Kowark – Jahresbericht 2011 – Büchertransport der Region Baden-Württemberg
Das Protokoll der (überregionalen) AG Leihverkehr vom 15.05.2012 in Göttingen ist im GBV Verbund-Wiki veröffentlicht worden (http://www.gbv.de/wikis/cls/AG_Leihverkehr_der_Arbeitsgemeinschaft_der_Verbundsysteme#Protokolle).
Nach fünf Jahren Aufbauzeit haben Bibliothekare, Archivare und Museumsfachleute sowie Vertreter von Bund und Ländern am 28.11.2012 im Alten Museum in Berlin den Startschuss für die Beta-Version der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gegeben. In der Testphase für das Zugangsportal zu Kultur und Wissen bietet die DDB zunächst Zugriff auf etwa 5,6 Millionen Datensätze. Sie stammen aus rund 90 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Museen, Archiven oder Bibliotheken. Die Aufnahme des Regelbetriebs ist für Ende 2013/Anfang 2014 geplant. Der technische Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek wurde an das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) vergeben, das mit Partnern das Konzept und die Umsetzung durchführt. Grundlage ist das am 02.12.2009 von der Bundesregierung beschlossene und von den Fachministern von Bund und Ländern ratifizierte Verwaltungs- und Finanzabkommen zur Errichtung und zum Betrieb der DDB. Die inhaltlich-technischen Rahmenbedingungen wurden in der Anforderungsanalyse im Mai 2010 definiert. Träger der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ist ein Kompetenznetzwerk mit derzeit 13 renommierten kulturellen Einrichtungen. Organe des Kompetenznetzwerks sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und das Kuratorium. Vorstand und Kuratorium werden bei der Erledigung ihrer Aufgaben durch eine Geschäftsstelle unterstützt, die bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelt ist. Zum Kompetenznetzwerk gehören u. a. das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, das Landesarchiv Baden-Württemberg, die BSB München, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die SLUB Dresden und die Deutsche Nationalbibliothek. Das endgültige Ziel ist, kulturelle und wissenschaftliche Inhalte aus über 30.000 Institutionen in einer Online-Umgebung zugänglich und nutzbar zu machen. Über Suchbegriffe kann im Gesamtbestand recherchiert werden. Im Laufe des Jahres sollen nach und nach neue Features hinzukommen. Eine wichtige Funktion der DDB ist zudem die des nationalen Datenaggregators für das europäische Kulturportal Europeana (http://www.europeana.eu/portal). Sie ermöglicht den deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen die Teilnahme an diesem europäischen Projekt.
§ 52a UrhG um zwei Jahre verlängert: Der gemeinsame Einsatz aller bibliothekarischer Verbände und der Organisationen der Wissenschaft gegen den Wegfall des § 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG), der die rechtliche Grundlage für die elektronischen Semesterapparate darstellt, hat Erfolg gehabt: Am 08.11.2012 hat der Bundestag in erster Lesung einen Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen beraten, der vorsieht, den § 52a UrhG um weitere zwei Jahre zu verlängern. Ende November 2012 hat der Bundestag das Gesetz mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition und der SPD verabschiedet. Der Bundesrat hat den Entwurf Mitte Dezember 2012 passieren lassen. Die Länderkammer bedauerte zugleich in einer Entschließung, dass das Parlament mit dem vorliegenden Gesetzesbeschluss der Forderung der Länder nicht gefolgt sei, der Regel unbefristet Geltung zu verschaffen. Zugleich brachte der Bundesrat seine Erwartung zum Ausdruck, dass die Bundesregierung „unverzüglich und in enger Abstimmung mit den Ländern die Arbeiten an einer breiter und allgemeiner gefassten Bildungs- und Wissenschaftsschranke aufnimmt“. Mit dem Begriff ist eine Debatte über Ausweitungen der Nutzerrechte von Forschern, Lehrern und Auszubildenden verknüpft, die sich etwa auch auf elektronische Leseplätze in Bibliotheken oder die Vervielfältigung von E-Books beziehen.
EU-Richtlinie über verwaiste Werke in Kraft getreten: Die EU-Richtlinie zur Nutzung verwaister Werke wurde am 27.10.2012 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und ist damit offiziell in Kraft getreten. Die EU-Mitgliedsstaaten haben maximal zwei Jahre Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
Digitale Kopien für Unterrichtszwecke einsetzbar: Lehrer dürfen künftig in bestimmten Grenzen urheberrechtlich geschützte Inhalte aus Büchern und Unterrichtswerken auch digital vervielfältigen und Schülern im Unterricht zugänglich machen. Darauf haben sich die Kultusministerien, der Verband Bildungsmedien sowie die VG Wort, die VG Bild-Kunst und die VG Musikedition geeinigt. Die jetzt abgeschlossene Vereinbarung schafft Rechtssicherheit: So dürfen künftig zehn Prozent eines Druckwerks (maximal 20 Seiten) von Lehrkräften für die Veranschaulichung des eigenen Unterrichts eingescannt, auf Speichermedien wie USB-Sticks abgespeichert und über Datenträger wie Whiteboards den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden. Im Einzelnen lauten die Regelungen: Die Lehrkräfte können von Printmedien, auch Unterrichtswerken, die ab 2005 erschienen sind, bis zu 10 Prozent (maximal 20 Seiten) einscannen; Lehrerinnen und Lehrer können die digitalisierten Materialien ebenfalls für den eigenen Unterrichtsgebrauch vervielfältigen und an ihre Schüler weitergeben, auch zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung; die eingescannten Materialien können für die Schülerinnen und Schüler ausgedruckt werden und außerdem im Unterricht über PCs, Whiteboards und/oder Beamer wiedergegeben werden; die Lehrerinnen und Lehrer können die Scans im jeweils erforderlichen Umfang auch auf ihren Speichermedien ablegen (z.B. PC, Whiteboard, iPad, Laptop, etc.). Dies umfasst auch die Speicherung auf einem für die individuelle Lehrkraft geschützten Bereich auf dem Schulserver; die Parteien werden rechtzeitig vor den Verhandlungen über eine Anschlussvereinbarung eine repräsentative Erhebung über die analogen und digitalen Nutzungen in den Schulen durchführen; die bereits 2010 vereinbarten Grundregeln für das analoge Fotokopieren – Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 Urheberrechtsgesetz – bleiben nahezu unverändert bestehen: Aus praktischen Gründen wurde lediglich der Bezugswert der „kleinen Werkteile“ ebenfalls auf 10 Prozent eines Werkes neu festgesetzt (nach: Börsenblatt online vom 06.12.2012).
Schutzrechte von Künstlern und Tonträgerherstellern verlängert: Das Bundeskabinett hat am 31.10.2012 einen Gesetzentwurf zur Verlängerung der Schutzdauer von Rechten ausübender Künstler und Tonträgerhersteller beschlossen. Bisher erloschen die Rechte an Aufzeichnungen von Darbietungen ausübender Künstler wie z.B. Musikern 50 Jahre nach ihrer Veröffentlichung. Bei Darbietungen, die auf einem Tonträger aufgenommen worden sind, verlängert sich dieser Schutz nun auf 70 Jahre. An den Zusatzeinnahmen der Tonträgerhersteller werden die Künstler über einen Vergütungsanspruch beteiligt. Der Gesetzentwurf setzt eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2011 in deutsches Recht um. Er sieht weiterhin vor, dass bei Musikkompositionen mit Text die siebzigjährige Schutzfrist für Komponisten und Textdichter nicht mehr getrennt, sondern einheitlich nach dem Tod des zuletzt Verstorbenen berechnet wird. Für die Schutzdauer von Musikkompositionen mit Text gelten damit in der gesamten EU die gleichen Regeln.
WIPO-Generalversammlung schlägt Ausnahmeregelung für Blinde vor: Die Generalversammlung der World Intellectual Property Organisation (WIPO) hat einen Vorschlag für eine internationale Ausnahmeregelung für Blinde und Sehbehinderte vorgelegt. Die Ausnahmeregelung sieht vor, dass künftig dafür autorisierte Organisationen wie Bibliotheken erlaubt werden soll, für Blinde zugängliche Versionen von legal erworbenen Werken herzustellen, und zwar ohne Zustimmung der Rechteinhaber. Im Juni 2013 soll ein Völkerrechtsvertrag in Marrakesch verabschiedet und von den WIPO-Mitgliedsstaaten unterzeichnet werden. Es würde sich um den ersten WIPO-Vertrag seit Jahrzehnten handeln, der das Urheberrecht nicht ausdehnt, sondern beschränkt.
Google zeigt Suchergebnisse wegen Urheberrechtsverletzungen nicht an: Google folgte 2012 bei über 50 Millionen Internet-Adressen den Anträgen von Copyright-Inhabern, Suchergebnisse wegen Urheberrechtsverletzungen nicht anzuzeigen. Damit verzehnfachte sich die Zahl der Anträge gegenüber 2011. 97 Prozent der Anträge wird laut Google stattgegeben.
Fachsymposium des dbv zum Urheberrecht: Auf Einladung des dbv haben bei der Veranstaltung „Urheberrecht für die Wissensgesellschaft – Herausforderungen in der digitalen Welt“ am 25.10.2012 in Berlin Repräsentanten großer Wissenschaftsorganisationen und –verlage sowie Politiker/innen diskutiert. Die Folien einiger Vorträge (darunter Rolf Schwartmann, Leiter der Forschungsstelle für Medienrecht als Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz, zum Thema „Angemessene Schranken des Wissenschaftsurheberrechts in Zeiten der Digitalisierung“, Jeanette Hofmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am WZB Berlin und Direktorin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, zum Thema „Probleme des Urheberrechts aus interdisziplinärer Sicht“ und Rainer Kuhlen, Sprecher des Urheberrechtsbündnisses, zum Thema „Erfolgreiches Scheitern revisited – Institutionalisierungsformen für das Commons Wissen und Information“) können von der dbv-Website abgerufen werden.
Umgang mit Bildrechten in Kunst- und Museumsbibliotheken: Eine Fortbildungsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) in Zusammenarbeit mit der Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen am 08./09.11.2012 in Wien stand im Zeichen des Urheberrechts. Unter dem Titel „In sieben Schritten zum Urheberrechtsspezialisten“ führten zwei ausgewiesene Spezialisten des deutschen beziehungsweise österreichischen Urheberrechts in die komplexe Materie ein. Die Folienvorträge können auf der Website des AKMB nachgelesen werden (http://www.akmb.de/web/html/fortbildung/herbst2012.html).
Creative Commons wird zehn Jahre alt: Die Creative-Commons-Lizenz ist im Dezember 2012 zehn Jahre alt geworden. Grundgedanke der Creative Commons-Lizenzen ist es, Inhalte mit ausgeweiteten Nutzungsrechten zu versehen und so eine Alternative zu den Verwertungsmonopolen der Unterhaltungsindustrie zu schaffen. Ziel sei es, „in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte“ anzubieten. Anders als beim Urheberrecht oder beim Copyright US-amerikanischer Prägung behalten sich die Künstler bei CC nur einige Rechte vor, während sie die Nutzungsmöglichkeiten für Dritte erhöhen. So gibt es Lizenzformen, die beispielsweise Veränderungen, Weiterverwendung bei Nennung des ursprünglichen Urhebers oder beispielsweise Weiterverwendung ohne Veränderung erlauben. Die Vertragsformen sind an zahlreiche Länder angepasst, darunter für Deutschland (nach einer Meldung von heise online vom 06.12.2012).
Urheberrechtsportal iRights.info erfindet sich neu: Die Betreiber des 2005 eingerichteten Urheberrechtsportals iRights.info bieten künftig auch die Entwicklung von „Strategien für die digitale Welt„ sowie Rechtsberatung an, um die Seite auf eine solide Basis stellen zu können. Sie haben dazu in Berlin die Denkfabrik iRights.lab ins Leben gerufen, die Mitte Oktober 2012 ihre Arbeit aufgenommen hat. Museen, Archive und Bibliotheken sollen bei der Digitalisierung unterstützt werden. Dabei gelte es, rechtliche, technische und organisatorische Herausforderungen zu lösen. Das dritte Standbein soll die Rechtsberatung iRight.law bilden. Als Schwerpunkte nennen die Betreiber neben Open Source und Open Content soziale Medien oder IT-Infrastrukturen sowie klassische Bereiche wie Urheber-, Datenschutz- und Persönlichkeitsrecht (nach: heise online vom 17.10.2012).
Literaturhinweise zum Urheberrecht (in Auswahl):
Simon-Ritz, Frank. „Warten auf die Wissenschaftsschranke. Kommt die Urheberrechtsdebatte nach der Sommerpause?“. Buch und Bibliothek 64 (2012) H.9. S.562-564.
F. Simon-Ritz, Direktor der UB Weimar und dbv-Vorstandsmitglied, geht auf die urheberrechtlichen Aktivitäten zwischen Anfang April und Ende Juni 2012 ein. Er stellt die Frage, ob in diesen drei Monaten die Grundlage für eine erneute zeitliche Befristung (oder gar eine dauerhafte Entfristung) von § 52a UrhG gelegt wurde und wie sich die Bundesregierung und das fachlich zuständige Bundesjustizministerium in der zweiten Jahreshälfte in Sachen allgemeine Wissenschaftsschranke, Zweitverwertungsrecht und vergriffene und verwaiste Werke positionieren werden.
Steinhauer, Eric W. „Bemerkungen zum 'Kröner-Urteil' des OLG Stuttgart“. Recht – Bibliothek – Dokumentation 42 (2012) Nr.2. S.103-128.
Der Beitrag, dessen Erstfassung irrtümlicherweise bereits in Heft 1 (2012) der Zeitschrift Recht – Bibliothek – Dokumentation abgedruckt wurde, ist dieses Mal in der überarbeiteten und mit Fußnoten versehenen Endfassung veröffentlicht worden.
Broschüre „Open-Access-Strategien“ erschienen: Zum Start der International Open Access Week 2012 vom 22.10. bis zum 28.10.2012 hat die Arbeitsgruppe Open Access in der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen die Broschüre „Open-Access-Strategien für wissenschaftliche Einrichtungen - Bausteine und Beispiele“ veröffentlicht. Ziel der Veröffentlichung ist es, einen Überblick über praktische Maßnahmen zur Förderung von Open Access zu geben. In kurzen Artikeln von Autorinnen und Autoren aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen beschreibt die Broschüre Bausteine einer umfassenden Open-Access-Strategie. Darüber hinaus werden beispielhafte Maßnahmen dargestellt, die Wissenschaftler dabei unterstützen sollen, die eigenen Forschungsergebnisse weltweit ohne Barrieren für die Nutzer bereitzustellen. Die Online-Version der Broschüre findet sich unter http://allianz-initiative.de/fileadmin/user_upload/open-access-strategien.pdf.
Archivalia zur Open-Access-Woche 2012: In einem Archivalia-Eintrag zur internationalen Open-Access-Woche vom 21.10.2012 blickt Klaus Graf auf die Open-Access-Wochen der vergangenen Jahre zurück, die er „wohl am meisten … zelebriert“ hat.
Rechtsfragen von Open Access: Klaus Graf hat am 29.10.2012 in der InetBib-Liste eine Übersicht zu Rechtsfragen von Open Access veröffentlicht (http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg48876.html). Die Übersicht weist auf die 'normativen' Dokumente hin, die für die Open-Access-Bewegung gelten (z. B. die Budapest Open Access Initiative von 2012), und beantwortet Fragen, die im Zusammenhang mit Open Access häufig gestellt werden.
DFG fördert Maßnahmen zur Veröffentlichung von Open-Access-Monographien: Die DFG hat eine Fördermaßnahme zur Etablierung von Geschäftsmodellen für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Open-Access-Monographien und monographischen Serien (Einzelwerken, Sammelbänden, Dissertationen) beschlossen. Die Förderung dieser Formate trägt dazu bei, das Modell Open Access auch in denjenigen Fachgebieten voranzutreiben, die ihre Forschungsergebnisse vor allem in Buchform veröffentlichen. Anträge können bis zum 01.03.2013 eingereicht werden. Die Aufforderung zur Antragstellung ist unter http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/ausschreibung_oa_monographien.pdf zu finden.
ZBW Kiel beschließt Open-Access-Policy: Die ZBW - Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften - Leibniz- Informationszentrum Wirtschaft hat eine Open-Access-Policy (http://www.zbw.eu/service/open-access/open-access-policy.pdf) beschlossen. Ziel ist die zeitnahe freie Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Institution. Mit der zunehmenden Etablierung anwendungsorientierter Forschung an der ZBW ist auch die Zahl ihrer Veröffentlichungen gestiegen: Von 2003 bis 2012 vervierfachte sich die Zahl der Publikationen. Gleichzeitig ist die ZBW stark dem Open-Access-Gedanken verpflichtet. So stellt sie beispielsweise im Kontext von Leibniz Open (http://www.leibnizopen.de/), dem Open Access-Portal der Leibniz-Gemeinschaft, eine Infrastruktur für wirtschaftswissenschaftliche Leibniz-Publikationen zur Verfügung und berät als Experte für digitales Publizieren und Nutzungsrechte die Mitgliedsinstitute der Leibniz-Gemeinschaft. Diese beratenden Tätigkeiten sind vor kurzem auch auf hauseigene Veröffentlichungen ausgedehnt worden. Die Open-Access-Policy der ZBW soll dafür sorgen, dass Autoren und Autorinnen der ZBW bestmöglich auf ihre Nutzungsrechte achten und somit eine direkte oder zumindest zeitnahe Veröffentlichung ihrer Beiträge im Open Access ermöglichen.
Open-Access-Strategie der Justus-Liebig-Universität Gießen: Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat eine Open-Access-Resolution verabschiedet, in der die Wissenschaftler dazu ermutigt werden, in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen (Goldener Weg). Zur Unterstützung wird ein Publikationsfonds zur Verfügung gestellt. Außerdem fordert das Präsidium der Universität ihre Wissenschaftler dazu auf, die freie Online-Verfügbarkeit der Publikationen durch eine parallele Veröffentlichung auf einem institutionellen oder fachlichen Dokumentenserver sicherzustellen (Grüner Weg). Dafür bietet sich die Gießener Elektronische Bibliothek (http://geb.uni-giessen.de/geb/) an.
DESY unterstützt Open Access: Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg und in Zeuthen bei Berlin, das große Teilchenbeschleuniger entwickelt, baut und betreibt, unterstützt die Open-Access-Bewegung und hat im August 2012 konkrete Regelungen zu Open Access bei DESY (http://library.desy.de/open_access/introduction/) beschlossen. Unter anderem werden die Forscher aufgefordert, ihre Veröffentlichungen in Repositorien einzustellen, bevorzugt in Open-Access-Zeitschriften zu publizieren und bei Veröffentlichungen in anderen Zeitschriften sicher zu stellen, dass zumindest die Inhalte im DESY-Repositorium frei zur Verfügung gestellt werden können. Alle Publikationen der DESY-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern werden in einer Publikationsdatenbank (http://pubdb.desy.de/anonymous/index.php) erfasst, die gleichzeitig das institutionelle Repositorium von DESY darstellt. Auch beteiligt sich DESY an der Finanzierung des arXiv (http://arxiv.org/), einem der bekanntesten interdisziplinären Repositorien weltweit.
UB Regensburg und De Gruyter vereinbaren Zusammenarbeit: Die UB Regensburg <355> und der Verlag De Gruyter (http://www.degruyter.com/) haben vertraglich vereinbart, dass sämtliche Open-Access-Monographien des Wissenschaftsverlags in den Regensburger Katalog aufgenommen und damit kostenfrei zugänglich gemacht werden. De Gruyter hat seit 2009 ein Open-Access-Modell in seinem Angebot.
Blog fordert Initiative des Bundes für Open Access: In einem Blog-Eintrag auf enquetebeteiligung.de, der im Rahmen der internationalen Open Access Week vom 22. bis 28.10.2012 entstanden ist, fordern zwei Wissenschaftler der Leuphana-Universität in Lüneburg den Bund auf, in Sachen Open Access endlich die Initiative zu ergreifen. Sie schreiben: „Tatsache ist, dass über zehn Jahre nach ersten gemeinschaftlichen Forderungen nach einem freien Zugang zu öffentlich finanzierter Forschung noch immer weltweit Milliarden Euro für den Rückkauf wissenschaftlicher Publikationen (beziehungsweise das Abonnieren) an privatwirtschaftliche Verlage gezahlt wird – aus öffentlichen Geldern. Erst mit der Zeit entwickeln Bibliothekare und Wissenschaftler ein Verständnis für die Absurdität des Closed Access Systems. Ein untätiger Gesetzgeber hat lange durch eine unklare Rechtslage die Verbreitung des Open Access Prinzips behindert. Der Umstand, dass durch Steuergelder finanzierte Forschung und damit die Arbeitszeit von Mitarbeitern öffentlicher Einrichtungen ein Geschäftsmodell befeuert, ist aber kein haltenswerter Zustand. Eine Gesellschaft, in der Bildung und Wissen für das langfristige Wachstum einer Volkswirtschaft verantwortlich sein sollen, darf den freien Zugang zu bereits finanzierter Forschung nicht verstellen.“
Internet-Kommission des Deutschen Bundestages setzt sich für Open Access ein: Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages hat sich am 07.11.2012 mit den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ befasst und sie positiv bewertet (vgl. dazu "Open Access: Herzensthema für Bildungspolitiker"). Die Enquete-Kommission hatte ihre Empfehlungen zu Open Access im Wissenschaftsbereich im Juni 2012 vorgestellt, mit denen der freie Zugang zu Forschungsergebnissen im Internet verbessert werden soll. Sie rät unter anderem dazu, ein „Zweitveröffentlichungsrecht für wissenschaftliche Beiträge zu schaffen, die überwiegend mit öffentlichen Mitteln entstanden sind“. Außerdem spricht sich die Kommission dafür aus, Forschungsdaten schon früh zu veröffentlichen. Ergebnispapiere sollten durch die Verwertungsgesellschaft Wort vergütet werden. Angeregt wird zudem, eine allgemeine Einschränkung des Urheberrechts zugunsten von Wissenschaft und Forschung zu prüfen. Ferner gibt es ein Kapitel zur Langzeitspeicherung und Archivierung digitalisierter Werke, wofür noch die nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen seien.
Open Access mindert Einfluss renommierter Wissenschaftsjournale: Open Access verringert langfristig den Einfluss des Impact Factors großer wissenschaftlicher Zeitschriften wie Nature oder Science. Das behauptet zumindest ein Artikel, der auf SPIEGEL ONLINE veröffentlicht worden ist. Demnach zitieren seit einigen Jahren weniger Forscher aus Arbeiten, die in besonders hochrangigen Publikationen erscheinen, da mit Hilfe von Suchmaschinen (wie Google Scholar) auch Artikel aus kleineren Fachjournalen einfacher zu finden sind. Suchmaschinen ermöglichen den Zugang zu allen Artikeln, ob sie nun in den prestigeträchtigen Journalen publiziert worden sind oder nicht.
Open Access bringt für Deutschland volkswirtschaftliche Vorteile: Eine Umstellung des wissenschaftlichen Publizierens auf Open Access brächte für Deutschland volkswirtschaftliche Vorteile. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2012 veröffentlichte Studie. Die von der DFG geförderte Analyse ist die jüngste einer Reihe von Untersuchungen, die auf einem Modell des australischen Wirtschaftswissenschaftlers John W. Houghton basieren. Sie wurde von ihm in Kooperation mit der UB Frankfurt am Main erstellt. In den Untersuchungen wurden die Kosten für die Umstellung des Publizierens aller wissenschaftlichen Artikel aus einem Land den zu erwarteten volkswirtschaftlichen Gewinnen gegenübergestellt. Die zu realisierenden Gewinne können demnach über den grünen Weg des Open Access günstiger als über den goldenen Weg erreicht werden. Für die Deutschlandstudie wurde zudem das Programm Nationallizenzen in den Vergleich einbezogen. Damit ließe sich Open Access kostengünstiger umsetzen als über den goldenen Weg, jedoch weniger günstig als über den grünen Weg. Neben dem Kostenvergleich verdeutlichen die Ergebnisse die Bedeutung des von der Kultusministerkonferenz und der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen geforderten unabdingbaren Zweitveröffentlichungsrechtes für Autoren wissenschaftlicher Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung stammen. Dieses Recht würde die Nutzung des grünen Weges erheblich erleichtern (nach dem Helmholtz Open Access Newsletter 42 vom 12.12.2012).
Rundfunk-Sendung zum Thema Open Access: Am 04.11.2012 konnte man im Deutschlandfunk eine interessante Sendung zum Thema „Open Access“ hören. Wer sie verpasst hat, kann sie unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1905760/ nachhören und -lesen.
Literaturhinweise zum Thema Open Access (in Auswahl):
Blümm, Mirjam. „Open Access und Lizenzierung am Beispiel der Allianz-Lizenzen“. Perspektive Bibliothek 1 (2012) H.2. S.31-52 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/bibliothek/article/view/9457/3324)
„Im Kontext nationaler Lizenzen erscheinen die Begriffe Open Access auf der einen und Lizenzierung auf der anderen Seite zwei Gegenpole darzustellen – die freie versus kostenpflichtige Nutzung elektronischer Ressourcen. Der Aufsatz zeigt, warum dennoch beide Komponenten Bestandteil der neu entwickelten Allianz-Lizenzen sind. Dabei stellt er die verschiedenen Lizenzierungsmodelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft in ihrer historischen Entwicklung von den Nationallizenzen Classics bis hin zu den seit Anfang des letzten Jahres bestehenden Allianz-Lizenzen vor. Letztere werden hinsichtlich ihrer Konzeption, des dahinterstehenden Lizenzierungsmodells und ihrer zukünftige Ausrichtung näher beleuchtet. Nachdem die Thematik in den Kontext der Open Access-Diskussion eingeordnet wurde, beschäftigt sich der Aufsatz im Weiteren mit der Position der Deutschen Forschungsgemeinschaft bezüglich der Handlungsfelder Open Access und Lizenzierung. Dem folgt eine Analyse, wie die Open Access-Komponente bei den einzelnen Produkten der Allianz-Lizenzen umgesetzt wurde und wie sich die Bedingungen von den in der SHERPA/RoMEO-Datenbank verzeichneten Rechten unterscheidet. Dies mündet in Überlegungen, wie die durch die Allianz-Lizenzen garantierten Open Access-Rechte bei den beteiligten Einrichtungen und Autoren umgesetzt werden können und ob sich dadurch künftig Veränderungen auf dem Publikationsmarkt ergeben“ (nach dem Abstract).
Linked Open Data (LOD) auch bei HeBIS: Ein Artikel von Thomas Striffler in der Online-Zeitschrift HeBIScocktail stellt den neuen Service von HeBIS vor: das Angebot der im Verbundkatalog enthaltenen Titeldaten als Linked Open Data (LOD). Ziel ist es, die HeBIS-Titeldaten für eine breitere Öffentlichkeit nutzbar zu machen und dadurch Verknüpfungen mit Daten aus nicht-bibliothekarischem Umfeld zu ermöglichen (http://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_detail.php?we_editObject_ID=9858).
EU startet Beta-Version ihres Open-Data-Portals: Kurz vor Weihnachten 2012 hat die EU eine Beta-Version ihres Open-Data-Portals freigeschaltet. Das Portal ermöglicht einen einheitlichen Zugriff auf Daten der EU-Kommission und anderer EU-Institutionen. Der offizielle Start ist für Januar 2013 geplant. Zielgruppe für die Plattform sollen Wirtschaft, Wissenschaft, Journalisten und interessierte Bürger sein. Insgesamt 5.811 Datensätze sind auf dem neuen Portal zu finden; der Großteil stammt dabei von der europäischen Statistikbehörde Eurostat (5.634). Das Portal ist unter der Adresse http://open-data.europa.eu/open-data/ erreichbar.
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende November 2012 circa 58,3 Mio. Bestandsnachweise und circa 17,9 Mio. Titelnachweise.
Der BSZ-Newsletter informiert per E-Mail über Neuigkeiten, insbesondere über neue Dienstleistungen, Aktualisierungen von SWB-Datenbanken, Hinweise auf Updates und aktualisierte Webseiten, interessante Links und Veröffentlichungen, Termine und Veranstaltungen. Der BSZ-Newsletter kann auf der Seite http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html kostenfrei abonniert werden. Dort steht auch ein Archiv sämtlicher Ausgaben bereit. Auch der ZKBW-Dialog veröffentlicht regelmäßig interessante Inhalte des aktuellen BSZ-Newsletters in Auswahl.
Aus den Daten der Gemeinsamen Normdatei (GND) in der SWB-Verbunddatenbank erzeugt das BSZ die Online-GND (OGND), mit deren Hilfe nach Normsätzen gesucht werden kann. Die damit erschlossenen Titel können in einem weiteren Schritt angezeigt werden. Außerdem bietet die OGND eine weiterführende Suche nach den Einträgen zu den jeweiligen Normdaten in der Wikipedia an.
Im BSZ-Wiki gibt es eine neue Seite, auf der das BSZ die Bibliotheken vorstellt, die im Lauf des Jahres als Teilnehmer am Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB) neu hinzugekommen sind. Darunter sind u. a. die Historische Bibliothek des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe <1874>, die Bibliothek des Vitra Design Museums <Wlr 1> in Weil am Rhein, das Hohenlohe-Zentralarchiv <450> in Neuenstein am Kocher und die Bibliothek der Hochschule für Kunsttherapie <1869> in Nürtingen.
Am 28./29.08.2012 fand in der Württembergischen Landesbibliothek (WLB) in Stuttgart der erste deutsche Koha-Workshop statt. Das Interesse an dem Open-Source-Bibliothekssystem war mit über 20 Teilnehmern aus unterschiedlichsten Bibliotheken und Serviceeinrichtungen groß. Der Workshop fand in englischer Sprache statt. Die zweitägige Veranstaltung begann mit einer allgemeinen Einführung zu Koha, dessen Geschichte, Community und Entwicklung, durch Robin Sheat von Catalyst IT (Neuseeland). Die zweite Präsentation von Wolfgang Heymans vom BSZ beschäftigte sich mit den Zusammenhängen von Open Source und Software as a Service für Bibliotheken und Serviceanbieter. Das BSZ betreut nach diesem Modell bereits seit drei Jahren Koha in verschiedenen Bibliotheken. Nach der Mittagspause zeigten Robin Sheat und Katrin Fischer (BSZ) das Design und die Funktionalitäten des OPAC mit einem besonderen Schwerpunkt auf die mögliche Anpassung an das Corporate Design und die Wünsche der jeweiligen Einrichtung. Auf reges Interesse stieß dabei auch die Umsetzung und Anzeige der hierarchischen Titeldatenstrukturen in Koha. Der zweite Tag startete mit einem Vortrag von Robin Sheat zur Technik und den Schnittstellen von Koha. Im Anschluss erläuterte Katrin Fischer das Datenbankschema und die verschiedenen Möglichkeiten, benutzerdefinierte Reports mit dem Statistikmodul zu erstellen. Zwischen den einzelnen Präsentationen und bei der Abendveranstaltung blieb viel Zeit für Fragen, Gespräche und lebhafte Diskussionen. Trotz unterschiedlicher Interessen zeigte sich, dass Koha vielseitig einsetzbar ist. Alle Präsentationen können online über den Publikationsserver des BSZ abgerufen werden (http://swop.bsz-bw.de/schriftenreihen_ebene2.php?sr_id=14&la=de).
Eine weitere von BSZ aufgebaute und gehostete Opus4-Instanz ist seit Spätherbst 2012 online: die des Instituts für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln. Die Installation ist unter http://publiscologne.fh-koeln.de/home erreichbar. Mit der institutseigenen Reihe „Kölner Arbeitspapiere zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ sind Forschungsergebnisse und herausragende Studienarbeiten seit 1997 als Open-Access-Publikationen nachgewiesen. Über die Funktion „Browsen“ lassen sich die Bände der Schriftenreihe schnell finden und übersichtlich darstellen. Das Repositorium wird ab sofort sukzessive mit den Metadaten und Volltexten der laufenden Publikationen des Instituts befüllt. Mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, dem Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln sowie dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim hat das BSZ mittlerweile für drei Einrichtungen OPUS 4 Anwendungen aufgebaut und in Betrieb gesetzt.
Seit Ende 2011 realisiert das BSZ Online-Präsentationen ausgewählter Sammlungsbestände für Museen, Archive und Bibliotheken. Seit Neuestem nutzt auch das Staatliche Naturkundemuseum in Karlsruhe diese Möglichkeit, einen Bestand zu Nematoden (Fadenwürmer) im Internet zu präsentieren. Der Digitale Katalog des Staatlichen Naturkundemuseums in Karlsruhe ist unter der URL http://www.smnk.de/sammlungen/zoologie/fadenwuermer/ zu finden. Damit sind nun schon sechs Installationen im produktiven Einsatz. Sie basieren alle auf der hausintern entwickelten Software SWBexpo. Weitere sieben befinden sich in Teststellung und werden Anfang 2013 folgen.
Die Österreichische Nationalbibliothek verwendet zukünftig InfoDesk (http://www.bsz-bw.de/mare/auskunft/infodesk.html) für die Bearbeitung von Nutzeranfragen, die via Webformular oder per E-Mail an die Bibliothek gestellt werden.
Bereits zum neunten Mal liegt die Broschüre „Basisdaten Medien Baden-Württemberg“ vor. Sie bietet eine kompakte Informationssammlung, die sowohl Daten zum Medienangebot, als auch allgemeine Informationen zu Medien wie Hörfunk, Fernsehen, Presse sowie das Internet enthält. Dabei werden die baden-württembergischen Besonderheiten im bundesdeutschen Vergleich herausgestellt. Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden (http://www.mediendaten.de/fileadmin/Basisdaten/Basisdaten_BW_2012.pdf).
Im Landesarchiv Baden-Württemberg – Hauptstaatsarchiv sind umfangreiche Bestände zum Feldzug Napoleons gegen Russland im Jahre 1812 überliefert. Die wichtigsten Fonds finden sich in der Bestandserie E in den Akten des württembergischen Kriegsministeriums. Die Unterlagen sind komplett durch Findbücher erschlossen: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olb/findbuecher.php?archiv=1&gruppenKlassi=1.04#marke (E 270a – E 299).
Die Fachportale Slavistik online und Altertumswissenschaften der UB Freiburg <25> sind bei der fachspezifischen Suche für die Themenbereiche slavische Sprachen und Literaturen sowie Kulturgeschichte Ost- und Südosteuropas und für die wichtigsten, online verfügbaren Informationsmittel der Fächer Ur- und Frühgeschichte, Provinzialrömische Archäologie, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Alte Geschichte und Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte von großem Nutzen.
Die Bibliotheca Palatina, eine der wertvollsten Sammlungen von Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, wird virtuell zusammengeführt. Nach den deutschsprachigen Handschriften digitalisiert die UB Heidelberg <16> auch die lateinischen Codices der ehemals Pfalzgräflichen Bibliothek, die sich seit 1623 in der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom befinden. Schon 2001 hat die UB Heidelberg damit begonnen, erste Bände der Sammlung digital zugänglich zu machen. Seitdem arbeitet sie im Rahmen mehrerer Projekte, die die Digitalisierung von Teilen dieser Sammlung zum Ziel haben, an der virtuellen Rekonstruktion der Bibliotheca Palatina. Im Januar 2012 starteten die Digitalisierungsarbeiten an den lateinischen Handschriften in der Biblioteca Apostolica Vaticana. Mit diesem Schritt haben der Vatikan und die Universität Heidelberg eine auf mehrere Jahre angelegte Kooperation begonnen. Das Projekt wird in erheblichem Umfang durch die Manfred-Lautenschläger-Stiftung in Heidelberg gefördert. Die UB Heidelberg hat eine ausführliche Projektbeschreibung auf ihre Website gestellt (http://digi.ub.uni-heidelberg.de/de/bpd/projekt/beschreibung.html).
Die neue Ausgabe des Newsletters Masala Jg. 7. Nr. 4. Oktober 2012 von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/), der von der Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg herausgegeben wird, ist dem Thema „Bildung in Südasien“ gewidmet. Besondere Beachtung verdienen zwei Artikel des Schwerpunktthemas: Georg Stöber stellt die Sammlung indischer Schulbücher am Georg-Eckert-Institut in Braunschweig vor, Sonja Stark-Wild beschreibt Schulbücher aus Südasien am Südasien-Institut Heidelberg. Außerdem informiert der Newsletter über Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet Südasien und Savifa und gibt eine Übersicht über die Neuerwerbungen des Heidelberger Instituts.
Die Landesbibliographie Baden-Württemberg, für deren Inhalt die Badische Landesbibliothek <31> in Karlsruhe und die Württembergische Landesbibliothek <24> in Stuttgart verantwortlich sind und für deren technischen Betrieb das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zuständig ist, verlinkt seit Mitte Oktober 2012 auf Artikel aus den biographischen Sammelwerken der Kommission für geschichtliche Landeskunde (KgL). Für etwa 1.800 Personen kann direkt der Artikel aus den Badischen Biographien, den Baden-Württembergischen Biographien oder den Württembergischen Biographien abgerufen werden. Die Volltexte wurden im Rahmen des landeskundlichen Informationsportals LEO-BW von der Kommission für geschichtliche Landeskunde zur Verfügung gestellt.
Die 13. DINI-Tagung hat am 24./25.09.2012 auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stattgefunden. Die Vortragsfolien stehen unter http://www.dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/2012/programm/ zum Abruf bereit. Besonders beachtenswert sind u. a. die Vorträge von Thomas Bürger (SLUB Dresden) zur „Informationsinfrastruktur in Deutschland: Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats“, Anne Lipp (DFG) zur „Infrastrukturförderung als Teil der Forschungsförderung: Der Beitrag der DFG zu einer innovativen Informationsinfrastruktur für die Wissenschaft“ und Frank Scholze (KIT-Bibliothek) zum Thema „Forschung – Information – Infrastruktur: Die exemplarische Perspektive der KIT-Bibliothek“.
Über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) kann seit Ende November 2012 im Directory of Open Access Journals (DOAJ) recherchiert werden. DOAJ ist ein von der Universitätsbibliothek Lund betriebenes Verzeichnis von elektronischen Zeitschriften, die nach den Grundsätzen des Open Access im Internet frei zugänglich sind. Aufgenommen werden “free, full text, quality controlled scientific and scholarly journals, covering all subjects and many languages“, die kostenfrei nach Erscheinen online zur Verfügung stehen. Ende Oktober 2012 waren in DOAJ über 8.000 Zeitschriften nachgewiesen. Bei circa der Hälfte der nachgewiesen Titel ist es möglich, auch nach den Artikeln (mehr als 900.000) zu recherchieren. Mit DOAJ beträgt die Zahl der über den KVK abfragbaren Nachweissysteme 65. Das Directory of Open Access Journals befindet sich im Bereich “Elektronische Texte”.
Der Katalog der 27. Antiquaria – Antiquariatsmesse in Ludwigsburg vom 24. bis 26.01.2013 liegt online vor (http://www.antiquaria-ludwigsburg.de/).
Mitte Oktober 2012 ist das Uwe Johnson-Archiv aus dem Deutschen Literaturarchiv Marbach an die UB Rostock <28> gebracht worden. Etwa 8.000 Bücher, 50.000 Blatt Manuskripte und Briefe sowie Einrichtungsgegenstände aus Uwe Johnsons letzter Wohnung in Sheerness wurden an den neuen Standort transportiert. An der Universität wurde inzwischen auch eine Uwe Johnson-Forschungsstelle eingerichtet. Das Uwe Johnson-Archiv sollte ursprünglich zusammen mit dem Suhrkamp-Archiv an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach gehen. Die Marbacher Forschungsstelle konnte den Kauf des Johnson-Archivs aber letztlich nicht mehr finanzieren. Im Sommer 2012 kaufte die Universität Rostock die Bestände. In Rostock soll eine historisch-kritische Werkausgabe Uwe Johnsons erarbeitet werden.
Mit Unterstützung der Wüstenrot Stiftung, die sich mit 250.000 Euro beteiligt, hat das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) die Produktionsbibliothek des Insel Verlags erworben. Die Produktionsbibliothek des Insel Verlags befindet sich bereits seit 2009 als Depositum im DLA. Dabei handelt es sich um das komplette Archiv des Insel Verlags mit den Firmensitzen Leipzig, Wiesbaden und Frankfurt/Main seit dem Gründungsjahr des Insel Verlags im Jahr 1899 (als Literatur- und Kunstzeitschrift „Die Insel“) bis zu den Büchern des Verlags, die im Jahr 2002 erschienen sind. Die Produktionsbibliothek des Insel Verlags umfasst das Hauptprogramm aus den Bereichen Kulturgeschichte, internationale Literatur und bibliophile Editionen mit insgesamt 13.577 Bänden, außerdem die für ihre kunstvolle Ausstattung berühmte Reihe Insel Bücherei (1912–2002) mit 8.110 Bänden sowie 1.826 Bände aus der im Jahr 1972 begründeten Reihe Insel Taschenbuch. – Das DLA Marbach hat rund 600 Briefe der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger erworben. Dabei handelt es sich um den Briefwechsel mit ihrer Zwillingsschwester, der im Juli 1939 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht. Aichinger, die in Wien lebt, gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. - Franz Kafkas berühmter Brief an seinen Freund Max Brod über seine Angst vor Mäusen konnte dank der Unterstützung namhafter Spender bei einer Versteigerung Anfang Dezember 2012 für das DLA Marbach gewonnen werden.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel <23> haben am 01.09.2012 einen Forschungsverbund gegründet, dessen Schwerpunkte gemeinsame Projekte und der Aufbau einer übergreifenden digitalen Forschungsumgebung bilden sollen. Die Etablierung innovativer Förderformate für den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Kooperation mit neuen Partnern aus Wissenschaft und Forschung werden außerdem Ziele der vorerst auf elf Jahre angelegten Partnerschaft sein. Im Rahmen der Vorphase werden im Frühjahr 2013 ein thematisch ausgerichtetes Kolloquium in Weimar und eine Tagung mit Vertretern der neuen Technologien (Digital Humanities) in Wolfenbüttel abgehalten. Im Mai 2013 soll in Marbach eine Konferenz stattfinden, in deren Mittelpunkt Fragen zur Forschungsinfrastruktur stehen.
Im Rahmen des internationalen Suhrkamp-Forschungskollegs (http://www.suhrkamp-forschungskolleg.de/), das vom DLA Marbach in Kooperation mit den Universitäten Konstanz, Stuttgart, Tübingen, der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Philadelphia entwickelt wurde, erforschen ausgewiesene Experten und Doktoranden systematisch das Siegfried Unseld Archiv, das sich seit 2009 in Marbach befindet. Die VolkswagenStiftung fördert die Einrichtung einer weiteren Doktorandenstelle für ein Dissertationsprojekt, das sich den Beständen des Theaterverlags widmet.
An der SULB Saarbrücken <291> findet am 12.04.2013 die Jahresversammlung des VDB-Regionalverbands Südwest statt.
Die Website der Stuttgarter Antiquariatsmesse vom 25. bis 27.01.2013 im Württembergischen Kunstverein am Schlossplatz bietet neben allgemeinen Veranstaltungshinweisen unter anderem auch den vollständigen Katalog als PDF (http://www.stuttgarter-antiquariatsmesse.de/).
Durch Animationen der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart können Besucher historische Exponate in der Landesausstellung „Die Welt der Kelten. Zentren der Macht - Kostbarkeiten der Kunst", die noch bis zum 17.02.2013 im Stuttgarter Kunstgebäude und im Alten Schloss zu sehen ist, interaktiv erleben. In der Abteilung „Kostbarkeiten der Kunst“ tauchen Besucher in den sogenannten Medienschleusen in die Kunstepoche der Kelten ein. Auf drei Bildschirmen nebeneinander sind Filme in HD-Qualität zur Geschichte der Kelten, zu ihren Wanderungen und zu den Beziehungen zwischen den Völkern zu sehen. Auch die Ornamente dieser Epoche werden analysiert. Auf kleineren Monitoren bei den Vitrinen sind ausgewählte Ausstellungsstücke in Animationen erklärt, etwa wie Münzen sich in der Zeit ändern oder sich Kunststile gegenseitig beeinflussen. Insgesamt sind zehn Filme in einer Länge von drei bis fünf Minuten für die Keltenausstellung entstanden. In der Landesausstellung wird erstmals ein spezielles Präsentationsverfahren für sehr kleine Exponate eingesetzt, das an der HdM im Forschungsbereich Computeranimation entwickelt wurde.
Der Digitale Katalog (http://www.landesmuseum-stuttgart.de/sammlungen/digitaler-katalog/) des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart bietet seit Mai 2012 die Möglichkeit, Museumsobjekte online zu recherchieren. Er zeigt einen Querschnitt der Sammlungsbestände und stellt Werke aus den Bereichen Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte und Volkskunde vor. Das Angebot des Digitalen Katalogs wird laufend erweitert. Derzeit sind bereits über 500 Objekte recherchierbar.
Die Stiftung Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg im Schloss Hohenheim in Stuttgart bietet Infos zu zu den Beständen der Handwerkskammern in Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Reutlingen und Stuttgart auf ihrer Homepage an (http://wabw.uni-hohenheim.de/67803) (vgl. dazu den Aufsatz von Jutta Hanitsch. „Meister fallen nicht vom Himmel! Die Archive aus dem Bereich des Handwerks im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg“. Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg 4/2012. S. 22-23). Der Zugriff auf andere Bestände des Wirtschaftsarchivs (u. a. Industrie- und Handelskammern, Unternehmen, Nachlässe und Sammlungen), die zum Teil durch Online-Findbücher erschlossen sind, ist ebenfalls möglich.
Die Württembergische Landesbibliothek (WLB) Stuttgart <24> hat Mitte Oktober 2012 ein neues Heft ihrer Zeitschrift WLBforum als PDF (http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/die_wlb/WLB-Forum/WLBforum_2012_2.pdf) veröffentlicht. Das neue Heft beschäftigt sich u. a. mit dem Rauminformationssystem mapongo, dem zukünftigen Bibliothekssystem der WLB, dem Erweiterungsbau, der Einführung von RFID, dem landeskundlichen Informationssystem LEO-BW, dem 200jährigen Jubiläum der Württembergischen Bibelanstalt / Deutschen Bibelgesellschaft und der Kinderbuch-Sammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte. Die Zeitschrift der WLB erscheint seit Heft 1/2012 in neuer Gestalt und neuer inhaltlicher Ausrichtung. Alle bisher erschienenen Ausgaben seit dem Jahrgang 2000 können unter http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/wlb-forum/ abgerufen werden.
Eines der drei berühmten Lorcher Chorbücher ist von der Württembergischen Landesbibliothek <24> in Stuttgart digitalisiert worden. Das Antiphonarium mit der Signatur Cod. mus. I fol. 64 kann in den Digitalen Sammlungen der WLB durchblättert werden (Persistente URL http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz369799321).
Die Bibelsammlung der WLB Stuttgart hat eine Tabelle der Namen der biblischen Einzelschriften in wichtigen Sprachen zusammengestellt (Deutsch, Latein, Griechisch, Hebräisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch). Dadurch wird die Orientierung bei der Lektüre insbesondere fremdsprachiger Bibeln erleichtert (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/bibeln/hilfsmittel-tabellen-uebersichten/namen-biblischer-schriften/). Außerdem listet eine tabellarische Übersicht die wichtigsten Individual- und Gattungsnamen von Bibelausgaben alphabetisch geordnet auf. Angaben zur Sprache, Konfession, zum inhaltlichen Anliegen bzw. historischen Kontext verdeutlichen, worum es jeweils geht. Eine Beispielsignatur aus dem Bestand der Bibelsammlung der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart wird – soweit das möglich ist - genannt (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/bibeln/hilfsmittel-tabellen-uebersichten/individualnamen/).
Die WLB Stuttgart besitzt wichtige Einbandsammlungen, die auf ihrer Website vorgestellt werden (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/einbaende/). So sind etwa die 521 Handeinbände aus dem Nachlass des Buchbindermeisters Kurz in einem Projekt einer HdM-Studentin detailliert beschrieben worden: Alle Einbände der Sammlung Kurz sind in einer Thumbnail-Übersicht dargestellt, von wo aus man direkt auf den SWB-Eintrag klicken kann. Um die Beschreibungen der Bände im SWB sichtbar zu machen, wurden zwei neue Kategorien geschaffen. So entspricht die Aufnahme im Verbund einer Nachlasserschließung bzw. Provenienzerfassung. Die Kategorie 4278 gliedert sich in Teilfelder, so dass bei einer übergreifenden Suche über alle Einbände einzelne Aspekte der Beschreibung auch kombiniert suchbar sind (z. B. Einbände in Oasenziegenleder = blau).
Ein weiteres Beispiel sind die Stuttgarter Einbände aus der Sammlung Soubise, die vom Bibliotheksgründer Herzog Carl Eugen von Württemberg im Januar 1789 (kurz vor der Französischen Revolution) bei einer Versteigerung in Paris in Teilen erworben wurde. Der Leiter der Sammlung Alte und wertvolle Drucke der WLB, Christian Herrmann, hat die Sammlung Soubise ausführlich beschrieben.
Die UB Tübingen <21> und der Verlag De Gruyter haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, nach dem die theologischen und religionswissenschaftlichen Zeitschrifteninhalte des Verlags vollständig in den Index Theologicus (http://www.ixtheo.de/) der Tübinger Universitätsbibliothek aufgenommen werden. Die Zeitschriftendatenbank Index Theologicus weist neue Aufsätze aus mehr als 600 in- und ausländischen theologischen Zeitschriften sowie aus Festschriften und Kongressveröffentlichungen aus aller Welt nach. Rund 10.000 Anfragen werden derzeit wöchentlich an den Index gerichtet. Die Daten des Index Theologicus sind sowohl direkt im WWW als auch über die Virtuelle Fachbibliothek Theologie und Religionswissenschaft (VirTheo) erreichbar.
INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 06.12.2012) 16.582 bibliographische Titel und 69.863 nachgewiesene Exemplare. Zuletzt wurden die Exemplardaten der Diözesan- und Dombibliothek Köln ergänzt.
Am Tag der Bibliotheken, dem 24.10.2012, erhielt die Stadtbibliothek Chemnitz <59> den Sächsischen Bibliothekspreis 2012. Ausgezeichnet wurden E-Tutorials, die Schüler durch den Informationsdschungel führen. Die elektronische Hilfe zur Selbsthilfe gibt Tipps, wie man findet, was für Vorträge, Prüfungen oder Facharbeiten nützlich ist.
127 Dresdner Adressbücher vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1943/44 hat die SLUB Dresden <14> Anfang Dezember 2012 online gestellt. Das Portal für historische Adressbücher Sachsens wird kurzfristig auf Bände aus Chemnitz, Freiberg, Meißen und Plauen ausgeweitet, die ersten Jahrgänge aus Leipzig werden voraussichtlich ab Februar 2013 durchsucht werden können. Allein die Dresdner Bände umfassen rund 200.000 Seiten, darunter die zweibändige letzte Ausgabe vor der Zerstörung des alten Dresden mit 3.000 Seiten. Das Adressbuch-Portal entstand in Zusammenarbeit mit den Städtischen Bibliotheken und dem Stadtarchiv Dresden.
Die Digitalen Sammlungen der SLUB Dresden enthielten Anfang November 2012 über 50.000 Handschriften und Drucke (rund 60.000 Bände). Mit den graphischen Dokumenten aus der Deutschen Fotothek und den digitalisierten Film- und Tondokumenten aus der Mediathek präsentiert die SLUB somit eine große medientypologische Vielfalt. Rein quantitativ rangiert die SLUB unter den Bibliotheken hinter der BSB München auf dem zweiten Platz.
Die Erschließung der Talleyrand-Sammlung der SLUB Dresden ist abgeschlossen. Die Sammlung besteht aus 410 handschriftlichen Briefen und Dokumenten, 3.500 Büchern des 18. bis 20. Jahrhunderts und 920 grafischen Blättern, darunter viele wertvolle zeitgenössische Karikaturen. Eine Website der SLUB (http://www.slub-dresden.de/sammlungen/sonstige-spezialbestaende/talleyrand-sammlung/) informiert über die Zugriffsmöglichkeiten. Alle 939 grafischen Blätter können in der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek (im Suchschlitz „Talleyrand-Sammlung“ eingeben) betrachtet werden. Der französische Staatsmann Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (1754-1838) hatte als Außenminister unter sechs verschiedenen Regierungen die 'Balance politique' in Europa maßgeblich mitgeprägt.
Vom 11. bis 14.03.2013 veranstaltet Bibliothek und Information Deutschland (BID) e.V. im Congress Center Leipzig den 5. BID-Kongress unter dem Motto „Wissenswelten neu gestalten“.
Eine Liste der E-Medien-Portale und Katalogverbünde der öffentlichen Bibliotheken in Bayern ist auf der Website der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen als PDF-Dokument zu finden (http://www.oebib.de/fileadmin/redaktion/bibliotheken/verbuende/Bayerische_Bibliotheksverbuende.pdf).
Die Digitalisierung der sog. Kaiser-Heinrich-Bibliothek (KHB) der Staatsbibliothek Bamberg <22> ist seit Mitte Oktober 2012 abgeschlossen. Damit sind nun alle 165 Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg, die auf das 5. bis frühe 11. Jahrhundert datiert werden und somit nachweislich (oder mit großer Wahrscheinlichkeit) auf den Bistumsgründer Kaiser Heinrich II. (gest. 1024) zurückgehen, komplett auf der Website der Staatsbibliothek in digitaler Form einsehbar. Weitere Infos und die Digitalisate sind unter der URL http://www.staatsbibliothek-bamberg.de/index.php?id=1387 zugänglich.
Mit einem Kolloquium in der BSB München <12> feierte am 27.11.2012 die Bayerische Landesbibliothek Online, das Portal zur Geschichte und Kultur des Freistaats, seinen 10. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde die Startseite der BLO neu gestaltet sowie Design und Nutzerführung geändert. Die Vorträge des Kolloquiums werden in Kürze auf der BLO-Seite bereitgestellt. Bereits online sind die aktualisierte Geschichte der Bayerischen Landesbibliothek Online und eine Bibliographie. Folgende neue Angebote sind in die BLO eingestellt worden: Bambergische Stifts- und Klosterbibliotheken, Exlibris der Bayerischen Staatsbibliothek, DigitAM – Die digitale Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität München, CodIcon - Bilderhandschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Rosenheimer Zeitungen 1833-1925, Handschriften aus der Zisterzienserinnenabtei Seligenthal, Historisches Lexikon Bayerns. Die neuen Angebote können am besten über die „Alphabetische Liste“ oder über „Suche in der BLO“ (rechts oben) gefunden werden.
Karl Amadeus Hartmann (1905-1963) ist einer der bedeutendsten Münchener Komponisten des 20. Jahrhunderts und als Begründer der bis heute fortgesetzten Konzertreihe „musica viva“ des Bayerischen Rundfunk eine zentrale Figur für die moderne Musik. Anlässlich seines 50. Todestages im Jahr 2013 hat die BSB München die urheberrechtlich noch geschützten Original-Partituren aus seinem Nachlass digitalisiert und auf Wunsch der Familie Hartmann auf einer eigenen Webseite veröffentlicht (http://www.bsb-muenchen.de/3764.0.html).
Die Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa (http://www.vifaost.de/) wird seit ihrem Bestehen inhaltlich erweitert und technisch aktualisiert. Durch die Einbindung der Plattform OstDok sind seit kurzem in der ViFaOst auch knapp 1.800 aktuelle Publikationen des 20. und 21. Jahrhunderts im Volltext durchsuchbar (Volltextsuche in der ViFaOst https://www.vifaost.de/metaopac/start.do?View=ost&SearchType=2).
Die Orient- und Ostasienabteilung der BSB München wird ab 01.01.2013 umbenannt in Orient- und Asienabteilung; die englische Abteilungsbezeichnung lautet Oriental and Asia Department. Die neue Bezeichnung spiegelt das regionale Sammelspektrum nach heutigem Verständnis richtig wieder.
Die BSB München zeigte vom 15.06. bis 09.09.2012 die Ausstellung „Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Konstruierte Sprachen für die globalisierte Welt“. Aktuelle Anlässe dafür waren das 125-jährige Bestehen der Plansprache Esperanto sowie der 100. Todestag von Johann Martin Schleyer (1831–1912), der die Plansprache Volapük erfunden hat. Als Ergänzung zu der Schau präsentiert die Bibliothek derzeit eine Virtuelle Ausstellung mit dem Titel „Konstruierte Sprachen“ im Internet (http://www.bsb-muenchen.de/Virtuelle-Ausstellung-Konstruierte-Sprachen.3570.0.html). Einen Hinweis wert ist in diesem Zusammenhang auch die Linksammlung Esperanto im Netz (http://www.bsb-muenchen.de/Virtuelle-Ausstellung-Konstruierte-Sprachen.3601.0.html), die von der BSB zusammengestellt wurde.
Das Datenbankangebot im Gateway Bayern wurde erweitert. Seit kurzem kann dort auch der Bestand der Münchner Stadtbibliothek <M 36> (http://www.muenchner-stadtbibliothek.de/), das „bundesweit größte Medienangebot einer kommunalen Bibliothek“, mit über 1,5 Millionen Titelnachweisen recherchiert werden. Insgesamt verzeichnet das Gateway Bayern über 23 Millionen Titel- und 48 Millionen Bestandsnachweise aus mehr als 150 Bibliotheken und über 55 Millionen Artikelnachweise aus mehr als 23.000 Zeitschriften.
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) der UB Regensburg <355> hat im Oktober 2012 ein neues Layout erhalten. In ihrem aktuellen Design bietet die EZB einige Neuerungen: In der linken Funktionsleiste kann man wie gewohnt in Fachlisten oder alphabetischen Listen blättern. Hinzugekommen ist die Funktion „neu in der EZB”, mit der schnell eine Übersicht über alle innerhalb der letzten Woche neu in der EZB aufgenommenen Zeitschriften gewonnen werden kann. Auf der rechten Seite lässt sich gezielt nach Zeitschriftentiteln suchen oder die Anzeige der Zeitschriftentitel je nach Zugänglichkeit der Volltexte (Ampelfarben) steuern. Dieser Funktionsbereich kann jederzeit mit einem Klick auf das „Minus- bzw. Plus-Zeichen” neben der Suche aus- und eingeblendet werden. Neu ist auch der Direktlink zur Zeitschrift: Bei Zeitschriftenlisten gelangt man durch einen Klick auf das Ampelsymbol außer bei gelb-roten Ampeln direkt zur Zeitschrift. Klickt man hingegen auf den Zeitschriftentitel, bekommt man neben dem Zeitschriftenlink zusätzliche Angaben zum Journal.
Aufgrund des großen Interesses an den Werken Johann Sebastian Bachs fanden sich mehrere Institutionen zusammen, um im Rahmen von Bach Digital alle erhaltenen Werkautographen Bachs, dazu alle von ihm benutzten Aufführungsstimmen sowie Abschriften von Werken anderer Komponisten von seiner Hand in einer digitalen Version im WWW frei verfügbar zu machen (http://www.bachdigital.de/). Dieser für die musikwissenschaftliche Forschung zentrale Quellenbestand ist seit einiger Zeit durch ein Kooperationsprojekt im Internet einsehbar. Seit dem Jahr 2008 wurde Bach Digital von der DFG unterstützt. Neben der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz <1a>, die die Federführung bei Bach Digital innehatte, waren auch die SLUB Dresden <14>, das Bach-Archiv Leipzig und das Universitätsrechenzentrum Leipzig beteiligt. Der Abschlussbericht des Projekts wurde der DFG vorgelegt und von ihr gebilligt. Einer der Gutachter wählte in seiner Stellungnahme die Worte: „Projekte dieser Art und dieser Qualität wünscht man sich auch für andere Komponisten“. Die Fördermittel „seien in der Tat richtig, innovativ und zukunftsorientiert“ angelegt.
Die Staatsbibliothek zu Berlin koordiniert das europäische Gemeinschaftsprojekt Europeana Collections 1914–1918 zur Digitalisierung von 425.000 Materialien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. In der Ausgabe 82 der Zeitschrift Archives et bibliothèques de Belgique / Archief- en bibliotheekswezen in België veröffentlichte die Projektleiterin und Fachreferentin für Theologie, Mareike Rake, gemeinsam mit Ulrike Hollender den Aufsatz „Digitale Gedächtniskultur und europäische Identität – Europeana Collections 1914–1918“ (S. 91–101). Der Aufsatz steht als PDF im Volltext unter http://www.europeana-collections-1914-1918.eu/wp-content/uploads/2012/10/20121009_Artikel_Kulturelle_Identitaet_Belgien.pdf zur Verfügung.
Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Zhejiang University Library haben ein Kooperationsabkommen abgeschlossen. Ziel der Kooperation ist es, alte und seltene chinesische Bestände zu konservieren, zu digitalisieren und die Digitalisate auszutauschen. Dass die Staatsbibliothek diese Kooperation mit einer der größten Universitätsbibliotheken Chinas eingegangen ist, liegt an einem ihrer bedeutendsten Sondersammelgebiete, dem SSG Ost- und Südostasien. Die Abteilung Ost- und Südostasien besitzt etwa eine Million gedruckte Bände in Originalsprachen, dazu eine Sammlung in westlichen Sprachen und 4.000 laufend gehaltene wissenschaftliche Zeitschriften. Jedes Jahr kommen etwa 25.000 Monographien hinzu. Seit 2005 hostet die Zhejiang Universität die Datenbank China Academic Digital Associative Library (CADAL), über die seltene digitalisierte Drucke aus China und westliche Titel zu China und Ostasien verfügbar gemacht werden. Nutzer der Berliner Staatsbibliothek erhalten über das Portal CrossAsia (http://crossasia.org/) Zugang zu CADAL. CrossAsia ist die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien, die von der Staatsbibliothek mit Unterstützung der DFG aufgebaut wurde und gepflegt wird. Über sie kann man auf rund 90 lizenzierte Ressourcen mit über 60 Millionen Einzeltitel zugreifen.
Über die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien CrossAsia ist der neue CrossAsia Newsletter online verfügbar (http://crossasia.org/home/newsletter.html). Im neuen Newsletter werden Ressourcen für biographische Recherchen nach chinesischen, japanischen und koreanischen Personen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen diejenigen Ressourcen, die über das CrossAsia-Datenbankportal angeboten werden, aber auch eine Auswahl an frei im Netz verfügbaren Datenbanken wird besprochen.
Bei der Katalogisierung der noch im Todesjahr ihres Eigentümers (1817) von der Königlichen Bibliothek erworbenen Bibliothek Diez, die mit fast 26.000 Drucken in circa 17.000 Bänden zu den umfangreichsten Sondersammlungen der Abteilung für Historische Drucke zählt, blieben fast 2.000 Drucke unkatalogisiert, die jetzt erstmals erfasst und über den Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin (http://stabikat.de/) für die Forschung zugänglich gemacht wurden. Knapp 16.000 Katalogaufnahmen wurden im Rahmen der Revision korrigiert bzw. erweitert. Damit stehen für den gesamten Inhalt der Sammlung deutlich verbesserte Recherchemöglichkeiten zur Verfügung. Erfreulich ist, dass nur 389 Bände aus der Bibliothek Diez zu den Kriegsverlusten der Staatsbibliothek gerechnet werden müssen. Der preußische Diplomat und Orientalist Heinrich Friedrich von Diez (1751–1817) hat die Sammlung zusammengetragen, die von Zeitgenossen wie Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe sehr geschätzt wurde. Sie wird noch immer geschlossen und weitgehend in ihrer ursprünglichen systematischen Ordnung aufbewahrt.
Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat sich mit dem Vorhaben, historische Berliner Tageszeitungen zu digitalisieren und online anzubieten, als einer der neun Gewinner des Wettbewerbs „Digitalisierung und IT-Anwendungen von Einrichtungen der Informationsversorgung“ durchgesetzt. Alle Gewinner orientieren sich eng an der Leitlinie „Digitale Agenda“ zur Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union. Vier Tageszeitungen, die zwischen 1870 und 1932 erschienen und bestimmte soziale Milieus repräsentierten, werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre digitalisiert: Als Massenblätter das Berliner Tageblatt und die Berliner Volks-Zeitung, als eher regierungsnah die Deutsche Allgemeine Zeitung und als Medium für das Großbürgertum die Berliner Börsen-Zeitung. Sie gehören zu den am meisten nachgefragten historischen Zeitungen.
Die Staatlichen Museen zu Berlin und das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bieten über ihre Online-Datenbank einen digitalen Zugang zu ihren umfangreichen Sammlungen (http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus). Mit ihren 15 Museen und vier Instituten bilden die Staatlichen Museen zu Berlin eine der größten und bedeutendsten Museumseinrichtungen der Welt. Sie bewahren das kulturelle Erbe einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen und Epochen und verstehen sich daher wie der Louvre in Paris, das British Museum in London, die Staatliche Eremitage in Sankt Petersburg und das Metropolitan Museum of Art in New York als Universalmusmit fast 26.000 Deum. Die Staatlichen Museen zu Berlin bewahren mehr als fünf Millionen Sammlungsobjekte in ihren Depots. Darüber hinaus befinden sich Archivalien und Bibliotheksbestände, künstlerische Reise-, Architektur- und Dokumentarfotografien sowie multimediale Inhalte, wie Film-, Ton- und Videodokumente, in den Museen. Aufgrund der Fülle an Objekten wird der digitale Zugang zu allen Sammlungsobjekten sukzessive erfolgen. Die Museen werden auch weiterhin ihre Bestandsdaten an SPK Digital (http://www.spk-digital.de/) liefern, das vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) mit BAM-Technologie entwickelt wurde. SPK Digital besteht aus zwei Bereichen: Mit Hilfe der bestandsübergreifenden Suche können Archivalien, Bücher und Museumsobjekte gefunden werden. Darüber hinaus lässt sich die Suche auf Digitalisate von Objekten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einschränken.
DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) ist ein kostenloses Portal für kleinere geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte, die sich keine eigene technische Forschungsinfrastruktur leisten können. Angeboten werden verschiedene Basisdienste und Softwarekomponenten, aber auch Beratung und Verknüpfung von bisher getrennten Forschungsaktivitäten, Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrende und Lernende sowie den Blog „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (http://dhd-blog.org/), der auch auf relevante Förderprogramme hinweist. Die Projektleitung liegt bei der SUB Göttingen <7>, ebenso wie die Verantwortung für den Arbeitsbereich e-Infrastruktur. DARIAH ist im Europäischen Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) angesiedelt, das 2002 von den EU-Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission gegründet wurde. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch auf europäischer Ebene durch digitale Forschungsprozesse zu fördern. Digitale Forschungs- und Metadaten sollen dabei langfristig zugänglich und damit nachnutzbar sein. Von deutscher Seite wird DARIAH auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.
Die 16. Verbundkonferenz des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) fand am 05./06.09.2012 im Design Center der Fakultät Medien, Information und Design der Hochschule Hannover statt. Die TIB und Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB) und die Bibliothek der Hochschule Hannover konnten rund 380 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet in Hannover begrüßen. Unter dem Motto „Quo Vadis GBV – Wie innovativ sind Verbünde?“ diskutierten sie die Zukunftsfähigkeit, die strategischen Herausforderungen und die Chancen einer modernen Verbundlandschaft. Frank Scholze, Direktor der KIT-Bibliothek Karlsruhe, führte in das Motto der Konferenz ein. Dieser und andere Vorträge (u. a. auch zu den Themen „ISIL und die neue Adressdatei der ZDB“, „WorldCat Resource Sharing und die neue Version von MyBib eDoc“ sowie „Elektronische Ressourcen im Leihverkehr: Stand und Ausblick“ können unter http://verbundkonferenz.gbv.de/?page_id=2453 abgerufen werden. Die 17. Verbundkonferenz des GBV findet am 28./29.08.2013 im Bibliotheks-Informationssystem der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt.
Die Leibniz-Bibliographie ist das zentrale Recherche- und Nachweisinstrument zur Literatur über Leibniz (http://www.leibniz-bibliographie.de/). Sie wird an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek <35> in Hannover zusammengestellt und gepflegt. Die Leibniz-Bibliographie bietet einen laufend aktualisierten Datenbestand von über 25.000 Titeln aus drei Jahrhunderten Leibniz-Forschung. Nachgewiesen werden Titelnachweise von Monographien, Aufsätzen aus Zeitschriften und Sammelbänden, Rezensionen, umfangreicheren Zeitungsartikeln und vielem mehr. Enthalten sind alle Titelnachweise aus den gedruckten beiden Leibniz-Bibliographien. Die Titel sind systematisch und mit Schlagwörtern erschlossen und zum Teil mit Inhaltsgliederungen, Zusammenfassungen oder Textauszügen versehen. Die in der Leibniz-Bibliographie nachgewiesenen Titel sind bis auf wenige Ausnahmen in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek vorhanden. Die Titel sind mit den Nachweisinformationen im Verbundkatalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) verknüpft und können über Orts- oder Fernleihe bestellt werden.
Heidrun Wiesenmüller, Professorin an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM), hat am 01.08.2012 einen Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl) in Hildesheim zum Thema „Resource Discovery Systeme - Chance oder Verhängnis für die bibliothekarische Erschließung?“ gehalten, in dem sie grundsätzliche Probleme des Einsatzes von RDS-Systemen in Bibliotheken behandelte.
Seit Anfang Dezember 2012 wird beluga in einer neuen Version als offizielle Alternative zum Campus- bzw. Regionalkatalog auf der Website der SUB Hamburg <18> angeboten. Beluga ist unter der URL http://beluga.sub.uni-hamburg.de/ zu erreichen. Mehr als 7 Millionen Titel aus wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg (unter anderem aus dem Bibliothekssystem der Universität Hamburg, der HafenCity Universität, der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der TU Hamburg-Harburg), über 6 Millionen Titel aus den deutschen Nationallizenzen und zahlreiche Aufsatzdaten aus der Datenbank Online Contents sind recherchierbar. Technisch basiert das System auf einer modifizierten VuFind-Installation und dem SOLR 3.6-Index GBV Discovery.
Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle (SBA) der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen <H 10> koordiniert in der Stadt Hamburg die Zusammenarbeit von Öffentlicher Bibliothek und Schule bzw. Kitas im Bereich Bildung und Lernen. Die SBA hat das Portal Lernwelten Hamburg (http://www.Lernwelten-Hamburg.de/) entwickelt. Mit dem Portal bieten die Bücherhallen Hamburg Erziehern und Lehrern ein umfangreiches Informationsportal zum „Lernort Bibliothek“ im Bereich Bildung und Lernen mit Schwerpunkt Hamburg.
Seit Juli 2012 ist mit dem Pauline Viardot-Werkverzeichnis (VWV) das erste wissenschaftliche Verzeichnis der Kompositionen, Bearbeitungen und Editionen Pauline Viardots im Internet zugänglich (http://www.pauline-viardot.de). Das VWV ist ein wesentliches Ergebnis des Forschungsprojekts „Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik: Die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot“, das an der Hamburger Musikhochschule angesiedelt ist und von der DFG gefördert wird. Viardot (1821-1910) war nicht nur eine der europaweit berühmtesten Opern- und Konzertsängerinnen ihrer Zeit, eine angesehene Gesangslehrerin und eine ausgezeichnete Pianistin, sondern auch eine produktive Komponistin, die circa 250 Werke in einem Zeitraum von mehr als 60 Jahren geschaffen hat.
Die ZBW - Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften <206> - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel stellt eine Übersicht der Bibliotheken und Informationseinrichtungen im Social Web zur Verfügung. Die BibCharts (http://www.bibcharts.eu/) führen in Form eines Monats-Rankings übersichtlich auf, wer mit wie vielen Facebook-Fans oder Twitter-Followern im Web vertreten ist und wie groß der Zuwachs oder Verlust ist. Vertreten sind öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken sowie Schulbibliotheken.
Seit mehreren Wochen schlägt der Verkauf von knapp 6.000 Bänden der historischen Gymnasialbibliothek aus dem Stadtarchiv Stralsund an den Antiquariatsbuchhandel heftige Wellen. Unter Experten hat die mutmaßliche Zerstörung eines regional- und buchgeschichtlich bedeutsamen Bestandes Protest ausgelöst. Nach einem Bericht der Ostseezeitung vom 12.11.2012 lag der Kaufpreis, den die Stadt Stralsund durch den Verkauf großer Teile der Gymnasialbibliothek erzielt hat, bei 95.000 Euro. Bücher aus dem Bestand werden unter anderem bei Abebooks und Ebay angeboten; wertvolle Einzelstücke wurden vom Käufer auch in den Auktionshandel gegeben. Nach kritischen Stellungnahmen und Presseberichten veröffentlichte der Stralsunder Oberbürgermeister am 20.11.2011 eine Presseerklärung, in der der Verkauf als Fehler bewertet und die Suspendierung der Archivleiterin sowie die Rückabwicklung des Verkaufs bekanntgegeben wurde. Grundlage für die Presseerklärung war ein Gutachten von Nigel Palmer (Universität Oxford) und Jürgen Wolf (Universität Marburg). Eine Zusammenfassung der Vorgänge findet sich unter dem Schlagwort „Causa Stralsund“ in Klaus Grafs Archivalia-Blog ("Übersicht zur Causa Stralsund – Fakten und Bewertungen").
Die Forschungsbibliothek Gotha <39> (http://www.uni-erfurt.de/bibliothek/fb/) der Universität Erfurt wird mit Unterstützung der DFG zu einer Forschungs- und Studienstätte für die Kulturgeschichte des Protestantismus in der Frühen Neuzeit ausgebaut. Das dem Ausbau zugrunde liegende Gesamtkonzept umfasst die Erschließung, Digitalisierung, Erhaltung und Bekanntmachung der bedeutenden Bestände an handschriftlichen und gedruckten Quellen zur Geschichte und Rezeption der Reformation, die über den mitteldeutschen Raum weit hinausreichen. Im Rahmen der Digitalen Historischen Bibliothek Erfurt/Gotha sollen Digitalisate der Handschriften und Alten Drucke online präsentiert werden. Die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha wird bei ihren Digitalisierungsaktivitäten durch Sondermittel des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur finanziell unterstützt. Das spezialisierte Angebot wird durch digitale Editionen und virtuelle Ausstellungen ergänzt. Über diese und weitere Aktivitäten, über Veranstaltungen und aktuelle Themen informiert fortlaufend das Webportal Studienstätte Protestantismus. Dort befindet sich jetzt auch ein Digitalisat des Gothaer Chorbuchs von 1545, das eines der Spitzenstücke der rund 3.000 Bände zählenden Gesangbuchsammlung der Gothaer Herzöge ist, die sich in der heutigen Forschungsbibliothek befindet.
Das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) hat die Vorträge, die auf dem ZFL-Anwendertreffen der Wissenschaftlichen Bibliotheken am 28.11.2012 in Köln gehalten wurden, auf seinem Server veröffentlicht. Christine Baron berichtete aus der (überregionalen) AG Leihverkehr mit den Schwerpunkten Tantieme für Kopienlieferungen im Leihverkehr, E-Ressourcen im Leihverkehr, Analyse des deutschen Fernleihsystems und Internationaler Leihverkehr; Sabine Zylka erläuterte den Stand der hbz-Online-Fernleihe.
Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Bonn <5> besitzt circa 340 Briefe von und an den berühmten Gelehrten August Wilhelm Schlegel (1767-1845), die in der Bonner Handschriftenabteilung liegen. Dazu zählen u. a. Korrespondenzen mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Wilhelm von Humboldt. Der Bonner Bestand wird zurzeit im Rahmen eines DFG-Projekts der SLUB Dresden und anderer Einrichtungen digitalisiert. Einige Briefe sind schon jetzt in den Digitalen Sammlungen der ULB Bonn veröffentlicht und frei zugänglich. Nähere Informationen zu dem Vorhaben sind auf der Projektseite „Digitale Briefedition A. W. Schlegel“ zu finden (http://august-wilhelm-schlegel.de/). Dort werden die Kooperationspartner (SLUB Dresden, Philipps-Universität Marburg, Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier und DFG) vorgestellt.
Wim und Donata Wenders haben die Wim Wenders Stiftung ins Leben gerufen, die ihren Sitz in Düsseldorf hat. Mit der Stiftung wurden zunächst die Rechte an allen Filmen von Wim Wenders, die in Fremdbesitz sind, bis zum Jahresende 2012 erworben. Mit der Hilfe des Landes NRW, der Stadt Düsseldorf und der Kulturstiftung der Länder sowie privaten Stiftern ist es gelungen, die finanziellen Mittel zum Kauf der Rechte zusammenzubringen. 2013 werden die Filme aus den letzten Jahren, über die Wim Wenders ohnehin verfügt, der Stiftung zugeführt, ebenso wie dann Zug um Zug auch sein photographisches, künstlerisches und literarisches Werk. Das filmische (und schließlich das gesamte) Werk soll als Ganzes gepflegt, erhalten und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, auch für Studienzwecke und wissenschaftliche Arbeiten.
Der Jahresbericht 2011 der ULB Düsseldorf <61> ist erschienen (http://www.ulb.hhu.de/link/jb2012). Die ULB berichtet u. a. über Digitalisierungsprojekte, die von ihr vorangebracht wurden: Das von der DFG geförderte Digitalisierungsprojekt „Das illustrierte Buch der Düsseldorfer Malerschule“ konnte 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Große Fortschritte wurden bei dem DFG-Projekt „Digitalisierung und Erschließung der Pharmaziehistorischen Bibliothek Dr. Helmut Vester“ erzielt. Für ein weiteres Projekt hat die DFG die Förderung bewilligt: Die ULB erschließt und digitalisiert die Düsseldorfer Theaterzettel des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus konnte die Retrokonversion des monographischen Zettelkatalogs beendet werden. Damit sind jetzt alle Monographien der ULB im Online-Katalog recherchierbar.
Im Oktober 2012 erschien der Jahresbericht 2011 der USB Köln <38>, der einen informativen Überblick über die Entwicklungen der Bibliothek im vergangenen Jahr bietet. Alle Jahresberichte der Kölner Bibliothek seit 2005 sind unter http://www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/presse/jahresberichte/index_ger.html abrufbar.
Ein im Sommer 2009 unter Federführung der UB Trier <385> von mehreren rheinland-pfälzischen Bibliotheken bei der DFG beantragtes Digitalisierungsprojekt ist im Herbst 2012 nach zweijähriger Laufzeit zum Abschluss gekommen. Projektteilnehmer waren neben der UB Trier das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) mit seinen drei Bibliotheken Bibliotheca Bipontina <Zw 1>, Pfälzische <107> und Rheinische Landesbibliothek <929>, die Stadtbibliotheken Koblenz <69>, Trier <121> und Worms <123> sowie die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier <Tr 2>. Gegenstand des Projekts war die Erschließung und Bereitstellung der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts aus den Beständen der beteiligten Bibliotheken. Insgesamt wurden über 400.000 Seiten gescannt. Auf dem vom LBZ angebotenen Digitalisierungsportal dilibri (http://www.dilibri.de/) sind die Drucke abrufbar (vgl. dazu auch: Seifert, Hans-Ulrich; Schackmann, Elmar. „Digitalisierung alter Drucke in dilibri. Gemeinsames DFG-Projekt rheinland-pfälzischer Bibliotheken“. bibliotheken heute 3/2012. S.98-101).
Der Jahresbericht 2011 des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz (LBZ) und alle weiteren Ausgaben der Jahresberichte seit 2007 liegen als pdf-Ausgaben auf der Webseite des LBZ vor (http://www.lbz-rlp.de/cms/service/publikationen/jahresberichte/index.html).
In der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen seit 2007 eng zusammen. Im Rahmen dieser Universitätsallianz entstanden vielfältige Kooperationen in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung. Die Bibliotheken der UAMR-Partneruniversitäten haben das hbz in Köln darum gebeten, die Fernleihbestellungen aus einer der drei Partnerbibliotheken über die Online-Fernleihe zuerst an die beiden anderen Bibliotheken zu übermitteln, sofern diese fernleihrelevanten Bestand gemeldet haben. Während einer sechsmonatigen Testphase wurde diese Bitte realisiert.
Das Anwendertreffen HeBIS Online-Fernleihe 2012 fand am 17.09.2012 mit 38 FernleihkollegInnen aus Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken in den Räumen der Universität Frankfurt statt. Die Folienpräsentationen stehen unter http://www.hebis.de/de/1fernleihe/biblinfos/veranstaltungen/Fernleihanwendereffen2012.pdf zum Abruf bereit.
Unter http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/portal2/materialien.php können die Präsentationen der Veranstaltung zum HeBIS Discovery System „Leichter finden, mehr entdecken“, das am 07.11.2012 an der Universität Frankfurt stattfand, abgerufen werden. Auch Ato Ruppert (UB Freiburg) war mit einem Vortrag zum Thema „'Mischen impossible' oder Warum sollten wir RDS-Daten und lokalen Katalog trennen“ vertreten.
Der Deutsche Bildungsserver, der als Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main und Berlin koordiniert wird, bietet seit Ende Oktober 2012 den Dienst edutags (http://www.edutags.de/) an. Der neue Dienst präsentiert einen strukturierten Überblick über mehr als 1.000 offen zugängliche Bildungsressourcen (Open Educational Resources) im deutschsprachigen Raum. Mit edutags sammeln, verschlagworten und bewerten Lehrkräfte gemeinsam Lesezeichen, die zu Lehr- und Lernmaterialien im Internet führen. Der Dienst, der gemeinsam mit dem Duisburg Learning Lab der Universität Duisburg-Essen entwickelt wurde, hat bislang über 15.000 Lesezeichen von über 2.000 registrierten Nutzerinnen und Nutzern gesammelt, mit Schlagwörtern (Tags) versehen und bewertet. Die Inhalte reichen von Arbeitsblättern über Formelsammlungen bis zu Videofilmen. Anhand der Tags kann der Bestand durchsucht werden. Die Lehrkräfte können die Ressourcen auf vielen Wegen, zum Beispiel über RSS-Feed, an die Lernenden weitergeben, die Inhalte können rechtlich unbedenklich verwendet werden.
Das Deutsche Filminstitut in Frankfurt am Main und die in Wiesbaden ansässige Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung werden gemeinsam alte Filme aus der Zeit des Ersten Weltkriegs digitalisieren und über das Internet zugänglich machen. Die Zusammenarbeit ist Teil des europäischen Gemeinschaftsprojekts The European Film Gateway (EFG1914). Die Murnau-Stiftung will unter anderem Joe Mays Klassiker „Heimkehrer“ (1928) und die Kriegswochenschauen des Filmpioniers Oskar Messter digitalisieren. Der Anfang 2012 unter dem Namen EFG1914 gegründete Zusammenschluss von zwanzig europäischen Filmarchiven beabsichtigt, bis 2014 – dem 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs - insgesamt rund 650 Stunden Film ins Netz zu stellen.
Das 2010 gestartete Projekt Judaica Europeana (http://www.judaica-europeana.eu/), das von der European Association for Jewish Culture in London und von der Judaica-Sammlung der UB Frankfurt <30> koordiniert wird, ermöglicht über die digitale Plattform für kulturelles Erbe in Europa, Europeana (http://www.europeana.eu/portal/), den Zugang zu digitalen Sammlungen, die das jüdische Leben in Europa dokumentieren. Bis heute sind circa 3,7 Millionen Objekte aus Bibliotheken, Archiven und Museen enthalten. Aktuell gehören ihm 30 Institutionen aus Europa, Israel und den USA an, darunter sind u. a. die British Library, die jüdischen Museen in Berlin, Frankfurt und London, das Center for Jewish History in New York, die Nationalbibliothek in Jerusalem sowie die Königliche Bibliothek in Kopenhagen.
Ein Artikel von Klaus Junkes-Kirchen in der Online-Zeitschrift HeBIScocktail beschreibt die Kataloganreicherung im HeBIS-Verbund mit gescannten Inhaltsverzeichnissen, die sich mittlerweile als Standard etabliert hat (http://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_detail.php?we_editObject_ID=9861). Ein mit Sondermitteln ausgestattetes Projekt der UB Frankfurt <30> steht in den Startlöchern: Die vor 2009 erworbenen fremdsprachigen Monographien, vor allem SSG-Titel, sowie deutschsprachige SSG-Bücher, die bislang noch keine T(able)o(f)C(ontents)-Kataloganreicherung haben, sollen retrospektiv erschlossen werden.
Im Oktober 2012 hat die Servicestelle Digitalisierung (digiS) des KOBV ihre Arbeit aufgenommen. Bis Ende 2013 soll das Angebot der Servicestelle (Beratung, Wissenstransfer und IT-Dienstleistung für Digitalisierungsprojekte) etabliert sein. Mit insgesamt fünf Pilotpartnern und deren Digitalisierungsvorhaben (Brücke-Museum, Bröhan-Museum, Stadtmuseum Berlin, Zentral- und Landesbibliothek sowie Landesarchiv Berlin) startet die Servicestelle in die erste Phase der Umsetzung.
Für die Migration von KOBV-Bibliotheken in den B3Kat stehen derzeit drei Institutionen in den Startlöchern. Die Bibliotheken des Deutschen Historischen Museums (DHM) <B 496>, des Deutschen Technik Museums (DTM) <B 1550> und der Beuth Hochschule <B 768> (alle drei in Berlin) bereiten sich für die Teilnahme an der zentralen Katalogisierung im B3Kat vor.
Seit dem Spätsommer 2012 sind zwei weitere OPUS-Hosting-Kunden des KOBV erfolgreich von der Version OPUS 3 auf OPUS 4 umgestiegen: im September 2012 die Fachhochschule Brandenburg (http://opus4.kobv.de/opus4-fhbrb/) und im Oktober 2012 die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (http://opus4.kobv.de/opus4-hwr/) (nach dem KOBV-Newsletter Nr. 23 / 2012).
Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész hat sein künstlerisches Archiv der Akademie der Künste in Berlin übergeben, der er seit 2003 als Mitglied angehört. Es umfasst Manuskripte, Notizhefte, Entwürfe, Reden und Korrespondenzen, die dort Wissenschaft und Forschung zur Verfügung stehen. Mitte November 2012 wurde das Kertész-Archiv offiziell übergeben. Das Archiv der Akademie der Künste ist das bedeutendste interdisziplinäre Archiv zu Kunst und Kultur im deutschen Sprachraum seit 1900. Die Sammlungsgebiete des Archivs umfassen die Geschichte der Akademien in Berlin seit der Gründung der späteren Preußischen Akademie der Künste sowie sämtliche Kunstsparten. Der Kertész-Bestand ist alphabetisch in der Liste der Gesamtbestände (und in der Liste "Literatur") aufgeführt. Klickt man darin einen Einzelbestand an, benennt eine Kurzbeschreibung dessen wesentliche Inhalte.
Ende 2009 wurde das Produktionsarchiv von Werner Herzog an die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin übergeben. Im Sommer 2012 wurde die Sammlung um viele Dokumente erweitert und ergänzt. Neben Werk- und Filmfotos umfasst die Sammlung umfangreiche Produktionsunterlagen, Korrespondenzen, Verträge, Drehbücher, Skripts mit Annotationen und Requisiten. Presseausschnitte, Plakate, Werbematerialien und Programmhefte zu Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie zu seinen Operninszenierungen und Bühnenstücken ergänzen das Produktionsarchiv. Die Sammlung Werner Herzog ist auf der Website der Deutschen Kinemathek unter http://www.deutsche-kinemathek.de/de/archive/sammlung-werner-herzog/bestandsliste zu finden.
Die 12.InetBib-Tagung mit dem Titel „Angebot und Nachfrage: Was erwarten unsere Nutzer und unsere Nichtnutzer von uns?” findet vom 04. bis 06.03.2013 im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Das Tagungsprogramm ist freigeschaltet.
10.000 Bücher und Zeitschriftenbände wurden im Herbst 1945 mit Genehmigung der britischen Besatzungsmacht aus der ehemaligen Luftkriegsakademie Gatow in die Bibliothek der damaligen Technischen Hochschule Berlin gebracht und in den Bestand aufgenommen. Dies geht aus Akten des Universitätsarchivs der TU Berlin hervor. Es gibt Indizien dafür, dass die Luftkriegsakademie Raubgut aus den von Deutschland okkupierten Gebieten besaß. Die von dort übernommenen Bücher sind mit Hilfe der alten Inventarverzeichnisse im Gesamtbestand der heutigen UB der TU Berlin <83>, der heute 2,5 Millionen Medien umfasst, identifizierbar. Seit November 2012 kümmert sich das Projekt „Untersuchung der 1945 aus der ehemaligen Luftkriegsakademie Gatow an die Universitätsbibliothek der TU Berlin übernommenen Bücher und Zeitschriften auf NS-Raubgut“ darum, dieses Unrecht aufzuarbeiten. Das Projekt wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung) gefördert.
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin <109> präsentiert aktuelle Informationen zum literarischen Leben auf ihrer Website (http://www.zlb.de/wissensgebiete/literatur_sprachen_laender/literatur/aktuelles). Sie würdigt die Preisträger wichtiger Literaturpreise, erinnert an Geburts- oder Sterbedaten bedeutender SchriftstellerInnen und weist auf literarische Zeitschriften und deren Präsenz im Internet hin.
Als in den 1990er Jahren die UB Potsdam <517> die Sammlung des Amsterdamer Rabbiners Prof. Yehuda Aschkenasy erwarb, fanden sich zahlreiche Titel aus der Bibliothek der Veitel-Heine-Ephraimschen Lehranstalt darunter. Aschkenazy hatte diese Bände, wie viele andere wertvolle Hebraica aus Deutschland, in einem Amsterdamer Antiquariat erworben. Sowohl in der ZLB Berlin <109> als auch im Potsdam Museum wurden im Rahmen der laufenden Provenienz-Forschungen Titel aus der erwähnten Bibliothek gefunden. Da an der UB Potsdam bereits eine größere Sammlung aus der Lehranstalts-Bibliothek vorhanden war, entschieden sich die beiden Institutionen, ihre Bände der UB Potsdam zu überlassen.
Seit Ende November 2012 steht die deutsche Übersetzung des RDA (= Resource Description and Access)-Regelwerkstexts unter der Adresse http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/International/rdaDeutsch.html zur Verfügung. Mit der Veröffentlichung in Form von PDF-Dateien legt die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) die autorisierte deutsche Übersetzung des RDA-Regelwerkstextes (alle Kapitel und Anhänge) vor. Die Übersetzung orientiert sich eng am englischen Original. Die DNB hat es als Vertragspartnerin der RDA-Rechteinhaber erreicht, dass die Übersetzung des Regelwerkstexts für die Dauer von 12 Monaten kostenfrei zugänglich gemacht werden darf. Nach Ablauf dieser Frist müssen die Dateien aus dem Webangebot der DNB entfernt werden.
Ein Video auf YouTube zur Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek erzählt die Geschichte von den ersten Schriftzeichen bis zur digital vernetzten Information.
Im November 2012 hat die Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme (AGV) in Abstimmung mit der ZDB die Arbeitsgemeinschaft Kooperative Verbundanwendungen (AG KVA) als Gremium für alle entscheidungsrelevanten Themen, die die ZDB betreffen, bestimmt. Gleichzeitig wurde die AG der Datenbankteilnehmer der ZDB (AGDBT) aufgelöst. Zudem lädt die ZDB die Zeitschriftenexpertinnen und -experten zur Teilnahme an der Mailingliste ZDB-Diskussion ein. Die Liste dient dem Dialog zwischen den Verbünden bzw. Bibliotheken und der ZDB. Auf diesem Weg können Fragen und Vorschläge an die ZDB gerichtet werden. Die ZDB kann ihrerseits über die Liste Fragen klären, geplante Änderungen von Geschäftsgängen vorstellen und Fachmeinungen einholen. Infos zur Anmeldung für die Liste sind unter http://www.zeitschriftendatenbank.de/ueber-uns/gremien/agkva/ zu finden.
Die Königliche Bibliothek (Det Kongelige Bibliothek), die Nationalbibliothek Dänemarks und Universitätsbibliothek von Kopenhagen, hat anlässlich des 200. Geburtstages von Hans Christian Andersen im Jahr 2005 eine Website mit zahlreichen Texten von und zu Andersen ins Netz gestellt (http://www.kb.dk/en/nb/tema/hca/index.html). Das Angebot wurde seither kontinuierlich ausgebaut. Darunter befinden sich beispielweise die Scherenschnittsammlung, die Andersen angelegt hat, eine Sammlung von Porträts des dänischen Dichters und zahlreiche Originaltexte (allesamt in dänischer Sprache).
Die 13. IFLA Interlending and Document Supply Conference 2013 wird vom 16. bis 18.10.2013 an der Universität Peking stattfinden. Gastgeber ist das China Academic Library and Information System (CALIS).
Der nächste IFLA Weltkongress Bibliothek und Information wird unter dem Motto „Future Libraries: Infinite Possibilities“ vom 17. bis 23.08.2013 in Singapur stattfinden. Informationen dazu können unter http://conference.ifla.org/ifla79 abgerufen werden.
Unter http://www.oclc.org/worldcat/statistics/default.htm sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben circa 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern über 1,9 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Mehr als 288 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und über 470 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.
Ab 2013 sollen die detaillierten Beschreibungen von Archivsammlungen des Onlinedienstes ArchiveGrid von einem Abo-Service auf einen kostenlosen Service umgestellt werden. Die neue Benutzerschnittstelle wird derzeit von OCLC Research entwickelt. ArchiveGrid ermöglicht den Online-Zugriff auf fast eine Million Beschreibungen archivierter Sammlungen von Tausenden Bibliotheken, Museen, Geschichtsgesellschaften und Archiven weltweit.
Bereits 2010 übernahm die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) eine Schenkung des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels. Das Archivmaterial dieser Interessensvertretung der österreichischen Buchbranche umfasst zahlreiche Unterlagen aus den Jahren 1772 bis 1980. Besonders interessant sind aber die 15 Kartons, die Akten und Korrespondenzen aus der NS- und der unmittelbaren Nachkriegszeit enthalten. Ein von der Kommission für Provenienzforschung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in Wien finanziertes und 2012 abgeschlossenes Projekt ermöglichte die Erfassung der Bestände von 1938, 1944 und 1945 bis 1947 in Einzelaufnahmen. Bei der Bearbeitung wurde besonders auf jene Aspekte des Materials geachtet, die in der wissenschaftlichen Literatur bislang noch nicht thematisiert wurden. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Erschließungsarbeit wurden mittlerweile im angesehenen Gutenberg-Jahrbuch unter dem Titel „Das Buch ist ein Kampfmittel, ein gutes Buch eine gewonnene Schlacht“ publiziert. Die katalogisierten Neuerwerbungen sind im Online-Katalog HANNA der ÖNB abrufbar (http://aleph.onb.ac.at/F/?func=find-b&find_code=IDN&request=AL00159238&local_base=ONB06&adjacent=N).
Der Österreichische Verbundkatalog für Nachlässe, Autographen und Handschriften (ÖVK-NAH) wurde mit circa 450.000 Datensätzen komplett in die ÖBV-Suchmaschine (http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/) integriert. Über den Reiter „Nachlässe & Handschriften“ sind jetzt Nachweise zu den Nachlässen, Autographen und Handschriften berühmter Persönlichkeiten an folgenden Institutionen recherchierbar: Nationalbibliothek Wien, UB Wien und UB Graz sowie einer Reihe von Literaturarchiven.
Andreas Ledl, wissenschaftlicher Bibliothekar an der UB Basel, hat ein Thesaurusportal (http://thesaurusportal.blogspot.de/) ins Netz gestellt, das derzeit 350 Thesauri aus verschiedenen Fachgebieten in 47 Sprachen enthält. Ziel ist es, möglichst viele frei zugängliche bzw. über wissenschaftliche Bibliotheken erreichbare Online-Thesauri an einer Stelle zu versammeln. Ein ergänzendes Angebot für den Museumsbereich ist die Webseite Vokabular in der Museumsdokumentation, die von der Fachgruppe Dokumentation/DMB, dem Zuse-Institut Berlin, dem digicult-SH-Projekt und dem Institut für Museumsforschung zusammengestellt wurde und zahlreiche digital verfügbare Vokabulare bereit hält.
Die zugänglichen Bestände des Bibliotheksverbundes Alexandria, des Online-Kataloges der Bibliotheken der Schweizer Bundesverwaltung, sind seit dem 08.12.2012 auch über Swissbib (http://www.swissbib.ch) recherchierbar. Swissbib ist der Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek und bietet einen umfassenden Zugang zu wissenschaftlicher Information in der Schweiz an.
Das Leo-Baeck-Archiv in New York hat seinen gesamten Bestand zur deutsch-jüdischen Kultur frei ins Internet gestellt. Das DigiBaeck umfasst mehr als 3,5 Millionen Seiten Archivmaterial, 2.000 Kunstwerke, 25.000 Fotografien, 2.000 unveröffentlichte Memoiren sowie zahlreiche seltene und wertvolle Bücher. Zum Bestand gehört unter anderem auch Material von Martin Luther, Moses Mendelssohn, Albert Einstein, Leo Baeck, Franz Rosenzweig, Martin Buber und Joseph Roth.
Die Digital Collections der Margaret Herrick Library der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills (Kalifornien) ermöglicht den kostenfreien Zugriff auf mehr als 3.000 Objekte. Darunter befinden sich Korrespondenzen, Fotos, Filmprogramme, Hefte seltener Zeitschriften und Notenmaterial von bedeutenden Sammlungen wie der Academy Awards Collection, der George Cukor Papers, Fotografien aus dem Besitz von Cecil B. DeMille, eine Auswahl der Alfred Hitchcock Papers sowie Fotos aus dem Besitz von Mary Pickford, George Stevens und Fred Zinnemann. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergibt alljährlich die Oscars.
Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat den Bericht zur Lage der Bibliotheken 2012 veröffentlicht. Der Bericht zeigt auch in diesem Jahr: Die finanzielle Lage kommunaler Öffentlicher Bibliotheken ist nach wie vor unbefriedigend. … Digitale Angebote wie die E-Book-Ausleihe sind … nur mit zusätzlichen Investitionen zu bewältigen. Der Bericht stellt auch interessante bestehende und neu entwickelte mobile Angebote, die Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken sowie die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Einrichtungen vor. Zusätzlich werden die Bemühungen zur Erhaltung von Büchern für unser kulturelles Gedächtnis und die brisante Thematik des Urheberrechts und seine Auswirkungen für Bibliotheksnutzer behandelt.“ Der Bericht ist in zwei Versionen (eine online zum Blättern, eine als PDF) abrufbar (http://www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/bericht-zur-lage-der-bibliotheken.html).
Der Themendienst 11 des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) ist der Digitalisierung gewidmet (http://www.treffpunkt-bibliothek.de/presse/themendienst/). Anlass ist der Start der Deutschen Digitalen Bibliothek am 28.11.2012, die den Zugriff auf Millionen digitalisierter Kulturgüter in Bibliotheken, Museen und Archiven ermöglicht.
Alle deutschen Kinofilme sollen in einer zentralen Datenbank erfasst werden. Eine entsprechende Pflichtregistrierung hat das Bundeskabinett am 31.10.2012 beschlossen. Die Registrierung ist ein wichtiger Schritt zur dauerhaften Sicherung des deutschen Filmerbes im Bundesarchiv als dem zentralen nationalen Filmarchiv. Filmhersteller sollen dazu verpflichtet werden, detaillierte inhaltliche und technische Angaben zu ihren Produktionen zu machen. Bisher wurden nur öffentlich geförderte Filme erfasst.
Googles Cultural Institute digitalisiert historische Dokumente und präsentiert sie im Internet (http://www.google.com/culturalinstitute/). Nutzer können unter anderem Sammlungen von biblischen Handschriften und berühmte Gemälde anschauen. So sind in der Online-Ausstellung „Revolution in Berlin“ Originaldokumente der DDR-Opposition zu sehen (zum Beispiel Flugblätter oder die Gründungsurkunde der Sozialdemokratischen Partei der DDR). Das Cultural Institute ermöglicht den Zugang zu historischen und kulturellen Zeugnissen und arbeitet dazu mit Organisationen aus der ganzen Welt zusammen (u. a. dem Anne-Frank-Haus in Amsterdam, dem Staatlichen Museum in Auschwitz-Birkenau, den Getty Images, den Imperial War Museums in London und der LIFE Photo Collection).
65 Graphische Sammlungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen sich im Internet vor und informieren darüber, wie und wann man sich Blätter im Original ansehen kann (http://www.netzwerk-graphische-sammlungen.com/). Zu jeder einzelnen Sammlung findet sich eine ausführliche Inhaltsbeschreibung mit einer Darstellung der jeweiligen Sammlungsgeschichte. Eine Auswahl von Bildern ergänzt die Beschreibungen. Wichtige Besucherinformationen inklusive Links zu den Museen erleichtern die Planung des Besuchs. Zahlreiche Sammlungen informieren den Benutzer darüber hinaus, welche Ausstellungen aktuell gezeigt werden, oder welche Vorträge, Workshops und Führungen dazu angeboten werden. Aus Deutschland sind derzeit circa 55 Museen vertreten. Darunter befinden sich: Berlin – Kunstbibliothek und Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz; Chemnitz – Kunstsammlungen; Darmstadt – Hessisches Landesmuseum; Essen – Museum Folkwang; Frankfurt am Main – Städel Museum; Freiburg – Städtische Museen; Karlsruhe – Staatliche Kunsthalle – Kupferstichkabinett; Leipzig – Museum der bildenden Künste; Marbach a. N. – Deutsches Literaturarchiv; Reutlingen – Städtisches Kunstmuseum Spendhaus.
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und die Georg-August-Universität Göttingen gehören laut dem Anfang Oktober 2012 veröffentlichten Ranking des britischen Hochschulmagazins Times Higher Education zu den 200 führenden Universitäten der Welt. Die beste deutsche Universität ist die LMU auf Rang 48, die Universität Göttingen belegt Platz 70. In der Vergleichsstudie wurden 13 Kategorien bewertet (u. a. Lehre und Lernumgebung, Forschung, Zitation, Wissenstransfer und Internationalität). Die Spitzenplätze errangen das California Institute of Technology (1), die britische Universität Oxford (2), die Stanford University (2) und die Harvard University (4).
Im Internet Archive (http://archive.org/) ist eine digitale Fassung des Copinger-Supplements (London 1895-1902) zum Inkunabel-Verzeichnis Repertorium bibliographicum von Ludwig Hain in verschiedenen Formaten abrufbar (Part I: http://archive.org/stream/cu31924092472095#page/n3/mode/2up und Part II: http://archive.org/details/cu31924092472103). Hains Repertorium bibliographicum (1826-1836) gibt es in digitaler Version bei Gallica (http://gallica.bnf.fr/), im Internet Archive und bei Google Books (http://books.google.de/).
Im Register „Quellen“ der Datenbank Gesamtkatalog der Wiegendrucke sind derzeit schon rund 150 online zugängliche Titel verzeichnet. Darunter befinden sich viele Inkunabelkataloge älteren, aber auch neueren Datums. Die Hyperlinks sind durch das Stichwort „Online-Ressource“ markiert.
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat ein Dossier zum Thema Kulturelle Bildung (http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/kulturelle-bildung/) auf ihre Website gestellt. Das Dossier widmet sich dem Thema Kulturelle Bildung in seinen vielfältigen Ausprägungen. Es verknüpft dabei theoretische Ansätze mit praktischen Beispielen. Neben grundlegenden Fragen gehören auch aktuelle Diskussionen und die Auseinandersetzung mit einzelnen Feldern oder Genres der kulturellen Bildung dazu (wie etwa Theater und Tanz, Visuelle/Bildende Kunst, Filmbildung, Musik, Erzählen und Literatur, Geschichtsvermittlung und Architektur und Raum). Eine Literatur- und eine Link-Liste ergänzen die Zusammenstellung, die alle zwei Monate um ein neues Schwerpunktthema erweitert wird.
Die Virtuelle Allgemeinbibliothek (VAB) ist eine kommentierte Link-Sammlung mit rund 5.000 Dokumenten, die von Ingrid Strauch 1999 begonnen wurde. Gesammelt werden Links zu digitalen Veröffentlichungen (Texte, Textsammlungen, Datenbanken, Verzeichnisse), bei denen von einer längerfristigen Nachfrage auszugehen ist. Die Links werden mit einem kurzen Kommentar in eine Systematik eingebunden und mit Schlagwort-, Autoren- und Institutionenregister inhaltlich erschlossen.
Die Metasuche Vialibri.net (http://www.vialibri.net/), die auch in Deutschland zahlreiche Nutzer hat, gibt es jetzt auch in einer deutschsprachigen Version. Vialibri bezeichnet sich selbst als „weltgrößter Marktplatz für alte, seltene und vergriffene Bücher“.
Die Liste der Repositorien, die von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) zusammengestellt wurde, zählt derzeit (Stand: Mitte November 2012) 173 Repositorien. Aufgenommen wurden sowohl institutionelle als auch fachbezogene Repositorien vorwiegend in Deutschland, in der Schweiz (Basel) und Österreich (Linz).
Die Arbeitsgemeinschaft der Sondersammelgebietsbibliotheken (AG SSG) hat sich am 27.11.2012 zur Frage der langfristigen Archivierung von SSG-Material folgendermaßen positioniert:
1 SSG-Bibliotheken sehen sich in der Pflicht, Material, das im Rahmen der SSG-Tätigkeit erworben wurde, langfristig in Printform zu archivieren und überregional im Rahmen der Fernleihe und ggf. von Dokumentlieferdiensten zur Verfügung zu stellen. Das gilt unabhängig davon, ob das Material aus SSG-Fördermitteln oder aus Eigenmitteln erworben wurde und ebenfalls unabhängig davon, ob das SSG an der jeweiligen Bibliothek aktuell noch gepflegt wird. Auch bei Vorliegen einer allgemein zugänglichen elektronischen Version (z. B. Nationallizenz) wird die SSG-Bibliothek den Printbestand nicht aussondern.
2 Bei Printbeständen, die aufgrund ihres Erhaltungszustandes umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen erforderlich machen, sieht die AG SSG hingegen nicht die Verpflichtung, diese aus Eigenmitteln zu bestreiten. Die SSG-Bibliotheken sind in diesen Fällen bestrebt, diese Materialien zu digitalisieren oder ggf. zu verfilmen.
3 Bibliotheken, die Aussonderungsentscheidungen treffen, werden dringend gebeten, zu überprüfen, ob das auszusondernde Material an der aktuellen SSG-Bibliothek vorhanden ist und dieses ggf. zur Lückenergänzung anbieten. Die SSG-Bibliotheken werden die Möglichkeit zur Lückenergänzung in allen Fällen nutzen, in denen das angebotene Material dem Erwerbungsprofil des SSG entspricht.
Der Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) der DFG hat sich auf seiner Frühjahrssitzung am 02./03.05.2012 mit der Umstrukturierung des Systems der Sondersammelgebiete befasst und die weiteren Schritte festgelegt: Als Ergebnis der Evaluierung 2010-2011 wird das Förderprogramm neu gefasst, um eine engere Orientierung an fachlichen Interessen zu ermöglichen und flexiblere Fördermöglichkeiten zu schaffen. Der inhaltlichen Neuausrichtung soll auch durch eine Umbenennung Rechnung getragen werden. Als Arbeitstitel für das neu aufgestellte System wurde „Überregionale Fachinformationsdienste“ gewählt. Die stärkere Betonung der fachlichen Ausrichtung und die damit verbundene systematische Rückkopplung der Informationsangebote mit den jeweiligen Fachcommunities wird eine Herausforderung im neuen System darstellen. Für den intensiveren fachlichen Austausch und den neu gefassten überregionalen Auftrag erhalten die Bibliotheken künftig deutlich mehr Flexibilität, beispielsweise beim Einsatz der bewilligten Mittel. Auch die Förderperioden werden von einem auf drei Jahre verlängert. Die Umstrukturierung der bisherigen SSG-Förderung hat der Hauptausschuss der DFG in der Sitzung am 03.07.2012 beschlossen. Die Überführung der bisherigen Sondersammelgebiete in die neue Förderstruktur wird aus inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Gründen in den kommenden drei Jahren schrittweise erfolgen (nach: „Aus der Deutschen Forschungsgemeinschaft“. ZfBB 59. 2012. H.5. S.267-270).
Das Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts ist nach VD16-Nummern geordnet und bietet - eine tiefere Erschließung einiger Ausgaben von Drucken des 16. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachgebiet, - eine Liste von Drucken, die noch nicht im VD16 erfasst sind, - Konkordanzen zu verschiedenen Verzeichnissen von Drucken des 16. Jahrhunderts, die weiterführende Informationen enthalten und - Listen von Bibliotheken mit bedeutenden Beständen an Drucken des 16. Jahrhunderts aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Europa. Die Seite, die Walter Behrendt (Mailand) konzipiert hat, wird ständig erweitert.
Die deutsche Wikipedia hat Mitte November 2012 die Schwelle von 1,5 Millionen Artikel in deutscher Sprache überschritten. Damit ist die deutsche Version weltweit die zweitgrößte Wikipedia-Version. An der Spitze steht die englischsprachige Version mit mehr als vier Millionen Artikeln. Pro Stunde zählt die deutsche Wikipedia-Website nach Angaben von Wikimedia, des Trägervereins, circa 1,4 Millionen Seitenaufrufe.
geänderte E-Mail-Adresse: Staats- und Stadtbibliothek Augsburg <37> E-Mail fl@susb-augsburg.de
neue Anschrift: Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt <17>, Fernleihe, Magdalenenstraße 8, 64289 Darmstadt (Telefonnummer und E-Mail-Adresse für die Fernleihe bleiben unverändert) HES; HeBIS
neues Bibliothekssigel: Deutsches Tagebucharchiv e.V. Emmendingen <1922>, Marktplatz 1, 79312 Emmendingen, Tel. (07641) 574659, E-Mail dta@tagebucharchiv.de, URL http://www.tagebucharchiv.de/ BAW; ISIL DE-1922
geänderte E-Mail-Adresse: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr – Fachinformationsstelle - (BAAINBw Z4.5) <Kob 3>, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1, 56073 Koblenz, Tel. (0261) 400-5127, Fax (0261) 400-5163, (Postfach 30 01 65, 56057 Koblenz), E-Mail baainbwz4.5@bundeswehr.org NRW; HBZ
neue Anschrift: Hochschule Koblenz, RheinAhrCampus Remagen, Bibliothek <1105>, Joseph-Rovan-Allee 2, 53424 Remagen, Tel. (02642) 932-433 (Fernleihe), Fax (02642) 932-171, E-Mail fernleihe@rheinahrcampus.de, URL http://www.rheinahrcampus.de/Bibliothek.18.0.html NRW; HBZ
falsche E-Mail-Adresse: Stadtbibliothek Rheda-Wiedenbrück <741> - korrekt: Stadtbibliothek.Rheda-Wiedenbrueck.Fernleihe@gt-net.de
neue Anschrift: Stadtbücherei Roding <1590>, Schubertstraße 2, 93426 Roding, Tel. (09461) 3762, Fax (09461) 94 18 60, E-Mail Buecherei@roding.de BAY; BVB
Südwest-Info. Mitteilungsblatt des VDB-Regionalverbandes Südwest - Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland. Nr. 25 (2012)
Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die neue Ausgabe mit dem Thema Bau/Umbau (u.a. mit einem Bericht über den Umbau der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek, der zugleich als Einstimmung auf die nächste Jahresversammlung in Saarbrücken dient), der Informationskompetenz und Teaching Library (B. Oberhausen äußert sich zu aktivierenden Methoden in Schulungen, M. Krähling berichtet über einen Studienaufenthalt an verschiedenen Bibliotheken in der Bay Area um San Francisco, und K. Melloni beschreibt die Erfahrungen der PH-Bibliothek Freiburg mit Informationskompetenzvermittlung durch „embedded librarians“) sowie verschiedenen Recherchewerkzeugen (U. Dierolf und M. Mönnich beschreiben sechs Monate Betrieb von Primo/Primo Central, dem Resource Discovery System der KIT-Bibliothek Karlsruhe, und Stefan Winkler (BSZ) stellt BSZ-OneStopSearch (BOSS) vor, das vom BSZ entwickelte Resource Discovery System. Weitere Themen sind die Provenienzforschung am LBZ Speyer und der neue Masterstudiengang an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Die Ausgabe startet mit einem Gastbeitrag von Eric Retzlaff (BIB) zum Bibliotheksrecht und zu bibliothekspolitischen Fragen. Er spricht u. a. die Themen Open Access, Urheberrecht (insbesondere die Nutzung des § 52a), Leistungsschutzrecht und Bibliotheksgesetzgebung an. Außerdem stellt Anja Thalhofer (WLB Stuttgart) das landeskundliche Portal LEO-BW vor.
Apel, Jochen. „Ein neues Aufgabenfeld für Bibliotheken? Virtuelle Forschungsumgebungen in den Naturwissenschaften am Beispiel des Fachs Physik“. Perspektive Bibliothek 1 (2012) H.2. S.77-105 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/bibliothek/article/view/9458)
„Dieser Artikel untersucht am Beispiel des Fachs Physik die folgenden beiden Fragen: Was müssen Virtuelle Forschungsumgebungen leisten, um moderne naturwissenschaftliche Forschung adäquat zu unterstützen, und auf welche Weise können Bibliotheken zur Realisierung dieser Leistungen beitragen? Im Hinblick auf diese Fragestellungen werden die Bereiche Projektmanagement, Informationsretrieval und -management, Forschungsprimärdatenmanagement, elektronisches Publizieren und Langzeitarchivierung sowie organisatorische Querschnittsaufgaben in den Blick genommen. Es wird ein Katalog von möglichen Diensten und Anwendungen Virtueller Forschungsumgebungen in der Physik entwickelt und diskutiert welche Dienstleistungen Bibliotheken in diesem Zusammenhang anbieten könnten. Anhand dreier Fallbeispiele (HEP-CG, GAVO, AWOB) werden diese Überlegungen zudem mit der Praxis abgeglichen“ (nach dem Abstract).
Baueregger, Nina. „Europeana und die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB): Bedeutung und Herausforderung für die deutsche Bibliothekslandschaft“. Perspektive Bibliothek 1 (2012) Nr.2. S.4-30 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/bibliothek/article/view/9456/3323)
„Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Ziele, Inhalte und Hintergründe von Europeana sowie der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und leitet daraus als zentrale Bedeutung und Herausforderung an das deutsche Bibliothekswesen das Thema Integration auf interinstitutioneller, internationaler, zeitlicher und rechtlicher Ebene ab. Insbesondere geeignete integrierende, sparten- und länderübergreifende Organisationsstrukturen, Digitalisierung, Langzeitarchivierung, eine nachhaltige Finanzierung und offene Urheberrechtsfragen werden in diesem Zusammenhang kurz dargestellt“ (nach dem Abstract).
Baumgart, Denise; Schulze, Francesca. „Die Servicestelle der Deutschen Digitalen Bibliothek: Hilfe bei der Datenablieferung“. Dialog mit Bibliotheken 2012 / 2. S.8-12.
Die beiden Autorinnen beschreiben die Aufgaben der Servicestelle der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), die in der Deutschen Nationalbibliothek angesiedelt ist und das organisatorische Bindeglied zwischen den abliefernden Kultureinrichtungen und dem technischen Betreiber, dem FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, bildet. Die Einrichtungen aus den unterschiedlichen Kultur- und Wissenschaftsbereichen verfügen über viele verschiedene Datenformate und erschließen ihre Objekte nach unterschiedlichen Regeln. Die Servicestelle leistet darüber hinaus fachliche und organisatorische Unterstützung bei der Vorbereitung der Lieferung von Daten an die Deutsche Digitale Bibliothek und bietet neuen Partnern als zentrale Anlaufstelle einen Service aus einer Hand.
Borel, Franck; Steller, Heike. „Tambora – die Entstehung einer virtuellen Forschungsumgebung“. B.I.T. online 15 (2012) Nr. 5. S.423-430.
Im Rahmen des Projekts HISCLIDCore hat die UB Freiburg zusammen mit Klimaforschern und dem Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig eine virtuelle Forschungsumgebung für die historische Klimatologie unter dem Namen Tambora konzipiert und programmiert. Die beiden Verfasser beschreiben die Entstehung von Tambora und präsentieren das Ergebnis der zwei Jahre andauernden Entwicklung. Außerdem gehen sie auf die aus dem Projekt entstandenen neuen Aufgaben der UB Freiburg ein.
Bürger, Thomas. „Informationsinfrastrukturen in Deutschland: Zu den neuen Empfehlungen des Wissenschaftsrats“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 5 (2012) Nr. 3. S.144-147 (Themenheft Bibliothek und Forschung)
Der Generaldirektor der SLUB Dresden stellt die mehr als 70 konkreten Empfehlungen vor, die der Wissenschaftsrat in seinem Papier „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020“ ausspricht. Der Text ist zentraler Bestandteil des Themenheftes Bibliothek und Forschung, in dem die Bibliotheken aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Thema Forschung beleuchten. Unterstützt werden sie dabei vom Rektor der TU Dresden, einem Dozenten, einem Historiker und einer Studentin. Im Vordergrund steht bei allen Beteiligten der dringende Wunsch nach digitaler Vernetzung durch fast alle beschriebenen Arbeitsgebiete.
Dugall, Berndt. „Lässt sich die Zukunft von Bibliotheken prognostizieren?“ ABI-Technik 32 (2012) H.3. S.141-162.
„In den letzten Jahren werden verstärkt Beiträge in Zeitschriften, aber auch in Blogs publiziert, die sich mit der zukünftigen Entwicklung von Bibliotheken auseinandersetzen. Dabei sind völlig kontroverse Einschätzungen die Regel. In dem … Aufsatz wird … versucht, das Problem der Qualität von Prognosen zunächst in allgemeiner Form, dann anhand der Entwicklung von Zeitungen exemplarisch zu betrachten. Anschließend wird auf die Situation der Bibliotheken eingegangen. Hier lässt sich zeigen, dass exakte Aussagen über die zu erwartenden Szenarien in 15 oder 20 Jahren eigentlich nicht möglich sind“ (nach dem Abstract). Dugalls Fazit lautet: „Wenn wir ehrlich zu uns selbst sein wollen, müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht wissen können, wie 'unsere' Einrichtungen sich in zehn, 15 oder 20 Jahren präsentieren werden. Wir können für manche unter ihnen noch nicht einmal sagen, ob es sie noch geben wird. Mindestens ebenso bedenklich ist jedoch, dass wir selbst die zukünftigen Prozesse, die uns und unsere Arbeit beeinflussen werden, nur in einem geringen Umfang steuern können“ (S.162).
Enderle, Wilfried; Kobusch, Ursula; Schuller, Dorothea. „Zwischen Kiwi Gothic und Frauenwahlrecht: Das Sondersammelgebiet Neuseeland an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen“. Buch und Bibliothek 64 (2012) H.9. S.602-603.
Anlässlich der Einladung Neuseelands als Gastland der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2012 stellen die Autoren, allesamt KollegInnen der SUB Göttingen, die Sammlungen ihrer Bibliothek zu Neuseeland vor. Schon im 18. Jahrhundert wurde in Göttingen der Grundstein dafür gelegt, als erste englische Publikationen zu Neuseeland erschienen sind. Seit 1949 ist die SUB Göttingen durch die DFG mit der Pflege des Sondersammelgebiets Neuseeland betraut, das zusammen mit Australien zum regionalen SSG 7.29 gehört. Online führt der einfachste und schnellste Weg nach Neuseeland über die Library of Anglo-American Culture & History (http://aac.sub.uni-goettingen.de/), dem Portal zum Sondersammelgebiet Anglo-Amerikanischer Kulturraum, das von der SUB Göttingen betreut wird.
Eulig, Christiane; Haller, Andrea; Rühle, Uschi. „Gedruckte Filmgeschichte in einzigartiger Vielfalt: Die historischen Bestände von Bibliothek und Textarchiv des Deutschen Filminstituts“. Dialog mit Bibliotheken 2012 / 2. S. 48-54.
Die Bibliothek und das Textarchiv des Deutschen Filminstituts – DIF stellen eine der größten Spezialsammlungen zum Thema Film in Europa dar. Neben umfassenden Beständen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg enthalten sie eine in Deutschland einzigartige Sammlung an Büchern und Zeitschriften vor 1945. Darüber hinaus werten sie kontinuierlich aktuelle Medien zum Thema aus und archivieren Neuerscheinungen. Die Autorinnen, alle Mitarbeiterinnen des DIF, gehen auf die Provenienz der frühen Bestände ein, erläutern den Erschließungsstand und die Kataloge der Buchbestände vor 1945, stellen Bibliografien zum frühen Film vor und beschreiben die Zeitschriftenabteilung und das Textarchiv.
Geck, Karl Wilhelm. „Dresdner Opernarchiv digital: Ein neues Musikprojekt an der SLUB Dresden“. Forum Musikbibliothek 33 (2012) H.3. S.26-30.
Im Mai 2012 fiel an der SLUB Dresden der Startschuss für das Projekt „Dresdner Opernarchiv digital. Das Aufführungsmaterial der kurfürstlich/königlich sächsischen Oper aus dem Zeitraum 1765 bis 1900“. Ziel des DFG-geförderten Zweijahrespro-jekts ist es, den historischen Notenfundus der früheren Hof- und heutigen Staatsoper auf Basis der bereits erfolgten Katalogisierung vollständig in den Digitalen Sammlun-gen der SLUB zu präsentieren und so einen für die internationale Musik- und Thea-terforschung interessanten Quellenbestand weltweit zugänglich zu machen. Der ak-tuell erfasste Bestand des Opernarchivs ist unter http://digital.slub-dresden.de/kollektionen/ zugänglich (in den Suchschlitz muss „dresdner opernarchiv digital“ eingegeben werden).
Gillitzer, Berthold. „Fernleihe global: Die Bayerische Staatsbibliothek in WorldCat Resource Sharing“. B.I.T. online 15 (2012) Nr. 5. S.481-485.
Bereits seit März 2009 nimmt die BSB München am internationalen Fernleihservice WorldCat Resource Sharing von OCLC teil. Dabei handelt es sich um einen Fernleihverbund von mehr als 10.000 Bibliotheken in über 40 Ländern. Diesem kooperativen Service liegt die weltweit größte Katalogdatenbank WorldCat mit mehr als 1,8 Milliarden nachgewiesenen Dokumenten zugrunde, in der bereits seit 2007 die Bestände der BSB vollständig nachgewiesen sind. Weitere Verbesserungen sind in Sicht: Kopienlieferungen, die zwei Drittel der Liefermenge ausmachen, werden bislang nur per Fax (teuer und meist von geringer Qualität) oder als Briefpost (sehr langsam) ausgeliefert. Eine elektronische Auslieferung an den Endkunden per Mail oder Web-Download ist urheberrechtlich nicht erlaubt. Gillitzer skizziert im Folgenden ein gemeinsames Projekt von OCLC, der Fa. ImageWare Components und der BSB, das in diesem Punkt zu einer entscheidenden Wende führen kann. Die Lösung kann in der Bereitstellung der Kopien über das firmeneigene System MyBib eL liegen. Dabei werden die gewünschten Aufsätze gescannt und die Dateien auf einem Server hinterlegt. Die nehmende Bibliothek, nachdem sie durch die Lieferbibliothek einmalig registriert und für das System zugelassen wurde, erhält Zugriff auf das Dokument über den elektronischen Lesesaal (MyBib eL). In diesem sicheren System sind genau die Rechte hinterlegt, die das Ausdrucken des Dokuments erlauben.
Goerdten, Ulrich. „Nachruf auf eine Linksammlung“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.11. S.926-930.
Der Berliner Pensionär Ulrich Goerdten, der seit 1995 die „Germanistische Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin“ betreut, blickt auf sein Projekt zurück, das nach mehr als 17 Jahren eingestellt werden muss. Auch wenn die Linksammlung bald komplett aus dem Angebot der FU verschwindet, bleibt immer noch die Möglichkeit, die mehr und mehr veraltenden Seiten im Internet Archive (unter http://web.archive.org/web/20101009125341/http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/index.html) zu besuchen.
Grob, Ronnie. „Papst tot, König erstochen“. Medienwoche – Das digitale Medienmagazin vom 17.10.2012 (http://medienwoche.ch/2012/10/17/papst-tot-koenig-erstochen/)
Der Artikel stellt die Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin am Berliner Westhafen vor.
Heise, Andreas. „ISIL – Ein internationales Kennzeichen für Archive, Bibliotheken und Museen“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.11. S.912-916.
Der Leiter der Deutschen ISIL-Agentur und Sigelstelle stellt das internationale Kennzeichen für Bibliotheken, Archive und Museen und verwandte Einrichtungen ISIL (= International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations) vor.
Herr, Wiebke. „VD 16, 17 und 18: Retrospektive nationalbibliographische Verzeichnung vor dem Hintergrund sich verändernder technischer Rahmenbedingungen“. Perspektive Bibliothek 1 (2012) H.2. S.106-136 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/bibliothek/article/view/9459/3326)
„Beim VD 16, 17 und 18 handelt es sich um drei retrospektive Nationalbibliographien des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Angelegt wurden die drei Verzeichnisse der im deutschen Sprachraum/Sprachbereich erschienenen Drucke zeitlich versetzt zueinander. Die gesamte Entstehungsspanne reicht dabei mittlerweile über 50 Jahre. Dass es im Laufe der Zeit zu methodischen Verschiebungen gekommen ist, erstaunt deshalb wenig. Dieser Artikel konzentriert sich gezielt auf Veränderungen, die sich durch technische Entwicklungen für den Charakter der VDs ergeben haben. Als wesentliche technische Einflussgrößen lassen sich Verzeichnisformate und Digitalisierungsmöglichkeiten beschreiben. Folgen und Chancen ergeben sich daraus vor allem für vier Bereiche: Funktionen, Erschließungsstandards und Vollständigkeit der VDs sowie die Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Daten“ (nach dem Abstract).
Ilsen, Almut. „Bis wann gab es eigentlich Lebensmittelkarten in der DDR? Das DDR-Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 3/2012. S.56-59.
Die Fachreferentin für Chemie, Physik und Astronomie sowie kommissarische Leiterin der Sacherschließung und Projektleiterin des DDR-Zeitungsportals beschreibt das Portal (http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/), das im Aufbau begriffen ist. Das Portal „DDR-Presse“ entsteht im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „DDR-Zeitungsportal: Digitalisierung von DDR-Zeitungen und Aufbau eines Portals zur Presse der DDR mit wissenschaftlicher Forschungsumgebung“. In diesem Projekt werden drei wichtige DDR-Tageszeitungen digitalisiert, im Volltext erschlossen und für die wissenschaftliche Forschung und Recherche frei zugänglich gemacht. Es wurden die Zeitungen „Neues Deutschland“ und „Berliner Zeitung“ von Beginn ihres Erscheinens 1945/46 bis zum Ende der DDR am 03.10.1990 und die „Neue Zeit“ bis zu ihrem Erscheinungsende 1994 ausgewählt.
Jockel, Kathrin. „E-Paper: Die Sammlung geht weiter“. Dialog mit Bibliotheken 2012 / 2. S. 82.
Im Rahmen des im Dezember 2009 begonnenen E-Paper-Projektes ist es gelungen, einen automatischen Workflow zur Sammlung, Erschließung, Bereitstellung und Archivierung layoutgetreuer elektronischer Ausgaben gedruckter Tageszeitungen zu entwickeln und in den Routinebetrieb zu überführen. Auf Basis dieses Workflows können seit Ende 2010 die Ausgaben von rund 300 E-Paper-Titeln eingesammelt, im Portalkatalog der Deutschen Nationalbibliothek verzeichnet und der Öffentlichkeit mit einer Verzugszeit von acht Tagen in den Lesesälen in Leipzig und Frankfurt zur Verfügung gestellt werden. Auf die seit Ende der 1960er-Jahre in der Deutschen Nationalbibliothek geübten Praxis der Verfilmung von Tageszeitungen kann nun ab 2011 immer dann verzichtet werden, wenn ein der Druckausgabe entsprechendes E-Paper gesammelt werden kann. Ein neues Projekt – E-Paper II – hat sich die Aufgabe gestellt, neue, bisher noch nicht archivierte Tageszeitungen im E-Paper-Format zu sammeln. Dabei handelt es sich um etwa 300 weitere Nebenausgaben sowie Regional- und Lokalblätter. Das Projekt startete am 01.10.2012.
Jockel, Kathrin. „Eine Million Buchseiten digital“. Dialog mit Bibliotheken 2012 / 2. S. 4-7.
Die DNB hat damit begonnen, in den nächsten zwei Jahren rund 8.000 Bücher mit einer Million Seiten, die besonders gefährdet und deshalb für den Lesesaal gesperrt sind, in die digitale Form zu überführen. Da nahezu der komplette Bestand der zu digitalisierenden Werke urheberrechtlich geschützt ist, verzichtet die DNB auf eine individuelle Rechteklärung und stellt sie den Benutzern ausschließlich in den Lesesälen in Frankfurt und Leipzig zur Verfügung.
Kämmerer, Carmen. „Das Speyerer Zauberbuch“. Bibliotheksdienst 46 (2012) H.10. S. 789-796.
Derzeit werden im Rahmen eines Retrokatalogisierungsprojekts die Bestände der Bibliothek des Stadtarchivs Speyer <Sp 7> im SWB katalogisiert (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.352/). Die Bibliothek des Stadtarchivs ist eine wissenschaftliche Bibliothek, deren Bestandsschwerpunkt auf der Geschichte der Stadt Speyer und der pfälzischen Landesgeschichte liegt. Zeitlich betrachtet reicht die Bandbreite der Bestände von der Eisengrainischen Stadtchronik (1564) oder der Lehmannschen Speyerer Chronik (1612) bis hin zu Neuzugängen der Gegenwart. Auch das „Speyerer Zauberbuch“ mit der Signatur A 43 von 1805, das im Fokus des Textes Carmen Kämmerers steht, zählt zum Bestand.
Kellner, Stephan. „Das Blaue vom Himmel: Bayern hat ein Literaturportal“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 3/2012. S.44-47 (Online-Ausgabe http://www.bsb-muenchen.de/fileadmin/imageswww/pdf-dateien/bibliotheksmagazin/BM2012-3.pdf) .
Der Bavarica-Referent der BSB München und Projektleiter für das Literaturportal Bayern stellt das Literaturportal vor (http://www.literaturportal-bayern.de/), das einen umfassenden Überblick über das Literaturland Bayern, Autorinnen und Autoren sowie literarische Ereignisse gibt.
Krems, Heike. „Das ARK-Online-Projekt der Staatsbibliothek zu Berlin: Online-Sacherschließung für drei Millionen Bände von 1501 bis 1955“. Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 59 (2012) H.5. S.236-246.
„Der Alte Realkatalog (ARK) der Staatsbibliothek zu Berlin, ein im 19. Jahrhundert angelegter Sachkatalog, erschließt rund drei Millionen Bände, die zwischen 1501 und 1955 erschienen sind. Ziel des ARK-Online-Projekts ist es, die Systematik des über 1.800 Bände umfassenden Katalogs online bereitzustellen und die Titelanzeigen für alle Systemstellen zu ermöglichen. Damit wird der deutschlandweit umfangreichste historische Druckschriftenbestand über eine Online-Systematik erschlossen“ (nach dem Abstract). Der Online-ARK ist unter http://ark.staatsbibliothek-berlin.de erreichbar.
Lipp, Anne (u. a.). „'Die digitale Transformation weiter gestalten' – Das Positionspapier der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einer innovativen Informationsinfrastruktur“. ZfBB 59 (2012) H.6. S.291-300.
„Der Senat der DFG hat im Juli (2012) das Positionspapier 'Die digitale Transformation weiter gestalten – Der Beitrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einer innovativen Informationsinfrastruktur für die Forschung' verabschiedet. Das Positionspapier setzt sich mit den gegenwärtigen Herausforderungen wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen auseinander, greift neue Entwicklungen auf und benennt die Felder, die mit gezielten Förderinitiativen (weiter)entwickelt werden sollten. Es bildet für die kommenden Jahre die strategische und thematische Richtschnur, an der die Fördermaßnahmen der DFG ausgerichtet werden. Der Beitrag stellt das Positionspapier in seinen Grundzügen vor und skizziert die Überlegungen zur Umsetzung der geplanten Fördermaßnahmen in den kommenden Jahren“ (nach dem Abstract).
Mensing, Petra. „Gartenkünstlerische, gartenkulturelle bzw. landschaftskulturelle Bestände in der TIB bzw. TIB/UB“. BIBLIOTHEKSDIENST 46 (2012) H.11. S.903-907.
Die TIB Hannover erwirbt neben ihren bekannten Sammelschwerpunkten auch konventionelle Literatur und Medien zur Landschaftsarchitektur und –planung, wohingegen der Bereich der grauen Literatur von der Senatsbibliothek Berlin betreut wird. Aktuelle Literatur zur Gartenbauwissenschaft sowie Gartenkunst und –denkmalpflege werden gemäß Erwerbungsprofil für die TIB/UB Hannover aus dem Bereich konventioneller Fachpublikationen beschafft. Als historische Sammlungen sind hier besonders die Sammlungen Albrecht Haupt und Hennebo zu nennen. Darüber hinaus sind die Bestände aus der sog. Hofgärtnerbibliothek, des Instituts für Obstbau und Baumschule der Technischen Hochschule Hannover, des früheren Instituts für Gartengestaltung der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin sowie Nachlässe von Garten- und Landschaftsarchitekten zu erwähnen.
Schnitzlein, Peter. „Gut vernetzt ist halb gewonnen! Die Online-Redaktion der Bayerischen Staatsbibliothek“. Buch und Bibliothek 64 (2012) H.11/12. S.736-738.
Die Online-Redaktion der BSB München betreut und füllt ganz unterschiedliche Kanäle: Neben Facebook, Twitter, Youtube und Flickr gehört auch die Startseite der Homepage dazu. Peter Schnitzlein stellt die Arbeit der Online-Redaktion vor.
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