Source: https://www.bauen.de/a/bebauungsplan-was-auf-ein-grundstueck-gebaut-werden-darf.html
Timestamp: 2018-12-16 08:35:54+00:00

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Bebauungsplan ▷ so wird er gelesen & das ist erlaubt - bauen.de
bauen.deBaurechtBebauungsplan: Was auf ein Grundstück gebaut werden darf
Der Bebauungsplan regelt, auf welche Art und Weise in einem Wohngebiet gebaut werden darf. Interessierte Bauherren sollten sich unbedingt vor dem Grundstückskauf über die Vorschriften informieren – und einige Formeln und Abkürzungen kennen.
Nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Der örtliche Bebauungsplan soll in Neubaugebieten für einen einheitlichen Siedlungscharakter sorgen. Foto: tdx Foto: tdx
Bebauungspläne werden von den Kommunen aus den übergeordneten Flächennutzungsplänen heraus entwickelt, um die städtebauliche Entwicklung und Ordnung im Gemeindegebiet zu steuern. So soll ein einheitlicher Siedlungscharakter gewahrt und „Wildwuchs“ von Bauformen verhindert werden. Es geht dabei nicht nur um Stilfragen, sondern auch um den Schutz von Einzelinteressen. So könnten beispielsweise mehrstöckige Häuser die umliegenden Grundstücke von Einfamilienhäusern verschatten. Wie detailliert die Vorschriften sind, ist je nach Bundesland und Kommune unterschiedlich. Manche gehen so weit, dass sie im Bebauungsplan sogar die Farbe der Dacheindeckung oder die Fassadengestaltung – zum Beispiel Klinker oder Putz – vorschreiben.
An einem Grundstück interessierte Bauherren können den entsprechenden Bebauungsplan beim Bauordnungsamt, bei der Gemeindeverwaltung, dem Stadtplanungsamt oder in vielen Kommunen mittlerweile auch online einsehen. Die Pläne bestehen aus einem beschreibenden Textteil und einem oder mehreren Planwerken, in denen die Festlegungen grafisch dargestellt sind.
Den Bebauungsplan auf jeden Fall vor dem Grundstückskauf einsehen, denn Ausnahmen genehmigen die Gemeinden nur selten.
Ausschnitt aus einem Bebauungsplan der Stadt Buxtehude mit Erklärungen. Quelle: Stadt Buxtehude Quelle: Stadt Buxtehude
Was ein Bebauungsplan beinhaltet, regelt das Baugesetzbuch (§ 9 BauGB). Um ihn einigermaßen „lesen“ zu können, sollten zwei Verordnungen bekannt sein:
Baunutzungsverordnung (BauNVO): Hier ist festgelegt, welche Nutzungen zugelassen werden können und wie die Regelungen zu Bauweise, Abstandsflächen, etc zu interpretieren sind.
In einem Bebauungsplan können sich Vorschriften zu den folgenden Punkten finden:
Gebäude müssen einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten, der in den Landesbauordnungen vorgeschrieben ist. Um diesen Abstand zur Grundstücksgrenze zu berechnen, wird vereinfacht gesagt die Außenwandhöhe des geplanten Gebäudes mit dem Wert 0,4 bis 1 multipliziert, je nach Landesbauordnung.
In Bayern beträgt der Abstand in Kerngebieten beispielsweise eine halbe Wandhöhe (0,5 H), für gewöhnlich jedoch eine Wandhöhe (1 H), oder mindestens drei Meter (BayBO Art. 6).
„Offene Bauweise“ scheibt einzeln stehende Häuser vor, was auch Doppel- oder Reihenhäuser von bis zu 50 Meter Länge sein können. „Geschlossene Bauweise“ bedeutet, dass auf der Grundstücksgrenze Haus an Haus gebaut werden muss.
Legt fest, ob es sich um ein reines Wohngebiet oder ein Mischgebiet handelt, in dem auch gewerbliche Bauflächen vorgesehen sind. Die Nutzungsschablone verrät näheres; Sie liegt dem Plan entweder bei oder ist auf ihm vermerkt.
Hier geht es beispielsweise um die Grundflächenzahl, die Anzahl der Vollgeschosse und die Gebäudehöhe, die Geschossflächenzahl und die maximale Anzahl von Wohnungen je Gebäude.
Die Grundflächenzahl (GRZ) schreibt vor, welcher Anteil des Grundstücks bebaut werden darf. Eine GRZ von 0,2 bedeutet beispielsweise, dass auf einem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück maximal 200 Quadratmeter überbaut werden dürfen.
Die Geschossflächenzahl (GFZ) bestimmt das Verhältnis der Geschossfläche zur Grundstücksfläche. Eine GFZ von 0,4 bedeutet beispielsweise, dass auf einem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück maximal 400 Quadratmeter Geschossfläche errichtet werden dürfen.
Legen fest, in welchem Bereich und in welcher Richtung gebaut werden darf.
Innerhalb des Baufensters muss das Gebäude errichtet werden. Dabei darf die Baugrenze nicht überschritten werden. An der Baulinie hingegen muss zwingend gebaut werden.
Ausrichtung des Dachfirstes, Dachneigung und Material der Dacheindeckung können ebenfalls vorgegeben werden.
Die Angabe der Firsthöhe (FH), also der Abstand zwischen First und Boden, erfolgt in Metern, meist als maximal zulässiger Wert.
Auch die Traufhöhe (TH) wird in Metern angegeben. Das ist die Höhe zwischen Dachhaut und Boden, wobei zwischen Tal- und Hangseite unterschieden werden kann.
Die Dachneigung (DN) wird in Grad angegeben und ist meist von der Dachform abhängig.
Häufig werden auch die zulässigen Dachformen vorgeschrieben:
FD - Flachdach
KWD - Krüppelwalmdach
PD - Pultdach
SD - Satteldach
TD - Tonnendach
WD - Walmdach
ZD - Zeltdach
vPD - versetztes Pultdach
Hierunter fallen beispielsweise Zugangsrechte von Nachbarn, die das Grundstück überqueren müssen um zu ihrem Haus zu gelangen (so genannte Geh-, Fahr- und Leitungsrechte).
Grundstückskäufer sollten einen Blick in das Baulastenverzeichnis werfen. Nur hier ist vermerkt, ob der zukünftige Nachbar eventuell Wegerechte hat.
In vielen Gemeinden existieren Bebauungspläne allerdings nur für Neubaugebiete. Gebaut werden kann aber oft auch innerhalb eines bestehenden Wohngebiets, zum Beispiel in Baulücken. Solche Fälle regelt Paragraph 34 des Baugesetzbuches (BauGB). Dort ist festgelegt, dass sich die Neubauvorhaben hinsichtlich Art und Maß der Nutzung sowie der Bauweise in die Bestandsbebauung der näheren Umgebung einfügen sollen. Ob diese Bedingungen erfüllt sind, muss die Baubehörde im Einzelfall entscheiden.
So sieht ein Antrag auf einen Bauvorbescheid aus.
Bauherren haben die Möglichkeit mittels einer förmlichen Bauvoranfrage prüfen zu lassen, ob ihre Bauvorstellungen auf dem betreffenden Grundstück genehmigungsfähig sind. Die Anfrage, auch „kleine Genehmigungsverfahren“ genannt, ist auch für Interessenten vor dem Grundstückskauf möglich und zu empfehlen. Es müssen Unterlagen wie Baubeschreibung, Zeichnungen oder Berechnungen eingereicht werden. Je nach Bundesland fallen unterschiedlich hohe Gebühren an, die Größenordnung liegt meist bei etwa einem Tausendstel der Gesamtbaukosten. Weniger aufwendig ist eine formlose Bauvoranfrage, die es bereits für 15 Euro gibt, die aber, anders als die förmliche Voranfrage, nicht rechtsverbindlich ist.
Achtung! Die Bauvoranfrage ist noch kein Genehmigungserfahren. Der Bauvorbescheid der Behörde berechtigt noch nicht zum Baubeginn.
„Der Bebauungsplan schränkt nicht nur ein, sondern gewährt auch Rechte“
Holger Freitag Foto: VPB
Interview mit Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren e.V. (VPB).
Bauen.de: Nicht selten scheitern Bauherrenwünsche an den Vorgaben der Bebauungspläne. Ist das Gängelung seitens der Behörden?
Holger Freitag: Bebauungspläne werden in der Regel mit viel Sachverstand erstellt und sind auch meistens ausgewogen. Viele Bauherren schauen aber zu spät in den Plan und sind dann enttäuscht, wenn sie nicht so bauen dürfen wie sie möchten. Den Bebauungsplan sollte man unbedingt einsehen, bevor man sich zum Grundstückkauf entscheidet. Das ist nicht nur in Hinblick auf das eigene Bauvorhaben wichtig, sondern auch um zu wissen, wie in der Umgebung gebaut werden darf. Wo mehrgeschossiges Bauen erlaubt ist, kann man später auch nichts dagegen unternehmen, wenn der Nachbar einem die Aussicht mit einer Hausaufstockung verschattet.
Ist es für Bauherren vorteilhafter, wenn kein Bebauungsplan vorliegt?
Nicht unbedingt. In solchen Fällen wird nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches geprüft, ob sich das Bauvorhaben in den vorhandenen Baubestand einfügt. Da können Sie genauso mit Ihren Vorstellungen scheitern. Liegt ein Bebauungsplan vor, kann man sich hingegen darauf berufen. Er schränkt nicht nur ein, sondern gewährt einem auch das Recht, so zu bauen, wie es darin vorgesehen ist. Die Baubehörde kann dann nicht einfach anders entscheiden.
Immer dann, wenn man sich nicht sicher ist, die eigenen Vorstellungen genehmigt zu bekommen oder baurechtskonform umsetzen zu können, zum Beispiel auch, wenn kein Bebauungsplan vorliegt. Häufig ist das der Fall in Altbaugebieten, in denen Grundstücke mit Nachkriegshäusern zum Abriss angeboten werden. Man kann dann keineswegs davon ausgehen, das neue Haus so bauen zu dürfen wie das, was vorher dort stand. Es kann zum Beispiel sein, dass jetzt mehr Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten werden muss. Oft möchten sich Bauherren auch größere Grundstücke mit anderen teilen, so dass zwei oder mehrere neue Häuser darauf entstehen. Man muss dann aber per Bauvoranfrage klären, ob das überhaupt genehmigt wird.
Häuslebauerin am 07.12.2018 14:12
Ich besitze in HB-Borgfeld ein kleines Häuschen und habe einige Schwierigkeiten mit dem Bauamt. Mein Architekt hat scheinbar auch keine große Ahnung, dabei stelle ich fest, dass alles (wie immer) in Deutschland geregelt ist.
Diese Beispiele haben mir sehr geholfen!!
Udo 1952 am 29.11.2018 19:32
Gültigkeit des B-Planes?
Ich bin Eigentümer einer Eigentumswohnung in einen Plattenbau in MV.
Unser Gebäude steht Parallel zu einem gleichartigen Plattenbaus. Zwischen unseren beide Gebäuden verläuft eine 4,50m breite Erschließungsstraße. Diese Straße bestand schon zu DDR Zeiten. Die Straße und das Nachbargebäude stehen auf dem Grundstück des Nachbarn. Nun hat der Nachbar mittels einer Zaunziehung den Weg zu unseren Parkplätzen (Flurstück 55/5) vor unseren Haus abgesperrt.
Im B-Plan steht aber Wörtlich: "Die Eigentümer der Wohnungen im östlich angrenzenden Wohnblock …… haben über die vorhandene Erschließungsstraße im Plangebiet ein Überfahrtsrecht, um zu den vor dem Block auf dem Flurstück 55/5 vorhandenen Stellplätzen und ….. zu gelangen". Die örtlichen Behörden, (Bauamt und Kreisbauamt) verweigern uns die Unterstützung zur Durchsetzung unseres Wegerechtes gem. des B-Planes.
Frage: Hat der B-Plan für uns, als Nachbargrundstück, keine Gültigkeit???
Für Ihre hilfreiche Unterstützung wären 60 Mieter/Eigentümer dankbar!
Redaktion bauen.de am 30.11.2018 12:53
der Bebauungsplan hat diesbezüglich keine Aussagekraft. Ein solches Wegerecht muss im Grundbuch vermerkt sein. Prüfen sie dieses doch mal. Im Zweifel sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, der Sie besser beraten wird. Entweder Sie müssten eine neue eigene Zufahrt zu den Parkplätzen schaffen. Falls das nicht möglich ist, könnten Sie eventuell ein Wegerecht durchsetzen.
montessalet am 16.11.2018 06:42
Ich habe eine Frage zur GRZ II resp. zum Umgang damit und dem Anliegen, einen Pool zu bauen.
Die GRZ ist 0.3, daher die GRZ II (+50%) bei 0.45. Haus mit Terrasse kommt auf genau 0.3; mit Carport, Zufahrt usw. sind es genau 0.45. Wie sieht es nun mit einem allfälligen Pool aus?
Der ist doch bis 100 m3 genehmigungsfrei - nur weiss ich nicht, ob der in der GRZ II auch noch berechnet wird und somit nicht gebaut werden kann. Bundesland: RLP.
montessalet am 23.11.2018 09:55
Daniela Ledwon am 11.11.2018 14:13
Guten Tag liebes Bauen-Team,
mein Mann und ich haben ein 522qm großes Grundstück gekauft. Wir würden gerne im Garten eine kleine Sauna ein,einen kleinen Pool und ein kleines Gartenhaus aufstellen. Können Sie mir sagen ob wir bei der qm von 522 das alles in den Garten aufstellen dürfen?
D. Ledwon
Redaktion bauen.de am 12.11.2018 08:58
Hallo Frau Ledwon,
das hängt von der jeweiligen Landesbauordnung ab. Gartenhäuser sind üblicherweise verfahrensfrei, sofoern sie bestimmte Größen nicht überschreiten und nicht zum Aufenthalt gedacht sind. Wenn Sie eine Feuerungsanlage einbauen, also bspw. einen Holzofen, muss der abgenommen werden. Schwimmbecken sind oft genehmigungspflichtig. Die Größe des Grundstücks ist dabei irrelevant, allerdings dürfen Sie nicht unbegrenzt Bauwerke an die Grundstücksgrenze setzen. Näheres finden Sie in der Bauordnung oder beim zuständigen Bauamt.
Daniela Ledwon am 12.11.2018 09:49
Vielen lieben Dank sie haben mir sehr weiter geholfen.
Florian84 am 23.10.2018 11:11
Hallo liebes Bauen-Team,
unser Bebauungsplan schreibt eine "Ziegel-Ähnliche" Dacheindeckung vor.
Ist es uns demnach erlaubt unser Dach mit Bitumen-Schindeln einzudecken?
Bzw. welche Art von Dacheindeckung könnte demnach ausgeschlossen werden?
Florian84 am 23.10.2018 11:17
"für die Dacheindeckung sind ausschließlich nicht-glänzende, kleinteilige Ziegel oder Materialien, die in ihrem Erscheinungsbild Ziegeln gleichkommen, zu verwenden..."
Redaktion bauen.de am 25.10.2018 09:17
das macht die Dinge schon klarer. Erlaubt scheinen Ziegel und Naturstein ohne Beschichtung zu sein. Kunststoffziegel oder Schiefer wären grenzwertig und Bitumenschindeln scheinen nicht erlaubt zu sein. Weder weist das Material Ähnlichkeiten mit Ziegel auf, noch kommen diese Schindeln in ihrem Erscheinungsbild Ziegeln gleich. Dennoch ist diese Formulierung schwammig. Eine sichere Antwort erhalten Sie allerdings beim Bauamt selbst.
Elisabeth am 19.10.2018 09:02
Guten Tag, eine Frage bitte: Im vorliegenden B-Plan von 1963 ist ein Baufenster von 11 x 15 m eingezeichnet und mit "2W" benannt. GFZ 0,2. Ist es hier möglich ohne Befreiungen ein Mehrfamilienhaus mit 7 Einheiten zu errichten ( 2 Vollgeschosse, DG ausgebaut und KG teilweise Wohnung).
Danke und freundliche Grüße Elisabeth
Redaktion bauen.de am 19.10.2018 14:55
diese Angaben schließen die von Ihnen gewünschte Bebauung nicht aus, wobei wir die Bezeichnung "2W" nicht zuordnen können. Üblicherweise ist im Bebauungsplan aber auch verzeichnet, wie viele Vollgeschosse, welche Haustypen usw erlaubt sind, da müssten Sie nochmal nachgucken.
Möglicherweise können Sie auch durch die Geschossflächenzahl von 0,2 eingeschränkt werden: angenommen, Sie nutzen das Baufenster aus, würden Sie 165 qm überbauen. Das jetzt auf drei Vollgeschosse hochgerechnet (denn das für Wohnzwecke ausgebaute Dach zählt höchstwahrscheinlich auch als Vollgeschoss) wären 495 qm. Bei einer GFZ von 0,2 bräuchten Sie insofern ein Grundstück mit 2.475 qm Fläche.
Sofern im Bebauungsplan keine genaueren Angaben zu finden sind, können Sie auch im Baumt anrufen oder eine Bauvoranfrage stellen.
Maus am 15.10.2018 16:28
Guten Tag. Meine Frage lautet: Mein Baufenster ist komplett genutzt möchte aber die obere Etage vermieten und dafür eine Außentreppe mit Gitterrost Stufen und Auftritt Podest erstellen. Unterliegt das einer Baugenehmigung, da dies ja nicht Überbaut ist?
Redaktion bauen.de am 16.10.2018 08:53
außerhalb des Baufensters dürfen Sie auch keine Außentreppe ohne Genehmigung aufbauen. Eine Genehmigung brauchen Sie aber schon allein deswegen, weil Sie scheinbar aus einer Wohneinheit zwei machen wollen.
Mirko am 07.10.2018 09:26
Hallo wir haben ein Haus auf dem Land gebaut.Um es und damals zu ermöglichen zu bauen machte unser Nachbar eine Abstandsflächenübernahme von 2.6 Meter, der heute leider heute schon verstorben ist! Nun meine Frage meine Nachbarin möchte ihr Brennholz genau an unsere Grundstückgrenze lagern sind an der engsten Stelle 0.86m ist das wegen der Baurdnung rechtens! Meine große Angst besteht wegen des Brandschutzes der zum Haus nicht mehr gegeben ist.Vielleicht können Sie mir weiterhelfen vielen Dank!
Redaktion bauen.de am 08.10.2018 10:19
das kommt auf den Umfang und die Ausgestaltung der Lagerfläche an. Wenn die Nachbarin kleine Mengen für jeweils ein kurze Zeit dort lagern will, ist das sicherlich vom Gesetz her kein Problem. Je größer das Lager ist und je länger es liegt, desto eher könnte es zum Problem werden. Beispielsweise zählen Zelte, die länger als 3 Monate an einem Ort stehen unter Umständen als Gebäude. Ähnliches wäre auch bei einem Brennholzlager möglich. Letztendlich ist das aber abhängig vom der jeweilgen Landesbauordnung oder regionalen Regelungen. Um sicher zu gehen, sollten Sie mit dem zuständigen Bauamt sprechen.
Jan Kohl am 04.10.2018 17:42
bei uns existiert ein Bebauungsplan. Nun will ein künftiger Nachbar neu bauen und die Gemeinde genehmigt ihm eine um 2 m erhöhte Traufhöhe entgegen dem Bebauungsplan. Darf die Gemeinde dies einfach tun, ohne Rücksicht auf die Nachbarn?
Viele Grüße Jan Kohl
Redaktion bauen.de am 05.10.2018 11:20
ja, gegen Genehmigungen, die vom Bebauungsplan abweichen können Sie vorgehen, bzw. Widerspruch einlegen. Die Aussichten auf Erfolg sind ganz allgemein dann besser, wenn Sie selbst betroffen sind bzw. irgendwelche Nachteile haben. Außerdem dann, wenn es die erste Abweichung dieser Art in der Nachbarschaft ist. Grundsätzlich brauchen Sie keinen Anwalt dafür, Sie müssten nur belegen, inwiefern sie betroffen oder eingeschränkt sind. Wenn das Haus beispielsweise nicht nur eine höhere Traufe hat sondern generell höher ist, könnte man mit Schattenwurf o.ä. argumentieren. Wenn Sie sich hier unsicher sind, sollten Sie einen Anwalt um Hilfe bitten. Wir dürfen leider keine Rechtsberatung leisten.
Karin am 29.06.2018 15:50
ich habe ein großesProblem. Unser rutscht ab wegen einem Höhenunterschied von 1,80 m wir können das Grundstück nur vom abrutschen sichern mit Ö´L-Steinen, das widerum untersagt der Bebauungsplan und die Gemeinde, was kann ich tun, denn ich habe die L-Steine schon Vorort (Kosten 7000.-Euro ) die ich nicht wieder zurück geben kann und keiner hilft mir das wir die Steine verbauen können.
Was tun :-(
karin am 29.06.2018 16:02
Übrigens ist an 2 Seiten nur Ackerland
Redaktion bauen.de am 02.07.2018 12:56
da können wir aus der Ferne leider nichts machen. Welche Lösung schlägt denn die Gemeinde vor? Die Steine könnten Sie im Internet zum Verkauf anbieten. Ansonsten müssten Sie sich einen Anwalt nehmen, sofern die Gemeinde eine andere Lösung vorschlägt, erscheint uns das aber wenig erfolgversprechend.
karin am 02.07.2018 18:03
Schön wäre es wenn die Gemeinde eine Lösung hätte.....
Franzi am 16.06.2018 10:42
Liebes Bauteam, wir möchten ein Carport bauen. Laut B Plan müssen wir 6m von der Straßengrenze entfernt bleiben. Zwischen Straße und unserem Grundstück läuft noch ein 1,20m breiter Fußgängerweg. Meine Frage ist nun, was bedeutet für uns ab Straßengrenze? Heißt Straßengrenze mit oder ohne Fußgängerweg?
Redaktion bauen.de am 18.06.2018 16:13
würden davon ausgehen, dass öffentliche Flächen gemeint sind. Also 6 Meter ab Grundstücksgrenze. Am besten fragen Sie aber beim zuständigen Bauamt mal nach.
Familie Heine am 11.06.2018 11:08
meine Schwester und ihr Mann sowie mein Mann und ich wollen ein Doppelhaus in einem Randbezirk Berlins bauen. Meine Schwester, unsere Mutter und ich sind Eigentümerinnen des hierfür vorgesehenen Grundstückes. Auf diesem wohnt im hinteren Bereich die Mutter. Ihr altes Haus soll auch weiterhin von ihr bewohnt bleiben. Wir wollen den Garten nicht teilen, sondern ihn als Familiengrundstück alle gleichermaßen nutzen und so wenig wie möglich von dem romantisch-verträumten, viel bewachsenen Grundstück zerstören, es soll also keinerlei Grenzen geben und auch keine Änderung am Eigentum/an der Verteilung der Eigentumsrechte, sondern lediglich ein neues Haus hinzukommen. Wir werden zeitnah klären, wie groß das Baufeld ist bzw. wie der Bebauungsplan für unser Grundstück aussieht. Eine Frage habe ich aber vorab, da sie uns keine Ruhe lässt: Muss in diesem Falle definitiv eine Feuerwehrdurchfahrt von der Straße bis nach hinten zum Haus unserer Mutter errichtet werden? Aktuell würde auch keine Feuerwehr nach hinten kommen, weil es nur einen Gehweg gibt, ringsherum sind Beete, Bäume, Sträucher, ein Sitzbereich und manch anderes. Es handelt sich eben um ein altes Grundstück und um eine Bebauung aus dem Jahre 1917. Würden wir nicht neu bauen wollen, würde sich auch an dem Garten nichts ändern, sprich keine solche Zufahrt nötig sein. Müsste das aber vorschriftsmäßig in jedem Falle getan werden, wenn vorne im Garten (egal, ob längs oder quer) unser Doppelhaus aufgestellt wird, auch wenn es keine eigentumsmäßige Teilung gibt oder gibt es Ausnahmen bzw. Alternativen? Es würde ja sonst nicht viel übrig bleiben von dem uns so wichtigen Garten... Vielen Dank vorab für Ihre Kommentare, Familie Heine
Redaktion bauen.de am 14.06.2018 15:30
nein, eine Feuerwehrzufahrt ist grundsätzlich keine Pflicht, natürlich kann die Stadt dennoch entsprechende Auflagen machen. Aber das werden Sie herausfinden, wenn Sie nachfragen, ob sie auf dieses Grundstück überhaupt ein zweites Gebäude stellen dürfen.
Es gibt allerdings durchaus praktische Gründe, die Grundstücke zu teilen. Aktuell würde das gesamte Grundstück mit allen Häusern Ihnen, Ihrer Schwester und Ihrer Mutter gleichermaßen gehören. Das heißt, keiner könnte einfach so eines der drei Häuser verkaufen. Sollten Sie das eines Tages wollen, könnten Sie das Grundstück und das Doppelhaus vermutlich immernoch teilen lassen - es sei denn, die Stadt hätte etwas einzuwenden. Sobald aber das hintere Grundstück für sich alleine steht, braucht es eine eigene Zufahrt, über die ein zukünftiger Besitzer zum Haus gelangen könnte.
Es wäre zukunftssicherer, das Grundstück jetzt aufzuteilen und Wegerechte zumindest einzuplanen. Dann sind diese Dinge geklärt. Den Garten könnten Sie dennoch unberührt lassen. Nur weil es ein Wegerecht gibt, heißt das noch lange nicht, dass Ihre Mutter dieses auch wahrnehmen muss und sich Ihren Weg zupflastert.
Marie am 11.06.2018 08:28
Sehr geehrtes bauen.de-Team
Ich habe ein Grundstück erworben mit halle der durch 3 teile geteilt wurde in einem Gewerbegebiet GE 1.
Auf diesen erstmals großem 1 Grundstück is ein Wohnhaus gebaut wurden. Da nun der Grundstück auf 3 teile mit Vermesser geteilt wurde und auf meinem Grundstück kein Haus drauf steht darf ich dann als Betriebsinhaber mit Einhaltung aller Abstandsflächen ein kleines Wohnhaus bauen. Weiß nicht ob irgendwelcheandere Baulasten drin stehen ? Da die erbaute Halle die drauf steht auf der Grenze gebaut wurde. Könne da irgendwelche Nachteile sein das ich kein Wohnhaus bauen darf. ? Laut Regelung darf auf einem Grundstück immer 1 Haus gebaut werden . Viele dank . Gruß Marie
Redaktion bauen.de am 11.06.2018 10:23
das können wir Ihnen nicht ohne weiteres beantworten.
Am besten, Sie sehen sich die Bebauuungspläne und die Grundbucheinträge für die Grundstücke an. Im Gewerbegebiet dürfen üblicherweise nur Wohnungen für Betriebseigentümer gebaut werden. Das heißt: Sie müssen das Grundstück als Betriebsgelände nutzen und dürfen dann zusätzlich auch ein Haus oder eine Wohnung bauen. Welche weiteren Einschränkungen es gibt, entnehmen Sie den Babauungsplänen. Ansonsten gelten die Abstandsflächen für Gewerbegebiete nach der Landesbauordnung des Bundeslandes, in dem das Grundstück liegt. Sie können sich mit Ihrem Anliegen auch mal an das zuständige Baumat wenden.
Mesut am 24.05.2018 09:31
Habe vor kurzem zwei Grundstücke in Berlin Marienfelde gekauft, es sind zwei hintere Grundstücke mit je ca. 420m², möchte gerne erstmal das ganz hinterste Grundstück bebauen.
Für dieses Grundstück in Marienfelde gibt es einen festen Bebauungsplan XIII-3, Festsetzung 04.07.1955 Wohnbauten oder Flächen, 2 Geschosse, offene Bauweise, Grundflächen 2,10 vom Grundstück.
Obwohl im Bebauungsplan keine Bebauungstiefe angegeben ist, wurde mein Bauantrag abgelehnt mit der Begründung:
Das im Lageplan dargestellte Dachgeschoss kann nach der maßgeblichen Definition in § 2 der Bauordnung Berlin 1966 nicht als Dachgeschoss anerkannt werden, sondern stellt ein Vollgeschoss dar. Zweigeschossige Gebäude können in zweiter und dritter Reihe, außerhalb der entlang der Erschließungsstrassen vorgesehenen Bebauung, nicht zugelassen werden. Diese müssen sich der vorderen Bebauung unterordnen. Auch in der näheren Umgebung sind gemäß § 34 BauGB ( hinsichtlich der Bebauungstiefe ) lediglich eingeschossige Gebäude mit Dachgeschoss vorhanden, wodurch das geplante Gebäude das Ortsbild negativ beeinträchtigen würde u.s.w.
Redaktion bauen.de am 24.05.2018 10:07
Die Ablehnung und Begründung erscheint uns in Ordnung zu sein. Wenn Sie die Ablehnung anzweifeln wollen, brauchen Sie juristischen Beistand von einem Anwalt.
Mesut am 24.05.2018 10:24
Meine Frage wäre, obwohl im qualifizierten Bebauungsplan drin steht, die Ausnutzung der innerhalb der Baugrenzen liegenden Grundstücke dürfen in offener 2 Geschossiger Einzelhausbebauung nicht überschreiten, darf das Bauaumt § 34 BauGB mit der Bebauungstiefe anwenden.
Redaktion bauen.de am 24.05.2018 11:13
na dann haben wir ja bereits richtig geantwortet.
Ohne weitere Details Ihrer Bauplanung und des Planes zu kennen, erscheint uns die Ablehnung in Ordnung zu sein. Wenn es sich tatsächlich um einen qualifizierten Bebauungsplan handelt, sollte er als alleinige Rechtsgrundlage ausreichen, der § 34 BauGB sollte dann eigentlich keine Anwendung finden. Möglicherweise ist es nur ein einfacher, dann wird die umgebende Bebauung maßgeblich. Das können wir ohne weitere Informationen aber nicht einschätzen und dürfen es letztendlich auch gar nicht, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.
Rschli am 16.04.2018 09:52
Sehr geehrtes bauen.de-Team,
wir haben eine Firma samt Grundstück vor einigen Jahren gekauft und würden nun gerne die FA erweitern/modernisieren und zusätzlich ein Eigenheim darauf errichten. Laut B-Plan ist das Grundstück als priv. Parkanlage gekennzeichnet. Die Stadtverwaltung teilte uns in einem persönlichen Gespräch mit, dass ein neues Planverfahren eröffnet werden muss bzw ein formloser Antrag gestellt werden muss, der der Gemeindevertretung vorgelegt wird, die das dann entscheidet. Nun meine Frage an Sie: Wie gehe ich vor? Lasse ich einen Plan durch ein Planungsbüro erstellen oder hole ich mir erst Rechtsbeistand oder schreibe ich wirklich als erstes einen formlosen Antrag? Und wie soll dieser aussehen, da ich ihn ja sicherlich stichhaltig begründen muss?
Mit freundlichen Grüßen R.Schlippe
Redaktion bauen.de am 19.04.2018 14:38
Hallo Rschli,
uns ist nicht bekannt, dass ein Planänderungsverfahren juristisch durchsetzbar wäre. Es liegt allein an der Gemeinde, ob sie dem zustimmt oder nicht. Was die Gemeindevertreter überzeugen könnte, wissen wir nicht, haben da auch keine Erfahrungswerte. Denkbar wäre ein Plan, der der ursprünglichen Nutzung möglichst nahekommt. Also zumindest etwas Grün auf dem Firmengelände erlaubt. Kennen Sie die Gemeindevertreter denn? Versuchen Sie sich in diese hineinzuversetzen und überlegen Sie, was sie überzeugen könnte.
Lt_Broemme am 05.04.2018 21:46
ich habe eine Frage zur Baulinie mit folgenden Voraussetzungen:
B-Plan vorhanden, Baulinie in textlicher Festsetzung nicht weiter konkretisiert, es sollen mehrere Gebäude auf dem Grundstück errichtet werden, die eine Seite der Baugrenzen ist als Baulinie ausgewiesen.
Ein Gargagengebäude aus 6 Garagen (Nebenanlage?) soll auf der Baulinie errichtet werden. Ein Bürogebäude parallel dazu, jedoch nicht auf der Baulinie.
Die Frage ist, ob damit die BauNVO erfüllt ist?
Bzw. in einer der Abbildungen Eures Beitrages schreibt Ihr von einem Hauptgebäude. Auch nach langer Recherche bin ich leider nicht fündig geworden, was deren Rechtsgrundlage ist. Könnt Ihr mir ggf einen Tipp geben, wo Haupt- und Nebengebäude hinsichtlich von Baulinien definiert sind, bzw wie mit meheren Gebäuden und einer Baulinie umzugehen wäre?
Redaktion bauen.de am 06.04.2018 10:33
Hallo Lt_Broemme,
diese Frage können wir Ihnen nicht beantworten, denn wir dürfen keine Rechtsberatung leisten. Entweder Sie fragen beim Bauamt nach deren Einschätzung oder nehmen sich einen Anwalt, wenn es bspw. darum geht, ob Sie ein bestimmtes Bauvorhaben juristisch durchsetzen können.
Garagen, Schuppen, Solaranlagen und ähnliches gehören üblicherweise zu den Nebengebäuden und dürfen außerhalb der Baugrenze gebaut werden und auch die Baulinie muss je nach Bebauungsplan nicht beachtet werden. Das Garagengebäude mit diesem Umfang fällt aber nicht mehr darunter und bedarf sicherlich einer Baugenehmigung.
Die Baulinie ist des weitern ja üblicherweise einer Straße zugwandt. Auf dieser Linie muss das Hauptgebäude (kein juristischer Begriff, aber halt eine Abgrenzung zu den Nebengebäuden) gebaut werden. Ob es beispielsweise zulässig ist, zwei Gebäude hintereinander zu bauen, das eine quasi im Hinterhof des anderen, können wir Ihnen nicht sagen. Wenn der Bebauungsplan dazu keine Angaben macht, müssten Sie im zuständigen Amt nachfragen.
Tina am 02.04.2018 13:12
Hallo Zusammen, zum Thema 3m Abstand zur Grundstücksgrenze habe ich eine Frage. Ist mit den 3m der Abstand zwischen Aussenseite der Gebäudewand gemeint oder Aussenkannte des Dachüberstandes? Ich darf 12x9,50 m bauen und muss rundherum 3m Abstand halten. Wenn da die Wandstärke und ca. 50 cm Dachüberstand abgehen ist es innen im DG nicht mehr sehr viel.
Eine 2. Frage: wir dürfen 1,5 Geschoss bauen, OG darf 75% vom EG haben aber nur bei max. 2,30 m Oberkannte fertig gedämmtes und eingedecktes Dach. Ab wo werden die 2,30 m gemessen innen, ab OK Decke EG oder OK Fertigfussboden OG? Der Bebauungsplan ist von 1973 und gibt nur dieses eine Höhenmaß an. Bin gespannt auf eure Antworten.
Redaktion bauen.de am 03.04.2018 10:21
Bauteile, die weniger als 1,50 Meter aus dem Bauwerk herausragen und sich über weniger als ein Drittel der Fassadenfläche erstrecken werden bei der Berechnung der Abstandsflächen nicht berücksichtigt. Die Abstandsflächen dürfen übrigens auch teilweise auf öffentlichen Flächen liegen. Mehr Information dazu finden Sie in unserem Ratgebertext: https://www.bauen.de/a/grenzbebauung-so-viel-abstand-brauchen-haus-und-garage-zum-nachbarn.html
Die zweite Frage verstehen wir nicht vollkommen. Üblicherweise schreiben die Bauordnungen der Länder aber eine Mindesthöhe der Räume von 2,30 Meter vor. Gemessen wird von der Oberkante des fertigen Fußbodens. Fragen zum Bebauungaplan lassen sich aus der Ferne und ohne Einsicht des Plans nur schwer beantworten. Aber rufen Sie doch einfach beim zuständigen Bauamt an, die können Ihnen sogar verraten, ob in den letzten 30 Jahren möglicherweise bereits Ausnahmen genehmigt worden sind.
Tina am 22.03.2018 22:44
Hallo, in unserem Bebauungsplan steht
- ( Dreieck mit Kreis), vermute heisst Satteldach
Mündlich sagte man dort könnten 1,5 Geschoss gebaut werden. Geht das aus diesen Angaben hervor? Oder bezieht sich die röm. I auf Max. 1 Vollgeschoss? In dem Strassenabschnitt stehen sonst nur Bungalows. Verstehe auch das 04/04 nicht. Grundstück ist 525 qm gross.
Hoffe Sie können mir das erklären. Vielen Dank im Voraus.
Redaktion bauen.de am 23.03.2018 10:27
I = Anzahl der Vollgeschosse
04 = Grundflächenzahl, Sie dürfen als 525qm*0,4 bebauen
04 (vermutlich im Kreis) = Geschossflächenzahl, Sie dürfen also maximal 525qm*0,4 Geschossfläche errichten
Dreieck mit Kreis = könnte Abfallentsorgung bedeuten. Evtl. stehen hier Glascontainer o.ä.
Max. 2 W = evtl. maximal zwei Wohnungen pro Wohngebäude
1,5 Geschosse scheinen umsetzbar zu sein, möglicherweise mit einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss. Insgesamt dürfen Sie maximal 210 Quadratmeter Wohnfläche bauen. Bei 1,5 Geschossen also beispielsweise 140qm Grundfläche und im Dachgeschoss weitere nutzbare 70 Quadratmeter.
Ezgieren am 04.03.2018 17:03
Wir haben in Gröbenzell ein sich gekauft ( baujahr1981). Können wir Vergrössern bzw. Bodenlänge Fenster bauen, auch im Dachgeschoss.?
Ezgieren am 04.03.2018 17:06
Sorry Tippfehler DHH Fensteränderung erlaubt oder nicht.
Redaktion bauen.de am 08.03.2018 11:04
Hallo Ezgieren,
üblicherweise sollte es kein Problem sein, größere Fenster einzubauen. Ob Sie im Dachgeschoss Gauben einbauen können oder nicht, das steht möglicherweise im Bebauungsplan. Vorsichtshalber sollten Sie sich an die zuständeige Baubehörde wenden und dort nachfragen.
Spicymouse am 21.02.2018 09:41
wir möchten ein EFH bauen und lt. Bebauungsplan sind nur rote bis rot-braune Dachziegel erlaubt. Wir hätten aber gerne ein anthrazitfarbenes Dach. Ich habe gestern mit dem Bauamt telefoniert und der nette Herr meinte ich soll einfach eine Email mit guten Argumenten an ihn verfassen, damit er dies mit dem Amtsleiter besprechen kann. Evtl. könnten wir dann eine Genehmigung erzielen.
Ein gutes Argument sei die Installation einer PV-Anlage. Allerdings wollen wir aktuell lediglich eine Vorbereitung für eine PV-Anlage installieren lassen. Wann und vorallem ob wir dann tatsächlich eine PV-Anlage einbauen lassen wissen wir noch nicht. Daher kann ich das schlecht als Argument nehmen.
Könnten Sie uns vielleicht ein paar gute Argumente liefern? In direkter Nachbarschaft sind keine dunklen Dächer vorhanden. Aber mitten im Dorf stehen immer wieder sanierte Häuser mit dunklen Dächern oder Neubauten.
Redaktion bauen.de am 22.02.2018 10:20
Hallo Spicymouse,
die Kommunen erstellen einen Bebauungsplan, um ein halbwegs einheitliches Dorf- oder Stadtbild zu gewährleisten. Dabei können unterschiedliche Viertel durchaus unterschiedliche Charaktere zugewiesen bekommen. Dagegen lässt sich schwer argumentieren. Die Solaranlage auf dem Dach ist deswegen ein Argument, weil das Dach ja so oder so überdeckt wird, die Farbe der Ziegel fällt dann nicht so sehr ins Gewicht. Sofern das zuständige Amt Ihnen eine Ausnahme gewährt, ist der Bebauungsplan in dieser Hinsicht übrigens hinfällig, zukünftig könnte sich jeder Bauherr auf Ihre Ausnahme berufen. Sie könnten sich bestenfalls auf die dunklen Dächer in anderen Dorfteilen berufen.
Domerich am 20.02.2018 13:56
Im Exposé des Grundstücks ist vermerkt:
Haustypen:	Einfamilienhaus (EH)
Wird denn jemand prüfen, ob es sich bei dem Haus um ein EFH oder ZFH handelt? Von außen ist der Unterschied ja nicht zu erkennen, nur dass eben 2x Küche usw. auf den zwei Stockwerken existieren.
Redaktion bauen.de am 22.02.2018 10:04
Halo Domerich,
was meinen Sie mit Exposé? Von wem stammt das Exposé?
Die Bebauung eines Grundstückes regelt üblicherweise der Bebauungsplan und der kennt üblicherweise die Bezeichnung Einzelhaus, Doppelhaus oder Hausgruppe. Damit ist nicht gemeint, dass nur eine Partei in einem Haus wohnen darf, sondern zählt im Endeffekt auf, wie viele Grenzen ein Bauwerk überschreitet. Ein Einzelhaus hat mindestens eine Wohneinheit auf einem Grundstück, ein Doppelhaus mindestens zwei auf zwei Grundstücken und eine Hausgruppe umfasst mehr als zwei Grundstücke. Darauf können aber tendenziell beliebig viele Wohneinheiten entstehen und zwar übereinander aber auch nebeneinander. Auch ein Mehrfamilienhaus kann insofern ein Einzelhaus sein und überraschenderweise kann soger ein Doppelhaus ein Einzelhaus sein - wenn es nämlich auf einem Grundstück steht.
Bei zwei Vollgeschossen lassen sich möglicherweise zwei Wohneinheiten im Einzelhaus realisieren.
Sie Fragen aber, ab da jemand Ihre Pläne prüft. Und da können wir sagen: ja, üblicherweise werden Ihre Pläne sehr genau geprüft und wenn Sie etwas bauen wollen, was laut Bebauungsplan nicht vorgesehen wird, wird Ihnen vermutlich keine Genehmigung dafür erteilt.
CK am 10.02.2018 13:33
Wenn im Bplan zwei Grundstücke eingezeichnet sind zur Bebauung mit je einem Reihenhaus. Beide Grundstücke aber an eine Person verkauft werden, der die beiden Grundstücke im Grundbuch als ein Grundstück zusammen fast.
Jetzt möchte er aber ein 4 Parteien Haus anstatt der eingezeichneten 2 EinfamHäuser errichten.
Ist das zulässig oder dürfen nur 2 Einfam Häuser wie im Bplan eingezeichnet gebaut werden?
Redaktion bauen.de am 12.02.2018 10:47
planen Sie, die beiden Grundstücke zusammenzufassen oder ist das bereits geschehen?
Grundsätzlich ist der Bebauungsplan bindend. Üblicherweise gibt es darin Hinweise, welche Art der Bebauung zugelassen ist. In Ihrem Fall möglicherweise eine Hausgruppe, also Reihenhäuser. Andere Bezeichnungen wären Doppelhäuser oder Einzelhäuser. Bitte beachten Sie, das diese Bezeichnung nicht die Anzahl der Wohnparteien festlegt! Grundsätzlich heißt das, dass ein Mehrfamilienhaus auf zwei Reihnehausgrundstücken möglich wäre. Sie müssen sich natürlich an alle weiteren baulichen Vorgaben halten, die ein solches Projekt faktisch unmöglich machen könnten. Möglicherweise können Sie aber - im Vergleich zu einem typischen Reihenhaus - eine größere Grundflächen- oder Geschossflächenzahl wählen. Wie genau das aussehen könnte, können wir ohne Einblick in den Bebauungsplan nicht sagen.
Barbarine am 06.02.2018 11:08
Hallo zusammen, wenn die Ist-Bebauung abweichend vom Bebauungsplan vorgenommen wurde oder werden soll, wie z. B. rechtwinkliges Mehrfamilienhaus wird anders aufgestellt (langer Schenkel nicht rechts, sondern links) oder Straßenbreite nicht 5,5 m sondern nur 3 m, ist dann eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich? Wenn ja, vor der Baumaßnahme oder nach der Baumaßnahme?
Redaktion bauen.de am 07.02.2018 12:59
warum fragen Sie? Grundsätzlich können einzelne Gebäude vom Bebauungsplan abweichen ohne dass dieser geändert werden muss. Und zwar dann, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Das ist in § 31 BauGB geregelt. Solche Ausnahmen werden aber üblicherweise nicht erteilt, wenn sich diese Ausnahme auf alle weiteren Bauprojekte übertragen ließe. Also wenn der Bebauungsplan eine bestimmte Ausrichtung eines Hauses vorsieht, kann nicht einfach eine andere Ausrichtung genehmigt werden. Der Bebauungsplan müsste zuerst geändert werden, dann können entsprechende Bauprojekte genehmigt werden. Details müssten Sie mit einem Anwalt besprechen.
Bulldogge am 01.02.2018 21:18
Hallo ! Wie sieht es aus wenn im Bebauungsplan steht „ nicht in 2 Reihe „ kann man trotzdem ein kleines Gästehaus auf ein 2000qm Grundstück in den Garten stellen
Redaktion bauen.de am 02.02.2018 09:22
auf Basis nur dieser Aussage "nicht in zweiter Reihe" ist das Bauen in zweiter Reihe nicht erlaubt. Davon ausgenommen wären lediglich Gebäude, die keine Baugenehmigung benötigen wie ein kleines Gartenhäuschen. Die Größe des Grundstücks ist unabhängig davon, auch eine Teilung des Grundstücks dürfte keine Erfolgsaussichten haben. Ein Problem könnte bspw. die Erschließung sein. Möglicherweise sind im Bebauungsplan aber Ausnahmen vermerkt? Sie können auch einfach mal unverbindlich im Bauamt anrufen. Dazu sollten Sie ungefähr wissen, in welchem Umfang Sie bauen wollen. Eine 20-Quadratmeter-Hütte mit Flachdach? Oder eine zweistöckige Villa mit Dachterasse?
max am 31.01.2018 21:34
Darf man in der Pflanzgebot 3 Fläche ein Pool bauen ?
Grundstück ist in Baden Württemberg.
Benötigt man eine Baugenehmigung ?
Redaktion bauen.de am 02.02.2018 09:13
ein Swimmingpool ist üblicherweise erst ab einem Fassungsvermögen von 100 Kubikmetern genehmigungspflichtig. Aber auch einen kleineren Pool dürfen Sie nicht in Flächen aufstellen, die für etwas anderes vorgesehen sind, bspw. eine bestimmte Bepflanzung. Ob es Ausnahmen gibt, bzw. ab welcher Bepflanzung die Auflagen erfüllt sind, sollten Sie dem Bebauungsplan, bzw. dem dazugehörenden Textteil entnehmen können, das können wir nicht pauschal beantworten. Sollten Fragen offen bleiben oder klar sein, dass Sie den Pool nicht bauen dürfen, sollten Sie sich dennoch an das Baumat wenden. Es ist nämlich durchaus möglich, eine Ersatzpflanzung zu vereinbaren. Also die Pflanzen, die aufgrund des Pools nicht gepflanzt werden können, an anderer Stelle einzupflanzen.
Prometheus am 28.01.2018 10:51
in einer Wohnsiedlung in BaWü wird hinter einem bestehenden Wohngebiet im Moment ein neues Baugebiet erschlossen. Ich überlege gerade ob ich das Grundstück hingter meinem Grund kaufen soll.
Bei Kauf muss eine Bebauung innert 2 Jahre erfolgen.
Muss dann dort zwingend ein Wohnhaus gebaut werden? Oder reicht auch eine (große) Garage und/oder Schuppen?
Den Bebauungsplan habe ich zur Zeit nicht zur Hand.
Redaktion bauen.de am 29.01.2018 10:01
das kommt auf verschiedene Faktoren an. Grundsätzlich dürfen Sie das bauen, was genehmigt wird. Und um das herauszubekommen, könnten Sie vorab im zuständigen Amt nachfragen oder gar eine Bauvoranfrage einreichen. Nachdem die Kommmune aber schon diese Frist eingerichtet hat, gehe ich davon aus, dass die Kommune Wert darauf legt, diese Grundstücke tatsächlich mit Wohnhäusern zu bebauen. Von daher gehen wir davon aus, dass ein Schuppen oder eine Garage nicht genehmigt werden würde.
ber am 19.01.2018 12:16
Bei uns soll ein vorhandenes Wohngebiet, ausgewiesen als "allgemeines Wohngebiet"
in "reines Wohngebiet" im Flächennutzungsplan verändert werden, um Kleingewerbeansiedlungen bei Verkauf zu verhindern. Geht so etwas?
Redaktion bauen.de am 19.01.2018 15:39
ja, das darf die Kommune. Sie müsste es nicht, denn um ein ehemaliges Wohnhaus als Gewerbefläche zu nutzen, bedarf es ohnehin einer Genehmigung durch das Bauamt. Das heißt, selbst wenn laut Flächennutzzungsplan theoretisch Geschäfte im Erdgeschoss eines Wohnhauses erlaubt wären, könnte die Stadt die Genehmigung verweigern. Die Änderung im Flächennutzungsplan legt die Planung der Stadt fest und vereinfacht auch die Entscheidungen im Einzelfall: Gewerbe wird nicht genehmigt.
Henrik am 08.01.2018 07:22
wir planen bei unserem Neubau eine überdachte Terrasse. Muss die Terrassenüberdachung innerhalb des Baufensters liegen, oder gilt das Baufenster bur für das Gebäude?
Eine Markise würde in unserem Fall ebenfalls das Baufenster „sprengen“
Redaktion bauen.de am 08.01.2018 09:59
Terrassenüberdachungen brauchen bis zu einer bestimmten Größe (je nach Landesbauordnung unterschiedlich) üblicherweise keine Genehmigung. In Baden Württemberg sind das beispielsweise 30 Quadratmeter Grundfläche. Sofern diese Überdachung aber außerhalb der Baugrenzen liegt und im Bebauungsplan nicht durch eine Sonderregelung generell für zulässig erklärt wird, bräuchten Sie eine Sondergenehmigung. Am besten, Sie fragen im zuständigen Bauamt mal nach.
FLORIM DEARI am 03.01.2018 10:56
was heist Baustufenplan, LG
Redaktion bauen.de am 03.01.2018 11:21
ein Baustufenplan ist gewissermaßen das, was man heute einen Bebauungsplan nennt. In Gebieten, in denen ein solcher Baustufenplan gilt, wurde kein neuer Bebauungsplan erlassen, weshalb der alte Baustufenplan noch Gültigkeit hat.
Anne H. am 06.12.2017 13:15
Hallo wenn ein Nachbar schon nicht im B-Plan bauen musste, weil er die Genehmigung bekommen hat dafür ( wegen bessere Sicht), darf ich dann auch direkt daneben aus dem B-Plan mein Haus bauen, weil es sonst nicht Energieeffizienz wäre ( keine südausrichtung, KFW usw.) das Grundstück ist Hanglaage und es geht auch um das Gefälle zwecks Abwasser!?
Redaktion bauen.de am 07.12.2017 10:51
für die Genehmigung eines Bauvorhabens ist sowohl der Bebauungsplan als auch die Bebauung in der Nachbarschaft und weitere Gesetze und Regelungen maßgeblich. Sie könnten sich bei einem Bebauungsantrag also auf die nachbarschaftliche Bebauung stützen - sofern diese Ihrer Planung entspricht. Eine Ausnahmegenehmigung heißt aber nicht, dass der Bebauungsplan und alle Regelungen außer Kraft gesetzt sind und ab sofort jeder bauen darf, wie er will. Im Zweifel müssten Sie eine Ausnahmeregelung gerichtlich durchsetzen lassen. Dazu sollten Sie sich allerdings einen Anwalt nehmen.
RHo am 13.11.2017 14:01
behandelt der Bebauungsplan auch die Straßenführung bzw. die Bauart oder Nutzungsart der dort durchgeführten Straßen? Herzlichen Dank.
Redaktion bauen.de am 13.11.2017 14:55
ja, generell bietet der Bebauungsplan auch die Möglichkeit, die Straßenführung und -begrünung anzuzeigen, ebenso wie die Nutzung öffentlicher Flächen, bspw. als Parpklaptz, Fuß-/Radweg, Nutzung auch als Marktplatz usw. Ob diese Nutzungen allerdings bindend sind, bzw. in jedem Bebauungsplan zu finden sind, können wir Ihnen nicht sagen. Fragen Sie doch dazu am besten beim Zuständigen Bauamt nach.
Jacky am 27.10.2017 21:02
Hallo, der Bebauungsplan enthält an zwei Grenzen geringere Abstände als sonst notwendig wären. Kann man dann an beiden Grenzen bis zur Baugrenze bauen?
Und gilt das 16-m-Privileg trotzdem noch für meine DHH für die vierte Seite?
Besten Dank für eine Antwort, ich konnte dazu nichts ergoogeln und der Termin mit dem Anwalt ist erst nächste Woche.
Redaktion bauen.de am 30.10.2017 10:45
leider dürfen wir keine individuelle Rechtsberatung leisten. Da vieles vom konkreten Einzelfall abhängt, kann Ihnen hier der Anwalt sicherlich besser weiterhelfen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Bauvorhaben!
Gerda am 07.09.2017 16:53
Wir möchten ein neues Haus bauen und suchen nach den Tipps, die uns mit den vielen Fragen helfen können, z.B. Lageplanung. Ich wusste nicht, bevor ich in diesem Artikel gelesen habe, dass an einem Grundstück interessierte Bauherren den entsprechenden Bebauungsplan beim Bauordnungsamt, bei der Gemeindeverwaltung, dem Stadtplanungsamt oder in vielen Kommunen mittlerweile auch online einsehen können. Mir hat auch noch den Tipp über Abstandsflächen gefallen, dass Gebäude einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten müssen, der in den Landesbauordnungen vorgeschrieben ist. Ich bin für die nützliche Info in diesem Artikel sehr dankbar, als es uns ein Traumhaus bauen helfen wird.
[Link entfernt, Anm. d. Red.]
Neubauer am 21.08.2017 11:31
wir bauen in einem Baugebiet mit vorgelagerter Abstimmung der Gebäudegestaltung durch einen Gestaltungsbeirat des Verkäufers. Hier wurden wir verpflichtet auf einem Grundstück mit Putz-/ ODER Holz-Fassade eine Kombination von beidem zu errichten, was Mehrkosten für uns bedeute. Drei Grundstücke weiter wird nun das selbe Haus ohne Kombination gebaut. Da fühlen wir uns benachteiligt. Kann man hier einen Schadenersatz geltend machen?
Redaktion bauen.de am 22.08.2017 09:16
wir können leider nicht abschließend beurteilen, welche Umstände dazu geführt haben, dass bei Ihnen eine Putz- oder Holzfassade gefordert wurde und bei einem anderen Haus nicht. Davon wird aber maßgeblich abhängen, ob Sie Schadensersatz verlangen können. Ohnehin müssten Sie diesen höchstwahrscheinlich einklagen. Insofern würden wir zu einer Beratung durch einen Fachanwalt raten.
Buster am 07.08.2017 14:36
in unserem Bebauungsplan sind auch Festsetzungen zur Einfriedung des Grundstückes gemacht worden. Da unser Grundstück im Kurvenbereich einer Straße liegt, die dazu noch ein deutliches Gefälle in Richtung unseres Grundstücks aufweist und unser Haus nur ca. 2m von der Straße entfernt steht, würden wir im Kurvenbereich gerne einige Gabionenkörbe aufstellen, die notfalls ein Kfz noch vor unserem Haus zum Stillstand bringen könnten. Mit diesen würden wir uns jedoch nicht mehr an den Bebauungsplan halten und eine unverbindliche Anfrage bei der Gemeinde ergab auch bereits das ein Antrag auf Befreiung voraussichtlich abgelehnt würde.
Kann die Gemeinde in einem solchen Fall die Befreiung aufgrund "banaler" Vorgaben wie Abstand Geländeoberkante zu Zaun, oder keine Sockel/Mauern wirklich ablehnen, wenn u.U. dann Gefahr für Leib und Leben besteht (Wahrscheinlichkeiten spielen hierbei keine Rolle)?
Wie groß wäre die Chance das notfalls vor Gericht dann durchzusetzen?
Redaktion bauen.de am 07.08.2017 14:58
vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir Ihre Situation aus der Ferne aber nicht beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, gerichtlich gegen Ihre Gemeinde vorzugehen, empfehlen wir daher die Erstberatung durch einen Fachanwalt.
Bürger am 05.08.2017 12:11
Ist eine Baurechtsbehörde verpflichtet die "Öffentlich Rechtlich Genehmigte" Bebauungspläne Digitalisiert Online für jeden Bürger verfügbar zu machen ? Gesetzliche Verpflichtung ? in Baden Württemberg. z.B.: Stadt Stuttgart. Es wäre einfacher online (Veränderungen) nach zu vollziehen !
Redaktion bauen.de am 07.08.2017 14:55
Hallo Bürger und vielen Dank für Ihren Kommentar,
eine solche gesetzliche Verpflichtung gibt es leider nicht.
Waldmensch am 01.08.2017 11:42
Ist es möglich die GRZ in einem bestehenden Bebauungsplan nur für ein Baufenster von 0,4 in 0,6 zu ändern Bauherr ist Privatanwender nicht Gemeinde
Dominik am 25.07.2017 20:11
ich besitze einen Bauplatz in einem Baugebiet mit Bebauungsplan. In den Festsetzungen ist beim Maß der baulichen Nutzung vorgegeben, dass die Grundfläche GR max. 120m² betragen darf. Wie ist die Grundfläche GR nun zu verstehen? Zählen hier nur die Mauern des Gebäudes? Oder zählen hier auch Terassen, Terassenüberdachungen und Dachüberstände hinzu?
Eine Grundflächenzahl GRZ ist nirgends vorgegeben und die Grundfläche GR ist bei allen Bauplätzen gleich, ohne Berücksichtigung der Grundstücksgrößen.
Redaktion bauen.de am 26.07.2017 09:23
die Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten ist in der DIN-Norm DIN 277 geregelt. Allerdings: Eine Grundfläche GR taucht darin nicht auf, es gibt lediglich Begriffe wie Brutto-Grundfläche, Netto-Raumfläche oder Konstruktions-Grundfläche. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich vor Ort beim zuständigen Amt zu erkundigen, wie der Bebauungsplan hier zu verstehen ist.
am 07.07.2017 13:57
wenn es in einem Bauverbot schon vorhandene Garagen und überdachte Terrassen gibt, kann man mir dann eine Terrassenüberdachung verwehren?
Redaktion von bauen.de am 07.07.2017 14:56
generell sollten Bauherren immer, wenn sie sich nicht sicher sind, ob ihr Bauvorhaben nach ihren Vorstellungen genehmigt wird, eine Bauvoranfrage stellen. Inwieweit das Vorhaben planungsrechtlich zulässig ist, entscheidet die zuständige Behörde. Herrscht ein Bauverbot sollte ein Gespräch mit dem zuständigen Bauamt bezüglich einer etwaigen Aufhebung erfolgen. Inwieweit es möglich ist, eine Terrassenüberdachung zu verwehren, obwohl trotz Bauverbots bereits überdachte Terrassen vorhanden sind, ist individuell zu klären.
Ecki am 30.06.2017 00:03
Hallo zusammen, wenn es keinen B-Plan für ein Gebiet gibt , sondern nur einen Flächennutzungsplan, wie wird dann die Nutzung des Gebäudes gesetzlich festgelegt?
Konkreter Fall: ich möchte ein bisherigen Verkaufsladen als Ferienhaus umbauen und nutzen. Als Nachbarn gibt es Dauerwohnen und gewerbliche Ferien-Vermietung.
Redaktion bauen.de am 30.06.2017 09:43
der Flächennutzungsplan schreibt ja vor, welche Art der Nutzung in welchem Gebiet gestattet ist. Also ob es sich um beispielsweise Wohnbauflächen handelt oder ein Mischgebiet. Wenn Sie aus dem Ladenlokal eine Wohnung machen, ändert sich die Nutzungsart – auch wenn Sie die Wohnung dann vermieten, also gewerblich nutzen. Den Umbau müssen Sie genehmigen lassen, also ganz normal einen Baunatrag stellen.
Ecki am 11.07.2017 19:53
Vielen lieben Dank für die Antwort, ich hatte jetzt Kontakt mit dem Landkreis, er sagte ebenfalls Bauvoranfrage stellen. Nur muss auch die Gemeinde zustimmen. Jetzt hab ich mit der BM gesprochen und Sie sagte, das es abgelehnt werden würde. Eine vorhergehende Bauvoranfrage zum dauerwohnen wurde aber genehmigt. In der Nachbarschaft gibt es direkt fewo's... wer hat hier Recht?
Redaktion bauen.de am 13.07.2017 09:27
oftmals haben beide Seiten bestimmte Rechte, dann muss ein Richter entscheiden, wessen Rechte gewichtiger sind. Ihr Fall gestaltet sich anscheinend etwas komplizierter. Wie es aussieht, würde die Gemeinde einer Umwandlung einer Gewerbefläche in eine Wohnung zustimmen. Nicht aber der Nutzung dieser Wohnung als Ferienwohnung. Gemeinden wollen manchmal weitere Ferienwohnungen verhindern, beispielsweise um die Wohnungsknappheit zu entspannen. Das kann die Gemeinde auch dann tun, wenn in der Nachbarschaft bereits Ferienwohnungen existieren. Klingt in Ihrem Fall dennoch etwas seltsam, weil die Wohnung ja einzig und allein zu diesem Zwecke entstehen würde. Wenn Sie mehr tun wollen, als nur einen Antrag zu stellen, sollten Sie mit einem Anwalt reden, der den Sachverhalt besser einschätzen kann und Ihnen rechtssicher weitere Schritte empfehlen wird.
NeuErbauer am 10.06.2017 14:57
kann der BPlan vorgeben, welche Art des Energieträgers zu verwenden ist? Oder kann er umgekehrt eine Ölheizung ausschließen? klar ist, dasss die Vrgaben der EnEV beachtet werden müssen.
Redaktion bauen.de am 12.06.2017 09:20
Hallo NeuErbauer,
uns ist nicht bekannt, dass Bebauungspläne irgendwo Energieträger ausschließen würden oder können. Dennoch kann es Einschränkungen geben, etwa, weil ein Fernwärmeanschluss vorgeschrieben wird, weil keine Gasleitung verlegt wird oder weil der Aufbau von Wind- oder Solaranlagen eingeschränkt wird. Auch oberirdische Öl- oder Gastanks können nicht überall aufgestellt werden. Das alles nicht unbedingt nur im Bebauungsplan, sondern durch die Bauordnung eines Landes oder durch Gemeindesatzungen. In den allermeisten Fällen sollten Sie eine Ölheizung samt Tank einplanen können.
sibol4 am 08.06.2017 11:32
Bei einer im B-Plan festgelegten Baulinie muss mit dem Gebäude direkt angebaut werden. Ist es zwingend immer die lange Gebäudekante? Der §23 BauNVO sagt hierzu nichts aus. Weitere Festlegungen wie Firstrichtung gibt es nicht.
Redaktion bauen.de am 09.06.2017 15:27
Hallo Sibol4,
ein solcher genereller Zwang ist uns nicht bekannt. Wenn es im Plan und dem dazugehörigen Textteil keine entsprechenden Angaben gibt, sollten Sie in Ihrer Planung frei sein. Wenn Sie mit Ihren Planungen allerdings maßgeblich von der Bebauung in der Umgebung abweichen, riskieren Sie es dennoch, keine Genehmigung zu erhalten. Möglicherweise erfahren Sie mehr, wenn Sie zunächst mal unverbindlich im zuständigen Amt nachfragen.
Redaktion bauen.de am 27.03.2017 10:16
Hallo Denise852,
die Regelungen der Bauordnung und des Bebauungsplanes gelten unabhängig vom Besitzer des Grundstückes. Allerdings gibt durchaus die Situation, dass der eine Grundstücksbesitzer dem anderen Zugeständnisse macht. Diese werden dann zum Teil ins Grundbuch eingetragen. Wenn Sie also beide Grundstücke besitzen, kann das für Ihr Bauvorhaben durchaus von Vorteil sein. Eine andere Möglichkeit könnte sein, beide Grundstücke zusammenlegen zu lassen. Diese Fragen kann Ihnen das Bauamt aber besser beantworten.
Denise852 am 24.03.2017 23:02
Ich hätte da eine Frage und zwar haben wir ein haus gekauft neben unserem Haus befindet sich noch ein freies Grundstück was wir gerne kaufen würden nur leider ist es etwas klein so das wenn wir nicht anbauen könnten weil man einen gewissen Abstand halten muss. So meine frage ist jetzt wenn mir das Haus gehört und daneben ein Grundstück frei ist muss ich dann trotzdem einen Abstand am Haus halten. Auf dem Grundstück ist eine Information satteldach offenerbauweise
Katzenmama am 17.03.2017 08:20
Wir haben das Problem,dass wir mittlerweile das 2.Jahr eine Katzenpension auf dem Grundstück betreiben.Gestern wurde uns mitgeteilt,dass wir das laut Bebauungsplan B nicht dürfen und wir schliessen müssen.Kann man dagegen vorgehen???
Redaktion bauen.de am 17.03.2017 09:15
Gemeinden können festlegen, wie Grundstücke genutzt werden dürfen. Die Details dazu sind in Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen und der Baunutzungsverordnung festgeschrieben. Wenn auf Ihrem Grundstück kein Gewerbe gestattet ist, dann müssen Sie den Betrieb desselben einstellen.
Vorgehen können Sie gegen soetwas schon. Zu klären wäre eventuell, ob es sich wirklich um ein Gewerbe handelt und dergleichen. Dazu sollten Sie sich einen Anwalt nehmen, der Ihnen dann sagen wird, welche Chancen Sie vor Gericht haben könnten.
Mats71 am 14.03.2017 20:11
Hallo, wie verhält sich der Sachverhalt, wenn das Grundstück ausserhalb des Bebauungsplan ist, aber direkt angrenzend ein guterAnteil des Grundstücks sich dem Plangebiet anschließt (in dem Fall einer öffentlichen Strasse) ? Welches Recht ist hier anzuwenden?
Redaktion bauen.de am 17.03.2017 08:58
Hallo Mats71,
grundsätzlich ist in jedem Fall die Bauordnung des Bundeslandes anzuwenden. In beiden Fällen darf das gebaut werden, was genehmigt wird oder was laut Bauordnung genehmigungsfrei ist. Der Bauplan dient der Orientierung, gibt es diesen nicht, dient die umliegende Bebauung der Orientierung.
Martina am 31.01.2017 14:59
gibt es eine Möglichkeit, eine andere Dachneigung als wie im Bebauungsplan vorgesehen ist zu bauen? Wie muss ich hier vorgehen, dass dies genehmigt wird?
Redaktion von bauen.de am 02.02.2017 09:25
vielen Dank für Ihren Kommentar. Da wir aus der Ferne Ihren Fall pauschal nicht beurteilen können, empfehlen wir Ihnen den Gang zu Ihrer Gemeinde. Zudem können Sie beim zuständigen Bauamt ein Bauvoranfrage stellen, mit der Sie konkrete Fragen zur Bebaubarkeit stellen können.
Linda T am 27.01.2017 00:51
ich frage mich, nach welcher Art von Grundstück ich suchen soll, wenn ich dauerhaft mit Erstwohnsitz in einem Wohnwagen/ Bauwagen mit Rädern wohnen möchte - es handelt sich dabei ja nicht wirklich um einen "Bau" Das Wohnen wäre autark.
Vielen Dank für die Unterstützung! Viele Grüße Linda
Redaktion von bauen.de am 27.01.2017 15:09
Liebe Linda T,
besten Dank für Ihren Kommentar. Bevor Sie sich für ein Grundstück entscheiden, sollten Sie sich bei der Gemeinde erkundigen, inwieweit das Abstellen von Wohnwagen geregelt ist bzw. ob es generell möglich ist. Zudem sollten Sie nachfragen, ob Sie für das Abstellen eines Wohnwagens eine Stellplatzgenehmigung benötigen. Ob für dauerhaft abgestellte Wohnwagen eine Baugenehmigung erforderlich ist, kann Ihnen die zuständige Baubehörde mitteilen.
JBNK am 26.01.2017 22:17
Im Bebauungsplan ist das Grundstück eines Reitvereins als Reitsportstätte eingetragen. Der Reitverein möchte das Grundstück einem im Ort ansässigen gemeinnützigen Verein zur Verfügung stellen, damit dieser einen Familientag auf dem Grundstück ausrichten kann. Der zuständige Kreis verweigert die Durchführung des Familientages mit der Begründung, dass auf dem Gelände nur Reitsportveranstaltungen stattfinden dürfen.
Frage 1: Ist die Ablehnung zulässig?
Frage 2: Gibt es eine Vorschrift, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen? Der Kreis erklärte bereits, dass er einem Antrag auf Nutzungsänderung ablehnen werde.
Redaktion von bauen.de am 27.01.2017 11:37
Hallo JBNK,
besten Dank für Ihren Kommentar. Nach § 1 Abs. 5 der Baunutzungsverordnung (BauNVO) kann der Bebauungsplan bestimmte Nutzungsarten eines Grundstücks vorschreiben. Solange die Zweckbestimmung gewahrt bleibt, können jedoch auch bestimmte Nutzungsarten zugelassen werden, die nicht zulässig oder nur ausnahmsweise zugelassen sind. Stimmt die Behörde der Ausnahmegenehmigung nicht zu, muss sich daran gehalten werden. Wird eine Ausnahmegenehmigung erlaubt, ist dies unter Umständen mit Gebühren verbunden. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, weshalb wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt empfehlen möchten.
G. H. am 23.01.2017 18:28
Unser Haus steht auf einem Grundstück für das kein Bebauungsplan vorliegt. Jetzt will die Stadt das dahinterliegende Grundstück (einen Teil davon hatten wir als Gartenland gepachtet) verkaufen. Darauf befinden sich im hinteren Bereich 2 Häuser (2 1/2 geschossig), die abgerissen werden sollen um dann das Grundstück (vermutlich durch einen Bauträger) neu zu bebauen. Welche Rechte habe ich als Anwohner? Ab wann darf ich den künftigen Bebauungsplan einsehen und welche Bauvorhaben können durchgeführt werden? Ist es möglich, dass auch ein großer Wohnblock gebaut werden darf?
Redaktion von bauen.de am 24.01.2017 12:05
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Wenn kein Bebauungsplan existiert, dann gilt § 34 des Baugesetzbuches (BauGB). In diesem ist festgelegt, dass ein Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile zulässig ist, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Dabei müssen die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden. Das bedeutet: Befinden sich in der Nachbarschaft nur zweistöckige Häuser, ist es beispielsweise nicht möglich, ein achtstöckiges Gebäude zu errichten.
B. Kotter am 15.01.2017 11:24
Wie kann ich mich gegen einen offensichtlichen Verstoss gegen den Bebauungsplan wehren, bzw. welche Behörde ist zuständig.
Konkret geht es um das Überschreiten der höchstzulässigen Anzahl von Wohnungen in einem Wohngebäude.
Auf welche Rechtsvorschrift begründet sich eine Ordnungswidrigkeit?
Redaktion bauen.de am 16.01.2017 10:46
Hallo B. Kotter,
möchte jemand ein Bauvorhaben durchsetzen, dass so im Bebauungsplan nicht vorhergesehen ist, braucht er lediglich eine Ausnahmegenehmigung. Theoretisch kann das Bauamt also ein Mehrfamilienhaus in einer Bungalowsiedlung erlauben. Nachbarn können gegen die Pläne Einspruch erheben und später im Zweifel dagegen klagen. Je umfangreicher die Abweichungen vom Bebauungsplan und je größer die Einschränkungen, die aus einem Bauwerk für die Nachbarn entstehen, desto größer sind die Chancen auf Erfolg. Der genaue Ablaufe von Widerspruch und Klage ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.
Falls aber für ein Bauvorhaben keine Baugenehmigung vorliegt, kann das Bauamt einschreiten und ein Bußgeld erheben oder gar den Rückbau bzw. Abriss des Gebäudes verlangen.
Wie die Situation in ihrem Fall aussieht, können wir aus der Ferne nicht einschätzen, als erstes sollten Sie sich an das zuständige Bauamt wenden.
Lucas191190 am 07.01.2017 07:50
Hallo liebes bauen.de Team. Es geht sich darum das meine Eltern einen Garten von über 2000 Quadratmeter besitzen der kein Bauland ist. Vor 15 Jahren wurde Ihnen mitgeteilt das es Kein Bauland sei weil es nicht ins landschaftsgefüge passt .Nun 15 Jahre später entsteht 100 Meter weiter ein Neubaugebiet. Meine Frage nun macht es Sinn nochmals im Rathaus nachzufragen ob es nicht doch als Bauland gelten kann .
Redaktion bauen.de am 09.01.2017 12:12
Hallo Lucas191190,
ja, das sollten Sie unbedingt tun. Ihr Grundstück liegt vermutlich im Außenbereich. Es ist also kein Bauland, Bauvorhaben werden dort üblicherweise nicht genehmigt, um eine Zersiedelung von Ortschaften zu vermeiden. Wenn in der Nähe ohnehin gebaut wird, könnte es aber sein, dass ein Bauvorhaben genehmigt wird oder die Gemeinde ihr Grundstück gleich in den Flächennutzungsplan integriert.
A.Fou am 29.12.2016 14:02
Wir wollten eine Terrassenübedachung (Glas) 4,80 m x 4,10 m bauen lassen.
Leider überschreiten wir dabei die Bebauungsgrenzlinie um 1,10 m in der Tiefe
und die Gemeinde will keine Ausnahme nach §31(2) machen, da sonst jeder andere auch eine Ausnahmegenehmigung einfordern könnte und die Baubehörde nicht weis, wo sie da sonst ein Limit setzen sollen.
Abstand zum Nachbarn wäre nach Überschreitung noch 5,85 m.
Kann mann da evtl. noch einen Antrag auf Bebauungsplanänderung/Bebauungsgrenzlinie 1,5m verschieben, bei der Gemeinde stellen?
André Fougeras
Redaktion bauen.de am 29.12.2016 17:22
Sehr geehrter Herr Fougeras,
bei einem Bebauungsplan handelt es sich gemäß BauGB um eine gemeindliche Satzung. Für deren Änderung ist in der Regel entscheidend, ob diese für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Auf eine Änderung gibt es keinen Anspruch. Da es sich bei solchen Anträgen immer um Einzelfälle handelt, können wir Ihre Frage leider nicht pauschal beantworten. Einen Versuch ist es aber bestimmt wert.
biker am 29.12.2016 13:21
wir sind momentan in der Planung unseres Einfamilienhauses. Gebaut werden soll es auf ein
Grundstück mit einer Gesamtfläche von 900 qm.
Laut B-Plan beststeht dieses Grundstück aus einem Baufeld von 600 qm, welches als allgemeines Wohngebiet deklariert ist und der Rest vom Grundstück von 300 qm wird in der Flächennutzung als Gartenland beschrieben. Wie beschrieben sprechen wir hier von einem Grundstück, nicht von 2 separaten Grundstücken.
Die GRZ laut B-Plan beträgt 0,4.
Nun unserer Frage: Wie viel qm unseres Grundstückes dürfen wir bebauen?
Wir bedanken uns schon im Voraus für eine helfende Antwort.
Redaktion bauen.de am 29.12.2016 17:15
die GRZ, also die Grundflächenzahl schreibt vor, welcher Anteil eines Grundstücks bebaut werden darf. Bei einem Wert von 0,4 und einer Grundstücksfläche dürften sie also 360 Quadratmeter überbauen. Diese Fläche muss innerhalb der Baugrenzen liegen.
purzel am 10.12.2016 16:54
hallo im Süden von uns hat eine Familie gebaut. Auf Ihrem Plan war von einem Haus südwestlich von uns die Rede und einer kleinen Garage im Süden von uns. Jetzt kommt plötzlich eine rießige Doppelgarage mit Dahterrasse direkt unter uns hin . Der Abstand zu unserem Grundstück ist weit unter 3 meter.
Redaktion bauen.de am 14.12.2016 10:07
in vielen Fällen dürfen Bauherren Garagen bis an die Grundstücksgrenze bauen. Das kommt aber letztendlich auf den Bebauungsplan und die je nach Bundesland geltende Bauordnung an. In Hessen beispielsweise dürfen Garagen direkt an die Grundstücksgrenze gebaut werden, sofern sie maximal 50 Quadratmeter groß sind. Außerdem müssen sie innerhalb der Baulinien stehen. In Nordrhein-Westfalen dagegen darf die mittlere Wandhöhe maximal drei, die Breite zur Grundstückgrenze hin maximal neun Meter betragen.
Beachten Sie bitte auch unseren Text zum Thema: Grenzbebauung – so viel Abstand brauchen Haus und Garage zum Nachbarn
Kätzchen1968 am 18.11.2016 14:49
Meine Mutter möchte ihr Haus mit Grundstück veräußern. Das Grundstück beträgt 1000 qm. Wir wollen eine Bauvoranfrage für ein zusätzlichen Gebäude zustellen, um dann einen entsprechenen Kaufpreis zuermitteln.
Wir müssen das "neue "Haus in der Flurkarte einzeichen. Es sollte ein 3 Stöckiges Haus sein. Sodass wir die maximale Bebauung von der entsprechenden Behörde erfahren. Meine Frage welche Grundfläche sollte so ein Haus haben? 12mX15m?Ist das realistisch?
Redaktion bauen.de am 25.11.2016 10:37
Hallo Kätzchen1968,
die maximalen Maße eines Hauses hängen in der Architektur beispielsweise von der Statik und dem Budget ab. Grundsätzlich kann ein dreistöckiges Haus Außenmaße von 12m x 15m haben. Es sind aber auch viele andere Maße denkbar. Ob das Haus dann tatsächlich gebaut werden kann, hängt vom Bebauungsplan ab. Ob das Grundstück einen höheren Wert hat, weil theoretisch Platz für ein weiteres Gebäude wäre, hängt vom Käufer ab. Üblich wäre, das Grundstück zu teilen und gesondert zu verkaufen. Auch dafür ist allerdings das Bauamt zuständig. Sofern beide Gebäude auf einem Grundstück stehen, gelten übrigens unter umständen andere Abstandsregeln, als wenn sie auf unterschiedlichen Parzellen stehen. Das heißt, eine Baugenehmigung für ein weiteres Haus auf einem Grundstück, nützt einem Käufer nichts, der das Grundstück aufteilen lassen möchte.
thomas am 20.10.2016 07:51
bei uns wird jetzt die straße gebaut und so wie es aussieht ist mein haus zu tief als die straße.
beim bauen hat der architekt die höhe des kanal deckels angenommen da beim straßenbauamt die pläne nicht vorlagen.
jetzt wird die gesammte straße um 14 cm angehoben und wir haben jetzt angst das wenn mal starker regen kommt mir alles ins hausfließt.
meine frage ist jetzt was kann ich dagegen tun und wo muss ich anfragen nach der eigentlichen höhe die gilt.
Redaktion bauen.de am 31.10.2016 11:05
das Niveau der Straße wird oftmals im Bebauungsplan festgelegt. Zuständig ist auf jeden Fall das Bauamt, an das Sie sich mit diesem Problem wenden sollten und mit dem Sie sich einigen müssen. Sofern auch einige Ihrer Nachbarn betroffen sind, sollten Sie die Sache gemeinsam angehen. Generell müsste durch bauliche Maßnahmen verhindert werden, dass das Regenwasser auf ihr Grundstück abfließt. Also durch Rinnsale, die das Wasser beispielsweise in die Kanalisation leiten oder durch eine Mauer auf Ihrem Grundstück. Eventuell ist es auch möglich, ihr Grundstück etwas aufzufüllen.
Andreas am 24.07.2016 11:57
Wir haben ein kleines / großes Problem . Wir haben uns vor 4 Jahren ein Haus gekauft . Nachbarn Top. Nun sind die Nachbar verstorben , Haus wurde verkauft . Was wir erfahren haben stellt der neue Besitzer größere Mehrfamilien Häuser hin . Darf er das bei uns auch . ich muß dazu sagen das das Grundstück des neuen Besitzers das letzte von der Ortschaft ist . wir haben halt Angst das er uns alles zubaut . Wir danken euch schon mal für die Antworten.
Redaktion bauen.de am 29.07.2016 12:52
welche Bauvorhaben auf einem Grundstück möglich sind und welche nicht, regelt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes und der örtliche Bebauungsplan. Liegt ein solcher nicht vor, hilft ein Blick in die Nachbarschaft. Stehen dort bereits Mehrfamilienhäuser, ist es durchaus wahrscheinlich, dass ein weiteres genehmigt werden würde. Ohnehin kann das zuständige Bauamt auch Bauwerke genehmigen, die bisher nicht genehmigt wurden oder unter bestimmten Voraussetzungen sogar solche, die gegen die Bauordnung verstoßen. Als Nachbar können Sie gegen eine Baugenehmigung Widerspruch einlegen und im nächsten Schritt dagegen klagen. Dann entscheiden Richter, ob eine eventuelle Ausnahmeregelung rechtens war oder ob Ihre Rechte verletzt werden. Um das zu klären, sollten sie sich allerdings Rechtsbeistand suchen.
Nonni am 18.06.2016 13:48
Wir wohnen in einem Haus mit 3 Wohnungen 1 gehört uns 2 einem anderen wie läuft es mit der Aufteilung wen wir das Dach machen lassen wer muss wie viel bezahlen?
Redaktion bauen.de am 22.06.2016 14:07
Sie befinden sich vermutlich in einer sogenannten Eigentümergemeinschaft. Das Dach – nicht zwangsläufig der darunter liegende Raum –gehört zum Gemeinschaftseigentum. Sanierungsmaßnahmen müssen mehrheitlich beschlossen werden, wie die Kosten aufgeteilt werden, bestimmt ebenfalls die Eigentümergemeinschaft. Üblich ist beispielsweise eine Aufteilung nach Miteigentumsanteilen.
Bitte beachten Sie auch folgende beiden Newstexte zum Thema:
http://news.immowelt.de/n/2035-die-rechte-der-eigentuemergemeinschaft.html
http://news.immowelt.de/n/3131-eigentuemergemeinschaft-darf-millionenkredit-aufnehmen.html
Redaktion bauen.de am 17.06.2016 12:40
stellt ein Schornsteinfeger fest, dass eine Heizung die gesetzlichen Bestimmungen nicht erfüllt, muss der Betreiber die Anlage reparieren lassen oder austauschen. Ansonsten wird die Heizung stillgelegt. Dritte können diesen Prozess nicht beschleunigen.
Nonni am 16.06.2016 12:34
Wir wohnen in einem 3 Familen Haus uns gehören 3 Wohnungen die andere Wohnung hat nicht einmal eine abgenomme Heizung der Schornsteinfeger hat sie aberkannt da sie zu gefährlich ist. Die Versicherung vom Haus läuft über uns. Was kann man dagegen machen weil es ist ja gefährlich es ist eine Gas Heizung. Mit freundlichen Grüßen
Schorsch am 01.12.2016 19:24
Jörg am 11.06.2016 09:27
IST ES ERLAUBT GABIONEN AUF AUSGLEICHSFLÄCHEN ZU BAUEN ? Privat Grundstück von der Gemeinde .
Redaktion bauen.de am 13.06.2016 13:10
was auf Ausgleichsflächen gepflanzt werden muss oder aufgestellt werden darf, regelt üblicherweise der Bebauungsplan. Ausgleichsflächen werden ausgewiesen, um eine Bebauung an anderer Stelle auszugleichen. Insofern darf eine Ausgleichsfläche üblicherweise nicht bebaut werden. Eine Einzäunug sollte aber möglich sein, auch hierüber gibt evtl. der Bebauungsplan, alternativ das Nachbarrecht auskunft. Ansprechpartner sind die untere Naturschutzbehörde bzw. das Bauamt.
Nenni am 07.06.2016 20:53
Wir wohnen in einem 3 Familien Haus 2 Wohnungen gehören uns. Das Grundstück herum ist als allein eingetragen wie ist es wer bestimmt wer welches nutzen tut weil es sind 3 Grundstücke.
Und mus ich eine garbione genehmigen lassen bitte um Mithilfe
Redaktion bauen.de am 08.06.2016 17:51
sofern keine anderen Regelungen bestehen, haben alle Parteien ein Recht auf Mitgebrauch des gemeinschaftlichen Grundstücks. Wenn Sie also eine Gabionenmauer aufstellen wollen, müssten generell alle Eigentümer einverstanden sein. Jenachdem, wie groß die Gabione ist und wo sie stehen soll, brauchen Sie eine Baugenehmigung. Klären Sie die Frage am besten mit dem anderen Eigentümer ab und erkundigen Sie sich dann beim zuständigen Bauamt, ob eine Genehmigung in Ihrem Fall erforderlich ist.
Redaktion bauen.de am 06.06.2016 12:21
welche Bauten als Stellplatz, überdachter Stellplatz, Carport oder Garage gelten, ist in der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes festgelegt. Auch, welche Bauten genehmigt werden müssen und welche nicht. Zu Abstandsflächen, beispielsweise zwischen Stellflächen, gibt der örtliche Bebauungsplan Auskunft. Falls das Tor hätte genehmigt werden müssen, müssten Sie nachträglich eine Baugenehmigung einholen oder das Tor wieder abbauen. Dafür zuständig ist allerdings das Bauamt und nicht das Finanzamt.
Erika schmidt am 04.06.2016 20:53
Hallo unsere Nachbarin hat sich wegen uns beim Finanzamt beschwert weil mein freund ein Garagen Tor an unser carport gebaut hat da schon mal jemand das Auto gekratzt hat
Ihr Parkplatz ist neben unserem ist das Tor erlaubt?
Denn sie meint sie braucht eine freie Sicht beim raus fahren allerdings steht ihr Auto immer vorne (wir wohnen im Reihenhaus) und da hat sie auch ein carport stehen
Eine Frage also muss mein freund das Tor jetzt abbauen?
Redaktion bauen.de am 01.06.2016 11:47
die umliegende Bebauung ist an sich ein gutes Indiz dafür, ob ein Bauwerk die Chance hat, genehmigt zu werden.
Die Begriffe Stadtvilla und Vollgeschoss sind keine geschützten Begriffe. Oftmals meinen Anbieter mit „Stadtvilla“ ein Haus mit zwei gleichförmigen Stockwerken plus Dach mit geringer Neigung. Ein „Vollgeschoss“ ist in den meisten Bundesländern unter anderem dadurch definiert, dass zwei Drittel der Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,30 Meter aufweisen. Diese beiden Bedeutungen lassen sich mit der von Ihnen zitierten Formulierung nicht vereinen. Diese meint ein Erdgeschoss, anschließend folgt ein Steildach mit maximal 48 Grad, das Sie unter Umständen durch Gauben usw. eventuell gestalten dürfen.
Wenn das Bauamt telefonisch nicht weiterhelfen kann, könnten Sie eine Bauvoranfrage stellen. Eine weitere Möglichkeit wäre, sich mal mit den Bauherren in der Nachbarschaft zu unterhalten, die eine Stadtvilla nach Ihren Wünschen bereits umsetzen.
Debora am 28.05.2016 23:33
Hallo liebe Redaktion von bauen.de,
wir möchten eine Stadtvilla errichten und haben in unserem Geltungsbereich des Bebauungsplanes auch mehrere Stadtvillen die bereits stehen oder momentan gebaut werden. Im Bebauungsplan steht jedoch folgender Wortlaut: "Die Gebäude sind mit maximal zwei Vollgeschossen zulässig, wobei das zweite Vollgeschoss als Dachgeschoss auszubilden ist. Die Dachneigung darf 25° nicht unterschreiten, 48° nicht überschreiten. "
Bedeutet das, dass man keine Stadtvilla bauen dürfte oder lediglich, dass das Dach nicht ausgebaut werden darf? Leider finden wir dazu nichts im Internet und das Bauamt der Gemeinte konnte auf eine erste Nachfrage auch keine kompetente Antwort geben.
Redaktion bauen.de am 27.05.2016 13:54
wenden Sie sich mit dieser Frage am besten an die Stadt. Da gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Möglicherweise gibt es einen Zeitplan, vielleicht beginnt die Stadt mit der Erschließung, sobald ein Bauantrag vorliegt. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, wer die Erschließungskosten trägt. Sofern sich die Stadt beteiligt, müssen diese Kosten im Jahreshaushalt einen Platz finden.
Anett am 27.05.2016 09:43
in unserer Gemeinde gibt es ein ausgewiesenes Gewerbegebiet ( GE) laut Bebauungsplan. Mehrere Gewerbetreibende würde dort gerne ein Grundstück von den Eigentümer kaufen. Die Eigentümer sind auch zum Verkauf bereit. Allerdings ist das Gewerbegebiet noch nicht erschlossen. Wer ist dafür zuständig ? Wie kann man vorgehen, damit das Gewerbegebiet erschlossen wird ?
Redaktion bauen.de am 25.05.2016 13:18
generell dürfen im Außengebiet nur sehr selten Wohngebäude gebaut werden. Ausnahmen sind laut § 35 BauGB möglich, wenn öffentliche Belange nicht beeinträchtigt werden. Da das Grundstück bereits bebaut ist, wenn auch nur mit einer Garage, und gegenüber Wohnbebauung existiert, das Gebiet darüber hinaus als Wohngebiet gekennzeichnet ist, könnte eine Ausnahme möglich sein. Dagegen sprechen würde beispielsweise, wenn die vorhandene Wohnbebauung als Splittersiedlung angesehen wird und nicht verfestigt werden soll. All diese Dinge lassen sich aber nicht zuverlässig beantworten, die Entscheidung liegt bei der Stadt bzw. dem Bauamt. Hier sollten Sie sich beim zuständigen Amt erkundigen. Grundsätzlich ist es auch möglich, eine Bauvoranfrage zu stellen.
Robert am 25.05.2016 08:58
Ich habe Interesse an einem Grundstück. Dieses befindet sich in Stadtrandlage. Es ist als Wohngebiet ausgezeichnet, gehört allerdings zum Außenbereich. Derzeit wird es als Garagenstandort genutzt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Grundstücks ist ein Wohngebiet. Könnte man dort ein Wohnhaus drauf bauen?
Redaktion bauen.de am 18.05.2016 13:18
ohne Bebauungsplan gilt der § 34 des Baugesetzbuches. Darin steht zum Beispiel auch, dass sich die Bebauung an der Nachbarschaft orientieren muss. Bei Ihnen gibt es aber einen Bebauungsplan und wenn darin zwei Vollgeschosse erlaubt sind, dürfen Sie diese auch bauen. Um sicher zu gehen, können Sie eine Bauvoranfrage stellen.
Redaktion bauen.de am 18.05.2016 12:38
tatsächlich können in den Bundesländern allgemeingültige Abstandsflächen zu Grundstücksgrenzen gelten – von denen es dennoch Ausnahmen gibt. Im innerstädtischen Bereich beispielsweise sind geschlossene Straßenzüge mit sogenannter Blockrandbebauung durchaus üblich. Auf den Bebauungsplan sollten Sie sich weitgehend verlassen können. Um sicherzugehen können Sie mit der zuständigen Behörde telefonieren und eine Bauvoranfrage stellen.
Karl-Heinz am 18.05.2016 09:55
Sehr informativer Artikel, hat uns bei der Grundstücks-Suche sehr geholfen. Danke dafür!
Necip am 17.05.2016 18:15
Ich und mein Bruder haben vor einen Grundstück in der Größe von 810 qm2 zu kaufen. Im Bebauungsplan steht das es für einen Einfamilienhaus ist aber wir würden gerne ein Doppelhaus hinbauen. Gebe es eine Möglichkeit es umstellen zu lassen?
Sean am 17.05.2016 13:19
Hallo. Ich habe eine Frage. Laut Bauplan haben wir eine offene Bauweise die sich an die Nachbarnschaft anpassen muss. Im Bauplan sind auch 2 Vollgeschosse erlaubt obwohl alle Häuser in der Nachbarnschaft nur einen Vollgeschoss hat. Kann die Baubehörde bestimmen, dass ich nur einen Vollgeschoss bauen darf oder kann ich mich auf den Bebauungsplan berufen?
Tanja am 17.05.2016 10:43
Lt. Planzeichnung ist die überbaubare Fläche nur nach vorn und hinten eingeschränkt. Seitlich reicht die Zeichnung über die gesamten Bauplätze einer Reihe. Heißt das dann automatisch, dass ich links und rechts bis zur Grundstücksgrenze bauen darf, oder greifen dann übergordnete Bauvorschriften?
Redaktion bauen.de am 13.05.2016 14:17
widersprüchlich ist der Plan nicht. Sie sind ja nicht dazu verpflichtet, zwei Vollgeschosse zu bauen, bzw. das Dach als Vollgeschoss zu bauen. Und ob das mit Dachwinkel und Kniestock hinhaut, hängt ja auch von der Länge der Traufe ab.
Die Situation ist natürlich ärgerlich für Sie. Eventuell könnten Sie zunächst eine Bauvoranfrage stellen um herauszufinden, ob ihr Vorhaben genehmigt wird. Die bisherigen Antworten, die Sie erhalten haben, scheinen ja nicht ganz eindeutig zu sein.
Viele Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Bauvorhaben,
Verena am 12.05.2016 22:51
Wir wollen bauen und haben das Grundstück schon gekauft und sind jetzt nochmal über einen Widerspruch in dem B-Plan gestolpert.
Laut Plan sind 2 Vollgeschosse zulässig, das Obergeschoss als Dachgeschoss mit einer Dachneigung von mind. 25° bis max. 55°. Soweit so gut. Nur ist ein Kniestock von 80cm ebenfalls vorgegeben, welcher aber mit einer Dachneigung von 25° nicht realisierbar ist. Wir wollten einen Kniestock von 1.80 m. Jetzt haben wir echt ein Problem :-( laut Stadt würde einer Befreiung zugestimmt werden, laut Landkreis aber eher nicht, d.h. es wird keine Baugenehmigung geben.
Aber grundsätzlich ist der B-Plan doch widersprüchlich oder nicht???
Laut Ing.-Büro bleibt uns nur eine B-Plan-Änderung im vereinfachten Verfahren, falls wir keine Befreiung erhalten.
Redaktion bauen.de am 11.05.2016 13:54
Hallo Flemon,
es lässt sich schwer einschätzen, welche Gebäude genehmigt werden würden und welche nicht. Anhaltspunkt ist ein bestehender Bebauungsplan, aber auch Gebäude in der Nachbarschaft sind ein Hinweis. Sofern es keinen Bebauungsplan gibt, wird oftmals die umgehende Bebauung in eine Entscheidung mit einbezogen. Insofern scheint es durchaus möglich, dass eine Doppelhaushälfte, wie Sie sie beschreiben, genehmigt werden könnte.
Flemon am 09.05.2016 22:55
wir sind an einem tollen freistehendem EFH interessiert und würden dieses gerne erwerben.
Ich mache mir nur Sorgen wegen des Nachbargrundstücks mit einem alten EFH (Abriss) , das in der gleichen Privatstraße ganz am Ende liegt, allerdings ohne Bebauungsplan. "Unser" Haus ist wie gesagt ein EFH, die anderen Häuser in der Privatstraße DHH und noch ein weiteres EFH alle in der gleichen Flucht gebaut.
Angrenzend an dieses besagte Grundstück mit altem Haus befindet sich aber ein weiteres Grundstück mit gleicher Länge (allerdings einer anderen Straße zugehörig), das mit 2 Doppelhäusern "hintereinander" also der Länge "unseres" Nachbargrundstücks entsprechend bebaut ist (nicht in der gleichen Flucht mit dem alten Haus nebenan). Ich mache mir nun Gedanken, dass jemand nun nicht einfach wieder ein EFH auf dieses Abrissgrundstück setzt sondern auch zwei Doppelhäuser plant und somit in unserem hinteren Gartengrundstück direkt nebenan noch ein Haus stünde, das uns Licht und Weite nimmt.
Redaktion bauen.de am 25.04.2016 10:18
Garagen gelten üblicherweise als Nebengebäude und sind in einigen Bundesländern genehmigungspflichtig. Grundsätzlich kann es aber kein Nebengebäude ohne ein Hauptgebäude geben. In einem reinen Wohngebiet dürfen Sie deshalb nicht nur eine Garage aufstellen. Hier sind lediglich Wohngebäude erlaubt, gegebenenfalls mit Nebengebäude. Selbst in solchen Fällen kann die Gemeinde allerdings im Ausnahmefall eine Genehmigung erteilen. Um Ihr Vorhaben abzusichern, sollten Sie deswegen unbedingt mit der örtlichen Behörde sprechen.
Hallo Groger,
mit dieser Frage sollten Sie sich an das zuständige Bauamt wenden. Tatsächlich kann es sein, dass auch große Terrassenflächen genehmigungspflichtig sind.
Tschürgi am 22.04.2016 21:18
Wir wohnen in einem Reihenhaus das sich in einer Wohnsiedlung befindet.
Schräg gegenüber von uns ist ein freier Bauplatz welcher zum Verkauf steht.
Unsere Überlegung wäre nun im Reihenhaus zu bleiben, diesen Baugrund zu kaufen und
dort kein Haus sondern nur eine etwas größere Garage (Auto, Motorrad, Reifen, Räder, usw.) hinzustellen.
Ist es erlaubt in einem Wohngebiet auf einem Baugrund (der natürlich auch als Vorsorge und Erbe der Kinder geplant ist) nur eine Garage zu errichten?
Groger am 22.04.2016 13:53
Hallo, ich habe ein sehr kleines Grundstück ca 40 qm davon ist die Hälfte Terrasse. Der Rasen wächst leider nicht da es ein sehr lehmhaltiger Boden ist und der Rasen auf Grund der Feuchtigkeit immer verschimmelt. Ich kann die Fläche nicht Nutzen da Stühle usw im " Rasen " einsinken. Jetzt möchte ich gerne die anderen 20 qm auch zur Terrasse machen. Meine Nachbarn haben alle ein Gartenhaus auf ihrem Grundstück, ich nicht. Darf ich den Rasen gegen Terrasse tauschen?
bauen.de-Redaktion am 11.04.2016 11:31
ist kein Bebauungsplan vorhanden, gilt § 34 des Baugesetzbuches (BauGB). Dabei kommt es auf den Einzelfall an. In diesem Fall sollten Sie sich bei der zuständigen Baugenehmigungsbehörde erkundigen, da diese für die Beurteilung zuständig ist.
Eva am 08.04.2016 14:27
es geht um ein Grundstück zu dem es keinen Bebauungsplan o.ä. gibt. Wir würden dort ein Bestandsgebäude gerne zu einem Dopplehaus oder Reihenhaus umfunktionieren. In dem Dorf gibt es allerdings nur Einfamilienhäuser. Wäre ein Doppelhaus/Reihenhaus nach §34 BauGB genehmigungsfähig?
bauen.de-Redaktion am 04.04.2016 12:39
wenn das Grundstück erschlossen ist und der Bebauungsplan ein Haus erlaubt, das Ihren Vorstellungen entspricht, sollten Sie grundsätzlich auch eine Baugenehmigung erhalten. In Ihrem speziellen Fall sollten Sie sich jedoch zuvor beim zuständigen Bauamt erkundigen, ob sich durch den Chemiekonzern Einschränkungen für Sie ergeben.
Kenny am 02.04.2016 02:45
ich habe vor, mir einen Grundstück zu kaufen, Bebauungsplan liegt vor. Das Grundstück ist erschlossen. Jetzt gibt es ein Problem, das Grundstück ist in einem Radius innerhalb vom 1500m von einem Chemiekonzern entfernt. Würde was dagegen sprechen eine Baugenehmigung nicht zu bekommen?? Laut Seveso 3 dürfte man ja nicht Bauen.
bauen.de-Redaktion am 23.03.2016 11:12
Hallo Kourtidou,
aus der Ferne können wir die Situation leider nur unzureichend beurteilen. Wenden Sie sich am besten an das zuständige Bauamt, das Ihnen bei Ihrem Anliegen sicherlich weiterhelfen kann.
Kourtidou am 22.03.2016 12:20
welche Regelung tritt ein, wenn auf dem Bebauungsplan die zulässigen Stockwerke mit Linien eingezeichnet sind, aber genau auf einem Grundstück keine Linie ist. D.h. links vom Grundstück ist eine Linie über die benachbarten Grundstücke mit 1stöckig gekennzeichnet und rechts vom Grundstück ist ein Linie über die Grundstücke gezogen mit 2stöckig. Es ist ein alter Bebauungsplan und die Linien wurden mit Linieal gezogen. Leider hören die Linien vor dem Grundstück auf. Es gibt wohl auch keine Vorschriften für das Gebiet, sondern nur die Linien im Bebauungsplan.
bauen.de-Redaktion am 21.03.2016 09:57
aus der Ferne lässt sich die Situation leider nicht genau beurteilen. Wenn Ihr Grundstück nur unwesentlich von den Auspuffgasen beeinträchtigt wird, können Eigentümer dies nach § 906 BGB nicht verbieten. Werden allerdings Grenzwerte überschritten oder Ihr Eigentum stärker beeinträchtigt, können Sie einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch gemäß § 1004 BGB haben. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem zuständigen Bauamt nach den geltenden Grenzwerten und eventuellen zusätzlichen Regeln und Werten – und suchen Sie vor alledem zunächst einmal das Gespräch mit Ihrem Nachbarn. Vielleicht lässt sich eine gemeinsame Lösung finden.
Rosemarie Wulff am 18.03.2016 12:28
Hallo, wir wohnen in einem Mischgebiet und unser Nachbar hat das Haus verkauft und jetzt hat der neue Eigentümer ein Gewerbe angemeldet (Dachdecker)
Jetzt stehen zwei PKW, zwei Transporter, ein LKW 38 Tonner direkt an
unserer Grenze . Die Auspuffgase gehen direkt in unsere
Haustür und Fenster rein und die Hecke ist schon teilweise zerstört. Ist das erlaubt ??
Bitte um kurze Info. Gruß Wulff
bauen.de-Redaktion am 23.02.2016 16:34
in der Regel braucht jede bauliche Veränderung des Grundstücks – also auch ein 1,80 Meter großer Zaun oder ein Carport – eine Genehmigung des örtlichen Bauamts. Erkundigen Sie sich also zunächst dort, ob Ihr Vorhaben überhaupt erlaubt ist. Wenn das Bauamt keine Probleme mit Ihrem Vorhaben haben sollte, sollten Sie zudem in jedem Fall mit Ihrem Vermieter reden, bevor Sie mit dem Bau beginnen. Dieser hat nämlich das letzte Wort und kann auch verlangen, dass Carport oder Zaun wieder entfernt wird, wenn Sie ohne seine Einwilligung bauen.
Nil2207@outlook.de am 21.02.2016 21:01
Wir sind in einem reihenmittelhaus zur Miete und ich wollte fragen darf ich mir im garten einen Carport und ein holzpavillon anbauen ohne das dich die Nachbarn einmischen und ich hab auch zu dem Nachbarn links ein Zaun in Höhe von 1,80 angebaut jetzt beschwert er sich das ich ihm seine Sicht weggenommen habe. Er hat sich bei der Verwaltung über mich beschwert.

References: Art. 6
 § 2
 § 34
 § 34
 § 34
 § 31
 §23
 § 1
 § 34
 §31
 § 35
 § 34
 § 34
 §34
 § 906
 § 1004