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Timestamp: 2016-10-22 11:54:30+00:00

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9C_226/2013 (04.09.2013)
9C_226/2013 � � Urteil vom 4. September 2013
Die 1970 geborene M.________, verheiratet und Mutter dreier Kinder, war ab April 2001 ganztags als Gew�rzabf�llerin f�r die F.________ AG erwerbst�tig. 2006 musste sie ihr Arbeitspensum gesundheitsbedingt auf gegen 50 % reduzieren. Mit Verf�gung vom 27. Januar 2011 sprach ihr die IV-Stelle Zug r�ckwirkend ab 1. Januar 2007 eine Viertelsrente zu (Invalidit�tsgrad von 43 %). Am 28. April 2011 k�ndigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis auf Ende Juli 2011. Mit Schreiben vom 11. Mai 2011 beantragte die Versicherte wegen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. Nach beruflichen und medizinischen Abkl�rungen liess die IV-Stelle Zug die Versicherte durch Dr. med. R.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD), psychiatrisch untersuchen (Bericht vom 26. Januar 2012). Auf dessen Empfehlung hin holte sie bei Dr. med. G.________, FMH Psychiatrie Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten vom 21. Mai 2012 ein. Nach Einholen einer weiteren Stellungnahme des RAD-Psychiaters Dr. med. R.________ vom 15. Juni 2012 und nach Durchf�hren des Einwandverfahrens wies die IV-Stelle mit Verf�gung vom 4. Oktober 2012 die Erh�hung der Invalidenrente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 47 % und das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung ab.
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 28. Februar 2013 hinsichtlich der unentgeltlichen Verbeist�ndung f�r das Verwaltungsverfahren teilweise gut, wies sie hingegen im Rentenpunkt ab.
M.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, in Ab�nderung des vorinstanzlichen Entscheides sei festzustellen, dass ihr aufgrund des Revisionsgrundes des Arbeitsplatzverlustes ab 1. Oktober 2011 eine halbe Invalidenrente zustehe. In Bezug auf den geltend gemachten Revisionsgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei die Sache zwecks Erg�nzung der medizinischen Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung im letztinstanzlichen Verfahren zu gew�hren.
Das kantonale Gericht und die IV-Stelle Zug schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen l�sst sich nicht vernehmen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen; 133 III 545 E. 2.2 S. 550; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG und Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die Beschwerde f�hrende Person genau darzulegen. Dazu gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder die eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.2 [nicht publ. in: BGE 137 V 446]).
Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1). Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteile 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 1 und 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.1).
1.2.2.�Einem �rztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenh�nge einleuchtet und die Schlussfolgerungen begr�ndet sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Der Arzt muss �ber die notwendigen fachlichen Qualifikationen verf�gen (Urteil 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). Untersuchungsberichte regionaler �rztlicher Dienste k�nnen, sofern sie diesen Anforderungen gen�gen, einen vergleichbaren Beweiswert wie ein Gutachten haben (Art. 49 Abs. 2 IVV; BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219; 135 V 254 E. 3.3.2 S. 257; Urteil 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 5.1.2).
1.2.3.�Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r BGE 137 I 1 E. 2.4 mit Hinweisen S. 5). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 mit Hinweis S. 246).
2.1.��ndert sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349; Urteil U 35/07 vom 28. Januar 2008 E. 3). Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen �nderung des Gesundheitszustandes, der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen) oder der Grundlagen f�r die Wahl der Invalidit�tsbemessungsmethode (BGE 117 V 198 E. 3b S. 199; Urteil 9C_223/2011 vom 3. Juni 2011 E. 3.1 mit Hinweis, publiziert in SVR 2011 IV Nr. 81 S. 245) revidierbar. Bei den Renten der Invalidenversicherung ist grunds�tzlich jede �nderung des Sachverhalts, die zu einer �ber- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) f�hrt, als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 545 E. 6 und 7 S. 546 ff.; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 9C_8/2010 E. 3.1). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht allseitig zu pr�fen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 81 S. 245, erw�hntes Urteil 9C_223/2011 vom 3. Juni 2011 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
2.2.�IV-Stelle und kantonales Gericht haben den Stellenverlust der Beschwerdef�hrerin als Revisionsgrund betrachtet und den Invalidit�tsgrad neu ermittelt. Ist somit ein Revisionsgrund erstellt, so findet eine allseitige Pr�fung des Rentenanspruchs statt. Aus revisionsrechtlicher Sicht ist es daher belanglos, ob sich zus�tzlich der Gesundheitszustand der Beschwerdef�hrerin seit der erstmaligen Rentenzusprechung wesentlich ver�ndert hat. Die in diesem Zusammenhang in der Beschwerde vorgebrachten R�gen sind bei der vom kantonalen Gericht festgestellten Arbeitsf�higkeit zu pr�fen.
3.1.�Das kantonale Gericht stellte nach eingehender W�rdigung der medizinischen Unterlagen entscheidend auf das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 21. Mai 2012 und die Stellungnahme des RAD-Psychiaters Dr. med. R.________ vom 15. Juni 2012 ab. Dr. med. G.________ stelle als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit einerseits eine depressive Entwicklung, die sich in einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung (ICD-10 F62.8) chronifiziert habe. Bei der Genese der Pers�nlichkeits�nderung h�tten weitere psychosoziale Stressoren, der Analgetikaabusus, die Opioidabh�ngigkeit (ICD-10 F11.25) sowie die Benzodiazepinabh�ngigkeit (ICD-10 F13.25) eine Rolle gespielt. Andererseits diagnostiziere er eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4). Abgest�tzt auf die Foerster-Kriterien sei der Versicherten die Willensanspannung zur �berwindung der Schmerzen
�teilweise zumutbar. Die Restarbeitsf�higkeit in einer ihrer k�rperlichen Belastbarkeit angepassten T�tigkeit sch�tze er auf 50 %.
Die formellen Einw�nde gegen das Gutachten und im Zusammenhang mit der Auswahl des Gutachters - so die Vorinstanz weiter - seien ebenso unbegr�ndet wie die inhaltlichen R�gen. Soweit die Beschwerdef�hrerin dem Gutachter vorwerfe, er habe sich in seinem Gutachten widerspr�chlich verhalten, weil er eine neue Diagnose gestellt, indes eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes verneint habe, k�nne sie nicht geh�rt werden. Einerseits bedeute die Erhebung einer neuen Diagnose nicht per se auch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes beziehungsweise eine Zunahme der Arbeitsunf�higkeit, andererseits habe Dr. med. G.________ in seinem Gutachten nachvollziehbar und schl�ssig dargelegt, dass sich die bei der Beschwerdef�hrerin bis anhin vorgelegene depressive Entwicklung in einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung (ICD-10 F62.8) chronifiziert habe. Auch mit der weiteren R�ge, Dr. med. G.________ habe behauptet, es w�rden "krankheitsfremde" Stressoren mitwirken, was aber durch RAD-Psychiater Dr. med. R.________ klar widerlegt worden sei, verm�ge die Schl�ssigkeit des Gutachtens von Dr. med. G.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Dr. med. R.________ weise in seinem psychiatrischen Konsilium vom 15. Juni 2012 auf den Widerspruch im Gutachten von Dr. med. G.________ hin, wonach dieser bei der Beschwerdef�hrerin einen Analgetikaabusus sowie eine Opioid- und Benzodiazepinabh�ngigkeit diagnostiziere, gleichzeitig aber bei allf�lligen beruflichen Massnahmen einen Entzug empfehle. Mit Dr. med. R.________ sei indes festzustellen, dass dieser Widerspruch die Schl�ssigkeit und Zuverl�ssigkeit des Gutachtens nicht in Frage zu stellen verm�ge. Denn obwohl Dr. med. G.________, wie schon damals die �rzte der Medizinischen Begutachtungsstelle X.________, von einem Medikamentenmissbrauch ausgingen, - und dies aber wie Dr. med. R.________ zu Recht feststellte, ohne Medikamentenspiegel -, sei er der Ansicht, dass ein Entzug sich auf die Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin nicht positiv auswirken w�rde. Diese Beurteilung sei insofern schl�ssig, als doch Dr. med. G.________ den Abusus und die Abh�ngigkeiten als psychosoziale Stressoren bezeichnete, die bei der Genese der Pers�nlichkeits�nderung eine Rolle gespielt h�tten, mithin in dieser Diagnose aufgingen. In Konsequenz davon und nachvollziehbar halte dann Dr. med. G.________ das psychische Zustandsbild der Beschwerdef�hrerin in Bezug auf die Restarbeitsf�higkeit von 50 % mit einer ambulant integrierten psychiatrisch psychotherapeutischen Behandlung nicht f�r verbesserungsf�hig. Auch die �brigen �rztlichen Berichte verm�chten das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 21. Mai 2012 nicht in Zweifel zu ziehen, da es sich einerseits um Berichte behandelnder �rzte handle und anderseits darin keine wichtigen Aspekte benannt w�rden, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungew�rdigt geblieben seien.
Zusammenfassend kam das kantonale Gericht zum Schluss, dass sich die Arbeitsf�higkeit in der angestammten T�tigkeit als Gew�rzabf�llerin aus psychiatrischer Sicht seit der letzten Begutachtung durch die Medizinische Begutachtungsstelle X.________ in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht nicht ver�ndert habe und der Beschwerdef�hrerin eine 50%ige Arbeitsf�higkeit in einer ihrer psychophysischen Belastbarkeit angepassten T�tigkeit zumutbar sei.
3.2.�Im Lichte der eingangs erw�hnten Beweisregeln und Grunds�tze zur Beweisw�rdigung ist die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und die entsprechende Beweisw�rdigung nicht mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG. Das kantonale Gericht hat sich mit allen relevanten medizinischen Unterlagen auseinandergesetzt und ausf�hrlich begr�ndet, weshalb es auf das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 21. Mai 2012 und die Stellungnahme des RAD-Psychiaters Dr. med. R.________ vom 15. Juni 2012 abstellt. Es hat sich mit den verschiedenen formellen und materiellen Einw�nden gegen das Gutachten befasst und eingehend dargelegt, weshalb dem kritisierten Gutachten Beweiskraft zukommt. Soweit die Beschwerdef�hrerin inhaltliche Kritik am Gutachten �bt und dieses nicht als beweiskr�ftig h�lt, wiederholt sie im Wesentlichen ihre vorinstanzliche Argumentation, setzt sich nur am Rande mit den entsprechenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts auseinander und tr�gt ihre Sicht dar, weshalb das Gutachten des Dr. med. G.________ keine verl�ssliche Beurteilungsgrundlage sein soll. Das kantonale Gericht hat sich insbesondere mit dem Einwand der neuen Diagnose und dem Analgetikaabusus sowie der Opioid- und Benzodiazepinabh�ngigkeit befasst und dargelegt, weshalb es zusammen mit der Beurteilung des RAD-Psychiaters Dr. med. R.________ auf das Gutachten des Dr. med. G.________ abstellt. Inwiefern die vorinstanzliche Argumentation in diesen Punkten schlechterdings nicht vertretbar und damit willk�rlich sein soll, legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Was die anderen �rztlichen Unterlagen betrifft, hat das kantonale Gericht zu Recht auf den Unterschied zwischen Therapie- und Begutachtungsauftrag hingewiesen (vgl. statt vieler Urteil 9C_799/2012 vom 16. Mai 2013 E. 2.3). Schliesslich ist f�r die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung belanglos, ob sich der Gesundheitszustand gegen�ber der erstmaligen Rentenzusprechung wesentlich ver�ndert hat. Das kantonale Gericht ist daher in willk�rfreier Weise zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdef�hrerin in ihrer fr�heren T�tigkeit als Gew�rzabf�llerin oder in einer ihrer psychophysischen Belastbarkeit angepassten T�tigkeit eine Arbeitsf�higkeit von 50 % zumutbar ist.
4.1.�Die IV-Stelle ging beim Einkommensvergleich mit Bezug auf das Valideneinkommen vom Verdienst in der fr�heren T�tigkeit als Gew�rzabf�llerin aus. Aufgerechnet auf das Jahr 2012 ermittelte sie ein Valideneinkommen von Fr. 46'260.- im Jahr. Dieser Wert liege 14.0 % unter dem Durchschnittswert gem�ss Tabelle LSE 2010, ganzer privater Sektor, Niveau 4. Gest�tzt darauf errechnete sie ein theoretisch parallelisiertes Invalideneinkommen von Fr. 24'475.- pro Jahr, was zu einem Invalidit�tsgrad von 47 % f�hre. Ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht gerechtfertigt, da die Versicherte bereits vor Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens keine k�rperlich schwere T�tigkeit ausge�bt habe. In dem bei der Berechnung des Invalideneinkommens von einer Arbeitsf�higkeit von 50 % ausgegangen werde, werde bereits der Tatsache Rechnung getragen, dass die Versicherte wegen ihrer Migr�ne teilweise nicht arbeiten k�nne. Denn bereits im Gutachten der Medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 27. Mai 2010 sei die eingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit von 50 % mit den Migr�neattacken begr�ndet worden. Im �brigen seien auch keine weiteren Kriterien gegeben, die einen Leidensabzug begr�nden w�rden.
4.2.�Mit Bezug auf den Einkommensvergleich beanstandet die Beschwerdef�hrerin einzig den nicht gew�hrten, geltend gemachten Abzug vom Tabellenlohn.
4.2.1.�Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) um maximal 25 % zu k�rzen, wenn pers�nliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalit�t resp. Aufenthaltskategorie oder Besch�ftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnh�he haben und die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsf�higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 126 V 75 E. 5b/aa-cc S. 80).
Die Frage, ob ein Abzug vorzunehmen sei, ist eine vom Bundesgericht frei zu pr�fende Rechtsfrage (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72).
4.2.2.�Nach einer Einkommensparallelisierung f�llt in der Regel lediglich ein behinderungsbedingter Abzug in Betracht, da dieselben invalidit�tsfremden Faktoren nicht nochmals im Leidensabzug ber�cksichtigt werden (BGE 135 V 297 E. 5.3 S. 302). Die Rechtsprechung gew�hrt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen k�rperlich leichter Hilfsarbeitert�tigkeit in ihrer Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschr�nkter Leistungsf�higkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren T�tigkeiten umfasst (Urteile 9C_187/2011 vom 30. Mai 2011 E. 4.2.1; 9C_72/2009 vom 30. M�rz 2009 E. 3.4). Eine psychisch bedingt verst�rkte R�cksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen ist bisher von der Gerichtspraxis nicht als eigenst�ndiger abzugsf�higer Umstand anerkannt worden (SVR 2010 IV Nr. 28 S. 87, 9C_708/2009 E. 2.3.2; Urteil 8C_712/2012 vom 30. November 2012 E. 4.2.1).
4.3.�Das kantonale Gericht ging davon aus, dass s�mtliche Einschr�nkungen der Beschwerdef�hrerin in gesundheitlicher Hinsicht in der von Gutachter Dr. med. G.________ attestierten Arbeitsunf�higkeit von 50 % bereits ber�cksichtigt worden seien, sodass sich ein Leidensabzug vom Invalideneinkommen nicht rechtfertige. Zu Recht mache die Beschwerdef�hrerin keinen weitergehenden Abzug geltend, w�rden doch die �brigen Kriterien wie Besch�ftigungsgrad, Alter und Dienstjahre, und so auch das Kriterium der Nationalit�t nicht in Betracht fallen.
Diese Sichtweise des kantonalen Gerichts h�lt vor Bundesrecht stand. Soweit sie - mit der IV-Stelle - aus dem Gutachten des Dr. med. G.________ den Schluss zieht, er habe bei der Festsetzung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit von 50 % die von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten zus�tzlichen gesundheitlichen Beschwerden ber�cksichtigt, so handelt es sich um eine Tatfrage. Die entsprechende Feststellung ist nicht willk�rlich. Die �brigen Kriterien haben sich schon im niederen Validenlohn als Gew�rzabf�llerin niedergeschlagen, sodass sich aus bundesrechtlicher Sicht kein zus�tzlicher Abzug rechtfertigt. Der zu einem Invalidit�tsgrad von 47 % f�hrende Einkommensvergleich h�lt vor Bundesrecht stand.
4.4.1.�Wenn eine versicherte Person in derjenigen T�tigkeit, die sie als Gesunde ausgef�hrt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielte, weil ihre pers�nlichen Eigenschaften (namentlich fehlende Ausbildung oder Sprachkenntnisse, ausl�nderrechtlicher Status) die Erzielung eines Durchschnittslohnes verunm�glichten, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer gesundheitlichen Beeintr�chtigung belastet einen (anteilm�ssig) durchschnittlichen Lohn erzielen k�nnte (BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 301; 135 V 58 E. 3.4.3 S. 61). Diesem Umstand ist durch eine sogenannte Parallelisierung der Einkommen Rechnung zu tragen. Diese kann praxisgem�ss durch eine Herabsetzung des Invalideneinkommens erfolgen. Die Parallelisierung ist aber nur dann vorzunehmen, wenn der erzielte Verdienst deutlich unter dem branchen�blichen LSE-Tabellenlohn liegt. Die Erheblichkeitsschwelle liegt hiebei bei 5 %. Zudem ist nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung die Schwelle von 5 % �bersteigt (BGE 135 V 297 E. 6 S. 302 ff.).
4.4.2.�Die Festsetzung des Invalideneinkommens aufgrund der Parallelisierung beanstandet die Beschwerdef�hrerin zu Recht nicht. Sie h�lt sich im Rahmen der soeben erw�hnten Rechtsprechung.
5.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann entsprochen werden (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a S. 202). Es wird jedoch ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG hingewiesen, wonach die Beschwerdef�hrerin der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen, und es wird der Beschwerdef�hrerin Rechtsanw�ltin Petra Oehmke als Rechtsbeist�ndin beigegeben.
Rechtsanw�ltin Petra Oehmke wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2800.- ausgerichtet.

References: Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 28
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 64