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Timestamp: 2016-10-25 11:56:13+00:00

Document:
U 207/06 (29.11.2006)
U 207/06
Pr�sident Ursprung, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Sch�n; Gerichtsschreiberin Amstutz
N.________, 1980, Beschwerdef�hrerin, vertreten
(Entscheid vom 17. M�rz 2006)
Die 1980 geborene N.________ arbeitete seit 20. August 2001 als gelernte Schriftenmalerin in der Firma Q.________ AG und war im Rahmen dieser Anstellung bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 3. April 2003 stiess ein von hinten kommender Personenwagen in den in einer Kolonne stehenden VW-Bus der Versicherten. Der gleichentags behandelnde Hausarzt Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH f�r Allgemeine Medizin, gab in seinem Arztzeugnis UVG vom 22. April 2003 als Beschwerden "sofortige Cephalea, nach ca. 1 Stunde auch R�ckenschmerzen" an und vermerkte als Diagnose "HWS-Distorsion und leichte Commotio cerebri m�glich". Ende Juni 2003 stellte er bei der Patientin, welche am 5. Mai 2003 die Arbeit wieder zu 100 % aufgenommen hatte, eine deutliche Besserung und schliesslich Normalisierung des Befundes im Bereich der HWS und eine Fokusierung der Schmerzen auf den lumbalen Bereich fest (�rztlicher Zwischenbericht vom 30. Juni 2006, gesamthafte Besserung best�tigt im �rztlichen Zwischenbericht vom 1. September 2003). Aufgrund persistierender R�ckenschmerzen (Untersuchungsbericht des Kreisarztes Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 19. November 2003; Berichte des Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Rheumatologie, vom 17. Dezember 2003 und des Dr. med. K.________ vom 6. Januar 2004) wurde der - seit August 2003 weiterbildungsbedingt lediglich noch zu 80 % bei der Firma Q.________ AG angestellten - Versicherten ab Dezember 2003 eine bloss 50%ige Arbeitsf�higkeit attestiert (�rztlicher Zwischenbericht des Dr. med. K.________ vom 6. Januar 2004; Bericht des Rheumatologen Dr. med. B.________ vom 17. Dezember 2003), bei welcher Einsch�tzung es auch nach einem station�ren Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik X.________ vom 25. Februar bis 31. M�rz 2004 blieb (Austrittsbericht vom 28. M�rz 2004; Diagnosen: HWS-Distorsion "laut Akten"; thorakolumbales Schmerzsyndrom [bei zus�tzlich vorbestehender Skoliose]).
Die SUVA richtete Taggelder aus und kam f�r die Heilbehandlung auf, stellte jedoch mit Verf�gung vom 22. Juli 2004 ihre Leistungen auf 31. Juli 2004 mit der Begr�ndung ein, die aktuellen R�ckenbeschwerden seien nicht mehr als unfallkausal einzustufen. Dies best�tigte sie mit Einspracheentscheid vom 29. November 2004.
Die von der Versicherten dagegen erhobene Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 29. November 2004 sei die SUVA zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen �ber den 31. Juli 2004 hinaus zu verpflichten, eventualiter ein erg�nzendes Zeugnis beim aktuell behandelnden Dr. med. I.________, Rheumatologische Abteilung am Spital Z.________, einzuholen, wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 17. M�rz 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst N.________ ihr vorinstanzlich gestelltes Hauptbegehren erneuern; eventualiter sei die Sache zwecks weiterer Abkl�rungen und Neubeurteilung an die SUVA zur�ckzuweisen.
SUVA und Vorinstanz beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r die Beurteilung der umstrittenen Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) massgebenden Rechtsgrundlagen, insbesondere die - unter der Herrschaft des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) unver�ndert fortgeltende (siehe etwa N. vom 13. Februar 2006 [U 462/04] Erw. 1.1, mit Hinweisen; vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Z�rich/Basel/Genf 2003, S. 64 f. Rz 20 zu Art. 4) - Rechtsprechung zum erforderlichen nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 mit Hinweisen) und ad�quaten (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 127 V 102 f. Erw. 5b, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalzusammenhang, namentlich zur Ad�quanzbeurteilung bei psychogenen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff. vgl. auch BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen) sowie zum Dahinfallen eines einmal anerkannten (nat�rlichen und ad�quaten) Kausalzusammenhangs (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 [U 355/98], 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b [U 180/93]; siehe auch Urteile B. vom 16. Juni 2005 [U 264/04] Erw. 3.5 [zusammenfassend publiziert in HAVE 2005 S. 351] und O. vom 13. M�rz 2006 [U 344/05] Erw. 4.2) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die SUVA f�r die Beschwerden der Versicherten �ber den 31. Juli 2004 hinaus leistungspflichtig ist. Dabei besteht letztinstanzlich unter den Parteien einzig hinsichtlich der Unfallkausalit�t der fortbestehenden R�ckenschmerzen Uneinigkeit. Demgegen�ber wird - nach Lage der Akten zu Recht - von keiner Seite mehr behauptet, eine beim Unfall vom 3. April 2003 allf�llig erlittene HWS-Distorsion (Schleudertrauma) habe �ber Juli 2004 hinaus hierf�r typische Beschwerden (praxisgem�ss: diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, Depression, Wesensver�nderung, usw.; vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b, ferner auch HAVE 2003 S. 339) mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit verursacht, sodass darauf nicht zur�ckzukommen ist.
2.1 Aufgrund der verf�gbaren medizinischen Unterlagen l�sst sich nicht abschliessend beurteilen, ob die Beschwerdef�hrerin bei der Auffahrkollision vom 3. April 2003 - obwohl angegurtet und in ihrem stillstehenden VW-Bus in sitzender Haltung - eine R�ckenkontusion (Prellung, Quetschung) erlitten hat (bejahend: Kurznotiz des SUVA-Arztes Dr. med. J.________ vom 20. Juli 2004; eher verneinend: Stellungnahme des SUVA-Arztes Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, vom 30. September 2004). Mit Blick auf die nachfolgenden Erw�gungen kann die Frage jedoch offen bleiben. Tatsache ist, dass im Zeitpunkt der von der SUVA verf�gten Leistungseinstellung nach den insoweit �bereinstimmenden Arztberichten kein objektivierbares, organisches Substrat nachgewiesen werden konnte, welches die nach dem 3. April 2003 (erstmals) aufgetretenen, anhaltenden thorako-lumbalen Beschwerden medizinisch zu erkl�ren vermag. Bereits am 7. Juni 2003 und erneut am 11. Dezember 2003 hatten radiologische Untersuchungen einen - abgesehen von einer vorbestehenden linkskonvexen Thorsionsskoliose thorako-lumbal an der Lendenwirbels�ule und einer linkskonvexen Kyphoskoliose thorako-lumbal an der Brustwirbels�ule - unauff�lligen Befund ergeben; namentlich fanden sich radiologisch weder posttraumatische oss�re Strukturver�nderungen an der Brust- und Lendenwirbels�ule noch degenerative Ver�nderungen (Bericht des Medizinisch-Radiologischen Instituts Y.________ vom 11. Dezember 2003; Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik X.________ vom 28. M�rz 2004). Auch der Neurostatus wurde von den �rzten stets als normal beschrieben.
2.2 Fehlt es nebst der vorbestehenden, leichten Skoliosen an einem organisch nachweisbaren Substrat im Bereich der Wirbels�ule, ist eine unfallbedingte somatische Ursache der fortbestehenden R�ckenbeschwerden, wenn nicht - wie im Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. S.________ vom 30. September 2004 - g�nzlich auszuschliessen, so f�r den hier massgebenden Zeitraum ab August 2004 zumindest sehr unwahrscheinlich. In diesem Zusammenhang ist, wie vorinstanzlich beweisrechtlich zul�ssig geschehen (BGE 117 V 195 f. Erw. 3b; vgl. auch BGE 126 V 189 f. Erw. 4c, 123 V 334 Erw. 1c), auf den medizinischen Erfahrungssatz abzustellen, wonach der organische Zustand des R�ckens nach Verletzungen wie Prellung, Verstauchung oder Zerrung in der Regel sechs Monate bzw. sp�testens ein Jahr (bei degenerativen Ver�nderungen) nach dem Unfall wieder soweit hergestellt ist, wie er auch dann w�re, wenn sich der Unfall niemals ereignet h�tte (status quo sine), und in F�llen, da die Beschwerden nach einer einfachen Kontusion l�nger dauern, oftmals eine psychische Anpassungsst�rung oder Fehlentwicklung dahinter steht (vgl. Urteile B. vom 25. Mai 2004 [U 129/03] Erw. 5.5, H. vom 18. September 2002, U 60/02, Erw. 3. 2, je mit Hinweisen auf die medizinische Literatur). Der Umstand, dass SUVA und kantonales Gericht sich diesbez�glich auf eine versicherungsinterne, aus dem Jahre 1994 stammende Zusammenfassung des medizinischen Forschungsstandes gest�tzt haben, mindert den Beweiswert des genannten Erfahrungssatzes entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht (vgl. BGE 122 V 157 ff.), zumal keine Anhaltspunkte daf�r vorliegen, dass der dort wiedergegebene Kenntnisstand der medizinischen Wissenschaft aufgrund neuerer empirischer Untersuchungen und Erkenntnisse heute �berholt ist.
2.3 Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass eine beim Unfall vom 3. April 2003 allenfalls erlittene R�ckenkontusion im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per Ende Juli 2004 ausgeheilt und in organischer Hinsicht der status quo sine erreicht war. Was die Beschwerdef�hrerin dagegen einwendet, vermag kein abweichendes Ergebnis zu begr�nden. Der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen einer unfallbedingten Wirbels�ulenkontusion und den aktuellen thorako-lumbalen Beschwerden kann namentlich nicht - wie im Bericht des Dr. med. B.________ vom 2. September 2004 offenkundig geschehen - aus dem Umstand abgeleitet werden, dass die Versicherte nach eigenen, als glaubw�rdig eingestuften Angaben vor dem Unfall nie ernsthaft an R�ckenschmerzen gelitten hat. Damit w�rde nach der beweisrechtlich unzureichenden Formel "post hoc, ergo propter hoc" verfahren, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Sch�digung bereits deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. Erw. 2b/bb). Die nat�rliche Kausalit�t (�ber Juli 2004 hinaus) ergibt sich ebenso wenig aus der - im Bericht vom 17. Dezember 2003 unter dem Titel "Anamnese" (= Erhebung der Vorgeschichte) gemachten - Feststellung des Dr. med. B.________, die R�ckenbeschwerden im thorako-lumbalen Bereich seien "infolge einer Auffahrkollision" vom 3. April 2003 aufgetreten; es handelt sich hierbei entgegen der Interpretation der Beschwerdef�hrerin nicht um eine Aussage zum (nat�rlichen) Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, f�r dessen Beurteilung Dr. med. B.________ ausdr�cklich einen station�ren Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik X.________ empfohlen hatte, sondern um eine bloss deskriptive Aussage zur zeitlichen Abfolge der Leidensgeschichte. Schliesslich wird die unter Erw. 2.2 genannte medizinische Erfahrungstatsache auch nicht durch den Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik X.________ vom 28. M�rz 2004 umgestossen; dieser beschr�nkt sich darauf, die Eintritts- und (unver�nderten) Austrittsbefunde darzulegen, die station�r durchgef�hrten Behandlungsmassnahmen zu erl�utern sowie eine Einsch�tzung der aktuell und k�nftig zumutbaren Arbeitsf�higkeit abzugeben. Von zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen zur k�rperlichen Genese der aktuellen R�ckenbeschwerden und zur nat�rlichen Urs�chlichkeit des Unfallgeschehens sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4 [= Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99]).
2.4.1 Im kreis�rztlichen Untersuchungsbericht vom 19. November 2003 werden die Ursachen der Beschwerdesymptomatik eher im psycho-somatischen Bereich angesiedelt. Der Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik X.________ vom 28. M�rz 2004 sprach demgegen�ber - allerdings ohne fach�rztliche Abst�tzung - von einem psychisch unauff�lligen Zustand. Gem�ss Angaben des Dr. med. B.________ im Bericht vom 3. Mai 2004 wiederum bestand infolge Chronifizierung der Beschwerden eine "Schmerzkrankheit" und wurde "aus therapeutischer Sicht" ein Antidepressivum verordnet. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund der sp�rlichen k�rperlichen Befunde (kein nachweisbares [unfallkausales] organisches Korrelat; vorbestehend bloss leichte Skoliose) ist es m�glich, jedoch wegen bisher fehlender Abkl�rung und Diagnosestellung durch einen Facharzt oder eine Fach�rztin der Psychiatrie nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die thorako-lumbalen Leiden der Beschwerdef�hrerin psychisch bedingt sind (etwa durch ein den "somatoformen" St�rungen zuzuordnendes Leiden). F�r die Belange der Unfallversicherung kann indessen auf die Veranlassung einer spezial�rztlichen Begutachtung verzichtet werden. Denn selbst wenn diese ein psychisches Leiden ausweisen sollte, welches zumindest teilweise in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 3. April 2003 steht, �nderte dies nichts daran, dass es aus rechtlicher Sicht an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs fehlt. Letztere ist mit Blick darauf, dass bald nach dem Unfall �berhaupt keine nach (hier: allenfalls) erlittener HWS-Distorsion typische Beschwerden mehr vorlagen, nicht gem�ss der in BGE 117 V 366 f. Erw. 6a und 382 ff. Erw. 4 dargelegten Schleudertrauma-Praxis zu pr�fen; mangels eines organischen Befundes ebenfalls keine Anwendung findet die allgemeine Ad�quanzformel, wonach ein Ereignis bereits dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten hat, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen). Die ad�quate Kausalit�t ist vielmehr unter dem Blickwinkel einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gem�ss BGE 115 V 133 ff. zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [= Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01]).
2.4.2 Nach der Rechtsprechung werden einfache Auffahrkollisionen auf ein - wie dies hier zutrifft - haltendes Fahrzeug in der Regel in die Kategorie der mittelschweren Ereignisse im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen eingereiht (vgl. zur Kasuistik RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 f. Erw. 5.1.1 und 5.1.2 [U 380/04], 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4.2 [U 193/01], je mit Hinweisen). Im Rahmen der nach objektiven Gesichtspunkten (BGE 124 V 44 Erw. 5c/aa, 115 V 139 Erw. 6) und ohne Ber�cksichtigung der Pers�nlichkeitsstruktur des Versicherten (RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 ff.; Urteil P. vom 7. August 2003 [U 290/02] Erw. 4 mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung) vorzunehmenden Kategorisierung der Unfallschwere besteht kein Anlass f�r eine abweichende Zuordnung des Auffahrunfalles vom 3. April 2003 (vgl. etwa auch Urteil G. vom 16. Dezember 2005 [U 297/04] Erw. 4.3). Klar ausser Betracht f�llt im Lichte der Kasuistik (RKUV 2005 Nr. U 548 S. 231 Erw. 3.2.2 [U 306/04], 1999 Nr. U 330 S. 122) eine Qualifizierung des Ereignisses als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen. Dem Unfall vom 3. April 2003 kann somit nur dann im Sinne ad�quater Kausalit�t massgebende Bedeutung f�r die aktuelle Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit zukommen, wenn ein einzelnes der praxisgem�ss f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder aber diese in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa; vgl. auch BGE 123 V 100 Erw. 2c). Dies trifft hier nicht zu. Zu verneinen sind zun�chst besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls, ferner eine besondere Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre erfahrungsgem�sse Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen. Ebenfalls ausser Betracht f�llt eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, noch ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen. Bei der hier erforderlichen Ausblendung der psychischen Faktoren (BGE 115 V 133 ff.; vgl. auch RKUV 1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen) kann auch nicht von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung gesprochen werden; aus k�rperlicher Sicht ging der Hausarzt jedenfalls mit Bezug auf die HWS bereits am 30. Juni 2003 von einem Behandlungsabschluss in den n�chsten vier Wochen aus; am 1. September 2003 stellte er auch bezogen auf die R�ckenbefunde den Behandlungsabschluss in den n�chsten vier bis sechs Wochen in Aussicht. Eine hinsichtlich Grad und Dauer erhebliche, physisch bedingte Arbeitsunf�higkeit muss ebenfalls verneint werden, nachdem die Versicherte bereits am 5. Mai 2003 wieder zu 100 % arbeitsf�hig war und die erst wieder ab 1. Dezember 2003 attestierte Arbeitsunf�higkeit (von 50 %) durch kein objektivierbares, k�rperliches Substrat erkl�rt werden konnte. Als - nicht in besonders ausgepr�gter Weise - erf�llt gelten kann einzig das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen. Dies allein reicht praxisgem�ss nicht aus, um dem Unfall vom 3. April 2003 eine ad�quanzrechtlich massgebende Bedeutung f�r die �ber den 31. Juli 2004 hinaus andauernden Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit des Beschwerdef�hrers zuzuerkennen.
2.5 Aus vorstehenden Erw�gungen folgt, dass die von der SUVA auf Ende Juli 2004 verf�gte Leistungseinstellung mangels Unfallkausalit�t der fortbestehenden R�ckenbeschwerden rechtens und der vorinstanzliche Entscheid somit zu best�tigen ist.

References: Art. 4
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