Source: https://www.mta-r.de/blog/mobiles-roentgen-auffrischung/
Timestamp: 2019-07-18 01:05:37+00:00

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Röntgen auf Station - MTA-R.de Röntgen auf Station - MTA-R.de
Jeder dieser Bereiche hat seine eigenen Tücken aber auch Vorteile gegenüber den anderen. Ich möchte auf dieses Thema, mit diesem Artikel jetzt eingehen.
Natürlich sind wir auch über jeden Kommentar sehr dankbar, den wir von Euch bekommen.
Das Röntgen auf Station, Wachstation oder auch der Intensivstation.
Hier findet man hauptsächlich schwerkranke Patienten. Diese sind auf Intensivstationen öfter mal intubiert und fast immer am Monitor angeschlossen. Der oder die MTRA hat ein hohes Maß an Verantwortung, da durch die Belichtung von lebensbedrohlichen Krankheitsbildern, die Bildqualität dazu beiträgt, die optimale Therapie für den Patienten bereitzustellen.
Durch die digitale Radiographie und Zunahme des Dynamikumfanges wurde die Qualität der mobilen Bilder besser.
Kabel und anderes Fremdmaterial aus den Untersuchungsbereich entfernen, wenn möglich komplett entfernen
Wenn möglich Patient gerade auf der Kassette lagern
Kopfteil wenn möglich absenken
beim Plattenschieben aufpassen, das man nichts diskonnektiert
Belichtung: 125kV je nach dicke mAs auf ungefähren Wert von 0,8 bis 2,0
Strahlengang: senkrecht zur Kassette
oberer Kassettenrand Hautgrenze Schultern
Lungenparenchym vollständig abgelichtet
Zwerchfellkuppen voll abgebildet
Thoraxorgane voll abgebildet
Häufige Fragestellungen beim mobilen Röntgen:
Weite der Trachea
Katheter und Sondenlagen
Jetzt kommen wir kurz zu dem Thema Röntgen auf Kinderintensiv oder allgemein auf der Pädiatrischen Station. Dieses Thema füllt ganze eigenen Bücher, dswegen stelle ich es hier nur kurz vor. Jedes Kind ist anders, deswegen ist der Umgang mit Kindern, in der Umgebung einer Klinik oder Praxis ziemlich schwierig, bedingt durch die Angst des Kindes. Im allgemeinen sind die Parameter für eine gute Aufnahme wie bei einen Erwachsenen, aber trotzdem ist zu beachten das jede Fehlbelichtung, eine höhere Gefahr für den kleinen Menschen ist.
Die Geräte- und Einstelltechnik sind jeweils von dem Institut alleine, mit der Physik, oder mit Hilfe der Tabellen der Ärztlichen Bundeskammer zu definieren.
Dazu gehören kV, mAs und aber auch noch Filter und Gonadenschutz. Dieses Thema ist wirklich riesig und würde diesen Artikel leider sprengen.
Leider seit ihr mit eurem Problem nicht alleine Regina, ich weiß aus vielen Häusern das das Röntgen auf Station von den Stationen gerne ausgenutzt wird. Jedoch möchte ich auch noch darauf hinweisen das beim Röntgen auf Intensivstationen, wo die Indikationen gegeben sind, die Patienten nur vom Pflegepersonal bewegt werden. Die MTRA hat keine Einweisungen auf die dort angesteckten Geräte und ist rechtlich nicht abgesichert wenn bei der Untersuchung etwas passiert nur weil kein Pflegepersonal dabei war.
Hallo Regina, schau Dir mal den § 20 RöV an:§ 20 Röntgenräume(1) Eine Röntgeneinrichtung darf nur in einem allseitig umschlossenen Raum (Röntgenraum) betrieben werden, der in der Genehmigung oder in der Bescheinigung des Sachverständigen nach § 4a bezeichnet ist.(2) 1 Abweichend von Absatz 1 darf eine Röntgeneinrichtung zur Untersuchung außerhalb des Röntgenraumes betrieben werden, wenn der Zustand der zu untersuchenden Person oder des zu untersuchenden Tieres oder dessen Größe dies zwingend erfordert. 2 Dabei sind besondere Vorkehrungen zum Schutz Dritter vor Röntgenstrahlung zu treffen.Falls das Röntgen auf Station weiterhin überhand nimmt, schalte den Strahlenschutzbeauftragten ein. Der hat nach §15 RöV die Verantwortung und begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit - wenn er zulässt, dass auch nicht zwingend erforderliche Aufnahmen außerhalb von Röntgenräumen stattfinden.- siehe § 44 Ordnungswidrigkeiten:Ordnungswidrig im Sinne des § 46 Abs. 1 Nr. 4 des Atomgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 15 Abs. 1 Nr. 4 oder Abs. 2 Nr. 1 als Strahlenschutzverantwortlicher oder Strahlenschutzbeauftragter nicht dafür sorgt, dass eine der Vorschriften der §§.... (unter anderem auch § 20 Abs. 1 oder 2 Satz 2) eingehalten wird.Viele GrüßeKarl-Heinz Szeifert
Regina Sturm vor 8 Jahre
Finde ich gut was ich da gefunden habe. Unser Problem,Indikation für Aufnahmen auf Station. Beatmeter oder überwachungspflichtiger Patient ist ok, aber sonst? Kein Personal, keine Zeit, Pat.war gerade unterwegs, ist heute nicht gut drauf, wie macht Ihr das?R.Sturm MTR
Karl-Heinz vor 8 Jahre
Ich versuche mal das Problem etwas ausführlicher darzustellen!Erstmal wie bereits weiter oben bereits erwähnt: Was spricht eigentlich dagegen die Belichtung beim Thorax mit mobilem Rö-Gerät mit maximaler kV - meist 125 kV - zu belichten?Und wenn die Bilder bei dicken Patienten mit 1,25 mAs zu besch…eiden werden muss man halt mehr Dosis, also mehr mAs geben.Wie Sebastian schon erwähnt hat:Mit der KV regelt man die Qualität der Strahlen. Je höher die kV je größere die Energie und die Durchdringungsfähigkeit der Photonen. Das heißt dann auch weniger Absortion, weniger Dosis und geringerer Kontrast.Bei Thoraxaufnahmen ist das auch so gewollt und sinnvoll!Die mAs regelt die Quantität der Strahlung - also genauer gesagt die Dosis, oder wie Sebastian ausgedrückt hat die Schwärzung.Da die Absorption der Strahlung mit der Dicke des Objekts sehr überproportional zunimmt muss bei dicke Patienten dadurch auch überproportional mehr mAs (also mehr Dosis) gegeben werden.Drei Schwärzungsstufen mehr verdoppeln dabei die Dosis.Wenn man also einen dünnen Patienten digital mit 127 kV und 0,8 mAs röntgt muss man für einen doppelt so dicken Patienten weit mehr als das doppelte der Dosis geben. Ohne jetzt Euer Gerät näher zu kennen würde ich deshalb vorschlagen, die max KV zu nehmen und den mAs-Wert je nach Dicke des Patienten zwischen 0,8 und und 2,5 evtl sogar noch mehr zu variieren.Beobachtet dabei auch unbedingt den Dosisindikator der CR-Bilder.Im Gegensatz zu den aussterbenden Filmaufnahmen, bei der unterbelichtete Aufnahmen viel zu hell und überbelichtete Aufnahmen viel zu dunkel wurden, wird digitel unabhängig von der Dosis ein mittlerer Grauwert des Bildes errechnet. Unterbelichtete Aufnahmen werden dadurch"verstärkt" und bekommen durch das Verstärken ein starkes Bildrauschen! Überbelichtete Bilder werden runtergerechnet und sind daher trotz Überbelichtung von der Qualität her excellent! Hier besteht - die Gefahr der unerkannten Überexposition! Mit dem Dosisindikator kann und muss man das erkennen und die Dosis über den mAs-Wert veringern!Der Dosisindikator ist ein relativer Wert, der darüber Rückschlüsse zulässt, ob ein digitales Bild über- oder unterbelichtet ist. Leider heißt der bei fast allen Herstellern anders. Auch die absoluten Werte und selbst die Proportinalität sind sehr unterschiedlich. Bei Fuji und Kodak ist das der S-Wert, bei Agfa der lgm-Wert, usw.Dieser Indikator ist im Dicom Header eines jeden Bilds gespeichert und kann auch so eingestellt werden, dass er auf jedem Bild zu sehen ist!Sind die Bilder mit den Werten nicht in dem für Euer Gerät festgelegten Bereich, dann solltet ihr die mAs-Werte entsprechend anpassen.
Gibt eure Röhre nicht mehr her oder wieso nehmt ihr 117kV? Was habt ihr denn generell für ein System (Speicherfolien, Filme)? Ich würde bei dicken Patienten grundsätzlich nicht nur die mAs auf 1.25 erhöhen sondern auch die kV um eine Stufe. Die Regel kV ist Durchdringung und mAs ist die Schwärzung, ist dabei sehr nützlich.
mehli9 vor 8 Jahre
Also wir nehmen 117 kV und je nach Dicke des Pat. 0.8 bzw. 1 mAsAber, bei richtig dicken Pat. ( ca 1.25 mAs ) werden die Aufnahmen besch...eiden.
Danke für diese konstruktive Kritik! Ich werde es ausprobieren und darüber hier auf mta-r.de berichten!mfg
Karl-Heinz Szeifert vor 8 Jahre
Natürlich!In den Leitlinien werden mindest-kV-Werte vorgeschlagen. KV nach oben ist immer erlaubt.Wenn dann die Bilder gut genug werden um die Fragestellung der rechtfertigenden Indikation zu beantworten ist das alles ok!Ich bin aber sicher, dass dies in den allermeisten Fällen so ist!Stichwort ALARA-Prinzip!Zitat aus Wikipedia:Das ALARA-Prinzip ist eine grundlegende Leitlinie des Strahlenschutzes. Die Bezeichnung ist ein Akronym für „As Low As Reasonably Achievable“ (englisch für so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar).Sinngemäß übersetzt fordert das ALARA-Prinzip, beim Umgang mit ionisierenden Strahlen eine Strahlenbelastung von Menschen, Tieren und Material (auch unterhalb von Grenzwerten) so gering zu halten, wie dies mit vernünftigen Mitteln machbar ist.Das Prinzip lässt sich genauso auf jede Art des Umgangs mit schädlichen oder potentiell schädlichen Einflüssen übertragen, hat aber nur im Strahlenschutz wesentlichen Einfluss.
Das ist eine gute Anmerkung! Wie sieht es mit der Ärztekammer aus? Erlaubt die das?
Schöner Artikel - nur eine Bemerkung dazu:Was spricht dagegen die Belichtung beim Thorax mit mobilem Rö-Gerät mit maximaler kV meist 125 kV zu belichten und entsprechend mit dem mAs-Wert zurückzugehen.Vorteile wären:1. geringere Dosis 2. kürzere Belichtungszeit3. weniger StreustrahlungHabe damit bisher keinerlei negativen Erfahrungen gemacht!

References: § 20
 § 4
 §15
 § 44
 § 46
 § 15
 § 20