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Timestamp: 2019-08-23 01:55:04+00:00

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LSG Nordrhein-Westfalen, 11.12.2003 - L 16 KR 159/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,14100
LSG Nordrhein-Westfalen, 11.12.2003 - L 16 KR 159/02 (https://dejure.org/2003,14100)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11.12.2003 - L 16 KR 159/02 (https://dejure.org/2003,14100)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11. Dezember 2003 - L 16 KR 159/02 (https://dejure.org/2003,14100)
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Zahlung von Krankengeld für Zeiten, für die der beklagten Krankenkasse erst nachträglich Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt wurden; Verweigerung der nachträglichen Zahlung von Krankengeld; Voraussetzungen eines Anspruchs auf Krankengeld; Voraussetzungen des Ruhens des Anspruchs auf Krankengeld
SG Köln, 19.06.2002 - S 5 KR 174/01
Hieraus wird abgeleitet, dass die Obliegenheit in § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V im Fall eines Versicherten mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung suspendiert wird (LSG NRW, Urteile vom 11.12.2003 - L 16 KR 159/02 …und vom 26.08.2004 - L 16 KR 324/03 -, beide in juris, Knittel in Krauskopf, Soziale Krankenversicherung und Pflegeversicherung, SGB V § 49 Rn. 33 f.; Brandts, in Kasseler Kommentar § 49 RN 32; vgl. auch BSG, Urteil vom 28.10.1981 - 3 RK 59/80, in juris und LSG BW, Urteil vom 27.05.2014 - L 11 KR 3792/13, n.v.).
Nur rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass nach Auffassung der Kammer die Regelung in § 5 Abs. 1 S. 5 EFZG die Obliegenheit des Versicherten nach § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V nicht suspendieren kann (andere Auffassung: Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 11.12.2003, L 16 KR 159/02 und vom 26.08.2004, L 16 KR 324/03; zitiert nach www.juris.de).
Eine Aussage über die Verantwortung der Krankenkasse für eine Meldung des Vertragsarztes nach § § 5 Abs. 1 S. 5 EFZG bzw. über die Verschiebung der Verantwortung im Rahmen des § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V ist aus dieser Vorschrift nicht ableitbar (a. A.: LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 11.12.2003, L 16 KR 159/02, Rn. 16).
Insoweit haben das Bundessozialgericht und diesem folgend u.a. der erkennende Senat bereits entschieden, dass es sich dabei auch dann um einen Fehler handelt, der im Verantwortungsbereich der Beklagten liegt, wenn - wie hier - ein Fall der LFZ/EFZ zwar nicht vorliegt, der Vertragsarzt aber dennoch von dem Vordruck Gebrauch macht ((vgl. BSG…, Urteil vom 28.10.1981 - 3 RK 59/80 Rn. 24 ff., 28 zu § 3 Abs. 1 LFZG;… Urteil des erkennenden Senats vom 25.03.2004 - L 5 KR 149/03 Rn. 20 f. m.w.N.; LSG NRW, Urteile vom 11.12.2003 - L 16 KR 159/02 und vom 26.08.2004 - L 16 KR 324/03; SG Aachen…, Urteil vom 31.01.2017 - S 13 KR 318/16 Rn. 20;… Knittel in Krauskopf, Soziale Krankenversicherung Pflegeversicherung, Stand: November 2012, SGB V § 49 Rn. 33 f.).
Regelmäßig jedoch hatte der Versicherte keine Veranlassung, sich darüber Gedanken zu machen, wie die Meldung an seine Krankenkasse erfolgt und aus welchen Gründen er gleichwohl eine Bescheinigung für diese erhalten hat, weil § 5 Abs. 1 Satz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz ihn nur zur Unterrichtung seines Arbeitgebers verpflichtet (LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 11. Dezember 2003 - L 16 KR 159/02 - juris Rn. 18).

References: § 49
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