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Timestamp: 2016-10-22 19:51:48+00:00

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125 II 27827. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 17. Mai 1999 i.S. Schlatter Heinz und Vonr�ti Urs gegen Verwaltungsgericht (3. Abteilung) des Kantons Z�rich (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Conformit� � la zone agricole de constructions nouvelles destin�es au conditionnement d' herbes aromatiques (art. 16, 22 et 24 LAT). Rappel de la jurisprudence concernant la conformit� de constructions nouvelles � l' affectation de la zone agricole, selon les art. 16 et 22 LAT. En l' esp�ce, pas d' application de la modification de la LAT, du 20 mars 1998, adopt�e en votation populaire le 7 f�vrier 1999 (consid. 3). M�me en cas de connexit� entre plusieurs demandes de permis de construire, la conformit� � l' affectation de la zone agricole doit �tre examin�e pour chaque construction. El�ments d�terminants pour l' appr�ciation de la conformit� du b�timent d' exploitation en cause (consid. 5 et 6). N�gation de la conformit� d' un b�timent d' exploitation destin� tant � l' emballage et � l' �tiquetage d' herbes aromatiques produites sur le terrain de l' entreprise horticole qu' au conditionnement d' herbes import�es (consid. 7). Faits � partir de page 279
Ulrich M�der betreibt in der Landwirtschaftszone von Boppelsen eine Kr�uterg�rtnerei mit rund 30 Angestellten. Sein Betrieb weist eine Anbaufl�che von ca. 9,2 ha auf. Die Kr�uterproduktion f�ngt etwa im M�rz an und nimmt bis im August zu. Sie nimmt dann bis im November wieder ab, und vom Dezember bis im Februar werden gar keine Kr�uter geerntet. Um die Abnehmer - in erster Linie Grossverteiler - nicht zu verlieren, muss eine Ganzjahresproduktion gew�hrleistet werden. Zu diesem Zweck werden Kr�uter aus Teneriffa und S�dafrika importiert, die auf dem Gel�nde der G�rtnerei verpackt und von dort aus an die Abnehmer geliefert werden. Im Jahre 1994 hat das Bundesgericht dem G�rtnereibetrieb die Errichtung von zehn ungeheizten Plastikgew�chsh�usern zur gesch�tzten Setzlingsaufzucht und massvollen saisonalen Verl�ngerung der Eigenproduktion in den Fr�hlings- und Herbstmonaten bewilligt (BGE 120 Ib 266 ff.).
Am 16. Juni 1995 ersuchte Ulrich M�der um die Bewilligung f�r den Neubau eines zweigeschossigen Betriebsgeb�udes und eines Ger�teunterstands. Das geplante Betriebsgeb�ude weist eine Grundfl�che von 30 2 15 m, der Ger�teunterstand eine solche von 25 2 8 m auf. Im neuen Betriebsgeb�ude sollen neben der R�sterei B�ro-, Sanit�r- und K�hlr�ume sowie Lager- und Umschlagpl�tze mit Nutzfl�chen von insgesamt 1' 300 m2 (ohne Estrich) eingerichtet werden. In der Folge ersuchte Ulrich M�der noch um die Bewilligung eines Park- und Abstellplatzes mit einer Fl�che von 7'231,60 m.
Die Baudirektion des Kantons Z�rich stellte fest, dass f�r die Bauvorhaben keine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erforderlich sei. Benachbarte Grundeigent�mer erhoben dagegen Rekurs beim Regierungsrat des Kantons Z�rich, der die Sache an die BGE 125 II 278 S. 280Vorinstanz zur�ckwies. Die Baudirektion stellte wiederum fest, die Bauvorhaben bed�rften keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. Die Nachbarn erhoben dagegen Rekurs beim Regierungsrat, der das Rechtsmittel abwies. Am 11. Juni 1998 hiess das Verwaltungsgericht (3. Kammer) des Kantons Z�rich die dagegen gerichtete Beschwerde teilweise gut. Gem�ss dieser Instanz k�nnen die Bauvorhaben nur als zonenkonform betrachtet werden, soweit der Baugesuchsteller - entsprechend den Mengenangaben f�r die Jahre 1992 bis 1995 - nicht mehr als die H�lfte der gesamthaft umgesetzten Kr�uterproduktion importiert.
Zwei benachbarte Grundeigent�mer f�hren gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen Verletzung von Art. 22 und 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) sowie wegen fehlerhafter Sachverhaltsfeststellung und willk�rlicher Beweisw�rdigung.
Das Bundesgericht hat das Rechtsmittel gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben, soweit die Zonenkonformit�t des Betriebsgeb�udes auf der Parzelle Kat.Nr. 268.1 festgestellt wurde. In Bezug auf den projektierten Ger�teunterstand sowie den Park- und Abstellplatz hat das Bundesgericht die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
3. a) Die Parzelle Kat.Nr. 268.1, auf welcher die umstrittenen Bauten errichtet werden sollen, liegt in der Landwirtschaftszone nach � 36 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Z�rich vom 7. September 1975. Da das Z�rcher Recht in diesem Zusammenhang nicht weiter geht als das Bundesrecht, bestimmt sich der Zweck und Inhalt der Landwirtschaftszone nach Art. 16 RPG (BGE 120 Ib 266 E. 2 S. 268, mit Hinweisen). Danach umfassen Landwirtschaftszonen Land, das sich f�r die landwirtschaftliche Nutzung oder den Gartenbau eignet oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden soll (Art. 16 Abs. 1 lit. a und b RPG). Bauten und Anlagen in diesen Gebieten m�ssen nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG dem Zweck der Landwirtschaftszone entsprechen. Geb�ude sind in der Landwirtschaftszone nach Art. 16 RPG zonenkonform, wenn sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Landwirtschafts- bzw. Gartenbaubetrieb stehen und im Hinblick auf die bodenabh�ngige Nutzung des Landes BGE 125 II 278 S. 281als unentbehrlich erscheinen. Bei Landwirtschaftsbetrieben stimmt der Begriff der Zonenkonformit�t im Sinne von Art. 16 Abs. 1 RPG im Wesentlichen mit demjenigen der Standortgebundenheit gem�ss Art. 24 Abs. 1 RPG �berein. In einer Landwirtschaftszone im Sinne von Art. 16 RPG sind nur solche Geb�ude zonenkonform, die in ihrer konkreten Ausgestaltung f�r eine zweckm�ssige Bewirtschaftung des Bodens am vorgesehenen Standort objektiv notwendig und nicht �berdimensioniert sind. Ausserdem d�rfen gegen ihre Errichtung keine �berwiegenden �ffentlichen Interessen sprechen (BGE 122 II 160 E. 3a S. 162; vgl. zu Wohnraum in der Landwirtschaftszone BGE 121 II 307 E. 3b S. 310). Das bedeutet f�r Geb�ude in der Landwirtschaftszone insbesondere, dass bei ihrer bestimmungsgem�ssen Nutzung der Boden als Produktionsfaktor unentbehrlich ist; wo landwirtschaftliche Erzeugnisse bodenunabh�ngig gewonnen werden, liegt dagegen keine landwirtschaftliche Nutzung im Sinne von Art. 16 RPG vor (BGE 120 Ib 266 E. 2a S. 268; BGE 117 Ib 270 E. 3a S. 279, 502 E. 4a S. 503, je mit Hinweisen; EJPD/BRP, Erl�uterungen zum Bundesgesetz �ber die Raumplanung, Art. 16 N. 9 und 10).
b) In Art. 16 RPG wird ausdr�cklich auch der Gartenbau erw�hnt. Das ist indessen nicht so zu verstehen, dass diesem neben der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung eine selbst�ndige, privilegierte Bedeutung zuk�me. In einer Landwirtschaftszone ist derjenige Gartenbau als zonenkonform anzuerkennen, der in Arbeitsweise und Landbedarf mit der landwirtschaftlichen Nutzung vergleichbar ist und zur Bewirtschaftung freien Landes eine hinreichend enge Beziehung hat. Gemeint sind namentlich Freilandg�rtnereien, welche Pflanzen in Treibhausanlagen vorziehen und sp�ter in offenes Land versetzen. Betriebe, die �berwiegend mit k�nstlichem Klima unter st�ndigen, festen Abdeckungen arbeiten, entsprechen nicht dem Zweck der Landwirtschaftszone. Als zonenkonform kann somit nur der �berwiegend bodenabh�ngig produzierende Gartenbau bezeichnet werden. Bodenabh�ngig ist ein Betrieb, wenn er bei einer gesamthaften Betrachtung seines langfristigen Bewirtschaftungskonzepts und der zu dessen Realisierung eingesetzten Mittel als Freilandbetrieb bezeichnet werden kann (BGE 120 Ib 266 E. 2a S. 268 f.; BGE 116 Ib 131 E. 3a-d S. 134 ff.; 112 Ib 270 E. 3 S. 273, je mit Hinweisen).
c) Der Beschwerdegegner glaubt aus der j�ngsten Revision des Raumplanungsgesetzes etwas zu seinen Gunsten ableiten zu k�nnen. Zu Unrecht. Zwar wurde in der Volksabstimmung vom BGE 125 II 278 S. 2827. Februar 1999 eine Revision der vorliegend einschl�gigen Vorschriften des RPG angenommen. Im Hinblick darauf, dass noch nicht feststeht, wann das neue Recht in Kraft treten wird, dass die Ausf�hrungsvorschriften noch ausstehen und dass gesetzlich keine Vorwirkung vorgesehen ist, stehen die Rechtssicherheit und das berechtigte Vertrauen der Beteiligten in die Weitergeltung des zum Zeitpunkt der Einreichung des Bewilligungsgesuchs geltenden Rechts einer Vorwirkung der revidierten Vorschriften entgegen (vgl. BGE 119 Ia 254 E. 3b S. 259 f.; 116 Ia 207 E. 4a S. 214; H�FELIN/M�LLER, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Z�rich 1998, Rz. 280 ff.; PIERRE MOOR, Droit administratif, Bd. I, S. 181 f.). Dies gilt umso mehr, als die Frage der Zonenkonformit�t, die den Kern vorliegenden Rechtsstreits ausmacht, in der Verordnung n�her umschrieben werden soll (BBl 1996 III S. 532).
5. a) Es stehen drei verschiedene Bauvorhaben zur Diskussion: das Betriebsgeb�ude, der Ger�teunterstand sowie der Park- und Abstellplatz. Das Verwaltungsgericht hat sie nicht getrennt �berpr�ft, sondern hat seine Pr�fung auf die Bearbeitung der ausl�ndischen Kr�uter und damit auf das die R�sterei enthaltende Betriebsgeb�ude konzentriert. Nachdem das Verwaltungsgericht zum Schluss gekommen ist, die Bearbeitung von ausl�ndischen Kr�utern auf dem Gel�nde des Baugesuchstellers sei im vorgesehenen Ausmass zul�ssig, hat es die Zonenkonformit�t der drei Bauvorhaben gesamthaft bejaht. Gem�ss Art. 25 der Verordnung �ber die Raumplanung (SR 700.1) muss die Zonenkonformit�t jedoch f�r jedes einzelne Bauvorhaben vorhanden sein (EJPD/BRP, a.a.O., Art. 22 N. 8). Dies gilt unabh�ngig davon, dass die Nachbarn im vorliegenden Fall gegen die geplanten Bauvorhaben als Gesamtheit vorgegangen sind. Nachfolgend wird zun�chst auf das geplante Betriebsgeb�ude eingegangen.
b) Ob das Betriebsgeb�ude zonenkonform sei, ist unter zwei Aspekten zu untersuchen. Zum einen fragt es sich, ob der Nutzungszweck des Geb�udes einer landwirtschaftlichen Nutzung entspricht. Zum andern ist auch der Umstand von Bedeutung, dass im geplanten Betriebsgeb�ude nicht nur inl�ndische, sondern auch importierte Kr�uter bearbeitet werden sollen. Das Gebot der gesamthaften Betrachtungsweise erfordert, dass auch das Importgesch�ft in die Pr�fung einbezogen wird. Denn nach eigenem Kundtun des Baugesuchstellers k�nnte sein Betrieb gar nicht existieren, wenn er keine Kr�uter importieren d�rfte. Zudem h�ngen die Dimensionen BGE 125 II 278 S. 283des Betriebsgeb�udes nach den Angaben des Baugesuchstellers von der inl�ndischen Kr�uterproduktion w�hrend den Monaten mit h�chster Eigenproduktion, d.h. im Sommer, ab; diese Mengen sind jedoch umstritten.
c) Zun�chst interessiert, ob der Verarbeitungsvorgang, der im Betriebsgeb�ude vorgesehen ist, �berhaupt zonenkonform sei; diese Frage ist nicht gartenbauspezifisch, da es nicht um den Anbau, sondern um die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse geht, welcher Vorgang gleichermassen Landwirtschafts- als auch Gartenbaubetriebe betrifft. Wenn die Frage zu bejahen ist, gilt es zu untersuchen, ob das Betriebsgeb�ude zur Verarbeitung von ausl�ndischen Kr�utern errichtet werden darf bzw. ob die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang angenommenen Kr�utermengen stimmen.
Dabei ist die Zonenkonformit�t des Importgesch�fts nicht durch das Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 1994 pr�judiziert worden, da sich dieses nur auf die Zul�ssigkeit der beantragten Folientunnels zwecks Optimierung der Eigenproduktion bezog. Die Verarbeitung der importierten Kr�uter - die �brigens vom Baugesuchsteller nicht verheimlicht wurde - stand damals nicht zur Diskussion. Da ferner der Import der ausl�ndischen Kr�uter bis anhin keine Vergr�sserung der G�rtnerei in baulicher Hinsicht nach sich zog, wurde diese Nutzung den zust�ndigen kommunalen und kantonalen Raumplanungsinstanzen bisher auch nicht zur Bewilligung vorgelegt.
6. a) Im Betriebsgeb�ude mit einer Grundfl�che von 30 2 15 m und einer Gesamtnutzungsfl�che von 1' 300 m2 sollen gem�ss dem Betriebskonzept des Baugesuchstellers eine R�sterei sowie B�ro-, Sanit�r- und K�hlr�ume entstehen. Der geplante R�straum mit einer Fl�che von 180 m2 soll einerseits der R�st- und Verpackungsarbeit dienen und andererseits als Abstellfl�che genutzt werden. Neben den Arbeitsfl�chen ist f�r die Angestellten noch ein Aufenthalts- und Sanit�rraum vorgesehen. Der als Umschlagsplatz, nicht als Lagerplatz dienende K�hlraum soll durch einen solchen von 88 m2 ersetzt werden; f�r die Zwischenlagerung der geernteten Kr�uter bis zur Verarbeitung sowie f�r deren Zwischenlagerung bis zur Auslieferung sind gem�ss dem Betriebskonzept 70 m2 erforderlich. W�hrend den Sommermonaten werden zudem nach Angaben des Baugesuchstellers gr�ssere Mengen einzelner Kr�uter an Hotels und Verarbeitungsbetriebe geliefert, deren separate Verpackung zus�tzlichen Lagerraum in Anspruch nimmt. F�r B�roarbeiten wird zurzeit BGE 125 II 278 S. 284nebst dem bestehenden B�roraum von 3,6 m2 ein Baustellenwagen mit 10 m2 benutzt; geplant sind B�ror�umlichkeiten von 67 m2. Unter den verschiedenen R�umen des Betriebsgeb�udes kommt der R�sterei in raumplanungsrechtlicher Hinsicht die gr�sste Bedeutung zu. Denn das Betriebskonzept beruht auf dem Grundsatz der Konzentration s�mtlicher Arbeitsstufen auf dem Gel�nde der G�rtnerei: Es sollen die (inl�ndischen und importierten) Kr�uter am Standort der G�rtnerei verpackt, beschriftet und von dort aus an die Abnehmer geliefert werden. Der genannte Verarbeitungsprozess findet haupts�chlich in der R�sterei statt; im Verh�ltnis zu dieser kommt den weiteren vorgesehenen R�umlichkeiten, wie namentlich dem K�hlraum, nur Hilfsfunktion zu.
b) Das BRP unterscheidet zwischen der Gewinnung und der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wobei in der Landwirtschaftszone grunds�tzlich nur erstere T�tigkeit zul�ssig sei. Zwar seien nicht s�mtliche Schritte der Nachbearbeitung in der Landwirtschaftszone verboten. So sei das kurzfristige Lagern und das Abf�llen von Erzeugnissen in geeignete Gebinde, um sie an die n�chste Verarbeitungsstufe weiterzuleiten, nicht sehr zeit-, raum- und kapitalintensiv und auch nicht mit einer ins Gewicht fallenden Wertsch�pfung verbunden. Hingegen gehe es nicht an, s�mtliche Stufen der Aufbereitung, Veredelung und Lagerung der Produktion bis zur Lieferung an die Abnehmer - frisch, verpackt und beschriftet - als zonenkonform zu betrachten. Die geplante R�sterei erreiche in ihren Dimensionen (6 m2 pro Arbeitskraft, d.h. etwa 180 m2) ein Ausmass und erm�gliche eine Wertsch�pfung, die beide nicht mehr an der Zonenkonformit�t der Kr�uterproduktion teilhaben k�nnten. In der R�sterei finde eine eigenst�ndige, arbeitsintensive gewerbliche T�tigkeit mit hoher Wertsch�pfung statt, vergleichbar mit dem Waschen und Verpacken von Kartoffeln in Kilos�cke, dem Waschen, R�sten und Gefrieren von Tiefk�hlgem�se, dem Schlachten von Tieren, dem Verk�sen von Milch oder der Herstellung und Verpackung von Butter f�r den Handel.
c) Der Beschwerdegegner wendet ein, die geernteten Kr�uter w�rden weder einer Verarbeitung noch einer Veredelung unterzogen, sondern einzig in Folienbeutel oder in Klappschalen verpackt. Bei der Ernte werde darauf geachtet, dass die Kr�uter bereits in der Gr�sse gepfl�ckt w�rden, in der sie sp�ter verpackt und ausgeliefert w�rden. In grossen B�scheln geerntet bzw. in grossen S�cken transportiert, w�rden sie zerdr�ckt und entspr�chen den qualitativen Anforderungen der Abnehmer nicht mehr. Zudem k�nne der BGE 125 II 278 S. 285Erntevorgang durch das Verpacken vor Ort rationalisiert werden. In der R�sterei gehe es nur darum, die f�r die Packungseinheiten zu grossen Kr�uter abzutrennen. Dieser Vorgang sei weder zeit-, noch raum- noch kapitalintensiv. Auch wenn das Verpacken arbeitsintensiv sei, k�nne nicht von einer Aufbereitung oder Veredelung, geschweige denn von einer Wertsch�pfung die Rede sein. Im Vergleich dazu sei der Warenausschuss bei den importierten Kr�utern aufgrund der schlechten Transportbedingungen erheblich h�her. Die Importware sei ausserdem qualitativ deutlich schlechter. Die Beschriftung der einzelnen Folienbeutel und Klappschalen erfolge im gleichen Arbeitsgang wie das Verpacken; deren Ausgliederung an einen Ort ausserhalb der Landwirtschaftszone sei weder rationell noch verh�ltnism�ssig. Zudem w�rde bei einer nachtr�glichen Beschriftung eine erhebliche Verwechslungsgefahr bestehen. Schliesslich seien die vom BRP herangezogenen Beispiele mit dem vorliegenden Kr�uterverarbeitungsprozess nicht vergleichbar.
7. a) Wie dargestellt, beruht die Landwirtschaftszone auf dem Grundsatz der bodenabh�ngigen Nutzung. Zonenkonform sind in erster Linie Bauten und Anlagen, die f�r die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse erforderlich sind. Zur Gewinnung sind auch die Arbeitsvorg�nge und deren bauliche Vorrichtungen zu z�hlen, die mit der Produktion untrennbar verbunden sind, wie beispielsweise das Ernten, Pfl�cken, Melken, das Abf�llen von geeigneten Beh�ltern mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, das Abladen letzterer und deren Abtransport bis zum Ort der n�chsten Verarbeitung.
Vorliegend kann nicht gesagt werden, dass das grammweise Verpacken der Kr�uter in Folienbeutel und Klappschalen zur Produktion im umschriebenen Sinne geh�rt. Dies ergibt sich schon aus der Tatsache, dass f�r den G�rtnereibetrieb, der nach eigenem Kundtun des Baugesuchstellers gegenw�rtig mehr als 9 ha umfasst, die R�sterei nur an einem Ort vorgesehen ist. Das bedeutet, dass die Kr�uter von �berall her, auch von den entferntesten Parzellen bis zur geplanten R�sterei transportiert werden m�ssen, bevor sie der umstrittenen Bearbeitung unterzogen werden k�nnen. Damit steht fest, dass diese Verarbeitungsstufe, entgegen den Einwendungen des Beschwerdegegners, nicht zwingend auf dem Gel�nde der G�rtnerei, in unmittelbarer N�he zum Ernteort stattfinden muss: Wenn die Kr�uter schon zur R�sterei gebracht werden m�ssen, k�nnen sie auch zu einem Ort ausserhalb der Landwirtschaftszone transportiert werden.BGE 125 II 278 S. 286
Diese Sichtweise wird noch dadurch bekr�ftigt, dass - auch wenn der Kr�uterimport mit hohen Verlusten verbunden sein sollte - sogar Kr�uter aus anderen Kontinenten auf dem Gel�nde der G�rtnerei verarbeitet werden.
b) Es fragt sich, ob im Interesse einer zweckm�ssigen Bodenbewirtschaftung auch noch gewisse Verarbeitungs- und Verwertungsvorg�nge in der Landwirtschaftszone als zonenkonform betrachtet werden k�nnen.
In der Rechtsprechung ist der Aspekt der zul�ssigen Arbeitsstufen in der Landwirtschaftszone bis anhin wenig vertieft worden: In BGE 114 Ib 131 E. 3 S. 133 f. werden unter den Beispielen von Bauten und Anlagen mit dem erforderlichen Bezug zur Bodenbewirtschaftung nur St�lle, Scheunen, Silos und Einstellhallen aufgef�hrt, also Bauten, die mit der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen grunds�tzlich nichts zu tun haben. Im Entscheid vom 7. Mai 1987 i.S. Keel g. Gemeinde Flums liess das Bundesgericht die Frage offen, ob ein Bienenhonig-Schleuderraum erforderlich sei, da dieser ohnehin �berdimensioniert war (E. 3c). Im Entscheid vom 9. M�rz 1990 i.S. V. g. Gemeinde Andiast sch�tzte das Bundesgericht die kantonale Praxis, wonach zur Milchverarbeitung und f�r die allf�llige Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten sowie f�r gelegentliche �bernachtungen zwecks Betreuung der K�he nur eine zus�tzliche Kammer, jedoch kein freistehendes neues �konomiegeb�ude zul�ssig sei (E. 2c). Im Entscheid vom 16. Dezember 1991 i.S. BRP g. Gemeinde F�chy wurde darauf hingewiesen, dass K�hlr�ume, R�ume zur Vorbereitung und zur Herstellung von Apfelwein oder von Branntwein nicht zonenkonform sind, weil sie nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Bodenbewirtschaftung stehen.
In der Lehre werden Bauten und Anlagen zur Verarbeitung und Verwertung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen verschiedentlich als zonenkonform bezeichnet. Gefordert wird allerdings, der Verarbeitungs- oder Verwertungsvorgang m�sse einen direkten Zusammenhang mit der Bodennutzung durch einen bestimmten Landwirtschaftsbetrieb haben und arbeitstechnisch in enger Verbindung zur Bodenbewirtschaftung stehen (ULRICH ZIMMERLI, Was darf in der Landwirtschaftszone gebaut und umgebaut werden?, in: Bl�tter f�r Agrarrecht 25/1991 S. 7 f.; PETER MARKUS KELLER, Neubauten in der Landwirtschaftszone, Diss. Bern 1987, S. 39; ERICH ZIMMERLIN, Baugesetz des Kantons Aargau, 2. Aufl., Aarau 1985, N. 6a zu � 129; ablehnend CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der BGE 125 II 278 S. 287Bauzonen, Diss. Bern 1989, S. 179). Gem�ss der Doktrin liegt die Grenze dort, wo die Urproduktion als solche nicht mehr im Zentrum steht, sondern die Tierhaltung fast ganz bodenunabh�ngig betrieben wird, vorwiegend oder fast ausschliesslich mit Pflanzen gehandelt wird oder die Verarbeitung pflanzlicher Produkte eindeutig in den Vordergrund tritt, also der Betrieb industriellen oder gewerblichen Charakter annimmt (LEO SCH�RMANN, Zul�ssigkeit von Aufstockungsbetrieben in der Landwirtschaftszone, Rechtsgutachten zuhanden des Bundesamtes f�r Raumplanung, Bern 1990, S. 3 f.; ZIMMERLIN, a.a.O., N. 6a zu � 129). Das EJPD/BRP l�sst Lagerungs- und Verarbeitungsbetriebe der Landwirtschaft in der Landwirtschaftszone nur in beschr�nktem Mass zu: Solche Betriebe h�tten in der Landwirtschaftszone �nicht immer� ihren Platz. Vielmehr w�rden sie ins Dorf geh�ren. Als Richtschnur sei dabei die arbeitstechnische Klammer zwischen Bodenbewirtschaftung und Verarbeitung oder Lagerung zu betrachten: Je schw�cher diese, desto schw�cher auch die M�glichkeit, die entsprechenden Bauwerke als landwirtschaftlichen Regelbau zu behandeln (EJPD/ BRP, a.a.O., Art. 16 N. 21, vgl. auch N. 22).
c) Ob die genannte Ausdehnung der zul�ssigen Nutzungen von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone auf gewisse Verarbeitungs- und Verwertungsvorg�nge dem Sinn und Zweck von Art. 16 und Art. 22 RPG entspricht, kann offen bleiben. Denn die umschriebene, allemal erforderliche hinreichend enge Beziehung des Betriebsgeb�udes zur Bodenbewirtschaftung fehlt im zu beurteilenden Fall.
Der grosse Platzbedarf, den das Verpacken der Kr�uter auf dem Gel�nde der G�rtnerei erfordert - auch wenn man zu diesem Zweck nur die R�sterei und den K�hlraum ber�cksichtigt, sind es 268 m2 -, stellt entgegen der Meinung des BRP f�r sich allein keinen massgeblichen Entscheidungsfaktor dar; in dieser Hinsicht gen�gt, dass das Bauvorhaben im Verh�ltnis zum geplanten (zonenkonformen) Nutzungszweck nicht �berdimensioniert ist. Denn die Landwirtschaftszone wird nicht in erster Linie durch Mass-, sondern durch Nutzungsvorschriften geregelt.
Von Bedeutung ist hier vielmehr die fehlende Hilfsfunktion, die arbeitsorganisatorische Eigenst�ndigkeit sowie die hohe Wertsch�pfung der umstrittenen Kr�uterverarbeitung. Zwischen dem Verpacken der Kr�uter und der Bodenproduktion besteht nur ein loser, mittelbarer Zusammenhang. Im Verh�ltnis zum Anbau und zur Ernte stellt die genannte Arbeitsstufe - ob man das Beschriften BGE 125 II 278 S. 288hinzuz�hlt oder nicht - einen wohl gleichwertigen sowie einen arbeitstechnisch davon losgel�sten Vorgang dar, der von unterschiedlichen Arbeitskr�ften durchgef�hrt werden k�nnte. Die umstrittene Verarbeitungsstufe nimmt eine wichtige Position in der gesamten Produktionskette ein, da der hohe Marktwert der umgesetzten Kr�uter nicht zuletzt darauf zur�ckzuf�hren ist, dass die Kr�uter in kleinen Portionen konsumentengerecht verpackt und beschriftet werden und frisch auf den Markt kommen.
Es kann demgegen�ber nicht gesagt werden, die Verlegung dieser Verarbeitungsstufe in ein Siedlungsgebiet verhindere die gleiche Produktqualit�t, und zwar umso weniger als feststeht, dass die Kr�uter bereits nach dem geltenden Betriebskonzept von den verschiedenen angebauten Parzellen bis zum aktuellen Verpackungsort zum Teil �ber l�ngere Strecken transportiert werden m�ssen. Der relativ kleine Mehraufwand in zeitlicher und arbeitstechnischer Hinsicht, der durch die Verl�ngerung des Transportwegs entst�nde, vermag hier eine Abweichung vom Grundsatz der Bodenabh�ngigkeit der Nutzung der Landwirtschaftszone jedenfalls nicht zu rechtfertigen, zumal dieser Mehraufwand nur die angebauten Kr�uter, also nur etwa die H�lfte der Gesamtproduktion betr�fe. Dabei ist daran zu erinnern, dass rein wirtschaftliche Interessen an einer Baute oder Anlage in der Landwirtschaftszone nicht massgeblich sind (BGE 121 II 67 E. 3c S. 71, mit Hinweisen). Eine Verlegung der R�sterei an einen in einer Bau- oder Spezialzone gelegenen Ort ausserhalb der Landwirtschaftszone ist dem Baugesuchsteller im Licht dieser �berlegungen ohne weiteres zuzumuten. Dessen Einwendungen beziehen sich im �brigen ausschliesslich auf die technische Notwendigkeit, das Verpacken auf dem Gel�nde der G�rtnerei auszuf�hren. Dieses Argument vermag aus den genannten Gr�nden jedoch nicht zu �berzeugen.
d) Die R�sterei, welche die Hauptnutzung des Betriebsgeb�udes darstellt, ist somit nicht zonenkonform. Ob die sonstigen R�umlichkeiten des Betriebsgeb�udes (B�ro-, Sanit�r- und Aufenthaltsr�ume) einer zonenkonformen Nutzung dienen, ist nicht zu pr�fen: Aufgrund ihrer rein akzessorischen Bedeutung in arbeitsorganisatorischer Hinsicht teilen sie das rechtliche Schicksal der R�sterei. Unter diesen Umst�nden er�brigt sich ebenfalls zu pr�fen, ob dem Betriebsgeb�ude �berwiegende �ffentliche Interessen entgegenstehen. Dieses Bauvorhaben kann somit in seiner jetzigen Ausgestaltung unter Betrachtung des langfristigen Bewirtschaftungskonzepts der G�rtnerei und der zu dessen Realisierung eingesetzten BGE 125 II 278 S. 289Mittel nicht als Bestandteil eines Freilandbetriebs gelten. Es erf�llt die Anforderungen f�r Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone nicht.
e) Unter diesen Umst�nden er�brigt sich zu pr�fen, ob die Sachverhaltsfeststellung durch das Verwaltungsgericht rechtm�ssig war bzw. ob das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrer verletzt wurde. Ebenso wenig ist zu pr�fen, ob und allenfalls in welchem Ausmass die Verarbeitung ausl�ndischer Kr�uter im geplanten Betriebsgeb�ude zonenkonform ist (vgl. oben E. 5c).
Art. 25 der Verordnung �ber die Raumplanung (SR 700.1)

References: art. 16
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 16
 Art. 22
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 16
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 25
 Art. 22
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 22
 BGE 
 BGE 

Art. 25