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Timestamp: 2019-07-24 06:04:03+00:00

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BGH, 12.05.2011 - 4 StR 699/10 - dejure.org
BGH, 12.05.2011 - 4 StR 699/10
https://dejure.org/2011,8295
BGH, 12.05.2011 - 4 StR 699/10 (https://dejure.org/2011,8295)
BGH, Entscheidung vom 12.05.2011 - 4 StR 699/10 (https://dejure.org/2011,8295)
BGH, Entscheidung vom 12. Mai 2011 - 4 StR 699/10 (https://dejure.org/2011,8295)
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§ 176 Abs 4 Nr 1 StGB, § 184g Nr 2 StGB
Sexueller Missbrauch von Kindern: Auslegung der Legaldefinition der sexuellen Handlung vor einem anderen
Die Wahrnehmung der sexuellen Handlung durch das Tatopfer ist Voraussetzung für die Annahme einer sexuellen Handlung im strafrechtlichen Sinne
LG Paderborn, 28.10.2010 - 5 KLs 27/10
NStZ 2011, 633
StV 2012, 667
BGH, 21.11.2013 - 2 StR 459/13
Um eine vom Gesetzgeber nicht beabsichtigte Ausdehnung der Strafbarkeit zu vermeiden, hat der Bundesgerichtshof die Regelung der § 176 Abs. 4 Nr. 1, § 184g Nr. 2 StGB aber insoweit einengend ausgelegt, als für die Annahme einer sexuellen Handlung vor einem Kind über deren Wahrnehmung durch das Tatopfer hinaus erforderlich ist, dass der Täter das Kind so in das sexuelle Geschehen einbezieht, dass für ihn die Wahrnehmung der sexuellen Handlung durch das Tatopfer von handlungsleitender Bedeutung ist (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2004 - 4 StR 255/04, BGHSt 49, 376, 381; Urteil vom 12. Mai 2011 - 4 StR 699/10, NStZ 2011, 633; offen gelassen von BGH, Beschluss vom 13. November 2012 - 3 StR 370/12, NStZ 2013, 278).
BGH, 13.11.2012 - 3 StR 370/12
Erforderlich soll vielmehr sein, dass der Täter das Kind in der Weise in das sexuelle Geschehen einbezieht, dass für ihn gerade die Wahrnehmung der sexuellen Handlung durch das Kind von Bedeutung ist (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2004 - 4 StR 255/04, BGHSt 49, 376, 381; Urteil vom 12. Mai 2011 - 4 StR 699/10, NStZ 2011, 633).
Um eine vom Gesetzgeber nicht beabsichtigte Ausdehnung der Strafbarkeit zu vermeiden, hat der Bundesgerichtshof die Regelung der § 176 Abs. 4 Nr. 1, § 184g Nr. 2 StGB aber insoweit einengend ausgelegt, als für die Annahme einer sexuellen Handlung vor einem Kind über deren Wahrnehmung durch das Tatopfer hinaus erforderlich ist, dass der Täter das Kind so in das sexuelle Geschehen einbezieht, dass für ihn die Wahrnehmung der sexuellen Handlung durch das Tatopfer von handlungsleitender Bedeutung ist (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2004 - 4 StR 255/04, BGHSt 49, 376, 381; Urteil vom 12. Mai 2011 - 4 StR 699/10, NStZ 2011, 633; Senatsbeschluss vom 21. November 2013 - 2 StR 459/13; offen gelassen von BGH, Beschluss vom 13. November 2012 - 3 StR 370/12, NStZ 2013, 278).
BGH, 06.05.2015 - 4 StR 89/15
Strafaussetzung zur Bewährung (Anforderung an die Begründung: positive …
Ihm kommt bei der Beurteilung der Prognose nach § 56 Abs. 1 StGB ein weiter Beurteilungsspielraum zu, in dessen Rahmen das Revisionsgericht jede rechtsfehlerfrei begründete Entscheidung hinzunehmen hat (BGH, Urteil vom 12. Mai 2011 - 4 StR 699/10, Rn. 11 mwN).

References: § 176
 § 184
 § 176
 § 184
 § 176
 § 184
 § 56