Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20282/91
Timestamp: 2020-02-19 12:34:52+00:00

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BGH, 03.02.1994 - I ZR 282/91 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1022
BGH, 03.02.1994 - I ZR 282/91 (https://dejure.org/1994,1022)
BGH, Entscheidung vom 03.02.1994 - I ZR 282/91 (https://dejure.org/1994,1022)
BGH, Entscheidung vom 03. Februar 1994 - I ZR 282/91 (https://dejure.org/1994,1022)
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Warenausstattung - Irreführendes Warenzeichen - Handelshemmnis - Nationales Irreführungsverbot - Berufung - Interessenabwägung - Wareneigenschaft - Vertriebsweise - Zurückverweisung
Irreführungsverbot und freier Warenverkehr - Grand Marnier
EWG-Vertrag Art. 177 Abs. 3; UWG § 3
Zulässigkeit einer Vorlage an den EUGH zur Beurteilung der Vereinbarkeit eines nationalen Irreführungsverbots mit Art. 30 EWGV
MDR 1994, 901
GRUR 1994, 519
GRUR Int. 1994, 960
EuZW 1994, 411
DB 1994, 1616
Da die tatsächlichen Voraussetzungen eines Eigentumserwerbs der Klägerin ebenso wenig geklärt sind wie die Herkunft des von der U. verarbeiteten Materials, könnte der Gerichtshof der Europäischen Union über eine ihm nicht obliegende gutachtliche Beantwortung abstrakter Rechtsfragen hinaus nicht sinnvoll zur Auslegung des EAG-Vertrages Stellung nehmen (…so auch EuGH, Urt. v. 21. Februar 2006 - Rs. C-152/03, H.J. Ritter-Coulais u.a. gegen Finanzamt Germersheim, Slg. 2006, I-1711 Tz. 15; v. 30. September 2003 - Rs. C-167/01, Inspire Art Ltd, Slg. 2003, I-10155 Tz. 45; vgl. auch BGH, Urt. v. 3. Februar 1994 - I ZR 282/91, GRUR 1994, 519, 520 f.).
b) Im vorliegenden Fall hat der Senat von einer Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften abgesehen, da es sinnvoll erscheint, zunächst weitere tatrichterliche Feststellungen zu der Frage zu treffen, ob die Unterscheidungskraft vorliegend auf der Grundlage der vom Senat für geboten erachteten geringeren Anforderungen - wie sie in den angeführten Vorlagebeschlüssen zum Ausdruck kommen - überhaupt zu bejahen wäre (vgl. BGH, Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 282/91, GRUR 1994, 519, 521 = WRP 1994, 533 - Grand Marnier;… Urt. v. 11.5.1995 - I ZR 111/93, GRUR 1995, 808, 809 - P3-plastoclin;… Urt. v. 20.10.1999 - I ZR 86/97, GRUR 2000, 727, 729 = WRP 2000, 628 - Lorch Premium).
Ohne die Feststellung, ob für "Lorch Premium" und "Linie Prestige" überhaupt Markenschutz entstanden und die Marke nicht irreführend nach Art. 40 Abs. 2 WeinbezeichnungsVO ist, ist eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften nicht sinnvoll (vgl. BGH, Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 282/91, GRUR 1994, 519, 521 = WRP 1994, 533 - Grand Marnier;… Urt. v. 11.5.1995 - I ZR 111/93, GRUR 1995, 808, 809 - P3-plastoclin).
Es hat bei der in einem solchen Falle gebotenen Interessenabwägung, von deren Ergebnis bereits die Beantwortung der Frage abhängt, welchen Umfang ein "nicht unerheblicher Teil" des Verkehrs im Sinne des § 3 UWG im konkreten Einzelfall haben muß (BGH, Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 282/91, GRUR 1994, 519, 521 - Grand Marnier;… vgl. auch Teplitzky in Festschrift Vieregge, 1995, S. 853, 857), auch nicht alle Besonderheiten des Streitfalls berücksichtigt.
Da der Auftrag nämlich später erheblich geändert bzw. erweitert wurde, bedurfte es zur Einhaltung der Schriftform nach § 51 a Abs. 1 Nr. 1 BRAGO der Wahrung der Schriftform für die Ergänzung, jedenfalls was die Einbeziehung der Haftungsbeschränkungsklausel anging ( vgl BGH WM 1992, 292 f; NJW 1994, 2030 f).

References: Art. 177
 § 3
 EUGH 
 Art. 30
 Art. 40
 § 3
 § 51
 BGH