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Timestamp: 2019-11-13 08:29:46+00:00

Document:
News, Steuerberater Brandenburg
Wissenswertes aus der Finanzbuchhaltung, Steuern & Digitalisierung
Fristverlängerung für die Umrüstung von elektronischen Registrierkassen auf den 30.09.2020
Ab dem 1.1.2020 müssen alle elektronischen Registrierkassen mit einer zertifizierten technische Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgerüstet sein. Es soll für die Sicherheitseinrichtungen ein Zertifikat geben, das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vergeben wird. Bis jetzt ist jedoch keine entsprechende Sicherheitseinrichtung auf dem Markt. Mit einem Beschluss auf Bund-Länder-Ebene hat sich die Finanzverwaltung auf eine zeitlich befristete Nichtbeanstandungsregelung bis 30.9.2020 verständigt.
Kassen, die nicht mehr nachgerüstet werden können, müssen bis zum 31. Dezember 2022 ersetzen werden.
Davon unberührt bleiben ab Anfang 2020 zwei neue Pflichten:
eine Meldepflicht für die elektronischen Kassen beim Finanzamt
und die Pflicht, für jeden Kassenvorgang einen Beleg auszugeben
Spätestens bis zum 14.09.2019 tritt die zweite Stufe der Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD2) in Kraft.
Wie Sie jedoch sicherlich in der Presse mitverfolgt haben, läuft die Einführung aktuell nicht reibungslos und auf Grund der Mängel an den bereitgestellten Schnittstellen musste die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits eingreifen.
Auf Grund der aktuellen Situation rechnen wir mit erheblichen Einschränkungen bei der automatischen Umsatzaktualisierung im ADDISON OneClick Online-Banking während der Umstellungsphase auf die neuen PSD2-konformen Schnittstellen und die starke Kundenauthentifizierung.
Durch die Einführung der starken Kundenauthentifizierung ergibt sich dringender Handlungsbedarf für uns und unsere Mandanten. Spätestens ab dem 14.09.2019 müssen unsere Mandanten mindestens alle 90 Tage (banken- und schnittstellenabhängig) eine starke Kundenauthentifizierung bei ihren Bankkonten durchführen. Dies gilt selbst dann, wenn nur Kontoumsätze abgerufen werden. Die erstmalige starke Kundenauthentifizierung für den Abruf der Kontoumsätze muss bereits ab dem 14.09.2019 erfolgen.
Für unsere Mandanten planen wir deshalb folgendes:
· Benachrichtigungs-E-Mail
Soweit Konten offline sind bzw. eine erneute starke Kundenauthentifizierung erforderlich ist, werden wir unsere Mandanten frühzeitig per E-Mail über die in ADDISON OneClick hinterlegte E-Mail- Adresse benachrichtigt. Die Benachrichtigung enthält eine Beschreibung der erforderlichen Schritte.
· Aufgabenliste im ADDISON OneClick Online-Banking
Innerhalb des ADDISON OneClick Online-Bankings wird auf der Startseite zukünftig eine Aufgabenliste für unsere Mandanten verfügbar sein, die für jede Bankverbindung die notwendigen Schritte aufführt. Unterstützung erhalten unsere Mandanten hier durch Detailbeschreibungen und den Aufruf der entsprechenden Programmpunkte.
Weitere Informationen stellt unser Systemhaus und Softwaredienstleister hier https://www.addison.de/psd2-mandanten für Sie bereit.
Hilfestellungen und Hinweise zum Portal finden Sie unter den Links Tutorials und Schelleinstiege.
Für Ihre mobilen Geräte verwenden Sie bitte folgende Apps:
Diese wird für die Kommunikation zwischen Kanzlei und Mandant verwendet.
ADDISON OneCLick MobileReports
Mit dieser App haben Sie Zugriff auf Ihre Auswertungen.
Diese App ist für Ihre Mitarbeiter. Hierüber werden die Lohnauswertungen aus unserem Hause direkt an Ihre Mitarbeiter versandt.
Update:Der Umstellungstermin steht ❗
am 03.07.2019 steht unser Kanzleiportal aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Arbeitsplanung. Neben verschiedenen technischen Umstellungen werden auch Teile der Oberfläche modernisiert.
Für Rückfragen über die Schnelleinstiege auf unserer Webseite hinaus stehen wir gern wie gewohnt zur Verfügung.
Umstellung auf OneClick Portal 3.0
Der vorläufige Umstellungszeitpunkt auf das Portal 3.0 ist von unserem Systemhaus auf den 03.07.2019 terminiert. Die Umstellung unserer Kanzlei-und Mandantenportale wird über Nacht erfolgen.
Einheitliche Erstausbildung bei Bachelor- und Masterstudium
Ein Bachelor- und ein anschließendes Masterstudium stellen auch dann eine einheitliche Erstausbildung dar, wenn die beabsichtigte Aufnahme des Masterstudiums nicht unmittelbar nach dem Bachelorabschluss bei der Familienkasse angezeigt wurde.
Das FG hat entschieden, dass eine erstmalige Berufsausbildung noch nicht mit dem Bachelorabschluss beendet ist. Eine erstmalige Berufsausbildung müsse nicht bereits "mit dem ersten (objektiv) berufsqualifizierenden Abschluss erfüllt sein". Entscheidend seien das angestrebte Berufsziel und ob sich der erste Abschluss als integrativer Bestandteil eines einheitlichen Ausbildungsganges darstelle. Das angestrebte Berufsziel einschließlich des damit erforderlichen Ausbildungsabschlusses müsse spätestens zum Zeitpunkt des Abschlusses der ersten Ausbildungsmaßnahme feststehen.
FG Baden-Württemberg, Urteil v. 16.1.2018, 6 K 3796/16
Wartungsarbeiten vom 04.05. - 02.06.2019
Für Ihr ADDISON OneClick Portal müssen kurzfristig Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Diese führen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit des ADDISON OneClick Portals.
Die Wartungsarbeiten werden an folgenden Wochenenden durchgeführt:
04./ 05.05.2019
11./ 12.05.2019
18./ 19.05.2019
25./ 26.05.2019
01./ 02.06.2019
Die Wartungsarbeiten finden jeweils ab Samstag, ca. 16 Uhr bis Sonntag, ca. 10 Uhr statt. Danach ist ADDISON OneClick wieder wie gewohnt verfügbar. In Ausnahmefällen kann es ggf. noch zu Einschränkungen kommen. Dies aber maximal bis jeweils Montag, ca. 5 Uhr. Da die Wartungsarbeiten gestaffelt durchgeführt werden, ist Ihr Zugang nur an einem der genannten Wochenenden nicht verfügbar. Eine genaue Detailinformation ist leider nicht möglich. Wir danken Ihnen im Voraus für Ihr Verständnis.
Die Auswertungs-App "Auf einem Blick" -"MOBILE Reports"
Das Layout der MOBILE Reports wurde, im Zuge des kommenden Upgrades des OneClick Portal 3.0, komplett neu gestaltet und an moderne Designvorgaben angepasst. Mit der Zielsetzung die Bedienerfreundlichkeit auf Smartphone, Tablet oder PC weitervoran zu treiben, wurde das Kacheldesign optimiert. Auch die Funktion der "Was wäre wenn" BwA ist weiterhin enthalten und wurde dem neuen Layout angepasst.
Sie stehen unseren Mandanten ab sofort zur Verfügung.
Auch die älteren Auswertungen wurden automatisch dem neuen Layout umgestellt.
Wir wünschen all unseren Mandanten weiterhin viel Spaß und Erfolg.
Das neue ADDISON OneClick Online-Banking
Freischaltung ab: 22.11.2018
/.cm4all/uproc.php/0/Dokumente/PDF/was%20ist%20neu%20am%20onlinbanking.pdf?_=16730135e78&cdp=a
Durch die Neufassung der Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD II) ergeben sich weitreichende Änderungen bei allen Banking-Providern – das betrifft vor allem die notwendige Zulassung der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zur Erbringung regulierter Zahlungsauslöse- (ZAD) und Kontoinformationsdienste (KID). Aufgrund dieser Änderungen ist es erforderlich, dass alle Mandanten, für die das ADDISON OneClick Online-Banking freigeschaltet ist, ihre Bankdaten nochmals neu erfassen müssen. Dieser Schritt dient aber auch dazu, weitere Services, wie z. B. die Möglichkeit der Sammelüberweisungen oder die Verknüpfung mit PayPal-Konten, zu ermöglichen.
Um die Umstellung komfortabel und intuitiv zu gestalten, haben wir einen Assistenten entwickelt, der Sie durch den Prozess führt und die Notwendigkeit dieses Schrittes erläutert. Dieser Assistent erscheint unmittelbar nach dem Aufruf des ADDISON OneClick Online-Bankings (kann bei Bedarf aber „weggeklickt“ werden).
Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei dieser Umstellung. Rufen Sie uns an, dann vereinbaren wir kurzfristig einen Termin.
Für die neuen Funktionen stehen Ihnen zusätzlich Schnelleinstiege zur Verfügung, die direkt aus einem neuen, intuitiven Hilfecenter aufgerufen werden können. Sie finden diese auch unter folgenden Link: https://hilfecenter.addisononeclick.de
Das BMF hat das Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2019 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind, veröffentlicht.
Oft werden wir nach der richtigen Steuerklasse gefragt, da die Wahl oft nicht leichtfällt. Wann ist Beispielsweise welche Steuerklassen-kombination von Vorteil?
Das Merkblatt stellt die verschiedenen Steuerklassen und das Faktorverfahren vor. Außerdem werden auch die Auswirkungen der Steuerklassenwahl oder des Faktorverfahrens erklärt und Hinweise zur Antragstellung gegeben Das Merkblatt ist auf der Homepage des BMF abrufbar.
OneClick Vers. 3.0 roll-out
Die Pilotphase für das roll-out der OneClick Version 3.0 endet zum 31.12.2018. Im Ersten Quartal 2019 werden dann alle weiteren Kunden, Mandanten und deren Mitarbeiter auf die neue Version umgestellt.
Trotzdem werden auch noch in diesem Jahr zwei Neuerungen umgesetzt.
Mandanten, die im Portal die Banking App benutzen, werden voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember von uns angeschrieben. Im Zuge der neuen EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD II wird Figo durch FinApi zum 31.12.2018 abgelöst. Für die Umstellung in One Click ist eine erneute Registrierung erforderlich.
Mandanten, die im Portal die App Angebot und Rechnung benutzen, werden von uns angeschrieben. Diese App wird durch die Online Buchhaltungsapp „Sev Desk“ ersetzt. Alle Ihre Daten werden in die neue App automatisch übertragen. Sie werden von uns vor dem Umstellungstermin benachrichtigt.
Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenkasse als Beitragsrückerstattung
Nach der aktuellen Verwaltungsauffassung liegt bei einer Bonuszahlung durch die gesetzliche Krankenkasse nur dann keine Beitragsrückerstattung nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG vor, wenn nach den konkreten Bonusmodellbestimmungen durch den Versicherten vorab Kosten für zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen aufgewendet werden müssen, die anschließend aufgrund eines Kostennachweises erstattet werden.
Weiterhin offen ist jedoch die steuerliche Behandlung von Leistungen aus Bonusprogrammen, die in Form von pauschalen Zahlungen bzw. Sachprämien von der Krankenkasse dem Versicherten zufließen wie Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten.
Krankenkassen bieten ihren Kunden oftmals Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten nach § 65a SGB V an. Die Krankenkassen können dabei selbst bestimmen, welche Leistungen prämiert werden. In der Regel sind dies Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, gesunde Ernährung, sportliche Aktivitäten und weitere Maßnahmen die das gesundheitsbewusste Verhalten von Versicherten unterstützen.
Einheitliche EU-Regelung für Gutscheine ab 2019
Die umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen wird ab 2019 durch die Richtlinie (EU) 2016/1065 vom 27.6.2016 EU-einheitlich geregelt.
Die betreffenden Regelungen gelten für nach dem 31.12.2018 ausgestellte Gutscheine. Nach derzeitiger Rechtslage (bis zum 31.12.2018) entsteht die Umsatzsteuer bei sog. Einzweck-Gutscheinen erst in dem Monat, in dem die steuerpflichtige Leistung ausgeführt wird.
Rechtslage ab 2019: Definition der Begriffe "Einzweck- und Mehrzweck-Gutschein"
Danach ist ein Einzweck-Gutschein ein Gutschein, bei dem der Ort der Lieferung der Gegenstände und die für diese Gegenstände geschuldete Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Gutscheinausstellung feststehen. Daher wird zu diesem Zeitpunkt bereits die eigentliche Leistung ausgeführt. Daher lösen die spätere Einlösung und die Übergabe der Gegenstände keine umsatzsteuerlichen Folgen aus.
Nach der Richtlinie liegt ein Mehrzweck-Gutschein vor, wenn er nicht als Einzweck-Gutschein zu qualifizieren ist.
Beispiel Einzweck-Gutschein
Bäcker Klaus Klein stellt einen Gutschein über 10 belegte Brötchen aus. Bei Ausgabe des Gutscheins an den Kunden vereinnahmt er das Entgelt.
Folge: Da sowohl Leistung als auch der leistende Unternehmer hinreichend konkretisiert sind, ist die Umsatzsteuer in dem Monat fällig, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Nach Auffassung der Finanzverwaltung liegt insoweit eine Anzahlung vor.
Demgegenüber entsteht die Umsatzsteuer bei sog. Mehrzweckgutscheinen erst bei Einlösung des Gutscheins.
Beispiel Mehrzweck-Gutschein
Die Bäckereikette X stellt einen Gutschein über Backwaren aus. Der Gutschein ist in allen Filialen der Bäckereikette einzulösen.
Folge: Der leistende Unternehmer ist nicht hinreichend bestimmt. Die Umsatzsteuer entsteht folglich erst bei Einlösung des Gutscheins.
Gegenüber dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV) hat sich das BMF zur Buchung von EC-Karten-Umsätzen in der Kassenführung schriftlich geäußert.
Nach Abstimmung mit den Finanzministerien der Länder gilt nunmehr Folgendes:
"…Die Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch stellt, …, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft einen formellen Mangel dar, da im Kassenbuch lediglich Barbewegungen zu erfassen sind. Sinn und Zweck eines Kassenbuches ist die Dokumentation des jeweils aktuellen Barbestands der Kasse.
Das Kassenbuch soll einen Überblick über den Bargeldbestand des Steuerpflichtigen ermöglichen. Hierfür soll es so beschaffen sein, dass der Sollbestand jederzeit mit dem Istbestand verglichen werden kann, um so eine jederzeitige Kassensturzfähigkeit herzustellen. Wie bereits in dem Schreiben vom 16.8.2017 ausgeführt, ist die steuerrechtliche Würdigung des Sachverhaltes in der Folge vom Einzelfall abhängig. Werden die ursprünglich im Kassenbuch erfassten EC-Karten-Umsätze z. B. in einem weiteren Schritt gesondert kenntlich gemacht oder sogar wieder aus dem Kassenbuch auf ein gesondertes Konto aus- bzw. umgetragen, so ist - obwohl die zunächst fälschlich in das Kassenbuch aufgenommenen EC-Karten-Umsätze weiterhin einen formellen Mangel darstellen - weiterhin die Kassensturzfähigkeit der Kasse gegeben.
Die (zumindest zeitweise) Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch ist ein formeller Mangel, der bei der Gewichtung weiterer formeller Mängel im Hinblick auf eine eventuelle Verwerfung der Buchführung nach § 158 AO regelmäßig außer Betracht bleibt. Voraussetzung ist, dass der Zahlungsweg ausreichend dokumentiert wird und die Nachprüfbarkeit des tatsächlichen Kassenbestandes jederzeit besteht. …"
Das Bundeskabinett hat am 27.6.2018 den Regierungsentwurf eines "Gesetzes zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen" beschlossen.
Die Maßnahmen im Gesetzentwurf, die in 2 zeitlichen Stufen (2019 und 2020) entlastende Wirkung entfalten sollen, bestehen aus einer Kindergelderhöhung, höheren Grundfreibeträgen und höheren Kinderfreibeträgen. Hinzu kommt eine Entlastung mittlerer und unterer Einkommen bei der "kalten Progression".
Ab dem Monat Juli 2019 soll für jedes Kind 10 EUR mehr Kindergeld ausgezahlt werden.
- Erstes Kind von 194 EUR auf 204 EUR
- Zweites Kind von 194 EUR auf 204 EUR
- Drittes Kind von 200 EUR auf 210 EUR
- Jedes weiteres von Kind 225 EUR auf 235 EUR
Der Kinderfreibetrag wird für den VZ 2019 für jeden Elternteil auf 2.490 EUR (insgesamt 4.980 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.620 EUR) erhöht. Die steuerliche Entlastungswirkung der Erhöhung des Kinderfreibetrags um jeweils 96 EUR (insgesamt 192 EUR) entspricht dem Jahresbetrag der Kindergelderhöhung (60 EUR).
Für den VZ 2020 wird der Kinderfreibetrag erneut erhöht, um der Kindergelderhöhung zu entsprechen, die sich im Jahr 2020 mit insgesamt 120 EUR pro Kind erstmals auf das gesamte Jahr auswirkt. Der Kinderfreibetrag wird dann für jeden Elternteil auf 2.586 EUR (insgesamt 5.172 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.812 EUR) erhöht.
Der Grundfreibetrag soll von 9.000 auf 9.168 EUR (2019) und 9.408 EUR (2020) steigen, ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen. Um der "kalten Progression" zu begegnen, werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die VZ 2019 (1,84 %) und 2020 (1.95 %) nach rechts verschoben.
Die Frage der Zuordnung von Auftragsverhältnissen in die Auftragsverarbeitung oder in die Funktionsübertragung, bei der Übermittlung von personenbezogenen Daten, stellt unseren Mandanten sehr oft vor Schwierigkeiten.
Steuerberater und ihre Gehilfen unterliegen eigenen bereichsspezifischen Berufsvorschriften nach dem Steuerberatungsgesetz bzw. ihrer Berufsordnung, die u.a. die besondere Vertrauensbeziehung zu ihren Mandanten absichern sollen. So legt § 57 Abs. 1 StBerG den Steuerberatern auf, ihre Tätigkeit im Rahmen ihres Auftrages unabhängig und eigenverantwortlich zu erbringen. Ihre Berufsordnung fordert, dass sie keine Bindungen eingehen dürfen, die ihre berufliche Entscheidungsfreiheit gefährden können.
Besteht der eigentliche Hauptzweck der Dienstleistungen in der Erfüllung einer über die Verarbeitung personenbezogener Daten hinausgehenden Gesamtaufgabe, unterliegt der „Auftragnehmer“ nicht dem Vierten, sondern dem dritten Abschnitt des Bundesdatenschutzgesetzes, weil er die durch den „Auftraggeber“ übermittelten Daten nur als Hilfsmittel für die Erfüllung eines weitergehenden Auftragszweckes verarbeitet.
Grundsätzliche Voraussetzungen dafür sind:
· Entscheidungsbefugnis des Dienstleisters bei der Auswahl der Daten und wie er diese verwendet
· Selbständige Erledigung der Aufgabe ohne weiteren Einfluss des Auftraggebers
· Die Dienstleistung geht über eine weisungsabhängige (technische) Datenverarbeitung hinaus
· Rechte zur Nutzung der Daten für eigene Zwecke bestehen und der Auftragnehmer ein Eigeninteresse an der Datenverarbeitung hat
Sonderfall: Abrechnung von Lohn und Gehalt:
Es ist stets im Einzelfall zu prüfen, ob die ausgelagerte Tätigkeit eine weisungsabhängige Ausführung von Hilfstätigkeiten nach § 11 BDSG oder die Übernahme einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Aufgabe i.S.v. § 57 StBerG (sog. Funktionsübertragung) darstellt. In der Regel kann für den Bereich Lohn- und Gehaltsabrechnung von einer Funktionsübertragung ausgegangen werden.
Bayern möchte, dass sich das Kindergeld für im EU-Ausland lebende Kinder nach der Kaufkraft des jeweiligen Landes richtet. Dies sieht ein Gesetzesantrag vor, den das Land am 8.6.2018 im Bundesrat vorgestellt hat.
Die gegenwärtige Regelung, wonach das Kindergeld in gleicher Höhe auch an Kinder ausgezahlt wird, die in anderen europäischen Mitgliedstaaten leben, führt nach Ansicht Bayerns oftmals zu Missverhältnissen. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn die Kinder in Ländern mit deutlich geringeren Lebenshaltungskosten leben. Die Höhe des deutschen Kindergeldes sei dann unverhältnismäßig. Dies widerspreche einer gerechten Lastenverteilung zwischen den europäischen Mitgliedstaaten.
Bayern schlägt deshalb vor, die Kindergeldbeträge künftig nur noch in der Höhe zu zahlen, die nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaates des Kindes notwendig und angemessen sind.
Die Diskussion um die Höhe des Kindergeldes im europäischen Ausland ist nicht neu. Bundesfinanzminister Schäuble hatte sich in der letzten Legislaturperiode für eine entsprechende Änderung auf EU-Ebene ausgesprochen. Die EU-Kommission lehnte den Vorstoß jedoch ab.
Nach der Vorstellung im Plenum wurde der Gesetzesantrag zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse überwiesen. Sobald sie ihre Beratungen abgeschlossen haben, kommt er erneut auf die Plenartagesordnung. Der Bundesrat entscheidet dann über die Einbringung der Initiative beim Bundestag.
Änderung von Vorlagepflicht zu Vorhaltepflicht (Änderung der EStG & EStDV)
Mit der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2017 müssen für die Steuererklärung keine Belege und Aufstellungen mehr beigefügt werden. Das Finanzamt verzichtet zunächst auf die Vorlage Ihrer Belege. Es fordert diese nur im Bedarfsfall von Ihnen an. Damit vollführt die Finanzverwaltung einen weiteren Schritt in Richtung Entbürokratisierung und Automatisation.
Neue Prüfungsmöglichkeiten für Finanzämter
Das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen schafft neue Prüfungsmöglichkeitenfür die Finanzämter. Die Steuerkontrolle im Bereich der digitalen Grundaufzeichnungen wird verstärkt. Aufbauend auf den positiven Erfahrungen zur Umsatzsteuer bzw. zur Lohnsteuer wird es künftig auch eine sog. Kassen-Nachschau geben. Diese stellt ein eigenständiges Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen und der ordnungsgemäßen Übernahme der Kassenaufzeichnungen in die Buchführung dar.
Neben computergestützten Kassensystemen sollen auch Registrierkassen und offene Ladenkassen überprüft werden können. Die Kassen-Nachschau erfolgt unangekündigt. Werden dabei Mängel festgestellt, kann ohne vorherige Prüfungsanordnung zu einer Außenprüfung übergegangen werden. Nur wenn sich digitale Unterlagen des Steuerpflichtigen bei einem Dritten, z. B. dessen Steuerberater, befinden, wird eine Außenprüfung mit angemessener Frist angekündigt. Dem Kassenprüfer sind die Aufzeichnungen, Bücher und die für die Kassenführung relevanten sonstigen Organisationsunterlagen vorzulegen und zweckdienliche Auskünfte zu erteilen. Elektronische Daten sind über die digitale Schnittstelle zu übermitteln oder auf einem maschinell auswertbaren Datenträger zur Verfügung zu stellen.
Eine Kassennachschau kann erstmals bereits ab dem Jahr 2018 vorgenommen werden.

References: § 10
 § 65
 § 158
 § 57
 § 11
 § 57