Source: http://www.slaek.de/de/06/faq.php
Timestamp: 2016-10-23 22:05:36+00:00

Document:
Häufige Fragen - Service - Sächsische Landesärztekammer
Gedruckt am: 23.10.2016 Ihr Verlaufspfad
Ausländische ÄrzteWie kann ich als ausländischer Arzt in Sachsen ärztlich tätig werden?
Broschüre „Orientierungshilfe für die Aufnahme einer ärztlichen Tätigkeit im Freistaat Sachsen“ (*.pdf, 318 KiB)
Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Aufnahme ärztlicher Tätigkeit im Freistaat Sachsen – wo sind die zuständigen Behörden zu finden und wer ist dort mein Ansprechpartner?
Allgemeine Informationen für ausländische Ärzte in verschiedenen Sprachen:
Arabisch (*.pdf, 156 KiB)
Wie kann ich im Ausland erworbene Facharztbezeichnungen anerkennen lassen?
Allgemeine Informationen für ausländische Ärzte
Informationen für ausländische Ärzte bezüglich der Anerkennung ihrer Berufsqualifikation:
Auf folgender Seite finden Sie weitere ausführliche Informationen und Hilfestellungen
Die für die Anerkennung der Approbation zuständige Behörde finden Sie hier:
Ergänzende FAQ zur Approbation: FAQ zur Approbation
Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen (PDF)
Antrag auf Ausübung einer Beschäftigung (PDF)
Was muss mein Arbeitgeber wissen, wenn er mich als ausländischen Arzt anstellen will?
Allgemeine Regeln zur Arbeitssituation: http://www.asylinfo.sachsen.de/beschaeftigung-von-fluechtlingen.html
Informationen der Bundesagentur für Arbeit: Informationen für Arbeitgeber: Potenziale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen (PDF)
Allgemeine Informationen vom Marburger Bund für ausländische Ärzte:
Siehe auch: FAQ "Wie kann ich als ausländischer Arzt Arbeit finden?"
Asylbewerber - Medizinische VersorgungWer macht die Erstuntersuchung bei Asylbewerbern?
weitergeben. Wie können geschlechterspezifische Informationen weitergegeben werden und wie kann sexuelle Aufklärung stattfinden?
BehandlungsfehlerWas ist die Aufgabe der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen?
Gutachterstelle Was sind die Voraussetzungen für ein Gutachterverfahren?
Die Gutachterstelle kann nur im allseitigen Einverständnis der Parteien (Haftpflichtversicherer, Arzt, Patient) tätig werden. Die Gutachterstelle kann erst angerufen werden, wenn der Haftpflichtversicherer zu dem Schadensersatzanspruch Stellung genommen hat. Der Patient muss den Arzt von der Pflicht zur Berufsverschwiegenheit entbunden haben, ebenso eventuelle weitere Ärzte, welche ihn behandelt haben. Wie verläuft ein Gutachterverfahren?
Die Gutachterstelle prüft den Sachverhalt und gibt abschließend eine begründete Stellungnahme ab, ob aufgrund einer fehlerhaften Behandlung ein Anspruch dem Grunde nach besteht. Die Gutachterstelle kann, soweit erforderlich, einen weiteren Gutachter mit der Erstattung eines Zusatzgutachtens beauftragen. Die Gutachterstelle entscheidet in der Besetzung eines Vorsitzenden (Arzt) und einem langjährig erfahrenen Richter. Wann kann ein Gutachtenverfahren nicht durchgeführt werden?
Die Gutachterstelle wird nicht tätig, wenn in einem Streitfall bereits eine zivilrechtliche Entscheidung beantragt oder ergangen ist. Sie muss das Verfahren aussetzen, solange ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren oder ein Strafverfahren in gleicher Sache anhängig ist. Wer kann sich wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers an die Gutachterstelle wenden?
Die Bemessungsgrundlage für den Kammerbeitrag bilden die Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit gemäß Einkommensteuergesetz des vorletzten Jahres der Beitragsveranlagung (für den Kammerbeitrag 2016 sind Bemessungsgrundlage die Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit des Jahres 2014).
Antrag auf Fristverlängerung (*.pdf, 229 KiB)
Auch in diesem Fall ist es möglich, eine Fristverlängerung für die Einreichung des Nachweises (z. B. Kopie des Bescheides der Bundesagentur für Arbeit, Kopie des Nachweises des Beginns der Mutterschutzfrist) zu gewähren. Auf Antrag und bei Vorliegen der Nachweise erfolgt dann eine anteilige Berechnung des Kammerbeitrages nach den vollen Monaten der ärztlichen Tätigkeit auf der Basis der Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit des Jahres 2014 und eine anteilige Berechnung des Mindestbeitrages (vergleiche § 3 Abs. 2).
anteilige Berechnung Kammerbeitrag 2016 (bei Mutterschutz und/oder Elternzeit)
Basis: Einkünfte 2014: 57.096,28
EUR (Beitragsstufe 12/280,00 EUR)
anteilig für 6 Monate140,00 EUR01.07.2016 - 31.12.2016Basis: Mindestbeitrag 15,00 EURanteilig für 6 Monate7,50 EUR Kammerbeitrag für das Jahr 2016 gesamt147,50 EURDas Kammermitglied geht im Beitragsjahr in den Ruhestand. Auch in diesem Fall ist es möglich, eine Fristverlängerung für die Einreichung des Nachweises (z. B. Kopie des Rentenbescheides, Kopie des Nachweises der Kassenärztlichen Vereinigung über die Beendigung der vertragsärztlichen Tätigkeit) zu gewähren. Mit dem Eintritt in den Ruhestand entfällt grundsätzlich auch die Beitragspflicht zum Kammerbeitrag, sofern etwaige Einkünfte aus gelegentlicher ärztlicher Tätigkeit einen Betrag von 5.000,00 EUR im Beitragsjahr nicht überschreiten. Mitglieder im Ruhestand mit Einkünften aus gelegentlicher ärztlicher Tätigkeit in Höhe von mehr als 5.000,00 EUR bis 15.000,00 EUR im Beitragsjahr zahlen einen Kammerbeitrag in Höhe der Beitragsstufe 2,in Höhe von mehr als 15.000,00 EUR bis 25.000,00 EUR im Beitragsjahr zahlen einen Kammerbeitrag in Höhe der Beitragsstufe 4,in Höhe von mehr als 25.000,00 EUR bis 50.000,00 EUR im Beitragsjahr zahlen einen Kammerbeitrag in Höhe der Beitragsstufe 6.
FortbildungUnterliegen Ärzte, die in erlaubter Teilzeit tätig sind, der gleichen Fortbildungspflicht wie vollzeitbeschäftigte Ärzte?
Der Nachweis einer kontinuierlichen ärztlichen Fortbildung erfolgt in Form von Punkten, wobei ein Punkt einer Fortbildungseinheit von 45 Minuten entspricht (ohne Pausen, Industrieausstellungen, Rahmenprogramm o.ä.). Die Punktvergabe erfolgt im Rahmen der Anerkennung als ärztliche Fortbildungsveranstaltung. Die Fortbildungspflicht ist erfüllt, wenn innerhalb von fünf Jahren 250 Fortbildungspunkte erworben wurden. Dem Arzt steht es frei, wann er innerhalb des für ihn maßgeblichen Fünfjahreszeitraums die Punkte erwerben will. Von den 250 Fortbildungspunkten müssen mindestens 150 Punkte durch fachspezifische Fortbildung erworben worden sein. Unter fachspezifischer Fortbildung sind solche Fortbildungsinhalte zu verstehen, die dem Erhalt und der Weiterentwicklung der fachärztlichen Kompetenz dienen. Das Zertifikat erhält jede Ärztin / jeder Arzt, wenn innerhalb von 5 Jahren mindestens 250 Fortbildungspunkte erworben und dokumentiert wurden und ein Antrag auf Erteilung des Fortbildungszertifikates bei der Sächsischen Landesärztekammer gestellt wird. Das Fortbildungszertifikat besitzt für die folgenden 5 Jahre Gültigkeit. Um das Zertifikat danach zu erneuern, müssen in diesen 5 Jahren erneut 250 Punkte gesammelt werden.
Nein, ein neues Zertifikat kann erst nach Ablauf der Gültigkeit des alten Zertifikates erteilt werden. Können überzählige Punkte in den nächsten Fünfjahreszeitraum übernommen werden?
Voraussetzung für die Anrechnung ist, dass die Fortbildungsveranstaltung vorher von einer Ärztekammer zertifiziert wurde. Die Ärztekammer entscheidet über den Antrag nach Kriterien, die in der Satzung Fortbildung und Fortbildungszertifikat festgelegt sind. Dem Veranstalter wird das Ergebnis sowie ggf. die vergebenen Fortbildungspunkte und die zugehörige Kategorie mitgeteilt.
Beim Besuch von Fortbildungsveranstaltungen in anderen Bundesländern werden die von der jeweils zuständigen Ärztekammer bzw. in Einzellfallprüfung von anderen Heilberufekammern vergebenen Punkte 1:1 anerkannt. Die Teilnahme wird bei einer von einer Landesärztekammer anerkannten Veranstaltung automatisch elektronisch an das persönliche Fortbildungspunktekonto gemeldet, sofern die Barcode-Etiketten für die Teilnahmeregistrierung eingesetzt wurden. Die Zusendung der Teilnahmebestätigung ist somit nicht erforderlich.
Alle Fortbildungsveranstaltungen, die mit CME-Punkten ausgestattet sind, werden von den Ärztekammern gemäß § 12 der Fortbildungssatzung anerkannt. Erhält man für die Tätigkeit als Referent zusätzliche Fortbildungspunkte?
Autoren erhalten für wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge 1 Punkt pro Beitrag, Referenten/Qualitätszirkelmoderatoren 1 Punkt pro Beitrag/Poster/Vortrag zusätzlich zu den Punkten der Teilnehmer bei Teilnahme an der Gesamtveranstaltung. Über die Referententätigkeit sollte ein geeigneter Nachweis (z. B. Honorarvertrag, Programm, Einladung) geführt werden, welcher mit der Antragstellung für das Fortbildungszertifikat geltend gemacht werden kann. Wie erfolgt der Nachweis der erworbenen Fortbildungspunkte?
Ab 2006 erscheinen als Nachweis für jede besuchte Veranstaltung die erworbenen Punkte auf dem persönlichen Fortbildungspunktekonto. Im Ausnahmefall kann auch die Teilnahmebestätigung als Nachweis bei Antragstellung zum Fortbildungszertifikat dienen.
Für die Verwaltung von Fortbildungspunkten führte die Sächsische Landesärztekammer 2006 ein personenbezogenes Fortbildungskonto für alle Mitglieder ein. Auf diesem Punktekonto werden die Punkte für alle Fortbildungsveranstaltungen, an denen der Arzt/ die Ärztin teilgenommen hat, gesammelt. Sofern die Registrierung der Teilnahme an einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung mit dem Barcode-Etikett erfolgt, sollte die Teilnahme elektronisch erfasst werden. Das Online-Fortbildungspunktekonto ermöglicht nach Anmeldung einen komfortablen Überblick über die bisher erworbenen und registrierten Fortbildungspunkte. Für den Erhalt persönlicher Zugangsdaten für das individuelle Online-Fortbildungspunktekonto ist die Zusendung der unterschriebenen Einwilligungserklärung (per Fax oder Post) notwendig. Die Versendung der Online-Zugangsdaten erfolgt per Post.
MFA - für AusbilderWie finde ich eine geeignete Auszubildende?
Welche Unterlagen müssen bei der Sächsischen Landesärztekammer eingereicht werden?Berufsausbildungsvertrag (3-fach), Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse, bei Jugendlichen eine Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz, Kopie des SchulabschlusszeugnissesMüssen Änderungen des Ausbildungsvertrages bei der Sächsischen Landesärztekammer angezeigt werden?
Ja, Adressänderung, Namensänderung etc. müssen unbedingt bei der Sächsischen Landesärztekammer angezeigt werden. An wie vielen Tagen in der Woche muss die Auszubildende bei mir arbeiten?
Ausbildungsende bis spätestens 30. November,Nachweis befriedigender Leistungen in der Praxis,Lernergebnisse bis 3,0 in der Berufsschule.
Vermittelt die Ärztekammer bei Schwierigkeiten im Ausbildungsverhältnis? Ja, wenden Sie sich hierzu einfach an die Sachbearbeiterinnen des Referates Medizinische Fachangestellte in der Sächsischen Landesärztekammer
Leiterin Medizinische FachangestellteMarina HartmannLeiterin Medizinische FachangestellteSchützenhöhe 1601099 Dresden
E-MailKathrin MajchrzakSchützenhöhe 1601099 Dresden
E-MailDana PreißlerSchützenhöhe 1601099 Dresden
E-MailWelche Pflichten habe ich als Ausbilder zu erfüllen? Und welche die Auszubildende?
die Vermittlung der beruflichen Handlungsfähigkeit, die zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich ist,kostenlos Schutzkleidung zur Verfügung zu stellen,die Auszubildende zum Besuch der Berufsschule entsprechend den von der Schule angesetzten Tagen freizustellen,Erstellung eines schriftlichen Ausbildungsplans,der Auszubildenden nur Verrichtungen zu übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind,unverzüglich (spätestens innerhalb von 14 Tagen) nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bei der Sächsischen Landesärztekammer zu beantragen (Entsprechendes gilt bei Änderungen des wesentlichen Vertragsinhalts),die Auszubildende rechtzeitig zu den angesetzten Zwischen- und Abschlussprüfungen anzumelden und für die Teilnahme freizustellen.
Lernpflicht (muss sich bemühen, das Ausbildungsziel zu erreichen)Pflicht zur Teilnahme am Berufsschulunterricht und an den PrüfungenEinhaltung der SchweigepflichtÜbertragene Aufgaben sorgfältig ausführenFühren des schriftlichen Ausbildungsnachweises und regelmäßige Vorlage beim AusbilderWie errechnet sich der Urlaubsanspruch der Auszubildenden?
1.mindestens 30 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist,2.mindestens 27 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist,3.mindestens 25 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.
Gemäß Berufsbildungsgesetz hat der Ausbilder der Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren.
Sie ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.
Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 01.04.2016 (siehe Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte 2016)
im 1. Ausbildungsjahr (brutto) 730 Euroim 2. Ausbildungsjahr (brutto) 770 Euroim 3. Ausbildungsjahr (brutto) 820 Euro.
MFA - für AuszubildendeWie lange dauert die Ausbildung?
Welche Unterlagen muss mein Ausbilder einreichen?Ausbildungsvertrag (3-fach),Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse,bei Jugendlichen eine Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz,Kopie des SchulabschlusszeugnissesMüssen Änderungen des Ausbildungsvertrages bei der Ärztekammer angezeigt werden?
Gemäß Berufsbildungsgesetz hat der Ausbilder Ihnen eine angemessene Vergütung zu gewähren.
Sie ist nach Ihrem Lebensalter so zu bemessen, dass sie fortschreitend mit der Ausbildung mindestens jährlich ansteigt. Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 01.04.2016
im 1. Ausbildungsjahr (brutto) 730,- EUR,im 2. Ausbildungsjahr (brutto) 770,- EUR,im 3. Ausbildungsjahr (brutto) 820,- EUR.Leistet die Ärztekammer bei der Ausbildungsplatzsuche Unterstützung?
E-MailWer meldet mich bei der Berufsschule an?
Welche Berufsschulen bilden in Sachsen Medizinische Fachangestellte aus?Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft „Anne Frank”Reißiger Straße 44-46 08525 Plauen Tel.: 03741/2912302 E-Mail: info@bsz-annefrank.de www: www.bsz-annefrank.deBerufliches Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen An der Markthalle 10 09111 Chemnitz Tel.: 0371/675210 E-Mail: Poststelle@bsz-gsc.de www: www.bsz-gsc.de Berufliches Schulzentrum Christoph Lüders GörlitzCarl-von-Ossietzky-Straße 13-16 02826 Görlitz Tel.: 03581/485200 E-Mail: info@bszgoerlitz.de www: www.bszgoerlitz.deBerufliches Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen „Karl August Lingner” DresdenMaxim-Gorki-Straße 39 01127 Dresden Tel.: 0351/2069340 E-Mail: kontakt@bsz-gesundheit.de www: www.bsz-gesundheit.deRuth-Pfau-Schule Berufliches Schulzentrum der Stadt LeipzigSchönauer Straße 160 04207 Leipzig Tel.: 0341/426410 E-Mail: schule@bsz9.de www: www.bsz9.deWelche Berufsschule muss ich besuchen?
Vermittelt die Ärztekammer bei Schwierigkeiten im Ausbildungsverhältnis? Ja, wenden Sie sich hierzu einfach an die Sachbearbeiterinnen des Referates Medizinische Fachangestellte in der Sächsischen Landesärztekammer, Frau Hartmann, Frau Majchrzak und Frau Preißler.
1.mindestens 30 Werktage, wenn Sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt sind,2.mindestens 27 Werktage, wenn Sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt sind,3.mindestens 25 Werktage, wenn Sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt sind.
Die Inhalte der praktischen Ausbildung sind im bundeseinheitlichen Ausbildungsrahmenplan zur Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten festgelegt. Für detaillierte Informationen zu den einzelnen Fertigkeiten siehe § 4 Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten und Ausbildungsrahmenplan.
Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten Ausbildungsrahmenplan
Die Lernpflicht umfasst, dass Sie alles tun müssen, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Spezielle Pflichten, die aus dem Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten erwachsen, sind z.B. die Pflicht zur Verschwiegenheit, die Pflicht zum verantwortungsbewussten Handeln und die Sorgfaltspflicht.
Sie sind verpflichtet, am Berufsschulunterricht teilzunehmen. Darüber hinaus müssen Sie einen schriftlichen Ausbildungsnachweis führen. Dieser ist regelmäßig dem Ausbilder vorzulegen.
Die Prüfungsgebühren bezahlt Ihre ausbildende Arztpraxis (Zwischenprüfung - 50,00 EUR, Abschlussprüfung - 100,00 EUR). Kann ich vorzeitig zur Prüfung zugelassen werden? Wie stelle ich einen Antrag auf eine vorzeitige Abschlussprüfung und welche Kriterien muss ich dafür erfüllen?
mindestens gute Lern- und Ausbildungsergebnisse in der Arztpraxis,gute Lernmotivation und Lernergebnisse mit Notendurchschnitt bis 2,0 in der Berufsschule undmindestens befriedigende Note in der Zwischenprüfung.
die Anmeldung zur Abschlussprüfung einschließlich der Fehlzeiten in der Praxis und in der Berufsschule,der schriftliche Ausbildungsnachweis (Ausbildungsnachweisheft) einschließlich des Sichtvermerkes,ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in der Ersten Hilfe (= Nachweis über die Teilnahme an einem Kurs „Erweiterte Notfallkompetenz” - 16 Stunden, nicht älter als 2 Jahre)ein unterschriebener tabellarischer Lebenslauf und gegebenenfallseine Bescheinigung über Art und Umfang einer Behinderung.
Sie werden zur Abschlussprüfung zugelassen, wenn Sie Ihre Ausbildungszeit von 3 Jahren zurückgelegt haben bzw. wenn die Ausbildung nicht später als 2 Monate nach der Prüfung endet. Die Ausbildungszeit gilt dann als zurückgelegt, wenn eine Fehlzeit wegen Krankheit, Schwangerschafts- oder Mutterschutzurlaub zusammengerechnet nicht mehr als 10% der im Ausbildungsvertrag vorgesehenen Ausbildungszeit beträgt.
Außerdem müssen Sie an der Zwischenprüfung teilgenommen und Ihren schriftlichen Ausbildungsnachweis geführt haben.
Qualitätssicherung bei der Anwendung von Blut und BlutproduktenWir sind eine Praxis. Können wir selber einen Qualitätsbeauftragten Hämotherapie stellen?
Gemäß Abschnitt „1.6.2 - Einrichtungen mit Anwendung von Blutkomponenten und/oder Plasmaderivaten für die Behandlung von Hämostasestörungen (außer Fibrinkleber)“ der o. g. Richtlinien gilt Folgendes: „Der Träger einer Einrichtung benennt im Benehmen7 mit der zuständigen Ärztekammer einen ärztlichen Ansprechpartner zur Überwachung des Qualitätssicherungssystems (Qualitätsbeauftragter), der nach Abschnitt 1.6.3 qualifiziert und in dieser Funktion gegenüber dem Träger weisungsunabhängig ist. Den Nachweis der Qualifikation gemäß Abschnitt 1.6.3 hat der Qualitätsbeauftragte gegenüber der Ärztekammer zu erbringen. Der Qualitätsbeauftragte darf nicht gleichzeitig Transfusionsverantwortlicher oder Transfusionsbeauftragter der Einrichtung sein. Der Qualitätsbeauftragte hat die wesentlichen Bestandteile des Qualitätssicherungssystems der Einrichtung im Bereich der Anwendung von Blutprodukten zu überprüfen (detaillierte Ausführungen hierzu sind dem Anhang 7.1 zu entnehmen). Die Aufgaben des Qualitätsbeauftragten können auch durch Heranziehung von externem, ärztlichem, entsprechend qualifiziertem Sachverstand gewährleistet werden. Die Zuständigkeit und Aufgaben müssen vertraglich festgelegt und Interessenkonflikte ausgeschlossen sein. Der Qualitätsbeauftragte sendet jährlich bis zum 01. März einen Bericht über die Ergebnisse seiner Überprüfungen (nach Anhang 7.1) für den Zeitraum des jeweils vorausgegangenen Kalenderjahres zeitgleich an die zuständige Ärztekammer und den Träger der Einrichtung.“
„7 -Protokollnotiz: Die Herstellung des Benehmens erfordert, dass der Träger der Einrichtung der Ärztekammer den Namen eines nach Abschnitt 1.6.3 qualifizierten Qualitätsbeauftragten mitteilt. Qualifikationsmängel muss die Ärztekammer dem Träger der Einrichtung melden. Der Träger bezieht ggf. bei der Ernennung die eventuell erhobenen Einwände der Ärztekammer in seine Entscheidung ein.“ Der Qualitätsbeauftragte muss demnach entsprechend den Richtlinien zur Hämotherapie in seiner Funktion gegenüber dem Träger weisungsunabhängig sein. Sind wir verpflichtet, einen Transfusionsbeauftragten zu bestellen?
Die Bestellung eines Transfusionsbeauftragten für jede Behandlungseinheit ist nach Abschnitt 1.4.3 der Richtlinien vorgeschrieben. Dem Glossar der Richtlinien ist folgende Definition des Begriffs „Behandlungseinheit“ zu entnehmen: „Eine Behandlungseinheit im Sinne dieser Richtlinien ist in der Regel definiert durch die Zuordnung des Behandlungsgeschehens zu Gebietsinhalten nach (Muster-)Weiterbildungsordnung. In fachlich begründeten Ausnahmefällen ist es möglich, Einheiten mit einem Behandlungsgeschehen in verschiedenen verwandten Gebieten (z. B. operative Fächer) als eine Behandlungseinheit im Sinne dieser Richtlinien aufzufassen. Insbesondere Belegärzte können so Behandlungseinheiten zugeordnet werden.“
Es gibt eine Sonderregelung für Einrichtungen mit nur einer Ärztin/einem Arzt. Dazu heißt es in Abschnitt 1.4.3.1 der Richtlinien:
„In Einrichtungen mit nur einem Arzt ist dieser verantwortlich. Er ist dann zugleich behandelnder, transfusionsverantwortlicher und transfusionsbeauftragter Arzt; es gelten die Qualifikationsvoraussetzungen für Transfusionsverantwortliche.“
Bei uns gab es einen personellen Wechsel des Transfusionsverantwortlichen und des/der Transfusionsbeauftragten. Die Personen verfügen noch nicht über die erforderliche Qualifikation. Was ist zu tun?
Für Transfusionsverantwortliche schreiben die Richtlinien folgende Qualifikationen vor: "1.4.3.1 Transfusionsverantwortlicher
Der Transfusionsverantwortliche ist ein Arzt und muss eine den Aufgaben entsprechende Qualifikation und Kompetenz besitzen. Er muss transfusionsmedizinisch qualifiziert sein und sollte über hämostaseologische Grundkenntnisse verfügen. Seine Aufgabe ist es, die Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Leitlinien und Empfehlungen sicherzustellen und eine einheitliche Organisation bei der Vorbereitung und Durchführung von hämotherapeutischen Maßnahmen zu gewährleisten sowie das Qualitätssicherungssystem fortzuentwickeln. Er sorgt für die qualitätsgesicherte Bereitstellung der Blutprodukte, ist konsiliarisch bei der Behandlung der Patienten mit Blutprodukten tätig und leitet ggf. die Transfusionskommission.
Der Transfusionsverantwortliche muss eine der folgenden Qualifikationen oder Voraussetzungen besitzen:
`.Facharzt für Transfusionsmedizina.Facharzt mit Zusatzbezeichnung „Bluttransfusionswesen“b.Facharzt mit theoretischer, von einer Ärztekammer anerkannten Fortbildung (16 Stunden, Kursteil A und B) und zweiwöchiger Hospitation in einer zur Weiterbildung für Transfusionsmedizin zugelassenen Einrichtungc.Werden in einer Einrichtung nur Plasmaderivate angewendet, sind für die Qualifikation als Transfusionsverantwortlicher 8 Stunden theoretische, von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung (Kursteil A) Voraussetzung. Eine Hospitation kann entfallen.d.Werden in einer Einrichtung nur Immunglobuline zur passiven Immunisierung (z. B. Tetanusprophylaxe, auch Rhesusprophylaxe) angewendet, genügt eine Qualifikation nach Abschnitt 1.4.3.6.e.Unter den in Abschnitt 1.6.2.1 beschriebenen besonderen Bedingungen ist eine Qualifikation als Facharzt mit einer von einer Ärztekammer anerkannten theoretischen Fortbildung (16 Stunden, Kursteil A und B) ausreichend.f.Die Tätigkeit des Transfusionsverantwortlichen kann, soweit die Voraussetzungen von a) bis d) nicht gegeben sind, durch Heranziehung externen, entsprechend qualifizierten Sachverstands (Qualifikation nach a) oder b)) entsprechend § 15 TFG gewährleistet werden. Die Zuständigkeit und Aufgaben müssen vertraglich festgelegt, Interessenkonflikte ausgeschlossen sein.
In Einrichtungen mit nur einem Arzt ist dieser verantwortlich. Er ist dann zugleich behandelnder, transfusionsverantwortlicher und transfusionsbeauftragter Arzt; es gelten die Qualifikationsvoraussetzungen für Transfusionsverantwortliche." Bitte beachten Sie die Übergangsvorschriften: "1.5 Übergangsvorschriften
Eine Funktion nach Abschnitt 1.4.3.1 (Transfusionsverantwortlicher), 1.4.3.2 (Transfusionsbeauftragter), 1.4.3.3 (Leitung immunhämatologisches Laboratorium oder Leitung Blutdepot) darf weiterhin ausüben,
`.wer zum 07.07.1998 eine entsprechende Tätigkeit auf der Grundlage der Richtlinien von 1996 ausübte (vgl. § 33 TFG),a.wer auf Grundlage der Übergangsvorschriften der bisherigen Richtlinien eine entsprechende Funktion ausübte.
Bei Einrichtungen der Krankenversorgung mit mindestens einer Behandlungseinheit, aber mehreren tätigen Ärzten, wird diese Tätigkeit in der Regel durch eine schriftliche Bestellung durch die Einrichtung (z.B. Klinikdirektion) nachgewiesen werden können.
Bei Einrichtungen der Krankenversorgung mit nur einem Arzt (z. B. Arztpraxis) hat der Arzt auch ohne notwendige Bestellung die Funktion des Transfusionsverantwortlichen. Der Nachweis der Benennung als Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Übergangsregelung entfällt." Für Transfusionsbeauftragte schreiben die Richtlinien folgende Qualifikationen vor: "1.4.3.2 Transfusionsbeauftragter
Für jede Behandlungseinheit ist ein Arzt als Transfusionsbeauftragter zu bestellen, der in der Krankenversorgung tätig und transfusionsmedizinisch qualifiziert ist. Er muss über eine entsprechende Erfahrung und sollte über hämostaseologische Grundkenntnisse verfügen.
Die jeweilige Behandlungseinheit ist durch die Organisationsstruktur der Einrichtung der Krankenversorgung vorgegeben. Diese wird im Wesentlichen durch die Gebiets- bzw. Facharztkompetenz nach der (Muster-) Weiterbildungsordnung geprägt. In fachlich begründeten Ausnahmefällen ist es möglich, Einheiten mit einem Behandlungsgeschehen in verschiedenen verwandten Gebieten bzw. Facharztkompetenzen (z. B. operative Fächer) als eine Behandlungseinheit im Sinne dieser Richtlinien aufzufassen. Insbesondere Belegärzte können einer Behandlungseinheit zugeordnet werden.
Der Transfusionsbeauftragte stellt in Zusammenarbeit mit dem Transfusionsverantwortlichen bzw. der Transfusionskommission der Einrichtung die Durchführung der festgelegten Maßnahmen in der Abteilung sicher:
Er berät in Fragen der Indikation, Qualitätssicherung, Organisation und Dokumentation der Hämotherapie, sorgt für den ordnungsgemäßen Umgang mit den Blutprodukten, regelt die Unterrichtung nach § 16 Abs. 1 Satz 2 TFG und beteiligt sich an den Ermittlungen in Rückverfolgungsverfahren nach § 19 Abs. 2 TFG. Der Transfusionsbeauftragte muss eine der folgenden Qualifikationen oder Voraussetzungen besitzen:
`.Facharzt für Transfusionsmedizina.Facharzt mit Zusatzbezeichnung „Bluttransfusionswesen“b.Facharzt mit theoretischer, von einer Ärztekammer anerkannten Fortbildung (16 Stunden, Kursteil A und B)c.Werden in einer Einrichtung nur Plasmaderivate angewendet, sind für die Qualifikation als Transfusionsbeauftragter 8 Stunden theoretische, von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung (Kursteil A) Voraussetzung.d.Werden in einer Einrichtung nur Immunglobuline zur passiven Immunisierung (z. B. Tetanusprophylaxe, auch Rhesusprophylaxe) angewendet, genügt eine Qualifikation nach Abschnitt 1.4.3.6.“
Bitte beachten Sie die Übergangsvorschriften:
"1.5 Übergangsvorschriften
Bei Einrichtungen der Krankenversorgung mit mindestens einer Behandlungseinheit, aber mehreren tätigen Ärzten, wird diese Tätigkeit in der Regel durch eine schriftliche Bestellung durch die Einrichtung (z. B. Klinikdirektion) nachgewiesen werden können.
Bei Einrichtungen der Krankenversorgung mit nur einem Arzt (z. B. Arztpraxis) hat der Arzt auch ohne notwendige Bestellung die Funktion des Transfusionsverantwortlichen. Der Nachweis der Benennung als Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Übergangsregelung entfällt.“
Die Sächsische Landesärztekammer bietet regelmäßig Kurse für Transfusionsbeauftragte/ -verantwortliche an. Termine und Angaben dazu können Sie dem Online-Fortbildungskalender auf unserer Homepage www.slaek.de entnehmen oder per E-Mail bei unserem Referat Fortbildung erfragen.
Weitere Kursangebote finden Sie in dem Fortbildungsportal der Bundesärztekammer.
Kontakt - Ärztliche Fortbildung
Silke SchmidtSchützenhöhe 1601099 Dresden
Holen Sie die Qualifikationsnachweise bitte umgehend bei den Transfusionsverantwortlichen bzw. Transfusionsbeauftragten ein. Wirken Sie bitte darauf hin, dass neue Transfusionsverantwortliche bzw. Transfusionsbeauftragte zeitnah die geforderten Qualifikationen erwerben. Teilen Sie der Sächsischen Landesärztekammer, Referat Qualitätssicherung, bitte zeitnah schriftlich mit, bis wann die Qualifikationen erworben sein werden.
Im Formular „Jährlicher Bericht ...“ wird die Frage „Handelt es sich bei Ihrer Einrichtung um eine Einrichtung der Krankenversorgung mit Akutversorgung, mit Spendeeinrichtung oder um ein Institut für Transfusionsmedizin?“ gestellt. Was ist unter „Einrichtung der Krankenversorgung mit Akutversorgung“ zu verstehen?
In den "Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)" heißt es dazu in Abschnitt 5 - Glossar:
"Einrichtungen mit Akutversorgung
'Akutversorgung' kann dann angenommen werden, wenn die Einrichtung der Krankenversorgung einen Versorgungsauftrag zu erfüllen hat, der grundsätzlich auf ein breit angelegtes Angebot an diagnostischen und therapeutischen Leistungen ausgerichtet ist und auch die Notfallversorgung einschließt. Vorsorge- oder Spezialeinrichtungen, wie Kurkliniken oder z. B. ausschließlich orthopädische Kliniken, fallen grundsätzlich nicht darunter." Bitte beachten Sie, dass nach Abschnitt 1.4.3 der Richtlinien für Einrichtungen mit Akutversorgung eine Kommission für transfusionsmedizinische Angelegenheiten (Transfusionskommission) zu bilden ist.
Welche Qualifikationsvoraussetzungen gelten für die Leitung unseres Labors und unseres Blutdepots?
In den o. g. Richtlinien ist dazu Folgendes geregelt:
"1.4.3.3 Leitung eines immunhämatologischen Laboratoriums und/oder Blutdepots
Der Leiter eines immunhämatologischen Laboratoriums und/oder eines Blutdepots muss eine der folgenden Qualifikationen oder Voraussetzungen erfüllen:3
`.Facharzt für Transfusionsmedizina.Facharzt für Laboratoriumsmedizinb.Facharzt mit Zusatzbezeichnung „Bluttransfusionswesen“c.Facharzt mit sechsmonatiger Tätigkeit in einer zur Weiterbildung für Transfusionsmedizin zugelassenen Einrichtungd.Für die Leitung eines Blutdepots ohne Anbindung an ein immunhämatologisches Laboratorium genügt die Qualifikation als Facharzt mit theoretischer, von einer Ärztekammer anerkannten Fortbildung (16 Stunden, Kursteil A und B) und zweiwöchiger Hospitation in einer zur Weiterbildung für Transfusionsmedizin zugelassenen Einrichtung4.e.In Ausnahmefällen ist die Heranziehung von externem Sachverstand (Qualifikation nach 1.4.3.1 a) oder b)) möglich. Die Zuständigkeiten und Aufgaben müssen vertraglich festgelegt sein.“
Die Fußnote 3 sagt aus:
„3 -Falls immunhämatologische Untersuchungen insgesamt oder teilweise in einem Labor durchgeführt werden, das durch einen Naturwissenschaftler geleitet wird, ist nach § 13 Abs. 1 Satz 3 TFG die Einbeziehung ärztlichen Sachverstands sicherzustellen. Diese Funktion nach § 13 TFG muss durch eine ärztliche Person durchgeführt werden, die entsprechend 1.4.3.3 a), b), c) oder d) qualifiziert ist. Abschnitt 4.2.1 ist zu beachten.“
Die Fußnote 4 sagt aus: „4 -Ein „Fachwissenschaftler in der Medizin“ (Berufsbezeichnung in der ehemaligen DDR) kann die Leitung eines Blutdepots übernehmen, falls er über eine äquivalente Qualifikation nach den Buchstaben a), b) oder c) verfügt.“
Danach kann ein Naturwissenschaftler ein Labor unter Einbeziehung ärztlichen Sachverstandes leiten. Die ärztlichen Personen müssen über die entsprechenden Qualifikationen verfügen. Ein Fachwissenschaftler in der Medizin mit äquivalenter Qualifikation kann ein Blutdepot leiten.
Die Heranziehung von externem entsprechend qualifiziertem Sachverstand ist in Ausnahmefällen möglich. Was besagen die in den Richtlinien unter Abschnitt 1.5 genannten Übergangsvorschriften?
Der Abschnitt sagt aus:
Bei Einrichtungen der Krankenversorgung mit nur einem Arzt (z. B. Arztpraxis) hat der Arzt auch ohne notwendige Bestellung die Funktion des Transfusionsverantwortlichen. Der Nachweis der Benennung als Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Übergangsregelung entfällt." § 33 des am 07. Juli 1998 in Kraft getretenen Transfusionsgesetzes sagt aus:
"Wer bei Inkrafttreten dieses Gesetzes die Tätigkeit der Anwendung von Blutprodukten ausübt und die Voraussetzungen der in diesem Zeitpunkt geltenden Vorschriften erfüllt, darf diese Tätigkeit weiter ausüben."
Müssen wir die Frage „Werden in der Einrichtung hauseigene Listen über die Wahrscheinlichkeit von und den Bedarf an Transfusionen für planbare ‚Standardoperationen/ Prozeduren’ geführt? (Transfusionswahrscheinlichkeit von mindestens 10 %, z. B. definiert durch hauseigene Daten)“ beantworten?
Ja, eine Antwort ist erforderlich.
Diese Bedarfslisten sollten in Einrichtungen mit einem umfangreichen Leistungsspektrum an größeren Operationen geführt werden.
Worauf beruht die Frage im jährlichen Bericht „Erfolgt eine Meldung des Verbrauchs von Blutprodukten (und Plasmaprodukten zur Behandlung von Hämostasestörungen) gem. § 21 Transfusionsgesetz an das Paul-Ehrlich-Institut?“
Die Meldepflicht ist in § 21 des Transfusionsgesetzes festgeschrieben. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Mitteilung des Paul-Ehrlich-Institutes vom 14. Januar 2009, die Sie auch auf unserer Homepage finden.
Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit dem Paul-Ehrlich-Institut in Verbindung.
Im jährlichen Bericht lautet eine Frage „Werden vom Qualitätsbeauftragten Hämotherapie gemeinsam mit dem Transfusionsverantwortlichen regelmäßig Begehungen mit anschließender Ergebnisbesprechung durchgeführt?“ Müssen wir solche Begehungen durchführen?
Wir weisen Sie darauf hin, dass die Sächsische Landesärztekammer die regelmäßigen Begehungen mit anschließender Ergebnisbesprechung aus Gründen der Patientensicherheit als notwendig erachtet.
Wir sind nach Abschnitt 1.6.2.1 der „Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)“ eine Einrichtung, in der besondere Voraussetzungen vorliegen. Wir müssen bei der Sächsischen Landesärztekammer unter anderem eine vom ärztlichen Leiter der Einrichtung selbst unterzeichnete Arbeitsanweisung zur Transfusion eines Erythrozytenkonzentrats, mit der Selbstverpflichtung, diese als Standard zu beachten, einreichen. Wo bekommen wir eine solche Arbeitsanweisung her?
Die Bundesärztekammer hat eine Musterarbeitsanweisung erarbeitet, die auch die vorgenannte Selbstverpflichtung enthält. Die Sächsische Landesärztekammer empfiehlt die Verwendung dieser Musterarbeitsanweisung. Sie finden sie auf der Homepage der Sächsischen Landesärztekammer.
Wir sind eine Praxis, die neben ihrer Hauptniederlassung Zweigstellen betreibt, welche zum Teil in anderen Kammerbereichen (Bundesländern) liegen. Bei welcher Landesärztekammer ist der jährliche Bericht zur Gewinnung und Anwendung von Blut und Blutprodukten einzureichen? Müssen die einzelnen Niederlassungen getrennt an die Landesärztekammer berichten?
Für die "Hauptniederlassung" einschließlich der Zweigstelle/n ist die Landesärztekammer zuständig, in der die "Hauptniederlassung" ihren Sitz hat. Ein Splitting der Zuständigkeit ist nicht vorgesehen, da die "Hauptniederlassung" die Eigenschaften und die Verantwortung eines Einrichtungsträgers/-inhabers übernimmt. Die Meldung/en der Zweigstelle/n sollten im erforderlichen Umfang Eingang in den jährlichen Bericht der "Hauptniederlassung" gegenüber der zuständigen Landesärztekammer finden.
Wir sind eine Praxis mit mehreren Ärzten (mehr als 1 Arzt) innerhalb der gleichen Gebietszuordnung (lt. WBO). Müssen wir neben dem Transfusionsverantwortlichen auch einen Transfusionsbeauftragten bestellen? Können beide Funktionen vom gleichen Arzt wahrgenommen werden?
Der Verzicht auf die Benennung eines Transfusionsbeauftragten ist lt. Punkt 1.4.3.1 der Richtlinie ausschließlich für Praxen mit nur einem Arzt gestattet. In diesen Einrichtungen ist der Arzt "…zugleich behandelnder, transfusionsverantwortlicher und transfusionsbeauftragter Arzt; es gelten die Qualifikationsvoraussetzungen für Transfusionsverantwortliche." Für Praxen mit mehreren Ärzten und gebietseinheitlichem Behandlungsgeschehen (Behandlungseinheit) ist es deshalb erforderlich, die Regelungen lt. Punkt 1.4.3 der Richtlinie zur Benennung eines Transfusionsverantwortlichen und Transfusionsbeauftragten zu Grunde zu legen. Die Benennung eines Transfusionsbeauftragten ist damit erforderlich. Das Verknüpfen der Funktionen des Transfusionsverantwortlichen und des Transfusionsbeauftragten in einer Person ist möglich. In diesem Fall müssen die Qualifikationsvoraussetzungen für Transfusionsverantwortliche erfüllt sein. Dazu finden Sie auf der Homepage der Sächsischen Landesärztekammer www.slaek.de -> Qualitätssicherung -> Downloads einen "Auszug zu Zugangs- und Qualifikationsvoraussetzungen für die Übernahme von Aufgaben im Rahmen der Qualitätssicherung bei der Anwendung von Blut und Blutprodukten".
Zugangs- und Qualifikationsvoraussetzungen
Die Sächsische Landesärztekammer bietet regelmäßig Kurse für Transfusionsbeauftragte/ -verantwortliche an. Die Kurstermine können Sie dem Online-Fortbildungskalender auf unserer Homepage www.slaek.de entnehmen oder per E-Mail bei unserem Referat Fortbildung erfragen. Fortbildungskalender
Wie sind die haftungsrechtlichen Verantwortlichkeiten eines Transfusionsverantwortlichen geregelt? Kann der Transfusionsverantwortliche für Versäumnisse anderer bei der Anwendung von Blut und Blutprodukten haftungsrechtlich in Anspruch genommen werden?
Grundsätzlich liegt die Verantwortung für den sachgerechten hausinternen Transport von Blut und Blutprodukten für die Transfusion sowie deren Dokumentation beim transfundierenden Arzt. Neben der unmittelbaren Verantwortung, die jeder transfundierende Arzt trägt, hat der Transfusionsverantwortliche nach § 15 Transfusionsgesetz eine übergeordnete transfusionsmedizinische Verantwortung für einen ordnungsgemäßen transfusionsmedizinischen Alltag. Daneben ist er Ansprechpartner der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diesen Themenkreis.
Hieraus ist für den Transfusionsverantwortlichen zumindest eine organisatorische Haftung innerhalb des Hauses abzuleiten. Er hat im Wege von Handlungsanweisungen und Leitfäden bzw. Belehrungen und Kontrollen sicher zu stellen, dass die Empfehlungen zum Umgang mit Blut und Blutprodukten in der stationären Einrichtung angemessen berücksichtigt werden. Dies ist vom Transfusionsverantwortlichen auch umfassend zu dokumentieren.
Daneben hat der Transfusionsverantwortliche für die Absicherung eines Notfallmanagements im Falle unerwünschter Transfusionsreaktionen Sorge zu tragen.
Die Verletzung von Auswahl-, Überwachungs- und Anleitungspflichten können ein Organisationsverschulden darstellen. Die Frage der Haftung und der haftenden (natürlichen und/oder juristischen) Person bestimmt sich danach, wem die Pflichtverletzung zurechenbar ist. Dies kann auch zu einer "Mithaftung" des Transfusionsverantwortlichen führen. (Siehe Urteil des Bundesgerichtshofs vom 14.06.2005, Aktenzeichen: VI ZR 179/04. Dieses Urteil bezieht sich zwar nicht auf die unmittelbar praktische Tätigkeit des Transfusionsverantwortlichen, führt jedoch zu den Haftungsaspekten bei Dokumentationsfehlern im Rahmen der Qualitätssicherung aus.)
WeiterbildungZu welchem Zeitpunkt kann man frühestens mit der Weiterbildung zum Facharzt beginnen?
Mit der Weiterbildung darf erst begonnen werden,
wenn der Arzt über die ärztliche Approbation oder über einen gleichwertigen
Ausbildungsstand oder einen gleichwertigen Kenntnisstand, der durch Ablegen
einer Kenntnisprüfung nachzuweisen ist (§28 Abs. 2 SächsHKaG), verfügt.
Für die Erteilung der Approbationen oder Berufserlaubnisse
nach der Bundesärzteordnung ist im Freistaat Sachsen die Landesdirektion
Sachsen zuständig. Die Adressen lauten:
Weiterführende Hinweise für Staatsangehörige der EU und aus
Drittstaaten finden Sie unter: Wie finde ich für mich die richtige Fachrichtung?
sind vor allem Ihre persönlichen Interessen und Vorlieben. Erkenntnisse aus
Famulaturen und der Promotion können bei der Entscheidungsfindung herangezogen
Die Weiterbildungsordnung der
Sächsischen Landesärztekammer gibt Auskunft zu den Regelungen über Dauer und
Inhalt der Weiterbildung.
Die Weiterbildung erfolgt im
Rahmen angemessen vergüteter ärztlicher Berufstätigkeit unter Anleitung zur
Weiterbildung befugter Ärzte oder durch Unterweisung in anerkannten
Weiterbildungskursen. Dauer und Inhalt der Weiterbildung richten sich nach den
Bestimmungen der Weiterbildungsordnung.
Die festgelegten
Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte sind Mindestzeiten und
Mindestinhalte. Die Mindestweiterbildungszeit zum Facharzt beträgt je nach
Fachrichtung fünf oder sechs Jahre.
2. Ab wann kann ein Weiterbildungsabschnitt auf die
Weiterbildungszeit angerechnet werden?
Weiterbildungs- und Tätigkeitsabschnitte unter sechs Monaten nur dann als
Weiterbildungszeit anerkannt werden, wenn dies nach WBO vorgesehen ist.
3. Wie wirken sich Unterbrechungen durch
Krankheiten etc. auf die Weiterbildung aus?
Weiterbildung, insbesondere wegen Schwangerschaft, Elternzeit, Wehr- und
Ersatzdienst, Bundesfreiwilligendienst, wissenschaftliche Aufträge - soweit
eine Weiterbildung nicht erfolgt - oder Krankheit kann nicht als
Weiterbildungszeit angerechnet werden (tariflicher Erholungsurlaub stellt keine
Unterbrechung dar).
Ärztliche Tätigkeiten in eigener
Praxis sind grundsätzlich nicht anrechnungsfähig. 4. Kann die Weiterbildung in Teilzeit absolviert
Eine Weiterbildung in Teilzeit
ist anzurechnen, wenn sie mindestens die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit
beträgt und hinsichtlich Niveau und Qualität der Vollzeitweiterbildung
entspricht. Um der Gesamtdauer der Vollzeitweiterbildung gerecht zu werden,
verlängert sich die Weiterbildungszeit entsprechend.
Sofern für die Facharzt-,
Schwerpunkt- und Zusatzweiterbildung nichts anderes bestimmt ist, kann die
Weiterbildung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich erfolgen. In
Abhängigkeit vom gewählten Fachgebiet ist genau festgelegt, welche
Weiterbildungszeiten im stationären bzw. ambulanten Bereich
gefordert/anrechenbar sind.
6. Welche Ärzte sind in Sachsen zur Weiterbildung
befugt?
und in Schwerpunkten wird unter verantwortlicher Leitung der von der
Ärztekammer befugten Ärzte in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte
7. Wie erfolgt der Nachweis der
Weiterbildungszeiten und -inhalte?
Die Weiterbildung erfolgt auf der
Grundlage der aktuellen Weiterbildungsordnung. Über jeden
Weiterbildungsabschnitt sind ausführliche Zeugnisse gemäß § 9 WBO und die
Dokumentation gemäß § 8 WBO (Richtlinie über den Inhalt der Weiterbildung und
Nachweis über das jährliche Gespräch) erforderlich. Diese sind bei Beantragung
der Prüfungszulassung bei der Sächsischen Landesärztekammer vorzulegen.
8. Bei welcher Landesärztekammer wird die
Anerkennung einer Arztbezeichnung beantragt?
Ein Antrag auf Anerkennung kann
nur bei der Kammer gestellt werden, bei der der Arzt zum Zeitpunkt der
Antragstellung als Mitglied gemeldet ist, auch wenn ein Großteil der
Weiterbildung in anderen Kammerbereichen absolviert wurde.
Wenn in einer Weiterbildung Kurse
gefordert werden, sind diese anerkannt, wenn sie von der jeweiligen Kammer als
Weiterbildungskurse genehmigt wurden.
Die Weiterbildungsbefugnis wird
auf Antrag an die jeweiligen verantwortlichen Chefärzte und ärztlichen Leiter
einer Klinik erteilt. Auch niedergelassene Ärzte können eine
Weiterbildungsbefugnis beantragen. Voraussetzung für die Erteilung
der Weiterbildungsbefugnis ist u. a. eine mehrjährige Tätigkeit im beantragten
Fachgebiet, im Schwerpunkt oder in der Zusatz-Weiterbildung.
Die Zulassung der Einrichtung als
Weiterbildungsstätte erfolgt ebenfalls durch die Sächsische Landesärztekammer
und ist Voraussetzung für eine Weiterbildungsbefugnis. Ausgenommen davon sind Universitätskliniken
bzw. Einrichtungen der Hochschulen, akademische
Lehrkrankenhäuser und Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und
Praxen niedergelassener Ärzte.
26.11.2016Fortbildungsveranstaltung „Naturheilkunde in der ärztlichen Praxis“ 09.12.2016 - 10.12.2016Die Arzt-Patientenkommunikation im klinischen Alltag
24.10.2016 - 28.10.2016Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ 24.10.2016 - 28.10.2016Kurs: Palliativmedizin
26.10.2016Kurs „Impfen in der Arztpraxis”28.10.2016 - 29.10.2016Kurs Wundmanagement in der Hausärztlichen Praxis für MFA (16 Stunden)
Editorial: Gemeinsam klug entscheiden!
Impfen – Wichtiges in Kürze
Elektronische Kommunikation mit der Sächsischen Landesärztekammer
Animiertes Hirntodprotokoll online
Jubiläum der Sächsischen Ärzteversorgung
Die familiäre Hypercholesterolämie und die Lipoprotein(a)-Erhöhung
Ophthalmologische Traumatologie im Königreich Sachsen
Online-Fortbildungskalender - ÄrzteZur Weiterbildung befugte Ärzte in Sachsen - ÄrzteÄrzteÄrztliche Fort- und Weiterbildung in Sachsen - ÄrztePatientenverfügung - Patienten

References: § 3
 § 12
 § 4
 § 15
 § 33
 § 16
 § 19
 § 13
 § 13
 § 33
 § 21
 § 21
 § 15
 § 9
 § 8