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Timestamp: 2019-09-18 09:10:47+00:00

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§ 62 ZPO: Notwendige Streitgenossenschaft
BGH, URTEIL vom 2.1.2016, Az. TEIL XZR 146/13 Zwischen mehreren Klägern eines Patentnichtigkeitsverfahrens besteht eine notwendige Streitgenossenschaft aus prozessrechtlichen Gründen nach § 62 Abs. 1 Alt. 1 ZPO und nicht eine notwendige Streitgenossenschaft aus materiell-rechtlichen Gründen nach § 62 Abs. 1 Alt. 2 ZPO, bei der ein Teilurteil gegenüber einzelnen notwendigen Streitgenossen von vornherein nicht zulässig ist (BGH, Urteil vom 12. Januar 1996 - V ZR 246/94, BGHZ 131, 376, 381).
BGH, URTEIL vom 5.9.2015, Az. V ZR 76/14 13	1.	Zu Recht geht das Berufungsgericht allerdings davon aus, dass es sich bei beklagten Wohnungseigentümern im Beschlussmängelprozess um notwendige Streitgenossen handelt (vgl. nur BT-Drucks. 16/887 S. 73; BGH, Urteil vom 11. November 2011 - V ZR 45/11, NZM 2012, 200 Rn. 9 mwN), säumige Streitgenossen im Termin zur mündlichen Verhandlung von den anwesenden grundsätzlich nach § 62 Abs. 1 ZPO vertreten werden und von dieser verfahrensrechtlichen Vertretungsbefugnis auch die Abgabe eines Anerkenntnisses nach § 307 ZPO umfasst wird (etwa OLG Karlsruhe ZEV 2011, 324, 325; MüKoZPO/Schultes, 4. Aufl., § 62 Rn. 43 u. 49; Gehrlein in Prüt-ting/Gehrlein, ZPO, 7. Aufl., § 62 Rn. 20; Musielak/Weth, ZPO, 12. Aufl., §62 Rn. 14 u. 18; a.A. Stein/Jonas/Bork, ZPO, 23. Aufl., § 62 Rn. 30 u. 38).
BGH, URTEIL vom 5.8.2015, Az. V ZR 244/14 Die übrigen Streitgenossen werden dadurch nicht Rechtsmittelführer, sie sind jedoch als Parteien des Revisionsverfahrens beteiligt (§ 62 Abs. 2 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 24. Januar 2012 - X ZR 94/10, BGHZ 192, 245 Rn. 22 f.).
BGH, URTEIL vom 5.3.2014, Az. V ZR 110/13 9	aa) Der Annahme eines zur Nichtigkeit führenden besonders schweren Fehlers steht zunächst entgegen, dass die Streitgenossen auch in den Fällen des § 62 ZPO stets selbständige Streitparteien in jeweils besonderen Prozessrechtsverhältnissen zu dem gemeinsamen Gegner bleiben (ausführlich dazu Senat, Urteil vom 12. Januar 1996 - V ZR 246/94, BGHZ 131, 376, 379 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2010, Az. VIII ZB 20/09 Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem Beschluss vom 24. Juli 2003 (VII ZR 209/01, BauR 2003, 1758) noch eine abweichende Auffassung vertreten hat, beruht dies noch auf der mit der Anerkennung der Teilrechtsund -parteifähigkeit einer (Außen-)Gesellschaft bürgerlichen Rechts obsolet gewordenen Annahme (vgl. BGH, Urteile vom 29. Januar 2001 - II ZR 331/00, BGHZ 146, 341, 348 ff., und vom 15. Januar 2003 -XII ZR 300/99, NJW 2003, 1043 unter I a), die Mitglieder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts bildeten eine notwendige Streitgenossenschaft nach § 62 Abs. 1 Alt. 2 ZPO.
BGH, BESCHLUSS vom 1.9.2010, Az. II ZR 93/08 Er ist zwar als von der Klägerin vertreten anzusehen (§ 62 Abs. 1 ZPO), weil zwischen ihm und der Klägerin zu 2 eine notwendige Streitgenossenschaft besteht (vgl. BGH, Urteil vom 26. April 2004 - II ZR 155/02, BGHZ 159, 30, 35).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2009, Az. II ZR 158/08 § 62 ZPO (vgl. Senat BGHZ 122, 211, 240 und st. Rspr.)
BGH, URTEIL vom 1.2.2004, Az. II ZR 175/02 Damit haben die Kläger zu 1 bis 3, wie es früherem Verständnis bei der Geltendmachung von Ansprüchen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts entsprach (vgl. die Nachweise bei BGHZ 146, 341, 348), als notwendige Streitgenossen (§ 62 Abs. 1 Fall 2 ZPO) um Rechtsschutz nachgesucht.
BGH, URTEIL vom 4.9.2003, Az. 1 ZR 76/01 Da die beiden Beklagten keine notwendigen Streitgenossen i.S. des § 62 ZPO sind, ist über die Revision der Klägerin gegen den Beklagten zu 2 durch Teilurteil zu entscheiden (§ 301 ZPO; vgl. BGHZ 148, 214, 216; BGH, Urt. v. 19.12.2002 -VIIZR 176/02, NJW-RR 2003, 1002, 1003, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.9.2003, Az. 1 ZR 240/00 Da die beiden Beklagten keine notwendigen Streitgenossen i.S. des § 62 ZPO sind, ist über die Revision der Klägerin gegen den Beklagten zu 2 durch Teilurteil zu entscheiden (§ 301 ZPO; vgl. BGHZ 148, 214, 216; BGH, Urt. v. 19.12.2002 - VII ZR 176/02, NJW-RR 2003, 1002, 1003, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.4.2003, Az. V ZR 216/02 Da eine aus prozessualen Gründen notwendige ('uneigentliche') Streitgenossenschaft (§ 62 Abs. 1 Alt. 1 ZPO) nicht zur Unzulässigkeit der Einzelklage führt (BGHZ 30, 195, 198; Senat, BGHZ 36, 187), könnte allenfalls eine aus materiell-rechtlichen Gründen notwendige ('eigentliche') Streitgenossenschaft (§ 62 Abs. 1 Alt. 2 ZPO) ein Gestaltungsurteil allein gegenüber der Beklagten ausschließen.
BGH, Urteil vom 5.4.2001, Az. V ZR 353/99 Allerdings konnte er die Anschlußberufung wirksam nur gegen alle mit Schlußurteil des Landgerichts vom 11. November 1998 verurteilten Beklagten einlegen, denn nur diese sind - wie bereits aufgezeigt - gemäß § 62 ZPO auch in der Berufungsinstanz Partei geworden, obwohl sie nicht alle Rechtsmittel eingelegt haben (vgl. BGHZ 92, 352).
BGH, URTEIL vom 5.9.1997, Az. V ZR 209/96 Durch die Revision des Klägers zu 1 ist auch die Klägerin zu 2 als Widerbeklagte in das Revisionsverfahren einbezogen (Stein/Jonas/Bork, § 62 ZPO Rdn. 40; Zöller/ Vollkommer § 62 ZPO Rdn. 31; MünchKomm-ZPO/Schilken § 62 Rdn. 52; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, § 62 ZPO Rdn. 26; ferner Senat, BGHZ 92, 351, 352), weil die Kläger als Widerbeklagte notwendige Streitgenossen sind, soweit der Beklagte zu 3 von ihnen eine Verfügung über die gemeinsame Rechtsposition beider
BGH, Urteil vom 3.5.1992, Az. VIII ZR 203/91 b)	Die somit allein von der Beklagten zu 1 eingelegte Berufung vom 20. Dezember 1990 wirkt auch nicht gemäß § 62 ZPO für den Beklagten zu 2 (dazu vgl. z.B. BGHZ 54, 251, 253).
BGH, URTEIL vom 3.0.1988, Az. VIII ZR 296/86 Das Berufungsgericht hat zutreffend (vgl. BGHZ 23, 74, 75; 92, 351, 353 f) ausgeführt, daß eine Anwendung des § 62 ZPO hier ausscheidet.
BGH, URTEIL vom 3.11.1981, Az. IVa ZR 252/80 1. Entgegen der Auffassung der Revision ist die Klage allerdings nicht unzulässig.Es mag zwar sein, daß der Beklagte und die Widerbeklagte zu 2) für den von der Klägerin erhobenen Vermächtnisanspruch (§ 2174 BGB) als notwendige Streitgenossen 'aus einem sonstigen Grunde' (vgl. § 62 Abs. 1 ZPO, 2. Fall) anzusehen wären (vgl. BGHZ 36, 187, 188 ff; BGH Urteil vom 8. Juni 1962 - V ZF< 171/61 = NJW 1962, 1722), so daß eine nur gegen den Beklagten erhobene Klage an sich unzulässig wäre.
BGH, URTEIL vom 3.1.1980, Az. I ZR 64/78 Es handelt sich hier nicht um einen der Fälle, bei denen nach § 62 ZPO eine notwendige Streitgenossenschaft anzunehmen ist (vgl. BGHZ 30, 195, 196 - 199).
BGH, URTEIL vom 3.11.1974, Az. VIII ZR 186/73 Vielmehr sind die nur gemeinschaftlich passivlegitimierten Schuldner gemäß § 62 ZPO (2. Alternative) notwendige Streitgenossen in dem Sinne, daß bereits die Klageerhebung ihnen gegenüber nur einheitlich erfolgen darf, so daß die nur gegen einen Mitverpflichteten erhobene Klage unzulässig ist (vgl. BGHZ 36, 187; Rosenberg/Schwab, ZPR, 11. Aufl. § 50 I, III).
BGH, URTEIL vom 3.8.1970, Az. I ZR 132/68 Da die Beklagten insoweit notwendige Streitgenossen (§62 ZPO) sind, die Beklagte zu 1 hat keine persönlichen Einwendungen erhoben (RGZ 123, 151, 154; 136, 266, 268; RG HRR 1930, 808; BGH BB 1961, 148), erstreckt sich die Aufhebung des Urteils und die Verweisung auch auf die Beklagte zu 1 (RGZ 157, 33, 38, 39).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1969, Az. VII ZB 26/69 solche, die sich aus der Urkunde seihst oder aus Tatsachen ergibt, die dem Gericht und der Gegenpartei bekannt v/aren <, Zu Unrecht beruft sich die Beschwei'deführerin auch auf die Bestimmung des § 62 ZPO, wonach im Palle einer notwendigen Streitgenossenschaft bei Fristversäumung ein Streitgenossen dieser als durch die nicht säumigen Strei genossen vertreten angesehen wird, Macht, wie hier, ein Erbe einen Anspruch zu dem Nachlaß geltend (§ 2039 BGB), so liegt kein Pall der notv/endigen Streitgenossenschaft vor v/eil das darauf ergehende Urteil für und gegen die ander Erben keine Rechtskraft schafft (BGHZ 23, 207, 212)«
BGH, vom 3.3.1963, Az. V ZR 16/62 wendige Streitgenossenschaft im Sinne des § 62 ZPO begründet worden (BGH Urteil vom 25» Mai 1955, IV ZR 282/54 So 6/7; RGZ 121, 337, 345; RGRK BGB aäO § 2058 Anm, 10; Palandt aaO § 2058 Anm„ 3; Staudinger aaO § 2058 Anm, 7; Erman aaO § 2058 An. 2)o Damit entfällt die von der Revision aus ihrer Rüge gezogene Schlußfolgerung, es hätten auch die früheren Beklagten zu 3 bis 5 Berufung einlegen müssen und es sei deshalb die von den Beklagten zu 1 und 2 eingelegte Berufung unzulässigo
BGH, Urteil vom 5.5.1962, Az. V ZR 171/61 Konnten die Bcklagton nur gemeinschaftlich über die Grundstücke verfügen (nicht etwa nur über jeweilige Miteigentumsantoile), so sind sie, auf Auflassung der Grundstücke verklagt, als notwendige Streitgenossen im Sinne des § 62 ZPO anzusehen (Urteil des erkennenden Senats vom 29* November 1961, V ZR 181/605 BGHZ 36, 187, 188).

References: § 62
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 § 2058
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