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Timestamp: 2016-10-25 01:27:27+00:00

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Rentenbeitrag | Flegl Rechtsanwälte
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Hier erfahren Sie Wissenswertes zum Rentenbeitrag Die gesetzliche Rentenversicherung wird im Wesentlichen durch Rentenbeiträge finanziert, die jeweils zur Hälfte von den versicherten Arbeitnehmern und den Arbeitgebern getragen werden. Einen eher geringen Anteil bei der Finanzierung macht der Zuschuss des Bundes nach § 213 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) aus.
Systemprägend für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung war einst das Kapitaldeckungsverfahren, bei dem man die Beiträge der Rentner zu möglichst ertragreichen Konditionen anzulegen versuchte und mit den Erlösen die Versicherungsleistungen finanzierte. An seine Stelle ist das sogenannte Umlageverfahren getreten.
Beitragsaufbringung
Beim Umlageverfahren stützt sich die Finanzierung der Versicherungsleistungen im Wesentlichen auf die laufenden Beitragsleistungen der erwerbstätigen Versicherten. Nach überkommener Aufteilung werden für pflichtversicherte Arbeitnehmer die Beiträge in der Regel je zur Hälfte durch den Arbeitgeber und die Versicherten getragen, § 168 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI.
Sondervorschriften für behinderte Arbeitnehmer
Die Aufbringung und die Berechnung der Beiträge für die in geschützten Einrichtungen beschäftigten Behinderten erfordern Sondervorschriften, damit für diesen Personenkreis nicht nur minimale Sicherungsanwartschaften aufgebaut werden, die ihren Zweck nicht erfüllen, Behinderte möglichst unabhängig von Sozialhilfe zu machen.
Der Beitragsbemessung werden deshalb nicht die (meist sehr niedrigen) realen Arbeitsentgelte zugrunde gelegt, sondern 80 % der Bezugsgröße i.S.v. § 18 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV). Diejenigen Beitragsanteile, die für die Differenz zwischen dem tatsächlichen Arbeitsentgelt und der Bezugsgröße anfallen, sind vom jeweiligen Träger der Einrichtung zu tragen bzw. werden diesem vom Bund erstattet, § 168 Abs. 1 Nr. 2 u. 3 SGB VI i.V.m. § 179 Abs. 1 SGB VI.
Regelungen für die übrigen Versicherten
Für die übrigen Versicherten gelten besondere Regelungen. Danach müssen sie
nach § 169 Nr. 1 SGB VI die Beiträge allein aufbringen (z.B. Selbständige) oder
sie werden nach § 170 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI nur durch den Bund getragen (z.B. für Wehr- und Zivildienstleistende).
Einziehung der Rentenbeiträge durch den Arbeitgeber
Die Beiträge werden im Rahmen des sogenannten Gesamtsozialversicherungsbeitrages durch den Arbeitgeber entrichtet, der den Arbeitnehmeranteil vom Lohn einbehält und den gesamten Beitrag an die gesetzlichen Krankenkassen als zuständige Einzugsstellen abführt, §§ 28 d, 28 g, 28 h SGB IV.
Die Höhe des Rentenbeitrages bemisst sich bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze nach dem Bruttoarbeitsentgelt des Arbeitnehmers. Der Beitragssatz liegt bis Ende 2012 bei 19,6 %, so dass sich der monatliche Höchstbeitrag (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) auf derzeit 1.097,60 EUR beläuft.
Da nach geltendem Recht eine Senkung der Beiträge herbeigeführt werden muss, wenn die Rücklagen eine bestimmte Marke überschreiten (derzeit 25 Milliarden Euro, also das 1,5-fache einer Monatsausgabe), wird der Beitragssatz für das Jahr 2013 nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf voraussichtlich 18,9 % sinken.
Damit sinkt der Rentenbeitragssatz stärker als bisher erwartet und wird Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils um ca. drei Milliarden Euro entlasten.
Gesetzliche Rente (5.6) Im System der sozialen Sicherung ist der gesetzlichen Rentenversicherung die Aufgabe zugewiesen, für den Fall, Beitragsbemessungsgrenze (4.3) Anhand der Beitragsbemessungsgrenze lässt sich ablesen, bis zu welchem Bruttolohn Arbeitnehmer in Deutschland gesetzlich zur

References: § 213
 § 168
 § 18
 § 168
 § 179
 § 169
 § 170