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Timestamp: 2016-10-28 04:48:40+00:00

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5P.37/2001 (23.05.2001)
C.________, Beschwerdef�hrer 1,D.________, Beschwerdef�hrerin 2, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Schmucki, Marktgasse 3, Postfach, 9004 St. Gallen,
Art. 8 f. und Art. 29 Abs. 1 BV (Erbteilung; Anwendung von Prozessrecht; Beweisw�rdigung), hat sich ergeben:
A.- Am 31. Oktober 1955 verstarb in Z.________ X.________. Als gesetzliche Erben blieben zur�ck seine Ehefrau E.________ und seine vier Kinder A.________, B._______, C.________ und D.________. Zum Nachlass geh�rte ein landwirtschaftliches Heimwesen (vorab Parzelle Nr. 602, Grundbuch Z.________), in das w�hrend der Dauer der Erbengemeinschaft investiert wurde (Umbauten zu Wohnzwecken, Renovationen, Umgebungsarbeiten u.a.m.). Die Parzelle Nr. 602 wurde schliesslich auf Betreibung der Grundpfandgl�ubigerin verwertet und von C.________ ersteigert.
Mit Weisung vom 4. M�rz 1985 klagten B.________ und A._________ gegen ihre Mutter und ihre beiden Geschwister auf Erbteilung. Die drei beklagten Miterben begehrten widerklageweise ebenfalls die Feststellung und Teilung des Nachlasses.
W�hrend des Prozesses starb E.________. Ihre gesetzlichen Erben sind die vier Kinder. Bereits am 30. Dezember 1982 hatte die Verstorbene ihrem Sohn C.________ ihren "g�terrechtlichen und erbrechtlichen Anteil am Nachlass X.________" abgetreten.
B.- Im Erbteilungsprozess waren in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht unter anderem strittig die Bewertung der Nachlassliegenschaften im Zeitpunkt der g�ter- und der erbrechtlichen Auseinandersetzung, die Frage, ob die nachverstorbene Ehefrau des Erblassers einen Viertel des Nachlasses zu Eigentum oder die H�lfte des Nachlasses zur Nutzniessung gew�hlt hatte, die Wirksamkeit der Abtretung der g�ter- und erbrechtlichen Anspr�che an C.________, die Anspr�che der Erben gegen den Nachlass und umgekehrt sowie die Zuweisung der einzelnen Nachlassgegenst�nde an die Erben.
Die Erbteilung f�hrte zun�chst das Bezirksgericht Z.________ (Urteil vom 31. August 1990) und auf Berufung beider Parteien das Obergericht des Kantons Thurgau durch.
Dieses stellte unter anderem fest, dass die Erben der E.________ als Erbengemeinschaft keinen Anspruch an den Nachlass zu stellen haben (Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils vom 2. Mai 1991). W�hrend eine kantonale Revision erfolglos blieb (Urteil des Obergerichts vom 11. Februar 1993), hob das Bundesgericht das obergerichtliche Urteil mit Ausnahme von Dispositiv-Ziffer 2 vollumf�nglich auf und wies die Sache zur erg�nzenden Beweisabnahme und zu neuer Entscheidung zur�ck (Urteil vom 2. Dezember 1993, 5C.194/1991). Eine konnexe staatsrechtliche Beschwerde wurde damit gegenstandslos (Beschluss vom 2. Dezember 1993, 5P.302/1991).
Nach Erg�nzung des Beweisverfahrens nahm das Obergericht die Erbteilung erneut vor. Dabei wies es die Nachlassliegenschaften den je eine Partei bildenden Geschwisterpaaren und innerhalb derselben den einzelnen Erben entsprechend den Erbquoten zu Miteigentum zu (Urteil vom 30. M�rz 2000).
C.-C.________ und D.________ haben gegen das obergerichtliche Urteil eidgen�ssische Berufung eingelegt und staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 8 und Art. 29 Abs. 1 BV (Rechtsgleichheit im Verfahren) sowie von Art. 9 BV (Schutz vor Willk�r) erhoben. Mit dieser beantragen sie dem Bundesgericht die vollumf�ngliche Aufhebung des Urteils vom 30. M�rz 2000. A.________ und B.________ wie auch das Obergericht schliessen auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde.
1.- Die Zul�ssigkeitsvoraussetzungen geben zu folgenden Bemerkungen Anlass:
a) Die Beschwerdef�hrer beanstanden die Anwendung kantonalen Prozessrechts, die auf Berufung hin nicht �berpr�ft werden kann (Art. 43 OG; BGE 126 III 370 E. 5 S. 372), und die obergerichtliche Beweisw�rdigung, die f�r das Bundesgericht im Berufungsverfahren verbindlich sein wird (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 126 III 189 E. 2a Abs. 3 S. 191; 125 III 78 E. 3a S. 79). Es rechtfertigt sich deshalb, die Entscheidung �ber die Berufung bis zur Erledigung der staatsrechtlichen Beschwerde auszusetzen (Art. 57 Abs. 5 OG; vgl. BGE 122 I 81 E. 1 S. 83). Im Sachzusammenhang wird auf Probleme zur�ckzukommen sein, die sich aus der Konnexit�t der beiden Bundesrechtsmittel ergeben (Art. 84 Abs. 2 OG). Das angefochtene Urteil unterliegt keinem kantonalen Rechtsmittel und schliesst die Erbteilung ab; es liegt ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid vor (Art. 86 f. OG; vgl. BGE 123 I 325 E. 3b S. 327).
Die Erben haben nach den gleichen Grunds�tzen zu teilen (Art. 607 Abs. 1 ZGB) und dabei alle den gleichen Anspruch auf die Gegenst�nde der Erbschaft (Art. 610 Abs. 1 ZGB), so dass keinem Erben ein Erbschaftsgegenstand allein zugeteilt werden kann, ohne dass dieser den andern Erben weggenommen w�rde. Alle Erben k�nnen deshalb im Erbteilungsprozess Antr�ge auf Zusprechung ihres Anteils stellen ("Prinzip der doppelseitigen Klage") und m�ssen auf der Kl�ger- oder Beklagtenseite am Verfahren beteiligt sein, es sei denn, ein Erbe erkl�re, sich dem Urteil zu unterziehen, wie es auch lauten werde ("Gesamthandprinzip"; vgl. etwa Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 6.A. Bern 1999, 5 N. 54 S. 146 f. und 7 N. 48 S. 201). Letzterer Grundsatz gilt auch f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 88 OG; nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 1995 i.S. B. und H. c/ H. und H., E. 2, 5P.59/1995). Am vorliegenden Verfahren nehmen denn auch alle Erben teil. Dass die beiden beschwerdef�hrenden Erben nicht in allen angefochtenen Punkten gleichermassen pers�nlich betroffen sind, kann bei der Kostentragung im internen Verh�ltnis ber�cksichtigt werden (E. 9 hiernach).
c) Die beiden Beschwerdef�hrer beantragen - fristgerecht (Art. 89 Abs. 1 OG) - die vollumf�ngliche Aufhebung des obergerichtlichen Urteils. Dass die Erbengemeinschaft der w�hrend des Prozesses verstorbenen Mutter, bestehend aus den Beschwerdeparteien, keine Anspr�che in der Erbteilung erheben kann, ist rechtskr�ftig entschieden. Keine der Parteien hat die entsprechende Dispositiv-Ziffer 2 des obergerichtlichen Urteils vom 2. Mai 1991 vor Bundesgericht angefochten (E. 4d S. 16 und E. 6 S. 17 des Berufungsurteils, 5C.194/1991). Der Beschwerdeantrag (Art. 90 Abs. 1 lit. a OG) ist deshalb unzul�ssig, soweit die Aufhebung auch von Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils verlangt wird, in dem das Obergericht lediglich wiederholt hat, was bereits rechtskr�ftig feststeht (E. 5b S. 21 f.). Insoweit kann auch das Rubrum durch Streichung der Erbengemeinschaft berichtigt werden.
d) Die beiden Beschwerdef�hrer machen vorab Willk�r geltend. Sie gen�gen den formellen Anforderungen dabei nicht, wenn sie einfach behaupten, das obergerichtliche Urteil sei willk�rlich. Sie haben vielmehr anhand der im angefochtenen Urteil enthaltenen Erw�gungen und �berlegungen n�her darzulegen, inwiefern die Rechtsanwendung oder die Beweisw�rdigung als qualifiziert falsch erscheint, d.h. in der Begr�ndung und im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (Art. 9 BV; BGE 126 I 168 E. 3a S. 170). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; der Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen gilt im Bereich der Verfassungsbeschwerde nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 125 I 71 E. 1c S. 76; 122 I 70 E. 1c S. 73). Auf den Willk�rbegriff und die Begr�ndungsanforderungen wird bei der Beurteilung der einzelnen Beschwerdegr�nde zu verweisen sein.
e) Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann mit den erw�hnten Vorbehalten eingetreten werden.
2.- Beide Parteien haben im kantonalen Berufungsverfahren eine Verletzung der Eventualmaxime durch das Bezirksgericht ger�gt. Es ist dabei unter anderem um die Frage gegangen, ob die von den Beschwerdef�hrern geforderten Verzugszinsen ab Anhebung der Teilungsklage einerseits und die von den Beschwerdegegnern geltend gemachte Mietzinsschuld des Beschwerdef�hrers 1 gegen�ber dem Nachlass andererseits rechtzeitig behauptet worden sind (E. 4 S. 19 ff. des angefochtenen Urteils). Gegen die obergerichtliche Beurteilung dieser R�gen wenden die Beschwerdef�hrer ein, die Eventualmaxime sei willk�rlich ausser Kraft gesetzt worden und sie seien mit ihren Behauptungen im Vergleich zu denjenigen der Beschwerdegegner rechtsungleich behandelt worden.
a) Bei Einleitung des Erbteilungsprozesses galt die Zivilprozessordnung von 1928 (aZPO). Diese wurde 1989 durch eine neue Zivilprozessordnung abgel�st, die der kantonale Gesetzgeber seither - in den Jahren 1997 und 2000 -wiederum Teilrevisionen unterzog (ZPO). Massgebend f�r die "Eventualmaxime" (Randtitel) ist unstreitig � 174 aZPO. Dessen Abs. 1 sieht vor, dass "die Parteien mit allen bis zum Schlusse ihres letzten Vortrages in der Hauptverhandlung nicht angebrachten Rechtsbegehren, tats�chlichen Behauptungen, Bestreitungen und Einreden, sowie mit den nicht produzierten oder nicht beantragten Beweismitteln ausgeschlossen" sind. In diesem Punkt stimmt die aZPO von 1928 mit dem geltenden � 146 Abs. 1 ZPO praktisch w�rtlich �berein; statt "Rechtsbegehren" heisst es heute "Antr�gen", und in � 146 Abs. 1 ZPO fehlt der Hinweis auf die "Beweismittel", doch ist unbestritten, dass auch die Unterlassung eines Beweisantrags bis zum genannten Zeitpunkt die Verwirkung des Beweisf�hrungsrechts zur Folge hat (vgl. B�rgi/Schl�pfer/Hotz/Parolari, Handbuch zur Thurgauer Zivilprozessordnung, Z�rich 2000, N. 3 zu � 146). F�r die Anwendung der Eventualmaxime kann deshalb die bis heute ergangene Rechtsprechung ber�cksichtigt werden.
Ausnahmen von der Eventualmaxime sieht � 174 Abs. 2 aZPO vor, wenn "die Partei glaubhaft zu machen vermag, dass sie dieselben (scil. Behauptungen, Bestreitungen, Einreden und Beweismittel) fr�her nicht gekannt oder trotz aller Anstrengung nicht habe anrufen k�nnen". An dieser Durchbrechung der Eventualmaxime im Interesse des materiellen Rechts haben die ZPO-Revisionen nichts ge�ndert und lediglich den Ausnahmekatalog durch Fallgruppen konkretisiert; zul�ssig sind gem�ss � 146 Abs. 2 ZPO beispielsweise "Vorbringen und Antr�ge, die erst durch den Verlauf des Prozesses ausgel�st worden sind, sofern dadurch die Verfahrensart und Zust�ndigkeit nicht ge�ndert werden" (Ziffer 1). Weil � 146 Abs. 2 ZPO das hier anwendbare Ausnahmesystem nicht grunds�tzlich ge�ndert und nur eine Konkretisierung des bestehenden Rechtszustands gebracht hat, darf bei der Auslegung der Ausnahmeregelung gem�ss � 174 Abs. 2 aZPO die bis heute ergangene Rechtsprechung ber�cksichtigt werden (zur sog. Vorwirkung: BGE 125 III 401 E. 2a S. 404).
Dass das Obergericht im Zusammenhang mit � 174 aZPO auf seine st�ndige Praxis zur Eventualmaxime (� 146 ZPO) verwiesen hat (E. 3b S. 19), kann sich nach dem Gesagten auf anerkannte Auslegungsgrunds�tze st�tzen und ist damit nicht willk�rlich.
b) Nach der obergerichtlichen Praxis beschl�gt die Eventualmaxime einzig die Parteivortr�ge, erw�hnt nur, bis zu welchem Zeitpunkt resp. unter welchen Bedingungen Noven zul�ssig sind, und ist deshalb nicht anwendbar auf sich in einem Beweisverfahren ergebende neue Tatsachen; diese sind einerseits stets zu ber�cksichtigen und berechtigen die Parteien andererseits aufgrund von � 146 Abs. 2 Ziffer 1 ZPO gegebenenfalls auch zur �nderung ihrer Vorbringen und Antr�ge (Rechenschaftsbericht des Obergerichts, RBOG 1998 Nr. 26 S. 145 E. 2b).
Auf die dargelegte Praxis nehmen offenkundig die Ausf�hrungen des Obergerichts Bezug, es sei angesichts der verschiedenen Gutachten und Beweismassnahmen nicht mehr m�glich, strikte an der Eventualmaxime festzuhalten, und daher allein auf das bezirksgerichtliche Urteil abzustellen, sofern nicht - wegen fehlenden Zusammenhangs mit dem erstinstanzlichen Beweisverfahren - ein klarer Verstoss gegen die Eventualmaxime ersichtlich sei (E. 4b S. 20). Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer ist die Eventualmaxime somit nicht einfach ausser Kraft gesetzt, sondern deren Verletzung unter dem hier ger�gten Anwendungsfall gepr�ft worden (E. 2c und d sogleich).
Die Auslegung gem�ss der obergerichtlichen Praxis kann ebenso wenig beanstandet werden. Es ist nicht willk�rlich, sich bei der Auslegung von � 174 aZPO bzw. � 146 ZPO an den klaren Wortlaut der Bestimmung zu halten, die Noven der Parteien nur bis "zum Schluss ihres letzten Vortrags in der Hauptverhandlung" zul�sst, die Ber�cksichtigung von im anschliessenden Beweisverfahren neu auftauchenden Tatsachen hingegen nicht regelt; dass triftige Gr�nde best�nden, vom klaren Wortlaut abzuweichen und die Eventualmaxime ausdehnend zu interpretieren, machen die Beschwerdef�hrer mit Grund nicht geltend (zu den Auslegungsgrunds�tzen: BGE 113 Ia 12 E. 3c S. 14; 119 Ia 433 E. 4 S. 439; 125 I 161 E. 3c S. 164).
c) Die Anwendung von � 174 aZPO auf den Verzugszinsanspruch der Beschwerdef�hrer ist unter Willk�rgesichtspunkten haltbar. Die Beschwerdef�hrer haben den fraglichen Anspruch in der Klageschrift (recte: Klageantwort) vom 6. September 1985 erw�hnt, einstweilen aber ausdr�cklich nicht erhoben und erst in der Beweisw�rdigungsschrift vom 29. September/2.
Oktober 1989 und in ihrer Berufungsbegr�ndung geltend gemacht (E. 4b S. 20 des angefochtenen Urteils). Da die Hauptverhandlung am 17. M�rz 1986 stattgefunden hatte, durfte das betreffende Vorbringen im Sinne des � 174 aZPO als neu betrachtet werden, und da die Erhebung des Anspruchs bereits in der Klageantwort m�glich war, ist das neue Vorbringen nicht durch Tatsachen veranlasst gewesen, die sich erst im Beweisverfahren ergeben haben. Dass die Beschwerdef�hrer die Erhebung von Verzugszinsanspr�chen in der Klageantwort deshalb unterlassen haben wollen, weil sie auf ein Entgegenkommen der Beschwerdegegner in einem anderen Punkt hofften ("Korrelation" mit der Entsch�digung f�r die Nutzung der Parzelle Nr. 602), durfte f�r die Anwendung der Eventualmaxime als irrelevant betrachtet werden. Wie die Beschwerdef�hrer selber hervorheben, "ist es doch gerade Sinn der Eventualmaxime, dass rechtzeitig Behauptungen in den Prozess auch f�r den Fall eingebracht werden m�ssen, dass das Gericht anders als beantragt entscheidet" (S. 7). Dasselbe gilt auch f�r Erwartungen in die Gegenpartei, die entt�uscht werden k�nnen.
d) Das Obergericht hat die Forderung der Beschwerdegegner zugelassen, der Beschwerdef�hrer 1 m�sse f�r die Benutzung der Nachlassliegenschaft in Z.________ (Parzelle Nr. 602) eine Entsch�digung bezahlen. Darin erblicken die Beschwerdef�hrer Willk�r und - im Vergleich zur Unzul�ssigkeit des Verzugszinsanspruchs (E. 2c soeben) - einen Verstoss gegen den Gleichheitssatz (Art. 8 BV) bzw. gegen den Anspruch auf gleiche Behandlung im Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV). Das Obergericht hat zwar festgestellt, diese Mietzinsschuld gegen�ber dem Nachlass h�tten die Beschwerdegegner nach eigenen Angaben erst nach der Hauptverhandlung behauptet (E. 4a S. 19 f.), ist aber von der Zul�ssigkeit dieses Vorbringens ausgegangen (E. 7n/gg S. 56 f.), weil es offenbar am Zusammenhang mit dem erstinstanzlichen Beweisverfahren nicht gefehlt hat (E. 4b S. 20, e contrario).
Die im angefochtenen Urteil (E. 4a S. 19 f.) verwiesene Stelle in der Berufungsbegr�ndung, die die Beschwerdef�hrer nur unvollst�ndig wiedergeben, vermag die obergerichtliche Beurteilung zu st�tzen. Auf S. 15 heisst es, die Beschwerdegegner h�tten den Anspruch auf Bezahlung von Mietzins mangels genauer Kenntnis nicht schon im letzten Vortrag der Hauptverhandlung geltend machen k�nnen, weil die Beschwerdef�hrer ihrer wiederholt geforderten Auskunftspflicht gem�ss Art. 607/610 ZGB nicht nachgekommen seien und weil sie erst im Zwangsversteigerungsverfahren betreffend die Parzelle Nr. 602 (scil. 1987) Kenntnis davon erhalten h�tten, dass der Beschwerdef�hrer 1 "gratis in Kat. 602 sass und sich die Hypothekarzinsen durch den Nachlass bezahlen liess". Gest�tzt darauf durfte willk�rfrei angenommen werden, das entsprechende Vorbringen der Beschwerdegegner beruhe auf Tatsachen, die sich erst im Beweisverfahren und damit nach der Hauptverhandlung vom 17. M�rz 1986 ergeben h�tten, so dass die Eventualmaxime nicht zum Tragen komme (E. 2b soeben). Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Feststellung aktenwidrig ist, die Beschwerdegegner h�tten die Mietzinsschuld versp�tet geltend gemacht; die in der Beschwerdeantwort zitierten Aktenstellen legen jedenfalls nahe, dass der Anspruch vor bzw.
W�hrend die versp�tete Geltendmachung der Mietzinsschuld ihren Grund in erst im Beweisverfahren und damit nach der Hauptverhandlung aufgetauchten Tatsachen hatte, war der Verzugszinsanspruch bereits vor der Hauptverhandlung bekannt, wurde aber bewusst erst sp�ter erhoben (E. 2c soeben). Die beiden Sachverhalte sind verschieden und aus sachlichen Gr�nden (E. 2b soeben) unterschiedlich beurteilt worden, so dass der ger�gte Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot im Verfahren nicht vorliegt (vgl. BGE 125 I 1 E. 2b/aa S. 4 und 161 E. 3a S. 163).
e) Eine willk�rliche und rechtsungleiche Handhabung der Eventualmaxime begr�nden die Beschwerdef�hrer schliesslich damit, dass Noven bez�glich Mietzinsschuld zugelassen worden seien, bez�glich Eigenleistungen im Bereich der Umgebungsarbeiten hingegen nicht. Sie h�tten unter Hinweis auf die im Mai 1987 versteigerte Parzelle Nr. 602 geltend gemacht, dass die in ihrem act. 97 aufgelisteten Eigenleistungen, soweit sie �ber die bis Abschluss der Hauptverhandlung geltend gemachten hinausgingen, gem�ss � 174 Abs. 2 aZPO zu ber�cksichtigen seien. Das Bezirksgericht habe im Entscheid vom 14. November 1988 festgehalten, es handle sich bei diesen Eigenleistungen um Vorbringen, die dem Novenverbot unterl�gen und daher nicht zu h�ren seien.
Das Bundesgericht hat nicht zu beurteilen, ob das Bezirksgericht die Eventualmaxime unrichtig angewendet hat, sondern ob ger�gte Rechtsverletzungen durch das Obergericht verfassungswidrig nicht korrigiert worden sind. Dieses hat im angefochtenen Urteil ausdr�cklich festgehalten, welche Vorbringen der Beschwerdegegner die Beschwerdef�hrer als unzul�ssige Noven betrachteten (E. 4a Abs. 2 S. 20).
Die behaupteten Eigenleistungen gem�ss act. 97 finden sich in der unangefochtenen Aufz�hlung des Obergerichts nicht. Auf die R�ge der Beschwerdef�hrer ist deshalb mangels Ersch�pfung des kantonalen Instanzenzugs nicht einzutreten (Art. 86 Abs. 1 OG; BGE 126 I 257 E. 1a S. 258).
3.- Die Beschwerdef�hrer hatten mit Eingabe vom 22. September 1999 und anl�sslich der Verhandlung am 30. M�rz 2000 dem Obergericht beantragt, die zum Nachlass geh�renden Liegenschaften neu sch�tzen zu lassen. Das Obergericht verwarf den Beweisantrag (E. 5e S. 22 ff.) und hat in der Folge auf die Liegenschaftssch�tzung im Gutachten K.________/S. ________ vom 16. Dezember 1986 abgestellt (E. 8 S. 58). Die Beschwerdef�hrer r�gen eine willk�rliche Anwendung der Bestimmung �ber "Neue Parteivorbringen" (Randtitel zu � 287 aZPO).
a) Das Obergericht hat die verlangte Neusch�tzung abgelehnt, weil auf Grund des in � 287 aZPO verankerten und hier anwendbaren grunds�tzlichen Novenverbots f�r die Bewertung des Nachlassverm�gens auf den Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils abzustellen sei. Dies gelte umso mehr, als das Gutachten K.________/S. ________ und damit die Sch�tzung der einzelnen Liegenschaften im Berufungsverfahren nicht bestritten und das Gutachten von den Beschwerdef�hrern ausdr�cklich anerkannt worden sei. An dieses Akzept seien die Beschwerdef�hrer gebunden (E. 5e/aa S. 23). In einer zweiten Begr�ndung ist das Obergericht davon ausgegangen, dass dem Antrag auf Neusch�tzung selbst dann nicht entsprochen werden k�nnte, wenn � 146 Abs. 2 i.V.m. � 230 ZPO anwendbar w�re; denn die einschneidenden Ver�nderungen im Grundst�cksmarkt seien bereits anfangs der neunziger Jahre erfolgt und das Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB) sei 1994 in Kraft getreten, weshalb die Beschwerdef�hrer ihren neuen Beweisantrag viel fr�her h�tten stellen m�ssen und k�nnen (E. 5e/bb S. 23). Schliesslich hat das Obergericht erwogen, beide Parteien seien von den Preisschwankungen gleicherweise betroffen, weil beide Parteien kraft erbrechtlicher Zuweisung �ber Bau- und Landwirtschaftsland verf�gen w�rden (E. 5e/cc und dd S. 23 f.). Die Ablehnung des Beweisantrags beruht auf mehreren selbstst�ndigen und voneinander unabh�ngigen Entscheidgr�nden, die die Beschwerdef�hrer zu Recht allesamt anfechten (BGE 119 Ia 13 E. 2 S. 16), und zwar vorliegendenfalls mit staatsrechtlicher Beschwerde und mit eidgen�ssischer Berufung (BGE 117 II 630 E. 1b S. 631).
b) Der massgebende � 287 aZPO (Randtitel: "Neue Parteivorbringen") erkl�rt "neue Begehren, tats�chliche Behauptungen, Bestreitungen, Einreden und Beweismittel" in der Berufungsinstanz insofern f�r zul�ssig, "als eine Partei es zur Wahrscheinlichkeit zu erstellen vermag, dass sie die Nova fr�her entweder nicht gekannt oder trotz aller Anstrengungen nicht habe anrufen k�nnen".
Nach dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung sind Noven im Berufungsverfahren grunds�tzlich unzul�ssig. Die obergerichtliche Folgerung trifft daher zu, dass auf den Sachverhalt gem�ss bezirksgerichtlichem Urteil abzustellen ist (z.B.
Vogel, a.a.O., 13 N. 45 S. 371). Die Auslegung kann sich - entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer - nicht an der aktuellen ZPO orientieren (vgl. E. 2a Abs. 2 hiervor), weil das hier massgebende System (� 287 aZPO) durch die Revisionen in sein Gegenteil verkehrt worden ist, indem heute in den Berufungseingaben "neue Tatsachen behauptet, Bestreitungen oder Einreden erhoben und neue Beweismittel bezeichnet werden" k�nnen (� 230 Abs. 1 ZPO), Noven mithin grunds�tzlich zul�ssig sind. Die Rechtsprechung hat auf diesen Systemwechsel ausdr�cklich hingewiesen (RBOG 1995 Nr. 42 S. 186 E. 2a).
Richtig ist hingegen, dass das grunds�tzliche Novenverbot in � 287 aZPO Ausnahmen zul�sst, deren Voraussetzungen praktisch w�rtlich gleich umschrieben sind wie die Ausnahmen von der Eventualmaxime in � 174 Abs. 2 aZPO; diese d�rfen im Lichte des aktuellen � 146 ZPO ausgelegt werden (E. 2a Abs. 2 hiervor; vgl. zu erst im Beweisverfahren auftauchenden Tatsachen:
RBOG 1984 Nr. 19 S. 77 E. 2). Bei Zulassung einer Ausnahme ist daher auf den Sachverhalt abzustellen, wie er im Zeitpunkt der obergerichtlichen Urteilsf�llung besteht (statt vieler: Vogel, a.a.O., 13 N. 42 S. 370). Insoweit kann den Beschwerdef�hrern mit ihrem Verweis auf die Rechtsprechung beigepflichtet werden (RBOG 1994 Nr. 26 S. 148 E. 2b).
c) Eine Frist, innert der die Noven im Berufungsverfahren eingebracht werden m�ssen, ist in � 287 aZPO nicht vorgesehen. F�r das erstinstanzliche Verfahren geht � 174 Abs. 2 aZPO davon aus, dass Noven jederzeit zul�ssig sind, w�hrend der �bereinstimmende � 146 ZPO wiederum keine Regelung enth�lt. Die Beschwerdegegner heben indessen zu Recht hervor, dass aus dem Fehlen einer Befristung nicht geschlossen werden darf, es stehe im Belieben der betreffenden Partei, wann sie Noven geltend machen wolle. Zu beachten ist der Grundsatz von Treu und Glauben, der Beh�rden und Privaten gleichermassen rechtsmissbr�uchliches und widerspr�chliches Verhalten verbietet und von den Parteien verlangt, festgestellte Verfahrensm�ngel rechtzeitig anzuzeigen (BGE 125 V 373 E. 2b/aa S. 375) und Antr�ge zum Verfahren rechtzeitig zu stellen (z.B. BGE 118 Ia 462 E. 5b S. 470; 120 Ia 48 E. 2e/bb S. 55, die Wiederholung einer Zeugeneinvernahme betreffend).
Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV) bzw. das Verbot tr�lerhafter Prozessf�hrung (�� 109 f. aZPO und �� 86 f. ZPO) wie auch der Gesichtspunkt eines geordneten Prozesses und die Interessen der Gegenpartei erfordern, dass Noven nach ihrer Entdeckung bei n�chster Gelegenheit in den Prozess einzuf�hren sind (vgl. etwa Frank/Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, Erg�nzungsband, Z�rich 2000, N. 13 f. zu � 267 ZPO; B�hler, Das Novenrecht im neuen aargauischen Zivilprozessrecht, Z�rich 1986, S. 67 f.; Sch�rer, Das Novenrecht im Berufungsverfahren nach z�rcherischem Zivilprozessrecht, Diss. Z�rich 1984, S. 96 f. und S. 155 f.; f�r � 230 ZPO: Merz, Die Praxis zur thurgauischen Zivilprozessordnung, Bern 2000, N. 6 dazu, mit Beispielen).
d) Auf Antrag der Beschwerdegegner wie auch der Beschwerdef�hrer in der Klageantwort vom 6. September 1985 wurde das Gutachten K.________/S. ________ vom 16. Dezember 1986 eingeholt. In seinem Revisionsurteil vom 11. Februar 1993 wies das Obergericht darauf hin, dass "seit den im vorinstanzlichen Verfahren durchgef�hrten Sch�tzungen bereits mehrere Jahre vergangen waren und die Preisentwicklung in dieser Zeit bei Bauland und Landwirtschaftsland sehr unterschiedlich verlief" (E. 3e S. 10). Nach R�ckweisung der Sache durch das Bundesgericht wurde im Fr�hjahr 1994 das Beweisverfahren wieder ge�ffnet. Unstreitig verlangten die Beschwerdef�hrer in ihrer Beweismitteleingabe vom 9. (recte: 6.) September 1994 keine Neusch�tzung der Liegenschaften; sie haben die Abnahme dieses neuen Beweismittels erstmals in der Eingabe vom 22. September 1999 beantragt (vgl. E. 2 S. 8 und E. 5e S. 22 des angefochtenen Urteils).
Unter Willk�rgesichtspunkten durfte der Beweisantrag der Beschwerdef�hrer als versp�tet abgelehnt werden. Allein der obergerichtliche Hinweis im Revisionsurteil h�tte die Beschwerdef�hrer bereits 1994 veranlassen m�ssen, wenigstens eventuell eine Neusch�tzung der Nachlassliegenschaften zu verlangen. Sodann kommt hinzu, dass am 1. Januar 1994 (AS 1993 1442) das Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht (SR 211. 412.11) in Kraft trat, dessen Einfluss auf die Preisentwicklung die Beschwerdef�hrer selbst immer wieder hervorgehoben hatten. Entgegen ihrer Darstellung ist belanglos, in welchem Zeitpunkt die Bodenwertver�nderungen genau eingetreten sind, und es gen�gt, dass schon anfangs 1994 ernsthaft angenommen werden musste, die Sch�tzungen aus dem Jahre 1986 k�nnten �berholt sein. Schliesslich ist zu beachten, dass gem�ss dem obergerichtlichen Beweisbeschluss vom 10. Mai 1994 betreffend Mietzinsschuld ohnehin Experten bezeichnet und in den Beweiseingaben von den Parteien vorgeschlagen werden sollten. Es h�tte sich den Beschwerdef�hrern mit Blick darauf nachgerade aufdr�ngen m�ssen, auch ein Gutachten �ber den Verkehrswert der Nachlassliegenschaften zu verlangen.
Fr�heres Handeln w�re den Beschwerdef�hrern nach dem Gesagten zumutbar gewesen. Dass sich die Gutheissung ihres (versp�teten) Antrags auf den Gang des Verfahrens nachteilig ausgewirkt h�tte, bedarf keiner n�heren Erl�uterung. In Anbetracht der bisherigen Prozessdauer von f�nfzehn Jahren - wer auch immer dazu beigetragen haben mag - und angesichts des bisherigen Verhaltens der Parteien in Begutachtungsf�llen (Ablehnung von Gutachtern, Einreichung von Zusatzfragen, Antr�ge auf Erg�nzungsgutachten usw.) w�re nochmals eine erhebliche Verfahrensverz�gerung eingetreten, die durch zumutbares rechtzeitiges Handeln h�tte vermieden werden k�nnen.
e) Aus den dargelegten Gr�nden hat das Obergericht keine verfassungsm�ssigen Rechte der Beschwerdef�hrer verletzt, indem es den erstmals 1999 gestellten Beweisantrag abgelehnt hat. Auf seine weiteren Begr�ndungen daf�r (E. 3a soeben) braucht bei diesem Ergebnis nicht eingegangen zu werden (BGE 87 I 374 S. 375).
4.- Die Beschwerdef�hrer r�gen eine willk�rliche Anwendung von � 121 aZPO bzw. � 97 ZPO. Nach dem "Dispositionsprinzip" (Randtitel) darf der Richter "einer Partei weder mehr noch anderes zusprechen, als sie selbst verlangt, in diesem Umfang(e) aber auch nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat". Die Beschwerdef�hrer machen geltend, in ihren Berufungsantr�gen h�tten sie die Zuweisung der Liegenschaft Nr. 609 an den Beschwerdef�hrer 1 und die Zuweisung der Liegenschaft Nr. 534 an die Beschwerdef�hrerin 2 verlangt und nur eventualiter die Zuweisung der Parzellen Nrn. 609 und 534 an beide Beschwerdef�hrer beantragt. Dass das Obergericht ihnen die beiden Parzellen - den Erbquoten entsprechend - zu Miteigentum zugewiesen habe, verstosse gegen den klaren Wortlaut von � 121 aZPO. Die Beschwerdegegner wenden ein, die strikte Durchf�hrung der Dispositionsmaxime sei - angesichts der Rechtsnatur der Erbteilung (E. 1b hiervor) - unm�glich, wenn alle Erben die Zuteilung derselben Nachlassliegenschaften forderten (so auch Hecht, Die gerichtliche Durchsetzung des Erbteilungsanspruchs, ZSR NF 69/1950 S. 379 ff., S. 394).
Die Dispositionsmaxime verbietet dem Gericht nicht, weniger weit zu gehen als das Rechtsbegehren, soweit es sich dabei nicht um etwas anderes als das Verlangte handelt (Merz, N. 3 zu � 97 ZPO mit Hinweisen auch auf unter Herrschaft der ZPO von 1928 ergangene Urteile). Dass dem Betrag oder dem Masse nach weniger als das Geforderte zugesprochen werden darf und muss, wenn der eingeklagte Anspruch sich nur in einem geringeren als dem geltend gemachten Ausmass als begr�ndet erweist, folgt aus der Pr�fungspflicht des Gerichts (Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 5.A. Bern 2000, N. 2b zu Art. 202; Frank/Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung,
3. A. Z�rich 1997, N. 19 zu � 54). Das Obergericht hat statt des begehrten Alleineigentums nur Miteigentum zugewiesen. Das ist nicht ein "aliud", sondern ein "minus", d.h. eine quantitative Minderung der begehrten Rechtsfolge (so ausdr�cklich zum praktisch gleichlautenden � 308 Abs. 1 DZPO: Stein-Jonas/Leipold, Kommentar zur Zivilprozessordnung,
21.A. T�bingen 1998, N. 7 dazu, mit Nachweisen in Anm. 44).
Der obergerichtliche Gebrauch der Dispositionsmaxime kann sich auf anerkannte Prozessrechtsgrunds�tze st�tzen und ist damit nicht willk�rlich. Wenn das Gericht zu Unrecht nur Miteigentum statt Alleineigentum zugewiesen haben sollte, liegt darin entweder die Schlussfolgerung aus einer unrichtigen Tatsachenfeststellung oder die Nichterledigung eines Rechtsbegehrens oder eine unrichtige rechtliche Beurteilung.
Die beiden ersten R�gen erheben die Beschwerdef�hrer nicht, so dass auf entsprechende Fragen nicht einzugehen ist, und unrichtige Rechtsanwendung muss mit eidgen�ssischer Berufung geltend gemacht werden, wo diese - wie hier fraglos - zul�ssig ist (Art. 84 Abs. 2OG).
5.- In seinem ersten Urteil vom 2. Mai 1991 anerkannte das Obergericht einen Entsch�digungsanspruch des Beschwerdef�hrers 1 f�r das Anlegen von Moorbeeten auf der Nachlassliegenschaft Nr. 603 in Z.________ (E. 10b S. 28). Im angefochtenen Urteil ist das Obergericht hingegen davon ausgegangen, die Anrechnung beruhe auf einem Versehen, weil der Beschwerdef�hrer 1 anl�sslich des Augenscheins vom 19. August 1998 (recte: 1988) erkl�rt habe, auf die Bewertung der Moorbeetpflanzen zu verzichten, falls ihm Parzelle Nr. 603 zugesprochen werde; bei dieser Zugabe sei der Beschwerdef�hrer 1 zu behaften, nachdem dieses Grundst�ck ihm zugewiesen werde (E. 7l S. 53). Die Beschwerdef�hrer machen geltend, diese Behaftung sei willk�rlich. Der Beschwerdef�hrer 1 habe gem�ss seiner protokollierten Aussage auf die Entsch�digung verzichtet, falls ihm, d.h. ihm allein, die Parzelle Nr. 603 zugewiesen werde. Diese sei ihm indessen nur im Miteigentum mit der Beschwerdef�hrerin 2 zugeteilt worden.
a) Strittig ist die Auslegung der Bedingung, unter der der Beschwerdef�hrer 1 seinen Verzicht auf die besagte Entsch�digung erkl�rt hat, mithin die Frage, ob er verzichte, wenn er Alleineigentum oder wenn er bloss Eigentum, das auch Miteigentum umfasst, zugewiesen erhalte. Im Prozess abgegebene Erkl�rungen der Parteien sind gleich den privatrechtlichen Willenserkl�rungen dem erkennbaren Sinn gem�ss auszulegen, wobei nicht nur der Wortlaut, sondern alle Umst�nde zu ber�cksichtigen sind, unter denen die Erkl�rung abgegeben wurde (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3.A. Z�rich 1979, S. 262 Ziffer VI; Merz, N. 8 zu � 95 ZPO mit Hinweisen auch auf unter Herrschaft der aZPO ergangene Urteile).
b) Zu den beachtenswerten Umst�nden geh�rt, dass dem bedingten Verzicht offenbar eine herausragende Bedeutung zugekommen ist, wurde doch dar�ber ein Protokollberichtigungsverfahren durchgef�hrt, und dass die von einem Juristen formulierte Bedingung �ber Eigentumsverh�ltnisse ("falls mir ...
zugewiesen") objektiv unklar war, da die Beschwerdef�hrer ja in ihren Rechtsbegehren vor Obergericht durchaus zwischen alleinigem und gemeinsamem Eigentum zu unterscheiden wussten.
Die Bedingung hat sich nach der von den Beschwerdef�hrern vertretenen Auslegung nicht erf�llt, weil das Bezirksgericht die Parzelle Nr. 603 nicht "ihm", dem Beschwerdef�hrer 1, zu Alleineigentum, sondern nur zu 75 % im Miteigentum mit der Beschwerdef�hrerin 2 (25 %) zuwies. Diese Zuweisung haben die Beschwerdef�hrer vor Obergericht nicht angefochten. Treu und Glauben h�tte unter diesen Umst�nden den Beschwerdef�hrern nun aber geboten, vor Obergericht auf den bedingten Verzicht Bezug zu nehmen und darauf hinzuweisen, dass die Bedingung ihres Erachtens nicht erf�llt sei bzw. ihre bedingte Verzichtserkl�rung entfalle. Dass die Beschwerdef�hrer so vorgegangen w�ren, belegen sie nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Das Obergericht durfte deshalb willk�rfrei davon ausgehen, die Bedingung sei eingetreten, nachdem der Beschwerdef�hrer 1 sich die Zuweisung zu Miteigentum gefallen liess und insoweit auf einem allenfalls ausbedungenen Alleineigentum offenkundig nicht mehr beharrte.
c) Bleibt die R�ge der Beschwerdef�hrer bereits aus dem dargelegten Grund erfolglos, kann offen bleiben, ob sie mit eidgen�ssischer Berufung h�tte vorgebracht werden m�ssen (Art. 84 Abs. 2 OG). Denn die Auslegung von Parteierkl�rungen im Prozess wird nur dann vom kantonalen Recht beherrscht, wenn sie sich ausschliesslich oder �berwiegend auf dem Gebiet des Prozessrechts auswirken (zuletzt: BGE 116 II 196 E. 3a S. 201). Wo dieser enge Bezug zum kantonalen Prozessrecht fehlt, bleiben Prozesserkl�rungen der Parteien den privatrechtlichen Willenserkl�rungen gleichgestellt, deren Auslegung das Bundesgericht auf Berufung hin �berpr�fen kann (BGE 81 II 520 E. 5b S. 529, Anerkennung der Zinsforderung; BGE 52 II 215 E. 5 S. 220, Verzicht auf Verzugszinsen).
6.- Eine willk�rliche Beweisw�rdigung erblicken die Beschwerdef�hrer in der obergerichtlichen Annahme, der Beschwerdef�hrer 1 habe vom 1. Juli 1982 bis zum 23. Mai 1987 in Z.________ gewohnt. Die R�ge steht vor dem Hintergrund der vom Obergericht bejahten Mietzinsschuld des Beschwerdef�hrers 1 gegen�ber dem Nachlass, die bereits im Zusammenhang mit der Verletzung der Eventualmaxime eine Rolle gespielt hat (E. 2d hiervor). Auch die vorliegende R�ge ist unbegr�ndet.
a) W�hrend der rund dreissig Jahre ihres Bestehens investierte die Erbengemeinschaft in das b�uerliche Heimwesen des Erblassers. Nach Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs wurden die auf der Parzelle Nr. 602 in Z.________ gelegenen Geb�ulichkeiten erhalten, erneuert und umgebaut (E. 7b/ee S. 32 ff. des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer 1 ersteigerte am 22. Mai 1987 die Parzelle Nr. 602 in der von der Grundpfandgl�ubigerin angestrengten Zwangsverwertung.
Erhebliche Kosten verursachte der 1981/82 erfolgte Umbau der Scheune (Ausbau der bestehenden Stallungen und des Heubodens in ein Wohnhaus), f�r den die Beschwerdef�hrer umfangreiche Eigenleistungen erbracht und in der Erbteilung ber�cksichtigt haben wollten (E. 7b/ee/bbb S. 35 und E. 7b/kk/ aaa S. 44 des angefochtenen Urteils). F�r den besagten Umbau der Scheune in ein Wohnhaus in den Jahren 1981 und 1982 hat das Obergericht den Beschwerdef�hrern gewisse Forderungsbetr�ge gegen den Nachlass zuerkannt (E. 7b/kk/aaa S. 44), ist im Gegenzug aber davon ausgegangen, die Beschwerdef�hrer schuldeten dem Nachlass Mietzins, und zwar der Beschwerdef�hrer 1 f�r das Bewohnen des Neubaus vom 1. Juli 1982 bis
23. Mai 1987 und die Beschwerdef�hrerin 2 f�r das Bewohnen des alten Wohnhauses von April 1974 bis Mai 1987 (E. 7b/ee/ ddd S. 36 f. und E. 7n/ff und gg S. 56).
Was den Beschwerdef�hrer 1 anbetrifft, hat das Obergericht daf�rgehalten, er habe vom 1. Juli 1982 bis zur Versteigerung am 23. (recte: 22.) Mai 1987 (faktisch) in Z.________ gewohnt. Daran �nderten die Best�tigungen der Einwohnerkontrolle O.________ nichts; auch h�tten nicht s�mtliche Handwerker ihre Rechnungen nach P.________ - an die Anwaltskanzlei des Beschwerdef�hrers 1 - geschickt, sondern nach Z.________. Der Beschwerdef�hrer 1 habe den auf der Parzelle Nr. 602 erstellten Neubau in einem Masse bewohnt, das eine Nutzungsentsch�digung rechtfertige (E. 7n/gg S. 56).
Im Einzelnen hat das Obergericht festgehalten, der Beschwerdef�hrer 1 habe von 1958 bis 1968 Rechtswissenschaften studiert und vom 13. November 1961 bis 30. Januar 1970 in O.________ gelebt (unter Verweis auf bekl. act. 818, recte:
118). Danach d�rfte er mit erheblicher Wahrscheinlichkeit bis
11. Juli 1973 in Z.________ gelebt haben. Ab 11. Juli 1973 bis 7. Oktober 1986 sei er wieder in der Stadt O.________ registriert. Auf die formelle Wohnsitzbest�tigung k�nne nicht ausschliesslich abgestellt werden, was bereits die in der Klageantwort (vom 6. September 1985) aufgef�hrten Adressen belegten; f�r den Beschwerdef�hrer 1 sei eine Adresse in P.________ angegeben. Nicht nachvollziehbar sei, wie sich der angebliche Wohnsitz des Beschwerdef�hrers 1 in O.________ mit dessen Aktivit�ten im Zusammenhang mit dem Umbau ab 1982 (recte wohl 1980) vertragen solle. Er habe mit der Gemeinde verkehrt, und auch die Aussagen der befragten Zeugen belegten, dass der Beschwerdef�hrer 1 entgegen der Wohnsitzbest�tigung anfangs der achtziger Jahre in Z.________ lebte bzw.
b) Beweisw�rdigung, namentlich die Beurteilung der Schl�ssigkeit von Indizien, beruht stets auch auf richterlicher Lebenserfahrung (vgl. BGE 118 II 365 E. 1 S. 366). Verfahrensm�ssig einwandfrei ist die Beweisw�rdigung nur, wenn sie alle in Betracht fallenden Umst�nde ber�cksichtigt und mit den Denkgesetzen und der Lebenserfahrung in Einklang steht (statt vieler: Guldener, Beweisw�rdigung und Beweislast nach schweizerischem Zivilprozessrecht, Z�rich 1955, S. 5 f.
Ziffer IV/1b und S. 10 ff. Ziffer 3; f�r den Kanton Thurgau:
Merz, N. 2b zu � 187 ZPO; B�ckli, Zivilprozess-Ordnung f�r den Kanton Thurgau, Frauenfeld 1930, N. 2 zu � 231 aZPO). Als willk�rlich erscheinen kann daher eine Beweisw�rdigung, wenn der Sachrichter einseitig einzelne Beweise ber�cksichtigt und andere, aus denen sich Gegenteiliges ergeben k�nnte ausser Acht l�sst (BGE 100 Ia 119 E. 4 S. 127 und E. 6 S. 130; 118 Ia 28 E. 1b S. 30). Willk�r ist aber nicht schon dann zu bejahen, wenn vom Sachrichter gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen; vielmehr hat dieser aufzuzeigen, inwiefern die angefochtene Beweisw�rdigung unhaltbar ist, beispielsweise den Gesetzen der Logik widerspricht (BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88). In der Beweisw�rdigung steht dem Sachrichter ein weiter Spielraum des Ermessens zu (BGE 83 I 7 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Dementsprechend greift das Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung ein (BGE 109 Ia 107 E. 2c S. 109), und zwar nur dann, wenn sich die Beweisw�rdigung im Ergebnis mit sachlichen Gr�nden nicht halten l�sst (vgl. zur Motivsubstitution: BGE 124 I 208 E. 4 S. 211).
c) Wie die Beschwerdegegner mit Recht hervorheben, widerspricht es jeglicher Lebenserfahrung und vernunftgem�ssem Denken, dass ein Wohnhaus �ber f�nf Jahre hinweg leer stehen l�sst, wer es mit grossem zeitlichen und finanziellen Aufwand erbaut und danach erworben hat, wie das auf den Beschwerdef�hrer 1 zutrifft. Sein Verhalten vor 1982 und nach 1987 sind gewichtige Indizien daf�r, dass er dazwischen den Neubau auf der Parzelle Nr. 602 in Z.________ bewohnt hat.
Die Beschwerdef�hrer wenden dagegen die Best�tigungen der Einwohnerkontrollen zu Gunsten des Beschwerdef�hrers 1 ein, die seinen Wohnsitz bis 1986 in O.________ und danach in P.________ und seine Adresse in P.________ an der Neugasse 40 nachweisen sollen. Diese Wohnsitzbescheinigungen belegen, dass der Beschwerdef�hrer 1 bis 7. Oktober 1986 seine Ausweisschriften in der Stadt O.________ (bekl. act. 118) und ab 14. Oktober 1986 in der Stadt P.________ hinterlegt hat (bekl. act. 119) und diese Gemeinden aus diesem Umstand geschlossen haben, dass er am selben Ort seinen Wohnsitz gehabt hat. Diese Wohnsitzbescheinigungen sind zwar ein Indiz f�r den zivilrechtlichen Wohnsitz (BGE 125 III 100 E. 3 S.
101, letzter Absatz), sie sind indessen nicht geeignet, andere Aufenthaltsorte auszuschliessen. Insbesondere leisten sie keinen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung der massgebenden Frage, ob der Beschwerdef�hrer 1 den ausschliesslichen Gebrauch des von ihm umgebauten Hauses beansprucht hat und daher die Anrechnung eines Mietzinses gerechtfertigt ist (vgl. Art. 253 OR). Wie h�ufig er sich tats�chlich in Z.________ aufgehalten hat, ob er dort dauernd gewohnt, oder nur die Ferien, die Wochenenden oder andere Zeiten verbracht hat, spielt f�r die Anrechnung einer Entsch�digung keine entscheidende Rolle. Entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift hat das Obergericht die Zeugenaussagen zur Wohnsituation nicht als Beweis f�r den Wohnsitz des Beschwerdef�hrers 1 in Z.________ von 1982 bis 1987 gew�rdigt, sondern damit widerlegt, dass sich dieser ausschliesslich in O.________ und nachher in P._________ aufgehalten hat. Ein Zeuge will in der Zeit, f�r die der Wohnsitz des Beschwerdef�hrers 1 in O.________ amtlich best�tigt ist, mit ihm beim Scheunenumbau vor allem an den Wochentagen gearbeitet haben; eine andere Zeugin ist wie selbstverst�ndlich davon ausgegangen, dass der Beschwerdef�hrer 1 damals in Z.________ gewohnt habe. Diese Aussagen belegen die h�ufige Anwesenheit des Beschwerdef�hrers 1 in Z.________ vor 1982, die er auch nicht ernsthaft bestreitet. Der Beschwerdef�hrer 1 r�umt zudem seine h�ufige Anwesenheit nach 1987 in Z.________ ein und best�tigt, auch in den Jahren dazwischen oftmals die Wochenenden dort verbracht zu haben. Dass die Mutter des Beschwerdef�hrers 1 nach Aussage einer Zeugin ein Zimmer im B�ro in P.________ zur Verf�gung gehabt habe und am Wochenende mit dem Beschwerdef�hrer 1 nach Z.________ gegangen sei, kann willk�rfrei dahin gew�rdigt werden, der Beschwerdef�hrer habe sich sowohl in P.________, als auch in Z.________ aufgehalten. Das Obergericht verfiel angesichts der Aktenlage jedenfalls nicht in Willk�r, wenn es annahm, der Beschwerdef�hrer 1 habe das Haus in einem Mass bewohnt, welches eine Nutzungsentsch�digung rechtfertige. Soweit die Beschwerdef�hrer die angerechnete Nutzungsentsch�digung in quantitativer Hinsicht als willk�rlich anfechten, gen�gt ihre Beschwerdeschrift den formellen Anforderungen nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
7.- Vor Bezirksgericht hatten die Beschwerdef�hrer Ausgleichungsanspr�che der Beschwerdef�hrerin 2 geltend gemacht.
Das Bezirksgericht wies die Forderung ab, weil die Beschwerdef�hrer nicht n�her dargelegt noch zum Beweis verstellt h�tten, dass die Voraussetzungen gem�ss Art. 631 ZGB tats�chlich erf�llt seien (E. 4d S. 28). Das Obergericht hat zun�chst in seinem Revisionsurteil bekr�ftigt, dass eine ausbildungsm�ssige Benachteiligung eines Nachkommens in keiner Weise substantiiert geltend gemacht worden, geschweige denn mit �berzeugenden Fakten zum Beweis verstellt worden sei (E. 3a S. 6 ff.), und ist dann im angefochtenen Urteil davon ausgegangen, darauf k�nne hingewiesen werden (E. 5d S. 22). Was die Beschwerdef�hrer dagegenhalten, muss ohne Erfolg bleiben. Zwar trifft es zu, dass das Bezirksgericht im Zusammenhang mit den Ausgleichungsanspr�chen auch festgestellt hat, alle Nachkommen h�tten eine ordentliche Ausbildung geniessen k�nnen. Das Obergericht hat jedoch nicht darauf abgestellt, sondern - wie gezeigt - vorab auf die Abweisung der Ausgleichungsanspr�che mangels Substantiierung. Mit dieser Begr�ndung setzen die Beschwerdef�hrer sich nicht auseinander, so dass auf ihre staatsrechtliche Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten werden kann (BGE 87 I 374 Nr. 62; 111 II 398 E. 2b S. 399; 121 III 46 Nr. 13). Ob das Obergericht durch �bertriebene Anforderungen an die Substantiierung materielles Bundesrecht vereitelt hat (vgl. dazu BGE 108 II 337 Nr. 66), kann im Verfahren der eidgen�ssischen Berufung gepr�ft werden (Art. 84 Abs. 2 OG).
8.- Vor Durchf�hrung der Erbteilung war der Vorschlagsanteil der �berlebenden Ehefrau nach G�terverbindungsrecht zu berechnen und daf�r - im Gegensatz zum heutigen Recht - auch f�r landwirtschaftliche Grundst�cke der Verkehrswert im Zeitpunkt des Todes des Erblassers massgebend (vgl. nur die Berner Kommentatoren: Hausheer/Reusser/Geiser, N. 4 zu Art. 212/213 und N. 3 zu Art. 214 ZGB mit Verweis auf Lemp, N. 27 zu aArt. 214 ZGB). Die kantonalen Instanzen stellten zu diesem Zwecke auf die Sch�tzungen in einem von den Parteien bzw. mit Wirkung f�r sie unterzeichneten Privatinventar vom 28. November 1955 ab (E. 2 S. 20 ff. des bezirksgerichtlichen Urteils mit Verweis auf kl�g. act. 27 (recte: 2); E. 5c S. 22 des angefochtenen Urteils unter Hinweis auf E. 4 S. 14 ff. des obergerichtlichen Berufungsurteils vom 2. Mai 1991).
Die Beschwerdef�hrer wenden sich gegen die Beweistauglichkeit des Inventars. Es mag zutreffen, dass die Ermittlung des Nachlasswerts durch Sch�tzung nicht zum Nachlassinventar geh�rt, das lediglich bezweckt, den Bestand der bei Er�ffnung des Erbganges vorhandenen Verm�genswerte aufzunehmen (BGE 118 II 264 E. 4b/bb S. 270; 120 II 293 E. 2 S. 296; 120 Ia 258 E. 1a S. 259; a.M. Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, N. 8 zu Art. 553 ZGB); auch wird in der Lehre vertreten, dass Sch�tzungen, die die Erben in einem Inventar anerkannt haben, das nicht f�r die Teilung errichtet wurde, nicht verbindlich sind (so jedenfalls: Piotet, Erbrecht, SPR IV/2, Basel 1981, � 106/I, letzter Absatz, S. 855). Die Willk�rr�ge ist dennoch unbegr�ndet. Die "Privat-Inventur" wurde gem�ss vorgedrucktem Deckblatt "erstellt und eingelegt zu Handen des Waisenamtes ... nach Art. 291 ZGB und � 80 Einf�hrungs-Gesetz vom �berlebenden Ehegatten ... zur Feststellung des Kinderverm�gens". Im Unterschied zum Sicherungsinventar im Erbgang (Art. 553 ZGB) diente das Inventar im Sinne von aArt. 291 ZGB nach damaliger Auffassung nicht bloss Sicherungszwecken, sondern auch als Grundlage f�r den Entscheid �ber die Ausschlagung der Erbschaft und als Beweis f�r Bestand und Umfang des Kindesverm�gens in g�ter- und erbrechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Inhaber der elterlichen Gewalt oder mit Geschwistern; der Zweck des Inventars erfordert die Sch�tzung der einzelnen St�cke zum Verkehrswert, und die Beh�rde hat das Inventar auf seine Vollst�ndigkeit und Richtigkeit zu pr�fen (Hegnauer, Berner Kommentar, N. 14 ff., N. 30 und N. 47 ff. zu aArt. 291 ZGB mit Nachweisen). Unter diesem Blickwinkel ist die Bejahung der Beweistauglichkeit des von den Parteien unterzeichneten Inventars mit seinen Sch�tzungen nicht willk�rlich.
Eine willk�rliche Beweisw�rdigung erblicken die Beschwerdef�hrer darin, dass sich das Obergericht bez�glich der Nachlassliegenschaften an die Sch�tzung im Privatinventar gehalten hat, hinsichtlich anderer Nachlassaktiven aber nicht.
Das Obergericht hat einl�sslich begr�ndet, weshalb f�r Hausrat, Viehhabe und landwirtschaftliches Inventar auf den Erl�s aus dem 1957 erfolgten Verkauf abzustellen sei (E. 4d S. 16 des Urteils vom 2. Mai 1991); mit der Begr�ndung setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht ansatzweise auseinander (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Sodann hat bereits das Bezirksgericht (E. 2b S. 21) die Sch�tzung der Liegenschaften im Privatinventar mittels einer R�ckrechnung, basierend auf den Zahlen der Beschwerdef�hrer f�r das Jahr 1962, �berpr�ft und f�r richtig befunden. Auch darauf gehen die Beschwerdef�hrer heute nicht mehr ein und behaupten schlicht dasselbe wie vor Obergericht, weshalb dessen Feststellung nicht beanstandet werden kann: "plausible Gr�nde daf�r, dass in jenem Jahr (scil. 1955) der Wert zu tief angesetzt wurde, bringen die Beklagten (nunmehr: Beschwerdef�hrer) nicht vor, namentlich ergibt sich ein Verkehrswert von Fr. 103'000.-- nicht leichthin aus einem angeblichen Verkehrswert im Jahre 1927 von Fr. 62'000.--" (E. 4c S. 15 des Urteils vom 2. Mai 1991).
Heute - wie offenbar damals - sind die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer nicht nachvollziehbar, so dass ihre Willk�rr�ge auch in diesem Punkt erfolglos bleiben muss.
9.- Aus den dargelegten Gr�nden muss die staatsrechtliche Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrer werden unter solidarischer Haftbarkeit kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 7 sowie Art. 159 Abs. 1 und 5). Was das interne Verh�ltnis angeht, ist zu beachten, dass nebst den beide betreffenden Fragen (Liegenschaftssch�tzung, Verzugszins und Dispositionsmaxime) die Interessen des Beschwerdef�hrers 1 wert- und umfangm�ssig (Mietzinsschuld, Entsch�digung f�r Moorbeete und Bewertung des G�terrechtsanteils) diejenigen der Beschwerdef�hrerin 2 (Ausgleichung) weit �bersteigen. Es rechtfertigt sich eine Aufteilung im Verh�ltnis von drei zu einem Viertel (Art. 69 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 40 OG; vgl. dazu Poudret/ Sandoz-Monod, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, V, Bern 1992, N. 8 zu Art. 156 OG; Messmer/ Imboden, Die eidgen�ssischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Z�rich 1992, S. 36 bei/in Anm. 22).
2.- Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 10'000.-- wird dem Beschwerdef�hrer 1 zu drei Vierteln und der Beschwerdef�hrerin 2 zu einem Viertel auferlegt, unter solidarischer Haftbarkeit beider Beschwerdef�hrer f�r den ganzen Betrag.
3.- Die Beschwerdef�hrer haben die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 16'000.-- zu entsch�digen, wovon auf den Beschwerdef�hrer 1 drei Viertel und auf die Beschwerdef�hrerin 2 ein Viertel entfallen, unter solidarischer Haftbarkeit beider Beschwerdef�hrer f�r den ganzen Betrag.

References: Art. 8
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
e contrario
 Art. 607
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 202
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 253
 Art. 631
 BGE 
 Art. 212
 Art. 214
 Art. 553
 Art. 291
 Art. 159
 Art. 40
 Art. 156