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Timestamp: 2019-05-21 17:07:28+00:00

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§ 295 BGB: Wörtliches Angebot
§ 295 BGB
BGH, URTEIL vom 4.2.1986, Az. IX ZR 65/85 Nach der Kündigung eines Dienstverhältnisses aus wichtigem Grund genügt gemäß § 295 BGB grundsätzlich ein wörtliches Angebot, weil die Kündigung regelmäßig die Erklärung des Dienstberechtigten enthält, daß er weitere Dienstleistungen des Verpflichteten nicht annehmen werde (vgl. BAG NJW 1985, 935 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 182/08 Ein wörtliches Angebot durch den auf Zug-um-Zug-Verurteilung gerichteten Klageantrag wäre nur dann gemäß § 295 Satz 1 Alt. 1 BGB ausreichend gewesen, wenn die Beklagte zuvor bereits die Annahme der Leistung verweigert hätte (vgl. BGHZ 116, 224, 250; BGH, Urteil vom 15. November 1996, aaO, S. 424 f.).
BGH, URTEIL vom 3.5.1975, Az. VIII ZR 34/74 Bei Gattungsschulden ist in den Fällen, in denen gemäß § 295 BGB durch wörtliches Angebot AnnahmeVerzug herbeigeführt werden kann, vorherige oder gleichzeitige Konkretisierung (Aussonderung) zu dem Eintritt des Annahmeverzugs selbst - im Gegensatz zur Anwendung des § 324 Abs. 2 BGB - nicht notwendig (Palandt/BGB, 33. Aufl., An. 3 zu § 324 und 3 a und c zu § 300).
BGH, URTEIL vom 3.4.2009, Az. VIII ZR 191/07 Nachdem der Kläger den Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt hatte, war die Beklagte zwar nur noch gehalten, ein wörtliches Angebot gemäß § 295 BGB abzugeben, da der Kläger mit seinem Rücktritt zu dem Ausdruck gebracht hatte, dass er die Leistung unter keinen Umständen mehr annehmen werde (Palandt/Grüneberg, aaO, § 295 Rdnr. 4 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, daß - nachdem die Klägerin durch die (unberechtigte) fristlose Kündigung zu dem Ausdruck gebracht hatte, an dem Vertrag nicht festhalten zu wollen - ein wörtliches Angebot der Beklagten ausreichte, um die Klägerin in Annahmeverzug zu versetzen (§ 295 BGB; vgl. BGH, Urt. v. 13.3.1986 - IX ZR 65/85, NJW-RR 1986, 794; Urt. v. 28.10.1996 -II ZR 14/96, NJW-RR 1997, 537).
BGH, URTEIL vom 5.2.2006, Az. V ZR 173/05 Ausnahmsweise reicht jedoch zur Begründung des Annahmeverzugs nach § 295 BGB auch ein wörtliches Angebot aus, wenn sich die Gläubiger - wie hier - bestimmt und eindeutig geweigert haben, die ihnen obliegende Gegenleistung zu erbringen (Senat, Urt. v. 15. November 1996, VZR 292/95, NJW1997, 581).
BGH, URTEIL vom 4.11.2015, Az. Ill ZR 128/14 Auch wenn sich die Beklagte infolge ihrer Zurückweisung des Ansinnens des Klägers in Annahmeverzug befunden haben mag (§ 295 Satz 1 BGB), hat dies nichts an der Abhängigkeit des Schadensersatzanspruchs von der Übertragung der Ansprüche aus den Anteilen geändert (vgl. Senatsurteil vom 16. Juli 2015 aaO Rn. 20; BGH, Urteil vom 23. Juni 2015 aaO Rn. 20).
BGH, URTEIL vom 3.10.1990, Az. VIII ZR 13/90 Der Bundesgerichtshof hat sie bisher lediglich angesprochen, ohne sie entscheiden zu müssen (vgl. Urteile vom 13. März 1986 - IX ZR 65/85 = LM § 295 BGB Nr. 3 und vom 20. Januar 1988 - IVa ZR 128/89 = NJW 1988, 1201).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 181/08 -25- gemäß § 295 Satz 1 Alt. 1 BGB ausreichend gewesen, wenn die Beklagte zuvor bereits die Annahme der Leistung verweigert hätte (vgl. BGHZ 116, 224, 250; BGH, Urteil vom 15. November 1996, aaO, S. 424 f.).
LAG Hamm, Urteil vom 2.9.2011, Az. 14 Sa 543/11 Gemäß § 295 BGB genügt ein wörtliches Angebot des Schuldners, wenn der Gläubiger ihm erklärt hat, dass er die Leistung nicht annehmen werde, oder wenn zur Bewirkung der Leistung eine Handlung des Gläubigers erforderlich ist (vgl. BAG, 7. Dezember 2005, 5 AZR 19/05, NZA 2006, 435 <435>).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.8.2012, Az. 17 Sa 1010/12 Da in der fristlosen Kündigung zugleich die Erklärung der Beklagten lag, sie werde die Leistung nicht annehmen, bedurfte es keines Angebots des Klägers, §§ 295, 296 Satz 1 BGB (BAG 16.05.2012 - 5 AZR 251/11 - NZA 2012, 971 - 974; BAG 24.09.2003 - 5 AZR 500/02 - AP Nr 4 zu § 11 KSchG 1969).
LG Bielefeld, Urteil vom 2.6.2007, Az. 6 O 60/05 Ausnahmsweise reicht nämlich zur Begründung des Annahmeverzugs nach § 295 BGB auch ein wörtliches Angebot aus, wenn sich der Gläubiger – wie hier die Beklagte zu 1) durch Stellung des Klageabweisungsantrags – bestimmt und eindeutig geweigert hat, die ihm obliegende Gegenleistung zu erbringen (BGH NJW 1997, 581; BGH NJW 2006, 1690, 1692).-
LG Bielefeld, Urteil vom 2.6.2008, Az. 5 O 25/05 208Gemäß § 295 BGB genügt ausnahmsweise auch ein wörtliches Angebot der zu bewirkenden Leistung - hier mit Klageerhebung - zur Begründung des Annahmeverzuges, wenn sich der Gläubiger – wie hier die Beklagte zu 1) – bestimmt und eindeutig geweigert hat, die ihm obliegende Gegenleistung zu erbringen, insbesondere dann, wenn er die Klageabweisung – hier mit Schriftsatz vom 01.02.2005 - beantragt hat (BGH, NJW 1997, 581; BGH, NJW 2006, 1690).
OLG München, vom 4.1.2010, Az. 23 U 3872/09 Bei dieser Sachlage ist auch ein wörtliches Angebot nach § 295 BGB nicht erforderlich (BGH NJW 2001, 287, 288).
AG Augsburg, Beschluss vom 1.9.2013, Az. 1 M 8610/13 Soll der Annahmeverzug nach § 295 BGB urkundlich nachgewiesen werden soll, ist umstritten, ob der Zustellungsnachweis eines Aufforderungsschreibens im Sinne von § 295 Satz 2 BGB genügt oder auch das Ausbleiben der Mitwirkungshandlung urkundlich nachzuweisen ist (vgl. Fichtner DGVZ 2004, 22; AG und LG Köln DGVZ 1981, 41/42; AG und LG Coburg DGVZ 2005107/108).
AG Augsburg, Beschluss vom 1.9.2013, Az. 1 M 8610/13 In dieser Entscheidung wurde im Rahmen einer Klage auf Feststellung des Annahmeverzugs, also eines Erkenntnisverfahrens das Vorliegen von § 295 BGB bejaht (vgl. auch BGH DGVZ 2011, 31 zur Zulässigkeit einer solchen Feststellungklage).

References: § 295
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 § 324
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 § 300
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 § 11
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