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Timestamp: 2018-12-10 04:48:15+00:00

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ProPhil_18_02
aus den regionen seiten 5 – 6 schuljahresplaner seiten 10 – 11 neue stundentafel am gymnasium seite 15 studie bestätigt vielfältige aufgaben von gymnasial- lehrern seiten 16 – 19 einladung der jungen philologen seite 19 gymnasium am breiten teich, borna foto: thomas langer 2 / 2018 philologenverband sachsen e.v. mitglied im sbb beamtenbund und tarifunion sachsen
liebe mitglieder, beim studieren der neuregelungen an den schulen in sach- sen wurde ich an das zitat von john f. kennedy: „es gibt nur eins, was auf dauer teurer ist als bildung: keine bildung.“ erinnert. die auswirkungen von veränderungen im bildungswesen sind nicht so- fort sichtbar. erst in einigen jahren wird deutlich, welche folgen die jetzt geplante verringerung des unterrichtsumfangs auf die gesellschaft und die wirtschaftliche leistungsfähigkeit sachsens haben wird. die stundentafel wird am gymnasi- um um 4 prozent gekürzt. davon betroffen sind alle fächergruppen in den jahrgangsstufen 5 bis 8. begründet wird dies mit der im vergleich zu anderen bundesländern hohen belastung der schülerinnen und schüler. gleichzeitig soll damit freiraum für neue lerninhalte wie beispielswei- se digitalisierung, medienbildung und politische bildung geschaffen werden. natürlich müssen in regelmäßigen abständen lehrinhalte und fä- cherkanon überprüft werden, um unsere kinder und jugendlichen für die zukunft zu rüsten. dazu steht der philologenverband als kompetenter ge- sprächspartner zur verfügung. auf dem zweiten blick wird es deutlich, dass ohne die veränderun- gen der stundentafel der unterricht nicht mehr abgesichert werden kann. insgesamt verspricht sich die staatsregierung über alle schularten hin- weg einsparungen von rund 800 vollzeitstellen. eine nachhaltige bildungspolitik sieht anders aus. dabei ist der lehrermangel hausgemacht. bereits beim abschluss des bezirkstarifvertrages zur sozia- len absicherung, der den gymnasiallehrkräften die zwangsteilzeit brachte, haben wir auf die gefah- ren hingewiesen. wir wurden für unsere position von allen seiten kritisiert und angegriffen. wir sollten leider mit unseren befürchtungen recht behalten. der lehrerberuf in sachsen wurde zum teilzeitjob degradiert und über fünf jahre hinweg erfolgten kaum einstellungen an den gymnasien. diese jahrgänge fehlen heute. die „schulartüber- greifende gerechtigkeit“ kam schon während der zwangsteilzeit zum tragen. die hohe zahl von ver- setzungen von der damaligen mittelschule an das gymnasium schwächte diese schulart. erreichen wollte man mit dieser maßnahme, dass der be- schäftigungsumfang von gymnasial- und mittel- schullehrkräften auf ein gleiches niveau abgesenkt wurde. besser wäre es gewesen, dass vorhandene arbeitsvermögen an den damaligen mittelschulen zur absenkung des klassenteilers und für indivi- duelle förderangebote zu verwenden, was deut- lich zur erhöhung der attraktivität dieser schulart geführt hätte. nach wie vor gilt: „nur eine starke oberschule ermöglicht ein starkes gymnasium.“ es war auch für die ausbilder in der zweiten leh- rerausbildung nicht leicht zu verstehen, dass kaum einer der referendare in sachsen die chance be- kam, in sachsen in die berufstätigkeit zu starten. sarkastisch wurde damals geäußert: „die besten für den westen“. im schulleiterbrief des smk wird es unter dem anstrich „stärkung der eigenver- antwortung“ den schulen ermöglicht, dass „pro klassenstufe in bis zu zwei unterrichtsfächern des pflichtbereiches je eine wochenstunde zu guns- ten je eines anderen unterrichtsfaches“ verlagern werden kann. das kann dazu führen, dass einem gymnasium z. b. aufgrund fehlender lehrkräfte für das fach mathematik von klasse 5 bis 10 jährlich der unterricht in diesem fach um eine stunde ge- kürzt wird und der schüler bis zum eintritt in die sekundarstufe ii sechs wochenstunden, und damit 1,5 schuljahre weniger, in diesen fach genossen hat. die anforderungen des zentralabiturs in sach- sen orientieren sich an den einheitlichen prüfungs- anforderungen der kultusministerkonferenz und an den inhalten der lehrpläne in diesem fach. auf der anderen seite könnte theoretisch ein schüler eines anderen gymnasiums mehr unterricht in mathematik erhalten. alle schüler schreiben aber das gleiche abitur. damit gibt sachsen das prin- zip der chancengerechtigkeit auf. jeder schüler muss das recht haben, unterricht entsprechend der verbindlichen stundentafel zu haben. on top können immer angebote, sei es im unterricht oder im rahmen des ganztages, unterbreitet werden. natürlich wird man mir entgegnen, dass so etwas nicht vorkommt, die schulleitungen sehr verant- wortungsbewusst damit umgehen. um es mit goethes faust zu sagen: „die botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der glaube.“ noch ist zeit bis zum start der geänderten stundentafeln korrek- turen vorzunehmen.ich wünsche ihnen an dieser stelle ein erfolgreiches schuljahr 2018/19. ihr steffen pabst, chefredakteur 22.06.18 gespräch zur weiterentwicklung des handlungsprogramms forderungen der lehrergewerkschaften werden genau geprüft zwei stunden lang diskutierten vertreterinnen und vertreter der sächsischen lehrergewerkschaf- ten slv, pvs, lvbs und gew am 21. juni 2018 mit vertretern des sächsischen staatsministeriums für kultus über die weiterentwicklung des hand- lungsprogramms. seitens der lehrergewerkschaf- ten wurden mehrere handlungsoptionen vorge- stellt. dazu zählen insbesondere die übernahme der vbl-beiträge durch den freistaat sachsen, die erhöhung der anzahl der funktionslosen eg-14- stellen und die zahlung von zulagen an tarifbe- schäftigte lehrkräfte. diese maßnahmen wurden vor dem hintergrund ihrer wirksamkeit und ta- rifrechtlichen umsetzbarkeit teilweise kontrovers mit staatsminister christian piwarz und weiteren vertretern des smk erörtert. die verbeamtung bleibt aus der sicht aller lehrergewerkschaften fester bestandteil des handlungsprogramms. der staatsminister erklärte, dass man in den letz- ten zwei jahren – im vergleich zu den jahrzehn- ten vorher – bereits viel für die lehrerinnen und lehrer in sachsen getan hätte. das vorliegende handlungsprogramm umfasse maßnahmen in höhe von insgesamt 1,7 milliarden euro. ein auf- wuchs dieser summe sei bei einer weiterentwick- lung nicht möglich. die vertreter des smk betonten ihre absicht, den lehrkräften laufbahnentwicklungen nach eg 14 zu ermöglichen, um so die attraktivität des leh- rerberufs in sachsen zu erhöhen. solche beförde- rungen setzen allerdings auch beurteilungsver- fahren voraus. dieses umstrittene thema wurde intensiv diskutiert - insbesondere in bezug auf transparenz, durchführbarkeit und akzeptanz in der lehrerschaft. seitens der lehrergewerkschaften wurden auch arbeitserleichterungen thematisiert. während der abstimmungsprozess zwischen dem leh- rer-hauptpersonalrat und dem kultusministerium zu kurzfristigen maßnahmen, die das arbeitsver- mögen nicht schmälern, fast abgeschlossen ist, bedarf es nach auffassung der lehrergewerk- schaften weiterer perspektiven: wenn es die per- sonalsituation zulässt, dürfen auch entlastungen, wie z. b. eine klassenleiter- bzw. tutorenstunde und die rückkehr zur unterrichtsverpflichtung von 24 stunden kein tabu mehr sein. staatsminister christian piwarz erklärte, er wolle auch den blick in die zukunft richten und darüber nachdenken, inwiefern sich schule und bildung verändern wer- den, was lehrkräfte leisten können, wo sie un- terstützung brauchen und zu welchem zeitpunkt man welche personelle unterstützung tatsächlich realisieren könne. in schulleiterbriefen zum ende dieses schuljahres sollen erste maßnahmen zur entlastung vorge- stellt werden. es sei zudem die feste absicht des smk, assistenzsysteme an den schulen weiter auszubauen. staatsminister christian piwarz erklärte ab- schließend, dass nach den sommerferien ent- scheidungen darüber getroffen werden müssen, welche elemente zusätzlich zur verbeamtung den lehrerberuf in sachsen attraktiv machen und zur wertschätzung aller kolleginnen und kollegen beitragen können. die sächsischen lehrergewerk- schaften haben ihre bereitschaft zur weiteren begleitung des politischen entscheidungsprozes- ses im interesse der lehrerinnen und lehrer er- klärt. thomas langer 2 2-2018
kolleginnen liebe und kollegen, ich hoffe, sie hatten schöne und erholsa- me sommerferien. auch wenn diese zeit nicht zwangsläufig mit einem fünfwö- chigen urlaub gleich- zusetzen ist, gibt sie uns doch einmal im jahr die chance, wirklich zu entspannen und unsere akkus aufzuladen. sommerferien sind die entschädigung für die mühen des ganzen schuljahres. nun bekommen wir zumindest ein wenig von der sechsten ferienwoche zurück. die vor allem im osten deutschlands beliebte vorbereitungswoche kann seit diesem schuljahr von der schulleitung unter einbeziehung des lehrerkollegiums indivi- duell organisiert werden. damit wurde eine unse- rer forderungen erfüllt. die klassenleiter- oder tutorenstunde, die wir ebenfalls fordern, kann aufgrund der angespann- ten personalsituation jedoch noch nicht gewährt werden. der pvs wird aber für sie dranbleiben! ebenso lassen wir nicht locker, die absenkung der wochenstundenzahl für gymnasiallehrkräfte auf 24 stunden zu fordern. für viele wäre dies oh- nehin nur die verdiente rückkehr zu 24 stunden! auch im kultusministerium finden wir damit ge- hör und verständnis. staatsminister piwarz spricht in diesem zusammenhang mittlerweile von einem „perspektivziel“. nun muss ein fahrplan her, um dieses ziel zu erreichen. im gespräch mit dem kul- tusminister, welches vorstandsmitglied markus gretzschel und ich ende juli geführt haben, spra- chen wir diesen punkt ausdrücklich an. was erwartet uns im neuen schuljahr? es wird für sachsen ein ganz besonderes: erst- mals werden lehrerinnen und lehrer verbeamtet. damit zieht ein stück bundesweite normalität in unser land ein. sachsen kann endlich mithalten im wettbewerb um den nachwuchs in den lehrer- zimmern. dass lehrkräfte beamte sein müssen, begründen wir als pvs jedoch ursprünglich nicht mit diesem argument. es sind vielmehr die hoheit- lichen aufgaben – (nicht-)versetzung, vergabe von abschlüssen, die durchführung der abiturprü- fungen – mit denen wir und der deutsche philolo- genverband die notwendigkeit der verbeamtung begründen. daher können wir es auch nicht gut- heißen, dass die staatsregierung die verbeamtung inhaltsverzeichnis vorwort steffen pabst forderungen der lehrergewerkschaften neues aus dem lehrerhauptpersonalrat chemnitzer stammtisch aus dem bezirkspersonalrat zwickau wohin mit der region leipzig treffen der senioren in löbau halbherzigkeit bei der gewinnung von lehrkräften einstellung von seiteneinsteigern – keine lösung zunächst auf wenige jahre begrenzen – also ge- wissermaßen „ausprobieren“ - will. bereits jetzt zeichnet sich übrigens ab, dass selbst dieser schritt nicht ausreichen wird, um sachsens schulen personell zukunftsfähig zu machen. es sind zunehmend auch leistungsanreize und kar- rierechancen, die ambitionierte junge lehrkräfte anlocken. deshalb fordern wir eine erhöhung der beförderungsstellen. dass nur 20 prozent der lehrkräfte leistungsträger sein sollen, kritisieren wir seit der vorstellung des handlungsprogramms im märz. diese botschaft ist auch im kultusminis- terium angekommen. kultusminister piwarz hat in seinen äußerungen uns gegenüber durchblicken lassen, dass er auf unserer seite steht. natürlich dürfen bei der höhergruppierung nach eg 14 keine einkommensverluste entstehen! deshalb fordern wir für die kommende tarifrunde anfang 2019 die stufengleiche höhergruppierung. die bundestarifkommission des dbb, der auch ver- treter des philologenverbands angehören, hat die- ses ziel ganz oben auf ihrer agenda. wir brauchen sie, liebe kolleginnen und kollegen, im februar/ märz, um diese forderung öffentlich zu artikulie- ren und durchzusetzen. will heißen: wir werden in diesem schuljahr wieder streiken (müssen) – inso- fern wir tarifbeschäftigte lehrkräfte sind. schwieriger wird es allerdings mit der forderung nach zahlung einer zulage für alle lehrkräfte. die tarifgemeinschaft der länder hat sachsen diese option kürzlich verweigert – und der koalition in dresden damit kopfzerbrechen bereitet. die vorschläge zur künftigen stundentafel stoßen bei uns auf ablehnung. das smk betont, dass die reduzierung moderat erfolgt und über viele fächer und alle jahrgangsstufen verteilt wird. wir fordern aber zunächst eine inhaltliche debatte über das leitbild des gymnasiums und die aktualität unse- rer lehrpläne. der minister hat uns gegenüber ver- sichert, dass eben das in den nächsten monaten erfolgen soll. wir wollen hier mitgestalten! vielleicht fiebern sie dem auch schon entgegen: das neue schuljahr wird uns erste ergebnisse der umfangreichen arbeitszeit- und belastungsstudie bringen. an der universität rostock wird derzeit gewissenhaft ausgewertet, was sie im januar an- und eingegeben haben. dies braucht zeit, zumal die präsentation der ergebnisse gut vorbereitet sein will – schließlich sind sie von großer tragwei- te für unseren berufsstand. und hier liegt unsere nächste aufgabe: wir müssen der öffentlichkeit und der politik besser deutlich machen, was lehrkräfte am gymnasium leisten. die langfristige und gezielte vorbereitung und durchführung des abiturs ist eine aufgabe mit besonderem anspruch, die eine besondere bezahlung und besondere entlastungen verdient. dies selbstbewusst zu äußern, ist kein zeichen von arroganz gegenüber anderen schularten. es ist aber notwendig, um auch die gefahr des einheits- lehrers zu bannen, die durch die lohnangleichung aller lehrämter und den damit verbundenen öf- fentlichen diskurs heraufbeschworen wird. lassen sie mich zum schluss noch ein großes är- gernis ansprechen: sie haben nach erscheinen ei- nes interviews mit dem ehemaligen kultusminister und unserem ehemaligen verbandsvorsitzenden frank haubitz unverständnis und wut über be- stimmte äußerungen an uns herangetragen. dieser zeitungsbeitrag – und die wahl der worte – hat in der tat viel an gewonnenem vertrauen zerstört – auch wenn wir uns sofort distanziert hatten. ihr pvs setzt sich auch weiter für sie ein. wir wollen ein starkes gymnasium mit motivierten kollegen. dieses ziel erreichen wir nur mit ihnen! herzliche grüße, ihr thomas langer th. langer, m. gretzschel, chr. piwarz und dr. r. heinrich (v.l.n.r.) s. 2 s. 2 – 3 s. 4 s. 5 s. 6 s. 6 s. 7 s. 8 – 9 s. 9 jahresterminplaner altersgrenze für verbeamtung scheiden tut weh! urlaubsentgelt nach verringerung der teilzeitquote überbelastungsanzeigen sind wichtig! niveau gymnasialer bildung in gefahr neue stundentafel am gymansium lehrerarbeit im wandel informatives s. 10 – 11 s. 12 – 13 s. 13 s. 14 s. 14 s.15 s. 15 s. 19 – 19 s. 19 2-2018 3
neues aus dem lehrerhauptpersonalrat ringen um entlastungen meine arbeit im lehrerhauptpersonalrat (lhpr) war auch im 2. schuljahr 2017/18 sehr geprägt von der auseinandersetzung der vertreter aller sächsischen lehrerinnen und lehrer mit den ver- tretern des kultusministeriums um praxistaugliche und entlastende regelungen in den verschiedens- ten verwaltungsvorschriften und der bewertung der ursachen des sich verstärkenden lehrerman- gels an allen sächsischen schulen. veränderungen in der verwaltungsvorschrift schuljahresablauf und unterrichtsorganisation in einer sitzung im april erörterten wir mit den ver- tretern des kultusministeriums die verwaltungsvor- schrift unterrichtsorganisation und schuljahresab- lauf. hier konnten wir erreichen, dass die termine der besonderen leistungsfeststellungen (blf) vor den abiturprüfungszeitraum verlegt wurden. der neue termin im märz soll zu einer entlastung der kolleginnen und kollegen führen, die sowohl blf als auch abiturprüfungen korrigieren müssen. er- neut wiesen wir in diesem zusammenhang darauf hin, dass die korrekturzeiten für erst-, zweit- und gegebenfalls drittkorrektur zu knapp bemessen sind. der korrekturaufwand ist für die kolleginnen und kollegen in diesem kurzen zeitraum nicht zu bewältigen und teilweise nachweislich nicht mit dem arbeitszeitgesetz vereinbar. dies gilt insbesondere, da es keine verbindliche regelung eines zeitausgleiches für den korrek- turaufwand gibt. leider schlossen sich die ver- treter des kultusministeriums nicht unserer sicht- weise an, dass eine änderung des korrekturver- fahrens hier für entlastung sorgen kann. mehrere tage zum austausch der arbeiten würden ent- fallen. bereits korrigierte arbeiten könnten inner- halb der schule unmittelbar dem zweitkorrektur übergeben werden, der somit flexibler wird. die anzahl der drittkorrekturen würde ebenfalls sin- ken. die so gewonnene zeit würde dann den fachbe- ratern zur verfügung stehen, um an den schulen stichpunktartig die einhaltung der allgemeinen korrekturstandards und korrekturrichtlinien zu überprüfen. mit dem wegfall eines verpflichten- den kompetenztestes in klasse 6 konnten wir wiederum eine weitere arbeitserleichterung für die lehrkräfte an den gymnasien erreichen. lei- der blieben wir mit der forderung nach der mög- lichkeit der benotung des verbindlichen testes in klasse 8 erfolglos. sehr heftig wurde von uns um die formulierung im zusammenhang mit dem verbindlichen um- fang der vorbereitungswoche gerungen. wir sind dabei nach wie vor der auffassung, dass die entscheidung, ob und in welchem umfang eine vorbereitungswoche stattfinden soll, die gesamt- lehrerkonferenz treffen muss, da unsere erfah- rungen zeigen, dass sonst sehr oft an gewohnten abläufen festgehalten wird, ohne die entlastung der kolleginnen und kollegen ausreichend im blick zu haben. 4 2-2018 die vertreter des lhpr begrüßen ausdrücklich die vereinheitlichung des ergänzungsbereiches für alle schularten. in keiner weise nachvollziehbar ist al- lerdings, dass es dabei zu einer massiven kürzung von bis zu 20 prozent für die schulart gymnasium gekommen ist. die vorgenommene reduzierung ist unserer meinung nach sachlich nicht begründet, zumal an vielen gymnasien, unter anderem auf- grund der neu geregelten zugangsbestimmungen, bereits jetzt die heterogenität der schülerschaft stark zunimmt. für die anstehenden zusätzlichen aufgaben wie medienbildung und digitalisierung werden nicht weniger, sondern mindestens die bisherige anzahl der stunden im ergänzungbereich benötigt. oft wird zudem vergessen, dass diese stunden nicht nur dem angebot für leistungsschwache schüler, sondern ebenso der förderung leistungsstarker schüler dienen sollen. neu: verwaltungsvorschrift zum schuldatenschutz eine erste erörterung zur vwv schuldatenschutz musste abgebrochen werden, da den vertretern des lhpr u. a. die stellungnahmen der entspre- chenden datenschutzverantwortlichen nicht zur verfügung standen. in den folgenden gesprächen haben wir gemeinsam mit den verantwortlichen des kultusministeriums unter anderem versucht, die regelungen so zu gestalten, dass den lehr- kräften die möglichkeit eingeräumt wird, auf die verarbeitung und speicherung personenbezogener dienstlicher daten auf einem privaten datenträger zu verzichten. diese erklärung dient somit dem schutz des be- schäftigten und des schulleiters und schafft ein- deutige verhältnisse. denn nach den vorgesehe- nen kontrollrechten der behörde kann niemandem mit ruhigem gewissen empfohlen werden, daten auf privaten medien zu speichern und zu verarbei- ten. außerdem haben die eltern bzw. schüler das recht, von der lehrkraft zu erfahren, was auf den datenträgern bzw. endgeräten gespeichert wor- den ist. der aufwand steht in keinem verhältnis zur zeitersparnis gegenüber einer analogen schrift- lichen aufzeichnung. entlastungen für lehrkräfte ab dem schuljahr 2018/19 im vierteljahresgespräch mit dem dienststellenlei- ter staatssekretär wolff, der staatsminister piwarz vertrat, beschäftigen wir uns vor allem mit dem handlungsprogramm der staatsregierung, der attraktivitätssteigerung des lehrerberufes und dem stand des einstellungsverfahrens. der lhpr kritisierte in diesem gespräch, dass er weder in die gestaltung noch die geplante wei- terentwicklung des handlungsprogramms einbe- zogen wurde bzw. wird, da vor allem immer deut- licher wird, welche weitreichenden auswirkungen die einzelnen maßnahmen auf lehrkräfte und das arbeitsklima an vielen schulen hat. so wurden wir bisher lediglich darüber informiert, dass die für politischen ver- antwortlichen vor allem noch über weitere maßnah- men lehr- kräfte, die nicht verbeamtet wer- den können oder wollen, beraten, aber nicht über einzelne optionen oder inhalte. die vertreter des lhpr hatten bereits im juni 2017 im zusammen- hang mit den versprochenen entlastungen laut dem maßnahmenpaket aus dem oktober 2016 dem smk 241 konkrete vorschläge für alle schul- arten unterbreitet. seit april 2018 erfolgten dazu zahlreiche, teils sehr schwierige und umfangreiche verhandlun- gen. schnell wurde dabei deutlich, dass zahlreiche vom lhpr geforderte entlastungen, vor allem die, die zur bedarfserhöhung führen würden, gegen- wärtig nicht realisiert werden können bzw. nach unserer meinung auch am fehlenden politischen willen zur umsetzung scheitern. das smk versen- dete am 27.6.2018 nun schulleiterbriefe, in denen die schulleitungen zur entlastung von lehrkräften aufgefordert werden. die örtlichen personalräte erhalten diese briefe ebenfalls über das schul- portal. mit den vertretern des kultusministeriums wurde zudem vereinbart, dass der lhpr bis zu den herbstferien erfasst, wie erfolgreich die umset- zung der einzelnen entlastungsmaßnahmen in den schulen sind. der lehrermangel an sachsens schulen ist nun auch mit voller stärke an den gymnasien ange- kommen. so zeichnet sich ab, dass auch an vielen sächsischen gymnasien zu beginn des schuljahres 2018/19 der grundbereich nicht abgesichert bzw. der ergänzungsbereich nur unzureichend vorhan- den sein wird. die einstellungszahlen lassen vor allem für die region bautzen schlimmes befürch- ten. so konnten für diese region bisher lediglich 14 der 19 stellen besetzt werden. die rückmel- dungen aus bewerberkreisen zeigen, dass das einstellungsverfahren immer noch nicht bewerber- freundlich genug ist. dies führt dazu, dass auch in den zentren dresden und leipzig zahlreiche stellen nicht besetzt sind. in der diskussion um die bewertung des schul- scharfen bewerbungsverfahrens zeigte sich deut- lich, dass sich das kultusministerium noch immer nicht der möglichkeiten und chancen dieses ver- fahrens bewusst ist. bleibt unser arbeitgeber bei der nicht immer nachvollziehbaren auswahl der schulen bzw. stellen für schulscharfe ausschrei- bungen und seiner strategie der „schulartüber- greifenden gerechtigkeit“ bei der verwaltung des lehrermangels, ist zu befürchten, dass der freistaat sachsen zum wiederholten male eine möglichkeit der gezielten nachwuchsgewinnung verstreichen lässt. jens rieth
chemnitzer „stammtisch der besonderen art“ schuljahresausklang in der bergstadt freiberg planten kürzungen in der stundentafel heraus. wie bereits beim treffen im april erneuerten die kolleginnen und kollegen die forderung nach ei- nem äquivalenten finanziellen ausgleich für alle lehrkräfte, die nicht verbeamtet werden. gleich- zeitig berichteten sie von einer sich in den lehrer- zimmern ausbreitenden resignation, die auf die fehlende verhandlungsbereitschaft und das aus- sitzen der proteste durch die politisch verantwort- lichen zurückzuführen seien. mit befremden nahmen die anwesenden je- doch auch die neuerliche spaltung der lehrerge- werkschaften in bezug auf die kundgebung am 12. juni 2018 zur kenntnis. besonders betroffen zeigten sie sich in diesem zusammenhang über den versuch, die lehrkräfte der verschiedenen schularten gegeneinander auszuspielen. die mit- glieder befürworten dennoch ein gemeinsames agieren der lehrervertretungen im sinne aller sächsischen lehrkräfte. in der diskussion über die angedachten stunden- kürzungen wurde deutlich, dass damit änderungen in den lehrplänen einhergehen werden, deren aus- gestaltung dringend die begleitung durch vertreter aus der praxis braucht. aufgrund des verminder- ten stundenvolumens und des anspruchs digita- ler bildung gelte es, sowohl die inhaltlichen und technischen anforderungen als auch die zeitlichen bedarfe neu zu definieren. außerdem muss das ver- bindliche ziel gymnasialer ausbildung, die studier- fähigkeit der abiturienten, gewährleistet werden. die mitglieder regten neben der einflussnahme auf die kürzungspläne und die überarbeitung der curricula an, mit vertretern der universitäten und der wirtschaft ins gespräch zu kommen, um die heutzutage für einen erfolgreichen übergang zur weiteren ausbildung notwendigen kenntnisse und fähigkeiten zielgerichtet benennen zu können. für den chemnitzer regionalvorstand: cornelia krauße zum „stammtisch der besonderen art“ trafen sich die mitglieder der chemnitzer region anfang juni in freiberg. bei strahlendem sonnenschein unter- nahmen sie zunächst einen geführten stadtrund- gang. dabei erfuhren sie viel wissenswertes über die entstehung, entwicklung und gegenwart der alten bergstadt. am obermarkt wurde besonders auf das 1410 ent- standene rathaus mit seinem stattlichen uhren- turm und dem porzellanglockenspiel aus meißner porzellan verwiesen. zahlreiche anekdoten ranken sich auch um das brunnendenkmal. es trägt das standbild des stadtgründers sowie vier wasser- speiende meißnische wappenlöwen. das theater, ursprünglich ein repräsentatives bür- gerhaus von 1623, wurde 1789 um- und sowohl 1880 als auch 1896/1897 weiter ausgebaut. es gilt als ältestes in ursprünglicher form erhaltenes und kontinuierlich von einem städtischen theater- ensemble bespieltes stadttheater der welt. während der führung nachdem freiberg bis 1969 rund 800 jahre vom bergbau und der hüttenindustrie geprägt war, fand in den letzten jahrzehnten ein struktur- wandel hin zum hochtechnologiestandort statt. darüber hinaus erlangte der ort bedeutung als universitätsstadt und zuletzt als verwaltungssitz des landkreises mittelsachsen. die kunst gehört dem volke! die besichtigung des historischen stadtkerns, der vollständig unter denkmalschutz steht, verriet zum beispiel, dass sich in einem repräsentativen gebäu- de, das zum teil bereits 1530 entstand, von 1679 bis 1945 und wieder seit 1991 der sitz des ober- bergamtes befindet. interessant war außerdem, dass in diesem haus heutzutage der ranghöchste sächsische beamte beschäftigt ist. freiberger stadttheater 1800 wurde dort die erste oper des damals vier- zehnjährigen carl maria von weber uraufgeführt, leider ohne erfolg. die heutige gestalt des recht- eckigen zwei- bis dreigeschossigen gebäudekom- plexes stammt vor allem aus den 1950er jahren. seit 1993 wird das haus zusammen mit dem stadttheater döbeln als mit- telsächsisches theater freiberg und döbeln geführt. am ehemaligen wohnhaus des be- rühmten orgelbauermeisters gottfried silbermann, das auch die werkstatt beherbergte, endete der rundgang. nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser stelle, dass freiberg mit vier be- spielten silbermann-orgeln die meis- ten instrumente des meisters besitzt. keine lust auf frust! eine weitere station war der dom st. marien, häufig als dom zu freiberg bezeichnet, der zu den bedeutendsten baulichen sehenswürdigkeiten der stadt zählt. dabei handelt es sich eigentlich um eine spätgotische hallenkirche, die 1484 bis 1501 am untermarkt errichtet wurde. an ihrer südseite befindet sich die markante goldene pforte. im anschluss an die stadtführung kehrten die mitglieder in die histori- sche gaststätte „pfeffersack“ ein. als zentrale themen der stammtischrunde kristallisierten sich zum einen erneut das handlungsprogramm der staats- regierung und zum anderen die ge- 2-2018 5
aus dem bezirkspersonalrat zwickau ein turbulentes schul- jahr liegt hinter uns. mit der höhergrup- pierungen von ein- fach-diplom-lehrern, einer schwierigen einstellungssituation im februar (durch die umstellung vom 1-jäh- rigen zum 1,5-jährigen referendariat), ein- stellung vieler seiteneinsteiger zum 1. januar und ganz neu auch zum 1. mai und schulscharfen ein- stellungen auch am gymnasium, können wir eine teilweise erfreuliche aber auch teilweise erschre- ckende bilanz ziehen. hier ein kurzer überblick aus der region zwickau: seiteneinsteiger zum 1. mai 2018 erstmals in diesem jahr wurden seiteneinsteiger zum 1. mai eingestellt. nach 3-monatiger qualifi- zierung stehen diese dann zum schuljahresbeginn am 1. august zur verfügung. im standort zwickau gab es insgesamt 52 stellen, wobei vier stellen auf das gymnasium fielen. trotz der hohen bewerber- lage an den gymnasien stellt sich auch hier eine mangelsituation in bestimmten fächern ein. alle vier stellen wurden von bewerbern besetzt, welche anschließend physik oder musik unterrichten sol- len. zum 1. november wird es weitere 23 stellen für den standort zwickau geben, zwei davon für bewerber am gymnasium. schulscharfe einstellungen dem regulären einstellungsverfahren ist in diesem schuljahr erstmals ein schulscharfes einstellungs- verfahren vorgeschaltet. an 7 der 17 gymnasien der region wurden 8 stellen ausgeschrieben. schulleiter konnten in der ausschreibung ein- schränkungen zu bestimmten fächer oder fächer- kombinationen bestimmen. vorrangig wurden be- werber mit mint-fächern, aber auch mit fächern wie englisch oder kunst gesucht. die ausschrei- bungen wurden gut angenommen, teilweise gab es bis zu 10 bewerber auf eine stelle. einstellungsverfahren zum 1. august 2018 insgesamt können zum 1. august im standort zwickau 130 stellen für alle schularten besetzt werden, dem stehen jedoch nur 121 bewerber gegenüber. an gymnasien gibt es 44 grundstän- dig ausgebildete bewerber auf 25 stellen. neben bewerbern mit mint-fächern werden auch solche mit fächern wie deutsch, englisch oder geschichte eingestellt. im vergleich zu bautzen oder chem- nitz ist die bewerberlage noch immer komfortabel. zwickau profitiert von bewerbern aus bayern und thüringen. jedoch gibt es auch häufig absagen dieser bewerber, wenn die einstellungsverfahren in diesen bundesländern beginnen. bewerber, die kein angebot für eine gymnasialstelle bekommen, erhalten angebote für andere schularten. au- ßerdem werden auch grundständig ausgebildete lehrer mit mangelfächern, welche nach dem be- werbungsschluss ihre unterlagen einreichen, be- rücksichtigt und erhalten ein angebot. höhergruppierungen ein-fach-diplomlehrer, die die ausbildung in ei- nem zweiten fach nicht nachgeholt haben, aber langjährig ein weiteres fach unterrichten, wurde nun eine höhergruppierung ermöglicht. nach er- folgreich absolvierter feststellungsprüfung konn- ten am standort zwickau über 100 lehrkräfte, darunter 13 gymnasiallehrkräfte, höhergruppiert werden. franziska heinert quo vadis, leipzig? wohin geht es mit dir, region, leipzig? im neuen doppelhaushalt sachsens werden ja bildung und innere sicherheit an vorderer stelle stehen. das ist auch gut so, denn da liegt ja wohl doch noch einiges im argen. uns fehlen lehrer, aber auch schulen. einstellungen für das schuljahr 2018/19. das gymnasium konnte die ersten schulscharfen einstellungen verbuchen – auf 4 ausschreibungen bewarben sich 25 vollständig ausgebildete lehrer, 3 davon wurden eingestellt. entsprechend des schuleigenen größten bedarfs wurden vor allem regionen wie oschatz und torgau bedacht, denen es schwer fällt, bewerber anzuziehen und länger- fristig zu binden. wie läuft das prozedere ab? die bewerber – oftmals schon langjährig unterrich- tend an freien schulen – reichen ihre unterlagen an der jeweiligen ausgeschriebenen schule ein. ihre entscheidung für eine bestimmte schule folgt ihrer ausbildung, dem größten mangel an den schulen, aber ebenso auch dem profil der schu- le und den daraus resultierenden aktivitäten von lehrern, schülern und eltern. die geeignetsten bewerber stellen sich einer trias aus schul- und fachleitung unter beisitz des örtlichen personalra- tes und tragen ihr begehr unter beifügung all ihrer referenzen vor. im günstigsten fall ergibt sich ein einstimmiges votum – so dreimal geschehen in der region leipzig. am gymnasium sind für das schuljahr 2018/19 in der region leipzig 107 vollzeitstellen geplant, was eine deutliche steigerung gegenüber den vorjah- ren darstellt – 52 sind per 5.6. fest zugesagt. 49 verbeamtete lehrer streben einen einsatz in sachsen an – davon 18 mit einer freigabe durch 6 2-2018 ihren jeweiligen arbeitgeber und 29 über das län- deraustauschverfahren, wobei im gegenzug eben diese anzahl von lehrern sachsen verlassen darf. 15 weitere möchten zwar bei uns unterrichten, werden aber von ihren arbeitgebern nicht freige- geben. zum 1.5.2018 wurden 4 seiteneinsteiger auch am gymnasium eingestellt – das betrifft in der regel das fach informatik. einigen gymnasial ausgebildeten lehrern, die zwi- schenzeitlich über drei bis vier jahre bereit waren, den mangel an ausgebildeten lehrern an ober- oder grundschulen zu mildern, wurde die rückkehr – versetzung – an ein gymnasium ermöglicht. schauen wir nun, was das schuljahr 2018/19 für uns bereithält. wünschenswert wäre ein ergän- zungsbereich von mehr als 50 % – und nicht die angedachten, mageren 12,5 %, um die weitere profilierung der einzelnen gymnasien voranzutrei- ben und für alle eventualitäten des schulischen lebens halbwegs gewappnet zu sein. barbara szilagy wir trauern um klaus zippenfennig „wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren herzen. habe ich dort eine bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.“ (rainer maria rilke) klaus zippenfennig wird in unseren herzen weiterleben. unfassbar für uns alle erreichte uns die nachricht von seinem tod. klaus zippenfennig wurde nur 57 jahre alt, seiner familie gilt unsere tiefempfundene und aufrichtige anteilnahme. es ist ein großer verlust und es ist uns bewusst, dass unsere worte die tränen nicht lindern können. wir wünschen der familie von klaus zippenfennig viel kraft in dieser schweren zeit. er war ein kollege, der mit besonnenheit, unverwechselbarem humor und vermeintlicher leichtigkeit den aufgaben des alltags entgegentrat und sie so löste. er verstarb am 03.04.2018 in england während seiner 20. sprachreise mit schülern. wir vermissen ihn als kollegen, als personalratsmitglied, als mitglied des pvs sachsen und in ganz besonderer weise als mensch. am 01. juni 2018 haben die familie, wir lehrer, schüler und eltern des gymnasiums „am breiten teich“ in borna sowie freunde und bekannte in leipzig in einer bewegenden trauerstunde ab- schied genommen. die schüler seiner klasse gaben ihm ihre wünsche und grüße in einer liebevoll gestalteten form mit ins grab und in bewegenden worte hat der trauerredner die höhepunkte des viel zu kurzen lebens von klaus zippenfennig nachgezeichnet und gewürdigt. der schmerz geht und auch die trauer. was bleibt, ist das licht und das leben, das er in diese welt brachte. eva steinhardt (im namen aller kollegen des gymnasiums „am breiten teich“ in borna und der mitglieder des pvs)
jedes jahr im mai… diesmal löbau: das jährliche treffen der senioren des pvs haus traf es den geschmack der menschen dieser frühen dreißiger. gebaut hat es 1933 der berliner architekt hans scharoun für den nudelfabrikanten schminke. es ist eines der vier wichtigsten wohn- häuser der „klassischen moderne“ weltweit. noch heute ist es eine art „wallfahrtsort“ für interes- senten dieser zeit aus aller welt. wieder war es frau schubert, die uns viel interessantes in wort und bild vermittelte. das nächste ziel war das zentrum von löbau, zu- erst der markt mit dem imposanten rathaus ist er heute noch zeugnis der 800-jährigen historie, genau wie die vielen liebevoll renovierten bürger- häuser. als eines der gründungsmitglieder des ostsächsischen sechsstädtebundes weist die stadt eine lange geschichte auf. mit einem interessanten genie dieser stadt, dem philantropen karl benjamin preusker, wurden wir im „kulturzentrum johanniskirche“ vertraut gemacht. ein sachse, in löbau geboren, in gro- ßenhain gestorben, wo er sich besonders für das öffentliche bibliothekswesen einsetzte, war vielen von uns unbekannt. frau schubert hatte nach in- tensiven recherchen zu seinem 100. todestag 2011 als reverenz für preusker ein theaterstück für ihre jugendlichen schauspieler verfasst und da- mit dieser persönlichkeit ein denkmal gesetzt. kaffeetrinken und dann hieß es abschied nehmen, letzteres umrahmt mit einem lied als hommage an die oberlausitz und vorgetragen von unserer löbauer führerin frau schubert. der lange heim- weg wartete – und wieder bei regen! ein großer dank an frau hoppe und frau schu- bert! viel neues, lehrreiches und interessantes brachte dieser tag. gudrun schreiner übrigens: wenn dieser tag einen kritikpunkt hat, dann war es neben dem erwähnten regen der wei- te weg nach löbau, der es vielen senioren aus dem erzgebirge und dem vogtland unmöglich machte, teilzunehmen. wir werden eben nicht jünger! wissenswertes zum löbauer turm der könig-friedrich-august-turm ist der einzige noch erhaltene gusseiserne aussichtsturm in eu- ropa und wahrscheinlich der älteste gusseiserne turm überhaupt. 1854 finanziert und errichtet im auftrag eines löbauer bäckermeisters, 28 m hoch, 120 stufen. die filigrane gusseiserne konstruktion hat viele verzierungen. 2-2018 7 alle jahre wieder lädt unsere antje hoppe zu ei- nem seniorenausflug in geschichtsträchtige ge- genden und städte sachsens ein. dieses jahr ging es in die ca. 15.000 einwohner zählende stadt lö- bau im sächsischen dreiländereck, wie immer gut vorbereitet und mit vielen höhepunkten gespickt! wir trafen uns am ehrwürdigen geschwister- scholl-gymnasium. schüler in schillernden kos- tümen empfingen uns, schulleiter dr. stephan begrüßte uns. dann wurde das stück „alarm im testlabor humanitas“ gespielt. geht wissen ohne zur information: die philologengruppe des ge- schwister-scholl-gymnasiums gehört zu den ersten schulgruppen, die in sachsen gegründet wurden. und ist bis heute sehr aktiv. ein dank den heutigen und früheren mitgliedern! nach diesem schulbesuch ging es mit einem ge- mieteten bus auf den löbauer berg. lernen? „schluck mal weg“? eine pille, die uns in allen situationen der schule hilft! gut gespielt und sehr inhaltsreich. man muss natürlich erwähnen, dass das stück von frau helga schubert, einer phi- lologin im ruhestand aus löbau, für ihre schüler- theatergruppen geschrieben und einstudiert wurde. mit viel engagement begleitete uns frau schu- bert auch den ganzen tag und vermittelte uns auf abwechslungsreiche art und weise regionalge- schichte und spezifisches über diese oberlausitzer region und löbau. auf dem löbauer berg erwartete uns der kö- nig-friedrich-august-turm, ein weiteres highlight unseres ausfluges. viele erklommen die 120 stu- fen dieses turmes, eine besonders schöne aussicht war an diesem tag allerdings kaum zu erwarten. wir hatten den einzigen regentag des monats mai erwischt, aber es hörte wenigstens tagsüber auf zu regnen. frau schubert „erzählte“ uns in form eines bänkelsangs hier viel wissenswertes über die geschichte des turmes (siehe kasten), gewürzt mit netten anekdoten. mittagessen musste auch sein, dann ging es mit dem bus zurück nach löbau, zuerst an der schminkevilla, am sogenannten „nu- deldampfer“, vorbei. dieses haus, das wie ein schiff aussieht, ist ein beredtes zeugnis der bauhaus- architektur der 30er jahre. mit sehr viel glas und damit licht im
halbherzigkeit bei der gewinnung von lehrkräften die zahl der aus dem schuldienst ausscheidenden lehrkräfte noch spürbar erhöhen. wir erwarten ein klares bekenntnis zur verbeamtung von lehrkräf- ten, nicht aus arbeitsmarktpolitischen gründen, sondern weil sie hoheitliche aufgaben wahrneh- men. sofortmaßnahmen gegen lehrermangel in der jetzigen situation greift das kultusminis- terium nach jedem strohhalm. kritisch zu hin- terfragen ist die geläufige praxis der einstellung von jungen gymnasiallehrkräften an gymnasien mit gleichzeitig einer bis zu fünf jahre währenden abordnung an andere bedarfsschularten, ohne geprüft zu haben, ob nach beendigung der ab- ordnung ein fachgerechter einsatz an einem in wohnortnähe liegenden gymnasium möglich ist. eine nachhaltige personalpolitik sieht anders aus. wir fordern bereits heute die zusage dafür, dass den besten referendaren dieser jahrgänge auch angebote am gymnasium unterbreitet werden, wenn diese kolleginnen und kollegen ihre ab- ordnung beendet haben. auch für die oberschu- len ist diese situation nicht befriedigend, wissen sie doch, dass viele nur auf zeit der oberschule zur verfügung stehen und das problem der ein- stellung von ausgebildeten lehrkräften nur in die zukunft verlagert wird. dabei muss das problem heute offensiv angegangen werden. es ist zu spät, erst referendaren eine zulage zu gewähren, wenn sie in unterversorgten regionen ihre ausbildung absolvieren und später dann dort ihren als leh- rer ausüben. ich könnte mir vorstellen, dass man studenten, die in bedarfsfächern und für be- darfsschularten ihr studium aufnehmen und sich anschließend für einen festgelegten zeitraum für eine lehrtätigkeit in sachsen verpflichten, bereits in der ersten phase der lehrerausbildung an der universität ein stipendium gewährt. bereits in der sekundarstufe ii sollte mit geeigneten schü- lerinnen und schülern gesprochen werden, ob sie interesse für ein lehramtsstudium haben. dazu müssen sie auch die möglichkeit erhalten, mit studenten und jungen lehramtsabsolventen zu sprechen. das können aber gymnasiallehrkräfte nicht nebenbei leisten. ideen haben wir viele, man muss den philologenverband nur ansprechen. da die tarifgemeinschaft deutscher länder (tdl) zu- lagen für nicht verbeamtete lehrkräfte ablehnt, macht der pvs den vorschlag, die ursprünglich vom freistaat dafür vorgesehen mittel für weitere funktionslose höhergruppierungen zu nutzen. so- mit könnten deutlich mehr kollegen auf der basis eines transparenten beurteilungsverfahrens in die e 14 gelangen. dies wird aus unserer sicht zu einer höheren akzeptanz des höhergruppierungs- verfahrens beitragen. nachdenkliche worte eines referendars sehr nachdenklich haben mich die worte von martin wolowsky, eines ehemaligen referendars, der ab dem 1. august unsere lehrerschaft in sach- sen verstärken wird, gemacht: „deutlich erinnere mich noch an die erste und ein- zige mir bewusste werbekampagne des freistaates sachsen zur gewinnung von lehrkräften: „lehrer werden in sachsen. aus überzeugung.“ diese kampagne und dieser slogan werden heute unter einer kleineren änderung weitergeführt. und damals wie heute denke ich immer wieder an die darauffolgende ergänzung des fachschaftsrates der tu dresden, diese lautete: „aus überzeugung – warum auch sonst?“. wenn der slogan nicht eine bezeichnende sicht auf die arbeitsanreize im freistaat werfen würde, könnte man diesen nur unterstützen. worum geht es in unserem beruf auch sonst als um überzeu- gung – um leidenschaft, um engagement. dies weitergegeben zu haben und zukünftig weiter- zugeben zu dürfen, haben wir unseren ausbilde- hoheitliche aufgaben erfordern verbeamtung jubel machte sich nach dem referendariat nicht bei allen absolventen der ausbildungsstätten für das höhere lehramt an gymnasien breit, eher nachdenklichkeit. ja, jetzt kann man wieder vom lehramt in sachsen sprechen, da die staatsre- gierung sich entschlossen hat, lehrkräfte zu ver- beamten. aber sie macht es nur halbherzig. die verbeamtung von lehrkräften ist in sachsen auf fünf jahre befristet. der philologenverband sachsen hat seit seiner gründung die verbeamtung vehement gefordert, sieht er doch in der ausübung der lehrtätigkeit die wahrnehmung hoheitlicher aufgaben. in deutsch- land hat das schulwesen verfassungsrang. das grundgesetz (gg) besagt in artikel 7 (1), dass das gesamte schulwesen unter der aufsicht des staates steht. da das schulwesen verfassungsrang hat, werden hoheitsrechtliche aufgaben in der schule wahrgenommen. „die ausübung hoheits- rechtlicher befugnisse ist als ständige aufgabe in der regel angehörigen des öffentlichen dienstes zu übertragen, die in einem öffentlich-rechtlichen dienst- und treueverhältnis stehen“ (gg art. 33 [4]). dieses treueverhältnis beinhaltet die pflicht zur verfassungstreue, die gehorsamspflicht gegen- über dem dienstherrn und die pflicht zur unpartei- ischen amtsführung. dass lehrkräfte hoheitliche aufgaben wahrneh- men, steht außer frage und wird in den sogenann- ten verwaltungsakten sichtbar wie • die vergabe von abschlüssen (z. b. das abitur), • versetzungsentscheidungen, die mit dem schul- jahreszeugnis verbunden sind, sowie • die anordnung von ordnungsmaßnahmen. nur der beamtenstatus sichert die unabhängigkeit und somit die sogenannte „pädagogische verant- wortung“ der lehrkräfte. diese unabhängigkeit hat ein hohes gewicht, wie ein blick in die histori- sche vergangenheit zeigt. die beamtin/der beamte in der bundesrepublik deutschland ist eben nicht einer partei oder einer bestimmten regierung, son- dern der verfassung, die demokratisch legitimiert ist, verpflichtet. zudem haben eltern sowie schü- lerinnen und schülern anspruch auf geregelten unterricht. von seiten der staatsregierung wird die verbeam- tung von lehrkräften als arbeitsmarktpolitisches mittel eingesetzt, um vorübergehende engpässe bei der gewinnung von lehrkräften im freistaat sachsen zu beheben. in der hoffnung, dass ab 2024 ausreichend lehrkräfte für alle schularten und fächer zur verfügung stehen und auch an- dere bundesländer bis zu diesem zeitpunkt nicht mehr auf sächsische lehramtsabsolventen zurück- greifen, befristet man die verbeamtung. damit wird die verbeamtung zur beliebigkeit, je nach bedarfslage. wer jetzt im herbst das 3. semester seines lehramtsstudiums an einer der sächsischen universitäten beginnt, wird wissen, dass für diesen personenkreis vorerst keine verbeamtung vorge- sehen ist. dabei wird sich in den nächsten jahren 8 2-2018
rinnen und ausbildern zu verdanken. wir waren ein jahrgang des übergangs – viele inhalte und strukturen waren noch auf das 12-monatige re- ferendariat ausgelegt – ein aspekt, der vielen im dritten ausbildungshalbjahr bewusst geworden ist. manches mal zu recht und zu oft zu unrecht wurde das seminar aber als zeitverschwendung abgetan. dabei stießen wir auf menschen, wel- che die fackel und das feuer weitergeben wollten und dies auch getan haben. menschen, die diesen beruf lieben und denen spürbar viel daran liegt, uns fachlich und pädagogisch auf unserem weg zu helfen. wie oft saßen manche von uns gelang- weilt oder störrisch da, haben nur mit halber kraft etwas beigetragen und unseren ausbilderinnen so den eindruck vermittelt, nicht künftige lehrerinnen und lehrer auszubilden, sondern wieder vor einer 8. klasse in der siebten stunde zu unterrichten. überzeugung sieht anders aus. wir wurden in dem bestärkt, wie wir sind und was wir tun. natürlich reicht bloße begeisterung und überzeugung nicht aus und so können viele von uns auf die 18 monate referendariat schauen und sehen, dass sie in so vielen aspekten des unter- richtens besser geworden sind und sehr viel mit- nehmen konnten. manchen von uns hat es in andere bundesländer verschlagen, manchen an andere schularten und einige haben ihren wunschplatz bekommen. und auch das sei erwähnt, es gibt sie auch, die trotz sehr guter abschlüsse den gang zum arbeitsamt vor sich haben – trotz lehrermangel, maßnahme- paketen und bester ausbildung an universitäten, schulen und an der ausbildungsstätte. und wäre das nicht schon beklagenswert genug, gesellt sich in den letzten wochen noch der um- gang des landesamtes für schule und bildung mit manchen von uns dazu. so hochgelobt und um- worben dank grundständiger ausbildung, wurden und werden viel zu viele von uns herabwürdigend und verächtlich behandelt. jeder, dem das wider- fahren ist, kann nur den kopf schütteln und voller überzeugung besserung herbeiwünschen. „lehrer werden aus überzeugung – warum auch sonst?“ – nun vielleicht, weil wir eine tolle ausbildung er- fahren durften. steffen pabst warum die massenhafte einstellung von seiteneinsteigern keine lösung für den lehrermangel ist! offensichtlich sind viele landesregierungen der ansicht, das, was man in 5 jahren studium, mit ei- ner reihe von praktika während des studiums und in einem 18- bis 24-monatigen referendariat an professionellem lehrerwissen und an handlungs- kompetenzen erwirbt, sei auch „berufsbegleitend“ in wenigen monaten nachholbar. dabei ist diese einschätzung grundfalsch, was übrigens auch die hohen abbrecherzahlen von seiteneinsteigern und die teilweise verdoppelten durchfallerzahlen bei den nachgeholten pädagogischen examensprüfun- gen zeigen. seiteneinsteiger sind willkommene nothelfer bei dem in vielen bundesländern selbstverschuldeten massiven lehrermangel insbesondere an grund- schulen, weil die dortigen regierungen nicht oder zu spät auf steigende geburtenraten und stark anwachsende zuwanderung reagiert ha- ben. deshalb haben die zuständigen ministerien in der regel ein hohes interesse daran, dass die „neulehrkräfte“ von anfang an viele unterrichts- stunden geben und ein geringes interesse daran, die potenziellen seiteneinsteiger auf ihre eignung hin zu überprüfen, beispielsweise dahingehend, ob diese überhaupt eine besondere affinität zu kindern besitzen. die berufsbegleitende ausbildung fristet dagegen sowohl stundenmäßig als auch qualitativ – we- gen des mangels an qualifizierten seminar- und ausbildungslehrkräften – meist ein schattenda- sein. für die seiteneinsteiger stellen deshalb diese ersten beiden jahre eine systembedingte massive überforderung dar. weder haben sie die zeit und das wissen, sich ordentlich auf den unterricht vorzubereiten, noch die nötigen frei- räume sowie das reflexionsvermögen, von der berufsbegleitenden lehrerausbildung zu profi- tieren. natürlich kann man auch als seiteneinsteiger im lehrberuf erfolgreich sein – kein zweifel. allerdings erfordert dies bestimmte grundvoraus- setzungen: 1. das absolvierte studium sollte, auch wenn es kein lehramtsstudium war, zumindest einen fachlichen oder pädagogischen bezug zur leh- rertätigkeit aufweisen. 2. es erfolgt eine pädagogisch-didaktisch-metho- dische nachqualifizierung, die, wenn sie schon nicht in einem referendariat besteht, dann zu- mindest qualitativ ebenbürtig ist. 3. der anteil von seiteneinsteigern an einer schule darf nicht zu hoch sein, so dass in der einstiegs- phase erfahrene lehrkräfte diese etwa in form von tandems persönlich unterstützen und coa- chen können. 4. es muss bereits bei der prüfung der bewerbung darauf geachtet werden, dass es sich um perso- nen handelt, die genügend motivation mitbrin- gen und die – sehr wichtig – auch die deutsche sprache sehr gut beherrschen. in berlin hat die frühere bezirksbürgermeisterin von neukölln, frau giffey, erst vor wenigen monaten darüber geklagt, dass das bei einer reihe von seitenein- steigern im grundschullehramt erkennbar nicht der fall sei. es wird gerne die frage gestellt, was die alterna- tive zu seiteneinsteigern sei, schlechter unterricht sei doch noch immer besser als ausgefallener. dies ist wohl auch die heimliche begründung da- für, dass bei seiteneinsteigern viele bisher gültige qualitätsstandards in den bundesländern heimlich über bord geworfen wurden. die grundsätzliche alternative ist jedoch eine lang- fristige bedarfsplanung, was den lehrerbedarf und den ausbau der lehramtsstudienplätze an hoch- schulen betrifft. die kurzfristige forderung muss aber sein, die qualität der berufsbegleitenden nachqualifizierung deutlich zu steigern und das derzeitige unterrichtsdeputat für seiteneinsteiger massiv abzusenken. heinz-peter meidinger 2-2018 9 es gab schon immer quer- und seiteneinsteiger an deutschen schulen. was die heutige situation davon unterscheidet, ist die tatsache, dass der sei- ten- oder direkteinstieg von lehramtsbewerbern ohne jegliche pädagogische vorbildung in einigen bundesländern wie sachsen und berlin zum regel- fall geworden ist, aber auch sonst zahlenmäßig stark ansteigt. den seiteneinstieg unterscheidet vom querein- stieg, dass man hierbei vom ersten tag der an- stellung an eigenverantwortlich unterrichtet und die pädagogisch-fachdidaktisch-methodische ausbildung – wenn überhaupt – berufsbegleitend erfolgt. man stelle sich einmal vor, wenn dies in anderen berufsfeldern praxis wäre: im kranken- haus werden sie von menschen behandelt, die sich berufsbegleitend qualifizieren, sie sitzen im flugzeug und werden von seiteneinsteiger-piloten geflogen oder sie haben einen gerichtstermin, bei dem der richter kein juristisches staatsexamen hat. unvorstellbar? beim lehrerberuf offensicht- lich nicht.
20 01 02 03 016 04 017 05 018 06 019 07 020 08 09 10 021 11 022 12 023 13 024 14 025 15 16 17 026 18 027 19 028 20 029 21 030 22 23 24 031 25 032 26 033 27 034 28 035 29 30 1 0 2 - 2 0 1 8 ut sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so 15 august 2018 sommerferien 1. unterrichtstag 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 001 14 002 15 003 16 004 17 005 18 19 20 006 21 007 22 008 23 009 24 010 25 26 27 011 28 012 29 013 30 014 31 015 unterrichtstage (ut) gesamt: 193 september 2018 messe horizon leipzig messe horizon leipzig 11 01 036 02 037 03 04 038 05 039 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 040 23 041 24 042 25 043 26 044 27 28 29 045 30 046 31 15 01 02 03 068 04 069 05 070 06 071 07 072 08 09 10 073 11 074 12 075 13 076 14 077 15 16 17 078 18 079 19 080 20 081 21 082 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 oktober 2018 21 november 2018 tag der deutschen einheit herbstferien reformationstag 01 047 02 048 03 04 05 049 06 050 07 051 08 052 09 053 10 11 12 054 13 055 14 056 15 057 16 058 17 18 19 059 20 060 21 22 061 23 062 24 25 26 063 27 064 28 065 29 066 30 067 azubi- und studientage messe leipzig azubi- und studientage messe leipzig buß- und bettag dezember 2018 19 januar 2019 01 02 03 04 05 06 07 083 08 084 09 085 10 086 11 087 12 13 14 088 15 089 16 090 17 091 18 092 19 20 21 093 22 094 23 095 24 096 25 097 26 27 28 098 29 099 30 100 31 101 neujahr sa so mo di mi do fr sa so beginn kurshalbjahr 12/ii mo tag der offenen hochschultür karrierestart 2019 dresden karrierestart 2019 dresden karrierestart 2019 dresden letzter tag – abgabe versetzungswunsch di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so zeugnis 12/i weihnachtsferien heiligabend 1.weihnachtsfeiertag 2. weihnachtsfeiertag silvester p v s . w w w p h v - s a c h s e n d e . j a h r e s t e r m i n p l a n
ut sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so 2 - 2 0 1 8 1 1 11 februar 2019 21 märz 2019 01 102 02 03 04 103 05 104 06 105 07 106 08 107 09 10 11 108 12 109 13 110 14 111 15 112 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 halbjahreszeugnis und zeugnis 11/i bildungsempfehlung klasse 4 winterferien beginn 2. halbjahr und kurshalbjahr 11/ii anmeldung am gymnasium anmeldung am gymnasium kompetenztest 8 deutsch anmeldung am gymnasium anmeldung am gymnasium kompetenztest 8 englisch anmeldung am gymnasium anmeldung am gymnasium blf deutsch kompetenztest 8 mathematik blf englisch blf mathematik ostermontag prüfungszulassung zum abitur 2019 01 113 02 03 04 114 05 115 06 116 07 117 08 118 09 10 11 119 12 120 13 121 14 122 15 123 16 17 18 124 19 125 20 126 21 127 22 128 23 24 25 129 26 130 27 131 28 132 29 133 30 31 juli 2019 zeugnisausgabe sommerferien 19 01 02 03 170 04 171 05 172 06 173 07 174 08 09 10 11 175 12 176 13 177 14 178 15 16 17 179 18 180 19 181 20 182 21 183 22 23 24 184 25 185 26 186 27 187 28 188 29 30 16 01 134 02 135 03 136 04 137 05 138 06 07 08 139 09 140 10 141 11 142 12 143 13 14 15 144 16 145 17 146 18 147 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 148 30 149 april 2019 20 mai 2019 abitur 2019 geographie/grw abitur 2019 fremdsprache – praktischer teil abitur 2019 fremdsprache abitur 2019 religion abitur 2019 kunst/musik/sport/französisch abitur 2019 physik abitur 2019 chemie abitur 2019 biologie abitur 2019 geschichte karfreitag ostersonntag ostermontag osterferien abitur 2019 deutsch 01 02 150 03 151 04 05 06 152 07 153 08 154 09 155 10 156 11 12 13 157 14 158 15 159 16 160 17 161 18 19 20 162 21 163 22 164 23 165 24 166 25 26 27 167 28 168 29 169 30 31 maifeiertag abitur 2019 mathematik abitur 2019 beginn – mündliche prüfungen abitur 2019 ende – mündliche prüfungen himmelfahrt unterrichtsfrei juni 2019 zeugnis 12/ii pfingstsonntag pfingstmontag 5 01 189 02 190 03 191 04 192 05 193 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 ut sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so mo di mi do fr sa so 2 0 1 8 / 2 0 1 9 p h i l l o o g e n v e r b a n d g u t f ü r s g y m n a s i u m
uns erreichten viele anfragen von mitgliedern, die die altersgrenze für die verbeamtung ab dem 01. januar 2019 um wenige monate bzw. jahre überschritten haben, ob es rechtens ist, dass nur bis zum alter von 42 jahren eine verbeamtung erfolgen kann. an dieser stelle möchten wir ihnen antworten.. altersgrenze für verbeamtung in sachsen rechtmäßig zur altersgrenze 42 gibt es bereits höchstrich- terliche urteile. die entscheidung, dass nur bis zum 42. lebensjahr verbeamtet werden kann, hat das bundesverwaltungsgericht in leipzig erst kürzlich entschieden. da es sich hier um eine entscheidung des bundesverwaltungsgerichtes handelt, beziehen sich weitere urteile auf dieses grundsatzurteil. das aktuellste urteil stammt vom 21.09.2017 vom verwaltungsgericht hamburg. aufgrund der föderalismusreform wird dem ge- setzgeber in den ländern ein hoher ermessens- spielraum eingeräumt. generell kann man auch nach dem 42. lebensjahr verbeamten, man muss es nicht. ausschlagendgebend sind hier die inter- essen des jeweiligen landes. das bundesverfassungsgericht hat mit einer am 28. mai 2015 veröffentlichten entscheidung über die zulässigkeit von höchstaltersgrenzen für die berufung in ein beamtenverhältnis entschieden und maßstäbe für die zulässigkeit von höchstal- tersgrenzen aufgezeigt. im hinblick auf die nun vielfach anstehenden fragen hat das bundes- verfassungsgericht grundsätze festgehalten, an denen sich die festlegung von altersgrenzen ori- entieren kann. danach sind altersgrenzen in ei- nem rahmen zulässig, der ein angemessenes und ausgewogenes zeitliches verhältnis zwischen der lebensdienstzeit und der ruhestandszeit gewähr- leistet. hinzu kommt, dass auch im ruhestand ein angemessenes einkommensniveau erreicht sein muss, um die neutralität und unabhängigkeit des beamten zu gewährleisten. beachtet werden muss, dass sich der beamte das mindestruhege- halt auch erdienen kann. das bundesverfassungs- gericht geht hier von einem zeitrahmen von etwa 19,5 jahren aus. daraufhin wurde das verfahren von den zwei lehrkräften aus nordrhein-westfalen, die die entscheidung vor dem bundesverfassungsgericht angestrebt haben, an das bundesverwaltungsge- richt zurückverwiesen. in dem verfahren (bverwg 2 c 11.15) entschied daraufhin das bundesverwaltungsgericht: „die seit januar 2016 geltende neuregelung des landes nordrhein-westfalen, wonach eine ernen- nung zum beamten grundsätzlich nur vor vollen- dung des 42. lebensjahres erfolgen kann, ver- stößt weder gegen das grundgesetz noch gegen unionsrecht. der 1963 geborene kläger ist seit 2004 bei dem beklagten land als tarifbeschäf- tigter lehrer an einem berufskolleg tätig. 2007 bestand er die zweite staatsprüfung für das lehr- amt. 2009 stellte er einen antrag auf übernahme in das beamtenverhältnis auf probe. dieser wurde mit der begründung abgelehnt, dass der kläger die für die ernennung zum beamten nach der laufbahnverordnung geltende altersgrenze von 40 jahren bereits überschritten habe. die hier- gegen gerichtete klage hatte bis zum bundesver- 12 2-2018 waltungsgericht keinen erfolg. das bundesverfas- sungsgericht hat die entsprechende vorschrift der laufbahnverordnung des beklagten landes im verfahren des klägers für mit dem grundgesetz unvereinbar erklärt und die sache an das bun- desverwaltungsgericht zurückverwiesen. eine für die grundrechte der betroffenen so bedeutende regelung sei nicht in einer verordnung, sondern nur in einem gesetz zu treffen.“ sachsen wird die altersgrenze in neuen sächsi- schen beamtengesetz für lehrkräfte formulieren und nicht in einer verordnung. insofern setzt sachsen die forderung des bundesverfassungs- gerichtes um. weiter heißt es in der mitteilung zum urteil des bundesverwaltungsgerichtes: „das beklagte land (nrw) hat mit wirkung vom 1. januar 2016 eine gesetzliche altersgrenze von 42 jahren festgelegt und dazu umfangreiche aus- nahmeregelungen getroffen. auf dieser grundla- ge hatte das bundesverwaltungsgericht über das verbeamtungsbegehren zu entscheiden. es hat die revision des klägers (erneut) zurückgewiesen. zur begründung hat es im wesentlichen ausge- führt: die neuregelung ist verfassungsgemäß. sie stellt zwar einen eingriff in die grundrechte des bewer- bers aus art. 33 abs. 2 (zugang zu öffentlichen ämtern) und art. 12 abs. 1 gg (berufsfreiheit) dar. sie ist jedoch vor dem hintergrund des be- amtenrechtlichen lebenszeitprinzips gerecht- fertigt, wonach der dienstherr ein berechtigtes interesse an einem angemessenen verhältnis zwischen lebensdienstzeit und ruhestandszeit hat. aus demselben grund liegt auch kein ver- stoß gegen die gleichbehandlungsrichtlinie (rl 2000/78/eg) vor. im falle des klägers musste der beklagte auch keine ausnahme von der altersgrenze zulassen. insbesondere kann sich der kläger nicht auf § 14 abs. 10 nr. 1 landesbeamtengesetz nrw (lbg nrw) berufen, weil diese norm dem dienstherrn allein im öffentlichen interesse ermöglicht, aus- nahmen vorzusehen, wenn er nämlich ein erheb- liches dienstliches interesse hat, den bewerber zu gewinnen oder zu behalten. ein subjektives recht des bewerbers enthält diese vorschrift nicht. schließlich bestand für den dienstherrn auch kein anlass für eine billigkeitsausnahme nach § 14 abs. 10 nr. 2 lbg nrw. durch die unvereinbar- keitserklärung hat das bundesverfassungsgericht dem beklagten land die möglichkeit eingeräumt, auch für altfälle eine neue, verfassungsgemäße gesetzliche regelung zu treffen. das in der aus- nahmevorschrift enthaltene ermessen hat das beklagte land in vertretbarer weise ausgeübt.“ (bverwg 2 c 11.15 – urteil vom 11. oktober 2016). in einem weiteren urteil des verwaltungsgerichtes hamburg vom 21.09.2017, az: 21 k 3084/14, heißt es: „der mit dieser festlegung verbundene eingriff in den leistungsgrundsatz des art. 33 abs. 2 gg ist durch das lebenszeitprinzip und das alimentationsprinzip, welche mit verfas- sungsrang ausgestattete, anerkannte grundsät- ze des berufsbeamtentums darstellen, nach den vorstehend aufgezeigten verfassungsrechtlichen vorgaben gerechtfertigt. denn es besteht die verpflichtung des dienstherrn, eine nachhaltige finanzierbarkeit des beamtenrechtlichen versor- gungssystems sicherzustellen. die einstellungs- höchstgrenze dient diesem zweck, indem sie – insbesondere vor dem hintergrund steigender lebenserwartung und ruhestandsgrenzen – ein ausgewogenes zeitliches verhältnis zwischen le- benszeit und ruhestandszeit und damit zwischen aktiver beschäftigungszeit und versorgungs- ansprüchen gewährleistet (bverfg, beschl. v. 21.4.2015). da die festlegung des werts zukünftiger versor- gungslasten naturgemäß mit vielen unwägbar- keiten verbunden ist, hat der gesetzgeber bei der einführung und ausgestaltung von einstellungs- höchstgrenzen für beamte einen weiten einschät- zungsspielraum (bverwg, urt. v. 23.2.2012, 2 c 76/10). die einführung einer altersgrenze von 45 jahren erscheint verhältnismäßig insbeson- dere in anbetracht des umstands, dass im ein- zelfall nicht absehbar ist, ob ein beamter bereits vor ablauf der regulären dienstzeit dienstunfähig wird oder aus anderen gründen vorzeitig in den ruhestand versetzt wird. zudem sind neben den versorgungsansprüchen auch beihilfeansprüche des beamten zu berücksichtigen, die auch bei geringen dienstzeiten lebenslang gezahlt wer- den (vgl. vg stuttgart, urt. v. 29.3.2017, 2 k 4254/15). im übrigen ist festzustellen, dass die vorliegende geltende einstellungshöchstgrenze noch deutlich über der in der höchstrichterlichen rechtsprechung als zulässig angesehenen grenze von 42 jahren liegt. etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der richtlinie 2000/78/eg sowie dem zu ihrer um- setzung ergangenen allgemeinen gleichbe- handlungsgesetz. die kammer schließt sich den ausführungen des bundesverwaltungsgerichts in seiner entscheidung vom 11.10.2016 an (bverwg, urt. v. 11.10.2016, 2 c 11.15), die auch für die hier zu beurteilende regelung gelten. die einstellungshöchstaltersgrenze stellt zwar eine benachteiligung wegen des alters dar. sie dient jedoch einem legitimen ziel, nämlich dem interesse des dienstherrn an einem ausgewoge- nen verhältnis von lebensdienstzeit und ruhe- standszeit der beamten, das auch unionsrechtlich anerkannt ist (vgl. art. 6 abs. 1 satz 2 buchst. c
richtlinie 2000/78/eg bzw. § 10 satz 3 nr. 3 agg; siehe auch eugh, urt. v. 13.11.2014, c-416/13). des weiteren steht auch nach der rechtspre- chung des gerichtshofs der europäischen union bei der beurteilung der angemessenheit und erforderlichkeit einer maßnahme den mitglied- staaten ein weiter wertungsspielraum zu (eugh, urt. v. 13.11.2014). die höchstaltersgrenze von 45 jahren für den zugang zum beamtenverhält- nis ist nach alledem auch nach den maßstäben des unionsrechts ein geeignetes und erforderli- ches mittel, um eine angemessene, die versor- gung rechtfertigende lebensdienstzeit sicherzu- stellen.“ tengesetzes vorgesehen, betreffen aber nur einen verschwindend kleinen teil. auch hier werden die grundsätze der höchstrichterlichen rechtspre- chung umgesetzt. steffen pabst eine „späte“ verbeamtung ist somit für den frei- staat sachsen teuer. ausnahmesachbestände sind im entwurf des neuen sächsischen beam- quellen: dbb, bundesverwaltungsgericht, verwaltungsgericht hamburg versorgungsausgleich in der vbl über jahrzehnte nicht rechtskonform: scheiden tut weh! von steffen pabst und rainer starke eine scheidung geht oft mit persönlichen anfein- dungen einher. für diejenigen, die dann auch noch einen teil von den in der gesetzlichen renten- versicherung (grv) und in der zusatzversorgung erworbenen ansprüchen an den partner abtreten müssen, setzt sich der kummer einer trennung auch im bereich der altersvorsorge fort. wenn dann auch noch zu viel abgezogen wird, ist das für den betroffenen doppelt schmerzlich. gerade dies ist aber bei den vor dem 01. oktober 2010 geschiedenen der fall. über jahrzehnte war der versorgungsausgleich in der vbl nicht rechtskon- form berechnet worden. dies stellte am 10. januar 2018 der bundesgerichtshof fest. sind beamte ebenfalls betroffen? lediglich in der vbl war der versorgungsaus- gleich nicht rechtskonform, also in der versor- gungsanstalt des bundes und der länder. diese versorgungseinrichtung für die beschäftigten des öffentlichen dienstes gewährt leistungen einer betrieblichen altersvorsorge. zweck dieser zusatz- versorgung ist eine angleichung der renten der beschäftigten an die pensionen der beamten. durch den bundesgerichtshof wurden weder der versorgungsausgleich aus der gesetzlichen ren- tenversicherung noch der aus den pensionen der beamten beanstandet. beamte sind also nicht be- troffen. das urteil des bundesgerichtshofes das urteil des bundesgerichtshofes (bgh, az.: iv zr 262/16) vom 10.januar 2018 weist aus, dass die kürzung der rente in der zusatzversorgung bei einem versorgungausgleich im rahmen ei- nes scheidungsverfahrens bis zum jahr 2010 viel zu hoch angesetzt wurde. geklagt hatte ein be- schäftigter aus nordrhein-westfalen, der 2004 ge- schieden wurde und seit dem 1. januar 2012 eine monatliche rente wegen voller erwerbsminderung bezieht. er reichte klage dagegen ein, dass ihm ein erheblich höherer betrag als versorgungsausgleich von seiner erwerbsminderungsrente abgezogen wurde als seine ehemalige ehefrau als versor- gungsausgleich erhalten hatte. zum scheidungstermin wurde nach damaligem recht sein während der ehezeit in der zusatz- versorgung erworbener rentenanspruch von 107,10 eur um die hälfte gekürzt. seine ge- schiedene ehefrau erhielt aber nach damaliger rechtslage nicht die hälfte dieser während der ehezeit erworbenen zusatzversorgung ausbezahlt. die 107,10 eur des ehemannes wurden auf der grundlage der barwert-verordnung in rentenan- wartschaften in der gesetzlichen rentenversiche- rung in höhe von 22,21 eur umgerechnet. das rührt daher, dass es in der zusatzversorgung nur eine statische rentenanpassung von jährlich 1 % gibt, während es in der gesetzlichen rentenversi- cherung (grv) eine dynamische anpassung gibt, die sich auf der grundlage von lohnsteigerungen, dem durchschnittsverdienst aller versicherten und einem demografiefaktor berechnet. die hälfte die- ses umgerechneten rentenanspruchs in höhe von 21,11 eur wurde dem rentenkonto der geschie- denen ehefrau zum zeitpunkt des durchgeführten versorgungsausgleiches in der grv zugeschlagen. damit erhielt die ehefrau durch den versorgungs- ausgleich für die hälfte der betriebsrente des ehemannes (53,55 eur) 11,11 eur in der grv. diese 11,11 eur nehmen somit an den in der re- gel jeweils zum 1. juli eines jahres durchgeführten rentenerhöhungen in der gesetzlichen rentenver- sicherung teil. seit dem 1. januar 2012 bezieht der geschiedene ehemann eine erwerbsminderungsrente. obwohl bei der geschiedenen ehefrau zum zeitpunkt der rechtskräftigen scheidung nur 11,11 eur als ver- sorgungsausgleich in die grv überführt wurde, wurde dieser betrag wieder in den rentenan- spruch bei der zusatzversorgung umgerechnet und somit dem geschiedenen ehemann 53,58 eur von seiner betriebsrente abgezogen. warum sind seit 2010 geschiedene nicht betroffen? bereits 2006 wurde die verfahrensweise des ver- sorgungsausgleichs bei der zusatzversorgung als verfassungswidrig eingestuft. seit dem 1. sep- tember 2009 wurde eine neuerung beim versor- gungsausgleich eingeführt: alle während der ehe erworbenen rentenansprüche werden jetzt hälftig geteilt. nach neuem recht erhält seit 2010 der ge- schiedene ehepartner eine eigene rente aus der zusatzversorgung, ohne dass eine umrechnung erfolgt. selbst wenn der geschiedene ehepartner vorher nie in der zusatzversorgung versichert war, hat er nun eigene rentenansprüche aus der vbl oder einer anderen zusatzversorgungskasse. was ist zu tun? gemäß urteil des bundesgerichthofes ist die un- gerechtigkeit beim versorgungsausgleich bei einer bis 2010 erfolgten scheidung zu korrigieren. jeder, der vor dem 1. oktober 2010 geschieden wurde, sollte prüfen, wie der versorgungsausgleich durch- geführt wurde. diese information ist den schei- dungsunterlagen zu entnehmen. bei einer neu- berechnung des versorgungsausgleichs wird aber auch die seit dem 1. september 2009 geltende verfahrensweise beim versorgungsausgleich eine rolle spielen. insbesondere wer noch während einer vor 2010 geschiedenen ehe ansprüche aus weiteren betriebsrenten aufgebaut hat, sollte sich vor der forderung nach rückzahlung des zu viel abgezogenen versorgungsausgleiches in der zu- satzversorgung juristischen rat einholen, um zu vermeiden, dass es bei einer neuberechnung des versorgungsausgleiches zu einer höheren kürzung der eigenen rentenansprüche kommt. weiterhin ist zu beachten, dass aufgrund von verjährungs- fristen der zu viel abgezogene betrag nur für die letzten drei jahre zurückgefordert werden kann. für alle, die zwischen 2002 und 2010 geschieden wurden und deren bis 2002 erworbenen ansprü- che in der vbl zum 1. januar 2002 in eine sog. startgutschrift umgerechnet wurden, sollten be- achten, dass bei der umstellung der vbl auf ein punktemodell – wie in der gesetzlichen renten- versicherung – in sehr vielen fällen die startgut- schriften zu niedrig angesetzt wurden. dies betrifft versicherte, die zum 1. januar 2002 das 55. le- bensjahr noch nicht vollendet hatten. im juni 2017 haben sich die tarifvertragspartner auf eine rechts- konforme berechnung der startgutschriften ver- ständigt. durch die versorgungsanstalt des bundes und der länder werden diese bei allen versicherten in der vbl, unabhängig davon, ob sie noch aktiv einzahlen oder bereits im rentenbezug sind, in der nächsten zeit korrigiert. auch dies kann bei einer neuberechnung des versorgungsausgleiches aus- wirkungen haben. 2-2018 13
urlaubsentgelt nach verringerung der teilzeitquote „keine urlaubsentgeltkürzung bei arbeitszeitreduzierung“ hinweise zu aktuellem bag-urteil mit folgen für teilzeitbeschäftigte im geltungsbereich des tv-l wer in den vergangenen monaten des jahres 2018 seine arbeitszeit herabgesetzt hat oder dies künf- tig plant und noch „alt-urlaub“ übrig hatte oder hat, kann von einem urteil des bundesarbeitsge- richts profitieren. die vergütung des „alt-urlaubs“ muss der höhe nach an der alten arbeitszeit be- messen werden. wer also zum beispiel von vollzeit auf eine 50 % stelle reduziert hat und noch 30 ur- laubstage aus der vollzeit in die teilzeit mitbringt, erhält für die 30 urlaubstage das volle entgelt und nicht 50 %. hintergrund der neunte senat des bundesarbeitsgerichts hat mit urteil vom 20. märz 2018 (bag urteil v. 20.3.2018 – 9 azr 486/17 –) festgestellt, dass § 26 abs. 1 satz 1 und § 21 satz 1 tv-l (entgelt- fortzahlung bei urlaub) wegen einer mittelbaren benachteiligung von teilzeitkräften nichtig sind, soweit das urlaubsentgelt eines arbeitnehmers oder einer arbeitnehmerin, der oder die nach ver- ringerung seiner/ihrer wöchentlichen regelarbeits- zeit den urlaub antritt, auch in denjenigen fällen nach dem entgeltausfallprinzip bemessen wird, in denen der urlaub aus der zeit vor der arbeitszeit- reduzierung stammt. bei beschäftigten, die ihre regelmäßige arbeitszeit reduzieren, muss sicher- gestellt sein, dass sie für „alt-urlaub“, den sie vor der arbeitszeitreduzierung erworben haben, mindestens das entgelt erhalten, das sie erhalten hätten, wenn sie den urlaub vor der arbeitszeitver- ringerung genommen hätten. die hiervon abwei- chende tarifvertragliche regelung (§ 26 abs.1 satz 1 tv-l und § 21 satz 1 tv-l) ist wegen der mit- telbaren benachteiligung von teilzeitkräften gem. § 4 abs. 1 tzbfg i.v.m. § 134 bgb unwirksam. die entscheidung ist auf die gleichlautenden rege- lungen im tvöd und im tv-h übertragbar. zum sachverhalt der folgende sachverhalt wurde stark verkürzt: die klägerin war bis zum 31. juli 2015 mit ei- ner teilzeitquote von 35/40 der arbeitszeit einer vollzeitkraft beim beklagten land beschäftigt. kraft arbeitsvertraglicher bezugnahme findet für das arbeitsverhältnis der tv-l anwendung. zum 1. august 2015 verringerte die klägerin ihre regel- mäßige wöchentliche arbeitszeit auf 20/40 einer vollzeitkraft unter beibehaltung der 5-tage-wo- che. von 10. august 2015 bis 22. februar 2016 er- teilte das beklagte land der klägerin an insgesamt 47 arbeitstagen urlaub. dieser urlaub stammte aus der zeit vor der reduzierung der arbeitszeit der klägerin auf 20/40 einer vollzeitkraft. das urlaub- sentgelt berechnete das beklagte land auf grund- lage der aktuellen teilzeitquote mit dem hälftigen bruttoentgelt einer vollzeitkraft. nach auffassung des beklagten landes ergebe sich die urlaubsent- gelthöhe aus dem in § 21 satz 1 tv-l tarifierten entgeltausfallprinzip. die klägerin verlangte hin- gegen, das urlaubsentgelt auf der grundlage ihrer vormaligen arbeitszeit im umfang von 35/40 der arbeitszeit einer vollzeitkraft zu berechnen, da der urlaubsanspruch von 47 tagen aus der zeit vor der arbeitszeitreduzierung (vom 1. august 2015 auf 20/40 einer vollzeitkraft) stammt. zum urteil das bundesarbeitsgericht gab der klägerin recht. wer die rechtsprechung des eughs zum urlaubs- recht aufmerksam verfolgt, sieht sich in der ent- scheidung des bag bestätigt. der eugh hat bereits in der so genannten „tirol-entscheidung“ (urteil vom 22.04.2010, rs. d-486/08) festgestellt, dass unionsrecht dahingehend auszulegen ist, dass die inanspruchnahme des jahresurlaubs zu einer spä- teren zeit als dem bezugszeitraum in keiner bezie- hung zu der in der späteren zeit vom arbeitnehmer erbrachten arbeitszeit steht. konsequent stellt nun das bag fest, dass der urlaubsentgeltanspruch ge- nauso behandelt werden muss und daher nicht die aktuelle arbeitszeit für die entgelthöhe während des urlaubs heranzuziehen ist, sondern das zu der zeit der entstehung des urlaubsanspruchs vorlie- gende arbeitszeitregime maßgeblich ist. dahinter steht der rechtsgedanke „einmal erworbener ur- laub bleibt unangetastet“. der tv-l diskriminiert insoweit teilzeitbeschäftigte, da dort allein der beschäftigungsumfang während des urlaubszeit- raums maßgeblich ist. das bag stellt fest, dass die- se tarifvertragliche regelung dem unionsrechtlichen diskriminierungsschutz von teilzeitbeschäftigten widerspricht und daher nicht angewendet werden kann und auch nicht mithilfe einer auslegung als unionsrechtskonform betrachtet werden kann. konsequenzen für die praxis: beschäftigte, die ihre arbeitszeit reduziert und noch nicht verbrauchte ur- laubstage haben, die aus der zeit vor der reduzie- rung der arbeitszeit stammen („alt-urlaub“), sollten darauf achten, dass diese urlaubstage entsprechend ihres damaligen beschäftigungsumfangs vergütet werden und nicht nach dem aktuellen beschäfti- gungsumfang. für bereits verbrauchten urlaub ist die sechsmonatige ausschlussfrist gem. § 37 abs. 1 tv-l zu beachten. fristauslösendes ereignis ist die auszahlung des zu geringen urlaubsentgelts. wer seine urlaubsentgeltberechnung für fehler- haft hält, sollte einen entsprechenden antrag bei seinem arbeitgeber stellen. hiernach steht den mitgliedern des philologenverbandes sachsen die möglichkeit offen, gewerkschaftlichen rechts- schutz über die dbb dienstleistungszentren in an- spruch zu nehmen. dbb, 18. 07. 2018 warum überlastungsanzeigen wichtig sind! manchmal wird die arbeit einfach zu viel – un- besetzte stellen, personalmangel und weitere faktoren kommen zusammen. du bist überlastet, machst fehler und gefährdest nicht nur dich, son- dern eventuell sogar andere. eventuell kann es auch zu finanziellen einbußen beim arbeitgeber kommen. da das arbeits- und sogar strafrechtliche konsequenzen haben sowie zu schadensersatzan- sprüchen führen kann, hilft und schützt eine über- lastungs-/gefährdungsanzeige gegenüber deinem arbeitgeber. neben dem schutz vor eventuellen rechtlichen konsequenzen haben überlastungs-/gefährdungs- anzeigen den effekt, dem arbeitgeber aufzuzei- gen, dass gefahren für leib oder sogar leben von beschäftigten und bürgern oder kunden be- stehen können oder finanzielle ausfälle drohen. überlastungen können z. b. aus mangelhaften arbeitsbedingungen, unterbesetzung oder orga- nisatorischen mängeln entstehen. dadurch ist die ordnungsgemäße erfüllung der arbeit gefährdet. als folge der anzeige muss der arbeitgeber dann in einer angemessenen reaktionszeit für abhilfe sorgen. der arbeitgeber muss froh sein, wenn die beschäf- tigten auf eventuelle missstände hinweisen. oft hat er nur so die möglichkeit, rechtzeitig gegen- maßnahmen einzuleiten und ausreichend für den schutz und die sicherheit des personals zu sorgen. pflicht zur überlastungsanzeige es besteht sogar eine pflicht aus dem arbeitsver- hältnis und dem arbeitsschutzgesetz, den arbeit- geber vor dem eintritt eventueller schäden zu war- nen und ihn davor zu bewahren. die überlastungs- anzeige ist deshalb auch unverzüglich abzugeben, also direkt nachdem eine gefährdung durch die/ den beschäftigte/-n festgestellt wurde. eine an- ordnung, keine überlastungsanzeigen zu fertigen oder gar die androhung oder der ausspruch von abmahnungen ist in jedem fall rechtswidrig. in diesen fällen sollte sofort der personalrat einge- schaltet werden. inhalt der anzeige es gibt einige punkte, die in jedem fall in der über- lastungsanzeige enthalten sein sollten: name und arbeitsbereich der/des beschäftigten, datum, beschreibung der situation, mindestbeset- zung bzw. notwendige besetzung und tatsächliche besetzung, überlastungsmerkmale und persönli- che folgen sowie folgen oder gefährdungen für andere inklusive dadurch nicht erledigter aufga- ben, bereits erfolgter mündlicher hinweis an den vorgesetzten/arbeitgeber mit der bitte um abhilfe, unterschrift der/des beschäftigten oder aller anwe- senden beschäftigten. (dbb) auf unserer homepage unter www.phv-sachsen.de finden sie ein entsprechendes musterformular. zwischen dem lhpr und dem smk wurde eine dienstvereinbarung zum umgang mit überlas- tungsanzeigen geschlossen. 14 2-2018
sachsen kapituliert vor dem lehrermangel: niveau gymnasialer bildung in gefahr nun also doch! nachdem das kultusministerium anfang märz nach bekanntwerden von stunden- kürzungsplänen dies noch heftig dementierte hatte und über die veröffentlichung in der freien presse sehr ungehalten war, nutzten die verantwortlichen die letzte schulwoche nun dazu, um die drastischs- te stundenkürzung aller zeiten anzukündigen. am gymnasium soll es demnach je eine stunde weniger unterricht in mathematik sowie technik/ computer (kl. 5), in der 2. fremdsprache (je kl. 6 und 8), in biologie (kl. 7), in sport (kl. 7) und in musik (kl. 8) geben. noch im april verwiesen thomas langer und jens rieth im gespräch mit staatsminister piwarz auf die dringende notwendigkeit, sich vor einer kür- zung gemeinsam über das anforderungsprofil eines sächsischen gymnasiasten zu verständigen. denn erst, wenn sich alle beteiligten einig sind, über welche fähigkeiten und fertigkeiten ein schüler nach dem abschluss der klasse 12 verfü- gen muss, können in einem nächsten schritt die lehrpläne und stundentafeln gemeinsam überprüft werden. die vertreter des philologenverbandes hatten das gefühl, dass das die verantwortlichen im kultusministerium ebenso sehen. nun haben aber offensichtlich weder unsere mahnungen noch die erbitterten proteste des sächsischen sportleh- rerverbandes, des französischlehrerverbandes, der musiklehrer und der breiten öffentlichkeit eine wirkung gezeigt. die stärkung der politischen bildung und der infor- matik – in der tat wichtige themen für die zukunft unseres landes –werden als hauptgrund für die reduzierung angeführt. und ohnehin hätten die sächsischen schülerinnen und schüler die meisten schulstunden in ganz deutschland. zudem gäbe es mit der neuen stundentafel mehr freiräume an den schulen. bei jeder anpassung einer stundentafel muss jedoch zunächst der blick auf die lehrplan- inhalte geworfen werden. hier besteht tatsächlich handlungsbedarf, nicht zuletzt durch die gravieren- den veränderungen im kontext der digitalisierung. der hauptgrund für die kürzungen aber ist der lehrermangel in sachsen. schlimm, dass es schon soweit gekommen ist, dass an der bildung der kin- der und jugendlichen gespart werden muss, weil über jahre versäumt wurde, genügend lehrer aus- zubilden und einzustellen. dabei drängen die bewerberinnen und bewerber an die gymnasien. doch dort werden sogar solche ab- gewiesen, die dringend gebraucht werden. „schul- artübergreifende gerechtigkeit“ lautet das unwort dafür. bisweilen liegt es aber auch am weiterhin bewerberunfreundlichen einstellungsverfahren. nun droht ein weiterer niveauverlust gymnasialer bildung in sachsen, nachdem bereits im herbst 2016 quasi über nacht die einbringungspflicht in der oberstufe geändert und das abitur vereinfacht wurde. die auswirkungen auf die motivation der abiturientinnen und abiturienten können viele unserer kolleginnen und kollegen seitdem spüren. aber nicht nur den schülerinnen und schülern am gymnasium droht ein bildungsabbau: die kürzung von deutschstunden (!) in der 4. klasse mutet an wie ein schlechter scherz. und die reduzierung des englischunterrichts in der 6. klasse gefährdet die durchlässigkeit zwischen den schularten. ebenso kritisch sehen wir die möglichkeit, dass schulen eigenverantwortlich in zwei fächern pro jahrgangsstufe je eine weitere unterrichtsstunde einsparen können, wenn in zwei anderen fächern je eine stunde hinzugefügt wird. dies mag durch- aus zur vertiefung spezifischer schulprofile genutzt werden, kommt jedoch nichts anderem als einer legitimation von unterrichtsausfall in mangelfä- chern gleich. und obendrein wird ein schulwechsel innerhalb sachsens zu großen problemen führen, wenn künftig kein einheitlicher stundenumfang pro fach mehr gewährleistet ist. wir fordern das sächsische staatsministerium für kultus auf: nehmen sie keine vorschnellen stun- denkürzungen vor! lassen sie uns zunächst über lehrplaninhalte reden! verhindern sie den drohen- den niveauverlust an den sächsischen gymnasien! stundentafel am gymnasium (gültig ab 01.08.2019) klassenstufe deutsch englisch 2. fremdsprache mathematik biologie chemie physik geschichte g / r/w geographie sport religion/ethik kunst musik technik / computer informatik profilunterricht summe veränderung der wochenstundenzahl wahlpflichtbereich 3. fremdsprache (anstelle des profilunterrichts) angebote zur individ. förderung selbstorganisiertes lernen / komplexe leistung 5 5 5 – 5 j 4 2 – – 1 2 3 2 2 2 2 j 1 – – 6 4 4 4 j 3 4 2 – 2 2 2 3 2 1 1 1 – – 7 4 4 4 4 2 1 1 2 2 8 4 3 4 j 3 4 1 2 2 2 0 j 1 0 j 1 2 3 j 2 2 1 1 – 1 – 1 2 2 1 2 j 1 – 1 3 j 2 31 j 29 32 j 31 33 j 32 34 j 32 -2 5 -1 6 -1 7 -2 8 3 5 9 4 3 3 4 2 2 2 2 2 1 2 2 1 1 – 1 2 34 – 9 3 2 10 4 3 3 4 2 2 2 2 2 2 2 2 1 1 – 1 2 35 – 10 3 kürzung erweiterung der neu eingerichtete wahlpflichtbereich ermög- licht es den gymnasien, flexible angebote zur individuellen förderung und zur schulspezifischen schwerpunktsetzung in den stundenplan auf- zunehmen. mindestens eine wochenstunde aus diesem bereich soll dabei direkt einem unterrichts- fach zugeordnet werden. die schulen können pro klassenstufe in bis zu zwei unterrichtsfächern des pflichtbereiches je eine wo- chenstunde zu gunsten je eines anderen unter- richtsfaches verlagern. voraussetzung ist, dass die gesamtwochenstundenzahl pro klassenstufe im pflichtbereich unverändert bleibt und jedes unter- richtsfach muss mindestens einstündig unterrichtet werden. diese öffnungsklausel gilt nicht für die fächer ethik und religion. quelle: smk 2-2018 15
lehrerarbeit im wandel: studie bestätigt vielfältige aufgaben von gymnasiallehrern von rainer starke, reingard seibt, steffi kreuzfeld, regina stoll, steffen pabst die vielfältigen tätigkeiten der lehrerinnen und lehrer an gymnasien (m1) sind der öf- fentlichkeit häufig nicht bewusst. „die auf- gaben beschränken sich nicht nur auf das kerngeschäft, den unterricht. dies lässt sich als ein erstes ergebnis der auswertung der studie zur arbeitszeit, belastung und ge- sundheit bereits zum jetzigen zeitpunkt fest- halten“, so prof. dr. susanne lin-klitzing, bundesvorsitzende des deutschen philolo- genverbandes. ziel der studie sei es auch, die weit reichenden aufgaben der gymnasien in den blick zu rücken. denn heute nehmen einerseits verwaltungsaufga- ben einen breiten raum ein und andererseits ist das gymnasium – zumindest im ländlichen raum – ein bedeutender kulturträger. die abbildung m2 zeigt eine übersicht über diese aufgaben, die un- terschiedlich intensiv bzw. zeitaufwändig je nach funktion der lehrkraft (m3) wahrzunehmen sind. deshalb werden in der laiw-studie arbeitszeit und belastung differenziert nach den funktionen (m3) erhoben. im zentrum der arbeit einer jeden gym- nasiallehrkraft, abgesehen von der schulleiterin bzw. dem schulleiter, steht natürlich der unterricht. kernaufgabe der gymnasiallehrkräfte gymnasiallehrkräfte führen als fachlich, didaktisch und pädagogisch kompetente experten die schü- lerinnen und schüler des gymnasiums in einem geschlossenen bildungsgang auf direktem weg zur allgemeinen hochschulreife und damit zur hoch- schule bzw. zu einer adäquaten ausbildung. abitu- rientinnen und abiturienten sollen nicht nur in der lage sein, ein wissenschaftliches studium zu absol- vieren, sondern sie sollen durch ihre gymnasiale bil- dung auch vorbildhaft für unsere demokratischen grundwerte einstehen. dies kann nur durch vertief- te kenntnisse im mathematisch-naturwissenschaft- lichen bereich, im religiös-ethisch-philosophischen bereich, im historisch-politischen bereich, in kunst, musik und sport, in der literatur des eigenen lan- des und mindestens zweier fremdsprachen erreicht werden. gymnasiallehrkräfte müssen somit in der lage sein, lehrpläne so auszulegen und metho- disch-didaktisch aufzubereiten, dass ihre schülerin- nen und schüler diese grundkenntnisse als funda- ment für ihr späteres leben zur verfügung haben. ohne frühzeitige begabtenförderung und förde- rung von spitzenleistungen ist die ausbildung von leistungsträgern für wissenschaft, wirtschaft und gesellschaft nicht möglich. das gymnasium schafft damit die nötigen lebensgrundlagen einer moder- nen leistungsgesellschaft. gymnasiale bildung ist nicht nur die vermittlung eines festen fundaments aus vertiefter allgemeinbildung, sondern auch die vermittlung von lernkompetenzen für ein lebens- langes lernen, der fähigkeit zur selbstreflexion des eigenen lernprozesses sowie die ausbildung sozi- 16 2-2018 aler kompetenzen. damit werden absolventinnen und absolventen des gymnasiums zu einer verant- wortungsvollen teilhabe in führenden positionen unserer gesellschaft befähigt. das ist eine wichtige voraussetzung für die sicherung und weiterent- wicklung des wirtschafts-, wissens- und kultur- standortes deutschland. „aus dieser aufgabe wird die besondere verant- wortung der lehrkräfte an den gymnasien in unse- rer gesellschaft sichtbar“, so susanne lin-klitzing, „sie setzt motivierte lehrkräfte voraus, lehrkräf- te, die den belastungen, die mit dieser aufgabe einhergehen, gewachsen sind.“ die schwieriger gewordene nachwuchsgewinnung zwinge zudem dazu, die gesundheitsprophylaxe und prävention zu verstärken, sodass die lehrkräfte mit freude bis zum gesetzlich vorgesehenen ruhestand ihrer lehrtätigkeit nachgehen können. dazu sollen vor- schläge der lehrkräfte, die sie in der laiw-studie des deutschen philologenverbandes gemacht ha- ben, weitere aufschlüsse geben. ausbildung der gymnasiallehrkräfte die hohen und vielgestaltigen anforderungen an die gymnasiallehrkräfte erfordern nach einem min- destens 9- oder 10-semestrigen studium zweier fächer an einer universität einen master of educa- tion oder ein 1. staatsexamen, das wie das staats- examen in medizin, veterinärmedizin oder rechts- wissenschaft oder dem master in den natur- und ingenieurwissenschaften zur promotion berechtigt. mit dem ersten staatsexamen bzw. dem master of education wird die wissenschaftliche erstausbil- dung abgeschlossen. nach einer referendarzeit von bis zu 2 jahren kommt ein 2. staatsexamen hinzu, in dem die gymnasiallehrkraft ihre praxis- tauglichkeit beweist, wie das z. b. auch bei den juristen der fall ist. der hohe stellenwert, der der lehrerausbildung zuzumessen ist, wird in der laiw-studie dadurch sichtbar, dass eine reihe von lehrkräften als zu- satzaufgabe „tätigkeit als mentor“ geltend ma- chen, also die betreuung von lehramtsstudentin- nen und lehramtsstudenten bei ihrem praktikum am gymnasium sowie die fachliche und pädago- gische betreuung von studienreferendarinnen und studienreferendaren während ihrer zweiten aus- bildungsphase. fort- und weiterbildung zur qualitätssicherung eine reihe der lehrerinnen und lehrer, die sich an der laiw-studie des deutschen philologenverban- des beteiligt haben, gaben als zusätzliche tätigkeit „kurse zur fort- und weiterbildung“ an. dies ver- wundert nicht, denn gymnasiallehrkräfte müssen als fachexperten und als experten für wissensver- mittlung sowohl in ihren fächern als auch in den dazugehörigen didaktiken, der pädagogik und psy- chologie auf dem neuesten stand der wissenschaft sein. aufgrund des wissenschaftspro- pädeutischen an- satzes sind insbe- sondere die gymnasiallehrkräfte in der oberstufe im besonderen maße zur fachlichen fort- und wei- terbildung verpflichtet. sie müssen erkenntnisse der modernen forschung und lehre methodisch-di- daktisch und fachlich aufbereiten und in geeigneter weise in den fachunterricht am gymnasium einflie- ßen lassen. diese wissenschaftliche weiterbildung muss zusätzlich zum unterrichtsbetrieb geleistet werden. besondere belastungen in den letzten jahren sind für die lehrkräfte durch häufige novellierungen besondere belastungen hinzugekommen: das betrifft z. b. die rück-um- stellung auf g 9, den zunehmenden ganztagsbe- trieb, den zunehmenden einsatz digitaler medien im unterrichtsprozess, die ausweitung der förder- diagnostik und des individuellen förderbedarfs, die stärkere kognitive und soziale heterogenität der schülerschaft, den verstärkten beratungsbedarf für schülerinnen und schüler sowie deren eltern, die inklusive beschulung und die integration von kindern mit migrationshintergrund. hinzu kommt, dass das gymnasium mit die höchs- ten klassenstärken besitzt. in der gymnasialen oberstufe sind klassen- bzw. kursstärken von 25 und mehr schülerinnen und schülern keine selten- heit, oft sogar die regel, was sich wiederum auf die korrekturarbeit auswirkt. es bleibt die aus- wertung der studie abzuwarten, ob und inwieweit diese sachverhalte tatsächlich von den gymnasial- lehrkräften als normale berufliche belastung oder als überbelastung empfunden werden. unterstützung bei wettbewerben die lehrkräfte an den gymnasien unterstützen in breitem maße ihre schülerinnen und schüler bei der teilnahme an wettbewerben. dies erstaunt nicht, weist die kultusministerkonferenz doch 32 förderungswürdige schüler- und jugendwett- bewerbe (m4) aus. nahezu jedem unterrichtsfach lässt sich mindestens ein wettbewerb zuordnen. „diese sollen (laut kultusministerkonferenz) die schülerinnen und schüler bei der entfaltung und weiterentwicklung ihrer individuellen begabungen und interessen sowie ihrer lern- und leistungsbe- reitschaft unterstützen und es besteht zudem die möglichkeit, dass im rahmen von wettbewerben erbrachte leistungen im kontext der schulischen bildungsarbeit anerkannt und bewertet werden“. die kultusministerinnen und kultusminister der länder begrüßen die besondere förderung der schülerinnen und schüler durch die wettbewerbe. die laiw-studie weist in der rückmeldung der teilnehmerinnen und teilnehmer aus, dass diese zusatzaufgabe angenommen wird.
zunehmende nutzung außerschulischer lernorte einen großen raum nehmen an den gymnasien zunehmend kooperationen mit universitäten (auch mit musik- und kunsthochschulen), mit trägern regionaler bildungsangebote der kom- munen und länder (z. b. schülerrechenzentren und laborschulen) und mit unternehmen und betrieben in der region ein. diese kooperatio- nen tragen dazu bei, die kinder und jugendli- chen zielgerichtet auf ein studium vorzubereiten und sie zu zukünftig selbstständig und verant- wortungsbewusst handelnden personen zu er- ziehen. die nutzung außerschulischer lernorte wie auch die vor- und nachbereitung bzw. durch- führung von klassen- und studienfahrten erfor- dern einen sehr hohen zeitaufwand. die rückmel- dungen von teilnehmerinnen und teilnehmern an der laiw-studie belegen, dass sich ein großer teil der lehrkräfte diesen aufgaben stellt. kulturträger auf dem land die gymnasien sind ein nicht zu unterschätzender kulturträger - zumindest in den ländlichen regio- nen, die in deutschland immer noch den größten flächenanteil umfassen. in dem hoch verdichteten bundesland baden-württemberg sind das 66 pro- zent der fläche bei einem bevölkerungsanteil von immerhin 30 prozent. in nahezu allen gymnasi- en existieren arbeitsgemeinschaften im bereich musik und darstellendes spiel, finden regelmäßig konzerte des schulchores, des orchesters, der big-band sowie theateraufführungen statt. die betreuung dieser arbeitsgemeinschaften und die aufführungen sind, wie die laiw-studie ausweist, eine nicht unbeträchtliche zusatzaufgabe der lehrkräfte mit den fächern musik, deutsch und darstellendes spiel. m1 auszug aus dem katalog von zusatzaufgaben in baden-württemberg (laiw-studie, die tätigkeiten pro spalte sind jeweils einer lehrkraft zuzuordnen) schulkonferenz, schulentwicklungsaufgaben arbeitskreis pädagogischer konsens planung und umsetzung von veranstaltungen (offene tür, alumni, lokalpolitik, exkursionen, medien etc.) ausbilderin deutsch, tutorin, dozentin an der universität, arbeitskreis schulentwicklung leitung der schulentwicklungsgruppe und schulkonferenz, betreuung von referendaren arbeitsgemeinschaft implementierung „eigenverantwortliches lernen“, organisation des skitags, studienfahrten mediator, sicherheitsbeauftragter herausgabe der jahresschrift, portfolio, referendarbetreuung vertretungsplan, leiter der schulentwicklungsgruppe öffentlichkeitsarbeit, soziales profil, jubiläums-festschrift, koordination schüleraustausch arbeitskreis „lernen lernen“, krisenteam, koordinator schulsanitätsdienst präventionslehrkraft, mitglied der schulkonferenz, betreuung von referendaren vertretungsplanung, erstellung von prüfungsplänen, fachbeauftragte mathematik fachbetreuer, sammlungsleiter, personalrat, schulsanitätsdienst mitglied im team des vertretungsplans, des stundenplans und der schulkonferenz vorsitz schulentwicklungsteam, betreuung der homepage, referendarbetreuung (mentor) oberstufenberaterin, fachbeauftragte für mathematik, tage der offenen tür schulentwicklungsgruppe, schulumbau-gruppe, hausaufgabenbetreuungsangebot (ganztagsschule) informationsveranstaltungen zur sprachenwahl für schüler und eltern; betreuung von referendaren betreuung des fair trade-teams der schule referendarbetreuung (mentor) schulsanitätsdienst, klassenlehrer klasse 6, projektarbeit erasmus+ betreuung eines schülerlabors festkomitee zum 50-jährigen bestehen der schule organisation des hausaufgaben-betreuungsprogramms, leiter des schulchores mentorin für referendare, mitarbeit im schulentwicklungsteam und im krisenteam beauftragte für chancengleichheit der schülerinnen und schüler organisation der projektwochen und projekttage, exkursionen, betreuung von praktikanten und referendaren, leitung einer arbeitsgemeinschaft lernmittelverwaltung, referendarbetreuung (mentor) beratungslehrer organisation individueller schüleraustausch, organisation städtischer schüleraustausch organisation der methoden- und sozialkompetenztage, vorsitz fachschaft deutsch, lrs-beauftragte für die lese-rechtschreibschwäche (lrs) steuergruppe; arbeitsgruppen; erstellung schulcurriculum; erstellung der aufgaben für das latinum sammlungsleiter, klassenlehrer, schulorganisation klassen 8 pressearbeit, homepage, fotoarchiv, medienentwicklungsplan, organisationsteam tag der offenen tür arbeitsgemeinschaft „lehrergesundheit“, mentor für referendare, studienfahrten, schüleraustausche delf-korrespondentin (diplôme d’etudes en langue francaise), zuständig für französische sprachprüfungen mitglied der schulkonferenz organisation von sporttagen schulwegeplanung, referendarbetreuung, leitung der fachschaft sport leiter des arbeitskreises „schule-wirtschaft-hochschule rp freiburg“, stundenplan organisation der methodentage beauftragter berufsorientierung homepage, zusammenarbeit mit der stadt in einer steuerungsgruppe verbindungslehrerin, arbeitskreis „feedback“ wettbewerbsbeauftragter, beauftragter für die weiterentwicklung der corporate identity 2-2018 17
m2 aufgaben der lehrkräfte an gymnasien nach aufgabenbereichen (aufgaben sind z. t. mehreren bereichen zuzuordnen) aufgaben in der verwaltung aufgaben in den fachwissenschaften aufgaben in der pädagogik ✔ schulentwicklung ✔ schulinterne lehrerfortbildung ✔ pädagogische beratung ✔ psychologische beratung ✔ stufenbetreuer ✔ mediation ✔ personalführung ✔ kontakt mit schulforum ✔ kooperation mit externen partnern ✔ schulentwicklung ✔ haushalt ✔ personalführung ✔ referendarexamen ✔ klasseneinteilung ✔ unterrichtsübersicht ✔ stundenplan ✔ vertretungsplan ✔ schülerbeförderung ✔ organisation ganztagsbetrieb ✔ interne evaluation ✔ qualitätskontrolle ✔ systembetreuer ✔ lehr- und lernmittelbüchereien ✔ aufnahmeverfahren ✔ klassen- und fächerübergreifende prüfungen ✔ kontakt mit schulforum ✔ schüleraustausch ✔ kooperation mit externen partnern ✔ jahresbericht ✔ öffentlichkeitsarbeit ✔ schulentwicklung ✔ lehrerfortbildung ✔ schulinterne lehrerfortbildung ✔ personalführung ✔ interne evaluation ✔ qualitätskontrolle ✔ respizienz ✔ coaching ✔ mitwirkung bei der referendarausbildung (u.a. schriftliche hausarbeit) ✔ gutachten für referendare ✔ betreuung von schulpraktika ✔ fachsitzungen ✔ lehrmittelbibliothek ✔ jahrgangsstufentests mit vorbereitung, durchführung und auswertung ✔ zentrale tests ✔ aufnahmeverfahren ✔ schülergutachten ✔ lernmittelgutachten ✔ kontakt mit schulforum, mit schülern und eltern ✔ schüleraustausch m3 funktionswahrnehmung der gymnasiallehrkräfte gymnasium personal- und führungsstruktur (zusammenstellung von tätigkeiten – schwerpunkt ’middle management’) direktor/in stv. direktor/in gymnasiallehrkräfte mit besonderen funktionen im bereich der verwaltung gymnasiallehrkräfte mit besonderen funktionen im bereich der fachwissenschaften gymnasiallehrkräfte mit besonderen funktionen im bereich der pädagogik gymnasiallehrkraft mit mehrjähriger berufserfahrung und nachgewiesener leistung gymnasiallehrkraft nach 1. und 2. staatsexamen bzw. bachelor- und masterstudiengang und anschließendem referendariat 18 2-2018
m4 förderungswürdige schüler- und jugendwettbewerbe (kultusministerkonferenz) wettbewerbe im sprachlich-literarisch- künstlerischen aufgabenfeld 1. sprachen 1.1. bundeswettbewerb fremdsprachen 1.2. bundesolympiade für russische sprache, kultur und landeskunde 2. schreiben/theater/film 2.1. vorlesewettbewerb des börsenvereins des deutschen buchhandels 2.2. treffen junger autoren 2.3. schülerzeitungswettbewerb der länder 2.4. schultheater der länder 2.5. theatertreffen der jugend 2.6. internationales filmfestival hannover „up and coming“ 3. musik 3.1. bundeswettbewerb jugend musiziert 3.2. bundeswettbewerb jugend komponiert 3.3. jugend jazzt 3.4. treffen junge musikszene wettbewerbe im gesellschaftswissen- schaftlichen aufgabenfeld 1. geschichtswettbewerb des bundespräsidenten 2. schülerwettbewerb zur politischen bildung 3. wettbewerb förderprogramm „demokratisch handeln“ jugend debattiert 4. 5. europäischer wettbewerb 6. schulwettbewerb des bundespräsidenten zur entwicklungspolitik jugend gründet junior 7. 8. wettbewerbe im aufgabenfeld der mint-fächer (mathematik, informatik, naturwissenschaften, technik) 1. bundeswettbewerb mathematik 2. mathematik-olympiaden in deutschland auswahlwettbewerb zur internationalen 3. mathematik-olympiade liebe jungphilologen, nach unserem amtsantritt im februar freuen wir uns, euch zum juphi-tag ans carl-bach-gymnasium nach stollberg einladen zu dürfen. wir wollen uns am samstag, dem 15.09.2018, ab 10 uhr folgenden themen widmen: digitalisierung und verbeamtung als gast dürfen wir u. a. georg hoffmann, den bundesvorsitzenden der jungen philologen, begrü- ßen. wir freuen uns auf einen regen austausch und ein kennenlernen. eure maria niemz und jessica radloff, vorsitzende der jungphilologen in sachsen anmeldung bitte bis zum 31.08.2018 an junge@philologen.com bitte die schule/den schulort mit angeben, um evtl. fahrgemeinschaften bilden zu können. ort: carl-von-bach-gymnasium, parkstraße 8, 09366 stollberg/erzg. erreichbar via citybahn 11 von chemnitz aus oder über die a72. information zur verwendung ihrer gespeicherten daten seit dem 25.05.2018 gilt die neue datenschutz-grundverordnung (ds-gvo). von der darin enthal- tenen erhöhung der datenschutzrechtlichen anforderungen in bezug auf personenbezogene daten ist auch der elektronische versand unserer informationsschreiben und presseerklärungen betroffen. rechtlich erforderlich ist die zustimmung der betroffenen personen für die verwendung ihrer perso- nenbezogenen daten. zum erhalt unserer e-mails haben wir ihren namen und ihre e-mail-adresse gespeichert. für die ge- staltung unserer e-mail-verteiler nutzen wir kein automatisiertes kontaktformular, sondern verwalten ihre daten manuell. wir verwenden ihre adresse nur zur elektronischen versendung der informationen im rahmen unseres vereinszwecks und unserer gesellschaftlichen aufgabe sowie zur dokumentation ihrer zustimmung. eine anderweitige datenverarbeitung oder weitergabe an dritte erfolgt nicht. wenn sie unsere informationen weiterhin erhalten möchten, müssen sie nichts veranlassen. wenn sie unsere informationen nicht mehr erhalten möchten, haben sie jederzeit die möglichkeit des widerrufs. bitte senden sie uns in diesem fall eine e-mail mit dem betreff „informationen abbestel- len“ an info@phv-sachsen.de. ihre daten werden dann umgehend aus unserer verteilerliste gelöscht. 4. bundesweite informatikwettbewerbe 5. 6. 7. 8. bundesweiter physik-wettbewerb für die sekundarstufe i auswahlwettbewerb zur internationalen physik-olympiade auswahlwettbewerb zur internationalen chemie-olympiade auswahlwettbewerb zur internationalen bio- logie-olympiade 9. jugend forscht 10. auswahlwettbewerb zur internationalen junior science olympiade 11. european union science olympiade 12. bundesumweltwettbewerb wettbewerbe im bereich schulsport 1. bundesjugendspiele 2. bundeswettbewerb der schulen „jugend trainiert für olympia“ 2/2018 impressum herausgeber: thomas langer, landesvorsitzender philologenverband sachsen e.v. redaktion: steffen pabst, carmen säurig pvs-geschäftsstelle: carmen säurig königsbrücker landstraße 79, 01109 dresden tel.: 0351 8025247, fax: 0351 8025241 internet: www.phv-sachsen.de bezugsbedingungen: die zeitschrift erscheint vierteljährlich. für mitglieder des pvs ist der bezugspreis im mitgliedsbeitrag enthalten. der abonnementpreis für nichtmitglieder beträgt jährlich 7,16 euro; einzelpreis 1,79 euro zzgl. postgebühren hinweis: für den inhalt verantwortlich: herausgeber mit dem namen der verfasser gekenn- zeichnete beiträge geben nicht unbedingt die meinung der redaktion wieder. der herausgeber behält sich redaktionelle kürzungen vor. satz und druck: lößnitz druck gmbh, radebeul titelbild: thomas langer der geschäftsführende vorstand redaktionsschluss für 3/2018: 06.11.2018 2-2018 19
beitrittserklärung hiermit erkläre ich meinen eintritt in den philologenverband sachsen e.v. zum name, vorname: privatanschrift: telefon: geburtstag: fachkombination: schule anschrift: e-mail: amtsbezeichnung: telefon: fax: e-mail: bankverbindung ich bin einverstanden, dass meine persönlichen daten elektronisch gespeichert und automatisch verarbeitet werden. der pvs ver- pflichtet sich, diese angaben entsprechend den bestimmungen des datenschutzes nur für die verbandsarbeit zu nutzen. wenn mein konto die erforderliche deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden kreditinstitutes / postgiroamt keine verpflichtung zur einlösung. teilnahme am lastschriftverfahren hiermit ermächtige ich den philologenverband sachsen e.v. widerruflich, meinen mitgliedsbeitrag von folgendem konto einzuziehen: kontoinhaber: iban: ort, datum kreditinstitut: unterschrift des verfügungsberechtigten unsere leistungen für unsere mitglieder:  ﬁnanzielle und rechtliche absicherung bei arbeitskämpfen  privathaftpﬂichtversicherung für alle im haushalt lebenden  berufshaftpﬂichtversicherung  berufsrechtsschutz (beratung und verfahrensschutz)  schlüsselversicherung  verbandszeitschrift „prophil“  lehrerkalender  aktuelle informationen und formulare im internet  weiterbildungen  personalratsschulungen ihr beitrag: 9,20 euro pro monat bei einstufung in e 13

References: art. 33
 art. 33
 art. 12
 § 14
 § 14
 art. 33
 art. 6
 § 10
 § 26
 § 21
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 § 4
 § 134
 § 21
 eugh 
 § 37