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Timestamp: 2019-08-17 18:24:16+00:00

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BGH, 29.06.2005 - VIII ZR 182/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1898
BGH, 29.06.2005 - VIII ZR 182/04 (https://dejure.org/2005,1898)
BGH, Entscheidung vom 29.06.2005 - VIII ZR 182/04 (https://dejure.org/2005,1898)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04 (https://dejure.org/2005,1898)
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Anspruch eines Mieters auf Rückzahlung von geleisteter Miete; Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Mieterhöhungsvereinbarung
Mieterhöhung kann auch konkludent erfolgen, §§ 133, 157, 557, 558 BGB
Mieterhöhungsvereinbarung durch konkludente Annahme (Zahlung) eines Erhöhungsverlangens
Mieterhöhungsvereinbarung und Rückzahlungsanspruch evtl. überzahlter Miete
Mieterhöhung durch konludentes Handeln?
Mietrecht - Höhere Miete kommentarlos gezahlt - Mieterhöhungsvereinbarung
Zulässigkeit von Mieterhöhungsvereinbarungen
Mieterhöhung durch Änderung des Dauerauftrages konkludent vereinbart? (IMR 2006, 1020)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.06.2005, Az.: VIII ZR 182/04 (konkludente Zustimmung zur Mieterhöhung)" von RiLG Prof. Dr. Siegbert Lammel, original erschienen in: WuM 2005, 702 - 703.
Der vorliegende Fall ist mit jener Konstellation schon deshalb nicht vergleichbar, weil es dort um eine im Anwendungsbereich des § 557 Abs. 1 BGB angesiedelte einvernehmliche Mieterhöhung nach § 558a Abs. 1, § 558b Abs. 1 BGB und damit um eine vertragliche Änderung der Miethöhe gegangen ist (vgl. Senatsurteile vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04, WuM 2005, 518 unter II;… vom 10. November 2010 - VIII ZR 300/09, NJW 2011, 295 Rn. 14; BayObLGZ 1989, 277, 281;… Staudinger/Weitemeyer, aaO, § 557 Rn. 31 mwN;… Staudinger/Emmerich, aaO, § 558a Rn. 3, § 558b Rn. 3 mwN), die ohne Weiteres im Anwendungsbereich des § 313 BGB liegen kann.
Für Mieterhöhungsvereinbarungen (Angebot nach §§ 558, 558a BGB und Annahme nach § 558b Abs. 1 BGB) gelten die allgemeinen Regeln über Willenserklärungen und Verträge, so dass sie auch konkludent getroffen werden können (vgl. Senatsurteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04, WuM 2005, 518 unter II mwN).
Der Mieter kann sie daher sowohl ausdrücklich als auch konkludent erteilen (vgl. Senatsurteile vom 8. Oktober 1997 - VIII ZR 373/96, NJW 1998, 445 unter II 1 c aa [zu § 10 Abs. 1 MHG]; vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04, aaO;… vom 18. Juli 2007 - VIII ZR 285/06, NJW 2007, 3122 Rn. 10).
Denn jedenfalls eine mehrmalige vorbehaltlose Zahlung des erhöhten Mietzinses kann als schlüssig erklärte Zustimmung des Mieters gewertet werden (…vgl. Senatsurteile vom 8. Oktober 1997 - VIII ZR 373/96, aaO; vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04, aaO).
Schon deshalb kann in der Zahlung der erhöhten Miete seitens der Mieter eine stillschweigende Zustimmung zu der Mieterhöhung nicht gesehen werden (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 182/04, zur Veröffentlichung bestimmt).
Insoweit liegt der Fall anders als in dem dem Senatsurteil vom 29. Juni 2005 (VIII ZR 182/04, zur Veröffentlichung bestimmt) zugrundeliegenden Sachverhalt.
Das ist schon deshalb unzureichend, weil die Feststellung einer konkludenten Vereinbarung in erster Linie eine revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbare Frage der tatrichterlichen Auslegung ist (vgl. BGH, WuM 2005, 518).
Die Annahme der Beschwerdeführer, Zahlungen seien bloße Realakte und könnten daher keine konkludente Vereinbarung begründen, ist in dieser Allgemeinheit falsch (vgl. BGH, WuM 2005, 518, 519) und vermag daher ebenfalls nicht zu begründen, warum sich dem Landgericht die Notwendigkeit der Revisionszulassung aufdrängen musste.
Wer vertragliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzt, ist darlegungs- und beweispflichtig dafür, dass der Schaden auch bei pflichtgemäßem Verhalten eingetreten wäre, der Geschädigte also den Hinweis unbeachtet gelassen und auch bei wahrheitsgemäßen Tatsachenangaben den Vertrag so wie geschehen geschlossen hätte ( BGH NJW 2001, 2021 [BGH 06.04.2001 - V ZR 402/99]; WuM 2005, 702, 704 [BGH 29.06.2005 - VIII ZR 182/04]; Urt. des BGH vom 20.07.2007 - V ZR 227/06 - ).
Entgegen der Auffassung der Beklagten ist durch die Zahlung des - unwirksam vereinbarten - Erhöhungsbetrages auch kein konkludentes Vertragsverhältnis zustande gekommen (vgl. zum konkludenten Abschluss BGH WuM 2014, 546; WuM 2005, 518;… ablehnend allein bei Zahlung der erhöhten Miete durch den Mieter Staudinger/Emmerich, Neubearbeitung 2014, § 559 BGB, Rn. 44).
AG Berlin-Schöneberg, 02.09.2009 - 6 C 280/09
Mietrecht: Konkludente Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung; Anspruch des …
Für Mieterhöhungsvereinbarungen gelten die allgemeinen Regeln über Willenserklärungen und Verträge, so dass sie auch konkludent getroffen werden können (BGH NJW 1998, 445 unter II. 1. c) cc); BGH GE 2005, 983, 984).
LG Berlin, 13.11.2007 - 63 S 154/07
Mieterhöhung bei der Wohnraummiete: Konkludente Zustimmung zum …
4 Zwar ist die Zustimmung zu einem Mieterhöhungsverlangen grundsätzlich formfrei möglich und kann regelmäßig auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen, indem der Mieter den geforderten höheren Mietzins zahlt (BGH, Urteil vom 29. Juni 2006 - VIII ZR 182/04 = GE 2005, 983).

References: BGH 
 § 557
 § 558
 § 558
 § 557
 § 558
 § 558
 § 313
 § 558
 § 10
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 559
 BGH