Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81360000041.htm
Timestamp: 2018-11-17 09:36:47+00:00

Document:
1.36.041 Unteres Leintal mit Nebentälern
Verordnung des Landratsamtes Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Unteres Leintal mit Nebentälern" vom 9. Juli 1981 (Amtsbl. des Ostalbkreises vom 04.09.1981).
Auf Grund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG-) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Aalen, der Gemeinden Abtsgmünd und Schechingen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Unteres Leintal mit Nebentälern".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 1 044 ha.
Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 11. Februar 1980 auf dem Gebiet der Stadt Aalen, der Gemeinde Abtsgmünd und der Gemeinde Schechingen folgende Talbereiche: Das geplante Landschaftsschutzgebiet schließt neben dem Leintal zwischen Laubach und Abtsgmünd auch Teile der Täler des Sulzbaches, Spatzenbaches, Leinroder Baches, Weiherbaches, Stapfelbaches, Haldenbaches und Laubaches mit ein. Die Grenze verläuft im wesentlichen entlang der oberen Hangkante (Schwarzjura-Stufe). Ausgeklammert sind die Ortslagen von Laubach, Leinroden und Rodamsdörfle.
(3) Das Landschaftsschutzgebiet ist in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und flächig grün angelegt und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert. Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ostalbkreis verwahrt und kann dort während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
Das untere Leintal besitzt auf Grund der Vielgestaltigkeit der Nutzungen, des Landschaftsbildes und der Topographie einen besonderen ökologischen Wert. Die Hanglagen mit einem hohen Grünlandanteil und Waldgebieten stellen einen reichen Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt dar, ebenso die Talauen mit den weitgehend naturgemäß abgebildeten Gewässern. Die Vielfalt des Landschaftsbildes trägt dazu bei, daß das Gebiet auch als Erholungsraum für die Allgemeinheit und als gesamtökologischer Regenerationsraum von erheblicher Bedeutung ist. Den hohen Wert des Talraumes gilt es langfristig vor Beeinträchtigungen zu bewahren und den ökologischen Wert zu sichern.
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden. Die Befreiung bedarf bei Handlungen im Sinne von § 5 Abs. 2 Ziff. 1, Ziff. 3, Ziff. 4, Ziff. 6, Ziff. 7, Ziff. 8, Ziff. 12, Ziff. 14 und Ziff. 15 der Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde.
1. entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können,
IV/41 - 364.42

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 63
 § 5
 § 22
 § 4