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Timestamp: 2017-04-26 17:48:11+00:00

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Schweizerische Nationalbibliothek NB -Amtssprachen und Landessprachen der Schweiz
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Amtssprachen und Landessprachen der Schweiz
Frage:Wann wurde der Verfassungsartikel über die Amtssprachen der Schweiz eingeführt? Wurden Deutsch, Französisch und Italienisch schon vor 1938 als Amtssprachen eingeführt? Wenn ja, wann?
Antwort von SwissInfoDesk:Französisch, Deutsch und Italienisch gelten seit der Helvetische Republik (1798-1803) de facto als gleichberechtigte Amtssprachen (in dieser Zeit Nationalsprachen genannt); ihre Gleichstellung wurde in der Verfassung von 1848 festgeschrieben (Art. 109 Bundesverfassung 1848, Art. 116 Bundesverfassung 1874; Art. 70 Bundesverfassung 1999). 1938 wurde in den Verfassungstext die Unterscheidung aufgenommen zwischen Nationalsprachen (später: Landessprachen) einerseits und Amtssprachen andererseits.
Verbreitung der vier Landessprachen in der Schweiz im Jahr 2000. Quelle: Wikimedia, Marco Zanoli.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 12. September 1848 (externer Link, neues Fenster)
Art. 109. Die drei Hauptsprachen der Schweiz, die deutsche, französische und italienische, sind Nationalsprachen des Bundes.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (externer Link, neues Fenster)
Art. 107. Die Mitglieder des Bundesgerichts und die Ersatzmänner werden von der Bundesversammlung gewählt. Bei der Wahl derselben soll darauf Bedacht genommen werden, daß alle drei Nationalsprachen des Bundes vertreten seien.Das Gesetz bestimmt die Organisation des Bundesgerichtes und seiner Abteilungen, die Zahl der Mitglieder und Ersatzmänner, deren Amtsdauer und Besoldung.Art. 116. Die drei Hauptsprachen der Schweiz, die deutsche, französische und italienische, sind Nationalsprachen des Bundes.Durch Volksabstimmung vom 28. Februar 1938 über die Revision der Art. 107 und 116 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 wurde das Rätoromanische als Nationalsprache anerkannt. Gleichzeitig wurden neu (in Art. 116) das Deutsche, Französische und Italienische als die drei "Amtssprachen" erklärt und in Art. 107 das Wort "Nationalsprachen" durch "Amtssprachen" ersetzt. Somit musste das Rätoromanische am Bundesgericht weiterhin nicht vertreten sein:Art. 107. Die Mitglieder des Bundesgerichts und die Ersatzmänner werden von der Bundesversammlung gewählt. Bei der Wahl derselben soll darauf Bedacht genommen werden, dass alle drei Amtssprachen des Bundes vertreten seien.Das Gesetz bestimmt die Organisation des Bundesgerichtes und seiner Abteilungen, die Zahl der Mitglieder und Ersatzmänner, deren Amtsdauer und Besoldung.Art. 116. Das Deutsche, Französische, Italienische und Rätoromanische sind die Nationalsprachen der Schweiz.Als Amtssprachen des Bundes werden das Deutsche, Französische und Italienische erklärt."Durch Volksabstimmung vom 10. März 1996 über die Revision des Sprachenartikels (Art. 116) der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 wurde der Begriff "Nationalsprache" im Deutschen durch "Landessprachen" ersetzt und das Rätoromanische im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache zur Amtssprache des Bundes erklärt.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (Stand am 20. April 1999) (externer Link, neues Fenster)
Art. 107. Alinea 1 Die Mitglieder des Bundesgerichtes und die Ersatzmänner werden von der Bundesversammlung gewählt. Bei der Wahl derselben soll darauf Bedacht genommen werden, dass alle drei Amtssprachen des Bundes vertreten seien.Art. 116Alinea 1 Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sind die Landessprachen der Schweiz.Alinea 4 Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprachedes Bundes. Das Gesetz regelt die Einzelheiten.Diese Bestimmungen wurden in die aktuelle Verfassung vom 18. April 1999 übernommen.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (Stand am 3. März 2013) (externer Link, neues Fenster)
Art. 4 LandessprachenDie Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.Art. 70 SprachenAlinea 1 Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.
Die Chronologie zum Bundesbeschluss über die Revision des Sprachenartikels (Art. 116 BV 1874) (AS 1996 1492). (externer Link, neues Fenster)
Inkrafttreten am 29.4.1938, Amtliche Sammlung 54, Seiten 197-198
Botschaft des Bundesrats 91.019 vom 4.3.1991, Bundesblatt 1991, II, Seite 309 (externer Link, neues Fenster)
Beschluss des Parlaments vom 6.10.1995, Bundesblatt 1995, IV, Seite 448 (externer Link, neues Fenster)
Abgestimmt am 10.3.1996, Bundesblatt 1996, II, Seite 1056 (externer Link, neues Fenster)
Artikel über die Landsprachen finden Sie im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS).
Historisches Lexikon der Schweiz HLS (externer Link, neues Fenster)
HLS: Mehrsprachigkeit (externer Link, neues Fenster)
HLS: Deutsch (externer Link, neues Fenster)
HLS: Französisch (externer Link, neues Fenster)
HLS: Italienisch (externer Link, neues Fenster)
HLS: Rätoromanisch (externer Link, neues Fenster)
Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2013Ende Inhaltsbereich
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References: Art. 116
 Art. 70

Art. 109

Art. 107
 Art. 107
 Art. 116
 Art. 107

Art. 107

Art. 4