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Timestamp: 2016-10-26 00:27:31+00:00

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2C_253/2015 � � Urteil vom 9. September 2015
A.a.�A.________ (geb. 1972) stammt aus dem Kosovo. Er reiste am 27. September 2002 zu seiner in der Schweiz niedergelassenen Gattin ein, die ebenfalls kosovarische B�rgerin ist. Aus der Ehe gingen zwei Kinder (geb. 2003 und 2006) hervor. Die Kinder verf�gen wie die Ehefrau �ber eine Niederlassungsbewilligung.
A.b.�Mit Entscheid vom 5. Oktober 2007 sprach das Migrationsamt des Kantons Thurgau gegen�ber A.________ eine Verwarnung aus. Es stellte darin unter anderem fest, dass das Bezirksamt Frauenfeld ihn am 15. Mai 2007 wegen ANAG-Widerhandlungen geb�sst habe und dass er beim Betreibungsamt U.________ mit 47 betreibungsrechtlichen Vorg�ngen �ber Fr. 89'096.60 und sieben offenen Verlustscheinen in der H�he von Fr. 7'876.-- verzeichnet sei. Mit einer weiteren Verwarnung am 21. Oktober 2011 drohte das Migrationsamt A.________ erneut die Wegweisung aus der Schweiz an. Zur Begr�ndung f�hrte es im Wesentlichen aus, im Rahmen der h�ngigen Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung habe es festgestellt, dass sowohl die Summe der Betreibungen als auch die Gesamtsumme der Verlustscheine stark angestiegen seien (35 offene Verlustscheine in der H�he von Fr. 102'051.15; per 19. August 2011). Mit Strafbefehl vom 5. Juni 2013 erkannte die Staatsanwaltschaft Frauenfeld A.________ des mehrfachen Betrugs f�r schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagess�tzen sowie einer Busse von Fr. 1'200.--. Die Taten waren zwischen dem 15. September 2009 und dem 26. April 2010 begangen worden.
�Mit Verf�gung vom 12. M�rz 2014 lehnte das Migrationsamt des Kantons Thurgau das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Den hiergegen erhobenen Rekurs beim Departement f�r Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau wies dieses ab. Eine dagegen beim Verwaltungsgericht gef�hrte Beschwerde blieb erfolglos (Urteil vom 4. Februar 2015).
�Mit Eingabe vom 23. M�rz 2015 beantragt A.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau sei aufzuheben. Die Streitsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz bzw. an das Migrationsamt des Kantons Thurgau zur�ckzuweisen mit der Anweisung, die Aufenthaltsbewilligung von A.________ zu verl�ngern. Der Beschwerdef�hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
�Mit Verf�gung vom 24. M�rz 2015 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�Das Migrationsamt, das Departement f�r Justiz und Sicherheit und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie das Staatssekretariat f�r Migration beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer h�lt in einer weiteren Eingabe an seinen Antr�gen fest.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf eine bestehende Ehe mit seiner niederlassungsberechtigten Ehefrau sowie die Beziehung zu seinen Kindern. Er macht in vertretbarer Weise einen Bewilligungsanspruch nach Art. 43 AuG und Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geltend. Auf die form- und fristgerecht erhobene Eingabe, die sich gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid richtet, ist einzutreten (vgl. Art. 100 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung von Bundesrecht mit Einschluss des Verfassungs- und V�lkerrechts (Art. 95 lit. a und b BGG) frei. Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Angesichts von Art. 42 Abs. 2 BGG entbindet dies die Parteien indessen nicht davon, M�ngel zu r�gen, die nicht offensichtlich sind (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 140 III 86 E. 2 S. 88; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (vgl. BGE 140 III 16 S. 17 f.; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 136 I 184 E. 1.2 S. 187 mit Hinweisen).
1.3.�Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden, soweit sie sich nicht als offensichtlich unrichtig erweisen oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur als unzutreffend ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, welche rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen ist (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 f.; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.4.�Die R�gen m�ssen in der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein; der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus. Soweit der Beschwerdef�hrer auf seine Ausf�hrungen vor den Vorinstanzen verweist, ohne die R�gen in der Beschwerde selbst zu formulieren, kann darauf praxisgem�ss nicht eingetreten werden (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f. mit Hinweisen; Urteile 2C_671/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 1.3; 2C_963/2012 vom 1. April 2013 E. 1.3; 2C_1004/2011 vom 23. August 2012 E. 2.1 f.).
2.1.�Der ausl�ndische Ehegatte einer Person mit Niederlassungsbewilligung hat nach Art. 43 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn er mit dieser zusammenwohnt. Dabei liegt eine (relevante) Ehegemeinschaft nur dann vor, wenn die eheliche Beziehung tats�chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Der Anspruch nach Art. 43 AuG erlischt allerdings (Art. 51 Abs. 2 AuG), wenn er rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht wird, namentlich um Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausf�hrungsbestimmungen �ber die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (lit. a) oder wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen (lit. b). Art. 62 lit. c AuG sieht vor, dass die zust�ndige Beh�rde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen kann, wenn die ausl�ndische Person erheblich oder wiederholt gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gef�hrdet oder die innere oder die �ussere Sicherheit gef�hrdet. Art. 80 Abs. 1 VZAE (SR 142.201) konkretisiert diese Bestimmung und legt in einer nicht abschliessenden Aufz�hlung Handlungen fest, die einen Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen. Dies ist unter anderem der Fall bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und beh�rdlichen Verf�gungen (lit. a) und bei mutwilliger Nichterf�llung der �ffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (lit. b). Doch selbst bei Vorliegen solcher Handlungen erl�schen die Anspr�che nach Art. 43 AuG nicht automatisch, sondern nur dann, wenn der Widerruf aufgrund einer Interessenabw�gung verh�ltnism�ssig erscheint. Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 96 AuG; BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.). Insofern erlischt nach Art. 51 Abs. 2 AuG der Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 43 AuG) erst, wenn der Widerruf gem�ss Art. 62 AuG verh�ltnism�ssig ist.
2.2.�Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte und im vorliegenden Fall betroffene Familienleben dann zul�ssig, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind die Schwere eines allenfalls begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen. Zudem sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen, wie etwa die Geburt und das Alter allf�lliger Kinder. Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen w�rden, m�ssten sie dem Betroffenen in dessen Heimat folgen (zum Ganzen BGE 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20 f., 139 I 31 E. 2.3.3 S. 34 ff.; 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist auch die Qualit�t der sozialen, kulturellen und famili�ren Beziehungen zum Gast- bzw. zum Heimatland (siehe zum Ganzen auch Urteil des EGMR�
Boultif gegen Schweiz�vom 2. August 2001 [Nr. 54273/00]). Insofern stimmen die Kriterien nach dem AuG mit denjenigen nach Art. 8 Abs. 2 EMRK �berein (vgl. Urteil 2C_117/2012 vom 11. Juni 2012 E. 4.5.1 i.f.).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, bei ihm liege kein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 AuG vor. Seine Schulden h�tten stetig abgenommen und er bem�he sich um R�ckzahlung derselben.
�Das Migrationsamt st�tzte die erste Verwarnung auf einen Betreibungsregisterauszug vom 11. Juni 2007. In diesem waren f�r den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 11. Juni 2007 47 Betreibungen im Umfang von Fr. 89'096.60 verzeichnet; im Zeitraum vom 1. Januar 1996 bis zum 11. Juni 2007 sieben offene Verlustscheine �ber Fr. 7'876.--. F�r die zweite Verwarnung st�tzte sich das Migrationsamt auf einen Betreibungsregisterauszug vom 19. August 2011. Daraus ging hervor, dass sich die Summe der Betreibungen vom 1. Januar 2009 bis zum 19. August 2011 auf Fr. 94'827.83 erh�ht hatte. Zudem bestanden aus der Zeit vom 1. Januar 1996 bis 19. August 2011 35 offene Verlustscheine in der H�he von Fr. 102'051.15. Dem Beschwerdef�hrer wurde wie bereits anl�sslich der ersten Verwarnung mitgeteilt, ein weiterer Schuldenanstieg k�nnte nicht mehr hingenommen werde. Er wurde aufgefordert, seine Schulden abzubauen. Im Zeitpunkt der Verf�gung des Migrationsamts betreffend Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vom 12. M�rz 2014 waren gem�ss dem Betreibungsregisterauszug vom 11. M�rz 2014 vom 1. Januar 2011 bis zum 11. M�rz 2014 32 Betreibungen �ber Fr. 99'913.73 verzeichnet sowie, im Zeitraum vom 1. Januar 1996 bis 11. M�rz 2014, 45 offene Verlustscheine in der H�he von Fr. 84'855.91. Das Verwaltungsgericht brachte zwar in Erfahrung, gem�ss einem Betreibungsregisterauszug vom 27. August 2014 seien in der Zeitspanne vom 1. Januar 2013 bis zum 27. August 2014 34 Betreibungen �ber nur noch Fr. 75'373.65 sowie 46 Verlustscheine in der H�he von Fr. 84'970.31 zu verzeichnen gewesen. Es stellte jedoch gleichermassen fest, dass im Vergleich zum vorg�ngig (durch seine Vorinstanz) eingeholten Betreibungsregisterauszug zahlreiche neue Schulden und Schuldner hinzugekommen waren.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt sinngem�ss vor, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien unhaltbar. Er verweist auf eine mit "7. Mai, ge�ndert am 3. November 2014" datierte Tabelle, in der er f�r den Zeitraum vom 18. April 2014 bis zum 27. August 2014 34 Betreibungen im Umfang von Fr. 75'373.65 anerkennt. Er geht seinerseits davon aus, die "tats�chlichen Verpflichtungen" w�rden sich auf rund Fr. 85'000.-- belaufen. Gest�tzt auf einen Lohnauszug vom 15. M�rz 2015 bringt er vor, er bezahle jeden Monat die freie Quote seines Lohnes an das Betreibungsamt U.________ zur�ck. Dem Beschwerdef�hrer ist gest�tzt auf die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zugute zu halten, dass er seine Verlustscheine von 2011 bis 2014 im Umfang von rund Fr. 17'000.-- tilgen und damit im Rahmen seines Einkommens signifikant reduzieren konnte. Dem Vorwurf der Vorinstanz indessen, es seien in erheblichem Mass neue Schulden hinzugekommen, vermag der Beschwerdef�hrer nichts Substanzielles entgegenzuhalten. Er bestreitet dies seinerseits nicht und anerkennt die Betreibungen in der H�he des Beitreibungsregisterauszugs vom 27. August 2014. Soweit das Vorbringen zur Lohnpf�ndung �berhaupt ber�cksichtigt werden k�nnte (vgl. Art. 99 BGG), ist dies, ebenso wie die erw�hnte Tilgung der Verlustscheine, dem Beschwerdef�hrer zugute zu halten. Indessen beinhalten die anerkannten offenen Betreibungen bereits Pf�ndungen und �ffentlich-rechtliche Forderungen, die mehr ausmachen, als durch die Verlustscheine insgesamt getilgt werden konnte. Die Feststellungen des Verwaltungsgerichts, wonach die Schulden insgesamt weiter angestiegen sind, k�nnen nicht als offensichtlich unrichtig gelten (vgl. hiervor E. 1.3). Entgegen der Vorbringen stellt die vom Beschwerdef�hrer anerkannte Schuldensumme sodann bereits eine erhebliche Verschuldung dar. Auch unter der konkret drohenden Wegweisung hat das Migrationsamt in nachvollziehbarer Weise keine Anhaltspunkte erkennen k�nnen, dass sich die finanzielle Situation des Beschwerdef�hrers insgesamt erheblich verbessern k�nnte und dieser seinen Verpflichtungen hinreichend nachk�me. Eine vom Beschwerdef�hrer nicht n�her umschriebene Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r infolge mangelhafter Begr�ndung der vorinstanzlichen Erw�gungen ist nicht ersichtlich (Art. 29 Abs. 2 BV). Angesichts der zahlreichen �ffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Schulden durfte die Vorinstanz davon ausgehen, es liege eine mutwillige oder zumindest leichtfertige Nichterf�llung der finanziellen Verpflichtungen im Sinne von Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE vor. Der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. c AuG ist erf�llt (vgl. Urteile 2C_725/2014 vom 23. Januar 2015 E. 5.5; 2C_17/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 2.3.1 und 2.3.2).
3.3.�Der Beschwerdef�hrer stellt sich subsidi�r auf den Standpunkt, seine Wegweisung sei angesichts der langen Anwesenheit, seiner stabilen beruflichen Situation und der famili�ren Verh�ltnisse unverh�ltnism�ssig. Er r�gt, er habe f�r sich und seine Familie nie F�rsorgegelder bezogen; hingegen m�ssten bei seiner Wegweisung sowohl seine Ehefrau als auch die Kinder mit Sozialhilfe unterst�tzt werden. Er beantragt, es sei ein aktuelles Arbeitszeugnis �ber seine berufliche Situation einzuholen. Eine R�ckkehr in den Kosovo sei f�r die Familie unzumutbar.
3.3.1.�Dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers, wonach die Familie bei seiner Wegweisung von der F�rsorge abh�ngig w�rde, ist entgegenzuhalten, dass es dem Beschwerdef�hrer angesichts der Schuldensituation bereits zuvor faktisch nicht m�glich war, seine Familie finanziell zu unterst�tzen. Den vorinstanzlichen Erw�gungen steht das vom Beschwerdef�hrer herangezogene Urteil des EGMR�
Hasanbasic gegen die Schweiz�vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] nicht entgegen: Auch beim dortigen Beschwerdef�hrer mit einer erheblichen gesundheitlichen Beeintr�chtigung wird festgehalten, dass eine signifikante Verschuldung einen Eingriff in das gesch�tzte Familienleben gegebenenfalls zu rechtfertigen vermag (Urteil�
Hasanbasic gegen die Schweiz, a.a.O., mit zahlreichen Hinweisen). Bereits das Verwaltungsgericht hatte sodann die berufliche Situation und zuletzt ein Zwischenzeugnis vom 18. September 2014 ber�cksichtigt, das dem Beschwerdef�hrer sehr positive Arbeitsleistungen und eine hohe Eigeninitiative attestiert. Gest�tzt auf die seit dem 27. Juni 2010 stabilen beruflichen Verh�ltnisse hat es die Vorinstanz indessen in zul�ssiger Weise umso mehr als vorwerfbar erachtet, dass sich seine Schulden auch nach den Verwarnungen weiter anh�uften. Vor dem Hintergrund, dass stabile berufliche Verh�ltnisse in der Vergangenheit nicht dazu f�hrten, dass der Beschwerdef�hrer seine Schulden reduzierte, kann von einer Einholung eines weiteren Zwischenzeugnisses abgesehen werden.
3.3.2.�Die beiden Verwarnungen von 2007 und 2011 wurden in Anbetracht der finanziellen Verh�ltnisse beim Beschwerdef�hrer ausgesprochen. Durch diese Verf�gungen wurde ihm aber auch angedroht, dass jeder andere Verstoss gegen die �ffentliche Ordnung zur Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung f�hren k�nnte. Knapp zwei Jahre nach der zweiten Verwarnung verurteilte die Staatsanwaltschaft Frauenfeld den Beschwerdef�hrer am 5. Juni 2013 wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 30 Tagess�tzen und einer Busse von Fr. 1'200.--. Es ist zwar zutreffend, dass die Tathandlungen, die zur strafrechtlichen Verurteilung f�hrten, noch vor der zweiten Verwarnung erfolgten. Gleichwohl durfte die Vorinstanz die entsprechenden Handlungen als gewichtiges Indiz nehmen, den Beschwerdef�hrer k�nne eine Ermahnung, nicht weiter gegen die �ffentliche Ordnung zu verstossen, nicht ernstlich beeindrucken. Soweit der Beschwerdef�hrer das Urteil des EGMR�
Udeh gegen die Schweiz�vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09]) heranzieht und damit aufzeigen m�chte, dass die strafrechtliche Verurteilung nicht ins Gewicht falle, verkennt er die Tragweite des Urteils hinsichtlich seiner prozessrechtlichen Konstellation (vgl. hierzu BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.). Die Vorinstanz durfte die Delinquenz als weiteres �ffentliches Interesse an der Beendigung des Aufenthalts anf�hren.
3.3.3.�Der Beschwerdef�hrer bringt schliesslich vor, eine Ausreise in den Kosovo sei der Familie nicht zuzumuten. Seine Gattin lebe seit nunmehr 16 Jahren in der Schweiz und die beiden Kinder seien hier aufgewachsen.
�Zweifelsohne sind die intakten famili�ren Beziehungen zu den in der���Schweiz niedergelassenen Familienmitgliedern als erhebliches privates Interesse des Beschwerdef�hrers an einem weiteren Verbleib zu gewichten (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 336; 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146 mit Hinweis; Urteile 2C_935/2014 vom 11. Mai 2015 E. 3.2.3; 2C_743/2014 vom 13. Februar 2015 E. 3.3; 2C_1119/2012 vom 4. Juli 2013 E. 6.1). Die Gattin stammt indessen ebenso wie der Beschwerdef�hrer aus dem Kosovo. Sie hat die H�lfte ihres bisherigen Lebens dort verbracht und ist nach wie vor mit den lokalen Verh�ltnissen in der gemeinsamen Heimat vertraut. Die (zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils) gut elf- bzw. neunj�hrigen Kinder sind in der Schweiz eingeschult und ein St�ck weit verwurzelt. Sie sind jedoch durch die Eltern mit der kosovarischen Kultur vertraut (vgl. Urteile 2C_867/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.4; 2C_995/2013 vom 24. April 2014 E. 3.2; 2C_764/2013 vom 15. April 2014 E. 3.5). Der Gattin und den Kindern steht es selbstverst�ndlich offen, in der Schweiz zu verbleiben und den Kontakt zum Beschwerdef�hrer durch Kommunikationsmittel oder durch Besuche aufrecht zu erhalten (vgl. Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.4.3). Da die Eltern - und die Kinder zumindest in den Grundz�gen - an die Gegebenheiten im Herkunftsland gewohnt sind und zudem nicht unter allen Umst�nden eine Trennung der Familie erfolgt, ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Situation des Beschwerdef�hrers mit derjenigen im Urteil�
M.P.E.V. gegen die Schweiz�im Rahmen eines Asylverfahrens identisch sein soll (Urteil des EGMR�
M.P.E.V. gegen die Schweiz�vom 8. Juli 2014 [Nr. 3910/13] � 57). Spezifische Gr�nde, die eine R�ckkehr des Beschwerdef�hrers selbst erschweren w�rden, werden nicht geltend gemacht. Er ist erst mit 30 Jahren in die Schweiz eingereist und mit den sozio-kulturellen Gegebenheiten im Kosovo nach wie vor bestens vertraut. Vor diesem Hintergrund ist ihm eine R�ckkehr in die Heimat zumutbar. Dass die Wirtschaftslage in seinem Herkunftsland schwieriger ist als in der Schweiz, vermag daran praxisgem�ss nichts zu �ndern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_935/2014 vom 11. Mai 2015 E. 3.2.4; 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3).
4.1.�Nach dem Gesagten verm�gen die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz das �ffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung nicht aufzuwiegen. Das Verwaltungsgericht hat die auf dem Spiel stehenden Interessen im Rahmen von Art. 62 lit. c AuG bzw. Art. 8 EMRK sowie Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE in korrekter Weise gegeneinander abgewogen. Die Beschwerde ist abzuweisen.
4.2.�Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig. Er ersucht indessen um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung. Da sich die Beschwerde nicht zum vornherein aussichtslos war und der Beschwerdef�hrer bed�rftig ist, kann die beantragte unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden (Art. 64 Abs. 1 BGG).
2.2.�Dem Beschwerdef�hrer wird Rechtsanwalt Robert P. Gehring, als Rechtsbeistand beigegeben. Diesem wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

References: Art. 83
 Art. 43
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 100
 Art. 42
 Art. 86
 Art. 42
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 62
 Art. 62
 Art. 80
 Art. 43
 Art. 96
 BGE 
 Art. 51
 Art. 62
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 62
 Art. 99
 Art. 80
 Art. 62
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 62
 Art. 8
 Art. 80