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Timestamp: 2019-10-22 00:21:51+00:00

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BGH, 20.12.1988 - IX ZR 50/88 - dejure.org
https://dejure.org/1988,224
BGH, 20.12.1988 - IX ZR 50/88 (https://dejure.org/1988,224)
BGH, Entscheidung vom 20.12.1988 - IX ZR 50/88 (https://dejure.org/1988,224)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 1988 - IX ZR 50/88 (https://dejure.org/1988,224)
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Konkursmasse - Zessionar - Abtretung - Gegenseitiger Vertrag - Masseschuld - Anspruch des Vertragspartners - Anspruch gegen den Vertragspartner
Anspruch der Masse auf den Erlös aus vom Konkursverwalter erfüllten Verträgen trotz Vorausabtretung
KO § 15 S. 1, § 17, § 59 Abs. 1 Nr. 2
BGHZ 106, 236
NJW 1989, 1282
ZIP 1989, 171
MDR 1989, 446
BB 1989, 374
DB 1989, 521
Der Zweck des Erfüllungswahlrechts ist es, die Masse zu schützen und im Interesse einer gleichmäßigen Gläubigerbefriedigung zu mehren (…Uhlenbruck/Wegener, InsO, 13. Aufl., § 103 Rn. 1 ff; zu § 17 KO vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1988 - IX ZR 50/88, BGHZ 106, 236, 244).
§ 15 KO soll den Bestand der Masse, auch die vom Konkursverwalter nach Konkurseröffnung erlangten Rechte, vor dem Zugriff Dritter schützen, damit die Masse ungeschmälert zur Befriedigung der Konkursgläubiger zur Verfügung steht (BGHZ 106, 236, 243).
Deshalb bleibt ein vor Eröffnung des Konkursverfahrens abgetretener Erfüllungsanspruch erloschen; an dem durch die Wahlerklärung neu entstehenden Anspruch kann ein Zessionar gemäß § 15 Satz 1 KO gegenüber den Konkursgläubigern Rechte nicht wirksam erwerben (BGHZ 106, 236, 243).
Der Erfüllungsanspruch ist erloschen (BGHZ 106, 236, 242; Senatsurt. v. 29. Januar 1987 - IX ZR 205/85, ZIP 1987, 304, 305).
Allein die Willenserklärung des Konkursverwalters, den Vertrag zu erfüllen oder - was dem gleichsteht - Erfüllung zu verlangen, läßt den untergegangenen Anspruch gegen den Vertragspartner wieder erstehen (BGHZ 106, 236, 242 f).
Der Zweck dieser Regelung würde in sein Gegenteil verkehrt, wenn die mit Mitteln der Masse erbrachte Vertragserfüllung ihr nicht den geschuldeten Gegenwert zuführen, sondern statt dessen dem Vertragsgegner die Möglichkeit eröffnen würde, sich für eine bloße Konkursforderung vorweg zu befriedigen (vgl. BGHZ 106, 236, 244).
Die Interessenlage entspricht hier im Grundsatz derjenigen bei Wiedererstehen der durch die Konkurseröffnung erloschenen, vorher zur Sicherung abgetretenen Forderung (vgl. BGHZ 106, 236).
Dementsprechend sei bei gesetzlicher Fortführung bestimmter Dauerschuldverhältnisse durch den Insolvenzverwalter § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO (ebenso früher § 55 Abs. 1 Nr. 1 KO) anzuwenden (BGH, Urteil vom 9. Februar 1983 - VIII ZR 305/81, BGHZ 86, 382, 385 f; vom 2. Juni 2005 - IX ZR 263/03, NZI 2005, 553 unter II. 1. a;… MünchKomm-InsO/Brandes, 2. Aufl., § 96 Rn. 14;… HK-InsO/Kayser, 6. Aufl., § 95 Rn. 19; zu den §§ 15, 17 KO vgl. ferner BGH, Urteil vom 20. Dezember 1988 - IX ZR 50/88, BGHZ 106, 236, 241).
Dann gebührt der Masse nach dem Grundgedanken des § 103 Abs. 1 InsO auch die ungeschmälerte Gegenleistung (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1988, aaO).
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References: § 15
 § 17
 § 59
 § 103
 § 17

§ 15
 § 15
 § 96
 § 55
 § 96
 § 95
 § 103