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Timestamp: 2019-10-15 02:46:35+00:00

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Rechtsprechung: BFHE 175, 256 - dejure.org
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BFH, 13.07.1994 - I R 128/93, I R 130/93
https://dejure.org/1994,1659
BFH, 13.07.1994 - I R 128/93, I R 130/93 (https://dejure.org/1994,1659)
BFH, Entscheidung vom 13.07.1994 - I R 128/93, I R 130/93 (https://dejure.org/1994,1659)
BFH, Entscheidung vom 13. Juli 1994 - I R 128/93, I R 130/93 (https://dejure.org/1994,1659)
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EStG 1985/1987 § 4 Abs. 5 Nr. 2
Bewirtungsvordruck - Ergänzungsbedürftiger Vordruck - Fehlende Eintragungen - Fehlende Unterschrift
§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG 1985/87
Einkommensteuer; Inhalt und Ergänzung des amtlich vorgeschriebenen Bewirtungsvordrucks
BFHE 175, 256
NJW 1995, 1855 (Ls.)
BB 1994, 2470
DB 1994, 2477
BStBl II 1994, 894
So ist der (Eigen-)Beleg --wie auch schon vor 1990 von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefordert (BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894)-- vom Steuerpflichtigen zu unterschreiben, um zu dokumentieren, dass es sich um eine von ihm autorisierte Erklärung handelt (Senatsurteil in BFHE 185, 248, BStBl II 1998, 263, unter 1.b).
An dieser Auffassung halte das Gericht auch unter Berücksichtigung des Urteils des BFH vom 13.7.1994 I R 128/93, I R 130/93 (BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894) fest.
Daran sieht er sich jedoch durch das Urteil des I. Senats in BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894) gehindert; der I. Senat hat einer Abweichung von dieser Entscheidung nicht zugestimmt und einen entsprechenden Beschluß vorn 11.2.1997 I ER - S - 4/96 (nicht veröffentlicht - NV - ) gefaßt.
Von dieser Rechtsprechung ist der I. Senat in seinem Urteil in BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894 abgewichen.
Der I. Senat hat auf eine erste Anfrage erklärt, daß er an seinem Urteil in BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894 festhalte und die Auffassung des IV. und X. Senats im Anschluß an Heinicke (…in Schmidt, Einkommensteuergesetz, 15. Aufl., § 4 Rz. 554 a.E.) für "nicht zwingend, überspitzt und mit der abweichenden Rechtsprechung zur Rechnung schwer vereinbar" einschätze.
Der vorlegende Senat kann der Entscheidung des I. Senats in BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894 auch im Hinblick auf die abweichende Rechtsprechung des X. Senats nicht zustimmen.
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dies zu § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG a.F. entschieden, nach der ein amtlicher Vordruck auszufüllen war, der auch eine Unterschrift vorsah (BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894).
An dieser Auffassung halte das Gericht auch unter Berücksichtigung des Urteils des BFH vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93 (BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894) fest.
Diesem Erfordernis ist nach herrschender Meinung (grundlegend zum Tatbestandsmerkmal "schriftlich": Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. November 1973 GrS 2/72, BFHE 111, 278, BStBl II 1974, 242, und des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes GmS-OGB 1/78, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1980, 172) nur genügt, wenn das maßgebliche Schriftstück von demjenigen, der die Verantwortung für seinen Inhalt trägt, eigenhändig, d.h. mit einem die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnenden, individuellen Schriftzug handschriftlich unterzeichnet ist (vgl. z.B. die BFH-Entscheidungen vom 8. März 1984 I R 50/81, BFHE 140, 424, BStBl II 1984, 445;… vom 19. April 1994 VIII R 22/93, BFH/NV 1995, 222; vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894, …und vom 17. Oktober 1996 V R 33/96, BFH/NV 1997, 764;… Gräber, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., 1997, § 64 Rz. 20, jeweils m.w.N.).
Zwar ist hierfür --bei Übermittlung auf dem normalen Postweg-- nach wie vor erforderlich, daß das maßgebliche Schriftstück von demjenigen, der die Verantwortung für seinen Inhalt trägt, eigenhändig, d.h. mit einem die Identität des Unterschreibenden kennzeichnenden Schriftzug handschriftlich unterzeichnet ist (BFH-Entscheidungen vom 8. März 1984 I R 50/81, BFHE 140, 424, BStBl II 1984, 445;… vom 19. April 1994 VIII R 22/93, BFH/NV 1995, 222; vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894, …und vom 17. Oktober 1996 V R 33/96, BFH/NV 1997, 764;… Gräber, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., 1997, § 64 Rz. 20, jeweils m.w.N.).
BFH, 20.10.1999 - V R 36/99
PZU ohne Unterschrift
Es muß sich aber um einen die Identität des Unterzeichnenden ausreichend kennzeichnenden, individuellen Schriftzug handeln, der charakteristische Merkmale aufweist und sich nach dem gesamten Schriftbild als Unterschrift eines Namens darstellt (vgl. BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BFHE 175, 256, BStBl II 1994, 894, unter II. A.).
FG München, 21.05.1996 - 16 K 2847/93
Der ausgefüllte amtliche Vordruck ist Tatbestandsvoraussetzung für den Betriebsausgabenabzug (vgl. BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 128/93, I R 130/93, BStBl II 1994, 84).
Etwas Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus der Rechtsprechung des BFH zur Ergänzung der Person des Bewirtenden (Urteile vom 13.07.1994 - I R 128, 130/93, I R 128/93, I R 130/93, BStBl II 1994, 894, BFHE 175, 256, vom 01.09.1998 - VIII R 46/93, BFH/NV 1999, 596 und vom 19.03.1998 - IV R 40/95, BStBl II 1998, 610, BFHE 185, 446 ).
FG München, 16.05.2002 - 14 K 4354/99
Anforderungen an die Unterschrift des Postbediensteten bei Ersatzzustellung; …
BFH, 17.09.1996 - VII E 7/96
Anforderungen an die Unterschrift unter eine Kostenrechnung - Zulässigkeit einer …
FG Hamburg, 05.08.2003 - V 3/03
Nachweis der Auflösung einer GmbH / Konkretisierung des Bewirtungsanlasses
FG Rheinland-Pfalz, 14.12.2001 - 3 K 1168/99
Angebliche Zahlungen an ausländische Subunternehmer als verdeckte …
BFH, 10.09.1996 - IV B 76/94
https://dejure.org/1996,2334
BFH, 10.09.1996 - IV B 76/94 (https://dejure.org/1996,2334)
BFH, Entscheidung vom 10.09.1996 - IV B 76/94 (https://dejure.org/1996,2334)
BFH, Entscheidung vom 10. September 1996 - IV B 76/94 (https://dejure.org/1996,2334)
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Grundsätzliche Bedeutung der Frage, inwieweit "Kontaktpflege" den Anlaß der Bewirtung ausreichen kennzeichnet
Anlass für Geschäftsessen genau bezeichnen
Erforderliche Angaben zum Anlaß der Bewirtung
Zwar setzt das Wahlrecht voraus, dass die wesentlichen Betriebsgrundlagen erhalten bleiben, so dass die Möglichkeit besteht, den Betrieb selbst oder durch die Erben wiederaufzunehmen (vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 10. September 1996 IV B 135/95, BFH/NV 1997, 218).
Die Äußerung des Steuerpflichtigen muß erkennbar von dem Bewußtsein getragen sein, daß es als Folge dieser Erklärung zur Versteuerung der stillen Reserven kommt (…BFH-Urteil vom 23. November 1995 IV R 36/94, BFH/NV 1996, 398; Beschluß vom 10. September 1996 IV B 135/95, BFH/NV 1997, 218).
FG Berlin-Brandenburg, 11.05.2011 - 12 K 12209/10
Betriebsausgabenabzug bei Bewirtungskosten
Ebenfalls nach gefestigter Rechtsprechung reichen allgemein gehaltene Angaben wie Arbeitsgespräch, Infogespräch, Hintergrundgespräch, Geschäftsessen oder Kontaktpflege als Grundlage für die gebotene Nachprüfung nicht aus (…BFH in BStBl. II 2004, 502, aaO.; BFH-Beschluss vom 10. September 1996 - IV B 76/94, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFH/NV - 1997, 218; FG München, Urteil vom 28. November 2007 - 1 K 3118/07, juris, FG München, Beschluss vom 31. Oktober 2007 - 1 V 3459/07, juris; FG Hamburg, Beschluss vom 05. August 2003 - V 3/03, juris).
Nicht erforderlich ist allerdings, daß eine derartige Willensäußerung in Form einer ausdrücklichen Aufgabeerklärung gegenüber dem FA stattfindet (…BFH in BFH/NV 1996, 398; Senatsbeschluß vom 10. September 1996 IV B 135/95, BFH/NV 1997, 218).
Sowohl eine Entnahme aus land- und forstwirtschaftlichen Betriebsvermögen sowie die Aufgabe des Betriebes setzt nach ständiger Rechtsprechung zudem voraus, dass eine unmissverständliche Erklärung gegenüber dem Finanzamt erfolgt (BFH/NV 1997, 218).
Pauschale Bezeichnungen genügen dieser Anforderung nicht (BFH, Beschluss vom 10.09.1996 - IV B 76/94, BFH/NV 1997, 218 m.w.N.).
FG Sachsen, 23.01.2002 - 5 K 1048/99
Abzug der vom Arbeitgeber übernommenen, steuerpflichtigen Arbeitslohn …
Allgemein gehaltene Angaben, wie "Kontaktpflege", "Kundenpflege", "Geschäftsfreundebewirtung" oder "Kundenbewirtung", sind nicht geeignet, den Zusammenhang mit einem geschäftlichen Vorgang oder eine Geschäftsbeziehung erkennen zu lassen (vgl. BFH-Beschluss vom 10. September 1996 IV B 76/94, BFH/NV 1997, 218 m.w.N.).
Damit hat die Ast. die Mindestanforderungen, die das Gesetz gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG an die vom Steuerpflichtigen geforderten Angaben stellt, nicht erfüllt, so dass ein nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG wesentliches Tatbestandsmerkmal für den Betriebsausgabenabzug fehlte (vgl. auch BFH-Beschluss vom 10.9.1996 IV B 76/94, BFH/NV 1997, 218).
Sie muss jedoch erkennbar von dem Bewusstsein getragen sein, dass infolge der Aufgabeerklärung die stillen Reserven versteuert werden (…Urteil des BFH vom 23. November 1995 IV R 36/94, a.a.O.; Beschluss des BFH vom 10. September 1996 IV B 135/95, BFH/NV 1997, 218).
https://dejure.org/1994,6619
BFH, 13.07.1994 - I R 130/93 (https://dejure.org/1994,6619)
BFH, Entscheidung vom 13.07.1994 - I R 130/93 (https://dejure.org/1994,6619)
BFH, Entscheidung vom 13. Juli 1994 - I R 130/93 (https://dejure.org/1994,6619)
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EStG § 4 Abs. 5 Nr. 1, Abs. 6 (nunmehr Abs. 7 )

References: § 4

§ 4
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 § 64
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 § 4
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