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Timestamp: 2019-05-25 04:25:55+00:00

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BVerwG, 09.02.1989 - 4 B 236.88 - dejure.org
BVerwG, 09.02.1989 - 4 B 236.88
https://dejure.org/1989,125
BVerwG, 09.02.1989 - 4 B 236.88 (https://dejure.org/1989,125)
BVerwG, Entscheidung vom 09.02.1989 - 4 B 236.88 (https://dejure.org/1989,125)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Februar 1989 - 4 B 236.88 (https://dejure.org/1989,125)
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Veränderungssperre - Bebauungsplan - Beschlussfassung
Zeitpunkt der Beschlußfassung [Bebauungsplan, Veränderungssperre]; Ausnahme von der Veränderungssperre; Streitwert im Rechtsmittelverfahren
VG Karlsruhe, 15.10.1987 - 2 K 30/87
VGH Baden-Württemberg, 27.09.1988 - 5 S 3120/87
NVwZ 1989, 661
DVBl 1989, 683
DÖV 1990, 37
BauR 1989, 432
ZfBR 1989, 171
Ein Aufstellungsbeschluss liegt im Rechtssinne dann nicht vor, wenn er zwar gefasst, aber entgegen § 2 Abs. 1 Satz 2 BauGB (noch) nicht ortsüblich bekanntgemacht wurde; diese Veröffentlichung ist Voraussetzung seiner Rechtswirksamkeit (Beschluss vom 9. Februar 1989 - BVerwG 4 B 236.88 - Buchholz 406.11 § 14 BauGB Nr. 13).
Andernfalls würde die Veränderungssperre ihre Aufgabe nicht erfüllen können (BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 1989 - 4 B 236.88 - NVwZ 1989, 661 = juris Rn. 7).
Zwar können der Beschluß über die Aufstellung des Bebauungsplans und der Beschluß über die Veränderungssperre in derselben Gemeinderatssitzung gefaßt werden; in Kraft treten kann die Veränderungssperre jedoch erst, wenn der Aufstellungsbeschluß auch bekanntgemacht worden ist (BVerwG, Beschluß vom 9. Februar 1989, a.a.O.).
Die Veröffentlichung ist Voraussetzung seiner Rechtswirksamkeit (vgl. BVerwG, Beschluß vom 9. Februar 1989 - BVerwG 4 B 236.88 - Buchholz 406.11 § 14 BauGB Nr. 13 = UPR 1989, 193 = ZfBR 1989, 171 = NVwZ 1989, 661).
Die ortsübliche Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses ist keine materielle Wirksamkeitsvoraussetzung für die (inhaltliche) Beschlußfassung über die Veränderungssperre, sondern nur für dessen satzungsmäßige Bekanntmachung (vgl. BVerwG, Beschluß vom 9. Februar 1989 - BVerwG 4 B 236.88 - a.a.O.).
Denn unverändert gilt, daß im Zeitpunkt der Bekanntmachung der Satzung über die Veränderungssperre der Beschluß über die Aufstellung des Bebauungsplans bereits bekanntgemacht worden sein muß, mag auch der zeitliche Unterschied zwischen beiden Bekanntmachungen denkbar knapp sein (vgl. BVerwG, Beschluß vom 9. Februar 1989 - BVerwG 4 B 236.88 - a.a.O.).
Eine derartige Verfahrensweise müsste vom Antragsteller hingenommen werden (BGH, Beschl. v. 23.01.1992, Az.: III ZR 191/90, juris; BGH, Urt. v. 12.07.2001, Az.: III ZR 282/00, BVerwG, Urt. v. 09.02.1989, Az.: 4 B 236.88, NVwZ 1989, 661 m.w.N.).
Dieser Beschluss konnte durchaus in derselben Gemeinderatssitzung wie der Beschluss über die Veränderungssperre gefasst werden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 09.02.1989 - 4 B 236.88 -, Buchholz 406.11 § 14 BBauG/BauGB Nr. 13; Senatsurt. v. 27.09.1988 - 5 S 3120/87 -, VBlBW 1989, 259).
Auch dass beide Beschlüsse am 23.12.2011 öffentlich bekannt gemacht wurden, führte auf keinen Verfahrensfehler (vgl. BVerwG, Beschl. v. 09.02.1989, a.a.O.).
Der Streitwert wird für das Berufungsverfahren auf EUR 58.920,-- festgesetzt (vgl. §§ 47 Abs. 1 GKG, 52 Abs. 1 GKG i.V.m. Nr. 9.1.5 des Streitwertkatalogs 2004 (98,20 m 2 * 600 EUR/m 2 Nutzfläche = EUR 58.920,--; vgl. zur Streitwertfestsetzung im Rechtsmittelverfahren BVerwG, Beschl. v. 09.02.1989 - 4 B 236.88 -, Buchholz 406.11 § 14 BBauG/BauGB Nr. 13).
Zwar können der Beschluß über die Aufstellung des Bebauungsplans und der Beschluß über die Veränderungssperre in derselben Gemeinderatssitzung gefaßt werden; in Kraft treten kann die Veränderungssperre jedoch erst, wenn der Aufstellungsbeschluß auch bekanntgemacht worden ist (Beschluß vom 9. Februar 1989 a.a.O.).
Daß die bauleitplanerischen Aktivitäten der Antragsgegnerin erst einsetzten, als die Antragsteller den Bauantrag stellten, führt ebenfalls nicht zu einer Fragestellung von grundsätzlicher Bedeutung hin, denn in der Rechtsprechung des Senats ist anerkannt, daß die Gemeinde das Sicherungsmittel der Veränderungssperre gezielt dazu benutzen darf, die rechtlichen Voraussetzungen der Zulässigkeit des Vorhabens zu verändern (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 9. Februar 1989 - BVerwG 4 B 236.88 - Buchholz 406.11 § 14 BBauG/BauGB Nr. 13 undvom 9. August 1991 - BVerwG 4 B 135.91 - Buchholz 406.11 § 14 BBauG/BauGB Nr. 17).
Veränderungssperre; Baumaßnahme
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.02.2009 - 7 A 2091/08
Vereinbarkeit der Erweiterung eines Wohnhauses um ein zur Genehmigung gestelltes …
OVG Niedersachsen, 26.03.1999 - 1 K 3502/98
Rückwirkende Inkraftsetzung einer Veränderungssperre;; Aufstellungsbeschluß …
OVG Schleswig-Holstein, 26.02.1998 - 1 K 7/97
OLG Koblenz, 05.12.2001 - 1 U 901/01
Amtshaftungsanspruch bei Versagung einer Baugenehmigung aufgrund nachträglich …
VGH Bayern, 18.01.2008 - 2 B 03.705
Nutzungsänderung; Vergnügungsstätte; Videokabinen, Kleinkino; entgegenstehende …
OVG Schleswig-Holstein, 21.01.1993 - 1 K 32/91
Veränderungssperre; Normenkontrollverfahren; Feststellungsinteresse; …
VGH Bayern, 28.05.2004 - 14 ZB 03.2816
OVG Schleswig-Holstein, 18.02.1993 - 1 L 241/91
Bindungswirkung; Teilungsgenehmigung; Bauvorbescheid; Sachbescheidungsinteresse; …
VGH Baden-Württemberg, 17.08.1990 - 3 S 1139/90
Gleichzeitige Bekanntmachung von Bebauungsplan und Veränderungssperre
VG München, 30.06.2016 - M 11 K 15.2918
Erfolglose Klage auf Genehmigung einer Nutzungsänderung wegen Veränderungssperre

References: § 2
 § 14
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