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Timestamp: 2018-05-24 10:21:44+00:00

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In den seit 17.07.2014 vorliegenden Schlussanträgen in der Sache führt der zuständige Generalanwalt aus, dass Adipositas unionsrechtlich zwar kein eigenständiges Diskriminierungsmerkmal sei, in bestimmten Fällen aber als Behinderung qualifiziert werden könne und somit ein Diskriminierungsverbot auslöse.
Als Behinderung im Sinne der Richtlinie 2000/78 sind nach der vom EuGH verwendeten Definition nämlich Einschränkungen zu verstehen, die sich insbesondere aus langfristigen physischen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen ergeben, die in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen und wirksamen Teilhabe einer Person am Berufsleben gleichberechtigt mit anderen Arbeitnehmern hindern können. Abzustellen sei hierbei auf Einschränkungen im Berufsleben im Allgemeinen. Auf die Fähigkeit des Betroffenen, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, komme es für die Annahme einer Behinderung nicht an. Auch könnten unter die Definition grundsätzlich Krankheiten wie Adipositas fallen, sofern sie ärztlich diagnostiziert worden seien und die durch die Krankheit bedingten Einschränkungen der vollen und gleichberechtigten Teilhabe am Berufsleben von langer Dauer seien.
Adipositas existiert in drei Schweregraden. Nach Ansicht des Generalanwalts kommt eine Einschränkung durch die Erkrankung im Sinne obiger Definition ausschließlich durch eine schwere, extreme oder morbide Form von Adipositas im Sinne des Grads III in Betracht. Nur diese Ausprägung sei geeignet, zu Einschränkungen der Mobilität, Belastbarkeit und Stimmung zu führen, die die Kriterien für das Vorliegen einer Behinderung erfüllen. Das Urteil des EuGH wird in den kommenden Monaten erwartet.
Generell vertritt der EuGH einen weiten Begriff der Behinderung, der auch in jüngeren Urteilen des BAG auftaucht. So hat der Sechste Senat vor kurzem betont, dass grundsätzlich auch eine symptomlos verlaufende HIV-Infektion als Behinderung im Sinne des § 1 AGG einzustufen sein kann (Urteil vom 19.12.2013 – Az. 6 AZR 190/12). Gleiches gilt für weitverbreitete Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus oder Rheuma, sofern sie zu Beeinträchtigungen führen. Es entspräche demnach prinzipiell der Linie der Gerichte, auch schwere Formen von Adipositas als Behinderung zu werten.
Ob die Richter den Schlussanträgen des Generalanwalts letztlich folgen, bleibt dennoch abzuwarten. Sollte dem so sein, hätte das auch auf nationaler Ebene Konsequenzen.
Bislang haben deutsche Gerichte krankhaftes Übergewicht erst dann als Behinderung eingestuft, wenn Folgeerkrankungen aufgetreten sind, die zu Einschränkungen des Arbeitnehmers geführt haben. Der Generalanwalt knüpft das Vorliegen einer Behinderung hingegen lediglich an den Schweregrad der Adipositas und das Vorliegen der Definitionsmerkmale. Damit reicht entsprechendes Übergewicht schon als solches aus, um eine Behinderung nach § 1 AGG zu begründen. Auch eine konkrete Beeinträchtigung der beruflichen Tätigkeit ist demnach nicht erforderlich. Allerdings ist der vorgeschlagene Grenzwert recht hoch angesetzt: Während Übergewicht generell schon ab einem BMI von 30 als krankhaft gilt, liegt der nach Ansicht des Generalanwalts erforderliche Schweregrad III erst ab einem BMI von 40 vor. Der Kreis derjenigen, die sich dann tatsächlich auf eine Behinderung berufen könnten, wäre damit klein: In Deutschland leiden nur etwa 1,5% der krankhaft Übergewichtigen an dieser schweren Form von Adipositas.
Dennoch sind die Folgen erheblich: Die Benachteiligung wegen einer Behinderung im Sinne des § 1 AGG löst Entschädigungs- und Schadenersatzansprüche nach § 15 AGG aus. Auch kündigungsrechtlich kann eine Behinderung nach § 1 AGG zu berücksichtigen sein. Eine Nichtbeachtung kann die Unwirksamkeit der Kündigung zur Folge haben.
Für die Praxis gilt einmal mehr, die Benachteiligung bestimmter Mitarbeitergruppen zu vermeiden. Grundsätzlich verbietet sich damit auch jegliche Anknüpfung an das Gewicht – im Bewerbungsverfahren, im betrieblichen Alltag und bei Kündigungen. Etwas anderes kann im Einzelfall nur gelten, wenn arbeitstechnische oder medizinische Erwägungen einer Beschäftigung nachweislich entgegenstehen (so etwa ArbG Marburg, Urteil vom 13.02.1998 – Az. 2 Ca 482/97) oder bei der Bewertung des Risikos einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit bei der Übernahme in ein Beamtenverhältnis (vgl. etwa VG Gelsenkirchen, Urteil vom 25.06.2008 – Az. 1 K 3143/06; VG Hannover, Urteil vom 19.11.2009 – Az. 13 A 6085/08). Auch unterhalb der Grenze von Adipositas und unabhängig von AGG-Ansprüchen kann sich der Arbeitgeber zumindest Entschädigungsansprüchen wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung ausgesetzt sehen. Dass in Fällen der Benachteiligung stark adipöser Mitarbeiter und Bewerber künftig Ansprüche aus dem AGG hinzutreten, ist nicht unwahrscheinlich.
Mit Ausdauersport lässt sich erwiesenermaßen das Risiko für Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen verringern. Dies gilt auch für Menschen, bei denen die Waage nicht das Wunschgewicht anzeigt. Wichtig ist bei Übergewicht allerdings, die richtige Sportart zu wählen, um die Gelenke nicht zu überlasten.
Übergewicht kann zu einer deutlichen Mehrbelastung der Gelenke führen. Bei Lauf- oder auch Sprungsportarten kann es z. B. schnell zu Problemen im Kniebereich kommen. "Wer stark übergewichtig ist, sollte daher eine gelenkschonende Trainingsform wählen", wie der Kardiologe Dr. med. Frank Sonntag vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung betont. Empfehlenswert ist z. B. Schwimmen, bei dem sich auf einfache Weise ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm zusammenstellen lässt, ohne dass dabei die Gelenke überlastet werden.
Ebenfalls empfehlenswert ist Radfahren, das gerade in der wärmeren Jahreszeit an der frischen Luft viel Freude bereiten kann. Als Alternative für schlechtes Wetter bietet sich dabei ein Fahrrad-Heimtrainer an, der sich unkompliziert zu Hause aufstellen lässt. Allerdings machen beim Heimtrainer viele Menschen den Fehler, dass sie ihr Gerät im Keller oder auch im Badezimmer aufstellen.
Der Blick gegen eine gekalkte oder gekachelte Wand macht jedoch auf Dauer sicherlich wenig Lust, auch tatsächlich regelmäßig zu trainieren. "Erfahrungsgemäß wird der Heimtrainer bei einem schlecht gewählten Aufstellort schon bald nicht mehr genutzt", so der Hinweis von Dr. Sonntag. Deutlich besser ist es nach Erfahrung des Kardiologen, den Heimtrainer so zu platzieren, dass man sich während des Trainings z. B. eine interessante Sendung im Fernsehen anschauen kann. Trotz fehlender Natur wird das Radfahren auf dem Heimtrainer dann nicht langweilig.
Wer beim Radfahren auf dem Heimtrainer nicht fernsehen möchte, kann natürlich auch Musik oder Radio hören oder sich ein spannendes Hörspiel in den CD-Spieler einlegen.
Übrigens: Wenn man während der Hälfte der in Deutschland durchschnittlich üblichen Fernsehzeit nebenbei auf dem Heimtrainer radelt, ist schon enorm viel für die eigene Gesundheit getan.
Falls Sie sich gerade überlegen einen Heimtrainer zu kaufen, empfehlen wir Ihnen die grundlegenden Tipps der Deutschen Herzstiftung zum Kauf eines Heimtrainers durchzulesen.
Bislang 50 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag
Susanne L. aus Frohburg (17.05.2017): Praktische Ratschläge für das Training auf dem Heimtrainer, denn ich habe es ab und zu mit dem Fernseher probiert. Der Heimtrainer steht mit dem Blick zum Fenster. Das Hören eines Hörspieles finde ich persönlich nicht ideal, da ich mich bei Hörspielen auf den Inhalt konzentrieren möchte. Ideal als stiller Begleiter ist die Lieblings-CD und Oldies, wo man noch jung war und zur Disko ging.
Gisela E. aus Berlin (08.05.2017): Das Problem bei beengtem Wohnraum ist in den meisten Fällen die Platzfrage, einen Hometrainer aufzustellen. Hier würden sich falt-/ bzw. klappbare Geräte besser eignen. Ich befürchte jedoch, dass die Standsicherheit dieser Hometrainer nicht ausreicht. Was tun?
Holger aus Winsen (21.03.2017): Ich trainiere jeden Tag 60 Minuten auf meinem Heimtrainer, achte dabei darauf, dass mein Puls nicht über 110 kommt. Das mache ich, seitdem ich Rentner bin und es bekommt mir sehr gut. Ich habe seitdem ca. 15Kg ohne besondere Diät abgenommen. Von 110 kg auf unter 95 kg. Mein Ziel ist es auf unter 90 kg zu kommen.
Unter dem Schlafapnoe-Syndrom (SAS) versteht man eine Erkrankung, bei der die Betroffenen unter Atemaussetzern während des Schlafs leiden. Die häufigste Unterform dieser Erkrankung ist das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), bei welcher während des Schlafs die Muskulatur der oberen Atemwege erschlafft und somit den Luftstrom der normalen Atmung behindert. Adipositas ist eine häufige Ursache des OSAS.
Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, sind häufig aufgrund der schlechten Schlafqualität am nächsten Tag sehr müde und unkonzentriert. Auch die Psyche wird durch die mangelnde Erholung während des Schlafs in Mitleidenschaft gezogen.
Bei adipösen Menschen treten häufiger Krampfadern auf. Darunter versteht man eine Erweiterung der oberflächlichen Venen an den Beinen. Ausgeprägte Krampfadern bergen ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) in den Beinvenen.
Weshalb Menschen mit Adipositas vermehrt zu Krampfadern neigen, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Ursächlich ist möglicherweise das vergleichsweise schwächere Bindegewebe von adipösen Menschen. Forscher vermuten außerdem, dass die Fettzellen eine Reihe von Botenstoffen freisetzen, welche die Gefäßwände der Venen schwächen.
Adipositas ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Gallensteine. Verantwortlich dafür könnte sein, dass Menschen mit Adipositas häufig auch hohe Cholesterinwerte im Blut aufweisen. Wenn das Cholesterin auskristallisiert, kommt es zur Bildung von Gallensteinen. Cholesterinsteine sind die häufigste Gallensteinart in den Industriestaaten.
Mit Adipositas steigt häufig auch der Harnsäurespiegel im Blut an. Wenn die Harnsäure im Blut eine kritische Konzentrationsschwelle überschritten hat, kann sie auskristallisieren. Die Harnsäurekristalle lagern sich dann in Gelenken ab und können dort durch eine Entzündung zu großen Schmerzen führen (Gichtanfall).
Menschen mit Adipositas werden häufig aufgrund ihres Gewichts diskriminiert. Umfragen konnten zeigen, dass zwei Drittel der Deutschen die Gründe für Adipositas in Bewegungsfaulheit und übermäßigem Essen vermuten. Die meisten Befragten gingen davon aus, dass die Fettleibigkeit selbst verschuldet sei. Mit diesen pauschalen Bewertungen werden die Betroffenen häufig im Alltag konfrontiert, was das unkontrollierte Essverhalten und den sozialen Rückzug noch verstärken kann.
Die Stigmatisierung kann Auslöser zahlreicher psychischer Erkrankungen sein: Menschen mit Adipositas leiden beispielsweise vermehrt unter Depression und Angststörungen. Besonders Kinder und Jugendliche trifft die sozialen Isolation und der Ablehnung durch Gleichaltrige. Negative prägende Erfahrungen in diesem Alter können die psychische Gesundheit der Heranwachsenden massiv stören und nachhaltige psychische Störungen verursachen.
Herkömmliche Körperpflegeprodukte (Zahncreme, Duschgels, Körperlotionen, Shampoos, Gesichtspflegeprodukte, Deos etc.) enthalten in den allermeisten Fällen schädliche oder zumindest verzichtbare synthetische Konservierungsmittel, Emulgatoren, Duftstoffe etc. und belasten den Organismus mit zusätzlichen Säuren und Giften.
Steigen Sie daher auf natürliche und basische Körper- und Gesichtspflegeprodukte um. Diese sind nicht nur frei von reizenden Zutaten, sondern helfen dem Körper ausserdem aufgrund ihres hohen pH-Wertes für eine zusätzliche Säureschlackenausleitung.
Mehr Informationen zu basischer Körperpflege finden Sie hier.
Der Zustand unserer Darmflora entscheidet über die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems. Ist die Darmflora aufgrund ungesunder Ernährung, Antibiotika-Gaben und Stress gestört, nehmen Fäulnis- und Gärprozesse ihren Lauf. Schädliche Bakterien nehmen überhand, die Gefahr für Allergien wächst, der Organismus wird anfällig für Pilzinfektionen aller Art und die Abwehrkraft des Körpers sinkt. Details zu einer intensiven Darmreinigung finden Sie hier.
Der Gesundheitszustand des Menschen hängt eng mit der Leistungsfähigkeit dieser beiden Organe zusammen. Stärken Sie Ihre Leber und Ihre Nieren. Helfen Sie diesen wichtigen Entgiftungsorganen bei ihrer Arbeit, damit Toxine rasch Ihren Körper verlassen können. a.) Die Leber kann mit Bitterstoffen, Mariendistelpräparaten, Artischocken-Frischpflanzenpresssaft, Kurkuma und/oder Löwenzahnwurzel-Präparaten in ihrer Entgiftungsaktivität unterstützt und gestärkt werden. Mehr Informationen finden Sie in den folgenden Texten:
b.) Die Nieren brauchen sehr viel Flüssigkeit, um als leistungsfähiges Ausleitungsorgan das Immunsystem zu unterstützen. Trinken Sie daher - wie erwähnt - täglich 2,5 bis 3 Liter reines kohlensäurefreies Wasser. Einen Teil der Flüssigkeit können Sie mit Kräutertees aus nierenfreundlichen Kräutern (Birkenblätter, Brennnessel, Goldrute, Schachtelhalm u. a.) zu sich nehmen.
Nahrungsergänzungsmittel gibt es in überwältigender Vielfalt. Achten Sie darauf, keine einzelnen Vitamine oder Mineralien zu sich zu nehmen, da diese oft das angestrebte harmonische Gleichgewicht des Organismus eher stören als fördern. Vitalstoffe werden grundsätzlich dann am besten verwertet, wenn sie im natürlichen Verbund mit vielen anderen Begleitstoffen, also so, wie sie in der Natur in einem vollwertigen Lebensmittel vorliegen würden, eingenommen werden.
Wollten Sie sich beispielsweise verstärkt mit Calcium versorgen, dann kann ein reines Calciumpräparat mehr schaden als nutzen, da Calcium nur dann verwertet werden kann, wenn gleichzeitig ausreichend Magnesium zur Verfügung steht. Die Sango Meeres Koralle - als Beispiel für ein ganzheitliches Nahrungsergänzungsmittel zur Deckung des Calcium-Bedarfes - enthält nicht nur Calcium, sondern Calcium, Magnesium und eine grosse Zahl an Spurenelementen in einem optimal auf den menschlichen Organismus abgestimmten Verhältnis.
Da Nahrungsergänzungsmittel immer dem individuellen Bedarf entsprechen sollten, stellt die nachfolgende Auswahl lediglich einen Überblick über empfehlenswerte Präparate dar, aus denen sich jeder das Erforderliche aussuchen kann.
Die Sango Meeres Koralle liefert uns basische Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere Calcium und Magnesium im idealen Verhältnis von 2 : 1, so dass beide Mineralien auf optimale Weise vom Organismus aufgenommen werden können.
Basenquelle ist eine Kombination aus einer Vielzahl Basen bildender, rein pflanzlicher Lebensmittel. Verschiedene Kräuter, Gemüse, Braunhirse, Kürbiskerne, Erdmandeln und Topinambur versorgen mit Mineralstoffen und Spurenelementen, die in organischer Form in ihrem natürlichen Verbund vorliegen. Basenquelle kann über Suppen und Salate gestreut oder auch pur gegessen werden.
Der Rote Panax Ginseng ist aufgrund seines hohen Gehaltes an stärkenden Ginsenosiden ein grandioses Vitalisierungs- und Aufbauelixier und eignet sich hervorragend sowohl für die Gesundheitsvorsorge als auch für die Behebung einer körperlichen Disharmonie. Die Kapseln können leicht geöffnet und das Ginsengpulver kann in grüne Drinks gemixt eingenommen werden.
Enzyme sind äusserst hitze- und kälteempfindlich und daher in verarbeiteten Lebensmitteln kaum mehr vorhanden. Digevit liefert lebendige Enzyme, die unsere Verdauungsarbeit unterstützen, den Stoffwechsel ankurbeln und die Entgiftung fördern.
Magnesiummangel ist heute weit verbreitet und steht in Verdacht an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt zu sein. Nachfolgender Link führt zu einem Text, der Sie u. a. darüber informiert, mit welchen Lebensmitteln oder auch mit welchen Nahrungsergänzungsmitteln Sie Ihren Magnesiumbedarf decken können.
Mikroalgen wie die Chlorella oder Spirulina zeichnen sich durch ihre ungewöhnlich hohe Nährstoffdichte, ihren Chlorophyllreichtum und ihre bioaktiven Pflanzenstoffe aus, so dass sie die Körperfunktionen unterstützen und eine gesunde Lebensweise enorm bereichern können. Die Chlorella-Alge wird überdies zur Ausleitung von Schwermetallen ( Quecksilber) nach der Amalgam-Zahnsanierung eingesetzt, da sie in der Lage ist, Gifte zu binden, damit diese über den Darm ausgeschieden werden können.
Auch der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. So weiss man beispielsweise, dass Menschen mit chronischer Zahnfleischentzündung deutlich häufiger eine Arthritis (chronische Gelenkentzündung) entwickeln, als Menschen mit gesundem Zahnfleisch.
Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Zahnhygiene ein wichtiger Punkt bei jeder Gesundheitsvorsorge. Allerdings werden Sie merken, dass Ihre Zähne bereits aufgrund der Ernährungsumstellung sehr viel weniger Zahnbelag aufweisen, als dies bei der "normalen" Ernährungsweise der Fall war.
Auch Zahnfleischprobleme reduzieren sich meist innerhalb weniger Wochen nach der Ernährungsumstellung oder verschwinden ganz. Unterstützen kann man die Mundgesundheit wunderbar mit einer chemiefreien und fluoridfreien Zahncreme, dem regelmässigen Einsatz von Zahnseide sowie einer täglichen Ölspülung (oder Ölziehkur genannt). Mehr Informationen zur Ölziehkur finden Sie hier.
Nutzen Sie in jedem Fall entsprechende Angebote Ihrer Krankenkasse oder Ihres Arbeitgebers, die Ihnen Entspannungsmassnahmen nahe bringen können, wie z. B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung o. ä. und informieren Sie sich selbst über Möglichkeiten des Stressmanagements.
Körperliche Bewegung ist durch nichts zu ersetzen. Im Gegenteil, Sport kann die eine oder andere Ernährungs"sünde" wieder wettmachen. Verschieben Sie die Sache also nicht auf morgen, sondern beginnen Sie jetzt und heute. Auch hier bieten Betriebe oder Krankenkassen spezielle Trainingskurse an, so dass Sie sich hier eine Thematik aussuchen, die eine mögliche Schwäche von Ihnen berücksichtigt, z. B. Rückentraining, Herz-Kreislauf-Training, Aqua-Fitness bei Gelenkproblemen etc.
Wir wünschen Ihnen eine grossartige Gesundheit!
Vorbeugen ist besser als Heilen – was der Volksmund schon lange weiß, wurde in den letzten Jahren auch zunehmend Thema in Gesundheits- und Sozialpolitik. Ob Krankenkassen mit Bonusprogrammen, Zusatzausbildungen für Mediziner oder der Entwurf für ein Präventionsgesetz – Prävention nimmt einen immer breiteren Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Die Lebenserwartung besonders in den Industrieländern steigt stetig. Wirklich profitieren können die Menschen davon aber nur, wenn die Lebensqualität nicht sinkt. Hier liegt die Crux: Je älter die Menschen werden, desto eher leiden sie an chronischen Erkrankungen. Dazu kommt, dass sich in den letzen Jahrzehnten unser Lebensstil stark geändert hat – einseitige Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen und Alkohol, Stress in Beruf und Alltag sind oft unsere ungesunden Begleiter. So werden immer mehr Menschen chronisch krank. Eine Entwicklung, die auch politisch und wirtschaftlich von einiger Relevanz ist. So wird in einer europäischen Erhebung geschätzt, dass für die Mitgliedstaaten allein für arbeitsbedingten Stress Folgekosten in Höhe von 20 Milliarden Euro anfallen.
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· Nur kleine Mahlzeiten essen.
Das trifft auf manche Menschen ohne Gallenblase auch durchaus zu.
Bei einigen dieser Menschen funktioniert nach der Gallenblasen-Operation die Verdauung besser als zuvor. Die Nahrung wandert schneller durch den Darm und der Stoffwechsel ist aktiver. Dadurch kann es ganz von selbst zu einer leichten Gewichtsabnahme kommen.
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Karl K. (19.11.2017): Wenn meine Frau und ich Einkaufen gehen und sehen, was andere Kunden alles in ihren Einkaufswagen gepackt haben, bekommen wir immer das Grausen. Kein Wunder, wenn es bei uns viele übergewichtige Menschen gibt. Wir selbst (Senioren Ende 70) versuchen, uns bewusst zu ernähren und uns auch zu bewegen. Als wir kürzlich beim jährlichen Gesundheits-TÜV waren meinte der Arzt: „An ihnen kann ich nichts verdienen!” Außer einem blutdrucksenkenden Mittel brauchen wir keine weitere Medizin. Als wir gestern von dem Kochbuch lasen, hatte meine Frau sofort den Wunsch, es zu bekommen. Danke für diesen Dienst!
Tini aus Fellbach (02.11.2017): Ich bin erst vor ein paar Tagen vom Urlaub aus Kreta gekommen. Bisher ist, glaube ich, mit meinem Herz noch alles in Ordnung, bin aber chronische Schmerzpatientin und kann nur wenig laufen. Mir ging es im Urlaub sehr viel besser, Kopfschmerzen waren fast weg und ich konnte fast alles essen. Das Essen dort war super lecker und ich freue mich sehr auf das tolle Kochbuch! Vielen Dank!
Anna aus Frankfurt (31.10.2017): Noch habe ich keinen Blick ins Buch geworfen, das wird noch bestellt. Aber ich finde es sehr gut, dass sich Profis der wichtigen Frage der Ernährung nach Herzinfarkt angenommen haben. Viel zu häufig bekommen Betroffene nur die Nahrungspyramide in die Hand gedrückt und müssen dann zusehen, wie sie ihr Leben alleine umkrempeln. Mich wundert es, dass bei steigender KHK- und Typ 2 Diabetes Inzidenz noch so wenige Kochbücher zu dem Thema entstanden sind. Vielen Dank daher für Ihr Engagement!
Ohne Namen (25.10.2017): Ich freue mich auf neue und gesunde Anregungen für mich und meine Familie. Das umfangreiche Angebot der Deutschen Herzstiftung finde ich insgesamt sehr empfehlenswert. Auch als "Profi" findet man eine Fülle von Informationen. Herzlichen Dank dafür.
Ohne Namen aus Feilbingert (19.10.2017): Als Betroffener bekommt man wenig Info über die richtige Ernährung .Bin deshalb dankbar und versuche, das Kochbuch zu bekommen.
Fr. Wieser aus Innsbruck (23.09.2017): Jetzt macht Gemüse kochen richtig Spaß. Tolle Rezepte und Zutaten, die man leicht auftreiben kann. Genau so etwas habe ich gesucht. Selbst mein Mann isst plötzlich Gemüse ohne Widerspruch. Habe beide Kochbücher bestellt und freue mich schon darauf, alle Rezepte auszuprobieren. Hoffe, dass die Cholesterinwerte dadurch wieder besser werden.
F. aus Madrid (11.08.2017): Alles, was gut ist, sollte genannt werden!
B. aus Bad Wimpfen (10.08.2017): Viele Mythen ranken sich um die mediterrane Kost. Fakt ist, dass sich wissenschaftlich ein längeres Leben, verbunden mit besserer Gesundheit nachweisen lässt. Gehe davon aus, dass ich mit dem vorliegenden Kochbuch noch mehr Anregung für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung erhalte.
B. K. aus Ratingen (15.07.2017): Wie soll eine Erweiterung um Gewürzmischungen als salzarm zur Blutdrucksenkung beitragen, wenn von genau 3 Rezepturen zwei Zitronensalz und Chilisalz sind? Hier ist der obige Werbetext irreführend. Die Diabetestabelle ist m.E. recht ungenau. Besser wäre es, die einzelnen Rezepte mit KH und BE Angaben auszustatten. Ansonsten ist die Hochglanzausführung mit vielen Fotos und ausführlicher Warenkunde gut geeignet, sich auf die Rezepte einzustimmen. Ich selber hätte mir mehr warme vegetarische Mittelmeerrezepte gewünscht. Gemüse ist Grundnahrungsmittel am Mittelmeer.
Erika R. (14.07.2017): Ich habe sehr gute Rezepte gefunden und möchte das Buch weiterempfehlen.
Angelika F. aus Brigachtal (03.07.2017): Das erste Buch verwende ich sehr oft. Die Rezepte sind einfach nachzukochen und sehr schmackhaft. Ich freue mich auf den zweiten Band.
Regine v. L. aus Weyhe (02.07.2017): Ich freue mich auf das neue Kochbuch mit neuen Rezepten! Koche schon seit Jahren mit dem ersten Kochbuch und genieße die mediterrane Küche.
Maria B. aus Traunstein (26.06.2017): Ich freue mich sehr auf das neue Kochbuch und möchte sofort zum Kochen anfangen.M. Berger
Sabine S. - M. aus Oberrieden/Unterallgäu (23.06.2017): Bin selbst betroffen von Vorhofflimmern und bereits Mitglied bei der Deutschen Herzstiftung. Ich achte auf meine Ernährung und bin offen für neue Rezepte und Tipps zur Gesunderhaltung. Bei 165 cm Körpergröße wiege ich 65 kg. Bin 60 Jahre alt.
Heidi L. aus Mainz (21.06.2017): Eigene Erfahrungen habe ich selbst nicht, die Mediterrane Küche ist eine Empfehlung des Arztes meines Mannes.
D. aus Diepholz (14.06.2017): Ich habe schon das erste Kochbuch und nehme an, daß bei der Neuauflage die alten Rezepte weiterhin Verwendung finden, sodaß ich eigentlich nur an den vegetarischen Rezepten interessiert bin. Das Brotrezept mit Dinkelvollkornmehl in einer Ihrer Mitteilungen ist super und wird von Mal zu Mal besser.
Herzliche Grüße! Ihr Gerald Wüchner
Hans K. aus Oberthulba (05.06.2017): Ich bin bereits ernährungstechnisch asiatisch angehaucht. Nach 4 Bypässen und einer Hochfrequenzablation der Pulmonalvenen mit vielen Rückschlägen im Jahr 2015, einer Stentimplantation in 2016 und einer Gehirnblutung (chronisches Subduralhämatom - Not-OP) in 2017, habe ich bereits meine Ernährung umgestellt und werde zudem noch gezielter in Richtung mediterrane Küche tendieren.
Doris W. (18.05.2017): Ich konnte meinen Cholesterin-Spiegel mit gesunder Ernährung (habe auch das erste Kochbuch von Wüchner) und Sport bereits um ca. 20 % senken. Ich erhoffe mir mit den neuen Rezepten neue Motivation. Ein Exemplar ist für meine beste Freundin, die leider vor 5 Wochen einen Herzinfarkt hatte.
Meinhard B. aus Dortmund (12.05.2017): Gesundheit und Ernährung sind für mich unlösbar miteinander verbunden.
Felix aus Dithmarschen (07.05.2017): Warum erst mit gesunder Ernährung befassen, wenn der Arzt dies zwingend nahelegt? Mediterrane Küche ist lecker UND offensichtlich gesundheitsfördernd. Gut, dass es eine FUNDIERTE Ausgabe direkt bei der Deutschen Herzstiftung gibt = eher durch Zufall entdeckt, schon ein Exemplar bestellt und weiterempfohlen.
Maria van A. aus Heidenheim (07.04.2017): Es gibt viele Kochbücher zur Mediterranen Küche, aber dies ist absolut das beste für Einsteiger und Fortgeschrittene. Für die Herzstiftung ist dieses Kochbuch ein Muss. Gerald Wüchner ist nicht irgendein Koch, sondern Leiter einer Klinikküche und nach meinem Wissen der erste, der mediterrane Küche im Krankenhaus seit dem Jahr 2000 konsequent umgesetzt hat - und damit erfolgreich ist.
W. aus Berlin (04.04.2017): Ich finde das 1. Kochbuch bereits prima, leckere Rezepte und wertvolle Tipps. Das Gleiche erwarte ich auch vom neuen Kochbuch und habe sogleich gesunde Geschenke für die nächsten Geburtstage meiner Freundinnen.
Hartmut G. aus Kulmbach (25.03.2017): Sehr gut.
Peter G. aus Dresden (18.03.2017): Das Kochbuch gilt bei mir und meinen Freunden als Manual für Wissen - Können - Anwendung. Es ist etwas vom Besten, was ich je bekommen konnte: Einfach - wahr - klar. Ein Lehrbuch, was ich jeden Tag schätze und ich mit dem darin enthaltenden Wissen weiterentwickle und es Freunden vermitteln kann. Begeistern tut mich der Reiz, jeden Tag was Neues zu lernen. Ich habe den Jahrgang 1952 mit einem BMI von 20,6 und finde das Buch großartig. Alle beschenkten Freunde waren, wie ich, begeistert.
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akute Erkrankungen, die einen stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus erfordern (z. B. Lungenembolie, Pneumonie, Bandscheibenvorfall mit Lähmung)
schwere Einschränkungen der Funktionen von Herz, Niere, Lunge, Leber (z. B. Dialysepatienten)
akute Infektionskrankheiten (z. B. Hepatitis B, Tuberkulose)
hohe Pflegebedürftigkeit
psychische Störungen oder starker geistiger Abbau (z. B. Psychosen)
Drogenabhängigkeit oder Alkoholismus
In diesen Fällen sind Kuren wenig erfolgsversprechend, und der Schaden könnte bei falscher Anwendung größer sein als der Nutzen.
Eine Kur dauert in der Regel 3 Wochen. Ist aus medizinischen Gründen ein längerer Aufenthalt notwendig, kann dieser auch ausgedehnt werden. So dauert eine Kur am Meer bei Psoriasis und Neurodermitis 4 Wochen.
Im Rahmen eines Kuraufenthaltes werden Maßnahmen gesetzt, um .
den Erhalt der Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten
eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden bzw. den bestehenden Status der Pflegebedürftigkeit zu erhalten oder verbessern und den pflegebedürftigen Personen zu mehr Selbstständigkeit zu verhelfen
Einschränkungen wie z. B. eine Schädigung der Haut zu beheben oder zumindest zu lindern (z. B. Kur bei Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis)
Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln
Am Kurort angekommen, findet zu Beginn immer eine Untersuchung durch den Kurarzt statt. Daraufhin legt der Arzt einen Therapieplan fest, der genau besagt, welche Therapien in den kommenden 3 Wochen stattfinden und wie diese genau aussehen. Der Therapieplan ist meist sehr dicht gefüllt mit Terminen. Es folgen noch eine Zwischen- und eine Abschlussuntersuchung zur Überprüfung der Heilungserfolge.
Kuren finden immer an behördlich anerkannten Kurorten statt, um physikalische Anwendungen mit natürlichen Heilmitteln vor Ort kombinieren zu können. Eine Kur kann in einer Kureinrichtung der Krankenkasse sowie bei einem Vertragspartner durchgeführt werden. Ist dort kein Platz oder sind spezielle Therapien notwendig, die in den eigenen Häusern nicht angeboten werden, können Kostenzuschüsse für andere Kuranstalten beantragt werden. In diesem Fall werden die Kosten selbst übernommen und können nach erfolgter Bezahlung eingereicht werden. Ein Teil wird dann wieder zurückerstattet. Bei bestimmten Erkrankungen ist auch ein Aufenthalt im Ausland möglich wie z. B. bei Schuppenflechte (Kur bei Psoriasis) am Toten Meer.
Info: Auch in den Kureinrichtungen der Krankenkassen ist immer ein Eigenanteil zu bezahlen. Dieser macht 2013 7,24 Euro pro Tag bei einem Bruttoeinkommen von max. 1.419,01 Euro aus, bei 2.000,40 Euro beträgt er 12,41Euro und bei mehr als 2.000,40 Euro 17,58 Euro. Eine Befreiung gibt es, wenn das Bruttoeinkommen 837,63 Euro nicht übersteigt bzw. dem Versicherten oder dessen Ehegatte eine Ausgleichzulage gebührt.
Ein Kuraufenthalt kann beim praktischen Arzt angesucht werden. Der Antrag und welche Kur für wen passt wird dann von der zuständigen Sozialversicherung oder Pensionsversicherung geprüft. Auf Kuraufenthalte besteht kein Rechtsanspruch, da es sich um freiwillige Maßnahmen der Versicherungsträger zur Gesundheitsvorsorge handelt. Innerhalb von 5 Jahren sind 2 von der Kasse bezahlte Kuraufenthalte möglich. Während einer Kur befindet man sich im Krankenstand.
Medizinische Rehabilitationen haben den Zweck, Personen mit schweren chronischen Erkrankungen oder nach Unfällen den Weg zu einem selbstständigen Leben wieder zu ebnen. Sie werden dann notwendig, wenn nach einer Behandlung im Krankenhaus noch eine weitere stationäre Betreuung gebracht wird.
Um eine Rehabilitation gewährt zu bekommen, muss .
ein Bedarf nach einem Unfall oder einer chronischen Erkrankung vorliegen
der Gesundheitszustand so weit stabil sein, dass es möglich ist, 2 bis 3 Stunden täglich medizinische Maßnahmen durchzuführen
die Möglichkeit einer Verbesserung des Gesundheitszustandes bestehen
Zusätzlich werden im Rahmen einer Reha auch immer Risikofaktoren mitbehandelt, die Psyche gestärkt, der Medikamentenkonsum reduziert sowie über Erkrankung und ihre Folgen informiert
In Österreich gibt es 4 Ausgangssituationen, die zu einer Reha führen können:
Anschlussheilverfahren: Eine Reha direkt im Anschluss an einen Unfall oder z. B. eine Brustkrebsbehandlung. In diesem Fall muss innerhalb von 12 Wochen nach dem Ereignis die Reha angetreten werden.
Normales Rehabilitationsverfahren: Findet dann statt, wenn chronische Erkrankungen sich massiv verschlechtern.
Früherfassung: Kann von der Krankenversicherung nach einer Krankenstandsdauer von 12 Wochen beantragt werden.
Pensionsfeststellung: Bei Anträgen auf Frühpensionierungen wegen geminderter Erwerbsfähigkeit wird automatisch ein Antrag auf eine Rehabilitation gestellt.
Im Schnitt dauert eine Rehabilitation 22 bis 29 Tage, aber auch längere Aufenthalte sind bei Bedarf möglich.
Medizinische Rehabilitationen sollen es dem Betroffenen bei chronischen Erkrankungen oder nach Unfällen ermöglichen, sein Leben wieder möglichst selbstständig führen zu können. Um das zu erreichen, steht den Reha-Gästen während des Aufenthaltes ein ganzes Team von Ärzten, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Diätologen, Pflegern und anderen Betreuern zur Seite.
Folgende Krankheitsbilder sind die häufigsten Gründe für Rehas:
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates wie degenerative und entzündliche Erkrankungen sowie Funktionseinschränkungen nach Unfällen
Erkrankungen der Lunge wie chronisches Asthma oder COPD
Neurologische Erkrankungen wie nach Verletzungen des Rückenmarks oder nach chirurgischen Eingriffen
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 1, Metabolisches Syndrom oder Adipositas
Nach Krebserkrankungen oder bei Lymphödemen
Bei psychischen Störungen wie Schizophrenie oder Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Rehas finden in speziellen Sonderkrankenanstalten, sogenannten Rehabilitationszentren, statt. Dort ist sowohl die ärztliche Betreuung als auch die Versorgung mit benötigten Heilbehalten und Heilmitteln gewährleistet. In einigen Städten gibt es auch Rehazentren, in denen eine ambulante Therapie möglich ist.
Um eine Reha beantragen zu können, muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen. Dann kann diese von einem Arzt oder in einem Krankenhaus verordnet und von der Sozialversicherung, Unfallversicherung oder Pensionsversicherung bewilligt werden. Auch bei Rehabilitationen gibt es einen Eigenanteil. Dieser macht 7,24 Euro pro Tag bei einem Bruttoeinkommen von max. 1.419,01 Euro aus, bei 2.000,40 Euro beträgt er 12,41 Euro und bei mehr als 2.000,40 Euro 17,58 Euro. Eine Befreiung gibt es, wenn das Bruttoeinkommen 837,63 Euro nicht übersteigt bzw. dem Versicherten oder dessen Ehegatten eine Ausgleichzulage gebührt.
Online-Ratgeber der Österreichischen Sozialversicherung zu Kur und Rehabilitation (27.01.2014)
Wie unterscheiden sich eine Kur und eine Rehabilitation, kurz Reha, voneinander? In beiden Fällen, den sogenannten Kur- oder Rehabilitationsanstalten, werden medizinische Therapien verordnet. Was aber auf den ersten Blick so ähnlich erscheint, ist bei einer zweiten Betrachtung etwas völlig anderes.
Während eine Kur der Vorsorge dient und Beschwerden lindert, soll eine Reha die Gesundheit wiederherstellen. Dies findet meist nach einschneidenden Ereignissen für Gesundheit und Wohlergehen wie Unfällen, nach Operationen oder bei schweren Erkrankungen (z. B. Diabetes Typ I und Diabetes Typ II, chronische Erkrankungen der Lunge wie COPD, Asthma bronchiale oder auch bei Adipositas) statt. Doch es gibt noch ganz andere Unterschiede.
Ein Kuraufenthalt dient dazu, gesund zu bleiben und chronische Erkrankungen zu lindern. Mit Wellness hat dieser jedoch nichts am Hut. Vielmehr werden über den Tag verteilt unterschiedlichste medizinische Therapien durchgeführt.
Kuren werden in 5 Kategorien unterteilt:
Bei folgenden schweren akuten Krankheiten muss auf eine Kur verzichtet werden:
Zudem besitzen Haushalte aus der Mittelschicht, welche sich in prekären Lebenslagen oder Krisen befinden (z.B. geringes Einkommen, Scheidung, Krankheit, Kurzarbeit etc.), ein erhöhtes Armutsrisiko (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 74).
Kinder und Jugendliche stellen in unserer Gesellschaft die Bevölkerungsgruppe dar, die am häufigsten von Deprivation betroffen ist (vgl. BMAS 2005, S. 76ff). Betroffenheit und Ausmaß scheinen besonders im Zusammenhang mit der finanziellen Situation ihrer Familien zu stehen (vgl. Mengel, M. 2007, S. 53ff). Die Anzahl Heranwachsender, die in materieller Armut aufwachsen müssen, hat im Jahr 2007, in Zeiten des Konjunkturaufschwungs ihren Höchststand erreicht. „Nie zuvor und nie danach lebten ähnlich viele, nämlich fast 1,93 Millionen von 11,44 Millionen Kindern unter 15 Jahren, die es damals insgesamt gab, nach Daten der Bundesagentur für Arbeit in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften […]“ (Butterwegge, C. 2010). Doch Armut bedeutet zweifellos mehr als wenig Geld zu haben. Familien können sozial-, materiell-, familiär-, gesundheitlich oder bildungsbenachteiligt sein (vgl. Brüning, G. 2002, S. 21; Münster, E./Letzel, S. 2008, S. 63). Der sogenannte Lebenslagenansatz geht davon aus, „dass Armut und Benachteiligung nicht ausschließlich durch Einkommensprobleme gekennzeichnet sind […]“ (Becher, U. 2008, S. 43). Für Betroffene heißt arm zu sein auch „persönlicher Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten“ beraubt zu werden sowie sozial benachteiligt und (etwa im Hinblick auf Bildung und Kultur, Wohlergehen und Gesundheit, Wohnen und Wohnumfeld, Freizeit und Konsum) unterversorgt zu sein“ (Butterwegge 2010). Auf einer Ebene Deprivation zu erfahren bedeutet zumeist auch Einschränkungen in anderen Lebensbereichen hinnehmen zu müssen, da die einzelnen Benachteiligungsdimensionen stark miteinander verwoben sind und sich gegenseitig bedingen (vgl. Brüning, G. 2002, S. 21; Münster, E./Letzel, S. 2008, S. 63).
Familien, bei denen Einschränkungen in einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Bereiche festzustellen sind, werden jedoch nicht als arm, sondern als „arm dran“ oder benachteiligt bezeichnet (vgl. Hock, B. u.a. 2000, S. 28f). Werden die nicht-monetären Kriterien von Armut im Sinne des sogenannten Lebenslagenansatzes mit in die Armutsdefinition einbezogen, steigt die Anzahl armer - oder korrekt ausgedrückt - sozial benachteiligter Kinder, nochmals um etwa 1,5 Millionen auf 3,0 bis 3,3 Millionen Heranwachsende. Demnach wuchs im Jahr 2007 jedes dritte bis vierte Kind in Deutschland in sozialer Benachteiligung auf (vgl. Butterwegge, C. 2010).
Die disponiblen finanziellen Ressourcen von Familien spielen für Benachteiligung bis hin zur Armut aus dem Grund eine entscheidende Rolle, „weil die Lebenslage, der Lebensunterhalt, der Erwerb von Gütern und der Zutritt zu gesellschaftlichen Aktivitäten vornehmlich vom verfügbaren Einkommen abhängen“ (Becker/Lauterbach 2002, S. 163). Einkommensarmut wird in Deutschland anhand eines Mindeststandards festgelegt, der durch die Gesellschaft und ihren durchschnittlichen Lebensstandard bestimmt wird. Unterschreiten Haushalte in einem gewissen Grad diesen ermittelten Mindeststandard, leben sie in relativer Armut (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 23). Laut aktuellen Daten (Stand 2006) liegt die Armutsquote in Deutschland bei 13,9% (vgl. Statistisches Bundesamt 2008, S. 167ff).
In unserer Konsumgesellschaft besitzen materielle Ressourcen einen besonderen Stellenwert. Beinahe täglich werden Familien und Heranwachsende von der Werbeindustrie mit den neusten „must-have“ Produkten konfrontiert. An einer Welt des raschen technischen Fortschritts, sich rasant wandelnder Mode und den verschiedensten Köstlichkeiten und Produkten aus aller Welt möchte jeder teilhaben. Neben dem massiven Druck seitens der Werbeindustrie sind Familien in ihrem Alltag gezwungen, sich mit dem Eigentum und Lebensstil anderer Familien auseinander zu setzen. Besonders Jugendliche sind den Spannungen ausgesetzt mit Gleichaltrigen mithalten zu können (vgl. Butterwegge, C. 2010; Statistisches Bundesamt 2008, S. 2). Der Besitz „cooler Klamotten“, neuster Handys und „angesagter Games“ für verschiedenste Spielkonsolen gibt ihnen das Gefühl dazu zu gehören. Doch Statussymbole unter Jugendlichen, die in ähnlicher Weise auch unter Erwachsenen gelten, sind mit Kosten verbunden, welche einkommensarme Familien zumeist nicht aufbringen können. Ihnen bleibt die Wahl: Ein Leben ohne Markenklamotten und I-Phone, der Kauf der „notwendigen Luxusartikel“ gepaart mit der Konsequenz in anderen Bereichen (z.B. Wegfallen von Familienunternehmungen oder (gesunden) Lebensmitteln) bewusst oder unbewusst einsparen zu müssen, sich mit dem Kauf der Güter zu verschulden oder sich mit Diebstählen strafbar zu machen (vgl. BMAS 2008, S. 50ff; Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 71ff; Palentien, C. 2004, S. 218f). Mögliche Auswirkungen und damit einhergehende Konsequenzen von finanzieller Not werden anhand dieser Wahlmöglichkeiten deutlich und durch Forschungsergebnisse bestätigt: Familien mit Niedrigeinkommen leben verhältnismäßig häufiger in beengten Wohnverhältnissen und/oder belasteten Wohngebieten, was sich verstärkend ungünstig auf die psychische, kognitive und motorische Entwicklung ihrer Kinder auswirkt (vgl. Mengel, M. 2007, 55). Insbesondere Heranwachsende aus Familien „mit ungünstigen materiellen und wohnlichen Bedingungen“ sind bei der Ausübung krimineller Verhaltensweisen überrepräsentiert (Palentien, C. 2004, S. 218). Zudem treten Jugendliche und Erwachsene ohne Berufsausbildung und ohne Job in der Kriminalstatistik vergleichsweise häufiger auf (vgl. Palentien, C. 2004, S. 218f). Neben einer ungünstigen Wohnsituation und erhöhter Straffälligkeit führt ihre prekäre Einkommenslage im Vergleich zu finanziell besser gestellten Familien häufiger dazu, dass sie sich verschulden und infolge dessen mit den Konsequenzen von Überschuldung leben müssen (vgl. BMAS 2005, S. 52). Hinzu kommen Beeinträchtigungen im gesundheitlichen Bereich. Einkommensarme Familien, so haben Untersuchungen bestätigt, ernähren sich deutlich ungesünder, verbringen in ihrer Freizeit mehr Zeit vor dem Computer oder Fernseher und treiben weniger Sport. Übergewicht, motorische Defizite, körperliche Beschwerden und Erkrankungen sowie psychische Probleme und soziale Ausgrenzung können dann sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern die Folge sein (vgl. Mangelsdorf, U. 2008, S. 111ff; Palentien, C. 2004, S. 213).
Auch die (schulische) Bildung der Kinder scheint unter dem wirtschaftlichen Notstand der Familie zu leiden: Studien belegen, dass finanzielle Aufwendungen in Schule oder Kita, wie Essensgeld, Unterrichtsmaterialien oder Kosten für Ausflüge von armen Familien vergleichsweise häufiger unregelmäßig, verspätet oder gar nicht gezahlt werden. Zudem werden Heranwachsende aus einkommensschwachen Familien vergleichsweise häufiger hungrig in die Schule geschickt (vgl. Hock, B. u.a. 2000, S. 50f). Neben den Einbußen in der Grundversorgung der Kinder werden mit Kosten verbundende außerschulische Förderungsleistungen wie Nachhilfestunden oder außerschulische Bildungs- und Freizeitangebote von Eltern mit niedrigem Einkommen deutlich seltener geleistet (vgl. BMFSFJ 2002, S. 31). Selbst die Schulleistungen und die Schulform können in Zusammenhang mit den Einkommensverhältnissen von Familien gestellt werden: Kinder einkommensärmerer Familien zeigen signifikant schlechtere Schulleistungen (z.B. im Lesen und Rechnen) und sind bildungsunmotivierter als Heranwachsende aus einkommensstarken Haushalten. Zudem besuchen sie seltener das Gymnasium und verlassen die Schule häufiger ohne Abschluss (vgl. BMFSFJ 2002, S. 29ff).
Diese Tatsache kann jedoch nicht damit gerechtfertigt werden, dass Kinder armer Familien weniger intelligent und aufnahmefähig sind. „Schule traut es armen und benachteiligten Schülern oft nicht zu, den Anforderungen an Realschulen und Gymnasien zu genügen und spricht ihnen deshalb auch nur selten eine Empfehlung für eine höher qualifizierende Schulstufe aus, obwohl sie entsprechende intellektuelle Leistungen erbringen“ (Becher, U. 2008, S. 44).
Die Auswirkungen finanzieller Armut werden anhand der Ausführungen deutlich. Eine eingeschränkte Teilhabe an der Gesellschaft, eine mangelnde und unzureichende Grundversorgung, geringere Bildungschancen, gesundheitliche Einschränkungen, psychische Belastungen sowie soziale Isolation können als Folgen von materieller Unterversorgung gesehen werden.
Bildungsstand, Erwerbstätigkeit und berufliche Stellung einer Person hängen von vielerlei Faktoren ab. Neben sozialen Bedingungen wie Einkommen, Nationalität, soziales Milieu und Bildungsstand der Herkunftsfamilie stehen individuelle Einflussgrößen, wie Geschlecht, Schul- und Berufsabschluss, Motivation, Einstellungen sowie Wahrnehmungs-, Denk und Handlungsschemata im engen Zusammenhang mit dem Bildungsniveau eines Individuums (vgl. BMFSFJ 2002, 11ff). Die „wichtigste Voraussetzung und wirksamste Grundlage“ für erfolgreiches Lernen in der Schule stellt – so zeigen zahlreiche Untersuchungen - die „Qualität des kulturellen und sozialen Kapitals“ dar, die sich Kinder anhand des Vorbildes ihrer Eltern aneignen (BMFSFJ 2002, S. 12). Mit kulturellem und sozialem Kapital sind Qualifikationen, Einstellungen und Wertorientierungen, welche von den Eltern vermittelt werden sowie deren Verarbeitung, Verinnerlichung und Umsetzung gemeint. Je mehr die gewonnen Kenntnisse und Normen den Erwartungen des Schulsystems oder der künftigen Berufswelt entsprechen, umso erfolgreicher verläuft der Lernprozess (vgl. BMFSFJ 2002, S. 12). Jedoch eignen sich Menschen aufgrund unterschiedlicher Sozialisationsbedingungen verschiedene Denkmuster und Haltungen an. So besitzen beispielsweise Familien aus fremdländischen Kulturen Ansichten zum Thema Beruf und Schule, die sich von den Denkweisen der deutschen Kultur unterscheiden. Von ihren Kindern werden diese andersartigen Einstellungen übernommen, was in Kombination mit mangelnden Sprachkenntnissen und weiteren ungünstigen Voraussetzungen (z.B. niedriger sozioökonomischer Status) als Ursache dafür gesehen werden kann, dass Heranwachsende mit Migrationshintergrund vergleichsweise schwächere Schulleistungen zeigen und an deutschen Haupt- und Förderschulen überrepräsentiert sind (vgl. BMFSFJ 2002, S. 22, 34; Czarnitzki, B./Herz, B. 2008, S. 82).
Jedoch nicht nur Migrantenfamilien tragen aufgrund ihres kulturellen und sozialen Hintergrundes ein erhöhtes Risiko ihren Kindern Einstellungen und Werte zu vermitteln, die - einfach formuliert - nicht zum deutschen Bildungs- und Berufssystem passen. Ebenso können schulische oder berufliche Niederlagen der Eltern und damit einhergehende Gefühle und Ansichten (z.B. Minderwertigkeitsgefühl, Angst, Gleichgültigkeit, Demotivation) Auslöser dafür sein, dass Kinder Einstellungen übernehmen, die sie an einer erfolgreichen schulischen oder beruflichen Laufbahn hindern (vgl. Meier-Gräwe, U. 2008, S. 65ff). Die Schülerrinnen und Schüler, die eine Förderschule in Deutschland besuchen, stammen fast ausschließlich aus sozial benachteiligten Familien. „Einschränkende und zum Teil demütigende Erfahrungen, die arme und benachteiligte Schüler während ihrer Schulzeit erfahren, haben Auswirkungen auf ihre Identität und Personalität“ (Becher, U. 2008, S. 45). Sie haben ein deutlich geringeres Selbstbewusstsein, zeigen wenig Bildungsmotivation, fürchten sozialen Kontakt mit Mitschülern und reagieren auf direkten Kontakt mit Bildungsinstitutionen oft mit dem Gefühl von Ohnmacht (vgl. Becher, U. 2008, S. 44f).
Neben der Konformität vermittelter Werte und Einstellungen mit dem deutschen Bildungs- und Berufssystem sind günstige Lernvoraussetzungen sowie ein stimulierendes Agieren und Kommunizieren mit dem Kind bereits im Babyalter für erfolgreiches, lebenslanges Lernen (in der Schule) von Bedeutung. „Die Bemühungen der Kinder um Wissen, Können und Verstehen werden dadurch gefördert, dass Eltern ihre Kinder auf wichtige Dinge und Sachverhalte, auf Rätselhaftes und Schönes aufmerksam machen, auf ihre Fragen reagieren und ihnen Worte geben, mit denen die differenzierende Wahrnehmung der Kinder unterstützt, Nachdenklichkeit ermöglicht und Ordnung in Erfahrenes oder Gedachtes gebracht werden kann“ (BMFSFJ 2002, S. 19). Hinzu kommt, dass Eltern durch ihre eigene Lebensgeschichte verdeutlichen, „inwieweit es sich lohnt, die Anstrengungen des Lernens“ und Zurechtkommens im Alltag, in der Kindertagesstätte oder in der Schule auf sich zu nehmen (BMFSFJ 2002, S. 19). Das frühzeitige Erfahren einer liebevollen, motivierenden und kindgerechten Er- und Beziehung gepaart mit Empathie, Anerkennung und Akzeptanz und einem positiven Vorbild kristallisiert sich als bedeutsame Ressource für einen erfolgreichen Bildungsweg heraus, über die Heranwachsende, je nach Elternhaus und Lebenssituation im unterschiedlichen Maße verfügen (vgl. BMFSFJ 2002, S. 11ff; Meier-Gräwe, U. 2008, S. 61ff).
Die Ausführungen zeigen, dass die Eltern in allerlei Hinsicht die primäre und bedeutendste Einflussgröße für erfolgreiches lebenslanges Lernen darstellen. Doch nicht jedem Elternteil oder Elternpaar gelingt es seinem Kind in seiner Persönlichkeit entsprechend zu fördern und zu fordern, ihm ein Vorbild zu sein und/oder ihm ein positives, werte- und einstellungskonformes Bild zu vermitteln. In deutschen Schulen – so haben zahlreiche Studien belegt – gelten neben Kindern mit Migrationshintergrund insbesondere Heranwachsende aus einkommensarmen und sozial schwachen Familien als benachteiligt (vgl. BMFSFJ 2002).
Familien in benachteiligten Lebenslagen zeigen vergleichsweise häufiger Probleme darin, aus ihrer Krisensituation aufgrund fehlender individueller Lösungsstrategien und Zukunftsperspektiven einen Ausweg zu finden. Dieser Zustand wird von den Betroffenen als belastend und beschämend empfunden und führt bei den Eltern nicht selten zu Antriebslosigkeit, Demotivation, Resignation, Unzufriedenheit, Aggressionen und Selbstwertverlust. Neben der Problematik, dass diese benannten Einstellungen und Gefühle auf die Kinder und deren Einstellung zur Schule übertragen werden können, sind die Eltern, aufgrund ihrer eigenen starken psychischen Belastung, weniger in der Lage auf die Bedürfnisse ihrer Kinder (auch im schulischen Bereich) einzugehen (vgl. Becher, U. 2008, 46). Zu der fehlenden Unterstützung, der eingeschränkten Ansprechbarkeit der Eltern und den materiellen Einschränkungen der Familien kommen mögliche Verhaltensauffälligkeiten der Kinder auf die veränderte Situation oder auf eine vernachlässigende Lebenslage. Ein Abfall schulischer Leistungen und/oder soziale Auffälligkeiten stellen typische kindliche Reaktionen im Bereich Schule dar, die sich durch Hänselleien von Klassenkameraden und sozialem Ausschluss von Mitschülern wiederum verstärkend auf die negative Einstellung zur Schule auswirken können. Spaß, Engagement und Neugier am schulischen Lernen gehen verloren. Stattdessen verfestigen sich negative Bewertungen und Erfahrungen in der Biografie des Kindes. Eine mangelnde Grundausbildung, ein schlechter Schulabschluss sowie ein Ausschluss vom Arbeitsleben, gepaart mit fehlender (Lern)Motivation und dem Nichtvorhandensein von Lernstrategien können die Folgen sein und im weiteren Lebenslauf über Generationen hinweg zur Verfestigung von Armut und Benachteiligung führen (vgl. BMFSFJ 2002; Hock, B. u.a. 2000, S. 47ff).
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass Kinder aus sozial schwachen und einkommensarmen Familien ebenso wie Migrantenkinder nicht generell diesem Kreislauf verfallen müssen. Dennoch heißt in Deutschland einkommensarm zu sein häufig auch bildungsarm zu sein. Von beiden Benachteiligungen sind sozial schwache Familien sowie Migranten aufgrund ihrer prekären Lebenssituation verhältnismäßig häufiger betroffen (vgl. Meier-Gräwe, U. 2008, S. 62f).
Die psychische und physische Gesundheit stellt die wichtigste Voraussetzung für das individuelle Wohlbefinden und somit für die ökonomische und soziale Teilhabe einer Person an der Gesellschaft dar (vgl. BMFSFJ 2005, S. 217). Insgesamt ist die deutsche Bevölkerung dank ansteigender Standards in Ernährung, Medizin, Wohnen und Hygiene in den vergangenen Jahren offensichtlich körperlich gesünder geworden. Diese Tatsache spiegelt sich z.B. in der deutlich abnehmenden Säuglings- und Kindersterblichkeit wieder. Die Todesfälle während des ersten Lebensjahres bezogen auf 1000 lebendgeborene Kinder sind von 23,4% im Jahr 1970 auf 4,1% im Jahr 2004 zurückgegangen (vgl. Mangelsdorff, U. 2008, S. 111). Unterstützend leisten das ausgebaute Krankenkassennetz und die stetig fortschreitende Verbesserung der Gesundheitsreform ihren Beitrag zu einem hohen gesundheitlichen Niveau der deutschen Bürger. Unabhängig von Einkommen, Bildungsstand und Gesundheitszustand sind etwa 90% der Bevölkerung (Tendenz steigend) gesetzlich oder privat krankenversichert (vgl. BMFSFJ 2005, S. 217ff; Mangelsdorff, U. 2008, S. 111).
Trotz der präventiven, versorgenden und absichernden Grundvoraussetzungen im gesundheitlichen Bereich wird beobachtet, dass gewisse Krankheiten und Störungen wie Karies, Diabetes, Essstörungen, Fettleibigkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Nikotinsucht sowie Sprach- und Entwicklungsstörungen von Kindern etc., in benachteiligten Haushalten, insbesondere in Migrantenfamilien, in Familien mit mehreren Kindern und in einkommens- sowie bildungsarmen Haushalten, verstärkt auftreten. Unzureichende kognitive und motorische Stimulierung sowie eine ungesunde Lebensweise, geprägt durch mangelnde oder falsche Ernährung, wenig Bewegung und verstärkter Mediennutzung, kann als Ursache dafür gesehen werden. Bereits in der Schwangerschaft und in der Versorgung von Kleinkindern scheint sich das Gesundheitsbewusstsein sozial schwacher und bildungsarmer Haushalte von den gebildeterer und finanziell bessergestellter Familien zu unterscheiden: Frauen aus einkommensarmen und bildungsferneren Verhältnissen rauchen häufiger während der Schwangerschaft, Stillen seltener und nehmen weniger pflichtbewusst Vorsorgeuntersuchungen und anstehende Arzttermine ihrer Kinder (z.B. den regelmäßigen Zahnarztbesuch) wahr (vgl. Mangelsdorff, U. 2008, S. 114ff; Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 71ff; Münster, E./Letzel, S. 2008, S. 65ff; Palentien, C. 2004, S. 206ff). Hinzu kommt ein geringeres Bewusstsein Gefahren einzuschätzen, was sich beispielsweise in der Tatsache äußert, dass Kinder benachteiligter Personengruppen vergleichsweise häufiger ohne Schutzkleidung (z.B. Fahrradhelm, Reflektoren) im Straßenverkehr unterwegs sind und zahlreicher Opfer von Verkehrsunfällen werden (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 71ff). Studien zeigen, dass selbst mit der Bewältigung von Krankheiten und deren Folgen Personen mit niedrigem Bildungsniveau oder Personen, welche der deutschen Sprache nicht oder nicht ausreichend mächtig sind, vergleichsweise häufiger Schwierigkeiten haben. Sie zeigen Probleme Symptome oder Krankheiten, auch die ihrer Kinder zu benennen oder zu beschreiben (Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 277f). Sie suchen im Krankheitsfall vergleichsweise seltener einen Arzt auf und nehmen weniger Medikamente ein. „Eine aktive Auseinandersetzung mit Diagnosen, verschiedenen Behandlungsmaßnahmen und Einschätzungen von Ärzten findet kaum statt“ (Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 277).
Folglich können materielle Ressourcen, kultureller Hintergrund und Bildungsstatus im Zusammenhang mit dem körperlichen Gesundheitszustand von Familien sowie deren Gesundheitsbewusstsein gebracht werden. Neben körperlichen Auswirkungen kann gesundheitliche Benachteiligung auch psychische Folgen für die Familie haben Studien bestätigen, dass insbesondere Kinder unter den Auswirkungen gesundheitlicher Benachteiligung leiden. Sichtbare Zahnfäule, Läuse, Fettleibigkeit oder ein ungepflegter Gesamtzustand können dazu führen, dass sie von Gleichaltrigen ausgeschlossen oder gar gehänselt werden (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 71ff, 277ff; Münster, E./Letzel, S. 2008, S. 65ff).
Die aufgeführten Daten zeigen deutlich, dass sich prekäre Lebenslagen in Deutschland, wie Arbeitslosigkeit, Migrationsstatus, niedriges Bildungsniveau oder finanzielle Notstände, auf die physische und psychische Gesundheit von Familien auswirken. Insbesondere die Kinder sind dabei die Leittragenden. Ihre geistige, sprachliche und körperliche Entwicklung beruht auf dem Verantwortungsbewusstsein und der Fürsorge der Eltern. Eine frühe gesundheitlich benachteiligte Lebenslage kann bis ins Erwachsenenalter negative Konsequenzen für die Persönlichkeitsentwicklung einer Person haben. „Wie ein roter Faden zieht sich diese beeinträchtigte Gesundheitsbiografie von der Geburt bis ins Erwachsenenalter: niedrigeres Geburtsgewicht, höhere Säuglingssterblichkeit, schlechtere Versorgung, weniger Vorsorgeuntersuchungen, verzögerte motorische, sprachliche und geistige Entwicklung, dadurch schlechtere Startbedingungen für die Schullaufbahn, niedrigere Schulabschlüsse, dementsprechend schlechtere Perspektiven für die Zukunft“ (vgl. Mangelsdorff, U. 2008, S. 111).
Der familialen Dimension, zu der Lebensform, Familienklima, Paarbeziehung, Eltern-Kind-Beziehung sowie Alltags- und Erziehungskompetenzen gehören, wird im Zusammenhang mit Benachteiligung eine entscheidende Rolle zugesprochen. Neben der bereits in Abschnitt 2.2 erläuterten Tatsache, dass für gewisse familiäre Lebensformen, wie Einelternfamilien oder Großfamilien, das Risiko in Benachteiligungslagen (z.B. materiell) leben zu müssen deutlich erhöht ist, scheinen auch innerfamiliäre Faktoren einen Einfluss auf das Ausmaß und die Folgen von Deprivation zu nehmen (vgl. Hock, B. u.a. 2000, S. 53ff; Mengel, M. 2007, S. 53ff).
Die Verfügbarkeit von Haushaltskompetenzen einer Familie ist in diesem Zusammenhang besonders bedeutsam. Familien, die beispielsweise nicht mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen wirtschaften können, Schwierigkeiten haben Termine einzuhalten (z.B. Schul- Arbeitsbeginn, Arzttermin, Termine bei Ämtern) oder nicht im Stande sind die Anforderungen des Haushaltes zu bewältigen (z.B. Ordnung, Sauberkeit, Versorgung der Kinder etc.), können auf familialer Ebene als benachteiligt klassifiziert werden (Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 77ff). Das Fehlen von Alltags- und Haushaltskompetenzen kann eine Ausweitung von Deprivation auf andere Lebensbereiche (z.B. Gesundheit, Berufstätigkeit etc.) nach sich ziehen. Insbesondere sozial benachteiligte Haushalte und Haushalte in prekären Lebenslagen – so von Studien und Experten bestätigt – scheinen vergleichsweise über ein geringeres Maß an Haushaltsführungskompetenzen zu verfügen. Vor allem der Umgang mit ihrem zumeist niedrigen Haushaltseinkommen bereitet diesen Familien Schwierigkeiten. Sie scheinen ihr Geld vermehrt lustorientiert auszugeben und weniger vorausschauend bzw. planend zu haushalten. Überschuldung und deren Konsequenzen können die Folge sein. Laut statistischen Daten ist eine unwirtschaftliche Hausführung einer der häufigsten Gründe für Überschuldung (vgl. BMAS 2005, S. 51ff). Als ein bezeichnendes, dokumentiertes Beispiel für lustorientiertes und unwirtschaftliches Haushalten kann die Aussage eines befragten Experten in dem Buch von Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. gesehen werden: Ein Mitarbeiter des Sozialamtes erklärt, dass nicht wenige seiner Klienten trotz knappen Budget zu Beginn des Monats Pizza bestellen und sich ab Mitte des Monats wundern, weshalb sich kein Geld mehr auf ihrem Konto befindet. Zudem - so ein weiterer Experte - geben benachteiligte Familien ihr verfügbares Einkommen weniger für Grundgüter wie Nahrung oder Bekleidung aus. Vorrangig werden finanzielle Mittel für Statussymbole und Unterhaltungselektronik verwendet und Bereiche wie Ernährung oder Bildung vernachlässigt (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 77ff).
Ohne diese Einschätzungen werten zu wollen, möchte ich darauf hinweisen, dass eine unwirtschaftliche Haushaltsführung bei Familien mit einem sehr geringen Einkommen deutlich mehr auffällt. Bei einkommensstarken Haushalten treten „unnötige Ausgaben“ oder „verschwenderisches haushalten“ weniger ins Gewicht und sie bleiben von Zuschreibungen, Beurteilungen oder Diskriminierungen von Experten aufgrund ihrer nicht vorhandenden Hilfebedürftigkeit verschont.
Neben der Verfügbarkeit von Haushaltsführungskompetenzen stellen eine qualitativ hochwertige Beziehung und Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern sowie Strategien der Stressbewältigung Faktoren dar, die „ebenfalls“ unabhängig von der sozialen Lage positive Entwicklungsmöglichkeiten für die Familie bieten. Auch für die Zukunftschancen von Heranwachsenden werden familiären Strategien und Interaktionsmustern eine besondere Bedeutung zu gemessen. „Kinder brauchen für eine gelingende Kindheit“ neben materieller Sicherheit, Bildung und positiven Vorbildern, „ein zufriedenes und ausgeglichenes Herkunftsmilieu“ (Meier-Gräwe, U. 2008, S. 62). Förderlich für die Entwicklung eines Heranwachsenden sind – so haben Studien belegt – ein gutes Familienklima, wenig innerfamiliäre Streitigkeiten sowie regelmäßige gemeinsame Aktivitäten mit der Familie. Auch für die Kompensation materieller Armut zeigen diese Faktoren positive Auswirkungen und können als Ressource von Kindern für die Überwindung von Armut betrachtet werden. Heranwachsende, die trotz materieller Defizite innerhalb der Familie positive Zuwendung erfahren haben, zeigen ein deutlich höheres Wohlbefinden und weisen bessere Zukunftschancen auf, als Kinder der Vergleichsgruppe (vgl. Hock, B. u.a. 2000, S. 53ff).
Wenn neben materieller Mangellage und einem geringen Bildungsstand der Eltern ungünstige familiale Sozialisationsbedingen hinzukommen, ist die Wahrscheinlichkeit bei der Überwindung von Armut zu scheitern und das Risiko Armutslagen an die nächste Generation weiterzugeben, deutlich höher. Zu negativen familialen Sozialisationsbedingungen gehören neben regelmäßigen, heftigen Auseinandersetzungen und wenig Zuwendung für das Kind, emotional belastende Probleme im Elternhaus (z.B. Scheidung, Tod, Schulden), bestrafendes, autoritäres Erziehungsverhalten, wenig Förderung von Autonomie, von der gesellschaftlichen Norm abweichende familiäre Lebensmuster sowie abweichende Normen und Werte in der Familie (vgl. Hock, B. u.a. 2000, S. 62f).
Hinzuzufügen wäre, dass Armutslagen und erschwerende Situationen zu einer enormen Belastung des familiären Systems führen. Eltern, die trotz Stress und Problemen sowie finanziellen Mangellagen ein positives Familienklima sowie eine ausgeglichene Beziehung zum Kind und Partner aufrechterhalten können, wird besondere Geschicklichkeit zugesprochen. Trotz benachteiligender Lebenslage(n) besitzen sie die Fähigkeit ihren Kindern bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen und sie vor negativen Folgen von Armut zu bewahren (vgl. Mengel, M. 2007, S. 57f).
Ein weiterer bedeutsamer Faktor, insbesondere in Bezug auf Ausmaß und Verteilung von Einkommensarmut, stellt die regionale Dimension dar. Benachteiligung kommt in allen Regionen der Bundesrepublik Deutschland vor. Dennoch sind gewisse Gebiete und Landesteile besonders betroffen. Daten und Studien zeigen, dass relative Einkommensarmut im Osten Deutschlands mit 22,6% etwa doppelt so häufig auftritt wie im Nord-Westen mit 12,3% oder Süd-Westen mit 11,7% des Landes. Wird die Risikogruppe „Kinder“ mit in die Datenlage einbezogen wird deutlich, dass ostdeutsche Kinder die Bevölkerungsgruppe in der BRD darstellt, die am häufigsten von Armut betroffen ist. Knapp jeder dritte Heranwachsende im Osten Deutschlands, der unter 20 Lebensjahre alt ist, lebte 2006 in relativer Einkommensarmut. Im Vergleich zu Gesamtdeutschland mit 17,5% ist die Anzahl betroffener Kinder in Ostdeutschland mit 31,9% fast doppelt so hoch. Die statistischen Daten zeigen, dass auch weitere Bevölkerungsgruppen sowie die Familienformen, die ohnehin finanziell benachteiligt sind, noch ein deutlich höheres Armutsrisiko aufweisen, wenn sie in Ostdeutschland leben (vgl. Statistisches Bundesamt 2008, S. 167f).
Neben der Abhängigkeit des Armutsrisikos von der geografischen Lage besteht ein Zusammenhang zwischen Gemeindegröße und Armutsbetroffenheit. Untersuchungen, beispielsweise im Rahmen der AWO-ISS-Studie zeigen, dass in Großstädten und Brennpunkten deutlich mehr Kinder von Armut betroffen sind. „In Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von weniger als 20.000 liegt die Armutsquote bei etwa 18 Prozent, bei Kommunen mittlerer Größe (zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern) liegt die Quote schon bei etwa 27 Prozent. In größeren Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern schließlich erreicht die Armutsbetroffenheit schon fast ein Drittel“ (Hock, B. u.a. 2000, S. 48).
Ein detailliertes Bild von der Armutsbetroffenheit einer mittelgroßen ostdeutschen Stadt soll das folgende Beispiel liefern.

References: EuGH 
 EuGH 
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