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Timestamp: 2018-07-19 07:34:59+00:00

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KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA- Bilanzverlust -16.064.847,43 ein Unternehmen der Aquila Gruppe - Diebewertung
KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA- Bilanzverlust -16.064.847,43 ein Unternehmen der Aquila Gruppe
Wir haben in den letzten Jahren so manche Bilanz von Unternehmen aus dem Umfeld des Unternehmens Aquila hier bei uns veröffentlicht, oft Bilanzen mit dann erschreckenden Ergebnissen für die Anleger die in Kapitalanlagen des Unternehmens investtiert haben. Hier ist wieder eine Bilanz die man schlichtweg nur als „Katastrophe“ bezeichnen kann und muss, wenn man die aus Sicht der Anlieger sieht.
An die KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffen dar.
Brorhilker, Wirtschaftsprüfer
Machner, Wirtschaftsprüfer
1. Beteiligungen 30.001,00 30.001,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 943.346,00 943.346,00
973.347,00 973.347,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 118.975,14 99.193,89
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 57.844,11 4.668,76
176.819,25 103.864,65
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.475,30 3.121,03
1.151.641,55 1.080.332,68
1. Kommanditaktionärskapital 9.478.570,00 9.478.570,00
2. Kapitalrücklage 6.969.203,00 6.969.203,00
3. Bilanzverlust -16.064.847,43 -16.055.762,68
382.925,57 392.010,32
Sonstige Rückstellungen 56.272,50 68.010,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 707.201,99 217.315,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 71.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 40.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.241,49 291.996,47
712.443,48 620.312,36
Gewinn- und Verlustrechnung für 2015
1. Sonstige betriebliche Erträge 11.341,51 350.000,00
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen 64.119,33 187.296,70
3. Erträge aus Beteiligungen 75.000,00 376.090,56
4. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 9.432.654,00
davon an verbundene Unternehmen EUR 15.247,47 (Vj. EUR 15.626,03) 31.306,93 33.133,23
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -9.084,75 -8.926.993,37
7. Jahresfehlbetrag -9.084,75 -8.926.993,37
8. Verlustvortrag -16.055.762,68 -7.128.769,31
9. Bilanzverlust -16.064.847,43 -16.055.762,68
Anhang für 2015
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2014
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 der KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA, Hamburg, ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden. Ergänzende Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet. Bei der Erstellung des Anhangs wurden größenabhängige Erleichterungen aus §274a HGB sowie § 288 HGB in Anspruch genommen.
Der Jahresabschluss enthält alle bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten.
Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt.
Posten der Aktivseite wurden nicht mit Posten der Passivseite, Erträge nicht mit Aufwendungen saldiert.
Die Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet.
Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit erforderlich, zu den niedrigen beizulegenden Werten bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Als Finanzanlagen sind die Anteile an der
First Climate AG, Bad Vilbel,
KI Hydro S.A., Luxemburg, Luxemburg,
CarbonRE AG, Zug, Schweiz,
KlimaINVEST Green Concepts GmbH, Hamburg,
Die Anteile an den Gesellschaften KI Hydro S.A. und CarbonRE AG sind aufgrund zweifelhafter Ertragsaussichten vollständig wertberichtigt. Die Anteile an der First Climate AG und der KlimaINVEST Green Concepts wurden zum Abschlussstichtag auf Basis einer aktualisierten Bewertung unverändert zum Vorjahr angesetzt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.
Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Vermögenseinlage ist die KlimaINVEST Management GmbH, Hamburg.
Das gezeichnete Kapital der Kommanditaktionäre ist voll eingezahlt.
Das Grundkapital (gezeichnete Kapital) besteht aus 9.478.570 Stückaktien. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Der auf jede einzelne Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt EUR 1,00.
Das gemäß § 272 (2) Nr. 1 HGB als Kapitalrücklage ausgewiesene Agio beträgt zum Ablauf des Geschäftsjahres insgesamt EUR 6.969.203.
Bei einer Kapitalerhöhung in 2007 wurden 79.700 Stammaktien mit einem Aufgeld (Agio) je Stück von EUR 149,00 ausgegeben und in 2008 wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung weitere 493.570 Stammaktien mit einem Aufgeld (Agio) je Stück von EUR 7,90 ausgegeben, so dass die Rücklage in 2008 insgesamt EUR 15.774.503,00 betrug, wovon eine Kapitalerhöhung aus Eigenmitteln in Höhe von EUR 8.805.300 in 2008 erfolgte, sodass sich hiernach eine Rücklage von EUR 6.969.203 ergab.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Erstattungsansprüche für Kapitalertragssteuer.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen, Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin in Höhe von EUR 707.201,99 (Vorjahr: EUR 259.954,52). Darin enthalten sind Darlehen über insgesamt EUR 430.000,00, welche mit 3 bzw. 8 % p.a. verzinst werden.
Von den Verbindlichkeiten haben EUR 546.701,99 (Vorjahr: EUR 328.315,89) eine Restlaufzeit größer fünf Jahre sowie EUR 160.500,00 eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Die verbleibenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.
Die sonstige betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 87) Rechts- und Beratungsaufwand sowie mit TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 20) Aufwand für Buchführung und Steuerberatung. Aufgrund der in 2014 erklärten Besserungsscheine für nicht berechnete Aufsichtsratsvergütungen beträgt der Aufwand für Aufsichtsratvergütungen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50).
Die Erträge aus Beteiligung im Geschäftsjahr beinhalten Dividenden der Beteiligung KlimaINVEST Green Concepts GmbH. Im Vorjahr entfallen die Erträge aus Beteiligung vollständig auf die Beteiligung First Climate AG.
In den Jahren 2010 bis 2015 wurden gegenüber der Komplementärin Besserungsscheine in Höhe von jeweils EUR 180.000,00, insgesamt zum Stichtag 31. Dezember 2015 EUR 1.080.000,00 für nicht berechnete Geschäftsführungsvergütungen erklärt, wonach im Falle einer Besserung der Geschäftslage diese Geschäftsführungsvergütungen nachträglich berechnet werden.
In 2014 wurden gegenüber der Gesellschaft Besserungsscheine in Höhe von EUR 350.000,00 für nicht berechnete Aufsichtsratsvergütungen sowie auf zukünftige Aufsichtsratsvergütungen erklärt, wonach im Falle einer Besserung der Geschäftslage diese Aufsichtsratsvergütungen nachträglich berechnet werden. Die Besserungsscheine belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf insgesamt EUR 400.000,00.
Die Geschäftsführung obliegt ausschließlich der persönlich haftenden Gesellschafterin,
KlimaINVEST Management GmbH, Hamburg,
deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Herr Dr. Dieter Rentsch, CIO Aquila Gruppe, Hamburg
Herr Dr. Rentsch ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Aufsichtsratsmitglieder waren 2015:
Herr Dr. Michael Dröge, Rechtsanwalt, (Vorsitzender),
Herr Matthias Werner, Unternehmensberater, (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Dr. Florian Becker, Rechtsanwalt, ab 24. September 2015
Herr Detlef Schön, Kaufmann, bis 24. September 2015
Beteiligungsbesitz § 285 Nr. 11 HGB
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Beteiligungen:
Name des Unternehmens: First Climate AG (ehemals: 3C Holding AG)
Sitz des Unternehmens: Bad Vilbel
Höhe des Anteils am Kapital: 29,9 %
Eigenkapital: 5.249.360,06 EUR (31.12.2015)
Jahresergebnis: -409.089,01 EUR (2015)
Name des Unternehmens: CarbonRe AG
Sitz des Unternehmens: Zug, Schweiz
Höhe des Anteils am Kapital: 18,75 %
Eigenkapital: -114.599,00 CHF (31.12.2015)
Jahresergebnis: 2.815,93 CHF (2015)
Name des Unternehmens: KI Hydro S.A.
Sitz des Unternehmens: Luxemburg, Luxemburg
Höhe des Anteils am Kapital: 3,98 %
Eigenkapital: -340.204,97 EUR (31.12.2015)
Jahresergebnis: -34.360,63 EUR (2015)
Name des Unternehmens: KlimaINVEST Green Concepts GmbH
Höhe des Anteils am Kapital: 30%
Eigenkapital: 1.601.363,24 EUR (31.12.2015)
Jahresüberschuss: 620.470,47 EUR (2015)
KlimaINVEST Management GmbH
Lagebericht für 2015
Gesellschaftszweck ist die Akquisition, strategischen Unterstützung und der Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen und Projektgesellschaften in den Bereichen CO2 Emissionsrechte, erneuerbarer Energien und Umwelttechnologien. Sie erwirbt Beteiligungen an Unternehmen und Projekten in diesen Bereichen.
Der Handel mit Emissionsrechten hatte sich im Verlauf des Jahres 2015 im Vergleich zum Vorjahr erholt; Preise und Volumina stiegen im Vorfeld der Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember 2015 an.
Das Klimaabkommen hat im Ergebnis den Klimaschutz auf die politische Agenda zurück befördert. Das Abkommen setzt sehr anspruchsvolle Ziele für die langfristige Minderung der Treibhausemissionen und schafft einen Rahmen innerhalb dessen die Staatengemeinschaft schrittweise auf die Erreichung dieser Ziele hinarbeiten will. Neu sollen auch die Schwellen- und Entwicklungsländer ihren Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Im Gegenzug wollen die Industrieländer mittelfristig über 100 Milliarden Dollar pro Jahr für emissionsmindernde Maßnahmen und die Anpassung an den Klimawandel in weniger entwickelten Ländern bereitstellen.
Die genaue Ausgestaltung des Abkommens wird aber erst in den kommenden Jahren festgelegt. Entsprechend gewannen zu Jahresbeginn 2016 wieder fundamentale und klassische Werttreiber (Energienachfrage, Ölpreisentwicklung) an Bedeutung, sodass die Preise für CO2-Minderungszertifikate deutlich nachgaben.
Im Geschäftsjahr mussten gegenüber dem Vorjahr keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen werden. Aus der Beteiligung an der KI Green Concepts GmbH konnte erstmals eine Ausschüttung erzielt werden, welche die Aufwendungen der Gesellschaft im Geschäftsjahr nahezu decken konnte und zu einer Stabilisierung der operativen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft beigetragen hat.
Investments in neue oder bestehende Beteiligungen erfolgten nicht, stattdessen wurde damit begonnen, das Beteiligungsportfolio zu bereinigen.
Die Geschäftsführungsvergütungen wurden bereits in 2009 vertraglich reduziert und der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst. Die bereits bis Ende 2014 gestundeten und zukünftigen Aufsichtsratsvergütungen wurden gegen Besserungsschein erlassen.
III. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR -9 (Vorjahr: TEUR -8.927) erwirtschaftet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Vorjahr gegen Besserungsschein aufgelöste gestundete Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 350. Im Geschäftsjahr entfallen die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen auf Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 87) Rechts- und Beratungsaufwand sowie mit TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 20) Aufwand für Buchführung und Steuerberatung. Aufgrund der in 2014 erklärten Besserungsscheine für nicht berechnete Aufsichtsratsvergütungen beträgt der Aufwand für Aufsichtsratvergütungen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50).
Die Erträge aus Beteiligungen entfielen im Geschäftsjahr mit TEUR 75 auf eine Dividende der KI Green Concepts, im Vorjahr mit TEUR 376 auf eine Dividende der First Climate AG.
Im Geschäftsjahr mussten keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen werden. Die Abwertung im Vorjahr entfällt nahezu ausschließlich auf die Beteiligung an der First Climate AG.
IV. Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Wesentlichen durch kurz- und langfristige Finanzierungen von Unternehmen der Aquila Gruppe. Zum Jahresende wurde die Finanzierung prolongiert und komplett auf die Komplementärin überführt und gebündelt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt. Aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage ist die Gesellschaft auch in der Zukunft in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen.
V. Vermögenslage
Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages 2015 in Höhe von TEUR -9 auf TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 392) vermindert und beträgt 33,3 % der Bilanzsumme. Von dem Gesamtvermögen von TEUR 1.152 entfallen TEUR 973 (84,5 % der Bilanzsumme) auf Finanzanlagen.
Die Finanzanlagen sind im Wesentlichen durch die Beteiligung an der First Climate AG, Bad Vilbel, geprägt (TEUR 943). Daneben besteht eine Beteiligung an der KlimaINVEST Green Concepts GmbH, Hamburg, über TEUR 30 deren stillen Reserven aufgrund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips nicht bilanziert werden. Die Beteiligungen an der KI Hydro S.A., Luxemburg, (Luxemburg) sowie CarbonRe AG, Zug (Schweiz) sind auf Erinnerungswerte vollständig wertberichtigt. Die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft wird bestimmt durch die Entwicklung dieser Beteiligungen.
1. First Climate AG
Am 7. Juli 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung der First Climate AG statt, in der die Eckdaten des Geschäftsjahres 2015 dargelegt wurden. Die First Climate AG hat sich in den letzten sieben Jahren von einem ehemals global ausgerichteten CO2-Minderungszertifikate Entwickler zu einem heute auf verschiedene Umweltschutzbereiche konzentrierten Dienstleister mit Schwerpunkt Europa konsolidiert.
Aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen zu Jahresbeginn 2015 hatte der Vorstand der First Climate AG eine pessimistische Grundhaltung in Bezug auf die möglichen Ergebnisse eingenommen. Gründe waren:
eine nur durchschnittliche bis schwache Weltkonjunktur,
daraus abgeleitet, historisch niedrige Rohstoffpreise, insbesondere für Erdöl,
ein massives Überangebot bei projektbasierten CO2-Zertifikaten (CERs) und
ein dauerhafter Angebotsüberhang auf dem Markt für freiwillige Emissionsminderungszertifikate mit weiter sinkenden Zertifikatspreisen bei leicht abnehmender Nachfrage.
Die abschließenden Ergebnisse für 2015 lagen demgegenüber in Summe leicht über den Erwartungen:
die Umsatzerlöse lagen mit EUR 14,3 Mio. deutlich über Plan und damit ca. 30% über dem Vorjahreswert (EUR 10,9 Mio.),
die Materialaufwendungen stiegen von EUR 5,5 Mio. in 2014 auf EUR 8,7 Mio. in 2015, jedoch prozentual deutlich stärker, was den Margenverfall auf Grund der zuvor geschilderten Marktentwicklungen bei CO2-Zertifikaten verdeutlicht, und
die Personalaufwendungen in Höhe von EUR 3,3 Mio. stellten sich gemäß den Planungen in Einklang mit den Werten des Vorjahres (EUR 3,2 Mio.) dar. Dies ging mit einer stabilen Anzahl an Mitarbeitern einher.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte mit TEUR -38 deutlich verbessert werden (Vorjahr: TEUR -1.164) und das Jahr nahezu ausgeglichen abgeschlossen werden.
Der Jahresfehlbetrag konnte im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -1.175 um über TEUR 750 auf nunmehr TEUR -409 verringert werden.
Die Eigenkapitalquote konnte auf 67,7% von 64,7% im Vorjahr gesteigert werden konnte.
Die Liquidität zum 31.12.2015 betrug TEUR 3.976 gegenüber TEUR 3.906 zum Ende 2014 und war damit leicht erhöht. Der Stand Ende Juni 2016 beträgt TEUR 4.132. Damit manifestiert sich die nach wie vor unveränderte, sehr stabile finanzielle Lage des Unternehmens.
Als Ausblick erwartet der Vorstand der First Climate AG für das Jahr 2016 ein Zwischenjahr mit dem Grundtenor einer Neustrukturierung und eines Neuaufbaus. Er geht nach den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 von einer deutlich besseren Performance aus und rechnet mit einem leicht positiven Betriebsergebnis in der Größenordnung von rund TEUR 200 für das gesamte Jahr 2016 in Gänze. Ausschlaggebend sei hierfür sei insbesondere die gute Performance des Geschäftsbereichs Klimaneutral- und Wasserdienstleistungen. Die Optimierungen hinsichtlich der Sales-Mannschaft haben sich hier positiv ausgewirkt.
Das Pariser Klimaschutzabkommen gibt nach Einschätzung der First Climate AG erstmals wieder politischen Rückenwind. Allerdings müssen zahlreiche Aspekte des Abkommens in den kommenden Jahren konkretisiert werden. Die Auswirkungen für das Geschäft der First Climate AG seien deshalb derzeit erst in Ansätzen absehbar. Aus diesem Grunde sehen sich Vorstand und Management auch nicht in der Lage, eine fundierte, nachhaltige und detaillierte Mehrjahresplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren zu präsentieren. Vorstand und Management arbeiten mit einer „rollierenden 12-18 Monatsplanung“ für das Kerngeschäft und analysieren daneben ständig neue Märkte, Projekte und Geschäftsmodelle und deren potentielle Chancen und Risiken zur weiteren Entwicklung sowie deren Beitrag zum Unternehmenserfolg.
Das Pariser Abkommen haben auch die Grundsteine für neue CO2-Marktmechanismen gelegt. Deren Ausgestaltung wird aber nach Einschätzung des Vorstands der First Climate noch Jahre in Anspruch nehmen. Ein neuer Massenmarkt für CO2-Zertifikate analog zur Boomphase des CDM sei derzeit nicht absehbar.
Die Geschäftsführung der KIH schließt sich dieser Einschätzung an. Eine Wertaufholung der Beteiligung ist von einem Wiedererstarken der weltweiten bzw. europäischen Klimaschutzbestrebungen abhängig, die frühestens mittelfristig zu erwarten sind.
2. KlimaINVEST Green Concepts GmbH
Nach Einschätzung der Geschäftsführung der KlimaINVEST Green Concepts GmbH war das Jahr 2015 grundsätzlich entscheidendes und positives Jahr für den globalen Klimaschutz. Auf diesem Weg hat sich die KlimaINVEST Green Concepts (KIGC) im Bereich klimaneutrale Energieversorgung auch 2015 weiter etabliert und konnte die wirtschaftlichen Ergebnisse nicht nur bestätigen, sondern erneut verbessern.
Die klimaneutrale Energieversorgung und der dafür notwendige Handel mit Ökostrom-Herkunftsnachweisen (HKN) für Ökostrom und mit CO2-Minderungsrechten (VER) für klimaneutrales Erdgas – sogenanntes Ökogas – hat sich in den vergangenen vier Jahren von 2012 bis 2015 innerhalb in der KIGC mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von mehr als 20 % p. a. entwickelt.
Das ursprünglich zweiköpfige Team der KlimaINVEST Green Concepts GmbH, das innerhalb der Aquila-Gruppe Ende 2009 gegründet wurde, ist seitdem auf 13 Mitarbeiter angewachsen. Der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt dabei weiterhin klar im erfolgreichen Vertrieb von Ökostrom und klimaneutralen Ökogas-Produktkonzepten und der damit verbundenen Lieferung der gesetzlich vorgeschriebenen Ökostrom-Herkunftsnachweisen und den freiwilligen, jedoch inzwischen zum „Industriestandard“ herangewachsenen Voluntary Emission Reductions (VER) im Bereich der klimaneutralen Wärmeversorgung, insbesondere beim klimaneutralen Ökogas. Die KIGC hat auch in 2015 die sehr engen und soliden Beziehungen zu den Energieversorgern und Stadtwerken in Deutschland gepflegt und ausgebaut. Im Kundenportfolio 2015 der KIGC befinden sich nun mehr als 200 Energieversorger, die die vertrauensvolle und inzwischen langjährige Zusammenarbeit mit der KIGC schätzen.
Insbesondere die Konzentration auf das Marketing der Energieversorger beeinflusst positiv die steigenden Vertriebsmengen und somit die steigenden Verkaufszahlen der KIGC. So hat die KIGC auch dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der Ökostromkunden in Deutschland von etwa 0,6 Millionen Verbrauchern im Jahr 2005 auf 6,0 Millionen Verbraucher im Lieferjahr 2014 verzehnfacht hat. Die ausgeprägt stabilen und auch zahlenmäßig wachsenden Kundenbeziehungen zwischen der KIGC und den Energieversorgern führten zu einem weiteren Umsatzwachstum in 2015 auf 3,3 Mio. EUR und einem Wachstum beim EBITDA auf 919 TEUR.
Vor dem Hintergrund des „Rückenwinds“ aus dem Pariser Weltklimavertrag und dem damit einhergehenden „Handlungsbedarf im Energiesektor plant die Geschäftsleitung der KIGC trotz weiter steigendem Preisdruck und verschärfter Wettbewerbssituation eine Fortführung des Wachstums in 2016 und eine weitere Steigerung des Umsatzes und des EBITDA.
3. KI Hydro S.A.
Unverändert zum Vorjahr lässt sich auf dem aktuellen Strom- und CO2-Preisniveau ein wirtschaftlich attraktives Szenario für das Bosna-Projekt nicht ableiten und Investoren für den Bau von Wasserkraftwerken gewinnen. Bestrebungen die Konzessionen zu verkaufen führten zu keinen belastbaren Ergebnissen und eine mögliche Wiederbelebung oder Wertaufholung erscheint nicht wahrscheinlich.
Vor diesem Hintergrund hat die KI Hydro S.A. ihre Anteile an den Technor Energy AS, Tromsö, Norwegen, und Technor Energy AB, Stockholm, Schweden am 12. Mai 2016 veräußert.
Es ist geplant, die Gesellschaft im zweiten Halbjahr 2016 zu liquidieren.
4. CarbonRe Securities AG, Zug (Schweiz) und CarbonRe AG, Zug (Schweiz)
Zu der komplett wertberichtigten CarbonRe AG, Zug (Schweiz) wurden die fehlenden Jahresabschlüsse nachgeholt und die Erfolgsaussichten einer möglichen Wertaufholung analysiert. Eine mögliche Wiederbelebung oder Wertaufholung ist nicht gegeben. Vor diesem Hintergrund wurde für die Beteiligung in Lichtenstein im Januar 2016 die Liquidation eingeleitet und die weiteren Beteiligungen in Frankreich veräußert.
Aufgrund des Pariser Klimaabkommens und der daraus für den europäischen Markt erwarteten positiven Marktaussichten werden derzeit Expansionsmöglichkeiten mit strategischen Partnern für die KlimaINVEST Green Concepts GmbH geprüft. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung seit dem 31. Dezember 2015 haben sich nicht ergeben.
VII. Risikomanagementziele und -methoden
Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Reduktion der Risiken und dadurch eine mittelbare Erreichung positiver Ergebnisse bei den Beteiligungen.
Weiterhin dienen die Risikomanagementaktivitäten dem frühzeitigen Erkennen von Risiken in den Beteiligungsunternehmen. Die vertraglichen Regelungen mit den Beteiligungsunternehmen stellen sicher, dass die zur Beurteilung der Risikosituation der Projektgesellschaften notwendigen Informationen der Gesellschaft zur Verfügung stehen und die Gesellschaft auf aktuelle Entwicklungen reagieren kann.
Die Risiken der Gesellschaft werden nach der Bruttomethode dargestellt.
VIII. Risiko- und Chancenbericht
Die Entwicklung der von der Gesellschaft eingegangenen Beteiligungen ist grundsätzlich mit den für diese Anlageklasse typischen Risiken verbunden. Es ist insofern nicht auszuschließen, dass einzelne Unternehmensbeteiligungen ganz oder teilweise ausfallen. Im Übrigen wird durch Diversifizierung in Verbindung mit einer sorgfältigen Auswahl der Beteiligungsunternehmen angestrebt, im Zeitablauf auch bei Ausfall einzelner Investments relevante Überschüsse im Beteiligungsportfolio zu erzielen.
Chancen können sich insbesondere aus Markwertsteigerungen der Beteiligungsunternehmen ergeben.
IX. Prognosebericht
1. Ertragsprognose der KlimaINVEST
Ein positives Jahresergebnis kann nur erwartet werden, wenn Rückflüsse aus den Finanzanlagen erfolgen sollten. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung der FirstClimate ist eine weitere Dividendenzahlung aus dieser Beteiligung in 2016 nicht zu erwarten. Aufgrund des stetigen und positiven Geschäftsverlaufs der KIGC wird eine fortlaufende Ausschüttung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein leicht positives Jahresergebnis erwartet.
2. Prognose der Liquidität der KlimaINVEST
Dadurch, dass die Gesellschaft bis zum heutigen Zeitpunkt fast keine nennenswerten Beteiligungserlöse aus Dividenden oder Verkäufen generiert haben, wurde die Vergütung der persönlich haftenden Gesellschafterin bereits in 2009 an die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft angepasst.
Für die Geschäftsjahre 2010 bis einschließlich 2015 wurde der in 2009 vereinbarte Verzicht der persönlich haftenden Gesellschafterin auf die geschuldete Vergütung fortgeführt. In Höhe der Hälfte des Vergütungsanspruchs erfolgt der Verzicht gegen Besserungsschein. Dieser Anspruch entsteht neu, sofern der Jahresüberschuss im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 20 HGB (exklusive Abschreibungen) in einem Geschäftsjahr mindestens EUR 500.000,00 beträgt und die KlimaINVEST über eine ausreichende Liquidität verfügt.
Unter Berücksichtigung dieser Vereinbarungen und der Aussetzung der Zahlung an die persönlich haftende Gesellschafterin ab September 2009 und dem Zufluss liquider Mittel aus der Darlehensaufnahme ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sichergestellt, so dass die Geschäftsführung von der Unternehmensfortführung ausgeht.

References: § 317
 §274
 § 288
 § 250
 § 272
 § 181
 § 285
 § 275