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Timestamp: 2018-09-22 11:51:00+00:00

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DL7SP Ham-Radio-Station
QSL-Zufallsgalerie
OV Überwald
Gelöschte DXCCs
Die Entwicklung des Amateurfunks
Von den Anfängen bis in unsere heutige Zeit
Am Anfang stand die kabelgebundene Telegraphie
Die Anfänge der Funktechnik
Anfangszeit des Amateurfunks
Während des Nationalsozialismus in Deutschland
Wie die Geschichte jedes anderen Funkdienstes, beginnt die Geschichte des Amateurfunk eigentlich im vorigen Jahrhundert – nur tickten die Uhren des Amateurfunkdienstes machmal etwas schneller als die anderer Funkdienste …
Mit den theoretischen Voraussagen James C. Maxwells (um 1870) über die Verknüpfung zeitlich veränderlicher elektrischer und magnetischer Felder und die Möglichkeit ihrer räumlichen Ausbreitung (elektromagnetische Wellen) wurde das Fundament aller funktechnischen Anwendungen gelegt.
Am 29. November 1888 konnte diese Hypothese durch Heinrich Hertz mittels Funkenstrecken experimentell bewiesen werden. Womit auch die Wurzeln für die Bezeichnungen für Funker und Funkdienste gelegt wurden. Angeregt durch die Experimente von Hertz und Branly (Kohärer, 1891) wurde die Möglichkeit des Empfangs derartiger elektromagnetischer Wellen mit "Antennen" durch Alexander Stepanowitsch Popow seit 1895 in Experimenten zur Registrierung atmosphärischer Entladungen demonstriert. In einer Experimentweiterentwicklung gelang es Popow, am 7. Mai 1895 die Möglichkeit der drahtlosen Nachrichtenübermittlung über 60 m zu demonstrieren und am 24. März 1896 ein Funktelegramm über eine Entfernung von 250 m zu senden und zu empfangen. Als weitere Pioniere der drahtlosen Telegraphie seien hier auch Guglielmo Marconi (17. Mai 1896 Überbrückung von 2400 m) und Ferdinand Schneider (24. März 1895) genannt. Am 24. März 1895 führte Ferdinand Schneider während eines Experimentiervortrags im Saal der "Harmonie" am Peterstor in Fulda weltweit zum ersten Mal seine Erfindung der drahtlosen Telegrafie vor – ein halbes Jahr vor seinem italienischen Konkurrenten Guglielmo Marconi, der dafür 1909 den Nobelpreis erhielt. Im Gegensatz zu Marconi, einem Sohn reicher Eltern, fehlte Schneider das Kapital zur Verwirklichung seiner revolutionären Ideen. Ferdinand Schneider war ein echter und heute kaum noch bekannter Pionier, der unter anderem bereits vor dem 1. Weltkrieg die Funkuhr erfand.
Kurz nachdem Guglielmo Marconi am 12. Dezember 1901 das Morsezeichen für den Buchstaben "s" von England (Poldhu) nach Neufundland gesendet hatte (fast 3000 Kilometer), versuchten Amateure in der ganzen Welt, die Möglichkeiten der Funkensender zu ergründen.
Die Leistung von Funkenstrecken reicht aber nicht aus, um die Entfernung zur Nachrichtenübertragung wesentlich zu steigen. Zahlreiche technische Erfindungen sollten in der Zukunft zum Siegeszug der drahtlosen Kommunikation beitragen: 1904 wurde der Kristalldetektor (eine Vorform moderner Halbleiterdioden) bekannt und vereinfachte die Konstruktion von Empfangsapparaten. 1906 meldeten Robert von Lieben (am 4. März 1906, Patentschrift Nr. 179 807) und Lee de Forest (am 25. Oktober 1906, US-Patent 841 387) ihre Patente zu Elekronenröhren an. R. von Lieben konnte 1910 den Entwicklungsstand von Elektronenröhren drastisch vorantreiben (10. Dezember 1910, Patentschrift Nr. 249 141), mit denen seit 1913 elektrische Schwingungen in Rückkopplungsschaltungen (Alexander Meißner) erzeugt werden konnten. Die Entwicklung der Funkdienste sollte nach dem ersten Weltkrieg sprunghaft ansteigen.
Die Enthusiasten dieser Zeit waren gleichzeitig die ersten Funkamateure, ihrem Improvisationsgeschick waren keine Grenzen gesetzt. Es ergaben sich aber zu dieser Zeit auch schon zahlreiche kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten, so daß die Funkamateure bald nur auf Wellenlängenbereichen unterhalb 200 m (oberhalb 150 kHz) experimentieren durften, die für kommerzielle Zwecke als nicht brauchbar schienen. Und als Ironie des Schicksals – der Tatendrang der Funkamateure sollte aber schon bald zu weiteren Einschränkungen führen.
Die erzielbaren Reichweiten in diesen Wellenlängenbereichen wurden immer größer: 800 km, 1500 km – und dies war nur durch röhrenbestückte Geräte (Sender und Empfänger) möglich. Um 1920 wurden besonders von englischen Amateuren wiederholt amerikanische Kurzwellenstationen gehört, die Bestätigung der Richtigkeit war überraschend. Auf der Wellenlänge von 110 m wurde am 16.11.1923 zwischen dem französische Amateur F8AB in Nizza und den Amerikanern 1MO und 1XAM der erste interkontinentale (Europa – Ostküste der USA) Funkverkehr hergestellt, 1924 konnte die größtmögliche interkontinentale Entfernung (Großbritannien – Neuseeland) überbrückt werden. Diese Erfolge sollten sich auch auf weitaus kürzeren Wellenlängen einstellen. In diesen Experimenten konnten zahlreiche Erfahrungen zu den Ausbreitungsbedingungen erhalten werden, neben den elektronischen Grundlagen wohl eins der wichtigsten Fundamente des Funkbetriebes.
Die Funkamateure sollten aber in der Folge nicht mehr allein sein.
Um ihre Interessen zu vertreten, schlossen sie sich zu nationalen und internationalen Interessenvertretungen zusammen: 1914 entstand die American Radio Relay League (ARRL), die damals bereits 6000 Amateure umfaßte. Die Anfänge der deutschen Amateurfunkbewegung liegen 1923/1924. Es begann erst einmal mit dem "Deutschen Empfangsdienst". In Deutschland werden am 14.5.1924 erstmals die ersten Empfangskonzessionen an Radioamateure erteilt. Sie tragen die Bezeichnung: "Audion-Versuchserlaubnis für die private Errichtung einer Funkempfangsanlage". Die Bewerber hatten sich über entsprechende technische Kenntnisse auszuweisen. Sendelizenzen wurden von der Weimarer Regierung vorerst nicht vergeben. Später wurde der "Deutsche Funktechnische Verband" (DFTV) mit seiner Wochenzeitschrift "Der Funkbastler" in Berlin ins Leben gerufen. Am 20. März 1926 erfolgte die Gründung des "Deutschen Sendedienstes" (DSD), der später in "Deutscher Amateur-Sende- und Empfangsdienst" (DASD) umbenannt wurde.
Die Verteidigung der Interessen auf internationaler Grundlage nimmt seit 1925 die internationale Vereinigung IARU (International Amateur Radio Union) war, der bei ihrer Gündung am 18.7.1925 in Paris 25 nationale Verbände (heute 125) angehörten. Die Rechte der Funkamateure werden seit 1947 im Zusammenhang mit anderen Funkdiensten durch die internationale Fernmeldeunion (ITU) geregelt.
Die Beschäftigung mit dem Amateurfunk blieb in Deutschland schwer. Am 1.9.1939 zog die Reichspostdirektion alle 529 Amateurfunklizenzen zurück. Später bestanden nur 35 Sendegenehmigungen. Im Mai 1945 wurde der DASD als Verein verboten. Nach dem Kontrollratsgesetz Nr. 76 war nur noch das Hören von Rundfunksendern erlaubt. In der Bundesrepublik Deutschland wurde erst später der WBRC und dann im September 1950 der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) gegründet. In der DDR wurden am 14. Juli 1953 die ersten 16 Amateurfunkgenehmigungen wieder erteilt. Am 1. Januar 1991 schließt sich der Radiosportverband der DDR (vormals Radioclub der DDR) dem DARC an.
Durch die immer stärkere Kommerzialisierung tritt die Vorreiterrolle des Amateurfunks immer mehr in den Hintergrund. Die heute weiterhin bestehende Möglichkeit zum Amateurfunk ist somit eine Reverenz an die Leistung der Amateurfunkpioniere.
Aber für neue Anwendungsmöglichkeiten ist der Amateurfunk weiterhin für eine Pionierleistung fähig: Am 5. März 1965 wurde der erste aktive Satellit für den Amateurfunk in Betrieb genommen. Der erste kommerzielle Satellit "Early Bird" sollte erst einen Monat später folgen.
Heute gibt es aber neben den privaten Anwendungen immer noch Aktivitäten zu weltweiten Beobachtungsaktionen zur Funkwellenausbreitung, insbesondere auf den hochfrequenten Frequenzbereichen.
Und trotz technischer Hochrüstung bleibt die Menschheit auf eine zutiefst humanistische Tätigkeit der Funkamateure angewiesen: Ihr Einsatz in Notfällen und Katastrophen, wo andere Kommunikationswege zerstört und nicht benutzbar sind. Und dies mindestens seit 1928: Am 2. Juni 1928 nahm der russische Funkamateur Nikolai Reinhold Schmidt über einen selbst gebastelten Kurzwellenempfänger den Notruf des Luftschiffs Italia auf. Beim Flug über den Nordpol war der italienische Polarforscher Umberto Nobile mit der Italia in einen Schneesturm geraten und nördlich von Spitzbergen abgestürzt. Die Überlebenden trieben auf einer Eisscholle. Eine weltweite Rettungsaktion setzte ein, die ohne das Medium Funk nicht möglich gewesen wäre.
Der Amateurfunk kann also auf eine fast so lange Geschichte wie die Funktechnik insgesamt zurückblicken. Die Amateurfunker verbindet weltweit die Faszination an der Funktechnik. Das Basteln und Experimentieren am Gerät gehört genauso dazu wie die Versuche, weltweit Kontakt über Funk aufzunehmen. Es werden Wettbewerbe über die weitesten und meisten Funkverbindungen innerhalb bestimmter Zeit ausgeschrieben und bei Erreichen einer Anzahl Verbindungen mit verschiedenen Regionen "Diplome" verliehen. Um dafür die notwendigen Funkverbindungen nachweisen zu können, werden diese durch das gegenseitige Zusenden von sogenannten QSL-Karten schriftlich bestätigt.
Die Funkamateure dürfen nach der Vollzugsordnung für den Funkdienst kein wirtschaftliches Interesse am Funk haben. Funkamateure dürfen sich außer in Notfällen nicht zur Übertragung von Nachrichten (als Ersatz für das Telefon) bereit erklären. Gerade in Notfällen, wenn die anderen Kommunikationsmittel ausgefallen sind, haben aber Amateurfunker häufig wertvolle Dienste geleistet. So haben Amateurfunker bei Überschwemmungen, Erdbeben geholfen oder in Kriegen wie dem Golfkrieg und dem Krieg in Bosnien aktuelle Berichterstattung aus den Krisengebieten geliefert.
Durch die oft nur teilweise Nutzung der verfügbaren Funkfrequenzen geraten die Funkamateure immer wieder in Interessenskonflikte mit anderen Funkdiensten, die durch die Staaten geregelt werden müssen. Durch die staatliche Aufsicht ergeben sich zahlreiche, häufig auch juristische Fragen im Zusammenhang mit unserem schönen Hobby. Es ist interessant, zu beobachten, wie die staatlichen Organe jeweils auf den technischen Fortschritt mit dem Erlaß von entsprechenden Normen reagieren, aber auch wie staatliche Normen ihrerseits den Fortschritt beeinflussen können.
Nach der Entdeckung der Elektrizität wurden die optische Telegraphie (z.B. Licht- oder Flaggensignale) Mitte des 19. Jahrhunderts durch die elektromagnetische Telegraphie zur Nachrichtenübertragung abgelöst. Durch den Telegraphiercode von Samuel Morse, den er 1840 patentieren ließ, konnten durch Ausschläge einer Magnetnadel beim Empfänger, die auf Papier aufgezeichnet wurden, Nachrichten übertragen werden.
Ab 1850 gab es auch internationale Telegraphenverbindungen und bereits 1857 wurde das erste Transatlantikkabel verlegt und 1865 erfolgte die Gründung der ITU (Internationale Telegraphen-Union - heute International Telecommunication Union). Sie umfasste anfänglich 20 Länder Europas (heute sind es total 158 Staaten).
In Deutschland wurde durch das Telegraphengesetz von 1892 das Übermitteln von Nachrichten durch technische Einrichtungen wie zuvor das Übermitteln von Briefen ausschließlich der Deutschen Reichspost gestattet, d. h. es wurde analog zum alten "Postregal" ein neues "Telegraphenregal" eingeführt, das dem Reich, in Württemberg und Bayern wegen der eigenen Postverwaltung den Ländern zustand
Die Existenz elektromagnetischer Wellen wurde bereits vom schottischen Physiker James Clark Maxwell aufgrund der Arbeiten von Michael Faraday theoretisch vorhergesagt, bis der deutsche Physiker Heinrich Hertz in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts diese Wellen experimentell nachweisen konnte. Er wies den Empfang der Wellen mit Hilfe einer offenen Drahtschleife nach, zwischen deren Enden unter dem Einfluß wechselnder elektrischer Felder, Funken übersprangen. Dieses Phänomen gab dem ganzen Forschungsgebiet die Bezeichnung "Funkentelegraphie", eine Bezeichnung, die später in "Funk" abgekürzt wurde und auch heute noch in den Worten "Rundfunk" und "Amateurfunk" weiterlebt.
Ferdinand Schneider führte am 24. März 1895 während eines Experimentiervortrags in Fulda weltweit zum ersten Mal die drahtlose Telegrafie vor. 1897 begann auch der Italiener Guglielmo Marconi, Versuche mit elektromagnetischen Wellen anzustellen, um damit Nachrichten über größere Entfernungen zu übermitteln. Zunächst arbeitete er in Italien, aber erst nach seinem Wechsel nach England gelang ihm der große Durchbruch. Bereits 1901 glückte ihm die erste Nachrichtenverbindung über den Atlantik. Die von Marconi gegründete "Wireless Telegraph Co." vertrieb die neue Technik an kommerzielle Nutzer wie Schiffe und Leuchttürme.
Die Funktelegraphie verbreitete sich rasch auf der ganzen Welt. Durch den Wegfall der Drahtgebundenheit war die Funkübertragung nicht an Staatsgrenzen gebunden. Daher wurde am 3. November 1906 ein internationaler "Funkentelegraphievertrag" in Berlin geschlossen, der, wie der Vertrag von St. Petersburg, hauptsächlich zur Weiterleitung von Nachrichten verpflichtete. Am 16.7.1908 wurde ein Abkommen über Schiffstelegraphie geschlossen, das auch die Hilfe in Notfällen beinhaltete.
In Deutschland erstreckte man das Telegraphenregal nach der Entwicklung der drahtlosen Telegraphie und des Sprechfunkverkehrs wie selbstverständlich auch auf diese neuen Varianten der Nachrichtenübertragung, zuerst durch Auslegung, ab 7. März 1908 durch die Neufassung des Telegraphengesetzes.
Die Notwendigkeit der Reglementierung läßt sich beim Funkbetrieb sogar besser als bei der kabelgebundenen Telegraphie 1892 begründen, da bei unkontrolliertem Funkverkehr eine große Gefahr von gegenseitigen Störungen besteht.
Es gab zwar auch in der Anfangszeit der Funktechnik ab 1898 schon naturwissenschaftlich interessierte Menschen, die sich mit der neuen Technik befaßten, aber erst 1910 begannen in den USA und Kanda sowie in England Techniker und Telegraphisten in größerer Zahl damit, Versuche mit der drahtlosen Nachrichtenübermittlung anzustellen.
Die Funktechnik breitete sich innerhalb weniger Jahre auf der ganzen Welt aus. Nach der Entwicklung der ungedämpften Sender begannen Radioamateure auch mit dem Senden von Sprache und Musik. Die ersten Rundfunksender wurden von Funkamateuren betrieben, die ein eigenes Musikprogramm sendeten, wie z.B. A. Goldsmith in New York 1912 bis 1914.
In den USA gab es für den Amateurfunk zunächst Genehmigungen von der Marine mit dem Titel "United States Navy Issued".
Der Radio Club of Hartford wurde zur Keimzelle der American Radio Relay League (ARRL), die am 6. April 1914 gegründet wurde und deren Präsident bis 1936 H.P. Maxim war.
Die ersten Funkamateure, die mit Radiosendern experimentierten, waren C.H. Tilsley und G. Tonkin 1910. Die Lizenzen waren aber mit Einschränkungen versehen: Wellenlänge 1000 m oder 200 m, Sendung nur am Tage und zugelassene Reichweiten bis zu 10 Meilen (16 km).
Erstmals wurde dort die Freiheit der Funkamateure eingeschränkt. Sie bekamen bestimmte Wellen zugeteilt, und zwar die Wellen mit einer Länge von 150 bis 200 m ausschließlich und zwischen 200 und 275 m gemeinsam mit anderen Funkdiensten. Auf den Wellen unterhalb von 200 m Wellenlänge, den sogenannten Kurzwellen, war nach damaligem Erkenntnisstand kein vernünftiger Funkbetrieb möglich, da dort zu große Störungen auftraten und so überließ man diese den Funkamateuren.
Durch das Abschieben der Funkamateure auf die Kurzwellenfrequenzen wurde von den Funkamateuren viel auf diesem Gebiet experimentiert und schon bald entdeckt, daß in diesen Frequenzbereichen mit der geeigneten Technik sogar längere Verbindungen möglich waren als auf Lang- oder Mittelwelle.
So kamen Anfang der 20er Jahre die ersten Kurzwellenverbindungen zustande: Schon 1920 gelang es amerikanischen Funkamateuren, auf einer Wellenlänge von 170 m zu senden, 1923 bis herunter auf 100m. Wieder waren es Amerikaner, weil in Deutschland das Senden noch ganz verboten und in Großbritannien nur oberhalb von 150 m Wellenlänge erlaubt war. Am 16. November 1923 kam dann schließlich zwischen dem französische Amateur F8AB und den Amerikanern 1MO und 1XAM die erste transatlantische Kurzwellenverbindung zustande, von Nizza nach Hartford in den USA.
Im Oktober 1923 eröffnete in Berlin der erste deutsche Rundfunksender. Dieser durfte auch nur mit Empfängern gehört werden, die den Stempel der Reichstelegraphen-Verwaltung, einer Abteilung der Deutschen Reichspost, trugen.
Seit Juni 1925 begann sich der Sende- und Empfangsdienst in Deutschland zu organisieren. Es ging nun Zug um Zug. Im Juli 1925 wurde der Deutsche Funktechnische Verband (DFTV) gegründet, im Februar 1926 der erste Deutsche Sendetag veranstaltet. Es bildete sich der Deutsche Empfangsdienst (DED). Aus den Reihen des DFTV formierten sich die wenigen Sendeamateure zum Deutschen Sendedienst (DSD). Schon auf der dritten Kurzwellentagung in Kassel am 20. März 1927 schlossen sich DED und DSD zum Deutschen Amateur-Sende- und Empfangsdienst (DASD) mit 13 Landesgruppen zusammen.
Der DASD kämpfte in dieser Zeit gegen das Reichspostministerium (RPM) um die weitere Genehmigung von Empfangslizenzen. Leider waren alle Bemühungen vergeblich und so verfiel man darauf, mit "illegalen Tricks" den Funkamateuren in Deutschland das Ausüben ihres Hobbys zu ermöglichen. Es wurden sogenannte "unlis"-Rufzeichen verwendet, also nichtlizensierte Rufzeichen, die im Gegensatz zu den offiziellen mit 6 nur aus 5 Zeichen bestanden. Da dies bald zu offensichtlich wurde, verwendete man bald auch 6-stellige, die durch einfache Verschlüsselung nicht mehr den Landesgruppen zugeordnet werden konnten. Die Polizei hatte durch die Verordnung von 1924 zwar eine rechtliche Handhabe, gegen die "Schwarzsender" vorzugehen und besaß dazu auch ein Beschlagnahmerecht, aber da die Sender nur selten in Betrieb waren, war mit den damaligen technischen Mitteln in der Praxis wenig zu machen.
Im Januar 1928 trat das Fernmeldeanlagengesetz (FAG) als Neubekanntmachung des geändeten Telegraphengesetzes von 1892 in Kraft. Dieses basierte in wesentlichen Teilen auf seinem Vorgänger, führte aber neu den Begriff der Fernmeldeanlage als Oberbegriff für alle technischen Nachrichtenübermittlungsarten - Fernsprecher, Telegraph, Fernschreiber und Funk - ein. Für alle diese Anlagen wurde die Fernmeldehoheit des Reiches begründet.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30.1.1933 wurde zunächst versucht, den DASD aufzulösen. Das Reichspostministeriumkonnte aber von der Bedeutung der Teilnahme am internationalen Amateurfunkdienst überzeugt werden. Seit 15. Mai wurden auch Sendegenehmigungen aufgrund der vorläufigen Verordnung für Versuchssender ohne politische Bedingung ausgestellt. Die bisherigen "Schwarzsender" mit "unlis"-Rufzeichen konnten jetzt auch privat eine Sendelizenz erlangen, wovon sie regen Gebrauch machten. Die Lizenzanwärter mußten sich einer Prüfung mit ähnlichen Voraussetzungen wie heute unterziehen und außerdem Mitglied im DASD sein. 1934 gab es 328 Versuchsfunklizenzen.
Durch Nr. 4 der "Verordnung über die Aufgaben des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda" vom 30.6.1933 wurde das Funkrecht vom RPM an das Propagandaministerium abgegeben.
Schon 1934 wurde die Leitung des DASD durch das Propagandaministerium von Göbbels abgesetzt und durch eine den Nazis genehme Leitung ersetzt. Am 15. November wurde die neue Satzung des DASD vom 20.10. 1934 ins Vereinsregister eingetragen. Die neue Satzung bestimmte in § 4, daß der Vorstand des DASD durch das Propagandaministerium bestimmt wird und in § 6, daß als Mitglieder nur "arische Deutsche zugelassen" sind.
Am 24. November 1937 wurde von der Reichsregierung (aufgrund des Ermächtigungsgesetzes von 1933) ein Gesetz gegen Schwarzsender erlassen. Es bedrohte in § 1 den "Schwarzsender" mit Zuchthaus. Da seit 1933 die Erlangung einer Sendelizenz wesentlich einfacher war und es deshalb weit weniger Schwarzsender gab, war dies wohl schon eine Vorbereitung auf das bei Kriegsausbruch folgende Verbot des Amateurfunks.
1938 wurde der Österreichische Versuchssenderverband (OEVSV) nach dem "Anschluß" Österreichs dem DASD angegliedert, nachdem sich die Verbände bereits von 1929-1933 vorübergehend zusammengeschlossen hatten.
Die "Verordnung über Sender der Funkfreunde" vom 9.1.1939 war noch ähnlich wie die Verordnung von 1935 aufgebaut.
Der Amateurfunk wird in Deutschland gleich nach Kriegsbeginn verboten (3.9.1939) und alle Amateurfunkgeräte eingezogen. Gleichzeitig wird ein Verbot erlassen, wonach das Abhören von ausländischen Rundfunkstationen bei Todesstrafe verboten ist. Dem Reichspostministerium kam das Verbot gerade recht, da es seiner Linie entsprach, jeglichen Verzicht auf das alleinige Fernmeldehoheitsrecht zu verhindern. Eine Ausnahme stellten die Kriegsfunklizenzen dar, die für einige Angehörige der Wehrmacht ausgegeben wurden. Dafür war als Lizenzbehörde das Oberkommando der Wehrmacht zuständig. Nur wenige Funkamateure wurden als Funker bei der Wehrmacht eingesetzt, obwohl dies für die Amateure angenehmer gewesen wäre als beim Heer im Krieg eingesetzt zu werden. Deshalb startete der DASD eine Fragebogen-Aktion an die Mitglieder, um Funktechniker der Wehrmacht zur Verfügung stellen zu können. Manche Funkamateure wurden auch in der Rüstungsindustrie eingesetzt.
Am 16. Februar 1944 wurde das Gebäude des DASD vollständig durch Bombenangriff zerstört. Der DASD hörte nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 praktisch auf zu bestehen, da seine Satzung von den Nationalsozialisten geprägt war.
Mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 ging in Deutschland die Fernmeldehoheit auf die Alliierten über. § 9 der Erklärung des Kontrollrats über die Niederlage Deutschlands vom 5. Juni 1945 verbot jegliche Nachrichtenübermittlung des Post- und Fernmeldeverkehrs.
Durch das Kontrollrats-Gesetz Nr. 76 der alliierten Militärregierung für Deutschland waren die Amateurfunkgeräte in Deutschland wie auch alle anderen drahtlosen Kommunikationsmittel einschließlich der Brieftauben (hi!) abzuliefern. Telefone und Rundfunkempfänger waren bei der Militärregierung anzumelden. Die Strafen bei Mißachtung dieses Gesetzes umfaßten "alle gesetzlichen Strafen, einschließlich der Todesstrafe und wurden durch ein Gericht der Militärregierung nach dessen Ermessen verhängt. Trotzdem gab es immer mehr "Schwarzfunker", da weder die Post noch die Militärregierung die technischen Mittel besaßen, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. In der folgenden Zeit wurden immer wieder Versuche von Amateurfunkern unternommen, um Lizenzen zu bekommen, vorerst jedoch ohne Erfolg. Nicht zuletzt lag dies daran, dass sich die Alliierten unter einander nicht auf gemeinsame neue Bestimmungen einigen konnten. Die US-Militärregierung gab aber schon im Juli 1946 die Genehmigung zur Gründung eines Clubs der Freunde der Funktechnik, was im August 1946 zur Gründung des Württemberg-Badischen Radioclubs in Stuttgart und später von entsprechenden Clubs in Bayern führte. Auch in der britischen Zone wurden jetzt mit Erlaubnis der Besatzungsmacht Clubs gegründet. Die Franzosen waren restriktiver und ließen dies erst im Mai 1949 zu.
Die Clubs bemühten sich sehr um die Wiederzulassung des Sendebetriebs. Sie wollten nach den schlechten Erfahrungen in der Zeit von 1928-1945 mit dem FAG, daß ein eigenes Amateurfunkgesetz zustandekommt. Ein solches Gesetz sollte nach ihren Vorstellungen dem Amateurfunker bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Anspruch auf Genehmigung geben, damit er nicht wie bisher auf das Wohlwollen der Genehmigungsbehörde angewiesen ist. Sie erarbeiteten daher gemeinsam seit Anfang 1948 einen Gesetzentwurf, der diese Ziele berücksichtigte.
Am 27. Juli 1948 legte die Militärregierung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes aus amerikanischer und britischer Zone (Bizone), das Bipartite Control Office, dem Verwaltungsrat nahe, einen Gesetz über das Funkwesen zu entwerfen und dem Wirtschaftsrat, dem gesetzgebenden Organ der Bizone, zuzuleiten. Sie wollten damit den unlizenzierten Funkverkehr der Kontrolle einer deutschen Behörde unterstellen.
Diesem Verlangen kam die Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen (HVPF) nach, indem sie am 23. August 1948 einen Gesetzentwurf vorlegte. In diesem war vorgesehen, daß der Amateurfunk wie bisher durch eine Verordnung aufgrund des Fernmeldeanlagengesetzes geregelt werden sollte. Die früheren Befugnisse des Reichspostministers sollten durch den Direktor der HVPF wahrgenommen werden. Dieser Gesetzentwurf fand am 8. September 1948 auch die Zustimmung des Verwaltungsrats.
Der Vorschlag wurde aber sowohl von der Militärregierung als auch von verschiedenen deutschen Politikern, vor allem aber von den Funkamateuren abgelehnt. Man befürchtete eine ebenso restriktive Handhabung wie vor 1945, außerdem wußte man nicht, ob und wie schnell das FAG wieder in Kraft gesetzt werden würde.
Aufgrund des Entwurfes des Funkamateure und in enger Anlehnung an die Bestimmungen der Vollzugsordnung für den Funkdienst zum Internationalen Fernmeldevertrag von Atlantic City 1947 legte der Verwaltungsrat am 6. Dezember 1948 den Entwurf eines eigenständigen Gesetzes über den Amateurfunk vor, zu dem der Ausschuß für Post- und Fernmeldewesen des Wirtschaftsrats am 11.1.1949 eine Begründung hinzufügte.
Da das Gesetzgebungsverfahren und das Genehmigungsverfahren durch die Militärregierung länger als erwartet dauerten, befürchteten die Funkamateure, daß das Gesetz nicht mehr rechtzeitig vor der Gründung der Bundesrepublik verabschiedet werden könnte. Das wäre voraussichtlich das vorläufige Ende des Amateurfunkgesetzes gewesen, da danach so ein Gesetz in der damaligen Lage nicht erste Priorität gehabt hätte. Um diesem Gesetz zum Durchbruch zu verhelfen, war die legendäre "Backsteinaktion" durchgeführt worden. Tausende von Funkamateuren sandten am 15.01.1949 an den Vorsitzenden des Wirtschaftsrates je einen Backstein per Post mit dem Hinweis, dieser Stein diene zur Untermauerung des Amateurfunkgesetzes. Es mussten Extra-Lastwagen durch die Post eingesetzt werden, um die Sendungen zuzustellen. Nach nochmaliger Revision durch die Militärregierung verabschiedete der Wirtschaftsrat am 4. März 1949 das Gesetz, das am 23. März 1949 mit der dazugehörigen Durchführungsverordnung in Kraft trat. Zu diesem Zeitpunkt war es das einzige gültige Gesetz im Fernmeldewesen. Schon im März 1949 gab es bereits 700 Amateurfunklizenzen nach dem neuen Gesetz.
Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 blieb in Deutschland das Amateurfunkgesetz gemäß den Art. 123 I, 124 GG in Kraft. Durch diese Vorschriften wurde jedoch auch das Fernmeldeanlagengesetz von 1928 wieder geltendes Recht, allerdings unter der Einschränkung, daß dem Bund das Fernmeldehoheitsrecht bis zur Erlangung der Souveränität im Mai 1955 noch nicht zustand.
Der Geltungsbereich des Amateurfunkgesetzes war noch auf das Vereinigte Wirtschaftgebiet beschränkt und wurde in der Französischen Zone (die die Länder Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz sowie den Kreis Lindau umfaßte) nach Art. 127 GG erst am 19. Mai 1950, vier Tage vor Ablauf der dort genannten Frist, in Kraft gesetzt. Der Grund dafür war, daß schon damals versucht wurde, wie auch bei der Eingliederung des Saarlands 1957, die liberaleren Genehmigungsvoraussetzungen des AFuG gegenüber dem FAG auszuhebeln. In Berlin galt von 1950 bis zur Übernahme des Bundesgesetzes 1967 ein eigenes Gesetz über den Amateurfunk.
Das AFuG geht als lex specialis dem FAG vor. Umstritten ist, ob in den Bereichen, zu denen das AFuG keine Aussage trifft, subsidiär das FAG anwendbar ist. Das muß man bejahen, da das AFuG sonst Regelungslücken aufwiese, z.B. bei den Strafvorschriften.
Nach der aufgrund von § 7 Amateurfunkgesetz erlassenen Durchführungsverordnung gab es bis 1967 zwei Klassen von Amateurfunklizenzen: Klasse A für einen Teil des Kurzwellenbereichs und Ultrakurzwelle und Klasse B für alle dem Amateurfunk zugewiesenen Bänder. Die Prüfungen haben einen der Befugnis der Lizenz angepaßten Schwierigkeitsgrad. Diese Klasseneinteilung ist in der Ermächtigung des § 7 AFuG nicht angelegt. Weil Art. 80 GG nur für nachkonstitutionelle Gesetze gilt, ist die Frage, ob der Verordnungsgeber dann die Klasseneinteilung ohne Anlage im Gesetz so regeln durfte. Nach der Wesentlichkeitstheorie des Bundesverfassungsgerichts ist alles Wesentliche im Gesetz selbst zu regeln. Die Klasseneinteilung ist aber durch den Genehmigungsanspruch aus dem AFuG in Verbindung mit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip geboten, weil nicht jeder Funkamateur die hohen Hürden einer Klasse B-Prüfung überspringen kann und will, wenn er sich nur mit einem Teil des Amateurfunks befassen will. Die Durchführungsverordnung wird also von der Ermächtigung gedeckt.
Bereits ein Jahr später wurde der erste Amateurfunksatellit OSCAR-1 von Florida aus in eine Umlaufbahn geschossen, der aber wie seine Nachfolger OSCAR-2 bis OSCAR-5 nur eine kurze Lebensdauer besaß und nur für Experimente zugelassen war. Die Satelliten seit OSCAR-6 sind länger funktionstüchtig, ebenso wie die neueren RS-Satelliten der Sowjetunion bzw. Rußlands.
Durch den Siegeszug der Computertechnik fand die Betriebsart des "Packet Radio", des Funkens aus dem Computer, seit den siebziger Jahren immer mehr Anhänger.
Die Weltraumfahrzeuge der USA und Rußlands, das Space Shuttle und die MIR haben ebenfalls Amateurfunkausrüstungen (SAREX bzw. MIR) für die Kommunikation zur Erde an Bord.
Seit 1982 wurden in Deutschland von der Deutschen Bundespost Lizenzurkunden ausgegeben, die die europaweite Geltung der Lizenz bescheinigten.
Die Bundespost druckte aber auf die neuen Lizenzurkunden folgenden Satz, der wieder den alten Streit zum Verhältnis von AFuG und FAG aufkommen ließ: "Hierin liegt zugleich die Genehmigung gemäß § 2 Abs.1 des Gesetzes über Fernmeldeanlagen in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. März 1977 (BGBl I, S. 459)" .
Größere Veränderungen gab es anläßlich der dritten Stufe der Postreform. Im Zuge der Ersetzung des Fernmeldeanlagengesetzes durch das Telekommunikationsgesetz Anfang 1998 gab es auch ein neues Amateurfunkgesetz.
Das Gesetz sieht erstmals Regelungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit vor. In § 9 des Entwurfes wird festgelegt, daß sich der Funkamateur grundsätzlich auch an das Gesetz zur elektromagnetischen Verträglichkeit halten muß, das aufgrund einer EU-Richtlinie zustandegekommen ist. Die elektromagnetische Verträglichkeit ist auch eine wichtige Voraussetzung für die CE-Zertifizierung, die in der EU seit 1.1.1996 für alle neu in den Verkehr gebrachte Geräte verbindlich vorgeschrieben ist. Nach § 10 des Gesetzes werden ihm Ausnahmen zugebilligt, deren Konsequenzen wegen der Störanfälligkeit er dann aber selbst tragen muß.
Der Gesetzentwurf wurde zwar vom DARC nicht grundsätzlich in Frage gestellt, es wurden aber zahlreiche und detaillierte Verbesserungsvorschläge zu einzelnen Regelungen gemacht, um möglicherweise im Sinne der Funkamateure auf das Gesetzgebungsverfahren einwirken zu können. Dem DARC wurde seinerzeit vom Bundesministerium für Post und Telekommunikation ein Frist zur Stellungnahme bis zum 2.10.1995 eingeräumt.
Das Gesetzgebungsverfahren nahm eine geraume Zeit in Anspruch und es gab viele Diskussionen mit den verschiedenen Interessengruppen, bis das neue Gesetz am 23.7.1997 verabschiedet wurde.
Es bleibt zu wünschen , daß das Hobby des Amateurfunks so lebendig bleibt wie jetzt und zur Völkerverständigung beitragen kann. Durch immer neue Betriebsarten und Experimente haben die Funkamateure auch einen beträchtlichen Anteil an der Weiterentwicklung der Funktechnik, der mit der industriellen Fertigung der Geräte zwar zurückgegangen ist, aber hoffentlich weiter erhalten bleibt.
Es ist sicher, daß ohne den Widerstand des DARC als starkem und fast alle deutschen Funkamateure umfassenden Interessenverband die Rechte der Funkamateure immer weiter beschnitten werden.
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References: § 4
 § 6
 § 1
 § 9
 Art. 123
 Art. 127
 § 7
 § 7
 Art. 80
 § 2
 § 9
 § 10