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Timestamp: 2019-01-16 17:44:39+00:00

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Themenstarter jacky21
Stichworte unterhalt
eine Freundin von mir ist schwanger und lebt von harzt4 genauso wie der Kindesvater.
Die beiden sind aber getrennt wohnen auch getrennt usw.
Ihr wurde gesagt das sie ein recht auf unterhaltsvorschuss hat...möchte diesen aber nicht wirklich in anspruch nehmen,da sie nicht möchte das der Kindesvater später eine Riesen Summe zurück zahlen muss!
die beiden wollen das lieber untereinander klären
so nun habe ich aber gehört das sie verpflichtet ist das geld in anspruch zu nehmen wegen dem mindestsatz oder sowas in der art
und wenn sie das ged nicht in anspruch nimmt ihr auch nichts an anderem geld fürs kind zusteht
was ist richtig und was falsch
wie sind da die möglichkeiten eine regelung zu finden
Hi, jacky 21...
..um himmels willen... warum will sie auf Unterhaltsvorschuss verzichten?? Tschuldigung... ..das ist nur "blöd".
Der junge Mann hat ein Kind gezeugt und muss dafür aufkommen. Da er im Moment finanziell dazu nicht in der Lage ist, wird vom Jugendamt aus Steuermittel ein Unterhaltsvorschuss bezahlt.
Das Jugendamt fordert dann vom Kindsvater diese Ausgaben zurück, aber da er nicht zahlen kann, verläuft die Angelegenheit im Sande.
Natürlich wird dieser Unterhaltsvorschuss dann mit der ALGII-Leistung Deiner Freundin verrechnet.
Zum SGB II § 33 - Übergang von Ansprüchen:
8.2 Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (Uh-VorschG)
(1) Leistungen nach dem UhVorschG sind vorrangig vor einem Anspruch nach dem SGB II, vgl. § 5 Abs. 1. Werden solche Leistungen bereits gewährt, sind sie als Einkommen des Kindes im Rahmen der §§ 7, 9 und 11 SGB II zu berücksichtigen.
(3) Die Ansprüche des Kindes gegen den unterhaltspflichtigen Elternteil gehen in Höhe der Unterhaltsvorschussleistung auf den Träger nach dem UhVorschG über, § 7 UhVorschG. Soweit ein darüber hinaus gehender Unterhaltsanspruch des Kindes besteht, geht dieser nach den Voraussetzungen des § 33 in Höhe der geleisteten Aufwendungen auf die Leistungsträger über.
(4) Sollte dagegen noch keine Antragstellung auf Leistungen nach dem UhVorschG erfolgt sein, so ist darauf hinzuwirken, dass diese unverzüglich nachgeholt wird. Falls erforderlich, ist der Antrag gemäß § 5 Abs. 3 SGB II durch den Träger (ARGE) zu stellen. Zugleich ist dem Jugendamt (Unterhaltsvorschuss-Stelle) gegenüber ein Erstattungsanspruch nach § 104 SGB X anzuzeigen.
Komplett zu lesen hier: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...setzestext-33-SGB-II-Uebergang-Ansprueche.pdf
vielen dank biddy
also kann ich darunter verstehen das es die möglichkeit das untereinander zu klären nicht gibt?
das sie so zu sagen verpflichtet ist den unterhalt zu benatragen?
Ja. Ansonsten würde es die ARGE für sie machen und das würde zumindest ich - wenn ich sie wäre - nicht wollen.
Auch Kindesunterhalt - egal ob vom Jugendamt in Form des Vorschusses oder auch vom Kindesvater direkt - kann nicht verzichtet werden. Es ist ein eigener Anspruch des Kindes.
und wenn die beiden zusammen in eine bg also in eine wohnung ziehen?
dann fällt der unterhalt weg oder wie ist das?
die beiden haben darüber auch schon nachgedacht...
ich persönlich halte es nicht für sinnvoll aber was soll man da machen
jacky21 sagte :
Ja, genau so ist das. Steht im Unterhaltsvorschussgesetz UhVorschG § 1
mehr als ein seufzer bringe ich auch nicht über die lippen
Zum Unterhalt hätte ich auch mal ne Frage. Meine Ex lebt mit meiner jüngsten Tochter (14 Jahre alt) schon Jahre lang in der Schweiz. Meine beiden erwachsenen Töchter leben hier in HH. Ich kann ja nun auch kein Unterhalt zahlen, weiß aber auch nicht, ob meine Ex Unterhaltsvorschuss beantragt hat. Wie kann ich das rausbekommen, ohne mit ihr Kontakt aufzunehmen?
Unterhaltsvorschuss (nach dem deutschen Gesetz jedenfalls) gibt's nur bis zum 12. Geburtstag des Kindes.
Hallo Jacky, wenn die beiden zusammen ziehen, bekommt das Kind keinen Unterhaltsvorschuss, aber den Regelsatz mit A nrechnung des Kindergeldes.
Das Kind hätte keinen Nachteil und der Vater müßte nichts zurück zahlen.
Deine Freundin hätte dann aber keinen Anspruch auf Mehrbedarf wegen Alleinerziehung und würde nicht mehr den vollen Regelsatz erhalten.
Die werdende Mutter soll auch unbedingt einen Antrag bei der "Mutter und Kind Stiftung" stellen.Denn neben der Beihilfe von der Arge kann sie dort noch anrechnungsfrei Geld für Möbel, Kleidung usw. bekommen.Sie muß sich an die Pro Famila wenden.
genauer:-
Die Unterhaltsvorschussleistung wird insgesamt längstens für 72 Monate gezahlt. Die Zahlung endet spätestens, wenn Ihr Kind 12 Jahre alt wird. Das gilt auch dann, wenn die Unterhaltsleistung noch nicht volle 72 Monate gezahlt worden ist.
sofern Du nicht inkognito untergetaucht bist, wärst Du einer der 1., der darüber informiert wäre, nämlich zwecks Rückforderung.
Ich will nur wissen, wie und wo ich es raus bekomme, ob sie Unterhaltsvorschuss bekommt oder nicht?
@ J*O*Y
das ist ja schonmal die hauptsache dass das kind kein nachteil dadurch hat!!!
also soweit ich weiß bekommen die dann zu dritt ca 1000 euro
genauso würde sie auch knapp 1000 euro bekommen wenn sie alleinerziehend wäre
wie Biddy schon schrieb, gibt es Unterhaltsvorschuss nur bis zum 12. Lebensjahr.
Sobald dieser gezahlt wird, bekommt der Vater die Aufforderung, sein Einkommen darzulegen.
Ist er über die Freigrenze, muß er zurückzahlen.
Ist für Deine Kinder in der Vergangenheit (sie sind ja nun über 12 Jahre) Unterhaltsvorschuss gezahlt wurden, hätten die Dich schon längst angeschrieben.
Wie es sich mit dem Kind in der Schweiz verhält, kann ich nicht sagen, da ich nicht informiert bin, ob es da Unterhaltsvorschuss gibt.
@Jacky21,genau kann man das mit einem aktuellen ALG II Rechner heraus bekommen.

References: § 33
 § 5
 § 7
 § 33
 § 5
 § 104
 § 1