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Timestamp: 2020-03-31 18:40:36+00:00

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﻿ M.A.-Studiengang «Szenische Forschung» – Institut für Theaterwissenschaft
M.A.-Studiengang «Szenische Forschung»
§ 1 Profil des Studiengangs und Ziele des Studiums
§ 2 Dauer, Gliederung und Beginn des Studiums
§ 6 Lehrangebotsstruktur und Veranstaltungsformen
§ 7 Inhalte und Aufbau des Studiums
§ 8 Studienleistungen und studienbegleitende Prüfungsleistungen
§ 9 Praktika
§ 10 Master-Prüfung
§ 11 Geltungsbereich und Inkrafttreten
(1) Der Masterstudiengang Szenische Forschung widmet sich dem szenisch forschenden Charakter des zeitgenössischen Theaters und der performativen Künste im weiteren Sinn. Neben der Vermittlung von historischen und theoretischen Kenntnissen liegt der Schwerpunkt des Studiengangs auf der szenisch forschenden Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formaten und Vermittlungsformen der darstellenden Künste. Angeleitet durch entsprechend ausgewiesene Künstler/-innen, werden aktuelle Inszenierungstechniken und ästhetische Strategien in Projekten, Übungen und Workshops experimentell erprobt und in Seminaren und interdisziplinären Lehreinheiten methodisch reflektiert. Kuratorisches, kunstvermittelndes und managementspezifisches Wissen wird Gegenstand praktischer und theoretischer Erfassung. Das Studium der Szenischen Forschung unterscheidet sich von kulturwissenschaftlichen oder rein künstlerisch orientierten Studiengängen durch die besondere Interaktion von Praxis und Theorie.
(2) Der Studiengang Szenische Forschung soll durch sein zugleich theorieorientiertes und praxisnahes Lehr- und Ausbildungsprofil sowohl für künstlerische als auch für kunstbegleitende und kulturvermittelnde Berufsfelder im Bereich der darstellenden und performativen Künste qualifizieren. Er soll dazu befähigen, ästhetische und theoretisch reflektierte Kriterien und Maßstäbe für die Befragung, Einschätzung und Vermittlung künstlerischer Sichtweisen und Produktionen zu entwickeln sowie gestalterische Prozesse selbständig anzuregen.
die im Bachelorstudium erworbenen theaterhistorischen, -theoretischen und -analytischen Kenntnisse zu vertiefen, an aktuelle Forschungsdebatten anzuschließen und in verschiedene gesellschaftliche, kulturelle und institutionelle Anwendungszusammenhänge einzubringen,
die Entfaltung der künstlerischen und kulturvermittelnden Anlagen der Studierenden sowie deren Kritikfähigkeit zu fördern und zu differenzieren,
die Studierenden mit ästhetischen, theoretischen, kuratorischen, technischen, managementspezifischen und theaterrechtlichen Kompetenzen auszustatten.
Der Studiengang macht die Studierenden in wissenschaftlicher wie in praktischer Hinsicht vertraut
mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen der szenischen Künste sowie ihrer Theorie und Geschichte,
mit den institutionellen Arbeitsweisen und Produktionsbedingungen im professionellen Freien und Städtischen Theater sowie in anderen kulturellen Einrichtungen,
mit künstlerischen Verfahren und Inszenierungstechniken,
mit dem wissenschaftlichen Diskurs der szenischen Praktiken in der Geschichte und Gegenwart.
Er versetzt sie in die Lage, Gegenstände der szenischen Forschung in ihrem gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kontexten zu entwickeln, theoretisch zu befragen und praktisch zu reflektieren.
(1) Der Masterstudiengang Szenische Forschung sieht einschließlich der Prüfungen eine Regelstudienzeit von vier Semestern vor.
(2) Das Studienangebot ist in sogenannte Module gegliedert, die in der Regel mehrere Teilveranstaltungen umfassen.
(3) Entsprechend der erstrebten engen Verzahnung von wissenschaftlichen, organisatorischen und künstlerischen Lehr- und Forschungsbereichen gliedert sich der Masterstudiengang in den ersten drei Semestern in drei theoriegelenkte und vier praxisnahe Module sowie ein Examensmodul. Das vierte Semester ist der Abschlussarbeit und der Masterprüfung vorbehalten. Die Abschlussarbeit kann gemäß des Profils des Studiengangs einen künstlerisch-forschenden oder einen wissenschaftlich-forschenden Schwerpunkt setzen.
(4) Es müssen pro Semester in der Regel 30 Kreditpunkte bzw. 120 Kreditpunkte im Verlauf des Studiums erbracht werden.
(5) Das Lehrangebot und die Studienstruktur vermitteln eine differenzierte und forschungsnahe wissenschaftliche Qualifizierung. Sie lassen Spielraum für die spezifischen Schwerpunkte und Kompetenzen der Studierenden und ermöglichen eine Spezialisierung auf eines der drei studiengangspezifischen Arbeitsfelder.
(6) Das Studium kann jährlich zum Sommersemester begonnen werden.
(1) Studierenden der Szenischen Forschung wird bei erfolgreichem Abschluss des Studiums von der Fakultät für Philologie der akademische Grad Master of Arts verliehen.
(1) In allen Fragen des Studiums beraten generell alle im Master-Studiengang Lehrenden des Instituts für Theaterwissenschaft während ihrer Sprechstunden.
(2) Der Studiengangssprecher oder die Studiengangssprecherin steht den Studierenden für spezifische Beratung sowie Anrechnung von Studienleistungen zur Verfügung.
(3) Für Studieninteressierte findet vor Beginn des Zulassungsverfahrens ein Beratungsgespräch statt, das zum Ende des jeweils vorangehenden Semesters öffentlich angekündigt wird. Der Besuch des Beratungsgsprächs ist den Kandidaten angeraten.
(4) Eine allgemeine Studienberatung ist durch das Studienbüro der Ruhr-Universität Bochum gewährleistet, das im Falle studienbedingter persönlicher Schwierigkeiten oder einer notwendigen psychologischen Beratung zur Verfügung steht.
§ 5 Zulassung zum Studiengang
(1) Voraussetzung für die Bewerbung um einen Studienplatz ist ein B.A.-Abschluss in der Theaterwissenschaft oder einem verwandten Fach. Die eingesetzte Kommission Szenische Forschung (vgl. Prüfungsordnung § 5) entscheidet über die Gleichwertigkeit bzw. die Vergleichbarkeit des Studienabschlusses und legt ggf. Auflagen hinsichtlich ergänzender Studien- und Zusatzleistungen fest. Neben einem entsprechenden Abschluss setzt die Zulassung zum Studium eine künstlerisch-praktische Eignung voraus.
(2) Um diese Eignung zu ermitteln, reichen die Kandidatinnen und Kandidaten bis zum 15. Januar des jeweiligen Jahres Nachweise über ihren Bachelor- oder gleichwertigen Abschluss ein, zusätzlich ein Motivationsschreiben sowie Materialien, die je nach Neigung der Kandidatin oder des Kandidaten deren oder dessen künstlerische, publizistische, kuratorische und/oder organisatorische Interessenschwerpunkte dokumentieren. Das können Dokumentationen eigener Inszenierungen oder anderen künstlerischen Arbeiten in Form von Fotos, Videos, Projektskizzen, Programmheften, Portfolios, Zeichnungen, Kritiken o.ä. sein. Es kann sich auch um eine Projektskizze, um die Konzeption eines Symposiums oder um den Entwurf eines Festivals o.Ä. handeln. Arbeitsproben einer publizistischen Tätigkeit dienen dem Eignungsnachweis ebenso wie Arbeitszeugnisse und Gutachten. Generell gelten all jene Materialien als bewertbar, die einen Zusammenhang zum Profil des Studiengangs aufweisen und die Neigung des Kandidaten oder der Kandidatin aufzeigen, wissenschaftliche, künstlerische und organisatorische Arbeitsfelder zu verschränken.
(3) Die eingegangenen Bewerbungen werden nach Fristende umgehend von Mitgliedern der Kommission Szenische Forschung (vgl. Prüfungsordnung § 5) begutachtet. Begutachtet wird, ob in den Einreichungen folgende Aspekte in hohem Maße deutlich werden:
die Fähigkeit der Bewerberin oder des Bewerbers zur intensiven Auseinandersetzung mit ästhetischen, gestalterischen und künstlerischen Fragestellungen,
die Vorstellungskraft der Bewerberin oder des Bewerbers und das Vermögen, eigene Ideen angemessen darzustellen,
die Kreativität, das Abstraktionsvermögen und die individuellen Ambitionen der Bewerberin oder des Bewerbers.
Insofern diese Aspekte für mindestens zwei der begutachtenden Mitglieder der Kommission Szenische Forschung in einem hohen Maße sichtbar werden, treten die entsprechenden Bewerberinnen und Bewerber in die zweite Phase des Zulassungsverfahrens ein. Das Votum der Mitglieder wird protokolliert.
(4) Die auf Grundlage der begutachteten Einreichungen ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden zu einem persönlichen Auswahlgespräch geladen. Die genauen Termine sowie der Ort des Gesprächs werden in einem angemessenen Zeitraum, in der Regel mindestens zwei Wochen vor Beginn der Auswahlgespräche bekannt gegeben. Das Gespräch wird mit Mitgliedern der Kommission Szenische Forschung geführt. Das Auswahlgespräch soll zeigen, ob die Bewerberin oder der Bewerber für den Studiengang Szenische Forschung in besonderer Weise geeignet ist. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber erhalten in einem Einzelgespräch Gelegenheit, folgende Aspekte darzulegen:
ihr persönliches Verhältnis zu den szenischen und den anderen Künsten,
ihre Erfahrungen mit und ihre Interessen am Theater,
ihre besondere Eignung für eine Tätigkeit im künstlerischen, kunstvermittelnden oder kunstbegleitenden Bereich,
ihre Gründe für die Bewerbung um einen Studienplatz und für ihre Auswahl der eingereichten Bewerbungsunterlagen.
Das Auswahlgespräch sollte nicht länger als 30 Minuten dauern. Ein Gesprächsleitfaden sorgt für die Vergleichbarkeit der Gespräche. Die wesentlichen Fragen und Antworten des Gesprächs werden protokolliert, das Protokoll ist von den Mitgliedern der Kommission Szenische Forschung zu unterzeichnen. Aus dem Protokoll werden Datum und Ort des Gesprächs, die Namen der am Gespräch Anwesenden und die Beurteilung ersichtlich.
(5) Auf Grundlage der begutachteten Einreichungen und besprochenen Auswahlgespräche einigt sich die Gruppe auf eine Kohorte von ca. zehn Personen, die der Kommission Szenische Forschung vorgeschlagen wird. Der oder die Vorsitzende der Kommission gibt die Auswahlentscheidung an die Zulassungsstelle der RUB weiter.
(6) Bewerberinnen und Bewerber, die zugelassen werden können, erhalten von der Hochschule einen schriftlichen Zulassungsbescheid. In diesem wird eine Frist festgelegt, inner- halb derer die Bewerberin oder der Bewerber schriftlich zu erklären hat, ob sie oder er den Studienplatz annimmt. Liegt diese Erklärung nicht frist- und formgerecht vor, wird der Zulassungsbescheid unwirksam. Bewerberinnen und Bewerber, die nicht zugelassen werden können, erhalten einen Ablehnungsbescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist.
(1) Die Struktur des Studiums ergibt sich aus einer Abfolge von Modulen. Module setzen sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen zusammen, die thematisch aufeinander abgestimmt sind. Sie können sich aus folgenden Typen von Lehrveranstaltungen zusammensetzen:
Projektseminare / Szenische Projekte
(2) Vorlesungen dienen der systematischen Darstellung eines Gegenstands- oder Problembereichs. Sie sind grundsätzlich für Hörerinnen und Hörer aller Semester geöffnet.
(3) Übungen dienen der Vertiefung und Anwendung von Erlerntem im praktischen Umgang mit dem Gegenstandsbereich.
(4) Seminare sind wissenschaftliche Veranstaltungen, in denen spezielle Fragestellungen und Themenbereiche des Fachs umfassend diskutiert und in ihren historischen und wissenschaftlichen Kontext eingebettet werden.
(5) Projektseminare und Szenische Projekte sind Veranstaltungen, in denen die Studierenden entweder zu konkreter künstlerischer Praxis angeleitet werden oder ein eigenes, von einer Mentorin oder einem Mentor begleitetes Projekt konzipieren bzw. realisieren.
(6) Kolloquien dienen der Erarbeitung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte und aktueller Forschungsergebnisse. Kolloquien für Examenskandidaten und -kandidatinnen dienen der Vorbereitung der Master-Prüfung.
(7) Exkursionen dienen dem Besuch von Einrichtungen und Veranstaltungen, die für das Fach relevant sind.
(1) Die Studieninhalte des Studiengangs Szenische Forschung gliedern sich in acht Module, die in der Regel aus zwei Veranstaltungen bestehen, und die Masterprüfung:
Szenisches Projekt I (15 CP);
Dramaturgie und Geschichte szenischer Künste (10 CP);
Interdisziplinäre Einheiten (10CP);
Kuratorisches Wissen und Produktionsleitung (15 CP);
Technische Kompetenzen (10 CP);
Szenisches Projekt II (10 CP);
Theorie und Ästhetik Szenischer Künste (10 CP);
Examensmodul (10 CP);
Schriftliche Master-Thesis oder praktisches Master-Abschlussprojekt (inkl. schriftlicher Reflexion) und mündliche Fachprüfung (30 CP).
Im Szenischen Projekt I wird eine gemeinsame Inszenierung angeleitet erarbeitet, die abschließend im Proberaum des Instituts oder auf der Bühne einer der mit dem Institut kooperierenden Theaterhäuser präsentiert wird. Das Projekt dient zur Orientierung in den verschiedenen Bereichen szenischen Arbeitens und seinen inhaltlichen und organisatorischen Aspekten.
Das Modul Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste (10 CP) vermittelt historische, theoretische und ästhetische Inhalte.
Das Modul Interdisziplinären Einheiten (10 CP) erweitert das Lehrangebot durch Seminare aus angrenzenden Fächern, bevorzugt aus der Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Pädagogik und Philosophie.
Das Modul Kuratorisches Wissen und Produktionsleitung (15 CP) vermittelt Wissen und Kompetenzen in den Bereichen Herstellung und Produktion szenischer Arbeiten, Festivalorganisation, Planung, Kultur­management, Öffentlichkeitsarbeit sowie Gestaltung im städtischen Raum.
Das Modul Technische Kompetenzen (10 CP) sieht die Einführung in bühnenspezifische Techniken vor. Angeleitet wird der Umgang mit Licht, Bühnenraum, Requisite, Kostümgestaltung sowie audiovisueller Technik erlernt.
Das Szenische Projekt II (10 CP) dient der individuellen Vertiefung und fordert die Konzipierung bzw. Realisierung eines eigenes Projektes im Sinne der Szenischen Forschung. Dieses wird von wissenschaftlichen und künstlerischen Lehrenden des Studiengangs mentoriert und vor einer Fakultätsöffentlichkeit präsentiert.
Das Modul Theorie und Ästhetik Szenischer Künste (10 CP) vermittelt theoretische und ästhetische Themenfelder in der gesamten Bandbreite der Szenischen Künste.
Im Examensmodul (10 CP) wird die Abschlussarbeit konzipiert, die entweder die Form einer schriftlichen Master-Thesis oder die eines praktischen Projektes (inklusive schriftlicher Reflexion) annehmen kann. Als praktische Projekte zählen neben Bühneninszenierungen auch filmische oder auditive Produktionen sowie solche, die den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Programmgestaltung oder Theaterpublizistik angehören.
(2) Kreditpunkte werden nur für vollständig absolvierte Module vergeben. Die Studierenden erhalten für vollständig absolvierte Module Modulbescheinigungen.
(3) Kreditpunkte weisen gem. ECTS einen geschätzten Arbeitsaufwand nach. Als durchschnittliche Arbeitsbelastung werden 1800 Arbeitsstunden pro Studienjahr angesetzt und in 60 Kreditpunkte (30 Kreditpunkte pro Semester) umgerechnet. Ein Kreditpunkt entspricht somit dem geschätzten Arbeitsaufwand von ca. 30 Stunden.
(4) Die beiden szenischen Projekte sind im ersten und dritten Semester vorgesehen, wobei das erste stärker unter der Anleitung einer oder eines Lehrbeauftragten bzw. eines Gastprofessors oder einer Gastprofessorin aus der künstlerischen Praxis, und das zweite stärker nach Maßgabe individueller Gestaltung durchgeführt werden soll.
(5) Drei der Module sind prüfungsrelevant. Ihre Noten fließen in die Master-Abschlussnote mit ein. Die Studierenden dürfen diese drei Module auswählen.
(6) Inhaltlich ist der Studiengang durch die besondere Interaktion von Praxis und Theorie gekennzeichnet. Dementsprechend gehen in die Modulstruktur wissenschaftliche, kulturvermittelnde, organisatorische und künstlerische Lehreinheiten ein.
(7) Die praxisnahen Lehrveranstaltungen finden in der Regel in Kooperation mit Theatern und Kulturinstitutionen statt. Diese Kooperationen sind im Einzelfall geregelt. Die Studierenden verbringen ggf. einen Teil ihres Studiums an den Einrichtungen der Kooperationspartner.
(8) Für die Erarbeitung von szenischen Projekten steht in der Regel ein Proberaum zur Verfügung.
(1) Die erfolgreiche Teilnahme an Modulen wird durch eine benotete Modulbescheinigung unter Angabe der Modulteilveranstaltungen, der entsprechenden Kreditpunktzahl und der Note bescheinigt.
(2) Eine benotete Modulbescheinigung setzt folgende Teilleistungen voraus:
aktive Teilnahme an allen Lehrveranstaltungen des Moduls;
eine benotete Leistung (vgl. Abs. 4) in einer Veranstaltung des Moduls.
Die Note des Moduls entspricht dieser Note. Sollten zwei Noten nachgewiesen werden, wird ein gewichteter Mittelwert gebildet.
(3) Studienleistungen sollten dem Ziel des Studiengangs Rechnung tragen, (theater-) theoretisches, praktisches und organisatorisches Wissen miteinander zu verknüpfen und zu integrieren.
(4) Benotete Leistungen können u.a. in Form einer Hausarbeit, in Form einer mündlichen Prüfung von 30 Minuten Länge, in Form einer Klausur, in Form eines Vortrags oder einer Lecture-Performance oder in Form eines praktisch-künstlerischen Projektes inkl. wissenschaftlich-theoretischer Reflexion erbracht werden. Die Anforderungen für die einzelnen Veranstaltungen werden von den Lehrenden nach Maßgabe der Studienordnung festgelegt und im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis sowie zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
(5) Benotungen erfolgen durch die Noten sehr gut (1,0), gut (2,0), befriedigend (3,0) und ausreichend (4,0). Notentendenzen können durch Erniedrigung bzw. Erhöhung um 0,3 angezeigt werden, wobei die Noten 0,7 und 4,3 ausgeschlossen sind.
(6) Der Nachweis über aktive Teilnahme erfolgt über nicht-benotete Leistungsnachweise. Diese können u.a. in Form von Thesenpapieren, Referaten, kommentierten Übersetzungen, Essays, selbständiger Arbeit an einem praktischen Projekt, Moderationen von Gruppenreferaten und Podiumsdiskussionen erbracht werden. Die Anforderungen für die einzelnen Veranstaltungen werden von den Lehrenden nach Maßgabe der Studienordnung festgelegt und im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis sowie zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
(7) Im Sinne der Förderung forschenden Lernens können avancierte, selbständige Projekte von besonders befähigten Studierenden verfolgt werden (selbständige Forschungsleistung; sog. Independent Studies). Dies kann gemäß der Prüfungsordnung ausschließlich im Rahmen der Module Dramaturgie und Geschichte szenischer Künste, Theorie und Ästhetik Szenischer Künste sowie dem Examensmodul nach vorheriger Absprache mit und in Betreuung von den Lehrenden und der Zulassung durch die Kommission „Szenische Foschung“ erfolgen und erlaubt den Erwerb von Credit Points außerhalb von Lehrveranstaltungen. Diese Projekte dienen der Weiterentwicklung persönlicher Fragestellungen der Studierenden, die möglicherweise nicht unmittelbar aus konkreten Lehrveranstaltungen erwachsen. Den Studierenden wird die Möglichkeit geboten, die Arbeitsergebnisse ihrer Independent Studies ggf. instituts- oder fakultätsöffentlich zu präsentieren.
(1) Fachbezogene Praktika im Rahmen des Studiengangs sind erwünscht. Der Studiengangssprecher bzw. die Studiengangssprecherin berät die Studierenden möglichst vorab hinsichtlich der Absolvierung von Praktika an Partnerinstitutionen oder anderen Kulturinstitutionen.
(2) Praktika können in organisatorischen und managementbezogenen, künstlerischen, kuratorischen oder journalistischen Bereichen der Szenischen Kunst- und Kulturszene absolviert werden. Aus diesem Grund folgt die Anrechnung von Praktika entsprechend der modularen Struktur des Studiengangs sowie entsprechend des aufgewendeten Workloads. Es können höchstens 10 CP für ein Praktikum angerechnet werden.
(3) In Ausnahmefällen können zwei Praktika im Rahmen des Studiums angerechnet werden. Sie sollten sich aber nachweislich hinsichtlich der Arbeitsfelder unterscheiden. Über begründete und beantragte Ausnahmen entscheidet die Kommission Szenische Forschung.
(4) Ein Nachweis über das ggf. absolvierte Praktikum muss erbracht werden. Dieser besteht aus einer Bescheinigung der Praktikumsstelle über Dauer, Umfang und Art der Arbeit sowie einem kurzen Bericht. Der Bericht dient der Darstellung und kritischen Reflexion der Aufgaben und Arbeitserfahrungen der Praktikantin bzw. des Praktikanten und bietet somit auch Raum für eine persönliche Evaluation. Im Falle eines Praktikums als unbenoteter Studienleistung mit 3 bzw. 4 CP sollte der Bericht nicht länger als zwei Seiten umfassen. Im Falle einer benoteten Studienleistung muss eine eigenständige und bewertbare Arbeitsleistung des Praktikanten bzw. der Praktikantin erkennbar sein. Beispiele könnten sein: Konzeption und Programmierung eines Festivals oder Symposiums, eine umfangreiche redaktionelle und publizistische Mitarbeit oder eine Künstler- bzw. Künstlerinnenassistenz. Hospitanzen können keine benotete Studienleistung sein. Der Bericht sollte die persönliche Arbeitsleistung argumentativ darstellen und wissenschaftlich reflektieren. Er sollte einen Umfang von ca. zehn Seiten (ca. 25.000 Zeichen) haben. Fragen bezüglich der Benotung eines Praktikums sollten unbedingt vorab mit dem Studiengangssprecher bzw. der Studiengangssprecherin erörtert werden.
§ 10 Masterprüfung
(1) Das Studium wird durch die Master-Prüfung abgeschlossen. Die Master-Prüfung besteht aus einer Master-Abschlussarbeit mit fünf Monaten Bearbeitungszeit sowie einer mündlichen Fachprüfung von ca. 30 bis 40 Minuten Dauer.
(2) Die Master-Abschlussarbeit wird wahlweise in Form einer schriftlichen Master-Thesis oder in Form eines praktischen Projektes (inklusive schriftlicher Reflexion) realisiert. Als praktische Projekte zählen neben Bühneninszenierungen auch filmische oder auditive Produktionen sowie solche, die den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Programmgestaltung oder Theaterpublizistik angehören. Die Kandidatin oder der Kandidat stimmt mit der Kommission Szenische Forschung rechtzeitig die Anforderungen an ein praktisches Projekt ab.
(3) In die Prüfungsleistungen werden die Ergebnisse dreier Studienmodule, der so genannten Prüfungsrelevanten Module, eingebracht.
(4) Zur Anmeldung der Master-Prüfung müssen mindestens 75 Kreditpunkte nachgewiesen werden.
(1) Diese Studienordnung tritt am Tag nach der Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Ruhr-Universität Bochum in Kraft. Sie gilt nach Inkrafttreten für alle Studierenden, die ab dem Sommersemester 2012 auf das Basis der Prüfungsordnung des Studienganges ihr Studium aufnehmen.

References: § 1

§ 2

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 5
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§ 10