Source: https://www.stadtwerke-kleve.de/geschaeftskunden/strom/allgemeiner-tarif-1
Timestamp: 2020-02-26 01:55:28+00:00

Document:
Preisblatt gültig ab 01. Januar 2020
Allgemeine Preise der Grund- und Ersatzversorgung nach § 36 und § 38 EnWG und Allgemeiner Tarif für die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz 1)
1) Dieser Tarif gilt für den Messstellenbetrieb mit konventionellen Messeinrichtungen (kME) oder modernen Messeinrichtungen (mME) im Sinne des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG).
2) verbrauchsabhängige Preise in ct/kWh enthalten:
- gesetzliche Stromsteuer und Konzessionsabgabe'
- Umlage nach Erneuerbare-Energien-Gesetz
- Aufschlag nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
- Umlage nach § 19 Abs. 2 Stromnetzentgeltverordnung
- Umlage nach § 17f Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (Offshore-Netzumlage)
- Umlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten
3) Werte aus Übersichtlichkeitsgründen zum Teil gerundet; das Stromentgelt wird auf der Basis von Netto-Preisen ermittelt und erhöht sich abschließend um die Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) zum Rechnungsbetrag.
4) nachts: täglich 6 Stunden in der Zeit von 22.30 Uhr bis 6.30 Uhr
5) Gilt für alle Kunden, die nach Allgemeinem Tarif beliefert werden bei einer Liefermenge bis 30.000 kWh/Jahr.
Erläuterung zum Allgemeinen Tarif - Stand 01.01.2020
für die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz der Stadtwerke Kleve GmbH
Die Stadtwerke Kleve GmbH, im Folgenden "Stadtwerke" genannt, bietet die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz zu den Bestimmungen der Stromgrundversorgungsverordnung - StromGVV vom 26.10.2006 zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 14. März 2019 (BGBl. I S. 333) einschließlich der "Ergänzenden Bedingungen zur StromGVV" an.
die Schwachlastarbeit (Ziffer 2.3);
dem Grundentgelt für Messung, Abrechnung und Inkasso, nach Art und Umfang der erforderlichen Mess- und Steuereinrichtungen, sowie nach Maßgabe der vom Kunden in Anspruch genommenen elektrischen Leistung (Ziffern 1.2).
Das Verbrauchsentgelt wird errechnet aus der im Abrechnungsjahr bezogenen elektrischen Arbeit in Kilowattstunden (kWh) multipliziert mit dem Verbrauchspreis (in ct/kWh).
1.2 Grundentgelt
Das Grundentgelt ergibt sich in Abhängigkeit der Messstelle/Anlage und der Bedarfsart (Ziffer 3).
Sollte der Messstellenbetrieb nicht von dem grundzuständigen Messstellenbetreiber bzw. Verteilnetzbetreiber durchgeführt werden, erfolgt eine Gutschrift ab dem Zeitpunkt des Wechsels des Messstellenbetreibers in Höhe der bis zum Wechsel des Messstellenbetriebs vom grundzuständigen Messstellenbetreiber bzw. vom Verteilnetzbetreiber für den Messstellenbetrieb berechneten Entgeltes.
Bei Allgemeinanlagen wird anstatt des bedarfsabhängigen Grundpreises der Grundpreis für Allgemeinanlagen gemäß Preisblatt abgerechnet.
Bei Anwendung des Durchschnittshöchstpreises (Ziffer 1.3) wird anstatt des bedarfsabhängigen Grundpreises ein reduzierter Grundpreis in Höhe von 30,60 Euro/Jahr abgerechnet.
1.3 Durchschnittshöchstpreisregelung
Findet nur ein geringer oder gar kein Verbrauch statt, wird die Durchschnittshöchstpreisregelung angewendet. Der Durchschnittspreis – ermittelt aus der Summe des Verbrauchsentgelts gemäß Ziffer 1.1 und des bedarfsabhängigen Grundpreises gemäß Preisblatt abzüglich des reduzierten Grundpreises gemäß Ziffer 1.2.3, geteilt durch die bezogene elektrische Arbeit im Abrechnungsjahr – darf den Durchschnittshöchstpreis gemäß Preisblatt nicht überschreiten.
Die Schwachlastzeit beträgt täglich 6 Stunden in der Zeit von 22.30 bis 6.30 Uhr; sie wird von den Stadtwerken nach ihren Belastungsverhältnissen festgelegt und kann von ihnen mit angemessener Vorankündigung geändert werden.
Die während der Schwachlastzeit bezogene elektrische Arbeit ("Schwachlastarbeit") wird durch einen Zweitarifzähler gemessen und gesondert angezeigt. Die Umschaltung des Zweitarifzählers erfolgt durch Schaltuhren, sie werden nicht auf Sommerzeit umgestellt.
Das Entgelt für die Schwachlastarbeit ("Schwachlastentgelt") wird errechnet aus der Schwachlastarbeit im Abrechnungsjahr (kWh) mal dem Schwachlast-Verbrauchspreis gemäß Preisblatt (in ct/kWh).
Die Schwachlastarbeit und das Schwachlastentgelt bleiben bei der Ermittlung des Durchschnittspreises gemäß Ziffer 1.3 außer Ansatz.
Diese Schwachlastregelung gilt nicht für den Strombezug von Einrichtungen und Geräten zur Raumheizung.
Werden über die Anlage des Kunden mehrere, räumlich voneinander getrennte Bedarfsarten versorgt, so sind die Strombezüge für die einzelnen Bedarfsarten grundsätzlich getrennt zu messen und abzurechnen.
Ist eine getrennte Messung wirtschaftlich nicht vertretbar und überwiegt eine Bedarfsart eindeutig (d.h. 3/4 des Strombezuges oder mehr) und sind die Strombezüge in den übrigen Bedarfsarten nur gering, wird der gesamte Strombezug nach der eindeutig überwiegenden Bedarfsart abgerechnet.
Ist eine getrennte Messung wirtschaftlich nicht vertretbar, wird der Strombezug wie folgt abgerechnet:
(1) Bei Anlagen mit gewerblichem, beruflichem und sonstigen Bedarf sowie mit Haushaltsbedarf wird der Grundpreis für gewerblichen, beruflichen und sonstigen Bedarf einmalig abgerechnet.
(2) Bei Anlagen mit gewerblichem, beruflichem und sonstigen Bedarf sowie mit landwirtschaftlichem Bedarf wird der Grundpreis des gewerblichen, beruflichen und sonstigen Bedarfs einmalig abgerechnet.
(3) Bei Anlagen mit Haushaltsbedarf sowie mit landwirtschaftlichem Bedarf wird der Grundpreis für Haushaltsbedarf und landwirtschaftlichen Bedarf einmalig abgerechnet.
Ist der Kunde mit dieser Einteilung nicht einverstanden und sind die Bedarfsarten räumlich voneinander getrennt, so kann der Kunde eine getrennte Messung und Abrechnung der Bedarfsarten verlangen, wenn er die durch die Auftrennung der Installation und Ergänzung der Mess- und Steuereinrichtungen verursachten Kosten trägt.
Die Einzelheiten der Strombezugsfeststellung und der Rechnungserteilung sind in der StromGVV und in den Ergänzenden Bestimmungen der Stadtwerke geregelt.
Weicht das Abrechnungsjahr aus von den Stadtwerken zu vertretenden Gründen (z. B. Änderung des Ableseturnus, Preisänderungen u. dgl.) von 365 Tagen bzw. in Schaltjahren von 366 Tagen ab oder verkürzt es sich infolge Wechsels des Kunden, so wird das Grundentgelt zeitanteilig ermäßigt bzw. erhöht in Rechnung gestellt.
Der Kunde ist verpflichtet, den Stadtwerken seine Bedarfsart und alle zur Ermittlung des Grundentgeltes erforderlichen Merkmale mitzuteilen und jede Änderung derselben sogleich anzuzeigen.
Das Stromentgelt nach dem Allgemeinen Tarif enthält Konzessionsabgaben, die an die Stadt Kleve abgeführt werden. Sie sind entsprechend der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) auf Höchstbeträge begrenzt:
Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die Belastungen aus dem Erneuerbarer Energien-Gesetz sowie aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.
Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage gemäß § 17f EnWG-Novelle.
Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage gemäß § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten.
Das Stromentgelt erhöht sich abschließend um die Umsatzsteuer in der im Liefer-/Leistungszeitpunkt jeweils gesetzlich festgelegten Höhe.
Preisblatt Grund- u. Ersatzversorgung Stand 01.01.2020
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References: § 36
 § 38
 § 19
 § 17
 § 18
 § 17
 § 18