Source: http://schure.de/2230/1,1,1,1-uk.htm
Timestamp: 2018-02-23 16:23:13+00:00

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Quelle: 2230.1.1.1.1 - UK (KWMBl. Nr.17/2010 S.269)
im Folgenden: die Länder"
im Folgenden: die Verwertungsgesellschaften"
vereinbaren zur Umsetzung von § 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) folgenden Gesamtvertrag
(1) Dieser Vertrag regelt die Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche aus § 52a Abs. 4 UrhG für das öffentliche Zugänglichmachen von Werken oder Werkteilen für Zwecke des Unterrichts an den Schulen.
(2) Schulen i.S. von Absatz 1 sind alle öffentlichen (staatliche oder kommunale) und privaten Schulen im Sinne der Schulgesetze der Länder ohne die privaten Schulen des Landes Bremen.
Begriffsbestimmungen / Voraussetzungen der öffentlichen Zugänglichmachung
(3) Eine öffentliche Zugänglichmachung gemäß § 52a UrhG muss stets zu dem Zweck des Absatzes 2 geboten sein. Das ist nur der Fall, wenn das Werk nicht in zumutbarer Weise vom ausschließlichen Rechteinhaber in digitaler Form für die Nutzung im Netz der Schulen angeboten wird.
(1) Die Länder zahlen an die VG WORT mit befreiender Wirkung gegenüber allen in diesem Vertrag genannten Verwertungsgesellschaften für die Zeit vom 1.August 2009 bis 31.Juli 2013 einen pauschalen Betrag von 1.760.000,- (i.W. Eine Million Siebenhundertsechzigtausend Euro).
Auf die Haushaltsjahre 2010 bis 2013 (Schuljahre 2009/10 bis 2012/13) entfällt jährlich ein Betrag von je  440.000,-. Die Jahresbeträge werden jeweils am 15.Juni des jeweiligen Jahres fällig. Es erfolgt keine Rechungsstellung durch die VG WORT. Im Jahresbetrag ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten.
(2) Wird die Geltungsdauer des § 52a UrhG nicht über den 31.Dezember 2012 hinaus verlängert, ermäßigt sich der Jahresbetrag für das Haushaltsjahr 2013 auf  220.000,-.
(2) Die Vertragsparteien vereinbaren eine neue repräsentative Erhebung - entsprechend der im Jahre 2005 und 2007/08 durchgeführten Erhebung - für das Schuljahr 2010/11, die bis spätestens 1.März 2011 abgeschlossen sein soll. Die Modalitäten werden rechtzeitig gemeinsam festgelegt.
(3) Darüber hinaus werden im Schuljahr 2010/11 und im Schuljahr 2012/13 pro Land an 5 v.H. aller Schulen der Sekundarstufe II, die urheberrechtlich geschützte Inhalte nach § 52a UrhG in Intranets einstellen, ergänzende Erhebungen durchgeführt. Dabei sollen während des gesamten Schuljahres Angaben über die eingestellten Inhalte erhoben werden; die genauen Modalitäten werden rechtzeitig gemeinsam festgelegt. Soweit möglich, sollen die Länder staatliche, kommunale und private Schulen entsprechend ihrem Anteil an den Schulen, die urheberrechtlich geschützte Inhalte einstellen, in die Erhebungen einbeziehen. Soweit sich kommunale oder private Schulträger weigern, an den Erhebungen teilzunehmen, steht es den Verwertungsgesellschaften frei, diesen Trägern gegenüber ihren Auskunftsanspruch auf anderem Wege geltend zu machen.
(1) Der Vertrag beginnt am 1.August 2009 und endet am 31.Juli 2013. Danach verlängert sich die Laufzeit jeweils um ein Jahr, sofern nicht einer der beiden Vertragsparteien sechs Monate vorher gekündigt hat. Die Kündigung bedarf der Schriftform.
Der Vertrag kann in beiderseitigem Einvernehmen für die Zeit der Vertragsverhandlungen bis zum Abschluss eines Folgevertrags weiter angewendet werden. Der Vertrag endet vorzeitig an dem Tag, an dem § 52a UrhG außer Kraft tritt.
(2) Nach Vorliegen der Ergebnisse der Erhebung nach § 5 Abs. 2 haben beide Seiten das Recht zur außerordentlichen Kündigung des Vertrages zum 31.Juli 2011; die Kündigung muss bis zum 31.Mai 2011 schriftlich erklärt werden. Auch ohne Kündigung des Gesamtvertrags werden die Vertragsparteien nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Erhebung nach § 5 Abs. 2 Verhandlungen über die weitere Angemessenheit des vereinbarten Tarifs aufnehmen und diesen bei Bedarf anpassen.
München, den 14.Juli 2010
Für die Länder: Für die Verwertungsgesellschaften:
Ministerialdirektor Dr. Robert Staats

References: § 52
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 § 5
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