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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 29/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 BSG, Urteil vom 02.04.2014 – B 4 AS 26/13 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Eingliederungsvereinbarung – Zusage der Weitergewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts während des Studiums bis zu 3 Jahren – Nichtigkeit der Eingliederungsvereinbarung – Ausschluss Studierender von ergänzenden Unterkunftsleistungen – Verfassungsmäßigkeit
1. Mit einer Eingliederungsvereinbarung dürfen nach § 15 Abs. 1 SGB II nur Eingliederungsleistungen, nicht jedoch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts geregelt werden. Erkennt man in der Eingliederungsvereinbarung eine Zusicherung im Sinne des § 34 SGB X und damit einen Verwaltungsakt, ist dieser vorliegend ebenfalls nichtig. Es ist unzulässig, die bei Vorliegen der gesetzlichen Leistungsvoraussetzungen unbedingte Gewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts von der Erbringung einer Gegenleistung – hier einem Studium und dessen Abschluss – abhängig zu machen.
2. Ausschluss Studierender von ergänzenden Unterkunftsleistungen – § 22 Abs. 7 S. 1 SGB II aF findet nur auf Studierende Anwendung, deren Bedarf sich nach § 13 Abs. 1, Abs 2 Nr 1 BAföG bemisst, also auf solche, die eine Ausbildung in einer der in § 13 Abs 1 Nr 2 BAföG genannten Einrichtungen absolvieren und bei ihren Eltern wohnen.
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2014&nr=13460&pos=7&anz=38
2.1 LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 25.6.2014 – L 2 AS 2373/13
2.2 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 14.05.2014 – L 11 AS 621/13
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170826
2.3 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 02.06.2014 – L 7 AS 392/14 B ER
2.4 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 14.05.2014 – L 11 AS 617/13
2. Leistungsempfänger können grundsätzlich auch auf den Kauf von gebrauchten Artikeln verwiesen werden. Dies verstößt nicht gegen die Menschenwürde (vgl insofern zum Kauf von gebrauchten Kleidern: BSG, Urteil vom 13.04.2011 – B 14 AS 53/10 R ). Im Übrigen kann der Leistungsträger auch im Rahmen der von § 24 Abs. 3 SGB II zugelassenen Sachleistungserbringung Einrichtungsgegenstände in einem Lager etc. vorhalten und diese „in natura“ als Sachleistung herausgeben (vgl BSG, Urteil vom 20.08.2009 – B 14 AS 45/08 R ).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170827&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.5 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 14.05.2014 – L 11 AS 620/13
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170824&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.6 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 03.06.2014 – L 7 AS 360/14 B ER
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170823&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.7 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 14.05.2014 – L 11 AS 610/11
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170822&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.8 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 05.06.2014 – L 7 AS 435/14 ER
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170805&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.9 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 06.06.2014 – L 11 AS 322/14 NZB
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170991&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung des Gerichts: Die hierauf gestützte allgemeine Leistungsklage ist in einem gesonderten erstinstanzlichen Verfahren zu klären bzw. hätte durch evtl. zulässige Klageerweiterung dort geklärt werden können. Bislang ist sie jedoch von der Klägerin nicht erhoben worden (vgl. hierzu: Urteile des Senats vom 21.04.2014 – L 11 AS 410/13 und L 11 AS 512/13). Somit ist die grundsätzliche Frage, ob es neben dem Minderungsbescheid eines weiteren (Teil-) Aufhebungsbescheides bedarf im vorliegenden Verfahren nicht klärungsbedürftig.
2.10 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 24.06.2014 – L 4 AS 98/11
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170796&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2.11 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 30.06.2014 – L 25 AS 1511/14 B ER – rechtskräftig
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170858&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: Vgl. dazu LSG BB, Beschluss vom 27.05.2014 – L 34 AS 1150/14 B ER – Leistungsausschluss nach § 7 Abs 1 S 2 Nr 2 SGB II – vorläufige Leistungserbringung nach § 40 Abs 2 Nr 1 SGB 2 i.V.m. § 328 Abs 1 S 1 Nr 1 SGB 3 – Ermessensreduzierung auf Null.
2.12 Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.06.2014 – L 3 AS 88/12 B ER
3. Vor diesem Hintergrund bestehen erhebliche Zweifel, ob dem Antragsteller eine Verletzung seiner Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung, „Info zu Wegweiser 2012 wird bei Berufsförderungswerk Network e. V. eingeholt bis spätestens 31. August 2011“, vorgehalten werden kann. Es ist bereits fraglich, ob dieser Regelungsteil der Eingliederungsvereinbarung in der vereinbarten Textfassung rechtmäßig ist.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170896&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3.1 SG Leipzig, Beschluss vom 23.06.2014 – S 21 AS 846/14
4.1 Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, Beschluss vom 19.06.2014 – L 9 SO 54/12 PKH – rechtskräftig
2. Antragstellerin ist nicht auf die Nutzung eines Kfz für ihre ehrenamtliche Tätigkeit angewiesen ( vgl. BSG, Urteil vom 23. August 2013 – B 8 SO 24/11 R – , wonach auch ein gesellschaftliches Engagement zur aktiven Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft gehören kann und somit auch die Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit in besonderer Weise der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zuzuordnen sei ).
6. Ebenso wenig hat die Antragst. einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für den Umbau ihres Kfz. Zwar hat das BSG, Urteil vom 23. August 2013 – B 8 SO 24/11 R – entschieden, dass die für § 8 Abs. 1 Satz 2 EGHVO geltenden Grundsätze für einen Umbau nicht heranzuziehen seien. Der behinderte Mensch muss gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 11 EGHVO auf besondere Bedienungseinrichtungen und Zusatzgeräte für Kraftfahrzeuge angewiesen sein, was hier nicht der Fall ist.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=171018&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. Der Senat hält an seiner bisherigen Rechtsprechung (Urteil vom 29. Juni 2011 – L 2 SO 5698/10 in Juris) fest, dass auch bei fortgeschrittener Kieferatrophie weder ein Anspruch gegen den Sozialhilfeträger auf die Gewährung eines Zuschusses noch eines Darlehens zum Zwecke einer Finanzierung implantatgestützten Zahnersatzes gem. § 73 SGB XII besteht. Vielmehr ist der Sozialhilfeempfänger wie alle gesetzlich Krankenversicherten in diesem Fall auf die Versorgung mit einem „normalen“ Zahnersatz/-Prothese zu verweisen.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170248&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: ebenso LSG Baden-Württemberg Urteil vom 27.5.2014, L 2 SO 1431/14 –
4.3 LSG Baden-Württemberg Urteile vom 27.5.2014 – L 2 SO 20/14 – und – L 2 SO 21/14 – Die Revision wird zugelassen.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170643&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
5. Anmerkung zu: BSG 4. Senat, Urteil vom 22.11.2011 – B 4 AS 138/10 R -, Autor: Jörg Neunaber, RA
Quelle: Juris, hier zum Nachlesen: http://www.juris.de/jportal/portal/t/voy/page/homerl.psml?nid=jpr-NLSR000007614&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

References: § 15
 § 34
 § 22
 § 13
 § 13
 § 24
 § 7
 § 40
 § 328
 § 8
 § 9
 § 73