Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=22.06.1960&Aktenzeichen=2%20BvR%2037/60
Timestamp: 2020-02-23 08:40:59+00:00

Document:
BVerfG, 22.06.1960 - 2 BvR 37/60 - dejure.org
https://dejure.org/1960,26
BVerfG, 22.06.1960 - 2 BvR 37/60 (https://dejure.org/1960,26)
BVerfG, Entscheidung vom 22.06.1960 - 2 BvR 37/60 (https://dejure.org/1960,26)
BVerfG, Entscheidung vom 22. Juni 1960 - 2 BvR 37/60 (https://dejure.org/1960,26)
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Normenkontrolle gegen Bauleitplanung und Rechtsweggarantie
VG Stuttgart, 25.09.1956 - 4/I Nr. 237/55
VG Stuttgart, 30.10.1956 - 6/I Nr. 1042/56
VGH Baden-Württemberg, 13.07.1957 - 1 S 11/57
VGH Baden-Württemberg, 13.07.1957 - 1 S 281/56
BVerwG, 21.01.1958 - I C 154.57
BVerwG, 21.01.1958 - I C 155.57
BVerfGE 11, 232
MDR 1961, 24
MDR 1961, 25
Weder Art. 19 Abs. 4 GG noch das Rechtsstaatsprinzip gewährleisten einen Instanzenzug (BVerfGE 11, 232 ; 19, 323 ).
Andererseits gewährleistet Art. 19 Abs. 4 GG die aufschiebende Wirkung der Rechtsbehelfe im Verwaltungsprozeß nicht schlechthin (vgl. BVerfGE 11, 232 [233]; 35, 263 [274]).
Allerdings schreibt Art. 19 Abs. 4 GG eine mündliche Verhandlung oder die persönliche Anwesenheit der Partei im gerichtlichen Verfahren nicht zwingend vor (vgl. BVerfGE 11, 232 [234]).
Eine Verletzung des Rechtsstaatsprinzips durch Beschränkung des Rechtswegs ist angesichts der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfGE 11, 232 ; 78, 88 ; 87, 48 ) in keiner Weise dargelegt.
Art. 103 Abs. 1 GG begründet kein Recht auf mündliche Verhandlung; daher war gemäß § 22 Abs. 1 GrdstVG und § 27 Abs. 3 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen vom 21. Juli 1953 (BGBl. I S. 667) eine mündliche Verhandlung nicht geboten (BVerfGE 11, 232 [234]).
b) Ist demnach eine Verwirkung grundsätzlich denkbar, so müssen an deren Voraussetzungen dieselben Maßstäbe angelegt werden, die für Prozeßnormen gelten, die den Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG regeln, d. h. der Weg zu den Gerichten darf durch die Annahme einer Verwirkung nicht in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschwert werden (vgl. BVerfGE 10, 264 [BVerfG 12.01.1960 - 1 BvL 17/59] [267 ff.]; 11, 232 [233]).
Andererseits gewährleistet Art. 19 Abs. 4 GG die aufschiebende Wirkung von Rechtsbehelfen im Verwaltungsprozeß nicht schlechthin (BVerfGE 11, 232 [233]).
Diese Garantie eines Gerichtsschutzes gewährleistet keinen Instanzenzug (vgl. BVerfGE 11, 232 [233]; st. Rspr.; zuletzt BVerfGE 78, 88 [99]).
Weder Art. 19 Abs. 4 GG noch das Rechtsstaatsprinzip gewährleisten einen Instanzenzug (BVerfGE 11, 232 [233 mit weiteren Nachweisen]).
Gleichwohl darf hierdurch der Weg zu den Gerichten nicht in unzumutbarer Weise erschwert werden (vgl. BVerfGE 10, 264 ; 11, 232 ; 32, 305 ).
BFH, 27.06.2013 - X B 82/13
Keine Beschwerde im PKH-Verfahren
BVerwG, 19.05.1995 - 7 B 197.95
BVerwG, 08.01.1979 - 1 B 513.78
BVerfG, 26.10.1967 - 2 BvR 483/67

References: Art. 19
 Art. 19
 Art. 19

Art. 103
 § 22
 § 27
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19