Source: http://www.christentum.ch/dunant.htm
Timestamp: 2018-03-22 19:48:27+00:00

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Henry Dunant - CHRISTentum.ch
Die Frau mit der Lampe...
Florence Nightingale (1820-1910) war eine junge Christin aus reichem und gebildetem Haus, welche sich in ihrem Gewissen gedrängt fühlte, den Kranken und Leidenden zu helfen. Die Gründung eines protestantischen Schwesternordens schwebte ihr vor.
1853 wird Florence Nightingale Oberin des Harley Street Hospitals. 1854 erlebt sie während des Krim-Krieges die unvorstellbaren Leiden der Verwundeten, für deren Betreuung keine ausreichende Vorsorge getroffen war. Mit der Laterne in der Hand eilt sie nachts durch die Krankensäle, um den Leidenden zu helfen und bei den Sterbenden auszuharren. Als Organisatorin der englischen Kriegskrankenpflege wird Florence Nightingale zur Nationalheldin.
Henry Dunant erklärte 1872: "Obwohl ich als der Gründer und Schöpfer der Genfer Konvention bekannt bin, kommt doch alle Ehre der Schaffung der Konvention einer Engländerin zu. Was mich während des Krieges von 1859 dazu brachte, nach Italien zu gehen, war das Werk der Florence Nightingale auf der Krim."
...und das Rote Kreuz
Als Zivilist wurde Henry Dunant (1828-1910) ein Augenzeuge der Schlacht von Solferino (1859). Sein 1862 erschienenes Buch "Un souvenir de Solférino" rüttelte das Gewissen der Welt auf und führte - nach langen Verhandlungen - zum Abschluss der "Genfer Konvention" (1864 bzw. 1906) "zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der im Felde stehenden Heere". Das rote Kreuz auf weissem Feld wurde zu einem Zeichen, welches das Sanitätspersonal und alle Ambulanzen und Spitäler neutralisierte. 1901 erhielt Henry Dunant (gemeinsam mit Frédéric Passy) den ersten Friedensnobelpreis.
Er selbst bekannte von sich: "Ich bin ein Jünger Christi wie im ersten christlichen Jahrhundert, und sonst nichts."
Die letzten Lebensjahrzehnte verbrachte Dunant sehr zurückgezogen und vergessen. In den Jahren 1890 bis 1893 lebte er bei Freunden im Hotel Lindenbühl zu Trogen, das mittlerweile zu einem einladenden Ferien- und Bildungshaus geworden ist.
Ferien- und Bildungshaus Lindenbühl
Foto: Jakob Vetsch, Palmsonntag 2003
Ein Blick vom Lindenbühl auf das Dorf Trogen
Foto: Jakob Vetsch, 13.04.2003
Jean Henri Dunant, geboren am 8. Mai 1828, stammt aus zwei angesehenen Genferfamilien, den Calladons und den Dunants. Die Dunants gewannen an öffentlichem Ansehen dazu, als der Vater von Henry (wie er sich später schrieb) zum Ratsherrn des "Conseil representatif", die damals gesetzgebende Versammlung in Genf, aufstieg. Er war zugleich Mitglied der Vormundschaftskammer, zu deren Aufgabe auch die Fürsorge für Minderjährige und gefährdete Familien gehörte. Der Name der Calladons ist in der Welt berühmt geworden durch den Bruder der Mutter Henry Dunants, Jean Daniel Calladon, ein international anerkannter Forscher, u.a. auf dem Gebiet der Schallgeschwindigkeit. Solidarität ist zumeist die Triebfeder für den Zusammenschluss von Menschen in Vereinen. Der erste Zusammenschluss dieser Art ergab sich aus der Initiative von George Williams, einem Londoner Kaufmann, der mit seiner Zwölfergruppe im Juni 1844 den ersten YMCA, was soviel bedeutet wie Christlicher Verein junger Männer, gründete mit dem Ziel "die geistlichen und intellektuellen Bedingungen junger Menschen zu verbessern". In Frankreich waren es die in Paris Medizin studierenden Genfer Gibert und Mercier, auch gehört Jean Paul Cook ein gebührender Platz, der die Pariser Gruppe mit dem YMCA in London in Verbindung brachte. Es entstand hier zuerst die grössere Gemeinschaft "Christliche Union junger Leute" zwischen dem Kontinent und der britischen Insel. Der technische Fortschritt war in stürmischer Entwicklung und merkantiles Denken beeinflusste das Verhalten der Menschen. Es gehörte schon ein grosser Idealismus dazu, in einer solchen Zeit der herrschenden Klassen Liebe unter den Menschen zu predigen, wo tausende Unterprivilegierte nur schlimmste Nöte und Ausbeutungen bis zur Kinderarbeit zu ertragen hatten. Wie auch immer die weitere Entwicklung des YMCA sich vollzogen hätte, der eigentliche weltweite Durchbruch wäre wohl ohne Dunant kaum so schnell gelungen. Einundzwanzig Jahre alt war Dunant, als er im Genfer Besitztum seiner Eltern, La Monnaie, 1849 erstmals in der "Donnerstagsvereinigung" junge Menschen für biblisches Studium und soziale Hilfen um sich versammelte. Aus der Donnerstagsvereinigung wurde 1852 anlehnend an das Pariser Vorbild die "Christliche Vereinigung junger Männer". Mit dem nun immer enger werdenden Netz von Vereinen wurde, zunächst noch kaum bewusst, die Basis für etwas viel Grösseres geschaffen.
In seinem Glauben fest verankert, blickt Dunant immer stärker über die Grenzen seiner Vaterstadt hinaus, der schon nicht mehr Befriedigung in seinen Briefen oder Rundschreiben finden mochte, die ihm eine zu lose Verbindung zu den in fast allen Ländern verstreut liegenden Vereinigungen waren. Genf wurde zum Mittelpunkt eines internationalen Gedanken- und Informationsaustausches. An den Vorbereitungen des von Dunant seinen Freunden so sehr empfohlenen Weltkongresses der Vereine hatte er keinen Anteil mehr, aber die Saat hatte er unzweifelhaft ausgelegt. Ebenso war er auch beteiligt an dem Entwurf der Pariser "Basis", einer Proklamation an die Vereine und Mitglieder, mit der die jungen Männer die Grundlage des 1855 gegründeten Weltbundes christlicher junger Männer (YMCA) schufen. Der Zweck dieser Vereine lag darin, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger zu sein und gemeinsam danach trachten wollen, sein Recht unter den jungen Männer auszubreiten.
Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 ist der äussere Anlass für die endgültige Hinwendung Dunants zu seiner Berufung, die ihn in die Geschichte der Menschlichkeit als den barmherzigen Samariter und grossen Friedensfreund eingehen liess. Die Schlacht selbst ist weder im militärischen noch im politischen Sinne räumlich in die Geschichte eingegangen. Die wenigen Wochen zuvor bei Magenta erlittene Niederlage der Österreicher hatte ihren Rückzug aus Oberitalien eingeleitet; der Freiheitskampf Italiens mit der Hilfe der Franzosen war sowohl militärisch als auch politisch zu gut vorbereitet als dass Zweifel über den Erfolg erlaubt gewesen wären. Die Niederlage der Österreicher bei Solferino besiegelte nur das, was bei Magenta begonnen und im politischen Raum im Reifen war. So würde heute kaum noch ein Geschichtsbuch etwas über diese Schlacht berichten, wenn nicht eben an dieser Stelle und an diesem Tage durch Henri Dunant eine neue Seite im Buch der Menschlichkeit aufgeschlagen und geschrieben worden wäre. Ist es doch beinahe eine Groteske, dass ein einzelner, nicht einmal mit entsprechender Ausrüstung versehener Zivilist sich in das Inferno nach der Schlacht begibt. Und an den wenigen Stellen, wo dieser "Mann in Weiss" auftritt, soetwas wie Ordnung eintritt, ja mehr noch menschliche Nächstenliebe verbreitet wird. Er wagt es sogar, in die geheiligten Domänen des Militärs einzudringen und zuerst Bitten, dann Forderungen anzumelden, die allem bisherigen Brauch in der Fürsorge für die zunächst überlebenden Opfer der Schlacht geradezu ins Gesicht schlagen. Dunant erkennt sehr schnell den Mangel an Ärzten für die Pflege und Versorgung der Verwundeten, von denen bei besserer Vorsorge noch Tausende hätten gerettet werden können. Er dringt bis zum Marschall Mac Mahon vor und fordert die Freilassung der gefangenen österreichischen Ärzte für die Verwundetenpflege, worauf dann Napoleon ohne Bedingungen seinem Wunsch folgte. Schliesslich wurden dann die Häuser und Kirchen in Lazarette umgewandelt, wo dann zahlreiche einheimische Frauen alle Verwundeten gleich behandelten und pflegten, so gut wie es die primitiven Mittel damals zuliessen. Das "tutti fratelli" - "alle sind Brüder" - wurde zum erlösenden Wort. Es war die Geburtsstunde der Idee des Roten Kreuzes.
Rotkreuz-Flagge vor dem Museum des Internationalen Roten Kreuzes in Genf.
Foto von Stana Vetsch, April 2005
Dunant, selbst am Ende seiner Kräfte, nach Genf zurückgekehrt, wird auch hier zum Mittelpunkt der führenden Kreise. Längst haben sich seine Briefe und sein Wirken in Solferino herumgesprochen, und Dunant geniesst diese Berühmtheit mit vollen Zügen.
Im Jahre 1862 schreibt Dunant ein Buch, in dem er nicht nur all das Leid schildert, das er sah, sondern auch die ganze Welt auffordert, etwas Grösseres zu schaffen. Erst gilt dieses Buch jedoch als unverkäuflich, denn Dunant verschenkt ca. 3'000 Exemplare an persönliche Freunde sowie an führende Persönlichkeiten im In- und Ausland. Als danach mehrere Auflagen zum Verkauf freigegeben wurden, hatte das Buch in fast allen europäischen Ländern ein geradezu überwältigendes Bekenntnis zu den Ideen des Verfassers hervorgerufen, so dass die ersten Auflagen schon sehr bald vergriffen waren. Immer neue Zustimmungen zu dem Buch erreichen Dunant und seine Kollegen. Für die Verbreitung ihres Vorhabens erscheint dem "Fünfer-Komitee", bestehend aus Dunant, Moynier, General Dufour und zwei Ärzten, die Teilnahme an dem Berliner Wohlfahrtskongress das Gegebene. Da jedoch dieser Kongress dann abgesagt wurde, wird ein Memorandum des Fünfer-Komitees an wichtige Persönlichkeiten des In- und Auslandes versandt, in dem zu einem internationalen Kongress nach Genf zur Erörterung der in dem Erinnerungsbuch an Solferino aufgeworfenen Fragen eingeladen wird. Der Konferenzbeginn wird auf den 26. Oktober 1863 festgelegt. Mit Dr. Basting verfasst er in mühevoller Nachtarbeit eine neue Denkschrift des Fünfer-Komitees, wozu er alleine keine Vollmacht hatte. Sie wird auf Kosten Dunants gedruckt und den Kongressteilnehmern sowie den Empfängern des ersten Memorandums zugestellt. Im Verlauf der günstigen Aufnahme seines Planes im Statistischen Kongress in Berlin schlägt das Komitee in Ergänzung des angeregten Übereinkommens folgendes vor:
1. Jede Regierung in Europa geruht, ihren besonderen Schutz und ihre Gönnerschaft dem in jeder Hauptstadt Europas zu bildenden Generalkomitee, zusammengesetzt aus den ehrenwertesten und am meisten geachteten Persönlichkeiten, zuzubilligen.
2. Dieselben Regierungen erklären, dass künftig das militärische Arztpersonal und diejenigen, die von ihm abhängigen, einschliesslich der anerkannten freiwilligen Helfer, durch die kriegführenden Mächte als neutrale Person angesehen werden.
3. Im Kriegsfalle verpflichten sich die Regierungen, den Transport von Personal und mildtätigen Gaben in die vom Krieg betroffenen Länder zu erleichtern.
In diesem Augenblick war Dunant seiner Zeit und seinen Mitmenschen weit voraus. Dennoch hatte sich der Statistische Kongress des Vorhabens angenommen und es offiziell empfohlen. Als er wieder nach Genf heimgekehrt war, stösst er auf kühle Ablehnung statt Glückwünsche, worauf Moynier die Zügel wieder fest in die Hand nimmt. Als die Genfer Konferenz eröffnet wird, sind 36 Vertreter aus 16 Ländern anwesend. Dunant nimmt genau nach der ihm zugewiesenen Rolle seinen Platz als Schriftführer ein, Moynier übernimmt den Vorsitz. Die Rollenverteilung ist das sicherste Mittel, dem dynamischen Mitglied des Fünfer-Komitees die Zügel anzulegen. Die Diskussionen auf der Konferenz lassen auch die Schwierigkeiten ersichtlich werden. Dennoch zeigten die Delegierten aller Länder guten Willen, die Idee Dunants zur Wirklichkeit werden zu lassen. Für beide Parteien hatte es nicht zu einem vollen Erfolg gereicht. Wie die zweite Genfer Konferenz 1864 zeigen sollte, war dies jedoch der Beginn einer vollständigen Niederlage Moyniers in Bezug auf die Frage der Neutralisierung. Der Konferenzbeschluss von 1863 war zugleich der Gründungsakt des Roten Kreuzes. Die internationale Konferenz nimmt für die Fälle, wo der Militärsanitätsdienst nicht ausreicht, folgende Beschlüsse an:
Art. 1. Es besteht in jedem Lande ein Ausschuss, dessen Aufgabe es ist, in eintretenden Kriegszeiten mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln bei dem Sanitätsdienst der Heere mitzuwirken. Dieser Ausschuss bildet sich selbst in der Art und Weise, die ihm am nützlichsten und angemessensten erscheint.
Art. 2. Sektionen können sich in unbeschränkter Zahl zur Unterstützung dieses Ausschusses bilden, welchem die Oberleitung zusteht.
Art. 3. Jeder Ausschuss muss sich mit der Regierung seines Landes in Verbindung setzen, auf dass seine Dienstanerbietungen eintretendenfalls angenommen werden.
Art. 4. In Friedenszeiten beschäftigen sich die Ausschüsse und Sektionen mit dem was nötig ist, um sich im Kriege wahrhaft nützlich machen zu können, besonders indem sie materielle Hilfsmittel aller Art vorbereiten und freiwillige Krankenpfleger zu bilden und zu unterrichten suchen.
Art. 5. Im Kriegsfalle leisten die Ausschüsse der kriegführenden Nationen in dem Masse ihrer Kräfte ihren betreffenden Armeen Hilfe; besonders organisieren sie die freiwilligen Krankenpfleger, setzen sie in Tätigkeit und lassen, im Einvernehmen mit der Militärbehörde, Lokale zur Verpflegung der Verwundeten in Bereitschaft setzen. Sie können die Mitwirkung der Ausschüsse der neutralen Nationen in Anspruch nehmen.
Art. 6. Auf den Ruf oder mit der Zustimmung der Militärbehörde schicken die Ausschüsse freiwillige Helfer auf das Schlachtfeld. Sie stellen sie dann unter die Leitung der militärischen Führung.
Art. 7. Die freiwilligen Helfer, die in der unmittelbaren Nähe der Armeen verwendet werden, müssen durch ihre betreffenden Ausschüsse mit allem versehen werden, was zu ihrem Unterhalt nötig ist.
Art. 8. Sie tragen in allen Ländern, als gleichförmiges Erkennungszeichen, eine weisse Armbinde mit einem roten Kreuz.
Art. 9. Die Ausschüsse und Sektionen der verschiedenen Länder können sich in internationalen Kongressen versammeln, um sich ihre Erfahrungen mitzuteilen und sich über die zum Besten der Sache zu ergreifenden Massregeln zu verständigen.
Art. 10. Der Austausch der Mitteilungen zwischen den Ausschüssen der verschiedenen Nationen geschieht provisorisch durch die Vermittlung des Genfer Ausschusses.
Im August 1864 fand in Genf die diplomatische Konferenz statt, wo eine Konvention (völkerrechtlicher Vertrag) zustandekam. Durch diesen Vertrag hat das Rote Kreuz seine diplomatische Anerkennung errungen. Im Verlauf der nächsten Jahre sind noch andere Länder, wie zum Beispiel Württemberg, der Konvention beigetreten, da sie die Konferenz versäumt haben.
Da Dunant neben dem Roten Kreuz noch geschäftlich tätig war und durch das Geschäft noch mehreren Gläubigern Geld schuldete, musste er schliesslich 1867 vor das Genfer Handelsgericht, wo Dunant freigesprochen wurde. Ein Jahr später wurde Dunant bei einer zweiten Instanz doch noch verurteilt. Im Jahre 1869 wird dann Dunant aus dem Genfer Komitee ausgeschlossen und geht nach Paris, wo auch für ihn wieder harte Zeiten beginnen. Der sich im Exil befindende Napoleon III. nimmt ihm für einige Jahre dann die dringendsten materiellen Sorgen ab. Im Jahre 1873 musste Dunant von seinem Freund und Gönner Napoleon III. Abschied nehmen, welcher im Alter von 65 Jahren nach einer Operation starb.
Ein Jahr später begann wieder eine schlechte Zeit für Dunant, nämlich die Not- und Wanderjahre quer durch Europa. Erst 1887 siedelt Dunant nach Heiden über, Kanton Appenzell, wo er im Bezirkskrankenhaus unter der nie nachlassenden Fürsorge des Chefarztes Dr. Altherr die letzten 22 Jahre seines Lebens nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Trogen verbringt. Während dieser Zeit wird Dunant immer mehr vergessen, bis ein Journalist wieder die guten Taten Dunants in Erinnerung ruft. Nicht nur neuer Ruhm und neue Ehrungen, sondern auch grosse geldliche Zuwendungen sind für ihn die Folgen seiner Wiederentdeckung. Aber an seiner bescheidenen Lebensweise ändert sich nichts.
Genau 60 Jahre ist für die Geschichtsschreibung über Dunant und über die Verleihung des ersten Friedensnobelpreises an ihn ein Dokument unbekannt und unbenutzt geblieben, bis es im Sommer 1961 in Oslo zu Gesicht gekommen ist. Es gehört in der Geschichte dieses grossen Wohltäters der zivilisierten Welt und seines Werkes, des Roten Kreuzes, zweifelsfrei zu den wichtigsten.
Im Juli 1910 verfertigt Dunant sein Testament. Das Geld aus dem Friedensnobelpreis hat es ihm ermöglicht, denen Danke zu sagen, von welchen er über zwei Jahrzehnte und länger Geld sowie menschliche Hilfe erhalten hat. Den grossen Restbetrag führt Dunant schweizerischen und norwegischen Wohlfahrtseinrichtungen zu. Schon im Sommer zeigen sich erste Schwächezustände. Acht Tage vor seinem Tode kündigt ein erster Schwächeanfall das bevorstehende Ende an. Am Sonntag, dem 30. Oktober 1910, geht es dann zu Ende. Sein langjähriger Freund und Helfer erweist dem Toten den letzten Dienst und schliesst ihm die Augen.
27. Oktober 1997 - Arbeit von Jakob Vetsch jr., W 3d, Kantonsschule Zürich-Hottingen

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10