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Timestamp: 2020-02-28 06:56:53+00:00

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AX00-000.833.01.01.01
[VDE 0100-410,DIN VDE 0100-410_2007-06] -- Errichten Von Niederspannungsanlagen -Teil 4-41_ Schutzmaßnahmen -Schutz Gegen Elektrischen Schlag ( IEC 60364-4!41!2005, Modifiziert)_ Deutsche Über
1550c___umger0000
Elektroinstallation Und EMV EP
Richtlinie zum E-CHECK
Einleitung, Ziel
Geltungsbereich, Haftungsausschluss, Verantwortlichkeiten
Grundlagen zur Anwendung, Durchführung
Wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen und ortsfester elektrischer Betriebsmittel
Vorlagen Prüfprotokolle
Prüfprotokoll – Prüfung elektrischer Anlagen
Übergabebericht /Zustandsbericht
Erläuterungen zum Prüfprotokoll und Übergabebericht /Zustandsbericht
Mängel-Liste und Bewertung der Besichtigung bei Wiederholungsprüfung
Prüfprotokoll – Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte
Erläuterungen zum Prüfprotokoll für die Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel dienen der Übertra- gung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie. Sie können ortsfest, wie z. B. die Elektroinstallation in einem Gebäude, oder ortsveränderlich sein. Elektrische Betriebs- mittel sind dann ortsveränderlich, wenn sie z. B. über Steck- verbindungen betrieben werden können.
Elektrische Anlagen und elektrische Betriebsmittel unterlie- gen einer Alterung und Abnutzung. Beeinflussende Fak- toren hierfür sind der Grad der Nutzung, Umwelteinflüsse und besondere Betriebsbedingungen. Aus diesen Gründen muss im Laufe der Zeit mit Mängeln gerechnet werden, die entscheidend für die Sicherheit im Haushalt oder Gewerbe sind. Deshalb sollten, wie im gewerblichen Bereich ver- pflichtend, in allen anderen Bereichen wiederkehrende Prüfungen in Form des E-CHECK durchgeführt werden.
■ Ziel
Durch den E-CHECK sollen Mängel an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln, die Gefahren für Personen, Tiere und Sachen in sich bergen, erkannt werden. Gleichzeitig sollte der Elektrotechniker auch der Berater des Betreibers sein, indem er nützliche Hinweise zur rationellen Energieanwen- dung aufzeigt. Für den ordnungsgemäßen Zustand der elek- trischen Anlage oder der elektrischen Betriebsmittel ist der Betreiber verantwortlich.
Auf Grundlage dieser Richtlinie für den E-CHECK ist der Zustand der elektrischen Anlage oder der elektrischen Betriebsmittel bezüglich
• Schutz gegen elektrisch gezündeten Brand,
zu prüfen. Nach Durchführung des E-CHECK und Beseiti- gung festgestellter Mängel ist die erforderliche Sicherheit für Menschen, Tiere und Sachwerte wieder hergestellt.
■ Geltungsbereich
Diese Richtlinie für den E-CHECK gilt für die Durchführung von wiederkehrenden Prüfungen, z. B. nach VDE 0105 Teil 100 an elektrischen Anlagen von
• Wohnungen und Wohngebäuden,
• Nebengebäuden wie Garagen, Schuppen, Stallungen usw.,
• Gebäuden, die gewerblich genutzt werden,
• Industrieanlagen,
• Öffentlichen Einrichtungen.
Sie gilt auch für die Durchführung von wiederkehrenden Prüfungen, z. B. nach VDE 0702, an elektrischen Betriebs- mitteln von elektrischen Geräten, die in Haushalt, Industrie, öffentlichen Einrichtungen oder Gewerbe genutzt werden.
Für die wiederkehrende Prüfung bestimmter elektrischer Anlagen können zusätzliche Anforderungen in gesetzlichen Verordnungen oder Vorschriften festgelegt sein, die zu beachten sind, z. B.
1. Unfallverhütungsvorschriften BGV A3 oder GUV-V A2
2. für die wiederkehrende Prüfung der elektrotechnischen Anlagen von prüfpflichtigen (nach Baurecht, nach Versicherungsvertrag) oder überwachungsbedürftigen Anlagen nach der Betriebssicherheitsverordnung.
Diese Richtlinie und die darin enthaltenen Festlegungen stehen in Übereinstimmung mit den anerkannten Regeln der Technik.
Bei der wiederkehrenden Prüfung sind die allgemein aner- kannten Regeln der Technik zu berücksichtigen in der zum Zeitpunkt der Errichtung der elektrischen Anlage oder der elektrischen Betriebsmittel gültigen Fassung.
Die Verfasser dieser Richtlinie für den E-CHECK und alle am Vertrieb beteiligten Personen übernehmen keine Haftung für deren Vollständigkeit. Jeder Betrieb ist eigenverant- wortlich für die Einhaltung der jeweils gültigen Vorschriften und Normen.
Die vorliegende Richtlinie stellt nur eine Arbeitshilfe dar, da zum einen die gesetzlichen Rahmenbedingungen sich sehr schnell ändern, zum anderen jeder Einzelfall individuelle Problemlagen beinhalten kann, die bei der Erstellung dieser Richtlinie nicht beachtet werden konnten.
■ Verantwortlichkeiten
Der Anlagenverantwortliche (Eigentümer oder Betreiber) trägt die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb der elektrischen Anlage oder der elektrischen Betriebsmittel, die er an eine Elektrofachkraft übertragen kann. Elektrofachkraft (Elektrotechniker) ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann. Verantwortlich für die Durchführung der Arbeiten im Sinne dieser Richtlinie ist ausschließlich die Elektrofachkraft, die auch eigenverantwortlich über die Art und den Umfang der wiederkehrenden Prüfung entscheidet.
Mängel sind dem Eigentümer/Betreiber der Anlage in schrift- licher Form (Prüfprotokoll) anzuzeigen. Bei Feststellung von schwerwiegenden sicherheitsrelevanten Mängeln (Gefahr im Verzug) sind sofort gemeinsam mit dem Eigentümer/ Betreiber Maßnahmen zur Beseitigung zu veranlassen.
■ Grundlagen zur Anwendung
Nachfolgend aufgeführte Gesetze, Verordnungen und Be- stimmungen bilden die Grundlage für diese Richtlinie zum E-CHECK:
Gesetz, Verordnung, Bestimmung
BGB §§ 535; 536
StGB § 309
Mitverantwortung der VNB
AVBEltV § 12 (1)
BSV § 10
Bauordnungen der
Länder (LBO)
B. BGV A3, GUV-V A2,
B. VDE 0105 Teil 100,
Der E-CHECK ist unter Berücksichtigung von
• Zustand,
• Umgebungseinflüssen,
• Beanspruchung,
• letzten Revisionsergebnissen (alte Prüfprotokolle),
• vorhandenen Bestandsunterlagen,
• technischen Dokumentationen
der elektrischen Anlage/des Betriebsmittels entsprechend des Auftrages auszuführen. Dafür sind folgende Maßnah- men nach VDE 0105/VDE 0702 erforderlich:
1. Sichtprüfung auf Beschädigungen oder Mängel
2. Bestandsaufnahme einschließlich skizziertem Grundriss mit Installations- oder Übersichtsschaltplan (falls für eine bessere Übersicht erforderlich)
3. Messung des Isolationswiderstandes der Anlage, des Ableitstromes des Betriebsmittels
4. Prüfung/Messung der Wirksamkeit der Schutzmaßnah- men (einschließlich Fehlerstromschutzeinrichtungen)
5. Prüfung der Funktion
6. Ausfertigung des Prüfprotokolls/Mängelberichts
Bei Behinderung in den Prüfungsmaßnahmen, z. B. durch Einbauteile oder sonstige Gegenstände, sind entsprechende Vermerke im Prüfprotokoll/Mängelbericht anzubringen. Soweit keine Prüffristen durch Gesetze oder Verordnungen vorgegeben sind, sollten durch die Elektrofachkraft Prüf- fristen vorgeschlagen werden. Dabei sind die genannten Kriterien der Anlage zu berücksichtigen.
Der Wiederholungstermin sollte zwischen 4 Jahren (BGV A3) oder bei „Neuvermietung“ liegen.
■ E-CHECK Protokoll
Für das Erstellen des E-CHECK Protokolls stehen nachfol- gende Unterlagen zur Verfügung:
• Benutzerhinweise
• Auftrags- und Abrechnungsformular für E-CHECK Arbeiten
• Durchführungsanweisungen für E-CHECK Arbeiten
• Anlagenskizze
• Besichtigungsprotokoll
• Prüfprotokoll und Übergabebericht/Zustandsbericht
• Erläuterungen zum Prüfprotokoll und Übergabebericht/ Zustandsbericht
• Prüfprotokoll für elektrische Geräte
■ Exklusiv vom Innungs-Fachbetrieb
Die E-CHECK Plakette ist das exklusive Gütesiegel der Elektroinnungs-Fachbetriebe. Sie darf nur vergeben werden,
– wenn die überprüfte Anlage den Anforderungen ent- spricht.
– wenn der Fachbetrieb Mitglied der Elektro-Innung ist.
■ Empfohlene Prüffristen
Prüffristen und Art der Prüfung elektrischer Anlagen und elektrischer Betriebsmittel nach BGV A3 § 5 „Prüfungen“
Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom- Schutzeinrichtungen in vorübergehend stationären Anlagen (z. B. Baustellen)
auf Wirksamkeit (Messung der Fehlerspannung und des Auslösestroms, Erdungswider- standsmessung)
Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person bei Verwendung ge- eigneter Mess- und Prüfgeräte
• in vorübergehend stationären Anlagen
• Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel (soweit benutzt)
Richtwert 6 Monate, auf Baustellen 3 Mo- nate. Wird bei den Prüfungen eine Fehlerquote < 2 % erreicht, kann die
Auf ordnungsgemäßen Zustand (Inaugenscheinnahme • Prüfung auf mechanische Beschädigung • Prüfung der angewandten Schutzmaßnahmen zum Schutz bei indirektem Berühren und
• Verlängerungs- und Geräteanschluss- leitungen mit Steckvorrichtungen
• Anschlussleitungen mit Stecker
• Bewegliche Leitungen mit Stecker und Festanschluss
Prüffrist entsprechend verlängert werden.
Auf Baustellen, in Fertigungsstätten und Werkstätten mindes- tens jährlich. In Büros mindestens alle 2 Jahre.
Isolationswiderstandsmessung, im Einzelnen wie VDE 0702)
Wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen nach VDE 0105 Teil 100 Messungen, Messverfahren und Werte/Richtwerte für die Messung in Anlagen mit Schutzmaßnahmen im TN-/TT-System
≥ 300 Ω/V mit Verbraucher
bei einer Netzspannung bis 500 V und einer Netzspannung von 500 V
Phasenprüfung oder Spannungs- messung gegen Erde
Niederohmige Widerstandsmessung
Hauptpotentialausgleich und zusätzli- cher Potentialausgleich
Bei mehr als einer Fehlerstrom-Schutz- einrichtung für die gesamte Anlage:
• Richtige Zuordnung der Neutralleiter zu den jeweils von der FI-Schutzein- richtung erfassten Stromkreisen • Schluss zwischen Neutralleitern unter- schiedlicher FI-Schutzeinrichtungen
siehe Isolationswiderstandsmessung
Messaufgaben und Messverfahren für die Wiederholungsprüfung an elektrischen Geräten nach VDE 0702
Niederohmige Widerstands- messung des Schutzleiters
• ≤ 0,3 Ω (für Geräte mit Anschlussleitungen bis 5 m Länge)
• zzgl. 0,1 Ω je weitere 7,5 m bis max. 1,0 Ω
• ≥ 1,0 MΩ
• ≥ 0,3 MΩ mit eingebautem Heizelement
≥ 2,0 MΩ
• ≤ 3,5 mA
• ≤ 1 mA/kW bei Geräten mit Heizelementen ≥ 3,5 kW
• ≤ 0,5 mA
(nur bei Geräten der Schutz- klasse I, deren berührbare leitfähige Teile nicht mit dem Schutzleiter verbunden sind)
(nur bei Geräten der Schutz- klasse II, bei denen berühr- bare leitfähige Teile vorhan- den sind)
Alternatives Messverfahren zur Messung
• des Schutzleiterstroms,
• des Berührungsstroms,
nur nach bestandener Isolationswiderstandsmessung (Grenzwerte wie oben angegeben)
Prüfprotokoll – Übergabebericht – Zustandsbericht
Nachfolgend zur Ansicht und gegebenenfalls zur Verwen- dung Kopiervorlagen zu Prüfprotokollen, Übergabebericht, Zustandsbericht.
Diese Formulare mit dem geschützten „e-Blitz“ dürfen nur von Betrieben der elektro- und informationstechnischen Handwerke verwendet werden, die Mitglieder in einer Elektro-Innung sind.
Prüfprotokoll ➀
Auftraggeber ➁ :
Auftragnehmer ➂ :
Prüfung ➃ nach:
Beauftragter des Auftraggebers:
Prüfer ➄ :
EVU/VNB
Kennzeichnung Stromkreis, Betriebsmittel
Schutz und Überwachungseinrichtungen
Zus. örtl. Potentialausgleich
Dokumentation ➅
siehe Ergänzungsblätter
Rechtsdrehfeld der
Funktion der Schutz-, Sicherheits- und
Stromkreisverteiler Nr.:
Überstrom-Schutzeinrichtung
R iso (MΩ)
Z s (Ω)
I n /Art
Ausl.-Zeit
U L ≤
I k (A)
(≤ I ∆n )
Durchgängigkeit Potentialausgleich
(≤ 1 Ω nachgewiesen)
Erdungswiderstand: R E
Antennenanlage/BK
Gasinnenleitung
Prüf-Plakette angebracht:
Gemäß Übergabebericht elektrische Anlage vollständig übernommen
Zustandsbericht erhalten
Die elektrische Anlage entspricht nicht den anerkannten Regeln der Elektrotechnik
© 2002 Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke
Bundesfachbereich Elektrotechnik
Prüfprotokoll ➀ (Folgeblatt)
Übergabebericht ➆
Zustandsbericht ➆
Zähler Nr.:
Ort/Anlagenteil ➇
Jalousietaster/-schalter
Schlüsseltaster/-schalter
Nottaster/-schalter
Zeitschalter/-taster
Telefonanschlusseinheit
Gong/Summer
EIB-Sensor
Leuchten-Auslass
Gemäß Übergabebericht elektrische Anlage vollständig übernommen.
Die elektrische Anlage vollständig übergeben
Dokumentation ➅ übergeben
In der Anlage wurden Mängel festgestellt
➀ Im Prüfprotokoll sind die technischen Werte des Istzu- stands der elektrischen Anlage festgehalten.
➁ Auftraggeber ist derjenige, in dessen Auftrag, und für dessen Rechnung die elektrische Anlage errichtet, er- weitert oder geändert worden ist (Anschlussnehmer, Anlagenbenutzer, Anlagenbetreiber).
Er bestätigt mit seiner Unterschrift:
„Die errichtete Anlage ist vom Auftragnehmer in dem Umfang übergeben worden, wie es im Übergabebe- richt niedergelegt ist.“ Mit der Unterschrift bestätigt der Auftraggeber die Ab- nahme und vertragsgemäße Lieferung. Damit ist der Stichtag für die Übergabe der errichteten elektrischen Anlage festgelegt. Das bedeutet in der Praxis:
Bei einer Vertragsvereinbarung nach DIN 1961 „VOB Verdingungsordnung für Bauleistungen – Teil B: Allge- meine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen“ geht mit der Abnahme die Gefahr auf den Auftraggeber über (§ 12 Nr. 6), soweit er sie nicht schon nach § 7 (Verteilung der Gefahr) trägt. Nach § 13 Nr. 4 beträgt die Gewährleistungsfrist für Arbeiten an Bauwerken zwei Jahre; bei Nichtannahme eines Ange- botes zum Abschluss eines Wartungsvertrages jedoch nur 1 Jahr.
➂ Auftragnehmer ist der mit der Durchführung der Arbeiten vom Auftraggeber Beauftragte, der mit dem Elektrotech- niker-Handwerk (früher: Elektroinstallateur-Handwerk) in die Handwerksrolle und beim örtlichen Elektrizitäts- versorgungsunternehmen (EVU) in das Elektro-Installa- teurverzeichnis eingetragen ist. Er ist aufgrund seiner Kenntnisse, Erfahrungen sowie Fort- und Weiterbildung in der Lage, die elektrische Anlage vorschriftsmäßig zu prüfen.
➃ Die Prüfung ist nach der Norm DIN VDE 0100-610 „Errichten von Niederspannungsanlagen; Erstprüfun- gen“ durchzuführen; Wiederkehrende Prüfungen sie-
he DIN VDE 0105-100. Bei der Beurteilung der elektri- schen Anlage und Durchführung der Prüfung ist insbe- sondere auch auf Bestandsschutz und Übergangsre- gelungen für anzuwendende Normen und Richtlinien zu achten. Im Einzelfall können bei besonderen Anlagen noch folgende Festlegungen von Bedeutung sein:
• Gerätesicherheitsgesetz und die dazugehörigen Festlegungen für überwachungsbedürftige Anlagen, z. B. Aufzugsanlagen, elektrische Anlagen in be- sonders gefährdeten Räumen,
• Bauordnungen der Länder und die dazugehörigen Verwaltungsvorschriften und Richtlinien,
• weitere Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Länder, z. B. über elektrische Betriebsräume, Gara- gen, Krankenhäuser, Versammlungsstätten, Ret- tungswege.
• Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A3, GUV 2.10 oder LBG 1.4),
• Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsver- sorgung von Tarifkunden (AVBEltV),
• Normen der Reihen DIN VDE 0829 und EN 50090 „Elektrische Systemtechnik für Heim und Gebäude (ESHG)“,
• Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C; Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV), insbesondere
- DIN 18299 „Allgemeine Regelungen für Bauar-
beiten jeder Art“,
- DIN 18382 „Nieder- und Mittelspannungsanlagen mit Nennspannungen bis 36 kV,
- DIN 18384 „Blitzschutzanlagen“,
- DIN 18385 „Förderanlagen, Aufzugsanlagen, Fahr- treppen und Fahrsteige“,
- DIN 18386 „Gebäudeautomation“,
• weitere DIN-Normen
• weitere VDE-Bestimmungen z. B. DIN VDE 0100 Teil 710, DIN VDE 0108, DIN VDE
• VdS-Publikationen des Gesamtverbandes der Deut- schen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
➄ Prüfer ist der verantwortliche Unternehmer (Auftrag- nehmer) selbst oder die von ihm mit der Durchführung der Prüfung ausdrücklich beauftragte Elektrofachkraft. Der Prüfer bestätigt mit seiner Unterschrift sowohl ge- genüber seinem Unternehmer (Arbeitgeber) als auch ge- genüber dem Auftraggeber die vorschriftsmäßig durch- geführte Prüfung. Verweigert der Auftraggeber seine Unterschrift, so ist dieses schriftlich zu vermerken und die Prüfungsunterlagen sind ihm per Post mit einem entsprechenden Anschreiben zuzustellen.
➅ Dokumentation ist die Sammlung zugeordneter Doku- mente, z. B. Schaltpläne, Diagramme oder Tabellen (DIN EN 61082).
➆ Es ist je nach Anwendungsfall zu unterscheiden zwi- schen Übergabebericht oder Zustandsbericht. Der Übergabebericht ist für Neuanlagen gefordert und verlangt keine Bewertung der Prüfergebnisse, die für Neuinstallationen immer mängelfrei sein müssen. Der Zustandsbericht bezieht sich auf bereits bestehende elektrische Anlagen und erfordert neben einer funktio- nellen Überprüfung auch eine Bewertung des Zustan- des, welche anhand von Kennziffern (siehe Anlage) auszuführen ist. Die einzutragende Kennziffer besteht immer aus einer zweistelligen Ziffer, die die Art der Mängel beschreibt sowie eines Buchstabens, der eine Bewertung des Gefährdungsgrades angibt. Die Fehler- bzw. Mängel-Liste ist in Gruppen eingeteilt und kann bei Bedarf vom Anwender (Prüfer) entsprechend den Erfordernissen noch ergänzt werden.
➇ Ort/Anlagenteil sind z. B. die Räume in Wohnungen, Büros.
Bei Anlagen der Gebäudesystemtechnik (z. B. mit dem Installationsbussystem EIB ) sind zusätzlich zu den Da- ten der elektrischen Anlage z. B. die betreffenden Krite- rien der Installationsbusanlage EIB anzukreuzen.
Hinweise zum Ausfüllen der Formulare siehe „Leitfaden zum Übergabebericht/Zustandsbericht und Prüfproto- koll“.
©2002 Zentralverband der Deutschen Elektro- und informationstechnischen Handwerke
Abdeckung schadhaft
Betriebsmittel nicht ordnungsgemäß eingebaut
Betriebsmittelbezeichnung fehlt
Anlage verschmutzt / Lüftung behindert
Betriebsmittel falsch, z. B.: nicht den Umgebungsbedingungen entsprechend ausgewählt
Zugänglichkeit nicht gewährleistet
Mechanischer Schutz fehlt
Verbindung unsachgemäß, z. B.: falsche Auswahl oder Klemmenverbindung falsch ausgeführt
Brandschutz fehlt, z. B.: Lichtleiste auf Holz montiert
Material für Umgebungstemperatur nicht geeignet
Brandschottung fehlt
Überstromschutz falsch eingestellt
Dokumentation nicht aktualisiert
N-Leiter fehlt
Plombierung fehlt
Schutzleiter nicht wirksam
B.: verbogen, angebrochen, mit Farbe bedeckt
Schutzleiter falsch gekennzeichnet
Berührungsschutz fehlt (alles, vom Isolieren bis blanke Leiterenden)
Schutzisolierung durchbrochen
B.: Metallverschraubung im ISO-Gehäuse
Schutzart falsch
Haupt-Potentialausgleich fehlt / unvollständig
Zusätzlicher Potentialausgleich fehlt / unvollständig
Schutzleiter als Außenleiter verwendet
FI-Schutzeinrichtung fehlt
FI-Schutzeinrichtung überbrückt
Spannungsebenen nicht sicher getrennt, z. B.: bei nicht finger- sicheren Schutzkontakt-Steckdosen keine gemeinsame Abdeck.
Schutzmaßnahme falsch, z. B.: für bestimmte Bereiche wurden die geforderten Schutzmaßnahmen nicht angewendet, beim Kesselbau nur Schutzkleinspannung oder Schutztrennung zu- lässig oder Baustellenverteiler immer mit FI-Schutzschalter
Zielbezeichnung fehlt
Passeinsätze falsch / fehlen
Verdrahtung mangelhaft
Überstromschutzeinrichtung falsch eingestellt
Überstromschutzeinrichtung falsch
Schraubkappe defekt
Sicherung geflickt
Lichtbogentrennung fehlt
Kabel und Leitungen und Verlegesysteme
Leitungsverlegung unsachgemäß
Leitung unzulässig
Leitungseinführung unvorschriftsmäßig
Querschnitt falsch
Aderendhülsen fehlen
Brandlast zu hoch
Verlegesysteme falsch dimensioniert / befestigt
Leuchtmittel falsch
Leuchtmittel defekt / fehlt
Leuchtenabdeckung fehlt
Schutzabstand nicht eingehalten z. B.: im Badezimmer; Abstand zu brennbaren Stoffen
Bewertung der aufgetretenen Mängel
Ohne Gefährdung; kein Handlungsbedarf
Geringe (leichte) Gefährdung Anlage darf weiterbetrieben werden, Mängel sind bei nächster Gelegenheit zu beheben
Erhöhte (mittlere) Gefährdung Anlage darf weiterbetrieben werden, Mängel sind umgehend zu beheben
Hohe (akute) Gefährdung Anlage muss unverzüglich außer Betrieb gesetzt werden
➛ unbedingt per Unterschrift des Auftraggebers zu bestätigen
Prüfprotokoll für die Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte
Auftraggeber (Kunde) ➀
UVV 1.4
Sichtprüfung ➁
Anschlussleitungen, -stecker
Leitungsführung/Biegeschutz
Bemessung der zugänglichen Sicherungen
Zustand/Befestigung der Schutzabdeckung
Lesbarkeit von Sicherheitsvorschriften
Funktionsfähigkeit von
nicht er-
Anzeichen von Überlastung und
Sicherheitsbeeinträchtigende Verschmutzung
Erforderliche Luftfilter
Kennzeichnung der Anwendungskategorie
Schutzleiterwiderstand ➂
Isolationswiderstand ➃
Schutzleiterstrom ➄
Berührungsstrom ➅
Ersatzableitstrom ➆
Hinweise für den Auftraggeber/Betreiber
Bei der Überprüfung wurden keine Mängel
Mängel wurden durch Reparatur beseitigt
Auf festgestellte Mängel hingewiesen
Das elektrische Gerät darf nicht weiter
Prüfplakette angebracht
Prüfer ➇
Verwendete Messgeräte ➈
©© ZZeennttrraallvveerrbbaanndd ddeerr DDeeuuttsscchheenn EElleekkttrroo-- uunndd IInnffoorrmmaattiioonnsstteecchhnniisscchheenn HHaannddwweerrkkee ((ZZVVEEHH)) SSttaanndd 0044//22000044
Erläuterungen (abgedruckt auf der Rückseite des Formulars)
➀ Auftraggeber ist derjenige, in dessen Auftrag und für dessen Rechnung das elektrische Gerät geprüft bzw. instandgesetzt worden ist. Das kann sowohl ein gewerblicher Auftraggeber als auch eine private Person sein.
➁ Die Sichtprüfung ist in jedem Fall die erste Phase der Prüfung auf äußerlich erkennbare Mängel und begleitet die gesamte Wiederholungsprüfung.
➂ Schutzleiterwiderstand
≤ 0,3 Ω bis 5 m Anschlussleitung, zuzüglich 0,1 Ω je weitere 7,5 m bis max. 1,0 Ω
Geräte Schutzklasse I mit Heizwiderständen:
≥ 0,3 MΩ
ohne Heizwiderstände:
Geräte der Schutzklasse II:
Geräte der Schutzklasse III:
Die Isolationswiderstandsmessung ist durchzuführen, wenn dies technisch möglich ist, z. B. lässt eine Einschalte- elektronik dies oft nicht zu.
Geräte der Schutzklasse I Heizleistung ≤ 3,5 kW:
Heizleistung ≥ 3,5 kW:
≤ 1 mA/kW
Der Schutzleiterstrom, der zusätzlich zur Isolationswiderstandsmessung ermittelt wird, wird auch bei Geräten der Schutzklasse I gemessen, bei denen keine Isolationsmessung durchgeführt werden kann.
➅ Berührungsstrom ist zusätzlich zu ermitteln für:
- Geräte der Schutzklasse I, deren berührbare leitfähige Teile nicht mit dem Schutzleiter verbunden sind
- Geräte der Schutzklasse II, bei denen berührbare leitfähige Teile vorhanden sind
➆ Ersatzableitstrom (alternativ)
≤ 0,5 mA ≤ 0,5 mA
- des Schutzleiterstromes
- des Berührungsstromes
nur nach bestandener Isolationsmessung! (Grenzwerte wie oben angegeben)
➇ Prüfer ist der verantwortliche Unternehmer (Auftragnehmer) selbst oder eine von ihm mit der Durchführung der Prüfung ausdrücklich beauftragte Elektrofachkraft. Der Prüfer bestätigt mit seiner Unterschrift die vorschriftsmäßig durchgeführte Prüfung nach den Regeln der Technik.
➈ Die verwendeten Messgeräte entsprechen folgenden Normen-Reihen:
- DIN VDE 0404 Geräte zur sicherheitstechnischen Prüfung von elektrischen Betriebsmitteln
- DIN EN 61557/VDE 0413 Geräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von Schutzmaßnahmen
i.O. = in Ordnung, ohne Beanstandung n.i.O. = nicht in Ordnung; siehe Hinweise für den Auftraggeber/Betreiber
Prüfplaketten können über die jeweiligen Landesinnungsverbände bezogen werden.
© 2005 ArGe Medien im ZVEH
Dokumente ähnlich wie E CHECK ΓΕΡΜΑΝΙΚΑ ΠΡΩΤΟΚΟΛΛΑ
1_DerSpiegel_10_10_18.pdf

References: § 309
 § 12
 § 10
 § 5
 § 7
 § 13