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Timestamp: 2019-11-12 18:26:22+00:00

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BFH, 18.11.2005 - II B 23/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,6259
BFH, 18.11.2005 - II B 23/05 (https://dejure.org/2005,6259)
BFH, Entscheidung vom 18.11.2005 - II B 23/05 (https://dejure.org/2005,6259)
BFH, Entscheidung vom 18. November 2005 - II B 23/05 (https://dejure.org/2005,6259)
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Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG : kein Verstoß gegen Richtlinie 69/335/EWG
Kein Verstoß von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG gegen die Richtlinie 69/335/EWG; keine Vorlagepflicht nach Art. 234 EG im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes bei der Frage nach der Vereinbarkeit einer Norm mit Gemeinschaftsrecht
FG Niedersachsen, 17.12.2004 - 7 V 454/04
BFH/NV 2006, 612
aa) Bei der Anteilsvereinigung (§ 1 Abs. 3 Nr. 1 und 2 GrEStG) betrifft eine etwaige Gegenleistung nur die zuletzt hinzu erworbenen Anteile, so dass eine auf das ganze Grundstück bezogene Gegenleistung weder ersichtlich ist noch den wirtschaftlichen Gegebenheiten entspräche (BFH-Beschluss vom 18. November 2005 II B 23/05, BFH/NV 2006, 612, m.w.N.).
Eine Ausgangslage, die der deutsche Gesetzgeber nicht verändern kann, kann ihm nicht als Verstoß gegen das verfassungsrechtliche Gebot der Gleichmäßigkeit der Steuererhebung angelastet werden (vgl. umfassend BFH-Urteil vom 18. Februar 1997 VIII R 33/95, BFHE 183, 45, BStBl II 1997, 499; BFH-Beschluss vom 18. November 2005 II B 23/05, BFH/NV 2006, 612).
Die Bemessung der Grunderwerbsteuer nach der Gegenleistung scheidet schon deshalb als Maßstab einer etwaigen Übermaßbesteuerung aus, weil bei einer Anteilsvereinigung eine auf das ganze Grundstück bezogene Gegenleistung weder ersichtlich ist noch den wirtschaftlichen Gegebenheiten entspräche (BFH-Beschluss vom 18. November 2005 II B 23/05, BFH/NV 2006, 612, m.w.N.).
aa) Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. bereits für den Fall der Anteilsvereinigung durch rechtsgeschäftlichen Erwerb von Anteilen: BFH-Beschluss vom 18. November 2005 II B 23/05 BFH/NV 2006, 612) stellt die Grunderwerbsteuer, die gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG bei Erwerb aller Anteile erhoben wird, keine Gesellschaftsteuer dar.
Durch den Auslandsbezug bedingte Vollzugsdefizite ergeben aber noch keine Verletzung des Gleichheitssatzes (so Entscheidungen des BFH vom 18. Februar 1997 VIII R 33/95, BFHE 183, 45, BStBl II 1997, 499, unter B. III. 3., sowie vom 8. November 2005 II B 23/05, BFH/NV 2006, 612).
Mit dem Anteilserwerb wird grunderwerbsteuerrechtlich derjenige, in dessen Hand sich die Anteile vereinigen, so behandelt, als habe er die Grundstücke von der Gesellschaft erworben, deren Anteile sich in seiner Hand vereinigen (BFH-Urteile vom 8. August 2001 II R 66/98, BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156, …und vom 5. November 2002 II R 23/00, BFH/NV 2003, 505; ebenso zu § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG n.F. BFH-Beschluss vom 18. November 2005 II B 23/05, BFH/NV 2006, 612).
Die Besteuerung der Anteilseinbringung nach § 1 Abs. 3 GrEStG 1983 verstößt nicht gegen das Grundgesetz (Bundesverfassungsgericht -BVerfG- vom 10. Juni 1963, 1 BvR 345/61, BVerfGE 16, 203 , vorgehend BFH vom 5. Juli 1961, II 226/59 U, BFHE 73, 337, BStBl III 1961, 389 m.w.N.; BFH vom 18. November 2005, II B 23/05, BFH/NV 2006, 612 ; FG Hamburg vom 31. März 2006, III 155/05, juris).
Ein solches strukturelles Vollzugsdefizit ist bei der Anteilsvereinigung im Ausland nicht gegeben (vgl. BFH vom 18. November 2005, II B 23/05, BFH/NV 2006, 612 , DStRE 2006, 350 ).
FG Münster, 31.01.2011 - 8 V 3297/10
Grunderwerbsteuerpflicht durch Anteilsvereinigung an einer insolventen GmbH

References: § 1
 § 1
 Art. 234
 § 1
 § 1
 § 1