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Timestamp: 2018-06-25 19:23:53+00:00

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Nach Aussteuerung Nahtlosigkeitsregelung abgelehnt, EM Rente beantragt, Arbeitsagentur möchte berufliche Reha - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #2212505 (1)
05.07.2017, 15:29 #1
sheela6
Nach Aussteuerung Nahtlosigkeitsregelung abgelehnt, EM Rente beantragt, Arbeitsagentur möchte berufliche Reha
ich bin neu hier und hoffe ich mache alles richtig
ich bin seit Mitte Juni 17 ausgesteuert, ungekündigt, und habe nach meiner psychosomatischen Reha ( arbeitsunfähig entlassen) EM Rente beantragt. Bin weiterhin krank geschrieben, gebe die Krankmeldung aber nicht der Arbeitsagentur.
Im Rehabericht steht auf meinem Beruf unter 3 Stunden, allgemein aber über 6 Std. Wobei vermerkt ist das man anhand anderer Befunde (Rücken, Knie) prüfen muss was noch in Frage kommt. Also ALG 1 nach Nahtlosigkeitsregelung beantragt, diese wurde nach Aktenlage abgelehnt. Den Teil B habe ich gesendet bekommen, darin steht eigentlich das gleiche wie im Rehabericht. Aber keine positiven oder negativen Leistungseinschränkungen usw. Also nichts für was ich noch fähig bin.
ALG 1 wurde genehmigt. Nun kam ein Schreiben mit einem Termin bei einem Sachbearbeiter und gleichzeitig soll ich einen Antrag zur beruflichen Reha ausfüllen und mitbringen sowie den kompletten Rehabericht. den hatte der Med.Dienst der Agentur schon.
Was soll ich hier jetzt tun? Bin total ratlos. Widerspricht sich doch Rente beantragt und jetzt berufliche Reha??
Ich kann aufgrund meiner Psyche doch keine Umschulung machen? Was soll denn das ist das so üblich?
Kann ich die gegen die Ablehnung der Nahtlosigkeitsregelung
nach Aktenlage Widerspruch einlegen?
Habe jetzt eiben Termin beim VDK gemacht und hoffe auf Hilfe.
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05.07.2017, 19:05 #2
AW: Nach Aussteuerung Nahtlosigkeitsregelung abgelehnt, EM Rente beantragt, Arbeitsagentur möchte berufliche Reha
Hallo sheela6,
Du bekommst also aktuell ALGI von der AfA, die AU-Entlassung aus der Reha hat wenig Bedeutung für die Frage, ob du nun eine EM-Rente bekommen wirst.
Darf ich fagen wie alt du bist und ob du die Antragstellung auf EM-Rente bei der AfA bereits mit angegeben / nachgewiesen hast ???
Im Rehabericht steht auf meinem Beruf unter 3 Stunden, allgemein aber über 6 Std. Wobei vermerkt ist das man anhand anderer Befunde (Rücken, Knie) prüfen muss was noch in Frage kommt.
Hast du denn beim Antrag auf EM-Rente auch gleich entsprechende medizinische Unterlagen zu deinen sonstigen Gesundheitsproblemen mit eingereicht, die DRV ist in der Regel nicht besonders fleißig sich dazu bei den angegebenen Ärzten selbst was anzufordern.
Den Reha-Bericht wird man allerdings sehr gerne in die Entscheidung mit einbeziehen und da sieht es nicht gut aus für eine Bewilligung von EM-Rente ... das darf ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen.
Also ALG 1 nach Nahtlosigkeitsregelung beantragt, diese wurde nach Aktenlage abgelehnt. Den Teil B habe ich gesendet bekommen, darin steht eigentlich das gleiche wie im Rehabericht. Aber keine positiven oder negativen Leistungseinschränkungen usw. Also nichts für was ich noch fähig bin.
Das stimmt ja so dann nicht ganz wenn du aktuell dein ALGI bekommst, die "Nahtlosigkeit" KANN gar nicht "abgelehnt" werden, weil du darauf einen (gesetzlichen) Anspruch hast nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Was die dir dazu erzählen ist uninteressant, denn besonders mit vorhandenem Arbeitsplatz kannst du überhaupt KEIN ALGI bekommen ohne Anwendung des § 145 SGB III, dafür müsstest du ja mindestens "arbeitslos" sein.
Was steht denn im Teil B, den bekommt ja auch der Arbeitsvermittler, den Teil A kannst du dir NUR selber holen / anfordern direkt beim ÄD der AfA, den darf der SB gar nicht bekommen.
Welche medizinischen Unterlagen hattest du denn noch für den ÄD zur Verfügung gestellt ???
Welchen Einladungsgrund gibt es denn konkret, einen Reha-Antrag ausgefüllt mitbringen ist kein zulässiger Grund, den könnte man auch mit der Post (und sogar direkt zur DRV) schicken.
Wenn der Reha-Bericht bereits beim ÄD liegt, dann teile der SB das genau so mit, sie hat keinen Anspruch auf Reha-Berichte oder andere medizinische Unterlagen, das gehört NUR zu einem Arzt und dort ist es ja bereits ausgewertet worden.
Dann nimm den Nachweis zur Antragstellung auf EM-Rente (Kopie) notfalls noch mal mit und weise sie darauf hin, dass dieser Antrag bereits bei der DRV bearbeitet wird.
Wenn die DRV eine Reha "wünscht" wird man dir das noch mitteilen, es ist richtig, dass ein LTA-Antrag aktuell keine "gute Idee" ist ... aber vielleicht ist die Info zum Renten-Antrag bei den Vermittlern nur noch nicht angekommen.
Ja, das ist so "üblich", ob du wirklich eine Umschulung machen sollst wäre ja auch noch lange nicht entschieden, es gibt mehr Möglichkeiten für eine LTA, was nicht bedeutet, dass sie mehr taugen für dich ...
Was soll das bringen, es ist doch völlig EGAL welcher § (in der Regel § 136) da in deinem Bescheid steht, wichtig ist doch nur, dass deine Leistungen korrekt und pünktlich überwiesen werden ... du hast doch einen Bescheid dafür, wie willst du denn einen Widerspruch begründen können.
Der ÄD hat sich an den Reha-Bericht gehalten, dagegen kannst du keinen Widerspruch einlegen, das machen die immer so und eine "ÄD-Begutachtung" nach Aktenlage bei der AfA ist schon lange eher die Norm als die Ausnahme.
An der Zahldauer und am Betrag deines ALGI wird auch ein Widerspruch nichts ändern...
Vergiss es einfach, die haben von ALGI nach der Aussteuerung KEINE Ahnung, die werden dir sagen, dass du froh sein sollst dein Geld von der AfA zu bekommen ...
Höre dir an was man dir (beim AfA-Termin) sonst noch erzählen will, sprich (kurz) über den Antrag auf EM-Rente und bitte NICHT über deine gesundheitlichen Probleme, das geht die AfA-SB nichts an.
Wäre gut wenn du einen Beistand nach § 13 SGB X (Begleitung) mitnehmen kannst, du weißt ja 4 Ohren hören mehr als 2 ...
Â§ 13 SGB X BevollmÃ¤chtigte und BeistÃ¤nde
Du stellst dich weiterhin mit deinem "Restleistungsvermögen" (lt. ÄD-"Gutachten" der Vermittlung zur Verfügung, dann möge man dich doch beraten, was du damit jetzt bei welchem AG anfangen könntest, dafür werden die doch bezahlt.
Alles aber bitte unter Beachtung der Zumutbarkeit gemäß § 140 SGB III, ich denke mal das Gespräch wird dann schnell beendet sein ...
Was du unterschreiben sollst, nimmst du erst mal "zur Prüfung" mit nach Hause, du unterschreibst nie was sofort ...
05.07.2017, 21:06 #3
vielen Dank für deine Antwort. Bin total durcheinander momentan.
Ich bin 49 Jahre alt und habe bei Antragsstellung angegeben das ich bereits EM Rente beantragt habe.
Ja ich habe alle Befunde miteingereicht zum EM Antrag.
Ich habe es schriftlich von der Arbeitsagentur das keine Nahtlosigkeitsregelung bei mir zutrifft. Bekomme ALG 1 nach §136 (so steht es im Bescheid).
Ich habe den Rehabericht sowie die mir vorliegenden Befunde abgegeben.
Als Einladungsgrund steht drin um weitere Möglichkeiten mit mir zu besprechen. Im Teil B steht was von leidensgerechter Arbeitsplatz.
05.07.2017, 23:41 #4
Bin total durcheinander momentan.
Glaube ich dir gerne, war ich damals auch als ich von all dem noch keine Ahnung hatte, war vorher kaum mal über 6 Wochen AU gewesen und musste erst mal herausfinden was danach passiert.
Nimm trotzdem noch mal was mit, wo du die Antragstellung mit beweisen kannst, dann soll man dir doch bitte erklären welche Art von LTA / berufliche Reha du noch zu erwarten hättest mit 49 Jahren ... da bekommt man heutzutage keine Umschulung mehr bewilligt.
Sollte die DRV das anders sehen wollen wird man dir das schon mitteilen /anbieten im Zuge des Rentenantrages, das sollte die AfA auch abwarten können, denn bei der DRV gilt ja auch "Reha kommt VOR Rente" ...
Da musst du versuchen ein wenig "diplomatisch" zu sein, um den Antrag auf LTA möglichst NICHT stellen zu müssen, ohne dass man dir deswegen das ALGI wieder streichen will.
Aber argumentiere bitte nicht mit Einzelheiten zu deiner Gesundheit, das geht die SB einfach NICHTS an.
Dann drücke ich mal die Daumen, hatte selbst auch eine psychosomatische Rehe und mehr als 1 Jahr später (auf Wunsch der AfA nach meiner Aussteuerung) dann die EM-Rente beantragt, da haben die das immer noch genutzt, um die Rente abzulehnen.
Die DRV -"Gutachter" haben nur brav daraus abgeschrieben, damit sie das bestätigen konnten, dass ich keine EM-Rente brauche ... ich wurde aus der Reha auch nur AU entlassen, weil ich die vorhandene Arbeit nicht mehr machen sollte.
Ich habe es schriftlich von der Arbeitsagentur das keine Nahtlosigkeitsregelung bei mir zutrifft. Bekomme ALG 1 nach § 136 (so steht es im Bescheid).
Was immer du dazu schriftlich hast kann die AfA nicht einfach ein Gesetz umgehen, dann würdest du ja KEIN ALGI bekommen, der § 136 steht immer im Bescheid ... die "meinen" nur, dass die Nahtlosigkeit nicht zutreffen würde, dann müssten sie dich aber zur Arbeit schicken und nicht ALGI bezahlen.
Der Grund dafür ist dein Reha-Bericht, denn die Feststellungen der DRV sind auch "bindend" für deine Leistungsfähigkeit bei der AfA, es ist nicht leicht das alles zu verstehen, also versuche es gar nicht erst ... lass die reden und schreiben was sie wollen, wichtig ist tatsächlich NUR, dass du dein Geld bekommst und das nicht gefährdet wird.
Ist klar, das muss ja drin stehen, wenn du lt. Reha deine letzte Arbeit nicht mehr machen sollst, dann soll man dir mal erzählen, was man sich darunter vorstellen möchte, denn du musst denen NICHT erklären was "leidensgerecht" für dich wäre, das hatte ja der ÄD in seinem "Gutachten" festzulegen.
Wenn er sich dazu nicht klar genug geäußert hat, muss das eben nachgeholt werden, dafür soll diese "Begutachtung" ja gemacht werden.
DU weißt auch nicht mehr dazu als im Teil B geschrieben steht, du wurdest ja nicht zum ÄD-Arzt einbestellt und dort untersucht ...
Es ist aber nicht deine Sache das nun mit einem Arbeitsvermittler medizinisch klären zu wollen, du kannst höchstens allgemeine Auskünfte geben welche Haltungen / Tätigkeiten dir besonders schwer fallen, ohne direkt auf bestimmte Krankheiten einzugehen.
Im Rahmen deiner (begrenzten) Leistungsfähigkeit stellst du dich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung ... das kannst du gerne wiederholen so oft es nötig ist ...
Wenn das ÄD-Gutachten dazu keine verwertbaren Angaben macht ist das nicht dein Problem ... dann muss das eben überprüft und ergänzt werden damit die Vermittler damit was anfangen können.
Über deine genauen gesundheitlichen Probleme möchtest du NICHT mit einem Arbeitsvermittler sprechen, das geht nur Ärzte was an ... ebenso der Reha-Bericht, der liegt doch schon beim ÄD, was bitte will ein Arbeitsvermittler damit anfangen können.
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 § 140
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