Source: https://www.wpk.de/wpk/berufsaufsicht/massnahmen/2016/
Timestamp: 2018-11-14 22:14:54+00:00

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Bekanntmachung von Maßnahmen im Internet (§ 69 WPO) >
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Die Wirtschaftsprüferkammer veröffentlicht an dieser Stelle gemäß § 69 Abs. 1 WPO die berufsaufsichtlichen Maßnahmen, die sie aufgrund von Berufspflichtverletzungen ihrer Mitglieder ausgesprochen hat (§ 68 Abs. 1 WPO). Da es sich um eine neue Regelung handelt, betrifft dies nur Maßnahmen, die nach Inkrafttreten des Abschlussprüferaufsichtsreformgesetzes am 17. Juni 2016 unanfechtbar oder rechtskräftig geworden sind.
Die Bekanntmachung hat auch Informationen zu Art und Charakter des Verstoßes mitzuteilen, darf aber keine personenbezogenen Daten enthalten, also keine Informationen über bestimmte oder bestimmbare (das heißt direkt oder indirekt identifizierbare) natürliche Personen. Werden solche Maßnahmen allerdings gegen Berufsgesellschaften ausgesprochen (§ 71 Abs. 2 WPO), sind die betroffenen Gesellschaften grundsätzlich zu nennen. Auch in diesen Fällen ist eine Anonymisierung vorzunehmen, wenn anderenfalls die Stabilität der Finanzmärkte oder laufende strafrechtliche Ermittlungen gefährdet oder den Beteiligten ein unverhältnismäßig großer Schaden zugefügt würde (§ 69 Abs. 2 WPO).
Die Veröffentlichung ist für fünf Jahre ab Unanfechtbarkeit oder Rechtskraft vorgesehen (§ 69 Abs. 3 WPO).
Informationen zu berufsaufsichtlichen Maßnahmen, die Berufspflichtverletzungen bei der Abschlussprüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse nach § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB betreffen, werden von der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) zusammen mit weiteren abschlussprüfungsbezogenen Maßnahmen auf ihrer Internetseite bekannt gemacht (§ 66a Abs. 6, 69 Abs. 1 und Abs. 1a WPO).
Maßnahmen im Jahr 2016
Maßnahme: Rüge
Adressat der Maßnahme: natürliche Person
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen der Konzernabschlüsse 2011 und 2012
Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Unzureichende Prüfungshandlungen, Nichtbeanstandung wesentlicher Rechnungslegungsfehler
Einzelheiten: Fehlende Beanstandung der Nichtberücksichtigung einer wertgeminderten nachrangigen Forderung als Bestandteil der Nettoinvestition in ein at-equity bilanziertes Gemeinschaftsunternehmen; unzureichende Prüfung der Werthaltigkeit einer Kaufpreisforderung; unzureichende Prüfung der Werthaltigkeit von Fondsanteilen; Nichtbeanstandung der Überbewertung eines Rechts
Datum der Veröffentlichung: 2. Dezember 2016
Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (5.000 EUR)
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen der Jahresabschlüsse 2009 bis 2014
Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Prüfen trotz Besorgnis der Befangenheit
Einzelheiten: Umsatzabhängigkeit gem. § 319a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB a.F.
Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (2.000 EUR)
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen der Jahresabschlüsse 2009 und 2010
Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Unzureichende Prüfungshandlungen, dadurch Nichtbeanstandung wesentlicher Rechnungslegungsfehler
Einzelheiten: Mangelhafte Prüfung der Umsatzerlöse, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Refinanzierungen über Wechsel und der Werthaltigkeit der zugrundeliegenden Forderungen u.a.
Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (3.000 EUR)
Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (12.000 EUR)
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen der Jahresabschlüsse 2011 bis 2013
Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Fehlende Prüfungsberechtigung nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F.
Einzelheiten: Fehlen einer Teilnahmebescheinigung oder Ausnahmegenehmigung gemäß § 57a WPO a.F. in sechs Fällen
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesonderte Prüfung der Einlagefähigkeit und Werthaltigkeit einer Forderung zum Nachweis der Einhaltung der Solvabilitätsvorschriften gegenüber der BaFin
Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Unzureichende Prüfungshandlungen
Einzelheiten: Unzureichende Prüfung der Echtheit eines diverse Auffälligkeiten aufweisenden (gefälschten) Depotauszugs u.a. durch fehlende Einholung einer direkt an den Prüfer gerichteten Bestätigung der kontoführenden Bank
Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses 2010
Einzelheiten: Selbstprüfung gem. § 319 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3a, Abs. 4 HGB durch vorherige Erstattung eines Sanierungsgutachtens

References: § 69
 § 319
 § 319
 § 319
 § 57
 § 319