Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81260000015.htm
Timestamp: 2018-12-13 09:14:58+00:00

Document:
1.26.015 Kochertal bei Kocherstetten
Verordnung des Landratsamtes Hohenlohekreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Kochertal bei Kocherstetten" vom 15. Januar 1979 (GBl. 1979, S. 111).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4, § 63 Abs. 1 sowie § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Landeswaldgesetz vom 10. Februar 1976 (GBl. S. 99), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Künzelsau, Gemarkungen Kocherstetten, Schloß Stetten und Mäusdorf werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Kochertal bei Kocherstetten".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 725 ha.
(2)a)Das Schutzgebiet umfaßt im wesentlichen folgende Landschaftsteile:
· das Kochertal bei Kocherstetten zwischen Weilersbach und Buchenmühle;
· die Hänge westlich des Kochers und Teile der Hochfläche östlich und nordöstlich Etzlinsweiler;
· die Hänge östlich des Kochers mit den Klingen von Heiligen- und Erlesbach.
b)Die äußere Grenze fällt mit der Gemarkungsgrenze Kocherstetten zusammen. Die Ortslage von Kocherstetten und die Buchenmühle sind ausgenommen. Im Osten erfaßt das Landschaftsschutzgebiet darüber hinaus Teile der Gemarkung Mäusdorf - Heiligenbachtal - und Teile der Gemarkung Schloß Stetten - Erlesbachtal. Die Ortslage Schloß Stetten ist ausgenommen.
(3) Die genauen Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Karte im Maßstab 1:25000 und in 13 Karten im Maßstab 1:2500 grün eingetragen. Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde - Landratsamt Hohenlohekreis - verwahrt. Die Verordnung mit Karten kann während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Kochertales und seiner reich gegliederten Hanglagen als Frei- und Erholungsraum für die Allgemeinheit in seiner noch weitgehend naturnahen Struktur und Vielfalt.
2. Errichtung von Einfriedung;
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke. Zur ordnungsmäßigen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke gehört auch die Umwandlung von Grünland in Ackerland und umgekehrt;
(2) Die Befreiung bedarf bei Handlungen im Sinne von § 5 Abs. 2 Ziff. 1, 3, 4, 6, 12 und 15 der Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höherer Naturschutzbehörde.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Ladratsamtes Künzelsau zur einstweiligen Sicherstellung von Landschaftsteilen auf den Markungen Kocherstetten, Schloß Stetten und Mäusdorf vom 17. Juli 1967, verkündet am 20. Juli 1967 im Amtsblatt für den Kreis Künzelsau, außer Kraft.
Künzelsau, den 15. Januar 1979
VERORDNUNG des Landratsamts Hohenlohekreis als untere Naturschutzbehörde zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Kochertal bei Kocherstetten“ im Bereich der Ortschaft Kocherstetten vom 30.05.2006
Auf Grund der §§ 29, 73 Abs. 4 und 74 Abs. 6 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 13.12.2005 (GBl. S. 745), wird verordnet:
Die Verordnung des Landratsamts Hohenlohekreis vom 15.01.1979 über das Landschaftsschutzgebiet „Kochertal bei Kocherstetten“ wird dadurch geändert, dass nach § 2 Abs. 3 folgender Absatz 4 eingefügt wird:
„(4) Abweichend von Absatz 3 Satz 1 ergibt sich die Abgrenzung des Landschaftsschutzgebiets im Norden und im Süden der Ortslage Kocherstetten sowie im Westen der Ortslage im Bereich der Brücke über den Kocher aus den Karten 14 und 15 im Maßstab 1:2500. Die Karten 14 und 15 werden beim Landratsamt Hohenlohekreis - untere Naturschutzbehörde -, Allee 17 in Künzelsau und bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7 in Künzelsau, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.“
Gemäß § 76 NatSchG ist eine etwaige Verletzung der in § 74 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Verkündung dieser Verordnung gegenüber dem Landratsamt Hohenlohekreis in Künzelsau, Allee 17, 74653 Künzelsau, schriftlich unter Angabe des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, geltend gemacht wird.

References: § 63
 § 64
 § 2
 § 5
 § 2
 § 76
 § 74