Source: http://finanzcenter-bayern.de/index.php/agb
Timestamp: 2018-01-23 19:29:52+00:00

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Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen[1] regeln die gegenseitigen Rechte und Pflichten für die gesamte Geschäftsbeziehung, d.h. alle Angebote, Berechnungen, Leistungen, Verträge, Gespräche sowie Drittleistungen jeglicher Art. Der Gebührenmittelkatalog[2] beschreibt hier die verbundenen Kostenbausteine für alle Leistungsbausteine und ist in die AGB integriert. Sowohl die AGB wie auch der GMK gelten zwischen den nachfolgenden Vertragsparteien:
a.) dem Firmenverbund, bestehend aus der F.C.B. FinanzCenter Verwaltungsgesellschaft mbH; den Unternehmenswebseiten der Firma F.C.B. FinanzCenter Verwaltungsgesellschaft mbH und der F.C.B. FinanzCenter Bayern GmbH & Cie. KG - nachfolgend Unternehmensgruppe genannt -
b.) sowie den selbstständigen Finanzberatern und abhängigen Mitarbeitern der vorbenannten Firmen
c.) und den bzw. deren Mandanten[3].
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden durch die Allgemeinen Nutzungsbedingungen zu Onlineinhalten, Disclaimer und Datenschutzbestimmungen der Firmenwebseiten ergänzt.
((Erläuterungen:
[1] Allgemeine Geschäftsbedingungen, abgekürzt mit AGB
[2] Gebührenmittelkatalog, abgekürzt mit GMK
[3] zur Übersichtlichkeit wird von Mandanten oder Mandant gesprochen, die Aussagen gelten jedoch unabhängig vom Geschlecht, der Konfession oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen der Mandanten))
2.3 Obliegenheiten der Unternehmensgruppe und deren Berater
2.2 Obliegenheiten der Mandanten
2.3 Maklervertrag
2.4 Erhebung und Weitergabe von Daten
3. Beratervergütung und Berechnungsgrundlagen
5. Beraterhaftung und Verjährung
6. Beendigung der Geschäftsbeziehung und Gerichtsstand
Wir bieten unseren Mandanten eine ausführliche, betriebswirtschaftliche Analyse oder alternativ eine Kurzauswertung mittels Einschluss in eine Beratungsdokumentation ihrer aktuellen finanziellen IST-Situation oder spezifischen Einzel- und Themenanfragen hinsichtlich den Beratungsschwerpunkten betriebliche Altersversorgung und Anlagen sowie ergänzend die Themen Versicherungen, Immobilien und Finanzierungen an.
Unseren Mandanten bieten wir keine steuerliche, gutachterliche, gutachter-mathematische oder rechtliche Beratung an. Fragen hinsichtlich dieser Themengebiete sind an fachkompetente Stellen wie zum Beispiel Steuerberater, Anwälte und Gutachter zu stellen. Sollten die Mandanten keinen Ansprechpartner kennen, so können sie auf das Kooperationsnetzwerk, ausgewiesen auf der jeweiligen Firmenwebseite, zurückgreifen.
Für eine objektive Beratung und Auswertung sind eine Vertrauliche Selbstauskunft sowie die themenspezifischen Fragebögen, zum Beispiel hinsichtlich der Ruhestandsplanung[1], der Anlageerfahrungsanalyse[2], der Absicherung biometrischer Risiken[3] und der Sachversicherungsanalyse[4] eines jeden Mandanten notwendig. Diese Unterlagen stellen eine wesentliche Grundlage der Geschäftsbeziehung zwischen den Mandanten und der Unternehmensgruppe und deren Finanzberatern dar.
Basierend auf der Datenerhebung überprüft der zuständige selbstständige Berater die eingegangenen, bestehenden Geschäftsverbindungen der Mandanten hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses und unterbreitet den Mandanten gegebenenfalls, sofern die bestehenden Absicherungen/ Anlagen nicht den Bedürfnissen und Vorstellungen der Mandanten entsprechen und/ oder lückenhaft sind, neue und/ oder vergleichbare Produkte mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Berater der Unternehmensgruppe können grundlegend auf den gesamten Kapital-/ Versicherungs-/ Finanzierungs- und Immobilienmarkt zugreifen. Einen aktuellen Auszug der berücksichtigten Gesellschaften in den jeweiligen Finanzbereichen können die Mandanten jederzeit unter anderem auf der Firmenhomepage unter www.finanzcenter-bayern.de oder den jeweiligen Poolgesellschaften wie zum Beispiel www.bca.de, www.fondsfinanz.de , www.dema-makler.de oder www.jungdms.de und/ oder den jeweiligen depotführenden Stellen, zum Beispiel Banken sowie Dienstleistungsgesellschaften, einsehen.
Mögliche Anbieter werden dabei hinsichtlich verschiedener Merkmale nach bestem Wissen und Gewissen durch den zuständigen Berater selektiert.
Alter und Erfahrungen sowie die Kernkompetenz der Gesellschaften
Kapitalstärke der Gesellschaften
Umfang der Bedingungen und Leistungen
Unternehmensschwerpunkt bzw. ursprüngliche Unternehmenskompetenz
Prozessquote der Gesellschaften bei einer Leistungsbeantragung
Allgemeines Erscheinungsbild/ Gesamtbild des Kapital-/ Versicherungsunternehmens etc.
Bewertungen durch Rating-Agenturen
Die Berater der Unternehmensgruppe bedienen sich hierbei verschiedener Hilfsmittel, wie zum Beispiel
a. kostenpflichtige, gesellschaftsneutrale Analysetools
b. einschlägige Tagespresse
c. Informationsschreiben der Gesellschaften und Nachrichtenagenturen
d. Rating-Agenturen
e. Internetquellen (Analysetools verschiedener [Pool-] Anbieter) sowie Einzel- wie Poollösungen
Für die Nutzung der Analysetools, der Informationsanbieter und weiterer gesellschaftunabhängiger Sachverständiger fallen Kosten an. Diese werden den Mandanten anteilig weitergegeben. Somit wird eine hohe Qualität der Beratungs- und Analyseleistung erhalten und auch für zukünftige Anfragen gesichert.
Alle Mandanten können über die Webseiten der Firmengruppe respektive der Poolgesellschaften jederzeit die Anbieterliste online abfragen. Auf Grund dieser vielfältigen Anbindungen ist die Unternehmensgruppe als gesellschaftsunabhängig zu bezeichnen.
[1] Der Ruhestandsfragebogen dient zur Ermittlung des Versorgungskapitals und der benötigten Sparleistungen und dies produkt- und gesellschaftsunabhängig.
[2] Der Anlageerfahrungsanalysebogen dient zur Ermittlung der Geeignetheit einer Anlage für den Mandanten basierend auf seinem Kenntnisstand, Erfahrungen und Vorstellungen sowie Zielsetzungen in Verbindung mit den möglichen Produkteigenschaften.
[3] Biometrische Risiken sind zum Beispiel Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits-, Schwere Krankheiten-, Grundfähigkeiten-, Todesfall-, Pflege-, Kranken-, Krankenzusatz-, Renten- und Lebensversicherungen.
[4] Die Sachversicherungsanalyse dient zur Ermittlung des IST-Standes und möglicher Handlungsnotwendigkeiten hinsichtlich Sachversicherungen wie zum Beispiel Private Haftpflicht-, Hausrat-, Wohngebäude-, Rechtsschutz-, Unfall-,Vermieterhaftpflicht-, Mietnomaden-, Grundstückshaftpflicht-, Kfz-, Reiserückrücktritt und sonstigen Versicherungen.))
2.1 Obliegenheiten der Unternehmensgruppe und deren Berater
Die Unternehmensgruppe und der zuständige Berater führen eine fachgerechte und individuelle Beratung sowie Aufklärung der Mandanten hinsichtlich ihres Versicherungs-/ Anlagebedarfes aus und erstellen eine angemessene Risikoanalyse, sofern dies durch die Beibringung der benötigten Unterlagen und die Beantwortung der spezifischen Fragebögen seitens der Mandanten zugelassen und ermöglicht wird.
Die Unternehmensgruppe und der zuständige Berater verpflichten sich, den Mandanten Versicherungsschutz, Anlagen und sonstige Produkte zu vermitteln, welche den individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen der Mandanten gerecht werden und die ermittelten Risiken abdecken.
Beschränken sich die Anfragen der Mandanten auf einen Themenkomplex, so wird auch nur dieser betrachtet. Hinsichtlich anderer Themenkomplexe, die nicht betrachtet werden sollen, kommt somit kein Auftrag, auch kein indirekter Beratungsauftrag zwischen den Mandanten und dem jeweiligen Berater zustande.
Einschränkend besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit einer sogenannten „execution only“-Beratung. Hierbei werden nur Informationen zu einer durch die Mandanten angefragten Produktlösung dargeboten und der ggfls. der erteilte Auftrag der Mandanten ausgeführt, ohne dass es auf Grund der einseitigen Auskunftsversagung durch die Mandanten zu einer kunden-, anleger- oder anlagegerechten Prüfung kommt. Sollte eine Beschränkung der Beratungsleistung erfolgen und mit den Mandanten vereinbart werden, so werden haftungsbefreiend die spezifischen Fragen der Mandanten beantwortet und die Quellen für ein weiterführendes Selbststudium benannt. Die Mandanten verzichten somit explizit auf eine weitergehende, individualisierte Beratung und stellen den Berater hinsichtlich aller weiteren haftungsrelevanten Aspekte verbindlich und ausdrücklich frei. Dies umfasst insbesondere etwaige Nachbetreuungs-, Informations-, Aufklärungs- und sonstige Beraterpflichten.
Die Unternehmensgruppe und der zuständige Berater dokumentieren jede durchgeführte Abschlussberatung durch eine zeitnahe zusammenfassende Beratungsdokumentation, wobei der Inhalt durch die Mandanten und durch den Berater bestätigt wird und beide Vertragsparteien je eine Abschrift der Beratungsdokumentation erhalten.
Die Mandanten stellen der Unternehmensgruppe und dem zuständigen Berater alle notwendigen Daten für die Vertrauliche Selbstauskunft zur Verfügung, damit eine objektive Analyse gewährleistet werden kann. Hierzu sind unter anderem allgemeine Angaben zu den Personen (Anschrift, Legitimation, gesundheitliche Angaben, Berufsangaben), Einkommens- und Ausgabenrechnung sowie Vermögens- und Verbindlichkeiten-Aufstellungen (sowie Steuernummer, zuständiges Finanzamt, Kontoverbindung) zu verstehen.
Die Mandanten verpflichten sich, bei einer gewünschten aktiven Betreuung Veränderungen hinsichtlich der allgemeinen Angaben zu Personen, Einkommens- und Ausgabenrechnung sowie Vermögens- und Verbindlichkeiten-Aufstellung unverzüglich nach Kenntnisnahme dem zuständigen Berater anzuzeigen, damit eine individuelle Betreuung fortlaufend gewährleistet bleibt. Wünschen die Mandanten keine Betreuung, so brauchen sie die Informationen nicht überstellen. In diesem Fall werden die Unternehmensgruppe und der jeweilige Berater von ihren Pflichten[1] entbunden und haftungsfrei gestellt.
Die Mandanten verpflichten sich, Verträge (Policen), die sie direkt von Versicherungs-/ Anlagegesellschaften erhalten, hinsichtlich der Richtigkeit und Vollständigkeit zu kontrollieren oder den zuständigen Berater hinzuzuziehen. Sollten die Mandanten dies versäumen oder nicht wünschen, gehen die Kontrollpflichten auf die Mandanten über und der Berater wird aus seinen Verpflichtungen entlassen.
Die Mandanten haben sich selbstständig über die aktuellen AGB und den aktuellen GMK zu informieren; aus diesem Grund liegen diese in den Geschäftsräumen der Unternehmensgruppe aus und sind als Druck- und Leseversion der Webseite der Unternehmensgruppe zu entnehmen.
[1] Pflichten sind hier insbesondere als kontinuierliche Prüfungs-, Angebots-, Dokumentations- und sonstige Pflichten zu verstehen, die zum Beispiel bei einem aktiven Betreuungsmandat entstehen, sofern sich die Rahmendaten wie zum Beispiel die Einkommens-, Familiensituation oder andere Aspekte bezogen auch die Mandanten verändern.))
Zur Erfüllung der Obliegenheiten des zuständigen Beraters kann ein Maklervertrag abgeschlossen werden. Dieser Vertrag wird durch ein separates Formular vereinbart und beinhaltet einen Geschäftsbesorgungs- sowie einen Beratungsauftrag, aus denen die Maklerpflichten resultieren. Ein Geschäftsbesorgungs- oder Maklerauftrag kommt demzufolge nicht durch ein Erstgeschäft oder eine Erstberatung zustande, so dass aus einer bloßen Kontaktaufnahme seitens des Interessenten/ Mandanten keine Ansprüche der Unternehmensgruppe oder des zuständigen Beraters hergeleitet, noch eingefordert werden können.
Die Unternehmensgruppe und die zuständigen Berater erheben vertrauliche Mandantendaten, die dem Datenschutz unterliegen. Diese Daten werden an keinen unbefugten Dritten weitergegeben, mit Ausnahme von Mitarbeitern der Unternehmensgruppe, die die Daten pflegen, (Versicherungs-, Anlage-, Finanzierungs-) Unternehmen, bei denen bereits Verträge seitens der Mandanten bestehen und/ oder beantragt wurden, Behörden und Prüfer[1], die die Unternehmensgruppe und den zuständigen Berater prüfen und Haftpflichtversicherungsunternehmen, die die Unternehmensgruppe und die zuständigen Berater versichern und Angebots-/ Analyseunternehmen, die für eine Auswertung und Angebotsunterbreitung für die Mandantenaufträge herangezogen werden.
Die Mandanten willigen ein, dass Daten aus den Antragsunterlagen und/ oder der Vertragsdurchführung (z.B. Versicherungsfälle, Kündigungen, Gesundheitsdaten, Risiko-/ Vertragsänderungen) an die vorbenannten Dritten im erforderlichen Umfang übermittelt werden dürfen.
[1] Unter Prüfern sind insbesondere Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Prüfer der IHK sowie des Gewerbe-/ Ordnungsamtes zu verstehen, die unter anderen eine jährliche, kostenpflichtige Prüfung, zum Beispiel in Form eines MaBV-Berichtes oder gemäß der Finanzvermittlungsverordnung fordern.))
Grundlegend ist festzuhalten, dass die Unternehmensgruppe und deren jeweilige Berater nach bestem Wissen und Gewissen im Auftrag der Mandanten handeln und deren Vorstellungen gegenüber den verschiedenen Gesellschaften vertreten. Grundlegend handelt es sich bei der Unternehmensgruppe und dem jeweiligen Berater jedoch auch um Wirtschaftsunternehmen, die somit ebenfalls eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen, wenngleich diese ein WIN-WIN-Verhältnis für den Mandanten und den Berater gleichermaßen anstreben.
Damit den teils gegensätzlichen Zielen gleichermaßen Rechnung getragen werden kann, werden nachfolgend die bekannten allgemeinen Gebühren-/ Provisions- und Honorarstrukturen aufgezeigt. Auf Grund der vielfältigen und unterschiedlichen Entgeltspannen werden die nachfolgenden Vergütungen immer in Spannweiten ausgewiesen.
Hinsichtlich vermittelter Anlagen werden ergänzend eine gesetzlich vorgeschriebene Einzelkostenausweisung sowie eine Allgemeinen Risikoaufklärung durchgeführt. Die Ausweisung erfolgt mittels eines separaten Formulars und wird den Mandanten vor einem möglichen Abschluss ausgehändigt.
Die Unternehmensgruppe ist bemüht, den Mandanten eine größtmögliche Transparenz zu bieten. Dies setzt jedoch voraus, dass die Informationen der Unternehmensgruppe und deren Beratern zur Verfügung stehen und diese nicht der Unternehmenspolitik der Zielgesellschaften (z.B. Versicherungs-, Finanzierungs-, Anlage- und sonstigen Unternehmen) oder etwaigen vertraglichen Verschwiegenheitsverpflichtungen entgegenstehen.
Die umfassende Ausweisung erfolgt, sofern gesetzlich nicht vorgeschrieben, auf freiwilliger Basis und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
a.) Grundsätzliches und Entgelt
Um jedem Mandanten die gesellschaftunabhängige Analysetätigkeit bieten zu können, sind kostenpflichtige Programme Dritter, zum Beispiel Informationsdienstleister, Analytiker oder Gutachter von Nöten. Des Weiteren verursacht jede Analyse eines Themenkomplexes oder einer Anfrage einen zeitlichen Aufwand. Diese Aufwendungen werden im Interesse aller und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen hin zu einer honorarbasierenden Beratung an die Mandanten weitergegeben.
Es gilt als vereinbart, dass für reine analytische oder informative Gespräche[1], Beauskunftungen, Analysen oder sonstige Vorgänge, die keinen provisionsträchtigen Geschäftsabschluss nach sich ziehen, eine Grundvergütung in Höhe von 195,00 Euro, zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer sofort fällig wird. Die Abrechnung erfolgt im Viertelstundentakt und wird durch entsprechende Nachweise belegt.
Sollte der Berater auf Wunsch des jeweiligen Mandanten an einem anderen Ort als der Geschäftsstelle seine Leistung erbringen, so wird grundsätzlich eine Kilometerpauschale in Höhe von 30 Cent je einfachen Kilometer vereinbart, unabhängig von der Art und Dauer des Beratungsgesprächs.
Die grundlegende Honorierung ist notwendig, um die aufgewandten Kosten und Zeiteinsätze gegenzufinanzieren und unbilligende Ereignisse[2] zukünftig zu vermeiden. Gleichzeitig soll hierdurch ein leistungsgerechtes und faires Vergütungsmodell etabliert werden, so dass tatsächlich ein WIN-WIN-Verhältnis im Sinne Aller geschaffen werden kann.
[1] Diese Gespräche umfassen auch betriebswirtschaftliche Auswertungen der aktuellen finanziellen Situation der Mandanten, weiterführende Gespräche ohne direkten Bezug zum Abschluss eines Produkts und vieles mehr.
[2] Unter unbilligenden Ereignissen sind insbesondere Vorgänge zu verstehen, die in der Vergangenheit mehrfach zu Lasten der Berater angefallen sind. So war es typisch, dass Mandanten Leistungen und Analysen „kostenfrei“ abgefordert haben und sich letztlich über Dritte die vermeintlich „kostengünstigere“ Leistung, zum Beispiel eine Anlage, Versicherung und dergleichen, verschafft haben. Der Berater und auch die Unternehmensgruppe blieben auf den zeitlichen wie geldlichen Aufwendungen sitzen.))
b.) Vergütung der Versicherungsberatung
Die Vergütung für die Vermittlungstätigkeit der Unternehmensgruppe und den zuständigen Finanzberater wird gewohnheitsmäßig von den vermittelten Versicherungsgesellschaften getragen, da sie Bestandteil der Versicherungsprämie ist. Ausgenommen hiervon sind sogenannte echte Honorarversicherungstarife oder Leistungen gemäß Punkt 3 a.)
-> Abschlusskosten von Lebens- und Rentenversicherungen
Die Mandanten werden darauf hingewiesen, dass bei Lebens- und Rentenversicherungen je nach Gesellschaft und Tarif die Provision und die Abschlussgebühren (einmalige Stückkosten, Verwaltungskosten, Vertriebskosten, etc.) verschiedenartig berechnet und ausgezahlt werden. So besteht grundsätzlich die Möglichkeit der vordiskontierten/ gezillmerten Auszahlung (Provisionen werden mit den ersten Beiträgen der Versicherung verrechnet) oder der ungezillmerten Auszahlung (Provisionen werden mit den laufenden Beiträgen anteilig über die gesamte Laufzeit verrechnet). Hierbei berechnen sich die Abschlussgebühren und die damit anteiligen Provisionen für die Unternehmensgruppe und deren Berater grundlegend nach dem Prinzip: Monatlicher Beitrag x Laufzeit ergibt die Beitrags-/ Bewertungssumme; die Bewertungssumme wird anschließend mit dem Kostensatz in Höhe von 4,00 Prozent bis 18,50 Prozent belastet (Hinweis: Quelle 1).
Die Unternehmensgruppe und deren Berater erhalten von den Abschlusskosten in der Regel zwischen 2,00 bis 4,00 Prozent, ungeachtet der Art der Berechnung (gezillmert/ ungezillmert) und der Auszahlungsform (ratierlich/ einmalig) von jeglicher Gesellschaft. Etwaige weitere zusätzliche Leistungen oder Unterstützungen für die Unternehmensgruppe und deren Berater von Versicherungsgesellschaften erfolgen in Form von Sach- oder Finanzmitteln (beispielsweise durch die Bereitstellung von Sekundärliteratur, Fachzeitschriften, Schulungen, Weiterbildungen, Bürokostenzuschüssen, etc.). Diese Mittel dienen der Unterstützung der Verwaltung, Betreuung, Beratung und Weiterbildung der Mitglieder der Unternehmensgruppe und deren Berater und umfassen in der Regel zwischen 0,00 bis 0,80 Prozent der Abschlusskosten, gerechnet auf die Beitragssumme.
-> Laufende Kosten von Lebens- und Rentenversicherungen
Des Weiteren ist zu beachten, dass auch während der Vertragslaufzeit bei Lebens- und Rentenversicherungen je nach Tarif und Gesellschaft laufende Kosten für die Betreuung der Mandanten und die Verwaltung ihrer Verträge erhoben werden. Diese liegen zwischen 5,00 bis 31,20 Prozent des laufenden Beitrags. Die Unternehmensgruppe und deren Berater erhalten für die fortlaufende Betreuung der Mandanten hierbei in aller Regel einen Anteil zwischen 0,00 bis 2,00 Prozent des laufenden Jahresbeitrags.
-> Kosten für die Beratung von Sachversicherungen
Die Mandanten werden darauf hingewiesen, dass bei der Beratung zu Sachversicherungen (zum Beispiel Hausrat-, Haftpflicht-, Wohngebäude-, Unfall-, Kfz-Versicherungen, etc.) je nach Tarif und Gesellschaft Kosten für die Verwaltung und den Abschluss zwischen 5,00 bis 35,00 Prozent, gerechnet auf den jährlichen Zahlbeitrag ohne Versicherungssteuer, erhoben werden (Hinweis: Quelle 1).
Die Unternehmensgruppe und deren Berater erhalten in der Regel ein Beratungs- und Betreuungsentgelt zwischen 0,00 bis 25,00 Prozent, gerechnet auf den jährlichen Zahlbeitrag ohne Versicherungssteuer. An dieser Stelle weist die Unternehmensgruppe darauf hin, dass sie und ihre Berater auf das Knowhow und die Beratungsleistungen spezialisierte Gesellschaften und Berater unterschiedlicher Sach-Pool-Gesellschaften zurückgreifen und den Mandanten zur Verfügung stellen.
Wird eine Beratungsleistung durch diese dritte Person, zum Beispiel Deutsche Versicherungsmakler AG (kurz DEMA) oder Pecupool & Check24, die Sachabteilung des Maklerpools Fonds Finanz, BCA AG, Jung, DMS & Cie. oder einen Kooperationspartner als staatlich geprüften Versicherungsberater erbracht, so gehen die gesetzlichen Pflichten von der Unternehmensgruppe und deren Beratern vollständig auf die dritte Person/ Leistungserbringer über.
Unabhängig von den oben beschriebenen Vergütungsleistungen durch die Versicherungsgesellschaften können Zeitaufwandspauschalen für die Unterstützung der Mandanten bei diversen Geschäftsvorfällen, zum Beispiel in Form von Kontomodellen oder gemäß Punkt a.), erhoben werden. Diese sind für die Erfüllung der gesetzlichen vorgeschriebenen Aufgaben unter Wirtschaftlichkeitspunkten der Firmengruppe und des jeweiligen Beraters von Nöten. Sollte dies nicht gewünscht sein, so besteht zu jeder Zeit die Möglichkeit seitens der Mandanten, die Aufgabenstellung an einen dritten spezialisierten Berater, Pool oder Onlineanbieter auszulagern und selbstständig alle zukünftigen Fragestellungen zu eruieren.
-> Kosten für die Beratung von Krankenversicherungen
Die Mandanten werden darauf hingewiesen, dass bei Krankenversicherungen (zum Beispiel Krankenvoll-, Zusatz-, Pflegeversicherungen, etc.) je nach Tarif und Gesellschaft Kosten für die Verwaltung und Betreuung in Höhe von 0,00 bis 16,50 Prozent des laufenden Beitrags und den Abschluss zwischen 0,00 bis 9,00 Nettomonatsbeiträgen, gerechnet auf den jährlichen Zahlbeitrag ohne Versicherungssteuer, erhoben werden (Hinweis: Quelle 1).
Die Unternehmensgruppe und deren Berater erhalten in der Regel ein Beratungs- und Betreuungsentgelt in Höhe von 0,00 bis 2,00 Prozent und 0,00 bis 9,00 Nettomonatsbeiträgen als einmalige Abschlussvergütung.
Quelle 1: www.bafin.de - Auswertung: „Kennzahlen der Lebensversicherungsunternehmen 2009, 2010, 2011, und 2012“.
c.) Vergütung Themenkreis Finanzierungen
Die Vergütung der Dienstleistungen für die Darstellung einer privaten Finanzierung[1] wird gewohnheitsmäßig von den Kreditinstituten getragen, es sei denn, die Mandanten beauftragen die Unternehmensgruppe und deren Berater auf Honorarbasis oder es handelt sich um einen Finanzierungsbaustein[2], woraus eine geminderte oder keine Provision erzielt werden kann. In diesem Fall wird ein Entgelt für die Berechnung des Aufwandsersatzes analog Punkt 3 a.), mindestens jedoch in Höhe des bankenüblichen Bearbeitungsentgeltes für private (Immobilien-) Finanzierungen in Höhe von 1,00 Prozent zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer angesetzt und vereinbart.
Erfolgt eine Provisionsberatung, so erhält der Berater bzw. die Unternehmensgruppe je nach Finanzierungsanlass und -art von dem Finanzierungspartner (z.B. Bank, Versicherung, Pool, etc.) ein Beratungsentgelt in der Regel zwischen 0,00 bis 2,00 Prozent (siehe gesetzlicher Ausweis bei einer Finanzierungsanfrage gemäß Art. 247 § 13 EGBGB).
Im Fall einer jeglichen betrieblichen Finanzierung[3] wird ein Entgelt in Höhe analog Punkt 3 a.), mindestens jedoch die bankenübliche Bearbeitungsgebühr für Geschäftsfinanzierungen in Höhe von 2,00 Prozent zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer erhoben. Ab einem Finanzierungsvolumen von 500.000,00 Euro wird eine 50-prozentige Vorauszahlung zur Abdeckung der entstehenden Kostenaufwendungen, unabhängig vom Umsetzungserfolg, erhoben.
Grundlegend gilt für jede geschäftliche wie private Finanzierung:
Im Falle der Verantwortlichkeit der Mandanten für ein Nicht-Zustandekommen einer Finanzierung trägt der Auftraggeber die Kosten der Firma für die erbrachte Arbeitsleistung gemäß und analog Punkt 3 a.) in Verbindung mit Punkt 3 c.). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Auftraggeber die Eckpunkte für die erfolgreiche Umsetzung der Finanzierung (z.B. den nominalen oder effektiven Zinssatz, die Ratenhöhe, die Sicherheitenausgestaltungen, den Namen des möglichen Finanzierungspartners, etc.) teilweise oder ganz erhalten haben oder das ausgearbeitete Finanzierungskonzept selbst (schriftliches Angebot oder Analyseergebnis) nutzen, um es bei einer (anderen) Bank oder über Dritte („Strohmänner oder Berater“) zu verwirklichen. Gleiches gilt, wenn finanzierungsrelevante Details verschwiegen werden (zum Beispiel: Versagung oder Aberkenntnis von öffentlichen und nicht öffentlichen Genehmigungen, Bonitätsbeeinträchtigungen [negative Schufa-, Creditreform- oder sonstige Auskunftsstelleneinträge], Vorenthaltung der geforderten Nachweise für die Finanzierung oder hinsichtlich der Einkommens- und Ausgabensituation, etc.) und somit die Unternehmensgruppe oder deren Berater wissentlich täuschen. In den vorbenannten Fällen ist das Zustandekommen der Finanzierung oder die Annahme durch die Auftraggeber/ Antragsteller für die Fälligkeit des Bearbeitungsentgeltes nicht notwendig, da die Honorierung als Aufwandsentschädigung dient. Die Rechnung ist in diesem Falle sofort fällig.
[1] Private Finanzierungen sind Finanzierungen natürlicher Personen, zum Beispiel hinsichtlich eines selbstgenutzten oder vermieteten Eigentums.
[2] Finanzierungsbausteine, die eine geminderte oder keine Provision nach sich ziehen, sind unter anderen staatlich geförderte Kredite, z.B. KfW, Labo, etc. oder Kredite bei öffentlich-rechtlichen Institutionen wie Sparkassen oder analogen Banken wie zum Beispiel Sparda Bank, Flessabank, etc.
[3] Unter betrieblicher Finanzierung sind alle Finanzierungsanlässe nicht natürlicher Personen zu verstehen und Finanzierungsanlässe natürlicher Personen, die benötigt werden, um einen Geschäftsbetrieb zu führen, zu gründen oder Finanzierungen, die auf einem geschäftlichen Anlass beruhen.))
d.) Vergütung Themenkreis Immobilien
Für die Vermittlung einer Immobilie, eines Grundstücks oder grundstücksgleicher Rechte, ungeachtet ob Kauf oder Verkauf, wird den Mandanten seitens der Unternehmensgruppe und deren Beratern eine marktübliche Courtage in Höhe von 3,00 bis 6,00% zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Grundlegend wird die Courtage von Seiten der Auftraggeber erhoben und wird fällig mit Unterzeichnung des Vorvertrages des Kaufes oder Verkaufes des Kauf-/ Verkaufinteressenten.
e.) Vergütung Themenkreis Anlagen
Vor dem Abschluss einer jeglichen Beratung werden den Mandanten die direkten und indirekten Kosten gemäß den gesetzlichen Vorschriften auf einem separaten Kostenausweisungsblatt ausgewiesen.
Für die Vermittlung von Anlagen und um dem Bundesgerichtsurteil BGH XI ZR 56/05 vom 19.12.2006 bzgl. der Offenlegung der Provisionen für Depot- und Anlagekonten nachzukommen, erklären die Unternehmensgruppe und die zuständigen Finanzberater, dass Entgelte für die Betreuung und Vermittlung seitens der Anlagegesellschaften an die Unternehmensgruppe und den zuständigen Berater - wie nachfolgend beschrieben - entrichtet werden.
Je nach Art der Anlage (zum Beispiel öffentlich und nicht öffentlich gehandelte Fonds) werden unterschiedliche Leistungsentgelte von den verschiedenen Gesellschaften veranschlagt. So werden in der Regel Abschlussgebühren in Form eines Ausgabeaufschlags, berechnet auf die Anlagesumme in Höhe von 0,00 bis 7,50 Prozent, erhoben. Von diesem Ausgabeaufschlag erhält die Unternehmensgruppe je nach Gesellschaft zwischen 10,00 – 95,00 Prozent.
Des Weiteren können die Vergütungen als Bestandteil der Gesamtkostenstruktur der Anlage enthalten sein, so genannte Vollkostentarife (oftmals Fonds). Dies hat zur Folge, dass keine direkten Kosten in Form von Ausgabeaufschlägen für die Mandanten ersichtlich sind und erhoben werden. Die Beratungsleistungen werden in diesem Fall direkt durch den Emittenten/ die Bank/ das Finanzdienstleistungsinstitut vergütet und betragen in der Regel je nach Produktart, -form und -laufzeit zwischen 0,00 bis 11,00 Prozent des Anlagebetrags.
Weitere anfallende Kosten können durch ausgewiesene Depotführungsgebühren, die sich in der Regel auf einen jährlich definierten Euro-Betrag belaufen, und/ oder Fondsverwaltungsgebühren in Höhe von durchschnittlich zwischen 0,00 bis 3,00 Prozent je Fondsgesellschaft entstehen, berechnet auf das durchschnittliche Depotvolumina. In der Regel erhalten die Unternehmensgruppe und deren Berater für die fortlaufende Betreuung der Mandanten einen so genannten Kickback (Betreuungsentgelt der Fondsgesellschaft) in Höhe von 0,00 bis 50,00 Prozent der erhobenen Fondsverwaltungsgebühren.
Im Falle einer Vermögensverwaltung mit einem „All-Inclusive-Entgelt“ (Vermögensverwaltungen ab einen Nettoinventarwert von 250.000,00 Euro) entfallen in der Regel je nach Gesellschaft und Verwalter Ausgabeaufschläge, Transaktions- und Kontoführungsgebühren, da in der Regel ein „All-Inclusive-Entgelt“ in Höhe von 1,50 bis 3,00 Prozent zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer, berechnet auf das durchschnittliche Depotvolumina, erhoben wird. Auf Grund der Gewinnbeteiligung der Vermögensverwaltung am Erfolg der Anlagestrategie hat der Vermögensverwalter ein ureigenes Interesse an einer positiven Entwicklung, da hierdurch sein Ertrag steigt. Die Unternehmensgruppe und deren Berater erhalten bei dieser Variante der Vermögensanlage in der Regel ein Betreuungsentgelt in Höhe von 0,00 bis 1,50 Prozent zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer, berechnet auf das durchschnittliche, jährliche Depotvolumen.
Grundlegend gilt, dass der gewährte Nachlass oder Bonusaktionen der Unternehmensgruppe und deren Beratern zu Lasten fallen und die Vergütungen entsprechend schmälern.
Eine konkrete Ausweisung der Abschlusskosten nach der Finanzvermittlerverordnung erfolgt produktspezifisch vor dem Abschluss der jeweiligen Anlage mittels einer separaten Kostenausweisung.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Firma und der Berater grundlegend auf alle Produkte und Anbieter, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind, zurückgreifen und die entsprechenden Informationen der Gesellschaften oder die Quellen dem Interessenten bzw. Mandanten übermitteln können.
f.) Vergütung Themenkreis Lebens-/Rentenversicherungs-/Bausparankaufsvermittlungen bzw. -anfechtungen
Für die Vermittlung von Ansprechpartnern und Unternehmen für den Ankauf von Lebens-/ Rentenversicherungen; Bausparverträgen und sonstigen Anlagen erhalten das Unternehmen und deren Berater eine Vergütung zwischen 1,00 bis 7,00 Prozent des hälftigen, wiederangelegten Rückkaufwertes, je nach Gesellschaft, Tarif und Variante. Für die Vermittlung eines Partners hinsichtlich einer rechtlichen Anfechtung erhalten das Unternehmen und deren Berater eine einmalige Aufwandsentschädigung in Höhe von 0,00 – 20,00 Euro je Anfechtungsfall und ein etwaiges erfolgsorientiertes Entgelt. Dieses Entgelt wird aus dem Erfolgshonorar der anfechtenden Gesellschaft entrichtet und fällt demzufolge nur indirekt dem Kunden zur Last. Die Höhe bestimmt sich je nach Tarif und Gesellschaft und umfasst in der Regel ein Entgelt in Höhe von 0,00 – 9,00 Prozent des erzielten Auszahlungsmehrwertes.
g.) Vergütung von Beratungsleistungen im Bereich betriebliche Altersversorgung (bAV)
Im Bereich betriebliche Altersversorgung bietet die Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit der bAV Beratungsinstitut GmbH & Cie. KG eine betriebswirtschaftliche Prüfung bestehender und/ oder neu einzurichtender Versorgungssysteme an sowie die Begleitung und Betreuung der Firmen als Moderator bzw. Mediator bei der Umsetzung der Vorstellungen der Mandanten. Die Beratungsleistung wird ausschließlich auf Basis eines individuellen Honorarauftrags erbracht, der auf dem spezifischen Gebührenmittelkatalog beruht. Es wird darauf hingewiesen, dass in der Regel für die korrekte Umsetzung und Etablierung eines Vorsorgesystems weitere Kompetenzträger (zum Beispiel Steuer- und Wirtschaftsberater) für die Verbuchung und Begleitung in steuerlichen Fragestellungen, einen Rechtsansprechpartner für die Klärung rechtlicher Fragen und die Erstellung entsprechender Zusagen sowie gegebenenfalls einen Gutachter für die Bewertung und Beurteilung der bestehenden Versorgungssysteme benötigt werden, da die Unternehmensgruppe keine steuerliche, gutachterliche, gutachter-mathematische oder rechtliche Beratung erbringt. Sollten den Mandanten keine entsprechenden Kompetenzträger oder Firmen bekannt sein, so können diese auf den Firmenwebseite Ansprechpartner in Erfahrung bringen.
h.) Weitere Leistungen verschiedener Unternehmen
Aus Erfahrung unterstützen verschiedene Unternehmen die Unternehmensgruppe und deren Berater unterjährig mit ausgewiesenen Sach- und geldlichen Unterstützungsleistungen (z.B. durch die Stellung von Sekundärliteratur, Fachzeitschriften, Schulungen, Weiterbildungen, Bürokosten-, Verwaltungs-, Betreuungs-, Beratungs- und Weiterbildungszuschüsse), losgelöst von der Provision oder Courtage.
i.) Vergütung mittels Honorarvereinbarung
Grundlegend besteht die Möglichkeit einer vollständigen Honorarberatung. Diese wird auf Anfrage der Mandanten gewährleistet. Grundlegend wird hierbei ein Honorar analog Punkt 3 a.) erhoben. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass bei Renten- und Lebensversicherungen nur eine geringe Anzahl (gegenwärtig ca. 12 der 91 Gesellschaften) Tarife ohne Kosteneinpreisungen anbieten. Bei Sachversicherungen bieten gegenwärtig ca. 36 der 126 Gesellschaften Tarife ohne Kosteneinpreisung an.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass es dem Honorarberater gesetzlich untersagt ist, für die Mandanten eine Beratungsleistung auf Honorarbasis zu bringen, die einen provisionspflichtigen Abschluss nach sich zieht. Die Verrechnung, Anrechnung oder Auszahlung der Provisionen mit dem gezahlten Honorar der Mandanten ist gesetzlich untersagt. Im Falle einer Honorarbeauftragung erfolgt die Beratung, Auswertung und Betreuung begrenzt auf die Gesellschaften, die die entsprechenden Tarife anbieten oder die Mandanten erhalten etwaige Resultate und Auswertungen und müssen den entsprechenden Schutz über eine dritte Person abschließen. In diesem Zusammenhang wird auf eine mögliche doppelte Kostenstruktur hingewiesen.
Losgelöst hiervon kann ein laufendes Honorar für gesonderte, von den Gesellschaften und Versicherungs-, und sonstigen Verträgen losgelöste Betreuungsleistungen vereinbart werden. Der zeitliche Aufwand wird bei Rechnungslegung nachgewiesen oder es wird alternativ zum Auftragserteilungszeitpunkt ein entsprechender jährlicher Beratungszeitaufwand pauschal schriftlich vereinbart und analog Punkt 3 a.) vergütet.
Es gilt eine vierzehntägige Zahlungsfrist, sofern keine sofortige Fälligkeit besteht. Sollte die Zahlung nicht in diesem Zeitraum erfolgen, so wird die Unternehmensgruppe die Mandanten schriftlich mahnen und eine Notfrist von 7 Tagen gewähren. Nach dieser Notfrist befinden sich die Mandanten automatisch im Verzug. Bleibt die Mahnung fruchtlos, so wird den Forderungen gerichtlich unter Nutzung etwaiger spezialisierter Gesellschaften (z. B. Creditreform Nürnberg Aumüller KG; Theodorstraße 11; 90489 Nürnberg; Telefon 09 11 – 53 95 0; Telefax 09 11 – 53 95 – 57 5; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Geltung verschafft. Etwaige Kosten, die nach der ersten Zahlungserinnerung entstehen, werden dem Schuldner in Rechnung gestellt.
Grundlegend werden Mahnkosten für die erste Mahnung in Höhe von 2,00 Prozent des Rechnungsbetrags, mindestens jedoch 15,00 Euro erhoben. Sollte die erste Mahnung fruchtlos bleiben, so wird ergänzend ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 5,00 Prozent des Rechnungsbetrags, mindestens jedoch 30 Euro erhoben sowie den Mandanten etwaige anfallende Rechtsverfolgungs- und gesetzlich geregelte Verzugskosten in Rechnung gestellt.
Die Unternehmensgruppe und die zuständigen Finanzberater erfüllen ihre Verpflichtungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Die Haftung für die Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten ist auf die Haftungs-/ Einlagesumme der Gesellschaft beschränkt und wird zusätzlich durch die jeweilige Vermögensschadenhaftpflichtversicherung des selbstständigen Finanzberaters ergänzt. Sollte ein Finanzberater vorsätzlich seine Pflichten verletzen, so gelten die gesetzlichen Haftungsvorschriften. Die Nachweispflicht obliegt hierbei den Mandanten gemäß den gesetzlichen Vorschriften.
Eine Haftung kann nur für direkt vermittelte Verträge durch den zuständigen vertretungsbefugten Finanzberater der Unternehmensgruppe übernommen werden, sofern der betroffene Vertrag durch den Berater vermittelt und nicht bzw. noch nicht gekündigt wurde und eine persönliche Beratung zu dieser Anlage/ Versicherung/ Immobilie/ Finanzierung durch die Unternehmensgruppe und deren Berater erfolgte. Demzufolge sind fremd vermittelte Verträge, die auf Wunsch der Mandanten in die Verwaltung des Finanzberaters aufgenommen wurden, sowie selbstständig von den Mandanten getätigte (Online-) Abschlüsse, ausgeschlossen.
Die Unternehmensgruppe übernimmt keine Haftung für Fehlberatungen und/ oder Leistungen und/ oder Aussagen eines Finanzberaters oder dessen Erfüllungsgehilfen, der in einer freien Kooperation nach § 84 HGB, § 92b HGB und § 93 HGB (dies betrifft insbesondere haupt- oder nebenberufliche Berater/ Mehrfachagenten/ Makler) steht und auf eigene Rechnung handelt, da diese rechtlich selbstständig und im eigenen Namen handeln.
Die Unternehmensgruppe haftet grundsätzlich nicht für die Beratungs- und Vermittlungsleistungen des zuständigen Beraters und bildet auch kein Haftungsdach für die Berater. Eine Übertragung etwaiger Haftungsansprüche, die gegen einen Berater erhoben werden, ist grundsätzlich nicht auf die Unternehmensgruppe übertragbar. Vielmehr übernimmt die Unternehmensgruppe die Funktion eines „Marktes“, auf dem Angebot und Nachfrage zusammengeführt werden, das heißt, wo Mandanten, die sich umfassend, individuell und objektiv beraten lassen wollen, auf kompetente und ausgebildete Berater treffen. Für den Inhalt, die Richtigkeit der Aussagen und die Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften einer fachgerechten Beratung haftet der Berater selbst.
Es wird keine Haftung für die vermittelten Wertpapiergeschäfte und Beteiligungen jeglicher Form übernommen, da die Mandanten darüber informiert wurden, dass die Unternehmensgruppe und der zuständige Finanzberater den Mandanten nur Informationen zur Verfügung stellen und darbieten, jedoch keine Empfehlungen bzgl. Anlagen und ähnlichem aussprechen. Dies gilt insbesondere für jegliche Arten von öffentlich (public) und nicht öffentlich (private) gehandelten Fonds, festverzinsliche wie auch variabel verzinsliche Wertpapiere und sonstige Anlageprodukte.
Für alle Anlagen gilt grundlegend, das alle zu der jeweiligen Anlage eruierten Informationen zur Einsichtnahme in der Geschäftsstelle der Firma oder des zuständigen Beraters ausliegen und vom Anleger eingesehen werden können. Eine weitergehende eigenständige Prüfung der Emissionsunterlagen, des Anlageproduktes, etwaiger Gutachten, Flyer, Hochrechnungen oder der Informationsmaterialien findet nicht statt. Basierend auf dem Bundesgerichtshofurteil wurde der Anleger darauf hingewiesen und bestätigt, dies ausdrücklich verstanden und akzeptiert zu haben.
Bei einer Ausführung „execution only“ werden nur spezifisch angefragte Produktinformationen, nebst Quellen, mittels derer sich die Mandanten selbstständig informieren können, übermittelt. Nutzen die Mandanten etwaige Angebote und erteilen den Auftrag des Produktabschlusses ohne Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen, ihren Anlagezielen sowie Kenntnissen und Erfahrungen in Bezug auf Finanzanlagen zu geben, so können weder die Firma, noch der zuständige Berater gegenüber den Mandanten eine Finanzanlage empfehlen und es ist ihnen auch nicht möglich zu beurteilen, ob die Mandanten/ Anleger die Anlagerisiken mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen verstehen können. Da in diesem Fall keine ausreichenden Informationen zu den persönlichen Verhältnissen der Mandanten vorliegen, ist es dem Berater nicht möglich, die Angemessenheit der von den Mandanten gewählten Anlage zu beurteilen (Verweis auf § 16 Abs. 2 FinVermV). Es besteht daher das Risiko, dass die Anlage für die Mandanten/ Anleger weder geeignet, noch angemessen ist. Die Mandanten entscheiden sich dennoch für die gewählte Anlage. Insofern wird im Rahmen einer Anlageberatung keine Empfehlung eines Finanzinstruments (§ 16 Abs. 1 letzter Satz FinVermV) ausgesprochen, sondern nur eine reine Anlagevermittlung und Zurverfügungstellung von Informationen durchgeführt (entspricht „execution only“).
Die Mandanten wurden ausführlich darüber belehrt, dass vergangene Wertentwicklungen von Wertpapieren keine Aussagen und/ oder Vorhersagen für zukünftige Wertentwicklungen zulassen.
Die Berater weisen in jedem Gespräch explizit darauf hin, dass generell ein Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlustrisiko bei jeder Anlageform besteht. Es gibt keine zu 100,00 Prozent sichere Anlage, denn jede Anlage unterliegt etwaigen Risiken (Zins-, Inflations-, Deflations-, Währungs-, Kursverlust-, Bonitätsrisiken und vielen mehr). Eine allgemeine gesetzlich vorgeschriebene Risikoaufklärung wird vor Abschluss einer jeden Anlage durchgeführt. Eine Ausweisung erfolgt des Weiteren unter anderen auf der Firmenwebseite sowie in der Geschäftsstelle der Firma als Auslage.
Es wird im Zusammenhang mit Renten- und Lebensversicherungen sowie (Direkt-) Sparplänen und sonstigen Anlagen darauf hingewiesen, dass ebenfalls keine Haftung für Ertrags- und Zinshochrechnungen und/ oder Kostenausweisungen der Tarife der einzelnen Gesellschaften übernommen werden kann, da die Berechnungen ausschließlich auf der Software der einzelnen Gesellschaften beruhen und den Ergebnissen Glauben geschenkt werden muss. Eine komplette Prüfung der Rechenkerne, Rechenprogramme, Kostenausweisungen, etc. ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich und wird gegenwärtig zum Teil vor dem Bundesgerichtshof (z.B. Kostenausweisung bei Lebens- und Rentenversicherungen; Renditeversprechungen in Hochrechnungen von Lebens- und Rentenversicherungen sowie Anlagegesellschaften) rechtlich geklärt.
Ansprüche auf Schadensersatz verjähren binnen drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit Ende des Jahres, in dem der Anspruch der Mandanten entstanden ist und die Mandanten Kenntnis von den Ansprüchen begründeten Umständen erlangt haben oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätten erlangen müssen.
Die Unternehmensgruppe, der zuständige Finanzberater und die Mandanten können unter Einhaltung einer Frist von einem Monat die Geschäftsverbindung jederzeit kündigen. Hiervon unberührt bleibt das Sonderkündigungsrecht der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund.
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Mit Zustellung der Kündigung, dokumentiert zum Beispiel unter anderen durch ein Übergabeeinschreiben, endet jegliches Beratungs- und Geschäftsbesorgungsverhältnis; mit dem Tag der Zustellung endet ebenfalls die Maklerhaftung. Bei Annahmeverweigerung und/ oder Nichtabholung bleibt eine Kündigung mit allen Folgen trotzdem bestehen.
Für die Geschäftsverbindung der Mandanten mit der Unternehmensgruppe und dem zuständigen Finanzberater gilt deutsches Recht.
Als Gerichtsstand gilt der Sitz der Unternehmensgruppe (Hauptsitz: Nürnberg) und des zuständigen Finanzberaters.
Jegliche Veränderungen der AGB und des GMK bedürfen der Schriftform und werden den Mandanten zeitnah über die Webseite der Unternehmensgruppe angezeigt.
Die aktuellen Beschwerdestellen, insbesondere für eine außergerichtliche Streitschlichtung, werden aktualisiert auf den Firmenwebseiten ausgewiesen.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein und/ oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt.
Gültig ab 01.03.2006, letzte Aktualisierung am 01.01.2015

References: Art. 247
 § 13
 BGH 
 § 84
 § 92
 § 93
 § 16