Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20060316_AUSL000_000BSW58278_0000000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-07-20 20:27:17+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für Bsw58278/00 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für Bsw22954/93 Bsw17707/02...
RS0125321
Bsw22954/93; Bsw17707/02; Bsw58278/00
1.ZP MRK Art3
Die durch Art. 3 1.ZP EMRK garantierten Rechte sind nicht absolut: Die Vertragsstaaten können ihre Ausübung von Bedingungen abhängig machen.
Bem: Ahmed u.a. gegen das Vereinigte Königreich (T1)
Bsw 17707/02
Entscheidungstext AUSL EGMR 19.10.2004 Bsw 17707/02
Veröff: NL 2004,241
Bsw 58278/00
Entscheidungstext AUSL EGMR 16.03.2006 Bsw 58278/00
Veröff: NL 2006,78
ECLI:AT:AUSL000:1998:RS0125321
JJR_19980902_AUSL000_000BSW22954_9300000_002
Rechtssatz für Bsw46726/99 Bsw74025/01...
RS0125332
Bsw46726/99; Bsw74025/01; Bsw17707/02; Bsw58278/00; Bsw33554/03; Bsw10226/03; Bsw126/05
1.ZPMRK Art3
Art. 3 1.ZP EMRK umfasst sowohl das aktive wie auch das passive Wahlrecht. (Podkolzina gegen Lettland)
Bsw 46726/99
Entscheidungstext AUSL EGMR 09.04.2002 Bsw 46726/99
Veröff: NL 2002,64
Bsw 74025/01
Entscheidungstext AUSL EGMR 06.10.2005 Bsw 74025/01
Veröff: NL 2005,236
Vgl auch; Veröff: NL 2006,78
Bsw 33554/03
Entscheidungstext AUSL EGMR 15.06.2006 Bsw 33554/03
Veröff: NL 2006,142
Bsw 10226/03
Entscheidungstext AUSL EGMR 08.07.2008 Bsw 10226/03
Veröff: NL 2008,202
Bsw 126/05
Entscheidungstext AUSL EGMR 22.05.2012 Bsw 126/05
Auch; Veröff: NL 2012,173
ECLI:AT:AUSL000:2002:RS0125332
JJR_20020409_AUSL000_000BSW46726_9900000_001
RS0125333
Bsw46726/99; Bsw74025/01; Bsw58278/00
Den Vertragsstaaten kommt ein großer Ermessensspielraum bei der Gestaltung der Voraussetzungen für das passive Wahlrecht zu. Das Prinzip der Wirksamkeit der durch die Konvention garantierten Rechte erfordert jedoch, dass eine Entscheidung, die das Nichtvorliegen dieser Voraussetzungen feststellt, einer bestimmten Anzahl von Kriterien entsprechen muss, um Willkür zu vermeiden. Va. müssen diese Entscheidungen durch ein Organ getroffen werden, das über ein Mindestmaß an Unparteilichkeit verfügt und dessen Ermessensspielraum nicht grenzenlos ist. (Podkolzina gegen Lettland)
Entscheidungstext EGMR 09.04.2002 Bsw 46726/99
Entscheidungstext EGMR 06.10.2005 Bsw 74025/01
Vgl; Veröff: NL 2005,236
Entscheidungstext EGMR 16.03.2006 Bsw 58278/00
ECLI:AT:AUSL000:2002:RS0125333
JJR_20020409_AUSL000_000BSW46726_9900000_002
Rechtssatz für Bsw58278/00 Bsw58278/00
RS0125337
Bsw58278/00; Bsw58278/00
Art. 3 1.ZP EMRK schützt die „freie Äußerung der Meinung des Volkes" und damit die Idee eines politischen Pluralismus. Mag auch bei Parlamentariern eine gewisse Pflicht zur Loyalität gegeben sein, ist eine solche keineswegs mit jener von Vertretern des öffentlichen Dienstes vergleichbar. (Zdanoka gegen Lettland)
Entscheidungstext AUSL EGMR 17.06.2004 Bsw 58278/00
Veröff: NL 2004,131
Vgl; Veröff: NL 2006,78
ECLI:AT:AUSL000:2004:RS0125337
JJR_20040617_AUSL000_000BSW58278_0000000_001
Rechtssatz für Bsw74025/01 Bsw58278/00...
RS0125334
Bsw74025/01; Bsw58278/00; Bsw17707/02; Bsw58278/00; Bsw33554/03; Bsw10226/03; Bsw10226/03; Bsw20201/04; Bsw60041/08 (Bsw 60054/08)
Den durch Art. 3 1. Prot. EMRK garantierten Rechten kommt entscheidende Bedeutung für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu. Das Recht zu wählen ist kein Privileg. Dennoch sind die durch Art. 3 1. Prot. EMRK gewährten Rechte nicht absolut. Sie können Einschränkungen unterworfen werden und den Vertragsstaaten ist ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. Letztendlich obliegt es jedoch dem GH zu beurteilen, ob den Anforderungen des Art. 3 1. Prot. EMRK entsprochen wurde. Er muss sich davon überzeugen, dass die Bedingungen das in Rede stehende Recht nicht in einem Maße einschränken, das es in seinem Wesensgehalt beeinträchtigt und seiner Wirksamkeit beraubt, dass sie einem legitimen Ziel dienen und die eingesetzten Mittel verhältnismäßig sind. (Hirst gegen das Vereinigte Königreich (Nr. 2))
Entscheidungstext AUSL EGMR 30.01.2007 Bsw 10226/03
nur: Dennoch sind die durch Art. 3 1. Prot. EMRK gewährten Rechte nicht absolut. Sie können Einschränkungen unterworfen werden und den Vertragsstaaten ist ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. (T1) Beisatz: Art 3 1. ZPMRK bestimmt nicht, welchen Zielen eine Einschränkung zu dienen hat. Die Einschränkung in Form einer Prozenthürde soll eine zu große und lähmende Zersplitterung der Parlamentsparteien verhindern und damit die Regierungsstabilität stärken. (T2) Beisatz: Hier: Kein Überschreiten des Ermessensspielraumes bei Festlegung einer 10-Prozent-Hürde für den Einzug in das Parlament in der Türkei. (Yumak und Sadak gegen die Türkei) (T3) Veröff: NL 2007,27
nur: Dennoch sind die durch Art. 3 1. Prot. EMRK gewährten Rechte nicht absolut. Sie können Einschränkungen unterworfen werden und den Vertragsstaaten ist ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. Letztendlich obliegt es jedoch dem GH zu beurteilen, ob den Anforderungen des Art. 3 1. Prot. EMRK entsprochen wurde. Er muss sich davon überzeugen, dass die Bedingungen das in Rede stehende Recht nicht in einem Maße einschränken, das es in seinem Wesensgehalt beeinträchtigt und seiner Wirksamkeit beraubt, dass sie einem legitimen Ziel dienen und die eingesetzten Mittel verhältnismäßig sind. (T4) Veröff: NL 2008,202
Bsw 20201/04
Entscheidungstext AUSL EGMR 08.04.2010 Bsw 20201/04
Auch; Veröff: NL 2010,117
Bsw 60041/08
Entscheidungstext AUSL EGMR 23.11.2010 Bsw 60041/08
nur T1; Veröff: NL 2010,355
ECLI:AT:AUSL000:2005:RS0125334
JJR_20051006_AUSL000_000BSW74025_0100000_001

References: Art. 3
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Art. 3
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