Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19940525_OGH0002_0030OB00513_9400000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-28 22:46:32+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 3Ob513/94 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob19/58 6Ob168/59 8Ob1...
RS0098986
7Ob19/58; 6Ob168/59; 8Ob158/70; 1Ob61/71; 8Ob276/71; 7Ob69/72; 4Ob594/72; 5Ob128/73; 7Ob230/73; 6Ob37/74; 6Ob130/74; 4Ob60/74; 1Ob39/75; 4Ob557/77 (4Ob558/77); 4Ob537/78; 6Ob784/79; 7Ob67/80; 6Ob726/80; 6Ob843/81; 1Ob727/83; 8Ob506/89; 6Ob529/89; 3Ob513/94; 3Ob7/95; 1Ob122/18z
Der Beklagte, der Irreführung geltend machen will, muß die Klage die Einwendung entgegensetzen, daß er den Vertrag wegen Irrtums anfechte. Mangels einer solchen Erklärung seitens des Irregeführten kann die Nichtigkeit des Geschäftes nicht wahrgenommen werden.
7 Ob 19/58
Entscheidungstext OGH 29.01.1958 7 Ob 19/58
Veröff: EvBl 1958/160 S 271
6 Ob 168/59
Entscheidungstext OGH 09.07.1959 6 Ob 168/59
8 Ob 276/71
Entscheidungstext OGH 16.11.1971 8 Ob 276/71
Beisatz: Das Wort "Irrtum" muß jedoch nicht ausdrücklich verwendet werden. (T1) Veröff: MietSlg 23071
7 Ob 69/72
Entscheidungstext OGH 15.03.1972 7 Ob 69/72
Beisatz: Hier: Kläger. (T2)
Beisatz: Keine Berücksichtigung des Irrtums von Amts wegen. (T3) Veröff: SZ 46/84 = EvBl 1974/182 S 398
6 Ob 130/74
Entscheidungstext OGH 26.08.1974 6 Ob 130/74
Veröff: MietSlg 26061
Beisatz: Zeitwidrige Kündigung. (T4)
1 Ob 39/75
Entscheidungstext OGH 19.03.1975 1 Ob 39/75
Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Es genügt, daß die sie begründenden Tatsachen vorgetragen werden. (T5)
4 Ob 537/78
Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 537/78
6 Ob 784/79
Entscheidungstext OGH 06.02.1980 6 Ob 784/79
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 54/7
6 Ob 726/80
Entscheidungstext OGH 25.02.1981 6 Ob 726/80
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die bloße Behauptung, die gelieferte Sache habe sich in der Folge als unbrauchbar erwiesen, reicht für eine Anfechtung des Vertrages gemäß § 871 ABGB nicht aus. (T6) Veröff: HS XIV/XV/20
Beisatz: Ein in erster Instanz nicht erhobener Irrtumseinwand kann im Rechtsmittelverfahren nicht nachgeholt werden. (T7)
Vgl auch; Beisatz: Für das Vorliegen der Voraussetzungen der von ihm in Anspruch genommenen Tatbestände nach den §§ 870, 871 ABGB ist aber der Anfechtende behauptungspflichtig und beweispflichtig. (T8)
Beisatz: Hier: Einrede im Oppositionsprozeß. (T9)
1 Ob 122/18z
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 122/18z
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0098986
JJR_19580129_OGH0002_0070OB00019_5800000_001
Rechtssatz für 4Ob10/74 1Ob169/74 5Ob5...
RS0017764
4Ob10/74; 1Ob169/74; 5Ob550/76; 4Ob547/77; 1Ob558/79; 1Ob786/79; 1Ob739/80; 6Ob757/80; 3Ob552/82; 5Ob732/81; 5Ob755/82; 4Ob576/83; 1Ob6/84; 4Ob71/84; 8Ob565/83; 1Ob13/85; 1Ob633/85; 6Ob527/84; 7Ob557/86; 6Ob614/85; 8Ob609/86; 7Ob699/86; 6Ob579/87; 4Ob541/87; 7Ob726/87; 8Ob578/88; 8Ob504/88; 6Ob552/89; 8Ob627/89; 2Ob629/90; 3Ob502/94; 3Ob513/94; 3Ob567/95; 7Ob2366/96h; 1Ob14/97h; 4Ob190/97p; 7Ob23/00h; 7Ob113/05a; 7Ob42/16a
Die Grenze richterlicher Vertragsergänzung ist der Mangel der Einwilligung im Sinne des § 869 oder die Erkenntnis, dass die Parteien den Vertrag unter solchen Umständen nicht oder anders geschlossen hätten. Unter Berücksichtigung der übrigen Vertragsbestimmungen und des von den Parteien verfolgten Zweckes sowie unter Heranziehung der Verkehrssitte ist zu prüfen, welche Lösung redliche und vernünftige Parteien vereinbart hätten.
4 Ob 10/74
Entscheidungstext OGH 19.03.1974 4 Ob 10/74
Veröff: Arb 9203 = ZAS 1976,216
1 Ob 169/74
Entscheidungstext OGH 06.11.1974 1 Ob 169/74
Beisatz: Dabei sind die Interessen beider Vertragspartner zu berücksichtigen. (T1) Veröff: ImmZ 1976,318 = SZ 49/86
nur: Unter Berücksichtigung der übrigen Vertragsbestimmungen und des von den Parteien verfolgten Zweckes sowie unter Heranziehung der Verkehrssitte ist zu prüfen, welche Lösung redliche und vernünftige Parteien vereinbart hätten. (T2)
1 Ob 558/79
Entscheidungstext OGH 16.05.1979 1 Ob 558/79
1 Ob 786/79
Entscheidungstext OGH 05.03.1980 1 Ob 786/79
6 Ob 757/80
Entscheidungstext OGH 17.12.1980 6 Ob 757/80
3 Ob 552/82
Entscheidungstext OGH 16.06.1982 3 Ob 552/82
nur T2; Beisatz: Hier: Schmiermittelbezugsvertrag (T3)
5 Ob 755/82
Entscheidungstext OGH 01.02.1983 5 Ob 755/82
nur T2; Beisatz: Hier: Schiffsreise mit Segelschiff. (T4)
nur T2; Veröff: RdW 1985,254 = ZAS 1986,91 (Kerschner) = JBl 1986,197
Veröff: JBl 1986,38 = MietSlg XXXVII/36
nur T2; Beisatz: Es kommt wesentlich darauf an, wie die Parteien ihre beiderseitigen Interessen miteinander in Einklang zu bringen versucht haben. Die sich auf Grund aller Umstände ergebenden Wertungen der Parteien sind zu Ende zu denken und es ist das herauszufinden, was beide Parteien bei redlicher Denkweise als einen gerechten Interessenausgleich gewollt und akzeptiert hätten. (T5)
nur T2; Veröff: MietSlg XXXVIII/32
7 Ob 699/86
Entscheidungstext OGH 11.12.1986 7 Ob 699/86
Beisatz: Hier: "Ambulatoriumsvereinbarung" betrifft Zahnarzt - Behandlungsstühle. (T6)
2 Ob 629/90
Entscheidungstext OGH 19.12.1990 2 Ob 629/90
Auch; Beisatz: Die ergänzende Vertragsauslegung findet dort ihre Grenze, wo der Inhalt einer Erklärung die daraus gezogene Schlussfolgerung nicht mehr in vertretbarer Weise deckt. (T7)
nur T2; Veröff: ImmZ 1994,487
Vgl auch; Veröff: SZ 73/147
Auch; Beisatz: Hier: Kein Konkurrenzschutz durch bloß ergänzende Vertragsauslegung, wenn der Vermieter im selben Haus ein benachbartes Bestandobjekt an einen Konkurrenten vermietet, wenn sich das Haus in einer belebten Geschäftsstraße befindet. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017764
JJR_19740319_OGH0002_0040OB00010_7400000_005
Rechtssatz für 1Ob778/81 7Ob542/86 1Ob...
RS0017454
1Ob778/81; 7Ob542/86; 1Ob641/87; 8Ob585/88; 3Ob502/94; 3Ob513/94; 8Ob99/99p; 2Ob322/00t; 6Ob30/02h; 8ObA72/03a; 9Ob152/03y; 9Ob42/04y; 6Ob148/07v; 1Ob95/08i; 9ObA132/11v; 7Ob192/12d; 2Ob173/12y; 5Ob117/13m; 7Ob66/14b; 2Ob67/14p; 5Ob4/14w; 6Ob68/15s; 9ObA134/16w; 1Ob17/17g; 8Ob4/17x; 5Ob58/18t; 3Ob143/18b
ABGB §901 II1
Das Institut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage ist (gegenüber anderen Möglichkeiten, rechtsgeschäftliche Bindungen zu beseitigen) nur als letztes Mittel heranzuziehen.
8 Ob 99/99p
Entscheidungstext OGH 27.05.1999 8 Ob 99/99p
Veröff: SZ 72/95
Beisatz: Das ist der Fall, wenn die geltend gemachte Änderung der Verhältnisse in keiner Weise vorauszusehen war und die Änderung auch nicht dem Bereich jener Partei zuzuschreiben ist, die sich auf diese Änderung beruft. (T1)
Veröff: SZ 2002/36
8 ObA 72/03a
Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 ObA 72/03a
Beisatz: Die ergänzende Vertragsauslegung steht zwar in einem fließenden Übergang zu Geschäftsgrundlagefällen, setzt aber - zum Unterschied von den Geschäftsgrundlagefällen - voraus, dass eine Störung in der Vertragsabwicklung vorliegt, für die die Vertragsschließenden keine Regelung getroffen haben. (T2)
9 Ob 152/03y
Entscheidungstext OGH 05.05.2004 9 Ob 152/03y
Beisatz: Storno wegen der Terroranschläge vom 11. 9. 2001 in den USA. (T3)
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/144
5 Ob 117/13m
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 117/13m
7 Ob 66/14b
Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 66/14b
2 Ob 67/14p
Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 67/14p
9 ObA 134/16w
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 134/16w
Beisatz: Mit der Ultima-Ratio-Funktion der Geschäftsgrundlage wird nur ausgedrückt, wann sich der auflösungswillige Vertragspartner überhaupt auf deren Wegfall berufen kann. Dies bedeutet aber nicht, dass diesem in jedem Fall eine Gelegenheit zur sofortigen Abstandnahme vom Vertrag zur Verfügung stehen müsste. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0017454
JJR_19820421_OGH0002_0010OB00778_8100000_005
Rechtssatz für 1Ob675/83 7Ob522/87 (7Ob...
RS0017453
1Ob675/83; 7Ob522/87 (7Ob523/87); 3Ob513/94; 6Ob202/00z; 6Ob148/07v; 9Ob63/07s; 1Ob95/08i; 8Ob62/14x; 7Ob155/18x
Ein Rückgriff auf die Lehre von der Geschäftsgrundlage hat zu unterbleiben, wenn ein Vertrag nach seinem von den Parteien festgelegten immanenten Zweck nicht lückenhaft ist, sondern ein im Vertrag nicht ausdrücklich geregelter Fall im Auslegungswege geklärt werden kann.
Beisatz: Ebenso die Vertragsergänzung oder Vertragsanpassung. (T1) Veröff: SZ 60/42
Vgl auch; Beisatz: Der ergänzender Vertragsauslegung ist immer dann vorzunehmen, wenn nicht feststeht, was die Parteien in vertraglich nicht vorgesehenen Fällen gewollt hätten und führt zu einer Ergänzung des Vertrages um dasjenige, was unter Berücksichtigung des von den Parteien verfolgten Vertragszweckes, sowie unter Heranziehung der Verkehrssitte einer unter redlichen und vernünftigen Personen geschlossenen Vereinbarung entsprechen würde. (T2)
9 Ob 63/07s
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 Ob 63/07s
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0017453
JJR_19831214_OGH0002_0010OB00675_8300000_001
Rechtssatz für 6Ob583/84 9ObA513/88 9O...
RS0017451
6Ob583/84; 9ObA513/88; 9ObA520/88; 3Ob513/94; 3Ob116/04m; 1Ob47/05a
Wo eine vertragliche Regelung vorliegt, ist kein Raum für das Institut der Geschäftsgrundlage.
6 Ob 583/84
Entscheidungstext OGH 11.07.1985 6 Ob 583/84
Veröff: JBl 1989,264
9 ObA 520/88
Entscheidungstext OGH 18.10.1989 9 ObA 520/88
Veröff: RdW 1990,164 = WBl 1990,110
3 Ob 116/04m
Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 116/04m
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0017451
JJR_19850711_OGH0002_0060OB00583_8400000_002
Rechtssatz für 3Ob513/94
RS0060940
GrEStG 1987 §4 Abs1
GrEStG 1987 §5 Abs1 Z1
GrEStG 1987 §5 Abs2 Z1
GrEStG 1955 §10 Abs1
GrEStG 1955 §11 Abs1 Z1
GrEStG 1955 §11 Abs2 Z1
Als Bauherr - dieser Begriff ist für die Grunderwerbssteuer und die Umsatzsteuer einheitlich auszulegen - ist der Käufer nur dann anzusehen, wenn er a) auf die bauliche Gestaltung des Hauses Einfluß nehmen kann, b) das Baurisiko zu tragen hat, dh den bauausführenden Unternehmungen gegenüber unmittelbar berechtigt und verpflichtet ist, und c) das finanzielle Risiko tragen muß, dh daß er nicht bloß einen Fixpreis zu zahlen hat, sondern alle Kostensteigerungen übernehmen muß, aber auch berechtigt ist, von den Bauausführenden Rechnungslegung zu verlangen. (VwGH vom 19.02.1991, 90/16/0103 bis 80/16/0128 ua).
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0060940
JJR_19940525_OGH0002_0030OB00513_9400000_001

References: OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 871
 OGH 
 § 869
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §901
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §4
 §5
 §5
 §10
 §11
 §11