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Timestamp: 2016-10-25 19:15:31+00:00

Document:
6B_557/2010 (09.03.2011)
6B_557/2010
6B_558/2010
6B_559/2010
1. Sabena SA in Konkurs,
vertreten durch die Konkursverwaltung, Me Christian Van Buggenhout, Pr�sident du Coll�ge des curateurs, Me Alain d'Ieteren, Curateur,
2. Masse en faillite ancillaire de Sabena SA,
vertreten durch das Konkursamt Genf,
beide Beschwerdef�hrerinnen vertreten durch Aurelio A. Ferrari, F�rsprecher, und Stefan Rutgers, Rechtsanwalt,
Einstellung der Untersuchung (Falschbeurkundung etc.),
Beschwerden gegen die Beschl�sse des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, vom 6. Mai 2010 (Rekurse gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 vom 7. Oktober 2008 [A-2/2001/404, A-3/2001/404] und gegen die Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 [B-4/2004/991] der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich).
Die Sabena SA in Konkurs, vertreten durch die Konkursverwaltung, erhob am 9. November 2004 gegen verschiedene verantwortliche Organe der SAirGroup und ihrer Revisionsgesellschaft Strafanzeige u.a. wegen Falschbeurkundung und Betrug (Unt.Nr. 2004/991, Ordner 1 act. 1). Adh�sionsweise machte sie Schadenersatz in der H�he von mindestens 2.5 Milliarden Euro, nebst Zins zu 5% seit dem 5. Oktober 2001 geltend, unter Vorbehalt der Nachklage. Sie erhob im Wesentlichen den Vorwurf, die angezeigten Verantwortlichen der SAirGroup und ihrer Revisionsgesellschaft h�tten die Beteiligungsgesellschaften falsch bewertet und damit die Buchf�hrung und Rechnungslegung der SAirGroup und der SAirLines in diesem Bereich falsch gef�hrt bzw. die entsprechenden Testate f�lschlicherweise erteilt. Ausserdem h�tten sie in Bezug auf die zwischen der SAirGroup und Sabena ausgetauschten G�ter und Dienstleistungen eine Gewinntransferpolitik mit nicht marktkonformen Preisen betrieben und die Sabena auf diese Weise ausgeh�hlt, was wesentliche Mitursache f�r den Konkurs der Beteiligungsgesellschaft gewesen sei.
Mit Verf�gungen vom 7. Oktober 2008 stellte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich die gegen 16 bzw. 19 Personen eingeleitete Untersuchung wegen Falschbeurkundung etc. in verschiedenen Teilbereichen ein (Einstellungsverf�gung Nr. 1 [A-2/2001/404]; Einstellungsverf�gung Nr. 2 [A-3/2001/404]). Mit Verf�gung vom 19. Januar 2009 stellte sie die Untersuchung gegen die verantwortlichen Personen der SAirGroup wegen Betruges, Urkundenf�lschung etc. in einem weiteren Teilbereich (Optionentransfer und unlauteres Transferpricing) ein (Einstellungsverf�gung [B-4/2004/991]).
Die Sabena SA in Konkurs und die Masse en faillite ancillaire de Sabena SA, vertreten durch die jeweiligen Konkursverwaltungen, f�hrten gegen die in der Untersuchung Nr. 2001/404 am 7. Oktober 2008 ergangenen Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 sowie gegen die in der Untersuchung Nr. 2004/991 am 19. Januar 2009 ergangene Einstellungsverf�gung der Staatsanwaltschaft III am 5. November 2008 (Akten des Obergerichts UK080370 und UK080371 je act. 2) bzw. am 11. Februar 2009 Rekurs (Akten des Obergerichts UK090045 act. 2). Mit Beschl�ssen vom 6. Mai 2010 trat das Obergericht des Kantons Z�rich auf die Rekurse nicht ein (angefochtene Beschl�sse I-III).
Die Sabena SA in Konkurs und die Masse en faillite ancillaire de Sabena SA, vertreten durch die jeweiligen Konkursverwaltungen, f�hren Beschwerde beim Bundesgericht, mit der sie beantragen, die angefochtenen Beschl�sse seien aufzuheben und die Verfahren seien je einzeln an die Vorinstanz zur�ckzuweisen mit der Anweisung, auf die Rekurse gegen die Einstellungsverf�gungen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich Nr. 1 und 2 vom 7. Oktober 2008 sowie gegen die Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 einzutreten und diese materiell zu behandeln. Ferner stellen sie das Gesuch, den Beschwerden sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich beantragt in ihren Vernehmlassungen unter Verweisung auf die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft III, die Beschwerden seien abzuweisen und die angefochtenen Beschl�sse zu best�tigen. Das Obergericht des Kantons Z�rich hat auf Stellungnahme verzichtet. Die Sabena SA in Konkurs und die Masse en faillite ancillaire de Sabena SA haben unaufgefordert auf die Vernehmlassung der Oberstaatsanwaltschaft eine Replik eingereicht.
1.1 Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn diese in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich wenn sie sich gegen denselben Entscheid richten, und wenn sie die gleichen Parteien sowie �hnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (vgl. BGE 126 V 283 E. 1; 113 Ia 390 E. 1). Die angefochtenen Beschl�sse lauten bei allen drei Rekursen in Bezug auf die Haupt- (angefochtene Beschl�sse I und II) und Alternativbegr�ndung (angefochtene Beschl�sse I und III, angefochtener Beschluss III [Hauptbegr�ndung]) gleich. Die Beschwerdef�hrerinnen wenden sich dementsprechend mit einer identischen Beschwerde gegen die vorinstanzlichen Beschl�sse. Es rechtfertigt sich daher, die Beschwerden dem Antrag der Beschwerdef�hrerinnen entsprechend gest�tzt auf Art. 71 BGG in sinngem�sser Anwendung von Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP zu vereinigen und in einem einzigen Entscheid zu beurteilen
1.2 Gem�ss Art. 81 Abs. 1 BGG in der bis zum 31. Dezember 2010 geltenden Fassung (vgl. zur �bergangsregelung Art. 132 Abs. 1 BGG) ist zur Erhebung der Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheides hat (lit. b; BGE 133 IV 121 E. 1.1). Zur Erhebung der Beschwerde legitimiert sind insbesondere die beschuldigte Person (Ziff. 1), ihr gesetzlicher Vertreter oder ihre gesetzliche Vertreterin (Ziff. 2), die Staatsanwaltschaft (Ziff. 3), die Privatstrafkl�gerschaft, wenn sie nach dem kantonalen Recht die Anklage ohne Beteiligung der Staatsanwaltschaft vertreten hat (Ziff. 4), das Opfer, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung seiner Zivilanspr�che auswirken kann (Ziff. 5) sowie die Person, die den Strafantrag stellt, soweit das Strafantragsrecht als solches betroffen ist (Ziff. 6).
Die Voraussetzungen von lit. a und b m�ssen kumulativ erf�llt sein. Dies bedeutet einerseits, dass die in Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG beispielhaft aufgef�hrten Personen im Einzelfall ein Rechtsschutzinteresse nachweisen m�ssen. Andererseits sind auch dort nicht aufgef�hrte Personen beschwerdebefugt, sofern sie ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids haben (BGE 133 IV 121 E. 1.1).
Die Beschwerdef�hrerinnen fallen unter keine der in Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 1-6 aBGG ausdr�cklich genannten Beschwerdeberechtigten. Sie sind als in ihren Verm�gensrechten beeintr�chtigte Gesch�digte nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 aBGG und Art. 1 Abs. 1 OHG (Art. 2 Abs. 1 aOHG). Nach der Rechtsprechung sind Gesch�digte, die nicht Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes sind, im Strafpunkt grunds�tzlich nicht zur Beschwerde legitimiert. Die Durchsetzung des Strafanspruchs steht allein dem Staat zu. Die Gesch�digten haben an der Bestrafung des T�ters nur ein tats�chliches, nicht aber ein rechtlich gesch�tztes Interesse (BGE 136 IV 29 E. 1.7 und 41 E. 1.1; 133 IV 228 E. 2.3; ferner Urteil 6B_89/2009 vom 29.10.2009 E. 1.1). Erst recht nicht legitimiert sind die blossen Anzeigesteller, die weder Opfer noch Gesch�digte sind, und denen es auch an einem tats�chlichen Interesse an der Bestrafung fehlt (nicht publizierte E. 2.2.1 von BGE 134 IV 297).
Unbek�mmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst k�nnen Gesch�digte indes mit der Beschwerde in Strafsachen - wie vormals mit der staatsrechtlichen Beschwerde gest�tzt auf Art. 88 OG (siehe dazu BGE 131 I 455 E. 1.2.1) - die Verletzung von Verfahrensrechten r�gen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Das nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG erforderliche rechtlich gesch�tzte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus einer Berechtigung in der Sache, sondern aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Sind die Gesch�digten in diesem Sinne nach kantonalem Recht Partei, k�nnen sie die Verletzung jener Parteirechte r�gen, die ihnen nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung oder von Art. 6 EMRK zustehen. Zul�ssig sind R�gen, die formeller Natur sind und von der Pr�fung der Sache getrennt werden k�nnen (BGE 136 IV 29 E. 1.9 und 41 E. 1.4 je mit Hinweisen).
1.3 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten. Im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Dies setzt voraus, dass sich die Beschwerdef�hrerinnen wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzen (BGE 134 II 244 E. 2.1). Dabei m�ssen - wie unter der Geltung des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) - die erhobenen R�gen zudem in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein; der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.1, S. 400 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrerinnen auf ihre Darlegungen in der Strafanzeige und in den Rekursschriften verweisen (vgl. etwa Beschwerde S. 15 Ziff. 25.6), kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden.
Die den angefochtenen Einstellungsverf�gungen zugrunde liegende Untersuchung bildet Teil des Gesamtkomplexes der Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Niedergang der Swissair bzw. der SAirGroup.
2.1 Die Swissair Schweizerische Luftverkehr-Aktiengesellschaft �bertrug zum Jahreswechsel 1996/1997 ihre Gesch�fte in einen Konzern mit Holdingstruktur. Gleichzeitig �nderte sie ihre Firma in SAirGroup. Der SAirGroup-Konzern wurde durch die SAirGroup als Konzernobergesellschaft (Holdinggesellschaft) gef�hrt. Die Aktien der SAirGroup waren an der Schweizer B�rse kotiert. Die SAirLines geh�rte zu den Zwischenholdinggesellschaften des Konzerns. Sie betrieb das Fluggesch�ft und hielt direkt oder indirekt Beteiligungen an verschiedenen in- und ausl�ndischen Gesellschaften. Hiezu geh�rten im Flugsektor u.a. die staatliche Luftfahrtgesellschaft Sabena SA, eine Aktiengesellschaft nach belgischem Recht mit Sitz in Br�ssel (im Folgenden Sabena).
2.2 In Bezug auf die Beteiligung der Swissair bzw. der SAirGroup an der Sabena stellt die Vorinstanz folgenden Sachverhalt fest:
Am 4. Mai 1995 schloss die Swissair mit dem belgischen Staat bez�glich der staatlichen Fluggesellschaft Sabena ein Shareholders' and Master Agreement, welches durch Vertrag vom 12. Juni 1995 geregelt und gem�ss "Closing Memorandum" vom 25. Juli 1995 vollzogen wurde. Vertragsparteien waren der belgische Staat und die Swissair. Swissair verpflichtete sich, �ber die (nachmalige) SAirLines auf dem Wege einer Kapitalerh�hung der Sabena vom belgischen Staat 2'685'969'251 Namenaktien ("Kategorie B") zu zeichnen. Diese Beteiligung entsprach einem Anteil von 49.5 % der Stimmrechte als auch einer Beteiligung von 49.5 % des gesamten Aktienkapitals der Sabena in der H�he von (damals noch) BEF 25'643'967'509, eingeteilt in 5'426'200'508 Aktien verschiedener Kategorien. Der Ausgabepreis f�r die neu gezeichneten Sabena-Aktien betrug BEF 6 Mia.
Neben einer Beteiligung der Swissair im Umfang von 49.5 % der Aktien von Sabena sah das Agreement verschiedene Verpflichtungen der vom belgischen Staat kontrollierten Beteiligungsgesellschaften gegen�ber der Swissair und Dritten vor, deren Zusammenspiel wirtschaftlich das Ziel verfolgte, der Swissair den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Sabena zu erm�glichen, sobald ein solcher Erwerb nach der EU-Gesetzgebung oder den bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU oder der Schweiz und Belgien zul�ssig geworden w�re, ohne die Betriebsbewilligung der EU-Fluggesellschaft Sabena zu gef�hrden.
Nach der Darstellung der Beschwerdef�hrerinnen wurde sodann ab Mitte 1999 im Hinblick auf die Inkraftsetzung des bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der EU und der Schweiz �ber den Luftverkehr (SR 0.748.127.192.68) unter F�hrung der SAirGroup vorzeitig mit der faktischen Zusammenf�hrung diverser Bereiche beider Airlines von zentraler Bedeutung begonnen, ohne dass die kapital- und stimmrechtsm�ssigen Verh�ltnisse zugunsten der SAirGroup ver�ndert wurden. Diese faktisch zusammengef�hrten Bereiche sollten schliesslich in eine von beiden Vertragspartnern je h�lftig gehaltene Managementgesellschaft englischen Rechts eingebracht werden (Swissair-Sabena Airline Management Partnership; nachfolgend AMP). Am 25. November 1999 hatte der Verwaltungsrat der Sabena dem Projekt AMP zugestimmt. Am 25. April 2000 erteilte der SAirGroup-Konzern seinerseits gr�nes Licht zur Unterzeichnung des AMP, wobei gleichzeitig die Erh�hung der Beteiligung der SAirGroup bzw. der Halterin der Beteiligungen SAirLines an der Sabena beschlossen wurde. Die entsprechenden Vertr�ge wurden von den Vertragspartnern daraufhin am 31. Juli 2000 formell unterzeichnet.
Bereits am 26. April 2000 hatten der belgische Staat und seine Beteiligungsgesellschaft Soci�t� Zephyr-Fin SA sowie die SAirGroup ein sogenanntes "Term Sheet" unterzeichnet, das die wesentlichen Elemente der sp�ter, am 25. Januar 2001, formell getroffenen Regelung mit der SAirGroup enthielt ("Share Transfer Agreement", "Shareholders Agreement" und "Supplementary Agreement"). Das Papier sah im Wesentlichen die �bernahme einer Aktienmehrheit von gesamthaft 85% an der mit hohen Schulden und fehlender Liquidit�t belasteten Sabena und deren Rekapitalisierung, Regelungen �ber die Zusammensetzung des Verwaltungsrats der beiden Gesellschaften und die Gew�hrleistung bzw. Bereitstellung von Liquidit�t f�r die Sabena seitens der SAirGroup (von 519 Mio. Euro f�r 2001 und 216 Mio. Euro f�r 2002) vor. In einem weiteren "Term Sheet" vom 22. Januar 2001 wurden die Einzelheiten zur vorgesehenen �bernahme und Rekapitalisierung der Sabena und zur finanziellen Unterst�tzung, welche gem�ss "Supplementary Agreement" vorgesehen waren, formell aufgenommen.
Im M�rz 2001 leistete die SAirGroup die in den Vertr�gen vom Januar 2001 vereinbarte Zahlung von 150 Mio. Euro an die Rekapitalisierung der Sabena; die Soci�t� Zephyr-Fin SA erf�llte ihre entsprechende Verpflichtung mittels Leistung von EUR 100 Mio.
Im Folgenden stellten sich die Bem�hungen der SAirGroup, die weitere Finanzierung der Sabena sicherzustellen, als nicht erfolgreich heraus und erwies sich das Engagement mit Sabena f�r die SAirGroup als nicht weiter verkraftbar. Daraufhin teilte die SAirGroup dem belgischen Staat am 3. April 2001 mit, sie sei unter den bei der SAirGroup gegebenen Umst�nden und aufgrund ihrer aktuellen finanziellen Situation nicht in der Lage, das Sabena-Engagement wie geplant weiterzuf�hren. Ihr Ziel sei daher nicht mehr die �bernahme der Aktienmehrheit an Sabena, sondern der kontrollierte Ausstieg aus diesem Engagement.
Ebenfalls im April 2001 gab die SAirGroup einen Verlust von �ber CHF 2.8 Mia. f�r das Jahr 2000 bekannt. Verhandlungen mit dem Staat Belgien �ber die Bedingungen des Ausstiegs der SAirGroup aus dem Sabena-Engagement scheiterten. Mit Vereinbarung vom 2. August 2001 zwischen dem belgischen Staat und SAirLines wurden die Vereinbarungen vom 25. Januar 2001 ex tunc aufgehoben, wobei sich die Vertragspartner verpflichteten, der Sabena im Rahmen einer Kapitalerh�hung Mittel von 172 Mio. Euro (belgischer Staat) bzw. 258 Mio. Euro (SAirLines bzw. SAirGroup) zur Verf�gung zu stellen. SAirLines und SAirGroup waren in der Folge nicht in der Lage, die per 1. Oktober 2001 f�llig gewordene Rate in H�he von 220 Mio. Euro aufzubringen bzw. zu beschaffen. Sie stellten am 4. Oktober 2001 ein Gesuch um Nachlassstundung. Anfang November 2001 musste auch die Sabena ihre Bilanz deponieren (angefochtene Beschl�sse I und II je S. 11 ff.; angefochtener Beschluss III S. 9 ff. mit zahlreichen Hinweisen).
3.1 Am 16. M�rz 2001 er�ffnete die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich im Anschluss an kritische Berichte in der Wirtschaftspresse ein Vorermittlungsverfahren, dessen Gegenstand die Pr�fung der Frage bildete, ob die B�cher des SAirGroup-Konzerns (Konzernrechnung) und der SAirGroup Holding (Einzelabschluss) die wirtschaftlichen Verh�ltnisse korrekt abbildeten oder ob diese durch Manipulationen verzerrt wiedergegeben worden waren. In der Folge wurden verschiedene Strafanzeigen gegen die verantwortlichen Organe der SAirGroup erstattet (vgl. Einstellungsverf�gung Nr. 1 S. 4 ff.). Am 5. Oktober 2001 erfolgte die �berf�hrung des Vorermittlungsverfahrens in ein Untersuchungsverfahren. Aufgrund der drohenden Verj�hrung teilte die Untersuchungsbeh�rde die Strafuntersuchung in einen "verj�hrungsgef�hrdeten" und einen verj�hrungsrechtlich unbedenklichen Teil auf. �ber den ersten Teil der erhobenen Vorw�rfe wurde mit Urteil des Bezirksgerichts B�lach vom 4. Juni 2007, soweit gegen das Urteil Berufung erhoben wurde, mit Urteil des Obergerichts vom 20. Juni 2008 entschieden. In diesen Verfahren wurden die angeklagten Personen vollumf�nglich freigesprochen.
Die Untersuchung betreffend den zweiten Teil der Vorw�rfe (Falschbeurkundung bei der Buchf�hrung und Rechnungslegung der SAirGroup (Konzern- und Einzelabschluss) in verschiedener Hinsicht und daraus abgeleitete Verm�gensdelikte, insbesondere Betrugshandlungen) stellte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich mit den Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 vom 7. Oktober 2008 sowie mit der Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 ein.
3.2 In ihrer am 9. November 2004 erstatteten Strafanzeige (vgl. Untersuchungsakten Unt.Nr. 2004/991, Ordner 1, act. 30001) erheben die Beschwerdef�hrerinnen gegen�ber den Verantwortlichen der SAirGroup und ihrer Revisionsgesellschaft den Vorwurf, sie h�tten durch inhaltlich falsche Buchf�hrung und Rechnungslegung, namentlich durch vollst�ndige Abschreibung der Beteiligung insbesondere an der Sabena sowie durch die Unterlassung der Vollkonsolidierung der Beteiligungen an ausl�ndischen Fluggesellschaften in den Jahres- und Konzernrechnungen der SAirGroup, SAirLines und des SAir-Konzerns von 1996 - 2000 ein unzutreffendes Bild �ber den finanziellen Stand der SAirGroup vermittelt und die tats�chlichen (negativen) Auswirkungen dieser Akquisitionen verschleiert. Durch diese Rechnungslegungsmanipulationen sei die SAirGroup zum Schaden der Sabena, der im Gegenzug dazu Aktiven entzogen worden seien, in die Lage versetzt worden, eine Gewinntransferpolitik zu betreiben, welche die ver�ffentlichten Konzernergebnisse betr�chtlich gesch�nt und den Aktienkurs positiv beeinflusst habe. Dies sei dadurch erm�glicht worden, dass der Swissair-Konzern die Sabena praktisch von Anbeginn weg auf allen Ebenen, insbesondere der operativen, kommerziellen und organisatorischen Ebene, sowie im Bereich Informatik umfassend beherrscht habe. Wegen dieses Beherrschungsverh�ltnisses w�re der Konzern gem�ss dem IAS 27 (International Accounting Standards) verpflichtet gewesen, die Sabena-Beteiligung in der Konzernrechnung vollumf�nglich zu konsolidieren, was innerhalb der Rechnung des SAirGroup-Konzerns in der Bilanz eine deutlich h�here als die offiziell publizierte Verschuldung der Gruppe aufgezeigt und auch die (konsolidierte) Erfolgsrechnung entscheidend beeinflusst h�tte. Statt dessen habe die SAirGroup die Beteiligung an der Sabena in der Jahresrechnung 1996 vollst�ndig abgeschrieben, so dass diese Beteiligung in der Konzernbilanz nicht aufgeschienen sei, und h�tten die von der Sabena wegen des Transfers von Gewinnen an die SAirGroup bzw. SAirLines generierten (hohen) Verluste keinen Einfluss auf die konsolidierte Rechnung des SAirGroup-Konzerns (und damit auf den Aktienkurs und die Bonit�t) gehabt. Diese bewusst geschaffene Tarnung habe ganz direkt darauf abgezielt, es dem SAirGroup-Konzern zu erm�glichen, der Sabena Aktiven zu entziehen, und sie mit Hilfe verschiedener Mechanismen auszuh�hlen. Durch die falsche Rechnungslegung sei der belgische Staat als Gesch�ftspartner und Mitaktion�r der Sabena bewogen worden, am gemeinsamen Ziel, Sabena und die SAirGroup �ber die Einf�hrung der AMP zusammenzuf�hren, festzuhalten, was schliesslich zum Konkurs (auch) der Sabena gef�hrt habe (angefochtene Beschl�sse I und II S. 16 bzw. 17 ff.; angefochtener Beschluss III S. 15 ff.).
3.3.1 Gegenstand der Einstellungsverf�gung Nr. 1 bildeten verschiedene buchhalterische und revisionstechnische Sachverhalte betreffend die Jahres- und Konzernabschl�sse der SAirGroup der Jahre 1998, 1999 und 2000, den Jahresabschluss 2000 der SAirLines und die jeweiligen Revisionsberichte. Dabei pr�fte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich die Bilanzierung der ausl�ndischen Airline-Beteiligungen, namentlich an der Sabena, unter dem Gesichtspunkt, dass keine Beherrschung im Sinne von IAS 27 durch die SAirGroup, sondern lediglich eine Minderheitsbeteiligung an den ausl�ndischen Airlines bestanden habe (vgl. hiezu Einstellungsverf�gung Nr. 2). Die Staatsanwaltschaft gelangte zum Schluss, es liege - namentlich in Bezug auf die Bewertung und Bilanzierung der Beteiligungen, die Verteilung und H�he der R�ckstellungen f�r die Airlinesbeteiligungen, die Bilanzierung und Offenlegung von Gesch�ften mit eigenen Aktien sowie in Bezug auf die Beurteilung der Fortf�hrungsf�higkeit gem�ss Konzern- und Jahresabschluss und die Revisionsberichte 2000 der SAirGroup - entweder bereits in objektiver Hinsicht keine Falschbeurkundung vor, oder es sei, wo der objektive Tatbestand von Art. 251 Abs. 1 StGB erf�llt sei, der subjektive Tatbestand der Falschbeurkundung nicht in einer f�r die Erhebung der Anklage gen�genden Weise nachweisbar. Deshalb sei von einer nach den (damals) geltenden und in der SAirGroup angewendeten Buchhaltungs- und Rechnungslegungs-Standards korrekten oder zumindest vertretbaren Bewertung, Bilanzierung und Berichterstattung, mithin nicht von falschen, verf�lschten oder unwahren Angaben in den untersuchten Jahres- und Konzernrechnungen der SAirGroup bzw. der SAirLines sowie den jeweiligen Revisionsberichten auszugehen (Einstellungsverf�gung Nr. 1 S. 15 ff.).
In der Einstellungsverf�gung Nr. 2 pr�fte die Staatsanwaltschaft, ob in strafrechtlicher Hinsicht in Bezug auf die erworbenen strategischen Beteiligungen an den ausl�ndischen Fluggesellschaften, namentlich an der Sabena, von einer Minderheitsbeteiligung der SAirGroup ausgegangen werden durfte oder ob diese Beteiligungen als Mehrheitsbeteiligungen h�tten eingestuft und diese demzufolge in den Konzernrechnungen der SAirGroup der Jahre 1998, 1999 und 2000 in Nachachtung von IAS 27 voll konsolidiert werden m�ssen. In Bezug auf die Beteiligung an der Sabena nahm die Staatsanwaltschaft an, die SAirGroup sei als Minderheitsaktion�rin weit davon entfernt gewesen, die Sabena zu beherrschen. Der Verzicht auf den Einbezug der Sabena-Beteiligung in den Konsolidierungskreis der Konzernrechnungen 1998 - 2000 der SAirGroup sei daher nicht zu beanstanden. Mangels Vermittlung eines falschen Bildes der wirtschaftlichen Fakten des Konzerns sei der objektive Tatbestand der Falschbeurkundung nicht erf�llt (Einstellungsverf�gung Nr. 2 S. 41 f.).
3.3.2 Gegenstand der Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 bildeten im Wesentlichen die von der Beschwerdef�hrerin 1 am 9. November 2004 als Betrug angezeigten Sachverhalte "Optionen-Transfer" und "unlauteres Transferpricing", die sich nicht auf Buchf�hrung und Rechnungslegung sowie deren Verwendung abst�tzten. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich pr�fte diesen angezeigten Sachverhalt nicht materiell. Sie verwies darauf, dass ihr die rechtshilfeweise von den zust�ndigen belgischen Untersuchungsbeh�rden angeforderten Unterlagen nach wie vor nicht zur Verf�gung st�nden und sie ohne diese Unterlagen den in der Strafanzeige behaupteten Sachverhalt nicht auf strafrechtliche Relevanz hin �berpr�fen k�nne (angefochtene Beschl�sse I und II je S. 4 f. und 19 bzw. 20 ff.; angefochtener Beschluss III S. 4 und 17 ff.; Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 S. 3 f.).
4.1 Die Vorinstanz trat auf die gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 vom 7. Oktober 2008 und gegen die Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 erhobenen Rekurse nicht ein.
4.1.1 Hinsichtlich des Rekurses gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 gelangt die Vorinstanz in ihrer Hauptbegr�ndung zum Schluss, die Sabena sei durch die behaupteten tatbestandsm�ssigen Handlungen der Falschbeurkundung nicht unmittelbar gesch�digt worden. Bei Delikten, die nicht prim�r Individualrechte, sondern vorab allgemeine Interessen sch�tzten, gelte als Gesch�digter gem�ss z�rcherischem Strafprozessrecht nur derjenige, dessen private Interessen, seien sie materieller oder ideeller Natur, durch die Straftat unmittelbar (mit)beeintr�chtigt w�rden. Soweit dessen private Interessen nicht oder lediglich mittelbar beeintr�chtigt w�rden, erscheine er nicht als Gesch�digter. Die Tatbest�nde des Urkundenstrafrechts sch�tzten in erster Linie das Vertrauen der �ffentlichkeit in die G�ltigkeit von privaten und �ffentlichen Beweisurkunden im Rechtsverkehr bzw. Treu und Glauben im Gesch�ftsverkehr und damit �ffentliche Interessen. Als abstraktes Gef�hrdungsdelikt setzten sie keinen Erfolg im Sinne einer Beeintr�chtigung eines individuellen Rechtsgutes voraus. Soweit ein individuelles Interesse als unmittelbare Folge der tatbestandsm�ssigen Handlung betroffen sei, sch�tze Art. 251 StGB nach der Rechtsprechung zwar auch den Einzelnen. Im zu beurteilenden Fall seien die Beschwerdef�hrerinnen in ihren individuellen Rechten oder Rechtsg�tern indes nicht als unmittelbare Folge der behaupteten Falschbeurkundungen beeintr�chtigt worden. Selbst wenn die Jahres- und Konzernabschl�sse der SAirGroup f�r die fraglichen Jahre unwahr gewesen und vors�tzlich und in der Absicht erstellt worden w�ren, damit etwa den Vertragspartner Belgien oder die Sabena am Verm�gen oder andern Rechten zu sch�digen oder sich oder einem andern einen unrechtm�ssigen Vorteil zu verschaffen, w�rde das tatbestandsm�ssige Verhalten f�r sich allein Individualrechte der Sabena oder der Beschwerdef�hrerinnen nicht unmittelbar tangieren oder bedrohen. Die von den Beschwerdef�hrerinnen angezeigten Falschbeurkundungen h�tten die Jahres- und Konzernabschl�sse der Jahre 1998 bis 2000 der SAirGroup, den Jahresabschluss 2000 der SAirLines und die jeweiligen Revisionsberichte der Revisionsstelle (Einstellungsverf�gung Nr. 1) sowie die Bewertung der durch die SAirGroup erworbenen strategischen Minderheitsanteile an den Fluggesellschaften Sabena, LTU, Air Littoral S.A., Air Libert� S.A. und AOM Participations S.A. in den Konzernrechnungen der SAirGroup (Einstellungsverf�gung Nr. 2) betroffen. Die Rechnungslegung der Sabena sowie die Entscheidfindung innerhalb der Sabena seien nicht Gegenstand der Untersuchung gewesen.
Durch die untersuchte buchungs- und revisionstechnische Behandlung der Sabena-Beteiligung bei der SAirGroup seien somit weder die Sabena noch die Beschwerdef�hrerinnen unmittelbar in ihren Rechtsg�tern betroffen worden. Die angeblich unwahren Konzernrechnungen h�tten nicht zur Sch�digung der Sabena oder der Rekurrentinnen gef�hrt, weshalb die Beschwerdef�hrerinnen hinsichtlich der mit den angefochtenen Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 eingestellten Falschbeurkundungen nicht Gesch�digte im Sinne von � 395 Abs. 1 Ziff. 2 StPO seien. Damit seien sie zur Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 nicht legitimiert (angefochtene Beschl�sse I und II je S. 32 ff.).
4.1.2 Im Sinne eines Alternativstandpunkts in Bezug auf den Rekurs gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2 sowie als Hauptbegr�ndung hinsichtlich des gegen die Einstellungsverf�gung vom 19. Januar 2009 gerichteten Rekurses nimmt die Vorinstanz an, die Beschwerdef�hrerinnen seien als Haupt- und Hilfskonkursmasse der Sabena SA in Konkurs zur Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die Einstellung der Untersuchung nicht legitimiert.
Die Vorinstanz nimmt in dieser Hinsicht an, die Beschwerdef�hrerinnen k�nnten - soweit die Sabena als Gesch�digte im Sinne von � 395 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH zu betrachten w�re - als Haupt- und Hilfskonkursmasse der Sabena in Konkurs zwar den Schadenersatzanspruch der Sabena auf dem Adh�sionsweg geltend machen. Mangels �bertragbarkeit der untrennbar mit der unmittelbar Gesch�digten Sabena verbundenen h�chstpers�nlichen Mitwirkungs- und Teilnahmerechte seien sie indes nicht berechtigt, Rekurs gegen die Einstellungsverf�gung der Staatsanwaltschaft zu f�hren.
Im Einzelnen f�hrt die Vorinstanz aus, die Gesch�digtenstellung sei nach konstanter Rechtsprechung der Z�rcher Gerichte h�chstpers�nlicher Natur und die Aus�bung der Gesch�digtenrechte stelle dementsprechend ein h�chstpers�nliches Recht im Sinne von Art. 19 Abs. 2 ZGB dar. Die Stellung als Gesch�digter sei als solche weder �bertragbar noch vererbbar. Ausnahme bilde im Strafprozess einzig das aus der Gesch�digteneigenschaft fliessende, mit dieser grunds�tzlich verbundene Interesse an der finanziellen Wiedergutmachung, mithin der im Zivilrecht wurzelnde Anspruch auf Ersatz des durch die strafbare Handlung erlittenen Schadens durch den Angeklagten. Zur Durchsetzung der zivilrechtlichen Schadenersatzanspr�che im Rahmen des Strafverfahrens diene die Adh�sionsklage. Zur adh�sionsweisen Geltendmachung der Ersatzanspr�che legitimiert sei in erster Linie die unmittelbar tatbestandsm�ssig gesch�digte nat�rliche oder juristische Person als Tr�gerin des verletzten oder tangierten Rechtsgutes.
Der konkursiten Gesellschaft st�nden bis zur L�schung aus dem Handelsregister alle Verfahrens- bzw. Gesch�digtenrechte zu. Falle eine Aktiengesellschaft in Konkurs, obliege es gem�ss Art. 757 Abs. 1 Satz 2 OR zun�chst der Konkursverwaltung die Forderungen der Gesellschaft geltend zu machen. Soweit diese in einer strafbaren Handlung gegen die Gesellschaft gr�ndeten, stehe ihr hierf�r das Adh�sionsverfahren, und soweit dies nicht der Fall sei, das Zivilverfahren zur Verf�gung. Mit Konkurser�ffnung gingen aber lediglich die Adh�sionsanspr�che, nicht hingegen die formelle Gesch�digtenstellung von der unmittelbar gesch�digten Gesellschaft auf die Konkursverwaltung oder die Gl�ubigergemeinschaft �ber. Die in Liquidation befindliche Gesellschaft bestehe zwar als juristische Person weiter, jedoch mit einer neuen, eingeschr�nkten Zwecksetzung, n�mlich der Vorbereitung ihres eigenen Endes. Die Konkursmasse habe damit einzig noch zum Ziel, das gesamte verwertbare Verm�gen der konkursiten Gesellschaft zum Zweck der gemeinsamen Befriedigung der Gl�ubiger zu bilden. In diesem Sinne habe sie ausschliesslich geldwerte Interessen wahrzunehmen und trete nicht in die Rechtsstellung der Gesellschaft ein. Insbesondere stehe ihr kein Strafanspruch zu. Die Konkursmasse k�nne damit zwar die geldwerten Rechte gem�ss den Bestimmungen der Adh�sionsklage wahrnehmen, aus diesem Wahrnehmungsrecht heraus jedoch keine weiteren Rechte der unmittelbar Gesch�digten f�r sich ableiten. Die Eigenschaft als Gesch�digte verbleibe vielmehr bis zum Untergang der Rechtspers�nlichkeit durch L�schung im Handelsregister bei der konkursiten Gesellschaft als direkt Gesch�digter und gehe alsdann mit dieser unter. Die Verfahrensbeteiligung der mittelbar gesch�digten bzw. des Rechtsnachfolgers der unmittelbar gesch�digten Person sei einzig an die Forderung und nicht an das unmittelbare Betroffensein durch die strafbare Handlung gekn�pft. Sie sei daher auf jene Rechte beschr�nkt, die der Durchsetzung des Anspruchs dienten. Das gegen die Einstellung einer Untersuchung erhobene Rechtsmittel richte sich stets und zwangsl�ufig sowohl gegen den Schuld- als auch gegen den Strafpunkt. Das Recht zur Erhebung von Rechtsmitteln gegen eine Einstellungsverf�gung geh�re damit jedenfalls nicht zu den dem lediglich mittelbar Gesch�digten zur adh�sionsweisen Durchsetzung seiner Schadenersatzforderung zur Verf�gung stehenden Rechten. Daran �ndere nichts, dass auf diese Weise der nicht im Sinne von � 395 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH unmittelbar gesch�digten Person die adh�sionsweise Durchsetzung bei Einstellung des Verfahrens verunm�glicht werde. Werde eine Strafuntersuchung eingestellt, verbleibe auch f�r die unmittelbar gesch�digte Person kein Raum zur Geltendmachung von Adh�sionsanspr�chen. Hief�r stehe ihr der Weg des Zivilverfahrens offen. Aus den Bestimmungen �ber den Adh�sionsprozess k�nne keine Legitimation zur Anfechtung der Einstellung des Strafverfahrens abgeleitet werden (angefochtener Beschluss III S. 30 ff.; vgl. auch angefochtene Beschl�sse je S. 43 ff. [Alternativstandpunkt]).
4.2 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen eine Verletzung der ihnen vom kantonalen Verfahrensrecht einger�umten Parteirechte. Dabei wenden sie sich gegen beide Begr�ndungen (vgl. BGE 133 IV 119).
4.2.1 In Bezug auf die Hauptbegr�ndung der angefochtenen Beschl�sse I und II r�gen die Beschwerdef�hrerinnen zun�chst, die Aufteilung des Untersuchungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich sei willk�rlich und treuwidrig. Sie sei nur deshalb vorgenommen worden, um ihnen die Rechte als gesch�digte Parteien abzuerkennen (Beschwerde S. 9 ff.).
Im Weiteren machen sie geltend, sie seien durch die angezeigten Urkundendelikte unmittelbar in ihren Rechten beeintr�chtigt worden, so dass ihnen die Stellung als Gesch�digte im Sinne von � 395 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH zukomme.
Der SAirGroup-Konzern habe ab 1995 die Sabena auf allen Ebenen, insbesondere der operativen, kommerziellen und organisatorischen Ebene sowie im Bereich Informatik, umfassend beherrscht. Infolge dieses Beherrschungsverh�ltnisses w�re der SAirGroup-Konzern nach den anwendbaren Rechnungslegungsnormen der IAS verpflichtet gewesen, die Sabena Beteiligung vollumf�nglich zu konsolidieren. Diese Konsolidierung h�tte f�r die von der SAirGroup ver�ffentlichte Rechnung bedeutende Konsequenzen gehabt. Die konsolidierte Bilanz des SAirGroup-Konzerns h�tte die (viel h�here) tats�chliche Verschuldung der Gruppe aufgezeigt, und die konsolidierte Erfolgsrechnung der SAirGroup w�re entscheidend beeinflusst worden, weil die Gewinne, die dem Konzern wegen der �bertragung von Aktivit�ten der Sabena auf die SAirGroup bzw. SAirLines zugeflossen seien, durch entsprechende Korrekturbuchungen (resultierend aus den durch die praktizierte Gewinntransferpolitik generierten Verlusten der Sabena) wieder aufgehoben worden w�ren. Mit der den Tatbestand der Falschbeurkundung erf�llenden Unterlassung der Vollkonsolidierung der Sabena-Beteiligung im SAirGroup-Konzern h�tten die Verantwortlichen bewusst darauf abgezielt, buchm�ssige Verh�ltnisse in der Gruppe zu schaffen, die es erlaubten, die Sabena (die nicht zu marktkonformen Drittkonditionen behandelt worden sei) ab 1997 unbemerkt auszupl�ndern. Die Tatbest�nde der Misswirtschaft, der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung und des Betruges h�tten nur vor diesem Hintergrund erf�llt werden k�nnen. Dies gelte namentlich in Bezug auf die Leasingvertr�ge �ber den Kauf von 34 Airbus-Flugzeugen. Die Verantwortlichen der SAirGroup h�tten die Rechnungslegungsorgane der Sabena in diesem Punkt angestiftet, die B�cher zu verf�lschen und den Kauf der Airbus-Flugzeuge f�lschlicherweise als operationelles Leasing darzustellen, um zu verhindern, dass die langfristige Verschuldung in den B�chern der Sabena auftauchte. Auch dadurch sei der Sabena ein ganz erheblicher direkter Schaden entstanden (Beschwerde S. 15 ff.).
4.2.2 Hinsichtlich der Eventualbegr�ndung der angefochtenen Beschl�sse I und II sowie der Hauptbegr�ndung des angefochtenen Beschlusses III machen die Beschwerdef�hrerinnen geltend, im vorliegenden Verfahren tr�ten nicht in erster Linie die Konkursmassen auf, sondern beanspruche die Beschwerdef�hrerin 1 (Sabena SA in Konkurs) als Gemeinschuldnerin und als Tr�gerin der Gesch�digtenrechte, vertreten durch ihre belgische Konkursverwaltung und rechtshilfeweise durch das Konkursamt Genf, die Stellung der gesch�digten Partei. Die von der Vorinstanz vorgenommene Differenzierung in die Sabena in Konkurs einerseits und deren Konkursmasse bzw. deren Schweizerische Hilfskonkursmasse andererseits sei unhaltbar. Einer konkursiten juristischen Person k�men im Z�rcher Strafverfahren bis zur L�schung aus dem Handelsregister alle Verfahrens- und Gesch�digtenrechte zu. Eine Konkursmasse stelle nach schweizerischem Recht ein verselbst�ndigtes Verm�gen, die Gesamtheit der noch vorhandenen (pf�ndbaren) Werte eines Gemeinschuldners dar. Der Gemeinschuldner seinerseits bleibe auch nach der Konkurser�ffnung Tr�ger aller seiner Rechte und auch Rechtstr�ger seines Verm�gens, insbesondere Eigent�mer der zugeh�rigen Sachen und Gl�ubiger seiner Forderungen. Entzogen sei dem Gemeinschuldner lediglich die Verf�gungsmacht �ber sein Verm�gen, welche auf die Konkursorgane �bergehe. Die rechtliche Verf�gungsf�higkeit, d.h. die Handlungsf�higkeit werde dem Gemeinschuldner durch diese Beschr�nkung nicht entzogen. Den Konkursorganen komme mit Bezug auf die Masse die Stellung einer gesetzlichen Vertreterin des Gemeinschuldners zu, wobei sie gleichzeitig die Belange der Gl�ubiger wahrzunehmen h�tten. Es bestehe somit kein Grund, in einem Verfahren, welches auch die Masse betreffe, nicht den Schuldner vertreten durch die entsprechenden Konkursorgane als Partei zu betrachten, sondern nur die Masse als solche. Im vorliegenden Fall sei daher als Partei in den eingestellten Strafverfahren A-2/2001/404, A-3/2001/404 und B-4/2004/ 991 die Beschwerdef�hrerin 1 als Gemeinschuldnerin (Sabena in Konkurs) zu betrachten. Dass die Beschwerdef�hrerin 2 als schweizerische Hilfskonkursmasse an deren Seite getreten sei, �ndere an der Parteistellung der Beschwerdef�hrerin 1 grunds�tzlich nichts. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach mit dem Konkurs lediglich die Adh�sionsanspr�che, nicht aber die formelle Gesch�digtenstellung von der unmittelbar gesch�digten Gesellschaft auf die Konkursverwaltung �bergehe, gehe an der Sache vorbei. Denn die Rechtstr�gerin aller, auch der formellen Verfahrens- bzw. Gesch�digtenrechte bestehe nach wie vor und sei noch weit von einer L�schung aus dem Handelsregister entfernt. Die Konkursverwaltung sei nichts anderes als die Vertreterin von Gemeinschuldner und Masse und werde zu keinem Zeitpunkt und in keinem Zusammenhang selbst Tr�gerin von Rechten. Auch der Umstand, dass die Konkursmasse nur noch geldwerte Interessen wahrzunehmen habe und dass h�chstpers�nliche Rechte in der Regel nicht geldwert und zufolge Un�bertragbarkeit auch nicht pf�ndbar seien, f�hre zu keinem anderen Ergebnis. Es gingen nur die Befugnisse zur adh�sionsweisen Geltendmachung der Schadenersatzanspr�che, nicht aber die Anspr�che selbst auf die Konkursmasse �ber. Es komme mithin zu keiner Spaltung in h�chstpers�nliche und bloss geldwerte Gesch�digtenrechte. Die Gesch�digtenrechte verblieben insgesamt bei der Gesamtschuldnerin. Die Konkursverwaltung k�nne daher als Vertreterin sowohl der Konkursmasse als auch der Gemeinschuldnerin ohne weiteres deren Rechte geltend machen, namentlich Rechtsmittel gegen eine Verfahrenseinstellung ergreifen (Beschwerde S. 37 ff., vgl. auch S. 8 f.).
Im Folgenden ist zun�chst zu pr�fen, ob die zweitgenannte, f�r alle drei Beschl�sse geltende Begr�ndung (als Alternativbegr�ndung der angefochtenen Beschl�sse I und II und als Hauptbegr�ndung des angefochtenen Beschlusses III) vor Bundesrecht standh�lt.
5.1 Nach dem Strafverfahrensrecht des Kantons Z�rich sind gem�ss � 395 Abs. 1 StPO/ZH neben der Staatsanwaltschaft bzw. der Verwaltungsbeh�rde (Ziff. 1) und dem Angeschuldigten, Angeklagten oder Verurteilten (Ziff. 3) zur Ergreifung von Rechtsmitteln auch diejenigen Personen befugt, welchen durch die der gerichtlichen Beurteilung unterstellten Handlungen unmittelbar ein Schaden zugef�gt wurde oder zu erwachsen drohte (Gesch�digte). Als solche gelten auch Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 2 des Opferhilfegesetzes (nunmehr Art. 1 Abs. 2 OHG vom 23.3.2007; SR 312.5), sofern sie gegen den Angeschuldigten eigene Zivilanspr�che geltend gemacht haben (Ziff. 2).
Als Gesch�digte gilt diejenige Person, die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt bzw. - im Falle des Versuchs - gef�hrdet worden ist (vgl. nunmehr Art. 115 Abs. 1 der schweizerischen StPO). Die Stellung als Gesch�digter setzt die Beeintr�chtigung in strafrechtlich gesch�tzten individuellen Rechtsg�tern voraus. Gesch�digter ist mithin der Tr�ger desjenigen Rechtsgutes, welches durch das mit Strafe bedrohte Verhalten verletzt, und der im Sinne von Art. 41 OR gesch�digt bzw. gef�hrdet wurde (tatbestandlich Verletzter; BGE 128 I 218 E. 1.5; 120 Ia 220 E. 3a; 117 Ia 135 E. 2a; je mit Hinweisen; ferner Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2004, N 502 f. [im Folgenden Schmid, Strafprozessrecht]; ders., Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2009, N 682 [im Folgenden Schmid, Handbuch]; Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl. 2005, � 38 N 1). Die bloss mittelbare Beeintr�chtigung, die erst etwa durch eine Schadenersatzpflicht gem�ss Gesetz oder Vertrag eintritt, begr�ndet demgegen�ber keine Gesch�digtenstellung im Sinne des kantonalen Strafprozessrechts (Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., � 38 N 3; Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, 2007, � 395 N 8; vgl. auch dies., a.a.O., � 192 N 11; ferner Lorenz Droese, Die Akteneinsicht des Gesch�digten in der Strafuntersuchung vor dem Hintergrund zivilprozessualer Informationsinteressen, 2008, S. 26 [in Bezug auf den Subrogationsgl�ubiger]).
Gesch�digte kann auch eine juristische Person sein. Zur Ergreifung eines Rechtsmittels ist in diesem Fall dasjenige Organ befugt, das innerhalb der juristischen Person berechtigt ist, jene Interessen zu wahren, die durch das Delikt verletzt worden sind (Hauser/Schweri/ Hartmann, a.a.O., � 96 N 14). Gesch�digt ist indes nur die juristische Person selbst; ihre Organe, Mitglieder oder Teilhaber sind nicht unmittelbar betroffen (BGE 90 IV 39; Donatsch/Schmid, a.a.O., � 395 N 11; Mazzucchelli/Postizzi, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2010, Art. 115 N 31; Camille Perrier, Commentaire Romand, Code de proc�dure p�nale suisse, Art. 115 N 18). Die juristische Person beh�lt die Gesch�digtenstellung auch im Liquidationsstadium bei, und zwar auch dann, wenn dieses durch den Konkurs herbeigef�hrt wird (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., Art. 115 N 33).
5.2 Die gesch�digte Person hat an der strafrechtlichen Verfolgung und Verurteilung des Beschuldigten grunds�tzlich nur ein tats�chliches bzw. mittelbares, nicht aber ein rechtlich gesch�tztes Interesse. Der Strafanspruch steht allein dem Staat zu (vgl. BGE 136 IV 19 E. 1.7.2). Die Wahrung dieses staatlichen Strafanspruchs ist demnach prim�r Sache der Strafverfolgungsbeh�rden (BGE 117 Ia 135 E. 2a; 119 Ia 342 E 2; 120 Ia 223 E. 3b; ZR 74 Nr. 47; Schmid, Strafprozessrecht, N 508 f.). Der Entscheid im Schuldpunkt kann sich allerdings auf die Beurteilung der Zivilforderungen auswirken, auf deren Durchsetzung die gesch�digte Person ein rechtlich gesch�tztes Interesse hat. Die neue Schweizerische Strafprozessordnung gew�hrt der gesch�digten Person daher das Recht, Entscheide im Schuld- wie auch im Zivilpunkt anzufechten (Art. 382 Abs. 1 StPO), soweit sich jene gem�ss Art. 118 und 119 Abs. 2 StPO als Privatkl�gerschaft konstituiert, mithin ausdr�cklich erkl�rt hat, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkl�ger zu beteiligen.
Das Strafverfahrensrecht des Kantons Z�rich erkennt der gesch�digten Person die Legitimation zur Ergreifung von Rechtsmitteln im Schuld-, Straf- und Zivilpunkt zu (Donatsch/Schmid, a.a.O., � 395 N 8). Den Gesch�digten stehen mit Bezug auf den Schuld- und Strafpunkt verschiedene Mitwirkungs- und Kontrollrechte zu. Darunter fallen etwa das Recht auf Teilnahme an Untersuchungshandlungen und auf Stellung von Beweisantr�gen oder das Recht auf Akteneinsicht (Schmid, Strafprozessrecht, N 515 ff.; Hauser/Schweri/ Hartmann, a.a.O., S. 144 f., je mit Hinweisen). Die Verfahrensrechte werden den Gesch�digten prim�r zur Durchsetzung ihrer Schadenersatzanspr�che gew�hrt (Schmid, Strafprozessrecht, N 506; vgl. auch Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., � 38 N 4). Es soll ihnen im Offizialverfahren erm�glicht werden, im (selben) Strafverfahren Ersatz f�r den durch die Straftat erlittenen Schaden zu erlangen, weshalb sie nach � 192 StPO/ZH zur adh�sionsweisen Geltendmachung von Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�chen legitimiert sind.
Die Aus�bung der Gesch�digtenrechte, namentlich die Ergreifung eines Rechtsmittels ist ein h�chstpers�nliches Recht (Donatsch/Schmid, a.a.O., � 395 N 9; vgl. auch Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., � 38 N 10; ferner Viktor Lieber, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Z�rich 2010, Art. 382 N 4; ZR 88/1989 Nr. 58 E. 5c). Die Parteistellung geht mithin nach dem Tod der gesch�digten Person nicht ohne weiteres auf deren Erben �ber. Grunds�tzlich sind die Parteirechte der gesch�digten Person im Strafverfahren, soweit sie auf ihre Mitwirkung bei der Feststellung eines dem Angeschuldigten vorgeworfenen strafbaren Verhaltens abzielen, ihrem Wesen nach auch nicht �bertragbar. Anders verh�lt es sich nur in Bezug auf die aus dieser Tat abgeleiteten Anspr�che rein verm�gensrechtlicher Natur (J�rg Rehberg, Zum z�rcherischen Adh�sionsprozess, in: Forstmoser/Giger/Heini/Schluep [Hrsg.], Festschrift f�r Max Keller zum 65. Geburtstag, Z�rich 1989, S. 630 f.). Durch Abtretung der Rechtsanspr�che gegen den T�ter kann somit allenfalls die Parteistellung f�r die Adh�sionsklage �bergehen, nicht aber die Legitimation zur Ergreifung von Rechtsmitteln mit Bezug auf den Schuld- und Strafpunkt.
6.1 Mit Entscheid des Handelsgerichts Br�ssel vom 7. November 2001 wurde �ber die Sabena der Konkurs er�ffnet. Am 3. Dezember 2002 anerkannte das Tribunal de Premi�re Instance de Gen�ve diesen Konkurs in der Schweiz und er�ffnete ein Hilfskonkursverfahren nach Art. 170 ff. IPRG, zun�chst beschr�nkt auf die Niederlassung der Sabena in Grand-Saconnex. Mit Entscheid vom 2. November 2004 wurde schliesslich ein Anschlusskonkurs gem�ss Art. 166 ff. IPRG (inl�ndischer Hilfskonkurs oder Partikularkonkurs) betreffend alle Anspr�che der Sabena Konkursmasse in der Schweiz, namentlich gegen nat�rliche und juristische Personen mit Wohnsitz bzw. Sitz in der Schweiz er�ffnet (vgl. angefochtener Beschl�sse I und II S. 28 ff.; angefochtener Beschluss III S. 24 ff.; Rekurs vom 5. November 2008, Akten des Obergerichts [6B_557/2010], act. 2 S. 4 f.; Rekurs vom 11. Februar 2009, Akten des Obergerichts [6B_559/2010], act. 2 S. 4).
Gem�ss Art. 166 Abs. 1 IPRG wird ein ausl�ndisches Konkursdekret, das am Sitz der schuldnerischen Gesellschaft ergangen ist, auf Antrag der ausl�ndischen Konkursverwaltung oder eines Konkursgl�ubigers anerkannt. Der Begriff der ausl�ndischen Konkursverwaltung wird von der Funktion der Konkursverwaltung nach schweizerischem Recht vorbestimmt. Es handelt sich um diejenige Instanz, welche das Verm�gen des Konkursiten verwaltet, verwertet und verteilt, wobei sich die Ausgestaltung im Einzelfall nach dem Recht des Konkursstaates richtet. Unter den Begriff fallen somit Institutionen oder Personen, die nach dem ausl�ndischen Recht des Hauptkonkurses zur Anhebung, Leitung und Durchf�hrung des Verfahrens zust�ndig sind (BGE 135 III 666 E. 3.2.2; ferner Stephen V. Berti, Basler Kommentar, Internationales Privatrecht, 2. Aufl. 2007, Art. 166 N 20; Paul Volken, Z�rcher Kommentar zum IPRG, 2. Aufl. 2004, Art. 166 N 65).
Wird ein ausl�ndisches Konkursdekret gest�tzt auf Art. 166 IPRG f�r das Gebiet der Schweiz anerkannt, so zieht dies f�r das in der Schweiz gelegene Verm�gen des Gemeinschuldners die konkursrechtlichen Folgen des schweizerischen Rechts nach sich, soweit nicht IPRG-Bestimmungen etwas anderes vorsehen (Art. 170 Abs. 1 IPRG). Dabei handelt es sich um eine Form von Rechtshilfe zu Gunsten eines im Ausland durchgef�hrten Verfahrens. Die Durchf�hrung des Anschlusskonkurses liegt in der Zust�ndigkeit des schweizerischen Konkursamtes. Dieses ist ausschliesslich befugt, die zur ausl�ndischen Konkursmasse geh�renden Rechte auszu�ben, soweit es um in der Schweiz gelegenes Verm�gen geht (BGE 134 III 366 E. 9.2.4 ;135 III 40 E. 2.5.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 5A_83/ 2010 E. 2, in: Pra 2010 Nr. 117 S. 787).
6.2 Nach den Rekursschriften der Beschwerdef�hrerinnen vom 5. November 2008 und vom 11. Februar 2009 haben das Konkursamt Genf und die Konkursmasse der Sabena SA in Belgien, vertreten durch die Konkursverwaltung, Me Christian Van Buggenhout, Pr�sident du Coll�ge des curateurs, Me Alain d'Ieteren, Curateur, einer Genfer Anwaltskanzlei sowie den Rechtsvertretern der Beschwerdef�hrerinnen im vorliegenden Verfahren Vollmacht erteilt, alle Anspr�che der Konkursmasse der Sabena in der Schweiz in jeglichem Verfahrenszusammenhang geltend zu machen und zu verfolgen (Beschwerde S. 8 f.; Rekurs vom 5. November 2008, Akten des Obergerichts [6B_557/ 2010], act. 2 S. 4; Rekurs vom 11. Februar 2009, Akten des Obergerichts [6B_559/2010], act. 2 S. 4 f.; vgl. auch Strafanzeige vom 9. November 2004).
6.3.1 Nach schweizerischem Recht f�hrt der Konkurs zu einer Generalliquidation der schuldnerischen Verm�genswerte, zur Verwertung des Verm�gens des Gemeinschuldners und zur anteilsm�ssigen Befriedigung seiner Gl�ubiger (Handschin/Hunkeler, Basler Kommentar, Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl. 2010, Art. 197 N 1). Nach Art. 197 Abs. 1 SchKG bildet s�mtliches pf�ndbare Verm�gen, das dem Schuldner zur Zeit der Konkurser�ffnung geh�rt, gleichviel wo es sich befindet, mithin die Gesamtheit der schuldnerischen geldwerten G�ter, eine einzige Masse, die Konkursmasse, die zur gemeinsamen Befriedigung der Gl�ubiger dient.
Mit der Er�ffnung des Konkurses wird dem Schuldner die Befugnis entzogen, �ber sein dem Konkursbeschlag unterliegendes Verm�gen zu verf�gen. So ist nach der Konkurser�ffnung einzig noch die Konkursmasse befugt, Verantwortlichkeitsanspr�che geltend zu machen (BGE 117 II 432; 122 III 166 E. 3a). Die Konkurser�ffnung bewirkt somit eine Beschr�nkung des Verf�gungsrechts des Schuldners. Frei verf�gen kann er nur noch �ber das, was nicht zur Konkursmasse geh�rt. Rechtshandlungen, welche der Schuldner nach der Konkurser�ffnung in Bezug auf Verm�gensst�cke, die zur Konkursmasse geh�ren, vornimmt, sind gem�ss Art. 204 Abs. 1 SchKG den Konkursgl�ubigern gegen�ber ung�ltig. Der Schuldner bleibt indes Rechtstr�ger aller seiner Verm�gensbestandteile, insbesondere Eigent�mer seiner Sachen und Gl�ubiger seiner Forderungen, bis zu deren Verwertung (BGE 132 III 432 E. 2.4; 121 III 28 E. 3). Der Konkurs gew�hrt den Gl�ubigern lediglich einen �ffentlich-rechtlichen Anspruch auf Durchf�hrung des Liquidationsverfahrens und auf Befriedigung aus dessen Erl�s (Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, � 35 N 4 und � 41 N 5; Wohlfart/Meyer, Basler Kommentar, Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl. 2010, Art. 204 N 1). Die Verf�gungsmacht wird dem Schuldner nur in dem Umfang entzogen, als sie Rechtshandlungen betrifft, welche die Aktiven der Masse vermindern.
Der Konkurs bewirkt keinen Eintritt der Masse in die Rechtsstellung des Schuldners (BGE 132 III 432 E. 2.3). Die Rechts- und Handlungsf�higkeit des Schuldners bleibt vom Konkurs unber�hrt. Soweit es sich beim Gemeinschuldner um eine juristische Person handelt, f�hrt die Konkurser�ffnung zwangsl�ufig zu ihrer Aufl�sung. Die Gesellschaft tritt ins Stadium der Liquidation (vgl. Art. 736 Ziff. 3 und 739 Abs. 1 OR). Den Organen der in Konkurs befindlichen Aktiengesellschaft fehlt auch nach Art. 740 Abs. 5 OR die Befugnis zur Vertretung der Gesellschaft (BGE 90 II 253). Sie behalten die Vertretungsbefugnis nur, soweit eine Vertretung durch sie noch notwendig ist (BGE 117 III 39 E. 3b; Wohlfart/Meyer, a.a.O., Art. 204 N 18; vgl. auch KassGer ZH vom 22.11.1989, in: ZR 88/1989 Nr. 58 E. 5d). Nach Abschluss des Konkurses f�llt die wirtschaftliche Existenz der juristischen Person dahin; mit der darauf folgenden L�schung im Handelsregister h�rt auch ihre rechtliche Existenz auf (Amonn/Walther, a.a.O., � 41 N 3/7; Wohlfart/Meyer, a.a.O., Art. 204 N 41 f.).
6.3.2 Die Verwaltungs- und Verf�gungsbefugnisse �ber das schuldnerische Verm�gen gehen mit der Er�ffnung des Konkurses auf die Konkursmasse �ber, welche sie durch die Konkursverwaltung aus�bt (Amonn/Walther, a.a.O., � 41 N 6; Wohlfart/Meyer, a.a.O., Art. 204 N 1/17/24). Der Konkursmasse kommt im Rahmen des f�r die Liquidation gebildeten Sonderverm�gens Parteif�higkeit zu. Partei im Prozess ist somit nicht der Gemeinschuldner, dem die Verf�gungsbefugnis �ber die Konkursmasse entzogen ist, sondern die Konkursmasse selbst.
Die Konkursverwaltung tritt nach aussen kraft Gesetzes selbst�ndig auf (BGE 116 III 96 E. 4c). Sie ist das ausf�hrende Organ im Konkursverfahren, das den Konkurs materiell durchzuf�hren hat. Sie hat nach Art. 240 SchKG alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse geh�renden Gesch�fte zu besorgen. Dazu geh�ren namentlich die Prozessf�hrung namens der Masse, die Aussonderung und Admassierung (Art. 242 SchKG) und der Forderungseinzug (Art. 243 SchKG). Die Konkursverwaltung hat alles Gebotene anzuordnen, um die Masse zu erhalten und zu mehren. Die Konkursmasse kann alle Rechte des Gemeinschuldners geltend machen und tr�gt seine Pflichten (BGE 87 II 169 E. 1). �ber die blosse Verwaltung und Verwertung hinausgehende Handlungen darf sie hingegen nicht vornehmen (Jaeger/Walder/Kull/ Kottmann, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl. 1997/99, Art. 240 N 4; Urs B�rgi, Kurzkommentar SchKG, 2009, Art. 240 N 4; Amonn/Walther, a.a.O., � 45 N 19; Marc Russenberger, Basler Kommentar, Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl. 2010, Art. 240 N 6).
Durch das gesetzlich einger�umte Prozessf�hrungsrecht stehen der Konkursverwaltung alle prozessualen Mittel und M�glichkeiten des Zivilprozessrechts zur Verf�gung, ohne dass sie noch einer besonderen Vollmacht bed�rfte. Sie ist aber an die Beschl�sse und Weisungen der ersten Gl�ubigerversammlung gebunden. (Wohlfart/ Meyer, a.a.O., Art. 204 N 1/45; Russenberger, a.a.O., Art. 240 N 13; Urs B�rgi, Kurzkommentar SchKG, 2009, Art. 240 N 7 f.; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 126; vgl. auch Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, Bd. II, 1993, � 48 N 3). Das Prozessf�hrungsrecht der Konkursverwaltung schliesst alle Massnahmen und Erkl�rungen ein, die in einem Zivilprozess von Bedeutung sind. Sie kann alle rechtlichen Schritte einleiten, welche der Liquidationszweck mit sich bringt (Russenberger, a.a.O., Art. 240 N 12; Jaeger/Walder/Kull/ Kottmann, a.a.O., Art. 240 N 10).
Im Schrifttum wird die Konkursverwaltung in Bezug auf ihre gesch�ftliche T�tigkeit und die Prozessf�hrung mehrheitlich als gesetzliche Vertreterin des Schuldners verstanden. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts bezeichnet die Konkursverwaltung demgegen�ber mit Bezug auf die Konkursmasse einerseits als gesetzliche Vertreterin des Gemeinschuldners (BGE 97 II 403 E. 2), andererseits umschreibt sie die Konkursverwaltung als gesetzliches Organ der Konkursmasse ("organe officiel de la masse des cr�anciers" Urteil 5P.376/2002 vom 21.11.2002 E. 2.2; vgl. auch Russenberger, a.a.O., Art. 240 N 4; Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., Art. 240 N 5; Pierre-Robert Gilli�ron, Commmentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 1999-2003, Art. 240 N 19; ders., Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 4. Aufl. 2005, N 1918 ff.; vgl. zu den verschiedenen Lehren Brigit H�nzi, Die Konkursverwaltung nach schweizerischem Recht, Diss. 1979, S. 36 ff.; 44 ff.; vgl. auch dies., Die Konkursverwaltung, BlSchKG 47/1983, S. 84 f.).
7.1 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob die Sabena SA in Konkurs sowie die Hilfskonkursmasse der Sabena SA, je vertreten durch ihre schweizerischen bzw. ausl�ndischen Konkursverwaltungen, zur Erhebung des Rekurses im Schuldpunkt gegen die Einstellungsverf�gungen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich vom 7. Oktober 2008 und vom 19. Januar 2009 legitimiert waren. Diese Frage entscheidet sich nach kantonalem Strafverfahrensrecht. Gem�ss Art. 95 BGG ist die Anwendung einfachen kantonalen Rechts von der �berpr�fung durch das Bundesgericht ausgenommen. Sie kann mit Beschwerde an das Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn geltend gemacht wird, sie verletze gleichzeitig das Willk�rverbot von Art. 9 BV (BGE 134 III 379 E. 1.2).
Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nur vor, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (zuletzt BGE 136 I 316 E. 2.2.2).
7.2 Die angefochtenen Beschl�sse verletzen kein Bundesrecht. Wie sich aus den vorstehend dargelegten gesetzlichen Grundlagen ergibt (E. 6.2), �bt die schweizerische Konkursverwaltung die auf die Konkursmasse - bzw. hier auf die Hilfskonkursmasse - �bergegangene Verwaltungs- und Verf�gungsbefugnis �ber das schuldnerische Verm�gen aus. Die Befugnisse der Konkursorgane sind nach schweizerischem Recht auf das h�ngige Konkursverfahren beschr�nkt. Auch wenn die Konkursverwaltung als gesetzliche Vertreterin des Gemeinschuldners verstanden wird, wie dies die Beschwerdef�hrerinnen geltend machen, ist deren Vertretungsmacht auf Verf�gungen �ber die Verm�genswerte beschr�nkt. Die Konkursverwaltung kann den Schuldner nur im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages, n�mlich der Erhaltung und Verwertung der dem Gemeinschuldner zustehenden Verm�genswerte zugunsten seiner Gl�ubiger (Art. 240 SchKG), vertreten. Eine Vertretung als Gesch�digte in einem Strafverfahren in Bezug auf den Schuldpunkt wird von dieser Vertretungsmacht nicht umfasst. Ein solches Verst�ndnis der Vertretungsmacht der Konkursverwaltung ist mit Blick auf den Gesch�digtenbegriff des kantonalen Strafprozessrechts des Kantons Z�rich jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar.
Es trifft zu, dass das Konkursamt Genf und die Konkursmasse der Sabena SA in Belgien, vertreten durch die Konkursverwaltung, Me Chrisitan Van Buggenhout, Pr�sident du Coll�ge des curateurs, Me Alain d'Ieteren, Curateur, einer Genfer Anwaltskanzlei sowie den Rechtsvertretern der Beschwerdef�hrerinnen Vollmacht erteilt haben, alle Anspr�che der Konkursmasse der Sabena in der Schweiz in jeglichem Verfahrenszusammenhang geltend zu machen und zu verfolgen (vgl. oben E. 6.2). Die Konkursmasse bzw. die Konkursverwaltung kann aber Vollmacht nur f�r Gesch�fte erteilen, die in ihrer Kompetenz liegen, mithin nur in Bezug auf die Erhaltung und Verwertung der Masse. F�r dar�ber hinaus greifende Bereiche, namentlich die Erhebung von Rechtsmitteln in Strafverfahren im Schuldpunkt, steht ihr keine Vertretungsmacht zu.
Soweit in Bezug auf die Beschwerdef�hrerin 1 f�r die Bestimmung der Befugnis zum Antrag auf Durchf�hrung des Verfahrens nach Art. 166 IPRG belgisches Recht zur Anwendung kommt, ergibt sich nichts anderes. Nach dem belgischen Konkursgesetz vom 8. August 1997 (loi sur les faillites) wird dem Konkursschuldner im Rahmen des belgischen Insolvenzverfahrens ab dem Tag des Konkurser�ffnungsurteils die Verwaltung der Gesamtheit seiner G�ter entzogen (Art. 16). Mit dem Konkurser�ffnungsurteil bestimmt das Handelsgericht u.a einen oder mehrere Konkursverwalter (Art. 11), die den Konkurs mit der Sorgfalt eines guten Familienvaters (en bon p�re de famille) und unter der Aufsicht des Konkursrichters im Interesse der Konkursgl�ubiger und der konkursiten Gesellschaft verwalten (Art. 40). In diesem Rahmen ist der Konkursverwalter auch zur Erstattung von Strafanzeigen und zur Konstituierung als Zivilkl�ger befugt (vgl. Rechtsgutachten vom 22.10.2010, Beschwerdebeilage 12). Eine dar�ber hinaus reichende Befugnis zur Erhebung von auf den Schuldpunkt beschr�nkten Rechtsmitteln in einem Strafverfahren ergibt sich hieraus f�r das belgische Konkursverfahren nicht.
Im �brigen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine ausl�ndische Konkursmasse, wenn ein Anschlusskonkursverfahren in der Schweiz durchgef�hrt wird, einzig legitimiert, einen Antrag auf Anerkennung des ausl�ndischen Konkursdekrets zu stellen und sichernde Massnahmen gem�ss Art. 166 und Art. 168 IPRG zu beantragen. Soweit das ausl�ndische Konkursdekret anerkannt worden ist, kann sie �berdies eine Anfechtungsklage nach Art. 285 ff. SchKG erheben (Art. 171 IPRG). Andere Rechtshandlungen kann sie nicht vornehmen (BGE 129 III 683 E. 5.3). So ist sie namentlich etwa nicht befugt, einen strafrechtlichen Beschlag von in der Schweiz gelegenen Verm�gensobjekten zu erwirken (Urteil des Bundesgerichts 1P.161/ 1991 vom 24.7.1991 E. 2c und d, in: SJ 1991 S. 595 und JdT 1993 II S. 125; vgl. zum Ganzen Franco Lorandi, Handlungsspielraum ausl�ndischer Insolvenzmassen in der Schweiz, AJP 2008, S. 562 ff.). Die Beschwerdef�hrerin 1 ist auch aus diesem Grunde zur Erhebung des Rekurses gegen die Einstellungsverf�gungen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich nicht legitimiert.
Insgesamt behalten somit die konkursite Gesellschaft bzw. die Gemeinschuldnerin in Bezug auf den Schuldpunkt die Stellung als Gesch�digte im Strafverfahren bei und kommt ihr die Berechtigung zur Erhebung von Rechtsmitteln im Schuldpunkt zu. Die schweizerische Konkursmasse und Konkursverwaltung sind insofern nicht legitimiert. Diese sind, wie die Vorinstanz zu Recht erkennt, lediglich zur Geltendmachung von Adh�sionsanspr�chen berechtigt (angefochtenes Urteil S. 34 f.). Dem entspricht die neue Regelung von Art. 121 Abs. 2 der schweizerischen StPO, nach welcher derjenige, der von Gesetzes wegen in die Anspr�che der gesch�digten Person eingetreten ist, nur zur Zivilklage berechtigt ist und nur jene Verfahrensrechte hat, die sich unmittelbar auf die Durchsetzung der Zivilklage beziehen. Als Nachfolge in diesem Sinne wird namentlich auch die Konkursmasse bei Konkurser�ffnung gegen die gesch�digte Person betrachtet (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., Art. 121 N 13).
Dass die Sabena SA in Konkurs, die ihre Rechts- und Handlungsf�higkeit bis zur L�schung aus dem Handelsregister beh�lt, bzw. ihre zust�ndigen Organe ihrerseits den Rechtsvertretern ausdr�cklich Vollmacht erteilt h�tten, gegen die Einstellungsverf�gungen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich im Strafpunkt Rekurs zu erheben, ist nicht ersichtlich und machen auch die Beschwerdef�hrerinnen nicht geltend.
8.1 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen ferner eine Verletzung von Treu und Glauben. Sie machen geltend, es gehe nicht an, einer Partei, die w�hrend Jahren als solche behandelt und der wiederholt Zugang zu den Verfahrensakten gew�hrt worden sei, zu einem Zeitpunkt, in welchem die Einstellung des Untersuchungsverfahrens feststehe, die Parteistellung abzuerkennen. Der Beschwerdef�hrerin 1 sei in Behandlung eines Akteneinsichtsgesuchs im Verfahren Nr. 2001/404 von der Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 2. September 2008 ohne weiteres die Gesch�digtenstellung zuerkannt worden. In einer Wiedererw�gungsverf�gung vom 16. Oktober 2008 habe die Staatsanwaltschaft der Beschwerdef�hrerin 1 in einer eigentlichen Kehrtwendung diese Parteistellung wieder aberkannt und sie auf den Status einer nicht rekursberechtigten Anzeigestellerin zur�ckgestuft (Beschwerde S. 11 f.; Rekurs gegen die Einstellungsverf�gungen Nr. 1 und 2, Akten des Obergerichts [6B_557/2010], act. 2 S. 5 f.).
8.2 Mit Verf�gung vom 2. September 2008 hielt die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich die Gesch�digtenstellung der Beschwerdef�hrerin 1 (Sabena in Konkurs) bei summarischer Pr�fung in der Strafuntersuchung in Sachen verantwortliche Personen der SAirGroup betreffend Falschbeurkundung etc. als gegeben. Der Beschwerdef�hrerin 1 wurden daher die Gesch�digtenrechte gem�ss � 10 Abs. 3 StPO/ZH gew�hrt und ihr Einsicht in das Sachverst�ndigengutachten gegeben (Beschwerdebeilage 8 S. 3).
In Wiedererw�gung dieser Verf�gung vom 2. September 2008 erkannte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Z�rich mit Akteneinsichtsverf�gung vom 16. Oktober 2008, dass den Beschwerdef�hrerinnen in Bezug auf die im Rahmen der Strafuntersuchung Nr. 2001/404 im Zusammenhang mit den Konzernrechnungen 1998-2000 der SAirGroup und den entsprechenden Revisionsberichten untersuchten Sachverhalte keine Gesch�digtenstellung zukomme. Dementsprechend wies sie das Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdef�hrerin 1 (Sabena in Konkurs) ab (Beschwerdebeilage 9).
8.3 Nach Art. 5 Abs. 3 BV handeln staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben. Art. 9 BV gew�hrleistet jeder Person den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Gem�ss dem f�r die gesamte Rechtsordnung geltenden Art. 2 Abs. 2 ZGB findet der offenbare Missbrauch eines Rechts keinen Rechtsschutz (vgl. BGE 131 I 166 E. 6.1 mit Hinweisen).
Der Grundsatz von Treu und Glauben gebietet ein loyales und vertrauensw�rdiges Verhalten. Der Rechtsverkehr zwischen B�rger und Verwaltung muss von gegenseitigem Vertrauen getragen sein. Beh�rdliches Verhalten, das berechtigtes Vertrauen des B�rgers verletzt verst�sst unmittelbar gegen die Verfassungsgarantie (vgl. BGE 103 Ia 505 E. 1). Der verfassungsrechtliche Vertrauensschutz setzt ein Verhalten oder eine �usserung der Beh�rde voraus, die gegen�ber einer bestimmten Person eine Vertrauensgrundlage schafft. Nach der Rechtsprechung verleiht der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben einer Person namentlich Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder in sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Beh�rden. Voraussetzung ist, dass die sich auf Vertrauensschutz berufende Person berechtigterweise auf diese Grundlage vertrauen durfte und gest�tzt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr r�ckg�ngig machen kann. Die Berufung auf Treu und Glauben scheitert, wenn ihr �berwiegende �ffentliche Interessen gegen�berstehen (BGE 131 II 627 E. 6.1; 129 I 161 E. 4.1 je mit Hinweisen).
8.4 Im vorliegenden Fall fehlt es bereits an einer hinreichenden Grundlage des Vertrauens. In der vor�bergehenden Zuerkennung der prozessualen Stellung als Gesch�digte liegt kein bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Strafbeh�rden. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdef�hrerinnen gest�tzt auf das zun�chst gew�hrte Akteneinsichtsrecht nachteilige Dispositionen getroffen haben, die sich nicht mehr r�ckg�ngig machen lassen. Schliesslich liegt auch kein widerspr�chliches Verhalten vor. Die Legitimation zum Rekurs gegen die Einstellungsverf�gungen ist den Beschwerdef�hrerinnen von der Vorinstanz abgesprochen worden. Diese ist bei der rechtlichen Beurteilung der prozessualen Voraussetzungen als gerichtliche Instanz nicht an die Auffassung der Strafbeh�rde gebunden.
Damit verletzten die Eventualbegr�ndung der angefochtenen Beschl�sse I und II bzw. die Hauptbegr�ndung des angefochtenen Beschlusses III kein Bundesrecht. Bei diesem Ergebnis muss nicht gepr�ft werden, ob die Hauptbegr�ndung der angefochtenen Beschl�sse I und II mit Bundesrecht in Einklang steht.
Aus diesen Gr�nden sind die Beschwerden abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tragen die Beschwerdef�hrerinnen die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Mit dem Entscheid in der Sache werden die Gesuche um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 6'000.-- werden den Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

References: BGE 
 Art. 71
 Art. 24
 Art. 81
 Art. 132
 BGE 
 Art. 81
 Art. 81
 Art. 81
 Art. 1
 BGE 
 Art. 88
 BGE 
 Art. 81
 Art. 6
 Art. 42
 BGE 
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 19
 Art. 757
 BGE 
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 115
 Art. 41
 BGE 
 Art. 115
 Art. 115
 Art. 115
 BGE 
 Art. 118
 Art. 382
 Art. 170
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 197
 Art. 197
 Art. 204
 Art. 204
 Art. 736
 Art. 740
 Art. 204
 Art. 204
 Art. 204
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 204
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 240
 Art. 95
 Art. 9
 BGE 
 Art. 166
 Art. 166
 Art. 168
 Art. 285
 Art. 121
 Art. 121
 Art. 5
 Art. 9
 Art. 2
 BGE 
 BGE 
 Art. 9