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Timestamp: 2019-10-17 07:09:29+00:00

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BVerfG, 17.11.1994 - 2 BvB 2/93, 2 BvB 3/93 - dejure.org
BVerfG, 17.11.1994 - 2 BvB 2/93, 2 BvB 3/93
https://dejure.org/1994,1436
BVerfG, 17.11.1994 - 2 BvB 2/93, 2 BvB 3/93 (https://dejure.org/1994,1436)
BVerfG, Entscheidung vom 17.11.1994 - 2 BvB 2/93, 2 BvB 3/93 (https://dejure.org/1994,1436)
BVerfG, Entscheidung vom 17. November 1994 - 2 BvB 2/93, 2 BvB 3/93 (https://dejure.org/1994,1436)
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Zum Begriff der Partei im Sinne von Art. 21 GG und § 2 PartG
Verbot von politischen Parteien - Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei
Begriff der Partei
BVerfGE 91, 276
NVwZ 1996, 54
DVBl 1995, 462
Dabei kann dahinstehen, ob die bloße Nichtanwendung einer Norm über einen längeren Zeitraum zu ihrem Geltungsverlust führen kann (…bejahend wohl: Bryde, Verfassungsentwicklung - Stabilität und Dynamik im Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland, 1982, S. 454 f.;… Dreier, in: ders., GG, Bd. 2, 3. Aufl. 2015, Art. 79 Abs. 1 Rn. 42), denn es ist nicht nur in den Verbotsverfahren gegen die SRP (BVerfGE 2, 1) und die KPD (BVerfGE 5, 85), sondern auch in den Verfahren gegen die "Nationale Liste (NL)" (BVerfGE 91, 262) und die "Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP)" (BVerfGE 91, 276) sowie im vorausgegangenen Verbotsverfahren gegen die Antragsgegnerin (BVerfGE 107, 339) auf Art. 21 Abs. 2 GG zurückgegriffen worden.
BVerwG, 30.08.1995 - 1 A 14.92
Deutsche Alternative - §§ 2, 3 VereinsG, Art. 21 GG, § 2 Abs. 1 Satz 1 ParteienG, …
a) Für die Abgrenzung zwischen einer Partei und einem Verein ist auf die gesetzliche Begriffsbestimmung der Partei in § 2 Abs. 1 S. 1 des Gesetzes über die politischen Parteien in der hier anzuwendenden, durch Gesetz vom 8. Oktober 1990 (BGBl I S. 2141) geänderten Fassung vom 3. März 1989 (BGBl I S. 327) - PartG - zurückzugreifen, die im Einklang mit Art. 21 Abs. 1 GG steht (Urteil vom 13. Mai 1986 - BVerwG 1 A 1.84 - Buchholz 402.45 VereinsG Nr. 9 S. 13; BVerfGE 3, 383 [403]; 47, 198 [222]; 79, 379 [384]; 89, 266 [269]; BVerfG DVBl 1995, 462).
Die Situation der Klägerin unterschied sich insoweit nicht von der anderer mit ihr konkurrierender rechtsradikaler 0rganisationen, insbesondere der "Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei" und der "Nationalen Liste" in Hamburg, für die das Bundesverfassungsgericht mittlerweile die Parteieigenschaft verneint hat (BVerfG DVBl 1995, 462 ff. bzw. EuGRZ 1995, 189 [193]).
vgl. BVerfG, Urteil vom 19. Juli 1996 - 2 BvF 1/65 -, BVerfGE 20, 56 (116); Urteil vom 19. Juli 1966 - 2 BvE 1/62 und 2/64 -, BVerfGE 20, 119 (133); Beschluß vom 9. März 1976 - 2 BvR 89/74 -, BVerfGE 41, 399 (413); Urteil vom 29. September 1990 - 2 BvE 1, 3, 4/90, 2 BvR 1247/90 -, BVerfGE 82, 322 (337); Urteil vom 9. April 1992 - 2 BvE 2/89 -, BVerfGE 85, 264 (295); Beschlüsse vom 17. November 1994 - 2 BvR 1/93 -, BVerfGE 91, 262, 269 und - 2 BvR 2, 3/93 -, BVerfGE 91, 276, 286; Beschluß vom 27. Mai 1998 - 2 BvR 378/98 -, NVwZ-RR 1999, 217, 218, jeweils m.w.N.
Sie bietet angesichts ihrer mangelnden Organisationsdichte, einer nicht ausreichend handlungs- und arbeitsfähigen Parteiorganisation, ihres geringen Mitgliederbestandes, des fehlenden kontinuierlichen Hervortretens in der Öffentlichkeit und des Mangels an jeglichem Widerhall in der Bevölkerung keine ausreichende Gewähr für die Ernsthaftigkeit ihrer Zielsetzung, auf die politische Willensbildung Einfluß zu nehmen und an der Vertretung des Volkes in den Parlamenten mitzuwirken (BVerfG, Beschluß vom 17. November 1994 - 2 BvB 2 u. 3/93 - DVBl 1995, 462 ).
Vor allem aber ist zu berücksichtigen, daß das Bundesverfassungsgericht die politischen Parteien, die in § 2 Abs. 1 Parteiengesetz grundgesetzgemäß definiert sind (BVerfGE 47, 198 [222]; 91, 276 [284]; 92, 80 [88]), als Faktoren des Verfassungslebens (BVerfGE 27, 240 [246]), als "verfassungsrechtlich notwendige Institutionen" (BVerfGE 13, 54 [82]) charakterisiert und daher Art. 21 GG als Vorschrift qualifiziert hat, die in das Landesverfassungsrecht hineinwirkt und insofern selbst Bestandteil des Landesverfassungsrechts ist (BVerfGE 1, 208 [227]; 66, 107 [114]).
Die von der Beklagten angeführte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 17. November 1994 (- 2 BvB 2/93, 3/93 - BVerfGE 91, 276 ff.) befasst sich nicht mit der Beteiligungsfähigkeit im Verwaltungsprozess, sondern mit dem Parteienbegriff des Art. 21 Abs. 1 GG; aus ihr ergibt sich im Übrigen lediglich, dass eine lückenhafte Teilnahme an Wahlen im Zusammenhang mit anderen Momenten die Ernsthaftigkeit der Zielsetzung als Partei in Frage stellen kann (BVerfG, Beschluss vom 17. November 1994 - 2 BvB 2/93, 3/93 -, BVerfGE 91, 276, zit. nach juris Rn. 41).
c) Auch unabhängig von den im Parteiengesetz bestimmten Voraussetzungen müßte der Antragsteller, soll ihm eine Organstellung als Partei im Sinne der Landesverfassung zukommen, jedenfalls eine organisatorische Verankerung im Lande aufweisen, die eine Einflußnahme auf die politische Meinungsbildung im Lande durch Aktivitäten, wie sie Parteien eigen sind, wenigstens ansatzweise erlaubt (vgl. BVerfG, Beschluß vom 17. November 1994 - 2 BvB 2/93, 3/93 -).
VG Arnsberg, 05.04.2013 - 12 L 139/13
"DIE RECHTE" bleibt im Streit mit der Sparkasse Hamm um Eröffnung eines …
vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. November 1994 - 2 BvB 2/93 und 3/93 -, Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Urteil vom 30. August 1995 - 1 A 14/92 -Beschluss vom 31. März 1993 - 1 ER 302/92 -, Urteil vom 13. Mai 1986 - 1 A 1/84 -, jeweils JURIS.

References: Art. 21
 § 2
 Art. 79
 Art. 21
 Art. 21
 § 2
 § 2
 Art. 21
 § 2
 Art. 21
 Art. 21