Source: http://m.hensche.de/Annahmeverzug_und_Freistellung_des_Arbeitnehmers_zum_Ausgleich_geleisteter_Ueberstunden_LAG_Mecklenburg_Vorpommern_2Sa21315_u.html
Timestamp: 2018-01-24 05:35:19+00:00

Document:
Schlag­worte: Annahmeverzug, Überstunden
Akten­zeichen: 2 Sa 213/15
Ent­scheid­ungs­datum: 14.06.2016
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Stralsund, Urteil vom 1. Juli 2015, 3 Ca 236/14
1. Auf die Be­ru­fung des Be­klag­ten wird un­ter teil­wei­ser Abände­rung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Stral­sund vom 1. Ju­li 2015 (3 Ca 236/14) die Kla­ge ab­ge­wie­sen, so­weit das Ar­beits­ge­richt den Be­klag­ten zur Zah­lung von mehr als 25.386,89 Eu­ro brut­to ver­ur­teilt hat nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz
auf 267,84 Eu­ro seit dem 11.02.2011,
auf wei­te­re 817,92 Eu­ro seit dem 11.03.2011,
auf wei­te­re 982,62 Eu­ro seit dem 12.04.2011,
auf wei­te­re 991,89 Eu­ro seit dem 11.05.2011,
auf wei­te­re 776,68 Eu­ro seit dem 11.06.2011,
auf wei­te­re 1.003,20 Eu­ro seit dem 12.07.2011,
auf wei­te­re 1.128,60 Eu­ro seit dem 11.08.2011,
auf wei­te­re 1.107,70 Eu­ro seit dem 13.09.2011,
auf wei­te­re 317,68 Eu­ro seit dem 11.10.2011,
auf wei­te­re 370,70 Eu­ro seit dem 11.11.2011,
auf wei­te­re 556,20 Eu­ro seit dem 13.12.2011,
auf wei­te­re 1.174,20 Eu­ro seit dem 11.05.2012,
auf wei­te­re 480,20 Eu­ro seit dem 12.06.2012,
auf wei­te­re 1.022,40 Eu­ro seit dem 11.07.2012,
auf wei­te­re 1.327,20 Eu­ro seit dem 11.08.2012,
auf wei­te­re 1.262,24 Eu­ro seit dem 11.09.2012,
auf wei­te­re 1.090,74 Eu­ro seit dem 11.10.2012,
auf wei­te­re 212,66 Eu­ro seit dem 13.11.2012,
auf wei­te­re 569,38 Eu­ro seit dem 11.12.2012,
auf wei­te­re 582,60 Eu­ro seit dem 14.05.2013,
auf wei­te­re 754,60 Eu­ro seit dem 11.06.2013,
auf wei­te­re 398,48 Eu­ro seit dem 11.07.2013,
auf wei­te­re 257,20 Eu­ro seit dem 11.09.2013,
auf wei­te­re 1.607,50 Eu­ro seit dem 11.10.2013,
auf wei­te­re 1.157,40 Eu­ro seit dem 12.11.2013,
auf wei­te­re 1.671,80 Eu­ro seit dem 11.12.2013,
auf wei­te­re 234,70 Eu­ro seit dem 14.01.2014,
auf wei­te­re 1.708,96 Eu­ro seit dem 13.05.2014,
auf wei­te­re 854,48 Eu­ro seit dem 11.06.2014,
auf wei­te­re 699,12 Eu­ro seit dem 11.06.2014;
2. Im Übri­gen wird die Be­ru­fung des Be­klag­ten zurück­ge­wie­sen;
3. Auf die Be­ru­fung des Klägers wird der Be­klag­te ver­ur­teilt un­ter teil­wei­ser Abände­rung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Stral­sund vom 1. Ju­li 2015 (3 Ca 236/14), so­weit es die Kla­ge ab­ge­wie­sen hat, an den Kläger wei­te­re 872,58 Eu­ro brut­to zuzüglich 139,36 Eu­ro net­to zu zah­len nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz auf
auf 382,07 Eu­ro seit dem 11.06.2011,
auf wei­te­re 118,32 Eu­ro seit dem 11.11.2011,
auf wei­te­re 184,09 Eu­ro seit dem 11.11.2011,
auf wei­te­re 19,76 Eu­ro seit dem 11.05.2012,
auf wei­te­re 188,10 Eu­ro seit dem 12.06.2013,
auf wei­te­re 119,60 Eu­ro seit dem 11.03.2014,
4. Im Übri­gen wird die Be­ru­fung des Klägers zurück­ge­wie­sen.
5. Die Kos­ten des ge­sam­ten Rechts­streits trägt der Be­klag­te 65/100 und im Übri­gen der Kläger;
6. Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.
Die Par­tei­en strei­ten im be­en­de­ten Ar­beits­verhält­nis um Zah­lungs­ansprüche. Der Kläger ver­langt im Kern ei­ne bes­se­re Vergütung für die Ein­satz­zei­ten bei frem­den Ar­beit­ge­bern un­ter dem Ge­sichts­punkt des "equal-pay" und zwar so­wohl hin­sicht­lich des Grund­lohns als auch hin­sicht­lich di­ver­ser Zu­schläge (Über­stun­den­zu­schläge, Fei­er­tags­zu­schläge, Sonn­tags­zu­schläge). Außer­dem ver­langt er die Aus­zah­lung der Ar­beits­stun­den, die in das St­un­den­kon­to ein­ge­stellt wur­den, weil die Ver­ein­ba­rung zum Führen des St­un­den­kon­tos un­wirk­sam ge­we­sen sei. Sch­ließlich steht die Be­zah­lung von Ent­gelt für die letz­ten Wo­chen der Zu­sam­men­ar­beit so­wie für Ur­laubs­ab­gel­tung in Streit, hier berühmt sich der Be­klag­te der Vor­schuss­zah­lung. Außer­dem ver­langt der Kläger Scha­dens­er­satz we­gen nicht gewähr­tem oder nur un­wirk­sam gewähr­tem Ur­laubs aus zurück­lie­gen­den Jah­ren. Letzt­lich macht der Kläger aus un­ter­schied­lichs­ten Ge­sichts­punk­ten noch meh­re­re klei­ne­re Ein­zel­beträge ge­gen den Be­klag­ten gel­tend.
Der Be­trieb des Be­klag­ten beschäftigt sich als Zu­lie­fe­rer der Werf­ten an der Küste mit Me­tall­bau und Edel­stahl­ver­ar­bei­tung. Der Be­klag­te be­sitzt außer­dem ei­ne Er­laub­nis zur ge­werbsmäßigen Ar­beit­neh­merüber­las­sung. Nach Aus­kunft des Be­klag­ten be­treibt er die Ar­beit­neh­merüber­las­sung ergänzend zu sei­nem Hand­werk, um sei­ne Ar­beit­neh­mer in den im­mer wie­der auf­tre­ten­den Pha­sen feh­len­der Auf­träge aus dem Werf­ten­be­reich nicht ent­las­sen zu müssen.
Die Par­tei­en des Rechts­streits wa­ren mehr­fach durch Ar­beits­verhält­nis­se mit da­zwi­schen­lie­gen­den Un­ter­bre­chungs­zei­ten letzt­lich seit Fe­bru­ar 2001 mit­ein­an­der ver­bun­den. Im Streit­zeit­raum (Ja­nu­ar 2011 bis Mit­te Mai 2014) ar­bei­te­ten die Par­tei­en mit Aus­nah­me der Un­ter­bre­chung vom 1. Ja­nu­ar bis zum 8. April 2013 un­un­ter­bro­chen zu­sam­men. Das letz­te Ar­beits­verhält­nis ent­stand auf­grund des Ar­beits­ver­trags vom 5. April 2013 mit Wir­kung ab dem 8. April 2013 (in Ko­pie als An­la­ge K 3 zur Ak­te ge­langt, hier Blatt 10 ff). Die­ses Ar­beits­verhält­nis hat auf­grund or­dent­li­cher Kündi­gung des Klägers vom 17. April 2014, die vom Be­klag­ten trotz Nicht­ein­hal­tens der Kündi­gungs­frist so ak­zep­tiert wur­de (Be­klag­ten­schrei­ben vom 28. April 2014, An­la­ge K 5, hier Blatt 17), mit Ab­lauf des 15. Mai 2014 sei­ne Be­en­di­gung ge­fun­den. Der Kläger ist nicht Mit­glied ei­ner Ge­werk­schaft. Ar­beits­ver­trag­lich ha­ben die Par­tei­en die An­wend­bar­keit ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges nicht ver­ein­bart.
Der Kläger ist im Streit­zeit­raum zeit­wei­se beim Be­klag­ten selbst beschäftigt wor­den, über­wie­gend war er je­doch vom Be­klag­ten an an­de­re Un­ter­neh­men ver­lie­hen wor­den und hat auf de­ren auswärti­gen Bau­stel­len ge­ar­bei­tet. Nach dem Ar­beits­ver­trag hat der Kläger im Streit­zeit­raum durch­ge­hend 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de bei ei­ner 40-St­un­den-Wo­che ver­dient. Die­ser Grund­lohn wur­de auch ge­zahlt, wenn der Kläger an an­de­re Un­ter­neh­men über­las­sen wur­de. Bei Ein­satz auf auswärti­gen Bau­stel­len ist dem Kläger zusätz­lich Auslöse ge­zahlt wor­den. Für Über­stun­den ("ab der 41. Wo­chen­ar­beits­stun­de") und Nacht­ar­beit hat der Be­klag­te ei­nen Auf­schlag von 25 Pro­zent auf den Grund­lohn ge­zahlt, für Ar­beit an Sonn­ta­gen ein Auf­schlag von 50 Pro­zent (vgl. § 5 Ab­satz 2 des letz­ten Ar­beits­ver­tra­ges). Oh­ne Re­ge­lung im Ar­beits­ver­trag hat der Be­klag­te für Ar­beit an Wo­chen­fei­er­ta­gen ei­nen Auf­schlag von 100 Pro­zent ge­zahlt. Für die Aus­landseinsätze in Schwe­den hat der Be­klag­te zusätz­lich ei­nen Auf­schlag von 1,00 oder 2,00 Eu­ro brut­to pro St­un­de an den Kläger ge­zahlt (in den Ab­rech­nun­gen mit "Mon­ta­ge­stun­den" be­zeich­net).
Die Lohn­ab­rech­nun­gen sind mo­nats­wei­se er­stellt wor­den und der sich dar­aus er­ge­ben­de Zahl­be­trag ist aus­ge­hend vom Ar­beits­mo­nat zum 10. des Fol­ge­mo­nats ge­zahlt wor­den. So­weit der Be­klag­te Zu­schläge ge­zahlt hat, wur­den die­se al­ler­dings erst in der übernächs­ten Lohn­ab­rech­nung aus­ge­wie­sen und sie sind da­her auch zeit­ver­setzt ei­nen Mo­nat später zur Aus­zah­lung ge­langt. Die­se be­trieb­li­che Pra­xis legt der Kläger auch sei­ner Zins­for­de­rung zu Grun­de, so dass sich die Beträge, für die je­weils Zins ge­for­dert wird, aus dem Lohn für den vor­an­ge­gan­ge­nen Mo­nat und den ge­for­der­ten Zu­schlägen für den Vor-Vor-Mo­nat zu­sam­men­set­zen.
Nach § 3 Ab­satz 5 des letz­ten Ar­beits­ver­tra­ges vom 5. April 2013 ver­ein­bar­ten die Par­tei­en die Führung ei­nes Ar­beits­zeit­kon­tos, we­gen des­sen Aus­ge­stal­tung dort auf ei­ne ge­son­der­te Ver­ein­ba­rung ver­wie­sen wird. Die Par­tei­en hat­ten zunächst un­ter dem 1. April 2005 ei­ne Ver­ein­ba­rung über das Führen ei­nes Ar­beits­zeit­kon­tos ge­schlos­sen (An­la­ge B 11, hier Blatt 385), so­wie zur Wie­der­auf­nah­me des Ar­beits­verhält­nis­ses im April 2013 ei­ne neue Ver­ein­ba­rung über das Führen ei­nes Ar­beits­zeit­kon­tos vom 5. April 2013 (An­la­ge B 2, hier Blatt 241). – Der Kläger hat in den Som­mer­mo­na­ten sehr vie­le St­un­den ge­ar­bei­tet, die nur teil­wei­se zur Aus­zah­lung ge­langt sind, im Übri­gen je­doch auf dem St­un­de­kon­to als Plus­stun­den ver­bucht wur­den. In den Win­ter­mo­na­ten hat der Kläger da­ge­gen über lan­ge Zei­ten über­haupt nicht ge­ar­bei­tet. Auch wenn der Kläger in den Win­ter­mo­na­ten nicht ge­ar­bei­tet hat, hat er vom Be­klag­ten – ver­bun­den mit der Bu­chung von Mi­nus­stun­den auf dem St­un­den­kon­to – Ent­gelt emp­fan­gen. We­gen der Ein­zel­hei­ten der Ent­wick­lung des St­un­den­kon­tos im Streit­zeit­raum wird auf die An­la­ge K 127 (hier Blatt 842) ver­wie­sen. Nach die­ser Zu­sam­men­stel­lung wur­de das St­un­den­kon­to zum En­de des Ar­beits­verhält­nis­ses mit ei­nem Mi­nus von rund 330 St­un­den ab­ge­schlos­sen. Teil­wei­se wur­de die auf­trags­ar­me Zeit in den Win­ter­mo­na­ten auch durch Ur­laubs­gewährung über­brückt, wo­bei die Par­tei­en in­zwi­schen dar­um strei­ten, ob die Ur­laubs­gewährung im Ein­zel­fall wirk­sam ge­we­sen war.
Der Ein­satz des Klägers im Rah­men der Ar­beit­neh­merüber­las­sung er­folg­te über­wie­gend bei der Fir­ma B. P. Tech­no­lo­gies GmbH (hier ab­gekürzt als BHR be­zeich­net). Der Kläger hat die­ses Un­ter­neh­men auf­ge­for­dert mit­zu­tei­len, was ein mit dem Kläger ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer im Streit­zeit­raum ver­dient hat­te. Dar­auf hat BHR mit Schrei­ben vom 9. Ju­li 2014 (Ko­pie als An­la­ge K 21 zur Ak­te ge­langt, hier Blatt 133) ge­ant­wor­tet und zunächst all­ge­mein dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Un­ter­neh­men Mit­glied im Ar­beit­ge­ber­ver­band Me­tall Nie­der­sach­sen sei und es da­her den Man­tel­ta­rif­ver­trag Me­tall Nie­der­sach­sen zur An­wen­dung brin­ge. Bezüglich des Loh­nes kämen al­ler­dings die ein­schlägi­gen Me­tall­ta­rif­verträge aus Nord­rhein-West­fa­len auf­grund ei­ner be­trieb­li­chen Re­ge­lung zur An­wen­dung, da sich dort der Haupt­sitz des Un­ter­neh­mens be­fin­de. Wei­ter wur­de mit­ge­teilt, dass der Kläger als Vor­rich­ter in die Ent­gelt­grup­pe ERA 7 ein­ge­stuft wor­den wäre. Sch­ließlich hat BHR in der Aus­kunft mit­ge­teilt, dass sie für ei­nen mit dem Kläger ver­gleich­ba­ren ei­ge­nen Ar­beit­neh­mer (Vor­rich­ter) bis ein­sch­ließlich Fe­bru­ar 2011 ei­nen Brut­to­mo­nats­lohn in Höhe von 2.355,65 Eu­ro und ei­nen St­un­den­lohn in Höhe von 15,47 Eu­ro brut­to ge­zahlt ha­be. Da­nach ha­be der maßgeb­li­che Ent­gelt­an­spruch bis ein­sch­ließlich April 2012 mo­nat­lich 2.419,45 Eu­ro bzw. 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­tra­gen, bis ein­sch­ließlich Ju­ni 2013 so­dann 2.523,40 Eu­ro bzw. 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de, bis ein­sch­ließlich April 2014 mo­nat­lich 2.609,20 Eu­ro brut­to bzw. 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de.
Zu­dem war der Kläger ent­lie­hen wor­den an die Fir­ma B. Rohr­lei­tungs- und Ap­pa­ra­te­bau in H. (hier ab­gekürzt mit B. be­zeich­net). Der Kläger hat die­ses Un­ter­neh­men auf­ge­for­dert mit­zu­tei­len, was ein mit dem Kläger ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer im Streit­zeit­raum ver­dient hat­te. Dar­auf hat B. mit Schrei­ben vom 11. Ju­ni 2014 (Ko­pie als An­la­ge K 7 zur Ak­te ge­langt, hier Blatt 25) ge­ant­wor­tet, der "Ver­gleichs­lohn von ei­nem un­se­rer Mit­ar­bei­ter" ha­be 2011 stünd­lich 13,05 Eu­ro brut­to be­tra­gen, 2012 stünd­lich 13,79 Eu­ro brut­to und 2013 stünd­lich 14,66 Eu­ro brut­to.
Mit sei­ner am 30. Ju­ni 2014 bei Ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge hat der Kläger zunächst die Er­tei­lung der Lohn­ab­rech­nun­gen für die Mo­na­te April und Mai 2014 und die Aus­zah­lung des sich dar­aus er­ge­ben­den Net­to­be­tra­ges gel­tend ge­macht. Mit der ers­ten Kla­ge­er­wei­te­rung vom 30. Ju­li 2014 (hier Blatt 22 ff) macht er Ansprüche auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt ("equal-pay") gel­tend für die Zei­ten sei­nes Ein­sat­zes bei B.. Mit der 2. Kla­ge­er­wei­te­rung vom 30. Ju­li 2014 (hier Blatt 84 ff) macht der Kläger Ansprüche auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt ("equal-pay") nebst ei­nem 25¬pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag be­zo­gen auf sei­nen ar­beits­ver­trag­li­chen Lohn gel­tend für die Zei­ten sei­nes Ein­sat­zes bei BHR. Mit der 3. Kla­ge­er­wei­te­rung vom 18. No­vem­ber 2014 (hier Blatt 263 ff) macht der Kläger die Be­zah­lung von Rei­se­zeit und Ki­lo­me­ter­geld gel­tend, so­wie wei­te­re bis­her nicht rechtshängig ge­mach­te Über­stun­den­zu­schläge und die Be­zah­lung ver­ein­zel­ter wei­te­rer Ar­beits­stun­den. Mit der 4. Kla­ge­er­wei­te­rung vom 27. No­vem­ber 2014 (hier Blatt 316 ff) macht der Kläger Über­stun­den­vergütungs­ansprüche gel­tend und mit der 5. Kla­ge­er­wei­te­rung vom 19. De­zem­ber 2014 (hier Blatt 366 ff) macht er Ur­laubs­ab­gel­tung so­wie Scha­dens­er­satz we­gen nicht oder nicht wirk­sam gewähr­ten Ur­laubs gel­tend, und zwar für die Jah­re 2011 und 2012 so­wie 2014.
Das Ar­beits­ge­richt Stral­sund hat der Kla­ge mit Ur­teil vom 1. Ju­li 2015 (3 Ca 236/14) teil­wie­se statt­ge­ge­ben. Auf die­ses Ur­teil wird we­gen der nähe­ren Ein­zel­hei­ten des Sach- und Streit­stan­des vor dem Ar­beits­ge­richt Be­zug ge­nom­men. Der Te­nor des Ur­teils lau­tet:
1. Der Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger 32.815,72 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz auf 267,84 Eu­ro seit dem 11.02.2011, 1.031,54 Eu­ro seit dem 11.03.2011, 1.157,40 Eu­ro seit dem 11.04.2011, 1.113,87 Eu­ro seit dem 11.05.2011, 1.443,33 Eu­ro seit dem 11.06.2011, 1.935,36 Eu­ro seit dem 11.07.2011, 2.274,45 Eu­ro seit dem 11.08.2011, 712,09 Eu­ro seit dem 11.09.2011, 790,06 Eu­ro seit dem 11.10.2011, 390,12 Eu­ro seit dem 11.11.2011, 730,98 Eu­ro seit dem 11.12.2011, 1.290,72 Eu­ro seit dem 11.05.2012, 528,74 Eu­ro seit dem 11.06.2012, 1.473,66 Eu­ro seit dem 11.08.2012, 1.242,24 Eu­ro seit dem 11.09.2012, 1.090,74 Eu­ro seit dem 11.10.2012, 435,99 Eu­ro seit dem 11.11.2012, 831,55 Eu­ro seit dem 11.12.2012, 582,60 Eu­ro seit dem 11.05.2013, 1.221,27 Eu­ro seit dem 11.06.2013, 592,68 Eu­ro seit dem 11.07.2013, 412,56 Eu­ro seit dem 11.09.2013, 2.403,72 Eu­ro seit dem 11.10.2013, 1.662,32 Eu­ro seit dem 11.11.2013, 2.565,12 Eu­ro seit dem 11.12.2013, 1.708,96 Eu­ro seit dem 11.05.2014, 854,48 Eu­ro seit dem 11.06.2014, 699,12 Eu­ro seit dem 11.06.2014 [zu zah­len];
2. Die Kla­ge im Übri­gen wird ab­ge­wie­sen;
3. Die Kos­ten des Rechts­streits tra­gen der Be­klag­te zu 80 %, der Kläger zu 20 %.
4. Der Streit­wert wird auf 41.584,83 Eu­ro fest­ge­setzt.
Ge­gen die­ses Ur­teil ge­hen bei­de Par­tei­en mit dem Rechts­mit­tel der Be­ru­fung vor. Bei­de Be­ru­fun­gen sind recht­zei­tig ein­ge­legt und frist­ge­recht be­gründet wor­den. Der Kläger ver­folgt sein Be­geh­ren im Be­ru­fungs­rechts­zug mit Aus­nah­me des vom Ar­beits­ge­richt ab­ge­wie­se­nen Ab­rech­nungs­an­spruchs für März und April 2014 und ver­ein­zelt ge­ringfügig ab­wei­chen­der Be­zif­fe­rung ein­zel­ner Pos­ten vollständig wei­ter. Außer­dem hat der Kläger im Be­ru­fungs­rechts­zug sei­ne Kla­ge noch um Ansprüche auf Zah­lung von erhöhten Fei­er­tags­zu­schlägen so­wie um Ansprüche auf Be­zah­lung wei­te­rer "Ruf­be­reit­schafts­zei­ten" er­wei­tert (6. Kla­ge­er­wei­te­rung). Der Be­klag­te ver­langt nach wie vor die vollständi­ge Ab­wei­sung der Kla­ge und zwar auch, so­weit der Kläger sei­ne Kla­ge im Be­ru­fungs­rechts­zug noch er­wei­tert hat.
Ge­ord­net nach den Ar­beits­mo­na­ten lie­gen der Kla­ge in der Form, wie sie im Be­ru­fungs­rechts­zug anhängig ist, fol­gen­de Umstände zu Grun­de.
Ar­beits­mo­nat Ja­nu­ar 2011
Im Ja­nu­ar 2011 war der Kläger vom 24. bis zum 31. des Mo­nats (6 Ar­beits­ta­ge) bei BHR für ins­ge­samt 46,50 St­un­den ein­ge­setzt. Er hat dafür vom Be­klag­ten 46,50 St­un­den je 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend 451,52 Eu­ro brut­to vergütet be­kom­men. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,47 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 46,50 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 719,36 Eu­ro brut­to ent­spricht. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 267,84 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 1 – Die­se Be­zeich­nung be­zieht sich auf die chro­no­lo­gisch ge­ord­ne­te ge­richt­li­che Zu­sam­men­stel­lung der Streit­ge­genstände, die im Rah­men der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt den Par­tei­en über­reicht wur­de, hier Blatt 812 ff; so­weit vor­lie­gend im De­tail im Ver­gleich zu die­ser Auf­stel­lung ab­wei­chen­de Zah­len zu Grun­de ge­legt wer­den, be­ru­hen die­se Ab­wei­chun­gen auf dem Er­geb­nis der münd­li­chen Ver­hand­lung).
Im Be­ru­fungs­rechts­zug macht der Kläger zusätz­lich gel­tend, dass der ihm für den 3. Ja­nu­ar 2011 an­ge­rech­ne­te Ur­laubs­tag nicht wirk­sam gewährt wor­den sei und ver­langt in­so­weit im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes ei­nen Er­satz­ur­laubs­tag, den er mit 77,68 Eu­ro brut­to (8 x 9,71 Eu­ro brut­to) be­zif­fert (Po­si­ti­on 2).
Ar­beits­mo­nat Fe­bru­ar 2011
Im Fe­bru­ar 2011 war der Kläger vom 1. bis zum 18. des Mo­nats (B., vgl. An­la­ge K 25, hier Blatt 137) und am 28. Fe­bru­ar 2011 (K., vgl. An­la­ge K 28, hier Blatt 140) bei BHR für ins­ge­samt 142 St­un­den ein­ge­setzt. Er hat dafür vom Be­klag­ten 142 St­un­den je 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend 1.378,82 Eu­ro brut­to vergütet be­kom­men. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,47 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 142 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 2.169,74 Eu­ro brut­to ent­spricht. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 817,92 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 3).
Gleich­zei­tig macht der Kläger für die­sen Mo­nat 22 Über­stun­den gel­tend, die im Rah­men des Ein­sat­zes bei BHR da­durch an­ge­fal­len sind, dass er an ein­zel­nen Ta­gen mehr als 8 St­un­den ge­ar­bei­tet hat. Erst­in­stanz­lich hat der der Kläger dafür 22 x 9,71 Eu­ro brut­to ver­langt, die ihm vom Ar­beits­ge­richt auch zu­er­kannt wur­den. (Po­si­ti­on 4).
Da der Be­klag­te den 25-pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag nur auf den Lohn in Höhe von 9,71 Eu­ro ge­zahlt hat, ver­langt der Kläger zusätz­lich die Zu­schlags­dif­fe­renz in Höhe von 1,44 Eu­ro pro Über­stun­de (3,87 Eu­ro Zu­schlag auf den Equal-Pay-Lohn abzüglich 2,43 Eu­ro ge­zahl­tem Zu­schlag), ins­ge­samt al­so 31,68 Eu­ro. Bezüglich die­ses Kla­ge­pos­tens hat das Ar­beits­ge­richt die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt die­sen Teil­an­spruch mit der Be­ru­fung wei­ter (Po­si­ti­on 5).
Zusätz­lich macht der Kläger gel­tend, dass die ihm für den 21. und 22. Fe­bru­ar an­ge­rech­ne­te Ur­laubs­ta­ge nicht wirk­sam gewährt wor­den sei­en und ver­langt in­so­weit im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes zwei Er­satz­ur­laubs­ta­ge, die er mit je 77,68 Eu­ro brut­to (8 x 9,71 Eu­ro brut­to), ins­ge­samt al­so 155,36 Eu­ro brut­to be­zif­fert. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 6).
Ar­beits­mo­nat März 2011
Im Ar­beits­mo­nat März 2011 war der Kläger den gan­zen Mo­nat mit Aus­nah­me des 3., 4., 21. und 22. März bei BHR für ins­ge­samt 159 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 30, hier Blatt 142). Er hat dafür vom Be­klag­ten 159 St­un­den je 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend 1.543,89 Eu­ro brut­to vergütet be­kom­men. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 159 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 2.526,51 Eu­ro brut­to ent­spricht. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 982,62 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 7).
An den 4 Ta­gen, an de­nen der Kläger nicht für BHR tätig war, hat er an zwei Lehrgängen teil­ge­nom­men. Für den Lehr­gang in Bad W. vom 2. bis zum 4. März hat der Kläger nach der von ihm er­stell­ten An­la­ge K 31 (hier Blatt 143) 20,5 St­un­den an­ge­setzt und für den Lehr­gang in Bad B. vom 21. bis zum 23. März eben­falls 20,5 St­un­den (eben­falls An­la­ge K 31, hier Blatt 143). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung März 2011 (An­la­ge K 29, hier Blatt 141) 184 Ar­beits­stun­den so­wie 7,1 Rei­se­stun­den, bei­des je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Für den Mo­nat März ver­langt der Kläger die Be­zah­lung von 30,5 Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 18 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro (174,78 Eu­ro brut­to) zu­er­kannt und die Kla­ge in die­sem Punkt im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­langt im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter­hin die Be­zah­lung wei­te­rer 12,5 St­un­den (Po­si­ti­on 8).
Für den Mo­nat März ver­langt der Kläger wei­ter­hin die Be­zah­lung von 38,50 Eu­ro brut­to als wei­te­ren Zu­schlag für 25 Über­stun­den (1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de), be­rech­net auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns (3,97 Eu­ro) abzüglich des vom Ar­beit­ge­ber ge­zahl­ten Zu­schlags (2,43 Eu­ro). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 9).
Ar­beits­mo­nat April 2011
Im Ar­beits­mo­nat April 2011 war der Kläger den gan­zen Mo­nat bei BHR für ins­ge­samt 160,50 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 33, hier Blatt 145). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung April 2011 (An­la­ge K 32, hier Blatt 144) 152 Ar­beits­stun­den so­wie 16 Fei­er­tags­stun­den (Kar­frei­tag und Os­ter­mon­tag, 22. und 25. April), bei­des je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts während sei­nes Ein­sat­zes bei BHR 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 160,5 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 2.550,35 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da er vom Be­klag­ten für die­se 160,5 St­un­den le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend in Sum­me 1.558,46 Eu­ro brut­to er­hal­ten ha­be, ste­he ihm auch noch die of­fe­ne Dif­fe­renz zu. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 991,89 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 10).
Für den Mo­nat April ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 20,5 Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 12,5 Über­stun­den
je 9,71 Eu­ro zu­er­kannt (121,38 Eu­ro brut­to) und die Kla­ge in die­sem Punkt im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­langt im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter­hin die Be­zah­lung der wei­te­ren 8 St­un­den je 9,71 Eu­ro (Po­si­ti­on 11).
Für den Mo­nat April ver­langt der Kläger schließlich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 31,57 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlags für 20,5 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 20,5 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 31,57 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 12).
Ar­beits­mo­nat Mai 2011
Im Ar­beits­mo­nat Mai 2011 war der Kläger vom 2. bis ein­sch­ließlich 20. des Mo­nats wei­ter­hin für BHR auf der Bau­stel­le K. ein­ge­setzt, die zum En­de des Ein­sat­zes ab­ge­schlos­sen war. Da­bei sind ins­ge­samt 126 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 37, hier Blatt 149). BHR hat dann über das Wo­chen­en­de die Bau­stel­le nach L. ver­legt, der Kläger ist an dem Wo­chen­en­de nach Hau­se ge­fah­ren. Der Kläger hat dann von Sonn­tag 22. Mai bis ein­sch­ließlich Sams­tag 27. Mai wei­te­re 61,5 St­un­den für BHR auf der Bau­stel­le in L. ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 38, hier Blatt 150). Ins­ge­samt war er so­mit im Mai 2011 für 187,50 St­un­den an ei­nen an­de­ren Ar­beit­ge­ber über­las­sen.
Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Mai 2011 (An­la­ge K 35, hier Blatt 147) 168 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro Ein­satz­stun­de bei BHR ver­dient hat, wor­aus sich ei­ne St­un­den­dif­fe­renz in Höhe von 6,18 Eu­ro brut­to er­gibt. Dar­aus er­rech­net sich für 187,5 Ein­satz­stun­den ein Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.158,75 Eu­ro, den der Kläger in Höhe von 1.156,75 Eu­ro rechtshängig ge­macht hat. Das Ar­beits­ge­richt hat den Dif­fe­renz­lohn für 126 St­un­den (Bau­stel­le K.) in Höhe von 776,68 Eu­ro brut­to (rech­ne­risch rich­tig wären 778,68 Eu­ro ge­we­sen) zu­ge­spro­chen und die Kla­ge im Übri­gen in die­sem Punk­te ab­ge­wie­sen. Im Be­ru­fungs­rechts­zug ver­langt der Kläger wei­te­ren Dif­fe­renz­lohn für die 61,5 St­un­den auf der Bau­stel­le L. in Höhe von 380,07 Eu­ro brut­to so­wie wei­ter 2,00 Eu­ro brut­to zur Be­he­bung ei­nes Re­chen­feh­lers (Po­si­ti­on 13).
Für den Mo­nat Mai 2011 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 35,5 Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 29,5 Über­stun­den
je 9,71 Eu­ro zu­er­kannt (286,45 Eu­ro brut­to) und die Kla­ge in die­sem Punkt im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­langt im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter­hin die Be­zah­lung der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kann­ten wei­te­ren 6 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 14).
Für den Mo­nat Mai 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 48,28 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag für 32 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 32 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 48,28 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 15).
Für den Mo­nat Mai 2011 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 10,82 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für wei­te­re 3,5 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 3,5 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,09 Eu­ro brut­to pro St­un­de (7,95 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 48,28 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 16).
Sch­ließlich ver­langt der Kläger die vom Be­klag­ten auch sonst ge­zahl­te übli­che Entschädi­gung für ei­ne Wo­chen­end­heim­fahrt in Form von Ki­lo­me­ter­geld und Rei­se­zeit für das Wo­chen­en­de mit dem Bau­stel­len­wech­sel. Der Be­klag­te hat für den Bau­stel­len­wech­sel von K. nach L. le­dig­lich die dafür benöti­gen 257 Ki­lo­me­ter mit je 0,26 Eu­ro entschädigt so­wie da­zu pas­send 3 Rei­se­stun­den je 9,71 Eu­ro. Der Kläger ver­langt Entschädi­gung für 494 Ki­lo­me­ter von L. an den Wohn­sitz so­wie 247 Ki­lo­me­ter für die an­sch­ließen­de An­rei­se zur Bau­stel­le L., ins­ge­samt al­so Entschädi­gung für 741 Ki­lo­me­ter abzüglich der entschädig­ten 257 Ki­lo­me­ter, was ei­nen Be­trag in Höhe von 125,84 Eu­ro net­to er­gibt (484 x 0,26 – Po­si­ti­on 17). An Rei­se­zeit ver­an­schlagt der Kläger ins­ge­samt 9 St­un­den, so dass ei­ne Dif­fe­renz von 6 St­un­den je 9,71 Eu­ro ver­bleibt, in­so­weit al­so 58,26 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 18). Zu bei­den Po­si­tio­nen hat das Ar­beits­ge­richt die Kla­ge ab­ge­wie­sen (Punkt 8 auf Sei­te 22 der Ur­teils­gründe), der Kläger ver­folgt den An­spruch wei­ter.
Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2011
Im Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2011 war der Kläger vom 7. Ju­ni an durch­ge­hend oh­ne Rück­sicht auf Wo­chen­en­den bis Mo­nats­en­de auf der Bau­stel­le R. (Schwe­den) bei BHR für ins­ge­samt 240 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 40, hier Blatt 153). In dem Ar­beits­nach­weis von BHR sind für den 6. Ju­ni 2011 (Mon­tag, schwe­di­scher Fei­er­tag "Flag­gens dag") kei­ne Ein­satz­stun­den aus­ge­wie­sen. Aus dem Kopf des For­mu­lars er­gibt sich al­ler­dings, dass der Kläger be­reits am 5. Ju­ni 2011 an­ge­reist war. In Schwe­den war der 20. Ju­ni 2011 (Mon­tag) eben­falls ein Fei­er­tag ("Mid­saa­mer dag"); an die­sem Tag hat der Kläger nach Ar­beits­zeit­nach­weis BHR 10 St­un­den ge­ar­bei­tet. Laut kor­ri­gier­ter Lohn­ab­rech­nung Ju­ni 2011 ("1. NB" – An­la­ge K 39, hier Blatt 152) sind dem Kläger für die Zeit in Schwe­den 144 Ar­beits­stun­den so­wie 16 Fei­er­tags­stun­den je­weils mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den. Außer­dem sind ihm für 240 St­un­den pro St­un­de 2,00 Eu­ro brut­to aus­ge­zahlt wor­den ("Mon­ta­ge­stun­den II"). Sch­ließlich hat der Be­klag­te ihm für 26 Über­stun­den ei­nen Zu­schlag in Höhe von 25 Pro­zent ge­zahlt (2,43 Eu­ro pro St­un­den, ins­ge­samt 63,12 Eu­ro brut­to) so­wie für 3,5 St­un­den ei­nen Sonn­tags­zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent (4,86 Eu­ro brut­to pro St­un­de, ins­ge­samt 16,99 Eu­ro brut­to).
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 1.003,20 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 240 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 3.813,60 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to zuzüglich 2,00 Eu­ro brut­to Mon­ta­ge­zu­schlag pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 2.810,40 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.003,20 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 19).
Für den Mo­nat Ju­ni ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 96 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, die das Ar­beits­ge­richt eben­falls zu­ge­spro­chen hat (Po­si­ti­on 20).
Für den Mo­nat Ju­ni 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 250,80 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 140-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 20 St­un­den Ar­beit an zwei Fei­er­ta­gen, abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten 100-pro­zen­ti­gen Zu­schlags auf den Grund­lohn für die­se (Über-)St­un­den. Erst­in­stanz­lich war die­ser Pos­ten le­dig­lich in Höhe von 123,60 Eu­ro brut­to gel­tend ge­macht wor­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Nun­mehr ver­langt der Kläger 250,80 Eu­ro net­to (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 15, hier Blatt 655 – Po­si­ti­on 21).
Für den Mo­nat Ju­ni 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 86,24 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 56 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 56 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 88,24 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 22).
Für den Mo­nat Ju­ni 2011 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 61,80 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für wei­te­re 20 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 20 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,09 Eu­ro brut­to pro St­un­de (7,95 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 61,80 Eu­ro. Der Kläger meint im Be­ru­fungs­rechts­zug, die­ser Be­trag ste­he ihm net­to zu (Po­si­ti­on 23).
Letzt­lich macht der Kläger für Ju­ni 2011 aber­mals ei­nen Be­trag in Höhe von 250,80 Eu­ro net­to gel­tend als 140-pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag für 20 Ein­satz­stun­den (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 21 – Po­si­ti­on 24).
Ar­beits­mo­nat Ju­li 2011
Im Ju­li 2011 hat der Kläger in der Zeit vom 5. bis Mo­nats­en­de oh­ne Rück­sicht auf Wo­chen­en­den täglich 10 St­un­den für BHR auf der Bau­stel­le R. (Schwe­den), ins­ge­samt al­so 270 St­un­den, ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 43, hier Blatt 156). – Vergütet wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Ju­li 2011 (An­la­ge K 42, hier Blatt 155) 168 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 1.128,60 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 270 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 4.290,30 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to zuzüglich 2,00 Eu­ro brut­to Mon­ta­ge­zu­schlag pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 3.161,70 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.128,60 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 25).
Für den Mo­nat Ju­li ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 118 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, in Sum­me 1.145,78 Eu­ro brut­to, die das Ar­beits­ge­richt eben­falls zu­ge­spro­chen hat (Po­si­ti­on 26).
Für den Mo­nat Ju­li 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 120,12 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 78 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 78 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 120,12 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 27).
Für den Mo­nat Ju­li 2011 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 123,60 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für wei­te­re 40 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 40 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,09 Eu­ro brut­to pro St­un­de (7,95 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 123,60 Eu­ro. Der Kläger meint im Be­ru­fungs­rechts­zug, die­ser Be­trag ste­he ihm net­to zu (Po­si­ti­on 28).
Ar­beits­mo­nat Au­gust 2011
Im Au­gust 2011 hat der Kläger durchgängig – mit Aus­nah­me der Zeit vom 5. bis ein­sch­ließlich 8. Au­gust – oh­ne Rück­sicht auf Wo­chen­en­den täglich 10 St­un­den (am 4. Au­gust le­dig­lich 5 St­un­den) für BHR auf der Bau­stel­le R. (Schwe­den), ins­ge­samt al­so 265 St­un­den, ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 46, hier Blatt 160). – Vergütet wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Au­gust 2011 ("1. NB", An­la­ge K 45, hier Blatt 159) 184 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de, ein Mon­ta­ge­stun­den­zu­schlag in Höhe von 2,00 Eu­ro brut­to für 265 St­un­den ist für die­sen Mo­nat in der Fol­ge­ab­rech­nung Sep­tem­ber 2011 aus­ge­wie­sen.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 1.107,70 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 265 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 4.210,85 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to zuzüglich 2,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 3.103,15 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.107,70 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 29).
Für den Mo­nat Au­gust ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, in Sum­me 631,15 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 602,02 Eu­ro brut­to für 62 Über­stun­den zu­ge­spro­chen. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 29,13 Eu­ro brut­to für wei­te­re 3 Über­stun­den ver­folgt der Kläger im Rah­men der Be­ru­fung wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 8 – Po­si­ti­on 30).
Für den Mo­nat Au­gust 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 107,08 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 70 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 70 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 107,08 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 31).
Für den Mo­nat Au­gust 2011 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 97,70 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für wei­te­re 30 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 30 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,09 Eu­ro brut­to pro St­un­de (7,95 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 97,70 Eu­ro. Der Kläger meint im Be­ru­fungs­rechts­zug, die­ser Be­trag ste­he ihm net­to zu (Po­si­ti­on 32).
Auf Sei­te 45 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 670) macht der Kläger aber­mals ei­nen Be­trag in Höhe von 11,92 Eu­ro (nun­mehr als Net­to­be­trag) als Zu­schlags­dif­fe­renz für drei Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend (vgl. da­zu auch Po­si­ti­on 30), der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 33).
Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2011
Im Sep­tem­ber 2011 hat der Kläger vom 1. bis ein­sch­ließlich 8. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le R. (Schwe­den), ins­ge­samt 76 St­un­den, ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 49, hier Blatt 163). – Vergütet wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Sep­tem­ber 2011 (An­la­ge K 48, hier Blatt 162) 96 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 518,18 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 76 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.207,64 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to zuzüglich 2,00 Eu­ro brut­to Mon­ta­ge­zu­schlag pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 889,96 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 518,18 Eu­ro brut­to (rech­ne­risch er­gibt sich al­ler­dings le­dig­lich ei­ne Dif­fe­renz in Höhe von 317,68 Eu­ro brut­to, die der Kläger auch sei­ner erst­in­stanz­li­chen Ver­gleichs­be­rech­nung aus dem Schrift­satz vom 30. Ju­li 2014 Sei­te 6, hier Blatt 89, zu Grun­de ge­legt hat­te). Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch in Höhe von 518,18 Eu­ro brut­to zu­er­kannt (Sei­te 15 des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils – Po­si­ti­on 34).
Für den Mo­nat Sep­tem­ber ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 30 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, in Sum­me 291,30 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 271,88 Eu­ro brut­to für 28 Über­stun­den zu­ge­spro­chen. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 19,42 Eu­ro brut­to für wei­te­re 2 Über­stun­den ver­folgt der Kläger im Rah­men der Be­ru­fung wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 8 – Po­si­ti­on 35).
Für den Mo­nat Sep­tem­ber 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 30,80 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 20 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 20 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 30,80 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 36).
Für den Mo­nat Sep­tem­ber 2011 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 30,90 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für wei­te­re 10 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 10 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,09 Eu­ro brut­to pro St­un­de (7,95 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 30,90 Eu­ro. Der Kläger meint im Be­ru­fungs­rechts­zug, die­ser Be­trag ste­he ihm net­to zu (Po­si­ti­on 37).
Auf Sei­te 45 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 670 f) macht der Kläger ei­nen Be­trag in Höhe von 7,95 Eu­ro (nun­mehr als Net­to­be­trag) als Zu­schlags­dif­fe­renz für zwei Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend (vgl. da­zu auch Po­si­ti­on 35), der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 38).
Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2011
Im Ok­to­ber 2011 hat der Kläger vom 24. bis Mo­nats­en­de für BHR auf der Bau­stel­le B., ins­ge­samt 50 St­un­den, ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 52, hier Blatt 166). – Vergütet wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Ok­to­ber 2011 (An­la­ge K 51, hier Blatt 165) 152 Ar­beits­stun­den und 16 Fei­er­tags­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Außer­dem war der Kläger im Ok­to­ber 2011 in der Zeit vom 10. bis zum 14. Ok­to­ber an die Fa. B. über­las­sen wor­den und hat in die­ser Zeit 35,8 St­un­den dort ge­ar­bei­tet.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat we­gen sei­nes Ein­sat­zes bei BHR zunächst die Zah­lung von 370,70 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 50 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 794,50 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 485,50 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 370,70 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 39).
Für den Mo­nat Ok­to­ber 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 3,5 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, in Sum­me 33,99 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 19,42 Eu­ro brut­to für 2 Über­stun­den zu­ge­spro­chen. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 14,57 Eu­ro brut­to für wei­te­re 1,5 Über­stun­den ver­folgt der Kläger im Rah­men der Be­ru­fung wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 9 – Po­si­ti­on 40).
Für den Mo­nat Ok­to­ber 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 3,08 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 2 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 2 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 3,08 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 41).
Für sei­ne Ein­satz­zeit bei B. for­dert der Kläger die Zah­lung von 120,82 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 13,05 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 35,8 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 467,19 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 347,62 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich ein noch of­fe­ner Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 119,57 Eu­ro brut­to. Für 1,5 dar­in ent­hal­te­ne Über­stun­den ver­langt der Kläger wei­te­ren Über­stun­den­zu­schlag in Höhe von 1,25 Eu­ro brut­to, in Sum­me über bei­de Pos­ten al­so 120,82 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht, das Ar­beits­ge­richt hat die­sen An­spruch wohl über­se­hen und ihn da­her we­der zu­er­kannt noch ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 42).
Auf Sei­te 46 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 670 R) macht der Kläger ei­nen Be­trag in Höhe von 4,89 Eu­ro (nun­mehr als Net­to­be­trag) als Zu­schlag für 1,5 Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend (vgl. da­zu auch Po­si­ti­on 42), der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 43).
Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2011
Im No­vem­ber 2011 hat der Kläger vom 1. bis zum 11. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le B., ins­ge­samt 90 St­un­den, ge­ar­bei­tet (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 55, hier Blatt 169). – Vergütet wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung No­vem­ber 2011 (An­la­ge K 54, hier Blatt 168) 176 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 556,20 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 90 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.430,10 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 873,90 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 556,20 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 44).
Für den Mo­nat No­vem­ber 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 21 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro, in Sum­me 203,91 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 174,78 Eu­ro brut­to für 18 Über­stun­den zu­ge­spro­chen. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 29,13 Eu­ro brut­to für wei­te­re 3 Über­stun­den ver­folgt der Kläger im Rah­men der Be­ru­fung wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 10 – Po­si­ti­on 45).
Für den Mo­nat No­vem­ber 2011 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 32,34 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 21 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 21 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 32,34 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 46, in der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung fälsch­lich zusätz­lich als Po­si­ti­on 48 auf­geführt).
Auf Sei­te 46 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 670 R) macht der Kläger ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 11,92 Eu­ro (nun­mehr als Net­to­be­trag) als Zu­schlag für 1,5 Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend (vgl. da­zu auch Po­si­ti­on 46), der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 47).
Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2011
Aus die­sem Ar­beits­mo­nat lei­tet der Kläger kei­ne wei­te­ren Zah­lungs­ansprüche ab.
Ar­beits­mo­nat Ja­nu­ar 2012
Ar­beits­mo­nat Fe­bru­ar 2012
Im Ar­beits­mo­nat Fe­bru­ar 2012 hat der Kläger für den Be­klag­ten an 6. und 7. des Mo­nats ins­ge­samt 16 St­un­den in der Werft in S. ge­ar­bei­tet. Der Kläger geht da­von aus, dass der Be­klag­te die­se Zeit nicht vergütet ha­be. Das schließt er dar­aus, dass der Be­klag­te für die­se Zeit Vergütung zu Las­ten des St­un­den­kon­tos gewährt ha­be. Er ver­langt da­her für die­se Ar­beit ei­nen Be­trag in Höhe von 155,36 Eu­ro brut­to (16 x 9,71 Eu­ro brut­to). Die Kla­ge ist in die­sem Pos­ten vom Ar­beits­ge­richt ab­ge­wie­sen wor­den, der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 49).
Zusätz­lich macht der Kläger gel­tend, dass die ihm für den 8., 9., 10., 13. und 14. Fe­bru­ar an­ge­rech­ne­ten Ur­laubs­ta­ge nicht wirk­sam gewährt wor­den sei­en und ver­langt in­so­weit im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes fünf Er­satz­ur­laubs­ta­ge, die er mit je 77,68 Eu­ro brut­to (8 x 9,71 Eu­ro brut­to), ins­ge­samt al­so mit 388,40 Eu­ro brut­to be­zif­fert. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 50).
Ar­beits­mo­nat März 2012
Im Ar­beits­mo­nat März 2012 hat der Kläger am 28. des Mo­nats 9 statt der re­gulären 8 St­un­den ge­ar­bei­tet. Er ver­langt für die­se zusätz­li­che Ar­beits­stun­de sei­nen St­un­den­lohn in Höhe von 9,71 Eu­ro. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 51). Am 7. März 2012 hat sich der Kläger ei­ner ar­beits­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung in S. un­ter­zo­gen. Der Kläger meint, die dafür auf­ge­wen­de­te Zeit sei vergütungs­pflich­tig, wes­halb er Ent­gelt für 2 Ar­beits­stun­den, ent­spre­chend 19,42 Eu­ro brut­to ver­langt. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der An­spruch wird im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter­ver­folgt (Po­si­ti­on 53).
Da der Kläger die Fahrt zur Un­ter­su­chung in S. mit dem ei­ge­nen PKW un­ter­nom­men hat, ver­langt er zusätz­lich Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 0,26 Eu­ro/km für 38 Fahrt­ki­lo­me­ter, in Sum­me 19,76 Eu­ro net­to. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 52).
Zusätz­lich macht der Kläger gel­tend, dass die ihm für den 1., 2., 5., 6. und 7. März an­ge­rech­ne­ten Ur­laubs­ta­ge nicht wirk­sam gewährt wor­den sei­en und ver­langt in­so­weit im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes fünf Er­satz­ur­laubs­ta­ge, die er mit je 77,68 Eu­ro brut­to (8 x 9,71 Eu­ro brut­to), ins­ge­samt al­so mit 388,40 Eu­ro brut­to be­zif­fert. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 54).
Ar­beits­mo­nat April 2012
Im Ar­beits­mo­nat April 2012 war der Kläger den gan­zen Mo­nat bei BHR für ins­ge­samt 190 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 58, hier Blatt 172). Ei­ne Lohn­ab­rech­nung liegt für die­sen Mo­nat dem Ge­richt nicht vor (der Ver­weis auf die An­la­ge K 106 auf Sei­te 26 des kläge­ri­schen Schrift­sat­zes vom 30. Ju­li 2014, hier Blatt 109, führt nicht zu der gewünsch­ten Lohn­ab­rech­nung). Be­zahlt wur­den dem Kläger nach sei­nen ei­ge­nen An­ga­ben für 190 St­un­den je 9,71 Eu­ro ins­ge­samt 1.844,90 Eu­ro brut­to.
Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts während sei­nes Ein­sat­zes bei BHR 15,89 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 190 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 3.019,10 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da er vom Be­klag­ten für die­se St­un­den le­dig­lich 1.844,90 Eu­ro brut­to er­hal­ten ha­be, ste­he ihm noch die of­fe­ne Dif­fe­renz zu. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.174,20 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 55).
Für den Mo­nat April ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 38 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat die­sen Pos­ten dem Kläger zu­er­kannt (Po­si­ti­on 56).
Für den Mo­nat April ver­langt der Kläger schließlich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 58,52 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlags für 38 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch wei­ter. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 38 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,54 Eu­ro brut­to pro St­un­de (3,97 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 58,52 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 57).
Ar­beits­mo­nat Mai 2012
Im Ar­beits­mo­nat Mai 2012 war der Kläger vom 2. bis ein­sch­ließlich 11. des Mo­nats bei BHR für ins­ge­samt 70 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 61, hier Blatt 176). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Mai 2012 (An­la­ge K 60, Kor­rek­tur­ab­rech­nung, hier Blatt 175) 88 Ar­beits­stun­den, 24 Fei­er­tags­stun­den so­wie 72 Ur­laubs­stun­den je­weils mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts während sei­nes Ein­sat­zes bei BHR 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 70 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.159,90 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da er vom Be­klag­ten für die­se 70 St­un­den le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend in Sum­me 679,70 Eu­ro brut­to er­hal­ten ha­be, ste­he ihm noch die of­fe­ne Dif­fe­renz zu. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 480,20 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 58).
Für den Mo­nat Mai 2012 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 6 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat den An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 60).
Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2012
Im Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2012 war der Kläger vom 10. bis zum 22. des Mo­nats durch­ge­hend oh­ne Rück­sicht auf Wo­chen­en­den auf der Bau­stel­le KKE L. für BHR für ins­ge­samt 119 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 64, hier Blatt 179). Laut Lohn­ab­rech­nung Ju­ni 2012 (An­la­ge K 63, hier Blatt 178) sind dem Kläger für die­sen Mo­nat 168 Ar­beits­stun­den so­wie 4 Rei­se­stun­den je­weils mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat zunächst die Zah­lung von 816,34 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 119 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.971,83 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.155,49 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 816,34 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 61).
Für den Mo­nat Ju­ni ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 51 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro (500,06 Eu­ro brut­to). Das Ar­beits­ge­richt hat 451,51 Eu­ro brut­to für 46,5 Über­stun­den zu­ge­spro­chen und die Kla­ge in­so­weit im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt sei­nen An­spruch in vol­lem Um­fang wei­ter (Po­si­ti­on 62).
Für den Mo­nat Ju­ni 2012 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 71,82 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 42 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den we­gen des Ein­sat­zes bei BHR. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 42 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,14 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 71,82 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 63).
Für den Mo­nat Ju­ni 2012 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 48,02 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 50-pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag für 14 St­un­den Ar­beit am Wo­chen­en­de, abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten 50-pro­zen­ti­gen Zu­schlags auf den Grund­lohn für die­se (Über-)St­un­den. Erst­in­stanz­lich war die­ser Pos­ten brut­to gel­tend ge­macht wor­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Nun­mehr ver­langt der Kläger 48,02 Eu­ro net­to (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 28, hier Blatt 661 R – Po­si­ti­on 64).
Auf Sei­te 48 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 671 R) macht der Kläger ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 20,71 Eu­ro brut­to als Zu­schlag für 5 Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend, der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 65).
Sch­ließlich ver­langt der Kläger für Ju­ni 2012 noch ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 203,49 Eu­ro brut­to. Die­ser Be­trag re­sul­tiert aus dem Ein­satz des Klägers bei B. vom 4. bis zum 8. Ju­ni 2012 mit ins­ge­samt 47,5 Ein­satz­stun­den. Für 9,5 St­un­den aus die­sen St­un­den ver­langt der Kläger zusätz­lich ei­nen 25-pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag. Un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay er­rech­net sich der Kläger im Grund­lohn ei­ne St­un­den­lohn­dif­fe­renz in Höhe von 4,08 Eu­ro brut­to (13,79 abzüglich 9,71 Eu­ro brut­to) so­wie ei­ne Zu­schlags­dif­fe­renz in Höhe von 1,02 Eu­ro brut­to pro Über­stun­de. – Das Ar­beits­ge­richt hat über den An­spruch nicht ent­schie­den. Der Kläger ver­folgt ihn im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 66, rech­ne­risch erläutert auf S. 4 des kläge­ri­schen Schrift­sat­zes vom 16. Ju­li 2014, hier Blatt 23 R).
Ar­beits­mo­nat Ju­li 2012
Im Ar­beits­mo­nat Ju­li 2012 war der Kläger vom 2. bis Mo­nats­en­de durch­ge­hend auf der Bau­stel­le B. für BHR für ins­ge­samt 176 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 68, hier Blatt 183). Laut Lohn­ab­rech­nung Ju­li 2012 (An­la­ge K 66, hier Blatt 181) sind dem Kläger für die­sen Mo­nat 176 Ar­beits­stun­den so­wie di­ver­se Rei­se­stun­den je­weils mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.207,36 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 176 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 2.916,32 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.708,96 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.207,36 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 67).
Ar­beits­mo­nat Au­gust 2012
Im Ar­beits­mo­nat Au­gust 2012 war der Kläger durch­ge­hend auf der Bau­stel­le B. für BHR für ins­ge­samt 184 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 71, hier Blatt 186). Laut Lohn­ab­rech­nung Au­gust 2012 (An­la­ge K 70, hier Blatt 185) sind dem Kläger für die­sen Mo­nat 184 Ar­beits­stun­den mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.262,24 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 184 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 3.048,88 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.786,64 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.262,24 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 68).
Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2012
Im Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2012 war der Kläger vom 3. bis ein­sch­ließlich 28. des Mo­nats auf der Bau­stel­le B. für BHR für ins­ge­samt 159 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 71, hier Blatt 186). Laut Lohn­ab­rech­nung Sep­tem­ber 2012 (An­la­ge K 73, hier Blatt 188) sind dem Kläger für die­sen Mo­nat 160 Ar­beits­stun­den mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.090,74 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 159 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 2.634,63 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.543,89 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.090,74 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 69).
Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2012
Im Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2012 war der Kläger vom 1. bis ein­sch­ließlich 5. des Mo­nats wei­ter­hin auf der Bau­stel­le B. für BHR für ins­ge­samt 31 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 77, hier Blatt 193). Laut Lohn­ab­rech­nung Ok­to­ber 2012 ("1. NB" – An­la­ge K 73, hier Blatt 192) sind dem Kläger für die­sen Mo­nat 160 Ar­beits­stun­den und 16 Fei­er­tags­stun­den mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de vergütet wor­den.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 212,66 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 31 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 513,67 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 301,01 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 212,66 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 70).
Als Po­si­ti­on 71 ist in der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung der Streit­ge­genstände ein wei­te­rer Pos­ten in Höhe von 223,33 Eu­ro brut­to auf­geführt mit der Erläute­rung "23 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to". Zu die­sem Pos­ten fin­det sich kei­ne Ent­spre­chung im Par­tei­vor­trag. Al­lein in der kläge­ri­schen St­un­den­auf­stel­lung für Ok­to­ber 2012 (An­la­ge K 78, hier Blatt 194) fin­det sich der Hin­weis, dass der Kläger vom "08.10. – 13.10." auf ei­ner Bau­stel­le "PCK S." tätig ge­we­sen sei und da­bei 23 Über­stun­den an­ge­fal­len sei­en.
Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2012
Im Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2012 war der Kläger vom 5. bis ein­sch­ließlich 13. des Mo­nats bei BHR für ins­ge­samt 83 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 80, hier Blatt 196). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Ok­to­ber 2012 (An­la­ge K 79, hier Blatt 195) 128 Ar­beits­stun­den, 48 Ur­laubs­stun­den so­wie 4 Rei­se­stun­den je­weils mit 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts während sei­nes Ein­sat­zes bei BHR 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 83 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.375,31 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da er vom Be­klag­ten für die­se 83 St­un­den le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to ent­spre­chend in Sum­me 805,93 Eu­ro brut­to er­hal­ten ha­be, ste­he ihm noch die of­fe­ne Dif­fe­renz zu. Den Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 569,38 Eu­ro brut­to hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 72).
Für den Mo­nat No­vem­ber 2012 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung von 30 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 291,30 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat den An­spruch für 27 Über­stun­den ent­spre­chend 262,17 Eu­ro brut­to zu­er­kannt und ihn im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch in vol­ler Höhe wei­ter (Po­si­ti­on 73).
Auf Sei­te 28 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 661 R und 662) macht der Kläger ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 34,20 Eu­ro brut­to als Zu­schlag für 20 Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend, der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 74).
Für den Mo­nat No­vem­ber 2012 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 34,30 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 50¬pro­zen­ti­gen Über­stun­den­zu­schlag für 10 St­un­den Ar­beit am Wo­chen­en­de, abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten 50-pro­zen­ti­gen Zu­schlags auf den Grund­lohn für die­se (Über-)St­un­den. Erst­in­stanz­lich war die­ser Pos­ten brut­to gel­tend ge­macht wor­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Nun­mehr ver­langt der Kläger 34,30 Eu­ro net­to(Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 29, hier Blatt 662 R – Po­si­ti­on 75).
Auf Sei­te 48 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 671 R und 672) macht der Kläger außer­dem ei­nen Be­trag in Höhe von 12,86 Eu­ro als Net­to­be­trag als Zu­schlag für 3 Über­stun­den mit 25-pro­zen­ti­gem Auf­schlag gel­tend, der vom Ar­beits­ge­richt nicht zu­er­kannt wor­den sei (Po­si­ti­on 76).
Zusätz­lich macht der Kläger gel­tend, dass die ihm für den 14., 15., 16., 19., 20. und 21. März an­ge­rech­ne­ten Ur­laubs­ta­ge nicht wirk­sam gewährt wor­den sei­en und ver­langt in­so­weit im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes fünf Er­satz­ur­laubs­ta­ge, die er mit je 77,68 Eu­ro brut­to (8 x 9,71 Eu­ro brut­to), ins­ge­samt al­so mit 388,40 Eu­ro brut­to be­zif­fert. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter (Po­si­ti­on 54).
Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2012
Be­zo­gen auf den Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2012 macht der Kläger kei­ne Ansprüche gel­tend. Der in der ge­richt­li­chen Zu­sam­men­stel­lung der Streit­ge­genstände für die­sen Mo­nat auf­geführ­ten Po­si­ti­on 78 liegt ein Irr­tum des Ge­richts zu Grun­de. Die schein­ba­re Po­si­ti­on 78 setzt sich aus den Po­si­tio­nen 74 und 75 zu­sam­men. Das Ge­richt hat­te bei sei­ner Zu­sam­men­stel­lung, die teil­wei­se auf­grund von Rück­schlüssen aus der Zins­for­de­rung ent­stan­den ist, hier über­se­hen, dass die Par­tei­en Zu­schläge aus dem Ar­beits­mo­nat stets um ei­nen Mo­nat zeit­ver­setzt ab­ge­rech­net hat­ten.
Ja­nu­ar bis März 2013
In die­ser Zeit war das Ar­beits­verhält­nis un­ter­bro­chen, der Kläger lei­tet da­her aus die­ser Zeit kei­ne Ansprüche ab.
Für den Ar­beits­mo­nat April 2013 for­dert der Kläger die Be­zah­lung von 60 Über­stun­den mit dem Grund­lohn in Höhe von 9,71 Eu­ro brut­to, ent­spre­chend in Sum­me 582,60 Eu­ro brut­to. Den An­fall ei­ner ent­spre­chen­den An­zahl von Über­stun­den schließt er dar­aus, dass der Be­klag­te ihm mit der Mo­nats­ab­rech­nung Mai 2013 für 42 St­un­den Über­stun­den­zu­schläge und für wei­te­re 18 St­un­den ei­nen 50-pro­zen­ti­gen Sonn­tags­zu­schlag vergütet hat (An­la­ge K 17, hier Blatt 35). Wel­che Ar­beits­leis­tun­gen die­ser For­de­rung zu Grun­de lie­gen und wo der Kläger die­se er­bracht hat, ist für die­sen Mo­nat nicht vor­ge­tra­gen. Der An­spruch wur­de vom Ar­beits­ge­richt zu­er­kannt (Po­si­ti­on 79).
Ar­beits­mo­nat Mai 2013
Im Ar­beits­mo­nat Mai 2013 war der Kläger vom 19. bis ein­sch­ließlich 31. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le L. ein­ge­setzt. Da­bei sind ins­ge­samt 110 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 83, hier Blatt 199). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Mai 2013 (An­la­ge K 17, hier Blatt 35) 160 Ar­beits­stun­den, 24 Fei­er­tags­stun­den so­wie 3,5 St­un­den Rei­se­zeit je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 754,60 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 110 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.822,70 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.068,10 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 754,60 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 80).
Für den Ar­beits­mo­nat Mai 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 49 Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger 46 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro zu­er­kannt (466,66 Eu­ro brut­to, rech­ne­risch rich­tig wären 446,66 Eu­ro brut­to ge­we­sen) und die Kla­ge in die­sem Punkt im Übri­gen ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­langt im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter­hin die Be­zah­lung al­ler 49 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 475,79 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 81).
Auf Sei­te 15 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 655) macht der Kläger für 5 St­un­den Ar­beit für BHR am Pfingst­sonn­tag (19. Mai 2013) ei­nen steu­er­frei­en Net­to­zu­schlag in Höhe von 140 Pro­zent auf den equal-pay-Lohn in Höhe von 67,40 Eu­ro net­to gel­tend. Erst­in­stanz­lich wa­ren dafür le­dig­lich 34,30 Eu­ro brut­to ver­langt wor­den (100 Pro­zent Zu­schlag). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 82).
Für den Mo­nat Mai 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 44,46 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 26 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 26 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,14 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 44,46 Eu­ro brut­to (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 30, hier Blatt 662 R – Po­si­ti­on 83).
Für den Mo­nat Mai 2013 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 34,30 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für 10 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 10 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,43 Eu­ro pro St­un­de (8,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 34,30 Eu­ro brut­to (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 30 f, hier Blatt 662 R und 663 – Po­si­ti­on 84).
Auf Sei­te 31 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 663) macht der Kläger für 5 St­un­den Ar­beit für BHR ei­nen steu­er­frei­en Net­to­zu­schlag in Höhe von 140 Pro­zent auf den equal-pay-Lohn in Höhe von 67,40 Eu­ro net­to gel­tend (Po­si­ti­on 85, vgl. da­zu be­reits Po­si­ti­on 82).
Auf Sei­te 49 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 672) macht der Kläger für 3 Über­stun­den ei­nen 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag auf das Equal-pay-Ent­gelt abzüglich des ge­zahl­ten Zu­schlags in Höhe von 12,86 Eu­ro gel­tend, die er net­to zu­ge­spro­chen be­kom­men will (Po­si­ti­on 86, vgl. da­zu be­reits Po­si­ti­on 81).
Im Ar­beits­mo­nat Mai 2013 war der Kläger vom 13. bis ein­sch­ließlich 16. des Mo­nats für 40 St­un­den bei B. als Leih­ar­beit­neh­mer ein­ge­setzt. Er ver­langt dafür ins­ge­samt wei­te­re 207,92 Eu­ro brut­to. Die For­de­rung setzt sich zu­sam­men aus dem Equal-pay-Lohn für 40 St­un­den in Höhe von 14,66 Eu­ro pro St­un­de abzüglich der er­hal­ten 9,71 Eu­ro pro St­un­de, in Sum­me al­so 198,00 Eu­ro brut­to, so­wie aus ei­nem 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 8 dar­in ent­hal­ten­de Über­stun­den abzüglich des er­hal­te­nen Über­stun­den­zu­schlags (1,24 Eu­ro Dif­fe­renz pro St­un­de), in Sum­me 9,92 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 87).
Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2013
Im Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2013 war der Kläger vom 19. bis ein­sch­ließlich 26. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le O. in Schwe­den ein­ge­setzt. Da­bei sind ins­ge­samt 68 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 86, hier Blatt 202). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Ju­ni 2013 (An­la­ge K 85, hier Blatt 201) 160 Ar­beits­stun­den so­wie 19 St­un­den Rei­se­zeit je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 398,48 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 16,57 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 68 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 1.126,76 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 728,28 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 398,48 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 88).
Für den Mo­nat Ju­ni 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 17,10 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 10 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 10 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,14 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 17,10 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 89).
Für den Mo­nat Ju­ni 2013 ver­langt der Kläger zusätz­lich die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 34,30 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten Zu­schlag in Höhe von 50 Pro­zent für 10 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 10 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 3,43 Eu­ro pro St­un­de (8,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter 50-pro­zen­ti­ger Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 4,86 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 34,30 Eu­ro brut­to (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 32, hier Blatt 663 R – Po­si­ti­on 90).
Auf Sei­te 36 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 665 f) ver­langt der
Kläger für den Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2013 ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 274,40 Eu­ro brut­to. Er will die­sen Be­trag in der Zeit vom 10. bis zum 14. des Mo­nats ver­dient ha­ben. In die­ser Zeit hat er nicht ge­ar­bei­tet und wur­de vom Be­klag­ten zu Las­ten des St­un­den­kon­tos vergütet. Der Be­klag­te hat al­ler­dings für die­se Zeit von BHR 49,35 Eu­ro pro St­un­de für 40 St­un­den vergütet be­kom­men und zwar ent­we­der, weil der Be­klag­te ähn­lich wie bei ei­ner Ruf­be­reit­schafts ver­spro­chen hat­te, auf Zu­ruf Ar­beit­neh­mer zu stel­len, oder weil BHR für die­se Zeit ver­bind­lich beim Be­klag­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­for­dert hat­te, die aber man­gels Beschäfti­gungsmöglich­keit nicht ab­ge­ru­fen wur­den (vgl. da­zu das An­schrei­ben von BHR an den Pro­zess­be­vollmäch­ti­gen des Klägers vom 20. No­vem­ber 2014, An­la­ge K 124, hier Blatt 676). Der Kläger meint, wenn schon BHR den Be­klag­ten für die­se Zeit vergüte, ste­he auch ihm für die­se Zeit Lohn zu, wie wenn er ge­ar­bei­tet hätte. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 91).
Für den Ar­beits­mo­nat Ju­ni 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 20 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger den Be­trag zu­er­kannt (Po­si­ti­on 92).
Ar­beits­mo­nat Ju­li 2013
Auf Sei­te 36 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 665 f) ver­langt der Kläger für den Ar­beits­mo­nat Ju­li 2013 ei­nen Be­trag in Höhe von 1.418,52 Eu­ro brut­to. Er will die­sen Be­trag in der Zeit vom 1. bis zum 31. des Mo­nats ver­dient ha­ben. In die­ser Zeit hat er nicht ge­ar­bei­tet (so aus­drück­lich kläge­ri­sche St­un­den­auf­stel­lung in An­la­ge K 89, hier Blatt 205, miss­verständ­lich Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 37, hier Blatt 666) und wur­de vom Be­klag­ten mit dem Grund­lohn für 184 St­un­den vergütet. Der Be­klag­te hat al­ler­dings für die­se Zeit von BHR 49,35 Eu­ro pro St­un­de für 184 St­un­den vergütet be­kom­men und zwar ent­we­der, weil der Be­klag­te ähn­lich wie bei ei­ner Ruf­be­reit­schafts ver­spro­chen hat­te, auf Zu­ruf Ar­beit­neh­mer zu stel­len, oder weil BHR für die­se Zeit ver­bind­lich beim Be­klag­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­for­dert hat­te, die aber man­gels Beschäfti­gungsmöglich­keit nicht ab­ge­ru­fen wur­den (vgl. da­zu das An­schrei­ben von BHR an den Pro­zess­be­vollmäch­ti­gen des Klägers vom 20. No­vem­ber 2014, An­la­ge K 124, hier Blatt 676). Der Kläger meint, wenn schon BHR den Be­klag­ten für die­se Zeit vergüte, ste­he auch ihm für die­se Zeit Lohn zu, wie wenn er ge­ar­bei­tet hätte. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 93).
Ar­beits­mo­nat Au­gust 2013
Im Ar­beits­mo­nat Au­gust 2013 war der Kläger vom 28. bis ein­sch­ließlich 31. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le O. in Schwe­den ein­ge­setzt. Da­bei sind ins­ge­samt 40 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 93, hier Blatt 209). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Au­gust 2013 (An­la­ge K 90, hier Blatt 206) 176 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de. Vom Mo­nats­be­ginn bis ein­sch­ließlich 23. Au­gust 2013 hat der Kläger nicht ge­ar­bei­tet, der Be­klag­te hat je­doch Vergütung von BHR er­hal­ten, wie wenn der Kläger ge­ar­bei­tet hätte.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 257,20 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 40 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 685,60 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de zuzüglich 1,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 428,40 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 257,20 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 94).
Auf Sei­te 36 ff der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 665 ff) ver­langt der Kläger für den Ar­beits­mo­nat Au­gust 2013 ei­nen wei­te­ren Be­trag in Höhe von 1.010,48 Eu­ro brut­to. Er will die­sen Be­trag in der Zeit vom 1. bis zum 23. des Mo­nats ver­dient ha­ben. In die­ser Zeit hat er nicht ge­ar­bei­tet (so aus­drück­lich kläge­ri­sche St­un­den­auf­stel­lung in An­la­ge K 91, hier Blatt 207, miss­verständ­lich Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 37 f, hier Blatt 666 f) und wur­de vom Be­klag­ten mit dem Grund­lohn für 136 St­un­den vergütet. Der Be­klag­te hat al­ler­dings für die­se Zeit von BHR 49,35 Eu­ro pro St­un­de für 136 St­un­den vergütet be­kom­men und zwar ent­we­der, weil der Be­klag­te ähn­lich wie bei ei­ner Ruf­be­reit­schafts ver­spro­chen hat­te, auf Zu­ruf Ar­beit­neh­mer zu stel­len, oder weil BHR für die­se Zeit ver­bind­lich beim Be­klag­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­for­dert hat­te, die aber man­gels Beschäfti­gungsmöglich­keit nicht ab­ge­ru­fen wur­den (vgl. da­zu das An­schrei­ben von BHR an den Pro­zess­be­vollmäch­ti­gen des Klägers vom 20. No­vem­ber 2014, An­la­ge K 124, hier Blatt 676). Der Kläger meint, wenn schon BHR den Be­klag­ten für die­se Zeit vergüte, ste­he auch ihm für die­se Zeit Lohn zu, wie wenn er ge­ar­bei­tet hätte. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 96).
Für den Ar­beits­mo­nat Au­gust 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 16 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger den Be­trag zu­er­kannt (Po­si­ti­on 97).
Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2013
Im Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2013 war der Kläger durchgängig für BHR auf der Bau­stel­le O. in Schwe­den ein­ge­setzt. Es wur­de 6 Ta­ge die Wo­che je 10 St­un­den ge­ar­bei­tet. Da­bei sind ins­ge­samt 250 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 94, hier Blatt 210). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Sep­tem­ber 2013 (An­la­ge K 92, hier Blatt 208) 168 Ar­beits­stun­den so­wie 9,90 St­un­den Rei­se­zeit je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.607,26 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 250 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 4.285,00 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de zuzüglich 1,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 2.667,50 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.607,50 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 98).
Für den Mo­nat Sep­tem­ber 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 152,52 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 82 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 82 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,86 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 152,52 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 99).
Für den Ar­beits­mo­nat Sep­tem­ber 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 82 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 796,22
Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger den Be­trag zu­er­kannt (Po­si­ti­on 100).
Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2013
Im Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2013 war der Kläger vom 1. bis zum 10. und vom 22. bis zum 26. des Mo­nats für BHR auf der Bau­stel­le O. in Schwe­den für ins­ge­samt 140 Ar­beits­stun­den ein­ge­setzt. Da­nach war er für BHR noch vom 28. bis 31. des Mo­nats in Schwe­den für 40 St­un­den ein­ge­setzt, in Sum­me al­so 180 Ein­satz­stun­den (vgl. Ar­beits­nach­wei­se BHR, An­la­ge K 97, 2 Blätter, hier Blatt 213 f). Be­zahlt wur­den dem Kläger
laut Lohn­ab­rech­nung Ok­to­ber 2013 (An­la­ge K 96, hier Blatt 212) 168 Ar­beits­stun­den so­wie 16 Fei­er­tags­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.157,40 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 180 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 3.085,20 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de zuzüglich 1,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 1.927,80 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.157,40 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 101).
Für den Mo­nat Ok­to­ber 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 96,72 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 52 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 52 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,86 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 96,72 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 102).
Für den Ar­beits­mo­nat Ok­to­ber 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 52 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 504,92
Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger den Be­trag zu­er­kannt (Po­si­ti­on 103).
Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2013
Im Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2013 war der Kläger durchgängig für BHR auf der Bau­stel­le O. und ei­ner wei­te­ren Bau­stel­le in Schwe­den ein­ge­setzt. Es wur­de 6 Ta­ge die Wo­che je 10 St­un­den ge­ar­bei­tet. Da­bei sind ins­ge­samt 260 Ein­satz­stun­den an­ge­fal­len (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 100, hier Blatt 217 f). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung No­vem­ber 2013 (An­la­ge K 99, hier Blatt 216) 168 Ar­beits­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 1.671,80 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 260 St­un­den ei­nem Be­trag in Höhe von 4.456,40 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de zuzüglich 1,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 2.784,60 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 1.671,80 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 104).
Auf Sei­te 15 f der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 655 f) macht der Kläger für 10 St­un­den Ar­beit für BHR an Al­ler­hei­li­gen (2. No­vem­ber 2013, schwe­di­scher Fei­er­tag) ei­nen steu­er­frei­en Net­to­zu­schlag in Höhe von 140 Pro­zent auf den equal-pay-Lohn in Höhe von 142,90 Eu­ro net­to gel­tend. Erst­in­stanz­lich wa­ren dafür le­dig­lich 74,30 Eu­ro brut­to ver­langt wor­den (100 Pro­zent Zu­schlag). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen (Po­si­ti­on 105).
Für den Mo­nat No­vem­ber 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 152,52 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 82 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 82 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,86 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 152,52 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 106).
Auf Sei­te 35 der Be­ru­fungs­be­gründung (hier Blatt 665) macht der Kläger für 10 St­un­den Ar­beit für BHR ei­nen steu­er­frei­en Net­to­zu­schlag in Höhe von 140 Pro­zent auf den equal-pay-Lohn in Höhe von 142,90 Eu­ro net­to gel­tend (Po­si­ti­on 107, vgl. da­zu be­reits Po­si­ti­on 105).
Für den Ar­beits­mo­nat No­vem­ber 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 92 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 893,32 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger den Be­trag zu­er­kannt (Po­si­ti­on 108).
Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2013
Im Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2013 war der Kläger wei­ter bis ein­sch­ließlich 3. des Mo­nats für BHR in Schwe­den für ins­ge­samt 20 St­un­den ein­ge­setzt (vgl. Ar­beits­nach­weis BHR, An­la­ge K 103, hier Blatt 221). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung De­zem­ber 2013 (An­la­ge K 102, hier Blatt 220) 40 Ar­beits­stun­den, 16 Fei­er­tags­stun­den so­wie 120 Ur­laubs­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger ver­langt für die­sen Mo­nat die Zah­lung von 234,70 Eu­ro brut­to un­ter dem Ge­sichts­punkt von equal-pay. Der Kläger macht gel­tend, dass er aus dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts 17,14 Eu­ro brut­to pro St­un­de ver­dient hat, was bei 36,50 St­un­den (die­se Zahl er­gibt sich aus der kläge­ri­schen Mo­nats­auf­stel­lung De­zem­ber 2013, An­la­ge K 104, hier Blatt 222) ei­nem Be­trag in Höhe von 625,61 Eu­ro brut­to ent­spricht. Da der Be­klag­te le­dig­lich 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de zuzüglich 1,00 Eu­ro Mon­ta­ge­zu­schlag be­rech­net ha­be und da­mit höchs­tens 390,92 Eu­ro brut­to vergütet ha­be, er­ge­be sich der noch of­fe­ne Dif­fe­renz­be­trag in Höhe von 234,70 Eu­ro brut­to. Die­sen Pos­ten hat­te der Kläger be­reits erst­in­stanz­lich gel­tend ge­macht und das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen An­spruch zu­er­kannt (Po­si­ti­on 109).
Für den Ar­beits­mo­nat De­zem­ber 2013 ver­langt der Kläger wei­ter die Be­zah­lung von 6 Über­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, in Sum­me 56,26 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger für 4,5 Über­stun­den brut­to 43,70 Eu­ro zu­ge­bil­ligt. Der Kläger ver­folgt sei­nen An­spruch vollständig wei­ter (Dif­fe­renz: 14,56 Eu­ro brut­to – Po­si­ti­on 110).
Für den Mo­nat De­zem­ber 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 11,16 Eu­ro brut­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25¬pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 6 Über­stun­den abzüglich des vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Zu­schlags für die­se Über­stun­den. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 6 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlag in Höhe von 1,86 Eu­ro brut­to pro St­un­de (4,29 Eu­ro rich­tig be­rech­ne­ter Zu­schlag pro St­un­de, abzüglich ge­zahl­ter 2,43 Eu­ro Zu­schlag pro St­un­de) ent­spre­chend 11,16 Eu­ro brut­to (Po­si­ti­on 111).
Für den Mo­nat De­zem­ber 2013 ver­langt der Kläger außer­dem die Be­zah­lung ei­nes wei­te­ren Be­tra­ges in Höhe von 6,43 Eu­ro net­to. Da­bei han­delt es sich um den auf Ba­sis des Equal-Pay-Lohns be­rech­ne­ten 25-pro­zen­ti­gen Zu­schlag für 1,5 Über­stun­den. Der Be­trag er­rech­net sich aus den 1,5 St­un­den mul­ti­pli­ziert mit dem St­un­den­lohn in Höhe von 17,14 Eu­ro, mul­ti­pli­ziert mit dem Zu­schlags­fak­tor 0,25 (Po­si­ti­on 112).
Ar­beits­mo­nat Ja­nu­ar 2014
Im Ar­beits­mo­nat Ja­nu­ar 2014 war der Kläger am 27., 28. und 29. des Mo­nats für die Fir­ma SMB in B. 26 Ar­beits­stun­den tätig. (vgl. Ar­beits­nach­weis SMB, An­la­ge K 112, hier Blatt 275). Be­zahlt wur­den dem Kläger laut Lohn­ab­rech­nung Ja­nu­ar 2014 (An­la­ge K 105, hier Blatt 223) 120 Ar­beits­stun­den, 8 Fei­er­tags­stun­den so­wie 56 Ur­laubs­stun­den je 9,71 Eu­ro pro St­un­de.
Der Kläger macht gel­tend, 2 der 26 Ar­beits­stun­den im Ja­nu­ar 2014 sei­en als Über­stun­den zu vergüten, da er an zwei Ta­gen 1 St­un­de mehr als 8 St­un­den ge­ar­bei­tet hätte. Der Kläger macht in­so­weit je St­un­de den Ver­trags­lohn in Höhe von 9,71 Eu­ro brut­to gel­tend, in Sum­me 19,42 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 14, hier Blatt 658 R – Po­si­ti­on 113)
Für die vor­erwähn­ten Über­stun­den macht der Kläger auch den ar­beits­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Zu­schlag in Höhe von 25 Pro­zent gel­tend und ver­langt dem­nach 4, 86 Eu­ro (2 x 9,71 x 0,25). Der Be­trag wird als Net­to­be­trag gel­tend ge­macht. Das Ar­beits­ge­richt hat den An­spruch ver­neint, der Kläger ver­folgt ihn wei­ter (Po­si­ti­on 114).
Für die An- und Rück­rei­se von und zur Bau­stel­le in B. ver­langt der Kläger außer­dem Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 119,60 Eu­ro net­to (2 x 230 km x 0,26 Eu­ro). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch wei­ter (Po­si­ti­on 115).
Für die An- und Rück­rei­se von und zur Bau­stel­le in B. ver­langt der Kläger außer­dem die Vergütung von Rei­se­zeit für 2,5 St­un­den je 9,81 Eu­ro brut­to, in Sum­me 45,55 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch wei­ter (Po­si­ti­on 116).
Ar­beits­mo­nat Fe­bru­ar 2014
Im Ar­beits­mo­nat Fe­bru­ar 2014 hat der Kläger nicht pro­duk­tiv ge­ar­bei­tet, hat sich je­doch am 5. Fe­bru­ar 2014 ei­ner ar­beits­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung un­ter­zo­gen. Dafür macht er die Be­zah­lung von 2 Ar­beits­stun­den in Höhe von 19,42 Eu­ro brut­to gel­tend. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen. Der Kläger ver­folgt den An­spruch in vol­lem Um­fang wei­ter (Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 51, hier Blatt 673 – Po­si­ti­on 117).
Ar­beits­mo­nat März 2014
Aus dem Ar­beits­mo­nat März 2014 lei­tet der Kläger kei­ne Ansprüche ab. Vom 10. März bis zum 17. April 2014 war der Kläger ar­beits­unfähig er­krankt.
Ar­beits­mo­nat April 2014
Im April 2014 war der Kläger bis zum 17. des Mo­nats wei­ter­hin ar­beits­unfähig er­krankt. Ei­ne wei­te­re krank­heits­be­ding­te Aus­fall­zeit hat sich vom 22. April 2014 bis zum 15. Mai 2014 (letz­ter Tag des Ar­beits­verhält­nis­ses) an­ge­schlos­sen. Vergütung bzw. Ent­gelt­fort­zah­lung hat der Be­klag­te für den Mo­nat April nicht be­zahlt, er berühmt sich we­gen des ne­ga­ti­ven Sal­dos des St­un­den­kon­tos der Vor­schuss­zah­lung.
Der Kläger ver­langt für April 2014 die Be­zah­lung von 1.708,96 Eu­ro brut­to (16 Fei­er­tags­stun­den zuzüglich 160 Lohn­fort­zah­lungs­stun­den je 9,71 Eu­ro brut­to, vgl. kor­ri­gier­te Lohn­ab­rech­nung – "Pro­be­ab­rech­nung" – April 2014, hier Blatt 240). Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen Be­trag zu­ge­spro­chen (Po­si­ti­on 118).
Ar­beits­mo­nat Mai 2014
Das Ar­beits­verhält­nis hat auf­grund der Kündi­gung des Klägers in die­sem Mo­nat mit Ab­lauf den 15. des Mo­nats ge­en­det. Der Kläger war im Mai durch­ge­hend bis zum 15. des Mo­nats wei­ter­hin ar­beits­unfähig er­krankt. Vergütung bzw. Ent­gelt­fort­zah­lung hat der Be­klag­te für den Mo­nat Mai nicht be­zahlt, er berühmt sich we­gen des ne­ga­ti­ven Sal­dos des St­un­den­kon­tos der Vor­schuss­zah­lung.
Der Kläger ver­langt für Mai 2014 die Be­zah­lung von 932,16 Eu­ro brut­to (88 Lohn­fort­zah­lungs­stun­den so­wie 8 Ur­laubs­lohn­stun­den -"Pro­be­ab­rech­nung" Mai 2014, hier Blatt 239). Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kläger die­sen Be­trag zu­ge­spro­chen (Po­si­ti­on 119).
Schluss­ab­rech­nung
Im Rah­men der Schluss­ab­rech­nung ver­langt der Kläger die Ab­gel­tung von 9 Ur­laubs­ta­gen aus dem Jah­re 2014. Das Ent­ste­hen des Ur­laubs­an­spruchs in die­ser Höhe ist un­strei­tig. Ei­ne Be­zah­lung hat der Be­klag­te ab­ge­lehnt, er berühmt sich der Erfüllung des Ur­laubs­an­spruchs, hilfs­wei­se - we­gen des ne­ga­ti­ven Sal­dos des St­un­den­kon­tos - der Vor­schuss­zah­lung.
Der Kläger ver­langt in­so­weit die Be­zah­lung von 699,12 Eu­ro brut­to. Das Ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge in­so­weit ent­spro­chen (Po­si­ti­on 120).
Der Kläger lei­tet sei­nen An­spruch auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt für die Ein­satz­stun­den bei frem­den Ar­beit­ge­bern aus §§ 9, 10 AÜG ab. Er ver­tritt da­zu die Rechts­an­sicht, dass sich der Be­klag­te auf kei­ne ab­wei­chen­de ta­rif­li­che Re­ge­lung be­ru­fen könne, da er – der Kläger – kei­ner Ge­werk­schaft an­gehöre und auch ar­beits­ver­trag­lich kein Ta­rif­ver­trag in Be­zug ge­nom­men wor­den sei.
Der An­spruch auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt um­fas­se auch die von ihm hier gel­tend ge­mach­ten Über­stun­den­zu­schläge und die sons­ti­gen Zu­schläge für Ar­beit an Sonn- oder an Fei­er­ta­gen.
Die Pflicht zur Aus­zah­lung der in das St­un­den­kon­to ein­ge­stell­ten Plus­stun­den er­ge­be sich aus der Un­wirk­sam­keit der St­un­den­kon­to­ver­ein­ba­rung im Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en. Die Ver­ein­ba­rung sei un­verständ­lich und da­mit nach §§ 305 ff BGB nicht wirk­sam ver­ein­bart. Außer­dem ver­s­toße sie auch ge­gen § 11 Ab­satz 4 Satz 2 AÜG.
Dem Kläger ste­he auch ein wei­te­rer Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch zu. In den zurück­lie­gen­den Jah­ren sei vom Be­klag­ten in den auf­trags­ar­men Zei­ten Ur­laub oh­ne Zu­stim­mung des Klägers gewährt wor­den. Auf die­se Wei­se könne kein Ur­laub gewährt wer­den. Der Ur­laubs­an­spruch sei nicht un­ter­ge­gan­gen, viel­mehr müsse der Be­klag­te, weil er sich mit der Gewährung von Ur­laub in Ver­zug be­fun­den ha­be, Scha­dens­er­satz in Form von Er­satz­ur­laub gewähren. Da die­ser Scha­dens­er­satz­an­spruch bis zum En­de des Ar­beits­verhält­nis­ses nicht erfüllt wor­den sei, müsse der Be­klag­te nun­mehr den Scha­dens­er­satz in Form von Geld in Höhe ei­ner ent­spre­chen­den Ur­laubs­ab­gel­tung zah­len.
I. Die Be­ru­fung des Be­klag­ten zurück­zu­wei­sen;
II. un­ter Abände­rung des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils, so­weit es die Kla­ge ab­ge­wie­sen hat,
1. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger wei­te­re 4.290,76 Eu­ro nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz auf 31,68 Eu­ro seit dem 11.04.2011, 38,50 Eu­ro seit dem 1.05.2011, 413,64 Eu­ro seit dem 11.06.2011, 60,10 Eu­ro seit dem 11.07.2011, 271,64 Eu­ro seit dem 11.08.2011, 243,72 Eu­ro seit dem 11.09.2011, 3,08 Eu­ro seit dem 11.12.2011, 32,34 Eu­ro seit dem 11.01.2012, 58,52 Eu­ro seit dem 11.06.2012, 10,00 Eu­ro seit dem 11.07.2012, 68,50 Eu­ro seit dem 11.01.2013, 113,06 Eu­ro seit dem 11.07.2013, 1.418,52 Eu­ro seit dem 11.08.2013, 1.010,48 Eu­ro seit dem 1.09.2013, 29,76 Eu­ro seit dem 11.10.2013, 152,52 Eu­ro seit dem 11.11.2013, 96,72 Eu­ro seit dem 11.12.2013, 226,82 Eu­ro seit dem 11.01.2014 so­wie auf 11,16 Eu­ro seit dem 11.02.2014 zu zah­len;
2. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger wei­te­re 532,21 Eu­ro nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz auf 119,57 Eu­ro seit dem 11.11.2011, 1,25 Eu­ro seit dem 11.12.2011, 193,80 Eu­ro seit dem 11.07.2012, 9,69 Eu­ro seit dem 11.08.2012, 198,00 Eu­ro seit dem 11.06.2013 so­wie auf 9,90 Eu­ro seit dem 11.07.2013 zu zah­len;
3. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger wei­te­re 500,05 Eu­ro nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­te über dem Ba­sis­zins­satz auf 121,38 Eu­ro seit dem 11.04.2011, 77,68 Eu­ro seit dem 11.05.2011, 58,26 Eu­ro seit dem 11.06.2011, 29,13 Eu­ro seit dem 11.09.2011, 19,42 Eu­ro seit dem 11.10.2011, 14,57 Eu­ro seit dem 11.11.2011, 29,13 Eu­ro seit dem 11.12.2011, 9,71 Eu­ro seit dem 11.04.2012, 48,55 Eu­ro seit dem 11.07.2012, 29,13 Eu­ro seit dem 11.12.2012, 29,13 Eu­ro seit dem 11.06.2013, 14,56 Eu­ro seit dem 11.01.2014 so­wie auf 19,42 Eu­ro seit dem 11.02.2014 zu zah­len;
4. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len an den Kläger wei­te­re 298,01 Eu­ro brut­to und 359,58 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5-Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz auf 125,84 Eu­ro seit dem 11.06.2011, 58,28 Eu­ro seit dem 11.06.2011, 11,92 Eu­ro seit dem 11.09.2011, 7,95 Eu­ro seit dem 11.10.2011, 4,69 Eu­ro seit dem 11.11.2011, 11,92 Eu­ro seit dem 11.12.2011, 155,36 Eu­ro seit dem 11.03.2012, 39,18 Eu­ro seit dem 11.04.2012, 20,71 Eu­ro seit dem 11.07.2012, 12,86 Eu­ro seit dem 11.12.2012, 12,86 Eu­ro seit dem 11.06.2013, 6,43 Eu­ro seit dem 11.01.2014, 170,01 Eu­ro seit dem 11.02.2014 so­wie auf 19,42 Eu­ro seit dem 11.03.2014 zu zah­len;
5. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger wei­te­re 1.475,92 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz auf 77,68 Eu­ro seit dem 11.02.2011, 155,36 Eu­ro seit dem 11.03.2011, 388,40 Eu­ro seit dem 11.03.2012, 388,40 Eu­ro seit dem 11.04.2012 so­wie auf 466,08 Eu­ro seit dem 11.12.2012 zu zah­len;
6. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger wei­te­re 2.563,44 brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5-Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz auf 1.708,96 Eu­ro seit dem 11.05.2014 so­wie auf 854,48 Eu­ro seit dem 11.06.2014 zu zah­len;
III. kla­ger­wei­ternd den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an den Kläger 274,40 Eu­ro brut­to und 228,90 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5-Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz auf 274,40 Eu­ro seit dem 11.07.2013, 127,20 Eu­ro seit dem 1.08.2011, 33,10 Eu­ro seit dem 11.07.2013 so­wie auf 68,60 Eu­ro seit dem 11.01.2014 zu zah­len.
I. un­ter teil­wei­ser Abände­rung des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils die Kla­ge ins­ge­samt ab­zu­wei­sen;
II. die kläge­ri­sche Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen und die kla­ge­er­wei­ternd gel­tend ge­mach­ten Anträge ab­zu­wei­sen.
Der Kläger ha­be kei­nen An­spruch auf equal pay. Der Be­trieb des Be­klag­ten un­ter­fal­le dem Gel­tungs­be­reich der Ta­rif­verträge für das Me­tall­hand­werk in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Über die Mit­glied­schaft des Be­trie­bes in der Me­tal­lin­nung Ost-Vor­pom­mern sei der Be­trieb gleich­zei­tig Mit­glied im Teil­ge­wer­be­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern und un­ter­fal­le da­mit dem Gel­tungs­be­reich der Ta­rif­verträge für das Me­tall­hand­werk in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Vor die­sem Hin­ter­grund würden für sei­nen Be­trieb die zwi­schen dem Me­tall­ge­wer­be­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern und der Christ­li­chen Ge­werk­schaft Me­tall — Lan­des­ver­band Nord-Ost ge­schlos­se­nen Ta­rif­ver­ein­ba­run­gen gel­ten. Der Kläger er­hal­te so­gar ei­ne über­ta­rif­li­che Vergütung. - Rein vor­sorg­lich be­strei­te er mit Nicht­wis­sen, dass die von BHR mit­ge­teil­ten Ver­gleichslöhne tatsächlich ei­nen dem Kläger ver­gleich­ba­ren ei­ge­nen Ar­beit­neh­mer die­ser Fir­ma beträfen. Letzt­end­lich wären ver­meint­li­che Ansprüche des Klägers im Hin­blick auf die ta­rif­ver­trag­li­che Aus­schluss­frist ver­fal­len.
Ein Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch für im Jah­re 2014 ent­stan­de­nen Ur­laub ste­he dem Kläger nicht zu, da der Be­klag­te ihm in 2014 lau­fend Ur­laub gewährt ha­be, nämlich zunächst während der Be­triebs­ru­he An­fang Ja­nu­ar 2014 so­dann En­de Ja­nu­ar und im Fe­bru­ar 2014. Dies rest­li­chen Ur­laubs­ta­ge sei­en im März und April 2014 in den Lohn­ab­rech­nun­gen aus­ge­wie­sen.
Der Kläger ha­be auch nicht al­le tatsächlich ab­ge­rech­ne­ten Lohn­zah­lun­gen berück­sich­tigt im Zu­sam­men­hang mit der Dif­fe­renz­lohn­be­rech­nung. So ha­be er kei­ne Mon­ta­ge­stun­den­zu­schläge berück­sich­tig und auch nicht die Zah­lun­gen, die der Be­klag­ten zu­min­dest für Ju­ni 2013 und die Fol­ge­mo­na­te un­ter dem Ti­tel "Zusätz­li­che Ar­beit­ge­be­r­er­stat­tung" ge­zahlt ha­be.
Hin­sicht­lich der ge­leis­te­ten Über­stun­den sei er be­rech­tigt, die­se mit den Mi­nus­stun­den auf dem Ar­beits­zeit­kon­to auf­grund der ver­trag­lich
ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen, auch hin­sicht­lich der Ver­ein­ba­rung zur Führung ei­nes Ar­beits­zeit­kon­tos, zu ver­rech­nen. Ergänzend weist er dar­auf hin, dass auch der Kläger anläss­lich der Kündi­gung des ursprüng­li­chen Ar­beits­verhält­nis­ses zum 31. De­zem­ber 2012 mit ei­ner Ver­rech­nung auf­grund ei­ner Ver­ein­ba­rung vom 30. No­vem­ber 2012 ein­ver­stan­den ge­we­sen sei (Ver­weis auf die An­la­ge B 12, hier 386).
Der Be­klag­te be­haup­tet des Wei­te­ren, der Bau­stel­len­wech­sel im Mai 2011 von K. nach L. sei durch BHR ver­an­lasst wor­den. Der Kläger ha­be vor die­sem Hin­ter­grund le­dig­lich An­spruch auf Zah­lung der an­fal­len­den Fahrt­kos­ten und Fahr­zei­ten, die durch den Bau­stel­len­wech­sel be­dingt wa­ren, und zwar für die Ki­lo­me­ter und An­rei­se­zeit für den Wech­sel K. nach L.; ein wei­ter­ge­hen­der An­spruch für ei­ne Heim­fahrt be­ste­he nicht.
Für den 6. und 7. Fe­bru­ar 2012 sei tatsächlich ein Ein­satz des Klägers in der V.werft S. vor­ge­se­hen ge­we­sen. Der Kläger ha­be je­doch vor Ar­beits­auf­nah­me ver­laut­ba­ren las­sen, er könne bzw. wol­le die­se Auf­ga­ben nicht wahr­neh­men. Er sei durch die V.werft S. weg­ge­schickt wor­den. Die V.werft selbst ha­be dem Be­klag­ten auch kei­ne Zeit­er­fas­sung zwecks Ab­rech­nung der vom Kläger an­geb­lich ge­leis­te­ten Ar­beit über­sandt.
Für die An- und Ab­rei­se zu ei­ner Bau­stel­le in B. im Ja­nu­ar 2014, nämlich bei der Fir­ma Rohr­lei­tungs­bau W., ha­be der Kläger kei­nen An­spruch auf Vergütung. Der Kläger ha­be vor Ort nach Ein­tref­fen auf der Bau­stel­le erklärt, er könne die ihm dort über­tra­ge­nen Auf­ga­ben bzw. Ar­bei­ten nicht ausführen. Aus die­sem Grun­de sei durch die Rohr­lei­tungs­bau W. der mit dem Be­klag­ten be­ste­hen­de Ar­beit­neh­merüber­las­sungs­ver­trag gekündigt wor­den. Gleich­zei­tig sei mit­ge­teilt wor­den, man wer­de we­der den ver­ein­bar­ten St­un­den­satz für den über­las­se­nen Kläger zah­len, noch die ei­gent­lich von der Fir­ma Rohr­lei­tungs­bau W. zu über­neh­men­den Rei­se­kos­ten.
We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Par­tei­vor­trags im Be­ru­fungs­rechts­zug wird auf die über­reich­ten Schriftsätze nebst An­la­gen so­wie auf das Pro­to­koll der münd­li­chen Ver­hand­lung Be­zug ge­nom­men.
Bei­de Be­ru­fun­gen ha­ben zum Teil Er­folg, sind im über­wie­gen­den Teil je­doch nicht be­gründet. Von den zweit­in­stanz­lich erst­mals gel­tend ge­mach­ten Ansprüchen ist nur ein klei­ner Teil be­gründet.
Die Be­ru­fung des Be­klag­ten ist im Um­fang von 7.428,83 Eu­ro brut­to be­gründet und im Übri­gen nicht be­gründet.
Die Be­ru­fung des Be­klag­ten ist no­mi­nell in Höhe von 8.923,49 Eu­ro brut­to be­gründet, so­weit das Ar­beits­ge­richt den Be­klag­ten zur Zah­lung we­gen 918 vom Kläger ge­leis­te­ter Über­stun­den, die nicht zur Aus­zah­lung ge­langt, son­dern als Plus­stun­den auf dem St­un­den­kon­to ver­bucht wur­den, ver­ur­teilt hat.
Der Kläger hat für von ihm ge­leis­te­te Über­stun­den bei sei­nen Einsätzen bei BHR die Zah­lung des ar­beits­ver­trag­li­chen Grund­lohns in Höhe von 9,71 Eu­ro brut­to ge­for­dert (das be­trifft die Po­si­tio­nen 4, 8, 11, 14, 20, 26, 30, 35, 40, 45, 51, 56, 60, 62, 71, 73, 79, 81, 92, 97, 100, 103, 108, 110, 113 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung Blatt 812 ff). Die­se St­un­den sind vom Be­klag­ten nicht zur Aus­zah­lung ge­langt, son­dern sie wur­den auf dem St­un­den­kon­to an­ge­spart und – je­den­falls nach dem Dafürhal­ten des Be­klag­ten – durch Gewährung be­zahl­ter Frei­stel­lung zum Aus­gleich ge­bracht. Nach kläge­ri­scher Dar­stel­lung hat er An­spruch auf Vergütung von 962,5 Über­stun­den, von de­nen das Ar­beits­ge­richt 919 St­un­den ent­spre­chend 8.923,49 Eu­ro brut­to als noch zu vergüten an­er­kannt hat (Sei­te 17 f des Ur­teils­ab­drucks).
Das Be­ru­fungs­ge­richt hält die­sen Teil der Kla­ge für nicht be­gründet, da der Be­klag­te mit Er­folg gel­tend ma­chen kann, dass er die ar­beits­ver­trag­li­che Grund­vergütung für die­se St­un­den durch be­zahl­te Frei­stel­lung des Klägers zu an­de­ren Zei­ten zum Aus­gleich ge­bracht hat.
Nach dem Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en be­steht kein un­be­ding­ter An­spruch des Ar­beit­neh­mers auf vollständi­ge zeit­na­he Aus­zah­lung der von ihm ab­ge­leis­te­ten Über­stun­den. Viel­mehr ha­ben die Par­tei­en ver­ein­bart, dass vom Ar­beit­neh­mer ge­leis­te­te Über­stun­den auch durch die Gewährung von be­zahl­ter Frei­stel­lung zu an­de­ren Zei­ten zum Aus­gleich ge­bracht wer­den können.
Das er­gibt sich aus den Re­ge­lun­gen der Par­tei­en in § 3 des letz­ten Ar­beits­ver­tra­ges aus April 2013 zur Fra­ge der Ar­beits­zeit. Nach § 3 Ab­satz 3 des Ar­beits­ver­tra­ges ist der Ar­beit­neh­mer ver­pflich­tet, ge­ge­be­nen­falls "Mehr- und Übe­r­ar­beit" zu leis­ten. Das be­zieht sich er­kenn­bar auf § 3 Ab­satz 1 des Ar­beits­ver­tra­ges, wo­nach die "re­gelmäßige Ar­beits­zeit" 40 St­un­den pro Wo­che beträgt. Der Ar­beit­neh­mer ist al­so ver­pflich­tet, ge­ge­be­nen­falls mehr als 40 St­un­den pro Wo­che zu ar­bei­ten. Die­se Re­ge­lung wird durch § 3 Ab­satz 6 des Ver­tra­ges noch­mals be­tont, so­weit es dort heißt, der Ar­beit­neh­mer müsse sich dem Ar­beits­zeit­re­gime auf den Ein­satz­bau­stel­len un­ter­wer­fen, wo­bei hier durch ei­nen Klam­mer­zu­satz noch­mals her­vor­ge­ho­ben wird, dass sich dies auch auf "Über­stun­den er­brin­gen" be­zieht.
Gleich­zei­tig ist in § 3 Ab­satz 5 des Ar­beits­ver­tra­ges bezüglich der Ab­rech­nung und Aus­zah­lung der Vergütung ge­re­gelt, dass ein Ar­beits­zeit­kon­to geführt wird, "des­sen Aus­ge­stal­tung in ei­ner ge­son­der­ten Ver­ein­ba­rung fest­ge­schrie­ben wird". Dar­aus ist zu ent­neh­men, dass die Par­tei­en des Ar­beits­ver­tra­ges ge­ra­de nicht ei­ne mo­nats­ge­naue Aus­zah­lung al­ler Ar­beits­stun­den woll­ten, son­dern ei­ne Aus­zah­lung von Über­stun­den auch zu späte­ren Zeit­punk­ten für möglich ge­hal­ten ha­ben.
Die­se ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lung gilt im Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en un­abhängig da­von, dass die auf die­ser Ba­sis tatsächlich ge­trof­fe­ne Re­ge­lung zur Aus­ge­stal­tung des Ar­beits­zeit­kon­tos we­gen Un­klar­hei­ten und auch we­gen Ver­s­toß ge­gen § 11 Ab­satz 4 Satz 2 AÜG nicht wirk­sam ver­ein­bart wur­de (so rich­tig LAG Meck­len­burg-Vor­pom­mern 19. Fe­bru­ar 2015 – 5 Sa 138/14; 13. Ok­to­ber 2015 – 2 Sa 113/15 und 22. De­zem­ber 2015 – 2 Sa 105/15). Die sich aus dem Ar­beits­ver­trag selbst er­ge­ben­de Grund­re­gel zum Aus­gleich von Mehr­ar­beit und Über­stun­den durch be­zahl­te Frei­stel­lung zu an­de­ren Zeit­punk­ten bleibt auch oh­ne ei­ne ergänzen­de Re­ge­lung zu Ein­zel­hei­ten des St­un­den­kon­tos an­wend­bar. Recht­lich ge­se­hen ist es ei­ne St­un­dungs­ver­ein­ba­rung bezüglich der Aus­zah­lung der durch die Ab­leis­tung von Über­stun­den ent­stan­de­nen Vergütungs­ansprüche ver­bun­den mit ei­ner Ab­re­de, den Ar­beit­neh­mer für den Zeit­raum der nach­gewähr­ten Vergütung zusätz­lich von der Pflicht zur Ar­beits­leis­tung zu ent­bin­den. So­wohl die Be­zah­lung als auch die Frei­stel­lung kann bei­der­seits ein­ge­for­dert wer­den. Die sich dar­aus er­ge­ben­de Frei­stel­lungs­pflicht hat der Ar­beit­ge­ber un­ter zusätz­li­cher Be­ach­tung der Re­geln zum Aus­gleichs­zeit­raum aus § 3 Ar­beits­zeit­ge­setz (Arb­ZG) zu erfüllen.
Die­se ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lung verstößt auch nicht ge­gen § 11 Ab­satz 4 Satz 2 AÜG. Nach die­ser Vor­schrift kann das Recht des Leih­ar­beit­neh­mers auf Vergütung bei An­nah­me­ver­zug des Ver­lei­hers (§ 615 Satz 1 BGB) nicht durch Ver­trag auf­ge­ho­ben oder be­schränkt wer­den. Das Ar­beits­zeit­kon­to im Leih­ar­beits­verhält­nis darf nicht da­zu ein­ge­setzt wer­den, § 11 Ab­satz 4 Satz 2 AÜG zu um­ge­hen und das vom Ver­lei­her zu tra­gen­de Beschäfti­gungs­ri­si­ko auf den Leih­ar­beit­neh­mer ab­zuwälzen (BAG 16. April 2014 - 5 AZR 483/12 -; LAG Ber­lin-Bran­den­burg 17. De­zem­ber 2014 - 15 Sa 982/14 -; LAG Meck­len­burg-Vor­pom­mern 19. Fe­bru­ar 2015 aaO). Ei­ne St­un­dungs- und Frei­stel­lungs­ab­re­de bezüglich der Aus­zah­lung der durch die Ab­leis­tung von Über­stun­den ver­dien­ten Ent­gelts berührt die Ansprüche des Ar­beit­neh­mers aus § 615 BGB je­doch nicht. So­weit der Ar­beit­ge­ber den Ar­beit­neh­mer zum Aus­gleich be­reits ge­leis­te­ter Mehr­ar­beit un­ter Fort­zah­lung der Vergütung von der Pflicht zur Ar­beits­leis­tung frei­stellt, kann er nicht in An­nah­me­ver­zug im Sin­ne von § 615 BGB ge­ra­ten. Das gilt auch dann, wenn die Frei­stel­lung in ei­ne auf­trags­ar­me Zeit fällt und der Ar­beit­ge­ber Pro­ble­me ge­habt hätte, den Ar­beit­neh­mer, wenn der Frei­stel­lungs­an­spruch nicht ge­ge­ben wäre, frei­zu­stel­len. Die Erfüllung der Frei­stel­lungs­pflicht, die sich aus der ar­beits­ver­trag­li­chen St­un­dungs- und Frei­stel­lungs­ab­re­de er­gibt, ver­hin­dert das Ent­ste­hen von An­nah­me­ver­zug.
Nach der vom Kläger selbst vor­ge­leg­ten Zu­sam­men­stel­lung sei­ner Plus- und sei­ner Mi­nus­stun­den im Streit­zeit­raum (An­la­ge K 127, hier Blatt 842), die ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der mo­nat­li­chen Be­rech­nungsbögen dar­stellt, die der Kläger selbst er­stellt und in den Rechts­streit ein­geführt hat, hat der Kläger im ge­sam­ten Streit­zeit­raum 962,50 Über­stun­den er­bracht und ist während 1.262,50 "Mi­nus­stun­den" un­ter Fort­zah­lung der Vergütung frei­ge­stellt ge­we­sen. An­ge­sichts des Um­fangs des Über­hangs der Mi­nus­stun­den kann vor­lie­gend da­hin­ste­hen, ob die et­was über 100 Mi­nus­stun­den, die zu Las­ten des Klägers zu Be­ginn des Streit­zeit­raums im Ja­nu­ar 2011 ge­bucht wa­ren oder in die­sem Mo­nat hin­zu­ge­kom­men wa­ren, auf ei­ne wirk­sa­me Frei­stel­lung zum Zwe­cke des Aus­gleichs von Über­stun­den aus vor­an­ge­gan­ge­nen Zei­ten gewährt wur­den. Of­fen­blei­ben kann auch die wei­te­re Fra­ge, ob der Kläger – wie in sei­ner Zu­sam­men­stel­lung an­ge­ge­ben – 962,50 Über­stun­den im Streit­zeit­raum ge­leis­tet hat, oder nur 919 Über­stun­den wie vom Ar­beits­ge­richt fest­ge­stellt. In je­dem Fal­le um­fasst der Über­hang der "Mi­nus­stun­den" ge­genüber den "Plus­stun­den" mehr als 180 St­un­den.
Da der Kläger nicht dar­ge­legt hat, dass der sich aus § 3 Arb­ZG er­ge­ben­de Aus­gleichs­zeit­raum (in­ner­halb von sechs Ka­len­der­mo­na­ten oder in­ner­halb von 24 Wo­chen im Durch­schnitt acht St­un­den werktäglich) für ein­zel­ne Pha­sen des Streit­zeit­raums über­schrit­ten war, reicht es für die Ab­wei­sung der Kla­ge in die­sem Punk­te aus, fest­zu­stel­len, dass die An­zahl der gewähr­ten Mi­nus­stun­den im ge­sam­ten Streit­zeit­raum die An­zahl der ge­leis­te­ten Über­stun­den min­des­tens um 180 St­un­den über­steigt.
Zur Ab­gren­zung der Streit­ge­genstände soll an die­ser Stel­le klar­stel­lend her­vor­ge­ho­ben wer­den, dass der mögli­che wei­te­re Streit­ge­gen­stand, Vergütungshöhe der in das St­un­den­kon­to ein­ge­stell­ten St­un­den, zu kei­nem Zeit­punkt rechtshängig ge­macht wur­de, der Kläger hat es viel­mehr da­bei be­las­sen, in­so­weit vom ar­beits­ver­trag­li­chen Lohn aus­zu­ge­hen.
Die Be­ru­fung des Be­klag­ten ist nur zu ei­nem klei­nen Teil be­gründet, so­weit das Ar­beits­ge­richt den Be­klag­ten zur Zah­lung aus §§ 9, 10 AÜG un­ter dem Ge­sichts­punkt des glei­chen Ar­beits­ent­gelts ("equal pay") für Tätig­kei­ten auf Bau­stel­len von BHR ver­ur­teilt hat (Sei­te 12 ff des Ur­teils­ab­drucks).
Die Ver­ur­tei­lung be­ruht auf un­strei­tig ge­blie­be­nen Tat­sa­chen und sie um­fasst die Po­si­tio­nen 1, 3, 7, 10, 13, 19, 25, 29, 34, 39, 44, 55, 58, 61, 67, 68, 69, 70, 72, 80, 88, 94, 98, 101, 104 und 109 aus der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung der Streit­ge­genstände (hier Blatt 812 ff). Das Ar­beits­ge­richt geht da­von aus, dass es den Be­klag­ten in­so­weit zur Zah­lung von 22.122,04 Eu­ro brut­to ver­ur­teilt ha­be. Sum­miert man die zu­ge­spro­che­nen Ein­zel­pos­ten auf, er­gibt sich in Sum­me ein Be­trag in Höhe von 22.324,39 Eu­ro. Die hier­ge­gen ge­rich­te­te Be­ru­fung hat nur im Um­fang von 200,50 Eu­ro brut­to Er­folg, im Um­fang von 22.123,89 Eu­ro brut­to ist sie nicht be­gründet.
Der Kläger hat An­spruch auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt ("equal pay") für Zei­ten sei­ner Einsätze als ver­lie­he­ner Ar­beit­neh­mer auf Bau­stel­len von BHR aus §§ 9, 10 AÜG. Das hat das Ar­beits­ge­richt bezüglich des Grund­lohns zu­tref­fend er­kannt, das Be­ru­fungs­ge­richt macht sich die Ausführun­gen zu ei­gen. In Hin­blick auf das Be­ru­fungs­vor­brin­gen ist ergänzend wie folgt aus­zuführen.
Ei­ne nach § 9 Nr. 2 AÜG zur Ab­wei­chung vom Ge­bot der Gleich­be­hand­lung be­rech­ti­gen­de Ver­ein­ba­rung ha­ben die Par­tei­en nicht ge­trof­fen.
Die zwi­schen dem Me­tall­ge­wer­be­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern und der christ­li­chen Ge­werk­schaft Me­tall – Lan­des­ver­band Nord-Ost – ge­schlos­se­nen Ta­rif­ver­ein­ba­run­gen fin­den auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en kei­ne An­wen­dung. Die Par­tei­en ha­ben die An­wen­dung die­ser Ta­rif­verträge nicht ver­ein­bart. Auch fin­den die­se Ta­rif­verträge nicht auf­grund bei­der­sei­ti­ger Ta­rif­ge­bun­den­heit nach § 3 TVG An­wen­dung. Der Kläger ist un­strei­tig nicht Mit­glied der ta­rif­sch­ließen­den Ge­werk­schaft. Der Um­stand, dass der Be­klag­te ta­rif­ge­bun­den ist, ist un­er­heb­lich. Denn nach § 4 Ab­satz 1 Satz 1 TVG gel­ten die Rechts­nor­men des Ta­rif­ver­tra­ges, die den In­halt, den Ab­schluss oder die Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen ord­nen, un­mit­tel­bar und zwin­gend nur zwi­schen den bei­der­seits Ta­rif­ge­bun­de­nen, die un­ter den Gel­tungs­be­reich des Ta­rif­ver­tra­ges fal­len.
Der Ta­rif­ver­trag ist auch nicht durch ar­beits­ver­trag­li­che In­be­zug­nah­me in das Rechts­verhält­nis der Par­tei­en ein­be­zo­gen wor­den. Im schrift­li­chen Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en fin­det man kei­ne Re­ge­lung zur In­be­zug­nah­me ei­nes Ta­rif­werks. Es kann da­hin­ste­hen, ob es Fälle gibt, in de­nen man von ei­ner kon­klu­den­ten In­be­zug­nah­me ei­nes Ta­rif­wer­kes aus­ge­hen kann, denn vor­lie­gend können kei­ne da­hin­ge­hen­den Fest­stel­lun­gen ge­trof­fen wer­den. Der Ar­beit­ge­ber hat auf­grund sei­ner Ta­rif­bin­dung das Ta­rif­werk ein­sei­tig zur An­wen­dung ge­bracht. Wenn sich der Kläger bei Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die rich­ti­ge Be­rech­nung der Vergütung auch auf die­ses Ta­rif­werk be­zieht, kann dar­aus noch nicht der Schluss ge­zo­gen wer­den, es sei da­mit ein­ver­stan­den, die­ses Ta­rif­werk ins­ge­samt als Teil des Ar­beits­ver­tra­ges zu be­trach­ten.
Zu­tref­fend ist das Ar­beits­ge­richt bei der Be­stim­mung des Ver­gleichs­ent­gelts von der Aus­kunft aus­ge­gan­gen, die BHR auf An­fra­ge des Klägers er­teilt hat.
Der Leih­ar­bei­ter­neh­mer genügt zunächst der ihm ob­lie­gen­den Dar­le­gungs­last für die Höhe des An­spruchs, wenn er sich auf ei­ne ihm nach § 13 AÜG er­teil­te Aus­kunft be­ruft und die­se in den Pro­zess einführt. Denn die — ord­nungs­gemäße — Aus­kunft des Ent­lei­hers über das ei­nem ver­gleich­ba­ren Stamm­ar­beit­neh­mer gewähr­te Ar­beits­ent­gelt ist das ge­setz­lich vor­ge­se­he­ne Mit­tel, das dem Leih­ar­beit­neh­mer ermögli­chen soll, die Ein­hal­tung des Ge­bots der Gleich­be­hand­lung zu über­prüfen und die Höhe des An­spruchs aus § 10 Ab­satz 4 AÜG zu be­rech­nen. Es ob­liegt so­dann im Rah­men ei­ner ab­ge­stuf­ten Dar­le­gungs­last dem Ver­lei­her, die maßgeb­li­chen Umstände der Aus­kunft in er­heb­li­cher Art im Ein­zel­nen zu be­strei­ten. Trägt er nichts vor oder lässt er sich nicht sub­stan­ti­iert ein, gilt der In­halt der vom Leih­ar­beit­neh­mer vor­ge­tra­ge­nen Aus­kunft als zu­ge­stan­den (BAG 24. Sep­tem­ber 2014 – 5 AZR 254/13; BAG 19. Fe­bru­ar 2014 — 5 AZR 1048/12).
In die­sem Sin­ne hat der Be­klag­te kei­ne er­heb­li­chen Einwände ge­gen die Höhe des Ver­gleichs­ent­gelts nach den ge­ge­be­nen Auskünf­ten vor­ge­bracht. Auf die nähe­ren Ausführun­gen des Ar­beits­ge­richts hier­zu wird ver­wie­sen.
Zu­tref­fend ist das Ar­beits­ge­richt auch da­von aus­ge­gan­gen, dass der Be­klag­te den Vergütungs­an­spruch des Klägers aus § 10 Ab­satz 4 AÜG noch nicht vollständig erfüllt ha­be. Das Be­ru­fungs­ge­richt macht sich die Ausführun­gen des Ar­beits­ge­richts aus­drück­lich zu Ei­gen.
Das vom Be­klag­ten ge­leis­te­te Ar­beits­ent­gelt kann auf den kläge­ri­schen An­spruch auf glei­ches Ent­gelt an­ge­rech­net wer­den, al­ler­dings nur, so­weit es sich auf Zeiträume be­zieht, zu de­nen der Kläger ver­lie­hen war. Da der Zeit­raum der Ver­lei­hung mit dem Ar­beits­an­tritt beim Ent­lei­her be­ginnt, kann der Be­klag­te die von ihm ge­zahl­te Vergütung der Rei­se­zeit nicht als Teil­erfüllung des kläge­ri­schen An­spruchs aus § 10 Ab­satz 4 AÜG gel­tend ma­chen. Das hat das Ar­beits­ge­richt zu­tref­fend er­kannt.
Die Sor­ge des Be­klag­ten, der Kläger und das Ar­beits­ge­richt hätten den von ihm bei Aus­landseinsätzen ge­zahl­ten Mon­ta­ge­zu­schlag un­berück­sich­tigt ge­las­sen, ist un­be­gründet. Aus­weis­lich der Zu­sam­men­stel­lung ab Sei­te 8 ff des kläge­ri­schen Schrift­sat­zes vom 30. Ju­li 2014 (hier Blatt 84 ff) hat der Kläger bei sei­ner Be­rech­nung der zu­ste­hen­den Dif­fe­renz­vergütung den Mon­ta­ge­zu­schlag be­reits berück­sich­tigt, was sich dar­aus er­gibt, dass er den tatsächlich ge­zahl­ten St­un­den­lohn in­so­weit mit 10,71 Eu­ro oder gar mit 11,71 Eu­ro berück­sich­tigt hat.
Zu­tref­fend hat es das Ar­beits­ge­richt auch ab­ge­lehnt, die vom Be­klag­ten für die Ver­lei­h­zei­ten tatsächlich ge­zahl­ten Zu­schläge für Über­stun­den so­wie für Ar­beit an Sonn- und Fei­er­ta­gen als Teil­erfüllungs­hand­lun­gen bezüglich des equal-pay-Ent­gelt aus § 10 Ab­satz 4 AÜG an­zu­rech­nen. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist zwar ein Ge­samt­ver­gleich der im Ver­lei­h­zeit­raum be­zo­ge­nen Vergütung mit der ge­setz­lich ge­schul­de­ten Vergütung nach § 10 Ab­satz 4 AÜG vor­zu­neh­men. In die­sen Ge­samt­ver­gleich sind al­le Vergütungs­be­stand­tei­le als Teil­erfüllung ein­zu­stel­len, die der Ar­beit­neh­mer im Ver­lei­h­zeit­raum er­hal­ten hat un­abhängig da­von, aus wel­chem An­lass sie der Ar­beit­ge­ber be­zahlt hat (BAG 21. Ok­to­ber 2015 - 5 AZR 604/14 – NZA 2016, 422). Das be­trifft vom ge­dank­li­chen An­satz da­her auch die Zu­schläge, die er ge­zahlt hat. Vor­lie­gend können die Zu­schläge je­doch nicht ver­rech­net wer­den, da nach dem Er­geb­nis der münd­li­chen Ver­hand­lung fest­steht, dass Ver­gleichs­ar­beit­neh­mer bei BHR eben­falls Zu­schläge er­hal­ten. Die Kla­ge aus Aus­zah­lung der Zu­schläge als Teil des An­spruchs aus § 10 Ab­satz 4 AÜG ist le­dig­lich des­halb nicht be­gründet, weil es dem Kläger nicht ge­lun­gen ist, die Höhe der Zu­schläge der Ver­gleichs­ar­beit­neh­mer sub­stan­ti­iert vor­zu­tra­gen (Nähe­res da­zu un­ten un­ter B.I.3. der Ent­schei­dungs­gründe).
Die vom Be­klag­ten gewähr­te Auslöse kann nicht auf den kläge­ri­schen Ent­gelt­an­spruch aus § 10 Ab­satz 4 AÜG an­ge­rech­net wer­den. Auslöse wird im Re­gel­fall als Auf­wen­dungs­er­satz und nicht als Ent­gelt ge­zahlt. Mit ihr sol­len die erhöhten Auf­wen­dun­gen aus­ge­gli­chen wer­den, die dem Ar­beit­neh­mer bei auswärti­ger Un­ter­brin­gung ent­ste­hen. Nur so­weit sich in der Auslösung ver­steck­tes Ar­beits­ent­gelt ver­birgt, könn­te die­ser An­teil ver­rech­net wer­den. Dass der Be­klag­te mit der ge­zahl­ten Auslöse ver­deckt Ent­gelt ge­zahlt hat, ist we­der vor­ge­tra­gen noch er­sicht­lich. – Das­sel­be gilt für die Zah­lung der "Zusätz­li­chen Ar­beit­ge­be­r­er­stat­tung", die ge­le­gent­lich in den Lohn­ab­rech­nun­gen auf­taucht, denn aus­weis­lich der Lohn­ab­rech­nun­gen ist die­ser Zah­lungs­be­stand­teil steu­er- und so­zi­al­ver­si­che­rungs­frei zur Aus­zah­lung ge­langt. Da­mit ist es als Auf­wen­dungs­er­satz ge­zahlt wor­den und der Be­klag­te hat nicht den Nach­weis geführt, dass es sich da­bei tatsächlich um ei­ne ver­steck­te Ent­gelt­zah­lung ge­han­delt hat.
Der An­spruch ist nicht we­gen Ein­grei­fens von Aus­schluss­fris­ten un­ter­ge­gan­gen.
Da der Man­tel­ta­rif­ver­trag für ge­werb­li­che Ar­beit­neh­mer des me­tall­ver­ar­bei­ten­den Hand­werks in Meck­len­burg-Vor­pom­mern vom 11. Ju­ni 2007 man­gels ein­zel­ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­rung bzw. bei­der­sei­ti­ger Ta­rif­ge­bun­den­heit kei­ne An­wen­dung fin­det, ist der An­spruch des Klägers nicht auf­grund der dort ge­re­gel­ten Ver­fall­frist un­ter­ge­gan­gen.
Die ar­beits­ver­trag­lich un­ter § 13 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 5. April 2013 ver­ein­bar­te Aus­schluss­klau­sel ist un­wirk­sam, da die­se auf der ers­ten Stu­fe le­dig­lich ei­nen Mo­nat und in der zwei­ten Stu­fe le­dig­lich zwei wei­te­re Mo­na­te beträgt. Ei­ne ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­bar­te Aus­schluss­klau­sel, die ei­nen Ver­fall der Ansprüche in we­ni­ger als drei Mo­na­ten vor­sieht, ist un­wirk­sam (BAG 28. Sep­tem­ber 2005 – 5 AZR 52/05 – BA­GE 116, 66 = AP Nr. 7 zu § 307 BGB = NJW 2006, 795).
Die Be­ru­fung ist al­ler­dings bezüglich der Po­si­ti­on 34 (Dif­fe­ren­zent­gelt Sep­tem­ber 2011) im Um­fang von 200,50 Eu­ro brut­to be­gründet, da der Kläger in­so­weit in sei­nem Par­tei­vor­trag ein Feh­ler un­ter­lau­fen ist.
Das Ar­beits­ge­richt hat den Be­klag­ten wie vom Kläger be­an­tragt zur Zah­lung von 518,18 Eu­ro brut­to ver­ur­teilt. Tatsächlich wäre es auf­grund des Par­tei­vor­trags des Klägers rich­tig ge­we­sen, in­so­weit nur 317,68 Eu­ro brut­to zu for­dern. Das er­gibt sich un­mit­tel­bar aus Sei­te 6 des vor­erwähn­ten kläge­ri­schen Schrift­sat­zes vom 30. Ju­li 2014 (hier Blatt 89). Der Kläger ver­langt Dif­fe­renz­vergütung für 76 St­un­den. Den Dif­fe­renz­lohn be­zif­fert er mit 15,89 Eu­ro abzüglich 11,71 Eu­ro, al­so mit 4,18 Eu­ro. Das er­gibt bei 76 St­un­den ei­nen Be­trag in Höhe von 317,68 Eu­ro wie in dem erwähn­ten Schrift­satz aus­geführt. Bei der Gel­tend­ma­chung von 518,18 Eu­ro brut­to ist der Kläger in sei­ner Auf­stel­lung of­fen­sicht­lich "in der Zei­le ver­rutscht", denn die­se Zahl steht in der erwähn­ten Auf­stel­lung in der nächs­ten Zei­le als Sum­men­bil­dung für meh­re­re Ein­zel­beträge.
Der Be­rech­nungs­feh­ler des Klägers wird durch die teil­wei­se er­folg­rei­che Be­ru­fung kor­ri­giert.
Die Be­ru­fung ist eben­falls nicht be­gründet, so­weit das Ar­beits­ge­richt den Be­klag­ten zur Zah­lung von 1.708,96 Eu­ro brut­to Ent­gelt für April 2014 (Po­si­ti­on 118), zur Zah­lung von 854,48 Eu­ro brut­to an­tei­li­ges Ent­gelt Mai 2014 (Po­si­ti­on 119) und zur Zah­lung von 699,12 Eu­ro brut­to Ur­laubs­ab­gel­tung für 8 Ur­laubs­ta­ge aus 2014 (Po­si­ti­on 120) ver­ur­teilt hat (Sei­ten 9 bis 12 des Ur­teils­ab­drucks).
Ur­laubs­ab­gel­tung steht dem Kläger in Höhe von 699,12 Eu­ro brut­to für den Ur­laub, der im Jah­re 2014 ent­stan­den ist, zu. Auf die Be­gründung des Ar­beits­ge­richts wird aus­drück­lich und zu­stim­mend Be­zug ge­nom­men. Dem Be­klag­ten ist es nicht ge­lun­gen nach­zu­wei­sen, dass er den Ur­laub im Ja­nu­ar, Fe­bru­ar, März und April 2014 durch Gewährung ei­ner Frei­stel­lung von der an­sons­ten ge­ge­be­nen Ar­beits­pflicht erfüllt hat. Sein Vor­trag reicht da­zu nicht aus. Das ver­steht sich von selbst, so­weit der Be­klag­te le­dig­lich dar­auf ver­weist, er ha­be im März und April in den Lohn­ab­rech­nun­gen Ur­laubs­vergütung aus­ge­wie­sen. Ur­laub wird durch die Frei­stel­lung von der Ar­beits­pflicht gewährt und ist vollständig un­abhängig von ei­ner gewähr­ten Ur­laubs­vergütung. Aus ähn­li­chen Gründen ist auch die Ur­laubs­gewährung für Ja­nu­ar und Fe­bru­ar 2014 nicht aus­rei­chend vor­ge­tra­gen. Hier hat sich der Be­klag­te zwar auf kon­kre­te Ta­ge fest­ge­legt, an de­nen er Ur­laub gewährt ha­ben will. Er hat aber nicht vor­ge­tra­gen, dass er dafür den Kläger zu­vor aus­drück­lich von ei­ner an­sons­ten be­ste­hen­den Ar­beits­pflicht be­freit hat.
Das Ent­ste­hen die­ser Ansprüche steht zwi­schen den Par­tei­en im Übri­gen nicht in Streit. Strei­tig ist al­lein, ob die Ansprüche durch Erfüllung un­ter­ge­gan­gen sind. Der Be­klag­te berühmt sich in­so­weit der Vor­schuss­zah­lung, da er den Kläger auch in den auf­trags­ar­men Win­ter­mo­na­ten durchgängig vergütet ha­be, was ihm nun­mehr als Vor­schuss­zah­lung zu Gu­te kom­men müsse. Da das St­un­den­kon­to zum Zeit­punkt der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit über 300 St­un­den im Mi­nus ge­stan­den ha­be, rei­che die Vor­schuss­zah­lung zur Be­glei­chung al­ler noch of­fe­nen For­de­run­gen aus den letz­ten Mo­na­ten der Zu­sam­men­ar­beit aus.
Das Ar­beits­ge­richt hat die re­gelmäßigen Zah­lun­gen des Be­klag­ten auch bei feh­len­den Ar­beits­leis­tun­gen des Klägers nicht als wirk­sa­me Vor­schuss­zah­lung an­er­kannt, da der Be­klag­te nicht nach­ge­wie­sen ha­be, dass er in den Zei­ten des feh­len­den pro­duk­ti­ven Ein­sat­zes des Klägers von der Pflicht zur Vergütungs­zah­lung be­freit ge­we­sen wäre. Da die Ver­ein­ba­rung der Par­tei­en zur Aus­ge­stal­tung des St­un­den­kon­tos un­wirk­sam sei, könne sich der Be­klag­te nicht auf ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Ab­be­din­gung von § 615 BGB be­ru­fen, man müsse da­her an­neh­men, dass die Zah­lun­gen in den ar­beits­frei­en Zei­ten auf § 615 BGB be­ruh­ten. Sie könn­ten da­her nicht als Vor­schuss­zah­lung an­er­kannt wer­den.
Die­ser Ar­gu­men­ta­ti­on schließt sich das Be­ru­fungs­ge­richt an. Ergänzend wird auf die Ur­tei­le des Lan­des­ar­beits­ge­richts Meck­len­burg-Vor­pom­mern vom 19. Fe­bru­ar 2015, vom 13. Ok­to­ber 2015 und vom 22. De­zem­ber 2015 (aaO) Be­zug ge­nom­men, die Sach­ver­hal­te be­tref­fen, die sich auf den Be­klag­ten bzw. auf ein Un­ter­neh­men be­zie­hen, an dem er be­tei­ligt ist und für bei de­nen in­halts­glei­che Re­ge­lun­gen zum St­un­den­kon­to zu be­wer­ten wa­ren.
Selbst wenn man zu Guns­ten des Be­klag­ten un­ter­stellt, die Par­tei­en hätten die Führung ei­nes St­un­den­kon­tos ver­ein­bart, dass sich so­wohl im Plus als auch im Mi­nus be­we­gen kann, ist die Vor­schuss­zah­lung nicht schlüssig vor­ge­tra­gen, da der Be­klag­te kei­nen Nach­weis geführt hat, dass er bei je­der von ihm vor­ge­nom­me­nen Mi­nus­bu­chung da­zu auch be­rech­tigt war. Die Zwei­fel er­ge­ben sich hier ins­be­son­de­re aus dem Um­stand, dass die vom Kläger ab­zu­fei­ern­den Über­stun­den bei wei­tem nicht die An­zahl der ge­buch­ten Mi­nus­stun­den er­reicht. So­weit die Frei­stel­lung al­ler­dings nicht mehr zum Aus­gleich von Über­stun­den er­folgt ist, müss­te der Be­klag­te im Re­gel­fall an sich zur Zah­lung von Ent­gelt aus § 615 BGB ver­pflicht ge­we­sen sein, so dass die Bu­chung von Mi­nus­stun­den nicht in Be­tracht kommt.
Das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil hat da­her im we­sent­li­chen Be­stand, so­weit der Kläger glei­ches Ar­beits­ent­gelt (oh­ne Zu­schläge) for­dert. Die Ein­zel­pos­ten, de­nen be­reits das Ar­beits­ge­richt in die­ser Höhe ent­spro­chen hat, sum­mie­ren sich auf 22.324,83 Eu­ro (Po­si­tio­nen 1, 3, 7, 10, 13, 19, 25, 29, 34, 39, 44, 55, 58, 61, 67, 68, 69, 70, 72, 79, 80, 88, 94, 98, 101, 104 und 109). Dass das Ar­beits­ge­richt bei der Sum­men­bil­dung von 22.122,04 Eu­ro aus­ge­gan­gen ist, ist le­dig­lich ein Re­chen­feh­ler der durch das Be­ru­fungs­ge­richt zu kor­ri­gie­ren ist. Er­folg­reich ist die Be­ru­fung im Um­fang von 200.50 Eu­ro, so dass dem Kläger im Er­geb­nis 22.124,33 Eu­ro brut­to zu­ste­hen.
Dem sind die Po­si­tio­nen 118 (Ent­gelt­fort­zah­lung April 2014 in Höhe von 1.708,96 Eu­ro), 119 (Ent­gelt­fort­zah­lung an­tei­lig Mai 2014 in Höhe von 854,48 Eu­ro) und 120 (Ur­laubs­ab­gel­tung des Ur­laubs 2014 in Höhe von 699,12 Eu­ro) hin­zu­zufügen. Dar­aus er­gibt sich, dass das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil im Um­fang von 25.386,89 Eu­ro brut­to Be­stand hat. Auch mit die­ser Zahl wird mögli­cher­wei­se ein Re­chen­feh­ler bei der Sum­men­bil­dung des Ar­beits­ge­richts be­rei­nigt.
Durch die Kor­rek­tur der Re­chen­feh­ler wirkt sich das Ob­sie­gen des Be­klag­ten im Be­ru­fungs­rechts­zug hin­sicht­lich der Ver­ur­tei­lung zur Zah­lung der in das St­un­den­kon­to ein­ge­stell­ten Plus­stun­den (ar­beits­ge­richt­li­che Ver­ur­tei­lung im Um­fang von 8.923,49 Eu­ro brut­to) nicht im vol­len no­mi­nel­len Um­fang auf die Abände­rung des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils aus. Das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil lau­tet auf Zah­lung von 32.815,72 Eu­ro brut­to und es kann le­dig­lich auf­recht­er­hal­ten blei­ben im Um­fang von 25.386,89 Eu­ro brut­to. Da­mit wirkt sich das Ob­sie­gen des Be­klag­ten we­gen der Über­stun­den nur noch im Um­fang auf 7.428,83 Eu­ro brut­to auf den ti­tu­lier­ten An­spruch aus.
Die Be­ru­fung des Klägers ist nur zum Teil be­gründet.
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.1 ver­langt der Kläger un­ter Abände­rung des in­so­weit klag­ab­wei­sen­den Ur­teils des Ar­beits­ge­richts die Zah­lung wei­te­rer 4.290,76 Eu­ro.
Die­ser Be­ru­fungs­an­trag setzt sich aus un­ter­schied­li­chen Pos­ten zu­sam­men.
Im Um­fang von 382,07 Eu­ro brut­to ver­langt der Kläger wei­te­res Ent­gelt auf Ba­sis des Ver­gleichs­ent­gelts im Ein­satz­be­trieb (BHR). 61,5 Ar­beits­stun­den vom 22. bis zum 29. Mai 2011 oh­ne Zu­schläge ha­be das Ar­beits­ge­richt wohl über­se­hen (Po­si­ti­on 13, so­weit das Ar­beits­ge­richt dem An­trag nicht schon ent­spro­chen hat; 1.156,75 abzüglich zu­ge­spro­che­ner 776,68 Eu­ro brut­to, al­so 380,07 Eu­ro). Wei­ter for­dert der Kläger die Zah­lung wei­te­rer 2,00 Eu­ro zum Aus­gleich ei­nes Re­chen­feh­lers des Ar­beits­ge­richts bei der Po­si­ti­on 13, denn 126 St­un­den wie vom Ar­beits­ge­richt an­er­kannt mul­ti­pli­ziert mit dem Dif­fe­renz­lohn in Höhe von 6,18 Eu­ro pro St­un­den er­ge­ben 778,68 Eu­ro und nicht 776,68 Eu­ro wie aus­ge­ur­teilt.
Im Um­fang von 1.480,03 Eu­ro brut­to ver­langt der Kläger die Be­zah­lung von Zu­schlägen für Über­stun­den, für Sonn­tags­ar­beit und für Fei­er­tags­ar­beit während sei­nes Ein­sat­zes auf Bau­stel­len von BHR. Der Be­trag setzt sich aus den Po­si­tio­nen 5, 9, 12, 15, 16, 22, 23, 24 (an­tei­lig in Höhe von 123,60 Eu­ro), 27, 28, 41, 46, 57, 59, 74, 75, 83, 84, 85 (an­tei­lig in Höhe von 34,30 Eu­ro), 95, 99, 102, 106, 107 (an­tei­lig in Höhe von 74,30 Eu­ro) und 111 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung (Blatt 812 ff) zu­sam­men.
Im Um­fang von 2.429,00 Eu­ro brut­to ver­langt der Kläger Equal-pay-Ent­loh­nung für Zei­ten oh­ne Ar­beits­leis­tung, die von ihm als "Ruf­be­reit­schaft" be­zeich­net wer­den (Po­si­tio­nen 93 und 96 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung Blatt 812 ff).
Die Ein­zel­pos­ten sum­mie­ren sich auf 4.291,10 Eu­ro und lie­gen da­mit um 0,34 Eu­ro ober­halb des Be­ru­fungs­an­trags. 0,26 Eu­ro die­ser Dif­fe­renz erklären sich da­durch, dass der hier gel­tend ge­mach­te Pos­ten 59 nach der Be­gründung 10,26 Eu­ro beträgt, in sei­nem An­trag vom Kläger aber nur in Höhe von 10,00 Eu­ro berück­sich­tigt wur­de. Ei­ne Erklärung für die dann noch ver­blei­ben­de Dif­fe­renz in Höhe von 0,12 Eu­ro ist nicht er­sicht­lich.
Die Be­ru­fung ist be­gründet, so­weit der Kläger wei­te­res Ent­gelt auf Ba­sis des Ver­gleichs­ent­gelts beim Ein­satz­ar­beit­ge­ber oh­ne Zu­schläge im Um­fang von 382,07 Eu­ro brut­to for­dert.
Es ist zwi­schen den Par­tei­en un­strei­tig, dass der Kläger im Ar­beits­mo­nat Mai 2011 nicht nur für 126 Ar­beits­stun­den vom 2. bis zum 20. des Mo­nats für BHR tätig war, son­dern auch wei­te­re 61,5 St­un­den in der Zeit vom 22. bis 27. des Mo­nats (Po­si­ti­on 13). Auch für die­se Zeit steht dem Kläger glei­ches Ar­beits­ent­gelt ("equal pay") zu. Zu­tref­fend hat das Ar­beits­ge­richt den Dif­fe­renz­lohn mit 6,18 Eu­ro brut­to be­mes­sen, so dass dem Kläger in­so­weit wei­te­re 380,07 Eu­ro brut­to zu­ste­hen. Da das Ar­beits­ge­richt sich zu die­sem Teil der Po­si­ti­on 13 über­haupt nicht geäußert hat, ist da­von aus­zu­ge­hen, dass die­ser An­spruch über­se­hen wur­de.
Dem Kläger ste­hen auch aus der Zeit des Ein­sat­zes in die­sem Mo­nat vom 2. bis zum 20. Mai 2011 wei­te­re 2,00 Eu­ro zu. Das Ar­beits­ge­richt hat­te sich bei dem Zu­spruch die­ses Pos­ten in Höhe von 776,68 Eu­ro brut­to für Ar­beits­stun­den um 2,00 Eu­ro zu Las­ten des Klägers ver­rech­net.
We­gen der Ein­zel­hei­ten bezüglich des Lohn­an­spruchs während der Ein­satz­zei­ten bei BHR wird auf die zu­tref­fen­den Ausführun­gen des Ar­beits­ge­richts und auf die obi­gen Ausführun­gen A.II Be­zug ge­nom­men.
Die Be­ru­fung ist un­be­gründet, so­weit der Kläger nach equal-pay-Grundsätzen be­rech­ne­te Zu­schläge für Über­stun­den, Sonn­tags­ar­beit und
Fei­er­tags­ar­beit im Ge­samt­um­fang von 1.480,03 Eu­ro brut­to for­dert.
Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen, weil die von BHR er­teil­te Aus­kunft über die we­sent­li­chen Ar­beits­be­din­gun­gen der Ver­gleichs­ar­beit­neh­mer kei­ne Aus­sa­gen über die Zah­lung von Zu­schlägen enthält (Sei­te 18 des Ur­teils­ab­drucks). Mit die­sem Ar­gu­ment hat sich der Kläger im Rah­men der Be­ru­fung nicht aus­ein­an­der­ge­setzt, viel­mehr hat er le­dig­lich sei­nen ver­meint­li­chen An­spruch nach Grund und Höhe noch­mals dar­ge­stellt, so dass be­reits Zwei­fel dar­an be­ste­hen, ob die Be­ru­fung in­so­weit über­haupt zulässig ist.
Die Be­ru­fung ist in die­sem Punkt je­den­falls nicht be­gründet. Die Aus­kunft des Ent­lei­hers über das ei­nem ver­gleich­ba­ren Stamm­ar­beit­neh­mer gewähr­te Ar­beits­ent­gelt ist das ge­setz­lich vor­ge­se­he­ne Mit­tel, das dem Leih­ar­beit­neh­mer ermögli­chen soll, die Ein­hal­tung des Ge­bots der Gleich­be­hand­lung zu über­prüfen und die Höhe des An­spruchs aus § 10 Abs. 4 AÜG zu be­rech­nen (BAG 25. März 2015 - 5 AZR 368/13). Zu­tref­fend hat das Ar­beits­ge­richt dar­auf ab­ge­stellt, dass die von BHR er­teil­te Aus­kunft kei­ne An­ga­ben darüber enthält, für wel­che Fälle wel­che Zu­schläge ge­zahlt wer­den. Dem­nach könn­te der Be­klag­te al­len­falls dann zur Zah­lung von Zu­schlägen ver­ur­teilt wer­den, wenn der Kläger ei­ne da­hin­ge­hen­de Pflicht für die Vergütung der Stamm­ar­beit­neh­mer beim Ent­lei­her auf an­de­rer Wei­se dar­legt. Das ist dem Kläger hier nicht ge­lun­gen. Es gibt in­so­weit le­dig­lich den Hin­weis in der Aus­kunft, dass BHR den MTV Me­tall Nie­der­sach­sen an­wen­de. Der Kläger hat aber nicht dar­ge­legt, dass sich die von ihm ver­lang­ten Zu­schläge aus dem MTV Nie­der­sach­sen er­ge­ben würden. Im Übri­gen ist die von BHR er­teil­te Aus­kunft in­so­weit in ih­rer Aus­sa­ge auch un­klar. Denn BHR teilt auch mit, dass bezüglich des Ent­gelts die Re­ge­lun­gen aus dem Ta­rif­be­zirk NRW An­wen­dung fin­den soll­ten, was es je­den­falls na­he­legt, dass da­mit auch die Ent­gel­te für Zu­schläge ge­meint sein könn­ten.
Die Be­ru­fung ist un­be­gründet, so­weit der Kläger 2.429,00 Eu­ro brut­to equal-pay-Lohn für Ju­li und an­tei­lig Au­gust 2013 for­dert (Po­si­tio­nen 93 und 96).
Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen, weil der Kläger während die­ser Zeit nicht an ei­nen an­de­ren Ar­beit­ge­ber ver­lie­hen war und da­her kein An­spruch auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt bei BHR ent­stan­den sein könne (Sei­te 22 des Ur­teils­ab­drucks).
Das Be­ru­fungs­ge­richt schließt sich die­sem Stand­punkt an. Der Kläger wur­de während die­ses Zeit­raums vom Be­klag­ten mit dem ar­beits­ver­trag­li­chen Lohn in Höhe von 9,71 Eu­ro brut­to pro St­un­de vergütet. Der Kläger hat kei­ne Umstände vor­ge­tra­gen, die ei­ne bes­se­re Vergütung recht­fer­ti­gen könn­ten.
So­weit der Kläger vorträgt, er wis­se, dass der Be­klag­te für die­se Zeit von BHR vergütet wur­de, wie wenn der Kläger für BHR auf de­ren Bau­stel­le in Schwe­den ein­ge­setzt ge­we­sen wäre, ist die­ser Um­stand er­sicht­lich für den Ent­gelt­an­spruch des Klägers oh­ne je­de Be­deu­tung. Der An­spruch des Leih­ar­beit­neh­mers auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt nach § 10 Ab­satz 4 AÜG ist ein die ver­trag­li­che Vergütungs­ab­re­de kor­ri­gie­ren­der ge­setz­li­cher Ent­gelt­an­spruch, der mit je­der Über­las­sung ent­steht und je­weils für die Dau­er der Über­las­sung be­steht (BAG 21. Ok­to­ber 2015 – 5 AZR 604/14 – NZA 2016, 422; BAG 13. März 2013 - 5 AZR 294/12 - NZA 2013, 1226). Da der Kläger in dem frag­li­chen Zeit­raum nicht ge­ar­bei­tet hat und da­her auch nicht an BHR ver­lie­hen war, kann er kei­nen An­spruch auf glei­ches Ar­beits­ent­gelt als Leih­ar­beit­neh­mer ha­ben.
Der Be­ru­fungs­an­trag zu II.1 ist da­her im Um­fang von 382,07 Eu­ro be­gründet und im Übri­gen un­be­gründet (im Um­fang von 3.908,69 Eu­ro).
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.2 ver­langt der Kläger un­ter Abände­rung des in­so­weit klag­ab­wei­sen­den Ur­teils des Ar­beits­ge­richts die Zah­lung wei­te­rer 523,21 Eu­ro brut­to. Die Be­ru­fung ist in­so­weit im Um­fang von 490,53 Eu­ro brut­to be­gründet und im Übri­gen nicht be­gründet.
Mit dem An­trag ver­folgt der Kläger sei­ne For­de­rung auf wei­te­res Ent­gelt un­ter equal-pay-Ge­sichts­punk­ten für die Zeit sei­ner Tätig­keit bei B., die der Kläger in die­ser Höhe be­reits mit der 1. Kla­ge­er­wei­te­rung vom 16. Ju­li 2014 (hier Blatt 22 ff) gel­tend ge­macht hat­te, wei­ter. Es geht da­bei um die Po­si­tio­nen 42 (120,82 Eu­ro brut­to), 66 (203,49 Eu­ro brut­to) und 87 (207,92 Eu­ro brut­to).
Aus­weis­lich des Be­schlus­ses des Ar­beits­ge­richts Stral­sund vom 30. Sep­tem­ber 2015 (hier Blatt 519 ff) ist der Tat­be­stand des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils auf An­trag des Klägers nach § 320 ZPO da­hin be­rich­tigt wur­den, dass der Kläger auch Ein­satz­zei­ten bei B. ab­sol­viert hat. Aus den Gründen die­ses Be­schlus­ses er­gibt sich, dass das Ar­beits­ge­richt den An­spruch aus der 1. Kla­ger­wei­te­rung über­se­hen hat­te. Es konn­te nach § 320 ZPO zwar den Tat­be­stand ent­spre­chend kor­ri­gie­ren, zu ei­ner Kor­rek­tur des Ur­teils war das Ge­richt je­doch nicht be­fugt. Da­her ver­folgt der Kläger die­sen Teil der Kla­ge im We­ge der Be­ru­fung wei­ter.
Der Kläger war, was zwi­schen den Par­tei­en nicht in Streit steht, im Streit­zeit­raum drei­mal für kürze­re Zeiträume an B. ver­lie­hen wor­den. Auch für die­se Zei­ten kann der Kläger Ent­gelt auf Ba­sis glei­chen Ent­gelts nach § 10 Ab­satz 4 AÜG ver­lan­gen. Auf die An­fra­ge des Klägers nach den Ar­beits­be­din­gun­gen ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer hat B. mit Schrei­ben vom 11. Ju­ni 2014 (Ko­pie als An­la­ge K 7 zur Ak­te ge­langt, hier Blatt 25) ge­ant­wor­tet, der "Ver­gleichs­lohn von ei­nem un­se­rer Mit­ar­bei­ter" ha­be 2011 stünd­lich 13,05 Eu­ro brut­to be­tra­gen, 2012 stünd­lich 13,79 Eu­ro brut­to und 2013 stünd­lich 14,66 Eu­ro brut­to.
Der Kläger war vom 10. bis zum 14. Ok­to­ber 2011 für 35,8 St­un­den an B. ver­lie­hen (Po­si­ti­on 42). Für die­se Zeit kann er nach § 10 Ab­satz 4 AÜG die Zah­lung von 13,05 Eu­ro pro St­un­de ver­lan­gen, was ge­genüber dem tatsächlich vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Lohn ei­ne Dif­fe­renz von 3,34 Eu­ro pro St­un­de er­gibt. Dem Kläger steht da­her rech­ne­risch für die­se Zeit wei­te­res Ent­gelt in Höhe von 119,57 Eu­ro brut­to zu.
Der Kläger war vom 4. bis zum 8. Ju­ni 2012 für 47,5 St­un­den an B. ver­lie­hen (Po­si­ti­on 66). Für die­se Zeit kann er nach § 10 Ab­satz 4 AÜG die Zah­lung von 13,79 Eu­ro pro St­un­de ver­lan­gen, was ge­genüber dem tatsächlich vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Lohn ei­ne Dif­fe­renz von 4,08 Eu­ro pro St­un­de er­gibt. Dem Kläger steht da­her rech­ne­risch für die­se Zeit wei­te­res Ent­gelt in Höhe von 193,80 Eu­ro brut­to zu.
Der Kläger war vom 13. bis zum 16. Mai 2013 für 40 St­un­den an B. ver­lie­hen (Po­si­ti­on 87). Für die­se Zeit kann er nach § 10 Ab­satz 4 AÜG die Zah­lung von 14,66 Eu­ro pro St­un­de ver­lan­gen, was ge­genüber dem tatsächlich vom Be­klag­ten ge­zahl­ten Lohn ei­ne Dif­fe­renz von 4,95 Eu­ro pro St­un­de er­gibt. Dem Kläger steht da­her rech­ne­risch für die­se Zeit wei­te­res Ent­gelt in Höhe von 198,00 Eu­ro brut­to zu.
Im Übri­gen ist die Be­ru­fung in die­sem Punk­te nicht be­gründet. Der Kläger ver­langt für sei­ne drei Einsätze bei B. auch noch Über­stun­den­zu­schläge, be­rech­net auf Ba­sis des Ent­gelts der Ver­gleichs­ar­beit­neh­mer, ent­spre­chend 1,25 Eu­ro für den Ein­satz 2011, 9,69 Eu­ro für den Ein­satz 2012 und 9,90 Eu­ro für den Ein­satz 2013, in Sum­me 20,84 Eu­ro brut­to. Der­ar­ti­ge Zu­schläge ste­hen dem Kläger nicht zu, da die von B. er­teil­te Aus­kunft sich nicht da­zu verhält, wel­che Zu­schläge mit dem Kläger ver­gleich­ba­re Ar­beit­neh­mer, die bei B. di­rekt an­ge­stellt sind, er­hal­ten.
In­so­weit kann sich der Kläger auch nicht ergänzend auf die ar­beits­ver­trag­li­chen Zu­schlags­re­ge­lun­gen be­zie­hen. Denn für die Zeit des Ein­sat­zes beim Fremd­ar­beit­ge­ber er­setzt der An­spruch aus glei­ches Ar­beits­ent­gelt nach § 10 Ab­satz 4 AÜG den ver­trag­li­chen Ent­gelt­an­spruch vollständig (BAG 21. Ok­to­ber 2015 aaO). Zu­schläge können da­her nur ein­ge­for­dert wer­den, wenn nach­ge­wie­sen ist, dass die­se auch den Ver­gleichs­ar­beit­neh­mern ge­zahlt wer­den. Da­zu lie­gen hier kei­ne ver­wert­ba­ren An­ga­ben vor.
Da der Kläger nicht nach­wei­sen konn­te, dass B. über­haupt Zu­schläge zahlt, müssen die vom Be­klag­ten be­zahl­ten Zu­schläge in Höhe von 20,84 Eu­ro brut­to so­gar als Teil­erfüllung für den equal-pay-An­spruch des Klägers an­spruchs­min­dernd berück­sich­tigt wer­den (Ge­samt­ver­gleich mit Sal­die­rung vgl. BAG 21. Ok­to­ber 2015 aaO). Der kläge­ri­sche An­spruch ver­min­dert sich da­her für Ok­to­ber 2011 von 119,57 Eu­ro brut­to auf 118,32 Eu­ro brut­to, für Ju­ni 2012 von 193,80 Eu­ro brut­to auf 184,11 Eu­ro brut­to und für Mai 2013 von 198,00 Eu­ro brut­to auf 188,10 Eu­ro brut­to.
Die Be­ru­fung ist in die­sem Punkt da­her nur im Um­fang von 490,53 Eu­ro brut­to be­gründet und im Um­fang von 41,68 Eu­ro nicht be­gründet.
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.3 ver­langt der Kläger un­ter Abände­rung des in­so­weit klag­ab­wei­sen­den Ur­teils des Ar­beits­ge­richts die Zah­lung wei­te­rer 500,05 Eu­ro brut­to.
Mit die­sem An­trag wird der An­spruch auf Vergütung der ins St­un­den­kon­to ge­stell­ten und da­mit nicht aus­ge­zahl­ten Über­stun­den wei­ter­ver­folgt,
so­weit das Ar­beits­ge­richt dem An­trag nicht ent­spro­chen hat. Der Kläger hat in­so­weit erst­in­stanz­lich die Zah­lung von 9.423,56 Eu­ro ver­langt, vom Ar­beits­ge­richt sind 8.923,51 Eu­ro für 919 Über­stun­den zu­ge­spro­chen wor­den. Der Kläger ver­folgt sei­nen An­spruch auf die Aus­zah­lung der bis­her nicht berück­sich­tig­ten wei­te­ren 51,5 Über­stun­den im Be­ru­fungs­rechts­zug wei­ter und ver­langt da­her die Zah­lung wei­te­rer 500,05 Eu­ro brut­to (Po­si­tio­nen 4, 8, 11, 14, 20, 26, 30, 35, 40, 45, 51, 56, 60, 62, 71, 73, 79, 81, 92, 97, 100, 103, 108, 110, 113).
Die Be­ru­fung ist nicht be­gründet. We­gen der Ein­zel­hei­ten kann auf die obi­gen Ausführun­gen zur er­folg­rei­chen Be­ru­fung des Be­klag­ten we­gen der Ver­ur­tei­lung zur Zah­lung der ins St­un­den­kon­to ein­ge­stell­ten St­un­den (A.I der Ent­schei­dungs­gründe) Be­zug ge­nom­men wer­den.
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.4 ver­langt der Kläger un­ter Abände­rung des in­so­weit klag­ab­wei­sen­den Ur­teils des Ar­beits­ge­richts die Zah­lung wei­te­rer 298,01 Eu­ro brut­to so­wie wei­te­rer 359,58 Eu­ro net­to. Es han­delt um di­ver­se Po­si­tio­nen, auf de­ren Ge­gen­stand durch Rück­schluss aus den ge­for­der­ten Zin­sen ge­schlos­sen wer­den kann.
Die Be­ru­fung ist in­so­weit le­dig­lich im Um­fang von 19,76 Eu­ro net­to (Po­si­ti­on 52) und im Um­fang von 119,60 Eu­ro net­to (Po­si­ti­on 115), in Sum­me al­so im Um­fang von 139,36 Eu­ro net­to be­gründet, im Übri­gen ist sie nicht be­gründet (518,23 Eu­ro). Im Ein­zel­nen gilt Fol­gen­des.
In dem An­trag sind 125,84 Eu­ro net­to Ki­lo­me­ter­geld ent­hal­ten so­wie da­mit zu­sam­menhängend 58,26 Eu­ro brut­to Vergütung während der Rei­se­zeit von der auswärti­gen Bau­stel­le nach Hau­se so­wie wei­ter zur nächs­ten Bau­stel­le im März 2011 (Po­si­tio­nen 17 und 18 der ge­richt­li­chen Zu­sam­men­stel­lung Blatt 812 ff). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen, weil der Kläger nicht dar­ge­legt ha­be, dass er An­spruch auf Er­stat­tung der Rei­se­kos­ten ha­be (S. 22 des Ur­teils­ab­drucks).
Die da­ge­gen ge­rich­te­te Be­ru­fung ist nicht be­gründet.
Aus der Re­gel­haf­tig­keit der Be­zah­lung von Ki­lo­me­ter­geld und Rei­se­zeit im Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en fol­gert das Be­ru­fungs­ge­richt, dass der Kläger dem Grun­de nach für dienst­lich ver­an­lass­te Rei­se­kos­ten Er­stat­tung ver­lan­gen kann. Dem Kläger ist es je­doch nicht ge­lun­gen für die hier strei­ti­ge Heim­fahrt von der BHR-Bau­stel­le in K. und die dar­auf­fol­gen­de An­rei­se zur neu­en BHR-Bau­stel­le in L. im März 2011 ei­nen dienst­li­chen An­lass nach­zu­wei­sen.
Der Kläger hat vom Be­klag­ten aus­weis­lich der vor­lie­gen­den Lohn­ab­rech­nun­gen im­mer nur zu Be­ginn ei­ner Ein­satz­zeit und aus An­lass
der Be­en­di­gung der Ein­satz­zeit als Leih­ar­beit­neh­mer bei BHR oder B. Rei­se­kos­ten vom Be­klag­ten er­stat­tet be­kom­men. Während der Einsätze hat er wohl auch die Wo­chen­en­den auf der Bau­stel­le ver­bracht, oder er hat Heim­fahr­ten auf pri­va­te Kos­ten an­ge­tre­ten.
Die Be­ru­fung ist im vor­lie­gen­den Punkt un­be­gründet, da es dem Kläger nicht ge­lun­gen ist nach­zu­wei­sen, dass die von ihm un­ter­nom­me­nen
Rei­sen zum En­de ei­nes Ein­sat­zes bzw. zum Be­ginn ei­nes neu­en Ein­sat­zes er­folgt sind. Im Ge­gen­teil, der Kläger ist dem sub­stan­ti­ier­ten Vor­trag des Be­klag­ten, der Ein­satz bei BHR ha­be über den Bau­stel­len­wech­sel hin­weg un­un­ter­bro­chen an­ge­dau­ert, nicht ent­ge­gen­ge­tre­ten. Die Ein­zel­hei­ten die­ses Kla­ge­pos­tens wa­ren auch Ge­gen­stand der Erörte­rung im Rah­men der Ver­hand­lung vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt. Da­bei hat sich her­aus­ge­stellt, dass der Kläger die Ab­rei­se aus K. je­den­falls nicht auf Wei­sung von BHR vor­ge­nom­men hat. Da der Ein­satz­auf­trag bei BHR über den Bau­stel­len­wech­sel hin­weg wei­ter an­dau­er­te und der Kläger nicht von BHR an­ge­wie­sen wur­de, die Heim­rei­se an­zu­tre­ten, müssen die bei­den hier strei­ti­gen Rei­sen als pri­vat ver­an­lass­te Rei­sen des Klägers an­ge­se­hen wer­den, für die er kei­ne Er­stat­tung vom Be­klag­ten ver­lan­gen kann.
In dem An­trag sind im Um­fang von 94,40 Eu­ro di­ver­se Zu­schläge für Über­stun­den so­wie für Sonn- und Fei­er­tags­ar­beit ent­hal­ten, nämlich 11,92 Eu­ro (Po­si­ti­on 33), 7,95 Eu­ro (Po­si­ti­on 38), 4,89 Eu­ro (Po­si­ti­on 43), 11,92 Eu­ro (Po­si­ti­on 47), 20,71 Eu­ro (Position65), 12,86 Eu­ro (Po­si­ti­on 76), noch­mals 12,86 Eu­ro (Po­si­ti­on 86), 6,43 Eu­ro (Po­si­ti­on 112) so­wie 4,86 Eu­ro (Po­si­ti­on 114). Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit wie hin­sicht­lich sämt­li­cher ge­for­der­ter Zu­schläge ab­ge­wie­sen.
Die Be­ru­fung ist nicht be­gründet. We­gen der Ein­zel­hei­ten kann zunächst auf die obi­gen Ausführun­gen zu B.I.3, die gleich­ar­ti­ge Zu­schlags­for­de­run­gen be­tref­fen, ver­wie­sen wer­den. Die Kla­ge kann in­so­weit nicht statt­ge­ge­ben wer­den, da die von BHR und B. er­teil­ten Auskünf­te zu den we­sent­li­chen Ar­beits­be­din­gun­gen ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer kei­ne Aus­sa­gen zur Zah­lung von Zu­schlägen ent­hal­ten und es dem Kläger auch auf an­de­re Wei­se nicht ge­lun­gen ist nach­zu­wei­sen, dass ver­gleich­ba­re Ar­beit­neh­mer in den bei­den Un­ter­neh­men Zu­schläge wie hier ein­ge­klagt er­hal­ten.
In die­sem Be­ru­fungs­an­trag ist wei­ter ent­hal­ten die kläge­ri­sche For­de­rung auf Ent­gelt in Höhe von 155,36 Eu­ro brut­to für sei­ne 16-stündi­ge Ein­satz­zeit auf der Werft in S. im Fe­bru­ar 2012 (Po­si­ti­on 49).
Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit ab­ge­wie­sen, weil der Kläger nicht sub­stan­ti­iert dar­ge­legt ha­be, wel­che Ar­bei­ten er dort ver­rich­tet ha­ben will. Es kann da­hin­ste­hen, ob der An­spruch da­mit ver­neint wer­den kann, denn die Kla­ge ist in­so­weit je­den­falls nicht be­gründet, weil der Kläger im Fe­bru­ar 2012 trotz weit­ge­hen­der Frei­stel­lung von der Ar­beits­pflicht durch­ge­hend vergütet wur­de, und dem Kläger der Nach­weis nicht ge­lun­gen ist, dass er ei­nen An­spruch auf Mehr­vergütung über die ihm aus­ge­zahl­te Vergütung für Fe­bru­ar 2012 hin­aus er­wor­ben hat.
Ein An­spruch aus Zu­satz­vergütung er­gibt sich nicht aus dem Um­stand, dass der Kläger die 16 St­un­den während zwei­er Spätschich­ten er­bracht ha­ben soll. Der Kläger ist nach dem Ar­beits­ver­trag ver­pflich­tet, nach Wei­sung des Ar­beit­ge­bers auch zu ungüns­ti­gen Ta­ges­zei­ten Ar­beits­leis­tun­gen zu er­brin­gen.
Im Übri­gen kann da­hin­ste­hen, ob der Be­klag­te be­rech­tigt war, für die­se Zei­ten das St­un­den­kon­to des Klägers mit Ne­ga­tiv­stun­den zu be­las­ten. Wenn man da­von aus­geht, dass der Kläger die bei­den Spätschich­ten auf An­wei­sung des Be­klag­ten an­ge­tre­ten hat, war die­ser si­cher­lich nicht be­rech­tigt, für die­se Zeit den Kläger zu Las­ten des Über­stun­den­kon­tos zu vergüten. Die­ser Feh­ler kann sich je­doch auf die Ansprüche des Klägers nicht aus­wir­ken, da er hier nur um 16 St­un­den geht, während das Sal­do der Plus­stun­den im Ver­gleich zu den vergüte­ten Mi­nus­stun­den deut­lich mehr als mi­nus 180 St­un­den beträgt. We­gen der Ein­zel­hei­ten kann auf die obi­gen Ausführun­gen un­ter A.I. der Ent­schei­dungs­gründe ver­wie­sen wer­den.
In die­sem Be­ru­fungs­an­trag ist wei­ter ent­hal­ten die kläge­ri­sche For­de­rung auf Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 19,76 Eu­ro net­to (Po­si­ti­on 52) und Vergütung im Um­fang von 2 Ar­beits­stun­den (19,42 Eu­ro brut­to – Po­si­ti­on 53) für auf­ge­wand­te Ar­beits­zeit we­gen der ar­beits­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung in Stral­sund am 7. März 2012 und für wei­te­re 2 Ar­beits­stun­den (19,42 Eu­ro brut­to) für die wei­te­re ar­beits­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung am 5. Fe­bru­ar 2014 in A-Stadt (oh­ne Rei­se­kos­ten – Po­si­ti­on 117).
Zu­tref­fend hat das Ar­beits­ge­richt die Kla­ge auf wei­te­re Vergütung ab­ge­wie­sen. Die da­ge­gen ge­rich­te­te Be­ru­fung ist nicht be­gründet. Der Kläger ist in bei­den Mo­na­ten weit­ge­hend von der Pflicht zur Ar­beits­leis­tung frei­ge­stellt ge­we­sen und wur­de den­noch im Um­fang der re­gelmäßigen Mo­nats­ar­beits­zeit vergütet. Da­mit sind auch die hier strei­ti­gen St­un­den be­reits vergütet wor­den. Dass der Be­klag­te mögli­cher­wei­se zu Un­recht in­so­weit dem St­un­den­kon­to wei­te­re Mi­nus­stun­den zu­ge­bucht hat, ist oh­ne Be­lang, da der Über­hang an Mi­nus­stun­den so enorm ist, dass die hier strei­ti­gen we­ni­gen St­un­den noch nicht da­zu führen, dass ein An­spruch des Klägers auf Aus­be­zah­lung von Plus­stun­den ent­ste­hen kann (da­zu oben A.I. der Ent­schei­dungs­gründe).
Die Be­ru­fung ist al­ler­dings be­gründet in Hin­blick auf das ge­for­der­te Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 19,76 Eu­ro net­to (Po­si­ti­on 52).
Der An­spruch er­gibt sich aus § 670 BGB. Nach die­ser Vor­schrift kann der Be­auf­trag­te Er­satz der im in Ausführung des Auf­trags ent­ste­hen­den Kos­ten vom Auf­trag­ge­ber ver­lan­gen. Die­se Re­ge­lung gilt im Ar­beits­recht ent­spre­chend, so­fern die Par­tei­en des Ar­beits­ver­tra­ges nicht ei­ne da­von ab­wei­chen­de Re­ge­lung ge­trof­fen ha­ben, wo­von vor­lie­gend nicht aus­ge­gan­gen wer­den kann.
Der Kläger hat sich im Auf­trag des Be­klag­ten zur ar­beits­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung nach S. be­ge­ben. Da­mit kann er Er­satz der Fahrt­kos­ten vom Be­klag­ten ver­lan­gen. Ge­gen die an­ge­setz­ten Ki­lo­me­ter und den an­ge­setz­ten Ki­lo­me­ter­satz (0,26 Eu­ro pro Ki­lo­me­ter) be­ste­hen kei­ne Be­den­ken. Auch der Be­klag­te hat in­so­weit kei­ne Be­den­ken er­ho­ben.
In dem An­trag sind schließlich die Po­si­tio­nen 115 und 116 ent­hal­ten, mit de­nen der Kläger Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 119,60 Eu­ro net­to für sei­ne An­rei­se zu ei­ner Bau­stel­le in B. for­dert (2 x 230 km x 0,26 Eu­ro) so­wie 45,55 Eu­ro brut­to Vergütung für 5 St­un­den Rei­se­zeit zur Bau­stel­le nach B. und zurück im Ja­nu­ar 2014.
Zu­tref­fend hat das Ar­beits­ge­richt auch hier die Kla­ge auf wei­te­re Vergütung ab­ge­wie­sen. Der Kläger ist im Ja­nu­ar 2014 weit­ge­hend von der Pflicht zur Ar­beits­leis­tung frei­ge­stellt ge­we­sen und wur­de den­noch im Um­fang der re­gelmäßigen Mo­nats­ar­beits­zeit vergütet. Da­mit sind auch die hier strei­ti­gen 5 St­un­den be­reits vergütet wor­den. Dass der Be­klag­te mögli­cher­wei­se zu Un­recht in­so­weit dafür dem St­un­den­kon­to wei­te­re Mi­nus­stun­den zu­ge­bucht hat, ist oh­ne Be­lang, da der Über­hang an Mi­nus­stun­den so enorm ist, dass die hier strei­ti­gen we­ni­gen St­un­den noch nicht da­zu führen, dass ein An­spruch des Klägers auf Aus­be­zah­lung von Plus­stun­den ent­ste­hen kann (da­zu oben zu A.1. der Ent­schei­dungs­gründe).
Die Be­ru­fung ist al­ler­dings be­gründet in Hin­blick auf das ge­for­der­te Ki­lo­me­ter­geld in Höhe von 119,60 Eu­ro net­to (Po­si­ti­on 115).
Der Kläger hat sich im Auf­trag des Be­klag­ten im Ja­nu­ar 2014 zu der Bau­stel­le in B. be­ge­ben. Da­mit kann er Er­satz der Fahrt­kos­ten vom Be­klag­ten ver­lan­gen. Ge­gen die an­ge­setz­ten Ki­lo­me­ter und den an­ge­setz­ten Ki­lo­me­ter­satz (0,26 Eu­ro pro Ki­lo­me­ter) be­ste­hen kei­ne Be­den­ken. Auch der Be­klag­te hat in­so­weit kei­ne Be­den­ken er­ho­ben.
Der An­spruch auf Er­satz der Fahr­kos­ten in Form von Ki­lo­me­ter­geld be­steht für den Kläger un­abhängig da­von, ob er die Ar­beit in B. zu Recht oder zu Un­recht nicht aus­geführt hat. Denn selbst dann, wenn er vor Ort ei­gent­lich ver­pflich­tet ge­we­sen wäre, die ihm dort zu­ge­wie­se­ne Ar­beit an­zu­tre­ten, kann aus der pflicht­wid­ri­gen Wei­ge­rung, die dort zu­ge­wie­se­ne Ar­beit zu er­le­di­gen, nicht ge­fol­gert wer­den, dass ihm dann kein Ki­lo­me­ter­geld zu­steht. So könn­te man nur ar­gu­men­tie­ren, wenn der Be­klag­te nach­ge­wie­sen hätte, dass sich der Kläger durch den Nicht­an­tritt der Ar­beit scha­dens­er­satz­pflich­tig ge­macht ha­be. Dann wäre es denk­bar ge­we­sen, dass man die unnütz auf­ge­wand­ten Rei­se­kos­ten als Teil des Scha­dens an­se­hen könn­te. Ein­zel­hei­ten da­zu könne da­hin­ste­hen, da nicht er­sicht­lich ist, dass das Ver­hal­ten des Klägers ihn zum Er­satz des Scha­dens ver­pflich­tet.
Der Be­klag­te kann sich in­so­weit auch nicht auf § 12 Ab­satz 4 des Ar­beits­ver­tra­ges der Par­tei­en be­ru­fen. Nach der dor­ti­gen Re­ge­lung wird der Be­klag­te un­ter an­de­rem von der Pflicht zur Zah­lung von Auslösun­gen (§ 5 Ab­satz 2 des Ar­beits­ver­tra­ges) be­freit, so­fern sich der Auf­trag­ge­ber we­gen Ver­schul­dens des Ar­beit­neh­mers wei­gert, die ent­spre­chen­den Auf­wen­dun­gen dem Be­klag­ten zu vergüten.
Es kann da­hin­ste­hen, ob die­se ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lung über­haupt wirk­sam ver­ein­bart ist, da der Ver­trags­text nur auf "Abs. (2)" ver­weist und nicht auf § 5 Ab­satz 2 des Ar­beits­ver­tra­ges (vgl. den Text hier Blatt 14). Denn die Vor­aus­set­zun­gen für den Aus­schluss des An­spruchs auf Auf­wen­dungs­er­satz sind oh­ne­hin nicht erfüllt. Denn das vom Kläger ge­for­der­te Ki­lo­me­ter­geld fällt nicht un­ter den Be­griff der Auslösung im Sin­ne von § 5 Ab­satz 2 des Ar­beits­ver­tra­ges. Un­ter ei­ner Auslösung ver­steht man übli­cher­wei­se ei­ne Entschädi­gung für die erhöhten Auf­wen­dun­gen für Ver­pfle­gung und Über­nach­tung wie sie ty­pi­scher­wei­se bei auswärti­ger Tätig­keit ent­ste­hen. Die Auslösung wird da­her ty­pi­scher­wei­se zusätz­lich zum Ki­lo­me­ter­geld für die An- und Ab­rei­se zur auswärti­gen Ar­beits­stel­le ge­zahlt (ver­glei­che bei­spiels­wei­se § 6 Bun­des­mon­ta­ge­ta­rif­ver­trag Me­tall, wo für die Fern­mon­ta­ge zwi­schen "Entschädi­gung für Rei­se­zeit" und "Fern­auslösung" für die "Mehr­auf­wen­dun­gen am Mon­ta­ge­ort" un­ter­schie­den wird).
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.5 ver­langt der Kläger un­ter Abände­rung des in­so­weit klag­ab­wei­sen­den Ur­teils des Ar­beits­ge­richts die Zah­lung wei­te­rer 1.475,92 Eu­ro brut­to. Es han­delt sich um die fi­nan­zi­el­le Ab­gel­tung des vom Kläger be­an­spruch­ten Er­satz­ur­laubs we­gen des nicht gewähr­ten oder un­wirk­sam gewähr­ten Ur­laubs in den Jah­ren 2011 und 2012 (Po­si­tio­nen 2, 6, 50, 54 und 77 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung der Streit­ge­genstände, hier Blatt 812 ff).
Die Be­ru­fung ist in­so­weit nicht be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge in­so­weit zu Recht ab­ge­wie­sen. Das Be­ru­fungs­ge­richt macht sich die Ausführun­gen des Ar­beits­ge­richts zu Ei­gen.
Der An­spruch lässt sich nicht auf die in § 7 Ab­satz 4 BUrlG ge­re­gel­te Ur­laubs­ab­gel­tung nach Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses stützen, denn zum Zeit­punkt der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses im Mai 2014 wa­ren die mögli­cher­wei­se nicht erfüll­ten Ur­laubs­ansprüche aus 2011 und 2012 be­reits ver­fal­len.
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist der Ur­laub nach § 7 Ab­satz 3 Satz 1 BurIG bis zum En­de des je­wei­li­gen Ur­laubs­jah­res, im Fal­le ei­ner Über­tra­gung des Ur­laubs nach § 7 Ab­satz 3 Satz 2 BurIG auf das fol­gen­de Ka­len­der­jahr, nach § 7 Ab­satz 3 Satz 3 BurIG bis zum 31. März des Fol­ge­jah­res und im Fall ei­ner an­dau­ern­den Ar­beits­unfähig­keit in uni­ons­kon­for­mer Aus­le­gung des § 7 Ab­satz 3 Satz 3 BurIG bis zum 31. März des zwei­ten auf das Ur­laubs­jahr fol­gen­den Ka­len­der­jah­res be­fris­tet und verfällt dann (BAG 16. Ok­to­ber 2012 — 9 AZR 63/11; BAG 10. Ju­li 2012 – 9 AZR 11/11). Da­nach wa­ren et­wai­ge Ur­laubs­ansprüche des Klägers aus dem Ka­len­der­jahr 2011 be­reits mit Ab­lauf des 31. März 2012 und et­wai­ge Ur­laubs­ansprüche aus dem Ka­len­der­jahr 2012 mit Ab­lauf des 31. März 2013 – und da­mit vor Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses – ver­fal­len.
Der Kläger kann auch kei­ne fi­nan­zi­el­le Entschädi­gung für den ver­fal­le­nen Ur­laub im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes ver­lan­gen.
Vom An­satz her zu­tref­fend geht der Kläger da­von aus, dass der Ar­beit­ge­ber im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes ver­pflich­tet sein kann, nicht gewähr­ten Ur­laub nach­zu­gewähren (sog. Er­satz­ur­laub). Gewährt der Ar­beit­ge­ber ei­nen recht­zei­tig ver­lang­ten Ur­laub nicht und verfällt der Ur­laub so­dann auf­grund sei­ner Be­fris­tung, so wan­delt sich der Ur­laubs­an­spruch in ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch um, wel­cher nicht der ge­setz­li­chen Be­fris­tung des § 7 Ab­satz 3 BUrlG un­ter­liegt (BAG 15. Sep­tem­ber 2011 – 8 AZR 846/09 – NZA 2012, 377; BAG 11. April 2006 - 9 AZR 523/05 - AP Nr. 28 zu § 7 BUrlG Über­tra­gung). Ein Scha­dens­er­satz nach § 275 Ab­satz 1, Ab­satz 4, § 280 Ab­satz 1, § 283 Ab­satz 1 Satz 1, § 249 Ab­satz 1 BGB in Form der Na­tu­ral­re­sti­tu­ti­on kann nicht mehr ge­leis­tet wer­den. Wenn das Ar­beits­verhält­nis be­en­det ist, so ist der Ar­beit­neh­mer nach § 251 Ab­satz 1 BGB in Geld zu entschädi­gen (BAG 15. Sep­tem­ber 2011 aaO; BAG 11. April 2006 aaO).
Der Ver­zug nach § 286 Ab­satz 1 Satz 1 BGB setzt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts al­ler­dings vor­aus, dass der Ar­beit­neh­mer den Ar­beit­ge­ber recht­zei­tig, aber er­folg­los um Frei­stel­lung ge­be­ten hat. Hat der Ar­beit­neh­mer kei­ne Ur­laubswünsche an­ge­mel­det, so ist der Ar­beit­ge­ber nicht ver­pflich­tet, den Ar­beit­neh­mer an­zuhören oder sei­ne Ur­laubswünsche zu er­fra­gen, um den Ur­laubs­zeit­raum von sich aus zu be­stim­men (BAG 24. März 2009 - 9 AZR 983/07 – BA­GE 130, 119 = AP Nr. 39 zu § 7 BUrlG).
Da­mit schei­det die Zu­er­ken­nung ei­nes Scha­dens­er­sat­zes vor­lie­gend aus, denn der Kläger hat nicht dar­ge­legt, dass der Ver­fall sei­nes Ur­laubs­an­spruchs auf ei­ner Ab­leh­nung von ihm vor­ge­tra­ge­ner Ur­laubswünsche be­ruht.
Et­was an­ders würde auch dann nicht gel­ten, wenn man die vom BAG ab­wei­chen­de Recht­spre­chung aus dem Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg (Ur­teil vom 12. Ju­ni 2014 – 21 Sa 221/14) zu Grun­de le­gen würde. Da­nach hat der Ar­beit­neh­mer in je­dem Fal­le und da­mit un­abhängig von der Äußerung ei­nes ei­ge­nen Ur­laubs­wun­sches ei­nen An­spruch auf Er­satz­ur­laub im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes er­hal­te, wenn der Ar­beit­ge­ber sei­ner Pflicht, den Ur­laub vollständig zu gewähren, nicht nach­kom­me.
Selbst da­nach ist der An­spruch des Klägers auf fi­nan­zi­el­le Entschädi­gung we­gen ei­nes nicht gewähr­ten Er­satz­ur­laubs nicht be­gründet.
Denn der An­spruch auf Gewährung von Er­satz­ur­laub soll durch die Nicht­gewährung von Ur­laub in den Jah­ren 2011 und 2012 ent­stan­den sind. Da­mit ist er in der Zeit vor der Un­ter­bre­chung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Par­tei­en von Ja­nu­ar bis März 2013 ent­stan­den. Der Kläger hat kei­ne Umstände vor­ge­tra­gen, aus de­nen das Ge­richt schließen könn­te, dass der Be­klag­te sich bei Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses be­reit erklärt hat­te, noch nicht erfüll­te Ansprüche aus der Zeit vor der Un­ter­bre­chung wei­ter ge­gen sich gel­ten zu las­sen. Im Übri­gen ist es dem Kläger nicht ge­lun­gen, über­zeu­gend dar­zu­le­gen, dass ihm im gel­tend ge­mach­ten Um­fang kein Ur­laub gewährt wor­den ist. Zwi­schen den Par­tei­en steht in­so­weit nicht in Streit, dass in den Lohn­ab­rech­nun­gen des Klägers und in den sons­ti­gen Un­ter­la­gen die strei­ti­gen Zei­ten als Ta­ge der Ur­laubs­gewährung do­ku­men­tiert und ab­ge­rech­net sind. Recht­lich strei­tig ist al­lein die Fra­ge, ob der Ar­beit­ge­ber sei­nen Wil­len, Ur­laub zu gewähren, je­weils vor­ab dem Kläger mit­ge­teilt hat­te. Dem Kläger­vor­trag lässt sich nicht mit der er­for­der­li­chen Si­cher­heit ent­neh­men, ob es für al­le hier strei­ti­gen Zeiträume an die­ser Vor­aus­set­zung ei­ner wirk­sa­men Ur­laubs­gewährung ge­man­gelt hat. Denn der Kläger stellt bei sei­nem Vor­trag al­lein dar­auf ab, ob er für die ent­spre­chen­den Zei­ten ei­nen Ur­laubs­wunsch geäußert hätte ("... der Be­klag­te han­del­te ab­sicht­lich ..., in­dem er ... oh­ne Zu­stim­mung des Klägers ei­ne Ver­rech­nung des Ur­laubs ... vor­nahm", Be­ru­fungs­be­gründung Sei­te 4, hier Blatt 649 R). Dar­auf kommt es je­doch recht­lich für ei­ne wirk­sa­me Ur­laubs­gewährung nicht an.
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag II.6 ver­langt der Kläger die Zah­lung von 2.563,44 Eu­ro brut­to. Es han­delt sich um das Ent­gelt be­zie­hungs­wei­se den Ent­gelt­fort­zah­lungs­an­spruch für April und an­tei­lig Mai 2014 (Po­si­tio­nen 118 und 119 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung, hier Blatt 812 ff), den das Ar­beits­ge­richt aus­weis­lich der Ausführun­gen un­ter II.1. der Ent­schei­dungs­gründe (S. 9 ff des Ur­teils­ab­drucks) zu­ge­spro­chen hat. In­so­weit müss­te bei wört­li­cher Aus­le­gung des An­tra­ges die Be­ru­fung des Klägers in die­sem Punk­te man­gels Be­schwer als un­zulässig ver­wor­fen wer­den.
Wie oben bei der Zu­sam­men­fas­sung des Er­fol­ges der Be­ru­fung des Be­klag­ten (A.IV. der Ent­schei­dungs­gründe) be­reits aus­geführt, spie­gelt sich das Ob­sie­gen des Klägers im hier zu be­han­deln­den Punk­te al­ler­dings nicht vollständig im Ur­teils­te­nor wie­der. Der Ur­teils­te­nor lau­tet auf 32.815,72 Eu­ro brut­to während die Sum­me der zu­ge­spro­che­nen Ein­zel­punk­te sich auf 34.310,38 Eu­ro brut­to beläuft (be­ste­hend aus dem Kläger hier zu­ge­spro­che­nen 25.386,89 Eu­ro und aus no­mi­nell 8.923,49 Eu­ro er­folg­rei­cher Be­ru­fung we­gen der Über­stun­den). An der an­ge­ge­be­nen Stel­le wur­de be­reits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die nicht mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren Zah­len le­dig­lich auf Re­chen­feh­ler zurück­zuführen sind und sie da­her im Be­ru­fungs­rechts­zug kor­ri­giert wer­den können.
Das Ge­richt ver­steht da­her den Be­ru­fungs­an­trag II.6 nicht als ei­nen An­trag im tech­ni­schen Sin­ne, son­dern als ei­nen Ap­pell an das Ge­richt, den Zah­len­dif­fe­ren­zen nach­zu­ge­hen und die­se zu be­he­ben. Ei­ne ei­genständi­ge Ent­schei­dung hat das Ge­richt zu die­sem An­trag da­her nicht ge­trof­fen.
Mit dem Be­ru­fungs­an­trag III. macht der Kläger kla­ge­er­wei­ternd die Zah­lung von 274,40 Eu­ro brut­to zuzüglich 228,90 Eu­ro net­to gel­tend.
Die­ser erst­mals im Be­ru­fungs­rechts­zug im We­ge der Kla­ger­wei­te­rung ge­stell­te An­trag setzt sich aus un­ter­schied­li­chen Ge­genständen zu­sam­men. Er ist ins­ge­samt nicht be­gründet.
Die 274,40 Eu­ro brut­to ver­langt der Kläger als equal-pay-Ent­gelt für 40 St­un­den vom 10. bis zum 14. Ju­ni 2013, die er selbst als Ruf­be­reit­schafts­stun­den be­zeich­net (Po­si­ti­on 91 der ge­richt­li­chen Auf­stel­lung, hier Blatt 812 ff).
Die­ser Be­trag steht dem Kläger nicht zu. Der An­spruch soll sich aus den­sel­ben Über­le­gun­gen er­ge­ben, die auch den Po­si­tio­nen 93 und 96 zu Grun­de lie­gen. In­so­fern kann das Ge­richt we­gen der Un­schlüssig­keit die­ses Pos­tens auf die obi­gen Ausführun­gen zu B.I.4. der Ent­schei­dungs­gründe ver­wei­sen.
Die 228,90 Eu­ro net­to ver­langt der Kläger als Fei­er­tags­zu­schlag (in Höhe von 140 Pro­zent) über den Fei­er­tags­zu­schlag hin­aus, den er be­reits erst­in­stanz­lich in Höhe von 100 Pro­zent ge­for­dert hat­te. Das be­trifft die Po­si­tio­nen 21 (erst­in­stanz­lich 123,60 Eu­ro ge­for­dert, nun­mehr 250,80 Eu­ro, Dif­fe­renz 127,20 Eu­ro), 82 (erst­in­stanz­lich 34,30 Eu­ro ge­for­dert, nun­mehr 67,40 Eu­ro, Dif­fe­renz 33,10 Eu­ro) und 105 (erst­in­stanz­lich 74,30 Eu­ro ge­for­dert, nun­mehr 142,90 Eu­ro, Dif­fe­renz 68,60 Eu­ro). Die Ge­samt­dif­fe­renz beläuft sich dem­nach auf 228,90 Eu­ro.
Der An­trag ist nicht be­gründet. Es han­delt sich in­so­weit um Zu­schläge, die der Kläger für sei­ne Tätig­keit bei BHR gel­tend ge­macht. Die­se Pos­ten tei­len da­her das Schick­sal der an­de­ren Pos­ten, die der Kläger für Zu­schläge bei Einsätzen bei BHR gel­tend macht. Der An­spruch ist nicht be­gründet, weil der Kläger nicht nach­ge­wie­sen hat, dass und in wel­cher Höhe ver­gleich­ba­ren Ar­beit­neh­mern bei BHR Zu­schläge ge­zahlt wer­den. We­gen der Ein­zel­hei­ten kann auf die obi­gen Ausführun­gen un­ter B.I.3 der Ent­schei­dungs­gründe Be­zug ge­nom­men wer­den.
Mit den vor­ste­hend un­ter A. und B. be­han­del­ten Ein­zel­ansprüchen sind die bei­der­seits ge­stell­ten Anträge erschöpfend be­han­delt. Über die bis­her nicht be­han­del­ten Po­si­tio­nen aus der ge­richt­li­chen Zu­sam­men­stel­lung der Streit­ge­genstände (hier Blatt 812 ff) kann das Ge­richt da­her kei­ne Ent­schei­dung tref­fen.
Die meis­ten die­ser bis­her nicht be­han­del­ten Po­si­tio­nen be­tref­fen Ge­genstände, die oh­ne­hin wohl le­dig­lich in der Be­ru­fungs­be­gründung dop­pelt gel­tend ge­macht wur­den, so dass im Er­geb­nis aus der Sicht bei­der Par­tei­en wohl kein Teil­an­spruch über­g­an­gen wur­de (Po­si­ti­on 24 dürf­te mit Po­si­ti­on 21 iden­tisch sein, Po­si­ti­on 38 ist Teil der Po­si­ti­on 35, Po­si­ti­on 43 ist Teil von Po­si­ti­on 42, Po­si­ti­on 85 dürf­te mit Po­si­ti­on 82 iden­tisch sein, Po­si­ti­on 86 ist Teil der Po­si­ti­on 81, Po­si­ti­on 107 dürf­te mit Po­si­ti­on 105 iden­tisch sein).
In an­de­ren Po­si­tio­nen sind Ge­genstände auf­geführt, die sich im Rah­men der münd­li­chen Ver­hand­lung als Irr­tum des Ge­richts her­aus­ge­stellt hat­ten. Das be­trifft zum ei­nen durchgängig al­le Po­si­tio­nen mit equal-pay-Ansprüchen (oh­ne Zu­schlägen), so­fern hier das Ge­richt un­ter­schied­li­che Zah­len an­ge­setzt hat für die Ver­ur­tei­lung durch das Ar­beits­ge­richt und für den Be­ru­fungs­an­trag des Klägers; der Irr­tum hängt mit der zeit­ver­setz­ten Fällig­keit bzw. Zah­lung der Zu­schläge zu­sam­men, die das Ge­richt bei sei­ner Auf­stel­lung nicht berück­sich­tigt hat­te. Aus den­sel­ben Gründen spie­geln die Po­si­tio­nen 48 und 78 kei­nen vom Kläger ver­lang­ten An­spruch wi­der. Soll­te das Ge­richt den­noch ei­nen Teil­an­spruch bzw. wei­te­re Po­si­tio­nen über­se­hen ha­ben, hätte über die­se oh­ne­hin nicht ent­schie­den wer­den können, denn sie würden sich nicht in ei­nem der Anträge wi­der­spie­geln.
So­weit die Kla­ge er­folg­reich ist, ste­hen dem Kläger auch die da­zu gel­tend ge­mach­ten Zin­sen zu. Der Zins­an­spruch folgt aus §§ 288 Ab­satz 1, 286 Ab­satz 2 Nr. 1 BGB.
Die mo­nat­li­che Vergütung war bis zum 10. des Fol­ge­mo­nats fällig, so dass sich der Be­klag­te im Re­gel­fall je­weils ab dem 11. des je­wei­li­gen Fol­ge­mo­nats im Ver­zug be­fand. So­weit es um wei­te­re For­de­run­gen wie Zu­schläge und Ähn­li­ches geht, hat­te der Be­klag­te die­se im­mer ei­nen Mo­nat später zeit­ver­setzt ab­ge­rech­net und aus­ge­zahlt. Dies hat der Kläger bei sei­ner Zins­for­de­rung berück­sich­tigt, das Ge­richt hat das über­nom­men. Die­ser zeit­li­che Ver­satz spielt im vor­lie­gen­den Ur­teil al­ler­dings nur bei der Be­ru­fung des Klägers ei­ne Rol­le und hier nur bei den Zin­sen auf die bei­den Net­to-Beträge (Ki­lo­me­ter­geld) in Höhe von 19,76 Eu­ro (Po­si­ti­on 52) und 119,60 Eu­ro (Po­si­ti­on 115).
So­weit es sich bei dem je­wei­li­gen 10. des Mo­nats (Fällig­keits­tag) um ei­nen Sams­tag, ei­nen Sonn­tag oder ei­nen Fei­er­tag ge­han­delt hat, hat das Ge­richt un­ter Berück­sich­ti­gung der Recht­spre­chung des BAG (Ur­teil vom 15. Fe­bru­ar 2001 – 1 AZR 672/00) den Tag, ab dem Ver­zugs-Zin­sen zu­ste­hen, auf den zwei­ten Werk­tag da­nach fest­ge­setzt.
Die Kos­ten des Rechts­streits tra­gen nach § 92 ZPO ent­spre­chend dem An­teil des Ob­sie­gens und Un­ter­lie­gens der Be­klag­te zu 65 Pro­zent und der Kläger zu 35 Pro­zent.
Die Be­ru­fung des Be­klag­ten hat ei­nen Wert in Höhe von 32.815,72 Eu­ro und die kläge­ri­sche Be­ru­fung hat ei­nen Wert in Höhe von 7.960,19 Eu­ro, der Rechts­streit hat al­so ei­nen Ge­samt­wert in Höhe von 40.775,91 Eu­ro. Der Be­trag des Ob­sie­gens des Be­klag­ten beläuft sich auf 14.577,22 Eu­ro und der des Klägers auf 26.398,85 Eu­ro, was die aus­ge­ur­teil­te Kos­ten-Quo­te zu Las­ten des Be­klag­ten (65:35) er­gibt.
Die Be­rech­nung ei­ner da­von ab­wei­chen­den ge­son­der­ten Quo­te für den Streit vor dem Ar­beits­ge­richt ist ent­behr­lich, da die Verände­rung der Streit­ge­genstände im Be­ru­fungs­rechts­zug so ge­ringfügig ist, dass sich spitz ge­rech­net vor dem Ar­beits­ge­richt auch kei­ne an­de­re Quo­te er­ge­ben würde. Der Kläger hat zum ei­nen sei­nen Ab­rech­nungs­an­trag nicht mehr wei­ter­ver­folgt, den das Ar­beits­ge­richt zu­tref­fend bei der Be­mes­sung der Quo­te nicht ei­gens be­wer­tet hat, da der Kläger für den­sel­ben Zeit­raum zusätz­lich auch Zah­lung ge­for­dert hat. Im Be­ru­fungs­rechts­zug hat der Kläger die Kla­ge um Anträge im Wert von 503,30 Eu­ro er­wei­tert (Be­ru­fungs­an­trag zu III.), was mit 1,1 Pro­zent der ge­sam­ten Streit­sum­me im Rah­men von § 92 ZPO un­berück­sich­tigt blei­ben darf.
Die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­las­sung der Re­vi­si­on aus § 72 ArbGG lie­gen nicht vor.
zur Übersicht 2 Sa 213/15

References: § 5
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 § 615
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 § 9
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 § 4
 § 13
 § 10
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 § 307
 § 615
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 § 320
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 § 670
 § 12
 § 5
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 § 6
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
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 § 7
 § 275
 § 280
 § 283
 § 249
 § 251
 § 286
 § 7
 § 92
 § 92
 § 72