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Timestamp: 2016-10-23 01:36:13+00:00

Document:
4A_506/2014 (03.07.2015)
{T�0/2} 4A_506/2014; 4A_524/2014 � � Urteil vom 3. Juli 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Staffelbach und Rechtsanw�ltin Chlo� Terrapon Chassot,
Die Versicherung B.________ AG (Kl�gerin) ist eine deutsche Versicherungsgesellschaft mit Sitz in K�ln. Die A.________ AG in Liquidation (Beklagte) hat ihren Sitz in Zug. Sie bezweckt gem�ss ihrem Handelsregistereintrag Aktivit�ten aller Art auf dem Gebiet der R�ckversicherung.
�Ab 1986 schlossen die Kl�gerin als Erstversicherung und die Beklagte als R�ckversicherung diverse R�ckversicherungsvertr�ge f�r internationale Industriehaftpflichtpolicen ab, mit denen sich die Beklagte verpflichtete, Erstversicherungsrisiken in R�ckdeckung zu nehmen. Ende 1999 stelle die Beklagte das aktive Gesch�ft ein, schloss keine neuen Versicherungsvertr�ge mehr ab und beschr�nkte sich auf die Abwicklung von fr�her eingegangenen Verpflichtungen. Vor mehr als zehn Jahren k�ndigte die Kl�gerin die Vertr�ge mit der Beklagten. Zwischen den Parteien bestehen heute keine laufenden R�ckversicherungsvertr�ge mehr.
�Ende 2003 setzte die Beklagte ihr Aktienkapital von Fr. 40 Mio. auf Fr. 10 Mio. herab. An der Generalversammlung vom 10. August 2005 beschloss sie ihre Liquidation. Am 12. Dezember 2005 meldete die Kl�gerin in der Liquidation eine Eventualverpflichtung �ber EUR 21'044'075.-- als Forderung gegen die Beklagte an. Mit Verf�gung vom 24. August 2009 setzte die Eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht FINMA die C.________ AG (damals noch C.________ GmbH) als Liquidatorin ein.
�Am 16. September 2011 verlangte die Kl�gerin von der Beklagten gest�tzt auf Art. 8 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 �ber den Datenschutz (DSG; SR 235.1) Auskunft dar�ber, welche Daten �ber sie (die Kl�gerin) bearbeitet w�rden. Die C.________ AG teilte der Kl�gerin daraufhin mit, dass dem Auskunftsbegehren nicht entsprochen werden k�nne.
Mit Klage vom 2. April 2012 unterbreitete die Kl�gerin dem Kantonsgericht Zug das folgende Auskunftsbegehren:
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin s�mtliche Daten herauszugeben, welche in der Datensammlung der Beklagten �ber die Kl�gerin gespeichert sind. Insbesondere sei sie zu verpflichten, der Kl�gerin Kopien von
- insbesondere die die Kl�gerin betreffende Korrespondenz mit der Finanzmarktaufsicht FINMA,
- Telefon-/Gespr�chsnotizen,
- Unterlagen betreffend Vertragsverhandlungen/-aufl�sung,
- den Jahresrechnungen, den Konzernrechnungen und den Revisionsberichten, je inkl. Anh�nge (ausgenommen die Jahresrechnung, die Konzernrechnung und den Revisionsbericht, je inkl. Anh�nge, des letzten abgeschlossenen Gesch�ftsjahres),
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin Auskunft �ber die Herkunft der Daten zu erteilen.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin den Zweck und gegebenenfalls die gesetzliche Grundlage der Datenbearbeitung zu nennen.
4. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin die Kategorien der bearbeiteten Personendaten zu nennen.
5. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin die Kategorien der an der Sammlung Beteiligten zu nennen.
6. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin die Kategorien der Datenempf�nger zu nennen.
7. F�r den Fall der Missachtung der Verpflichtung gem�ss der Rechtsbegehren 1-6 sei der Beklagten sowie der C.________ GmbH je eine Ordnungsbusse gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO von CHF 1'000.-- f�r jeden Tag der Nichterf�llung anzudrohen.
8. F�r den Fall der Missachtung der Verpflichtung gem�ss der Rechtsbegehren 1-6 sei D.________ und E.________ je eine Ordnungsbusse gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO von CHF 1'000.-- f�r jeden Tag der Nichterf�llung sowie die Bestrafung mit Busse wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verf�gung (Art. 292 StGB) anzudrohen.
�Der Einzelrichter am Kantonsgericht wies die Klage mit Entscheid vom 12. Juni 2013 ab.
�Hiergegen gelangte die Kl�gerin an das Obergericht des Kantons Zug, das ihre Berufung mit Urteil vom 12. August 2014 teilweise guthiess, den Entscheid des Kantonsgerichts aufhob und in der Sache was folgt entschied:
"1.1 [...] die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin Auskunft �ber s�mtliche Daten zu erteilen, welche in der Datensammlung der Beklagten �ber die Kl�gerin gespeichert sind. Insbesondere wird die Beklagte verpflichtet, der Kl�gerin Kopien von folgenden, die Kl�gerin betreffenden Dokumenten herauszugeben:
- Telefon-/Gespr�chsnotizen, mit Ausnahme s�mtlicher interner Notizen zum pers�nlichen Gebrauch der Mitarbeiter oder Organe der Beklagten;
- Unterlagen betreffend Vertragsverhandlungen/-aufI�sung;
- interne Unterlagen, mit Ausnahme s�mtlicher interner Notizen zum pers�nlichen Gebrauch der Mitarbeiter oder Organe der Beklagten.
1.2 Weiter wird die Beklagte verpflichtet, der Kl�gerin verf�gbare Angaben �ber die Herkunft dieser Daten zu erteilen, den Zweck und gegebenenfalls die gesetzliche Grundlage der Datenbearbeitung sowie die Kategorien der bearbeiteten Personendaten, der an der Sammlung Beteiligten und der Datenempf�nger zu nennen.
1.3 Der Beklagten bzw. der C.________ AG bzw. deren Organen D.________ und E.________ wird f�r den Fall, dass sie den Anordnungen gem�ss Ziffer 1.1 vorstehend innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheides nicht nachkommen, eine vom VolIstreckungsrichter zu bemessende Ordnungsbusse gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO von maximal CHF 1'000.-- f�r jeden Tag der Nichterf�llung angedroht."
�Auf ein Gesuch der Beklagten vom 10. September 2014 um Erl�uterung dieses Urteils trat das Obergericht mit Pr�sidialverf�gung vom 8. Oktober 2014 nicht ein.
C.a.�Im Verfahren 4A_506/2014 beantragt die Beklagte dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben, und "der erstinstanzliche Entscheid des Einzelrichters [...] sei zu best�tigen." Das Auskunftsbegehren sei abzuweisen.
�Eventualiter sei das angefochtene Urteil teilweise aufzuheben und seine Dispositiv-Ziffer 1.1 (in der Sache) wie folgt abzu�ndern:
�"[D]ie Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin Auskunft �ber s�mtliche Daten zu erteilen, welche in der Datensammlung der Beklagten gespeichert sind. Von der Pflicht zur Auskunftserteilung ausgenommen sind:
b) Daten betreffend Vertragsverhandlungen und Vertragsabschl�sse mit Dritten und der Aktion�rin;
c) Daten, welche im Zusammenhang mit der von der Kl�gerin behaupteten Eventualforderung stehen;
�Weiter verlangt sie - ebenfalls eventualiter - die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1.3 des obergerichtlichen Urteils, subeventualiter deren Ab�nderung gem�ss dem folgenden Wortlaut:
�"Der Beklagten wird f�r den Fall, dass sie den Anordnungen gem�ss Ziffer 1.1 vorstehend innert 3 Monaten nach Rechtskraft dieses Entscheides nicht nachkommt, eine vom Vollstreckungsrichter zu bemessende Ordnungsbusse gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO von maximal CHF 100.-- f�r jeden Tag der Nichterf�llung angedroht."
�Das Obergericht schloss auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf Gegenbemerkungen, unter Hinweis auf das angefochtene Urteil. Die Kl�gerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 30. September 2014 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
C.b.�Im Verfahren 4A_524/2014 verlangt die Kl�gerin, Dispositiv-Ziffer 1.1 des Urteils des Obergerichts sei insofern aufzuheben, als entschieden worden sei, "dass amtliche Angelegenheiten der FINMA bzw. Personendaten, welche die Beschwerdegegnerin von der FINMA erhalten hat, von der Pflicht zur Auskunftserteilung ausgenommen sind." Der entsprechende Absatz sei aus dem Urteilsdispositiv zu streichen. Die Beklagte sei "entsprechend zu verpflichten", ihr (der Kl�gerin) Kopien der Unterlagen, die sie von der FINMA erhalten habe und die Personendaten der Kl�gerin enthielten, herauszugeben. Eventualiter hierzu sei "die Sache zur Entscheidung durch die Vorinstanz zur�ckzuweisen".
�Die Beklagte begehrt, die Beschwerde abzuweisen; den gleichen Antrag zur Beschwerde stellte das Obergericht, unter Verzicht auf Gegenbemerkungen und Hinweis auf das angefochtene Urteil.
�Ferner enth�lt die Beschwerdeantwort der Beklagten den prozessualen Antrag, es sei der FINMA "im Sinne von Art. 102 BGG als Beteiligte in diesem Verfahren eine Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung anzusetzen". Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels gem�ss Art. 102 Abs. 3 BGG schloss die Kl�gerin auf Abweisung dieses Antrags.
Sowohl die Kl�gerin als auch die Beklagte des kantonalen Verfahrens haben das Urteil des Obergerichts vom 12. August 2014 beim Bundesgericht angefochten. Ihre Beschwerden haben demnach das gleiche Anfechtungsobjekt. Unter diesen Umst�nden sind die Verfahren 4A_506/2014 und 4A_524/2014 - wie denn von der Kl�gerin auch beantragt - zu vereinigen.
Die Beklagte begr�ndet ihren prozessualen Antrag, die FINMA sei im Verfahren 4A_524/2014 zur Vernehmlassung einzuladen, damit, die C.________ AG handle in ihrer Funktion als Liquidatorin "als verl�ngerter Arm der FINMA" und �be ihre T�tigkeit in deren Auftrag und an deren Stelle aus. Da die FINMA durch den Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens "sowohl in rechtlicher als auch in tats�chlicher Weise direkt betroffen" sei, sei ihr Gelegenheit einzur�umen, sich im bundesgerichtlichen Verfahren zur Sache vernehmen zu lassen.
�In Wahrheit ist nicht zu erkennen, inwiefern die FINMA als Beteiligte im Sinne von Art. 102 Abs. 1 BGG zur Vernehmlassung zugelassen werden m�sste. Der vorliegende Zivilprozess hat die privatrechtliche Auskunftspflicht der Beklagten gem�ss dem DSG zum Gegenstand. Inwiefern die FINMA durch den Ausgang dieses Verfahrens in rechtlicher oder in tats�chlicher Weise hinreichend ber�hrt w�re, ist nicht ersichtlich (vgl. auch Erw�gung 10), nachdem sie �brigens - soweit erkennbar - am kantonalen Verfahren nicht teilgenommen hat. Das dahingehende Begehren der Beklagten ist demnach abzuweisen.
Das angefochtene Urteil des Obergerichts ist ein Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 75 BGG. Das Streitwerterfordernis gem�ss Art. 74 Abs. 1 BGG gilt nicht, weil die Angelegenheit nicht verm�gensrechtlich ist (vgl. Urteile 4A_406/2014 / 4A_408/2014 vom 12. Januar 2015 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 141 III 119; 4A_215/2014 vom 18. September 2014 E. 1.1; 5A_22/2013 vom 30. Juni 2014 E. 1.1; 4A_688/2011 vom 17. April 2012 E. 1, nicht publ. in: BGE 138 III 425). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt hinl�nglich begr�ndeter R�gen (siehe Erw�gung 4) - auf die Beschwerde einzutreten.
4.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 134 II 244 E. 2.1). In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Unerl�sslich ist dabei, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine vom Bundesgericht �berpr�fbare Rechtsverletzung liegt. Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116, 86 E. 2 S. 89).
4.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den streitgegenst�ndlichen Lebenssachverhalt als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5). Entsprechende R�gen sind �berdies bloss zul�ssig, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
�Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Hinsichtlich der Kritik einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gilt das strenge R�geprinzip von Art. 106 Abs. 2 BGG (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 489 E. 2.8; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 mit Hinweisen). Soweit eine Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90; Urteile 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). Gen�gt die Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz diesen Anforderungen nicht, k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der vom angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18; 133 II 249 E. 1.4.3).
4.3.�Die Parteien beachten die genannten Grunds�tze nicht durchgehend. So unterbreitet die Beklagte dem Bundesgericht in ihrer Beschwerde in appellatorischer Weise ihre eigene Sicht der Geschehnisse und der Rechtslage, wobei sie sich auf Sachverhaltselemente beruft, die das Obergericht nicht festgestellt hat, so namentlich hinsichtlich der Motive der Kl�gerin f�r ihr Auskunftsbegehren und ihr prozessuales Verhalten (in verschiedenen Verfahren). Auf die entsprechenden Behauptungen kann insoweit nicht abgestellt werden, als hinreichend substanziierte Sachverhaltsr�gen im eben beschriebenen Sinn fehlen. Im bundesgerichtlichen Verfahren ist �berdies einzig das Urteil des Obergerichts und nicht der erstinstanzliche Entscheid des Kantonsgerichts Anfechtungsobjekt (Art. 75 Abs. 1 BGG), und bloss die darin enthaltenen Sachverhaltsfeststellungen sind f�r das Bundesgericht massgeblich. Dementsprechend ist durchwegs vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn das Obergericht festgestellt hat, und die Beklagte kann nicht geh�rt werden, soweit sie ihre Argumentation auf einen Sachverhalt st�tzt, der von den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen des Obergerichts abweicht.
5.1.�Dass der streitgegenst�ndliche Anspruch der Kl�gerin gem�ss Art. 139 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 IPRG schweizerischem Recht untersteht, wird von keiner Partei in Frage gestellt und steht fest.
5.2.�Gem�ss Art. 8 Abs. 1 DSG kann jede Person vom Inhaber einer Datensammlung Auskunft dar�ber verlangen, ob Daten �ber sie bearbeitet werden. Der Inhaber der Datensammlung muss der betroffenen Person mitteilen: a. alle �ber sie in der Datensammlung vorhandenen Daten einschliesslich der verf�gbaren Angaben �ber die Herkunft der Daten; b. den Zweck und gegebenenfalls die Rechtsgrundlagen des Bearbeitens sowie die Kategorien der bearbeiteten Personendaten, der an der Sammlung Beteiligten und der Datenempf�nger (Art. 8 Abs. 2 DSG). Die Auskunft ist in der Regel schriftlich, in Form eines Ausdrucks oder einer Fotokopie sowie kostenlos zu erteilen (Art. 8 Abs. 5 Satz 1 DSG).
�Nach Art. 9 Abs. 1 DSG kann der Inhaber der Datensammlung die Auskunft verweigern, einschr�nken oder aufschieben, soweit: a. ein Gesetz im formellen Sinn dies vorsieht; b. es wegen �berwiegender Interessen Dritter erforderlich ist. Zudem kann nach Art. 9 Abs. 4 DSG der private Inhaber einer Datensammlung die Auskunft verweigern, einschr�nken oder aufschieben, soweit eigene �berwiegende Interessen es erfordern und er die Personendaten nicht Dritten bekannt gibt.
6.1.�Das Kantonsgericht bejahte im Grundsatz das Bestehen eines Auskunftsanspruchs nach Art. 8 Abs. 1 DSG, zumal die Beklagte �ber Personendaten der Kl�gerin verf�ge und Inhaberin einer Datensammlung sei. Die entsprechende Auffassung des Kantonsgerichts machte sich auch das Obergericht in seinem Urteil zu eigen.
6.2.�Die Klageabweisung begr�ndete das Kantonsgericht damit, das Vorgehen der Kl�gerin sei rechtsmissbr�uchlich, da diese das Auskunftsrecht zu datenschutzwidrigen Zwecken einsetze. Weiter befand das Kantonsgericht, die Beklagte k�nnte das Auskunftsrecht - unter Berufung auf das Amtsgeheimnis der Liquidatorin - auch insofern verweigern, als ihr bzw. ihrer Liquidatorin von der Aufsichtsbeh�rde Personendaten der Kl�gerin zugekommen seien.
�Demgegen�ber verneinte das Obergericht das Vorliegen eines offenbaren Rechtsmissbrauchs. Indessen bejahte es ebenfalls ein durch die Geheimhaltungspflicht der Liquidatorin begr�ndetes Auskunftsverweigerungsrecht der Beklagten. Es nahm an, dieses stehe dem Auskunftsbegehren insoweit entgegen, als amtliche Angelegenheiten der FINMA bzw. Personendaten betroffen seien, welche die Beklagte (bzw. die Liquidatorin) von der FINMA erhalten habe.
Die Beklagte bestreitet vor Bundesgericht die Anwendbarkeit des DSG. Sie beruft sich auf Art. 2 Abs. 2 lit. c des Gesetzes, wonach dieses unter anderem auf "h�ngige Zivilprozesse" nicht anwendbar ist.
7.1.�Zur Begr�ndung macht sie geltend, nachdem sie am 12. September 2013 ihre Berufungsantwort beim Obergericht eingereicht habe, habe die Kl�gerin am 1. Oktober 2013 beim Kantonsgericht Zug (in Prosequierung eines Massnahmeverfahrens) eine Klage erhoben, mit der sie unter anderem den Eintrag der Kapitalherabsetzung der Beklagten im Handelsregister verbieten lassen wolle, falls ihre Eventualforderung nicht mit Fr. 7 Mio. sichergestellt werde. Da das besagte Verfahren immer noch h�ngig sei, sei das DSG nicht anwendbar in Bezug auf alle Dokumente, die in diesem Prozess als Beweise verwendbar sein k�nnten oder im Hinblick auf diesen Prozess erstellt worden seien.
7.2.�Die entsprechenden Tatsachenbehauptungen sind neu. Sie k�nnen gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG im bundesgerichtlichen Verfahren nicht ber�cksichtigt werden, da in der Beschwerde nicht dargetan wird, inwiefern erst das Urteil des Obergerichts vom 12. August 2014 dazu Anlass gegeben hat (vgl. Erw�gung 4.2). Die Beklagte f�hrt lediglich aus, es handle sich um ein echtes Novum, da die Klage erst nach Abschluss des Schriftenwechsels erhoben worden sei und damit vom Obergericht prozessual nicht habe ber�cksichtigt werden k�nnen. Indessen k�nnen gem�ss der Rechtsprechung zum bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren Tatsachen oder Beweismittel, die sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid eingetreten oder entstanden sind, von vornherein nicht durch das weitergezogene Urteil veranlasst worden sein und sind somit im Verfahren vor dem Bundesgericht in jedem Fall unzul�ssig (Urteile 4A_642/2009 vom 2. Februar 2010 E. 2.4; 2C_94/2009 vom 16. Juni 2009 E. 2.2; vgl. auch BGE 133 IV 342 E. 2.1; siehe demgegen�ber zum Novenrecht im Berufungsverfahren Art. 317 Abs. 1 ZPO).
�Somit ist in diesem Punkt einzig vom Sachverhalt auszugehen, den das Obergericht festgestellt hat, und es kann offen bleiben, wie die Angelegenheit bei Ber�cksichtigung der Noven zu beurteilen w�re (vgl. zur Bedeutung von Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG immerhin BGE 138 III 425 E. 4.3).
7.3.�Abgesehen davon steht im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr in Frage, dass die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 Abs. 1 DSG grunds�tzlich gegeben sind. Das Obergericht verwies insofern auf die Begr�ndung des Kantonsgerichts, mit der sich die Beklagte in der Berufungsantwort nicht substanziiert auseinandergesetzt habe. Letzteren Vorwurf entkr�ftet die Beklagte im bundesgerichtlichen Verfahren nicht.
Die Beklagte erneuert vor Bundesgericht ihre Rechtsauffassung, wonach die Berufung der Kl�gerin auf Art. 8 DSG rechtsmissbr�uchlich sei.
8.1.�Gem�ss Art. 2 Abs. 2 ZGB findet der offenbare Missbrauch eines Rechts keinen Rechtsschutz. Die Norm dient als korrigierender "Notbehelf" f�r die F�lle, in denen formales Recht zu materiell krassem Unrecht f�hren w�rde (BGE 135 III 162 E. 3.3.1 S. 169; 134 III 52 E. 2.1 S. 58). Ob eine Berechtigung missbr�uchlich ausge�bt wird, h�ngt stets von den Umst�nden des Einzelfalles ab. In der Lehre und Rechtsprechung sind Fallgruppen anerkannt worden, in denen typischerweise ein offenbarer Missbrauch vorliegen kann. So wird etwa Rechtsmissbrauch angenommen bei zweckwidriger Verwendung eines Rechtsinstituts zur Verwirklichung von Interessen, die dieses Institut nicht sch�tzen will (BGE 140 III 491 E. 4.2.4; 138 III 425 E. 5.2; 135 III 162 E. 3.3.1 S. 169; 128 II 145 E. 2.2 S. 151). Die Beweislast f�r die Umst�nde, die auf Rechtsmissbrauch schliessen lassen, tr�gt derjenige, der sich auf Rechtsmissbrauch beruft (BGE 138 III 425 E. 5.2; 135 III 162 E. 3.3.1 S. 170; 134 III 52 E. 2.1; 133 III 61 E. 4.1).
�Das Bundesgesetz �ber den Datenschutz bezweckt den Schutz der Pers�nlichkeit und der Grundrechte von Personen, �ber die Daten bearbeitet werden (Art. 1 DSG). In �bereinstimmung mit diesem Zweck gilt das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG prim�r als Institut zur Durchsetzung des Pers�nlichkeitsschutzes. Es erm�glicht der betroffenen Person, die �ber sie in einer Datensammlung eines Dritten bearbeiteten Daten zu kontrollieren mit dem Ziel, die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Grunds�tze, wie Beschaffung der Daten mit rechtm�ssigen Mitteln und nicht in gegen Treu und Glauben verstossender Weise oder Gew�hrleistung der Richtigkeit der Daten und der Verh�ltnism�ssigkeit ihrer Bearbeitung, in der Rechtswirklichkeit zu �berpr�fen und durchzusetzen (BGE 138 III 425 E. 5.3 mit Hinweisen).
�Das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG kann grunds�tzlich ohne Nachweis eines Interesses geltend gemacht werden; vorbehalten bleibt aber das Rechtsmissbrauchsverbot. Die Darlegung des Interesses an der Auskunft kann demnach n�tig sein, um dem Vorwurf der rechtsmissbr�uchlichen Aus�bung des Auskunftsrechts entgegenzutreten. Ebenso kann die nach Art. 9 DSG gebotene Abw�gung der gegenseitigen Interessen erfordern, dass der um Auskunft Ersuchende seine Interessen darlegt (BGE 141 III 119 E. 7.1.1 S. 127; 138 III 425 E. 5.4).
�Obgleich das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG grunds�tzlich ohne Interessennachweis geltend gemacht werden kann, kommt dem Motiv eines Auskunftsbegehrens also immerhin im Hinblick auf einen allf�lligen Rechtsmissbrauch Bedeutung zu. So f�llt Rechtsmissbrauch in Betracht, wenn das Auskunftsrecht zu datenschutzwidrigen Zwecken eingesetzt wird, etwa um die Kosten einer Datenbeschaffung zu sparen, die sonst bezahlt werden m�ssten. Zu denken ist etwa auch an eine schikan�se Rechtsaus�bung ohne wirkliches Interesse an der Auskunft, lediglich um den Auskunftspflichtigen zu sch�digen. Eine zweckwidrige Verwendung des datenschutzrechtlichen Auskunftsrechts und damit Rechtsmissbrauch w�re wohl auch anzunehmen, wenn das Auskunftsbegehren einzig zum Zweck gestellt wird, die (sp�tere) Gegenpartei auszuforschen und Beweise zu beschaffen, an die eine Partei sonst nicht gelangen k�nnte. Denn das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG will nicht die Beweismittelbeschaffung erleichtern oder in das Zivilprozessrecht eingreifen (BGE 141 III 119 E. 7.1.1; 138 III 425 E. 5.5; je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 4A_36/2010 vom 20. April 2010 E. 3.1 betreffend das Auskunfts- und Einsichtsrechts gem�ss Art. 697 OR, mit entsprechenden Hinweisen).
8.2.�Das Kantonsgericht verneinte in seiner Entscheidbegr�ndung das Vorliegen von sch�tzenswerten Interessen der Kl�gerin an der Auskunftserteilung und bejahte im Umkehrschluss den Rechtsmissbrauch. Nach Auffassung des Obergerichts verkannte es dabei, dass das Auskunftsrecht grunds�tzlich ohne Interessennachweis beansprucht werden k�nne, dass f�r das Vorliegen eines Rechtsmissbrauchs triftige Gr�nde vorliegen m�ssten und dass eine rechtsmissbr�uchliche Aus�bung des Auskunftsrechts nur sehr zur�ckhaltend anzunehmen sei. Das Obergericht kam seinerseits zum Schluss, Umst�nde, die auf einen offensichtlichen Rechtsmissbrauch schliessen liessen, seien nicht ersichtlich. Die Beklagte bringe vor, die Kl�gerin verhindere seit mehr als acht Jahren ihre Liquidation und versuche, sie mittels mehrerer Gerichtsverfahren systematisch zu zerm�rben. Indessen - so das Obergericht - begr�ndeten die diversen Verfahren und Versuche der Kl�gerin, ihre angeblichen Forderungen sicherzustellen, noch keinen Rechtsmissbrauch. Immerhin erschienen gewisse Bedenken der Kl�gerin zumindest nicht als haltlos, habe die Beklagte doch bereits im Jahr 2005 um Entlassung aus der Versicherungsaufsicht ersucht und den ablehnenden Entscheid mit Verpflichtung zur Erstellung eines Abwicklungsplans im Sinne von Art. 60 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 2004 betreffend die Aufsicht �ber Versicherungsunternehmen (SR 961.01) erfolglos bis an das Bundesgericht weitergezogen. Selbst wenn es der Kl�gerin aber auch darum gehe, finanzielle Vorteile im Rahmen der Liquidation zu erlangen, w�re ihr Begehren deshalb noch nicht rechtsmissbr�uchlich. Sie habe im �brigen immer auch datenschutzrechtliche Gr�nde angegeben. Dass diese bloss vorgeschoben seien und es der Kl�gerin einzig um eine schikan�se Rechtsaus�bung zur Sch�digung der Beklagten ohne wirkliches Interesse an der Auskunft gehe, sei nicht mit gen�gender Sicherheit erstellt. Ausserdem sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beklagten durch die Auskunftserteilung krasses Unrecht zustossen und stossende Ergebnisse resultieren sollten, welche durch das Rechtsmissbrauchsverbot zu verhindern w�ren. Dass die Kl�gerin schliesslich mit dem Auskunftsbegehren einzig den (verp�nten) Zweck verfolgt habe, die Beklagte als sp�tere Gegenpartei auszuforschen und Beweise zu beschaffen, an die sie sonst nicht gelangten k�nne, hielt das Obergericht f�r nicht belegt.
8.3.�Die Beklagte moniert eine Verletzung von Art. 2 Abs. 2 ZGB. Sie meint zusammengefasst, es liege auf der Hand, dass es der Kl�gerin mit dem Auskunftsbegehren nach dem DSG in erster Linie darum gehe, in Erfahrung zu bringen, wie die Beklagte die von der Kl�gerin behauptete Eventualforderung intern genau einsch�tze und worauf "eine solche Einsch�tzung" beruhe. Die Kl�gerin wolle sie (die Beklagte) durch unverh�ltnism�ssig weit gefasste Auskunftsbegehren dazu zwingen, Akten aus den 28 vergangenen Jahren zu sichten und f�r die Herausgabe aufzubereiten. Die Ausforschung der Beklagten im Sinne einer "Fishing Expedition" zum Erlangen von m�glichen Vorteilen bei der gerichtlichen Geltendmachung der Eventualforderung falle nicht in den Schutz der Pers�nlichkeit und auch nicht in den Schutz des DSG. Vorliegend solle das Prozessrecht entscheiden, welche Daten ediert werden m�ssten. Es sei "davon auszugehen", dass das Auskunftsbegehren "nicht zuletzt" auch zur Schikane eingereicht worden sei. Letztlich sei "davon auszugehen", dass sich die Kl�gerin "mit ihren gerichtlich verordneten Drohgeb�rden und ihrer Zerm�rbungstaktik" prozessuale Vorteile erhoffe "und dass die FINMA und die [Beklagte] ihr doch noch einen substantiellen Teil des noch verbleibenden Kapitals der [Beklagten] f�r eine sp�te Novation anbieten, um nicht f�r alle Zeiten blockiert zu sein." Die datenschutzrechtlichen Motive seien somit nur vorgeschoben. Ferner kritisiert die Beklagte, das Obergericht suggeriere zu Unrecht, die Annahme von Rechtsmissbrauch setze eine Interessenabw�gung voraus. Rechtsmissbrauch sei aber "per se nicht zu sch�tzen".
8.4.�Damit gelingt es der Beklagten nicht, die obergerichtliche W�rdigung als bundesrechtswidrig auszuweisen:
8.4.1.�Soweit sie ihre eigene Argumentation in appellatorischer Kritik auf tats�chliche Annahmen und Behauptungen st�tzt, die von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz nicht gedeckt sind, kann sie mangels hinl�nglich begr�ndeter Sachverhaltsr�gen von vornherein nicht geh�rt werden (vgl. bereits Erw�gungen 4.2 und 4.3).
8.4.2.�Im �brigen vermag sie jedenfalls nicht darzutun, dass die von der Gerichtspraxis gestellten hohen Anforderungen an den Nachweis von Rechtsmissbrauch bei der Geltendmachung eines Auskunftsanspruchs nach Art. 8 DSG vorliegend erf�llt sind. Vielmehr h�lt sich die Rechtsmissbrauchspr�fung durch das Obergericht im Rahmen der zu dieser Frage publizierten Rechtsprechung:
�Wie in den beiden einschl�gigen j�ngeren Entscheiden (BGE 141 III 119; 138 III 425) ist auch im vorliegenden Fall nicht festgestellt, dass die Kl�gerin ihr Begehren zum Zwecke der Schikane oder der unzul�ssigen Ausforschung gestellt hat. Die Argumentation der Beklagten beruht insofern auf ihrer eigenen, unbelegten Interpretation des Verhaltens der Kl�gerin. Unter diesen Umst�nden darf der Kl�gerin nicht einfach�
unterstellt�werden, sie handle aus zweckfremden Motiven: In BGE 138 III 425 erwog das Bundesgericht vielmehr, die Beschwerdegegner h�tten ein Interesse an den Ausk�nften �ber die sie betreffenden Daten, um deren Richtigkeit kontrollieren zu k�nnen. Dies wolle ihnen das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG gerade erm�glichen. Selbst wenn sie die Daten�berpr�fung (auch) im Hinblick auf einen allf�lligen Schadenersatzprozess vornehmen m�chten, w�re ihr Auskunftsbegehren deshalb noch nicht rechtsmissbr�uchlich. Umst�nde, die einen offenbaren Rechtsmissbrauch indizieren k�nnten, seien nicht festgestellt, und es fehle demnach eine tats�chliche Grundlage f�r die Annahme eines offenbaren Rechtsmissbrauchs (E. 5.6). Dem entspricht es, wenn die Vorinstanz vorliegend befand, die Kl�gerin berufe sich auch auf ihr Interesse, die sie betreffenden Daten auf ihre Richtigkeit pr�fen zu k�nnen, wobei es sich um ein legitimes und sachlich begr�ndetes Interesse handle. Mangels hinreichender Anhaltspunkte f�r ein offenkundig zweckwidriges Vorgehen der Kl�gerin ist der Schluss der Vorinstanz, dass das Auskunftsbegehren nicht rechtsmissbr�uchlich gestellt worden sei, von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden.
8.4.3.�Ferner suggeriert der angefochtene Entscheid entgegen der Beklagten auch nicht, zur Beurteilung des Rechtsmissbrauchsvorwurfs m�sse stets eine eigentliche Interessenabw�gung vorgenommen werden (vgl. aber Erw�gung 9). Vielmehr ist es gerade die Beklagte, die sich im Zusammenhang zur Begr�ndung der Missbr�uchlichkeit des Auskunftsbegehrens (auch) auf den grossen Aufwand beruft, den ihr die Aufbereitung der Daten angeblich verursachen w�rde. Dass das Obergericht seinerseits die Konsequenzen der Gutheissung des Auskunftsbegehrens f�r die Beklagte in seine Pr�fung gem�ss Art. 2 Abs. 2 ZGB einfliessen liess, ist nicht bundesrechtswidrig.
8.4.4.�Schliesslich vermag die Beklagte nichts f�r ihren Rechtsstandpunkt zu gewinnen, wenn sie in diesem Zusammenhang darauf verweist, das Bundesgericht, das Bundesverwaltungsgericht und das Obergericht des Kantons Zug h�tten ihrerseits bereits Gesuche der Kl�gerin um Auskunft respektive Akteneinsicht abgewiesen, zumal diese soweit erkennbar nicht auf Art. 8 DSG gest�tzt waren und somit nicht auf die gleichen Ausk�nfte abzielten und bei ihrer Beurteilung (anhand anderer Rechtsgrundlagen) nicht die gleichen Gesichtspunkte massgeblich waren (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 2C_387/2013 vom 17. Januar 2014 und 2C_762/2010 vom 2. Februar 2011 betreffend Parteistellung und Akteneinsicht).
8.5.�Demnach erweist sich die R�ge einer Verletzung von Art. 2 Abs. 2 ZGB als unbegr�ndet.
Die Beklagte beanstandet sodann eine Verletzung von Art. 9 Abs. 1 lit. b sowie von Art. 9 Abs. 4 DSG. Sie beruft sich auf ein �berwiegendes eigenes Interesse sowie auf �berwiegende Interessen Dritter, die dem Auskunftsbegehren entgegen st�nden.
9.1.�Als Beispiele �berwiegender Interessen des Auskunftspflichtigen im Sinne von Art. 9 Abs. 4 DSG werden etwa die Bef�rchtung einer Wirtschaftsspionage oder Gef�hrdungen oder Beeintr�chtigungen der eigenen Pers�nlichkeitsrechte des Auskunftspflichtigen genannt. Auch �berwiegende finanzielle Interessen kommen in Betracht. Mithin ist eine Interessenabw�gung vorzunehmen, wobei zun�chst der Auskunftspflichtige seine Interessen darzutun hat. Diese sind sodann auf ihre Berechtigung zu pr�fen und den Interessen des Auskunftsersuchenden gegen�berzustellen. Nur soweit Erstere die Letzteren �berwiegen, kann die Auskunft verweigert, eingeschr�nkt oder aufgeschoben werden (BGE 138 III 425 E. 6.1 mit Hinweisen).
9.2.�Bereits im kantonalen Verfahren hatte sich die Beklagte sinngem�ss auf ein Auskunftsverweigerungsrecht nach Art. 9 Abs. 4 DSG berufen. Sie hatte prim�r ein Interesse an der Aufrechterhaltung ihres Gesch�ftsgeheimnisses geltend gemacht, das sie durch die Offenlegung von Jahresrechnung, Revisionsbericht und weiterer Unterlagen bedroht sah. Das Obergericht hielt den Ausf�hrungen der Beklagten in seiner Urteilsbegr�ndung entgegen, eine Person k�nne nur �ber ihre eigenen Personendaten Auskunft verlangen. �ber s�mtliche nicht die Kl�gerin betreffenden Inhalte der Jahres- und Konzernrechnungen sowie der Revisionsberichte, je inklusive Anh�nge, sei die Beklagte damit gar nicht auskunftspflichtig, weil sie nicht unter Art. 8 DSG fielen. Mithin ging das Obergericht davon aus, dass durch die angeordnete datenschutzrechtliche Auskunftserteilung angesichts ihres beschr�nkten Umfangs jedenfalls kein �berwiegendes Interesse der Beklagten betroffen sei.
9.3.�Die Beklagte argumentiert am angefochtenen Entscheid vorbei, wenn sie dem Bundesgericht in freier W�rdigung des Sachverhalts und ohne gen�gende Bezugnahme auf die Feststellungen des Obergerichts erl�utert, inwiefern ihres Erachtens den �berwiegenden Interessen ihrer selbst sowie ihrer Aktion�rin F.________ und ihrer Liquidatorin C.________ AG und von deren Mitarbeitern und Organen kein sch�tzenswertes Interesse der Kl�gerin gegen�ber stehen soll. Soweit die Ausf�hrungen angesichts ihrer appellatorischen Natur �berhaupt zu h�ren sind (vgl. Erw�gung 4), verm�gen sie jedenfalls die Auffassung des Obergerichts nicht umzustossen. Der Beklagten gelingt es nicht, nachvollziehbar aufzuzeigen, worin die der Auskunftspflicht entgegenstehenden �berwiegenden Interessen konkret bestehen sollen. Sie beruft sich auf ihr Gesch�ftsgeheimnis, das durch die "pauschale Herausgabe aller Dokumente, die im Zusammenhang mit der behaupteten Eventualforderung [es geht eben nicht um Angaben zur Beschwerdegegnerin selbst] erstellt wurden, wie namentlich auch Korrespondenz mit der Aktion�rin", betroffen sei, tut jedoch nicht hinreichend dar, wodurch ihre Bef�rchtungen konkret begr�ndet sind. Ihre Ausf�hrungen rechtfertigen jedenfalls keine pauschale Beschr�nkung der vorinstanzlichen Anordnung gem�ss den Eventualbegehren 5 b-d.
Ferner beanstanden sowohl die Beklagte als auch die Kl�gerin die vom Obergericht in Dispositiv-Ziffer 1.1 Absatz 2 ausgesprochene Beschr�nkung der Auskunftserteilung betreffend "amtliche Angelegenheiten der FINMA bzw. Personendaten, welche die Beklagte bzw. die Liquidatorin von der FINMA erhalten hat".
10.1.�Das Obergericht begr�ndete diese Ausnahme unter Bezugnahme auf Artikel 14 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 2007 �ber die Eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht (SR 956.1; FINMAG). Gem�ss dessen Absatz 1 sind das Personal und die Organe der FINMA zur Verschwiegenheit �ber amtliche Angelegenheiten verpflichtet. Absatz 4 bestimmt, dass dem Amtsgeheimnis auch alle von der FINMA Beauftragten (Pr�fbeauftragte, Untersuchungsbeauftragte, Sanierungsbeauftragte, Liquidatoren, Sachwalter) unterstehen. Das Obergericht erwog, als in Liquidation gesetzte juristische Person k�nne die Beklagte nur �ber ihre Liquidatorin handeln. Diese sei wie die FINMA zur Verschwiegenheit �ber amtliche Angelegenheiten verpflichtet. Die Geheimhaltungspflicht gelte grunds�tzlich f�r alles, was weder allgemein bekannt noch allgemein zug�nglich sei und woran die FINMA oder Dritte, die in einer Rechtsbeziehung zur FINMA st�nden, ein schutzw�rdiges Geheimhaltungsinteresse h�tten. Dabei m�ssten die FINMA bzw. die von ihr Beauftragten insbesondere auch die Geheimhaltungsinteressen der Beaufsichtigten, wie z.B. deren Gesch�ftsgeheimnisse sowie deren Berufsgeheimnisse, ber�cksichtigen. Folglich sei dem Kantonsgericht insoweit beizupflichten, als die Beklagte bzw. deren Liquidatorin die Auskunft insoweit verweigern k�nne, als amtliche Angelegenheiten der FINMA beziehungsweise Personendaten betroffen seien, welche die Beklagte von der FINMA erhalten habe. Dass sie selber (als ehemalige R�ckversicherungsgesellschaft) an ein Berufsgeheimnis gebunden w�re, mache die Beklagte im �brigen nicht geltend.
10.2.�Die Beklagte r�gt eine Verletzung von Art. 9 Abs. 1 lit. a DSG. Sie meint, Art. 14 Abs. 4 FINMAG h�tte zur vollst�ndigen Abweisung des Auskunftsbegehrens, "zumindest ab dem Zeitpunkt der Einsetzung der C.________ als Liquidatorin durch die FINMA" f�hren m�ssen, eventualiter zur Ausdehnung der Ausnahme auf "Amtliche Angelegenheiten der FINMA bzw. Personendaten, welche die C.________ AG in ihrer Funktion als Liquidatorin bearbeitet".
�Demgegen�ber h�lt die Kl�gerin die fragliche, vom Obergericht formulierte Ausnahme insgesamt f�r ungerechtfertigt und beantragt deren Aufhebung.
10.3.�In der Tat ist nicht erkennbar, wodurch das Amtsgeheimnis nach Art. 14 Abs. 1 und 4 FINMAG die im Urteilsdispositiv enthaltene Ausnahme von der Auskunftserteilung rechtfertigen w�rde: Die vom Obergericht ausgesprochene Anordnung zur Auskunftserteilung richtet sich gegen die - gem�ss Art. 8 DSG als Inhaberin einer Datensammlung passivlegitimierte - Beklagte. Diese untersteht pers�nlich nicht dem Amtsgeheimnis. Als juristische Person handelt sie allerdings durch ihre Organe (vgl. Art. 55 Abs. 1 ZGB), konkret durch die C.________ AG, welche die Beklagte gem�ss Handelsgeistereintrag als Liquidatorin mit ihren Zeichnungsberechtigten vertritt. Dass aber die C.________ AG als von der FINMA eingesetzte Liquidatorin gem�ss Art. 14 Abs. 1 und 4 FINMAG unbestrittenermassen dem Amtsgeheimnis untersteht, �ndert nichts daran, dass�
die Beklagte�nach privatrechtlichen Grunds�tzen Auskunft dar�ber zu geben hat, ob Daten �ber die Kl�gerin bearbeitet werden (vgl. Bracher/Tavor, Das Auskunftsrecht nach DSG - Inhalt und Einschr�nkung im Vorfeld eines Zivilprozesses, SJZ 2013 S. 48).
�In diesem Sinne geht es jedenfalls nicht an, unter Berufung auf das Amtsgeheimnis der Liquidatorin gem�ss Art. 14 Abs. 1 und 4 FINMAG von der zivilrechtlichen Pflicht zur Auskunftserteilung s�mtliche Informationen auszunehmen, welche�
die Beklagte�bzw. ihr Organ,�
die Liquidatorin, von der FINMA erhalten hat, oder - wie von der Beklagten verlangt - die Auskunftspflicht noch weiter einzuschr�nken respektive sogar ganz zu verneinen. Nachdem auch kein �berwiegendes Geheimhaltungsinteresse der Beklagten oder Dritter ausgewiesen ist, das gem�ss Art. 9 Abs. 1 lit. b oder Abs. 4 DSG die vom Obergericht formulierte Beschr�nkung rechtfertigen w�rde (Erw�gung 9), steht diese im Widerspruch zu Bundesrecht.
�Gleichzeitig versteht sich von selbst und braucht im Urteilsdispositiv nicht weiter pr�zisiert zu werden, dass sich die streitgegenst�ndliche Auskunftspflicht der Beklagten bloss auf Daten erstreckt, welche die Organe der Beklagten�
in ihrer Organfunktion�f�r die Beklagte gesammelt haben und die damit Teil der Datensammlung�
der Beklagten�geworden sind. Daten, welche der C.________ AG im Rahmen ihrer amtlichen T�tigkeit im Auftrag der FINMA und nicht im Namen der Beklagten zugekommen sind, fallen demgegen�ber nicht unter die Auskunftspflicht der Beklagten. Den diesbez�glichen Bedenken der Beklagten ist insofern Rechnung zu tragen, als klargestellt wird, dass sie namentlich nicht Auskunft zu geben hat �ber die Korrespondenz, in der die C.________ AG von der FINMA Instruktionen zur Mandatsf�hrung erhalten oder in der sie umgekehrt der FINMA �ber ihre T�tigkeit rapportiert hat. Dazu geh�ren insbesondere allf�llige Berichte der C.________ AG an die FINMA betreffend die Passiven der Beklagten (Informationen betreffend die Gl�ubiger und deren Forderungen), weil solche nicht Teil der Datensammlung der Beklagten sind. Eine entsprechende Auskunftspflicht der - dem Amtsgeheimnis unterstehenden - C.________ AG selber ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
10.4.�Die R�ge der Beklagten erweist sich damit als unbegr�ndet, jene der Kl�gerin dagegen als begr�ndet. Wie von der Kl�gerin beantragt, ist die in Dispositiv-Ziffer 1.1 Absatz 2 ausgesprochene Beschr�nkung aufzuheben, wobei aber zur Bedeutung des Dispositivs des angefochtenen Urteils die bundesgerichtliche Erw�gung gem�ss vorstehendem Absatz massgebend ist. Dementsprechend besteht keine Grundlage f�r die von der Kl�gerin geforderte (ausdr�ckliche) Verurteilung der Beklagten zur Herausgabe von Kopien der Unterlagen, die sie von der FINMA erhalten hat und die Personendaten der Kl�gerin enthalten, oder zu einer R�ckweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung in diesem Punkt. Die Beschwerde der Kl�gerin ist in diesem Sinne bloss teilweise gutzuheissen.
Schliesslich kritisiert die Beklagte die Strafandrohung, mit der das Obergericht seine Anordnung versehen hat. Sie r�gt eine Verletzung von Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO und Art. 5 Abs. 2 BV (Verh�ltnism�ssigkeit).
�Die Beklagte vermag auch in diesem Zusammenhang keine Bundesrechtsverletzung darzutun:
�Dem Obergericht stand es zweifellos zu, auf Antrag der Kl�gerin in seinem Urteil Vollstreckungsmassnahmen anzuordnen (vgl. Art. 236 Abs. 3 ZPO). Die Beklagte macht auch zu Recht nicht geltend, es h�tte eine andere Sanktion androhen m�ssen. Die Auskunftserteilung nach Art. 8 DSG ist einer (direkten) Zwangsmassnahme gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. d ZPO oder einer Ersatzvornahme gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. e ZPO schwer zug�nglich. Demgegen�ber scheint die vom Obergericht gew�hlte Androhung der Ordnungsbusse f�r jeden Tag der Nichterf�llung gem�ss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO (sogenannte Tagesbusse) in F�llen wie dem Vorliegenden geeignet, die Vollstreckung zu beschleunigen (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 7385 zu Art. 341).
�Ebenso ist es nicht von vornherein unzul�ssig, wenn das Obergericht die Tagesbusse nicht nur der Beklagten, sondern auch ihren Organen angedroht hat. Gegen wen im Falle der Nichtbeachtung der Anordnung eine Ordnungsbusse in welcher H�he auszuf�llen w�re, braucht an dieser Stelle nicht abschliessend beurteilt zu werden. Keine Rolle spielt dabei auf jeden Fall, dass die Auskunftspflicht gem�ss der Beklagten "gr�sstenteils einen Zeitraum" "betrifft", "zu welchem die C.________ gar noch nicht Liquidatorin der Beschwerdef�hrerin war". Denn es geht vorliegend um die zivilrechtliche Auskunftspflicht der Beklagten und nicht ihrer Organe (vgl. Erw�gung 10.3).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde der Beklagten abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Beschwerde der Kl�gerin ist teilweise gutzuheissen, und das angefochtene Urteil ist insoweit abzu�ndern, als Dispositiv-Ziffer 1.1 Absatz 2 aufgehoben wird. Im �brigen ist die Beschwerde der Kl�gerin abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Sodann ist die Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Obergericht zur�ckzuweisen (siehe Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG).
�Ausgangsgem�ss ist die Beklagte f�r das Beschwerdeverfahren 4A_506/2014 kosten- und entsch�digungspflichtig. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens 4A_524/2014 werden den Parteien entsprechend dem bloss teilweisen Obsiegen der Kl�gerin je h�lftig auferlegt; die Parteikosten sind wettzuschlagen (siehe Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 2 BGG).
Der prozessuale Antrag der Beklagten, die FINMA sei gem�ss Art. 102 Abs. 1 BGG zur Vernehmlassung einzuladen, wird abgewiesen.
Die Beschwerde der Kl�gerin (Verfahren 4A_524/2014) wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 12. August 2014, wird insoweit abge�ndert, als Dispositiv-Ziffer 1.1 Absatz 2 ("Von der Pflicht zur Auskunftserteilung ausgenommen sind amtliche Angelegenheiten der FINMA bzw. Personendaten, welche die Beklagte bzw. die Liquidatorin von der FINMA erhalten hat.") aufgehoben wird. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Sache wird zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 10'000.-- werden zu Fr. 7'500.-- der Beklagten, zu Fr. 2'500.-- der Kl�gerin auferlegt.
Die Beklagte hat die Kl�gerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren 4A_506/2014 mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen. Die Parteikosten des bundesgerichtlichen Verfahrens 4A_524/2014 werden wettgeschlagen.

References: Art. 8
 Art. 343
 Art. 343
 Art. 343
 Art. 343
 Art. 102
 Art. 102
 Art. 102
 Art. 75
 Art. 74
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 139
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 99
 BGE 
 Art. 317
 Art. 2
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 697
 Art. 60
 Art. 2
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 8
 Art. 55
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 9
 Art. 343
 Art. 5
 Art. 236
 Art. 8
 Art. 343
 Art. 343
 Art. 343
 Art. 341
 Art. 67
 Art. 66
 Art. 68
 Art. 102