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Timestamp: 2020-01-29 07:52:11+00:00

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BGH, 24.11.1980 - II ZR 194/79 - dejure.org
https://dejure.org/1980,663
BGH, 24.11.1980 - II ZR 194/79 (https://dejure.org/1980,663)
BGH, Entscheidung vom 24.11.1980 - II ZR 194/79 (https://dejure.org/1980,663)
BGH, Entscheidung vom 24. November 1980 - II ZR 194/79 (https://dejure.org/1980,663)
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Rechte des Testamentsvollstreckers bei der Auseinandersetzung über das Vermögen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts - Pflicht zur Mitwirkung an der Auseinandersetzung einer Gesellschaft - Erstreckung der Testamentsvollstreckung auf Mitgliedsrechte an einer ...
Keine Befugnis des Testamentsvollstreckers zur Verwaltung des Anteils an einer Personengesellschaft
NJW 1981, 749
ZIP 1981, 71
MDR 1981, 292
WM 1981, 140
DB 1981, 366
Der Umstand, daß die Vollstreckung eines etwaigen obsiegenden Urteils mit Schwierigkeiten verbunden sein mag, nimmt dem Antrag noch nicht jede Vollstreckungsfähigkeit, im Unterschied zu den Fällen, die den Urteilen des Bundesgerichtshofs vom 26. Januar 1983 (…aaO: »Vorlage aller Belege zu den sich aus der Auskunft ergebenden Positionen«) und vom 24. November 1980 zugrunde lagen (II ZR 194/79 = NJW 1981, 749: »an der Durchführung der Auseinandersetzung und Erstellung der Auseinandersetzungsbilanz (von der weiteren Darstellung wird abgesehen) mitzuwirken«).
BGH, 13.07.2017 - V ZB 136/16
Grundbuchsache: Eintragung eines Insolvenzvermerks bei Eröffnung des …
So werden bei einer Mehrheit von - zur Nachfolge berufenen - Erben nicht, wie bei einer noch werbenden Gesellschaft, die einzelnen Erben je für sich, sondern in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit als Erbengemeinschaft Gesellschafter der Liquidationsgesellschaft (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, NJW 1981, 749; Urteil vom 21. September 1995 - II ZR 273/93, NJW 1995, 3314, 3315;… Staudinger/Kunz, BGB [2017], § 1922 Rn. 188).
Mit der Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens nimmt der Insolvenzverwalter in der Liquidationsgesellschaft entsprechend § 146 Abs. 3 HGB die Befugnisse des betreffenden Erben wahr (…vgl. Holzer in Kübler/Prütting/Bork, InsO, 71. Lieferung 04.2017, § 315 Rn. 16, 22; vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, NJW 1981, 749, 750;… MüKoBGB/Zimmermann, 7. Aufl., § 2205 Rn. 31: jeweils Testamentsvollstrecker).
Die Abwicklung der Liquidationsgesellschaft und damit auch die Befugnis, als (Gesamt-)Vertreter über im Grundbuch eingetragene Rechte der Gesellschaft zu verfügen, unterliegt daher der Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des Nachlassinsolvenzverwalters (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 1986 - IVa ZR 155/84, BGHZ 98, 48, 58; Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, NJW 1981, 749, 750; Beschluss vom 3. Juli 1989 - II ZB 1/89, BGHZ 108, 187, 190 f.: Testamentsvollstrecker;… Staudinger/Habermeier, BGB [2003], § 727 Rn. 12;… MüKoBGB/Schäfer, 7. Aufl., § 727 Rn. 22 f.;… MüKoInsO/Siegmann, 3. Aufl., Anh. zu § 315 Rn. 21; aA BayObLG, …
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist nämlich ebenfalls anerkannt, dass die auf den Gesellschafter-Erben im Wege der Sondererbfolge übergegangenen Mitgliedschaftsrechte des persönlich haftenden Gesellschafters einer Personengesellschaft grundsätzlich nicht der Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des Nachlassinsolvenzverwalters unterliegen, weil sich eine Mitbestimmung durch einen fremdnützigen, grundsätzlich nicht persönlich haftenden Sachwalter nicht mit der Rechtsstellung des Gesellschafters verträgt (vgl. BGH, Urteil vom 30. April 1984 - II ZR 293/83, BGHZ 91, 132, 136; Beschluss vom 14. Mai 1986 - IVa ZR 155/84, BGHZ 98, 48, 55 f.; Beschluss vom 18. Oktober 1993 - II ZR 171/92, NJW 1994, 459: Nachlasskonkursverwalter; sowie BGH, Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, NJW 1981, 749, 750; Beschluss vom 10. Januar 1996 - IV ZB 21/94, NJW 1996, 1284, 1286; BGH, Beschluss vom 3. Juli 1989 - II ZB 1/89, BGHZ 108, 187, 195: jeweils Testamentsvollstrecker).
Die Abwicklung der Gesellschaft bleibt daher Gesellschaftersache (§ 730 Abs. 2 BGB), zumal es auch dann noch um unternehmerische Entscheidungen und nicht selten auch um Vermögenswerte gehen kann, die der Gesellschafter-Erbe nach dem Tode des Erblassers mitgeschaffen hat und die ihm anteilmäßig außerhalb des Nachlassvermögens endgültig verbleiben müssen (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, NJW 1981, 749, 750; Beschluss vom 3. Juli 1989 - II ZB 1/89, BGHZ 108, 187, 191;… Sonnenschein/Weitemeyer, HGB, 2. Aufl., § 146 Rn. 2a).
Nach herrschender Meinung erstrecken sich die Befugnisse eines Testamentsvollstreckers ohne weiteres auf die Beteiligung des Erblassers an einer Liquidationsgesellschaft (vgl. dazu Sen.Urt. v. 24. November 1980 - II ZR 194/79, WM 1981, 140, 141 = NJW 1981, 749, 750).
Dadurch sind die Befugnisse des Testamentsvollstreckers, soweit sie nicht schon vorher bestanden, nicht erweitert worden (Sen.Urt. v. 24. November 1980 - II ZR 194/79 aaO).
Soweit sich aus dem Senatsurteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79, WM 1981, 140, 141 etwas anderes ergibt, wird daran nicht festgehalten.
Nach der ständigen, auf das Reichsgericht zurückgehenden Rechtsprechung des Senats, der die überwiegende Auffassung im Schrifttum gefolgt ist, kann ein Testamentsvollstrecker den Anteil eines persönlich haftenden Gesellschafters nicht verwalten (RGZ 170, 392, 394 f.; BGHZ 24, 106, 112 f.; BGHZ 68, 225, 239; für die BGB-Gesellschaft Sen.Urt. v. 24. November 1980 - II ZR 194/79 aaO; ebenso für die Nachlaßverwaltung bezüglich eines Anteils an einer offenen Handelsgesellschaft BGHZ 47, 293, 295 ff.; vgl. ferner die Nachweise bei Schmitz, ZGR 1988, 140, 144 f.).
BGH, 04.03.1992 - IV ZR 309/90
Anspruch des Miterben wegen unterbliebener Ausgleichung bei …
Ein derartiges Verständnis des Prozeßverhaltens der Klägerin zu 1) ist im Interesse einer Erleichterung der prozessualen Klärung streitiger Vorfragen für die Auseinandersetzung geboten und im Erbrecht ebenso bedenkenfrei wie im Gesellschaftsrecht (vgl. etwa BGH Urteil vom 6.2.1984 - II ZR 88/83 - NJW 1984, 1455 = LM BGB § 730 Nr. 10; Urteil vom 24.11.1980 - II ZR 194/79 - NJW 1981, 749 = LM BGB § 730 Nr. 8 und öfter).
Dies bewirkt bereits die Einhaltung der Vorschrift des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wonach "Gegenstand" und "Grund des erhobenen Anspruchs" nebst einem bestimmten Antrag - also Klagebegehren und der dafür maßgebliche Sachverhalt - angegeben werden müssen (vgl. BGH, Urt. v. 24. November 1980 - II ZR 194/79, ZIP 1981, 71; v. 30. September 1993 - IX ZR 211/92, WM 1993, 2129, 2132 f).
Mit seiner Auffassung, daß ein durch Erbfolge an einen Erben des verstorbenen Gesellschafters gelangter Gesellschaftsanteil zum Nachlaß gehört, sieht sich der Senat in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und der ganz überwiegenden Meinung des gesellschaftsrechtlichen Schrifttums (vgl. z.B. BGHZ 24, 106, 112 »Nachlaß des Erblassers«; 50, 316, 318 »übriger Nachlaß«; 68, 2225, 238, 240 »Gesamtnachlaß«, »aus dem Nachlaß«; 69, 47, 50 f. »Nachlaßvermögen«; 78, 177, 182, 184 »Bestandteil des Nachlasses«; Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79 - LM Nr. 8 zu § 730 BGB unter 4 a der Entscheidungsgründe »Nachlaßgegenstände«, »übriger Nachlaß«; Urteil vom 9. März 1981 - II ZR 173/80 - LM Nr. 19 zu § 2113 BGB Bl. 3 R »Nachlaß«;… Urteil vom 26. Oktober 1983 - II ZR 44/83 - LM Nr. 82 zu § 161 HGB Bl. 2 R »Erbschaftsgegenstand«, Bl. 4 »Nachlaß«, Bl. 4 R »Nachlaßverwaltung«, z.B. Fischer in Großkomm, z. HGB 3. Aufl. § 105 Rdn. 28 c; Flume Betrieb 1983, 2272; Marotzke AcP 184 (1984), 541, 553; Esch NJW 1984, 339).
c) Der künftige Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben (BGH Urteil vom 24. November 1980 aaO), der »anstelle« des vererbten Gesellschaftsanteils »in den Nachlaß« fallen soll (bei mehreren Erben trotz Sondererbfolge in den gesamthänderisch gebundenen Nachlaß), wäre überdies kein Äquivalent.
In einem solchen Verfahren wäre auch zu prüfen, ob das Testament, das dem Testamentsvollstrecker in bezug auf den Gesellschaftsanteil ersichtlich eine möglichst uneingeschränkte Rechtsposition verschaffen wollte, dahin auszulegen ist, daß die Beteiligten zu 2) bis 5) als Erbinnen möglicherweise nur mit der Auflage eingesetzt worden sind, dem Testamentsvollstrecker die notwendige Rechtsmacht - etwa durch treuhänderische Übertragung der Gesellschaftsanteile - einzuräumen (vgl. BGHZ 12, 100, 102f.; 24, 106, 112; Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79 - NJW 1981, 749 unter 5).
Der Gesellschaftsrechtssenat hat in der Vergangenheit allerdings ausgesprochen, die Befugnisse eines Testamentsvollstreckers könnten sich nicht auf den Anteil eines persönlich haftenden Gesellschafters (BGHZ 68, 225, 239) oder den Anteil eines (mit-) geschäftsführenden Gesellschafters einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Urteil vom 24. November 1980 - II ZR 194/79 - s.o.) erstrecken.
Das Bestimmtheitserfordernis soll den Streitgegenstand festlegen, zumal als Basis der materiellen Rechtskraft, ferner den Entscheidungsspielraum des Gerichts abstecken (§ 308 ZPO), dem Beklagten eine präzise Verteidigung erlauben und eine Zwangsvollstreckung aus dem Urteil heraus ermöglichen, statt noch das Vollstreckungsverfahren mit Sachfragen zu belasten (BGH NJW 1981, 749; 1983, 1056; 1999, 954).
BGH, 01.02.1993 - II ZR 106/92
OLG Köln, 05.10.2012 - 1 U 32/12
Anforderungen an die Bestimmtheit eines Antrags zur Vornahme schallisolierender …
BGH, 21.09.1995 - II ZR 273/93
Haftung der Erben eines Kommanditisten für Einlageverpflichtungen des Erblassers
BGH, 01.03.1982 - VIII ZR 75/81
Klage des Konkursverwalters bei Pfändungspfandrecht
Zur Testamentsvollstreckung über einen Kommanditanteil und zum Nachweis der …
LG Leipzig, 13.05.2008 - 6 T 212/08
AG Berlin-Charlottenburg, 18.06.2019 - 221 C 452/18

References: § 1922
 § 146
 § 315
 § 2205
 § 727
 § 727
 § 315
 § 146
 BGH 
 § 730
 § 730
 § 253
 § 730
 § 2113
 § 161
 § 105