Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2064/09
Timestamp: 2020-02-27 00:05:03+00:00

Document:
BFH, 13.01.2011 - VI R 64/09 - dejure.org
https://dejure.org/2011,9136
BFH, 13.01.2011 - VI R 64/09 (https://dejure.org/2011,9136)
BFH, Entscheidung vom 13.01.2011 - VI R 64/09 (https://dejure.org/2011,9136)
BFH, Entscheidung vom 13. Januar 2011 - VI R 64/09 (https://dejure.org/2011,9136)
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Keine Bindungswirkung der Anrufungsauskunft für das Veranlagungsverfahren - keine Beschränkung des Vorbehalts der Nachprüfung durch Hinweise zu fehlenden Unterlagen - Prinzip der Abschnittsbesteuerung - Lohnsteuerabzugsverfahren als Vorauszahlungsverfahren
Keine Bindungswirkung der Anrufungsauskunft für das Veranlagungsverfahren; keine Beschränkung des Vorbehalts der Nachprüfung durch Hinweise zu fehlenden Unterlagen; Prinzip der Abschnittsbesteuerung; Lohnsteuerabzugsverfahren als Vorauszahlungsverfahren
Art 103 Abs 1 GG, § 164 Abs 2 AO, § 165 AO, § 76 FGO, § 42d Abs 3 S 4 EStG 2002
FGO § 76; AO § 164 Abs. 2; GG Art. 103 Abs. 1
Keine Bindung der im Lohnsteuerabzugsverfahren dem Arbeitgeber erteilten Anrufungsauskunft für das Veranlagungsverfahren; keine Einschränkung des Vorbehalts der Nachprüfung, wenn das Finanzamt auf fehlende Unterlagen hinweist
Eine Bindungswirkung der Verwaltung besteht jedenfalls nach § 42e EStG nur hinsichtlich der abzuführenden Lohnsteuer der Arbeitgeberin (ständige Rechtsprechung, zuletzt BFH-Urteil vom 13. Januar 2011 VI R 64/09, BFH/NV 2011, 753 m.w.N.).
Im Falle einer Entscheidung zu Gunsten von eingetragenen Lebenspartnern durch das BVerfG wäre der Gesetzgeber aus Gründen der Folgerichtigkeit freilich gehalten, für die gesetzlich geregelte Steuerklasseneinteilung im Rahmen des Lohnsteuerabzugsverfahrens als besonderes Vorauszahlungsverfahren (BFH-Urteil vom 13. Januar 2011 VI R 64/09, BFH/NV 2011, 753) die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

References: § 164
 § 165
 § 76
 § 42
 § 76
 § 164
 Art. 103
 § 42