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Timestamp: 2019-05-27 04:42:23+00:00

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BGH, 08.05.2012 - XI ZR 437/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,9940
BGH, 08.05.2012 - XI ZR 437/11 (https://dejure.org/2012,9940)
BGH, Entscheidung vom 08.05.2012 - XI ZR 437/11 (https://dejure.org/2012,9940)
BGH, Entscheidung vom 08. Mai 2012 - XI ZR 437/11 (https://dejure.org/2012,9940)
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BGB § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Satz 1; UKlaG § 1, § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; AGB-Banken Nr. 12 Abs. 6
§ 307 Abs 1 BGB, § 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 307 Abs 3 S 1 BGB, § 670 BGB, § 675 BGB
Wirksamkeit der Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank: Klausel über dem Kunden in Rechnung zu stellende Auslagen
BGB § 307 Abs. 1, 2, 3; UKlaG §§ 1, 3; BankAGB Nr. 12 Abs. 6
Anforderungen an die Wirksamkeit einer Klausel bzgl. der Inrechnungstellung von Auslagen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank
Unwirksamkeit der Auslagenersatzklausel in AGB der Banken
Zur Inhaltskontrolle einer Klausel, welche die Bank berechtigt, dem Kunden Auslagen in Rechnung zu stellen, die anfallen, wenn die Bank in seinem mutmaßlichen Interesse tätig wird oder wenn Sicherheiten bestellt, verwaltet, freigegeben oder verwertet werden
Unwirksame Klausel in Bank-AGB
Zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen - Auslagenersatzklauseln zweier Geldinstitute unwirksam
BGB § 307; AGB-Bk Nr. 12 Abs. 6; UKlaG §§ 1, 3
Auslagenersatzklausel in AGB-Sparkassen und AGB-Banken unwirksam
Unwirksamkeit der Auslagenklausel
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.05.2012, Az.: XI ZR 437/11 (Auslagenklausel in AGB-Sparkassen und AGB-Banken unwirksam)" von RAin Dr. Sabine Riegger, original erschienen in: BB 2012, 2201 - 2207.
LG Bamberg, 19.04.2011 - 1 O 46/10
OLG Bamberg, 28.09.2011 - 3 U 80/11
ZIP 2012, 1445
MDR 2012, 1050
WM 2012, 1344
BB 2012, 2201
Sind mehrere Auslegungsmöglichkeiten rechtlich vertretbar, kommt die Unklarheitenregel des § 305c Abs. 2 BGB zur Anwendung (…Senatsurteile vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 11…, vom 29. Juni 2010 - XI ZR 104/08, BGHZ 186, 96 Rn. 31 und vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 34).
Danach ist die scheinbar "kundenfeindlichste" Auslegung im Ergebnis regelmäßig die dem Kunden günstigste, soweit sie erst die Inhaltskontrolle eröffnet bzw. zu einer unangemessenen Benachteiligung und damit der Unwirksamkeit der beanstandeten Klausel führt (…vgl. Senatsurteile vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 35 und vom 8. Mai 2012 aaO).
Danach ist die scheinbar "kundenfeindlichste" Auslegung im Ergebnis regelmäßig die dem Kunden günstigste, da sie häufig erst die Inhaltskontrolle eröffnet bzw. zu einer unangemessenen Benachteiligung und damit der Unwirksamkeit der beanstandeten Klausel führt (vgl. Senatsurteile vom 17. Februar 2004 - XI ZR 140/03, BGHZ 158, 149, 155…, vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 35 und vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 34).
Danach ist die scheinbar "kundenfeindlichste" Auslegung im Ergebnis regelmäßig die dem Kunden günstigste, da sie häufig erst die Inhaltskontrolle eröffnet bzw. zu einer unangemessenen Benachteiligung und damit zur Unwirksamkeit der beanstandeten Klausel führt (vgl. Senatsurteile vom 17. Februar 2004 - XI ZR 140/03, BGHZ 158, 149, 155…, vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 35 und vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 34).
Sind mehrere Auslegungsmöglichkeiten rechtlich vertretbar, kommt die Unklarheitenregel des § 305c Abs. 2 BGB zur Anwendung (Senatsurteile vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 34…, vom 20. Oktober 2015 - XI ZR 166/14, WM 2016, 35 Rn. 19 …und vom 19. Januar 2016 - XI ZR 388/14, WM 2016, 457 Rn. 21, jeweils mwN).
Danach ist die scheinbar "kundenfeindlichste" Auslegung im Ergebnis regelmäßig die dem Kunden günstigste, da sie häufig erst die Inhaltskontrolle eröffnet bzw. zu einer unangemessenen Benachteiligung und damit der Unwirksamkeit der beanstandeten Klausel führt (…Senatsurteile vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 35, vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 34…, vom 20. Oktober 2015 - XI ZR 166/14, WM 2016, 35 Rn. 19 …und vom 19. Januar 2016 - XI ZR 388/14, WM 2016, 457 Rn. 21).
Zusätzliche Service- und Versandkosten einschließlich Bearbeitungsgebühr sind bei …
Gemäß § 675 Abs. 18GB iV.m. § 670 B,GB kann der Geschäftsbesorger aber lediglich solche Aufwendungen ersetzt verlange, die er den Umständen nach für ertorderlich halten darf (vgl. BGH WM 2012, 1344 - B~H Urt. v. 8.05.2012, zitiert nach juris Rn. 8).
Solcher Aufwand des Darlehensgebers ist regelmäßig mit dem gemäß § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB zu zahlenden Zins abgegolten (Senatsurteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 437/11, WM 2012, 1344 Rn. 44 mwN).
Außer Betracht bleiben dabei nur solche Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fernliegend und nicht ernstlich in Betracht zu ziehen sind (BGH, Urteil vom 08.05.2012, XI ZR 437/11 Rz. 17).
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nach ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn, ausgehend von den Verständnismöglichkeiten eines rechtlich nicht vorgebildeten Durchschnittskunden, einheitlich so auszulegen, wie ihr Wortlaut von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der regelmäßig beteiligten Verkehrskreise verstanden wird (…vgl. BGH, Urt. v. 07.06.2011, XI ZR 388/10, BGHZ 190, 66, zit. nach juris, Rn. 21; BGH, Urt. v. 08.05.2012, XI ZR 437/11, WM 2012, 1344, zit. nach juris, Rn. 17).
Sind mehrere Auslegungsmöglichkeiten rechtlich vertretbar, kommt die Unklarheitenregel des § 305c Abs. 2 BGB zur Anwendung (vgl. BGH, Urt. v. 08.05.2012, XI ZR 437/11, WM 2012, 1344, zit. nach juris, Rn. 34).
Der Geschäftsbesorger kann aber nach § 675 Abs. 1 i.V. mit § 670 BGB lediglich solche Aufwendungen ersetzt verlangen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf (vgl. BGH, Urt. v. 08.05.2012, WM 2012, 1344, zit. nach juris, Rn. 21).

References: § 307
 § 1
 § 3

§ 307
 § 307
 § 307
 § 670
 § 675
 § 307
 § 307
 BGH 
 § 305
 § 305
 § 675
 § 670
 BGH 
 § 488
 § 305
 § 675
 § 670