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Timestamp: 2020-06-07 01:11:54+00:00

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Kollektivvertrag Baugewerbe und Bauindustrie, Arbeiter/innen, gültig ab 1.5.2017 - WKO.at
Kollektivvertrag Baugewerbe und Bauindustrie, Arbeiter/innen, gültig ab 1.5.2017
§ 2A. Andere Verteilung der Normalarbeits­zeit
§ 2B. Zulassung der Arbeitszeiteinteilung „kurze/lange Woche
Die Bestimmungen der Arbeitszeiteinteilung „Aus­dehnung der Normalarbeitszeit und Zeit­aus­gleich“ gemäß § 2 A sind analog anzuwenden; d. h. insbesondere, dass innerhalb eines Aus­gleichs­zeitraumes von höchstens 52 Wochen durch Zeit­ausgleich in ganzen Tagen eine durch­schnitt­liche wöchentliche Normalarbeitszeit von 39 Stunden zu erreichen ist.
§ 2C. Zulassung der Arbeitszeiteinteilung „kurze/lange Woche“ oder „lange/lange/kurze Woche
* Gemeinsame Empfehlung
** Sofern im Betrieb keine Einigung zustande kommt, hat die Schlichtungsstelle innerhalb einer vorgegebenen Frist von 4 Wochen zu entscheiden.
§ 2D. Arbeitsrechtliche Absicherung der „langen/langen/kurzen Woche“ oder „kurzen/langen Woche
* z. B.: 10 Stunden durch Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen gem. § 2 E BauKV i. V. m. § 4 Abs. 3 und 10 AZG.
1. Grundlage für die Berechnung der Zuschläge ist der Stundenlohn*, bei Wochenlohnempfängern der 39. Teil des Wochenlohnes ohne Mehrstunden­pauschale.
* Zur Interpretation des Begriffes „Stundenlohn“ wurde am 17. Juli 1975 zwischen den Vertragspartnern ein Kollektivvertrag abgeschlossen, der in Anhang III, Seite 71, abgedruckt ist.
a). für Überstunden in der Zeit von 5 Uhr bis
20 Uhr sowie für Mehrarbeit ................... 50%
b). für Überstunden in der Zeit von 20 Uhr bis
5 Uhr .................................................. 100%
c). für Schichtarbeit in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr 50%
... für Überstunden im Anschluss an die Nachtschichtarbeit (22 Uhr bis 6 Uhr) 100%
d). für Arbeitsstunden (mit Ausnahme von Überstunden und Schichtarbeit) in der Zeit von 20 Uhr bis 5 Uhr 50%
e). für Sonntagsarbeit ................................ 100%
g). Werden Arbeiten durchgeführt, bei wel­chen der Arbeitnehmer in einem Zuge mehr als 16 Stunden arbeiten muss, wobei für je 8 Stunden Arbeitszeit innerhalb der­selben bis zu 11/2 Stunden Essens- und Ruhepausen nicht als Unterbrechung der Arbeit in einem Zuge gelten, dann wird für die gesamte Arbeitszeit, auch wenn dieselbe in die normale Arbeitszeit fällt, ein Zuschlag von ....................................... 150%
Arbeitnehmer, die eine selbständige Ar­beitspartie von mehr als 3 Mann beauf­sichtigen, erhalten auf die Dauer dieser Beschäftigung eine Zulage von ................. 10%
Bis zu 0,5 kg/cm² Überdruck ................... 20%
Bis zu 1,0 kg/cm² Überdruck ................... 30%
Bis zu 1,5 kg/cm² Überdruck ................... 40%
Bis zu 2,0 kg/cm² Überdruck ................... 55%
Bis zu 2,5 kg/cm² Überdruck ................... 95%
Bis zu 3,0 kg/cm² Überdruck .................. 130%
1. Für Arbeiten in gebrauchten Abort­an­lagen sowie in verstopften Kanälen oder Kanälen mit direktem Kontakt mit Fäkalien, ferner für das Ausräumen von Latrinen und Jauchengruben 25%
2. für Arbeitnehmer, die im Arbeits­pro­zess einer Schotterbettreinigungs­ma­schine beim Eisenbahnoberbau un­mit­telbar tätig sind ................................................ 20%
cc). mit sonstigen, besonders schmut­zen­den beziehungsweise bitumi­nösen (Asphalte, Teere und der­gleichen) Stoffen in Berührung kommt ....................... 10%
dd). bei der Entsorgung von Altlasten auf Mülldeponien ähnlichen Be­las­tungen wie in aa) bis cc) ange­führt, ausgesetzt ist ................................................. 10%
5. Abbrucharbeiter, die mit Demo­lie­rungs­arbeiten beschäftigt sind, sowie Arbeitnehmer, die im Zuge von Demo­lierungsarbeiten besonderer Staubent­wicklung ausgesetzt sind 15%
Arbeitnehmer erhalten für Arbeiten mit Bohrhämmern (ausgenommen Schlagbohr­ma­schinen), sofern diese zumindest 6,5 kg schwer sind .......................................... 10%
in einer Tiefe ab 4 m .............................. 15%
1. Für Arbeiten an Türmen ab einer Höhe von 16 m über dem Terrain sowie bei der Eingerüstung von Türmen ab einer Höhe von 10 m über dem Terrain ........ 15%
4. Für Arbeiten, welche an Hänge-, Lei­ter-, Stangen- oder Patentgerüsten (letztere bis zu 90 cm Breite) durch­ge­führt werden ........................................... 10%
o) Maurer (nicht Fassadenmaurer) erhalten bei der Herstellung von Klinkerverblen­dungen (darunter sind sämtliche gefugten Klinkerflächen zu verstehen) ................... 15%
Hilfsarbeiter, die Verwendung als Maschi­nis­ten bei Mischmaschinen, Antriebs­mo­to­ren und dergleichen finden, erhalten eine Zulage von ............................................ 10%
q) für Arbeiten im angeseilten Zustande ... 10%
von 800 m bis 1200 m ................................ 9%
über 1200 m bis 1600 m ........................... 14%
über 1600 m bis 2000 m ........................... 18%
über 2000 m .......................................... 22%
über 1600 m bis 2000 m ........................... 9%,
über 2000 m .......................................... 11%
Arbeitnehmer auf Straßen- und Brückenbaubaustellen für Arbeiten am Straßen-körper (Hauptfahrbahn, Gehsteig, Bankett) für die Dauer der Arbeiten neben fließendem Verkehr auf Autobahn- Schnell­straßen- und Landesstraßenbaustellen (B- und L-Netz)................................................. 10%.
1. Bei Krankheit, wenn diese nicht vorsätzlich
oder durch grobe Fahrlässigkeit verschuldet wurde.
a). Vorladungen zu Gerichten, Behörden und öffent­lichen Ämtern, wenn es sich nicht um selbstver­schuldete Angelegenheiten handelt und sich der Arbeitnehmer mit einer schriftlichen Vorladung
oder einer amtlichen Bestätigung ausweisen
c). Verhandlungen in eigener Sache bei ordentlichen Gerichten, wenn dem Klagebegehren entspro­chen wurde, sofern die beklagte Partei nicht auch zum Ersatz des Verdienstentganges verur­teilt
wurde .......................... ein halber Arbeitstag
d) Eigene standesamtliche
Trauung ................................. ein Arbeitstag
1 b. Arbeitnehmer, die außerhalb der Normalarbeitszeit ein vom Arbeitgeber zur Verfügung gestelltes Mannschaftstransportfahrzeug zum Zweck der Beförderung anderer Arbeitnehmer zu oder von auswärtigen Arbeitsstellen (Baustellen) lenken, um dort die eigentliche Arbeitsleistung zu erbringen, haben für die Dauer des Lenkens des Fahrzeugs Anspruch auf eine Lenkzeitvergütung in Höhe von 10,91 € pro Stunde. Die Lenkzeit ist nach der Fahrzeit, in der der Lenker neben sich noch mindestens einen weiteren Arbeitnehmer befördert, zu bemessen. Abweichend von § 5 Z 13 ist eine pauschalierte Regelung hiefür zulässig. Diese Zeiten sind beim Anspruch auf Taggeld zu berücksichtigen.
a) bei einer Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden Euro 10,40 pro Arbeitstag,
b) bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden Euro 16,70 pro Arbeitstag.
5. Bei einer Erbringung von Arbeitsleistungen auf Baustellen im Auftrag des Arbeitgebers außerhalb des Wohnortes gemäß Z 3, bei denen eine aus­wär­tige Übernachtung erforderlich ist und der Arbeit­ge­ber den Auftrag dazu erteilt, erhalten Arbeitnehmer ein Taggeld in der Höhe von Euro 28,–– je gear­beitetem Tag.
5a. Das Taggeld in Höhe von Euro 28,–– je Arbeitstag steht auch dann zur, wenn die Arbeit wegen Krankheit oder Schlechtwetter entfallen ist und der Arbeitnehmer in der Nacht nach dem entfallenen Arbeitstag auswärts tatsächlich nächtigt und diese Nächtigung auch nachweist.
6. Arbeitnehmer, die am ständig ortsfesten Be­trieb, für den sie aufgenommen wurden, Arbeits­leis­tungen erbringen, erhalten ein Taggeld in der Höhe von Euro 28,––, sofern ihr Wohnort gemäß Z 3 min­destens 100 km vom ständig ortsfesten Betrieb ent­fernt ist oder eine auswärtige Übernachtung erfor­derlich ist und die Heimfahrt zum Wohnort nach­weis­lich nicht zugemutet werden kann oder der Ar­beit­geber den Auftrag zur Übernachtung erteilt hat. In diesem Fall kommt Abschnitt II Übernach­tungs­geld zur Anwendung.
1. Für den Fall, dass der Arbeitgeber keine zeit­gemäße Unterkunft zur Ver­fügung stellt, erhalten die Arbeitnehmer unter den Voraussetzungen des Ab­schnittes I Z 5 und 6 ein Übernachtungsgeld von Euro 12,72 je Kalendertag, sofern eine auswärtige Über­nachtung tatsächlich stattfindet und auch nachgewiesen wird.
2. Die Anpassung des Übernachtungsgeldes er­folgt jeweils zum Wirksam­keitsbeginn einer kollek­tiv­ver­traglichen Lohnerhöhung (erstmals ab 1.5.2005) im gleichen Ausmaß wie die durchschnitt­liche Veränderung des von der Statistik Austria veröffentlichten Index der Verbraucherpreise im Vergleich zum vorhergeh­enden Kalenderjahr (d.h. zum 1.5.2018 im Ausmaß der Veränderung des VPI 2010 des Jahres 2017).
Als Stundenlohn für die Errechnung des Weih­nachts­geldes gilt der kollektivvertragliche Stunden­lohn der jeweiligen Lohnkategorie zuzüglich eines Zuschlages von 20 Prozent, für Lehrlinge der Stundenlohn ohne Zuschlag.
Der Urlaub gemäß Bau­arbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz sowie ent­geltpflichtige Betriebsabwesenheit sind einzurech­nen. Das gleiche gilt für die Zeit der Teilnahme an Truppenübungen bzw. Inspektionen, Instruktionen.
* Mit Kollektivvertrag vom 25. November 1987 in Kraft getreten, am 23. April 1988 rückwirkend mit 1. Oktober 1987; siehe auch Anhang XI, Seite 97.
1. Dieser Kollektivvertrag tritt in der vorliegen­den Fassung am 1. Mai 2017 in Kraft. Er gilt auf un­bestimmte Zeit und ist eine Wiederverlautbarung des Kollektivvertrages vom 30. April 1954, hinter­legt unter der Zahl KE 76/54 und seinen Abänderun­gen bis 1. Mai 2016.
Die Lohnsätze der Lohntafel treten zu den ange­führten Zeitpunkten in Kraft und gelten bis zum 30. April 2018. Drei Monate vor Ablauf des Vertrages sind Verhandlungen wegen Erneuerung desselben aufzunehmen.
Dr. Hans Peter Haselsteiner Mag. Michael Steibl
Komm.R. Ing. Hans Werner
Frömmel Mag. Michael Steibl
a) Pflichtpraktikanten, das sind Schüler und Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeit verrichten.
b) Ferialarbeitnehmer, das sind solche, die nicht unter lit a) fallen und in Zeiten von Schulferien vorübergehend beschäftigt werden.
(Hauptgerüster, Hauptpartie­führer im Stra­ßen­bau, Hilfspolier) 15,62
a) Vorarbeiter ........................................ 15,20
b) Facharbeiter ...................................... 13,84
laut Sprengarbeitenverordnung).............. 13,83
... Steinmaurer ........................................ 13,52
... Schaler .............................................. 13,22
... Spritzer............................................... 12,88
Stollenschlepper................................... 12,41
IV. Bauhilfsarbeiter .................................. 11,78
Wächter ............................................. 10,81
a) im 1. Lehrjahr 40 Prozent des Facharbeiterstundenlohnes der Beschäftigungsgruppe II b, das sind 5,54
b) im 2. Lehrjahr 60 Prozent des Facharbeiterstundenlohnes der Beschäftigungsgruppe II b, das sind 8,30
c) im 3. Lehrjahr 80 Prozent des Facharbeiterstundenlohnes der Beschäftigungsgruppe II b, das sind 11,07
d) im 4. Lehrjahr bei Erlernung von Doppelberufen 90 Pro­zent des Facharbeiterstun­den­lohnes der Beschäfti­gungs­gruppe II b, das sind ............................ 12,46
e) Lehrlinge, die nach Vollen­dung des 18. Lebensjahres in die Lehre eintreten, erhalten 80 Prozent des Facharbeiter­lohnes der Lohnkategorie II b, das sind ... 11,07
a) Pflichtpraktikanten, das sind Schüler und Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeit verrichten, erhalten 30 Prozent des Facharbeiterlohnes der Lohnkategorie IIb, das sind...................... 4,15
b) Ferialarbeitnehmer, das sind solche, die nicht unter lit a) fallen und in Zeiten von Schulferien vorübergehend beschäftigt werden, erhalten 50 Prozent des Facharbeiterlohnes der Lohnkategorie IIb, das sind 6,92
* Ab 1. Oktober 1987 Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz – BUAG
mit Geltung ab 1.5.2017
I. Vizepolier 15,62 2.647,59
a) 15,20 2.576,40
b) 13,84 2.345,88
a) 13,83 2.344,19
b) 13,52 2.291,64
c) 13,22 2.240,79
d) 12,88 2.183,16
e) 12,41 2.103,50
IV. Bauhilfsarbeiter 11,78 1.996,71
V. Sonstiges Hilfspersonal 10,81 1.832,30
a) 5,54 939,03
b) 8,30 1.406,85
c) 11,07 1.876,37
d) 12,46 2.111,97
e) 11,07 1.876,37
a) 4,15 703,43
b) 6,92 1.172,94
* Anhang VI entfällt.
* Ab 1. Oktober 1987 – Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz – BUAG.
* Ab 1. Oktober 1987 – Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse – BUAK.
§ 2. Ausserkrafttreten des § 13 des Kollektivvertrages für Bauindustrie und Baugewerbe vom 1. April 1983 in der geltenden Fassung
Ab der Kundmachung des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetztes entstehende Abferti­gungsansprüche werden ausschließlich nach den Be­stimmungen des BUAG behandelt.
* geändert mit Kollektivvertrag vom 21. 4. 1999 mit Wirkung vom 1. 1. 2000 und neuerlich mit Kollektivvertrag vom 16. 12. 2013 mit Wirkung vom 1. 1. 2015 (1,22 statt 1,2) und 1. 1. 2016.
§ 2. Weiterbeschäftigung bei verminder­tem Entgelt, Inanspruchnahme von Gebüh­ren­urlaub
1.5.1996: 2,40 % 1.5.2003: 2,10 % 1.5.2011: 2,95 %
1.5.1997: 2,80 % 1.5.2004: 2,20 % 1.5.2012: 4,20 %
1.5.1998: 2,00 % 1.5.2005: 2,49 % 1.5.2013: 3,10 %
1.5.1999: 2,10 % 1.5.2006: 2,65 % 1.5.2014: 2,20 %
1.1.2000: 0,50 % 1.5.2007: 2,75 % 1.5.2015: 2,10 %
1.5.2000: 2,00 % 1.5.2008: 3,74 % 1.5.2016: 1,40 %
1.5.2001: 2,90 % 1.5.2009: 3,60 % 1.5.2017: 1,50 %
1.5.2002: 2,80 % 1.5.2010: 1,60 %
Informationen zur Novelle des BUAG und des BSchEG für das Baugewerbe und die Bauindustrie gültig ab 1.1.2017	PDF
Informationen zum KV-Abschluss für ArbeiterInnen des Baugewerbes und der Bauindustrie gültig ab 1.5.2017	PDF

References: § 2

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 § 4
 § 5

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 § 13

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