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Timestamp: 2017-07-21 06:31:21+00:00

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Urlaubsabgeltung im Arbeitsrecht: 0711-820340-0 - Anwalt, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Stuttgart berät kompetent und qualifiziert
Urlaubsabgeltung im Arbeitsrecht: Anwalt, Rechtsanwalt, Fachanwalt Arbeitsrecht Tilo C.L. Neuner-Jehle Stuttgart - informiert und berät Sie spezialisiert und qualifiziert Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht - Stuttgart
Urlaubsabgeltung im Arbeitsrecht Anwalt, Rechtsanwalt, Fachanwalt Arbeitsrecht Tilo C.L.
Neuner-Jehle aus der NJR Anwalts- und Fachanwaltskanzlei Neuner-Jehle - Stuttgart - informiert und berät Sie spezialisiert und qualifiziert im Arbeitsrecht: Die Urlaubsabgeltung im Arbeitsrecht
Im Falle der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, so ist er vom Arbeitgeber abzugelten (§ 7 IV BUrlG). Dies gilt i.Ü. auch für den Zusatzurlaub schwerbehinderter
Konnte der Urlaub wegen Krankheit des Arbeitnehmers nicht genommen werden﻿, so besteht der Urlaubsanspruch weiter, da während der
Krankeit kein Urlaub genommen werden
Ist aber der Arbeitnehmer aus sonstigen Gründen arbeitsunfähig, d.h. kann seine vertraglich geschuldete Arbeitskraft nicht erbringen, so erwächst hieraus nicht unmittelbar ein
Urlaubsabgeltungsanspruch.
Im Falle der Erkrankung des Arbeitnehmers über einen längeren Zeitraum, verfallen seine Urlaubsansprüche nun nach 15 Monaten ab Ende des jeweiligen Urlaubsjahres. Bei
Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses kann der Urlaub jedoch nicht mehr genommen werden, weswegen dieser sich zu einem Urlaubsabgeltungsanspruch umwandelt.﻿
Konnte allerdings die Arbeitnehmerin wegen eines Beschäftigungsverbotes nicht arbeiten, so
erlsicht der Urlaubsanspruch.
Der Urlaubsabgeltungsanspruch ist wie die übliche Arbeitsvergütung wie folgt zu
Bei 5-Tage-Woche und täglich gleicher Arbeitszeit 1/6-tel des wöchentlichen Durchschnittseinkommens.
Ganz wichtig ist nun die neue Entscheidung des BAG vom 07.08.12 (s.u.), wonach Urlaubsabgeltungsansprüche innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist von 3 Jahren
geltend gemacht werden können !﻿
mehr zu Urlaubsabgeltung:
﻿ Neue Rechtsprechung zur Urlaubsabgeltung Urlaubsabgeltung – Aufgabe der Surrogationstheorie
BAG Urt.v. 19.06.12 -9 AZR 652/10- = BeckRS 2012, 73170 = NJW Spezial 2012, 660
Einem nicht arbeitsunfähigen Arbeitnehmer ist der Urlaub grundsätzlich auch dann abzugelten, wenn er seinen Urlaubsanspruch
erstmals nach Ablauf des Urlaubsjahres geltend macht. Ein Verfall gem. § 7 III BUrlG tritt nicht ein.
Im Falle der Austritt des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverhältnis noch im Urlaubsjahr erfolgt (Anmerkung
Unterzeichner)
Der Abgeltungsanspruch ist ein reiner Geldanspruch, dessen Erfüllbarkeit nicht von der Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers
abhängt und der nicht dem festen Regime des Bundesurlaubsgesetzes unterliegt. Darum kommt es im vorliegenden Fall nicht darauf an, ob der Kläger seinen Urlaub im Urlaubsjahr 2008 verlangt hat oder
nicht. Vererbbarkeit des Urlaubsabgeltungsanspruchs - kein Verfall vor Ablauf der Übertragungsfrist Vererbbarkeit des Urlaubsabgeltungsanspruchs - kein Verfall vor Ablauf der Übertragungsfrist
BAG Urt.v. 22.09.15 -9 AZR 170/14- NZA 2016, 37 f
Ist ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen an seiner Arbeitsleistung gehindert, verfallen seine gesetzlichen Urlaubsansprüche auf Grund unionsrechtskonformer Auslegung des § 7 III 3 BUrlG
15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres. Sie gehen mit Ablauf des 31.03. des zweiten Folgejahres unter. Der Verfall tritt nicht bereits vor diesem zeitpunkt tageweise ein.
Der Anspruch auf Urlaubsabgeltung ist ein reiner Geldanspruch und nicht Surrogat des Urlaubsanspruchs. Der Abgeltungsanspruch ist nicht ein Äquivalent zum Urlaubsanspruch, sondern als ein Aliut
in Form eines selbstständigen Geldanspruchs anzusehen.
Der entstandene Urlaubsabgeltungsanspruch geht nicht mit dem Tod des Arbeitnehmers unter. Er ist vererbbar.
Hierbei ist aber zu beachten, dass dies nicht gilt !!!, wenn der Arbeitnehmer im laufenden Arbeitsverhältnis verstirbt. In einem solchen Fall wird vom Bundesarbeitsgericht zugundegelegt, dass noch
bestehender Urlaubsanspruch entgültig untergeht und sich nicht in einen Abgeltungsanspruch umwandelt ! Urlaubsanspruch bei krankheitsbedingt ruhenden Arbeitsverhältnis Urlaubsanspruch bei krankheitsbedingt ruhendem Arbeitsverhältnis
BAG Urt.v. 07.08.12 -9 AZR 353/10 (LAG BaWü) NJW 2012, 3529
Der gesetzliche Erholungsurlaub (§§ 1, 3 BUrlG) und der schwerbehinderten Menschen zustehende
Zusatzurlaub (§ 125 I SGB IX) setzten keine Arbeitsleistung des Arbeitnehmers im Urlaubsjahr voraus. Gesetzliche Urlaubsansprüche entstehen auch dann, wenn der Arbeitnehmer eine befristete Rente
wegen Erwerbsminderung bezieht und eine tarifliche Regelung das Ruhen des Arbeitsverhältnisses an den Bezug dieser Rente knüpft.
Ist ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen an seiner Arbeitsleistung gehindert,
verfallen seine gesetzlichen Urlaubsansprüche auf Grund unionsrechtkonformer Auslegung des § 7 III 3 BUrlG 15 Monate nach Ablauf des
Urlaubsjahrs.
Für die Leistung der Urlaubsabgeltung ist i.S. von § 286 II Nr. 1 BGB keine Zeit nach dem
Kalender bestimmt, sodass der Arbeitgeber grundsätzlich noch nicht mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, sondern erst durch Mahnung in Verzug kommt.
Urlaubsabgeltung nach Beschäftigungsverbot Urlaubsabgeltung bei Beschäftigungsverbot nach Urlaubsfestlegung
BAG Urt. v. 09.08.16 -9 AZR 575/15- NJW 2016, 3740
Ein tätigkeitsbezogenes generelles Beschäftigungsverbot nach § 4 MuSchG verhindert den zur Erfüllung des Urlaubsanspruchs nach § 362 I BGB erforderlichen Leistungserfolg auch dann, wenn der
Urlaubszeitraum bereits vor Eintritt des Beschäftigungsverbots festgelegt war und der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin keine zumutbare Ersatztätigkeit zugewiesen hat.
§ 17 S. 2 MuSchG regelt die Unvereinbarkeit von Urlaub und einer (vollständigen) Arbeitsbefreiung infolge mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote mit der Folge, dass das Risiko der
Leistungsstörung durch ein in den festgelegten Urlaubszeitraum fallendes Beschäftigungsverbot dem Arbeitgeber zugewiesen ist.
Urlaubsabgeltung nach Beschäftigungsverbot
BAG Urt.v. 15.12.2015 -9 AZR 52/15- NJW 2016, 1462
§ 17 S.2 MuSchG und § 17 II BEEG, wonach die Arbeitnehmerin den vor Beginn der Beschäftigungsverbote/der Elternezit nicht oder nicht vollständig erhaltenen Erholungsurlaub auch noch nach Ablauf
der Verbote/der Elternzeit im laufenden Jahr oder im Folgejahr nehmen kann, verlängert nicht den Übertragungszeitraum des § 7 III 3 BUrlG.
Diese gesetzlichen Sonderregelungen bestimmen abweichend von § 7 III 1 BUrlG, dass der Urlaub nicht im "laufenden" Kalenderjahr gewährt und genommen werden muss, sondern auch im Folgejahr
genommen werden kann. Dieses ist dann das für das Fristenregime des § 7 III BUrlG maßgebliche Urlaubsjahr.
Urlaubsabgeltung bei "Kurzarbeit Null" Urlaubsabgeltung bei "Kurzarbeit Null"
EuGH Urt.v. 08.12.2012 -C-229/11- BeckRS 2012,82370
"Kurzarbeit Null" ist mit einer Arbeitsverkürzung durch Teilzeitarbeit gleichzusetzen. Der Jahresurlaubsanspruch des betroffenen Arbeitnehmers unterliegt daher der
Kürzung pro rata temoris.
Nun werden vom EuGH Kurzarbeiter den Teilzeitbeschäftigten im Bereich Urlaub gleichgestellt, d.h. es wird eine anteilige Kürzung im Vrhältnis der Wochenarbeitstage im
Rahmen der Kurzarbeit und derjenigen bei Vollzeit vorgenommen.
Die Kurzarbeit soll in erster Linie Kündigungen vermeiden. Wird dies nicht erreicht, muss sich die eventuell vom Arbeitgeber geschuldete Urlaubsabgeltung an Hand der
tatsächlichen Arbeitszeit berechnen.
Allerdings darf sich die Kürzung nicht auf den Jahresurlaub angewandt werden, der in der Zeit der Vollbeschäftigung erworben wurde. Beweislast für Urlaubsansprüche, Gewährung von Urlaubstagen Beweislast für Urlaubsansprüche, Gewährung von Urlaubstagen
ArbG Münster v. 31.05.2012 -1 ca 355/12-
Für die Erfüllung des Urlaubsanspruchs trägt der Arbeitgeber die Darlegungs- und Beweislast. Eine Beweiserhebung setzt vorauss, dass der Arbeitgeber substantiiert
vorträgt, wnn dem Arbeitnehmer welcher Urlaub für welchen Zeitraum von wem bewilligt wurde. Hinweis:

References: § 7
 § 7
 § 7
 § 286
 § 4
 § 362

§ 17

§ 17
 § 17
 § 7
 § 7
 § 7

EuGH 
 EuGH