Source: https://www.ra-busch.de/index.php?id=550&L=46
Timestamp: 2019-08-22 02:38:58+00:00

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befristet mit Sachgrund: ra-busch
Aus Sachgründen befristete Arbeitsverträge
können abgeschlossen werden, wenn der Arbeitnehmer schon zuvor im Unternehmen tätig war; auch im direkten Anschluss an ein zuvor bestehendes befristetes Arbeitsverhältnis. Wirk­samkeits­vor­aus­setzung der Befristung ist das Vorliegen eines Sachgrundes. Ein typischer Fall ist dabei auch der befristete Vertrag zur Aushilfe bis maximal 6 Monate Dauer. Weitere Informationen dazu finden Sie unter ⇒ Tipps - mit Sachgrund befristete Verträge und in unserem Merkblatt "befristete Ar­beits­ver­träge".
Hinweise zu den verschiedenen mit Sachgrund befristeten Verträgen und den Klauselvarianten finden Sie unter den Tipps bei ⇒ Varianten mit Sachgrund und ⇒ Vertragsvarianten.
Formularverträge mit Befristung aus Sachgründen
1. allgemeiner zeitlich mit Sachgrund befristeter Arbeitsvertrag
nach § 14 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 1.
1a. zeitlich mit Sachgrund befristeter Arbeitsvertrag und variabler Arbeitszeit
wie Nr. 1, aber mit variabler Arbeitszeit nach § 12 TzBfG (Anpassung der Arbeitszeit an den Arbeitsanfall)
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 1 und II 2.
1a. - oP - zeitlich mit Sachgrund befristeter Arbeitsvertrag und variabler Arbeitszeit - ohne Probezeit/Probearbeitsverhältnis Download: Bitte anmelden
2. befristeter Arbeitsvertrag im Anschluss an die Berufsausbildung mit Sachgrund zur Befristung
nach § 14 Abs. 1 Nr. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Ohne Verlängerungsmöglichkeit, daher nur in Ausnahmefällen zu empfehlen (siehe Merkblatt "Weiterbeschäftigung im Anschluss an die Berufsausbildung").
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 2.
Im Normalfall empfehlen wir den Vertragstyp 1a unter den sachgrundlos befristeten Verträgen.
3. befristeter Arbeitsvertrag zur Vertretung Schwangerer und Elternzeiter
nach § 21 BEEG mit Sonderkündigungsmöglichkeit bei Abbruch der Elternzeit
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 3.
3a. befristeter Arbeitsvertrag zur Vertretung Schwangerer und Elternzeiter und variabler Arbeitszeit
wie Nr. 3, aber mit variabler Arbeitszeit nach § 12 TzBfG (Anpassung der Arbeitszeit an den Arbeitsanfall)
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 3 und II 2.
4. Aushilfsarbeitsvertrag
für die Dauer von maximal 6 Monaten und Tages-Kündigungsfrist innerhalb der ersten 3 Monate sowie ohne Urlaubsanspruch bei Laufzeit unter einem Monat
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 4.
5. Aushilfsarbeitsvertrag mit flexibler Stundenaushilfe
für die Dauer von maximal 6 Monaten mit Tages-Kündigungsfrist innerhalb der ersten 3 Monate, ohne Urlaubsanspruch bei Laufzeit unter einem Monat und mit variabler Arbeitszeit nach § 12 TzBfG (Einteilung der Arbeitszeit nach dem Arbeitsanfall) sowie flexibler Mehrarbeit bis zu 25 % der vereinbarten Mindestarbeitszeit
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 5.
6. zweckbefristeter Arbeitsvertrag mit Sachgrund zur Befristung
und dadurch bestehender Möglichkeit der automatischen vorzeitigen Beendigung bei Erreichen des Zwecks unter Einhaltung einer Ankündigungsfrist (mit vorgeschalteten Probearbeitsverhältnis)
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 6.
6a. zweckbefristeter Arbeitsvertrag mit Sachgrund zur Befristung und variabler Arbeitszeit
wie Nr. 6, aber mit variabler Arbeitszeit nach § 12 TzBfG (Anpassung der Arbeitszeit an den Arbeitsanfall)
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 6 und II 2.
7. befristeter Arbeitsvertrag zur Vertretung in Pflegezeit befindlicher Arbeitnehmer
nach § 6 PflegeZG mit Sonderkündigungsmöglichkeit bei vorzeitiger Beendigung der Pflegezeit nach § 4 Abs. 2 S. 1 PflegeZG
→ Erläuterung im Merkblatt Abschnitt III 7.
8. Vertrag über ein Orientierungspraktikum
i.S.d. § 22 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 MiLoG i.V.m. § 26 BBiG. Dieser Vertrag ist kein Arbeitsvertrag. Er darf nur bis zur Dauer von drei Monaten zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums abgeschlossen werden.
Ziehen Sie zur weiteren Erläuterung unser ⇒ Merkblatt zum Mindestlohngesetz heran.
9. Vertrag für Werkstudenten zur Aushilfe
für maximal 6 Monate unter Berücksichtigung der sozial­ver­siche­rungs­recht­lichen Besonderheiten der Beschäftigung von Werk­stu­denten, für vom Ar­beit­geber nur Rentenversicherungsbeiträge abzuführen sind. In der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung besteht Beitragsfreiheit.

References: § 14
 § 12
 § 14
 § 21
 § 12
 § 12
 § 12
 § 6
 § 4
 § 22
 § 26