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Timestamp: 2016-10-28 00:45:48+00:00

Document:
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokatin Christina Reinhardt,
A.________ Beschwerdegegner, vertreten durch Advokat Erich Z�blin,
Rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV), Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV), Parteilichkeit (Art. 30 Abs. 1 BV), Willk�r (Art. 9 BV )
Fahrl�ssige schwere K�rperverletzung (Art. 125 StGB), Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 26, Art. 33 und Art. 49 SVG; Art. 47 VRV); Zivilforderung,
X.________ fuhr am 10. August 2003 um 21.10 Uhr mit seinem Personenwagen in Basel von der Riehenstrasse herkommend durch den Riehenring �ber den Messeplatz in Richtung Drahtzugstrasse. Es herrschte D�mmerung, und die Strassenbeleuchtung war eingeschaltet. Vor dem Fussg�ngerstreifen bei der Tramhaltestelle "Messeplatz" verlangsamte X.________ sein Tempo, weil zahlreiche Fussg�nger die Strasse �berquerten. Anschliessend schaltete er wieder in den zweiten Gang und beschleunigte auf eine Geschwindigkeit von ca. 20 km/h. Gleichzeitig begab sich der Fussg�nger A.________ mit seiner einj�hrigen Enkelin auf dem Arm von der Traminsel zum Fussg�ngerstreifen in der Absicht, diesen aus Sicht von X.________ von rechts nach links zu �berqueren. A.________ betrat den 9,2 m breiten Fussg�ngerstreifen, obwohl sich das Auto von X.________ zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Fussg�ngerstreifen befand. In der Folge prallte A.________ auf dem Fussg�ngerstreifen, rund einen Meter von der Traminsel entfernt, auf H�he des Vorderrads in die rechte Seite des Fahrzeugs von X.________. A.________ und seine Enkelin kamen zu Fall. W�hrend diese unverletzt blieb, erlitt A.________ Prellungen an beiden Knien und Unterschenkeln, sowie linksseitig an Schulter, Oberarm, Ellenbogen und Fuss.
Mit Urteil des Strafgerichtspr�sidenten Basel-Stadt vom 2. Juni 2005 wurde X.________ der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) schuldig gesprochen und zu 20 Tagen Gef�ngnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt.
Auf Appellation von X.________ hin best�tigte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, mit Urteil vom 18. August 2006 den erstinstanzlichen Entscheid im Schuld- und Strafpunkt. Die Schadenersatzforderung von A.________ hiess es in Anwendung von Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes �ber die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) dem Grundsatz nach gut und verwies den Gesch�digten bez�glich der H�he seines Anspruchs auf den Zivilweg.
X.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, je mit dem Antrag, das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, vom 18. August 2006 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Soweit der Beschwerdef�hrer einzig seine bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Tatsachenbehauptungen wiederholt und der Beweisw�rdigung des Appellationsgerichts lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber stellt, ohne zu er�rtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis verfassungswidrig sein sollte, gen�gt die Beschwerde diesen Begr�ndungsanforderungen nicht (vgl. BGE 124 IV 86 E. 2a). Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
2.2 Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren zur n�heren �berpr�fung der medizinischen Fragen und der Kausalit�tsthematik den Beizug der SUVA-Akten, der IV-Akten des Beschwerdegegners sowie der Akten seiner Haftpflichtversicherung beantragt. Diese Antr�ge hat das Appellationsgericht abgewiesen.
Der Beschwerdef�hrer bringt namentlich vor, das Appellationsgericht habe durch die Abweisung der Beweisantr�ge seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt und sei in willk�rliche Beweisw�rdigung verfallen, da es, statt den Sachverhalt vertiefter abzukl�ren, sich den Parteistandpunkt der SUVA zu eigen gemacht und gest�tzt hierauf die Kausalit�t des Unfalls f�r die bleibenden Kniebeschwerden des Beschwerdegegners bejaht habe.
2.3 Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistet den Anspruch auf rechtliches Geh�r. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 129 II 396 E. 2.1; 120 Ib 379 E. 3b, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, seine �berzeugung w�rde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert (BGE 129 II 396 E. 2.1; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen).
Tatfrage - und damit im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde �berpr�fbar - ist, ob ein Verhalten die nat�rliche Ursache eines bestimmten Erfolgs war (BGE 132 III 715 E. 2.2; 128 III 22 E. 2d, 180 E. 2d; Erhard Schweri, Eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen, Bern 1993, N. 664).
2.4 Das Appellationsgericht hat sich eingehend mit der Kausalit�tsthematik auseinandergesetzt. Es hat in seine Erw�gungen namentlich einbezogen, dass der Beschwerdegegner gem�ss Unfallmeldung seines Arbeitgebers bereits am 11. Juni 2003 - mithin rund zwei Monate vor dem Verkehrsunfall mit dem Beschwerdef�hrer - einen Arbeitsunfall erlitten und sich dabei das Knie verdreht hatte. Das Appellationsgericht hat in seiner Begr�ndung jedoch darauf hingewiesen, die �rztliche Behandlung wegen des Arbeitsunfalls habe am 26. Juni 2003 abgeschlossen werden k�nnen. Der Beschwerdegegner sei somit ab dem 27. Juni 2003 wieder voll arbeitsf�hig gewesen (angefochtenes Urteil S. 9).
Vor diesem Hintergrund konnte das Appellationsgericht ohne Willk�r zum Schluss gelangen, dass weder die vorbestehenden degenerativen Ver�nderungen der Knie des Beschwerdegegners noch dessen Arbeitsunfall vom 11. Juni 2003 als alleinige Ursachen der bleibenden Kniebeschwerden gelten k�nnten, haben doch diese beiden Umst�nde den Beschwerdegegner bis zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls nicht daran gehindert, vollzeitlich seiner T�tigkeit als Hilfsarbeiter im Strassenbau nachzugehen. Die Schlussfolgerungen des Appellationsgerichts, das �rztliche Gutachten der SUVA sei �berzeugend und der Verkehrsunfall vom 10. August 2003 stelle eine nat�rliche (Mit-)Ursache f�r die bleibenden Verletzungen des Beschwerdegegners dar, sind nicht willk�rlich. Der vom Beschwerdef�hrer an die Adresse der SUVA erhobene Vorwurf der Parteilichkeit wird in keiner Weise n�her untermauert.
Der Verzicht des Appellationsgerichts auf den Beizug weiterer Akten in der �berzeugung, dass diese keinen Erkenntnisgewinn versprochen h�tten, stellt demnach eine zul�ssige antizipierte Beweisw�rdigung dar und verletzt den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r nicht.
3.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet, dass er sich sorgfaltswidrig verhalten hat. Aufgrund der komplexen Verkehrslage habe er nicht speziell auf Fussg�nger auf der Traminsel achten k�nnen und m�ssen, zumal dort eine Abschrankung bestehe, welche das direkte Betreten der Fahrbahn verhindere. Mit dem unverst�ndlichen und unvern�nftigen Verhalten des Beschwerdegegners, d.h. dessen pl�tzlichem und unerwartetem Betreten des Fussg�ngerstreifens, habe er nicht rechnen m�ssen.
3.2 Die Vorinstanz hat in tats�chlicher Hinsicht verbindlich festgestellt, der Beschwerdegegner habe den Fussg�ngerstreifen ohne Zwischenhalt und ohne Kontrollblick zu einem Zeitpunkt betreten, als sich das Fahrzeug des Beschwerdef�hrers bereits auf dem Streifen befunden habe. In dieser Situation sei es dem Beschwerdef�hrer nicht mehr m�glich gewesen, rechtzeitig anzuhalten.
Allerdings wirft die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer vor, dass er nicht auf den sich in seinem Blickfeld befindlichen, auf der Traminsel Richtung Fussg�ngerstreifen gehenden Beschwerdegegner geachtet habe. Bei gebotener Aufmerksamkeit h�tte er das Fehlverhalten des Beschwerdegegners erkennen und durch ein fr�heres oder st�rkeres Abbremsen die Kollision verhindern k�nnen. Er k�nne sich daher nicht auf den Vertrauensgrundsatz nach Art. 26 SVG berufen.
3.3 Gem�ss Art. 125 StGB wird mit Gef�ngnis oder Busse bestraft, wer fahrl�ssig einen Menschen am K�rper oder an der Gesundheit sch�digt. Fahrl�ssig begeht der T�ter ein Verbrechen oder Vergehen, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 1 StGB). Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der dabei zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 122 IV 17 E. 2b/aa mit Hinweisen), vorliegend mithin nach den Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) und der Verkehrsregelverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11).
3.4 Vor Fussg�ngerstreifen hat der Fahrzeugf�hrer besonders vorsichtig zu fahren und n�tigenfalls anzuhalten, um den Fussg�ngern den Vortritt zu lassen, die sich schon auf dem Streifen befinden oder im Begriffe sind, ihn zu betreten (Art. 33 Abs. 2 SVG). An den Haltestellen �ffentlicher Verkehrsmittel ist auf ein- und aussteigende Personen R�cksicht zu nehmen (Art. 33 Abs. 3 SVG).
Die Fussg�nger haben die Fahrbahn vorsichtig und auf dem k�rzesten Weg zu �berschreiten, nach M�glichkeit auf einem Fussg�ngerstreifen. Sie haben den Vortritt auf diesem Streifen, d�rfen ihn aber nicht �berraschend betreten (Art. 49 Abs. 2 SVG). Auf Fussg�ngerstreifen ohne Verkehrsregelung haben die Fussg�nger den Vortritt, ausser gegen�ber der Strassenbahn. Sie d�rfen jedoch vom Vortrittsrecht nicht Gebrauch machen, wenn ein Fahrzeug bereits so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten k�nnte (Art. 47 Abs. 2 VRV). Der Fussg�nger muss mithin pr�fen, ob er den Streifen betreten kann, ohne dadurch Fahrzeuge zu br�sken Brems- und Ausweichman�vern zu n�tigen.
3.5 Nach der Grundregel von Art. 26 Abs. 1 SVG muss sich im Verkehr jeder Teilnehmer so verhalten, dass er andere in der ordnungsgem�ssen Ben�tzung der Strasse weder behindert noch gef�hrdet. Aus dieser Bestimmung leitet die Rechtsprechung den Vertrauensgrundsatz ab, nach welchem jeder Strassenben�tzer, der sich selbst verkehrsgem�ss verh�lt, darauf vertrauen darf, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer ordnungsgem�ss verhalten (BGE 129 IV 282 E. 2.2 mit Hinweisen). Der Vertrauensgrundsatz gilt auch im Verh�ltnis zwischen Fahrzeuglenkern und Fussg�ngern im Bereich von Fussg�ngerstreifen (BGE 129 IV 39 E. 2.2).
Der Fahrzeuglenker, der sich einem Fussg�ngerstreifen ohne Verkehrsregelung n�hert, darf daher gest�tzt auf den Vertrauensgrundsatz grunds�tzlich darauf vertrauen, dass der Fussg�nger seiner Wartepflicht nach Art. 47 Abs. 2 VRV nachkommt. Dies hat der Beschwerdegegner nicht getan, indem er den Fussg�ngerstreifen in einem Moment betreten hat, als der Beschwerdef�hrer nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte.
Der Vertrauensgrundsatz wird jedoch eingeschr�nkt durch Art. 26 Abs. 2 SVG, wonach namentlich besondere Vorsicht geboten ist, wenn Anzeichen f�r ein Fehlverhalten eines Strassenben�tzers bestehen. Sind konkrete Anzeichen erkennbar, dass sich ein Fussg�nger nicht richtig verhalten wird, ist der Fahrzeuglenker verpflichtet, sich darauf einzurichten. Solche Anzeichen k�nnen sich nicht nur aus einem sichtbaren Verhalten des Fussg�ngers, sondern ebenso aus einer bestimmten Verkehrslage ergeben, die nach allgemeiner Erfahrung die M�glichkeit fremden Fehlverhaltens unmittelbar in die N�he r�ckt (vgl. hierzu Raphael von Werra, Du principe de la confiance dans le droit de la circulation routi�re, Zeitschrift f�r Walliser Rechtsprechung, 1970, S. 204).
Eine solche Verkehrslage ist bei Fussg�ngerstreifen im Bereich von Haltestellen �ffentlicher Verkehrsmittel gegeben. In dieser Situation darf der Fahrzeugf�hrer angesichts des Gebots von Art. 33 Abs. 3 SVG, wonach er auf ein- und aussteigende Personen R�cksicht zu nehmen hat, nicht per se davon ausgehen, dass sich diese ordnungsgem�ss verhalten. Die allgemeine Lebenserfahrung lehrt, dass einsteigende Fahrg�ste oft noch rasch die Strasse �berqueren, um in ein bereitstehendes �ffentliches Verkehrsmittel einzusteigen, und dass aussteigende Fahrg�ste h�ufig eilig auf die Fahrbahn treten. Bei Bus- und Tramhaltestellen bestehen mithin h�ufig Verkehrssituationen, welche die M�glichkeit des Fehlverhaltens von Fussg�ngern unmittelbar in die N�he r�cken. Aus diesem Grund wird dem Fahrzeugf�hrer hier eine besondere Vorsichtspflicht auferlegt (Ren� Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band I, 2. Auflage 2002, N. 662).
3.6 Der Beschwerdef�hrer war somit zu besonderer Vorsicht verpflichtet. Dieser ihm obliegenden erh�hten Aufmerksamkeit im Bereich von Haltestellen �ffentlicher Verkehrsmittel ist er nicht nachgekommen, da er, wie er selber einr�umt, dem Beschwerdegegner, welcher hinter den anderen Fussg�ngern herging, die den Streifen �berquerten, keine Beachtung geschenkt hat. In der konkreten Situation h�tte der Beschwerdef�hrer mehr R�cksicht �ben und vor dem Fussg�ngerstreifen anhalten respektive zumindest fr�her oder st�rker abbremsen m�ssen.
An diesem Ergebnis �ndert nichts, dass die Verkehrsinsel durch eine Abschrankung gesichert ist, vermag doch diese zwar ein pl�tzliches Hinaustreten eines Fussg�ngers direkt auf die Fahrbahn, nicht jedoch dessen unachtsames Betreten des Fussg�ngerstreifens, zu verhindern.
Die Vorinstanz hat folglich das Verhalten des Beschwerdef�hrers zu Recht als Sorgfaltspflichtverletzung gewertet.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet zudem die Kausalit�t seines Verhaltens f�r den Erfolgseintritt, d.h. f�r die anhaltenden Kniebeschwerden des Beschwerdegegners.
4.2 Die Vorinstanz hat den nat�rlichen Kausalzusammenhang ohne Willk�r bejaht (vgl. E. 2.4 hiervor). Ob dieser auch rechtlich erheblich ist, ist eine Rechtsfrage, die mit Nichtigkeitsbeschwerde zur Beurteilung gestellt werden kann. Die Frage, ob die Gefahr des Erfolgseintritts f�r den T�ter erkennbar bzw. voraussehbar war, beantwortet sich nach dem Massstab der Ad�quanz. Das bedeutet, dass sein Verhalten geeignet sein muss, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen (BGE 131 IV 145 E. 5.1). Die Ad�quanz ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde wie das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler als Mitursachen hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolges erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund dr�ngen (BGE 131 IV 145 E. 5.2; 130 IV 7 E. 3.2, je mit Hinweisen).
4.3 Weder die konstitutionelle Pr�disposition des Beschwerdegegners, d.h. die vorbestehenden degenerativen Ver�nderungen der Knie, noch der Arbeitsunfall vom 11. Juni 2003, dessen Auswirkungen (Verdrehung des linken Knies) m�glicherweise zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls noch nicht vollst�ndig abgeklungen waren, sind als Umst�nde anzusehen, die das Verhalten des Beschwerdef�hrers als Ursache der festgestellten Verletzungen in den Hintergrund dr�ngen. Das Verhalten des Beschwerdegegners kann auch nicht als derart unvern�nftig eingestuft werden, dass damit schlechthin nicht h�tte gerechnet werden m�ssen.
5.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die K�rperverletzung sei nicht als schwer im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB zu qualifizieren. Die von der SUVA anerkannte Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit von 20% sei eine rein rechnerische Gr�sse, aus der sich nicht auf eine bleibende Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit des Beschwerdegegners schliessen lasse.
5.2 Schwer im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB ist eine K�rperverletzung, wenn sie dem objektiven Tatbestand von Art. 122 StGB entspricht. Dies ist namentlich der Fall bei einer bleibenden Arbeitsunf�higkeit, d.h. bei einer dauernden und irreversiblen Gesundheitsbeeintr�chtigung (vgl. Andreas Roth, Basler Kommentar StGB II, N. 14 zu Art. 122). Das Gesetz schweigt sich �ber den Grad der Beeintr�chtigung aus; erforderlich ist jedenfalls eine gewisse Erheblichkeit.
5.3 Der Beschwerdef�hrer hat Prellungen an beiden Knien und Unterschenkeln sowie linksseitig an Schulter, Oberarm, Ellenbogen und Fuss erlitten. Der Unfall hat zwei Knieoperationen (Arthroskopien) erforderlich gemacht. Zudem hat sich der Beschwerdef�hrer w�hrend vier Wochen in der Rehaklinik in Bellikon aufgehalten (siehe angefochtenes Urteil S. 12). Als medizinische Langzeitfolgen des Unfalls wurden beim Beschwerdegegner beidseits ein Reizknie, links st�rker als rechts, anhaltende unspezifische R�ckenschmerzen und Schmerzen im linken Bein und Fuss diagnostiziert (vgl. angefochtenes Urteil S. 7). Als Konsequenz hieraus resultieren gem�ss der Verf�gung der SUVA vom 28. Dezember 2005 dauernde Beeintr�chtigungen der Erwerbsf�higkeit und der k�rperlichen Unversehrtheit (Integrit�tseinbusse) von je 20%. Der Grad der Erwerbsunf�higkeit, welcher sich aus einem Vergleich der m�glichen Einkommen mit und ohne Behinderung errechnet, ergibt sich aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner seiner bisherigen Besch�ftigung als Hilfsarbeiter im Strassenbau nicht mehr wird nachgehen k�nnen und die angepasste, leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Vollzeit-T�tigkeit mutmasslich mit einer Einkommenseinbusse von 20% einhergehen wird. Die SUVA hat dem Beschwerdegegner im Ergebnis eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung zugesprochen (vgl. zum Ganzen die Verf�gung der SUVA vom 28. Dezember 2005, vorinstanzliche Akten act. 252 Beilage 2).
5.4 Der Begriff der schweren K�rperverletzung stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar. In Grenzf�llen weicht das Bundesgericht nur mit einer gewissen Zur�ckhaltung von der Auffassung der Vorinstanz ab (BGE 129 IV 1 E. 3.2; 115 IV 17 E. 2b).
Die Vorinstanz hat vorliegend unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung eine schwere K�rperverletzung bejaht:
Von der Praxis als schwer qualifiziert worden ist namentlich eine Schenkelhalsfraktur, welche das Einsetzen einer H�ft-Totalprothese notwendig machte. Das Opfer ging acht Monate nach dem Unfall noch am Stock, war beim Treppensteigen behindert, konnte l�ngere Zeit nicht schmerzfrei gehen und keine schweren Sachen mehr tragen. Der behandelnde Arzt erachtete einen gewissen Dauerschaden als m�glich (BGE 105 IV 179). Ebenso hat das Bundesgericht bei einer Tr�mmerfraktur des Oberschenkels auf eine schwere K�rperverletzung geschlossen; die Fraktur f�hrte zu Bettl�grigkeit w�hrend f�nf Monaten, zog zwei Operationen nach sich und liess wahrscheinlich eine bleibende Invalidit�t (Hinken) zur�ck (BGE 97 IV 8 E. 1).
Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz in Anbetracht der dauernden Teilinvalidit�t und der dauernden Integrit�tseinbusse des Beschwerdegegners kein Bundesrecht verletzt, indem sie den Tatbestand der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung als erf�llt ansah.
6.1 Im Zivilpunkt r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 9 Abs. 3 OHG. Der Strafrichter, der sich im Grundsatz �ber die Zivilforderung zu �ussern habe, sei verpflichtet, zumindest �ber den Bestand der Haftung und die Haftungsquote zu befinden. Dies habe die Vorinstanz unterlassen. Allerdings m�sse aus der Urteilsbegr�ndung, welche keine haftungsreduzierenden Faktoren nenne, gefolgert werden, dass die Vorinstanz - trotz des Selbstverschuldens des Beschwerdegegners - zu Unrecht von einer vollumf�nglichen Haftung des Beschwerdef�hrers ausgegangen sei.
6.2 Nach Art. 9 Abs. 3 OHG kann das Strafgericht die Zivilanspr�che nur dem Grundsatz nach entscheiden und das Opfer im �brigen an das Zivilgericht verweisen, wenn die vollst�ndige Beurteilung der Zivilanspr�che einen unverh�ltnism�ssigen Aufwand erfordern w�rde. Diese Bestimmung entbindet den Strafrichter lediglich von der Berechnung der H�he des Schadens, nicht aber davon, die Haftungsquote festzulegen (Urteil des Bundesgerichts 6S.267/2001 vom 18. Juni 2001, E. 6a; Peter Gomm/Dominik Zehntner, Kommentar zum Opferhilfegesetz, 2. Auflage 2005, Art. 9 N. 30; Thomas Koller, Das Opferhilfegesetz: Auswirkungen auf das Strassenverkehrsrecht, AJP 5/1996, S. 578 ff., S. 588; vgl. ferner BGE 125 IV 153 E. 2b/aa).
6.3 Als Beklagter im Adh�sionsprozess ist der Beschwerdef�hrer aber durch eine Verletzung der in Art. 9 Abs. 3 OHG zugunsten des Opfers aufgestellten Verfahrensgarantie nur beschwert und damit zur Beschwerdef�hrung legitimiert, wenn seine Behauptung, die Vorinstanz sei implizit von seiner vollumf�nglichen Haftung ausgegangen, zutreffen w�rde.
Dies ist nicht der Fall. Die Vorinstanz hat zwar die kausalit�tsunterbrechende Wirkung des Fehlverhaltens des Beschwerdef�hrers verneint, jedoch das Ausmass von dessen Mitverschulden nicht thematisiert. Vielmehr hat sie betont, s�mtliche finanziellen Folgen des Unfalls seien im Zivilverfahren zu kl�ren (vgl. angefochtenes Urteil S. 11).
6.4 Im Ergebnis hat die Vorinstanz somit zwar die Haftungsquote f�lschlicherweise nicht festgelegt, doch mangelt es dem Beschwerdef�hrer insoweit an der Beschwer, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten werden kann.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG und Art. 278 Abs. 1 BStP).

References: Art. 32
 Art. 33
 Art. 49
 Art. 47
 Art. 9
 Art. 90
 BGE 
 Art. 29
 Art. 26
 Art. 125
 Art. 26
 Art. 47
 Art. 26
 Art. 33
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 122
 Art. 122
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 BGE 
 Art. 9
 Art. 278