Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/2000/08_0219.htm
Timestamp: 2018-01-23 13:44:29+00:00

Document:
08_0219
Ministerialblatt LSA Nr. 8/2000 vom 03.03.2000
für den Studiengang Medizinische Physik
vom 14.4.1998 und 21.4.1998
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Änderung der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medizinische Physik vom 14.4.1998 und 21.4.1998 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt i. d. F. vom 1.7.1998 (GVBl. LSA S. 300) mit Erlaß vom 2.9.1998 genehmigt worden ist.
Auf Grund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 19.3.1998 (GVBl. LSA S. 132), hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medizinische Physik als Satzung erlassen:
Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluß des Diplomstudienganges Medizinische Physik. Die Studieninhalte ergeben sich aus der Studienordnung für Medizinische Physik des Fachbereichs Physik vom 14.4.1998 und 21.4.1998. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin die Zusammenhänge des Fachs überblickt, die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden und die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse und praktische Fähigkeiten als Partner bzw. als Partnerin des Mediziners bzw. der Medizinerin erworben hat.
Auf Grund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad "Diplom-Physiker (Medizinphysik)" bzw. "Diplom-Physikerin (Medizinphysik)" (abgekürzt: Dipl.-Phys. (Med.) verliehen.
Das Grundstudium von vier Semestern, das mit der Diplomvorprüfung abschließt, und
(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester. Im Anschluß an die Lehrveranstaltungen des achten Fachsemesters werden in der Regel die Fachprüfungen abgelegt. Daran schließen sich zwei Semester an, die der weitgehend selbständigen Bearbeitung eines wissenschaftlichen Themas dienen und die eine dreimonatige forschungsbezogene Vorbereitung und Einarbeitung sowie die Anfertigung der Diplomarbeit mit einer Bearbeitungszeit von neun Monaten umfassen.
(4) Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen im Pflicht- und Wahlpflichtbereich beträgt innerhalb von acht Semestern höchstens 160 Semesterwochenstunden.
(1) Die Diplomprüfung folgt auf die Diplomvorprüfung. Die Diplomvorprüfung besteht aus Fachprüfungen, die Diplomprüfung aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit. Die Fachprüfungen der Diplomvorprüfung bestehen jeweils aus einer mündlichen Prüfungsleistung; die Fachprüfungen der Diplomprüfung bestehen jeweils aus einer mündlichen Prüfungsleistung.
(3) Die Prüfungsfristen sind so festzusetzen, daß die Diplomvorprüfung im Regelfall bei Beginn der Vorlesungszeit des fünften Semesters und die Diplomprüfung grundsätzlich innerhalb der in § 3 Abs. 1 festgesetzten Regelstudienzeit vollständig abgelegt werden können. Die Prüfungen können auch vor Ablauf der festgesetzten Fristen abgelegt werden, sofern die für die Zulassung zur Prüfung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind und die Prüfungsblöcke erhalten bleiben.
(4) Überschreitet der bzw. die Studierende aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen diese Fristen bei der Vorprüfung um mehr als zwei Semester, bei der Abschlußprüfung um mehr als vier Semester, oder legt er bzw. sie eine Prüfung zu der er bzw. sie sich gemeldet hat, aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen nicht ab, so gilt diese Prüfung als abgelegt und nicht bestanden. Die Wiederholung einer Abschlußprüfung bezüglich der Fachprüfungen ist nur innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der Prüfung nach Satz 1 zulässig, sofern nicht dem Prüfungsteilnehmer bzw. der Prüfungsteilnehmerin wegen besonderer, von ihm bzw. ihr nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Eine zweite Wiederholung ist nicht möglich.
(5) Die Meldung zur Diplomvorprüfung soll im vierten Studiensemester, die Meldung zur Diplomprüfung soll im achten Studiensemester, und zwar jeweils mindestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin durch Einreichen des schriftlichen Antrags auf Zulassung zur Prüfung bei Prüfungsausschuß erfolgen.
(1) Der Fachbereichsrat bestellt vier Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren und jeweils einen Vertreter bzw. eine Vertreterin aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. der Gruppe der Studentinnen und Studenten für den Prüfungsausschuß. Hierbei sollen zwei Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren der medizinischen Fakultät angehören,, die sie vorschlägt. Der Prüfungsausschuß wählt mit einfacher Mehrheit aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren des Fachbereiches Physik eine Vorsitzenden bzw. eine Vorsitzende. Die Amtszeit der Studentin bzw. des Studenten beträgt zwei Jahre, die der übrigen Mitglieder drei Jahre. Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn neben der bzw. dem Vorsitzenden mindestens vier Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden.
(2) Der Prüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet regelmäßig dem Fachbereich Physik und der Medizinischen Fakultät über die Entwicklung der Prüfungen und der Studienzeiten, gibt Anregungen zur Reform der Studienordnung, des Studienplanes und der Prüfungsordnung und informiert über die Verteilung der Fachnoten und der Gesamtnoten.
(4) Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden übertragen; dieses gilt nicht für Entscheidungen über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereich Physik bzw. die Medizinische Fakultät.
(1) Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Er kann die Bestellung der bzw. dem Vorsitzenden übertragen. Zur Abnahme der Prüfungen sind Prüfer bzw. Prüferinnen nach § 16 Abs. 4 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG-LSA) berechtigt.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in demselben Studiengang bzw. des Studienganges Physik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für die Diplomvorprüfungen. Soweit die Diplomvorprüfung Fächer nicht enthält, die an der Martin-Luther-Universität Gegenstand der Diplomvorprüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich.
(3) Versucht der Kandidat bzw. die Kandidatin, das Ergebnis seiner bzw. ihrer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In Fällen schwerwiegender Täuschung kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten bzw. die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(4) Der Kandidat bzw. die Kandidatin kann verlangen, daß die Entscheidung nach Absatz 3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuß innerhalb von zwei Wochen überprüft wird. Belastende Entscheidungen sind dem Kandidaten bzw. der Kandidatin unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
sofern er kein Zeugnis gemäß Nr. 1 besitzt, seine Studienberechtigung durch einen anderen, im § 34 HSG-LSA geregelten Qualifikationsnachweis besitzt,
Experimentalphysik I bis IV (Klassische Physik I, II; Meßtechnik/Elektronik; Atom- und Kernphysik),
Theoretische Physik I und II (Mechanik, Elektrodynamik),
Mathematik (Analysis I bis IV; Gewöhnliche Differentialgleichugen; Lineare Algebra),
Physikalisches Praktikum I bis III,
Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin I und II (Anatomie und Physiologie; Biomedizinische Technik/Medizinische Meßtechnik)
erfolgreich teilgenommen hat,
seinen Prüfungsanspruch nach Maßgabe des Landesrechts durch Überschreiten der Fristen für die Meldung zur Diplomvorprüfung oder für deren Ablehnung nicht verloren hat.
der Nachweis über das Vorliegen der in Absatz 1 Ziffer 1 oder 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
das Studienbuch und die Leistungsnachweise gemäß Absatz 1 Ziffer 3,
eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin bereits eine Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Medizinische Physik, Physik oder nach Maßgabe des Landesrechts in einem verwandten Studiengang endgültig nicht bestanden hat oder ob er bzw. sie sich in einem Prüfungsverfahren befindet.
die in § 9 Absatz 1 oder 2 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder
der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplomvorprüfung oder die Diplomprüfung im Studiengang Medizinische Physik oder Physik an einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland endgültig nicht erfüllt hat oder
der Kandidat bzw. die Kandidatin sich im Studiengang Medizinische Physik oder Physik in einem Prüfungsverfahren befindet.
Die Zulassung darf im übrigen nur abgelehnt werden, wenn der Kandidat bzw. die Kandidatin seinen bzw. ihren Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Wiederholungsfrist (§ 14 Abs. 3) verloren hat.
Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin.
(3) Die mündlichen Prüfungen nach § 11 Abs. 2 müssen innerhalb von vier Wochen abgelegt werden.
(4) Macht ein Kandidat bzw. eine Kandidatin durch ein ärztliches Attest glaubhaft, daß er bzw. sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten bzw. der Kandidatin zu gestatten, gleichwertige Prüfungs- und Studienleistungen in einer anderen Form zu erbringen.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfungen sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis ist dem Kandidaten bzw. der Kandidatin im Anschluß an die mündliche Prüfung bekanntzugeben.
(5) Studenten bzw. Studentinnen, die sich zu einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, können als Zuhörer bzw. Zuhörerin zugelassen werden, es sei denn, der Kandidat bzw. die Kandidatin widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse an den Kandidaten bzw. Kandidatinnen.
(2) Sind zwei Fächer der Diplomvorprüfung nicht bestanden, so ist die gesamte mündliche Vorprüfung zu wiederholen.
(3) Die Wiederholungsfrist kann frühestens nach Ablauf von sechs Wochen und soll spätestens vor dem Ablauf von sechs Monaten abgelegt werden.
(4) Versäumt der Kandidat bzw. die Kandidatin, sich innerhalb eines Jahres nach fehlgeschlagenem Versuch oder - bei Nichtbestehen mehrerer Fachprüfungen - nach der letzten nicht bestandenen Fachprüfung zu melden, verliert er bzw. sie den Prüfungsanspruch; es sei denn, er bzw. sie weist nach, daß er bzw. sie das Versäumnis dieser Frist nicht zu vertreten hat. Die erforderlichen Feststellungen trifft der Prüfungsausschuß.
(1) Über die bestandene Diplomvorprüfung ist unverzüglich, spätestens jedoch in vier Wochen ein Zeugnis auszustellen, das die in den Fachprüfungen erzielten Noten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist.
(4) Hat der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplomvorprüfung nicht bestanden, wird ihm bzw. ihr auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur Diplomvorprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen läßt, daß die Diplomvorprüfung nicht bestanden ist.
die Diplomvorprüfung im Studiengang Medizinische Physik bestanden oder eine gemäß § 7 Abs. 2 als gleichwertig anerkannte Prüfungsleistung erbracht hat,
Experimentelle Physik V und VII (Molekülphysik; Festkörperphysik; Atom- und Kernphysik),
Physikalisches/Biophysikalisches Praktikum für Fortgeschrittene,
Forschungspraktikum,
Theoretische Physik III und IV (Quantentheorie I; Thermodynamik und Statistik),
Medizinische Physik I und II (Biophysik; Strahlentherapie/Dosimetrie),
interdisziplinäres Wahlpflichtfach in der Regel aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich und der Medizinischen Fakultät.
Im übrigen gelten die §§ 9 (ohne Absatz 1 Ziffer 1) und 10 entsprechend.
Medizinische Physik,
einem interdisziplinären Wahlpflichtfach, in der Regel aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereich, im Umfang von sechs SWS. Regelabweichungen sind auf Antrag möglich. Sie richten sich im Stoffumfang (SWS) nach den Anforderungen des Fachgebiets, für das der Abschluß erteilt wird.
(5) Die Prüfung im Wahlpflichtfach kann auf Antrag nach Vorlage der Diplomarbeit abgelegt werden.
(6) Liegt das Wahlpflichtfach außerhalb des mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereichs, kann auf Antrag wie unter (Absatz 5) verfahren werden. Dabei gilt Absatz 3.
(1) In der zweisemestrigen Abschlußphase des Physikstudiums soll der Kandidat bzw. die Kandidatin zeigen, daß er bzw. sie in der Lage ist, ein definiertes medizinphysikalisches Problem innerhalb einer vorgegebenen Frist mit wissenschaftlichen Methoden weitgehend selbständig zu bearbeiten und schriftlich und mündlich darzustellen. Die Abschlußphase besteht aus einer dreimonatigen Einarbeitungsphase in das gewählte Thema und aus einer anschließenden Durchführungsphase, der neunmonatigen Diplomarbeit, die die Prüfungsleistung ist.
(2) Die Diplomarbeit kann von jedem Mitglied aus den Gruppen der Professorinnen und Professoren bzw. prüfungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Fachbereich Physik und an der Medizinischen Fakultät in Forschung und Lehre tätig sind, ausgegeben und betreut werden. Die Ausgabe und damit die Laufzeit der Durchführungsphase ist beim Prüfungsausschuß aktenkundig zu machen. Soll die Diplomarbeit in einem anderen Fachbereich oder einer Einrichtung außerhalb der Martin-Luther-Universität angefertigt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung der bzw. des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Im Fall der Ablehnung kann bei Prüfungsausschuß Einspruch erhoben werden. Dem Kandidaten bzw. der Kandidatin ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen.
(4) Thema und Aufgabenstellung der Diplomarbeit müssen so lauten, daß die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Einarbeitungsphase zurückgegeben werden. Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag der Prüfungsausschuß die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um höchstens drei Monate verlängern.
(2) Die Diplomarbeit ist von zwei Prüfern bzw. Prüferinnen aus dem Kreis der prüfungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bewerten. Einer der Prüfer bzw. Prüferinnen soll derjenige bzw. diejenige sein, der bzw. die das Thema der Diplomarbeit ausgegeben hat. Der zweite Prüfer bzw. die zweite Prüferin wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt und sollte bei einem Betreuer bzw. Betreuerin des Fachbereiches Physik ein Mitglied der Medizinischen Fakultät bzw. bei einem Betreuer bzw. Betreuerin der Medizinischen Fakultät ein Mitglied des Fachbereiches Physik sein. Der Betreuer bzw. die Betreuerin und der Kandidat bzw. die Kandidatin können den zweiten Prüfer bzw. die zweite Prüferin vorschlagen. Der zweite Prüfer bzw. Prüferin ist bereits bei der Vergabe der Diplomarbeit mit einzubeziehen und sollte in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Arbeit unterrichtet werden. Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten. Bei nicht übereinstimmender Beurteilung gilt § 13 Abs. 3. Der Prüfungsausschuß kann weitere Gutachter bzw. Gutachterinnen hinzuziehen, wenn ein Gutachten nicht ausreichend ist oder die Differenz in der Benotung größer als 2 ist.
(2) Die Diplomurkunde und das Zeugnis werden von dem Dekan bzw. der Dekanin des Fachbereichs Physik und von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereichs Physik versehen.
(1) Hat der Kandidat bzw. die Kandidatin bei einer Prüfung getäuscht, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuß nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kandidat bzw. die Kandidatin getäuscht hat, entsprechend berichtigt und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklärt werden.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat bzw. die Kandidatin hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird der Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat bzw. die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.
(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund der Täuschungshandlung für "nicht bestanden" erklärt wird. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Innerhalb eines Jahres nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten bzw. der Kandidatin auf Antrag Einsicht in seine bzw. ihre Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfenden und in die Prüfungsprotokolle gewährt.
Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Ministerialblatt des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft.

References: § 17
 § 2
 § 17
 § 3
 § 16
 § 34
 § 9
 § 11
 § 7
 § 13