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Timestamp: 2019-08-26 10:48:47+00:00

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BAG, 03.08.1982 - 3 AZR 503/79 - dejure.org
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BAG, 03.08.1982 - 3 AZR 503/79 (https://dejure.org/1982,89)
BAG, Entscheidung vom 03.08.1982 - 3 AZR 503/79 (https://dejure.org/1982,89)
BAG, Entscheidung vom 03. August 1982 - 3 AZR 503/79 (https://dejure.org/1982,89)
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Gewährung eines Schichtlohnzuschlags und Wechselschichtlohnzuschlags als Gegenstand einer Nebenabrede - Voraussetzungen für die Einordnung einer Vereinbarung als Nebenabrede - Voraussetzungen für die Bindung des Arbeitgebers an eine betriebliche Übung - Schriftformbedürftigkeit einer Nebenabrede
ArbG Nürnberg, 22.06.1978 - 8 Ca 165/78
LAG Nürnberg, 16.02.1979 - 5 Sa 73/78
BAGE 39, 271
AP BGB § 242 Betriebliche Übung Nr. 12
Mit dieser Begründung hat der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichts die Zusage von Trennungsentschädigung (…ebenso wie der Vierte Senat - BAGE 40, 126 ff., aaO) für eine Nebenabrede gehalten, während er die Übertragung zusätzlicher Reinigungsarbeiten auf Schulhausmeister die unter den Bezirkszusatztarifvertrag zum BAT für Schulhausmeister bei kommunalen Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen fielen (Urteil vom 12. Juli 1983 - 3 AZR 129/81 - AP Nr. 9 zu § 17 BAT), die Zahlung eines höheren Wechselschichtzuschlags anstelle des tariflich vorgeschriebenen Schichtzuschlags (BAGE 39, 271, 275 [BAG 03.08.1982 - 3 AZR 503/79], aaO) und die Anrechnung einer Pause auf die Arbeitszeit bei der Deutschen Bundespost (Urteil vom 8. März 1983 - 3 AZR 284/80 -, nicht zur Veröffentlichung vorgesehen) als Hauptabrede angesehen hat.
Entscheidend ist allein, ob der Arbeitnehmer aus dem Erklärungsverhalten des Arbeitgebers auf diesen Willen schließen durfte (…BAG Teil-Urteil vom 5. Februar 1971, BAGE 23, 213, 220 = AP, aaO.; BAG Urteil vom 3. August 1982, BAGE 39, 271, 276 = AP Nr. 12 zu § 242 BGB Betriebliche Übung).
Entscheidend ist deshalb ebenso wie bei einem sonstigen Erklärungsverhalten des Arbeitgebers allein, wie die Arbeitnehmer den objektiven Tatbestand der Betriebsübung nach allgemeinen Auslegungsgrundsätzen verstehen durften (vgl. z. B. BAG Urteile vom 5. Februar 1971 - 3 AZR 28/70 -, vom 3. August 1982 - 3 AZR 503/79 - und vom 29. November 1983 - 3 AZR 491/81 - AP Nr. 10, 12 und 15 zu § 242 BGB Betriebliche Übung, vom 30. Oktober 1984 - 3 AZR 236/82 - EzA § 242 BGB Betriebliche Übung Nr. 14; Senatsurteil vom 10. April 1985 - 5 AZR 36/83 - BAG 49, 31).
Das Bundesarbeitsgericht hat diese Folge aber dann nicht angenommen, wenn die Schriftformklausel Bestandteil einer tariflichen Regelung ist, die für einen nicht tarifgebundenen Arbeitnehmer einzelvertraglich übernommen worden ist (BAGE 37, 228, 234 ff. = AP Nr. 8 zu § 4 BAT; BAGE 39, 271, 274 [BAG 03.08.1982 - 3 AZR 503/79] = AP Nr. 12 zu § 242 BGB Betriebliche Übung, zu I 2 b der Gründe).
Hromadka ist allerdings zuzugeben, daß bei der Bewertung schematische Verallgemeinerungen zu vermeiden sind, vielmehr Art, Bedeutung und Begleitumstände der üblich gewordenen Leistung berücksichtigt werden müssen (NZA 1984, 241, 245; ebenso die Urteile des Senats BAG 39, 271 und vom 29. November 1983 - 3 AZR 491/81 - AP Nr. 12 und (demnächst) 15 zu § 242 BGB Betriebliche Übung).
Entscheidend ist, daß er den objektiven Tatbestand der betrieblichen Übung wissentlich herbeigeführt hat (BAG 23, 213, 220 = AP Nr. 10 zu § 242 BGB Betriebliche Übung, zu I 2 b der Gründe; zuletzt Urteil vom 3. August 1982 - 3 AZR 503/79 - zu II 2 der Gründe, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Ein solcher Anspruch kraft betrieblicher Übung entsteht regelmäßig bereits nach dreimaliger Zahlung, falls nicht besondere Umstände entgegenstehen bzw der Arbeitgeber einen Bindungswillen für die Zukunft ausgeschlossen hat (ua BAG AP Nr. 7 zu § 611 BGB Gratifikation; BAGE 39, 271, 276 = AP Nr. 12 zu § 242 BGB Betriebliche Übung;… Schaub, Arbeitsrechts-Handbuch, 9. Aufl, § 78 RdNr 24).
Selbst bei einer langjährigen Übung bedarf es für die Annahme, die Gewährung einer zusätzlichen Vergütung sei Vertragsbestandteil geworden, noch zusätzlicher Anhaltspunkte (BAGE 39, 271, 276 f. [BAG 03.08.1982 - 3 AZR 503/79] = AP Nr. 12 zu § 242 BGB Betriebliche Übung, zu II 2 der Gründe).
Eine betriebliche Übung erlangt keine bindende Wirkung, wenn tarifvertragliche Formvorschriften nicht eingehalten worden sind: stillschweigende Zusagen können keine weitergehenden Rechte begründen als ausdrückliche Zusagen (BAGE 35, 7, 14 [BAG 28.01.1981 - 4 AZR 869/78] = AP Nr. 3 zu § 19 TVArb Bundespost; BAGE 37, 228, 233 = AP Nr. 8 zu § 4 BAT; BAGE 39, 271, 273 [BAG 03.08.1982 - 3 AZR 503/79] = AP Nr. 12 zu § 242 BGB Betriebliche Übung, zu I 2 a der Gründe; BAGE 40, 126, 136 = AP Nr. 1 zu § 3 TVArb Bundespost, zu III 1 c der Gründe).
LAG Rheinland-Pfalz, 25.04.1985 - 5 Sa 160/85
Inlaufsetzung der Berufungsfrist im arbeitsgerichtlichen Verfahren; Bedeutung …
LAG Rheinland-Pfalz, 25.04.1985 - 5 Sa 169/85
Inlaufsetzung einer Berufungsbegründungsfrist; Bedeutung der Übersendung des …
LAG Rheinland-Pfalz, 11.03.1996 - 9 (11) Sa 1102/95
Anspruch auf Zahlung einer tariflichen Fahrtkosten- und Mehraufwandsabgeltung; …
LAG Rheinland-Pfalz, 11.03.1996 - 9 (11) Sa 1101/95
LAG Berlin, 03.07.1998 - 6 Sa 1/98
Gewährung einer Theaterbetriebszulage als übertarifliche Leistung
BAG, 31.05.1983 - 3 AZR 29/81

References: § 242
 § 17
 § 242
 § 242
 § 242
 § 4
 § 242
 § 242
 § 242
 § 611
 § 242
 § 78
 § 242
 § 19
 § 4
 § 242
 § 3