Source: https://www.mein-grundeinkommen.de/news/6cbFFrQp3O0K0cEsKKGkGe
Timestamp: 2018-08-18 23:56:04+00:00

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Stefan blickt auf sein Grundeinkommens-Jahr zurück | Gewinner*innen | News | Mein Grundeinkommen
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Stefan blickt auf sein Grundeinkommens-Jahr zurück
von Christian am 04.04.2017
Hilf uns das 201. Grundeinkommen zu finanzieren.
Stefan, der bis Januar 2017 Grundeinkommen erhielt, hat sich per Mail bei uns gemeldet, um sich nochmals zu bedanken und auf sein Jahr mit Grundeinkommen zurückzublicken. Er schreibt uns und euch:
Liebes Team von Mein Grundeinkommen, liebe Crowd,
mein BGE-Jahr ist nun vorbei. Es war ein schönes und beruhigendes Gefühl, jeden Monat die 1000 € auf dem Konto zu entdecken! Wobei es natürlich schon ein Unterschied ist, ob das BGE für eine zeitlich begrenzte Zeit gezahlt wird, oder für immer.
Mein ursprünglicher Plan war es, mit dem BGE teilweise einen zusätzlichen Mitarbeiter*in für mein Gärtnereiprojekt zu finanzieren, damit ich Freiräume bekomme, um an Fragestellungen des ökologischen Gemüseanbaus zu arbeiten. Das bedeutet, Versuche mit verschiedenen Bodenzusätzen anlegen, neue Methoden der Kulturführung ausprobieren usw.
Leider war das in dieser Form nicht möglich, da es nicht so einfach war, einen entsprechenden Menschen zu finden. Zum anderen traten in den Gemüsekulturen recht problematische Wurzelerkrankungen auf, die dazu führten, dass es einiges an Ernteausfällen gab, die wirtschaftlich ein Lücke auf dem Konto hinterließen. Da war das BGE natürlich eine große Hilfe, meine Mitarbeiter konnten so pünktlich Ihr Gehalt bekommen.
Durch diese Ausnahmesituation war ich andererseits aber gezwungen, mich einigen Fragestellungen der Pflanzengesundheit zu widmen und diesbezüglich verschiedenes auszuprobieren und Versuche anzulegen und auszuwerten. Diese zusätzliche Arbeit habe ich zusammen mit meiner Frau gemacht. Diese gemeinsame Arbeit an dem Projekten hat uns viel Freude bereitet.
Es sind auch interessante Ergebnisse daraus entstanden die sich schon bewähren konnten und in diesem Jahr im größeren Stil umgesetzt werden. Dadurch schauen wir gärtnerisch hoffnungsvoll in die Zukunft!
So wurde das BGE anders eingesetzt als geplant, hat aber trotzdem einen großen Nutzen gebracht.
Ich bin dankbar und froh das Grundeinkommen gewonnen zu haben. Ansonsten hat das BGE keine Änderungen in meinem Lebensgefühl verursacht, aber mich darin bestärkt, den Menschen Mut zu machen, möglichst bald das zu tun, wofür ihr Feuer brennt und nicht erst aufs BGE oder sonstiges zu warten.
am 14.4.2017, um 19:18 Uhr
Mein Mann und ich sind auch selbständig, seit dem letztem Jahr Bio zertifiziert, was wir uns eigentlich nicht leisten konnten, aber wichtig fanden. Der Naturgarten, die Streuobstwiese und alle Events im Garten und im Galerieraum werden schon lange im ökologischen und biologischen Sinne von uns betrieben, und jetzt ist es auch nach aussen sichtbar. Wir hoffen auch sehr, dass uns das Glück "küsst" und wir ein Grundeinkommen gewinnen. Es sind so tolle Geschichten, die schon dadurch zustande kamen ... die Arbeit geht dann mit einer Leichtigkeit von der Hand ... immer dem Geld mit den Gedanken hinterher hängen bremst aus.
Hoffentlich geht es bei Dir, Stefan gut weiter ... auch ohne Grundeinkommen. Ich wünsche Euch Glück, Erfolg und Durchhaltevermögen.
am 4.4.2017, um 17:30 Uhr
Super, dass man mit Grundeinkommen nicht sofort in existentielle Ängste verfallen muss, wenn unvorhergesehene Ereignisse mal die Finanzen überstrapazieren. Wenn ich mir überlege, in welchem Maße Geldsorgen meine Gedanken bestimmen... Es wäre so schön, wenn man sich zumindest um die Existenz keine Sorgen mehr machen müsste. Man hat doch so schon genug Herausforderungen im Leben und da hat man kaum Kraft für, wenn Existenzängste einen permanent ausbremsen.
Tamara Laux
am 4.4.2017, um 15:47 Uhr
Ich bin selber selbständige Gärtnerin und finde niemanden, der auch nur annähernd arbeitsfähig und arbeitswillens ist. Angeblich brauchen alle immer Geld, aber wenn sie dann malochen sollen: Kannst du mich abholen, habe kein Auto, steht man unten und wartet, heißt es: ich muss erst noch meinen Kaffee trinken. Sind sie dann endlich im Wagen, müssen sie noch Kippen kaufen, die sie dann in den Beeten rauchen...kiffen, die Arbeit nicht sehen, rumstehen, 5 Tassen Kaffee trinken und in die Luft gucken, aber am Ende des Tages halten sie die Hand auf. Da arbeite ich lieber allein und würde mich über ein Grundeinkommen tierisch freuen, weil ich damit die anstrengenden Arbeiten runterfahren könnte. Das wäre eine wahnsinns Erleichterung. Rein körperlich schon und vom laaaangen winter brauche ich unter Gärtnern wohl kein Wort verlieren...Bitte, bitte Grundeinkommen, komm schnellllll!!!!!!!

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