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Timestamp: 2019-08-24 20:32:07+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt Kultusministerium | Verwaltungsvorschrift (Sachsen-Anhalt) | Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über Berufsbildende Schulen | i. d. F. v. 23.06.2019 | gültig ab 01.08.2019
28.710 | Rechtsgebiete gesamt
3.798 | Sozialrecht
20.466 | Verwaltungsrecht
2.686 | Zivil- und Zivilprozessrecht
Aktenzeichen: 22-80006
Erlassdatum: 11.07.2015
Fassung vom: 23.06.2019
Fundstelle: SVBl. LSA. 2015, 146, ber. S. 247
Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über Berufsbildende Schulen
2. Schulformübergreifende Vorschriften für die Ausbildung
2.1 Bildungsgangteams
2.2 Handlungsorientierter Unterricht
2.3 Unterricht in Vollzeit- und Teilzeitform
2.4 Klassenübergreifender Unterricht
2.5 Profilfächer und Profillernfelder
2.6 Verteilung der Unterrichtsstunden
2.7 Jahresstundenzahl für mehrere Fächer, Lernfelder oder Lerngebiete
2.8 Teilung von Klassen
2.9 Praktische Ausbildung in vollzeitschulischen Bildungsgängen
3. Schulformspezifische Vorschriften, Stundentafeln und praktische Ausbildung
3.2 Berufsfachschule ohne beruflichen Abschluss und Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss
3.3 Berufsfachschule für Gesundheitsfachberufe
3.4 Fachoberschule
3.5 Berufliches Gymnasium
3.6 Fachschule
4. Ergänzender Hinweis
RdErl. des MK vom 11. 7. 2015 – 22-80006
Fundstelle: SVBl. LSA 2015, S. 146, ber. S. 247
Zuletzt geändert durch RdErl. des MB vom 23.06.2019 (SVBl. LSA 2019, S. 141)
Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO) vom 10. 7. 2015
(GVBl. LSA S. 322)
RdErl. des MK vom 14. 10. 2004 (SVBl. LSA S. 353), zuletzt geändert
durch RdErl. vom 25. 7. 2014 (SVBl. LSA S. 147)
RdErl. des MK vom 29. 8. 1997 (SVBl. LSA S. 321), zuletzt geändert
durch RdErl. vom 30. 7. 2003 (SVBl. LSA S. 215)
1.1 Dieser RdErl. regelt in Nummer 2 die schulformübergreifenden Vorschriften und in Nummer 3 die schulformspezifischen Vorschriften, Stundentafeln und die praktische Ausbildung für die Schulformen
Berufsschule unter Nummer 3.1,
Berufsfachschule ohne beruflichen und mit beruflichem Abschluss unter Nummer 3.2,
Berufsfachschule für Gesundheitsfachberufe unter Nummer 3.3,
Fachoberschule unter Nummer 3.4,
Berufliches Gymnasium unter Nummer 3.5 und
Fachschule unter Nummer 3.6.
1.2 Für die Bildung von Klassen gelten die schulformspezifischen Vorschriften in Nummer 3 sowie die Regelungen
der Verordnung zur Klassenbildung und zur Aufnahme an den berufsbildenden Schulen vom 27. 3. 2006 (GVBl. LSA S. 166), geändert durch Verordnung vom 5. 4. 2011 (GVBl. LSA S. 558), in der jeweils geltenden Fassung,
des RdErl. des MK über Ergänzende Regelungen zur Klassenbildung an den berufsbildenden Schulen vom 27. 5. 2015 (SVBl. LSA S. 119), geändert durch RdErl. des MB vom 15. 5. 2018 (SVBl. LSA S. 93) in der jeweils geltenden Fassung sowie
des RdErl. des MK über die Unterrichtsorganisation an den öffentlichen berufsbildenden Schulen ab Schuljahr 2015/2016 vom 11. 7. 2015 (SVBl. LSA S. 186), geändert durch RdErl. des MB vom 23. 11. 2018 (SVBl. LSA 2019 S. 2), in der jeweils geltenden Fassung.
1.3 Zur kontinuierlichen Qualitätssicherung sind die berufsbildenden Schulen gemäß § 11a Abs. 1 des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt verpflichtet, ein ganzheitliches Qualitätsmanagement zu etablieren.
Schulformübergreifende Vorschriften für die Ausbildung
Bildungsgangteams
Für jeden Bildungsgang werden Bildungsgangteams gebildet, denen alle Lehrkräfte des berufsbezogenen oder des fachrichtungsbezogenen Unterrichts verpflichtend angehören. Die Lehrkräfte des berufs- oder des fachrichtungsübergreifenden Lernbereichs sollen einbezogen werden. Das Bildungsgangteam entwickelt auf der Grundlage der jeweils geltenden Rahmenrichtlinien, Fachrichtungslehrpläne, Lehrpläne, Curricula oder Rahmenlehrpläne der Kultusministerkonferenz (KMK-Rahmenlehrpläne) die didaktische Jahresplanung und die Vorschläge für die schulorganisatorische Umsetzung des berufs- oder des fachrichtungsbezogenen Unterrichts. Diese beinhalten
die Erarbeitung von Lernsituationen,
Aussagen zur Leistungsbewertung und -beurteilung,
den Lehrkräfteeinsatz,
den Lehr- und Lernmitteleinsatz und
Das Bildungsgangteam kann darüber hinaus Vorschläge für Projekttage unterbreiten. Die Lehrkräfte des berufsübergreifenden oder des fachrichtungsübergreifenden Lernbereichs erstellen didaktische Jahresplanungen für ihre Fächer entsprechend.
Der Unterricht ist nach dem didaktischen Prinzip der Handlungsorientierung durchzuführen. Berufsbezogene Projektarbeit ist dabei zu berücksichtigen.
Unterricht in Vollzeit- und Teilzeitform
In den Stundentafeln wird die Zahl der zu erteilenden Unterrichtsstunden grundsätzlich in den jeweiligen Bildungsgängen in Vollzeitform angegeben. Soweit dies pädagogisch und schulorganisatorisch möglich ist, können die Bildungsgänge auch in Teilzeitform geführt werden. In dem Fall sind, soweit nicht besonders geregelt, die für den Unterricht in Vollzeitform insgesamt vorgeschriebenen Unterrichtsstunden auf die Dauer der Teilzeitausbildung umzurechnen. Diese Regelungen gelten nicht für die Berufsschule und das Berufliches Gymnasium.
Zur Erweiterung des Unterrichtsangebotes wie auch zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler kann eine flexible Unterrichtsorganisation hilfreich sein. Aus diesem Grund wird es den Schulen ermöglicht, klassenübergreifenden Unterricht in Fächern oder identischen Lernfeldern einzurichten.
Profilfächer und Profillernfelder
Sofern Bildungsgänge Profilfächer und Profillernfelder vorsehen, sind diese in den Stundentafeln durch Unterstreichung gekennzeichnet.
Die in den Stundentafeln aufgeführten Jahresstunden stellen Richtwerte auf der Basis einer Planung von 40 Schulwochen dar. Bei mehrjährigen Bildungsgängen können diese Stunden auf die Schuljahre anders verteilt werden, wenn die Bildungsgänge mindestens zwei Schuljahre oder über die gesamte Ausbildungsdauer am gleichen Schulstandort geführt werden. Dabei dürfen jedoch die für ein Fach oder Lernfeld während des Bildungsgangs insgesamt vorgesehenen Unterrichtsstunden nicht verändert werden.
Jahresstundenzahl für mehrere Fächer, Lernfelder oder Lerngebiete
Wird die Jahresstundenzahl für mehrere Fächer, Lernfelder oder Lerngebiete gemeinsam ausgewiesen, legt die Schule entsprechend den schulfachlichen Erfordernissen und den einschlägigen Rahmenrichtlinien, Fachrichtungslehrplänen, Lehrplänen, Curricula oder KMK-Rahmenlehrplänen die Stundenanteile für die einzelnen Fächer, Lernfelder oder Lerngebiete fest.
Teilung von Klassen
Sofern in den Stundentafeln mit der Fußnote „*)“ gekennzeichnete Fächer oder Lernfelder ausgewiesen sind, können die Klassen geteilt werden. Die Teilungsstunden regelt der in Nummer 1.2 Buchst. c genannte RdErl. In den übrigen Fächern oder Lernfeldern kann die Klasse nur geteilt werden bei Übungen, die in der Stundentafel vorgesehen sind, sofern dies pädagogisch notwendig und schulorganisatorisch möglich ist.
Praktische Ausbildung in vollzeitschulischen Bildungsgängen
Die praktische Ausbildung ist eine schulische Veranstaltung, die in die langfristige Unterrichtsplanung einzubeziehen ist und in rechtlicher und organisatorischer Verantwortung der berufsbildenden Schule durchgeführt wird. Ort und Zeitpunkt der in den Stundentafeln vorgesehenen praktischen Ausbildung regelt die Schule. Für die Zeit der praktischen Ausbildung ist die jeweilige Praxiseinrichtung Unterrichtsort. Die Schule sorgt für eine ausreichende Zahl von Praxiseinrichtungen. Die Praxiseinrichtung soll grundsätzlich im Tagespendelbereich erreichbar sein.
Vor Beginn der praktischen Ausbildung sind die Schülerinnen und Schüler in den Grundsätzen der Unfallverhütung zu unterweisen und über die Beachtung der Schweigepflicht zu belehren. Die Unterweisung und die Belehrung sind zu dokumentieren. Während der praktischen Ausbildung werden die Schülerinnen und Schüler von Lehrkräften des berufs- oder fachrichtungsbezogenen Unterrichts des jeweiligen Bildungsgangs in den Praxiseinrichtungen betreut. Die Schülerinnen und Schüler sind zur regelmäßigen Teilnahme an der praktischen Ausbildung verpflichtet. Versäumnisse sind gemäß § 3 Abs. 4 und 5 BbS-VO nachzuholen.
Nach Abschluss der praktischen Ausbildung haben die Schülerinnen und Schüler der Schule einen Bericht über ihre praktische Ausbildung vorzulegen, sofern keine abweichenden Regelungen schulformspezifisch getroffen wurden.
Praktische Ausbildung in der Europäischen Union
Die praktische Ausbildung kann auch in den Ländern der Europäischen Union (EU) durchgeführt werden, sofern die Schülerinnen und Schüler über entsprechende Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Die Dauer soll vier Wochen nicht überschreiten. Ein Antrag auf praktische Ausbildung in diesen Ländern ist von der Schulleiterin oder dem Schulleiter auf dem Dienstweg zwölf Wochen vor Beginn der praktischen Ausbildung beim Landesschulamt zu stellen. Die Schule informiert die Personensorgeberechtigten oder die volljährigen Schülerinnen und Schüler, dass diese vor Beginn der praktischen Ausbildung eine private Unfall-, Haftpflicht- und Auslandskrankenversicherung abschließen müssen.
Schulformspezifische Vorschriften, Stundentafeln und praktische Ausbildung
Schulformspezifische Vorschriften
Den Schulen ist freigestellt, die Stunden als Teilzeitunterricht zu planen oder nach Abstimmung mit den an der Berufsausbildung Beteiligten als Vollzeitunterricht in zusammenhängenden Teilabschnitten (Turnus- oder Blockunterricht) zu erteilen. An einer Schule können mehrere Organisationsformen geführt werden.
Soweit hierüber keine landesweite Regelung getroffen ist, stimmen sich Schule und Betrieb bei der Organisationsform Turnus- oder Blockunterricht im Rahmen der schulpädagogischen und schulorganisatorischen Möglichkeiten miteinander ab. Für den Berufsschulunterricht in Blockform beträgt der Unterrichtsumfang in der Regel 13 Schulwochen pro Schuljahr mit jeweils 37 Unterrichtsstunden.
Ein Unterrichtstag soll für Schülerinnen und Schüler in der Regel nicht mehr als acht Unterrichtsstunden umfassen. Halbe Unterrichtstage sind nicht vorzusehen.
Die Stundenanteile für die einzelnen Fächer, Lernfelder oder Lerngebiete bestimmen sich nach den Erfordernissen der KMK-Rahmenlehrpläne oder nach den Rahmenrichtlinien.
Der Umfang des Berufsschulunterrichts beträgt durchschnittlich 12 Unterrichtsstunden je Schulwoche, soweit durch die oberste Schulbehörde für einzelne Ausbildungsberufe nicht besondere Regelungen erlassen werden.
Zusatzangebote zum Erwerb der Fachhochschulreife
Zur Vorbereitung auf die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife können nach den Vorgaben des § 9 Abs. 3 BbS-VO Zusatzangebote eingerichtet werden.
Verfahren zur Einbeziehung der Berufsschulabschlussnote in das Kammerzeugnis
Nach dem Berufsbildungsgesetz vom 23. 3. 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 149 des Gesetzes vom 29. 3. 2017 (BGBl. I S. 626, 648), in der jeweils geltenden Fassung, und der Handwerksordnung in der Fassung der Bek. vom 24. 9. 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 30. 6. 2017 (BGBl. I S. 2143, 2144), in der jeweils geltenden Fassung, haben Schülerinnen und Schüler das Recht, das Ergebnis der berufsschulischen Leistungsfeststellungen auf dem Kammerzeugnis ausweisen zu lassen. Dies ist bei den zuständigen Kammern zu beantragen. Eine Lehrkraft des berufsbezogenen Unterrichts aus dem Bildungsgangteam weist die Schülerinnen und Schüler auf dieses Recht hin und übermittelt den zuständigen Kammern die entsprechenden Anträge so rechtzeitig, dass die Eintragung der Berufsschulabschlussnote auf dem Kammerzeugnis erfolgen kann.
Stundentafeln für Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung
Rahmenstundentafel für die Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung
2. Aus-
mind. 960
Berufstheorie1)
280 bis 320
840 bis 960
Wahlpflichtangebote2)
Die Schulen können für ausgewählte Ausbildungsberufe, insbesondere im Berufsbereich Wirtschaft und Verwaltung im Rahmen der Gesamtstunden auch Fremdsprachenunterricht anbieten, sofern die personellen Voraussetzungen gegeben sind.
Die verbindlichen Vorgaben der KMK-Rahmenlehrpläne sind einzuhalten.
Die Angebote sind zu benennen und im Zeugnis auszuweisen. Die Bewertung erfolgt gemäß § 15 Abs. 6 und 7 BbS-VO.
Bei dreieinhalbjährigen Ausbildungen beträgt die Stundenzahl für das vierte Ausbildungsjahr 240 Unterrichtsstunden (20 Unterrichtswochen).
Stundentafeln für Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung, die bisher nicht nach Lernfeldern strukturiert sind
Die Stundentafeln richten sich nach den in den KMK-Rahmenlehrplänen festgelegten Zeitrichtwerten für die Lernbereiche in den jeweiligen Bildungsgängen sowie nach Teil B Nummer 2 des Bezugs-RdErl. zu c.
Berufsfachschule ohne beruflichen Abschluss und Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss
Die schulformspezifischen Vorschriften sowie die Stundentafeln und Ausführungen zur praktischen Ausbildung sind gemäß der folgenden Übersicht gegliedert:
Stundentafeln und praktische Ausbildung
Berufsfachschule ohne beruflichen Abschluss – Fachrichtung Sozialpflege
Berufsfachschule ohne beruflichen Abschluss – Fachrichtung Technik, Schwerpunkte Bautechnik, Elektrotechnik, Holztechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Metalltechnik sowie Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik
Einjährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Altenpflegehilfe
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Kaufmännische Assistenz für Fremdsprachen und Korrespondenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Kaufmännische Assistenz für Bürowirtschaft
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Kaufmännische Assistenz für Informationsverarbeitung
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Assistenz für Tourismus, Schwerpunkt Touristik
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Biologisch-technische Assistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Chemisch-technische Assistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Elektrotechnische Assistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Informationstechnische Assistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Gestaltungstechnische Assistenz, Schwerpunkt Mode/Design
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Gestaltungstechnische Assistenz, Schwerpunkt Grafik/Design
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Gestaltungstechnische Assistenz, Schwerpunkt Medien/Kommunikation
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Medientechnische Assistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Sozialassistenz
Zweijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Kinderpflege
Dreijährige Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss – Fachrichtung Assistenz für Ernährung und Versorgung, Schwerpunkt Hauswirtschaft und Familienpflege
Zur Vorbereitung auf die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife gemäß den Vorgaben des § 9 Abs. 3 BbS-VO können Zusatzangebote in den Bildungsgängen der Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss eingerichtet werden. Dies gilt nicht für die Nummern 3.2.2.17 und 3.2.2.18.
Betreuung der praktischen Ausbildung durch Lehrkräfte
Während der praktischen Ausbildung in den Bildungsgängen der Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler durch Lehrkräfte des berufsbezogenen oder fachrichtungsbezogenen Lernbereichs zu betreuen.
Unterrichtsfächer/Lernfelder
2 080 (400 FP*)2))
Lernfelder1):
Berufliche Perspektive entwickeln
Personen in ihrer Lebensraum- und Tagesgestaltung begleiten
320 bis 360
360 bis 400
Personen bei der Ernährung in verschiedenen Lebenssituationen unterstützen
200 bis 240
Wirtschaftliche Abläufe erkennen und mitgestalten
120 bis 160
Wahlpflichtangebote3)
Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 möglich.
Die aufgeführten Jahresstunden stellen Richtwerte auf der Basis einer Planung von 40 Schulwochen je Schuljahr dar. Sie reduzieren sich um den Anteil der während der 40 Schulwochen durchgeführten Praktika.
Die Angebote sind zu benennen und im Zeugnis auszuweisen. Die Bewertung erfolgt gemäß § 22 Abs. 2 und 3 BbS-VO.
Während der Ausbildung wird in beiden Ausbildungsjahren jeweils ein Praktikum im Umfang von vier Wochen (160 Stunden) in geeigneten Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Sozialpädagogik, des Sozialwesens oder der Altenpflege durchgeführt, das von Lehrkräften der zweijährigen Berufsfachschule – Fachrichtung Sozialpflege – betreut wird. Für die Betreuung ist für vier Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Einjährige Berufsfachschule ohne beruflichen Abschluss – Fachrichtung Technik
Angewandte Naturwissenschaften1)
Technik – Theorie3)
Technik – Fachpraxis*)3)
Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 möglich
In diesen Fächern sind die Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss zu erbringen.
Das Praktikum kann gemäß § 48 BbS-VO erweitert werden.
Die Inhalte sind entsprechend den schulischen Rahmenbedingungen auf einen Schwerpunkt oder mehrere Schwerpunkte auszurichten. Sie orientieren sich an den Vorgaben des Curriculums der zweijährigen Berufsfachschule Technik.
Schwerpunkt Bautechnik4)
Lernfelder Fachtheorie
Lernfelder Fachpraxis
Herstellen eines Geräteschuppens
Schwerpunkt: Elektrotechnik4)
Steuerungen realisieren und ändern
Elektrische Geräte herstellen und in Stand setzen
Schwerpunkt Holztechnik4)
Schwerpunkt: Kraftfahrzeugtechnik4)
Diagnose an Antriebs- und Kraftübertragungskomponenten
Schäden an Fahrwerks- und Bremssystemen in Stand setzen
Schwerpunkt: Metalltechnik4)
Schwerpunkt: Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik4)
Die Inhalte der Lernfelder orientieren sich an den KMK-Rahmenlehrplänen des gewählten Schwerpunktes. Alle Lernfelder des jeweiligen Schwerpunktes sind Profillernfelder.
Während der Ausbildung wird jeweils ein Praktikum im Umfang von vier Wochen (160 Stunden) in geeigneten Einrichtungen durchgeführt, das von Lehrkräften der Berufsfachschule – Fachrichtung Technik – betreut wird. Für die Betreuung ist für vier Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Handlungsfelder/Lernfelder1)
Berufliches Selbstverständnis unter Berücksichtigung rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen entwickeln2) 7)
Alte Menschen bei der Bewältigung von Lebens- und Glaubensfragen kultursensibel unterstützen2) 7)
Alte Menschen in der Lebensraum- und Tagesgestaltung begleiten3) 4) 7)
Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken und Maßnahmen dokumentieren5)
Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen3) 4) 6) 7)
In den Zeugnissen sind die Lernfelder zu benoten.
darin enthalten Sozialkunde
darin enthalten Deutsch
darin enthalten Sport
Davon sind 20 Stunden Übungen. Eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 ist möglich.
Davon sind 200 Stunden Übungsanteil. Eine Klassenteilung ist in Höhe des Übungsanteils gemäß Nummer 2.8 möglich.
Die in den Fußnoten 2, 3 und 4 anteilig enthaltenen Inhalte der Fächer Sozialkunde, Deutsch und Sport mit insgesamt jeweils 40 Stunden werden von den Fachlehrkräften unterrichtet, die bisher diese Fächer des berufsübergreifenden Lernbereichs unterrichtet haben.
Die praktische Ausbildung umfasst 852 Stunden in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Davon entfallen 52 Stunden auf die Ferien oder die unterrichtsfreie Zeit. Der Zeitpunkt für die praktische Ausbildung sowie die Dauer je Praxiseinrichtung werden von der Berufsfachschule festgesetzt. Während der Ausbildung, die durch die Berufsfachschule begleitet wird, sind 160 Stunden in ambulanten Pflegeeinrichtungen abzuleisten. Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Lehrkräften der Schule zu betreuen, ausgenommen von der Betreuung sind Lehrkräfte der allgemeinbildenden Fächer. Dabei ist für vier Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen. Die praktische Ausbildung in der unterrichtsfreien Zeit wird nicht betreut.
Die praktische Ausbildung im Bereich der Altenpflegehilfe erfolgt in Praxiseinrichtungen nach Maßgabe folgender Zielstellungen:
Kennenlernen des Praxisfeldes unter Berücksichtigung institutioneller und rechtlicher Rahmenbedingungen und fachlicher Konzepte,
Mitarbeit bei der Pflege alter Menschen einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung und Mitwirkung bei ärztlicher Diagnostik und Therapie unter Anleitung,
Übernehmen selbstständiger Teilaufgaben entsprechend dem Ausbildungsstand in der Pflege alter Menschen.
Nach Abschluss der praktischen Ausbildung haben die Schülerinnen und Schüler bei der Schule einen Bericht über ihre Tätigkeit und eine Bescheinigung der Praxiseinrichtung über die Durchführung der praktischen Ausbildung einzureichen.
Während der Ausbildung mit Teilzeitunterricht werden die Schülerinnen und Schüler bei ihrer praktischen Ausbildung durch Lehrkräfte der Berufsfachschule angeleitet. Dafür ist für vier Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule mit Teilzeitunterricht fertigen am Ende eines jeden Schulhalbjahres einen Bericht über ihre praktische Ausbildung, den sie in der Schule einreichen.
Auf dem Abschlusszeugnis ist die Note für die „Praktische Ausbildung“ als Ergebnis der Vornote und der fachpraktischen Prüfung auszuweisen. Gegebenenfalls ist die Note für die mündliche Prüfung einzubeziehen.
Berufsbezogener Lernbereich1)
Zweite Fremdsprache2) Französisch, Spanisch, Russisch oder Italienisch
Trainingsfirma1)
Textverarbeitung3)
Kurzschrift3)
Aus den Fächern des berufsbezogenen Lernbereichs sollen während des Bildungsgangs bis zu 200 Stunden Übungen im Lernbüro durchgeführt werden. Eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 ist möglich.
Als zweite Fremdsprache darf grundsätzlich pro Klasse nur eine Fremdsprache angeboten werden. An Standorten, an denen dieser Bildungsgang nur einzügig geführt wird, darf Unterricht in einer weiteren zweiten Fremdsprache erteilt werden, wenn am Unterricht in der jeweiligen Fremdsprache mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler teilnehmen.
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in Betrieben der Wirtschaft und Verwaltung im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Kaufmännische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Betriebs- und Volkswirtschafts-lehre
Bürokommunikation/Datenverarbeitung
Trainingsfirma*)
Textverarbeitung1)
Kurzschrift1)
Systemanalyse/Systementwicklung
Rechnungswesen/Mathematik
Dritte Fremdsprache1)
Reise- und Vertragsrecht
Kultur- und Reiseverkehrsgeografie
Reiseverkehrskommunikation/Datenverarbeitung
Touristikmanagement und -marketing
Französisch, Russisch, Spanisch, Italienisch. Die Schule wählt nach ihren schulorganisatorischen Möglichkeiten zwei dieser Fremdsprachen aus.
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in touristischen Betrieben im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Assistenz für Tourismus betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Chemisches Praktikum*) 1)
Bioanalytisches Praktikum*) 1)
Biologisch-histologisches Praktikum*) 1)
Mikrobiologisches und biochemisches Praktikum*) 1)
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Biologisch-technische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
(560 FP)1)
Stoffgemische herstellen und trennen
Struktur, Eigenschaften und Reaktionen anorganischer Stoffe untersuchen
Struktur, Eigenschaften und Reaktionen organischer Stoffe untersuchen
Präparate synthetisieren, reinigen und prüfen
Stoffe qualitativ und quantitativ untersuchen
Stoffe spektroskopisch analysieren und identifizieren
Stoffe elektrochemisch analysieren
Stoffe chromatografisch trennen
Technische Analysen durchführen
Gefahrstoffverordnung anwenden und Qualitätssicherung umsetzen
insbesondere mikrobiologische und biochemische Arbeiten durchführen
Die in Klammern gesetzten Unterrichtsstunden weisen den Anteil an fachpraktischem Unterricht (FP) aus, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 ist möglich.
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Chemisch-technische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
(80 FP)1)
Elektrotechnische Schaltungen messtechnisch untersuchen und beurteilen
Gebäudeinstallationen planen und realisieren
Steuerungen planen und realisieren
Hard- und Softwaresysteme analysieren und anwenden
Energietechnische Systeme und Anlagen analysieren, beurteilen und in Betrieb nehmen
Elektronische Bauelemente und Schaltungen analysieren und realisieren
Schutzmaßnahmen in elektrotechnischen Anlagen untersuchen und beurteilen
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Elektrotechnische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Wirtschafts- und Geschäftsprozesse analysieren
Technische Grundlagen der Informationsverarbeitung kennenlernen und anwenden
Informationen aufbereiten und präsentieren
Einfache IT-Systeme analysieren und aufbauen
IT-Systeme vernetzen und administrieren
Programme strukturiert und objektorientiert entwickeln und anpassen
Datenbanken entwickeln und anpassen
Messen, Steuern und Regeln in technischen Prozessen
Mikrocontroller in technische Prozesse einbinden
Technische Prozesse binär steuern
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Informationstechnische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
(540 FP)1)
Gestaltung/Design- und Kunstgeschichte
Technologische Verfahren erkunden und anwenden
Marketingstrategien entwickeln, Projekte planen und durchführen
Objekte fotografisch darstellen und gestalten
Modeprodukte gestalten
Modeprodukte fertigen
Objekte künstlerisch darstellen und gestalten
Modegrafiken gestalten
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in Werbeagenturen, PR-Agenturen, Druckereien, Verlagen und Handelsunternehmen im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Gestaltungstechnische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
(480 FP)1)
Objekte digital flächig und räumlich darstellen
Printprodukte gestalten
Schriftgrafiken gestalten
Audiovisuelle Produkte gestalten
Ausstellungen und Objekte gestalten
Den Berufsbereich Medientechnik erkunden und präsentieren
Produktionsabläufe organisieren und Medienprodukte kalkulieren
Bildtechnische Mess- und Übertragungsverfahren anwenden
Tontechnische Mess- und Übertragungsverfahren anwenden
Onlineprodukte konzipieren und realisieren
Videoprodukte konzipieren und realisieren
Multimediaprodukte konzipieren und präsentieren
Einen Eventaufbau konzipieren und realisieren
z. B. 2 D/3 D-Animationen konzipieren und realisieren
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in einschlägigen Betrieben der Audio-/Videotechnik und Veranstaltungstechnik im Umfang von insgesamt vier Wochen (160 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Medientechnische Assistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
1 400 (720)1)
240 bis 280
180 bis 2002)
200 bis 2203)
260 bis 3004)
160 bis 200*)
8005)
Übungsanteil 80 Stunden, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 in Höhe des Übungsanteil ist möglich.
Übungsanteil 120 Stunden, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 in Höhe des Übungsanteil ist möglich.
Übungsanteil 160 Stunden, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 in Höhe des Übungsanteil ist möglich.
Die praktische Ausbildung wird mit einem Gesamtumfang von 800 Stunden durchgeführt, davon in Klasse I 200 Stunden.
Während des Bildungsgangs wird eine praktische Ausbildung im Umfang von 800 Stunden in geeigneten Einrichtungen durchgeführt, die von den Lehrkräften der Berufsfachschule Sozialassistenz betreut wird. Für die Betreuung ist für drei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
(200 FP)1)
Während der Ausbildung an der Berufsfachschule wird zusätzlich eine praktische Ausbildung von insgesamt acht Wochen (320 Stunden) durchgeführt, die von Lehrkräften der Berufsfachschule Kinderpflege betreut wird. Für die Betreuung ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen. Die praktische Ausbildung ist in zwei Blöcken von je vier Wochen, verteilt auf die Klassen I und II, durchzuführen. Diese zwei Blöcke sind in einer sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Einrichtung des Elementarbereichs in zwei Altersgruppen vorzusehen.
Fachpraxis Sozialpflege1) 2)
Fachpraxis Hauswirtschaft1) 2)
Übungsanteil 400 Stunden, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 in Höhe des Übungsanteils ist möglich.
Während des Bildungsgangs wird zusätzlich ein Praktikum in Klasse I im Umfang von vier Wochen und in den Klassen II und III von jeweils acht Wochen (insgesamt 800 Stunden) in geeigneten Einrichtungen durchgeführt, das von Lehrkräften der Berufsfachschule Assistenz für Ernährung und Versorgung betreut wird. Für die Betreuung ist in Klasse I für zwei Schülerinnen oder Schüler und in den Klassen II und III für vier Schülerinnen oder Schüler eine Unterrichtsstunde pro Woche vorzusehen.
Berufsfachschule Diätassistenz
Berufsfachschule Masseurin und medizinische Bademeisterin/Masseur und medizinischer Bademeister
Berufsfachschule Medizinisch-technische Assistenz
Berufsfachschule Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz
Berufsfachschule Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik
Berufsfachschule Pharmazeutisch-technische Assistenz
In den Stundentafeln wird die Zahl der zu erteilenden Unterrichtsstunden in den jeweiligen Bildungsgängen grundsätzlich in Vollzeitform angegeben. Soweit dies pädagogisch und schulorganisatorisch möglich ist, kann die Berufsfachschule Altenpflege auch in Teilzeitform geführt werden. Das Landesschulamt entscheidet hierüber auf Antrag.
Zur Vorbereitung auf die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife können gemäß den Vorgaben des § 9 Abs. 3 BbS-VO Zusatzangebote eingerichtet werden.
Die in den Stundentafeln der jeweiligen Bildungsgänge ausgewiesene Gesamtsumme der für die einzelnen Fächer oder Lernfelder festgelegten Jahresstunden sind entsprechend den bundesrechtlichen Vorgaben zu realisieren.
Allgemeine Regelungen zur praktischen Ausbildung
Für die praktische Ausbildung gelten die Regelungen der Nummern 2.9.1 und 2.9.2.
Soweit Regelungen nach Ausbildungsjahren in einzelnen Bildungsgängen getroffen worden sind, handelt es sich um Empfehlungen. Die praktische Ausbildung insgesamt muss entsprechend den bundesrechtlichen Regelungen gewährleistet sein. Für die Zeit der Praxisausbildung ist die jeweilige Praxiseinrichtung Unterrichtsort. Die Schule sorgt für eine ausreichende Zahl von Praxisstellen in den in den Nummern 3.3.2.2 bis 3.3.2.8 genannten Bildungsgängen und erstellt in Zusammenarbeit mit der Praxiseinrichtung und den Schülerinnen und Schülern einen Ausbildungsplan. Die praktische Ausbildung außerhalb des Landes Sachsen-Anhalt ist in Einzelfällen in angrenzenden Bundesländern im Rahmen des Tagespendelbereiches möglich.
Die Verlängerung der Ausbildung um Fehlzeiten richtet sich nach den bundesrechtlichen Vorschriften.
Nach Abschluss der praktischen Ausbildung haben die Schülerinnen und Schüler nach bundesrechtlichen Vorgaben eine Bescheinigung der Praxiseinrichtung über die Durchführung der praktischen Ausbildung bei der Schule einzureichen.
Unterrichtsfächer/Handlungsfelder/Lernfelder1)
Jahresstunden2)
Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen3)
Praktische Ausbildung4)
Theoretischer und fachpraktischer Unterricht4)
Im Jahreszeugnis sowie im Abschluss- oder Abgangszeugnis sind die Lernfelder zu benoten.
bei durchschnittlich 20 Wochen Unterricht pro Jahr
Davon 400 Stunden pflegerelevante Grundlagen und 320 Stunden fachpraktischer Unterricht, für den eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 möglich ist.
für den gesamten Bildungsgang
Die praktische Ausbildung umfasst 2 500 Stunden. Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Lehrkräften der Schule zu betreuen, die in den Lernfeldern unterrichten. Dabei ist für vier Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
Die praktische Ausbildung im Bereich der Altenpflege erfolgt in geeigneten Einrichtungen der Praxis nach Maßgabe folgender Zielstellungen:
Mitarbeiten bei der umfassenden und geplanten Pflege alter Menschen einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung und mitwirken bei ärztlicher Diagnostik und Therapie unter Anleitung,
Übernehmen selbstständiger Teilaufgaben entsprechend dem Ausbildungsstand in der umfassenden und geplanten Pflege alter Menschen einschließlich Beratung, Begleitung und Betreuung und mitwirken bei ärztlicher Diagnostik und Therapie unter Aufsicht,
Übernehmen selbstständiger Projektaufgaben, zum Beispiel bei der Tagesgestaltung oder bei der Gestaltung der häuslichen Pflegesituation und
102) 3)
Grundlage der Gesundheitslehre und Hygiene
Psychologie und Pädagogik/Behindertenpädagogik
Fachsprache und Dokumentation
Grundlagen der Ergotherapie1)
Ergotherapeutische Mittel*) 1)
Ergotherapeutische Behandlungsverfahren*) 1)
Adaptierende Verfahren*) 1)
Unterricht kann im Block erteilt werden.
ist für „Unternehmerische Selbstständigkeit“ zu nutzen
Die praktische Ausbildung umfasst im zweiten Ausbildungsjahr 12,5 und im dritten Ausbildungsjahr 30 Wochen. Eine Verlagerung der praktischen Ausbildung in das erste Ausbildungsjahr bis zu sechs Wochen ist möglich.
Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Praxiseinrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Ergotherapie zu betreuen. Dafür ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung in Krankenhäusern oder anderen geeigneten Einrichtungen nach den folgenden Vorgaben:
psychosozialer (psychiatrischer und psychosomatischer) Bereich
zur Verteilung auf die Bereiche zu Nummern 1 bis 3
In dem unter Nummer 2 genannten Bereich muss sich die praktische Ausbildung mit jeweils 400 Stunden auf den motorisch-funktionellen Teilbereich und auf den neurologischen Teilbereich erstrecken. Dabei soll sich jeweils ein praktischer Einsatz auf die ergotherapeutische Ausbildung mit Kindern oder Jugendlichen, mit Erwachsenen und mit älteren Menschen erstrecken.
Erste Hilfe1)
Übungen zur Diätetik*) 1)
Koch- und Küchentechnik1)
701) 2)
Diät- und Ernährungsberatung1)
Für den Unterricht sind zur Hälfte praktische Übungsanteile vorzusehen, eine Klassenteilung gemäß Nummer 2.8 ist möglich.
Die praktische Ausbildung umfasst im ersten Ausbildungsjahr fünf Wochen, im zweiten und dritten Ausbildungsjahr jeweils 15 Wochen. Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Praxiseinrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Diätassistenz zu betreuen. Dabei ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
zur Verteilung auf die Bereiche zu den Buchstaben a bis c
für das Krankenhauspraktikum nach § 1 Abs. 3 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Diätassistentinnen und Diätassistenten vom 1. 8. 1994 (BGBl. I S. 2088), zuletzt geändert durch Artikel 24 des Gesetzes vom 18. 4. 2016 (BGBl. I S. 866, 925)
Berufsfachschule Logopädie1)
Logopädie2) 3)
Erste Hilfe2)
Die Berufsfachschule Logopädie wird von einer Schule in freier Trägerschaft geführt.
Es ist eine Gruppenbildung mit jeweils mindestens acht Schülerinnen und Schülern zulässig.
Die praktische Ausbildung umfasst im ersten Ausbildungsjahr einen Tag pro Woche, im zweiten Ausbildungsjahr zwei Tage pro Woche und im dritten Ausbildungsjahr vier Tage pro Woche, wobei die praktische Ausbildung auch im Block erteilt werden kann.
Die externe praktische Ausbildung in der Praxis der Logopädie, die 18 Wochen nicht überschreiten soll, erfolgt in geeigneten Einrichtungen. Während der externen praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Logopädie zu betreuen. Dabei ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen. Die interne praktische Ausbildung (Praxis der Logopädie 20 Wochen, Praxis in Zusammenarbeit mit den Angehörigen des therapeutischen Teams drei Wochen) ist als fachpraktischer Unterricht durchzuführen. Dabei ist eine Gruppenbildung mit jeweils mindestens acht Schülerinnen oder Schülern zulässig.
Die praktische Ausbildung gliedert sich nach folgenden Vorgaben:
Hospitationen in
anderen fachbezogenen Bereichen, auch Exkursionen (mindestens 100 Stunden)
Übungen zur Therapieplanung
Therapie unter fachlicher Aufsicht und Anleitung
Praxis in Zusammenarbeit mit den Angehörigen des therapeutischen Teams auf den Gebieten der
Angewandte Physik/Biomechanik
Bewegungserziehung1)
Physikalisch-therapeutische Befundtechniken*) 1)
Klassische Massagetherapie1)
Reflexzonentherapie1)
Sonderformen der Massagetherapie1)
Übungsbehandlung im Rahmen der Massage und anderer physikalisch-therapeutischer Verfahren1)
Elektro-, Licht- und Strahlentherapie1)
Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie1)
Im Fach Spezielle Krankheitslehre sind die einzelnen Fachgebiete mit folgenden Stundenteilen zu versehen:
Dermatologie, Geriatrie, Arbeitsmedizin, Sportmedizin
Die praktische Ausbildung umfasst im ersten Ausbildungsjahr fünf Wochen, im zweiten Ausbildungsjahr 15 Wochen.
Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Masseurin und medizinische Bademeisterin/Masseur und medizinischer Bademeister zu betreuen. Dabei ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
Die praktische Ausbildung erfolgt in geeigneten Einrichtungen nach folgenden Vorgaben:
Übungsbehandlungen im Rahmen der Massage und anderer physikalisch-therapeutischer Verfahren
Die sich an die Berufsfachschule anschließende praktische Tätigkeit in ermächtigten Krankenhäusern und anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen nach § 7 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes vom 26. 5. 1994 (BGBl. I S. 1084), zuletzt geändert durch Artikel 17d des Gesetzes vom 23. 12. 2016 (BGBl. I S. 3191, 3218), ist in § 1 Abs. 4 bis 6 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Masseure und medizinische Bademeister vom 6. 12. 1994 (BGBl. I S. 3770), zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 18. 4. 2016 (BGBl. I S. 886, 930), näher geregelt.
Berufsfachschule Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz1)
2903)
Die Berufsfachschule Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz wird von einer Schule in freier Trägerschaft geführt.
Die praktische Ausbildung umfasst im zweiten und dritten Ausbildungsjahr zwei Tage pro Woche. Die praktische Ausbildung kann auch in Blöcken erteilt werden.
Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz zu betreuen. Dafür ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen einer Regelung mit einem Krankenhaus oder anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen nach folgenden Vorgaben:
zur Verteilung auf die Bereiche zu den Buchstaben a bis d
Krankenhauspraktikum nach § 8 Abs. 3 des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin (MTA-Gesetz) vom 2. 8. 1993 (BGBl. I S. 1402), zuletzt geändert durch Artikel 21 des Gesetzes vom 18. 4. 2016 (BGBl. I S. 886, 918)
Berufsfachschule Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik1)
Neurophysiologische Funktionsdiagnostik (Theorie)
(fachpraktischer Unterricht)
Audiologische und HNO-Funktionsdiagnostik (Theorie)
Kardiovaskuläre Funktionsdiagnostik (Theorie)
Pneumologische Funktionsdiagnostik (Theorie)
Pneumologische Funktionsdiagnostik (fachpraktischer Unterricht)
Die Berufsfachschule Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik wird von einer Schule in freier Trägerschaft geführt.
Die praktische Ausbildung umfasst im ersten Ausbildungsjahr einen Tag pro Woche, im zweiten Ausbildungsjahr zwei Tage pro Woche und im dritten Ausbildungsjahr dreieinhalb Tage pro Woche. Die praktische Ausbildung kann auch in Blöcken erteilt werden.
Während der praktischen Ausbildung ist jede Schülerin oder jeder Schüler in der Einrichtung von Fachpraxislehrkräften der Berufsfachschule Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik zu betreuen. Dabei ist für zwei Schülerinnen oder Schüler eine Stunde pro Woche vorzusehen.
Krankenhauspraktikum nach § 8 Abs. 3 MTA-Gesetz
Mathematik (fachbezogen)1)
Chemisch-pharmazeutische Übungen*) 1) 2)
Übungen zur Drogenkunde*) 2)
Galenische Übungen*) 2)
Apothekenpraxis einschließlich EDV*) 2)
integriert Inhalte des Faches Physikalische Gerätekunde
Während des Bildungsgangs ist ein Praktikum im Umfang von insgesamt vier Wochen außerhalb der schulischen Ausbildung in der Apotheke unter der Aufsicht einer Apothekerin oder eines Apothekers durchzuführen. Es kann in Blöcken von mindestens fünf Tagen durchgeführt werden und soll den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Betriebsabläufe einer Apotheke und in die pharmazeutischen Tätigkeiten vermitteln. Über die regelmäßige Teilnahme an dem Praktikum ist eine Bescheinigung auszustellen.
Nach dem Bestehen des ersten Prüfungsabschnittes am Ende der zweijährigen Ausbildung ist eine praktische Ausbildung von sechs Monaten in der Apotheke abzuleisten. Die praktische Ausbildung erstreckt sich auf folgende Lerngebiete:
Rechtsvorschriften über den Apothekenbetrieb sowie über den Verkehr mit Arzneimitteln, Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen, soweit sie die Tätigkeit der pharmazeutisch-technischen Assistentin oder des pharmazeutisch-technischen Assistenten berühren,
Notfallarzneimittel nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nrn. 1 bis 12 und § 15 Abs. 2 der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. 9. 1995 (BGBl. I S. 1195), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 2. 7. 2018 (BGBl. I S. 1080, 1081),
Die Leiterin oder der Leiter der Apotheke hat für eine ordnungsgemäße praktische Ausbildung der Schülerin oder des Schülers zu sorgen. Einer in der Apotheke tätigen Apothekerin oder einem in der Apotheke tätigen Apotheker soll nicht mehr als eine Schülerin oder ein Schüler zur praktischen Ausbildung zugewiesen werden. Sie darf nur Tätigkeiten umfassen, die die Ausbildung fördern. Die erworbenen pharmazeutischen Kenntnisse sollen vertieft und praktisch angewendet werden.
Während der praktischen Ausbildung hat die Schülerin oder der Schüler die Herstellung und Prüfung von je vier Arzneimitteln in einem Tagebuch zu beschreiben und zu zwei weiteren Gebieten der praktischen Ausbildung schriftliche Arbeiten zu fertigen. Über die praktische Ausbildung erhält die Schülerin oder der Schüler eine Bescheinigung. Die Bescheinigung über die Ableistung der praktischen Ausbildung und das Tagebuch sind zum zweiten Abschnitt der Prüfung durch die Schülerin oder den Schüler in der Schule vorzulegen.
Erste Hilfe und Verbandtechnik1)
Physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken1)
Krankengymnastische Behandlungstechniken1)
Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten1)

References: § 11
 § 3
 § 9
 § 15
 § 9
 § 22
 § 48
 § 9
 § 1
 § 7
 § 1
 § 8
 § 8
 § 15
 § 15