Source: http://www.urantia.nyc/ger01/051.html
Timestamp: 2017-11-17 18:08:12+00:00

Document:
DAS URANTIA BUCH, Schrift 51. Die Planetarischen Adame
DAS URANTIA BUCH - Schrift 51. Die Planetarischen Adame
Schrift 51. Die Planetarischen Adame
§ 1. Ursprung und Natur der Materiellen Gottessöhne
§ 2. Transit der Planetarischen Adame
§ 3. Die adamischen Sendungen
§ 4. Die sechs evolutionären Rassen
§ 5. Rassenverschmelzung — : Das Geschenk des adamischen Blutes
§ 6. Die edenische Herrschaft
§ 7. Zusammenlegung der Verwaltung
51:0.1 (580.1) IM Verlauf der Dispensation eines Planetarischen Fürsten erreicht der primitive Mensch die Grenze seiner natürlichen evolutionären Entwicklung, und dieses Erreichen der biologischen Schwelle ist für den Systemsouverän das Zeichen, auf eine solche Welt die Vertreter der nächsten Sohnesordnung, die biologischen Aufrichter, zu entsenden. Diese Söhne, denn es sind ihrer zwei — der Materielle Sohn und die Materielle Tochter — nennt man auf einem Planeten gewöhnlich Adam und Eva. Der ursprüngliche Materielle Sohn Satanias heißt Adam, und diejenigen, die als biologische Aufrichter auf die Welten des Systems gehen, tragen immer den Namen dieses ersten, ursprünglichen Sohnes ihrer einzigartigen Ordnung.
51:1.3 (580.6) Die Größen der Materiellen Söhne schwanken zwischen zwei Meter vierzig und drei Meter, und von ihren hellschimmernden Körpern geht ein strahlendes Licht violetter Tönung aus. Derweil in ihren materiellen Körpern materielles Blut fließt, sind sie auch hochgeladen mit göttlicher Energie und gesättigt mit himmlischem Licht. Diese Materiellen Söhne (die Adame) und Materiellen Töchter (die Evas) sind einander ebenbürtig und unterscheiden sich nur hinsichtlich des Fortpflanzungsmechanismus und gewisser chemischer Eigenheiten. Sie sind einander ebenbürtig, aber in männlich und weiblich differenziert — ergänzen sich also — und dazu bestimmt, bei fast sämtlichen Aufträgen in Paaren zu dienen.
51:1.7 (581.4) Im Unterschied zu den anderen erschaffenen Söhnen planetarischen Dienstes ist die materielle Sohnesordnung naturgemäß nicht unsichtbar für materielle Geschöpfe wie die Bewohner Urantias. Diese Gottessöhne können gesehen und verstanden werden, und sie können sich ihrerseits wirklich unter die Geschöpfe der Zeit mischen, ja sie könnten mit ihnen sogar Nachkommen zeugen, obwohl diese Aufgabe biologischer Aufrichtung gewöhnlich den Nachkommen der Planetarischen Adame zufällt.
51:1.8 (581.5) Auf Jerusem sind die loyalen Kinder aller Adame und Evas unsterblich, aber die von einem Materiellen Sohn und einer Materiellen Tochter nach ihrer Ankunft auf einem evolutionären Planeten gezeugten Nachkommen sind nicht in gleicher Weise gegen den natürlichen Tod gefeit. In den Übertragungsmechanismen des Lebens tritt eine Veränderung ein, wenn diese Söhne auf einer materiellen Welt für ihre Aufgabe der Fortpflanzung neu materialisiert werden. Die Lebensbringer entziehen den Planetarischen Adamen und Evas vorsätzlich das Vermögen, unsterbliche Söhne und Töchter zu zeugen. Wenn sich ein Adam und eine Eva in planetarischer Mission nicht verfehlen, können sie unbeschränkt weiterleben, aber innerhalb gewisser Grenzen nimmt die Langlebigkeit ihrer Kinder mit jeder folgenden Generation ab.
51:2.1 (582.1) Wenn der Systemsouverän die Nachricht erhält, dass eine neue bewohnte Welt den Höhepunkt physischer Entwicklung erreicht hat, beruft er das Korps der Materiellen Söhne und Töchter der Systemkapitale ein; und nach Besprechung der Bedürfnisse dieser evolutionären Welt wird aus der Freiwilligengruppe ein Paar ausgewählt — ein Adam und eine Eva des Seniorenkorps der Materiellen Söhne — das zum Abenteuer bereit ist, sich dem tiefen Schlaf zu überantworten, welcher der Einseraphierung und dem Transport von seiner Heimat gemeinsamen Dienstes auf die neue Welt neuer Gelegenheiten und neuer Gefahren vorausgeht.
51:2.2 (582.2) Adame und Evas sind halbmaterielle Geschöpfe und können als solche von Seraphim nicht transportiert werden. Sie müssen sich auf der Systemkapitale einer Dematerialisierung unterziehen, bevor sie für den Transport auf die Welt ihrer Bestimmung einseraphiert werden können. Die Transportseraphim sind imstande, an den Materiellen Söhnen und anderen halbmateriellen Wesen jene Veränderungen vorzunehmen, die sie zur Einseraphierung und zum Raumtransport von einem Planeten oder System zu einem anderen befähigen. Etwa drei Tage Standardzeit vergehen mit diesen Transportvorbereitungen, und bei der Ankunft am Reiseziel des seraphischen Transportes bedarf es der Mithilfe eines Lebensbringers, um solch ein entmaterialisiertes Geschöpf wieder in die normale Existenz zurückzubringen.
51:2.3 (582.3) Wohl gibt es diese Entmaterialisierungstechnik zur Vorbereitung der Adame auf ihre Überführung von Jerusem auf die evolutionären Welten, aber es existiert keine entsprechende Methode, um sie von solchen Welten wieder wegzubringen, es sei denn, der ganze Planet müsste geräumt werden. Bei einem solchen Ereignis kommt eine notfallmäßige Entmaterialisierungstechnik für die ganze zu rettende Bevölkerung zur Anwendung. Sollte irgendwelche physische Katastrophe die planetarische Heimat einer sich entwickelnden Rasse zum Untergang verurteilen, würden Melchisedeks und Lebensbringer die Entmaterialisierungstechnik für alle Fortlebenden bereitstellen, worauf diese Wesen durch seraphischen Transport auf die zur Fortführung ihrer Existenz vorbereitete neue Welt gebracht würden. Wenn die Evolution einer menschlichen Rasse auf einer Welt des Raums einmal ausgelöst worden ist, muss sie ihren Fortgang ganz unabhängig vom physischen Überleben dieses Planeten nehmen, aber während der evolutionären Zeitalter ist es nicht vorgesehen, dass ein Planetarischer Adam oder eine Planetarische Eva die von ihnen gewählte Welt verlassen.
51:2.4 (582.4) Nach der Ankunft auf dem Planeten ihrer Bestimmung werden der Materielle Sohn und die Materielle Tochter unter Leitung der Lebensbringer neu materialisiert. Dieser ganze Vorgang nimmt zehn bis achtundzwanzig Tage urantianischer Zeit in Anspruch. Die Bewusstlosigkeit des seraphischen Schlummers dauert während dieser ganzen Rekonstruktionsphase an. Wenn die Neuzusammenfügung ihres physischen Organismus abgeschlossen ist, finden sich diese Materiellen Söhne und Töchter in ihren neuen Heimen und auf ihren neuen Welten in jeder Hinsicht wieder so, wie sie vor dem Eintritt in den Entmaterialisierungsprozess auf Jerusem waren.
51:3.2 (583.1) Diese Gärten tragen ihren Namen Eden zu Ehren Edentias, der Konstellationskapitale, und weil sie der botanischen Herrlichkeit der Hauptwelten der Allerhöchsten Väter nachempfunden sind. Solche Gartenwohnsitze liegen gewöhnlich in einer abgeschiedenen Landschaft und subtropischen Gegend. Auf einer durchschnittlichen Welt sind es wundervolle Schöpfungen. Ihr könnt euch anhand des fragmentarischen Berichts von der missglückten Entwicklung eines derartigen Unternehmens auf Urantia von diesen wunderbaren Zentren der Kultur keinen Begriff machen.
51:3.8 (584.1) Am Pfingsttag haben sich die loyal gebliebenen primären und sekundären Mittler freiwillig zusammengeschlossen, und sie haben seither in allen Weltangelegenheiten stets als eine Einheit funktioniert. Sie dienen unter der Führung von loyalen Mittlern, die abwechselnd beiden Gruppen entnommen werden.
51:4.2 (584.4) Die früheren Rassen sind den späteren etwas überlegen; der rote Mensch steht weit über der indigoblauen — der schwarzen — Rasse. Die Lebensbringer lassen der anfänglichen oder roten Rasse die ganze Fülle lebendiger Energien zukommen, und jede nachfolgende evolutionäre Manifestation unterschiedlicher Gruppen von Sterblichen stellt eine Abwandlung auf Kosten der ursprünglichen Begabung dar. Sogar die menschliche Körpergröße neigt dazu, vom roten Menschen bis hinunter zur indigoblauen Rasse abzunehmen, obwohl auf Urantia unter den grünen und orangen Völkern ganz unerwartet durch Riesenwuchs ausgezeichnete Linien auftraten.
51:4.3 (584.5) Auf Welten, die alle sechs evolutionären Rassen besitzen, sind die höheren Völker die erste, die dritte und die fünfte Rasse — die rote, die gelbe und die blaue. So zeigen die evolutionären Rassen abwechslungsweise größere oder geringere Befähigung zu intellektuellem Wachstum und geistiger Entwicklung, wobei die zweite, die vierte und die sechste etwas weniger begabt sind. Diese sekundären Rassen sind die auf gewissen Welten fehlenden Völker und diejenigen, die auf vielen anderen ausgerottet wurden. Es ist ein großes Unglück für Urantia, dass ihr eure höher stehenden blauen Menschen bis auf das, was von ihnen in eurer vermischten „weißen Rasse“ weiterlebt, so weitgehend verloren habt. Der Verlust eurer grünen und orangen Stämme hingegen wiegt weniger schwer.
51:4.4 (584.6) Obwohl die Evolution von sechs — oder drei — farbigen Rassen die ursprünglichen Gaben des roten Menschen zu verdünnen scheint, so liefert sie doch sehr wünschenswerte Varianten sterblicher Typen und sorgt für einen ansonsten unerreichbaren Ausdruck verschiedener menschlicher Potentiale. Diese Modifikationen sind dem Fortschritt der Menschheit in ihrer Ganzheit zuträglich, vorausgesetzt, dass sie später durch die importierte adamische oder violette Rasse eine Hebung erfahren. Auf Urantia wurde dieser übliche Plan der Vermischung nicht umfassend ausgeführt, und diese gescheiterte Ausführung des Plans der Rassenevolution verunmöglicht es euch, gestützt auf das Studium der Überreste der frühen Rassen eurer Welt sehr viel vom Status der Völker auf einem durchschnittlichen bewohnten Planeten zu verstehen.
51:4.6 (585.2) Die rückständigeren menschlichen Wesen werden von den fortgeschritteneren Rassen gewöhnlich als Arbeiter gebraucht. Das erklärt den Ursprung der Sklaverei auf den Planeten während der frühen Zeitalter. Meist werden die orangen Menschen von den roten unterworfen und in eine dienende Stellung verwiesen — oder manchmal auch ausgerottet. Oft unterhalten die gelben und roten Menschen zueinander brüderliche Beziehungen, aber nicht immer. Im Allgemeinen versklavt die gelbe Rasse die grüne, während der blaue Mensch sich den indigoblauen unterwirft. Wenn diese primitiven Menschenrassen die Dienste ihrer zur Zwangsarbeit verurteilten, rückständigen Gefährten in Anspruch nehmen, machen sie sich dabei nicht mehr Gedanken als Urantianer beim Kauf und Verkauf von Pferden und Rindern.
5. Rassenverschmelzung — : Das Geschenk des adamischen Blutes
51:5.4 (586.1) Zum ersten Mal gehen die Kriege zwischen den Rassen und andere Stammeskämpfe zurück, und immer mehr streben die Rassen der Welt danach, sich für Anerkennung und Zulassung zum Garten zu qualifizieren. Ihr könnt euch höchstens eine sehr blasse Vorstellung davon machen, wie sehr dieser kämpferische Wetteifer auf einem normalen Planeten allmählich in den Mittelpunkt aller Aktivitäten rückt. Dieser ganze Plan zur Hebung der Rassen erlitt auf Urantia schon früh Schiffbruch.
51:5.6 (586.3) Wenn den sich entwickelnden Rassen der Welt das Erbe der Materiellen Söhne einmal beigemischt ist, eröffnet sich eine neue und größere Ära evolutionären Fortschritts. Nach dieser auf dem Fortpflanzungsweg erfolgten Austeilung importierter Fähigkeiten und überevolutionärer Wesenszüge beginnen Zivilisation und Rassenentwicklung in Riesenschritten voranzugehen; in einhunderttausend Jahren geschehen größere Fortschritte als zuvor während einer Jahrmillion des Ringens. Sogar angesichts des Scheiterns des vorgeschriebenen Plans sind auf eurer Welt große Fortschritte erzielt worden, seit euren Völkern Adams Lebensplasma geschenkt wurde.
51:6.2 (586.6) Auf normalen Welten wird der Gartenwohnsitz der violetten Rasse zum zweiten Kulturzentrum der Welt, das zusammen mit der Hauptstadt des Planetarischen Fürsten das Tempo für die Entwicklung der Zivilisation angibt. Während Jahrhunderten bestehen die Hauptstadtschulen des Planetarischen Fürsten und die Gartenschulen Adams und Evas nebeneinander. Sie sind gewöhnlich nicht weit voneinander entfernt und arbeiten harmonisch zusammen.
51:6.7 (587.5) 1. Den biologischen Vater — den leiblichen Vater.
51:6.8 (587.6) 2. Den Vater der Welt — den Planetarischen Adam.
51:6.9 (587.7) 3. Den Vater der Planeten — den Systemsouverän.
51:6.10 (587.8) 4. Den Allerhöchsten Vater — den Vater der Konstellation.
51:6.11 (587.9) 5. Den Universumsvater — den Schöpfersohn und Supremen Herrscher über die lokalen Schöpfungen.
51:6.12 (587.10) 6. Die Überväter — die Ältesten der Tage, die das Superuniversum regieren.
51:6.13 (587.11) 7. Den geistigen Vater oder Vater Havonas — den Universalen Vater, der im Paradies wohnt und seinen Geist austeilt, auf dass er im Verstand der niederen, das Universum der Universen bewohnenden Geschöpfe lebe und wirke.
51:7.2 (588.1) Noch bevor der erste Richtersohn seine Sendung auf einer normalen evolutionären Welt abschließt, ist die Zusammenlegung des Erziehungs- und Verwaltungswerks des Planetarischen Fürsten und des Materiellen Sohnes vollzogen worden. Diese Verschmelzung der zweifachen Leitung eines Planeten lässt eine neue und wirksame Ordnung globaler Verwaltung entstehen. Nach dem Abtreten des Richtersohnes übernimmt der Planetarische Adam die Leitung der Sphäre nach außen hin. So wirken Materieller Sohn und Materielle Tochter gemeinsam als planetarische Verwalter bis zum Eintritt der Welt in die Ära des Lichts und Lebens, worauf der Planetarische Fürst in die Stellung eines Planetarischen Souveräns erhoben wird. Während dieses Zeitalters vorgerückter Evolution werden Adam und Eva zu dem, was man als gemeinsam amtierende Ministerpräsidenten der verherrlichten Welt bezeichnen könnte.
51:7.4 (588.3) Immer noch fördern der Planetarische Fürst und sein Stab die geistigen und philosophischen Aktivitätsbereiche. Adam und Eva richten ihr besonderes Augenmerk auf die physische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Verfassung der Welt. Und beide Gruppen widmen ihre Energien gleicherweise der Förderung der Künste, der sozialen Beziehungen und intellektuellen Leistungen.
51:7.5 (588.4) Bis zum Zeitpunkt der Eröffnung der fünften Dispensation der Weltangelegenheiten ist eine wunderbar arbeitende Verwaltung der planetarischen Aktivitäten verwirklicht worden. Die Existenz der Sterblichen auf einer so ausgezeichnet geführten Sphäre ist wahrhaftig stimulierend und lohnend. Könnten die Urantianer nur das Leben auf solch einem Planeten beobachten, sie würden allsogleich den Wert von Dingen erkennen, die ihre Welt verloren hat, weil sie sich dem Übel verschrieben und an der Rebellion teilgenommen hat.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7