Source: https://uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/Stellenausschreibungen/Verfahrensstand/wiss2892.html
Timestamp: 2020-01-28 00:05:18+00:00

Document:
2019_11_20_Medizin_Professoren_8_Stellen_Klinische Professuren
Die Universität Bielefeld steht für Interdisziplinarität, hohe Forschungs- und Lehrqualität sowie für die Weiterentwicklung einer geschlechtergerechten Universitätskultur. 2019 feiert die größte wissenschaftliche Einrichtung der Region Ostwestfalen-Lippe ihr 50jähriges Bestehen. Eine große Vielfalt von Fächern, Perspektiven und Menschen sorgen gemeinsam und interdisziplinär für innovative Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Dabei steht den rund 24.000 Studierenden ein differenziertes Fächerspektrum in den Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften offen. Neben ihrer internationalen Ausrichtung ist die Universität Bielefeld in der mittelständisch geprägten Stadt und Region hervorragend vernetzt.
Die Universität Bielefeld befindet sich im Aufbau einer neuen und modernen Humanmedizinischen Fakultät. In einem innovativ geprägten Umfeld wird die Fakultät interdisziplinär sowie mit individual- und bevölkerungsmedizinischer Ausrichtung arbeiten. Der Lehr- und Forschungsbetrieb der Medizinischen Fakultät soll im Wintersemester 2021/22 aufgenommen werden.
Die Ausbildung findet in enger Kooperation mit Fachkliniken verschiedener Krankenhausträger in Ostwestfalen-Lippe (OWL) sowie mit einem haus- und gebietsärztlichen universitären Praxennetzwerk statt. Der Gründungsvertrag für das Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld wurde kürzlich mit den ersten drei Krankenhausträgern des Universitätsklinikverbundes – Evangelisches Krankenhaus Bethel, Klinikum Bielefeld und Klinikum Lippe – unterzeichnet.
Als Inhaber*in einer der ersten klinischen Professuren sind Sie maßgeblich an der Ausdifferenzierung des Modellstudiengangs Humanmedizin beteiligt und haben dadurch die Möglichkeit, mit großem Gestaltungsspielraum innovative und zukunftsfähige Lehre zu entwickeln. Hierbei wird die auch krankenhausübergreifende Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen des vertretenen Fachgebietes sowie benachbarter Fachdisziplinen vorausgesetzt. Vorerfahrungen in anderen Modellstudiengängen sind ausdrücklich erwünscht.
Die ersten klinischen Professuren werden - zusammen mit den bereits ausgeschriebenen theoretischen Professuren - den Nucleus des Auf- und Ausbaus eines kompetitiven universitätsmedizinischen Forschungsprofils in enger Kooperation zwischen Universität, Praxennetzwerk und Universitätsklinikum bilden. Die klinische Forschung soll im Rahmen eines unter Ihrer Mitwirkung entstehenden Struktur- und Entwicklungskonzeptes für die gesamte Fakultät und in disziplinen- und krankenhausübergreifenden Departments organisiert und umgesetzt werden. Eine kompetitive Laborinfrastruktur wird zur Verfügung gestellt. Die zentrale Tierhaltung der Universität ermöglicht biomedizinische Forschung an Kleinsäugern nach internationalen Standards. Darüber hinaus bestehen Kooperationsmöglichkeiten mit 13 Nachbarfakultäten, auch bei der Nutzung analytischer und hochauflösender mikroskopischer Methoden oder mit dem Centrum für Biotechnologie beim Einsatz genomischer, postgenomischer und bioinformatischer Verfahren.
Eine inhaltliche Passung zu dem definierten Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät (https://www.uni-bielefeld.de/(de)/medizin/forschung/index.html ) ist erwünscht. Zukünftige Forschungsleistungen sollen auch gender- und diversitätsmedizinische Aspekte berücksichtigen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollen eine erfolgreiche Mitwirkung an dem Aufbau des geplanten Forschungsprofils erwarten lassen.
Für die Besetzung der ausgeschriebenen Professuren kommen Bewerber*innen in Betracht, die sich durch eine langjährige national und international sichtbare wissenschaftliche Tätigkeit auszeichnen und dies durch entsprechende Publikationen in hochrangigen Fachjournalen unter Beweis gestellt haben. Dazu gehören selbstverständlich auch die Einwerbung kompetitiver Drittmittel, die Leitung klinischer multizentrischer Studien sowie Erfahrungen hinsichtlich Methoden- und Qualitätssicherung in der Forschung.
Alle ausgeschriebenen Professuren werden zunächst befristet für zwei Jahre besetzt. Voraussetzung für die unbefristete Übertragung der jeweiligen Professur ist der Abschluss eines Vertrages zwischen der Universität und einem der Fachklinikträger, mit dem die jeweilige Fachklinik dauerhaft in das Universitätsklinikum OWL integriert wird. Die diesbezüglichen Gespräche werden im Kontext der Berufungsverfahren aufgenommen und innerhalb der Laufzeit der befristeten Übertragung der Professur zum Abschluss gebracht.
Es wird mit der Bewerbung am Universitätsklinikum OWL bereits tätiger Fachklinikleitungen gerechnet.
Professur für Neurologie (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden Neurologischen Klinik. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Besonders erwünscht sind Forschungsleistungen auf den Gebieten der Pathogenese, Diagnostik, Therapie des Schlaganfalls sowie der Regeneration und Plastizität nach Insult.
Eine einschlägige fachärztliche Qualifikation wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie einschlägige Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Epileptologie (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden epileptologischen Klinik. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten eine Integration in bzw. eine Kooperation mit dem intendierten Forschungsprofil der künftigen Medizinischen Fakultät erwarten lassen.
Die Bewerber*in sollte über ausgewiesene Erfahrung in der invasiven prächirurgischen Diagnostik und der chirurgischen Therapie der Epilepsie verfügen. Das Forschungsprofil in der Epileptologie wird ergänzt durch Forschungen in den Bereichen Autoimmunkrankheiten und/oder – Neuropsychologie. (Epi)-Genetik bzw. bildgebende Forschung und eine enge Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie werden vorausgesetzt.
Eine einschlägige fachärztliche Qualifikation wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Anästhesiologie und Intensivmedizin (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden anästhesiologischen Klinik. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivität soll darin liegen, Zusammenhänge der Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Sepsis und des septischen Schocks zu erforschen.
In der Krankenversorgung erwarten wir zudem eine herausragende Qualifikation in der Neuroanästhesie, Kinder- und Neugeborenenanästhesie sowie in der Patient*innenversorgung in einem überregionalem Traumazentrum und einem Perinatalzentrum (Level I).
Eine fachärztliche Qualifikation in den Bereichen Anästhesiologie und Intensivmedizin wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Kinder- und Jugendpsychiatrie (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik.
Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivität sollte auch neuropädiatrische Fragestellungen und psychische Probleme behinderter Kinder sowie die Implementierung technologischer Entwicklungen in die Klinik (z.B. an den Sensorsystemen oder Hirnstimulation) umfassen.
Eine einschlägige fachärztliche Qualifikation wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO. Auf eine Zusammenarbeit mit der Technischen Fakultät wird Wert gelegt.
Professur für Kinderheilkunde (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden Kinderklinik. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivität soll in der Pathogenese (z. B: Mikrobiom), Diagnostik und Therapie der chronischen Lungen- und Atemwegserkrankungen liegen, insbesondere unter den Aspekten der Therapieoptimierung bzw. der Teilhabe und Inklusion. Arbeiten zu Seltenen Erkrankungen in Zusammenhang mit pulmonalen Syndromen sind erwünscht.
Eine einschlägige fachärztliche Qualifikation wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Rheumatologie (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden rheumatologischen Klinik/Abteilung. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivität soll in der Untersuchung der Zusammenhänge der Pathogenese, Diagnostik und Therapie der rheumatischen Erkrankungen, insbes. der Spondyloarthritiden liegen, einschließlich deren Bildgebung, der Weiterentwicklung klinischer Messinstrumente bzw. Klassifikations- und Diagnosekriterien
Eine fachärztliche Qualifikation in Innerer Medizin und Rheumatologie wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden HNO Klinik/Abteilung. Mehrere Forschungsschwerpunkte sind nachzuweisen. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Erwünscht sind Forschungsschwerpunkte in der klinischen und experimentellen Otologie (einschließlich implantierbare Hörsysteme), der Akustikusneurinomchirurgie, der Onkologie des Fachgebietes bzw. der Etablierung von Tier- oder Zellkulturmodellen zur Etablierung effektiver neuartiger Therapieverfahren. Vorausgesetzt wird die aktive Beteiligung an existierenden und zukünftigen Verbundforschungsprojekten der Universität Bielefeld (Zellbiologie, CeBiTec, u.a.) sowie an der interdisziplinären Schädelbasischirurgie.
Eine fachärztliche Qualifikation in HNO-Heilkunde wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Professur für Kardiologie (W3)
Es wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die dieses Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner gesamten Breite vertritt. Erwartet wird eine langjährige Leitungserfahrung einer großen, alle Schwerpunkte abdeckenden kardiologischen Klinik/Abteilung. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte sollten anschlussfähig an das geplante Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät sein.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivität soll darin liegen, Zusammenhänge der Pathogenese, Diagnostik und Therapie kardialer Erkrankungen zu erforschen, insbesondere in den Schwerpunkten Rhythmologie, hochkomplexe interventionelle Revaskularisation, Herzklappenersatz und -plastik bzw. Herzinsuffizienz sowie Teleüberwachung.
Eine fachärztliche Qualifikation in Innerer Medizin und Kardiologie wird ebenso vorausgesetzt wie die volle Weiterbildungsermächtigung, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nach der Promotion gemäß § 36 Hochschulgesetz NRW, die zur Übernahme der Professur qualifizieren, sowie Erfahrungen in der Lehre gemäß ÄApprO.
Der Aufbauprozess der Humanmedizinischen Fakultät am Standort Bielefeld bietet einen großen Gestaltungsspielraum und ist mit vielseitigen Herausforderungen verbunden. Wir möchten diese Professuren Menschen anbieten, die diesen Aufbau in Forschung und Lehre kreativ und ambitioniert mitgestalten. Zudem ist die engagierte Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung der Universität Bestandteil des Aufgabenprofils.
Die Universität Bielefeld ist für ihre Erfolge in der Gleichstellung mehrfach ausgezeichnet und als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und werden in Übereinstimmung mit dem Landesgleichstellungsgesetz behandelt.
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung bis zum 20.11.2019 über das online Berufungsportal der Medizinischen Fakultät ein: https://berufungen-medizin.uni-bielefeld.de/
Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen und Angaben bitten wir Sie um die Einreichung eines jeweils 2-seitigen Lehr- und Forschungskonzepts. In die Konzeptpapiere sollen aktuelle und/oder zukünftige gender- und diversity-spezifische Inhalte, die für die ausgeschriebene Professur relevant sind, integriert sein. Darüber hinaus erwarten wir eine kurze Ausführung Ihrer geplanten
Gleichstellungsaktivitäten, insbesondere zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Bitte beachten Sie, dass Gefährdungen der Vertraulichkeit und der unbefugte Zugriff Dritter bei eine Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail nicht ausgeschlossen werden können. Informationen zur Verarbeitung von personenbezogenen Dateien finden Sie unter https://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/Stellenausschreibungen/2019_DS-Hinweise.pdf
31.10.2019 von Elke Townsend

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