Source: http://www.forum-ddr-grenze.de/t4743f53-Durchbruch-Lok-2.html
Timestamp: 2017-01-21 23:42:33+00:00

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RE: Durchbruch Lok 234 - 3
• | 2.046 Beiträge Zitat von Pit 59Es Lohnt doch nicht darüber zu Diskutieren was,wäre,wenn.Es ist gut gegangen,niemand ist verletzt,und alles ist gut.[Ich bin gestern in einer 30er Zone über die Strasse,wenn da einer mit 70 gekommen wäre,wäre ich Tot.Weder die DDR noch die hier im Forum thematisierte Grenze sind noch existent und der 3. Weltkrieg blieb aus. Also schliessen wir das Forum. Ich finde gerade die Diskussion der Details interessant. Stefan
• | 1.170 Beiträge Zitat von Ari@D187Zitat von Pit 59Es Lohnt doch nicht darüber zu Diskutieren was,wäre,wenn.Es ist gut gegangen,niemand ist verletzt,und alles ist gut.[Ich bin gestern in einer 30er Zone über die Strasse,wenn da einer mit 70 gekommen wäre,wäre ich Tot.Weder die DDR noch die hier im Forum thematisierte Grenze sind noch existent und der 3. Weltkrieg blieb aus. Also schliessen wir das Forum. Ich finde gerade die Diskussion der Details interessant. StefanÄhmm,Tschuldschung,aber die Frage muß erlaubt sein,wieso das Forum schließen??Gruß C.
• | 1.511 Beiträge Ari meint sicher mit Schließung den Thread.GrußRicardo
• | 2.046 Beiträge Hi Commander,lies nochmal in Ruhe, dann wird der Schuß Ironie in meinem Beitrag hoffentlich deutlich. Ich will garantiert nicht, daß das Forum geschlossen wird, ganz im Gegenteil! Ich sehe gerade den Beitrag von Ricardo. Nein, der Thread soll auch nicht geschlossen werden. Was ich ausdrücken wollte ist, daß es sich auch lohnt über (rechtliche) Details zu diskutieren, auch wenn im Endeffekt die Flucht gut ging. Ich will damit auch auf keinen Fall den Flüchtlingen auf die Füße treten.GrußStefan
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 13:10 | nach oben springen
• | 9.360 Beiträge Auf jeden Fall war das ganze Unternehemn hochriskant und hatte viele Unwägbarkeiten, die Deterling und Lichy nicht so ohne weiteres beeinflussen konnte. Das ganze hing nicht zuletzt davon ab, dass trotz mangelhafter Bremswirkung auf der Strecke oder den Bahnhöfen keine Verspätungen enstehen durften. Das war schwierig: Denn Deterling musste seinen Zug schon vor jedem Vorsignal so langsam haben, dass er bis zum Haupsignal (HP0) anhalten konnte. Solange er pünktlich war, war dieser energiesparende Fahrstil in Ordnung und auch erwünscht. Hätte es aber einen ausserordentlichen Halt oder einen längeren Aufenthalt auf Station gegeben ("Abstand" ,"Kreuzung", "Postauslad" und ähnliches), dann wäre Deterling aufgeflogen. Der Zugführer (Zugbegleiter), der nicht in die Pläne eingeweht war, hätte wissen wollen, warum Deterling trotz Verspätung nicht "vmax" fährt und auch nicht richtig bremst. Denn Pünktlichkeit ist des Bahners oberste Pflicht!Eine Gruppe älterer Wanderer, die nur langsam aussteigen können oder eine hübsche Aufsichtsbeamtin, mit der man als pflichtbewusster Zugführer vor der Abfahrt gern noch ein dienstliches Gespräch führen muss - und Deterlings und Lichys Fluchtplan hätte sich in Luft aufgelöst ...Theo
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 13:22 | nach oben springen
• | 1.170 Beiträge Zitat von Ari@D187Hi Commander,lies nochmal in Ruhe, dann wird der Schuß Ironie in meinem Beitrag hoffentlich deutlich. Ich will garantiert nicht, daß das Forum geschlossen wird, ganz im Gegenteil! Ich sehe gerade den Beitrag von Ricardo. Nein, der Thread soll auch nicht geschlossen werden. Was ich ausdrücken wollte ist, daß es sich auch lohnt über (rechtliche) Details zu diskutieren, auch wenn im Endeffekt die Flucht gut ging. Ich will damit auch auf keinen Fall den Flüchtlingen auf die Füße treten.GrußStefanIst schon Okay,hab`s schon verstandenGruß C.
• | 4.179 Beiträge Zitat von Ari@D187Zitat von Thunderhorse[...]gefährlicher Eingriff??StGB der DDR von 1968§ 198. Angriffe auf das Verkehrswesen. (1) Wer vorsätzlich auf Verkehrswegen Hindernisse bereitet, Verkehrsmittel, Verkehrswege, Warn- oder Signalanlagen oder -mittel oder andere Verkehrseinrichtungen zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, entfernt oder mißbräuchlich benutzt und dadurch eine Gemeingefahr vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung bestraft.[...](3) Wer durch die Tat außerordentlich schwerwiegende Folgen vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.(4) Wer durch die Tat bei der Bahn, Luftfahrt oder Schiffahrt eine Gemeingefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Geldstrafe oder mit öffentlichem Tadel bestraft.(5) Der Versuch ist strafbar. In den Fällen der Absätze 1 bis 3 ist auch die Vorbereitung strafbar.Strafgesetzbuch vom 15. Mai 1871, gültig bis zum 12. Januar 1968.Paragraf 315. Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehrhttp://delegibus.com/2010,1.pdfSeite: 1366Wenn da tatsächlich die Notbremse nicht mehr funktionierte, sind dann die Artikel 1, 3, 4 und 5 nicht erfüllt?StefanMal a bisserl in den Kommentierungen zum StGB der DDR (Ausgabe 1987) geblättert.Und bitte beachten:Wie schreiben das Jahr 1961.Flucht mit einer LokDie Masse der Flüchtlinge war in die Flucht eingewiesen, 25 verblieben freiwillig in Berlin (West), 7 weitere gehen zurück nach Ost-Berlin.Die beiden nunmehr zitierten §§ des StGB der DDR stammen aus der Fassung von 1968 ff.Sowohl im § 113 Totschlag, wie auch im § 198 Angriff auf das Verkehrswesen wird explizit auf den Vorsatz (vorsätzlich)verweisen, dieser müßte ergo auch bei der Begehung der Tat vorliegen.Die Bremse der Lok war, wie schon darauf hingewiesen, funktionsfähig.Der Lokführer konnte den Zug mit angehängten Waggen Sicher zum stehen bringen.[b]Hier mal der § 315, gültig im Jahre 1961.[/b]Gemeingefahr erforderlich.Siehe Absatz 3.§ 315. (1) Wer die Sicherheit des Betriebs einer Schienenbahn auf besonderem Bahnkörperoder Schwebebahn, der Schiffahrt oder der Luftfahrt durch Beschädigen, Zerstören oderBeseitigen von Anlagen oder Beförderungsmitteln, durch Bereiten von Hindernissen, durchfalsche Zeichen oder Signale oder durch ähnliche Eingriffe oder durch eine an Gefährlichkeiteinem solchen Eingriff gleichkommende pflichtwidrige Unterlassung beeinträchtigt und dadurcheine Gemeingefahr herbeiführt, wird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestraft. In besonders schweren Fällen ist auf Zuchthaus nicht unter fünf Jahren oder auf lebenslangesZuchthaus zu erkennen.(2) In minder schweren Fällen kann auf Gefängnis nicht unter drei Monaten erkannt werden.(3) Gemeingefahr bedeutet eine Gefahr für Leib oder Leben, sei es auch nur eines einzelnenMenschen, oder für bedeutende Sachwerte, die in fremdem Eigentum stehen oder derenVernichtung gegen das Gemeinwohl verstößt.Somit dürfte wohl zu prüfen sein, inwieweit eine Gemeingefahr für die 7 Passagier, die zurück gen Ost-berlin gingen, bestand.Bei den 25 im Westen verbliebenen dürfte die Zustimmung, da über die Flucht informiert bzw. nicht mehr zurückgekehrt aus freiem Willen vorliegen.Ein Schaden ist, wimre nicht eingetreten.So, nun wühlt euch durch die Gesetze, Kommentierungen, etc. und richtet über die Flucht.
• | 4.179 Beiträge Zitat von eisenringtheoAuf jeden Fall war das ganze Unternehemn hochriskant und hatte viele Unwägbarkeiten, die Deterling und Lichy nicht so ohne weiteres beeinflussen konnte. Das ganze hing nicht zuletzt davon ab, dass trotz mangelhafter Bremswirkung auf der Strecke oder den Bahnhöfen keine Verspätungen enstehen durften. Das war schwierig: Denn Deterling musste seinen Zug schon vor jedem Vorsignal so langsam haben, dass er bis zum Haupsignal (HP0) anhalten konnte. Solange er pünktlich war, war dieser energiesparende Fahrstil in Ordnung und auch erwünscht. Hätte es aber einen ausserordentlichen Halt oder einen längeren Aufenthalt auf Station gegeben ("Abstand" ,"Kreuzung", "Postauslad" und ähnliches), dann wäre Deterling aufgeflogen. Der Zugführer (Zugbegleiter), der nicht in die Pläne eingeweht war, hätte wissen wollen, warum Deterling trotz Verspätung nicht "vmax" fährt und auch nicht richtig bremst. Denn Pünktlichkeit ist des Bahners oberste Pflicht!Eine Gruppe älterer Wanderer, die nur langsam aussteigen können oder eine hübsche Aufsichtsbeamtin, mit der man als pflichtbewusster Zugführer vor der Abfahrt gern noch ein dienstliches Gespräch führen muss - und Deterlings und Lichys Fluchtplan hätte sich in Luft aufgelöst ...TheoWas wäre WENN!!!Geht von den tatsächlichen Fakten aus, alles andere ist das berühmt berüchtigte SpekulatiusHätte, wäre, könnte, müßte, etc..
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 13:28 | nach oben springen
• | 1.170 Beiträge Zitat von ThunderhorseZitat von Ari@D187Zitat von Thunderhorse[...]gefährlicher Eingriff??StGB der DDR von 1968§ 198. Angriffe auf das Verkehrswesen. (1) Wer vorsätzlich auf Verkehrswegen Hindernisse bereitet, Verkehrsmittel, Verkehrswege, Warn- oder Signalanlagen oder -mittel oder andere Verkehrseinrichtungen zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, entfernt oder mißbräuchlich benutzt und dadurch eine Gemeingefahr vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung bestraft.[...](3) Wer durch die Tat außerordentlich schwerwiegende Folgen vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.(4) Wer durch die Tat bei der Bahn, Luftfahrt oder Schiffahrt eine Gemeingefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Geldstrafe oder mit öffentlichem Tadel bestraft.(5) Der Versuch ist strafbar. In den Fällen der Absätze 1 bis 3 ist auch die Vorbereitung strafbar.Strafgesetzbuch vom 15. Mai 1871, gültig bis zum 12. Januar 1968.Paragraf 315. Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehrhttp://delegibus.com/2010,1.pdfSeite: 1366Wenn da tatsächlich die Notbremse nicht mehr funktionierte, sind dann die Artikel 1, 3, 4 und 5 nicht erfüllt?StefanMal a bisserl in den Kommentierungen zum StGB der DDR (Ausgabe 1987) geblättert.Und bitte beachten:Wie schreiben das Jahr 1961.Flucht mit einer LokDie Masse der Flüchtlinge war in die Flucht eingewiesen, 25 verblieben freiwillig in Berlin (West), 7 weitere gehen zurück nach Ost-Berlin.Die beiden nunmehr zitierten §§ des StGB der DDR stammen aus der Fassung von 1968 ff.Sowohl im § 113 Totschlag, wie auch im § 198 Angriff auf das Verkehrswesen wird explizit auf den Vorsatz (vorsätzlich)verweisen, dieser müßte ergo auch bei der Begehung der Tat vorliegen.Die Bremse der Lok war, wie schon darauf hingewiesen, funktionsfähig.Der Lokführer konnte den Zug mit angehängten Waggen Sicher zum stehen bringen.[b]Hier mal der § 315, gültig im Jahre 1961.[/b]Gemeingefahr erforderlich.Siehe Absatz 3.§ 315. (1) Wer die Sicherheit des Betriebs einer Schienenbahn auf besonderem Bahnkörperoder Schwebebahn, der Schiffahrt oder der Luftfahrt durch Beschädigen, Zerstören oderBeseitigen von Anlagen oder Beförderungsmitteln, durch Bereiten von Hindernissen, durchfalsche Zeichen oder Signale oder durch ähnliche Eingriffe oder durch eine an Gefährlichkeiteinem solchen Eingriff gleichkommende pflichtwidrige Unterlassung beeinträchtigt und dadurcheine Gemeingefahr herbeiführt, wird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestraft. In besonders schweren Fällen ist auf Zuchthaus nicht unter fünf Jahren oder auf lebenslangesZuchthaus zu erkennen.(2) In minder schweren Fällen kann auf Gefängnis nicht unter drei Monaten erkannt werden.(3) Gemeingefahr bedeutet eine Gefahr für Leib oder Leben, sei es auch nur eines einzelnenMenschen, oder für bedeutende Sachwerte, die in fremdem Eigentum stehen oder derenVernichtung gegen das Gemeinwohl verstößt.Somit dürfte wohl zu prüfen sein, inwieweit eine Gemeingefahr für die 7 Passagier, die zurück gen Ost-berlin gingen, bestand.Bei den 25 im Westen verbliebenen dürfte die Zustimmung, da über die Flucht informiert bzw. nicht mehr zurückgekehrt aus freiem Willen vorliegen.Ein Schaden ist, wimre nicht eingetreten.So, nun wühlt euch durch die Gesetze, Kommentierungen, etc. und richtet über die Flucht.Über das Wenn u. Aber zu diskutieren ist müßig,aber wäre etwas passiert hätten die Beiden die ganze Härte der Gesetze zu spüren bekommen.Es sind genug Beispiele hier im Forum,wo wegen Banalitäten Zuchthausstrafen verhängt wurden.Abgesehen von der zu tragenden Last der Beiden bei Toten u. Verletzten,wären sie ihres Lebens nicht mehr froh geworden.Die Auslegung der Gesetze wären Staatsanwaltschaft u.Richtern vorbehalten gewesen.Und die hätten garantiert Höchststrafen gefordert u. auch verhängt.Da bin ich mir sicher.Es ist doch eine Auslegungssache u.die kann man ja unendlich dehnen.Bsp.gibt es genug.Allein der Vorsatz sorgt für eine massive Strafverschärfung.Gerade in der damaligen Zeit u. bei dem "Delikt".Aber was solls,es ist gelungen,war spektakulär u.einige Menschen waren glücklich,andere weniger. Gruß C.
• | 9.360 Beiträge Zitat von ThunderhorseWas wäre WENN!!!Geht von den tatsächlichen Fakten aus, alles andere ist das berühmt berüchtigte SpekulatiusHätte, wäre, könnte, müßte, etc..Bei der Fluchtplanung ist die Abwägung der Risiken eben schon wichtig. Mir wären sie zu gross gewesen. Als eingeweihter Fahrgast wäre ich persönlich nicht mitgekommen, sondern hätte mir einen andere Möglichkeit gesucht, nach Westberlin oder in die BRD zu kommen. Als nichteingeweihter Fahgast wäre ich hingegen froh gewesen, in Westberlin zu sein. Theo
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 13:52 | nach oben springen
• | 598 Beiträge im übrigen läuft der film morgen, 29.08.2011 um 13.05 uhr beikinowelt tv, im fernsehen.
• | 9.360 Beiträge Zitat von brunoim übrigen läuft der film morgen, 29.08.2011 um 13.05 uhr beikinowelt tv, im fernsehen.Ich habe den Film vor einigen Jahren gesehen. Gehörte zudem bis 1989 zu den "Standardsendungen" des 17. Juni und kam jeweils dann. Er hat viel Action, aber sonst ist er nicht sehenswert. Speziell die Nebenfiguren sind schlecht herausgearbeitet und unglaubwürdig überzeichnet. Wenn man solche antikommunistischen Filme heute ansieht, wirken die "bösen Nebenfiguren" (die Polizei-, Armee und DR Funktionäre) geradezu lächerlich, so dass der Film doch irgendwie langatmig wird. Ich weiss noch, ich habe mich während der eher actionlosen Szenen gefragt, warum der Heizer so alt und fast gebrechlich ist. Waren die Heizer nicht eher jung, bärenstark und bienen fleissig, um sich raschmöglichst zur Ausbildung zum Lokführer zu qualifizieren, während die Lokführer dann eher älter waren? Aber ist jetzt nicht so wichtig...Theo
• | 9.360 Beiträge Interessant ist, wie die DDR Medien über diesen Vorfall berichteten. http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/...t%5Bdouble%5D=0Es war ein verbrecherischer Anschlag mit dem Ziel, ein großes Eisenbahnunglück herbeizuführen. Deterling und Lichy hielten auf offener Strecke an, mit der Absicht den Schnellzug Hamburg-Berlin in auffahren zu lassen. Wenn das nicht kriminell ist, weiss ich auch nicht.Theo
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 18:48 | nach oben springen
ahlbecker (gelöscht) hallo theodu arbeitest ja immer noch an diesen thema. wie kommst du denn an solche zeitungsausschnitte?????ND war immer große klasse da musste Bild sich schon immer anstrengen.ich bin mir nur nicht sicher?? war deine erkenntnis nun ironisch oder nicht???noch bist du mir ein rätselklär mich, uns auf
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 19:24 | nach oben springen
• | 39 Beiträge Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit vom 5. Dezember 1961, als ein Lokführer namens Harry Deterling und ein Heizer mit mehreren Familien von Oranienburg über die Hauptstrecke Hamburg – Berlin nach West-Berlin mit einer Dampflok der Baureihe 78 mit acht Personenwagen die Republikflucht wagten. Mit dem Zug flüchteten an diesem Abend gegen 21 Uhr 25 Personen aus der DDR. Die dortigen Medien berichteten, es habe sich um einen verbrecherischen Anschlag auf den Interzonenzug aus Hamburg gehandelt. In der Nacht zum 7. Dezember wurde die Strecke dann endgültig unterbrochen. Arbeitstrupps wurden beobachtet, als sie 20 Meter vor der Grenze zu West-Berlin Schienen und Schotter entfernten.Ich wohne heute grad mal 100 m von der Durchbruchstelle entfernt es war der Bahnhof Albrechtshof. Heute fährt der Zug wieder durch und nichts erinnert mehr daran. In den 70er/80er Jahren war es immer ein komisches Gefühl wenn die Grenzer oder die TRAPO an der Endstation Albrechtshof den Zug durchkemmten.
• | 9.360 Beiträge Der Bahnhof Albrechtshof war schlecht gesichert. Nur 100 m bis zur Staatsgrenze.http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_as.htmhttp://www.stillgelegte-s-bahn.de/falkensee/falkensee1.htmhttp://www.biuub.de/gleisplaene/albrechtshof.jpgDa sieht Griebnitzsee ganz anders aus: Man beachte die Schutzweichen..http://www.sporenplan.nl/figuren/tekenin...riebnitzsee.jpgTheo
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 20:09 | nach oben springen
• | 4.915 Beiträge Zitat von eisenringtheoInteressant ist, wie die DDR Medien über diesen Vorfall berichteten. http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/...t%5Bdouble%5D=0Es war ein verbrecherischer Anschlag mit dem Ziel, ein großes Eisenbahnunglück herbeizuführen. Deterling und Lichy hielten auf offener Strecke an, mit der Absicht den Schnellzug Hamburg-Berlin in auffahren zu lassen. Wenn das nicht kriminell ist, weiss ich auch nicht.TheoHoppla,hab mir alles mal in Ruhe durchgelesen.Den Film hab ich auch gesehen, hat mich auch nicht so besonders vom Hocker gerissen, eben wegen der Nebenszenen und so.Natürlich war es ein sehr riskantes Unternehmen. Und wie schon erwähnt, es waren aber auch andere Zeiten, man schrieb das Jahr 1961. Ich kenne die örtlichen Verhältnisse dort nicht, aber für mich aus heutiger Sicht und in Betracht der garantiert noch nicht beseitigten Kriegsfolgen an den Eisenbahnstrecken in und um Berlin, das da mit 80 km/h gefahren wurde..., naja. Glaub ich nicht.Und was den Presseartikel im ND zu dieser Flucht anbelangt, eben der typische Jargon dieser Zeit, gespickt mit einer verbalen Kriminalisierung der handelnden Personen und Dramatisierung des ganzen Geschehens. Ganz klar, als der Zug den letzten planmäßigen Haltebahnhof eben ohne Halt passierte, noch dazu wo niemand genau wusste warum, wird jeder beteiligte Eisenbahner sofort einen Gefahrennotruf abgesetzt haben, der da lautet "Betriebsgefahr, haltet Züge zurück!" Das wiederum löst bei allen Beteiligten und den Notruf aufnehmenden Eisenbahnern, hier speziell da es sich ja um das Komminikationsmittel Telefon (Streckenfernsprechleitung) gehandelt hat, die beteiligten Stellwerke die Folgehandlung aus, Signale sofort auf Halt zu stellen und fahrende Züge, soweit als möglich und mit den damals zur Verfügung stehenden Signalmitteln anzuhalten. Und bei der damaligen geringen Zugfolge war es ja mit einiger Sicherheit auszuschließen, das auf der eingleisigen Strecke ein Zug entgegenkam. Das wird der Lokführer bei seinen Planungen schon akriebisch geprüft haben, denn bei einem Frontalzusammenstoß hätte auch er und sein Heizer selbst im Kohletender ganz schlechte Karten gehabt!Hier in dem Artikel des (vermutlich) ND daraus zu konstruieren, das besagter Lokführer "...der sich viel in Westdeutschland aufgehalten hat..." absichtlich einen Zugzusammenstoß, noch dazu mit dem Schnellzug Berlin - Hamburg, in dem vermutlich hier an diesem Ort in erster Linie Westberliner und Bundesbürger gesessen hätten, das ist wirklich stalinistische Kriminalisierungspropaganda unterster Schublade!Wenn das wirklich so gewesen sein soll, bin ich mir sicher, das besagter Lokführer und auch sein Heizer sich hätten mit großer Sicherheit auch bei den westberliner oder bundesdeutschen Strafverfolgungsbehörden für einen "...gefährlichen Eingriff in den Eisenbahnverkehr..." hätten verantworten müssen. Auch die westlichen Alleierten hätten solch einen versuchten Anschlag nicht toleriert, zumal auch ihre Militär- und Zivielangehöhrigen diese Interzonenzüge benutzten und damit in Gefahr gewesen wären.Das eher größere Problem wird das gewesen sein, das der erzstalinistische Mordbube Ulbricht sich samt seines ebenbürtigen Gefolges derart über diese doch spektakuläre Flucht, den Imageschaden durch die garantiert von den damaligen Westmedien nach ihrer auch nicht gerade feinen kalter- Krieger- Manier aufgebauschten Pressemeldungen derart geärgert hat, das hier für die allgemeine (noch an den Stalinismus glaubende Masse) ein derartiges kriminalisiertes Konstrukt geschaffen werden musste. Die nachhaltigen Versuche, den Lokführer wieder in die DDR zurückzuholen sprechen da ihre eigene und deutliche Sprache. Bei Gelingen wäre es ein 1- A propagandistisches Exempel der SED- gelenkten DDR- Justitz geworden. Ausgang vermutlich mit Todesstrafe. Auch das Urteil wird schon fertig gewesen sein.So, ihr Erbsenzähler. Nun fallt mal wieder schön über mich als Spekulanten her!josy95
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 20:04 | nach oben springen
• | 1.170 Beiträge Zitat von josy95Zitat von eisenringtheoInteressant ist, wie die DDR Medien über diesen Vorfall berichteten. http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/...t%5Bdouble%5D=0Es war ein verbrecherischer Anschlag mit dem Ziel, ein großes Eisenbahnunglück herbeizuführen. Deterling und Lichy hielten auf offener Strecke an, mit der Absicht den Schnellzug Hamburg-Berlin in auffahren zu lassen. Wenn das nicht kriminell ist, weiss ich auch nicht.TheoHoppla,hab mir alles mal in Ruhe durchgelesen.Den Film hab ich auch gesehen, hat mich auch nicht so besonders vom Hocker gerissen, eben wegen der Nebenszenen und so.Natürlich war es ein sehr riskantes Unternehmen. Und wie schon erwähnt, es waren aber auch andere Zeiten, man schrieb das Jahr 1961. Ich kenne die örtlichen Verhältnisse dort nicht, aber für mich aus heutiger Sicht und in Betracht der garantiert noch nicht beseitigten Kriegsfolgen an den Eisenbahnstrecken in und um Berlin, das da mit 80 km/h gefahren wurde..., naja. Glaub ich nicht.Und was den Presseartikel im ND zu dieser Flucht anbelangt, eben der typische Jargon dieser Zeit, gespickt mit einer verbalen Kriminalisierung der handelnden Personen und Dramatisierung des ganzen Geschehens. Ganz klar, als der Zug den letzten planmäßigen Haltebahnhof eben ohne Halt passierte, wird jeder beteiligte Eisenbahner sofort eionen Gefahrennotruf abgesetzt haben, der da lautet "Betriebsgefahr, haltet Züge zurück!" Das wiederum löst bei allen Beteiligten und den Notruf aufnehmenden Eisenbahnern, hier speziell da es sich ja um das Komminikationsmittel Telefon (Streckenfernsprechleitung) gehandelt hat, die beteiligten Stellwerke die Folgehandlung aus, Signale sofort auf Halt zu stellen und fahrende Züge, soweit als möglich und mit den damals zur Verfügung stehenden Signalmitteln anzuhalten. Und bei der damaligen geringen Zugfolge war es ja mit einiger Sicherheit auszuschließen, das auf der eingleisigen Strecke ein Zug entgegenkam. Das wird der Lokführer bei seinen Planungen schon akriebisch geprüft haben, denn bei einem Frontalzusammenstoß hätte auch er und sein Heizer selbst im Kohletender ganz schlechte Karten gehabt!Hier in dem Artikel des (vermutlich) ND daraus zu konstruieren, das besagter Lokführer "...der sich viel in Westdeutschland aufgehalten hat..." absichtlich einen Zugzusammenstoß, noch dazu mit dem Schnellzug Berlin - Hamburg, in dem vermutlich hier an diesem Ort in erster Linie Westberliner und Bundesbürger gesessen hätten, das ist wirklich stalinistische Kriminalisierungspropaganda unterster Schublade!Wenn das wirklich so gewesen sein soll, bin ich mir sicher, das besagter Lokführer und auch sein Heizer sich hätten mit großer Sicherheit auch bei den westberliner oder bundesdeutschen Strafverfolgungsbehörden für einen "...gefährlichen Eingriff in den Eisenbahnverkehr..." hätten verantworten müssen. Auch die westlichen Alleierten hätten solch einen versuchten Anschlag nicht toleriert, zumal auch ihre Militär- und Zivielangehöhrigen diese Interzonenzüge benutzten und damit in Gefahr gewesen wären.Das eher größere Problem wird das gewesen sein, das der erzstalinistische Mordbube Ulbricht sich samt seines ebenbürtigen Gefolges derart über diese doch spektakuläre Flucht, den Imageschaden durch die garantiert von den damaligen Westmedien nach ihrer auch nicht gerade feinen kalter- Krieger- Manier aufgebauschten Pressemeldungen derart geärgert hat, das hier für die allgemeine (noch an den Stalinismus glaubende Masse) ein derartiges kriminalisiertes Konstrukt geschaffen werden musste. Die nachhaltigen Versuche, den Lokführer wieder in die DDR zurückzuholen sprechen da ihre eigene und deutliche Sprache. Bei Gelingen wäre es ein 1- A propagandistisches Exempel der DDR geworden. Ausgang vermutlich mit Todesstrafe. Auch das Urteil wird schon fertig gewesen sein.So, ihr Erbsenzähler. Nun fallt mal wieder schön über mich als Spekulanten her!josy95Josy,Stimme mit Dir überein,also keineSiehe #49Schönen Abend u.immer genug Wasser im Kessel,Gruß C.
• | 4.915 Beiträge Zitat von CommanderJosy,Stimme mit Dir überein,also keineSiehe #49Schönen Abend u.immer genug Wasser im Kessel,Gruß C....danke, @Commander!Hab zur Zeit Urlaub, will morgen mal mit dem ersten Zug zum Brocken und dann mit dem Fahrad runter nach Ilsenburg, Brockenlaufstrecke für nächsten Samstag begutachten. Gebe Deine Wünsche betreffs "...genug Wasser im Kessel..." gern morgen an meinen Kollegen weiter!josy95
• | 1.170 Beiträge Zitat von josy95Zitat von CommanderJosy,Stimme mit Dir überein,also keineSiehe #49Schönen Abend u.immer genug Wasser im Kessel,Gruß C....danke, @Commander!Hab zur Zeit Urlaub, will morgen mal mit dem ersten Zug zum Brocken und dann mit dem Fahrad runter nach Ilsenburg, Brockenlaufstrecke für nächsten Samstag begutachten. Gebe Deine Wünsche betreffs "...genug Wasser im Kessel..." gern morgen an meinen Kollegen weiter!josy95Schönen Urlaub nochUnd das Ihr alle immer heile den Berg hoch u. runter kommt!Manchmal sehe ich Eure Dampfwolke von der B6N.Gruß C.
01.10.2015 12:04von Beethoven • Zugriffe: 1116
05.02.2015 12:44von FRITZE • Zugriffe: 450
28.02.2014 21:26von tomek • Zugriffe: 1080
05.04.2010 08:50von manudave • Zugriffe: 8378
01.06.2013 19:57von Vogtländer • Zugriffe: 5379

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 § 198
 § 315
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