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Timestamp: 2019-10-22 07:23:26+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1972, 584 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 15.12.1971
https://dejure.org/1971,2947
BGH, 15.12.1971 - IV ZB 79/71 (https://dejure.org/1971,2947)
BGH, Entscheidung vom 15.12.1971 - IV ZB 79/71 (https://dejure.org/1971,2947)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 (https://dejure.org/1971,2947)
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Versäumung - Prozesshandlung - Zurechnungsgrundsatz - Verschulden des Prozessbevollmächtigten - Streitigkeit in Statussachen
VersR 1972, 440
Er hat diese Vorschrift bei zahlreichen Entscheidungen nach Inkrafttreten des Gesetzes über die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder angewandt und nimmt insbesondere auf die Gründe seines Beschlusses vom 15. Dezember 1971 (NJW 1972, S. 584 ) Bezug.
Der Grundsatz, daß sich die Partei ein Verschulden ihres Prozeßbevollmächtigten anrechnen lassen muß, gilt auch für die Wahrung von Rechtsmittelfristen in Kindschaftssachen (Bestätigung von BGH VersR 72, 440).
Das hat der erkennende Senat bereits in mehreren Entscheidungen ausgesprochen (vgl. u.a. den in NJW 1972, 584 = FamRZ 1972, 200 veröffentlichen Beschluß).
Aus diesem Grunde ist seit langem anerkannt, daß die Anwendung des § 85 Abs. 2 ZPO in Statusverfahren keinen durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet (vgl. BVerfGE 35, 41, 47; 60, 253, 288; ebenso schon BGH, Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 - NJW 1972, 584 zu § 232 Abs. 2 ZPO a.F.; zur Anwendung in Familiensachen vgl. BGH…, Beschluß vom 20. April 1979 - IV ZB 84/78 - NJW 1979, 1414, 1415 und Senatsbeschluß vom 2. Dezember 1987 - IVb ZB 125/87 - BGHR ZPO § 85 Abs. 2 Anwendbarkeit 1).
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Hinweispflicht - Unzuständigkeit - …
Das hat der Senat in seinem zur Veröffentlichung bestimmten Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 - im einzelnen ausgeführt.
Nachdem das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, die Regelung des § 232 Abs. 2 ZPO a.F. über die Zurechenbarkeit des Anwaltsverschuldens bei Versäumung prozessualer Fristen sei für den normalen Zivilprozeß verfassungsrechtlich unproblematisch und auch in zivilprozessualen Statusverfahren mit dem Grundgesetz vereinbar, (BVerfGE 35, 41, 46 bis 50; vgl. auch BGH Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 = NJW 1972, 584) besteht kein Anlaß zu verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Anwendbarkeit des § 233 ZPO in familienrechtlichen Verfahren nach §§ 621 Abs. 1 Nr. 1, 621 e ZPO.
Die Anwendung dieser Bestimmung in Kindschaftssachen ist nach der zutreffenden Ansicht des Berufungsgerichts mit dem Grundgesetz vereinbar, wie der erkennende Senat wiederholt ausgesprochen hat (Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 = NJW 1972, 584).
Die Anwendbarkeit ist demgemäß etwa für Kindschaftssachen anerkannt (BGH, Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 -, LM § 232 ZPO/Ca/Nr. 33) und insoweit verfassungsrechtlich unbedenklich (BVerfGE 35, 41, 46 ff).
Der erkennende Senat verbleibt bei seiner Ansicht, die er im Beschluß vom 15. Dezember 1972 - IV ZB 79/71 - (NJW 1972, 584) zum Ausdruck gebracht hat.
Der erkennende Senat verbleibt bei seiner Ansicht, die er im Beschluß vom 15. Dezember 1971 - IV ZB 79/71 - (NJW 1972, 584) zum Ausdruck gebracht hat.
Daß er in Ehesachen, in Kindschaftssachen und in Unterhaltssachen der nichtehelichen Kinder insbesondere nicht gegen das Grundgesetz verstößt, hat der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung vertreten (LM ZPO § 232 Ca Nr. 33 = NJW 1972, 584 und stets).
BGH, 23.02.1973 - IV ZB 5/73

References: BGH 
 § 85
 § 232
 § 85
 § 232
 BGH 
 § 233
 § 232
 § 232