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Timestamp: 2016-10-23 16:10:09+00:00

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140 III 512
140 III 51276. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. Bank X. AG gegen Bank Y. und Z. (Beschwerde in Zivilsachen)
5A_723/2013 vom 3. September 2014
Art. 99 LP; saisie portant sur des avoirs bancaires que le poursuivi domicili� � l'�tranger d�tient aupr�s d'une succursale �trang�re de l'�tablissement bancaire suisse tiers d�biteur. La cr�ance que le d�biteur tire de ses relations avec une succursale �trang�re du tiers d�biteur domicili� en Suisse doit �tre localis�e � ce domicile suisse (confirmation de la jurisprudence; consid. 3). Faits � partir de page 512
BGE 140 III 512 S. 512
A. A.a Die Bank X. AG, mit Sitz in Z�rich, ist Drittschuldnerin im Arrest- und Pf�ndungsverfahren, welches von der Banca A. S.p.A. bzw. der Rechtsnachfolgerin Bank Y., mit Sitz in Italien, gegen Z., mit Wohnsitz in Italien, eingeleitet wurde.
A.b Das Betreibungsamt Z�rich 1 verarrestierte gest�tzt auf den Arrestbefehl Nr. a des Bezirksgerichts Z�rich vom 18. Februar 2008 (mit dem Arrestgrund Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG; "Ausl�nderarrest") Guthaben auf n�her bezeichneten Konten etc. lautend auf Z. sowie auf (zwei bestimmte) panamaische Gesellschaften "bei der BGE 140 III 512 S. 513Bank X. AG am Hauptsitz und/oder bei ihrer Zweigniederlassung in Singapur" (Arrestvollzug vom 22. Februar 2008). (...)
A.c Am 22. Dezember 2011 vollzog das Betreibungsamt in der Arrestprosequierungsbetreibung Nr. b die Pf�ndung Nr. c. (...) Am 26. November 2012 erliess (es) die Pf�ndungsurkunde. Als Pf�ndungsgegenstand bezeichnete es die bestrittene Forderung des Betreibungsschuldners "gegen�ber der Bank X. AG herr�hrend aus sich allf�llig in Singapur befindlichen Verm�genswerten des Schuldners". Gleichentags zeigte es der Bank die Pf�ndung an.
A.d Gegen die Pf�ndungsurkunde erhob die Bank X. AG als Drittschuldnerin am 17. Dezember 2012 betreibungsrechtliche Beschwerde. Sie beantragte, den Arrest, die Betreibung sowie die Pf�ndungsurkunde aufzuheben; eventuell sei die Pf�ndungsurkunde nichtig zu erkl�ren. Das Bezirksgericht Z�rich als untere kantonale Aufsichtsbeh�rde �ber die Betreibungs�mter trat mit Entscheid vom 13. M�rz 2013 auf die Beschwerde nicht ein. Es verneinte die Beschwerdelegitimation der Bank und kam nach Pr�fung der Zust�ndigkeit des Betreibungsamtes zum Schluss, dass kein Grund zum Eingreifen von Amtes wegen bestehe.
B. Die Bank X. AG gelangte an das Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, als obere kantonale Aufsichtsbeh�rde �ber Schuldbetreibung und Konkurs, welches die Beschwerde mit Urteil vom 16. September 2013 abwies, soweit darauf eingetreten wurde.
C. Mit Eingabe vom 30. September 2013 hat die Bank X. AG Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Die Beschwerdef�hrerin beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbeh�rde �ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 16. September 2013 aufzuheben und den Arrest, die Betreibung sowie die Pf�ndung und Pf�ndungsurkunde nichtig zu erkl�ren.
Die Betreibungsgl�ubigerin Bank Y. (Beschwerdegegnerin) beantragt das Nichteintreten auf die Beschwerde; eventuell sei sie abzuweisen, subeventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Der Betreibungsschuldner Z. (Beschwerdegegner) hat sich nicht vernehmen lassen. (...)
BGE 140 III 512 S. 514
3. Anlass zur vorliegenden Beschwerde gibt die Pf�ndung von Forderungen des Betreibungsschuldners aus Gesch�ftsbeziehungen mit der Zweigniederlassung in Singapur, welche die Beschwerdef�hrerin als in der Schweiz domizilierte Bank betreibt. Die Vorinstanz hat die Pf�ndung best�tigt. Die Beschwerdef�hrerin beruft sich im Wesentlichen auf die Kritik sowie die Zweifel, welche die Vorinstanz an der Rechtsprechung (BGE 128 III 473) ge�ussert hat, sowie auf den Minderheitsantrag einer Oberrichterin. Im Wesentlichen kritisiert die Beschwerdef�hrerin, dass die Vorinstanz die �rtliche Zust�ndigkeit des Betreibungsamtes zur Pf�ndung zwar in Frage gestellt habe, die Pf�ndung mit Hinweis auf den Grundsatz von Treu und Glauben in der Rechtsanwendung dennoch nicht aufgehoben habe. Sie wirft der Vorinstanz vor, einen widerspr�chlichen Entscheid gef�llt und Bundes(verfassungs)recht verletzt zu haben.
3.1 Nach der Rechtsprechung ist die Beschwerdef�hrerin als Drittschuldnerin durch den Vollzug eines gegen�ber dem Betreibungsschuldner verf�gten Arrestes bzw. den damit verbundenen Massnahmen (wie die Anzeige der Forderungspf�ndung) in ihren schutzw�rdigen (zumindest tats�chlichen) Interessen hinreichend ber�hrt und zur Beschwerde gem�ss Art. 17 SchKG legitimiert; das Gleiche gilt (mit Blick auf Art. 275 SchKG) im Rahmen des Vollzugs der Pf�ndung (Urteile 5A_36/2008 vom 5. August 2008 E. 3; 7B.28/2001 vom 14. Februar 2001 E. 1; vgl. BGE 80 III 122 E. 2 S. 124). Streitpunkt ist die �rtliche Zust�ndigkeit des Betreibungsamtes. Zu Recht hat die Vorinstanz angenommen, dass die Pf�ndung von im Ausland gelegenen Verm�genswerten bzw. die deshalb von einem �rtlich unzust�ndigen Betreibungsamt vollzogene Pf�ndung nicht bloss anfechtbar, sondern nichtig im Sinne von Art. 22 SchKG ist (vgl. BGE 41 III 291 E. 1 S. 292; 55 III 165 S. 166; AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, � 22 Rz. 24). Zu pr�fen ist, ob die obere Aufsichtsbeh�rde bei der vorliegenden Pf�ndung h�tte eingreifen m�ssen, weil ein Verstoss �ber die Regeln der Belegenheit von Forderungen bzw. die Zust�ndigkeit des Betreibungsamtes zur Pf�ndung vorliegt.
3.2 Rechte und Forderungen, die durch Wertpapiere verk�rpert sind, sind dort belegen, wo sich diese physisch befinden (BGE 116 III 107 E. 5b S. 109). Forderungen, die nicht in einem Wertpapier verk�rpert sind, sind am Wohnsitz des Gl�ubigers BGE 140 III 512 S. 515(Vollstreckungsschuldners) belegen. Wohnt der Vollstreckungsschuldner im Ausland, der Drittschuldner aber in der Schweiz, so gilt die Forderung als am Wohnsitz des Drittschuldners in der Schweiz belegen und ist dort zu verarrestieren bzw. pf�nden (BGE 31 I 198 E. 3 S. 200; zuletzt BGE 137 III 625 E. 3.1 S. 627; vgl. STAEHELIN, Die internationale Zust�ndigkeit der Schweiz im Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, AJP 1995 S. 265; GILLI�RON, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. I, 1999, N. 20 zu Art. 89 SchKG). Damit sollen - wegen der Mehrfachbelegenheit von Forderungen, wie sie wegen der unterschiedlichen staatlichen Regelungen vorliegen - negative Zust�ndigkeitskonflikte vermieden werden (BGE 137 III 625 E. 3.4 S. 628).
Weiter hat das Bundesgericht entschieden, dass die Forderung eines im Ausland wohnhaften Vollstreckungsschuldners auch dann am schweizerischen Wohnsitz des Drittschuldners belegen und dort zu verarrestieren bzw. pf�nden ist, wenn sie zum Gesch�ftsbetrieb einer ausl�ndischen Zweigniederlassung dieses Drittschuldners geh�rt (BGE 128 III 473 E. 3.1 am Ende, E. 3.2 S. 475, mit Hinweis auf die Lehre; Urteil 7B.28/2001 vom 14. Februar 2001 E. 3). Dabei wird die Belegenheit beim schweizerischen Drittschuldner nicht auf F�lle beschr�nkt, in welchen dieser in die Kundenbeziehung zur ausl�ndischen Zweigniederlassung "involviert" ist (BGE 128 III 473 E. 3.1 am Ende, E. 3.2 S. 475, mit Hinweis auf Urteil 7B.28/2001 vom 14. Februar 2001; PEDROTTI, Chi ha paura della competenza?, Bollettino dell'Ordine degli avvocati del Cantone Ticino Nr. 34/November 2007 S. 22; a.M. u.a. OCHSNER, La poursuite contre le d�biteur � l'�tranger, JdT 2014 II S. 30).
3.3 Die Rechtsprechung (BGE 128 III 473), wonach die Forderung aus dem Gesch�ftsverkehr mit einer ausl�ndischen Zweigniederlassung eines inl�ndischen Drittschuldners - z.B. einer Bank - vollstreckungsrechtlich in der Schweiz zu lokalisieren ist, wird in der Lehre zum Teil best�tigt (u.a. PEDROTTI, a.a.O., S. 22/23; REISER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 55 zu Art. 275 SchKG; GASSER, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts [...], ZBJV 2003 S. 464), zum Teil auch abgelehnt (u.a. ZONDLER, Schweizer Arrest auf Verm�genswerten im Ausland?, AJP 2005 S. 573 ff., 578; JEANDIN/LOMBARDINI, Le s�questre en Suisse d'avoirs bancaires � l'�tranger: fiction ou r�alit�?, AJP 2006 S. 974 ff.; JEANNERET/DE BOTH, S�questre international, for du s�questre en mati�re bancaire et s�questre de biens d�tenus par BGE 140 III 512 S. 516des tiers, SJ 2006 II S. 181 ff.). Nach der Kritik wird in diesen F�llen (Zweigniederlassung im Ausland) die Verarrestierung verneint und z.T. (entgegen der Praxis; vgl. OCHSNER, a.a.O., mit Hinw.) analog auch die Verarrestierung von Forderungen gegen�ber einem ausl�ndischen Hauptsitz am Ort der Niederlassung in der Schweiz verneint (MEIER-DIETERLE, in: SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 9 zu Art. 272 SchKG).
3.4 In der kantonalen Praxis wird die erw�hnte Rechtsprechung (BGE 128 III 473) nach eingehender Auseinandersetzung mit der Kritik befolgt (Tessin: Urteil 15.2006.88 der Camera di esecuzione e fallimenti del Tribunale d'appello als Aufsichtsbeh�rde �ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 15. Juni 2007 E. 3 und 4, in: www.sentenze.ti.ch; Zug: Urteil des Obergerichts vom 6. Dezember 2012 E. 3.2, in: Gerichts- und Verwaltungspraxis des Kantons Zug [GVP- ZG] 2012 S. 166). Das Bundesgericht hat im Jahre 2012 auf die Kritik Bezug genommen und die erw�hnte Rechtsprechung als massgebend erachtet (Urteil 5A_262/2010 vom 31. Mai 2012 E. 8.2.2)
3.5 Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin geben - wie sich aus dem Folgenden ergibt - keinen Anlass zur �nderung der Rechtsprechung.
3.5.1 Die zwangsvollstreckungsrechtliche "Belegenheit" einer Forderung ist reine Fiktion (BGE 31 I 198 E. 3 am Ende S. 200; 63 III 44 S. 45). Da die Zust�ndigkeit zur Forderungspf�ndung international nicht einheitlich geregelt ist, kann es zu Kompetenzkonflikten kommen, was zu Nachteilen des Drittschuldners f�hren kann und seit langem Thema in Rechtsprechung und Lehre ist (z.B. AUD�TAT, Die internationale Forderungspf�ndung nach schweizerischem Recht, 2007, S. 109 ff., mit Hinw.). Zu Recht hat die Vorinstanz festgehalten, dass auch die Belegenheit von Forderungen aus dem Gesch�ftsverkehr mit einer ausl�ndischen Zweigniederlassung "in der Literatur kontrovers diskutiert wird". Entgegen der Meinung der Vorinstanz k�nnte eine koordinierte Betrachtungsweise sogar eher zur Belegenheit beim Drittschuldner im Sinne von Art. 2 lit. g EuInsVO (ABl. L 160 vom 30. Juni 2006 S. 1 ff.) f�hren (so MARCHAND, Pr�cis de droit des poursuites, 2. Aufl. 2013, S. 252) und damit die Belegenheit bei der kontof�hrenden Zweigniederlassung ausschliessen (M�SCH, in: Europ�isches Zivilprozess- und Kollisionsrecht, Rauscher [Hrsg.], 2010, N. 9 zu Art. 2 EuInsVO). Unabh�ngig von dieser Diskussion steht jedenfalls fest, dass f�r die Forderung, welche aus dem Gesch�ftsverkehr mit einer ausl�ndischen BGE 140 III 512 S. 517Zweigniederlassung eines inl�ndischen Drittschuldners stammt, eine k�rperliche Beschlagnahme weder erforderlich noch m�glich ist, sondern die Belegenheit gesetzlich zu fingieren - und in der Schweiz fingierbar - ist, weshalb ein Territorialit�tsproblem verneint werden kann (LEMBO, Le s�questre des comptes des succursales requis au si�ge de la banque [...], AJP 2003 S. 805).
3.5.2 In der Praxis wird zu Recht abgelehnt, dass die ausl�ndische Zweigniederlassung einer in der Schweiz domizilierten Bank zwangsvollstreckungsrechtlich gleich wie eine (rechtlich selbst�ndige) Tochtergesellschaft behandelt wird (vgl. Zug: Urteil des Obergerichts vom 6. Dezember 2012 E. 3.4, in: GVP-ZG 2012 S. 166/167); das Gegenteil wird auch von der Vorinstanz als "zu weit gehend" und "nicht ohne weiteres nachvollziehbar" bezeichnet. Der Argumentation der Beschwerdef�hrerin, dass eine Forderung, die aus dem Gesch�ftsverkehr mit der ausl�ndischen Zweigniederlassung stammt, �berhaupt nichts mit der Schweiz zu tun habe, ist nicht haltbar, denn mit dem Domizil des Drittschuldners weist sie einen hinreichenden Bezug zum Inland auf (vgl. GEIMER, Internationales Zivilprozessrecht, 6. Aufl. 2009, Rz. 3211). Dass die Forderung aus dem Gesch�ftsverkehr mit einer ausl�ndischen Zweigniederlassung herr�hrt, rechtfertigt noch nicht, den Drittschuldner mit Wohnsitz bzw. Sitz in der Schweiz, zu welchem die Zweigniederlassung rechtlich geh�rt, von der zwangsvollstreckungsrechtlichen Souver�nit�t der Schweiz auszunehmen (vgl. allgemein GILLI�RON, Le droit international suisse de l'ex�cution forc�e des cr�ances [...], Schweizerisches Jahrbuch f�r internationales Recht [SJIR] 1988 S. 87).
3.5.3 Die praktische Verwertbarkeit der gepf�ndeten Forderung st�sst nicht auf Hindernisse, welche die Pf�ndung als nichtig erscheinen lassen k�nnten: Dem Drittschuldner mit Domizil in der Schweiz kann angezeigt werden, dass er dem alten Gl�ubiger nicht mehr befreiend zahlen kann (Art. 99 SchKG; vgl. Urteil 7B.28/2001 vom 14. Februar 2001 E. 3); ebenso kann dem schweizerischen Drittschuldner befohlen werden, das Betreibungsamt zum Forderungseinzug (vgl. Art. 100 SchKG) und den Ersteigerer der Forderung als neuen Gl�ubiger anzuerkennen und an diesen zu leisten, oder sich nach Art. 131 SchKG gefallen zu lassen, dass eine bestrittene Forderung gegen ihn geltend gemacht wird (vgl. Urteil 15.2006.88 der Camera di esecuzione e fallimenti [Tessin], a.a.O., E. 3.4). Dass die G�ltigkeit der Pf�ndung nicht vom Vorliegen der Anzeige gem�ss Art. 99 SchKG abh�ngt, steht nach der Rechtsprechung fest BGE 140 III 512 S. 518(BGE 115 III 109 E. 2a S. 110); daran �ndert auch nichts, dass die Forderung als strittige gepf�ndet wurde (BGE 109 III 11 E. 2 S. 13).
3.5.4 Die Beschwerdef�hrerin gibt (wie die Vorinstanz) zu bedenken, dass es mit der erw�hnten Rechtsprechung (BGE 128 III 473) zu einer zus�tzlichen Zwangsvollstreckungsm�glichkeit und "unweigerlich zu Vollstreckungskollisionen" komme, insbesondere weil die Zwangsvollstreckung auch am Ort der Zweigniederlassung im Ausland m�glich sei. Richtig ist, dass es zu Nachteilen f�r den Drittschuldner kommen kann (E. 3.5.1), wenn die inl�ndische Pf�ndung im Ausland nicht anerkannt wird. Er l�uft allenfalls Gefahr, doppelt bezahlen zu m�ssen: im Vollstreckungsstaat dem Vollstreckungsgl�ubiger, in einem anderen Staat seinem bisherigen Gl�ubiger (vgl. STAEHELIN, a.a.O., S. 265). Die Nachteile, die sich f�r den Drittschuldner ergeben, treten jedoch typischerweise f�r die Beteiligten auf, falls in internationalen Verh�ltnissen die Zust�ndigkeitsregeln divergieren und die Anerkennung einer Entscheidung versagt bleibt. Das Gesetz kn�pft die Vollstreckungszust�ndigkeit indessen nicht an die Anerkennung der inl�ndischen Vollstreckungsakte im Ausland an. Das Argument der Vorinstanz, es sei zu ber�cksichtigen, dass im Land der Zweigniederlassung (nach dortigem Recht) ebenfalls eine Zust�ndigkeit bestehe, l�uft auf eine Beschr�nkung der schweizerischen Vollstreckungszust�ndigkeit (am Domizil des Drittschuldners) hinaus. Die Beschr�nkung der eigenen Zust�ndigkeit im Falle der ausl�ndischen Zweigniederlassung insbesondere f�r den Arrestgrund gem�ss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG ("Ausl�nderarrest") w�rde eine zus�tzliche Voraussetzung einf�hren, was zu Lasten des Vollstreckungsgl�ubigers geht und wof�r eine gen�gende gesetzliche Grundlage fehlt. Im �brigen ist der Blick der Vorinstanz auf den im ausl�ndischen Staat ans�ssigen Schuldner (Bankkunden), der mit der dortigen Zweigniederlassung eine Bankbeziehung unterh�lt und sich nicht mit der Extraterritorialit�t der Forderung aus einer dortigen Zwangsvollstreckung retten k�nne, zu eng: Es l�sst sich dem entgegenhalten, dass derjenige in der Schweiz belangbar sein soll, der - wie der in Italien domizilierte Beschwerdegegner - seine Bankkonten durch eine Bank mit Sitz in der Schweiz, wenn auch von einer Zweigniederlassung im Ausland, f�hren l�sst (vgl. BGE 102 III 94 E. 5c S. 107). Schliesslich ist im vorliegenden Verfahren nicht zu kl�ren, ob es m�glich sei, den Drittgl�ubiger im Inland vom Zwang zur Doppelzahlung zu befreien, wenn er alles in seiner Macht Stehende getan hat, um dem Pf�ndungsrecht des BGE 140 III 512 S. 519Vollstreckungsgl�ubigers auch im Ausland Geltung zu verschaffen (so GEIMER, a.a.O., Rz. 3268).
3.5.5 Es ist wohl zutreffend, dass das Bankenrecht in den verschiedenen Staaten stark reguliert und eine zentralisierte Kontenf�hrung �ber die Landesgrenze hinweg nicht ohne weiteres zul�ssig ist. Ein fehlender Zugriff des schweizerischen Hauptsitzes auf das Kundensystem der Zweigniederlassung bedeutet indessen nicht, dass diese �ber den Arrest bzw. die Pf�ndung nicht informiert werden k�nne, wie die Vorinstanz bereits zutreffend festgehalten hat; etwas anderes sei auch nicht behauptet worden. Einer Bank stehen im Falle des Arrestes bzw. der Pf�ndung regelm�ssig Angaben bez�glich Konten bei einer bestimmten ausl�ndischen Zweigniederlassung zur Verf�gung. Auch im konkreten Fall hat die Beschwerdegegnerin bereits Arrest auf genau bezeichneten Konten "bei der Bank X. AG am Hauptsitz und/oder bei ihrer Zweigniederlassung in Singapur" verlangt und erhalten (Sachverhalt, Bst. A.b). Die Angaben werden vom Arrestgl�ubiger dem Arrestrichter regelm�ssig durch Bankkorrespondenzen bekannt gegeben, andernfalls wohl ein (verp�nter) Sucharrest vorliegt (vgl. MARCHAND, a.a.O.; LEMBO, a.a.O., S. 806). Weiter hat die Vorinstanz er�rtert, ob die Beschwerdef�hrerin als Drittschuldnerin �ber die allgemeine Problematik hinaus zur Doppelzahlung gef�hrdet ist. Der Schl�ssel zur Kl�rung des Doppelzahlungsrisikos liege in der Gestaltung der Rechtsbeziehung der Zweigniederlassung in Singapur mit ihren Kunden. Die Beschwerdef�hrerin habe hierzu lediglich pauschale Behauptungen aufgestellt und es unterlassen, die AGB der Kundenbeziehung in Singapur einzureichen. Auf diese Tatsachenfeststellung (Art. 105 Abs. 1 BGG) geht die Beschwerdef�hrerin nicht ein. Es ist nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz gefolgert hat, die AGB seien so ausgestaltet, dass die Auskunft gegen�ber dem Hauptsitz nicht ausgeschlossen sei und kein unmittelbares Doppelzahlungsrisiko bestehe. Angef�gt werden kann, dass nach der Lehre zum Recht von Singapur mit Einverst�ndnis des Kontoinhabers an sich gesch�tzte Einzelheiten �ber das Konto offenbart werden k�nnen (vgl. FRIEDMANN, Bank Secrecy in Singapore, Jusletter 5. Oktober 2009 Rz. 6). Auf diese M�glichkeit hat die Vorinstanz hingewiesen und festgehalten, dass die von der Beschwerdef�hrerin eingereichte "Legal opinion" sich dazu nicht �ussere. Dass die �berlegung zum ausl�ndischen Recht unhaltbar sei, wird nicht dargetan. Es besteht kein Anlass, das Vorgehen einer Zweigniederlassung zu er�rtern, welche im Zusammenhang mit einem schweizerischen Arrest vor Auszahlung eines Guthabens BGE 140 III 512 S. 520R�cksprache mit den zust�ndigen bankinternen Stellen in der Schweiz nimmt (vgl. Urteil des High Court von Singapur vom 29. M�rz 2010, [2010] SGHC 96, in: www.singaporelaw.sg).
3.6 Wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, es bestehe kein Hindernis zur Pf�ndung, erscheint dies mit den Regeln �ber die zwangsvollstreckungsrechtliche Zust�ndigkeit der Schweiz vereinbar. Soweit die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz die falsche Anwendung des Grundsatzes von Treu und Glauben vorwirft, kritisiert sie vergeblich die teilweise unzutreffende - vom Bundesgericht ohnehin ersetzbare (Art. 106 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 545 E. 2.2 S. 550) - Begr�ndung des angefochtenen Entscheides.
128 III 473,
116 III 107 suite... ,
115 III 109,
109 III 11,
Art. 131 SchKG,

References: Art. 99

BGE 
 Art. 271
 BGE 

BGE 
 Art. 17
 Art. 275
 BGE 
 Art. 22
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 89
 Art. 275
 BGE 
 Art. 272
 Art. 2
 Art. 2
 BGE 
 Art. 100
 Art. 131
 Art. 99
 BGE 
 Art. 271
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 

Art. 131