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Timestamp: 2020-08-04 08:51:57+00:00

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IDW RS BFA 2, Stand: 03.03.2010 | Rechnungslegung | Shop IDW-Verlag
§ 340e Abs. 3 Satz 1 HGB schreibt für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (im Folgenden: Institute) vor, dass Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags zu bewerten sind. Dabei ist nach § 340e Abs. 3 Satz 2 HGB eine Umgliederung in den Handelsbestand ausgeschlossen. Eine Umwidmung aus dem Handelsbestand (in die Liquiditätsreserve oder den Anlagebestand) ist nach § 340e Abs. 3 Satz 3 HGB nur möglich, wenn außergewöhnliche Umstände, insb. schwer wiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht durch das Institut führen. § 340e Abs. 3 Satz 4 HGB stellt darüber hinaus klar, dass Finanzinstrumente des Handelsbestands nachträglich als Sicherungsinstrumente (ausschließlich Derivate) in eine Bewertungseinheit i.S.d. § 254 HGB einbezogen werden können; sie sind bei Beendigung der Bewertungseinheit wieder in den Handelsbestand umzugliedern.
Mit § 340e Abs. 4 HGB wird neben dem Risikoabschlag im Rahmen der Zeitwertbewertung zusätzlich eine faktische Ausschüttungssperre bzgl. der Nettoerträge des Handelsbestands eingeführt, indem einem gesonderten Bestand des Sonderpostens „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ i.S.d. § 340g HGB in jedem Jahr ein bestimmter Anteil der Nettoerträge des Handelsbestands zuzuführen ist.
In dieser IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung werden Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der Zuordnung und der Bewertung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie deren Umwidmung bei Instituten nach den Vorschriften des § 340e Abs. 3 und 4 HGB adressiert. Ferner werden Fragen zum Ausweis der aus diesen Finanzinstrumenten resultierenden Aufwendungen und Erträge sowie zu den geforderten Anhangangaben nach dem HGB sowie der RechKredV angesprochen.
Nicht Gegenstand dieser IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung ist die bilanzielle Behandlung von erworbenen eigenen Anteilen durch Institute. Der Rückerwerb sowie die Wiederveräußerung eigener Anteile sind gemäß § 340a Abs. 1 i.V.m. § 272 Abs. 1a und 1b HGB zu bilanzieren. Zurückerworbene eigene Anteile zählen nicht zum Handelsbestand.

References: § 340
 § 340
 § 340
 § 340
 § 254
 § 340
 § 340
 § 340
 § 340
 § 272