Source: http://www.bogensport-salzburg.org/judges/judges_articles_2005_3.html
Timestamp: 2018-01-18 18:00:32+00:00

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Übersicht << 2005 (3) >>
Regelergänzungen (Bylaws)
Die Regeln der FITA werden im Rahmen der zweijährlich stattfindenden Kongresse von den Mitgliedern der FITA beschlossen. Der ÖBSV beruft jährlich die Länderkonferenz ein. Sofern erforderlich werden Änderungen der WKO von diesem Gremium beschlossen. Im Bedarfsfall erlassen die Regelkomitees der FITA bzw. der Vorstand des ÖBSV aber auch zwischen diesen Terminen Regeländerungen oder Ergänzungen, sogenannte Bylaws, die bis zur nächsten Tagung Gültigkeit haben. Derartige Regeländerungen werden vom ÖBSV mittels Rundschreiben an die Vereine, Länder und Schiedsrichter publiziert.
Zu diesen Regelergänzungen gehören die nachfolgend genannten, die hier kurz angerissen werden.
Schießreihenfolge im Finale der Olympischen Runde
§ 7.5.2.2: "Wenn abwechselnd geschossen wird, bestimmt der höchst platzierte Schütze in der Qualifikationsrunde die Reihenfolge in der ersten Passe. In den folgenden Passen beginnt jeweils der Schütze mit dem niedrigeren Gesamtscore (d.i. der Score aus der aktuellen Begegnung). Sind die Athleten ringgleich, beginnt jener Schütze in der nächsten Passe, der auch in der ersten Passe mit dem Schießen begonnen hat." Diese Regelung gilt analog auch für den Mannschaftsbewerb.
Schießen in den Pausen
Schießt ein Schütze in den Pausen auf der Schießlinie irrtümlich einen Pfeil ab, verliert er in der nachfolgenden Wettkampfpasse den höchsten zählenden Pfeil. Dies wurde von der FITA in § 7.4.2.3 nochmals klarer formuliert.
Training am Wettkampffeld
§ 7.4.2.8 stellt nun klar, dass im Falle eines Freiloses, sofern möglich, die betroffenen Schützen am Wettkampffeld trainieren können (bisher nur abseits der Wettkampfscheiben). Die Signalgebung ist natürlich zu beachten!
§ 7.5.2.4 bzw. § 7.5.2.8 hatten bereits jetzt die Verwendung der gelben Karte geregelt. Diese wurde gezeigt, wenn ein Schütze im Mannschaftsbewerb die 1m-Linie nicht beachtet hat. Der Schiedsrichter hat dann mit einer gelben Karte darauf hingewiesen, dass der betreffende Schütze nochmals hinter diese Linie zurückzukehren hat. Nun gibt es noch die rote Karte, die ein Schiedsrichter dann hebt, wenn der Schütze die gelbe Karte nicht beachtet. Damit ist auch für den Zuseher sofort erkennbar, dass die Mannschaft den höchsten zählenden Pfeil dieser Passe verliert.
Kein Überprüfen des Scores
In den Ausscheidungs- und Finalrunden, in denen die Schützen selbst scoren, erfolgt künftig keine Überprüfung des Scores durch die Kampfrichter. Diese schreiten erst ein, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt. D.h. § 7.9.1.7 wird ersatzlos gestrichen.
Training Feldschießen
Die FITA schreibt nun bei großen Veranstaltungen für je 10 Athleten 1 Aufwärmscheibe vor (§3.19.2.2). Diese Zahl dürfte für Arrowhead-Turniere in Österreich als guter Richtwert gelten.
Keine Sonnenblenden im Feldfinale
In den Finalrunden im Feldschießen dürfen künftig keine Sonnenblenden mehr verwendet werden (§ 9.7.2.5). Damit soll vermutlich das Fernsehen zu besseren Bildern kommen.
3DI-Regeln
Diese wurden kürzlich ergänzt. Da sie vermutlich mit Jahresende vollständig überarbeitet werden, erspare ich mir vorerst eine Analyse, werde dies aber sobald möglich nachholen.
Wertung in einer höheren Klasse (WKO des ÖBSV)
Was bisher bereist praktiziert wurde, wird nun auch in der WKO deutlicher formuliert, nämlich dass "für die Qualifikation in der Ausscheidungs- und Finalrunde die Resultate der Qualifikationsrunde der Allgemeinen Klasse und aller anderen Klassen herangezogen werden, die bei der gleichen Veranstaltung unter denselben Bedingungen erzielt wurden."
Versehrte (ÖBSV)
In einer Aussendung hat der ÖBSV explizit darauf hingewiesen, dass für versehrte Sportler auf behindertengerechte WC-Anlagen und ausreichend Platz auf der Schießlinie zu achten ist. Ein Rollstuhl soll so beschaffen sein, dass zwischen Bogenarm und Armlehne in vollem Auszug kein Aufstützen möglich ist.

References: § 7
 § 7

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