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Timestamp: 2019-05-21 16:01:04+00:00

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BGH, 07.07.2003 - II ZR 18/01 - dejure.org
https://dejure.org/2003,190
BGH, 07.07.2003 - II ZR 18/01 (https://dejure.org/2003,190)
BGH, Entscheidung vom 07.07.2003 - II ZR 18/01 (https://dejure.org/2003,190)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 2003 - II ZR 18/01 (https://dejure.org/2003,190)
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BGB § 195, § 276 a. F.
BGB § 195; BGB § 276
Aufklärungspflicht des Treuhandgesellschafters bei Anlagefonds über Mietgarantie
Beitritt zu einem Fonds unter Verwendung von Prospekten; Verjährung von Ansprüchen aus typisierter Prospekthaftung; Verpflichtung eines Treuhandgesellschafters zur Aufklärung künftiger Anleger; Wesentliche Umstände der Anlage
Verpflichtung eines Treuhandgesellschafters zur Aufklärung künftiger Immobilienfondsanleger über zugesagte Mietgarantie
Weitergehende Haftung des Treuhänders über Prospekthaftung hinaus
Verpflichtung des Treuhandgesellschafters zur Aufklärung der Fondsanleger auch hinsichtlich des Umfangs einer zugesagten Mietgarantie
BGB §§ 195 276 (a.F.)
Umfang der Aufklärungspflicht des Treuhandgesellschafters gegenüber künftigen Anlegern eines Fonds
Aufklärungspflicht umfasst Angaben über Mietgarantie
BGB §§ 195, 276 a. F.
Aufklärungspflicht bei Beteiligung an offenem Immobilienfonds
BGB a. F. §§ 195, 276
Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen bei geschlossenen Immobilienfonds; Prospektverantwortlichkeit des Treuhänders
Geschlossener Immobilienfonds: Verschärfte Haftung aus Verschulden bei Vertragsschluss bei Prospektfehlern! (IBR 2003, 578)
LG München I, 08.12.1998 - 28 O 14294/97
LG München I, 08.12.1998 - 28 O 22899/98
NJW-RR 2003, 1351
ZIP 2003, 1536
NZM 2003, 774
WM 2003, 1718
DB 2003, 2120
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats muß einem Anleger für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt werden, d.h. er muß über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, insbesondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken zutreffend, verständlich und vollständig aufgeklärt werden (BGHZ 79, 337, 344;… Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, ZIP 2000, 1296, 1297; v. 7. April 2003 - II ZR 160/02, WM 2003, 1086, 1088; v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537; v. 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706, 1707).
Dann muß der Prospekt aber nach Form und Inhalt geeignet sein, die nötigen Informationen wahrheitsgemäß und verständlich zu vermitteln (…Sen.Urt. v. 1. Oktober 1984 - II ZR 158/84, NJW 1985, 380, 381; v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537;… BGH, Urt. v. 12. Februar 2004 - III ZR 359/02, ZIP 2004, 1055, 1057).
Er war sonach ebenso wie die Komplementär-GmbH Gesellschafter der B-KG und als solcher - neben seiner Treuhänderstellung - direkter Vertragspartner der künftigen Anleger (vgl. Sen.Urt. v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536 zu II 1 m.w.Nachw.).
Das gilt nach ständiger Rechtsprechung des Senats auch dann, wenn die Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft unter Verwendung von Prospekten angebahnt wird (vgl. Sen.Urt. v. 7. Juli 2003 aaO m.w.Nachw.).
Entsprechendes hat der Senat in dem - vom Berufungsgericht missverstandenen - Urteil vom 7. Juli 2003 aaO zum Fall einer Steuerberatungsgesellschaft als Treuhandgesellschafterin der Anlagegesellschaft sowie auch schon im Urteil vom 24. Mai 1982 (II ZR 124/81, BGHZ 84, 141, 149) zur Haftung einer Wirtschaftsprüfergesellschaft als Treuhandkommanditistin (vgl. § 51 a a.F. WPO) angenommen.
Unabhängig davon, ob gemäß der Klausel der Beitrittserklärung, wonach ein Beitritt erst mit Zahlung der ersten Rate nebst Agio wirksam wird, diese erst später erfolgt ist - das Berufungsgericht hat dazu keine Feststellungen getroffen - begann die dreijährige Verjährungsfrist für Ansprüche aus typisierter Prospekthaftung (…Sen.Urt. v. 18. Dezember 2000 - II ZR 84/99, ZIP 2001, 369; Sen.Urt. v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537) frühestens mit der Annahme der Beitrittserklärung am 19. Dezember 1996 und lief dann zumindest bis zum 20. Dezember 1999 (§§ 188 Abs. 2, 193 BGB).
Das gilt nach ständiger Rechtsprechung auch dann, wenn die Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft unter Verwendung von Prospekten angebahnt wird (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 2003 - II ZR 18/01 - NJW-RR 2003, 1351 m.w.N.).
Dabei kommen, da vertragliche Beziehungen zwischen den Parteien nicht bestehen und Ansprüche aus Prospekthaftung im engeren Sinne in sechs Monaten ab Kenntnis des Prospektfehlers, spätestens aber drei Jahre nach Erwerb der Anteile verjähren (BGHZ 83, 222, 223 ff.; BGH, Urteil vom 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, WM 2003, 1718, 1719), insbesondere Ansprüche der Kläger aus § 826 BGB in Betracht, etwa weil der Zeichnungsprospekt über die besonderen Risiken von Termingeschäften sowie die Auswirkungen der der D. AG als Vermögensverwalterin zufließenden Provision von 228 DM pro gehandelten DAX-Terminkontrakt für das Verlustrisiko und die Verringerung der Gewinnchancen der Kapitalanleger nicht ausreichend informiert (vgl. Senatsurteile vom 17. März 1992 - XI ZR 204/91, WM 1992, 770, 771 und vom 14. Mai 1996 - XI ZR 188/95, WM 1996, 1214, 1215).
Die kurze kenntnisabhängige Verjährungsfrist für die Prospekthaftung im engeren Sinn hat der Senat in analoger Anwendung der in den gesetzlich geregelten Fällen der Prospekthaftung bestimmten Verjährungsfrist - u.a. § 47 BörsG a.F. - entnommen (vgl. Senat, BGHZ 177, 25 Tz. 23; 123, 106, 117 f.; 83, 222, 224 ff.;… Sen.Urt. v. 3. Dezember 2007 aaO Tz. 29; v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537; v. 18. Dezember 2000 - II ZR 84/99, ZIP 2001, 369).
Schadensersatz wegen Pflichtverletzung eines konkludent geschlossenen …

References: § 195
 § 276
 § 195
 § 276
 § 51
 § 826
 § 47