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Timestamp: 2017-10-18 17:39:05+00:00

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Muss ich mich auf alle Bewerbungsvorschläge mit Rechtsfolgenbelehrung bewerben? - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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17.05.2017, 19:52 #26
AW: Muss ich mich auf alle Bewerbungsvorschläge mit Rechtsfolgenbelehrung bewerben?
Ich reihe mich da auch ein: Der Antrag gilt formlos als gestellt, selbst wenn nachher Formulare ausgefüllt werden sollen.
In einer Arbeitshilfe des Jobcenters Duisburg (Beispiel) ist der akzeptable Vorgang wie folgt beschrieben:
Der Kunde beantragt die Erstattung pauschaler Bewerbungskosten immer
mit Hilfe der BK- Vorlage
„VB Antrag
Anbahnungeiner Beschäftigung (BA VB1Anbahnung)“
(hierbei unbedingt Rechtskreis SGB II auswählen)
der Anlage „Bewerbungskosten pauschalierte Erstattung (VB1a)“
(auszudrucken als Anlage über BA VB1 Anbahnung)
Dies gilt für Erst sowie auch für Folgeanträge
Der erforderliche Antrag inkl. Anlage und der dazugehörige VerBIS
Vermerk werden zur Auszahlung an Team 341 gesandt.
Da zur Auszahlung keine Nachweise benötigt werden, können diese bei der Vermittlungsfachkraft verbleiben(z.B. Bewerbungskopien)
. Die Prüfung der Notwendigkeit ist bei jedem Antragsbegehren
aufs Neue durchzuführen und zu dokumentieren
Da der Zeitpunkt des Ausdrucks im 'Verbis System hinterlegt ist, wird die SB auch erst dann ihr Kürzel darauf machen. Die SB will sich ja auch nicht mit der Leistungsabteilung anlegen. Denn erst wenn der Vorgang an sich gestartet wurde, kann man auch beantragen. Dies kann am Tag der Antragstellung passieren. Muss aber nicht. Der formlose Antrag ist nur wie eine Bestellung aufzufassen. Leider gibt es aber beim Jobcenter bisher keine _Online -Funktion -wo man die Lieferzeit einsehen kann oder beeinflussen kann, sofern man nicht selbst vor Ort ist.
Da nützen Gesetze wenig. Die Erstattung gilt erst ab dem Zeitpunkt, wo die SB den Vordruck abruft. bzw. Ihre Prüfung dahingehend abgeschlossen hat und den Antrag versendet bzw. aushändigt.Darum ist ja so wichtig, sich den Antrag gleich bei einem Meldetermin aushändigen zu lassen. Alles andere geht womöglich auf Kosten des Elo.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, das die Erstattung von tatsächlich angefallenen Kosten über ein anderes Formular abgerechnet wird.
Nirgendwo ist festgelegt, dass nur die tatsächliche Abrechnung möglich wäre.Manche SB wollen einem das einreden. Jedoch stehen den SB
in deren BK-Browser immer beide Vordrucke zur Verfügung.
Ich rate deshalb Juergen1958 bei Antragstellung den Vordruck VB 1a für die Erstattung von Bewerbungskosten bei seinem Jobcenter zu beantragen.
...spare mir den formlosen Antrag und hole mir stattdessen möglichst frühzeitig das Formular.
Auch an Dich der Tipp:
Hole dir das Antragsformular VB 1a für pauschale Erstattung bzw. lass Dir das aushändigen.
Die fachliche Entscheidung, ob, in welchem Umfang und in welcher Höhe die Förderung aus dem VB zu gewähren ist, trifft die zuständige Vermittlungsfachkraft. Die Entscheidung ist unter Ausübung pflichtgemäßen Ermessens (vgl. § 39 I SGB I) zu treffen. Hierbei ist zwingend der individuelle Handlungsbedarf für die Erreichung der Eingliederungsziele zu berücksichtigen.
Quelle: Geschäftsanweisung aus dem Jobcenter Berlin-Neukölln
Das Vermittlungsbudget ist eine KANN-Leistung. Sollten Bewerbungen abgelehnt oder nicht erstattet werden ,so steht es dem Betroffenen frei, dagegen zu klagen ,sofern er einen rechtmittelfähigen Bescheid über die Ablehnung bzw. Teilbewilligung darüber erhalten hat. Das würde ich dann auch Juergen1958 und allen anderen Betroffenen empfehlen.
Geändert von Vidya (17.05.2017 um 20:32 Uhr)
17.05.2017, 20:10 #27
Ich kenne es aber auch so, dass beide Ämter (Jobcenter und Arbeitsagentur) den Antrag auf Fahrten zu Vorstellungsgesprächen oder auch Bewerbungskosten formlos nicht akzeptieren. Reaktion: Sie schicken einem nach dem formlosen Antrag - immerhin schnell - das offizielle Formular mit dem Namenszeichen zu.
Das ist doch immer so, dass, wenn man einen Antrag formlos stellt, man dann das Formular zugeschickt bekommt. Bei der DRV, beim Wohngeld, ALG II usw. Aber trotzdem gilt als Datum der Antragstellung der Eingang des formlosen Antrages.
Vidya, auch eine Arbeitshilfe eines JC ist kein Gesetz.
17.05.2017, 20:43 #28
Ich kenne es aber auch so, dass beide Ämter (Jobcenter und Arbeitsagentur) den Antrag auf Fahrten zu Vorstellungsgesprächen oder auch Bewerbungskosten formlos nicht akzeptieren.
Das ist Absicht ... und das ist sicher nicht nur bei mir sondern auch noch bei zig weiteren Leuten im Forum schon mal probiert worden; wer das nicht hinterfragt - schaut in ´nen leeren Geldbeutel.
spare mir den formlosen Antrag und hole mir stattdessen möglichst frühzeitig das Formular
Du sparst an der falschen Stelle so lange das JC nicht mit dem anrollen einer Kostenerstattungsforderung rechnen muß, kennen die kein Ende. Das geht auch weiter: so lange du dich "kostenlos" per Email bewirbst, siehst du noch seeehr viele VV´s mit RFB.
Zudem muß der Antrag nicht x-mal gestellt werden, es reicht den wenigste Male -nachweisbar- zu stellen (die Rechtsprechung ist sich nicht ganz einig -interessiert auch niemanden so richtig- ob so ein Antrag "lediglich" einen Bewilligungszeitraum lang gültig ist oder sogar ein komplettes AlgII-Leben lang).
Man besorgt sich von dem ausgegebenen Blanko-Vordruck einfach ein paar Kopien, und reicht für die 2.te, 3.te, 4.te, 5.te Erstattungsorgie eben jew. nur eine Kopie dieses "uralten" Blanko-Vordrucks ein.
Nix mit monatlich bitte-bitte-büüüüiiiiiitte sagen
0zymandias, DonOs, Pixelschieberin, wolf77 bedankte(n) sich...
17.05.2017, 20:45 #29
In einer Arbeitshilfe des Jobcenters Duisburg (Beispiel)
Da hast du dir ja den richtigen Chaotenverein rausgesucht . Die fordern auch eine "Umzugserlaubnis".
Bei Fahrtkosten kann man doch oft nur das Geld auslegen und kurzfristig einen formlosen Antrag stellen oder erzählst du dem AG, dass du dann erstmal eine Reaktion vom Amt abwarten musst?
Wenn sie in einer gültigen EGV hinterlegt sind, sind VB-Leistungen auch keine Kannleistung mehr.
17.05.2017, 20:46 #30
Auch wenn man vorab Anträge stellt, was man bei vielen VV mit RFB grundsätzlich machen sollte, ist das noch keine Garantie die Bewerbungskosten tatsächlich zu erhalten.
Mein JC zahlt nur noch für schriftliche Bewerbungen mit Post, für E-Mail-Bewerbungen gar nix mehr. Zudem werden Vorbehalte aufgebaut wie "werden die Bewerbungskosten nur übernommen nach vorheriger Prüfung der Bewerbungsunterlagen" oder "werden angemessene Bewerbungskosten erstattet wenn die Bewerbungen zielführend waren" und anderes mehr. Die lassen sich da ständig neue Hürden einfallen.
Die JC sparen bei Bewerbungskosten wo es geht, verlangen aber gleichzeitig Bewerbungen. Man muss dem jeweiligen SB/FM schriftlich mitteilen (zusammen mit dem Antrag) dass eine Vorfinanzierung immer zu einer Unterdeckung des Regelbedarfs führt.
Und schriftliche Bewerbungen (Post) per Einschreiben gehen ohne vorherige schriftliche Kostenzusage überhaupt nicht!
17.05.2017, 21:00 #31
Man kann auch ein Geschäft daraus machen. 5€ pauschal kassieren und nur einen Kurzbewerbung im DL-Umschlag verschicken.
17.05.2017, 21:25 #32
Zudem muß der Antrag nicht x-mal gestellt werden, es reicht den wenigste Male -nachweisbar- zu stellen (die Rechtsprechung ist sich nicht ganz einig -interessiert auch niemanden so richtig- ob so ein Antrag "lediglich" einen Bewilligungszeitraum lang gültig ist oder sogar ein komplettes AlgII-Leben lang
Das hatte ich schon in Post # 20 -mit Verweis -auf die Unterverlinkung erklärt und darüber informiert -denn es gibt eine Weisung der BA dazu ,welche Inhalt in seiner HEGA Vermittlungsbudet aus dem Jahre 2011 ist. Diese HEGA wurde aktuell gerade erst verlängert. Diese HEGA ist für jedes Jobcenter bindend -sofern es sich nicht um eine Optionskommune in eigener Regie handelt.
Insofern kann sich jeder Elo auch darauf berufen und permanent Kopien einreichen -solange die Arbeitslosigkeit nicht unterbrochen oder der Umzg in einen anderen Rechtskreiswechsel eintritt -, so die Ausage der BA in seiner Fachlichen Weisung dazu.
Bei Fahrtkosten kann man doch oft nur das Geld auslegen und kurzfristig einen formlosen Antrag stellen oder erzählst du dem AG, dass du dann erstmal eine Reaktion vom Amt abwarten musst?.
Ich brauche keinen formlosen Antrag. Weil ich schon seit Jahren immer einen Original -Vordruck zur Erstattung von Fahrtkosten zu Hause habe und dann die Kopie für die Erstattung einreiche. Ist genauso wie beim Antrag auf Erstattung von Bewerbungskosten, nur eben nicht pauschale Erstattung, sondern mit Originalbelegen. Genauso verhält es sich übrigens mit einem Blanko Antrag auf Unterstützung der Persönlichkeit. Den nutze ich für einen Friseurbesuch, ab und an -und reiche den -hier mit Originalbeleg- dann auch in Kopie ein.
Kommt auf das Jobcenter an und darauf -ob der Arbeitgeber eine Kurzbewerbung wollte bzw. in seinem Stellenangebot so gewünscht hat.Als Geschäft kann ich sowas nicht bezeichnen -denn das Jobcenter verpflichtet ja einen zur Bewerbung und Kopien, Tinte usw. werden nicht extra bezahlt. Passfotos meist auch nicht. Da müsste man schon mehr pauschal zugestanden bekommen.
Geändert von Vidya (17.05.2017 um 21:39 Uhr)
17.05.2017, 22:29 #33
Danke (vergeben): 14370
Neben dem § 9 SGB X "Nichtförmlichkeit des Verwaltungsverfahrens" gibt es noch den § 37 SGB II "Antragserfordernis" und den § 16 SGB I "Antragstellung".
Um den Käse noch ein bisschen Fäden ziehen zu lassen, gieße ich noch ein Gläschen Haufe ein, wenn's recht ist:
Zitat von Sauer, SGB II § 37 Antragserfordernis / 2.1
Anträge können grundsätzlich formlos gestellt werden, eine bestimmte Form ist für den Antrag nicht vorgeschrieben. Wird der Antrag postalisch oder per E-Mail gestellt, so ist maßgebliches Datum der Tag des Post- bzw. E-Mail-Eingangs. Der Antragsteller ist allerdings im Rahmen von §§ 60 ff. SGB I zur Mitwirkung verpflichtet. Diese Mitwirkungspflicht umfasst in der Regel auch die Benutzung eines Antragsvordrucks. § 60 Abs. 2 SGB I bestimmt, dass Antragsformulare benutzt werden sollen, soweit diese für leistungsrechtliche Angaben vorgesehen sind. Ein wirksamer Antrag liegt aber auch dann vor, wenn der Antragsteller nicht die vorgegebenen Vordrucke verwendet hat. Die bloße Ausgabe eines Antragsvordrucks ist jedoch nicht als Antrag anzusehen (Schoch, in: LPK-SGB II, § 37 Rn. 10 m. w. N.). Der Antrag auf Leistungen nach dem SGB II muss nicht persönlich gestellt werden. Möglich ist auch eine Vertretung des Antragstellers.
Quelle: https://www.haufe.de/oeffentlicher-d...HI2675107.html
Pixelschieberin, Claus. bedankte(n) sich...
18.05.2017, 00:33 #34
Und ich verwieise gerne auf die Ausführungen in dem nachfolgenden Link -von einem ehemaligen Mitarbeiter des JC, dessen Ausführungen dazu meinen bisherigen Erfahrungen auch denen mit meinen SBs entsprechen. Deine sind nicht vollständig und werden von den Jobcentern eben ergänzend gehandhabt. . Siehe :
https://www.elo-forum.org/alg-ii/179...sreichend.html
Hier in Post #3
Aber vielleicht nutzen Juergen1958 Deine Ausführungen in diesem Link mehr -denn Juergen1958 hat doch einen VA. Und da hattest Du mal diese Meinung vertreten, in einem anderem Thread:
https://www.elo-forum.org/antraege/145228-fahrtkosten-
bewerbungskosten-nachtraeglich-geltend.html
Hier in Post #7
Am besten Juergen1958 geht selbst zum JC und lässt sich benötigte Blanko-Anträge aushändigen -so schnell wie möglich -meine Empfehlung.
Geändert von Vidya (18.05.2017 um 01:07 Uhr)
18.05.2017, 01:03 #35
Danke! Die Antragsvordrucksverwendungspflicht hab´ ich vorhin auch kurz ganz verzweifelt gesucht ...
Diese Mitwirkungspflicht umfasst in der Regel auch die Benutzung eines Antragsvordrucks. § 60 Abs. 2 SGB I bestimmt, dass Antragsformulare benutzt werden sollen, soweit diese für leistungsrechtliche Angaben vorgesehen sind.
Jetzt hätte ich nur noch gerne eine offizielle Auflistung der offiziell vorgesehenen Antragsvordrucke.
Für selbsterfundene Formulare gilt das ja nicht. Dazu ist die Bewerbungskostenerstattung evtl. gar nicht mal eine Sozialleistung. Mannohmann dazu passt völlig daß der Sauer im Hauptberuf ein bei der BA angestellter Märchenschreiber ist.
18.05.2017, 01:21 #36
:Jetzt hätte ich nur noch gerne eine offizielle Auflistung der offiziell vorgesehenen Antragsvordrucke.
Die gibt es tatsächlich. Nur sind die Vordrucke für die Mitarbeiter freiwillig. Zur Verpflichtung werden sie, falls dahingehend von den Mitarbeitern ein Ermessen gegenüber dem Elo ausgeübt wird.was der Regelfall ist. Was die Auflistung und Bezeichnung dieser Vordrucke innerhalb des Vermittlungsbudget angeht, so findet man diese -zum Beispiel -in der HEGA der BA Zentrale: SP-II -12; II-1210; Stand: Februar 2013, Fachlche Hinweise Vermittlungsbudget auf Seite 14. Kann sich jeder selbst ergoogln.
Stellenangebot ZAF - muss ich mich bewerben? Hexe87 Zeitarbeit und -Firmen 47 21.06.2015 18:26
Muss ich mich auf alles bewerben? Nadine0783 ALG I 3 01.06.2007 10:45

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 § 16
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 § 60
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 § 60