Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.02.2007&Aktenzeichen=XII%20ZR%20156/04
Timestamp: 2020-01-27 04:47:49+00:00

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BGH, 28.02.2007 - XII ZR 156/04 - dejure.org
https://dejure.org/2007,1112
BGH, 28.02.2007 - XII ZR 156/04 (https://dejure.org/2007,1112)
BGH, Entscheidung vom 28.02.2007 - XII ZR 156/04 (https://dejure.org/2007,1112)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04 (https://dejure.org/2007,1112)
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BGB §§ 242, 1363, 1375
BGB § 242; BGB § 1363; BGB § 1375
Berücksichtigung rückabzuwickelnder ehebedingter Zuwendungen im Zugewinnausgleich
Zeitpunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage für eine ehebedingte Zuwendung; Berücksichtigung der Verurteilung zur Rückgabe eines ehebedingt zugewandten Gegenstands in Natur als Aktivposten bzw. Passivposten im Endvermögen der Ehegatten im Rahmen des Zugewinnausgleichs; ...
Zuwendung (ehebedingte) - Wegfall der Geschäftsgrundlage
BGB § 242 § 1363 § 1375
Rückabwicklung ehebedingter Zuwendungen nach endgültiger Trennung der Ehegatten; Berücksichtigung im Zugewinnausgleich
Familienrecht - Ehebedingte Zuwendung muß nach Trennung ausgeglichen werden!
Zugewinnausgleich - Bewertung von rückabzuwickelnden ehebedingten Zuwendungen
Ehebedingte Zuwendungen im Zugewinnausgleich richtig berücksichtigen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 28.02.2007, Az.: XII ZR 156/04 (Berücksichtigung einer zurückzugebenden Zuwendung im Zugewinnausgleichsverfahren)" von RA Dr. Walter Kogel, FA FamR, original erschienen in: FamRB 2007, 193 - 194.
AG Frankenthal, 24.04.2003 - 7a F 183/94
OLG Zweibrücken, 20.07.2004 - 5 UF 78/03
NJW 2007, 1744
MDR 2007, 1137
FamRZ 2007, 877
Denn nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04 - FamRZ 2007, 877, 878) entstehen etwaige Rückforderungsansprüche der Schwiegereltern vor dem für den Zugewinnausgleich maßgeblichen Stichtag (vgl. § 1384 BGB).
Um eine doppelte Teilhabe - im Wege des Zugewinnausgleichs und des Unterhalts - zu vermeiden, ist bei der Ermittlung des good will deshalb nicht ein pauschal angesetzter kalkulatorischer Unternehmerlohn in Abzug zu bringen, sondern der im Einzelfall konkret gerechtfertigte Unternehmerlohn (Münch FamRZ 2006, 1164, 1170 und FamRB 2007, 375, 378; Klingelhöffer FamRZ 1991, 882, 884; so auch die Empfehlungen des Arbeitskreises 7 des 17. Deutschen Familiengerichtstags; a.A. bei Anwendung der Ertragswertmethode: Kleinmichel FuR 2007, 329, 332).
Auch im Rahmen des Zugewinnausgleichs in familiengerichtlichen Verfahren wird der Miteigentumsanteil ohne Abschlag anhand des Gesamtwerts der Immobilie berechnet (BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04, FamRZ 2007, 877 Rn. 14).
Bloße Erwerbsaussichten sowie in der Entwicklung begriffene Rechte, die noch nicht zur Anwartschaft erstarkt sind, bleiben demgegenüber unberücksichtigt (Senatsurteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04 - FamRZ 2007, 877 Rn. 14).
Allerdings sind diese schuldrechtlichen Ansprüche der Ehegatten bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs im jeweiligen Endvermögen des Gläubigers als Aktivposten und in dem des Schuldners als Passivposten zu berücksichtigen (vgl. zum Gesamtschuldnerausgleich Senatsurteile vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04 - FamRZ 2007, 877, 878; vom 31. Mai 2006 - XII ZR 111/03 - FamRZ 2006, 1178, 1179 und vom 30. September 1987 - IVb ZR 94/86 - FamRZ 1987, 1239, 1240; auch zu weiteren schuldrechtlichen Ansprüchen Senatsurteil vom 5. Oktober 1988 - IVb ZR 52/87 - FamRZ 1989, 147, 149 f.), und zwar unabhängig davon, ob die Forderung bereits fällig ist oder nicht.
Der Senat hat stets betont, dass außerhalb des Zugewinnausgleichs zuerkannte Rückabwicklungs- und Ausgleichsansprüche den Zugewinnausgleich nicht unbeeinflusst lassen dürfen und sie deshalb in die Zugewinnausgleichsbilanz einzustellen seien (vgl. Senatsurteile vom 4. Februar 1998 - XII ZR 160/96 - FamRZ 1998, 669, 670 a.E. und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04 - FamRZ 2007, 877, 878).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist für die Bemessung der Höhe des Ausgleichsanspruchs auf den Maßstab zurückzugreifen, der für den Ausgleich von Zuwendungen unter Ehegatten gilt, die im Güterstand der Gütertrennung leben (vgl. hierzu u.a. BGH FamRZ 1982, 1080; FamRZ 1997, 933; FamRZ 1998, 669; FamRZ 2007, 877).
bb) Auch im Familienrecht und bei der insolvenzrechtlichen Anfechtung nimmt der Bundesgerichtshof bei Miteigentumsanteilen keine Wertabschläge vor (vgl. etwa BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 156/04, NJW 2007, 1744 Rn. 14; BGH…, Urteil vom 8. Dezember 2011 - IX ZR 33/11, NJW 2012, 1217 Rn. 49; vgl. aus der obergerichtlichen Rechtsprechung zur Gläubigerbenachteiligung auch OLG Brandenburg, OLGR 2009, 354, 355).
Nach inzwischen ganz herrschender, auch vom BGH (FamRZ 2007, 877 ) geteilter Ansicht, gilt für die Rückgewähr ehebezogener Zuwendungen unter Ehegatten nach § 313 BGB , dass Stichtag des Scheiterns der Ehe im Regelfall nicht erst die Rechtskraft der Scheidung oder die Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags, sondern bereits die endgültige Trennung der Eheleute ist.
OLG Bremen, 04.01.2008 - 4 W 4/07
Voraussetzungen des Anspruchs auf Rückgewähr einer ehebezogenen Zuwendung im Fall …

References: § 242
 § 1363
 § 1375
 § 242
 § 1363
 § 1375
 BGH 
 § 1384
 BGH 
 BGH 
 § 313