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Timestamp: 2016-10-24 07:11:05+00:00

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1C_408/2012 (19.08.2013)
1C_408/2012 � � Urteil vom 19. August 2013
�A.X.________ und B.X.________ betreiben seit 2007 auf der in der Landwirtschaftszone der Gemeinde Oberiberg liegenden, 12.25 Hektaren grossen Parzelle "Geissberg" (KTN 474) eine Damhirschzucht. Am 26. Oktober 2010 reichten sie ein Gesuch f�r den Bau eines Betriebsleiterhauses ein. Das Gesuch wurde publiziert und �ffentlich aufgelegt. Innert Frist gingen keine Einsprachen ein.
�Mit Gesamtentscheid vom 14. M�rz 2011 verweigerte das kantonale Amt f�r Raumentwicklung gest�tzt auf den negativen Antrag des kantonalen Amts f�r Landwirtschaft die kantonale Bewilligung. Der Gemeinderat Oberiberg er�ffnete den Gesuchstellern mit Beschluss vom 5. April 2011 den kantonalen Entscheid und verweigerte seinerseits die Baubewilligung. Darauf gelangten A.X.________ und B.X.________ mit Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Schwyz. Mit Beschluss vom 22. November 2011 wies dieser das Rechtsmittel ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 6. Juni 2012 ebenfalls ab.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht beantragen A.X.________ und B.X.________ im Wesentlichen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und das Baugesuch sei zu bewilligen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
�Das kantonale Amt f�r Raumentwicklung hat sich vernehmen lassen, ohne einen f�rmlichen Antrag zu stellen. Das Verwaltungsgericht und der Regierungsrat beantragen die Abweisung der Beschwerde, der Gemeinderat Oberiberg schliesst auf deren Gutheissung. Das ebenfalls zur Vernehmlassung eingeladene Bundesamt f�r Raumentwicklung hat auf eine Stellungnahme verzichtet. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels nahmen die Beschwerdef�hrer, das kantonale Amt f�r Raumentwicklung, das Verwaltungsgericht und der Regierungsrat erneut inhaltlich Stellung.
1.1.�Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid �ber eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Die Beschwerdef�hrer sind als Baugesuchsteller zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.2.�Der rechtserhebliche Sachverhalt geht aus den Akten hinreichend hervor. Auf die von den Beschwerdef�hrern beantragten Beweiserhebungen (Durchf�hrung eines Augenscheins, Einholen eines Gutachtens, Zeugenbefragung) kann daher verzichtet werden.
2.1.�Die Beschwerdef�hrer bringen vor, sie h�tten zusammen mit dem Amt f�r Landwirtschaft ein Betriebskonzept erarbeitet (Betriebskonzept "Agridea" vom 1. Juli 2009) und im kantonalen Verfahren verschiedentlich dessen Beizug beantragt. Beispielhaft verweisen sie daf�r auf ihre Beschwerde an den Regierungsrat. Sie r�gen, die Vorinstanzen h�tten ihren Antrag in willk�rlicher antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt. Sie machen auch geltend, das Betriebskonzept sehe den Bau eines Wohnhauses vor. Im Vertrauen darauf h�tten sie Dispositionen getroffen. Gest�tzt auf Art. 9 BV seien sie in ihrem Vertrauen zu sch�tzen.
2.2.�Die Beschwerdef�hrer verlangten den Beizug des Betriebskonzepts im Verfahren vor dem Regierungsrat im Zusammenhang mit der Anzahl Standardarbeitskr�fte (SAK). Sie machten damals geltend, mit 1.006 SAK werde die erforderliche Zahl von 0.75 SAK deutlich �berschritten. Der Regierungsrat stellte ohne Weiteres auf diese Angabe ab, ebenso das Verwaltungsgericht. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren machten die Beschwerdef�hrer weder eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend noch verlangten sie zur St�tzung anderer Argumente den Beizug des Betriebskonzepts. Eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung durch das Verwaltungsgericht liegt unter diesen Umst�nden nicht vor.
2.3.�Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot widerspr�chlichen Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Beh�rden. Voraussetzung f�r eine Berufung auf Vertrauensschutz ist, dass die betroffene Person sich berechtigterweise auf die Vertrauensgrundlage verlassen durfte und gest�tzt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr r�ckg�ngig machen kann. Die Berufung auf Treu und Glauben scheitert, wenn ihr �berwiegende �ffentliche Interessen entgegenstehen (BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 72 f.; 131 II 627 E. 6 S. 636 ff.; 129 I 161 E. 4.1 S. 170; je mit Hinweisen).
�Im Betriebskonzept wird unter dem Titel "Unternehmensstruktur" unter anderem ausgef�hrt:
�"Geb�ude: Auf dem Betrieb befindet sich ein alter Rindviehstall, der zum Zweck der neuen Nutzung angepasst werden soll. Kleinere �ltere �konomiegeb�ude sind ebenfalls vorhanden. Ein Wohnhaus ist nicht vorhanden. Ein solches soll in den n�chsten Jahren realisiert werden."
�Diese Ausf�hrungen sind rein beschreibend. Sie stellen den Ist-Zustand dar und weisen auf die Zukunftspl�ne der Betriebsleiterfamilie hin. Eine verbindliche Zusicherung, dass das von den Beschwerdef�hrern geplante Wohnhaus gebaut werden k�nne, ist darin nicht zu sehen. Im Anhang 4 zum Betriebskonzept, welcher unter anderem die Investitionen im Einzelnen auflistet, wird ein Wohnhaus denn auch nicht erw�hnt. Es fehlt somit an einer Vertrauensgrundlage. Die R�ge der Verletzung von Art. 9 BV ist deshalb unbegr�ndet.
3.1.�Die Beschwerdef�hrer machen geltend, das Verwaltungsgericht habe in Bezug auf eine Stellungnahme von Dr. med. vet. Q.________ das rechtliche Geh�r verletzt. Diese Stellungnahme sei nicht bei den vom Regierungsrat beigezogenen Akten gewesen, obwohl sie dem Amt f�r Landwirtschaft zugestellt worden sei. Die Stellungnahme sei f�r den Verfahrensausgang wesentlich. Auch wenn sie diese im Verfahren vor Verwaltungsgericht nochmals vorgelegt h�tten, m�sse der angefochtene Entscheid aufgehoben werden. Denn das Verwaltungsgericht habe sich nur mit der formellen R�ge der Geh�rsverletzung befasst, sei aber nicht inhaltlich auf die Stellungnahme eingegangen. Es habe insofern eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung vorgenommen.
3.2.�Das Verwaltungsgericht verneinte eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs mit der Begr�ndung, es gebe keine Hinweise darauf, dass die betreffende Stellungnahme dem Amt f�r Landwirtschaft (oder sp�ter dem Regierungsrat) zugestellt worden sei. Aus den Akten geht indessen hervor, dass das Amt f�r Landwirtschaft von der betreffenden Stellungnahme zumindest Kenntnis hatte. Ob die Feststellung des Verwaltungsgerichts zu einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs f�hrte, kann jedoch offen bleiben, da diese jedenfalls geheilt worden w�re. Das Verwaltungsgericht hat n�mlich in seinem Entscheid die Stellungnahme des Veterin�rmediziners wiedergegeben und sich mit den darin ge�usserten Argumenten auseinandergesetzt. Letztere betreffen den Aufwand f�r die Tierbetreuung, mithin eine Sachverhaltsfrage, die das Verwaltungsgericht frei �berpr�fen konnte. Auch hinsichtlich der in diesem Zusammenhang zu beantwortenden Rechtsfrage, ob die Baute f�r die in Frage stehende Bewirtschaftung n�tig ist (Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV), verf�gte das Verwaltungsgericht �ber dieselbe Kognition wie seine Vorinstanzen (� 55 Abs. 1 der Verordnung des Kantons Schwyz vom 6. Juni 1974 �ber die Verwaltungsrechtspflege [SRSZ 234.110]). Eine R�ckweisung der Sache zur neuen Beurteilung an das Verwaltungsgericht w�rde zu einem formalistischen Leerlauf f�hren. Unter diesen Umst�nden ist eine eventuelle Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r als geheilt zu betrachten (zum Ganzen: Urteil 4A_273/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 138 III 620).
�Da sich das Verwaltungsgericht mit den in der Stellungnahme vorgebrachten Argumenten auseinandergesetzt hat, liegt auch keine (zul�ssige oder unzul�ssige) antizipierte Beweisw�rdigung vor. Die betreffende R�ge ist ebenfalls unbegr�ndet.
4.1.�Die Beschwerdef�hrer kritisieren, das Verwaltungsgericht habe die Vermutung ge�ussert, sie w�rden im geplanten Bau entgegen ihrer Behauptungen gar kein Kleinschlachtlokal bauen wollen. Diese Vermutung sei neu. Das Verwaltungsgericht habe das rechtliche Geh�r verletzt, indem es ihnen nicht die M�glichkeit gegeben habe, vor dem Urteil dazu Stellung zu nehmen.
4.2.�Nach der Rechtsprechung muss einem Betroffenen grunds�tzlich Gelegenheit zur �usserung geboten werden, wenn eine Rechtsmittelbeh�rde eine neue rechtliche W�rdigung vorzunehmen gedenkt, mit welcher nicht zu rechnen war (BGE 132 II 485 E. 3.2 und 3.4 S. 494 f.; 126 I 19 E. 2c S. 22 ff.; je mit Hinweisen). Hier geht es jedoch nicht um eine unvorhersehbare rechtliche W�rdigung, sondern um die Beweisw�rdigung. Wenn das Verwaltungsgericht die Beweise anders w�rdigt als die Beschwerdef�hrer, so liegt darin keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, auch wenn die Beschwerdef�hrer das konkrete Ergebnis so nicht erwarteten. Die Beschwerdef�hrer hatten Gelegenheit, in die Akten Einsicht zu nehmen und sich dazu zu �ussern. Damit wurde ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r gewahrt. Die betreffende Vermutung war im �brigen auch nicht entscheidwesentlich, wie im Folgenden dargelegt wird. Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist unbegr�ndet.
5.1.�Die Beschwerdef�hrer bringen weiter vor, sie h�tten im kantonalen Verfahren eine Stellungnahme des stellvertretenden Kantonstierarztes vom 26. April 2011 eingereicht. Daraus gehe hervor, dass sie wegen den neuen gesetzlichen Anforderungen zur Erstellung eines Kleinschlachtlokals verpflichtet seien und dass der stellvertretende Kantonstierarzt die Schaffung von Wohnraum als sinnvoll erachte. Sie kritisieren, das Verwaltungsgericht habe sich weder zur Stellungnahme ge�ussert noch den stellvertretenden Kantonstierarzt als Zeugen befragt.
5.2.�Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer hat das Verwaltungsgericht die genannte Stellungnahme erw�hnt und sich mit der darin ge�usserten Auffassung auseinandergesetzt. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt insoweit nicht vor. Weshalb das Verwaltungsgericht den stellvertretenden Kantonstierarzt nicht als Zeugen vorgeladen hat, geht aus dem angefochtenen Entscheid zwar nicht explizit hervor. Im Ergebnis ergibt sich daraus dennoch mit hinreichender Klarheit, weshalb es davon absah. Das Verwaltungsgericht f�hrte aus, dass von der in Aussicht genommenen Erstellung eines Kleinschlachtlokals nicht auf die Unentbehrlichkeit von Wohnraum auf dem Betrieb geschlossen werden k�nne. War somit nach Ansicht des Verwaltungsgerichts das geplante Kleinschlachtlokal f�r die zu beurteilende Frage der Zul�ssigkeit der Schaffung von Wohnraum gar nicht wesentlich, so konnte es willk�rfrei davon absehen, den stellvertretenden Kantonstierarzt als Zeugen vorzuladen. Der Anspruch der Beschwerdef�hrer auf rechtliches Geh�r wurde auch insoweit nicht verletzt. Ob die Argumentation des Verwaltungsgerichts inhaltlich zu �berzeugen vermag, betrifft nicht das rechtliche Geh�r, sondern die inhaltliche Beurteilung. Darauf ist weiter unten einzugehen.
6.1.�In der Sache r�gen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 16a RPG (SR 700) und Art. 34 Abs. 3 RPV (SR 700.1). Das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht zum Schluss gekommen, der geplante Bau sei in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Die Beschwerdef�hrer beschreiben im Detail die einzelnen bei der Damhirschzucht anfallenden Arbeiten (insbesondere die F�tterung der Tiere, das Heuen, die Wartung der Tr�nke, die �berwachung und Pflege der Tiere, das Eingreifen bei F�tterung durch Touristen und bei bellenden Hunden, das Ausmisten, die Zaunkontrolle, das T�ten und Verbringen zur Schlachtanlage, die Vermarktung und die Schneer�umung). Sie weisen darauf hin, der Betrieb sei auf 1180 m �. M. und in steilem Gel�nde gelegen, die Winter seien lang und hart, die Schneemengen gross und die Lage sehr windexponiert. Sie kommen gest�tzt darauf zum Schluss, die Tierhaltung verlange nach einer st�ndigen Pr�senz, und werfen dem Verwaltungsgericht vor, die notwendigen Arbeiten nicht in ihrer Gesamtheit gew�rdigt zu haben. Die Bewilligung stehe auch nicht im Widerspruch zu �ffentlichen Interessen. Der Betrieb k�nne als strukturpolitisch erw�nscht angesehen werden und wegen des geplanten Kleinschlachtlokals seien ohnehin Erschliessungsanlangen zu erstellen.
6.2.�Das Verwaltungsgericht f�hrt im Wesentlichen aus, das Amt f�r Landwirtschaft habe festgehalten, dass die Betreuung von Damhirschen keinen wesentlich h�heren Betreuungsaufwand als die Schafhaltung erfordere. Letztere bedinge jedoch nach der Rechtsprechung grunds�tzlich keine Unterkunft in der Landwirtschaftszone. Dass auf dem Betrieb der Beschwerdef�hrer ein Arbeitsbedarf von ca. 1 SAK zu erwarten sei, bedeute nicht, dass es einer st�ndigen Anwesenheit bed�rfe. Auch der Hinweis der Beschwerdef�hrer auf die zeitintensive F�tterung, die Wartung der Tr�nke und des Maschinenparks, den am Betrieb vorbeif�hrenden Wanderweg und die Vermarktung des Fleisches begr�nde keine betriebliche Notwendigkeit der Wohnsitznahme. Sollten die Wanderer tats�chlich ein Problem darstellen - was aufgrund der auf der Homepage der Beschwerdef�hrer publizierten Aufforderung, einen Spaziergang zum Damhirschgehege zu machen, wohl eher unwahrscheinlich sei - k�nnte mit der Begr�nung des Aussenzauns der erforderliche Schutz f�r die Tiere gew�hrleistet werden. Der Fleischverkauf an zuf�llig vorbeikommende Passanten sei zudem von untergeordneter Bedeutung. Der Betrieb liege weder an einer Durchfahrtsstrasse noch an einem offiziellen Wanderweg und im �brigen sei es beim Verkauf von Fleisch direkt ab Hof �blich, dass der Kunde die Bestellung telefonisch aufgebe. Ber�cksichtigt werden d�rfe schliesslich, dass die Beschwerdef�hrer die Damhirschzucht schon seit mehreren Jahren von ihrem jetzigen Wohnort im Dorf aus betrieben und beide zudem noch einer anderen Erwerbst�tigkeit nachgingen.
�Die n�chste Wohnzone sei auch nicht weit entfernt oder schwer erreichbar. Die Distanz zur jetzigen Wohnung betrage ca. 2.1 km. Die Beschwerdef�hrer k�nnten den Betrieb das ganze Jahr �ber in wenigen Minuten mit dem Auto erreichen. Selbst wenn im Winter das letzte Wegst�ck zu Fuss zur�ckgelegt werden m�sse und in Ber�cksichtigung des Umstands, dass das letzte, von den Beschwerdef�hrern selbst vom Schnee zu r�umende Wegst�ck ca. 400 m betrage, seien es weniger als 20 Minuten. In dieser Hinsicht d�rfe nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem ber�cksichtigt werden, dass sich die Anzahl der notwendigen Kontrollg�nge allenfalls mit technischen �berwachungseinrichtungen mit geringem Aufwand verringern lasse.
�Nach dem angefochtenen Entscheid ist schliesslich nicht entscheidend, ob f�r den Betrieb der Bau eines Kleinschlachtlokals erforderlich ist. Das Verwaltungsgericht stellt zudem in Frage, ob ein solches �berhaupt ernsthaft geplant sei. Die Baugesuchsunterlagen wiesen einen Verarbeitungsraum mit einer Fl�che von 12 m2 und einen K�hlraum mit einer Fl�che von 7 m2 aus. Gem�ss dem Schreiben des stellvertretenden Kantonstierarztes vom 26. April 2011 m�sste ein Kleinschlachtlokal aber mindestens 25 m2 gross sein. Zudem daure die Fahrt von Oberiberg nach Einsiedeln 20 bis 30 Minuten, der Transport der get�teten Tiere zur dortigen Metzgerei sollte deshalb innerhalb einer Stunde m�glich sein. Im �brigen seien auch Schlachtbetriebe grunds�tzlich in der Bauzone zu erstellen.
6.3.�In der Landwirtschaftszone sind nach Art. 16a RPG Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder f�r den produzierenden Gartenbau n�tig sind. In Bezug auf Wohnbauten wird Art. 16a RPG in Art. 34 Abs. 3 RPV konkretisiert. Bauten f�r den Wohnbedarf sind danach zonenkonform, wenn sie f�r den Betrieb des entsprechenden landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich sind. Das setzt nach der Rechtsprechung voraus, dass aus betrieblichen Gr�nden die st�ndige Anwesenheit der bewirtschaftenden Personen erforderlich und die n�chste Wohnzone weit entfernt und schwer erreichbar ist (BGE 125 III 175 E. 2b S. 177 f.; 121 II 307 E. 3b S. 310 f.; Urteil 1C_67/2007 vom 20. September 2007 E. 3.1; je mit Hinweisen). Wohnraum ausserhalb der Bauzone ist nur zul�ssig, wenn die Bewirtschaftung aus objektiven Gr�nden nicht von der Bauzone aus m�glich ist. Ob dies zu bejahen ist, h�ngt insbesondere von Art und Umfang der betriebsnotwendigen �berwachungsaufgaben, von der Distanz zur n�chsten Wohnzone sowie von der Frage ab, ob das Gewerbe hauptberuflich ausge�bt wird. Ist die Betriebsf�hrung auch von einer Wohnzone aus m�glich oder verlangen die betrieblichen Verh�ltnisse keine dauernde Anwesenheit, fehlt es am erforderlichen sachlichen Bezug des Bauvorhabens zur landwirtschaftlichen Produktion (Urteil 1C_67/2007 vom 20. September 2007 E. 3.1 mit Hinweisen).
�In jedem einzelnen Fall ist nach objektiven Kriterien aufgrund einer gesamthaften, mehr an qualitativen denn an quantitativen Faktoren ankn�pfenden Betrachtungsweise zu beurteilen, ob eine betriebliche Notwendigkeit besteht, ausserhalb der Bauzonen Wohnsitz zu nehmen, und damit das Wohnen in der Landwirtschaftszone im Sinne von Art. 16a RPG als zonenkonform bezeichnet werden kann. Auf subjektive Vorstellungen und W�nsche des Einzelnen kann es ebenso wenig ankommen wie auf die pers�nliche Zweckm�ssigkeit und Bequemlichkeit (BGE 121 II 67 E. 3a S. 69, 307 E. 3b S. 311; Urteil 1A.184/2006 vom 15. Februar 2007 E. 3.3; je mit Hinweisen).
6.4.�Das Amt f�r Landwirtschaft als fachkundige Beh�rde (vgl. BGE 108 Ib 130 E. 3c S. 135 f.) begr�ndete seinen Antrag auf Verweigerung der Bewilligung mit der fehlenden betrieblichen Notwendigkeit einer Wohnbaute. Im Einzelnen f�hrte es Folgendes aus:
"Bei der Damhirschhaltung handelt es sich um eine Wildtierhaltung, welche gegen�ber einer Milchtierhaltung einer bedeutend weniger intensiven Betreuung bedarf. Die Damhirsche werden in dauernder Weidehaltung sehr naturnah gehalten (Kalb bleibt nach dem Setzen beim Muttertier). �ber die Wintermonate m�ssen die Tiere zwar zweimal t�glich gef�ttert werden. Ausserdem m�ssen die Z�une in regelm�ssigen Abst�nden (gem�ss Angaben der Bauherrschaft jede Woche) auf Besch�digungen �berpr�ft werden. Die st�ndige Anwesenheit beim �konomiegeb�ude ist aus der Sicht des Amtes f�r Landwirtschaft auch unter Ber�cksichtigung der Argumente im Schreiben der Pfister & Partner Rechtsanw�lte [...] nicht erforderlich."
6.5.�Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer hat das Verwaltungsgericht die von ihnen aufgelisteten Arbeiten in ihrer Gesamtheit gew�rdigt. Dabei ist es von den Feststellungen des Amts f�r Landwirtschaft ausgegangen und hat sich zudem mit den Vorbringen der Beschwerdef�hrer hinsichtlich einzelner Arbeiten auseinandergesetzt. Zu Recht hat es dabei das Hauptaugenmerk nicht einfach auf den zeitlichen Gesamtarbeitsaufwand gelegt (welcher approximativ in der nicht umstrittenen Gr�sse von ca. 1 SAK zum Ausdruck kommt), sondern auf das Erfordernis der st�ndigen Anwesenheit auf dem Betrieb. Was die Beschwerdef�hrer in dieser Hinsicht vorbringen, ist nicht geeignet, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG) und die Rechtsanwendung als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. So ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdef�hrer st�ndig vor Ort sein m�ssten, um die Tr�nke zu warten und etwa bei einer einfrierenden Wasserleitung eingreifen zu k�nnen. Dasselbe gilt f�r Hunde und Touristen, welche die Tiere erschrecken bzw. f�ttern k�nnten. Von den Beschwerdef�hrern ist zu erwarten, dass sie die Anlage so gestalten, dass dieses Risiko m�glichst klein gehalten wird. Dass in dieser Hinsicht w�hrend der Jahre, die der Betrieb bereits besteht, ernsthafte Probleme entstanden sind, machen die Beschwerdef�hrer nicht geltend. Schliesslich erscheint auch die Vermarktung des Damhirschfleisches durch die Beibehaltung des Wohnsitzes in der Wohnzone nicht wesentlich beeintr�chtigt. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass der Verkauf zur Hauptsache �ber die Homepage der Beschwerdef�hrer und telefonisch erfolgt, w�hrend der Verkauf an Passanten vor Ort untergeordnete Bedeutung habe. Letzterer wird zudem nicht ausgeschlossen, wenn die Beschwerdef�hrer wie bisher auf dem Betrieb arbeiten, ohne dort zu wohnen; f�r den Fall ihrer Abwesenheit kann auch mit einem Schild auf die Verkaufsm�glichkeiten aufmerksam gemacht werden. Hinsichtlich der �berwachungsaufgaben, die die Damhirschzucht mit sich bringt, hat das Verwaltungsgericht zudem zu Recht darauf hingewiesen, dass sich diese teilweise mit geringem Aufwand durch technische �berwachungseinrichtungen reduzieren lassen (vgl. Urteil 1C_67/2007 vom 20. September 2007 E. 3.4 mit Hinweis).
�Die Beschwerdef�hrer wohnen ca. 2.1 km vom Betrieb entfernt. Das Verwaltungsgericht geht davon aus, dass diese Strecke mit dem Auto in wenigen Minuten bew�ltigt werden k�nne. Diese Feststellung scheint haltbar. Die Beschwerdef�hrer machen zwar geltend, der Gemeinderat Oberiberg habe mitgeteilt, es sei h�chstens mit einem Fussmarsch von 20-25 Minuten zu rechnen. Ein Widerspruch zu den Feststellungen des Verwaltungsgerichts, das nach dem Gesagten von einer Autofahrt ausgeht, besteht insoweit nicht. Unmassgeblich ist zudem, dass die Beschwerdef�hrer die Schneer�umung des letzten Wegst�cks von ca. 400 m selber besorgen m�ssen. Zum einen f�llt diese Arbeit nicht t�glich an, zum andern w�rde sie auch bei Verlegung des Wohnsitzes der Beschwerdef�hrer auf den Betrieb nicht entfallen. Sie ist deshalb im Rahmen des gesamten Arbeitsaufwands zu ber�cksichtigen, nicht aber f�r die Berechnung der Wegzeit.
�Der Einwand der Beschwerdef�hrer, es m�sse nach den neuen rechtlichen Anforderungen auf dem Betrieb ohnehin ein Kleinschlachtlokal errichtet werden und es sei unverh�ltnism�ssig, nicht gleichzeitig auch eine Wohnbaute zu bewilligen, verf�ngt nicht. Auch wenn ein Kleinschlachtlokal mit relativ geringen Mehrkosten durch eine Wohnung erg�nzt werden k�nnte, wie die Beschwerdef�hrer behaupten, kann Wohnraum nur aufgrund der genannten, restriktiven Kriterien bewilligt werden. Diese sind hier nach dem Gesagten nicht erf�llt. Ob das von den Beschwerdef�hrern geplante Kleinschlachtlokal bewilligt werden k�nnte, muss deshalb vorliegend nicht beurteilt werden. Aus demselben Grund er�brigt sich eine Auseinandersetzung mit den in diesem Zusammenhang in der Beschwerdeschrift vorgebrachten Sachverhaltsr�gen: Ob die Vorinstanz die Erreichbarkeit des n�chstgelegenen Schlachtlokals korrekt festgestellt und ob sie die Absicht der Beschwerdef�hrer, im Untergeschoss des geplanten Baus tats�chlich ein eigenes Kleinschlachtlokal einzurichten, zu Recht in Frage gestellt hat, ist nicht entscheidwesentlich (Art. 97 Abs. 1 BGG).
�Insgesamt erscheint die dauernde Anwesenheit der Beschwerdef�hrer auf dem Betrieb somit nicht unentbehrlich. Die R�ge der Verletzung von Art. 16a RPG und Art. 34 Abs. 3 RPV ist unbegr�ndet.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den unterliegenden Beschwerdef�hrern aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1-3 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Gemeinderat Oberiberg, dem Amt f�r Raumentwicklung, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 BGE 
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 16
 BGE 
 Art. 105
 Art. 16
 Art. 34