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Timestamp: 2016-10-25 06:53:50+00:00

Document:
1C_344/2007 (12.03.2010)
1C_344/2007
Schweizerischer Heimatschutz, Beschwerdef�hrer,
vertreten durch Rechtsanwalt Andrea Bianchi,
Arosa Bergbahnen AG, Beschwerdegegnerin,
Gemeinde Arosa, Rathaus, Postfach 165, 7050 Arosa,
Gemeinde Tschiertschen, Gemeindeverwaltung,
7063 Praden,
B�rgergemeinde Chur, Bodmerstrasse 2, 7000 Chur,
Amt f�r Raumentwicklung Graub�nden, Grabenstrasse 1, 7001 Chur.
Bauten ausserhalb der Bauzonen (Neubau eines Restaurants auf dem Weisshorn-Gipfelplateau),
Beschwerde gegen das Urteil vom 11. September 2007 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden,
Die Arosa Bergbahnen AG ist Eigent�merin der im Gipfelbereich des Aroser Weisshorns, auf Gebiet der Gemeinden Arosa und Tschiertschen, gelegenen Parzellen Nrn. 768 und 635. Diese befinden sich nach den Zonenpl�nen der beiden Gemeinden im �brigen Gemeindegebiet, welches von einer Wintersportzone sowie auf Gemeindegebiet Tschiertschen teilweise von einer Gefahrenzone 1 �berlagert wird. Gem�ss dem kantonalen Richtplan (RIP 2000) befinden sich die Parzellen in einem Intensiverholungsgebiet. Dieses liegt nicht innerhalb des Perimeters eines Objekts eines Bundesinventars gem�ss dem Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).
Im Gipfelbereich befindet sich unterhalb des Gipfelplateaus das Bergrestaurant Weisshorngipfel (Baujahr 1956), die Seilbahnstation (Baujahr 1991) mit direktem Rolltreppenzugang auf das Plateau sowie die Bergh�tte Weisshorn mit einem dazugeh�renden, auf dem Plateau gelegenen alten Ger�tehaus. Auf dem Gipfelplateau stand auch nebst dem erw�hnten Ger�tehaus die im Juli 2007 abgebrochene Stoffelh�tte (Baujahr 1935), welche vom Pistendienst benutzt wurde und als Gipfelbar diente. Der Gipfelbereich ist auch Standort eines Sendemasts der Swisscom mit den unterhalb des Gipfelniveaus erstellten Nebenanlagen.
Mit Baueingabe vom 21. Dezember 2006 ersuchte die Arosa Bergbahnen AG die Gemeinden Arosa und Tschiertschen um eine Bewilligung f�r den Abbruch des bestehenden Bergrestaurants, der Bergh�tte sowie des alten Ger�tehauses und die Errichtung eines Neubaus. Der zweigeschossige Neubau sollte auf dem Gipfelplateau nordwestlich der bestehenden Seilbahnstation erstellt werden (sechseckiger Kubus, 30 x 57 m Kantenl�nge, Grundfl�che 1'710 m2, H�he ca. 13,20 m). lm Erdgeschoss waren Angestelltenunterk�nfte, Nebenr�ume und technische Anlagen vorgesehen. lm Obergeschoss sollte ein Restaurant mit ca. 182 Sitzpl�tzen (inkl. Bar und Foyer) und eine K�che in der Mitte des Raumes eingerichtet werden. Das �ffentlich aufgelegte Projekt wurde aufgrund von kritischen Reaktionen kantonaler Stellen und aus der �ffentlichkeit redimensioniert. Verzichtet wurde insbesondere auf den urspr�nglich vorgesehenen Seminarraum. Die Grundfl�che soll neu noch ca. 1'260 m2 bei einer Kantenl�nge von 28 x 45 m und einer Geb�udeh�he von rund 12,20 m betragen. Der Standort wurde um einige Meter vom Kretenrand in Richtung Plateaumitte verschoben. Unver�ndert blieb im Ergebnis die beabsichtigte Nutzung der R�ume, die architektonische Gestaltung (sechseckiger Kubus) sowie die direkte Anbindung des neuen Geb�udes an die bestehende Rolltreppe.
Der B�ndner Heimatschutz kritisierte am redimensionierten Vorhaben, dass damit der bisher schonende Umgang mit dem Berg aufgegeben werde. Der Gipfel solle k�nstlich erh�ht werden, was die Silhouette des Weisshorns massgeblich ver�ndere. Die Panoramasicht werde eingeschr�nkt und die Rundsicht der �ffentlichkeit entzogen. Insgesamt entwerte das Projekt die Landschaft, und die Beleuchtung durch das Geb�ude trete in der Nacht st�rend in Erscheinung.
Das kantonale Amt f�r Raumentwicklung erteilte f�r das redimensionierte Bauvorhaben am 22. Juni 2007 eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG (SR 700). Gest�tzt auf diesen Entscheid bewilligte die Gemeinde Arosa am 25. Juni 2007 das Vorhaben.
Der Schweizer Heimatschutz, vertreten durch den B�ndner Heimatschutz, gelangte gegen die erw�hnten Bewilligungen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Er beantragte die Aufhebung der Bewilligungen und die R�ckweisung der Angelegenheit an die Vorinstanzen. Zur Begr�ndung machte er im Wesentlichen geltend, das Vorhaben sei auf dem Gipfelplateau nicht standortgebunden (Art. 24 lit. a RPG) und es st�nden ihm �berwiegende Interessen entgegen (Art. 24 lit. b RPG). Es widerspreche am bewilligten Standort prinzipiell den Bestimmungen von Art. 3 RPG sowie Art. 1 und 3 NHG. Gerade die Interessen des Landschaftsschutzes nach Art. 3 NHG m�ssten als �berwiegend gewertet werden. Die wirtschaftlichen Interessen der Bergbahnen und des Tourismus rechtfertigten die bauliche Ver�nderung des Gipfelplateaus nicht.
Mit Urteil vom 11. September 2007 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde nach Durchf�hrung eines Augenscheins ab. Es best�tigte im Wesentlichen die Ausf�hrungen in der Bewilligung des kantonalen Amts f�r Raumentwicklung vom 22. Juni 2007 und hielt die Einw�nde des Heimatschutzes f�r nicht stichhaltig.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 15. Oktober 2007 beantragt der Schweizer Heimatschutz, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und das Baugesuch der Arosa Bergbahnen AG abzuweisen. Eventuell sei die Sache zur Beweiserg�nzung und Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil die Vorinstanz das beantragte Gutachten der Eidgen�ssischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) nicht eingeholt habe. Zudem macht er geltend, das Verwaltungsgericht habe die Standortgebundenheit des Neubaus ohne Beurteilung m�glicher Alternativen bejaht, was gegen Art. 24 lit. a RPG verstosse.
Das Verwaltungsgericht stellt den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. Die Arosa Bergbahnen AG und das Amt f�r Raumentwicklung Graub�nden schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) verzichtet wie die Gemeinden Arosa und Tschiertschen und die B�rgergemeinde Chur auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) spricht sich f�r eine betriebliche Zusammenlegung der Geb�ulichkeiten zur m�glichst vollst�ndigen Freihaltung des Gipfelplateaus aus, ohne einen ausdr�cklichen Antrag zum Verfahren zu stellen. Die Verfahrensbeteiligten haben von der Gelegenheit zur weiteren Stellungnahme teilweise Gebrauch gemacht.
Mit Verf�gung vom 5. November 2007 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung einem Gesuch des Beschwerdef�hrers um Anordnung eines Baustopps und Erteilung der aufschiebenden Wirkung entsprochen.
Am 8. September 2008 f�hrte eine Delegation des Bundesgerichts einen Augenschein durch. In der Folge reichte die Arosa Bergbahnen AG am 14. November 2008 Ideen- und Projektskizzen f�r einen Aussichtsturm und ein begehbares Dach des Bergrestaurants ein.
Am 30. April 2009 reichte die ENHK ein Gutachten zum umstrittenen Vorhaben ein. Die Kommission kommt darin zum Schluss, dass das geplante Bergrestaurant in Anbetracht der bestehenden Vorbelastungen und der touristisch intensiven Nutzung des Weisshorns keine zus�tzliche Beeintr�chtigung der Landschaft bewirkt. Sie schl�gt jedoch in Erg�nzung der Baubewilligungen weitere Auflagen vor. Insbesondere beantragt sie, die Baubewilligung f�r das neue Restaurant sei mit einer Auflage zu erg�nzen, wonach das bestehende, an die Seilbahnstation angebaute Bergrestaurant vollst�ndig abzubrechen und das ganze Gebiet bis auf den geplanten Durchgang f�r die Skifahrer zur�ckzubauen sei. Zudem verlangt die ENHK die Entfernung der bestehenden Terrassierungen und St�tzmauern sowie die Renaturierung des Gebiets.
Die Arosa Bergbahnen AG erkl�rt sich mit Schreiben vom 11. Mai 2009 mit den von der ENHK beantragten Auflagen einverstanden und bekr�ftigt ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Der Schweizer Heimatschutz stellt mit Eingabe vom 10. Juni 2009 den Beweisantrag, es sei eine Zweitmeinung zum Gutachten der ENHK einzuholen; eventuell seien der ENHK verschiedene Erg�nzungsfragen zu ihrem Gutachten zu unterbreiten.
Mit Eingabe vom 15. September 2009 legt die Arosa Bergbahnen AG detaillierte Angaben zur Gestaltung des Bereichs des abzubrechenden Bergrestaurants vor. Die ENHK kommt in einer weiteren Stellungnahme vom 26. Oktober 2009 zum Schluss, dass die von der Arosa Bergbahnen AG in Aussicht genommenen Abbruch- und Renaturierungsmassnahmen den im Gutachten vom 30. April 2009 formulierten Auflagen nicht gen�gten. Hingegen f�hre das von der Arosa Bergbahnen AG bei der Architektin Tilla Theus in Auftrag gegebene Vorprojekt zu einer erheblichen Verbesserung der landschaftlichen Situation sowie zu einer weitgehenden Renaturierung des Gel�ndes, das heute durch das Bergrestaurant belegt sei.
Am 4. Dezember 2009 reicht die Arosa Bergbahnen AG detaillierte Pl�ne f�r die Gestaltung des Bereichs des abzubrechenden Bergrestaurants ein. Das Amt f�r Raumentwicklung Graub�nden und das BAFU stimmen diesen Projekterg�nzungen zu und erkl�ren, mit den in Aussicht gestellten Gestaltungsmassnahmen werde die Eingliederung in die Landschaft verbessert.
Mit Eingabe vom 28. Januar 2010 nimmt die ENHK zu den Erg�nzungsfragen des Beschwerdef�hrers vom 10. Juni 2009 Stellung. Zudem kommt sie zum Schluss, dass die von der Arosa Bergbahnen AG am 4. Dezember 2009 eingereichten Projekterg�nzungen den in ihrem Gutachten vom 30. April 2009 formulierten Auflage zur Schonung der Landschaft gen�gt, sofern verschiedene weitere Auflagen eingehalten werden.
Die Arosa Bergbahnen AG erkl�ren mit Schreiben vom 4. Februar 2010 ihre vorbehaltlose Zustimmung zu allen von der ENHK verlangten Auflagen. Das BAFU unterst�tzt die Beurteilung der ENHK. Der Beschwerdef�hrer beantragt am 13. Februar 2010 neu, die Angelegenheit sei an das Amt f�r Raumentwicklung Graub�nden zur weiteren Bearbeitung im Sinne der Erw�gungen zur�ckzuweisen. Weiter stellt er detaillierte Antr�ge zu Regelung der Kostenfolgen des kantonalen Verfahrens.
1.2 Der Schweizer Heimatschutz ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 und 2 NHG und Ziff. 5 des Anhangs zur Verordnung vom 27. Juni 1990 �ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen [VBO; SR 814.076]). Er war vor den Vorinstanzen durch den B�ndner Heimatschutz vertreten (Art. 12 Abs. 5 NHG) und erf�llt somit die Voraussetzung der Beteiligung am kantonalen Verfahren gem�ss Art. 12c NHG. Die Beschwerde wird mit Anliegen des Natur- und Heimatschutzes begr�ndet (Art. 12 Abs. 2 NHG).
1.3 Auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
Das umstrittene Bergrestaurant soll ausserhalb der Bauzone errichtet werden. Es bedarf einer Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG. Eine solche Ausnahmebewilligung setzt voraus, dass der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (Standortgebundenheit, Art. 24 lit. a RPG) und keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 lit. b RPG).
2.1 Die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG ist nach st�ndiger bundesgerichtlicher Praxis zu bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gr�nden oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder wenn ein Werk aus bestimmten Gr�nden in einer Bauzone ausgeschlossen ist (vgl. BGE 129 II 63 E. 3.1 S. 68; 124 II 252 E. 4a S. 255; 123 II 256 E. 5a S. 261). Dabei gen�gt eine relative Standortgebundenheit: Es ist nicht erforderlich, dass �berhaupt kein anderer Standort in Betracht f�llt; es m�ssen jedoch besonders wichtige und objektive Gr�nde vorliegen, die den vorgesehenen Standort gegen�ber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als viel vorteilhafter erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts 1A.186/2002 vom 23. Mai 2003, in: ZBl 105/2004 103 E. 3; BGE 133 II 409 E. 4.2 S. 417; 108 Ib 359 E. 4a S. 362; Haller/Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. Aufl., Band I, 1999 S. 195 Rz. 711; Waldmann/H�nni, Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 24 Rz. 10).
2.2 Bergrestaurants ausserhalb der Bauzonen werden nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grunds�tzlich als standortgebunden anerkannt, da sie aus betriebswirtschaftlichen Gr�nden auf den Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen sind (vgl. BGE 117 Ib 266 E. 2a S. 267). Dies bedeutet jedoch nicht, dass jeder Standort auf einem Berggipfel f�r ein Restaurant beansprucht werden darf. Eine Pr�fung der Standortgebundenheit erscheint unvollst�ndig, wenn dabei keine Auseinandersetzung mit m�glichen Alternativstandorten oder -l�sungen stattfindet (BGE 129 II 63 E. 3.3 S. 70; Waldmann/H�nni, a.a.O., Art. 24 Rz. 10; s. auch zur vergleichbaren Problematik der Standortgebundenheit bei waldrechtlichen Ausnahmebewilligungen: BGE 120 Ib 400 E. 4c S. 408; 119 Ib 397 E. 6a S. 405; Urteil des Bundesgerichts 1A.168/2005 vom 1. Juni 2006, in: URP 2006 S. 705 E. 3).
2.3 Das umstrittene Bauvorhaben wird insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes beanstandet. Der Beschwerdef�hrer bringt vor, m�gliche landschaftsschonendere Alternativen zum dominanten Neubauprojekt seien nicht in Betracht gezogen worden. Bereits die Anbindung an die bestehende, von der Seilbahnstation auf das Gipfelplateau f�hrende Rolltreppe sei vom Verwaltungsgericht als hinreichender Grund f�r die Bejahung der Standortgebundenheit des Neubaus akzeptiert worden. Das heute unterhalb des Gipfelplateaus bestehende Bergrestaurant komme jedoch ohne direkte Verbindung mit dieser Rolltreppe aus und k�nnte gegen S�dwesten hin erweitert werden. Eine solche Alternativl�sung w�rde die Landschaft besser schonen als der umstrittene Neubau auf dem Gipfelplateau.
Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG stellt - entgegen den Ausf�hrungen der Vorinstanz - nach st�ndiger Rechtsprechung eine Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG dar (BGE 112 Ib 70 E. 4b S. 75; 117 Ib 97 ff.; 123 II 289 E. 1e S. 292; je mit Hinweisen). Dies gilt insbesondere, wenn wie hier geltend gemacht wird, die Ausnahmebewilligung f�r ein Vorhaben ausserhalb der Bauzone verstosse gegen die nach Art. 78 Abs. 2 BV und dem NHG gebotene R�cksichtnahme auf Natur und Heimat (BGE 123 II 5 E. 2c S. 7, 289 E. 1e S. 292; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2006 vom 25. April 2006, in: URP 2006 388 E. 2.1 S. 391 f. mit Hinweis; vgl. Seitz/Zimmermann, Bundesgerichtliche Rechtsprechung zum NHG 1997-2007, in: URP 2008 S. 114 f.).
3.1 Bund und Kantone sorgen bei der Erf�llung von Bundesaufgaben daf�r, dass unter anderem das heimatliche Landschafts- und Ortsbild geschont wird und, wo das allgemeine Interesse daran �berwiegt, ungeschm�lert erhalten bleibt (Art. 3 Abs. 1 NHG). Diese Bestimmung ist nicht nur im Rahmen der Interessenabw�gung nach Art. 24 lit. b RPG zu beachten, sondern bereits bei der Beurteilung der Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG von Bedeutung. Die Pflicht zur Schonung gem�ss Art. 3 Abs. 1 NHG gilt nach Art. 3 Abs. 3 NHG unabh�ngig von der Bedeutung eines Objekts im Sinne von Art. 4 NHG, welcher Objekte von nationaler Bedeutung von solchen mit regionaler oder lokaler Bedeutung unterscheidet. Das Landschaftsbild des Aroser Weisshorns ist somit bei der Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG unabh�ngig davon zu schonen, ob es in einem entsprechenden Inventar eingetragen ist. Die Landschaft kann geschont werden, wenn im Rahmen der Standortwahl derjenige Standort bevorzugt wird, der den betriebswirtschaftlichen Bed�rfnissen gen�gt und das Landschaftsbild m�glichst wenig beeintr�chtigt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die betrieblichen Bed�rfnisse des Restaurants k�nnten am landschaftsschonenderen Standort des heutigen, zum Abbruch bestimmten Bergrestaurants unterhalb des Gipfelplateaus erf�llt werden. Ein solcher Standort beeintr�chtige das bestehende Landschaftsbild weniger stark. Das BAFU und die ENHK verweisen in diesem Zusammenhang auf das vom Bundesrat am 19. Dezember 1997 als Konzept im Sinne von Art. 13 RPG gutgeheissene Landschaftskonzept Schweiz, wonach bei unumg�nglichen Bauten und Anlagen in hochalpinen Landschaften auf eine landschaftsschonende Projektierung und Gestaltung zu achten ist und bei Nutzungen und Eingriffen die Eigenart und Qualit�t des Orts gewahrt und aufgewertet werden soll. Insbesondere m�ssen Belastungen, die im Zusammenhang mit Tourismusaktivit�ten entstehen, minimiert werden (vgl. Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft/Bundesamt f�r Raumplanung (Hrsg.), Landschaftskonzept Schweiz, 1998, S. 7, 9, 13 und 17). Bei der Umsetzung des Landschaftskonzepts erscheint als besonders wichtig, dass sensible Gel�nde wie Kreten und Aussichtslagen freigehalten, auf das Gegebene R�cksicht genommen und ein Projekt gut in die Umgebung eingegliedert wird. Die Standortfrage geh�rt zu den Grundvoraussetzungen eines Projekts und sollte m�glichst fr�hzeitig und umfassend gepr�ft werden (vgl. Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (Hrsg.), Landschafts�sthetik, 2001, S. 8 und 62).
3.2 Der angefochtene Entscheid enth�lt keine Ausf�hrungen zu m�glichen Alternativl�sungen, sondern weist in Bezug auf die konkrete Standortwahl insbesondere darauf hin, dass eine direkte Anbindung des Restaurants an die bereits bestehende von der Seilbahn-Bergstation aufs Gipfelplateau f�hrenden Rolltreppe zwingend sei.
Die Rolltreppe hat zun�chst eine Erschliessungsfunktion f�r das Gipfelplateau, indem sie die Verbindung zur 1991 unterhalb des Plateaus errichteten Seilbahnstation gew�hrleistet. Mit der Errichtung der Rolltreppe wurde kein Vorentscheid f�r einen neuen Standort des Bergrestaurants gef�llt. Bei der �berpr�fung des Standorts kann der aus betrieblichen Gr�nden notwendigen m�glichst guten Anbindung an die Seilbahnstation zwar ein gewisses Gewicht zukommen. Das Interesse an der Schonung der Landschaft verlangt jedoch die Pr�fung, ob auch an einem anderen Standort, der mit weniger starken Eingriffen in die Landschaft verbunden ist, ein Bergrestaurant errichtet und wirtschaftlich gef�hrt werden kann.
3.3 Am bundesgerichtlichen Augenschein hat sich ergeben, dass die Bauherrschaft eine Erweiterung des bestehenden Restaurants unterhalb des Gipfelplateaus insbesondere unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten pr�fte, bevor sie die Errichtung eines Neubaus auf dem Gipfel in Erw�gung zog. Gegen eine Erweiterung des Restaurants am bisherigen Standort sprachen vor allem die engen r�umlichen Verh�ltnisse und das Anliegen, die Verkehrsstr�me der Besucher insbesondere im Winter zu entflechten, indem ein zus�tzlicher direkter Zugang von der Bergstation der Seilbahn zu den Skipisten am Ort des bisherigen Restaurants geschaffen werden kann. Hinzu kamen geologische Schwierigkeiten, die einen Ausbau des Restaurants am bisherigen Standort in Frage stellten. Auf eine eingehende Beurteilung der beiden zur Diskussion gestellten Standorte unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes wurde im kantonalen Verfahren verzichtet. Dies ist mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Standortgebundenheit grunds�tzlich nicht vereinbar, f�hrt im vorliegenden Fall jedoch aus den dargelegten Erkenntnissen aufgrund des Augenscheins und den nachfolgenden Erw�gungen nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil die Vorinstanz das beantragte Gutachten der Eidgen�ssischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) nicht eingeholt habe.
4.1 Der Weisshorngipfel ist nicht in einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG enthalten, weshalb eine Pflicht zur Begutachtung durch die ENHK nicht direkt auf Art. 7 Abs. 2 NHG abgest�tzt werden kann. Indessen kann die ENHK nach Art. 8 NHG i.V.m. Art. 25 der Verordnung vom 16. Januar 1991 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) in wichtigen F�llen von sich aus in jedem Stadium des Verfahrens ihr Gutachten �ber die Schonung oder ungeschm�lerte Erhaltung von Objekten abgeben. Diese fakultative Begutachtung bezieht sich insbesondere auf Objekte, die nicht in einem Bundesinventar nach Art. 5 NHG aufgef�hrt sind (J�rg Leimbacher, Kommentar NHG, 1997, Art. 8 Rz. 1; s. auch Art. 25 Abs. 1 lit. d NHV). Eine fakultative Begutachtung nach Art. 8 NHG kann auch zum Zug kommen, wenn das ENHK-Gutachten von einer Verfahrenspartei beantragt wird, wobei die ENHK selbst entscheidet, ob sie ein Gutachten abgibt (Leimbacher, a.a.O., Art. 8 Rz. 4).
4.2 Der Beschwerdef�hrer hat im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein ENHK-Gutachten beantragt. Das Verwaltungsgericht hat den Beweisantrag abgelehnt, weil kein Anspruch auf Begutachtung bestehe und der rechtserhebliche Sachverhalt aus den umfangreichen Akten hervorgehe.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es habe Anlass zu einer Begutachtung durch die Fachkommission des Bundes f�r Natur- und Heimatschutz bestanden, nachdem die f�r diesen Sachbereich zust�ndigen kantonalen Fachstellen ausdr�cklich gegen das Vorhaben Stellung genommen h�tten.
4.3 Aus den Stellungnahmen des kantonalen Amts f�r Natur und Umwelt ergibt sich deutlich, dass die geplante Inanspruchnahme des Gipfelplateaus unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes problematisch ist. Dies best�tigt auch das BAFU in seiner Stellungnahme zur vorliegenden Beschwerde. Ein Gutachten der ENHK im Sinne von Art. 8 NHG kann unter anderem aufzeigen, wie ein Objekt bestm�glich geschont werden kann. Vor dem Hintergrund der bereits im kantonalen Verfahren aktenkundigen Problematik der m�glichen landschaftlichen Beeintr�chtigung des Weisshorngipfels durch das umstrittene Vorhaben h�tten die zust�ndigen kantonalen Beh�rden das Projekt mit Blick auf Art. 7 Abs. 1 Satz 2 NHG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 lit. d NHV der ENHK zur Begutachtung unterbreiten m�ssen. Der Beschwerdef�hrer hatte die Einholung eines ENHK-Gutachtens beantragt und es stellte sich im Hinblick auf das Bauen auf Berggipfeln eine grunds�tzliche Frage. Liegt wie hier ein wichtiger Fall im Sinne der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung vor, so muss die Sache der ENHK zugeleitet werden, damit diese entscheiden kann, ob sie eine Begutachtung vornehmen will. Der Entscheid, ob bei Vorliegen eines wichtigen Falles gem�ss Art. 8 NHG eine Begutachtung erfolgen soll, ist ausschliesslich der ENHK vorbehalten (E. 4.1 hiervor). Die Baubewilligungsbeh�rden sind daf�r nicht zust�ndig. Das umstrittene Vorhaben tangiert in mehrfacher Hinsicht wichtige Anliegen des Landschaftsschutzes. Diese bed�rfen wegen ihrer grunds�tzlichen Bedeutung f�r das Bauen im Bereich von Berggipfeln vertiefter, fachkundiger Beurteilung.
4.4 Das Bundesgericht hat im Anschluss an seinen Augenschein die ENHK ersucht, das umstrittene Vorhaben gest�tzt auf Art. 8 NHG zu begutachten, nachdem die Bauherrschaft zus�tzliche Ideenskizzen zur Gew�hrleistung der Rundsicht eingereicht hatte. Die Parteien konnten sich zum Gutachten der ENHK anschliessend �ussern. Damit wurde die fakultative Begutachtung im Sinne von Art. 8 NHG unter Wahrung der Verfahrensrechte der Parteien nachtr�glich erm�glicht. Dem ungerechtfertigten Verzicht der Vorinstanz, den Fall der ENHK zu unterbreiten, ist im Rahmen der Regelung der Kostenfolgen des bundesgerichtlichen Verfahrens angemessen Rechnung zu tragen (vgl. BGE 126 II 111 E. 7b S. 125; 107 Ia 1 E. 1 S. 3; Urteil des Bundesgerichts 1A.117/2003 vom 31. Oktober 2003, in: ZBl 105/2004 S. 497 E. 6.3; Urteil des Bundesgerichts 1P.255/1999 vom 8. November 1999 E. 2b; s. E. 7 hiernach).
Nach der Rechtsprechung kommt einem Gutachten der ENHK grosses Gewicht zu. Vom Ergebnis der Begutachtung darf nur aus triftigen Gr�nden abgewichen werden, auch wenn der entscheidenden Beh�rde eine freie Beweisw�rdigung zusteht (BGE 127 II 273 E. 4b S. 281; 125 II 591 E. 7a S. 602; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1P.185/1999 vom 22. Juli 1999, in: URP 1999 S. 794 ff.). Dies trifft namentlich auch f�r die dem Gutachten zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen zu (BGE 127 II 273 E. 4b S. 281; Urteil des Bundesgerichts 1A.185/2006 vom 5. M�rz 2007, in: URP 2007 S. 461 E. 6.1 mit Hinweisen). Diese Grunds�tze gelten sowohl f�r die gest�tzt auf Art. 7 NHG erforderliche Begutachtung durch die ENHK als auch f�r die fakultative Begutachtung gem�ss Art. 8 NHG. Bei der Erf�llung ihrer Aufgaben ist der ENHK ein gewisses Ermessen zuzuerkennen. So darf sie sich auf das f�r den Entscheid Wesentliche beschr�nken. Sie soll namentlich darlegen, ob das Ausmass und das Gewicht der Beeintr�chtigung minimiert werden k�nnten, wobei sie f�r den Fall der Realisierung soweit n�tig Auflagen vorschlagen kann (BGE 127 II 273 E. 4b S. 281 mit Hinweis).
Soweit der Beschwerdef�hrer kritisiert, dass die ENHK keinen eigenen Augenschein vorgenommen hat, kann ihm nicht gefolgt werden. Die ENHK hat sich bei der Begutachtung auf ihr eigenes Fachwissen und das umfangreiche Bildmaterial in den Akten gest�tzt und eine Begehung als nicht erforderlich erachtet. Dieses Vorgehen ist im Rahmen des Ermessens, das der Fachkommission des Bundes zusteht, nicht zu beanstanden. Indem der Beschwerdef�hrer der ENHK weiter eine mangelhafte Auseinandersetzung mit der Frage der Standortgebundenheit und m�glicher Alternativen zum Neubauprojekt vorwirft, scheint er davon auszugehen, es sei Aufgabe der ENHK, die Frage der Standortgebundenheit zu beurteilen. Dem kann nicht gefolgt werden. Aufgabe der ENHK ist es, sich zur m�glichst ungeschm�lerten Erhaltung eines Objekts zu �ussern und aufzuzeigen, auf welche Weise es m�glichst weitgehend geschont werden kann. Zu beantworten hat die ENHK insbesondere die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Grad eine Beeintr�chtigung vorliegt. Damit wird von der ENHK nicht verlangt, zu jedem Projekt umfassende Alternativen aufzuzeigen (BGE 127 II 273 E. 4b S. 280 f. mit Hinweisen). Vor dem Hintergrund dieser Rechtslage beanstandet der Beschwerdef�hrer das Gutachten der ENHK zu Unrecht. Bei der Standortgebundenheit handelt es sich um eine Rechtsfrage, deren Beantwortung den zust�ndigen Verwaltungsbeh�rden und Gerichten obliegt. In diesem Zusammenhang pr�fen diese Instanzen auch die Frage m�glicher Alternativen (vgl. BGE 129 II 63 E. 3 S. 67 ff.). Die vom Beschwerdef�hrer verlangte Einholung einer Zweitmeinung zum Gutachten der ENHK erweist sich nicht als notwendig. Der entsprechende Antrag ist abzuweisen.
Die ENHK bringt in ihrem Gutachten zutreffend zum Ausdruck, dass das Bauen auf den Bergen und im alpinen Raum besonders heikel ist. Sehr exponiert stehende, die Naturlandschaft pr�gende, dominierende oder diese inszenierende Bauten sind grunds�tzlich unerw�nscht. F�r standortgebundene und zwingend notwendige Bauten sind besonders hohe Kriterien an Standort, Dimension und Architektur zu stellen. Negative Auswirkungen auf Lebensr�ume, Flora und Fauna sowie die Beeintr�chtigung von herausragenden geomorphologischen Elementen sind zu vermeiden. Aufgrund der gesetzlichen Grundlagen und der erw�hnten Richtlinien und Grunds�tze (vgl. E. 3.1 hiervor, Landschaftsschutzkonzept etc.) unterstreicht die ENHK, dass unber�hrte und nicht erschlossene Berggipfel oder Kreten nicht bebaut werden d�rfen, zumal der Erschliessungsgrad der alpinen Gebiete in der Schweiz bereits sehr hoch sei.
Dieser Grundsatz gilt allgemein auch ausserhalb von Schutzgebieten von nationaler Bedeutung. An erschlossenen und touristisch intensiv genutzten Standorten muss im Detail gepr�ft werden, ob sich ein geplanter Neubau in die Landschaft integriert oder nicht.
6.1 Im Gipfelbereich des Weisshorns befinden sich bereits zahlreiche Bauten und Anlagen der touristischen Infrastruktur wie das an die Seilbahnstation angebaute Bergrestaurant "Weisshorngipfel" (Baujahr 1956), s�d�stlich davon die Bergh�tte "Weisshorn" mit dem dazugeh�renden, auf dem Gipfelplateau situierten alten Ger�tehaus sowie die Seilbahnstation der Aroser Bergbahnen AG aus dem Jahre 1991 mit einem direkten Rolltreppenzugang auf das Gipfelplateau. Auf dem Gipfelplateau selbst steht ein Sendemast der Swisscom mit den entsprechenden (unterhalb des Gipfelniveaus liegenden) Nebenanlagen. Die im Jahr 1935 auf dem Gipfelplateau errichtete Stoffelh�tte (Depot Pistendienst und Gipfel-Bar) wurde im Juli 2007 abgebrochen.
Das Gipfelplateau hat heute nach der nachvollziehbaren Einsch�tzung der ENHK seine Nat�rlichkeit wegen der zahlreichen baulichen Eingriffe weitgehend verloren. Die vom Beschwerdef�hrer ins Recht gelegten Fotos belegen zwar, dass der Gipfel des Aroser Weisshorns von Chur und verschiedenen Orten im Schanfigg aus als nat�rliches Plateau wahrgenommen werden kann. Indessen sind auf den Fotos die Swisscom - Antenne und teilweise deren Nebenanlagen sowie teilweise die markante Bergstation der Seilbahn sichtbar, so dass auch von diesen Standorten aus insgesamt keine unber�hrte, nat�rliche Landschaft in Erscheinung tritt. Der Kritik der Beschwerdef�hrer an der Einsch�tzung der Nat�rlichkeit des Gipfelplateaus durch die ENHK kann somit nicht gefolgt werden.
6.2 Schwerwiegende negative Auswirkungen auf sch�tzenswerte Lebensr�ume und seltene Tier- und Pflanzenarten macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend und sind nach Auffassung der ENHK aufgrund der beschriebenen Vorbelastung auch nicht zu erwarten. Mit der vorgenommenen Redimensionierung des Neubaus wurden die negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild aus der Sicht der ENHK erheblich verringert. Im Nahbereich wird das Projekt die Bergsilhouette allerdings wegen seinem Standort auf dem Gipfelplateau ver�ndern. Die ENHK ist jedoch der Ansicht, dass der Neubau, trotz seiner exponierten Lage auf dem Gipfel, keine erhebliche Zusatzbelastung darstellt, die grunds�tzlich abgelehnt werden m�sste. Das Vorhaben ber�cksichtige mit seiner eher flachen Kubatur, seiner nicht rechtwinkligen, kristallinen Form, dem matten, grauen Material und der von den Plateaukanten wegger�ckten Position ausreichend das Gebot der Schonung. Zudem seien die Eingriffe in das vorhandene Terrain gering. In Anbetracht der bereits heute stark ver�nderten Situation und der Vorbelastung durch die Antenne, die Seilbahnstation und weitere Bauten sowie die k�nstlichen Terrainver�nderungen im Gipfelbereich beurteilt die Kommission die Beeintr�chtigung der Gipfellandschaft als annehmbar. Eine neue Baute unterhalb der Gipfellage w�rde die Beeintr�chtigung durch die weiter bestehenden Anlagen nicht so stark mindern, dass der Eindruck eines wenig belasteten Gipfels entst�nde.
Die ENHK hat weiter die Wirkung des Restaurants bei Dunkelheit untersucht. Sie kommt zum Schluss, dass der Neubau am st�rksten aus der Ferne in der D�mmerung und bei Dunkelheit, wenn das durchgehende Fensterband durch die Innenraumbeleuchtung erhellt wird, als k�nstliches Element in Erscheinung treten werde. Da jedoch ausdr�cklich auf eine Anstrahlung des Geb�udes von aussen verzichtet werde und keine spezielle Beleuchtung des Fensterbands von innen her geplant sei, werde aus der Ferne nur eine schwach strahlende Lichtquelle sichtbar sein. Aus einzelnen Richtungen sei dies bereits heute beim bestehenden Restaurant und bei der Bergstation der Luftseilbahn der Fall. Um in Zukunft auch bei intensiverer Nutzung zu Nachtzeiten unerw�nschte Lichtimmissionen auszuschliessen, schl�gt die ENHK vor, die Bauherrschaft zu verpflichten, auf geeignete Weise (z.B. durch Storen) Lichtabstrahlungen auf die Umgebung zu verhindern. Damit werde die Nachtlandschaft im Ergebnis nicht markant ver�ndert oder gest�rt.
Zur Frage, ob die Rundsicht durch einen Aussichtsturm oder ein begehbares Dach des Restaurants gew�hrleistet werden soll, f�hrt die ENHK aus, sowohl der Bau eines zus�tzlichen Turms wie auch die Erschliessung des Dachs des geplanten Neubaus mit einer schr�gen Passerelle f�hre zu einer zus�tzlichen Beeintr�chtigung der Landschaft und Verunkl�rung der Architektur. Die Umgebung des Neubaus sei durchgehend zug�nglich, womit der Genuss der gesamten Aussicht bei einem Rundgang m�glich werde.
Die ENHK unterstreicht schliesslich, dass eine bestehende unerw�nschte oder beeintr�chtigte Situation nicht automatisch jegliche Neubauprojekte rechtfertigen k�nne, sondern dass bei Bauvorhaben in jedem Fall eine grunds�tzliche Beurteilung vorgenommen werden m�sse.
6.3 Das Bundesgericht hat aufgrund der eigenen Feststellungen am Augenschein und der Vorbringen der Parteien keinen Anlass, von der Beurteilung der landschaftlichen Auswirkungen durch die ENHK abzuweichen. Der Neubau stellt zwar einen markanten Akzent im Gipfelbereich dar. Dieser f�hrt indessen angesichts der intensiven touristischen Nutzung des Aroser Weisshorns und der entsprechenden baulichen Anlagen sowie der �brigen bereits bestehenden Vorbelastung, insbesondere durch die Antennenanlage, nicht zu einer relevanten zus�tzlichen Beeintr�chtigung der Landschaft. Obwohl der Gipfel des Weisshorns exponiert steht und auch von Chur aus sichtbar ist, ist aufgrund des nun leicht von der Krete zur�ckversetzten Standorts, der reduzierten Ausmasse der neuen Baute und der Materialwahl der Fassade in �bereinstimmung mit den Ausf�hrungen der ENHK nicht zu bef�rchten, dass der Neubau tags�ber aus grosser Distanz in st�render Art und Weise in Erscheinung treten wird. Unerw�nschte Spiegelungen sind wegen der Materialwahl nicht zu erwarten. Zur Vermeidung st�render Lichtimmissionen und Ver�nderungen der Landschaft bei Dunkelheit ist die Bauherrschaft zu verpflichten, auf eine Beleuchtung des Geb�udes von aussen und auf eine besondere inszenierende Innenbeleuchtung des Fensterbands dauerhaft zu verzichten.
6.4 Die Bauherrschaft ist ausserdem zu verpflichten, das bestehende, an die Seilbahnstation angebaute Bergrestaurant nach Vollendung des Neubaus auf dem Gipfelplateau vollst�ndig abzubrechen und das ganze Gebiet bis auf den geplanten Durchgang f�r die Skifahrer zur�ckzubauen. Die Absicht der Bauherrschaft zum Abbruch des bisherigen Restaurants ergibt sich bereits aus der Bewilligung des kantonalen Amts f�r Raumentwicklung vom 22. Juni 2007, ohne dass die Einzelheiten des Abbruchs und der neuen Gestaltung aus den Projektpl�nen ersichtlich w�ren. Im vorliegenden Entscheid ist daher klarzustellen, dass auch die bestehenden Terrassierungen und St�tzmauern zu entfernen sind und das Gebiet zu renaturieren ist, soweit es nicht als Durchgang f�r Skifahrer ben�tigt wird. Die Bauherrschaft hat diesbez�glich w�hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens aufgrund des Gutachtens der ENHK ein konkretes, ausf�hrungsreifes Projekt vorgelegt (Plan der Architektin Tilla Theus vom 19. November 2009). Dieses R�ckbau- und Renaturierungsprojekt tr�gt der von der ENHK in ihrem Gutachten vom 30. April 2009 formulierten Auflage zur Schonung der Landschaft Rechnung, wobei weitere von der ENHK verlangte Auflagen zu beachten sind. So ist insbesondere sicherzustellen, dass auf ausserhalb des Gipfelplateaus liegenden Fl�chen mit naturnahem Bewuchs nur Abbruchmaterial an- und aufgesch�ttet werden darf, wenn dies technisch zwingend n�tig ist. Die technische Notwendigkeit ist in der schriftlichen Dokumentation der �kologischen Baubegleitung nachzuweisen. �bersch�ssiges Material muss ins Tal transportiert werden. Die geplante St�tzmauer beim neuen Ausgang der Bergstation der Luftseilbahn ist als nicht verfugte Trockensteinmauer zu erstellen. Sollte wegen ungen�gender Hangstabilit�t eine massivere Mauerkonstruktion n�tig sein, so m�sste diese mit einer nicht verfugten Trockensteinmauer verkleidet werden. Weiter ist der Standort des Luftfassungsschachts zu �berpr�fen und an die Rolltreppenanlage oder an die Bergstation anzulehnen. Schliesslich soll die Detailplanung und Realisierung des Vorhabens durch eine ausgewiesene Fachperson aus dem Bereich Natur und Landschaft begleitet werden. Diese �kologische Baubegleitung wird auch bei der Festlegung der maximalen Ausdehnung und der Materialqualit�t sowie der Ansaat der neuen Oberfl�chen vor Ort mitzuwirken haben. Die ENHK verweist in diesem Zusammenhang auf die Richtlinie Hochlagenbegr�nung des Vereins f�r Ingenieurbiologie (Mitteilungsblatt 2/2008).
Die von der ENHK vorgeschlagenen Auflagen sind geeignet, den Eingriff in die Landschaft m�glichst klein zu halten. Die Arosa Bergbahnen AG stimmt diesen Auflagen ausdr�cklich zu. Die in Dispositiv-Ziff. 2a der Bewilligung des kantonalen Amts f�r Raumentwicklung vom 22. Juni 2007 angeordnete fachlich kompetente Umweltbaubegleitung wird auch die Umsetzung dieser zus�tzlichen Auflagen mit den erforderlichen Weisungen zu begleiten und abschliessend zu dokumentieren haben. Die umstrittene Ausnahmebewilligung ist mit diesen zus�tzlichen Bedingungen und Auflagen zu erg�nzen.
6.5 Die hier vorgenommene Beurteilung beruht auf einer detaillierten Pr�fung der am Gipfel des Weisshorns vorliegenden Verh�ltnisse. Das Gericht teilt die Auffassung der ENHK, dass nicht jede vorbestehende unerw�nschte oder beeintr�chtigte Situation automatisch jegliche Neubauprojekte rechtfertigen kann. Unabdingbar ist bei Neubauten an derart exponierten Lagen eine hochstehende architektonische Qualit�t. Das hier umstrittene Neubauprojekt �berwiegt insgesamt auch nach den Ausf�hrungen der ENHK die negativen Auswirkungen der bisherigen Gipfel�berbauung in Bezug auf die Gestaltung und die Integration in das Landschaftsbild. In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass durch den vorgesehenen Abbruch des bestehenden Restaurants neben der Bergstation ein erheblicher Eingriff in das Landschaftsbild beim bisherigen Bergrestaurant r�ckg�ngig gemacht wird.
6.6 Die ENHK beantragt weiter, die Bauherrschaft sei zu verpflichten, auf den Bau einer zus�tzlichen Aussichtsplattform (Turm oder Dachterrasse) zu verzichten. Eine entsprechende Erweiterung des umstrittenen Vorhabens war nicht Gegenstand des Baugesuchs der Arosa Bergbahnen AG, sondern wurde lediglich im bundesgerichtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der R�ge diskutiert, die bisher gew�hrleistete Panoramasicht m�sse erhalten bleiben. Die Bauherrschaft hat sich auch in diesem Punkt mit der Auffassung der ENHK ausdr�cklich einverstanden erkl�rt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Die Baubewilligungen des kantonalen Amts f�r Raumentwicklung vom 22. Juni 2007 und der Gemeinde Arosa vom 25. Juni 2007 werden gest�tzt auf Art. 107 Abs. 2 BGG durch Anordnungen im Sinne der vorstehenden Erw�gungen erg�nzt. Diese betreffen die Beseitigung des bestehenden Bergrestaurants neben der Seilbahnstation (inkl. Terrassierungen und St�tzmauern), den Verzicht auf eine besondere inszenierende Beleuchtung sowie die Ergreifung geeigneter Massnahmen, mit welchen eine Abstrahlung von Licht aus dem Restaurant nach aussen bei Dunkelheit verhindert werden soll. Auf den Bau einer zus�tzlichen Aussichtsplattform (Turm oder Dachterrasse) ist zu verzichten. Eine R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz oder die Baubeh�rde wird damit im Interesse der Prozess�konomie vermieden. Die Baubeh�rde hat die ordnungsgem�sse Ausf�hrung der Anordnungen durchzusetzen.
Bei teilweisem Unterliegen w�re dem Beschwerdef�hrer grunds�tzlich ein Teil der Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 12f NHG). Im kantonalen Verfahren wurde allerdings zu Unrecht darauf verzichtet, das umstrittene Projekt der ENHK zur Begutachtung zu unterbreiten, was im Rahmen der Kostenfolgen des bundesgerichtlichen Verfahrens zu ber�cksichtigen ist (s. E. 4.4 hiervor). Unter Beachtung dieser Umst�nde erscheint es gerechtfertigt, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten und keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 66 Abs. 1 BGG). In gleicher Weise ist auch f�r das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht auf die Erhebung von Gerichtskosten und die Zusprechung von Parteientsch�digungen zu verzichten. Die Ziff. 2 und 4 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sind somit in Anwendung von Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG aufzuheben.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erw�gungen teilweise gutgeheissen, und die Baubewilligungen des Amts f�r Raumentwicklung Graub�nden vom 22. Juni 2007 sowie der Gemeinde Arosa vom 25. Juni 2007 werden durch folgende Bestimmungen erg�nzt:
1.1 Das bestehende, an die Seilbahnstation angebaute Bergrestaurant ist nach Vollendung des Neubaus auf dem Gipfelplateau abzubrechen, und das Gebiet ist nach dem R�ckbau- und Renaturierungsprojekt der Architektin Tilla Theus (Plan vom 19. November 2009) unter Einhaltung folgender Auflagen neu zu gestalten:
1.1.1 Auf ausserhalb des Gipfelplateaus liegenden Fl�chen mit naturnahem Bewuchs darf nur Abbruchmaterial an- und aufgesch�ttet werden, wenn dies technisch zwingend n�tig ist. Die technische Notwendigkeit ist in der schriftlichen Dokumentation der �kologischen Baubegleitung nachzuweisen. �bersch�ssiges Material muss ins Tal transportiert werden.
1.1.2 Die geplante St�tzmauer beim neuen Ausgang der Bergstation der Luftseilbahn ist als nicht verfugte Trockensteinmauer zu erstellen. Sollte wegen ungen�gender Hangstabilit�t eine massivere Mauerkonstruktion n�tig sein, so m�sste diese mit einer nicht verfugten Trockensteinmauer verkleidet werden.
1.1.3 Der Standort des Luftfassungsschachts ist an die Rolltreppenanlage oder an die Bergstation anzulehnen.
1.1.4 Die Detailplanung und Realisierung des Vorhabens ist durch eine ausgewiesene Fachperson aus dem Bereich Natur und Landschaft zu begleiten und schriftlich zu dokumentieren (�kologische Baubegleitung).
1.2 Auf eine Beleuchtung des neuen Gipfelrestaurants von aussen und eine besondere, inszenierende Innenbeleuchtung des Fensterbands ist zu verzichten. Die Abstrahlung von Licht aus dem Restaurant nach aussen ist durch geeignete Massnahmen (z.B. Storen) zu verhindern.
Die Dispositiv-Ziff. 2 und 4 des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 11. September 2007 werden aufgehoben.
F�r das kantonale und das bundesgerichtliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientsch�digungen zugesprochen.
Dieses Urteil wird den Parteien, den Gemeinden Arosa und Tschiertschen, der B�rgergemeinde Chur, dem Amt f�r Raumentwicklung und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 4. Kammer, sowie der Eidgen�ssischen Natur- und Heimatschutzkommission, dem Bundesamt f�r Raumentwicklung und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. M�rz 2010

References: Art. 24
 Art. 3
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 24
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
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 Art. 24
 Art. 2
 Art. 78
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 24
 Art. 13
 Art. 5
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 25
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 25
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 7
 Art. 25
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 7
 Art. 8
 BGE 
 Art. 107
 Art. 12
 Art. 67