Source: https://www.diebewertung.de/lcf-blockheizkraftwerke-deutschland-4-gmbh-co-kg-verdammt-hohe-kosten/
Timestamp: 2019-11-22 06:59:17+00:00

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LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG / verdammt hohe Kosten - Diebewertung
Start Meine Meinung Bilanzen LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG / verdammt hohe Kosten
Nun, natürlich muss man eine Bilanz immer kritisch, aber auch differenziert betrachten. Genau das wollen wir hier einmal tun. Die Bilanz weist eine „bilanzielle Überschuldung“ aus, die aber mit einer tatsächlichen Überschuldung und einer möglichen Insolvenzgefahr nichts zu tun hat.
Zumal hier schon, zumindest laut den Ausführungen in dieser Bilanz, Kapitalzuführungszusagen in Höhe von über 4 Millionen Euro angeblich vorliegen. Trotzdem sehen wir diese Bilanz dann sehr kritisch, denn wir wollen hier einmal auf die aus unserer Sicht enormen Kosten hinweisen, die in dieser Bilanz ausgewiesen sind:
„Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 1.097.516 (Vorjahr EUR 7.071) und wurden hauptsächlich geprägt durch Vermittlungsprovisionen über EUR 418.000 (Vorjahr EUR 0) und einmalige Konzeptionsgebühren über EUR 352.000 (Vorjahr EUR 0). Darüber hinaus fielen planmäßige Managementgebühren in Höhe von EUR 175.000 (Vorjahr EUR 0) sowie Rechts- und Beratungskosten für Gründung und Prospekterstellung über EUR 82.725 (Vorjahr EUR 256) an.“
Dieses Geld müssen die getätigten Investments nun erst einmal erwirtschaften, bevor dann die investierten Anleger irgendeinen Euro verdienen, oder?
LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG, Hamburg
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018
Anlage 1 Bilanz zum 31. Dezember 2018
Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018
Anlage 3 Anhang für das Geschäftsjahr 2018
Anlage 4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018
Anlage 5 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Registernummer: HRA 121256
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.694,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.770.783,00 0,00
2.213.477,00 0,00
1. Forderungen gegen zukünftige Kommanditisten 115.000,00 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 118.377,83 9.126,46
233.377,83 9.126,46
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.495.350,18 3.490,97
1.728.728,01 12.617,43
C. NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTER FEHLBETRAG 1.094.721,80 0,00
5.036.926 81 12.617,43
I. Kapitalanteile des Kommanditisten
1. Kapitalkonto I 10.000,00 10.000,00
2. Kapitalkonto III -1.104.721,80 -7.070,50
-1.094.721,80 2.929,50
II. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag 1.094.721,80 0,00
0,00 2.929,50
B. ZUR DURCHFÜHRUNG VON KAPITALERHÖHUNGEN GELEISTETE EINLAGEN 4.541.000,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 8.065,00 1.487,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 73,91
– Bankhaus Neelmeyer: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 73,91)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 454.861,81 3.126,46
– davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 454.861,81 (Vorjahr: EUR 3.126,46)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 5.000,00
– davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 5.000,00)
– davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 5.000,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 33.000,00 0,00
– davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 33.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
487.861,81 8.200,37
5.036.926,81 12.617,43
2018 Rumpfgeschäftsjahr 2017
1. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.097.516,99 -7.069,39
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -134,31 -1,11
3. Ergebnis nach Steuern -1.097.651,30 -7.070,50
4. Jahresfehlbetrag -1.097.651,30 -7.070,50
5. Belastung auf Kapitalkonten 1.097.651,30 7.070,50
6. Jahresergebnis nach Ergebnisverwendung 0,00 0,00
Der Jahresabschluss der LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG, Hamburg („Gesellschaft“ oder „Fonds“), eingetragen beim Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 121256 ist eine Kleinstpersonenhandelsgesellschaft. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach § 24 Abs. 1 VermAnlG in Verbindung mit dem Dritten Buch des Handelsgesetzes, erster Unterabschnitt des zweiten Abschnitts. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung, die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist, sind entsprechend den §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. Die Kapitalanteile der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) sind nach § 264c Abs. 2 HGB getrennt von den Kapitalanteilen der Kommanditisten ausgewiesen.
Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist nur bedingt möglich, da die Gesellschaft erst in 2017 gegründet wurde und die operative Tätigkeit erst in 2018 aufgenommen hat.
2. Bilanzierungs- und Bewertunsgrundsätze
Durch bereits erhaltene Einlagen zukünftiger Gesellschafter, die unter einem zusätzlichen Posten „Zur Durchführung von Kapitalerhöhungen geleistete Einlagen“ ausgewiesen wird und dem entsprechenden Beitritt der Treuhandkommanditistin im Geschäftsjahr 2019 ist eine Überschulung im insolvenzrechtlichen Sinn nicht gegeben. Der Jahresabschluss wurde dementsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Abschreibung für die Blockheizkraftwerke erfolgt linear über die Nutzungsdauer von zehn Jahren. Eine planmäßige Abschreibung hat im Geschäftsjahr 2018 noch nicht stattgefunden, da die anderen Anlagen mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2018 übernommen wurden.
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen dem Nominalwert.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.
Die Zusammenstellung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Das Festkapital beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 10.000,00, das Haftkapital wurde in Höhe von 10% vom Festkapital in das Handelsregister eingetragen.
Der Posten „Zur Durchführung von Kapitalerhöhungen geleistete Einlagen“ in Höhe von TEUR 4.541 beinhaltet Einzahlungen für zukünftiges Kommanditkapital. Ein Ausweis als Eigenkapital war zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses 2018 nicht möglich, da zu diesem Zeitpunkt noch kein Beitritt der Treuhandgesellschafterin als Kommanditistin in die Gesellschaft erfolgt war. Daher erfolgt ein gesonderter Ausweis dieser Position.
Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten gegenüber der LCF Verwaltungsgesellschaft mbH von EUR 11.900 (Vorjahr EUR 0).
Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Haftungsverhältnisse liegen zum Stichtag nicht vor.
Sonstige Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtagsstichtag in Form von Verpflichtungen, die sich aus den abgeschlossenen Verträgen der Gesellschaft ergeben und umfassen Treuhandvergütung (0,3% p.a. des Nominalbetrags des verwalteten Kapitals), Vergütung für die Mittelverwendungskontrolle (0,1% p.a. des Gesellschaftskapitals, mindestens jedoch TEUR 5 p.a.), Managementfee (1,5% p.a. auf die Summe des gezeichneten Kapitals, mindestens jedoch TEUR 175 p.a.) und Haftungs- und Geschäftsführungsvergütung (TEUR 5 p.a.).
Zum 31.12.2018 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Bestellobligo in Höhe von TEUR 24.
Komplementärin der Gesellschaft ist die LCF Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.000,00.
Deren Geschäftsführer sind Marc Banasiak (Diplom-Kaufmann) und Marcus Florek (Finanzfachwirt IHK).
Daneben ist die Kommanditistin Luana Capital New Energy Concepts GmbH mit Sitz in Hamburg mit der Geschäftsführung der Gesellschaft beauftragt. Sie ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Gesellschafter sind im Verhältnis ihrer Kapitalanteile (Festkapital) am Ergebnis der Gesellschaft beteiligt. Die Verwendung von Jahresergebnissen und Liquiditätsüberschüssen (Entnahmen) ist im Gesellschaftsvertrag geregelt.
Mit Datum vom 19. Juni 2019 erfolgte die Eintragung der Treuhandkommanditistin HIT Hanseatische Service Treuhand GmbH für eigene als auch treuhänderisch verwaltete Kommanditeinlagen in Höhe von TEUR 880.
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 442.694,00 0,00 442.694,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.770.783,00 0,00 1.770.783,00
0,00 2.213.477,00 0,00 2.213.477,00
1. Jan. 2018 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2018
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Im Rahmen des Beteiligungsangebotes hat die LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG, Hamburg (nachfolgend auch „Beteiligungsgesellschaft“ genannt), Blockheizkraftwerke (nachfolgend auch „BHKW“ abgekürzt) an verschiedenen Standorten in Deutschland erworben, um sie operativ zu betreiben und die Verwertung, Vermarktung und Veräußerung der damit erzeugten elektrischen und thermischen Energie zu übernehmen.
Für den oben genannten Zweck wurde im März 2018 mit dem Einwerben des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft begonnen. Zum 19. Juni 2019 erfolgte die Eintragung des Beitritts der Treuhänderin für eigenes als auch treuhänderisch verwaltetes Kommanditkapital in Höhe von TEUR 880 (entspricht einem Festkapital von TEUR 8.800).
Parallel dazu wurde mit Investitionen in BHKW (mit den dazugehörigen Energielieferverträgen) und die Versorgung von Endkunden mit Wärme und Strom sukzessive begonnen.
Der Anteil in Deutschland beträgt dagegen lediglich ca. 17% und liegt damit noch unter 100 Terawattstunden (im Folgenden auch „TWh“). Hält man sich die Verpflichtung der Bundesregierung vor Augen, den Ausbau der KWK-Stromerzeugung bis 2025 auf 120 TWh zu erhöhen, wird das Potenzial dieses Marktes deutlich. Experten schätzen, dass der KWK-Bereich in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen wird; sollten die Strompreise steigen sogar überproportional zum Wärmemarkt. In der Vergangenheit war der BHKW-Markt in Deutschland noch dominiert von biogasbetriebenen Motoren. Mit dem Jahr 2012 hatte sich dies grundsätzlich geändert und die Neuinstallationen von Erdgas-BHKW führen seitdem die Statistiken an.
Der Absatz der fossilen Anlagen, die im Allgemeinen durch das KWKG gefördert werden, nahm deutlich zu und erreichte in 2016 einen neuen Höchstwert. Ein Grund dafür war das Mini-KWK-Impulsprogramm, welches die Grundförderung in 2015 um 33% deutlich angehoben hat und so die gewünschte Wirkung entfalten konnte.
Die Bedeutung der kleineren fossilen Anlagengrößen wird in Zukunft weiter zunehmen, da insbesondere in der Wohnungswirtschaft Potenziale zu heben sind. Weitere Impulse kommen von Gesetzesseite mit der Novellierung KWK-G zum 21.12.2018.
Nach wie vor legt die Beteiligungsgesellschaft den Fokus auf den Betrieb von BHKW, die mit ihrer ausgereiften Motorentechnologie und Wirkungsgraden von über 90% ein sicheres und wirtschaftliches Investment darstellen.
2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Zum 21. Dezember 2018 wurden Einlagen seitens zukünftiger Kommanditisten in Höhe von TEUR 4.541 gezeichnet. Da der Beitritt der Treuhänderin erst in 2019 erfolgte, wurden die Einlagen unter einem gesonderten Posten unterhalb des Eigenkapitals „Zur Durchführung von Kapitalerhöhung geleistete Einlagen“ ausgewiesen. Das Festkapital der Gesellschaft beträgt damit wie im Vorjahr TEUR 10.
Parallel ist schon die sukzessive Umsetzung von BHKW-Projekten erfolgt, die Versorgung der dazugehörigen Endkunden mit Wärme und Strom startet ab 2019.
Das laufende Geschäftsjahr war maßgeblich vom Einwerben von Eigenkapital und Aufbau des Geschäfts geprägt, nennenswertes operatives Geschäft und einen dazugehörigen Cash Flow gab es noch nicht.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 1.097.516 (Vorjahr EUR 7.071) und wurden hauptsächlich geprägt durch Vermittlungsprovisionen über EUR 418.000 (Vorjahr EUR 0) und einmalige Konzeptionsgebühren über EUR 352.000 (Vorjahr EUR 0). Darüber hinaus fielen planmäßige Managementgebühren in Höhe von EUR 175.000 (Vorjahr EUR 0) sowie Rechts- und Beratungskosten für Gründung und Prospekterstellung über EUR 82.725 (Vorjahr EUR 256) an.
Das Jahresergebnis von EUR -1.097.651 (Vorjahr EUR -7.071) war daher erwartungsgemäß negativ, wie es für eine Beteiligungsgesellschaft in der Einwerbephase des Kapitals üblich ist.
Die Einzahlungen zukünftigen Kommanditisten zur Durchführung einer Kapitalerhöhung betrugen EUR 4.541.000 (Vorjahr EUR 10.000). Da die Anleger bis zum 31.12.2018 noch nicht über die Treuhänderin als Kommanditisten der Gesellschaft beigetreten waren, wird dieser Betrag als Sonderposten in den PASSIVA ausgewiesen. Die Eintragung ist nach Beendigung der Einwerbephase im Juni 2019 erfolgt. Die eingezahlten Beträge werden seitdem als Eigenkapital ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 454.862 (Vorjahr EUR 3.126) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Projektentwickler im Rahmen der Übernahme vollständig errichteter und im Betrieb befindlicher BHKW.
Im Geschäftsjahr wurden drei BHKW-Anlagen angeschafft. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr Anzahlungen für neue Projekte geleistet.
Auf dem Konto der Hamburger Sparkasse (Geschäftskonto) befinden sich Liquide Mittel in Höhe von EUR 202.763 (Vorjahr EUR 3.490). Das Mittelverwendungskonto beim Bankhaus Neelmeyer weist ein Guthaben von EUR 1.292.586 (Vorjahr EUR 0) aus.
Im Geschäftsjahr 2018 war die Liquidität der Beteiligungsgesellschaft jederzeit gegeben.
Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag EUR 5.036.927 (Vorjahr EUR 12.617). Wesentliche Positionen auf der Aktivseite sind die Sachanlagen bestehend aus Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 442.694 (Vorjahr EUR 0), deren Wert sich aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten für die BHKW abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen ergibt. Darüber hinaus entfallen auf geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau EUR 1.770.783 (Vorjahr EUR 0), welche die noch zu installierenden BHKWs betreffen.
Die Bilanzsumme enthält dabei den Ausweis des Postens „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag“ in Höhe von TEUR 1.095, bedingt durch das negative Kapital. Eine tatsächliche Überschuldung ist jedoch nicht gegeben, da zum 31. Dezember 2018 Einzahlungen seitens zukünftiger Kommanditisten in Höhe von TEUR 4.541 bestehen.
Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die geleisteten Einzahlungen zukünftiger Kommanditisten zur Durchführung einer Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4.541.000 (Vorjahr EUR 0) geprägt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 454.862 (Vorjahr EUR 3.126) beziehen sich auf den Kauf von drei fertigen Projekten.
2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Eigenkapitalquote der Beteiligungsgesellschaft beläuft sich, unter Berücksichtigung des Sonderpostens „Zur Durchführung von Kapitalerhöhung geleistete Einlagen“ zum Bilanzstichtag auf rd. 87% (Vorjahr: 23%).
2.5 Gesamtaussage
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsgesellschaft kann als solide beschrieben werden.
3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht
Im Risikobericht werden einzelne Risiken der Beteiligungsgesellschaft aufgeführt.
3.1.2 Adressenausfall- und Liquiditätsrisiken
Konkrete Adressenausfallrisiken sind bislang nicht bekannt.
Liquiditätsrisiken generell sowie Marktpreisrisiken aufgrund der Änderungen des KWK-G erscheinen weiterhin überschaubar; die operationellen Risiken liegen im normalen, marktüblichen Bereich.
Um den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung nochmal entscheidend zu forcieren, trat die Novellierung des KWK-G bereits 2016 in Kraft. Ein Jahr danach beschloss der Gesetzgeber eine weitere Novellierung und seitdem können Unternehmen mit hohem Stromverbrauch ihre KWK-G-Umlage nur noch reduzieren, wenn sie besondere Voraussetzungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erfüllen. Für 2017 und 2018 galten Übergangsregelungen.
Zudem kamen Neuerungen durch die Einführung von Ausschreibungen der KWK-Förderung im Leistungsbereich 1 MW bis 50 MW auf die Marktteilnehmer zu. In dieser Größenordnung bedeutete dies das Ende der klassischen KWK-Förderung, da sie keine gesetzlich festgelegten KWK-G-Zuschläge mehr erhalten
Insgesamt gesehen sind die Vorgaben des KWK-G wesentlich komplexer geworden. Insbesondere die zueinander im Verhältnis stehenden Differenzierungen zwischen den einzelnen Leistungsbereichen, die Unterschiede zwischen Ausschreibung und festen gesetzlichen Zuschlägen sowie Abstufungen zwischen neuen, modernisierten und nachgerüsteten Anlagen stellten Herausforderungen für Anlagenbetreiber dar. Die Beteiligungsgesellschaft war von all diesen Änderungen nicht direkt betroffen.
Die Beteiligungsgesellschaft betreibt die erworbenen BHKW selbst. Es bestehen somit grundsätzlich die normalen operationellen Risiken, wie beispielsweise Betriebsunterbrechungen oder Netzstörungs- bzw. Einspeiseunterbrechungen.
3.1.5 Zusammengefasste Darstellung der Risikolage
Die Risiken liegen im normalen marktüblichen Bereich.
Die Beteiligungsgesellschaft wird in 2019 weitere BHKW umsetzen und parallel Energielieferverträge abschließen. Daher bestehen grundsätzlich die Möglichkeiten, dass die geplanten Einstandskosten der BHKW geringer sind als erwartet, Erträge übertroffen (beispielsweise aufgrund höherer Bedarfssituationen beim Endkunden) und/oder geringere laufende Kosten als geplant verursacht werden.
3.3 Prognosebericht
Die Ende 2018 erworbenen bzw. installierten Projekte werden in 2019 erste Umsätze erwirtschaften. Weitere in diesem Jahr sukzessiv hinzukommende BHKW werden je nach Fertigstellungstermin einen weiteren Beitrag zum Jahresergebnis beisteuern.
3.4 Gezahlte Vergütungen im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
In der Beteiligungsgesellschaft sind im Geschäftsjahr folgende Vergütungen (netto) angefallen:
Aufwendungen für Konzeption: EUR 352.000
Aufwendungen für Treuhandvergütung: EUR 8.692
Aufwendungen für Managementtätigkeiten: EUR 175.000
Aufwendungen für Haftungs- und Geschäftsführungsvergütung: EUR 5.000
Weitere Vergütungen i.S.d. § 24 Abs. 1 VermAnlG wurden nicht geleistet.
Marc Banasiak, Geschäftsführer
Marcus Florek, Geschäftsführer
An die LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG, Hamburg:
Wir haben den Jahresabschluss der LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG, Hamburg, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 4 GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 und § 289 Abs. 1 S. 5 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
. entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Vermögsanlagengesetzes (VermAnlG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018,
. vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnlG und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 und § 289 Abs. 1 S. 5 HGB.
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird, auf § 328 HGB wird verwiesen.
Dirk Jessen, Wirtschaftsprüfer
Steffi Papenroth, Wirtschaftsprüferin
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Geschäftsführer Marcus Florek
Luana Capital New Energy Concepts GmbH Marc Banasiak
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References: § 24
 § 264
 § 285
 § 181
 § 24
 § 264
 § 289
 § 264
 § 289
 § 328