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Timestamp: 2016-10-23 16:25:23+00:00

Document:
vertreten durch F�rsprecher Roland Fuhrer,
vertreten durch F�rsprecher Hans E. R�egsegger,
Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Verletzung von Art. 19 Ziff. 1 BetmG i.V.m. Art. 19 Ziff. 4 BetmG); Strafzumessung (Art. 63 StGB); Kostenauflage,
Das Bundesstrafgericht erkl�rte mit Urteil vom 8. November 2006 schuldig:
1. X.________ der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a BetmG,
2. Y.________ der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a BetmG, und
3. Z.________ der Gehilfenschaft zu qualifizierter Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a BetmG i.V.m. Art. 25 StGB
2. Y.________ zu 2 Jahren und 2 Monaten Gef�ngnis unter Anrechnung von 748 Tagen Untersuchungshaft und
3. Z.________ zu 10 Monaten Gef�ngnis, unter Anrechnung von 195 Tagen Untersuchungshaft, mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren.
Ferner entschied es �ber Verfall und Freigabe der geleisteten Kautionen sowie die Einziehung der bei den Beurteilten beschlagnahmten Mobiltelefone.
Die Schweizerische Bundesanwaltschaft f�hrt eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit der sie beantragt, das angefochtene Urteil sei bez�glich der Ziffern I. 1., 2. und 5., II., 1., 2., und 5., sowie III. 1., 2., und 5. des Urteilsdispositives aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesstrafgericht beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. X.________ beantragt in seiner Vernehmlassung zur Kostenfrage sinngem�ss die Abweisung der Beschwerde. Y.________ schliesst ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Ferner stellt er ein Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Z.________ hat auf Gegenbemerkungen verzichtet.
1.1 Die �bergangsbestimmung von Art. 33 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 �ber das Bundesstrafgericht (Strafgerichtsgesetz [SGG]; SR 173.71, in Kraft seit dem 1. April 2004), regelt bis zum Inkrafttreten der Totalrevision des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 den Beschwerdeweg ans Bundesgericht und sieht vor, dass gegen Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts beim Kassationshof des Bundesgerichts Nichtigkeitsbeschwerde gef�hrt werden kann. Das Verfahren richtet sich dabei nach den Art. 268 ff. BStP. Art. 269 Abs. 2 BStP findet jedoch keine Anwendung (Art. 33 Abs. 3 lit. b SGG).
Seit dem 1. Januar 2007 wird der Beschwerdeweg ans Bundesgericht durch das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz [BGG]; SR 173.110) geregelt. Da der angefochtene Entscheid vor dessen Inkrafttreten ergangen ist, ist noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit die Art. 268 ff. BStP nach Massgabe der genannten �bergangsbestimmung.
1.2 Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches (erstes Buch) in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet hat (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Entscheids noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 S. 51 f. mit Hinweisen).
2.1 Das Bundesstrafgericht ist das allgemeine Strafgericht des Bundes (Art. 191a Abs. 1 BV; Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber das Bundesstrafgericht [Strafgerichtsgesetz, SGG], SR 173.71). Seine Strafkammer beurteilt Strafsachen, die nach den Artikeln 340 und 340bis StGB der Bundesstrafgerichtsbarkeit unterstehen, soweit der Bundesanwalt die Untersuchung und Beurteilung nicht den kantonalen Beh�rden �bertragen hat (Art. 26 lit. a SGG). Die Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts k�nnen beim Kassationshof des Bundesgerichts mit Nichtigkeitsbeschwerde angefochten werden (Art. 1 Abs. 2 und Art. 33 Abs. 3 lit. b SGG). Das Verfahren richtet sich nach den Art. 268 ff. BStP. Art. 269 Abs. 2 BStP findet jedoch keine Anwendung.
2.2 Gem�ss Art. 33 Abs. 3 lit. b SGG ist zur Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts der Bundesanwalt berechtigt. Er kann sich gem�ss Art. 16 Abs. 1 BStP durch seine Stellvertreter vertreten lassen. Die Staatsanw�lte des Bundes gelten im Bundesstrafverfahren als Prozesspartei und Vertreter des Bundesanwaltes (vgl. Zusatzbotschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. September 2001, BBl 2001, 6054, 6057). Soweit diesen somit die Funktion des �ffentlichen Ankl�gers des Bundes zukommt, sind sie auch befugt, f�r den Bundesanwalt nach Art. 33 Abs. 3 lit. b SGG Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des Bundesgerichts zu erheben (vgl. Entscheid 6S.530/2006 vom 19.06.2007 E. 2.1).
2.3 Nach der Rechtsprechung stehen dem Beurteilten gegen Entscheide des Bundesstrafgerichts die gleichen Beschwerdem�glichkeiten offen wie gegen kantonale Strafurteile. Er kann mithin in der Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide des Bundesstrafgerichts auch Verfassungs- und insbesondere auch Willk�rr�gen erheben (Entscheid 6S.293/2005 vom 24. Februar 2006, E. 2.1). Demgegen�ber ist der �ffentliche Ankl�ger nicht zur Ergreifung staatsrechtlicher Beschwerden gegen kantonale Entscheide berechtigt, so dass auch die Bundesanwaltschaft - jedenfalls unter der Geltung des �bergangsrechts nach Art. 33 Abs. 3 SGG - mit Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide des Bundesstrafgerichts keine Verfassungsr�gen erheben kann (Urteil des Kassationshofs 6S.150/2006 vom 21.12.2006 E. 3.2).
Den Beschwerdegegnern wird im Wesentlichen vorgeworfen, sie h�tten am 25./26. M�rz 2006 als Mitt�ter bzw. als Gehilfin vors�tzlich netto 9,904 kg Heroingemisch mit einem Reinheitsgrad von 22% vom Kosovo �ber Bestwig/D nach Z�rich transportiert, um dieses dort einem Dritten zu �bergeben.
Im Einzelnen stellt die Vorinstanz f�r den Kassationshof verbindlich fest (Art. 277bis Abs. 1 BStP), der Beschwerdegegner 1 sei Mitte M�rz 2004 im Auftrag des in Deutschland wohnhaften T�rken A.________ und des Kosovaren B.________ zusammen mit dem Beschwerdegegner 2 in dessen Ford Scorpio in den Kosovo gefahren. Dabei seien sie von der Beschwerdegegnerin 3 begleitet worden, die dort ihren Ehemann besuchen wollte. Am Zielort im Kosovo sei das Heroin unter dem Armaturenbrett des Wagens versteckt worden. Anschliessend seien die T�ter zur�ck nach Bestwig/D gefahren, wo die Drogen in der Garage von A.________ in Anwesenheit der beiden Kuriere zun�chst aus dem Auto ausgebaut und im Keller versteckt worden seien. Sp�testens zu diesem Zeitpunkt seien sich die Beschwerdegegner 1 und 2 �ber Art, Umfang und Qualit�t des bef�rderten Guts im Klaren gewesen. Auf Geheiss von A.________ habe der Beschwerdegegner 2 zusammen mit jenem die Bet�ubungsmittel in der Folge zum Weitertransport in die Schweiz wieder in den Wagen eingebaut. Hernach habe der Beschwerdegegner 2 am 25. M�rz 2004 seinen mit Drogen bepackten Wagen in Begleitung der Beschwerdegegnerin 3 in die Schweiz gesteuert, wobei die beiden vom Beschwerdegegner 1, den sie alle 15 Minuten anrufen mussten, an den Bestimmungsort gelenkt worden seien. Dieser sei ihnen ein bis drei Stunden sp�ter im von einem Dritten gesteuerten Auto nachgefolgt. Sp�testens vor dem Passieren der Schweizer Grenze habe auch die Beschwerdegegnerin 3 darum gewusst, dass sich im Auto Drogen befunden h�tten.
Am 26. M�rz 2004 gegen 7.30 Uhr seien die Insassen der beiden Fahrzeuge in die Schweiz eingereist. Nach dem Grenz�bertritt seien sie von B.________ telefonisch zu einem Einkaufszentrum in Spreitenbach und anschliessend zu einem Hotel in Z�rich gelenkt worden, wo sie auf den Abnehmer der Drogen getroffen seien. Dieser sei anschliessend mit dem Beschwerdegegner 1 zum Parkplatz gefahren, wo sich das mit den Drogen beladene Auto befand. Anschliessend sei der Beschwerdegegner 1 am Steuer dieses Wagens dem Fahrzeug des Abnehmers zu einem ca. 5 km entfernten Platz gefolgt. Dort seien die beiden Fahrer von der Polizei festgenommen worden. Der Beschwerdegegner 2 und die Beschwerdegegnerin 3 seien in Z�rich, wo sie auf den Beschwerdegegner 1 warteten, von der Polizei verhaftet worden (angefochtenes Urteil S. 15 ff., 19 f. und 21 ff.).
4.1 Die Vorinstanz nimmt an, die Beschwerdegegner h�tten die ihnen vorgeworfenen Taten zwischen Mitte M�rz und dem 26. M�rz 2004 im Kosovo, in Deutschland und in der Schweiz begangen. Die einzelnen eingeklagten Tathandlungen betr�fen verschiedene Stufen des illegalen Drogenhandels und liessen sich in ein einheitliches Geschehen einordnen. Demnach k�nne vorerst - unter Ausserachtlassung anderer angeklagter Tathandlungen und Qualifikationsgr�nde - gepr�ft werden, ob und inwieweit die Angeklagten die eingeklagte Drogenmenge auf dem Gebiet der Schweiz bef�rdert und sich damit strafbar gemacht h�tten. Soweit sich die angeklagten Auslandtaten in das in der Schweiz begangene strafbare Geschehen einordnen liessen, k�nne gegebenenfalls von einer Beurteilung der weiteren angeklagten Tathandlungen - insbesondere der Auslandtaten - und Qualifikationsgr�nde abgesehen werden (angefochtenes Urteil S. 14 f., 13).
Die Vorinstanz nimmt weiter an, der in der Schweiz verwirklichte und f�r die Strafbarkeit einzig wesentliche Sachverhalt sei vor dem grunds�tzlich unbestrittenen Hintergrund zu sehen, dass die Beschwerdegegner Mitte M�rz 2004 mit dem Personenwagen Ford Skorpio des Beschwerdegegners 2 in den Kosovo gefahren seien, wo Dritte rund 10 Kilogramm Heroingemisch unter das Armaturenbrett dieses Autos eingebaut h�tten, das in der Folge von den Beschwerdegegnern zun�chst nach Deutschland verbracht worden sei, wo es erst aus dem Wagen ausgebaut und danach f�r den Weitertransport in die Schweiz wieder eingebaut worden sei. Dieser Hintergrund sei wesentlich f�r den subjektiven Tatbestand der in der Schweiz ver�bten Handlungen (angefochtenes Urteil S. 15).
4.2 Die Vorinstanz nimmt in rechtlicher Hinsicht an, die in Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 - 7 BetmG geregelten Tatbest�nde sch�tzten das gleiche Rechtsgut gegen verschiedene Angriffe oder verschiedene Angriffsstadien. Begehe ein T�ter mehrere Widerhandlungen im Sinne der Abs. 1 - 7 der genannten Bestimmung so sei zu pr�fen, ob echte Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliege. Dabei st�nden Erwerbshandlungen zu den zeitlich daran anschliessenden Weitergabehandlungen im Verh�ltnis der Subsidiarit�t. Es handle sich um verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen T�tigkeit. Erlange der T�ter Bet�ubungsmittel, die er anschliessend bef�rdere, lagere und/oder einf�hre, und gebe er sie in der Folge an H�ndler oder Konsumenten ab oder ver�ussere er sie, erfolge lediglich ein Schuldspruch wegen Abgabe oder Verkaufs. Die Tathandlung der Einfuhr habe neben dem Bef�rdern kaum eine selbstst�ndige Bedeutung. Eine die Grenze zur Schweiz querende Bef�rderung sei in aller Regel auch eine landesinterne, weshalb eine Bestrafung nur wegen Bef�rderns zu erfolgen habe (angefochtenes Urteil S. 12 f.).
4.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 19 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 4 BetmG. Sie macht geltend, die Vorinstanz beschr�nke den angeklagten Sachverhalt auf die Tathandlung der Bef�rderung der Drogen auf dem Gebiet der Schweiz und ber�cksichtige die angeklagten Tathandlungen im Kosovo und in Deutschland nicht. Sie st�tze sich lediglich zur Begr�ndung des subjektiven Tatbestandes auch auf die im Ausland begangenen Tatbestandsvarianten von Art. 19 Ziff. 1 BetmG ab. Die Anklageschrift differenziere klar zwischen den einzelnen Tathandlungen gem�ss Art. 19 Ziff. 1 BetmG, n�mlich der Erlangung von 9,904 kg Heroin im Kosovo, der Bef�rderung vom Kosovo nach Bestwig/D, der Lagerung in einem Keller in Deutschland, der Bef�rderung der Drogen von Bestwig/D nach Schaffhausen, der Einfuhr der Drogen in die Schweiz und der Bef�rderung derselben nach Z�rich zur Abgabe an einen Dritten. Die Beschr�nkung des Geschehens auf das Bef�rdern von Drogen auf dem Gebiet der Schweiz decke den Unrechtsgehalt der Tat nicht ab. Die zu beurteilenden Taten h�tten einen notwendigen Auslandbezug und beg�nnen nicht erst an der Schweizer Grenze (Beschwerde S. 3 ff.).
5.1 Gem�ss Art. 19 Ziff. 4 BetmG ist der T�ter nach den Bestimmungen der Ziffern 1 und 2 derselben Bestimmung auch strafbar, wenn er die Tat im Ausland begangen hat, in der Schweiz angehalten und nicht ausgeliefert wird, und die Tat auch am Begehungsort strafbar ist. Die Norm begr�ndet die Zust�ndigkeit der Schweizerischen Gerichtsbarkeit f�r im Ausland begangene Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz. Nach der Rechtsprechung enth�lt sie eine zwischen dem reinen Universalit�tsprinzip und der �bernahme der Strafverfolgung nach Art. 85 IRSG liegende Regelung (BGE 116 IV 244 E. 3a; 118 IV 418 E. 2a).
Die Widerhandlungen gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 - 6 BetmG sind als abstrakte Gef�hrdungsdelikte ausgestaltet (BGE 117 IV 58 E. 2; 118 IV 200 E. 3f). Sie gelten grunds�tzlich am Ort der abstrakt gef�hrlichen Handlung bzw. am Ort, wo sich das unerlaubte Verhalten ereignet hat, als im Sinne von Art. 7 Abs.1 StGB ver�bt (vgl. Urteil des Kassationshofs 6P.19/2003 vom 6.8.2003 E. 12.1; ferner Sch�nke/Schr�der/Eser, Strafgesetzbuch, Kommentar, 27. Aufl. 2001, � 9 N 6).
Im zu beurteilenden Fall haben die Beschwerdegegner die vom Kosovo in die Schweiz transportierten illegalen Bet�ubungsmittel auch auf dem Hoheitsgebiet der Schweiz bef�rdert, so dass sich die Zust�ndigkeit der Schweizerischen Gerichtsbarkeit aus Art. 3 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ergibt. Ob f�r die im Ausland begangenen Tathandlungen etwas anderes gilt, h�ngt davon ab, ob der gesamte den Beschwerdegegnern angelastete Drogentransport als einheitlicher Handlungskomplex aufzufassen ist oder ob die einzelnen Tathandlungen f�r sich je als eigenst�ndige, in sich abgeschlossene Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz anzusehen sind. Von letzterem geht die Beschwerdef�hrerin aus, wenn sie geltend macht, soweit die Vorinstanz die Auslandtaten nicht beurteile, erledige das angefochtene Urteil den angeklagten Verfahrensgegenstand nicht ersch�pfend.
5.2.1 Die Bestimmung von Art. 19 Ziff. 1 BetmG stellt s�mtliche Formen einer Beteiligung am unbefugten Drogenverkehr, von der Produktion und der Verbreitung bis hin zum Erwerb, sowie blosse Vorbereitungshandlungen hiezu unter Strafe (Peter Albrecht, Die Strafbestimmungen des Bet�ubungsmittelgesetzes [Art. 19-28 BetmG], 2. Aufl. Bern 2007, Art. 19 N 3 f.). Als Handlungen, welche eine Gefahr des - im weitesten Sinne - Inverkehrbringens von Drogen und damit f�r die menschliche Gesundheit begr�nden, nennt die Bestimmung in Abs. 2 - 5 namentlich das Herstellen und Verarbeiten, das Lagern, Bef�rdern sowie die Ein- und Ausfuhr, das Anbieten, den Verkauf, die Vermittlung und die Abgabe sowie den unbefugten Besitz und Erwerb. Den in Art. 19 Ziff. 1 BetmG aufgef�hrten einzelnen Tathandlungen kommt nach der gesetzlichen Ordnung die Bedeutung eines selbst�ndigen Straftatbestandes zu (BGE 119 IV 266 E. 3a; 118 IV 397 E. 2c; 106 IV 72 E. 2b). Sie stellen verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen T�tigkeit dar (Albrecht, a.a.O., Art. 19 N 142; vgl. auch Fingerhuth/Tschurr, BetmG, Kommentar, 2. Aufl. Z�rich 2007, Art. 19 N 126/128; ferner Roxin, Strafrecht, Allgemeiner Teil, Band II, � 33 N 27). So wird in der Literatur z.B. lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs angenommen, wenn ein T�ter Bet�ubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einf�hrt und dort - wie von Anfang an geplant - an Konsumenten ver�ussert (Albrecht, a.a.O., Art. 19 N 185; vgl. auch Corboz, La jurisprudence du tribunal f�d�ral relative aux dispositions p�nales de la loi f�d�rale sur les stup�fiants, SJ 1988, S. 538 und SJ 1993, 645 f. [infraction unique]; ferner Fiolka, Das Rechtsgut, Diss. Freiburg 2006, S. 906 ff.).
5.2.2 Die Vorinstanz erkl�rt die drei Beschwerdegegner der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a BetmG bzw. der Gehilfenschaft hiezu schuldig, ohne im Dispositiv die einzelnen Tathandlungen gem�ss Ziff. 1 Abs. 1 - 7 BetmG n�her zu spezifizieren. Aus ihren Erw�gungen im angefochtenen Urteil ergibt sich jedoch, dass sich die angeklagten Auslandtaten nach ihrer Auffassung in das in der Schweiz begangene strafbare Geschehen einordnen lassen, so dass sie das gesamte Geschehen als einheitlichen Handlungskomplex w�rdigt.
Dies ist nicht zu beanstanden, denn bei den einzelnen Abschnitten, in welche der den Beschwerdegegnern angelastete Drogentransport aufgegliedert ist - Einbau der Drogen in das Fahrzeug im Kosovo, Transport derselben nach Deutschland, Ausbau aus dem Wagen und Lagerung in Deutschland, erneuter Einbau und Transport in die Schweiz - handelt es sich um verschiedene Stufen eines einheitlichen Handlungskomplexes. Dass der gesamte Drogentransport vom Kosovo �ber Deutschland in die Schweiz als einheitliches Geschehen aufgefasst werden k�nne, r�umt auch die Beschwerdef�hrerin ein (Beschwerde S. 4).
Offen bleibt lediglich, ob die Vorinstanz hinsichtlich der Beschwerdegegner 1 und 2 schon f�r den Transport der Drogen vom Kosovo nach Deutschland Vorsatz bejaht. Sicheres Wissen darum, dass sie harte Drogen bef�rdert hatten, nimmt sie bei den beiden Transporteuren jedenfalls erst im Zeitpunkt des Ausbaus der Drogen aus dem Fahrzeug in Deutschland an, wobei sie den beiden T�tern zugesteht, sie seien irrt�mlich davon ausgegangen, es handle sich um Kokain (angefochtenes Urteil S. 16 und 19 unten). Bei der Beschwerdegegnerin 3 nimmt die Vorinstanz sichere Kenntnis um den Transport der harten Drogen erst vor dem Grenz�bertritt in die Schweiz an (angefochtenes Urteil S. 22, 24). Dementsprechend gelangt die Vorinstanz denn nach W�rdigung der Beweismittel auch zum Schluss, die Beschwerdegegner h�tten die Drogen von Bestwig/D in die Schweiz bef�rdert (angefochtenes Urteil S. 20). Dies umfasst, wie die Vorinstanz zutreffend annimmt (angefochtenes Urteil S. 13), notwendigerweise auch die Einfuhr in die Schweiz. Die einzelnen Tathandlungen stehen im Verh�ltnis der Subsidiarit�t (G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I, 3. Aufl., Bern 2005, � 18 N 8; J�rg-Beat Ackermann, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Art. 68 N 20 lit. c).
Der Schluss der Vorinstanz, die Beschwerdegegner seien der unbefugten mengenm�ssig qualifizierten Bef�rderung von Bet�ubungsmitteln schuldig zu sprechen, was s�mtliche angeklagten Tathandlungen mitumfasse (angefochtenes Urteil S. 19, 21 und 24), verletzt daher kein Bundesrecht. Dass der Schuldspruch der Vorinstanz nur die auf dem Hoheitsgebiet der Schweiz begangenen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz erfasst, trifft somit nicht zu.
Im Weiteren wendet sich die Beschwerdef�hrerin gegen die Strafzumessung. Sie macht geltend, indem die Vorinstanz den Schuldspruch auf die Tathandlung des Bef�rderns von Bet�ubungsmitteln in der Schweiz beschr�nkt habe, habe sie bei den T�tern keine umfassende Pr�fung der Tatkomponenten vorgenommen. Eine umfassende Pr�fung der Tatkomponenten sei nur im Hinblick auf das gesamte Tatverhalten m�glich, was die Ber�cksichtigung der Taten im Ausland, d.h. im Kosovo und in Deutschland, an der Schweizer Grenze und schliesslich vor dem Grenz�bertritt erfordere (Beschwerde, S. 6 f.).
Die Beschwerdef�hrerin ficht die Strafzumessung nur unter dem Gesichtspunkt der mangelnden Ersch�pfung der Anklage an. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz indes den gesamten Handlungskomplex des Drogentransports gew�rdigt und entsprechend die Strafe zugemessen.
Dass sich die Vorinstanz in anderer Hinsicht von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, macht die Beschwerdef�hrerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Insgesamt hat sich die Vorinstanz in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander gesetzt und s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend gew�rdigt. Ihre Erw�gungen sind denn auch plausibel und die daraus gezogenen Schl�sse leuchten ein. Jedenfalls hat sie ihr Ermessen nicht verletzt.
7.1 Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, dass die Vorinstanz die Kosten der Untersuchungshaft und des vorzeitigen Strafvollzuges nicht den Beschwerdegegnern auferlegt, sondern beim Staat belassen hat (Beschwerde S. 7 f.).
7.2 Die Vorinstanz nimmt an, die Kosten der Untersuchungshaft und des allenfalls auch vorzeitigen Vollzuges von Freiheitsstrafen seien vom Staat zu tragen. Zwar verstosse es weder gegen die Verfassung noch gegen Art. 5 EMRK, wenn die Kosten der Untersuchungshaft dem Verurteilten auferlegt w�rden (BGE 124 I 170 E. 2). Die Untersuchungshaft bewirke aber wie der Strafvollzug einen (erzwungenen) Freiheitsentzug und k�nne gem�ss Art. 69 StGB an die Freiheitsstrafe angerechnet werden. Ausserdem k�nne der Zeitpunkt f�r den �bertritt aus der Untersuchungshaft in den vorzeitigen Strafvollzug stark variieren, ohne dass die angeschuldigte Person hierauf einen Einfluss h�tte. In Anbetracht dieser Umst�nde sowie im Hinblick auf die soziale Wiedereingliederung der Verurteilten erscheine es daher als gerechtfertigt, in Aus�bung des von Art. 172 Abs. 1 BStP einger�umten Ermessens die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft den Kosten des Strafvollzugs gleichzustellen und beim Staat zu belassen (angefochtenes Urteil S. 34 f.).
7.3 Gem�ss Art. 246 Abs. 1 BStP werden im Bundesstrafverfahren unter anderem f�r das Ermittlungsverfahren, die Voruntersuchung sowie die Anklageerhebung und -vertretung Verfahrenskosten erhoben (Satz 1). Diese bestehen aus Geb�hren und Auslagen, die im Verfahren oder im Zusammenhang mit der Anklageerhebung und -vertretung entstehen (Satz 2). Die Verfahrenskosten werden nach den Regeln von Art. 172 ff. BStP verlegt. Danach werden die Kosten des Verfahrens in der Regel dem Verurteilten auferlegt (Art. 172 Abs. 1 BStP). Das Gericht kann ihn indes aus besonderen Gr�nden ganz oder teilweise von der Kostentragung befreien.
Der Begriff der Verfahrenskosten sowie die Festlegung der Geb�hren und Auslagen werden in der Verordnung des Bundesrates vom 22. Oktober 2003 �ber die Kosten der Bundesstrafrechtspflege (SR 312.025) n�her ausgef�hrt. Danach geh�ren nach Art. 1 Abs. 3 zu den Prozesskosten u.a. die Kosten f�r die bereits ausgestandene Untersuchungshaft.
Dem Gericht steht bei der Entscheidung �ber die Kostenauflage ein weiter Spielraum des Ermessens zu, in welches das Bundesgericht auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur eingreift, wenn das Bundesstrafgericht von einem unrichtigen Begriff der Kosten ausgeht oder die Kostenauflage mit rechtlich nicht massgebenden Argumenten begr�ndet oder dabei wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht l�sst bzw. in �berschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet (vgl. BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20).
7.4.1 Nach Art. 172 Abs. 1 Satz 1 BStP gilt der Grundsatz, dass der Verurteilte die Verfahrenskosten in vollem Umfang zu tragen hat. Die Kostentragungspflicht ergibt sich daraus, dass der Verurteilte die Kosten zu Lasten der Allgemeinheit als Folge seiner Tat schuldhaft verursacht hat (BGE 124 I 170 E. 3g S. 174). Art. 172 Abs. 1 Satz 2 BStP erlaubt eine g�nzliche oder teilweise Befreiung von der Kostentragung nur aus "besondern Gr�nden". Solche sind anzunehmen, wenn das Verhalten des Verurteilten f�r die Entstehung der Kosten nicht mehr als ad�quat kausal erscheint, so etwa wenn die Kosten durch unzul�ssige oder offensichtlich unzweckm�ssige Prozesshandlungen verursacht worden sind, wenn das Ergebnis der Untersuchungen, f�r welche die Kosten angefallen sind, insgesamt ausschliesslich zu Gunsten des Angeschuldigten lautet oder wenn die Wiedereingliederung des T�ters durch die vollumf�ngliche Auferlegung der Kosten ernsthaft gef�hrdet erscheint.
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz stellt der Umstand, dass dem Untersuchungsh�ftling die Freiheit entzogen wird, keinen besonderen Grund im Sinne von Art. 172 Abs. 1 BStP dar. Andernfalls d�rften dem Verurteilten die Kosten f�r die Untersuchungshaft unter keinen Umst�nden auferlegt werden, womit die gesetzliche Regelung ins Gegenteil verkehrt w�rde. Die Kostenbefreiung kann auch nicht generell mit der Gef�hrdung der sozialen Wiedereingliederung der Verurteilten begr�ndet werden. Die Vorinstanz nimmt insofern keinen Bezug auf die konkreten Verh�ltnisse der Beschwerdegegner. Sie scheint vielmehr aus grunds�tzlichen �berlegungen zur Resozialisierung heraus ganz allgemein die Haftkosten dem Staat �berbinden zu wollen. Dies ist aber in dieser Form mit dem Wortlaut des Gesetzes nicht vereinbar. Die Vorinstanz hat die Beschwerdegegner somit gest�tzt auf sachlich unzutreffende Gesichtspunkte von der Tragung der Kosten f�r die Untersuchungshaft befreit. Das angefochtene Urteil verletzt daher in diesem Punkt Bundesrecht (vgl. zum Ganzen Entscheid 6S.530/2006 vom 19.06.2007 E. 6.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz wird in ihrem neuen Entscheid somit zu pr�fen haben, ob bei den Beschwerdegegnern in Bezug etwa auf die Verfahrensdauer, namentlich die unterschiedliche Dauer der Untersuchungshaft, sowie die pers�nlichen Verh�ltnisse besondere Umst�nde vorliegen, die ein Abweichen von der gesetzlichen Regel der Kostentragungspflicht zu rechtfertigen verm�chten.
7.4.2 Nicht zu beanstanden ist demgegen�ber, dass die Vorinstanz den Beschwerdegegnern nicht die Kosten des vorzeitigen Strafvollzuges auferlegt hat. Bei diesen handelt es sich nicht um Verfahrenskosten, sondern um Vollzugskosten. Wenn die zust�ndigen Bundesbeh�rden dem Angeschuldigten den vorzeitigen Strafantritt bewilligen, erkl�ren sie damit ihre Zustimmung, dass er in das Vollzugsregime �bertritt, was zur Folge hat, dass der Bund dem Kanton die Gefangenschaftskosten nach Art. 241 Abs. 2 BStP zu verg�ten hat (vgl. Entscheid 6S.530/2006 vom 19.06.2007 E. 6.4 mit Hinweisen).
Aus diesen Gr�nden erweist sich die Nichtigkeitsbeschwerde als teilweise begr�ndet. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 278 BStP). Das Gesuch des Beschwerdegegners 2 um unentgeltliche Rechtspflege gem�ss Art. 152 OG kann bewilligt werden, da von seiner Bed�rftigkeit auszugehen und diese ausreichend belegt ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4).
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Bundesstrafgerichts vom 8. November 2006 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Dem Rechtsvertreter von Y.________, F�rsprecher Andr� Vogelsang, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'043.35 aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.

References: Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 25
 Art. 33
 Art. 268
 Art. 269
e contrario
 Art. 268
 Art. 1
 Art. 33
 Art. 268
 Art. 269
 Art. 33
 Art. 16
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 85
 Art. 19
 Art. 7
 Art. 3
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 68
 Art. 5
 Art. 69
 Art. 172
 Art. 246
 Art. 172
 Art. 1
 BGE 
 Art. 172
 Art. 172
 Art. 172
 Art. 241
 Art. 152
 BGE