Source: https://www.kollektivvertrag.at/cs/Satellite?dokid=547310&dokset=555&n=KV_1.a&pagename=KV%2Findex
Timestamp: 2020-08-10 04:58:56+00:00

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http://oegb-delivery1.go.intern.3sit.at/cs/Satellite?dokid=547310&dokset=555&n=KV_1.a&pagename=KV%2Findex Arb. Holz- u. kunststoffverarb. Gew. (Karosseriebauer) / Rahmen - 01.05.2017 (idF 01.01.2021)
Holz- u. kunststoffverarb. Gew. (Karosseriebauer) / Rahmen
für das HOLZ- UND KUNSTSTOFFVERARBEITENDE GEWERBE ÖSTERREICHS in der für die Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und Wagner geltenden Fassung vom 1. Mai 2017
Bundesinnung der Fahrzeugtechnik einerseits und dem
Ausgenommen sind Betriebe, die seit 1.1.2000 Mitglieder der Bundesinnung der Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer sowie der Wagner (seit 11.6.2010 Bundesinnung der Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und der Wagner und seit 19.5.2015 Bundesinnung der Fahrzeugtechnik) sind und über eine Gewerbeberechtigung für die Ausübung des Spenglerhandwerks („Karosseriespengler“) oder des Lackiererhandwerks („Karosserielackierer“) verfügen.
für alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen einschließlich der gewerblichen Lehrlinge, im Folgenden Arbeitnehmer/innen genannt.
5. Fällt in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen aus, um den Jugendlichen eine längere zusammenhängende Freizeit zu ermöglichen, so kann die ausfallende Normalarbeitszeit auf die übrigen Werktage von höchstens sieben, die Ausfallstage einschließenden Wochen verteilt werden. Der Einarbeitungszeitraum kann durch Betriebsvereinbarung auf höchstens 13 Wochen verlängert werden.
Die über die ersten 130 Zeitguthabenstunden hinaus geleisteten Stunden innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von 52 Wochen sind als Überstunden zu werten und mit einem Zuschlag von 50 Prozent zu bezahlen oder durch Zeitausgleich im Verhältnis 1 : 1,5 abzugelten.
Die Internatskosten, die durch den Aufenthalt des Lehrlings in einem für die Schüler/innen der Berufsschule bestimmten Schüler/innenheim zur Erfüllung der Berufsschulpflicht entstehen, hat der/die Lehrberechtigte dem Lehrling zu bevorschussen, an das Internat zu überweisen und so zu ersetzen, dass dem Lehrling für den Zeitraum, der der Dauer des Internats entspricht, mindestens ein Viertel seiner Lehrlingsentschädigung verbleibt.
Die vom/von der Arbeitnehmer/in aufgewendete Zeit für den Besuch von Ausbildungseinheiten gemäß § 19b Güterbeförderungsgesetz, BGBl. I Nr.153/2006, ist vom/von der Arbeitgeber/in nicht zu bezahlen. Diese Zeit stellt keine Arbeitszeit im arbeitsrechtlichenSinne, sondern Freizeit des/der Arbeitsnehmers/in dar.
Die im ersten Satz geregelten Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen stellen Ausbildungskosten im Sinne von § 2d AVRAG dar. Zwischen Arbeitgeber/in und Arbeitnehmer/in kann über diese Ausbildungskosten unter den Voraussetzungen des § 2d AVRAG eine Rückerstattung vereinbart werden.
Eine Außerhausarbeit liegt vor, wenn der/die Arbeitnehmer/in zur Ausführung eines ihm/ihr erteilten Auftrages an eine Arbeitsstelle (ausgenommen hiervon sind Arbeiten in zum Betrieb gehörigen Arbeitsstätten innerhalb einer Entfernung von 20 km vom ständigen Arbeitsplatz des/der Arbeitnehmers/in) entsendet wird, um Montagetätigkeiten sowie alle damit verbundenen Nebentätigkeiten durchzuführen.
Bei Arbeitnehmer/innen, die ihre Außerhausarbeit vom Wohnort aus antreten, tritt an die Stelle des ständigen Arbeitsplatzes der Wohnort (Wohnung, gewöhnlicher Aufenthalt). Ob die Außerhausarbeit vom Wohnort (Wohnung, gewöhnlicher Aufenthalt) oder vom ständigen Arbeitsplatz aus anzutreten ist, bzw. ob sie mit der Rückkehr zum ständigen Arbeitsplatz oder mit der reisenotwendigen Rückkehr in den Wohnort (Wohnung, gewöhnlicher Aufenthalt) zu beenden ist, legt im Einzelfall der/ die Arbeitgeber/in fest.
2. Bei Außerhausarbeiten gebührt bei einer ununterbrochenen Abwesenheit vonmehr als 5 Stunden – ausschließlich unbezahlter Pausen – ein Taggeld in der Höhe von € 2,10 je angefangener Stunde.
1. Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf Bezahlung der Wegzeit vom ständigen Arbeitsplatz zur Arbeitsstelle vor und nach Schluss der Arbeitszeit nach dem einfachen Stundenlohn, wenn die Arbeitsstelle vom ständigen Arbeitsplatz mehr als 2,5 km Wegstrecke entfernt ist.
Dieser Urlaubszuschuss beträgt:
bei einer Betriebszugehörigkeit bis zu einem Jahr 3,5 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen);
nach einer Betriebszugehörigkeit von 1 Jahr 4,33 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen).
für die Mitgliedsbetriebe in Vorarlberg:
bei einer Betriebszugehörigkeit bis zu 5 Jahren 3,5 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen);
nach einer Betriebszugehörigkeit von vollen 5 Jahren 4,33 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen).
für die Mitgliedsbetriebe für das ganze Bundesgebiet (ausgenommen Vorarlberg):
bei einer Betriebszugehörigkeit bis zu 3 Jahren 2 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen);
bei einer Betriebszugehörigkeit nach 3 vollen Jahren bis zu einer Betriebszugehörigkeit von 10 vollen Jahren 3 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen);
nach einer Betriebszugehörigkeit von vollen 10 Jahren 4,33 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen).
Bei Vorladungen zu Gerichten oder sonstigen Behörden, bei Vorladung zur Musterung, möglichst gegen vorherige Beibringung der Ladung, sofern keine Entschädigung vom Gericht bezahlt wird und der/die Arbeitnehmer/in nicht als Beschuldigter/e oder als Partei in einem Zivilprozess geladen ist.
Bei Teilnahme an Abordnungen zu Begräbnissen, insoweit sie im Einverständnis mit dem/der Arbeitgeber/in erfolgt.
1. Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Kollektivvertrages treten sämtliche für den Bereich der vertragschließenden Arbeitgeberorganisation geltenden Kollektivverträge außer Kraft, ausgenommen der Kollektivvertrag vom 4. Mai 2001 betreffend die Karosserielackierer.
Wien, am 20.4.2017
KommR Friedrich ­Nagl
Bundesinnungsmeister DI Christian Atzmüller
LIM-Stv. Erik Paul ­Papinski
Anhang I Lohnordnung für die Berufszweige der Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und Wagner
Ferialarbeitnehmer/innen, sind Schüler/innen und Studenten/innen, die während einer schulischen Ausbildung oder während eines Studiums, ohne aufgrund einer schulrechtlichen oder studienrechtlichen Vorschrift dazu verpflichtet zu sein, während der Schul- bzw. Semesterferien vorübergehend beschäftigt werden.Ferialarbeitnehmern/innen gebührt ein Lohn in Höhe von 65% der Lohngruppe IV der jeweils geltenden Lohnordnung.
1.5.2017 – 30.4.2018
I. 11,31
II. 10,81
III. 9,86
IV. 9,53
V. 9,53
im 1. Lehrjahr 570,00
im 2. Lehrjahr 730,00
im 3. Lehrjahr 880,00
im 4. Lehrjahr 990,00
Den Betrieben wird empfohlen, eine Erhöhung der tatsächlichen Stundenlöhne in Form einer Aufrechterhaltung der bestehenden Überzahlung – „Parallelverschiebung“- durchzuführen.
1. Die bis 30.4.2018 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 0,4% zuzüglich der prozentuellen Veränderung des VPI 2015 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wobei der Berechnung die Veränderung der von der Statistik Austria ausgewiesenen Werte für die Monate März 2017 bis einschließlich Februar 2018 im Durchschnitt zugrunde gelegt werden.
2. Aufrechterhaltung der bestehenden Überzahlung –
„Parallelverschiebung“:
1. Die bis 30.4.2019 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1. Mai 2019 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 0,4% zuzüglich der prozentuellen Veränderung des VPI 2015 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wobei der Berechnung die Veränderung der von der Statistik Austria ausgewiesenen Werte für die Monate März 2018 bis einschließlich Februar 2019 im Durchschnitt zugrunde gelegt werden.
KommR Friedrich­ Nagl
Erläuterung zum Geltungsbereich der Bundesinnung der Karosseriebauer einschließlich der Karosseriespengler und Karosserielackierer sowie der Wagner (gültig ab 1. Mai 2007)
Da es auf Grund der Formulierung in § 1 des Rahmenkollektivvertrages, sowohl bei den Betrieben als auch bei den betroffenen Arbeitnehmern, zu Verwirrung gekommen ist, wird folgende Klarstellung im Geltungsbereich durchgeführt. Mit der Klarstellung wird jedoch keine Änderung im Umfang des Geltungsbereiches vorgenommen.
Grundsätzlich gilt für die Mitglieder der Bundesinnung der Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer sowie der Wagner im Arbeiterbereich der Kollektivvertrag für das holz- und kunststoffverarbeitende Gewerbe Österreichs. Hiervon ausgenommen sind jene Betriebe, die über eine Gewerbeberechtigung für die Ausführung des Spenglerhandwerks verfügen.
Für diese Betriebe gilt der Kollektivvertrag für Arbeiter im eisen- und metallverarbeitenden Gewerbe. Weiters sind hiervon ausgenommen jene Betriebe, die über eine Gewerbeberechtigung für die Ausführung des Lackiererhandwerkes verfügen. Für diese Betriebe gilt der Kollektivvertrag für Arbeiter für das Maler-, Lackierer- und Schilderherstellergewerbe.
Erläuterung vom 20.4.2017
1) Durch eine Änderung der Fachorganisationsordnung wurde ab 11.6.2010 die Bundesinnung der Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und der Wagner Gesamtrechtsnachfolgerin der bis dahin bestehenden Bundesinnung der Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer sowie der Wagner. Diese Änderung der Bezeichnung der Bundesinnung führte zu keiner Veränderung des Geltungsbereiches dieses Kollektivvertrages.
2) Durch eine weitere Änderung der Fachorganisationsordnung ist seit 19.5.2015 die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik Gesamtrechtsnachfolgerin der bisherigen Bundesinnung der Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und der Wagner.
Die Änderung der Bezeichnung der Bundesinnung wurde in § 1 und § 2 des Kollektivvertrages für das HOLZ- UND KUNSTSTOFFVERARBEITENDE GEWERBE ÖSTERREICHS in der für die Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und Wagner geltenden Fassung vom 1. Mai 2017 vorgenommen. Der Umfang des gesamten Geltungsbereiches ist unverändert geblieben.
Wien, 20.4.2017

References: § 19
 § 2
 § 2
 § 1
 § 1
 § 2