Source: http://bustler.de/gesetze.aspx?gesetz=StandAG
Timestamp: 2018-01-23 05:43:19+00:00

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§ 1 StandAG
§ 1 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Ziel des Standortauswahlverfahrens ist, in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren für die im Inland verursachten, insbesondere hoch radioaktiven Abfälle den Standort für eine Anlage zur Endlagerung nach § 9a Absatz 3 Satz 1 des Atomgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland zu finden, der die bestmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren gewährleistet.
§ 1 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Zur Erreichung dieses Ziels werden zwischen der Bundesrepublik Deutschland und anderen Staaten keine Abkommen geschlossen, mit denen nach den Bestimmungen der Richtlinie 2011/70/EURATOM des Rates vom 19. Juli 2011 über einen Gemeinschaftsrahmen für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle (ABl. L 199 vom 2.8.2011, S. 48) eine Verbringung radioaktiver Abfälle einschließlich abgebrannter Brennelemente zum Zweck der Endlagerung außerhalb Deutschlands ermöglicht würde.
§ 1 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 1 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 2 StandAG
§ 2 Satz 1 StandAG
§ 2 Satz 1 Nr. 1 StandAG
die Einlagerung radioaktiver Abfälle in einer Anlage des Bundes nach § 9a Absatz 3 des Atomgesetzes (Endlager), wobei eine Rückholung nicht beabsichtigt ist;
§ 2 Satz 1 Nr. 2 StandAG
die über- und untertägige Untersuchung des Untergrundes auf seine Eignung zur Einrichtung eines Endlagers für insbesondere Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle;
§ 2 Satz 1 Nr. 3 StandAG
die geplante technische Möglichkeit zum Entfernen der eingelagerten radioaktiven Abfallbehälter aus dem Endlager;
§ 2 Satz 1 Nr. 4 StandAG
die ungeplante Rückholung von radioaktiven Abfällen aus einem Endlager als Notfallmaßnahme;
§ 2 Satz 1 Nr. 5 StandAG
der Verschluss des Endlagers zur Gewährleistung der Sicherheit während der Nachverschlussphase.
§ 3 StandAG
§ 3 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Zur Vorbereitung des Standortauswahlverfahrens wird eine "Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe" (Kommission) gebildet.
§ 3 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Sie besteht aus
§ 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 StandAG
§ 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 StandAG
§ 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StandAG
§ 3 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Der oder die Vorsitzende und die Mitglieder nach Satz 2 Nummer 2 werden auf der Grundlage eines gleichlautenden Wahlvorschlages von Bundestag und Bundesrat gewählt.
§ 3 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Die Mitglieder des Deutschen Bundestages werden auf Grundlage eines gemeinsamen Wahlvorschlages von den im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen und die Mitglieder der Landesregierungen auf Grundlage eines gemeinsamen Wahlvorschlages vom Bundesrat bestimmt.
§ 3 Abs. 1 Satz 5 StandAG
5Für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die Mitglieder der Landesregierungen wird eine gleiche Anzahl von Stellvertreterinnen oder Stellvertretern bestimmt.
§ 3 Abs. 1 Satz 6 StandAG
6Die Mitgliedschaft endet durch Verzicht oder Neuwahl.
§ 3 Abs. 1 Satz 7 StandAG
7Die Kommission wird beim federführenden Ausschuss des Deutschen Bundestages eingerichtet; sie wird bei der Durchführung ihrer Aufgaben von einer Geschäftsstelle unterstützt.
§ 3 Abs. 1 Satz 8 StandAG
8Diese Geschäftsstelle wird vom Deutschen Bundestag eingerichtet.
§ 3 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 3 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 3 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 3 Abs. 5 Satz 1 StandAG
(5) 1Die Kommission beschließt bis zum 31. Dezember 2015 den Bericht zum Standortauswahlverfahren möglichst im Konsens, mindestens aber mit einer Mehrheit von zwei Dritteln ihrer Mitglieder.
§ 3 Abs. 5 Satz 2 StandAG
2Sie ist berechtigt, diese Frist einmalig um sechs Kalendermonate zu verlängern.
§ 3 Abs. 5 Satz 3 StandAG
3Diese Entscheidung bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder der Kommission.
§ 3 Abs. 5 Satz 4 StandAG
4Stimmberechtigt sind die Mitglieder der Kommission nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 2.
§ 3 Abs. 5 Satz 5 StandAG
5Jedes Mitglied der Kommission kann eine eigene Stellungnahme abgeben.
§ 3 Abs. 5 Satz 6 StandAG
6Stellungnahmen sind dem Bericht beizufügen.
§ 3 Abs. 6 Satz 1 StandAG
(6) 1Die Kommission gibt sich eine Geschäftsordnung.
§ 3 Abs. 6 Satz 2 StandAG
2Sie entscheidet über Geschäftsordnungsfragen mit einfacher Mehrheit.
§ 4 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Zur Vorbereitung des Standortauswahlverfahrens erarbeitet die Kommission einen Bericht.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Sie geht in diesem Bericht umfassend auf sämtliche entscheidungserheblichen Fragestellungen ein.
§ 4 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Sie unterzieht dieses Gesetz einer Prüfung und unterbreitet Bundestag und Bundesrat entsprechende Handlungsempfehlungen.
§ 4 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Sie analysiert hierzu auch die Erfahrungen und die Vorgehensweise anderer Staaten bei der Standortauswahl.
§ 4 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 StandAG
§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 StandAG
§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 StandAG
§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 StandAG
§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 StandAG
§ 4 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Die Kommission arbeitet mit Forschungseinrichtungen im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zusammen.
§ 4 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Die Kommission kann wissenschaftliche Erkenntnisse der zuständigen obersten Bundes- und Landesbehörden heranziehen.
§ 4 Abs. 3 Satz 3 StandAG
3Sie kann im Rahmen ihrer Arbeit Sachverständige anhören und externe wissenschaftliche Gutachten beauftragen.
§ 4 Abs. 4 Satz 1 StandAG
(4) 1Die Kommission legt ihren Bericht dem Deutschen Bundestag, dem Bundesrat sowie der Bundesregierung vor.
§ 4 Abs. 4 Satz 2 StandAG
2Der Bericht ist Grundlage für die Evaluierung dieses Gesetzes durch den Bundestag.
§ 4 Abs. 5 Satz 1 StandAG
§ 5 StandAG
§ 5 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Die Kommission tagt in der Regel öffentlich.
§ 5 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Sie beschließt unter Angabe der Gründe, wann eine Sitzung nicht öffentlich ist.
§ 5 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Die Öffentlichkeit einer Sitzung kann auch durch Übertragung der Beratung als Livestream im Internet hergestellt werden.
§ 5 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Über die Sitzungsergebnisse werden Protokolle geführt, die nach ihrer Annahme nach Maßgabe des Satzes 2 veröffentlicht werden.
§ 5 Abs. 1 Satz 5 StandAG
5Das Nähere regelt die Geschäftsordnung nach § 3 Absatz 6 Satz 1.
§ 5 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 5 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Die Kommission beteiligt die Öffentlichkeit nach den in den §§ 9 und 10 festgelegten Grundsätzen.
§ 5 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Die Kommission bedient sich dabei ihrer Geschäftsstelle.
§ 5 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 6 StandAG
§ 6 Satz 1 StandAG
1Das Bundesamt für Strahlenschutz ist Vorhabenträger und hat die Aufgabe, das Standortauswahlverfahren umzusetzen, insbesondere:
§ 6 Satz 1 Nr. 1 StandAG
Vorschläge für die Auswahl der Standortregionen und der zu erkundenden Standorte zu erarbeiten,
§ 6 Satz 1 Nr. 2 StandAG
standortbezogene Erkundungsprogramme und Prüfkriterien nach § 15 Absatz 1 und § 18 Absatz 1 zu erstellen,
§ 6 Satz 1 Nr. 3 StandAG
die übertägige und untertägige Erkundung der festgelegten Standorte durchzuführen,
§ 6 Satz 1 Nr. 4 StandAG
die jeweiligen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen zu erstellen,
§ 6 Satz 1 Nr. 5 StandAG
dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung den Standort für eine Anlage zur Endlagerung nach § 18 Absatz 4 vorzuschlagen.
§ 6 Satz 2 StandAG
2Eine Beleihung Dritter mit den Aufgaben des Vorhabenträgers im Standortauswahlverfahren ist nicht zulässig.
§ 7 StandAG
§ 7 Bundesamt für kerntechnische Entsorgung
§ 7 Satz 1 StandAG
§ 7 Satz 1 Nr. 1 StandAG
durch die Festlegung von Erkundungsprogrammen und standortbezogenen Prüfkriterien nach § 15 Absatz 2 und § 18 Absatz 2,
§ 7 Satz 1 Nr. 2 StandAG
durch die Erarbeitung von Vorschlägen für die Standortentscheidungen und
§ 7 Satz 1 Nr. 3 StandAG
bei dem Vollzug des Standortauswahlverfahrens entsprechend § 19 Absatz 1 bis 4 des Atomgesetzes.
§ 8 StandAG
§ 8 Satz 1 StandAG
1Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit richtet mit Zustimmung des Deutschen Bundestages und des Bundesrates nach Abschluss der Arbeit der Kommission und der Evaluierung nach § 4 Absatz 4 Satz 2 ein pluralistisch zusammengesetztes gesellschaftliches nationales Begleitgremium zur gemeinwohlorientierten Begleitung des Prozesses der Standortauswahl ein.
§ 8 Satz 2 StandAG
2Die Mitglieder erhalten Einsicht in alle Akten und Unterlagen des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung und des Vorhabenträgers.
§ 8 Satz 3 StandAG
3Die Beratungsergebnisse werden veröffentlicht.
§ 8 Satz 4 StandAG
4Abweichende Voten sind bei der Veröffentlichung von Empfehlungen und Stellungnahmen zu dokumentieren.
§ 9 StandAG
§ 9 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung und der Vorhabenträger haben jeweils im Rahmen ihrer Aufgaben und Befugnisse nach diesem Gesetz dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit frühzeitig und während der Dauer des Standortauswahlverfahrens durch Bürgerversammlungen, Bürgerdialoge, über das Internet und durch andere geeignete Medien umfassend und systematisch über die Ziele des Vorhabens, die Mittel und den Stand seiner Verwirklichung sowie seine voraussichtlichen Auswirkungen unterrichtet wird.
§ 9 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Der Öffentlichkeit ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
§ 9 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung und der Vorhabenträger werten die übermittelten Stellungnahmen aus und nehmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung nach Satz 1 im Sinne eines dialogorientierten Prozesses Stellung.
§ 9 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Das Ergebnis der Auswertung ist bei den weiteren Verfahrensschritten zu berücksichtigen.
§ 9 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 StandAG
die Vorschläge für die Entscheidungsgrundlagen;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 StandAG
der Vorschlag für in Betracht kommende Standortregionen und die Auswahl von übertägig zu erkundenden Standorten nach § 13 Absatz 3;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 StandAG
Vorschläge für die standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien nach § 15 Absatz 1;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 StandAG
der Bericht über die Ergebnisse der übertägigen Erkundung, deren Bewertung und der Vorschlag für die untertägig zu erkundenden Standorte nach § 16 Absatz 2;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 StandAG
Vorschläge für die vertieften geologischen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien nach § 18 Absatz 2;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 StandAG
die Erkenntnisse und Bewertungen der untertägigen Erkundung nach § 18 Absatz 4;
§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 StandAG
der Standortvorschlag nach § 19 Absatz 1.
§ 9 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Zur weiteren Beteiligung der Öffentlichkeit veranlasst das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung Bürgerdialoge mit dem Ziel, einen offenen und pluralistischen Dialog in der Öffentlichkeit zu ermöglichen.
§ 9 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Hierfür sind geeignete Methoden vor Ort und im Internet bereit zu stellen, die von einer regionalen Begleitgruppe unter Beteiligung von regionalen Bürgerinitiativen begleitet werden.
§ 9 Abs. 3 Satz 3 StandAG
3Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung richtet an den in Betracht kommenden Standortregionen und Standorten Bürgerbüros ein.
§ 9 Abs. 3 Satz 4 StandAG
4Diese haben dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit an den in Betracht kommenden Standortregionen und Standorten in allen Angelegenheiten des jeweiligen Verfahrensschrittes Gelegenheit zur eigenständigen fachlichen Beratung erhält.
§ 9 Abs. 4 Satz 1 StandAG
(4) 1Das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit wird entsprechend fortentwickelt.
§ 9 Abs. 4 Satz 2 StandAG
2Hierzu können sich die Beteiligten über die gesetzlich geregelten Mindestanforderungen hinaus weiterer Beteiligungsformen bedienen.
§ 9 Abs. 4 Satz 3 StandAG
3Die Geeignetheit der Beteiligungsformen ist in angemessenen zeitlichen Abständen zu überprüfen.
§ 10 StandAG
§ 10 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1In den in diesem Gesetz bestimmten Fällen von § 13 Absatz 4, § 15 Absatz 2, § 16 Absatz 3, § 18 Absatz 2 und § 19 Absatz 2 führt das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung Bürgerversammlungen durch mit dem Ziel, die jeweiligen Verfahrensschritte im Zusammenwirken mit der Öffentlichkeit vorzubereiten.
§ 10 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung soll die Öffentlichkeit bei der organisatorischen Vorbereitung auf die Teilnahme an den Bürgerversammlungen in angemessenem Umfang unterstützen.
§ 10 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Zu den Bürgerversammlungen sollen neben der Öffentlichkeit auch der Vorhabenträger und die nach § 11 Absatz 2 zu beteiligenden Behörden eingeladen werden.
§ 10 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Die Bürgerversammlungen sind im räumlichen Bereich des Vorhabens durchzuführen.
§ 10 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Ort und Zeitpunkt der Bürgerversammlungen werden im Bundesanzeiger und auf der Internetplattform des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung sowie in örtlichen Tageszeitungen, die im Bereich des Vorhabens verbreitet sind, bekannt gemacht; die Bekanntmachung erfolgt spätestens zwei Monate vor Durchführung der Bürgerversammlung.
§ 10 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Die wesentlichen, den Versammlungsgegenstand betreffenden Unterlagen sind auf der Internetplattform des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung zu veröffentlichen und für die Dauer von mindestens einem Monat im räumlichen Bereich des Vorhabens auszulegen.
§ 10 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Die Auslegung ist im Bundesanzeiger und auf der Internetplattform des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung sowie in örtlichen Tageszeitungen, die im Bereich des Vorhabens verbreitet sind, spätestens vier Wochen vor Beginn der Auslegung bekannt zu machen.
§ 10 Abs. 4 Satz 1 StandAG
(4) 1Über die Ergebnisse jeder Bürgerversammlung und das Gesamtergebnis nach Abschluss der mündlichen Erörterung ist eine Niederschrift anzufertigen.
§ 10 Abs. 4 Satz 2 StandAG
2Hierbei ist unter anderem darzulegen, ob und in welchem Umfang Akzeptanz besteht.
§ 10 Abs. 4 Satz 3 StandAG
3Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung überprüft das Vorhaben auf der Grundlage des festgestellten Gesamtergebnisses.
§ 10 Abs. 4 Satz 4 StandAG
4Das Ergebnis der Überprüfung ist bei der jeweiligen Entscheidung durch das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung zu berücksichtigen.
§ 11 StandAG
§ 11 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 11 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 11 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Hält die zuständige Behörde im Rahmen der vor den Entscheidungen nach § 14 Absatz 2 und § 17 Absatz 2 durchzuführenden Strategischen Umweltprüfungen eine grenzüberschreitende Behördenbeteiligung für erforderlich, findet § 14j Absatz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung Anwendung.
§ 11 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Hält die zuständige Behörde im Falle des § 17 Absatz 3 eine grenzüberschreitende Behördenbeteiligung für erforderlich, findet § 8 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung entsprechende Anwendung.
§ 12 StandAG
§ 12 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Der Vorhabenträger hat die in dem Standortauswahlverfahren festgelegten Standorte übertägig und untertägig zu erkunden.
§ 12 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Dabei hat er regelmäßig an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung zu berichten und die Erkundungsergebnisse in vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen zusammenzufassen und sie zu bewerten.
§ 12 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Für die Erkundung sind die §§ 3 bis 29, 39, 40, 48 und 50 bis 104, 106 und 145 bis 148 des Bundesberggesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. August 1980 (BGBl. I S. 1310), das zuletzt durch Artikel 15a des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585) geändert worden ist, entsprechend anzuwenden.
§ 12 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Im Übrigen bleiben die Vorschriften des Bundesberggesetzes unberührt.
§ 12 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Bei Anwendung dieser Vorschriften ist davon auszugehen, dass die übertägige und untertägige Erkundung aus zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses erfolgt.
§ 12 Abs. 2 Satz 4 StandAG
4Für die Erkundung nach diesem Gesetz und die jeweiligen Standortentscheidungen gelten die §§ 9d bis 9g des Atomgesetzes.
§ 12 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Bei der Durchführung seiner Tätigkeiten arbeitet der Vorhabenträger mit Forschungseinrichtungen im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zusammen und kann wissenschaftliche Erkenntnisse anderer wissenschaftlicher Einrichtungen heranziehen.
§ 12 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Soweit für die Erkundung und den Standortvergleich Geodaten, insbesondere geowissenschaftliche und hydrogeologische Daten der zuständigen Landesbehörden benötigt werden, sind diese Daten dem Vorhabenträger bei gleichzeitiger Übertragung der erforderlichen Nutzungs- und Weiterverwendungsrechte geldleistungsfrei zur Verfügung zu stellen.
§ 12 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 13 StandAG
§ 13 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Der Vorhabenträger hat unter Anwendung der nach § 4 Absatz 5 durch Bundesgesetz festgelegten Anforderungen und Kriterien, insbesondere der Sicherheitsanforderungen, sowie unter Berücksichtigung sonstiger öffentlicher Belange in Betracht kommende Standortregionen zu ermitteln.
§ 13 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Der Vorhabenträger ermittelt zunächst ungünstige Gebiete, die nach den Sicherheitsanforderungen sowie den geowissenschaftlichen, wasserwirtschaftlichen und raumplanerischen Ausschlusskriterien offensichtlich ungünstige Eigenschaften aufweisen sowie solche, die die gemäß § 4 Absatz 5 festgelegten geologischen Mindestanforderungen nicht erfüllen, und erarbeitet auf dieser Grundlage den Vorschlag für in Betracht kommende Standortregionen.
§ 13 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 13 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 13 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 14 StandAG
§ 14 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung überprüft den Vorschlag des Vorhabenträgers für in Betracht kommende Standortregionen mit besonders günstigen geologischen Eigenschaften und die vorgeschlagene Auswahl der Standorte für die übertägige Erkundung sowie die zugehörigen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen.
§ 14 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Will das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung von dem Vorschlag des Vorhabenträgers abweichen, hat sie ihm zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
§ 14 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung übermittelt dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den Bericht mit den Vorschlägen in Betracht kommender Standortregionen und den hieraus auszuwählenden Standorten für die übertägige Erkundung.
§ 14 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die Bundesregierung unterrichtet den Deutschen Bundestag und den Bundesrat über die ungünstigen Gebiete, die ausgeschlossen werden sollen, und die übertägig zu erkundenden Standorte.
§ 14 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Zu den von der Bundesregierung vorzulegenden erforderlichen Unterlagen gehören neben dem Bericht nach Satz 1 insbesondere die Beratungsergebnisse des gesellschaftlichen Begleitgremiums und die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung.
§ 14 Abs. 2 Satz 4 StandAG
4Weitere Unterlagen sind durch die Bundesregierung auf Anforderung zu übermitteln.
§ 14 Abs. 2 Satz 5 StandAG
5Über die ungünstigen Gebiete, die ausgeschlossen werden sollen, und die übertägig zu erkundenden Standorte wird durch Bundesgesetz entschieden.
§ 14 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 15 StandAG
§ 15 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StandAG
für die übertägige Erkundung der ausgewählten Standorte Vorschläge für die standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien nach Maßgabe der gemäß § 4 Absatz 5 gesetzlich festgelegten Anforderungen und Kriterien zu erstellen und
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StandAG
diese dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung in einer von diesem festzusetzenden angemessenen Frist vorzulegen.
§ 15 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung legt die standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien fest.
§ 15 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt nach den §§ 9 und 10; die Behördenbeteiligung wird nach § 11 Absatz 2 und 3 durchgeführt.
§ 15 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 16 StandAG
§ 16 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 16 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Auf der Grundlage der Erkundungsergebnisse der übertägigen Erkundungen hat der Vorhabenträger gemäß den nach § 4 Absatz 5 gesetzlich festgelegten Anforderungen und Kriterien weiterentwickelte vorläufige Sicherheitsuntersuchungen zu erstellen.
§ 16 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die durch Erkundung und vorläufige Sicherheitsuntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse hat er nach Maßgabe der jeweiligen standortbezogenen Prüfkriterien und im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit sowie die sonstigen möglichen Auswirkungen von Endlagerbergwerken zu bewerten und dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung eine sachgerechte Standortauswahl für die Wirtsgesteinsarten, auf die sich die weitere Erkundung beziehen soll, und zugehörige Erkundungsprogramme für die untertägige Erkundung vorzuschlagen.
§ 16 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 17 StandAG
§ 17 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung überprüft die weiterentwickelten vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen und die Standortauswahl für die untertägige Erkundung.
§ 17 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Will das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung von dem Vorschlag des Vorhabenträgers abweichen, hat es ihm zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
§ 17 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung übermittelt dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den Auswahlvorschlag für die untertägig zu erkundenden Standorte.
§ 17 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die Bundesregierung unterrichtet den Deutschen Bundestag und den Bundesrat über den Auswahlvorschlag für die Standorte für die untertägige Erkundung.
§ 17 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Zu den Unterlagen des Auswahlvorschlags gehören insbesondere die Beratungsergebnisse des gesellschaftlichen Begleitgremiums und die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung.
§ 17 Abs. 2 Satz 4 StandAG
§ 17 Abs. 2 Satz 5 StandAG
5Welche Standorte für die untertägige Erkundung ausgewählt und ausgewiesen werden, wird mit einem weiteren Bundesgesetz beschlossen.
§ 17 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 17 Abs. 4 Satz 1 StandAG
(4) 1Vor Übermittlung des Auswahlvorschlags nach Absatz 2 Satz 1 stellt das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung durch Bescheid fest, ob das bisherige Standortauswahlverfahren nach den Anforderungen und Kriterien dieses Gesetzes durchgeführt wurde und der Auswahlvorschlag diesen Anforderungen und Kriterien entspricht.
§ 17 Abs. 4 Satz 2 StandAG
2Der Bescheid ist in entsprechender Anwendung der Bestimmungen über die öffentliche Bekanntmachung von Genehmigungsbescheiden der in § 7 Absatz 4 Satz 3 des Atomgesetzes genannten Rechtsverordnung öffentlich bekannt zu machen.
§ 17 Abs. 4 Satz 3 StandAG
3Für Rechtsbehelfe gegen die Entscheidung nach Satz 1 findet das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. April 2013 (BGBl. I S. 753) mit der Maßgabe entsprechende Anwendung, dass Gemeinden, in deren Gemeindegebiet ein zur untertägigen Erkundung vorgeschlagener Standort liegt, und deren Einwohnerinnen und Einwohnern den nach § 3 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes anerkannten Vereinigungen gleichstehen.
§ 17 Abs. 4 Satz 4 StandAG
4Einer Nachprüfung der Entscheidung in einem Vorverfahren nach § 68 der Verwaltungsgerichtsordnung bedarf es nicht.
§ 17 Abs. 4 Satz 5 StandAG
5Über Klagen gegen die Entscheidung nach Satz 1 entscheidet im ersten und letzten Rechtszug das Bundesverwaltungsgericht.
§ 17 Abs. 5 Satz 1 StandAG
§ 18 StandAG
§ 18 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StandAG
für die untertägige Erkundung der durch Gesetz festgelegten Standorte Vorschläge für ein vertieftes geologisches Erkundungsprogramm und standortbezogene Prüfkriterien zu erarbeiten und
§ 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StandAG
diese dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung in einer von diesem festzusetzenden angemessenen Frist zusammen mit den für die raumordnerische Beurteilung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
§ 18 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung hat die Aufgabe, die vertieften geologischen Erkundungsprogramme und standortbezogene Prüfkriterien festzulegen.
§ 18 Abs. 2 Satz 2 StandAG
§ 18 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Es veröffentlicht die vertieften geologischen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien und wesentlichen Änderungen im Bundesanzeiger.
§ 18 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) Der Vorhabenträger hat die untertägigen Erkundungen durchzuführen, auf dieser Basis nach Maßgabe der standortbezogenen Prüfkriterien und der nach § 4 Absatz 5 festgelegten Kriterien und Anforderungen umfassende vorläufige Sicherheitsuntersuchungen für die Betriebsphase und die Nachverschlussphase zu erstellen sowie die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung hinsichtlich des Standortes des Endlagers nach § 6 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung zu erstellen.
§ 18 Abs. 4 Satz 1 StandAG
(4) 1Der Vorhabenträger hat dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung über die Ergebnisse des durchgeführten vertieften geologischen Erkundungsprogramms und über die Bewertung der Erkenntnisse zu berichten.
§ 18 Abs. 4 Satz 2 StandAG
2Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung führt auf Grundlage der vom Vorhabenträger vorgelegten Unterlagen die Umweltverträglichkeitsprüfung hinsichtlich des Standortes entsprechend den §§ 7 bis 9b des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung durch.
§ 19 StandAG
§ 19 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung schlägt auf Grundlage der durchgeführten Sicherheitsuntersuchungen nach § 18 Absatz 3, des Berichtes nach § 18 Absatz 4 und unter Abwägung sämtlicher privater und öffentlicher Belange sowie der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung vor, an welchem Standort ein Endlager für insbesondere Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle errichtet werden soll (Standortvorschlag).
§ 19 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Der Standortvorschlag muss, unter Berücksichtigung der Ziele des § 1 Absatz 1, vorbehaltlich der Entscheidung im Genehmigungsverfahren erwarten lassen, dass die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden durch die Errichtung, den Betrieb und die Stilllegung des Endlagers gewährleistet ist und sonstige öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen.
§ 19 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Der Standortvorschlag des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung muss eine zusammenfassende Darstellung und Bewertung der Umweltauswirkungen entsprechend den §§ 11 und 12 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Begründung der Raumverträglichkeit umfassen.
§ 19 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt nach den §§ 9 und 10; die Behördenbeteiligung wird nach § 11 Absatz 2 und 3 durchgeführt.
§ 19 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung hat dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den Standortvorschlag einschließlich aller hierfür erforderlicher Unterlagen zu übermitteln.
§ 19 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Vor Übermittlung des Standortvorschlages ist den betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften und Grundstückseigentümern Gelegenheit zu geben, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern.
§ 20 StandAG
§ 20 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit überprüft, dass das Standortauswahlverfahren nach den Anforderungen und Kriterien dieses Gesetzes durchgeführt wurde.
§ 20 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Die Bundesregierung schlägt dem Deutschen Bundestag in Form eines Gesetzentwurfes einen Standort vor.
§ 20 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Über den Standortvorschlag wird unter Abwägung der betroffenen öffentlichen und privaten Belange durch ein Bundesgesetz entschieden.
§ 20 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Zu den von der Bundesregierung vorzulegenden für die Bewertung des Standortes erforderlichen Unterlagen gehören insbesondere ein zusammenfassender Bericht über die Ergebnisse des Standortauswahlverfahrens, die Beratungsergebnisse des gesellschaftlichen Begleitgremiums und die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung.
§ 20 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Weitere Unterlagen sind dem Deutschen Bundestag auf Anforderung durch die Bundesregierung zu übermitteln.
§ 20 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 21 StandAG
§ 21 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Der Vorhabenträger und das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung legen ihre umlagefähigen Kosten für die Umsetzung des Standortauswahlverfahrens nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 und der §§ 22 bis 28 anteilig auf die Umlagepflichtigen um.
§ 21 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2§ 21b des Atomgesetzes und die Endlagervorausleistungsverordnung finden insoweit keine Anwendung.
§ 21 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Umlagefähige Kosten nach Absatz 1 sind die sächlichen Verwaltungsausgaben, Personalausgaben und Investitionsausgaben, die dem Vorhabenträger und dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgung für die Aufgabenerledigung nach diesem Gesetz entstehen, soweit sie nicht nach Absatz 3 anderen Kostenträgern zuzurechnen sind.
§ 21 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Umlagefähige Kosten nach Satz 1 sind insbesondere die Ausgaben für
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StandAG
die Öffentlichkeitsbeteiligung nach Kapitel 2 dieses Gesetzes, einschließlich der fachlichen Begleitung und der Einrichtung und der Tätigkeit von Bürgerbüros nach § 9 Absatz 3,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 StandAG
die Ermittlung von in Betracht kommenden Standortregionen, einschließlich der Erstellung von Sicherheitsuntersuchungen nach den §§ 13 und 14 Absatz 1,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 StandAG
übertägige oder untertägige Erkundungen von Standorten, einschließlich der Erstellung von Sicherheitsuntersuchungen nach den §§ 16 bis 19,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 StandAG
die Erstellung von Vorschlägen nach § 13 Absatz 3, § 14 Absatz 1, § 16 Absatz 2, § 17 Absatz 1 und § 19 Absatz 1,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5 StandAG
die Erstellung und Festlegung standortbezogener Erkundungsprogramme und Prüfkriterien nach den §§ 15 und 18,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 6 StandAG
Forschungen und Entwicklungen des Vorhabenträgers oder des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung im Zusammenhang mit der Standortauswahl,
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 7 StandAG
§ 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 8 StandAG
die Offenhaltung ab Inkrafttreten dieses Gesetzes und im Falle des Ausschlusses der Rückbau des Bergwerkes Gorleben.
§ 21 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 21 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 StandAG
Kosten, die im Zusammenhang mit Gesetzgebungsverfahren nach § 4 Absatz 4 und 5, § 14 Absatz 2, § 17 Absatz 2 und § 20 als Kosten für die Bundesregierung, den Bundestag oder den Bundesrat und
§ 21 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 StandAG
Kosten, die für die Kommission und die Unterstützung der Kommission nach den §§ 3 bis 5, insbesondere für die Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 5 Absatz 3 Satz 2, entstehen.
§ 21 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 22 StandAG
§ 22 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Umlagepflichtig ist derjenige, dem eine Genehmigung nach den §§ 6, 7 oder 9 des Atomgesetzes oder nach § 7 der Strahlenschutzverordnung erteilt worden ist oder war, wenn aufgrund der genehmigten Tätigkeit radioaktive Abfälle, die an ein Endlager nach § 9a Absatz 3 des Atomgesetzes abgeliefert werden müssen, angefallen sind oder damit zu rechnen ist.
§ 22 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Landessammelstellen nach § 9a des Atomgesetzes sind nicht umlagepflichtig.
§ 22 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 23 StandAG
§ 23 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 23 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Für die Jahresrechnungen ist eine Abschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorzunehmen.
§ 23 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die Jahresrechnungen bedürfen zudem der Genehmigung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
§ 24 StandAG
§ 24 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Auf Grundlage der in den Jahresrechnungen ermittelten umlagefähigen Kosten nach § 23 Absatz 1 haben der Vorhabenträger und das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung für jeden Umlagepflichtigen den von diesem zu entrichtenden anteiligen Umlagebetrag nach § 22 Absatz 2 zu ermitteln und zuzuordnen.
§ 24 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Zu berücksichtigende Fehlbeträge, nicht eingegangene Beträge und Überschüsse sind dem jeweiligen Umlagepflichtigen zuzuordnen.
§ 24 Abs. 2 Satz 1 StandAG
§ 25 StandAG
§ 25 Abs. 1 Satz 1 StandAG
§ 25 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung hat die von ihm und dem Vorhabenträger ermittelten Umlagebeträge festzusetzen, sobald sie nach § 24 abschließend zugeordnet worden sind.
§ 25 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Die Festsetzung erfolgt durch Bescheid.
§ 25 Abs. 3 Satz 1 StandAG
§ 25 Abs. 4 Satz 1 StandAG
§ 26 StandAG
§ 26 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung hat von den Umlagepflichtigen eine Vorauszahlung auf den Umlagebetrag eines Umlagejahres festzusetzen.
§ 26 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Die Festsetzungen von Vorauszahlungen für umlagefähige Kosten des Vorhabenträgers nimmt das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung vor.
§ 26 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Der Festsetzung nach Absatz 1 sind die umlagefähigen Kosten nach § 21 Absatz 2 zugrunde zu legen, die im Haushaltsplan für dieses Umlagejahr veranschlagt sind.
§ 26 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2§ 24 und § 25 Absatz 2 bis 4 gelten entsprechend.
§ 26 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Aus vorherigen Vorauszahlungen entstammende Überzahlungen nach § 27 Absatz 2 Satz 2 sind zu verrechnen.
§ 26 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) 1Soweit der Umlagebetrag die Vorauszahlung voraussichtlich übersteigen wird, kann das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung für das laufende Umlagejahr eine weitere Umlagevorauszahlung festsetzen.
§ 26 Abs. 3 Satz 2 StandAG
2Dies gilt auch für Umlagevorauszahlungen, die für den Vorhabenträger erhoben werden.
§ 27 StandAG
§ 27 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Entsteht nach der Anrechnung des gezahlten Umlagevorauszahlungsbetrages auf den festgesetzten Umlagebetrag ein Fehlbetrag, ist dieser innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des festgesetzten Umlagebetrages zu entrichten.
§ 27 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Der Fehlbetrag ist in der Festsetzung des Umlagebetrages auszuweisen.
§ 27 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Übersteigt der gezahlte Vorauszahlungsbetrag den festgesetzten Umlagebetrag, ist die Überzahlung zu erstatten.
§ 27 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Eine Erstattung kann unterbleiben, wenn sich der Umlagepflichtige mit der Verrechnung der Überzahlung auf die folgende Vorauszahlung einverstanden erklärt.
§ 28 StandAG
§ 28 Satz 1 StandAG
§ 29 StandAG
§ 29 Abs. 1 Satz 1 StandAG
(1) 1Der Salzstock Gorleben wird wie jeder andere in Betracht kommende Standort gemäß den nach dem Standortauswahlgesetz festgelegten Kriterien und Anforderungen in das Standortauswahlverfahren einbezogen.
§ 29 Abs. 1 Satz 2 StandAG
2Der Salzstock Gorleben kann lediglich im jeweiligen Verfahrensabschnitt nach den §§ 13 bis 20 des Standortauswahlgesetzes mit einem oder mehreren anderen Standorten verglichen werden, solange er nicht nach Satz 5 ausgeschlossen wurde.
§ 29 Abs. 1 Satz 3 StandAG
3Der Salzstock Gorleben dient nicht als Referenzstandort für andere zu erkundende Standorte.
§ 29 Abs. 1 Satz 4 StandAG
4Der Umstand, dass für den Standort Gorleben Erkenntnisse aus der bisherigen Erkundung vorliegen, darf ebenso wenig in die vergleichende Bewertung einfließen, wie der Umstand, dass für den Standort Gorleben bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen ist.
§ 29 Abs. 1 Satz 5 StandAG
5Der Ausschluss nach dem Standortauswahlgesetz erfolgt, wenn der Salzstock Gorleben
§ 29 Abs. 1 Satz 5 Nr. 1 StandAG
nicht zu den nach § 13 ermittelten Regionen gehört,
§ 29 Abs. 1 Satz 5 Nr. 2 StandAG
nicht zu den nach § 14 festgelegten übertägig zu erkundenden Standorten gehört,
§ 29 Abs. 1 Satz 5 Nr. 3 StandAG
nicht zu den nach § 17 festgelegten untertägig zu erkundenden Standorten gehört oder
§ 29 Abs. 1 Satz 5 Nr. 4 StandAG
nicht der Standort nach § 20 ist.
§ 29 Abs. 2 Satz 1 StandAG
(2) 1Die bergmännische Erkundung des Salzstocks Gorleben wird mit Inkrafttreten dieses Gesetzes beendet.
§ 29 Abs. 2 Satz 2 StandAG
2Maßnahmen, die der Standortauswahl dienen, dürfen nur noch nach diesem Gesetz und in dem hier vorgesehenen Verfahrensschritt des Standortauswahlverfahrens durchgeführt werden.
§ 29 Abs. 2 Satz 3 StandAG
3Das Erkundungsbergwerk wird bis zu der Standortentscheidung nach dem Standortauswahlgesetz unter Gewährleistung aller rechtlichen Erfordernisse und der notwendigen Erhaltungsarbeiten offen gehalten, sofern der Salzstock Gorleben nicht nach Absatz 1 aus dem Verfahren ausgeschlossen wurde.
§ 29 Abs. 2 Satz 4 StandAG
4Der Betrieb eines Salzlabors, insbesondere zur standortunabhängigen Forschung zum Medium Salz als Wirtsgestein, ist ab dem Zeitpunkt nach Satz 1 unzulässig.
§ 29 Abs. 3 Satz 1 StandAG
(3) Die vorläufige Sicherheitsuntersuchung des Standortes Gorleben wird spätestens mit Inkrafttreten dieses Gesetzes ohne eine Eignungsprognose für den Standort Gorleben eingestellt.
§ 30 StandAG
§ 30 Satz 1 StandAG
Für die bis zum 27. Juli 2013 nach § 21b des Atomgesetzes gezahlten Vorausleistungen gelten das Atomgesetz und die Endlagervorausleistungsverordnung in der zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes geltenden Fassung fort.

References: § 1
 § 9

§ 1

§ 1

§ 1

§ 2

§ 2

§ 2
 § 9

§ 2

§ 2

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§ 3

§ 3

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§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

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§ 4

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§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5
 § 3

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6
 § 15
 § 18

§ 6

§ 6

§ 6
 § 18

§ 6

§ 7

§ 7

§ 7

§ 7
 § 15
 § 18

§ 7

§ 7
 § 19

§ 8

§ 8
 § 4

§ 8

§ 8

§ 8

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9
 § 13

§ 9
 § 15

§ 9
 § 16

§ 9
 § 18

§ 9
 § 18

§ 9
 § 19

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

§ 9

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§ 10

§ 10
 § 13
 § 15
 § 16
 § 18
 § 19

§ 10

§ 10
 § 11

§ 10

§ 10

§ 10

§ 10

§ 10

§ 10

§ 10

§ 10

§ 11

§ 11

§ 11

§ 11
 § 14
 § 17
 § 14

§ 11
 § 17
 § 8

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 12

§ 13

§ 13
 § 4

§ 13
 § 4

§ 13

§ 13

§ 13

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 14

§ 15

§ 15

§ 15
 § 4

§ 15

§ 15

§ 15
 § 11

§ 15

§ 16

§ 16

§ 16
 § 4

§ 16

§ 16

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17

§ 17
 § 7

§ 17
 § 3

§ 17
 § 68

§ 17

§ 17

§ 18

§ 18

§ 18

§ 18

§ 18

§ 18

§ 18

§ 18
 § 4
 § 6

§ 18

§ 18

§ 19

§ 19
 § 18
 § 18

§ 19
 § 1

§ 19

§ 19
 § 11

§ 19

§ 19

§ 20

§ 20

§ 20

§ 20

§ 20

§ 20

§ 20

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21
 § 9

§ 21

§ 21

§ 21
 § 13
 § 14
 § 16
 § 17
 § 19

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21

§ 21
 § 4
 § 14
 § 17
 § 20

§ 21
 § 5

§ 21

§ 22

§ 22
 § 7
 § 9

§ 22
 § 9

§ 22

§ 23

§ 23

§ 23

§ 23

§ 24

§ 24
 § 23
 § 22

§ 24

§ 24

§ 25

§ 25

§ 25
 § 24

§ 25

§ 25

§ 25

§ 26

§ 26

§ 26

§ 26
 § 21

§ 26
 § 25

§ 26
 § 27

§ 26

§ 26

§ 27

§ 27

§ 27

§ 27

§ 27

§ 28

§ 28

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29
 § 13

§ 29
 § 14

§ 29
 § 17

§ 29
 § 20

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29

§ 29

§ 30

§ 30
 § 21