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Timestamp: 2019-01-21 23:02:14+00:00

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BGH, 03.12.1991 - VI ZR 378/90 - dejure.org
Halter - Fahrzeughalter - Mietwagen - Anmietung eines Kfz
Keine Haltereigenschaft bei kurzzeitiger Anmietung eines Kraftfahrzeugs
BGB § 242, § 535, § 536; StVG § 7
BGHZ 116, 200
NJW 1992, 900
ZIP 1992, 407
MDR 1992, 453
NZV 1992, 145
VersR 1992, 437
WM 1992, 961
BB 1992, 457
Denn er macht ein Leistungsverweigerungsrecht geltend, das im Falle des Bestehens eines Schadensersatzanspruches zum Tragen käme, da eine Pflicht der Klägerin zur alsbaldigen Rückgewähr bestünde, § 242 BGB (vgl. BGHZ 116, 200).
Eine generelle Haftungsfreistellung lässt sich, worauf die Revisionserwiderung abhebt, auch nicht mit einer Übertragung der für den Fahrer von Kraftfahrzeugen in § 8 Nr. 2 StVG getroffenen Regelung begründen, denn diese Norm stellt eine Ausnahmevorschrift dar, die eng auszulegen ist (vgl. zu §§ 8, 8a StVG a.F. Senatsurteile vom 7. Juli 1956 - VI ZR 157/55, VersR 1956, 640, und vom 3. Dezember 1991 - VI ZR 378/90, VersR 1992, 437, 438;… aA Wagner, aaO) und deren Regelungsgehalt auch nicht auf vergleichbare Sachverhalte anderer Gefährdungshaftungen übertragen werden kann.
Aber auch § 8 StVG kann nicht entsprechend auf den Reiter angewandt werden, denn er stellt ebenso wie § 8 a StVG eine Ausnahmevorschrift dar, die eng auszulegen ist (Senatsurteile vom 7. Juli 1956 - VI ZR 157/55 - VersR 1956, 640 und vom 3. Dezember 1991 - VI ZR 378/90 - VersR 1992, 437) und deren Regelungsgehalt auch nicht auf vergleichbare Sachverhalte anderer Gefährdungshaftungen übertragen werden kann.
Allerdings hat der Bundesgerichtshof angenommen, daß sich eine Haftungsfreistellung dann erübrigt, wenn das Risiko schon durch eine Pflichtversicherung abgedeckt ist (BGHZ 116, 200, 207 f.;… Urt. v. 8. Dezember 1971 - IV ZR 102/70, NJW 1972, 440, 441).
Außerdem ist § 8 Nr. 3 StVG als Ausnahmevorschrift zur grundsätzlichen Haftung des Halters für Sachschäden eng zu verstehen (vgl. zu § 8 StVG a.F. Senatsurteile BGHZ 116, 200, 205; vom 7. Juli 1956 - VI ZR 157/55 - VersR 1956, 640).
Im Übrigen begründet eine solche nur vorübergehende Gebrauchsüberlassung ohnehin keine Haltereigenschaft (vgl. BGH NJW 1992, 900-902 [juris Tz. 7] und Hentschel/König/Dauer - König , Straßenverkehrsrecht, 42. Aufl. 2013, § 7 StVG Rn. 16, jeweils m.w.N.).
Ferner hat der Senat in BGHZ 116, 200, 207 ff. ausgeführt, daß die Haftungsfreistellung des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber bei gefahrgeneigter Arbeit entfällt, wenn und soweit der Arbeitnehmer in den Schutzbereich des Pflichtversicherungsgesetzes einbezogen ist.
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References: § 242
 § 535
 § 536
 § 7
 § 242
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 BGH 
 § 7