Source: https://aukonsortium.ch/genossenschaft/statuten/
Timestamp: 2018-12-15 06:35:48+00:00

Document:
Statuten – Au-Konsortium
Statuten der Genossenschaft Au-Konsortium in Wädenswil
I. Name, Sitz, Zweck und Haftung
III. Finanzielle Mittel, Anteilscheine, Rechnungswesen
V. Auflösung der Genossenschaft
Unter der Firma Genossenschaft Au-Konsortium besteht seit 1912 mit Sitz in Wädenswil eine Genossenschaft mit unbegrenzter Dauer im Sinne der Art. 828 ff OR.
Sie bezweckt den Betrieb des Gasthofes Halbinsel Au sowie die Bewirtschaftung und Verwaltung des dazugehörenden Landes, und zwar so, dass diese Grundstücke der Öffentlichkeit erhalten bleiben und dem Ausflugsverkehr dienen.
Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet ausschliesslich das Genossenschafts-Vermögen. Jede persönliche Haftung der Genossenschafter ist ausgeschlossen.
Mitglied der Genossenschaft können auf schriftliches Gesuch sowohl natürliche als auch juristische Personen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften werden. Die Zahl der Genossenschafter ist unbeschränkt.
Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet vorbehältlich nachstehender Bestimmungen die Generalversammlung.
Ohne Genehmigung durch die Generalversammlung erwirbt die Mitgliedschaft der Erbe eines Genossenschafters bei dessen Tod. Erbengemeinschaften haben gegenüber der Genossenschaft einen Vertreter zu bezeichnen.
Sodann begründet die Mitgliedschaft ohne Genehmigung der Generalversammlung die Abtretung von Anteilscheinen unter Verwandten in auf- und absteigender Linie und unter Ehepartnern sowie die Zeichnung von Anteilscheinen für solche Verwandte bei Kapitalerhöhungen.
Jedes Mitglied hat mindestens einen Anteilschein von Fr. 5’000.- zu übernehmen. Die Gesamtzahl der von einem Mitglied übernommenen Anteilscheine darf 10% des Genossenschaftskapitals nicht übersteigen.
Die Verwaltung fordert die Einzahlung von Genossenschaftsanteilen unter Ansetzung einer angemessenen Frist mit eingeschriebenem Brief ein.
– bei juristischen Personen durch deren Liquidation.
Der Austritt kann nur schriftlich auf Ende des Geschäftsjahres und unter Beobachtung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist erklärt werden.
Für einen allfälligen Ausschluss gelten die Bestimmungen von Art. 846 OR.
Ausscheidende Mitglieder bzw. deren Erben haben Anspruch auf Rückzahlung des einbezahlten Anteilscheinkapitals, höchstens aber des Nennwertes der Anteilscheine.
Der Anspruch ist aufgrund des bilanzmässigen Reinvermögens im Zeitpunkt des Ausscheidens mit Ausschluss der Reserven zu berechnen.
Bei ausserordentlichen Verhältnissen kann die Verwaltung die Rückzahlung gekündigter Anteilscheine bis auf drei Jahre hinausschieben.
Die finanziellen Mittel werden durch die Ausgabe von Anteilscheinen, durch die Aufnahme von Darlehen, die Ausgabe von Obligationen sowie durch den Erwerb und die Veräusserung von Liegenschaften aufgebracht.
Die Anteilscheine haben einen Nennwert von Fr. 5’000.-.
Das Rechnungsjahr beginnt mit dem 1. Januar. Spätestens 10 Tage vor der Generalversammlung sind Betriebsrechnung und Bilanz mit dem Revisorenbericht zur Einsicht der Genossenschafter am Sitz der Genossenschaft aufzulegen.
Der Reingewinn wird aufgrund der jährlichen Betriebsrechnung ermittelt unter Berücksichtigung von Aufwand, Ertrag und angemessenen Abschreibungen.
Bei der Verteilung eines Reingewinnes unter die Genossenschafter und bei der Deckung von Verlusten gelten Art. 859 und Art. 860 OR.
Jährlich ist ein Zwanzigstel des Reinertrages dem Reservefonds zuzuweisen, bis er einen Fünftel des Genossenschaftskapitals ausmacht.
Die Generalversammlung ist die Versammlung der Genossenschaftsmitglieder. Sie ist das oberste Organ der Genossenschaft.
Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich innerhalb sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres statt.
Eine ausserordentliche Generalversammlung findet statt
– auf Beschluss der Verwaltung
– wenn es die Revisionsstelle verlangt
– wenn es vom zehnten Teil aller Genossenschaftsmitglieder schriftlich und unter Angabe der Traktanden verlangt wird.
Die Einberufung erfolgt durch die Verwaltung unter Angabe der Traktanden mindestens 20 Tage vorher.
Ausserordentliche Generalversammlungen sind spätestens zwei Monate nach dem entsprechenden Begehren einzuberufen.
Die Einberufung erfolgt schriftlich.
Jedes Genossenschaftsmitglied hat an der Generalversammlung nur eine Stimme, ohne Rücksicht auf die Zahl seiner Anteilscheine.
Vertretung ist gestattet, jedoch beschränkt auf eine Stimme und nur durch Genossenschaftsmitglieder.
Die Generalversammlung wird vom Präsidenten geleitet.
Sie fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit dem absoluten Mehr der gültigen Stimmen, soweit Gesetz oder Statuten nicht etwas anderes bestimmen.
Für die Änderung der Statuten, für eine Fusion, für Verfügungsgeschäfte über und dingliche Belastung von Liegenschaften sowie für die Ausgabe von Obligationen bedarf es der Zweidrittelsmehrheit der abgegebenen Stimmen. Art. 18 Abs. 1 lit.d) des Fusionsgesetzes, welcher unter Umständen ein höheres Quorum für die Beschlussfassung vorsieht, bleibt vorbehalten.
Die von der Generalversammlung nach Gesetz und Statuten getroffenen Beschlüsse und Wahlen sind für alle Genossenschaftsmitglieder verbindlich.
1. Abnahme der Rechnung und des Geschäftsberichtes und die Entlastung der Verwaltung
2. Beschlussfassung über die Verwendung des Reingewinnes
3. Wahl und Abberufung des Präsidenten und der übrigen Mitglieder der Verwaltung
4. Wahl der Revisionsstelle
5. Aufnahme und Ausschluss von Genossenschaftsmitgliedern.
– Erhöhung des Anteilscheinkapitals
– Erwerb und Veräusserung von Liegenschaften
– Belastung von Liegenschaften mit beschränkten dinglichen Rechten im Sinne von Art. 730 bis 792 ZGB
– Belastung von Liegenschaften mit Grundpfändern im Sinne von Art. 793 bis 883 ZGB
– Ausgabe von Obligationen
– Erstellung von Neubauten
– Investitionen in Immobilien, soweit der Betrag hiefür Fr. 300’000.- pro Jahr übersteigt
– Anschaffung von Mobiliar, Geräten und der weiteren zur Erreichung des Genossenschaftszwecks erforderlichen Fahrhabe, soweit der Betrag hiefür Fr. 100’000.- pro Jahr übersteigt
– Revision der Statuten
– Auflösung und Liquidation der Genossenschaft.
Die finanziellen Kompetenzen der Generalversammlung basieren auf dem Stand des Baukosten-Indexes per Anfang 1990 und sie passen sich dem künftigen Stand automatisch an.
Die Verwaltung besteht aus dem Präsidenten und mindestens vier weiteren Mitgliedern.
Die Wahl erfolgt durch die Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren.
Die Verwaltung führt die Geschäfte der Genossenschaft und vertritt sie nach aussen.
Sie entscheidet über alle Fragen, die nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind.
Sie kann für die Bereiche der Geschäftsführung Ausschüsse bestellen und aussenstehende Fachkräfte zuziehen. Die Kompetenzen der Ausschüsse werden im Rahmen von Art. 22 der Statuten von der Verwaltung festgelegt.
Die Verwaltung bestimmt ihre zeichnungsberechtigten Mitglieder.
Die Zeichnungsberechtigung ist kollektiv zu zweien.
Der Verwaltung obliegen insbesondere
– die Vorbereitung aller Geschäfte zuhanden der Generalversammlung und deren Einberufung unter Bekanntgabe der Traktanden
– die Besorgung der Kasse und Buchführung
– die Einforderung der Einzahlungen von Genossenschaftsanteilen
– Investitionen in Immobilien bis zum Höchstbetrag von Fr. 300’000.- pro Jahr
– Anschaffung von Mobiliar, Geräten und weiteren zur Erreichung des Genossenschaftszweckes erforderlichen Fahrhabe bis zum Höchstbetrag von Fr. 100’000.- pro Jahr
– die Abschlüsse der zur Erreichung des Genossenschaftszweckes erforderlichen Verträge für Miete, Pacht, Unterhalt usw.
– die Führung eines Genossenschafterregisters.
Für die finanziellen Kompetenzen der Verwaltung gilt ebenfalls Art. 18 der Statuten.
Die Revisionsstelle wird von der Generalversammlung für die Dauer von einem Geschäftsjahr gewählt.
Die Revisionsstelle hat insbesondere zu prüfen, ob sich die Jahresrechnung (bestehend aus Bilanz und Erfolgsrechnung) in Übereinstimmung mit den Büchern befindet.
Sie hat sich über die ordnungsgemässe Führung der Bücher zu vergewissern und hat dabei das Recht auf Einsicht in alle Akten der Genossenschaft.
Die Auflösung der Genossenschaft erfolgt durch Generalversammlungsbeschluss und bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln aller Genossenschafter.
Liegt die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen unter zwei Dritteln, entscheidet eine binnen zehn Tagen einzuberufende zweite Generalversammlung mit Zweidrittelsmehrheit der abgegebenen Stimmen.
Die Liquidation der Genossenschaft richtet sich nach Art. 913 OR.
Ein nach Tilgung sämtlicher Schulden und Rückzahlung aller Genossenschaftsanteile verbleibender Überschuss wird im Verhältnis ihrer Anteilscheine unter die Genossenschafter verteilt.
Publkationsorgan der Gesellschaft für die gesetzlichen Bekanntmachungen ist das Schweizerische Handelsamtsblatt, für die übrigen Bekanntmachungen die „Zürichsee-Zeitung“.
Wädenswil, 20. Juni 2014
Im Sommer 2011 feierte das Au-Konsortium sein 100-jähriges Jubiläum. Mehr denn je sind sich die…

References: Art. 828
 Art. 846
 Art. 859
 Art. 860
 Art. 18
 Art. 730
 Art. 793
 Art. 22
 Art. 18
 Art. 913