Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202016,%20316
Timestamp: 2019-08-19 13:22:36+00:00

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BGH, 21.10.2015 - VII ZB 8/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,34020
BGH, 21.10.2015 - VII ZB 8/15 (https://dejure.org/2015,34020)
BGH, Entscheidung vom 21.10.2015 - VII ZB 8/15 (https://dejure.org/2015,34020)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 2015 - VII ZB 8/15 (https://dejure.org/2015,34020)
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ArbGG § 5 Abs. 3 Satz 1; HGB § 92a Abs. 1 Satz 1
§§ 84 ff. HGB, § 17a G... VG, § 17a Abs. 4 Satz 4 GVG, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 5 Abs. 3 Satz 1 ArbGG, § 92a Abs. 1 HGB, § 5 Abs. 3 ArbGG, § 13 GVG, § 2 Abs. 1 Nr. 3 ArbGG, § 5 Abs. 1 Satz 1 ArbGG, § 84 Abs. 2 HGB, § 84 Abs. 1 HGB, §§ 92, 84 Abs. 1 HGB, § 92a HGB, § 5 Abs. 1 Satz 2 ArbGG, § 5 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 ArbGG, § 92a Abs. 1 Satz 1 HGB, § 92a Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 HGB, § 577 Abs. 5 Satz 1 ZPO, § 577 Abs. 4 Satz 1 ZPO, § 17 Abs. 1 Satz 1 GVG
§ 2 Abs 1 Nr 3 ArbGG, § 5 Abs 1 S 2 Alt 2 ArbGG, § 5 Abs 3 S 1 ArbGG, § 84 Abs 1 HGB, §§ 84 ff HGB
Rechtswegabgrenzung bei Streitigkeit aus einem Handelsvertretervertrag eines Versicherungs- und Bausparkassenvertreters: Vertragliches Tätigkeitsverbot bei ausschließlicher Bindung an ein Finanzdienstleistungsunternehmen und seine Produktpartner; Ermittlung der in den letzten 6 Monaten des Vertragsverhältnisses bezogenen Durchschnittsvergütung für die Prüfung arbeitsgerichtlicher Zuständigkeit
Anforderungen an die Formulierung einer Bestimmung mit der Konsequenz eines vertraglichen Tätigkeitsverbots in einem Handelsvertretervertrag
Zur Annahme eines vertraglichen Tätigkeitsverbots im Sinne von § 92a Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 HGB im Handelsvertretervertrag eines selbständigen Bausparkassen-/Versicherungsvertreters
Auslegung eines Tätigkeitsverbots in Einfirmen-Handelsvertretervertrag
Zum Vorliegen eines vertraglichen Tätigkeitsverbots i.S.v. § 92a Abs. 1 S. 1 Alt. 1 HGB im Handelsvertretervertrag
Auslegung eines Handelsvertretervertrags kann vertragliches Tätigkeitsverbot ergeben
OVB könnte jetzt häufiger mit dem Arbeitsgericht zu tun haben
Auslegung eines Handelsvertretervertrags kann vertragliches Tätigkeitsverbot ergebe
Kurznachricht zu "Einstufung als Einfirmenvertreter bei vertraglichem Tätigkeitsverbot in Handelsvertretervertrag - Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 21.10.2015" von RA Dr. Mark C. Hilgard, original erschienen in: BB 2015, 2956 - 2958.
LG Berlin, 25.08.2014 - 8 O 2/14
NJW 2016, 316
ZIP 2016, 424
MDR 2016, 38
VersR 2016, 252
WM 2015, 2271
BB 2015, 2956
DB 2015, 2815
Die zuständigkeitsbegründenden Tatsachen bedürfen insoweit im Rahmen des Zuständigkeitsstreits keines Beweises, für die Zuständigkeitsfrage ist vielmehr die Richtigkeit des - schlüssigen - Klagvortrags zu unterstellen (BGH, Beschlüsse vom 21. Oktober 2015 - VII ZB 8/15, NJW 2016, 316 Rn. 25;… vom 27. Oktober 2009 - VIII ZB 42/08, BGHZ 183, 49 Rn. 14 mwN).
Die prozessuale Behandlung doppelrelevanter Tatsachen bei sonstigen Prozessvoraussetzungen, nach der eine schlüssige Darlegung der maßgebenden Tatsachen für die Zulässigkeit der Klage ausreicht und die Klärung erst im Rahmen der Prüfung der Begründetheit erfolgt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 21. Oktober 2015 - VII ZB 8/15, NJW 2016, 316 Rn. 25;… vom 27. Oktober 2009 - VIII ZB 42/08, BGHZ 183, 49 Rn. 14 m.w.N.), kann auf doppelrelevante Tatsachen betreffend die Eröffnung der deutschen Gerichtsbarkeit wegen Nichteingreifens der Staatenimmunität nicht übertragen werden.
In dieser Situation ist anerkannt, dass allein der schlüssige Tatsachenvortrag des Antragstellers zur Prüfung der Zulässigkeit seiner Verfahrenseinordnung heranzuziehen ist (st. Rspr., auch BGH IHR 2016, 122-124, Rz. 25;… BGHZ 183, 49 ff., Rz. 14).
§ 5 Abs. 3 Satz 1 ArbGG enthält eine in sich geschlossene Zuständigkeitsregelung, die es verbietet, selbständige Handelsvertreter unter anderen Voraussetzungen als Arbeitnehmer oder arbeitnehmerähnliche Personen im Sinne des § 5 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 ArbGG zu behandeln (BGH, Beschluss vom 21. Oktober 2015 - VII ZB 8/15 -, Rn. 12, juris).
Da die Vergütungsklage gegen die Beklagte auch begründet sein kann, wenn die AGB der Klägerin nicht Vertragsinhalt geworden sind, handelt es sich insoweit nicht um eine "doppelrelevante Tatsache", so dass sie bereits auf der Zulässigkeitsebene zur Überzeugung des Senats nachzuweisen war (zum Prüfungsmaßstab vgl. BGH, Beschluss vom 21.10.2015 - VII ZB 8/15, bei Juris Rn. 25; ferner: BGH…, Urteil vom 27.11.2014 - I ZR 1/11, bei Juris Rn. 21; OLG Stuttgart…, Urteil vom 27.4.2015 - 5 U 120/14, bei Juris Rn. 54).
Die prozessuale Behandlung doppelrelevanter Tatsachen bei sonstigen Prozessvoraussetzungen, nach der eine schlüssige Darlegung der maßgebenden Tatsachen für die Zulässigkeit der Klage ausreicht und die Klärung erst im Rahmen der Prüfung der Begründetheit erfolgt (vgl. BGH, Beschluss vom 21.10.2015, VII ZB 8/15, Rn. 25;… BGH Beschluss vom 27.10.2009, VIII ZB 42/08, BGHZ 183, 49 = NJW 2010, 873 Rn. 14 mwN), kann auf doppelrelevante Tatsachen betreffend die Eröffnung der deutschen Gerichtsbarkeit wegen Nichteingreifens der Staatenimmunität nicht übertragen werden.
Dann ist für die Frage des Rechtswegs die Richtigkeit des Klagevortrags zu unterstellen (vgl. BGH 21.10.2015 - VII ZB 8/15 - NJW 2016, 316).
§ 5 Abs. 3 Satz 1 ArbGG enthält eine in sich geschlossene Zuständigkeitsregelung, die es verbietet, Handelsvertreter im Sinne der §§ 92, 84 HGB unter anderen als den in § 5 Abs. 3 Satz 1 ArbGG genannten Voraussetzungen als Arbeitnehmer oder arbeitnehmerähnliche Person iSv. § 5 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 ArbGG zu behandeln (vgl. z.B.: BGH 21. Oktober 2015 -VII ZB 8/15- Rn. 12, NJW 2016, 316, mwN.).

References: § 5
 § 92
 § 17
 § 17
 § 574
 § 5
 § 92
 § 5
 § 13
 § 2
 § 5
 § 84
 § 84
 § 92
 § 5
 § 5
 § 92
 § 92
 § 577
 § 577
 § 17

§ 2
 § 5
 § 5
 § 84
 § 92
 § 92
 BGH 
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