Source: https://www.jasminstaab.de/hom%C3%B6opathie/kinderkrankheiten/
Timestamp: 2020-05-29 20:22:41+00:00

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Kinderkrankheiten helfen chronische Miasmen zu bekämpfen
Aus homöopathischer Sicht, liegt die Idee der Kinderkrankheiten in der Beschwichtigung der chronischen Miasmen. Wenn ein Kind an einer Kinderkrankheit erkrankt, so ist dies als positiver Versuch der Natur zu werten, sich von einem ererbten chronischen Miasma oder zum Beispiel durch eine Impfung erworbenem Miasma vorübergehend – für vielleicht fünf bis zehn Jahre – zu befreien. Diesen miasmatischen Selbstheilungsversuch beschreibt John Henry Allen in seinem Werk «Die chronischen Krankheiten – die Miasmen» sehr treffend: «Wenn die Kinderkrankheiten richtig mit den homöopathischen Einzelmitteln behandelt werden, verschwinden sie ohne Nachkrankheiten, wobei das ganze System weitgehend von seinem vorhandenen Miasma befreit und erneuert worden ist.»
Um die pathologische Entwicklung auch wirklich aufzuhalten, und nicht nur den akuten Krankheitsprozess einfach zum Stillstand zu bringen, ist es wichtig Zusammenhänge der Pathologie des einzelnen Menschen, also seine grundmiasmatischen Belastungen, nicht aus den Augen zu verlieren. Denn wenn latente chronische Miasmen durch die starke Einwirkung eines akuten Miasmas wie Grippe, Scharlach aus ihrem Schlummer geweckt worden sind, bleiben am Ende oft sogenannte Nachkrankheiten oder sekundäre Prozesse zurück, von denen man annimmt, dass sie der akuten Krankheit zuzuschreiben sind. Es sind aber sekundäre Prozesse der chronischen Miasmen, die bei der Behandlung des akuten Miasmas übersehen worden sind. Wir wissen, dass das akute Miasma sich in seiner Tätigkeit selbst begrenzt, denn es sollte nach einer bestimmten festgesetzten Zeit verschwinden. Sein Nichtverschwinden und das Auftreten der sekundären Erscheinungen werden daher von der chronisch-miasmatischen Ausgangslage, die schon vorher im Körper vorhanden war, verursacht. Hahnemann sagt: „Vor dem Auftreten des akuten Miasmas hatten die Lebenskräfte das psorische oder chronische Miasma, das immer um Oberhand kämpft, niederhalten können.“ Mit Hilfe des akuten Miasmas wird ihm jetzt der Weg nach oben frei gemacht, da der Widerstand der Lebenskraft durch die vereinte Kraft der beiden zerstörenden Kräfte überwältigt und besiegt worden ist. Das erkennen wir deutlich daran, dass das homöopathische Mittel den zerstörenden Prozess nicht mehr aufhalten kann. Die Verordnung muss dann auf der Symptomatik des dahinterstehenden chronischen Miasmas gestützt werden.
Hahnemann: „Akute Miasmen können sich nicht allein, ohne ein Miasma, mit der Lebenskraft verbinden. Es muss bereits ein Grundmiasma im Körper vorhanden sein.“» So gesehen, können wir auch besser verstehen, dass nicht jedes Kind jede Kinderkrankheit durchmacht, sondern diese Krankheit zum Ausbruch kommt, die seinem zu dieser Zeit die Oberhand habenden Miasma entspricht. So zum Beispiel entspricht Scharlach dem sykotischen Miasma.
Wenn aber diese Krankheiten falsch behandelt werden, können wir jede Art chronischer miasmatischer Stauung bekommen, die entweder für immer bleibt oder mit der Zeit das Leben vernichtet.
Siehe Organon §73, §100, §148, §152, §157-160 und §241
Siehe J.H. Allen Die chronischen Krankheiten- Die Miasmen, Bakterien und ihre Beziehung zur Pathologie.
Sind Impfungen gegen Kinderkrankheiten sinnvoll?
Gegen viele Kinderkrankheiten werden Impfungen empfohlen, deren Sinn und Unsinn ein eigenes Kapitel füllt, welches hier den Rahmen sprengen würde. Zu erwähnen wäre kurz das Thema betreffend:
Es ist es zum Beispiel eine historische Lüge, das die Einführung der Impfungen der Hauptgrund für den Rückgang der Infektionskrankheiten in den Industrieländern waren. Leider wird diese Annahme von vielen Fachbuch Autoren ungeprüft übernommen und so weiterverbreitet und am Leben gehalten.
Die Gründe lagen vor allem in der verbesserten Ernährungssituation und den deutlich gestiegenen Hygienischen Bedingungen. So wurden z.B. um die Zeit der Jahrhundertwende (19/20 Jahrhundert) die Kanalisationen gebaut. Damit verschwand ein wesentlicher Faktor, der bis dahin die Ausbreitung der Seuchen unterstützte. Auch die Ernährungssituation war in den vergangenen Jahrhunderten phasenweise immer wieder schlecht, sodass die Menschen dadurch sehr anfällig für Krankheiten waren.
Wenn wir uns den statistischen Verlauf des Rückgangs der meisten der Infektionskrankheiten gegen die heute so massiv geimpft wird, betrachten, so fällt auf, dass seit kurz nach Beginn des 20. Jahrhunderts ein starker Rückgang zu sehen ist. Die Kurven der meisten der Infektionskrankheiten gehen steil nach unten.
(Man kann sich diese Daten beim statistischen Bundesamt in Wiesbaden anfordern)
Als in den 60er und 70er Jahren das Massenimpfen einsetzte, waren die Erkrankungs- und Todesfälle bereits sehr stark zurückgegangen und es wurden viele der Kurven, als Folge der Impfungen sogar flacher.
Wenn die Pharmaindustrie heute für ihre Impfstoffe wirbt, preist sie die großen Verdienste an und zeigt die Statistik vom Beginn der Impfungen bis heute. Da ist tatsächlich ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Aber dass die Kurve vorher sowieso schon steil gefallen war und in einigen Fällen (so im Falle Masern, Diphterie, Tetanus u.a.) flacher wurde, wird bewusst verschwiegen und ausgeblendet.
Wenn man ernsthafte Studien zu dem Thema liest, so fällt immer wieder auf, dass in den Fällen, wo es zum Auftreten einer bestimmten Infektionskrankheit kam, ein großer Anteil der betroffenen eigentlich dagegen geimpft war.
So waren z.B. bei der letzten größeren Epidemie der Polio (Kinderlähmung) in Mitteleuropa, in den 90er Jahren in Belgien, von den 16 betroffenen Kindern über die Hälfte dagegen geimpft. Von den Tetanusfällen, die es in den vergangenen Jahren in Deutschland gab, waren viele der Patienten geimpft. Es wird deutlich, dass der Schutz offensichtlich nicht so groß ist wie gemeinhin angenommen.
Für diesen möglicherweise nur geringen Schutz, werden allerdings große Risiken in Kauf genommen.
Neben schwerwiegenden Impffolgen die mehr oder weniger offensichtlich erkennbar sind beziehungsweise anerkannt werden, wissen wir nicht genau, welche Folgen Impfungen aus homöopathischer und damit miasmatischer Sicht tatsächlich haben.
Die Entwicklung der Allergien wird oft im Zusammenhang mit den Impfungen gesehen. Anfang des 19. Jahrhunderts (1817) wurde der Heuschnupfen erstmals beschrieben. Er trat zunächst nur bei der Stadtbevölkerung auf. Diese wurde im Gegensatz zur Landbevölkerung seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gegen die Pocken geimpft.
“Ich weiß nicht, ob ich nicht einen furchtbaren Fehler gemacht habe”, sagte der Erfinder der Impfungen, der englische Landarzt Edward Jenner (1749-1823), als er rückblickend sein Werk und die Auswirkungen betrachtete.
Den Organismus bei Kinderkrankheiten mit homöopathischen Mitteln unterstützen
Kinderkrankheiten können wir durch gezielte Homöopathie unterstützen, so dass sie ohne Komplikationen verlaufen und bleibende chronische Schäden vermieden werden können. Ein homöopathisches Mittel wird den Organismus in seinem Ausscheidungsprozess unterstützen und gegebenenfalls das Exanthem (den Hautausschlag) – sofern es sich um eine exanthematische Krankheit handelt, wie zum Beispiel bei Scharlach – richtig herausbringen.
Durch diese Wirkungsweise – die biologischen Notfunktionen optimal zu unterstützen – kommt es nicht zu dem Phänomen der Unterdrückung. Das Offenhalten des physiologischen Notventils zur Ausscheidung schädlicher Toxine gewährleistet, dass der Heilungsprozess viel schneller verläuft und die Krankheit für den Patienten nicht so anstrengend empfunden wird. So dauert eine homöopathisch akut behandelte Scharlach meist nur eine Woche, wobei sich der Patient sogar recht wohl fühlt (sonst meist rund 3 Wochen bei vielfach deutlich schwererem Verlauf), oder ein Keuchhusten 3 bis 14 Tage (gerechnet ab Behandlungsbeginn), welcher in der Literatur sowie in schulmedizinischen Praxen als sehr langwierig und hartnäckig angesehen wird (von 6 Wochen bis hin zu 3 Monaten oder sogar deutlich länger).
Der homöopathische Arzt Dr. Freiherr von Ungern-Sternberg schreibt in seinem Buch «Homöopathisch behandelte Scharlachfälle», dass er und Kollegen in 30 Jahren Praxis keine einzige schwerwiegende Komplikation von Scharlach gesehen hätten. Dies bestätigt im Prinzip auch der bekannte anthroposophische Kinderarzt Dr. Stellmann: «Es klingt beinahe ketzerisch, aber ich behaupte, dass ein Kind durch die Kinderkrankheiten letztlich gesünder wird.»
Die Windpocken sind eine sehr ansteckende aber in der Regel harmlose Erkrankung.
Erreger ist der Varizellen-Zoster Virus. Der gleiche Erreger ist auch für die Gürtelrose (Herpes Zoster) verantwortlich, die bei einer Zweitinfektion, aber meist erst in höherem Alter auftritt. Kinder können sich bei Personen, die an der Gürtelrose erkrankt sind anstecken und bekommen dann die Windpocken.
Die Inkubationszeit beträgt etwa 2 Wochen. Die Erkrankung beginnt mit leichten Krankheitszeichen wie Unwohlsein, Appetitlosigkeit und leichtem Fieber. Innerhalb einiger Tage treten hirse- bis erbsengroße Bläschen, zunächst am Stamm, später überall, sogar am behaarten Kopf auf. Die Blasen befinden sich in unterschiedlichen Stadien und sehen daher sehr verschieden aus. Sie fließen nicht ineinander und sind mit einem wässrigen Inhalt gefüllt. Die Bläschen sind nicht schmerzhaft, aber es besteht ein zum Teil extremer Juckreiz.
In einigen Fällen werden von dem Ausschlag auch die Schleimhäute befallen, dann kann dies schmerzhaft sein.
Wenn die Bläschen nicht aufgekratzt werden, heilen sie nach 1-2 Wochen spurlos wieder ab, nachdem sie zuvor verkrusteten.
Behandelt werden müssen die Windpocken oft gar nicht. Wenn allerdings die Beschwerden groß sind und besonders der Juckreiz das Kind quält, kann die homöopathische Behandlung zuverlässig helfen.
Rhus-toxicodendron ist oft das einzige benötigte Mittel
Jucken das durch kochend heißes Wasser gelindert wird
Die Blasen sind groß
Die Blasen sind bläulich und pustelartig
Das Kind ist sehr geschwächt und schläfrig
Reizbar und mürrisch
Wenn der Ausschlag verzögert auftritt
Begleitende Bronchitiden
Heißer roter Kopf, heiße rote Haut
Obwohl das Kind müde ist hat es Schwierigkeiten einzuschlafen
Das Kind weint viel und ist anhänglich
Mag nichts Essen und Trinken
Evtl. besteht auch eine Übelkeit
Ist angezeigt wenn die Blasen eitern
Gelblich belegte Zunge mit Zahneindrücken
DOLICHOS (Juckbohne)
Jucken auch ohne sehr ausgeprägten Hautausschlag
Wenn der Juckreiz durch andere eigentlich angezeigte Mittel nicht gelindert werden kann.
Besser durch kaltes Baden
Wenn es nicht nur juckt sondern auch stark brennt
Wenn es eher brennt als juckt
Wenn sich aufgekratzte Bläschen nicht schließen
Verschlimmerung durch Wasser (baden, waschen)
CALCIUM CARBONICUM UND SILICEA
Bei Beteiligung der Halsdrüsen
Calcium folgt gut auf Belladonna
Silicea folgt gut auf Pulsatilla
Die Nosode VARICELLINUM
kommt bei der Gefahr von Narbenbildung, besonders am Rücken und im Gesicht in Frage,
wenn schlechte Laune besteht und das Kind zu allem „Nein“ sagt.
Sie sollte über einen Zeitraum von 2-3 Wochen jeden 3. Tag 2 Tropfen in der C 200 gegeben werden.
Ein wichtiges Mittel, wenn in einem späteren Stadium Husten entsteht.
Das Kind ist schlecht gelaunt ist und
mag nicht angesehen oder berührt werden.
Synthesis-Rubriken
Haut - Hautausschläge - Windpocken
Husten - Windpocken; nach
Haut - Hautausschläge - Blasenausschlag - wässrig
Haut - Hautausschläge - Blasenausschlag – juckend
Haut - Hautausschläge – Herpes- .....
MUMPS - Parotitis epidemica (Ziegenpeter)
Bei Mumps handelt es sich um eine Virusinfektion, bei der vor allem die Ohrspeicheldrüsen extrem geschwollen sind Aber es sind zum Teil auch andere Drüsen wie z.B. die Pankreas (Bauchspeicheldrüse) oder die anderen Speicheldrüsen betroffen. Auch das ZNS (Zentrales Nerven System) kann betroffen sein (Mumps-Meningitis/Encephalitis).
Die Mumps-Meningitis bleibt glücklicherweise bei Kindern meist folgenlos. Auch die gefürchtete Hodenbeteiligung führt wenn überhaupt, dann eher bei älteren Kindern/ Jugendlichen (Jungen) nach der Pubertät und Erwachsenen zu Folgeschäden ( evtl. Sterilität.)
Aber, da in einem solchen Komplikationsfalle, in der Regel nur ein Hoden befallen wird, ist eine tatsächliche Sterilität selbst bei den Älteren sehr selten.
Nach einer Inkubationszeit von 2-3 Wochen kommt es erst einmal zu allgemeinen Krankheitszeichen (Fieber, Kopf und Gliederschmerzen etc.), nach wenigen Tagen schwillt die Ohrspeicheldrüse sehr stark an (meist erst die linke Seite). Äußerlich ist die deutliche hamsterbackenartige Anschwellung nicht zu übersehen. Nach weiteren 2-3 Tagen schwillt nun meist auch die rechte Seite an, bevor Fieber und Schwellung nach etwa 1 Woche wieder zurückgehen.
Aber auch andere, individuell zum Teil sehr unterschiedliche Verläufe sind möglich, wenn z.B. die Bauchspeicheldrüse mit betroffen ist.
Für die homöopathische Behandlung sind besonders die folgenden Mittel angezeigt:
Gemüt: mild-weinerlich, anhänglich
Bei Hodenbeteiligung (beidseitig)
JABORANDI (Pilocarpus Jaborandi, südamerikanischer Baum)
Wichtiges Drüsenmittel.
Starke Schwellung der Drüsen
Stark erhöhter Speichelfluss- zäher Speichel
Oft ist auch der Magen beteiligt, Übelkeit durch Augengebrauch/ betrachten bewegter Gegenstände.
Bei Hodenbeteiligung
Wenn die rechte Parotis (Ohrspeicheldrüse) geschwollen und gerötet ist
Das Gesicht ist Rot und glühend
Anfallsweiser stechender Schmerz
Kopfschmerzen(klopfend)
Halsschmerzen, besonders Schluckbeschwerden
Plötzlicher, heftiger Beginn
An Aconit im Anfangsstadium denken
Rechte Seite eher betroffen
Alles ist übelriechend: Schweiß, der starke Speichelfluss
die Zunge (Zahneindrücke)
BARIUM CARBONICUM (auch andere Baryta-Verbindungen möglich)
Retardiertes (zurückgebliebenes Kind)
Das Kind ist ängstlich und schüchtern
Die betroffenen Drüsen sind verhärtet
PILOCAROIN (Alkaloid aus Jaborandi)
Starker Speichelfluss und heftige Schmerzen
Besonders hilfreich bei Erwachsenen.
Gesicht - Entzündung - Parotis - Mumps
Gesicht - Entzündung - Parotis - Mumps - Prophylaxe gegen Mumps
Gesicht - Entzündung - Parotis - Mumps - begleitet von - Speichelfluss
Männliche Genitalien - Schwellung - Hoden - Mumps, durch
Gesicht - Schwellung - Parotis
Gesicht - Schwellung - Parotis - rechts
Gesicht - Schwellung - Parotis – links
Gesicht - Schmerz – Parotis- ....
RÖTELN- Rubeola
Röteln ist eigentlich eine harmlose Kinderkrankheit. Komplikationen sind äußerst selten. Was sie aber dennoch gefährlich macht, ist die Möglichkeit, dass eine schwangere Frau in der ersten Zeit der Schwangerschaft an Röteln erkrankt. Das Kind kann Missbildungen davontragen (Rötelnembryopathie) oder es kann zu einer Fehl/Totgeburt kommen. Aufgrund dieser Gefahr wird gegen die Röteln normalerweise geimpft.
Interessant in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass Untersuchungen zufolge, Mädchen/Frauen, die Röteln als Kinder hatten, einen wesentlich besseren Schutz vor einer Zweiterkrankung haben als solche, die lediglich dagegen geimpft waren. Außerdem müsste sich eine Frau auch regelmäßig neu impfen lassen um den ohnehin geringen Schutz für die Dauer des gebärfähigen Alters aufrechtzuerhalten.
Die Röteln beginnen nach einer 2-wöchigen Inkubationszeit mit nicht sehr hohem Fieber (meist nicht über 38,5). Es können Kopfschmerzen und Halsbeschwerden bestehen. Der Rachen ist gerötet.
Das schnell auftretende Exanthem ähnelt dem bei Masern, und wird manchmal verwechselt. Es ist rosarot aber nicht konfluierend und beginnt im Gesicht. Es blasst nach 3 Tagen wieder ab. War das Exanthem stark ausgeprägt, so kann es wie bei den Masern am Ende der Erkrankung zu Abschuppungen kommen.
Charakteristisch sind die geschwollenen und druckschmerzhaften Lymphknoten besonders im Nacken.
Wenn die Röteln überhaupt behandelt werden müssen, wegen eines ungewöhnlich schweren Verlaufes oder wenn es zu einem starken Juckreiz kommt, sind die folgenden Mittel in Betracht zu ziehen:
Wenn das Kind nach einem plötzlichen Beginn nun einen heißen, roten Kopf/Gesicht hat
Die Extremitäten sind kalt
Die Carotiden (Halsschlagadern) pulsieren sichtbar
Dunkelroter Rachen, der Hals schmerzt beim Schlucken
Ebenfalls sehr plötzlicher Beginn
Wenn die Drüsen (Lymphknoten) extrem geschwollen und verhärtet sind
Das Kind ist sehr geschwächt. Der Ausschlag kommt nicht richtig raus.
Es bestehen Muskelzuckungen und das Kind bewegt ständig seine Füße, kann sie nicht stillhalten.
wenn starke Gliederschmerzen im Vordergrund stehen.
Das Kind erscheint geschwollen(Hals, Gesicht)
Alles bessert sich durch kalte Anwendungen und wird durch Hitze verschlechtert
Bei starkem Juckreiz in der Abschuppungsphase
Haut - Hautausschläge - papulös
Haut - Hautausschläge - Röteln
Haut - Hautausschläge - Exanthem, flüchtiges - Kindern, bei
Scharlach- Scarlatina
Scharlach ist eine Sonderform der Streptokokkenangina verursacht durch ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A.
Nach einer IKZ von 2-5 Tagen beginnt die Krankheit mit hohem Fieber und einer Angina mit feuerrotem Rachen, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, die in die Ohrgegend ausstrahlen.
Erst ist die Zunge weißlich belegt, am 5.Tag kommt es zur Himbeerzunge durch die Entzündung der Papillen. Das typische Scharlachgesicht ist gerötet mit einem blasses Mund- Nasen-Dreieck
Kurzzeitig kann es zu einem kleinfleckigen blassrosa erhabenen Exanthem kommen, das sich oft nur am Unterbauch, Innenseite der Oberarme und Oberschenkel befindet. Man kann es mit einem Glasspatel wegdrücken. Es sieht einer Gänsehaut ähnlich.
Ab der 2. Krankheitswoche schält sich die Haut in groben Lamellen ab, besonders an Händen und Füssen.
Gefürchtet sind die Streptokokken-Zweiterkrankungen das akute rheumatische Fieber oder die akute Glomerulonephritis, die als Komplikation einer Streptokokkeninfektion auftreten können.
Homöopathische Mittel, die zur Behandlung von Scharlach in Frage kommen können sind:
Das Mittel gegen Scharlach, denn es stellt die klassischen Symptome des Krankheitsbildes dar:
roter Rachen und Mandeln, rotes Gesicht,
klopfende Halsschlagadern, Schluckbeschwerden
Großer Durst, aber Schlucken fast unmöglich
Der Ausschlag ist glatt, Rot und glänzend, später dunkler und marmoriert.
Bei milden Fällen reicht Belladonna oft alleine aus, um den Scharlach auszuheilen.
Passt zu einem hochakuten Zustand, der sehr schnell eintritt
Die Temperatur steigt schnell an
Der Puls ist schnell und deutlich
große Hitze, hellrote Mandeln,
Ängstliche Unruhe, wirft sich quälend, stöhnend und wimmernd im Bett hin und her.
Zeigt sich frühestens nach 2-3 Tagen deutlich
Ausschlag entwickelt sich sehr spät und zögernd
Starker klopfender Kopfschmerz
Verschlimmerung durch Bewegung
Wenn nach Aconit und Belladonna ein Rückfall durch unvernünftiges essen hervorgerufen wurde.
Schwerfällig, dumpf
Ruhig, lustlos, geschwollenes, gedunsenes Gesicht
Entkräftung sehr ausgeprägt
Klopfender Puls, warme Haut
VERATRUM VIRIDE (Grüner Germer, Amerik. Weiße Nieswurz)
Feuchte, marmorierte Haut
Ständiges Rucken und Nicken des Kopfes
Ausgeprägte Gehirnsymptome
Starkes Wundheitsgefühl im Hals
Faulig, süßlicher Mundgeruch
Geschwollene, feuchte, blaue Zunge
Schnelle Schwellung des Halses
Scharfer, brennender oder
blitzartig einschießender, stechender Schmerz
Blaues, aufgedunsenes Gesicht
Schmerzhafter Harndrang, immer kleine Mengen
Plötzliches Aufschreien durch Hirndruck
Müdigkeit, Halsgeschwüre
Glänzende Zunge
Schwache und kraftlose Kinder
Verschlechterung Nachmittag und kurz nach Mitternacht
Schwacher fadenförmiger Puls
Kalte, klamme Hände
Eitrig riechender Atem
Zunge, Lippen und Zähne mit Schleim bedeckt
Schwere Scharlachfälle
Wassereinlagerungen im Gesicht, Füßen, Bauch
Haut - Hautausschläge - Scharlach
Fieber - Ausschlagsfieber; Fieber bei Ausschlagserkrankungen - Scharlach
Allgemeines - Scharlach
Allgemeines - Scharlach - Beschwerden nach
Keuchhusten-Pertussis
An Keuchhusten erkranken bevorzugt Säuglinge und kleinere Kinder. Je kleiner das Kind ist, desto gefährlicher ist die Erkrankung auch. Die ganz Kleinen können oft noch keinen effektiven Husten produzieren und so kann der Schleim nicht abgehustet werden, was zu ernsten Komplikationen führen kann. Daher ist es auch sehr wichtig, Babys vor einer Ansteckung zu schützen.
Die Keuchhustenimpfung ist übrigens eine der Nebenwirkungsreichsten und immer wieder wird beobachtet, dass geimpfte Kinder, welche die Krankheit trotzdem bekommen, homöopathisch schwerer zu behandeln sind. Auch wenn zu beobachten ist, dass der Keuchhusten in den letzten Jahrzehnten einen immer milderen Verlauf nimmt, ist er aber trotzdem nach wie vor in einigen Fällen eine sehr ernste Erkrankung und es gibt lebensbedrohliche Komplikationen wie Bronchopneumonien, Apnoen, Enzephalopathien.
Der Keuchhusten dauert lange und ist nicht zuletzt auch deswegen von Eltern gefürchtet.
Er verläuft nach der Inkubationszeit von 7-14 Tagen in 3 Stadien:
1. Stadium catarrhale, dauert 1-2 Wochen. Hier ist das Kind am ansteckendsten.
Es bestehen eher unspezifische Erkältungssymptome und allgemeines Krankheitsgefühl.
2. Stadium convulsivum: dauert etwa 3-6 Wochen. Es kommt zu heftigem, anfallsartigen Husten: Stakkatohusten. Meistens sind die Hustenattacken abends und nachts schlimmer.
Es wird zäher Schleim abgehustet und es kann zu Erbrechen kommen.
In dieser Phase der Krankheit hat das Kind meist nur leichtes Fieber.
Das Keuchen (erschwertes Einatmen durch die verkrampfte und geschwollene Stimmritze) hat der Erkrankung ihren Namen gegeben.
3. Stadium decrementi: dauert 2 bis zu 6 Wochen. Der Husten nimmt an Heftigkeit und Häufigkeit ab, kann sich aber noch über Wochen hinziehen.
Die Therapie der Schulmedizin gegen den Keuchhusten ist relativ machtlos, da der Erreger (Bordetella Pertussis) weitgehend Penicillin-resistent ist.
Die Gabe von hustenstillenden Mittel ist kontraindiziert, denn wenn der Schleim aus der Lunge nicht mehr effektiv abgehustet wird, kann es zu ernsten Komplikationen kommen (Ersticken, Hirnschäden durch O2-Mangel, Lungenentzündung).
Homöopathisch ist die Behandlung des Keuchhustens, wie Husten übrigens allgemein, zwar nicht gerade einfach, aber sehr effektiv. Lieber mit einer niedrigeren Potenz beginnen, da eine Erstverschlimmerung beim Keuchhusten kritisch sein kann.
Die wichtigsten Mittel zur Behandlung des Keuchhustens sind:
DROSERA (Rundblättriger Sonnentau)
Das Kind hat heftige Hustenanfälle und bekommt dazwischen kaum Luft. Es kann sogar blau anlaufen.
Am schlimmsten ist der Husten nach Mitternacht. Aber auch schon hinlegen verschlimmert.
Husten und Würgen mit Erbrechen von Schleim und zuvor Gegessenem.
Trockenheit und Reizung im inneren Hals provozieren den Husten
Nasenbluten, welches durch den Husten hervorgerufen wird
Gefühl als wären Brust und Hals zusammengeschnürt oder intensives Druckgefühl dort
Das Kind muss sich vor Schmerzen die Brust halten. Druck auf die Magengegend lindert etwas.
Muskelkrämpfe besonders beim Greifen
Das Ausatmen ist erschwert
Der Allgemeinzustand des Kindes zwischen den Hustenanfällen ist überraschend gut
Langandauernde erschöpfende Hustenanfälle
Wenn begleitend Krämpfe auftreten
Das Kind ist vor dem Anfall ängstlich
Die Daumen sind während dem Husten eingezogen und werden von der geballten Faust umschlossen
Das Gesicht läuft blau an
Trinken kalter Getränke bessert (Vergleiche: COCCUS-CACTI)
Alles ist schlimmer nachts
Ist angezeigt, wenn das “Ersticken” bzw. das erstickende Gefühl VOR dem Hustenanfall auftritt.
Kurzer bellender, hackender Husten mit anschließender Erschöpfung
Magenschmerzen und weinen vor dem Husten
Husten ist schlimmer nachts und im Liegen
Das Kind weint vor den Hustenanfällen (BELL), es merkt dass ein Anfall kommt und hat Angst davor. Es zieht sich zurück.
Sehr erschöpft nach dem Anfall
Die Keuchhustennosode in Erwägung ziehen, wenn sich sonst kein klares Mittelbild zeigt.
Auch wenn sich das letzte Stadium über Ewigkeiten hinzuziehen scheint, der Husten hat in seiner Heftigkeit zwar stark nachgelassen aber verschwindet auch nach Wochen nicht.
MEPHITIS PUTORIUS (Stinktier)
Extrem heftige, trockene Hustenanfälle, die fast immer von Erbrechen begleitet werden.
Das Kind hat Probleme mit der Ein- und der Ausatmung.
Starke Atemnot, als ob es sterben würde.
Der Husten wird ausgelöst oder verschlimmert durch Essen und Trinken
Er ist auch schlimmer durch hinlegen
Die katarrhalischen Symptome (Schleim, Erkältungssymptomatik) ist bei Mephitis nicht stark ausgeprägt oder gar nicht vorhanden.
Trockener, harter, krampfartiger schmerzhafter Husten
Alles wird schlimmer durch Bewegung und gebessert durch Druck. Das Kind hält sich deswegen die Brust.
Husten und Erbrechen nach Essen und Trinken. Trotzdem großer Durst.
Übelkeit und Erbrechen stehen im Vordergrund. Trotzdem unbelegte Zunge.
Blass und kaltschweißig im Gesicht
Leichte Blutungen aus Nase und Mund
Charakteristisch für dieses Mittel ist der Zeitpunkt zu dem sich alles verschlechtert: 23.30 h.
Trinken von kalten Getränken verbessert
Aus dem Mund des Kindes hängen nach dem Anfall lange Fäden weißlichen oder klaren Schleims.
Husten beim Erwachen, sobald es die Augen öffnet
Wärme verschlimmert
Kalte Schweiße auf der bleichen Stirn während des Anfalls
Erschöpfung, Exsikkose, Zyanose
Schlimmer morgens, abends bis Mitternacht, warmes Zimmer, kalte Getränke
Besser im Liegen
wenn der Hustenanfall von sehr ausgeprägtem Tränenfluss begleitet wird
Das Kind ist schwach, appetitlos, bleich
Es treten kalte Schweiße auf.
Bei langandauernden Keuchhustenfällen
Schlimmer abends, Sprechen, frische Luft
Niesen am Ende des Hustenanfalls
Husten - Keuchhusten
Husten - Trocken - nachts
Husten - Anfallsweise - nachts
Gesicht - Farbe - bläulich
Gesicht - Farbe - rot - Husten - während
Magen-Erbrechen-Husten-nach
J. H. Allen Die chronischen Krankheiten
Ravi Roy Kinderkrankheiten
Synthesis Repertorium der Homöopathie

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 §152
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 §241