Source: https://rechnungsvorlage-kleinunternehmer.de/
Timestamp: 2018-01-21 00:19:41+00:00

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Mit der Einführung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG räumt der Gesetzgeber Unternehmern mit niedrigen Umsätzen die Entscheidungsfreiheit ein weiterhin wie ein Nichtunternehmer angesehen zu werden. Als Kleinunternehmer hat sich dieser dennoch dem Umsatzsteuergesetz zu fügen.
Als Kleinunternehmer kann der Gewerbetreibende vor allem auf weniger Verwaltungsaufwand setzen. Um diesen „Status“ beim Finanzamt beantragen zu können bedarf es allerdings bestimmter Voraussetzungen.
Für die Kleinunternehmer dürfte vor allem die Erleichterung der Verwaltungsaufgaben sein. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG müssen auf Rechnungen keine Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer ausgewiesen werden. Allerdings fällt im gleichen Zug die Vorsteuer weg. Das bedeutet, dass die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer, die bei eigenen Einkäufen für das Unternehmen abgeführt werden nicht erstattet werden. Hier können Sie sich eine Rechnungsvorlage für Kleinunternehmer kostenlos herunterladen
Aufgrund dessen braucht sich der Kleinunternehmer nicht mit den Feinheiten des Umsatzsteuerrechts auseinandersetzen. Diese Regelung soll Geschäftsleuten mit geringen Jahresumsätzen entgegen kommen.
Als Kleinunternehmer können beim zuständigen Finanzamt sowohl Unternehmer als auch Selbstständige geführt werden, deren Vorjahresumsatz mit allen umsatzsteuerpflichtigen Leistungen und Lieferungen nicht mehr als 17.500 Euro betragen haben und während des aktuellen Jahres voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro erwirtschaften werden.
Viele Unternehmer mit geringen Umsätzen fühlen sich bei Beantragung der Kleinunternehmer-Regelung als Bittsteller, die auf Hilfe angewiesen sind. Oftmals wird dieses fälschlicherweise mit dem Gefühl von Versagen in Zusammenhang gesetzt. Tatsächlich ist es so, dass mit dem Status des Kleinunternehmers sowohl für die Unternehmer selber als auch für das zuständige Finanzamt die Verwaltung deutlich vereinfacht wird, da der regelmäßige Verwaltungs- und Prüfaufwand unverhältnismäßig hoch ausfällt.
Kleinunternehmer sind nicht gleich Kleingewerbetreibende
Oftmals werden die Bezeichnungen Kleinunternehmer und Kleingewerbe verwechselt bzw. gleichgesetzt. Dabei stellen sie zwei unterschiedliche Sachlagen dar.
Kleinunternehmer können sowohl Selbstständige, Gewerbetreibende, Freiberufler als auch Land- und Forstwirte sein. Der Status „Kleinunternehmer“ definiert sich ausschließlich über den Jahresumsatz. Dieser darf im Vorjahr nicht mehr als 17.500 Euro betragen haben und im aktuellen Jahr nicht höher als voraussichtlich 50.000 Euro liegen.
Unter Kleingewerbetreibende versteht man ausschließlich Gewerbebetriebe, die nach Art und Umfang keinen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordern. Die Definition ist im §1 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) nachzulesen.
Kleingewerbetreibende werden im Sinne des HGBs nicht als Kaufleute angesehen, da sie nur einen eingeschränkten Geschäftsumfang vorweisen. Daher werden die Kleingewerbe für gewöhnlich auch nicht ins Handelsregister eingetragen und müssen weder eine doppelte kaufmännische Buchführung als auch Bilanzen erstellen. Kleingewerbetreibende sind nicht an das HGB gebunden. Für sie gelten die allgemeinen Vorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) als auch die Steuervorschriften.
Pauschal lässt sich festhalten, dass alle Kleinunternehmer, welche ein Gewerbe betreiben, als Kleingewerbetreibende anzusehen sind. Allerdings sind nicht alle Kleingewerbetreibende auch gleichzeitig Kleinunternehmer nach dem Umsatzsteuergesetz.
Kleinunternehmereigenschaft und Rechtsform
Der Statur eines Kleinunternehmers stellt keine gesonderte Rechtform dar und ist ebenso auf keine Rechtsform beschränkt.
Demnach können sowohl natürliche Personen wie Einzelunternehmer und Freiberufler als auch Personengesellschaften wie KG, OHG oder GbR und juristische Personen wie GmbH, AG oder UG einen Kleinunternehmer-Status aufweisen.
Eine spezielle Klein-Unternehmer-Definition besteht nach der Kleinunternehmerregelung § 19 UStG nicht. Im Sinne des § 2 UStG gelten auch Kleinunternehmer als umsatzsteuerrechtliche Unternehmer.
Als Unternehmer gilt, wer im Inland eine selbstständige berufliche oder gewerbliche Tätigkeit betreibt. Berufliche als auch gewerbliche Selbstständigkeit wird über die Absicht auf Dauer Einnahmen zu erzielen, definiert. Dabei kommt es nicht darauf an auch Gewinne zu generieren. So bleibt der Status den (Klein-) Unternehmers auch erhalten, wenn beispielsweise über die Dauer einzelner Jahre keine Umsätze erzielt werden.
Es sollte stets beachtet werden, dass alle erzielten Umsätze der kompletten gewerblichen und beruflichen Tätigkeit zur Bemessung der Umsatzgrenzen herangezogen werden. Aufgrund dessen kann eine einzelne juristische oder natürliche Person nicht mehrere Kleinunternehmen leiten.
Rechnungsvorlage Kleinunternehmer: Erleichterungen für Kleinunternehmer
Kleinunternehmer können verschiedene Vorteile in Anspruch nehmen.
So sind Kleinunternehmer nur zu einer einfachen Buchführung verpflichtet. Jeder Unternehmer muss unter Zuhilfenahme einer schriftlichen Buchführung seine Geschäftsvorgänge belegen können. Dafür steht entweder eine einfache oder eine aufwändigere Möglichkeit zur Verfügung. Kleinunternehmer dürfen sich der einfachen Buchführung bedienen, während alle anderen verpflichtet sind die aufwändigere Buchführung zu betreiben.
Für die Nutzung der einfachen Buchführung gilt, dass der Kleinunternehmer nicht als Kaufmann/frau agiert und nicht im Handelsregister geführt wird. Des Weiteren dürfen die Umsätze nicht höher als 500.000 Euro liegen und der Gewinn aus dem Gewerbebetrieb oder aus Forst- und Landwirtschaft nicht 50.000 Euro übersteigen.
Ebenso darf ein Kleingewerbetreibender eine einfache Einnahmen-Überschussrechnung EÜR dem Finanzamt am Ende des Geschäftsjahres vorlegen. Hierfür gelten die gleichen Grenzen wie für die einfache Buchführung.
Des Weiteren entfallen für Kleinunternehmer die meisten Umsatzsteuer-Verwaltungsaufgaben.
Für gewöhnlich ist es zwingend notwendig
für jede Lieferung und Leistung den korrekten Umsatzsteuersatz herauszufinden
den korrekten Steuersatz und Umsatzsteuerbetrag den Kunden in Rechnung zu stellen
die Rechnungsvorschriften des Umsatzsteuergesetzes genau zu befolgen, da sonst der Vorsteuerabzug gefährdet sein kann
die in Rechnung gestellten Umsatzsteuern einzukassieren
aus sämtlichen Einkaufsquittungen, Eingang Rechnungen und Kassenbons den Vorsteueranteil zu errechnen
monatlich die elektronische Umsatzvorsteueranmeldung vorzunehmen und die „Zahllast“ dem Finanzamt zuzuführen.
am Anfang des Folgejahres eine Jahres-Umsatzsteuererklärung einzureichen und evtl. eine Abschlusszahlung ohne separate Aufforderung vorzunehmen.
Des Weiteren bestehen je nach Umsatzart, Zahllast und Standort des Kunden zahlreiche weitere Vorschriften denen Folge zu leisten sind. Selbst Steuerberater und Finanzbeamte sind sich teilweise unsicher gegenüber der Vorschriften.
Als Kleinunternehmer entfallen die meisten Vorschriften. Es muss nicht auf die verschiedenen Umsatzsteuersätze geachtet werden und die differenzierte Angabe zwischen (Netto)-Rechnungsbetrag und Umsatzsteuer entfällt. Ebenso muss weder die Zahllast noch der Vorsteueranteil ermittelt oder eine Umsatzvorsteueranmeldung und Zahllastüberweisung getätigt werden.
Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Kleinunternehmer-Regelung vor allem Existenzgründer als auch nebenberuflich Selbstständige und Gewerbetreibende anspricht.
Allerdings müssen auch Kleinunternehmer nach wie vor eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben. Im Normalfall reicht es aber aus die steuerpflichtigen Jahresumsätze der letzten beiden Jahre anzugeben.
Auf die betriebliche Gewinnermittlung und die Höhe der Einkommens- und Gewerbesteuer nimmt diese Vorschrift aber keinen unmittelbaren Einfluss, da diese aus dem Umsatzsteuerrecht hervorgeht.
Große Unterschiede zwischen der Rechnungsvorlage für Kleinunternehmer und eines eingetragenen Unternehmenns existieren nicht.
Beide Rechnungen müssen den gesetzlichen Anforderungen genügen. Diese bestehen u.a. aus:
der Steuernummer des Absenders
Separates Liefer- bzw. Leistungsdatum
Die einzelnes Rechnungspositionen müssen angegeben werden
Der gravierende Unterschied zwischen der Rechnungsvorlage der Kleinunternehmer und einer Standardrechnung liegt in der Angabe der Mehrwertsteuer. In einer Kleingewerberechnung darf es keine separate Angabe der Mehrwertsteuer geben!
Der Grund für diesen Verzicht liegt darin begründet, dass der Kleingewerbetreibende die ausgewiesene (und gezahlte) Mehrwertsteuer nicht an das Finanzamt abführt. Aber der Rechnungsempfänger würde diese als Umsatzsteuer geltend machen.
Aufgrund dessen beinhaltet eine Kleingewerberechnung lediglich die einzelnen Rechnungspositionen ohne die Mehrwertsteuer auszuweisen. Gleiches gilt ebenso für die angegebene Endsumme.
Des Weiteren finden sich auf Kleingewerberechnungen Hinweise, die die Rechnung als solche kennzeichnet wie beispielsweise „Umsatzsteuerfreie Leistungen gemäß § 19 UStG“.
Rechnungsvorlage Kleinunternehmer kostenfrei
Wir bieten unter dem Menüpunkt „Musterrechnung Kleinunternehmer“ eine kostenlose Rechnungsvorlage für Kleinunternehmer per E-Mail an.
Diese beinhaltet alle wichtigen Angaben und muss nur noch entsprechend mit der eigenen Adresse, Steuernummer, Rechnungspositionen usw. angepasst werden.
So ist der Kleingewerbetreibende mit Sicherheit auf der sicheren Seite und kann die Vorzüge der Kleinunternehmen-Regelung in vollen Zügen genießen.

References: § 19
 § 19
 §1
 § 19
 § 2
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