Source: https://www.steuerberater-zanin.de/faq-privatpersonen.html
Timestamp: 2020-02-19 11:28:28+00:00

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FAQ Privatpersonen - Zanin
Gem. § 25 Abs. 3 EStG ist jeder Steuerpflichtige zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. In manchen Fällen entfällt jedoch eine Abgabepflicht. Diese Erleichterungen beruhen zum einem auf der Höhe der steuerpflichtigen Einkünfte und zum anderen auf der Art der Einkünfte.
Ein lediger Steuerpflichtiger muss eine Steuererklärung abgeben:
wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte in 2018/2019/2020 mehr als 9.000/9.168/9.408 Euro beträgt
wenn andere Einkünfte über 410 € liegen
wenn der Arbeitnehmer bestimmte Lohnersatzleistungen von mehr als 410 € bezogen hat
wenn auf der Lohnsteuerklasse VI gearbeitet wurde (Nebenjobs)
wenn ein Beamter nicht das ganze Jahr verbeamtet war und noch andere Einkünfte hatte
wenn die Ehegatten in den Steuerklassen III und V sind
wenn zusätzliche Freibeträge oder ein Faktor auf der Lohnsteuerkarte vermerkt wurden
Auch wenn eine Steuererklärung nicht abgegeben werden muss, kann es sinnvoll sein, eine Steuererklärung freiwillig abzugeben. Wenn verschiedene Monatsbruttolöhne dem Lohnsteuerabzug unterworfen wurden, wenn im Jahr nur zeitweise Einkünfte vorlagen oder wenn Pauschbeträge nachweislich überschritten wurden (Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen).
Bis wann muss ich meinen Jahresabschluss / meine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben ?
Abgabefrist für Steuererklärungen 2018:
bis 31.07.2019 für Steuerpflichtige, die ihre Erklärungen ohne Steuerberater erstellen
bis 28.02.2020 für Steuerpflichtige, die ihre Erklärungen von einem Steuerberater erstellen lassen, aber das Finanzamt kann in begründeten Fällen die Erklärungen auch zu einem früheren Zeitpunkt anfordern, z.B.
wenn die vorangegangenen Jahre verspätet oder nicht eingereicht wurden
wenn hohe Abschlusszahlungen zu erwarten sind
wenn es die Arbeitslage des Finanzamtes erfordert
Bitte beachten Sie, dass die Abgabefristen zwar verlängert wurden, aber hierfür auch die Fristverstöße härter bestraft werden.
Für jeden verspäteten Monat werden mindestens 25 EURO festgesetzt. Zudem können Zwangsgeld, Steuerschätzung und Verspätungszinsen die Folge sein.
Einkommensteuer-Tarifzonen ab dem Jahr 2018
bis zu 9.000 EUR (Grundfreibetrag)
2. untere Progressions- zone
von 9.001 EUR bis zu 13.996 EUR
Linear ansteigender Grenzsteuersatz von 14% (Eingangssatz) auf 23,97%
3. obere Progressions- zone
von 13.997 EUR bis 54.949 EUR
Linear ansteigender Grenzsteuersatz von 23,97% auf 42%
von 54.950 EUR bis 260.532 EUR
ab 260.533 EUR
Unter welchen Voraussetzungen werden Kinder im Steuerrecht berücksichtigt?
Ein Kind wird steuerlich immer berücksichtigt, wenn es das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein Kind, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, wird berücksichtigt, wenn es
ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes oder einen Freiwilligendienst im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1288/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 zur Einrichtung von "Erasmus+", dem Programm der Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, und zur Aufhebung der Beschlüsse Nr. 1719/2006/EG, Nr. 1720/2006/EG und Nr. 1298/2008/EG (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 50) oder einen anderen Dienst im Ausland im Sinne von § 5 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes oder einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" im Sinne der Richtlinie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 1. August 2007 (BAnz. 2008 S. 1297) oder einen Freiwilligendienst aller Generationen im Sinne von § 2 Absatz 1a des Siebten Buches Sozialgesetzbuch oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst im Sinne der Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20. Dezember 2010 (GMBl S. 1778) oder einen Bundesfreiwilligendienst im Sinne des Bundesfreiwilligendienstgesetzes leistet oder
wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist
Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird ein Kind in den Fällen der Nummer 2 nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch sind unschädlich. In den Fällen der Nr. 1 oder Nr. 2 Buchstabe a und b wird ein Kind, das
Freibeträge für das Kind § 32 (6) EStG
Der Kinderfreibetrag beträgt pro Kind und Jahr maximal bisher:
in 2018: 2.394 Euro/4.788 Euro in 2019: 2.490 Euro/4.980 Euro
Zusätzlich wird ein Betreuungsfreibetrag pro Kind und Jahr gewährt von maximal 1.320 Euro/2.640 Euro
Alleinerziehende Steuerpflichtige können einen Entlastungsbetrag in Höhe von maximal 1.308 Euro im Kalenderjahr geltend machen, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das ihnen ein Freibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG oder Kindergeld zusteht und sie nicht in einer Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person leben.
Regelung ab 2015:
Der Freibetrag von 1.308 Euro erhöht sich auf 1.908 Euro und für jedes weitere Kind um weitere 240 Euro. Voraussetzung für diesen Freibetrag ist an die Angabe der Identifikationsnummer des Kindes. (§ 139 b AO die Identifikationsnummer wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben)
Kinderbetreuungskosten § 10 (1) Nr. 5 EStG
Es können 2/3 der Aufwendungen, höchstens jedoch 4.000 Euro je Kind, für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes als Sonderausgabe geltend gemacht werden, wenn das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Nicht begünstigt sind: Verpflegungskosten, Aufwendungen für Freizeit wie Musikschule, Sportverein etc.
Schulgeld § 10 (1) Nr. 9 EStG
Schulgeldzahlungen für Ihr Kind können Sie unter den Voraussetzungen, dass
Sie für Ihr Kind Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag erhalten,
es eine Schule in freier Trägerschaft oder eine überwiegend privat finanzierten Schule ist mit Ausnahme des Entgeltes für Beherbergung, Betreuung und Verpflegung
die Schule in einem Mitgliedstaat der EU oder in einem Staat belegen ist, auf den das Abkommen über den Europäische Wirtschaftsraum Anwendung findet, liegt oder eine deutsche Schule im Drittland ist und
von einem von dem zuständigen inländischen Ministerium des Landes,
von einer inländischen Zeugnisanerkennungsstelle oder einem inländischen Abschluss
an einer öffentlichen Schule als gleichwertig anerkannten allgemein bildenden oder
berufsausbildenden Schul-, Jahrgangs- oder Berufsabschluss führt,
in Höhe von 30 % des gezahlten Schulgeldes und ab 2008 mit maximal 5.000 Euro als Sonderausgabe geltend machen.
Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung (Ausbildungsfreibetrag) § 33 a (2) EStG
Der Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung eines volljährigen Kindes wird nur noch gewährt, wenn
auswärtig untergebracht ist,
der Steuerpflichtige für dieses Kind entweder das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag erhält und
dem Steuerpflichtigen, unabhängig in welcher Höhe, Aufwendungen für die Berufsausbildung des Kindes entstanden sind. Hierzu gehören auch die Unterhaltsaufwendungen für ein in Berufsausbildung befindliches Kind.
Der Freibetrag beträgt maximal 924 Euro pro Kind pro Jahr und ist abhängig von der Höhe der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes.
Kindergeld § 66 EStG
Das monatliche Kindergeld beträgt in → 2018 / ab 01.07.2019
für das 1. und 2. Kind je Kind → 194 Euro / 204 Euro
für das 3. Kind → 200 Euro / 210 Euro
für das 4. und jedes weitere Kind → 225 Euro / 235 Euro
Kinderzuschlag (§ 6a Bundeskindergeldgesetz)
Für geringfügig verdienende Eltern bzw. Elternteile wird auf gesonderten Antrag bei der Familienkasse ein Kinderzuschlag gezahlt. Der Kinderzuschlag beträgt in 2017 170 Euro.
Kinderzulage (Altersvorsorgezulage § 85 EStG)
Die Kinderzulage beträgt für jedes Kind, für das dem Zulageberechtigtem Kindergeld ausgezahlt wird:
jährlich 185 Euro
für ein nach dem 31.12.2007 geborenes Kind jährlich 300 Euro
Elterngeld wird in Höhe von 65% des Einkommens aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes gewährt. Es wird bis zu einem Höchstbetrag von 1.800 Euro monatlich für volle Monate gezahlt, in denen die berechtigte Person kein Einkommen aus der Erwerbstätigkeit hat, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt auf seiner Homepage einen Rechner zur Ermittlung des persönlichen Anspruchs auf Elterngeld bereit.
Außergewöhnliche Belastung in besonderen Fällen (§ 33a EStG)
Erwachsen einem Steuerpflichtigen Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person (z.B. Kinder über 25 Jahre und noch im Studium) können in 2018 Aufwendungen bis zu 9.000 Euro im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Der Höchstbetrag erhöht sich um den Beitrag zur Basiskranken und –pflegeversicherung der zu unterstützenden Person. Voraussetzung ist, dass weder der Steuerpflichtige noch eine andere Person Anspruch auf einen Kinderfreibetrag oder auf Kindergeld für die unterhaltene Person hat und die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt. Eigene Einkünfte oder Bezüge der zu unterstützenden Person mindern den Höchstbetrag. Voraussetzung für den Abzug der Aufwendungen ist die Angabe der erteilten Identifikationsnummer (§ 139b der Abgabenordnung) der unterhaltenen Person.
Ab welcher Rentenhöhe aus staatlichem Rentenanspruch muss mit einer Steuerbelastung gerechnet werden?
§ 25 Abs. 3 EStG i. V. m. § 56 EStDV regelt, ob Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen.
Der steuerpflichtige Teil der Rente ist von verschiedenen Faktoren, wie
•Beginn der Rente,
•Besteuerungsanteil und
•Rentenanpassungsbetrag
Wir empfehlen allen Rentnern, sich bei der Rentenversicherung eine Rentenbezugsmitteilung für die Alters- wie auch für die Witwenrente anzufordern, denn die überwiegende Anzahl der Rentner, die Alters- und Witwenrente erhalten, unterliegen der Steuerpflicht.
Mit diesen Rentenbezugsmitteilungen können Sie gern einen Beratungstermin in unserer Kanzlei vereinbaren. Nur so können Sie sicher sein, ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen oder einen Befreiungsantrag stellen können.
Was versteht man unter haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen und Dienstleistungen und wie kann ich diese in der Steuerklärung geltend machen?
Tätigkeit, die einen engen Bezug zum Haushalt hat, u.a. die Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt, die Reinigung der Wohnung des Steuerpflichtigen, die Gartenpflege und die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern - sofern die Aufwendungen nicht bereits Werbungskosten, Betriebsausgaben oder Sonderausgaben darstellen. Die Erteilung von Unterricht (z.B. Sprachunterricht), die Vermittlung besonderer Fähigkeiten, sportliche und andere Freizeitbetätigungen fallen nicht darunter.
Ausübung als geringfügige Beschäftigung →20% der Aufwendungen, max. 510 Euro
Steuerermäßigungen für haushaltsnahe sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse werden mit den haushaltsnahen Dienstleistungen →20% der Aufwendungen, max. 4.000 Euro zusammengefasst.
Haushaltsnahe Dienstleistungen →20% der Aufwendungen, max. 4.000 Euro pro Haushalt
Tätigkeiten, die nicht zu den handwerklichen Leistungen gehören, gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden und für die eine Dienstleistungsagentur oder ein selbstständiger Dienstleister in Anspruch genommen wird, wie z.B.:
Reinigung der Wohnung (z.B. durch Angestellte einer Dienstleistungsagentur oder einen selbstständigen Fensterputzer),
Umzugsdienstleistungen für Privatpersonen - abzüglich Erstattungen Dritter.
Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen im privaten Haushalt mit hinreichender Nähe zur Haushaltsführung oder die damit im Zusammenhang stehen sowie vergleichbare Leistungen bei Unterbringung in einem Heim, sofern diese mit der Hilfe im Haushalt vergleichbar sind. Personenbezogene Dienstleistungen, wie Frisör oder Kosmetik, zählen nicht dazu.
Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen →20% der Aufwendungen max. 1.200 Euro
Alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die in einem inländischen Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, unabhängig davon, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten oder kleine Ausbesserungsarbeiten handelt, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden, oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften durchgeführt werden. Zu den handwerklichen Tätigkeiten zählen u.a.:
Bruttoarbeitslohn oder Arbeitsentgelt, jedoch nur die Aufwendungen für die Inanspruchnahme der haushaltsnahen Tätigkeit selbst, für Pflege- und Betreuungsleistungen bzw. für Handwerkerleistungen einschließlich der in Rechnung gestellten Maschinen- und Fahrtkosten.
Materialkosten oder sonstige im Zusammenhang mit der Dienstleistung, den Pflege- und Betreuungsleistungen bzw. den Handwerkerleistungen gelieferte Waren (z.B. Stützstrümpfe, Pflegebett, Fliesen, Tapeten, Farbe oder Pflastersteine) bleiben außer Ansatz.
Der Anteil der Arbeitskosten muss grundsätzlich in der Rechnung gesondert ausgewiesen sein. Ein gesonderter Ausweis der auf die Arbeitskosten entfallenden Mehrwertsteuer ist nicht erforderlich.
Die Steuerermäßigung greift nicht für öffentlich geförderte Maßnahmen, z.B. bei zinsverbilligten Darlehen oder steuerfreien Zuschüssen. Für die steuerliche Anerkennung der Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Pflege-, Betreuungs- oder Handwerkerleistungen) erfolgt die Abfrage nachprüfbarer Angaben in den Erklärungen.
Barzahlungen reichen aber weiterhin nicht aus, um die Steuerersparnis in Anspruch zu nehmen. Sie müssen die Rechnungen per Bank überweisen.
Welche Einkommensersatzleistungen muss ich in der Steuererklärung angeben?
Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Übergangsgeld, Altersübergangsgeld, Altersübergangsgeld-Ausgleichsbetrag, Unterhaltsgeld als Zuschuss, Eingliederungshilfe nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch oder dem Arbeitsförderungsgesetz, das aus dem europäischen Sozialfonds finanzierte Unterhaltsgeld sowie Leistungen nach § 10 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch, die dem Lebensunterhalt dienen,
Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld, Übergangsgeld oder vergleichbare Lohnersatzleistungen,
Was versteht man unter der Pendlerpauschale/Entfernungspauschale?
Die Pendlerpauschale wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung den Arbeitnehmern gewährt, die Aufwendungen für Fahrten zwischen ihrer Wohnung und ihrer 1. Tätigkeitsstätte tragen müssen, unabhängig vom Fortbewegungsmittel.
Bei Nutzung eines Pkws können für jeden Entfernungskilometer (einfache Strecke) 0,30 EUR angesetzt werden.
Mit der Pauschale sind bis auf Unfallkosten alle Ausgaben für die Anfahrt abgegolten.
Das bedeutet, dass Sie z.B. Parkgebühren, Diebstahl, Versicherung oder Finanzierungskosten nicht mehr gesondert absetzen dürfen.
Welche Voraussetzungen gelten für die Anerkennung einer „Rürup-Versicherung”?
Mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes hat der Gesetzgeber eine neue Möglichkeit der Altersvorsorge eingeführt. Beiträge zu sogenannten „Rürup-Versicherungen” werden danach wie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bzw. zu den berufsständischen Versorgungseinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich gefördert.
Die nach dem 31. 12. 2004 abgeschlossene kapitalgedeckte Versicherung muss eine monatliche Leibrente zugunsten des Steuerpflichtigen vorsehen, die frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahrs (bei Abschluss der Versicherung nach dem 31.12.2011 ab Vollendung des 62. Lebensjahres) zu zahlen ist. Die monatlichen Rentenzahlungen müssen gleichbleibend oder steigend sein und lebenslang gezahlt werden. Die Ansprüche aus der „Rürup-Versicherung” dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein (Ausnahme: Kleinbetragsrente). Die „Rürup-Rente” kann mit einer Absicherung des Eintritts der Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsrente), der verminderten Erwerbsfähigkeit (Erwerbsminderungsrente) oder von Hinterbliebenen (Hinterbliebenenrente) ergänzt werden, wobei mehr als 50 v.H. der Beiträge für die eigene Altersversorgung geleistet werden müssen und die Leistungen nur in Form einer auf das Leben des Berechtigten bezogenen Leibrente erbracht werden können. Altersversorgung und Zusatzversorgung müssen in einem einheitlichen Vertrag geregelt sein.
Ab 01.01.2014 können auch Beiträge in eine Basisrentenversicherung, die nur den Fall der verminderten Erwerbsfähigkeit oder Berufsunfähigkeit absichert, steuermindernd geltend gemacht werden.
Sowohl die Basisrentenverträge an sich als auch die Verträge zur Basisrente-Erwerbsminderung müssen vom Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert werden. Ein zertifizierter Vertrag garantiert die Einhaltung der Voraussetzungen, die für die steuerliche Anerkennung notwendig sind.
Weitere Voraussetzung für die steuerliche Berücksichtigung der Beiträge ist, dass der Versicherungsnehmer der Datenübermittlung durch das Versicherungsunternehmen an die Finanzverwaltung zugestimmt hat.

References: § 25
 § 5
 § 2
 § 32
 § 32
 § 10
 § 10
 § 33
 § 66
 § 85

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 § 56
 § 10