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Timestamp: 2016-10-26 00:29:34+00:00

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H 30/06 (19.07.2006)
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Lustenberger; Gerichtsschreiberin Bollinger
Z.________ war einziger Verwaltungsrat der im Handelsregister eingetragenen Firma C.________ AG (vormals Firma P.________ AG), welche der Ausgleichskasse des Kantons Zug (Ausgleichskasse) als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen war. Am 22. Oktober 2002 wurde �ber die C.________ AG der Konkurs er�ffnet und das Konkursverfahren am 11. November 2002 mangels Aktiven eingestellt. Die Ausgleichskasse erliess am 17. Juni 2003 und 2. September 2004 Verf�gungen gegen Z.________, mit welchen sie f�r entgangene Sozialversicherungsbeitr�ge Schadenersatz in H�he von Fr. 31'236.05 und Fr. 19'828.50 verlangte.
Gegen diese Verf�gungen erhob Z.________ am 25. Juli 2003 bzw. 6. Oktober 2004 Einsprache, welche die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 29. Juli 2005 abwies.
Die hiegegen erhobene Beschwerde des Z.________ hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 22. Dezember 2005 teilweise gut und stellte fest, dass Z.________ der Ausgleichskasse Schadenersatz f�r nicht bezahlte Sozialversicherungsbeitr�ge im Betrag von Fr. 31'236.05 zu bezahlen habe. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt Z.________ sinngem�ss, es sei unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides festzustellen, dass er �berhaupt nicht zur Bezahlung von Schadenersatz verpflichtet sei.
Das kantonale Gericht und die Ausgleichskasse schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf Vernehmlassung.
1.2 Zu pr�fen ist ausschliesslich die Haftung f�r die Beitragsausst�nde aus dem Jahr 2000. Nicht mehr Gegenstand des Verfahrens bildet der Schadenersatz f�r die im Jahre 2001 nicht abgef�hrten Beitr�ge (gem�ss Verf�gung vom 2. September 2004).
Die vorinstanzlich best�tigte Verf�gung vom 17. Juni 2003 hat nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht pr�ft daher nur, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
3.1 Im angefochtenen Entscheid werden die rechtlichen Grundlagen der Arbeitgeberhaftung (Art. 52 AHVG; Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung, insbesondere betreffend die subsidi�re Haftung der Organe eines Arbeitgebers (BGE 129 V 11, 126 V 237, 123 V 15 Erw. 5b, je mit Hinweisen), zur erforderlichen Widerrechtlichkeit (BGE 118 V 195 Erw. 2a mit Hinweisen), zu den Voraussetzung des Verschuldens und dem dabei zu ber�cksichtigenden - differenzierten - Sorgfaltsmassstab (BGE 108 V 202 Erw. 3a, ZAK 1992 S. 248 Erw. 4b, je mit Hinweisen; vgl. auch Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, in: AJP 1996 S. 1077 ff.) sowie zum ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 125 V 461 Erw. 5a) richtig wiedergegeben. Zutreffend hingewiesen hat die Vorinstanz auch auf die weitere Haftungsvoraussetzung des Schadens (BGE 126 V 444 Erw. 3a, 123 V 15 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.2 In zeitlicher Hinsicht sind grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 166 Erw. 4b). Entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen kommt es nicht auf den Zeitpunkt des Erlasses der Schadenersatzverf�gung durch die Ausgleichskasse - und im �brigen auch nicht auf das Datum des kantonalen Entscheides �ber die Schadenersatzklage - an, sodass im vorliegenden Fall f�r die materiellen Belange die bis zum 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Bestimmungen anzuwenden sind (in BGE 129 V 198 nicht publizierte Erw. 1; Urteile R. vom 14. April 2003, H 127/02, Erw. 2.1, und B. vom 18. M�rz 2003, H 333/00, Erw. 3.1).
4.1 In prozessualer Hinsicht macht der Beschwerdef�hrer geltend, seine Verfahrensrechte seien verletzt worden, indem die Beschwerdegegnerin die Begr�ndung abge�ndert habe. Zun�chst sei ihm vorgeworfen worden, die Zahlung der Sozialversicherungsbeitr�ge nicht get�tigt zu haben. Nachdem er diesen Vorwurf entkr�ftet habe, sei ihm eine mangelhafte Organisation unterstellt worden. Dar�ber hinaus sei auf eine Anh�rung der von ihm genannten Zeugen verzichtet und als Folge der Sachverhalt unvollst�ndig abgekl�rt worden. Vorsorglich r�ge er dieses Vorgehen als Verletzung des Rechtsstaatlichkeitsprinzips, der rechtsstaatlichen Verfahrensgrunds�tze gem�ss EMRK sowie des rechtlichen Geh�rs.
4.2 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu geh�rt insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 131 Erw. 2b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen).
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r besteht und ist zu gew�hren, wenn eine Beh�rde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begr�nden beabsichtigt, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 128 V 278 Erw. 5b/bb mit Hinweisen).
4.3 Zwar ist der Verwaltungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, wonach Verwaltung und Gericht von sich aus f�r die richtige und vollst�ndige Abkl�rung des Sachverhalts zu sorgen haben. Doch entbindet dies die Rechtsuchenden nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubringen, die sie anzubringen haben (R�gepflicht), und ihrerseits zur Feststellung des Sachverhalts beizutragen (Mitwirkungspflicht). Unzul�ssig und mit der weit gehenden Bindung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gem�ss Art. 105 Abs. 2 OG unvereinbar ist es darum, neue tats�chliche Behauptungen und neue Beweismittel erst im letztinstanzlichen Verfahren vorzubringen, obwohl sie schon im kantonalen Beschwerdeverfahren h�tten geltend gemacht werden k�nnen und - in Beachtung der Mitwirkungspflicht - h�tten geltend gemacht werden m�ssen. Solche (versp�tete) Vorbringen sind nicht geeignet, die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG erscheinen zu lassen (BGE 121 II 100 Erw. 1c, AHI 1994 S. 211 Erw. 2b mit Hinweisen; Urteil B. vom 18. Mai 2005, H 195/04).
4.4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer zun�chst auf dem "Fragebogen Arbeitgeberhaftung (Art. 52 AHVG)" sowie in einem Schreiben an die Ausgleichskasse vom 29. Juli 2002 zu allen Fragen der Haftung Stellung nahm. Er rechtfertigte sein Verhalten insbesondere mit der F�hrungsstruktur und der Aufgabenverteilung innerhalb der R.________ AG. Die hierauf erlassenen Schadenersatzverf�gungen vom 17. Juni 2003 und 2. September 2004 enthielten die wesentlichen Voraussetzungen der Haftung des Beschwerdef�hrers als einzelzeichnungsberechtigtem Verwaltungsrat und mitverantwortlichem Organ der C.________ AG. Die Ausgleichskasse erwog, es seien keine Anhaltspunkte f�r die Rechtm�ssigkeit des Handelns oder die Schuldlosigkeit ersichtlich.
Im Einspracheverfahren brachte der Beschwerdef�hrer vor, die C.________ AG sei lediglich eine (Tochter-) Gesellschaft in einem gr�sseren Firmenkonglomerat (R.________ Gruppe mit dem Mutterhaus R.________ AG) gewesen. Er habe sich f�r die ganze Gruppe um den Kontakt mit Investoren und die Produktelancierung gek�mmert, w�hrend die finanziellen Belange von internen und externen Spezialisten geregelt worden seien (zentrale Finanzabteilung unter Verantwortung eines CFO). Durch den Aufbau der entsprechenden Strukturen f�r ein einwandfreies Funktionieren der Lohn- und Sozialversicherungsabrechnungen sei er seinen Pflichten nachgekommen und habe f�r einen allf�lligen Schaden der Ausgleichskasse nicht pers�nlich einzustehen.
Mit Einspracheentscheid vom 29. Juli 2005 erwog die Ausgleichskasse, der Beschwerdef�hrer habe die Einhaltung der �ffentlich-rechtlichen Beitragszahlungspflicht nicht oder zumindest ungen�gend �berwacht bzw. durchgesetzt. Damit sei er seinen Pflichten als Verwaltungsrat �berhaupt nicht bzw. jedenfalls nicht in haftungsausschliessender Weise nachgekommen.
Im Rahmen des vorinstanzlich angeordneten doppelten Schriftenwechsels f�hrte die Kasse aus, der Beschwerdef�hrer habe innerhalb der R.________-Gruppe zahlreiche Verwaltungsratsmandate bekleidet, die er in dieser Vielzahl nicht mehr korrekt zu bew�ltigen in der Lage gewesen sei. Dieses �bernahmeverschulden sei haftungsbegr�ndend. Der Beschwerdef�hrer r�gte, das ihm unterstellte �bernahmeverschulden sei ein neues Argument, welches in einem neuen Verfahren vorgebracht werden m�sse. Gleichwohl nahm er in der Folge zum entsprechenden Vorwurf Stellung, legte die Organisationsstrukturen innerhalb der Unternehmensgruppe ausf�hrlich dar und wies darauf hin, dass er zur Wahrnehmung der entsprechenden Aufgaben qualifizierte und gut bezahlte Fachleute angestellt habe, deren Pflichten schriftlich festgehalten und f�r welche Kontrollmechanismen installiert worden seien. Die Abrechnung der Sozialversicherungsbeitr�ge h�tte mit seinem Aufgabenbereich nichts zu tun gehabt und bedeute allenfalls eine Pflichtverletzung einzelner beauftragter Organe.
4.4.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass der Beschwerdef�hrer sowohl im Verwaltungsverfahren als auch im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren seinen Standpunkt einbringen und seine Verteidigungsrechte ausreichend wahren konnte. Die Ausgleichskasse hat im Verlaufe des Verfahrens nicht einen neuen Haftungsgrund angef�hrt, sondern ist lediglich - indem sie auf die Vorbringen des Beschwerdef�hrers bez�glich Organisation, Finanzen und Personal einging - zum Schluss gekommen, diesen treffe ein relevantes Organisationsverschulden. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann nicht gesprochen werden (vgl. Urteil H. vom 19. Mai 2005, H 77/04, Erw. 1.2).
4.4.3 Vorinstanz und Verwaltung haben die vom Beschwerdef�hrer ins Recht gelegten Unterlagen, namentlich das Organigramm (Stand Juni 2001), ausreichend gew�rdigt. Einen Antrag auf Einvernahme der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde genannten Zeugen hat der mitwirkungspflichtige (Erw. 4.3 hievor) Beschwerdef�hrer in erster Instanz nicht gestellt. Dass die Vorinstanz zur Frage der Organisation und F�hrungsstruktur (insbesondere in Bezug auf die Vorw�rfe der ungen�genden �berwachung der an Personen und Organisationen delegierten Aufgaben) innerhalb der Unternehmensgruppe im Allgemeinen und der Firma C.________ AG im Besonderen nicht von Amtes wegen Zeugen geladen hat, ist nicht zu beanstanden und bedeutet insbesondere keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Das kantonale Gericht durfte aufgrund der Aktenlage in antizipierter Beweisw�rdigung davon ausgehen, eine Zeugenbefragung w�rde an der Verantwortlichkeit des Beschwerdef�hrers nichts �ndern. Eine solche Beweisw�rdigung ist verfassungskonform (BGE 124 V 94 Erw. 4b, Urteile L. und M. vom 17. Juli 2003, H 221/02, A. vom 20. Juni 2001, H 90/00, und O. vom 9. Juni 2000, H 369/99).
5.1 Das kantonale Gericht hat f�r das Eidgen�ssische Versicherungsgericht verbindlich festgestellt (Art. 105 Abs. 2 OG), dass der Beschwerdef�hrer seit 1999 einziger Verwaltungsrat (zun�chst der Firma P.________ AG, ab 2001 der Nachfolgefirma C.________ AG) gewesen ist und �ber Einzelzeichnungsberechtigung verf�gte. Unbestritten ist sodann, dass es sich bei der C.________ AG um ein Kleinunternehmen mit einfacher Verwaltungsstruktur und relativ wenigen Angestellten handelte. Zu Recht keine Einwendungen erhebt der Beschwerdef�hrer gegen seine Organstellung sowie gegen den noch streitigen Beitragsaussstand in masslicher Hinsicht. Hingegen bringt er sinngem�ss vor, ihn treffe einerseits an der unterbliebenen Einzahlung der Sozialversicherungsbeitr�ge kein Verschulden. Anderseits sei sein Verhalten auch nicht ad�quat kausal f�r den Ausstand der Beitr�ge gewesen.
5.2 Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Verschulden muss auch ein solches ihrer s�mtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuw�gen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, h�ngt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person �bertragen wurden (BGE 108 V 202 Erw. 3a; ZAK 1985 S. 620 Erw. 3b). Bei einfachen Verh�ltnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der �berblick �ber alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitgehend an einen Gesch�ftsf�hrer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der Gesch�ftsf�hrung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einziges Verwaltungsorgan an den Gesch�ftsf�hrer delegieren (in AJP 2003 S. 1460 publizierte Zusammenfassung des Urteils L. vom 8. Oktober 2002, H 149/02). Seiner �berwachungspflicht gen�gt er auch dann nicht, wenn er zwar geeignetes Personal sorgf�ltig ausw�hlt, dieses aber nicht gen�gend instruiert und �berwacht. Vertrauensseligkeit ist somit fehl am Platz (auch wenn der Verwaltungsrat nicht prinzipiell argw�hnisch zu sein braucht; Peter B�ckli, Schweizer Aktienrecht, 3. Aufl., Z�rich 2004, Rz 379 S. 1556). Der Verwaltungsrat hat darzulegen, inwieweit er sich pers�nlich �ber das allf�llige Bestehen von Beitragsausst�nden informiert, sich um die Begleichung etwaiger Ausst�nde bem�ht oder deren Bezahlung �berwacht hat (Urteil B. vom 25. September 2002, H 92/01).
Einem Verwaltungsratspr�sidenten einer Grossfirma wird es zwar nicht als grobfahrl�ssiges Verschulden angerechnet werden k�nnen, wenn er nicht jedes einzelne Gesch�ft, sondern nur die T�tigkeit der Gesch�ftsleitung und den Gesch�ftsgang im Allgemeinen �berpr�ft (BGE 108 V 203 Erw. 3a). Aber auch in gr�sseren Unternehmungen, wo es einer praktischen Notwendigkeit entspricht, dass die Abrechnung mit der Ausgleichskasse delegiert werden kann und darf (Roger Groner, Art. 52 AHVG - Praxis und Zweck der Arbeitgeberhaftung, in: SZW 2006, S. 86 mit Hinweis auf Urteil A. und B. vom 11. M�rz 2002, H 47/01), muss sich ein Verwaltungsrat ungeachtet der Regelung der Gesch�ftsf�hrungs- und Vertretungsbefugnisse regelm�ssig �ber den Gesch�ftsstand informieren und n�tigenfalls n�here Abkl�rungen und geeignete Massnahmen zur Sicherstellung einer ordnungsgem�ssen Gesch�ftsf�hrung - und insbesondere auch der Einhaltung der Verbindlichkeiten gegen�ber der Ausgleichskasse - treffen (vgl. Urteil L. und M. vom 17. Juni 2003, H 221/02, Erw. 4.2.1, sowie das bereits zitierte Urteil L. vom 8. Oktober 2002, H 149/02, Erw. 3.4; Eric Homburger, Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, Band 5 Obligationenrecht, Teil 5 Aktiengesellschaft, Teilband V 5b, Z�rich 1997, N 589 zu Art. 716a mit Hinweis; B�ckli, a.a.O., Rz 374 ff. S. 1554 ff.).
5.3.1 Dem Beschwerdef�hrer ist insofern zuzustimmen, als namentlich in gr�sseren, aber auch in mittleren und allenfalls sogar in kleineren Unternehmungen der Verwaltungsrat nicht s�mtliche Zahlungen selbst t�tigen kann. Die damit verbundene "Handarbeit" (pers�nliches F�hren von Personalbl�ttern, Erstellen von Lohnabrechnungen, Ausl�sen und Visieren von Zahlungen an die Ausgleichskasse etc.) durfte er denn auch auf Mitarbeiter �bertragen. Anderes gilt jedoch f�r die entsprechende Kontrolle (Erw. 5.2 hievor). Da er sowohl als Verwaltungsrat der Firmengruppe R.________ AG als auch als solcher der Teilbetriebe - insbesondere der Firma C.________ AG - geamtet hatte, kann offen bleiben, inwieweit er seiner Sorgfaltspflicht als Verwaltungsratspr�sident eines Grossunternehmens nicht nachgekommen ist. Massgeblich sind die Verh�ltnisse bei der Firma C.________ AG, welche unbestrittenermassen ein Kleinunternehmen mit einfacher Verwaltungsstruktur und relativ wenigen Angestellten war, weshalb er die Aufsicht �ber die Befolgung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht gegen�ber der Ausgleichskasse im Einzelnen h�tte �berpr�fen m�ssen und sich nicht mit dem Argument entlasten kann, die Konkursitin sei Teil eines gr�sseren Firmenkonglomerats (Holding) gewesen. Wie ein roter Faden zieht sich durch das Verfahren jedoch die Erkenntnis, dass es der Beschwerdef�hrer schlicht unterliess, sich selbst um die Oberaufsicht �ber die finanziellen Belange zu k�mmern. Er macht nicht einmal geltend, eine rudiment�re Kontrolle �ber die gesch�ftsf�hrenden Organe ausge�bt und sich anhand der Rapporte, Berichte und Erfolgsrechnungen �ber die Entrichtung der Sozialversicherungsbeitr�ge (bzw. allf�lliger Ausst�nde) in einem sich auch personell rasant entwickelnden Gesch�ft informiert und rechtzeitig die n�tigen Vorkehren (inklusive R�ckstellungen) getroffen oder sich pers�nlich um die Begleichung der Ausst�nde bem�ht zu haben. Er hat demzufolge auch nicht daf�r gesorgt, dass wenigstens bei den laufenden Lohnzahlungen die darauf ex lege geschuldeten parit�tischen Beitr�ge bezahlt oder sichergestellt wurden (vgl. SVR 1995 Nr. 70 S. 214 Erw. 5). Dies ist im �brigen auch mit Blick auf die ganze Unternehmensgruppe umso weniger entschuldbar, da er als Tr�ger zahlreicher Verwaltungsratsmandate innerhalb der R.________ Gruppe daf�r sorgte, dass die Angestellten der Schweizer Gesellschaften von einer zentralen Personalstelle aus gef�hrt, die finanziellen Angelegenheiten durch eine spezielle Finanzabteilung geregelt wurden und es bei solcher Organisationsstruktur und diesen Verantwortlichkeiten (mit klarer Organisation und Regelung der Aufgaben und Kompetenzen sowie dem Einsatz qualifizierter Fachleute) ohne grossen Aufwand m�glich gewesen w�re, sich jederzeit und rechtzeitig �ber die Abrechnungen und die Bezahlung der AHV-Beitr�ge ins Bild zu setzen.
5.3.2 Zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren vermag schliesslich der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer sich um eine Sanierung der Firma bem�ht und dabei private Mittel investiert hat. Dies gilt umso mehr, als daraus allein ein Bem�hen, die Beitragszahlungs- und Ablieferungspflicht rechtzeitig zu erf�llen, nicht ersichtlich ist (Urteil K. vom 27. Januar 2003 Erw. 4, H 110/02).
5.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer grundlegende �ffentlich-rechtliche Pflichten eines Arbeitgebers nicht wahrgenommen hat. Dies stellt qualifizierte und nicht bloss leichte Fahrl�ssigkeit dar. Die intensiven finanziellen und personellen Verflechtungen mit anderen Firmen im Rahmen einer Firmengruppe �ndern nichts daran, dass die C.________ AG einfache und �berschaubare Verh�ltnisse aufwies, was es bei der Beurteilung des Verschuldens zu ber�cksichtigen gilt. Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind (bez�glich des Tagesgesch�fts) delegierbar, nicht aber die Oberaufsicht in den wesentlichen Belangen, wozu auch die Erf�llung der �ffentlich-rechtlichen Pflichten des Arbeitgebers gegen�ber der Ausgleichskasse geh�rt.
Schliesslich bestreitet der Beschwerdef�hrer auch die f�r die Haftung erforderliche ad�quate Kausalit�t zwischen der absichtlichen oder grobfahrl�ssigen Missachtung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden (hiezu BGE 119 V 406 Erw. 4a mit Hinweisen). Nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz w�re der Beschwerdegegnerin bei korrekter Wahrnehmung der Oberaufsicht (oder der Verwendung allf�llig eingebrachter Eigenmittel f�r die Begleichung der ausstehenden Sozialversicherungsbeitr�ge) kein Schaden entstanden, weshalb die Ad�quanz gegeben ist. Daran w�rde es nur fehlen, wenn auch pflichtgem�sses Verhalten den Schaden nicht h�tte verhindern k�nnen, wobei mit Gewissheit oder doch mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss, dass der Schaden auch bei pflichtgem�ssem Verhalten eingetreten w�re (Urteil B. vom 21. M�rz 2006, H 178/04, mit Hinweisen). Dies trifft vorliegend nicht zu, weshalb der vorinstanzliche Entscheid rechtens ist.
Das Verfahren ist kostenpflichtig, da nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen streitig ist (Art. 134 OG e contrario). Dem Ausgang des Prozesses entsprechend gehen die Kosten zu Lasten des Beschwerdef�hrers (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).

References: Art. 104
 Art. 105
 Art. 14
 Art. 34
 Art. 52
 BGE 
 Art. 29
 Art. 4
 BGE 
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 52
 Art. 716
 BGE 
e contrario
 Art. 135