Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2031,%20364
Timestamp: 2018-03-21 09:13:15+00:00

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BVerfG, 27.07.1971 - 2 BvR 443/70 - dejure.org
BVerfGG § 90 Abs. 2; GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 47
OVG Bremen, 02.07.1970 - II S 11/69
BVerfGE 31, 364
DVBl 1971, 740
DB 1971, 1761
BauR 1971, 240
Dieses Verfahren läßt sich jedoch namentlich im Blick auf die Eigenart der rechtlichen Fragestellung nicht ohne weiteres als sachnäher (vgl. BVerfGE 31, 364 (368)) ansehen.
Auch die Rechtsetzung der Exekutive in der Form von Rechtsverordnungen und Satzungen ist Ausübung öffentlicher Gewalt und daher in die Rechtsschutzgarantie einzubeziehen (offen gelassen in BVerfGE 31, 364 ).
Dies müsse im jeweils mit dieser Beeinträchtigung unmittelbar zusammenhängenden sachnächsten Verfahren geschehen (vgl. BVerfGE 31, 364 ; 49, 325 ; 54, 53 ; 58, 1 ; 59, 63 ; 70, 180 ; 73, 322 ; 74, 102 ; 95, 96 ; 107, 257 ; 110, 1 ).
Dafür spricht, dass auch Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG und Art. 67 Abs. 1 LV, auch wenn der Wortlaut der Vorschriften eine Verletzung eines Rechts verlangt, auf eine mögliche Rechtsbeeinträchtigung abstellen (vgl. zu Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG bereits BVerfGE 31, 364 , Juris Rn. 9).
Das bedeutet auch, dass die behauptete Grundrechtswidrigkeit im jeweils mit dieser Beeinträchtigung zusammen hängenden sachnächsten Verfahren geltend zu machen ist (vgl. BVerfGE 31, 364 ; 84, 203 ).
Es hat diese Aussage jedoch ausdrücklich auf den Erlaß von Gesetzen im förmlichen Gesetzgebungsverfahren beschränkt; hinsichtlich der untergesetzlichen Rechtsnormen ist die Frage nach der Anwendbarkeit des Art. 19 Abs. 4 GG offengeblieben (vgl. insbesondere BVerfGE 31, 364 [368]).
Das bedeutet auch, daß die behauptete Grundrechtswidrigkeit im jeweils mit dieser Beeinträchtigung zusammenhängenden sachnächsten Verfahren geltend zu machen ist (vgl. BVerfGE 31, 364 >368<).
Eine "virtuelle" Betroffenheit irgendwann in der Zukunft reicht nicht aus; auch fehlt die unmittelbare Betroffenheit, wenn die Durchführung der angegriffenen Vorschrift einen besonderen Vollziehungsakt der Verwaltung erfordert (BVerfGE 1, 97 [101 f.]; 30, 1 [16]; 31, 364 [369]).
Die unmittelbare Betroffenheit des Beschwerdeführers in seinen Grundrechten (vgl. BVerfGE 40, 141 ; 43, 291 ; 60, 360 ; 70, 1 m.w.N.; stRspr) als Zulässigkeitserfordernis einer unmittelbar gegen eine Rechtsnorm gerichteten Verfassungsbeschwerde fehlt dann, wenn die Durchführung der angegriffenen Vorschrift einen besonderen Vollziehungsakt erfordert (BVerfGE 1, 97 ; 30, 1 ; 31, 364 ; 110, 141 ).
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References: § 90
 Art. 19
 § 47
 Art. 19
 Art. 67
 Art. 19
 Art. 19
 § 188
 § 246

§ 49
 § 50