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Timestamp: 2019-10-20 13:16:15+00:00

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BFH, 04.11.2004 - III R 38/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1125
BFH, 04.11.2004 - III R 38/02 (https://dejure.org/2004,1125)
BFH, Entscheidung vom 04.11.2004 - III R 38/02 (https://dejure.org/2004,1125)
BFH, Entscheidung vom 04. November 2004 - III R 38/02 (https://dejure.org/2004,1125)
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EStG § 33, § 33b Abs. 1 und 3 Satz 3; FGO § 126
EStG § 33 § 33b Abs. 1, 3 S. 3; FGO § 126
Kein Pauschbetrag für behinderte Menschen neben als außergewöhnliche Belastung anerkannten Heimkosten
Steuerrechtliche Bewertung von Heimunterbringungskosten; Pauschalierung behinderungsbedingter Aufwendungen; Geltendmachung weiterer behinderungsbedingter Aufwendungen neben dem Pauschbetrag; Umfang der Abgeltungswirkung des Pauschbetrags
Kein Behinderten-Pauschbetrag neben den als außergewöhnliche Belastung berücksichtigten Kosten für die Unterbringung in einem Altenwohnheim
123recht.net (Pressemeldung, 9.2.2005)
Steuerabzug für Behinderte beschränkt // "Wahlrecht" zwischen Pauschbetrag und Heimkosten
Konkurrenz zwischen § 33, § 33b Abs. 3 und § 35a EStG
Pauschbetrag i.S.d. § 33b Abs. 3 EStG
BFHE 208, 155
NJW 2005, 1072 (Ls.)
DB 2005, 478
BStBl II 2005, 271
aa) Mit der Inanspruchnahme des Pauschbetrags werden typische, unmittelbar mit der Behinderung zusammenhängende Kosten des Steuerpflichtigen, insbesondere sämtliche behinderungsbedingten Aufwendungen für das Vorhalten von Pflegeleistungen, abgegolten (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl 2005, 271, m.w.N.).
Die Bindung tritt nicht nur hinsichtlich der Gründe ein, die zur Aufhebung des FG-Urteils führen, sondern auch hinsichtlich der Gründe, die zur Zurückverweisung der Sache an das FG führen (BFH-Urteile vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271;… vom 17. Mai 2006 VIII R 21/04, BFH/NV 2006, 1839; BFH-Beschluss vom 1. März 1994 IV B 6/93, BFHE 174, 103, BStBl II 1994, 569, m.w.N.).
bb) Nicht nur das FG, an das zurückverwiesen wurde, sondern auch das Revisionsgericht selbst ist an die dem zurückverweisenden Urteil zugrunde gelegte Rechtsauffassung gebunden (sog. Selbstbindung des Revisionsgerichts; ständige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 6. Februar 1973 GmS-OGB 1/72, BFHE 109, 206, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1973, 399;… BFH-Beschluss in BFH/NV 1998, 18;… BFH-Urteile in BFH/NV 1992, 271; in BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271;… in BFH/NV 2006, 1839, unter II.1.b, Rz 16, m.w.N.; Bergkemper in HHSp, § 126 FGO Rz 89, m.w.N. in Fn 1).
BFH, 18.06.2015 - VI R 84/13
Feststellungslast bei nachträglich bekanntgewordenen Tatsachen im Sinne des § 173 …
Da dem Zeugen B der nach dem Senatsurteil in BFHE 238, 295, BStBl II 2013, 5 entscheidungserhebliche Sachverhalt bei seiner Vernehmung durch das FG somit überhaupt nicht mehr erinnerlich war, verbleibt es bei der auch für den Senat im zweiten Rechtsgang grundsätzlich bindenden rechtlichen Würdigung in dem zurückverweisenden Urteil (dazu BFH-Urteile vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271, …und vom 23. Oktober 1991 I R 52/90, BFH/NV 1992, 271), dass nach den Regeln der objektiven Beweislast zu entscheiden ist, wenn der Sachverhalt nicht (mehr) aufgeklärt werden kann.
Daher ist es bei der Veranlagung zur Einkommensteuer nicht zulässig, den Pauschbetrag in Anspruch zu nehmen und zusätzlich einen Teil der Aufwendungen, die mit dem Pauschbetrag abgegolten sind, einzeln nachzuweisen (Senatsurteil vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271, m.w.N.).
Dies bedeutet, dass das Gericht, an das die Sache zurückverwiesen wird, an jede abschließende rechtliche Beurteilung gebunden ist, die der BFH im zurückverweisenden Urteil ausgesprochen hat, ohne dass es darauf ankommt, ob sie für die Aufhebung und Zurückverweisung unmittelbar oder nur mittelbar kausal ist (vgl. BFH, Urteil vom 04.11.2004 III R 38/02, BStBl II 2005, 271 m.w.N.).
Ein verfassungsrechtlicher Anspruch auf die mit dem Ansatz des Pauschbetrages für den Steuerpflichtigen verbundene Erleichterung, weil er die entsprechenden Aufwendungen nicht nachzuweisen braucht (vgl. Senaturteil vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271), besteht nicht.
Die Bindung tritt nicht nur hinsichtlich der Gründe ein, die zur Aufhebung des FG-Urteils führen, sondern auch hinsichtlich der Gründe, die zur Zurückverweisung der Sache an das FG führen (BFH-Urteil vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271; BFH-Beschluss vom 1. März 1994 IV B 6/93, BFHE 174, 103, BStBl II 1994, 569, m.w.N.).
Mit der Inanspruchnahme des Pauschbetrags werden typische, unmittelbar mit der Behinderung zusammenhängende Kosten des Steuerpflichtigen, insbesondere sämtliche behinderungsbedingten Aufwendungen für das Vorhalten von Pflegeleistungen, abgegolten (BFH-Urteil vom 4. November 2004 III R 38/02, BStBl 2005, 271, m. w. N.).
BFH, 20.12.2005 - V B 222/04
Die Bindung an ein zurückverweisendes Urteil besteht auch hinsichtlich der Gründe, welche der bei der Aufhebung der Vorentscheidung ausgesprochenen Rechtsauffassung logisch vorausgehen (z.B. BFH-Urteil vom 4. November 2004 III R 38/02, BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271).
Die Bindung tritt auch hinsichtlich der Gründe ein, die zur Zurückverweisung der Sache führen (BFH-Urteil in BFHE 208, 155, BStBl II 2005, 271, m.w.N.).
Die Bindungswirkung der Revisionsentscheidung erstreckt sich auf die rechtliche Beurteilung, die zur Aufhebung der erstinstanzlichen Entscheidung geführt hat, die Beurteilung, die für die Zurückweisung maßgebend war und auf alle Rechtsausführungen des BFH, die in der Revisionsentscheidung abschließend entschieden worden sind (st. Rspr. vgl. etwa BFH-Urteile vom 4. November 2004 III R 38/02, BStBl II 2005, 271;… vom 17. Mai 2006 VIII R 21/04, BFH/NV 2006, 1839;… BFH-Beschluss vom 18. Juni 2015 VI R 84/13, BFH/NV 2015, 1342;… s. auch Seer in Tipke/Kruse, § 126 FGO Rn. 67, m.w.N.;… Bergkemper in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 126 FGO Rn. 76;… einschränkend Rüsken in Beermann/Gosch, § 126 FGO Rn. 93).
BFH, 31.08.2006 - IX B 40/06
Bindung im zweiten Rechtsgang

References: § 33
 § 33
 § 126
 § 33
 § 33
 § 126
 § 33
 § 33
 § 35
 § 33
 § 126
 § 173
 § 126
 § 126
 § 126