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Timestamp: 2016-10-24 22:09:24+00:00

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1B_334/2014 (24.10.2014)
1B_334/2014 � � Urteil vom 24. Oktober 2014
Die Bundesanwaltschaft f�hrt gegen A.________ eine Untersuchung wegen Betrug (Art. 146 StGB), qualifizierter Geldw�scherei (Art. 305bis Ziff. 2 lit. b und c StGB), Veruntreuung (Art. 138 StGB) und qualifizierter ungetreuer Gesch�ftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 und Ziff. 2 StGB).
A.________ wurde am 27. Juni 2011 verhaftet und durch das Zwangsmassnahmengericht Z�rich mit Verf�gung vom 30. Juni 2011 in Untersuchungshaft versetzt. In der Folge ordnete das Zwangsmassnahmengericht wiederholt die Verl�ngerung der Untersuchungshaft an, letztmals mit Verf�gung vom 2. Juli 2014 bis zum 28. Oktober 2014. Dagegen erhob A.________ Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Dieses wies mit Beschluss vom 8. September 2014 das Rechtsmittel ab (Dispositiv-Ziff. 1), wies seinen Antrag auf Beizug von weiteren Verfahrensakten ebenfalls ab (Dispositiv-Ziff. 2), auferlegte ihm die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- (Dispositiv-Ziff. 3), ernannte Adrian Ramsauer zum amtlichen Verteidiger (Dispositiv-Ziff. 4), entsch�digte diesen mit Fr. 3'083.-- und forderte von A.________ gleichzeitig die R�ckerstattung des Betrags (Dispositiv-Ziff. 5).
Mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht vom 4. Oktober 2014 beantragt A.________, Dispositiv-Ziff. 1 des Beschlusses des Bundesstrafgerichts sei aufzuheben und er selbst sei umgehend auf freien Fuss zu setzen, eventuell unter Leistung einer Kaution. Dispositiv-Ziff. 2 sei ebenfalls aufzuheben und die den Mitbeschuldigten B.________ betreffenden Akten des Zwangsmassnahmengerichts Z�rich seien beizuziehen. In Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 3 und Dispositiv-Ziff. 5 Satz 2 seien weiter die vorinstanzlichen Gerichtsgeb�hren und die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Das Bundesstrafgericht verweist in seiner Vernehmlassung auf den angefochtenen Entscheid. Die Bundesanwaltschaft beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der Beschwerdef�hrer h�lt in seiner Stellungnahme dazu an seinen Antr�gen und Rechtsauffassungen fest.
1.1.�Gegen den Beschluss der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ist die Beschwerde in Strafsachen das zutreffende Rechtsmittel (Art. 78 und Art. 80 Abs. 1 BGG). Bei der Untersuchungshaft handelt es sich um eine Zwangsmassnahme; die Beschwerde ist deshalb zul�ssig (Art. 79 BGG). Der Beschwerdef�hrer ist nach Art. 81 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Nicht einzutreten ist hingegen auf die Beschwerde insoweit, als die Antr�ge den vorinstanzlichen Kostenentscheid betreffen. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid in dieser Hinsicht Bundesrecht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, Art. 227 Abs. 5 StPO verlange, dass das Zwangsmassnahmengericht den Haftentscheid innert f�nf Tagen f�lle und auch er�ffne. Der Entscheid sei zwar innert f�nf Tagen gef�llt worden, doch habe er ihn erst zwei Tage sp�ter per Post erhalten. Aufgrund dieser Versp�tung bestehe kein ausreichender Hafttitel mehr.
2.2.�Art. 227 Abs. 5 StPO sieht vor, dass das Zwangsmassnahmengericht innert f�nf Tagen nach Eingang einer Stellungnahme der beschuldigten Person bzw. nach Ablauf der gesetzlich daf�r vorgesehenen Frist entscheidet. Nach dem insofern klaren Wortlaut der Bestimmung ist nicht erforderlich, dass der Haftverl�ngerungsentscheid innert f�nf Tagen auch er�ffnet wird (eine abweichende Ansicht wird in der Literatur, soweit ersichtlich, einzig von MARKUS HUG, vertreten, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2010, N. 11 zu Art. 227 StPO).
Die auf die Entscheidf�llung folgende Er�ffnung hat indessen dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen zu gen�gen (Art. 5 Abs. 2 StPO). Vorliegend hat das Zwangsmassnahmengericht seinen begr�ndeten Haftverl�ngerungsentscheid am n�chsten Tag versandt. Einen Tag sp�ter traf er beim Beschwerdef�hrer ein. Das Beschleunigungsgebot wurde dadurch nicht verletzt.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, er sei gegen�ber dem Mitbeschuldigten B.________ rechtsungleich behandelt worden (Art. 8 Abs. 1 BV). B.________ w�rden mehr Delikte zur Last gelegt, er sei aber erst seit 22 Monaten in Untersuchungshaft und diese sei nur um drei Monate verl�ngert worden. Ihm selbst gegen�ber sei die Haft dagegen um vier Monate verl�ngert worden, obwohl er schon seit dreieinhalb Jahren in Haft sitze. Das Bundesstrafgericht habe zudem Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, weil es sich geweigert habe, die Verfahrensakten des Mitbeschuldigten beizuziehen um zu pr�fen, ob die beiden Entscheide dem Rechtsgleichheitsgebot entsprechen.
3.2.�Die Anzahl der vorgeworfenen Delikte ist entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers f�r die Haftdauer nicht allein massgebend. Das Bundesstrafgericht hat zu Recht darauf hingewiesen, dass im Schuldstrafrecht die individuelle Situation massgebend sei. Dies gilt auch f�r die strafprozessuale Haft. Es bestand insofern kein Anlass, die Verfahrensakten des Mitbeschuldigten B.________ beizuziehen. F�r den Beschwerdef�hrer ist einzig massgebend, ob in Bezug auf ihn selbst die Haftvoraussetzungen erf�llt sind. Dies ist im Folgenden im Rahmen der Vorbringen in der Beschwerdeschrift zu pr�fen. Die R�ge der Verletzung von Art. 8 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 2 BV ist jedenfalls unbegr�ndet.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert die F�hrung der Haftakten durch die Bundesanwaltschaft. Mit vertretbarem Aufwand seien die entlastenden Elemente nicht zu finden, zumal in den nur drei Tagen, die er zur Verf�gung gehabt habe. Eine wirksame Verteidigung im Haftpr�fungsverfahren sei dadurch verunm�glicht worden.
4.2.�Das Bundesstrafgericht f�hrt aus, die in rund 20 nicht durchnummerierten Ordnern enthaltenen Haftakten seien nach den Daten der Haftverl�ngerungsgesuche geordnet. Zu jedem Haftverl�ngerungsgesuch gebe es ein separates Beilagenverzeichnis, wobei ein Gesamt-Beilagenverzeichnis fehle. Die Einvernahmeprotokolle seien ebenfalls als Beilagen abgelegt, wobei die zahlreichen Beweismittel ihrerseits den Protokollen beigelegt worden seien. Die Beweismittel seien somit als Beilagen der Beilagen gef�hrt und als solche von den Beilageverzeichnissen nicht erfasst. Diese Art der Aktenf�hrung sei bei komplexen und langen Verfahren nicht dienlich, im Gegensatz zur �blicherweise von der Bundesanwaltschaft verwendeten Gliederung nach Rubriken.
Trotz der nicht optimalen Anlage der Haftakten sei jedoch die Verteidigung im Haftpr�fungsverfahren nicht beeintr�chtigt worden. Der Verteidiger habe sich ja nicht neu in die Akten einarbeiten m�ssen, zumal er den Beschwerdef�hrer schon bei der letzten Haftbeschwerde vor Bundesstrafgericht im Jahr 2012 vertreten habe. Zudem habe er vor der Haftverl�ngerung das Hauptaktenverzeichnis und auch die Gelegenheit erhalten, die nach Rubriken geordneten Akten der Bundesanwaltschaft einzusehen. Die Beilagen zum ersten Teil der Schlusseinvernahme seien ihm schliesslich bereits am 20. Juni 2014 zugesandt worden.
4.3.�Gem�ss Art. 100 Abs. 2 StPO sorgt die Verfahrensleitung f�r die systematische Ablage der Akten und f�r deren fortlaufende Erfassung in einem Verzeichnis; in einfachen F�llen kann sie von einem Verzeichnis absehen. Nach welchem Ordnungsmuster die Akten gef�hrt werden (bspw. nach Themen oder Sachverhalten), schreibt das Gesetz nicht vor, solange es zweckm�ssig erscheint und der verfahrensrechtlichen Funktion der Akten gerecht wird. Diese sollen es unter anderem der beschuldigten Person erlauben, ihre Verfahrensrechte effizient wahrzunehmen ( MARKUS SCHMUTZ, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, N. 8 zu Art. 100 StPO).
Wie aus den Ausf�hrungen der Vorinstanz hervorgeht, ist die F�hrung der Haftakten durch die Bundesanwaltschaft gerade f�r ein komplexes Verfahren nicht optimal. Sie ist in erster Linie nach den Daten der Haftverl�ngerungsgesuche geordnet und somit einzig auf die Optik der Strafverfolgungsbeh�rden ausgerichtet. Der Verteidigung erschliessen sie sich damit nur insofern gut, als so die f�r die Haftverl�ngerungsgesuche angef�hrten Belege einfach zu finden sind. Weitere Aktenst�cke, die aus Sicht der Verteidigung bedeutsam sein k�nnten, sind schwerer zug�nglich, zumal ein Gesamt-Beilagenverzeichnis fehlt.
Wenn das Bundesstrafgericht unter den gegebenen Umst�nden davon ausging, dass die Aktenf�hrung die Verteidigungsrechte nicht beeintr�chtigte, ist dies dennoch nicht zu beanstanden. Zu ber�cksichtigen ist in dieser Hinsicht, dass die Hauptakten offensichtlich besser strukturiert sind. Gem�ss einer Aktennotiz der Bundesanwaltschaft zu einem Telefongespr�ch mit dem Verteidiger des Beschwerdef�hrers wurde diesem das Hauptaktenverzeichnis zugestellt. Er habe daraufhin erkl�rt, dieses enthalte f�r ihn keine �berraschungen und er verzichte darauf, vor der Durchf�hrung der Schlussverhandlung die Akten einzusehen. Weiter geht aus der Beschwerdeschrift hervor, dass sich der Beschwerdef�hrer vor allem daran st�rt, dass gewisse Beilagen in mehreren Exemplaren vorhanden sind und es sehr aufwendig sei, deren Identit�t zu pr�fen. Dazu hat das Bundesstrafgericht zu Recht festgehalten, eine derartige Pr�fung dr�nge sich ohne entsprechende Anzeichen ohnehin nicht auf. Im �brigen ber�cksichtigte es den zus�tzlichen Aufwand, welcher die F�hrung der Haftakten der Verteidigung bereitete, im Entsch�digungsentscheid.
Insgesamt erweist sich die Aktenf�hrungspflicht gem�ss Art. 100 Abs. 2 StPO als nicht verletzt und die daraus abgeleitete Kritik des Beschwerdef�hrers, das rechtliche Geh�r, die Verteidigungsrechte und die Verfahrensfairness seien nicht gew�hrleistet, als unbegr�ndet.
5.1.�Wie bereits in einem fr�heren, ebenfalls ihn betreffenden Haftpr�fungsverfahren vor Bundesgericht bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Vollmacht f�r die Privatkl�gerschaft sei vom Mitbeschuldigten C.________, der Generaldirektor der D.________holding (im Folgenden: D.________) sei, unterzeichnet worden. Das Bundesgericht verneinte damals, dass eine verbotene Beweiserhebungsmethode im Sinne von Art. 140 StPO vorliege, wie dies der Beschwerdef�hrer geltend gemacht hatte (Urteil 1B_568/2012 vom 31. Oktober 2012 E. 5.4). Der Beschwerdef�hrer wiederholt nun seine Kritik im Wesentlichen, verweist auf Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO und darauf, dass C.________ kolludiert haben k�nnte und dies ein gewichtiges Indiz daf�r darstelle, dass die Aussagen von E.________ (dem stellvertretenden Generalsekret�r der D.________) und F.________ (dem Leiter der Ressourcenabteilung der D.________) nicht verwertet werden k�nnen. Auf welche Aussagen er sich genau bezieht und inwiefern sich die M�glichkeit einer Kollusion auf die Rechtm�ssigkeit der Untersuchungshaft auswirkt, geht aus der Beschwerdeschrift indessen nicht hervor. Der Beschwerdef�hrer r�umt denn auch ein, eine von vornherein erkennbare Unverwertbarkeit sei nicht ersichtlich. Auf die nicht n�her begr�ndete R�ge ist deshalb nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG).
5.2.�Der Beschwerdef�hrer ist weiter der Ansicht, eine Eingabe der D.________, die den dringenden Tatverdacht st�tze, sei als Beweismittel nicht verwertbar. Die Organe der D.________ seien bis heute nicht als Zeugen und Auskunftspersonen einvernommen worden, was das Beschleunigungsgebot verletze. Als belastender Beweis sei die Eingabe prozessual unzul�ssig, da sie die Teilnahmerechte des Beschuldigten verletze.
Die Frage, ob strafprozessuale Beweisverwertungsverbote vorliegen, ist grunds�tzlich vom Strafrichter zu beurteilen. Im Haftpr�fungsverfahren reicht es aus, wenn die Verwertbarkeit der Beweismittel, welche den Tatverdacht begr�nden, nicht zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 1B_179/2012 vom 13. April 2012 E. 2.4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist vorliegend erf�llt. Schriftliche Berichte sind in Art. 145 StPO als Beweismittel vorgesehen. Nach dieser Bestimmung kann die Strafbeh�rde eine einzuvernehmende Person einladen, an Stelle einer Einvernahme oder zu ihrer Erg�nzung einen schriftlichen Bericht abzugeben. Auch wenn der Bericht der D.________ sp�ter durch eine Einvernahme zu erg�nzen sein sollte, wor�ber der Sachrichter zu befinden haben wird, liegt insofern jedenfalls kein Beweisverwertungsverbot vor. Die Kritik ist unbegr�ndet.
Die vom Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang vorgebrachte R�ge, das Strafverfahren werde nicht mit der gebotenen Beschleunigung gef�hrt, ist im Haftpr�fungsverfahren nur so weit zu beurteilen, als die Verfahrensverz�gerung geeignet ist, die Rechtm�ssigkeit der Untersuchungshaft in Frage zu stellen und zu einer Haftentlassung zu f�hren. Dies ist nur der Fall, wenn sie besonders schwer wiegt und zudem die Strafverfolgungsbeh�rden, z.B. durch eine schleppende Ansetzung der Termine f�r die anstehenden Untersuchungshandlungen, erkennen lassen, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, das Verfahren mit der f�r Haftf�lle gebotenen Beschleunigung voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen (BGE 140 IV 74 E. 3.2 S. 80 mit Hinweisen).
Nachdem die Bundesstaatsanwaltschaft von der Privatkl�gerin gest�tzt auf Art. 145 StPO einen schriftlichen Bericht eingeholt hat, kann von einer besonders schwer wiegenden Verfahrensverz�gerung nicht die Rede sein. Die Bundesanwaltschaft weist zudem in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer keine entsprechenden Beweisantr�ge gestellt oder Fragen eingereicht habe, welche der Privatkl�gerschaft h�tten unterbreitet werden k�nnen. Auch insofern ist die Kritik des Beschwerdef�hrers unbegr�ndet.
Nach Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft unter anderem dann zul�ssig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verd�chtig ist und ernsthaft zu bef�rchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Abs. 1 lit. a). Das zust�ndige Gericht ordnet gem�ss Art. 237 Abs. 1 StPO an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erf�llen.
Das Bundesstrafgericht bejaht den dringenden Tatverdacht (E. 7 hiernach) und die Fluchtgefahr, wobei es davon ausgeht, dass diese mit Ersatzmassnahmen nicht gebannt werden k�nnte (E. 8 hiernach).
7.1.�Das Bundesstrafgericht legt dar, es bestehe der dringende Verdacht, dass der Beschwerdef�hrer massgeblich daran beteiligt gewesen sei, von der D.________ Euro 100 Mio. zu erlangen. Auch sei vom dringenden Verdacht auszugehen, dass er an den zahlreichen nachfolgenden geldw�schereiverd�chtigen Transaktionen beteiligt gewesen sei.
Die wirtschaftlichen Vorg�nge, die dem Tatvorwurf zu Grunde liegen, wurden bereits im Urteil 1B_568/2012 vom 31. Oktober 2012 dargelegt; darauf kann grunds�tzlich verwiesen werden (a.a.O., E. 5.1). Das Bundesstrafgericht f�hrt dazu im Lichte des aktuellen Untersuchungsstands weiter aus, gem�ss der Bundesanwaltschaft h�tten fingierte Vertr�ge des inoperablen liechtensteinischen G.________ Trusts mit D.________ erm�glicht, dass zwei russische Banken der D.________ Darlehen �ber je Euro 50 Mio. f�r eine Sicherheitseinlage gew�hrt h�tten. Der G.________ Trust h�tte diese Vertr�ge aber gar nicht erf�llen k�nnen. Das Geld sei zun�chst auf ein Konto der D.________ bei der H.________ Bank (Schweiz) AG (nachfolgend: H.________ Bank) �berwiesen worden. In der Folge sei es auf das Konto der I.________ SA bei der J.________ (Switzerland) AG (nachfolgend: J.________ Bank) transferiert worden. Die H.________ Bank und die D.________ seien dar�ber get�uscht worden, dass der Betrag auf ein Konto einer Drittgesellschaft gegangen sei. Die Euro 100 Mio. seien danach unter Teilentnahmen �ber verschiedene juristische und nat�rliche Personen transferiert und schliesslich auf ein Konto bei der Bank K.________ AG einbezahlt worden. Dieses habe formal auf die D.________ gelautet. Auch die Bank K.________ AG habe durch fingierte Vertr�ge �ber die Herkunft und Bestimmung der Gelder get�uscht werden sollen. Indes habe sie am 17. Juni 2011 eine Geldw�scherei-Verdachtsmeldung vorgenommen und gewisse weitere �berweisungen blockiert.
7.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert diese Ausf�hrungen in verschiedener Hinsicht. Zun�chst bringt er vor, er sei bei den ihm vorgeworfenen Sonderdelikten als Extraneus zu betrachten, was das Bundesstrafgericht verkannt habe. Dieser Vorwurf ist unbegr�ndet. Das Bundesstrafgericht machte Ausf�hrungen zu den Tatbest�nden des Betrugs und der Geldw�scherei. Dabei handelt es sich nicht um Sonderdelikte, welche die Rechtsfigur des Extraneus kennen.
Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers entf�llt hinsichtlich des Tatbestands des Betrugs das Merkmal der Arglist, weil die D.________ von den Umst�nden des Transfers der Euro 100 Mio. in die Schweiz Kenntnis hatte oder zumindest bei einem Minimum an Sorgfalt h�tte haben k�nnen. Er �bersieht, dass der Transfer, welcher gem�ss der Bundesanwaltschaft den Verm�gensschaden bewirkte, erst jener sp�tere war, bei welchem die H.________ Bank das Geld auf ein Konto bei der J.________ Bank �berwies, wobei die H.________ Bank davon ausgegangen sei, es handle sich um ein Konto der D.________.
Der Beschwerdef�hrer legt schliesslich in verschiedener Hinsicht seine eigene Ansicht der Geschehnisse dar, ohne sich jedoch mit dem angefochtenen Entscheid hinreichend auseinanderzusetzen (Art. 42 Abs. 2 BGG) oder aufzuzeigen, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz willk�rlich sein sollte (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dies betrifft die Behauptungen, ein nicht realisiertes Gesch�ft habe zum Transfer der Euro 100 Mio. von der H.________ Bank zur J.________ Bank gef�hrt und es sei nicht m�glich, dass die Kreditvertr�ge vom 6. und 7. Oktober 2010 mit zwei Moskauer Banken die Basis f�r die Gutschrift auf dem Konto der H.________ Bank gewesen seien. Dasselbe gilt f�r das Vorbringen, die Verf�gungsberechtigung von F.________ �ber die Gelder sei mit einer Resolution des Board of Directors der D.________ bekr�ftigt worden. Die Vorinstanz f�hrte dazu aus, die Vollmacht von F.________ f�r das Konto sei von der D.________ widerrufen worden und E.________ habe die Anweisung zum erw�hnten Transfer als F�lschung bezeichnet. Auch das Vorbringen, mutmasslich sei bis auf einen Betrag von Euro 11 Mio. mittlerweile das gesamte Geld inklusive Gewinn an die D.________ herausgegeben worden, wird nicht weiter begr�ndet. Es ist unklar, was der Beschwerdef�hrer daraus ableiten will und weshalb er als Beleg eine Verf�gung der Bundesanwaltschaft zitiert, mit der eine fr�her angeordnete Verm�gensbeschlagnahme teilweise aufgehoben wurde. Schliesslich erscheint der vom Beschwerdef�hrer vorgebrachte Umstand, dass der Mitbeschuldigte C.________ weiterhin Generaldirektor der D.________ sein soll, in Bezug auf den Tatverdacht gegen�ber dem Beschwerdef�hrer als belanglos.
7.3.�Insgesamt lassen die Vorbringen des Beschwerdef�hrers, soweit sie �berhaupt hinreichend begr�ndet wurden, die Bejahung des dringenden Verdachts auf Betrug und Geldw�scherei nicht als bundesrechtswidrig erscheinen.
8.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, es bestehe keine Fluchtgefahr. Er verweist auf die bereits lange dauernde Untersuchungshaft und darauf, dass die Bejahung der Fluchtgefahr durch die Vorinstanz auf "abstrakten Motiven" beruhe. Er kritisiert, die Bundesanwaltschaft f�hre ein "nicht prozesskonformes Beweismittel" (ein polizeiliches E-Mail mit Ermittlungsresultaten) an und macht geltend, ein Aufenthaltstitel stelle f�r einen EU-B�rger eine reine Formsache dar. Zudem sei er erkl�rtermassen gewillt, die Hauptverhandlung in der Schweiz abzuwarten, um seine Unschuld dem Sachgericht darlegen zu k�nnen. Die Vorinstanz sei auf diese Argumente nicht eingegangen und begr�nde ihren Entscheid nicht mit den Akten. Einer allf�lligen Fluchtgefahr k�nnte durch die Auferlegung einer Sicherheitsleistung begegnet werden. Auch darauf werde im angefochtenen Entscheid nicht eingegangen.
8.2.�Beim Haftgrund der Fluchtgefahr gem�ss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO geht es um die Sicherung der Anwesenheit der beschuldigten Person im Verfahren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts braucht es f�r die Annahme von Fluchtgefahr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die beschuldigte Person, wenn sie in Freiheit w�re, dem Vollzug der Strafe durch Flucht entziehen w�rde. Im Vordergrund steht dabei eine m�gliche Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland. Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verh�ltnisse zu ber�cksichtigen. Es m�ssen Gr�nde bestehen, die eine Flucht nicht nur als m�glich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden Strafe darf als Indiz f�r Fluchtgefahr gewertet werden, gen�gt jedoch f�r sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a S. 62 mit Hinweisen). Miteinzubeziehen sind die famili�ren und sozialen Bindungen, die berufliche und finanzielle Situation und die Kontakte zum Ausland (Urteil 1B_424/2011 vom 14. September 2011 E. 4.1 mit Hinweis). Selbst bei einer bef�rchteten Reise in ein Land, welches die beschuldigte Person grunds�tzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertretend verfolgen k�nnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen (Urteil 1B_422/2011 vom 6. September 2011 E. 4.2 mit Hinweis).
8.3.�Dem Beschwerdef�hrer droht aufgrund der Schwere der vorgeworfenen Taten eine mehrj�hrige Freiheitsstrafe. Gem�ss dem angefochtenen Entscheid ist er polnischer Staatsangeh�riger, lebt in Polen und ist angeblich mittellos. Seine Ehefrau und zwei seiner Kinder leben in Russland. Seine zwei weiteren Kinder halten sich zu Ausbildungszwecken in Deutschland und Polen auf. Zur Schweiz hat er dagegen keinerlei famili�re Beziehungen.
Unter diesen Voraussetzungen durfte das Bundesstrafgericht davon ausgehen, dass eine Fluchtgefahr besteht, die auch mit einer Ersatzmassnahme nicht gebannt werden k�nnte. Inwiefern das vom Beschwerdef�hrer erw�hnte "nicht prozesskonforme Beweismittel" und die M�glichkeit der Erlangung eines Aufenthaltstitels gegen die Fluchtgefahr sprechen sollen, geht aus der Beschwerdeschrift nicht hervor (Art. 42 Abs. 2 BGG). Der Vorinstanz kann deshalb in dieser Hinsicht auch nicht vorgeworfen werden, ihren Entscheid unzureichend begr�ndet zu haben. Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV l�sst im �brigen ohnehin zu, dass sich die Beh�rde auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nkt (BGE 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 136 I 229 E. 5.2 S. 236; je mit Hinweisen).
9.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Diese resultiere zum Teil daraus, dass sein Verfahren nicht von jenem des Mitbeschuldigten B.________ abgetrennt worden sei, obwohl dieser seit dem 5. Mai 2014 jede Aussage verweigere und zus�tzliche Delikte begangen haben solle, mit denen er selbst nichts zu tun habe. Zudem seien w�hrend verschiedenen Zeitabschnitten keine relevanten Verfahrenshandlungen im Zusammenhang mit ihm selbst erfolgt (vom 17. Juni bis zum 26. August 2013, vom 28. August bis zum 4. Dezember 2013 und vom 7. Mai bis zum 20. Juni 2014). Weiter kritisiert der Beschwerdef�hrer, dass die Schlusseinvernahme nicht auf einmal durchgef�hrt werde, zumal er sich ohnehin darauf beschr�nke, die Vorw�rfe zu bestreiten. Das Bundesstrafgericht habe zudem nicht dargetan, inwiefern er den Sachverhalt der ger�gten Rechtshilfemassnahmen mitgepr�gt habe, was eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs darstelle. Auch werde nach wie vor entlastenden Tatsachen in Verletzung von Art. 6 Abs. 2 StPO nicht nachgegangen. Die Bundesanwaltschaft schinde Zeit, was zur Haftentlassung f�hren m�sse.
9.2.�Aufgrund dieser Ausf�hrungen ist keine besonders schwere Verletzung des Beschleunigungsgebots erkennbar (vgl. zur Bedeutung von Verfahrensverz�gerungen f�r das Haftpr�fungsverfahren E. 5.2 hiervor). Das Bundesstrafgericht hat sich zu dieser Frage in E. 6 des angefochtenen Entscheids eingehend ge�ussert. Auf seine Erw�gungen kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Erg�nzend ist festzuhalten, dass in einem komplexen Wirtschaftsstrafverfahren wie dem vorliegenden mit internationalen Bez�gen noch nicht von einer relevanten Verfahrensverz�gerung gesprochen werden kann, wenn gegen�ber einem der Mitbeschuldigten w�hrend einiger Wochen keine ihn direkt betreffenden Verfahrenshandlungen get�tigt werden. Auch ergibt sich allein aus dem Umstand, dass der Mitbeschuldigte B.________ seit dem 5. Mai 2014 die Aussage verweigert und ihm noch weitere Delikte vorgeworfen werden, keine Notwendigkeit der Trennung der Strafverfahren (vgl. dazu Art. 29 f. StPO). Weiter ist unzutreffend, dass das Bundesstrafgericht nicht begr�ndet habe, inwiefern die Rechtshilfemassnahmen auf den Tatvorwurf gegen�ber dem Beschwerdef�hrer zur�ckzuf�hren sind. In E. 6.4 des angefochtenen Entscheids hat es auf seine Ausf�hrungen in E. 4.2.5 verwiesen, wo die mutmassliche Involvierung des Beschuldigten im Einzelnen dargelegt wird. Der Vorwurf, es werde nach wie vor entlastenden Tatsachen nicht nachgegangen, wird schliesslich in der Beschwerdeschrift nicht hinreichend begr�ndet. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG).
2.2.�Rechtsanwalt Adrian Ramsauer wird zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ernannt und f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'000.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Schweizerischen Bundesanwaltschaft, Zweigstelle Z�rich, und dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 80
 Art. 81
 Art. 227
 Art. 227
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 100
 Art. 100
 Art. 100
 Art. 140
 Art. 3
 Art. 145
 Art. 145
 Art. 221
 Art. 237
 Art. 221
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 29