Source: http://oerlinghauser-it-recht.blogspot.com/2013/03/
Timestamp: 2018-03-18 13:33:48+00:00

Document:
Klar die Rechteinhaber sollen ihre Rechte geltend machen, aber bei Verstößen aus dem Mai 2012 wäre es auf eine Woche später nicht angekommen. So wird das Familienfest durch eine Forderung aus München belastet und das ist meiner Meinung nach Masche.
Die Abgemahnten sollen keinen Rechtsanwalt zur Beratung finden und sich dieKöpfe heiß reden um dann zu bezahlen.
Labels: Abmahnung UNterlassungserklärung Filesharing, AG München, Waldorf Frommer
Heute bei knappen 20 Grad und Sonne satt.
Der Rechtsanwalt, der klingt wie aus einem John Wayne-Film Jeff Martin, Am Röhrbrunnen 10, 67659 Kaiserslautern mahnt neuerdings im Bereich des Filesharings ab. Es geht diesmal um das Filmwerk: “Tri bogatyrja na dalnih beregah” der Rechteinhaberin Amselfilm Productions GmbH & Co. KG, Meinekestr. 27, 10719 Berlin.
Geltend gemacht werden Unterlassungs- und Zahlungsansprüche wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Gegen Zahlung eines Vergleichsbetrages in Höhe von € 950,00 € zeigt sich die Kanzlei mit der Erledigung der Angelegenheit einverstanden.
Eingestellt von Jan Gerth um 18:42 Links zu diesem Post
Labels: Jeff Martin
Eingestellt von Jan Gerth um 15:44 Links zu diesem Post
Und dann sind wir wieder am Anfang der Erklärstunde, das hatte ich selbstverständlich schon erklärt.
Also nochmal. Die Kollegen schreiben immer das gleiche, das sind Textbausteine, da wird nicht auf das Vorbringen geantwortet.
Am Montagmorgen um 9:16 Uhr bekomme ich mal wieder eine Mail eines Ratsuchenden, der 2011 abgemahnt worden ist, der dann beraten wurde und dann aber auf meine Dienste verzichtet hat um sich selbst zu kümmern. Beratungsgebühr hat er dann gezahlt. Seitdem aber Funkstille bis auf die Übersendung des besagten Schreibens ein Paar Tage vorher.
Sehr geehrter Herr Gerth:
Zum aktuellen Schreiben des RA (irgendeine Abmahnkanzlei) müssen wir den Termin 28.03. für unsere Antwort beachten.
Ich bitte um inhaltliche Abstimmung in dieser Woche und habe folgende Termine frei für telefonischen Kontakt:
Dienstag 09-10 Uhr und 14-16 Uhr
Bitte prüfen Sie unter den genannten Optionen eine passende Möglichkeit, ich rufe Sie dann gern an.
Nun waren aber leider alle Wunschtermine belegt. Kann passieren, bei der selektiven Auswahl.
Trotzdem kam der Anruf heute um 08:58 Uhr mit der Bitte um Rückruf, aber nur zwischen 12.00 und 14.00 Uhr. Und was ist da? Genau Mittagspause.
Also gleich mal um 09:15 Uhr versucht. Und den Mandanten erwischt, aber unpassend.
Der war im Fitnessstudio zum Eisenstemmen.
Eingestellt von Jan Gerth um 12:20 Links zu diesem Post
Anlässlich der 85. Verleihung der Oscars (englisch 85th Academy Awards) am 24. Februar 2013 gab es für den Film „Argo“ des Regisseurs und Hauptdarstellers Ben Affleck drei Oscars. Einmal den Oscar als bester Film, dann für das beste adaptierte Drehbuch und den Oscar für besten Schnitt.
Und schon erfreut sich das Filmwerk großer Beliebtheit auch bei den deutschen Filesharern und im Zuge dessen haben auch die 50 Anwälte der Münchner Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer ihr Herz für den Blockbuster entdeckt.
Na auf jeden Fall liegen mir Abmahnungen der Anwaltskanzlei Waldorf Frommer aus München, liegt das nicht auch in Gallien, vor mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen an dem Filmwerk “ Argo“. In diesen Abmahnungen monieren die Anwälte Waldorf Frommer die Verletzung der Rechte der Warner Bros. Entertainment GmbH. Dem abgemahnten Anschlussinhaber wird vorgeworfen das Fimwerk “ Argo“ der Öffentlichkeit durch die Teilnahme an Filesharing-Netzwerken (peer-to-peer-Netzen) entweder selbst unberechtigt zur Verfügung gestellt oder Dritten dies über den eigenen Anschluss ermöglich zu haben. Es wird die Abgabe einer Unterlassungserklärung, sowie die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages in Höhe von 956,00 € für die Anwaltskosten in Höhe von 506,00 € und den Schadensersatz in Höhe von 450,00 €gefordert.
Handeln Sie nicht überstürzt: Zahlen Sie den geforderten Vergleichsbetrag nicht und unterschreiben Sie die vorformulierte Unterlassungserklärung für das Filmwerk “ Argo“. nicht ohne vorherige fachkundige Prüfung des Sachverhaltes durch einen Fachanwalt, der zwar keinen Zaubertrank trinkt, es sei denn Kaffee gehört dazu, aber weiß was zu tun ist.
Labels: Abmahnung Unterlassungserklärung, Argo, Urheberrechtsverletzung Filesharing, Waldorf Frommer, Warner Bros. Entertainment GmbH
ich möchte Sie heute abend natürlich nicht mehr stören, möchte Sie aber kurz fragen:
-- ob Sie morgen (Donnerstag, 21.03.) morgens/vormittags Zeit für eine Beratung hätten (welche Zeitspanne wäre Ihnen da bitte recht?)
-- ob ich Ihnen die Einst. Verfg. per Fax senden darf, damit Sie den "Verbots/Unterlassungspassus" direkt vor Augen haben
-- vorab anbei die Email von unserem bisherigen Anwalt auf unsere Frage (zwischen den gestrichelten Linien)
unsere Bitte um Beratung für heute morgen/vormittag hat sich ERLEDIGT.
Ich bin aber auch nachlässig. So eine Anfrage muss einfach schneller bearbeitet werden.
Dieses ganze Gerede von Work-Life-Balance ist doch Quatsch, ich bin schließlich Anwalt, da muss man immer erreichbar sein.
Eingestellt von Jan Gerth um 18:30 Links zu diesem Post
Aber wer glaubt schon an Zufälle? Ich nicht, und schon dreimal nicht, wenn es alle Abmahnkanzleien machen.
Nein, mit dem Posteingang am Freitag, noch besser am Samstag soll den Abgemahnten das Wochenende der Gestalt versaut werden, dass sie keine Hilfe bei einem Rechtsanwalt, Ihrer Rechtsschutzversicherung oder den Verbraucherzentralen finden. Gut, bei den letzten beiden Institutionen ist das nicht weiter bedauerlich, aber das ist eine andere Geschichte.
Und es klappt ja auch, ansonsten würden die Abmahner ja andere Tage wählen.
Aber bestimmt ist es ganz anders. Die Post nimmt nur am Donnerstag oder am Freitag von den bestimmten Kanzleien an. Oder nur an diesen Tagen werden die Briefstapel von den Angestellten zur Post gebracht. Oder so ähnlich.
Eingestellt von Jan Gerth um 15:15 Links zu diesem Post
Labels: Abmahnkanzlei, Abmahnung, Freitag, Montag, Samstag
Klare Antwort: Meiner Meinung nach zumindest in Filesharing-Sachen nichts.
Den ersten Versuch die steigende Anzahl der urheberrechtlichen Abmahnungen einzudämmen hat der Gesetzgeber bereits mit dem zum 01.09.2008 eingeführten § 97a II UrhG unternommen. Die darin festgeschriebene Kostendeckelung auf 100,00 € wurde von den Gerichten landauf und landab gerade für Abmahnungsfälle in Sachen Filesharing mit einem Federstreich abgelehnt, insbesondere weil durch das Anbieten in Peer-to-Peer-Netzwerken immer das gewerbliche Ausmaß erreicht sein sollte.
Nun also der zweite Versuch der Bundesregierung dem Dilemma Herr zu werden.
Der zweite Schuss, der besser treffen soll als der erste, schimpft sich „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken im Internet“, und hat zumindest schon einmal das Kabinett am 13.03.2013 überzeugt. Ob es auch vom Bundestag beschlossen werden wird, wird sich zeigen.
Vorrangiges Ziel des Gesetzes soll es sein, den Verbraucher vor überhöhten Abmahnkosten bei Urheberrechtsverletzungen zu schützen.
Dazu soll nach dem Gesetzesentwurf ein neuer § 49 im Gerichtskostengesetz eingefügt werden, der da lauten soll:
Durch die Festsetzung des Streitwertes auf 1.000,00 € pro Fall würden sich die bei einer Abmahnung anfallenden Rechtsanwaltskosten auf 155,30 € inkl. MwSt. beschränken.
Bisher waren Streitwerte in einer Größenordnung von 10.000,00 € pro Film oder Lied nicht unüblich, eine Liste der Streitwerte findet sich bei meinem ostwestfälischen Kollegen Jens-Christof Niemeyer hier. Dies führte in der Regel zu Anwaltskosten von 500,00 € aufwärts.
Jetzt könnten die Verbraucher also erst einmal in großes Jubeln ausbrechen und die Abmahnkanzleien mit den Zähnen knirschen.
Denn mit einer Abmahnung werden ja nicht nur Anwaltskosten, sondern in der Regel auch der Schadensersatzanspruch der Rechteanbieter geltend gemacht. Dieser wird zumeist nach der „Lizenzanalogie“ berechnet.
Hierzu gibt es zwar keine einheitliche Rechtsprechung, siehe Liste des Kollegen Jens Ferner hier, aber in den letzten Jahren haben die Gerichte Beträge von bis zu 300,00 € für einen Musiktitel und über 1.000,00 € für einen Film als angemessen angesehen.
Dies führt dazu, dass die Deckelung der Anwaltskosten zwar schön ist, die Gesamtkosten einer Abmahnung aber nur zu einem Teil beeinflusst.
Als weitere bahnbrechende Neuerung verlangt der Gesetzesentwurf die gesonderte Ausweisung von Rechtsverfolgungskosten und Schadensersatz. Was bisher in einer oftmals nicht nachvollziehbaren Pauschale zusammengefast worden ist, soll jetzt detailliert und getrennt aufgeführt werden. Die dazu vorgesehene Änderung des § 97a UrhG enthält zudem inhaltliche Anforderungen an eine wirksame Abmahnung und gibt dem zu Unrecht Abgemahnten einen Gegenanspruch auf Ersatz seiner Anwaltskosten. Dies ist so neu nicht, denn hier haben Gerichte schon Anforderungen formuliert.
Die Gerichte, da sind sie wieder. Durften sie schon die Tatbestandsmerkmale des § 97 II UrhG mit Inhalt ausschmücken, so was etwa das gewerbliche Ausmaß angeht, so werden sie jetzt wohl auch wieder den Ausnahmetatbestand „es sei denn, dieser Wert ist nach den besonderen Umständen des Einzelfalles unbillig“ des § 49 GVG konkretisieren dürfen.
Und dazu werden die Abmahner den Gerichten schon genügend Futter geben um zu definieren, dass hier wieder einmal besondere Umstände des Einzelfalles vorliegen.
Wenn also bisher eine Kanzlei aus München, deren Namen zwar nicht tanzbar, aber ein wenig an die dazu passende Schule erinnert, Rechtsanwaltskosten in Höhe von 506,00 € und Schadensersatz in Höhe von 450,00 € geltend gemacht hat, wird die Rechnung wenig überraschend in Zukunft so aussehen: Rechtsanwaltskosten: 155,30 € und Schadensersatz: 800,00 €. Gewinn für den Abgemahnten: 0,70 €. Das Geld wird einfach umverteilt.
Fazit, oder was bringt das Ganze?
Noch ist das alles Spekulation, aber wenn es wieder einmal versäumt würde mit den unklaren Rechtsbegriffen aufzuräumen und es wieder den Gerichten obliegt diese Unklarheiten zu beseitigen, dann wird sich so viel an den urheberrechtlichen Abmahnungen nicht ändern. Denn dann wird nicht mehr der Upload von einem Lied/Film/Computerspiel an einem Tag abgemahnt, sondern gleich mehrere Lieder/Filme/Computerspiele und/oder an verschiedenen Tagen und schon wäre es mit der Kenntnis der bisherigen Rechtsprechung unbillig den Streitwert nur aus 1.000,00 € zu belassen. Und es gibt dann eben weiterhin die Möglichkeit der Einzelfallentscheidung.
Also bleibt es bei dem Eingangsstatement. Das geplante Gesetz bringt im Bereich des Filesharings nicht viel. Zumindest nicht dem Adressaten: dem Verbraucher.
Eingestellt von Jan Gerth um 17:11 Links zu diesem Post
Labels: § 49 GVG, § 97 II UrhG, Abmahnung, Einzelfall, Filesharing, Gesetz, Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken
Aus dem Ort kommt anscheinend nicht nur Bier. Das Amtsgericht Warstein hat mit Urteil vom 13.09.2012, Az. 3 C 408/11 entschieden, dass ein Rechtsanwalt, der im Namen einer Mandantin deren Wettbewerber abmahnt, ohne dazu bevollmächtigt zu sein, gegenüber den Abgemahnten zum Schadensersatz verpflichtet ist. Die Vorlage von Blankovollmachten der angeblichen Abmahnerin reicht nicht als Nachweis der ordnungsgemäßen Bevollmächtigung, wenn ein konkreter Auftrag für Abmahnungen nicht erteilt worden sei. So auch die glaubhafte Zeugenaussage der vermeintlichen Abmahnerin.
Geklagt hat im Übrigen die ursprünglich abgemahnte Wettbewerberin der Mandantin des beklagten Rechtsanwalts. Die Klägerin behauptet, der Beklagte sei von der angeblichen Mandantin nicht beauftragt und bevollmächtigt worden. Sie begehrt Erstattung der an die beiden Rechtsanwälte gezahlten Beträge.
Die Begründung des Urteils ist ein Schlag ins Gesicht des abmahnenden Kollegen.
Das Gericht glaubt weder ihm noch seiner Bürovorsteherin, sondern nur seiner Mandantin.
So schreibt das AG Warstein: „Die Bürovorsteherin und der Beklagte (der Rechtsanwalt) erweckten den Eindruck, eine abgestimmte Erklärung „unterbringen“ zu wollen…..“
„Wenig glaubhaft ist auch, dass angesichts der Intensität des von der Bürovorsteherin und dem Beklagten geschilderten Abmahngeschäfts mit der Mandantin, das auch in den neun vermerkten Abmahnungen allein am 10.02.2011 (Bl. 97 GA) zum Ausdruck kommt, der Mandantin jedenfalls über Monate keine Abrechnung erteilt worden ist. Dies lässt sich mit einem halbwegs geordneten Geschäftsbetrieb nicht in Einklang bringen.“
Auch zu den Blankovollmachten schreibt das Gericht erhellendes ins Urteil:
„Gestützt wird die Aussage der Zeugin durch die Angaben der Bürovorsteherin, wonach der Mandantin über lange Zeit keine Abrechnung über die von ihr zu zahlenden Honorare des Beklagten, die für sie vereinnahmten und die für sie verauslagten Gel­der erteilt worden ist. Angesichts des angesprochenen Umfangs entsprechender Verbindlichkeiten und Zahlungen ist das bei einer professionell geführten Rechtsanwaltskanzlei nicht nachvollziehbar. Für die Behauptung der Mandantin spricht ferner, dass die von ihr erteilten Blankovollmachten entgegen der ausdrücklichen Behauptung des Beklagten doch vervielfältigt worden sind. Diese Überzeugung stützt das Gericht auf die in Augenscheinnahme der Vollmachten betreffend B., A. und G. (Blatt 49, 93, 96 GA). Hier zeigen die Unterschriften der Mandantin nicht nur ein völlig gleiches Schriftbild, auch sind sie in völlig gleichen Abständen zu der unter ihnen befindlichen Unterschriftenlinie ausgeführt. Die Unterschrift in der Vollmacht G. ist lediglich im Vergleich zu den beiden anderen geringfügig gestaucht. Da das in gleicher Weise für den Vollmachtstext gilt, ist es offenbar darauf zurückzuführen, dass die Vollmachtsurkunde eingescannt und dabei insgesamt entsprechend gestaucht worden ist. (Letzteres kann auch nach der Versendung durch den Beklagten erfolgt sein.)
Kritisch bewertete das Gericht, dass die Mandantin in dem im Termin verlesenen Schreiben an das Landgericht Mannheim vom 09.01.2012 sowie in weiteren Verfahren pauschal geschrieben hat, sie habe dem Beklagten keine Vollmachten erteilt, ohne diese Erklärung hinsichtlich der jedenfalls erteilten drei Vollmachten einzuschränken. Letztlich lässt diese Unrichtigkeit die Aussage unter der Hypothese einer wahren Aussage eher authentisch erscheinen, weil sich aus dem „ Missbrauch“ und dem der Mandantin dadurch zugefügten Schaden diese Unrichtigkeit viel eher erklären lassen, als aus einer planvollen Falschbelastung des Beklagten. Wenn die Mandantin ein Lügengerüst planvoll errichtet hätte, wäre viel eher zu erwarten gewesen, dass sie insoweit die sachliche und ungreifbare Angabe gemacht hätte, sie habe (lediglich) drei Vollmachten für bestimmte Verfahren erteilt.
Zweifel an der Richtigkeit der Aussage ergeben sich nach Auffassung des Gerichts auch dann nicht, wenn sich feststellen ließe, dass die Zeugin geringfügig mehr als drei Blankovollmachten erteilt hätte. Angesichts der Vielzahl von Abmahnungen gegen die Mandantin hätte es durchaus nahe gelegen, dass sie dem Beklagten, von dessen Eigenmächtigkeit sie zunächst nichts wusste, zur Verteidigung in solchen Verfahren diese oder jene weitere Vollmacht erteilt hätte ohne dieses konkret in Erinnerung zu haben, weil ihr insoweit lediglich die drei aus den „großen“ und einprägsamen gegen sie geführten Verfahren vor Augen standen.“
Dem Amtsgericht Warstein ist wohl ein Rechtsanwalt ins Netz gegangen, der aus Abmahnungen ein Geschäft gemacht hat, und dies wohl auch nicht besonders schlau. Oder aber wer den Hals nicht voll genug bekommen kann, verschluckt sich halt irgendwann.
Eingestellt von Jan Gerth um 12:11 Links zu diesem Post
Labels: Abmahnung, AG Warstein, Schadensersatz, Vollmacht
Mal sehen, was die Kollegen aus Frankfurt dazu sagen.
Eingestellt von Jan Gerth um 19:38 Links zu diesem Post
Labels: Abmahnung, Filesharing, Unterlassungserklärung
Eingestellt von Jan Gerth um 19:12 Links zu diesem Post
Labels: Abmahnung, Filesharing, Kornmeier und Partner; GSDR GmbH
Werde ich jetzt wohl noch deutlicher werden müssen.
Eingestellt von Jan Gerth um 18:50 Links zu diesem Post
Eingestellt von Jan Gerth um 18:26 Links zu diesem Post
Eingestellt von Jan Gerth um 12:25 Links zu diesem Post
Eingestellt von Jan Gerth um 09:41 Links zu diesem Post
In einer Pressemitteilung vom 07.03.2013 hat das NRW-Justizministerium zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW die Abmahnkanzleien als Landplage bezeichnet.
Wortwörtlich klingt dies so:
"Spezialisierte Anwaltskanzleien geraten zur Landplage, wodurch der Schutz des geistigen Eigentums völlig in den Hintergrund gerate. Nach einer repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentralen sind in Deutschland rund 4,3 Millionen Bürger bereits abgemahnt und zur Zahlung horrender Vergleichssummen von bis zu 4.800 Euro aufgefordert worden."
Und weiter heißt es in der Pressemitteilung:
"Trotz mehrfacher Ankündigungen: Bislang hat das Bundesjustizministerium keinen Gesetzentwurf gegen den Abmahnmissbrauch wegen Urheberrechtsverletzungen auf den Weg gebracht. "Die Welle unseriöser Geschäftspraktiken auf Grundlage des derzeitigen Urheberrechts bricht weiter ungebremst auf zumeist unbedarfte Internetnutzer herein", kritisiert NRW-Justizminister Thomas Kutschaty die Berliner Untätigkeit."
Zu den Folgen solcher Abmahnungen heißt es weiter:
"Massenhaft flatterten Internetnutzern Abmahnungen durch spezialisierte Anwaltskanzleien ins Haus, weil sie Songs, Alben und Filme in Tauschbörsen heruntergeladen haben sollen. Obwohl das Ausmaß der Verstöße meist gering sei, würden sie mit drastischen Schadenersatzforderungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen konfrontiert. "Weil sie die Kostenrisiken nicht abschätzen können, scheuen Betroffene die gerichtliche Auseinandersetzung. Um weiteren Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, werden dann oftmals überhöhte Vergleichsbeträge einfach gezahlt.""
Und einen Vorschlag dieser Abmahnabzocke, wie es die Überschrift nennt, entgegenzuwirken gibt die Pressemitteilung auch gleich mit auf den Weg.
Die Forderung aus der Politik nach einer Kostendeckelung ist so neu nicht, jedoch hat sich an der tatsächlichen gesetzlichen Situation bisher nichts geändert. Der Gesetzgeber hat bisher keine Ausführungen dazu gemacht, was er z.B. unter dem gewerblichen Ausmaß versteht. Diese Nachlässigkeit des Gesetzgebers ist auch der Grund, warum die Gerichte in den meisten Fällen den Abmahnkanzleien Recht geben und die hohen Streitwerte häufig gerichtlich bestätigt werden.
Dies ist auch eine Forderung des NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller
"Die Auslegung, wann eine Urheberrechtsverletzung als gewerblich zu bewerten ist, darf nicht mehr länger vom angerufenen Gericht abhängen. Um Transparenz für den Nutzer zu schaffen und damit die Folgen seines Handelns vorhersehbar zu machen, muss der Gesetzgeber aufnehmen, dass auch die Rechtsverletzung ein gewerbliches Ausmaß haben muss und diesen Begriff konkret definieren."
Dies würde so wird Klaus Müller zitiert, dann unbedachte Klicks durch Nutzer von der Verfolgung als Urheberrechtsverstöße gleich ausschließen.
Klaus Müller weiter:
Auch wer wiederholt unbedacht klickt, sollte künftig besser geschützt sein: "Die Streitwerte von derzeit 10.000 Euro und mehr lassen die Verfahrenskosten bei den Gerichten in diesen Fällen in Schwindel erregende Höhen steigen. Hier sollten künftig die konkreten finanziellen Verhältnisse des Betroffenen als Messlatte dienen, um die Kosten für Verbraucher entsprechend zu reduzieren und ihnen die Wahrnehmung ihrer Rechte zu ermöglichen", bahnt Klaus Müller einer Kostendeckelung den Weg.
Die Erfahrung mit nahezu Tausend oder mehr Abmahnungen, wer zählt das schon, aus dem Bereich des Urheberrechts zeigt mir, dass es weniger das unbedarfte Klicken ist, als vielmehr das gezielte Suchen nach bestimmten Songs, Alben, Filmen oder Computerspielen. Insofern muss ich den beiden honorigen Herren widersprechen.
Wer aber sucht und klickt ist doch vielfach die Frage. Oder der Umstand, ob der abgemahnte Anschlussinhaber dieses hätte verhindern können oder gar müssen, und ob er dafür gerade zu stehen hat, dass jemand anders eine Urheberrechtsverletzung begangen hat.
Wie also reagieren, wenn eine urheberrechtliche Abmahnung ins Haus flattert.
Nutzen Sie die von der abmahnenden Anwaltskanzlei gesetzte Frist, sich fachanwaltlich beraten zu lassen. Die von der abmahnenden Anwaltskanzlei gesetzten Fristen sollten aber unbedingt beachtet werden, da andernfalls eine teure gerichtliche Auseinandersetzung droht.
Eine optimale fachanwaltliche Beratung wird Ihnen dagegen aufzeigen können, dass durch die für Ihren speziellen Einzelfall passende Strategie die Belastung durch eine modifizierte Unterlassungserklärung oder die überzogene Kostenforderung auf ein erträgliches Minimum reduziert werden kann. Selbst mit den Kosten für die fachanwaltliche Beratung werden Sie in der Regel die Angelegenheit kostengünstiger klären und lösen können, als wenn Sie vorschnell mit der abmahnenden Anwaltskanzlei Kontakt aufnehmen.
Eingestellt von Jan Gerth um 13:03 Links zu diesem Post
Labels: Abmahnabzocke, Abmahnkanzlei, Abmahnung, Filesharing
Eingestellt von Jan Gerth um 15:02 Links zu diesem Post
Mir liegen mehrere Abmahnungen der Anwaltskanzlei Schulenberg und Schenk aus Hamburg vor mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen an dem Film „Underground Hitman“. In diesen Abmahnungen monieren die Anwälte Schulenberg und Schenk die Verletzung der Rechte der KSM GmbH. Dem abgemahnten Anschlussinhaber wird vorgeworfen den Film „Underground Hitman“ der Öffentlichkeit durch die Teilnahme an Filesharing-Netzwerken (peer-to-peer-Netzen) entweder selbst unberechtigt zur Verfügung gestellt oder Dritten dies über den eigenen Anschluss ermöglich zu haben. Es wird die Abgabe einer Unterlassungserklärung, sowie die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages in Höhe von 1.298,00 € für die Anwaltskosten und den Schadensersatz gefordert.
Nutzen Sie die von der Anwaltskanzlei Schulenberg und Schenk gesetzte Frist, sich fachanwaltlich beraten zu lassen. Die von der Anwaltskanzlei Schulenberg und Schenk gesetzten Fristen sollten aber unbedingt beachtet werden, da andernfalls eine teure gerichtliche Auseinandersetzung droht.
Eine optimale fachanwaltliche Beratung wird Ihnen dagegen aufzeigen können, dass durch die für Ihren speziellen Einzelfall passende Strategie die Belastung durch eine modifizierte Unterlassungserklärung oder die überzogene Kostenforderung auf ein erträgliches Minimum reduziert werden kann. Selbst mit den Kosten für die fachanwaltliche Beratung werden Sie in der Regel die Angelegenheit kostengünstiger klären und lösen können, als wenn Sie vorschnell mit der Anwaltskanzlei Schulenberg und Schenk Kontakt aufnehmen.
Labels: Abmahnung, Filrsharing, KSM GmbH, Schulenberg und Schenk, Underground Hitman

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