Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=KronenNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-08-25 17:47:51+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein KronenNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronenloch/Speicherkoog Dithmarschen" vom 23. Dezember 1985 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronenloch/Speicherkoog...
juris-Abkürzung: KronenNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1986 21
Gliederungs-Nr: 791-4-70
"Kronenloch/Speicherkoog Dithmarschen"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronenloch/Speicherkoog Dithmarschen" vom 23. Dezember 1985 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 und des § 51 Abs. 4 des Landschaftspflegegesetzes und des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes wird verordnet:
(1) Der südliche Teil des Speicherkooges Dithmarschen-Nord, Kreis Dithmarschen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Kronenloch/ Speicherkoog Dithmarschen" unter Nummer 124 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 532 ha groß und wird wie folgt begrenzt:
Im Norden durch die Hafenverbindungsstraße GIK 80,
im Osten durch die westliche Grenze des Wirtschaftsweges, der von der GIK 80 in Richtung Elpersbüttel verläuft,
im Süden durch eine Linie, die nördlich parallel zur Verbindungsstraße nach Helmsand verläuft und
im Westen durch die ostwärtige Kante des Schutzstreifens des Landesschutzdeiches im Sinne des § 4 der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten.
Die Grenze wird durch die Verbindungslinien zwischen den nach dem Gauß-Krüger-System im Flurbereinigungsplan festgelegten Grenzpunkten gebildet. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
2240 Heide,
Amtsvorsteher des Amtes Kirchspielslandgemeinde Meldorf-Land, 2223 Meldorf,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung und Entwicklung des im Jahre 1978 eingedeichten und inzwischen für einen Seewassereinstau eingerichteten Sandwattbeckens mit Salzwiesenbereichen.
Die nach der tideabhängigen Salzwasserrückführung ab 1984 entstandenen Wasser- und Landflächen bieten vielfältige Voraussetzungen für die Ansiedlung charakteristischer Pflanzengesellschaften. Zugleich wurden Lebensräume für die Entwicklung einer artenreichen, zum Teil in ihrem Bestand bedrohten Tierwelt, insbesondere der Seevögel, geschaffen.
Die Natur ist hier in ihrer Gesamtheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
andere als die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehenden Entwässerungen in die Gewässer und ihre Zuflüsse vorzunehmen,
(2) Beschränkungen, Verbote und Gebote nach dem Landschaftspflegegesetz und sonstigen Rechtsvorschriften bleiben unberührt, insbesondere Abfälle zu beseitigen, Manöver und sonstige Übungen abzuhalten und den Schutzbereich "Erprobungsplatz Meldorfer Bucht" während eines angeordneten Betretungsverbots zu betreten.
die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Grünlandflächen mit Ausnahme der Verwendung von Herbiziden auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege Schleswig-Holstein,
der Jagdschutz und die Bejagung von Kaninchen im Deich- und Dammbereich, soweit das zur Sicherheit dieser Bauwerke notwendig ist,
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Geltungsbereich der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten sowie die erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind,
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehenden Salzwassereinlaß und Auslaßbauwerke,
das Betreten und Befahren des Naturschutzgebietes durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte sowie durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind,
(1) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3, 7, 10, 11, 13, 15 und 16 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
Das Amt für Land- und Wasserwirtschaft Heide führt die vom Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege vorgeschlagenen und von der unteren und der obersten Landschaftspflegebehörde festgelegten Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durch. Die untere Landschaftspflegebehörde kann bei Gefährdung des Schutzzwecks die unaufschiebbaren Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Nr. 5 Bild- oder Schrifttafeln anbringt, ausgenommen die zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes sowie Hinweis-und Warntafeln aufgrund anderer Rechtsvorschriften,
§ 4 Abs. 1 Nr. 7 andere als die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehenden Entwässerungen in die Gewässer und ihre Zuflüsse vornimmt,

References: § 16
 § 51
 § 39
 § 4
 § 4

§ 4

§ 4