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Timestamp: 2019-02-18 20:15:49+00:00

Document:
Landesrecht BW GewStR 1998 Abschn 82 | Richtlinie | Abschn 82 Reisegewerbebetriebe | gültig ab: 21.12.1998
Abschn 81 Negativer Zerlegungsanteil bei Änderung oder Berichtigung...
Abschn 82 Reisegewerbebetriebe
Abschn 83 Aufhebung oder Änderung des Gewerbesteuermeßbescheids...
Vorschrift: Abschn 82 GewStR 1998
Normen: § 55 Abs 1 GewO, § 35a Abs 2 GewStG, § 55 Abs 2 GewO, § 35a GewStG, § 55a Abs 1 Nr 3 GewO
(1) Zur Unterscheidung zwischen Reisegewerbebetrieb und stehendem Gewerbe, wegen der gewerbesteuerlichen Behandlung beim Zusammentreffen mit stehendem Gewerbe und wegen der Zerlegung des Steuermeßbetrags vgl. Abschnitte 12 Satz 3, 34 Abs. 1, 75 Abs. 1.
(2) Einen Reisegewerbebetrieb unterhält, wer als Inhaber nach den Vorschriften der Gewerbeordnung (GewO) und den Ausführungsbestimmungen dazu entweder einer Reisegewerbekarte bedarf oder von der Reisegewerbekarte lediglich deshalb befreit ist, weil er einen Blindenwaren-Vertriebsausweis (§ 55a Abs. 1 Nr. 4 GewO) besitzt.
(3) 1Gemäß § 55 Abs. 2 GewO bedarf derjenige einer Reisegewerbekarte, der ein Reisegewerbe betreiben will. 2Ein Reisegewerbe betreibt, wer gewerbsmäßig ohne vorhergehende Bestellung außerhalb seiner gewerblichen Niederlassung oder ohne eine solche zu haben,
3Demgemäß gelten zum Beispiel Angestellte, die für ihren Arbeitgeber im Umherziehen Waren feilbieten und dazu eine Reisegewerbekarte brauchen, nicht als Reisegewerbetreibende im Sinne des Gewerbesteuergesetzes. 4Liegt ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Gewerbesteuergesetzes vor, ist auf Grund der Vorschriften der Gewerbeordnung, insbesondere auf Grund des § 55 GewO zu prüfen, ob der Inhaber zur Ausübung des Unternehmens einer Reisegewerbekarte bedarf. 5Es kann dabei grundsätzlich darauf abgestellt werden, ob der Steuerpflichtige für den Erhebungszeitraum oder einen Teil des Erhebungszeitraums eine Reisegewerbekarte erworben hat oder ob er einen Blindenwaren- Vertriebsausweis besitzt. 6Abgesehen von der gesetzlichen Ausnahme des § 55a Abs. 1 Nr. 4 GewO liegt daher kein Reisegewerbebetrieb vor, soweit die Gewerbeordnung eine Reisegewerbekarte nicht vorschreibt. 7Nach § 55a Abs. 1 Nr. 3 GewO bedarf derjenige, der ein Reisegewerbe im Sinne von § 55 Abs. 1 Nr. 1 und 2 GewO in der Gemeinde seines Wohnsitzes oder seiner gewerblichen Niederlassung ausübt, keiner Reisegewerbekarte, sofern die Gemeinde nicht mehr als 10000 Einwohner zählt.
GewO § 55 Abs 1 (Zitierung)
GewO § 55 Abs 2 (Zitierung)
GewO § 55 (Zitierung)
GewO § 55a Abs 1 (Zitierung)
GewO (Zitierung)
GewStR 1998 Abschn 12 (Zitierung)
GewStR 1998 Abschn 34 Abs 1 (Zitierung)
GewStR 1998 Abschn 75 Abs 1 (Zitierung)
GewO § 55 Abs 1 (Durchführungsvorschrift)
GewO § 55 Abs 2 (Durchführungsvorschrift)
GewO § 55a Abs 1 (Durchführungsvorschrift)
GewStG § 35a Abs 2 (Durchführungsvorschrift)
GewStG § 35a (Durchführungsvorschrift)
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References: § 55
 § 35
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 § 35
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