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13.09.2012 · IWW-Abrufnummer 122832
Bundesfinanzhof: Urteil vom 04.07.2012 – II R 38/10
1.Ein auf ausländischem Recht (hier: Anwachsungsklausel nach französischem Ehegüterrecht) beruhender Erwerb von Todes wegen kann der inländischen Erbschaftsteuer unterliegen.
2.Die Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung sind seit dessen Außerkrafttreten am 5. Juli 1959 nicht mehr anwendbar. Die Verwaltungsanweisungen, durch die ihre weitere Anwendung angeordnet wurde, sind für die Gerichte nicht verbindlich und begründen keinen Vertrauensschutz zugunsten der Steuerpflichtigen.
b) Die beschränkte Erbschaftsteuerpflicht bezieht sich nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 ErbStG auf den Vermögensanfall, der in Inlandsvermögen i.S. des  § 121 BewG besteht. Zum Inlandsvermögen i.S. des § 121 BewG gehören u.a.
Betriebsstätte ist nach § 12 Satz 1 AO jede feste Einrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient. Als Betriebsstätte ist gemäß § 12 Satz 2 Nr. 1 AO insbesondere auch die St ätte der Geschäftsleitung anzusehen. Diese Begriffsbestimmung gilt auch für den Begriff der Betriebsstätte i.S. des § 121 Nr. 3 Satz 2 BewG (BFH-Urteil vom 30. Oktober 1996 II R 12/92, BFHE 181, 356, BStBl II 1997, 12).
VorschriftenSaarVtr Art. 3 Satz 2, SaarVtr Art. 19, Anlage 4, CC Art. 1524 Abs. 1, CC Art. 1526, GG Art. 3 Abs. 1, BewG § 121, AO § 12, AO § 85 Satz 1, BGB § 1482, BGB § 1483

References: § 2
 § 121
 § 12
 § 12
 § 121
 Art. 3
 Art. 19
 Art. 1524
 Art. 1526
 Art. 3
 § 121
 § 12
 § 85
 § 1482
 § 1483