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Timestamp: 2020-05-29 23:53:06+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein PantNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Pantener Moorweiher und Umgebung" vom 20. Dezember 1996 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Pantener Moorweiher...
juris-Abkürzung: PantNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 20.12.1996
Fundstelle: GVOBl. 1997 47
Gliederungs-Nr: 791-4-176
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Pantener Moorweiher und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Pantener Moorweiher und Umgebung" vom 20. Dezember 1996 01.01.2003
(1) Ein Teil der eiszeitlich gebildeten Schmelzwasserabflußrinne vom Lübecker Gletscher zum Elbe-Urstromtal südlich der Ortschaft Panten mit den Stecknitzwiesen südlich der Donnerschleuse bis zum Bodenabbaugebiet nördlich der Ortschaft Hammer in der Gemeinde Panten, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Pantener Moorweiher und Umgebung" unter Nummer 173 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 147 ha groß und gliedert sich in drei Teilflächen. Es umfaßt in der Gemarkung Panten die Gemarkungsteile Mühlenbrook, Seekamp, Seebäk, Kackert, Stecknitzwiesen, Hundewiesen, Neue Wiesen, Vorder Sandfeld, Großer See, Weide, Hölle, Hinter Sandfeld, Kleiner See, Rahwisch, Weidekoppel, Seekoppel, Steinauer Berg, Im Krieg und Kolkwisch.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Amtsvorsteher des Amtes Nusse, 23881 Breitenfelde,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einem vielfältigen Landschaftsausschnitt im Übergangsbereich zwischen den Naturräumen "Stormarner Endmoränengebiet" und "Westmecklenburgisches Seen-Hügelland". Es ist ein charakteristischer Teil des Schmelzwasserrinnentales der Stecknitz mit eingelagerten Sanderflächen, quelligen Moränen-Steilhängen, offenen Wasserflächen, Verlandungszonen, Bruch- und Quellwäldern, Gehölzformationen der mineralischen Hänge sowie Trocken- und Magerrasen eines ehemaligen Bodenabbaus.
das eiszeitlich geprägte Seitental einer Schmelzwasserrinne mit naturnahen Quellen und Moorseen als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und als weiter zu entwickelnden Trittstein auf dem Vogelzugweg Ostsee - Elbe,
Lebensgemeinschaften sekundär entstandener nährstoffarmer, grundwasserbeeinflußter bis trockener Biotope in Verbindung mit Niedermoor-Talflächen und
einen charakteristischen Landschaftsausschnitt mit hohem Strukturreichtum im Kernbereich des Stecknitz-Delvenau-Tales als Geotop
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Herzogtum Lauenburg befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Acker oder Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
die ordnungsgemäße Nutzung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Spargelkultur genutzten, in der Abgrenzungskarte in unterbrochener Schrägschraffur dargestellten Fläche in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang bis zur Beendigung der Sondernutzung am 31. Dezember 2002;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete forstwirtschaftliche Bodennutzung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen; für Bruchwald gilt dies, soweit die Bestimmungen des § 15 a des Landesnaturschutzgesetzes nicht entgegenstehen. Die natürlichen Entwicklungsabläufe haben Vorrang;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild und Füchse auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die einen Eigenjagdbezirk bilden.
die Jagd auf Wasserwild vor dem 1. November eines
jeden Jahres auszuüben,
Treib-, Stöber- oder Suchjagden durchzuführen,
Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu
betreiben, Wildäsungsflächen oder Wildäcker anzulegen oder Brutkästen für Enten aufzustellen;
die erforderlichen Maßnahmen zur Unterhaltung und Sic § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes ; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- oder auslaugbaren Materialien;
die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes zur Unterhaltung der Bundeswasserstraße Elbe-Lübeck-Kanal und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Bundeswasserstraße einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten;
das Betreten der in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte im Punktraster dargestellten ehemaligen Kiesabbauflächen im Südosten des Naturschutzgebietes;
Bohrungen und Sondierungen im Rahmen von Boden- und Grundwasseruntersuchungen zur Durchführung einer Gefährdungsabschätzung für die Altablagerung an den Stecknitzwiesen im Norden des Naturschutzgebietes und im Rahmen von geophysikalischen Messungen;
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 5b Buchst. bc und bd im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und des § 5 Abs. 1 Nr. 5 b Buchst. be zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(4) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen erteilen. Bei der Erteilung von Befreiungen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 11, 12 und 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.

References: § 7
 § 15
 § 22
 § 1
 § 12
 § 4
 § 5
 § 4
 § 5
 § 4
 § 54