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Timestamp: 2016-10-21 11:31:50+00:00

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2A.10/2000 (17.05.2000)
S.________, geb. 20. Juli 1960, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Walter Hofstetter, Hanfl�nderstrasse 67, Postfach 1539, Rapperswil SG,
A.- Der 1960 geborene, aus dem ehemaligen Jugoslawien (Kosovo) stammende S.________ arbeitete in den Jahren 1982 bis 1989 als Saisonnier in der Schweiz. Am 3. November 1989 heiratete er die 1944 geborene Schweizer B�rgerin M.________ und erhielt darauf eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Am 6. Dezember 1994 erteilte die Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen S.________ die Niederlassungsbewilligung. Am gleichen Tag wurde die Ehe S.________-M. ________ vom Bezirksgericht See, Kanton St. Gallen, rechtskr�ftig geschieden.
Am 7. M�rz 1997 heiratete S.________ in seiner Heimat die ebenfalls aus dem Kosovo stammende G._________, mit welcher er bereits die beiden Kinder U., geboren am 8. November 1993, und J., geboren am 28. Oktober 1995, hatte. Am 2. Oktober 1998 stellte S.________ der Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen das Gesuch um Familiennachzug f�r seine Ehefrau und seine beiden Kinder.
B.- Mit Verf�gung vom 4. Januar 1999 widerrief die Fremdenpolizei die Niederlassungsbewilligung von S.________ und stellte die Ansetzung einer Ausreisefrist nach Rechtskraft der Verf�gung in Aussicht. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, S.________ habe sowohl die Aufenthaltsbewilligungsverl�ngerungen als auch die Erteilung der Niederlassungsbewilligung unter unwahren Angaben und wissentlichem Verschweigen wesentlicher Tatsachen erwirkt. Die eheliche Gemeinschaft mit M.________ habe lediglich acht Monate gedauert.
C.- Der gegen die Verf�gung der Fremdenpolizei gerichtete Rekurs an das Polizeidepartement des Kantons St. Gallen blieb ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen wies die gegen den Departementsentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 18. November 1999 ab.
D.- S.________ hat am 10. Januar 2000 anwaltlich vertreten beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Antrag, die Verf�gung der Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen vom 4. Januar 1999, den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons St. Gallen sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 1999 aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. Ferner hat er darum ersucht, der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde (recte der Verwaltungsgerichtsbeschwerde) sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
Am 11. Januar 2000 hat der Beschwerdef�hrer selbst beim Bundesgericht eine Erg�nzung der Beschwerde mit diversen Beilagen eingereicht, mit welcher er beantragt, diese Erg�nzung sei in die Beschwerde einzubeziehen und als deren Bestandteil zu betrachten.
E.- Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen stellt den Antrag, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen und das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
F.- Am 28. Januar 2000 hat der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht drei weitere Beilagen zur Erg�nzung seiner Beschwerde eingereicht.
G.- Mit Verf�gung vom 15. Februar 2000 hat der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.- a) Gem�ss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ausgeschlossen gegen Verf�gungen auf dem Gebiete der Fremdenpolizei �ber die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einr�umt. Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung f�llt hingegen nicht unter diesen Ausschlussgrund (vgl. Art. 101 lit. d OG). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher zul�ssig.
b) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gem�ss Art. 98 lit. g OG zul�ssig gegen Verf�gungen letzter kantonaler Instanzen. Angefochten werden kann im vorliegenden Verfahren daher einzig der Entscheid des Verwaltungsgerichts.
Soweit der Beschwerdef�hrer auch die Aufhebung des Entscheids des Justiz- und Polizeidepartements und der Verf�gung der Fremdenpolizei verlangt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. BGE 125 II 29 E. 1c S. 33; 117 Ib 414 E. 1d S. 417, je mit Hinweis).
c) Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann vorliegend die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. a und b OG), nicht jedoch die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 104 lit. c OG) ger�gt werden. Hat, wie hier, eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensgarantien erfolgt ist (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 125 II 633 E. 1c S. 635).
2.- a) Gem�ss Art. 7 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; SR 142. 20) hat der ausl�ndische Ehegatte eines Schweizer B�rgers Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren hat er Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung. Kein Anspruch besteht gem�ss Art. 7 Abs. 2 ANAG, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften �ber Aufenthalt und Niederlassung von Ausl�ndern und namentlich jene �ber die Begrenzung der Zahl der Ausl�nder zu umgehen. Gemeint ist damit in erster Linie die sogenannte Scheinehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte eheliche Gemeinschaft beabsichtigen (vgl. BGE 122 II 289 E. 2 S. 294 ff.). Selbst wenn die Ehe jedoch nicht bloss zum Schein eingegangen wurde, kann sich die Berufung darauf als rechtsmissbr�uchlich erweisen.
Dies ist nach der Rechtsprechung dann der Fall, wenn sich der Ausl�nder im fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe beruft, die nur noch formell besteht oder aufrechterhalten wird mit dem alleinigen Ziel, dem Ausl�nder eine Anwesenheitsbewilligung zu erm�glichen (BGE 123 II 49 E. 4a S. 50 f.; 121 II 97 E. 4a S. 103 f.; unver�ffentlichtes Urteil vom 16. M�rz 2000 i.S. Baran, E. 2a). Dieses Ziel wird von Art. 7 Abs. 1 ANAG nicht gesch�tzt.
b) Sind die Voraussetzungen gem�ss Art. 7 Abs. 1 ANAG erf�llt, so erwirbt der ausl�ndische Ehegatte ein eigenes und selbst�ndiges Niederlassungsrecht. Hieraus folgt, dass die ihm einmal erteilte Niederlassungsbewilligung mit der Aufl�sung der Ehe nicht automatisch erlischt, sondern nur unter den Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 4 ANAG widerrufen werden kann (BGE 112 Ib 161 E. 3 S. 162 f., 473 E. 2 S. 475).
3.- a) Die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers wurde gest�tzt auf Art. 9 Abs. 4 lit. a ANAG widerrufen.
Nach dieser Bestimmung kann eine Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn der Ausl�nder sie durch falsche Angaben oder wissentliches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen hat. Nach der Rechtsprechung wird vorausgesetzt, dass der Ausl�nder wissentlich falsche Angaben machte oder wesentliche Tatsachen verschwieg, in der Absicht, gest�tzt darauf die Niederlassungsbewilligung zu erhalten (BGE 112 Ib 473 E. 3b S. 475 f.).
b) Das Verwaltungsgericht hat die Berufung des Beschwerdef�hrers auf seine seit Juli 1990 nur noch formell bestehende Ehe als rechtsmissbr�uchlich erachtet. Die eheliche Gemeinschaft des Beschwerdef�hrers mit M.________ in C.________ habe nur w�hrend zirka 8 Monaten (von November 1989 bis Juli 1990) gedauert. Bereits im Juli 1990 sei der Beschwerdef�hrer nach W.________ gezogen, wo er ein Zimmer gemietet hatte. Die Fremdenpolizei des Kantons Z�rich habe ihm am 14. November 1990 den Stellenantritt als Service-Angestellter in W.________ unter dem Hinweis bewilligt, dass der gemeinsame Wohnsitz mit der schweizerischen Ehefrau erforderlich sei. Der Beschwerdef�hrer habe seinen Wohnortwechsel nie gemeldet und auf den Verl�ngerungsgesuchen nach wie vor die Adresse von C.________ angegeben. Ferner habe er die am 8. November 1993 erfolgte Geburt der ausserehelichen Tochter U. verschwiegen. Die im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht erstmals geltend gemachten Behauptungen des Beschwerdef�hrers, er habe mit seiner Ehefrau bis 1994 intime Beziehungen gepflegt und sei mit ihr im Sommer 1994 zwei Wochen in Tunesien in den Ferien gewesen, hielt das Verwaltungsgericht f�r nicht bewiesen. Es stellte daher auf die im Scheidungsverfahren m�ndlich und schriftlich gemachten Angaben des Beschwerdef�hrers ab, wo dieser erkl�rte, er habe seit der Trennung von M.________ allein gelebt. Ferner wies das Verwaltungsgericht darauf hin, dass auf dem Formular der Fremdenpolizei betreffend Bewilligung des Stellenwechsels nicht nach der ehelichen Wohnung, sondern nach der faktischen Unterkunft gefragt worden sei, und dass der Beschwerdef�hrer in den Verl�ngerungsgesuchen vom 23. September 1991, 10. September 1992 und 2. September 1993 in der Rubrik "Zivilstand" das Feld "verheiratet" und nicht das Feld "getrennt" ankreuzte. Ausserdem wirft das Verwaltungsgericht dem Beschwerdef�hrer Widerspr�chlichkeit weiterer Angaben zu seiner Tochter vor.
4.- Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts seien offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig und unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen zustande gekommen.
a) Hinsichtlich der Verletzung von Verfahrensbestimmungen bringt der Beschwerdef�hrer lediglich vor, gem�ss Art. 12 Abs. 1 des St. Gallischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes gelte im verwaltungsgerichtlichen Verfahren der Untersuchungsgrundsatz, wonach der Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln ist. Das Verwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil im Wesentlichen auf die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers selbst und von M.________ im Laufe des Verfahrens betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und im Scheidungsverfahren sowie auf die Ausk�nfte des Beschwerdef�hrers auf den Gesuchsformularen der Fremdenpolizei gest�tzt. Der Untersuchungsgrundsatz besagt nur, dass sich die Beh�rde von Amtes wegen vom Vorhandensein von Tatsachen zu �berzeugen hat, nicht jedoch dass im Rechtsmittelverfahren die bereits vorhandenen Beweismittel neu zu erheben w�ren. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch das Verwaltungsgericht liegt somit nicht vor.
b) Als offensichtlich unrichtig r�gt der Beschwerdef�hrer die Feststellung des Verwaltungsgerichts, seine Ehe mit M.________ habe seit 1990 nur noch formalen Bestand gehabt. Das Verwaltungsgericht durfte indessen auf die �bereinstimmenden Aussagen der Ehefrau gegen�ber der Fremdenpolizei sowie der Ehegatten im Scheidungsverfahren abstellen.
Dass die Ehefrau vor der kantonalen Fremdenpolizei als Auskunftsperson und nicht formell als Zeugin befragt wurde, vermag ihrer Glaubw�rdigkeit keinen Abbruch zu tun, zumal sich der Beschwerdef�hrer in seinem Rekurs an das Justiz- und Polizeidepartement selbst auf diese Befragung berufen hat. Der Beschwerdef�hrer kritisiert in seiner von ihm pers�nlich eingereichten Beschwerdeerg�nzung die Mandatsf�hrung seiner Anw�ltin, die ihn im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren vertreten hatte, und macht geltend, er und seine ehemalige Ehegattin seien in den fraglichen vier Jahren von 1990 bis 1994 zusammen gewesen. Auf diese Darstellung, die nicht einmal mit den Ausf�hrungen in der vom derzeitigen Anwalt des Beschwerdef�hrers eingereichten Begr�ndung der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde �bereinstimmt und in klarem Widerspruch zu den eigenen Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers im Scheidungsverfahren steht, ist nicht n�her einzugehen, zumal sich die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid einer richterlichen Beh�rde richtet (vgl. E. 1c). Es ist somit von dem vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt auszugehen, wonach der Beschwerdef�hrer seit 1990 von seiner Ehefrau getrennt lebte. Dass er diese auch nach Aufnahme des Getrenntlebens des �fteren noch im Gesch�ft besuchte, vermag daran nichts zu �ndern.
c) In seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht hat der Beschwerdef�hrer erstmals geltend gemacht, die intimen Beziehungen zu seiner Ehefrau h�tten bis 1994 angedauert und er habe im September jenen Jahres noch zwei Wochen Ferien mit ihr in Tunesien verbracht. Das Verwaltungsgericht hat auf diese Behauptungen, die durch keinerlei Beweismittel oder Beweisantr�ge untermauert waren, nicht abgestellt. Es bestand kein Anlass, M.________ zu diesen Vorbringen zu befragen, da der Beschwerdef�hrer in seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 1998 zu dem ihm in Aussicht gestellten Widerruf der Niederlassungsbewilligung weder diese angeblich andauernden intimen Beziehungen mit M.________ noch im September 1994 mit ihr verbrachte Ferien erw�hnt hatte.
Hierzu h�tte er jedoch allen Grund gehabt, nachdem ihm mit der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs ausdr�cklich vorgehalten worden war, die Ehegemeinschaft habe lediglich zirka acht Monate gedauert. Nachdem M.________ ferner zu Protokoll gab, dass sie erst in j�ngster Zeit, d.h. erst etwa Mitte Oktober 1998 erfuhr, dass der Beschwerdef�hrer ein 1993 geborenes Kind hatte, erscheint die in der Beschwerdebegr�ndung vorgetragene Behauptung, der Beschwerdef�hrer habe M.________ "anl�sslich der gemeinsamen Tunesienferien erkl�rt, m�glicherweise der Vater des ausserehelichen Kindes U.G.________ zu sein", unglaubhaft.
d) Die Frage, ob der Beschwerdef�hrer im September 1994 �berhaupt noch mit M.________ Ferien in Tunesien verbrachte, was angesichts der dargelegten Umst�nde �usserst unwahrscheinlich erscheint, kann offen gelassen werden, da sie nicht entscheidrelevant ist. Der Beschwerdef�hrer lebte im September 1994 seit �ber vier Jahren von seiner Ehefrau getrennt und hatte selbst nach seiner eigenen Darstellung im damaligen Zeitpunkt Kenntnis davon, dass er in seiner Heimat ein 1993 geborenes Kind hatte. Das von M.________ eingeleitete Scheidungsverfahren war damals bereits h�ngig, was sich aus der vom Beschwerdef�hrer eingereichten amtlichen Vorladung vom 12. August 1994 vor das Vermittleramt der Gemeinde C.________ ergibt. Die in der Beschwerdebegr�ndung vorgetragene Behauptung, M.________ habe erst dann die Scheidung gewollt und eingeleitet, nachdem ihr der Beschwerdef�hrer anl�sslich der gemeinsamen Tunesienferien im September 1994 erkl�rt habe, m�glicherweise der Vater des ausserehelichen Kindes U.G._________ zu sein, ist somit offensichtlich aktenwidrig. Die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach die Ehe des Beschwerdef�hrers mit M.________ seit Mitte 1990 nur noch formal aufrecht erhalten wurde, ist somit weder offensichtlich unrichtig noch unvollst�ndig.
5.- a) Der Beschwerdef�hrer hat auf den von ihm unterschriebenen Gesuchen um Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung vom 23. September 1991, 10. September 1992 und
2. September 1993 unter der Rubrik "Zivilstand" das Feld "verheiratet" angekreuzt, obwohl er seit Mitte 1990 von seiner damaligen Ehefrau getrennt lebte. Die Frage nach allf�lligen �nderungen der Personalien/der Adresse des Gesuchstellers beantwortete er nicht, womit er die Beh�rden zur Annahme veranlasste, die auf dem Formular angegebene Adresse in C.________ sei nach wie vor seine Adresse.
aa) Der Beschwerdef�hrer erachtet die Angabe "verheiratet" als korrekt und macht geltend, er sei in keinem Zeitpunkt durch einen Richter getrennt worden. Dem ist entgegenzuhalten, dass es gerichtsnotorisch ist, dass unter "getrennt" landl�ufig ein "Getrenntleben" der Ehegatten verstanden wird, wozu eine richterliche Trennung nicht erforderlich ist. Dass der Beschwerdef�hrer als juristischer Laie unter "getrennt" eine richterliche Trennung verstanden haben will, ist unglaubhaft.
bb) Was im Weiteren die unterlassene Bekanntgabe der Adress�nderung anbelangt, so �berzeugt die Erkl�rung, die Ehegatten h�tten seiner Adress�nderung im Zusammenhang mit den Verl�ngerungsgesuchen keine Bedeutung beigemessen, ebenfalls nicht. Dem Beschwerdef�hrer wurde n�mlich die Bewilligung zum Stellenantritt vom 14. November 1990 ausdr�cklich unter der Bedingung des gemeinsamen Wohnsitzes mit der Ehefrau erteilt. Der Beschwerdef�hrer versucht nun, die unterlassene Mitteilung seiner Adress�nderung damit zu begr�nden, die Ehegatten h�tten weiterhin Kontakte gehabt. Dem hat das Verwaltungsgericht zu Recht entgegengehalten, dass auf dem Gesuch um Bewilligung des Stellenwechsels nach der Unterkunft und nicht nach dem Wohnsitz gefragt wurde. Die Angabe der Adresse der Ehefrau auf diese Frage und das Verschweigen seiner eigenen Unterkunft war, wie auch f�r den Beschwerdef�hrer erkennbar sein musste, offensichtlich unrichtig.
b) Auf dem am 23. Juni 1994 unterschriebenen Gesuch um Bewilligung des Stellenwechsels hat der Beschwerdef�hrer ferner mit einem Strich in der betreffenden Rubrik eigene Kinder verneint. In seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 1998 hat der Beschwerdef�hrer hierzu erkl�rt, bei der Geburt eines ausserehelichen Kindes handle es sich nicht um eine wesentliche Tatsache, weshalb es sich dabei auch nicht um ein wissentliches Verschweigen einer wesentlichen Tatsache handle. Noch in seinem Rekurs an das kantonale Justiz- und Polizeidepartement hat der Beschwerdef�hrer an dieser Erkl�rung festgehalten und erst in seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht vorgebracht, er habe am 23. Juni 1994 noch nicht gewusst, dass er Vater einer Tochter geworden war. Die diesbez�glichen Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers muten unglaubhaft an. Wie es sich damit verh�lt, kann und braucht jedoch nicht n�her abgekl�rt zu werden.
Nach Art. 3 Abs. 2 ANAG ist der Ausl�nder verpflichtet, der Beh�rde �ber alles, was f�r den Bewilligungsentscheid massgebend sein kann, wahrheitsgetreu Auskunft zu geben. Wesentlich sind nicht nur solche Tatsachen, nach denen die Fremdenpolizei bei der Erteilung der Bewilligung ausdr�cklich gefragt hat, sondern auch solche, von denen der Gesuchsteller wissen muss, dass sie f�r den Bewilligungsentscheid massgebend sind (vgl. unver�ffentlichtes Urteil vom 16. M�rz 2000 i.S. Baran E. 3a, mit Hinweisen).
Bei der Geburt eines ausserehelichen Kindes handelt es sich erkennbar um einen im Verfahren um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung gem�ss Art. 7 ANAG entscheidrelevanten Umstand, der den Fremdenpolizeibeh�rden zu weiteren Abkl�rungen des bisherigen Verhaltens des Beschwerdef�hrers Anlass gegeben h�tte (vgl. Art. 11 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz 1949 zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder, ANAV; SR 142. 201). Sache des Beschwerdef�hrers w�re es daher gewesen, der Fremdenpolizei die Geburt seines Kindes mitzuteilen (vgl. unver�ffentlichtes Urteil vom 16. M�rz 2000 i.S. Baran, E. 3d).
Gem�ss den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers in seiner Beschwerdeerg�nzung will er erst im August 1994 erfahren haben, dass er der Vater des am 8. November 1993 geborenen Kindes U. ist. Bis zur Erteilung der Niederlassungsbewilligung am 6. Dezember 1994 w�re dem Beschwerdef�hrer allerdings auch dann noch ausreichend Zeit zur Verf�gung gestanden, um seiner Informationspflicht nachzukommen und die Beh�rden �ber die Geburt seines Kindes in Kenntnis zu setzen.
6.- a) Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung gem�ss Art. 9 Abs. 4 ANAG setzt nach der Rechtsprechung nicht nur voraus, dass der Ausl�nder wissentlich falsche Angaben machte oder wesentliche Tatsachen verschwieg, sondern auch, dass dies in der Absicht erfolgte, gest�tzt darauf die Niederlassungsbewilligung zu erhalten (BGE 112 Ib 473 E. 3b S. 475). Eine solche Absicht des Beschwerdef�hrers ist zu bejahen. Das Verschweigen des Getrenntlebens von seiner Ehefrau und der Geburt seines Kindes ebenso wie die Scheidung seiner Ehe genau auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Niederlassungsbewilligung lassen auf ein planm�ssiges Vorgehen des Beschwerdef�hrers schliessen. Dies best�tigt auch der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer kurz nach der Scheidung mit seiner jetzigen Ehefrau ein zweites, am 28. Oktober 1995 geborenes Kind gezeugt und in der Folge f�r seine jetzige Ehefrau und seine beiden Kinder den Familiennachzug beantragt hat.
b) Zusammenfassend hat das Verwaltungsgericht zu Recht angenommen, die Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 4 ANAG seien erf�llt.
7.- Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes f�hrt nicht zwingend zu einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung.
Vielmehr ist den besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles Rechnung zu tragen, wobei den Fremdenpolizeibeh�rden ein gewisser Ermessensspielraum zusteht (BGE 112 Ib 473 E. 4 S. 477 ff.).
Der Beschwerdef�hrer verweist in diesem Zusammenhang auf seine lange Anwesenheit in der Schweiz, seine Integration, sein klagloses Verhalten und seine geordneten finanziellen Verh�ltnisse. Dem ist entgegen zu halten, dass die jetzige Familie des Beschwerdef�hrers, f�r die er den Familiennachzug beantragt hat, jedenfalls bis vor kurzem in seiner Heimat im Kosovo lebte. In der Begr�ndung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird neu und daher unzul�ssigerweise (Art. 105 Abs. 2 OG) geltend gemacht, die heutige Ehefrau lebe zusammen mit den beiden Kindern seit dem
24. Juni 1999 beim Beschwerdef�hrer. Angesichts der Tatsache, dass die kantonale Fremdenpolizei laut ihrer angefochtenen Verf�gung betreffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung das Gesuch um Familiennachzug bis zum Abschluss dieses Verfahrens pendent h�lt und sie dem Vertreter des Beschwerdef�hrers mit Schreiben vom 23. September 1999 mitgeteilt hat, dass Personen aus dem Kosovo, welche als Besucher eingereist sind, die Schweiz nach Ablauf von drei Monaten wieder zu verlassen haben, wobei sie bereit sei, die Ausreisefrist auf Mai 2000 anzusetzen, ist ohnehin nicht ersichtlich, worauf sich ein �ber diesen Zeitpunkt hinausgehendes Anwesenheitsrecht der heutigen Ehefrau des Beschwerdef�hrers und der beiden Kinder in der Schweiz st�tzen k�nnte. Jedenfalls stammt die jetzige Ehefrau des Beschwerdef�hrers wie er selbst aus dem Kosovo und hat bis vor kurzem dort gelebt. In seiner Beschwerdeerg�nzung erw�hnt der Beschwerdef�hrer ferner Angeh�rige im Kosovo, welche angeblich aus Angst, ihn zu verlieren, f�r ihn "zahlreiche Beziehungen im Heimatland", worunter die Bekanntschaft mit seiner jetzigen Ehefrau, arrangierten.
Entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verf�gt der Beschwerdef�hrer somit �ber enge Beziehungen zu seiner Heimat. Der Beschwerdef�hrer reiste im Alter von bereits 22 Jahren erstmals als Saisonnier in die Schweiz ein und hat den Kontakt mit seiner Heimat nie abgebrochen, wie etwa sein Ferienaufenthalt im Januar 1993 und die dort erfolgte Heirat zeigen. Dass nach l�ngerer Anwesenheit in der Schweiz die R�ckkehr in die Heimat mit Nachteilen verbunden ist, ist nicht aussergew�hnlich und l�sst den angefochtenen Entscheid nicht als unverh�ltnism�ssig erscheinen.
8.- Zusammenfassend erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 159 Abs. 2 OG).
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Justiz- und Polizeidepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 100
 Art. 101
 Art. 98
 BGE 
 Art. 104
 BGE 
 Art. 7
 Art. 7
 BGE 
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 7
 Art. 11
 Art. 9
 Art. 9