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Timestamp: 2020-01-17 13:21:21+00:00

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BGH, 26.04.1994 - XI ZR 97/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1018
BGH, 26.04.1994 - XI ZR 97/93 (https://dejure.org/1994,1018)
BGH, Entscheidung vom 26.04.1994 - XI ZR 97/93 (https://dejure.org/1994,1018)
BGH, Entscheidung vom 26. April 1994 - XI ZR 97/93 (https://dejure.org/1994,1018)
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Zustimmung zur Freigabe eines hinterlegten Grundschuldbriefs - Aufschiebend bedingter Anspruch auf Rückgewähr einer Grundschuld - Ausübung des Wahlrechts durch den Sicherungsgeber - Auslegung der einschlägigen Bestimmungen eines Pachtvertrages - Einwand des ...
Freigabeanspruch des Rechtsinhabers bei Hinterlegung zu Gunsten mehrerer Gläubiger
NJW-RR 1994, 847
Diese Rechtsstellung muss der an dem hinterlegten Gegenstand nicht Berechtigte auf der Grundlage der Eingriffskondiktion durch Erklärung gegenüber dem Berechtigten oder dem Schuldner nicht nur im Falle einer förmlichen Hinterlegung aufgeben (vgl. BGH, Urteil vom 15. Mai 1961 - VII ZR 181/59, BGHZ 35, 165, 170; BGH NJW-RR 1994, 847), sondern auch dann, wenn der Schuldner die Leistung an den materiell Berechtigten von der Zustimmung des weiteren Forderungsprätendenten abhängig macht, der wahre Berechtigte mithin nicht ohne die Zustimmung des anderen über sein Recht verfügen kann (vgl. BGH, Urteil vom 17. Dezember 1969 - VIII ZR 10/68, NJW 1970, 643).
Damit steht das hinterlegte Geld der Klägerin zu, die Beklagten haben die beanspruchte Freigabe gemäß § 812 BGB zugunsten der Klägerin zu erklären (vgl. BGHZ 35, 165, 170; 109, 240, 244; BGH, Urt. v. 26. April 1994 - XI ZR 97/93, NJW-RR 1994, 847).
Der Anspruch aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 2 BGB setzt auch nicht voraus, dass der klagende Prätendent bei der Hinterlegung als Berechtigter benannt worden ist (BGH, Urt. v. 26. April 1994 - XI ZR 97/93, NJW-RR 1994, 847).
Dieser richtet sich nach der Wahl des Sicherungsgebers auf Abtretung des Grundpfandrechts, dessen Aufhebung oder den Verzicht auf dieses (BGH, Urteil vom 26. April 1994 - XI ZR 97/93 - NJW-RR 1994, 847 unter II 1 b).
a) Bei einem Streit zwischen zwei Forderungsprätendenten über die Auszahlung von hinterlegten Geldbeträgen steht dem wirklichen Rechtsinhaber gegen den anderen Prätendenten ein bereicherungsrechtlicher Anspruch auf Einwilligung in die Auszahlung zu, denn letzterer hat durch das vom Schuldner gewählte Vorgehen auf Kosten des wahren Gläubigers rechtsgrundlos die Stellung eines Hinterlegungsbeteiligten erlangt (BGHZ 35, 165, 170; BGHZ 109, 240, 244; BGH, Urt. v. 26. April 1994, XI ZR 97/93, NJW 1994, 847;… BGH, Urt. v. 13. November 1996, VIII ZR 210/95, NJW-RR 1997, 495 ff).
BGH, 17.09.2002 - VI ZR 147/01
Einem weiteren Begehren des Grundschuldgläubigers kann u.U. auch der Einwand des Rechtsmißbrauchs entgegenstehen, wenn die Grundschuld keine Ansprüche mehr sichert (vgl. BGH, Urteil vom 26. April 1994 - XI ZR 97/93 - NJW-RR 1994, 847, 848).
Deshalb hat er, wenn sich nicht aus dem Vertrag etwas anderes ergibt, Einrichtungen, mit denen er die Pachtsache versehen hat, zu beseitigen, insbesondere während der Vertragsdauer auf einem Grundstück errichtete Bauten oder Aufbauten zu entfernen (vgl. BGHZ 96, 141, 144; BGH NJW-RR 1994, 847, 848 m.w.N.).
Dies gilt selbst dann, wenn der Verpächter der Errichtung zugestimmt hat und das Gebäude in sein Eigentum übergegangen ist (vgl. BGH NJW 1966, 1409; NJW-RR 1994, 847, 848 m.w.N.).
Der gesetzliche Herausgabeanspruch nach § 556 BGB gibt dem Vermieter/ Verpächter also das Recht, die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes zu verlangen (vgl. BGHZ 96, 141, 144/145; BGH NJW-RR 1994, 847, 848).
Der Rückgewähranspruch ist nach Wahl des Sicherungsgebers auf Abtretung der Grundschuld, deren Aufhebung oder den Verzicht auf das dingliche Recht gerichtet (BGH Urteil vom 26. April 1994 - XI ZR 97/93 - NJW-RR 1994, 847, 848).
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References: BGH 
 § 812
 § 812
 BGH 
 BGH 
 § 556
 BGH