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Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH? - Seite 10 - DOPPELADLER.COM
Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?
Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?
Beitrag von Alpine » 01. Okt 2016, 06:58
Ab Montag ist Vomp wieder fix und permanent aktiver HSStP
Beitrag von theoderich » 05. Okt 2016, 13:20
Militär-Helis in Vomp wieder daheim
Am Montag hatte die unabhängige Initiative zum Erhalt des Hubschrauberstützpunktes Vomp mit Fritz Gurgiser Grund zu feiern. Denn ihr Ziel, die „Wieder-Inbetriebnahme“ des Hubschrauberstützpunktes in Vomp, ist erreicht. „Seit Montag ist der Stützpunkt wieder besetzt, das heißt, das Bodenpersonal ist bereit, militärische Luftfahrzeuge aufzunehmen. Außerdem ist ein Hubschrauber aus Ostösterreich auf den Stützpunkt verlegt worden, der für militärische Aufträge wie etwa Grenzraumüberwachung oder zivile Assistenzanforderungen, z. B. für Lawinenkommissionen, zur Verfügung steht“, erklärt Herbert Bauer, Militärkommandant von Tirol. Ein weiterer Hubschrauber erfülle derzeit, ausgehend vom Stützpunkt in Vomp, militärische Aufträge in Tirol.
Der Stützpunkt sei im Katastrophenfall von großer Bedeutung, weil mehrere Hubschrauber aufgenommen, gewartet und versorgt werden können. Die Wiederinbetriebnahme ist laut Bauer auch in der geänderten Sicherheitslage begründet, die zu einer Verbesserung der Einsatzbereitschaft des Bundesheers in allen Bereichen führe. „Die Katastrophenhilfe aus der Luft ist mehrstufig zu sehen. Mal genügt ein Hubschrauber, wie beim Waldbrand Hechenberg, mal werden viele Hubschrauber benötigt, wie beim Waldbrand Absam oder beim Lawinenunglück in Galtür, die erst herangeführt werden müssen“, erklärt Bauer.
Für Gurgiser ist der seit 46 Jahren bestehende Hubschrauberstützpunkt in Vomp „ein unverzichtbares Gut für Tirol und Vorarlberg“. Er erinnert an eine Luftunterstützungsübung im Außerfern im Vorjahr. „Maschinen aus Langenlebarn, Hörsching und Aigen konnten da nicht oder nur verspätet nach Tirol einfliegen wegen schlechter Witterung am Alpenhauptkamm“, sagt er. Da habe sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig Vomp als einziger Hubschrauberstützpunkt in Westösterreich im Katastrophenfall sei. Zehn Monate lang (seit Dezember 2015) war der Hubschrauberstützpunkt geschlossen. Laut Gurgiser sei der Kampf seines Teams hart und einsam gewesen – mit großem Widerstand aus Wien und Innsbruck. Einzig NR Hermann Gahr habe sich ebenso nicht beirren lassen. Hilde Marksteiner sammelte zudem unermüdlich Unterschriften – weit über 4000 Tiroler setzten sich mit ihrer Signatur für den Erhalt des Vomper Stützpunktes ein. „Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben“, gesteht der Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert. Möglich sei die Wiederbelebung nur durch den Ministerwechsel geworden.
Das weiß auch Gurgiser, der Minister Hans­ Peter Doskozil dankt und ihm Hausverstand attestiert. In der räumlich strikt getrennten Kaserne neben dem Landeplatz sind bekanntlich Flüchtlinge untergebracht. BM Schubert: „Wir bemühen uns, dass auch die Kaserne ihrem eigentlichen Zweck wieder zugeführt wird, und orten Signale, dass der mit Jahresende auslaufende Vertrag möglicherweise nicht nochmals verlängert wird.“
http://www.tt.com/politik/landespolitik/12092805-91/militär-helis-in-vomp-wieder-daheim.csp
Aus einem Heli mach zwei Hubschrauber (4. Oktober 2016)
Tirol wird seinem Image als Land der Hubschrauber einmal mehr gerecht. Obwohl das Bundesheer am Montag den Stützpunkt Vomp wieder in Betrieb genommen hat, wird das Land trotzdem einen weiteren Hubschrauber um bis zu vier Millionen ankaufen und der Polizei zur Verfügung stellen.
http://www.tt.com/politik/landespolitik/12093174-91/aus-einem-heli-mach-zwei-hubschrauber.csp
Neuer Schwerlasthelikopter im Einsatz (14. Juli 2016)
Eine Super Puma kostet rund viereinhalb Millionen Euro. Diese Investition zahle sich aber aus, sagt Heli-Austria-Geschäftsführer Roy Knaus: „Wir haben eine Maschine in Österreich recht gut ausgelastet und haben eine zweite sozusagen als Backup für zusätzliche Einsätze oder für Auslandseinsätze. Wir haben auch Angebote für Afrika gelegt. Es gibt Anfragen aus China, Indonesien und Brasilien.“
Die Maschinen wurden runderneuert von der kanadischen Helikopterfirma CHC gekauft - ihr Originalbaujahr ist 1994.
http://salzburg.orf.at/news/stories/2785535/
http://www.chc.ca/why-we-lead/fleet.aspx
Zuletzt geändert von theoderich am 15. Nov 2016, 02:49, insgesamt 2-mal geändert.
Beitrag von theoderich » 08. Nov 2016, 17:01
Beschlussprotokoll des 20. Ministerrates vom 8. November 2016
http://www.bka.gv.at/site/cob__64221/currentpage__0/8279/default.aspx
http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=64232
Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG zwischen dem Bund und dem Land Tirol über Hubschrauberdienste für den Zivil- und Katastrophenschutz im Land Tirol
§ 3. Die Vertragsparteien richten die Hubschrauberdienste nach folgenden Grundsätzen ein:
1. Der Hubschrauber wird vorrangig für den umfassenden Zivil- und Katastrophenschutz ganzjährig ohne Einschränkung, jedenfalls täglich ab 07:00 Uhr in den Sommermonaten (Mai – August), in den übrigen Monaten ab 08:00 Uhr bis Sonnenuntergang betrieben. Die Reaktionszeiten im Einzelfall sind jenen der Notarzthubschrauber angepasst.
2. Darüber hinaus ist der Hubschrauber uneingeschränkt als Luftfahrzeug für polizeiliche Einsätze einsetzbar.
3. Einsätze gemäß Z 2 werden möglichst so organisiert, dass die Durchführung unerlässlich notwendiger Flüge gemäß § 2 gewährleistet ist und die Einsatzbereitschaft des Hubschraubers für derartige Flüge nicht unvertretbar geschmälert wird.
4. Im Falle von gleichzeitig anfallenden Einsätzen wird das Einvernehmen zwischen Bund und Land Tirol hergestellt. Akute und unaufschiebbare Einsätze zur Lebensrettung sind aber in jedem Fall prioritär.
5. Auf dem Hubschrauber wird der Hinweis auf die gemeinsame Einrichtung und Finanzierung geeignet angebracht.
Ob VIP-Flüge für Landespolitiker als "polizeilicher Einsatz" gelten werden?
Pflichten des Landes Tirol
§ 5. Das Land Tirol
1. stellt sicher, dass sämtliche nicht exekutivdienstliche Anforderungen für den Hubschrauber gebündelt über die Landeswarnzentrale Tirol oder die Landeseinsatzleitung Tirol erfolgen;
2. prüft, ob es sich bei der jeweiligen Anforderung um Aufgaben im Sinne des § 2 handelt und eine entsprechende Notwendigkeit vorliegt;
3. führt Aufzeichnungen über alle Daten eines Einsatzes;
4. übernimmt die Kosten gemäß § 6 Abs. 1 Z 2.
§ 6. Die Kosten für die Hubschrauberdienste werden wie folgt getragen:
1. Die Kosten für die Erfüllung der Pflichten gemäß § 4 werden vom Bund aufgebracht.
2. Das Land Tirol übernimmt den Kaufpreis eines vom Bund zu beschaffenden Hubschraubers bis maximal vier Millionen Euro; dies ist eine Vorauszahlung auf sämtlichen während der Laufzeit dieser Vereinbarung im Rahmen der Aufgabenerfüllung gemäß § 2 beim Bund entstehenden Aufwand und ist dieser damit abgegolten.
http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=64239
Wieder einmal ein sehr gutes Geschäft: Das Land Tirol zahlt einmalig bis zu 4 Mio. EUR für einen Helikopter, der Bund kommt für alle weiteren Anschaffungskosten auf - und der Bund bleibt ebenfalls für die nächsten 25 Jahre auf den Betriebskosten sitzen! Und das, obwohl die Einsatzvorsorge für Katastrophenhilfe in den Verantwortungsbereich der Länder fällt:
Die Einsatzvorsorgen für die Katastrophenhilfe obliegen in erster Linie den Bundesländern. Dazu gehören vor allem die Aufstellung von Katastrophenhilfsdiensten sowie die Bereitstellung der für die Katastrophenhilfe erforderlichen Ressourcen.
http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Zivilschutz/skkm/bundeslaender/start.aspx
https://www.tirol.gv.at/sicherheit/katziv/
Tiroler Landesordnung 1989
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrT&Gesetzesnummer=10000103
Gesetz vom 8. Februar 2006 über das Katastrophenmanagement in Tirol (Tiroler Katastrophenmanagementgesetz)
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrT&Gesetzesnummer=20000180
Zu § 4 (Pflichten des Bundes):
Gemäß dieser Vereinbarung wird der Bund einen Hubschrauber im Land Tirol bereitstellen, diesen als Staatsluftfahrzeug betreiben und dessen Instandhaltung und Wartung nach dem Stand der Technik sowie Hangarierung übernehmen. Diese Verpflichtung trifft den Bund unabhängig davon, welches Fluggerät tatsächlich zum Einsatz kommt.
Auf dem Stützpunkt im Land Tirol wird seitens des Bundes der ständige Betrieb dieses Hubschraubers sichergestellt und es werden Hubschrauberdienstleistungen gem. § 2 erbracht. Besonders geschulte Beamte und Vertragsbedienstete des BMI werden als Hubschrauberpiloten und als Flight Operatoren für alpine oder sonstige Hilfeleistungen und Bergungen bereitgestellt. Die Organisation eines Hubschraubereinsatzes einschließlich der Koordination mit den Sicherheitsdienststellen erfolgt durch den Hubschrauberbetreiber.
Zu den Pflichten des Bundes zählt auch das Führen von Aufzeichnungen über den Flugbetrieb, den technischen Betrieb mit dem Hubschrauber und die Betriebskosten. Nach einer automationsunterstützten Auswertung werden diese an das Land Tirol übermittelt, ebenso personenbezogene Daten über Personen, denen Hilfe geleistet wurde.
Darüber hinaus zählt es zu den Pflichten des Bundes, die Kosten wie in § 6 Z 1 dargestellt zu übernehmen.
Diese Pflichten des Bundes umfassen jedenfalls auch den Abschluss einer Haftpflicht- und Insassenversicherung, die auch Einsätze im Rahmen der Aufgaben des Hubschrauberdienstes nach § 2 umfasst. Dadurch kann die Leistungspflicht des Landes im Rahmen der Amtshaftung durch Leistungen aus dieser Versicherung reduziert werden.
Zu § 5 (Pflichten des Landes):
Das Land Tirol trägt zu einer gelingenden Kooperation bei und stellt die jeweils erforderlichen Anforderungen für den Hubschrauber (über Landeswarnzentrale Tirol, Landeseinsatzleitung Tirol, Leitstelle Tirol) sicher. Der Bund betreibt den Hubschrauber als Staatsluftfahrzeug und trägt die Kosten gemäß § 6.
Zu § 6 (Kostentragung):
Auch wenn der vom Land Tirol geleistete Betrag für die Begleichung der Anschaffungskosten verwendet wird, ist diese Leistung als Vorausleistung für sämtliche beim Bund im Rahmen der Aufgabenerfüllung gemäß Abs. 2 entstehenden Kosten für die Laufzeit dieser Vereinbarung zu verstehen. Wenn das Land diese Vorleistung erbracht hat, obliegt es dem Bund, alle Aufwendungen, einschließlich erforderlicher Versicherungsbeiträge, die für die Erledigung der Pflichten gem. § 4 notwendig sind, für den Hubschrauber zu bedecken. Durch diese Art der Kostenteilung wird auch dem § 2 des Finanz-Verfassungsgesetzes 1948 Rechnung getragen, der verlangt, dass der Bund und die übrigen Gebietskörperschaften den Aufwand, der sich aus der Besorgung ihrer Aufgaben ergibt, selbst zu tragen haben. Die Leistung des Landes Tirol am Beginn der Vereinbarung widerspricht dem nicht, weil es eben nur eine Vorleistung auf die vom Bund für das Land noch zu erbringenden Leistungen ist.
http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=64237
Das Land Tirol ist immer wieder mit schwerwiegenden Naturkatastrophen konfrontiert, etwa bei Lawinenkatastrophen, Hochwasserereignissen oder Waldbränden in hochalpinen Regionen. Bei all diesen Anlässen hat sich gezeigt, dass zur Bewältigung dieser Katastrophen eine unmittelbare Einsatzbereitschaft durch einen Hubschrauber unerlässlich ist. Bei mehreren Anlassfällen hat sich auch gezeigt, dass Tirol witterungsbedingt aufgrund der Topografie oftmals nicht anfliegbar war, weshalb die Stationierung eines Hubschraubers im Bundesland selbst eine wesentliche Voraussetzung darstellt. Eine Kooperation zur Bewältigung dieser Herausforderungen zwischen Bund und Land Tirol ist daher erforderlich.
Ziel ist es, das Einsatzmittel "Hubschrauber" im Hinblick auf die die Grundsätze der Wirkungsorientierung, der Transparenz, der Effizienz und der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage des Bundes optimal zwischen den Gebietskörperschaften zu nutzen, einerseits im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes und andererseits im Bereich der Sicherheitsbehörden und Dienststellen bei der Vollziehung ihrer gesetzlichen Aufgaben.
Der Katastrophenschutz ist in Österreich Landessache (Art. 15 B-VG). Den Ländern stehen jedoch nicht die geeigneten Einsatzmittel wie Hubschrauber und das Flugpersonal zur Verfügung. Das Bundesministerium für Inneres verfügt über besonders ausgebildete Piloten und Bergespezialisten mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung im alpinen Bereich. Dieses Personal steht auch ständig im Rahmen der Ersten Allgemeinen Hilfeleistungspflicht nach dem Sicherheitspolizeigesetz zur Verfügung. Zudem ist die notwendige Infrastruktur für Flugeinsätze im Rahmen der Katastropheneinsätze vorhanden. Damit diese Einsatzmittel sowohl für die Einsatzbereiche der Länder als auch des Bundes genützt werden können, wird im Wege der Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG eine zweckmäßige Lösung angestrebt.
Das BMI beschafft einen Hubschrauber, der speziell dem Anforderungsprofil des Zivil- und Katastrophenschutzes entspricht. Das Land Tirol beteiligt sich am Kaufpreis dieses Hubschraubers bis max. € 4 Mio. Die Betriebs-, Wartungs- und Personalkosten (laufende Kosten) werden vom Bund getragen. Dadurch ergibt sich, bei einer prognostizierten Betriebsdauer des Hubschraubers von 25 Jahren, ein Ausgleich von Anschaffungskosten und laufenden Kosten.
http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=64238
Beitrag von innsbronx » 09. Nov 2016, 13:31
Die Tiroler Polizei braucht offenbar ein neues Hüttentaxi.
Beitrag von Alpine » 09. Nov 2016, 15:00
Du sprichst offenbar den neuen Bericht zum Achensee-Absturz an. Aber als Innschbrucker solltest du schon auch beobachten können, dass die Libelle schon sehr viel bei echten Exekutiveinsätzen im Einsatz ist.
tom150d
Registriert: 20. Jun 2007, 22:23
Wohnort: Hochfilzen
Beitrag von tom150d » 09. Nov 2016, 19:59
Derzeit auf der Facebook Seite des HS-Stützpunktes Schwaz!
https://www.facebook.com/55278933140966 ... 99/?type=3
Viele Grüße aus Hochfilzen
Beitrag von stefanT » 10. Nov 2016, 11:01
Zwei große Hubschrauber sind, wenn auch von einer privaten Firma betrieben, schon im Land.
Im Katastrophenfall, den das Land immer propagiert, ist diese Hubschrauberklasse sicher effektiver:
http://tirol.orf.at/news/stories/2807745/
Beitrag von theoderich » 02. Dez 2016, 11:42
Parlamentskorrespondenz Nr. 1346 vom 30.11.2016
Polizeihubschrauber wird für Katastrophenschutz zum Einsatz kommen
In Tirol wird künftig ganzjährig ein Polizeihubschrauber für Zwecke des Zivil- und Katastrophenschutzes zur Verfügung stehen. Das sieht eine Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol vor, für die der Innenausschuss des Nationalrats heute einstimmig grünes Licht gegeben hat. Demnach soll der Hubschrauber je nach Bedarf sowohl für den Zivil- und Katastrophenschutz als auch für polizeiliche Aufgaben zum Einsatz kommen. Die Kosten für den Flugbetrieb inklusive Personal übernimmt vorläufig der Bund, im Gegenzug steuert das Land Tirol 4 Mio. € zum Kaufpreis bei. Über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg ist ein Kostenausgleich vorgesehen.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK1346/index.shtml
Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol über Hubschrauberdienste für den Zivil- und Katastrophenschutz im Land Tirol (1366 d.B.)
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/I/I_01366/index.shtml
Ankauf eines eigenen Hubschraubers
Durch den Abschluss einer so genannten 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol und dem heutigen Beschluss des Innenausschusses im Nationalrat nimmt der Ankauf des eigenen Hubschraubers für den Zivil- und Katastrophenschutz in Tirol immer konkretere Formen an. „Die Waldbrände der jüngsten Vergangenheit, die zahlreichen Murenereignisse und nicht zuletzt der beginnende Winter mit den ersten Lawinenunglücken haben uns einmal mehr eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig der Ankauf und Einsatz eines ganzjährig im Land stationierten Hubschraubers für die künftige Versorgung Tirols im Katastrophenfall ist“, ist LH Günther Platter überzeugt.
Auf Basis der bisherigen Beschlussfassungen erfolgt derzeit der Ausschreibungsvorgang für den Hubschrauber. Im Frühjahr 2017 wird das Gesamtpaket dem Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Lieferung und Adaptierung des Hubschraubers mit allen notwendigen Spezialvorrichtungen dauert erfahrungsgemäß etwa sieben bis zehn Monate. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Hubschrauber Ende 2017 bzw. Anfang 2018 in Tirol einlangt und einsatzbereit ist. „Der Hubschrauber wird Tirol in jeglicher Hinsicht noch sicherer machen. Sei es, wenn er von uns im Katastrophenfall eingesetzt wird, sei es aber auch, wenn er dem Innenministerium für Polizeizwecke zur Verfügung steht. In dem Sinne ist der Helikopter künftig ein doppelter Gewinn für Tirol“, so LH Platter.
https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/artikel/ankauf-eines-eigenen-hubschraubers/
Beitrag von theoderich » 15. Dez 2016, 11:24
Nationalrat gibt OK für Hubschrauber
Mit großer Mehrheit hat der Nationalrat eine Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol über die dauerhafte Stationierung eines Polizeihubschraubers in Tirol genehmigt. Er soll für Katastrophen- und polizeiliche Aufgaben eingesetzt werden.
Die Kosten für den Flugbetrieb inklusive Personal übernimmt vorläufig der Bund, im Gegenzug steuert das Land Tirol bis zu vier Millionen Euro zum Kaufpreis bei. Gegen den Vertrag zwischen Bund und Land stimmten nur die Grünen.
Wie Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) erklärte, ist bereits derzeit ein Polizeihubschrauber fix in Tirol stationiert, ein zweiter kann im Bedarfsfall hinzugezogen werden. Mit der neuen Vereinbarung stünden dann bis zu drei Hubschrauber zur Verfügung. Die voraussichtlichen Kosten für den Kauf des Fluggeräts bezifferte er mit zwischen 2,5 und vier Millionen Euro.
http://tirol.orf.at/news/stories/2814751/
Beitrag von Alpine » 17. Dez 2016, 22:28
https://m.facebook.com/story.php?story_ ... 9331409664
Beitrag von Alpine » 20. Dez 2016, 20:49
Seit 1969 (Schwaz-LOXI) bzw. 1970 (Klagenfurt-LOXK) verfügt das ÖBH neben den Fliegerhorsten über je einen
Hubschrauberstützpunkt in Tirol und in Kärnten. 2016 fiel durch den damaligen BM Klug die Entscheidung,
beide Stützpunkte dauerhaft zu schließen. Der Stützpunkt in VOMP war in der FRUNDSBERG Kaserne unterge-
bracht und am Flughafen KLA-GENFURT konn-te ein nagelneuer Hangar mietfrei als Stützpunkt genutzt werden. Die Ent-
scheidung war umso unverständlicher, als in KLAGENFURT für Hubschrauber keinerlei und für Flächenflugzeuge nur
halbe Landegebühren zu entrichten wa-ren. Die Personalvertretung versuchte bis zuletzt diese betriebswirtschaftliche und sicherheitspolitische Fehlentschei-dung doch noch zu verhindern. Dennoch beharrte Klug auf den Schließungen und unterzeichnete den Erlass kurz vor sei-
nem Rücktritt als Verteidigungsminister. Kaum unterfertigt, beeilten sich die zu-ständigen Generäle, die Schließung zu
exekutieren und vollendete Tatsachen zu schaffen. So wurde der Vertrag mit dem Flughafen KLAGENFURT trotz Kündigungsfrist
einvernehmlich gegen Bezahlung einer Einmalzahlung vorzeitig beendet. In VOMP musste die Infrastruktur (insbesondere die IKT
Leitungen) auf Weisung nachhaltig zerstört werden. Die Soldaten wurden in alle Himmelsrichtungen versetzt bzw.
dienstzugeteilt.Mit BM Doskozil kam die Trendwende. Er erkannte sofort die Bedeutung der dislozierten Stützpunkte und ordnete
sofort die Wiederinbetriebnahme an. So wird in VOMP seit September 2016 wieder geflogen. Bis zur Wiedereröffnung in KLAGENFURT wird es voraus-
sichtlich noch bis Jänner 2017 dauern, da noch keine neuen Verträge vorliegen.Organisatorisch ist beabsichtigt, die
Flugbetriebsdienste in den Flugbetriebs-kompanien abzubilden und zusätzlich ständig einen Hubschrauber mit Besat-
zung vor Ort zu belassen.Was von diesem Intermezzo bleibt, sind jede Menge unnötiger Kosten! Darauf
angesprochen, beeilen sich die damals verantwortlichen Generäle, auf die Ministerverantwortung hinzuweisen. Und
dieser hat sich bekanntlich ja nur gegenüber dem Wähler zu verantworten. Was konkret den nunmehrigen NRAbg. Mag.
Klug betrifft, wird diese Rechnung wohl spätestens bei der Nationalratswahl 2018 beglichen werden.
http://www.steirische-personalvertretun ... _01_16.pdf
und da machen die Medien natürlich keinen Wind wenn die Sozi wieder einmal Steuergeld verschwenden....
Beitrag von theoderich » 20. Jan 2017, 01:00
Bundesheer-Heli fliegt kaum Assistenzeinsätze fürs Land
Tirol und seine Hubschrauber – das ist eine endlose Geschichte. In den Wintermonaten sind gleich 15 Rettungshubschrauber stationiert, trotzdem hat das Land mit dem Innenministerium eine Vereinbarung über Hubschrauberdienste für den Zivil- und Katastrophenschutz abgeschlossen. Noch im heurigen Jahr wird ein weiterer Hubschrauber um bis zu vier Millionen Euro angekauft und der Tiroler Polizei zur Verfügung gestellt. Sie verfügt dann über zwei Helikopter. Auslöser dafür war die vorübergehende Stilllegung des Bundesheerhubschrauber-Stützpunkts Vomp.
Doch schon Ende 2015 war klar, dass der in Vomp stationierte Bundesheerhubschrauber kaum Assistenzeinsätze für das Land geflogen hat. Zwischen 2011 und 2014 war er durchschnittlich 24 Stunden und 21 Minuten pro Jahr für Assistenzeinsätze oder zivile Bedarfsträger in Tirol in der Luft. Daran hat sich seit der Rückkehr des Heereshelikopters nichts geändert.
Denn im Oktober 2016 wurde Vomp temporär wieder reaktiviert. „Der Hubschrauber dient vor allem militärischen Zwecken. Es geht um die Kooperation mit der Hochgebirgstruppe“, sagt Oberst Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums. Hauptsächlich werden Übungen durchgeführt. Natürlich stehe man auch für Assistenzleistungen zur Verfügung, sollten diese vom Land Tirol angefordert werden. „Aber wir sind nur wenige Einsätze geflogen“, fügt Bauer hinzu.
An der Situation wie vor der Schließung hat sich also wenig geändert. Außerdem eignet sich der leichte Verbindungshubschrauber Kiowa, der abwechselnd mit einer Alouette III in Vomp stationiert wird, aufgrund seiner zu geringen Leistung sowie zu wenigen Sitzmöglichkeiten für einen Großteil des Einsatzspektrums nicht, wie LHStv. Josef Geisler (VP) in einer Anfragebeantwortung an die Liste Fritz erklärt. Tirol setzt deshalb weiterhin auf einen zweiten Polizeihubschrauber.
Für die Liste Fritz ist das nicht nachvollziehbar. „Nach unseren Recherchen kostet eine Hubschrauber-Flugstunde beim Bundesheer 2200 bis 2800 Euro, in etwa so viel auch beim Innenministerium. Private Hubschrauber können pro Stunde um rund 1600 Euro angemietet werden“, bezweifelt Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider den Sinn des Ankaufs eines weiteren Hubschraubers. Eine teure Doppelstruktur – Bundesheer-Hubschrauber in Vomp und einen Platter-Hubschrauber – benötige niemand.
Mit Spannung wird jedenfalls der Besuch von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil am Montag in Vomp erwartet. Schließlich geht es dabei auch um die Zukunft der Kaserne in Vomp. Die Soldaten haben sie einst verlassen, im Vorjahr wurden rund 100 Flüchtlinge dort untergebracht. Sie sind mittlerweile ebenfalls wieder weg. Zurückgekehrt sind jedoch die Hubschrauberpiloten. In den vergangenen Wochen kursierten Gerüchte, wonach das Verteidigungsministerium die Kaserne verkaufen möchte. Das dürfte allerdings nicht der Fall sein. Sowohl Polizei als auch das Militärkommando haben Platzbedarf angemeldet, Verteidigungsminister Doskozil wird am Montag wohl die künftige Nutzung vorstellen.
http://www.tt.com/panorama/12511601-92/bundesheer-heli-fliegt-kaum-assistenzeinsätze-fürs-land.csp
Zuletzt geändert von theoderich am 20. Jan 2017, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von Alpine » 20. Jan 2017, 07:55
Was ja grundsätzlich auch so sein soll....
Beitrag von innsbronx » 22. Jan 2017, 17:41
Die Beispiele Hohenems und Innsbruck zeigen ja, dass man im Bedarfsfall sehr gut zivile Infrastruktur nützen kann.
Beitrag von theoderich » 18. Mär 2017, 14:24
Hubschrauber für Tirol
Der Hubschrauberkauf war auch einer der Inhalte der neuen Sicherheitsvereinbarung für das Land Tirol, die am 23. Jänner 2017 von Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka und Landeshauptmann Günther Platter im Landhaus in Innsbruck unterzeichnet wurde.
Der Hubschrauber soll nach dem Ausschreibungsverfahren und Ankauf im Lauf des Jahres 2017 in den Dienst gestellt werden. Er wird in Tirol primär für Rettungseinsätze im Zivil- und Katastrophenschutz eingesetzt werden und kann auch uneingeschränkt für polizeiliche Aufgaben herangezogen werden. Zudem können in Abstimmung mit dem Land Tirol Übungen mit Rettungsorganisationen durchgeführt werden. Die Kosten für den Flugbetrieb (Personal-, Betriebs- und Hangarkosten) übernimmt der Bund. Das Land Tirol erhält vom BMI Piloten und Bergespezialisten mit Erfahrung im alpinen Bereich sowie die notwendige Infrastruktur. Der Hubschrauber wird eine Außenlasttransportkapazität zur Bekämpfung von Waldbränden aufweisen. Er wird das ganze Jahr über in Tirol stationiert sein und täglich bis Sonnenuntergang fliegen können.
Die Vereinbarung zwischen Bund und Land Tirol gilt für eine Dauer von 15 Jahren.
http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2017/03_04/start.aspx
http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2017/03_04/files/FLUGPOLIZEI.pdf
Die Heli Austria GmbH (Knaus) hat im Dezember eine neue H135 erhalten:
https://www.facebook.com/HeliAustria/photos/a.388109851250791.88958.386950588033384/1274598612601906/?type=3

References: § 3
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 § 4
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 Art. 15