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Timestamp: 2016-10-23 20:40:20+00:00

Document:
2C_775/2016 � � Urteil vom 8. September 2016
Beschwerdef�hrerinnen, beide vertreten durch SwissLegal asg.advocati Rechtsanw�lte,
Familiennachzugsgesuch f�r B.A.________,
A.A.________ (geb. 1973, Beschwerdef�hrerin 1) stammt aus dem ukrainischen Mariupol; sie ist seit 2004 mit dem Schweizer B�rger C.________ verheiratet und im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. B.A.________ (geb. 1995, Beschwerdef�hrerin 2), Tochter aus erster Ehe, blieb in Mariupol zur�ck, als die Mutter in die Schweiz zog, und lebte bei einer Gastfamilie. Diese wanderte 2014 nach Lettland/bzw. Russland aus. Am 30. Juni 2014 reiste B.A.________ mit einem Touristenvisum in die Schweiz ein und h�lt sich seit dessen Ablauf ohne Bewilligung hier auf.
Mit Verf�gung vom 27. M�rz 2015 wies das Migrationsamt des Kantons St. Gallen das am 27. September 2014 von der Mutter gestellte Familiennachzugsgesuch f�r die Tochter ab, im Wesentlichen mit der Begr�ndung, B.A.________ sei im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits vollj�hrig gewesen. Ein Anspruch auf Familiennachzug bestehe daher nicht. Die hiegegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid des kantonalen Sicherheits- und Justizdepartements vom 7. M�rz 2016, Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts vom 28. Juni 2016).
Mit Beschwerde vom 5. September 2016 beantragen A.A.________ und B.A.________ dem Bundesgericht, das letztgenannte Urteil aufzuheben und den Familiennachzug f�r die Tochter zu bewilligen, eventuell diese vorl�ufig aufzunehmen.
Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. Mit dem heutigen Entscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung hinf�llig.
2.1.�Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit bzw. die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels gem�ss Art. 29 Abs. 1 BGG von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 138 I 475 E. 1 S. 476; 138 III 46 E. 1, 471 E. 1 S. 475; BGE 137 III 417 E. 1), ohne dabei an die Bezeichnung des Rechtsmittels durch die Parteien gebunden zu sein. Ist jedoch die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels zweifelhaft, beschl�gt die der Beschwerde f�hrenden Partei obliegende Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG grunds�tzlich auch die Eintretensvoraussetzungen; die f�r deren Vorliegen massgeblichen Aspekte m�ssen diesfalls aufgezeigt werden (vgl. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; s. auch BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47). H�ngt die Zul�ssigkeit des Rechtsmittels vom Bestehen eines Rechtsanspruchs ab, ist ein potenzieller Anspruch in vertretbarer Weise geltend zu machen (BGE 139 I 330 E. 1.1 S. 332; 136 II 177 E. 1.1 S. 179).
2.2.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Die Beschwerdef�hrerinnen haben keinen bundesgesetzlichen Anspruch auf Bewilligung des Familiennachzugs (vgl. Art. 42/43 AuG). Als anspruchsbegr�ndende Norm k�me allenfalls Art. 8 EMRK, der das Recht auf Achtung des Familienlebens gew�hrleistet, in Betracht. Die Beschwerdef�hrerin 2 ist vollj�hrig. Um sich im Hinblick auf das ausl�nderrechtliche Bewilligungsverfahren im Zusammenhang mit der Beziehung zu ihrer Mutter anspruchsbegr�ndend auf Art. 8 EMRK berufen zu k�nnen, w�re ein eigentliches diesbez�gliches Abh�ngigkeitsverh�ltnis zwischen ihr und der Mutter erforderlich und zu substanziieren (s. dazu BGE 137 I 154 e 3.4.2; 129 II 11 E. 2 S. 14; 120 Ib 257 E. d - f S. 260 ff.; 115 Ib E. 2 S. 4 ff.; Urteile 2C_184/2016 vom 25. Februar 2016 E. 2.2.2 und 2C_133/2016 vom 9. Februar 2016 E. 2.3; mit weiteren Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall. Die finanzielle Unselbst�ndigkeit der Beschwerdef�hrerin 2 begr�ndet kein solches Abh�ngigkeitsverh�ltnis, und wieso sich diese - im Besitz einer ukrainischen Matura - trotz finanzieller Unterst�tzung in ihrer Heimat nicht sollte "durchschlagen" k�nnen, wird nicht aufgezeigt. Dass sie "ethnische Russin" ist, vermag ebenfalls kein anspruchbegr�ndendes Abh�ngigkeitsverh�ltnis zwischen Mutter und Tochter darzustellen.
2.3.�Ein potenzieller Anspruch auf den beantragten Familiennachzug wird nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht. Jeglicher substanziierten Begr�ndung entbehrt auch der aber ohnehin unzul�ssige Antrag (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 3 BGG), die Beschwerdef�hrerin 2 sei vorl�ufig aufzunehmen.
2.4.�Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Abteilungspr�sidenten im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang den Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftung auferlegt.

References: Art. 29
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 Art. 83
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 83
 Art. 108