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Timestamp: 2019-07-18 10:08:17+00:00

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BVerfG, 27.12.2006 - 2 BvR 958/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,2073
BVerfG, 27.12.2006 - 2 BvR 958/06 (https://dejure.org/2006,2073)
BVerfG, Entscheidung vom 27.12.2006 - 2 BvR 958/06 (https://dejure.org/2006,2073)
BVerfG, Entscheidung vom 27. Dezember 2006 - 2 BvR 958/06 (https://dejure.org/2006,2073)
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Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG; § 403 StPO; § 404 Abs. 2 StPO; § 22 ff StPO
Adhäsionsverfahren; Anspruch auf den gesetzlichen Richter (Befangenheit; Richterablehnung); verfassungskonforme Auslegung
Verletzung von Art 101 Abs 1 S 2 GG durch Verwerfung eines durch Adhäsionskläger gestellten Ablehnungsgesuchs
Zur Verletzung von Art 101 Abs 1 S 2 GG durch Verwerfung eines durch Adhäsionskläger gestellten Ablehnungsgesuchs
Berechtigung zur Ablehnung eines Richters wegen Besorgnis der Befangenheit im Adhäsionsverfahren; Ziel der Garantie des Rechts auf den gesetzlichen Richter; Erlangung von materieller Kompensation für erlittene Schäden im Strafverfahren im Wege eines Adhäsionsverfahrens
StPO § 24 Abs. 3 § 403
Adhäsionsverfahren - Ablehnung des Richters wegen Besorgnis der Befangenheit durch den Antragsteller
Befangenheit - Ablehnungsrecht auch im Adhäsionsverfahren
AG Heidelberg, 14.03.2006 - 10 Ds 31 Js 16988/01
LG Heidelberg, 03.04.2006 - 2 Qs 21/06
BVerfGK 10, 142
NJW 2007, 1670
Es bedarf dazu keiner abschließenden Entscheidung, ob im Lichte des Rahmenbeschlusses 2001/220/JI des Rates der Europäischen Union vom 15. März 2001 über die Stellung des Opfers im Strafverfahren (ABl. 2001 L 82 S. 1) und nach der zum 1. September 2004 in Kraft getretenen Neufassung der Vorschriften über das Adhäsionsverfahren durch das Opferrechtsreformgesetz (…BGBl. I 2004, S. 1354), mit der der Gesetzgeber die Durchführung des Adhäsionsverfahrens zum Regelfall der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche erklärt hat (vgl. auch BVerfG NJW 2007, 1670, 1671 mwN), uneingeschränkt daran festzuhalten ist, dass einem Adhäsionsantrag die Eignung zur Erledigung im Strafverfahren fehlt, wenn zur Überprüfung der geltend gemachten Ansprüche komplizierte Rechtsfragen des internationalen Privatrechts zu entscheiden sind (vgl. BGH, Beschluss vom 19. November 2002 - 3 StR 395/03, wistra 2003, 151; OLG Hamburg, wistra 2006, 37; Grau/Blechschmidt/Frick, NStZ 2010, 662; Haller, NJW 2011, 970).
Die Vorschrift ist einfachgesetzlicher Ausdruck der verfassungsrechtlichen Prinzipien des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) und der Unabhängigkeit der Gerichte (Art. 97 Abs. 1 GG), die garantieren, dass der Rechtsuchende im Einzelfall vor einem Richter steht, der unabhängig und unparteilich ist und der die Gewähr für Neutralität und Distanz gegenüber den Verfahrensbeteiligten bietet (vgl. BVerfG 2 BvR 958/06 vom 27. Dezember 2006 = NJW 2007, 1670 mwN; 2 BvR 115/95 vom 19. August 1996 = NJW 1996, 3333).
BPatG, 24.04.2018 - 7 W (pat) 7/17
Zusätzlich hat die Patentinhaberin auf die Entscheidung BVerfG NJW 2007, 1670 Bezug genommen.
Auch in der von der Patentinhaberin zitierten Entscheidung BVerfG NJW 2007, 1670, richtet sich das der dortigen Verfassungsbeschwerde zugrunde liegende Ablehnungsgesuch gegen eine konkrete, dort im Adhäsionsverfahren tätig gewordene Richterin.
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der von der Patentinhaberin zitierten Entscheidung BVerfG NJW 2007, 1670.
BPatG, 23.04.2018 - 7 W (pat) 7/17
BPatG, 20.04.2018 - 7 W (pat) 8/17
Die Vorschrift ist einfachgesetzlicher Ausdruck der verfassungsrechtlichen Prinzipien des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) und der Unabhängigkeit der Gerichte (Art. 97 Abs. 1 GG), die garantieren, dass der Rechtssuchende im Einzelfall vor einem Richter steht, der unabhängig und unparteilich ist und der die Gewähr für Neutralität und Distanz gegenüber den Verfahrensbeteiligten bietet (vgl. BVerfG - 2 BvR 958/06 vom 27. Dezember 2006 mwN; - 2 BvR 115/95 vom 19. August 1996).
OLG Celle, 22.02.2007 - 1 Ws 74/07
Eignung eines Adhäsionsantrags zur Erledigung im Strafverfahren
Soweit die Antragstellerinnen hierbei erneut auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Dezember 2006 ( 2 BvR 958/06) und dem hieraus nach der Absicht des Gesetzgebers nach neuer Rechtslage hergeleiteten Regel-Ausnahme-Verhältnis für die Anwendung des Adhäsionsverfahrens abstellen, steht dem der - auch nach ständiger, vor allem jüngerer Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts - in Haftsachen stets zu beachtende Beschleunigungsgrundsatz gegenüber, der letztlich in der Regelung des § 406 Abs. 1 Satz 5 StPO seinen gesetzlichen Ausdruck gefunden hat.

References: Art. 101
 § 403
 § 404
 § 22
 § 24
 § 403
 § 406