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Timestamp: 2020-04-05 09:47:55+00:00

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BGM-Förderungen nach § 20 SGB V | Health Rise
Health Rise | 17.03.2020 | https://www.health-rise.de/bgm-foerderungen-nach-%c2%a7-20-sgb-v/ » BGM-Förderungen nach § 20 SGB V
BGM-Förderungen nach § 20 SGB V
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Die gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen haben sich im Leit­fa­den Prä­ven­ti­on nach § 20 SGB V (Sozi­al­ge­setz­buch) dazu ver­pflich­tet, Maß­nah­men zu för­dern, die die gesund­heit­li­chen Belas­tun­gen der Arbeits­welt min­dern und gesund­heit­li­che Poten­zia­le stär­ken sol­len (BGM-För­de­un­gen). Ziel die­ser Maß­nah­men ist eine sozia­le Gleich­stel­lung, unab­hän­gig von Alter und Geschlecht. Durch das Ange­bot im Betrieb, kann sicher­ge­stellt wer­den, dass alle berufs­tä­ti­gen Ver­si­cher­ten das Ange­bot nut­zen kön­nen.
2 Was bedeu­tet die betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung nach § 20 SGB V?
8 För­de­rung durch die Kran­ken­kas­sen
10 Vor­tei­le für Arbeit­neh­mer durch Maß­nah­men der betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung nach § 20 SGB V?
11 Vor­tei­le für Arbeit­ge­ber durch Maß­nah­men der betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung nach § 20 SGB V?
Das Ange­bot an gesund­heits­för­dern­den Maß­nah­men ist viel­fäl­tig. Im Prin­zip ist alles, was das Wohl­be­fin­den der Arbeit­neh­mer för­dert bezie­hungs­wei­se ver­bes­sert, eine gesund­heits­för­dern­de Maß­nah­me, auch wenn nicht alles von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men oder bezu­schusst wird. So kann man bereits den Obst- oder Roh­kost­tel­ler, den der Arbeit­ge­ber sei­nen Mit­ar­bei­tern kos­ten­los zur Ver­fü­gung stellt, als ent­spre­chen­de Maß­nah­me wer­ten. Auch das Ange­bot (gesun­der) Geträn­ke, wie Tee, Was­ser oder Saft fällt in die­se Kate­go­rie. Die Mög­lich­kei­ten sind viel­fäl­tig und der Fan­ta­sie sind kaum Gren­zen gesetzt.
Neben der För­de­rung durch die Kran­ken­kas­sen gibt es auch die Mög­lich­keit, dass Arbeit­ge­ber ihren Mit­ar­bei­tern frei­wil­lig zer­ti­fi­zier­te Ange­bo­te zur Gesund­heits­för­de­rung anbie­ten. Die­se müs­sen aus fol­gen­den Berei­chen stam­men:
Bewe­gung: wie etwa Rücken­trai­ning, Yoga oder Pila­tes
Ernäh­rung: bei­spiels­wei­se Diät­pro­gram­me oder Ernäh­rungs­kur­se
Sucht: zum Bei­spiel Nicht­rau­cher­kur­se oder Kur­se gegen über­mä­ßi­gen Alko­hol­kon­sum
Ent­span­nung: wie unter ande­rem Tai Chi, Qigong oder Yoga
Die­se Maß­nah­men sind im § 3 Nr. 34 EStG6) gere­gelt und bis zu einem Betrag von jähr­lich 600,- Euro pro Jahr und Mit­ar­bei­ter steu­er­frei. Die Steu­er­be­frei­ung gilt aller­dings nur, wenn die Leis­tun­gen zusätz­lich zum geschul­de­ten Arbeits­ent­gelt gezahlt wer­den. Eine “Ent­gelt­um­wand­lung” ist nicht mög­lich.
Was bedeutet die betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?
BGM und BGF unter­schei­den sich nicht, son­dern sie ergän­zen sich. Im Ide­al­fall lie­fert das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment die Basis. Das BGM beschreibt und defi­niert die Pro­zes­se, die Unter­neh­mens­kul­tur, also wie mit den Mit­ar­bei­tern und deren Gesund­heit umge­gan­gen wird und die Füh­rungs­kul­tur, sprich, wel­chen Stel­len­wert der Mensch im Unter­neh­men hat. Ist der Mit­ar­bei­ter nur ein “Kos­ten­fak­tor” oder wird er auch als Mensch mit Bedürf­nis­sen wahr­ge­nom­men.
Vie­le Punk­te sind im Arbeits­schutz­ge­setz gere­gelt. Das soll­ten aber nur die Mini­mal­an­for­de­run­gen sein und beschäf­tigt sich über­wie­gend mit der Gefah­ren­ab­wehr. Füh­rungs­kräf­te sol­len durch Fort­bil­dun­gen sen­si­bi­li­siert wer­den, um Stör­fak­to­ren früh­zei­tig zu erken­nen und ent­spre­chend gegen­zu­steu­ern. Damit ist das BGM eine Manage­ment­auf­ga­be.
Aus­fäl­le durch Krank­heits­ta­ge4), die aktu­ell bei etwa 18 Tagen pro Jahr und Mit­ar­bei­ter lie­gen, kos­ten laut Hand­werks­kam­mer-Nord­rhein-West­fa­len Betrie­be im Schnitt und je nach Bran­che mehr als 250,- Euro pro Arbeit­neh­mer und Tag. Das sind Kos­ten von über 4500,- Euro pro Jahr und Mit­ar­bei­ter. Im Umkehr­schluss bedeu­tet das, dass je nach ange­bo­te­ner gesund­heits­för­dern­der Maß­nah­me, sich die­se auch finan­zi­ell für das Unter­neh­men ren­tiert.
Die Aus­bil­dung zur Fach­kraft für betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment fin­det im Rah­men einer Wei­ter­bil­dung für Fach­kräf­te aus der Fit­ness- und Gesund­heits­bran­che oder für inter­es­sier­te Unter­neh­mens­mit­ar­bei­ter statt. Es gibt kei­ne Grund­vor­aus­set­zung für die­se Aus­bil­dung, jedoch sind theo­re­ti­sche und/oder prak­ti­sche Vor­kennt­nis­se von Vor­teil.
Es gibt zahl­rei­che Aka­de­mi­en, die eine Aus­bil­dung zur Fach­kraft für betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment anbie­ten. Die Aus­bil­dung kann in Voll­zeit oder berufs­be­glei­tend erfol­gen und dau­ert etwa 4 Wochen bis 6 Mona­te. Nach bestan­de­ner Prü­fung in der man prak­ti­sche und theo­re­ti­sche Kennt­nis­se nach­wei­sen muss, erhält man ein ent­spre­chen­des IHK-Zer­ti­fi­kat.
Vorteile für Arbeitnehmer durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?
Vorteile für Arbeitgeber durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?
Das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment bezie­hungs­wei­se die betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung ist mehr als nur Arbeits­schutz. Auch wenn die Maß­nah­men nicht ver­pflich­tend sind, sind sie sowohl für Arbeit­ge­ber als auch für Arbeit­neh­mer sehr sinn­voll. Unter dem Strich kann ein Unter­neh­men durch ent­spre­chen­de Maß­nah­men Krank­heits­ta­ge und damit Kos­ten in erheb­li­cher Höhe spa­ren. Arbeit­neh­mer erler­nen Tech­ni­ken, mit denen sie sich län­ger gesund und schmerz­frei hal­ten kön­nen. Ins­ge­samt pro­fi­tie­ren alle Sei­ten inklu­si­ve der Kos­ten­trä­ger.
2 Was bedeutet die betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?
8 Förderung durch die Krankenkassen
10 Vorteile für Arbeitnehmer durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?
11 Vorteile für Arbeitgeber durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V?

References: § 20
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