Source: http://www.vaeternotruf.de/amtsgericht-strausberg.htm
Timestamp: 2017-03-26 13:04:00+00:00

Document:
BGB streichen. Amtsgericht Strausberg
Telefon: 03341 / 3312-0
Fax: 03341 / 3312-190
Internet: www.ag-strausberg.brandenburg.de
Internetauftritt des Amtsgerichts Strausberg (11/2016)
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: vorhanden - mit Stand vom 19.09.2016 -
http://www.ag-strausberg.brandenburg.de/sixcms/list.php?template=content_list_agstraus_gesch&query=allgemein_agstraus&sv[relation_agstraus.gsid]=lbm1.c.237623.de&sort=lfdnr&order=asc
Direktor am Amtsgericht Strausberg: Frank Schuberth (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Richter am Amtsgericht Strausberg / Direktor am Amtsgericht
(ab 01.10.2005, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 11.08.2000
als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 01.10.2005 als Direktor am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.10.2005 als Direktor am Amtsgericht Strausberg - abgeordnet - aufgeführt. 12/2010: als amtierender ständiger Vertreters des Direktors des Amtsgerichts
Eberswalde aufgeführt.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Strausberg: Dietmar
Tiffert (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1953) - Richter am Amtsgericht Strausberg / stellvertretender
Direktor am Amtsgericht Strausberg (ab 01.08.2002, ..., 2016) - im
Handbuch der Justiz 2002 ab 28.11.1983 als Richter am Amtsgericht Fürstenwalde
aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.08.2002 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Amtsgericht Straußberg eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen,
Väternotruf Straußberg
Richter: Gabriele Bürgel (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Richterin am Amtsgericht Strausberg (ab
11.08.2000, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 11.08.2000 als Richterin am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. 2012: Familiensachen - Abteilung 2.2. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Susanne Cramer (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1969) - Richterin am Amtsgericht Strausberg (ab
11.04.2005, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.2001 als
Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 11.04.2005 als Richterin am Amtsgericht Strausberg - abgeordnet - aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Jacqueline Heimann (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richterin am Amtsgericht Strausberg (ab
19.05.2006, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.2001 als
Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 19.05.2006 als Richterin am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Frank Kluth (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richter am Amtsgericht Strausberg (ab 28.09.1999,
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 28.09.1999 als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Bettina Kube (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richterin am Amtsgericht Strausberg (ab 30.06.1995,
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 30.06.1995 als Richterin am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Helmut Malter (geb. zensiert
Richter am Amtsgericht Strausberg (ab 13.08.1998, ..., 2016) - im
Handbuch der Justiz 2008 ab 13.08.1998 als Richter am Amtsgericht Strausberg
aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010, 2012 und 2014 ab 13.08.1998 als Richter am
Amtsgericht Strausberg - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 13.08.1998 als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. 2009, 2010: Richter am
Amtsgericht Bad Freienwalde / Pressestelle am Amtsgericht Bad Freienwalde. 2012,
Pressesprecher am Landgericht Frankfurt an der Oder.
Rüdiger Reuter (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Richter am Amtsgericht Strausberg
(ab 10.11.1997,
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 10.11.1997 als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. 2012: Familiensachen - Abteilung 2. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016: Familiensachen. Sorgerechtsentzug nach §1671 trotz
Grundgesetz Artikel 6 bei Richter Reuter leider nicht unwahrscheinlich.
Dr. Carsten Schreier (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Richter am Amtsgericht Strausberg (ab
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.05.2003 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt.
Im Handbuch der Justiz 2010 und 2016 ab 14.08.2009
als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. 2008: Richter auf Probe am Amtsgericht Fürstenwalde
/ Familiensachen. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Frank Schuberth (geb. zensiert
Karsten Seider (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richter am Amtsgericht Strausberg (ab 18.09.2002, ...,
2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.03.1997 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 18.09.2002 als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016.
Karen Spieß (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Amtsgericht Strausberg
(ab 13.10.1995,
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 13.10.1995 als Richterin am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. 2013, 2014: Familiensachen - Abteilung 2.1. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016: Familiensachen.
Undine Witte (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Richterin am Amtsgericht Strausberg (ab 27.09.1994,
..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 27.09.1994 als Richterin am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Amtsgericht Strausberg - GVP 19.09.2016: länger andauernde Erkrankung. 2012: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des
Landkreis Märkisch-Oderland - http://www.ratsinfo-online.net/landkreis-mol-bi/au020.asp?AULFDNR=7&options=4&altoption=Ausschuss
Abteilungen am Familiengericht Strausberg:
2 F - Rüdiger Reuter (geb. zensiert
Grundgesetz Artikel 6 bei Richter Reuter leider nicht unwahrscheinlich. 2.1 F - Karen Spieß (geb. zensiert
2.2. F - Gabriele Bürgel (geb. zensiert
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Straußberg tätig:
Dr. Gerhard Hohmann (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1938) - Richter am Amtsgericht Strausberg / Direktor
am Amtsgericht Strausberg (ab 01.01.1996, ..., 2002) - siehe
Jörg Vorpahl (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz 1945) - Richter am Amtsgericht Strausberg /
Familiengericht (ab 22.12.1995, ..., 2006) - im Handbuch der Justiz 2006 ab 22.12.1995 als Richter am Amtsgericht Strausberg aufgeführt. Im
Handbuch der Justiz 2008 nicht aufgeführt.
Pannike - Rechtspfleger/in am Amtsgericht Strausberg (ab ,
Frau Reiche - Rechtspflegerin am Amtsgericht Strausberg (ab ,
..., 2006)
Ferdinandstr. 16 15230 Frankfurt (Oder)
und Scheidung), Familienplanungsberatung, Hilfe und Beratung für Frauen und
Beratungsstelle für Erziehungsberatung, Ehe-,
Leipziger Str. 39 15232 Frankfurt (Oder)
(einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Gruppenarbeit,
Telefon: 03342 / 80798
Internet: http://www.caritas-brandenburg.de/68341.html
* eine Diplompsychologin / Psychologischen Psychotherapeutin mit
therapeutischer Zusatzausbildung in Gestalttherapie
* ein Diplom-Sozialarbeiter mit therapeutischer Zusatzausbildung
* eine Diplom-Sozialarbeiterin mit therapeutischer Zusatzausbildung
Landkreis Märkisch-Oderland Jugendamt - Außenstelle -
Telefon: 03341 / 3540
Straußberg (ab 01.09.2009, ..., )
Amtsgericht Straußberg für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
Fürstenwalde, Amtsgericht Prenzlau, Amtsgericht
Diplom-Sozialpädagogin, "Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeutin"
Bestellung als Verfahrensbeistand am Amtsgericht Bernau, Amtsgericht
Oranienburg, Amtsgericht Pankow/Weißensee, Amtsgericht
Strausberg, Amtsgericht
Bestellung am Amtsgericht Straußberg
durch Richter Reuter.
Bernau, Amtsgericht
Oranienburg, Amtsgericht
Pankow/Weißensee, Amtsgericht
Bestellung am Amtsgericht Strausberg durch Richterin
Spieß (2014). Rechtsanwälte:
Sarah Hartung Beauftragung am Amtsgericht Straußberg
durch Richter Reuter (2010)
alt: Hanauer Str. 68, 14197 Berlin
Mitarbeit beim IGF - sogenanntes "Institut für Gericht und Familie" -
Straußberg, Amtsgericht
(ab , ..., 2003, ..., 2014)
Beauftragung am Amtsgericht Straußberg
durch Richterin Spieß (2014)
Frau Schwartländer wird vom Väternotruf nicht empfohlen.
Rechtsanwalt Krauß (ab , ..., 2009)
Straße: 15340 Strausberg Telefon: 0170-5819615 (rund um die Uhr)
AWO - Der Erziehungshilfeverbund
Tel: 0 33 41 - 42 11 52 oder 0 33 41 - 47 67 71
Internet: http://www.awo-ehv.de
Leiterin: Frau Karin Strohbach
Ambulante Hilfen: Marc Leesch (Teamleiter, stellv. Einrichtungsleiter)
Stationäres Projekt
Kinder- und Jugendheim nach § 34 SGB VIII
Ambulantes Projekt
Soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VII
Familientherapie nach § 28
Begleiteter Umgang nach § 18 i.V.m. § 28
Geschlechtsspezifische Gruppenarbeit mit Mädchen und Jungen
Video-Interaktions-Begleitung
Familientherapie/system. Einzeltherapie
Co-Arbeit (aufsuchende Fam.Therapie i.V.m. SPFH/EB)
Clearing (Clearingstelle: Am Annatal 57,
15344 Strausberg, Tel: 0 33 41 / 49 77 35)
Erziehung in einer Tagesgruppe nach § SGB VIII
Gesendet: Freitag, 27. März 2015 16:40
An: 'verwaltung@agsrb.brandenburg.de'
Betreff: Amtsgericht Strausberg - Geschäftsverteilungsplan
Amtsgericht Strausberg - Geschäftsverteilungsplan Sehr geehrte Damen und Herren,
Von: Grambauer, Rico ...
Gesendet: Dienstag, 31. März 2015 12:57
Betreff: Geschäftsverteilungsplan AG Strausberg
03341/3312-190
unter Bezugnahme auf ihre E- Mail Anfrage vom 27.03.2015
werden Sie um die Mitteilung der vollständigen Anschrift des Antragstellers
gebeten. Ihre Anfrage war mit „Anton“ unterzeichnet und enthielt keine
Angaben zum Antragsteller noch zu seiner Anschrift. Mit freundlichen Grüßen
Gesendet: Dienstag, 31. März 2015 20:10
An: 'Grambauer, Rico (AG SRB)'
Betreff: AW: Geschäftsverteilungsplan AG Strausberg
Liebe Frau Grambauer,
wir sind keine Antragsteller, sondern haben eine
Bitte geäußert.
Es muss also kein Antrag bearbeitet werden.
... Wir bitte aber um Zusendung per Mail, nicht per Post,
denn eine Zusendung per Post ist im Informationszeitalter völlig überholt und
belastet zudem die Umwelt.
detlef klementz 30.09.2010
Formulare waren heiß begehrt
Strausberg (moz) „Ich hatte aus der MOZ vom Tag der offenen Tür beim
Amtsgericht erfahren“, sagte Ingrid Arndt. Die Strausbergerin hatte am
Mittwoch ihre Fredersdorfer Freundin Erna Haller in die Klosterstraße 14
mitgebracht. Mit anderen Besuchern nahmen die beiden Frauen an einer Führung
durch das Gebäude teil.
Ein Großteil der Besucher interessierte sich für den abschließenden
Vortrag von Gerhard Hohmann. Der ehemalige Direktor des Strausberger
Amtsgerichts referierte zum Thema „Rechtliche Vorsorge“, also zu „Grenzfragen
des Lebens“, wie er sagte. Die mitgebrachten Vorsorgevollmacht-Formulare mit
der Betreuungs- und Patientenverfügung fanden reißend Absatz. Die mehr als 40
Sitze im größten und schönsten Gerichtssaal im Blick auf den Straussee
reichten bei Weitem nicht aus.
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/261053/
Dr. Hohmann referierte über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und
Lohmar. Mit dem Referenten Dr. Gerhard Hohmann stand dem Verein zur
Förderung der Seniorenarbiet in Lohmar ein hochkarätiger Experte für das neue
Patientenverfügungsgesetz zur Verfügung.
In seinem Vortrag erläuterte Dr. Hohmann das zum 1. September in Kraft
getretene Gesetz und unterbreitete rechtssichere Vorschläge zur Formulierung.
Wer bereits eine Patientenverfügung verfasst hat, hatte dadurch Gelegenheit,
sie an den neuen Vorgaben und Möglichkeiten zu messen und eventuell neu zu
formulieren. Dr. Hohmann zeigte sich zufrieden mit dem neuen Gesetz.
Dr. Hohmann hat dutzende von Patientenverfügungen durchforstet. Er zeigte
einen Stapel Patientenverfügungen, die er für nicht gelungen bzw. unbrauchbar
hält und auch einen Stapel, unter denen auch notariell beurkundete waren, die
seinen Ansprüchen an eine Patientenverfügung nicht genügen.
Dr. Gerhard Hohmann war vor seinem Ruhestand viele Jahre als
Vormundschaftsrichter tätig. Als Mitglied des Arbeitskreises „Patientenverfügung“
der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz NRW hat er zu diesem Thema Berichte und
Gutachten erarbeitet, sich an der Reformdiskussion beteiligt und in vielen
Vorträgen die Vorsorgemöglichkeiten erläutert.
http://www.openpr.de/news/363778/Dr-Hohmann-referierte-ueber-Vorsorgevollmacht-Betreuungsverfuegung-und-Patientenverfuegung.html
Strausberg Array
Mehrmals hatte sich der Bau auf geschichtsträchtigem Grund
verzögert, weil Bodendenkmale gefunden wurden. Am Freitag nun konnte
Justizministerin Beate Blechinger (CDU) den symbolischen letzten Nagel für den
Rohbau des Baus einschlagen. Er verbindet das historische Amtsgericht mit dem
für das Gericht umgebauten Haus 1 und 2 der früheren Kreisverwaltung in der
Strausberger Klosterstraße.
Die Genehmigung der 8,5-Millionen-Euro-Investition bekannt zu geben, war dem
Initiator des Baus, Gerhard Hohmann, ausgerechnet bei seiner Verabschiedung auf
den Tag genau sechs Jahre zuvor vergönnt. Zum Richtfest war der Ruheständler
aus der Nähe von Köln angereist. Die letzten zehn Jahre seiner Berufslaufbahn
habe er in Brandenburg verbracht, von 1995 bis 2002 als Direktor des
Strausberger Amtsgerichts:
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/4340/
Wegen Verletzung der Unterhaltspflicht wurde Herrn Günter
Schindler, geboren 17.12..1959 in Sömmerda
zuletzt wohnhaft: Isländische Straße 5, 10439 Berlin
jetzt unbekannt verzogen
durch öffentliche Zustellung des Beschlusses des Amtgericht
Strausberg 5 Bew. 108/01 BewH, vom 11.12.2002
die bisher zur Bewährung ausgesetzte Strafandrohung aufgehoben.
"Am vergangenen Mittwoch endete vor dem Amtsgericht Strausberg der
spektakuläre Prozess gegen die 17-jährige Schülerin Sissi S. mit einem
Freispruch. Das Mädchen war am 21. Februar dieses Jahres festgenommen worden,
nachdem sich Mitschüler an die Schulleiterin des Müncheberger Gymnasium
gewandt hatten: Sissy habe an der Schule über ein Attentat gesprochen. Die
damals 16-jährige kam in Untersuchungshaft, der Haftbefehl lautete auf
versuchte Anstiftung zum Mord. ..." Der Rechtsanwalt Robert Unger vertrat
Sissy: "Die Staatsanwaltschaft ist ihrer eigenen Propaganda erlegen. Sie
hat sich sehr früh ohne Einschränkungen darauf festgelegt, dass Sissy
ernsthaft vorgehabt hatte, eine Vielzahl von Menschen zu ermorden. Ich
kritisiere auch das unsaubere Arbeiten der Behörde. ... Beim ursprünglichen
Tatvorwurf hätte es mit der Verkündung einer langjährigen Freiheitsstrafe
enden können. Ich möchte nochmal deutlich machen, wo die Staatsanwaltschaft
eklatant versagt hat: Erstens ist sie in unverantwortlicher Weise an die Öffentlichkeit
herangetreten und hat Sissy deutlich vorverurteilt. ..."
"Der Tagesspiegel", 4.9.2000
Normen: § 1671 Abs 2 Nr 1 BGB, § 1671 Abs 2 Nr 2 BGB
Elterliche Sorge: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen
Elternteil unter Berücksichtigung der in einer Sorgerechtsentscheidung zu
beachtenden Kriterien wie z.B. Förderungs- und Kontinuitätsgrundsatz
Die Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Amtsgerichts
Strausberg vom 2. Dezember 2008 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.
Der am ….11.2007 geborene S. L. ist das Kind des am ….2.1963 geborenen
Antragstellers und der am ….12.1972 geborenen Antragsgegnerin. Die Eltern sind
nicht verheiratet. Noch vor der Geburt, nämlich am 16.10.2007, erkannte der
Antragsteller die Vaterschaft an. Am selben Tag gaben die Eltern eine
Sorgeerklärung ab.
Die Eltern haben stets in getrennten Haushalten gelebt. Bei der
Antragsgegnerin lebt noch deren Tochter aus einer früheren Verbindung A., geb.
am ….9.1991.
Das vorliegende Verfahren hat der Antragsteller eingeleitet, indem er unter
dem 30.4.2008 beantragt hat, ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. zu
übertragen. Am selben Tag hat der Antragsteller einen Antrag auf
Umgangsregelung gestellt. Das Umgangsverfahren hat durch eine vom Senat
übernommene Umgangsvereinbarung vom 23.9.2008 seinen Abschluss gefunden (10 UF
127/08).
Der Antragsteller hat im vorliegenden Verfahren geltend gemacht, aufgrund
seiner selbstständigen Tätigkeit sei er zeitlich flexibel und könne sich
ausreichend um S. kümmern. Anders verhalte es sich mit der Mutter. Sie
beabsichtige, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen und S. zu einer Tagesmutter
bzw. in eine Kinderkrippe zu geben. Dies aber sei nach seiner Auffassung für
ein so kleines Kind schädlich. Solange ein Elternteil, hier er als Vater, für
die Betreuung zur Verfügung stehe, solle das Kind nicht in eine Fremdbetreuung
Auf Antrag der Mutter hat das Amtsgericht ihr durch einstweilige Anordnung
vom 14.10.2008 die Entscheidungsbefugnis hinsichtlich der Betreuung des Kindes
in der Tagespflege allein übertragen.
Durch den angefochtenen Beschluss vom 2.12.2008 hat das Amtsgericht die
einstweilige Anordnung vom 14.10.2008 aufrecht erhalten und unter Abweisung des
Antrags des Antragstellers der Antragsgegnerin das alleinige Recht zur
Bestimmung des Aufenthaltes des Kindes S. L. übertragen. Wegen der Begründung
wird auf den angefochtenen Beschluss Bezug genommen.
Soweit die einstweilige Anordnung betroffen ist, hat sie der Senat durch
Beschluss vom 3.2.2009 (10 WF 256/08) aufgehoben.
Ihm gehe es nicht darum, das Kind ganz zu sich zu nehmen und es nur
besuchsweise der Mutter zu überlassen. Vielmehr strebe er ein Modell an, bei
dem das Kind zwischen den Eltern wechseln und möglichst gleich viel Zeit bei
Vater und Mutter verbringen könne. Die Mutter hingegen wolle am liebsten keine
Kontakte zwischen Vater und Sohn zulassen, höchstens Besuchskontakte im Rahmen
des üblichen Umgangs. Diese eingeschränkte Bindungstoleranz stelle ein
Entwicklungsrisiko für das Kind dar.
Er habe sich bewusst dafür entschieden, dem Kind einen großen Raum in
seinem Leben zu geben und für seine tägliche Betreuung einzustehen. Er lebe in
grüner Umgebung in R., in der Nachbarschaft gebe es Kinder jeden Alters. Er
gehe gefühlvoll mit dem Kind um und habe Spaß daran, S. an seinem Alltag
teilnehmen zu lassen, mit ihm zu spielen, zu musizieren und Ausflüge ans Wasser
Die Mutter sei ebenfalls existenziell wichtig für S.. Auch sie liebe das
Kind und habe eine einzigartige und exklusive Beziehung zu ihm. Ein engagierter
und liebevoller Vater sei jedoch eine wertvolle Ressource für S., die nicht
jedem Kind zur Verfügung stehe. Das von ihm vorgeschlagene Modell erlaube
beiden Eltern eine Berufstätigkeit, ohne dass S. bereits jetzt täglich mehrere
Stunden außerhalb der Familie betreut werden müsste. Hiervon könne das Kind
unter Abänderung des angefochtenen Beschlusses ihm das
Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. allein zu übertragen.
Das Amtsgericht habe ihr zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S.
übertragen. Eine wechselnde Betreuung des Kindes, wie sie dem Vater vorschwebe,
Der Vater habe im Übrigen durch sein Verhalten dazu beigetragen, dass zwei
Tagesmütter, die während ihrer, der Mutter, Berufstätigkeit die Betreuung des
Kindes hätten übernehmen sollen, die Betreuungsverträge gekündigt hätten.
Auch andere Personen, z.B. Jugendamtsmit-arbeiterinnen, habe der Vater
Wegen des weiteren Vorbringens der Eltern wird auf deren Schriftsätze nebst
Anlagen Bezug genommen. Im Termin vom 3.3.2009 hat der Senat die Eltern und die
Verfahrenspflegerin angehört.
S. war zuletzt gestern in der Zeit von 6:45 Uhr bis 17:45 Uhr bei mir. Der
Umgang wird so, wie gerichtlich geregelt, durchgeführt.
Wie sich die Betreuung des Kindes während der Berufstätigkeit der Mutter
zurzeit gestaltet, weiß ich nicht. Insbesondere weiß ich nicht, ob inzwischen
eine dritte Tagesmutter tätig ist. Es gibt keine Kommunikation. Die Mutter
informiert mich nicht. Ich unterrichte sie aber über Angelegenheiten des
Kindes, schreibe beispielsweise per SMS, wenn S. wenig gegessen hat oder wenn er
schon bei mir gebadet worden ist. Eine Rückmeldung bekomme ich nicht.
Die Entfernung zwischen der Wohnung der Mutter und meiner Wohnung beträgt 54
km. Mit dem Auto braucht man für eine Fahrt etwa eine Dreiviertelstunde. Da ich
aus Kostengründen überwiegend öffentliche Verkehrsmittel benutze, bin ich
noch länger unterwegs. Wenn ich nach einem Umgang am Sonntag am folgenden Tag
wieder Umgang mit S. habe, übernachte ich in S. in einem Wohnmobil meiner
Seit ich Umgang mit S. habe, habe ich mich höchstens drei bis viermal um
mehr als eine Viertelstunde verspätet. Ich habe dann bei der Antragsgegnerin
angerufen, beispielsweise, als mein Auto defekt war.
Ich bin von Beruf Finanz- und Versicherungsmakler. Nebenher biete ich
Gitarrenunterricht an. Dies greift aber noch nicht so richtig. Bei der Ausübung
meiner Berufstätigkeit habe ich keine festen Termine. Die Zahl der Aufträge
kann ich nicht steuern. Wichtig ist es, vor Ort, das heißt in meiner Wohnung,
zu sein. Die Aufträge kann ich während S. Mittagschlaf oder an den Wochenenden
Mein Modell für S. künftige Betreuung sieht so aus, dass ich ihn am Sonntag
übernehmen und am Dienstag nach der Arbeit zur Mutter bringe würde. Am
Mittwoch würde ich ihn morgens wieder abholen. Am Freitag oder schon am
Donnerstag könnte die Mutter ihn wieder übernehmen und ihn auch am Wochenende
haben. Auch alle Feiertage außer Weihnachten/Silvester könnte S. bei der
Mutter verbringen.
Ich habe die beiden Tagesmütter, Frau S. und Frau Lü., kennengelernt. Das
schriftsätzliche Vorbringen der Antragsgegnerin zu meinen Begegnungen mit den
Tagesmüttern trifft nicht zu. Ich habe mich mit beiden sachlich unterhalten und
sie nicht bedroht oder beschimpft. Frau S. hat auf meine spätere Nachfrage,
warum sie S. Betreuung nicht übernehmen wolle, bestätigt, dass sie sich nicht
gefährdet gefühlt habe. Sie hat darauf verwiesen, das Jugendamt habe auf Grund
meiner Mitteilung erfahren, dass sie, wenn sie ihre eigenen Kinder abhole, die
betreuten Kinder in ihrem Auto mitnehme. Sie hat geäußert, wenn das schon so
anfinge, könne sie sich vorstellen, wie es weiter gehe. Das Gespräch mit der
zweiten Tagesmutter, Frau Lü., habe ich sogar im Hinblick auf S. Reaktion auf
Band aufgezeichnet. Wir haben uns entspannt unterhalten. Es ist nicht richtig,
dass ich S. bewusst mit Frau Lü. allein gelassen habe. Als S. sich gerade mit
einem Staubsauger beschäftigt hat, bin ich nur einen Schritt aus dem Raum
getreten. Auch Frau Lü. habe ich nach dem Gespräch noch einmal angerufen. Ich
habe sie sogar dazu bewegen wollen, den Betreuungsvertrag aufrecht zu erhalten,
damit es nicht schon wieder einen Wechsel in der Betreuung des Kindes gibt. Sie
hat sich auf ihre Schweigepflicht berufen. Sie hat dann aber später selbst noch
einmal angerufen und nach dem Inhalt der Schriftsätze bezüglich der Begegnung
zwischen ihr und mir gefragt. Sie hat in diesem Zusammenhang geäußert, sie
wolle rechtliche Schritte einleiten. Als ich sie diesbezüglich um eine
schriftliche Bestätigung bitten wollte, war nur noch die Kollegin am Apparat.
Man merkte, dass die beiden mit der Sache nichts mehr zu tun haben wollen.
Ich hole S. an den Umgangstagen während der Woche um 6:45 Uhr ab. Er hat
dann schon etwas gefrühstückt. Ich selbst kann so früh noch nichts essen. Ich
frühstücke dann zu Hause zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr, S. möchte auch
etwas essen. Er bekommt ein bis zwei Stullen und Obst. Da er meist morgens im
Auto wieder einschläft, ist es um 12:00 Uhr noch zu früh für den
Mittagsschlaf. Ich gehe mit ihm noch raus und kaufe beispielsweise mit ihm ein.
Ich gebe ihm mittags eine Kleinigkeit zu essen. Gegen 13:00 Uhr lege ich ihn zum
Mittagsschlaf hin. Oft wird er nach einer Stunde wach. Ich lege mich dann zu
ihm, da ich auch noch Schlaf nachzuholen habe. Wir schlafen meist noch gemeinsam
etwa eine Stunde, bis er erneut wach wird. Dann kuscheln wir und er wühlt im
Bett herum. Zwischen 15:30 Uhr und 16:00 Uhr ist sein Essen fertig. Ich
versuche, mit ihm um 17:00 Uhr aufzubrechen, um rechtzeitig zur Mutter
zurückzukommen. Wenn gerade zu der Zeit die Windel voll ist, wechsele ich sie
aber noch, so dass es dann zu einer Verspätung kommt. Schon wegen einer
zehnminütigen Verspätung hat mir die Mutter nun die Zwangsvollstreckung
Wenn ich S. abhole, reagiert er meistens erfreut. Es hat allerdings
Übergaben gegeben, bei denen er geweint hat. Dies war immer dann der Fall, wenn
gerade eine neue Fremdbetreuung begonnen hat.
Ich habe S. nach seiner Geburt fast täglich gesehen. Die Mutter hat damals
noch ausdrücklich nachgefragt, ob S. meinen Nachnamen erhalten solle. Wir haben
zunächst beide in B. gewohnt. Die Mutter ist dann nach E., ich bin später nach
R. gezogen. Ich wollte Wohn- und Arbeitsstätte zusammenzuführen, da in B.
Wohnung und Büro etwa 10 – 15 Minuten voneinander entfernt waren. Außerdem
ging es mir darum, mehr Platz für S. zu haben. Ich wohne in R. seit Juni 2008
Ich habe eine starke emotionale Bindung zu S.. Ich bin neben der
Antragsgegnerin eine gleichwertige Bezugsperson für das Kind. S. soll sich
nicht noch auf weitere Bezugspersonen, etwa Tagesmütter, einlassen müssen. Die
17jährige Tochter A. der Antragsgegnerin ist zwar auch eine Bezugsperson. Sie
geht aber nicht immer kindgerecht mit S. um, wenn sie ihn etwa im Arm hält,
während sie im Fernsehen eine Musiksendung sehr laut eingeschaltet hat.
Das von mir angestrebte Wechselmodel würde zu einem geregelteren Tagesablauf
für S. führen als die derzeitige Situation. Viele Fahrten mit dem Auto würden
Wenn es später zu einer Fremdbetreuung kommen sollte, könnte ich eine lange
Eingewöhnungszeit gewährleisten. Ich wäre nämlich immer in der Lage, S.
jederzeit vorzeitig aus der Betreuungseinrichtung abzuholen. Die Antragsgegnerin
ist zeitlich u.a. dadurch beansprucht, dass sie ihrer schwerbehinderten Mutter
zur Hand gehen muss.
Im Gegensatz zur Antragsgegnerin verfüge ich über die nötige
Bindungstoleranz. Erhält die Antragsgegnerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht,
so wird es für S. niemals eine Entspannung geben. Vielmehr ist für die
nächsten 17 Jahre mit einem „Krieg“ zu rechnen. Eine Entspannung kann es
nur geben, wenn S. bei mir ist, sonst nicht.
Als ich einmal, weil ich es eilig hatte und das Gartentor geschlossen war,
über den Zaun auf das Grundstück der Antragsgegnerin gesprungen bin, habe ich
eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erhalten.
Dienstags, mittwochs und freitags, wenn S. nicht beim Vater ist, gibt es im
Moment eine sogenannte Notbetreuung durch zwei Erzieherinnen. Eine solche
Betreuung steht nur für Kinder zur Verfügung, bei denen es Schwierigkeiten
gibt. Ich habe, nachdem eine Tagesmutter die Betreuung aus persönlichen
Gründen nicht übernehmen wollte und die andere den Vertrag wieder gekündigt
hat, Kontakt mit unserem Bürgermeister aufgenommen und so diesen
Betreuungsplatz erhalten, und zwar für sechs Monate, obwohl die Höchstdauer in
der Notbetreuung drei Monate beträgt. Für die Zeit ab 1.9.2009 habe ich für
S. einen Kita-Platz.
In dieser sogenannten Notbetreuung befinden sich ca. zehn Kinder, davon fünf
in S. Alter. Die anderen sind zwei bis drei Jahre älter. Die Notbetreuung nehme
ich erst seit einer Woche in Anspruch. S. befindet sich in der
Eingewöhnungsphase. Im Moment ist er für eine Stunde dort. Ich bin bislang
höchstens die Hälfte dieser einen Stunde nicht anwesend gewesen.
Ich habe mit meinem Arbeitgeber eine Vereinbarung über Teilzeit geschlossen
und arbeite nun 34 Stunden in der Woche. Für die Eingewöhnung habe ich Urlaub
genommen. Wann S. einen ganzen Tag in der Betreuung bleiben kann, weiß ich noch
nicht. Dies entscheiden die Erzieher. Angestrebt ist eine Eingewöhnung zwischen
fünf und zehn Tagen.
Mein Arbeitsvertrag erlaubt mir flexible Arbeitszeiten. Montags und
donnerstags, wenn S. beim Vater ist, habe ich lange Arbeitstage. An den anderen
Tagen arbeite ich höchstens sechs Stunden. Meine Arbeitsstelle befindet sich in
B.. Für eine Strecke benötige ich etwa 35 Minuten.
Die Kommunikation mit dem Vater ist sehr schlecht. Es ist richtig, dass ich
von ihm SMS erhalten habe, diese bedurften aber keiner Beantwortung. Wenn es
zwischen uns Gespräche gibt, dann kommt es immer wieder zu Streit. Deshalb
vermeide ich diese Gespräche, zumal S. meistens dabei ist.
Umgang mit dem Vater wird es weiter geben. Ich finde es wichtig, dass S.
Kontakt zu seinem Vater behält. Es gab allerdings eine Zeit, in der ich für
einen sehr eingeschränkten Umgang plädiert habe. Dies geschah aber aus Angst.
Denn der Vater hatte die Frage gestellt, was denn wäre, wenn er S. nicht zu mir
zurück bringen würde. Was den derzeitigen Umgang angeht, ist festzustellen,
dass die beiden Tage beim Vater zu einer Unterbrechung von S. normalem
Tagesablauf führen. Zuerst wusste ich nicht, wann S. beim Vater Mahlzeiten
einnimmt. Als ich gehört habe, dass die eigentliche Mittagsmahlzeit erst gegen
16:00 Uhr stattfindet, war ich damit nicht einverstanden.
S. wird morgens und abends noch gestillt. Dies ist für ihn weiterhin
wichtig, auch wenn dabei die Nahrungsaufnahme nicht mehr im Vordergrund steht.
Manchmal wird S. auch nachts noch wach und möchte gestillt werden.
Morgens nach dem Stillen und Aufstehen gibt es ein normales Frühstück. S.
möchte dann meistens noch eine halbe oder eine Stulle essen. Das Mittagessen
erhält er zwischen 11:30 Uhr und 12:00 Uhr, dann macht er seinen Mittagsschlaf.
Meine 17jährige Tochter A. hat sich immer ein Geschwisterchen gewünscht.
Als S. dann geboren wurde, war sie sehr glücklich. Sie kümmert sich viel um
ihn. Sie geht mit ihm spazieren, spielt mit ihm oder badet ihn auch. Ich habe A.
aber immer gesagt, dass sie in Bezug auf S. keine Pflichten übernehmen muss.
Sie kann sich um ihn kümmern, wenn es ihr gefällt. A. befindet sich in der
Nach S. Geburt wollte der Antragsteller das Kind schnell über Nacht zu sich
nehmen. Die Hebamme und ich haben ihm das verwehrt. Es gab dann einige Nächte,
die ich zusammen mit S. beim Vater verbracht habe, obwohl unsere Beziehung keine
Zukunft mehr hatte. Der Vater wollte S. weiterhin täglich sehen. Ich habe mich
damals zuviel unter Druck setzen lassen.
An die Tagesmutter wurde S. seinerzeit auch gegen 6:45 Uhr übergeben. Ich
habe ihn dann gegen 14:30 Uhr wieder abgeholt. Manchmal hat A. ihn schon
früher, gegen 14:00 Uhr, abgeholt. Jetzt in der Eingewöhnungsphase der
Notbetreuung geht es S. gut. Er spielt, und zwar auch mit anderen Kindern.
Allerdings war ich bisher nicht länger als eine halbe Stunde weg.
Die erste Tagesmutter, Frau S., hat erklärt, dass es zu einem
Vertragsabschluss nicht kommen werde, weil sie den Vater nach der Begegnung mit
ihm als aggressiv eingeschätzt hat. Frau Lü. war dann zur Übernahme der Rolle
als Tagesmutter bereit, obwohl ich ihr die Vorgeschichte geschildert hatte.
Angst hatte sie nicht, zumal sie mit einer anderen Tagesmutter zusammenarbeitet.
Zur Kündigung des Betreuungsvertrages ist es gekommen, weil sich der Vater nach
Aussage von Frau Lü. „unmöglich“ benommen hat.
Meinem schriftlichen Bericht habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Die
Eltern sind in wichtigen Punkten unterschiedlicher Meinung, das wirkt sich
ungünstig auf S. aus. Allerdings wirkt das Kind zurzeit noch unbelastet. Es ist
freundlich und umgänglich. Es wird aber später mitbekommen, dass die Eltern
Der unregelmäßige Tagesablauf ist für das Kind auch ungünstig. Zu
beachten ist, dass S. sehr auf seine Halbschwester fixiert ist.
Die gemäß § 621 e ZPO zulässige Beschwerde ist unbegründet. Zu Recht hat
das Amtsgericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. auf die Mutter
übertragen und den Antrag des Vaters, ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu
übertragen, zurückgewiesen.
vorübergehend getrennt, so kann gemäß § 1671 Abs. 1 BGB jeder Elternteil
beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil
der elterlichen Sorge allein überträgt. Fehlt es hinsichtlich des Antrags an
der Zustimmung des anderen Elternteils, vgl. § 1671 Abs. 2 Nr. 1 BGB, so ist
dem Antrag stattzugeben, soweit zu erwarten ist, dass die Aufhebung der
gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes
am Besten entspricht, § 1671 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Vorliegend richten sich die
Anträge beider Elternteile allein auf die Übertragung des
Aufenthaltsbestimmungsrechts als Teilbereich der elterlichen Sorge (vgl. Palandt/Diederichsen,
BGB, 68. Aufl., § 1671, Rz. 4). Daher hat der Senat auch nur hierüber zu
befinden (vgl. Johannsen/Henrich/Jaeger, Eherecht, 4. Aufl., § 1671, Rz. 18).
Die nach § 1671 Abs. 2 Nr. 2 BGB vorzunehmende Kindeswohlprüfung führt
dazu, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter allein zu übertragen ist.
Die Aufhebung eines Teilbereichs der gemeinsamen elterlichen Sorge ist mit
Rücksicht darauf, dass ein grundsätzlicher Vorrang der gemeinsamen elterlichen
Sorge im Verhältnis zur Alleinsorge eines Elternteils nicht besteht (vgl. BGH,
FamRZ 1999, 1646, 1647; FamRZ 2008, 592), dann angezeigt, wenn die Eltern
insoweit nicht objektiv kooperationsfähig bzw. nicht subjektiv
kooperationsbereit sind (vgl. KG, FamRZ 2000, 504; Senat, FamRZ 1998, 1047,
1048; FamRZ 2003, 1952, 1953; Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz.
36). Beanspruchen die Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht jeweils für sich,
so deuten ihre diesbezüglichen Anträge auf fehlende Kooperationsbereitschaft
hin (vgl. Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz. 37). Im vorliegenden
Fall besteht gerade im Hinblick auf den Aufenthalt des Kindes Uneinigkeit
zwischen den Eltern. Während der Vater ein Wechselmodel favorisiert, möchte
die Mutter, dass sich S. überwiegend bei ihr aufhält. Die Aufhebung der
gemeinsamen Sorge hinsichtlich dieses Teilbereichs des
Aufenthaltsbestimmungsrechts ist daher unter Berücksichtigung des Kindeswohls
Bei der Frage, welchem Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu
übertragen ist, sind folgende Gesichtspunkte zu beachten, wobei deren
Reihenfolge im Hinblick auf ihren Stellenwert keine Bedeutung zukommt (vgl.
Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz. 84):
- der Wille des Kindes, soweit er mit seinem Wohl vereinbar ist und das Kind
nach Alter und Reife zu einer Willensbildung im natürlichen Sinne in der Lage
- die Bindungen des Kindes an beide Elternteile und etwa vorhandene
- der Förderungsgrundsatz, nämlich die Eignung, Bereitschaft und
Möglichkeit der Eltern zur Übernahme der für das Kindeswohl maßgeblichen
Erziehung und Betreuung sowie
- der Kontinuitätsgrundsatz, der auf die Stetigkeit und die Wahrung der
Entwicklung des Kindes abstellt
(vgl. zum Ganzen Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz. 52, 64 ff.,
68 ff., 78 ff.; Palandt/Diederichsen, a. a. O., Rz. 27 ff.).
Der Senat ist bei der unter diesen Gesichtspunkten vorgenommenen
Überprüfung nach Einholung von schriftlichen Stellungnahmen des beteiligten
Jugendamtes und der Verfahrenspflegerin sowie nach Anhörung der Eltern und der
Verfahrenspflegerin zu der Überzeugung gelangt, dass es dem Wohl des Kindes S.
am Besten entspricht, wenn die Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht ausübt.
Ein Kindeswille, der ohnehin regelmäßig erst ab Vollendung des zwölften
Lebensjahres eines Kindes eine relativ zuverlässige Entscheidungsgrundlage
bildet (vgl. Senat, FamRZ 2003, 1952, 1954; OLG Brandenburg, 1. Senat für
Familiensachen -, FamRZ 2008, 1472, 1474; Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., §
1671, Rz. 81), ist vorliegend angesichts des Alters des Kindes von noch nicht
einmal eineinhalb Jahren nicht feststellbar. Diesem Aspekt kommt vorliegend bei
der Kindeswohlprüfung daher keine Bedeutung zu.
S. hat starke Bindungen an beide Elternteile. Dies ergibt sich aus dem
Bericht der Verfahrenspflegerin. Diese hat im Einzelnen beschrieben, wie
ungezwungen und mit welchem Bedürfnis nach körperlicher Nähe sich das Kind
sowohl im Umgang mit dem Vater als auch im Umgang mit der Mutter bewegt.
Nach dem Bericht der Verfahrenspflegerin ist ferner davon auszugehen, dass
eine beachtenswerte Bindung des fast ein Jahr und vier Monate alten S. auch an
seine 17jährige Halbschwester A. besteht. Die Bindungen eines Kindes an seine
Geschwister sind bei der Entscheidung über die elterliche Sorge grundsätzlich
von großer Bedeutung (vgl. Senat, OLGR Brandenburg 2008, 867; OLG Celle, FamRZ
1992, 465, 466; Johannsen/Henrich/Jaeger, a. a. O., § 1671, Rz. 73 f.). Ob die
Geschwisterbindung vorliegend mit Rücksicht auf den großen Altersunterschied
ausschlaggebend sein kann, bedarf keiner abschließenden Entscheidung. Denn, wie
noch auszuführen ist, spricht vorliegend der Kontinuitätsgrundsatz
entscheidend dafür, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. auf die Mutter zu
Unter dem Gesichtspunkt des Förderungsgrundsatzes ergibt sich ein Vorrang
des Vaters jedenfalls nicht. Angesichts des liebevollen Umgangs, den die Eltern
nach dem Bericht der Verfahrenspflegerin mit dem Kind pflegen, kann angenommen
werden, dass beide gleichermaßen erziehungsgeeignet sind. Auch die übrigen
insoweit bedeutsamen Umstände sprechen nicht dafür, dem Vater eher als der
Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen. Im Übrigen gibt es den
vom Antragsteller mit Schreiben vom 4.3.2009 genannten Grundsatz "ein Kind
gehört zur Mutter" selbstverständlich nicht.
Beide Elternteile bieten S. ein intaktes Wohnumfeld. Insoweit hat es,
insbesondere durch das Jugendamt, keine Beanstandungen gegeben.
Ebenfalls beide Elternteile gehen liebevoll mit dem Kind um, wie dem Bericht
der Verfahrenspflegerin zu entnehmen ist. Auch ist davon auszugehen, dass beide
gleichermaßen in der Lage sind, dem Kind die notwendigen Anregungen zu geben.
Wenn der Antragsteller demgegenüber nach der Anhörung durch den Senat mit
Schreiben vom 4.3.2009 pauschal behauptet, in der Familie K. gebe es keine
Hobbys, es werde kein Buch gelesen, kein Sport getrieben und keine Urlaubsreise
unternommen, so ist dem entgegen zu halten, dass die Anregungen, von denen ein
Kind profitieren kann, vielfältig sind und weniger ausgeprägte Fähigkeiten
und Neigungen des einen Elternteils in Bezug auf bestimmte Bereiche durch den
anderen Elternteil ausgeglichen werden können. Dies gilt auch nach Trennung der
Eltern, insbesondere im Rahmen von Umgangskontakten.
Beide Elternteile sind berufstätig. Ein allein aus dem Zeitfaktor
resultierender Vorrang des nicht oder nur teilweise berufstätigen Elternteils
vor dem voll berufstätigen Elternteil besteht ohnehin nicht (vgl. Fehmel, FamRZ
1983, 971, 972; OLG Dresden, FamRZ 1997, 49, 50). Auch der Umstand, dass die
Mutter, nachdem sie nun wieder eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, S. von
einer Tagesmutter bzw. ab September 2009 in einer Kita betreuen lassen möchte,
während der Vater die Auffassung vertritt, S. solle ungeachtet der
Berufstätigkeit seiner Eltern weiter zu Hause betreut werden, vermag keinen
Vorrang des Vaters zu begründen.
Zunächst ist schon zweifelhaft, dass der Vater Kindesbetreuung und
Erwerbstätigkeit uneingeschränkt miteinander in Einklang bringen kann, weil
sich sein Büro in der eigenen Wohnung befindet. Das Jugendamt hat in seinem
Bericht vom 2.10.2008 bereits darauf hingewiesen, dass der Vater die
Anforderungen, die die Betreuung eines so kleinen Kindes wie S. an ihn stellt,
offenbar unterschätzt bzw. nicht realistisch einschätzt. Jedenfalls ergibt
sich eine Vereinbarkeit nicht allein daraus, dass sich das Büro in der Wohnung
befindet. Zwar hat der Vater bei seiner Anhörung durch den Senat angegeben, er
arbeite nur am heimischen Schreibtisch und könne Aufträge, die er telefonisch
erhalte, auch in den Zeiten erledigen, in denen S. schlafe oder sich bei der
Mutter befinde. Es dürfte aber erforderlich sein, dass der Vater zumindest
während der üblichen Geschäftszeiten durchgängig telefonisch erreichbar und
auch in der Lage ist, mit seinen Kunden bzw. Geschäftspartnern längere
Gespräche zu führen. Dies wird durch die Anwesenheit eines so kleinen Kindes
wie S. und die damit einhergehende, oft nicht planbare Notwendigkeit, dieses zu
versorgen, erheblich erschwert.
Entgegen der Auffassung des Antragstellers kann nicht davon ausgegangen
werden, dass die Fremdbetreuung eines Kindes von etwa eineinhalb Jahren während
der Ausübung der Berufstätigkeit der Eltern dem Kindeswohl abträglich ist.
Der Antragsteller räumt selbst ein, dass es zu dieser Frage in der
Fachliteratur unterschiedliche Auffassungen gibt. Der Gesetzgeber geht
demgegenüber davon aus, dass eine Betreuung auch kleiner Kinder durch eine
Tagesmutter oder in einer Kinderkrippe mit dem Kindeswohl durchaus in Einklang
steht. Hat der Gesetzgeber zunächst einen Kindergartenplatz ab Vollendung des
dritten Lebensjahres des Kindes garantiert (vgl. § 24 SGB VIII in der seit dem
1.1.1996 geltenden Fassung, aber auch das Gesetz zum qualitätsorientierten und
bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder -
Tagesbetreuungsausbaugesetz – TAG - vom 27. 12. 2004, BGBl. I S. 3852), so ist
er nun im Interesse einer besseren Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und
Familie bestrebt, das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei
Jahren im gesamten Bundesgebiet deutlich auszuweiten (siehe das Gesetz zur
Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in
Kindertagespflege vom 10.12.2008 – Kinderförderungsgesetz – KiföG, BGBl.
I, S. 2403).
Anhaltspunkte dafür, dass gerade S. eine Fremdbetreuung nicht verkraften
könnte, sind nicht gegeben. Die Verfahrenspflegerin hat S. als ausgeglichen und
fröhlich beschrieben. Darauf deutet auch die ungezwungene Kontaktaufnahme des
Kindes zu beiden Elternteilen während der Besuche der Verfahrenspflegerin hin.
Soweit der Vater von Verlustängsten des Kindes spricht, lässt sich jedenfalls
nicht feststellen, dass allein infolge der von der Mutter beabsichtigten
Fremdbetreuung das Kindeswohl gefährdet wäre. Weil kleine Kinder regelmäßig
starke Bindungen an ihre Eltern haben, ist der Versuch, eine weitere
Bezugsperson in die Betreuung einzubinden, stets mit gewissen
Anlaufschwierigkeiten verbunden. Gerade deshalb sehen Kindertagesstätten, aber
auch Tagesmütter zu Beginn eines Betreuungsverhältnisses eine
Eingewöhnungsphase vor.
Der Umstand, dass S., seit die Mutter ihre Erwerbstätigkeit wieder
aufgenommen hat, mit verschiedenen Betreuungspersonen in Kontakt getreten ist,
und insoweit stabile Verhältnisse noch nicht eingetreten sind, begründet
ebenfalls keinen Vorrang des Vaters. Unabhängig von der zwischen den Eltern
streitigen Frage, wie sich die Gespräche des Vaters mit den beiden
Tagesmüttern S. und Lü. gestaltet haben, lässt sich jedenfalls feststellen,
dass die Mutter für die Ablehnung der Tagesmütter, S. weiter zu betreuen,
keine Verantwortung trägt.
Eine eingeschränkte Erziehungseignung der Mutter ergibt sich auch nicht im
Hinblick darauf, dass sie ihrer 17jährigen Tochter A. auf deren Wunsch
bestimmte Aufgaben bei der Betreuung und Versorgung S. überlässt.
Anhaltspunkte dafür, dass A. diesen Aufgaben nicht gewachsen ist, bestehen
nicht. Allein der vom Antragsteller bei seiner Anhörung vor dem Senat
hervorgehobene Einzelfall, wonach A., während sie S. im Arm gehalten habe, eine
Musiksendung im Fernsehen laut eingestellt gehabt habe, lässt eine ernsthafte
Beeinträchtigung S. nicht erkennen. Im Übrigen kommen jüngere Kinder
naturgemäß mit der jeweiligen konkreten Lebenswelt ihrer älteren Geschwister
recht früh in Berührung.
Schließlich ist eine verminderte Bindungstoleranz der Mutter im Vergleich
zum Vater nicht zu erkennen. Dass die Mutter kurzzeitig den Umgang des Vaters
mit S. auf ein Minimum reduzieren wollte, hat sie nachvollziehbar mit der Angst,
der Vater könne S. ganz bei sich behalten wollen, begründet. Im Übrigen aber
hat sie dem Vater durchgängig Kontakte mit S. ermöglicht. Dies betrifft zum
einen die Zeit unmittelbar nach der Geburt des Kindes, als die Mutter bereit
war, dem Wunsch des Vaters nach möglichst täglichen Kontakten mit dem Kind zu
entsprechen. Wenn es dann auch später ein Umgangsregelungsverfahren gegeben
hat, so bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass es der Mutter letztlich darum
ging, den Umgang des Vaters mit dem Kind zu unterbinden. Dass bei einem Streit
um die konkrete Festlegung von Umgangszeiten jeder Elternteil auch seinen
eigenen Vorteil bzw. die Belange des Kindes, wie sie sich gerade für ihn
darstellen, im Auge hat, liegt in der Natur der Sache. Jedenfalls ist es zu
einer nachhaltigen Umgangsverweigerung durch die Mutter nicht gekommen. Vielmehr
hat der Vater eingeräumt, dass der Umgang durchgängig so, wie er durch die vom
Senat übernommene Umgangsvereinbarung vom 23.9.2008 geregelt ist, stattgefunden
Allerdings hat der Vater bei seiner Anhörung überdies darauf hingewiesen,
die Mutter schikaniere ihn, indem sie, nachdem er einmal über die verschlossene
Gartenpforte gesprungen sei, eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt
habe. Die Beanstandung erscheint zwar nicht unberechtigt. Denn ein solches
Vorgehen sorgt für eine Belastung des Verhältnisses der Eltern. Andererseits
ist aber zu berücksichtigen, dass auch der Vater, obwohl er die wichtige
Bedeutung der Mutter für das Kind gerade im Beschwerdeverfahren betont hat,
seinerseits auch nicht zur Entspannung beiträgt. So hat er sich in einer
Multimedia Nachricht (MMS), die im Verfahren 2 F 334/08 UG mit Schriftsatz der
Antragsgegnerin vom 16.5.2008 zur Akte gereicht worden ist, herabwürdigend
über die Mutter geäußert. Auch seine Einschätzung vor dem Senat, eine
Entspannung für das Kind werde es nur geben, wenn er das
Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. erhalte, anderenfalls werde es Krieg geben,
deutet daraufhin, dass er die Fähigkeiten der Mutter im Hinblick auf die
Belange des Kindeswohls abwertet. In Übereinstimmung damit hat das Jugendamt in
seiner Stellungnahme vom 2.10.2008 darauf hingewiesen, der Vater werte die
Mutter ab und sich dagegen auf.
Daher lassen sich die Probleme der Eltern, miteinander zu kommunizieren,
nicht nur auf das Verhalten der Mutter zurückführen. Der Vater ist nicht
allein deshalb als eher kooperationsfähig anzusehen, weil er der Mutter bei
bestimmten Gelegenheiten SMS schickt. Eine hinreichende Kooperationsfähigkeit
erweist sich vielmehr gerade darin, den unmittelbaren Austausch zu suchen und
sich im Gespräch selbst ein Stück weit zurücknehmen zu können. Angesichts
der dargestellten Abwertungen der Mutter lässt sich diese Fähigkeit beim Vater
nicht feststellen. Dass er selbst in der Lage wäre, von seinen Vorstellungen
abzurücken, ist nicht erkennbar. So wäre es relativ einfach, den Ablauf an den
Tagen, an denen sich S. bei ihm befindet, etwas anders zu organisieren, um
sicherzustellen, dass die Hauptmahlzeit vom Kind, wie von der Mutter
praktiziert, vor dem Mittagsschlaf eingenommen werden kann. Eine dahingehende
Bereitschaft hat der Vater nicht erkennen lassen.
Schließlich ist zu berücksichtigen, dass es dem Vater bei seinem Begehren,
das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. allein zu erhalten, nach eigenem
Bekunden nicht darum geht, dass S. weit überwiegend bei ihm lebt und die Mutter
Kontakt zu dem Kind nur im Rahmen regelmäßiger Besuche hat. Das Modell, das
dem Vater nach den Angaben in seiner Anhörung vor dem Senat vorschwebt, geht
vielmehr in Richtung eines Wechselmodells. Gleiches gilt für die nach dem
Anhörungstermin mit Schreiben vom 4.3.2009 vorgelegte "Konkrete Regelung,
wenn Aufenthaltsbestimmungsrecht bei mir". Ein Wechselmodell aber stellt so
hohe Anforderungen an die Kommunikation und Kompromissbereitschaft der Eltern
(und je nach Alter auch der Kinder), dass die Initiative hierzu nur von den
Eltern selbst ergriffen werden kann (Jaeger, FPR 2005, 70, 72). Entsprechend
kann ein Wechselmodell gegen den Widerstand eines Elternteils nicht
funktionieren (vgl. OLG Dresden, FPR 2004, 619; Jaeger, FPR 2005, 70, 72;
Gutjahr, FPR 2006, 301, 302). Im Hinblick darauf hat der Senat bereits
entschieden, dass dann, wenn die Eltern in der Vergangenheit das Wechselmodell
praktiziert haben und ein Elternteil hieran nicht mehr festhalten will, das
Aufenthaltsbestimmungsrecht unter dem Gesichtspunkt des Förderungsprinzips
diesem Elternteil zu übertragen ist, da er eher die Gewähr dafür bietet, dass
das bisher praktizierte Wechselmodell beendet wird (Senat, FamRZ 2003, 1949).
Dass das von ihm während der Anhörung durch den Senat vorgeschlagene
Modell, bei dem der Vater einen Aufenthalt des Kindes bei der Mutter schon ab
Donnerstag bis Sonntag für möglich hielt, nicht so funktionieren kann, wie es
sich der Antragsteller vorstellt, wird auch daraus deutlich, dass er der Mutter
damit auch unter der Woche einen ganzen Tage, nämlich den Freitag, zugestehend
möchte, an dem sich S. bei ihr aufhält. Mit Rücksicht auf ihre
Berufstätigkeit wäre die Mutter aber am Freitag doch wieder auf eine
Fremdbetreuung, die der Vater ja gerade vermeiden möchte, angewiesen. Nach den
Angaben bei ihrer Anhörung durch den Senat hat die Mutter zwar angegeben,
gerade an den Tagen, an denen sich S. beim Vater befindet, lange zu arbeiten.
Dessen ungeachtet muss sie aber auch an den übrigen Tagen der Arbeitswoche,
wenn auch kürzer, an ihrer Arbeitsstelle erscheinen.
Wenn sich nach alledem unter dem Gesichtspunkt des Förderungsgrundsatzes
jedenfalls kein Vorrang des Vaters ergibt, so spricht der Kontinuitätsgrundsatz
übertragen. Das Kind hat seit seiner Geburt durchgehend bei ihr gelebt,
insbesondere die Nächte dort verbracht. Die Aufrechterhaltung der bestehenden
Situation entspricht, wovon auch das Jugendamt und die Verfahrenspflegerin
ausgehen, dem Wohl des Kindes.
Ist somit das Aufenthaltsbestimmungsrecht für S. allein auf die Mutter zu
übertragen ist, ändert dies nichts an der großen Bedeutung, die der Vater
für das Kind behält. Entsprechend wird der Vater weiterhin regelmäßigen
Umgang mit dem Kind haben. Im Hinblick darauf, dass S. bald abgestillt sein
dürfte, rücken Übernachtungen des Kindes, die nach der vom Senat
übernommenen Umgangsregelung vom 23.9.2008 noch nicht vorgesehen sind, in den
Blick. Insoweit erscheint es wünschenswert, dass die Eltern sich zu einer
einvernehmlichen Abänderung ohne Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe bereit
finden werden. Der Vater wird noch stärker als bisher dafür sorgen müssen,
dass die geregelten Übergabezeiten am Ende des jeweiligen Umgangs eingehalten
werden. Die Mutter wiederum wird Überschreitungen dieser Zeiten in begründeten
Einzelfällen zu akzeptieren haben, ohne sogleich die Verhängung von
Zwangsmaßnahmen zu beantragen.
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References: §1671
 § 34
 § 29
 § 28
 § 18
 § 28
 § 1671
 § 1671
 § 621
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