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Timestamp: 2020-01-21 11:14:28+00:00

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BGH, 12.12.1985 - IX ZR 15/85 - dejure.org
https://dejure.org/1985,597
BGH, 12.12.1985 - IX ZR 15/85 (https://dejure.org/1985,597)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1985 - IX ZR 15/85 (https://dejure.org/1985,597)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85 (https://dejure.org/1985,597)
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BGB §§ 268, 1150, 1157, 1192
Kein gutgläubiger, einredefreier Übergang des vorrangigen Grundpfandrechts auf den nachrangigen Pfandgläubiger bei Erwerb kraft Gesetzes.
Gutgläubiger einredefreier Erwerb von Grundschulden bei gesetzlichem Übergang
Einordnung einer Vereinbarung einer Miteigentümerin eines Grundstücks mit einer Grundschuldgläubigerin hinsichtlich einer Befriedigung als Einrede i.S.v. § 1157 S. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Möglichkeit eines gutgläubigen einredefreien Grundschuldserwerb bei ...
Kein gutgläubiger einredefreier Erwerb eines gesetzlich übergehenden Grundpfandrechts
Ablösung des einredebehafteten Grundpfandrechts in der Zwangsvollstreckung
LG Landshut, 16.02.1984 - 4 O 1082/83
OLG München, 28.11.1984 - 20 O 2700/84
NJW 1986, 1487
NJW-RR 1986, 638 (Ls.)
ZIP 1986, 363
DNotZ 1986, 342
WM 1986, 293
WM 1986, 809
WM 1986, 813
Rpfleger 1986, 190
Beim Übergang eines Grundpfandrechts kraft Gesetzes ist ein Vertrauen des Ablösenden, der bisherige Gläubiger werde ihn zuvor über bestehende Einreden in Kenntnis setzen, nicht gerechtfertigt, zumal der bisherige Gläubiger das dingliche Recht regelmäßig ohne sein Zutun verliert (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1985 aaO unter 3 b a.E.; ferner unter ausführlicher Auseinandersetzung mit kritischen Stimmen aus der Literatur BGH, Urteil vom 24. September 1996 - XI ZR 227/95 - NJW 1997, 190 unter II 1); es kann deshalb dahinstehen, ob die Vorschrift des § 1157 Satz 2 BGB über § 1192 Abs. 1 BGB auch auf Grundschulden Anwendung findet (…vgl. BGHZ aaO 66).
Sie können dem Rechtsnachfolger der ursprünglichen Grundschuldgläubigerin nach § 1157 Satz 2 BGB entgegengesetzt werden, es sei denn, er hätte die Grundschulden gemäß § 1157 Satz 2 BGB durch Rechtsgeschäft (vgl. dazu Senatsurt. v. 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85, WM 1986, 293 ) infolge Unkenntnis der im Grundbuch und Brief nicht verlautbarten Einreden einredefrei erworben.
Es handelte sich daher, wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, um eine Gesamtgrundschuld an den Miteigentumsanteilen (BGH Urt. vom 12. Dezember 1985, IX ZR 15/85, NJW 1986, 1487, 1488; BGHZ 103, 72, 80) [BGH 15.01.1988 - V ZR 183/86].
Beim Übergang einer Grundschuld kraft Gesetzes auf den Ablösungsberechtigten wird, wie das Berufungsgericht im Anschluß an das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12. Dezember 1985 (IX ZR 15/85, WM 1986, 293, 294 = NJW 1986, 1487 ff.) ausgeführt hat, der gute Glaube des Erwerbers nicht geschützt.
Entgegen der Ansicht der Revision besteht zur Aufgabe dieser Rechtsprechung, die in der Literatur teils Zustimmung (…Staudinger/Scherübl, BGB 12. Aufl. § 1157 Rdn. 10;… MünchKomm/Eickmann, BGB 2. Aufl. § 1157 Rdn. 18;… Erman/Räfle, BGB 9. Aufl. § 1157 Rdn. 6;… Palandt/Bassenge, BGB 55. Aufl. § 1157 Rdn. 3;… Clemente, Recht der Sicherungsgrundschuld 2. Aufl. Rdn. 193;… Gaberdiel, Kreditsicherung durch Grundschulden 5. Aufl. Rdn. 12.3.4;… Scholz/Lwowski, Das Recht der Kreditsicherung 7. Aufl. Rdn. 879; Reinicke/Tiedtke WM 1986, 813, 819 f.; Rehbein WuB I F 3. -8.89) und teils Ablehnung (…Soergel/Konzen, BGB 12. Aufl. § 1157 Rdn. 5;… Baur/Stürner, Lehrbuch des Sachenrechts 16. Aufl. S. 403;… Westermann/Eickmann, Sachenrecht Bd. II 6. Aufl. S. 269 unter Aufgabe der in MünchKomm vertretenen Ansicht; Canaris NJW 1986, 1488 ff.; Rimmelspacher WM 1986, 809 ff.; ders. WuB I F. 3. -5.86; Clemente EWiR 1986, 571, 572) erfahren hat, kein Anlaß.
Auch § 893 BGB, auf den sich ein Teil der Gegenmeinung zu stützen versucht, will den Eigentümer nicht schlechter stellen (Reinicke/Tiedtke WM 1986, 813, 820), sondern nur den guten Glauben desjenigen schützen, der sich mangels gebotener und zu erwartender Information seines Vertragspartners über die tatsächliche Rechtslage auf das Grundbuch verläßt.
Dadurch unterscheidet sich der Fall wesentlich von dem eines gutgläubigen Hypothekenerwerbs bei Übertragung der Forderung und dem einer Vormerkung bei Zession der gesicherten Forderung, die von der Gegenmeinung (vgl. Canaris NJW 1988, 1488 f.; Rimmelspacher WM 1986, 809, 810; ders. WuB I F 3. -5.86) als Beispiele für die Möglichkeit eines gutgläubigen Erwerbs bei einem Rechtsübergang kraft Gesetzes angeführt werden.
bb) Die von dem Vollstreckungsgericht zu berücksichtigende Unrichtigkeit des eingetragenen Vorrangs der Rechte Abt. III Nr. 15a und Nr. 27 ergibt sich aus der Ablösung des Rechts Abt. III Nr. 7a durch die Beteiligte zu 7. Aus den Akten über das Zwangsversteigerungsverfahren geht hervor, dass die Beteiligte zu 7 vor dem Termin vom 14. Januar 2008 an die Gerichtskasse 814.000 EUR gezahlt hat, um das Recht in Abt. III Nr. 7a, aus dem damals die Beteiligte zu 4 die Zwangsversteigerung betrieb, als nachrangige Grundschuldgläubigerin nach §§ 1192, 1150, 268 BGB abzulösen (zu dem Ablösungsrecht des nachrangigen Gläubigers: BGH, Urteile vom 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85, NJW 1986, 1487, 1488 und vom 11. Mai 2005 - IV ZR 279/04, NJW 2005, 2398).
(1) Werden - wie hier - von hälftigen Miteigentümern eines Grundstücks beide Miteigentumsanteile zugunsten eines Gläubigers mit einer Grundschuld belastet, so wird hierdurch eine Gesamtgrundschuld begründet (§§ 1114, 1132, 1192 Abs. 1 BGB; vgl. BGH NJW 1986, 1487 f. Rdnr. 7;… BGHZ 106, 19 ff. Rdnr. 20; jeweils zit. nach juris).
Diese eröffnete der Beklagten gemäß den §§ 1132 Abs. 1, 1192 Abs. 1 BGB lediglich die Möglichkeit, nach ihrem Belieben aus jedem der Miteigentumsanteile ganz oder zum Teil die Befriedigung der gesicherten gemeinsamen Darlehensschuld zu suchen (vgl. BGH NJW 1986, 1487 f. Rdnr. 7, zit. nach juris).
An die Stelle des Eigentums tritt für den früheren Eigentümer der Anspruch auf den Versteigerungserlös mit den sich aus dem Zwangsversteigerungsgesetz ergebenden Verfügungsbeschränkungen (ständige Rechtsprechung, zuletzt Senatsurt. vom 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85, ZIP 1986, 363 = WM 1986, 293).
Die Klägerin als betreibende Gläubigerin der nachrangigen Grundschuld Nr. 6 hat am 9. März 1984 die Ansprüche der Beklagten aus der Grundschuld Nr. 5 gemäß §§ 1192 Abs. 1, 1150, 268 Abs. 1 Satz 1 befriedigt, dieses Grundpfandrecht ist deshalb nach § 268 Abs. 3 Satz 1 BGB kraft Gesetzes auf die Klägerin übergegangen (vgl. Senatsurt. v. 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85, ZIP 1986, 363 = NJW 1986, 1487 ).
Rechte des Inhabers einer nicht in das geringste Gebot fallenden …
§ 268 Abs. 1 Satz 1 BGB stellt nicht auf die subjektive Willensrichtung des Ablösenden ab, die sich einer zuverlässigen Feststellung häufig entzieht, sondern knüpft im Interesse der Klarheit der dinglichen Rechtsverhältnisse an die Gefährdung des nachrangigen Rechts durch die Zwangsversteigerung an (BGH, Urteil vom 13. Juli 1983 - VIII ZR 134/82, NJW 1983, 2502, 2503; OLG Saarbrücken OLGZ 1967, 102, 104; OLG Köln WM 1989, 274, 278;… Soergel/Konzen, aaO Rdn. 5; Reinicke/Tiedtke WM 1986, 813, 814 f.).
Das Bestehen eines Anspruchs auf Löschung nicht mehr valutierter Teile der das Grundstück in K. belastenden Grundschulden Abteilung III Nr. 5 und 8 hätte zur Folge, daß der auf diese Teile entfallende Versteigerungserlös an die Deutsche Hypothekenbank F. -B. als Rechtsnachfolgerin des Klägers auszuzahlen gewesen wäre (vgl. BGHZ 99, 363, 365; 106, 375, 378 [BGH 09.02.1989 - IX ZR 145/87]; BGH, Urt. v. 12. Dezember 1985 - IX ZR 15/85, WM 1986, 293, 294;… Urt. v. 19. Oktober 1988 - IVb ZR 70/87, WM 1988, 1834, 1837;… Urt. v. 29. September 1989 - V ZR 326/87, WM 1989, 1862, 1863;… Urt. v. 7. Dezember 1989 - IX ZR 281/88, WM 1990, 305, 306) und die Beklagte die Rechtsposition in bezug auf das Anderkonto ohne rechtlichen Grund erlangt hätte (vgl. BGHZ 104, 26, 28;… BGH, Urt. v. 14. April 1987 - IX ZR 237/86, ZIP 1987, 831, 833, Urt. v. 19. Oktober 1988 aaO. S. 1836).
OLG Zweibrücken, 23.05.2013 - 7 U 75/13
Grundschuld: Anspruch auf Zustimmung zur Löschung einer Grundschuld
LG Saarbrücken, 04.02.2000 - 5 T 73/00
Vollstreckungsbeschränkende Vereinbarung bei Grundschuld
LG Landshut, 15.03.2000 - 2 HKT 133/00
Zulässigkeit einer namensähnlichen Phantasiefirma
BGH, 28.01.1992 - XI ZR 25/91
Gutgläubiger Erwerb bei Ablösung einer Grundschuld
LG Nürnberg-Fürth, 12.02.1987 - 4 O 7432/86
Adressat für die Ausübung eines Wiederkaufsrechts

References: § 1157
 § 1157
 § 1192
 § 1157
 § 1157
 § 1157
 § 1157
 § 1157
 § 1157
 § 1157
 § 893
 BGH 
 BGH 
 § 268

§ 268