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Timestamp: 2018-12-13 10:34:19+00:00

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PackmAusbV Packmittel-Ausbildungsverordnung
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin (Packmittel-Ausbildungsverordnung - PackmAusbV)
V. v. 20.05.2011 BGBl. I S. 988 (Nr. 25); zuletzt geändert durch Artikel 1 V. v. 03.04.2018 BGBl. I S. 429
Geltung ab 01.08.2011; FNA: 806-22-1-71 Berufliche Bildung
§ 9 Anrechnungsregelung
Anlage (zu § 4 Absatz 1 Satz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin
Der Ausbildungsberuf des Packmitteltechnologen und der Packmitteltechnologin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.
(2) Die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Entwickeln von Packmitteln,
Vorbereiten und Planen von Produktionsprozessen,
Rüsten von Fertigungsanlagen,
Steuern und Überwachen von Produktionsprozessen,
I.1 Metallbearbeitung,
I.2 Steuerungstechnik,
I.3 Spezielle Fertigungsverfahren,
I.4 Computergestützte Mustererstellung;
zwei Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 3 aus der Auswahlliste II:
II.1 Stanzformenbau,
II.2 Veredelungstechnik,
II.3 Leitstandtechnik und Inlineproduktion,
II.4 Labor,
II.5 Mechanik und Steuerungstechnik,
II.6 Computergestützte Packmittelentwicklung und Design;
Betriebliche Managementsysteme.
Produktionsvorbereitung,
Erstellen eines Handmusters
(4) Für den Prüfungsbereich Produktionsvorbereitung bestehen folgende Vorgaben:
zur Umsetzung der Kundenanforderungen Arbeitsschritte zu planen, Arbeitsmittel festzulegen, Materialien auszuwählen, Anforderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen,
Auftragsdaten zum Rüsten und Steuern der Packmittelmaschine umzusetzen,
die Auswahl von Materialien und Werkzeugen sowie Fertigungs- und Lagermöglichkeiten darzustellen und dabei qualitätssichernde Maßnahmen aufzuzeigen;
(5) Für den Prüfungsbereich Erstellen eines Handmusters bestehen folgende Vorgaben:
Packmittel unter Beachtung technischer und organisatorischer Vorgaben zu entwerfen,
technische Zeichnungen von Hand anzufertigen,
Handmuster manuell herzustellen;
der Prüfling soll ein Prüfungsstück anfertigen;
die Prüfungszeit beträgt drei Stunden.
(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
(3) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen
Packmittelproduktion,
Auftragsvorbereitung und Managementsysteme,
(4) Für den Prüfungsbereich Packmittelproduktion bestehen folgende Vorgaben:
die für den Arbeitsauftrag benötigten Unterlagen und Materialien zum Einrichten von Packmittelmaschinen zu beschaffen,
Arbeitsprozesse unter Beachtung wirtschaftlicher, ökologischer, technischer und organisatorischer Vorgaben kundenorientiert durchzuführen und zu dokumentieren,
Maschinen und Anlagen zu rüsten,
die Produktion anzufahren und zu steuern, das Produktionsergebnis zu prüfen, zu beurteilen und zu optimieren,
das Packmittel in der vorgegebenen Qualität termingerecht und wirtschaftlich herzustellen sowie Maßnahmen zur Behebung von Störungen einzuleiten,
Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen sowie Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen,
Prozessdaten und Produktionsbedingungen zu kommunizieren und zu dokumentieren;
Einrichten und Fahren von Maschinen und Anlagen für zwei Fertigungsverfahren unter Berücksichtigung einer der im Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1 sowie einer der im Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2;
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe sowie ein situatives Fachgespräch durchführen;
(5) Für den Prüfungsbereich Auftragsvorbereitung und Managementsysteme bestehen folgende Vorgaben:
Arbeitsprozesse unter Beachtung wirtschaftlicher, ökologischer, technischer und organisatorischer Vorgaben kundenorientiert zu planen,
vor- und nachgelagerte Produktionsbereiche zu berücksichtigen,
Maschinendaten zu strukturieren, auszuwerten, für die Auftragsdokumentation zusammenzustellen und zu sichern,
Informationen zu Maschinen und Anlagen, zum Produktionsprozess, zu Materialien und Werkzeugen zu nutzen sowie Problemlösungen zu entwickeln,
Instrumente und Vorschriften des Qualitäts- und Hygienemanagements zu erläutern,
Prüfungsbereich Packmittelproduktion 60 Prozent,
Prüfungsbereich Auftragsvorbereitung und Managementsysteme 30 Prozent,
im Prüfungsbereich „Packmittelproduktion" mit mindestens „ausreichend",
in mindestens einem der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens „ausreichend" und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche „Auftragsvorbereitung und Managementsysteme" oder „Wirtschafts- und Sozialkunde" durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer oder zur Maschinen- und Anlagenführerin im Schwerpunkt Druckweiter- und Papierverarbeitung kann die Ausbildungsdauer einer Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen oder zur Packmitteltechnologin um zwei Jahre verkürzt werden.
§ 10 ändert mWv. 1. August 2011 VerpMAusbV
Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Verpackungsmittelmechaniker/zur Verpackungsmittelmechanikerin vom 5. April 2001 (BGBl. I S. 494) außer Kraft.
1 Entwickeln von Packmitteln
Nummer 1) a) fertigungstechnische Parameter erfassen und in Pro-
duktionsdaten umsetzen, dabei Kundenvorgaben
und produktspezifische Besonderheiten sowie öko-
nomische und ökologische Gesichtspunkte berück-
b) Packmittel unter Berücksichtigung von Wirkung,
Funktion und Normen gestalten
c) technische Zeichnungen manuell und computerun-
terstützt mit Standardsoftware erstellen
d) Handmuster manuell und maschinell herstellen sowie
auf Funktion und Maßhaltigkeit prüfen 10
2 Vorbereiten und Planen von
Nummer 2) a) Auftragsunterlagen auf Vollständigkeit prüfen und
Realisierbarkeit der Produktionsvorgaben kontrollie-
b) vorgelagerte Prozesse bezüglich der Wechselwirkun-
gen von verschiedenen Produktionsschritten oder
Verfahren beurteilen
c) Produktionsabläufe hinsichtlich der zu erzielenden
Qualität der Packmittel einschließlich Kosten- und
d) Produktionsprozess nach wirtschaftlichen und öko-
logischen Gesichtspunkten festlegen
e) Packstoffe und Packhilfsmittel hinsichtlich Verwend-
barkeit, Lagerung, Verarbeitung sowie Gebrauchs-
nutzung des Endproduktes beurteilen und unter
Berücksichtigung des Materialverhaltens einsetzen
f) Produkt- und Prozessdaten erstellen und bei der
Planung von Aufträgen unter Berücksichtigung von
weiteren Verarbeitungsschritten nutzen 12
g) Verpackung und Lagerung der gefertigten Produkte
unter Berücksichtigung spezifischer Vorgaben sowie
innerbetrieblicher und logistischer Prozesse festlegen
h) Qualitätssicherungs-Unterlagen und auftragsbezo-
gene Datenblätter nach betrieblichen Vorgaben und
Kundenwünschen erstellen
i) Materialien und Werkzeuge für die Produktion aus-
wählen und beschaffen
j) Werkzeuge maschinen- und auftragsspezifisch zu-
sammenstellen, anfertigen, vormontieren, einstellen,
prüfen und instand setzen 8
3 Rüsten von Fertigungs-
Nummer 3) a) Auftragsdaten für die Maschinensteuerung überneh-
men, Maschinen produkt- und produktionsorientiert
b) Probeprodukt erstellen und Übereinstimmung mit
den Anforderungen überprüfen, bei Abweichungen
c) Freigabe erteilen, dokumentieren und Produktion
d) Prozesskontrollsysteme einstellen
e) Fertigungsanlagen abrüsten, Werkzeuge nach Ein-
satz kontrollieren und Prüfergebnis dokumentieren
f) Werkzeuge instandhaltungsgerecht einlagern 20
4 Steuern und Überwachen von
Nummer 4) a) Produktion unter Berücksichtigung von Leistung und
Ausschussminimierung steuern
b) Prozesskontrolle durchführen, Fehler beheben 26
c) Materialfluss sicherstellen
d) qualitätssichernde Maßnahmen produktbezogen
e) Produktionsdaten dokumentieren 10
Nummer 5) a) technische Zeichnungen lesen, Skizzen anfertigen
b) Werkstoffe, insbesondere durch Feilen, Trennen,
Bohren und Kaltfügen, be- und verarbeiten
c) Werkstücke durch Messen und Lehren prüfen 6
d) Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit über-
e) mechanische, hydraulische, pneumatische und elek-
trisch betriebene Komponenten und Systeme unter-
scheiden, Wartung und Reinigung durchführen, Ver-
schleißteile austauschen
f) Störungen an Maschinen und Einrichtungen feststel-
len, Ursachen beseitigen
g) Fehler beschreiben und Behebung veranlassen
h) Grundeinstellungen der Maschine überprüfen und
Maschine nach Vorgaben justieren
i) Maschineneinstellungen und Austausch von Teilen
sowie Prüfergebnisse dokumentieren 10
I.1 Metallbearbeitung
Nummer I.1) a) technische Zeichnungen für Werkstücke anfertigen
b) Werkstoffe manuell und maschinell, insbesondere
durch Schleifen, Reiben, Gewindeschneiden, Umfor-
men, bearbeiten
c) Maß, Form und Lage von Bauteilen unter Berücksich-
tigung von Toleranzen beurteilen
d) Maschinenelemente und Bauteile einpassen, montie-
ren und demontieren 8
I.2 Steuerungstechnik
Nummer I.2) a) Steuerungsarten und Signalverarbeitung unterschei-
b) Schalt- und Funktionspläne pneumatischer Systeme
lesen und skizzieren
c) Sensoren sowie mechanische, pneumatische und
hydraulische Maschinenteile unter Beachtung von
Sicherheitsvorgaben prüfen und warten
d) pneumatische Steuerungen nach Vorgaben montie-
ren, anschließen und prüfen 8
I.3 Spezielle Fertigungsverfahren
Nummer I.3) a) Fertigungsverfahren zum Kleben oder Kaschieren
oder Beschichten oder Versiegeln oder Verschließen
oder Kodieren oder Etikettieren steuern
b) Spezialmaschinen rüsten und warten 8
I.4 Computergestützte Muster-
Nummer I.4) a) Daten importieren, konvertieren und exportieren
b) Konstruktionsvarianten hinsichtlich ihrer Verwendbar-
keit beurteilen
c) Muster nach Vorgabe mittels CAD konstruieren und
d) erstellte Muster auf Funktion und Kundenanforderun-
gen prüfen 8
II.1 Stanzformenbau
Nummer II.1) a) Stanzformenträger vorbereiten
b) Schnitt- und Schliffwinkel sowie Rill- und Ritzlinien-
c) Rill-, Ritz-, Perforier- und Schneidlinien auswählen
und einpassen
d) Haltepunkte einschleifen
e) Gummierung einpassen
f) Stanzformen prüfen und freigeben 10
II.2 Veredelungstechnik
Nummer II.2) a) Veredelungsverfahren, insbesondere für Prägungen
oder Druck und Lackierungen oder Kalandrierungen
oder Perforierungen, steuern
b) Spezialmaschinen rüsten und warten 10
II.3 Leitstandtechnik und Inline-
Nummer II.3) a) Auftragsdaten aus Arbeitskarten und EDV überneh-
men, prüfen und eingeben
b) Zusammenwirken der Fertigungsaggregate steuern
c) Rüstfehler und Abweichungen im Produktionspro-
zess erkennen und beseitigen 10
II.4 Labor
Nummer II.4) a) produktspezifische Prüfverfahren auswählen und an-
b) Packstoffe und Packstoffverbindungen bestimmen
und auf Funktionen und Eigenschaften prüfen, Prüf-
c) Fehlerquellen feststellen, dokumentieren und Besei-
tigung veranlassen 10
II.5 Mechanik und Steuerungs-
Nummer II.5) a) hydraulische, pneumatische und elektropneuma-
tische Schaltpläne lesen
b) Störungen bei mechanischen, elektrischen, elektroni-
schen, pneumatischen, hydraulischen und elektro-
pneumatischen Maschinenelementen erkennen und
Behebung veranlassen
c) pneumatische Schaltungen planen, skizzieren und
aufbauen 10
II.6 Computergestützte Packmit-
telentwicklung und Design
Nummer II.6) a) 3D-Software bei der Gestaltung und Konstruktion
von Packmitteln einsetzen
b) Produktmuster unter Berücksichtigung von Wirkung
und Funktion grafisch gestalten
c) Besonderheiten von verpackungsspezifischen Druck-
verfahren bei der Gestaltung berücksichtigen
d) Nutzenanordnung erstellen 10
Nummer 1) a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere
Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
Nummer 2) a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie
Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung,
lichen Organe des ausbildenden Betriebes beschrei-
Nummer 3) a) Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am
Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer um-
weltschonenden Entsorgung zuführen
Nummer 5) a) Dokumentationen, Handbücher, Fachberichte und
Firmenunterlagen, in deutscher und englischer Spra-
che nutzen
b) Informationen auswerten, bewerten und Sachverhalte
c) schriftliche betriebsübliche Kommunikation durch-
d) IT-gestützte Kommunikationssysteme nutzen
e) Gespräche mit Vorgesetzten und im Team situations-
gerecht und zielorientiert führen, kulturelle Identitäten
f) im Team Aufgaben planen, abstimmen, Entscheidun-
gen erarbeiten und Konflikte lösen
g) Sachverhalte und Lösungen visualisieren, Ge-
sprächsergebnisse dokumentieren, deutsche und
englische Fachbegriffe verwenden
h) mit vor- und nachgelagerten Bereichen und externen
Partnern kommunizieren, Übergabeprozesse abstim-
men, Reklamationen analysieren 8
6 Betriebliche Management-
Nummer 6) a) Methoden und Instrumente des Qualitätsmanage-
ments beurteilen und für den kontinuierlichen Verbes-
serungsprozess im eigenen Arbeitsbereich einsetzen
b) betriebliche Hygienevorschriften umsetzen 10
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References: § 9
 § 4
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 § 4
 § 3
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