Source: https://issuu.com/swiss-ski_sh/docs/snowactive_d_januar_2017
Timestamp: 2020-08-14 17:32:53+00:00

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Das Magazi n vo n swis s - s k i / / Jan uar 2 0 1 7
Wo o ly m p i s c h e TrĂ¤ume entstehen
Editorial Steigende Herausforderungen für Weltcupveranstalter In eineinhalb Monaten ist es soweit: In St. Moritz startet die Alpine Ski-WM 2017. Zweifellos der Höhepunkt dieses Winters. Daneben geraten die traditionellen Weltcups fast etwas in den Hintergrund. Diese sind für den Schneesport aber mindestens genauso wichtig. Unmittelbar vor uns steht ein unglaublicher und noch nie dagewesener Weltcup-Januar. Vier Wochenenden, vier Schweizer Weltcups: Tour de Ski in Val Müstair (31.12/1.1.), Adelboden (7./.8.1.), Wengen (13.–15.1.) und erstmals Laax mit dem Laax Open (21.–26.1.). Adelboden kann 2017 bereits auf 50 Jahre Weltcup-Geschichte zurückblicken. Trotz langer Tradition: Alle Veranstalter stellen sich Jahr für Jahr steigenden Herausforderungen, um die Weltcups in dieser Qualität zu ermöglichen. Die Weltcup-Orte im Berner Oberland beispielsweise haben auf diese Saison hin ihre Beschneiungsinfrastruktur komplett erneuert, um das Risiko von Absagen auf ein Minimum zu reduzieren. Für sämtliche Weltcup-Veranstalter erschwerend hinzu kommt das Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung im Bereich Bestechung, welche es Sponsoren von Kultur- und Sportanlässen deutlich
erschwert, Geschäftskunden einladen zu können. Sie begeben sich damit rechtlich auf unsicheres Terrain und riskieren, wegen Bestechung verklagt zu werden. Durch diese verschärften Bestimmungen wird der Markt im HospitalityBereich schwieriger, es muss mit Einbussen im Ticketing- und Sponsoring gerechnet werden – was durch die Heim-WM noch zusätzlich verstärkt wird. Auch für Swiss-Ski ist diese Weltcupsaison etwas Besonderes. Nachdem wir die Rechte in der Vermarktung der Weltcup-Anlässe in der Schweiz zu uns genommen haben, arbeiten wir zudem im Bereich der internationalen TVRechte erstmals mit dem neuen Partner EBU zusammen. Diese Neuerungen erhöhen für uns die Spannung auf den Weltcupwinter zusätzlich und bedeuten gleichzeitig viel Verantwortung – nebst dem sportlichen Aspekt, wo wir uns das gewohnt sind – auch in anderen Bereichen höchste Qualität zu liefern. Vor uns liegen also viele Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen. Wir freuen uns darauf und werden unser Bestes geben.
MARKUS WOLF VO R SITZE N DE R DE R G E SC HÄFTSLE ITUN G SW ISS -SK I
Höhenkurver Der neue Audi A4 allroad quattro mit der neuesten Allradtechnologie für mehr Präzision und Dynamik. Willkommen im Home of quattro. LeasingPLUS Inklusive: Service und Verschleiss, Reifen, Ersatzmobilität + Versicherungen JANUAR 2017
Inhalt // Januar 2017 Das Magazin von Swiss-Ski
F O KU S 8 // Freestyle-Szene im Aufwind Laax, Saas-Fee, Corvatsch – sie setzen für die Jungen auf coole Schneeparks
M E N SC H E N 18 // Philipp Gmür, CEO der Helvetia-Gruppe Die tiefe Verbundenheit des Helvetia-Chefs mit dem Schweizer Schneesport 22 // Der Weltcup wird 50 Der Jahreswettbewerb mit Wurzeln in den chilenischen Anden trägt die Handschrift von Serge Lang
AKTIV 26 // Glacier 3000 Beeindruckende Vielfalt auf 3209 Meter – mit Skipisten, Langlauﬂoipen, Snowpark 30 // Sci Club Airolo Geschichtsträchtiger Verein mit prominenten Aushängeschildern 35 // Drei Wettkämpfe zum Jahreswechsel Vorschau auf Vierschanzen-Tournee, Weltcup-Rennen in Wengen und Adelboden und Tour de Ski-Startschuss im Val Müstair
SE RVI C E 51 // Bereit für WM in St. Moritz Viel Frauenpower im House of Switzerland wird es richten 56 // Kulm-Park in St. Moritz WM-Hotspot für Startnummernauslosungen und Medaillen-Vergaben 60 // Medizin Fit auf die Piste dank Schneesport-Check der Suva
Standards 01 // Editorial 06 // Panorama 34 // Mixed-Zone
57 // Zwölfmal aufgeschnappt 62 // Sci svizzera italiana 63 // Rätsel
64 // PS.
DAS MAGAZI N VO N SWI SS - SKI // JANUAR 2 0 1 7
Titelbild Christian «Hitsch» Haller bezeichnet die weltweit grösste Halfpipe in Laax als Nonplusultra. Foto: Andreas Münger
WO O LY M P I S C H E TRÄUME ENTSTEHEN
F EEFR EE E ST TYL YLE E PA ARK KS
In Memoriam // Viktor Gertsch
Ende November ist «Lauberhorn-Vater» Viktor Gertsch (74) nach einem mehrwöchigen Spitalaufenthalt verstorben. Sein Vater Ernst Gertsch hatte den weltbekannten Ski-Klassiker ins Leben gerufen und 40 Jahre als OK-Präsident geführt. Sohn Viktor war 44 Jahre Chef dieses einzigartigen Rennens. Alt Bundesrat Adolf Ogi hat 2014 eine Laudatio für Viktor Gertsch gehalten. Wir publizieren exklusiv diese Rede in der deutschen, französischen und
italienischen Version, die Ogi seinerzeit auch noch in Englisch verfasst und anlässlich einer Würdigung von Viktor Gertsch gehalten hat. Der Autor sieht die Rede als eine Hommage an die internationale Wirkung von Viktor Gertsch. ADOLF OGI ( A L T BUND E S R A T UND V O N 1 9 7 5 B I S 1 9 8 1 D I R E KT O R V O N S W I S S - S K I )
VIKTOR GERTSCH Der Kristall unter den Mineralien
iktor Gertsch, der OK-Präsident, selbstverständlich. Viktor Gertsch, der OK-Präsident seit 44 Jahren. Nicht selbstverständlich! Viktor Gertsch ist der Kristall unter den Mineralien. Er weiss, was Form ist. Er verkörpert sie! Er beweist, dass die Kristalle leben. Jeden Tag stellt er es unter Beweis. Die Kontur ist die Seele des Metiers. Seit 44 Jahren! Viktor Gertsch, der stille Macher: blitzgescheit, ironisch, witzig, geistreich und schlagfertig. Er weiss, wie man es macht. Er weiss, dass man es machen kann – seit 44 Jahren. Viktor Gertsch, der Lauberhornchef, der zusammen mit seinem unvergesslichen Vater Ernst das Lauberhornrennen für ewig, für Wengen, gesichert hat – dies gegen innerschweizerischen Widerstand. Ich weiss, wovon ich rede. Ich bin zum 49. Mal hier am Rennen. Und ich war damals Direktor des Skiverbands, als das Lauberhornrennen nur noch periodisch alle drei bis 4
fünf Jahre hätte stattﬁnden sollen. Es sollte in Rotation gehen. Ohne Ernst und ohne Viktor gäbe es diese Perle in der heutigen Form nicht mehr. Viktor Gertsch, das Unikat, der Perfektionist, der Efﬁziente. Der Mann, der nicht nur alpine Skirennsportgeschichte schreibt, sondern der Trends setzt und dringende Verbesserungen im alpinen Skirennsport einführt. Viktor Gertsch, der als Optimist in jedem Problem eine Aufgabe und eine Chance sieht. Er handelt deshalb nicht wie ein Pessimist, der in jeder Aufgabe nur Probleme sieht. Viktor Gertsch der Dienende! Haben Sie nachgedacht? Wir sind alle Dienende auf dieser Welt. Die Frage ist nur: Sehen wir das auch so? Dort wo wir eine Aufgabe übernommen haben? Viktor diente dem Land, dem Skisport weltweit, dem Berner Oberland, der Jungfrauregion, der Volkswirtschaft, dem Gewerbe, der Hotellerie, dem Tourismus, dem Sport all-
gemein, der Schweiz. Er diente uns allen, die wir heute hier anwesend sein dürfen. Viktor Gertsch, der Unscheinbare, der eher Kleingewachsene, aber ganz und gar nicht im Habitus von Napoléon. Er ist auch nicht der Mann, der in der Stadt Zürich, Genf, Basel oder Bern einen Sportanlass organisiert, wo Helfer, Infrastruktur und mehr Mittel verfügbar sind. Nein. Viktor Gertsch organisiert seit 44 Jahren hier den Anlass. In dieser wilden Natur, im Weltnaturerbe. In einem Gebiet wo die Ressourcen eben spärlicher sind. Hier wo die Rekrutierung der Helfer schwieriger wird. Hier wo Viktor zu Hause ist. Hier in seiner Welt. Viktor, du hast gemacht, du hast aufgebaut. Du hast weiterentwickelt und gewirtschaftet. Du hast gestaltet und nicht verwaltet. Du hast überzeugt und andern Respekt gezollt. Du hast die andere Meinung akzeptiert. Du hast entschieden, du hast geführt und motiviert. Du hast aber vor allem gedient! Und für dieses Dienen am Guten danken wir dir alle herzlich, aufrichtig und respektvoll!»
VIKTOR GERTSCH – LE GRAND SEIGNEUR
«Les courses du Lauberhorn sont celles des superlatifs et des records! Et tampis, si vous me trouvez cocardier, ﬁnalement je suis Oberlandais. Record: La plus longue course de ski. En un mot, au sens premier de l’adjectif, une course formidable. Mais le super-superlatif, le formidable au sens moderne cette fois, ce qui est: Etonnant, stupéﬁant, incroyable. C’est ce que, pendant 85 ans, il n’y a eu que deux Présidents du comité d’organisation. Ernst Gertsch, un pionier, qui a porté le Lauberhorn sur les fonds batissemaux. Et depuis l’été 1970 son ﬁls Viktor. Vainqueur lors de chaque course. Vainqueur depuis 44 ans. Viktor, tu es mon ainé de deux bons mois! Les deux mois
qui m’imposent le respect. Ce qui m’impose le respect, c’est ta carrière. Ton curriculum vitae. C’est ton engagement pour la communité, pour ton village de Wengen. Pour le Lauberhorn – Officier, commandant des sapeur-pompiers, charges dans plusieurs sociétés et j’en passe. Ce qui m’en impose c’est ta faculté pendant 44 ans, de d’adapter aux modiﬁcations survenues dans le monde du ski. Et il ne s’agit pas seulement – de chronométrage – d’informatique – de téléski – de télésièges – de la Jungfraubahnen – de la FIS et du Swiss-Ski
«CARO VIKTOR!
des autorisés des sponsors des ﬁnances de la presse des équipes
Il s’agit de maitrisser le toute pour en faire un succès! Bernhard Russi a déclaré dernièrement à la Radio suisse romande. Je cite: ‹Dans le portillon de l’Eiger, de Mönch et de La Jungfrau, on devient tout petit. Meme si on est un grand skieur!› En face de toi, Viktor, le vainqueur, on se sentirai aussi tout petit, si tu n’étais pas si humain.
Tu hai fatto molto per il Lauberhorn e anche per L’Italia. Perciò voglio ringraziarti con alcune frasi in italiano. Zeno Colò ha imparato a sciare qui die fronte a Mürren. Ma gli italiani hanno poi vinto anche al Lauberhorn. Hanno vinto. Grazie al Comitato di organizzazione del Lauberhorn e grazie a te, Viktor!»
Merci Viktor, le vainqueur!»
VIE LFALT Im Telemark muss die Koordination der Fähigkeiten bei vier Elementen reibungslos zusammenspielen. Vor beeindruckender Kulisse am Hintertuxer Gletscher stellt Bastien Dayer am Weltcup-Opening sein Können unter Beweis.
FOTO: ZVG HINTERTUX
Um die Riesenslalom-Tore kurven, über den Sprung in die Tiefe ﬂiegen, sich in der 360°Steilwandkurve den Fliehkräften stellen und zum Schluss beim Skaten die Kräfte aus den Armen mobilisieren – und das alles mit nur der Spitze des Skischuhs auf der Bindung ﬁxiert.
Fokus // Freestyle-Parks
P PARK R REVO
Die Schweizer Freestyle-Szene setzt Massstäbe. Schneeparks beleben das Geschäft und sichern die Nachwuchsförderung. Auf Besuch in den FreestyleParks von Laax, Saas-Fee und auf dem Corvatsch.
L LUTION
Trendsetter Laax Die Fäden im Freestylesport laufen rund 100 Kilometer östlich zusammen – historisch wie aktuell – am Fusse des Crap Sogn Gion in Laax. Dort rief Reto Gurtner anfangs der 1990er-Jahre die wintersportliche Revolution aus und setzte – beseelt von einem längeren USA-Aufenthalt – auf die boomende Snowboard-Bewegung. Heute ist Gurtner als Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsleitung der «Weissen Arena Gruppe» einer der mächtigsten Männer im hiesigen Tourismus und der lebende Beweis, dass der Freestyle-Sport mehrheitsfähig und kommerziell angepasst ist. Schon in der zweiten und dritten Generation bevölkern die Snowboarder die Pisten und tragen zur Belebung der (Gast-) Wirtschaft bei. Über den Leistungssport drin10
gen die Laaxer gezielt in internationale Märkte vor. Im Frühling bieten sie in ihrer Halfpipe den britischen und holländischen Snowboardern Gastrecht für deren nationale Meisterschaften: «Da sieht man zum Teil abenteuerliche Szenen», sagt Reto Poltera, der in der Geschäftsleitung der Weissen Arena Gruppe unter anderem für den Sportbereich zuständig ist. Der Zürcher zählt zu den ältesten Weggefährten Gurtners. Er erinnert sich lebhaft, wie anfangs der 1990er-Jahre die erste Anlage für Snowboarder gebaut wurde: «Von einem echten Park konnte keine Rede sein. Wir brachten alte Fässer, ausrangierte Autos und Geländer als Hindernisse auf den Vorabgletscher.» Die Initiative für dieses Altmetallrecycling im Sinne der Sportförderung war übrigens aus Zürich gekommen. Der Iceripper Snowboard-Club Zürich, der älteste Snowboard-Verein der Schweiz, regte die Bündner zum Bau der Freestyle-Anlage an. Die erste Halfpipe hatte mit den heutigen Anlagen allerdings nicht viel gemeinsam: «Es waren eigentlich nur ein paar von Hand aufgehäufte Schneerampen rechts und links der Piste», erinnert sich Poltera. Damit importierten die Bündner einen Trend, der in den USA eher beiläuﬁg entstanden war. Die erste Halfpipe der Welt wurde in einer Müllhalde beim Lake Tahoe sozusagen auf den Abfällen der Zivilisation erstellt. Lastwagen hatten den Unrat zufällig in zwei Spuren so ausgeleert, dass sich ein Trichter bildete. Als es zu schneien begann, beﬂügelte dies die Fantasien der kalifornischen Jugend: Fertig war die erste Halfpipe! Improvisation und Kreativität gehören auch heute noch zum Geist der Freestyle-Bewegung. In der Erstellung der Infrastrukturen wird der Zufall ausgeklammert. In Laax steht auf dem Crap Sogn Gion die grösste Halfpipe der Welt – sieben Meter hoch, 20 Meter breit, 200 Meter lang. Das Fundament ist «indirt» gebaut – was so viel heisst wie «im Dreck», also permanent in den Hang eingelassene Mauern. Dies erfordert bei der Präparierung einen wesentlich kleineren Aufwand und Schneebedarf als wenn sie jedes Jahr neu aufgebaut werden müsste. Doch auch so sind noch gewaltige Schneemassen erforderlich. Auf das permanente Fundament kommt eine 2,5 Meter dicke Schneeschicht. Früher griffen die Freestyle-Pioniere selber zu Schaufel, Pickel und Hacke und bauten sich ihre eigenen Schanzen, Hindernisse und Halfpipes: «Das gehörte zum Snowboarden wie die Bindung aufs Brett», erzählt Gian Simmen. Und weil die Übungseinheiten in der Regel erst nach Schulschluss stattfanden, drohte die Dunkelheit zum Spielverderber zu werden. Doch Simmen & Co. liessen sich nicht unterkriegen: «Wir wussten genau, unter welcher Strassenlaterne oder im Scheine, welches Restaurantfensters wir die besten Bedingungen hatten.»
Bei den heutigen Anlagen verrichten Pistenmaschinen, kleine Parkbullys, die Grobarbeit. Sie lassen sich gut steuern und bringen den Schnee in die gewünschte Form. Ohne Handarbeit geht aber nichts, denn in den Parks sind Metallinstallationen von zentraler Bedeutung. Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine ist entscheidend. «Parkbau ist Teamwork», sagt Franco Furger, der Kommunikationsverantwortliche der Corvatsch AG. Das Schweizer «Pipe-Monster» Der technische Fortschritt im Freestyle wird auch in der Schweiz mitbestimmt. In enger Zusammenarbeit mit den Fachleuten aus Laax konstruierte die Emmentaler Firma Zaugg das sogenannte «Pipe-Monster», eine gebogene Schneefräse, die von einem Pistenfahrzeug vor sich hergeschoben wird und einer Halfpipe die perfekte Form verleiht. Der ideale Radius wurde in Feldstudien und aufgrund von Erfahrungswerten der Stars durch Reto Poltera und seine Mannschaft ermittelt. Damit füllten die Schweizer eine Marktlücke. Denn die ersten – aus den USA stammenden – Halfpipe-Präparationsmaschinen waren von einer ähnlichen Lebensdauer wie weiland die Titanic: «Sie gingen ständig kaputt», erinnert sich Poltera. Die Optimierung lassen sich die Laaxer einiges kosten. Die ﬁnanziellen Investitionen für Erstellung und Unterhalt des Freestyle-Parks beziffert Poltera auf rund zehn Millionen Franken. Bei einer Betriebsdauer von 100 Tagen pro Saison belaufen sich die Kosten auf 25 000 Franken pro Tag. Über Ticketverkäufe lässt sich diese Summe nicht einspielen. «Der Park ist ein wichtiger Teil des Gesamtkonzepts der Weissen Arena Gruppe und wird quersubventioniert», erklärt Poltera. Weil die Laaxer Halfpipe SwissSki als Trainingsstützpunkt dient und Teil des Nationalen Sportanlagen-Konzepts (NASAK) ist, leisteten auch Bund und Kanton ihren Beitrag von einer Million Franken. Schweizer Snowboard-Dominanz Für die Laaxer geht die Rechnung auf – und für Swiss-Ski ebenso. Auch dank der hervorragenden Infrastruktur setzen die helvetischen Snowboarder Massstäbe: Zwei der bisherigen vier Halfpipe-Olympiasieger bei den Männern stammen aus der Schweiz (Simmen sowie Iouri Podladtchikov). In den anderen Disziplinen kommen zehn Medaillen dazu – dank den Alpinen Daniela Meuli, Patrizia Kummer und Philipp Schoch sowie Boardercross-Spezialistin Tanja Frieden fünf weitere aus Gold. Und auch im Slopestyle, der jüngsten olympischen Snowboard- und Freeski-Disziplin, ist die Basis zumindest infrastrukturell gelegt. In allen Freestyle-Parks des Landes gehören die Slopestyle-Parcours zu den beliebtesten Attraktionen – vor allem, weil sie auch mit Ski hervorragend befahrbar sind.
LAAX FOTOS: ZVG. / WEI SSE ARENA GRUPPE
ie waren die Gesetzlosen des Spitzensports, die Revolutionäre der Olympischen Spiele. Partys und Lifestyle hatten eine ebenso grosse Bedeutung wie Trainingsplan und Wettkampftaktik. Ihr Sport war das Refugium der Unangepassten und Querdenkenden. Als die Snowboarder 1998 im japanischen Nagano die olympische Premiere feierten, führte dies zum Zusammenstoss der Kulturen und Ideologien. Ihr erster Olympiasieger, der Kanadier Ross Rebagliati, wurde positiv auf Cannabis getestet – und durfte die Goldmedaille trotzdem behalten. «Wir waren Hardcore-Rebellen», sagt Gian Simmen, vor 18 Jahren Goldmedaillengewinner in der Halfpipe. Heute hat sich der Dampf der Rebellion verﬂüchtigt. Die Snowboarder sind längst in der Welt des Spitzensports angekommen. Niemand würde mehr auf den Gedanken kommen, ihre athletische Legitimation und sportliche Seriosität anzuzweifeln. Kommerziell sind sie ohnehin zu einem wichtigen Faktor in der Wintersportund Tourismus-Industrie geworden. Kaum eine Schneesport-Destination kann es sich erlauben, den Freestylern die Akzeptanz zu verweigern und ihnen nicht eine optimale Plattform zu bieten. Gian Simmen arbeitet heute bei den Jungfraubahnen als Manager des FreestyleParks Grindelwald-First. Im Berner Oberland wird mit dieser Anlage ein Bereich wiederbelebt, der zuvor im Schatten von Eiger, Mönch und Lauberhorn während Jahren in den Hintergrund gerückt war – und mit der nicht zuletzt auch die nächste Generation angesprochen wird: «Es ist wichtig, dass wir die Kinder in den Schnee bringen – und ihnen unsere Anlagen frei zugänglich sind». Die sinkenden Zahlen von Wintersportlagern und der Trend zu immer mehr Fussball stimmen ihn nachdenklich: «Die Kinder brauchen Vorbilder aus unserem Sport – aber sie brauchen auch Wintersportorte, die ihnen eine optimale und vielfältige Infrastruktur bieten und mit der Zeit gehen.»
Auch St. Moritz zieht mit Gegenüber von St. Moritz setzt man seit 2013 ganz bewusst auf diese Schiene. Auf dem Corvatsch wurde vor dreieinhalb Jahren der erste Freeski-Weltcup im Slopestyle veranstaltet – und hat so dazu beigetragen, dass sich die Region auch einem neuen Publikum öffnet. Bringen die Klischees den Nobelort im Oberengadin vor allem mit Pelzmantelträgern, Champagner-Partys und Polo-Turnieren in Verbindung, soll mit Hilfe von neuen Sportarten ein frischerer Wind über den Maloja wehen. «Ein Freestyle-Park gehört zu jedem modernen Wintersportort dazu», sagt Franco Furger, «für uns ist der Park auch eine Investition in die Zukunft – weil wir so junge Wintersportler langfristig für uns gewinnen möchten». Als ehemaliger Medienchef der Snowboarder bei Swiss-Ski kennt Furger die Freestyle-Szene aus allen Warten.
So ist es für ihn besonders wichtig, dass sich der Park auf dem Corvatsch an sämtliche Leistungs- und Altersstufen richtet: «Wir bieten Fahrern aus allen Stärkeklassen eine echte Herausforderung.» In der Praxis sieht das so aus, dass der Parkbenutzer auf dem Weg über die Hindernisse, Rampen und Sprünge den Schwierigkeitsgrad selber wählen kann. Furger spricht von der «Flow-Line», die es jedem individuell ermöglicht, mit Spass und Sicherheit durch den Parcours zu fahren. Die Selektion geschehe automatisch und aufgrund der Selbsteinschätzung – ähnlich wie auf den freien Skipisten: «Ein Anfänger wagt sich kaum eine schwarze Piste hinunter», sagt Furger. Im Verlauf des Winters verändert der Park sein Gesicht – und die Anforderungen wachsen: «Zu Beginn der Saison sind die Rampen vergleichsweise klein und die Sprünge kurz – mit zunehmender Dauer des Winters steigert sich das
Proﬁl des Parks», so Furger. Um Unfälle zu vermeiden sei die richtige Präparation von entscheidender Bedeutung: «Auf die Neigungswinkel und Radien kommt es an», sagt Furger, «dazu braucht es Spezialisten und aufwendiges Gerät». Dies bestätigt Köbi Wüersch, der Parkmanager des Freestyle Parks von Saas-Fee: «Es ist wichtig, dass die Hindernisse keine scharfen Kanten aufweisen und gut geshaped sind», sagt er in (mehr oder weniger) waschechtem Walliser Dialekt. Am Fusse des Allalins fährt man zweigleisig – den Winterpark im Morenia-Gebiet auf 2600 Metern über Meer richtet man auf das breite Publikum und Hobbysportler aus, im Sommerpark auf rund 3600 Metern auf dem Gletscher gehört das Gelände den Spitzensportlern: «Wir können ihnen ein optimales Sommertraining bieten». Die Reihe von Sprüngen («Kicker-line») bezeichnet Wüersch für
FOTOS : ZVG. / C ORVATS C H
DIE MEDAILLENSCHMIEDE In den Schweizer Freestyle-Parks entstehen olympische Träume. Disziplinen-Chef Christoph Perreten erklärt die Bedeutung der WettkampfAnlagen – und die Dynamik der jungen Szene.
COR R VATSCH H
Der Bereich Ski-Freestyle umfasst ein sehr grosses Spektrum. Wie lässt er sich am besten zusammenfassen? Die ganze Bewegung geht auf die Skiakrobatik zurück – und erhielt mit den Aufnahmen der einzelnen Disziplinen ins olympische Programm jeweils zusätzlichen Schub. Alles begann an den Winterspielen in Albertville 1992 mit den Buckelpistenwettkämpfen, dann folgte die Sprung-Premiere 1994 in Lillehammer, die Einführung des Skicross 2010 in Vancouver und schliesslich die Halfpipe- und SlopestyleWettbewerbe in Sotschi 2014. Gibt es eine gemeinsame Ideologie hinter der Bewegung? Sportlich ist es nicht ganz einfach, einen gemeinsamen Nenner zu ﬁnden. Die FreeskiDisziplinen Halfpipe und Slopestyle haben ihre Ursprünge im Snowboard, Aerials (Springen/die Red.) und Moguls (Buckelpiste) sind klassische Skiakrobatik-Disziplinen, und Skicross wiederum weist Parallelen zum Alpinen auf – ja, es entspricht durch den direkten Zweikampf wohl noch stärker dem Racing-Gedanken wie ein Abfahrtslauf. Die ganze Szene hat in den vergangenen Jahren eine grosse Entwicklung gemacht. Dazu gehört, dass an der Freestyle-WM die Snowboarder und Freeskier seit 2015 zusammengefasst sind und die selben Anlagen benutzen. Gerade für die Snowboarder muss dies ein Tabubruch gewesen sein . . . . . . nein, das ist ein alter Zopf. Die Zeiten der Klassenkämpfe sind längst vorbei. Wie erwähnt,
sind diverse Freeski-Disziplinen aus dem Snowboard entstanden. Da ist es nichts als logisch, dass man die gleichen Anlagen benutzt. Welche Rolle spielen die Freestyle-Parks in der Entwicklung des Sports? Eine grosse – und vielseitige. Die Parks sind einerseits wichtig für den Breitensport und die Nachwuchsförderung. Andererseits müssen sie den Topathleten die optimalen Trainingsmöglichkeiten bieten. Zudem erfüllen sie touristische Zwecke. Mit einer solchen Infrastruktur kann ein Skigebiet junges Publikum anlocken – und damit die wirtschaftliche Nachhaltigkeit stärken und die Kundschaft von morgen gewinnen. Gibt der Verband den Parks Richtlinien vor? Unsere Trainer pﬂegen einen intensiven Austausch mit den Parkverantwortlichen. Denn sie kennen die Anforderungen an die Athleten und die internationalen Vergleichswerte am besten. Es ist wichtig, dass die Schweizer Parks immer den neusten internationalen Standards entsprechen und dem Leistungsproﬁl der Fahrer gerecht werden. Ist das Nebeneinander zwischen Spitzenund Breitensport immer problemlos möglich? In einem Park lässt sich das gut regeln. Die Infrastruktur kann den einzelnen Leistungsstufen angepasst werden. Mit der richtigen Kommunikation und Beschilderung weiss jeder, wo das richtige Gelände für ihn ist. Wie nutzt Swiss-Ski die Freestyle-Parks zur Talentsichtung und Förderung? Sie sind ein entscheidender Faktor in unserer Nachwuchsstrategie. In Zusammenarbeit mit den Parkbetreibern, den Regionalverbänden und den Clubs veranstalten wir beispielsweise
die «Audi-Shred-Days», Sichtungstage, während denen sich junge Athleten den Trainern zeigen können. Bei dieser Gelegenheit entdeckten wir vor fünf Jahren mit Joel Gisler eines unserer grössten Halfpipe-Talente. Grundsätzlich kann man sagen: Für die überschaubare Grösse der Schweiz stehen wir mit unserer Dichte an Freestyle-Parks im internationalen Vergleich gut da. Wieviel Freiheit und Freistil sind mit dem Freestyle als Wettkampfsport noch vereinbar? Unser Sport hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Die Freestyler sind zu kompletten Athleten gereift: physisch, akrobatisch und mental. Die Vorbereitung neben dem Schnee wird immer wichtiger – beispielsweise auf Wasserschanzen, auf dem Trampolin oder dem Airbag. Nur locker und lässig lässt sich heute nichts mehr gewinnen. Das heisst aber nicht, dass wir alle verbissen geworden sind . . . (lacht) An den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang werden im Freestyle-Ski zehn Titel vergeben – wo sind die Schweizer Chancen am grössten? Aktuell sind es die Disziplinen Slopestyle und Skicross, in denen wir über die grösste Leistungsdichte verfügen. Athleten wie die Freeskier Andri Ragettli, Fabian Bösch, Kai Mahler, Luca Schuler, Jonas Hunziker und Elias Ambühl oder aus dem Bereich Skicross Fanny Smith, Jonas Lenherr, Armin Niederer und Alex Fiva zählen international zu den Topathleten. Noch bleibt etwas Zeit bis zu den Spielen in Südkorea. Unser Ziel ist es, auch in den Disziplinen Halfpipe, Aerials und Moguls mit einem Team am Start zu sein, das mindestens für Diplomränge gut ist. IN T E RV IE W : T HO MAS RE N GGLI
Knappe ﬁnanzielle Mittel Das Beispiel von Saas-Fee spiegelt das Hauptproblem der Freestyle-Szene: Die Wintersportorte müssen ihre infrastrukturellen, logistischen und ﬁnanziellen Mittel immer stärker bündeln. Deshalb lässt es sich nicht vermeiden, dass Schwerpunkte gesetzt und Aufwendungen teilweise zurückgefahren werden. Vor diesem Hintergrund bleibt die Kooperation mit Swiss-Ski für alle Freestyle-Parks von existenzieller Bedeutung. Denn letztlich sind es auch die Stammkunden mit prominenten Namen, die den Park attraktiv machen: Am
Corvatsch gehören beispielsweise die Slopestyle-Cracks Fabian Bösch und Luca Schuler zu den Stammkunden. Beste Erinnerung verbindet der Laaxer Andri Ragettli mit dem Engadin: Er gewann hier in der vergangenen Saison den Slopestyle-Weltcup und sicherte sich damit den Gesamtweltcup. Während die Slopestyle-Anlage den gesamten Winter betrieben wird, beginnt die Saison in der Halfpipe am Corvatsch erst, wenn der Osterhase seine Runden dreht – zwischen April und Mai. Der immense Aufwand zur Erstellung (rund 50 000 Kubikmeter Schnee) macht einen längeren Betrieb nicht realistisch. Weil aber auch die Corvatsch-Halfpipe mit einer Höhe von 22 Fuss (gut sieben Metern) olympiatauglich ist, rückt sie im Frühling in den Fokus der grössten Stars. Selbst Olympiasieger Iouri Podladtchikov feilt dann im Engadin an seiner Technik. Im kommenden Frühling ﬁndet ausserdem die FIS-Junioren-WM der Snowboarder und Freeskier auf dem Corvatsch statt. «Wenn die Pipe steht, wollen wir sie so gut wie möglich auslasten. Dazu sind internationale Events sehr wichtig», sagt Furger.
Frieden statt Revolution So führt der Verdrängungs- und Konkurrenzkampf im Freestyle-Bereich auch zur Normalisierung der Situation. Er hat quasi friedensstiftende Wirkung. Snowboarder und Skifahrer benutzen längst die gleiche Anlage. Sie fahren miteinander, nicht gegeneinander. Das Laax Open der besten Snowboarder ﬁndet im kommenden Januar erstmals unter der Schirmherrschaft des internationalen Ski-Verbandes FIS statt. Ab 2018 sollen dann sogar die Freeskier in der Laaxer Superpipe ihre Kapriolen drehen: «Das ist eine logische Entwicklung. Man kommt heute nicht mehr aneinander vorbei», sagt Reto Poltera – und beschreibt damit die Eintracht in der Freestyle-Szene. Die Zeit der Revolutionen und der Kampfansagen ist vorbei. 18 Jahre nach Ross Rebagliati wird vor allem etwas geraucht: die Friedenspfeife. Hier geht's zum Snowpark-Video mit Hitsch Haller und Lukas Ehrler: http://bit.ly/chhaller
T HO MA S RE N G G L I
«DIE INFRASTRUKTUR IST ENTSCHEIDEND»
FOTOS: ZVG. / SAASTAL BERGBAHNEN AG
diese Jahreszeit als einmalig im Alpenraum. So ist es kein Zufall, dass im vergangenen Sommer unter anderem die Snowboard-Nationalteams aus Norwegen, Kanada und den USA ihre Zelte im Saastal aufschlugen. Auf den Bau einer Halfpipe verzichteten die Walliser in diesem Jahr allerdings. Stattdessen investierte man Kräfte und Mittel bei den Alpinen – und erstellte auf dem Gletscher eine neue Abfahrtstrainingsstrecke. So mussten viele Schweizer Freestyle-Spezialisten ihr Sommertraining 2016 nach Neuseeland verlegen.
Die Extraklasse der Schweizer Freestyler hat sich längst zu einem wichtigen Faktor in den Medaillenrechnungen von Swiss-Ski entwickelt. Allein die Snowboarder verbessern die helvetische Bilanz entscheidend. Seit ihr Sport 1998 ins olympische Programm aufgenommen wurde, gewannen sie exakt gleich viele Medaillen (12) wie die alpinen Skifahrer(innen) – notabene in deutlich weniger Wettbewerben. Auch an den Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang kann sich der Verband auf seine Board- und Ski-Artisten im Freestyle-Bereich verlassen. Wer dannzumal am Start steht, wird in den nächsten 14 Monaten ausgefahren. Ein Schlüsseltermin im Qualiﬁkationsprozess ist zweifellos die FIS-WM im Februar/März 2017 in der Sierra Nevada. Zum zweiten Mal wird sie als «Doppel-WM» für Snowboarder und Freestyle-Skifahrern durchgeführt. Etwas lässt sich aber schon jetzt sagen: Die guten Wettkampfanlagen und Trainingsinfrastruktur in der Schweiz spielen den hiesigen Sportlern in die Karten. Snowboard-Crack Christian Haller, mit 27 Jahren ein Routinier in dieser jungen Szene, gewichtet diesen Aspekt sehr hoch: «Wir hatten in der Schweiz immer gute Halfpipe-Fahrer – weil wir auch immer gute Halfpipes zur Verfügung hatten. Die Infrastruktur ist für die Entwicklung unseres Sports entscheidend». Die Halfpipe in Laax bezeichnet der
«Wir hatten in der Schweiz immer gute Halfpipes zur Verfügung.» Christian Haller Engadiner als Nonplusultra: «Anlagen mit diesem Schwierigkeitsfaktor gibt es auf der Welt höchstens acht bis zehn». Die Höhe von sieben Metern stelle die Fahrer vor fast schon «unmenschliche» Herausforderungen, sagt Haller. Früher gehörte auch Davos zu den wichtigsten Stützpunkten der Halfpipe-Szene. Mittlerweile hat man sich im Landwassertal aber neu orientiert und präpariert nur noch eine vergleichsweise kleine Pipe. Dieser Trend ist im ganzen Land spürbar: Im-
mer weniger Destinationen betreiben während der kompletten Wintersaison eine Halfpipe für Topfahrer. Haller, der neben dem Wettkampfsport den Fokus auf Filmprojekte richtet, vergleicht den Aufwand für die fachmännische Präparation einer Halfpipe mit demjenigen bei einer Abfahrtspiste der Alpinen. Das scheint viele Orte abzuschrecken. Keine halbe Sache dagegen ist die Halfpipe auf dem Corvatsch. Auch Haller bietet sie im Frühling das perfekte Trainingsgelände: «Früher übten wir vor allem in Davos – jetzt ist der Corvatsch zwischen April und Mai unser wichtigster Stützpunkt.» Nicht nur die Topfahrer proﬁtieren von der Anlage. Die Sportgymnasien Davos und Engelberg gehören zu den wichtigsten Kunden. Und auch Christians Schwester Ursina Haller, früher ebenfalls professionelle Snowboarderin, leistet am Corvatsch wichtige Grundlagenarbeit. Im Rahmen ihres Projekts «Swiss Snowboard Girls» führt sie regelmässig Trainingslager durch, die junge Mädchen auf spielerische Weise zum Sport bringen sollen. Wie wichtig ganzjährig verfügbare Wettkampfanlagen sind, zeigte sich in diesem Sommer. Weil in Saas-Fee keine Halfpipe erstellt wurde, traf sich ein Grossteil der Snowboard- und Freeski-Szene im neuseeländischen Winter. Nicht für alle ist dieser Aufwand aber ﬁnanzierbar. Denn nach Down-Under kommt man weder durch den Lötschberg – noch THOM AS R ENGGL I durch den Furka-Tunnel.
LAAX NEU IM FIS WELTCUP-KALENDER Für die Wintersaison 2016/2017 werden die LAAX OPEN erstmals als FIS Snowboard Weltcup mit den Disziplinen Halfpipe und Slopestyle für Frauen und Männer geführt. Dies sind erfreuliche News für den internationalen Snowboard Event in Europas führender Freestyle Destination. «Es ist für die Snowboard Community ein extrem wichtiger, vielleicht sogar wegweisender Entscheid für die Zukunft, dass ein so renommierter Event wie das Laax Open sowohl FIS Weltcup wie auch als Elite Event auf der World Snowboard Tour ist. Für mich persönlich ist es ein grosses Ziel die beiden Touren
(FIS & WST) so nahe wie möglich zueinander zu bringen, oder noch besser wie beim Laax Open sie miteinander zu vereinen», sagt Sacha Giger, Chef Snowboard von Swiss-Ski. Mit diesem Entschluss intensivieren Laax und der zuständige Nationalverband Swiss-Ski ihre Zusammenarbeit. Bereits seit längerem ist Laax offizieller Trainingsstützpunkt von Swiss-Ski für die Freestyle Snowboarder & Freeskier. Das Swiss-Snowboard Team nutzt die perfekte Infrastruktur mit der weltweit grössten Halfpipe und der Pro-Kickerline am Crap Sogn Gion ebenso wie die Freestyle Academy,
Europas erste Freestylehalle, im Tal. Dies ermöglicht das Fundament für Erfolge im Spitzensport zu bauen. International erfolgreiche Schweizer Snowboarder wie der Halfpipe Olympiasieger 2014 Iouri Podladtchikov, Laax Rider David Hablützel und Sina Candrian verdanken wie viele andere Fahrer aus aller Welt dem permanenten, seit 30 Jahren andauernden Engagement von Laax für den Snowboardsport einiges. Mit ihnen kann auch bei den LAAX OPEN 2017 FIS Snowboard Weltcup vom 16.–21. Januar 2017 gerechnet werden.
PIPE-ENTWICKLUNG IN LAAX
Laax spielt in der Pipe-Entwicklung weltweit eine führende Rolle. Ihre PipeDimensionen werden jeweils als Standard für die olympischen Spiele übernommen.
왎왎 Halfpipe Handshape Länge: 60 m, Höhe: 3 m
왎왎 Monsterpipe Laax Edition 1 Präperation mit Pipe-Monster von Zaugg Länge: 140 m, Höhe: 5,4 m
왎왎 Superpipe Präperation mit Pipe-Designer von Zaugg Länge: 100 m, Höhe: 4 m
왎왎 Monsterpipe Laax Edition 3 Präperation mit Pipe-Monster von Zaugg Länge: 220 m, Höhe: 7 m
Whistler: Vom Ski-Giganten «Vail Resorts» übernommen «Vail Resorts» hat Kanadas bekanntestes Ski Resort Whistler Blackcomb übernommen. Damit wird das Skigebiet in British Columbia Teil des «Epic Pass» werden. Das Saisonticket ermöglicht den Zugang zu allen Vail Resorts in Kanada, Australien und den USA. Aber dies ist nur einer von vielen Vorteilen. Wer glaubt, die Übernahme würde den einzigartigen Charakter Whistlers zerstören, liegt falsch. «Vail Resorts» baut Whistlers ServiceKultur weiter aus und investiert kräftig in die Infrastruktur und zukunftsträchtige Projekte. Als Skiresort verspricht Whistler Blackcomb in den kommenden Jahren noch aufregender zu werden. In Sachen Pisten und Schneeverhältnisse sind die Bedingungen bereits jetzt schon überragend, gerade in diesem La Nina-Winter, der Whistler mit gigantischen Schneefällen schon im Herbst einen Rekordwinter verspricht.
Die besten Ski-Resorts Nordamerikas
Park City: Das grösste Ski-Resort Nordamerikas Bereits 2015 wurde Park City zusammen mit dem Nachbar-
Riesige Skigebiete, fast menschenleere Pisten, schier unendlich viel Off-Piste-Terrain, trockener Champagne Powder und charmante Ski-Dörfer – Nordamerikas Top-Resorts spielen in einer eigenen Liga.
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Vail Resorts in Colorado: Vier grandiose Skiberge Den Kern der Vail Resorts bilden nach wie vor die vier Weltklasse-Skiberge Vail, Beaver Creek, Breckenridge und Keystone westlich von Denver. Vail selbst verfügt über 200 Pisten, darunter die legendären TiefschneeAbfahrten in den Back Bowls und das Blue Sky Basin-Areal. Das Luxus-Resort Beaver
Creek liegt nur 20 Minuten entfernt und war 2015 Austragungsort der Ski WM. Noch gut in Erinnerung ist der Abfahrts-Triumph des Schweizers Patrick Küng auf der Birds of Prey-Piste. Breckenridge liegt 45 Autominuten von Vail entfernt und ist an Charme kaum zu überbieten. Das einstige Goldgräberstädtchen ist kein Retortenort, sondern eine echte Ski-Town mit einem grandiosen Skigebiet und sehr fairen Preisen. Das ganz in der Nähe liegende Keystone bietet einzigartigen Nachtskilauf, einen perfekten Mix aus einfachen und rassigen Runs, viel Off-PisteTerrain für Freerider und sogar Catskiing. Banff & Lake Louise: Spektakuläre Naturkulisse Der Banff Nationalpark ist für viele der kanadische Skitraum schlechthin. Landschaftlich gibt es kein schöneres Skigebiet in Nordamerika. Umgeben von schier unendlich grossen Wäldern, gigantischen Gipfeln, romantischen Seen und Flüssen liegen mit dem Mount Norquay in Banff, Sunshine Village und Lake Louise gleich drei Skiresorts
der Spitzenklasse in diesem Winterwunderland. Der Nationalpark in der Provinz Alberta bietet perfekte Wintersportbedingungen für jeden – für Einsteiger, Geniesser und Sportler bis hin zu den TopProﬁs. Die toben sich auf der legendären Geländeabfahrt «Delirium Dive» im Sunshine Village aus oder im knapp 60 Kilometer von Banff entfernt liegenden Lake Louise, das durch die vielen Siege des US-Skistars Lindsey Vonn in der Szene auch Lake Lindsey genannt wird. Jede Saison macht der Ski-Alpin-Zirkus mit Abfahrt- und Super-GRennen Halt im Skigebiet von Lake Louise, das gleich gegenüber des berühmten Sees unter dem Victoria Gletscher liegt. Die Vorderseite des Lake Louise-Skigebiets gehört den Racern und Genuss-Skifahrern, die Rückseite ist ein Paradies für Freerider und alle, die sich auf Heliskiing in den zahlreichen CMH-Lodges weiter westlich vorbereiten. BEN MIL ES
Wir bringen Sie in die schönsten Skigebiete! Powder dreams by knecht reisen, die erste Adresse für Schneesportreisen sowie Heliskiing weltweit. FOTOS: ZVG.
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Skigebiet Canyons von den Vail Resorts übernommen und durch eine Verbindungsgondel zum grössten Skigebiet der USA erweitert. Das MegaResort in Utah, das während der Olympischen Winterspiele 2002 von Salt Lake City Schauplatz der Ski-AlpinWettbewerbe war, erstreckt sich jetzt über 27 Quadratkilometer! Berühmt ist das ehemalige Silberminenstädtchen für seine vielseitigen Pisten, grossartige Waldabfahrten und seine charmante Main Street. Viele halten Park City für die «schöne Ski-Town Nordamerikas» und schwärmen vom besonders trockenen Powder in Utah, der dort zurecht als «Greatest Snow on Earth» bezeichnet wird.
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Menschen // Getroffen // Philipp Gmür
GUTE AUSSICHTEN Seine humanistische Ausbildung hat ihm sein Lebensmotto beschert. «Carpe diem»: Nutze den Tag, mache etwas aus deiner Zeit. Und es hat ihn weit gebracht. Philipp Gmür, gebürtiger Luzerner, ist seit September CEO der Helvetia-Gruppe und geniesst als vielbeschäftigter Manager jede freie Minute in der Natur. 18
sportlers», weiss auch er. «Aushängeschilder» sind Dario Cologna und Simon Ammann. Der Versicherer setzt aber ebenso auf den Nachwuchs. Im alpinen Bereich sind das beispielsweise Luca Aerni oder Daniel Yule. Helvetia setzt weiter Mittel ein für das Weltcupspringen in Engelberg oder die alpinen Skirennen in der Schweiz. Im nordischen Bereich engagiert sich der Versicherer bei den Junioren der Langläufer, Skispringer und Nordisch Kombinierer im Rahmen der Helvetia Nordic Trophy. Im Breitensport agiert Helvetia als Presenting Sponsor des Engadin Skimarathon und für die Kunden werden über zweihundert Skiﬁt-Abende pro Jahr angeboten. Die vielfältigen Anstrengungen tragen aber nur Früchte, wenn nicht nur Gutes getan, sondern ebenso davon gesprochen wird. Diese alte Binsenweisheit im Marketing manifestiert sich bei den über 3500 Mitarbeitenden und mehr als 1 Million Kunden in der Schweiz auf unterschiedliche Weise. «Wichtig sind für uns Massnahmen, die einen spürbaren und nachhaltigen Eindruck hinterlassen.» Der Erfolg ist messbar. Im Winter steigt der Bekanntheitsgrad des bedeutenden Versicherers auf über 90 Prozent, wie Marktforschungen ergeben haben.
Unser Name steht für Schweiz – der Skisport und Swiss-Ski sind ein wichtiges Identiﬁkationsinstrument.
Nutze den Tag! Skifahren ist für den gebürtigen Luzerner seit seiner frühsten Jugendzeit ein zentrales Thema in seiner Freizeit. Schon damals kam er mit dem Schneesport in Kontakt. Während Skitagen mit seinen Eltern auf dem Sörenberg oder später während seiner Internatszeit in Engelberg, wo die Skipisten noch viel näher waren. Eine schöne Zeit sei das gewesen. Und damit meint er nicht nur das Skifahren. In einem Interview mit dem Migros-Magazin sagt er: «Der Alltag war geprägt durch gemeinschaftliche Aktivitäten. Ich spielte Theater, fuhr gerne Ski, war Mitglied im Chor und in der Studentenmusik.» Geprägt hatte ihn die humanistische Ausbildung und das Lebensmotto «Carpe Diem»: Nutze den Tag, mach etwas aus deiner Zeit. «Mit unterschiedlichen Menschen auf engstem Raum zusammenzuleben prägt. Man lernt Toleranz, Sozialkompetenz, Kameradschaft, Verbindlichkeit und Treue.» «Ohne Versicherung gibt es keine Wirtschaft» Seit mittlerweile 23 Jahren hält er die Treue zu seiner Arbeitgeberin Helvetia. Der promovierte Jurist war zwei Jahre Gerichtssekretär am 20
Obergericht in Luzern, ehe er 1993 bei Helvetia eintrat. Sechs Jahre führte er die Generalagentur Luzern, war weitere zwei Jahre Leiter Vertrieb des Ländermarkts Schweiz, ehe er 2003 zum CEO von Helvetia Schweiz ernannt wurde. War er der Rechtslehre so schnell überdrüssig? «Die Rechtswissenschaft ist Schreibtischarbeit. Ich wollte wissen wie es ‹draussen› im wirklichen Arbeitsleben aussieht». Das macht nach seiner Meinung die Versicherungsbranche möglich, weil im Prinzip jeder Wirtschaftszweig mit dem Thema Versicherung konfrontiert ist. Dafür hat er eine einfache aber bestechende Erklärung: «Ohne Versicherung gibt es keine Wirtschaft. Wir geben Menschen die Möglichkeit, sich gegen verschiedenste Risiken abzusichern, welche unter Umständen die wirtschaftliche Existenz gefährden. So können sich etwa Unternehmer auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, im Wissen um ein Auffangnetz für den Fall, dass ihr Betrieb brennen oder mit Haftpﬂichtansprüchen konfrontiert werden sollte.» Eine grosse Familiengeschichte Die Palette an Versicherungsprodukten ist immer grösser und vielfältiger geworden. Stellt sich ein Mann, der sich täglich mit Versicherungsfragen auseinandersetzt, solche auch selber? «Das Thema Versicherung ist in den letzten 20 Jahren stärker ins Bewusstsein der Leute gerückt. Der Wohlstand hat das Bedürfnis nach Sicherheit und den Schutz von Hab und Gut verstärkt.» Er selber mache sich aber persönlich nicht ständig Gedanken darüber, ob er über- oder unterversichert sei. «Aber als Familienvater ist man da sicher vorsichtiger». Als Vater von vier Kindern im Alter von 16, 19, 21 und 23 Jahren weiss Philipp Gmür, wovon er spricht. Für ihn ist die überdurchschnittliche Familiengrösse nichts Besonderes. Er wuchs ebenfalls mit drei Geschwistern auf. Drei Brüder mit einem gleichsam interessanten Lebenslauf. Felix ist seit 2011 Bischof von Basel; Thomas wirkte 2013 als Präsident des Grossen Stadtrates von Luzern und Peter führt die über
120-jährige familieneigene Gmür & Co. Er sitzt ebenfalls im Luzerner Stadtparlament. Politisch besonders erfolgreich ist Philipp Gmürs Gattin Andrea. Sie gehörte acht Jahre dem Luzerner Kantonsrat an und wurde letztes Jahr in den Nationalrat gewählt. «Es war Zufall» Skifahren ist für ihn und die Familie nach wie vor die zentrale Freizeitbetätigung im Winter. Und Philipp Gmür lässt es sich nicht nehmen, möglichst an vielen Weltcupveranstaltungen in der Schweiz selber mit dabei zu sein. Angefangen in Engelberg beim Skispringen bis hin zu den alpinen Klassikern in Adelboden und Wengen. Dass Helvetia Versicherungen seit 2005 Verbandssponsor von Swiss-Ski ist, hat er eingefädelt. Auf unkonventionelle Weise und eigentlich rein zufällig. Gmür erzählt: «Wir waren schon länger an der Evaluation für ein Sponsoring-Engagement mit nationaler Ausstrahlung. Ich war mit dem Auto unterwegs und hörte am Radio, dass der Skiverband einen vierten Verbandssponsor sucht. Unter anderem, so war zu erfahren, habe die alpine Damenmannschaft wegen fehlenden ﬁnanziellen Mitteln das geplante Sommertrainingslager in der südlichen Hemisphäre absagen müssen.» Skifan Philipp Gmür horchte auf und setzte sich sogleich mit Swiss-Ski-Präsident Duri Bezzola in Verbindung. «Nur wenige Tage später habe ich mich mit ihm und dem damaligen Direktor Bruno Marty getroffen – und wir sind schnell handelseinig geworden.» Erfolg wird messbar War der damalige Entscheid richtig? Philipp Gmür gibt eine einfache Erklärung auf diese Frage: «Unser Name steht für Schweiz – der Skisport und Swiss-Ski sind ein wichtiges Identiﬁkationsinstrument.» Zwischenzeitlich hat Helvetia über das ursprüngliche Sponsoring hinaus ihr Engagement ausgeweitet. Nordische und alpine Athleten werden individuell unterstützt. «Das Kopfsponsoring ist heute eine wesentliche Einnahmenquelle eines Spitzen-
Nachhaltigkeit braucht Zeit Diese anhaltende Wirkung brauche Zeit, sagt Philipp Gmür – im Sportsponsoring sowieso. Sportlicher Erfolg oder Misserfolg sind schwer dirigierbar. Da braucht es neben Ausdauer auf der Chefetage auch die nötige ﬁnanzielle Substanz. Der Versicherungssektor gehört in unserem Land zu den wichtigsten wirtschaftlichen Eckpfeilern. Er beschäftigt 50 000 Mitarbeitende und erzielt jährlich fünf bis sechs Prozent des Bruttosozialprodukts. «Allerdings ist auch
Destinationen mit ureigenem Charakter Volatilen Verhältnissen ist bekanntlich der Wintersport ebenso unterworfen. Wenn der Schnee ausbleibt oder in ungenügendem Masse vorhanden ist, so zieht das wirtschaftlich einen Rattenschwanz hinter sich her. Für Philipp Gmür steht fest, dass sich die Klimaveränderung auf den Schweizer Tourismus auswirkt. «Sie zwingt die Tourismusbranche dazu, ihre Angebote anzupassen.» Gmür sieht in dieser Entwicklung durchaus Potenzial für neue, schneeunabhängige Sportaktivitäten. «Vergessen wir nicht, dass wir in unserem Land auf engem Raum eine Vielzahl von Winterdestinationen mit ureigenem Charakter haben. Das ist ein wichtiges und nicht zu vernachlässigendes Kapital». Den Fokus auf das Wesentliche richten Philipp Gmür muss seinen Fokus aber noch auf andere Dinge im Alltag richten. In seiner neuen Funktion geht sein Blick regelmässig über die Landesgrenzen hinaus, möchte er doch auch die Auslandsmärkte Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien weiter voran bringen. Als börsenkotiertes Unternehmen muss Helvetia zudem die Bedürfnisse der Investoren im Auge haben. «Die Herausforderungen rundum die Kapitalmärkte und Regulierungen auf allen Stufen nehmen immer mehr Zeit in Anspruch. Umso mehr müssen wir darauf achten, den Kunden nicht aus den Augen zu verlieren. Er ist letztlich unser wichtigstes Kapital.» Man spürt, dass der langjährige Helvetia-Mann bereit ist für seine Aufgabe – ohne dabei sein persönliches Credo
zu vernachlässigen: Nutze den Tag und mache etwas aus deiner Zeit. Die Frage, ob sich der 53-jährige Manager dereinst noch einmal nach einer neuen Herausforderung sehnen könnte, lässt er mit einem Lächeln offen. «Das ist Kaffeesatz lesen». Auf die Frage hingegen, ob er mit seiner bisherigen beruﬂichen und persönlichen Laufbahn zufrieden ist, ist in der Antwort der Mann aus dem Werbespot einer internationalen Optikerkette hörbar: «Ja, ich würde noch einmal alles gleich machen.» JO SE PH W E IB E L
HELVETIA VERSICHERUNGEN UND SWISS-SKI VERLÄNGERN PARTNERSCHAFT Helvetia Versicherungen und Swiss-Ski erneuern ihre Sponsoring-Partnerschaft um vier Jahre bis Ende Saison 2020/2021. Helvetia ist seit der Saison 2005/2006 Verbandssponsor von Swiss-Ski. Von dem Engagement proﬁtieren rund 300 Athletinnen und Athleten in elf Disziplinen. Philipp Gmür, CEO der Helvetia Gruppe, freut sich über die Vertragsverlängerung: «Der Skisport ist eng mit der Schweiz verbunden. Das passt hervorragend zu uns als eine der führenden Schweizer Versicherungen. Dieses Engagement unterstützt nicht nur unsere grosse Bekanntheit im Heimmarkt, sondern auch die in unseren umliegenden Auslandsmärkten, wo der Skisport ebenfalls eine lange Tradition hat und eine grosse Popularität geniesst.» Urs Lehmann, Präsident von Swiss-Ski, ergänzt: «Dass die Helvetia Versicherungen uns erneut und vor allem vorzeitig das Vertrauen für die nächsten vier Jahre aussprechen, freut uns sehr und bestätigt uns in unserer täglichen Arbeit. Die Disziplinen und auch zahlreiche Projekte von Swiss-Ski konnten sich auch dank diesem Engagement in den vergangenen zehn Jahren enorm weiterentwickeln.»
e Balanc Trainer 2.0 FOTOS: B& S / ERIK VOGELSANG
enn sich Philipp Gmür in seinem Büro in Basel einen Blick aus dem Fenster gönnt, so hat er buchstäblich schöne Aussichten. Zum Beispiel auf die sanften Hügel des Hochschwarzwalds, ins Elsass oder ganz einfach auf die reizvolle Umgebung der Stadt am Rheinknie. Dieser Ausblick ist nicht Alltag. Wiederum buchstäblich gemeint. Seit seiner Berufung zum CEO der Helvetia Gruppe pendelt er von seinem Wohnort Luzern regelmässig nach St. Gallen, wo sich der Hauptsitz der Gruppe beﬁndet. «Ich habe mir nie gewünscht, dass ich so viel unterwegs sein darf», schmunzelt er. Darum ist es ihm wichtig, Rückzugsinseln zu schaffen und neue Kräfte zu tanken. Diese Retraite macht er am liebsten in der Natur. Auf ausgedehnten Wanderungen, Biketouren und beim Skifahren im Winter.
in unserer Branche der Wind rauer geworden», sagt CEO Gmür.
World d Cup Der 5. Januar 1967 ist eines der wichtigsten Daten im alpinen Skisport. An diesem Tag fand vor 50 Jahren in Berchtesgaden das erste Weltcuprennen der Geschichte statt. Der Österreicher Heini Messner siegte vor dem Franzosen Jules Melquiond und dem Schweizer Dumeng Giovanoli.
ebelfetzen hängen tief herunter. Sie vermischen sich am Ende des Tales mit den Wellen des Königssees. Als der Weltmeister Carlo Senoner eine Minute nach elf aus dem Startgatter in die Tiefe stösst, rüttelt der Wind an den Zweigen der Tannen. Wer so poetisch die Weltcup-Premiere in Worte fasst, ist kein Geringerer als der geistige Vater und Weltcup-Begründer Serge Lang persönlich. So beschrieb er in seiner Weltcup-Chronik die Ambiance des historischen Rennens. Heini Messner, der erste Sieger, sah es pragmatischer: «Ich weiss nur noch, dass die Piste am Jenner sehr schwierig, sehr steil und sehr eisig war. Und dass ich nach dem ersten Lauf erst an zehnter Stelle lag. Im zweiten Lauf, in dem die Top-15-Fahrer mit umgekehrten Startnummern (nicht umgekehrtem Klassement) starteten, also Messner mit der Nummer 13 als Dritter, stellte er Bestzeit auf und die Rangliste auf den Kopf. Erstmals wurden die Zeiten auf Tausendstelsekunden genau gestoppt, um dem Status des Weltcuprennens eine gewisse Würde zu geben. «Aber sonst spürten wir nicht viel davon, dass 22
dies ein besonderer Wettkampf war», erinnert sich Messner. Die Initianten hatten vergessen, den Organisatoren mitzuteilen, dass es zum Weltcup zählte . . . «Es war ein FIS-1/A-Rennen wie früher», sagt Messner. «Wir wurden zwar informiert, dass es zu diesem speziellen Wettbewerb gehört. Was aber aus diesem werden sollte, konnten wir nicht abschätzen.» Dieser «spezielle Wettbewerb» sollte den alpinen Skisport revolutionieren. Aus einem Kalender mit x-Rennen wurde eine Rennserie mit globaler Ausstrahlung. Das war weitgehend das Verdienst von Serge Lang.
Den Skisport neu erﬁnden Eigentliche hätte der «alpine» Skisport in «andiner» Skisport umbenannt werden müssen. Denn das Gerüst dieses neuen Wettbewerbs entstand in den chilenischen Anden. Dort fanden 1966 mitten im europäischen Sommer im Flecken Portillo, 70 km vom nächsten grösseren Ort entfernt, die Skiweltmeisterschaften statt. Die Skifamilie war unter sich. Die «leuchtende Kraft des Kreuz des Südens», wie es Serge Lang mit seinem Hang für blumige Formulierungen beschreibt, befeuerte die Phantasie. Das sagenumwobene Sternengebilde unterhalb des Äquators inspirierte ein paar Ski-Pioniere, den Skisport neu zu erﬁnden. Serge Lang, Journalist der französischen Zeitung «L'Equipe», Honoré Bonnet und Bob Beattie, die Teamchefs von Frankreich und der USA, waren sich schon ein Jahr zuvor, im Winter 1965/66 einig gewesen, dass im Skisport «etwas geschehen musste». «Wir standen in Kitzbühel unterhalb der Mausefalle», erzählte
Lang jeweils gerne von der Geburtsstunde des Weltcup, «und diskutierten über die Möglichkeiten eines Jahreswettbewerbs».
«We have a World Cup» Die «L'Equipe» hatte für die laufende Saison, ähnlich wie im Radsport, einen «Challenge» für den besten Skirennfahrer des Winters ausgeschrieben, für den sich – ausser Serge Lang – niemand interessierte. Der Gewinner, Karl Schranz, nahm die Trophäe, ein Sujet mit zwei gekreuzten, goldenen Ski, verziert mit Diamanten, aus Anstand mit gespielter Wertschätzung höﬂich entgegen – mehr nicht. Bei jener Sommer-WM in Portillo gesellte sich auch noch der Österreicher Sepp Sulzberger
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zum ÂŤHahnenkamm-TrioÂť Lang, Bonnet und d Beattie. Die ÂŤViererbandeÂť (Originalton Lang) g) war komplett, und ausser der Schweiz alles mit it Rang und Namen im Skisport involviert. Auf uf der Piste gewannen die Franzosen sechs von n acht Titeln und 16 von 24 Medaillen. Eigentlich h waren es sieben Titel. Die Siegerin der FrauennAbfahrt, Erika Schinegger, war ein Mann, wie e sich spĂ¤ter herausstellte. Der Titel wurde spĂ¤Ă¤ter der zweitklassierten Marielle Goitschel zuugesprochen, und Erika Schinegger nannte sich h fortan Erik. Die Athleten veranstalteten in der abgeschiedenen EinĂśde aus Langeweile Tortenschlachten und Aschenbecherschiessen, Lang und Co.
Serge Lang Geistiger Vater und Weltcup-GrĂźnder
brĂźteten tage- und nĂ¤chtelang an ihrem Projekt. Als der Entwurf mit einem rudimentĂ¤ren Kalender vorlag, weihten sie FIS-PrĂ¤sident Marc Hodler ein. Der oberste Ski-FunktionĂ¤r reagierte undiplomatisch schnell und verkĂźndete am 11. August 1966 der Presse: ÂŤGentlemen, we have a World CupÂť. ÂŤWorld CupÂť war eine Anleihe aus dem Fussball, wo zu jener Zeit unter diesem angelsĂ¤chsischen Begriff in England gerade die Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Mit Coupe du Monde, Coppa del Mondo oder Weltcup liess sich dieser leicht Ăźbersetzen und efďŹ zient vermarkten. Der Skisport war in der Neuzeit angekommen. R I CHA RD H E G G L I N
EIN MON UMENT BEGEHT DEN WELTCUP-FĂ&#x153;NFZIGSTEN Die Lauberhornrennen, Erstaustragung im Jahr 1930, hatten schon immer eine aussergewĂśhnliche Resonanz und eine eigene Zeitrechnung. Aber weltweit so richtig den Status des ÂŤSpecial EventÂť erhielten sie 1967 mit der EinfĂźhrung des Weltcups. Den Wengenern wurde die Ehre zuteil, die erste Weltcup-Abfahrt der Geschichte durchzufĂźhren. Heuer wĂ¤re der 50. Geburtstag. Gross zum Feiern ist ihnen nicht zu Mute. Die Trauer um den langjĂ¤hrigen OK-Chef Viktor Gertsch schmerzt zu stark. Die erste Weltcup-Abfahrt hatte es in sich und kreierte einen Sieger, der dem Ereignis zusĂ¤tzliche WĂźrde verlieh. Jean-Claude Killy, der Superstar jener Zeit, gewann sowohl die Abfahrt wie den Slalom und damit auch die Kombination. Dieses ungewĂśhnliche Triple schaffte nach ihm keiner mehr. Ende Saison war Jean-Killy in logischer Konsequenz auch der erste Weltcup-Gesamtsieger der Geschichte. In 36 Wertungen stand der Franzose mit Schweizer GrossmĂźttern vĂ¤terlicher und mĂźtterlicherseits 26 Mal auf dem Podest. Unumwunden gestand er: ÂŤDer Weltcup ist fĂźr mich wichtiger als Weltmeisterschaften und Olympische SpieleÂť. Das war Musik in den Ohren von Weltcup-GrĂźnder Serge Lang. Gesamtsieger Killy war zugleich der beste Promoter. Und ein Jahr spĂ¤ter, als Killy in Grenoble dreifacher Olympiasieger wurde, sagte er immer noch das Gleiche. Mit Killy, und auch mit Wengen, hatte eine neue Epoche begonnen. Der Skirennsport entwickelte sich zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftszweig. Der Weltcup wurde auch zu einem Vehikel der Kommerzialisierung. Puritaner erhoben den MahnďŹ nger. In der Anfangsphase des Weltcups war der Sport noch vielerorts Ehrensache, Geldverdienen verpĂśnt und Werbung suspekt. Die olympische Scheinheiligkeit stellte alpine Skifahrer (Karl Schranz 1972, Ingemar Stenmark oder Hanni Wenzel 1984) ins Abseits. Der damalige IOC-PrĂ¤sident Avery Brundage verlangte von Killy, dass er die drei Goldmedaillen von Grenoble zurĂźck-
gebe. Killy liess ihm ausrichten, er solle sie in Val d'IsĂ¨re abholen kommen. Und fĂźgte schmunzelnd an: ÂŤVermutlich hĂ¤tte er die Fahrt nach Val d'IsĂ¨re nicht Ăźberlebt . . .Âť. Ein Sponsor galt als FremdkĂśrper, nicht als Partner. LĂśhne wurden als VerdienstausfallentschĂ¤digungen deklariert. Aber die Liberalisierung war nicht mehr aufzuhalten. Der Weltcup wirkte als Katalysator. Das Fernsehen trug seinen Teil zur Popularisierung bei. Auch die Lauberhornrennen entwickelten sich zu einem sportlichen und optischen Spektakel - die Quote der TV-Ă&#x153;bertragungen schnellte Ăźber die Millionen-Grenze. Das Budget hatte sich, unter der umsichtigen Leitung von Viktor Gertsch, vervierzigfacht, die Werbeeinnahmen stiegen sogar um das Hundertfache! Eine Ă&#x153;bersicht auf 50 Jahre Weltcup Wengen kann die wichtigsten Ereignisse nur fragmentarisch wiedergeben. Triumphe und AbstĂźrze, Trauer und Tragik prĂ¤gen diese Zeit, die Killy mit seinem ÂŤHattrickÂť einleitete. Ein Auszug ohne Anspruch auf VollstĂ¤ndigkeit: 1968: Dumeng Giovanoli wird im strĂśmenden Regen erster Schweizer Weltcupsieger im Slalom sechs Hundertstel vor dem Norweger Hakon MjĂśn. Und schafft eine Woche spĂ¤ter mit dem Kitz-Sieg das Double. Seither gewann nie mehr ein Schweizer den Hahnenkamm-Slalom. 1974: Roland Collombin gewinnt als erster Schweizer im Rahmen des Weltcups die Lauberhorn-Abfahrt. Am Start hatte er einen Fotografen aufgefordert, von Franz Klammer, Herbert Plank â&#x20AC;&#x201C; und ihm in der Mitte â&#x20AC;&#x201C; ein Bild zu machen: ÂŤSo hast du bereits das Siegerfoto und kannst dir den Weg ins Ziel ersparen.Âť Das Klassement: 1. Collombin. 2. Klammer. 3. Plank. 1975: Franz Klammer pulverisiert den alten Streckenrekord von Karl Schranz (3:01,60 aus dem Jahr 1969) und senkt die Marke auf 2:35,19. Mit einem Vorsprung von 3,54 Sekunden auf Herbert Plank stellt er einen weiteren Rekord auf.
1980: Erster ÂŤrichtigerÂť Schweizer Abfahrtserfolg seit 1950 Ăźber die komplette Lauberhorndistanz! Peter MĂźller siegt vor den Crazy Canucks Ken Read und Steve Podborski, die vom Schweizer Heinz Kappeler trainiert werden. Ein Jahr spĂ¤ter doppelt Toni BĂźrgler nach. 1987: JoĂŤl Gaspoz gewinnt als zweiter Schweizer nach Dumeng Giovanoli den Slalom â&#x20AC;&#x201C; und ist bis heute der letzte Schweizer Slalomsieger. 1991: Der junge Ă&#x2013;sterreicher Gernot Reinstadler verliert im QualiďŹ kationstraining bei einem Sturz im Zielhang sein Leben. Die Rennen werden danach abgesagt â&#x20AC;&#x201C; der traurigste Tag in der Geschichte des Lauberhorn. 1992/1994/2003: Franz Heinzer, William Besse und Bruno Kernen reihen sich in die Siegerliste der Lauberhorn-Abfahrt ein. 1997: Kristian Ghedina gewinnt nach 1995 zum zweiten Mal und stellt den heute noch gĂźltigen Streckenrekord von 2:24,23 auf. 2005: Erstmals wird die alpine Kombination als separates Rennen durchgefĂźhrt. Benjamin Raich gewinnt wie auch ein Jahr spĂ¤ter. Insgesamt bringt er es auf fĂźnf Lauberhorn-Erfolge. 2009: Didier DĂŠfago gewinnt die Abfahrt und eine Woche spĂ¤ter auch jene in KitzbĂźhel. Das Double Wengen/KitzbĂźhel war vorher nur Heinzer und Collombin gelungen. 2010/2012/2014: Auch Carlo Janka, Beat Feuz und Patrick KĂźng siegen, zusammen mit jenem von DĂŠfago vier Erfolge binnen sechs Jahren. Die erfolgreichste Zeit von Swiss-Ski, obwohl zwischendurch der nationale ÂŤNotstandÂť ausgerufen wurde. Aber am Lauberhorn klappte es (fast) immer. 2015: Ivica Kostelic wird in der Kombination hinter Carlo Janka und Victor Muffat-Jeandet Dritter und steht zum 13 Mal in Wengen auf dem Podest. Der Kroate ist der erfolgreichste Lauberhorn-Teilnehmer. Sechsmal gewann er â&#x20AC;&#x201C; wie Marc Girardelli, der sich in vier verschiedenen Disziplinen in die Siegerliste R I CHA RD H E G G L I N eintrug.
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Aktiv // Glacier 3000
Ein besonderer Gletscher, der sich über drei Kantone erstreckt und verschiedene Namen hat. Die Walliser nennen ihn «Tsanﬂeurongletscher». Für die Waadtländer heisst er «Les Diablerets». Für die
Berner ist es schlicht: der «Glacier 3000».
ie Rede ist nicht von einem touristischen Fleck Erde. Glacier 3000 verkörpert viele Elemente gleichzeitig und bietet ein komplettes Ski- und Schneesportangebot. Zuoberst auf dem Gletscher, auf 3209 Meter über Meer, ﬁnden Schneebegeisterte optimale Bedingungen mit 25 Kilometer bestens präparierten Pisten und zehn verschiedenen Bahnen. Da gibt es auch Langlauﬂoipen – auf hohen 3000 Metern, notabene! Und für die «neue Generation» gibt es auf dem Gletscher einen Snowpark. Echte Zauberer Dieses ganze Angebot reiht sich in einer wunderbaren Kulisse ein. «Zu verdanken ist dies den Männern mit ihren Pistenfahrzeugen, die wie echte Zauberer Tag für Tag bestens präparierte Pisten hervorbringen», betont Adrian 26
Schwenter. Als Mitglied des Teams «Agence Tout Tricks» weiss der Detailhandelsfachmann bei der Stöckli-Filiale von St-Légier wovon er spricht. Er lobt insbesondere die vielen Möglichkeiten, die sich den Schneesportlern auf dem Gletscher bieten. Da begann er auch seine Saison Ende Oktober, bei der Wiederinbetriebnahme der Bergbahnen ab dem Col du Pillon. Und auch bei Reusch auf Berner Seite. Dies nach einer Pause für technische Instandsetzungsmassnahmen, wie sie CEO Bernhard Tschannen von Glacier 3000 angekündigt hatte. Schwindel garantiert Der dynamische Chef weiss dieses Erbe auf über 3000 Metern zu schätzen und ist sich bewusst, dass diese einmalige Landschaft gepﬂegt und mit Bedacht ausgebaut werden
muss. Eine Landschaft in der zu einer Zeit wagemutige Piloten ihre Piper-Maschine auf der verschneiten Hochebene landeten. Ob auf Langlaufskis, der Rodelbahn, bei einer Skitour, bei einem Ausﬂug im Snowbus oder mit dem Hundeschlitten – diese Destination ist eine Reise wert. Hier wurde mit der Diversiﬁzierung des Angebots ein gesunder Ausgleich zum Ski alpin geschaffen. Zum Beispiel gelangen Sportler und Touristen in nur 15 Minuten auf den höchsten Punkt «Scex Rouge». Dort erwartet sie die erste Hängebrücke der Welt, die zwei Gipfel in schwindelerregender Höhe verbindet und zu einer Plattform mit grandioser Aussicht auf die Alpen führt. Der «Peak Walk» von Tissot wurde übrigens vom Extremsportler Mike Horn eingeweiht.
FOTOS: GÉRARD BERTHOUD
Eine 107 Meter lange, schwindelerregende Brücke, ist bei der Bergstation Scex Rouge zwischen zwei Gipfeln gespannt.
Advertorial // Seiser Alm
1 Bernhard Tschannen, CEO von Glacier 3000 weiss, dass Vielfältigkeit sowohl Schneesportler wie Touristen anzieht. 2 Die beeindruckende Bergstation Scex Rouge, die Tür zu einem weitläuﬁgen Skigebiet im Hochgebirge. 3 Auf schmalen Brettern auf 3000 Meter über Meer, das ist auf den Höhen des Col du Pillon möglich.
4 Adrian Schwenter und seine Freunde lieben es, zwischen Himmel und Schnee ihre Tricks zu zeigen.
SEISER ALM EIN TRAUM IN WEISS 2
Hotspots und Varianten Auf einigen Abschnitten, wie bei der «Quille du Diable», mit seinem rustikalen Restaurant, haben Freerider bei Neuschnee die Qual der Wahl. «Aber auch auf der Oldenpiste», ergänzt Bernhard Tschannen, «wo die Pistenfahrzeuge ab und zu für einen Tag die Topographie so belassen, wie sie ist». Auch die Tourenskigänger kommen auf ihre Kosten. Das Skigebiet bietet den begeisterten Skifahrern und den abwechslungshungrigen Touristen eine Reihe schöner Aussichten. www.glacier3000.ch A L D O H . R US T I CH E L L I
(Originalversion in französischer Sprache)
SKI-ÄSTHET UND BUCHAUTOR Der Direktor der Abteilung Sport an der Universität von Lausanne und an der EPFL Pierre Pfefferlé besitzt einen Master in Sportwissenschaften sowie ein Diplom als Schneesportlehrer. Eine atypische Persönlichkeit, die sich für stilsicheres Skifahren einsetzt und zwei dem Skisport gewidmeten Bücher veröffentlicht hat. Eines davon handelt vom «Skifahren beibringen – von den Grundkenntnissen zur Technik». Pierre Pfefferlé, seit 1983 Experte beim Dachverband der Schweizer Skischulen «Swiss Snowsports» und erfahrener Ausbilder, hat Glacier 3000 ausgesucht, um Fotos
zur Veranschaulichung der Technik für sein Buch zu schiessen. Fotograph war Gérard Berthoud. Vor der Linse agierten die ehemalige Skilehrerin Annick Bonzon sowie Joël Rey-Mermet vom Swiss Snow Demo Team. Der Autor geht auch auf das einzigartige Skigebiet Glacier3000 ein. Auf eine Region, die viele Legenden offenbart und daran erinnert, dass auf dem Gletscherplateau von Les Diablerets, an gewittrigen Tagen «die Teufel aus ihren Löchern schlüpfen und mit Steinen nach dem hohen Felsturm kegeln», das erzählt man sich hier in den Bergen.
FOTOS: SEISER A LM MARKET ING / HELMUT H RIER, CLEM EN S ZAH N
Erinnerungen sammeln Glacier 3000 eröffnet aber auch eine wunderschöne Bergwelt. Die Skistation ist Teil des Skipools Gstaad Mountain Rides (mit 220 Pistenkilometer) sowie von Alpes Vaudoises (mit 225 Pistenkilometer). Auf dieser sehr abwechslungsreichen Piste erreicht man von Scex Rouge aus mit ein paar Schwüngen den Gletscher und die beiden Skilifte «Dôme» und «Quille du Diable». Nach dem Gletscher wechseln Panorama und Gefälle unmittelbar. Eine steile Piste führt in das einsame Hochgebirgstal mit mehreren Steilstufen bis zum ﬂachen Auslauf.
Winter-Eldorado Seiser Alm in Südtirol für aktive Schneegeniesser – romantisch, fantastisch, spektakulär
Die Seiser Alm ist mit 56 Quadratkilometern die grösste Hochalm Europas. Zwischen sonnigen 1800 und 2300 Metern Höhe ﬁndet sich am westlichen Eingangstor der Dolomiten — seit Juni 2009 UNESCO-Welterbe — eine der faszinierendsten Naturund Kulturlandschaften. Die Orte Kastelruth, Seis, Völs am Schlern und Tiers am Rosengarten werden dabei von den Dolomiten-Gipfeln des Langkofel, Plattkofel, Schlern und des Rosengarten eingerahmt. Aktivurlauber und Wintersportler schätzen den Winter in der Ferienregion Seiser Alm in Südtirol. Ob auf der Skipiste, der Loipe, der Rodelbahn oder zu Fuss: Der Winterurlaub rund um die Seiser Alm lässt sich am besten aktiv erleben. Alpin-Skifahrer werden auf der Seiser Alm mit atemberaubendem Panorama, hervorragender Infrastruktur und einer Riesenauswahl uriger Hütten verwöhnt. Die sonnigen,
breiten Pisten der grössten Hochalm Europas eignen sich vor allem für Genuss-Skifahrer und Familien. Mit dem Grödner Tal bildet die Seiser Alm eine gemeinsame Skiregion mit 175 Pistenkilometern. Sie gehören zum Gesamtangebot von Dolomiti Superski – dem grössten Ski-Karussell der Welt. Skifahrer und Snowboarder erreichen ihre Traumabfahrten im familienfreundlichen Skigebiet in der 15-minütigen Gondelfahrt von Seis nach Compatsch, dem Zentrum der Seiser Alm. Von dort aus werden rund 60 Pistenkilometer von 23 modernen Seilbahnen und Liften bedient. Unter Boardern und Freeskiern geniesst das Terrain ebenfalls einen legendären Ruf: Dafür sorgen auch die hippen Events im Seiser Alm Snowpark, der mit mehr als 70 Obstacles auf einer Länge von insgesamt 1,5 Kilometern eine spannende Herausforderung darstellt. Im Winter 2016/17 wurde der
Snowpark Seiser Alm bei den alljährlichen Skipass Awards auf der Wintersportmesse in Modena zum dritten Mal zum besten Snowpark Italiens gekürt. Für Kinder gibt es auf der Seiser Alm zwei Fun-Parks und den Europark der Hexe Nix. Die beiden Skischulen bieten neben den Kursen für jede Altersklasse auch einen Skikindergarten und Kinderbetreuung an. Weitere Informationen zu Events und Unterkünften, Skipass-Preisen, Skischulen oder Verleihstationen auf www.seiseralm.it. Informationen Ferienregion Seiser Alm www.seiseralm.it info@seiseralm.it 0039 0471 709 600
SKI EXPERIENCE SÜDTIROL – SKIFAHREN MIT GENUSS 9.12.2016 bis 2.4.2017 MORGENSKILAUF MIT ALMFRÜHSTÜCK 9.12.2016 bis 2.4.2017 Mit Schwung und regionalen Produkten in den Tag ALMHÜTTEN CANDLE-LIGHT-DINNER 7.1. bis 2.4.2017 Romantische Kutschenfahrt und Candle-Light-Dinner für Zwei DOLOVINO ON SNOW 12.3.2017 Weinprobe einmal anders: Südtiroler Spitzenweine auf den Pisten der Seiser Alm MIT DEM FAMILIENSKILEHRER AUF HEXENTOUR 7.1. bis 2.4.2017 Mit dem Familienskilehrer zu den geheimen Plätzen der «Schlernhexen»
Die passenden Ferienangebote dazu ﬁnden Sie auf www.seiseralm.it/urlaubsangebote
Aktiv // Blick auf den Sci Club Airolo
kifahren im Tessin? Eine eher ungewohnte Vorstellung. Zu milde scheint das Klima, man denkt eher an Schatten spendende Palmen und Flanieren an einem der malerischen Seen. Doch die Sonnenstube der Schweiz verfügt über mehrere Skigebiete, das bekannteste und zugleich älteste ist jenes in Airolo. Gar eine landesweite Pionierrolle nimmt der Ort in der oberen Leventina im Zusammenhang mit einem Wintersportgerät ein: 1879 wurde in Airolo das erste Paar Ski der Schweiz produziert. Zudem wurden 1926 und 1934 zwei Sprungschanzen erbaut und 1938 ein Schlittenlift erstellt. Kein Zufall ist denn wohl auch, dass das Dorf mit seinen ungefähr 1500 Einwohnern über den ältesten Skiclub des Tessins verfügt. Gegründet wurde der Sci Club Airolo im Januar 1904, zehn Monate später rief er zusammen mit 15 anderen Skiclubs den Schweizerischen Skiverband ins Leben. Auch 1942 bei der Gründung der Federazione Sci Svizzera Italiana, einem der inzwischen zwölf Regionalverbände von Swiss-Ski, wirkte er an vorderster Front mit.
TALENT SCHMIEDE Marco Tadé ﬂiegt hoch hinaus.
MIT DEM SCI CLUB AIROLO ZÄHLT EIN TESSINER VEREIN ZU DEN ÄLTESTEN SKICLUBS DER
Von Doris De Agostini zu Michela Figini Ein Athlet und mehrere Athletinnen trugen den Sci Club Airolo in die weite Welt hinaus. Erst war es Roberto Pilotti, der 1970 als erster Tessiner die legendäre Lauberhornabfahrt bestritt. Zum ersten richtigen Skistar der «Côte d'Azur der Schweiz» avancierte aber Doris De Agostini. 1976 und somit im Alter von gerade einmal 18 Jahren realisierte die Abfahrtsspezialistin den ersten von acht Weltcupsiegen, 1978 gewann sie WM-Bronze sowie 1983 die Saisonwertung in ihrer Paradedisziplin. Bedenken, wonach der Sci Club Airolo von der Bildﬂäche verschwinden könnte, erwiesen sich als unbegründet. Acht Tage vor Doris De Agostinis letztem Weltcup-Triumph gab Michela Figini mit einem zehnten KombinationsRang ihren Einstand auf dieser Bühne. Eine beispielhafte Karriere war lanciert, zwei Olympia- (Abfahrts-Gold 1984, Super-G-Silber 1988) und drei Weltmeisterschafts-Medaillen (Abfahrts-Gold 1985, Abfahrts- und Super-G-Silber 1987) folgten ebenso wie 26 Weltcupsiege und der Gewinn von sagenhaften acht Kristallkugeln (1985 und 1988 Gesamt-, 1985, 1987, 1988 und 1989 Abfahrt-, 1988 auch Super-G und 1985 Riesenslalom-Weltcup). Skicross und Buckelpiste Seither blieb es im Sci Club Airolo – zumindest auf allerhöchstem Niveau – ruhig. Allerdings nur in der Alpinsparte. Im Skicross lenkte zuletzt Katrin Müller die Aufmerksamkeit auf sich; in ihrer achtjährigen Weltcup-Karriere gelangte sie zu drei Siegen und neun weiteren
Podestplätzen auf dieser Stufe und entschied in der vergangenen Saison die Europacup-Gesamtwertung zu ihren Gunsten. Zusätzlich qualiﬁzierte sie sich je zweimal für Olympische Spiele (2010 und 2014) und Weltmeisterschaften (2011 und 2013). Im vergangenen Sommer setzte eine Knieverletzung ihrer sportlichen Laufbahn ein vorzeitiges Ende, dem Sci Club Airolo bleibt sie als Vorstandsmitglied aber erhalten. Auch nach dem Rücktritt von Katrin Müller ist der erfolgreichste Tessiner Skiclub im Freestyle-Bereich unvermindert in den höchsten Swiss-Ski-Kadern vertreten. In der ein «Mauerblümchen-Dasein» fristenden Disziplin Buckelpiste stellt er mit Deborah Scanzio (Olympia-Starterin 2006, 2010 und 2014, sechsfache WM-Teilnehmerin und viermalige WeltcupPodestfahrerin) und Marco Tadé (WM-Starter 2013 und 2015) die einzigen Athleten mit Nationalmannschafts-Niveau und mit Nicole Gasparini zusätzlich eine A-Kaderfahrerin – die wegen einer Knieverletzung indes die ganze Saison ausfällt. Rennen für andere Clubs und Verbände Damit der Sci Club Airolo auch im Alpinbereich wieder auf die Weltbühne zurückkehrt, werden im Verein grosse Anstrengungen unternommen. Ein Aufschwung ist bereits sichtbar. Vor sechs Jahren, als Cesare «Kuki» Zamberlani – der von 1977 bis 1986 in der ersten Mannschaft von Ambri-Piotta Eishockey spielte – das Präsidentenamt übernahm, bestand die Renngruppe aus weit weniger
Katrin Müller war im Skicross während acht Jahren international erfolgreich.
Deborah Scanzio zählt zu den besten Buckelpistenfahrerinnen.
SCHWEIZ. GEGRÜNDET WURDE ER 1904 – IM SELBEN JAHR WIE SWISS-SKI. IN DEN 112 JAHREN SEINES BESTEHENS BRACHTE ER MEHRERE MITGLIEDER AN DIE WELTSPITZE. VORERST IN DER SPARTE SKI ALPIN, AKTUELL IM FREESTYLE-SEKTOR. Eine Knieverletzung erfordert von erfo Nicole Gasparini Nico eine Pause.
Advertorial // Pirelli
schern in Zermatt, Saas-Fee und auf dem Stelvio-Pass. Das Konditions- und bei den Ă&#x201E;lteren auch Krafttraining absolvieren die jungen Fahrerinnen und Fahrer im Sommerhalbjahr zumeist in Airolo und der nĂ¤heren Umgebung. Sporadisch stehen ausgedehnte Wanderungen fĂźr Jung und Alt auf dem Programm. 111. Austragung des Kinderskirennens Seinen AktivitĂ¤tsdrang zu Gunsten von skibegeisterten Kindern und Jugendlichen lebte der Sci Club Airolo schon frĂźh aus. Zwei Jahre nach der GrĂźndung organisierte er erstmals ein Rennen fĂźr Knaben und MĂ¤dchen, am 6. Januar erfolgt dessen 111. Austragung. Ebenfalls jĂ¤hrlich â&#x20AC;&#x201C; diesen Winter am 19. Februar â&#x20AC;&#x201C; veranstaltet der Verein ein QualiďŹ kationsrennen des Grand Prix Migros. UngefĂ¤hr 100 freiwillige Helfer kĂźmmern sich jeweils um eine rei-
bungslose DurchfĂźhrung und ums Wohl der gegen 600 Kinder und Jugendlichen aus dem Tessin, anderen Schweizer Kantonen und dem benachbarten Italien. Aktuell tragen rund 450 Mitglieder die Farben des Sci Club Airolo. Sie kommen aus dem ganzen Kanton und einzelne gar aus Italien. Das Ă¤lteste Mitglied feiert nĂ¤chstes Jahr den 94. Geburtstag â&#x20AC;&#x201C; fĂ¤hrt allerdings nicht mehr Ski â&#x20AC;&#x201C;, die JĂźngsten haben Jahrgang 2011. Nicht zuletzt ist es die buntgemischte Altersstruktur, welche den Verein auszeichnet. Die Aufmerksamkeit lenkt er aber auch anderweitig auf sich. Seit 2012 wird er zum Beispiel als einziger Schweizer Club an die International Ski Games in Prato Nevoso in den Ligurischen Alpen eingeladen. In einer Kategorie stellte er gar mehrmals den Sieger. Ob er vielleicht der erste grosse mĂ¤nnliche Skistar des Tessin wird? ANITA FUCHS
Offizieller Sponsor der FIS Ski-WM St.Moritz 2017
FOTOS: MARIO CURTI, SWISS -SKI/RUEDI FLĂ&#x153;CK, FRED WEISS, WWW.EGELMAIR. CH, ANDREAS MĂ&#x153;NGER,
Jugendlichen als den aktuell nahezu 120 Lizenzierten â&#x20AC;&#x201C; und damit so vielen wie nie zuvor. Die erfreuliche Entwicklung ist keineswegs selbstverstĂ¤ndlich. Denn die Trainingsbedingungen prĂ¤sentieren sich nicht immer als einfach. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten hat der auf 1176 Metern Ăźber MeereshĂśhe gelegene Ort keine Kunstschnee-Pisten. Zur VerfĂźgung stehen gerade einmal drei Schneekanonen. Dennoch â&#x20AC;&#x201C; oder vielleicht gerade der familiĂ¤ren AtmosphĂ¤re wegen â&#x20AC;&#x201C; kommen sporadisch Skiclubs aus anderen RegionalverbĂ¤nden ins Tessin und tragen unter der FederfĂźhrung des Sci Club Airolo ihre Club- oder Verbandsrennen aus. Selber geht auch der am sĂźdlichen Fuss des Gotthardpasses domizilierte Verein ÂŤfremdÂť. Speziell in der Saisonvorbereitung wĂ¤hrend den stets vier Trainingslagern auf den Glet-
Als fĂźhrender ErstausrĂźster im Bereich Premium-Winterreifen ist Pirelli gewohnt beste Performance auf verschneiten Pisten zu bieten. Dazu passend engagiert sich Pirelli vermehrt im Winter. Die neuste Partnerschaft, welche Pirelli bis 2021 abgeschlossen hat, ist das Sponsoring der kommenden drei FIS Ski-Weltmeisterschaften. Der Premium-Reifenhersteller wird als Partner der Weltmeisterschaften 2017, 2019 und 2021 agieren. Die nĂ¤chste Alpine Ski-Weltmeisterschaft 2017 ďŹ ndet vom 6. bis 19. Februar in St.Moritz statt. 600 Athleten aus 70 Nationen werden daran teilnehmen. Rund eine Milliarde Zuschauer werden die Wett-
kĂ¤mpfe an den Bildschirmen verfolgen. Diese Rahmenbedingungen sind fĂźr Pirelli optimal. Eine Marke, die im Sommer sehr bekannt und prĂ¤sent ist, aber auch TopWinterreifen herstellt. Pirelli hat mit der Ski WM die optimale Plattform gefunden ihre StĂ¤rke zu kommunizieren. ÂŤDas Engagement an der SkiWM hilft uns sehr, unsere Produkte im Winter verstĂ¤rkt zu platzieren. Wir sind Ăźberzeugt, dass unsere neuste Partnerschaft die Bekanntheit unserer Marke langfristig im Wintersegment steigertÂť, sagt Dieter Jermann, Pirelli Director Swiss Market. Seit 2010 ist Pirelli Schweiz offizieller Partner des Schweizerischen Skiverbands Swiss-
Ski. So stattet Pirelli Ăźber 100 Audi-Fahrzeuge der Athleten, des Trainerstabs und der FunktionĂ¤re sowie rund 80 VWBusse des Skiverbands mit Winterreifen aus. Pirelli Italien hat 2015 ebenfalls ein Engagement mit dem Nationalen Ski Verband, FISI, unterzeichnet. Dass der Konzern heute ein Internationales Engagement mit der Teilnahme an den FIS Ski-WM tĂ¤tigt, unterstreicht und bestĂ¤tigt die 2010 eingesetzte Schweizer Marketingstrategie. Wie von den Reifen, wird auch von den Ski Athleten Performance, Speed und Passion verlangt. Eine perfekte ErgĂ¤nzung der Unternehmensstrategie. Das Engagement von Pirelli mit der FIS umfasst die Weltmeisterschaften 2019 in Ă&#x2026;re (Schweden) und 2021 in Cortina (Italien). Doch zuerst werden die Pisten in St. Moritz rot-gelb gefĂ¤rbt sein. Neben den anderen offiziellen Sponsoren ist Pirelli auf der Piste, im
WM-Dorf und im HospitalityZelt vertreten. Pirelli wird die WM mit verschiedenen Kundengruppen aus ganz Europa besuchen und nĂźtzt die Plattform zur Kommunikation ihres Engagements mit einem attraktiven Rahmenprogramm. So geniessen die GĂ¤ste nicht nur die Rennen von den besten PlĂ¤tzen, sondern haben auch die Chance die Reifen auf Schnee zu testen. Zwei Rennen sind speziell hervorzuheben, wo Pirelli eine verstĂ¤rkte BrandingPrĂ¤senz hat. 7. Februar, Super G, Damen, 19. Februar, Slalom, Herren. ÂŤDas neue FIS WM Engagement passt perfekt zu unserer Kommunikationsstrategie in der Schweiz und fĂśrdert unsere brand consideration im Winter enorm. Wir freuen uns sehr auf die WM in St. Moritz und hoffen, dass das Schweizer Team viele Medaillen holen wirdÂť, sagt Jermann zuversichtlich.
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Sportlich unterwegs: Die grosse Familie des Sci Club Airolo.
Der Winter steht vor der TĂźre â&#x20AC;&#x201C; sind Sie bereit? Mike von GrĂźnigen, zweifacher Skiweltmeister, empďŹ ehlt Skierâ&#x20AC;&#x2122;s Edge. ĹĄ 6WDUWHQVLHÄąWLQGHQ:LQWHULKUHU*HVXQGKHLW]XOLHEH ĹĄ 0HKU.RQGLWLRQ PHKU6SDVVDXIGHU3LVWH ĹĄ .HLQHVFKZLHULJH3LVWHPHKU ĹĄ 0LWQXU0LQXWHQ7UDLQLQJSUR7DJKHEHQVLHLKUH)LWQHVV XQG]XVĂ&#x2039;W]OLFKLKUH6NLWHFKQLNDXIHLQQHXHV/HYHO
Weitere Infos unter: www.skiersedge.ch
oben, v.l.n.r.: Michelle Gisin, Patrick KĂźng, Wendy Holdener unten, v.l.n.r.: Sandro Viletta, Gino Caviezel
Aktiv // Vorschau Klassiker
Mit heimischer Freestyle-Infrastruktur an die Weltspitze
Sacha Giger Disziplinenchef Snowboard
ie Trainings- und Wettkampf-Infrastruktur wird in den Freestyle-Disziplinen immer wichtiger. Diese sind nicht nur on-snow matchentscheidend, sondern auch off-snow. Viele der heutigen Topathleten im Snowboard und Freeski – gerade auch ausserhalb der traditionellen Schneesportregionen – kommen aus der häuﬁg urbanen Subkultur der Skateparks und anderen Freestyle-Anlagen. So hat sich zum Beispiel Iouri Podladtchikov in seinen ersten Jahren hauptsächlich im Skatepark aufgehalten, oder Andri Ragettli hat viel Zeit in der Freestyle Academy in Laax verbracht. Dies zeigt sich auch in anderen Nationen u.a. Belgien oder Grossbritannien, die es immer wieder schaffen, Nachwuchsathleten in anderen Sportarten abzuholen und sie erst dann in Kontakt mit Schnee zu bringen. Freestyle-Anlagen ermöglichen jungen Athleten den Zugang zu diesen Sportarten und ich sehe darin eine grosse Chance, noch mehr Kids für die Freestyle-Disziplinen zu begeistern. Schweizweit hat sich die Zahl der Skateparks und Pumptracks in den vergangen zehn Jahren vervielfacht und sie sind ein fester Bestandteil der Freizeitaktivität für Jugendliche geworden. Die Verantwortlichen der Snowboarder und Freeskier sind intensiv daran, ein Projekt für einen Landing Bag in der Schweiz voranzutreiben. Momentan existieren solche Sprunganlagen nur in Japan, Korea, den USA und der Slowakei. Ohne die richtigen Trainingsinfrastrukturen ist es heutzutage nicht mehr möglich, an der Weltspitze mitzufahren. Darum ist es sehr wichtig, dass die Athleten schon früh regelmässigen – möglichst regionalen – Zugang zu solchen Anlagen haben. In der Schweiz war es bis jetzt primär die Freestyle Academy in Laax, die speziﬁsche Trainingsmöglichkeiten im Freestyle Bereich öffentlich zugänglich machte. Im Dezember hat der Skills Park in Winterthur neu eröffnet, was zeigt, dass
SCHWEIZWEIT HAT SICH DIE ZAHL DER SKATEPARKS UND PUMPTRACKS IN DEN VERGANGEN ZEHN JAHREN VERVIELFACHT UND SIE SIND EIN FESTER BESTANDTEIL DER FREIZEITAKTIVITÄT FÜR JUGENDLICHE GEWORDEN.
solche Infrastrukturen auch kommerziell betrieben werden können. Die beiden Freestyle NLZ in Davos und Engelberg haben in den vergangenen Jahren ebenfalls erheblich Investitionen in Skaterampen, Trampolinanlagen, Airtracks usw. getätigt, um den Athleten gute koordinative/akrobatische Trainings zu ermöglichen. Warum sind solche Off-Snow-Anlagen denn nötig? Das Trickniveau kann in technisch-kompositorischen Sportarten, zu welchen Freestyle gehört, nicht über die Dauer und Intensität eines Trainings gesteuert werden, sondern über deren Quantität und Qualität. Sprich wie oft der Athlet einen Trick wie gut ausführen kann. Da das internationale Level in den letzten Jahren enorm gestiegen ist, müssen Tricks gezeigt werden, die einen langen und korrekten Aufbau erfordern. Um die Quantität hoch zu halten benötigen wir daher Anlagen, die nicht von Umwelteinﬂüssen wie gutem Wetter abhängig sind und auf denen wir die benötigten Wiederholungen trainieren können. Auch im Ski- und Snowboardcross ist es in der Saisonvorbereitung elementar, die richtige Infrastruktur zu haben. Starts beispielsweise können auf einer OffSnow-Anlage sehr gezielt trainiert werden. Auch onsnow ist es enorm wichtig, gute Partnerschaften mit Skiresorts zu haben, die gewillt sind, die hohen Kosten für den Bau eines Crosskurses auf sich zu nehmen. Mit der Lenk kann Swiss-Ski auf so einen Partner zählen: Sie bietet den Snowboard- und Skicross-Athleten einen guten Kurs und veranstaltet nationale sowie internationale Rennen. Für unsere Disziplinen ist es also wegweisend, in punkto Infrastruktur on- und off-snow weltweit zu den führenden Nationen zu gehören. Wir beﬁnden uns auf einem guten Weg; Ich denke da vor allem an die hervorragenden Angebote, die wir im Sommer in Saas-Fee und im Winter primär in Laax vorﬁnden.
ZUR JAHRESWENDE Es sind die Ski-Klassiker schlechthin: Die Springen der Vierschanzen-Tournee in zwei Alpenländern in der Altjahreswoche und an den Neujahrstagen sowie die Skirennen am Lauberhorn in Wengen und am Chuenisbärgli in Adelboden Anfang Januar. Noch nicht der typische «Clàsico» ist die Tour de Ski. Der 2006 gegründete internationale Langlaufwettkampf über die Neujahrstage ist aber nicht minder spektakulär. Wir beleuchten diese Wintersport-Highlights aus unterschiedlichen Perspektiven. JANUAR 2017
Aktiv // Alpiner Skiweltcup // Adelboden/Wengen
FIS WELTCUP ADELBODEN UND WENGEN 2017 DAS PROGRAMM
om 7. bis 15. Januar ﬁnden binnen neun Tagen fünf Wettkämpfe statt, von denen jeder für sich schon ein Superlativ verdient. Gegen 100 000 Zuschauer werden ins Berner Oberland strömen. Am Fernsehen wird quotenmässig die Millionen-Schallmauer regelmässig durchbrochen. Das Berner Oberland steht im Zentrum der Ski- und der Sportwelt. Fast nicht zu glauben, dass diese Rennen einst um ihren Stellenwert zu kämpfen hatten und selbst national nicht unbestritten waren. Nicht allen Regionen ﬁel es leicht, die vermeintliche Bevorzugung des Berner Oberlands zu akzeptieren. Man regte Rotationen an, selbst für die Lauberhorn-Abfahrt, bis übergeordnete Instanzen den Riegel schoben. Ein Klassiker schlechthin Auch Adelboden stand einige Zeit auf der Kippe. Mit einem administrativen Winkelzug, Adelboden UND Wengen als Veranstaltungseinheit zu deklarieren, blieb der damals etwas isolierte Riesenslalom letztlich im Kalender. Dafür wurde die schwer zugängliche Tschentenalp, wo früher – vor allem bei Schneearmut – regelmässig (Ersatz-)Rennen durchgeführt wurden, zur Tabu-Zone erklärt. Das Renommee des Chuenisbärgli als Klassiker schlechthin und attraktivster Riesenslalom-Hang im gesamten Weltcup ist seither in Stein gemeisselt.
165 Mal Wengen und Adelboden Nach langem Seilziehen erhielt dann Adelboden auch noch einen Slalom zugesprochen und damit ein komplettes VeranstaltungsWeekend. Fast gleichzeitig baute auch Wengen sein Programm aus und organisiert jeweils am Freitag noch eine Kombination, womit die verlängerte «Berner Oberländer Skiwoche» nun fünf Rennen umfasst. Nirgends werden in einer Region so viele Weltcuprennen organisiert. Individuell an der Spitze steht zwar Kitzbühel mit 162 Weltcup-Wertungen. Die Kombination bestand aber über Jahrzehnte nur aus einer Addition von Abfahrt und Slalom. Wengen und Adelboden kommen zusammengezählt auf 165 Wertungen. Dahinter folgt mit deutlichem Abstand Val d'Isère mit 95. FOTO: Z VG.
Was die Organisatoren von Adelboden und Wengen Anfang Januar auf den Schnee zaubern, sind nicht einfach Skirennen. Es sind – wie man aussergewöhnliche Ereignisse neudeutsch bezeichnet – «Events», und zwar Events, die mit ihrer Strahlkraft weit über die Grenzen einer Sportart hinaus leuchten.
Ein Selbstläufer für die Schweizer . . . Der Riesenslalom von Adelboden (mit der Rekordzahl von 44 Weltcuprennen dieser Diszi-
ADELBODEN Samstag, 7. Januar 2017 10.30 Uhr: 1. Lauf Riesenslalom Herren 13.30 Uhr: 2. Lauf Riesenslalom Herren
plin) lockt inzwischen ähnlich viele Zuschauer an wie die Lauberhorn-Abfahrt, die einen speziellen Status geniesst. Aber die Bewerbe in den technischen Disziplinen holen in der Publikumsgunst markant auf, was natürlich auch mit den Leistungen der Schweizer Athleten zu tun hat. Im Slalom zeigt der Trend deutlich nach oben, und auch im Riesenslalom geht es nach einer Delle wieder aufwärts. Die Abfahrer konnten den Heimvorteil bisher am besten ausnützen. Das Lauberhorn ist sogar jene Piste, wo die Schweizer so gut abschnitten wie sonst nirgends. Es konnte ihnen noch so schlecht gehen, dort wuchsen sie fast immer über sich hinaus. Mit Didier Défago (2009), Carlo Janka (2010), Beat Feuz (2012) und Patrick Küng (2014) stellten sie in den letzten acht Jahren viermal den Sieger. Und als es, wie im vorletzten Jahr, nicht zum Sieg reichte und Hannes Reichelt ihnen diesen wegschnappte, klassierten sich gleich sieben in den ersten Zwölf – mit Feuz und Janka als Zweitem und Drittem.
Sonntag, 8. Januar 2017 10.30 Uhr: 1. Lauf Slalom Herren 13.30 Uhr: 2. Lauf Slalom Herren INTERNATIONALE LAUBERHORNRENNEN Freitag, 13. Januar 2017 10.30 Uhr: Abfahrt Alpine Kombination 14.00 Uhr: Slalom Alpine Kombination (1 Lauf) Samstag, 14. Januar 2017 12.30 Uhr: Lauberhorn-Abfahrt Sonntag, 15. Januar 2017 10.30 Uhr: Slalom 1. Lauf 13.30 Uhr: Slalom 2. Lauf
INFOS www.weltcup-adelboden.ch www.lauberhorn.ch
Trotzdem kein Selbstläufer Ein Selbstläufer ist die Abfahrt gleichwohl nicht. Das musste selbst einer wie Didier Cuche erfahren. Während er in Kitzbühel Rennen um Rennen gewann und Rekordhalter ist mit fünf Erfolgen, blieb ihm dieser in Wengen vergönnt. Dreimal musste er sich mit dem zweiten Platz begnügen. Berthod beendete Negativ-Serie Dafür steht Cuche in der Siegerliste des Riesenslaloms von Adelboden, wo in den letzten 20 Jahren sonst nur noch Marc Berthod gewann. Mike von Grünigen, Sieger 1996, erlebte im Heimrennen ein ähnliches Phänomen wie Cuche in Wengen. Viermal wurde er Zweiter. Marc Berthod ist auch der einzige, der einen der bisher 14 Slalom von Adelboden für sich zu entscheiden vermochte. 2007 gewann er das denkwürdige Rennen mit der Startnummer 60 und beendete damit eine sieglose Zeit des Männerteams von über 1000 Tagen. In Wengen liegt der letzte Schweizer SlalomSieg noch weiter zurück: 1987 (!) siegte Joël Gaspoz. Seither schafften es nur noch Paul Accola und zweimal Mike von Grünigen aufs Podest. Dagegen stehen die Schweizer in der alpinen Kombination seit deren Einführung 2005 mit zwei Siegen (beide Male Carlo Janka) und zwölf Podestplätzen zu Buche. JANUAR 2017
Aktiv // Langlauf // Tour-de-Ski-Auftakt
Dario Cologna motiviert Er ist das sportliche Aushängeschild des Val Müstair, Dario Cologna, der dreifache Olympiasieger und Tour-de-Ski-Gesamterste, der zusammen mit seinem Bruder Gianluca im Tal aufgewachsen ist. «Das gefällt mir sehr gut», sagt er zum Auftakt des Langlauf-Etappenrennens in seiner Heimat. «Es ist eine grosse Motivation für mich, um möglichst gut in die Tour de Ski zu starten. Die vielen bekannten Zuschauer an der Strecke sind mir vom letzten Tourstopp im Val Müstair noch in bester Erinnerung.» Der 30-Jährige betont auch die grosse Bedeutung dieses Grossanlasses für das Tal: «Es ist eine einmalige Gelegenheit für das Val Müstair sich einem breiten Publikum zu zeigen», so der Schweizer Teamleader. «Für den Tourismus ist das in einer nicht einfachen Zeit ein absolutes Plus. Darum gilt es aus diesem Event den grösstmöglichen Nutzen für das Tal herauszuholen.»
ereits zum dritten Mal gastiert die Tour de Ski im Val Müstair. Neu ist, dass die gleichnamige Gemeinde von der FIS zum Startort auserkoren wurde und dass neben dem Sprint auch noch ein Distanzwettbewerb stattﬁndet. «Das Budget von rund 1,4 Millionen Franken in unserer Region zusammen zu bringen, war eine der grossen Herausforderungen», sagt dazu OK-Generalsekretär Claudio Daguati. «Aber wir sind im Endspurt, und es ist eine sehr gute Sache, dass wir neben den vier FIS-Sponsoren auch die BKW als Eventhauptsponsor im Boot haben», so Daguati.
Etwas über 1500 Einwohner hat das südlich des Ofenpass gelegene Val Müstair, das an das italienische Vinschgau grenzt. Gleich hoch ist die Anzahl Betten, die das OK für den Auftakt der 11. Tour de Ski bereitstellen muss. Eine grosse Herausforderung für das Tal. Sie beginnt an Silvester und Neujahr mit einem SkatingSprint und einem Klassisch-Massenstart-Rennen.
Armee und Zivilschutz Neben den Finanzen sei die Bereitstellung der rund 1500 Betten für den Tour-Tross eine weitere grosse Aufgabe, «zumal diese Betten im Umkreis von 30 Minuten Fahrzeit sein müssen und wir Hauptsaison haben.» Keine Probleme bereitete die Rekrutierung der rund 350 freiwilligen Helfer, der Voluntari, «und froh sind wir auch über die Mithilfe der Armee und der Zivilschutzangehörigen». Ende Oktober haben zwölf Durchdiener des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverbandes während zehn Tagen zwei Stahlträgerbrücken eingebaut. Bis zum Ab- und Rückbau Ende April, werden Armeeangehörige für die Unterstützung dieses Anlasses insgesamt 489 Diensttage geleistet haben. Aufwändiger geworden sei auch die Schneeproduktion, so Daguati, «da wir jetzt zusätzlich ein Distanzrennen und damit eine längere Strecke haben».
Val Müstair ist innovativ Was sagt dazu der Schweizer Langlaufchef Hippolyt Kempf, der am Bundesamt für Sport in Magglingen als Sportökonom das Ressort Sport und Gesellschaft leitet: «Die Bilder der ersten Durchführung – der Langlaufsprint in der Winternacht von Müstair – begeisterte die Fernsehzuschauer weltweit. Auf einen Schlag hatte sich das Val Müstair einen Platz im Veranstaltungskalender der FIS gesichert», schwärmt Kempf. Beim zweiten Wettkampf wurde die Langlaufwelt mit Sprüngen und Steilwandkurven und Wellen im Zielbereich überrascht, Müstair zeigte sich innovativ. Jetzt steht das Tal erstmals auch mit einem Distanzrennen auf der Agenda. «Das Val Müstair zeigt, dass es gewillt ist, eine echte Langlaufdestination zu werden», lobt Kempf, der weitgereiste Olympiasieger in der Nordischen Kombination. Für die Zukunft, – so Kempf als Sportökonom –, werde es für das Tal zunächst eine Herausforderung bleiben, die Bekanntheit und das Image in Logiernächte, touristische Dienstleistungen und eine ganzjährig hohe Auslastung umzusetzen. «Obwohl der Langlauf eine naturverbundene Sportart ist und die angesprochenen Zielgruppen gut zum Val Müstair passen, ist sehr viel Knochenarbeit damit verbunden, das bestehende Angebot aufzufrischen, und nachhaltig zu modernisieren. Ich bin sehr optimistisch, dass die Leute diesen Schritt schaffen werden.» Wunder für diesen Mega-Event im Tal bewirken in diesem Kontext Dario und Gianluca Cologna, betont dazu Kempf. «Dario und Gianluca schüren heute die Begeisterung im Tal, sichern Helfer und Ressourcen für den Organisator weit über den Talboden hinaus.» Aber nur mit einer guten Nachwuchsabteilung im Skiclub und vielleicht einem potentiellen Nach-
folger oder einer Nachfolgerin der beiden, werde die Begeisterung auch in 15 Jahren noch so gross sein. Podestplatz als Ziel Hippolyt Kempf ist überzeugt, dass sich die Schweizer Mannschaft im Val Müstair kompakt präsentieren werde. «Zuletzt hatten wir in der Lenzerheide viele Athletinnen und Athleten in den Punkten, nur das Podest fehlte.» Er glaubt, dass Dario Cologna nach dem eher unglücklichen Ausscheiden im Vorjahr stark in Erscheinung treten werde. Und was sagt der dreifache Olympiasieger selber: «Wenn die Form stimmt, passt das Format der Tour de Ski gut zu mir und alles ist möglich.» Bei den Sprintern denkt Kempf an Laurien van de Graaf oder Jovian Hediger, die einen Schritt Richtung Podest machen könnten. Nicht ausser Acht lassen darf man die Saanenländerin Nathalie von Siebenthal. «Dieses Jahr sind die Weltmeisterschaften in Lahti für mich wichtiger als die Tour de Ski, meine Saisonplanung ist auf Lahti ausgerichtet. Aber mein Ziel ist, die Tour de Ski mindestens so gut abzuschliessen wie im letzten Jahr, das heisst in die Top Ten zu laufen.» K U RT HE N AU E R
TOUR DE SKI 2017 DAS PROGRAMM VAL MUSTAIR (SUI) 31. Dezember 2016/1. Januar 2017 Sprint F / 10 km C, Damen Sprint F / 15 km C, Herren OBERSTDORF (GER) 3. /4. Januar 2017 Skiathlon / 110 km F, Damen Skiathlon / 115 km F, Herren TOBLACH (ITA) 6. Januar 2017 Sprint F, Damen und Herren VAL DI FIEMME (ITA) 7. /8. Januar 2017 10 km C2 / 9 km F1, Damen 15 km C2 / 9 km F1, Herren 1
Verfolgung 2Massenstart
INFOS www.tour-de-ski.ch www.tour-de-ski.info www.nordicarena-toblach.it www.visitﬁemme.it
Aktiv // Skispringen // Vierschanzen-Tournee 2017
s war einmal . . . » So beginnen die grossen Geschichten und Märchen. Die Vierschanzen-Tournee ist eine grosse Geschichte. Noch mehr: Sie ist zu einem Mythos geworden. 1952 trafen sich sechs Skisprungfreunde in geselliger Runde. Männer aus Garmisch-Partenkirchen, Bischofshofen und Innsbruck. Nun fehlte noch der vierte Partner, derjenige aus Oberstdorf. Der Skiclub aus dem Allgäu kam später hinzu. Das Neujahrsspringen 1953 in Garmisch-Partenkirchen ist der Anfang dieses Wintermärchens, das sich diesen Winter zum 65. Mal jährt. Von der Fritz-Konzert-Strasse in Innsbruck zeigt sich in Richtung Süden die Schanze von ihrer majestätischen Seite. Hier am Fusse des Bergisel führt Franz Pﬁster seit 1982 das Hotel «Zillertal». Ein hübsches Drei-Sterne-GarniHotel mit 22 Zimmern und acht Appartements. Sein Haus ist zwischen Anfang Jahr und den drei bis vier folgenden Tagen immer ausgebucht. «Die Fans aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz bleiben meist drei Nächte hier, geniessen die Springen, feiern Party und fahren auch nach Garmisch zum Neujahrsspringen.» «Immer parat sein» Franz Pﬁster spricht gerne mit seinen Gästen, gibt Tipps. Zum Beispiel jenen, dass sich schon alleine die Bahnfahrt von Innsbruck nach Garmisch lohnt. «Das Neujahrsspringen ist das Sahnehäubchen», schmunzelt er. Die Vierschanzen-Tournee ist für den gebürtigen Zillertaler mehr als nur ein Schmankerl. «Die Tournee ist das Wimbledon der Skispringer. Wer die Tournee gewinnt ist der Hero.» Nach Weihnachten geht es in Oberstdorf los, dann folgt Garmisch zum Neujahrstag, Innsbruck drei Tage später und am Drei-Königs-Tag kommt es zum Showdown in Bischofshofen – zur Erkürung des Hero. Berni Schödler, Cheftrainer der Schweizer Skispringer, erinnert sich an seine erste Tournee als Co-Trainer in der Saison 1997/98. «Tag für Tag neue Gesichter, neue Umgebung, spürbare Euphorie und Begeisterung in der Zuschauermenge», schwärmt Schödler, seit 2010 Chef Skisprung. Noch mehr. «Du musst immer parat sein, den Fokus auf den unmittelbaren Sprung und dann bereits auf den nächsten Austragungsort haben. Das ist eine echte Herausforderung für jeden Springer».
Für den Innsbrucker Hotelier Franz Pﬁster ist die Vierschanzen-Tournee das Wimbledon des Skispringens – für Tournee-OK-Präsident Michael Maurer einfach ein «einzigartiger Anlass in einem genialen Zeitraum». Diese magische Anziehungskraft beschreiben auch der frühere Skisprungchef Gary Furrer oder der aktuelle Cheftrainer Berni Schödler. Wir sind den Spuren dieses Mythos nachgegangen.
Ein Club – ein Stolz Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck, Bischofshofen. Die Reihenfolge dieser deutsch-österreichischen Tournee ist Programm und auch geographisch nachvollziehbar. Vom Allgäu in das bayerische Alpenland, dann ins Tirol nach Innsbruck und zuletzt in die Steiermark nach Bischofshofen. Der Garmischer Michael Maurer ist seit zehn Jahren Präsident des Skiclubs
Partenkirchen und damit auch OK-Präsident des Neujahrspringen. Dieses Amt wird im Rotationsprinzip unter den OK-Präsidenten der vier Austragungsorte vergeben. Wir sitzen mit dem 45-jährigen im Partenkirchener SkiclubHaus, das unmittelbar bei der Schanze steht. Da hängt in der gemütlichen Stube mit Kachelofen das Bild mit den «Begründern der Deutsch-Österreichischen Springertournee». Die Ahnengalerie zeigt aber auch der aktuellen Welt bekannte Namen wie Maria Riesch oder Felix Neureuther. «Schon der Christian Neureuther ist für die Partenkirchener gestartet», sagt Maurer stolz. In Garmisch begann alles Wieder zeigt Michael Maurer auf die Bildergalerie. «In den 60-er Jahren fanden im Stadion Biathlon-Patrouillen-Wettkämpfe statt.» Leider habe man damals bei diesem eher militärischen Wettkampf nicht geahnt, dass Biathlon dereinst zu einem Hype werden könnte. Mit dem Neujahrsskispringen ist Garmisch-Partenkirchen aber gut bedient. Hier wurde die Vierschanzen-Tournee 1953 einst eröffnet – mit Athleten aus sechs Nationen, auch aus der Schweiz, und 20 000 begeisterten Zuschauern. Bis zu 25 Fernsehstationen werden zum Auftakt von 2017 die Tournee in alle Welt ausstrahlen. «Die Vermarkterin Infront Austria hat bis 2018 alle Sponsoringpakete unter Dach und Fach», sagt Maurer. Für die lokale Organisation ist laut Christian Maurer, halbamtlicher Geschäftsführer des Skiclubs, ein Budget von 600 000 bis 700 000 Euro erforderlich – und etwa 200 freiwillige Helfer. Die zu ﬁnden sei kaum ein Problem, so Maurer. Was unter dem Strich vom Neujahrsspringen übrig bleibt, ﬂiesst in die Clubkasse und weiter in die Nachwuchsförderung. Im Gegensatz zum Skiclub Garmisch setzen die Partenkirchener auf alle grossen Disziplinen. In der früher zweigeteilten Stadt wird Fussball gespielt, Eishockey, es wird um Sieg geschwommen oder Rad gefahren. Trotzdem ist rund jeder achte Einwohner in einem der beiden Skiclubs vertreten (1900 Partenkirchen, 1500 Garmisch). Erstaunlich! Gutes Pﬂaster für die Schweizer Wir erinnern uns an Franz Pﬁster. Wer hier gewinnt ist ein Hero. Simon Ammann hat 2010 fast den «Grand Slam» der Skispringer gewonnen. Gefehlt hat nur die Vierschanzen-Tournee. Hier gewann er 2011 das Springen «und hält seit 2010 immer noch den Schanzenrekord von 143,5 Meter», ergänzt OK-Chef Michael Maurer. Der damalige Teamkollege Andreas Küttel siegte 2007 auf der neu renovierten Schanze. Gary Furrer favorisiert für die Schweizer klar Garmisch. «Das ist unsere Schanze», schmunzelt er. Wo liegt das Geheimnis? «Die Besonderheit bei uns sind die Windverhältnisse. Im zweiten Durchgang kommt Wind auf
und wenn der Gegenhang mit wenig Schnee bedeckt ist herrscht eine ganz spezielle Thermik und erfordert taktisches Geschick», erklärt Michael Maurer. Oberstdorf brachte Ammann 2008 und 2013 mit dem Tagessieg Glück. Walter Steiner war zuvor 1977 der bisher letzte Sieger – in Bischofshofen. Jede Schanze habe ihre Eigenart. Ein guter Mix, ﬁndet Maurer. Wo der Stern von Simon A. aufging OK-Präsident Michael Maurer verhält sich diplomatisch was den Favoritenkreis anbelangt. «Die Deutschen sind immer stark und haben diese Saison ein besonders starkes Team. Die Slowenen beeindrucken mich sehr. Die Schweizer und die Österreicher darf man sowieso nie unterschätzen». Gary Furrer, der heutige Chef Breitensport von Swiss-Ski, kommt – auf die Tour angesprochen – ins Schwärmen. «Ich war erst ein Jahr im Amt, sah ich den Stern von Simon Ammann aufgehen. In Oberstorf, als er Ende Dezember überraschend Dritter wurde. Drei Monate vor seinem Olympia-Doppelsieg, notabene.» JO SE PH W E IB E L
SCHANZEN-STECKBRIEFE OBERSTDORF Letzter Bau: 2003, erste Schanze: 1946 Anlauf: 108 m, kritischer Punkt: 137 m Konstruktionspunkt: 120 m, Zuschauer: 27 000 Schanzenrekord: 143,5 m, Sigurd Pettersen (NOR) GARMISCH-PARTENKIRCHEN Letzter Bau: 2007, erste Schanze: 1921 Anlauf: 103,5 m, kritischer Punkt: 140 m Konstruktionspunkt: 125 m, Zuschauer: 35 000 Schanzenrekord: 143,5 m, Simon Ammann (SUI) INNSBRUCK Letzter Bau: 2004, erste Schanze: 1941 Anlauf: 90,7 m, kritischer Punkt: 130 m, Konstruktionspunkt: 120 m, Zuschauer: 26 000, Schanzenrekord: 138 m, Michael Hayböck (AUT) BISCHOFSHOFEN Letzter Bau: 2004, erste Schanze: 1941 Anlauf: 90 m, kritischer Punkt: 140 m, Konstruktionspunkt: 125 m, Zuschauer: 35 000, Schanzenrekord: 143 m, Daiki Ito (JPN)
ZUR TOURNEE SCHWEIZER ERFOLGE 1977: Walter Steiner, Tagessieg in Bischofshofen 2008/13: Simon Ammann, Tagessiege in Oberstdorf 2007/11: Tagessiege von Andreas Küttel und Simon Ammann in Garmisch 2010: Simon Ammann, Schanzenrekord in Garmisch DIE SIEGER 2016 Tourneesieg: Peter Prevc (CZE) Oberstdorf: Severin Freund (DE) Garmisch: Peter Prevc (CZE) Innsbruck: Peter Prevc (CZE) Bischofshofen: Peter Prevc (CZE) Alles zur Tournee: www.vierschanzentournee.com
Schnell, fesselnd und legendär... ...aber auch stimmungsvoll, authentisch und zukunftsweisend – so präsentieren sich die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in St.Moritz. Raiffeisen ist «Official Sponsor» und als Mitglied proﬁtieren Sie von attraktiven Ticketangeboten und Fanpackages. Besuchen Sie die Ski-WM und erleben Sie vor Ort die atemberaubende Rennatmosphäre! 42
So was hat der Ski-Zirkus noch nicht gesehen
gelĂ¤nde Salastrains. Warum gerade eine Schneebar? An der letzten WM 2003 gab es ein Zelt-DĂśrďŹ&#x201A;i, aber nichts Extravagantes. Deshalb kam ich auf die Idee einer Schneebar. Das gab es im Weltcup-Zirkus bisher noch nicht. Wenn es richtig hudelt, gibt es fĂźr viele Personen Schutz in drei Iglus mit 5 Meter Durchmesser. Bei Schlechtwetter ziehen wir zudem SegeltuchdĂ¤cher auf. Wir hoffen natĂźrlich auf viele Sonnenstunden.
auch Kunstschnee fĂźr den ganzen Bau einsetzen. Durch die Sonneinstrahlungen muss die Schneebar regelmĂ¤ssig renoviert werden. Wer baut sie? Die bei Schneebauten seit Jahren fĂźhrende St.Galler Fima Sculptura. Sie hat beispielsweise den Iglubau revolutioniert. Was hĂ¤tten Sie nebst der Schneebar gerne noch realisiert? Wir wollten heimelige Holzchalets im Zielbereich platzieren. Wir hĂ¤tten diese sogar selber ďŹ nanziert und betrieben. Die Ideen waren da, doch das OK hatte andere Vorstellungen, was wir durchaus verstehen. Die Schneebar war Ăźbrigens auch kein SelbstlĂ¤ufer, wir mussten dafĂźr kĂ¤mpfen. Der Test an der Weltcupveranstaltung 2016 hat das OK dann zum GlĂźck Ăźberzeugt.
Und das Spezielle an der Bar ist auch, dass Raiffeisen-Mitarbeiter hinter der Theke stehen. Genau. Wir haben 90 bis 100 Leute im Einsatz, 90% sind Raiffeisen-Mitarbeitende, die dafĂźr das EinverstĂ¤ndnis des Vorgesetzten benĂśtigten. Dieser Job lĂ¤sst sie aus dem BĂźroalltag ausbrechen.
Manchmal braucht es etwas Mut, Vertrauen und Weitsicht, um etwas augenfĂ¤llig Spezielles bei einem Grossanlass entstehen zu lassen. Vor zwei Jahren hatte Markus Rutz (43), Projektleiter Schneesport bei Raiffeisen Schweiz, eine Idee zur Inszenierung von Raiffeisen bei der Ski-WM in St.Moritz. Auf gut GlĂźck buchte er lange vor dem Anlass gut zwei Dutzend Hotelzimmer und eine Ferienwohnung fĂźr den Staff von Raiffeisen und fĂźr mĂśgliche GĂ¤ste. Das pikante, aber nicht unbedeutende Detail dabei: Raiffeisen hatte noch gar
Name: Funktion: Alter: Privat: Freizeit:
Markus Rutz Projektleiter Schneesport bei Raiffeisen Schweiz 43 verheiratet, zwei Kinder (6 und 8 Jahre) Ski, Fussball, Eishockey
keinen Vertrag mit dem Organisationskomitee der Winterspiele! Die Erleichterung folgte wenig spĂ¤ter, als eintrat, worauf Markus Rutz spekuliert und gehofft hatte: Der Vertrag mit St.Moritz war deďŹ nitiv zustande gekommen. Raiffeisen konnte die Ski-WM 2015 in Vail und die Ski-WM 2017 gleich im Doppelpack buchen. Das war der Startschuss fĂźr die Entwicklung weiterer Ideen im Eventbereich. Was gilt es im Vorfeld einer Ski-Weltmeisterschaft fĂźr einen Vertreter eines Hauptsponsors alles zu regeln? Der Vertrag mit der European Broadcasting Union (EBU) gibt die Basis vor. Bei der EBU kĂśnnen wir Leistungen einkaufen wie Bandenpakete im Start-/ Zielbereich. Es galt, Verhandlungen zu fĂźhren, die WerbeprĂ¤senz fĂźr die Raiffeisenbanken zu sichern, HospitalityPackages fĂźr Banken zu schnĂźren, Angebote fĂźr Mitglieder zu schaffen und Ideen fĂźr die PrĂ¤senz von Raiffeisen an der WM St.Moritz zu entwickeln. Nicht zu unterschĂ¤tzen ist die Vorarbeit der Organisation der UnterkĂźnfte, der VerpďŹ&#x201A;egung, der Bekleidung oder die optimale Zuteilung der Arbeiten fĂźr die Mitarbeitenden von Raiffeisen, die vor, wĂ¤hrend und nach der WM ihren Einsatz leisten werden. PrĂ¤senz markieren Sie mit der 40 Meter langen Raiffeisen-Schneebar im Ziel-
Was wĂ¤re ein Horror-Szenario? Ein milder Winter wie bei der WM 1995 in Sierra Nevada, die deswegen abgesagt werden musste. Das ist zwar fĂźr die Ferienregion Engadin hoffentlich nicht realistisch. Schlimm wĂ¤re auch wenig Zuschauer und damit wenig Stimmung. St.Moritz geniesst nicht gerade den Ruf, ein gĂźnstiges PďŹ&#x201A;aster zu sein. Es geht auch gĂźnstig. TagesgĂ¤ste haben eine breite Palette an Eintrittstickets zur Auswahl, die mit dem Raiffeisenangebot ab 20 Franken beginnt. DafĂźr bekommen Sie attraktive StehplĂ¤tze mitten im ZielgelĂ¤nde, dort ÂŤwo die Post abgehtÂť.
Das tĂśnt nach Knochenarbeit. Wie schwierig war es, die eigenen Raiffeisen-Leute zum Mitmachen zu animieren? Ich hĂ¤tte gut und gern 150 Personen anstellen kĂśnnen, auch wenn dies alles andere als ein leichter Job ist. Du stehst um 6 Uhr auf, um 8 Uhr ist die Bar offen, um 16 Uhr musst du sie schliessen. Dann aufrĂ¤umen, Bar wetterfest machen. Wenn alles rund lĂ¤uft, bist du um 18 Uhr im Hotel. Nicht zu unterschĂ¤tzen ist die KĂ¤lte im Engadin, unsere Schneebar ist jedem Wetter ausgesetzt, der Mitarbeitende muss zĂ¤h und ďŹ&#x201A;exibel sein und muss sich den Gegebenheiten anpassen. Aber das ist doch genau das Reizvolle, einmal den BĂźroalltag verlassen zu kĂśnnen und neue Power in einem anderen Umfeld zu tanken. Woher stammt der Schnee fĂźr den Bau der Bar? SelbstverstĂ¤ndlich hoffen wir auf viel Naturschnee. Aber Kunstschnee ist kompakter und resistenter, so werden wir
Ein persĂśnlicher Tipp von Ihnen? Mit dem Auto nach Thusis oder Landquart fahren und dort auf die Bahn (RhB) umsteigen und bequem ins Engadin reisen. Und die Fanpackages fĂźr Mitglieder von Raiffeisenbanken, welche online auf welovesnow.ch buchbar sind. Was machen Sie persĂśnlich an der WM? Einiges. So die Gesamtkoordination und Kontrolle, ob wir die vertraglich zugesagte TV-PrĂ¤senz tatsĂ¤chlich bekommen. Weiters habe ich EinsĂ¤tze an der Schneebar und im Hospitality-Bereich. Zudem ,Ă˝!#!ĆŤ%$ĆŤ!%*!*ĆŤ.+1(!/$++0%*#ÄĄ++(ĆŤ fĂźr den Fall, dass Personen kurzfristig ausfallen. Jeden morgen frĂźh ďŹ ndet das Team-BrieďŹ ng statt, bei welchem die Tagessituation beurteilt wird. FOTOS: ZVG.
Markus Rutz sorgt an der Ski-WM im Februar in St.Moritz fĂźr eine optimale PrĂ¤senz der Marke und des Sponsors Raiffeisen. Auf seine Eingebung hin entsteht im ZielgelĂ¤nde eine Raiffeisen-Schneebar, wie sie der Skizirkus bisher noch nicht gesehen hat.
Was darf man als Gast an der Schneebar erwarten? Eine breite Auswahl an GetrĂ¤nken wie zum Beispiel Bier, GlĂźhwein, Zwetschgenluz, Punsch mit und ohne Schuss, CĂźpli etc. Als VerpďŹ&#x201A;egung empfehle ich den Verzehr einer ÂŤPuolpetta EngiadinaisaÂť (Hamburger) des Unterengadiner Metzgers Reto Zanetti mit Fladenbrot vom Oberengadiner BĂ¤cker Didier Grond in Sils. Vor Ort kĂśnnen zudem alle Interessierte an einem Wettbewerb mit attraktiven Preisen wie Ferien im Engadin teilnehmen.
Und zum Skifahren kommen Sie auch? Ich hoffe schon, dass ich ab und zu einen Schwung machen kann. Interview: Pius SchĂ¤rli
Woche 1: 7. bis 12. Februar 2017
Ski WM in digitalen KanĂ¤len:
Woche 2: 13. bis 19. Februar 2017 Montag:
Nationen-Team Event
www.stmoritz2017.ch www.facebook.com/stmoritz2017 Social Wall: #stmoritz2017 Hintergrundberichte und exklusive Storys auf welovesnow.ch Tipp! Anreise nach St.Moritz mit den Ăśffentlichen Verkehrsmitteln von SBB und RhĂ¤tische Bahn RhB: bequem und stressfrei!
Donnerstag: Riesenslalom Damen
Zugsverbindungen ab Landquart (Vereina-Linie) oder Chur/Thusis (Albula-Linie).
Infos unter www.rhb.ch
Ă&#x153;bernachtungsmĂśglichkeiten: www.engadin.stmoritz.ch
% 0 5 A RAB TT Mitglieder proďŹ tieren. Eintritte Ä&#x2018;ĆŤ0!$,(06ĆŤ%)ĆŤ%!(!.!%$ Ä&#x2018;ĆŤĆŤĆŤÄ&#x201A;Ä&#x20AC;Ä&#x2039;Ä˘ĆŤ/000ĆŤĆŤÄ&#x2026;Ä&#x20AC;Ä&#x2039;Ä˘ Eventpackage ab CHF 38.â&#x20AC;&#x201C; Ä&#x2018;ĆŤ0!$,(06ĆŤ%)ĆŤ%!(!.!%$ Ä&#x2018;ĆŤ*ÄĄ Ă&#x2DC;06! Ä&#x2018;ĆŤ!.,Ă˝!#1*#ĆŤÄ¨Ä ĆŤ!0.A*'ĆŤĹ?ĆŤÄ ĆŤ)1.#!.ĆŤ ÂŤPuolpetta engiadinaisaÂť) Ä&#x2018;ĆŤÄ ĆŤ(Ă&#x2DC;$3!%*ĆŤ%*ĆŤ !.ĆŤ*6+*!ĆŤ St.Moritz-Dorf
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Advertorial // Biathlon Arena / TechnoAlpin / Trilux
VOLL TREFFER Die Biathlon Arena na Lenzerheide in Lantsch/Lenz hat mit der Snowfactory-Anlage age und dem Nordic House alle e notwendigen Infrastrukturmassnahmen snahmen realisiert, um zukünftig ig auch bei der Vergabe von Weltcuprennen ltcuprennen und Weltmeisterschaften ften mitmischen zu können.
Der Biathlon-Sport, diese geniale Kombination aus kräftezehrendem Skilanglauf und präzisem Schiessen, bekommt mit der Biathlon Arena Lenzerheide ein Trainingsund Wettkampfzentrum, das in seiner Art einmalig ist. Es ist die erste und einzige, ﬁx installierte Anlage in der Schweiz auf internationalem Niveau, die zudem fast ausschliesslich von privaten Geldern ﬁnanziert wird. Unabhängig von der Jahreszeit kann in Lantsch/Lenz trainiert werden: Im Sommer auf Rollski, ab dem Herbst dank Snowfactory bereits auf Schnee. Vielfalt wird hier grossgeschrieben. Nicht nur die professionellen Biathleten proﬁtieren von einer erstklassigen Anlage, die Arena steht auch Hobbysportlern offen. Egal ob für die Saisonvorbereitung auf den Weltcupwinter oder Teambildungs-Events in Unternehmen – in der Biathlon Arena Lenzerheide gibt es für jedes Niveau und jeden Anlass Möglichkeiten. Grosser Heimvorteil In der Schweiz sind die Trainingsmöglichkeiten auf Schnee begrenzt – deswegen sind die Biathleten in den letzten Jahren regelmässig den langen Weg in den Nor-
den gereist, um während der Saisonvorbereitung auf dem kalten Weiss trainieren zu können. Doch gibt es auch dort wortwörtliche Schattenseiten: In dieser Jahreszeit wird es spät hell und früh dunkel, zudem kann es sehr kalt werden. Nebst der Saisonvorbereitung fanden auch gleich die ersten Weltcuprennen im Norden statt – was bedeutete, dass die Biathleten für längere Zeit im dunklen Norden blieben. Selina Gasparin spricht den Schweizer Biathleten aus der Seele, wenn sie sagt: «Ich glaube, wir sind alle froh, dass wir in diesem Jahr für die Vorbereitung nicht in den Norden müssen. Wir waren normalerweise sieben oder acht Wochen am Stück unterwegs. In dieser Jahreszeit ist es in Skandinavien sehr früh dunkel und hat kaum Sonne, das schlägt nach einigen Wochen schon aufs Gemüt.» Durch die Biathlon Arena Lenzerheide ändert sich das nun. Fast die gesamte Vorbereitung ﬁndet in der Schweiz – u.a. in Andermatt/Realp – statt und die Trainings können bei mehr Tageslicht und milderen Temperaturen durchgeführt werden. Der Flug in den Norden wird erst kurz vor dem ersten Wettkampf in Angriff genommen;
NEUER STÜTZPUNKT PUNKT FÜR DIE BIATHLON-SZENE H LON -SZENE
WIE FUNKTIONIERT SNOWFACTORY?
Im Herbst bereits auf Schnee trainieren, wie geht das? Dank Snowfactory ist das Erzeugen von technischem Schnee schon bei Plusgraden im Herbst möglich. TechnoAlpin, der neue Beschneiungspartner von Swiss-Ski, hat durch modernste Technik und fundiertes Knowhow die Snowfactory-Anlage entwickelt und auf die Lenzerheide gebracht. Bei diesem Schnee-Erzeuger wird mit einer fortschrittlichen und erprobten Kühltechnik das Wasser in einem effizienten Wärmeaustauscher bis zum Gefrierpunkt gekühlt. Das Wasser gefriert durch die erzeugte Kälte, ohne chemische Zusätze. Die eingesetzten Kältemittel bleiben in einem geschlossenen Kreislauf und gelangen nicht auf die Piste. So kann die Snowfactory Schnee bei jeglichen
TRILUX BELEUCHTUNGEN FÜR JEDE NUTZUNG
Temperaturen herstellen. Erzeugt wird kein Schnee im eigentlichen Sinn, sondern kleine trockene Eisblättchen, die zu 100% gefroren sind. Die Snowfactory ist also die einzige Anlage deren Endprodukt keine Restfeuchte enthält. Durch die Bearbeitung mittels Pistenbully wird mühelos die Qualität von Firnschnee erreicht. Für die Installation der Snowfactory sind keine aufwändigen Bauarbeiten oder Installationen nötig. Die Beschneiungsanlage kommt betriebsbereit im Container zum jeweiligen Einsatzort. Nach dem Anschluss an Strom und Wasser kann Schnee rund um die Uhr erzeugt werden – unabhängig von den äusseren Verhältnissen oder von der Wassertemperatur vor Ort.
Als Technikpartner für professionelle Beleuchtung hat Trilux das Projekt Nordic House unterstützt. Die grösste Herausforderung lag in der Nutzung ausserhalb der Saison sowie der Multifunktionalität des Gebäudes. Damit Räume zum Beispiel als Schlaf- und Seminarräume gebraucht werden können, müssen verschiedene Komponenten abgestimmt werden – unter anderem das Licht. Mit Partner Trilux und dessen vielseitigem Angebot sind die Räume nun so beleuchtet, dass nebst der Grundbeleuchtung auch indirektes Licht dazu geschaltet werden kann. Dadurch entsteht eine völlig andere Atmosphäre und macht Räume für unterschiedlichste Zwecke nutzbar. «Generell ging es darum das passende Licht zu ﬁnden für die jeweilige Funktion der Räume. Mit Attributen wie Effizienz und Ausdauer verfügen die Leuchten von Trilux schon beinahe über sportliche Tugenden», so Innenarchitekt Thomas Sontheimer.
Die Biathlon Arena Lenzerheide im Video: http://bit.ly/snowfactory
das bedeutet für die Biathleten mehr Zeit in ihrem gewohnten Umfeld und im Kreis der Familie. «Wir konnten uns gezielt vorbereiten. Auch die vielen Möglichkeiten neben dem Komplextraining auf Schnee, beispielsweise der Kraftraum oder die Sporthalle bieten uns viel Raum für abwechslungsreiches und gutes Training», zeigt sich Armin Auchentaller, Cheftrainer der Frauen, zufrieden. Auch Lena Häcki sieht in der Biathlon Arena Lenzerheide grosse Vorteile. Für die Loipe hat sie viele lobende Worte übrig: «Für mich ist es ziemlich ähnlich wie im Winter. Es sind schon im Herbst sehr gute Bedingungen in Anbetracht der noch warmen Temperaturen. Der Schnee bleibt den ganzen Tag über relativ hart». Dadurch, dass die Athleten in der Schweiz trainieren, können sie mit dem Auto oder sogar mit dem Zug anreisen, und haben eine optimale Vorbereitung, schwärmt Häcki weiter. Auch Teamkollege Benjamin Weger sieht das ähnlich: «Dass wir im Winter oder sogar bereits im Herbst hier auf Schnee laufen können, ist ein grosses Privileg. Von unseren Nachbarländern kann das
Das neu erbaute Nordic House beinhaltet mehrere Räume zum Trainieren, Organisieren und Pausieren.
niemand, sie müssen dafür alle auf einen Gletscher!» Multifunktionales Nordic House Die Biathlon Arena Lenzerheide war ein grosses Projekt und beinhaltet mehr als nur die Loipe und den Schiessstand. Das Nordic House, wichtiger Treffpunkt und vielfältiges Gebäude, steht gleich neben der Biathlon-Loipe. Das vierstöckige, neu erbaute Haus ist äusserst multifunktional und beinhaltet mehrere Räume zum Trai-
nieren, Organisieren und Pausieren. Mal kann es als Unterkunft, als Seminarstätte, Verpﬂegungsstation oder öffentliche Garderobe genutzt werden. Der Bau beinhaltet einen Sportshop, ein Bistro, Athletikund Meetingräume sowie ﬂexible Mehrbettzimmer für bis zu 60 Personen. Diese können durch das Hochklappen der Betten in weitere Seminarräume umgewandelt werden – was die Multifunktionalität des Nordic House unterstreicht. CAR O L ST EIML E
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Service // Alpine Ski-WM St. Moritz 2017// House of Switzerland
POWER Im House of Switzerland! Wenn das mal keine Ansage ist für die Ski-WM 2017 in St. Moritz.
JA JANUAR A NUAR 2017 2 017
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Zentrum der guten Laune «Ich bin sehr stolz, dass Nadja dabei ist», sagt Annalisa Gerber, Leiterin Sponsoring & Events bei Swiss-Ski. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, dass die drei Standorte tatsächlich zum Zentrum des Feierns und der guten Laune werden. Drei Standorte? Ja, das House of Switzerland zeigt sich bei der Heim-WM von seiner
besonders gastfreundlichen Seite. Im Hotel Schweizerhof im Dorfzentrum ist das «eigentliche» Haus untergebracht. Schweizer-HofChef Martin Scherer hofft darauf, dass «wir am Ende der WM 20 000 Gäste bei uns hatten». Annalisa Gerber ist sicher, dass der Wunsch erfüllt wird: «Im Prinzip könnten wir gemäss Anfragen jetzt schon ausverkauft sein, aber das wollen wir nicht, es soll immer noch möglich sein, spontan zu uns zu kommen.»Um zum Beispiel Raclette und Fondue zu geniessen, dazu natürlich Bündner Spezialitäten. Die Küche ist parat Doch nun zu den beiden anderen Standorten: Direkt neben dem House of Switzerland wird das House of Fans entstehen, in dem auf zwei Etagen jeweils 200 Gäste bewirtet werden können (siehe Box, S. 55). Und im Zielgelände Salastrains heisst Swiss-Ski alle ebenso herzlich willkommen, und zwar im schmucken Holzgebäude, das normalerweise die Skischule be-
Mit Annalisa Gerber, ihrer «rechten Hand» Nicole Matti, Nadja dja Jnglin-Kamer und Marianne rianne Abderhalden ist im House of Switzerland Speed eed angesagt.
ES BEGANN 1999 Das House of Switzerland blickt auf eine lange Tradition zurück. 1999 bei der WM in Vail habe alles begonnen, erinnert sich Annalisa Gerber, Leiterin Sponsoring & Events bei Swiss-Ski. Seit 2001 in St. Anton zeichnet sie selbst verantwortlich für dieses Projekt. Es ist für den Verband ein enorm wichtiges Mittel, um sich bei all denjenigen zu bedanken, die Swiss-Ski letztlich tragen: Sponsoren, Athleten, Betreuer, Medienvertreter und vor allem natürlich den Fans. Das hat nicht immer für alle Beteiligten wunschgemäss geklappt. Gerade bei der WM 2003 in St. Moritz sorgte das House of Switzerland für einen gewissen Unmut unter den Fans, weil sie praktisch ausgeschlossen waren aus dieser damals «etwas exklusiven Gesellschaft». «Das ist diesmal komplett anders», sagt Annalisa Gerber, «2003 war alles zu klein, wir hatten schlicht zu wenig Platz für die Fans.» Jetzt sei das Konzept viel offener, damit wirklich alle mitfeiern können. Wie das funktionieren kann, zeigte sich im Februar 2015, als das House of Switzerland erstmals wieder an seine «Geburtsstätte» in Vail zurückkehrte: Alle Gäste waren voll des Lobes über die Herzlichkeit und die gelungene Atmosphäre.
nnalisa Gerber ist wie gewohnt von Seiten Swiss-Ski verantwortlich für das Projekt, das bereits zu einer schönen Tradition geworden ist. Und sie hat in der ehemaligen Weltcupfahrerin Nadja Jnglin-Kamer tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung gefunden. Doch damit nicht genug: Jnglin-Kamers einstige Teamkollegin Marianne Abderhalden konnte ebenfalls mit ins Boot geholt werden. Da ist im House of Switzerland also einiges an Speed zu erwarten bei den Abfahrtsspezialistinnen. Wenn das mal nicht Frauenpower pur ist!
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Die Ski-WM kommt nach Graubünden. Im Februar 2017 misst sich die Weltelite des Alpinen Skisports in St. Moritz. Als ofﬁzieller Tourismuspartner von Swiss-Ski heissen wir Sie im House of Switzerland und unserem «Bündner Stübli» herzlich willkommen. Werden Sie Teil des einzigartigen Sport-Ereignisses und entdecken Sie Graubünden. Gian und Giachen freuen sich auf Ihren Besuch. Alle Infos unter www.graubuenden.ch/skiwm
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An der WM in St. Moritz kann gleich an drei Standorten gefeiert werden: Im Hotel Schweizerhof, im House of Fans und im Fan-Village Salastrains.
Nadja Jnglin-Kamer ist die Frau Wirtin Wie aber kommt Nadja Jnglin-Kamer zu ihrem Job als WM-Wirtin? «So würde ich meine Aufgabe nicht beschreiben», sagt die Innerschweizerin und lacht ihr bekanntes und ansteckendes Lachen. Sie ist generell für die Planung im Vorfeld und für ordnungsgemässe Abläufe während des Events zuständig. «An der WM selbst bin ich vor allem auf Salastrains vor Ort», sagt Nadja Jnglin-Kamer, «aber da wir dort gegen 16.00 Uhr fertig sind, schaue ich danach unten im Dorf, was zu tun ist.» Zwar ist sie in der Bewegung etwas eingeschränkt, weil Nadja Jnglin-Kamer schwanger ist und schon im März ihr Baby erwartet. Aber das sei kein Problem, schliesslich will sie auch einige Rennen live miterleben, will Daumen drücken, wenn die ehemaligen Teamkolleginnen um Medail-
len kämpfen – die sie dann hinterher im House of Switzerland ausgiebig feiern . . . «Drei bis vier Medaillen wird das Schweizer Team schon holen», sagt Nadja Jnglin-Kamer, sie muss es wissen. Perfektes Nullsummenspiel Apropos Medaillenfeier: Erinnern wir uns an Sotschi 2014. Sandro Viletta wurde Olympiasieger, ins damalige Schweizer Haus von Swiss Olympic durfte er aber nicht rein, das war voll . . . «Das», sagt Annalisa Gerber, «wird es bei mir nicht geben!» Und wer sie kennt, weiss, dass diese Worte sehr ernst gemeint sind. Schliesslich sollen sich neben den wichtigen Sponsoren und den Fans gerade die Athleten und Athletinnen im House of Switzerland wohl fühlen. «Wir wollen Ihnen, Ihren Familien und Freunden auch einen Rückzugsort bieten», sagt Annalisa Gerber. «Dafür wird dieses Millionen-Projekt geplant und durchgeführt. Ein Deﬁzit liegt übrigens nicht drin», betont Anna-
DAS HAUS FÜR DIE FANS
lisa Gerber, der Verband brauche sein Geld schliesslich für andere Dinge. «Aber wir haben derart gute Sponsoren», fügt sie an, «dass es für Swiss-Ski zum perfekten Nullsummenspiel wird.» Und zur Not hilft die Frauenpower. CH R I S T I A N A N D I E L
Was wären Skifeste ohne die Fans, die Fansclubs, die Guggenmusiken? Eben, relativ ruhig und unspektakulär. Deshalb hat man sich bei Swiss-Ski rund ums Konzept des House of Switzerland bei der Heim-WM in St. Moritz etwas ganz spezielles ausgedacht: Schick sieht es aus, das doppelstöckige Gebäude neben dem Hotel Schweizerhof im Dorfzentrum von St. Moritz. Und was erst drinnen los sein wird . . . Wir reden vom House of Fans, das ein Novum ist in der langen Tradition der Schweizer Nationenhäuser bei Ski-Weltmeisterschaften. Im ersten Stock gibt es Fingerfood aus Graubünden, hier bietet sich ein schöner Apéro geradezu an. Fürs Parterre hat Projektleiterin Annalisa Gerber ein so schlichtes wie überzeugendes Motto: «Hier geben wir Gas!» Hier nämlich spielt die Musik, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das House of Fans, direkt neben dem eigentlichen House of Switzerland, ist tatsächlich offen für alle, und solange noch irgendwo ein Plätzchen gefunden wird, ist Einlass garantiert. Die Konstruktion ist auf ordentlich Dezibel und Hüpfschwingungen ausgerichtet, das wurde von Oberengadiner Schulklassen getestet – aber das ist nun natürlich ein kleiner Scherz am Rande.
herbergt. Hier verwöhnt Koch Daniel Lehmann die Gäste – auch dies hat sich bereits 2013 in Schladming und 2015 in Vail bewährt.
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Service // FIS Alpine Ski-WM St. Moritz 2017
Zwölfmal aufgeschnappt 2
Skigebiet «Matterhorn ski paradise» ausgezeichnet FOTO : C O R INNE G U T K LU C K E R
DER KULM PARK
Verzaubert am historischen Ort
Senioren-Weltcup in Klosters Vom 4. bis 10. März 2017 steht Klosters ganz im Zeichen des Langlaufsports. Über 30 verschiedene Wettkämpfe (Skating, klassisch) in unterschiedlichsten Alterskategorien ab Jahrgang 1986 und älter versprechen Spannung und
Unterhaltung. Erwartet werden über 1000 ehemalige Spitzenathleten, ambitionierte Volks- und geübte Hobbyläuferinnen und -läufer. Inofﬁziell werden diese Rennen als SeniorenWeltmeisterschaft bezeichnet, die Teilnehmenden kommen aus über 30 Nationen. Bisher hat der Anlass erst einmal in der Schweiz stattgefunden: 1999 in Grindelwald.
Anmeldungen müssen bis 31. Januar 2017 erfolgen. In der Schweiz sind die Langlauf-Masters integriert in die Swiss-Loppet-Veranstaltungen, eine Wettkampfserie von Swiss-Ski (Breitensport). Weitere Infos und Anmeldung www.mwc2017.com oder www.swiss-ski.ch/breitensport/langlauf/masters
Das Skigebiet Matterhorn ski paradise hat in Bregenz zum zweiten Mal in Folge den begehrten Award als «Best Ski Resort» erhalten. «Best Ski Resort» ist die grösste, unabhängige Gästezufriedenheits-Studie der Alpen, die alle zwei Jahre durchgeführt wird. Zwischen Dezember 2015 und April 2016 wurden knapp 50 000 Schneesportler in 54 ausgewählten Top-Skigebieten befragt. Zentrale Inhalte der Befragungen waren 20 Kriterien zur Zufriedenheit, die von der Gebietsgrösse über die Pistenqualität bis zum Ambiente des Ortes reichen.
Über die besondere Auszeichnung freuen sich (von links): Pirmin Zurbriggen, Markus Hasler, Daniel Luggen und Marc Girardelli.
4 FOTO: ZVG.
och im Kulm-Park geht es nicht nur um den Sport, hier kann bei Live-Konzerten richtig schön weitergefeiert werden. Der Kulm Park hat eine einzigartige Tradition. Bei den Olympischen Winterspielen 1928 und 1948 fanden hier die Eiskunstlauf-Wettbewerbe statt, der Eispavillon blickt bereits auf eine Geschichte von 110 Jahren zurück, er erstrahlt an der FIS Alpinen Ski-WM St. Moritz 2017 in komplett neuem Glanz. Dafür wurde dieser Pavillon eigens restauriert. Und sollte jemandem beim Besuch im Park ein spezielles Lichtlein aufgehen, so ist das kein Zufall. Im Kulm Hotel gleich neben dem Kulm-Park brannte an Weihnachten 1878 das erste elektrische Licht in der Schweiz. 56
Birth of a Passion An diesem Ort wird am 6. Februar auch die Ski-WM feierlich eröffnet. Unter dem Titel «Magic Snow-Birth of a Passion» wird mit einer grossartigen Show der Auftakt der Titelwettkämpfe zelebriert. Der Bogen der Geschichte spannt sich von der Entstehung des Wintersports im Allgemeinen bis hin zum alpinen Skisport und stellt die Kompetenz von St. Moritz als Wintersport-Destination in den Mittelpunkt. Die Eröffnungszeremonie erweckt den urtümlichen Skifahrer mit Tanz, Show, Musik sowie Lichteffekten, Filmprojektionen, Mappings und Augmented Reality, zum Leben. Dreidimensional, aus Engadiner Holz gefertigt, überragt dieser mit einer Höhe von 16 m den KulmPark und heisst seine Nachfahren, die Athleten aus aller Welt, willkommen. Sie alle verfolgen das grosse Ziel, in St. Moritz eine Medaille zu gewinnen. Höhepunkt bildet dabei der Einmarsch der Nationen, gefolgt von der feierlichen und ofﬁziellen Eröffnung der Ski-Weltmeisterschaften. Der Kulm-Park bietet Platz für rund 5000 Personen, Tickets für die Eröff-
Der kompakte Helfer für Bergexpeditionen
nungsfeier sind bei allen Verkaufsstellen von Ticketcorner erhältlich. Abwechslungsreiches Rahmenprogramm Nebst den Medaillenfeiern und Startnummernauslosungen ﬁnden im Kulm-Park zahlreiche Konzerte statt. Neben Auftritten von Schweizer Künstlern wie den Liricas Analas und vielen weiteren steht die Åre-Night mit einer Schwedischen Abba-Coverband auf dem Programm, was gleichzeitig der Startschuss für die nächsten alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Åre darstellt. Die Konzerte ﬁnden jeweils im Anschluss zu den Siegerehrungen statt und sind kostenlos. Für Unterhaltung sorgt neben den Konzerten auch ein Festzelt. Ergänzend zum Kulm-Park gibt es in der Fussgängerzone von St. Moritz täglich ein spannendes Programm mit einheimischen Kunst- und Kulturschaffenden. Ebenfalls in der Fussgängerzone sind die Nationenhäuser beheimatet, welche ihre Tore für die Öffentlichkeit öffnen werden. Lassen auch Sie sich vom St. Moritzer Wintermärchen verzaubern. Weitere Informationen ﬁnden Sie hier: www.stmoritz2017.ch CLAUDIA JANN
FOTO: BÖRM BRUCKMEI ER V ERLAG
Im kommenden Februar ist der Kulm-Park in St. Moritz der zentrale Ort, wenn es um die Medaillenvergabe geht. Hier erhalten die Athletinnen und Athleten Gold, Silber und Bronze, hier ﬁnden die öffentlichen Startnummernauslosungen statt.
Das handliche kleine Ringbuch passt problemlos in jeden Rucksack: «Berg- und Expeditionsmedizin pocket» von den beiden Ärzten Dr. Feddersen und Dr. Ausserer. Für jegliche Notfälle sind damit Wanderer, Tourengeher und auch Ärzte ausgerüstet und wissen durch die kurzen und knappen, aber dennoch leicht verständlichen Informationen schnell über notwendige Massnahmen Bescheid. Beschrieben sind unter anderem Techniken und Hilfestellungen für Notfälle bei Höhenerkrankungen und verschiedenen Verletzungen sowie ein Kapitel über Lawinenkunde. Für internationale Expeditionen ist das kleine Büchlein auch ein Muss: Die wichtigsten Begriffe sind auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Chinesisch, Tibetisch und Nepali übersetzt.
Swiss-Ski begrüsst ein neues Familienmitglied: Die «Trainingsgemeinschaft Appenzell» wurde per 1. November 2016 bei Swiss-Ski aufgenommen. Der Verein widmet sich stark dem Nachwuchs und nutzt Synergien von sechs Skiclubs. Durch die gemeinsame Organisation geht bei der Trainingsgemeinschaft Appenzell immer eine Begleitung mit den Athletinnen und Athleten an die Skirennen, die Trainings werden gemeinsam durchgeführt und im sportlichen Bereich wird das Ziel verfolgt, den Nachwuchs an die JO des OSSV heranzuführen.
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Zwölfmal aufgeschnappt
Die BKW bringt Swiss-SkiAthleten und Wintersportler diesen Winter noch zuverlässiger auf den Berg. Der Swiss-Ski-Sponsor hat rechtzeitig auf die neue Saison die Bauarbeiten in den Unterstationen Wimmis und Wilderswil erfolgreich abgeschlossen und damit die Stromversorgung im
Berner Oberland auch für die Zukunft gesichert. Die BKW hat 11 Mio. Franken in die Erneuerung der beiden Unterstationen investiert. Dank modernster Technik sind die alten Freiluft-Schaltanlagen weggefallen. Wo einst dutzende Wandler, Sammelschienen und Trennschalter das Bild dominierten, liegen heute leere Flächen, da sich die neuen Schaltanalagen als Innenraumanlagen instal-
Die Delegierten der Mitgliedsverbände von Swiss Olympic haben anlässlich der 20. Versammlung des Sportparlaments Jürg Stahl zum neuen Präsidenten gewählt. Er setzte sich gegen die Mitbewerber Werner Augsburger und Martin Landolt durch. Der 48-jährige Zürcher tritt per 1. Januar 2017 die Nachfolge von Jörg Schild an. Neben dem neuen Präsidenten hat das Sportparlament von Swiss Olympic auch die Mitglieder des Exekutivrats für die kommenden vier Jahre gewählt. Mit einem Glanzresultat bestätigt wurde Urs Winkler, Präsidium Swiss-Ski.
Die FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften in St. Moritz sollen ein grandioses Skifest werden und der ganzen Bevölkerung lange positiv in Erinnerung bleiben – auch Kindern und Jugendlichen. Deshalb haben Schulklassen die Möglichkeit gemeinsam ein Rennen in St. Moritz zu besuchen und dabei die Begeisterung für den Schneesport live zu erleben! Alle Schulkinder inklusive der Begleitpersonen dürfen gratis im Zielgelände Stehplätze buchen und das Spektakel aus nächster Nähe mitverfolgen. Das Angebot gilt für alle verfügbaren Renntage vom 6. bis 19. Februar 2017 – weitere Informationen unter www.stmoritz2017.ch.
FOTO : MIL E STO NE
Jürg Stahl ist neuer Präsident von Swiss Olympic
MILESTONE-Innovationspreis für die Schneesportinitiative Schweiz Als Gründungsmitglied freut sich Swiss-Ski sehr über den Gewinn des zweiten Preises des MILESTONE-Innovationspreises für die Schneesportinitiative Schweiz. Der Verein erhält die Auszeichnung für seine gezielte Nachwuchsförderung des Schneesports mit der Plattform GoSnow.ch. Gary Furrer, Direktor Breitensport, dazu: »Dieser Preis ist eine erfreuliche Wertschätzung der grossartigen Arbeit, welche die Schneesportinitiative in den letzten Jahren leistete. Es freut uns sehr, dass Swiss-Ski mit dem Schulprojekt Swisscom Snow Days einen wichtigen Beitrag für die Zielerreichung der Schneesportinitiative leisten kann.»
Als Schulklasse gratis an die WM
Der Herbst der Autorinnen
FOTO: SKI-WM ST. MORITZ 2 0 1 7
lieren liessen. Das entlastet nicht nur die Landschaft, sondern verbessert dank neuster Technik auch die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Stromversorgung nachhaltig. Die beiden Unterstationen in Wimmis und Wilderswil sind sozusagen die Steckdosen von Thun sowie vom Berner Oberland mit den Skigebieten Jungfrau-Region, Interlaken, Adelboden-Lenk und Gstaad. Sie garantieren unter anderem einen zuverlässigen Betrieb von Skiliften, Gondel- und Sesselbahnen. Das ist nicht nur für den täglichen Transport von Athleten und Wintersportlern sehr wichtig, sondern gerade auch im Hinblick auf die internationalen Lauberhornrennen und den Ski World Cup Adelboden, die im Januar stattﬁnden. Die BKW ist bereit und wünscht allen Skisportlern, Athleten und Fans viel Power.
Gleich drei Wintersportlerinnen haben in den letzten Wochen ihr Buch vorgestellt. Die Schweizer Biathletin Selina Gasparin hat die Sommermonate genutzt, um ihre Autobiograﬁe «Selina Gasparin» zu verfassen: Sie schreibt über ihren Weg vom Langlauf zum Biathlon, Hürden und Rückschläge ihrer Karriere und gibt dabei viel Privates preis – zum Beispiel ihre Emotionen nach dem zweiten Rang der Olympischen Spiele in Sotschi und wie sie ihren Traummann kennlernte. Gasparin beschreibt zu-
dem, wie sie die aktuelle Herausforderung, den Athletenalltag und das Muttersein zusammen unter einen Hut bringt. «Zwischenzeit» heisst das Buch der österreichischen Olympiasiegerin und Doppelweltmeisterin Anna Veith, die sich während ihrer langen Verletzungspause die Zeit nahm, um dem Leser ihre Gedanken nach der schweren Knieverletzung näher zu bringen. Die Dritte im Autorinnen-Bunde ist Lindsey Vonn, die Allzeit-WeltcupRekordfrau. Sie schrieb mit dem Buch «Strong is the new beautiful» einen Appell an alle Frauen, dass sie ihren Körper lieben sollen.
Mit Bernhard Russi und «snow for free» auf die Piste Das Projekt «snow for free» hat seit 2005 über 22000 Kinder aus der Deutsch- und Westschweiz auf die Skipisten gebracht. Ab Januar lädt die Initiative von Bernhard Russi und der Cleven-Stiftung nun wieder zum kostenlosen Pistenspass.
Audi Skicross Tour & Audi Snowboard Series «Ich spüre mein pochendes Herz. Immer schneller. Immer heftiger. Doch mein Atem bleibt ruhig. Mein Körper ist angespannt. Konzentriert. Fokussiert. Ein erwartungsvolles Kribbeln rauscht wie das Blut durch meine Adern. Neben mir, rechts und links, stehen sie; Freunde und Konkurrenten zugleich. Meine Gedanken beschränken sich nur noch auf das Wesentliche: den Start, das Rennen. Plötzlich ertönt das Kommando, das Tor öffnet sich. Von der Schnellkraft nach vorne katapultiert geht der Kampf um die beste Position los. So rasch wie möglich muss ich die ersten Wellen hinter mir 58
lassen und den Speed in die erste Steilwandkurve mitnehmen . . .» Willst auch du diese Emotionen erleben? Spüre selber den Adrenalinkick an der Audi Skicross Tour und der Audi Snowboard Series. Die nationale Skicross- und Snowboard-Tour reist während dem Winter quer durch die Schweiz. Immer auf der Suche nach Bestleistungen und Emotionen von Proﬁund Hobby-Skicrossern und Snowboardern. Gleichzeitig können bereits die Kleinsten den Grossen über die Schulter schauen und den Einstieg in diese packenden Sportarten ﬁnden.
Tourdaten und Anmeldung www.audisnowboardseries.ch www.audiskicross.ch Übrigens: Auch für die Freeskier gibt es eine nationale Tour. Alle Infos dazu unter www.swissfreeski.ch
Gestartet vor elf Jahren als Pilotprojekt in Luzern hat es «snow for free» bei vielen Familien in der ganzen Schweiz zu einem ﬁxen Eintrag im Winterkalender geschafft. Wer erste Schwünge im Schnee wagen will, sich jedoch keine Wintersportferien leisten kann oder wer seinen Kindern einen Nachmittag bei Ski- oder
Snowboardunterricht ermöglichen möchte, meldet seinen 9- bis 13-jährigen Nachwuchs bei «snow for free» an. Das nötige Material kann im Vorfeld kostenlos bei ausgewählten Intersport-Geschäften abgeholt werden. Und dann gehts ab auf die Piste! Ab Bern, Bulle, Fribourg, Lausanne, Luzern, Morges, St. Gallen, St-Prex, Winterthur und Zürich fahren an vier Mittwoch-Nachmittagen im Januar und Februar regionale Carunternehmer in die nahe gelegenen Skigebiete. Dort übernehmen die lokalen Schneesportschulen die Leitung. Mit dem Weltmeister auf der Piste Höhepunkt für viele Teilnehmer ist jeweils der Besuch von Initiator Bernhard Russi. Der Weltmeister und Olympiasieger lässt es sich nicht nehmen, jeden Winter selber einen Nachmittag mit den Kindern auf der Piste zu verbringen. Er freut sich denn auch, dass seine
Sportart wieder im Trend liegt: «Man muss den Kindern einfach die Möglichkeit für solche Schneesport-Erlebnisse geben. Die Begeisterung kommt dann von ganz alleine. Deshalb leisten Projekte wie ‹snow for free› einen sehr wichtigen Beitrag im Bereich Schneesportförderung.» Ausrüstung, Transport, Skischule und Verpﬂegung, alles wird offeriert. Hauptpartner Raiffeisen sowie der langjährige Ausrüstungspartner Intersport, Car Tourisme Suisse mit verschiedenen regionalen Busunternehmen und auch die Bergbahnen machen es möglich, dass «snow for free» auch in der kommenden Saison wieder über 2500 Kindern einen kostenlosen Nachmittag im Schnee ermöglichen kann. Anmeldung und Infos www.snowforfree.ch Daten 11./18./25. Januar und 1. Februar 2017 JANUAR 2017
Service // Medizin
sport-Suva-Check entwickelt. Dieses onlineTool soll die vielen Unfälle der Skifahrer und Snowboarder reduzieren. Gemeinsam macht nun die ganze Familie den Schneesport-Check der Suva. Ramseiers müssen 50 Fragen zu ihren Vorlieben - Piste, Snowpark, Freeride - beantworten. Anhand der Antworten stellt die Suva ein persönliches Schneesportproﬁl zusammen. Unbekümmerter Gelegenheitsfahrer, vorsichtiger Einsteiger oder doch risikofreudiger Draufgänger? Familie Ramseier erfährt, welchem von zwölf Schneesporttypen sie zugehören. Ausserdem erhalten sie auf ihr Ergebnis abgestimmte Tipps sowie drei Top-Empfehlungen, wie sie ihr Unfallrisiko klein halten können. Nebst der Einschätzung der eigenen Risikofreudigkeit testet der Schneesport-Check die körperliche Fitness. Mit fünf Übungen wird der eigene Fitness-Stand eruiert. Entsprechend
UNFALLRISIKO MINIMIEREN MIT DEM SCHNEESPORT-CHECK
dem Resultat bekommt man ein Trainingsprogramm, welches die Leistungsfähigkeit verbessern soll. «Siehst du, du solltest mit mir ins Fitness kommen, dann könntest du's mehr geniessen und würdest erst noch dein Risiko minimieren», rät Mutter Franziska ihrem Mann mit einem Augenzwinkern. Als unbekümmerte Gelegenheitssportlerin sollte sie auf der Piste immer auf die anderen Rücksicht nehmen und ihr Tempo ihrem Fahrstil anpassen. Sohn Max ist der risikofreudige Draufgänger, denn er bewegt sich mit seinem Board meist ohne Rückenpanzer und viel zu schnell. Alle drei erhalten nun ihre persönlichen Fitnessübungen, mit denen sie sich auch jetzt noch auf den Saisonstart vorbereiten können. Im Ferienhaus angekommen, probieren die Ramseiers die Übungen sofort aus. Sie sind abwechslungsreich und machen Spass, vor allem, wenn man sie gemeinsam durchführt.
Am ersten Skitag achten die Ramseiers ganz genau darauf, dass sie alles korrekt befolgen. Max zieht brav seinen Rückenpanzer an, Franziska versucht, mehr auf die andern auf der Piste Rücksicht zu nehmen und Vater Emil gönnt sich seinen Glühwein erst daheim in der warmen Stube, abseits der Piste. Wenn sie so weitermachen, werden die Ramseiers diese Saison verletzungsfrei Sonne und Pulverschnee geniessen. DR. ME D. W ALT E R O . FRE Y CHE FARZ T SW ISS-SK I L E I T E N D E R ARZ T B ALGRIST MO V E > ME D Z Ü RICH SAMU LI AE GE RT E R, K AMPAGN E N LE IT E R SCHN E E SPO RT , SU V A LU Z E RN
Verletzungen sind die grossen Gewitterwolken über der motivierten Ski- und Snowboard-Fangemeinde. Die Suva hat mithilfe von Experten, u.a. Swiss-Ski, einen Selbsttest entwickelt, welcher das Verletzungsrisiko im Schneesport minimiert.
amilie Ramseier will Weihnachten in Andermatt verbringen. Sie ist mit dem Zug dorthin unterwegs. Max ist 17 Jahre alt und bezeichnet sich als ﬁt. Er ist Snowboarder. Vater Emil arbeitet viel, trainiert selten, war aber früher ein guter Skifahrer und meint, das reiche auch heute noch. Mutter Franziska arbeitet Teilzeit, geht jedoch dreimal pro Woche ins Fitnesscenter. Sie hofft, dass sie in diesem Jahr verletzungsfrei durch die Saison kommt. Sohn Max zückt sein Smartphone und zeigt seinen Eltern stolz den SchneesportCheck auf suva.ch. «Kein Problem für mich, ich habe mich entsprechend vorbereitet», meint
er. «Wie geht denn das?», fragt seine Mutter und gibt die Website in ihrem Smartphone ein. In der Schweiz verletzten sich jährlich mehrere Zehntausend Schneesportlerinnen und Schneesportler. Je nachdem beeinträchtigt sie die Verletzung – nebst den Schmerzen – im Alltag so sehr, dass sie nicht einmal mehr ihre täglichen Bedürfnisse ohne Hilfe erledigen können. Die Verunfallten verursachen am Arbeitsplatz viele Ausfalltage, welche mit Folgekosten in der Höhe von insgesamt über 270 Millionen Franken pro Jahr verbundenen sind. Darum hat die Suva, u.a. zusammen mit Vertretern von Swiss-Ski*, den neuen Schnee-
Der Schneesport-Check der Suva ist unter www.suva.ch/Schneesportcheck aufgeschaltet und wird auf PC, Tablet oder Smartphone optimal dargestellt. Also, nichts wie los zum Check und auf in eine sichere und unfallfreie Saison!
*Swiss-Ski engagiert sich für Ihre Sicherheit: Gary Furrer, Direktor Breitensport Swiss-Ski und Walter O. Frey, Chefarzt Swiss-Ski, haben an der Entwicklung des Schneesport-Apps mitgearbeitet. Geleitet und getragen wird der Schneesport-Check von Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport, Suva
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Fun e fondo impegnati sulle nevi
opo aver scoperto il settore alpino con il primo numero di Snowactive 2015/2016, guardiamo ora alle altre discipline della FSSI. Il fondo spera nell’effetto scaturito dalle imprese sportive di Dario Cologna o Giacomo Bassetti per risollevarsi dopo un periodo non troppo roseo. Il gruppo della FSSI è molto giovane, come ci spiega Ortensio Bassi, caposettore. «Purtroppo abbiamo ridotto da otto a tre atleti, creando un solo gruppo di allenamento, senza distinzione d’età. I ragazzi sono sempre seguiti dagli allenatori Marzio Bianchi e Rosalba Vassalli-Rossi, che lavorano alternandosi gli incarichi e le presenze». Chi sono quindi i pochi giovani in selezione? «Si tratta di Laura Vanzetti, U16 dello sci club Simano, Vania Zufﬁ, U14 dello sci club Crap, e di Alessandro Vanzetti, U14 pure dello sci club Simano». Con che frequenza si allenano i giovani della FSSI? «Sono ancora molto giovani e mediamente si allenano 3 o 4 volte a settimana in modo individuale. Gli allenatori intercalano la loro presenza e gli incarichi, garantendo agli atleti almeno un incontro di gruppo a settimana. Con l'inizio delle scuole c’è anche un allenamento in palestra ogni martedì sera». 62
Dove avete svolto gli allenamenti estivi? «Siamo rimasti quasi esclusivamente in valle di Blenio, vista la provenienza dei ragazzi, mentre per gli skiroll ci siamo spostati in Riviera oppure a Realp». Quali invece gli appuntamenti più importanti per la stagione di gare? «I campionati Svizzeri nel mese di febbraio in Val Ferret e le ultime gare del circuito Helvetia nordic trophy, a Savognin». Qui è prevista una gara XCX, di cosa si tratta? «Questo tipo di gara riprende l’apprezzato modello attuato nelle gare giovanili in Norvegia. Si tratta di un circuito su una pista di fondo ma attrezzato di conche e dossi, parabole e salti, slalom e corridoi».
Juan Domeniconi, allenatore del settore fun assieme a Loris Battalora, nonché segretario della FSSI, ci parla invece del suo settore, che nel 2016 ha visto un avvicendamento. Anna Gabutti ha infatti passato il testimone a Nicola Quirici, che è quindi il nuovo capo settore. L’altra novità riguarda invece lo snowboard, dove la FSSI ha dato mandato a due sci club di occuparsi della formazione (TIsnowboarding) e dello sport d’élite (White Pillow Snowboard Club)». Chi sono i giovani in selezione? «Si tratta di sette ragazzi (dal 2001 al 2004): Giosué Martinoli, Martino Conedera, Riccardo Pascarella, Noé Matozzo, Enea Buzzi, Oliver Crameri e Paolo Pascarella».
Teilnahme: Sende die drei Ziffern in den gefärbten Feldern per E-Mail mit Betreff «Rätsel Snowactive» an info@snowactive.ch oder per Post an: Prosell AG Snowactive, Das Magazin von Swiss-Ski Gösgerstrasse 15 Postfach 170 5012 Schönenwerd
Con che frequenza si allenano? «Per la preparazione estiva sono stati programmati quattro allenamenti settimanali, due di acrobatica e due di condizione ﬁsica. Inoltre abbiamo organizzato cinque stage: due con gli sci sul ghiacciaio di Cervinia e tre di acrobatica. Abbiamo anche partecipato a tre gare regionali di Aerial».
Einsendeschluss ist der 26. Januar 2017 Mittel
Dove avete svolto la preparazione estiva? «Gli allenamenti di regola si sono svolti presso il CARSS al CST di Tenero, questo grazie alle infrastrutture che il Centro dispone. Per l’acrobatica ci siamo anche recati a Mettmenstetten e, con il settore alpino, abbiamo svolto assieme parte della preparazione ﬁsica». Quali gli appuntamenti più importanti per la stagione? «Sicuramente il circuito di gare regionali freestyle in Ticino e le competizioni ‹Criterium jeunes› in Francia per la disciplina gobbe». E L I A S T A MP A N O N I
Come il settore alpino, di cui abbiamo parlato nell’edizione di novembre, anche i settori fondo e fun hanno svolto un’intensa preparazione in vista dell’inverno.
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Zur Teilnahme an den Verlosungen im Magazin «Snowactive» ist jede in der Schweiz und Liechtenstein wohnhafte Person berechtigt, unter Ausschluss der Mitarbeitenden von «Snowactive», Swiss-Ski sowie Prosell AG, deren Partnerﬁrmen und der beauftragten Agenturen. Die Teilnahmefrist wird für jeden Wettbewerb separat deﬁniert.
Sofortgewinner werden mit Hilfe eines Zufallsalgorithmus ausgelost und umgehend benachrichtigt. Die Ziehung des Hauptpreises erfolgt nach Ablauf der Teilnahmefrist. Nur korrekte und vollständige Angaben von Zustellungsdaten (Name, Adresse, Ort) berechtigen zur Preiszustellung. Die Preise werden den Gewinnern per Post an die angegebene Adresse zugestellt. Teilnahmemöglichkeiten: Post und E-Mail.
Es ist weder eine Barauszahlung noch ein Umtausch der gewonnenen Preise möglich. Die Teilnehmer willigen ein, dass die übermittelten Daten durch «Snowactive» und deren Partner für Marketingaktivitäten weiterverwendet werden können.
PS. Jubiläen feiern, wie sie fallen
an soll die Feste feiern, wie sie fallen. Oder terminlich so abstimmen, dass sie passen. Dieser Winter bietet besonderen Anlass für Jubiläumsfeste – der 50. Weltcup-Geburtstag steht an (siehe spezielle Beiträge). Die Athletinnen und Athleten tragen kleine Logos mit der Zahl 50 auf den Startnummern, das Fernsehen blendet die Zahl in kurzen «Flashes» ein. 50 Jahre Weltcup bilden einen Markstein in der der Ski-Geschichte. Was in den 60er-Jahren entstand und am 5. Januar 1967 in Berchtesgaden seine Premiere erlebte, hat den alpinen Skisport nachhaltig geprägt. Drei Weltcup-Orte sind von Anfang an immer dabei, Kitzbühel, Adelboden und Wengen. Kitzbühel feierte schon im letzten Jahr das Jubiläum und organisierte eine Ausstellung im Museum mit Fotos, Dokumenten und Filmausschnitten aus der Entstehungsgeschichte. Es war nicht einfach, diese zusammenzutragen, weil fast keine existierten oder in privatem Besitz sind. Die FIS ist selber schlecht dokumentiert, weil sie sich bei der Entstehung quasi in der Rolle eines «Trittbrettfahrers» befand. Und den Weltcup erst nach der Gründung 1967 in Beirut ofﬁziell absegnete. Dort ist Bernhard Russi einst libanesischer Meister geworden . . . Vielleicht ist das der Grund, dass 50 Jahre Weltcup erst in der 51. Weltcupsaison zelebriert werden. Immerhin: Der Tag des 50. Geburtstags stimmt – der 5. Januar 2017. Deshalb ﬁndet der Festakt nicht an einem Traditionsort statt, sondern in der relativ neuen Weltcup-
Destination Zagreb, wo genau an diesem Tag ein Weltcup-Slalom der Männer stattﬁndet. Schon beim 25-Jahr-Jubiläum hatte es ähnliche Termin-Verrenkungen gegeben. Geplant war von der FIS die Herausgabe einer umfangreichen Broschüre mit Fakten und Daten. Da aber in diesem Werk der geistige Vater Serge Lang offenbar zu prominent in den Mittelpunkt gestellt wurde, liess der damalige FISPräsident Marc Hodler die Gut-zum-DruckAbzüge so lange auf seinem Pult liegen, bis das Jubiläum vorbei war. Dass man ein Jubiläum, wie jetzt, auch während der 26. Saison hätte feiern können, kam niemandem in den Sinn. Denn Serge Lang hatte seinerzeit Hodler erst in das Weltcup-Projekt eingeweiht, als es praktisch schon ﬁxiert war und ihm nicht viel anderes übrig blieb, als dieses durchzuwinken. Der Status von Serge Lang passte nicht allen. Als Präsident des Subkomitees Weltcup, in dem auch vier Journalisten Einsitz hatten, ballte sich bei ihm beträchtliche Macht, die er geschickt ausspielte. Sonst wäre der Weltcup wahrscheinlich nicht zu dem geworden, was er heute ist.
Serge Lang, gebürtiger Elsässer (und Ritter der Ehrenlegion), der fast sein ganzes Leben in Riehen BS verbrachte, war eine imposante Erscheinung - zwei Meter gross und einiges über 100 kg schwer. Ich mag mich noch gut erinnern, wie mich meine damals vierjährige Tochter mal fragte: «Papa, ist das King Kong?». War der «Koloss von Sternenberg», wie ihn der Tages-Anzeiger nannte, einmal in Bewegung, liess er sich kaum mehr bremsen. «Er war wie eine Walze», beschrieb ihn sein langjähriger Weggefährte Karl Erb, «in seiner typischen Art hat er seine Vorstellungen durchgeboxt.» Er führte den Weltcup im Stile des Formel-1Chefs Bernie Ecclestone. Und war wie alle Pioniere seiner Zeit voraus. 1999 starb Serge Lang, 79-jährig, an einem Herzinfarkt. Noch an seinem Todestag beschäftigte er sich mit administrativen Arbeiten für ein Legendenrennen, einer Rennserie mit ehemaligen Skistars wie Ingemar Stenmark und Alberto Tomba. Mit dem Weltcup hat er ein Vermächtnis hinterlassen, dessen Faszination ungebrochen ist. Trotz gewisser Abnützungserscheinungen. Das war die Stärke von Serge Lang: sich stets wieder dem Zeitgeist anpassen, neue Wege suchen, Ideen kreieren. Und auch seine Schwäche: Manchmal überbordete seine Phantasie. Doch letztlich alles zum Wohle des Skisports. Also dann, Prosit auf 50 Jahre Weltcup. Oder 51 Jahre.
S S A KI P E N K T
S GE SCH Z WI
MO + HEN
IMPRESSUM Snowactive Januar 2017, 50. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich ISSN 1661-7185 Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd, Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29 in Kooperation mit Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12 Redaktion Snowactive Zuchwilerstrasse 21, 4501 Solothurn, Telefon 058 200 48 28 Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt Redaktionsausschuss Joseph Weibel (Leitung; j.weibel@snowactive.ch), Röbi Brandl, Wolfgang Burkhardt, Erika Herzig (Leitung; erika.herzig@swiss-ski.ch), Regula Lazzaretti (regula.lazzaretti@swiss-ski.ch), Annalisa Gerber (Sponsoring; annalisa.gerber@swiss-ski.ch)
Fotoredaktion Erik Vogelsang Inserate Prosell AG, Schönenwerd, Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch), Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch) Übersetzungen Thierry Wittwer, Semantis Konzept, Design und Produktionsverantwortung Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch, Telefon 062 858 28 28 Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.) Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch, info@snowactive.ch
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Snowactive Januar 2017 Deutsch

References: Art. 1143
 Art. 1140
 Art. 1049
 Art. 1037
 Art. 0563
 Art. 0563
 Art. 0564
 Art. 0044
 Art. 0045
 Art. 0564
 Art. 0256
 Art. 0255
 Art. 0455
 Art. 643

Art. 643
 Art.
5

Art. 6432470