Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202004,%201319
Timestamp: 2019-06-27 13:32:20+00:00

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OLG Karlsruhe, 26.03.2004 - 11 Wx 13/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,2006
OLG Karlsruhe, 26.03.2004 - 11 Wx 13/04 (https://dejure.org/2004,2006)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 26.03.2004 - 11 Wx 13/04 (https://dejure.org/2004,2006)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 26. März 2004 - 11 Wx 13/04 (https://dejure.org/2004,2006)
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Betreuung: Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung der Entscheidung des Betreuers über den Abbruch einer lebenserhaltenden Behandlung
Vormundschaftsgerichtliche Zustimmung bei Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen
BGB §§ 1904, 1896, 1901; FGG § 67 Abs. 1
Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung bei Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen
BGB § 1896; BGB § 1901; FGG § 67 Abs. 1
Entscheidung über eine lebenserhaltende oder lebensverlängernde Behandlung durch einen Betreuer mit vormundschaftsgerichtlicher Betreuung; Lebenserhaltende und lebensverlängernde Maßnahmen bei irreversiblem tödlichen Verlauf des Leidens eines Betroffenen ohne kurz bevorstehenden Tod; Zwingende Bestellung eines Verfahrenspflegers in Verfahren über die vormundschaftsgerichtliche Zustimmung zu leidensverkürzenden Maßnahmen; Erteilung einer Genehmigung über die Zustimmung zum Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen
Betreuungsrecht - Genehmigung eines Ernährungsabbruchs
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des OLG Karlsruhe vom 26.3.2004, 11 Wx 13/04 (vormundschaftsgerichtliche Zustimmung bei Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen)" von RAin Sybille Meier, original erschienen in: FGPrax 2004, 229 - 230.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des OLG Karlsruhe vom 26.03.2004, 11 Wx 13/04 (Vormundschaftsgerichtliche Zustimmung bei Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen)" von RA Robert Roßbruch, original erschienen in: PflR 2005, 130 - 134.
LG Heidelberg, 22.12.2003 - 2 T 71/03
NJW 2004, 1882
FGPrax 2004, 228
FamRZ 2004, 1319
Wie jeder noch handlungsfähige Patient hat auch der zur selbständigen Willensbekundung nicht mehr fähige Kranke das Recht, die Einwilligung in ärztliche Maßnahmen zu verweigern (BVerfGE 52, 131 (174), abweichendes Votum der Richter I3, Niebler und Steinberger; OLG Karlsruhe, FGPrax 2004, 228 (228f.); Höfling, Jus 2000, 111 (115); Hufen, ZRP 2003, 248 (251); Kutzer, FPR 2004, 683 (686); Landau, ZRP 2005, 50 (52)).
An die Feststellung dieser Werte im Zusammenhang mit der Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen sind erhöhte Anforderungen zu stellen (BGH, FGPrax 2003, 161 (164); OLG Karlsruhe, NJW 2002, 685 (686); FGPrax 2004, 228 (228)).
Dass der Bundesgerichtshof das Kriterium des unmittelbar bevorstehenden Todes nicht für maßgeblich erachtet, erhellt die Feststellung, dass das Vormundschaftsgericht der Entscheidung des Betreuers zustimmen müsse, wenn feststehe, dass die Krankheit des Betroffenen einen irreversiblen tödlichen Verlauf genommen habe und die ärztlicherseits angebotene Behandlung dem früher erklärten und fortgeltenden Willen des Betroffenen, hilfsweise dessen (individuell-) mutmaßlichen Willen widerspreche (vgl. OLG Karlsruhe, NJW 2004, 1882 f. m.w.N, dort noch zum "alten Recht";… Palandt/Diederichsen, a.a.O., BGB, § 1901 a Rdnr. 7).
Nicht erforderlich ist, dass der Tod in kurzer Zeit bevorsteht (OLG Karlsruhe NJW 04, 1882).
Dass der Wachkomazustand der Betroffenen nicht in absehbarer Zeit zu ihrem Tode führt, steht einem Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen nicht entgegen (Palandt, BGB, Vor § 1896 Rdnr 10; BGH, NJW 1995, 204; OLG Karlsruhe, NJW 2004, 1882).

References: § 67
 § 1896
 § 1901
 § 67
 § 1901
 § 1896