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Timestamp: 2019-10-22 08:32:51+00:00

Document:
Veröffentlichungsdatum:19.10.2010 Inkrafttreten01.02.2019 Zuletzt geändert durch:mehrfach geändert, § 3a eingefügt durch Verordnung vom 04.02.2019 (Brem.GBl. S. 242)
FundstelleBrem.GBl. 2010, 477
Gliederungsnummer:223-k-14
Zitiervorschlag: "Verordnung über das Berufliche Gymnasium vom 19. September 2010 (Brem.GBl. 2010, 477), zuletzt mehrfach geändert, § 3a eingefügt durch Verordnung vom 04. Februar 2019 (Brem.GBl. S. 242)"
juris-Abkürzung: BerGymV BR
Gliederungs-Nr:: 223-k-14
Ausfertigungsdatum: 19.09.2010
Fundstelle: Brem.GBl. 2010, 477
Gliederungs-Nr: 223-k-14
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert, § 3a eingefügt durch Verordnung vom 04.02.2019 (Brem.GBl. S. 242)
Aufgrund des § 28a Absatz 1 Satz 6 , des § 45 Satz 1 und des § 33 Absatz 1 in Verbindung mit dem § 67 des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 260, 388, 398 - 223-a-5), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2009 (Brem.GBl. S. 237) geändert worden ist, wird verordnet:
Das Berufliche Gymnasium ist der Sekundarstufe II zugeordnet und vermittelt allgemeine und berufsbezogene Unterrichtsinhalte und Kompetenzen. Der Bildungsgang dauert drei Jahre und führt als berufliche gymnasiale Oberstufe mit beruflichen Fachrichtungen und Profilen zur Allgemeinen Hochschulreife. Er qualifiziert die Schülerinnen und Schüler für die Aufnahme eines Studiums und bereitet auf eine berufliche Ausbildung vor.
(1) Der Unterricht soll Schülerinnen und Schüler befähigen, Arbeiten selbstständig zu planen, durchzuführen und zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler sollen eigenständig Aufgaben und Problemstellungen analysieren, Lösungsvorschläge erarbeiten und präsentieren sowie Ergebnisse und Arbeitsprozesse im jeweiligen Sachzusammenhang reflektieren. Der wissenschaftspropädeutische Bezug ist bei der Bearbeitung von handlungsorientierten und exemplarischen Arbeitssituationen, die sich aus der Fachsystematik ergeben, herzustellen.
(2) Die praxisorientierte Bearbeitung von Aufgaben erfolgt in der Fachpraxis. Methodentraining und projektorientiertes Arbeiten erfolgen im Rahmen ganzheitlicher Aufgabenstellungen, auch mit Hilfe digitaler Medien. Eine besondere Bedeutung kommt der Vermittlung von Strukturwissen zu. Schülerinnen und Schüler sollen das Lernen als lebenslangen Prozess begreifen.
(1) Der Bildungsgang umfasst die einjährige Einführungsphase und die zweijährige Qualifikationsphase. Die Einführungsphase dient der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen und Inhalte der Qualifikationsphase. Die erforderlichen methodischen und fachlichen Kompetenzen sollen im Rahmen des Fachunterrichtes und in der Fachpraxis gezielt gefördert werden.
(2) Folgende Fachrichtungen und Profile können eingerichtet werden:
Profil Lebensmittel- und Biotechnologie
Profil Ökologie und Umwelttechnik
Profil Betriebswirtschaft/Rechnungswesen
Profil Recht.
Die Senatorin für Kinder und Bildung kann die Einrichtung weiterer Fachrichtungen und Profile genehmigen.
(3) Der Unterricht ist in Form eines Systems aus Leistungs- und Grundfächern organisiert. Ein Leistungsfach kennzeichnet das berufliche Profil. Das berufliche Profil wird durch weitere Grundfächer ergänzt.
(4) Die Unterrichtsfächer außer dem Fach Sport und der Fachpraxis werden zu Aufgabenfeldern zusammengefasst. Die sprachlich-literarisch-künstlerischen Fächer bilden das Aufgabenfeld I, die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer das Aufgabenfeld II und die mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächer das Aufgabenfeld III.
(5) Der Unterricht wird zum großen Teil im Klassenverband durchgeführt.
Sicherung der individuellen Schullaufbahn
Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, sich über die verbindlichen Wahlpflicht- oder Kursbelegungen und andere Auflagen als Voraussetzungen für die Zulassung zur und für das Bestehen der Abiturprüfung zu informieren. Die Schule hat insoweit eine Beratungspflicht. Diese Beratungspflicht bezieht sich auch auf mögliche Abschlüsse bei Nichterreichen des Bildungsgangziels. Die Beratung ist zu dokumentieren.
Unterrichtsfächer, Stundentafeln und Belegungsverpflichtungen
(1) Die Unterrichtsfächer und die Anzahl der Unterrichtsstunden der Fachrichtungen und Profile ergeben sich aus den Stundentafeln der Anlagen 1 bis 5 .
(2) Die Schule regelt das Wahl- und Belegungsverfahren. Die Schülerin oder der Schüler hat keinen Anspruch auf die Belegung von Fächern oder Kursen, die nicht verpflichtend sind.
(3) Wer nicht mindestens vier Jahre durchgängig bis zum Eintritt in das Berufliche Gymnasium eine zweite Fremdsprache erlernt hat, hat eine neu einsetzende Fremdsprache zu belegen. Eine in den beiden Jahrgangsstufen vor Eintritt in das Berufliche Gymnasium belegte Fremdsprache ist keine neu aufgenommene Fremdsprache.
(4) Ist Englisch in der Sekundarstufe I nicht belegt worden, ist Englisch in der Einführungsphase als neu aufgenommene Fremdsprache zu belegen. Englisch ist in den drei Schuljahren des Beruflichen Gymnasiums insgesamt mit 12 Jahreswochenstunden zu belegen.
(5) Es müssen in der Qualifikationsphase zwei Leistungsfächer belegt werden. Das erste Leistungsfach kennzeichnet das berufliche Profil und das zweite Leistungsfach ist Deutsch, Englisch, Mathematik oder Biologie. Die übrigen Fächer werden als Grundfächer unterrichtet. Fächerübergreifende Lernformen sollen das fachliche Lernen ergänzen und sind Bestandteil des Unterrichts.
(6) Ein in der Qualifikationsphase mit null Punkten oder „nicht beurteilbar“ bewerteter Kurs gilt als nicht belegt.
Die Verweildauer im Beruflichen Gymnasium beträgt höchstens vier Jahre. Die Zeit, die eine Schülerin oder ein Schüler bereits eine Gymnasiale Oberstufe einer allgemeinbildenden Schule besucht hat, wird angerechnet. Bei einer Wiederholung der nicht bestandenen Abiturprüfung wird diese Verweildauer um ein Jahr verlängert. Wer innerhalb der zulässigen Verweildauer die Allgemeine Hochschulreife nicht mehr erlangen kann, hat das Berufliche Gymnasium sofort zu verlassen. Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann auf Antrag in begründeten Ausnahmefällen eine Verlängerung der Verweildauer zulassen.
Wechsel der Fachrichtung oder des Profils
oder in die Gymnasiale Oberstufe
(1) Ein Wechsel der Fachrichtung innerhalb des Beruflichen Gymnasiums oder ein Wechsel auf die Gymnasiale Oberstufe soll nicht später als acht Wochen nach Beginn der Einführungsphase, aber hat spätestens bis zum Ende des ersten Halbjahres zu erfolgen. Über Ausnahmen entscheidet die Senatorin für Kinder und Bildung auf Vorschlag der Schule. Ein Wechsel des Profils innerhalb einer Fachrichtung bedarf der Zustimmung der Schulleiterin oder des Schulleiters.
(2) Der Wechsel von Fächern im Wahlpflichtbereich ist im Rahmen freier Kapazitäten nach den Möglichkeiten der Schule bis spätestens zum Ende des ersten Halbjahres der Einführungsphase zulässig. Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann Ausnahmen von der Frist zulassen.
Der Unterricht im Fach Sport umfasst in der Qualifikationsphase Unterricht in zwei verschiedenen Sportarten aus zwei verschiedenen Bewegungsfeldern.
Werden Halbjahre der Qualifikationsphase wiederholt, sind die in der Wiederholung belegten Kurse für die Belegung, die Einbringung und die Zuerkennung maßgeblich. Abweichend davon nehmen Schülerinnen und Schüler, die nicht zur Abiturprüfung zugelassen werden oder die Abiturprüfung nicht bestanden haben, ohne Bewertung am Unterricht des zweiten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase teil.
(1) Zur Ermittlung und Bewertung von Leistungen werden Klausuren und schriftliche Leistungen, die eine Klausur ersetzen können, sowie sonstige Mitarbeit (mündliche Leistungen, Hausarbeiten, Präsentationen und insbesondere in der Fachpraxis praktische Tätigkeiten) herangezogen. Von dieser Regelung ist das Grundfach Sport ausgenommen.
(2) In der Fachpraxis können Klausuren durch die Bewertung von Handlungsprodukten, beispielsweise Entwürfen, Konzepten oder Werkstücken, mit deren schriftlicher Prozessdokumentation und -reflexion, ersetzt werden.
(3) Für die Einführungsphase gilt:
In den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache werden je Halbjahr mindestens zwei Klausuren geschrieben. Es kann eine der beiden Klausuren durch eine vergleichbare Leistung wie ein Referat oder eine Präsentation ersetzt werden.
(4) Für die Qualifikationsphase gilt:
In jedem Fach wird in jedem Halbjahr mindestens eine Klausur geschrieben.
Abweichend von Nummer 1 werden in Leistungsfächern in den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase mindestens zwei Klausuren geschrieben. Es kann eine der beiden Klausuren durch eine vergleichbare Leistung wie ein Referat oder eine Präsentation ersetzt werden.
(5) Die Klausuren sollen sich nach Inhalt, Schwierigkeitsgrad und Dauer von Beginn der Einführungsphase bis zum Ende der Qualifikationsphase zunehmend an den Anforderungen der schriftlichen Abiturprüfung orientieren.
(6) In den Fächern des ersten bis dritten Prüfungsfaches wird im zweiten Jahr der Qualifikationsphase jeweils eine Klausur in Abiturdauer geschrieben. Im dritten Prüfungsfach findet diese Klausur nach der Meldung zum Abitur im jeweils von der Schülerin oder dem Schüler gewählten Prüfungsfach statt.
(7) Versucht eine Schülerin oder ein Schüler das Ergebnis der Leistungsfeststellung durch Täuschung zu beeinflussen, kann die entsprechende Leistung mit null Punkten bewertet werden. Die Punktzahl wird entsprechend der Schwere und des Umfangs der Täuschungshandlung reduziert.
(8) Die Bewertung der erbrachten Leistungen erfolgt auf der Grundlage des in der Zeugnisverordnung festgelegten Bewertungsmaßstabs und wird entsprechend der folgenden Tabelle in Punktzahlen ausgewiesen:
(9) Die in einem fachübergreifenden Unterrichtsvorhaben erbrachten Leistungen werden entweder für die beteiligten Fächer getrennt oder mit einer Gesamtnote bewertet, die entsprechend ihrem quantitativen und qualitativen Anteil für jedes der beteiligten Fächer oder nur für ein Fach gilt.
(1) In einem Halbjahr der Qualifikationsphase wird eine Projektarbeit erstellt, deren Themenstellung einen Profilbezug haben soll. Mindestens zwei Fächer sollen beteiligt sein.
(2) Die Projektarbeit kann als Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt werden. Wird sie als Gruppenarbeit angefertigt, muss die individuelle Leistung nachweisbar und bewertbar sein.
(3) Das Thema der Projektarbeit wird von mindestens zwei Fachlehrerinnen oder Fachlehrern der beteiligten Fächer genehmigt und bewertet. Die Bewertung wird dokumentiert.
(4) Die Projektarbeit besteht aus den Projektergebnissen, der Präsentation der Projektergebnisse und einem Gespräch über die Projektergebnisse, das von zwei am Projekt beteiligten Fachlehrerinnen oder Fachlehrern geführt wird.
(5) Anstelle der Schriftform können die Projektergebnisse auch aus einem medialen Produkt oder gestalteten Objekt oder einer szenischen oder musikalischen Darstellung bestehen. Liegt das Projektergebnis nicht in Schriftform vor, ist es um eine schriftliche Reflexion zu ergänzen.
(1) Zur Vermittlung außerschulischer Erfahrungen können betreute Praktika in geeigneten Betrieben oder anderen Einrichtungen möglichst während der Ferien durchgeführt werden. Der inhaltliche Bezug ergibt sich aus der Fachrichtung und dem Profil. Für einzelne Profile kann die Schule ein verpflichtendes Praktikum vorsehen.
(2) Das Praktikum soll in der Einführungsphase durchgeführt werden und mindestens zwei Wochen dauern. Es kann unterrichtsbegleitend oder als Block organisiert sein. In Ausnahmefällen, die durch schulische Konzepte begründet sein müssen, kann das Praktikum auch im ersten Jahr der Qualifikationsphase stattfinden.
(3) Während des Praktikums und im Anschluss daran ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass der Praktikumsverlauf dokumentiert und ausgewertet wird.
(4) Ein Praktikum im Ausland ist möglich. Die Anrechnung der dort zu erbringenden Leistungen auf die Belegungsverpflichtungen ist vorab sicherzustellen.
(1) Voraussetzungen für die Zulassung in die Einführungsphase sind
die Berechtigung zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe oder
der Nachweis über den Mittleren Schulabschluss und mindestens gute Leistungen im Abschlusszeugnis der Berufsschule und in der Abschlussprüfung einer für die Fachrichtung einschlägigen Berufsausbildung sowie die Teilnahme an einem Beratungsgespräch.
(2) Voraussetzungen für die Aufnahme in die Qualifikationsphase sind
eine Bescheinigung über den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife in der jeweils entsprechenden Fachrichtung mit
einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik; keines dieser Fächer darf die Note „mangelhaft“ ausweisen und
einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern des beruflichen Lernbereichs,
der Nachweis einer mindestens vier Jahre erlernten zweiten Fremdsprache oder Kenntnisse hierin mindestens im Umfang des Unterrichts in der Einführungsphase. Der Nachweis ist ersatzweise durch eine Feststellungsprüfung zu erbringen.
(3) In besonderen Fällen kann die Senatorin für Kinder und Bildung eine Bewerberin oder einen Bewerber unter Berücksichtigung einer Stellungnahme der Schule abweichend von den Zulassungsvoraussetzungen der Absätze 1 und 2 zulassen.
(1) Der Antrag auf Zulassung ist zu den jährlich von den Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven gesetzten Anmeldeterminen bei der zur Zeit besuchten öffentlichen Schule einzureichen. Auswärtige Bewerberinnen und Bewerbern oder Bewerberinnen und Bewerber von Privatschulen reichen ihren Antrag direkt beim Beruflichen Gymnasium ein. Die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen nach § 12 Absatz 1 oder 2 ist bis zum Beginn der Sommerferien eines jeden Schuljahres nachzuweisen.
Schülerinnen und Schüler, die bei Eintritt in das Berufliche Gymnasium noch keinen Mittleren Schulabschluss erworben haben, und deren Versetzung in die Qualifikationsphase gefährdet ist, nehmen am Ende der Einführungsphase an einer Prüfung zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses teil.
(1) Die Fachhochschulreife wird zuerkannt durch einen schulischen und einen berufsbezogenen Teil. Die Absätze 2 bis 4 regeln den Nachweis der schulischen Bedingungen, Absatz 5 regelt den Nachweis der berufsbezogenen Bedingungen für die Zuerkennung der Fachhochschulreife.
(2) Schülerinnen und Schülern, die das Berufliche Gymnasium ohne Allgemeine Hochschulreife verlassen, kann auf Antrag frühestens nach dem Besuch der ersten beiden Schulhalbjahre der Qualifikationsphase der schulische Teil der Fachhochschulreife zuerkannt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
In mindestens neun anzurechnenden Halbjahresergebnissen müssen fünf Punkte oder mehr erbracht werden, darunter vier Halbjahresergebnisse aus beiden Leistungskursen.
Die Halbjahresergebnisse der Leistungskurse werden zweifach, die übrigen Halbjahresergebnisse einfach bewertet. Mit null Punkten bewertete Kurse gelten als nicht belegt. Themengleiche oder ähnliche Fächer werden nur einmal angerechnet.
Die Gesamtpunktzahl von mindestens 95 und höchstens 285 Punkten, die sich aus den anzurechnenden Halbjahresergebnissen nach Nummer 1, 2 und 5 ergibt, wird nach der Tabelle der Anlage 6 in eine Durchschnittsnote umgerechnet.
(4) Eine Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife dokumentiert das Ergebnis.
eine mindestens zweijährigen Berufstätigkeit in einem nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannten oder gleichwertig geregelten Ausbildungsberuf oder in einem entsprechenden Ausbildungsberuf in der öffentlichen Verwaltung oder
ein mindestens einjähriges ununterbrochenes freiwillig abgeleistetes soziales oder ökologisches Jahr, den Wehr- oder Zivildienst sowie den Bundesfreiwilligendienst.
(6) Bei Nachweis des schulischen und des berufsbezogenen Teils der Fachhochschulreife wird die Zuerkennung der Fachhochschulreife in einer zusammenfassenden Bescheinigung dokumentiert. Form und Inhalt dieser Bescheinigung und der Bescheinigung nach Absatz 5 legt die Senatorin für Kinder und Bildung fest.
im berufsbezogenen Leistungsfach und dem Kernfach, das am Ende der Einführungsphase zum allgemeinbildenden Leistungsfach bestimmt wird, zusammen weniger als 10 Punkte,
in einem dieser Fächer 0 Punkte erreicht,
(4) Kann eine Lehrerin oder ein Lehrer aus zwingenden Gründen an der Versetzungskonferenz nicht teilnehmen, so leitet sie der oder dem Vorsitzenden oder der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer ihre oder seine Beurteilung mit Erläuterungen rechtzeitig zu. Ist die Lehrerin oder der Lehrer nicht in der Lage, rechtzeitig eine Beurteilung vorzulegen, so berücksichtigt die Konferenz bei ihrer Entscheidung die ihr zugänglichen Unterlagen.
(3) Die Klassenelternsprecherinnen und -sprecher sowie die Klassenschülersprecherinnen oder -sprecher haben das Recht, mit beratender Stimme an der Versetzungskonferenz teilzunehmen. Die oder der Vorsitzende hat einzelne oder alle Personen, die nur mit beratender Stimme anwesend sind, von der Beratung auszuschließen, wenn dies zum Schutze der Persönlichkeit einer Schülerin oder eines Schülers oder ihrer oder seiner Erziehungsberechtigten geboten erscheint. Von der Beratung der Versetzungskonferenz ausgeschlossen ist die Elternsprecherin oder der Elternsprecher, soweit über deren oder dessen Tochter oder Sohn beraten wird, sowie die Schülersprecherin und der Schülersprecher, soweit über sie oder ihn beraten wird.
(4) Kann eine Lehrerin oder ein Lehrer aus zwingenden Gründen an der Versetzungskonferenz nicht teilnehmen, so leitet sie der oder dem Vorsitzenden oder der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer ihre oder seine Beurteilung mit Erläuterungen rechtzeitig zu. Ist die Lehrkraft nicht in der Lage, rechtzeitig eine Beurteilung vorzulegen, so berücksichtigt die Konferenz bei ihrer Entscheidung die ihr zugänglichen Unterlagen.
Der Bildungsgang schließt mit der Abiturprüfung ab.
Auf Bildungsgänge, die vor dem 1. August 2019 begonnen haben, ist die Verordnung in der bis zum 31. Juli 2019 geltenden Fassung weiter anzuwenden.
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 2010 in Kraft.
(2) Gleichzeitig treten die Richtlinien über das Berufliche Gymnasium vom 17. Juli 2008 außer Kraft.
Bremen, den 19. September 2010
In der Fachrichtung Ernährung wird das
Profil Ernährung aus dem Leistungsfach (LF) Ernährung zusammen mit den Grundfächern (GF) Biologie, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Ernährung gebildet,
Profil Lebensmittel- und Biotechnologie aus dem Leistungsfach Lebensmittel- und Biotechnologie zusammen mit den Grundfächern Chemie, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Lebensmittel- und Biotechnologie gebildet.
Zuordnung der Fächer zu den Aufgabenfeldern
LF Ernährung
GF Biologie
GF Berufliche Informatik 1)
GF Fachpraxis Ernährung 2)
Weiteres Leistungsfach 3)
Weitere Grundfächer
GF Deutsch 4)
GF Englisch 4)
GF Zweite Fremdsprache 5)
GF Kunst oder Musik oder Darst. Spiel
GF Geschichte oder Politik 3)
GF Betriebs- und Volkswirtschaft 1)
GF Mathematik
GF Physik
Wahlpflichtbereich 6)
Pflichtwochenstunden je Phase
?66, mind. je 32 in Q1 sowie in Q2
LF Lebensmittel- und Biotechnologie
GF Fachpraxis Lebensmittel- und Biotechnologie 2)
GF Geschichte oder Politik
Regelung zu den Prüfungsfächern
Als drittes Prüfungsfach kann nur ein Fach nach § 9a Absatz 4 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen (AP-V) gewählt werden. Das vierte Prüfungsfach kann gemäß § 9a Absatz 4 AP-V aus allen Fächern - außer dem Fach Sport und der Fachpraxis - gewählt werden.
In Q2 ist entweder Betriebs- und Volkswirtschaft oder Berufliche Informatik verpflichtend zu belegen.
Die Fachpraxis ist thematisch und durch gemeinsame Unterrichtsanteile mit dem Leistungsfach hinsichtlich der Planung und Bewertung zu verbinden.
Sofern nicht ab Q1 als Leistungsfach gewählt.
Verpflichtend, falls weniger als 4 Jahre Unterricht in einer Zweiten Fremdsprache in der Sek. I unmittelbar vor dem Eintritt in das Berufliche Gymnasium.
In der Einführungsphase muss der Wahlpflichtbereich mindestens eine Stunde Methodenunterricht beinhalten, wenn dieser Unterricht nicht der Fachpraxis zugeordnet ist.
Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Gestaltung
In der Fachrichtung Gestaltung wird das
Profil Gestaltung aus dem Leistungsfach (LF) Gestaltung zusammen mit den Grundfächern (GF) Geschichte (Kunst- und Kulturgeschichte), Berufliche Informatik und der Fachpraxis Gestaltung gebildet,
Profil Multimedia aus dem Leistungsfach Multimedia zusammen mit den Grundfächern Geschichte (Kunst- und Kulturgeschichte), Berufliche Informatik und der Fachpraxis Gestaltung gebildet.
LF Gestaltung
GF Geschichte 1)
GF Berufliche Informatik 2)
GF Fachpraxis Gestaltung 3)
Weiteres Leistungsfach 4)
GF Deutsch 5)
GF Englisch 5)
GF Zweite Fremdsprache 6)
GF Betriebs- und Volkswirtschaft 2)
GF Naturwissenschaften 8)
(Chemie, Biologie, Physik)
GF Chemie und/oder Physik und/oder Biologie
Wahlpflichtbereich 7)
LF Multimedia
Mit besonderen Anteilen der Kunst- und Kulturgeschichte.
Zwei Fächer dreistündig oder drei Fächer zweistündig.
Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Gesundheit und Soziales
In der Fachrichtung Gesundheit und Soziales wird das
Profil Gesundheit aus dem Leistungsfach (LF) Gesundheit zusammen mit den Grundfächern (GF) Biologie, Berufliche Informatik oder Betriebs/Volkswirtschaft und der Fachpraxis Gesundheit gebildet,
Profil Sozialpädagogik aus dem Leistungsfach Pädagogik/Psychologie zusammen mit den Grundfächern Biologie, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Sozialpädagogik gebildet.
3.1 Profil Gesundheit
LF Gesundheit
GF Betriebs- und Volkswirtschaft
GF Fachpraxis Gesundheit 2)
GF Geschichte oder Politik 6)
GF Betriebs- und Volkswirtschaft oder
GF Informationsverarbeitung
GF Mathematik 4)
LF Pädagogik/ Psychologie
GF Fachpraxis Sozialpädagogik 2)
Wahlmöglichkeit im Rahmen des Angebots der Schule.
Alternativ zu Geschichte kann auch Politik belegt werden, wenn in diesem Fach Geschichte mit festen Anteilen unterrichtet wird.
Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Technik
In der Fachrichtung Technik wird das
Profil Informationstechnik aus dem Leistungsfach (LF) Informationstechnik zusammen mit den Grundfächern (GF) Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet,
Profil Mechatronik aus dem Leistungsfach Mechatronik zusammen mit den Grundfächern Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet.
Profil Luft- und Raumfahrttechnik aus dem Leistungsfach Luft- und Raumfahrttechnik zusammen mit den Grundfächern Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet,
Profil Architektur und Bautechnik aus dem Leistungsfach Architektur und Bautechnik zusammen mit den Grundfächern Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet,
Profil Ökologie und Umwelttechnik aus dem Leistungsfach Ökologie und Umwelttechnik zusammen mit den Grundfächern Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet,
Profil Gestaltungs- und Medientechnik aus dem Leistungsfach Gestaltungsund Medientechnik zusammen mit den Grundfächern Politik/Geschichte, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Technik gebildet.
LF Informationstechnik
GF Geschichte/Politik 1) 6)
GF Berufliche Informatik
GF Fachpraxis Technik 2)
GF Physik und/oder Chemie und/oder Biologie
LF Mechatronik
LF Luft- und Raumfahrttechnik
LF Architektur und Bautechnik
GF Betriebs- und Volkswirtschaft 7)
GF Naturwissenschaften 9)
GF Psychologie 7)
Wahlpflichtbereich 8)
LF Ökologie und Umwelttechnik
GF Naturwissenschaften 9) (Chemie, Biologie, Physik)
GF Geografie 7)
LF Gestaltungs- und Medientechnik
Mit geschichtlichen Anteilen.
In der Einführungsphase als Fach Geschichte.
Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft
In der Fachrichtung Wirtschaft wird das
Profil Betriebswirtschaft/Rechnungswesen aus dem Leistungsfach (LF) Betriebswirtschaft/Rechnungswesen zusammen mit den Grundfächern (GF) Volkswirtschaft, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Betriebswirtschaft gebildet,
Profil Wirtschaftsinformatik aus dem Leistungsfach Wirtschaftsinformatik mit den Grundfächern Betriebs- und Volkswirtschaft, Rechnungswesen und der Fachpraxis Wirtschaftsinformatik gebildet,
Profil Recht aus dem Leistungsfach Recht mit den Grundfächern Betriebs- und Volkswirtschaft, Berufliche Informatik und der Fachpraxis Recht gebildet.
Profilfächer 1)
LF Betriebswirtschaft/Rechnungswesen
GF Volkswirtschaft
GF Fachpraxis Betriebswirtschaft 2)
GF Naturwissenschaften 7)
GF Physik und/oder Chemie und/oder Biologie 4)
LF Wirtschaftsinformatik
GF Rechnungswesen 6)
GF Fachpraxis Wirtschaftsinformatik 1)
Weiteres Leistungsfach 2)
GF Deutsch 3)
GF Englisch 3)
GF Zweite Fremdsprache 4)
GF Mathematik 3)
GF Naturwissenschaften 7) (Chemie, Biologie, Physik)
GF Physik und/oder Chemie und/oder Biologie 3)
Wahlpflichtbereich 5)
Profil Recht
LF Recht
GF Fachpraxis Recht 2)
In Q2 ist entweder Volkswirtschaft oder Berufliche Informatik verpflichtend zu belegen.
Tabelle zur Errechnung der Durchschnittsnote für die Fachhochschulreife
231 -227
Verordnung über das Berufliche Gymnasium vom 19. September 2010 01.08.2010
§ 1 - Aufgaben und Ziele 01.08.2010
§ 2 - Unterrichtsgrundsätze 01.02.2019
§ 3 - Dauer und Organisation des Unterrichts 01.02.2019
§ 3a - Sicherung der individuellen Schullaufbahn 01.02.2019
§ 4 - Unterrichtsfächer, Stundentafeln und Belegungsverpflichtungen 01.02.2019
§ 5 - Verweildauer 01.02.2019
§ 6 - Wechsel der Fachrichtung oder des Profils oder in die Gymnasiale Oberstufe 28.07.2015
§ 7 - Regelungen für das Fach Sport 01.08.2010
§ 8 - Wiederholung 01.02.2019
§ 9 - Leistungsbewertung 01.02.2019
§ 10 - Projektarbeit 01.08.2010
§ 11 - Praktikum 01.08.2010
§ 12 - Voraussetzungen für die Zulassung 28.07.2015
§ 13 - Zulassung 01.08.2010
§ 13a - Mittlerer Schulabschluss 04.11.2014
§ 14 - Zuerkennung der Fachhochschulreife 01.02.2019
§ 19 - Prüfung 14.06.2013
§ 20 - Übergangsbestimmung 01.02.2019
§ 21 - Inkrafttreten 01.02.2019
Anlage 1 - Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Ernährung 01.02.2019
Anlage 2 - Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Gestaltung 01.02.2019
Anlage 3 - Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Gesundheit und Soziales 01.02.2019
Anlage 4 - Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Technik 01.02.2019
Anlage 5 - Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft 01.02.2019
Anlage 6 - Tabelle zur Errechnung der Durchschnittsnote für die Fachhochschulreife (schulischer Teil) aus der Punktzahl des Gesamtergebnisses 01.08.2010

References: § 3
 § 3
 § 3
 § 28
 § 45
 § 33
 § 67
 § 12
 § 9
 § 9

§ 1

§ 2

§ 3

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 13

§ 14

§ 19

§ 20

§ 21