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Timestamp: 2020-05-30 14:09:15+00:00

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Rechtsprechung: U (Kart) 16/13 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 21.05.2014
OLG Düsseldorf, 12.07.2017 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2017,24973)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12.07.2017 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2017,24973)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12. Juli 2017 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2017,24973)
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Umstrittene »Einspeiseentgelte«: Zu Gunsten der Kabelnetzbetreiber entschieden
heise.de (Pressemeldung, 20.07.2017)
Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten müssen für die Kabelnetznutzung ein Einspeiseentgelt zahlen
Beim Ausbeutungsmissbrauch im Sinne des § 19 Abs. 2 Nr. 2 GWB ist der notwendige Kausalzusammenhang zwischen der marktbeherrschenden Stellung und dem Missbrauch dadurch gekennzeichnet, dass die wirtschaftliche Übermacht des Marktbeherrschers als solche - das heißt unabhängig davon, ob zusätzlich Druckmittel angewendet werden, um den Willen der anderen Partei zu beugen - für das wettbewerbsschädliche Marktergebnis nicht wettbewerbskonformer Entgelte oder Geschäftsbedingungen ursächlich ist (vgl. EuGH…, Urteil vom 17.02.2011, C-52/09, - TeliaSonera, Rn. 24 bei juris; Senat, Urteil vom 12.07.2017, VI-U (Kart) 16/13 - Einspeisung von Fernsehprogrammsignalen III, Rn. 131 bei juris;… Immenga/Mestmäcker, 5. Aufl., § 19 GWB Rn. 82b).
Auch dies spricht gegen eine Ausnutzung von Marktmacht durch die Beklagte, ohne dass es näher darauf ankommt, ob und in welchem Umfang die Klägerinnen ihrerseits nachfragemächtig waren (vgl. Senat, Urteil vom 12.07.2017, VI-U (Kart) 16/13 - Einspeisung von Fernsehprogrammsignalen III, Rn. 135 bei juris).
Am 12. Juli 2017 entschied der Kartellsenat des OLG Düsseldorf (Az.: VI-U (Kart) 16/13, nicht rechtskräftig) in einem der zurückgewiesenen Fälle, dass der in 2008 geschlossene Einspeisevertrag weder 2012 noch 2015 wirksam gekündigt worden sei und verurteilte die beklagten Rundfunkanstalten zur Zahlung der vertraglichen Einspeiseentgelte.
vgl. auch OLG Düsseldorf, Urteil vom 21. Mai 2014 - VI-U (Kart) 16/13 -, juris, Rn. 102, welches betont, dass die Vertragskündigungen der öffentlich-rechtlichen Sender im Jahre 2012 wegen des Gebots der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit die "einzig in Betracht kommende Handlungsalternative" waren; die Fortführung der Verträge wäre "ein eklatanter Rechtsverstoß" gewesen.
Aus dieser Norm kann sich - sofern man nicht davon ausgeht, dass der Beklagte insoweit von den Anforderungen des Kartellrechts gemäß Artikel 106 Abs. 2 AEUV befreit ist -, verneinend BGH, Urteil vom 16. Juni 2015 - KZR 83/13 -, juris, Rn. 35 ff.; OLG Düsseldorf, Urteile vom 12. Juli 2017 - VI-U (Kart) 16/13 -, juris, Rn. 216 ff., und VI-U (Kart) 20/13, juris, Rn. 184 ff.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 29. Dezember 2016.
Am 12. Juli 2017 entschied der Kartellsenat des OLG Düsseldorf (Az.: VI-U (Kart) 16/13, nicht rechtskräftig) in einem der zurück-gewiesenen Fälle, dass der in 2008 geschlossene Einspeisevertrag weder 2012 noch 2015 wirksam gekündigt worden sei und verurteilte die beklagten Rundfunkanstalten zur Zahlung der vertraglichen Einspeiseentgelte.
OLG Düsseldorf, 21.05.2014 - VI-U (Kart) 16/13
https://dejure.org/2014,13001
OLG Düsseldorf, 21.05.2014 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2014,13001)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21.05.2014 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2014,13001)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21. Mai 2014 - VI-U (Kart) 16/13 (https://dejure.org/2014,13001)
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GWB § 1; RStV § 52b; RStV § 52d
Keine Ansprüche eines Kabelnetzbetreibers wegen Einspeisung der Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ins Kabelnetz
Die Beklagte zu 1 ist daher, jedenfalls soweit sie den Rundfunkanstalten zugewiesene öffentlich-rechtliche Aufgaben - wie hier die Bereitstellung eines Telemedienangebots - erfüllt, keine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (offengelassen von OLG Düsseldorf, ZUM-RD 2015, 166 Rn. 40;… LG Köln, ZUM 2013, 502 Rn. 109 bis 111), sondern eine öffentlich-rechtliche Gemeinschaftsform ohne eigene Rechtspersönlichkeit (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 10. November 2005 - 6 PB 14/05, juris Rn. 5; OLG München, NJW-RR 1992, 1444, 1445;… Herrmann/Lausen, Rundfunkrecht, 2. Aufl., § 16 Rn. 9;… Binder, Rundfunkrecht, 3. Aufl., § 11 RStV Rn. 61;… Gersdorf, Rundfunkrecht, 2003, Teil 5 Rn. 349;… ders. in Gersdorf/Paal, Informations- und Medienrecht, 2014, § 11b RStV Rn. 12;… Hesse, Rundfunkrecht, 3. Aufl., Kapitel 4 Rn. 172;… Prinz/Peters, Medienrecht, 1999, Kapitel 12 Rn. 321;… Hahn in Hahn/Vesting, Rundfunkrecht, 3. Aufl., Anhang zu §§ 11e, 11f RStV Rn. 36;… Hartstein/Ring/Kreile/Dörr/Stettner, Kommentar zum Rundfunkstaatsvertrag, 50. AL November 2011, vor § 11 RStV Rn. 66;… Seitz/Schmidt, Der Gegendarstellungsanspruch, 4. Aufl., Kapitel 9 Rn. 36; Fessmann, FuR 1980, 623 ff.;… Steinwärder, Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, 1998, S. 318 ff.).
Der Senat hat mit Urteil vom 21. Mai 2014 (NZKart 2014, 285 = WuW/E DE-R 4342), auf dessen vollständigen Inhalt an dieser Stelle Bezug genommen wird, die Berufung der Klägerin zurückgewiesen.
Das Berufungsgericht hat die Berufung zurückgewiesen (OLG Düsseldorf, WuW/E DE-R 4342 = NZKart 2014, 285).
Die gesetzlichen Verbreitungspflichten tragen dem Umstand Rechnung, dass rund die Hälfte der Zuschauer bzw. Zuhörer Rundfunkprogramme über Kabelnetze empfängt (vgl. nur OLG Düsseldorf, Urteil vom 21. Mai 2014 - VI-U (Kart) 16/13 - UA S. 14).
Die Kontrahierungspflicht hat zwischenzeitlich auch der Bundesgerichtshof eindeutig verneint (…vgl. Urteile vom 16. Juni 2015 - KZR 83/13 -, juris Rn. 18 ff., …und vom 12. April 2016 - KZR 30/14 -, juris Rn. 23 ff.; vgl. ebenso bereits OLG Düsseldorf, Urteil vom 21. Mai 2014 - VI-U (Kart) 16/13 -, juris Rn. 44 ff.; OLG München…, Urteil vom 28. November 2013 - U 2094/13 -, juris Rn. 45 ff. sowie OVG RP, Beschluss vom 3. November 2014 - 2 E 10685/14.OVG -, MMR 2015, 142).
OLG Düsseldorf, 17.09.2014 - Kart 1/13
Zulässigkeit der Beschwerde gegen Verpflichtungszusagenentscheidungen des …
Bezüglicher dieser Programme sind die Programmveranstalter aufgrund des aus Art. 5 GG folgenden Grundversorgungsauftrags verpflichtet, die Programme einer möglichst großen Zuschauerzahl zugänglich zu machen (vgl. Senat Urteil v. 31.05.2014, Az. VI - U (Kart) 16/13, Umdruck s. 13 f.).
Nicht zu dem genannten Markt gehört die Nachfrage der Sender nach einem Signaltransport per Satellit oder auf terrestrischem Weg, weil die Kabelnetzbetreiber eine solche Transportleistung nicht anbieten (Senat Urteil v. 21.05.2014 Az. VI-U (Kart) 16/13, Umdruck Seite 19).
LG Köln, 12.11.2014 - 90 O 86/12
Kein Zahlungsanspruch bei Must-Carry-Verpflichtung
Die Klage ist, soweit sie sich gegen die Beklagte zu 1. (ARD) richtet, unabhängig von etwaigen Zweifeln an der Zulässigkeit des Begehrens im Hinblick auf die fragliche Parteifähigkeit der Beklagten zu 1. (dazu OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.05.2014, Aktenzeichen VI-U (Kart) 16/13, Juris Rn. 40) jedenfalls unbegründet.
Denn für die Frage, ob die Vertragskündigungen unwirksam sind, sind nicht nur Verstöße gegen das Kartellrecht entscheidungserheblich, sondern auch ein etwaiger rundfunkrechtlicher Kontrahierungszwang bzw. ein rundfunkrechtlicher Entgeltanspruch (…vgl. z.B. LG Köln, U.v. 12.11.2014 - 90 O 86/12 - juris Rn. 62 ff.; OLG Düsseldorf, U.v. 21.5.2014 - VI-U (Kart) 16/13 u.a. - juris Rn. 46 ff.;… OLG München, U.v. 28.11.2013 - U 2094/13 - juris Rn. 45 ff. zu anderen Kabelnetzbetreibern).
vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.05.2014 - VI-U (Kart) 16/13, U (Kart) 16/13 -, juris.
vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.05.2014 - VI-U (Kart) 16/13, U (Kart) 16/13 - LG Köln, Urteil vom 12.11.2014 - 90 O 86/12 -, beide nachgewiesen bei juris.

References: § 19
 § 19
 § 1
 § 52
 § 52
 § 16
 § 11
 § 11
 § 11
 Art. 5