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Timestamp: 2018-01-23 12:10:40+00:00

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versicherungsoptimierer.net - Infothek - Kraftfahrtversicherung
Die Kraftfahrtversicherung ist mit rund 100 Millionen Versicherungsverträgen die Sparte mit dem größten Verslcherungsbestand überhaupt und mit einer Beitragseinnahme von zuletzt 21,2 Milliarden EUR der bei weitem größte Zweig innerhalb der Schaden- und Unfallversicherung.
Ihre besondere Bedeutung in einer Gesellschaft der individuellen Mobilität ergibt sich von selbst. Gerade die zunehmende Arbeitsteilung ruft immer neue Verkehrsströme hervor und lässt den Kraftfahrtverkehr anwachsen. Das gilt auch für den privaten Bereich.
Die Kraftfahrtversicherung wird in 4 Bereiche unterteilt:
Einteilung der Kraftfahrtversicherung:
1. Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung:
- behandelt die gesetzliche Haftpflicht des Kfz-Halters und der mitversicherten Personen im Zusammenhang mit dem Gebrauch des Kfz,
- ist gesetzliche Zwangsversicherung.
2. Fahrzeugversicherung:
- hat die Beschädigung, Zerstörung und den Verlust des versicherten Kfz zum Gegenstand (Sachversicherung),
- je nach Umfang des Versicherungsschutzes wird zwischen Voll- und Teilkaskoversicherung unterschieden.
3. Kraftfahrtunfallversicherung:
- Unfallversicherungsschutz für Insassen und Berufskraftfahrer bei einem Kfz-Unfall
4. Autoschutzbriefversicherung:
- Serviceleistungen des Versicherers (z. B. Pannen- und Unfallhilfe) im Zusammenhang mit bei Unfällen entstehenden Folgekosten.
Grundsätzlich haftet der Halter eines Kfz nicht nur für schuldhafte Handlungen, sondern für jeden Schaden, der beim Betrieb des Fahrzeugs entsteht (Gefährdungshaftung). Die wesentlichen gesetzlichen Regelungen hierzu finden sich im Straßenverkehrsgesetz (StVG) und im Pﬂichtversicherungsgesetz (PflVG).
Straßenverkehrsgesetz und Pflichtversicherungsgesetz
Das Straßenverkehrsgesetz definiert die Gefährdungshaftung des Kfz-Halters so:
"Wird bei dem Betrieb eines Kfz oder eines Anhängers ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Fahrzeugs verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen; die Ersatzpflicht ist ausgeschlossen, wenn der Unfall durch höhere Gewalt verursacht wird." (§ 7 StVG)
Ein Fahrzeug befindet sich im Betrieb, wenn der Motor noch läuft oder es noch nicht endgültig abgestellt ist und sich noch im Verkehrsraum befindet, sodass es eine typische Gefahr darstellt (z. B. als Hindernis), d. h. also auch ohne Motorkraft.
Die Entschädigung ist bei der Gefährdungshaftung jedoch per Gesetz summenmäßig begrenzt:
Sachschäden: bis 300.000,00 EUR,
Personenschäden: ein Geschädigter bis 600.000,00 EUR Kapital bzw. 36.000,00 EUR Jahresrente, mehrere Geschädigte bis 3.000.000,00 EUR Kapital bzw. 180.000,00 EUR Jahresrente.
Bei gewerbsmäßiger Beförderung gilt die Begrenzung nicht.
Die Gefährdungshaftung im Straßenverkehr gilt seit dem 01.07.2002 auch in vollem Umfang zugunsten der Fahrzeuginsassen. Weiterhin wurde der entlastende Einwand des unabwendbaren Ereignisses gegenüber nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern abgeschafft. Gegenüber Fußgängern und Radfahrern ist der Haftungsausschluss nur noch bei höherer Gewalt gegeben.
Nach § 1 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) gilt die sogenannte Versicherungspflicht, die bezwecken soll, dass ein geschädigter Dritter sich darauf verlassen kann, dass ein ihm entstandener Schaden ersetzt wird, auch wenn das Vermögen des Schädigers hierzu nicht ausreicht.
"Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort ım Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschaden und sonstigen Vermögensschäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf offentlichen Wegen oder Plätzen verwendet wird."
Bei einem Unfall zwischen Kfz wirkt der Einwand des unabwendbaren Ereignisses nur entlastend, wenn der perfekte ldealfahrer den Unfall nicht hätte verhindern können. Fehler und Versagen von Fahrzeugteilen stellen kein unabwendbares Ereignis dar.
ist derjenige, der das Kfz für eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt darüber besitzt (wirtschaftlicher Eigentümer).
ist derjenige, dem das Kfz rechtlich gehört.
ist derjenige, der das Kfz steuert oder typische Verrichtungen damit vornimmt (Beladen, Abkippen eines Lkw usw.).
Die Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung besteht jedoch nicht nur für den Halter, sondern auch für den Versicherer, und zwar bis zur Höhe der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen:
Personenschäden bis 2,5 Mio. EUR (mehrere Personen max. 7,5 Mio. EUR),
Sachschäden bis 500.000,00 EUR,
Vermögensschäden bis 50.000,00 EUR.
Der Zwang zur Annahme (Kontrahierungszwang) besteht jedoch aus- schließlich für die Kfz-Haftpflichtversicherung, nicht für die Fahrzeugversi- cherung, und bezieht sich zunächst nur auf Pkw, Kombi (bis 1 t Nutzlast) und Zweiräder.
Der Versicherungsvertrag in der Kfz-Haftpflichtversicherung:
Grundsätzlich gelten in der Kfz-Versicherung die gleichen Vorschriften zum Abschluss eines Vertrages wie in allen anderen Versicherungszweigen. Abweichend gilt aber in der Kfz-Haftpflichtversicherung für Pkw/ Kombi bis 1 t Nutzlast eine Annahmefiktion. Danach gilt der Antrag
"... zu den für den Geschäftsbetrieb des Versicherungsunternehmens maßgebenden Grundsätzen und zum allgemeinen Unternehmenstarif als angenommen, wenn der Versicherer ihn nicht innerhalb einer Frist von zwei Wochen vom Eingang des Antrags an schriftlich ablehnt oder wegen einer nachweisbar höheren Gefahr ein vom allgemeinen Unternehmenstarif abweichendes schriftliches Angebot unterbreitet (§ 5 Abs. 3 S. 1 PflVerG)".
Die Annahme eines Kfz-Haftpflichtversicherungsvertrages (im Rahmen des Kontrahierungszwanges) kann der Versicherer gemäß § 5 Abs. 4 PflVersG nur ablehnen, wenn:
der Abschluss nach der geschäftsplanmäßigen Erklärung des Versicherers nicht möglich ist,
der Antragsteller einen zulässigen Beitragszuschlag ablehnt oder
der Versicherer einen Vorvertrag (auch aus anderer Sparte) wegen Anfechtung, Rücktritt oder Kündigung beendet hat.
Wenn der Versicherer den Kfz-Haftpflichtversicherungsvertrag jedoch nicht innerhalb von zwei Wochen schriftlich ablehnt, gilt er als angenommen.
Zu Beginn des Versicherungsvertrages hat der Versicherer dem VN eine Versicherungsbestätigungskarte (früher: Doppelkarte) zur Vorlage bei der KfzZulassungsstelle auszuhändigen. Diese gilt als Nachweis, dass ausreichender Versicherungsschutz im Haftpflichtbereich besteht, und stellt eine vorläufige Deckungszusage dar. Dadurch besteht Versicherungsschutz über diesen Vorvertrag bereits vor Einlösung des Versicherungsscheines des Hauptvertrages.
Die vorläufige Deckung ist ein rechtlich selbstständiger Vertrag und endet mit der Einlösung des Versicherungsscheins oder bei Kündigung durch den Versicherer innerhalb einer Woche.
Von der Zulassungsstelle erhält der Versicherer die Wesentlichen Daten über das zugelassene Kfz per elektronisches System. Die Antragsaufnahme soll nach GDV-Empfehlung mit der Aushändigung der Doppelkarte erfolgen.
Der Versicherungsumfang geht aus den allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) hervor und ist im Wesentlichen an das PflVG angelehnt.
Aufgaben der Kfz-Haftpflichtversicherung, Haftung und Deckung
Die Aufgaben der Kfz-Haftpflichtversicherung entsprechen denjenigen aller Haftpflichtversicherungen.
Versicherungsumfang in der Kfz-Haftpflichtversicherung
Die Befriedigung berechtigter Die Abwehr unberechtigter
Schadenersatzansprüche aus
Personenschäden Sachschäden Vermögensschäden
Als gesetzliche Pflichtversicherung verfolgt sie jedoch den Schutz des Verkehrsopfers. insofern steht die Haftungsfreistellung des Versicherten hier erst an zweiter Stelle. Alle Eingriffe des Pflichtversicherungsgesetzes in die Kfz-Haftpflichtversicherung dienen der Verfolgung dieses Zieles. Das gilt auch für Direkt- und Nachhaftung.
Darüber hinaus ist im § 3 (1) PflVG geregelt, dass der geschädigte Dritte einen Direktanspruch gegen den Versicherer besitzt. Er kann seinen Schadenersatzanspruch unmittelbar gegen den Versicherer geltend machen (Direkthaftung).
&Downarrow; &Updownarrow;
VU &Leftarrow; Versicherungsnehmer = Schädiger &Leftarrow; Dritter
Deckungsanspruch Haftungsanspruch
Versicherungsnehmer und Versicherer haften als Gıesamtschuldner. Der Versicherer hat dem geschädigten Dritten gegenüber u. U. sogar auch dann eine Zahlungsverpflichtung, wenn keine Deckung mehr besteht (z. B. bei Nichtzahlung einer Prämie). Diese Haftung erstreckt sich noch auf einen Monat nach dem Zugang der Mitteilung über die Beendigung des Versicherungsvertrages beim Straßenverkehrsamt hinaus (Nachhaftung). Allerdings kann der Versicherer den VN in Regress nehmen.
Zu vereinbaren sind mindestens die gesetzlichen Mindestversicherungssummen. Empfehlenswert ist aber wegen der unbegrenzten Haltung der Abschluss über die höchstmögliche Deckung von 100 Millionen EUR pauschal (max. 8 Mio. EUR je geschädigter Person). Diese nach oben begrenzte Deckung wurde branchenweit zum 01.01.2003 als Reaktion auf Terrorrisiken eingeführt.
Der Versicherungsschutz gilt jedoch nur:
in Europa (soweit keine vertraglichen Enıveiterungen bestehen),
bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssummen, mindestens der gesetzlichen Deckungssummen in Deutschland,
für Schäden, die durch den Gebrauch des im Vertrags bezeichneten Fahrzeugs entstehen (Gebrauch ist auch Wagenwäsohe, Reparatur, Be- und Entladen),
wenn die Anspruchsgrundlage gesetzliche Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts sind,
für den VN und die mitversicherten Personen
berechtigte Fahrer,
Beifahrer, die im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses den Fahrer begleiten,
Arbeitgeber des VN bei Dienstfahrten mit dem versicherten Kfz.
Alle mitversicherten Personen können selbstständig Ansprüche aus dem Vertrag geltend machen, also auch der geschädigte berufliche Beifahrer gegen den berechtigten Fahrer, der schuldhaft einen Unfall verursacht hat.
Auch in der Kfz-Haftpflichtversicherung gilt die vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalles durch den Versicherten als nicht gedecktes Schadenereignis, auch nicht durch das Pflichtversicherungsgesetz. Allerdings verlieren die anderen mitversicherten Personen ihren Deckungsanspruch nicht. So könnte ein Geschädigter zwar die Kfz-Haftpflichtversicherung bezogen auf den Fahrer, der den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat, nicht in Anspruch nehmen, allerdings dieselbe Versicherung bezogen auf den Halter.
Ansprüche gegen mitversicherte Personen:
Haftpflichtansprüche des Versicherungsnehmers, Halters oder Eigentümers gegen mitversicherte Personen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, soweit es sich um Sach- oder Vermögensschäden handelt.
Schäden am eigenen Kfz:
Haftpflichtansprüche wegen Beschädigung, Zerstörung oder Abhandenkommen des versicherten Kfz. So kann der berechtigte Fahrer keinen Versicherungsschutz für einen von ihm verursachten Unfall erlangen, wenn dabei Schäden am benutzten fremden Kfz entstanden sind (= Eigenschaden).
Leistungsumfang der Fahrzeugversicherung
Um Schäden zu versichern, die am eigenen Fahrzeug entstehen, benötigt der VN eine Fahrzeugversicherung. Diese ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, somit besteht für den Versicherer auch kein Kontrahierungszwang. Sie gehört nicht zu den Vermögens-, sondern zum Bereich der Sachversicherungen.
Man unterscheidet dabei die Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko) und die Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko). Der Unterschied liegt im Umfang der versicherten Gefahren.
Versichert sind in der Fahrzeugversicherung Beschädigung, Zerstörung und Verlust des Fahrzeugs sowie unter Verschluss verwahrter oder fest mit dem Fahrzeug verbundener Teile.
Die Fahrzeug- oder Kaskoversicherung wird für den Kunden also immer dann von Nutzen sein, wenn er die Reparatur oder Wiederbeschaffung seines Kfz nach Beschädigung, Zerstörung oder Abhandenkommen nicht aus Erspartem finanzieren kann oder nicht will. Demzufolge ist nicht das Alter des Kfz entscheidend für den Abschluss einer Fahrzeugversicherung (auch in der Frage, ob Voll- oder Teilkasko), sondern der Restwert im Verhältnis zum Prämienaufwand.
Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko):
Die Teilkaskoversicherung bietet Versicherungsschutz für den Fall der Beschädigung, Zerstörung oder den Verlust des Kfz und der unter Verschluss verwahrten und an ihm befestigten Teile durch
1. Brand oder Explosion (auch Hitze oder Rauch) (z. B. Vergaserbrand, Brandstiftung, Schweißarbeiten)
2. Entwendung und Diebstahl (z. B. Wegnahme des Fahrzeugs sowie Schäden am Fahrzeug, die durch den Dieb verursacht wurden)
3. Elementarschäden, sofern diese unmittelbar auf das Fahrzeug eingewirkt haben oder durch diese Ereignisse Gegenstände auf oder an das Fahrzeug geworfen wurden (Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung)
4. Wildschäden, als Zusammenstoß des in Bewegung befindlichen Kfz mit Haarwild (gem. Bundesjagdgesetz)
5. Glasbruchschäden (z. B. Scheiben einschl. integrierter Radioantenne und Scheibenheizung), Blinker, Scheinwerfer
6. Seng- und Schmorschäden an der Verkabelung durch Kurzschluss
7. Schäden durch Marderbiss
Reifenschäden sind nur ersatzpflichtig, wenn die Reifen zeitgleich mit einem anderen ersatzpflichtigen Schadenereignis beschädigt oder entwendet werden. Das Zerstechen von Reifen ist nicht versichert.
Die Teilkaskoversicherung wird ohne und mit einer Selbstbeteiligung von z. B. 150,00 EUR pro Schadenfall angeboten.
Ersetzt wird der Teil des Schadens, der 150,00 EUR übersteigt. Es handelt sich um eine Abzugsfranchise, die zur Verringerung der Prämie führt.
Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko):
Generell schließt die Vollkaskoversicherung die o. g. Teilkaskoschäden mit ein. Darüber hinaus deckt sie auch alle Unfallschäden am eigenen Fahrzeug und Schäden, die durch mut- oder böswillige Handlungen betriebsfremder Personen verursacht worden sind.
Als Unfall gilt ein:
Jedes Merkmal muss erfüllt sein.
Betriebs-, Brems- oder reine Bruchschäden gelten nicht als Unfall.
In der Vollkaskoversicherung sind verschiedene Seibstbeteiligungsvarianten gebräuchlich: z. B. 500,00 EUR.
Zwar ist das Fahrzeug als Ganzes versicherte Sache, dennoch müssen Zubehörteile extra abgesichert werden. Das ist je nach Versicherer sehr unterschiedlich.
Welche Teile des Fahrzeugs als versichert gelten, regelt die "Liste der mitversicherten Fahrzeug- und Zubehörteile": Zu unterscheiden sind Teile, die
mitversichert sind (wie z. B. Radioanlage),
gegen Zuschlag versicherbar sind (Dachkoffer),
nicht versicherbar sind (Fotoausrüstung).
1. Ersatzleistungen bei Beschädigungen des Kfz
Ersetzt werden die Kosten der Wiederherstellung bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes.
Hierunter fallen die Kosten für Reparatur sowie einfache Fracht- und Transportkosten sowie Abschleppkosten.
Wiederbeschaffungswert ist der Kaufpreis, den der Versicherungsnehmer aufwenden muss, um ein gleichwertiges gebrauchtes Kfz oder gleichwertige Teile zu erwerben. (§ 13 I (1) AKB)
2. Ersatzleistung bei Zerstörung oder Verlust des Kfz
In aller Regel bedeuten Verlust und Zerstörung eines Kfz einen Totalschaden. In diesem Fall ersetzt der Versicherer den Wiederbeschaffungswert, wobei Leistungsgrenze der vom Hersteller empfohlene Preis am Schadentag ist. Rest- und Altteile verbleiben beim Versicherungsnehmer und werden zum Veräußerungswert auf die Entschädigung angerechnet. Unter bestimmten Umständen ist innerhalb der ersten 6 Monate nach Erstzulassung auch eine Neupreis-Entschädigung möglich (§13ll AKB).
Seit 1994 gilt, dass bei Zerstörung oder Verlust des Kfz durch Diebstahl die Höchstentschädigung um 10 % zu verringern ist, es sei denn, das Kfz verfügt über eine vom Versicherer anerkannte selbstschärfende elektronische Wegfahrsperre.
Vertraglich ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind u. a. Schäden durch
1. Aufruhr, innere Unruhe, Krieg
3. Autorennen und dazugehörende Übungsfahrten
4. Kernenergieschäden
5. reine Reifenschäden
6. Brems-, Betriebs- und Bruchschäden
7. Unterschlagung
In Analogie zum § 61 WG sind Schäden, die zweifelsfrei durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden, nicht versichert.
Überfahren einer roten Ampel, Greifen nach heruntergefallenen Sachen, Schlüsselaufbewahrung im Kfz, Schweißarbeiten am Kfz (in der Nähe von Benzin), Trunkenheitsfahrt
Leistungsumfung der Insassen-Unfallversicherung
In der Kraftfahrtunfallversicherung werden folgende Leistungen angeboten:
1. Invaliditätsleistungen,
2. Tagegeld,
3. Krankenhaustagegeld,
4. Todesfallleistungen.
Die Höhe der Leistungen richtet sich nach den vereinbarten Versicherungssummen und -formen. Man unterscheidet:
Berufsfahrerversicherung,
Unfallversicherung mit Namensnennung,
für eine bestimmte Anzahl von Personen oder Plätzen (Platzsystem),
nach dem Pauschalsystem.
Die für den Pkw-Bereich gebräuchlichste Form ist das Pauschalsystem und wird zumeist in vorgegebenen Summenkombinationen angeboten. Hierbei erfolgt eine pauschale Festlegung der Versicherungssumme pro Fahrzeug, wobei es nicht darauf ankommt, wie viele Personen im Fahrzeug mitfahren.
Der Unfallbegriff und die Leistungen der Kraftfahrunfallversicherung entsprechen im Wesentlichen denen der privaten Unfallversicherung (gem. AUB). Als versichert gelten Unfälle, die der Versicherte in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Gebrauch des Fahrzeugs erleidet, d. h. sowohl während der Fahrt als auch beim Ein- und Aussteigen, Be- und Entladen usw.
Unabhängig davon, ob ein Krankenhaustagegeld vereinbart wurde, erfolgt gemäß einer Sonderbedingung immer dann die Zahlung eines Krankenhaustagegelds, wenn der Insasse zum Zeitpunkt des Unfalls einen Sicherheitsgurt angelegt hatte (sog. "Gurtgeld").
Als versichert gilt jeder berechtigte Insasse.
Ausgeschlossen bleiben:
vorsätzlich herbeigeführte Versicherungsfälle und Straftaten,
Autorennen und dazugehörige Übungsfahrten sowie
Schwarzfahrten.
Leistungsumfang des Autoschutzbriefes
Der Schutzbrief bietet Versicherungsschutz in Form von bestimmten Ersatz- und Serviceleistungen, die im Wesentlichen bei Fahrten mit dem versicherten Kfz entstehen können und über den Rahmen der Fahrzeugversioherung hinausgehen. Der Versicherungsfall wird durch einen Unfall, eine Panne oder eine Reise ausgelöst.
Es wird zwischen fahrzeug- und reisebezogenen Leistungen unterschieden, die natürlich in ihrem versicherten Spektrum je nach Versicherer stark differieren.
Pannen- und Unfallhilfe am Schadenort,
Bergen und Abschleppen des Kfz nach Panne oder Unfall,
Weiter- oder Rückfahrt und Übernachtung sowie Mietwagen bei Kfz-Ausfall,
Hilfe bei Werkstattsuche,
Kfz-Transport und -Unterstellung sowie -Abholung nach Ausfall,
Kfz-Schlüsselservice.
Kfz-Abholung nach Fahrerausfall,
Ersatz von Reisedokumenten und Zahlungsmitteln im Ausland,
Kostenerstattung bei Abbruch einer Auslandsreise, z. B. bei Tod eines Verwandten,
Für fahrzeugbezogene Leistungen sind der Versicherungsnehmer, der berechtigte Fahrer und alle berechtigten Insassen mitversicherte Personen.
Leistungen bei sonstigen Reisen erhalten der Versicherungsnehmer, sein Ehebzw. Lebenspartner und seine minderjährigen Kinder.
Es gelten die Ausschlüsse des § 2b AKB, die ja für alle Zweige der Kraftfahrtversicherung maßgeblich sind.
Zusätzlich sind hier Erkrankungen ausgeschlossen, die innerhalb von sechs Wochen vor Beginn der Reise mit dem versicherten Kfz erstmalig oder wiederholt auftreten, sowie Schwangerschaft.
Der Schadenort muss wenigstens 50 km Luftlinie vom Wohnort entfernt liegen.
- Tarifierungsmerkmale - Tarifaufbau in der Kfz-Versicherung
Der Aufbau eines Kfz-Versicherungstarifs ist wesentlich davon abhängig, um welche Fahrzeugart es sich handelt und welche Verwendung das Fahrzeug findet. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Gefahrenmerkmale werden zu Wagnisgruppen zusammengefasst und ergeben unterschiedliche Beiträge.
Kfz mit Versicherungskennzeichen, Selbstfahrervermietfahrzeuge, Campingfahrzeuge, landwirtschaftliche Zugmaschinen, Lieferwagen Krafträder, Lkw im Güternah- und Fernverkehr, Pkw
Neben diesen objektiven Gefahrenmerkmalen spielen auch subjektive Kriterien wie Beruf und Zulassungsort eine Rolle. Danach erfolgt die Einstufung in die unterschiedlichen Tarifgruppen.
- Tarifgruppe R
Diese gilt grundsätzlich für Pkw.
- Tarifgruppe B
Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen können Versicherungsverträge von juristischen Personen und deren Bediensteten dem sog. "Beamtentarif" zugeordnet werden. Dieser gilt für:
(Gebiets)Körperschaften,
Anstalten und Stiftungen des deutschen öffentlichen Rechts, juristische Personen des Privatrechts mit öffentlichen Aufgaben usw.
Anwendbar ist diese Tarifgruppe im Wesentlichen für Pkw, Krafträder und Lkw (außerhalb des gewerblichen Güterverkehrs).
- Tarifgruppe A
Diese Tarifgruppe gilt für Pkw von landwirtschaftlichen Unternehmen.
- Tarifgruppe N
umfasst alle anderen Kfz oder Anhänger.
Für die Beitragsermittlung sind somit folgende Merkmale maßgeblich:
Bauart (Pkw, Lkw usw.),
Verwendungszweck (Eigenverwendung, Vermietung),
Typklasse und Stärke (kW, Nutzlast usw.),
Zulassungsort (die jeweiligen Regionalklassen),
schadenfreie Jahre,
zahlreiche weitere Tarifmerkmale, wie z. B. Jahresfahrleistung, Anzahl der Fahrer, Garage, Wohngebäudeversicherung usw.
Aufgrund des regional unterschiedlichen Schadenbedarfs erfolgt eine Einteilung in Regionalklassen. Maßgebend für die Zuordnung ist der Zulassungsort.
Darüber hinaus werden zu versichernde Pkw in Typenklassen eingestuft. Maßgebend hierfür sind die Schadenhäufigkeit und die Höhe der Schadenaufwendungen für einen bestimmten Fahrzeugtyp.
Die Anrechnung schadenfreier Jahre erfolgt in der Kfz-Haftpflicht- und der Fahrzeugvollversicherung (also nicht in der Fahrzeugteilversicherung).
Einstufung in die Schadenfreiheitsklassen (SF)
Der Beitrag in der Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und der Fahrzeugvollversicherung richtet sich nach Schadenfreiheitsklassen.
Hat der Versicherungsschutz von Anfang bis Ende eines Kalenderjahres ununterbrochen bestanden, ohne dass in dieser Zeit ein Schaden gemeldet worden ist, für den das Versicherungsunternehmen Entschädigungsleistungen erbracht oder Rückstellungen gebildet hat, wird der Versicherungsvertrag im folgenden Kalenderjahr -jeweils getrennt für die Kraftfahızeug-Haftpflichtversicherung und die Fahrzeugvollversicherung - in Schadenfreiheitsklassen eingestuft.
Aufgrund der Deregulierung des Kraftfahrzeugversicherungsmarktes ist eine einheitliche Aussage bezüglich der einzelnen Schadenfreiheitsrabatte nicht mehr möglich. Grundsätzlich gilt jedoch: Hat ein Versicherungsvertrag in der Zeit vom 01.01. bis 01.07. eines Jahres begonnen und während des Kalenderjahres mind. sechs Monate bestanden, wird ein bei Abschluss in der SF-Klasse 0 eingestufter Vertrag im nächsten Jahr in die SF-Klasse SF 1/2 eingestuft. Ein Vertrag, der mit SF 1/2 begann, kommt dann in SF 1.
In der Kfz-Haftpflichtversicherung erfolgt im Allgemeinen für einen erstmalig abgeschlossenen Vertrag die Einstufung in die SF-Klasse 0. ln folgenden Fällen kann hiervon abweichend die SF-Klasse SF 1/2 Anwendung finden:
Hat ein VN bereits einen Pkw versichert, der sich in einer Schadenfreiheitsklasse befindet (ab SF 1/2), so kann ein hinzukommender Pkw die SF-Klasse SF 1/2 erhalten.
2. Führerscheinregelung
Legt der VN bei Abschluss des Vertrages einen Führerschein vor, der ihn seit mind. drei Jahren zum Führen von Kfz und Krädern mit amtlichen Kennzeichen berechtigt, erfolgt die Einstufung in der SF-Klasse 1/2, es sei denn, es bestand eine Von/ersicherung mit einem Schadenfall im gleichen Zeitraum.
3. Ehegattenregelung
Ist auf den Ehegatten des VN bereits ein Pkw zugelassen, der sich in einer Schadenfreiheitsklasse befindet, erhält der Ehegatte die SF-Klasse 1/2 unter der Voraussetzung, dass er seit mind. einem Jahr zum Führen des entsprechenden Fahrzeugs berechtigt ist (Vorlage des Führerscheins). Auch hier darf zu einer eventuellen Vorversicherung für den gleichen Zeitraum kein Schaden gemeldet sein.
Einige Versicherer bieten allerdings für den VN vorteilhaftere Schadenfreiheitsklassen. So erhält der Zweitwagen oft die gleiche SF-Klasse wie der Erstwagen. Ahnliches gilt bei der Ehegattenregelung.
Der erstmalige Beitragssatz in der Vollkaskoversicherung richtet sich nach der SF-Klasse für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Soll eine der o. g. Regelungen bei einem anderen Versicherer Anwendung finden oder wechselt der VN die Gesellschaft, so erfolgt die Anrechnung der schadenfreien Jahre unter Angabe der jeweiligen Vorversicherung.
Für Verträge von Pkw, die nicht schadenfrei verlaufen sind, erfolgt eine Rückstufung nach den jeweils gültigen Tarifbestimmungen.
Diese Rückstufungstabellen differieren stark zwischen den Kfz-Versicherern.
In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es neben den Schadenfreiheitsklassen noch die Schaden- und die Malusklasse. Nach einem Schaden wird der Vertrag grundsätzlich zurückgestuft in seiner SF-Klasse, bei geringen SF-Klassen vor dem Unfall bzw. bei mehreren Schäden in einem Jahr ist dann sogar die Rückstufung in die genannten Schadenklassen S (mit 155 %) und M (245 %) möglich. Beim GDV wird für die Klassen S und M eine zentrale Datei (für "schlechte" Risiken mit hoher Vorschadenanzahl) geführt.
Für die Beitragsberechnung sind je nach Versicherer natürlich alle risikorelevanten Einzelheiten der subjektiven und objektiven Risikomerkmale zu berücksichtigen. Bei der Vielzahl dieser Merkmale, die einen einzelnen Antrag betreffen, erfolgt die Beitragsrechnung in aller Regel per Computerprogramm. Eine Berechnung "per Hand" ist selbstverständlich mittels Tarifen, Typ- und Regionalklassenverzeichnissen und vor allem der konkreten Tarifbestimmungen (TB) des Versicherers möglich.
Aufbau und Inhalt der Anträge:
Beispiele richten sich nach dem konkreten Versicherer.
Alle zur Beitragsermittlung relevanten Tarifmerkmale müssen sich neben den üblichen Angaben für den Versicherungsvertrag wiederfinden.
In der Kraftfahrtversicherung gilt die strenge Einlösungsklausel, der materielle Beginn liegt also erst ab Zahlung der Erstprämie. Da aber für die Zulassung eines Fahrzeuges schon Versicherungsschutz nachzuweisen ist, entsteht durch die Versicherungsbestätigungskarte als vorläufiger Deckungszusage bereits Versicherungsschutz ab Tag der Zulassung. Das gilt ausdrücklich aber nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung.
Für die Fahrzeugversicherung ist eine eigenständige vorläufige Deckung einzuholen. Bei vielen Versicherern erfolgt dies telefonisch, da nicht alle Vermittler zur Deckungserteilung ermächtigt sind.
Obliegenheiten vor dem Schadenfall
Diese können in gesetzliche und vertragliche Obliegenheiten unterteilt werden:
Gesetzliche Obliegenheiten:
- Veräußerung (neuer VN, der aufgrund vieler Vorschäden ein für den Versicherer unerwünschtes Risiko darstellt),
- Gefahrerhöhung (z. B. kein einwandfreier technischer Zustand bzw. unzulässige bauliche Veränderungen am Kfz)
- Verwendungsklausel (z. B. Eigenverwendung, diese Verwendungsart darf nicht geändert werden, z. B. in Selbstfahrvermietung),
- Schwarzfahrtklausel (der Fahrer benutzt ohne Erlaubnis des Versicherungsnehmers das Kfz, er hat keinen Versicherungsschutz),
- Führerscheinklausel (der Fahrer bewegt das Kfz ohne die erforderliche Fahrerlaubnis),
- Alkohol- und Rauschmittelklausel (der Versicherungsnehmer darf das Kfz nicht fahren oder fahren lassen, wenn das Kfz durch den Drogenkonsum oder Alkoholkonsum nicht sicher geführt werden kann).
Obliegenheiten des Versicherten nach/im Versicherungsfall
Wie in jeder Sparte der Schadenversicherungen hat sich der Versicherte nach einem Unfall so zu verhalten, als ob er nicht versichert wäre. Er hat den Schaden durch geeignetes Vorgehen so gering wie möglich zu halten.
Gerade in der Kraftfahrtversicherung kommt einer schnellen und möglichst umfassenden Beweissicherung große Bedeutung zur Klärung aller Schadenumstände zu. Die Sicherung der Unfallstelle und das dortige Verweilen bis zum Eintreffen des Gegners bzw. der Polizei gehören dazu.
Der Versicherte hat seinem Versicherer jede im Zusammenhang mit dem Versicherungsfall stehende Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen.
Eine Selbstregulierung kommt in der Kfz-Haftpflichtversicherung nur bei kleinen Sachschäden infrage. Bis zu 500,00 EUR bedarf es dann auch keiner Anzeige beim Versicherer.
Letzterer ist ohnehin verpflichtet, den Versicherten über den Gesamtschadenaufwand zu informieren.
Schadenrückkauf:
Dadurch erhält er innerhalb von sechs Monaten die Möglichkeit, den Schaden freiwillig nachträglich durch Erstattung an den Versicherer zu bezahlen.
Ziel beider Maßnahmen ist die Rettung des erfahrenen Schadenfreiheitsrabattes, also die Vermeidung der Rückstufung.
Bei einigen Versicherern gibt es die Möglichkeiten der Selbstregulierung oder des Schadenrückkaufes inzwischen auch im Bereich der Vollkaskoversicherung.
Die Rückstufung der Schadenfreiheitsklassen erfolgt immer dann, wenn der Versicherer aufgrund einer Schadenmeldung eine Zahlung geleistet oder eine Schadenrückstellung gebildet hat.
Ihr Umfang ergibt sich aus der jeweiligen Rückstufungstabelle nach TB des Versicherers.
Sie wird immer im folgenden Kalenderjahr wirksam.
Rabattretter: In sehr hohen SF-Klassen erfolgt oft bei nur einem Unfall im Jahr eine gemäßigte Rückstufung derart, dass sich zwar die SF-Klasse vermindert, aber der Beitragssatz, und damit der Beitrag im folgenden Jahr, konstant bleibt.
In der Vollkaskoversicherung führt die Zahlung des Versicherers dann nicht zur Rückstufung, wenn der Unfall vollständig durch einen anderen verursacht wurde und dessen Kfz-Haftpflichtversicherer dafür einzutreten hat.
Grundsätzlich ist das Risikomerkmal "Schadenfreiheit" nicht übertragbar, weil es personengebunden ist. Eine Ausnahme wird dann gemacht, wenn die übernehmende Person diesen Rabatt erfahren hatte. Dabei ist eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen:
der bisherige Versicherungsnehmer muss seinen Anspruch vollständig abtreten,
der neue Versicherungsnehmer muss glaubhaft machen, dass er den Rabatt erfahren hat (z. B. Führerschein, gleicher Wohnort),
die Kfz müssen mindestens der gleichen Gruppe angehören,
der Vertrag des bisherigen Versicherten darf nicht länger als sechs (oft auch 12) Monate unterbrochen gewesen sein,
alter und neuer Versicherungsnehmer müssen in häuslicher Gemeinschaft leben oder
sie müssen Verwandte ersten Grades sein.
Für die Übertragung von Schadenfreiheitsrabatten ist von beiden ein entsprechendes Formular auszufüllen und zu unterzeichnen.
Bei einem Versichererwechsel werden Dauer, Schadenfreiheit und Schadenverlauf des bisherigen Vertrages auf den neuen angerechnet. Die Versicherer stellen dafür eine Wechselbescheinigung über das elektronische System des GDV aus. Diese enthält alle relevanten informationen zum Vertrag (Mitteilung auch des Rabattgrundjahres, von dem aus erstmalig der SFR gerechnet wurde).
Der Rabatt bleibt bei einem Fahrzeugwechsel innerhalb derselben oder zu einer niedrigeren Fahrzeuggruppe unberührt.
Die Ruheversicherung ist eine Unterbrechung des normalen Versicherungsschutzes, wenn das Kfz mindestens für zwei Wochen stillgelegt wird. Nach § 5 AKB besteht für die Haftpflichtversicherung weiterhin Deckung, im Bereich der Fahrzeugversicherung besteht nur noch im Umfang der Teilkasko Deckung.
Das Kfz darf jedoch außerhalb des Einstellraumes oder des umfriedeten Abstellplatzes nicht gebraucht oder nicht nur vorübergehend abgestellt werden. Ansonsten ist der Versicherer leistungsfrei.
Es wird nur gebraucht bei einmaliger Venıvendung, z. B. für Überführungsfahrten. Das Kurzzeitkennzeichen ist verbunden mit einer Versicherungsbestätigungskarte und hat eine Gültigkeit von fünf Tagen. Danach erlischt der Versicherungsschutz automatisch.
Das rote Kennzeichen hingegen dient der wiederholten Venıvendung durch Handel und Handwerk.
Die Kraftfahrtversicherung gilt für Europa und für die außereuropäischen Gebiete, die zum Bereich des EWG-Vertrages gehören.
Beim Autoschutzbrief besteht Versicherungsschutz im Bereich der Grünen Karte.
Der Geltungsbereich der Haftpflichtversicherung kann vertraglich erweitert, derjenige der Fahrzeug- und Insassenunfallversicherung kann geändert werden.
Die Kraftfahrt-Versicherer der meisten europäischen Länder haben sich zum Grüne-Karten-System zusammengeschlossen. Jeder Versicherer stellt für seine Versicherten eine sogenannte "Grüne Karte" aus. Jedes Land erkennt die Nachweise der anderen Länder an. Es gelten die Mindestdeckungen des jeweiligen Landes, zumindest die vertraglich vereinbarten.
EU-Länder erkennen anstelle der Grünen Karte das amtliche Kennzeichen an. Das Grüne-Karte-Büro des jeweiligen Landes muss den von einem eingereisten ausländischen Kfz angerichteten Schaden regulieren.
Neuerung seit 01.01.2003 in den EU-Ländern:
Jeder Kraftfahrt-Haftpflichtversicherer in den EU-Staaten erhält nur dann die Zulassung im Heimatland, wenn er in jedem anderen EU-Land Schadenregulierungsbeauftragte einsetzt.
Dies hat für alle EU-Autofahrer folgenden Vorteil:
Schädigt ein ausländischer Fahrer einen deutschen innerhalb der EU, so kann sich der geschädigte deutsche Autofahrer an den Schadenregulierungsbeauftragten des ausländischen Versicherers in Deutschland wenden - was die Schadenregulierung für die Verbraucher in Europa erheblich erleichtert.

References: § 1
 § 5
 § 3
 § 61
 § 2
 § 5