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Timestamp: 2020-03-29 04:11:25+00:00

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BGH, 11.03.1976 - III ZR 154/73 - dejure.org
BGH, 11.03.1976 - III ZR 154/73
https://dejure.org/1976,1671
BGH, 11.03.1976 - III ZR 154/73 (https://dejure.org/1976,1671)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1976 - III ZR 154/73 (https://dejure.org/1976,1671)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1976 - III ZR 154/73 (https://dejure.org/1976,1671)
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NJW 1976, 1312
MDR 1976, 739
DVBl 1976, 532
DB 1976, 1151
Deshalb können hier die Grundsätze zum geschützten Bestand des Gewerbebetriebs eines Straßenanliegers (vgl. BGHZ 57, 359, 361 ff.; Urt. v. 11. März 1976 - III ZR 154/73, NJW 1976, 1312, 1313;… Urt. v. 3. März 1977 - III ZR 181/74, NJW 1977, 1817;… Urt. v. 11. Januar 1979 - III ZR 120/77, NJW 1979, 1043, 1045) nicht angewendet werden.
BVerwG, 28.08.1987 - 4 C 31.86
Amtshaftungsprozess - Entschädigungsprozess - Aussichtslosigkeit - Kompensation …
In der zivilgerichtlichen Rechtsprechung ist die Vorteilsausgleichung bei Schadensersatzansprüchen (vgl. BGHZ 8, 329; 10, 108; 30, 33; 49, 61; 81, 275; 91, 210) wie auch bei Entschädigungsansprüchen (vgl. BGH, NJW 76, 1312 = DVBl. 76, 532; BGH, NJW 80, 2703 = BauR 80, 560; BGH NVwZ 82, 458; BGH NVwZ 83, 500 = MDR 83, 733) als ein allgemein geltendes Rechtsinstitut anerkannt (…vgl. auch Krohn/Löwisch, Eigentumsgarantie, Enteignung, Entschädigung, Handbuch für die Praxis, 3. Aufl., Köln 1984, Rn 354).
Das g le ic h e g i l t fü r Behinderungen durch A rb e ite n , d ie s ic h aus d e r N otw endigkeit erg eb en , d ie S tra ß e den v erän d erten V erk eh rsb ed ü rfn issen anzupassen (BGHZ 57, 359, 361/2; BGH NJW 1976, 1312, 1313; 1977, 1817; 1979, 10 4 3 /5 ).
Die Z u b illig u n g e i n e r Entschädigung hängt in so lch en F ä lle n n ic h t davon ab , daß d ie Baumaßnahmen den A n lie g e rb e trie b "ungewöhnlich schwer" t r e f f e n oder s e in e E x isten z gefährden (BGHZ 57, 359, 366; BGH NJW 1976, 1312/3 und NJW 1977, 1817).
Soweit das Berufungsgericht aufgrund der weiteren Feststellungen, von denen nach dem oben unter II. und III. Ausgeführten die Entscheidung abhängt, zu dem Ergebnis kommt, daß die Voraussetzungen eines Entschädigungsanspruchs vorliegen, wird es weiter zu prüfen haben, ob der Kläger durch Maßnahmen der Beklagten, durch die dieser Entschädigungsanspruch ausgelöst wird, einen Vorteil erlangt hat, der auf die ihm erwachsenen Nachteile anzurechnen ist (vgl. Senatsurteil vom 11. März 1976 - III ZR 154/73 = WM 1976, 588, 590; Kreft in WM 1977 Sonderbeil. Nr. 2 S. 10 ff).
Die von den Beklagten zitierten Entscheidungen ( BGH NJW 1972, 243; 1976, 1312; 1980, 2703) betreffen indessen Beeinträchtigungen durch hoheitliche Tätigkeiten und damit Entschädigungen wegen enteignendem oder enteignungsgleichen Eingriffen.
Der erkennende Senat hat wiederholt die für den Anlieger nachteiligen Auswirkungen des Baues einer U- oder S-Bahn nach den Grundsätzen des enteignungsgleichen oder enteignenden Eingriffs beurteilt (BGHZ 57, 359 - Frankfurter U-Bahn; Senatsurteile vom 11. März 1976 - III ZR 154/73 = NJW 1976, 1312 = Münchener S-Bahn und vom 3. März 1977 - III ZR 181/74 - NJW 1977, 1817).
Das gleiche gilt für Behinderungen durch Arbeiten, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, die Straße den veränderten Verkehrsbedürfnissen anzupassen, BGH, Urteil vom 07. Juli 1980 - III ZR 32/79 -, a.a.O; BGHZ 57, 359, 361/2; BGH NJW 1976, 1312, 1313; 1977, 1817; 1979, 1043/5.
Auch bei ordnungsgemäß durchgeführten Bauarbeiten zur Modernisierung und Anpassung (einer Straße) an gestiegene Verkehrsbedürfnisse kann die Grenze von der entschädigungslos hinzunehmenden Sozialbindung des Anlieger-Eigentums zur entschädigungspflichtigen Enteignung überschritten werden, wenn die Arbeiten nach Art und Dauer sich besonders einschneidend, gar existenzbedrohend, auf den Anliegergewerbebetrieb ausgewirkt haben, BGH, Urteil vom 07. Juli 1980 - III ZR 32/79 -, juris; BGHZ 57, 359, 365/6; BGH NJW 1976, 1312/3.
Zwar geht der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung davon aus, daß der gewerbetreibende Straßenanlieger, der den Gemeingebrauch an der Straße für seinen Gewerbebetrieb nutze, insofern "mit dem Schickal der Straße verbunden sei", als er als Ausfluß der Sozialpflichtigkeit seines Anlieger-Eigentums Arbeiten, die der Erhaltung, Verbesserung und Modernisierung der Straße dienten, bis zu einer verhältnismäßig hoch anzusetzenden Opfergrenze entschädigungslos dulden müsse (Senatsurteile BGHZ 57, 359, 361/2; NJW 1976, 1312, 1313; 1977, 1817; NJW 1979, 1043).
Die Mitberücksichtigung der während des Planfeststellungsverfahrens vorgenommenen Betriebserweiterung steht in Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats, wonach auch Werte, die im Zuge einer Betriebsausdehnung während eines länger dauernden enteignenden Eingriffs geschaffen wurden, der Substanz des Betriebes zuzurechnen sind (BGH NJW 1976, 1312/3).
Nur Eingriffe in Rechtspositionen, die einem Rechtssubjekt schon zustehen, können nach dem Recht des enteignungsgleichen Eingriffs zu einer Entschädigung führen (vgl. die Senatsurteile NJW 1962, 2347, 2348; NJW 1976, 1312, 1313).
Die hierfür geltenden Grenzen sind in der zivilgerichtlichen Rechtsprechung jedenfalls insoweit ausgelotet, als es um Zugangserschwernisse durch Arbeiten an der Straße selbst oder diese jedenfalls berührende Maßnahmen (wie den U-Bahn-Bau) geht (…vgl. z.B. BGH, Urt. v. 20.12.1971 - III ZR 79/69 -, BGHZ 57, 359; Urt. v. 11.3.1976 - III ZR 154/73 -, BRS 34 Nr. 148;… Urt. v. 3.3.1977 - III ZR 181/74 -, NJW 1977, 1817 [BGH 03.03.1977 - III ZR 181/74] ;… Urt. v. 10.11.1977 - III ZR 157/75 -, NJW 1978, 373 [BGH 10.11.1977 - III ZR 157/75] ;… Urt. v. 7.7.1980 - III ZR 32/79 -, NJW 1980, 2703 [BGH 07.07.1980 - III ZR 32/79] ;… Urt. v. 28.10.1982 - III ZR 71/81 -, NJW 1983, 1665 [BGH 29.03.1983 - VI ZR 172/81] ).
OLG Naumburg, 17.04.2002 - 1 U (Baul) 2/01
Voraussetzungen für eine Enteignung

References: BGH 
 BGH 
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