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Heft Nr. 5/1986 – 67. Jahrgang (Heft bestellen) Seite
Abhandlung Der neue ordentliche Güterstand: Die Errungenschaftsbeteiligung
Hegnauer Cyril, Prof. Dr. 257
Abhandlung Die Gütergemeinschaft des neuen Eherechts
Hegnauer Cyril, Prof. Dr. 275
ZGB Art. 2 und 226. Zuwendung des Gesamtgutes an den überlebenden Ehegatten. Rechtsmissbrauch. 287
ZGB Art. 2 und 226. Zuwendung des Gesamtgutes an den überlebenden Ehegatten. Rechtsmissbrauch.
Wird der Güterstand der Gütergemeinschaft zum Zwecke der Besserstellung des überlebenden Ehegatten gewählt, so liegt darin keine zweckwidrige Verwendung güterrechtlicher Institute (Erw. 1). Wo das Gesetz die Interessenabwägung selbst vornimmt, ist kein Raum für die Anwendung des Rechtsmissbrauchsverbotes (Erw. 2). Nur ein Ehevertrag, der lediglich dazu bestimmt ist, die Interessen anderer Erben zu verletzen, ist rechtsmissbräuchlich (Erw. 3). Bezweckt der Ehevertrag die Vorsorge für die Ehefrau, so ist er nicht rechtsmissbräuchlich (Erw. 4).
OBERGERICHT, I. Zivilkammer, 30. August 1984 (BlZR 83 S. 310 Nr. 127).
Art. 937 Abs. 1 und Art. 975 Abs. 1. Eintragung Grenzverlauf im Grundbuch. Beweispflicht. 291
Wer geltend machen will, ein im Grundbuch eingetragener Grenzverlauf sei falsch, hat den Beweis für die Richtigkeit seiner Sachdarstellung zu erbringen (Art. 937 Abs. 1 und Art. 975 Abs. 1 ZGB).
KANTONSGERICHT, Urteil vom 8. Juni 1982 (PKG 1982 S. 24 Nr. 5).
Art. 256 StGB. Grenzverrückung. 292
Der objektive Tatbestand der Grenzverrückung gemäss Art. 256 StGB setzt voraus, dass die Grenzzeichen von ihrer richtigen Stelle entfernt werden.
KANTONSGERICHT, Urteil vom 6. Dezember 1982 (PKG 1982 S. 33 Nr. 8).
ZGB Art. 737 Abs. 3. Abschrankung eines mit einem Wegrecht belasteten Grundstückes. 294
ZGB Art. 737 Abs.3 . - Die Abschrankung eines mit einem Wegrecht belasteten Grundstückes mit einer Vorrichtung, die zur Ausübung des Wegrechts geöffnet werden muss, ist nicht zum vornherein eine unzulässige Erschwerung der Ausübung der Dienstbarkeit im Sinne von Art. 737 Abs. 3 ZGB. Abwägung der beidseitigen Interessen unter Berücksichtigung des Einzelfalles.
OBERGERICHT, I. Kammer, 13. September 1984 (LGVE 1984 123 Nr. 6).
Einsprache nach Art. 744 Abs. 3 ZGB. Löschungsklage. 296
ZGB Art. 744. Über eine Einsprache nach Art. 744 Abs. 3 ZGB hat nicht der Grundbuchverwalter, sondern auf eine Löschungsklage hin der Richter zu befinden.
JUSTIZKOMMISSION, 8. Juni 1984 (LGVE 1984 1 25 Nr. 7).
StGB Art. 251 und 253, UeStG § 30 Abs. 1. - Kriterien für die Abgrenzung zwischen Urkundendelikt und Steuerdelikt. 297
StGB Art. 251 und 253, UeStG § 30 Abs. 1. - Kriterien für die Abgrenzung zwischen Urkundendelikt und Steuerdelikt. Die aus Gründen der Steuerersparnis erwirkte unrichtige öffentliche Beurkundung eines Rechtsgeschäfts ist - nebst der Beurteilung nach Steuerstrafrecht - als gemeinrechtliches Urkundendelikt zu ahnden.
KRIMINAL- UND ANKLAGEKOMMISSION, 17. Oktober 1984 (LGVE 1984 I 82 Nr. 42).
OR Art. 35 Abs. 1. «Mandatum post mortem» im Grundbuchverkehr? 300
OR Art. 35 Abs. 1. «Mandatum post mortem» im Grundbuchverkehr?
KANTONSGERICHT, I. Rekurskammer, Beschluss vom 21. Oktober 1981 (EGVSZ 1981 Nr. 34).
Güterrecht. Schweizerische Ehegatten mit erstem ehelichen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten. Anwendbares Recht auf die güterrechtliche Auseinandersetzung. 302
Güterrecht. Schweizerische Ehegatten mit erstem ehelichen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, wo der Ehemann vorübergehend wissenschaftlich tätig war. Anwendbares Recht auf die güterrechtliche Auseinandersetzung.
BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, 28. Dezember 1984 (VPB 49 S. 274 Nr. 40).
Güterrecht. Verfügungsgewalt mit Wohnsitz im Ausland über ein Grundstück in der Schweiz, Anwendbares Recht. 305
Güterrecht. Verfügungsgewalt einer bundesdeutschen Ehegattin mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten (Florida) über ein Grundstück in der Schweiz. Anwendbares Recht.
BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, 19. Dezember 1984 (VPB 49 S. 277 Nr. 41).
Details einblendenDetails ausblenden BGE 110 11 1
ZGB Art. 8 und 9 Abs. 1. Erhöhte Beweiskraft öffentlicher Urkunden, tatsächliche Vermutung für die Richtigkeit des verurkundeten Inhalts. 306
ZGB Art. 8 und 9 Abs. 1. Erhöhte Beweiskraft öffentlicher Urkunden, tatsächliche Vermutung für die Richtigkeit des verurkundeten Inhalts.
BUNDESGERICHT, I. Zivilabteilung, Auszug aus dem Urteil vom 31. Januar 1984 i.S. Guyan und Christ AG gegen TIMON Vertriebsgesellschaft GmbH (Berufung).
Details einblendenDetails ausblenden ATF 110 II 17
Passage nécessaire (art. 694 CC). 309
Notweg (Art. 694 ZGB). - Der Grundeigentümer, der bauen will, darf seinen Nachbarn nicht zur Duldung einer Beeinträchtigung seines Grundstücks gestützt auf Art. 694 ZGB zwingen, weil polizeiliche Vorschriften einer genügenden Zufahrt zu den projektierten Bauten entgegenstehen (Bestätigung der Rechtsprechung).
TRIBUNAL FEDERAL, IIe Cour civile, extrait de l'arrêt du 9 février 1984 dans la cause S.I. M. S.A. contre T. (recours en réforme).
Details einblendenDetails ausblenden BGE 110 II 236
ZGB Art. 836. Gesetzliches Pfandrecht des kantonalen Rechts für Steuerforderungen. 311
ZGB Art. 836. Gesetzliches Pfandrecht des kantonalen Rechts für Steuerforderungen.
Das Bundesrecht verlangt, dass die Steuer, welche mit dem gesetzlichen Pfandrecht gesichert werden soll, eine besondere Beziehung zum belasteten Grundstück hat (Erw. 1).
Art. 183 Abs. 1 des tessinischen EG ZGB ist insofern mit dem Bundesrecht unvereinbar, als es dem Kanton ein gesetzliches Pfandrecht für die Kapitalsteuer juristischer Personen gemäss Art. 78 des Steuergesetzes einräumt. Es besteht keine Beziehung zwischen der Steuer und dem belasteten Grundstück, wenngleich dieses das einzige Aktivum des Gesellschaftsvermögens darstellt (Erw. 2).
BUNDESGERICHT, II. Zivilabteilung, Urteil vom 16. Mai 1984 i.S. Kanton Tessin gegen Schweizerische Kreditanstalt, Filiale Bellinzona (Berufung) (Praxis 73 S. 698 Nr. 254 in italienischer Sprache).
Details einblendenDetails ausblenden BGE 111 II 39
Grundbuchführung. Tod des nach dem Grundbuch Verfügungsberechtigten, bevor dessen Stellvertreter die Grundbuchanmeldung abgegeben hatte. 313
1. Erfährt der Grundbuchführer vor Beendigung des Eintragungsverfahrens, dass der nach dem Grundbuch Verfügungsberechtigte gestorben war, bevor dessen Stellvertreter die Grundbuchanmeldung abgegeben hatte, so muss er die Eintragung verweigern (Erw. 1).
2. Art. 37 OR ist im Verfahren der Grundbucheintragung nicht anwendbar (Erw. 2).
BUNDESGERICHT, II. Zivilabteilung, Auszug aus dem Urteil vom 20. März 1985 i. S. Lapaire gegen Grundbuchverwalter von Bern und Justizdirektion des Kantons Bern (Verwaltungsgerichtsbeschwerde).
Details einblendenDetails ausblenden BGE 110 III 181
SchKG Art. 197, 199, 206 und 219. Anspruch der Konkursmasse auf Verwertung von bei Konkurseröffnung bereits gepfändete und vom Schuldner veräusserte Grundstücke. 316
SchKG Art. 197, 199, 206 und 219.
Mit der Eröffnung des Konkurses geht der Anspruch auf Verwertung bereits gepfändeter und vom Schuldner veräusserter Grundstücke auf die Konkursmasse über, und zwar so wie er zugunsten der Pfändungsgläubiger bestand (Bestätigung der Rechtsprechung).
BUNDESGERICHT, Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Auszug aus dem Entscheid vom 3. August 1984 i.S. M. gegen E. (Rekurs) (Praxis 73 S. 716 Nr. 259 in italienischer Sprache).
Gesetzgebung Bundesgesetz über das Schiffsregister. Änderung vom 4. Oktober 1985. AS 1986 S. 1130.
Schiffsregisterverordnung vom 16. Juni 1986. AS 1986 S. 1135 und 1429 (Berichtigung). 319

References: Art. 2
 Art. 2

Art. 937
 Art. 975
 Art. 975

Art. 256
 Art. 256
 Art. 737
 Art. 737
 Art. 737
 Art. 744
 Art. 744
 Art. 744
 Art. 251
 § 30
 Art. 251
 § 30
 Art. 35
 Art. 35
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 694
 BGE 
 Art. 836
 Art. 836

Art. 183
 Art. 78
 BGE 
 Art. 37
 BGE 
 Art. 197
 Art. 197