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Timestamp: 2019-10-19 21:47:32+00:00

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17.002 - Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf - Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Seite:17.002 - Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.001 - Hauptsatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.101.1 - Satzung über Bezirksvertretungen und Bezirksverwaltungsstellen (Bezirkssatzung) der Landeshauptstadt Düsseldorf zu 17.001
17.001.2 - Richtlinien für die Tätigkeit der Bezirksvertretungen zu 17.001.1
17.001.3 - Verhaltensregeln für die Rats-, Ausschuss- und Bezirksvertretungsmitglieder sowie für direkt gewählte Integrationsratsmitglieder ...
17.002 - Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.003 - Zuständigkeitsordnung der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.003.1 - Richtlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum
17.003.2 - Kleine Kommission Stadtbahnbau U 81
17.003.3 - Kommission Kö-Bogen
17.003.4 - Kleine Kommission "Smart City Düsseldorf"
17.003.5 - Kleine Kommission RRX
17.003.6 - Kleine Kommission Kunstpalast
17.004 - Satzung über Ehrenauszeichnungen der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.005 - Satzung der LH Düsseldorf über die Bestellung des Kulturausschusses zum zuständigen Ausschuß für die Aufgaben nach dem Denkmalschutzgesetz
17.006 - Verwaltungsgebührensatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf
17.006.1 - Gebührentarif zur Verwaltungsgebührensatzung
Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf
vom 25. Mai 2000
Redaktioneller Stand: September 2019
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich am 25. Mai 2000 aufgrund des § 47 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.Juli 1994 (GV NRW S. 475/(SGV NRW 2023) folgende Geschäftsordnung gegeben:
§ 1 Einberufung des Rates
(zuletzt geändert durch Ratsbeschluss vom 19.09.2019)
(1) Der Rat wird durch die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister mit einer Ladungsfrist von mindestens sieben Tagen einberufen. In besonders dringenden Fällen kann die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister die Ladungsfrist abkürzen.
(2) Die Einberufung wird von der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister unterzeichnet. Eine Ausfertigung geht den Ratsmitgliedern mindestens sieben Tage vor der Sitzung zu.
(3) In der Einberufung werden Ort, Zeit und Tagesordnung der Sitzung bekanntgegeben.
(4) Die Einberufung inklusive der Sitzungsunterlagen und der Nachträge erfolgt in elektronischer Form. Die Ratsmitglieder werden per E-Mail informiert, sobald die oben genannten Unterlagen im Ratsinformationssystem abrufbar sind. Die Ratsmitglieder teilen jede Änderung ihrer E-Mail-Adresse unverzüglich dem Büro der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters mit. Auf Wunsch werden die Einberufung inklusive der Sitzungsunterlagen und der Nachträge ausschließlich in gedruckter Form mit postalischer Zustellung zur Verfügung gestellt.
(5) Die Sitzungsunterlagen stellt die Verwaltung zusammen. Zu diesem Zweck haben die Ratsfraktionen, Ratsgruppen und Einzelratsmitglieder ihre Vorlagen in das Ratsinformationssystem einzustellen.
§ 2 Ältestenrat
(1) Der Ältestenrat besteht aus der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister und Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen.
(2) Der Ältestenrat hat die Aufgabe, die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister in Repräsentationsangelegenheiten und bei der Wahrnehmung der mit dem Ratsvorsitz verbundenen Aufgaben zu unterstützen und insbesondere eine Verständigung zwischen den Ratsfraktionen über den Arbeitsplan und die Reihenfolge der Beratungsgegenstände der Sitzungen des Rates herbeizuführen.
§ 3 Öffentlichkeit der Ratssitzungen
(zuletzt geändert durch Ratsbeschluss vom 22.03.2018)
(1) Die Sitzungen des Rates sind grundsätzlich öffentlich.
(2) Die Öffentlichkeit wird für Grundstücks- und Personalangelegenheiten sowie für Vertragsangelegenheiten insbesondere nach § 41 Abs. 1 S. 2 Buchst. r GO sowie für Vergaben aller Art ausgeschlossen.
(3) Nichtöffentliche Punkte der Tagesordnung werden möglichst am Schluss der Sitzung beraten.
(4) Jede öffentliche Sitzung des Rates wird zeitgleich im Internet übertragen, gespeichert und zum nachträglichen Abruf im Internet zur Verfügung gestellt. Die Abrufmöglichkeit endet mit der Genehmigung der Niederschrift der betreffenden Sitzung durch den Rat.
(5) Jedes Ratsmitglied soll zu Beginn seiner Mandatstätigkeit gegenüber der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister eine schriftliche Erklärung dazu abgeben, ob es mit der zeitgleichen Übertragung der eigenen Redebeiträge im Internet und deren Speicherung zum nachträglichen Abruf einverstanden ist. Das Einverständnis kann auf die zeitgleiche Übertragung beschränkt werden. Bei Einwilligung sollen die Ratsmitglieder angeben, dass sie sich der Reichweite der öffentlichen Verbreitung bewusst sind und in ihrem Redebeitrag personenbezogene Daten und andere sensible Informationen nur unter Berücksichtigung dieser Reichweite verwenden. Wird keine Erklärung abgegeben, gilt die Einwilligung als verweigert.
Die Erklärung kann während der Mandatstätigkeit jederzeit schriftlich gegenüber der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister nachträglich abgegeben, widerrufen oder geändert werden. Die Einwilligung kann im Einzelfall für eine Ratssitzung oder für einzelne Tagesordnungspunkte einer Ratssitzung mündlich gegenüber der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister bzw. der Sitzungsleitung widerrufen werden. Der Widerruf ist zu protokollieren.
Die Sätze 1 bis 5 gelten für andere Personen mit Rederecht im Rat entsprechend.
(6) Die Kameraperspektive ist während der Redebeiträge auf das Rednerpult beschränkt. Äußerungen der Sitzungsleitung werden dabei über den Tonkanal übertragen.
Hat eine Person der Übertragung ihrer Redebeiträge nicht zugestimmt, werden Bild und Ton ausgeblendet. Eine Totale des Ratssaals wird z.B. bei Erläuterungen der Sitzungsleitung, bei Ehrungen und Abstimmungen gezeigt. Nahaufnahmen sind nicht zulässig.
Hat eine Person der Speicherung ihrer Redebeiträge nicht zugestimmt, wird die Aufzeichnung entsprechend geschnitten.
(7) Die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister weist am Anfang jeder Ratssitzung auf die zeitgleiche Übertragung im Internet und die nachträgliche Abrufmöglichkeit hin.
(geändert durch Ratsbeschluss vom 07.02.2008)
(1) Der Rat kann beschließen, dass einzelne Punkte von der Tagesordnung abgesetzt werden; er kann auch durch Beschluss Tagesordnungspunkte ändern, sie in mehrere Tagesordnungspunkte teilen und sachlich zusammenhängende Tagesordnungspunkte zu einem Punkt zusammenfassen sowie die Reihenfolge ändern. Die Ratsmitglieder können gemäß § 48 Abs. 1 Satz 5 GO die Tagesordnung erweitern, wenn es sich um Angelegenheiten handelt, die keinen Aufschub dulden oder die von äußerster Dringlichkeit sind.
(2) Vor Eintritt in die Beratung werden folgende Punkte erledigt:
Anerkennung der Tagesordnung,
Genehmigung der Niederschrift über die letzte Sitzung.
§ 5 Verwaltungsvorlagen
(1) Verwaltungsvorlagen für den Rat werden an das Büro der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters gerichtet. Sie werden von der/dem zuständigen Beigeordneten unterzeichnet, es sei denn, die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister behält sich die Unterzeichnung vor.
(2) Der Vorlage für den Rat wird eine Beschlussdarstellung mit einer sachlichen Darstellung beigefügt.
(3) In der Vorlage wird die Berichterstatterin/der Berichterstatter für die Ratssitzung namentlich angegeben.
§ 6 Anträge
(1) Anträge für die jeweils nächste Ratssitzung können von einer Ratsfraktion oder von mindestens vier Ratsmitgliedern gestellt werden. Sie müssen spätestens zehn Tage vor der Sitzung in das Ratsinformationssystem eingestellt und schriftlich bei der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister eingebracht sein. Die Schriftlichkeit wird auch dadurch gewahrt, dass ein original unterschriebener Antrag per Fax bzw. eingescannt und per E-Mail der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister zugeleitet wird. Abweichende Formen der Antragstellung sind nicht zulässig.
(2) Absatz 1 findet keine Anwendung auf Abänderungsanträge und Anträge zur Geschäftsordnung.
(3) Anträge des Jugendrates sind nach Maßgabe der Nr. 5 Sätze 1 und 2 GeschO Jugendrat zulässig. Anträge des Seniorenrates sind nach Maßgabe der Nr. 9.7 GeschO Seniorenrat zulässig.
(4) Gemäß § 27 Abs. 8 GO wird auf Antrag des Integrationsrates dem Rat eine Anregung oder Stellungnahme des Integrationsrates vorgelegt.
§ 7 Anfragen
(1) Die Ratsfraktionen oder die Ratsmitglieder können zur jeweils nächsten Ratssitzung bis zu zwei Anfragen stellen, die jeweils in nicht mehr als drei Unterfragen unterteilt sein dürfen. Die Anfragen müssen spätestens zehn Tage vor der Sitzung in das Ratsinformationssystem eingestellt und schriftlich bei der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister eingebracht sein. § 6 Abs. 1 Sätze 3 und 4 gelten entsprechend.
(2) Die Anfragen müssen sich auf einen bestimmten und kommunalbezogenen Sachverhalt beziehen und dürfen nur Tatsachen enthalten, die zur Kennzeichnung der gewünschten Auskunft notwendig sind. Sie sind schriftlich zu begründen. Politische Wertungen oder Darstellungen politischer Programme in den Anfragen und den dazu gehörenden Begründungen bzw. mündlichen Erläuterungen sind unzulässig.
(3) Die Anfragen werden im Rat nach folgender Reihenfolge behandelt:
Anfragen von Ratsfraktionen, Ratsgruppen und Einzelratsmitgliedern,
Anfragen von fraktions- und gruppenangehörigen Ratsmitgliedern.
Innerhalb der beiden Kategorien bestimmt sich die Reihenfolge nach dem Zeitpunkt der Einreichung bei der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister.
Für die Anfragen und deren Beantwortung stehen in jeder Ratssitzung 45 Minuten zur Verfügung. Anfragen, die innerhalb dieser Zeit nicht beantwortet sind, werden schriftlich beantwortet. Die/Der Anfragende hat bei Bedarf das Recht, beim Tagesordnungspunkt Anfragen der nächsten Ratssitzung zwei Zusatzfragen zu stellen.
(4) Innerhalb des nach Abs. 3 vorgegebenen Zeitrahmens stehen den Anfragenden für den Vortrag und die Erläuterung der Anfrage jeweils drei Minuten zur Verfügung.
(5) Zu jeder Anfrage können vier Zusatzfragen gestellt werden, die kurz gefasst sein müssen und eine kurze Beantwortung ermöglichen. Das Recht zur ersten Zusatzfrage hat die anfragende Fraktion oder das anfragende Ratsmitglied. Eine Aussprache über Anfragen ist nicht zulässig.
(6) Fragen oder Zusatzfragen, welche die Voraussetzungen nach Abs. 1 oder 2 nicht erfüllen, kann die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister zurückweisen.
(7) Anfragen des Jugendrates sind nach Maßgabe der Nr. 5 Sätze 1 und 2 GeschO Jugendrat zulässig. Anfragen des Seniorenrates sind nach Maßgabe der Nr. 9.7 GeschO Seniorenrat zulässig. Im übrigen finden Abs. 1 Satz 1 Abs. 2 bis 6 entsprechend Anwendung.
§ 8 Anfragen aus aktuellem Anlass
(1) Die Ratsfraktionen oder die Ratsmitgliedern können bis zu zwei Anfragen aus aktuellem Anlass zur Beantwortung in der Ratssitzung stellen. Diese dürfen jeweils in nicht mehr als drei Unterfragen unterteilt sein. Sie müssen spätestens 48 Stunden vor der Sitzung in das Ratsinformationssystem eingestellt sein und schriftlich der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister vorliegen. § 6 Abs. 1 Sätze 3 und 4 gelten entsprechend.
(2) Die Anfragen müssen sich auf die sachliche und kommunalbezogene Fragestellung beschränken, kurz gefasst sein und eine kurze Beantwortung ermöglichen. Für Anfragen aus aktuellem Anlass und deren Beantwortung stehen in jeder Ratssitzung 30 Minuten zur Verfügung. Werden diese nicht innerhalb dieser Zeit beantwortet, so werden diese unverzüglich schriftlich beantwortet.
(3) Zu jeder Anfrage aus aktuellem Anlass können vier Zusatzfragen gestellt werden, die kurz gefasst sein müssen und eine kurze Beantwortung ermöglichen. Das Recht zur ersten Zusatzfrage hat die anfragende Fraktion oder das anfragende Ratsmitglied. Eine Aussprache über die Anfragen ist unzulässig.
(4) Innerhalb des nach Abs. 2 vorgegebenen Zeitrahmens stehen den Anfragenden für den Vortrag und die Erläuterung der Anfrage aus aktuellem Anlass jeweils drei Minuten zur Verfügung.
(5) Fragen oder Zusatzfragen, die die Voraussetzungen nach Abs. 1 oder 2 nicht erfüllen, kann die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister zurückweisen.
(6) Im übrigen findet § 7 Abs. 3 Sätze 1 und 2 Anwendung.
§ 9 Information mit Hilfe der Automatisierten Informationsverarbeitung
(zuletzt geändert durch Ratsbeschluss vom 07.02.2008)
(1) Der Rat und die Fraktionen können durch Beschluss im Rahmen ihrer Aufgaben Auskünfte aufgrund der für die Stadt Düsseldorf gespeicherten Daten insoweit verlangen, als dem nicht Rechtsvorschriften, insbesondere Bestimmungen der Datenschutzgesetze, entgegenstehen.
(2) Das Auskunftsersuchen ist schriftlich unter Wiedergabe des Wortlautes des Beschlusses an die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister zu richten.
(3) Für die Verwertung der Informationen gelten neben den allgemeinen Rechtsvorschriften insbesondere die Bestimmungen der Datenschutzgesetze sowie die §§ 3 Abs. 2 und 21 Abs. 7 dieser Geschäftsordnung.
(4) §55 der Gemeindeordnung NRW bleibt unberührt.
§ 10 Gegenseitiges Teilnahmerecht an nichtöffentlichen Sitzungen
(1) An nichtöffentlichen Sitzungen der Bezirksvertretungen können Ratsmitglieder als Zuhörer teilnehmen; ebenso können Mitglieder anderer Bezirksvertretungen und Ausschussmitglieder sowie direkt gewählte Mitglieder des Integrationsrates als Zuhörerinnen/Zuhörer teilnehmen, soweit deren Aufgabenbereich durch den Beratungsgegenstand berührt wird.
(2) An nichtöffentlichen Sitzungen des Rates können Bezirksvertretungs- und Ausschussmitglieder sowie direkt gewählte Mitglieder des Integrationsrates als Zuhörerinnen/Zuhörer teilnehmen, soweit deren Aufgabenbereich durch den Beratungsgegenstand berührt wird.
(3) An nichtöffentlichen Sitzungen der Ausschüsse können alle Ratsmitglieder sowie die stellvertretenden Ausschussmitglieder des betreffenden Ausschusses als Zuhörerinnen/Zuhörer teilnehmen. Mitglieder anderer Ausschüsse und Bezirksvertretungsmitglieder sowie direkt gewählte Mitglieder des Integrationsrates können an nichtöffentlichen Sitzungen von Ausschüssen als Zuhörerinnen/Zuhörer teilnehmen, wenn deren Aufgabenbereich durch den Beratungsgegenstand berührt wird.
(4) An nichtöffentlichen Sitzungen des Integrationsrates können Ratsmitglieder als Zuhörerinnen/Zuhörer teilnehmen; ebenso können Bezirksvertretungs- und Ausschussmitglieder teilnehmen, wenn deren Aufgabenbereich durch den Beratungsgegenstand berührt wird.
(5) Die Teilnahme als Zuhörerin/Zuhörer ist bei der/dem Vorsitzenden des Gremiums vorher anzumelden.
§ 11 Hospitantinnen/Hospitanten
Die Ratsfraktionen können Ratsmitglieder, die keiner Fraktion angehören, als Hospitantinnen/Hospitanten aufnehmen.
§ 12 Wortmeldung und -erteilung
(zuletzt geändert durch Ratsbeschluss vom 19.10.2017)
(1) Ein Ratsmitglied darf nur sprechen, wenn die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister ihm das Wort erteilt hat.
(2) Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister erteilt das Wort in der Reihenfolge der Wortmeldungen. Melden sich mehrere Rednerinnen/Redner gleichzeitig zu Wort, so entscheidet die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister.
(3) Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister darf jederzeit das Wort nehmen. Will sie/er sich an der Aussprache beteiligen, so muss sie/er den Vorsitz abgeben.
(4) Die Rednerinnen/Redner sprechen vom Rednerplatz aus in freier Rede. Aufzeichnungen können benutzt werden.
(5) Die Dauer der Redezeit kann durch Beschluss des Rates festgesetzt werden.
(6) Bei der Beratung erhält die Berichterstatterin/der Berichterstatter oder die Antragstellerin/der Antragsteller zuerst das Wort. Nach Abschluss der Aussprache steht ihr/ihm ein Schlusswort zu.
(7) Zu persönlichen Erklärungen wird erst nach Schluss der Beratung des behandelten Tagesordnungspunktes, aber vor der Abstimmung das Wort erteilt. Der Redner/Die Rednerin darf nicht zur Sache sprechen, sondern nur Angriffe, die in der Aussprache gegen ihn/sie erhoben worden sind, zurückweisen oder eigene Ausführungen richtigstellen. Die Redezeit für persönliche Erklärungen ist auf drei Minuten begrenzt.
(8) Zur Einbringung des Haushaltsplanentwurfs findet keine Debatte statt. Im Rahmen der abschließenden jährlichen Etatberatungen des Rates haben die Ratsfraktionen und Ratsgruppen vertreten durch eines ihrer Mitglieder sowie die Einzelratsmitglieder die Gelegenheit, eine Haushaltsrede zu halten.
(9) Bei Anfragen und Anträgen des Jugendrates und des Seniorenrates kann die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister der Sprecherin/ dem Sprecher des Jugendrates bzw. des Seniorenrates das Wort erteilen.
(10) Bei Anregungen oder Stellungnahmen des Integrationsrates, mit denen sich der Rat befasst, erteilt die Oberbürgermeisterin/ der Oberbürgermeister der Vorsitzenden/ dem Vorsitzenden des Integrationsrates oder einem anderen vom Integrationsrat benannten Mitglied auf deren/ dessen Verlangen das Wort.
§ 13 Übergang zur Tagesordnung
Wenn der Antrag gestellt ist, zur Tagesordnung überzugehen, kann ein Ratsmitglied für den Antrag und ein Ratsmitglied dagegen sprechen. Danach lässt die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister über den Antrag abstimmen. Wird der Antrag angenommen, so gilt der übergangene Antrag ohne weitere Aussprache als abgelehnt.
§ 14 Schluss der Aussprache, Vertagung und Sitzungsunterbrechung
(geändert durch Ratsbeschluss vom 30.04.2015)
(1) Wenn niemand mehr das Wort verlangt, erklärt die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister die Aussprache für geschlossen.
(2) Jedes Ratsmitglied ist berechtigt, jederzeit Antrag auf Schluss der Aussprache oder auf Schluss der Redeliste zu stellen, sofern es nicht selbst zur Sache gesprochen hat. Ein Ratsmitglied kann für und ein Ratsmitglied gegen diesen Antrag sprechen. Nachdem die Namen der für die Aussprache noch zum Wort gemeldeten Rednerinnen/Redner von der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister verlesen worden sind, wird ohne weitere Aussprache über diesen Antrag abgestimmt.
(3) Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister hat auch nach Schluss der Aussprache jederzeit das Recht zu einer sachlichen Feststellung.
(4) Vertagungsanträge werden wie Anträge auf Schluss der Aussprache behandelt.
(5) Auf Antrag einer Fraktion wird die Sitzung für eine bestimmte Zeitdauer unterbrochen.
(1) Zur Geschäftsordnung muss das Wort außerhalb der Reihe erteilt werden. Die Wortmeldung kann durch Zuruf erfolgen.
(2) Bemerkungen zur Geschäftsordnung dürfen nicht länger als drei Minuten dauern.
(3) Mit Eintritt in die Abstimmungshandlung sind Wortmeldungen zur Geschäftsordnung nicht mehr zulässig.
(4) Bei Beschwerden über die Handhabung der Geschäftsordnung entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss.
§ 16 Überweisung an Ausschüsse oder an die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister
Der Rat kann jederzeit Vorlagen, Anträge oder Anfragen an einen Ausschuss oder die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister verweisen oder zurückverweisen. Er kann auch beschließen, dass Anfragen durch die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister schriftlich beantwortet werden.
§ 17 Abstimmung
(1) Über jeden Antrag wird gesondert abgestimmt. Bei mehreren Anträgen, die den gleichen Gegenstand betreffen, wird zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt. Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister entscheidet darüber, welcher Antrag der weitestgehende ist.
(2) Über Anträge wird in folgender Reihenfolge abgestimmt:
Antrag auf Schluss der Aussprache,
Antrag auf Überweisung an einen Ausschuss,
sonstige Anträge.
(3) Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister stellt die Frage, über die abgestimmt werden soll, so, dass sie sich mit ja oder nein beantworten lässt.
(4) Soweit der Rat nichts anderes beschließt, wird durch Erheben der Hand vom Platz aus abgestimmt.
(5) Auf Antrag einer Ratsfraktion oder eines Fünftels der Mitglieder des Rates wird namentlich abgestimmt.
(6) Auf Antrag eines Fünftels der Mitglieder des Rates wird geheim abgestimmt.
(7) Wird sowohl namentliche als auch geheime Abstimmung beantragt, geht der Antrag auf geheime Abstimmung vor.
§ 18 Ordnung in den Sitzungen
(1) Wer von dem Gegenstand der Beratung abschweift, kann von der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister zur Sache und im Wiederholungsfalle zur Ordnung gerufen werden.
(2) Wer sich ungebührlich oder beleidigend äußert oder sich ungebührlich benimmt, wird zur Ordnung gerufen.
(3) Beim zweiten Ordnungsruf in derselben Sitzung kann die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister der Rednerin/dem Redner das Wort entziehen.
(4) Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister kann ein Ratsmitglied wegen gröblicher Verletzung der Ordnung von der weiteren Teilnahme an der Sitzung ausschließen. Der Rat befindet über die Berechtigung dieser Maßnahme in seiner nächsten Sitzung.
(5) Der Rat kann durch Beschluss einem Ratsmitglied wegen gröblicher Verletzung der Ordnung die auf den Sitzungstag entfallende Entschädigung ganz oder teilweise entziehen, außerdem kann er es für eine oder mehrere Sitzungen ausschließen.
§ 19 Zutritt zum Sitzungsraum und Ordnung im Zuhörerraum
(1) Zutritt zum Sitzungsraum haben nur Personen, die aufgrund ihres Mandats oder ihrer dienstlichen Funktion zur Teilnahme an den Sitzungen verpflichtet oder berechtigt sind.
(2) Wer im Zuhörerraum Beifall oder Missbilligung äußert oder Ordnung oder Anstand verletzt, kann auf Anordnung der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters sofort entfernt werden. Das Mitführen, Anbringen und Zeigen von Plakaten, Transparenten o.ä. sowie die Wiedergabe von Tonträgeraufzeichnungen sind nicht gestattet. Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister kann bei störender Unruhe im Zuhörerraum die Sitzung vorübergehend unterbrechen, notfalls ganz aufheben oder den Zuhörerraum räumen lassen.
(3) Telefonieren im Sitzungs- und im Zuhörerraum ist untersagt. Bei mobilen Kommunikationsgeräten sind alle Benachrichtigungsfunktionen auf lautlos zu stellen.
Den Zuhörerinnen und Zuhörern sind Ton- und Bildaufnahmen des Sitzungsverlaufs nicht gestattet.
(1) Über jede Sitzung des Rates wird eine Niederschrift gefertigt. Diese enthält den stenografischen Bericht mit dem Wortlaut der gefassten Beschlüsse sowie die Namen der Anwesenden und Abwesenden. Ein Ratsmitglied, das vorübergehend oder vorzeitig die Sitzung verlässt oder später kommt, hat dies der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister anzuzeigen. Seine vorübergehende Abwesenheit hat das Ratsmitglied in der Anwesenheitsliste zu vermerken.
In die Niederschrift werden folgende Punkte der Reihe nach unverändert aufgenommen:
Niederschrift über die Sitzung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf am ...,
Beginn der Sitzung,
Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
Stenografischer Bericht mit Wortlaut der Beschlüsse,
Schluss der Sitzung.
(2) Erklärungen, die ausdrücklich als zur Aufnahme in die Niederschrift abgegeben werden, sind in der Niederschrift festzuhalten. Bei Beschlüssen, die nicht einstimmig gefasst wurden, wird vermerkt, wie die einzelnen Fraktionen und die nicht einer Fraktion angehörenden Ratsmitglieder gestimmt haben. Die Niederschrift wird von der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister, einem vom Rat zu bestimmenden Ratsmitglied und der/dem vom Rat bestellten Schriftführerin/Schriftführer unterzeichnet.
(3) Jede Rednerin/Jeder Redner erhält zum Zweck der Prüfung den Text ihrer/seiner in Stenogramm aufgenommenen Rede. Wird der Text nicht innerhalb von sieben Tagen berichtigt zurückgegeben, gilt das Einverständnis der Rednerin/des Redners zur Aufnahme in die Niederschrift als erteilt.
(4) Eine Berichtigung des Textes durch die Rednerin/den Redner darf den Sinn der Rede oder ihrer einzelnen Teile nicht ändern.
(5) Die zu genehmigende Niederschrift wird allen Ratsmitgliedern im Rahmen der Einberufung zu einer Sitzung gemäß § 1 Abs. 4 zur Verfügung gestellt. Den Ratsfraktionen, den Bezirksbürgermeisterinnen/Bezirksbürgermeistern, der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister und den Beigeordneten steht sie ab diesem Zeitpunkt im Ratsinformationssystem zur Verfügung. Auf Wunsch wird die Niederschrift den in Satz 2 genannten Personen schriftlich übersandt.
§ 21 Ausschüsse und Bezirksvertretungen
(1) Die Bestimmungen dieser Geschäftsordnung gelten für Ausschüsse, Bezirksvertretungen und den Integrationsrat sinngemäß, soweit nicht besondere Geschäftsordnungsvorschriften etwas anderes bestimmen.
(2) §§ 9 und 11 finden auf Ausschüsse und den Integrationsrat keine Anwendung. § 3 Abs. 4 bis 7 sowie § 8 finden auf Ausschüsse, Bezirksvertretungen und den Integrationsrat keine Anwendung. § 1 Abs. 5 findet auf Bezirksvertretungen keine Anwendung.
(3) Für den Anregungs- und Beschwerdeausschuss sind Anträge und Anfragen im Sinne der §§ 6 und 7 nicht zulässig.
(4) Anträge und Anfragen im Sinne der §§ 6 und 7 können für den jeweiligen Bereich von jedem seiner Mitglieder gestellt werden. Dies gilt nicht für Anträge und Anfragen nach §§ 6 Abs. 3 und 7 Abs. 7 Sätze 1 und 2.
(5) Die in § 7 Abs. 3 für Anfragen im Rat festgesetzte zeitliche Begrenzung entfällt. Die Reihenfolge der Behandlung der Anfragen nach § 7 Abs. 3 bestimmt sich ausschließlich nach dem Zeitpunkt der Einreichung.
(6) Die Sitzungen der Ausschüsse, der Bezirksvertretungen und des Integrationsrates sind grundsätzlich öffentlich.
(7) Außer in den Fällen des § 3 Abs. 2 und soweit keine besondere Regelung besteht (z. B. Abgabenordnung, Verdingungsordnungen für Bauleistungen, für Leistungen- ausgenommen Bauleistungen-, für freiberufliche Leistungen), ist die Öffentlichkeit grundsätzlich ausgeschlossen, wenn das Wohl der Allgemeinheit, das Interesse der Stadt oder die Wahrung schutzwürdiger Interessen Einzelner es erfordern.
Dies gilt insbesondere in folgenden Fällen:
Angelegenheiten, bei deren Vorbereitung und Behandlung gegebenenfalls die persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse oder fachlichen Qualifikationen Dritter erörtert werden müssen (z. B. bei Verträgen aller Art, Zuschussangelegenheiten, beschränkten Ausschreibungen und Vergaben),
Prüfung der Jahresrechnung und Kontrolle der Verwaltung, soweit sie unmittelbar im Zusammenhang mit Grundstücks-, Personal-, Vertrags- und Vergabeangelegenheiten stehen,
Einzelfälle der Jugendfürsorge,
Rechtsstreitigkeiten und Entschädigungsfragen,
Erörterung von Maßnahmen der Bauleitplanung, die sich auf Grundstückswerte auswirken können.
(8) Die Tagesordnung für die Ausschusssitzungen wird von den Ausschussvorsitzenden und die Tagesordnung für die Sitzungen des Integrationsrates wird von der/dem Vorsitzenden des Integrationsrates im Benehmen mit der/dem zuständigen Beigeordneten festgesetzt. Für die Sitzungen der Bezirksvertretungen setzt die/der jeweilige Bezirksbürgermeisterin/Bezirksbürgermeister die Tagesordnung fest. Die Oberbürgermeisterin/Der Oberbürgermeister kann verlangen, dass ein Gegenstand in die Tagesordnung aufgenommen wird.
Die vorgenannten Gremien werden von der/dem jeweiligen Vorsitzenden mit einer Ladungsfrist von mindestens sieben Tagen vor der Sitzung einberufen.
(9) Ein Ausschussmitglied, das an der Teilnahme verhindert ist, kann nur durch eine/einen vom Rat gewählte Stellvertreterin/gewählten Stellvertreter gemäß der festgelegten Reihenfolge vertreten werden. Die Stellvertretungen für die Mitglieder des Integrationsrates sind gemäß § 27 Abs. 2 Sätze 2 und 5 GO gewählt bzw. vom Rat bestellt worden.
(10) Über jede Sitzung wird eine Niederschrift- in der Regel eine Beschlussniederschrift- gefertigt; sie enthält auch die Namen der Anwesenden und Abwesenden. Bei Beschlüssen, die nicht einstimmig gefasst wurden, wird vermerkt, wie die einzelnen Fraktionen und die nicht einer Fraktion angehörenden Mitglieder des Gremiums gestimmt haben. In die Niederschrift werden folgende Punkte der Reihe nach unverändert aufgenommen:
Niederschrift über die Sitzung des/der ... (namentliche Bezeichnung) am ...,
Wortlaut der Beschlüsse,
(11) Die Niederschriften über die Sitzungen werden von der/dem Vorsitzenden , einem weiteren Mitglied, der/dem zuständigen Beigeordneten und der Schriftführerin/dem Schriftführer unterzeichnet. An die Stelle der/des Beigeordneten tritt bei den Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschusses die Leiterin/der Leiter des Rechnungsprüfungsamtes und bei den Sitzungen der Bezirksvertretungen die Leiterin/der Leiter der zuständigen Bezirksverwaltungsstelle.
(12) Die zu genehmigenden Niederschriften werden den Mitgliedern, die zu genehmigenden Niederschriften über die Sitzungen der Bezirksvertretungen auch deren beratenden Ratsmitgliedern, im Rahmen der Einberufung zu einer Sitzung gemäß § 1 Abs. 4 zur Verfügung gestellt. Den Ratsmitgliedern, den Ratsfraktionen, der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister und den Beigeordneten stehen sie ab diesem Zeitpunkt im Ratsinformationssystem zur Verfügung. Auf Wunsch werden die Niederschriften den in Satz 2 genannten Personen schriftlich übersandt.
(13) Gemäß § 57 Abs. 4 GO können Beschlüsse von Ausschüssen mit Entscheidungsbefugnis erst durchgeführt werden, wenn weder die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister noch ein Fünftel der Ausschussmitglieder innerhalb von sieben Tagen nach Beschlussfassung Einspruch eingelegt haben. Der Einspruch ist bei der/dem Ausschussvorsitzenden einzubringen. Eine Durchschrift des Einspruchs ist der Oberbürgermeisterin/dem Oberbürgermeister zuzuleiten. Über den Einspruch entscheidet der Rat.
Bei Widersprüchen gegen Beschlüsse von Bezirksvertretungen sind die Bestimmungen des § 37 Abs. 6 GO anzuwenden; Satz 4 gilt entsprechend.
(14) Die Ausschüsse und der Integrationsrat können Vertreterinnen und Vertreter derjenigen Bevölkerungsgruppen, die von ihrer Entscheidung vorwiegend betroffen werden und Sachverständige zu den Beratungen hinzuziehen. Hierfür ist ein Beschluss des Gremiums erforderlich; der betreffende Personenkreis wird persönlich vor der Sitzung schriftlich eingeladen. Sollen Sachverständige und Einwohnerinnen/Einwohner in der aktuellen Sitzung zu einzelnen Punkten der Tagesordnung zur Beratung hinzugezogen werden, so ist hierfür ein Beschluss vor Eintritt in die Tagesordnung erforderlich. Bei nichtöffentlicher Sitzung haben die nach Satz 1 hinzugezogenen Personen vor der Beschlussfassung den Sitzungsraum zu verlassen.
(15) Die Bezirksvertretungen sind berechtigt, Sachverständige und Einwohnerinnen/Einwohner zu einzelnen Punkten der Tagesordnung anzuhören. Hierfür ist ein Beschluss des Gremiums erforderlich; der anzuhörende Personenkreis wird persönlich vor der Sitzung schriftlich eingeladen. Sollen Sachverständige, Einwohnerinnen oder Einwohner in der aktuellen Sitzung zu einzelnen Punkten der Tagesordnung angehört werden, so ist hierfür ein Beschluss vor Eintritt in die Tagesordnung erforderlich. Bei nichtöffentlicher Sitzung haben Sachverständige und Einwohnerinnen/Einwohner den Sitzungsraum vor der Beratung und Beschlussfassung zu verlassen; bei öffentlicher Sitzung darf die Anhörung nicht zu einer Mitberatung führen.
(2) Die Bezirksvertretung beschließt in einer der vorhergehenden Sitzungen auf Antrag oder Vorschlag der Verwaltung, ob eine Fragestunde durchgeführt wird. In einer Fragestunde können nur solche Themen behandelt werden, für die die Bezirksvertretung entscheidungs- oder anhörungsbefugt ist.
(3) Die jeweilige Einrichtung einer Fragestunde sowie Zeit und Ort werden der Öffentlichkeit so rechtzeitig bekanntgegeben, dass diese Gelegenheit hat, bis zwei Wochen vor der Sitzung Fragen schriftlich bei der zuständigen Bezirksverwaltungsstelle einzureichen. Die Bezirksverwaltungsstelle unterrichtet unverzüglich die Bezirksbürgermeisterin/den Bezirksbürgermeister über die eingegangenen Fragen.
die Beziksvertretung für das betreffende Thema entscheidungs- oder anhörungsbefugt ist,
sie schriftlich eingereicht werden und Absenderangaben enthalten,
die Zwei-Wochen-Frist gewahrt ist,
sie kurz gefasst sind und eine kurze Beantwortung ermöglichen,
sie keine Wertungen enthalten,
ihre Beantwortung nicht gegen datenschutzrechtliche und sonstige Geheimhaltungsvorschriften verstoßen würde.
Fragen, die die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen, können von der Bezirksbürgermeisterin/dem Bezirksbürgermeister zurückgewiesen werden.
(5) In der Fragestunde trägt die Fragestellerin/der Fragesteller ihre/seine Frage mündlich vor; dies soll nicht länger als drei Minuten dauern. Die Fragestellerin/Der Fragesteller ist berechtigt, eine Zusatzfrage zu stellen.
Ist die Fragestellerin/der Fragesteller nicht anwesend, gilt ihre/seine vorher schriftlich eingereichte Frage als zurückgezogen.
(6) Fragen, die nach Ablauf der Fragestunden noch nicht behandelt worden sind, werden bis zur nächsten Fragestunde zurückgestellt oder können schriftlich beantwortet werden. Ein Anspruch auf schriftliche Beantwortung besteht nicht.
(7) Mit der Beantwortung von Fragen wird keine weitere Zuständigkeit für verbindliche Zusagen oder Auskünfte begründet.
(8) Die Bezirksbürgermeisterin/Der Bezirksbürgermeister, im Verhinderungsfall ihre/seine Stellvertretung, trifft die weiteren verfahrensmäßigen Entscheidungen; sie/er übt das Hausrecht aus.
§ 23 Einwohnerantrag, Bürgerbegehren
(1) Hat der Rat die Zulässigkeit eines Einwohnerantrags oder Bürgerbegehrens festgestellt, gibt er vor der Beschlussfassung in der Sache zwei Vertreterinnen/Vertretern des Einwohnerantrags bzw. zwei Bürgerinnen/Bürgern als Vertretung des Bürgerbegehrens Gelegenheit, den Antrag oder das Begehren in der Sitzung des Rates zu erläutern. Für die Erläuterung stehen insgesamt 30 Minuten zur Verfügung.
(2) Für die Behandlung eines Einwohnerantrags oder Bürgerbegehrens in einer Bezirksvertretung gilt Abs. 1 entsprechend.
§ 24 Auslegung
Zweifel über die Auslegung und Anwendung der Geschäftsordnung werden vom Haupt- und Finanzausschuss entschieden.
Diese Geschäftsordnung tritt mit dem auf den Ratsbeschluss folgenden Tag in Kraft.
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References: § 47

§ 1

§ 2

§ 3
 § 41
 § 48

§ 5

§ 6
 § 27

§ 7
 § 6

§ 8
 § 6
 § 7

§ 9
 §55

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19
 § 1

§ 21
 § 3
 § 8
 § 1
 § 7
 § 7
 § 3
 § 27
 § 1
 § 57
 § 37

§ 23

§ 24