Source: http://www.gazprom.de/investors/faq/
Timestamp: 2020-04-02 16:06:41+00:00

Document:
Häufig gestellte Fragen von Aktionären
Gazprom in Zahlen 2014–2018 (Englisch)
Im PDF (PDF, 8,8 MB)
Wie kann man Gazprom-Aktien kaufen/verkaufen?
Aktien sind das Vermögen eines Aktionärs, über das er nach eigenem Ermessen verfügen kann. Er kann seine Aktien an eine beliebige natürliche oder juristische Person verkaufen, die sie zu einem für beide Seiten attraktiven Vertragspreis zu erwerben wünscht.
Der Erwerb erfolgt aufgrund eines Kaufvertrages, der nach Maßgabe geltenden Rechts aufgesetzt wird. Anschließend werden die Eigentumsrechte bei der Stelle, die das Aktienregister führt (Verwahrstelle bzw. Registrar), eingetragen.
Aktien der PAO Gazprom (nachstehend „Gesellschaft“, „Konzern“) kann man mithilfe eines professionellen Teilnehmers des Wertpapiermarktes kaufen bzw. verkaufen. In der Regel werden solche Dienstleistungen von Investitionsgesellschaften und Kommerzbanken erwiesen. Aktien des Konzerns kann man unter anderem in Zweigstellen der Gazprombank (Aktiengesellschaft) erwerben oder verkaufen, Auskunft per Telefon 8 800 100-07-01 (russlandweit gebührenfrei), +7 495 913-74-74.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Gazprom ihre eigenen Aktien weder verkauft noch kauft. Im Föderalen Gesetz vom 26. Dezember 1995 Nr. 208-FZ „Über Aktiengesellschaften“ sind Fälle aufgelistet, in denen Aktien von einer Aktiengesellschaft auf eine andere Person übertragen werden können. Zu solchen Fällen zählen: Gründung der Gesellschaft, Ausgabe von Neuaktien, Veräußerung zuvor erworbener bzw. bei den Aktionären eingezogener Aktien (dabei sind die benannten Aktien mindestens zu ihrem Marktpreis und spätestens ein Jahr, nachdem die Eigentumsrechte an den einzuziehenden Aktien auf die Gesellschaft übertragen worden sind, zu verkaufen). Gegenwärtig gibt die PAO Gazprom keine Neuaktien aus. Die PAO Gazprom erwarb bzw. zog keine eigenen Aktien ein. Somit besteht für die Gesellschaft nach Maßgabe geltenden Rechts derzeit keine Möglichkeit, eigene Aktien an eine Person zu veräußern.
Aktien können als Paket bzw. in Teilen verkauft werden. Man sollte bedenken, dass Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren nach Maßgabe des Steuergesetzes der Russischen Föderation mit der Einkommensteuer für natürliche Personen besteuert werden.
Der Aktienpreis stellt keinen konstanten Wert dar. Er ändert sich je nach Angebot und Nachfrage am Wertpapiermarkt (an russischen Börsen).
Informationen über Aktienkurse der PAO Gazprom am Effektenmarkt sind in Massenmedien sowie auf der Website der Wertpapierbörse MICEX-RTS (www.moex.com) enthalten.
Auf der Website der Wertpapierbörse kann man auch Listen professioneller Teilnehmer des Wertpapiermarktes einsehen, die an der Börse Handel betreiben.
Informationen über aktuelle Aktiennotierungen der PAO Gazprom an russischen Wertpapierbörsen und internationalen Handelsplätzen kann man ferner auf der Website der PAO Gazprom erhalten. Die Website bietet auch die Möglichkeit, die Entwicklung des Aktienkurses der Gazprom in einem gewünschten Zeitraum nachzuvollziehen, frühere und aktuelle Aktiennotierungen der Gazprom und marktführender russischer und ausländischer Öl- und Gasgesellschaften sowie Indizes größter russischer und internationaler Börsen zu vergleichen. Darüber hinaus werden auf der Website relevante Finanzkennzahlen des Konzerns, seine Jahres- und Finanz berichte veröffentlicht.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass eine Kaufentscheidung einzig und allein vom Aktionär getroffen wird. Unsere Informationen zu Möglichkeiten für einen Aktienverkauf dienen ausschließlich zur Aufklärung.
Was für Rechte genießt ein Aktionär der PAO Gazprom?
Aktionäre der PAO Gazprom genießen ebenso wie bei anderen Aktiengesellschaften generell folgende Rechte:
Sie dürfen an der Hauptversammlung der Aktionäre (nachstehend „Hauptversammlung“) teilnehmen und über sämtliche Fragen abstimmen, die in der Kompetenz der Hauptversammlung liegen, sowie
Dividenden erhalten.
Ein Aktionär bzw. eine Gruppe von Aktionären, die mindestens zwei Prozent Aktien besitzen, dürfen Kandidaten für den Aufsichtsrat und die Revisionskommission der PAO Gazprom aufstellen sowie Fragen zur Tagesordnung der Hauptversammlung vorschlagen. Ein Aktionär bzw. eine Gruppe von Aktionären, die mindestens zehn Prozent Aktien besitzen, können die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der PAO Gazprom initiieren.
Wie nimmt man an einer Hauptversammlung der PAO Gazprom teil?
Die Liste von Personen, die berechtigt sind, an der Hauptversammlung teilzunehmen, wird aufgrund von Daten aus dem Aktienregister der Gesellschaft zum Stichtag, der vom Aufsichtsrat bei der Vorbereitung auf die Hauptversammlung bestimmt wird, aufgesetzt.
Gemäß Art. 60 Abs. 2 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ werden an Aktionäre, die in der Liste von Personen, die berechtigt sind, an der Hauptversammlung teilzunehmen, angegeben sind, spätestens 20 Tage vor der Hauptversammlung per Einschreibebrief unter anderem Stimmzettel zu Fragen der Tagesordnung versandt. Bei Auszählung werden Stimmen berücksichtigt, die in Stimmzetteln vertreten sind, welche die Gesellschaft spätestens zwei Tage vor der Hauptversammlung erhalten hat.
Die Mitteilung über die Durchführung der Hauptversammlung wird samt Informationen über Anmeldungszeiten für Teilnehmer der Hauptversammlung unter anderem auf der Website der Gesellschaft (www.gazprom.de) spätestens 30 Tage vor der Hauptversammlung ins Internet gesetzt.
Aktionäre, die an der Hauptversammlung persönlich teilnehmen wollen, müssen zu angegebener Zeit zur Anmeldung der Teilnehmer der Hauptversammlung mit einem Personalausweis erscheinen.
Gegenwärtig hat die Gesellschaft insgesamt über 500.000 Aktionäre. Angesichts dieser Tatsache wird den Aktionären empfohlen, ihre Teilnehmerrechte in der Hauptversammlung über vertretungsberechtigte Personen aufgrund einer Vollmacht auszuüben oder ausgefüllte Stimmzettel an die Gesellschaft abzusenden.
Gibt es Vorzugsaktien der PAO Gazprom?
Gemäß Satzung der PAO Gazprom hat die Gesellschaft ausschließlich auf den Namen lautende papierlose Stammaktien mit gleichem Nennwert ausgegeben und platziert. Die Gesellschaft hat keine Vorzugsaktien ausgegeben.Gemäß Satzung der PAO Gazprom hat die Gesellschaft ausschließlich auf den Namen lautende papierlose Stammaktien mit gleichem Nennwert ausgegeben und platziert. Die Gesellschaft hat keine Vorzugsaktien ausgegeben.
ADR (American Depositary Receipt) zu Stammaktien der Gazprom ist ein amerikanischer Hinterlegungsschein, der von der amerikanischen The Bank Of New York Mellon ausgegeben und am ausländischen Effektenmarkt frei gehandelt wird. Ein ADR weist die Eigentumsrechte an Aktien nach, die bei der The Bank Of New York Mellon hinterlegt worden sind. Ein ADR entspricht zwei Aktien der PAO Gazprom. Stammaktien der PAO Gazprom können in ADR und umgekehrt konvertiert werden.
Kann ein Aktionär der PAO Gazprom seine Aktien auf einem ausländischen Markt verkaufen?
Für den Verkauf der Aktien auf einem ausländischen Markt muss man sie zunächst in ADR konvertieren. Um notwendige Maßnahmen für so eine Konvertierung zu treffen, wäre es sinnvoll sich an einen professionellen Teilnehmer des Wertpapiermarktes – eine Maklergesellschaft oder Bank – zu wenden, die im Auftrag des Aktionärs alle benötigten Aktivitäten ausüben wird.
Wie stellt man fest, was für eine Steuer beim Verkauf von Aktien zu entrichten ist?
Gemäß Art. 208 Abs. 1 Ziff. 5 des Steuergesetzes der Russischen Föderation (nachstehend „russisches Steuergesetz“) gelten Einnahmen aus dem Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren in Russland im Sinne von Art. 209 des russischen Steuergesetzes als steuerpflichtige Einkünfte natürlicher Personen aus Einkommensquellen in Russland, unabhängig davon, ob sie in der Russischen Föderation steueransässig sind oder nicht.
Als steueransässig gelten natürliche Personen, die sich de facto mindestens 183 Kalendertage innerhalb von zwölf Monaten in Folge in der Russischen Föderation aufhalten (Art. 207 Abs. 2 des russischen Steuergesetzes).
Einkünfte natürlicher Personen, die in Russland steuerlich ansässig sind, aus dem Verkauf von Aktien werden mit 13 Prozent (Art. 224 Abs. 1 des russischen Steuergesetzes) und steuerlich nicht ansässiger natürlicher Personen mit 30 Prozent (Art. 224 Abs. 3 des russischen Steuergesetzes) besteuert. Die an eine steuerlich nicht ansässige Person ausgezahlten Einkünfte können nach Maßgabe eines internationalen Vertrags (Abkommens) in Russland zu ermäßigten Sätzen besteuert werden. In diesem Fall hat der Steuerzahler für die Anrechnung und Einbehaltung des Steuerbetrages zum ermäßigten Satz dem Steueragenten einen Nachweis vorzulegen, dass er im entsprechenden steuerlichen Zeitraum (bzw. dessen Teil) in dem Staat, mit dem die Russische Föderation das einschlägige geltende Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung unterzeichnet hat, steuerlich ansässig war. Der Nachweis ist von der zuständigen Behörde des jeweiligen Staates zu beglaubigen. Die Unterlagen, die die Steueransässigkeit des Steuerzahlers nachweisen, sind ordnungsgemäß zu legalisieren und mit Apostille zu versehen (davon sind Staaten ausgenommen, mit denen beiderseitige Vereinbarungen über die Anerkennung von Nachweisen für die Steueransässigkeit ohne Apostille bzw. konsularische Legalisierung von Unterlagen gelten).
Besonderheiten der Feststellung der Besteuerungsgrundlage, der Anrechnung und Entrichtung der Einkommensteuer natürlicher Personen bei Wertpapiertransfers sind in Art. 214.1 des russischen Steuergesetzes definiert.
Als Besteuerungsgrundlage bei Wertpapiertransfers gilt ein positives Finanzergebnis, das als Differenz zwischen Einkünften aus Wertpapiertransfers und dokumentarisch nachgewiesenen und faktischen Kosten des Steuerzahlers, die mit Erwerb, Veräußerung und Verwahrung von Wertpapieren verbunden sind, definiert wird (Art. 214.1 des russischen Steuergesetzes).
Papiere, die diese Kosten nachweisen, werden entweder von Personen und Institutionen, die über Aktien Register geführt haben und sie im Auftrag des Aktionärs verkauft haben, oder von Personen, die sie beim Aktionär erworben haben (Börsenmakler, Treuhänder, Treuhandgesellschaften sowie andere Personen, die Transaktionen mit Aktien zugunsten deren Besitzer vornehmen), ausgestellt.
Sollte der Steueragent (Börsenmakler, Treuhänder), aus welchem Grund auch immer, die Steuer auf Einkommen natürlicher Personen nicht einbehalten haben, ist nach Abschluss des Jahres, in dem die Aktien verkauft worden sind, dem Steueramt eine Einkommenserklärung samt benannter Papiere vorzulegen.
Besteuerung von Einkommen natürlicher Personen aus der Veräußerung von Aktien, die gegen Privatisierungsbonds (Voucher) erworben worden sind
In Rundschreiben des Finanzministeriums der Russischen Föderation, das gemäß Art. 34.2 Abs. 1 des russischen Steuergesetzes bevollmächtigt ist, die Anwendung russischer steuerrechtlicher Regelungen schriftlich zu erläutern, wird auf folgendes hingewiesen: Als Kosten für den Erwerb von Aktien im Wege der Privatisierung gelten deren Marktpreis am Stichtag der Einlösung von Vouchern oder – sofern der Marktpreis fehlt – der Nennwert (Vertragspreis) der Voucher, die gegen die Aktien eingelöst worden sind (Rundschreiben vom 29. März 2011 Nr. 03-04-05/3-195; vom 2. Dezember 2011 Nr. 03-04-05/3-990; vom 10. Februar 2012 Nr. 03-04-05/3-163; vom 22. Februar 2012 Nr. 03-04-05/3-212; vom 20. April 2012 Nr. 03-04-05/3-541). Diese Stellungnahme ist von der Rechtsprechung gestützt (vgl. z.B. Verfügungen des Moskauer Stadtgerichtes vom 10. November 2010 im Fall Nr. 33–34499 und vom 3. Mai 2011 im Fall Nr. 4г/5–2019/11 sowie des Moskauer Gebietsgerichtes vom 2. Dezember 2010 im Fall Nr. 33–23320).
Muss ein Aktionär der PAO Gazprom Änderungen seiner persönlichen Daten der registerführenden Stelle melden?
Gemäß Regelungen von Art. 44 Abs. 5 des Föderalen Gesetzes vom 26. Dezember 1995 Nr. 208-FZ „Über Aktiengesellschaften“ und Art. 7 Abs. 1 des Föderalen Gesetzes vom 7. August 2001 Nr. 115-FZ „Über Verhinderung der Legalisierung von kriminellem Einkommen (Geldwäsche) und der Terrorismusfinanzierung“ hat eine im Aktienregister der Gesellschaft eingetragene Person Informationen über sich selbst, ihre Vertreter sowie wirtschaftlichen Eigentümer und begünstigten Personen bei der registerführenden Stelle (Verwahrstelle der Gazprombank, andere Verwahrstelle oder Registrar DRAGA) beizeiten zu aktualisieren (für natürliche Personen: Name-, Vor- und Vatersname, weitere Passangaben, einschließlich Wohnsitz; für juristische Personen: Name, staatliche Hauptregistrierungsnummer, Steueridentifikationsnummer, Sitz gemäß Satzung, Name, Vor- und Vatersname des Geschäftsführers).
Wenn dies nicht getan wird, kann es vorkommen, dass der Aktionär Informationen zur Hauptversammlung, Stimmzettel sowie die ihm zustehenden Dividenden nicht erhält. Außerdem können Probleme bei Transaktionen mit Wertpapieren entstehen, zum Beispiel bei Kaufgeschäften, Zustellung von Kontoauszügen, Bescheinigungen zu Kontobuchungen für Steuerbehörden, Depotüberweisungen, Übernahme von Nachlässen und Schenkungen.
Um seine Dividenden pünktlich und zügig zu erhalten, sollte ein Aktionär zutreffende Informationen über sämtliche Abänderungen seiner persönlichen Daten übermitteln, bevor die Liste der zum Erhalt von Dividenden berechtigten Personen aufgesetzt wird (der Stichtag wird durch Beschluss der Hauptversammlung bestimmt).
Besonderheiten der Anpassung von Sachkontodaten bei der Verwahrstelle der Gazprombank
Verwahrstelle der Aktiengesellschaft Gazprombank
2-j Werchni Michailowski Proesd 9, Geb. 11 Moskau 115419
Einheitliche Auskunftsstelle:
8 800 100-07-01 (russlandweit gebührenfrei)
+7 495 719-18-62 (Fax)
Sämtliche Aktivitäten, die mit Abänderungen von Kundendaten in der Verwahrstelle der Gazprombank (Aktiengesellschaft) verbunden sind, werden nur im Auftrag der Kunden ausgeübt. Die Verwahrstelle darf keine Kundenaufträge erfüllen, die sie auf dem Postweg erhalten hat, weil die Identifizierung des Kunden aufgrund seines Personalausweises und seiner eigenhändigen Unterschrift erfolgt. Deshalb hat der Aktionär persönlich zu erscheinen, um seine Daten abzuändern.
Sofern der neue Personalausweis keinen Stempel mit Daten des alten Personalausweises enthält, hat der Aktionär bei der Verwahrstelle eine Bescheinigung vorzulegen als Nachweis dafür, dass sein Personalausweis umgetauscht wurde.
Nach der vorgenommenen Anpassung der Kontodaten erhält der Aktionär bei Bedarf einen Auszug von seinem Depotkonto.
Besonderheiten der Anpassung von Sachkontodaten beim Registrar DRAGA
Um Sachkontodaten des Aktionärs beim Registrar – der Aktiengesellschaft DRAGA – abzugleichen, muss der Aktionär folgende Papiere ausfüllen und an den Registrar absenden:
Fragebogen einer eingetragenen Person (für natürliche Personen) (Russisch) (PDF, 297,5 KB)
Die Unterschriftsprobe des Aktionärs im Fragebogen muss von einem Notar beurkundet werden (sofern der Fragebogen nicht im Beisein eines Mitarbeiters des Registrars ausgefüllt wird). Das Datum (Tag, Monat, Jahr), an dem die Unterschrift beurkundet wurde, muss in Wort und Schrift angegeben werden. Name, Vor- und Vatersname des Notars, der die Unterschrift beurkundet, sowie der Person, deren Unterschrift beurkundet wird, werden ebenfalls vollständig angegeben.
Unter Ziff. 7 des Fragebogens werden Wohnsitz und Anschrift des Aktionärs wie im Personalausweis angegeben. Unter Ziff. 8 wird die Anschrift an seinem tatsächlichen Wohnort/Aufenthaltsort eingetragen. Unter Ziff. 9 des Fragebogens wird die Anschrift des Aktionärs für den Briefverkehr sowie für die Postüberweisung der Dividenden angegeben (sofern der Aktionär die Postüberweisung als Form für Dividendenzahlungen gewählt hat).
Wir möchten Sie auf Ziff. 13 des Fragebogens „Form der Dividendenzahlungen“ aufmerksam machen. Sollten Sie als Form der Dividendenzahlungen „Banküberweisung“ wählen, müssen Sie unter Ziff. 14 des Fragebogens die dafür benötigte Bankverbindung mit Kontonummer angeben.
Als Personalausweis ist eine notariell beglaubigte Kopie beizulegen.
Sollten auf S. 19 des gültigen Personalausweises Daten des Ausweises, der bei Erwerb der Aktien galt, fehlen, ist zusätzlich eine Bescheinigung über den Umtausch des Ausweises vorzulegen. Sie muss Angaben zum gültigen und zum früheren Ausweis, einschließlich sämtlicher Ausweise in der Zwischenzeit enthalten. Die Bescheinigung muss von einer Amtsperson unterschrieben und besiegelt sein. Vorzulegen ist die Urschrift der Bescheinigung bzw. deren notariell beglaubigte Kopie.
Sollten seit dem Erwerb der Aktien Name und/oder Vor- und/oder Vatersname abgeändert worden sein, ist eine Urkunde als Nachweis für diese Abänderungen vorzulegen (Urschrift bzw. notariell beglaubigte Kopie).
Der Fragebogen ist dem Registrar auf einem der nachstehend benannten Wege vorzulegen:
auf dem Postweg an eine der Anschriften des Registrars (in diesem Fall ist die Unterschriftsprobe im Fragebogen von einem Notar zu beurkunden). Dem Fragebogen sind notariell beglaubigte Kopien der Papiere beizulegen;
persönlich, indem Sie unter der Geschäftsanschrift des Registrars erscheinen. In diesem Fall können Eintragungen im Register aufgrund von Urschriften der Unterlagen erfolgen, und die Anlage notariell beglaubigter Kopien von Urschriften zum Fragebogen wird nicht benötigt;
über eine vertretungsberechtigte Person aufgrund einer Vollmacht, wozu die vertretungsberechtigte Person unter der Geschäftsanschrift des Registrars mit den erforderlichen Unterlagen persönlich zu erscheinen hat.
Auszufüllen, falls Sie einen Nachweis für Ihre Eigentumsrechte an den Aktien erhalten wollen.
In den Spalten „Eingetragene Person“ und „Verfügung erteilt“ sind Name, Vor- und Vatersname sowie Passdaten anzugeben. Auf die Rückseite der Verfügung ist die Unterschrift zu setzen, die mit Ihrer Unterschrift auf dem Fragebogen der eingetragenen Person identisch sein muss.
Nachdem der Registrar die benannten Unterlagen und den Zahlungsbeleg erhalten hat, werden Ihre Daten im Register abgeändert und ein Auszug aus dem Aktienregister der PAO Gazprom an Sie entsandt.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ein Aktionär verpflichtet ist, Informationen über Abänderungen seiner Daten (Passdaten, Wohnort, Bankverbindung für Banküberweisungen der Dividenden etc.) beizeiten zu übermitteln. Sollte ein Aktionär Informationen über die Abänderung seiner Daten nicht beizeiten übermittelt haben (gemäß Art. 44 Ziff. 5 des Föderalen Gesetzes vom 26. Dezember 1995 Nr. 208-FZ „Über Aktiengesellschaften“), haften die PAO Gazprom und der Registrar nicht wegen dadurch entstandene Schäden, die unter anderem mit ausstehender bzw. nicht beizeiten erfolgter Dividendenzahlung verbunden sind.
Wovon hängt der Dividendenbetrag der PAO Gazprom ab?
Der Aufsichtsrat der PAO Gazprom hat am 24. Dezember 2019 die Dividendenpolitik der PAO Gazprom gebilligt, in der die Grundsätze der Feststellung von Dividendenbeträgen definiert sind.
Der Dividendenbetrag pro Aktie der Gazprom wird berechnet, ausgehend vom bereinigten Nettogewinn der Gesellschaft gemäß IFRS.
Die bei der Berechnung der Dividenden vorgenommenen Bereinigungen des Nettogewinns sind darauf ausgerichtet, die Auswirkungen nicht monetärer Posten im Gesamterfolgsbericht des Konzerns auszugleichen:
Bereinigung sowohl operativer als auch finanzieller Posten um Währungskursdifferenzen;
Berücksichtigung der Wertminderung (Wertaufholung) von Anlagevermögen und Investitionen in verbundene Unternehmen;
Ersatz des Anteils am Gewinn verbundener Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen durch Einnahmen, die von verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bezogen werden, bei Berechnung der Dividendenbasis.
Diese Bereinigungen ermöglichen es, die Dividendenbasis dem Cashflow der Gesellschaft einigermaßen anzugleichen. Sie können sowohl eine Erhöhung als auch eine Herabsetzung der Dividenden nach sich ziehen, je nachdem wie diese Elemente der Finanzberichte ausfallen.
Nach Maßgabe der Dividendenpolitik beträgt das Zielniveau der Ausschüttungen mindestens 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns der Gesellschaft. Dieses Zielniveau wird schrittweise erreicht:
Bei Feststellung der Dividendenzahlungen aufgrund von Jahresergebnissen 2019 geht der Aufsichtsrat der Gesellschaft davon aus, dass der Betrag, der für die Dividendenzahlungen bereitgestellt wird, bei mindestens 30 Prozent des bereinigten Nettogewinns zu liegen hat.
Bei Feststellung der Dividendenzahlungen aufgrund von Jahresergebnissen 2020 geht der Aufsichtsrat der Gesellschaft davon aus, dass der Betrag, der für die Dividendenzahlungen bereitgestellt wird, bei mindestens 40 Prozent des bereinigten Nettogewinns zu liegen hat.
Bei Feststellung der Dividendenzahlungen aufgrund von Jahresergebnissen 2021 und in den darauffolgenden Jahren geht der Aufsichtsrat der Gesellschaft davon aus, dass der Betrag, der für die Dividendenzahlungen bereitgestellt wird, bei mindestens 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns zu liegen hat.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft trägt seine Empfehlungen zum Dividendenbetrag der Hauptversammlung der Gesellschaft vor, die den endgültigen Beschluss fasst.
Auf welche Weise erfolgt die Dividendenzahlung?
Nach Maßgabe des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ und der Satzung der PAO Gazprom steht das Recht auf Jahresdividenden Personen zu, die am Ende des Geschäftstages, den die Hauptversammlung bestimmt hat, in der über die Dividendenausschüttung entschieden wurde, Aktien besaßen. Dieser Stichtag darf frühestens zehn Tage nach Beschlussfassung über die Dividendenausschüttung (Bekanntgabe) und spätestens 20 Tage nach Beschlussfassung festgelegt werden. Die Dividenden sind an eine Verwahrstelle und einen Treuhänder als professionelle Teilnehmer des Wertpapiermarktes, die im Aktienregister eingetragen sind, spätestens zehn Werktage und an andere im Aktienregister eingetragene Personen spätestens 25 Werktage nach dem Stichtag auszuzahlen, an dem die zum Erhalt der Dividenden berechtigten Personen, festgestellt werden.
Die Auszahlung von Dividenden an die Aktionäre der PAO Gazprom übernimmt die Gazprombank (Aktiengesellschaft). Sie zahlt die Dividenden über ihre Filialen und andere Finanzstrukturen aus, nachdem sie die Geldbeträge von der PAO Gazprom überwiesen bekommen hat. Angesichts der Gesetzesänderungen darf die Gazprombank seit 2014, als die Dividenden aufgrund von Geschäftsergebnissen der Gesellschaft im Jahr 2013 ausgezahlt worden sind, die Dividenden nur an Personen auszahlen, die unmittelbar im Register eingetragen sind. An Personen, die Kunden einer Verwahrstelle sind (einschließlich Verwahrstelle der Gazprombank), werden die Dividenden von dieser Verwahrstelle ausgezahlt (Kaskadenprinzip bei Dividendenzahlungen).
Um seine Dividenden auf eine von ihm bevorzugte Weise zu erhalten, kann der Aktionär die registerführende Stelle (Aktiengesellschaft DRAGA, Gazprombank (Aktiengesellschaft) bzw. eine andere Verwahrstelle) schriftlich beauftragen und im Fragebogen bei der registerführenden Stelle die Form für die Dividendenzahlung angeben: Post- oder Banküberweisung.
Sollten die Form für die Dividendenzahlung und die Daten für die Überweisung der Dividenden (Anschrift am Wohnsitz bei Postüberweisung, Bankverbindung etc.) nach dem Stichtag, an dem die Liste der zum Erhalt von Dividenden berechtigten Personen aufgesetzt wird, abgeändert werden, muss sich der Aktionär (vorausgesetzt, dass er die angerechneten Dividenden noch nicht erhalten hat) an die Institution wenden, bei der seine Aktien eingetragen sind (Verwahrstelle bzw. Registrar), um entsprechende Abänderungen an den Daten im Fragebogen vorzunehmen. Diese Abänderungen werden der Gesellschaft zwecks Dividendenzahlung über das Registersystem zur Kenntnis gegeben.
Wie kann ein Aktionär der PAO Gazprom, der in Russland nicht steueransässig ist, seine Dividenden erhalten?
Russische Emittenten verrechnen mit Inhabern ihrer Wertpapiere nur in Rubeln. Wenn ein Aktionär in Russland nicht steueransässig ist und Konten bei russischen Banken hat, können die Dividenden auf seinen Wunsch auf eines dieser Konten überwiesen werden. Dazu muss die Bankverbindung dieses Kontos im Fragebogen des Aktionärs bei der Stelle, die über Aktien der PAO Gazprom Register führt (Verwahrstelle bzw. Registrar), angegeben werden.
Postüberweisungen in Rubeln können ins Ausland nicht erfolgen.
Wann kann man Aktien an der Wertpapierbörse MICEX-RTS kaufen oder verkaufen, um Anrecht auf Dividenden zu erhalten?
Gemäß Art. 42 des Föderalen Gesetzes vom 26. Dezember 1995 Nr. 208-FZ „Über Aktiengesellschaften“ werden Dividenden an Personen ausgezahlt, die am Ende des Geschäftstages, an dem aufgrund des Beschlusses über die Dividendenausschüttung die zum Erhalt der Dividenden berechtigten Personen festgestellt wurden, als Inhaber von Aktien der entsprechenden Kategorie (des entsprechenden Typs) oder als Personen, die nach Maßgabe föderaler Gesetze die mit diesen Aktien verbrieften Rechte ausüben, galten.
Gemäß Art. 29 des Föderalen Gesetzes vom 22. April 1996 Nr. 39-FZ „Über den Wertpapiermarkt“ wird das mit einem auf den Namen lautenden papierlosen Wertpapier verbriefte Recht auf den Käufer übertragen, sofern die mit den Wertpapieren verbrieften Rechte bei der Verwahrstelle eingetragen sind, nachdem auf dem Sachkonto des Käufers die Buchung vermerkt worden ist.
Gemäß Regelungen des Wertpapierhandels an der MICEX-RTS und gemäß zusätzlichen Bedingungen für den Wertpapierhandel an der MICEX-RTS werden die vom Käufer an der MICEX-RTS im Haupthandelsmodus T+ erworbenen Wertpapiere auf seinem Sachkonto beim National Settlement Depository am 2. (zweiten) Handelstag nach Geschäftsabschluss gebucht.
Betrachten wir als Beispiel die Situation mit der Auszahlung der Jahresdividenden aufgrund von Geschäftsergebnissen der Gesellschaft für das Jahr 2013. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung (Protokoll Nr. 1 vom 27. Juni 2014) gilt der 17. Juli 2014 als Stichtag, an dem die zum Erhalt der Dividenden berechtigten Personen bestimmt wurden. Demzufolge werden Wertpapiere aus Geschäften, die an der MICEX-RTS am 16. Juli 2014 und danach im Haupthandelsmodus T+ abgeschlossen worden sind, nach dem Stichtag, an dem die zum Erhalt der Dividenden berechtigten Personen bestimmt wurden, auf Sachkonten beim National Settlement Depository gebucht. Folglich werden Inhaber dieser Wertpapiere kein Anrecht auf Dividenden aufgrund von Jahresergebnissen 2013 haben. Verkäufer der Aktien, die ihre Geschäfte an der MICEX-RTS im Haupthandelsmodus T+ am 15. Juli 2014 und früher abgeschlossen haben, können ebenfalls keine Dividenden auf Aktien der Gesellschaft aufgrund von Jahresergebnissen 2013 beanspruchen.
Wie erbt man mit Aktien verbriefte Rechte?
Die Eintragung der mit Aktien verbrieften Rechte erfolgt ebenso wie die Eintragung anderer Eigentumsrechte, die vererbt werden, nach Maßgabe bestehender rechtlicher Regelungen.
Um Gazprom-Aktien aus einem Nachlass anzunehmen, müssen folgende Maßnahmen getroffen werden: Wenn nach dem Tod des Aktieninhabers noch kein halbes Jahr vergangen ist, muss man sich an einen Notar oder (wenn über ein halbes Jahr vergangen ist und die Erben sich an keinen Notar gewandt haben, um den Nachlass anzunehmen) an ein Gericht am letzten Wohnsitz des Aktieninhabers (Nachlassgebers) wenden, und eine Erbschaftsurkunde zu den Aktien und Dividenden von Gesetzes wegen bzw. ein Gerichtsurteil erhalten.
Der Notar oder das Gericht eröffnet eine Nachlassakte aufgrund eines Antrags des Erben, der Sterbeurkunde und eines Nachweises dafür, dass der verstorbene Verwandte mit Aktien verbriefte Rechte besaß (es können ein Auszug aus dem Aktienregister der PAO Gazprom, eine Kopie des Sachkontos bei der Verwahrstelle, Stimmzettel für die Hauptversammlung der PAO Gazprom, die der Aktionär erhalten hat, sein). Der Notar (Richter) muss eine Anfrage über die Anzahl der Aktien und den Dividendenbetrag, der dem Nachlassgeber zusteht, an die registerführende Stelle (DRAGA, Gazprombank) bzw. an eine andere Verwahrstelle und – sofern den Erben die registerführende Stelle nicht bekannt ist – an die PAO Gazprom schicken. Man sollte bedenken, dass die Anfrage auf einem speziellen Formular in russischer Sprache aufzusetzen ist. Der Notar (Richter) hat in der Anfrage Namen, Vor- und Vatersnamen, Anschrift und andere verfügbare Daten, anhand derer der Aktionär im Register identifiziert werden kann, vollständig anzugeben. Neben der Unterschrift ist die Anfrage mit einem Rundsiegel zu versehen.
Nachdem der Notar Informationen zur Anfrage erhalten hat, setzt er die Erbschaftsurkunde zu den Aktien und Dividenden auf. Der Richter erlässt aufgrund dieser Auskunft das entsprechende Urteil.
Anschließend muss der Erbe bei der registerführenden Stelle des Nachlassgebers erscheinen. Er muss einen Ausweis und die Urschrift der Urkunde (des Gerichtsurteils) bei sich haben. Er eröffnet ein auf seinen Namen lautendes Konto, erteilt den Auftrag, die Aktien im Wege der Erbschaft auf ihn zu übertragen, und bezahlt die Dienstleistungen des Registrars/Verwahrers nach geltenden Tarifen.
Erweist die PAO Gazprom Aktionären finanzielle Hilfe?
Gegenwärtig sind nach Maßgabe geltenden Rechts, der Satzung der PAO Gazprom und anderer interner Dokumente der Gesellschaft weder finanzielle Hilfe noch Präferenzen oder sonstige Vorteile für Aktionäre der Gesellschaft vorgesehen.
Zudem sind nach Maßgabe des Föderalen Gesetzes vom 26. Dezember 1995 Nr. 208-FZ (Art. 31 Abs. 1) „Über Aktiengesellschaften“ mit einer Stammaktie für jeden Aktieninhaber bzw. Aktionär der Gesellschaft die gleichen Rechte verbrieft.
Somit genießen alle Aktionäre der PAO Gazprom die gleichen Rechte, die sich aus dem Besitz eines Wertpapiers ergeben. Die Gesellschaft leistet keine zusätzlichen Zahlungen an einzelne Aktionäre.

References: Art. 60
 Art. 208
 Art. 209
 Art. 214
 Art. 34
 Art. 44
 Art. 7
 Art. 44
 Art. 42
 Art. 29