Source: https://rechnungswesen-info.de/buchungen_anlagevermoegen_immateriell.html
Timestamp: 2018-03-20 13:23:22+00:00

Document:
Immaterielle Vermögensgegenstände - Geschäfts- oder Firmenwert
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden nach § 266 Abs. 2 HGB untergliedert in:
Dazu legt der § 248 Abs. 2 HGB folgendes fest:
Diese Änderung kam über das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Um die Vergleichbarkeit von nationalen und internationalen Jahresabschlüssen zu verbessern wurde das Aktivierungsverbot von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens durch ein Aktivierungswahlrecht ersetzt. Damit ist eine gleiche bilanzielle Behandlung von selbst geschaffenen und erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen möglich.
Zur Bewertung legt der § 255 Abs. 2a HGB folgendes fest:
Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands des Anlagevermögens sind die bei dessen Entwicklung anfallenden Aufwendungen nach Absatz 2. Entwicklung ist die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder die Weiterentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen. Forschung ist die eigenständige und planmäßige Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen oder Erfahrungen allgemeiner Art, über deren technische Verwertbarkeit und wirtschaftliche Erfolgsaussichten grundsätzlich keine Aussagen gemacht werden können. Können Forschung und Entwicklung nicht verlässlich voneinander unterschieden werden, ist eine Aktivierung ausgeschlossen.
Nach dem § 255 Abs. 2 HGB gehören Forschungs- und Vertriebskosten nicht zu den Herstellungskosten. Damit sind die Aufwendungen der Forschungsphase ergebniswirksam zu behandeln (Aufwand).
Geschäfts- oder Firmenwert (derivativer Firmenwert, "Goodwill")
Der Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet den Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis für ein Unternehmen und dem Substanzwert (Differenz aus Vermögen und Schulden). Er ist also ein entgeltlich erworbener Firmenwert.
Zum Ansatz in der Bilanz legt der § 246 Abs. 1 HGB folgendes fest:
Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurde das Aktivierungswahlrecht abgeschafft. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen damit einer Aktivierungspflicht. Die bisherige vierjährige Nutzungsdauer eines derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes ist entfallen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist planmäßig abzuschreiben. Soll die Nutzungsdauer aber fünf Jahre überschreiten ist nach § 285 Nr. 13 HGB eine Begründung im Anhang anzugeben.
Steuerrechtlich gilt § 7 Abs. 1 EStG:
Anschaffungskosten des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts 0035 0150
Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert 4824 6205
Außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert 4825 6209

References: § 266
 § 248
 § 255
 § 255
 § 246
 § 285
 § 7