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Timestamp: 2019-05-27 00:35:52+00:00

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BVerfG, 05.05.2008 - 1 BvR 562/08 - dejure.org
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BVerfG, 05.05.2008 - 1 BvR 562/08 (https://dejure.org/2008,1488)
BVerfG, Entscheidung vom 05.05.2008 - 1 BvR 562/08 (https://dejure.org/2008,1488)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Mai 2008 - 1 BvR 562/08 (https://dejure.org/2008,1488)
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Keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Willkürverbots durch Verwerfung einer Anhörungsrüge iSv § 321a ZPO mit der Begründung, diese sei nur gegen "neue und eigenständige" Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör zulässig, nicht aber gegen bereits im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren geltend gemachte Gehörsverletzungen
Frage der Begründung einer neuen Gehörsverletzung durch das über das Rechtsmittel entscheidende Gericht bei Erfolglosigkeit des Rechtsmittels gegen den behaupteten Gehörsverstoß; Verfassungsrechtliche Garantie eines fachgerichtlichen Rechtsbehelfs zur Geltendmachung von Gehörsverstößen; Voraussetzungen für die Verfristung einer Verfassungsbeschwerde bei der Einlegung eines unzulässigen Rechtsbehelfs; Möglichkeit des Angriffs einer fachgerichtlichen Entscheidung über die Zurückweisung einer Anhörungsrüge durch eine Verfassungsbeschwerde; Geltendmachung der unrechtmäßigen Nichtheilung eines angeblichen Gehörsverstoßes der Vorinstanz in dem durchgeführten Rechtsbehelfsverfahren durch das Fachgericht im Zuge der Verfassungsbeschwerde
GG Art. 3 Abs. 1; ZPO § 321a
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 05.05.2008, Az.: 1 BvR 562/08 (Unzulässigkeit der sekundären Gehörsrüge)" von RA Prof. Dr. Rüdiger Zuck, original erschienen in: NJW 2008, 2636 - 2637.
LG Essen, 16.05.2006 - 17 O 403/04
BGH, 20.12.2007 - III ZR 57/07
BVerfGK 13, 496
NJW 2008, 2635
a) Die Entscheidung über die Anhörungsrüge selbst ist grundsätzlich kein tauglicher Rügegegenstand der Verfassungsbeschwerde (…vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 20. Juni 2007 - 2 BvR 746/07 -, Rn. 2 ff.;… Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 17. Juli 2007 - 2 BvR 496/07 -, Rn. 2 f.), sondern allenfalls dann, wenn sie eine eigenständige verfassungsrechtliche Beschwer bewirkt (vgl. BVerfGE 119, 292 ; BVerfGK 13, 496 ).
Dass die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach § 544 Abs. 2 ZPO mit einer Anhörungsrüge nach § 321a ZPO angefochten werden kann, wenn mit dieser eine nicht nur sekundäre, sondern neue und eigenständige Gehörsverletzung gerügt wird (vgl. hierzu BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 5. Mai 2008 - 1 BvR 562/08 -, NJW 2008, S. 2635), bleibt ohne Einfluss auf die Begründungserleichterungen bei Beschlüssen über die Nichtzulassungsbeschwerde.
(3) Eine ausführlichere Begründung der Entscheidung über die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde ist auch nicht deswegen geboten, weil gegen sie - im Übrigen unabhängig davon, ob die Beschwerde auf eine Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör gestützt wurde - eine Anhörungsrüge nach § 321a ZPO erhoben werden kann, wenn damit eine nicht nur sekundäre, sondern neue und eigenständige Gehörsverletzung durch den Bundesgerichtshof gerügt wird (vgl. BVerfGK 13, 496 ; BGH…, Beschluss vom 20. November 2007 - VI ZR 38/07 -, NJW 2008, S. 923).
Ohne solche Anhaltspunkte und bei einer nur "sekundären Gehörsrüge" besteht hingegen keine Veranlassung für eine Anhörungsrüge gegen die Entscheidung des Bundesgerichtshofs und kann sofort Verfassungsbeschwerde erhoben werden (vgl. BVerfGK 13, 496 ; BGH…, Beschluss vom 20. November 2007 - VI ZR 38/07 -, NJW 2008, S. 923).
Die Anhörungsrüge gegen diesen Beschluss ist nämlich nur dann zulässig, wenn dadurch das Verfahrensgrundrecht auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) neu und eigenständig durch den Bundesgerichtshof verletzt worden ist (BGH, Beschl. v. 20. November 2007, VI ZR 38/07, NJW 2008, 923, 924; Beschl. v. 13. Dezember 2007, I ZR 47/06, NJW 2008, 2126, 2127; BVerfG NJW 2008, 2635, 2636).
Gegen dieses bloße Perpetuieren eines vorinstanzlichen Gehörsverstoßes durch Nichtabhilfe ist die Anhörungsrüge nicht statthaft (vgl. BVerfGK 13, 496 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 5. Mai 2008 - 1 BvR 562/08 -, NJW 2008, S. 2635 f.; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 20. Juli 2011 - 1 BvR 3269/10 -, juris;… BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 29. Februar 2012 - 2 BvR 309/10 -, juris, Rn. 17).
Nach der vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs können mit der Anhörungsrüge gegen einen Beschluss, mit dem eine Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen worden ist, nur neue und eigenständige Verletzungen des Art. 103 Abs. 1 GG durch den Bundesgerichtshof gerügt werden (vgl. BGH…, Beschluss vom 5. Dezember 2018 - VII ZR 159/16 Rn. 2;… Beschluss vom 31. Juli 2018 - VII ZR 206/17 Rn. 2;… Beschluss vom 29. März 2017 - VII ZR 262/15 Rn. 2; BVerfG, NJW 2008, 2635, juris Rn. 15 ff.).
Nach der vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs können mit der Anhörungsrüge nur neue und eigenständige Verletzungen des Art. 103 Abs. 1 GG durch das Rechtsmittelgericht gerügt werden (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 5. Mai 2008 - 1 BvR 562/08, NJW 2008, 2635 f.; BGH…, Beschluss vom 19. Juli 2012 - I ZR 92/09, MMR 2012, 766 Rn. 2).
Ein solches Vorgehen wäre nur dann erforderlich gewesen, wenn er eine neue und eigenständige Verletzung seines Gehörs durch das Landgericht hätte rügen wollen (vgl. BVerfGE 107, 395 ; BVerfGK 11, 390 ; 13, 496 ).
Die Anhörungsrüge wäre offensichtlich unzulässig gewesen, weil sich der Beschwerdeführer mit ihr auf keine neue und eigenständige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch den Verwaltungsgerichtshof hätte berufen können (vgl. BVerfGK 13, 496 ).
Etwas anderes gilt jedoch im Fall der Einlegung einer für den Beschwerdeführer erkennbar offensichtlich unzulässigen (vgl. BVerfGK 11, 203 ; 13, 496 ;… BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 30. Juni 2009 - 1 BvR 893/09 -, juris, Rn. 16;… Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 27. Januar 2010 - 2 BvR 2253/06 -, juris, Rn. 23;… Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 26. April 2011 - 2 BvR 597/11 -, juris, Rn. 4 f.) oder offensichtlich aussichtslosen (vgl. BVerfGK 7, 115 ; 13, 472 ; 13, 480 ;… BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 26. August 2008 - 2 BvR 1516/08 -, juris, Rn. 1;… Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 9. August 2010 - 2 BvR 619/10 -, juris, Rn. 1; Beschluss der 1. Kammer des Erstens Senats vom 8. März 2011 - 1 BvR 2063/10 -, juris) Anhörungsrüge.
Die Anhörungsrüge ist insoweit nur zulässig, wenn die Entscheidung, die Revision nicht zuzulassen, das Verfahrensgrundrecht auf rechtliches Gehör neu und eigenständig verletzt (…BVerfGE 107, 395, 410 [juris Rn. 48 f.]; BVerfG, NJW 2008, 2635, 2636 [juris Rn. 16 f.];… NJW 2011, 1497 [juris Rn. 19]; BGH…, Beschluss vom 13. Dezember 2007 - I ZR 47/06, GRUR 2008, 932 Rn. 6 = WRP 2008, 956;… Beschluss vom 17. Dezember 2015 - I ZR 256/14, juris Rn. 2).
BGH, 28.03.2019 - IX ZA 15/18
BGH, 24.04.2009 - II ZR 133/07
BGH, 24.03.2011 - I ZA 1/11
Anwaltszwang im Verfahren der sofortigen Beschwerde bzw. der Anhörungsrüge nach …
BGH, 24.08.2016 - VII ZR 248/15
Anhörungsrüge: Geltendmachung von Zulassungsgründen außerhalb der …
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Verfassungsbeschwerde: Entscheidung über offensichtlich unzulässigen Rechtsbehelf …
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Rüge neuer und eigenständiger Verletzungen des Art. 103 Abs. 1 GG hinsichtlich …
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Notwendigkeit der Rüge von neuen Verletzungen bei einer Anhörungsrüge
BGH, 11.11.2008 - IV ZR 188/06
BGH, 11.11.2008 - IV ZR 184/06
BGH, 11.11.2008 - IV ZR 291/05
BGH, 28.04.2009 - IX ZR 230/06
BGH, 11.11.2008 - IV ZR 255/06
BGH, 15.04.2015 - I ZA 15/14
Notwendigkeit des Vorliegens von neuen und eigenständigen Gehörsverletzungen des …
BGH, 01.12.2008 - IV ZR 150/06
BGH, 07.11.2008 - IV ZR 271/07
BGH, 07.11.2008 - IV ZR 38/07
BGH, 15.03.2011 - IV ZR 228/08
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BGH, 12.11.2008 - IV ZR 276/07
BGH, 11.11.2008 - IV ZR 82/06
BGH, 07.11.2008 - IV ZR 305/05
BGH, 07.11.2008 - IV ZR 77/06
BGH, 18.12.2008 - III ZR 288/07
BGH, 18.09.2018 - IX ZB 42/18
BGH, 11.04.2018 - VII ZR 82/15
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References: § 321
 Art. 3
 § 321
 § 544
 § 321
 § 321
 Art. 103
 Art. 103
 Art. 103