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Timestamp: 2019-11-18 19:26:16+00:00

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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu anderen Sozialleistungen => Thema gestartet von: schnuki am 01. September 2019, 17:08:02
Titel: Rente wegen Voller Erwerbsminderung
Beitrag von: schnuki am 01. September 2019, 17:08:02
habe Rente wegen Erwerbsminderung beantragt, aber das ist zu wenig so das es das alleine nicht ausreicht, kann mir jemand sagen ob bei Rente wegen Voller Erwerbsminderung das Jobcenter weiterhin zuständigt bleibt? da ich bis jetzt Leistungen nach dem SGB II erhalten habe.
es steht nur es ist längstens bis zur Altersrente gültig, da ist jetzt nicht ersichtlich ob befristet oder unbefristet.
Titel: Re: Rente wegen Voller Erwerbsminderung
Beitrag von: Yavanna am 01. September 2019, 17:21:14
Wird die Erwerbsunfähigkeitsrente auf Zeit, bzw. befristet festgelegt (und länger als sechs Monate, was bei Rente aber nicht erwähnenswert ist), fällst du ins 3.Kapitel SGB XII, wenn du alleine bist. Wenn Du in einer BG mit einem Erwerbsfähigen bist, bleibst du im SGB II, erhälst aber Sozialgeld.
Wird die Rente unbefristet festgestellt, fällst Du ins 4.Kapitel SGB XII, was dann auf jeden Fall Vorrang hast, egal ob ein Erwerbsfähiger bei Dir lebt oder nicht.
Beitrag von: jordon am 01. September 2019, 20:06:11
Zitat von: schnuki am 01. September 2019, 17:08:02
Das deutet auf eine unbetfristete EM- Rente hin, zuständig für ergänzende Leistungen wäre dann das Sozialamt (4. Kapitel SGX XII).
Beitrag von: schnuki am 02. September 2019, 07:41:00
Zitat von: jordon am 01. September 2019, 20:06:11
in meinem Rentenbescheid steht die Rente beginnt am 01.08.2019, der Anspruch besteht längstens bis 30.09.2049.
also ist es dann eine Dauerhafte bzw. Unbefristete Volle Erwerbsminderung?
Titel: EU Rente + Grundsicherung
Beitrag von: schnuki am 02. September 2019, 07:56:39
ich hatte bisher Hartz4 vom Jobcenter bekommen, und nun habe ich eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragt, und habe einen Rentenbescheid erhalten das mir eine Rente wegen Voller Erwerbsminderung bekomme, die Rente ist 233 € monatlich.
ich habe ein Vermögen beim Sparkonto von 1.900 € und Bargeld von 1.300 €.
ist es wie bei Hartz4, ALG II das alles das man vor Antragsstellung hatte auch bei der Grundsicherung wegen Voller Erwerbsminderung beim Sozialamt zum Vermögen zählt?
Titel: Re: EU Rente + Grundsicherung
Beitrag von: Lachsangler am 02. September 2019, 08:17:50
Schonvermögen.....
ALG II = 150,00 x Lebensalter + 750,- (+ ggf. KFZ im Wert von 7.500,00)
Grusi SGB XII = Pauschal 5.000,00 (kein KFZ)
Beitrag von: Ottokar am 02. September 2019, 09:06:52
Zitat von: Yavanna am 01. September 2019, 17:21:14
Zitat von: schnuki am 02. September 2019, 07:41:00
Sieht so aus. Da du dir nicht sicher bist und ich den Bescheid nicht kenne, solltest du einmal bei der RV anrufen und nachfragen.
Die erste Frage, die zu klären ist: liegt volle Ewerbsminderung vor, oder nur teilweise?
Auch bei teilweiser Ewerbsminderung erhält man Rente wegen voller Ewerbsminderung, wenn man nicht vermittelbar ist (sog. Arbeitsmarktrente). Das steht dann im Rentenbescheid. Bei Unsicherheit bei der Rentenversicherung anrufen und nachfragen.
Solange nur teilweise Ewerbsminderung vorliegt, bleibt das JC zuständig (vgl. § 8 SGB II), auch wenn Rente wegen voller Ewerbsminderung als Arbeitsmarktrente gezahlt wird.
Die zweite Frage, die zu klären ist: liegt volle Ewerbsminderung auf Dauer vor, oder nur teilweise?
Auch das steht im Rentenbescheid. Bei Unsicherheit auch hier die Rentenversicherung anrufen und nachfragen.
a) Nur wenn volle Ewerbsminderung auf Dauer vorliegt, besteht Anspruch auf Grundsicherung nach SGB XII (§ 41 Abs. 1 SGB XII). Sollte jedoch wegen zuviel Vermögen (im SGB XII gilt ein deutlich geringerer pauschaler Freibetrag von 5000€) kein Anspruch auf Leistungen des SGB XII bestehen, besteht stattdessen ein vorrangiger Anspruch auf Sozialgeld des SGB II, wenn der Rentner mit mind. einer weiteren Personen eine Bedarfsgemeinschaft i.S.d. § 7 Abs. 1 SGB II bildet, die ihrerseits Anspruch auf ALG II hat (§ 19 Abs. 1 SGB II).
Alleinstehende müssen hingegen zunächst von Ihrem Vermögen leben.
b) Wenn die volle Ewerbsminderung jedoch befristet ist (i.d.R. max. auf 3 Jahre, dann erfolgt eine Neubegutachtung), besteht lediglich Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt (§ 27 SGB XII).
Für diesen Fall gibt es im SGB II eine Sonderregelung, wonach ein Rentner stattdessen einen vorrangigen Anspruch auf Sozialgeld des SGB II hat,
wenn er mit mind. einer weiteren Personen eine Bedarfsgemeinschaft i.S.d. § 7 Abs. 1 SGB II bildet, die ihrerseits Anspruch auf ALG II hat (§ 19 Abs. 1 SGB II).
Alleinstehende müssen hingegen Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen, sofern sie nicht ohnehin zunächst von Ihrem Vermögen leben müssen.
Beitrag von: schnuki am 02. September 2019, 09:35:31
liegt volle Ewerbsminderung vor, oder nur teilweise?
im Rentenbescheid steht: auf ihren Antrag vom 13.08.2019 erhalten sie von uns eine Rente wegen Voller Erwerbsminderung.
die Rente beginnt am 01.08.2019. Der Anspruch besteht längstens bis zum 30.09.2049. Das ist das Ende des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird.
Sie wird für die Zeit ab dem 01.10.2019 laufend monatlich gezahlt.
Ihre Rente wegen Voller Erwerbsminderung:.
Sie haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Die Anspruchvoraussetzungen sind ab dem 10.04.2019 erfüllt.
von einer Arbeitsmarktrente oder Teilweise Erwerbsminderung steht da nichts im Rentenbescheid.
Beitrag von: Ottokar am 02. September 2019, 09:48:27
Dann ist es eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer.
Zitat von: schnuki am 02. September 2019, 07:56:39
Schonvermögen ist im SGB XII anders geregelt (vgl. § 90 SGB XII). Anders als im SGB II gibt es im SGB XII für Vermögen nur einen pauschalen Freibetrag von 5000€.
Beitrag von: schnuki am 02. September 2019, 09:52:58
Zitat von: Ottokar am 02. September 2019, 09:48:27
danke, dann besteht anspruch auf die Grundsicherung nach dem SGB XII beim Sozialamt?
dann noch eine frage zum Vermögen bei der Grundsicherung: ist dann alles was ich vor Antragsstellung hatte Vermögen?
wenn ich mit dem Antrag nicht zurecht komme, gibt es dann beim Rathaus, oder direkt beim Sozialamt wo sie einem helfen könenn?
Beitrag von: Ottokar am 02. September 2019, 10:12:42
Bitte lies meinen Beitrag in Antwort #6 nochmal, dort habe ich einiges ergänzt.
Zitat von: schnuki am 02. September 2019, 09:52:58
besteht anspruch auf die Grundsicherung nach dem SGB XII beim Sozialamt?
Dem Grunde nach ja. Auch dein Vermögen
Vermögen beim Sparkonto von 1.900 € und Bargeld von 1.300 €.
dürfte geschützt sein.
Das Sozialamt ist gesetzlich verpflichtet, dir bei der Antragstellung zu helfen (§§ 13 bis 16 SGB I).
Du kannst aber auch eine neutrale soziale Beratungsstelle aufsuchen (Caritas, Diakonie, AWO etc.).
Beitrag von: schnuki am 04. September 2019, 11:28:48
beim Antrag auf Grundsicherung steht:
Angabe der möglichen Unterhaltsverpflichteten (Eltern oder Kinder, auch im Ausland lebend)
Unterhaltsansprüche gegen getrennt lebende oder geschiedene Ehegatten/Lebenspartner sowie gegen Kinder und Eltern außerhalb des eigenen Haushalts:Unbedingt angeben, auch wenn derzeit noch keine Ansprüche geltend gemacht wurden!Bitte markieren Sie die Angehörigen, die ein jährliches Gesamteinkommen von über 100.000,00 EUR haben!
muss ich da angeben die Eltern und Kinder wenn auch weniger als 100.00 EUR Pro Jahr? oder nur wenn über 100.00 EUR ?
Beitrag von: Sheherazade am 04. September 2019, 11:46:33
Du sollst alle angeben und die mit einem Einkommen oberhalb der Grenze extra markieren.
Beitrag von: schnuki am 04. September 2019, 12:58:56
es hat weder mein Kind, noch meine Eltern über 100.000 EUR, also dann nur die Kinder und Eltern angeben.
Beitrag von: Sheherazade am 04. September 2019, 13:17:09
Ja, dann nur Kinder und Eltern angeben und niemanden markieren.
Beitrag von: schnuki am 04. September 2019, 13:58:53
muss ich eine Schweigepflichtentbindung dem Sozialamt erteilen?
Hiermit gebe ich mein Einverständnis, dass das Sozialamt des xxx in ärztliche Unterlagen einsehen kann, soweit dies zur Entscheidung über die Gewährung von Leistungen nach Sozialgesetzbuch –Zwölftes Buch-(SGB XII) erforderlich ist.Ich bin einverstanden, dass das Sozialamt des xxx Auskünfte und Unterlagen wie Entlassungsberichte, Informationen über Untersuchungen und Befunde erhält, soweit es für die Gewährung von Leistungen nach dem SGB XII notwendig ist. Die mich behandelnden Ärzte entbinde ich von ihrer Schweigepflicht
ist das erforderlich oder nicht ?
Beitrag von: schnuki am 04. September 2019, 18:59:03
bei meinem Rentenbescheid steht:
ab wann wird dann das Jobcenter die Leistungen nach dem SGB II - ALG II einstellen? bzw. einen Aufhebungsbescheid ?
das Jobcenter hatte bevor ich die Rente beantragt habe einen Ersattungsanspruch an die DRV gemeldet.
im September noch? oder erst zum 30.10.2019 wann die Rente ausbezahlt wird?
Beitrag von: blaumeise am 05. September 2019, 09:41:27
Du hast eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente. Die schreiben immer "längstens" mit hinein, weil die Erwerbsminderungsrente anscheinend immer nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze geht.
Bei mir war es so, dass das JC nicht rückwirkend das ALG II von mir wieder zurückgefordert hat. Ist ja auch nicht nötig, dafür haben sie ja extra einen Erstattungsanspruch bei der RV gestellt.
Also kannst du das ALG II für August und September behalten, das JC stellt zum 1. Oktober die Zahlungen ein und du musst bei Bedarf ab Oktober Sozialhilfe beantragen. Das JC wird sich die Rentenzahlungen von August und September direkt von der RV erstatten lassen.
Beitrag von: Ottokar am 05. September 2019, 12:19:16
Zitat von: schnuki am 04. September 2019, 13:58:53
Das Sozialamt benötigt diese auch nicht, denn die RV hat bereits entschieden, dass dir eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente zusteht, was für das Sozialamt rechtlich bindend ist.
Zitat von: schnuki am 04. September 2019, 18:59:03
Dann wird das JC hier nichts einstellen, denn aufgrund des Erstattungsanspruches darf das JC keinen Aufhebungsbescheid mehr erlassen.
Der Zuständigkeitswechsel vom JC zum Sozialamt erfolgt hier aufgrund des Rentenbescheides von Gesetzeswegen rückwirkend zum 01.08.2019.
D.h. dein Antrag auf Grundsicherung nach SGB XII wirkt auf den 01.08.2019 zurück. Das JC wird sich bezüglich der Leistung mit der RV und dem Sozialamt auseinandersetzen. Von dir kann und darf das JC aufgrund des Erstattungsanspruches, den es bei der RV geltend gemacht hat, nichts zurückfordern.
Beitrag von: schnuki am 06. September 2019, 10:14:17
wann muss ich den Antrag dann beim Sozialamt stellen?
Beitrag von: Sheherazade am 06. September 2019, 10:54:29
Sobald als möglich, wir haben schon Anfang September.
Beitrag von: schnuki am 07. September 2019, 18:47:19
gibt es bei Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung, oder bei der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII auch Sanktionen wie im SGB II ? kürzung von 30, 60 oder 100 % bei Arbeit, Maßnahme, usw. ?
Beitrag von: blaumeise am 07. September 2019, 19:01:11
Wenn du voll erwerbsgemindert bist, darf dich niemand mehr zu Arbeit verpflichten. Mit Hilfe zum Lebensunterhalt kenne ich mich nicht aus, aber bei GruSi nach dem 4. Kapitel SGB XII gibt es keine Sanktionen wie im SGB II.
Beitrag von: schnuki am 07. September 2019, 19:22:44
danke, und wie sieht es aus mit Ortsabwensend? beim Antrag steht nur man muss bei Krankenhausaufhentahlt mitteilen, aber gibt es eine Ortsabwensenheitsregelung so wie im SGB II ?
Beitrag von: Ottokar am 08. September 2019, 10:49:53
Zitat von: schnuki am 07. September 2019, 18:47:19
gibt es bei Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung, oder bei der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII auch Sanktionen wie im SGB II ?
bei Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung nicht, bei Hilfe zum Lebensunterhalt ja (§ 39a SGB XII)
Zitat von: schnuki am 07. September 2019, 19:22:44
und wie sieht es aus mit Ortsabwensend? beim Antrag steht nur man muss bei Krankenhausaufhentahlt mitteilen, aber gibt es eine Ortsabwensenheitsregelung so wie im SGB II ?
Welchen Sinn die Mitteilung eines vorübergehenden KH Aufenthaltes von max. einem Monat (vgl. § 27a Abs. 4 SGB XII) haben soll, kann ich nicht erkennen, ebensowenig geht es das Sozialamt an, wenn man gegen andere Behörden Widersprüche führt, oder privatrechtliche Klagen. Nichts davon ist leistungsrelevant.
Bei Hilfe zum Lebensunterhalt wäre eine Residenzpflicht i.V.m. zumutbarer Erwerbstätigkeit § 39a SGB XII denkbar, ist allerdings nicht gesetzlich geregelt. Wenn man sich allerdings länger als 4 Wochen im Ausland aufhält, wird die Leistung eingestellt, bis man wieder zurück ist (§ 41a SGB XII)
Beitrag von: schnuki am 08. September 2019, 11:17:55
danke, aber bei Grundsicherung nach dem SGB XII gibt es keine Ortsabwesenheits so wie im SGB II, das man täglich erreichbar sein muss?
Beitrag von: Sheherazade am 08. September 2019, 13:45:33
Zitat von: Ottokar am 08. September 2019, 10:49:53
Beitrag von: schnuki am 08. September 2019, 18:05:34
ja aber ich kann daraus nicht lesen ob man täglich per Briefpost, erreichbar sein muss wie im SGB II ? meine frage bezog sich ob es wie im ALG II, bei der Grundsicherung nach dem SGB XII auch eine Ortsabwesenheitsregelung gibt, wo man Urlaub, bzw. Abwesenheit wie es im SGB II der fall ist auch im SGB XII beantragen muss.
Beitrag von: Greywolf08 am 08. September 2019, 19:02:22
Zitat von: schnuki am 08. September 2019, 18:05:34
ja aber ich kann daraus nicht lesen ob man täglich per Briefpost, erreichbar sein muss wie im SGB II ?
Nein. Du bekommst höchstens 2 Briefe im Jahr, auf die du reagieren musst (Nebenkostenabrechnung und Weiterbewilligungsantrag). Ansonsten musst du nur KH-Aufenthalte und längere Auslandsaufenthalte (mehr als 4 Wochen) melden.
Wenn du mal für 2 Wochen oder ein verlängertes Wochenende irgendwo hinfährst, brauchst du keine Beantragung oder Genehmigung dafür.
Beitrag von: Ottokar am 09. September 2019, 14:46:03
Es gibt im SGB XII keine Ortsabwesenheitsregelung wie im SGB II.
Allerdings kann sich aus einer längeren Ortsabwesenheit (mehr als 1 Monat) ein Zuständigkeitswechsel des Grundsicherungsträgers ergeben (vgl. BSG in B 8 SO 20/16 R vom 25.04.2018).
Dies gilt allerdings nicht für Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung, dort ist nur der gewöhnliche Aufenthalt des Leistungsberechtigten im Inland maßgeblich (§ 41 Abs. 1 SGB XII).
Beitrag von: schnuki am 09. September 2019, 16:37:16
danke, und wie sieht aus bei einem Umzug? muss ich dann einen Antrag auf Zusicherung zum Umzug stellen wie beim Jobcenter im SGB II ?
oder reicht dann eine Mitteilung an das bisherige Sozialamt, die Leistung einzustellen, bzw. Bescheid aufzuheben, und dann beim Sozialamt des neuen Wohnort einen Antrag stellen?
Beitrag von: blaumeise am 09. September 2019, 20:26:48
Zitat von: schnuki am 09. September 2019, 16:37:16
und wie sieht aus bei einem Umzug? muss ich dann einen Antrag auf Zusicherung zum Umzug stellen wie beim Jobcenter im SGB II ?
Nein. Hier steht's: http://www.buzer.de/gesetz/3415/a47596.htm (http://www.buzer.de/gesetz/3415/a47596.htm)
reicht dann eine Mitteilung an das bisherige Sozialamt, die Leistung einzustellen, bzw. Bescheid aufzuheben, und dann beim Sozialamt des neuen Wohnort einen Antrag stellen?
An das alte Sozialamt reicht eine Mitteilung, dass du zum soundsovielten umziehst. Ihre weitere Arbeit (Leistungen einstellen, Bescheid aufheben ...) lass sie selber machen. Beim neuen Sozialamt stellst du rechtzeitig einen Neuantrag.
Beitrag von: schnuki am 09. September 2019, 21:55:54
danke, dann noch eine Frage zu den Kontoauszüge: müss ich dem Sozialamt meine Kontoauszüge der letzen 3 Monate senden so wie auch im Jobcenter?
Beitrag von: Greywolf08 am 09. September 2019, 22:24:25
Zitat von: schnuki am 09. September 2019, 21:55:54
Ja. Aber auch da musst du sie nur vorlegen und nicht in Kopie hinschicken.
Beitrag von: Ostwestfale am 10. September 2019, 07:37:22
wenn Du dazu aufgefordert wirst, dann ja. Ich musste nur beim Erstantrag auf ergänzende GruSi-Leistungen die Kontoauszüge der letzten drei Monate vorlegen. Bei den folgenden jährlichen Weiterbewilligungsanträgen wurde nicht mehr danach gefragt. Hängt wohl vom jeweiligen Grundsicherungsamt ab und in welcher/m Stadt/Bundesland man wohnt. Ich muss wieder im Januar 2020 einen neuen Antrag stellen. Mal schauen, ob das Amt dann auch wieder auf die Vorlage von Kontoauszügen verzichtet?
Beitrag von: schnuki am 11. September 2019, 05:04:26
muss ich eigenlich auch meinen Lebenslauf im Sozialamt zusenden? da es steht in der Anlage im Antrag auf Grundsicherung, der Beurfliche und Schulische werdegang.
Beitrag von: Ottokar am 11. September 2019, 10:26:58
Nein, auch dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.
Beitrag von: schnuki am 11. September 2019, 11:45:12
Zitat von: Ottokar am 11. September 2019, 10:26:58
Danke, dann auch nicht wer der letze Arbeitgeber ist? und art der letzen Tätigkeit? das steht im Hauptantrag bei SGB XII.
da kann man sich ankreuzen, ob Hilfe zum Lebenshunterhalt, Grundsicherung oder Hilfe zur Pflege.
könnte sein das es für die Hilfe zum Lebensunterhalt oder Hilfe zur Pflege relevant ist? und da bei dem Antrag man ankreuzen kann was man beantragen möchte deswegen wird gefragt?
Beitrag von: Sheherazade am 11. September 2019, 11:49:16
Meinst du nicht, dass es sinnvoller wäre, dir vor Ort eine persönliche und fachlich versierte Hilfe zum Ausfüllen des Antrages zu suchen?
Beitrag von: schnuki am 11. September 2019, 13:26:00
Zitat von: Sheherazade am 11. September 2019, 11:49:16
es war alles was ich noch wissen wollte: muss ich beim Antrag der letzte Arbeitgeber und letzte Art der tätigkeit angeben?
dann habe ich alles für den Antrag.
Beitrag von: Ottokar am 11. September 2019, 13:50:41
Zitat von: schnuki am 11. September 2019, 13:26:00
muss ich beim Antrag der letzte Arbeitgeber und letzte Art der tätigkeit angeben?
Beitrag von: schnuki am 11. September 2019, 16:15:26
muss ich die Erklärung über Mitwirklungspflicht unterschreiben?
Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch Erstes Buch –SGB I).
Sie sind verpflichtet, unverzüglich und unaufgefordert Änderungen in den Verhältnissen mitzuteilen, die für die Leistung erheblich sind, insbesondere in den Einkommens-, Vermögens-, Familien- und Aufenthaltsverhältnissen (Wohnungswechsel, vorübergehende Abwesenheit –z.B. Krankenhausaufenthalte, Aufenthalt im Ausland-) auch die Änderungen von Haushaltsangehörigen (§ 60 Abs. 1 Nr. 2 SGB I).
Zu allen Angaben sind entsprechende Nachweise vorzulegen.
Über die Folgen fehlender Mitwirkung bin ich belehrt worden (§ 66 SGB I).
Es ist mir bekannt, dass ich wegen unvollständiger oder unwahrer Angaben strafrechtlich verfolgt werden kann (§ 263 Strafgesetzbuch –StGB-) und zu Unrecht erhaltene Leistungen erstatten muss.
Beitrag von: blaumeise am 11. September 2019, 20:02:33
Unterschreibst du mit dieser Erklärung das gesamte Antragsformular oder ist das eine Extra-Erklärung?
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 08:03:02
weiß nicht genau, also beim Hauptantrag steht ich bestätige die richtigkeit der Angaben, das andere war eine Anlage, deswegen weiß ich nicht ob ich die Anlage auch unterschreiben muss
Beitrag von: blaumeise am 12. September 2019, 09:37:53
Nein. Den Antrag musst du natürlich unterschreiben. Die Erklärung nicht.
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 10:15:10
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 10:41:14
Beitrag von: Sheherazade am 12. September 2019, 11:02:06
Beitrag von: Ottokar am 12. September 2019, 12:57:58
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 13:43:42
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 14:22:02
Beitrag von: schnuki am 12. September 2019, 14:44:01
Beitrag von: blaumeise am 13. September 2019, 09:23:31
Beitrag von: schnuki am 13. September 2019, 14:14:01
Beitrag von: Sheherazade am 13. September 2019, 15:20:01
Beitrag von: schnuki am 19. September 2019, 10:26:50
Beitrag von: Ottokar am 19. September 2019, 12:30:46
Beitrag von: schnuki am 25. September 2019, 21:03:10
Beitrag von: schnuki am 26. September 2019, 07:49:31
Beitrag von: Ottokar am 26. September 2019, 10:23:45
Beitrag von: blaumeise am 26. September 2019, 11:53:08
Einige Versicherungsbeiträge wie private Haftpflicht- und Hausratversicherung muss das Amt von deiner Rente absetzen, bevor es dein Einkommen anrechnet. Die Höhe der Beiträge und wann sie fällig sind, musst du irgendwie nachweisen, damit das Amt sie berücksichtigen kann: § 82 Abs. 2 SGB XII http://www.buzer.de/gesetz/3415/a47643.htm (http://www.buzer.de/gesetz/3415/a47643.htm)
Beitrag von: schnuki am 26. September 2019, 12:08:37
Beitrag von: Seepferdchen am 26. September 2019, 13:00:26
Beitrag von: schnuki am 20. Oktober 2019, 12:48:48
Beitrag von: Ottokar am 20. Oktober 2019, 14:17:28
Beitrag von: schnuki am 21. Oktober 2019, 23:42:44
Beitrag von: Ottokar am 22. Oktober 2019, 09:08:47
Beitrag von: hartz2019 am 18. November 2019, 10:27:59

References: § 8
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 § 90
 § 27
 § 39
 § 82