Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-10-2013-8C_372-2013
Timestamp: 2016-10-23 20:37:28+00:00

Document:
8C_372/2013 (28.10.2013)
8C_372/2013 � � Urteil vom 28. Oktober 2013
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Schmucki,
vom 25. April 2013.
A.a.�Die 1951 geborene Z.________ war Produktionsmitarbeiterin bei der Firma Q.________ AG und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 11. M�rz 2008 kollidierte ein Personenwagen seitlich frontal mit dem von ihr gelenkten Auto. Die Versicherte wurde ins Spital X.________ transportiert, wo sie am 14. M�rz 2008 operiert wurde (offene Reposition und Plattenosteosynthese Metatarsale [MT] II-Basis und geschlossene Reposition sowie Spickdraht-Fixierung MT III links). Im Austrittsbericht vom 31. M�rz 2008 wurden folgende Diagnosen gestellt: Sternumfraktur; Claviculafraktur links; MT II Basisfraktur links mit Verdacht auf Lisfranc Luxation, MT III subkapitale Fraktur links; MT II/III/IV subkapitale Frakturen rechts; Lungenkontusionen bds.; depressive Verstimmung. Die SUVA erbrachte Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. Im Spital X.________ erfolgte am 17. Juli 2008 die Metallentfernung am linken Fuss und am 20. Februar 2009 eine Plattenosteosynthese an der Clavicula links. Mit Verf�gung vom 6. April 2010 stellte die SUVA die Heilbehandlung und das Taggeld per 31. M�rz 2010 ein und sprach der Versicherten aufgrund der Fussverletzung links eine Integrit�tsentsch�digung bei einer 5%igen Integrit�tseinbusse zu. Hieran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 28. Juni 2010 fest. Am 12. Juli 2010 wurde im Spital X.________ die Osteosynthesematerialentfernung an der Clavicula links durchgef�hrt. Auf Beschwerde der Versicherten hin hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den Einspracheentscheid der SUVA auf und wies die Sache zu erg�nzenden Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen und anschliessend neuer Verf�gung an diese zur�ck (Entscheid vom 7. M�rz 2011).
A.b.�Die SUVA holte weitere Arztberichte und ein Gutachten des Psychiaters Dr. med. W.________ vom 30. M�rz 2012 ein. Dieser diagnostizierte eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1); eine rezidivierende depressive St�rung, gegenw�rtig mittelschwere Episode (ICD-10 F33.10); akzentuierte neurotisch-narzisstische Pers�nlichkeitsz�ge (ICD-10 Z73.1). Mit Verf�gung vom 14. Mai 2012 und Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 hielt die SUVA an der Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld per 31. M�rz 2010 fest. Weiter verneinte sie die ad�quate Unfallkausalit�t der psychischen Beschwerden. Somatischerseits bestehe eine rentenausschliessende Erwerbseinbusse von lediglich 6 %.
In Gutheissung der hiegegen gef�hrten Beschwerde hob die Vorinstanz den Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 auf und wies die Sache an die SUVA zur�ck, damit sie im Sinne der Erw�gungen �ber den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen, insbesondere auf eine Invalidenrente, neu verf�ge (Entscheid vom 25. April 2013).
Mit Beschwerde beantragt die SUVA die Aufhebung des kantonalen Entscheides.
Die Versicherte schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz und das Bundesamt f�r Gesundheit verzichten auf eine Vernehmlassung.
Beim angefochtenen R�ckweisungsentscheid handelt es sich, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen wird und die R�ckweisung auch nicht einzig der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient, um einen selbstst�ndig er�ffneten Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Die Zul�ssigkeit der Beschwerde setzt somit - alternativ - voraus, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (Abs. 1 lit. b). Im Umstand, dass dieser Entscheid mit der Bejahung der ad�quaten Kausalit�t zwischen dem Unfall der Versicherten vom 11. M�rz 2008 und den von ihr geklagten psychischen Beschwerden (vgl. E. 4 hienach) materiell verbindliche Feststellungen enth�lt, welche die SUVA bei Vorliegen der �brigen Erfordernisse verpflichten, Leistungen zuzusprechen, und der darauf beruhende Endentscheid praktisch nicht angefochten und das Ergebnis nicht mehr korrigiert werden k�nnte, ist ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne des Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu erblicken (nicht publ. E. 1 des Urteils BGE 135 V 279, aber in: SVR 2009 UV Nr. 40 S. 137 [8C_531/2008]; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 1 [8C_398/2012]). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
Die Versicherte konnte den vorinstanzlichen Entscheid mangels eines f�r sie nicht wieder gutzumachenden Nachteils nicht anfechten. Die Frage der ad�quaten Unfallkausalit�t ihrer psychischen Beschwerden wird vom Bundesgericht endg�ltig beurteilt, weshalb ihr die M�glichkeit einger�umt werden muss, hierzu Stellung zu nehmen. Auf ihre diesbez�glichen Vorbringen ist daher vollumf�nglich einzutreten (BGE 138 V 106 E. 2 S. 110; Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 1).
Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Trotzdem pr�ft es - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur die in seinem Verfahren geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389).
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers nebst anderem erforderlichen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob ab 1. April 2010 ein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall der Versicherten vom 11. M�rz 2008 und ihren psychischen Beschwerden vorliegt. Dies ist unbestrittenermassen nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen zu beurteilen, mithin unter Ausklammerung der psychischen Beschwerdekomponenten des Gesundheitsschadens (BGE 115 V 133; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116).
Die Unfallschwere ist aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften zu beurteilen (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 5.2 Ingress).
5.1.�Laut dem Polizeirapport vom 3. April 2008 ereignete sich der Unfall vom 11. M�rz 2008 ausserorts bei Regen um 23.25 Uhr auf einer Strasse, auf der eine H�chstgeschwindigkeit von 80 km/h galt. Ausgangs einer Rechtskurve geriet das Auto der Unfallverursacherin auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort - linke Frontseite gegen linke Frontseite - mit dem von der Beschwerdegegnerin gelenkten Auto. Dieses drehte sich wegen des Aufpralls im Gegenuhrzeigersinn und kam in entgegengesetzter Fahrtrichtung zum Stillstand.
Die Vorinstanz erwog, dieser Unfall sei als mittelschweres Ereignis und dort eher im mittleren Bereich einzustufen. Letztlich k�nne seine endg�ltige Einstufung im mittleren Bereich (mittelschwer im engeren Sinn oder schwer im mittleren Bereich) offen bleiben, da die n�tige Anzahl Ad�quanzkriterien in jedem Fall erf�llt und die Ad�quanz zu bejahen sei (vgl. E. 6 hienach).
5.2.�Der Unfall vom 11. M�rz 2008 ist unter Mitber�cksichtigung der aus den Akten ersichtlichen Sch�den an den Unfallfahrzeugen den mittelschweren Unf�llen im engeren Sinn zuzurechnen.
Nicht gefolgt werden kann der Auffassung der Versicherten, es liege ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen vor. Sie beruft sich auf das Urteil 8C_488/2011 vom 19. Dezember 2011 und macht geltend, gleich wie gem�ss dem dortigen Sachverhalt sei sie im Auto eingeklemmt worden und habe von der Feuerwehr befreit werden m�ssen. Dem ist entgegenzuhalten, dass in jenem Fall die Unfallschwere unbestritten war, weshalb eine n�here Auseinandersetzung damit unterbleiben konnte (vgl. E. 3 jenes Urteils). Die Tatsachen des Eingeklemmtseins und der Bergung durch die Feuerwehr sind beim Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls zu pr�fen (E. 7 hienach; SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83 E. 4.2 [8C_435/2011]; Urteil 8C_488/2011 E. 5.1.2).
Nach dem Gesagten kann die Ad�quanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt sind oder eines besonders ausgepr�gt vorliegt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 5.2.3 und 6 Ingress).
Die Vorinstanz bejahte in einfacher Form die drei Ad�quanzkriterien der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls, der k�rperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit, weshalb die Ad�quanz gegeben sei. Die �brigen Kriterien seien nicht erf�llt. Die SUVA wendet ein, alle Ad�quanzkriterien seien zu verneinen. Die Versicherte beruft sich auf die drei von der Vorinstanz bejahten Kriterien und zus�tzlich auf dasjenige der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung; weiter macht sie geltend, das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls sei besonders ausgepr�gt erf�llt.
Ob besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht f�r eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (nicht publ. E. 3.5.1 des Urteils BGE 137 V 199; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 6.1). Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird bei diesem Kriterium nicht einbezogen (Urteil 8C_15/2013 E. 7.1).
Die seitliche Frontalkollision vom 11. M�rz 2008 ereignete sich nachts bei Regen. Die Beschwerdegegnerin wurde in ihrem Fahrzeug mit dem linken Bein auf Knieh�he eingeklemmt, weil das Armaturenbrett in den Fahrgastraum geschoben wurde; hierbei drang eine Schraube oberhalb ihres linken Knies in den Oberschenkel. Die Unfallverursacherin verliess die Unfallstelle ohne sich um die verletzte Beschwerdegegnerin zu k�mmern oder Rettungskr�fte bzw. die Polizei zu alarmieren. Letztere war einige Zeit im Auto eingeklemmt und im Ungewissen, ob und wann Hilfe kommen w�rde. Erst eine Nachbarin, welche ihre Schreie h�rte, alarmierte die Rettungskr�fte. Der eingetroffene Notarzt k�mmerte sich um die Versicherte; er liess die Rega aufbieten. Weiter traf die Feuerwehr ein, um die Versicherte aus dem Fahrzeug zu bergen. Der Notarzt versorgte sie narkoanalgetisch (Dormicum/Ketanest). Nach Abwarten des Wirkungseintritts erfolgte der Versuch einer raschen Bergung mittels Rettungsbrett. Diese scheiterte zun�chst am linken Knie, das gem�ss den Worten des Notarztes durch eine hervorstehende Schraube am Armaturenbrett "festgeschraubt" war. Somit musste der Plastikteil herausgeschnitten und anschliessend die Schraube oberhalb der Patella links entfernt werden. Nach der Bergung wurde die Versicherte mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen.
Der SUVA ist beizupflichten, dass die Versicherte ihre Bergung durch die Feuerwehr und ihren Wegtransport mit dem Helikopter nicht bei vollem Bewusstsein erlebte, da sie zuvor durch den Notarzt narkoanalgetisch versorgt wurde. Das gegenteilige Vorbringen der Versicherten �berzeugt nicht, da im Protokoll des Notarztes vom 12. M�rz 2008 festgehalten wurde, im Hinblick auf die Bergung der Versicherten aus dem Auto sei der Wirkungseintritt der Narkoanalgesie abgewartet worden. In dieser Phase waren die Unfallumst�nde mithin objektiv nicht oder zumindest nicht in gleicher Weise geeignet, sich auf ihre Gesundheit auszuwirken, wie wenn sie dies voll bewusst miterlebt h�tte (vgl. Urteil 8C_389/2011 vom 7. Oktober 2011 E. 8.3). Davor war sie indessen bei vollem Bewusstsein; f�r diesen Zeitraum rechtfertigt es sich aufgrund des Zusammenspiels verschiedener Faktoren - Dunkelheit und Regen; Flucht der Unfallverursacherin ohne Hilfe zu leisten oder zu organisieren; l�ngeres Eingeklemmtsein der Versicherten im Auto, wobei eine Schraube in ihrem Oberschenkel steckte; Ungewissheit dar�ber, ob rechtzeitig Hilfe kommen w�rde - das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls in einfacher Form zu bejahen (vgl. auch SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 6.1.1 und Urteil 8C_488/2011 E. 5.1.2 betreffend Eingeklemmtsein im Auto; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07] und U 587/06 vom 8. Februar 2008 E. 3.4.1 betreffend Dunkelheit). Von einer besonderen Ausgepr�gtheit des Kriteriums kann entgegen der Versicherten nicht gesprochen werden.
Die Vorinstanz hat mit einl�sslicher Begr�ndung richtig dargetan, weshalb das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung nicht erf�llt ist. Zur Bejahung dieses Kriteriums beruft sich die Versicherte auf ihre Argumentation in den vorinstanzlichen Rechtsschriften, was indessen unzul�ssig ist (BGE 134 II 244; SVR 2010 UV Nr. 9 S. 35 E. 6 [8C_286/2009]; Urteil 8C_382/2013 vom 16. August 2013 E. 3.2). Diesbez�glich hat es somit sein Bewenden.
9.1.�Zu pr�fen ist, ob bis zum Fallabschluss per 31. M�rz 2010 k�rperliche Dauerschmerzen im Sinne von �ber den gesamten Zeitraum andauernden Beschwerden vorlagen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 241 E. 5.2.6 [U 380/04]; Urteil 8C_15/2013 E. 8). Die Vorinstanz bejahte dies wegen der Bewegungsbeeintr�chtigung und Schmerzhaftigkeit im Lisfranc-Gelenk am linken Fuss. Die SUVA bestreitet dies. Die Versicherte verweist auf den vorinstanzlichen Entscheid und macht geltend, die SUVA habe ihr f�r die Beschwerden im Lisfranc-Gelenk am linken Fuss auch eine Integrit�tsentsch�digung zugesprochen.
9.2.�Im Bericht des Spitals X.________ (nachfolgend Spitalbericht) vom 29. April 2008 wurde ausgef�hrt, von Seiten der Claviculafraktur sei die Versicherte in der Schulter gut beweglich und klage in Ruhe �ber keine Schmerzen. Im rechten Fuss habe sie keine Schmerzen, im linken Fuss nur nach l�ngerer Belastung. Ansonsten sei sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Den weiteren Spitalberichten ist zu entnehmen, sie sei zu Hause inzwischen ohne Gehst�cke mobil und verwende normales Schuhwerk. Darunter sei sie grossteils beschwerdefrei; lediglich nach l�ngerer Belastung und nach l�ngerem Stehen berichte sie �ber Schmerzen und rezidivierende Schwellneigungen. Die Claviculafraktur mache ihr kaum Beschwerden; sie sei in ihrem Bewegungsgrad nicht eingeschr�nkt, beklage lediglich manchmal ein Knacken bei Retroversion des linken Arms. Laut Spitalbericht vom 2. September 2008 habe die Versicherte unver�ndert �ber Schmerzen im Bereich des linken Fusses trotz Metallentfernung geklagt; zus�tzlich best�nden seit dem Unfall Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks, die �berwiegend beim Treppenlaufen abw�rts auftr�ten. Die Claviculafraktur sei nach wie vor nicht verheilt; sie bereite der Versicherten Beschwerden in Form von ausstrahlenden Schmerzen nach dorsal. Im Spitalbericht vom 5. Februar 2009 wurde dargelegt, die Versicherte erscheine wegen seit dem Unfall bestehenden Schmerzen in Schulter und Oberarm. Die Physiotherapie sei schmerzbedingt nicht m�glich. Ihre T�tigkeit im Einsatzprogramm als Produktionshelferin sei aktuell zu 100 % ausgesetzt, da diese Arbeit schnell zu Schmerzen und Erm�dung im Bereich der Schultern und des Oberarms links gef�hrt habe. Am 20. Februar 2009 wurde die linke Clavicula einer Plattenosteosynthese unterzogen. Im Spitalbericht vom 9. April 2009 betreffend die postoperative Verlaufskontrolle wurde festgehalten, die Versicherte sei subjektiv weitgehend beschwerdefrei; allenfalls bestehe bei forcierter Belastung noch eine leichte Schmerzsymptomatik. Insgesamt sei die Versicherte jedoch aufgrund der Fussverletzungen noch deutlich im t�glichen Leben limitiert. Der Kreisarzt legte im Bericht vom 14. August 2009 dar, die Versicherte schildere eine Gangunsicherheit. Die F�sse schwellten rasch an. Gelegentlich m�sse sie sogar zwei St�cke nehmen. Der Ehemann berichte �ber m�hsames Besteigen der h�uslichen Treppen. Der linke Arm k�nne nicht so weit nach hinten gef�hrt werden wie der rechte. Weiter f�hrte der Kreisarzt aus, es liege eine eindeutige posttraumatische Residue seitens des linken Fusses vor, die nicht ganz unerheblich sei. Die Kniekontur links h�tte durch das Anpralltrauma eine erhebliche Ver�nderung erfahren, die aber nicht objektiviert werden k�nne bis auf eine Narbe direkt suprapatell�r mit Einziehung. Bez�glich der (geheilten) Claviculafraktur links gebe die Versicherte Empfindlichkeit bei K�ltexpositionen an. Insofern sei im Winter eine Arbeit in geheizten R�umen vorzusehen. Im Abschlussbericht vom 20. Januar 2010 f�hrte der Kreisarzt aus, sie schildere eine K�lteempfindlichkeit beider F�sse, links mehr als rechts. Weiter gebe sie pl�tzliche einschiessende Schmerzen im linken Kniegelenk an, wenn sie sich z.B. aus sitzender Position aufrichte; sie sacke dann zusammen. Der Ehemann m�sse umfangreiche T�tigkeiten im Bereich Hausarbeiten �bernehmen, weil die dazu nicht mehr in der Lage sei. Sie k�nne nur noch Mahlzeiten zubereiten. St�cke m�sse sie nur dann nehmen, wenn sie alleine Kommissionen mache; ansonsten m�sse sie sich ausser Haus am Arm des Ehemanns festhalten. Weiter legte der Kreisarzt dar, die Schulterfunktion sei durch den eigentlichen Unfall nicht in Mitleidenschaft gezogen worden; aktuell sei die linke Schulter in der urspr�nglich freien Beweglichkeit durch einen Sturz im Dezember 2009 etwas kompromittiert.
Aufgrund dieses Auszugs aus den medizinischen Unterlagen kann das Kriterium bejaht werden, aber nicht besonders ausgepr�gt, zumal die Schmerzen zum Teil auch bloss bewegungs- und belastungsabh�ngig auftraten und die Versicherte laut dem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. W.________ vom 30. M�rz 2012 immerhin noch Auto fahren kann (vgl. auch Urteile 8C_738/2011 vom 3. Februar 2012 E. 7.3.4, U 601/06 vom 31. Oktober 2007 E. 3.3 und U 431/06 vom 4. Oktober 2007 E. 4).
Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsverm�gen im angestammten Beruf (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.6.1 [U 479/05]; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 [U 56/00]; Urteil 8C_15/2013 E. 11).
Soweit die Versicherte in diesem Rahmen vom Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen spricht, kann dem nicht gefolgt werden, da dieses zu der hier nicht anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis geh�rt (vgl. E. 4 hievor; BGE 134 V 109 E. 10.2.7 f. S. 129 f.).
10.1.�Die Vorinstanz erwog, nach dem Unfall vom 11. M�rz 2008 sei die Versicherte w�hrend rund 9 1/2 Monaten (vom 12. M�rz 2008 bis 19. Oktober 2008 und vom 19. Februar 2009 bis 30. April 2009) zu 100 %, w�hrend rund 3 1/2 Monaten (vom 1. Mai 2009 bis 16. August 2009) zu 75 % und w�hrend rund 10 Monaten (vom 20. Oktober 2008 bis 18. Februar 2009 und vom 17. August 2009 bis 20. Januar 2010) zu 50 % arbeitsunf�hig gewesen. Ab 20. Januar 2010 sei sie in einer leidensangepassten T�tigkeit (�berwiegend sitzend; mit gelegentlichem pausierendem Aufstehen bis maximal 5 Minuten; ohne Anheben und Tragen von Lasten �ber 5 kg; nicht mehr zumutbar seien Arbeiten mit Druck, Zug und ganz allgemein kraftvollem Einsatz des linken Arms; die Gehleistung solle eingeschr�nkt sein auf das Zur�cklegen kurzer Wegdistanzen) ganzt�gig arbeitsf�hig gewesen. Die Vorinstanz bejahte das Kriterium, wobei sie ausf�hrte, obwohl diese Arbeitsunf�higkeiten durch die psychischen Unfallfolgen mitverursacht gewesen seien, lasse sich deren Anteil nicht ermitteln und k�nne somit nicht abgezogen werden.
10.2.�Die SUVA wendet ein, bei Fallabschluss habe die Versicherte aus physischer Sicht die volle Arbeitsf�higkeit erlangt; allein deshalb sei das Kriterium nicht erf�llt. Zudem sei es nicht korrekt, den psychischen Anteil der Arbeitsunf�higkeit mitzuber�cksichtigen. Die Versicherte habe von Anfang an und ununterbrochen wesentlich, wenn nicht gar dominant, unter psychischen Problemen gelitten, was eine Bejahung des Kriteriums nicht zulasse. Im �brigen trage die Versicherte die Beweislast f�r die Bejahung der Ad�quanz; lasse sich der vorhandene psychische Anteil der Arbeitsunf�higkeit nicht genau quantifizieren, m�sse dies zu einer Verneinung des Kriteriums f�hren.
Es trifft zu, dass sich der psychische Anteil der Arbeitsunf�higkeit der Versicherten bis zum Fallabschluss per 31. M�rz 2010 nicht hinreichend quantifizieren l�sst. Dies ist hier indessen nicht entscheidrelevant. Denn selbst bei Ber�cksichtigung der von der Vorinstanz festgestellten Arbeitsunf�higkeit, worin der psychische Anteil inbegriffen ist, ist das Kriterium mit Blick auf den von der Rechtsprechung entwickelten Massstab (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 E. 3d/aa) nicht erf�llt (vgl. auch Urteil 8C_821/2011 vom 14. November 2012 E. 4.2.5).
Nach dem Gesagten sind bloss zwei Kriterien erf�llt, aber nicht besonders ausgepr�gt, weshalb die ad�quate Unfallkausalit�t der psychischen Beschwerden und eine entsprechende Leistungspflicht der SUVA zu verneinen ist.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2013 wird aufgehoben und der Einspracheentscheid der SUVA vom 17. Juli 2012 best�tigt.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digung des vorangegangenen Verfahrens an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zur�ckgewiesen.

References: Art. 93
 Art. 93
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE