Source: https://baubeaver.de/carport-selber-bauen/?replytocom=625
Timestamp: 2020-07-14 00:51:17+00:00

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Disclaimer: Wie bei allen Bauvorhaben empfehle ich grundsätzlich die Mitwirkung eines Architekten, Bauingenieurs und/oder eines Statikers. Da ich Länder übergreifend schreibe, kann das Ganze variieren. Du solltest dich bei deinem Bauamt informieren ob und in wie weit du die erwähnten Fachleute einsetzen musst.
Jedes Land, Stadt oder Komune regelt also die Bedingungen. Häufig sind die Höhen und Grundflächen entscheidend. In manchen Fällen entscheidet aber auch der Rauminhalt. Im Privatbereich gelten folgende Regel:
Hinweis: Für die Angaben kann ich keine 100% Gewähr geben, bitte nochmal beim zuständigen Bauamt überprüfen.
Brandenburg (§ 61 (1) 1c der BbgBO): Genehmigungsfreie Vorhaben. Baugenehmigungsfrei sind: „oberirdische Garagen und überdachte Abstellplätze für Fahrräder jeweils mit nicht mehr als einem Geschoss und nicht mehr als 100 Quadratmeter Grundfläche, im Geltungsbereich eines Bebauungsplans nach § 30 Absatz 1 oder Absatz 2 des Baugesetzbuchs,“
Rheinland-Pfalz (§ 62 LBauO): Garagen, überdachte Stellplätze und Abstellplätze für Fahrräder bis zu 50 m² Grundfläche und einer mittleren Wandhöhe der Außenwände von jeweils nicht mehr als 3,20 m, bei Wänden mit Giebeln einer Firsthöhe von nicht mehr als 4 m; ausgenommen sind Garagen, überdachte Stellplätze und Abstellplätze für Fahrräder im Außenbereich sowie in der Umgebung von Kultur- und Naturdenkmälern,
Kategorien Bauen und Renovieren 89 Kommentare Beitrags-Navigation
89 Gedanken zu „In 6 Schritte ein Carport selber bauen“
Bendig, Ronald
6. Juni 2020 um 15:08
Zum Thema Schwalbenschwanzverbindung habe ich eine Frage:
Die Verbindung zwischen Pfette und Pfosten als Schwalbenschwanz auszuführen ist sehr interessant. Habe ich noch nicht gemacht. Bin auch gelernter Zimmerer.
In der Zimmerei spricht man häufig von einem Verhältnis 1/3 zu 2/3.
Wird die Schwalbe auch hier so ausgeführt, oder gibt es hier andere Verhältnisse?
Das heißt, wenn ich einen Pfosten von 20cm habe, so würde die Schwalbe ca. 7cm betragen.
Welchen Rat kannst du mir geben?
7. Juni 2020 um 14:38
7cm sind schon etwas zu krass. Ein Schwalbenschwanz an einem Gratsparren oder eine Balkenlage hat da deutlich weniger. Bei SEMA habe ich eine interessante Verbindung zwischen einem Gratsparren und einer Firstpfette gesehen. Da wurde eine Tiefe von 28mm gewählt.
13. April 2020 um 2:27
hier werden nicht gewünschte Beiträge mit Kritik einfach gelöscht.
Muss mal überlegen an was mich das erinntert?
22. April 2020 um 20:35
nein – nicht gelöscht! Du bist einfach nur sehr nörglerisch und ungeduldig. Du bist nicht der Einzigste der hier kommentiert. Mit Geduld kommt man sehr weit!
Ich habe nichts gegen konstruktive Kritik, aber eins finde ich Interessant: Warum versteckst du dich hinter deinem Namen und bist nur am Nörgeln? Ich gehe hier volles Risiko ein, mich kennt jeder (Sogar meine Firmen-Adresse 😉 und ich verschenke kostenloses Wissen. Und du? Nur mal eine konstruktive Kritik an dich. Du schaffst das!
Reiter, Bauingenieur
24. April 2020 um 12:50
Ich verstecke mich nicht hinter meinem Namen. Ich heiße nun mal Reiter und bin Bauingenieur. Ich habe nichts gegen kostenlose Tipps, die gebe ich auch.
Deine Seite finde ich von der Idee her gut und deine kostenlosen Tipps lobenswert. Allerdings bin ich der Meinung, du auf die statischen Nachweise deutlicher hinweisen solltest.
Leider habe ich schon zu viele Schäden durch „Pfusch“ oder eben fehlende statische Berechnungen gesehen.
Baumärkte und dergleichen sind bedaurlicherweise auch nur auf Profit aus und somit nicht verlässlich. Dort sind in den Angeboten auch (kleingedruckte) Hinweise auf statische Nachweise.
So wurde bei uns in Bayern ein Carport im Bauhaus verkauft für eine Schneelast bis 60 kg/m² was leider unter der örtlichen Schneelast liegt und somit hier nicht aufgestellt werden dürfte.
Der Baumarkt ist fein raus aufgrund des Hinweises. Aber wer liest schon das Kleingedruckte? Die Laien vertrauen doch darauf, dass in ihrem Baumarkt ein Carport verkauft wird, dass sie auch bedenkenlos aufstellen könnnen.
Bei einem Carport gibt es reichlich zu berücksichtigen, dass man nicht pauschal für ganz Deutschland erschlagen kann.
– unterschiedliche Schneelastzonen
– Anbau an das Haus und somit Schneeanhäufungen, Zusatzlasten durch abrutschenden Schnee vom Hausdach
– Windlasten, vor allem abhebende Kräfte
27. April 2020 um 13:56
Hallo Bauingenieur Reiter,
danke für diesen Kommentar (ganz im ernst!).
Wie gesagt habe ich nichts gegen konstruktive Kritik und diesen Kommentar fasse ich jetzt so auf. Deswegen: DANKE!
Ich bin dir deswegen nicht böse, aber du musst auch meine Seite verstehen: Ich bekomme täglich Kommentare die ich beantworten muss und einige wenige sind Trolle und Neider. Das macht das Ganze zu einer unangenehmen und anstrengenden Arbeit. Deswegen meine erste Reaktion ;-).
Ich werde in meiner ToDo Liste deinen Vorschlag notieren und das umsetzen. Übrigens: Selbst bei meiner kostenpflichtige Beratung steht, dass man einen Statiker brauch.
Wenn dir noch etwas auffällt: melde dich gerne!
7. April 2020 um 16:26
Wie sieht es denn mit den Funamenten aus?
Wer sagt mir wie groß die sein müssen und wie diese mit dem Carport verbunden werden, damit das Carport nicht davonfliegt? Vor allem bei leichter Bauweise mit Trapezblech oder ähnlichem und eventuell noch Wände montiert werden?
22. April 2020 um 20:30
siehe Artikel. „Hinweis“.
26. Februar 2020 um 15:57
Ein sehr gut gestalteter Beitrag. Was mir gefällt ist, dass hier im Schritt 2 gleich die Vorschriften der einzelnen Bundesländer aufgelistet sind. Aber die Grundkonstruktion bleibt immer die selbe. Aber vielleicht kommen mal andere Konstruktionen wie ein Trapezsteg Holzbauelement oder ein Fachwerkstegelement als Dach in Verwendung.
2. März 2020 um 11:20
Hallo Michael Schmidt,
fast alles ist möglich 😉
21. Januar 2020 um 18:37
vielen Dank für den interessanten Artikel
Carports und Garagen sind im Gegensatz zu deiner Darstellung meist genehmigungsfrei
1.Bsp.:
Der § 55 der Brandenburgischen Bauordnung ist nicht der dafür korrekte.
Im Fall Brandenburg ist es der §61 (1) 1.c, dieser besagt hier genau die genehmigungsfreie Errichtung.
„§ 61 Genehmigungsfreie Vorhaben
(1) Baugenehmigungsfrei sind:
folgende Gebäude oder bauliche Anlagen:
c. oberirdische Garagen und überdachte Abstellplätze für Fahrräder jeweils mit nicht mehr als einem Geschoss und nicht mehr als 100 Quadratmeter Grundfläche, im Geltungsbereich eines Bebauungsplans nach § 30 Absatz 1 oder Absatz 2 des Baugesetzbuchs,“
2.Bsp.: in BaWü ist es z.B. der § 50(1), im Anhang dazu wird wie folgt beschrieben:
„Anhang (zu § 50 Abs. 1)
1. Gebäude und Gebäudeteile
b) Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 m und einer Grundfläche bis zu 30 m², außer im Außenbereich,“
in den anderen Bundesländern ist es ähnlich.
Vielleicht kannst du das präzisieren.
6. März 2020 um 11:21
erstmal vielen Dank für die Klarstellung. Deswegen auch der Satz:
(Für die Angaben kann ich keine Gewähr geben, bitte nochmal beim zuständigen Bauamt überprüfen)
Ich werde das nach bestem Wissen und Gewissen korrigieren 🙂
21. April 2020 um 10:33
das für ganz Deutschland zu präzisieren ist eine riesiege Aufgabe. Wie du im §61 gelesen hast „…, im Geltungsbereich eines Bebauungsplans …..“
Da müsste dann erst geprüft werden ob es für den Ort des Objektes einen gibt und ob die Bestimmungen darin dann mit dem BV vereinbar sind usw.
Was glaubst du warum Architekten dafür jahrelang studieren?
Klaus (Bauingenieur)
7. April 2020 um 15:17
Und die Last die über den Balken abgetragen werden soll spielt keine Rolle?
Oder handelt es sich nur um einen Dekorationsbalken und nur dessen Eigengewicht muss verankert werden?
22. April 2020 um 20:19
ja – so hat das Marian geschrieben 😉

References: § 30
 § 55
 §61
 § 30
 § 50
 § 50
 §61