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Timestamp: 2019-12-14 13:01:10+00:00

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BFH, 31.03.2004 - I R 71/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,967
BFH, 31.03.2004 - I R 71/03 (https://dejure.org/2004,967)
BFH, Entscheidung vom 31.03.2004 - I R 71/03 (https://dejure.org/2004,967)
BFH, Entscheidung vom 31. März 2004 - I R 71/03 (https://dejure.org/2004,967)
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EStG § 13, § 15 Abs. 2 Satz 1; KStG § 14; AIG § 2 Abs. 1; DBA-USA 1954/65 Art. IX, Art. XV Abs. 1; AO 1977 § 85, § 204
Ausgleich von Verlusten einer GmbH mit Einkünften aus einer Zweigniederlassung in Form eines landwirtschaftlichen Betriebes; Zurechnung einer Ausbildung von Pferden zu Rennpferden und Turnierpferden zu dem Bereich der Landwirtschaft und Forstwirtschaft; Vermeidung einer ...
BFHE 206, 42
BStBl II 2004, 742
Das gilt jedoch nur dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt abgegeben worden ist, in dem der in ihr beurteilte Sachverhalt noch nicht verwirklicht war (BFH-Urteile vom 13. Dezember 1995 XI R 43-45/89, BFHE 179, 353, 362, BStBl II 1996, 232, 236; vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, 746, m.w.N.).
Das aber wäre Voraussetzung für eine Bindungswirkung der seinerzeit abgegebenen Erklärungen (Senatsurteil in BFHE 206, 42, 50, BStBl II 2004, 742, 746).
Im Übrigen ist eine tatsächliche Verständigung über Rechtsfragen ausgeschlossen (BFH-Urteil vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.11.b).
Nach Auffassung des I. Senats des BFH und des größeren Teils der Literatur zählt die Veredelung eigener Pferde auch dann zur Tierzucht oder Tierhaltung i.S. des § 13 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG, wenn es sich um zugekaufte angerittene Pferde handelt, die während eines Zeitraums von nicht nur ganz kurzer Dauer zu hochwertigen Reitpferden ausgebildet und anschließend weiterverkauft werden (BFH-Urteil vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.9.
Gleiches gilt aber auch, soweit der BFH die Pferdehaltung wegen des Zusammenhangs mit anderen Tätigkeiten nicht mehr als landwirtschaftliche Nutzung beurteilt hat (BFH-Urteile in BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.9.b der Gründe; vom 24. Januar 1989 VIII R 91/83, BFHE 156, 121, BStBl II 1989, 416).
Denn eine Tätigkeit, bei der Tiere angekauft und alsbald weiterveräußert werden, kann nicht als "Haltung" der Tiere angesehen werden; in einem solchen Fall liegt vielmehr ein als gewerblich einzustufender Tierhandel vor (BFH-Urteil in BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.9.b der Gründe).
Bei dem Verkauf geht es dementsprechend um die Verwertung der "fertig hergestellten" Tiere, die den landwirtschaftlichen Charakter der Tätigkeit unberührt lässt (BFH-Urteil in BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.9.b der Gründe, m.w.N.).
Die Bindungswirkung einer Zusage setzt nämlich voraus, dass der Steuerpflichtige auf die Erklärung der Behörde vertraut und in diesem Vertrauen Dispositionen getroffen hat (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, und vom 16. Juli 2002 IX R 28/98, BFHE 198, 403, BStBl II 2002, 714;… BFH-Beschluss vom 26. Februar 2003 V B 116/02, BFH/NV 2003, 883; vgl. auch § 206 Abs. 1 AO: "der später verwirklichte Sachverhalt").
Denn nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist eine tatsächliche Verständigung über Rechtsfragen --wie hier über den Werbungskostenabzug von Vergleichszahlungen und Schadensersatzleistungen-- ausgeschlossen (BFH-Urteil vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.11.b).
Die Bindungswirkung einer derartigen Vereinbarung setzt voraus, dass sie sich auf Sachverhaltsfragen --nicht aber auf Rechtsfragen (BFH-Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40/00, BFHE 196, 87, BStBl II 2001, 714, unter 2.b der Gründe; Senatsurteil vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742)-- bezieht, dass der Sachverhalt die Vergangenheit betrifft, dass die Sachverhaltsermittlung erschwert ist, dass auf Seiten der Finanzbehörde ein für die Entscheidung über die Steuerfestsetzung zuständiger Amtsträger beteiligt ist und dass die tatsächliche Verständigung nicht zu einem offensichtlich unzutreffenden Ergebnis führt (z.B. BFH-Urteil vom 7. Juli 2004 X R 24/03, BFHE 206, 292, BStBl II 2004, 975, unter II.B.1.; Bundesministerium der Finanzen --BMF--, Schreiben vom 30. Juli 2008, BStBl I 2008, 831, Tz. 2, 3).
Der Kläger meint unter Berufung auf das BFH-Urteil vom 31. März 2004 (I R 71/03, BStBl II 2004, 742), er betreibe Land- und Forstwirtschaft.
Im Hinblick auf das BFH-Urteil in BStBl II 2004, 742, trägt das Finanzamt nunmehr vor, der Kläger erbringe auch Dienstleistungen, die nicht mehr der landwirtschaftlichen Betätigung zugeordnet werden könnten.
Ob dies der Fall ist, ist nach den in dem BFH-Urteil vom 31. März 2003 (I R 71/03, BStBl II 2004, 742) entwickelten Maßstäben zu beurteilen.
Auch wenn angerittene Pferde ausgebildet werden, unterfällt die Tätigkeit bei Vorliegen einer ausreichenden Futtergrundlage § 13 EStG (BFH in BStBl II 2004, 742).
Einheitsbewertung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs bei …
Vielmehr zählen unter der Voraussetzung, dass die gesetzliche Vieheinheiten-Grenze nicht überschritten wird, beispielsweise auch das Halten eigener Reit-, Renn-, Spring- und Dressurpferde und die nicht nur kurzfristige Ausbildung von eigenen Pferden zu solchen Zwecken nach der Verkehrsauffassung zur landwirtschaftlichen Nutzung (Eisele in Rössler/Troll, BewG, § 51 Rz 11; Bruschke in Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, § 51 BewG Rz 23 f.; vgl. auch BFH-Urteile vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.7., und vom 17. Dezember 2008 IV R 34/06, BFHE 224, 76, BStBl II 2009, 453).
Ebenfalls ohne Bedeutung ist es, wenn der Hengst zusätzlich als Dressurpferd im Pferdesport verwendet wird (vgl. BFH-Urteile in BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.7., und in BFHE 224, 76, BStBl II 2009, 453).
Zum anderen ist nach ständiger Rechtsprechung eine tatsächliche Verständigung über Rechtsfragen --wie hier über eine Anwendbarkeit des § 34 EStG auf die Einmalvergütung für eine mehrjährige Anwaltstätigkeit-- ausgeschlossen (BFH-Urteil vom 31. März 2004 I R 71/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, unter II.11.b).
bb) Für die Bindung an eine dahingehende Zusage würde ebenfalls erforderlich sein, dass der Steuerpflichtige auf die Erklärung der Behörde vertraut und in diesem Vertrauen Dispositionen getroffen hat (…BFH-Beschluss vom 26. Februar 2003 V B 116/02, BFH/NV 2003, 883; BFH-Urteil in BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742).
FG Niedersachsen, 10.02.2005 - 16 K 105/03
Durchschnittsbesteuerung bei Ausbildung von Dressurpferden

References: § 13
 § 15
 § 14
 § 2
 § 85
 § 204
 § 13
 § 206
 § 13
 § 51
 § 51
 § 34