Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/VSUBodenAlt_SL_2002.htm
Timestamp: 2019-02-18 06:28:55+00:00

Document:
2128-21-1
über Sachverständige und Untersuchungsstellen
für den Bodenschutz und die Altlastenbehandlung
im Saarland (VSU Boden und Altlasten)
zuletzt geändert durch die Verordnung vom 1. Juni 2017 (Amtsbl. I S. 548).
Fundstelle: Amtsblatt 2002, S. 2508
geändert durch Verordnung vom 21.10.2009 (Amtsbl. S. 1738)
§ 18 geändert durch Artikel 11 der Verordnung vom 08.12. 2015 (Amtsbl. I S. 2219)
mehrfach geändert durch Verordnung vom 01.06.2017 (Amtsbl. I S. 548)
Art und Umfang der von Sachverständigen und Untersuchungsstellen nach Nummer 1 bei der Ausübung ihrer Tätigkeit einzuhaltenden Pflichten,
das Zulassungsverfahren und die Bekanntgabe von Sachverständigen und Untersuchungsstellen nach Nummer 1,
die Bestätigung der Zulassung von Sachverständigen und Untersuchungsstellen anderer Länder der Bundesrepublik Deutschland nach § 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes .
(2) Sachverständige und Untersuchungsstellen, die nach den Vorschriften dieser Verordnung zugelassen worden sind, sind im Umfang dieser Zulassung Sachverständige beziehungsweise Untersuchungsstellen nach § 18 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes .
Zulassung, Anerkennung
(1) Sachverständige und Untersuchungsstellen werden durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zugelassen (Notifizierung).
(2) Anerkennungen oder Zulassungen anderer Bundesländer stehen solchen im Saarland gleich. Gleichwertige Anerkennungen oder Zulassungen von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum stehen Anerkennungen oder Zulassungen deutscher Behörden gleich. Sie sind der zuständigen Behörde vor Aufnahme der Tätigkeit im Original oder in Kopie vorzulegen. Die Beglaubigung kann verlangt werden. Die zuständige Behörde kann darüber hinaus verlangen, dass gleichwertige Anerkennungen nach Satz 2 in beglaubigter Übersetzung vorgelegt werden. Nachweise aus einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum stehen inländischen Nachweisen gleich, wenn sie mit diesen gleichwertig sind oder wenn aus ihnen hervorgeht, dass die betreffenden Anforderungen erfüllt sind; die Sätze 3 bis 5 gelten entsprechend. Sachverständige und Untersuchungsstellen nach § 1 Absatz 2 sind verpflichtet, das Erlöschen oder den Widerruf ihrer Zulassung in dem Bundesland, das sie ausgesprochen hat, unverzüglich dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz mitzuteilen. Dieses gibt das Erlöschen oder den Widerruf entsprechend § 3 bekannt.
Sachverständige und Untersuchungsstellen, die nach den Vorschriften dieser Verordnung zugelassen worden sind oder deren Zulassung nach § 2 Absatz 2 bestätigt wurde, werden vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz auf der Internet-Plattform „Recherchesystem Messstellen und Sachverständige“ (ReSyMeSa, www.resy-mesa.de) bekannt gegeben. Dabei sind die Sachgebiete nach § 6 beziehungsweise die Untersuchungsbereiche nach § 13 zu bezeichnen, für die die Zulassung oder Bestätigung ausgesprochen wurde. Name, Geschäftsadresse und die Bezeichnung der Sachgebiete beziehungsweise der Untersuchungsbereiche der Sachverständigen und Untersuchungsstellen können vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz gespeichert, veröffentlicht und auf Anfrage jedermann zur Verfügung gestellt werden. Daneben kann eine weitere Veröffentlichung im Internet erfolgen.
Besondere Vorschriften für Sachverständige
(1) Sachverständige haben ihre Aufgaben unparteiisch, unabhängig und eigenverantwortlich gemäß den bodenschutz- und altlastenrechtlichen Vorschriften zu erfüllen. Stehen Sachverständige in einem Abhängigkeitsverhältnis zu einer anderen natürlichen oder juristischen Person, muss sichergestellt sein, dass ihnen keine Weisungen erteilt werden können, die das Ergebnis des Gutachtens und die hierfür maßgebenden Feststellungen verfälschen können. Organisatorische, wirtschaftliche, kapital- oder personalmäßige Verflechtungen mit Dritten, die im Einzelfall Zweifel an der Unabhängigkeit wecken können, sind dem Auftraggeber anzuzeigen.
(2) Soweit die Tätigkeit der Sachverständigen den Einsatz von Hilfskräften erfordert, müssen diese zuverlässig und sachkundig sein. Sachverständige dürfen Hilfskräfte nur zur Vorbereitung des Gutachtens einschalten und sie dabei nur insoweit mit Teilarbeiten beschäftigen, als sie ihre Mitarbeit persönlich und ordnungsgemäß überwachen können. Durch die Einschaltung von Hilfskräften darf der Charakter einer persönlichen Leistung der Sachverständigen nicht verloren gehen. Art und Umfang der Tätigkeit der Hilfskräfte ist im Gutachten kenntlich zu machen.
(3) Eine Untervergabe und der Unterauftragsnehmer sind im Gutachten zu benennen. Bei einer Untervergabe von Probennahmen und Untersuchungen darf ab 1. Januar 2004 nur eine für diese Aufgaben nach § 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes zugelassene Untersuchungsstelle beauftragt werden.
(4) Sachverständige müssen die Ergebnisse ihrer Tätigkeiten grundsätzlich in einem Gutachten oder Bericht niederlegen. Sie müssen in der Lage sein, diese Ergebnisse mündlich und schriftlich verständlich, nachvollziehbar, nachprüfbar und übersichtlich gegenüber dem Auftraggeber und Dritten darzustellen.
Sachverständige haben dafür Sorge zu tragen, dass sie stets die aktuell erforderliche Sachkunde besitzen. Hierzu haben sie regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre ab Zustellung des Zulassungsbescheids nach § 8 Absatz 3, an einer geeigneten Fortbildung in den jeweiligen Sachgebieten, für die die Zulassung ausgesprochen wurde, teilzunehmen. Die Teilnahme ist dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz unaufgefordert nachzuweisen.
Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Pflanze/Vorsorge zur Begrenzung von Stoffeinträgen in den Boden und beim Auf- und Einbringen von Materialien,
(4) Sachverständige besitzen die erforderliche Zuverlässigkeit, wenn sie auf Grund ihrer persönlichen Eigenschaften, ihres Verhaltens und ihrer Fähigkeiten zur ordnungsgemäßen Erfüllung der ihnen obliegenden Aufgaben geeignet sind. Für die erforderliche Zuverlässigkeit bietet keine Gewähr, wer
wegen Verletzung der Vorschriften des Strafrechts, des Umweltschutzrechts, des Gewerbe- oder Arbeitsschutzrechts rechtskräftig zu einer Strafe oder zu einer Geldbuße in Höhe von mehr als 500.- Euro verurteilt worden ist,
(5) Sachverständige müssen über eine ausreichende Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 1,5 Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden für jeden Einzelfall verfügen. Sie müssen die beauftragenden Behörden von der Haftung wegen jeglicher Fahrlässigkeit bei Durchführung der Sachverständigentätigkeit freistellen.
(1) Die Zulassung von Sachverständigen erfolgtauf Antrag. Der Antrag ist an das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zu richten. In dem Antrag ist anzugeben, für welche der in § 6 genannten Sachgebiete die Zulassung beantragt wird.
(2) § 42a SVwVfG gilt mit der Maßgabe, dass das Zulassungsverfahren innerhalb von 18 Monaten nach Einreichen der vollständigen Antragsunterlagen zu bearbeiten ist. Wird der Antrag nicht innerhalb dieser Frist beschieden, so gilt die Zulassung als erteilt (Genehmigungsfiktion).
(3) Dem Antrag sind die erforderlichen Unterlagen beizufügen, insbesondere
eine Erklärung, dass die persönlichen Voraussetzungen nach § 7 Absatz 2 Nummer 1 und 2 und die Zuverlässigkeit nach § 7 Absatz 4 vorliegen,
die Nachweise zur Sachkunde nach § 7 Absatz 3 in Verbindung mit Anlage 1 ,
eine Erklärung, dass die gerätetechnische Ausstattung nach § 7 Absatz 3 zur Verfügung steht,
der Nachweis einer Haftpflichtversicherung nach § 7 Absatz 5 und
eine Erklärung über die Haftungsfreistellung gemäß § 7 Absatz 5
(4) Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz prüft, ob der Antragsteller oder die Antragstellerin die Voraussetzungen gemäß § 7 erfüllt und entscheidet über die Zulassung. In dem Zulassungsbescheid sind die Sachgebiete nach § 6 zu bezeichnen, für die die Zulassung erteilt wird.
(5) Eine öffentliche Bestellung als Sachverständiger oder Sachverständige nach § 36 der Gewerbeordnung ist bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen nach § 7 erfüllt sind, zu berücksichtigen.
(6) Die Zulassung wird für fünf Jahre erteilt. Sie kann auf Antrag jeweils um fünf Jahre verlängert werden, wenn
Der Verlängerungsantrag ist sechs Monate vor Ablauf der Zulassung zu stellen. Dem Verlängerungsantrag sind die Unterlagen nach Absatz 2 Nummer 2, 4, 6, 7 und 8 sowie eine Auflistung der Gutachten und Berichte, die im Zulassungszeitraum in den jeweils zugelassenen Sachgebieten erstellt wurden, beizufügen. Die §§ 48 und 49 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (SVwVfG) vom 15. Dezember 1976 (Amtsbl. S. 1151), zuletzt geändert durch Artikel 4 Absatz 8 des Gesetzes vom 7. November 2001 (Amtsbl. S. 2158), [1] in der jeweils geltenden Fassung bleiben unberührt.
(7) Das Verfahren kann über die einheitliche Stelle im Sinne des § 71a SVwVfG abgewickelt werden.
SVwVfG Jetzige Fassung des SVwVfG vgl. BS-Nr. 2010-5.
wenn Sachverständige das 68. Lebensjahr vollendet haben,
mit Ablauf der in § 8 Absatz 5 bezeichneten Frist oder
bei schriftlichem Verzicht gegenüber dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz.
(1) Sachverständige, bei denen begründete Zweifel auftreten, ob sie die erforderliche Sachkunde oder Zuverlässigkeit besitzen oder weiterhin über die erforderliche gerätetechnische Ausstattung verfügen, sind vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz aufzufordern, sich einer erneuten Überprüfung nach § 8 Absatz 3 zu unterziehen. Die Überprüfung kann sich auf die Bereiche beschränken, bei denen Zweifel im Sinn von Satz 1 bestehen.
(3) Stellt sich bei der Überprüfung nach Absatz 1 heraus, dass Sachverständige nicht oder nicht mehr die erforderliche Sachkunde oder Zuverlässigkeit besitzen oder nicht mehr über die erforderliche gerätetechnische Ausstattung verfügen oder entziehen sie sich dieser Überprüfung, ist die Zulassung zu widerrufen. Der Widerruf kann sich auf einzelne Sachgebiete nach § 6 beschränken.
(4) Daneben kann unbeschadet von § 49 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1 die Zulassung widerrufen werden, wenn Sachverständige
(5) Der Widerruf muss innerhalb der Jahresfrist gemäß § 49 Absatz 2 Satz 2 in Verbindung mit § 48 Absatz 4 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (SVwVfG) 1 erfolgen.
Besondere Vorschriften für Untersuchungsstellen
(1) Untersuchungsstellen sind verpflichtet,
die vorgeschriebenen Probenahme- und Untersuchungsverfahren einzuhalten,
alle erforderlichen oder von der Notifizierungsstelle vorgeschriebenen Maßnahmen der internen und externen Analytischen Qualitätssicherung (AQS) wie Teilnahmen an Ringversuchen auf eigene Kosten vorzunehmen und auf Anfrage der notifizierenden oder begutachtenden Stelle nachzuweisen,
die ihr übertragenen Untersuchungen ordnungsgemäß, gewissenhaft, unparteiisch und - mit Ausnahme der vom Auftraggeber gestatteten Übertragung von Teilen der Untersuchungen oder Probenahmen an andere für diesen Bereich notifizierte Untersuchungsstellen - mit eigenem Personal und eigenen Geräten in eigenen Räumen durchzuführen; wird ein Unterauftragnehmer zur Untersuchung herangezogen, dann sind im Untersuchungsbericht dessen Name und Anschrift zu nennen,
alle Informationen, die im Zusammenhang mit den Untersuchungsaufträgen stehen, vertraulich zu behandeln,
alle wesentlichen Änderungen der Notifizierungsvoraussetzungen (Anlage 2 Teil A, Nummer III, 1-4), insbesondere die Änderung der Besitzverhältnisse, die Stilllegung des Betriebes und wesentliche Veränderungen in der betrieblichen oder personellen Ausstattung, unverzüglich und unaufgefordert der Notifizierungsstelle mitzuteilen,
eine Begehung durch Beauftragte der notifizierenden Stelle mit einem Betretungsrecht für alle Räume der Untersuchungsstelle jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten nach vorheriger Anmeldung zuzulassen und auf Verlangen Einblick in die notwendigen Unterlagen zu gewähren und
auf Anforderung der Notifizierungsstelle gegebenenfalls Proben entsprechend zu konservieren und zu lagern.
(2) Darüber hinaus ist durch die Untersuchungsstelle eine Einverständniserklärung über die Weitergabe von Informationen zwischen den Ländern und gegebenenfalls der Akkreditierungsstelle vorzulegen. Dies beinhaltet auch den Eintrag in die Internet-Plattform „Recherchesystem Messstellen und Sachverständige (ReSyMeSa)”.
(1) Untersuchungsstellen haben alle erforderlichen Maßnahmen der internen und externen Qualitätssicherung auf eigene Kosten vorzunehmen und auf Anfrage dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz nachzuweisen. Die Analytische Qualitätssicherung (AQS) erstreckt sich jeweils auf das gesamte Untersuchungsverfahren.
(2) Untersuchungsstellen unterliegen derlaufenden Kontrolle durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz. Dieses führt innerhalb des Zulassungszeitraumes einmal ein Wiederholaudit durch. Bei Hinweisen auf Verschlechterung der Analysenqualität kann das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz jederzeit außerplanmäßige Laboraudits durchführen.
Untersuchungsbereich 1: Feststoffe
Teilbereich 1.1 Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Teilbereich 1.2 Labor - Analytik anorganische Parameter
Teilbereich 1.3 Labor - Analytik organische Parameter
Teilbereich 1.4 Labor - Analytik Dioxine und Furane
Untersuchungsbereich 2: Eluate und Perkolate, wässrige Medien
Teilbereich 2.1 Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Teilbereich 2.2 Labor - Analytik anorganische Parameter
Teilbereich 2.3 Labor - Analytik organische Parameter
Untersuchungsbereich 3: Bodenluft/Deponiegas
Teilbereich 3.1 Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Teilbereich 3.2 Labor - Analytik.
(3) Untersuchungsstellen müssen über eine ausreichende Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 1,5 Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden für jeden Einzelfall verfügen. Sie müssen die beauftragenden Behörden von der Haftung wegen jeglicher Fahrlässigkeit bei Durchführung der Untersuchung freistellen.
(1) Die Zulassung als Untersuchungsstelle wird auf Antrag erteilt. Der Antrag ist an das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zu richten. In dem Antrag ist anzugeben, für welche der in § 13 genannten Untersuchungsbereiche die Zulassung beantragt wird.
die Nachweise und Erklärungen zu den Anforderungen an die Kompetenz nach § 14 Absatz 2 entsprechend der Anlage 2 ,
der Nachweis einer Haftpflichtversicherung nach § 14 Absatz 3 ,
eine Erklärung über die Haftungsfreistellung nach § 14 Absatz 3 ,
(4) Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz prüft, ob die Voraussetzungen nach § 14 erfüllt sind, führt eine beauftragte Kompetenzprüfung durch und entscheidet über die Zulassung. In dem Zulassungsbescheid sind die Untersuchungsbereiche nach § 13 zu bezeichnen, für die die Zulassung ausgesprochen wird.
(5) Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz berücksichtigt bei akkreditierten Untersuchungsstellen auf Antrag die Kompetenzprüfung durch die Akkreditierungsstelle, soweit die Akkreditierung gültig, vollständig und für den jeweils beantragten Untersuchungsbereich anwendbar ist. Die Akkreditierungsurkunde mit Urkundenanlage und der Auditbericht sind vorzulegen.
(6) Eine Untersuchungsstelle, die an mehreren Standorten Einrichtungen unterhält, kann in einem einheitlichen Verfahren notifiziert werden, sofern es sich um ein rechtlich und wirtschaftlich einheitliches Unternehmen handelt. Der Untersuchungsumfang (Parameter und Verfahren) der einzelnen Standorte ist zu dokumentieren.
(7) Die Zulassung wird für fünf Jahre erteilt. Sie kann auf Antrag jeweils um fünf Jahre verlängert werden, wenn
Der Verlängerungsantrag ist sechs Monate vor Ablauf der Zulassung zu stellen. Die §§ 48 und 49 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes bleiben unberührt.
(8) Das Verfahren kann über die einheitliche Stelle im Sinne des § 71a SVwVfG abgewickelt werden.
wenn der Leiter oder die Leiterin der Untersuchungsstelle das 68. Lebensjahr vollendet hat,
mit Ablauf der in § 15 Absatz 6 bezeichneten Frist oder
(1) Die Zulassung ist zu widerrufen, wenn die Untersuchungsstelle nicht mehr die erforderliche Sachkunde oder Zuverlässigkeit besitzt oder nicht mehr über die erforderliche personelle oder gerätetechnische Ausstattung verfügt. Daneben kann unbeschadet von § 49 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes die Zulassung bei Feststellung gravierender Mängel widerrufen werden, insbesondere bei
wiederholtem oder mindestens grob fahrlässigem Verstoß gegen die allgemeinen Pflichten nach § 11 ,
nicht erfolgreicher Teilnahme an den beiden letzten für den jeweiligen Untersuchungsbereich vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz vorgeschriebenen Ringversuchen; Nichtteilnahme wird grundsätzlich als nicht erfolgreiche Teilnahme am Ringversuch gewertet, oder
Der Widerruf kann sich auf einzelne Untersuchungsbereiche nach § 13 beschränken.
(2) Der Widerruf muss innerhalb der Jahresfrist gemäß § 49 Absatz 2 Satz 2 in Verbindung mit § 48 Absatz 4 des Saarländischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (SVwVfG) 1 erfolgen.
(4) Erfolgt der Widerruf nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 Buchstabe c, ist vor einer erneuten Zulassung eine erfolgreiche Teilnahme an einem bezüglich Matrix, Parameter und Konzentrationsbereich vergleichbaren Ringversuch aus dem betroffenen Untersuchungsbereich nachzuweisen.
Die Sachverständigentätigkeit im Bereich Bodenschutz/Altlasten erfordert ein weitgefächertes Spektrum natur- und ingenieurwissenschaftlicher Kenntnisse und Erfahrungen. Erforderlich ist im besonderen Maße ein fach- und medienübergreifendes Verständnis sowie in der Regel interdisziplinäres Arbeiten.
Sachverständige müssen die allgemeinen Anforderungen nach Teil A und die besonderen Anforderungen nach Teil B für das jeweilige Sachgebiet, für das die Zulassung beantragt wird, erfüllen.
Sachverständige für Bodenschutz/Altlasten müssen im besonderen Maße befähigt sein,
I. Vor- und Fortbildung
II. Allgemeine fachliche Kenntnisse
III. Allgemeine rechtliche Kenntnisse
Saarländisches Bodenschutzgesetz (SBodSchG) und dazu ergangene Vorschriften,
Saarländisches Abfallwirtschaftsgesetz (SAWG),
Saarländisches Wassergesetz (SWG) und dazu ergangene Vorschriften,
I. Sachgebiet „Flächenhafte und standortbezogene Erfassung/Historische Erkundung“
2. Besondere fachliche Kenntnisse
Sachverständige müssen in der Lage sein, die für die Erhebungen über altlastverdächtige Flächen (standortbezogen oder flächenhaft) bedeutsamen Verfahren der Archivrecherche und Schriftgutauswertung, der multitemporalen Karten- und Luftbildauswertung, der Zeitzeugenbefragung sowie Geländebegehungen sachgerecht auszuwählen und durchzuführen. Dazu müssen sie über die erforderliche Geräteausstattung verfügen. Sie müssen weiterhin die gewonnenen Tatsachen und Erkenntnisse auswerten und so darstellen können, dass eine tragfähige Grundlage für die Entscheidung über weitere Schritte und für deren Planung vorliegt. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse über:
Auswertung thematischer Karten, auch unter Einsatz geographischer Informationssysteme, zur Abgrenzung von Verdachtsflächen und altlastverdächtigen Flächen sowie zur Bewertung von Bodenfunktionen;
Kriegseinwirkungen, Havarien, Betriebsstörungen usw.;
fachliche Beurteilung von Anhaltspunkten für das Vorliegen einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast;
Sachverständige müssen mindestens über folgende gerätetechnische Ausstattung verfügen können:
Stereometer (Stereomikrometer) zur Parallaxenmessung und zur Berechnung von Höhendifferenzen und damit z.B. von Ablagerungsmächtigkeiten;
II.Sachgebiet „Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Gewässer“
Sachverständige müssen in der Lage sein, alle Untersuchungen von Gewässergefährdungen und -schäden im Zusammenhang mit Altlasten und flächenhaften Bodenbelastungen zu planen, die Ergebnisse zu beurteilen sowie die Vergabe und Ausführung der gewerblichen Leistungen fachlich zu begleiten. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse über:
III. Sachgebiet „Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Pflanze/Vorsorge zur Begrenzung von Stoffeinträgen in den Boden und beim Auf- und Einbringen von Materialien“
Sachverständige müssen in der Lage sein, alle Untersuchungen und Beurteilungen von Kulturböden und Pflanzen im Zusammenhang mit der Gefährdungsabschätzung von schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten sowie der Begrenzung von Stoffeinträgen, insbesondere beim Auf- und Einbringen von Materialien auf und in Böden, durchzuführen und die Vergabe und Ausführung der gewerblichen Leistungen fachlich zu begleiten. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse über:
Vorkommen sowie stoff- und bodenspezifisches Verhalten von Schadstoffen in (Kultur-)Böden; hierzu gehören auch Kenntnisse über:
Bioverfügbarkeit von Schadstoffen in Böden und Einflussfaktoren (u.a. ”räumliche Verfügbarkeit”, biochemische und mikrobiologische Besonderheiten in der Rhizosphäre) und
Schadstoffübergang Boden-Pflanze; hierzu gehören auch Kenntnisse über:
Art-, Sorten- und Organspezifität der Schadstoffakkumulation in Pflanzen (”Transferfaktoren”),
d)Technik der Bodenkartierung auf anthropogen überprägten Flächen (z.B. Kartierhilfsmittel, Leitprofile, Kartierschlüssel) in Anlehnung an die Methoden der Stadtbodenkartierung;
fachliche Beurteilung erzielter Ergebnisse im Hinblick auf den Pfad Boden-Pflanze (-Tier) unter Berücksichtigung lebensmittel- und futtermittelrechtlicher Vorgaben sowie toxikologischer Aspekte;
Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen (pH-Regulierung, Pflanzenauswahl, Bewirtschaftungsverfahren, Nutzungsänderung und -beschränkung),
IV. Sachgebiet „Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Mensch“
Sachverständige müssen für die Sachgebiete II oder III zugelassen sein und zusätzlich die folgenden Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen, wenn sie in dafür geeigneten Fällen den Wirkungspfad Boden-Mensch anhand verbindlicher oder amtlich empfohlener Prüf- oder Maßnahmenwerte beurteilen wollen, erkennen und begründet darlegen können, welche Fragestellungen der Beurteilung durch eine auf dem Gebiet Altlasten erfahrene Fachkraft mit abgeschlossenem Studium einer geeigneten Fachrichtung und abgeschlossener Weiterbildung in Hygiene und Umweltmedizin oder Pharmakologie und Toxikologie oder dem öffentlichen Gesundheitswesen bedürfen. Sachverständige sollen sicherstellen, dass eine solche Fachkraft bei entsprechenden Fragestellungen ergänzend herangezogen wird.
Sachverständige müssen außerdem auf Grund ihrer Aus- und Weiterbildung sowie praktischen Erfahrung über Kenntnisse verfügen über:
V. Sachgebiet „Sanierung“
Sachverständige müssen in der Lage sein, alle Untersuchungen und Beurteilungen zur Auswahl von Sanierungsmaßnahmen durchzuführen (Sanierungsuntersuchungen), ein Sanierungskonzept und einen Sanierungsplan zu erarbeiten, die Planung und Vergabe von Sanierungsmaßnahmen durchzuführen und die Ausführung fachlich zu begleiten sowie deren Wirksamkeit zu überwachen. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse über:
VI. Sachgebiet „Gefahrenermittlung, -beurteilung und -abwehr von schädlichen Bodenveränderungen auf Grund von Bodenerosion durch Wasser“
Sachverständige müssen in der Lage sein, alle Untersuchungen von Böden im Zusammenhang mit der Gefährdungsabschätzung von schädlichen Bodenveränderungen auf Grund von Bodenerosion durch Wasser durchzuführen, Maßnahmen zur Begrenzung der Bodenerosion durch Wasser zu planen und die Ergebnisse solcher Untersuchungen und Planungen zu beurteilen sowie die Vergabe von gewerblichen Leistungen fachlich zu begleiten. Hierzu gehören insbesondere folgende Kenntnisse:
Maßnahmen zu Erosionsminderung,
Verfahren zur Ermittlung und Kontrolle
der fachlichen Kompetenz
Das Bundes-Bodenschutzgesetz fordert in § 18 , dass Untersuchungsstellen, die Aufgaben nach diesem Gesetz wahrnehmen, die für diese Aufgaben erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzen sowie über die erforderliche gerätetechnische Ausstattung verfügen müssen.
Derartige Untersuchungsstellen müssen vor einer Zulassung ihre Kompetenz nachgewiesen haben. Dies bedeutet, dass die im Folgenden ausgeführten Anforderungen an die Sachkunde, Zuverlässigkeit und die personelle und gerätetechnische Ausstattung erfüllt sein müssen.
Die Kompetenzüberprüfung für alle Untersuchungsbereiche kann im Rahmen eines Akkreditierungsverfahrens durch evaluierte Akkreditierungssysteme oder im Rahmen eines Zulassungsverfahrens durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz erfolgen.
Legt eine Untersuchungsstelle eine Akkreditierung unter Einbeziehung der in dieser Anlage genannten Untersuchungsbereiche vor, so ist diese auf Antrag für die Zulassung zu berücksichtigen, soweit diese gültig, vollständig und für die Untersuchungsaufgabe anwendbar ist.
Die vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zugelassenen Untersuchungsstellen müssen bei der Durchführung der Untersuchung die personellen und materiellen Anforderungen nach DIN EN ISO/IEC 17025 Ausgabe August 2005, 2. Berichtigung Mai 2007, und zusätzlich die im Weiteren aufgeführten Spezifikationen (Nr. III, 1-4) zur Analytischen Qualitätssicherung (AQS) erfüllen.
Die Untersuchungsstelle muss von einer Person hauptberuflich und verantwortlich geleitet werden, die folgende Qualifikation besitzt:
Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Universität, Gesamthochschule, Fachhochschule) der Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften mit geeigneten Studienschwerpunkten oder eine gleichwertige Qualifikation,
Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Praxis auf dem Gebiet der beantragten Untersuchungsbereiche/Teilbereiche,
Kenntnisse der einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften (insbesondere der fachlichen Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes und der Bundes-Bodenschutz-Verordnung ), der ergänzenden LABO-Arbeitshilfe für die Qualitätssicherung bei der Altlastenbearbeitung sowie der Normen,
Kenntnisse über die Besonderheiten der Probenahme und Analytik, die bei der Beurteilung von Untersuchungsergebnissen zu berücksichtigen und zusammen mit den Messergebnissen anzugeben sind.
Für die Leitung einer Untersuchungsstelle muss eine qualifizierte Vertretung vorhanden sein. Die Leitung der Untersuchungsstelle oder deren Vertretung muss hauptberuflich wahrgenommen werden.
Im Falle eines nach § 18 BBodSchG zugelassenen Sachverständigen, der eine Notifizierung als probenehmende Untersuchungsstelle nach § 18 BBodSchG anstrebt, kann die Vertretung der Leitung der Untersuchungsstelle oder der Managementbeauftragte auch durch vertragliche Regelungen mit kompetenten, ebenfalls für diese Aufgaben notifizierten Dritten sichergestellt werden.
Zur Durchführung der Laboranalysen ist entsprechend ausgebildetes Personal der Fachrichtungen Chemie oder einer gleichwertigen Qualifikation in ausreichender Zahl einzusetzen. Für die Probenahme vor Ort sind Personen zu beschäftigen, für die auf Grund entsprechender Aus- bzw. Fortbildung und ausreichender Berufserfahrung die Kompetenz bei der Probenahme dokumentiert werden kann.
Es muss sichergestellt sein, dass Schulungen für das gesamte Personal regelmäßig und aktuell durchgeführt werden. Hierüber sind entsprechende Aufzeichnungen zu führen.
Bei ausländischen Ausbildungsabschlüssen ist die Gleichwertigkeit zu belegen.
2. Betriebliche Voraussetzungen und Organisation
Die Untersuchungsstelle muss so organisiert sein, dass jede/r Mitarbeiter/in Umfang und Grenzen des eigenen Verantwortungsbereiches kennt. Hierzu ist das Personal in seine Aufgaben und Pflichten, insbesondere auch im Hinblick auf die Qualitätssicherung, in angemessener Form einzuweisen. Von der Untersuchungsstelle ist darüber hinaus mindestens eine Person zu benennen, die für die Umsetzung und Befolgung des Qualitätsmanagementsystems verantwortlich ist.
Bei einem nach § 18 BBodSchG zugelassenen Sachverständigen, der Aufgaben einer probenehmenden Untersuchungsstelle nach § 18 BBodSchG wahrnimmt, kann die Durchführung der internen Qualitätssicherung auch durch vertragliche Regelungen mit kompetenten, ebenfalls für diese Aufgaben notifizierten Dritten sichergestellt werden.
Die Untersuchungsstelle ist verpflichtet, eine schriftliche Unterlage über die Organisation und Zuständigkeiten zu erstellen und diese ständig aktuell und für das Personal verfügbar zu halten.
Die Regelungen zur Arbeitssicherheit sind einzuhalten.
3. Gerätetechnische Voraussetzungen
Die Untersuchungsstelle hat eine gerätetechnische Ausstattung zu besitzen, die eine ordnungsgemäße Durchführung des von der Untersuchungsstelle beantragten Probenahme- und Analysenumfanges einschließlich der erforderlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen ermöglicht. Die Anforderungen an die gerätetechnische Ausstattung von probenehmenden Untersuchungsstellen sind in Teil B, Anhang 3, aufgelistet.
Die Geräte sind regelmäßig zu überprüfen, ggf. zu warten und zu kalibrieren.
Hierüber sind von der Untersuchungsstelle entsprechende Aufzeichnungen zu erstellen und mindestens fünf Jahre aufzubewahren.
Neben der gerätetechnischen Ausstattung muss eine, Laboranalysen durchführende Untersuchungsstelle hinsichtlich ihrer örtlichen Lage, ihrer baulichen Substanz, ihrer räumlichen Aufteilung sowie ihrer haustechnischen Ausstattung geeignet sein, den besonderen Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Analytik im Spuren- und Ultraspurenbereich zu genügen. Die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden festen und flüssigen Abfälle und Abwässer sowie die Reinigung der Abluft müssen jederzeit sichergestellt sein.
Die Untersuchungsstelle hat ein ihrem Aufgabenumfang angemessenes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025 zu führen und dieses durch ein Qualitätsmanagementhandbuch zu dokumentieren.
Bei der Abwicklung der Untersuchungsaufgaben sind die in den einschlägigen AQS-Merkblättern der LAWA geforderten Qualitätssicherungs- und -kontrollmaßnahmen (LAWA 2011) sinngemäß anzuwenden, hier insbesondere:
Problemorientierte Kalibrierung
Blindwertüberprüfungen
Mehrfachbestimmungen
Überprüfung der Wiederfindung
Kontrolle mit zertifizierten Standards
Kontrollkartenführung
Plausibilitätskontrollen.
Auch die Kontrolle mit matrixbezogenen rückgeführten Referenzmaterialien ist eine Möglichkeit der Qualitätssicherung von Untersuchungsergebnissen. Sämtliche Rohdaten und Qualitätssicherungsmaßnahmen einschließlich der Auswertung sind vollständig und nachvollziehbar zu dokumentieren und über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren aufzubewahren.
IV. Anforderungen an die
Kompetenzfeststellungsstelle
Bei der für die Kompetenzfeststellung zuständigen Stelle ist eine Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherzustellen, die mindestens der unter Teil A, Nummer III, 1 für die Laborleitung geforderten Qualifikation entspricht. Fachbegutachterinnen und Fachbegutachter haben darüber hinaus die aktuellen, im Bundesanzeiger veröffentlichten, Regeln zum Begutachterwesen‘ der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) und die nachfolgenden, speziellen Anforderungen zu erfüllen und nachzuweisen:
Detaillierte Kenntnisse der aktuellen Anforderungen aus diesem Fachmodul entsprechend den Einsatzgebieten der Fachbegutachterin oder des Fachbegutachters sowie aus den Verwaltungsvereinbarungen der Länder untereinander,
Kenntnisse in EDV-gestützten Laborinformationssystemen,
detaillierte Kenntnisse der LAWA-AQS-Merkblätter,
detaillierte Kenntnisse der einschlägigen fachlichen Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes und der Bundes-Bodenschutz-Verordnung sowie der LABO-Arbeitshilfe für die Qualitätssicherung bei der Altlastenbearbeitung.
Als praktische Berufserfahrung muss eine mindestens vierjährige zusammenhängende hauptberufliche Tätigkeit (≥19 Wochenstunden) im Rahmen der Konformitätsbewertung in einem Labor oder einer Messstelle in dem künftigen Einsatzgebiet der Fachbegutachterin oder des Fachbegutachters vorliegen. Diese Tätigkeit darf im Zeitraum der Benennung oder der Tätigkeit als Fachbegutachterin oder Fachbegutachter nicht länger als vier Jahre zurückliegen.
Die Benennung des Fachbegutachters/der Fachbegutachterin ist auf höchstens vier Jahre zu befristen. Danach erfolgt eine erneute Überprüfung der grundlegenden Voraussetzungen, insbesondere der hauptberuflichen Erfahrung/Praxis.
V. Ablauf der Kompetenzfeststellung
(Begutachtung/Audit)
Die Kompetenz der Untersuchungsstelle wird im Rahmen einer Begutachtung (Audit) geprüft, deren Ablauf sinngemäß nach den aktuellen, im Bundesanzeiger veröffentlichten „Allgemeinen Regeln zur Akkreditierung von Konformitätsbewertungsstellen“ der DAkkS erfolgt.
Die Einhaltung der fachlichen Kompetenz ist durch regelmäßige Wiederholaudits zu überprüfen. Im Notifizierungszeitraum von fünf Jahren ist jeder einzelne Standort einer Untersuchungsstelle mindestens zweimal zu begutachten.
Für jeden Teilbereich sollen bei der Kompetenzprüfung mindestens 50% der Methoden, Messprinzipien (zum Beispiel optische Emissionsspektrometrie mittels induktiv gekoppelten Plasmas, ICP-OES) oder Probenahmearten des Teilbereiches geprüft werden. Die Auswahl der überprüften Verfahren erfolgt zufällig. Vorkenntnisse wie Ergebnisse von Ringversuchen sind jedoch bei der Auswahl zu berücksichtigen. Soweit gleiche Methoden in mehreren Teilbereichen verwendet werden, sollte die komplexere Methode geprüft werden. Im oben genannten Beispiel wäre bei Prüfung eines ICP-OES-Verfahrens aus einem Königswasserextrakt gemäß Teilbereich 1.2, die entsprechende Kompetenz für den Teilbereich 2.2 mit festgestellt.
Ausgehend von der Vielzahl der Untersuchungsverfahren von Boden, Bodenmaterialien und sonstigen Materialien und betroffenen Matrizes bei der Untersuchung auf schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten sowie der damit verbundenen unterschiedlichen Geräteausstattung, werden folgende Untersuchungsbereiche unterschieden (Anhang 1):
Teilbereich 3.2 Labor - Analytik
Die Untersuchungsbereiche sind in Teilbereiche untergliedert. Eine Notifizierung kann für jeden Teilbereich erteilt werden. Hierbei muss der Kompetenznachweis für jeden obligatorischen Parameter eines Teilbereiches erbracht werden. Zusätzlich sind optionale Parameter angegeben, für die das Vorliegen eines Kompetenznachweises erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich ist. Werden optionale Parameter notifiziert, so werden diese im Notifizierungsbescheid extra aufgeführt sowie gesondert in das Recherchesystem ReSyMeSa eingetragen.
Sind zu einem Parameter mehrere Verfahren in einer Zelle der Verfahrensspalte aufgeführt, so muss die Kompetenz nur für eines dieser Verfahren nachgewiesen werden.
Mehrere Verfahren in getrennten Zellen der Verfahrensspalte sind obligatorisch.
Beim Untersuchungsbereich 1 (Feststoffe) ist den Teilbereichen 1.2, 1.3 und 1.4 der Block „Basisparameter und Probenvorbereitung“ vorangestellt. Dieser Block ist kein eigenständiger Teilbereich, sondern integraler Bestandteil jeder der drei Teilbereiche 1.2, 1.3 und 1.4.
In gleicher Weise ist dem Untersuchungsbereich 2 (Eluate und Perkolate, wässrige Medien) der Block „Eluate und Perkolate“ vorangestellt, der integraler Bestandteil jeder der beiden Teilbereiche 2.2 und 2.3 ist.
Bestehende Notifizierungen für den Untersuchungsbereich 4 (auf Grundlage der VSU Boden und Altlasten in der Fassung vom 21. Oktober 2009) gelten für den aktuellen Untersuchungsbereich 2 mit den entsprechenden Teilbereichen.
Neuentwicklungen der Normung sind bei der Akkreditierung und Notifizierung zu berücksichtigen, soweit der Fachbeirat Bodenuntersuchungen (FBU) die entwickelten Verfahren als gleichwertig oder geeignet bewertet.
Die von der Untersuchungsstelle abgedeckten Untersuchungsbereiche oder Teilbereiche sowie die Analysenkompetenz für zusätzliche optionale Parameter sind in der Veröffentlichung der Notifizierung bekannt zu geben und auf dem Deckblatt der Notifizierungsurkunde deutlich herauszustellen.
Erläuterung zu den Teilbereichen Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Der Anhang 1 (Untersuchungsteilbereiche 1.1, 2.1 und 3.1) enthält den Mindestumfang an Probenahmeverfahren und die zu beachtenden Probenahmevorschriften. Dabei sind Probenahme, Probenvorbehandlung, -vorbereitung, -aufarbeitung und Analysen sowie Plausibilitätskontrolle und Dokumentation auf die Anforderungen im Einzelfall abzustimmen.
Die Mindestanforderungen an die Untersuchungsstellen hinsichtlich einer qualitätsgesicherten Probenahme entsprechend den Normen sind in Anhang 2 konkretisiert. Durch die Festlegung einheitlicher Mindestqualitätsstandards bei der Probenahme sollen die jeweiligen Länderanforderungen an Untersuchungsstellen vereinheitlicht werden.
Soweit auf Antrag einer Sachverständigen oder eines Sachverständigen nach § 18 BBodSchG die Notifizierung als Untersuchungsstelle auf die Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen beschränkt wird, kann dies für die Probenahme der einzelnen Untersuchungsbereiche getrennt erfolgen. Auch diese Untersuchungsstellen müssen bei der Durchführung der Untersuchung die personellen und materiellen Anforderungen nach DIN EN ISO/IEC 17025 und die oben genannten Spezifikationen (Teil A, Nr. III, 1-4) zur Qualitätssicherung erfüllen.
Bohrungen und Aufgrabungen können durch Dritte unter Aufsicht der Proben nehmenden Stelle ausgeführt werden; die Verpflichtung zum Nachweis der Fähigkeit der Untersuchungsstelle zur Durchführung von Kleinrammbohrungen bei den Teilbereichen 1.1 und 3.1 (siehe ,Geräte für die Probenahme‘ in Anhang 3) ist davon unbenommen.
Unabhängig davon, wer Bohrungen und Aufgrabungen vornimmt, ist die Auswahl der Proben, also die Probenahme selbst, durch den Sachverständigen bzw. die Untersuchungsstelle durchzuführen.
Sind für die Probenahme und die Untersuchung zwei oder mehr Untersuchungsstellen beauftragt, ist die Abstimmung zwischen den beteiligten Untersuchungsstellen bezüglich Probenahme, Probenlagerung und Probentransport zu dokumentieren (siehe Anhang 2).
Probenahme, Untersuchungsparameter und Verfahren für die Notifizierung von Untersuchungsstellen
Mindestanforderungen an die Untersuchungsstellen hinsichtlich einer qualitätsgesicherten Probenahme
Gerätetechnische und materielle Ausstattung von Untersuchungsstellen bei der Probenahme
- Checkliste für die Begutachtung von probenehmenden Untersuchungsstellen“
Mehrere Verfahren in getrennten Zellen der Verfahrensspalte zu einem Parameter sind obligatorisch.
Teilbereich 1.1: Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Methoden/Hinweise
Nach Vorgaben der BBodSchV
DIN ISO 10381-1: 2011
DIN ISO 10381-5: 2011
Probenahme bei der Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten
Aufschlussverfahren im Gelände: Handbohrungen, Probenahme an Schürfen, Kleinrammbohrung 50 bis 80 mm, Proben in ungestörter Lagerung
DIN ISO 10381-2: 2003
DIN EN ISO 22475-1: 2007
LAGA PN 98: 2001
Probeentnahme nach dem Bodenaufschluss bei der Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten auf leichtflüchtige Schadstoffe
Gemäß: „Bestimmung von BTEX/LHKW in Feststoffen aus dem Altlastenbereich“, Handbuch Altlasten Bd. 7, Analysenverfahren Fachgremium Altlastenanalytik Teil 4, Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Wiesbaden 2000.
Das Extraktionsmittel ist bereits vor der Probennahme in die Probengefäße vorzulegen, so dass eine Überschichtung im Feld erfolgt; Hinweis zur Probennahme siehe http://www.hlug.de/start/altlasten.html unter Altlastenanalytik
Probenahme bei der Untersuchung von natürlichen, naturnahen und Kulturstandorten
DIN ISO 10381-4: 2004
VDLUFA-Methodenhandbuch, Band 1, A1
Probenahme von Sedimenten
DIN 38414-11: 1987
Probenahme von Schwebstoffen
DIN 38402-24: 2007
Arbeitshilfe für die Bodenansprache im vor- und nachsorgenden Bodenschutz, Auszug aus der KA5, 2009 Bodenkundliche Kartieranleitung 5. Auflage (KA5), 2005
Normenreihe Geotechnische Erkundung und Untersuchung
DIN EN ISO 14688-1: 2011
DIN EN ISO 14689-1: 2011
DIN EN ISO 22475-1, 2007
Ermittlung der Bodenart
Fingerprobe im Gelände Hinweis: Auf kontaminierten Flächen mit Rücksicht auf die Arbeitssicherheit nicht immer einsetzbar
Arbeitshilfe für die Bodenansprache im vor- und nachsorgenden Bodenschutz - Auszug aus der Bodenkundlichen Kartieranleitung KA 5 (2009)
Bodenkundliche Kartieranleitung 5. Auflage (KA5), 2005
DIN 19682-2: 2007
Probenlagerung, Probenvorbehandlung im Gelände, Probentransport
DIN 19747: 2009
DIN ISO 10381-1: 2003
DIN ISO 18512: 2009
Überschichtung des Bodens mit Lösungsmittel im Gelände bei Untersuchung auf leichtflüchtige Schadstoffe
DIN ISO 22155: 2006
zu 1.2, 1.3 und 1.4: Labor - Basisparameter und Probenvorbereitung[*]
DIN ISO 11465: 1996
DIN EN 14346: 2007
Organischer Kohlenstoff und Gesamtkohlenstoff nach trockener Verbrennung (TOC)
DIN ISO 10694: 1996
DIN EN 13137: 2001
DIN EN 15936: 2012
feldfrische oder luftgetrocknete Bodenproben,
c (CaCl2): 0,01 mol/l
DIN ISO 10390: 2005
Trocknung einer volumengerecht entnommenen
Bodenprobe bei 105 °C, rückwiegen
DIN ISO 11272: 2001
1) Siebung, Dispergierung, Pipett-Analyse
2) Siebung, Dispergierung, Aräometermethode
DIN ISO 11277: 2002
DIN 18123: 2011
In Verbindung mit LAGA PN 98
Teilbereich 1.2: Labor - Analytik anorganische Parameter
Labor - Basisparameter und Probenvorbereitung
Thermisch, offenes Gefäß
Thermisch, offenes Gefäß & Mikrowellenaufschluss
DIN ISO 11466: 1997
DIN EN 13657: 2003
Ammoniumnitratextrakt
DIN ISO 19730: 2009
Alkalisches Aufschlussverfahren
für die Chrom (VI) Analytik
DIN EN 15192: 2007
Extraktion zur Bestimmung von Thallium
HNO3, H2 O2
DIN ISO 20279: 2006
ET - AAS oder
Hydrid - AAS
DIN ISO 22036: 2009
DIN EN ISO 17294-2: 2005
DIN ISO 20280: 2010
ET - AAS
DIN ISO 11047: 2003
Kaltdampf - AAS oder
Kaltdampf - AFS
DIN EN 1483: 2007
DIN ISO 16772: 2005
DIN ISO 17380: 2011
DIN ISO 11262: 2012
IC mit photometrischer
Thallium (Tl) aus dem HNO3 ,
H2 O2 -Extrakt
Teilbereich 1.3: Labor - Analytik organische Parameter
Spezifische Probenvorbereitung:
Hinweis: Bei chemischer Trocknung oder Lufttrocknung des Probenmaterials ist zu berücksichtigen, dass bei Verwendung von nicht wassermischbaren Lösungsmitteln wie Hexan/Heptan in Verbindung mit einer 1x-Extraktion (als Labormethode verbreitet) die Restfeuchte insbesondere bei bindigen Bodenmaterialproben zu Minderbefunden führt. Soxhlet-Extraktionen oder Lösungsmittelgemische mit Aceton zur Extraktion sind bei solcherart getrockneten Proben unverzichtbar.
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 16 PAK (EPA):
Naphthalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Chrysen, Benzo[a]anthracen, Benzo[b]-/Benzo[k]fluoranthen, Benzo[a]pyren, Indeno[1,2,3-cd]-pyren, Dibenzo[a,h]anthracen, Benzo[g,h,i]perylen
HPLC - UV/F*
(*Acenaphthylen kann nicht mittels Fluoreszenzdetektor bestimmt werden)
Hinweis auf die Art der Summenbildung ist dem Ergebnis anzufügen
DIN ISO 18287: 2006
DIN ISO 13877: 2000
DIN 38414-23: 2002
GC - ECD, GC - MS
DIN ISO 10382: 2003
DIN ISO 14154: 2005
DIN EN 15308: 2008
Polychlorierte Biphenyle (PCB6/PCB7):
PCB6-Kongenere 28, 52, 101, 138, 153, 180 sowie 118
Extraktion mit Aceton/Petrolether oder Soxhlet-Extraktion
Die Art der Summenbildung ist anzugeben (PCB6/PCB7).
DIN ISO 10382: 2003 *
DIN EN 15308: 2008 *
(* diese Normen berücksichtigen das Kongener PCB 118)
DIN 38414-20: 1996
(diese Norm ist auch zur Bestimmung des Kongeners PCB 118 geeignet - entsprechende SOP muss vorliegen)
Sprengstofftypische Verbindungen (HPLC) (2,4-Dinitrotoluol, 2,6-Dinitrotoluol Hexanitrodiphenylamin, Hexogen, Nitropenta (PETN), 2,4,6-Trinitrotoluol)
Extraktion mit Methanol oder Acetonitril und Quantifizierung mittels HPLC-UV/DAD
E DIN ISO 11916-1: 2011
(ISO/FDIS 11916-1: 2011)
Sprengstofftypische Verbindungen (GC)
(2,4-Dinitrotoluol, 2,6-Dinitrotoluol 2,4,6-Trinitrotoluol)
Extraktion mit Methanol, Umlösen in Toluol und Quantifizierung mittels GC-ECD oder GC-MS
E DIN ISO 11916-2: 2011
(ISO/FDIS 11916-2: 2011)
(MKW, C10-C40)
Das Chromatogramm ist mit auszuwerten und Aussagen zu mobilen (C10-C22) und gering mobilen (>C22-C40) Anteilen zu treffen (LAGA KW/04)
DIN ISO 16703: 2005
LAGA KW/04: 2009
BTEX-Aromaten, Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (LHKW)
Einzelparameter gemäß der Norm
Headspace, GC
Siehe auch: „Bestimmung von BTEX/LHKW in Feststoffen aus dem Altlastenbereich“, Handbuch Altlasten Bd. 7, Analysenverfahren Fachgremium Altlastenanalytik Teil 4, Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Wiesbaden 2000
Teilbereich 1.4: Labor - Analytik PCDD, PCDF und dioxinähnliche PCB*
PCDD/PCDF,
dl-PCB[*]
GC-MS, Auswertung nach dem internen Standard-Verfahren unter Verwendung der jeweils entsprechenden 13 C12 -markierten Standards eines Kongeners.
DIN 38414-24: 2000
Die Norm ist auch zur Bestimmung der dioxinähnlichen Kongenere der PCB geeignet; dazu sind die Ausführungen der DIN 38407-3: 1998, Verfahren F 3-3
- dort Abschnitt 14 -
mit heranzuziehen.
Die Bestimmungsgrenze der dl-PCB im Boden ist der, der PCDD/F vergleichbar einzuhalten (1 ng/kg bis 10 ng/kg).
dl- PCB (dioxin-like/Dioxinähnliche-Nomenklatur nach Ballschmiter):
Non-ortho PCB: PCB 77, PCB 81, PCB 126, PCB 169
Mono-ortho PCB: PCB 105, PCB 114, PCB 118, PCB 123, PCB 156, PCB 157, PCB 167, PCB 189
Die Bestimmungsgrenze je Kongener ist anzugeben.
Bei den PCDD/PCDF sind sowohl die Summen der Toxizitätsäquivalente nach NATO/CCMS als auch nach WHO anzugeben; die Summenbildung ist sowohl ohne wie auch mit Berücksichtigung von Kongeneren unter der Bestimmungsgrenze durchzuführen (upper/lower bound).
Die Summen der Toxizitätsäquivalente der dl-PCB sind unter Verwendung der Faktoren nach WHO ebenfalls als upper/lower bound anzugeben.
Die zur Summenbildung nach WHO zu verwendenden Faktoren werden von den Auftraggebern konkretisiert (in der Regel WHO 1998, ggf. WHO 2005).
Die Auswertungsroutine der Untersuchungsstelle muss in der Lage sein, sowohl unterschiedliche Toxizitätsäquivalente zu verwenden, als auch vom Auftraggeber zu konkretisierende andere Summenbildungen unter Berücksichtigung der Bestimmungsgrenze vorzunehmen.
Teilbereich 2.1: Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Probenahmeplanung und Probenahmetechniken
DIN EN ISO 5667-1: 2007
Das AQS-Merkblatt P 8/2, 1996 gibt wesentliche weitere Hinweise zur Organisation und Durchführung der Probenahme
ISO 5667-11: 2009 (englisch)
DIN 38402-13: 1983 (Hinweis: wird ersetzt durch DIN ISO 5667-11)
DVGW-Arbeitsblatt W 112: 2011
Probenahme von Sickerwasser mittels Saugkerzen
Die LAWA-Richtlinie, Sickerwasser, Richtlinie für Beobachtung und Auswertung‘, Stand 3.4.2003 (Gelbdruck) gibt wesentliche weitere Hinweise zur Organisation und Durchführung der Probenahme
DWA-M 905: 2012
DVWK-M 217: 1990
(Hinweis: wird aktualisiert)
Probenahme bei Oberflächengewässern (Fließgewässer)
Das AQS-Merkblatt P 8/3, 1998 gibt wesentliche weitere Hinweise zur Organisation und Durchführung der Probenahme
DIN 38402-15: 2010
Probenahme bei Oberflächengewässern (stehende Gewässer)
DIN 38402-12: 1985
Wasserbeschaffenheit, Bestimmung der Färbung
DIN EN ISO 7887: 2012
Wasserbeschaffenheit, Bestimmung der Trübung
DIN EN ISO 7027: 2000
DEV B 1/2 1971
DIN 38404-4: 1976
DIN EN ISO 10523: 2012
DIN EN 25814: 1992
DIN EN 27888: 1993
Bestimmung der Redoxspannung
Bei Sicker-/Grundwasserproben sind Probengewinnung und Messanordnung (Durchflusszelle unter Luftabschluss) entscheidend für die Zuverlässigkeit des Ergebnisses.
DIN 38 404 Teil 6: 1984
Probenlagerung, Probenvorbehandlung, Probentransport
Anmerkung: Primär gelten die Angaben in den jeweiligen Einzelnormen, d. h. die DIN EN ISO 5667-3 gilt nachrangig
DIN EN ISO 5667-3: 2004
zu 2.2 und 2.3: Eluate/Perkolate[*]
Eluate/Perkolate
Schüttelverfahren - Elution von anorganischen Stoffen
Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2 L/kg
DIN 19529: 2009
Schüttelverfahren - Elution von organischen Stoffen
DIN 19527: 2012
Wasser/Feststoff-Verhältnis von 10 L/kg
DIN EN 12457-4: 2003
Perkolationsverfahren für anorganische und organische Stoffe
DIN 19528: 2009
Untersuchung zur Resorptionsverfügbarkeit
DIN 19738: 2004
Teilbereich 2.2: Labor-Analytik anorganische Parameter
DIN EN ISO 11885: 2009
DIN EN ISO 15586: 2004
Cyanid, gesamt und
DIN EN ISO 14403: 2002
DIN 38405-13: 2011
DIN EN ISO 17380: 2011
Fluorid (F-),
Chlorid (Cl-),
gemäß den Einzelverfahren
DIN EN ISO 10304-1: 2009
DIN 38405-1/ -4/ -5: 1985
DIN 38405-24: 1987
DIN EN ISO 10304-3: 1997
Teilbereich 2.3: Labor - Analytik organische Parameter
Hinweis zu leichtflüchtigen Verbindungen (insbesondere BTEX, LHKW): Die Herstellung von Eluaten und Perkolaten für die anschließende Bestimmung von leichtflüchtigen Stoffen ist aufgrund der hohen Verluste fehlerbehaftet. Die Bestimmung dieser Verbindungen kann daher nur aus direkt entnommenem Sickerwasser, Grund- und Oberflächenwasser erfolgen. Bei GW-Probenahmen sind bei diesen Verbindungen wegen der Unterdruckeffekte ausschließlich Tauchpumpen, keine Saugpumpen einzusetzen.
BTEX-Aromaten:
Benzol, Toluol,
Xylole, Styrol
Purge + Trap/Desorption,
Flüssigextraktion bzw. Headspace,
Headspace-SPME, GC - MS
DIN EN ISO 15680: 2004
DIN 38407-9: 1991
DIN 38407-41: 2011
(LHKW)
Einzelparameter gemäß Norm
DIN EN ISO 10301:1997
DIN EN ISO 6468: 1997
DIN 38407-2: 1993
DIN EN 12673: 1999
geringer flüchtig (Cl3 - Cl6)
Flüssigextraktion, GC - ECD,
Chlorbenzole (Cl1 - Cl3)
GC - ECD (ggf. MS)
(PCB6/PCB7):
PCB6-Kongenere 28, 52, 101,
138, 153, 180, sowie 118
Die Art der Summenbildung ist anzugeben
(PCB6/PCB7)
DIN 38407-3: 1998
16 PAK (EPA)
(Bei HPLC ohne Acenaphthylen
HPLC - F
DIN EN ISO 17993: 2004
DIN 38407-39: 2011
GC - FID, GC - MS
(MKW, C10 - C40)
DIN EN ISO 9377-2: 2001
Sprengstofftypische
Verbindungen (HPLC)
(2-Nitrotoluol, 3-Nitrotoluol,
4-Nitrotoluol, 2,4-Dinitrotoluol,
2,6-Dinitrotoluol,
2,4,6-Trinitrotoluol,
2-Amino-4,6-Dinitrotoluol,
4-Amino-2,6-Dinitrotoluol,
Nitropenta (PETN), Hexogen,
2,4,6-Trinitrophenol (Pikrinsäure),
Nitrobenzol, 1,3-Dinitrobenzol,
1,3,5-Trinitrobenzol,
Hexanitro-diphenylamin (Hexyl),
N-Methyl-N,2,4,6-tetranitroanilin,
Octogen (HMX))
Bestimmung ausgewählter Explosivstoffe und verwandter Verbindungen - Verfahren mittels HPLC/UV-Detektion
DIN EN ISO 22478: 2006
Verbindungen (GC)
1,3,5-Trinitrobenzol)
Bestimmung ausgewählter nitroaromatischer Verbindungen mittels Gaschromatographie
DIN 38407-17: 1999
(Phenol, 2-Methylphenol;
2,3-Dimethylphenol;
2,5-Dimethylphenol;
2,6-Dimethylphenol;
3,4-Dimethylphenol;
3,5-Dimethylphenol;
2-Ethylphenol; 3-Ethylphenol;
3,4,5-Trimethylphenol)
ISO 8165-2: 1999
Untersuchungsbereich 3: Bodenluft, Deponiegas
Teilbereich 3.1: Probenahme und Vor-Ort-Untersuchungen
Durchführung von Kleinrammbohrung mit mindestens 50 mm Durchmesser
VDI-Richtlinie 3865
Blatt 2: 1998
Blatt 1: 2005
DIN ISO 10381-7: 2007
Direktanzeigendes Messgerät
Schwefelwasserstoff (H2 S)
Summenparameter organische Spurengase
Teilbereich 3.2: Labor - Analytik
VDI-Richtlinie 3865 Blatt 3: 1998
VDI-Richtlinie 3865 Blatt 4: 2000
Die hier aufgeführten Verfahren stellen keinen eigenständigen Teilbereich dar, sondern sind jeweils Bestandteil der folgenden Teilbereiche 1.2, 1.3 und 1.4.
2,3,7,8-TCDD; 1,2,3,7,8-PeCDD; 1,2,3,4,7,8-HxCDD; 1,2,3,6,7,8-HxCDD; 1,2,3,7,8,9-HxCDD; 1,2,3,4,6,7,8-HpCDD; OCDD
2,3,7,8-TCDF; 1,2,3,7,8-PeCDF; 2,3,4,7,8-PeCDF; 1,2,3,4,7,8-HxCDF;
1,2,3,6,7,8-HxCDF; 1,2,3,7,8,9-HxCDF; 2,3,4,6,7,8-HxCDF; 1,2,3,4,6,7,8-HpCDF; 1,2,3,4,7,8,9-HpCDF; OCDF
Die hier aufgeführten Verfahren stellen keinen eigenständigen Teilbereich dar, sondern sind jeweils Bestandteil der folgenden Teilbereiche 2.2 und 2.3
Umfangreiche Kenntnis der jeweils gültigen Gesetze und einschlägigen Normen - insbesondere der BBodSchV -, Richtlinien und Empfehlungen für den Bereich Probenahme. Dazu gehören auch die entsprechenden Ausführungen der ,Arbeitshilfe Qualitätssicherung‘ der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO, 2002)
Vorliegen aktueller Standardarbeitsanweisungen (SOPs) mit Aussagen zu den Bereichen Probenahme, ggf. Probenkonservierung, Probentransport und -lagerung und Qualitätssicherungsmaßnahmen (z. B. Schutz vor Querkontaminationen, Blindwertkontrollen) und Arbeitssicherheit
Vollständigkeit der materiellen und organisatorischen Voraussetzungen (Geräte, qualifiziertes Personal); geeignetes Fahrzeug (weitgehender Ausschluss von Querkontaminationen, z. B. durch räumliche Trennung)
Probenahme gemäß einer schriftlichen und vollständigen Probenahmeplanung
Begründung für vom Probenahmeplan/den einschlägigen Richtlinien (z. B. Merkblätter) abweichende Vorgehensweise
Hinreichend genaue Einmessung der Probenahmestellen gemäß der Probenahmeplanung
Protokollierung der Probenahme mit Angabe des Probenehmers
Fotografische Aufnahme des Untersuchungsstandortes und der näheren Umgebung
Mitführen geeigneter Probengefäße nach Absprache mit dem beauftragten Labor und Dokumentation aller Probengefäße (einschließlich Verschlüsse und Dichtungen bei leichtflüchtigen Stoffen)
Geeignete Konservierung und Vorbehandlung der Proben, genaue Dokumentation der Konservierungs- und Probenvorbereitungsmaßnahmen vor Ort (inkl. Zusatzstoffe, Filtration, Teilproben etc.)
Dokumentation der Transport-, Lagerbedingungen und Lagerzeiten
Sind probenehmende Untersuchungsstelle und Labor getrennte Stellen, ist ein Übergabeprotokoll an das Labor mit Angabe aller für das Labor relevanten Informationen (insbesondere zu Besonderheiten oder Auffälligkeiten) zu erstellen sowie von Seiten des Labors zu dokumentieren, ob der Probeneingang fachgerecht erfolgte. Bezüglich Probenahmegefäßen, -mengen, -füllständen, -konservierung etc. (s. o.) sowie Probenlagerung und Probentransport ist daher vorab eine Absprache mit dem Labor notwendig
Durchführung und Dokumentation von Blindwertmessungen bei Grundwasser- und Bodenluftprobenahmen, z. B. als Erfolgskontrolle nach einer Gerätereinigung
Mindestanforderungen bei der Grundwasserprobenahme
Mitführen von Unterlagen zu den Grundwassermessstellen (optimal: Messstellenpass) mit Angaben zur Lage der GW-Messstellen und deren Ausbau (vollständig/partiell verfiltert; Material; Höhe des Beginns der Filterstrecken; Bezeichnung des Messpunktes an der jeweiligen Messstelle; Lage des verwendeten, amtlichen Bezugshöhenfestpunktes etc.)
Dokumentation der Witterung am Tag der Probenahme und an den Vortagen, insbesondere Niederschlagsereignisse
Dokumentation und Eignung der eingesetzten Geräte und Materialien zur Probenahme; z. B. Tauchmotorpumpe mit Frequenzumwandler, Steigrohre (Saugpumpen und Schläuche sind in der Regel ungeeignet)
Prüfung auf aufschwimmende Phase
Beobachtung einer Beeinflussung der Grundwassersituation durch Umgebungseinflüsse, wie z. B. Bautätigkeiten, Wasserhaltungen im unmittelbaren Umfeld der Messstelle.
Dokumentation der Einhängetiefe der Pumpe (und der überstehenden Wassersäule), Pumpleistung, Pumpdauer und der gemessenen Messstellentiefe
Berücksichtigung der im Rahmen der Erstbeprobung optimierten Probenahmeparameter (u. a. Einhängetiefe Pumpe, Pumprate und -dauer, Konstanz der Vor-Ort-Parameter), z. B. aus einem Messstellenpass, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten
Dokumentation des Grundwasserstands vor, während und nach der Probenahme
Ermittlung und Dokumentation der Vor-Ort-Parameter bis zum Zeitpunkt der Probenahme und Angabe des insgesamt abgepumpten Volumens (und Anzahl des ausgetauschten Messstellenvolumens)
Mitführen einer Membran-Druckfiltrationseinheit zur schnellen Vor-Ort-Filtration der Grundwasserprobe
Kühle und dunkle Aufbewahrung der Wasserproben bei 2-5 °C
Mindestanforderungen bei der Probenahme von Fließ- und Standgewässern
Mitführen von Unterlagen (u. a. Probenahmeplan, Arbeitsanweisung) zur Probenahmestelle
Dokumentation der Witterung am Tag der Probenahme und den Vortagen, insb. Niederschlagsereignisse und Temperatur
Dokumentation und Eignung der eingesetzten Geräte und Materialien zur Probenahme
Prüfung auf aufschwimmende Phase oder oberflächliche Verfärbungen
Prüfung der Beeinflussung der Wassersituation durch Umgebungseinflüsse
Dokumentation der Tiefe des abgeschöpften bzw. abgepumpten Wassers
Probenahme entsprechend den in den Unterlagen genannten Vorgaben
Falls Messpegel vorhanden: Protokollierung des Wasserstands bei der Probenahme
Ermittlung und Dokumentation der Vor-Ort-Parameter zum Zeitpunkt der Probenahme
Mitführen einer Membran-Druckfiltrationseinheit zur schnellen Vor-Ort-Filtration der Wasserprobe
Kühle und dunkle Aufbewahrung der Wasserproben bei 2 - 5 °C
Mindestanforderungen bei der Bodenprobenahme
Umsetzung der Anforderungen und Dokumentationspflichten des Anhang 1 der BBodSchV (s. Kap. 3.1.1 in der Fassung von 1999) in entsprechende konkrete Standardarbeitsanweisungen
Angabe der Anzahl der Einzelproben je Teilfläche und nutzungsabhängige Beprobungstiefe für den Wirkungspfad Boden-Mensch.
Falls Mischproben beim Wirkungspfad Boden-Grundwasser entnommen wurden, Begründung für Mischproben-Bildung
Aufnahme des Schichtenprofils nach der „Arbeitshilfe für die Bodenansprache im vor- und nachsorgenden Bodenschutz - Auszug aus der Bodenkundlichen Kartieranleitung KA 5“ (2009, ,Kurz-KA 5‘) bzw. nach DIN EN ISO 14688-1, 14689-1 und 22475-1 unter Einbeziehung der Parameter der Kurz-KA 5
Fotografische Aufnahme insbesondere von Schürfen und Haufwerken
Mindestanforderungen bei der Bodenluftprobenahme
Dokumentation der Witterung am Tag der Probenahme und an den Vortagen, insb. Niederschlagsereignisse und Luft- und Bodentemperatur
Angabe oder Abschätzung des Grundwasserstandes
Angaben zur Bohrlochabdichtung, zum Entnahmebereich (mind. 1 m unter GOK) und dessen Abstand zur GW-Oberfläche (auch dieser sollte mind. 1 m Meter betragen)
Dokumentation einer durchgeführten Dichtigkeitsprüfung des Sondensystems vor jeder Probenahme
Dokumentation von Art und Material der Anreicherungs- oder Direktsammelgefäße
Angabe des Zeitpunktes der Probenahme in Abhängigkeit des ausgetauschten Totvolumens der Sonde und des CO2 -/O2 -Gehaltes in der abgepumpten Bodenluft
- Checkliste für die Begutachtung von probenehmenden Untersuchungsstellen
Die Untersuchungsstelle soll neben einer Grundausstattung für die Probenahme und die Arbeitssicherheit folgende gerätetechnische Ausstattung besitzen:
Geräte für Probenahme
Rammkernsonden (max.) 1 m Länge und mit mindestens 50 mm Durchmesser, inkl. Schlagkopf
Stromgenerator inkl. Verlängerungskabel (gasbetriebene Aggregate sind zu empfehlen)
Bohrstock, Durchmesser >=30 mm (z. B. Bohrstock nach Pürckhauer; Nmin-Bohrer)
Bohrstockhammer
Stechrahmen, Stechzylinder mit Zubehör
Licht-/Akustiklot, möglichst Phasenmessgerät
Tauchmotorpumpe (Flussrate einstellbar)
geeignete Steigleitung, Bypassleitung oder -schlauch für Entnahme von Proben
Messzelle für Vor-Ort-Parameter
Filtrationseinheit für Vor-Ort-Filtration
Bodenluftsonden mit Verlängerungen
Pumpe zum Fördern von Deponiegas und Bodenluft
Geeignetes Schlauchmaterial
Messgerät zur Dichtigkeitsüberprüfung der Entnahmesonde (Manometer)
Geräte zur Messung von Luftdruck, Temperatur und rel. Feuchte
Gasdichte Glasspritze bei Verwendung von Direktsammelgefäßen, Mindestvolumen 35 ml
Hilfsgeräte und Materialien für die Probenahme
geeignete Auflagemöglichkeit für Rammkernsonden für die Bodenansprache (z. B. Böcke, Arbeitstisch)
geeignete Geräte zur Entnahme von Proben (z. B. Messer, Löffel, Spatel, Kelle, Probenstecher; unbeschichtete Materialien, z. B. Edelstahl)
Munsell-Farbtafel (für genaue Profilbeschreibungen und bei der Kartierung)
verschließbare Behälter zur Aufnahme von kontaminiertem Bohrgut
Reinigungsgeräte und -mittel für die Sonden (z. B. Drahtbürste, Gasflamme, Aceton, Spritzflasche mit dest. Wasser)
Material und Geräte zur Kennzeichnung und Einmessung der Entnahmestellen (z. B. Fluchtstangen, Maßband, Winkelprisma, GPS)
allgemeine Geräte, z. B. Spaten, Schaufel, Besen, Eimer
Behälter mit Wasser für Reinigungszwecke
Quellton, Bentonit
Werkzeug + Ersatzteile, z. B. von Verschleißteilen zur Vor-Ort-Reparatur
Verschlusskappen und -schlüssel
Werkzeug/Schlüssel zum Öffnen von Verschlusskappen und -deckeln
Beschriftungsmaterial für Probengefäße (z. B. Anhänger, Aufkleber, wasserfester Stift)
geeignete Probengefäße bzw. Adsorbens mit entsprechendem Zubehör
Kühlvorrichtung (aktiv gekühlt oder mit Kühlaggregaten)
persönliche Schutzausrüstung (z. B. Arbeitskleidung, Gehörschutz, Schutzhelme, Schutzanzüge, Schutzbrillen, Warnwesten, Verbandszeug, Augendusche, Staubmasken, Arbeitsschuhe, Handschuhe, Gaswarngerät)
Arbeitsanweisungen und weitere wichtige Unterlagen (Ortsbeschreibung, Ausbaupläne von Grundwassermessstellen etc.)
Probenahmeprotokollvordrucke
Gerätelogbuch
Messgeräte und Materialien
zur Direktmessung vor Ort
pH-Messgeräte/Elektrode
Temperaturmessgerät/-fühler
Leitfähigkeitsmessgerät/Elektrode
Sauerstoffmessgerät/Elektrode
Gerät zur Messung vom Redoxpotential/Elektrode
Direktanzeigende Messgeräte für CO2, O2, CH4 und H2 S
PID/FID[2]
Soweit notwendig: Adsorptionsgefäße und Desorptionseinheit
Chemikalien zur Konservierung, Stabilisierung
demineralisiertes Wasser, Laborreinigungsmittel und Einmaltücher zur Reinigung der Labormessgeräte incl. Zubehör
PID/FID-Messungen können in Kooperation mit einem darauf spezialisierten Unternehmen erfolgen. Die Qualität der Begehungen unter Verantwortung der Untersuchungsstelle muss sichergestellt sein.

References: § 18
 § 18
 § 18
 § 1
 § 3
 § 2
 § 6
 § 13
 § 18
 § 8
 § 6
 § 42
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 6
 § 36
 § 7
 § 71
 § 8
 § 8
 § 6
 § 49
 § 49
 § 48
 § 13
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 13
 § 71
 § 15
 § 49
 § 11
 § 13
 § 49
 § 48
 § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 18