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Timestamp: 2018-04-23 09:56:21+00:00

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EGV abgelaufen, trotzdem neuer Eurojob? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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29.12.2009, 12:53 #1
vegeee->Emailproblem
EGV abgelaufen, trotzdem neuer Eurojob?
Ich lese nun schon seit ein paar Tagen hier kräftig die Posts, da ich selbst das ein oder andere Problem mit der ARGE habe.
Aber zu meinem Fall:
Ich bin 19jahre alt, und von dem Gymnasium abgegangen durch Krankheit ( Depressionen etc.. auch vom Arzt attestiert)
Ich habe bereits eine EGV unterschrieben ( was sich wie ich hier gelesen habe schonmal falsch war ), die läuft aber am 31.12.09 aus.
Heute hatte ich einen neuen Termin bei der ARGE und mir wurde ein neuer 'Eurojob' angeboten, bei dem ich mich melden soll.
Die Frage ist nun ob ich das noch machen muss, da die EGV ja bereits abgelaufen ist und alles was darin steht damit eh nicht mehr relevant ist.
Desweiteren habe ich während dem Gespräch nahezu alle Tipps hier aus dem Forum angewandt und sofort gemerkt, dass gleich viel mehr auf mich eingegangen wird. Wenn auch noch immer nicht so wie ich es gerne hätte, meiner Meinung nach bringt ein Eurojob der was mit Kochen zu tun hat, keinerlei Vorteile für mich in der Berufsfindung im Informatikbereich... ( *IRONIE AN* Außer vielleicht, dass ich mich dann nicht nur von Tiefkühlpizza ernähren muss *IRONIE AUS* )
Außerdem werde ich über kurz oder lang sowieso umziehen, in ein anderes Bundesland etc. ( Gesundheitsbedingt. )
Schlichtweg die Frage, ich muss mich doch nicht mehr an die Vereinbarungen der EGV halten, wenn diese bereits abgelaufen ist oder?
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29.12.2009, 15:31 #2
AW: EGV abgelaufen, trotzdem neuer Eurojob?
Die Zuweißung zu einem EinEuroJob sind nicht abhängig von einer EGV.
Wie Du Dich bei der Vorstellung zum EinEuroJob "anstellst", davon hägt ab, ob die Dich überhaupt nehmen.
29.12.2009, 17:00 #3
Zitat von vegeee
Wie ist dieser Job dir "angeboten" worden? Hat man dir das nur so mal gesagt, oder hast du eine schriftliche Zuweisung erhalten? WEnn du eine Zuweisung erhalten hast, müsstest du sie hier einmal reinstellen oder eintippen. Ohne Rechtsfolgebelehrungen.
Ab 31.12. nicht mehr. Wird denn in dieser EGV dieser Ein-Euro-Job erwähnt? Wird da vielleicht etwas von "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" oder "öffentlich geförderte Arbeitsgelegenheit" erwähnt?
29.12.2009, 17:17 #4
Ich habe etwas schriftlich bekommen 'Arbeitsgelegenheit mit Merhaufwandsentschädigung ( Zusatzjob )'. Mit Meldeadresse des Eurojobts etc.
Werde das heute Abend auch noch einscannen, damit es für alle einfacher ist.
In der bereits unterschiebenen EGV steht etwas von einem Eurojob, aber da geht es um den vorherigen, dem ich auch nachgekommen bin. Habe jetzt 3 Monate einen Eurojob gemacht.
Auch diese werde ich heute Abend einscannen und mithierrein stellen.
29.12.2009, 18:04 #5
Generell solltest du überlegen, ob eine Ausbildung nicht mehr Sinn machen würde. Weil Ausbildungen leider aber meist erst im September anfangen, hast du viel Zeit zu überbrücken (auch, um möglichst gesundheitlich wieder auf die Füße zu kommen). Die Zeit bis dahin will deine ARGE überbrücken. Ein Job wäre dazu besser. Wenn der versicherungspflichtig ist, tust du damit mehr für deine Zukunft, als mit eine Ein-Euro-Sklavenjob.
Kannst du bitte auch den Auszug aus der EGV, der etwas zu dem Ein-Euro-Job sagt (auch wenn es der vorherige war), hier eintippen?
29.12.2009, 19:23 #7
Warum denn den EgV hier noch reinstellen, der läuft doch eh am 31.12.2009 aus!
Und wann sollst du mit dem 1- Euro Job anfangen, das hat nichts mit der EGV zutun, es sieht für mich aus, als wenn es sich um eine normale Jobvermittlung handelt,
obwohl gleich eine Strafe " 1- Euro- Job" ist auch hart.
Den würde ich an deiner Stelle ablehnen, oder die Arge mal fragen, welches Konzept zur Vermittlung dahinter steht.
Und die müssen Sie dir dann schriftlich mitteilen.
Ich glaube nicht, dass du den annehmen musst.
Google mal: S 31 AS 317 / 7 gerichtsurteil
hier ein kleiner Auszug aus dem Urteil:
Nachzulesen ist die Entscheidung unter dem Aktenzeichen S 31 AS 317/07. Hier ist eindeutig geklärt, wann die Bezüge aus Hartz IV nicht gekürzt werden dürfen durch die Behörden. Zu dem Urteil kam es, nachdem eine Bezieherin nicht bereit war, eine Stelle mit einem Brutto-Stundenlohn von nur 4,50 Euro anzutreten, woraufhin ihr die zuständige Behörde für ein ganzes Vierteljahr die Hartz IV-Bezüge um fast ein Drittel kürzte.
Zu unrecht, wie das Sozialgericht feststellte. Bei Dumpinglöhnen dieser Arbeit dürfen Menschen in Hartz IV durchaus Angebote ablehnen, ohne das Kürzungen in Kauf genommen werden müssten. Aus gutem Grund, denn wofür gibt es inzwischen in vielen Bereichen des deutschen Arbeitsmarktes Tarif-Mindestlöhne, die deutlich über dem besagten Satz liegen.
Also lehn den Mist ab und die dpürfen dich nicht sanktionieren.
Ich habe geschrieben: "Den Auszug aus der EGV, der über etwas zum Ein-Euro-Job aussagt". Das sind evtl. 2 Sätze. Ich habe nichts davon geschrieben, dass er eine EGV "reinstellen" soll.
Ich habe das geschrieben, weil der Ein-Euro-Job noch während der Laufzeit der EGV zugewiesen wurde. Ich möchte sehen, ob die EGV etwas über einen 2. Ein-Euro-Job aussagt, oder ob man es so auslegen könnte, oder ob das komplett offen ist.
Wenn ich hier eine Frage stelle, dann habe ich mir schon ein paar Gedanken darüber gemacht! Wenn du der Meinung bist, dass ich hier überflüssige Unterlagen einsehen will, dann müsstest du hier allein weitermachen, zusehen wie er hier den Ein-Euro-Job bestmöglichst abwendet und ich ziehe mich hier zurück. Vergiss dabei nicht, dass er unter 25 J. alt ist und eine 100%ige Sanktion bekommt!
Ohne vorherige EGV ist ein Ein-Euro-Job nach § 31 Abs. 1 Satz 1d SGB II kaum sanktionierbar. Genau aus diesem Grund will ich wissen, was in der EGV darüber steht!
Wie kommst du darauf, dass sie "hart" ist? Gem. welchem § denn????
Und mit welcher Begründung willst du ablehnen, wenn du noch nicht einmal die Zuweisung gesehen hast, weil er sie ncoh nicht reingesetzt hat? So einfach ohne Grund wirst du mit Sicherheit eine Bruchlandung bei einer Ablehnung erleben.
Was sollen sie schriftlich mitteilen? Dass sie sich geirrt haben? Oder auf die "Mitarbeit" beim Ein-Euro-Job verzichten???
Mensch Mann! Und mit diesem Urteil wirds kriminell! In diesem Urteil des SG Dortmund geht es nicht um einen Ein-Euro-Job, sondern um einen normalen Job für 4,50 € pro Stunde, d.h. um Dumpinglöhne, die man nicht annehmen muss und nach § 31 Abs. 1 (ohne Angabe von Sätzen) nicht einfach sanktioniert werden kann. Du zitierst hier falsche Urteile, die nichts zur Sache tun, mit dem Hinweis "google mal...". Wer übernimmt denn die Verantwortung, wenn der User wegen deinen "guten" Tips auf falsche Urteile eine Sanktion bekommt? Du? Vergiss die Sanktion von 100% nicht!!!
Kannst du mir bitte ganz genau erklären, wie du zu dieser Erkenntnis kommst? Doch wohl nicht wegen dem o.g. Urteil???
29.12.2009, 20:11 #9
Ab 31.12. nicht mehr. Wird denn in dieser EGV dieser Ein-Euro-Job erwähnt? Wird da vielleicht etwas von "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" oder "öffentlich geförderte Arbeitsgelegenheit" erwähnt?[/QUOTE]
hast du damit nicht den EGV gemeint, der am 31.12.009 ausläuft.
Über den 1- Euro Job hat sie doch garnichts schriftliches, welches sie hier reinsetzen könnte.
29.12.2009, 20:26 #10
hast du damit nicht den EGV gemeint, der am 31.12.009 ausläuft.[/QUOTE]
Ja, denn wir haben noch nicht den 31.12. und die Zuweisung kam im Dezember. D.h. sie kann schon Teil der EGV sein.
Und was meinst du wohl, was sie da wohl im Posting 4 dann gemeint hat, wenn das nicht die schrifltiche Zuweisung war?
Andrea, das was du hier geschrieben hast, war nicht nur ein "nicht richtig hingelesen", sondern auch noch echt fahrlässig. Am dicksten war das mit dem verkehrten Urteil, nach dem er "googlen" sollte!
29.12.2009, 21:00 #11
Und welches Konzept über das Eingliederungsziel? Es liegt doch noch eine gültige EGV vor!!!
29.12.2009, 21:16 #12
Extra für dich Moby, ist aber nicht böse gemeint.
„Ein 24-Jähriger kann nach einem Eilentscheid des Sozialgerichts nicht gezwungen werden, einen Ein-Euro-Job anzunehmen. Der Erwerbslose muss wegen seiner Ablehnung des Jobs auch nicht mit der üblichen Kürzung des Arbeitslosengeldes rechnen. Vielmehr, so das Gericht, habe der Mann einen "klar rechtswidrigen Zustand" von sich aus beendet…“ Artikel von Marlies Emmerich in der Berliner Zeitung vom 01.08.2005. Siehe dazu die Konaequenzen der BA:
■Einstweilige Anordnung gegen Zuweisung eines 1-Euro-Jobs – „Kontrollpflicht“ der Jobcenter
Am 18.Juli 2005 hat die 37. Kammer des Berliner Sozialgerichts in einem Urteil die Verpflichtung der Jobcenter festgestellt, sich über die Bedingungen und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (z.B. zur Zusätzlichkeit und zur Gemeinnützigkeit) von 1-Euro-Jobs vergewissern zu müssen. (Wir berichteten darüber, s.o.) Der Fall selbst ist natürlich sehr speziell, aber die daraus entwickelten Schlussfolgerungen des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), sind interessant: Zur Selbstabsicherung müssen die Jobcenter nun – immer noch ohne konkrete Kriterien - prüfen, ob die Jobs den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Das einzige, was das Urteil damit wirklich zeigt, ist, dass das Gesetz (SGB II) bereits so wischiwaschi formuliert wurde, dass bezüglich der „Zusätzlichkeit“ und der „Gemeinnützigkeit“ dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet werden können. Tatsache ist, dass das IAB jetzt sagt: Liebe „Kunden“: 1-Euro-Jobs sind rechtmäßig. Wir weisen Euch erstmal einen solchen Job zu und ihr müsst dann dort hingehen und Euch vorstellen. Ihr bekommt vom Maßnahmeträger einen konkreten Einsatzplan, den wir dann „prüfen“, wer und wie auch immer. Haben wir geprüft, müsst ihr den Job annehmen oder ihr kriegt eine Sperre. Die „empfindlichen Sanktionen“ sind also das einzig an den neuen Grundsätzen zur Kontrollpflicht… Siehe dazu den Text „Einstweilige Anordnung gegen Zuweisung eines 1-Euro-Jobs“ beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) , am Ende des Dokumentes findet sich der Link zum eigentlichen Urteil.
Ich hoffe jetzt ist alles klar, Moby, gruss von Andrea
29.12.2009, 21:55 #13
Hallo vegee,
zu deiner Frage von oben im ersten Threat, nein musst du nicht.
Ich habe noch eine Anleitung für dich herausgesucht, wie du dich gegen den Ein- Euro Job wehren kannst.
1- Euro Jobs ??????
Wie können Sie sich dennoch zur Wehr zu setzen?
Ein Widerspruch gegen eine von der Arbeitsagentur zugewiesene Eingliederungsmaßnahme in Arbeit hat keine
aufschiebende Wirkung mehr. Sie können zwar Widerspruch einlegen, müssen aber der Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit zunächst Folge leisten bis zu einem erfolgreichen Widerspruchsbescheid.
Trotzdem ist es wichtig, eine Zuweisung in einen 1-Euro-Job nicht widerspruchslos hinzunehmen. Vor einem Widerspruch sind deshalb zunächst folgende Fragen zu klären: Prüfen Sie, ob die Arbeitsgelegenheit zum Zweck der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt tatsächlich erforderlich ist und andere Maßnahmen vorher geprüft wurden und gescheitert sind. Grundsätzlich muss die Agentur auf Ihr Verlangen hin die Erforderlichkeit einer solchen Zuweisung begründen (§ 3 SGB II, § 35 Abs.1 SGB X, § 33 Abs. 2 SGB X). Denn bei den Arbeitsgelegenheiten handelt es sich um nachrangige Leistungen, wenn „erwerbsfähige Hilfebedürftige keine Arbeit finden können.“ Dies setzt voraus,dass viele Eigenbemühungen vom erwerbsfähigen Hilfebedürftigen unternommen wurden und die Arbeitsagentur davon Kenntnis hat. Ist letzteres nicht der Fall, ist nach § 15 SGB II der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung vorrangig wie ebenso das Angebot bzw. Verlangen nach Arbeitsfördermaßnahmen gemäß § 16 Abs. 1 SGB II.
Besteht der Verdacht, dass durch sog. „Arbeitsgelegenheiten“ reguläre Beschäftigung ersetzt werden soll, so sollten Sie auch mit einem Anwalt die Möglichkeit arbeitsrechtlicher Klagen prüfen (Lohnleistungsklage, Feststellungsklage).
Teilen Sie dies an Ihrem Einsatzort mit, damit der Träger Kenntnis vom möglichen Rechtsstreit hat.
Legen Sie auch Widerspruch ein, wenn folgendes nicht zufriedenstellend beantwortet wurde:
Wurden Ihre Eigenbemühungen geprüft, wurden Sie zum Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung aufgefordert bzw. wurde Ihnen eine Maßnahme nach § 16 Abs. 1 angeboten?
Erkundigen Sie sich bei Ihren KommunalvertreterInnen, ob ein regionaler Konsens über die Einsatzfelder öffentlich geförderter Beschäftigung („öffentliches Interesse“) erzielt wurde und ob die Ihnen angetragene Arbeitsgelegenheit sich in diesem Rahmen bewegt. Lassen Sie sich das Schriftstück aushändigen. Ist letzteres nicht der Fall, geben Siedies im Widerspruch an. Prüfen Sie, ob ein Beirat Arbeitsgemeinschaften (ARGE) besteht und ob dieser auf die Zusätzlichkeitskriterien der Arbeitsgelegenheiten achtet.
Fragen Sie in der Arbeitsagentur bzw. im Sozialamt nach, ob für die Ihnen zugewiesene Stelle eine Arbeitsplatzbzw.
Tätigkeitsbeschreibung existiert und erkunden Sie sich, an wen sie sich wenden können, wenn darüber hinaus von Ihnen Arbeiten vom Träger verlangt werden.
- Erkundigen Sie sich beim Maßnahmeträger nach Arbeitszeitdauer,HöhederMehraufwandsentschädigung, den Tätigkeitsinhalt und Bedingungen für die Tätigkeit.
Suchen Sie nach Möglichkeit die betriebliche Interessenvertretung auf und prüfen Sie mit dieser folgende wichtige Sachverhalte zur Arbeitsgelegenheit (ein Mitbestimmungsrecht bei personellen Einzelmaßnahmen besteht nach BetrVG § 99, wenn im Betrieb mehr als 20 Personen beschäftigt sind. Bei 1 Euro-Jobs handelt es sich zwar nicht um die Begründung eines Arbeitsverhältnisses, wohl aber kann darunter die Arbeitsaufnahme an einem bestimmten Arbeitsplatz verstanden werden1):
• Ist die Tätigkeit zusätzlich? (Gab es sie vorher nicht? Wurde sie ehrenamtlich geleistet? Oder haben Trägerbzw. Kommune nur momentan kein Geld dazu?)
• Werden ganz sicher keine anderen Arbeitsplätze verdrängt? (Das Stammpersonal sollte mit dem vergleichbaren
Personal anderer Träger verglichen werden.)
• Wurden in den letzten beiden Jahren tariflich bezahlte Stammarbeitskräfte entlassen?
• Kommen die durchgeführten Arbeiten der Allgemeinheit zugute oder privaten Zwecken?
• Gibt es eine Weiterbildungsinitiative zur qualifikationsgerechten Wiederbesetzung von freien Stellen?
• Eröffnen die geforderten Tätigkeiten und nachgefragten Qualifikationen eine Integrationsperspektive im ersten Arbeitsmarkt und besteht dort eine Nachfrage danach?
• Entsprechen die geforderten Tätigkeiten den beruflichen Qualifikationen des/r Erwerbslosen oder bewirken sie dess/ren Dequalifizierung?
• Wie ist sichergestellt, dass die Beschäftigung zum Mehraufwandssatz von 1-2 Euro pro Stunde die Ultima ratio bleibt?
• Werden die Fahrtkosten zum Arbeitsort übernommen?
• Ist die Arbeitszeit begrenzt, damit ausreichend freie Zeit zur Arbeitssuche und Qualifizierung bleibt?
• Ist sichergestellt, dass mit der/m Erwerbslosen ein konkreter Eingliederungsweg und ein Maßnahmeziel verabredet wurden?
• Sieht die Eingliederungsvereinbarung konkrete Qualifizierungselemente vor, auf die im Zweifel ein Rechtsanspruch besteht?
• Gibt es beim Träger eine/n Maßnahmebetreuer/in?
• Ist sichergestellt, dass mit weiteren unterstützenden Hilfen die Eingliederungsaussichten in den ersten Arbeitsmarktverbessert werden, z.B. durch Kinderbetreuung, Schuldnerberatung usw.?
• Werden auch während der Maßnahme weitere Vermittlungsbemühungen durch die Arbeitsagentur unternommen?
Ein erster Musterwiderspruch liegt unter: http://www.bagshi.
de/sozialpolitik/infokampagne/algii_antrag_uebersicht/musterwiderspruch_gegen_bescheid, künftig unter: http://www.alg-2.
29.12.2009, 22:31 #14
Ich habe nicht geschrieben, dass man einen Ein-Euro-Job nicht ablehnen darf. Ich hab nur geschrieben, dass man ihn nicht einfach grundlos ablehnen darf, so wie du hier geschrieben hast:
Beschlüsse dieser Art haben wir nämlich schon für viele User hier im Form erzielt (schau mal unter dem Punkt "Ein-Euro-Job", da findest du einige), wenn kein Anwalt zu bekommen war. Gerne verlinke ich dir ein paar.
Das muss schon etwas professioneller gemacht werden und sehr gut begründet werden, damit man keine Sanktion bekommt oder - wie aus den Beschlüssen hervorgeht - man seine Sanktion auch im Eilverfahren wieder zurückbekommt! Und das halte ich von dir schlichtweg als fahrlässig! Vor allem mit einem unter 25-jährigen!
Und auch deine jetzige Reaktion "den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen", halte ich für Verunsicherung des Users, der hier ein Problem hat, denn du hast mit Sicherheit schon eingesehen, dass du mit deinem Tip wohl voll daneben warst. Stattdessen zwingst du mich hier noch weiter und weiter zu diskutieren, damit deine Fehlinformation nicht so stehenbleibt. Von Fehlinfos hat nämlich niemand etwas! Nichts ist klar, Andea123!
29.12.2009, 23:01 #15
Auch das halte ich für fahrlässig:
aufschiebende Wirkung mehr. Sie können zwar Widerspruch einlegen, müssen aber der Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit zunächst Folge leisten bis zu einem erfolgreichen Widerspruchsbescheid.Trotzdem ist es wichtig, eine Zuweisung in einen 1-Euro-Job nicht widerspruchslos hinzunehmen.
Man müsste nämlich erstmal sehen, ob die Zuweisung einen Widerspruch überhaupt zulässt! Schließlich haben wir das alle noch nicht gesehen! Meist kommen die nämlich in Form eines "Angebotes" und haben keine Rechtsbehelfsbelehrung! Dann kannst du nämlich so viele Widersprüche schreiben wie du willst, und bekommst einfach keine Antwort. Oder bekommst die Antwort: "Der Widerspruch ist nicht zulässig".
Wo hast du bloß diese Texte her??? Wer schreibt den bloß so etwas!!!
Vor einem Widerspruch sind deshalb zunächst folgende Fragen zu klären: Prüfen Sie, ob die Arbeitsgelegenheit zum Zweck der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt tatsächlich erforderlich ist und andere Maßnahmen vorher geprüft wurden und gescheitert sind. Grundsätzlich muss die Agentur auf Ihr Verlangen hin die Erforderlichkeit einer solchen Zuweisung begründen (§ 3 SGB II, § 35 Abs.1 SGB X, § 33 Abs. 2 SGB X).
In § 3 SGB II steht das nicht drin. Lese ihn dir doch hier bitte mal durch: SGB 2 - Einzelnorm. In § 10 SGB II steht sogar drin, dass "jede Arbeit zumutbar ist". Das betrifft auch die Arbeitsgelegenheiten!
§ 35 Abs. 1 SGB X und § 33 Abs. 2 SGB X beziehen sich auf Verwaltungsakte, und nicht auf Angebote! Schau mal hier rein: SGB X - Einzelnorm und Hier: SGB X - Einzelnorm
Arbeitsgelegenheiten handelt es sich um nachrangige Leistungen, wenn „erwerbsfähige Hilfebedürftige keine Arbeit finden können.“ Dies setzt voraus,dass viele Eigenbemühungen vom erwerbsfähigen Hilfebedürftigen unternommen wurden und die Arbeitsagentur davon Kenntnis hat. Ist letzteres nicht der Fall, ist nach § 15 SGB II der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung vorrangig wie ebenso das Angebot bzw. Verlangen nach Arbeitsfördermaßnahmen gemäß § 16 Abs. 1 SGB II.
Das trifft auf die Frage ja gar nicht zu!!!
Besteht der Verdacht, dass durch sog. „Arbeitsgelegenheiten“ reguläre Beschäftigung ersetzt werden soll, so sollten Sie auch mit einem Anwalt die Möglichkeit arbeitsrechtlicher Klagen prüfen (Lohnleistungsklage, Feststellungsklage).Teilen Sie dies an Ihrem Einsatzort mit, damit der Träger Kenntnis vom möglichen Rechtsstreit hat.
Das trifft auch nicht auf die Frage des User zu. Und ganz nebenbei: Ich will dich mal erleben, wenn du bei einem Ein-Euro-Job eine Lohnleistungsklage machst. Bei wem denn? Beim Arbeitsgericht oder beim Sozialgericht? Und erst eine Feststellungsklage! Meist sind die nicht zulässig!!!
Widerspruch gegen was??? Ich wiederhole: Der Widerspruch ist nur zulässig, wenn es einen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung gibt!!! Es existiert kein Widerspruch gegen eine EGV oder ein Fragenkatalog, der nicht richtig beantwortet wurde.
Und was nützen dir diese Infos?
Das muss alles in der Zuweisung stehen. Danach muss man sich nicht "erkundigen". Genau deshalb will ich dieZuweisung sehen. Das ist z.B. ein Ablehnungsgrund!!!
Und wie soll dich das weiterbringen?
Das mag im Jahr 2005 zugetroffen haben, als es davor noch keine Ein-Euro-Jobobs gab. Wenn du heute nachfragst, wer den Job davor gemacht hat, dann wirst du als Antwort erhalten: "Ein anderer Ein-Euro-Jobobber". Das nützt dir doch alles nicht!!!
Und zu dem gesamten Rest gibt es heute schon längst Urteile darüber!!! Bitte richte dich nicht nach veralteten Infos, denn du bekommst ein Problem.
Ein Musterwiderspruch ist so etwas ähnliches wie ein Antragsformular. Da trifft die Hälfte ebenfalls auf dich gar nicht zu, du bekommst es nicht mit und füllst es auch noch falsch aus. Außerdem ist hier der gesamte Text veraltet! Der gehört nicht mehr veröffentlicht!!!
Glaubst du wirklich, dass du mit diesem alten Standardschreiben "weitergeholfen" hast, oder war das nur Ironie?
29.12.2009, 23:04 #16
falls du den Widerspruch gegen den ein- Euro Job benötigst, habe ich dir einen zusammengestellt:
Kunden-Nummer und/oder Nummer der Bedarfsgemeinschaft: ...................................................................
Gegen Ihren Heranziehungsbescheid zu einer Arbeitsgelegenheit nach § 16 Abs. 3 SGB II vom ...................................., mir zugegangen am ....................................,
Arbeitsgelegenheiten sind nach SGB II vorgesehen für „Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können“ (§ 16 Abs. 3 S. 1 SGB II). Seit Inkrafttreten des SGB II wurde mir nicht ausreichend Zeit eingeräumt, um über Eigenbemühungen eine reguläre Arbeit finden zu können.
Arbeitsgelegenheiten sind Eingliederungsleistungen und somit nur zulässig, soweit sie erforderlich sind (§ 3 Abs. 1 SGB II). Die von mir geforderten Tätigkeiten
[ hier konkret beschreiben] erhöhen aber nicht meine Chancen auf Eingliederung in Arbeit. Ich verfüge bereits über entsprechende [bzw. höherwertige] Kenntnisse, Erfahrungen und Qualifikationen [hier konkret benennen].
Ein Training meiner Beschäftigungsfähigkeit ist ebenfalls nicht erforderlich. [durch Aktivitäten belegen, z.B: Durch meine zuverlässige und gewissenhafte ehrenamtliche Tätigkeit bei .... bin ich mit den allgemeinen Anforderungen einer Erwerbsarbeit vertraut und diesen gewachsen.]
Darüber hinaus bestehen Bedenken, ob die Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 SGB II in Verbindung mit den Sanktionen mit dem Verbot von Zwangsarbeit kollidiert, „wenn die Arbeitskraft nicht zu marktnahen Bedingungen eingesetzt werden soll“ – so Prof. Uwe Berlit, Richter am Bundesverwaltungsgericht, in „info also“ 5/2003, S. 206“.
Ich hoffe er nützt dir etwas, viele grüsse von Andrea
29.12.2009, 23:11 #17
Um deine Frage mal richtig zu beantworten, bis zum 31.12 musst du die darin vereinbarten Dinge durchführen. Ab 1.1. aber nicht mehr.
Wenn drinsteht du sollst dich zum Ein-Euro-Job oder sonstwas bewerben,
müsstest du es tun. Daher will Mobbydick wissen was in der EGV steht, damit eine richtige Antwort gegeben werden kann.
Vermutlich will SB mit dir im Vorfeld schon eine neue EGV erarbeiten,
übergreifend sozusagen.
Mobbydick, wir schätzen alle deine Tips und dein Wissen.
Aber es fällt auch manchmal schwer zu verstehen, was du meinst.
Das kriegt man nicht so schnell hin, wie du. Hab daher einwenig
mehr Geduld mit anderen, die dies oder jenes anders verstehen,
oder angehen.
Verständlich ist auch, da du häufiger unter Beschuss stehst, das deine Geduld was leidet, das wiederum sollten wir alle verstehen.
Korregiere doch bitte andere, etwas freundlicher. Vielleicht hilft der
Hinweis ja noch, das gerade Neuuser sich das alles erstmal erlesen
sollten um was es sich hier so dreht.
Das spart die Nerven, und ist noch konstrucktiver.
Und wenn dich jemand richtig anpubt, steh etwas mehr drüber.
Mach freundlich klar, das es "So nicht geht".
29.12.2009, 23:17 #18
Bitte keinen Widerspruch, bevor nicht geklärt ist, ob er überhaupt einen Bescheid oder ein Angebot erhalten hat. Meistens ist der Widerspruch bei Ein-Euro-Jobobs nicht zulässig!!! Außerdem ist das ein veraltetes schreiben. So gibt es den § 16 Abs. 3 gar nicht mehr seit dem 1.1.09!
29.12.2009, 23:22 #19
Vielleicht können alle gemeinsam jetzt das "schreddern" lassen, und sich wieder auf den Topic konzentrieren...?
EDIT (22:38): ich geb's auf, hier scheint Hopfen und Malz verloren zu sein! Mein Beileid an den TE, der sich langsam ver...... vorkommen muss! Mein Tipp an dich: Such dir einen User hier aus, und bitte per PN um weitere Hilfe...
Hallo Andrea123
du vergisst das veeege erst 19 ist, da ticken die Uhren etwas anders.
Nicht bei Veeege, sondern mit dem Umgang mit unter 25 jährige.
29.12.2009, 23:52 #21
Ich wiederhole aus meinem Posting 18, aus dem du nur das rausgepickt hast, was du hören wolltest:
"Bitte keinen Widerspruch, bevor nicht geklärt ist, ob er überhaupt einen Bescheid oder ein Angebot erhalten hat. Meistens ist der Widerspruch bei Ein-Euro-Jobobs nicht zulässig!!!"
Gegen das Andere war auch nichts einzuwenden, aber trotzdem kann man einen Widerspruch schreiben, er hat dann eben keine aufschiebende Wirkung. Die muss man dann evtl. beim SG beantragen.
Das vorher schon zu wissen, kann zumindest nicht schaden.
30.12.2009, 00:07 #22
Okay, das lasse ich jetzt mal stehen. ;)
Im übrigen schlage ich vor, dass derThread erst wieder fortgesetzt wird, wenn sich der Themenstarter wie angekündigt mit weiteren Details meldet.
30.12.2009, 00:15 #23
ich weis es sind ja noch ungelegte Eier ( Widerspruch gegen 1- Euro Job ).
Eigentlich wollte ich Vegee nur bewaffnen, für den Fall, dass es noch dicker kommt, dass Sie sich wehren kann.
Besser Vorsicht als Nachsicht !!
aber trotzdem danke, gruss von Andrea
13.01.2010, 14:35 #24
Hey, ich kann mich nur entschuldigen: hatte große Probleme mit Hardware etc und dem Internet.
Jetzt bin ich aber wieder da mit allen nötigen Daten:
Es hat sich etwas verändert, meine Mutter hatte noch ein anderes Schreiben, demnach geht meine EGV noch deutlich länger, ich hatte lediglich ein einziges Schreiben wo irgendwas von EGV drauf stand und hab es dann dafür gehalten.
Dadurch entsteht eine neue Frage:
In der (richtigen) EGV steht für meine Bemühungen:
' Kontaktaufnahme zur Arbeitsgelegenheit bis 25.09.09 '
-> Meine erste Arbeitsgelegenheit wo ich auch hingegangen bin.
Habe mal die EGV gescannt und hochgeladen, sowie den Zettel für die neue Arbeitsgelegenheit.
Die Frage ist nun: Da das Datum ja bereits ewig lang her ist, und dass nach der EGV meine einzigen 'Bemühungen' sind, und ich dem ja bereits nachgekommen bin, kann man mir doch damit nicht mehr mit Sanktionen drohen?
Wer schön wenn man mir helfen kann.
13.01.2010, 21:49 #25
Dieser Job lässt sich leicht abwehren, denn er ist nicht in der EGV enthalten (Da steht nur etwas von "Kontaktaufnahme einier AGH bis 25.9.09). Das ist ja schon um.
D.h. dieser Ein-Euro-Job ist nicht Teil der EGV. Es stellt sich deswegen die Frage, ob er deswegen überhaupt sanktioniert werden kann. M.E. nicht. Außerdem ist er nicht richtig bestimmt ("Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe" und dann eine ganze Aufzählung von möglichen Tätigkeiten). Das ist auch nicht OK.
Der Job hat am 4.1. begonnen. Bist du ihn angetreten? Das wäre natürlich fatal.
Wenn du ihn nicht angetreten bist, kann ich nicht dafür garantieren, dass dein Amt dich nicht sanktioniert. Ich kann dir nicht sagen, was die alles probieren werden. Du kannst es aber im Eilverfahren einklagen und wirst auf dieser Sanktion wohl kaum sitzen bleiben.
Könntest du dir das vorübergehend leisten? Ansonsten kann ich in diesem Fall nur noch einen Fachanwalt für Sozialrecht empfehlen und das wird in Landshut ein Problem sein, denn soviel ich aus anderen Fällen weiß, gibt es keinen der mit Beratungsschein arbeitet. Oder hast du evtl. eine Rechtsschutzversicherung.
abgelaufen, eurojob, neuer

References: § 31
 § 31
 § 35
 § 33
 § 15
 § 16
 § 16
 § 99
 § 35
 § 33
 § 3
 § 10

§ 35
 § 33
 § 15
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16