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KÖBER STEUERBERATUNG | Köber Steuerberatung
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Veröffentlicht am 27. Juli 2013 von KÖBER STEUERBERATUNG
Die private Nutzung eines Kraftfahrzeugs, welches zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird, ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG für jeden Kalendermonat mit 1 % des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattung einschließlich Umsatzsteuer anzusetzen.
Da bei Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen der Listenpreis deutlich über dem von Kraftfahrzeugen liegt, die ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, hat der Gesetzgeber die Vorschrift zur Bewertung der Entnahme angepasst, um damit auch einen Anreiz für den Erwerb solcher Fahrzeuge zu schaffen.
Nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 zweiter Halbsatz EStG ist bei der privaten Nutzung von Fahrzeugen mit Antrieben ausschließlich durch Elektromotoren, die ganz oder überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern gespeist werden, oder von extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen der Listenpreis um die darin enthaltenen Kosten des Batteriesystems im Zeitpunkt der Erstzulassung des Kraftfahrzeugs wie folgt zu mindern:
Für bis zum 31. 12. 2013 angeschaffte Kfz um 500 € pro kWh der Batteriekapazität. Dieser Betrag mindert sich für in den Folgejahren angeschaffte Kfz um jährlich 50 € pro kWh der Batteriekapazität.
Die Minderung pro Kraftfahrzeug beträgt höchstens 10.000 €. Dieser Höchstbetrag mindert sich für in den Folgejahren angeschaffte Kfz um jährlich 500 €.
Auch bei der nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 EStG bestehenden Möglichkeit, die private Nutzung nicht nach der 1 %-Methode, sondern mit den auf die Privatfahrten entfallenden Aufwendungen anzusetzen, wenn die für das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verhältnis der privaten zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden, wurde eine entsprechende Anpassung vorgenommen. Dabei sind bei der Berechnung der Höhe der Entnahme die auf die Anschaffung des Batteriesystems entfallenden Kosten bei der Ermittlung der Gesamtkosten auszuscheiden: Entweder sind die Absetzungen für Abnutzung entsprechend zu mindern oder ein zusätzlich gezahltes Entgelt für den Akkumulator ist von den Gesamtkosten abzuziehen. Dies gilt nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 Satz 3 EStG auch bei der Ermittlung der Höhe der nicht abziehbaren Betriebsausgaben für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte.
Die Neuregelungen finden nach § 8 Abs. 2 Satz 2 und 3 EStG auch bei Arbeitnehmern bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der Überlassung des betrieblichen Kraftfahrzeugs zur privaten Nutzung als auch in den Fällen der Nutzung des Kraftfahrzeugs für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte Anwendung.
Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung schreibt § 52 Abs. 16 Satz 11 EStG vor, dass die Änderungen für Fahrzeuge mit Antrieben ausschließlich durch Elektromotoren, die ganz oder überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern gespeist werden oder von extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen anzuwenden sind, die vor dem 1. 1. 2023 angeschafft werden. Demzufolge sind auch bereits zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung im Betriebsvermögen vorhandene Fahrzeuge begünstigt.
Nimmt man den VW Elektro-Up als Beispiel berechnet sich die 1% Regelung aus dem inländischen Listenpreis von 26.900 Euro abzüglich der Vergünstigung für das Batteriesystem in Höhe von 18,7 kWh x 500 Euro = 9.350 Euro. Somit beträgt der geldwerte Vorteil 17.770 Euro oder 177,70 Euro pro Monat. Hinzu käme noch die Pauschale für die Strecke Wohnung Betrieb.
Veröffentlicht am 26. Juli 2013 von KÖBER STEUERBERATUNG

References: § 6
 § 6
 § 6
 § 4
 § 8
 § 52