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Timestamp: 2014-03-11 19:07:38+00:00

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» Achtsamkeit Renate Frank
September 30th, 2013 § 0 comments § permalink
Meditieren hilft in schwierigen Situationen. Gestern habe ich es wieder erlebt, im Keller hockend und mit der Kehrschaufel Wasser in eine Wanne schippend. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn das Wasser in scheinbar unendlichem Fluss durch die Wand strebt und den Keller füllen will. Das Original-50er-Jahre-Wasserrohr war in der Straße gebrochen. Beim Nachbarn sprudelte es aus dem Hausanschluss und stand schon knöchelhoch. Die Wasserwerke waren informiert, aber so schnell geht das nicht. Die Männer mussten sich von den Elbbrücken in Hamburgs Westen vorarbeiten – es war Reeperbahn-Festival. Also schöpfen, damit der direkt an der Wasser speienden Wand liegende Versorgungsschacht nicht voll läuft… » Read the rest of this entry «
Es lebe die Achtsamkeit VII
August 15th, 2013 § 0 comments § permalink
Loslassen. Egal um welches Problem es geht, der wohlmeinende Rat, der einem heute gegeben wird heißt: Loslassen. Einfach loslassen. Als wenn es einfach wäre… Jeder benutzt das Wort, kaum jemand scheint zu verstehen, um was es dabei geht. Wieso eigentlich grade loslassen? Es ist verblüffend, wie schwer verständlich das schlichte Wort in diesem Zusammenhang ist. Loslassen. Ich kann etwas mit Händen greifen und dann wieder loslassen. Das ist in der Tat einfach.
Es lebe die Achtsamkeit VI
Juli 21st, 2013 § 1 comment § permalink
Achtsamkeit ist so derartig in, dass man selbst im Kraal des deutschen Pessimismus, dem Magazin “Der Spiegel”, das Thema entdeckt hat. “Heilen mit dem Geist” frohlocken die. Tenor: Positives Denken erobert die Schulmedizin. Da muss ein besonderer Wind durch die heiligen Redaktions-Hallen gefegt sein… Auf acht Seiten wird dem Gutgläubigen das schiere Glück präsentiert. Meditieren hilft nämlich gegen alles – und zwar jedem. Meditieren, Positiv-Denken, Achtsamkeit und das Leben wird lang und glücklich. Ganz mühelos. » Read the rest of this entry «
Überall Kunst
Juni 30th, 2013 § 0 comments § permalink
Hamburger Sommer im Jenisch Park
Alle Kunst ist Nachahmung der Natur.
… stammt von Seneca
Es lebe die Achtsamkeit V
Mai 24th, 2013 § 0 comments § permalink
Manche ruft der Berg nie. Mich zum Beispiel.
Auch nicht bei der sogenannten Berg-Meditation. Die haben wir während des Achtsamkeitstrainings ausprobiert. Das ist nichts für mich. Schon die Aufforderung, mich auf einen Berg zu konzentrieren, hat mich verunsichert. Ich habe mein Hirn nach Bergbildern durchforstet, aber das einzige, was mir in den Sinn kam war ein Weinberg. Ich stellte mir vor, die Meditation würde so eine Art Wanderung werden und da wären doch Reben ganz schön. Wandern war aber nicht.
Eilig habe ich mein Bild ausgetauscht: Himalaya. Den hatte ich irgendwie vor Augen. Als in der Anleitung der Satz fiel, “die Mitte des Berges”, wusste ich allerdings: Schon wieder falsch. Wo soll denn die Mitte des Himalayas sein? Lange Rede kurzer Sinn, man sollte sitzen wie EIN Berg. Aber davon hat der Himalaya eben mehr als genug. Mit Interesse habe ich beobachtet, dass es kaum möglich ist, sich während einer Meditation um zu entscheiden. Auch der Satz “zum Beispiel das Matterhorn” half mir nicht mehr. Eine Vorstellung vom Matterhorn konnte ich mir erst nachträglich einholen. Gelernt habe ich trotzdem was: Nicht alles ist für jeden – auch in der Achtsamkeit nicht.
Es lebe die Achtsamkeit IV
Mai 20th, 2013 § 0 comments § permalink
Eine Schatzkiste ist herrlich. Da findet man Dinge, von denen man gar nicht weiß, dass man sie hat… Ich zum Beispiel habe an einem Regentag ein kleines Büchlein entdeckt. Sofort habe ich mich erinnert, woher es kommt. Malakka! Neujahr 1995 haben Alexander und ich meine Freundin Conni in Singapur besucht und von dort aus einen Ausflug in die malaysische Küstenstadt gemacht. Ich weiß noch genau, wie wir mit dem Überlandbus gefahren sind. Wie wir zu unserer eigenen Überraschung einen alten venezianischen Spiegel gekauft haben, den wir die ganze Heimreise nach Hamburg in eine Pappe verschnürt unter dem Arm getragen haben. Wie wir dieses Respekt einflößenden Reptil – ein Leguan? – am Flussufer sitzen sahen. Und wie wir vor diesem Tempel standen. » Read the rest of this entry «
Es lebe die Achtsamkeit III
Februar 7th, 2013 § 0 comments § permalink
Die mobile 8samkeit Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wissen wir alle. Schon gar nicht im freitäglich voll gestopften ICE von Frankfurt nach Hamburg. Da überkommt einen schon mal dieses unbändige Bedürfnis nach Ruhe und Meditation. Das Buch ausgelesen, draußen rast die Welt grau in grau vorbei, der Sitznachbar grunzt freudig über seinem Brutalo-Comic auf dem ipad. Wer will da nicht weg, ganz weit weg. Aber bei sich selbst bleiben geht auch.
Wozu hat der Mensch seine geführte Sitzmeditation auf dem iphone gespeichert. Die Führung kommt aus den Kopfhörern und los geht’s . Gut, der ruhige, geschützte Platz, an den mich die Stimme schickt, scheint jetzt Lichtjahre entfernt … und das würdige Erscheinungsbild ist in diesem Spezialfall auch … naja, sagen wir mal … relativ. Erstaunlicherweise habe ich aber sehr schnell das Gefühl in einem geschützten Kokon zu sitzen. Wunderbar! Den verzweifelten Telefonierer ein paar Sitzreihen weiter, der einem offensichtlich irren Monteur versucht, sein heimischen Heizungsproblem zu erläutern, kann ich gut wegschieben. Die Füße wurden angenehm warm. Nur 20 Minuten … und meine Balance und Contenance sind wieder hergestellt…
Zumindest bis das Kleinkind anfängt aus vollem Hals zu brüllen.
Es lebe die Achtsamkeit II
Januar 22nd, 2013 § 1 comment § permalink
8sam zum Bus 22. Jan, so ungefähr 9 Uhr morgens, Bushaltestelle, gute 3 Zentimeter Schnee auf Hamburgs Straßen, also Chaos – Manchmal ist es erstaunlich was einem so durch den Kopf geht beim warten. Mir fiel heute morgen auf den Schnellbus wartend die Geh-Meditation ein. Bewusstes Gehen im Hier und Jetzt, gestört durch nichts. Gut, es gibt angenehmere Hier und Jetzts. Aber man kann es sich eben nicht immer aussuchen. Ich habe zunächst festgestellt, dass der Unterstand – oder nennt man das immer noch Wartehäuschen – 10 kleine Schritte lang ist. Es lassen sich also bestens 8 Schritte vor und 8 Schritte zurück machen ohne die Glasseitenwand zu berühren. Die Wende habe ich weggelassen. War mir zu riskant, so ein Schnellbus rast ja dann auch schnell mal vorbei – auch im Schneegestöber.
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