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Timestamp: 2019-07-21 20:19:57+00:00

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BFH, 13.10.1998 - VIII R 4/98 - dejure.org
https://dejure.org/1998,1230
BFH, 13.10.1998 - VIII R 4/98 (https://dejure.org/1998,1230)
BFH, Entscheidung vom 13.10.1998 - VIII R 4/98 (https://dejure.org/1998,1230)
BFH, Entscheidung vom 13. Januar 1998 - VIII R 4/98 (https://dejure.org/1998,1230)
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EStG § 4 Abs. 4, § 5, § 6 Abs. 1 Nr. 1, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; HGB § 255 Abs. 2
Gesellschaftervereinbarung - Komplementärvergütung - Aufwand der KG - Zahlung bei Verlust - Gewinnvorab - Sondervergütung
§§ 4, 5, 6, 15 EStG
Einkommensteuer; Komplementärvergütung als Gewinnvorab oder Sondervergütung?
Die erste Stufe: Der Gewinnanteil
Voraus-/Vorabgewinn
FG Berlin, 17.09.1997 - VI 537/91
BFHE 187, 235
BB 1999, 146
BB 1999, 243
DB 1999, 313
BStBl II 1999, 284
NZG 1999, 225
b) Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284) ausgeführt hat, kann der Anspruch über eine als Sonderbetriebseinnahme zu erfassende Dienstleistungsvergütung nicht nur in einem besonderen Dienstvertrag, sondern auch im Gesellschaftsvertrag selbst vereinbart werden (ebenso bereits BFH-Urteil vom 14. November 1985 IV R 63/83, BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58).
c) Ob auch nach dem BMF-Schreiben vom 15. Dezember 1993 (BStBl I 1993, 976) gemäß diesen Auslegungsgrundsätzen zu verfahren ist --hierfür könnten die Bezugnahme auf das Urteil in BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58 sowie das nach dem Senatsurteil in BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284 veröffentlichte BMF-Schreiben vom 24. Juni 1999 (…BStBl I 1999, 669 Rz. 30) betr.
FG Düsseldorf, 23.11.2000 - 10 K 3784/96
Vergütung an Kommanditisten für Grundstücksüberlassung
c) Die Entscheidung darüber, ob eine Leistung der Gesellschaft an einen Gesellschafter als Gewinnvoraus oder als Sondervergütung anzusehen ist, ist nach den vom BFH im Urteil vom 14. November 1985 IV R 63/83 (BStBl II 1986, 58) für den Fall einer an den Kommanditisten gezahlten Tätigkeitsvergütung und im Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BStBl II 1999, 284) für den Fall einer Komplementärvergütung aufgestellten Kriterien vorzunehmen, denen sich der Senat anschließt.
Zwar ist die für eine Beurteilung als Sondervergütung erforderliche Voraussetzung einer besonderen Vertragsbeziehung für den Vergütungsanspruch, die auf dem Gesellschaftsvertrag oder einer anderen vertraglichen Grundlage beruhen kann (vgl. BFH, BStBl II 1999, 284, 285), vorliegend sowohl auf Grund der für das Streitjahr geltenden Fassung des Mietvertages als auch auf Grund des geänderten Gesellschaftsvertrages vom 23. Dezember 1991 erfüllt.
Vergütungen, die in einem Gesellschaftsvertrag vereinbart sind, sind nach der Rechtsprechung des BFH nur dann als Sondervergütungen i. S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG zu qualifizieren, wenn sie handelsrechtlich nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages als Unkosten zu behandeln, insbesondere im Gegensatz zu einem Gewinnvoraus auch zu zahlen sind, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird (BFH, BStBl II 1986, 58, 59; BStBl II 1999, 284, 285).
§ 109 des Handelsgesetzbuches gewählte Vergütungsform (BFH, BStBl II 1999, 284, 285).
Zwar ist nach der Rechtsprechnung des BFH die Zahlung in den Fällen, in denen kein Gewinn erwirtschaftet wird, als Indiz für das Vorliegen einer Sondervergütung anzusehen (BFH, BStBl II 1999, 284, 285).
BFH, 07.02.2002 - IV R 62/00
Komplementär-GmbH - GmbH & Co. KG - Gesellschaftsfremder Geschäftsführer - …
Der VIII. Senat des BFH hat jedoch in seinem Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284) klar gestellt, dass nicht alle Vergütungen für gesellschaftsvertraglich vereinbarte oder gesellschaftsrechtlich geschuldete Beiträge eines Gesellschafters notwendigerweise zu einem Gewinnvorab führen.
Denn eine Vergütung schuldrechtlicher Natur kann auch im Gesellschaftsvertrag geregelt werden (so BFH, Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BStBl. II 1999, 284), so dass die Regelung der Vergütung im Gesellschaftsvertrag kein Kriterium für die steuerliche Behandlung als Ergebnisvorab darstellt.
46 Für einen schuldrechtlichen Leistungsaustausch sprechen die Zahlung der Vergütung auch im Verlustfall, die Behandlung als Aufwand in der Überschussrechnung der Personengesellschaft und die Bezeichnung der Vergütung als Entgelt (vgl. BFH, Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BStBl. II 1999, 284).
Die Vorentscheidung steht im Einklang mit den Grundsätzen, die der Bundesfinanzhof (BFH) zur Einstufung von Vergütungen für Gesellschafter einer Personengesellschaft entweder als Vorabgewinn oder als Sonderbetriebseinnahme i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 2. Halbsatz des Einkommensteuergesetzes (EStG) aufgestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284; vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621).
Das FG Düsseldorf hat unter Hinweis auf das Senatsurteil in BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284 die Zahlung an den Gesellschafter --ebenso wie das FG im vorliegenden Verfahren-- deshalb als Gewinnvoraus und nicht als Sondervergütung beurteilt, weil die von den Gesellschaftern im Rahmen ihrer Vertragsfreiheit nach § 109 des Handelsgesetzbuchs (HGB) gewählte Vergütungsform maßgeblich sei.
Dabei kommt es im Streitfall nicht darauf an, von welchen Kriterien es abhängt, ob eine Tätigkeitsvergütung als Gewinnvoraus zu beurteilen ist oder als dienstrechtliches Entgelt zu Sonderbetriebseinnahmen führt (vgl. Senatsurteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235; Urteilsanmerkungen --HG--, Deutsches Steuerrecht 1999, 104, und Wacker, BB 1999, 33 unter II.; s. ferner Bundesministerium der Finanzen vom 15. Dezember 1993, BStBl I 1993, 976).
Allerdings ist hiervon nur dann auszugehen, wenn die Vergütung nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags als (handelsrechtliche) Unkosten zu behandeln und insbesondere - im Gegensatz zu einem Gewinnvorab - auch dann zu zahlen ist, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird (BFH-Urteile vom 23. Januar .2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621; vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BStBl II 1999, 284; vom 14. November 1985 IV R 63/83, BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58, 59, mit Hinweis auf den Beschluss des Großen Senats vom 10. November 1980 GrS 1/79, BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164, 169).
Fehlt es hingegen an einer unmissverständlichen Vereinbarung der Gesellschafter, die Vergütung tatsächlich als handelsrechtliche Unkosten zu behandeln, so liegt im Zweifel nicht die Vereinbarung einer Sondervergütung, sondern eine bloße Gewinnverteilungsabrede vor (…BFH in BFH/NV 2005, 1785; in BFHE 194, 403, BStBl. II 2001, 621; in BFHE 187, 235, BStBl. II 1999, 284).
Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Urteile vom 13.10.1998 VIII R 4/89, BStBl II 1999, 284 und vom 23.01.2001 VIII R 30/99, BStBl II 2001, 621) sei das tragende Merkmal für die Qualifizierung einer Tätigkeitsvergütung als Sondervergütung die Behandlung als "handelsrechtliche Unkosten".
Nach den Grundsätzen, die der BFH zur Einstufung von Vergütungen für Gesellschafter einer Personengesellschaft entweder als Vorabgewinn oder als Sonderbetriebseinnahme i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 2. Halbsatz EStG aufgestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284;… vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BStBl II 2001, 621 und BFH-Beschluss vom 20. Mai 2005 VIII B 161/04, BFH/NV 2005, 1786), ist in der Regel eine im Gesellschaftsvertrag getroffene Vereinbarung maßgebend.
Der Beklagte beruft sich hierzu auf die Urteile des BFH, BStBl. II 1999, 284 und BStBl. II 2001, 621.
Vielmehr hat es unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) darauf abgestellt, dass eine Sondervergütung und kein Gewinnvorab anzunehmen sei, wenn die Vergütung nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages als Unkosten zu behandeln und insbesondere --im Gegensatz zu einem Gewinnvorab-- auch dann zu zahlen sei, wenn kein Gewinn erwirtschaftet werde (BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284, unter 2.b der Gründe, und vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621, unter III.3.b der Gründe).
BFH, 23.03.2000 - VIII B 69/99
Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache; Tätigkeitsvergütung als Gewinn i.S.v. § …
FG Hamburg, 29.07.2003 - VI 34/03

References: § 4
 § 5
 § 6
 § 15
 § 255
 § 15

§ 109
 § 15
 § 109
 § 15