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Timestamp: 2018-12-19 06:44:14+00:00

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Raphael Kühner, Bernhard Gerth, Ausführliche Grammatik der griechischen Sprache, part 3, Sechstes Kapitel., section 1
part 3 Syntaxe des einfachen Satzes. Syntaxe des zusammengesetzten Satzes
Fünftes Kapitel: Lehre von den Partizipialien: dem Infinitive und dem Partizipe. Sechstes Kapitel. Erstes Kapitel. Zweites Kapitel: B. Unterordnung. Drittes Kapitel. Viertes Kapitel. Fünftes Kapitel: Erörterung besonderer Spracheigentümlichkeiten in der Wort- und Satzfügung. Sechstes Kapitel. Siebentes Kapitel.
Fünftes Kapitel: Lehre von den Partizipialien: dem Infinitive und dem Partizipe.
Zweites Kapitel: B. Unterordnung.
Fünftes Kapitel: Erörterung besonderer Spracheigentümlichkeiten in der Wort- und Satzfügung.
[*] 497. Lehre von dem Adverb.
Wie das attributive Adjektiv eine nähere Bestimmung eines Substantivbegriffes ausdrückt, so ist die ursprüngliche Aufgabe des Adverbs einen Verbalbegriff, der entweder durch ein einfaches Verb oder durch ein mit der Kopula εἶναι verbundenes Adjektiv bezeichnet wird, näher zu bestimmen; daher bemerkt Apollonius de
Adv. in Bekk. An. II. p. 535 richtig, die Adverbien (ἐπιρρήματα) seien δυνάμει ἐπιθετικὰ τῶν ῥημάτων. Nach weiterer Entwickelung der Satzverhältnisse wurde das Adverb auch zur näheren Bestimmung eines attributiven Adjektivs und selbst eines anderen Adverbs gebraucht.
Die Verhältnisse, die durch die Adverbien (Umstandswörter) bezeichnet werden, sind die Art und Weise, das Verhältnis des Ortes, der Zeit, der Frequenz oder Wiederholung, der Intensität, s. § 94, 6. In erweiterter Bedeutung umfasst man unter dem allgemeinen Namen: adverbialer Ausdruck Verbaloder Substantivformen oder Wortverbindungen, wie eine Präposition mit ihrem Substantive, wenn sie als Ausdrücke der genannten Verhältnisse gebraucht werden, als: γελῶν εἶπε, σπουδῇ, διὰ τάχους.
Ausser den erwähnten Adverbien besitzt die Sprache auch noch andere Adverbien, welche nicht wie die genannten in unmittelbarer Beziehung zu dem Prädikate, dem Ausgesagten, stehen und dasselbe näher bestimmen, sondern auf die Aussage selbst, den Gedanken, bezogen werden und denselben näher bestimmen, indem sie das Verhältnis des Gedankens zu der Überzeugung des Redenden angeben. Wir nennen dieselben Modaladverbien. Die Modaladverbien bezeichnen Bejahung (ναί, νή, γέ, δή, δῆτα u. s. w.) oder Verneinung (οὐ, μή, οὐδαμῶς, μηδαμῶς, οὔτοι, μήτοι u. s. w.), Gewissheit, Zuverlässigkeit (ἦ, μήν, τοί, πάντως, ἀληθῶς u. s. w.) oder Ungewissheit, Zweifel (ἄν, πού, ἴσως, τάχα, σχεδόν u. s. w.) des Gedankens, oder stellen den Gedanken fragend hin (ἦ, ἆρα, μῶν u. s. w.).
Die durch das Adverb ausgedrückte nähere Bestimmung des Prädikats kann oft mittelbar auf das Subjekt oder Objekt des Satzes bezogen werden, sodass statt des Adverbs ein auf das Subjekt oder Objekt bezogenes Adjektiv stehen könnte, als: Aesch. Ag. 801 κάρτ᾽ ἀπομούσως ἦσθα γεγραμμένος = ἀπόμουσος, wie ohne Grund Elmsl. ad Eur. M. 102 schreiben will. Pl. leg. 752, b εὐκόλως καὶ ἀφόβως ἀπείροις ἀνδράσι νομοθετοῦμεν = εὔκολοι καὶ ἄφοβοι ὄντες. X. M. 4.8.2 (Σωκράτης) ἐθαυμάζετο ἐπὶ τῷ εὐθύμως τε καὶ εὐκόλως ζῆν. Th. 6.27 τὸ πρᾶγμα μειζόνως ἐλάμβανον, nahmen die Sache zu hoch auf (als eine zu wichtige). Isocr. 11.24 ὥστε . . ὑπολαμβάνεσθαι μειζόνως ἢ κατὰ τὴν ἀξίαν. Hdt. 3.155 φὰς . . σεωυτὸν ἀνηκέστως διαθεῖναι. X. A. 1.4.17 Μένωνι δῶρα ἐλέγετο πέμψαι μεγαλοπρεπῶς = μεγαλοπρεπῆ, wie d. cd. C u. die Ald. haben. Cy. 6. 2, 6 ἆθλα τοῖς νικῶσι μεγαλοπρεπῶς ἐδίδου. Dem. 20.22 τοὺς ἅπαντας ἀπίστως πρὸς ἡμᾶς αὐτοὺς διαθῶμεν1). Dass aber die Griechen solche adverbiale Verhältnisse sehr häufig als attributive auffassen und durch Adjektive ausdrücken, haben wir § 405, 2, S. 273 gesehen.
Nicht selten werden die Folgen einer Handlung mit energischer Kürze als ein Merkmal (Attributiv) der Handlung durch ein Adverb statt eines konsekutiven Nebensatzes ausgedrückt. Sowie das Adjektiv in Beziehung auf ein Substantiv proleptisch gebraucht werden kann (§ 405, 3, S. 276), ebenso ist dies der Fall bei dem Adverb in Beziehung auf ein Verb. Th. 1.21 τὰ πολλὰ ὑπὸ χρόνου ἀπίστως ἐπὶ τὸ μυθῶδες ἐκνενικηκότα, ita, ut nulla eis fides habeatur. 1, 140 ἐνδέχεται γὰρ τὰς ξυμφορὰς τῶν πραγμάτων οὐχ ἧσσον ἀμαθῶς χωρῆσαι ἢ καὶ τὰς διανοίας τοῦ ἀνθρώπου, ita, ut sciri (provideri) non possint. 2, 33 καὶ βιαιότερον ἀναγαγόμενοι ἐκομίσθησαν ἐπ᾽ οἴκου “ita, ut acrius urgerentur” Poppo. 3, 23 ὥστε φθάνουσι . . διαβάντες τὴν τάφρον, χαλεπῶς δὲ καὶ βιαίως, sed aegre atque ita, ut (ab hostibus) urgerentur. 4, 19 νομίζομέν τε τὰς μεγάλας ἔχθρας μάλιστ᾽ ἂν διαλύεσθαι βεβαίως, ita, ut id (τὸ διαλύεσθαι) firmum sit. So kann auch ein Adverb statt eines kausalen oder finalen oder auch eines anderen Nebensatzes stehen. Th. 2.64 φέρειν τε χρὴ τά τε δαιμόνια ἀναγκαίως τά τε ἀπὸ τῶν πολεμίων ἀνδρείως, velut necessaria, quia necesse sit ea ferri. 3, 40 παρὰ τὸ εἰκός τοι καὶ τούσδε ξυμφόρως δεῖ κολάζεσθαι, quia utilitas id postulat. 4, 62 τιμωρία οὐκ εὐτυχεῖ δικαίως, ὅτι καὶ ἀδικεῖται, uti justum est, wie 7. 63, 4 (nach den codd.). 6, 85 πάνυ ἐλευθέρως ξυμμαχοῦντας = ἐλευθέρους ὄντας ξυμμ.2). So oft πολλάκις, besonders nach εἰ, ἐάν, μή, ἵνα μή, wie das Lat. saepe, in der Bdtg. etwa, vielleicht, entstanden aus ὅ τι πολλάκις γίγνεται. P. Lach. 179b εἰ δ̓ ἄρα πολλάκις μὴ προσεσχήκατε τὸν νοῦν τῷ τοιούτῳ. Phaedr. 238, d ὥστε, ἐὰν ἄρα πολλάκις νυμφόληπτος προϊόντος τοῦ λόγου γένωμαι, μὴ θαυμάσῃς, ubi v. Stallb. Phaed. 60, e. 61, a εἰ ἄρα πολλάκις κτλ. Prot. 361, c. Civ. 424, b μὴ πολλάκις. Ebenso αὐτίκα in der Bdtg. zum Beispiel, anstatt: um sofort ein Beispiel zu nennen. P. Prot. 359e αὐτίκα εἰς τὸν πόλεμον οἱ μὲν ἐθέλουσιν ἰέναι, οἱ δὲ οὐκ ἐθέλουσιν, so z. B. gleich in den Krieg. 318, b. Lach. 195, b. Civ. 340, d. Phaedr. 235, e. Gorg. 472, d. X. C. 3.1.29. Comm. 4. 7, 2. Dem. 25.29. Ar. Av. 378. 786. Pl. 130. Über μάλιστα = was mir das Liebste wäre, s. § 577, 5. Selbst ganze Gedanken, die durch einen Hauptsatz ausgedrückt sein müssten, werden zuweilen, wie auch oft im Lat. u. Deutschen, mit energischer Kürze durch ein blosses Adverb ausgedrückt. So besonders εἰκότως, δικαίως, ἐπιεικῶς, εὖ, οὕτως. Th. 1.77 ἡ δὲ ἡμετέρα ἀρχὴ χαλεπὴ δοκεῖ εἶναι: εἰκότως. 2, 8 ἔρρωντο ἐς τὸν πόλεμον οὐκ ἀπεικότως. Lyc. 129 πᾶσιν ἐπίσημον ἐποίησαν ὅτι οὐδ᾽ αἱ παρὰ τῶν θεῶν ἐπικουρίαι τοῖς προδόταις βοηθοῦσιν, εἰκότως. Dem. 1.10 καὶ ἔμοιγε δοκεῖ τις ἂν . . μεγάλην ἂν ἔχειν αὐτοῖς χάριν: εἰκότως. Pl. Lach. 181, a εὖ γε νὴ τὴν Ἥραν, ὦ Σώκρατες, ὅτι ὀρθοῖς τὸν πατέρα, vortrefflich, dass du u. s. w.
Anmerk. Über die Verbindung von Adverbien mit εἶναι und γίγνεσθαι s. § 353, 4 u. Anm. 2. (Smyth 1094, 2769)
Bemerkungen über die Bedeutung und den Gebrauch einiger Adverbien.
In grammatischer Hinsicht sind die Modaladverbien, von den übrigen Adverbien nur wenige Zeitadverbien von Bedeutung. Daher werden wir uns nur auf diese beschränken, alle übrigen aber dem Lexikon überlassen3).
[*] 498. *nu=n, nu=n, nu^/n, nu^/; a)/rti, a)rti/ws.
Νῦν (entst. aus νέFον, Lat. num in etiamnum und nunc, nuū in nuper, sk. nu, nû, nû-nam, jetzt, d. nun, nu, entst. aus nûwa, neu, (s. Hartung a. a. O. II. S. 23. Curt. Et. S. 285) ist wahrscheinlich als ein Akkusativ anzusehen = νέFον χρόνον und drückt eigentlich die Gegenwart aus, kann jedoch auch mit einem Präteritum und Futurum verbunden werden, wenn der Redende die Vergangenheit oder Zukunft mit seiner Gegenwart verknüpft, vgl. Bekk. An. II. p. 937. *g, 439 νῦν μὲν γὰρ Μενέλαος ἐνίκησεν. Eur. Hec. 1144 γείτοσιν δ̓ εἴη κακὸν | Τρώων, ἐν ᾧπερ νῦν, ἄναξ, ἐκάμνομεν. Dem. 29.9 νῦν . . αὐτὸ καθ᾽ αὑτὸ διδάξειν ἐμέλλομεν. *g, 415 τῶς δέ ς᾿ ἀπεχθήρω, ὡς νῦν ἔκπαγλα φίλησα, jetzt, in starkem Gegensatze zur Zukunft, daher fast = bisher. — *e, 279 νῦν αὖτ᾽ ἐγχείῃ πειρήσο̂μαι, αἴ κε τύχωμι. P. Phaed. 60a ὕστατον δή σε προσεροῦσι νῦν οἱ ἐπιτήδειοι. X. Cy. 4. 1, 23 νῦν δὴ σὺ δηλώσεις, εἰ ἀληθῆ ἔλεγες4). Vgl. Thom. M. p. 248 sq.
Das Zeitverhältnis wird zweitens auf die Kausalität übertragen, und dann bedeutet νῦν, besonders zu Anfang des Satzes νῦν δέ, nun aber (oft den Gegensatz der Wirklichkeit zu einem bloss angenommenen Falle einleitend) wie das Lat. nunc, nunc vero, nunc autem [rebus sic comparatis od. ut nunc est]5). *a, 417 αἴθ᾽ ὄφελες παρὰ νηυσὶν ἀδάκρυτος . . ἧσθαι . .: νῦν δ̓ ἅμα τ᾽ ὠκύμορος . . ἔπλεο. [Elliptisch *s, 88 τὰ μὲν Πηλῆι θεοὶ δόσαν ἀγλαὰ δῶρα | ἤματι τῷ, ὅτε σε βροτοῦ ἀνέρος ἔμβαλον εὐνῇ: | αἴθ᾽ ὄφελες σὺ μὲν αὖθι μετ᾽ ἀθανάτῃς ἁλίῃσιν | ναίειν . . νῦν δ̓ (sc. σὲ βροτοῦ ἀνέρος ἔμβ. εὐνῇ), ἵνα κτλ.]. Eur. El. 975 μητροκτόνος νῦν φεύξομαι, τόθ᾽ ἁγνὸς ὤν. *a, 354 τιμήν πέρ μοι ὄφελλεν Ὀλύμπιος ἐγγυαλίξαι . . νῦν δ̓ οὐδέ με τυτθὸν ἔτισεν. *b, 82 νῦν᾽ δ̓ ἴδεν. a, 166 νῦν δ̓ ὁ μὲν ὣς ἀπόλωλε, ubi v. Nitzsch. S. OC. 273. Th. 1.68 εἰ μὲν ἀφανεῖς που ὄντες ἠδίκουν τὴν Ἑλλάδα, διδασκαλίας ἂν . . προσέδει: νῦν δὲ τί δεῖ μακρηγορεῖν; Lycurg. 3 ἐβουλόμην δ̓ ἄν . .: νῦν δέ κτλ., ubi v. Maetzner, vgl. Isocr. 6.2. 8, 36. 15, 114. Isae. 8.24, ubi v. Schoemann. So auch καὶ νῦν, auch unter diesen Umständen. X. A. 7.4.24 ἱκανὴν νομίζω καὶ νῦν δίκην ἔχειν. Vgl. 7. 7, 17. Öfters beim Imperative oder negat. Konjunktive, bei einem Konjunktive der Aufmunterung. Hdt. 5.49 νῦν ὦν ῥύσασθε Ἴωνας, vgl. Stein zu 1, 30. X. A. 7.2.26 ἴθι νῦν, ἀφήγησαι τούτῳ, agedum. Vgl. Cy. 5. 3, 21. Hell. 4. 1, 39 μέμνησο νῦν. 5. 1, 32 ἴτε νῦν. *o, 115 μὴ νῦν μοι νεμεσήσετ̓. S. OC. 465 ὦ φίλταθ̓, ὡς νῦν πᾶν τελοῦντι προξένει. | Θοῦ νῦν καθαρμὸν τῶνδε δαιμόνων. Ph. 1240 εὖ νῦν ἐπίστω πάντ᾽ ἀκηκοὼς λόγον.
Νυνί, d. i. νῦν mit dem Demonstr. ί, wie Lat. nunc aus num ce, wird, indem es wegen seiner demonstrativen Bedeutung auf die wirkliche Gegenwart stärker hinweist als νῦν, gewöhnlich nur mit einem Haupttempus: Präsens, Perfekt, Futur verbunden, jedoch zuweilen auch wie νῦν mit einem Präteritum. P. Theaet. 151e καί, ὥς γε νυνὶ φαίνεται, οὐκ ἄλλο τί ἐστιν ἐπιστήμη ἢ αἴσθησις. Isocr. 6.7 περὶ ὅσων νυνὶ βουλευσόμενοι συνεληλύθαμεν. P. Theaet. 158c ἃ νυνὶ διειλέγμεθα. Isocr. 18.35 εἰ τότε μὲν . . φυγεῖν ἠναγκάσθη, νυνὶ δ̓, ἐν ᾧ χρόνῳ προσῆκεν αὐτὸν δίκην λαβεῖν, ἄτιμος γενήσεται. Ar. eq. 483 νυνὶ διδάξεις, εἴπερ ἀπεκρύψω τότε . . τὸ κρέας, vgl. Dem. 16.7. 22, 3. Isae. 1.20 τότε μέν . ., νυνὶ δὲ . . ἐβουλήθη. Dem. 18.14 ὧν νυνὶ διέβαλλε καὶ διεξῄει. P. Symp. 193a πρὸ τοῦ ἓν ἦμεν: νυνὶ δὲ διὰ τὴν ἀδικίαν διῳκίσθημεν ὑπὸ τοῦ θεοῦ. Die in der Vergangenheit liegende Sache vergegenwärtigt sich der Redende6). Ungleich seltener als νῦν δέ wird νυνὶ δέ in kausalem Sinne, und zwar mit grösserem Nachdrucke gebraucht (s. Nr. 2). Isae. 1.30 εἰ μὲν . . ἐτελεύτησεν . ., εἰκύτως ἄν τις ὑμῶν πιστεύσαι τοῖς λόγοις τοῖς τουτωνί: νυνὶ δὲ πᾶν τοὐναντίον εὑρήσετε. Lycurg. fr. 41 ed. Bait. et S. εἰ μὲν ὑπὲρ ἰδίου τινὸς ἦν ὁ ἀγών . .: νυνὶ δέ κτλ. Dem. 21.1287).
Das in der übertragenen Bedeutung gebrauchte νῦν sank zu einer Enklitika: νυ?́ν8) herab, die sich innerhalb der Grenzen der Poesie (von Homer an) gehalten hat, doch auch der ionischen Prosa nicht fremd ist. Die Zusammensetzung von τοίνυν kommt erst nach Homer und Hesiod vor, wird aber dann allgemein gebräuchlich (§ 544, 3). Νύν entspricht dem deutschen nun, das von der Zeit in der Bdtg. jetzt, häufiger aber in der übertragenen Bdtg. gebraucht wird; die rein temporale Bedeutung von νύν ist selten, bei Pindar jedoch findet sie sich öfters, bei den attischen Dichtern aber nie9). *k, 105 οὔ θην Ἕκτορι πάντα νοήματα μητίετα Ζεὺς | ἐκτελέει, ὅσα πού νυν ἐέλπεται, ubi v. Spitzn. Pind. O. 3, 34 καί νυν ἐς ταύταν ἑορτὰν . . νίσσεται. 11, 78 ἀρχαῖς δὲ προτέραις ἑπόμενοι καί νυν . . κελαδησόμεθα βροντάν κτλ. P. 3, 66. 9, 71. 11, 7. 44. N. 6, 9. In der Regel aber übernimmt es das Amt einer leise folgernden Konjunktion, wie öfters das Lat. igitur gebraucht wird. Am häufigsten steht es bei Imperativen od. negat. Konjunktiven oder bei einem Konjunktive der Aufmunterung, wie auch νῦν gebraucht wird, s. Nr. 2. *y, 485 δεῦρό νυν ἢ τρίποδος περιδώμεθον ἠὲ λέβητος. S. OC. 21 κάθιζέ νύν με. Tr. 92. Ai. 530. 1161. Ant. 648 μή νύν ποτ̓, ὦ παῖ, . . φρένας γυναικὸς οὕνεκ̓ ἐκβάλῃς. So bei χρή: Tr. 1193 ἐνταῦθά νυν χρὴ τοὐμὸν ἐξάραντά σε | σῶμ᾽ . . ἐμβαλεῖν. Ion. Prosa: Hdt. 1.124 σύ νυν Ἀστυάγεα . . τῖσαι. 4, 97 σύ νυν γέφυραν ταύτην ἔα κατὰ χώρην ἑστάναι. 3, 122 σύ νυν ὧδε ποιήσας ὀρθώσεις σεωυτόν. (In derartigen Aufforderungssätzen auch bei Xenophon und Platon von mehreren Herausgebern gegen die Handschriften aufgenommen, z. B. X. A. 7.2.26. Cy. 5. 3, 21. Hell. 4. 1, 39. 5. 1, 32. Pl. leg. 693, d.) Ausserdem bei Herodot häufig μέν νυν, teils beim Abschlusse einer Erzählung, wie 1, 24 ταῦτα μέν νυν Κορίνθιοί τε καὶ Λέσβιοι λέγουσι, haec igitur tradunt, vgl. 1, 21, teils mitten in der Erzählung, wie 1, 24 ὁρμᾶσθαι μέν νυν ἐκ Τάραντος. 1, 85 Κροῖσος μέν νυν παρημελήκεε . ., ὁ δὲ παῖς ἔρρηξε φωνήν. Vgl. 3, 154.
Eine noch schwächere Form ist die in der epischen Sprache bei Homer, Hesiod, Apollonius Rhodius vorkommende Enklitika νυ?́10). Vgl. Apollon. de conjunct. in Bekk. An. II. p. 513. Dieselbe entspricht teils dem deutschen unbetonten Adverb nun (oder nu), teils der in übertragenem Sinne gebrauchten Enklitika νύν. So oft in leidenschaftlichen Fragen: *a, 414 ὤ μοι, τέκνον ἐμόν, τί νύ ς᾿ ἔτρεφον αἰνὰ τεκοῦσα; wozu nun zog ich dich auf? *r, 469 τίς τοί νυ θεῶν νηκερδέα βουλὴν | ἐν στήθεσσιν ἔθηκε; *d, 31. *o, 440. α, 59 ff. οὐδέ νυ σοί περ | ἐντρέπεται φίλον ἦτορ, Ὀλύμπιε: οὔ νύ τ᾽ Ὀδυσσεὺς | . . χαρίζετο ἱερὰ ῥέζων . .; τί νύ οἱ τόσον ὠδύσαο, Ζεῦ; u. s. w. Ausserhalb der Frage entspricht es dem enkl. νύν, dem deutschen nun, aber mit dem Unterschiede, dass νύ von dem Redenden nur in erregterer Gemütsstimmung gebraucht wird, sodass man es je nach dem Inhalte der Rede verschieden übersetzen muss, als: nun freilich, nun ja, nun wahrlich u. s. w., lat. videlicet, scilicet, nimirum, wobei freilich zu bemerken ist, dass sämtliche Übersetzungen für das leichte hauchartige νύ gar zu schwerfällig sind. b, 320 εἶμι μὲν . . ἔμπορος: οὐ γὰρ νηὸς ἐπήβολος οὐδ᾽ ἐρετάων | γίγνομαι: ὥς νύ που ὔμμιν ἐείσατο κέρδιον εἶναι, so nun freilich, “sic nimirum, opinor (πού) vobis satius videbatur”11). *s, 392 Ἥφαιστε, πρόμολ᾽ ὧδε: Θέτις νύ τι σεῖο χατίζει (“nun denke nur, Th. bedarf deiner”). *a, 28 μή νύ τοι οὐ χραίσμῃ σκῆπτρον καὶ στέμμα θεοῖο, nun wahrlich. a, 347 οὔ νύ τ᾽ ἀοιδοὶ | αἴτιοι, ἀλλά ποθι Ζεὺς αἴτιος, ja nun. *a, 416 αἴθ᾽ ὄφελες . . ἀπήμων | ἧσθαι, ἐπεί νύ τοι αἶσα μίνυνθά περ, quandoquidem, weil ja nun. *g, 183 ἦ ῥά νύ τοι πολλοὶ δεδμήατο κοῦροι Ἀχαιῶν, nun wahrlich. *z, 215 ἦ ῥά νύ μοι ξεῖνος πατρώιός ἐσσι, fürwahr also nun. Öfters καί νύ κε c. opt. od. indic. praeter. mit folgendem εἰ μή c. ind. praet. *e, 311 καί νύ κεν ἔνθ᾽ ἀπόλοιτο ἄναξ ἀνδρῶν Αἰνείας, | εἰ μὴ ἄρ᾽ ὀξὺ νόησε Διὸς θυγάτηρ Ἀφροδίτη, und da nun wahrlich. Vgl. 388. 679 καί νύ κ̓ ἔτι πλέονας Λυκίων κτάνε δῖος Ὀδυσσεύς, | εἰ μὴ ἄρ᾽ ὀξὺ νόησε . . Ἕκτωρ. — In eigentümlicher Weise findet sich die Partikel νύ auf kretischen Inschriften gebraucht beim Optativ der Gesetzessprache (s. § 395, Nr. 5 a. E.): δώκοι νυ βασιλεὺς . . τὸν χῶρον, er soll “jetzt, gleich” geben, und in Verbindung mit dem Demonstrativpronomen ὁ, τό: ὅνυ, τόνυ ähnlich dem deutschen “der hier, der da”. Vgl. Meister, Griech. Dialekte II, S. 281.(Smyth 2924)
Ἄρτι und ἀρτίως, die von [root ] ἀρ (ἀραρίσκω) stammen, bezeichnen eine eng verbundene Zeit12), werden aber in der klassischen Sprache nur von der Gegenwart und Vergangenheit gebraucht (Phryn. 18). Die Grundbedeutung der innigen Verbindung tritt deutlich hervor Eur. Ph. 1160 καὶ ῥαφὰς | ἔρρηξεν ὀστέων, ἄρτι δ̓ οἰνωπὸν γένυν | καθῃμάτωσεν = zu gleicher Zeit. S. OR. 78 εἰς καλὸν σύ τ᾽ εἶπας οἵδε τ᾽ ἀρτίως | Κρέοντα προσστείχοντα σημαίνουσί μοι. Gewöhnlich bedeuten sie eben, soeben, modo, nunc ipsum. X. ap. 27 “ἦ ἄρτι δακρύετε; οὐ γὰρ πάλαι ἴστε, ὅτι κτλ”. P. Crit. 43a ἄρτι δὲ ἥκεις ἢ πάλαι; Prot. 316, a ἡμεῖς μὲν ἄρτι εἰσεληλύθεμεν. Gorg. 454, b ὥσπερ καὶ ἄρτι ἔλεγον. Phil. 15, a καθάπερ ἀρτίως ἡμεῖς εἴπομεν. Erst bei den Späteren findet sich die Verbindung mit dem Fut. App. b. Mithr. 69 ὡς ἄρτι δὴ κριθησόμενος.
[*] 499. *)/hdh.
Ἤδη entspricht in seinem Gebrauche ganz dem lat. iam13） und wird erstens, und zwar am häufigsten, von dem gebraucht, was schon, bereits geschieht oder geschah, ehe es erwartet wurde oder ehe etwas anderes geschah; zweitens von dem, was sofort, sogleich geschieht; drittens von dem, was nunmehr (zufolge der vorausgegangenen Handlungen) geschieht. a) *t, 122 ἤδη ἀνὴρ γέγον̓ ἐσθλός, ὃς Ἀργείοισιν ἀνάξει, ist schon geboren. u, 90 οὐκ ἐφάμην ὄναρ ἔμμεναι, ἀλλ᾽ ὕπαρ ἤδη. 94 δόκησε δέ οἱ κατὰ θυμὸν | ἤδη γιγνώσκουσα παρεστάμεναι. S. Ph. 466 ἤδη, τέκνον, στέλλεσθε; Eur. El. 1336 ὦ πιστοτάτη, στείχεις ἤδη; X. A. 7.3.24 ἐκείνῳ δός, σχολάζει γὰρ ἤδη, ἐγὼ δὲ οὐδέπω. b, 89 ἤδη γὰρ τρίτον ἐστὶν ἔτος, . . | ἐξ οὗ ἀτέμβει θυμόν. u, 309 ἤδη γὰρ νοέω καὶ οἶδα ἕκαστα. X. C. 1.3.17 τά γε δίκαια παντάπασιν ἤδη ἀκριβῶ. *a, 250 τῷ δ̓ ἤδη δύο μὲν γενεαὶ μερόπων ἀνθρώπων | ἐφθίαθ̓. Hdt. 1.83 καί σφι ἤδη παρεσκευασμένοισι . . ἦλθε ἄλλη ἀγγελίη. X. C. 7.1.5 ἐπεὶ δὲ ἤδη προεληλύθεσαν ὡς εἴκοσι σταδίους, ἤρχοντο ἤδη τὸ τῶν πολεμίων στράτευμα ἀντιπροσιὸν παρορᾶν. An. 6. 1, 32 καὶ νῦν Δέξιππος ἤδη διέβαλλεν αὐτὸν πρὸς Ἀναξίβιον, jetzt schon. 7. 1, 8 καὶ νῦν τινες ἤδη σὲ αἰτιῶνται. Pl. Ap. 18, c εἰσὶν οὗτοι οἱ κατήγοροι πολλοὶ καὶ πολὺν χρόνον ἤδη κατηγορηκότες. *a, 260 ἤδη γάρ ποτ᾽ ἐγὼ καὶ ἀρείοσιν ἠέ περ ὑμῖν | ἀνδράσιν ὡμίλησα, schon manchmal. P. Symp. 216e ἐγὼ ἤδη ποτ᾽ εἶδον. S. OR. 1299 ὦ δεινότατον πάντων ὅσ᾽ ἐγὼ | προσέκυρσ᾽ ἤδη, quae iam (= adhuc) expertus sum, bisher. Steht eine gegenwärtig bereits stattfindende Handlung im Gegensatze zu einer zukünftigen, so lässt sich ἤδη oft mit für jetzt, in praesens übersetzen. X. Cy. 4. 1, 2 ἐγὼ δὲ ξύμπαντας μὲν ὑμᾶς ἤδη ἐπαινῶ: ὧν δ̓ ἕκαστος ἄξιος. . . τὴν ἀξίαν ἑκάστῳ πειράσομαι ἀποδιδόναι. Vgl. 4. An. 1. 4, 16. Cy. 7. 2, 26 ἀποδίδωμι ἤδη γυναῖκα ἔχειν ἣν εἶχες. — b) u, 315 εἰ δ̓ ἤδη μ̓ αὐτὸν κτεῖναι μενεαίνετε χαλκῷ, | καί κε τὸ βουλοίμην, iam, sofort. Ar. R. 527 οὐ τάχ̓, ἀλλ᾽ ἤδη ποιῶ. X. A. 1.3.11 ἕως τε μένομεν αὐτοῦ, σκεπτέον μοι δοκεῖ εἶναι, ὅπως ἀσφαλέστατα μενοῦμεν, εἴ τε ἤδη δοκεῖ ἀπιέναι, ὅπως ἀσφαλέστατα ἄπιμεν. Vgl. 2. 2, 1. 3. 1, 46. 7. 1, 8 ἠσπάζετο αὐτὸν ὡς ἀποπλευσόμενος ἤδη. Dem. 18.10 ἀναστάντες καταψηφίσασθε ἤδη. — c) a, 303 αὐτὰρ ἐγὼν ἐπὶ νῆα θοὴν κατελεύσομαι ἤδη, nunmehr (nachdem ich dir diese Weisungen gegeben habe). *a, 98 φρονέω δὲ διακρινθήμεναι ἤδη | Ἀργείους καὶ Τρῶας. u, 333 νῦν δ̓ ἤδη τόδε δῆλον, ὅ τ̓ οὐκέτι νόστιμός ἐστιν, jetzt nunmehr (nach der erfolglosen Reise Telemachs). *p, 844 ἤδη νῦν, Ἕκτορ, μεγάλ᾽ εὔχεο, nunmehr (nach deinem Siege) jetzt (der Gegensatz folgt 852). k, 472 δαιμόνἰ, ἤδη νῦν μιμνήσκεο πατρίδος αἴης, jetzt nunmehr, d. i. jetzt endlich. Vgl. o, 65. π, 168. S. OC. 103 ἀλλά μοι, θεαί, | βίου . . δότε | πέρασιν ἤδη καὶ καταστροφήν τινα. Plut. Flam. 20 ἀναπαύσωμεν ἤδη ποτὲ τὴν πολλὴν φροντίδα Ῥωμαίων, tandem aliquando. P. Prot. 361e νῦν δ̓ ὥρα ήδη καὶ ἐπ᾽ ἄλλο τι τρέπεσθαι, jetzt nunmehr (nach dieser langen Unterredung). X. Ag. 1, 6 ὅσα γε μὴν ἐν τῇ βασιλείᾳ διεπράξατο, νῦν ἤδη διηγήσομαι. Eur. Tr. 234 δοῦλαι γὰρ δὴ | Δωρίδος ἐσμὲν χθονὸς ἤδη. J. T. 1079 σὸν ἔργον ἤδη καὶ σὸν εἰσβαίνειν δόμους. P. Prot. 316c τοῦτ᾽ οὖν ἤδη σὺ σκόπει. S. OC. 1619 τοῦδε τἀνδρὸς ἔσχεθ̓, οὗ τητώμεναι | τὸ λοιπὸν ἤδη τὸν βίον διάξετον, künftig nunmehr (nachdem ich der Erde entrückt bin), wie lat. posthac iam. Vgl. Tr. 168. 921. Ph. 454. Eur. Andr. 1258. Pl. Ap. 41, c ἤδη τὸν λοιπὸν χρόνον ἀθάνατοί εἰσιν. Th. 1.18 καὶ τῶν ἄλλων Ἑλλήνων εἴ τινές που διασταῖεν, πρὸς τούτους ἤδη ἐχώρουν, schlossen sie sich nunmehr (seitdem die Möglichkeit zum Anschlusse vorhanden war) an diese an. X. H. 2.4.1 Θηραμένης μὲν δὴ οὕτως ἀπέθανεν: οἱ δὲ τριάκοντα, ὡς ἐξὸν ἤδη αὐτοῖς τυραννεῖν ἀδεῶς, προεῖπον κτλ. Cy. 7. 5, 58 ποιήσας δὲ τοῦτο τὰ ἄλλα ἤδη ἤρχετο διοικεῖν. Eur. Hel. 914 ἤδη τὰ τοῦ θεοῦ καὶ τὰ τοῦ πατρὸς σκόπει, nunmehr = ferner. Heracl. 214 ἃ δ̓ ἐκτὸς ἤδη τοῦ προσήκοντός σε δεῖ | τῖσαι λέγω σοι παισί. Ἐνταῦθ᾽ ἤδη, τότε ἤδη, da vollends oder: dann erst, tum demum, οὕτως ἤδη, ita demum. Th. 4.35 ὡς δὲ ἐνέδοσαν, ἐνταῦθα ἤδη πολλῷ ἔτι πλέονι βοῇ τεθαρσηκότες οἱ ψιλοὶ ἐπέκειντο. X. M. 2.9.7 ἐπεὶ δὲ τοῦτό τε καὶ ἄλλα τοιαῦτα ὁ Ἀρχέδημος διεπράξατο, ἤδη τότε . . πολλοὶ τῶν φίλων ἐδέοντο, da vollends, s. das. Kühners Bmrk. Dem. 18.292 ταῦτά μοι δεῖξον, καὶ τότ᾽ ἤδη κατηγόρει μου, dann erst. Vgl. Andoc. 1.9. Aeschin. 1.23. Th. 5.76 ἐβούλοντο δὲ πρῶτον σπονδὰς ποιήσαντες πρὸς τοὺς Λακεδαιμονίους αὖθις ὕστερον καὶ ξυμμαχίαν, καὶ οὕτως ἤδη τῷ δήμῳ ἐπιτίθεσθαι. Vgl. 5, 38. 6, 48. Symp. 199, b.
Aus der zeitlichen Bedeutung von ἤδη: schon, sofort, nunmehr entwickeln sich verschiedene übertragene Bedeutungen. a) Selten wird das zeitliche schon auf den Raum übertragen. Hdt. 3.5 ἀπὸ ταύτης (τῆς λίμνης) ἤδη Αἴγυπτος, von diesem See ab beginnt schon Ägypten (sobald man ihn hinter sich hat, ist man schon in Ägypten). Vgl. 4, 99. 7, 176 ἐκ δὲ τοῦ στεινοῦ τῆς Εὐβοίης ἤδη τὸ Ἀρτεμίσιον δέκεται αἰγιαλός. Th. 3.95 καὶ Φωκεῦσιν ἤδη ὅμορος ἡ Βοιωτία ἐστίν, s. das. Classen. Eur. Hipp. 1200. Öfter drückt ἤδη, entsprechend dem lat. iam oder etiam (= et iam) eine Steigerung aus: gar, vollends. Hdt. 2.148 τὸν (λαβύρινθον) ἐγὼ ἤδη εἶδον λόγου μέζω, schon unsäglich gross, d. i. ganz unsäglich gross. 8, 105 Ἑρμότιμος ἦν, τῷ μεγίστη τίσις ἤδη ἀδικηθέντι ἐγίνετο. 106 ὦ πάντων ἀνδρῶν ἤδη μάλιστα ἀπ᾽ ἔργων ἀνοσιωτάτων τὸν βίον κτησάμενε, ubi v. Baehr. X. H. 3.5.14, ubi v. Breitenb. 5. 1, 4. Ar. Ach. 312 ταῦτα δὴ τολμᾷς λέγειν | ἐμφανῶς ἤδη πρὸς ἡμᾶς; = sogar. 315 τοῦτο τοὖπος δεινὸν ἤδη, vollends unerhört. Vgl. V. 426. S. El. 92 τὰ δὲ παννυχίδων ἤδη στυγεραὶ | ξυνίσασ᾽ εὐναὶ μογερῶν οἴκων, | ὅσα τὸν δύστηνον ἐμὸν θρηνῶ | πατέρα “atque vigilias demum si commemorem” Ellendt-Genthe, L. S. 305. X. Hier. 7, 3 οἷς ἂν ἐμφύῃ τιμῆς τε καὶ ἐπαίνου ἔρως, οὗτοί εἰσιν ἤδη οἱ πλεῖστον τῶν βοσκημάτων διαφέροντες. Comm. 2. 1, 14 τοῦτο μέντοι ἤδη λέγεις δεινὸν πάλαισμα “Wahrlich das ist mir erst eine recht meisterliche Finte”, s. das. Kühners Bmrk. P. Phaedr. 260c παγγέλοιόν γ̓ ἂν ἤδη εἴη. Symp. 204, b δῆλον δὴ τοῦτό γε ἤδη καὶ παιδί, sogar auch einem Kinde. X. M. 2.1.5 ἆρ᾽ οὐκ ἤδη τοῦτο κακοδαιμονῶντός ἐστιν; Vgl. Ag. 5, 4. So auch οὐ μόνον . . ἀλλ᾽ ἤδη X. C. 8.8.16, nicht nur, sondern sogar. — b) Zuweilen wird mit ἤδη (sofort) ein gleich zur Hand liegendes Beispiel eingeführt, ähnlich wie mit dem häufigeren αὐτίκα, vgl. § 497, 5. S. 115. Hdt. 2.15 εἰ ὦν βουλόμεθα γνώμῃσι τῇσι Ἰώνων χρᾶσθαι τὰ περὶ Αἴγυπτον . . ἀποδεικνύοιμεν ἂν τούτῳ τῷ λόγῳ χρεώμενοι Αἰγυπτίοισι οὐκ ἐοῦσαν πρότερον χώρην: ἤδη γάρ σφι τό γε Δέλτα ἐστὶ κατάρρυτόν τε καὶ νεωστὶ ἀναπεφηνός, gleich das (eben besprochene) Delta. Vgl. 4, 45. X. conv. 5, 5 οὕτω μὲν τοίνυν ἤδη οἱ ἐμοὶ ὀφθαλμοὶ καλλίονες ἂν τῶν σῶν εἴησαν, so dürften demnach z. B. gleich meine Augen schöner sein als die deinigen. — c) Aus dem zeitlichen nunmehr entwickelt sich ein folgerndes nunmehr, d. i. wie sich nunmehr (aus dem Gesagten) ergiebt, daher: hiernach. Hdt. 6.53 ἤδη ὦν ὀρθῷ λόγῳ χρεωμένῳ μέχρι Περσέος ὀρθῶς εἴρηταί μοι, hiernach also habe ich mit gutem Grunde gesagt. 7, 184 ἤδη ὦν ἄνδρες ἂν εἶεν ἐν αὐτοῖσι τέσσερες μυριάδες καὶ εἴκοσι. Vgl. 2, 144. X. A. 4.7.6 τὸ λοιπὸν οὖν ἤδη γίγνεται ὡς ἡμίπλεθρον. Ap. 18 πῶς οὐκ ἂν ἤδη δικαίως καὶ ὑπὸ θεῶν καὶ ὑπ᾽ ἀνθρώπων ἐπαινοίμην; wie sollte ich hiernach (zufolge des eben Dargelegten) nicht mit Recht gelobt werden? Zuweilen in dem abgeschwächten Sinne eines nun. X. M. 3.5.1 ἐπισκοπῶμεν, ὅπου ἤδη τὸ δυνατόν ἐστιν, worin denn nun eigentlich die Möglichkeit liegt. Vgl. Kühner z. d. St. Hipp. 3, 4 καὶ οὕτως, ὅσα ἐστὶν ἤδη ἐν ἵππῳ ἀναβεβαμένῳ, πάντα ἐπιδεδειγμένα ἔσται. Wie beim Übergange zu einem neuen Gedanken (ferner), so erscheint ἤδη bei Herodot auch bei ergänzender Einführung eines abweichenden Berichts. Hdt. 4.77 καίτοι τινὰ ἤδη ἤκουσα λόγον ἅλλον, doch habe ich auch noch eine andere Geschichte gehört. 7, 35 ἤδη δὲ ἤκουσα, ὡς κτλ. Vgl. 55 extr. 2, 175 ἤδη δέ τινες λέγουσι ὡς ἄνθρωπος διεφθάρη. 9, 84. 95.
[*] 500. Konfirmatives dh/.
Δή, von gleicher Wurzel mit dem lat. iam, got. u. ahd. ju, jetzt, schon, lit. jaú, schon, ja14), mit denen es auch im Gebrauche vielfach übereinstimmt, hat ursprünglich temporale Bedeutung = schon, nunmehr; aus dieser entwickelte sich die bildliche, in der es auf bereits (iam) Bekanntes, Offenbares, Augenscheinliches hinweist, so dass es sich oft durch gewiss, offenbar erklären lässt. Es tritt nie an die Spitze des Satzes ausser in der epischen Sprache, sowie auch in der lyrischen in gewissen Verbindungen, nämlich: δὴ τότε oft bei den Epikern, besonders im Nachsatze (zuweilen auch einem vorangeh. μέν entsprechend, als: n, 92 πρὶν μέν . ., δὴ τότε γε, vgl. ο, 228), vereinzelt bei den Lyrikern, als: Pind. O. 3, 25. Aesch. S. 214, nachgeahmt Ar. Av. 985; δὴ τόθεν Pind. N. 9, 17; δὴ γάρ oft b. d. Epikern, z. B. *n, 517. a, 194. k, 160. p, 280; δὴ πάμπαν Τ, 342 (s. Nr. 2), sondern lehnt sich in der Regel an dasjenige Wort des Satzes an, auf dessen Begriff es den meisten Einfluss hat; eine Ausnahme machen die Encliticae, denen δή voranzugehen pflegt, als: δή που (δήπου), δή ποθεν (δήποθεν), δή ποτε (δήποτε), δή πουθεν, δή τις, oft auch die Präpositionen u. der Artikel, als: πρὸς δὴ τοῦτο P. Phaed. 87b. ἀπὸ δὴ θαυμαστῆς ἐλπίδος 98, b. μετὰ δὴ ταῦτα civ. 458, d, ubi v. Schneider15). So hat es gewissermassen die Kraft eines Adverbs verloren und die Natur eines Suffixes angenommen, indem es nicht, wie die eigentlichen Adverbien, unmittelbar auf das Prädikat bezogen wird — es müsste denn sein, dass es sich an das Prädikat selbst angelehnt hätte, als: X. C. 3.2.12 νῦν δ̓ ὁρᾶτε δή, ἐν οἵῳ ἐστέ — sondern als Suffix nur mittelbar, d. h. erst mittels des Wortes, dem es sich beigesellt hat. In Nebensätzen nimmt es, wenn es auf den ganzen Gedanken zu beziehen ist, seine Stellung hinter der einleitenden Konjunktion oder dem Relative ein. Daraus, dass es sich meistenteils einem einzelnen Worte anschliesst, hat sich sein determinativer Gebrauch entwickelt, indem es häufig dazu dient, einen Begriff nachdrücklich hervorzuheben, und so ist es gekommen, dass es in den Demonstrativen ὅδε, ἥδε, τόδε, τοιόσδε, τοσόσδε, τηλικόσδε in geschwächter Form zu einer blossen Enklitika herabgesunken ist.
Die temporale Bedeutung tritt deutlich da hervor, wo δή den Satz beginnt, wie *o, 437 Τεῦκρε πέπον, δὴ νῶιν ἀπέκτατο πιστὸς ἑταῖρος, soeben; in den Verbindungen δὴ τότε, δή πάμπαν und δὴ γάρ, in denen δή gegen seine Gewohnheit die erste Stelle einnimmt (s. Nr. 1). *a, 475 ἦμος δ̓ ἠέλιος κατέδυ . ., | δὴ τότε κοιμήσαντο, da nunmehr. Vgl. *m, 17. *t, 342 δὴ πάμπαν. a, 194 δὴ γάρ μιν ἔφαντ̓ ἐπιδήμιον εἶναι, denn schon. *n, 122 δὴ γὰρ μέγα νεῖκος ὄρωρεν, denn nunmehr. Vgl. Ρ, 546 u. s. — Ferner in der Verbindung δὴ αὖτε, schon wieder, nunmehr wieder, nun wieder (dafür will Buttmann im Lexilog. II. S. 231 δεῦτε schreiben und nicht in der gewöhnlichen Bedeutung kommt her, sondern in der Bedeutung hört Leute! oder seht doch aufgefasst wissen); übrigens schwanken die Lesarten zwischen δ̓ αὖτε, δηῦτε, δ̓ ηὖτε. *a, 340 εἴ ποτε δὴ αὖτε | χρειὼ ἐμεῖο γένηται, wie Bekker richtig st. δ̓ αὖτε schreibt; δὴ αὖτε ist mit Synizese zn lesen, wie auch Α, 540 Bekker schreibt τίς δὴ αὖ st. τίς δ̓ αὖ; durch δή wird ποτέ hervorgehoben, wie 394 εἴ ποτε δή τι . . ὤνησας, vgl. 503. *h, 448 οὐχ ὁράᾳς, ὅτι δὴ αὖτε . . Ἀχαιοὶ | τεῖχος ἐτειχίσσαντο (so Bekk. st. δ̓ αὖτε); δηὖτε ist durch Krasis entstanden, s. Apollon. de conj. p. 495. Anacr. fr. 15 Bergk (b. Athen. 599, c) σφαίρῃ δηὖτέ με πορφυρέῃ βάλλων . . Ἔρως | συμπαίζειν προκαλεῖται. fr. 45 (b. Hephaest. p. 68) μεγάλῳ δηὖτέ μ̓ Ἔρως ἔκοψεν. fr. 60 (b. Heph. p. 70) παρὰ δηὖτε Πυθόμανδρον | κατέδυν st. παρὰ Π. δὴ αὖτε, s. Nr. 1, vgl. fr. 91 (b. Strabo 14, p. 661). fr. 17 (Heph. p. 130) ἀρθεὶς δηὖτ᾽ ἀπὸ Λευκάδος | πέτρης. Ebenso fr. 67 (Heph. p. 39) μνᾶται δηὖτε φαλακρὸς Ἄλεξις. Alcm. b. Ath. 600 f. Ἔρος με δαὖτε (so Bergk st. δ̓ αὖτε, d. i. δὴ αὖτε) . . ἰαίνει. Sapph. 1, 15 ff. ἤρἐ, ὄττι δηὖτε πέπονθα κὤττι | δηὖτε κάλημι: | . . τίνα δηὖτε Πείθω | μαῖς ἄγην ἐς σὰν φιλότατα; — Ferner καὶ δή oft = καὶ ἤδη, und schon, auch schon, aber auch (indem der in καί liegende Begriff der Steigerung zurücktritt), dem einfachen ἤδη nahekommend, namentlich wenn καὶ δή in der Mitte des Satzes steht oder den Nebensatz einleitet. *o, 251 καὶ δὴ ἔγωγ᾽ ἐφάμην . . δῶμ᾽ Ἀίδαο | ἤματι τῷδ᾽ ἵξεσθαι, und schon. *b, 135 καὶ δὴ δοῦρα σέσηπε. *e, 175 ὅστις ὅδε κρατέει καὶ δὴ κακὰ πολλὰ ἔοργεν. S. Ai. 49 Od. ἦ καὶ παρέστη . .; Ath. καὶ δὴ ᾿πὶ δισσαῖς ἦν στρατηγίσιν πύλαις, = ἤδη. Vgl. 544. In der Mitte des Satzes: Hdt. 9.66 προτερέων δὲ τῆς ὁδοῦ ὁρᾷ καὶ δὴ φεύγοντας τοὺς Πέρσας, auch schon. 4, 102 τῶν δὲ καὶ δὴ οἱ βασιλέες συνελθόντες ἐβουλεύοντο, vgl. Stein z. d. St. Cy. 2. 4, 17 ὁπότε θηρῴης καὶ δὴ δύο ἡμέρας. 3. 1, 2 λέγοντες, ὅτι καὶ δὴ αὐτὸς ὁμοῦ. 3. 3, 43 οἱ δ̓ Ἀσσύριοι καὶ δὴ ἠριστηκότες ἐξῇσάν τε θρασέως καὶ παρετάττοντο ἐρρωμένως = ἤδη. 4. 4, 11. 6. 3, 14. Hell. 4. 2, 13. Am Schlusse des Satzes: Ar. P. 942 ὁ γὰρ βωμὸς θύρασι καὶ δή. S. OC. 173 Oed. πρόσθιγέ νύν μου. Ant. ψαύω καὶ δή. Zu Anfang des Nachsatzes: X. A. 1.10.10 ἐν ᾦ δὲ ταῦτα ἐβουλεύοντο, καὶ δὴ βασιλεὺς . . κατέστησεν ἀντίαν τὴν φάλαγγα. Hdt. 9.7 ἐπεί τε ἐξεμάθετε τὸ ἡμέτερον φρόνημα . ., καὶ δὴ λόγον οὐδένα τῶν Ἀθηναίων ποιέεσθε. 7, 164 ἐπεὶ οἱ Ἕλληνες ἐπεκράτησαν . ., καὶ δὴ καὶ ἐκεῖνος ἀπίκετο, da kam nunmehr auch jener. In diesem Falle zeigt καί, auch, etiam, an, dass die Handlung des Nachsatzes mit der des Vordersatzes zugleich eintritt, wie von Homer an καί im Nachsatze gebraucht wird, vgl. b, 108 ἀλλ᾽ ὅτε τέτρατον ἦλθεν ἔτος . ., καὶ τότε δή τις ἔειπε. — Auch wenn καὶ δή von einer Annahme oder Fallsetzung, dass etwas stattfinde, gebraucht wird, behält δή seine Grundbedeutung, indem das bloss Angenommene als etwas bereits stattfindendes gesetzt wird; daher steht in der Regel der Indikativ, s. § 391, 1. — Doch geht in der Verbindung καὶ δή die temporale Bedeutung häufig in die bildliche über: Pl. Hipp. 1. 289, c τοῦτ᾽ ἔγωγε: καὶ δὴ . . ἀληθῆ ἐρεῖ, und offenbar. Ap. 41, b καὶ δὴ τὸ μέγιστον, und vollends das Wichtigste. Nach einer Aufforderung oft die zustimmende Antwort einleitend: nun also, nun denn, vgl. Nr. 4. S. El. 317 El. ἱστόρει τί σοι φίλον. Ch. καὶ δή ς᾿ ἐρωτῶ. Vgl. 558. Ant. 244 Kr. οὔκουν ἐρεῖς ποτ̓, εἶτ᾽ ἀπαλλαχθεὶς ἄπει; Wächt. καὶ δὴ λέγω σοι. Ar. Av. 175 βλέψον κάτω. Καὶ δὴ βλέπω. — Die Verbindung καὶ δὴ καί, und so denn auch, wird gebraucht, wenn eine vorausgegangene allgemeine Behauptung auf einen besonderen Fall angewandt wird. Pl. Ap. 21, a ἴστε δὴ οἷος ἦν Χαιρεφῶν, ὡς σφοδρὸς ἐφ᾽ ὅ τι ὁρμήσειε: καὶ δή ποτε καὶ εἰς Δελφοὺς ἐλθὼν ἐτόλμησε τοῦτο μαντεύσασθαι. Civ. 328, e. X. C. 4.2.1. Oft mit vorausgehendem τέ oder καί in dem Sinne des lat. cum . . tum vero. Pl. civ. 357, a Γλαύκων ἀεί τε ἀνδρειότατος ὢν τυγχάνει πρὸς ἅπαντα, καὶ δὴ καὶ τότε τοῦ Θρασυμάχου τὴν ἀπόρρησιν οὐκ ἀπεδέξατο. Besonders ἄλλος τε . . καὶ δὴ καί. Hdt. 6.137 τοὺς δὲ οὕτω δὴ ἐκχωρήσαντας ἄλλα τε σχεῖν χωρία καὶ δὴ καὶ Λῆμνον. Pl. Io 530, b ἔν τε ἄλλοις ποιηταῖς διατρίβειν πολλοῖς κἀγαθοῖς καὶ δὴ καὶ μάλιστα ἐν Ὁμήρῳ, ubi v. Stallb. Polit. 268, e. 270, c. X. C. 1.6.21. P. Gorg. 526e παρακαλῶ καὶ τοὺς ἄλλους πάντας ἀνθρώπους . . καὶ δὴ καὶ σὲ ἀντιπαρακαλῶ. Phaed. 116, c. (Lycurg. 95 ἐπὶ τὴν ἄλλην χώραν καὶ δὴ καὶ πρὸς πόλιν τινά ist vielleicht ἐπὶ τήν τ᾽ ἄλλην zu lesen). — An vielen Stellen könnte st. δή auch ἤδη gebraucht sein. *b, 117 ὃς δὴ πολλάων πολίων κατέλυσε κάρηνα | ἠδ᾽ ἔτι καὶ λύσει. 134 ἐννέα δὴ βεβάασι Διὸς μεγάλου ἐνιαυτοί, | καὶ δὴ δοῦρα σέσηπε νεῶν. 272 ἦ δὴ μυρί᾽ Ὀδυσσεὺς ἐσθλὰ ἔοργεν . ., νῦν δὲ τόδε μέγ᾽ ἄριστον . . ἔρεξεν. *a, 388 ἠπείλησεν μῦθον, ὃ δὴ τετελεσμένος ἐστίν. P. Phaed. 60c ἐπειδὴ ὑπὸ τοῦ δεσμοῦ ἦν ἐν τῷ σκέλει πρότερον τὸ ἀλγεινόν, ἥκειν δὴ φαίνεται ἐπακολουθοῦν τὸ ἡδύ. Daher häufig in Verbindungen wie νῦν δή, τέλος δή, ὀψὲ δή, νεωστὶ δή, ὕστερον δή u. dgl.
Beispiele von δή in der abgeleiteten Bedeutung offenbar, bekanntlich, ja: *g, 457 νίκη μὲν δὴ φαίνετ᾽ Ἀρηϊφίλου Μενελάου. Hdt. 1.4 τὸ δὲ ἀπὸ τούτου Ἕλληνας δὴ μεγάλως αἰτίους γενέσθαι . .: δῆλα γὰρ δή, ὅτι, εἰ μὴ αὐταὶ ἐβούλοντο, οὐκ ἂν ἡρπάζοντο: σφέας μὲν δὴ . . λέγουσι Πέρσαι ἁρπαζομενέων τῶν γυναικῶν λόγον οὐδένα ποιήσασθαι. (Über δῆλα δή vgl. P. Crit. 48b δῆλα δὴ καὶ ταῦτα. Civ. 387, c. Prot. 309, a. Euthyphr. 4, b). X. A. 1.1.4 Παρύσατις μὲν δὴ ἡ μήτηρ ὑπῆρχε τῷ Κύρῳ. Vgl. 1. 2, 3. 5. 1, 5. Pl. ap. 21, a καὶ ἴστε δή, οἷος ἦν Χαιρεφῶν, ὡς σφοδρός, ἐφ᾽ ὅ τι ὁρμήσειε. 27, c οὐχ οὕτως ἔχει; ἔχει δή, offenbar. So oft in Antworten. Vgl. P. Prot. 359c πότερον . .; Λέγεται δή. Prot. 311, e σοφιστὴν δή τοι ὀνομάζουσί γε τὸν ἄνδρα εἶναι = ὡς δῆλόν ἐστι. Hdt. 1.34 ἦσαν τῷ Κροίσῳ δύο παῖδες, τῶν οὕτερος μὲν διέφθαρτο: ἦν γὰρ δὴ κωφός. X. M. 2.1.21 ἐν τῷ συγγράμματι τῷ περὶ τοῦ Ἡρακλέους, ὅπερ δὴ καὶ πλείστοις ἐπιδείκνυται, quod, uti constat inter omnes, recitat. Vgl. 2. 2, 3. 3. 5, 11. Hier. 11, 8. 1, 1 ὁποῖα δή, das, was, wie du sagst, δή in Beziehung auf die vorangehenden Worte, vgl. Nr. 4. Pl. civ. 467, b οἷα δή, dergleichen bekanntlich. Phaedr. 242, a σχεδὸν ἤδη μεσημβρία ἵσταται ἡ δὴ καλουμένη σταθερά. Vgl. X. A. 1.8.10. Oft wird es in affektvoller Rede gebraucht16). *r, 34 νῦν μὲν δή . . ἦ μάλα τίσεις | γνωτὸν ἐμόν, τὸν ἔπεφνες, jetzt fürwahr nun sollst du für meinen Bruder büssen, vgl. 556. Auch in der Ironie (κατ᾽ ἀντίφρασιν), indem das, was nicht ist oder nicht möglich oder nicht wahrscheinlich ist, so ausgesagt wird, als ob es etwas Ausgemachtes wäre. *a, 110 καὶ νῦν ἐν Δαναοῖσι θεοπροπέων ἀγορεύεις, | ὡς δὴ τοῦδ᾽ ἕνεκά σφιν ἑκήβολος ἄλγεα τεύχει, | οὕνεκ᾽ ἐγὼ κούρης Χρυσηίδος ἀγλά᾽ ἄποινα | οὐκ ἔθελον δέξασθαι, offenbar nur darum, scilicet. So besonders εἰ ἐτεὸν δή, wie *n, 375. Μ, 233. Th. 3.10 ἡμεῖς δὲ αὐτόνομοι δὴ ὄντες καὶ ἐλεύθεροι τῷ ὀνόματι ξυνεστρατεύσαμεν. 6, 80 κάλλιον . . τοὺς Ἀθηναίους, φίλους δὴ ὄντας, μὴ ἐᾶσαι ἁμαρτεῖν, die ja bekanntlich eure guten Freunde sind. Vgl. 4. 46, 5. 6. 10, 5. 54, 4. Ebenso mit ironischer Färbung X. H. 5.4.6 εἰσήγαγε τὰς ἑταίρας δή, (“die bewussten Hetären”), eos, qui scilicet erant meretricum loco, s. Breitenb. P. Prot. 342c φιλογυμναστοῦσι καὶ βραχείας ἀναβολὰς (tunicas) φοροῦσιν, ὡς δὴ τούτοις κρατοῦντας τῶν Ἑλλήνων τοὺς Λακεδαιμονίους, scilicet credentes his rebus Lacedaemonios superiores esse ceteris Graecis. Pl. ap. 27, a ἆρα γνώσεται Σωκράτης ὁ σοφὸς δή “sapiens scilicet ille.”
Da δή überall etwas bereits Erkanntes, Offenbares bezeichnet, so wird es sehr häufig so gebraucht, dass es auf vorher Genanntes oder Angeführtes hinweist. So oft bei Historikern, wenn sie nach Beendigung einer Erzählung das Ergebnis derselben kurz zusammenfassen. Hdt. 1.14 τὴν μὲν δὴ τυραννίδα οὕτω ἔσχον οἱ Μερμνάδαι τοὺς Ἡρακλείδας ἀπελόμενοι. Th. 2.4 οἱ μὲν δὴ ἐν τῇ Πλαταίᾳ οὕτως ἐπεπράγεσαν. X. C. 1.4.17. 5, 5. Zugleich mit dem Übergange zu einer neuen Erzählung durch μὲν δή . . δέ. Hdt. 1.32 Σόλων μὲν δὴ εὐδαιμονίης δευτερεῖα ἔνεμε τούτοισι: Κροῖσος δὲ σπερχθεὶς εἶπε. Überhaupt oft, wie igitur, bei einem Übergange zu einem neuen Gedanken, wie P. Phaedr. 238d ὃ μὲν δὴ τυγχάνει ὂν περὶ οὗ βουλευτέον, εἴρηταί τε καὶ ὥρισται: βλέποντες δὲ δὴ πρὸς αὐτὸ τὰ λοιπὰ λέγωμεν. X. A. 2.5.1017). Ferner wird durch δή oft nach längeren Zwischensätzen früher Gesagtes wieder aufgenommen. Th. 1.127 τοῦτο δὴ τὸ ἄγος οἱ Λακεδαιμόνιοι ἐκέλευον ἐλαύνειν, nachdem die Sache vorher ausführlicher erzählt ist. Vgl. X. C. 1.3.2. Comm. 1. 2, 24. 56. 58. Seltener bei einem einzelnen erwähnten Worte, wie Hdt. 1.43 ὁ ξεῖνος, οὗτος δὴ ὁ καθαρθεὶς τὸν φόνον. Hiermit ist der Gebrauch von δή bei einer Folgerung (igitur, ergo) nahe verwandt. X. C. 5.3.4 οὕτω δὴ λαβόντες ἐκεῖνοι, ὅσα ἔδει, τἆλλα ἔδοσαν τῷ Γωβρύᾳ. Vgl. Comm. 1. 3, 14. P. Prot. 322b ἐζήτουν δή, so suchten sie denn. Phaedr. 248, e. Civ. 494, a ἐκ δὴ τούτων. Dem. 1.18 δεῖ δὴ πολλὴν καὶ διχῇ τὴν βοήθειαν εἶναι, oportet igitur. Bei einem Imperative oder adhortativen Konjunktive. X. Comm. 1. 2, 41 δίδαξον δή, so zeige also. Vgl. 3. 6, 5. Pl. Hipp. 1, 289, a ἄκουε δή. Ar. L. 312 θώμεσθα δὴ τὸ φορτίον. Bei Plato oft φέρε δή, ἴθι δή, ἔχε δή u. dgl., wenn Vorausgegangenes eingeräumt ist, und nun die Rede weiter fortschreitet oder zu einem gewissen Ergebnisse gelangt ist. Vgl. Ap. 25, d. Gorg. 460, a. 500, e. So auch in einer Frage. Hdt. 1.115 σὺ δὴ . . ἐτόλμησας τὸν τοῦδε παῖδα ἀεικείῃ τοιῇδε περισπεῖν; du also wagtest . .? in Beziehung auf die vorhergehende Erzählung. 7, 12. 17. X. R. A. 3.2 ἆρα δή τι θαυμαστόν ἐστιν, εἰ κτλ. darf man sich also verwundern? Bei Homer ἦ ἄρα δή *n, 446. Σ, 429. Nach einer Aufforderung die zustimmende Antwort einleitend (vgl. καὶ δή Nr. 2). P. Gorg. 448b Prot. ἐρώτα. Ch. ἐρωτῶ δή, so frage ich denn.
Da δή bereits Bekanntes bezeichnet und sich dem Worte, das für dasselbe das bedeutungsvollste ist, anschliesst, so übernimmt es zugleich gewissermassen das Amt eines Suffixes, durch das ein Begriff vor den übrigen hervorgehoben und ausgezeichnet wird, was Apollon. de conj. in Bekk. An. II. p. 521 so ausdrückt: ὁ μὲν δή περιγραφήν τινα ἐδήλου. Th. 1.1 κίνησις αὕτη μεγίστη δὴ τοῖς Ἕλλησιν ἐγένετο, entschieden, ohne Zweifel die grösste. Vgl. 1, 50. 2, 64. X. A. 1.9.20 ὁμολογεῖται πρὸς πάντων κράτιστος δὴ γενέσθαι. Vgl. 1. 9, 12. 18. 22. 3. 1, 2 ἐν πολλῇ δὴ ἀπορίᾳ ἦσαν οἱ Ἕλληνες. Vgl. 7. 6, 36. Ap. 13. Th. 1.33 ὀλίγοις δή. X. A. 3.1.38 ἄνευ ἀρχόντων οὐδὲν ἂν οὔτε καλὸν οὔτε ἀγαθὸν γένοιτο, ὡς μὲν συνελόντι εἰπεῖν, οὐδαμοῦ, ἐν δὲ δὴ τοῖς πολεμικοῖς παντάπασιν (= ἐν τοῖς πολεμικοῖς δή), vollends. Cy. 4. 1, 23 νῦν δὴ σὺ δηλώσεις, εἰ ἀληθῆ ἔλεγες, gerade jetzt oder jetzt erst, nunc demum. P. Symp. 198a. Th. 2.62 πολλάκις δή. X. M. 3.7.2 ὀκνοίη δή, s. das. Kühners Bmrk. Bei Aufzählung mehrerer Wörter wird bisweilen dem letzten δή hinzugefügt, um dieses besonders hervorzuheben. Pl. civ. 367, d οἷον ὁρᾶν, ἀκούειν, φρονεῖν καὶ ὑγιαίνειν δή, und besonders gesund sein, eigtl. und offenbar, ohne Zweifel, natürlich. 493, d εἴτ᾽ ἐν γραφικῇ εἴτ᾽ ἐν μουσικῇ εἴτε δὴ ἐν πολιτικῇ (st. εἴτε ἐν π. δή). Besonders häufig bei Pronomen. Hdt. 3.155 σύ, τῷ (= ᾧ) ἐστι δύναμις τοσαύτη ἐμὲ δὴ ὧδε διαθεῖναι, me quidem, eigtl. mich, der, wie alle wissen, bei dir in so grossem Ansehen (δοκιμώτατος) steht. 1, 114 τοῦτον δή, eben diesen (den aus der vorhergehenden Erzählung bekannten). Pl. Phaedr. 227, c ἀλλ᾽ αὐτὸ δὴ τοῦτο καὶ κεκόμψευται: λέγει γάρ, ὡς χαριστέον μὴ έρῶντι μᾶλλον ἢ ἐρῶντι, aber gerade das hat er auch hübsch ausgesonnen (wie du dich gleich überzeugen wirst). Häufig ἔνθα δή, ἐνταῦθα δή, οὕτω δή, τότε δή, besonders im Nachsatze. X. A. 1.10.1 ἐνταῦθα δὴ Κύρου ἀποτέμνεται ἡ κεφαλή, tum vero, eigtl. da bekanntlich. 4. 5, 4 ἔνθα δή. 5. 5, 3 ἐντεῦθεν δή. 2. 4, 22 τότε δή. 1. 10, 5 ἐνταῦθα δή. P. Symp. 184d. e τότε δή, ubi v. Stallb. (Bei Hom. καὶ τότε δή, da nunmehr *a, 92. β. 108.) Aber auch sonst wird der Nachsatz oft dadurch hervorgehoben, dass an der Spitze desselben ein hervorzuhebendes Wort mit δή steht. X. A. 4.5.34 ἐπεὶ δ̓ ἀλλήλους ἐφιλοφρονήσαντο . ., κοινῇ δὴ ἀνηρώτων τὸν κωμάρχην, τίς εἴη ἡ χώρα. Vgl. 1. 3, 5. 8, 8. 10, 13. 3. 1, 2. 4. 2, 20. 3, 27. 5. 2, 5. Ebenso nach einem Partizipe. X. H. 4.3.2 ἐρομένου δὲ τοῦ Ἀγησιλάου . ., ἀπεκρίνατο δὴ ὁ Δερκυλίδας. Sehr häufig nach Fragpronomen. X. M. 1.3.10 καὶ τί δὴ ἰδὼν ποιοῦντα τοιαῦτα κατέγνωκας αὐτοῦ; quid tandem? Auch hier behält δή seine Grundbedeutung, wie man sieht, wenn man den Sinn des Fragsatzes auffasst: offenbar hast du ihn nichts derartiges thun sehen. Auch τί δή; allein = quid tandem? mit Verwunderung: wie in aller Welt? = das ist offenbar nicht möglich. X. M. 4.4.20. — 4. 4, 10 καὶ ποῖος δή σοι οὗτος ὁ λόγος ἐστίν; = offenbar bedeuten deine Worte nichts. Ου᾽ δή in der Frage = doch gewiss nicht? von einer Frage, auf die man eine Antwort erwartet, welche die Verneinung der Frage bestätigt. S. Ph. 900 οὐ δή σε δυσχέρεια τοῦ νοσήματος | ἔπεισεν, ὥστε μή μ̓ ἄγειν ναύτην ἔτι; El. 1202 οὐ δή ποτ᾽ ἡμῖν ξυγγενὴς ἥκεις ποθέν; Vgl. 1108 u. οὐ δήπου § 501, 1, οὔ που, οὔτι που § 587, 10. Aber nach einem Fragworte, wie ἆρα u. s. w., drückt es eine Folge aus, s. Nr. 4. In Verbindung mit den unbestimmten Pronomen, wie δή τις od. τὶς δή, δή ποτε (über d. Stellung s. Nr. 1), ´ποιός τις, ὅστις δή, ὅστις δήποτε, ὁποῖος δή, ὁποῖος δήποτε (δηποτοῦν), ὁπόσος δήποτε, ἄλλοι δή, alii, quicunque sunt, dient δή dazu, den Begriff der Unbestimmtheit zu steigern, gerade so, wie in πολλοὶ δή der Begriff der Vielheit, in ὀλίγοι δή der der Wenigkeit gesteigert wird. Eur. J. T. 946 ἔκ του δὴ χερῶν μιάσματος, infolge irgend welcher hier nicht weiter zu erörternder Blutschuld. P. Phaed. 107d ἄγειν ἐπιχειρεῖ εἰς δή τινα τόπον, ubi v. Hdrf. p. 220. 108, c. Th. 8.87 ἐς δ̓ οὖν τὴν Ἄσπενδον ᾗ τινι δὴ γνώμῃ ὁ Τισσαφέρνης ἀφικνεῖται. X. C. 3.2.26 ἐγὼ δώσω, ὅσον τις καὶ ἄλλος πλεῖστον δή ποτε ἔδωκε, je einmal. (An anderen Stellen kann δή auf das vorangehende Wort bezogen werden, wie Hdt. 1.116 μόγις δὲ δή κοτε . . εἶπε = μόγις δή, κοτέ od. ποτέ bedeuten oft: endlich einmal. Ebenso Eur. Hipp. 1181.)
Von den Verbindungen des δή mit Modaladverbien und Konjunktionen sind besonders folgende bemerkenswert: ναὶ δή (Α, 286), ἦ δή (*a, 518. *b, 337. α, 253. Aesch. Ch. 742), ἦ μάλα δή (a, 384. ι, 507), μὲν δή oder μενδή (*i, 309 χρὴ μὲν δὴ τὸν μῦθον ἀπηλεγέως ἀποειπεῖν), profecto. Beim Imper. *a, 514 νημερτὲς μὲν δή μοι ὑπόσχεο, versprich mir fürwahr doch, vgl. Ω, 650. Aesch. Ag. 1213 ἡμῖν γε μὲν δὴ πιστὰ θεσπίζειν δοκεῖς. S. El. 103 οὐ μὲν δή, vgl. Ai. 877 u. dazu Schneidew. X. Hier. 7, 11 οὔτε σὺ οὔτε ἄλλος μὲν δὴ οὐδείς, noch fürwahr ja irgend ein anderer, vgl. 2, 12. 18. Pl. Euthyphr. 10, d ἀλλὰ μὲν δὴ διότι γε φιλεῖται ὑπὸ θεῶν, φιλούμενόν ἐστι καὶ θεοφιλὲς τὸ θεοφιλές. Vgl. Hipp. 1. 290, a ibiq. Stallb. Von diesem konfirmativen μὲν δή ist das μὲν δή zu unterscheiden, dem ein folgender Satz mit δέ entgegengesetzt oder doch gedacht wird, s. Nr. 4. Durch δή (= offenbar, sicherlich) wird die Versicherung, Beteuerung gesteigert, wie in οὐ (μή) δή die Verneinung = offenbar nicht. Dem. 18.11 οὐ δή. *c, 44 δείδω, μὴ δή κτλ., ich befürchte, dass wirklich u. s. w.
Pl. civ. 335, d οὐ θερμότητος . ., οὐδὲ ξηρότητος . . οὐδὲ δὴ τοῦ ἀγαθοῦ, neque vero; μὴ δή b. Imper. od. imper. Konj. = ja nicht. *e, 684. Κ, 447. Th. 2.89 μὴ δὴ . . δείσητε. — Die Bedeutung von δή wird durch γέ verstärkt: δή γε, ganz offenbar; doch kommt diese Verbindung nur selten und kritisch sicher nur bei Späteren vor (s. L. Dindorf in Steph. Thes. 2. 1049), als: Mosch. 4, 71 ὅτε δή γε καὶ εὐφροσύνης κόρος ἐστί, quandoquidem. In der Verbindung γὲ δή wird das schon durch γέ ausgezeichnete Wort noch mehr hervorgehoben. Th. 4.78 τὴν Θεσσαλίαν ἄλλως τε οὐκ εὔπορον ἦν διιέναι ἄνευ ἀγωγοῦ καὶ μετὰ ὅπλων γε δή, und ganz besonders (und vollends) bewaffnet. Vgl. 1, 11. X. oec. 13, 4 ἦ οὖν καὶ σὺ ἄρχειν ἱκανοὺς εἶναι παιδεύεις τοὺς ἐπιτρόπους; Πειρῶμαί γε δή, ich versuche es wenigstens, wie ich versichern kann. P. Phaedr. 242d λέγεταί γε δή, dicitur quidem certe. Bei Aufzählung mehrerer Gegenstände, um einen vor den übrigen hervorzuheben. X. oec. 5, 20 καὶ βοῶν καὶ προβάτων καὶ ὑπὲρ πάντων γε δὴ τῶν κτημάτων, vgl. P. Theaet. 156b, ubi v. Stallb. Noch nachdrücklicher γέ τοι δή, vgl. P. Phaedr. 264b; μή τί γε δή, geschweige denn. Dem. 2.23 οὐκ ἔνι δ̓ αὐτὸν ἀργοῦντα οὐδὲ φίλοις ἐπιτάττειν ὑπὲρ αὑτοῦ τι πονεῖν, μή τί γε δὴ θεοῖς. — Γὰρ δή, denn offenbar, ja, vgl. Hdt. 1.34. X. An. 2. 6, 2. Conv. 2, 4. Cy. 4. 4, 7. — Bei δὲ δή, ἀλλὰ δή wird durch δή der ganze Gedanke hervorgehoben (eigtl.: aber, sondern offenbar), ἀλλὰ δή oft bei einem Einwurfe. P. Phaedr. 238a ἐπιθυμίας δὲ . . ἀρξάσης ἐν ἡμῖν τῇ ἀρχῇ ὕβρις ἐπωνομάσθη: ὕβρις δὲ δὴ πολυώνυμον, bekanntlich; aber auch b. e. Übergange, wie 238, d βλέποντες δὲ δὴ πρὸς αὐτὸ τὰ λοιπὰ λέγωμεν = igitur. X. A. 6.3.16 ἀλλὰ δὴ ἐκεῖ μὲν οὔτε πλοῖά ἐστιν, at profecto, aber das ist ausgemacht, dass u. s. w., vgl. Pl. civ. 365, d (ubi v. Stallb.). Phaedr. 269, c. Noch stärker ἀλλά γε δή P. Phaedr. 262a. — Bei οὖν δή dient δή dazu, die Folgerung hervorzuheben, vgl. P. Phaedr. 237d. Sehr häufig τί οὖν δή; was nun denn? z. B. Phaed. 59, c. Gorg. 453, b. 515, e, ubi v. Stallb. Civ. 459, a πῶς οὖν δή . .; (Steht aber δὴ οὖν nach dem Fragworte, so wird dieses durch δή hervorgehoben, wie P. Phaedr. 265c πῶς δὴ οὖν αὐτὸ λέγεις;) Civ. 526, d ἀλλ᾽ οὖν δὴ πρὸς μὲν τὰ τοιαῦτα βραχύ τι ἂν ἐξαρκοῖ γεωμετρίας μόριον, aber nun (nachdem die Rede auf diesen Punkt gekommen ist) in der That (offenbar), vgl. Schneider, vgl. Phaed. 100, a. — Ebenso dient δή zur Hervorhebung in den Verbindungen: ὡς δή, dass offenbar, z. B. *a, 110 ὡς δή, ὥσπερ δή, οἷα δή, wie offenbar, natürlich, ja, wie X. C. 5.4.4. 1. 3, 2. 4. 2, 32; ὡς δή oft ironisch = quasi vero, scilicet. S. OC. 809 Cr. χωρὶς τό τ᾽ εἰπεῖν πολλὰ καὶ τὰ καίρια. Oed. ὡς δὴ σὺ βραχέα, ταῦτα δ̓ ἐν καιρῷ λέγεις quasi vero tu pauca, illa pauca autem apte dicas” Herm. Vgl. Eur. Andr. 235. Hdt. 9.59 ώς δὴ ἀποδιδρησκόντων. P. Phaedr. 228c ἐθρύπτετο ὡς δὴ οὐκ ἐπιθυμῶν λέγειν, vgl. X. conv. 8, 4 ibiq. Herbstium. Ferner: ἵνα δή, ὡς δή, ὅπως δή = damit nunmehr, oder: offenbar in der Absicht, dass, vgl. Η, 26. Hdt. 1.22. 24. 29. 32. X. conv. 1, 14. Pl. civ. 420, e; ὅτε δή, ὁπότε δή, ἐπειδή entweder temporal: als nunmehr; als, wie bekannt; nachdem nun, oder kausal: weil bekanntlich, weil ja, quoniam (aus quum iam), sintemal (aus seit einmal), franz. puisque, engl. since od. sith. Hdt. 1.114 καὶ ὅτε δὴ ἦν δεκαέτης ὁ παῖς. Th. 2.102 λέγεται Ἀλκμαίωνι . ., ὅτε δὴ ἀλᾶσθαι αὐτὸν μετὰ τὸν φόνον τῆς μητρός, τὸν Ἀπόλλω χρῆσαι. Ar. Ecc. 195. 315. P. Prot. 328d ἐπεὶ δὲ δὴ ᾐσθόμην. X. C. 2.1.1 ἐπειδὴ δὲ διέβησαν, nachdem sie nun (über die Grenzen) gegangen waren (in Beziehung auf das Vorhergehende οὕτω διέβαινον τὰ ὅρια). 1. 5, 13 ἐπειδή = da ja; — ὅτι δή, weil ja (bekanntlich), vgl. Pl. Euthyphr. 3, b; οὕνεκα δή Γ, 403. — εἰ (ἐάν) δή, wenn wirklich, vgl. *a, 61. *m, 79. b, 271. ι, 456 u. das. Nitzsch. X. M. 1.5.1. 6, 9. P. Prot. 327a, oder wenn nun in Beziehung auf vorhergehendes, wie X. M. 2.6.20.
Anmerk. Auch können in einem Satze zwei δή stehen. Th. 5.74 ἡ μὲν μάχη . . ἐγένετο, πλείστου δὴ χρόνου μεγίστη δὴ τῶν Ἑλληνικῶν. X. An. 5. 4, 25 ἐπεὶ δὲ ἄνω ἦσαν . ., ἐνταῦθα δὴ οἱ πολέμιοι ὁμοῦ δὴ πάντες γενόμενοι ἐμάχοντο. S. Nr. 5. Cy. 1. 3, 9 λαβόντα δὴ τὸν Κῦρον οὕτω μὲν δὴ εὖ κλύσαι τὸ ἔκπωμα. S. Ph. 877 f. ἐπειδὴ . . δοκεῖ | λήθη τις εἶναι κἀνάπαυλα δή, da ja . . offenbar.(Smyth 2840)
[*] 501. *dh/pou. *dh/pouqen. *dh=qen. *dh=ta. *dai/. *qh/n.
Δήπου, sicherlich wohl, vereinigt in sich zwei gewissermassen einander widersprechende Bestandteile: Versicherung und Zweifel; es stellt eine ausgemachte Behauptung mit einem gewissen Zweifel dar und eignet sich daher besonders dazu, dem ausgesprochenen Gedanken eine ironische Färbung, wie scilicet, videlicet, nimirum, zu geben. X. A. 3.2.15 νῦν δ̓, ὁπότε περὶ τῆς ὑμετέρας σωτηρίας ὁ ἀγών ἐστι, πολὺ δήπου ὑμᾶς προσήκει προθυμοτέρους εἶναι. 5. 7, 6 ἴστε δήπου, ὅθεν ἥλιος ἀνίσχει καὶ ὅπου δύεται, ihr wisst doch wohl. Vgl. 9. 7. 6, 13. 16. Th. 8.87. Ου᾽ δήπου, sicherlich nicht. Isocr. 4.63 οὐ δήπου πάτριόν ἐστιν ἡγεῖσθαι τοὺς ἐπήλυδας τῶν αὐτοχθόνων. X. C. 7.5.83. Ου᾽ δήπου in Fragen = doch sicherlich nicht? wenn man eine Antwort

References: § 94
 § 405
 § 577
 § 353
 § 395
 § 497
 § 391
 § 501
 § 587