Source: https://www.ebnerstolz.de/de/jahressteuergesetz-2018-250904.html
Timestamp: 2019-07-15 20:08:53+00:00

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Jahressteuergesetz 2018 verabschiedet - Ebner Stolz
Mit dem Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen und Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (kurz Jahressteuergesetz 2018) wurden neben den namensgebenden Regelungen zahlreiche weitere Änderungen beschlossen.
Am 8.11.2018 besch­loss der Bun­des­tag das Gesetz zur Ver­mei­dung von Umsatz­steu­er­aus­fäl­len beim Han­del mit Waren im Inter­net und zur Ände­rung wei­te­rer steu­er­li­che Vor­schrif­ten (kurz auch Jahres­steu­er­ge­setz 2018, JStG 2018, genannt) in der durch die Beschluss­emp­feh­lung des Finanz­aus­schus­ses des Bun­des­tags modi­fi­zier­ten Fas­sung. Der Bun­des­rat stimmte dem Gesetz am 23.11.2018 zu.
Das nun besch­los­sene JStG 2018 ent­hält u. a. fol­gende Rege­lun­gen:
Auf­he­bung der auf­schie­ben­den Bedin­gung in der Inkraft­t­re­tens­re­ge­lung der Steu­er­be­f­rei­ung von Sanie­rung­s­er­trä­gen nach § 3a EStG, § 7b GewStG,
Steu­er­be­f­rei­ung von Sanie­rung­s­er­trä­gen nach § 3a EStG, § 7b GewStG auch in Fäl­len, in denen die Schul­den vor dem 9.2.2017 erlas­sen wur­den (Alt­fälle), sofern der Steu­erpf­lich­tige einen ent­sp­re­chen­den Antrag stellt,
Steu­er­be­f­rei­ung der Zuschüsse des Arbeit­ge­bers zu den Auf­wen­dun­gen des Arbeit­neh­mers für Fahr­ten mit öff­ent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln im Lini­en­ver­kehr zwi­schen Woh­nung und ers­ter Tätig­keits­stätte (z. B. in Form eines Jobti­ckets), sofern diese zusätz­lich zum ohne­hin geschul­de­ten Arbeits­lohn gewährt wer­den ab 1.1.2019 (§ 3 Nr. 15 EStG),
Steu­er­be­f­rei­ung für die pri­vate Nut­zung eines betrieb­li­chen Fahr­rads oder Elek­tro­fahr­rads, das kein Kraft­fahr­zeug ist, sowohl im Falle der Nut­zung durch Arbeit­neh­mer als auch durch den Unter­neh­mer, zeit­lich befris­tete Anwen­dung von 1.1.2019 bis 31.12.2021 (§ 3 Nr. 37 EStG),
Hal­bie­rung der Bemes­sungs­grund­lage zur Ermitt­lung des Werts der Pri­vat­nut­zung eines E-Kraft­fahr­zeugs bei Erwerb zwi­schen dem 1.1.2019 und 31.12.2021 (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 und 3 EStG),
Ver­zin­s­ung des in Fäl­len des § 6b Abs. 2a EStG gewähr­ten Zah­lungs­auf­schubs durch die Raten­zah­lung des auf Ver­äu­ße­rungs­ge­winne ent­fal­len­den Steu­er­be­trags bei aus­b­lei­ben­der EU-Rein­ves­ti­tion, sofern die Ver­äu­ße­rungs­ge­winne in nach dem 31.12.2017 begin­nen­den Wirt­schafts­jah­ren ent­stan­den sind,
dau­er­hafte Abschaf­fung der Rege­lung zum antei­li­gen Ver­lust­un­ter­gang bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten bei Anteil­ser­werb nach dem 31.12.2007 als Reak­tion auf die Recht­sp­re­chung des BVerfG (§ 34 Abs. 6 Satz 1 KStG),
rück­wir­kende Anwen­dung der Sanie­rungs­klau­sel nach § 8c Abs. 1a KStG (§ 34 Abs. 6 Sätze 2 bis 4 KStG),
Ver­hin­de­rung von Umsatz­steu­er­aus­fäl­len beim Han­del mit Waren auf elek­tro­ni­schen Markt­plät­zen (§§ 22f und 25e UStG),
Fol­ge­än­de­run­gen zu dem am 1.1.2018 in Kraft get­re­te­nen Invest­ment­steu­er­re­form­ge­setz, bei­spiels­weise Teil­f­rei­stel­lung nach InvStG und Org­an­schaft (§ 15 KStG).
Stel­lung­nahme des Bun­des­rats vom 21.9.2018

References: § 3
 § 7
 § 3
 § 7
 § 6
 § 8