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Timestamp: 2020-07-03 14:38:18+00:00

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BGH, 08.11.2004 - II ZR 362/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,914
BGH, 08.11.2004 - II ZR 362/02 (https://dejure.org/2004,914)
BGH, Entscheidung vom 08.11.2004 - II ZR 362/02 (https://dejure.org/2004,914)
BGH, Entscheidung vom 08. November 2004 - II ZR 362/02 (https://dejure.org/2004,914)
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ZPO § 325; GmbHG §§ 21 ff., §§ 55 ff.
ZPO § 325; GmbHG §§ 21 ff., 55 ff.
Erfüllung der Einlagepflicht durch Zahlung auf Debet-Konto der GmbH
Voraussetzungen einer Ausfallhaftung nach Maßgabe des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG); Durchführung eines Kaduzierungsverfahrens durch den Insolvenzverwalter; Rechtskräftige Feststellung der Nichtzahlung der Einlage durch einen ...
Erfüllung der Einlagepflicht des GmbH-Gesellschafters durch Zahlung auf Debet-Konto bei freier Verfügbarkeit aufgrund Duldung der Bank
Zur Rechtskraftwirkung eines Urteils, in dem festgestellt wird, dass ein GmbH-Gesellschafter seine Einlage nicht eingezahlt hat; zur wirksamen Erfüllung der Einlagepflicht
Ausfallhaftung des von der Kaduzierung betroffenen Gesellschafters, Inhalt und Form der Kaduzierung, Kaduzierung, Kaduzierungsberechtigter, Kaduzierungsverpflichteter, Rechtsstellung des ausgeschlossenen Gesellschafters, Voraussetzungen der Kaduzierung, Wirkung der ...
ZPO § 325; GmbHG §§ 21 ff. 55 ff.
Bindung an die Feststellungen eines Urteils im Kaduzierungsverfahren bei Geltendmachung anderer Ansprüche gegen Mitgesellschafter; Anforderungen an die Erfüllung der Einlagepflicht
Einlagepflicht des GmbH-Gesellschafters
GmbHG §§ 21 ff, 55 ff; ZPO § 325
Einlageleistung eines GmbH-Gesellschafters auf debitorisch geführtes Konto
NJW-RR 2005, 338
ZIP 2005, 121
MDR 2005, 344
DNotZ 2005, 312
NZI 2005, 183
WM 2005, 132
BB 2005, 123
DB 2005, 155
NZG 2005, 180
Dies ist allerdings nicht schon dann der Fall, wenn es einem Dritten zumutbar ist, die rechtskräftige Entscheidung über ein vorgreifliches Rechtsverhältnis gegen sich gelten zu lassen (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1995 - V ZR 263/94, WM 1996, 184, 186; Urteil vom 8. November 2004 - II ZR 362/02, ZIP 2005, 121).
Da der Kapitalerhöhungsbeschluss, mit dem die förmliche Übernahme üblicherweise verbunden wird, die maßgebliche Zäsur bildet (BGHZ 150, 197, 201; Sen.Urt. v. 8. November 2004 - II ZR 362/02, ZIP 2005, 121 f.), kann grundsätzlich erst nach Eintritt dieser Voraussetzung die Einlage geleistet werden (Ehlke, ZGR 1995, 426, 428; Kort, DStR 2002, 1223, 1227).
BGH, 12.04.2011 - II ZR 17/10
GmbH: Verdeckte Sacheinlage bei Tilgung eines vom Ehegatten des Inferenten …
Bei der Leistung der Einlage auf ein debitorisches Bankkonto liegt eine Leistung zur freien Verfügung der Geschäftsführung vor, wenn die Bank eine neue Verfügung über den gutgeschriebenen Betrag zulässt (BGH, Urteil vom 8. November 2004 - II ZR 362/02, ZIP 2005, 121, 122).
Der Senat kann in der Sache nicht abschließend entscheiden, weil sich die Beklagten gegen den Grund des Anspruchs gewehrt und dabei entsprechend der Entscheidung des Senats vom 8. November 2004 (II ZR 362/02, WM 2005, 132) geltend gemacht haben, daß die Rechtskraft des Urteils in dem Rechtsstreit des Klägers gegen ihre Eltern nicht auch gegen sie wirke.
Nach § 129 Abs. 1 HGB muss der Gesellschafter ein gegen die Gesellschaft ergangenes Urteil in der Weise gegen sich gelten lassen, dass es ihm die Einwendungen nimmt, die der Gesellschaft abgesprochen worden sind (BGH, Urteile vom 13.07.1970 - VIII ZR 230/68, BGHZ 54, 255; vom 01.07.1976 - VII ZR 85/74, WM 1976, 1085; vom 08.11.2004 - II ZR 362/02, NJW-RR 2005, 338 Rn. 8;… Baumbach/Hopt, HGB, 35. Aufl., § 129 Rn. 1).
Nach dem heutigen Stand der Rechtsprechung kann bei einer Zahlung auf ein debitorisches Konto der Gesellschaft die freie Verfügbarkeit für den Geschäftsführer und die Erfüllung der Einlageverpflichtung bejaht werden, wenn der Geschäftsführer jedenfalls innerhalb nicht gekündigter Kreditlinie, insbesondere auch eines vereinbarten Überziehungskredits oder eines im Hinblick auf die Kapitalerhöhung gewährten anderweitigen Kredits, über den eingezahlten Einlagebetrag frei verfügen kann (vgl. BGH NZG 2005, 180. NJW 1991, 1294. NJW 2002, 1716 bezüglich Kapitalerhöhung. Baumbach/Hueck/Fastrich,GmbHG, 18. Aufl., § 7 GmbHG Rn.8 (S. 156)).
Der Gesellschafter erfüllt die ihn treffende Einlagepflicht, wenn er den Einlagebetrag an die Gesellschaft zur freien Verfügung der Geschäftsführer zahlt (BGH NZG 2005, 180; 2004, 618; NJW 2003, 825; 2001, 3781, 3782;… Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG, 18. Aufl., § 7, Rn. 8, und § 19, Rn. 19;… Scholz/Winter, GmbHG, 9. Aufl., § 7, Rn. 33 ff.;… Hachenburg/Ulmer, GmbHG, 8. Aufl., § 7, Rn. 34).
Aus diesem Grund wird bei Zahlung auf ein debitorisches Bankkonto der Gesellschafter von seiner Verpflichtung zur Zahlung der Stammeinlage nur dann befreit, wenn der Geschäftsführer der Gesellschaft innerhalb einer nicht gekündigten Kreditlinie frei über den Betrag verfügen kann (BGH NZG 2005, 180; 2002, 522, 523; NJW 1991, 1294, 1295;… Baumbach/Hueck/Fastrich, a.a.O., § 7, Rn. 8;… Hachenburg/Ulmer, a.a.O., § 7, Rn. 3;… Scholz/Schneider, a.a.O., § 19, Rn. 108;… Scholz/Winter, a.a.O., § 7, Rn. 37;… Lutter/Hommelhoff/Bayer, a.a.O., § 7, Rn. 18).
Wird nämlich in einem Prozess des Insolvenzverwalters gegen einen GmbH-Gesellschafter rechtskräftig festgestellt, dass der Gesellschafter seine Einlage nicht eingezahlt hat, und führt der Insolvenzverwalter daraufhin das Kaduzierungsverfahren nach § 21 GmbHG durch, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dem der Senat sich anschließt, das Gericht in dem nachfolgenden Prozess des Insolvenzverwalters gegen einen Mitgesellschafter auf Zahlung des Fehlbetrages nach § 24 GmbHG nicht an die rechtskräftige Feststellung aus dem Vorprozess gebunden (BGH, NZG 2005, 180).
Es handelt sich um einen Fall der Rechtskrafterstreckung, denn die Entscheidung wirkt nicht nur zulasten, sondern auch zugunsten des Gesellschafters (vgl. BGH vom 8.11.2004 = NJW-RR 2005, 338/339; Vollkommer in Zöller, RdNr. 35 zu § 325;… Büscher in Wieczorek/Schütze, ZPO, 3. Aufl. 2007, RdNr. 96 zu § 325).
OLG Jena, 14.06.2006 - 6 U 1021/05
Verlangen seitens des Insolvenzverwalters i.R.d. Einzahlung der Stammeinlage aus …

References: § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 129
 § 129
 BGH 
 § 7
 § 7
 § 19
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 19
 § 7
 § 7
 § 21
 § 24
 BGH 
 § 325
 § 325