Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2008/11/19
Timestamp: 2020-01-19 07:33:05+00:00

Document:
19 | November | 2008 | Archivalia
Archiv für den Tag: 19. November 2008
Die Kieler Dissertation bei Haimo Schack beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Fotografie von Kunstwerken. Der Schwerpunkt liegt auf dem Urheberrecht. Der Autor beschreibt sein Ziel so: “Im Folgenden soll zunächst untersucht werden, ob und in welchem Umfang der
an Fotografien von Kunstgegenständen untersucht” (S. 16).
Deutlich wird, wie sich der Autor in den Prämissen verheddert. Hertins Urbild-Theorie, demzufolge ein Bild geschützt ist, wenn es als erstmalige fotografische Darstellung gelten kann, scheitert an den Fotokopien. Kombiniert man die Forderung nach dem Mindestmaß und dem Urbild, bekommt der Autor Probleme bei der manuellen Fotografie von Fotokunst: “Sieht man die Fotokunst neben der bildenden Kunst als gleichwertig an, so ist es nicht nachvollziehbar, wenn ein Museumsfotograf für manuelle Reproduktionsfotografien von Gemälden und Skulpturen ein Leistungsschutzrecht nach § 72 UrhG erwirbt, nicht aber für handwerklich ebenso gelungene Aufnahmen der Werke von
Fotokünstlern wie Helmut Newton oder Andreas Gursky” (S. 31). Dass die Lichtbildkopie vom Schutz nach § 72 UrhG ausgeschlossen sein soll, hat der BGH aber in seiner Entscheidung Bibelreproduktion unmißverständlich dargelegt. Wenn in einer Zille-Ausstellung ein Fotograf sowohl Fotografien als auch Bilder fotografiert, löst man das Problem dadurch einfachsten, dass man ihm in keinem von beiden Fällen ein Leistungsschutzrecht gewährt, da bei einer originalgetreuen Abbildung nicht das erforderliche Mindestmaß an geistiger Leistung gegeben ist. Originalität und Originaltreue schließen sich aus. Das sieht man auch in den USA (Bridgeman v. Corel, 1999) und in Japan zutreffenderweise so.
Mit deutlichem Abscheu referiert der Autor die Praxis der “Open-Access-Portale” wie Wikimedia Commons, die aus Kunstbänden abgescannte Bilder auch zur kommerziellen Nutzung anbieten. “Die Rechtsinhaber sehen jedoch wegen der Schwierigkeit, nachzuweisen, dass gerade ihre Fotografie verwendet wurde, oft von einer Klage ab” (S. 62). Meines Wissens sehen sie nicht nur “oft”, sondern bislang immer von einer Klage ab, denn ihre Position ist, wie dargestellt, eher schwach begründet. Wenn der Lichtbildschutz, wie der Autor immer wieder betont, der schöpferischen Tätigkeit des Urhebers nahe steht, dann kann man für den Fall der Ununterscheidbarkeit von Fotos eines Kunstwerks doch nicht ernsthaft behaupten, der manuell fotografierende Fotograf würde etwas grundsätzlich anderes tun als derjenige, der ein Tonband oder einen Film kopiert.
Das vom Autor nicht beachtete Kriterium der Unterscheidbarkeit spielt auch bei einem anderen Leistungsschutzrecht eine Rolle: nämlich bei den wissenschaftlichen Ausgaben, die sich “wesentlich” von bisher bekannten Ausgaben unterscheiden müssen (§ 70 UrhG). Würden auch Editionen geschützt, die sich von bereits bekannten Ausgaben nicht unterscheiden, so ließe sich bei einer (insbesondere musikalischen) Verwertung nicht feststellen, welche der Editionen benutzt wurden (Loewenheim, in: Schricker, Urheberrecht, 3. Aufl., Münche3n 2006, § 70 Rz. 7 nach Amtl. Begründung BT-DS IV, 270 S. 87).
Zustimmen kann man dagegen dem Ergebnis zur Unterscheidung von Lichtbildwerken und Lichtbildern, dass nämlich ” für die Werkqualität einer Fotografie [eines Kunstwerks] eine künstlerische Aussage des Fotografen notwendig ist. […] Damit sind die meisten Reproduktionsfotografien dreidimensionaler Kunstgegenstände als bloße Sachabbildung mangels künstlerischer Aussage nur nach § 72
UrhG als einfache Lichtbilder geschützt.” (S. 50f.). Zutreffend ist auch: “Mit dem Gestaltungsspielraum des Fotografen wächst auch der Entscheidungsspielraum der Gerichte, ob die konkrete Gestaltung der Aufnahme bereits ausreicht, um eine künstlerische Aussage zu bejahen. In soweit ist
einer künstlerischen Aussage ausreicht” (S. 60). Solche Abgrenzungsprobleme müssen aber, wenn die Schutzfrist für einfache Lichtbilder abgelaufen ist, zwingend Auswirkungen haben auf die haftungsrechtlichen und strafrechtlichen Implikationen des Urheberrechts. Wenn man – das vom Autor ignorierte – Interesse der Allgemeinheit an einer starken Public Domain in die Waagschale wirft, kann es nicht bei der Devise “Im Zweifel keine Nutzung” bleiben. Artur Wandtke/Winfried Bullinger, Die Marke als urheberrechtlich schutzfähiges Werk, GRUR 1997, S. 573-580, hier S. 577 formulierten: “Die zeitliche Begrenzung des Urheberrechts hat nicht nur bloß eine negative Ausschlußfunktion. Sie hat vor allem auch die positive Zuordnungsfunktion, urheberrechtliche Werke dem Gemeingebrauch zur Verfügung zu stellen”. Es darf nicht zu Lasten des Nutzers gehen, der legitimerweise von der Public Domain Gebrauch machen will, wenn Lichtbildwerke und Lichtbilder von Kunstwerken extrem schwer zu unterscheiden sind.
S. 65 meint der Autor, es sei “zu erwägen, die Zitierfreiheit
de lege ferenda im Interesse der kunstwissenschaftlichen Auseinandersetzung auch auf Fotografien des Kunstwerkes zu erstrecken”. Das ist falsch: Anders als bei der Katalogbildfreiheit oder bei der Berichterstattung über Tagesereignisse setzt das Zitatrecht nicht voraus, dass der Zitierende das Bild des Kunstwerks selbst angefertigt haben muss. Soweit sich der Autor auf andere Juristen beruft, sind diese ebenfalls auf dem Holzweg. Im Schricker-Kommentar steht dazu nichts, mehr noch: Die Ausführungen (§ 51 Rz. 17) zur Belegfunktion des Zitats mit Blick auf RGZ Codex Aureus wären offenkundig sinnlos. Die Auseinandersetzung mit dem Bild in der Entscheidung Codex Aureus, die von der Schützbarkeit der Handschriftenabbildung ausging (was inzwischen von Vogel in Schricker § 72 Rz. 23 explizit abgelehnt wird), bezog sich auf die Frage, ob das Faksimile der gemeinfreien Handschriftenillustration den Inhalt erläuterte oder nur schmückendes Beiwerk war. Das Reichsgericht hätte sich die ganze umständliche Argumentation sparen können, wenn man der abwegigen Ansicht folgt, dass die Verwendung fremder Kunstfotografien nicht dem Zitatrecht unterfällt. Wenn es zulässig ist, fremde Laufbilder zu zitieren (siehe BGH zu TV Total), um sich mit dem in ihnen Dargestellten, dem ja kein Werkcharakter zukommt, auseinanderzusetzen, dann ist es auch erlaubt, fremde Kunstfotos zu zitieren, um sich mit dem dargestellten gemeinfreien oder geschützten Werk auseinanderzusetzen. Auch von Sinn und Zweck des Zitatrechts, das aufs engste mit den Kommunikationsgrundrechten des Art. 5 GG zusammenhängt, wäre eine solche Einschränkung nicht zu rechtfertigen.
In Teil 2 der Arbeit geht es um den “Schutz vor dem Fotografen”, also um die Wirksamkeit von Fotografierverboten. Die der herrschenden urheberrechtlichen Lehre, Resultat des eifrigen Wirkens der Verwerterlobby, treu folgende konservative Position des Autors, wird deutlich aus Formulierungen wie dieser: “Um der Missbrauchsgefahr zu Lasten des Urhebers vorzubeugen, muss das
Merkmales »Tagesereignis« restriktiv ausgelegt werden” (S. 76 zu § 50 UrhG). Anders als etwa bei jüngeren Dissertationen in der UFITA-Schriftenreihe fallen die durch die Kommunikationsgrundrechte abgesicherten berechtigten Interessen der Allgemeinheit unter den Tisch. Zum Zitatrecht liest man daher folgerichtig: “Allerdings ist zu berücksichtigen, dass § 51 Nr. 1 als Privilegierung wissenschaftlicher Werke konzipiert ist, so dass auch für Bildzitate in den übrigen Werken bei der Ermittlung des Zitatzwecks und des
der nicht-wissenschaftlichen Werke zu fördern” (S. 81).
Rundum überzeugend wird dagegen das Fotografierverbot des Sacheigentümers behandelt (S. 99-109). Der Autor stimmt erfreulicherweise in den Chor der Kritiker an BGH “Schloss Tegel” ein: “Damit stellen weder das Fotografieren eines Kunstgegenstandes noch die Verwertung solcher Fotografien einen Eingriff in das Sacheigentum dar, so dass dem Eigentümer kein Unterlassungsanspruch nach § 1004 BGB zusteht. […] Der Eigentümer eines Kunstgegenstandes kann […] auf Grund seines Sacheigentums nicht verhindern, dass Dritte den Kunstgegenstand fotografieren und die Aufnahmen gewerblich verwerten. Die Autoren, die von einer entsprechenden Untersagungsbefugnis des Eigentümers ausgehen, berücksichtigen die urheberrechtlichen Wertungen nicht hinreichend.” (S. 104, 108). Zum Thema siehe im Internet:
Abzulehnen sind dann wieder die Ansichten über die vertraglichen Fotografierverbote. “Im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung wird man daher vielfach zum Ergebnis kommen, dass zumindest die gewerbliche Verwertung von Fotografien, die ohne Entgelt angefertigt wurden, auch ohne ausdrückliche Regelung stillschweigend ausgeschlossen ist” (S. 116). Dass die Monopolstellung des Eigentümers in Konflikt mit den grundrechtlich geschützten Interessen der Allgemeinheit steht, wird wieder unterschlagen. Bei den Darlegung zur möglichen Haftung des Fotografen stimmt bereits die stillschweigend angenommene Prämisse nicht, dass immaterialgüterrechtliche Grundsätze anwendbar sein müssen: Wenn es kein Recht am Bild der eigenen Sache gibt, welches Immaterialgut soll denn dann betroffen sein?
Die für die genannten “Open Access Portale” wichtige Frage, ob die Unterstellung eines Fotos unter eine freie Lizenz, die die gewerbliche Nutzung einschließt, gegen vertragliche Regelungen verstößt, die eine gewerbliche Nutzung ausschließen, bleibt unerörtert. Soweit der Fotograf nicht individuell fassbar ist, sondern anonym oder unter einem Wegwerf-Nick auf Wikimedia Commons hochlädt, wird man dem Eigentümer des gemeinfreien Gegenstands keinen Anspruch gegen weitere Nutzer zusprechen können. Die Ausweitung der kaugummiartigen “Mitstörerhaftung” wäre hier fehl am Platz, sofern man die Interessen der Allgemeinheit an einer reichen Public Domain recht gewichtet. Auch wird man die Bemühungen, Abbildungen gemeinfreier Kunstwerke zur allgemeinen Nutzung gegen die Kommerzialisierungsinteressen des Eigentümers bereitzustellen, nicht als “sittenwidrig” ansehen können (dies in Weiterführung der Argumentation S. 142f.).
Ein besonderes “Glanzstück” dieser tendenziös und einseitig argumentierenden Dissertation ist die Auseinandersetzung mit mir: “Nach Ansicht von Graf stellt ein Fotografierverbot im Museum einen Verstoß gegen die in Art. 5 Abs. 1 S. 1 GG verbürgte Informationsfreiheit dar. Auch das gewerbliche Fotografieren von Museumsgut soll von der Informationsfreiheit
entwickelt” (S. 150). Man kann sich durch einen Blick in die herangezogene Publikationen, eine Rezension mehrerer Bände zum Thema Museumsrecht, leicht davon überzeugen, dass für eine strukturiertere und dogmatisch überzeugendere Herleitung (die mir als Nicht-Jurist ja ohnehin schwerfällt) schlicht und einfach nicht der Platz vorhanden war:
Es stellt einen gravierenden Mangel der Arbeit dar, dass das wichtige Recht der “Editio princeps” § 71 UrhG (siehe etwa http://archiv.twoday.net/stories/4807346 ) vollständig übergangen wird, obwohl es vermutlich mehr und mehr praktische Bedeutung erlangen wird. Zu völlig anderen Schlüssen als der Autor kommen Götting/Lauber-Rönsberg, Der Schutz nachgelassener Werke, Baden-Baden 2006, S. 84-91.
Gut zur Tendenz der Arbeit passt der Rechtevermerk des Verlags: “Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Verlages öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies gilt auch bei einer entsprechenden Nutzung für Lehr- und Unterrichtszwecke.” Das ist eindeutig illegal (und sollte von Mitbewerbern abgemahnt werden), denn weder ist diese Hochschulschrift “für den Unterrichtsgebrauch an Schulen” bestimmt noch ist erkennbar, wieso es nicht zulässig sein soll, auch hier “veröffentlichte kleine Teile eines Werkes” gemäß § 52a UrhG zugänglich zu machen.
Literaturtipp: "In Deutschland angekommen"
Veröffentlicht am 19. November 2008 von wolfthomas
Das Kölner Migration-Audio-Archiv stellt seine neue Veröffentlichung vor:
” ….. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland, in das Menschen unterschiedlicher Herkunft aus den verschiedensten Gründen eingewandert sind. „In Deutschland angekommen …“ ist unter „Bertelsmann Chronik“ soeben im wissenmedia Verlag erschienen und versammelt eine Auswahl von rund 40 Beiträgen aus dem migration-audio-archiv, das seit 2004 die Lebensgeschichten von Migranten in Deutschland zusammenträgt. In diesem Buch erzählen Männer und Frauen jeden Alters und unterschiedlichster Herkunft, wie und warum sie nach Deutschland gekommen sind, wie sie aufgenommen wurden, wie sie das Land und die Menschen erlebten und immer noch erleben – wie sie „angekommen“ sind. Die Erzählungen spannen dabei einen weiten Bogen von den Erlebnissen der ersten „Gastarbeiter“, die in den 50er-Jahren angeworben wurden, bis hin zu den Eindrücken der Einwanderer, die vor kurzem erst nach Deutschland kamen. So entsteht ein einzigartiges Panorama bewegender Einwanderungsgeschichten – mal nachdenklich, mal traurig, aber auch dramatisch, kurios und optimistisch. Ergänzt mit privaten Fotos, die die Erzählenden zur Verfügung gestellt haben, bekommt das Thema Einwanderung in diesem Buch viele persönliche Gesichter. Gleichzeitig wird auf diese Weise immer auch ein Stück
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erzählt – in diesem Fall sehr emotional, individuell, authentisch.
……… Die vorliegende Publikation ist die erste Veröffentlichung von ausgewählten Erzählungen in transkribierter Form, als geschriebenes
Wort. Als Audioerzählung sind sie hörbar unter http://www.migration-audio-archiv.de – eine außergewöhnliche, interaktive Website, die 2007 für den Grimme Online Award nominiert wurde. Initiatoren des migration-audio-archiv sind die Journalistin Sefa Inci Suvak sowie der Autor und Designer Justus Herrmann.
„In Deutschland angekommen …“
Einwanderer erzählen ihre Geschichte .
Sefa Inci Suvak / Justus Herrmann (Hrsg.)
2008, Bertelsmann Chronik, wissenmedia Verlag GmbH, Gütersloh/München
352 Seiten, 16,00 x 24,00 cm
Gebunden mit Schutzumschlag, mit Lesezeichen
ISBN 978-3-577-14647-0″
Zum Archiv mit Presseinfo siehe: http://archiv.twoday.net/stories/2221619
Archivar Karl Heinrich Schäfer (1871-1945) – Nachlass erschlossen
(via http://literaturport.de)
“Leben und Wirken des zwischen 1921 und 1934 am Potsdamer Reichsarchiv tätigen Historikers Karl Heinrich Schäfer finden bereits seit einigen Jahren das Interesse von Wissenschaftern aus dem Historischen Institut der Universität Potsdam. Sein für die Stadt- und Landesgeschichte, aber auch für die Geschichtswissenschaft in der Region Brandenburg wichtiger Nachlass konnte nun in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul in einem Findbuch teilweise erschlossen werden. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch eine Förderung des brandenburgischen Innenministeriums.
Am 11. Juni 2008 übergaben Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann und seine Mitarbeiter von der Universität Potsdam das Findbuch an den Pfarrer von St. Peter und Paul, Propst Klaus-Günter Müller. Aus diesem Anlass werden Teile des Nachlasses, darunter beispielsweise einige Fotografien zur Potsdamer Stadtgeschichte, der Öffentlichkeit vorgestellt.
In der Biographie Karl Heinrich Schäfers verknüpfen sich politische Umstände und persönliche Lebensentscheidungen in beispielhafter Weise. 1871 geboren, studierte Schäfer zunächst evangelische Theologie, bevor er 1902 zum Katholizismus konvertierte, was zum Verlust seiner Stellung am Stadtarchiv Köln führte. Im Auftrag der Görres-Gesellschaft war der mit einer Arbeit zur mittelalterlichen Kirchengeschichte promovierte Schäfer daraufhin einige Jahre in römischen Archiven tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er 1921 an das neugegründete Reichsarchiv in Potsdam berufen. Obwohl beruflich eher ein Außenseiter im von ehemaligen preußischen Offizieren dominierten Reichsarchiv, wurde Potsdam doch schnell zur Heimat für Schäfer und seine Frau. Ihre Wohnung gehörte zu den bekannten Orten bürgerlicher Kultur in der Stadt. Dies änderte sich auch nach Schäfers politisch motivierter Versetzung in den Ruhestand 1934 nicht. 1942 wurden Schäfer und seine Frau wegen des Hörens englischer Radiosender denunziert und verhaftet, im Januar 1945 starb der ehemalige Archivrat im Konzentrationslager Sachsenhausen.
Lange Zeit hatte man Schäfers Leistungen für die Landeskulturgeschichte der mittelalterlichen Mark Brandenburg nicht ausreichend gewürdigt. Erst in den vergangenen Jahren wurden seine Schriften wieder verstärkt zur Kenntnis genommen, woran die Potsdamer Historiker großen Anteil haben. Der wissenschaftliche und private Nachlass des Archivars befindet sich im Diözesanarchiv Berlin und im Archiv der Potsdamer Propsteikirche St. Peter und Paul. Im Zuge der wissenschaftsgeschichtlichen Arbeiten an der Professur von Heinz-Dieter Heimann konnte der Potsdamer Bestand jetzt geordnet und erfasst werden. Dabei kamen nicht nur für die Landesgeschichte interessante Quellen, wie alte Drucke und Manuskripte, zum Vorschein, sondern auch private Dokumente, die Einblicke in das kulturelle Leben eines bürgerlichen Haushaltes im Potsdam der Zwischenkriegszeit gewähren.
Insgesamt umfasst der Potsdamer Nachlassteil etwa 650 Bände aus Schäfers Bibliothek sowie rund 1.600 einzelne Dokumente, wie Briefe, Fotos und Zeitungsberichte, die jetzt in dem Findbuch erfasst sind. So ist es beispielsweise möglich, schnell einen Überblick über die in ganz Europa verteilten Korrespondenzpartner Schäfers zu erhalten.”
http://idw-online.de/pages/de/news263289
s. a. Bestandsinformationen zum Teilnachlass im Diözesanarchiv Berlin:
http://www.dioezesanarchiv-berlin.de/best%20V-030.html
Bürgergemeinschaft Eutin (BG) erhält Kulturpreis 2008
” ….. Der Verein besteht seit 30 Jahren und ist bekannt dafür, dass er zu städtebaulichen Themen selten ein Blatt vor den Mund nimmt, über ein umfassendes historisches Archiv mit Postkarten und Dokumenten verfügt und in den vergangenen 16 Jahren rund 70000 Euro für 43 Projekte gespendet hat. ….”
2008/11/19 Jean-Claude Guédon wrote in the AMSCI OA Forum:
> Larry is right, and Stevan is right. Both routes should be followed and both
> routes should be demanded by students. Let us stop this exclusive attitude
> with regard to OA. Two roads exist. They are equally valuable. Rather than
> declaring one suprior to the other, it would be far more useful to examine
> how to make these two approaches help each other.
Rainer Kuhlen has posted in INETBIB a question regarding Professor Harnad’s position to the aims of the German “Urheberrechtsbündnis” (“improving copyright is slowing the OA movement”):
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg37662.html
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg37671.html
Here is a short summary in English:
1. It is a myth that green OA only works with a mandate.
Have a look at the NL “Cream of Science”!
2 It is a myth that mandates are legally possible in all contries.
At least in Germany it is impossible or very difficult to make mandates legally valid.
3. It is a myth that deposit with closed access is legally possible in all countries.
At least in Germany the copyright act forbidds such depositing without the consent of the holder of the exclusive rights. See
http://archiv.twoday.net/stories/5193609
4. It is a myth that the “Request Button” works.
See my little tests
http://archiv.twoday.net/stories/5247312
On October 11, I requested 7 titles from the U of Tasmania repository found with the following query:
http://tinyurl.com/5dbssm
On October 12 and 14 I get summa summarum 2 results, i.e. the PDFs of the requested eprints.
For me this is enough empirical evidence to say that there is until now no empirical evidence that the RCB works!
5. It is a myth to think that is all a question of embargo terms.
There are disciplines with publishers which are making case-to-case decisions and publishers which don’t accept green OA. Depositing eprints closed access which cannot be used before the last dying author is 70 years dead doesn’t make sense.
6. It is am myth that the primary aim of the OA movement is to make the journal literature free.
A lot of people don’t share this position. For a broader definition of OA see
http://archiv.twoday.net/stories/5251764
LIFE Fotoarchiv bei Google Image Search
http://www.fotostoria.de/?p=1276
Google stellt jetzt das Bildarchiv der LIFE mit Millionen historischer Aufnahmen ins Netz: LIFE photo archive hosted by Google.
Die Quelle wird mit “source:life” eingeschränkt, also z.B. http://images.google.com/images?q=Marie+Curie+source:life
Gemäß Staatsvertrag steht US-Urhebern in Deutschland die Inländerbehandlung zu. Die Fotos, die man wohl alle als Lichtbildwerke anzusehen hat, sind also NICHT urheberrechtlich geschützt, wenn
* der Fotograf 70 Jahre tot ist oder
* die Vorschriften über anonyme Werke anzuwenden sind.
In Betracht kommt eventuell auch die “Editio princeps” (§ 71 UrhG).
Ein Copyrightvermerk, der ein in D gemeinfreies Bild betrifft, kann nach dem UWG abgemahnt werden.
In den anderen europäischen Ländern gilt der Schutzfristenvergleich, soweit keine eigenen Staatsverträge mit den USA bestehen. Ist ein Bild in den USA gemeinfrei, dann auch in diesen Ländern.
Bilder, die vor 1923 publiziert wurden, sind gemeinfrei (Public Domain) in den USA. Die Kennzeichnung eines Bilds mit unzutreffendem Copyright-Vermerk verstößt gegen US-Urheberrecht. Allerdings dürfte dieser Fall eher selten sein, denn das Life Magazine wurde erst 1936 gegründet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Life_(Magazin)
Im Google Blog heisst es: “Only a very small percentage of these images have ever been published. The rest have been sitting in dusty archives”.
Allerdings tauchen auch ältere Bilder in Googles LIFE-Fotoarchiv auf.
Für die anderen Bilder gilt:
http://www.copyright.cornell.edu/public_domain
Tafel von 1870, gemeinfrei!
http://www.bitkom.org/files/documents/Web_2.0_fuer_die_oeffentliche_verwaltung.pdf
http://fabilouslibrarian.wordpress.com/2008/11/19/web-20-fur-die-offentliche-verwaltung-leitfaden-von-bitkom
Fünf Jahrhunderte Brettspiele
http://bibliodyssey.blogspot.com/2008/11/board-games.html
Royal Society Digital Archive only for 3 Months FREE
The Royal Society Digital Archive is easily the most
comprehensive journal archive in science and contains some of the
most significant scientific papers ever published. Covering
almost 350 years of scientific research across the disciplines it
is a priceless academic resource. The Royal Society Digital
Journal Archive, dating back to 1665 and containing approximately
52,000 articles, is available online and is FREE for a three
Vor vier Jahren in Archivalia
200 Fragen an das Kantonsarchiv Basel-Land:
http://www.baselland.ch/main_fragen-htm.274575.0.html
(URL hatte sich gegenüber http://archiv.twoday.net/stories/407962 geändert)
WUB beim Internetarchiv: Lücke gefüllt
Die bei Google fehlenden Bände 10 und 11 sind vorhanden (dafür fehlen zwei andere):
https://www.archive.org/search.php?query=publisher:”Stuttgart%20In%20Commission%20bei%20F.H.%20Köhler”
http://archiv.twoday.net/stories/4904342
Fischers Schwäbisches Wörterbuch beim Internetarchiv
https://www.archive.org/search.php?query=subject:”German%20language%20–%20Dialects%20Swabian”
http://archiv.twoday.net/stories/3634748
OCLC bekämpft Open Access für bibliographische Daten
http://www.earlham.edu/~peters/fos/2008/11/oclc-fighting-oa-to-bibliographic-data.html

References: § 72
 § 72
 BGH 
 § 70
 § 72
de lege ferenda
 § 72
 BGH 
 Art. 5
 § 50
 § 51
 BGH 
 § 1004
 Art. 5
 § 71
 § 52
 § 52