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Timestamp: 2020-01-28 07:50:12+00:00

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Die unzu­rei­chen­de Zeu­gen­be­fra­gung | Rechtslupe
Die unzureichende Zeugenbefragung
Die unzu­rei­chen­de Zeu­gen­be­fra­gung
Mit der Rüge einer Ver­let­zung der Sach­auf­klä­rungs­pflicht durch unzu­rei­chen­de Befra­gung eines Zeu­gen hat­te sich aktu­ell der Bun­des­fi­nanz­hof zu befas­sen:
Wird mit der Rüge man­geln­der Sach­auf­klä­rung gel­tend gemacht, das Finanz­ge­richt habe einen Beweis­an­trag über­gan­gen, so muss u.a. dar­ge­legt wer­den, dass die Nicht­er­he­bung des ange­bo­te­nen Bewei­ses in der münd­li­chen Ver­hand­lung gerügt wur­de oder wes­halb die­se Rüge nicht mög­lich war 1.
Nach § 83 FGO kön­nen die Betei­lig­ten u.a. an Zeu­gen sach­dien­li­che Fra­gen rich­ten. Weist das Finanz­ge­richt eine sol­che Fra­ge zu Unrecht zurück, liegt dar­in ein Ver­fah­rens­man­gel i.S. des § 119 Nr. 3 FGO (Ver­let­zung des Anspruchs auf recht­li­ches Gehör), der mit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gerügt wer­den kann. Dem in § 83 FGO eröff­ne­ten Fra­ge­recht ent­spricht auf der Sei­te des Betei­lig­ten in bestimm­tem Umfang die Pflicht, aktiv am Pro­zess mit­zu­wir­ken und gege­be­nen­falls selbst Fra­gen zu stel­len 2.
Ver­zich­tet ein Betei­lig­ter (aus­drück­lich oder still­schwei­gend) auf sein Fra­ge­recht, führt dies grund­sätz­lich zum Ver­lust des Rüge­rechts (vgl. § 155 FGO i.V.m. § 295 ZPO) 3.
Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 29. Janu­ar 2014 – III B 106/​13
Aus­set­zungs­zin­sen – und die über­lan­ge Ver­fah­rens­dau­er Die über­lan­ge Dau­er eines Ein­spruchs- oder Kla­ge­ver­fah­rens steht der Fest­set­zung von Aus­set­zungs­zin­sen für die­ses Ver­fah­ren ‑auch unter dem Gesichts­punkt der Ver­wir­kung- nicht ent­ge­gen. Der Bun­des­fi­nanz­hof…
vgl. etwa BFH, Beschluss vom 18.03.2013 – III B 143/​12, BFH/​NV 2013, 963[↩]
BFH, Beschluss vom 28.01.1993 – X B 80/​92, BFH/​NV 1994, 108, m.w.N.[↩]
z.B. Gräber/​Koch, a.a.O., § 83 Rz 6[↩]

References: § 83
 § 119
 § 83
 § 155
 § 295
 § 83