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Ordnung für das Studienkolleg bei den Fachhochschulen des Freistaates Bayern in Coburg (Studienkollegordnung FH) Vom 22. April 1994 (GVBl. S. 445) BayRS 2235-3-2-1-K (§§ 1–40) - Bürgerservice
Bereich reduzierenOrdnung für das Studienkolleg bei den Fachhochschulen des Freistaates Bayern in Coburg (Studienkollegordnung FH) Vom 22. April 1994 (GVBl. S. 445) BayRS 2235-3-2-1-K (§§ 1–40)
Bereich erweiternAbschnitt II Stellung der Studierenden (§§ 4–9)
Bereich erweiternAbschnitt III Aufnahme, Austritt, Übertritt (§§ 10–15)
Bereich erweiternAbschnitt IV Kurse, Stundentafeln, Ferien, Lernmittel (§§ 16–18)
Bereich erweiternAbschnitt V Teilnahme am Unterricht, Leistungsnachweise, Vorrücken (§§ 19–23)
Bereich erweiternAbschnitt VI Feststellungsprüfung (§§ 24–35)
Bereich erweiternAbschnitt VII Besondere Prüfungsbestimmungen für Externe (§§ 36–38)
Bereich erweiternAbschnitt VIII Schlußvorschriften (§§ 39–40)
Anlage Zeugnis
Fassung: 22.04.1994
Ordnung für das Studienkolleg bei den Fachhochschulen des Freistaates Bayern in Coburg
(Studienkollegordnung FH)
Vom 22. April 1994
BayRS 2235-3-2-1-K
Vollzitat nach RedR: Studienkollegordnung FH vom 22. April 1994 (GVBl. S. 445, BayRS 2235-3-2-1-K), die zuletzt durch § 1 Nr. 254 der Verordnung vom 22. Juli 2014 (GVBl. S. 286) geändert worden ist
Auf Grund des Art. 97 Abs. 3 Satz 3 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Februar 1988 (GVBl S. 61, BayRS 2230-1-1-K), geändert durch Gesetz vom 18. Juni 1993 (GVBl S. 392), erläßt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst folgende Verordnung:
(1) Das Studienkolleg hat die Aufgabe, Studienbewerber, deren Vorbildungsnachweis nur in Verbindung mit einer erfolgreich abgelegten Feststellungsprüfung als Qualifikation für ein Studium an einer Fachhochschule des Freistaates Bayern anerkannt wird (§ 51 Abs. 4 Qualifikationsverordnung – QualV – BayRS 2210-1-1-3-K in der jeweils geltenden Fassung), auf die Feststellungsprüfung vorzubereiten und ihnen fachliche Grundlagen für das angestrebte Studium zu vermitteln.
(2) Die Vorschriften dieser Verordnung gelten entsprechend für Studienbewerber, die einen Fachhochschulstudiengang an einer Universität aufnehmen wollen.
(3) 1Studienbewerbern, die im Ausland erworbene und von der zuständigen Stelle anerkannte Vorbildungsnachweise besitzen, kann auf Antrag der Besuch des Schwerpunktkurses am Studienkolleg genehmigt werden, der der durch die Anerkennung festgelegten Fachbindung entspricht. 2Über diesen Antrag entscheidet die Fachhochschule Coburg im Einvernehmen mit dem Leiter des Studienkollegs im Rahmen der räumlichen und personellen Möglichkeiten.
(1) Die Arbeit im Studienkolleg verlangt, daß Lehrende und Studierende in gegenseitiger Achtung vor der Persönlichkeit, der religiösen Überzeugung, der Nationalität und den politischen Anschauungen des anderen vertrauensvoll zusammenwirken.
(2) Politische Betätigung im Studienkolleg und bei Veranstaltungen des Studienkollegs ist nicht statthaft.
Die Ausbildung am Studienkolleg dauert in der Regel zwei Semester, bei Besuch des Vorkurses drei Semester.
Abschnitt II Stellung der Studierenden
1Die Studierenden am Studienkolleg sind zugleich Studenten der Fachhochschule Coburg. 2Die ihnen als solchen zustehenden Rechte und Pflichten werden, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, durch diese Studienkollegordnung nicht berührt.
(1) Studienbewerber mit deutscher Staatsangehörigkeit, die bis einschließlich der 10. Jahrgangsstufe mit Erfolg am schulischen muttersprachlichen Unterricht im Fach Deutsch teilgenommen haben, Inhaber des „Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz – Zweite Stufe“ sowie Inhaber von Diplomen und Zeugnissen, die nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz ‚Zugang von ausländischen Studienbewerbern mit ausländischen Bildungsnachweisen zum Studium an deutschen Hochschulen: Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse‘ vom 2. Juni 1995 in der jeweils geltenden Fassung gleichgestellt sind, werden auf Antrag von der Teilnahme am Unterricht im Fach Deutsch befreit.
(2) 1Die Studierenden am Studienkolleg können an den wichtigsten religiösen und staatlichen Feiertagen ihres Heimatlandes, im übrigen nur in dringenden Ausnahmefällen auf Antrag beurlaubt werden. 2Die Entscheidung trifft die Leitung des Studienkollegs.
1Den Studierenden ist es nicht gestattet, während ihrer Zugehörigkeit zum Studienkolleg außerhalb des Vorbereitungskurses Lehrveranstaltungen an Hochschulen zu belegen. 2Die Ausbildungszeiten am Studienkolleg werden auf ein Studium an Hochschulen nicht angerechnet.
(1) 1Verletzen Studierende ihre Pflichten im Studienkolleg, so können zur Aufrechterhaltung eines geordneten Studienbetriebes folgende Ordnungsmaßnahmen getroffen werden:
Schriftliche Verwarnung,
Ausschluß vom Unterricht für drei bis sechs Unterrichtstage,
Androhung der Entlassung,
2Die unter Nummern 1 und 2 genannten Ordnungsmaßnahmen werden vom Leiter des Studienkollegs verhängt; über die unter Nummern 3 und 4 genannten Ordnungsmaßnahmen beschließt die Dozentenkonferenz. 3Das Recht der Fachhochschule Coburg, Ordnungsmaßnahmen gemäß Art. 93 Abs. 2 BayHSchG zu verhängen, bleibt unberührt.
(2) 1Eine Bindung an die Reihenfolge der Ordnungsmaßnahmen nach Absatz 1 Satz 1 besteht nicht. 2Eine Ordnungsmaßnahme kann wiederholt getroffen werden. 3Der Entlassung soll deren Androhung vorausgehen.
(3) Studierenden soll der weitere Besuch des Studienkollegs untersagt werden, wenn sie sich vor Beginn eines neuen Semesters an der Fachhochschule Coburg nicht fristgerecht zum Weiterstudium angemeldet haben.
1Die Leitung des Studienkollegs erläßt unter Mitwirkung der Personalvertretung und unter Beteiligung des Kollegforums (§ 9) sowie im Einvernehmen mit der Fachhochschule Coburg eine Hausordnung, die der Genehmigung des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bedarf. 2Die Hausordnung wird durch Aushang bekanntgegeben. 3Sie ist für Lehrende und Studierende verbindlich.
(1) 1Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden am Studienkolleg wird ein Kollegforum eingerichtet, wenn dieses von der Mehrheit der Kurssprecher oder der Mehrheit der Dozentenkonferenz verlangt wird. 2In ihm sollen Angelegenheiten besprochen werden, die für das Studienkolleg oder die Studierenden von allgemeinem Interesse sind.
(2) 1Das Kollegforum besteht aus zwei hauptamtlichen Dozenten, dem Leiter des Studienkollegs und zwei Studierenden. 2Die Dozenten werden von der Dozentenkonferenz, die Studierenden von einer Wahlversammlung gewählt, in die jeder Kurs zwei Sprecher entsendet. 3Die Studierenden sollen Angehörige des zweiten Semesters und verschiedener Nationalität sein. 4Den Vorsitz im Kollegforum führt der Leiter des Studienkollegs; er hat kein Stimmrecht.
(3) 1Die Sitzungen des Kollegforums sind nicht öffentlich. 2Das Kollegforum wird von der Leitung des Studienkollegs in regelmäßigen Abständen, mindestens aber einmal in jedem Semester einberufen, wenn dies mindestens drei seiner Mitglieder verlangen.
(4) Die Beschlüsse des Kollegforums stellen eine Entscheidungshilfe für die Leitung des Studienkollegs dar.
Abschnitt III Aufnahme, Austritt, Übertritt
1Die Bewerbung um Aufnahme in das Studienkolleg bei den Fachhochschulen in Bayern ist an das Studienkolleg zu richten. 2Über die Aufnahme entscheidet die Leitung des Studienkollegs im Benehmen mit der Fachhochschule Coburg.
(1) In den Vorkurs des Studienkollegs können Bewerber aufgenommen werden,
deren Kenntnisse der deutschen Sprache für die Aufnahme in das erste Semester nicht ausreichend sind,
deren Vorbildungsnachweise einen direkten Zugang zur Fachhochschule ermöglichen, deren Kenntnisse der deutschen Sprache jedoch nicht ausreichend sind.
(2) In das erste Semester können Bewerber aufgenommen werden, die
im Besitz eines Vorbildungsnachweises sind, der nur in Verbindung mit einer erfolgreich abgelegten Feststellungsprüfung als Qualifikation für das angestrebte Studium an einer Fachhochschule des Freistaates Bayern anerkannt ist und
die Aufnahmeprüfung am Studienkolleg bestanden haben.
(3) In das zweite Semester können Bewerber aufgenommen werden, die
als Externe an den Abschlußklausuren des ersten Semesters teilgenommen haben und in allen Fächern des entsprechenden Schwerpunktkurses mindestens ausreichende Leistungen erzielt haben,
erfolgreich das erste Semester an einem Studienkolleg bei den Universitäten abgeschlossen haben.
(4) In das erste oder zweite Semester können Bewerber im Sinn von § 1 Abs. 3 Satz 1 auf Antrag aufgenommen werden.
(1) 1Die Bewerber haben sich einer Aufnahmeprüfung zu unterziehen, die das Studienkolleg abnimmt. 2Sie kann zweimal wiederholt werden. 3Versäumt ein Studienbewerber eine Aufnahmeprüfung, zu der er sich angemeldet hat, ohne ausreichende Entschuldigung, gilt die Aufnahmeprüfung als nicht bestanden.
(2) 1In der Aufnahmeprüfung müssen alle Bewerber Kenntnisse in der deutschen Sprache nachweisen, die die Gewähr bieten, daß sie mit Erfolg am Unterricht im Studienkolleg teilnehmen können. 2Inhaber des „Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz – Erste Stufe“ und Inhaber von Diplomen und Zeugnissen, die nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz Zugang von ausländischen Studienbewerbern mit ausländischen Bildungsnachweisen zum Studium an deutschen Hochschulen: Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse vom 2. Juni 1995 in der jeweils geltenden Fassung gleichgestellt sind, sind von der Aufnahmeprüfung im Fach Deutsch befreit.
(3) 1Die Studienbewerber haben außerdem den Nachweis ausreichender Grundkenntnisse im Fach Mathematik zu erbringen.
(4) In besonders begründeten Fällen kann von der Aufnahmeprüfung ganz oder teilweise abgesehen werden; die Entscheidung hierüber trifft die Leitung des Studienkollegs.
(5) Soweit die räumlichen und personellen Voraussetzungen gegeben sind, kann ein Vorkurs eingerichtet werden.
(1) 1Die Aufnahme in das Studienkolleg bestimmt sich nach der Zahl der verfügbaren Plätze und den Ergebnissen der Aufnahmeprüfung. 2Ein Anspruch auf Aufnahme in das Studienkolleg besteht nicht.
(2) 1Die Aufnahme ist abzulehnen, wenn die Bewerber zweimal die Feststellungsprüfung an einem Studienkolleg nicht bestanden haben oder wenn ihnen zweimal der Aufstieg in das zweite Semester eines Studienkollegs zur Vorbereitung auf ein Studium an Fachhochschulen versagt worden ist. 2Die Aufnahme kann abgelehnt werden, wenn die Bewerber aus einem Studienkolleg entlassen worden sind.
(3) Haben Bewerber die Feststellungsprüfung an einem Studienkolleg bei den Universitäten zweimal nicht bestanden, können sie die Feststellungsprüfung am Studienkolleg bei den Fachhochschulen nur einmal machen.
(1) Die Zugehörigkeit zum Studienkolleg endet
mit Aushändigung des Zeugnisses über die bestandene Feststellungsprüfung,
mit Ablauf des Semesters, in dem die Studierenden die Erlaubnis zum Aufsteigen in das zweite Semester nicht erhalten oder die Feststellungsprüfung nicht bestanden haben und ein Wiederholen nicht mehr zulässig ist,
wenn die Studierenden von der Fachhochschule Coburg exmatrikuliert werden,
(2) Treten Studierende während des Semesters aus dem Studienkolleg aus oder werden sie beurlaubt, so entscheidet die Dozentenkonferenz, ob das Semester oder die Feststellungsprüfung als „nicht bestanden“ gewertet oder ob das Semester nicht angerechnet wird.
1Ein Übertritt von einem anderen Studienkolleg ist im allgemeinen nicht möglich. 2Über Ausnahmen entscheidet die Leitung des Studienkollegs im Benehmen mit der Fachhochschule Coburg.
Abschnitt IV Kurse, Stundentafeln, Ferien, Lernmittel
(1) 1Um den Studierenden Gelegenheit zu geben, sich auf das von ihnen beabsichtigte Studium gezielt vorzubereiten, werden Kurse mit verschiedenem fachlichen Schwerpunkt eingerichtet (Schwerpunktkurse). 2Ein Rechtsanspruch auf Einrichtung eines bestimmten Kurses besteht nicht. 3In begründeten Fällen kann die Dozentenkonferenz die vorgegebene Stundenzahl innerhalb der zwei Semester variabel verteilen.
(2) Es können folgende Schwerpunktkurse eingerichtet werden:
1 Kurs TI
zur Vorbereitung auf technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen
2Für die Teilnehmer des Kurses TI sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
Zeichnen/
4 Wochenstunden.
1 Kurs WW
zur Vorbereitung auf wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen.
2Für die Teilnehmer des Kurses WW sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
1 Kurs GD
zur Vorbereitung auf gestalterische und künstlerische Studiengänge an Fachhochschulen.
2Für die Teilnehmer des Kurses GD sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
2 Wochenstunden.
1 Kurs SW
zur Vorbereitung auf sozialwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen.
2Für die Teilnehmer des Kurses S W sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
1 Kurs DÜ
zur Vorbereitung auf die Studiengänge Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer an Fachhochschulen.
2Für die Teilnehmer des Kurses DÜ sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
(Englisch oder
Französisch; jeweils nur
(Englisch, Französisch
oder Spanisch)
(3) Für Teilnehmer des Vorkurses sind folgende Unterrichtsfächer und Stundenzahlen verbindlich:
Physik oder Informatik
(4) Über die Einrichtung freier Arbeitsgruppen entscheidet die Leitung des Studienkollegs; die Betreuung durch Lehrer erfolgt freiwillig und ohne gesonderte Vergütung.
1Der Unterricht verteilt sich auf die Zeit von Montag bis Freitag. 2Beginn und Ende der Ferien richten sich nach der Ferienordnung der Fachhochschule Coburg.
1Die Studierenden haben sich die nötigen Lernmittel auf eigene Kosten zu beschaffen. 2Das Studienkolleg kann die Verwendung bestimmter Lernmittel im Unterricht anordnen.
Abschnitt V Teilnahme am Unterricht, Leistungsnachweise, Vorrücken
(1) Die Studierenden haben am Unterricht und an den anderen für verbindlich erklärten Veranstaltungen des Studienkollegs pünktlich und regelmäßig teilzunehmen, sich gründlich auf den Unterricht vorzubereiten, die erforderlichen Arbeitsmittel bereitzuhalten und im Unterricht mitzuarbeiten.
(2) 1Sind Studierende aus zwingenden Gründen verhindert, am Unterricht oder an anderen für verbindlich erklärten Veranstaltungen teilzunehmen, so ist das Studienkolleg unverzüglich unter Angabe des Grundes schriftlich zu verständigen. 2Im Fall fernmündlicher Verständigung ist die schriftliche Mitteilung innerhalb von zwei Tagen nachzureichen.
(3) 1Bei Erkrankung von mehr als drei Unterrichtstagen ist bei Wiederbesuch des Studienkollegs eine Mitteilung über die Dauer der Krankheit vorzulegen. 2Dauert die Erkrankung mehr als fünf Unterrichtstage, so kann das Studienkolleg die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen. 3Häufen sich krankheitsbedingte Versäumnisse oder bestehen an der Erkrankung Zweifel, so kann das Studienkolleg die Vorlage eines ärztlichen oder amtsärztlichen Zeugnisses verlangen; wird das Zeugnis nicht vorgelegt, so gilt das Fernbleiben als unentschuldigt.
(4) Ein ärztliches oder amtsärztliches Zeugnis kann in der Regel nur dann als genügender Nachweis für die geltend gemachte Erkrankung anerkannt werden, wenn es auf Feststellungen beruht, die der Arzt während der Zeit der Erkrankung getroffen hat.
(5) Den Studierenden können Hausaufgaben in angemessenem Umfang aufgegeben werden.
(1) 1Zum Nachweis ihres Leistungsstandes bearbeiten die Studierenden in allen Fächern schriftliche Aufgaben in Form von
1 Klausuren,
das sind umfassende schriftliche Aufgaben über den Stoff eines längeren Zeitabschnittes, die mit einem Zeitaufwand von höchstens 120 Minuten bearbeitet werden können, und
2. Kurzarbeiten,
das sind Aufgaben geringeren Stoffumfanges, die mit einem Zeitaufwand von höchstens 45 Minuten bearbeitet werden können.
2Darüber hinaus haben die Studierenden ihren Leistungsstand durch mündliche Leistungen in Form von Unterrichtsbeiträgen und Rechenschaftsablagen nachzuweisen.
(2) 1Über die Zahl der schriftlichen Leistungsnachweise, die im Semester in den einzelnen Fächern gefordert werden, entscheidet die Dozentenkonferenz. 2Sie kann auch beschließen, daß in einzelnen Fächern nur Klausuren geschrieben werden.
(3) Die Klausuren werden spätestens eine Woche, die Kurzarbeiten spätestens drei Tage vor dem Termin angekündigt.
(4) 1Versäumen Studierende eine Klausur oder eine Kurzarbeit ohne ausreichende Entschuldigung oder verweigern sie einen geforderten Leistungsnachweis, so wird die Note 6 erteilt. 2Klausuren und Kurzarbeiten, die mit ausreichender Entschuldigung versäumt werden, sind bei nächster Gelegenheit nachzuholen.
(5) § 29 Abs. 1 gilt für Klausuren und Kurzarbeiten entsprechend.
(1) 1Die Leistungen werden nach folgenden Notenstufen bewertet:
(2) 1Die im einzelnen Unterrichtsfach im Verlauf eines Semesters erbrachten Leistungen werden zusammenfassend in einer Semesternote ausgedrückt. 2Die Semesternote ergibt sich als arithmetisches Mittel aus den Noten der Klausuren und einer Gesamtnote für die mündlichen Leistungen, in die auch die Ergebnisse der Kurzarbeiten und Extemporalien einzubeziehen sind. 3Umfang und Wert der zugrunde liegenden Einzelleistungen sind zu berücksichtigen. 4Die Semesternote wird als ganze Note festgesetzt; Notenbruchteile, die sich bei der Division ergeben, werden bis einschließlich 0,50 abgerundet, sonst aufgerundet.
(1) 1Die Semesternoten des Vorkurses werden in einer gemeinsamen Sitzung aller Dozenten des Vorkurses unter Vorsitz des Leiters des Studienkollegs festgesetzt. 2Haben Studierende in einem Fach eine schlechtere Note als ausreichend, so gilt der Vorkurs als nicht bestanden. 3Haben sie bessere Noten, so können sie in das erste Semester des Studienkollegs eintreten. 4Der Vorkurs kann einmal wiederholt werden.
(2) 1Die Semesternoten des ersten Semesters werden in einer gemeinsamen Sitzung aller Dozenten des jeweiligen Kurses unter Vorsitz des Leiters des Studienkollegs festgesetzt. 2Gleichzeitig wird entschieden, welche Studierenden nicht in das zweite Semester aufsteigen dürfen.
(3) 1Der Aufstieg in das zweite Semester ist zu versagen, wenn die Studierenden in einem Fach die Note 6 oder in zwei Fächern die Note 5 erhalten haben, es sei denn, daß auf Grund der Leistungsentwicklung und der Gesamthaltung der Studierenden erwartet werden kann, daß sie die vorhandenen Lücken alsbald schließen und die Feststellungsprüfung bestehen werden. 2Studierende mit einem schlechteren Notenbild sind stets vom Aufstieg ausgeschlossen.
(4) Haben Studierende im ersten Semester nach Durchführung der ersten Klausur aus allen Fächern einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser erzielt, so können sie auf Antrag während des laufenden Semesters in das zweite Semester aufsteigen.
(1) Zeugnisse über die Leistungen im Vorkurs und im ersten Semester werden nicht ausgestellt.
(2) 1Studierende, denen das Aufsteigen in das zweite Semester versagt wird, erhalten darüber eine schriftliche Mitteilung. 2Sie können das erste Semester einmal wiederholen. 3Bei mit mangelhaft oder schlechter bewerteten Leistungen in mindestens drei Fächern oder bei ungenügenden Leistungen in mindestens zwei Fächern kann die Dozentenkonferenz beschließen, dass eine Wiederholung des ersten Semesters nicht gestattet wird. 4Über einen solchen Beschluss ist eine Niederschrift aufzunehmen, in der alle für die Entscheidung maßgeblichen Gründe festzuhalten sind.
(3) Einer förmlichen Zulassung zur Feststellungsprüfung bedarf es bei den Studierenden des Studienkollegs nicht.
Abschnitt VI Feststellungsprüfung
1Das Studienkolleg schließt seine Arbeit mit einer Prüfung ab, die am Ende des zweiten Semesters abgehalten wird. 2In dieser Prüfung haben die Studierenden nachzuweisen, daß sie die sprachlichen und fachlichen Voraussetzungen für das von ihnen angestrebte Studium erfüllen (Feststellungsprüfung).
(1) 1Die Feststellungsprüfung wird vor einem Prüfungsausschuß abgelegt. 2Den Vorsitz des Prüfungsausschusses hat der Leiter des Studienkollegs, sofern nicht das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst einen Ministerialkommissär bestellt. 3Neben dem vorsitzenden Mitglied gehören dem Prüfungsausschuß der Leiter des Studienkollegs, sofern er nicht selbst den Vorsitz führt, sowie die Dozenten des Studienkollegs, die im zweiten Semester Unterricht erteilt haben, an. 4Das vorsitzende Mitglied kann weitere Dozenten des Studienkollegs und erforderlichenfalls andere geeignete Personen in den Prüfungsausschuß berufen.
(2) Für die mündliche Prüfung in den einzelnen Fächern kann das vorsitzende Mitglied aus den Mitgliedern des Prüfungsausschusses Unterausschüsse bilden, die aus mindestens zwei Prüfern bestehen.
(3) 1Der Prüfungsausschuß und die Unterausschüsse fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 2Stimmenthaltung ist nicht zulässig. 3Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitglieds den Ausschlag.
(4) Ist das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses der Auffassung, daß ein Beschluß gegen Rechts- oder Verwaltungsvorschriften verstößt oder daß es für die Ausführung des Beschlusses nicht die Verantwortung übernehmen kann, so muß es den Beschluß beanstanden, den Vollzug aussetzen und die Sache dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zur Entscheidung vorlegen.
(5) 1Über den Prüfungsverlauf und das Prüfungsergebnis sind Niederschriften anzufertigen. 2Sie sind jeweils vom schriftführenden und vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses oder Unterausschusses zu unterzeichnen.
(1) 1Die Studierenden des Studienkollegs sind zur Teilnahme an der Feststellungsprüfung verpflichtet. 2Ist die Teilnahme an der Prüfung Studierenden aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen unmöglich, so muß dies dem vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses unverzüglich mitgeteilt und nachgewiesen werden. 3Eine krankheitsbedingte Prüfungsverhinderung ist unverzüglich durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen; in begründeten Zweifelsfällen kann das Studienkolleg zusätzlich ein amts- oder vertrauensärztliches Zeugnis verlangen.
(2) Studierende, die infolge eines von ihnen nicht zu vertretenden Grundes an der Feststellungsprüfung oder einzelnen Prüfungsteilen nicht teilnehmen konnten, erhalten einen Nachtermin, der von der Leitung des Studienkollegs festgelegt wird.
(3) Versäumen Studierende ohne ausreichende Entschuldigung eine schriftliche oder mündliche Prüfung, so wird die Note 6 erteilt.
(4) Haben sich Studierende einer Prüfung oder einem Prüfungsteil unterzogen, so können nachträglich gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Prüfungsleistung nicht gewertet werden soll, nicht anerkannt werden.
(5) 1Auf Antrag können Studierende des ersten Semesters am Studienkolleg in einzelnen Fächern oder an der gesamten Feststellungsprüfung teilnehmen, wenn eine erfolgreiche Ablegung zu erwarten ist. 2Die Entscheidung trifft das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses. 3Soweit Studierende in einzelnen Fächern die Feststellungsprüfung bestanden haben, sind sie im zweiten Semester von diesen Fächern befreit. 4Soweit Studierende in einzelnen Fächern eine schlechtere Note als ‚ausreichend‘ erlangt haben, gilt die Prüfung in diesen Fächern als nicht abgelegt.
(1) 1Prüfungsfächer sind alle Unterrichtsfächer des Studienkollegs. 2Die Prüfung gliedert sich in eine schriftliche und eine mündliche Prüfung.
(2) Gegenstand der schriftlichen Prüfung sind
im TI-Kurs:
im WW-Kurs:
im GD-Kurs:
im SW-Kurs:
im DÜ-Kurs:
Dritte Fremdsprache.
(3) Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf die Fächer der schriftlichen Prüfung und auf die übrigen in § 16 Abs. 2 genannten Unterrichtsfächer.
(4) 1Auf die mündliche Prüfung in einem schriftlich geprüften Fach kann verzichtet werden, wenn die aus der Note des zweiten Semesters und der Note der schriftlichen Prüfung gebildete Durchschnittsnote mindestens ausreichend ist. 2Als Zeugnisnote ist dann diese Durchschnittsnote festzulegen. 3Auf die mündliche Prüfung in den übrigen Fächern kann verzichtet werden, wenn die Semesternote des zweiten Semesters ausreichend oder besser ist. 4In Fächern, die Gegenstand der vorgezogenen Feststellungsprüfung gemäß § 26 Abs. 5 waren, kann auf die mündliche Prüfung verzichtet werden, wenn in der schriftlichen Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erzielt wurden.
(5) Weicht die Note der schriftlichen Prüfung gegenüber der Note des zweiten Semesters um eine Notenstufe nach unten ab, so kann auf Antrag zur mündlichen Prüfung zugelassen werden.
(6) Studienbewerber mit deutscher Staatsangehörigkeit, die bis einschließlich der 10. Jahrgangsstufe mit Erfolg am schulischen muttersprachlichen Unterricht im Fach Deutsch teilgenommen haben, Inhaber des „Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz – Zweite Stufe“ oder Inhaber von Diplomen und Zeugnissen, die nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz, Zugang von ausländischen Studienbewerbern mit ausländischen Bildungsnachweisen zum Studium an deutschen Hochschulen: Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse vom 2. Juni 1995 in der jeweils geltenden Fassung gleichgestellt sind, werden auf Antrag von der Prüfung im Fach Deutsch befreit.
(1) Die schriftliche und mündliche Prüfung soll erweisen, daß die Prüfungsteilnehmer imstande sind, mit Verständnis und eigener Selbständigkeit ihre Kenntnisse darzulegen, einen Vorgang, einen Sachverhalt oder einen Gedankenzusammenhang zu erfassen und sich in verständlichem Deutsch mit ihm auseinanderzusetzen.
(2) 1Die Anforderungen in der schriftlichen Prüfung im Deutschen richten sich nach der Rahmenordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH) in der jeweils geltenden Fassung. 2Die Arbeitszeit beträgt 180 Minuten.
(3) In den anderen Fächern der schriftlichen Prüfung soll die Arbeitszeit 180 Minuten betragen.
(4) Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung werden vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses ausgewählt.
(5) Der Prüfungsausschuß entscheidet, welche Hilfsmittel in der schriftlichen Prüfung verwendet werden dürfen.
(1) 1Bedienen sich Prüfungsteilnehmer bei der Prüfung unerlaubter Hilfsmittel oder machen sie den Versuch dazu (Unterschleif), so wird die betreffende Arbeit abgenommen und mit Note 6 bewertet. 2Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel.
(2) 1In schweren Fällen des Unterschleifs werden Prüfungsteilnehmer von der Prüfung ausgeschlossen. 2Diese gilt dann als nicht bestanden.
(3) Die Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 können auch gegenüber Prüflingen getroffen werden, die zu Unterschleif Beihilfe leisten.
(4) 1Wird der Unterschleif erst nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit der Note 6 zu bewerten und das Prüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. 2In schweren Fällen ist die Prüfung als „nicht bestanden“ zu erklären. 3Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen.
(5) Die Entscheidung in den Fällen der Absätze 1 mit 4 trifft der Prüfungsausschuß.
(1) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen gelten die Notenstufen des § 21 Abs. 1.
(2) 1Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden von je zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses (Erst- und Zweitkorrektor) bewertet, die das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses bestimmt. 2Die Note ergibt sich aus der übereinstimmenden Bewertung der Korrektoren. 3Stimmt die Bewertung nicht überein, so wird die Note durch den Prüfungsausschuß festgesetzt.
(3) Die Leistungen in der mündlichen Prüfung bewertet der Ausschuß, vor dem die Prüfung abgelegt wird.
(1) Spätestens nach Abschluß der schriftlichen Prüfung setzt der Prüfungsausschuß gemäß § 21 Abs. 2 die Semesternoten des zweiten Semesters fest.
(2) Auf Grund der Semesternoten und der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuß, in welchen Fächern auf eine mündliche Prüfung verzichtet wird und in welchen Fällen Prüfungsteilnehmer nicht mehr zur mündlichen Prüfung zugelassen werden.
(3) Prüfungsteilnehmer haben schon nach der schriftlichen Prüfung nicht bestanden und werden zur mündlichen Prüfung nicht mehr zugelassen, wenn sie in zwei schriftlichen Prüfungsarbeiten die Note 6 oder in drei schriftlichen Prüfungsarbeiten eine schlechtere Note als 4 erhalten haben.
(4) 1In Fächern, in denen mündlich und schriftlich geprüft wurde, wird die Prüfungsnote aus beiden Noten ermittelt. 2Bei der Bildung der Prüfungsnote sind schriftliche und mündliche Note gleichwertig. 3Bei einem Durchschnitt von n,5 gibt in der Regel die schriftliche Note den Ausschlag.
(5) 1Nach Abschluß der mündlichen Prüfung setzt der Prüfungsausschuß die Gesamtnoten fest. 2In Fächern, die Gegenstand der Feststellungsprüfung waren, wird die Gesamtnote aus der Prüfungsnote und der Semesternote ermittelt. 3Die Semesternote und die Prüfungsnote sind gleichwertig. 4Bei einem Durchschnitt von n,5 gibt in der Regel in Fächern, die Gegenstand der Feststellungsprüfung waren, die Prüfungsnote den Ausschlag. 5Ist die Prüfungsnote auf Grund von § 31 Abs. 4 Satz 3 zustande gekommen und hat der Prüfling in der mündlichen Prüfung die Semesternote bestätigt, so wird diese zur Gesamtnote. 6In Fächern, die nicht Gegenstand der Feststellungsprüfung waren, gilt die Semesternote als Gesamtnote. 7In Fächern, die Gegenstand der vorgezogenen Feststellungsprüfung gemäß § 26 Abs. 5 waren, gilt die Prüfungsnote als Gesamtnote.
(1) Auf Grund der Gesamtnoten entscheidet der Prüfungsausschuß über das Bestehen der Feststellungsprüfung.
(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.
(3) Haben Prüfungsteilnehmer in einem Fach nur die Gesamtnote 5 erreicht, kann der Prüfungsausschuß die Prüfung gleichwohl als „bestanden“ erklären, wenn in zwei Fächern mindestens die Gesamtnote 2 oder in drei Fächern mindestens die Gesamtnote 3 erreicht wurde und die Gesamtleistung der Prüfungsteilnehmer während der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Studienkolleg ein erfolgreiches Studium erwarten läßt.
(4) 1Haben Prüfungsteilnehmer in einem Fach nur die Gesamtnote 5 oder die Gesamtnote 6 erreicht und wird ihnen im ersten Fall ein Notenausgleich nach Absatz 3 nicht zugebilligt, so kann der Prüfungsausschuß in diesem Fach eine Nachprüfung gestatten. 2Die Nachprüfung ist eine schriftliche Prüfung. Die Arbeitszeit beträgt in den Fächern, die Gegenstand der schriftlichen Feststellungsprüfung waren, 180 Minuten, in den übrigen Fächern 90 Minuten. In Zweifelsfällen kann zusätzlich eine mündliche Prüfung gefordert werden. 3Den Termin für die Nachprüfung setzt der Prüfungsausschuß fest. 4Erzielen Prüfungsteilnehmer in der Nachprüfung eine mindestens ausreichende Prüfungsnote, so gilt die gesamte Prüfung als bestanden; andernfalls ist sie nicht bestanden. 5Erzielen Prüfungsteilnehmer in der Nachprüfung eine bessere Note als ausreichend, so sind die nach Satz 1 erreichte Gesamtnote sowie die Note der Nachprüfung gleichwertig. 6Bei einem Durchschnitt von n,5 gibt die Note der Nachprüfung den Ausschlag.
(1) 1Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage ausgestellt. 2In dem Zeugnis wird eine Gesamtnote angegeben, die sich als arithmetisches Mittel aus den im Zeugnis ausgewiesenen Einzelnoten errechnet und bis auf eine Stelle hinter dem Komma zu bestimmen ist; es wird nicht gerundet. 3Das Zeugnis bescheinigt einen Nachweis der Eignung zur Aufnahme eines Studiums an den Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland in den Studiengängen, die dem besuchten Schwerpunktkurs zugeordnet sind.
(2) 1Aus der für den ausländischen Vorbildungsnachweis festgestellten Durchschnittsnote und der Gesamtnote der Feststellungsprüfung wird eine Gesamtdurchschnittsnote im arithmetischen Mittel gebildet. 2Sie ist auf eine Stelle hinter dem Komma zu bestimmen; es wird nicht gerundet.
(3) Ein Anspruch auf Zulassung zum Studium in Studiengängen, für die Zulassungszahlen festgesetzt sind, wird durch das Bestehen der Feststellungsprüfung nicht erworben.
(4) Die Studienberechtigung richtet sich ausschließlich nach Absatz 1 Satz 3 und ist unabhängig davon, ob die Studierenden einen Vorbildungsnachweis mitbringen, der in dessen Herkunftsland die Zugangsvoraussetzung für alle oder nur für bestimmte Fächer beinhaltet.
(1) Prüfungsteilnehmer, die die Feststellungsprüfung nicht bestanden haben, erhalten hierüber eine Mitteilung.
(2) 1Eine nicht bestandene Feststellungsprüfung kann nur einmal, und zwar frühestens nach einem halben Jahr wiederholt werden. 2Eine bestandene Feststellungsprüfung kann nicht wiederholt werden.
(3) 1Der Prüfungsausschuß kann beschließen, daß bei einer Wiederholungsprüfung auf die Prüfung in den Fächern verzichtet wird, in denen Prüfungsteilnehmer bei der ersten Prüfung mindestens ausreichende Leistungen nachgewiesen haben. 2Die in diesen Fächern erzielten Gesamtnoten werden in das nach erfolgreicher Ablegung der Wiederholungsprüfung auszustellende Zeugnis übernommen; im Übrigen gelten die in der Wiederholungsprüfung erzielten Noten.
(1) 1Wollen Studienbewerber, die die Feststellungsprüfung bestanden haben, das Studium in einem Studiengang aufnehmen, auf den sich ihre Studienberechtigung nach § 33 Abs. 1 nicht erstreckt, so können sie am Studienkolleg eine Ergänzungsprüfung ablegen. 2Voraussetzung dafür ist, daß die im Ausland erworbenen Vorbildungsnachweise ein Hochschulstudium im angestrebten Studiengang auch im Herkunftsland der Vorbildungsnachweise ermöglichen.
(2) 1Die Ergänzungsprüfung erstreckt sich auf alle Fächer des Schwerpunktkurses, den die Bewerber im Hinblick auf den neu gewählten Studiengang hätten besuchen müssen. 2Ausgenommen sind diejenigen Fächer, die Gegenstand der bestandenen Prüfung und der vorausgegangenen Ausbildung am Studienkolleg waren, es sei denn, daß in dem Schwerpunktkurs, der dem neu gewählten Studiengang entspricht, höhere Anforderungen gestellt werden.
(3) Für die Form der Ergänzungsprüfung gilt § 27 entsprechend.
(4) 1Die Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn in allen geprüften Fächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. 2Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird eine Bescheinigung ausgestellt. 3Eine nicht bestandene Ergänzungsprüfung kann einmal wiederholt werden.
Abschnitt VII Besondere Prüfungsbestimmungen für Externe
(1) Studienbewerber, die nicht das Studienkolleg besucht haben (Externe), können nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen an der Feststellungsprüfung am Studienkolleg teilnehmen.
(2) Soweit im folgenden nichts anderes bestimmt ist, gelten die Vorschriften des Abschnitts VI entsprechend.
(1) 1Externe bedürfen der Zulassung zur Prüfung. 2Schon vorher wird ihnen Gelegenheit gegeben, sich am Studienkolleg über die Prüfungsanforderungen und über die zweckmäßige Art der Vorbereitung zu informieren.
(2) 1Das Zulassungsgesuch ist an das Studienkolleg zu richten. 2Die Entscheidung trifft die Leitung des Studienkollegs.
(3) 1Die Zulassung setzt voraus, daß die Bewerber im Besitz eines Vorbildungsnachweises sind, der nur in Verbindung mit einer erfolgreich abgelegten Feststellungsprüfung als Qualifikation für das angestrebte Studium an einer Fachhochschule des Freistaates Bayern anerkannt ist. 2Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Bewerber zweimal die Feststellungsprüfung an einem Studienkolleg FH nicht bestanden haben oder ihnen zweimal der Aufstieg in das zweite Semester eines Studienkollegs FH versagt worden ist.
(4) 1Zugelassene Bewerber können ohne Angabe von Gründen einmal von der Prüfung zurücktreten. 2Der Rücktritt muß vor dem ersten Prüfungstermin schriftlich gegenüber der Leitung des Studienkollegs erklärt werden. 3Bei einem Rücktritt nach diesem Zeitpunkt oder bei einem zweiten Rücktritt gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.
(1) 1Externe legen die Feststellungsprüfung im wesentlichen unter den gleichen Bedingungen ab wie die Studierenden des Studienkollegs. 2 § 16 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(2) Für die schriftliche Prüfung gilt § 27 Abs. 2 entsprechend.
(3) 1Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf die in Absatz 2 genannten Fächer soweit auf zwei Fächer des entsprechenden Schwerpunktkurses, die nicht schriftlich geprüft worden sind. 2Die Festlegung der Fächer der mündlichen Prüfung trifft das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses oder in dessen Auftrag das stellvertretende vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses nach Anhörung der übrigen Mitglieder des Prüfungsausschusses.
(4) In den Fächern der schriftlichen Prüfungen kann auf Antrag auf die mündliche Prüfung verzichtet werden, wenn in der schriftlichen Prüfung mindestens ausreichende Leistungen nachgewiesen wurden.
Abschnitt VIII Schlußvorschriften
Das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst kann auf Antrag von einzelnen Bestimmungen dieser Studienkollegordnung Ausnahmen gewähren, wenn die Anwendung der Bestimmung im Einzelfall zu einer unbilligen Härte führen würde und die Abweichung auch unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit unbedenklich erscheint.
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 1994 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Ordnung für die Studienkollegs bei den Fachhochschulen in Bayern (Studienkollegordnung FH) vom 18. Februar 1981 (BayRS 2235-3-2-1-K) außer Kraft.
München, den 22. April 1994
Anlage (zu § 33 Abs. 1)
Anlage: Zeugnis über die Feststellungsprüfung für ausländische Studienbewerber zum Nachweis der Eignung für ein Studium an den Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland

References: § 1
 Art. 97
 Art. 93
 § 1
 § 29
 § 16
 § 26
 § 21
 § 21
 § 31
 § 26
 § 33
 § 27
 § 16
 § 27
 § 33