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Timestamp: 2019-07-22 15:02:02+00:00

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Arbeitgeberzuschuss für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers - Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
Arbeitgeberzuschuss für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers – Lexikon des Steuerrechts
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2016 und 2017 beträgt 1,1 % (Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a Abs. 2 SGB V für das Jahr 2016 vom 26.10.2015, BAnz AT 30.10.2015 B7 sowie für das Jahr 2017 vom 21.10.2016, BAnz AT 27.10.2016 B5). Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz beträgt für 2018 1,0 % (Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a Abs. 2 SGB V für das Jahr 2018 vom 23.10.2017, BAnz AT 26.10.2017 B 3).
Versicherungspflichtig sind die versicherungspflichtigen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 20 Abs. 1 Satz 1 SGB XI). Der Beitragssatz beträgt ab 1.1.2015 nach § 55 Abs. 1 SGB XI 2,35 % der beitragspflichtigen Einnahmen. Durch das Erste Pflegestärkungsgesetz – PSG I – vom 17.12.2014 (BGBl I 2014, 2222) wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,3 Beitragssatzpunkte auf 2,35 % erhöht. Der Beitragszuschlag für Kinderlose beträgt weiterhin 0,25 % (s.a. Eilts, NWB 4/2015, 183). Für 2016 gibt es keine Änderungen. Mit dem PSG II steigt der Beitragssatz der Sozialen Pflegeversicherung zum 1.1.2017 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 % bzw. 2,8 % für Kinderlose.
ArbG und ArbN tragen die Beiträge jeweils zur Hälfte (§ 58 Abs. 1 SGB XI). In Sachsen trägt der ArbG 0,675 % und der ArbN 1,675 %.
Durch die Verordnung zur Bestimmung der Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung (Beitragssatzverordnung 2015 vom 22.12.2014, BGBl I 2014, 2396) wird der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung für das Jahr 2015 auf 18,7 % festgesetzt. S.a. die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2015 vom 1.12.2014 (BGBl I 2014, 1957). Die Beitragssätze bleiben im Kj. 2016 und 2017 unverändert (Bekanntmachung der Beitragssätze in der allgemeinen Rentenversicherung und der knappschaftlichen Rentenversicherung für das Jahr 2016 vom 23.11.2015, BGBl I 2015, 2110 sowie für das Jahr 2017 vom 17.11.2016, BGBl I 2016, 2639). Der Beitragssatz für das Jahr 2018 beträgt in der allgemeinen Rentenversicherung 18,6 % und in der knappschaftlichen Rentenversicherung 24,7 % (Beitragssatzverordnung 2018 vom 18.12.2017, BGBl I 2017, 3976).
Zusatzbeitragssatz lt. Satzung der Krankenkasse (durchschnittlich 0,9)
Der BFH hat sich in einigen Urteilen mit der Behandlung der ArbG-Beiträge zu den schweizerischen Altersvorsorgeeinrichtungen sowie der Versteuerung der Altersbezüge der ArbN befasst. In seinen Urteilen vom 1.10.2015 (X R 43/11, BStBl II 2016, 685, Rz. 3) und vom 26.11.2014 (VIII R 38/10, BStBl II 2016, 657, Rz. 7) gibt der BFH einen Überblick über den Aufbau der schweizerischen Altersvorsorge. Mit Schreiben vom 27.7.2016 (BStBl I 2016, 759) nimmt das BMF Stellung zur einkommensteuerlichen Behandlung der Beiträge und Leistungen aus Schweizer Pensionskassen.
Nach dem Urteil des FG Sachsen vom 16.3.2016 (2 K 192/16, EFG 2016, 1087, LEXinform 5019085, Revision eingelegt, Az. BFH: VI R 13/16, LEXinform 0950806) ist der Verwaltungsregelung vom 10.10.2013 (BStBl I 2013, 1301) nicht zu folgen und es sind die Grundsätze des BFH-Urteils vom 14.4.2011 (VI R 24/10, BStBl II 2011, 767) anzuwenden. Erlangt der ArbN nur einen Leistungsanspruch, jedoch keinen Anspruch auf Auszahlung, liegen Sachbezüge vor, die bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit außer Ansatz bleiben, wenn die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG i.H.v. 44 € pro Monat nicht überschritten ist (s.a. Anmerkung vom 6.9.2016, LEXinform 0948071).
Beiträge zur Basisabsicherung im Verhältnis zum Gesamtbeitrag (4 676 € : 6 277 € × 100 &equals;) 74,50 %
./. 2 250 €
Zuschüsse des ArbG zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen eines nicht gesetzlich krankenversicherungspflichtigen ArbN, der eine private Kranken- und Pflege-Pflichtversicherung abgeschlossen hat, sind ebenfalls nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfrei, soweit der ArbG nach § 257 Abs. 2 SGB V sowie nach § 61 Abs. 2 SGB XI zur Zuschussleistung verpflichtet ist. Der Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss an den bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versicherten ArbN setzt voraus, dass der private Krankenversicherungsschutz Leistungen zum Inhalt hat, die ihrer Art nach auch den Leistungen des SGB V entsprechen. Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses bemisst sich nach § 257 Abs. 2 Satz 2 SGB V. Für die Berechnung des Zuschusses wird der allgemeine Beitragssatz zugrunde gelegt. Ab 1.1.2015 ergibt sich demnach ein Beitragszuschuss von 7,3 % (14,6 % : 2). Der Höchstbetrag beträgt im Kj. 2018 monatlich 7,3 % von 4 425 € &equals; 323,03 €.
Richter u.a., Blick ins Sozialversicherungsrecht, DStR 2008, 1097; Bode, Versicherungsleistung oder Prämienzahlung – Was ist Arbeitslohn? – Vom Arbeitgeber finanzierter Versicherungsschutz –, NWB 2009, 1734; Sprang, Arbeitgeberzuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung, NWB 41/2014, 3068.

References: § 242
 § 242
 § 55
 § 8
 § 3
 § 257
 § 61
 § 257