Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=13.12.2007&Aktenzeichen=2%20AZR%20971/06
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BAG, 13.12.2007 - 2 AZR 971/06 - dejure.org
BAG, 13.12.2007 - 2 AZR 971/06
https://dejure.org/2007,343
BAG, 13.12.2007 - 2 AZR 971/06 (https://dejure.org/2007,343)
BAG, Entscheidung vom 13.12.2007 - 2 AZR 971/06 (https://dejure.org/2007,343)
BAG, Entscheidung vom 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 (https://dejure.org/2007,343)
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Auswirkung einer nach Ablauf der Klagefrist erhobenen Kündigungsschutzklage und eines Antrags auf nachträgliche Klagezulassung auf den Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung; Wirkung der Rücknahme der Kündigungsschutzklage bzw. des Antrags auf nachträgliche Klagezulassung auf den Abfindungsanspruch; Beurteilung der Besprechung von "Eckpunkten" einer Beendigungsvereinbarung durch die Prozessbevollmächtigten der Parteien im Hinblick auf das Zustandekommen eines Vertrags; Vertragsangebot an den (anwesenden) berechtigten Vertreter eines (abwesenden) Dritten als nur sofort annehmbares Angebot unter Anwesenden; Übersendung eines gegenüber dem Angebot einer Beendigungsvereinbarung des Arbeitgebers wesentlich erweiterten "Abwicklungsvertrags" durch den Arbeitnehmer als neues Angebot; Beurteilung des Abrückens von einem zunächst unterbreiteten und nicht mehr bindenden Angebot im Hinblick auf einen möglichen Verstoß gegen Treu und Glauben; Auswirkung der Rücknahmefiktion nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Klagerücknahme auf den Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung
Abfindung, Kündigungsschutzklage
Abfindungsanspruch nach § 1a KschG und Kündigungsschutzklage
§ 1a KSchG
Arbeitsrecht - Abfindungsanspruch nach § 1a KSchG bei Rücknahme der Kündigungsschutzklage
Kein Abfindungsanspruch bei zurückgenommener Kündigungsschutzklage
Gesetzlicher Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung
Voraussetzungen des Anspruchs auf Abfindung gemäß § 1 a KSchG
Betriebsbedingte Kündigung: Abfindungsanspruch
BAG zum Abfindungsanspruch bei Rücknahme der Kündigungsschutzklage
123recht.net (Pressemeldung, 13.12.2007)
Klagerücknahme sichert nicht die Abfindung // Streitfälle um neue "Turboprämie"
Der Abfindungsanspruch nach § 1a Kündigungsschutzgesetz
KSchG § 1a
Neues zur Abfindung nach § 1a KSchG
berul.de (Entscheidungsanmerkung)
Zusammenfassung von "Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung - Update § 1a KSchG" von RAin Dr. Kerstin Schmidt, FAinArbR, original erschienen in: AuA 2008, 278 - 280.
ArbG Potsdam, 23.11.2005 - 8 Ca 1857/05
LAG Brandenburg, 05.05.2006 - 22 Sa 44/06
LAG Brandenburg, 05.05.2006 - 22 Sa 7/06
BAGE 125, 198
NJW 2008, 2061
MDR 2008, 925
NZA 2008, 696
NZA 2008, 698
DB 2008, 1383
BAG, 19.02.2009 - 2 AZR 286/07
Ein widersprüchliches Verhalten ist erst dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (vgl. insbes. Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - mwN, AP KSchG 1969 § 1a Nr. 7 = EzA KSchG § 1a Nr. 5).
Diesem Zweck entspricht es, einem Arbeitnehmer die Abfindung zu versagen, wenn er eine gerichtliche Auseinandersetzung eingeleitet hat (vgl. BT-Drucks. 15/1204 S. 9, 12; vgl. auch Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - AP KSchG 1969 § 1a Nr. 7 = EzA KSchG § 1a Nr. 5).
Dies gilt auch für eine nach Ablauf der dreiwöchigen Klagefrist eingereichte Kündigungsschutzklage und einen Antrag des Arbeitnehmers auf nachträgliche Klagezulassung nach § 5 KSchG (BAG 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - aaO.;… Stahlhacke/Preis 9. Aufl. Rn. 1167 f.;… ErfK/Oetker 9. Aufl. § 1a KSchG Rn. 14;… v. Hoyningen-Huene/Linck KSchG § 1a Rn. 10; Löwisch NZA 2003, 689, 694; Preis DB 2004, 70, 74; Raab RdA 2005, 1, 9; Willemsen/Annuß NJW 2004, 177, 182 f.).
Der Arbeitgeber sähe sich ansonsten durch eine solche Kündigungsschutzklage nunmehr doch mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses konfrontiert, die er gerade mit einem Angebot einer Abfindungssumme nach § 1a KSchG vermeiden wollte (hier zum Ganzen: Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - aaO.; Hergenröder/v. Wickede RdA 2008, 364, 371).
BAG, 20.08.2009 - 2 AZR 267/08
Abfindungsanspruch nach § 1a KSchG bei verspäteter Kündigungsschutzklage
Das gilt auch für eine nach Ablauf der dreiwöchigen Klagefrist eingereichte (Kündigungsschutz-) Klage und einen Antrag des Arbeitnehmers auf nachträgliche Klagezulassung nach § 5 KSchG (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - Rn. 46 mwN, AP KSchG 1969 § 1a Nr. 7 = EzA KSchG § 1a Nr. 5).
Durch die Rücknahme der Kündigungsschutzklage können jedenfalls die Voraussetzungen des § 1a Abs. 1 Satz 1 KSchG nicht mehr erfüllt bzw. ihr Nichtvorliegen bewirkt werden (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - Rn. 48 mwN, AP KSchG 1969 § 1a Nr. 7 = EzA KSchG § 1a Nr. 5).
Der Arbeitnehmer soll gerade nicht zunächst die Entwicklung des Kündigungsschutzprozesses abwarten und die Klage bei sich abzeichnender Erfolglosigkeit zurücknehmen dürfen, um doch noch in den Genuss der vom Arbeitgeber mit dem Hinweis nach § 1a Abs. 1 Satz 2 KSchG angebotenen Abfindung kommen zu können (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - Rn. 48 mwN, aaO).
Insoweit weicht die hier gegebene Fallgestaltung von derjenigen ab, die der Entscheidung des Senats vom 13. Dezember 2007 (- 2 AZR 971/06 - AP KSchG 1969 § 1a Nr. 7 = EzA KSchG § 1a Nr. 5) zugrunde lag.
Ein widersprüchliches Verhalten ist aber erst dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn sonstige besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 12. März 2009 - 2 AZR 894/07 - AP BGB § 626 Nr. 221 = EzA BGB 2002 § 242 Kündigung Nr. 8; 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - BAGE 125, 198; 14. Oktober 2003 - 9 AZR 657/02 - AP BGB § 670 Nr. 32 = EzA BGB 2002 § 670 Nr. 1; 4. Dezember 2002 - 5 AZR 556/01 - BAGE 104, 86).
LAG Niedersachsen, 02.05.2011 - 8 Sa 1258/10
Erstattungsanspruch eines Lehrers für ein von ihm angeschafftes Lehrbuch
Ein widersprüchliches Verhalten ist dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (st. Rspr., vgl. etwa BAG vom 9. Dezember 2009 - 10 AZR 850/08 - AP Nr. 318 zu § 1 TVG Tarifverträge: Bau = NZA-RR 2010, 336; vom 12. März 2009 - 2 AZR 894/07 - AP BGB § 626 Nr. 221 = EzA BGB 2002 § 242 Kündigung Nr. 8; vom 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - BAGE 125, 198; vom 14. Oktober 2003 - 9 AZR 657/02 - AP BGB § 670 Nr. 32 = EzA BGB 2002 § 670 Nr. 1; vom 4. Dezember 2002 - 5 AZR 556/01 - BAGE 104, 86; vom 4. Dezember 1997 - 2 AZR 799/96 - BAGE 87, 200; BGH 5. Juni 1997 - X ZR 73/95 - NJW 1997, 3377; 17. April 2008 - III ZB 97/06 - MDR 2008, 757; vgl. auch BVerfG 15. April 2004 - 1 BvR 622/98 - NJW 2004, 2149 für das Verfassungsrecht; BGH 1. April 2008 - 5 StR 357/07 - NStZ 2008, 475 für das Strafprozessrecht; 18. Oktober 2007 - I ZR 24/05 - MarkenR 2008, 203 für das Markenrecht; 25. September 2007 - KVR 25/06 - WM 2007, 2213 zum Kartellrecht; 7. Februar 2006 - VI ZR 20/05 - MDR 2006, 990 - zum Deliktsrecht "Rempeltanz").
LAG Hamburg, 12.08.2009 - 4 Sa 80/08
Auslegung einer Ausschlussklausel in einem Sozialplan - kein Anspruch auf Zahlung …
Ein widersprüchliches Verhalten ist erst dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist (BGH 9. Mai 1960 - III ZR 32/59 - BGHZ 32, 273, 279; 20. März 1986 - III ZR 236/84 - NJW 1986, 2104, 2107) oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (vgl. BAG Urteil vom 13. Dezember 2007 - 2 AZR 971/06 - EzA KSchG § 1a Nr. 5).

References: § 1

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 § 626
 § 242
 § 670
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 BGH 
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