Source: https://www.philfak.uni-bonn.de/de/studium/handreichungen-und-leitfaeden/taeuschungsversuche-und-plagiate-2013-handreichung-fuer-studierende
Timestamp: 2019-08-17 11:34:29+00:00

Document:
Täuschungsversuche und Plagiate – Handreichung für Studierende — Philosophische Fakultaet
Gemäß § 13 Abs. 3 der Prüfungsordnungen für Bachelor- und Masterstudiengänge der Philosophischen Fakultät 2013 wird eine Prüfungsleistung, deren Ergebnis „durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen“ versucht wurde, mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Die Prüfungsleistung gilt somit als nicht bestanden.
Laut § 13 Abs. 8 dieser Prüfungsordnungen kann im Falle „eines mehrfachen oder sonst schwerwiegenden Täuschungsversuches […] der Prüfling exmatrikuliert werden; die Entscheidung hierüber trifft der Prüfungsausschuss.“
Darüber hinaus bestimmt § 13 Abs. 9 der Prüfungsordnungen: „Wer vorsätzlich gegen eine die Täuschung über Prüfungsleistungen betreffende Regelung dieser Prüfungsordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach S. 1 ist der Kanzler der Universität Bonn.“
Diese Folgen gelten gemäß § 26 Abs. 1, 3 und 4 der Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge und konsekutiven Masterstudiengänge der Philosophischen Fakultät vom 17. August 2018 bzw. gemäß § 26 Abs. 1, 3 und 4 der Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang "Psychologie" und den konsekutiven Masterstudiengang "Psychologie" der Philosophischen Fakultät vom 17. August 2018 auch für Studierende dieser Prüfungsordnungen.
Sofern ein Plagiat im Sinne der oben beschriebenen Definitionen über entsprechende Quellenverweise eindeutig verifiziert wurde (die Prüfer können hier auch die technischen Überprüfungsmöglichkeiten der oben erwähnten Plagiatssoftware nutzen), wird diese Information zusammen mit dem Prüfungsdokument (Hausarbeit, Bachelorarbeit u.ä.) sowie den Quellenhinweisen vom Fach an das Prüfungsamt geschickt. Dort wird der Fall noch einmal gründlich geprüft. Wenn das Plagiat eindeutig nachgewiesen ist, wird die Note „5,0“ (nicht bestanden) verbucht und ein Vermerk zum Täuschungsversuch im Studienkonto hinterlassen. Das Prüfungsamt verschickt zudem einen schriftlichen Bescheid zum nicht bestandenen Prüfungsversuch und Täuschungstatbestand. Die Wiederholungsmöglichkeiten bleiben für die entsprechende Modulprüfung bestehen. In besonders schwerwiegenden Fällen von Täuschungsversuchen hat der Prüfungsausschuss allerdings die Möglichkeit, eine sofortige Exmatrikulation zu beschließen (vgl. §13 Abs. 8 der Prüfungsordnung 2013 bzw. § 26 Abs. 3 der Prüfungsordnung 2018) – diese Zwangsexmatrikulation wird dann vom Studentensekretariat vorgenommen. Vor allem bei Plagiaten, die aufgrund technischer Fehler (fehlende oder unvollständige Zitationen u.ä.) unbeabsichtigt zustande kamen, ist es in der Folge ratsam, die Fachstudienberatung bezüglich Lehrangeboten in den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens zu konsultieren oder auch die Kursangebote des Bonner Projektes Schreiblabor (s.o.) zu nutzen.

References: § 13
 § 13
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 § 26
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