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Timestamp: 2016-10-25 17:57:31+00:00

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Diebstahl | Fachbegriff, Definition und Erläuterung im Rechtslexikon auf anwalt24.de
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Rechtswörterbuch Normen §§ 242 ff. StGB Information 1. Strafrecht1.1 GrundtatbestandDiebstahl ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache in der Absicht, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen:Sachen sind körperliche Gegenstände. Tiere sind zwar keine Sache (§ 90a BGB), im Sinne der §§ 242 ff. StGB können sie jedoch Tatobjekte sein.Eine Sache ist fremd, wenn sie zumindest auch im Miteigentum eines anderen steht.Wegnahme ist der Bruch fremden und die Begründung neuen, nicht notwendigerweise tätereigenen Gewahrsams. Die Zueignung einer Sache setzt eine auch nur vorübergehende wirtschaftliche Nutzung der Sache und die dauernde Enteignung des Berechtigten voraus. Gewahrsam ist die tatsächliche, von einem natürlichen Herrschaftswillen getragene Sachherrschaft eines Menschen über eine Sache.Zueignungsabsicht ist die Absicht der zumindest vorübergehenden Aneignung der Sache einschließlich des Vorsatzes der dauernden Enteignung.1.2 Diebstahl geringwertiger SachenDer Diebstahl geringwertiger Sachen wird gemäß § 248a StGB nur auf Antrag verfolgt.Nach dem Beschluss OLG Frankfurt am Main 09.05.2008 - 1 Ss 67/08 ist eine Sache geringwertig, wenn ihr Wert 50,00 EUR nicht übersteigt.1.3 Diebstahl mit WaffenIn § 244 StGB ist die Diebstahlsbegehung mit Waffen oder anderen gefährlichen Werkzeugen, als Bandendiebstahl oder als Wohnungseinbruchdiebstahl geregelt.In § 244 Abs. 3 StGB ist eine Strafzumessungsregel für den minder schweren Fall geregelt:Eine derartige Regelung war insbesondere im Hinblick auf § 244 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a StGB notwendig, der allein das Mitsichführen einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeuges beim Diebstahl unter erhöhte Strafandrohung stellt, was dazu führt, dass vom Anwendungsbereich des § 244 StGB unter Umständen auch Taten erfasst werden, die nur einen geringen Unrechtsgehalt aufweisen.Schwierigkeiten bereitet insbesondere das Beisichführen von Alltagsgegenständen, von denen viele auch als Mittel zur Gewaltanwendung oder -androhung eingesetzt werden könnten (z.B. Schlüssel oder Gürtel). In der Rechtsprechung und Literatur wurde zur Begrenzung des Anwendungsbereiches der Strafnorm teilweise versucht, bei der Auslegung des Begriffes "gefährliches Werkzeug" einschränkende subjektive Kriterien heranzuziehen. Diesen Versuchen ist der BGH mit seiner Entscheidung vom 03.06.2008 - 3 StR 246/07 unter Verweis auf den Wortlaut der Norm, auf systematische Argumente sowie auf den Sinn und Zweck der Regelung entgegengetreten.Die Abgrenzung muss demzufolge allein nach objektiven Kriterien erfolgen, für die es nach der Gesetzesbegründung (BT-Drs. 17/4143) eine Vielzahl von Lösungsansätzen gibt, von denen sich noch keiner durchgesetzt hat. Um sicherzustellen, dass in jedem Einzelfall eine angemessene Strafe verhängt werden kann, bedarf es einer Strafzumessungsregelung für den minder schweren Fall.2. VersicherungsrechtIn dem Urteil OLG Karlsruhe 20.09.2005 - 12 U 159/05 hat das Gericht die Anforderungen an den Nachweis eines Einbruchsdiebstahl dargelegt: Nach der ständigen Rechtsprechung genügt der Versicherungsnehmer seiner für den Eintritt der Hausratsversicherung notwendigen Beweislast für einen Einbruchdiebstahl, wenn er einen Sachverhalt behauptet und beweist, der nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lässt, dass die versicherte Sache in einer von den Versicherungsbedingungen erfassten Weise entwendet worden ist.In dem zu entscheidenden Fall wurde wie in der Vorinstanz der Nachweis des Geschädigten über einen erlittenen Einbruchdiebstahl abgelehnt. Als Einbruchspuren wurden eine Beschädigung am Hoftor, der Ausbau des Schließzylinders der Eingangstür sowie das Aushebeln der Zwischentür zum Keller festgestellt. Nach dem Gutachten des Sachverständigen kann der Ausbau des Türzylinders ohne Beschädigungen nur bei einer geöffneten Tür erfolgen. Beschädigungen der Tür konnten jedoch nicht festgestellt werden.Daneben wurde nunmehr vom BGH entschieden, dass das vom Versicherungsnehmer zu beweisende äußere Bild eines Einbruchdiebstahls nicht voraussetzt, dass vorgefundene Spuren "stimmig" in dem Sinne sind, dass sie zweifelsfrei auf einen Einbruch schließen lassen. Insbesondere müssen nicht sämtliche, typischerweise auftretenden Spuren vorhanden sein (BGH 08.04.2015 - IV ZR 171/13). Siehe auch Abhandenkommen von SachenBagatelldeliktHehlereiRaubBockemühl: Handbuch des Fachanwalts Strafrecht; 6. Auflage 2014Boecker: Lkw-Ladungsverlust durch Diebstahl sowie Raubüberfall in Europa; Versicherungsrecht - VersR 2003, 556Göth: Der Kraftfahrzeug-Diebstahl in der Praxis; StrafRechtsReport - StRR 2010 Teil 1 S. 177Teil 2 S. 215Teil 3 S. 257Teil 4 S. 297Jesse: Geringwertigkeit des Erlangten und unbenannter besonders schwerer Fall von Diebstahl und Betrug; Juristische Schulung - JuS 2011, 313Schramm: Grundfälle zum Diebstahl; Juristische Schulung - JuS 2008, 678 und 773Weber-Grellet: Diebstahl eines betrieblichen Pkw während privater Umwegfahrt; Neue Wirtschafts-Briefe - NWB 2007, 4167
DiätenDienstaufsichtsbeschwerde
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References: § 248
 § 244
 § 244
 § 244
 § 244
 BGH 
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