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Timestamp: 2016-09-29 20:24:09+00:00

Document:
6B_748/2016 (22.08.2016)
6B_748/2016 � � Urteil vom 22. August 2016
beide vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray,
Mord; willk�rliche Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r; Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 20. April 2016.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt sprach X.________ am 20. April 2016 in Best�tigung des Urteils des Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. September 2014 des Mordes (Art. 112 StGB) schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren. Es verpflichtete ihn, den Eltern des Opfers, B.A.________ und C.A.________, eine Genugtuung von je CHF 30'000.00 zuz�glich 5 % Zins seit dem 5. Februar 2012 zu bezahlen.
X.________ wird zur Last gelegt, er habe am 5. Februar 2012, zwischen 17.00 und 19.00 Uhr, das Opfer A.A.________ in dessen Wohnung durch mit einem oder mehreren Gegenst�nden ausgef�hrte Schl�ge gegen den Kopf, durch Tritte gegen den Kopf sowie durch Messerstiche im Hals-, Brust- und Gesichtsbereich get�tet. X.________ bestreitet die Tat.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 20. April 2016 sei aufzuheben und er sei vollumf�nglich freizusprechen. Eventualiter sei eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren wegen vors�tzlicher T�tung, subeventualiter eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren wegen Mordes auszusprechen. Subsubeventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Die Zivilforderungen seien abzuweisen.
1.1.�Die Vorinstanz kommt nach eingehender Beweisw�rdigung zum Schluss, dass hinsichtlich der T�terschaft des Beschwerdef�hrers aufgrund sowohl der sachlichen Beweismittel als auch des Aussageverhaltens des Beschwerdef�hrers eine geschlossene Indizienkette vorliege, aufgrund derer bei objektiver Betrachtung keine vern�nftigen Zweifel daran best�nden, dass dieser das Opfer get�tet habe (angefochtener Entscheid S. 44).
1.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt willk�rliche Beweisw�rdigung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo".
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1; 139 III 334 E. 3.2.5; je mit Hinweisen) oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge muss klar vorgebracht und substantiiert begr�ndet werden. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 3 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 138 V 74 E. 7; 127 I 38).
2.1.�Die Vorinstanz pr�ft, ob andere Personen aus dem Umfeld des Opfers, etwa dessen fr�here Ehefrau oder dessen fr�here Freundin oder Personen aus deren Umfeld, als T�ter in Betracht kommen, und sie verneint dies.
2.1.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, ein Gericht k�nne nicht die T�terschaft zuf�llig in den Akten vorkommender Personen von sich aus ausschliessen, um dann die angeklagte Person als tatn�heste zu verurteilen. Diese Vorgehensweise verletze den Anklagegrundsatz und das Immutabilit�tsprinzip und sei willk�rlich.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz hatte zu pr�fen, ob der in der Anklageschrift als Angeklagter bezeichnete Beschwerdef�hrer der T�ter ist. Sie hatte in diesem Rahmen auch zu pr�fen, ob allenfalls Dritte als T�ter in Betracht fallen. Dazu bestand umso mehr Anlass, als durch verschiedene Vorkehrungen der Verdacht auf Dritte, insbesondere auf die ehemalige Ehefrau und auf die ehemalige Freundin des Beschwerdef�hrers, gelenkt worden war. Dass die Vorinstanz pr�fte, ob Dritte als T�ter in Betracht fallen, und dass sie dies verneinte, verst�sst nicht gegen die vom Beschwerdef�hrer angerufenen Prinzipien.
2.1.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz sei nach dem "Ausschlussverfahren" zum Ergebnis gelangt, dass er der T�ter sei, d.h. deshalb, weil ihres Erachtens andere Personen als T�ter ausser Betracht fielen. Dies sei willk�rlich.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz schliesst aufgrund zahlreicher Indizien auf die T�terschaft des Beschwerdef�hrers. Solche Indizien fehlen in Bezug auf andere Personen im Umfeld des Opfers.
2.2.�Das Opfer war beim Psychiater Dr. B.________ in Behandlung. Die Vorinstanz wies den Beweisantrag des Beschwerdef�hrers auf Einvernahme des Psychiaters ab (angefochtener Entscheid S. 41). Sie erwog, betreffend die vom Psychiater in spekulativer Weise ins Spiel gebrachten Personen des "C.________"-Clubs, an deren Treffen sich das Opfer beteiligt habe, h�tten sich weder aufgrund der Befragung eines Clubmitglieds noch bei der Befragung zweier ebenfalls an Fahrzeugen insbesondere der Marke "C.________" interessierter Arbeitskollegen des Opfers irgendwelche Hinweise auf ein allf�lliges Tatmotiv einer oder mehrerer Personen aus den entsprechenden Kreisen ergeben (angefochtener Entscheid S. 43). Damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander.
2.3.�Die Vorinstanz h�lt hinsichtlich der Motivlage des Beschwerdef�hrers fest, dass sich diesbez�glich keine gesicherten Aussagen machen liessen. Die fehlende Feststellbarkeit des Motivs des Beschwerdef�hrers verm�ge diesen jedoch nicht zu entlasten, da sich in seinem Fall (im Unterschied zu s�mtlichen Drittpersonen) unabh�ngig von der Motivlage eine Vielzahl belastender Indizien aufweisen liessen (angefochtener Entscheid S. 44).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass es einen motivlosen Mord nicht gebe. Das Motiv sei ein wesentlicher Bestandteil einer geschlossenen Indizienkette. Fehle das Motiv, so m�ssten zumindest so gewichtige andere Indizien vorliegen, dass man diesen Hauptpunkt ausser Acht lassen k�nnte. Dies sei vorliegend indessen nicht der Fall.
Die Vorinstanz stellt nicht fest, dass der Beschwerdef�hrer kein Motiv hatte. Sie h�lt lediglich fest, dass das Motiv nicht feststellbar sei. Dies hinderte sie nicht daran, aufgrund der zahlreichen Indizien die T�terschaft des Beschwerdef�hrers zu bejahen und die Tat in Anbetracht der Art ihrer Ausf�hrung als Mord zu qualifizieren.
2.4.1.�In der Wohnung des Opfers wurde ein Notizzettel gefunden, der gut sichtbar mit einem Magnethalter an dem unmittelbar neben der Wohnungst�r an der Wand befestigten Schl�sselk�stchen angebracht war. Auf dem Zettel war zum einen untereinander "6.2.12" "17 00 " und "B.________" und zum andern, mit einem andern Schreibwerkzeug, "SO 5.2." und darunter "A.D.________" notiert. Gem�ss den Ausf�hrungen der Vorinstanz weist der erstgenannte Text auf einen Termin des Opfers bei dessen Psychiater Dr. B.________ am 6. Februar 2012 um 17.00 Uhr hin, welcher vom Psychiater best�tigt wurde. Der zweitgenannte Text weist f�r sich allein auf ein Rendez-vous des Opfers mit dessen ehemaligen Freundin A.D.________ am 5. Februar hin. Ein solches Treffen war aber gem�ss den Aussagen von A.D.________ nicht vereinbart worden und fand auch nicht statt.
2.4.2.�Es entstand der Verdacht, dass die Notiz "SO 5.2. A.D.________" nicht vom Opfer, sondern von einer Drittperson verfasst worden sei. Durch die Notiz wollte deren Urheber den Eindruck erwecken, dass am 5.2. ein Treffen zwischen dem Opfer und dessen ehemaligen Freundin A.D.________ stattgefunden habe, und wollte der Urheber den Verdacht begr�nden, dass A.D.________ bei diesem Treffen das Opfer get�tet habe. Ein Experte der Polizei Basel-Landschaft, E.________, kam in seinem Handschriftengutachten zum Ergebnis, dass zwischen dem Schriftgeber der fraglichen Notiz einerseits und dem Opfer sowie A.D.________ andererseits keine Urheberidentit�t bestehe. Demgegen�ber unterst�tzten die Befunde gesamthaft die Hypothese, dass der Beschwerdef�hrer der Urheber der Notiz sei. Unter der Annahme, dass nur die drei verglichenen Personen m�gliche Urheber seien, stamme der Text mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Beschwerdef�hrer und mit hoher Wahrscheinlichkeit weder vom Opfer noch von A.D.________. Unter der Annahme, dass auch eine unbekannte Person als Urheber in Frage komme, sei die Urheberschaft des Beschwerdef�hrers wahrscheinlich, w�hrend die Einsch�tzung hinsichtlich der beiden anderen Vergleichspersonen unver�ndert bleibe.
2.4.3.�Der Beschwerdef�hrer reichte eine gutachterliche Stellungnahme von Dr. F.________ ein. Darin werden gegen das Gutachten erhebliche Bedenken ge�ussert. Dem gerichtlichen Gutachter wurde Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen. Der private Gutachter konnte sich zu dieser Stellungnahme �ussern.
2.4.4.�Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass es sich bei den �usserungen von Dr. F.________ um ein Privatgutachten handelt. Privatgutachten haben nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht den gleichen Stellenwert wie ein Gutachten, das von der Untersuchungsbeh�rde oder von einem Gericht eingeholt wurde. Den Ergebnissen eines im Auftrag des Beschuldigten erstellten Privatgutachtens kommt lediglich die Bedeutung einer der freien Beweisw�rdigung unterliegenden Parteibehauptung beziehungsweise eines Bestandteils der Parteivorbringen zu, nicht die Qualit�t eines Beweismittels (BGE 141 IV 369 E. 6.2 mit Hinweisen). Dies gilt auch, wenn das Privatgutachten durch eine erfahrene und etablierte Fachperson erstellt wird, die auch als Gerichtsgutachter beigezogen wird. Der Privatgutachter ist nicht unabh�ngig und unparteiisch wie der amtliche Sachverst�ndige. Er steht vielmehr in einem Auftragsverh�ltnis zu der ihn beauftragenden privaten Partei und �ussert seine Meinung, ohne von den juristischen Entscheidungstr�gern in die Pflicht genommen worden zu sein. Es ist daher beim Privatgutachten vom Anschein einer Befangenheit auszugehen, zumal er vom Angeschuldigten nach dessen Kriterien ausgew�hlt worden ist, zu diesem in einem Vertrags- und Treueverh�ltnis steht und von ihm entl�hnt wird. Demgegen�ber ist der amtliche Sachverst�ndige - gleichg�ltig ob er von der Untersuchungsbeh�rde oder vom Gericht ernannt wurde - nicht Gutachter einer Partei, namentlich auch nicht des Richters oder des Ankl�gers. Er ist vielmehr Entscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen und Erfahrungen er durch besondere Kenntnisse auf seinem Sachgebiet erg�nzt (BGE 141 IV 369 E. 6.2 mit Hinweisen). Aus diesen Gr�nden ist zweifelhaft, ob ein Privatgutachten die �berzeugungskraft eines gerichtlich angeordneten Gutachtens zu ersch�ttern vermag. Immerhin kann ein Privatgutachten unter Umst�nden aber geeignet sein, Zweifel an der Schl�ssigkeit eines Gerichtsgutachtens oder die Notwendigkeit eines (zus�tzlichen) Gutachtens zu begr�nden. Wie bei jeder substantiiert vorgebrachten Einwendung ist das Gericht deshalb verpflichtet zu pr�fen, ob das Privatgutachten die Schlussfolgerungen des beh�rdlich bestellten Gutachters derart zu ersch�ttern vermag, dass davon abzuweichen ist (BGE 141 IV 369 E. 6.2 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz h�lt einleitend fest, dass sowohl das Gerichtsgutachten als auch das Privatgutachten insoweit �bereinstimmen, als sie das Opfer als Urheber der fraglichen Notiz ausschliessen. Die Vorinstanz setzt sich mit den Einw�nden des Privatgutachters auseinander. Sie legt ausf�hrlich dar, aus welchen Umst�nden sich ergibt, dass der Beschwerdef�hrer und nicht eine Drittperson als Urheber der Notiz anzusehen ist (angefochtener Entscheid S. 18 ff.). Mit diesen Ausf�hrungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Seine Behauptung, in Anbetracht der Einw�nde des Privatgutachters sei auch der amtliche Gutachter zum Schluss gekommen, dass die fragliche Notiz nicht vom Beschwerdef�hrer verfasst worden sei, trifft nicht zu. Der amtliche Gutachter hielt vielmehr daran fest, dass der Beschwerdef�hrer der wahrscheinliche Urheber sei. Der Privatgutachter seinerseits schloss eine Urheberschaft des Beschwerdef�hrers nicht aus, sondern kam insoweit zu einem "non liquet".
2.5.�Neben dem Opfer fanden sich unter einer Decke ein Bilderrahmen in Herzform, eine daraus entfernte Fotografie, diverse Fotokuverts sowie eine weitere Notiz mit dem Text "Nimand verl�sst mich!!", wobei mit dem Wort "mich" das zun�chst an dieser Stelle geschriebene Wort "meine" �berschrieben ist. Der Beschwerdef�hrer stellte im kantonalen Verfahren den Beweisantrag, es sei auch betreffend diesen Text eine Schriftexpertise einzuholen. Die Vorinstanz wies den Beweisantrag ab. Der Beschwerdef�hrer sieht darin eine willk�rliche Verletzung der Unschuldsvermutung.
Die Vorinstanz wies den Beweisantrag ab, da sich aufgrund einer W�rdigung des Beweismittels ergebe, dass sich mit Blick auf die gegebene Beweislage das Ergebnis eines entsprechenden Gutachtens auf die �berzeugung des Gerichts jedenfalls nicht zu Gunsten des Beschwerdef�hrers auszuwirken verm�chte (angefochtener Entscheid S. 20). Die Vorinstanz begr�ndet diese Einsch�tzung eingehend. Sie f�hrt unter anderem aus, dass und weshalb der fragliche Text - im Unterschied zur vorstehend (siehe E. 1.5 hievor) behandelten Notiz - nicht zwingend durch die T�terschaft selbst habe verfasst worden sein m�ssen und somit der Urheber des Textes nicht notwendigerweise der T�ter sei. Mit diesen Ausf�hrungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander.
2.6.1.�Was der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche W�rdigung der Ergebnisse der Analysen der gesicherten (sp�rlichen) DNA-Spuren vorbringt, ersch�pft sich in appellatorischer Kritik, die zur Begr�ndung der R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung nicht gen�gt. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers ist die Erkenntnis, dass ein grunds�tzlich spurenfreies Vorgehen (beispielsweise durch das Tragen von Handschuhen) ohne weiteres denkbar ist (angefochtener Entscheid S. 24), nicht zu beanstanden.
2.6.2.�Auch die Einw�nde des Beschwerdef�hrers zu den Ausf�hrungen der Vorinstanz betreffend die Schuhsohlenabdruckspuren ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik. Dass sich ein Vergleich mit Spuren des Beschwerdef�hrers als unergiebig erwies, ist nach der willk�rfreien Einsch�tzung der Vorinstanz (siehe angefochtener Entscheid S. 26) kein den Beschwerdef�hrer entlastendes Indiz, da die M�glichkeit besteht, dass dieser die Schuhe, die er im Zeitpunkt der Tat trug, beseitigt hat.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer sagte in seinen ersten drei Einvernahmen aus, er habe am Tattag das Opfer nicht gesehen beziehungsweise sei nicht in dessen Wohnung gewesen. In der vierten Einvernahme �nderte er seine Darstellung. Er sagte nun aus, er sei zum Wohnort des Opfers gefahren. Als dieses auf sein L�uten nicht reagiert habe, habe er die Haust�r und dann mit einem Schl�ssel, welchen er fr�her einmal vom Opfer erhalten habe, die Wohnungst�r ge�ffnet. Er sei schliesslich in das Schlafzimmer gelangt und habe das Opfer auf dem Bett liegen gesehen; es sei tot gewesen. Auf und neben dem Opfer sei ein Haufen von Sachen gewesen. Im Schock habe er sich �berlegt, dass er alle diese Gegenst�nde in der Vergangenheit schon einmal ber�hrt habe. In einer Panikreaktion habe er die Gegenst�nde in eine Tasche beziehungsweise in einen Plastiksack gepackt, die Wohnung verlassen und in der Folge die Gegenst�nde an verschiedenen Orten entsorgt.
3.2.1.�Der Beschwerdef�hrer erkl�rte sein Verhalten zun�chst damit, er habe bef�rchtet, dass er zu Unrecht der T�tung des Opfers beschuldigt werden k�nnte. Aus diesem Grunde habe er es auch unterlassen, die Polizei zu verst�ndigen. In der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erkl�rte der Beschwerdef�hrer sein Verhalten damit, er sei in einem Schock- beziehungsweise Ausnahmezustand gewesen und habe gehofft, dass das, was er gesehen habe, nicht echt, sondern eine falsche Wahrnehmung seinerseits sei; er habe das Ganze einfach nicht wahrhaben wollen. Damit erkl�rte er auch, weshalb er nach dem Auffinden des Opfers eine SMS an dieses gesandt hatte. Diese Erkl�rung trug der Beschwerdef�hrer allerdings erst vor, als ein Privatgutachten vorlag, welches einen in diese Richtung zielenden Erkl�rungsansatz enthielt.
3.2.2.�Im Privatgutachten von Prof. Dr. G.________ vom 3. April 2014 wird n�mlich ausgef�hrt, die teilweise v�llig unsinnigen Handlungen, durch welche sich der Beschwerdef�hrer eher verd�chtig gemacht habe, seien Ausdruck des verzweifelten Versuchs, das Entsetzen �ber das Auffinden der Leiche des Opfers "auszuradieren". Es handle sich mithin um eine schwerwiegende Dissoziation (diagnostisch um eine dissoziative Amnesie), wobei sich der in einem dissoziativen Ausnahmezustand befindliche Beschwerdef�hrer selbst habe beweisen wollen, dass das traumatisierende Auffinden der Leiche nicht Realit�t sei. Erst die unter anderem durch die Einvernahmen erfolgte Konfrontation des Beschwerdef�hrers mit der Realit�t habe den Dissoziationsmechanismus zusammenbrechen lassen.
3.3.1.�Der Beschwerdef�hrer beantragte, der Privatgutachter sei im Berufungsverfahren einzuvernehmen. Die Vorinstanz wies den Antrag ab. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz h�tte entweder seinem Antrag stattgeben oder einen eigenen gerichtlichen Sachverst�ndigen bestellen m�ssen. Sie habe mangels sachlicher Kompetenz der Diagnose des Privatgutachters nicht widersprechen d�rfen.
3.3.2.�Ein Privatgutachten hat nur eine eingeschr�nkte Bedeutung (siehe E. 1.5.4 hievor). Das vorliegende Privatgutachten st�tzt sich zudem einzig auf ein Studium der Anklageschrift sowie auf eine Exploration des Beschwerdef�hrers vom 27. Januar 2014 und ist ohne Kenntnis der Akten erstellt worden.
Die Vorinstanz legt ausf�hrlich dar, aus welchen Gr�nden vorliegend eine Dissoziation, deren grunds�tzlich bestehende M�glichkeit sie anerkennt, nicht gegeben war (angefochtener Entscheid S. 34 f.). Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit diesen Ausf�hrungen nicht auseinander.
Gem�ss den Ausf�hrungen der Vorinstanz liefern einen ersten Hinweis auf die Tatn�he des Beschwerdef�hrers die Randdaten der von diesem ben�tzten Mobiltelefonnummer. Die Vorinstanz legt anhand der Daten detailliert dar, zu welchen Zeiten am 5. Februar 2012 der Beschwerdef�hrer sich wo aufhielt (angefochtener Entscheid S. 10 f.). Was der Beschwerdef�hrer dagegen sowie gegen die Auswertung der zwischen ihm und dem Opfer ausgetauschten SMS vorbringt, ersch�pft sich in appellatorischer Kritik, die zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht gen�gt. Unerheblich ist insoweit, dass der Beschwerdef�hrer nach anf�nglichem Bestreiten schliesslich anerkannte, am Tattag in der Wohnung des Opfers gewesen zu sein. Dies �ndert nichts an der Relevanz der diesbez�glichen Ausf�hrungen der Vorinstanz.
Die Vorinstanz legt dar, aus welchen Gr�nden B.D.________, der fr�here Ehemann von A.D.________, der ehemaligen Freundin des Opfers, kein Motiv hatte, dieses zu t�ten, und weshalb die Zeugenaussage von H.________, wonach das Opfer ihm einmal gesagt habe, es habe schon etwas Angst vor B.D.________, daran nichts zu �ndern verm�ge (angefochtener Entscheid S. 41 f.). Dass der Zeuge nicht auch von einer Angst des Opfers vor dem Beschwerdef�hrer sprach, ist entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers kein diesen entlastender Aspekt.
6.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die ihm angelastete T�tung sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht als Mord im Sinne von Art. 112 StGB zu qualifizieren. Mord zeichne sich durch eine aussergew�hnlich krasse Missachtung fremden Lebens bei der Durchsetzung eigener Absichten aus. Erforderlich sei eine Gesamtw�rdigung aller �usseren und inneren Umst�nde des konkreten Falles. Da die Vorinstanz aber kein Tatmotiv festgestellt habe, k�nne es keine Gesamtw�rdigung geben.
6.2.1.�Handelt der T�ter besonders skrupellos, sind namentlich sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausf�hrung besonders verwerflich, so wird er wegen Mordes mit lebensl�nglicher Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft (Art. 112 StGB). Mord zeichnet sich durch aussergew�hnlich krasse Missachtung fremden Lebens bei der Durchsetzung eigener Absichten aus. F�r die Qualifikation verweist das Gesetz in nicht abschliessender Aufz�hlung beispielhaft auf �ussere (Ausf�hrung) und innere Merkmale (Beweggrund, Zweck). Diese Merkmale oder Indizien m�ssen zum einen nicht erf�llt sein, um Mord anzunehmen, zum andern aber sollen sie vermeiden helfen, dass f�r die Qualifikation allein auf eine Generalklausel der besonderen Skrupellosigkeit abgestellt werden m�sste. Die f�r eine Mordqualifikation konstitutiven Elemente sind jene der Tat selber, w�hrend Vorleben und Verhalten nach der Tat nur heranzuziehen sind, soweit sie tatbezogen sind und ein Bild der T�terpers�nlichkeit geben (BGE 127 IV 10 E. 1a mit Hinweis).
6.2.2.�Die Vorinstanz h�lt fest, dass �ber die Motive des Beschwerdef�hrers und hinsichtlich eines Vorkonflikts nichts bekannt ist. Auch die Frage nach der Planung der Tat k�nne letztlich nicht mit Sicherheit beantwortet werden (angefochtener Entscheid S. 46). Die Vorinstanz bejaht Mord mit der Begr�ndung, dass im Sinne von Art. 112 StGB die Art der Ausf�hrung der Tat besonders verwerflich gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer habe dem Opfer unter Verwendung mehrerer Tatwaffen zahlreiche Verletzungen im Kopf- und Halsbereich zugef�gt. Sein Vorgehen zeichne sich durch besondere physische Brutalit�t aus. Die Art der Tatausf�hrung, die zwangsl�ufig eine gewisse Zeit in Anspruch genommen habe, sei Ausdruck einer besonderen Kaltbl�tigkeit. Zu dieser Einsch�tzung trage auch das Nachtatverhalten des Beschwerdef�hrers bei, habe dieser doch durch diverse Vorkehrungen aktiv versucht, mehrere dem Opfer nahestehende Personen verd�chtig zu machen (angefochtener Entscheid S. 46 f.).
6.2.3.�Diese rechtliche W�rdigung durch die Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Allerdings ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts aufgrund einer Gesamtw�rdigung aller inneren und �usseren Umst�nde der Tat zu entscheiden, ob eine T�tung als Mord zu qualifizieren ist (siehe BGE 141 IV 61 E. 4.1; 118 IV 122 E. 2b; Urteile 6B_232/2012 vom 8. M�rz 2013 E. 1.4.1; 6B_914/2010 vom 7. M�rz 2011 E. 2.2; 6B_188/2009 vom 18. Juni 2009 E. 4; CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 8 zu Art. 112 StGB). Dies bedeutet indessen entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht, dass Mord ausser Betracht f�llt, wenn das Tatmotiv unklar bleibt und daher nicht in eine Gesamtw�rdigung einbezogen werden kann. Auch bei Unklarheit des Motivs kann Mord vorliegen, wenn etwa aufgrund der Tatausf�hrung und des Nachtatverhaltens auf besondere Skrupellosigkeit zu erkennen ist. Diese ist entscheidend.
7.1.�Mord wird gem�ss Art. 112 StGB mit lebensl�nglicher Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft. Die erste Instanz verurteilte den Beschwerdef�hrer zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren. Die Vorinstanz reduzierte die Strafe auf 17 Jahre.
7.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, im Falle der Best�tigung des Schuldspruchs wegen Mordes d�rfe er lediglich mit einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren, also mit der in Art. 112 StGB angedrohten Mindeststrafe, bestraft werden. Zur Begr�ndung f�hrt er aus, das Motiv und weitere Umst�nde seien unbekannt geblieben. Daher d�rfe entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht von einer Tatschwere im Mittelfeld ausgegangen werden.
7.3.�Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach bestimmt, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz begr�ndet das Mordmerkmal der besonderen Skupellosigkeit mit der Tatausf�hrung und dem Nachtatverhalten. Diese Umst�nde d�rfen wegen des Verbots der Doppelverwertung�
als solche�nicht auch straferh�hend ber�cksichtigt werden. In�
welchem Ausmass�das inkriminierte Handeln aufgrund der genannten Umst�nde besonders skrupellos ist, ist aber bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen. Dies verst�sst nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (siehe dazu BGE 118 IV 142 E. 2b; 120 IV 67 E. 2b; Urteile 6B_1196/2015 vom 27. Juni 2016 E. 2.3.4; 6B_1192/2014 vom 24. April 2015 E. 5.4.2; 6B_172/2011 vom 23. Dezember 2011 E. 3.4.2; 6S.44/2007 vom 6. Juni 2007 E. 4.3.2; 6S.448/2004 vom 3. Oktober 2005 E. 7.5). Die besondere Skrupellosigkeit im Sinne von Art. 112 StGB kann mehr oder weniger gross sein. Je skrupelloser der T�ter handelt, je ausgepr�gter mit anderen Worten die besondere Skrupellosigkeit ist, desto h�her ist die Strafe f�r Mord.
7.4.�Im konkreten Fall ist die Art der Tatausf�hrung nach der Einsch�tzung der Vorinstanz im Mittelfeld besonders skrupellosen Handelns anzusiedeln (angefochtener Entscheid S. 48). Die durch das Nachtatverhalten in Form des Legens falscher Spuren zwecks Verd�chtigung von Drittpersonen zum Ausdruck gebrachte besondere Skrupellosigkeit ist nach der Auffassung der Vorinstanz demgegen�ber deutlich �berdurchschnittlich und daher in erheblichem Masse straferh�hend zu ber�cksichtigen (angefochtener Entscheid S. 49). Inwiefern die Vorinstanz durch diese Einsch�tzung das ihr zustehende weite Ermessen �berschritten oder missbraucht habe, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar und ist nicht ersichtlich. Dass das Tatmotiv und weitere Umst�nde ungekl�rt blieben, hat entgegen seiner Meinung nicht zur Folge, dass lediglich die Mindeststrafe von zehn Jahren f�r Mord auszuf�llen sei.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen. Den Beschwerdegegnern 2 und 3 hat er keine Entsch�digung zu zahlen, da diesen im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.

References: in dubio
 Art. 9
 BGE 
 Art. 95
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 Art. 112
 Art. 112
 BGE 
 Art. 112
 Art. 112
 Art. 112
 BGE 
 Art. 112