Source: https://kirchenrecht-elk-wue.de/document/17256
Timestamp: 2019-03-19 22:50:23+00:00

Document:
(Abl. 64 S. 241), geändert durch Kirchl. Verordnung vom 21. Mai 2012 (Abl. 65 S. 87), vom 11. Februar 2014 (Abl. 66 S. 24) und vom 15. Oktober 2018 (Abl. 68 S. 290)
( 1 ) Diese Prüfungsordnung I regelt das Studium und die Prüfungen des Studiengangs „Evangelische Theologie: Kirchlicher Abschluss“ an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Zugangsvoraussetzungen des § 58 Landeshochschulgesetz sind zu beachten.
( 2 ) Die Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung des Studiengangs „Evangelische Theologie: Kirchlicher Abschluss“ bildet einen berufsqualifizierenden Abschluss. Durch die Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung weisen die Kandidatinnen und Kandidaten ihre Qualifikation als Theologinnen und Theologen nach. Sie dient dem Nachweis der für den Vorbereitungsdienst erforderlichen wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten.
( 2 ) Über darüber hinausgehende Verlängerungen der Studiendauer und über die Verlängerung von Prüfungsfristen entscheidet der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag. Der Prüfungsausschuss entscheidet insbesondere über die Inanspruchnahme der Schutzfristen des Mutterschutzgesetzes, über die Fristen für die Elternzeit nach Maßgabe des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes, sowie über die Fristen, die die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen im Sinne von § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes oder die besonderen Belange Studierender mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zur Wahrung ihrer Chancengleichheit betreffen.
( 2 ) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in Studiengängen, die nicht unter Absatz 1 fallen, werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit gegeben ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, sofern sich die dabei erlangten Lernergebnisse in Inhalt, Qualifikationsniveau und Profil von denjenigen dieses Studienganges, für den die Anrechnung beantragt wird, nicht wesentlich unterscheiden. Dabei ist eine Gesamtbetrachtung im Hinblick auf die Bedeutung der Leistungen für die Erreichung der Ziele des Studiums und den Zweck der Prüfungen nach § 1 Absatz 2 und 3 vorzunehmen. Ein wesentlicher Unterschied liegt dann vor, wenn der Antragsteller voraussichtlich beeinträchtigt wird, dieses Studium erfolgreich zu absolvieren. Die Beweislast für die Geltendmachung wesentlicher Unterschiede liegt bei der Hochschule.
( 3 ) Werden Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet, sind die Noten – soweit die Notensysteme vergleichbar sind – zu übernehmen und nach Maßgabe dieser Studien- und Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen; dies ist dann nicht der Fall, wenn eine entsprechende Prüfungsleistung bereits in einem geschlossenen Prüfungszusammenhang eingereicht worden ist. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk „bestanden“ ins Zeugnis aufgenommen.
( 4 ) Über Anerkennungen nach Absatz 2 entscheidet das Dekanat der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen binnen vier Monaten, sofern die für die Anerkennung erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen.
( 1 ) Versucht eine Kandidatin oder ein Kandidat, das Ergebnis ihrer oder seiner Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, so wird die betreffende Prüfungsleistung mit „nicht ausreichend“ (5) bewertet. Auf die in Satz 1 vorgesehenen Folgen kann auch erkannt werden, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat nach Ausgabe der Prüfungsaufgabe unerlaubte Hilfsmittel mit sich führt. Etwa vorgefundene unerlaubte Hilfsmittel sind unverzüglich wegzunehmen.
( 2 ) Hat eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer bei einer Prüfung getäuscht oder nicht zugelassene Hilfsmittel benützt und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des benoteten Leistungsnachweises bzw. des Zeugnisses bekannt, so kann die ergangene Prüfungsentscheidung nachträglich widerrufen werden. Der Leistungsnachweis bzw. das Prüfungszeugnis ist einzuziehen. Das Prüfungszeugnis ist gegebenenfalls neu zu erteilen.
( 2 ) Die Kandidatin oder der Kandidat kann bis zu Beginn der ersten Prüfungsleistung der Zwischenprüfung oder der ersten Klausur der Ersten Evangelisch-theologischen Dienstprüfung von der Prüfung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht unternommen. Wer von der ersten Evangelisch-theologischen Dienstprüfung zurücktritt, muss die bereits erbrachte Prüfungsleistung wiederholen.
( 1 ) Kandidatinnen und Kandidaten, die die Zwischenprüfung oder die Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung bestanden haben, erhalten ein Zeugnis. Das Zeugnis trägt das Datum der Sitzung, in der der Prüfungsausschuss die Fach- und Gesamtnoten feststellt. Es enthält die Gesamtnote, die Fachnoten, bei der Ersten Evangelisch-theologischen Dienstprüfung zusätzlich die Note und das Thema der wissenschaftlichen Hausarbeit unter Angabe des Sonderfaches oder des Hauptfaches, dem die Hausarbeit zugeordnet wurde.
der Nachweis der Teilnahme an der verbindlichen Studienberatung zu Beginn des ersten Semesters und spätestens am Ende des zweiten Semesters,
der Nachweis von zwei mindestens mit „ausreichend“ (4) benoteten Prüfungsleistungen in Form von schriftlichen Hausarbeiten (in gedruckter und digitaler Form abgegeben), die im Rahmen von Proseminaren aus den in Nr. 10 litt. b bis e genannten Modulen angefertigt wurden. Eine Hausarbeit muss in einem Proseminar der unter Nr. 10 litt. b oder c genannten Module, eine muss in einem Proseminar der unter Nr. 10 litt. d oder e genannten Module angefertigt werden. Eine dieser schriftlichen Hausarbeiten kann durch einen benoteten Hauptseminarschein oder den Nachweis einer im Anschluss an eine Hauptvorlesung abgelegten Prüfung entweder aus den in Nr. 10 litt. b oder c oder aus den in Nr. 10 litt. d oder e genannten Modulen ersetzt werden.
Erfolgt der Ersatz aus den in Nummer 10 litt. b oder c genannten Modulen, so ist die Hausarbeit in den in Nummer 10 litt. d oder e genannten Modulen anzufertigen;
erfolgt der Ersatz aus den in Nummer 10 litt. d oder e genannten Modulen, so ist die Hausarbeit aus den in Nummer 10 litt. b oder c genannten Modulen anzufertigen.
Wird eine Vorlesungsprüfung vorgelegt, müssen im Wahlbereich zwei weitere Leistungspunkte nachgewiesen werden. Die schriftliche Hausarbeit und die abgelegte Prüfung im Anschluss an eine Hauptvorlesung dürfen nicht aus demselben Fach sein.
Ein exegetisches Fach kann nach Wahl des Kandidaten oder der Kandidatin durch eine Prüfung im Fach Systematische Theologie ersetzt werden.
( 3 ) Die Zwischenprüfung ist bestanden, wenn in jeder Prüfungsleistung mindestens die Note „ausreichend“ (4) erreicht wurde.
( 2 ) Fehlversuche bei anderen Gliedkirchen der EKD oder bei anderen von der EKD anerkannten Evangelisch-theologischen Fakultäten oder Theologischen Hochschulen sind dabei anzurechnen.
eine Immatrikulationsbescheinigung der Universität Tübingen für das laufende Semester,
( 2 ) Die wissenschaftliche Hausarbeit wird im Rahmen des Moduls Examensmodul (EvTh-Exam) im Semester nach der Anmeldung zur Ersten Evangelisch-theologischen Dienstprüfung in der Regel im Anschluss an ein Hauptseminar angefertigt. Das Thema der Arbeit muss einem der Hauptfächer nach § 30 Abs. 1 oder einem der Sonderfächer nach § 30 Abs. 2 zugeordnet sein.
( 4 ) Die wissenschaftliche Hausarbeit ist innerhalb von 12 Wochen anzufertigen. Die Einhaltung der Fristen überwacht die Geschäftsstelle für die Prüfungen. Der Zeitpunkt der Abgabe wird aktenkundig gemacht. Sie muss spätestens vier Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfungen (Klausuren § 33) abgegeben sein.
( 4 ) erreicht, so besteht die Möglichkeit, bei der Ersten Evangelisch-theologischen Dienstprüfung des darauf folgenden Semesters die Prüfungsleistungen in dem oder den mit „nicht ausreichend“ (5) bewerteten Fach oder Fächern zu wiederholen. Wird bei der Wiederholung die Fachnote „ausreichend“ (4) nicht erreicht, ist die gesamte Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung nicht bestanden.
( 1 ) Binnen vier Wochen nach Feststellung der Noten durch den Prüfungsausschuss wird ein Zeugnis über die Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung ausgestellt. Näheres regeln die §§ 13 und 14.
( 1 ) Studierende, die vor dem Wintersemester 2010/11 das Studium begonnen haben, legen Studium und Prüfungsleistungen nach den Bestimmungen der Zwischenprüfungsordnung im Studienfach Evangelische Theologie vom 22. Dezember 1998 (Abl. 58 S. 174), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. Januar 2006 (Abl. 62 S. 9) und der Kirchlichen Verordnung über die Erste Evangelisch-theologische Dienstprüfung vom 14. Dezember 2004 (Abl. 61 S. 219) ab.
( 2 ) Gleichzeitig treten die Verordnung des Oberkirchenrats über die Kirchliche Zwischenprüfungsordnung im Studienfach Evangelische Theologie vom 22. Dezember 1998 (Abl. 58 S. 174), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. Januar 2006 (Abl. 62 S. 99#) und die Kirchliche Verordnung über die Erste Evangelisch-Theologische Dienstprüfung vom 14. Dezember 2004 (Abl. 61 S. 21910#) außer Kraft.

References: § 58
 § 7
 § 1
 § 30
 § 30
 § 33