Source: https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/technikumplatz-1a-stadtbibliothek-mittweida-78610
Timestamp: 2019-11-12 23:06:10+00:00

Document:
Ergebnis: Technikumplatz 1a / Einrichtung Stadtbibliothek, Mittweida
3. Preis: h.e.i.z. Haus Architektur Stadtplanung, Dresden
1. Preis: Raum und Bau GmbH, Dresden
Anerkennung: Neumann Architekten, Plauen
Technikumplatz 1a / Einrichtung Stadtbibliothek	, Mittweida/ Deutschland
wa-2024566
Raum und Bau GmbH, Dresden
Gegenstand des Realisierungswettbewerbs ist die Errichtung einer neuen städtischen Bibliothek mit ca. 800-900 m2 HNF unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Objektbestandes des Gebäudes „Ehemaliges Hotel Stadt Chemnitz. Städtebauliches Ziel ist es, die bestehende Raum- und Platzstruktur am Technikumplatz zu erhalten und aufzuwerten.
Deutschland-Mittweida: Dienstleistungen von Architekturbüros
2018/S 140-321544
Wettbewerb für eine „Stadtbibliothek am Technikumplatz 1a in Mittweida“
Kontaktstelle(n): Herr Ulbricht
Telefon: +49 3727/967219
E-Mail: Rico.Ulbricht@mittweida.de
Fax: +49 3727/967184
Hauptadresse: www.mittweida.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: riegerarchitektur.ocloud.de/index.php/s/xNdQE9f5LqTtJtJ
Objektplanungsleistungen (HOAI §34) für das Gebäude Technikumplatz 1a / Einrichtung Stadtbibliothek
Die Stadt Mittweida plant die Verlagerung der Stadtbibliothek vom derzeitigen Mietobjekt „Pfarrberg 1“ zum Standort „Technikumplatz 1a“. Gegenstand des Realisierungswettbewerbs ist die Errichtung einer neuen städtischen Bibliothek mit ca. 800-900 m2 HNF unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Objektbestandes des Gebäudes „Ehemaliges Hotel Stadt Chemnitz - Technikumplatz 1a“.
Städtebauliches Ziel ist es, die bestehende Raum- und Platzstruktur am Technikumplatz vis à vis der Hochschule Mittweida im Zusammenhang mit dem „Europäischen Hof“ zu erhalten und aufzuwerten.
Der vorläufige und für die Ermittlung der Preissumme zu Grunde liegende Kostenrahmen (BKI – über BRI/BGF) liegt bei rund 4,5 Mio EUR (KG 200-500, 700). Das Vorhaben wird über ein europäisches Förderprogramm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung – EFRE) kofinanziert. Ziel der geplanten Fertigstellung ist Ende 2021.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) zu Grunde, soweit
Nachstehend nichts Anderes ausgeführt ist. Der Planungswettbewerb wird als nichtoffener, anonymer Wettbewerb gem. § 3 Abs. (3) RPW 2013 i.V.m. § 69 ff VgV und § 78 ff VgV ausgelobt.
Die Stadt Mittweida als Auslober wird, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts, einen der Preisträger, bei einstimmigen Beschluss den ersten Preisträger, für die weitere Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs mit den notwendigen folgenden Planungsleistungen beauftragen.
Sofern die Vergabe des ersten Preises nicht einstimmig durch das Preisgericht erfolgt, wird mit allen Preisträgern über die Vergabe eines Auftrages verhandelt. Die Zuschlagskriterien für die Verhandlung werden mit der Wettbewerbsauslobung/Aufgabenstellung bekannt gegeben.
Die geplante Beauftragung umfasst mindestens die Objektplanung gemäß §34 HOAI in den LP 2 – 5, Honorarzone IV Mindestsatz,
— sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht (§ 8 Abs. 2 RPW) und
— soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll.
In dem Fall, dass der Auslober aus wichtigem Grund von einer in Teilen oder der vollständigen Realisierung Abstand nimmt, stehen dem Teilnehmer aus der Nichtbeauftragung keine finanziellen Ansprüche (auf etwaig entgangenen Gewinn oder Schadensersatz) zu.
Das Vorhaben wird über ein europäisches Förderprogramm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung – EFRE) kofinanziert
1) Fristgerechter Eingang der Bewerbung mit folgenden Angaben: Name, Sitz des Dienstleistungserbringers – bei NL auch Hauptsitz, Kontaktdaten, Rechtsform, Zeitraum des Bestehens
2) Nachweis Berufsqualifikation nach III.2.1
3) Angabe Einzel- oder Bewerbergemeinschaft. Bewerbergemeinschaften sind zugelassen als gesamtschuldnerisch haftende Arbeitsgemeinschaften (ARGE) mit bevollmächtigtem Vertreter. Es ist in diesem Fall eine Erklärung abzugeben, dass die Mitglieder der ARGE gesamtschuldnerisch haften. Der oder die bevollmächtigte(n) Vertreter ist/sind zu benennen. Die Vollmacht ist beizufügen.
4) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB.
5) Angaben zu wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen.
6) Eigenerklärung, dass die Leistungserbringung unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt gem. §73 Abs.3 VgV.
7) Verzeichnis über Art und Umfang der Leistungen, die der Bewerber an Dritte weiter zu vergeben beabsichtigt/für die sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (Unteraufträge / Eignungsleihe) mit Beschreibung der Teilleistungen und Benennung der Unternehmen. Nachweise zur Eignung der Dritten müssen mit dem Teilnahmeantrag nicht vorgelegt werden. Der Auftraggeber fordert derartige Nachweise ggf. von den Bewerbern, die in die engere Wahl kommen und behält sich vor, die Eignung der Dritten für die von ihnen zu erbringenden Leistungen zu prüfen.
8) Sofern sich Kapazitäten anderer Unternehmen bedient wird (Unteraufträge/Eignungsleihe) ist mit dem Teilnahmeantrag für jedes Unternehmen eine Verpflichtungserklärung unter Beschreibung der (Teil)Leistungen und der Verpflichtung der Bereitstellung der Kapazitäten im Auftragsfall abzugeben. Gemäß § 47 (3) VgV verlangt der Auftraggeber eine gemeinsame Haftung des Bewerbers sofern er die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit in Anspruch nimmt (Eignungsleihe). Des Weiteren verlangt er die Auftragsausführung des anderen Unternehmens für Leistungen entsprechend des Umfangs der Eignungsleihe.
9) Der Bewerber hat Nachweise über folgende Haftpflichtdeckungssummen bzw. eine Erklärung des Versicherers über die mögliche Anpassung der Versicherungssummen bzw. Neuabschluss eines Vertrages im Auftragsfall zu erbringen:
Personenschäden: 2,0 Mio. EUR. sonstige Schäden: 300 000 EUR. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung mindestens das Zweifache dieser Versicherungssumme beträgt. Der Versicherungsnachweis darf nicht älter als 12 Monate sein.
10) Nachweis ausreichende Personalstärke. Gefordert werden für die erste Auftragsstufe (LPH 2 – 3) mindestens 2 Dipl. Ingenieure (Architektur/Bauing. oder glw. europäischer Berufsabschluss).
11) Der Bewerber weist ein fertiggestelltes Referenzprojekt mit folgenden Mindestbedingungen nach:
— Honorarzone III oder höher nach HOAI §35
— Inbetriebnahme ist nach dem 1.1.2013 erfolgt
— durch den Bewerber wurden mindestens die Leistungsphasen 2 bis 8 nach HOAI §34 erbracht
— Baukosten (KG 300+400) betragen mindestens 2,0 Mio. EUR (brutto)
— öffentliches Gebäude
12) Folgende Angaben sind zum Referenzprojekt gefordert:
— Bezeichnung und Kurzbeschreibung der Baumaßnahme
— Bezeichnung des Auftraggebers mit Ansprechpartner u. Telefonnummer
— Tag der Inbetriebnahme
— Honorarzone gemäß §35 HOAI
— Baukosten (KG 300 + 400) brutto
— erbrachte Leistungsphasen gemäß HOAI §34
— textliche und bildliche Darstellung des Referenzobjektes auf maximal 3 Seiten A4.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die Angaben zu Nr. 2 und 4-9 für alle Mitglieder einzeln darzulegen.
Sollten mehr Bewerbungen die genannten Mindestbedingungen an die Teilnahme erfüllen als Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen, werden die Teilnehmer im Losverfahren (durch eine nicht weisungsgebundene, vom Auslober unabhängige Stelle) ermittelt.
Natürliche und juristische Personen nach RPW 2013 §4 (1) mit gültigerBerechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt nach jeweiligem Landesgesetz in Deutschland odernach §§ 35, 36 des Sächsischen Architektengesetzes (auswärtiger Architekt)
BPS architektur gmbh, Döbeln
Sporbert Architekten GmbH, Frankenberg
— gestalterische Einbindung, Anknüpfung an den Bestand sowie die baulichen Strukturen (Qualität der städtebaulichen Konzeption),
— funktionelle Qualität des Entwurfs und Erfüllung der Flächenvorgaben,
— Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit,
— barrierefreie Gestaltung,
— Berücksichtigung der Anforderungen des Denkmalschutzes bzgl. des Umgangs mit der historischen Bausubstanz
Die Wettbewerbssumme (gem. § 7 RPW 2013) ist auf Basis der HOAI ermittelt. Für Preise und Anerkennungen wird eine Gesamtsumme von 35.000 EUR (brutto) bereitgestellt.
1) Preis (40 %) 14 000 EUR;
2) Preis (25 %) 8 750 EUR;
3) Preis (15 %) 5 250 EUR.
Anerkennungen (20 %) 7.000 EUR
Über die Preise und Anerkennungen hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen.
Prof. Hilde Barz-Malfatti, Bauhaus Universität Weimar, Entwerfen und StadtArchitektur (angefragt)
Prof. Ronald Scherzer- Heidenberger, HTWK Leipzig, Regionalplanung und Städtebau
Prof. Dr. phil. Andrea Nikolaizig, HTWK Leipzig, Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Christian Schmitz, Ellertmann. Piehl . Schmitz Architekten, Münster
Liane Remmler Freie Architektin, Chemnitz
Jörg Liebig, Untere Denkmalschutzbehörde
Stellv: Wolf-Heiko Kuppardt, hobusch-kuppardt architekten, Leipzig
Stellv: Silvio Lux, Architekturlux, Plauen
Ralf Schreiber, Oberbürgermeister Stadt Mittweida
Holger Müller, Beigeordneter Stadt Mittweida
Stadtrat N.N
Katrin Knobloch, Leiterin Stadtbibliothek
Stellv: N.N
1) Die Wettbewerbsauslobung/Aufgabenstellung inkl. Anlagen erhalten die ausgewählten Teilnehmer mit der Aufforderung zur weiteren Bearbeitung.
Einladung zur Teilnahme: 38.KW
Ortsbesichtigung: 39.KW
Abgabe Wettbewerbsbeiträge: 45.KW
Preisgerichtssitzung: 49.KW
Die angegeben Namen der Preisrichter sind vorläufig und werden abschließend in der Wettbewerbsauslobung/Aufgabenstellung benannt. Es wird in jedem Fall ein den Regelungen der RPW entsprechendes Gremium gebildet.

References: §34
 § 3
 § 69
 § 78
 §34
 §73
 § 47
 §35
 §34
 §35
 §34
 §4
 § 7