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Timestamp: 2019-12-13 13:00:09+00:00

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Rechtsprechung: MDR 2014, 241 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Dresden, 15.01.2014
https://dejure.org/2013,35506
BGH, 21.11.2013 - VII ZR 48/12 (https://dejure.org/2013,35506)
BGH, Entscheidung vom 21.11.2013 - VII ZR 48/12 (https://dejure.org/2013,35506)
BGH, Entscheidung vom 21. November 2013 - VII ZR 48/12 (https://dejure.org/2013,35506)
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ZPO § 261 Abs. 3 Nr. 1, § 794 Abs. 1 Nr. 1
§ 261 Abs 3 Nr 1 ZPO, § 282 Abs 3 ZPO, § 296 Abs 3 ZPO, § 532 S 2 ZPO, § 794 Abs 1 Nr 1 ZPO
Fortsetzung des Rechtsstreits bei unwirksamem Prozessvergleich; Rechtzeitigkeit des Vorbringens der Unwirksamkeit des Vergleichs
Zivilprozessrecht - Vergleich, unwirksamer - Verfahrensfortsetzung
Verzichtbarkeit des Einwandes hinsichtlich der Unwirksamkeit eines Prozessvergleichs
ZPO § 261 Abs. 3 Nr. 1; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 1
Prozessvergleich unwirksam: Wann ist Rechtsstreit fortzusetzen?
Wirkungen eines unwirksamen Prozessvergleichs im Folgeprozess
Vergleich ist nicht zu überprüfen, wenn Beendigung des Ursprungsprozesses durch Vergleich nicht in Frage gestellt wird
Fortsetzung des Rechtsstreits nach Abschluss eines Prozessvergleichs
Vergleich unwirksam: Was können die Prozessparteien tun? (IBR 2014, 1185)
Unwirksamer Vergleich: Welche Rechtsfolgen? (IBR 2014, 1187)
LG Bielefeld, 28.12.2010 - 9 O 127/09
OLG Hamm, 17.01.2012 - 26 U 35/11
NJW 2014, 394
NZBau 2014, 102
NJ 2014, 128
FamRZ 2014, 296
BauR 2014, 578
ZfBR 2014, 145
Zwar können die Parteien, die den Streit durch einen Vergleich wirksam beendet haben, diese verfahrensrechtliche Wirkung des Vergleichs nicht durch eine übereinstimmende Verzichtserklärung auf die Rechte aus diesem Vergleich beseitigen (BGH, Urteil vom 15.04.1964, Az.: Ib ZR 201/62, u.a. in: BGHZ 41, Seiten 310 ff. = NJW 1964, Seiten 1524 f.), so dass insofern der hiesigen Klage aufgrund des Vergleichs vom 22.12.2016/18.01.2017 somit - zumindest teilweise - jetzt ggf. das Rechtsschutzbedürfnis fehlen (OLG Hamm, Beschluss vom 03.07.1997, Az.: 22 U 164/96, u.a. in: NJW-RR 1998, Seite 423) und die Klage somit wegen der materiell-rechtlich wirksamen Vergleichsvereinbarung (zumindest teilweise) auch unbegründet sein könnte (LArbG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 08.03.2010, Az.: 26 Sa 2717/09, u.a. in: JurBüro 2010, Seiten 384 ff.;… Wolfsteiner, in: MünchKomm zur ZPO, § 794 ZPO, Rn. 90), da ein erneuter Rechtsstreit in der Regel nur dann möglich ist, wenn eine Partei die Wirksamkeit des Vergleichs angreift und damit dessen prozessuale Wirkung in Frage stellt (BGH, NJW 2014, Seite 394; BGH, NJW 1999, Seite 2903; BGH, NJW 1983, Seite 2034; BGH, NJW 1983, Seite 996).
Den Parteien steht es frei, übereinstimmend einen Zivilprozess als durch Vergleich unabhängig davon als beendet anzusehen, ob dieser wegen prozessualer oder materiell-rechtlicher Mängel unwirksam ist (vgl. BGH 21. November 2013 - VII ZR 48/12 - Rn. 14 mwN) .
Nach der Rechtsprechung ist nur dann der alte Rechtsstreit fortzusetzen, wenn eine Partei die Wirksamkeit des Prozessvergleichs und damit dessen prozessbeendigende Wirkung in Frage stellt (BGH, Urt. v. 21.11.2013, VII ZR 48/12, NJW 2014, 394).
a) Wird die Wirksamkeit eines Prozessvergleichs angegriffen und damit seine den Prozess beendigende Wirkung in Frage gestellt, ist das Verfahren, in dem der Prozessvergleich geschlossen wurde, fortzusetzen (ua. BGH 21. November 2013 - VII ZR 48/12 - Rn. 14; 15. Januar 1985 - X ZR 16/83 -; BAG 11. Juli 2012 - 2 AZR 42/11 - Rn. 14 mwN; 5. August 1982 - 2 AZR 199/80 - zu B I der Gründe, BAGE 40, 17; Zöller/Stöber ZPO 30. Aufl. § 794 Rn. 15a; PG/Scheuch 5. Aufl. § 794 ZPO Rn. 24; Thomas/Putzo/Seiler 34. Aufl. § 794 Rn. 36 ff.) .
Vielmehr haben sie einen Vergleich i.S.v. § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO geschlossen, der den Prozess unmittelbar beendet, weil er die Rechtshängigkeit des Rechtsstreits entfallen lässt (BGH, Urteil vom 15. April 1964 - 1b ZR 201/62, BGHZ 41, 310, 311; Urteil vom 3. Dezember 1980 - VIII ZR 274/79, BGHZ 79, 71, 74; Urteil vom 21. November 2013 - VII ZR 48/12, NJW 2014, 394 Rn. 14 mwN).
OLG Dresden, 30.07.2019 - 4 U 1595/19
Neue Klage nach einem unwirksamen Prozessvergleich
Stellen die Parteien die Beendigung des Ursprungsrechtsstreits durch den Vergleich jedoch nicht in Frage, ist eine Klage, die auch den Streitgegenstand des ursprünglichen Rechtsstreits umfasst, zulässig (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 2013 - VII ZR 48/12 -, m.w.N. - juris).
LG München I, 26.06.2019 - 1 S 5268/18
Genehmigung einer notariell beurkundeten Änderung der Teilungserklärung und …
Allerdings hat der Bundesgerichtshof ausdrücklich offen gelassen, ob Unterlagen, auf die in einem Vergleich Bezug genommen wird, entsprechend einer verbreiteten obergerichtlichen Rechtsprechung zwingend als Anlage zum Protokoll zu nehmen, vorzulesen und von den Parteien zu genehmigen sind und bei Nichteinhaltung dieser Förmlichkeiten der Vergleich nicht den prozessualen Voraussetzungen genügt, deshalb unwirksam ist und den Rechtsstreit nicht beendet (vgl. BGH, Urteil vom 21.11.2013, Az: VII ZR 48/12, NZBau 2014, 102, Rn 12).
Anforderungen an die Bezeichnung von zu beseitigenden Mängeln einer Bauleistung …
Beim BGH Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt: VII ZR 48/12.
OLG Stuttgart, 10.01.2014 - 16 AR 5/13
Unterhaltsvergleich: Fortsetzung des Ausgangsverfahrens bei behaupteter …
LSG Baden-Württemberg, 19.04.2016 - L 11 R 24/16
Sozialgerichtliches Verfahren - Streit um die Umsetzung eines gerichtlichen …
LAG Baden-Württemberg, 02.11.2015 - 10 Sa 41/15
Prozessvergleich; Doppelnatur; Teilanfechtung

References: § 261
 § 794

§ 261
 § 282
 § 296
 § 532
 § 794
 § 261
 § 794
 § 794
 BGH 
 BGH 
 § 794
 § 794
 § 794
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 BGH