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Timestamp: 2016-08-27 16:48:13+00:00

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Erbrecht-FAQ | Häufige Fragen zum Erben und Vererben.
Letzte Beiträge	Muss derjenige, der ein Testament anfechtet, Schadenersatz zahlen?
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Muss derjenige, der ein Testament anfechtet, Schadenersatz zahlen?	Nein, § 2078 Abs. 3 schließt die Anwendung des § 122 BGB, der eine Schadenersatzpflicht vorsieht, ausdrücklich aus.
Veröffentlicht am August 27, 2016Juni 24, 2016	Wer kann ein Testament anfechten?	Jeder, der aus der Anfechtung einen Vorteil hätte, also mehr bekommen würde, wenn es das Testament nicht gäbe. Die Anfechtugsberechtigung also durch Vergleich der Ansprüche des Anfechtenden mit dem Testament einerseits und ohne das Testament andererseits zu prüfen.
Nicht anfechten kann bzw. muss dagegen der Erblasser selbst, da er ja einfach widerrufen kann.
Veröffentlicht am August 22, 2016Juni 24, 2016	Wie wirkt sich der Widerruf eines Widerrufs aus?	Wird ein Widerruf eines Testament widerrufen, so treten die ursprünglichen testamentarischen Bestimmungen wieder in Kraft, § 2257 BGB.
Erstes Testament: A und B erben zu gleichen Teilen.
Zweites Testament: C erbt an Stelle von B.
Drittes Testament: D erbt an Stelle von A.
Viertes Testament: Zweites Testament wird widerrufen.
Das zweite Testament hatte das erste insoweit widerrufen als B Erbe werden sollte. Dieser Widerruf wurde durch das vierte Testament aber aufgehoben. B bleibt also weiterhin Erbe, er erbt neben D, dessen Erbeinsetzung aus dem dritten Testament unberührt bleibt.
Veröffentlicht am August 14, 2016Juni 24, 2016	Wie kann ein Testament widerrufen werden?	Der Widerruf eines Testaments erfolgt durch Testament, § 2254 BGB. Dies kann als reines Widerrufstestament geschehen, das nur den Inhalt des Widerrufs hat. Häufiger ist dagegen der Widerruf durch neue, den alten widersprechende Verfügungen. Es geht also immer das neuere Testament vor, § 2258 Abs. 1.
Veröffentlicht am August 9, 2016Juni 24, 2016	Wann ist eine Auseinandersetzung sinnvoll?	In aller Regel sobald wie möglich. Eine Erbengemeinschaft führt häufig zu vermeidbarem innerfamiliären Streit, den man am besten vermeiden sollte. Die Pflicht zur Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Wahrung der eigenen Interessen ist für das Verhältnis untereinander selten gut. Nach der Auseinandersetzung hat jeder seinen Vermögensanteil, den er dann nach Belieben verwenden kann.
Veröffentlicht am August 3, 2016August 11, 2015Tags Auseinandersetzung, Erbengemeinschaft, Konflikt, StreitigkeitenHinterlasse einen Kommentar	Wie kann man den Miterbenanteil zu Geld machen?	Die Auflösung der Erbengemeinschaft bezeichnet man als Auseinandersetzung. (§ 2042 BGB) Dabei werden die Vermögensgegenstände der Erbschaft entsprechend den allgemeinen Gemeinschaftsvorschriften (§§ 749 bis 758) entweder in Natur geteilt oder verkauft und der Erlös verteilt.
Veröffentlicht am Juli 27, 2016August 11, 2015Tags Auseinandersetzung, Erbengemeinschaft, Nachlass, TeilungHinterlasse einen Kommentar	Welche Vorschriften helfen bei der Auslegung von Testamenten?	Die Auslegung wird durch die §§ 2066 bis 2077 und 2087 bis 2098 geregelt. Diese behandeln häufige Bestimmungen in Testamenten und besagen, wie diese „im Zweifel“ auszulegen sind. Sie kommen also nur zum Zug, wenn der Erblasserwille nicht bereits anderweitig einwandfrei feststellbar ist.
Veröffentlicht am Juli 19, 2016Juni 24, 20161 Kommentar	Warum ist die Auslegung eines Testaments so schwierig?	Die meisten Erblasser sind juristische Laien und lassen sich häufig auch nicht durch einen Anwalt oder Notar beraten. Die Worte, die sie wählen, sind daher oft missverständlich. Zudem kommt es bei der Auslegung auf den Willen des Erblassers an – dieser lässt sich aber nicht mehr befragen, wie er etwas gemeint hat.
Veröffentlicht am Juli 11, 2016Juni 24, 2016	Ist ein Geliebtentestament sittenwidrig?	Als Geliebtentestament bezeichnet man eines, das eine Affäre im Testament berücksichtigt und dieser bestimmte Vermögenswerte zuteilt. Dieses ist in aller Regel nicht schon deswegen sittenwidrig. Die Sittenwidrigkeit kann sich allenfalls daraus ergeben, dass ausdrücklich sexuelle Dienste belohnt werden („Hergabe für Hingabe“). Da dies aber in aller Regel nicht derart ausgedrückt wird und der Erblasser grundsätzlich frei darin ist, wen er aus welchem Grund bedenkt, ist auch ein Vererben an Geliebte zulässig.
Veröffentlicht am Juli 5, 2016Juni 24, 2016	Haften die Erben in einer Erbengemeinschaft mit ihrem Privatvermögen für Nachlassschulden?	Nein, solange die Erbengemeinschaft nicht auseinandergesetzt ist, haftet nur die Erbmasse, § 2059 Abs. 1 Satz 1 BGB. Erst nach der Teilung tritt die unbeschränkte Haftung der Erben nach ihrer Erbquote ein.
Veröffentlicht am Juni 29, 2016Juni 24, 2016	Beitragsnavigation

References: § 2078
 § 122
 § 2257
 § 2254
 § 2258
 § 2059