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Timestamp: 2019-12-10 20:08:15+00:00

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EU FS von England?
hinzugefügt von saslly [Email: Keine]
am 08.05.02 07:40
Hallo, Leider habe ich die 3 Jahre Umschreibungszeit verpasst, weil ich nicht richtig informiert war. Ich kann mit meinen Fs in England sofort einen EU FS bekommen. Darf ich damit hier fahren? Besten Dank. Saslly
Zu: EU FS von England?
am 08.05.02 09:22
Natürlich darfst Du mit einem in GB ausgestellten EU-Führerschein auch in Deutschland fahren, und zwar unbegrenzt. Eine Umschreibung auf eine deutsche Fahrerlaubnis ist nicht eforderlich, aber möglich. Warum willst Du denn Deinen britischen Führerschein überhaupt in einen Eu-Führerschein umtauschen?
Die Berechtigung nach § 28 FeV (siehe unten), als EU-Angehöriger mit dem nationalen Führerschein in Deutschland Auto zu fahren, gilt grundsätzlich für britische Fahrerlaubnisse (also auch für frühere nationale Führerscheine).
Es besteht allerdings gemäß § 2 Abs. 11 Satz 2 Straßenverkehrsgesetz (s.u.) eine Verpflichtung, dass Du Deinen britischen Führerschein hier registrieren lässt.
(1)Inhaber einer gültigen EU- oder EWR-Fahrerlaubnis, die ihren ordentlichen Wohnsitz im Sinne des § 7 Abs. 1 oder 2 in der Bundesrepublik Deutschland haben, dürfen - vorbehaltlich der Einschränkungen nach den Absätzen 2 bis 4 - im Umfang ihrer Berechtigung Kraftfahrzeuge im Inland führen. Auflagen zur ausländischen Fahrerlaubnis sind auch im Inland zu beachten. Auf die Fahrerlaubnisse finden die Vorschriften dieser Verordnung Anwendung, soweit nichts anderes bestimmt ist.
(2) Inhaber der Fahrerlaubnis der Klasse A1, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen nur Leichtkrafträder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 80 km/h führen.
(3) Die Vorschriften über die Geltungsdauer von Fahrerlaubnissen der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE und D1E in § 23 Abs. 1 gelten auch für die entsprechenden EU- und EWR-Fahrerlaubnisse. Grundlage für die Berechtigung der Geltungsdauer ist das Datum der Erteilung der ausländischen Fahrerlaubnis. Wäre danach eine solche Fahrerlaubnis ab dem Zeitpunkt der Verlegung des ordentlichen Wohnsitzes in die Bundesrepublik Deutschland nicht mehr gültig, weil seit der Erteilung mehr als fünf Jahre verstrichen sind oder - bei den Klassen C1 und C1E - der Inhaber das 50. Lebensjahr bereits vollendet hat, besteht die Berechtigung nach Absatz 1 Satz 1 noch sechs Monate, gerechnet von der Begründung des ordentlichen Wohnsitzes im Inland an. Für die Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis ist § 30 in Verbindung mit § 24 Abs. 1 entsprechend anzuwenden.
4. solange sie im Inland, in dem Staat, der die Fahrerlaubnis erteilt hatte, oder in dem Staat, in dem sie ihren ordentlichen Wohnsitz haben, einem Fahrverbot unterliegen oder der Führerschein nach § 94 der Strafprozeßordnung beschlagnahmt, sichergestellt oder in Verwahrung genommen worden ist.
§ 2 Abs. 11 StVG
§ 50 StVG Inhalt der Fahrerlaubnisregister
1. Familiennamen, Geburtsnamen, sonstige frühere Namen, Vornamen, Ordens- oder Künstlernamen, Doktorgrad, Geschlecht, Tag und Ort der Geburt,
2. nach näherer Bestimmung durch Rechtsverordnung gemäß § 63 Abs. 1 Nr. 2 Daten über Erteilung und Registrierung (einschließlich des Umtauschs oder der Registrierung einer deutschen Fahrerlaubnis im Ausland), Bestand, Art, Umfang, Gültigkeitsdauer, Verlängerung und Änderung der Fahrerlaubnis, Datum des Beginns und des Ablaufs der Probezeit, Nebenbestimmungen zur Fahrerlaubnis, über Führerscheine und deren Geltung einschließlich der Ausschreibung zur Sachfahndung, sonstige Berechtigungen, ein Kraftfahrzeug zu führen, sowie Hinweise auf Eintragungen im Verkehrszentralregister, die die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen berühren.
1. die Anschrift des Betroffenen sowie .....
am 08.05.02 17:00
vielleicht bin ja zu mißtrauisch (seitdem ich von einer 93jährigen beinahe betuppt wurde), aber der Hase scheint hier anders zu laufen.
Der Hinweis auf die 3 Jahre deutet darauf, dass Saslly wohl nur in Besitz eines Drittstaatenführerscheines ist (z.B. aus einem Staat des füheren Empire), der in England vereinfacht umgeschrieben werden soll, um den dann erhaltenen englischen Führerschein im Bundesgebiet zu nutzen.
Ein deutlicher Hinweis an dieser Stelle: Zum Zeitpunkt des Erwerbs des englischen Führerscheines muß der ordentliche Wohnsitz auch in England sein. Einfach so mal nach London jetten und 2 Wochen später nach Deutschland zurückfahren wird dazu führen, dass dieser Führerschein hier nicht anerkannt werden wird.
am 09.05.02 21:19
Danke für den Hinweis. Auf solche Dinge muss man erst einmal kommen;-).
Tröstlich ist bei derlei Dingen immerhin, dass sich der(die-)jenige, der(die) hier evtl. unter Verschweigen irgendwelcher relvanter Tatsachen eine dann womöglich falsche Auskunft erhält, hinterher nicht auf diese Auskunft berufen und sich damit herausreden kann, sondern eventuell im eigenen Lügengespinst gefangen wird.
Damit will ich im konkreten Fall nichts gegen den Fragesteller gesagt haben. Vielleicht ist es tatsächlich so, wie ich es gesehen habe; vielleicht hast aber auch Du Recht. Evtl. könnte saslly zur Aufklärung beitragen?

References: § 28
 § 2
 § 7
 § 23
 § 30
 § 24
 § 94

§ 2

§ 50
 § 63