Source: http://afet-ev.de/organe_gremien/Fachausschuesse/FA-TuP.php
Timestamp: 2018-07-17 00:05:14+00:00

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Aktuelle Themen Sitzungen Mitglieder
AFET-Fachausschuss "Theorie und Praxis der Erziehungshilfe"
Der Fachausschuss beschäftigt sich aktuell mit folgenden Themenschwerpunkten:
Schulbegleitung nach § 35a SGB VIII und § 54 SGB XII
Mit dem auf das Kind und seine Rechte auf Teilhabe, eine adäquate Beschulung, Bildung und Förderung gerichteten Fokus veranstaltete der AFET in der Federführung des Fachausschusses „Theorie und Praxis der Erziehungshilfe" im November 2015 das erste interdisziplinäre ExpertInnengespräch zu rechtlichen und fachlichen Spannungsfeldern von Schulbegleitungen an Regelschulen. Im Mai 2016 fand das zweite interdisziplinäre ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Schulen statt. Dabei ging es um kooperative Praxismodelle beim Einsetzen von SchulbegleiterInnen in Regelschulen.
Darauf folgte am 27.09.2017 die AFET-Tagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern - Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?".
Während der Tagung präsentierte der AFET seine neue Expertise „Funktion und Funktionalität von Schulbegleitung im inklusiven Schulsystem!?". Diese kann hier bestellt werden.
Professionelle Haltungen in den erzieherischen Hilfen
Der TuP befasst sich seit zwei Jahren mit dem Selbstverständnis und der Haltung in der Profession Soziale Arbeit. In 2016 widmete sich der Fachausschuss den Schwerpunkten der Haltung und Qualifikation der Fachkräfte mit einem besonderen Blick zum einen auf die Entscheidungskultur und zum anderen auf den Einfluss der Zuwanderung von UMF auf die Fachlichkeit und Weiterentwicklung der Fachkräfte in HzE.
Prof. Dr. Holger Ziegler von der Universität Bielefeld, bezog sich in seinem Gastvortrag im Januar 2017 auf die professionellen Haltungen der Fachkräfte der Sozialen Arbeit und die professionellen Organisationen, die wiederum einen Einfluss auf die Haltung der agierenden Akteure haben können. Die Jugendhilfe sei in ihren Entscheidungen sehr interpretations- und deutungsorientiert. Dabei spielen die normativen Ziele und Festlegungen der Bedarfe eine wesentliche Rolle. Mit Blick auf den normativen Aspekt der Haltung bezeichnete Prof. Ziegler sie als normative Wohlfahrts- und Gerechtigkeitsmentalität. So handelt es sich bei der Sozialen Arbeit um normativ-voraussetzungsvolle Praxis. Dabei stehen unterschiedliche Auslegungen von Gerechtigkeit im Mittelpunkt.
Aktuell befasst sich der Ausschuss mit der Frage der sozialpädagogischen Haltung in Verbindung mit der Erteilung von Auflagen.
SGB VIII-Reform/BTHG und die inklusive Lösung
Das inklusive SGB VIII wurde seit Sommer 2015 im Bundesfamilienministerium bearbeitet.
Der Fachausschuss Theorie und Praxis der Erziehungshilfe verfolgte diesen Arbeitsprozess.
Am 17.03.2017 hat das BMFSFJ einen Referentenentwurf vorgelegt. In den AFET-Gremien wurde der Referentenentwurf intensiv besprochen.
Mit Blick auf die Überlegungen in Richtung eines inklusiven Hilfeplans veranstaltete der AFET am 09.11.2017 unter Federführung des Fachausschusses ein ExpertInnengespräch „Was müssen wir voneinander wissen? – Erste Schritte auf dem Weg zur inklusiven Hilfeplanung".
Aktuell erarbeiten beide AFET-Ausschüsse eine Praxishilfe zu wesentlichen Änderungen des BTHG ab 2018 und möglichen Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe.
Der Fachausschuss hat das Thema Jugendhilfeplanung aufgegriffen und möchte sich in den kommenden Sitzungen mit folgenden Fragen befassen:
- Was macht die Jugendhilfeplanung aus?
- Was sind die Grundpfeiler der Jugendhilfeplanung mit Blick auf die Inklusion?
- Wie müssen die Schnittstellen planerisch mitberücksichtigt werden?
- Planung bedeutet Handlungsfähigkeit. Was bedeutet das für die und in der Praxis?
Rolle der Berufsgeheimnisträger bei der Gefährdungseinschätzung nach § 8a SGB VIII
Mit Blick auf § 8a SGB VIII und die Rolle der Berufsgeheimnisträger wurde im Arbeitsentwurf zur SGB VIII – Reform vom 23.08.2016 eine stärkere Beteiligung der Berufsgeheimnisträger an der Gefährdungseinschätzung beabsichtigt. Leider sagte der Entwurf nichts darüber aus, wie diese Beteiligung gestaltet werden sollte. Bis jetzt führten die Jugendämter in alleiniger Verantwortung die Gefährdungseinschätzung durch.
Mit Blick auf die aktuelle Formulierung im BKiSchG und Art. 6 Abs. 2 GG sind Kinder und Eltern die ersten Ansprechpartner bei der Abwendung der Gefährdung. Erst wenn sie nicht in der Lage sind, es verweigern oder der wirksame Kinderschutz gefährdet ist, erfolgt ein Vorgehen ohne ihr Einverständnis.
Die Ausschussmitglieder stellten fest, dass bis dato die Verantwortungsgemeinschaft ausdrücklich im § 4 KKG thematisiert wird. In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, sich über den Mehrwert jedes einzelnen Akteurs auszutauschen, der im Sinne der Verantwortungsgemeinschaft an der Gefährdungseinschätzung beteiligt ist, oder noch stärker beteiligt werden möchte.
Bezüglich der gesamtstaatlichen Verantwortung im und für den Kinderschutz müsste die Rolle der Berufsgeheimnisträger näher beleuchtet werden. Wo liegt aktuell das Defizit und braucht die Praxis dafür eine Gesetzesänderung? Sollte nicht eher der Dialog zwischen den Jugendämtern und den Berufsgeheimnisträgern verstärkt werden, oder brauchen z.B. die Kinder- und Jugendärzte mehr Information darüber, wie sie die Kinderschutzthemen mit den Bertoffenen ansprechen?
Über ältere Themen des Fachausschuss können Sie sich im Archiv informieren.
08./09.11.2018 in Hannover (gemeinsam mit dem FA Jugendhilferecht und Jugendhilfepolitik
12./13.02. in Hannover
16./17.05. in Hannover
07./08.11. 2019 NN
Der Ausschuss wird persönlich betreut und begleitet von Dr. Koralia Sekler, Referentin in der Geschäftsstelle. Bei Fragen oder wichtigen Informationen für den Verband erreichen Sie diese unter Tel. 0511/35 39 91-47; sekler@afet-ev.de
AG 8 Soziale Arbeit
Tel. 0521-1063305
Bärthlein, Thomas
Rummelsberger Dienste für jungen Menschen gGmbHKinder- und Jugendhilfe Nürnberger Land
Tel.: 09128-502794
www.rummelsberger.de
Böth, Alexandra
Bereichsleitung MPS
Tel.: 06421/1808-36
Grasshoff, Prof. Dr. Gunther
Hinken, Florian
Regionalleitung Peine-Salzgitter
Zum Schäferstuhl 161
Tel.: 05341-8150-119
www.elisabethstift.de
Tel.: 030-253904-0
www.dasi-berlin.de
Kock, Thomas
Aalborgstr. 17-19
Tel. 0 43 31/1 38-104
www.netzwerk-nord-ost.de/
Lambrecht, Stefanie
Tel. 06421 201-1441
www.marburg-stadt.de
Lindner-Witt, Karsten
stv. pädagogischer Leiter
AMBER gGmbH Holtermann-Witt
Ambulante Erziehungshilfen und familienorientierte Angebote
Pfarrer-Seippel-Str. 8
Tel.: 05731-8420269
Tel. 05 221 / 9 60  2 10
www.ejh-schweicheln.de/
Muerköster, Marion
Andreas Gayk-Str. 31
Pflaum, Sabine
Verbund CJD Niedersachsen Nord-West
Einrichtungsleitung CJD Nienburg
Tel.: 05021-9711-10
www.cjd-jugenddorf-nienburg.de/jd-nienburg
Helmuth-Hörstmann-Weg 3
Tel. 05141 12 5101
Abt. Sozialdienst
Tel.: 0371-4885150
www.stadt-chemnitz.de
Schipmann, Werner
VPK - Bundesverband e.V.
Albestr. 21
Tel. 030 89625237
Bereichsleiter Soziale Dienste und Erzieherische Hilfen, stv. Jugendamtsleiter
Tell: 0911-231 2313
Fax: 0911-231-2321
Schulz, Dagmar
Fachdienst Jugend, Familie, Bildung
Tel.: 05841-120-360
Seiser, Rene
Kommunaler Sozialer Dienst der Landeshauptstadt Hannover
Fachplanung Erziehungshilfen
Tel. 0511-168-46388
Spilker, Andreas
Auf der Freiheit 23
Tel. 05221-189 682
Landesjugendamt FB I
"Hilfen zur Erziehung, Schutz von Kindern und Jugendlichen"
Tel.: 0511-89701-363
Wirth, Nadja
LWL Landesjugendamt
Tel.: 0251-591-3611
Wittichow, Gabriele
Dr. Wachsmann-Str. 26
Tel.: 038377/3 62-0
www.zinnowitz.cjd.de

References: § 35
 § 54
 § 8
 § 8
 Art. 6
 § 4