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Timestamp: 2016-10-21 13:23:32+00:00

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4A_91/2016 (03.08.2016)
4A_91/2016 � � Urteil vom 3. August 2016
Die B.________ (Vorsorgestiftung; Beklagte; Beschwerdegegnerin) widmet sich der beruflichen Vorsorge im Rahmen des BVG (SR 831.40). C.________ ist ihr Gesch�ftsf�hrer, D.________ ist Mitglied des Stiftungsrates und E.________ ist ein Mitarbeiter der Vorsorgestiftung. Seit dem 31. Mai 2008 war die inzwischen im Handelsregister gel�schte F.________ AG mit der Verwaltung von Liegenschaften der Vorsorgestiftung an der Strasse U.________ xx und yy in V.________ betraut. Die Mandatsf�hrung erfolgte durch G.________ als einzelzeichnugsberechtigtem Verwaltungsratsdelegierten der F.________ AG. Die Mietzinseinnahmen flossen auf ein Konto bei der Bank H.________ AG, das auf die F.________ AG lautete. Diese f�hrte das Kontokorrent-Konto in ihrer Buchhaltung unter der Bezeichnung "KK B.________". Von diesem Konto �berwies sie periodisch Geld auf ein Bankkonto der Vorsorgestiftung. Zus�tzlich f�hrte sie nach Darstellung von G.________ein internes Abwicklungskonto.
A.a.�Mit einer E-Mail vom 8. Februar 2011 verlangte D.________ von G.________ Angaben zu den beiden Buchhaltungskonti. Am 9. Februar 2011 erhielt die Vorsorgestiftung auf ihr Bankkonto eine Zahlung der F.________ AG �ber Fr. 130'000.-- gutgeschrieben. Mit E-Mail vom 17. Februar 2011 teilte D.________ E.________ mit, er k�nne nach l�ngeren Abkl�rungen und einigen Telefonaten mit Herrn G.________ mitteilen, dass die F.________ AG demn�chst gr�ssere Betr�ge �berweisen werde, gem�ss Absprache mit G.________ in den n�chsten Tagen Fr. 498'062.55. Er habe diesen angewiesen, k�nftig quartals- oder monatsweise Betr�ge zu �berweisen, und ihm mitgeteilt, dass er mit der Arbeit der F.________ AG nicht zufrieden sei und diese k�nftig besser werden m�sse. Am 3. M�rz 2011 erkundigte sich E.________ per E-Mail bei G.________ nach der erwarteten �berweisung, worauf dieser gleichentags antwortete, die Zahlung sei in Auftrag gegeben worden und sollte in den n�chsten Tagen eintreffen. Am 10. M�rz 2011 teilte E.________ G.________ mit, er habe bisher keine Zahlung feststellen k�nnen, und er bat um Mitteilung, wann wie viel Geld wohin �berwiesen worden sei. Am 14. M�rz 2011 gab G.________ ihm bekannt, es habe ein Fehler " mit der H.________ " gekl�rt werden m�ssen. Der Betrag werde " mit Valuta 15.03.2011 " auf das Konto der F�rsorgestiftung �bertragen. Am 17. M�rz 2011 teilte E.________ G.________ mit, er habe noch keinen Geldeingang feststellen k�nnen und bitte um Zusendung einer Kopie der Belastungsanzeige, damit bei der Bank nachgefragt werden k�nne.
A.b.�Bereits am 16. M�rz 2011 war auf Veranlassung von G.________ eine �berweisung von Fr. 368'062.55 (498'062.55 abz�glich der bereits geleisteten Fr. 130'000.--) von einem Bankkonto der J.________ AG (heute: A.________ AG; Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) auf das Bankkonto der Vorsorgestiftung erfolgt. Als Zahlungsgrund beziehungsweise Buchungsreferenz wurde dabei "F'.________/U'.________/K.________ " angegeben. Die Gutschriftsanzeige an die Bank der Vorsorgestiftung weist die Kl�gerin als Auftraggeberin der �berweisung aus.
Die Kl�gerin ist eine Immobilienaktiengesellschaft. Sie bezweckt den Erwerb, die Verwaltung und die Ver�usserung von Immobilien und von Beteiligungen an Unternehmen. Nach ihrer Darstellung ist L.________ ihr alleiniger Aktion�r. Vom 18. Februar 2010 bis am 18. Juli 2011 war G.________ als alleiniger Verwaltungsrat mit Einzelzeichnungsberechtigung im Handelsregister eingetragen. Vom 18. Juli 2011 bis am 30. Januar 2015 war L.________ Pr�sident beziehungsweise Mitglied des Verwaltungsrates der Kl�gerin, wobei auch G.________ bis zu seinem Ableben am 12. Juni 2012 im Verwaltungsrat verblieb.
Am 4. April 2011 fand eine Besprechung zwischen C.________, D.________ und E.________ einerseits und G.________ andererseits statt, an der es unter Anderem um die �berweisung vom 16. M�rz 2011 ging. Gem�ss den Aussagen der seitens der Vorsorgestiftung am Gespr�ch Beteiligten habe G.________ erkl�rt, das �berwiesene Geld stamme vom Bankkonto der Kl�gerin, weil er diese Gesellschaft f�r die B�ndelung von Kundengeldern verwende. Weiter sagten die Vertreter der Vorsorgestiftung aus, die Erkl�rung von G.________, bei der Kl�gerin handle es sich um seine Gesellschaft, sei f�r plausibel gehalten worden, namentlich weil aus dem Handelsregister keine anderen Personen ersichtlich gewesen seien. Eine derartige B�ndelung sei zwar unerw�nscht gewesen, und man habe G.________ aufgefordert, die Mietzinseinnahmen nicht mehr auf das Bankkonto der Drittgesellschaft zu �berweisen. Zudem habe man die Regeln im Umgang mit den Mietzinseinnahmen angepasst, indem die Mieter angewiesen worden seien, die Mietzinsen auf ein Bankkonto der Vorsorgestiftung einzuzahlen. Damit habe man die Sache als erledigt angesehen und die Zusammenarbeit mit G.________ fortgesetzt.
A.c.�Am 24. August 2012 teilte die Kl�gerin der Vorsorgestiftung mit, im Rahmen einer �berpr�fung der Buchhaltung 2011 sei die �berweisung vom 16. M�rz 2011 entdeckt worden. Da die Zahlung grundlos erfolgt sei, forderte die Kl�gerin die Vorsorgestiftung auf, den Betrag zur�ckzuerstatten. Dies verweigerte die Vorsorgestiftung, zahlte den Betrag aber auf ein Sperrkonto ein und schloss mit der Kl�gerin am 12. Dezember 2012 eine Vereinbarung �ber die vom Prozessausgang abh�ngige Aufl�sung des Sperrkontos.
Am 29. April 2013 klagte die Kl�gerin beim Handelsgericht St. Gallen und verlangte, die Vorsorgestiftung sei zu verpflichten, ihr Fr. 368'062.55 nebst Zins seit dem 16. M�rz 2011zu bezahlen. Am 27. Oktober 2015 wies das Handelsgericht die Klage kostenf�llig ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht, den Entscheid des Handelsgerichts aufzuheben und die Vorsorgestiftung zu verpflichten, ihr Fr. 368'062.55 nebst Zins seit dem 16. M�rz 2015 zu bezahlen. Die Beschwerdegegnerin schliesst sinngem�ss auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde, w�hrend das Handelsgericht auf Vernehmlassung verzichtet. Die Parteien haben unaufgefordert eine Beschwerdereplik und -duplik eingereicht.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Immerhin pr�ft es unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungsanforderungen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86E. 2 S. 88 f., 115 E. 2 S. 116).
Nach den Feststellungen der Vorinstanz bestand im Zeitpunkt der strittigen �berweisung eine Forderung der Beschwerdegegnerin gegen die F.________ AG, jedoch nicht gegen�ber der Beschwerdef�hrerin. G.________ sei zwar Organ der Beschwerdef�hrerin gewesen, habe aber nicht als solches gehandelt, sondern einfach seine Vollmacht �ber das Konto der Beschwerdef�hrerin ausgen�tzt. Die Vorinstanz bezog sich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach sich eine R�ckforderungsklage nach Art. 62 OR nicht auf eine Leistung beziehen k�nne, welche der Beklagte in guten Treuen von einem Dritten gest�tzt auf eine g�ltige causa empfangen habe, auch wenn die Zahlungsmittel dem Dritten grundlos aus dem Verm�gen des Kl�gers zugegangen seien (BGE 106 II 29 E. 3 S. 31; Urteile des Bundesgerichts 2C_520/2009 vom 31. Mai 2010 E. 2.6; 4C.79/2002 vom 2. Juli 2003 E. 2.2.2). Gest�tzt darauf verneinte sie einen Bereicherungsanspruch der Beschwerdef�hrerin.
2.1.�Dass der Beschwerdegegnerin im Umfang des erhaltenen Betrags eine Forderung gegen die F.________ AG zustand und insoweit ein g�ltiger Rechtsgrund bestand, war zwischen den Parteien nicht umstritten. Die Vorinstanz ging sodann davon aus, auch wenn die Zahlung f�r die Beschwerdegegnerin erkennbar von der Beschwerdef�hrerin stammte, habe sie das Geld von einem Dritten im Sinne der zitierten Rechtsprechung erhalten, da die �berweisung von G.________, also einem Dritten, ausgel�st worden sei. Insoweit stimme der Sachverhalt weitgehend mit dem in BGE 106 II 29 beurteilten Fall �berein, der eine Bank�berweisung betroffen habe, die ein entsprechend bevollm�chtigter Dritter ohne das Wissen und gegen den Willen des Kontoinhabers vorgenommen habe. Der zu beurteilende Fall unterscheidet sich zwar insoweit von BGE 106 II 29, als in dem dort beurteilten Fall die dem Beg�nstigten �bergebene Kreditanzeige weder den Auftraggeber noch dessen Kontonummer erw�hnte. In diesem Punkt wird der angefochtene Entscheid aber nicht substanziiert beanstandet, so dass nicht weiter darauf einzugehen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4P.8/2002 vom 19. M�rz 2002 E. 2e; 4C.337/2002 vom 3. M�rz 2003 E. 2.1; 4C.31/1998 vom 21. Dezember 1998 E. 5b/bb; 4C.107/1989 vom 9. Januar 1990 E. 3). Bem�ngelt wird vielmehr im Wesentlichen die Annahme der Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin sei gutgl�ubig gewesen. Dieser Punkt ist nachfolgend zu pr�fen.
2.2.�Der gute Glaube ist gem�ss Art. 3 Abs. 1 ZGB zu vermuten.
2.2.1.�Das bedeutet, dass nicht der gute, sondern der b�se Glaube zu beweisen ist. Die Partei, welche die entsprechende Beweislast tr�gt, hat zwei M�glichkeiten: Entweder zerst�rt sie die Vermutung des guten Glaubens, indem sie beweist, dass der Gegner den rechtlichen Mangel kannte und folglich b�sgl�ubig war, oder sie geht von dieser Vermutung aus, legt jedoch in �bereinstimmung mit Art. 3 Abs. 2 ZGB dar, dass die andere Partei nicht berechtigt war, sich auf den guten Glauben zu berufen, weil dieser nicht mit der Aufmerksamkeit zu vereinbaren ist, die von ihr aufgrund der Umst�nde verlangt werden durfte (BGE 131 III 511 E. 3.2.2 S. 519 mit Hinweis). Das Mass der angesichts der Umst�nde verlangten Aufmerksamkeit bestimmt sich nach einem objektiven Kriterium. Es muss jenem entsprechen, das von einem ehrlichen und durchschnittlichen Menschen in einer analogen Situation zu erwarten ist. Das Mass der Aufmerksamkeit h�ngt einerseits von den durchschnittlichen Kenntnissen der betreffenden Berufsleute oder des betreffenden sozialen Umfeldes ab. F�r Handelsgesch�fte steigen die Anforderungen bez�glich der Aufmerksamkeit mit zunehmender Erfahrung. Andererseits bestimmt sie sich gem�ss der Natur und der Entwicklung des Gesch�fts. Ausserordentlich vorteilhafte Angebote verlangen eine erh�hte Vorsicht, insbesondere wenn im entsprechenden T�tigkeitsbereich ungew�hnliche Bedingungen vorgeschlagen werden (BGE 119 II 23 E. 3c/aa S. 27 mit Hinweisen). Das Gericht hat das Mass der erforderlichen Aufmerksamkeit unter W�rdigung s�mtlicher Umst�nde zu bestimmen (BGE 131 III 511 E. 3.2.2 S. 519; 119 II 23 E. 3c/aa S. 27; Urteil des Bundesgerichts 4A_208/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
2.2.2.�Das Mass der objektiv gebotenen Aufmerksamkeit bzw. der hinreichenden Abkl�rungen ist eine vom Bundesgericht frei �berpr�fbare Rechtsfrage (BGE 131 III 418 E. 2.3.1 S. 421). Tatfrage bleibt indessen das tats�chliche Ausmass dieser Abkl�rungen (zit. Urteil 4A_208/2014 E. 5.2.2 mit Hinweis). Der Grad der Aufmerksamkeit richtet sich nach den Umst�nden. Was dies im Einzelfall bedeutet, ist weitgehend eine Ermessensfrage (Art. 4 ZGB; BGE 131 III 418 E. 2.3.2 S. 421 f.; 122 III 1 E. 2a/aa S. 3). Derartige Ermessensentscheide �berpr�ft das Bundesgericht zwar grunds�tzlich frei, es �bt dabei aber Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen. Ausserdem greift das Bundesgericht in Ermessensentscheide ein, falls sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (zit. Urteil 4A_208/2014 E. 5.2.2 mit Hinweisen).
2.3.�In tats�chlicher Hinsicht ging die Vorinstanz davon aus, die Beschwerdegegnerin habe bis zur Mitteilung der Beschwerdef�hrerin vom 24. August 2012 nicht gewusst, dass deren Geld unrechtm�ssig verwendet worden sei, sondern sich mit der Erkl�rung zufriedengegeben, es handle sich bei der Beschwerdef�hrerin um eine Gesellschaft von G.________. Im Zusammenhang mit der Frage, ob die Beschwerdegegnerin mit der Aufmerksamkeit handelte, die von ihr aufgrund der gesamten Umst�nde erwartet werden durfte, hielt die Vorinstanz fest, bei Erhalt der Zahlung habe es Anhaltspunkte gegeben, die eine weitere Abkl�rung verlangt h�tten: Die vereinbarten periodischen �berweisungen der F.________ AG seien w�hrend l�ngerer Zeit ausgeblieben. Erst nach mehrmaliger Aufforderung sei die aufgelaufene Schuld von einer der Beschwerdegegnerin unbekannten Drittgesellschaft beglichen worden.
2.3.1.�Die Vorinstanz ging davon aus, die auf Seiten der Beschwerdegegnerin am Gesch�ft beteiligten Personen h�tten das Handelsregister konsultiert und G.________ am 4. April 2011 unter anderem zur strittigen Zahlung befragt. Dieser habe angegeben, auf dem Bankkonto der Beschwerdef�hrerin b�ndle er Gelder, um bessere Konditionen beziehungsweise einen besseren Zins zu erhalten. D.________ habe er zudem erkl�rt, es handle sich bei der Beschwerdef�hrerin um "seine" Gesellschaft.
2.3.2.�Die Vorinstanz erkannte, seit Gr�ndung der Beschwerdef�hrerin habe zu deren Zweck nicht nur die Verwaltung von Immobilien, sondern auch von anderen Verm�genswerten geh�rt. Dies sei koh�rent mit der Behauptung, in der Gesellschaft Gelder zu b�ndeln, um bessere Konditionen zu erlangen. Sodann sei G.________ im massgeblichen Zeitpunkt einziger und �berdies mit Einzelzeichnungsberechtigung ausgestatteter Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin gewesen. Dass neben ihm keine weiteren Verwaltungsr�te eingetragen gewesen seien, habe dessen Erkl�rung, bei der Beschwerdef�hrerin handle es sich um seine Gesellschaft, plausibel gemacht. Im �brigen sei nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdegegnerin nicht weiter nach den Modalit�ten der von ihr nicht gew�nschten B�ndelung erkundigt, sondern ihr Augenmerk auf die Neuregelung der Zahlungsmodalit�ten gelegt habe, und damit das Problem f�r gel�st hielt.
2.3.3.�Die Vorinstanz kam zum Schluss, die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet gewesen, sich bei weiteren Personen zu erkundigen, wobei sie ohnehin f�r schleierhaft erachtete, bei wem sich die Beschwerdegegnerin noch h�tte erkundigen k�nnen. Die Revisionsstelle unterstehe der Schweigepflicht und sei kein Ansprechpartner f�r Dritte, die �ber die laufende Gesch�ftsf�hrung des Verwaltungsrates Auskunft suchten. Nachforschung zum m�glichen Aktionariat der Gesellschaft erachtete die Vorinstanz f�r unzumutbar. Sie ging im Wesentlichen davon aus, ein Alleinaktion�r, der nach aussen nicht in Erscheinung treten wolle und die Gesch�ftsf�hrung einem einzigen Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift �berlasse, k�nne von einem Dritten nicht verlangen, er m�sse den Alleinaktion�r ausfindig mache, um sich bei diesem nach der Rechtm�ssigkeit des Verhaltens des Verwaltungsrates zu erkundigen.
2.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, G.________ habe als Dritter in Missbrauch seiner Vollmacht �ber das Bankkonto der Beschwerdef�hrerin verf�gt, um die Beschwerdegegnerin als Gl�ubigerin der F.________ AG zu befriedigen. G.________ habe nicht etwa nur in �bertretung, sondern in Missbrauch seiner Organmacht in Sch�digungsabsicht gehandelt. In einer derartigen Situation sch�tze die blosse Konsultation des Handelsregisters die Beschwerdegegnerin nach der Praxis des Bundesgerichts gerade nicht.
2.4.1.�Damit bezieht sich die Beschwerdef�hrerin auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts betreffend den Missbrauch einer Vertretungsmacht und den Schutz des guten Glaubens Dritter (BGE 119 II 23 E. 3c S. 26). Das Bundesgericht unterscheidet darin in Bezug auf die von der Person, die sich auf den Gutglaubensschutz beruft, verlangte Aufmerksamkeit zwischen einer blossen �berschreitung und einem eigentlichen Missbrauch der Vollmacht. Ob an dieser Unterscheidung festzuhalten ist, hat das Bundesgericht in j�ngeren Entscheiden offengelassen (BGE 131 III 511 E. 3.2.2 S. 119 f.; zit. Urteil 4A_208/2014 E. 5.2.3; wieder im Sinne von BGE 119 II 23 aber Urteil des Bundesgerichts 4A_474/2014 vom 9. Juli 2015 E. 6.2.2).
2.4.2.�Die Frage braucht hier nicht vertieft zu werden. Die Beschwerdegegnerin hat sich nicht damit begn�gt, das Handelsregister zu konsultieren, sondern hat G.________ anl�sslich einer Besprechung befragt. Die Beschwerdef�hrerin ist zwar der Auffassung, da die Beschwerdegegnerin daran gezweifelt habe, dass G.________ befugt war, die Zahlung auszul�sen, habe sie sich nach dem Grundsatz, " wer zweifelt irrt nicht ", nicht in einem Irrtum �ber die Verf�gungs-/Vertretungsbefugnis befinden und daher auch nicht gutgl�ubig sein k�nnen. Dabei verkennt sie, dass, unabh�ngig davon, ob die Annahme, wer zweifle k�nne nicht irren, zutrifft, aus der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin einmal Zweifel hatte, nicht zwingend folgt, dass sie nach Zerstreuung derselben nicht gutgl�ubig sein k�nnte. Entscheidend ist nach Art. 3 ZGB vielmehr, ob die Beschwerdegegnerin bei der Aufmerksamkeit, die aufgrund der Umst�nde von ihr verlangt werden konnte, h�tte erkennen m�ssen, dass G.________ zur vorgenommenen �berweisung nicht befugt war.
2.4.3.�Sind im Handelsregister neben der handelnden Person weitere mit der Vertretung der Gesellschaft betraute Personen eingetragen, kann sich der Vertragspartner bei Zweifeln an der Zul�ssigkeit einer Handlung bei den �brigen eingetragenen Personen erkundigen oder allenfalls eine Genehmigung verlangen. Dies ist hier nicht der Fall, nachdem die Vorinstanz zu Recht festh�lt, es sei nicht an der Revisionsstelle, diesbez�glich Ausk�nfte zu geben. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, bei wem sich die Beschwerdegegnerin h�tte erkundigen sollen. G.________ gab an, es handle sich um seine Gesellschaft. Entspr�che diese Aussage der Wahrheit und w�re er einziger Aktion�r und einziges Organ der Beschwerdef�hrerin gewesen, h�tte es gar keine andere Person gegeben, die �ber die Zul�ssigkeit der �berweisung h�tte entscheiden oder Auskunft geben k�nnen.
2.5.�Die Beschwerdef�hrerin nennt im Wesentlichen zwei konkrete M�glichkeiten, wie die Beschwerdegegnerin die fehlende Befugnis h�tte erkennen k�nnen und m�ssen. Sie macht einerseits geltend, die Vorlage des Aktienbuchs der Beschwerdef�hrerin h�tte eine valide und zugleich m�helose �berpr�fung der von G.________ behaupteten Eigentumsverh�ltnisse erlaubt. Andererseits verweist sie darauf, eine Google-Recherche mit dem Stichwort "J.________ AG" h�tte bereits auf der ersten Seite zu einem Medienbeitrag im St. Galler Tagblatt gef�hrt. In diesem Beitrag finde sich folgendes: " Wer steht hinter der J.________ AG? Einziger im Handelsregister eingetragener Verwaltungsrat ist M.________. Er vertritt in der AG seinen Mandanten, L.________. ". Durch diesen Artikel w�re die L�ge von G.________ nach Meinung der Beschwerdef�hrerin entlarvt worden.
2.5.1.�Betreffend das Aktienbuch hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dieses werde vom Verwaltungsrat gef�hrt, also zum massgebenden Zeitpunkt von G.________ selbst. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint ein anl�sslich der Befragung gestelltes Begehren um Einsicht in das Aktienbuch nur bedingt tauglich, um die Aussagen betreffend die Eigentumsverh�ltnisse zu �berpr�fen. H�tte G.________ ein Aktienbuch vorgelegt, in dem er als Alleinaktion�r aufscheint, h�tte die Beschwerdegegnerin allein gest�tzt darauf immer noch nicht gewusst, ob die darin vom Verwaltungsrat und damit von G.________ gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Die Beschwerdef�hrerin setzt voraus, G.________ h�tte das unverf�lschte Aktienbuch vorgelegt. Dies w�re einerseits der Anerkennung eines deliktischen Handelns gleichgekommen. Andererseits wollte G.________ die Beschwerdegegnerin ja gerade �ber die Eigentumsverh�ltnisse t�uschen. Dies spricht dagegen, dass er das Aktienbuch unverf�lscht vorgelegt h�tte. Eine Abkl�rung, deren Wahrheitswert allein davon abh�ngt, dass sich die Gegenpartei ehrlich verh�lt, ist in der Regel kein geeignetes Instrument zur Kontrolle der Ehrlichkeit dieser Partei, da sie voraussetzt, was kontrolliert werden soll. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, weshalb es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge wahrscheinlicher sein sollte, dass G.________ das Aktienbuch unverf�lscht herausgegeben h�tte, als dass er die Nachfrage der Beschwerdegegnerin zu den Hintergr�nden der �berweisung wahrheitsgem�ss beantwortet. In der Beschwerdereplik wird dazu einzig ausgef�hrt, wenn die Beschwerdegegnerin spekuliere, G.________ h�tte das Aktienbuch ohnehin gef�lscht, sei dies h�chstens abenteuerlich. Dies ist keine rechtsgen�gende Begr�ndung, soweit sie �berhaupt rechtzeitig erfolgt (vgl. hierzu BGE 135 I 19 E. 2.2 S. 21; 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47). Da sich die Beschwerde mit diesem Aspekt nicht rechtsgen�glich auseinandersetzt, ist insoweit nicht darauf einzutreten.
2.5.2.�Eine Google-Suche h�tte im zu beurteilenden Fall zwar R�ckschl�sse auf die Zusammensetzung des Aktionariats im Zeitpunkt der Publikation des Artikels zugelassen. Dabei handelt es sich aber um einen Zufallsfund, denn es ist nicht davon auszugehen, derartige Recherchen f�hrten generell zu verl�sslichen Ergebnissen betreffend die Eigentumsverh�ltnisse an Aktien. Dies ist �brigens auch hier nicht der Fall, betrifft doch der Artikel einen Zeitpunkt, als G.________ noch nicht im Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin war, sondern M.________. Damit w�re aber denkbar, dass sich die �nderung im Verwaltungsrat als Folge einer Ver�nderung der Eigentumsverh�ltnisse an den Aktien erweist. Dar�ber kann der Artikel keine Auskunft geben.
2.5.3.�Da die Beschwerdef�hrerin keine valable M�glichkeit aufzeigt, mit der die Beschwerdegegnerin die Angaben betreffend die Aktion�rszusammensetzung verl�sslich h�tte pr�fen k�nnen, kann ihr der gute Glaube nicht mit Blick auf eine mangelhafte Pr�fung abgesprochen werden. Auf die Ausf�hrungen in der Beschwerde zum Umfang der Pr�fungspflichten ist daher nicht weiter einzugehen.
2.6.�Damit stellt sich die Frage, ob die Angaben von G.________ in sich derart unglaubw�rdig waren, dass nicht darauf abgestellt werden durfte. Dies zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich auf. Sie weist zwar darauf hin, die behauptete B�ndelung habe weder der vertraglichen Vereinbarung noch der bisherigen Praxis entsprochen, verm�ge die Zahlungsverz�gerung nicht zu erkl�ren und sei auch nicht entsprechend verbucht worden. Die Reaktion der Beschwerdegegnerin selbst, welche die Zahlungsmodalit�ten anpasste, unterstreicht deutlich, dass die behauptete B�ndelung weder dem Vereinbarten noch dem von der Beschwerdegegnerin Gewollten entsprach. Es war aber durchaus denkbar, dass G.________ mit der B�ndelung aus Eigennutz eine neue vertragswidrige Variante gew�hlt hatte, um, wie er behauptete, insgesamt von besseren Konditionen zu profitieren. Aus einer allf�lligen Vertragswidrigkeit oder fehlerhaften Verbuchung musste die Beschwerdegegnerin nicht schliessen, G.________ sei nicht zur Vornahme der Zahlung berechtigt und die Angaben betreffend die B�ndelung entspr�chen nicht der Wahrheit. Aufgrund des Handelsregistereintrags war auch die Behauptung von G.________, es handle sich um seine Gesellschaft, nicht offensichtlich unglaubw�rdig. Es gelingt der Beschwerdef�hrerin nicht aufzuzeigen, dass die Beschwerdegegnerin bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umst�nden von ihr verlangt werden durfte, bez�glich der Verf�gungsbefugnis von G.________ nicht gutgl�ubig sein konnte.
Damit erweist sich die Beschwerde insgesamt als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig.

References: Art. 62
 BGE 
 BGE 
 Art. 3
 Art. 3
 BGE 
 BGE 
 Art. 3
 BGE