Source: https://rechtsberaterhaftung.de/urteilShow.php?ID=129&Urteil=Schaden
Timestamp: 2019-02-17 21:11:56+00:00

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Bei der Frage, ob der geltend gemachte Schaden auf die vom unrichtigen Gutachten beeinflusste Gerichtsentscheidung zurückzuführen ist, ist maßgebend, wie der Ausgangsprozess bei Vorlage eines richtigen Gutachtens des Sachverständigen richtigerweise hätte entschieden werden müssen.
BGH - 30.08.2018 - III ZR 363/17
BGH - 09.11.2017 - IX ZR 270/16
BGH - 18.02.2016 - IX ZR 191/13
BGH - 10.12.2015 - IX ZR 56/15
In Fällen der Inanspruchnahme eines Steuerberaters auf Schadensersatzes wegen eines sog. "atypischen Kalkulationsschadens" obliegt dem Mandanten die Offenlegung einer konkreten betriebswirtschaftlichen Kalkulation, die die tatsächlichen Anschaffungen bzw. tatsächlich getätigten Ausgaben berücksichtigt.
OLG Koblenz - 11.09.2013 - 2 U 844/12
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsteht der Schaden dann, wenn sich die Vermögenslage des Betroffenen durch die Pflichtverletzung des Beraters im Vergleich zu seinem früheren Vermögensstand objektiv verschlechtert hat. Dafür genügt es, dass der Schaden wenigstens dem Grunde nach erwachsen ist, mag auch seine Höhe noch nicht beziffert werden können. Es muss nicht feststehen, dass die Vermögenseinbuße bestehen bleibt und damit endgültig wird, vielmehr reicht es aus, dass ein endgültiger Teilschaden entstanden ist und mit weiteren adäquat verursachten Nachteilen gerechnet werden muss.
BGH - 25.04.2013 - IX ZR 65/12
Ob aus einer Pflichtverletzung ein Schaden entstanden ist, ist gem. § 287 Abs. 1 ZPO zu entscheiden.Danach bedarf es einer Gegenüberstellung, welcher Geschehensablauf sich bei pflichtgemäßer Vorgehensweise des Rechtsanwalts mit einer überwiegenden, auf gesicherter Grundlage beruhenden Wahrscheinlichkeit eingestellt hätte.
OLG Hamm - 18.04.2013 - 28 U 113/12
Für die richterliche Überzeugungsbildung reciht aus, wenn eine deutlich überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Schaden entstanden ist.
BGH - 14.06.2012 - IX ZR 149/10
Bei der Ermittlung eines möglichen Schadens aus einer anwaltlichen Pflichtverletzung im Rahmen des Abschlusses eines Prozessvergleichs sind im Wege des Gesamtvermögensvergleichs neben den vermögenswirksamen Nachteilen aus der Pflichtverletzung auch die Vorteile einzubeziehen, die dem Mandanten aus dem Vergleich zukommen und auf die ein rechtlicher Anspruch in der Form nicht bestand.
BGH - 02.12.2008 - VI ZB 63/07
Die Chance auf Eintritt der Festsetzungsverjährung bei unzutreffend zu niedriger Steuerschätzung stellt keinen Schaden im Rechtssinne dar.
OLG Köln - 10.10.2007 - 8 U 24/07
Ein entgangener Steuervorteil kann grundsätzlich nur als Schaden im Rechtssinne geltend gemacht werden, wenn er rechtmäßig und nicht unter Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten hätte erlangt werden können.
BGH - 05.07.2007 - IX ZR 230/04
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) stellt der Verlust einer tatsächlichen oder rechtlichen Position, deren Erhalt der Geschädigte nach der Rechtsordnung nicht beanspruchen kann, keinen ersatzfähigen Schaden dar.
Durch Steuerzahlungen entsteht dem Mandanten eines Steuerberaters kein Schaden, wenn er keinen Anspruch auf Steuerbefreiung hat. Dem steht der zeitweise gegenteilige Standpunkt der Finanzbehörde nicht entgegen.
BGH - 06.07.2006 - IX ZR 88/02
Nach der Risiko-Schaden-Formel liegt ein Schaden dann vor, wenn über eine bloße Vermögensgefährdung hinaus eine objektive Verschlechterung der Vermögenslage des Betroffenen eingetreten ist.
Die Kosten der Schadensermittlung gehören, soweit sie erforderlich waren, zum Schadensersatzanspruch des geschädigten Mandanten.
Im Schadensersatzprozeß gegen einen Rechtsanwalt darf nur dann ein Grundurteil ergehen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit feststeht, daß dem Kläger durch das Verhalten des Anwalts ein Schaden entstanden ist.
Für den beschleunigten Mißerfolg einer unbegründeten Anfechtungsklage vor dem Verwaltungs- oder Sozialgericht haftet ein Rechtsanwalt mangels Schadens auch dann nicht, wenn die aufschiebende Wirkung der Klage seinem Mandanten noch die vorläufige Fortsetzung gewinnbringender Berufsausübung ermöglicht hätte.
BGH - 16.12.2004 - IX ZR 295/00
Hätte ein steuerlich beratener Arbeitgeber durch zutreffende Beratung seines Steuerberater die nachträgliche Zahlung von Sozialbeiträgen vermeiden können, ist die Höhe der nachträglichen Beträge der entstandene Schaden des Mandanten.
OLG Köln - 22.04.2004 - 8 U 77/03
Wird durch einen Anwaltsfehler ein Schaden verursacht, ist dieser nicht identisch mit der eingeklagten Forderung, wenn der geschädigte Mandant an einer Vollstreckung des Titels kein Interesse hat.
Kommen trotz einer falschen Auskunft des Rechtsberaters mehrere Verhaltensmöglichkeiten des Beratenden in Frage, scheidet eine Haftung des Beraters aus.
Macht ein Anwalt während eines Prozesses und nach dessen Verlust Fehler, sind diese dann nicht ursächlich für einen Schaden seines Mandanten, wenn der Prozess auch in der Rechtsmittelinstanz verloren worden wäre.
LG Hamburg - 06.11.2003 - 323 O 109/02
Wird aufgrund einer verspäteten Schadensersatzklage ein Vergleich geschlossen, ist der verantwortliche Rechtsanwalt zum Ersatz der Differenz verpflichtet, wenn die rechtzeitige Klage begründet gewesen wäre.
OLG Hamm - 09.10.2003 - 28 U 73/03
Gibt der Mandant aufgrund eines Anwaltsfehlers ein ungünstiges Vertragsangebot ab, tritt der Vermögensschaden erst mit dessen Annahme ein.
Die Frage des Ursachenzusammenhangs zwischen einer anwaltlichen Pflichtverletzung und dem Schaden des Mandanten beantwortet sich nicht danach, ob der Mandant dem pflichtwidrigen Rat des Anwalts gefolgt ist oder aus eigenem Antrieb gehandelt hat, sondern danach, wie er sich verhalten hätte, wenn er richtig beraten worden wäre.
Einen erstattungsfähigen Schaden hat der Mandant in der Regel dann erlitten, wenn er einen Prozess verloren hat, den er bei sachgemäßer anwaltlicher Vertretung gewonnen hätte.
BGH - 18.11.1999 - IX ZR 420/97
Der Schaden aus Schlechterfüllung eines Anwaltsvertrages deckt sich nicht mit dem Erfüllungsschaden.Der Mandant muß eine Differenzberechnung zwischen zwei Vermögenslagen durchführen, aus der sich ergibt, wie seine Situation bei fehlerfreier anwaltlicher Arbeit gewesen wäre und ob das jetzige Ergebnis ungünstiger ist.
Durch gesetzmässige Vertretung des Mandanten kann diesem kein Schaden entstehen. Der Verlust von Versicherungsschutz durch strafbare Handlungen des Mandanten, geht nicht zu Lasten des Anwalts.
OLG Frankfurt - 27.02.1997 - 15 U 29/96
Nachteilige gerichtliche Entscheidungen, die durch Schlechtleistung eines Anwalts entstanden sind, stellen solange keinen Schaden dar, als nicht auszuschliessen ist, dass die nächste Instanz die Entscheidung korrigiert.
BGH - 09.07.1992 - IX ZR 50/91
Der Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter steuerlicher Beratung setzt voraus, dass der hierdurch entstandene Schaden konkret dargelegt und bewiesen wird. Die gesamte Vermögenslage ist zu berücksichtigen, nicht nur die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit.
KG - 01.06.1990 - 7 U 8026/89
Macht der klagende Mandant gegenüber seinem Rechtsanwalt für seinen Vortrag nicht rechtzeitig Zeugen namhaft, steht ihm gegen seinen Prozeßbevollmächtigten kein Schadensersatzanspruch zu.
OLG Köln - 31.05.1989 - 13 U 316/88

References: BGH 

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 § 287

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