Source: http://mehrow.de/Presse_und_Literatur/NiederbarnimerKreisblatt/NB_Kreisblatt_1914.html
Timestamp: 2018-12-11 15:14:55+00:00

Document:
﻿ Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt von 1914
Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1914 (61. Jahrgang),
[1] Ergänzung anhand des Bandes „Amtliche Bekanntmachungen aus dem Niederbarnimer Kreisblatt. 1914.“, gefunden im Stadtarchiv Bernau (Juni 2015).
Donnerstag, den 1. Januar 1914 (Nr. 1), Anzeigen [1]
Einen guterhaltenen Schlitten verkauft Reiche, Lindenberg.
Sonnabend, den 10. Januar 1914 (Nr. 8), Amtlicher Teil [2]
Die Conveyor-Baugesellschaft m. b. H. in Berlin beabsichtigt auf dem in Berlin-Weißensee, Lehderstraße 86-88 belegenen, im Grundbuche von Berlin-Weißensee Band 19 Blatt 553 verzeichneten Grundstücke einen Transmissionshammer aufzustellen. ...
Berlin-Weißensee, den 7. Januar 1914.
Sonnabend, den 10. Januar 1914 (Nr. 8), Anzeigen [2]
Zwei sieben Monat alte Futterschweine, gut entwickelt, verkauft Gustav Schumann, Lindenberg.
Dienstag, den 13. Januar 1914 (Nr. 10), Amtlicher Teil, gekürzt [1]
Bestätigt: ...; der Hundefangbeamte Hermann Gensch aus Cöpenick in gleicher Amtseigenschaft für den Amtsbezirk Biesdorf.
Mittwoch, den 14. Januar 1914 (Nr. 11), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Auf Grund des ... Gesetzes ... wird mit Zustimmung des Magistrats hiermit folgende Polizei-Verordnung erlassen:
§ 1. Das Betasten und Aussuchen von Backwaren und anderen zum Verzehr fertigen Genußmitteln in den Verkaufsstellen für Nahrungs-und Genußmittel wird verboten. ...
Altlandsberg, den 6. Dezember 1913.
Donnerstag, den 15. Januar 1914 (Nr. 12), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Im Monat Dezember 1913 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
ab 5.12.; Kabisch, Georg; Kaufmann; Mahlsdorf
ab 6.12.; Lemke, Hermann, Gärtnereibesitzer; Biesdorf
ab 8.12.; Spreemann, August; Privatier; Dahlwitz
ab 10.12.; Bartel, Hermann; Kaufmann; Lindenberg
ab 10.12.; Lehmann, August; Gutsbesitzer; Lindenberg
ab 11.12.; Böhmer, Adolf, Landwirt; Marzahn
ab 13.12.; Hardtmann, Karl; Fabrikant; Mahlsdorf
ab 15.12.; Kirschbaum, Friedrich; Gemeindevorsteher; Hönow
ab 17.12.; Bolle, August; Rentier; Lindenberg
ab 18.12.; Pfannenstiel, Arthur; Hauptmann d. R.; Hoppegarten
ab 27.12.; Rottke, Karl; Mühlenbesitzer; Kaulsdorf
ab 29.12.; Waugh, Richard; Trainer; Dahlwitz
ab 28.12.; Müller, Alfred; stud.; Hoppegarten
ab 30.12.; Gröppler, August; Altsitzer; Eiche
ab 31.12.; Panse; Rittmeister z. D.; Hoppegarten
Sonnabend, den 17. Januar 1914 (Nr. 14), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Die Untersuchungsgefangenen Musketiere Fickenwirth und Kusza von der 7. Komp. des Inf.-Regts. Nr. 52 sind in der Nacht vom 13. zum 14. Januar gemeinsam aus der Militärstrafanstalt in Frankfurt a. O. ausgebrochen und befinden sich wahrscheinlich auf dem Wege nach Berlin.
Im Falle der Ergreifung sind sie festzunehmen und an die nächste Militärbehörde abzuliefern. ...
Der Landrat. I. A. von Burkersroda, Regierungsassessor.
Sonntag, den 25. Januar 1914 (Nr. 21), Anzeigen [2]
Holzverkauf des Forstreviers Blumberg.
Am Montag, den 2. Februar, von vormittags 10 Uhr ab, sollen im Genzow'schen Gasthof in Blumberg aus der Schleuse und dem Park 150 Meter erlene Knüppel [und] 50 Meter erlene Reiser meistbietend verkauft werden.
Freitag, den 30. Januar 1914 (Nr. 25), Kreis-Nachrichten [2]
Herr Dr. med. Paul Crusius ist zum Königl. Sanitätsrat ernannt worden.
Freitag, den 30. Januar 1914 (Nr. 25), Anzeigen [2]
Am Donnerstag, den 5. Februar d. Js., vormittags 10 Uhr bringe ich im Bolle'schen Gasthofe hierselbst
ca. 100 rm Kiefern Kloben und Knüppel,
ca. 50 rm Kiefern Stubben,
ca. 100 rm Kiefern Reiser
aus meiner an der Krummenseer Landstraße gelegenen Heide meistbietend zum Verkauf.
Mehrow, den 26. Januar 1914.
E. Meißner.
Sonnabend, den 31. Januar 1914 (Nr. 26), Anzeigen [2]
Am Freitag, den 6. Februar cr., sollen im Schulze'schen Lokale hierselbst nachverzeichnete Hölzer meistbietend verkauft werden:
100 m Kiefern-Kloben,
50 m Knüppel,
100 m Stubben,
Das Holz steht am Birkholz-Löhmer Weg und ist die Besichtigung jederzeit gestattet.
Blumberg, im Januar 1914.
August Ebel, Bauerngutsbesitzer
Sonntag, den 1. Februar 1914 (Nr. 27), Amtlicher Teil [1]
Der Landrat, Dr. Busch.
Dienstag, den 10. Februar 1914 (Nr. 34), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Bestätigt wurden: ...; der Gerichtssekretär Doß als Schöffe der Gemeinde Kaulsdorf.
Mittwoch, den 11. Februar 1914 (Nr. 35), Anzeigen [2]
Sonntag, d. 15. Februar 1914: Grosser Maskenball veranstaltet vom Turnverein „Felsing“ im Vereinsheim Wilh. Dubick.
Es ladet freundlichst ein --- Der Wirt. ---	Der Vorstand.
Donnerstag, den 12. Februar 1914 (Nr. 36), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Im Monat Januar sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
ab 5.1.; Sopp, Holder; Trainer; Hoppegarten
ab 5.1.; Bausdorf, Gustav; Bauerngutsbesitzer; Mahlsdorf
ab 4.1.; Brown, Herbert; Jockey; Hoppegarten
am 8.1.; Jumpertz, C. F.; Kaufmann; Kaulsdorf (Tages-Jagdschein)
Sonnabend, den 14. Februar 1914 (Nr. 38), Kreis-Nachrichten [2]
Weißensee. (O.-B.) Vier Mädchen der Bethabaraanstalt, welche in der Waschküche beschäftigt waren, gelang es mit einem Feuerhaken das Türschloß zu erbrechen, um so ins Freie zu gelangen. Sie überkletterten sodann den Zaun der Anstalt und rannten in voller Hast die Albertinenstraße entlang. Dadurch erregten sie Aufsehen und es gelang einem Polizeisergeanten zwei der Flüchtlinge wieder festzunehmen und der Anstalt zuzuführen. -
Der zirka 3 Jahre alte Sohn des Hausverwalters Krebisch, Langhansstraße 148 wohnhaft, wurde beim Spielen von einem Straßenbahnzug der Linie 73 erfaßt und so schwer verletzt, daß er sofort nach dem Auguste-Viktoria-Krankenhaus geschafft werden mußte. Hier ist das Kind alsbald verstorben.
Weißensee. (O.-B.) Einige Herren aus dem Kriegsministerium besichtigten dieser Tage die Lachsräucherei und Fischkonservenfabrik von Max-Steinke in der Gäblerstraße. In Begleitung der Herren Bürgermeister Dr. Woelck und Beigeordneter Dr. Klamroth ließen sich die Herren ... über zwei Stunden lang eingehend durch den ganzen Betrieb führen. Die Herren waren erstaunt über die mustergültigen Einrichtungen des bedeutenden Betriebes.
Der Kreisausschuß des Kreises Niederbarnim. Dr. Busch.
Donnerstag, den 19. Februar 1914 (Nr. 42), Anzeigen [2]
Saathafer, Ligower, 2. Abssat, pro Zentner 9 Mark, hat abzugeben Rittergut Mehrow, Post Ahrensfelde bei Berlin, Teleph. Neuenhagen 14.
Sonntag, den 22. Februar 1914 (Nr. 45), Amtliche Beilage, gekürzt [2]
Den Geschäftsplan zur Musterung der Militärpflichtigen im Kreise Niederbarnim für 1914 bringe ich nachstehend zur öffentlichen Kenntnis und veranlasse die Magistrate, Gemeinde- und Guts-Vorstände des Kreises, alle in ihren Bezirken aufhaltsamen Militärpflichtigen, welche noch keine endgültige Entscheidung über ihr Militärverhältnis erhalten haben und von der Gestellung zur Musterung nicht ausdrücklich entbunden sind, an den bezeichneten Tagen, morgens 7½ Uhr, der Königlichen Ersatz-Kommission vorzustellen. ...
Berlin, den 23. Januar 1914,
der Königlichen Ersatzkommissionen der Aushebungsbezirke Niederbarnim I und II.
A. Geschäftsplan für die Musterung der Militärpflichtigen des Aushebungsbezirks Niederbarnim I.
B. Geschäftsplan für die Musterung der Militärpflichtigen des Aushebungsbezirks Niederbarnim II.
Bernau, im Restaurant „Elysium“.
Am Montag, den 2. März 1914. ... aus den Ortschaften: ... Lindenberg.
Berlin-Weißensee im Schloßrestaurant, Berliner-Allee 205-210.
Altlandsberg im Restaurant „Schützenhaus“.
Am Sonnabend, den 14. März 1914. ... aus den Ortschaften: Ahrensfelde, ..., Eiche, Altlandsberg Stadt mit Gut und Amt, ..., Mehrow Gemeinde und Gut, ...
Am Montag, den 16. März 1914. ... aus den Ortschaften: Blumberg Gemeinde und Gut, ..., Hellersdorf mit Wuhlgarten, ...
Am Dienstag, den 17. März 1914. ... aus den Ortschaften: Hönow, ...
Kalkberge im Restaurant „Glückauf“.
Friedrichshagen im Restaurant „Eiskeller“, Friedrichstraße 96/97.
Am Freitag, den 27. März 1914. ... aus den Ortschaften: ..., Dahlwitz Gemeinde und Gut; ...
Berlin-Oberschöneweide im Restaurant „Krug zum grünen Kranze“ ..., Waldstraße 73/74.
Berin-Friedrichsfelde im Schloßrestaurant, Wilhelmstraße Nr. 17a.
Am Sonnabend, den 4. April 1914. ... aus den Ortschaften: Biesdorf Gemeinde und Gut und Kaulsdorf.
Am Montag, den 6. April 1914. ... aus den Ortschaften: Mahlsdorf Gemeinde und Gut.
Am Dienstag, den 7. April 1914. ... aus den Ortschaften: Falkenberg Gemeinde und Gut, Marzahn, Wartenberg Gemeinde und Gut, ...
Donnerstag, den 26. Februar 1914 (Nr. 48), Anzeigen, gekürzt
Nüchterner, verheirateter Pferdeknecht mit Frau oder erwachsenen Kindern als Hofegängern zum 1. April bei gutem Lohn gesucht.
Dominium Blumberg, Bez. Potsdam.
Freitag, den 27. Februar 1914 (Nr. 49), Kreis-Nachrichten
Altlandsberg. Die Frau des Hausdieners Hoffmann aus Berlin sprang mit ihrem 5 jährigen Kinde an der Stelle, wo das Freibad ist, in den Bötzsee. Der Vorgang war von einigen Männern beobachtet worden und von diesen wurden sofort Rettungsversuche eingeleitet. Es gelang, beide Personen aus dem Wasser zu holen. Beide lebten noch, doch starb die Frau auf dem Transporte, während das Kind das Bad überstanden zu haben scheint.
Sonntag, den 1. März 1914 (Nr. 51), Amtlicher Teil [1]
Sonntag, den 1. März 1914 (Nr. 51), Anzeigen [2]
Arbeiterwohnung (Stube, Kammer, Küche) zum 1. April zu vermieten.
Adolf Juert, Blumberg (Bez. Potsdam).
Donnerstag, den 5. März 1914 (Nr. 54), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Weißensee. In der Nacht zum Dienstag ist die katholische Kirche St. Joseph hierselbst von Einbrechern heimgesucht worden. Die Diebe schnitten die Bleiverglasung eines nach der Schulseite gelegenen Fensters aus und stiegen durch die Oeffnung in die Sakristei. Hier erbrachen sie die Behälter, in denen die wertvollen Kirchengeräte aufbewahrt werden. Sie stahlen zwei große Leuchter, ferner drei goldene Kelche. Außerdem schraubten sie die im Tabernakel befindliche Monstranz auseinander und nahmen die kostbaren Teile mit; eine kleinere Monstranz, die auch großen Wert hat, entwendeten sie. ...
Mittwoch, den 11. März 1914 (Nr. 59), Kreis-Nachrichten
Altlandsberg. Tödlich verunglückt ist der Kutscher Rahn vom Gute Paulshof, als er in der Amtsfreiheit neben dem beladenen Wagen herging. Er glitt wahrscheinlich aus, kam zu Fall und wurde von dem Wagen noch ein Stück geschleift. Der hinzukommende Arzt konnte nur noch den Tod des jungverheirateten Mannes feststellen.
Freitag, den 13. März 1914 (Nr. 61), Anzeigen [2]
Kaiserkrone-, Rosen- und Nierenkartoffeln (zur Saat) hat abzugeben
Ad. Thürling, Mehrow b. Ahrensfelde.
Prima Saathafer (per Ztr. 9 M.), 1. Absaat Strube-Schlanstädt, verkauft Noack, Blumberg.
Roßwerk, Beerbaum Nr. 2, 1 Jahr in Betrieb, verkauft Noack, Blumberg.
Sonnabend, den 14. März 1914 (Nr. 62), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Bekanntmachung. [Kreistagssitzung am 24. Februar] ...
Der Kreistag beschloß, die Strecke der Kreischaussee Berlin-Strausberg in Marzahn und in Seeberg mit Reihenpflaster auszubauen. ...
Zu Vertrauensmännern zur Auswahl der Schöffen und Geschworenen für das Jahr 1914 wurden gewählt für den ...
Bezirk des Amtsgerichts Altlandsberg: 1. Bauerngutsbesitzer und Amtsvorsteher Grün in Blumberg, 2. früherer Gemeindevorsteher Hörnicke in Hönow, 3. Gemeindevorsteher Schmäcke in Neuenhagen, 4. Ratmann Zahl in Altlandsberg, 5. Gemeindevorsteher Schreiber in Seefeld; ...
Sonnabend, den 14. März 1914 (Nr. 62), Anzeigen [2]
Lindenberg. Sonntag, den 15. d. Mts.: Groß. Bockbierfest mit Verlosung,
wozu ergebenst einladet H. Huwe, Gastwirt.
Sonntag, den 15. März 1914 (Nr. 63), Amtlicher Teil [2]
Unter dem Schweinebestande des städtischen Gutes Hellersdorf ist die Schweinepest festgestellt worden.
Ahrensfelde, den 12. März 1914.
Dienstag, den 17. März 1914 (Nr. 64), Kreis-Nachrichten [2]
Ahrensfelde. (O.-B.) Vor einigen Tagen fanden hier die Wahlen zur Gemeindevertretung statt. Trotz der größten Anstrengung ist es den Sozialdemokraten nicht gelungen, in der 3. Abteilung die beiden Mandate zu erobern. Es wurden gewählt in der 3. Abteilung Schmiedemeister G. Albrecht und Stellmachermeister R. Krüger; in der 2. Abteilung Gutsbesitzer Gustav Wegener; in der 1. Abteilung Rentier J. Dittrich. - Am 14. d. Mts. fand eine Gemeindevertreterversammlung statt. Der Voranschlag für 1914 wurde mit einer Einnahme sowie mit einer Ausgabe von 24730,50 M. genehmigt.
Blumberg. (O.-B.) Ein Reiterstandbild des Leutnants Otto von Arnim, Roß und Reiter mit einem Drachen kämpfend (wohl bildlich den Tod vorstellend), ist im hiesigen Gräflichen Park auf einem dazu geeigneten Platz errichtet worden. Das Denkmal ist aus sächsischem Sandstein gefertigt, es befindet sich auf einem 2,40 Meter hohen Unterbau aus gleichem Material. Der Standort ist etwa elf Meter von der Chaussee Berlin-Freienwalde. Das Denkmal trägt auf der Vorderseite, also nach der Chaussee zu, folgende Inschrift: „Als erster im Kampfe für Deutschlands Befreiung fiel hier auf heimatlicher Erde ein treuer Sohn der Mark Otto von Arnim a. d. H. Sukow am 18. Februar 1813. Ex Radice Robor.“ - Die Inschrift auf der Rückseite hat folgenden Wortlaut: „Dieses Denkmal setzte der aus gleichem Geschlecht entsprossene Besitzer von Blumberg 1913.“ Dem gefallenen Leutnant ist im vorigen Jahre auf dem alten Kirchhof zu Werneuchen, wo derselbe beerdigt ist, ebenfalls ein Denkstein gesetzt worden.
Weißensee. (O.-B.) Der Friedhof der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Addas Jisröel in der Falkenbergerstraße, sowie der daneben liegende Friedhof der Evangelischen Kirchen-Gemeinde wurde, wahrscheinlich in der Nacht zum Sonntag, von Spitzbuben heimgesucht. Die Diebe haben von mehreren Grabstellen bronzene Ketten und Rosetten, sowie die an den Wänden einzelner Erbbegräbnisse eingelassenen Verzierungen aus Kupfer und Messing losgelöst und mitgenommen. Nach Feststellung der Kriminalpolizei müssen mehrere Personen als Täter in Frage kommen.
Freitag, den 20. März 1914 (Nr. 67), Kreis-Nachrichten [2]
Biesdorf. In Biesdorf-Süd wird am 1. April eine Posthilfstelle mit Telegraphenbetrieb und öffentlicher Fernsprechstelle unter der Bezeichnung Biesdorf bei Berlin-Süd eröffnet werden.
Mittwoch, den 25. März 1914 (Nr. 71), Amtlicher Teil
Der Schmiedemeister Paul Schmidt in Mahlsdorf ist als Schiedsmannsstellvertreter für den 6. Schiedsmannsbezirk des Kreises Niederbarnim auf eine dreijährige, vom 30. März 1914 bis zum 29. März 1917 laufende Amtsperiode verpflichtet worden.
Der Rentier Eduard Micha in Hoppegarten ist als Schiedsmann für den 7. Schiedsmannsbezirk des Kreises Niederbarnim auf eine dreijährige, vom 16. März 1914 bis zum 15. März 1917 laufende Amtsperiode verpflichtet worden.
Freitag, den 27. März 1914 (Nr. 73), Amtlicher Teil
Wegen Umpflasterung wird die Dorfstraße in Mehrow für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Ahrensfelde, den 24. März 1914.
Sonnabend, den 28. März 1914 (Nr. 74), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Die Frühjahrs-Kontroll-Versammlungen 1914 [der Reservisten und Wehrleute der Garde- und Provinzialtruppen und der Marine, Jahresklasse 1913-1901 sowie der Reservisten, Jahresklasse 1913-1901] werden im Kreise Niederbarnim wie folgt abgehalten:
Kontroll-Versammlungsort: Marzahn (Gasthof Drenske)
Waffengattung: [sh. oben], Tag: 2. April
Aus den Ortschaften: Marzahn mit Bürknersfelde, Ahrensfelde mit Neu-Ahrensfelde, Eiche, Falkenberg, Hellersdorf mit Wuhlgarten, Wartenberg.
Kontroll-Versammlungsort: Alt-Landsberg (Schützenhaus)
Waffengattung: [sh. oben], Tag: 3. April
Aus den Ortschaften: Alt-Landsberg Stadt mit Forsthaus Alt-Landsberg, Baufelde, Paulshof, Berliner Mühlen, ..., Hönow, Krummensee, Mehrow mit Trappenfelde, ...
Kontroll-Versammlungsort: Friedrichshagen (Restaurant Schlicke, Friedrichstr. 96/97)
Waffengattung: [sh. oben], Tag: 8. April
Aus den Ortschaften: Friedrichshagen mit Hirschgarten und Neu-Kamerun, Forstgutsbezirk Cöpenick-Forst, Dahlwitz mit Heidemühle, Hoppegarten, Kiekemal und Ravensteinmühle, ...
Kontroll-Versammlungsort: Berlin-Friedrichsfelde (Schloßrestaurant, Wilhelmstr. 17)
Waffengattung: [sh. oben], Tag: 17. April
Aus den Ortschaften: Berlin-Friedrichsfelde mit Völkers Ausbau und Karlshorst, Kaulsdorf, Mahlsdorf, Biesdorf
Kontroll-Versammlungsort: Bernau (Kaisergarten Stöwe)
Waffengattung: [sh. oben], Tag: 28. April
Aus den Ortschaften: Bernau mit Birkbusch, ..., Blumberg und Elisenau, Börnicke mit Helenenau, Thaerfelde, Lindenberg, ...
Sonnabend, den 28. März 1914 (Nr. 74), Kreis-Nachrichten
Blumberg. (O.-B.) Kürzlich wurde am Billettschalter des hiesigen Bahnhofes ein falsches Fünfmarkstück in Zahlung gegeben. Die Fälschung wurde nicht sogleich erkannt und der Verausgaber kam unbehelligt davon. Die Prägung des Geldstückes - sowohl Kopf- als Wappenseite - ist recht deutlich. Die Unechtheit ist aber bei einiger Aufmerksamkeit sofort wahrzunehmen. Das Geldstück fühlt sich fettig an, ist bedeutend, beinahe 10 g. leichter als ein richtiges und der Rand erscheint abgenutzt, es sind von der Randumschrift nur einzelne Buchstaben zu erkennen. Das Falschstück trägt die Jahreszahl 1906, den Kopf des Königs Otto von Bayern und das Münzzeichen D. Aufmerksamkeit beim Einnehmen von Fünfmarkstücken dürfte daher am Platze sein.
Dienstag, den 31. März 1914 (Nr. 76), Kreis-Nachrichten
Blumberg. (O.-B.) Bei der hier stattgehabten Gemeindevertreterwahl wurden gewählt: III. Klasse Kossät Friedrich Flöricke und Kossät Wilhelm Flöricke (wiedergewählt); II. Klasse Bauernguts­besitzer August Keisdorf (neugewählt); I. Klasse Bauerngutsbesitzer Heinrich Ebel, bisher in der II. Klasse, jetzt in der I. Klasse. Die Beteiligung der Wähler, besonders die der III. Klasse, war wenig rege, es wählten in dieser Klasse von 157 eingetragenen Wählern nur 5.
Donnerstag, den 2. April 1914 (Nr. 78), Kreis-Nachrichten [2]
Hönow. (O.-B.) Am 17. April d. Js. werden es 25 Jahre, daß der Lehrer Herr Lübke die hiesige Lehrer- und Küsterstelle übernommen hat. Von der Gemeinde wird an diesem Tage eine Jubiläumsfeier veranstaltet werden.
Lindenberg. (O.-B.) Auch in unserem Orte ist jetzt ein Verein der von Ihrer Majestät der Kaiserin ins Leben gerufenen „Frauenhilfe“ ins Leben gerufen worden. Nachdem der Schriftführer des Verbandes der Niederbarnimer Frauenhilfe, Herr Pfarrer Dr. Krätschell-Heinersdorf, den im Lokale von Reiche hierselbst versammelten Frauen Lindenbergs einen längeren fesselnden Vortrag darüber gehalten hatte, was die Frauenhilfe wollte und was sie zum Segen für die Gemeinde wirken könne, meldeten sich sogleich 17 Frauen zum Eintritt. Mit der Wahl des Vorstandes war die Lindenberger Frauenhilfe, deren Mitglieder vorläufig ihre monatlichen Versammlungen im Pfarrhause halten, gegründet. Man darf hoffen, daß die Zahl der Frauen, welche mithelfen wollen, die Liebestätigkeit der Gemeinde zu wecken und zu pflegen, sich noch erheblich vermehren wird.
Sonnabend, den 4. April 1914 (Nr. 80), Amtlicher Teil [2]
Eine Damenuhr in Ahrensfelde gefunden. Meldungen im Amtsbureau.
Ahrensfelde, den 31. März 1914.
Sonnabend, den 4. April 1914 (Nr. 80), Kreis-Nachrichten [2]
Weißensee. Im Schmelzhaus der Lack- und Farben-Fabriken von Warnecke & Böhm in der Gartenstraße 16/17 erfolgte am Donnerstag mittag eine Kesselexplosion, die einen Brand zur Folge hatte. Zwei Arbeiter, die sich in dem Hause aufhielten, konnten sich noch im letzten Moment in Sicherheit bringen. Das Feuer fand an den leicht brennbaren Stoffen reiche Nahrung, so daß in kurzer Zeit das ganze Schmelzhaus in Flammen stand. Die Weißenseer Feuerwehr eilte zu Hilfe und hatte längere Zeit mit den Löscharbeiten zu tun. Das Schmelzhaus ist vollständig ausgebrannt.
Sonnabend, den 4. April 1914 (Nr. 80), Anzeigen [2]
Am Donnerstag, den 2. April d. Js., vormittags 11 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe gute Tochter und Nichte, meine inngigstgeliebte Braut und Cousine Anny Lück im 27. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an
Die trauernden Hinterbliebenen Frau Ida Lück als Mutter. Karl Hache als Bräutigam. Frau Klebsch als Tante. Ernst Hübner als Cousin.
Blumberg, den 3. April 1914.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. April, nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause aus statt.
Sonntag, den 5. April 1914 (Nr. 81), Anzeigen [2]
Sonntag, den 12. April 1914 (Nr. 86), Amtlicher Teil, gekürzt [1]
Polizei-Verordnung zur Erhaltung der Ruhe, Sicherheit und Ordnung, insbesondere zum Schutze der Personen und des Eigentums.
Sonntag, den 12. April 1914 (Nr. 86), Kreis-Nachrichten [2]
Altlandsberg. Eine Anzahl Gräber aus der Slawenzeit, deren Alter auf 3000 bis 4000 Jahre geschätzt wird, hat Dr. Kiekebusch auf dem Gutshofe Paulshof bei Altlandsberg gefunden. Schon früher konnte der Forscher einige Gräber freilegen, und es ist ihm gelungen, abermals 30 aufzudecken. Die Gesamtzahl der gefundenen Gräber beträgt bereits mehr als 100. In vielen Gräbern befanden sich gut verzinkte Urnen und Schmuckgegenstände.
Mittwoch, den 15. April 1914 (Nr. 87), Anzeige, gekürzt
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied nach schwerem Leiden am 12. April meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, meine liebe Schwester und Schwägerin
Martha Juert, geb. Keisdorf,
im 49. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt an
Georg Juert, Gemeindevorsteher nebst Kindern.
Blumberg, den 14. April 1914.
Sonntag, den 19. April 1914 (Nr. 91), Anzeigen [2]
Saat-Kartoffeln, Original Daber Nachbau, á Ztr. 2,- M. verkauft A. [?] Hübner, Lindenberg.
Reiche, Gastwirt. Lindenberg bei Berlin.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meiner innigst geliebten Frau, unserer guten Mutter und Schwester Frau Martha Juert geb. Keisdorf sagen wir unsern herzlichsten Dank.
Blumberg, im April 1914. Die trauernden Hinterbliebenen.
Dienstag, den 21. April 1914 (Nr. 92), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Hönow. (O.-B.) Am Freitag, den 17. April feierte unsere Gemeinde ein selten schönes Fest; war doch Herr Lehrer Lübke an diesem Tage 25 Jahre in unserm Dorfe tätig. ... Im Anschluß an diese Feier brachte der Kriegerverein und eine große Schar am frühen Morgen des 18. April seinem lieben Kameraden, noch dem einzigen braven Düppelstürmer in unserem Dorfe, der dabei eine Verwundung erhielt, Herrn Damerow, in kurzer ernster dankbarer Ehrung zur 50. Wiederkehr jenes Tages herzlichen Dank und Glückwunsch entgegen.
Donnerstag, den 23. April 1914 (Nr. 94), Amtlicher Teil, gekürzt
Auf Grund des § 5 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 und des § 62 der Kreisordnung vom 13. Dezember 1872, ... wird unter Zustimmung des Amtsausschusses für den Amtsbezirk Ahrensfelde folgende Polizei-Verordnung erlassen:
§ 1. Jeder hierzu durch Observanz verpflichtete Eigentümer ist verpflichtet, den Straßendamm sowie den Rinnstein und Bürgersteig nach Maßgabe folgender Vorschriften zu reinigen.
§ 2. Die Reinigung (§ 1) hat allwöchentlich einmal zu geschehen, und zwar am Sonnabend ... Der zusammengebrachte Schmutz ist noch am gleichen Tage bis abends 8 Uhr fortzuschaffen.
§ 3. Bei Schneefall sind die Bürger- und Fußsteige in einer Breite von mindestens 1 Meter vom Schnee sofort zu säubern. ... Diese Arbeiten sind, sofern ihre Notwendigkeit während der Nacht eingetreten ist, bis morgens 8 Uhr auszuführen. ... Bei Eintritt von Tauwetter ist dem Wasser nach Möglichkeit Abfluß zu verschaffen, namentlich dem Ansammeln desselben auf den Bürgersteigen und in den Rinnsteinen rechtzeitig vorzubeugen.
§ 4. Hat ... ein anderer ... durch schriftliche oder protokollarische Erklärung die Ausführung der Reinigung übernommen, so ist er zur Reinigung öffentlich rechtlich verpflichtet. ...
§ 5. Das Ausschütten von Flüssigkeiten, sowie das Hinauswerfen von festen Körpern und Unrat jeglicher Art auf die Straßen, Fußsteige und öffentlichen Plätze ist verboten. ... Außerdem ist jede andere Verunreinigung der Straßen und Straßenwinkel, der öffentlichen Gebäude, Bewehrungen, Fußsteige und Brücken, sowie der öffentlichen Gewässer usw. verboten. Das Abladen von Bauschutt auf ungepflasterten Straßen ist nur mit Genehmigung des Ortsvorstehers gestattet.
§ 6. In die Straßenrinnsteine, Gräben und auf die Straßen dürfen außer Niederschlagsgewässern Flüssigkeiten keiner Art gegossen oder geleitet werden.
§ 7. Das Fahren, Reiten, Karren, Viehtreiben und -leiten auf den Fußwegen ... ist verboten.
§ 8. Das Aufstellen von Fuhrwerken, Schlitten, Ackergerätschaften, sowie das Lagern anderer Materialien auf den Straßen, Fußsteigen und öffentlichen Plätzen ist verboten, unter allen Umständen aber über Nacht. ...
§ 9. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden ... mit Geldbuße bis 9 Mark, an deren Stelle im Unvermögensfalle eine verhältnismäßige Haft tritt, bestraft.
§ 10. Vorstehende Polizei-Verordnung tritt am Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Zugleich wird die den gleichen Gegenstand regelnde Polizei-Verordnung vom 15. April 1897 aufgeboben.
Ahrensfelde, den 17. April 1914.
Unter den Pferden des Landwirts Fritz Baurath in Lindenberg ist Influenza (Brustseuche) ausgebrochen und amtstierärztlich festgestellt. Das Gehöft ist gesperrt.
Malchow bei Berlin, den 20. April 1914.
Der Amts-Vorsteher von Plessentin.
Sonnabend, den 25. April 1914 (Nr. 96), Kreis-Nachrichten
Blumberg. (O.-B.) Vor einigen Tagen ereignete sich auf der Chaussee zwischen Blumberg und Ahrensfelde ein recht bedauerlicher Automobilunfall. Ein der Firma „Warenhaus Tietz“ gehöriger Geschäfts-Kraftwagen fuhr von Ahrensfelde nach Blumberg. Der Führer hatte zwei Mädchen zum Mitfahren auf sein Fahrzeug genommen; Der Platz war nun beengt, deshalb stellte sich der Austräger, ein in hiesiger Gegend allgemein bekannter und beliebter Mann, auf das Trittbrett des Wagens. Der Wagen bekam plötzlich das Schleudern, streifte einen Baum und der auf dem Trittbrett stehende Mann schlug mit voller Wucht mit dem Kopf gegen den Baum, dabei wurde ihm der Schädel zertrümmert. Der Tod war sofort eingetreten. Auch die beiden jungen Mädchen haben erhebliche Verletzungen davongetragen, während der Wagenführer unverletzt davon kam.
Dienstag, den 28. April 1914 (Nr. 98), Anzeige
Einer Festlichkeit wegen bleibt mein Lokal am 30. d. Mts., von 12 Uhr ab geschlossen.
Mittwoch, den 29. April 1914 (Nr. 99), Kreis-Nachrichten [2]
Blumberg. (O.-B.) In unserem so idyllisch gelegenen Orte wird auch in diesem Jahre wieder eine Neuanlage geschaffen, welche unseren Blumbergern wahrlich nicht zum Nachteil gereichen wird. Der hier ansässige Graf Adolf von Arnim läßt sein schon lange Zeit bestehendes Schloß in großem Stile umbauen. Der Neubau wird ein Schmuck für den Ort - ja für das ganze Landschaftsbild - werden. Graf Arnim stellt in liebenswürdiger Weise seinen das Schloß umgebenden Park dem Publikum für Spaziergänge usw. zur Verfügung. Fremde müssen sich allerdings vorher bei dem Schloßgärtner Paul Fischer melden, welcher gern bereit ist, die für jeden einzelnen genehmsten Partien vorzuschlagen. Eintrittsgelder werden nicht erhoben. Die am Orte befindlichen Gastwirtschaften stehen in Bezug auf Verpflegung und andere leibliche Bedürfnisse nicht hinter denen anderer Vororte zurück. Ein Besuch unseres Dorfes lohnt in jeder Beziehung.
Donnerstag, den 30. April 1914 (Nr. 100), Anzeigen [2]
Habe allerlei Gemüse-Pflanzen billig abzugeben. Schumann, Lindenberg.
Ferkel sind zu verkaufen Lindenberg, Dorfstraße 12.
Freitag, den 1. Mai 1914 (Nr. 101), Amtlicher Teil, gekürzt [1]
Bestätigt wurden: Der Bäckermeister Albert Lindemann als Schöffe der Gemeinde Biesdorf; ...
Sonnabend, den 9. Mai 1914 (Nr. 108), Amtlicher Teil [2]
Die Kreischaussee von Hönow nach Seeberg wird vom 11. bis 23. Mai d. Js. wegen Neuschüttens der Steinbahn für Fuhrwerke gesperrt.
Mittwoch, den 13. Mai 1914 (Nr. 111), Kreis-Nachrichten
6 Wochen alte Ferkel und 2 echte junge Bernhardiner Hunde gibt ab
Eckelt, Lindenberg, Clarahöh.
Freitag, den 15. Mai 1914 (Nr. 113), Kreis-Nachrichten
Altlandsberg. Herrn Albert Braedickow und Frau, welche ihre goldene Hochzeit feierten, wurde vom Kaiser die goldene Ehemedaille verliehen.
Sonnabend, den 16. Mai 1914 (Nr. 114), Amtlicher Teil [1]
Mittwoch, den 20. Mai 1914 (Nr. 117), Amtlicher Teil
Liste der wegen Kontraktbruchs zu ermittelnden Personen
Lfd. Nr. Zu- und Vorname der gesuchten Personen. Tag und Jahr der Geburt (Alter) ... Heimatsort, Heimatsland. Letzte Arbeitsstätte. Nummer, Farbe der Legitimationskarte...
1 Mudryk, Piotr 1855 Oesterreich Rittergut Mehrow Nr. 593258, rot
2 Ladunec, Zofia 1889 " " Nr. 574093, rot
3 Mudryk, Marya 1889 " " Nr. 593259, rot
4 Korostynski, Nikolay 26 Jahre alt Rußland " weiße Karte
5 Panasiuk, Izydor 10.5.1883 " " "
6 Pradun, Wasyl 9.3.1885 " " "
Behörde, der im Falle der Ermittelung Nachricht zu geben ist: Landratsamt Niederbarnim
Verfügung, die bei der Mitteilung der Ermittelung anzugeben ist: L I. 6145
Sonntag, den 24. Mai 1914 (Nr. 120), Amtlicher Teil [2]
Die Kreischaussee von Lindenberg bis Schwanebeck wird vom 25. Mai d. Js. bis auf weiteres wegen Ausbesserung des Pflasters für Fuhrwerke gesperrt.
Dienstag, den 26. Mai 1914 (Nr. 121), Anzeigen [2]
Für die herzliche Teilnahme an der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters August Giese sagen wir unsern herzlichsten Dank: zunächst Sr. Hochehrwürden, dem Herrn Pastor Ramin für die kurzen, erbaulichen, der Situation entsprechenden Worte, mit denen er das Leben des Dahingeschiedenen charakterisierte, sodann dem „Landwehrverein Eiche“ für die Ehren, mit denen er sein Mitglied zur letzten Ruhe bestattete. Allen Teilnehmern herzlichen Dank.
Eiche, im Mai 1914.
Sonntag, den 30. Mai 1914 (Nr. 125), Anzeigen [2]
Sonnabend, den 6. Juni, nachmittags 5 Uhr sollen im Hörnick'schen Gasthof zu Hönow die Aepfel und Kirschen
Hönow, den 26. Mai 1914.
F. Dotti, Chaussee-Kommissar.
Sonntag, den 31. Mai 1914 (Nr. 126), Anzeige
2. und 3. Pfingstfeiertag: Große Tanzmusik, wozu ergebenst einladet H. Huwe, Gastwirt.
Mittwoch, den 3. Juni 1914 (Nr. 127), Kreis-Nachrichten [2]
Weißensee. (O.-B.) Zur Begrüßung des Kaisers, der am Mittwoch den 17. Juni, vormittags zwischen 8-9 Uhr durch die Berliner Allee und Falkenberger Straße zur Einweihung des Großschiffahrtsweges Stettin-Berlin fahren wird, werden die hiesigen Schulen und Vereine Spalier bilden. Die Kriegervereine werden am Denkmal Kaiser Wilhelms des Großen Aufstellung nehmen.
Mittwoch, den 10. Juni 1914 (Nr. 133), Anzeige
Nicht heiraten od. verloben, bev. Sie sich üb. zuk. Person, Familie, Mitgift, Ruf, Vorleben ec. genau inform. hab. Diskr. Spezialauskünfte beschafft überall billigst „Phönix“, Welt-Auskunftei und Detektiv-Institut, Berlin W. 35
Donnerstag, den 18. Juni 1914 (Nr. 140), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Im Monat Mai 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Der Königliche Landrat I. A.: von Scheller, Regierungsassessor.
ab 4.5.; Großwendt, Reinhold; Gastwirt; Dahlwitz
ab 15.5.; Koeppe, Friedrich; Regierungssekretär; Mahlsdorf
ab 25.5.; Grunow, Emil; Landwirt; Kaulsdorf
Donnerstag, den 18. Juni 1914 (Nr. 140), Amtlicher Teil, gekürzt [1]
Blumberg. Am heutigen Mittwoch nachmittag ¼3 Uhr fuhr Se. Majestät der Kaiser, im offenen Automobil von Eberswalde kommend, durch unseren Ort. Die freiwillige Feuerwehr und der Kriegerverein sowie die Schulkinder bildeten Spalier. Se. Majestät wurde mit brausenden Hochrufen empfangen. Der Kaiser hielt an und ließ sich mit einigen Kindern in ein kurzes Gespräch ein, sodann fuhr er in langsamem Tempo in der Richtung nach Berlin weiter.
Sonntag, den 21. Juni 1914 (Nr. 143), Anzeigen [2]
Heute früh um 9 Uhr erlöste der allmächtige Gott meine geliebte Frau Emilie Brunow geb. Möser von ihren vielen und schweren, mit großer Geduld getragenen Leiden durch einen sanften Tod.
Der trauernde Wittwer Franz Brunow.
Ahrensfelde b. Berlin, den 19. Juni 1914.
Die Beerdigung findet am Montag, den 22. Juni, nachmittags 4½ Uhr vom Trauerhause aus statt.
Sonntag, den 21. Juni 1914 (Nr. 143, Beilage), Kreis-Nachrichten
Bernau. Ein Flugzeug (Doppeldecker) überflog heute vormittag bald nach 8 Uhr in ziemlicher Höhe unsere Stadt, trotzdem konnte man das Surren der Propeller deutlich hören. Das Flugzeug kam aus der Richtung von Eberswalde, es befand sich anscheinend auf der Fahrt nach Berlin.
Mittwoch, den 24. Juni 1914 (Nr. 145), Kreis-Nachrichten [2]
Weißensee. (O.-B.) Das Säuglingskrankenhaus wurde am Sonntag von dem Wirklichen Geh. Staatsrat, Exzellenz Dr. v. Rauchfuß, Leiter und dirigierender Arzt des großen Kinderospitals in St. Petersburg besichtigt. ...
Mittwoch, den 24. Juni 1914 (Nr. 145), Anzeigen [2]
Am 21. Juni d. Js., abends 7¼ Uhr verschied nach langem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, der Bauerngutsbesitzer August Müller im 65. Lebensjahre.
Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an Emilie Müller geb. Müller. Richard Müller.
Ahrensfelde den 21. Juni 1914.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. Juni, nachmittags 2½ Uhr vom Trauerhause aus statt.
Donnerstag, den 25. Juni 1914 (Nr. 146), Amtlicher Teil [1]
Donnerstag, den 25. Juni 1914 (Nr. 146), Kreis-Nachrichten
Blumberg. (O.-B.) In der Nacht vom 22. zum 23. Juni wurde im hiesigen Ort ein Einbruch­diebstahl verübt. Es wurden bei dem Schuhmachermeister Rudolf Meier zwei Fahrräder erbeutet (ein Herren- und ein Damenrad). Der Einbrecher schlug eine Fensterscheibe entzwei, stieg dann in den Aufbewahrungsraum der Räder hinein, öffnete die verschlossene Tür von innen mittels eines Zimmermannsstemmeisens und verschwand mit den Rädern, nachdem er einen an einem Rade befindlichen Karton - Schuhwaren enthaltend - gelöst hatte; den Karton hat er nicht mitgenommen. Der Spitzbube muß also viel Zeit gehabt haben und nicht gestört worden sein. Es ist anzunehmen, daß der Mensch mit den örtlichen Verhältnissen bei Meier vertraut war, zumal in der Nähe des Tatortes sich ein ziemlich scharfer Hund auf dem Hofe befand. Der Täter ließ ein Zimmermanns­stemmeisen und ein auf die Umfriedung des Gehöftes gehängtes Jackett zurück. Die Ermittelungen nach dem Täter werden eifrig betrieben.
Freitag, den 26. Juni 1914 (Nr. 147), Anzeigen
Blumberg. Sonntag, den 28. d. Mts. feiert der „Kriegerverein“ sein diesjähriges Heide-Fest,
wozu alle Freunde und Gönner ergebenst eingeladen werden.
Karl Schulze, Gastwirt.
Sonnabend, den 27. Juni 1914 (Nr. 148), Anzeigen [2]
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich allen innigen Dank.
Ahrensfelde, den 25. Juni 1914. Franz Brunow.
Sonntag, den 28. Juni 1914 (Nr. 149), Nichtamtlicher Teil, gekürzt [2]
Die Einweihung des Niederbarnimer Kreiswasserwerks bei Erkner.
Am gestrigen Freitag fand die Einweihung des vom Kreise Niederbarnim erbauten, in der Nähe des Bahnhofs Erkner und des Dämeritzsees belegenen Kreiswasserwerkes statt.
Das Wasserwerk, das mit einem Kostenaufwand von 3,1 Millionen Mark aus Anleihemitteln erbaut worden ist, umfaßt das Gebiet von Alt-Landsberg im Norden bis Erkner im Süden und von Werlsee und Herzfelde im Osten bis Hoppegarten im Westen und wird zunächst 20 Gemeinden im Osten des Kreises mit einwandfreiem Trinkwasser versorgen. Die Brunnengalerie in der Nähe des Dämeritzsees bei Hessenwinkel hat vorläufig acht Tiefbrunnen mit einer Tiefe bis zu 40 Meter. Im Bedarfsfalle kann die Brunnengalerie auf einem 1300 Meter langen Waldstreifen, der sich längs der Bahn nach Wilhelmshagen hinzieht, stark erweitert werden. ... Der Hochbehälter des Wasser­werks befindet sich auf dem Kranichsberg bei Woltersdorf, dem höchsten und zugleich einem der schönsten Punkte des Kreises. Er ist in Beton gewölbt. Die Druckrohre des Wasserwerkes durchziehen in zwei Ringen und in einer Länge von 75 km das ganze Versorgungsgebiet. Die Verteilungsrohre sind insgesamt 122 km lang. Diese Anordnung in zwei miteinander in Verbindung stehenden Ringsystemen schließt eine Unterbrechung der Wasserversorgung durch Rohrbruch aus. Der Antrieb der Pumpen erfolgt auf elektrischem Wege. Die Elektrizität wird aus zwei Zentralen geliefert, nämlich aus Oberschöneweide und von der Märkischen Ueberlandzentrale in Eberswalde. ...
Dienstag, den 30. Juni 1914 (Nr. 150), Anzeige [2]
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die überaus zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters August Müller sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders dem Herrn Pfarrer Benecke für die trostreichen Worte sowie Herrn Lehrer Lehmann für den erquickenden Gesang unsern innigsten Dank.
Ahrensfelde, im Juni 1914. Die Hinterbliebenen.
Mittwoch, den 1. Juli 1914 (Nr. 151), Anzeige
Zielfernrohr in braunem Lederfutteral. Wiederbringer erhält hohe Belohnung.
Mehrow bei Ahrensfelde. Förster Kunze.
Donnerstag, den 2. Juli 1914 (Nr. 152), Kreis-Nachrichten [2]
Hönow. (O.-B.) Erhängt aufgefunden wurde hier in einem Birkenwäldchen nahe der Zoche der arbeits- und wohnungslose Arbeiter Ernst M. - Der hier berüchtigte Produktenhändler Albert G., dessen Bruder Karl am Himmelfahrtstagmorgen dem Landwirt Richard Döberitz mittels Einbruchs das beste Pferd aus dem Stall stahl, hatte dem Bestohlenen gleichfalls einen Besuch abgestattet, indem er aus der Knechtestube ein Stand Betten im Werte von 100 Mark stahl. G., welcher erkannt wurde, entkam mit seiner Beute, ist jedoch nun bei einem Diebstahl in Berlin festgenommen und hinter Schloß und Riegel gebracht worden.
Der Amts-Vorsteher. I. V. Schmäcke.
Sonnabend, den 4. Juli 1914 (Nr. 154), Amtlicher Teil, gekürzt
..., Der Bauerngutsbesitzer August Keisdorf in Blumberg, Schulstraße 27, ist als Schiedsmanns­stellvertreter für den 32. Schiedsmannsbezirk des Kreises Niederbarnim auf eine vom 11. Mai 1914 bis 10. Mai 1917 laufende Amtsperiode verpflichtet worden.
Sonnabend, den 4. Juli 1914 (Nr. 154), Vermischte Nachrichten [2]
Werneuchen. Einbrecher brachen in einer der letzten Nächte in das Pfarrhaus ein. Den Einbrechern sind, soweit bisher festgestellt werden konnte, drei Medaillen und drei silberne Messer in die Hände gefallen.
als Vertreter der Arbeitgeber [insges. 3]: 3. Oberinspektor Hochheimer, Hoppegarten
I. V.: Dr. Bormann, Regierungsassessor.
für die Genehmigung und Beaufsichtigung von Neubauten, Umbauten und anderen baulichen Herstellungen im Amtsbezirk Neuenhagen (Ostbahn). ...
Mittwoch, den 8. Juli 1914 (Nr. 157), Anzeigen [2]
Sonnabend, d. 11. d. Mts. vormittags 10 Uhr soll die Obstnutzung am Mehrow-Altlandsberger und am Wege von der Mehrow-Ahrensfelder Chaussee nach dem Blumberger Wege öffentlich meistbietend gegen Barzahlung im Gutsbureau verpachtet werden.
Bestätigt: ...; Der Eigentümer Karl Springborn als Hilfsgemeindediener der Gemeinde Kaulsdorf.
Dienstag, den 14. Juli 1914 (Nr. 162), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Im Monat Juni 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Der Königliche Landrat I.A.: Dr. Bormann, Regierungsassessor.
ab 23.6.; Wittenberg, Henri; Rennstallbesitzer; Hoppegarten
Dienstag, den 14. Juli 1914 (Nr. 162), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Bernau. Im Interesse sowohl der Arbeitgeber als auch der Versicherten wird die Allgemeine Ortskrankenkasse Niederbarnim mit dem 15. Juli 1914 sogenannte Berechtigungsscheine ein­führen. Diese Scheine werden von den Arbeitgebern den erkrankten Mitgliedern zur Inanspruch­nahme der Kassenärzte ausgestellt. ... Die vom Arzt arbeitsunfähig erklärten Kassenmitglieder haben den vom Arzt vollzogenen Berechtigungsschein innerhalb von 24 Stunden an die Geschäftsstelle der Kasse in Berlin NW. 40, Friedrich-Karl-Ufer 6 einzureichen. Von dieser wird ein Hauskrankenschein ausgestellt und dem Erkrankten per Post zugesandt. Mit Ablauf der Arbeitswoche hat sich das arbeitsunfähige Mitglied von dem ihn behandelnden Arzt die Dauer der Arbeitsunfähigkeit auf dem in seinen Händen befindlichen Hauskrankenschein bescheinigen zu lassen und diesen ... unverzüglich an die obengenannte Geschäftsstelle einzureichen, worauf die Anweisung zur Zahlung des Krankengeldes durch die örtlich zuständige Zahlstelle am nächsten Zahltage (Freitag) erfolgt. ... Gleichzeitig wird ein neuer Hauskrankenschein ausgehändigt. ...
Mittwoch, den 15. Juli 1914 (Nr. 163) Anzeige
Rittergut Mehrow (Post Ahrensfelde bei Berlin)
sucht sofort für Vorwerk Trappenfelde 4 Arbeiter-Familien mit Hofgängern bei hohem Lohn.
Die Gutsverwaltung, Noack, Administrator.
Donnerstag, den 16. Juli 1914 (Nr. 164), Kreis-Nachrichten [2]
Bernau. Am Sonntag, den 12. Juli fand, vom herrlichsten Wetter begünstigt, im überaus festlich geschmückten Werneuchen, das Bezirksturnfest vom Bezirk I des Südbarnimer Turngaues statt. Mit diesem Fest verband der Männer-Turn-Verein in Werneuchen sein 50. Stiftungsfest und die Weihe der von einem Mitbürger gestifteten kostbaren Fahne. ...
Freitag, den 17. Juli 1914 (Nr. 165), Amtlicher teil [2]
Die am 22. Mai d. Js. angeordnete Sperre der Kreischaussee von Lindenberg bis Schwanebeck wird hierdurch aufgehoben.
Bei einem verendeten, dem Gastwirt Wilhelm Dubick in Ahrensfelde gehörenden Schweine ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 14. Juli 1914.
Sonnabend, den 18. Juli 1914 (Nr. 168), Vermischte Nachrichten, gekürzt [2]
Johannisthal. Die hiesigen Flugzeug-Fabriken beschäftigen etwa 150 Flieger, gut die Hälfte dieser Zahl sind hingegen ohne Stellung. Und es handelt sich dabei um Flieger, die schon gute Flüge hinter sich haben. Zur Steuerung der Not unter den Fliegern wird von einem Flugzeug-Industriellen darauf hingewiesen, daß die meisten der fest angestellten Flieger heute ein Jahreseinkommen von 20000 M. bezögen, das im Anbetracht der Vorbildung der Flieger sehr hoch genannt werden müßte. wenn sie ihre Forderungen auf die Hälfte reduzierten, wäre es der Flugzeug-Industrie möglich, noch einmal so viele Flieger zu beschäftigen. ...
Dienstag, den 28. Juli 1914 (Nr. 174), Kreis-Nachrichten
Bernau. Im Laufe des heutigen Vormittags überflogen wieder zwei Flugzeuge unsere Stadt. Beide Flieger hatten die Richtung nach Eberswalde zu eingeschlagen.
Donnerstag, den 30. Juli 1914 (Nr. 176), Kreis-Nachrichten
Ahrensfelde. Wie verlautet, hält der hiesige Reiterverein sein diesjähriges Bauern-Wettreiten am Sonntag, den 16. August ab.
Sonnabend, den 1. August 1914 (Nr. 178a, Extrablatt), gekürzt
Durch allerhöchste Verordnung ist für Berlin und die Provinz Brandenburg der Kriegszustand erklärt. Die vollziehende Gewalt geht hierdurch auf mich über. ...
Die Zivilverwaltungs- und Gemeindebehörden bleiben in ihren Funktionen, haben aber meinen Anordnungen und Aufträgen Folge zu leisten.
Alle Fremden, welche über den Zweck ihres Aufenthaltes sich nicht gehörig ausweisen können, haben im Falle der Aufforderung durch die Ortspolizeibehörde den in Kriegs­zustand erklärten Bezirk binnen 24 Stunden zu verlassen.
Der Verkauf von Waffen, Pulver und Sprengmitteln an Zivilpersonen ist verboten ...
Wegen der Verpflichtung der Gemeinden zum Ersatz des bei öffentlichen Aufkäufen verursachten Schadens verweise ich auf das Gesetz vom 11. März 1850 ...
Der Oberbefehlshaber in den Marken (L.S.) ...
Sonntag, den 2. August 1914 (Nr. 179a, Extrablatt), gekürzt
Die zum militärischen Nachrichtendienst benutzten Brieftauben tragen die ihnen anvertrauten Depeschen in Aluminiumhülsen, die an den Schwanzfedern oder an den Ständern befestigt sind.
Trifft eine Taube mit Depesche in einem fremden Taubenschlage ein oder wird sie eingefangen, so ist sie ohne Berührung der an ihr befindlichen Depesche unverzüglich, falls eine Fortifikation am Orte, an diese, andernfalls an die oberste Militär- oder Marinebehörde auszuhändigen. ...
Der Landrat. (L.S.)
Sonntag, den 2. August 1914 (Nr. 179), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Chausseehaus-Verkauf.
Das früher zur Chausseegelderhebung verwendete, in Hönow, Kreis Niederbarnim belegene Grundstück, bestehend aus einem zweistöckigen Wohnhaus nebst Vieh- und Holzstall, einem Schuppen, sowie Hofraum und Garten in Größe von 11 ar 65 qm, soll verkauft werden.
Schriftliche Kaufangebote können bis zum 4. August d. Js. ... eingesandt werden.
Zur Entgegennahme mündlicher Kaufangebote ist Termin auf Donnerstag, den 6. August 1914 ... anberaumt worden.
Namens des Kreisausschusses des Kreises Niederbarnim.
Der Vorsitzende, Landrat Dr. Busch.
zur Sicherung des Lebensmittelbedarfs in Groß-Berlin bestimme ich hiermit: Aus dem Gebiet des Zweckverbandes Groß-Berlin wird die Ausfuhr von Mehl und Getreide jeder Art wie von Schlachtvieh und frischem Fleisch verboten, soweit es sich nicht um Lieferungen für Militärbehörden handelt.
Der Oberbefehlshaber in den Marken. gez. von Kessel, Generaloberst.
Sonntag, den 2. August 1914 (Nr. 179a), Extrablatt, Amtlicher Teil, gekürzt [2]
betreffend das Verbot von Veröffentlichungen über Truppen- oder Schiffsbewegungen und Verteidigungsmitteln vom 31. Juli 1914.
Seine Majestät der Kaiser und König haben die Mobilmachung befohlen.
Der 2. August 1914 gilt als erster Mobilmachungstag.
Alle Offiziere, Aerzte, Beamte, Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes haben ihre häuslichen Angelegenheiten zu ordnen und den ihnen bereits ausgehändigten Gestellungs­befehlen Folge zu leisten. ...
Zur Sicherstellung des für die Truppenteile erforderlichen Pferde- und Wagenbedarfs finden im Kreise Niederbarnim ... Aushebungen statt.
Die Pferdebesitzer haben ... die ihnen seitens der Gemeinde- pp. Vorsteher bezeichneten Pferde ... sowie die gleichfalls bezeichneten Wagen, ..., vorzuführen und zwar:
die Ortschaften ... auf dem Berlin-Tegeler Schießplatz an der Chaussee Berlin-Tegel.
..., Lindenberg, ..., Marzahn, Hohenschönhausen, ... in Berlin-Pankow auf dem Gelände an der Galenusstraße gegenüber dem Krankenhause.
... auf dem Rennplatze bei Berlin-Weißensee.
..., Biesdorf Gemeinde und Gut, Kaulsdorf, ..., Hönow, Altlandsberg, ..., Blumberg Gem. und Gut, Ahrensfelde, Mehrow Gemeinde und Gut, Eiche, Mahlsdorf, ..., Hellersdorf, ..., Dahlwitz Gemeinde und Gut, ... in Berlin-Karlshorst auf den von Treskow'schen Stallwiesen gegenüber dem Haupteingange der Rennbahn.
Bernau, ... auf dem Platz am Wasserturm in Bernau.
Königlicher Landrat des Kreises Niederbarnim. (L. S.)
Dienstag, den 4. August 1914 (Nr. 180), Kreis-Nachrichten [2]
Bernau. Wie vom hiesigen Kaiserlichen Postamt mitgeteilt wird, finden jetzt täglich nur zwei Orts-Briefbestellungen statt, und zwar eine um 8.30 Uhr vormittags, die andere um 4 Uhr nachmittags. Die Paketbestellung und die Landbriefbestellung erfolgt täglich nur einmal. ...
Donnerstag, den 6. August 1914 (Nr. 182), Amtlicher Teil, gekürzt
Die Einbringung der Ernte, Ersatz der Erntearbeiter.
Der Verein für soziale Kolonisation Deutschlands E.V., ..., der in Friedenszeiten großstädtische Arbeitslose mit Oedlandsarbeiten beschäftigt, hat ... für den Kriegszustand seine Organisation zur Verfügung gestellt. Er wird gemeinsam mit dem Zentral-Arbeitsamt und dem Arbeitsamt der Landwirtschaftskammer die Erntearbeitervermittlung betreiben. ...
Vom Königl. Preußischen Kriegsministerium wird in Berlin im Gebäude der Kriegsakademie, Dorotheenstr. 48, für die Dauer des Krieges für die Preußische Armee ein Zentralnachweisbureau errichtet. Es erteilt Auskunft über alle verwundeten, gefallenen, vermi0ßten und in Lazaretten behandelten Personen der eigenen Armee. Die gleiche Auskunft erteilt es über die von unseren Truppen gefangen genommenen Angehörigen der feindlichen Armeen. ...
Dienstag, den 11. August 1914 (Nr. 186), Amtlicher Teil [2]
Die am 2. Juli d. Js. angeordnete Sperrung der Kreisstraße in Hönow, Richtung nach Mehrow wird aufgehoben.
Der Landrat des Kreises Niederbarnim Dr. Busch.
Dienstag, den 11. August 1914 (Nr. 186), Kreis-Nachrichten [2]
Weißensee. (O.-B.) Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus vom Roten Kreuz läßt auf dem Gelände des Pferdemarktes ein Barackenlazarett für verwundete Krieger herrichten.
Mittwoch, den 12. August 1914 (Nr. 187), Amtlicher Teil
Nachdem durch Allerhöchste Verordnung der Kriegszustand für Berlin und die Provinz Brandenburg erklärt worden ist, werden die Strafbestimmungen der §§8 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851, welches hiermit in Kraft tritt, in Erinnerung gebracht.
§ 8. Wer in einem im Belagerungszustand befindlichen Orte oder Distrikte der vorsätzlichen Brandstiftung sich schuldig macht, wird mit dem Tode bestraft.
Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann statt der Todesstrafe auf zehn- bis zwanzigjährige Zuchthausstrafe erkannt werden.
Donnerstag, den 13. August 1914 (Nr. 188), Anzeige
Einen Schimmel verkauft Gustav Schumann, Lindenberg.
Freitag, den 14. August 1914 (Nr. 189), Anzeige, gekürzt
Heute vormittag starb infolge Blinddarmentzündung in der Königl. Klinik ... der Bauernguts­besitzer Heinrich Ebel hierselbst im 56. Lebensjahre. Dies zeigt, um stilles Beileid bittend, an
Die tiefbetrübte Witwe Auguste Ebel, geb. Grün.
Blumberg, den 11. August 1914.
Bestätigt: ...; der Schutzmann a. D. Wilhelm Hohenwald in Kaulsdorf als Hilfsamtsdiener für den Amtsbezirk Biesdorf.
Sonntag, den 16. August 1914 (Nr. 191), Kreis-Nachrichten [2]
Bernau. Wie alle sportlichen Veranstaltungen, die für die nächsten Wochen vorgesehen waren, ist nun auch die große Radfernfahrt „Rund um Berlin“, die am 23. August stattfinden sollte, abgesagt worden.
Sonntag, den 16. August 1914 (Nr. 191a, Extrablatt)
Aufforderung zur Gestellung.
Durch allerhöchste Verordnung Seiner Majestät des Kaisers und Königs ist in Verfolgung des Gesetzes betreffend die Aenderung der Wehrpflicht, vom 11.2.1888 (§. 25) die Aufbietung des Landsturms zum Schutze unseres bedrohten Vaterlandes befohlen.
Der erste Landsturmtag ist der 17. August 1914.
Dienstag, den 18. August 1914 (Nr. 192), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Aufruf an die Landwirte.
Die Einbringung der Ernte ist jetzt die wichtigste Aufgabe für alle Deutschen, die nicht dem Feinde gegenüberstehen. Bei den Arbeitsnachweisen haben sich bereits Arbeiter in großer Zahl zur landwirtschaftlichen Arbeit gemeldet. Freiwillige jeden Alters und Standes haben sich als Erntehelfer angeboten. Es gilt jetzt, diese Arbeitskräfte dahin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Ich bitte alle Landwirte, ihren Bedarf an Arbeitskräften sofort ... anzumelden. ...
Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Schorlemer.
In den nächsten Tagen werden Uebungsfahrten deutscher Luftschiffer über der Provinz stattfinden. Auf das Verbot, Luftfahrzeuge zu beschießen, wird erneut auf das entschiedenste hingewiesen.
Oberkommando in den Marken. ...
Donnerstag, den 20. August 1914 (Nr. 194), Amtlicher Teil
Orts-Statut der Landgemeinde Lindenberg. ...
Sonnabend, den 22. August 1914 (Nr. 196), gekürzt [2]
Nach 43 Friedensjahren ist das wehrfähige deutsche Volk dem Ruf seines Kaisers zu den Waffen gefolgt, und im Vertrauen auf Gott und mit dem festen Willen zum Siege in einen Kampf ohnegleichen für Ehre und Bestehen des Vaterlandes hinausgezogen. Jetzt gilt es für die in der Heimat Zurückgebliebenen sich zusammenzuschließen und ihrerseits jeder an seiner Stelle und nach seinen Kräften Hand anzulegen bei den Aufgaben dieser großen Zeit.
Bedeutende Geldmittel sind erforderlich, um die Anforderungen erfüllen zu können, welche zum Wohle der im Felde stehenden Truppen, zur Pflege der Kranken und Verwundeten und zur Linderung häuslicher Not, die gerade unter der Arbeiterbevölkerung des Kreises Niederbarnim zu gewärtigen ist, jetzt an die Freiwillige Liebestätigkeit gestellt werden, deren Organisation für den hiesigen Kreis der unterzeichnete Kreisausschuß in die Hand genommen hat.
Das Vaterland fordert Opfer, laßt sie uns freudig bringen.
Jede, auch die kleinste Summe wird als Beitrag zu dem großen nationalen Werke gegen öffentliche Quittungsleistung im Kreisblatt von der Kommunalkasse, Berlin NW. 40, Friedrich Karl Ufer 5 (Postscheckkonto Berlin 5654) zur Kriegsausschußsammlung entgegengenommen.
Der Kriegsausschuß für den Kreis Niederbarnim.
Dr. Busch, Landrat, Geheimer Oberregierungsrat, Vorsitzender. Frau Geheimrat Busch. von Treskow, Landrat a. D., Berlin-Friedrichsfelde, stellvertretender Vorsitzender. Frau Gräfin Arnim, Blumberg. ... Plath, Superintendent, Biesdorf. ... Frau von Treskow, Dahlwitz. ...
Sonnabend, den 22. August 1914 (Nr. 196), Amtlicher Teil [2]
Die am 15. Juli d. Js. angeordnete Sperre der Kreisstraße in Ahrensfelde (Richtung nach Mehrow) wird hierdurch aufgehoben.
Berlin, den 17. August 1914
Sonnabend, den 22. August 1914 (Nr. 196), Anzeigen [2]
Für die vielen Beweise innigster Teilnahme beim Hinscheiden unseres teuren, unvergeßlichen Ent­schlafenen, des Bauerngutsbesitzers Heinrich Ebel sagen wir hierdurch unsern herzlichsten Dank.
Blumberg, den 20. August 1914
Sonntag, den 23. August 1914 (Nr. 197), Amtlicher Teil, gekürzt
Im Monat Juli 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Berlin, den 17. August 1914.
Der Königliche Landrat, I.A.: Dr. Fromm.
ab 7.7.; Weishaupt; Hauptmann; Hönow
ab 24.7.; von Arnim, Adolf; Graf; Blumberg
ab 24.7.; Müller, Karl; Revierförster; Blumberg (unentgeltlich)
Freitag, den 28. August 1914 (Nr. 201), Amtlicher Teil
Zur Kriegsausschuß-Sammlung sind bei uns bis heute eingegangen: ... Gemeinde Ahrensfelde 46,15 M. ... Gemeindekasse in Mahlsdorf 23 M. ... Gemeinde Ahrensfelde 250 M. Müller-Innung in Kaulsdorf (für Berlin und Umgebung) 1000 M. ... Jungfrauen-Verein in Lindenberg 20 M. ... Gemeinde Lindenberg 1238,20 M. ... Fritz Dotti in Hönow 1000 M. ... Zusammen 35134,70 M.
Der Wirtschafts-Inspektor Paul Noack als Gutsvorsteherstellvertreter für den Gutsbezirk Mehrow.
Sonnabend, den 29. August 1914 (Nr. 202), Kreis-Nachrichten [2]
Verlustlisten. Allgemein ist die Ansicht verbreitet, daß die in den Verlustlisten mitgedruckten Ortschaften die letzten Wohnorte der verlustig gemeldeten Heerespflichtigen seien. Das trifft nicht zu. Der in den amtlichen Listen bei jedem Verlust gemeldete Ort ist der nach der Stammrolle festgesetzte Geburtsort, der bei der übergroßen Zahl der Toten und Verwundeten durchaus nicht übereinstimmt mit dem letzten Wohnort.
Dienstag, den 1. September 1914 (Nr. 204), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Ausbildung in der Handhabung landwirtschaftlicher Maschinen.
Auf Anregung des Königlichen Landes-Oekonomie-Kollegiums hat das Maschinenprüfungsamt der Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg eine Reihe von bekannten Maschinen­fabriken der Provinz Brandenburg ersucht, die Ausbildung geeigneter militärischer Arbeiter in der Handhabung von Dreschmaschinen und anderen landwirtschaftlichen Maschinen kostenlos zu übernehmen. Nötigenfalls wird auch das Maschinenprüfungsamt selbst einen kurzen Kursus in der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin einrichten, an dem sich eine Ausbildung als Motorpflugführer in einer geeigneten Fabrik anschließen könnte. Die Dauer der Kurse wird je nach Vorbildung und nach der gewünschten Ausbildung 8-14 Tage dauern. Anmeldungen von geeigneten Arbeitern mit Angebe der bisherigen Tätigkeit und der besonderen gewünschten Ausbildung (zur Führung der Dreschmaschine, Dampflokomobile, Benzolmotor, Motorpflug ec.) nimmt das Maschinenprüfungsamt Berlin N. 4, Invalidenstraße 42 entgegen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und die Reise der Arbeiter trägt der Anmeldende.
Veröffentlicht. Berlin, den 25. August 1914.
Der Landrat. I. A.: von Burkersroda, Regierungs-Assessor.
Verzeichnis II der vom letzten Veröffentlichungs-Termine ab ferner eingegangenen Beiträge zum Kriegsausschuß-Fonds. ... G. Dotti in Berlin, Kurfürstendamm 32, 100 M. ... Mehrow Gemeinde 100 M. Sparverein „Fester Wille“ in Mehrow 25 M. ... Amtsrat Schrader in Altlandsberg 500 M. ... Kgl. Landrat, Geh. Oberregierungsrat Dr. Busch, Berlin 10000 M. Gemeinde Eiche 317 M. Freiwillige Sanitätskolonne in Kaulsdorf durch Herrn Sydow 383 M. ... Summe 30669,65 M. Hierzu Liste I 35134,70 M. Zusammen 65804,35 M.
Ein dem Arbeiter Johann Mascjkiewitz [!] in Hellersdorf gehörendes Schwein ist an Rotlauf verendet. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ein dem Landwirt Gustav Wegener in Mehrow gehörendes Schwein ist an Rotlauf verendet. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 27. August 1914.
Donnerstag, den 3. September 1914 (Nr. 206), Amtlicher Teil, gekürzt [3]
Im Interesse einer schnellen und zuverlässigen Bekanntgabe der Verluste der Armee während des gegenwärtigen Krieges sind folgende Einrichtungen getroffen worden:
Die Verlustlisten werden als Anlagen des „Deutschen Reichsanzeigers und Königlich Preußischen Staatsanzeigers“ veröffentlicht. Außerdem wird jeder Stelle, welche das „Armee-Verordnungsblatt“ erhält, ein Exemplar der Verlustliste überwiesen.
Den Landräten wird eine Anzahl von Exemplaren der Verlustlisten übersandt werden, um dieselben in ihren Bureaus und in den Städten ihres Bezirks öffentlich auszulegen. In den Stadtkreisen erhalten sowohl die Magistrate als auch die etwa vorhandenen Königlichen Polizei-Verwaltungen Verlustlisten zur öffentlichen Auslegung, namentlich in den Polizei-Revier-Bureaus.
In allen Kreisen (Stadt- und Landkreisen) werden die Namen derjenigen Toten und Verwundeten, welche den betreffenden Kreisen angehören, ausgezogen werden. Diese Auszüge sind neben den allgemeinen Verlustlisten öffentlich auszulegen und den Redaktionen der Kreisblätter sowie der übrigen im Kreise erscheinenden Tageszeitungen behufs Veröffentlichung mitzuteilen.
Im übrigen ist die Einrichtung eines Post- (Einzel-) Abonnements auf die Verlustlisten beabsichtigt. Das Nähere hierüber wird öffentlich bekannt gemacht werden.
Der Minister des Innern. Im Auftrage: gez. Unterschrift.
Berlin, den 31. August 1914. Der Landrat. Dr. Busch.
Donnerstag, den 3. September 1914 (Nr. 206), Anzeigen [2]
Fuchsstute (12 J. alt), gesund und zugfest, verkauft Aug. Zybell, Blumberg (Mark).
Freitag, den 4. September 1914 (Nr. 207), gekürzt [3]
Das Recht der Angehörigen auf Bestattung der im Kriege Gefallenen.
... Inwieweit den Angehörigen nun dieses Recht auch im Kriege zusteht, läßt sich bei dem Mangel jeglicher ausdrücklichen Gesetzesbestimmungen nicht ohne weiteres sagen. ... Besonders soweit es sich um die im Feindesland gefallenen Soldaten handelt, muß aus technischen Gründen den Militärbehörden das Recht zugesprochen werden, über Art und Ort der Bestattung zu befinden. Etwas anderes dürfte praktisch kaum durchführbar sein. ...
Es muß auch für ausgeschlossen erachtet werden, daß etwa die Angehörigen nach Beendigung des Krieges die Ausgrabung der einzelnen Leichen und ihre anderweite Bestattung beanstanden können. ...
Sonnabend, den 5. September 1914 (Nr. 208), Amtlicher Teil [2]
Ein Schwein der Witwe Keisdorf in Eiche ist an Rotlauf verendet, desgleichen ein Schwein bei der Witwe Meißner in Ahrensfelde. Ueber die Gehöfte ist die Sperre verhängt.
Ahrensfelde, den 3. September 1914.
Sonntag, den 6. September 1914 (Nr. 209), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis III der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
..., Rittergutsbesitzer von Treskow in Dahlwitz 500 M., ..., Gemeinde Hönow 500 M., ... Zusammen 13896,35 M, Hierzu Liste I 35134,70 M. und Liste II 30669,65 M. ... Gesamt-Summe 79700,70 M.
Berlin, den 3. September 1014.
Freitag, den 11. September 1914 (Nr. 213), Amtlicher Teil
Beim Besitzer Gustav Unterlauf in Eiche ist Rotlauf ausgebrochen. Das Gehöft ist gesperrt.
Ahrensfelde, den 8. September 1914.
Freitag, den 11. September 1914 (Nr. 213), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Weißensee. (O.-B.) Die ersten Verwundeten sind hier eingetroffen und im Auguste Viktoria-Krankenhaus sowie in den dazu hergerichteten Räumen in der Gasanstalt untergebracht worden. ...
Sonnabend, den 12. September 1914 (Nr. 213), Kreis-Nachrichten, gekürzt [3]
Schreibt Kriegschroniken! Für die Heimatkunde und die Landesgeschichte sind örtliche Kriegs­chroniken von größtem Wert. Es ist daher erfreulich zu hören, daß in diesen welt­geschichtlichen Tagen bereits in verschiedenen Orten, namentlich an den Grenzen, Kriegschroniken angelegt worden sind. ... Es wäre schade, wenn von dem großen Zug vaterländischer Begeisterung ... nicht auch spätere Geschlechter zeitgenössische Kunde erhalten würden.
Das Kriegsministerium gibt bekannt:
1. Die Verlustlisten sind nur durch Postabonnement (monatlich 60 Pf.) zu beziehen, dagegen nicht beim Zentralnachweisbureau erhältlich.
2. Auskünfte erteilen: a) Zentralnachweisbureau des Kriegsministeriums, Dorotheenstr. 48, über Verwundete und Gefallene des Heeres. Es kann schriftlich nur Anfragen beantworten, die auf den bei jedem Postamt erhältlichen rosa Antwortkarten gestellt sind; b) Zentralnachweisbureau des Reichsmarineamts, Matthäikirchstraße 9, über alle Angehörige der Marine; c) Auswärtiges Amt über deutsche Staatsangehörige im Auslande, auch soweit möglich über deutsche Gefangene im Feindesland; d) die Bezirkskommandos an Kriegsfreiwillige.
Sonntag, den 13. September 1914 (Nr. 215), Anzeigen [2]
1 Fuchswallach, 4½ Jahre alt, Preis 1000 Mark, sofort zu verkaufen bei Höft, Lindenberg.
Dienstag, den 15. September 1914 (Nr. 216), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Im Monat August 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Berlin, den 4. September 1914.
ab 15.8.; Hirschel, Ferdinand; Rentier; Marzahn
ab 20.8.; Stüwe, Karl; Missionar a. D.; Kaulsdorf
ab 19.8.; Kalff, Nikolaus; Trainer; Dahlwitz
ab 20.8.; Dr. von Siemens, Wilhelm; Geh. Regierungsrat; Biesdorf
ab 21.8.; Zimmermann, Otto; Gutsbesitzer; Biesdorf
ab 22.8.; Gehrke, Karl; Schneidermeister; Mahlsdorf
ab 25.8.; Long, George; Trainer; Hoppegarten
ab 24.8.; Schmidt, Karl; Trainer; Dahlwitz
ab 28.8.; Waugh, Alexander; Trainer; Dahlwitz
ab 31.8.; Koslowski, Hugo; Gastwirt; Kaulsdorf
ab 30.8.; Wolgramm, Hermann; Brennermeister; Hönow
ab 15.9.; Klein, George; Rentier; Mahlsdorf
Verzeichnis IV der Spenden zum Kriegsausschußfonds
... Gräfl. v. Arnim'sche Verwaltung des Rittergutes Blumberg 1000 M. ... Gemeinde Mahlsdorf 3,29 M. ... Zusammen 4328,14 M. Hierzu bisher eingegangen 79700,70 M. Summe 84028,84 M. ...
Berlin, den 11. September 1914.
Dienstag, den 15. September 1914 (Nr. 216), Nichtamtlicher Teil, gekürzt [2]
Die Beschaffung von Benzol macht augenblicklich große Schwierigkeiten. Auch der neueste Erlaß des Kriegsministers, der Benzin, Benzol und anderer leicht siedende Kohlenwasserstoffe freigibt, schließt mit der Mahnung zur größten Einschränkung des Verbrauchs.
Als Ersatz kommt in erster Linie Spiritus in Betracht, der freilich nur etwa 60 Proz. des Heizwertes von Benzol besitzt und dabei noch teurer als dieses ist. Dabei kann man vielleicht bald auf Schwerbenzin und andere schwere Kohlenwasserstoffe rechnen. Soll Spiritus benutzt werden, so empfiehlt sich am meisten seine Mischung mit Benzol in dem Verhältnis 1 Teil Benzol und 4 Teile Spiritus.
Für den Betrieb mit unvermischtem Spiritus müssen an den neueren, mit Zenith-Vergasern ausgerüsteten Motoren die beiden unten am Vergaser befindlichen, mit Sieben bedeckten Oeffnungen durch Blechklappen versehen werden, so daß bloß die über dem Auspuffrohr angewärmte Luft angesaugt wird. ... Zur Inbetriebsetzung genügt bei kaltem Motor das Einspritzen von etwas Benzin oder Benzol in die geöffneten Kompressionshähne; bei warmem Wetter ist dies nicht einmal erforderlich. Wegen des Wassergehaltes des Spiritus fangen alle mit den Spiritusgasen in Verbindung kommenden Teile ... leicht an zu rosten, wenn man nicht alsbald nach Außerbetriebsetzung für sofortiges Aufbringen einer Oelschicht sorgt. Dies kann geschehen mittels Einspritzen von Petroleum oder durch Arbeiten mit Benzin, Benzol für die letzten Augenblicke. Sehr praktisch dazu ist die Benutzung des kleinen Hilfsbrennstoffbehälters. Bei den mit Languomar- oder Weidner-Vergaser ausgestatteten älteren Motoren, d. h. bis Motor Nr. 950 bis Pflug Nr. 850, ist für die Inbetriebsetzung dieser Hilfsbrennstoffbehälter erforderlich, da das Einspritzen von Benzin allen nicht genügt, sondern auch aus dem Schwimmergehäuse des Vergasers noch reichlich Benzin nachströmen muß. ... Der kleine Brennstoffkasten ist bei den neueren Pflügen bereits angebracht; für die älteren Pflüge wird er von den Vertretern der Stockmotorpflug G. m. b. H. zum Preise von M. 48 (Drahtwort: Makoplei) abgegeben ... Andrehen läßt sich sowohl bei Zenith- als beim Weidner-Vergaser bloß nach „Einspritzen“ von Benzin oder Benzol. ...
Wendeler-Dore-Pflug. ...
Kuers-Seilpflug. [?] ...
Ihace-Pflug. ...
Dienstag, den 15. September 1914 (Nr. 216), Anzeigen
Kriegs-Postkarten in großer Auswahl á 5 und 10 Pfg. empfiehlt L. Röther's Buchhdlg.
Mittwoch, den 16. September 1914 (Nr. 217), Amtlicher Teil, gekürzt
...; Der Schloßgärtner Paul Fischer in Blumberg (Schloß) ist als Schiedsmann für den 32. Schiedsmannsbezirk auf eine dreijährige, vom 7. Oktober 1914 ab laufende Amtsperiode verpflichtet worden.
Donnerstag, den 17. September 1914 (Nr. 218), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Auszug aus der deutschen Verlustliste.
Infanterie-Regiment Nr. 41, Tilsit und Memel.
8. Komp.: ... Musketier Wilhelm Wolf aus Kaulsdorf, leicht verwundet. ... - 10. Komp.: Musketier Georg Scherweit aus Marzahn, vermißt.
Donnerstag, den 17. September 1914 (Nr. 218), Anzeigen [2]
Ferkel u. Pölke gibt billigst ab Reiche, Lindenberg.
Freitag, den 18. September 1914 (Nr. 219), Anzeigen
Sewener Saatweizen 104, erste Absaat von Originalsaat, á Zentner 14 Mark,
hat abzugeben A. Hübner, Lindenberg.
Sonnabend, den 19. September 1914 (Nr. 220), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Infanterie-Regiment Nr. 151, Bischofsburg und Sensburg.
8. Komp.: ... Musketier Karl Runge aus Dahlwitz, leicht verwundet. ...
Sonntag, den 20. September 1914 (Nr. 221), Amtlicher Teil [2]
Das Stillstehen auf den Wegen, welche das Königliche Reserve-Lazarett begrenzen, ist verboten.
Bernau, den 18. September 1914.
Sonntag, den 20. September 1914 (Nr. 221), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Grenadier-Regiment Nr. 4, Rastenburg
2. Komp.: ... Reservist Schimballa aus Wuhlgarten, leicht verwundet. ...
Dienstag, den 22. September 1914 (Nr. 222), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Sanitätskompagnie Nr. 1 des V. Armeekorps, Posen.
Wehrmann Reinhold Stöwe aus Ahrensfelde, tot.
Mittwoch, den 23. September 1914 (Nr. 223), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Garde-Reserve-Dragoner-Regiment, Berlin.
2. Eskadron: Dragoner Richard Adler aus Ahrensfelde, leicht verwundet.
Mittwoch, den 23. September 1914 (Nr. 223), Kreis-Nachrichten [2]
Die neuen Darlehnskassenscheine über 1 und 2 M. sind bereits im Umlauf, weshalb nochmals darauf hingewiesen wird, daß sie gesetzliches Zahlungsmittel sind.
Altlandsberg. Am Sonnabend feierte Herr Tischlermeister Henkel hierselbst sein 50jähriges Meisterjubiläum.
Donnerstag, den 24. September 1914 (Nr. 224), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis V der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
Gemeinde Blumberg 2000 M. Sammlung der Bewohner des Gutes Hellersdorf 100 M. ... Geh. Regierungsrat Dr. W. von Siemens, Berlin 5000 M. ... Amtsvorstand Kaulsdorf 221,50 M. ... Gemeinde Mehrow 314,50 M. ... Gemeinde Kaulsdorf 51,75 M. ... Summa 34562,57 M. Bisher 84028,84 M. Zusammen 118591,41 M.
Berlin, den 17. September 1914.
Donnerstag, den 24. September 1914 (Nr. 224), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Füsilier-Regiment Nr. 37, Krotoschin.
1. Komp.: Füsilier Josef Struppel aus Dahlwitz, vermißt. Füsilier Richard Wegener aus Altlandsberg, schwer verwundet. ...
Sonntag, den 27. September 1914 (Nr. 227), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 35, Brandenburg a. H.
Gefechte im Westen am 4.9.14. (Predon, Willebroeck).
1. Komp.: Wehrmann Gustav Siebert aus Altlandsberg, vermißt.
Infanterie-Regiment Nr. 64, Prenzlau und Angermünde
Frameries und Viville Maison vom 24.8. bis 4.9.14, Jemappes-Frameries am 23. und 24.8.14
5. Komp.: Reservist Adolf Dahle aus Blumberg, tot. ...
Dienstag, den 29. September 1914 (Nr. 228), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Infanterie-Regiment Nr. 47, Posen und Schrimm.
Musketier Richard Lehmann aus Altlandsberg, bisher schwer verwundet, ist tot.
Dienstag, den 29. September 1914 (Nr. 228), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Altlandsberg. Herrn Hauptmann Schrader von hier, welcher eine Abteilung eines Feldartillerie-Regiments führt, ist das Eiserne Kreuz verliehen worden.
Mittwoch, den 30. September 1914 (Nr. 229), Kreis-Nachrichten, gekürzt
3. Garde-Regiment, Berlin
Colonsay und St. Quentin am 28., 29. und 30.8.14
10. Komp.: Füsilier Erich Bautz aus Eiche, schwer verwundet.
Mittwoch, den 30. September 1914 (Nr. 229), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Werneuchen. Dem Landwehrmann Franz Kässemer, Pächter der Gärtnerei in der Kolonie Amselhain bei Werneuchen, wurde für besonders tapferes Verhalten bei der Einnahme von Namur in Belgien das Eiserne Kreuz verliehen; zugleich wurde er auf dem Schlachtfelde zum Gefreiten befördert.
Donnerstag, den 3. Oktober 1914 (Nr. 230), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis VI der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
... Administrator W. Knauer, Rittergut Biesdorf 100 M. ... Summe 3285,01 M. Hierzu bisherige Spenden 118591,41 M. Ergibt zusammen 121876,42 M.
Berlin, den 25. September 1914.
Freitag, den 2. Oktober 1914 (Nr. 231), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Infanterie-Regiment Nr. 148, Bromberg.
Oschekau am 26. und Waplitz am 28.8.14.
5. Komp.: Musketier Gustav Heinecke aus Lindenberg, leicht verwundet.
Sonnabend, den 3. Oktober 1914 (Nr. 232), Kreis-Nachrichten [2]
Amtlich wird mitgeteilt: In letzter Zeit sind zahlreiche Gesuche um Rückführung Gefallener gestellt worden. Das Aufsuchen, Ausgraben und Ueberführen Gefallener aus dem Bereich der vordersten Linie ist überhaupt unausführbar. Aber auch sonst wird die Rückführung auf so große Schwierigkeiten, wie z. B. Mangel an Transportmitteln, stoßen, daß nur dringend davon abgeraten werden kann. Für den Soldaten ist das Schlachtfeld das schönste und ehrenvollste Grab.
Wuhlgarten. Der Stabsarzt Dr. Hermann Schmidt, Oberarzt der Berliner städtischen Anstalten hierselbst, wurde durch Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Sonntag, den 4. Oktober 1914 (Nr. 233), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis VII der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
... Vom Rektorat der 1. Gemeindeschule in Mahlsdorf 56,83 M. ... Summe 4700,64 M. Hierzu bisherige Eingänge 121876,42 M. Hauptsumme 126577,06 M.
Sonntag, den 4. Oktober 1914 (Nr. 233), Kreis-Nachrichten / Anzeigen
Lindenberg. Den Heldentod fürs Vaterland starb auf dem Kriegsschauplatz im Westen der Landwirtssohn Georg Steeger von hier. Er diente bei der 11. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 8.
Am 20. September d. Js. starb den Heldentod fürs Vaterland auf dem Kampfplatze im Westen mein lieber, unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder, Enkel und Neffe, der Landwirtssohn Georg Steeger, aktiv im Infanterie-Regiment No. 8, 11. Komp.
Leicht sei ihm die fremde Erde.
Dies zeigen tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen
Frau Ww. Marie Steeger geb. Müller nebst Kindern.
Lindenberg bei Berlin, den 2. Oktober 1914.
Dienstag, den 6. Oktober 1914 (Nr. 234), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Grenadier-Regiment Nr. 12, Frankfurt a. O.
Gefechte im Westen vom 23.8. bis 15.9.14.
Reservist Otto Poerschke aus Mahlsdorf, tot.
Infanterie-Regiment Nr. 44, Goldap. Mobiles Ersatzbataillon.
Gumbinnen am 20.8. und Labiau am 1.9.14
Musketier Rudolf Degen aus Ahrensfelde, verwundet.
Mittwoch, den 7. Oktober 1914 (Nr. 235), Anzeigen
Kartoffelbuddler, ca. 6 Personen, und einen Arbeiter verlangt W. Grün, Blumberg.
Freitag, den 9. Oktober 1914 (Nr. 237), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Weißensee. Unter großer Beteiligung der Ortsbevölkerung wurde hier ein Gefreiter des Infanterie-Regiments Nr. 91, welcher an den Folgen eines im Felde erlittenen Kopfschusses im hiesigen Augusta Viktoria-Krankenhaus verstorben ist, auf dem Gemeindefriedhof mit militärischen Ehren begraben. ...
Sonnabend, den 10. Oktober 1914 (Nr. 238), Amtlicher Teil [2]
Unter dem Rindviehbestande des Landwirts Rich. Schmidt in Hönow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Neuenhagen (Ostbahn), den 6. Oktober 1914.
Der Amts-Vorsteher. I. V.: Schmäcke.
Sonntag, den 11. Oktober 1914 (Nr. 239), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Reserve-Husaren-Regiment Nr. 9, Rathenow.
Schäferhof, Senones, Mandray und Wisch vom 16.8. bis 13.9.14.
2. Eskadron: Gefreiter Paul Zakouril aus Hönow, vermißt.
Von Kriegsteilnehmern aus dem Kreise Niederbarnim haben das Eiserne Kreuz erhalten: ... Leutnant Hans Crusius, Sohn des Sanitätsrats Dr. Crusius in Altlandsberg. Leutnant Crusius dient in einem sächsischen Regiment. ...
Sonntag, den 11. Oktober 1914 (Nr. 239), Anzeigen [2]
Am 20. September starb den Heldentod in Frankreich unser Turnbruder Georg Steeger.
Ehre seinem Andenken. Turnverein „Jahn“ Lindenberg.
Dienstag, den 13. Oktober 1914 (Nr. 240), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis VIII der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
... Vaterländischer Frauen-Verein des Kreises Niederbarnim 20000 M. ... Summe 21925,48 M. Hierzu bisher eingegangen 126577,06 M. Hauptsumme 148502,54 M.
Donnerstag, den 15. Oktober 1914 (Nr. 242), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Unter dem Viehbestande des Rittergutes Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 12. Oktober 1914.
Sonnabend, den 17. Oktober 1914 (Nr. 244), Anzeigen
Mohrrüben, á Ztr. 1,20 M., verkauft Ad. Thürling, Mehrow bei Ahrensfelde.
Sonntag, den 18. Oktober 1914 (Nr. 245), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
A. Nachdem durch das Gutachten des beamteten Tierarztes unter dem Klauenviehbestande des Rittergutes Fredersdorf, des Haase in Hennickendorf, der Domäne in Löhme und des Haase (Heinrich) in Marzahn die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die vorbezeichneten verseuchten Grundstücke als Sperrbezirke bestimmt. ...
Diejenigen ausgebildeten Landsturmpflichtigen (das sind die gedienten Wehrpflichtigen vom vollendeten 39. bis zum vollendeten 45. Lebensjahre), welche sich noch nicht beim Bezirks­kommando gemeldet haben, werden hierdurch veranlaßt, sich bis zum 20. Oktober d. Js. im hiesigen Magistratsbureau - Zimmer 2 - unter Vorlage ihrer Militärpapiere zu melden.
Bernau, den 12. Oktober 1914.
Der Magistrat, Paetzold.
Unter dem Viehbestande des Landwirts Heinrich Haase in Marzahn ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gehöftsperre ist verhängt.
Berlin-Hohenschönhausen, den 14. Oktober 1914.
Der Amts-Vorsteher. Koenig.
Dienstag, den 20. Oktober 1914 (Nr. 246), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Feldartillerie-Regiment Nr. 3, Brandenburg a. H.
Gefechte im Westen.
3. Batt.: Kanonier Albert Heinicke aus Lindenberg, schwer verwundet.
Donnerstag, den 22. Oktober 1914 (Nr. 248), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Infanterie-Regiment Nr. 72, Torgau.
Gefechte im Westen vom 24. bis 26.8. und vom 3. bis 16.9.14.
1. Komp.: Musketier Bernhard Malischewski aus Blumberg, schwer verwundet.
Dienstag, den 27. Oktober 1914 (Nr. 252), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Füsilier-Regiment Nr. 35, Brandenburg a. H.
Im Westen vom 1. bis 22.9.14.
12. Komp.: Reservist Wilhelm Schälicke aus Biesdorf, vermißt.
Infanterie-Regiment Nr. 64, Prenzlau und Angermünde.
Eschweiler am 13.8. und Folemprix vom 24.8. bis 21.9.14.
6. Komp.: ... Musketier Rudolf Schulze II aus Lindenberg, leicht verwundet.
9. Komp.: Musketier Heinrich Grothe aus Marzahn, schwer verwundet.
Infanterie-Regiment Nr. 148, Bromberg und Braunsberg, 1. Bataillon.
Dombrowken am 10. und Klein Beynuhnen am 11.9.14.
2. Komp.: Reservist Gustav Heckert aus Dahlwitz, leicht verwundet,
Mittwoch, den 28. Oktober 1914 (Nr. 253), Amtlicher Teil, gekürzt
Im Monat September 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Der Königliche Landrat. I.A.: von Burkersroda, Regierungsassessor.
ab 4.9.; Seelisch, Gustav; Gastwirt; Eiche
ab 7.9.; Nitsche, Julius; Kaufmann; Biesdorf
ab 16.10.; Dr. Busch; Kgl. Landrat, Geh. Ober-Regierungsrat; Berlin
ab 1.10.; Meißner, Ernst; Landwirt; Mehrow
Dienstag, den 3. November 1914 (Nr. 258), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
A. Nachdem durch das Gutachten des beamteten Tierarztes unter dem Klauenviehbestande des Andree in Altlandsberg, ..., des A. F. Schmidt in Hönow, ... die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die vorbezeichneten verseuchten Grundstücke als Sperrbezirke bestimmt. ...
Dienstag, den 3. November 1914 (Nr. 258), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
3. Garde-Regiment, Berlin.
Im Westen vom 29.8. bis 6.10.14.
12. Komp.: Füsilier Richard Goebel II aus Dahlwitz, leicht verwundet.
Königin-Elisabeth-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3, Charlottenburg.
Im Westen vom 8.9. bis 7.10.14.
3. Komp.: Grenadier Karl Degelow aus Kaulsdorf, gefallen.
6. Komp.: Grenadier Kirchgatter aus Blumberg, schwer verwundet.
Garde-Pionier-Bataillon, Berlin.
Im Westen vom 9. bis 24.9.14.
1. Garde-Feld-Kompagnie: Reservist Karl Schwarz aus Kaulsdorf, schwer verwundet.
Bernau. Am gestrigen Sonntag abend um 11½ Uhr kamen mittels Sonderzuges vom östlichen Kriegsschauplatz 70 Verwundete und einige Kranke hier an. Es befanden sich nur einige Schwerverletzte darunter, welche von der Sanitätskolonne nach den Lazaretten befördert wurden. Die anderen Verwundeten wurden mittels bereitgestellter Kremser und Autos dorthin geschafft.
Mittwoch, den 4. November 1914 (Nr. 259), Anzeigen [2]
Dobermann (Rüde), auf „Prinz“ hörend, entlaufen. Belohnung. Scheel, Mehrow bei Ahrensfelde.
Donnerstag, den 5. November 1914 (Nr. 260), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Bekanntmachung über das Verfüttern von Brotgetreide und Mehl vom 18. Oktober 1914.
Der Bundesrat hat ... folgende Verordnung erlassen:
§ 1. Das Verfüttern von mahlfähigem Roggen und Weizen, auch geschrotet, sowie Roggen- und Weizenmehl, das zur Brotbereitung geeignet ist, ist verboten. ...
§ 5. Zuwiderhandlungen ... werden mit Geldstrafe bis eintausendfünfhundert Mark bestraft. ...
Bekanntmachung. Oberkommando in den Marken. Befehl.
Auf Grund der §§ 4 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1951 ... wird hierdurch im Interesse der öffentlichen Sicherheit bezüglich der in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten russischen Arbeiter folgende angeordnet:
1. Für die im Alter von 17 bis 45 Jahren stehenden männlichen russischen Arbeiter fällt die Karenzzeit in diesem Jahre fort. Sie haben sämtlich den Winter über am Orte ihrer bisherigen Arbeitsstelle zu verbleiben und dürfen die die Grenzen des Ortspolizeibezirks nicht ohne schriftliche Genehmigung der Ortspolizeibehörde überschreiten. ...
Zuwiderhandlungen hiergegen werden, wenn die bestehenden Gesetze keine höhere Freiheitsstrafe bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Jahr gestraft. ...
Der Oberbefehlshaber. gez. v. Kessel, Generaloberst.
Freitag, den 6. November 1914 (Nr. 261), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Verzeichnis IX der Spenden zum Kriegsausschußfonds.
... Militärverein Dahlwitz 25.00 M. ... Sammlung der Gemeinde Eiche durch den Gemeindevorstand 241,00 M. ... Verein der „Gemüsezüchter für Berlin und Umgebung“ 100,00 M. ... Gemeinde Dahlwitz 500 M. ... Heinicke in Altlandsberg 40,00 M. ... Zusammen 10224,71 M. Bisherige Sammlungen 147321,04 M. Summe 157545,75 M.
Sonnabend, den 7. November 1914 (Nr. 262), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Königin-Augusta-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4, Berlin.
Im Westen vom 6. bis 19.9.14.
10. Komp.: Füsilier Ernst Gensler aus Biesdorf, gefallen.
Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 24, Prenzlau.
Schirwindt vom 6. bis 12.10.14.
6. Komp.: Wehrmann Paul Schlosser aus Biesdorf, schwer verwundet.
Berlin, den 21. November 1914. [?]
Kriegsgefangene, welche sich am 1. November noch auf dem Transport nach den Gefangenenlagern befanden, sind auch in obiger Zusammenstellung noch nicht enthalten.
Dienstag, den 10. November 1914 (Nr. 264), Amtlicher Teil [2]
Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen der Landwirte C. A. Schmidt und Rich. Schmidt in Hönow ... ist erloschen.
Neuenhagen (Ostbahn), den 6. November 1914.
Dienstag, den 10. November 1914 (Nr. 264), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 18, Mainz.
Im Westen am 18.10.14.
1. Batterie: Wilhelm Drawiel aus Biesdorf, schwer verwundet.
Mittwoch, den 11. November 1914 (Nr. 265), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Infanterie-Regiment Nr. 43, Königsberg i. Pr., Pillau.
Im Osten vom 27.9. bis 9.10.14.
10. Komp.: Musketier Reinhold Thiele aus Ahrensfelde, leicht verwundet.
Freitag, den 13. November 1914 (Nr. 267), Amtlicher Teil, gekürzt
Im Monat Oktober 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
Berlin, den 5. November 1914.
Der Königliche Landrat, I. A.: Dr. Fromm.
ab 6.10.; Hase, Wilhelm; Gastwirt; Ahrensfelde
ab 5.10.; Dubick, Karl; Bauerngutsbesitzer; Biesdorf
ab 9.10.; Teichmann, Herm.; Jockey; Dahlwitz
ab 17.10.; Berg, Hellmuth; Privatförster; Dahlwitz
ab 17.10.; Grün, Gustav; Landwirt; Blumberg
ab 18.10.; Juchert, Hermann; Hausvater; Wuhlgarten
Sonnabend, den 14. November 1914 (Nr. 268), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 12. 3. Bataillon Berlin.
12. Komp.: Wehrmann Wilhelm Berger aus Elisenau, verwundet.
Schmiedemeister Neumann aus Biesdorf, der als Fahnenschmied bei der Artillerie im Osten steht.
Sonntag, den 15. November 1914 (Nr. 269), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
A. Nachdem durch das Gutachten des beamteten Tierarztes unter dem Klauenviehbestande ..., des Gathow und des Hörnicke in Hönow die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die vorbezeichneten verseuchten Grundstücke als Sperrbezirke bestimmt. ...
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Vorwerks Heidemühl ist erloschen. Die Gehöftssperre ist aufgehoben.
Dahlwitz, den 10. November 1914.
Der Amts-Vorsteher. I. V.: Haase.
Mittwoch, den 18. November 1914 (Nr. 271), Amtlicher Teil [2]
Die Kreischaussee von Hönow nach Mehrow wird vom 19. bis 30. November d. Js. wegen Neuschüttens der Steinbahn für Fuhrwerke gesperrt.
Der Landrat. I. V.: v. Schmidtfeldt, Regierungsrat.
Bei dem Kreisausschuß des Kreises Niederbarnim gingen in der Zeit vom Ausbruch des Krieges bis zum 31. Oktober d. Js. die folgenden Liebesgaben ein:
3689 Paar Pulswärmer, 4456 Paar Strümpfe, 852 Paar Unterbeinkleider, 1148 Hemden, 652 Paar Ohrenwärmer, 536 Paar Fußlappen, 748 Taschentücher, ...
Kleidungsstücke, insbesondere Wollsachen ..., Frauenhülfe Mahlsdorf, ..., Frauenhülfe der Frau von Treskow - Dahlwitz, Frau Trainer Waugh - Dahlwitz, Kinder der Strickschule von Schwester Maria - Dahlwitz, ..., Frau Dotti - Hönow, ..., Vaterländischer Frauenverein Biesdorf, ..., Frauenverein Blumberg, ..., Frau L. Plüschke - Dahlwitz, Herr Paul Sperber - Hoppegarten, Ev. Frauenhülfe Marzahn, Frau v. Treskow - Dahlwitz, ... Frau Böthge - Altlandsberg, ..., Vaterländischer Frauenverein Biesdorf, Frau L. Plüschke - Dahlwitz, ..., Herr Lehrer Jaeger für die Schule Hellersdorf, ..., Herr Wegner - Ahrensfelde, ..., St. Elisabethverein Hoppegarten, ..., Frauenverein Biesdorf, ..., Vaterländischer Frauenverein Biesdorf, ..., Frau Dotti - Hönow, ..., Gemeinde Blumberg, ..., Herr Gutsvorstehe A. Eilers - Hellersdorf, ..., Gemeinde Blumberg, Gemeinde Mahlsdorf, ..., Stadt Altlandsberg, ..., Frauenverein Altlandsberg, ...
Die Eisgewinnung auf der Waschspüle für den Winter 1914/1915 soll an den Meistbietenden verpachtet werden.
Hierzu ist ein Termin auf Montag, d. 23. November d. J., vormittags 11 Uhr im Magistratsbureau - Zimmer Nr. 2 anberaumt, zu welchem Unternehmer eingeladen werden.
Bernau, den 16. November 1914.
Freitag, den 20. November 1914 (Nr. 272), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Bis zum 31. Oktober d. Js. waren beim Kreisausschuß des Kreises Niederbarnim ferner eingegangen:
Zigarren, Zigaretten, Tabak und andere Genußmittel, sowie Lebensmittel. ..., Herr Amtsrat Schrader - Altlandsberg, ..., Rektorat der Stadtschule Altlandsberg, ..., Frau Bäthge - Altlandsberg, ..., Frau von Treskow - Dahlwitz, ..., Herr Guts-Vorsteher Eilers - Hellersdorf, ..., Herr Amtsrat Schrader - Altlandsberg, ..., Herr Schwabe - Mahlsdorf, ...
Verschiedene Gebrauchsgegenstände. ..., Herr A. Heufelder-Mahlsdorf, ..., Rektorat der Stadtschule Altlandsberg, ...
Indem wir allen Gebern für die uns gemachten Zuwendungen unsern herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir zugleich dringend, uns weitere Zuwendungen möglichst reichlich zugehen lassen zu wollen. ...
Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Klauenviehbestande des Amtsrats Schrader in Altlandsberg-Amt, ..., und des Rittergutes Bollensdorf erloschen ist, werden meine viehseuchen­polizeilichen Anordnungen ... aufgehoben.
Freitag, den 20. November 1914 (Nr. 272), Nichtamtlicher Teil, gekürzt [2]
Die Heeresleitung hat, wie aus München gemeldet wird, angeordnet, daß fortan jedem Soldaten täglich eine Zigarre und zwei Zigaretten verabfolgt werden sollen.
Freitag, den 20. November 1914 (Nr. 272), Kreis-Nachrichten, gekürzt
4. Garde-Regiment, Berlin.
Chalons, Reims, Courey, Gommecourt, Bucqouy, Serre [6.9.-28.10.14]
13. Komp.: Wehrmann Franz Thürling aus Werneuchen, leicht verwundet.
16. Komp.: Wehrmann Gustav Bolle aus Lindenberg, leicht verwundet.
Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 12, Neuruppin.
Schoore und Schoorbaklee vom 23. bis 28.10.14.
1. Komp.: Gefreiter der Landwehr Ewald Vielitz aus Altlandsberg, verwundet.
2. Komp.: Reservist Hermann Lehne aus Kaulsdorf, verwundet.
Sonntag, den 22. November 1914 (Nr. 274), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Klauenviehbestande des Thiele, Wilhelm, Brederecke I, Klamann, Bugge, Brederecke II, Retzlow in Altlandsberg, ... erloschen ist, werden meine viehseuchenpolizeilichen Anordnungen ... aufgehoben.
Sonntag, den 22. November 1914 (Nr. 274), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Das eiserne Kreuz haben erhalten: ...
Unteroffizier Erich Breuer, Sohn des Oberpostschaffners Breuer in Altlandsberg. Soldat Fritz Guschke aus Altlandsberg. Vizefeldwebel im Infanterie-Regiment Nr. 175 Zinn aus Ahrensfelde.
Sonntag, den 22. November 1914 (Nr. 274), Anzeigen, gekürzt [2]
Leineweber Berlin C., Köllnischer Fischmarkt 4, 5, 6
Liebesgaben ...
Lazarett-Kleidung
Feldgraue Gummimäntel und Pelerinen ...
Offiziers-Pelze ...
In großer Auswahl: Feldgraue Knaben-Uniformen
Infanterie-Uniform, 4 Jahre: 17 M., 6 Jahre: 19 M., 8 Jahre: 21 M., 10 Jahre: 23 M.
Husar-, Ulan.-Unif. ...
Offiziere-Uniform ...
Dienstag, den 24. November 1914 (Nr. 275), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Klauenviehbestande des ... C. G. Schmidt und Richard Schmidt in Hönow erloschen ist, werden meine viehseuchenpolizeilichen Anordnungen ... aufgehoben.
für die Hinterbliebenen der gefallenen oder an Wunden und sonstigen Kriegsdienstbeschädigungen gestorbenen Teilnehmer am Kriege 1915.
Dienstag, den 24. November 1914 (Nr. 275), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Dixmuiden am 30. und 31.10.14.
10. Komp.: Musketier Otto Seelisch aus Hönow, leicht verwundet.
Donnerstag, den 26. November 1914 (Nr. 278), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Lehr-Infanterie-Regiment, Potsdam.
Boguschowka am 10., 13. und 15., Brzeznica am 16., Slowiki Nowa vom 12. bis 20., Bruzuza am 23., Jendrzejow am 28., und Rogozek am 25., 28. 10. und 2., 3., 11.14.
Lehr-Maschinengewehr-Kompagnie: Füsilier Erich Hermann aus Mehrow, schwer verwundet.
Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 11, Brandenburg a. H.
Schoorbakke vom 23. bis 20.10. und am Yserkanal am 4.11.14.
1. Komp.: Gefreiter der Landwehr Wilhelm Flöricke aus Lindenberg, leicht verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 20. 1. und 2. Bataillon, Potsdam.
Westufer der Yser und Keyem vom 23. bis 29., Leke vom 24. bis 27. Schoore am 28. und Pervyse am 28. und 30.10.14.
9. Komp.: Unteroffizier Max Krüger aus Kaulsdorf, schwer verwundet.
Putte am 28.9., Lier am 5. und 6. und am Yserkanal vom 21. bis 28.10.14.
10. Komp.: Reservist Gustav Huckewitz aus Kaulsdorf, leicht verwundet.
11. Komp.: Reservist Wilhelm Sreszow aus Altlandsberg, vermißt.
Donnerstag, den 26. November 1914 (Nr. 277), Anzeigen
Stramme Ferkel und 5 Pölke gibt ab Eckelt, Lindenberg-Clarahöh.
Freitag, den 27. November 1914 (Nr. 278), Kreis-Nachrichten, Amtlicher Teil, gekürzt [2]
In der Zeit vom 1. bis zum 15. November 1914 gingen an Liebesgaben bei uns ein: ...; Schule zu Mahlsdorf 96 Paar Pulswärmer; ...; Schloßgemeinde Alt-Landsberg 8 Paar Pulswärmer, 14 Paar Strümpfe, 1 Paar Kniewärmer, 1 Paar Handschuhe; ...; Gemeinde Blumberg 7 Paar Pulswärmer, 13 Paar Strümpfe, 17 Hemden, 21 Fußlappen, 2 Paar Handschuhe; ...; Gemeinde Kaulsdorf 6 Paar Pulswärmer, 24 Paar Strümpfe, 28 Hemden, 7 Ohrenwärmer, 2 Leibbinden, 5 Paar Handschuhe, 11 Kopfwärmer; ...; Vaterländischer Frauenverein Biesdorf 72 Paar Strümpfe, 4 Stöcke; ...; Imker-Verein Mehrow und Umgegend 50 Pfund Honig; ...
Wir danken allen Gebern herzlichst und bitten um Zuweisung weiterer Gaben.
Freitag, den 27. November 1914 (Nr. 278), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Infanterie-Regiment Nr. 24, Neuruppin.
Nördlich der Aisne und Vailly vom 22. bis 31.10.14.
6. Komp.: Reservist Georg Koch aus Lindenberg, verwundet.
10. Komp.: Unteroffizier Conrad aus Lindenberg, verwundet.
Pionier-Regiment Nr. 18, Königsberg i. Pr.
Im Westen vom 25.10. bis 2.11.14.
2. Feld-Kompagnie: Unteroffizier Gustav Schulz aus Ahrensfelde, schwer verwundet.
Freitag, den 29. November 1914 (Nr. 279), Kreis-Nachrichten, Amtlicher Teil, gekürzt [2]
In unserer Bekanntmachung vom 12. d. Mts. ... sind nachzutragen: Jungfrauen-Verein und Frauenhülfe zu Lindenberg 96 Paar Strümpfe, 21 Kopfmützen, 104 Paar Pulswärmer, 12 Leibbinden, 8 Schals, 1 Dtzd. große Binden, 62 Tücher.
In der Zeit vom 16. bis zum 22. November 1914 gingen ferner an Liebesgaben bei uns ein, worüber wir dankend quittieren: ...; Vaterländischer Frauenverein Biesdorf 24 Paar Pulswärmer, 36 Paar Strümpfe, 12 Hemden, 12 Taschentücher, 2 Kopfwärmer, 6 Halswärmer, 14 Tafeln Schokolade, 1 Paket Zucker, 2 Pakete Bonbons, 1 Kiste Zigarren; Gemeindeschule Kaulsdorf 12 Leibinden, 1 Mundharmonika, Briefbogen und Kouverts, 2 Pfeifen, 10 Dosen Kautabak, 1 Schachtel Zigarillos, 7 Schachteln Zigaretten, 86 Pakete Tabak, 6 Kisten Zigarren; ...; Schule zu Mahlsdorf 60 Paar Pulswärmer, 6 Paar Kniewärmer; von den Einwohnern der Gemeinde Mahlsdorf 18 Paar Pulswärmer, 31 Paar Strümpfe; ...
Sonnabend, den 28. November 1914 (Nr. 279), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Reserve-Eisenbahn-Baukompagnie Nr. 1, Berlin.
Miechow am 3.11.14. (Rettungsversuche bei einem Eisenbahnunglück.)
Pionier Richard Windelboth aus Lindenberg, tödlich verletzt.
Sonntag, den 29. November 1914 (Nr. 280), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 10, Cottbus.
Schoorbakke vom 23. bis 28.10.14.
2. Komp.: Wehrmann Erwin Wilke aus Altlandsberg, gefallen.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 24, 3. Bataillon, Prenzlau.
Perwyse am 30.10.14.
10. Komp.: Reservist Paul Schorska aus Mehrow, vermißt. Reservist Hermann Zeugmann aus Altlandsberg, vermißt.
Infanterie-Regiment Nr. 41, 2. Bataillon, Tilsit.
Im Osten vom 24.10. bis 2.11.14.
5. Komp.: Musketier Gustav Ernst Karl Blauert aus Altlandsberg, schwer verwundet.
Vizefeldwebel Baron aus Altlandsberg.
Reservist im 3. Garde-Regiment z. F. Max Bersch aus Kaulsdorf.
Dienstag, den 1. Dezember 1915 (Nr. 281), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 9, Cüstrin.
Nieuport vom 23. bis 29.10.14.
4. Komp.: Unteroffizier Ernst Koch aus Lindenberg, leicht verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 93, Berlin.
Paprotnia am 25.10.14.
6. Komp.: Grenadier Paul Pose aus Mehrow, leicht verwundet.
Bixschoote vom 3. bis 11.11.14.
3. Komp.: Wehrmann Emil Giese aus Eiche, leicht verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 206, Brandenburg a. H.
Keyem vom 23.10. bis 1.11.14.
11. Komp.: Reservist Artur Esch aus Biesdorf, verwundet.
Pionier-Regiment Nr. 31.
1. Bataillon, Berlin. (II. Garde-Pionier-Bataillon)
Im Westen vom 26.10. bis 7.11.14.
2. Garde-Reserve-Kompagnie: Pionier Karl Lausch aus Biesdorf, gefallen.
Mittwoch, den 2. Dezember 1914 (Nr. 282), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Braye und Ostel am 2. und Soupir vom 2. bis 19.11.14.
6. Komp.: Füsilier Amandus Kruschel aus Dahlwitz, schwer verwundet.
Leutnant der Reserve im Grenadier-Regiment Nr. 1 Oswald Meyer, Lehrer in Hönow.
Mittwoch, den 2. Dezember 1914 (Nr. 282), Amtliche Beilage, gekürzt
Die Musterung der unausgebildeten Landsturmpflichtigen der Jahrgänge 1889 bis 1894 ... ist angeordnet. ... Die Herren Bürgermeister, Gemeinde- und Gutsvorsteher haben sich an den Musterungstagen ihrer Ortschaft, sofern sich aus dieser Landsturmpflichtige stellen, persönlich einzufinden oder ihre gesetzlichen Vertreter zu entsenden.
Der Zivilvorsitzende der Königlichen Ersatzkommission der Aushebungsbezirke Niederbarnim I und II, Königlicher Landrat, Dr. Busch,
der Landsturmmusterung für den Aushebungsbezirk Niederbarnim II (Jahrgänge 1889 bis 1894)
Friedrichsfelde, im „Schloßrestaurant“, Wilhelmstraße 17a
3. Sonnabend, den 5. Dezember 1914:
Musterung der Landsturmpflichtigen der Jahrgänge 1889 bis 1894 aus folgenden Gemeinde- und Gutsbezirken: ... Ahrensfelde, ..., Blumberg, ... Eiche, ...
5. Montag, den 7. Dezember 1914:
Musterung der Landsturmpflichtigen der Jahrgänge 1889 bis 1894 aus folgenden Gemeinde- und Gutsbezirken: ... Lindenberg, ..., Mehrow, ...
Donnerstag, den 3. Dezember 1914 (Nr. 283), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 24, Prenzlau, Neuruppin.
Im Osten vom 27.10. bis 7.11.14.
2. Komp.: Wehrmann August Borchert I aus Blumberg, leicht verwundet.
Donnerstag, den 3. Dezember 1914 (Nr. 283), Anzeigen
Einen tüchtigen Gesellen verlangt Grün, Schmiedemeister, Blumberg, Bez. Potsdam.
Freitag, den 4. Dezember 1914 (Nr. 284), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Garde-Jäger-Bataillon, Potsdam.
Im Westen vom 20.9. bis 3.11.14.
2. Komp.: Gefreiter Wilhelm Barnewitz aus Altlandsberg, schwer verwundet.
Grenadier-Regiment Nr. 3, Königsberg i. Pr.
Im Osten vom 29.10. bis 15.11.14.
5. Komp.: Grenadier Karl Strauß aus Altlandsberg, leicht verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 35, Brandenburg, Jüterbog
Im Westen vom 5.10. bis 15.11.14.
6. Komp.: Wehrmann Karl Prestel aus Biesdorf, vermißt.
Infanterie-Regiment Nr. 98, Metz.
Im Westen vom 3. bis 30.10.14.
4. Komp.: Musketier Franz Klabunde aus Biesdorf, schwer verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 201, Berlin
Im Westen vom 1. bis 10.11.14.
11. Komp.: Unteroffizier Karl Lukas aus Altlandsberg, leicht verwundet. Füsilier Karl Bock II aus Wuhlgarten, durch Unfall verletzt.
Unteroffizier Willy Kerstan aus Altlandsberg.
Freitag, den 4. Dezember 1914 (Nr. 284), Anzeigen [2]
Den Heldentod fürs Vaterland starb am 23. November im Feldlazarett Nr. 12 des III. Armeekorps an seiner am 2. November erlittenen Verwundung unser lieber Kamerad Gustav Schulz, Unter­offizier im Samländischen Pionierbataillon Nr. 18. Wir betrauern in ihm einen lieben Kameraden und guten Freund, der uns allen unvergeßlich bleiben wird.
Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde.
Freitag, den 5. Dezember 1914 (Nr. 285), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Im Osten vom 2.10. bis 15.11.14.
3. Komp.: Reservist Karl Puhlmann aus Altlandsberg, leicht verwundet.
8. Komp.: Wehrmann Paul Prestel aus Biesdorf, leicht verwundet.
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 207, Prenzlau.
Im Westen vom 21.10. bis 1.11.14.
2. Komp.: Gefreiter der Landwehr Franz Blütner aus Dahlwitz, leicht verwundet.
5. Komp.: Reservist Richard Lootse aus Biesdorf, leicht verwundet.
Dienstag, den 8. Dezember 1914 (Nr. 287), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 3, Königsberg i. Pr.
Im Osten vom 7. bis 16.11.14.
8. Komp.: Wehrmann Karl Schirmer aus Altlandsberg, vermißt.
Im Westen vom 29.10. bis 20.11.14.
1. Komp.: Reservist Karl Bolle aus Lindenberg, gefallen.
Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 17, Lübben.
Im Westen vom 21.10. bis 17.11.14.
3. Komp.: Oberjäger Heinrich Wehke aus Hoppegarten, verwundet.
Oberleutnant Haack, Amtsrichter in Altlandsberg.
Bestätigt: Der Korbmachermeister Robert Woll in Kaulsdorf ist als Schiedsmann für den 5. Bezirk auf eine dreijährige, vom 20. November 1914 ab laufende Amtsperiode verpflichtet worden. ...
Mittwoch, den 9. Dezember 1914 (Nr. 288), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 8, 1. Bataillon, Frankfurt a. O.
Im Westen vom 26.10. bis 17.11.14.
2. Komp.: Wehrmann Karl Ambs I aus Hoppegarten, vermißt.
Infanterie-Regiment Nr. 149, Schneidemühl.
Im Westen vom 7.9. bis 2.11.14.
12. Komp.: Musketier Artur Krekow II aus Altlandsberg, gefallen.
Donnerstag, den 10. Dezember 1914 (Nr. 289), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
In der Zeit vom 23. bis zum 29. November 1914 gingen an Liebesgaben bei uns ein: ... Frauenhilfe Ahrensfelde 23 Paar Pulswärmer, 36 Paar Strümpfe, 1 Paar Kniewärmer. ... Gemeinde Ahrensfelde 36 Paar Pulswärmer, 60 Paar Strümpfe, 40 Ohrenwärmer, 480 Fußlappen, 145 Leibbinden, 6 Paar Handschuhe, 62 Kopfwärmer, 80 Halswärmer.
Berlin, den 5. Dezember 1914.
Donnerstag, den 10. Dezember 1914 (Nr. 289), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
II. Klasse: Vizewachtmeister Gustav Pahl, Beamter beim Amtsgericht Altlandsberg,
Donnerstag, den 10. Dezember 1914 (Nr. 289), Anzeigen
Eine frischmilchende Kuh mit Kalb steht zum Verkauf bei Gustav Wenzel, Blumberg.
Freitag, den 11. Dezember 1914 (Nr. 290), Kreis-Nachrichten, gekürzt
2. Eskadron: Gefreiter Paul Zakouril aus Hönow, bisher vermißt, verwundet.
Freitag, den 11. Dezember 1914 (Nr. 290), Anzeigen
Am 9. d. Mts nachmittags 7 Uhr entschlief sanft nach langer Krankheit meine liebe Frau ...
Emma Albrecht geb. Mack im 38. Lebensjahre.
Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Albrecht, Zimmerpolier.
Lindenberg bei Berlin, den 10. Dezember 1914. ...
Ein 1½ jähriges Fohlen mit Deckschein preiswert zu verkaufen.
Gustav Seelisch, Schmiedemeister, Eiche b. Ahrensfelde.
Sonntag, den 13. Dezember 1914 (Nr. 292), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Im Westen vom 10. bis 13.11.14.
3. Komp.: Unteroffizier der Reserve Albert Salzmann aus Lindenberg, schwer verwundet.
Pionier-Bataillon Nr. 18, Königsberg in Pr.
1. Feld-Kompagnie: Unteroffizier Gustav Schulz aus Ahrensfelde, bisher verwundet, gestorben Feldlazarett Cherregny [vermutl. Chevregny] 23.11.14.
Dienstag, den 15. Dezember 1914 (Nr. 293), Kreis-Nachrichten, gekürzt
Lindenberg. Am Sonntag, den 6. Dezember veranstalteten die hiesige Frauenhülfe und der Jungfrauenverein, der gerade ein Jahr alt war, einen Familienabend zum Besten unserer im Felde stehenden Lindenberger Krieger. Die Feier, bei welcher geeignete Kriegsgedichte mit gemein­samen Gesängen, musikalischen Solovorträgen, Ansprachen, lebenden Bildern, Chorgesängen und andere Darbietungen abwechselten, war eine recht würdige und erhebende und hat auf alle Anwesenden tiefen Eindruck gemacht. Der finanzielle Reinertrag von etwa 200 M. dient als Zuschuß zu der Weihnachtssendung, welche der Frauen- und Jungfrauenverein an die Lindenberger Krieger abgehen ließ. 62 Pakete, in die zu den üblichen Wollsachen, Zigarren und kleinen Konserven der Weihnachtsmann noch eine Extragabe legen konnte, wurde geschnürt, 47 für solche Krieger, die direkt aus Lindenberg ins Feld gezogen waren, 15 für die, welche sonst noch mit Lindenberg in engster Beziehung stehen. Der Weihnachtssendung war übrigens eine ähnliche Liebesgabensendung im Oktober schon vorangegangen.
Gleich seit Mitte August beteiligten sich die Frauenhülfe und der Jungfrauenverein an Kriegs­arbeiten. Regelmäßig versammeln sich an jedem Montag und Dienstag um 7 Uhr abends die Frauen bezw. Mädchen im Pfarrhause, wo fleißig gestrickt wird. Dabei werden die Kriegsereignisse der Woche besprochen. Oefter wird auch unter Zuhilfenahme größerer Karten vom Pfarrer Bericht erstattet. Feldpostbriefe und Karten werden verlesen, und zuletzt beschließt um 10 Uhr eine kurze Andacht den Abend, der allen Anwesenden nur zu schnell vergeht.
Andere Frauen, die noch nicht Mitglied der Frauenhülfe sind, oder zu den wöchentlichen Zusammenkünften nicht erscheinen können, sowie die größeren Schulmädchen holen Wolle von der Frauenhülfe und stricken zu Hause. Ueberhaupt lassen sich Frauenhülfe und Gemeinde kaum trennen, sie arbeiten gemeinsam. So wurden auf eine Anregung der Frauenhülfe z.B. sogleich 14 Waschkörbe mit Wäsche und Kleidungsstücken für die Ostpreußen ins Pfarrhaus gebracht, und wenn die Sammlungen innerhalb der Frauenhülfe und des Jungfrauenvereins nicht zureichen wollen und das Material für die Strickarbeiten ausgeht, so muß schnell eine Kollekte in der Gemeinde die Kasse wieder füllen. Ein Ballen Wolle von 90 Pfund, der in Strümpfe verarbeitet werden mußte, ist auch vom Kreisausschuß des Niederbarnimer Kreises geliefert worden. Dahin geben wir meist die fertigen Sachen ab, den Rest an die Sammelstelle der Frauenhülfe Oranienburgerstraße 76A. Die Zahl der abgelieferten Strümpfe ist bereits auf 525 Paar gestiegen. Im übrigen soll hier nicht erwähnt werden, was sonst an Wollsachen, Verbandtüchern usw. gearbeitet und an Liebesgaben gesammelt ist. Wer sich dafür interessiert, mag sich bei der Vorsitzenden der Frauenhülfe erkundigen. Zuletzt aber sei noch auf die Lazarette in unserer Nähe hingewiesen, auf das in Bernau und vor allem auf das in Buch mit seinen mehr als 1400 Verwundeten. Lindenberg hat beiden seine Hilfe zugewandt, aber die Unterstützung muß eine ständige sein. Wir wollen doch an unsern Kriegern und namentlich an den verwundeten tun, was wir können.
Mittwoch, den 16. Dezember 1914 (Nr. 294), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Das Eiserne Kreuz haben erhalten: Gardedragoner Richard Adler, Sohn des Landwirts August Adler aus Ahrensfelde.
Mittwoch, den 16. Dezember 1914 (Nr. 294), Anzeigen gekürzt [2]
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner innig geliebten Frau ... Emma Albrecht geb. Mack sage[n wir] allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Insbesondere danken wir Herr Pastor Schacht für seine zu Herzen gehenden Trostworte, Herrn Lehrer Schellhase mit seinem Schülerchor für den erhebenden Gesang sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden.
Lindenberg, den 14. Dezember 1914.
Im Namen aller Hinterbliebenen: Wilhelm Albrecht nebst Kindern.
Donnerstag, den 17. Dezember 1914 (Nr. 295), Amtlicher Teil [2]
Es gingen in der Zeit vom 30. November bis zum 6. Dezember 1914 an Liebesgaben bei uns ein: ... Schule zu Hellersdorf 10 Paar Pulswärmer, 15 Paar Strümpfe, 1 Paar Stiefel; ...
Der Kriegsausschuß des Kreises Niederbarnim.
Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Klauenviehbestande des ... Döberitz (Paul), Kirschbaum, Schmidt (A. F.), Dotti, Henze in Hönow, ..., der Epileptischen Anstalt in Wuhlgarten ... erloschen ist, werden meine viehseuchenpolizeilichen Anordnungen ... aufgehoben.
Berlin, den 12. Dezember 1914.
Freitag, den 18. Dezember 1914 (Nr. 296), Amtlicher Teil [2]
Freitag, den 18. Dezember 1914 (Nr. 296), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 8, 2. Bataillon, Landsberg a. W.
Im Westen vom 24.10. bis 13.11.14.
7. Komp.: Reservist Ernst Wurdl aus Biesdorf, verwundet.
Im Westen vom 19.10. bis 14.11.14.
5. Komp.: Kriegsfreiw. Friedrich aus Kaulsdorf, verwundet.
9. Komp.: Unteroffizier Paul Henicke aus Dahlwitz, verwundet.
10. Komp.: Reservist Max Dräger aus Hoppegarten, vermißt.
Sonnabend, den 19. Dezember 1914 (Nr. 297), Amtlicher Teil, gekürzt
Im Monat November 1914 sind von mir nachstehende Jagdscheine erteilt worden.
ab 7.11.; Kirschbaum, Georg; Bauerngutsbesitzer; Lindenberg
ab 10.11.; Ebel, Anton; Landwirt; Blumberg
ab 14.11.; Reinicke, August; Feld- und Forsthüter; Blumberg (unentgeltlich>
ab 22.11.; Büttner, Oskar; Forstgehilfe; Dahlwitz
ab 23.11.; Koedix, Heinrich; Oberstabsveterinär; Hoppegarten
Sonntag, den 20. Dezember 1914 (Nr. 298), Amtlicher Teil [2]
Der Barbier Hermann Grünwald aus Lindenberg ist für den Amtsbezirk Malchow zum Hilfsamtsdiener sowie zum Hilfsvollziehungsbeamten während der Dauer des gegenwärtigen Krieges bestellt worden.
Malchow bei Berlin, den 18. Dezember 1914.
Der Amts-Vorsteher von Pressentin.
Sind die aus den Wunden entfernten Geschosse Eigentum des Verwundeten, des Staates oder des Arztes?
... Eigentümer wird der Verwundete, sofern der Staat nicht ihm gegenüber im speziellen Fall das Recht auf Aneignung geltend gemacht hat. ...
Dienstag, den 22. Dezember 1914 (Nr. 299), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 48, 3. Bataillon, Angermünde.
Im Westen vom 4. bis 17.11.14.
11. Komp.: Reservist Georg Liebtag aus Altlandsberg, gefallen.
12. Komp.: Unteroffizier Otto Barleben aus Biesdorf, gefallen.
Stabsarzt Dr. Boit, Sohn des Pfarrers Boit in Werneuchen.
Donnerstag, den 24. Dezember 1914 (Nr. 301), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
A. Nachdem durch das Gutachten des beamteten Tierarztes unter dem Klauenviehbestande ..., des Rittergutes Blumberg, ... die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die vorbezeichneten verseuchten Grundstücke als Sperrbezirke bestimmt. ...
Freitag, den 25. Dezember 1914 (Nr. 302), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
A. Nachdem durch das Gutachten des beamteten Tierarztes unter dem Klauenviehbestande des Heinicke, Hübner, Kirschbaum, Lehmann, Baurath in Lindenberg, des Wendland (Ludwig), Hübner (August), Hübner (Marie), Hennig und Wendland (Georg) in Schwanebeck die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, werden die geschlossenen Ortschaften Lindenberg und Schwanebeck als Sperrbezirke bestimmt. ...
In der Nacht vom 19. zum 20. d. Mts. sind auf Bahnhof Blumberg
2 Stück Jungvieh (Kühe) zugelaufen. Ansprüche sind im Amtslokal Blumberg anzumelden.
Blumberg, den 23. November 1914.
Freitag, den 25. Dezember 1914 (Nr. 302), Kreis-Nachrichten, gekürzt [2]
Feldwebel im Alexander-Regiment Wittkopp, Beamter am Königl. Amtsgericht in Altlandsberg.
Dienstag, den 25. Dezember 1914 (Nr. 303), Kreis-Nachrichten [2]
Bernau. Auf Anregung des Herrn Landrats hat der Kreis Niederbarnim die Anschaffung eines Lazarettzuges beschlossen. Ein Chefarzt und zwei Aerzte werden ihn begleiten.
Mittwoch, den 30. Dezember 1914 (Nr. 304), Amtlicher Teil, gekürzt [2]
In der Zeit vom 14. Dezember bis 20. Dezember 1914 gingen an Liebesgaben bei uns ein: ...; Frauenverein Marzahn 60 Paar Strümpfe, 30 Paar Handschuhe; ...; Vaterländischer Frauenverein Biesdorf 10 Paar Pulswärmer, 36 Paar Strümpfe, 2 Ohrenwärmer, 36 Fußlappen, 1 Leibbinde, 3 Halswärmer. Außerdem ist ein Ballen Liebesgaben für die ostpreußischen Flüchtlinge eingegangen, dessen Spender nicht zu ermitteln war.
Donnerstag, den 31. Dezember 1914 (Nr. 305), Amtliche Beilage, gekürzt
Den Geschäftsplan zur Musterung der Militärpflichtigen im Kreise Niederbarnim für 1915 ...
Musterungslokal: Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 17a („Schloßrestaurant“)
[Musterung der Gestellungspflichtigen ... aus den Ortschaften ...]
Freitag, den 15. Januar 1915 ... Ahrensfelde, ...
Sonnabend, den 16. Januar 1915 ..., Blumberg Gemeinde und Gut, ...
Montag, den 18. Januar 1915 ..., Eiche, ...
Donnerstag, den 21. Januar 1915 ..., Lindenberg, ...
Freitag, den 22. Januar 1915 ..., Mehrow Gemeinde und Gut, ...

References: § 1
 § 5
 § 62

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 8

§ 1

§ 5