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Timestamp: 2020-04-03 08:53:32+00:00

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BFH, 22.01.1971 - III R 108/69 - dejure.org
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BFH, 22.01.1971 - III R 108/69 (https://dejure.org/1971,318)
BFH, Entscheidung vom 22.01.1971 - III R 108/69 (https://dejure.org/1971,318)
BFH, Entscheidung vom 22. Januar 1971 - III R 108/69 (https://dejure.org/1971,318)
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Feststellungsbescheide - Einheitswerte des Grundbesitzes - Eintritt der Unanfechtbarkeit - Steuerliche Belastung - Zeitpunkt der Bekanntgabe
BVerfG, 27.07.1971 - 1 BvR 163/71
BFHE 101, 277
DB 1971, 1189
Die Durchführung der Hauptfeststellung der Einheitswerte des Grundbesitzes 1964 nahm längere Zeit in Anspruch als dies ursprünglich erwartet wurde (vgl. im einzelnen BFH-Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, 284, BStBl II 1971, 295).
Wenngleich diese Grundlagenbescheide auch schon vor Eintritt ihrer Bestandskraft für Folgebescheide bindend sind (§ 182 AO 1977), so können die allgemein durch Hauptfeststellung festgestellten Einheitswerte aus Rechtsgründen und aus praktischen Gründen erst zu einem Zeitpunkt als Besteuerungsgrundlage dienen, zu dem sich das durch die Hauptfeststellung ergebende Einheitswert-Volumen überschauen läßt (vgl. Art. 10 § 3 ErbStRG 1974 und Art. 10 § 3 VStRG 1974, sowie BFH-Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, 281 f., BStBl II 1971, 295).
Das FG habe sich im wesentlichen auf die Ausführungen des BFH in dem Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69 (BFHE 101, 277, BStBl II 1971, 295) berufen.
Das BVerfG hat in der vom Senat in seinem Urteil III R 108/69 zitierten Entscheidung vom 7. Mai 1968 1 BvR 420/64 (BVerfGE 23 S. 242 [257], BStBl II 1968, 549) ausgeführt, der Gesetzgeber könne zunächst davon absehen, aus der neuen Bewertung steuerliche Folgerungen zu ziehen, solange es noch nicht feststehe, welcher Vermögensbestand aufgrund der neuen Bewertung überhaupt vorhanden sei.
Diese angemessene Frist war in den Jahren 1967 und 1968, wie der Senat in dem Urteil III R 108/69 näher dargelegt hat, noch nicht verstrichen.
Der erkennende Senat hat in seinen Entscheidungen vom 22. Januar 1971 III R 108/89 (BFHE 101, 277 [284], BStBl II 1971, 295) und vom 8. Dezember 1972 III R 6/72 (BFHE 108, 131 [135], BStBl II 1973, 202) zum Ausdruck gebracht, daß der Grundbesitz mit dem Konjunkturanstieg ab Mitte der 50er Jahre eine erhebliche Wertsteigerung erfahren habe, so daß durch die gesetzlich vorgeschriebene Maßgeblichkeit der Wertverhältnisse von 1935 für die Einheitsbewertung des Grundbesitzes eine erhebliche Ungleichheit zwischen diesen Werten und den zeitnah ermittelten Werten des übrigen Vermögens entstanden sei.
Der Senat ist unter Berücksichtigung der dargestellten Verfassungsrechtslage der Auffassung, daß die Frist, die dem Gesetzgeber für die Umstellung der laufenden Vermögensbesteuerung von den nach Wertverhältnissen 1935 festgestellten Einheitswerten auf zeitnah festgestellte Einheitswerte am 1. Januar 1971 noch nicht abgelaufen war (vgl. auch BFH-Entscheidung III R 108/69, BFHE a. a. O. S. 285).
Wie der Senat in seiner Entscheidung III R 108/69 (…BFHE a. a. O. S. 284) näher begründete, schwebte dem Gesetzgeber zunächst vor, die Besteuerung auf der Grundlage der Einheitswerte 1964 ab 1970 durchzuführen.
Der BFH hat daher in ständiger Rechtsprechung einen schwerwiegenden zur Nichtigkeit führenden Mangel eines Gewinnfeststellungsbescheides verneint, wenn eine Gewinnfeststellung für eine nicht bestehende GbR durchgeführt worden ist (BFH-Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, 280, BStBl II 1971, 295, 296;… BFH-Beschluß vom 27. März 1986 I S 16/85, BFH/NV 1986, 632, 633, und BFHE 134, 233, BStBl II 1982, 133, 135 zum fehlenden Gewerbebetrieb).
BFH, 26.04.1988 - VIII R 292/82
Rechtsbehelfsbefugnis eines ausgeschiedenen KG-Gesellschafters gegen diesem nicht …
Denn bei der Auslegung einer Rechtsbehelfsschrift ist davon auszugehen, daß der Rechtsbehelfsführer den Rechtsbehelf einlegen will, der seinen Belangen entspricht und zu dem von ihm angestrebten Erfolg führen kann (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. Oktober 1968 IV B 40/68, BFHE 93, 543, BStBl II 1969, 40; Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, BStBl II 1971, 295; Urteil vom 8. Februar 1974 III R 140/70, BFHE 112, 6, BStBl II 1974, 417; Beschluß vom 12. Januar 1978 IV S 12-13/77, BFHE 124, 147, BStBl II 1978, 227).
Diesem Verständnis des Rechtsverhältnisses im Sinn der Feststellungsklage des § 41 Abs. 1 FGO hat sich auch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) angeschlossen (vgl. Urteil vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, 280, BStBl II 1971, 295).
Schließlich lag es - im Hinblick auf § 69 Abs. 2 Satz 4 FGO - im Interesse des Klägers, vorläufigen Rechtsschutz auch gegen den ablehnenden Bescheid des FA vom 23. Januar 1978 zu beantragen (vgl. zur Auslegung von Prozeßhandlungen im übrigen auch die Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277 [280], BStBl II 1971, 295, und vom 8. Februar 1974 III R 140/70, BFHE 112, 6 [9], BStBl II 1974, 417).
Sie sind so auszulegen, daß das Ergebnis der Auslegung dem Willen und der Zielsetzung des Klägers bei verständiger Überlegung gerecht wird (BFH-Entscheidung vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277 [280], BStBl II 1971, 295).
Der Senat hat mit Urteil III R 108/69 vom 22. Januar 1971 (BFH 101, 277, BStBl II 1971, 295) entschieden, daß diese Rechtsauffassung nicht dem geltenden Recht entspricht.
Eine Nichtigkeit könnte daraus nicht gefolgert werden (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. Januar 1971 III R 108/69, BFHE 101, 277, 280, BStBl II 1971, 295, 296; BFH-Beschluß vom 1. Oktober 1981 IV B 13/81, BFHE 134, 223, BStBl II 1982, 133).
BFH, 09.06.1972 - III B 47/71
Aussetzung der Vollziehung - Feststellungsbescheide - Hauptfeststellung - …
BFH, 24.11.1972 - III R 20/72
Verlorene Baukostenzuschüsse gehören zur Jahresrohmiete; Erhöhung der …
BFH, 30.04.1987 - V B 13/87
Auslegungsfähigkeit von Rechtsbehelfsanträgen

References: Art. 10
 § 3
 Art. 10
 § 3
 § 41
 § 69