Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=16.06.1999&Aktenzeichen=II%20R%2057/96
Timestamp: 2020-02-23 18:58:44+00:00

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BFH, 16.06.1999 - II R 57/96 - dejure.org
https://dejure.org/1999,942
BFH, 16.06.1999 - II R 57/96 (https://dejure.org/1999,942)
BFH, Entscheidung vom 16.06.1999 - II R 57/96 (https://dejure.org/1999,942)
BFH, Entscheidung vom 16. Juni 1999 - II R 57/96 (https://dejure.org/1999,942)
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ErbStG (in der bis 31. Dezember 1995 geltenden Fassung) § 3 Abs. 1 Nr. 1, § 6 Abs. 2, § 15 Abs. 1 und Abs. 3, § 16 Abs. 1, § 19 Abs. 1; BGB § 2255 Satz 1, § 2269
ErbStG (in der bis 31.12.1995 geltenden Fassung) § 3 Abs. 1 Nr. 1, § 6 Abs. 2, § 15 Abs. 1 und Abs. 3, § 16 Abs. 1; BGB § 2255 Satz 1, § 2269
Gemeinschaftliches Testament - Berliner Testament - Schlußerbenfolge - Verteilung des Nachlasses - Überlebender Ehegatte - Änderung durch Erben - Erbquote - Vorausvermächtnis
Anwendung des § 15 Abs. 3 ErbStG, wenn bei einem Berliner Testament (§ 2269 BGB) der überlebende Ehegatte von der Befugnis Gebrauch macht, die gemeinschaftlich verfügte Verteilung des Nachlasses zu ändern
Notare Bayern , S. 105 (Leitsatz und Auszüge und Entscheidungsanmerkung)
ErbStG 1995 §§ 3 Abs. 1 Nr. 1, 6 Abs. 2, 15, 16 Abs. 1; BGB §§ 2255 Satz 1, 2269
Steuerklasse des Schlusserben bei Abänderungsrecht des überlebenden Ehegatten
Unterschiedliche Erbschaftssteuer bei Erbschaft und Vermächtnis
Abgrenzung der Vor- und Nacherbschaft zum Berliner Testament
Erbschaftsteuerliche Behandlung des Schlusserben
FG Köln, 30.10.1995 - 9 K 6698/94
BFHE 189, 537
BB 2000, 500
DB 1999, 2346
BStBl II 1999, 789
Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde, mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand haben kann (s. dazu insbesondere das BFH-Urteil vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789).
Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage für die Entscheidung des Senats (s. auch hierzu das BFH-Urteil in BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789).
Das FA kann auch während des gerichtlichen Verfahrens --auch während des Revisionsverfahrens-- einen den angefochtenen Bescheid ändernden Bescheid erlassen (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789).
Da die Berechnung selbst nicht streitig ist und ihre Vornahme in der Form eines Änderungsbescheides jedenfalls nicht zu ihrer Nichtigkeit führt, war das Urteil des FG zwar aufzuheben, aber entsprechend den Grundsätzen des Urteils in BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789 in der Sache selbst zu entscheiden.
BFH, 27.08.2008 - II R 23/06
Besteuerung der teils mit dem einen und teils mit dem anderen Ehegatten …
§ 15 Abs. 3 Satz 1 ErbStG beruht auf der Überlegung, dass es unbillig ist, allein auf das Verwandtschaftsverhältnis zu dem zuletzt verstorbenen Ehegatten abzustellen, soweit das dem Schlusserben anfallende Vermögen von dem zuerst verstorbenen Ehegatten stammt und der Erbe aufgrund seines Verwandtschaftsverhältnisses zu diesem Ehegatten in eine günstigere Steuerklasse fällt; denn beim gemeinschaftlichen Testament mit Bindung des zuletzt versterbenden Ehegatten erwirbt der Schlusserbe nach dem Tode dieses Ehegatten die Erbschaft aufgrund des Willens beider Ehegatten (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789).
Auch insoweit gilt nichts anderes als für ein gemeinschaftliches Testament i. S. des § 2269 BGB (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789).
Da dem Urteil der Vorinstanz der nicht mehr existierende Körperschaftsteuerbescheid vom 19. April 2001 zugrunde liegt, kann es keinen Bestand haben (vgl. z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Urteil vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789, m.w.N.).
Da dem Urteil der Vorinstanz danach der nicht mehr existierende ursprüngliche Zerlegungsbescheid zu Grunde liegt, kann es keinen Bestand haben (vgl. z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Urteil vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789, m.w.N.).
BFH, 20.04.2004 - IX R 49/03
Der Senat entscheidet auf Grund der tatsächlichen Feststellungen des FG (vgl. BFH-Urteil vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789) nach § 126 Abs. 3 Nr. 1 i.V.m. §§ 100, 121 FGO in der Sache selbst.
FG Köln, 28.02.2006 - 9 K 3338/05
FG Niedersachsen, 24.01.2007 - 3 K 314/06
Härteausgleich gem. § 19 Abs. 3 ErbStG bei Vorliegen einer Schlusserbschaft
LG Bonn, 25.01.2000 - 11 T 12/99
Umstellung des Stammkapitals einer GmbH auf Euro

References: § 3
 § 6
 § 15
 § 16
 § 19
 § 2255
 § 2269
 § 3
 § 6
 § 15
 § 16
 § 2255
 § 2269
 § 15

§ 15
 § 2269
 § 126
 § 19