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Timestamp: 2019-06-17 07:52:15+00:00

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BFH, 19.11.1998 - V R 102/96 - dejure.org
BFH, 19.11.1998 - V R 102/96
https://dejure.org/1998,2853
BFH, 19.11.1998 - V R 102/96 (https://dejure.org/1998,2853)
BFH, Entscheidung vom 19.11.1998 - V R 102/96 (https://dejure.org/1998,2853)
BFH, Entscheidung vom 19. November 1998 - V R 102/96 (https://dejure.org/1998,2853)
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UStG 1991 § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 18 Abs. 9; UStDV 1991 § 61 Abs. 1; Richtlinie 79/1072/EWG (Achte Richtlinie) Art. 3 Buchst. a; Richtlinie 77/388/EWG (Sechste Richtlinie) Art. 18 Abs... . 1 Buchst. b; EGV Art. 6
Nachweisführung - Vergütungsverfahren - Allgemeines Veranlagungsverfahren - Vorlage der Zweitschrift
§§ 15 Abs. 1 Nr. 2, 18 Abs. 9 UStG 1991
Umsatzsteuer; Vorsteuervergütung bei Vorlage der Zweitausfertigung des Ersatzbelegs
Umsatzsteuergesetz 1980, §§ 15, 18 Abs. 9
FG Köln, 29.08.1996 - 2 K 2498/94
BFH, 02.10.1997 - V R 102/96
EuGH, 20.10.1998 - C-428/97
EuGH - C-428/97 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
BFHE 187, 344
DB 1999, 264
BStBl II 1999, 255
Denn nach dem Urteil des BFH vom 19. November 1998 (V R 102/96, BStBl II 1999, 255) komme es nicht auf das mangelnde Vertretenmüssen des Verlustes an.
Es komme nicht darauf an, ob sie, die Klägerin, den Verlust der Originalrechnungen zu vertreten habe (BFH-Urteil vom 19. November 1998 V R 102/96, BStBl II 1999, 255).
Zwar stützt die Klägerin ihren Einwand auf das Urteil des BFH vom 19. November 1998 (V R 102/96, BStBl II 1999, 255, BFHE 187, 344 ), in dem der BFH tatsächlich ausdrücklich entschieden hat, dass es nicht darauf ankomme, aufgrund welcher Umstände die Erstschrift des Ersatzbelegs nicht vorgelegt werden könne.
Und in dem Urteil vom 19. November 1998 (…V R 69/96, BFH/NV 1999, 985), das taggleich mit der vom der Klägerin zitierten Entscheidung ergangen ist, wird das Erfordernis des Nicht-Vertretenmüssens - abgesehen davon, dass auf die Entscheidung V R 102/96 durch ein "vgl." hingewiesen wird - nicht ausdrücklich für entbehrlich gehalten.
Entscheidend ist, dass die Finanzbehörde (oder im Falle des Rechtsstreits das FG) aufgrund der vorgelegten Beweismittel zu der Überzeugung gelangt, dass die Tatbestandsvoraussetzungen des § 15 Abs. 1 UStG einschließlich des (ursprünglichen) Rechnungsbesitzes vorliegen (vgl. zum Vorsteuer-Vergütungsverfahren BFH-Urteil vom 19. November 1998 V R 102/96, BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255, unter II.3.e, Rz 26).
Entscheidend ist, dass der Veranlagungsbeamte oder im Falle eines Rechtsstreits das FG die Überzeugung gewinnt, dass die Tatbestandsvoraussetzungen des § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG 1980 einschließlich des (ursprünglichen) Rechnungsbesitzes des Unternehmers vorliegen (BFH-Urteil vom 19. November 1998 V R 102/96, BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255).
Wenn der dem Erstattungsantrag zugrunde liegende Vorgang stattgefunden hat und keine Gefahr besteht, dass weitere identische Erstattungsanträge gestellt werden, kommt es nach Auffassung des erkennenden Senats nicht auf das Nicht-Vertretenmüssen durch den Antragsteller an (vgl. BFH-Urteil vom 19. November 1998 - V R 102/96, BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255).
Aus dem BFH-Urteil vom 19. November 1998 (V R 102/96, BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255), wonach es nicht auf die Umstände des Verlustes der Originalrechnung ankommt, ergibt sich indes nicht, dass die Vorlage einer Rechnungsfotokopie ausreicht.
Im Übrigen nimmt sie Bezug auf die BFH-Urteile vom 20. August 1998 (V R 55/96, BStBl II 1999, 324) und vom 19. November 1998 (V R 102/96, BStBl II 1999, 255).
Wenn der dem Erstattungsantrag zugrunde liegende Vorgang stattgefunden hat und keine Gefahr besteht, dass weitere identische Erstattungsanträge gestellt werden, kommt es nach Auffassung des erkennenden Senats - wie auch von der Klägerin vertreten - nicht auf das Nicht-Vertretenmüssen durch den Antragsteller an (vgl. BFH-Urteil vom 19. November 1998 - V R 102/96, BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255).
Diese Rechtsprechung muss entgegen der Ansicht der Klägerin nicht im Hinblick auf das BFH-Urteil vom 19. November 1998 V R 102/96 (BFHE 187, 344, BStBl II 1999, 255) in einem Revisionsverfahren überprüft werden.
Der Besitz der Originalrechnung kann jedoch nicht nur durch deren Vorlage, sondern durch alle Beweismittel nachgewiesen werden (BFH v. 16.4. 1997 XI R 63/93, BStBl. II 1997, 582; v. 20.8. 1998 V R 55/96, BStBl. II 1999, 324, 326; v. 19.11.1998, BStBl. II 1999, 255, 257;… v. 12.5. 2003 V B 226/02, BFH/NV 2003, 1226).

References: § 15
 § 18
 § 61
 Art. 3
 Art. 18
 Art. 6

EuGH 
 § 15
 § 15