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Timestamp: 2019-06-19 12:11:10+00:00

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Rechtsprechung: BauR 2013, 1318 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Stuttgart, 30.04.2013 | OLG Schleswig, 29.04.2013 | OVG Berlin-Brandenburg, 19.04.2013 | OLG Koblenz, 23.04.2013
Bei Veräußerung von Wohnungseigentum stellt das Fehlen einer Baugenehmigung regelmäßig einen Sachmangel dar
Hingegen genügt es nicht, wenn sich dem Verkäufer das Vorliegen aufklärungspflichtiger Tatsachen hätte aufdrängen müssen, weil dann die Arglist vom Vorsatz abgekoppelt und der Sache nach durch leichtfertige oder grob fahrlässige Unkenntnis ersetzt würde (vgl. etwa BGH, Urteil vom 12.04.2013 - V ZR 266/11, NJW 2013, 2182, 2183).
Selbst ein bewusstes Sichverschließen genügt daher nicht den Anforderungen, die an die Arglist zu stellen sind (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2003 - V ZR 437/01, NJW-RR 2003, 989, 990; Urteil vom 12.04.2013 - V ZR 266/11, NJW 2013, 2182, 2183).
Für die Frage der Arglist ist damit allein entscheidend, ob der Verkäufer die den Mangel begründenden Umstände kennt (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2003 - V ZR 437/01, NJW-RR 2003, 989, 990; Urteil vom 12.04.2013 - V ZR 266/11, NJW 2013, 2182, 2183).
Liegt diese Kenntnis zumindest in der Form des Eventualvorsatzes vor, ist es allerdings unerheblich, ob der Verkäufer daraus den Schluss auf einen Sachmangel zieht (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2003 - V ZR 437/01, NJW-RR 2003, 989, 990; Urteil vom 12.04.2013 - V ZR 266/11, NJW 2013, 2182, 2183).
Wird nämlich Bestandsschutz gewährt, scheidet ein Sachmangel wegen fehlender Baugenehmigung aus (BGH NJW 2013, 2182; NJW-RR 1987, 457).
Nutzungsumfang im Ferienhausgebiet; Voraussetzungen einer arglistigen Täuschung
OLG Stuttgart, 30.04.2013 - 3 U 46/13
https://dejure.org/2013,9749
OLG Stuttgart, 30.04.2013 - 3 U 46/13 (https://dejure.org/2013,9749)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 30.04.2013 - 3 U 46/13 (https://dejure.org/2013,9749)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 30. April 2013 - 3 U 46/13 (https://dejure.org/2013,9749)
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Eigentumsbeeinträchtigung: Blendwirkung von Photovoltaik-Anlagen auf ein Nachbargrundstück; zumutbarer Einbau von Anti-Reflektions-Modulen
Photovoltaikanlage - Blendwirkung - Beseitigungsanspruch
Solar-/Photovoltaik-Anlage - Entfernungsanspruch des Nachbarn bei Blendung
Zur Blendwirkung von Photovoltaik-Anlagen auf Nachbargrundstücke
Muss der Nachbar die Blendwirkung von Solar-Anlagen dulden?
Blendungen durch Fotovoltaikanlage
Photovoltaikanlage blendet Nachbarn
Hinzunehmende Blendungen durch Fotovoltaikanlage
Einbau von Anti-Reflektions-Modulen bei Photovoltaikanlage für Nachbarn zumutbar? (IMR 2013, 1098)
LG Stuttgart, 05.02.2013 - 9 O 320/09
ZMR 2013, 1005
BauR 2013, 1463
(Vgl. BGH, NJW 1959, 1632; BGHZ 38, 61; BGH, NJW 1992, 1389; BGH, NJW 1993, 925; LG Heidelberg, NZM 2010, 919;… Palandt/Bassenge, aaO, § 906 BGB Rn. 23;… missverständlich hingegen die Formulierungen von Fritzsche in Bamberger/Roth, BGB, 3. Auflage 2012, § 906 BGB Rn. 56; unklar OLG Stuttgart, Urteil vom 30.04.2013 - 3 U 46/13 -, Rn. 24, zitiert nach Juris.) Die für die Klägerin störende Anlage auf dem Dach des Nachbarhauses wäre mithin nur dann "ortsüblich" im Sinne des Gesetzes, wenn von anderen Photovoltaikanlagen im selben Ort, bzw. im selben Wohngebiet, Blendwirkungen auf Nachbarhäuser in ungefähr gleicher Art und gleicher Intensität ausgehen würden.
VG Freiburg, 13.07.2016 - 6 K 1596/15
Baurecht: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Nachbarwiderspruch gegen …
Denn sogenannten "negativen Einwirkungen" zählen dazu nicht, wie etwa die Wind, Lichtzufuhr oder Funkwellen "abschattende" oder "umlenkende" Wirkung eines Gebäudes (…siehe dazu BGH, U. v. 22.2.1991 - V ZR 308/89 - NJW 1991, 1671 [1672] = juris Rn. 10 unter Hinweis auf RG, Warn 1914, Nr. 57 = JW 1914, 196 und OLG München, DW 1957, 68, wonach es eine solche, von § 906 Abs. 1 S. 1 BGB nicht erfasste "negative Einwirkung" darstellt, wenn ein Gebäude die " Bewegung des Windes zum Nachteil des Nachbargrundstücks beeinflusst, weil ein Windstau entsteht ";… ebenso zu dem " von einem Gebäude abprallenden Wind und Regen " BGH, U. v. 21.10.1983 - V ZR 166/82 -, NJW 1984, 729 = juris, Rn. 8 und insbes.Rn. 13 m.w.Nw.;… so auch zu der " Verwirbelung des Windes " durch eine Windkraftanlage [WKA], die dadurch die effizienten Abläufe einer dahinter liegenden WKA eines anderen Anlagenbetreibers stört und beeinträchtigt] OLG Frankfurt a.M., U. v. 9.3.2000 - 15 U 118/99 -, NJW-RR 2000, 1542 [1544] = juris, Rn. 35;… a. A. aber VG Schleswig-Holstein, U. v. 11.12.2008 - 12 A 10/07 -, juris, Rn. 27, wonach es sich bei den - direkt durch den Betrieb einer WKA ausgelösten -Windverwirbelungen/Turbulenzen um eine den Luftverunreinigungen, Erschütterungen, Strahlen usw. "ähnliche Umwelteinwirkung" i.S.d. § 3 Abs. 1 BImSchG handeln soll;… siehe im Übrigen Münchener Kommentar, 6. Aufl. 2013, Rn. 100 - 115, Fußnote 244 m. w. Rspr.Nw. sowie Staudinger/Roth, [BGB-Kommentar, juris], 2016, Rn. 122, 123.;… zur Zurechenbarkeit von Störungen durch Naturereignisse, wenn menschliches Handeln oder Unterlassen deren Auswirkungen mitbeeinflusst BGH, U. v. 14.11.2003 - V ZR 102/03 -, NJW 2004, 1037 = juris, Rn. 24; siehe allerdings zur "Bündelung von Sonnenlichtstrahlen durch ein Glasdach" bzw. zur "Umlenkung von Sonnenstrahlen durch eine Photovoltaikanlage" und dadurch auf dem Nachbargrundstück verursachte "Blendeinwirkungen" als von diesen Anlagen "ausgehenden Einwirkungen" LG Frankfurt a.M., U. v. 21.7.1995 - 21/11 O 33/94 - Leitsatz Nr. 2 = DWW 1998, 57 = juris [nur LS] bzw. OLG Stuttgart, U. v. 30.4.2013 - 3 U 46/13 -, BauR 2013, 1463 = juris, Rn. 16).
OLG Schleswig, 29.04.2013 - 9 W 34/13
https://dejure.org/2013,9670
OLG Schleswig, 29.04.2013 - 9 W 34/13 (https://dejure.org/2013,9670)
OLG Schleswig, Entscheidung vom 29.04.2013 - 9 W 34/13 (https://dejure.org/2013,9670)
OLG Schleswig, Entscheidung vom 29. April 2013 - 9 W 34/13 (https://dejure.org/2013,9670)
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§ 2 Abs 1 S 1 JVEG, § 2 Abs 2 JVEG
Sachverständigenentschädigung: Anforderungen an die Geltendmachung der Vergütung; Voraussetzung für eine Nachforderung
JVEG § 2 Abs. 1 Satz 1; JVEG § 2 Abs. 2
Keine Vergütung bei zu später Rechnungsstellung!
Pflicht des Sachverständigen zur genauen Bezifferung seines Vergütungsanspruchs innerhalb der Drei-Monats-Frist des § 2 Abs. 1 S. 1 JVEG
Betreuungsrecht - Vergütungsnachforderung eines Sachverständigen
Zur Sachverständigenvergütung
Keine Vergütung bei zu später Rechnungsstellung! (IBR 2013, 440)
LG Lübeck, 15.11.2012 - 7 T 509/09
FamRZ 2014, 155
Rpfleger 2013, 523
Die Geltendmachung einer Nachforderung unterliegt den selben rechtlichen Anforderungen wie die erstmalige Geltendmachung der Vergütungsforderung (vgl. Beschluss des Senats vom 23.12.2009, Az.: L 15 SF 352/09; Schleswig-Holsteinisches OLG, Beschluss vom 29.04.2013, Az.: 9 W 34/13).
Die Geltendmachung einer Nachforderung unterliegt denselben rechtlichen Anforderungen wie die erstmalige Geltendmachung der Vergütung (vgl. Schleswig-Holsteinisches OLG, Beschluss vom 29.04.2013, AZ: 9 W 34/13 m.w.N.).
LSG Thüringen, 09.12.2014 - L 6 SF 723/14
Vergütung von Sachverständigen im sozialgerichtlichen Verfahren; Keine Verwirkung …
Dies und die Begründung des Gesetzesentwurfs (BT-Drs. 15/1971 S. 178) weisen darauf hin, dass die Vergütung nach Grund und Höhe grundsätzlich innerhalb der Drei-Monats-Frist vollständig beziffert und substantiiert werden muss (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Juni 2007 - L 6 B 77/07 SF; OLG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 29. April 2013 - 9 W 34/13;… Keller "Die Vergütung ärztlicher Sachverständigengutachten im sozialgerichtlichen Verfahren nach den Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz" in MedSach 2005, S. 154).
LSG Schleswig-Holstein, 12.09.2014 - L 5 SF 105/13
Sozialgerichtliches Verfahren - Sachverständigenvergütung - nachträgliche …
Das Gericht gewährt dem Berechtigten, der ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war, auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, wenn er innerhalb von zwei Wochen nach Beseitigung des Hindernisses den Anspruch beziffert und die Tatsachen glaubhaft macht, welche die Wiedereinsetzung begründen (vgl. Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 29. April 2013, 9 W 34/13, Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 7. November 2011, 1 Ws 398/11, Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 21. Dezember 2011, L 15 SF 208/10 B E).
OVG Berlin-Brandenburg, 19.04.2013 - 11 A 7.13
https://dejure.org/2013,7278
OVG Berlin-Brandenburg, 19.04.2013 - 11 A 7.13 (https://dejure.org/2013,7278)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 19.04.2013 - 11 A 7.13 (https://dejure.org/2013,7278)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 19. April 2013 - 11 A 7.13 (https://dejure.org/2013,7278)
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§ 54 VwGO, § 42 Abs 2 ZPO
Erfolgreiche Richterablehnung; ehrenamtlicher Richter; Mitwirkung in Verfahren über Dimensionierung des passiven Schallschutzes im Umfeld des Flughafens BER; Unterzeichnung eines im Internet abrufbaren parteipolitischen Positionspapiers u.a. zur Schallschutzproblematik; Nichterwähnung des Positionspapiers in dienstlicher Äußerung; Unterzeichnung des Volksbegehren zum Nachflugverbot (offen gelassen)
VwGO § 54 Abs. 1; ZPO § 42 Abs. 2
Voraussetzungen der Ablehnung eines ehrenamtlichen Richters wegen der Besorgnis der Befangenheit aufgrund der Parteilichkeit im Zusammenhang mit dem Flughafen Berlin Brandenburg (hier: Unterzeichnung des Volksbegehrens "Nachtflug")
Befangenheit des Richters wegen unvollständigen Äußerungen!
Ehrenamtlicher Richter für Verhandlung über Schallschutz am BER mit Erfolg wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt
Der ehrenamtliche Richter und die Besorgnis der Befangenheit
Ehrenamtlicher Richter für Verhandlung über Schallschutz am BER mit Erfolg wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt - Richter lässt Unterzeichnung eines Positionspapiers zu Schallschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Flughafen BER unerwähnt
OVG Berlin-Brandenburg, 25.04.2013 - 11 A 7.13
OLG Koblenz, 23.04.2013 - 3 W 222/13
https://dejure.org/2013,8283
OLG Koblenz, 23.04.2013 - 3 W 222/13 (https://dejure.org/2013,8283)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 23.04.2013 - 3 W 222/13 (https://dejure.org/2013,8283)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 23. April 2013 - 3 W 222/13 (https://dejure.org/2013,8283)
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§ 637 Abs 3 BGB, § 91 ZPO, § 91a ZPO, § 93 ZPO
Bauvertrag: Erhebung eines Teilvorschussklage nach Vornahme von Nachbesserungsarbeiten bei Schimmelpilzbefall
BGB § 637 Abs. 3
Zulässigkeit einer Teilvorschussklage zur Vornahme weiterer Nachbesserungsarbeiten
Nachbesserungsarbeiten im Gang: Teilvorschussklage zulässig?
LG Bad Kreuznach, 14.03.2013 - 3 O 158/12

References: § 906
 § 906
 § 906
 § 3

§ 2
 § 2
 § 2
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§ 54
 § 42
 § 54
 § 42

§ 637
 § 91
 § 91
 § 93
 § 637