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Timestamp: 2019-04-22 03:04:10+00:00

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BGH, 15.02.2008 - V ZR 17/07 - dejure.org
BGH, 15.02.2008 - V ZR 17/07
BGB §§ 249 Abs. 2 Satz 1, 823 Abs. 2, 909
BGB §§ 909, 249 Abs. 2 Satz 1 Gb, 823 Abs. 2 F, 909
Schadensersatzanspruch bei schuldhaft herbeigeführter Vertiefung des Nach-bargrundstücks
Stützarbeiten auf dem Nachbargrund zur Wiederherstellung der Standfestigkeit eines Gebäudes
Berücksichtigung der Kosten der Wiederherstellung für die Standfähigkeit eines Hauses bei Verlust derselben durch schuldhafter Vertiefung eines Nachbargrundstückes als Teil eines Schadensersatzes; Unmöglichkeit der Naturalrestitution bei fehlender Zustimmung zu Wiederherstellungsarbeiten; Beweislastverteilung bei Darlegung der Unmöglichkeit einer Naturalrestitution
Standfestigkeit eines Hauses - Verlust durch Vertiefung auf Nachbargrundstück
Vertiefung des Nachbargrundstücks; Schadensersatz für Verlust der Standfestigkeit
BGB § 249 Abs. 2 S. 1 § 823 Abs. 2 § 909
Umfang des Schadensersatzes wegen Vertiefung des Nachbargrundstücks
Schäden am Nachbarhaus durch Vertiefungsarbeiten
Mietrecht - Vertiefung des Nachbargrundstücks - Standfestigkeit des Hauses weg
Schadensersatz bei Bodenvertiefung
Haftung des Architekten bei Verlust der Standfestigkeit eines Hauses auf dem Nachbargrundstück
Schäden am Nachbarhaus durch Vertiefungsarbeiten (IBR 2008, 270)
LG Detmold, 13.06.2002 - 9 O 624/00
OLG Hamm, 29.12.2006 - 19 U 92/02
NJW-RR 2008, 969
MDR 2008, 559
MDR 2009, 544
NZBau 2008, 320 (Ls.)
NZM 2008, 377
VersR 2008, 1116
BauR 2008, 1016
BauR 2008, 881
Die Vorschrift schützt die Festigkeit des Bodens eines in fremdem Eigentum stehenden Nachbargrundstücks und damit auch die Standsicherheit der darauf befindlichen Gebäude (vgl. BGH, Urteil vom 15. Februar 2008 - V ZR 17/07 -, NJW-RR 2008, S. 969, 970).
Entsprechendes gilt im Rahmen des § 251 Abs. 1 BGB für den vom Schädiger erhobenen Einwand der Unmöglichkeit gegenüber einer vom Geschädigten geltend gemachten Naturalrestitution im Sinne des § 249 BGB bzw. der Kosten hierfür (BGH, Urteil vom 15. Februar 2008 - V ZR 17/07 - VersR 2008, 1116, 1117).
BGH, 29.05.2009 - V ZR 15/08
Notwendigkeit der Angabe der Bodenfestigkeit des bedrohten Grundstücks bei einer …
Bei einem bereits eingetretenen Stützverlust ist der Beseitigungsanspruch geltend zu machen, und zwar auch dann, wenn die Beeinträchtigung infolge der Untätigkeit des Vertiefenden über einen längeren Zeitraum andauert (vgl. Senat , Urt. v. 15. Februar 2008, V ZR 17/07, NJW-RR 2008, 969, 970 Rdn. 17).
§ 909 BGB ist Schutzgesetz i.S.v. § 823 Abs. 2 BGB (BGH Urt. v. 15.02.2008, V ZR 17/07, BauR 2008, 1016, JURIS Rdnr 10; RGRK § 909 Rdnr 14; Soergel-Baur § 909 Rdnr 8, jew. m.w.N.) und verbietet jede Vertiefung, die dem Nachbargrundstück die Stütze entzieht.
Das Verbot unzulässiger Vertiefung richtet sich dabei sowohl gegen den Eigentümer oder Benutzer des vertieften Grundstücks als auch gegen jeden, der ein Grundstück vertieft oder daran mitwirkt (st. Rspr.: BGH Urt. v. 15.02.2008, V ZR 17/07, BauR 2008, 1016, JURIS Rdnr 8;… BGH Urt. v. 22.10.2004, V ZR 310/03, NZBau 2005, 227, JURIS Rdnr 6;… BGH Urt. v. 12.07.1996m V ZR 280/94, BauR 1996, 877, JURIS Rdnr 9, jew. m.w.N.).
Der Schadensersatzanspruch gem. §§ 823 Abs. 2, 909, 249 S. 1 BGB umfasst nach einem Gebäudeeinsturz die Wiederaufbau- und Aufräumkosten, bzw., soweit das Bauwerk noch steht, die Kosten der Wiederherstellung seiner Standfestigkeit (BGH Urt. v. 15.02.2008, V ZR 17/07, BauR 2008, 1016, JURIS Rdnr 10; Staudinger-Roth § 909 Rdnr 57).
FG Hamburg, 20.04.2010 - 3 K 18/10
Schwimmende Konferenzanlage grundsteuerfrei
Schwimmkörper können unter den vorgenannten regulären Umständen - auch als Lieger - bereits so unbeherrschbar schwanken wie Häuser nur in irregulären Zuständen von Erdbeben oder Erdrutschen, deren Gefahren bei einem zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäude nicht hingenommen werden können (vgl. OVG Greifswald vom 4. August 2009 3 M 112/09, Zeitschrift für öffentliches Recht in Norddeutschland -NordÖR- 2009, 509; BGH vom 15. Februar 2008 V ZR 17/07, MDR 2008, 559, NJW-Rechtsprechungsreport- Zivilrecht -NJW-RR- 2008, 969).
Insolvenzverwalterhaftung: Berechnung des ersatzfähigen Schadens bei …
Im Streitfall dürfte der Anspruch auf Naturalrestitution zudem an § 251 Abs. 1 BGB scheitern, weil der Erwerber nicht in eine Veränderung der Fahrzeuge einwilligen wird (BGH, Urteil vom 15. Februar 2008 - V ZR 17/07, VersR 2008, 1116 Rn. 12 ff).
Unbeschadet der Frage, ob die Kläger aktivlegitimiert sind, weil Schadensersatz gemäß §§ 823 Abs. 2, 909 BGB bzw. Entschädigung gemäß §§ 906 Abs. 2 S. 2, 909 BGB analog grundsätzlich für die dem jeweiligen Eigentümer entstandenen Nachteile auf Grund des Eingriffs in das Eigentum gewährt wird (vgl. BGH, Urteil vom 23. Februar 2001 - V ZR 389/99 -, BGHZ 147, 45; Urteil vom 15. Februar 2008 - V ZR 17/07 -, NJW-RR 2008, 969; Urteil vom 04. Juli 1997 - V ZR 48/96 -, VersR 1997, 1496), so dass im Falle der Veräußerung eines durch Vertiefung beschädigten Hausgrundstücks der Rechtsnachfolger die bereits in der Person des Voreigentümers begründeten Schadensersatzansprüche nur geltend machen kann, wenn sie ihm abgetreten worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 04. Mai 2001 - V ZR 435/99 -, MDR 2001, 986), oder wenn er bei Eintritt der Schäden am Haus bereits Inhaber eines Anwartschaftsrechts war, also an ihn das Grundstück bereits aufgelassen war und zu seinen Gunsten eine Auflassungsvormerkung bestand (BGH, Urteil vom 05. April 1991 - V ZR 39/90 -, BGHZ 114, 161), was - wie in der mündlichen Verhandlung vom 21. Oktober 2015 erörtert - nach Aktenlage zu Gunsten der Kläger nicht feststellbar ist, unterliegen die geltend gemachten Ansprüche der Verjährung.
LG Köln, 15.12.2016 - 2 O 351/14
§ 909 BGB ist Schutzgesetz i.S.v. § 823 Abs. 2 BGB (BGH Urt. v. 15.02.2008, V ZR 17/07, BauR 2008, 1016) und verbietet jede Vertiefung, die dem Nachbargrundstück die Stütze entzieht.
Das Verbot unzulässiger Vertiefung richtet sich dabei sowohl gegen den Eigentümer oder Benutzer des vertieften Grundstücks als auch gegen jeden, der ein Grundstück vertieft oder daran mitwirkt (st. Rspr.: BGH Urt. v. 15.02.2008, V ZR 17/07, BauR 2008, 1016;… BGH Urt. v. 22.10.2004, V ZR 310/03, NZBau 2005, 227).
Außerdem bleibt der Veräußerer der störenden Sache nur dann Zustandsstörer, wenn er über die Sache tatsächlich weiterhin verfügen kann (vgl. BGH, Urteil vom 10.07.1998, Az. V ZR 60/97; BGH, Urteil vom 15.02.2008, Az. V ZR 17/07 = NJW-RR 2008, 969 [971]).
Bis auf die oben genannten Ziffer 13. der Schadenspositionen dienten die in o.g. Tabelle aufgeführten Maßnahmen ausschließlich gerade der Sicherung der Standfestigkeit des Hauses des Nachbarn X. Da die unzulässige Vertiefung auf dem Grundstück der Klägerin zur Beeinträchtigung der Standfestigkeit dieses Gebäudes führte, war sie Störerin im Sinne des § 1004 I BGB und als solche verpflichtet, diese von ihrer Vertiefung ausgehende Beeinträchtigung zu beseitigen (BGH BauR 2008, 1016).

References: § 249
 § 823
 § 909
 § 251
 § 249

§ 909
 § 823
 § 909
 § 909
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 909
 BGH 
 § 251

§ 909
 § 823
 BGH 
 BGH 
 § 1004