Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=12.05.2000&Aktenzeichen=VI%20R%20100/99
Timestamp: 2020-06-07 00:14:01+00:00

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BFH, 12.05.2000 - VI R 100/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,3525
BFH, 12.05.2000 - VI R 100/99 (https://dejure.org/2000,3525)
BFH, Entscheidung vom 12.05.2000 - VI R 100/99 (https://dejure.org/2000,3525)
BFH, Entscheidung vom 12. Mai 2000 - VI R 100/99 (https://dejure.org/2000,3525)
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Kindergeld - Minderung der Erwerbsfäigkeit - Trennnung der Eltern - Abrechnungsbescheid - Steuervergütung
FG Sachsen-Anhalt, 26.02.1999 - II 682/97
Die Entscheidung darüber gehört sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren (§ 149 FGO), für das die Vorinstanz zuständig ist (BFH-Urteile vom 5. Februar 2002 VIII R 53/99, BFHE 197, 546, BStBl II 2003, 237, und vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, BFH/NV 2001, 21, je zu II. 3.).
Der Bundesfinanzhof (BFH) habe diese Frage --soweit ersichtlich-- bislang offen gelassen (BFH-Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, BFH/NV 2001, 21, unter 1. a bb).
Nach § 78 Abs. 1 EStG a.F. gilt es in diesen Fällen als nach den Vorschriften des EStG zum 1. Januar 1996 neu festgesetzt (vgl. Senatsurteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst --DStRE-- 2000, 1031).
Da das FG festgestellt hat, dass dem Kläger seit der Geburt seiner Kinder in den Jahren 1988 bzw. 1993 Kindergeld gewährt wurde, liegt die nach § 78 Abs. 1 Satz 1 EStG i.d.F. des JStG 1996 fingierte Neufestsetzung des Kindergeldes vor, die Gegenstand einer Änderung sein kann (vgl. BFH-Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, BFH/NV 2001, 21, unter 1.a bb).
Das gilt auch, wenn die Vorinstanz die Klage wegen Fehlens einer anderen Sachentscheidungsvoraussetzung als unzulässig abgewiesen hat (BFH-Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, BFH/NV 2001, 21).
Soweit der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99 (BFH/NV 2001, 21) die Auffassung vertreten habe, dass die maßgeblichen Veränderungen nach dem 1. Januar 1996 eingetreten sein müssten, vermöge der Senat sich dem nicht anzuschließen.
BFH, 26.01.2001 - VI R 89/00
Kindergeld - Aufhebungsbescheid - Wohnsitz - Gewöhnlicher Aufenthalt - …
Zur Vermeidung von Neufestsetzungen in jedem Einzelfall bestimmte der --zwischenzeitlich entfallene-- § 78 Abs. 1 Satz 1 EStG, dass Kindergeld, welches bis zum 31. Dezember 1995 nach den Vorschriften des BKGG gewährt wurde, als nach den Vorschriften des EStG festgesetzt gilt (vgl. BFH-Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst 2000, 1031, BFH/NV 2001, 21).
Nach § 78 Abs. 1 EStG a.F. galt Kindergeld zum 1. Januar 1996 nur dann nach den Vorschriften des EStG als festgesetzt, wenn es bis dahin nach sozialrechtlichen Vorschriften gewährt worden war (vgl. BFH-Beschluss vom 24. Mai 2000 VI B 251/99, BFH/NV 2000, 1204, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst --DStRE-- 2000, 858, und BFH-Urteil vom 12. Mai 2000 VI R 100/99, DStRE 2000, 1031).
Soweit der BFH mit Urteil vom 12. Mai 2000 - VI R 100/99 (DStRE 2000, 1031) den Standpunkt vertritt, dass nach § 78 Abs. 1 Satz 1 EStG in der Fassung von Art. 1 des Jahressteuergesetzes 1996 vom 11. Oktober 1995, BGBl. I 1995, 1250 das zuvor als Sozialleistung festgesetzte Kindergeld in der gewährten Höhe als nach den Vorschriften des EStG festgesetzte Steuervergütung gilt, und deshalb die maßgeblichen Änderungen gemäß § 70 Abs. 2 EStG nach dem 01. Januar 1996 eingetreten sein müssen, vermag sich der Senat dem nicht anzuschließen.
FG Rheinland-Pfalz, 24.07.2002 - 2 K 1273/02
Keine Änderung eines Kindergeldbescheides gemäß § 70 Abs. 2 EStG mit weiterer …

References: § 78
 § 78
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 Art. 1
 § 70
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