Source: https://www.familienrecht-allgaeu.de/de/vater-recht-auf-kind.html
Timestamp: 2019-06-24 19:41:52+00:00

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Vaterrechte | Dr. Schröck | Fachanwalt für Familienrecht
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Rechte der Väter im Wandel der Zeit
"Welche Rechte haben gesetzliche und leibliche Väter?"
zum KINDSCHAFTSRECHT
Die Frage nach den Vaterrechten und Vaterpflichten steht im Zusammenhang mit Fragen, die dem -> Kindschaftsrecht (z.B. Informationsrechte, Umgangsrecht, Sorgerecht) sowie dem Unterhaltsrecht (-> Kuckuckskind-Problematik) zugeordnet sind. Besondere rechtliche Herausforderungen sind Fragen der Vaterrechte bei künstlicher Befruchtung: die Abteilung Familienrecht des -> 71. Deutschen Juristentag 2016 beschäftigte sich mit der "rechtlichen, biologischen und sozialen Elternschaft". Väter stoßen weitaus mehr auf Widerstände bei der Verteidigung und Durchsetzung Ihrer Rechte als Mütter: -> Väterwiderstand.de stellt eine sog. "Blacklist" vor, die Einblick in Erfahrungsberichte von Vätern im Kampf um das Kind mit Behörden und Gerichten bieten (-> HIER...). Fragen zur Klärung der Vaterschaft gehören zwischenzeitlich zum Tagesgeschäft unserer -> Kanzlei. Die Vaterrechte und Vaterpflichten bestehen in der Regel nur für den Mann, der auch Vater im Sinne des Gesetzes ist. Ist der leibliche Vater nicht mit der Mutter verheiratet ist und wird das Kind auch nicht in einer Ehe der Mutter geboren, kann der leibliche Vater relativ unproblematisch per -> Vaterschaftsanerkennung zum gesetzlichen Vater werden. Weiter gibt es für den leiblichen Vater auch unabhängig von der gesetzlichen Vaterschaft Rechte am Kind. Kinder die in der Trennungsphase zur Welt kommen, stammen meist nicht vom (Noch-)Ehemann. Wie mit dieser Situation als "Vater" umzugehen ist, erfahren Sie -> HIER... Gerichtsverfahren wegen Streitigkeiten um die -> "Vaterschaft" (§ 1592 BGB) sind sog. Abstammungssachen (§§ 169 ff. FamFG). Für "Verschiebungen" bzw. "Synchronisierungen" von gesetzlicher mit der leiblichen Vaterschaft im Wege von -> Vaterschaftsverfahren ist immer ein amtlich anerkannter -> Vaterschaftstest erforderlich. Von Vaterschaftsverfahren (= Abstammungssachen) sind die Verfahren wegen -> Kindschaftssachen (§§ 151 ff. FamFG) zu unterscheiden. Für mehr Informationen folgen Sie dem -> Wegweiser "Vaterrechte".
Wegweiser "Vaterrechte"
♦ Vaterschaftsverfahren ...
♦ Der gesetzliche Vater ...
♦ Vaterschaftsanerkennung ...
♦ Vaterschaftstest ...
♦ Vaterrechte des leiblichen Vaters ...
♦ Vater & Unterhalt (Kuckuckskind-Problematik) ...
♦ Geburt eines Kindes nach der Trennung ...
Gesetzliche Abstammung nach § 1592 BGB
♦ Gesetzliche Vaterschaft
der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes -> verheiratet ist,
der die Vaterschaft -> anerkannt hat oder
dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 182 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich -> festgestellt ist.
♦ Abstammung & gesetzliche Elternschaftt
1. Leibliche Abstammung ist kein Kriterium für gesetzliche Vaterschaft
2. Soll die gesetzliche Vaterschaft mit der biologischen Vaterschaft synchronisiert werden, muss ein Vaterschaftsanfechtungsverfahren durchgeführt werden -> HIER ...
Viele Regeln des Familienrechts knüpfen an den Begriff der Mutterschaft (§1591 BGB) und der -> Vaterschaft (§ -> 1592 BGB) an. Fragen, die im Zusammenhang mit den Begriffen "Mutter" und "Vater" zu klären sind, sind Fragen der gesetzlichen Abstammung (5. Buch des BGB, Abschnitt 2. Verwandschaft, Titel 2. Abstammung).
Wenn es nicht gerade um Rechtsprobleme wegen -> Eizellen-Spende geht, ist die Mutterschaft einfach zu klären: Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat (§ 1591 BGB). Eizellespende ist in Deutschland noch nicht erlaubt. Das deutsche Embryonenschutzgesetz von 1991 verbietet diese Methode und stellt auch Ärzte, die Eizellspende unterstützen und dazu beraten unter Strafe. Mehr dazu erfahren Sie -> HIER...
Für die Vaterschaft stellt sich dies nicht so einfach dar. Hier wird nach § 1592 BGB ein -> Katalog von Anknüpfungstatsachen aufgestellt, aus denen dann die gesetzliche -> Vaterschaft folgt. Nach § 1592 BGB gibt es -> drei Möglichkeiten, wann ein Mann der "gesetzliche Vater" ist. Das Familienrecht stellt nicht auf die -> leibliche Abstammung ab. Diese ist als Anknüpfungstatsache zu ungewiss.
♦ Kind ohne Vater?
Steht für einen Mann nach § -> 1592 BGB die gesetzliche Vaterschaft fest, kann es daneben keinen weiteren gesetzlichen Vater geben. Kein Kind hat zwei gesetzliche Väter (§ -> 1594 Abs.2 BGB). Ein gesetzlicher und ein biologischer Vater ist möglich. Das ist der Fall des -> Kuckuckskindes. Allerdings kann es vorkommen, dass ein Kind überhaupt keinen gesetzlichen Vater hat. Dies ist der Fall, wenn das Kind nicht -> ehelich geboren wurde und kein Mann die Vaterschaft -> anerkennt.
♦ Gesetzliche Vaterschaft & eheliches Kind
Wenn das Kind ehelich (in der Ehezeit) geboren wird, ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist, automatisch der gesetzlicher Vater des Kindes (§ -> 1592 Ziff.1 BGB). Die Rechtsfolge des § -> 1592 Ziff.1 BGB tritt unabhängig davon ein, ob ein -> Scheidungsverfahren läuft, die Eheleute bereits seit längerem voneinander -> getrennt sind. Auch eine anderweitige -> Vaterschaftsanerkennung kann die Rechtsfolge des § 1592 Ziff.1 BGB nicht verhindern oder verdrängen.
♦ Geburt eines Kindes während laufendem Scheidungsverfahren
Es entspricht numal der Realität, dass die meisten Kinder, die während eines laufenden -> Scheidungsverfahren geboren werden, nicht vom Ehemann stammen. Das Kind ist ein sog. -> "Kuckuckskind" mit der daraus folgenden unterhaltsrechtlichen Problematik. Erst wenn der gesetzliche (Schein-)Vater und scheidungswillige Ehemann in einem -> Vaterschaftsanfechtungsverfahren rechtskräftig feststellen lässt, dass er nicht der biologische Vater ist, entfällt die Unterhaltsverpflichtung des gesetzlichen Vaters gegenüber dem Kind (vgl. BGH, Urteil v. 11.01.2012 - XII ZR 194/09). Ein unbefriedigende Situation, der mit Hilfe des § 1599 Abs.2 BGB entgegen gewirkt wird. Denn hier eröffnet sich eine Möglichkeit das gerichtliche Vaterschaftsverfahren zu umgehen:
♦ Gerichtliche Vaterschaftsfeststellung
II. Vaterschaftsanerkennung
Gesetzliche Vaterschaft
im Wege der freiwilligen Anerkennung nach § 1592 Ziff.2 BGB
III. Rechte des leiblichen Vaters
Rechtsbeziehungen zum Kind ohne gesetzlicher Vaterschaft
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References: § 1592
 § 1600
 § 182
 § 1592
 § 1592
 § 1592
 § 1599
 § 1592