Source: http://news.bagkjs.de/stellungnahmen_positionen
Timestamp: 2019-03-24 09:19:06+00:00

Document:
Stellungnahmen und Positionspapiere der BAG KJS
Die BAG KJS tritt auf Bundesebene anwaltschaftlich für die Belange Jugendlicher ein. Sie macht sich stark für den Zugang eines jeden jungen Menschen zu allen für seine Persönlichkeitsentwicklung erforderlichen Lebensbereichen, seine Subjektwerdung und Identitätsbildung. Sie richtet ihren Blick insbesondere auf Diejenigen, die von individueller Beeinträchtigung oder sozialer Benachteiligung betroffen oder bedroht sind.
In Stellungnahmen und Positionspapieren werden Gesetzentwürfe, politischen Vorhaben oder die Förderpolitik mit Blick auf den Nutzen für junge Menschen bewertet.
Die BAG KJS hat einen Appell heraus gegeben zur vorgeschlagenen Neuausrichtung des Jugendwohnens in § 13 (3) im Rahmen des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Reform des SGB VIII. Sie beurteilt den Gesetzentwurf im Hinblick auf die Zielgruppen und Leistungen der Jugendsozialarbeit, insbesondere die Vorschläge zu einer Änderung des § 13 (3) SGB VIII (Jugendwohnen), sehr kritisch. In der vorliegenden Fassung wird der Gesetzentwurf dem Anspruch einer Stärkung junger Menschen bis 27 Jahren nicht gerecht, da diesen im Übergang Schule – Ausbildung – Beruf ein wesentlicher Unterstützungsfaktor entzogen wird.
Die BAG KJS appelliert an den Gesetzgeber, die bewährten Angebote des Jugendwohnens gemäß der geltenden Fassung des SGB VIII nicht zu gefährden und daher von kurzfristigen gesetzlichen Veränderungen Abstand zu nehmen.
Den Appell lesen: Appell_BAG_KJS_Jugendwohnen_SGB_VIII.pdf (425kB)
2017-04-12_Positionspapier_-_Armut_hat_ein_junges_Gesicht.pdf (1780kB)
Ein wesentliches Ziel der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ist es, allen jungen Menschen Teilhabe zu ermöglichen und Jugendarmut zu verhindern. Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung sind von Arbeitslosigkeit und Armut und damit von Wohnungslosigkeit besonders bedroht.
Der beste Schutz gegen Armut ist ein existenzsicherndes Einkommen, welches gerade in Deutschland wesentlich vom Bildungsniveau abhängig ist. Doch im Bildungssystem gehen Jugendliche aus sozial schwachem Umfeld oder mit Migrationshintergrund noch immer viel zu oft verloren und sind von Teilhabe ausgeschlossen.
Aus Sicht der Jugendsozialarbeit steht das Festhalten an dem verschärften Sanktionsrecht für junge Menschen im SGB II einer zentralen Zielsetzung der gerade beschlossenen SGB II-Reform entgegen. Denn mit dem neuen § 16h SGB II sollen insbesondere Jugendliche mit besonderen Problemlagen besser erreicht werden.
Eine gute Ausbildung und die Aussicht auf ein existenzsicherndes Einkommen sind Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Daher fordert die BAG KJS, das Recht auf einen Ausbildungsplatz mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss gesetzlich zu verankern. Diese Ausbildungsgarantie soll für alle in Deutschland lebenden jungen Menschen gelten.
Chancengerechtigkeit fördern - Forderungspapier zu BTW (1714kB)
Grundlagenpapier_der_BAG_KJS__zum_Bundestagswahljahr_2017.pdf (1931kB)
Im Frühjahr 2015 hat der Deutsche Bundestag die gesetzliche Verankerung der Assistierten Ausbildung im SGB III verabschiedet. Mit dem 01. Mai 2015 trat sie als Förderinstrument befristet bis 2018 in Kraft. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. hat sich für die Einführung dieses Instrumentes eingesetzt. Aufgrund der verschobenen Ausschreibung verzögerte sich der Maßnahmebeginn und der Start der Assistierten Ausbildung (AsA) verlief insgesamt unbefriedigend. Die Einführung erfolgte teilweise unsystematisch: Die Phase I konnte im Frühjahr 2015 größtenteils nicht umgesetzt werden. Daher starteten die Träger im Spätsommer 2015 mit Phase II, wobei viele Plätze nicht besetzt werden konnten.
Inzwischen liegen erste Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung der Phasen I und II vor. Auch wenn es für eine abschließende Bilanz zu früh ist, zeigt sich heute bereits deutlich, das Instrument ist in seiner jetzigen Form unflexibel. Um individuell beeinträchtigte und sozial benachteiligte junge Menschen ohne berufliche Erstausbildung ausreichend zu fördern, ist in Phase I und Phase II mehr Flexibilität erforderlich. Noch hat sich das neue Instrument in der Förderlandschaft noch nicht (flächendeckend) etabliert. Bislang fehlen der erforderliche Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz bei den Betrieben und Kammern.
Lesen Sie unsere Position Assistiere Ausbildung flexibel, bedarfsgerecht und praxistauglich gestalten (1904kB)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. begrüßt die neuen Möglichkeiten für benachteiligte und beeinträchtigte Jugendliche, die durch die SGB II-Reform geschaffen werden sollen. Die Beratung wird ausgebaut; die vorrangige Vermittlung junger Menschen in Ausbildung wird festgeschrieben; Schnittstellen zu BAB und BAföG werden entschärft. Der § 16 h SGB II schafft neue Fördermöglichkeiten, die wir begrüßen. Leider ausgeblieben, und damit einer der großen Mängel des Reformvorhabens, ist die Entschärfung der Sanktionspraxis für junge Menschen unter 25 Jahren. Mit § 34 SGB II werden sogar versteckt verschärfte Sanktionsregeln eingeführt. Davon ist Abstand zu nehmen. Mit § 31a SGB II droht jungen Menschen immer noch die Gefahr, in die Obdachlosigkeit getrieben zu werden. Hier hat der Gesetzgeber nachzubessern.
Lesen Sie unsere Stellungnahme zur SGB II Reform (1762kB)
Daher fordert die BAG KJS die Rahmenbedingungen zu verbessern. Das gelingt aus ihrer Sich durch eine verlässliche Finanzierung flächendeckender berufsfördernder Angebote sowie eine Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen.
Laden Sie die Problemanzeige Jugendberufshilfe (1769kB) runter
Laden Sie das Positionspapier Schulsozialarbeit in Anbindung an die Kinder- und Jugendhilfe! (1929kB) in vollem Textumfang runter.
Im Frühjahr dieses Jahres hat der Deutsche Bundestag die Verankerung der Assistierten Ausbildung (AsA) im SGB III, § 130, verabschiedet. Die Jugendsozialarbeit hat sich viele Jahre intensiv für die Einführung eines solchen Instruments eingesetzt. Der Bedarf und das Interesse an einer gelungenen Hinführung in die Ausbildung und an einer verlässlichen Begleitung und Unterstützung bis zum erfolgreichen Berufsabschluss junger Menschen sind sehr groß.
Für 2015 sind 10.000 Plätze vorgesehen. Davon wurden bisher 5.241 Plätze ausgeschrieben. Mit mehrfach negativen Effekten. Sowohl die Leistungsbeschreibung der Bundesagentur für Arbeit (BA), das Fachkonzept als auch die Bedingungen der Ausschreibung führen in der Praxis zu vielen Problemen und erfordern dringend Überarbeitungen.
Unter Federführung der BAG KJS nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit kritisch Stellung zum Status Quo.
Neben der Vergabepraxis werden inhaltliche Veränderungen in der Leistungsbeschreibung und dem Fachkonzept gegenüber dem ursprünglichen Entwurf moniert. Die Leistungsbeschreibung und das Fachkonzept bilden die Grundlage für die Ausgestaltung und Umsetzung der AsA. Die insbesondere für benachteiligte Jugendliche wichtige Phase der Ausbildungsvorbereitung wurde verkürzt oder gar nicht mehr ausgeschrieben. Die Phase der Nachbetreuung, während derer die Jugendlichen durch eine sozialpädagogische Begleitung beim Übergang von der Ausbildung in Beschäftigung unterstützt werden, sieht die BA aktuell auch nicht mehr vor.
Die Stellungnahme des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit (448kB) in vollem Textumfang.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. hat ein Positionspapier zum Bildungsverständnis der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft verabschiedet. Aus der Annahme, dass Jugendliche Expertinnen und Experten in eigener Sache sind, ergeben sich fachliche Anforderungen für die Jugendsozialarbeit. Die BAG KJS beschreibt in dem Papier "Bildungsort Jugendsozialarbeit“ pädagogische Standards für Bildungsprozesse und skizziert notwendige Rahmenbedingungen, um Jugendliche so fördern zu können, wie sie es wirklich benötigen. Die BAG KJS fordert daher
eine Überwindung der Systemgrenzen
die Aufgabe der Maßnahmeförderung zu Gunsten einer individuellen bedarfsorientierten Förderung
mehr gemeinsame Angebote von Jobcenter, Arbeitsagentur und Jugendhilfe
die Federführung der Jugendhilfe für regionale Koordinierungsstellen wie Jugendberufsagenturen
eine an den Zielen der Jugendhilfe orientierte Schulsozialarbeit
Das Positionspapier Bildungsort Jugendsozialarbeit (1890kB) in vollem Textumfang.
Chancen auf duale Ausbildung erhöhen und Ausbildungskapazitäten nutzen
Die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt erfordert es, die Chancen von allen Jugendlichen auf eine duale Ausbildung zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass Ausbildungsabbrüche verringert werden. Damit auch Jugendliche mit hohem Förderbedarf eine realistische Chance auf einen regulären Ausbildungsplatz erhalten, muss das System der dualen Ausbildung erweitert werden. Aus Sicht der BAG KJS und IN VIA bietet hier die Assistierte Ausbildung einen geeigneten Ansatz, Jugendliche und Unternehmen in der Vorbereitung und im Ausbildungsverlauf individuell und bedarfsgerecht zu unterstützen.
Das Positionspapier Positionspapier Assistierte Ausbildung verankern (577kB) in vollem Textumfang.
Abschlusskommuniqué der Jugendarmutskonferenz 2013
Die 18- bis 24-jährigen sind mit 23,4 Prozent die am stärksten von Armut bedrohte Altersgruppe. Das bestätigt auch der vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Über 1,5 Millionen junge Menschen bis 35 Jahre sind ohne Ausbildung. Ein Großteil Jugendlicher, die sich mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit (BA) um einen Ausbildungsplatz bemüht haben, scheinen verschollen. Über rund 96.000 von ihnen liegen der BA keine Informationen über den Verbleib vor und zunehmend junge Menschen geraten in die Wohnungslosigkeit. Dagegen will die Initiative Jugend(ar)mut etwas unternehmen.
Jugendarmut verhindern – Prävention ausbauen!
Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. zur Bundestagswahl 2013
Junge Menschen sind fortlaufend herausgefordert, ihren Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu finden. Gegenwärtig ist in Deutschland jedoch vor allem die Altersgruppe der 14- bis 27-Jährigen überdurchschnittlich stark von Armut betroffen und von Teilhabe ausgeschlos-sen. Unter „Armut“ ist neben einer materiellen Unterversorgung auch emotionale, soziale und kulturelle Armut zu verstehen. Dort, wo Übergänge in ein selbstbestimmtes Leben noch nicht gelingen, sind sozialpädagogische Hilfe und finanzielle Unterstützung notwendig.
Politik und Gesellschaft sind deshalb angesprochen, Jugendliche verstärkt so zu unterstützen, dass sie ihren eigenen Weg gehen können. Die gesellschaftliche Teilhabe aller jungen Menschen zu ermöglichen, ist nicht nur aus christlicher Sicht eine zentrale Forderung der Jugendsozialarbeit. Seit einigen Jahren engagieren sich die Mitglieder der BAG KJS entschieden gegen Jugendarmut. Notwendig sind bessere Bildungschancen, Zugang zu Berufsausbildungen und eine verlässliche soziale Absicherung für alle jungen Menschen, insbesondere auch für diejenigen mit schlechten Startbedingungen oder Migrationshintergrund. Deshalb fordert die BAG KJS anlässlich der anstehenden Bundestagswahl:
Bildungs- und Teilhabepaket in eine Regelleistung umwandeln
Schulbezogene Jugendsozialarbeit dauerhaft absichern – Kooperationsverbot aufheben
Recht auf Ausbildung garantieren
Angebote unterschiedlicher Rechtskreise kombinieren
Mobilität fördern – Angebotsvielfalt in der Jugendhilfe wieder herstellen
Sanktionsvorschriften des SGB II verändern
Forderungen BAG KJS_Allen jungen Menschen Teilhabe ermöglichen (62kB) in vollem Umfang.
"Recht auf Ausbildung" als Grundrecht verankern
Trotz guter Konjunktur und günstiger Lage auf dem Ausbildungsmarkt sind immer noch rund 1,5 Millionen junge Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsabschluss. Von einem auswahlfähigen Angebot an Ausbildungsplätzen sind wir in Deutschland weit entfernt. Offiziell galten im letzten Ausbildungsjahr 15.650 Jugendliche als unversorgt. Hinzu kommen 60.379 junge Menschen in Alternativen, die ihren Ausbildungswunsch aufrecht erhalten, sowie knapp 90.000 junge Menschen, deren Verbleib der Bundesagentur für Arbeit unbekannt ist. Mindestens 27.000 von ihnen sind arbeitslos. Jugendliche, denen dauerhaft kein Start in Ausbildung gelingt, drohen gänzlich aus dem Blick von Politik und Öffentlichkeit zu geraten. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) fordert daher die Verankerung des Rechts auf Ausbildung im Grundgesetz.
Da es nicht gelingt, benachteiligte junge Menschen in ausreichendem Maß an der dualen Berufsausbildung teilhaben zu lassen, ist eine Ausbildungsgarantie für diese Jugendlichen notwendig. Dadurch wird ihnen ermöglicht, das im Grundgesetz verbriefte Recht auf die freie Wahl eines Ausbildungsplatzes einzulösen.
Um dem Anspruch einer Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen nachzukommen, schlägt die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit die Verankerung eines Grundrechts auf Ausbildung in Artikel 12 Absatz 2 neu der Verfassung vor: „Jeder hat das Recht auf eine berufliche Ausbildung“. Dieses Grundrecht soll vorrangig über betriebliche Ausbildungsplätze eingelöst werden. Hierzu sollen gesetzlich geregelte und verbindliche Finanzierungselemente für eine be-triebliche Ausbildung unter Berücksichtigung des brancheninternen Lösungsprinzips geschaffen werden.
Positionspapier_Recht auf Ausbildung_als Grundrecht verankern (250kB)
Im Jahr 2012 wurden nachfolgende Stellungnahmen und Positionspapiere von der BAG KJS im Zusammenschluss mit sechs weiteren bundeszentralen Verbänden im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit verabschiedet.
Die derzeit in Sachsen und Nordrhein-Westfalen bei der Vergabe von Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung nach § 49 SGB III durch die Regionalen Einkaufszentren (REZ) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu beobachtende Auswahl der Träger folgt an vielen Standorten der Logik des niedrigen Preises. Wo dies der Fall ist, wird die Zielsetzung der Berufseinstiegsbegleitung konterkariert und deren Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zerstört.
Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert, die Weiterführung der Berufseinstiegsbegleitung so zu sichern, dass bewährte Kooperationen fortgesetzt werden können und eine den Anforderungen angemessene Bezahlung für entsprechend qualifiziertes Personal erfolgt. Da dies an einigen Standorten durchaus gelingt, ist offensichtlich, dass dies auch unter den Voraussetzungen der Vergabe möglich ist.
KV_Positionspapier_BerEb_Okt2.2012.pdf (420kB)
Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind im deutschen Bildungs‐ und Berufssystem – von der Grundschule bis zum Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt – von (messbaren und in zahlreichen Untersuchungen belegten) Benachteiligungen betroffen.
Dieses Positionspapier legt in prägnanter Form wird die aktuelle Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund dar. Für die unterschiedlichen Akteure werden konkrete Handlungsempfehlungen vorgelegt und es wird abschließend aufgezeigt, inwiefern die Jugendsozialarbeit zu Verbesserungen beitragen kann.
KV_Positionspapier_Migration_und_Ausbildung.pdf (531kB)
Junge Menschen nicht zu "Bildungsverlierern" machen!
Es gelingt dem Bildungssystem weiterhin nicht genügend, die von Benachteiligung betroffenen Kinder und Jugendlichen zu fördern. Grundlegende Änderungen sind daher nötig.
Regelmäßig nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit – im Rahmen seines Bildungsmonitorings – zu den Nationalen Bildungsberichten Stellung. Er benennt konkrete Änderungsbedarfe, um zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu kommen. Wesentlich hierfür ist der Beitrag, den die informellen und non‐formalen Bildungsanbote der Jugendhilfe und vor allem die Bildungs‐ und Ausbildungsangebote der Jugendsozialarbeit leisten können, um Benachteiligung entgegenzuwirken und Kompetenzen junger Menschen umfassend zu fördern.
KV_Stellungnahme_Bildungsbericht_2012.pdf (496kB)
Wie lassen sich pädagogische Qualität und wirtschaftliche Leistungserbringung so vereinbaren, dass passende Förderangebote sichergestellt werden können? Hierzu bietet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit mit diesem Papier Antworten. Die negativen Auswirkungen der Vergabepraxis für die Förderung junger Menschen und die Träger der Maßnahmen werden – auch mit konkreten Beispielen aus der Praxis – beschrieben und nachgewiesen. Diese müssen – auch für Politik und Verwaltung – bekannt sein, um die derzeitige Vergabepraxis beurteilen zu können. Es werden Kriterien abgeleitet, die für eine qualitätsorientierte Form der Beauftragung gelten müssen. Als eine mögliche Alternative zur Vergabe wird u. a. die Leistungserbringung im sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis gesehen.
KV_Positionspapier_Vergabe.pdf (548kB)
"Wann, wenn nicht jetzt? Ausbildungschancen für alle jungen Menschen!"
Für viele Jugendliche hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt keineswegs entspannt – es fehlen Ausbildungsplätze sowie eine angemessene Förderung, sodass weiterhin fast 300.000 junge Menschen nach Schulabschluss in Maßnahmen statt Ausbildung münden.
Für die Jugendsozialarbeit ist die fortlaufende Analyse der Ausbildungssituation notwendig, um politische Handlungsempfehlungen aussprechen und Konsequenzen für die eigene pädagogische Arbeit ableiten zu können. Das Papier zeigt auf, dass sich die Ausbildungssituation insbesondere für benachteiligte Jugendliche keineswegs "von allein" bessern wird – die Förderung und Unterstützung vor und während der Ausbildung muss kontinuierlich gewährleistet werden.
KV_Stellungnahme_Berufsbildungsbericht_2012.pdf (498kB)
Inklusion Jetzt! - Anforderungen an Berufsbildung im Zeichen des Fachkräftemangels aus Sicht der BAG KJS
Von den positiven Entwicklungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt sowie Bestrebungen der Politik und Wirtschaft den Fachkräftebedarf zu sichern, profitieren benachteiligte Personengruppen keinesfalls so stark, wie erwartet. Für junge Menschen mit individueller Beeinträchtigung oder sozialer Benachteiligung bleiben die Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt bestehen. Wenn sich die Bedingungen des Ausbildungssystems nicht weg von Exklusion hin zu Inklusion wandeln, werden bewusst Potentiale und Ressourcen verschwendet. Denn in den vergangenen Jahren zeigte sich die Tendenz, dass Betriebe Stellen eher unbesetzt lassen, anstatt in die Ausbildung junger Menschen mit erhöhtem Förderbedarf zu investieren.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit fordert daher Ausbildung für alle. Die Zugänge zu beruflicher Bildung sind zu verbessern und gesellschaftliche Teilhabe für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu erhöhen. Jeder junge Mensch, der eine duale Ausbildung absolvieren möchte, muss dazu die Chance erhalten. Aktuelle politische Bestrebungen, die Zugänge zu Beruflicher Bildung für benachteiligte Jugendliche zu erhöhen, müssen sich daran messen lassen, inwieweit es gelingt, diese zu integrieren.
Positionspapier_der_BAG_KJS_Inklusion_Jetzt_Berufsbildung (1079kB)
BAG KJS fordert Umdenken bei der SGB II-Reform
Stellungnahme Jugendarmut wirksam bekämpfen (150kB)
Ausgehend vom Europäischen Symposium „Damit Wandel gelingt - Wege aus der Jugendarmut", vom 29.September bis 1.Oktober 2010 in Berlin, formulierte die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit ein Kommuniqué als einen Beitrag zum strukturierten Dialog für die Zielgruppe benachteiligter Jugendlicher im Rahmen der Umsetzung der EU Jugendstrategie.
In dem Kommuniqué fordert die BAG KJS adäquate Unterstützung benachteiligter Jugendlicher. Alle jungen Menschen haben Anrecht auf ein selbstbestimmtes und eingenständiges Leben. Die Voraussetzung dafür zu schaffen, ist eine gesamtgesellschafltiche Aufgabe. Ein gesundes Aufwachsen mit ausreichender materieller und sozialer Förderung soll für alle Jugendlichen ermöglicht werden. Hilfebedürftige Menschen düfen nicht an den Rang gedrängt werden oder durch die Maschen aller Netze fallen.
Kommunique_Damit_Wandel_gelingt_DE.pdf (27kB)
Katholische Jugendsozialarbeit plädiert für individuelle Hilfeleistungen: aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Arbeitsmarktpolitik hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. das Positionspapier „Konzepte und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration benachteiligter junger Menschen“ beschlossen. Darin legt sie sehr dezidiert Forderungen und Ideen bezüglich eines künftigen Systems und der damit verbunden geplanten Instrumentenreform (im SGB II und III) vor. Nachdem eine neue Struktur für die Trägerschaft in der Grundsicherung für Arbeitssuchende geschaffen wird und die Bedarfssätze den Erfordernissen des Bundesverfassungsgerichtsurteils angepasst werden, steht auch eine grundsätzliche Instrumentenreform an. Es geht darum, die Instrumente zur Eingliederung den Erfordernissen anzupassen und vor Ort eine wirksame Hilfe zu gewährleisten. Nach Auffassung der Katholischen Jugendsozialarbeit sind besonders die Schnittstellen zwischen SGB II und SGB VIII in den Blick zu nehmen. Eine Koordination von Hilfeleistungen der unterschiedlichen Gesetzbücher ist notwendig um Integrationserfolge nachhaltig sicher zu stellen. Damit Integration junger Menschen gelingt und Armut verhindert werden kann, bedarf es einer ganzheitlichen Sicht der jungen Menschen, einer kohärenten Förderung und abgestimmte Hilfeleistung aus allen Rechtskreisen
Positionspapier_Konzepte_und_Rahmenbedingungen (71kB)
Die BAG KJS fordert in ihrem aktuellen Positionspapier gezielte Maßnahmen um bestehende Armutsspiralen zu durchbrechen und entstehen von Jugendarmut zu verhindern. Dabei sieht sie die Bekämpfung von Jugendarmut nicht allein als Aufgabe des Staates, sondern als eine gesamtgesellschaftliche. Besonders in strukturschwachen Regionen werden unterstützende Angebote für Jugendliche benötigt. Auch in Anbetracht angespannter Haushaltslagen darf auf Angebote für junge Menschen nicht verzichtet werden. Der monatliche ALG II-Regelsatz ist einem altersspezifischen soziokulturellen Existenzminimum entsprechend nach oben zu korrigieren. Für alle Kinder und Jugendlichen ist eine tatsächliche Lehr- und Lernmittelfreiheit umzusetzen. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten ein kostenfreies Mittagessen. Soziale Teilhabe ist auch außerhalb von Schule zu ermöglichen. Teilhabe an non-formaler und informeller Bildung trägt zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei und ist daher unverzichtbar.
Positionspapier_Jugendarmut_nachhaltig_verhindern.pdf (436kB)
Anlässlich der Vorstellung des Berufsbildungsberichts durch die Bundesregierung weist die BAG KJS auf die Auswirkungen von fehlender beruflicher Teilhabe Jugendlicher hin: Unter 96.000 Bewerberinnen und Bewerbern, die im Jahr 2009 nicht erfolgreich über die Bundesagentur für Arbeit in Ausbildung vermittelt werden konnten, liegen keine Kenntnisse über deren Verbleib vor. Außer dass 30% davon arbeitslos sind. Angesichts des hohen Risikos von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu werden und von Armut bedroht zu sein, fordert die BAG KJS: Jugendliche dürfen nicht aus dem Bildungssystem herausfallen!
Pressemitteilung Berufliche Bildung ist Prävention gegen Jugendarmut (776kB)
Die BAG KJS beschließt ein Grundlagenpapier und sagt Jugendarmut entschlossen den Kampf an: Junge, von Armut betroffene Menschen dürfen nicht bloß auf Leistungsempfänger reduziert werden. Die Würde des einzelnen Jugendlichen ist in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Jugendarmut ist durch gezielte und sinnvolle staatliche Transferleistungen wirksam zu bekämpfen. Zur Absicherung eines altersspezifischen soziokulturellen Existenzminimus ist der ALG-II Regelsatz für Jugendliche nach oben zu korrigieren. Soziale Teilhabe junger Menschen muss nicht nur in Schule sondern auch in außerschulischen Bezügen sicher gestellt werden.
Grundlagenpapier Entschlossen gegen Jugendarmut (713kB)
Förderpolitik muss sich an den Schwächsten ausrichten - Sieben Wünsche an die Arbeit der neuen Ministerinnen
Die BAG KJS nimmt Stellung zu den Planungen der Bundesregierung mit Blick auf die Förderung benachteiligter junger Menschen. Wie die Koalitionspartner möchte die BAG KJS ein effektives und effizientes Übergangssystem erreichen, das allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine erfolgreiche Integration ermöglicht. In diesem Sinne „wünschte“ sich die BAG KJS am 15. Dezember 2009 von den neuen Ministerinnen Dr. Kristina Köhler (BMFSFJ) und Dr. Ursula von der Leyen (BMAS)
ein ganzheitliches Bildungskonzept zu erarbeiten und umsetzen
das Duale System an der Integration der Schwächsten zu messen
den Erfolg des Ausbildungspaktes zu hinterfragen und das Übergangssystem zu verbessern
die Jugendhilfe zu stärken und Schnittstellen klären
das Vergaberecht sinnvoll zu reformieren
Kürzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente nicht zu Lasten benachteiligter Jugendlicher vorzunehmen
„Hilfen aus einer Hand“ im SGB II sicher zu stellen
Stellungnahme Förderpolitik (56kB)
BAG KJS forderte im Mai 2009 mit Hilfe des Deutschen Qualifikationsrahmens benachteiligten Jugendlichen Bildungschancen zu ermöglichen. Sie tritt dafür ein, dass die unterste Stufe des DQR so beschrieben wird, dass sie nicht mit dem formalen Kriterium des Hauptschulabschlusses gleich gesetzt wird. Mit einer solchen Festlegung würde eine in ihrer Größenordnung nicht zu unterschätzende Gruppe junger Menschen systematische ausgegrenzt. Von daher begrüßt die BAG KJS die Entscheidung, dass die Niveaustufen des DQR abschlussoffen beschrieben sind.
Positionspapier DQR-Kompetenzen (59kB)
Forderung der BAG KJS anlässlich der Veröffentlichung des Berufsbildungsberichtes 2009: Auch wenn der Bericht zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt eine positive Bilanz zieht, ist nach Ansicht der BAG KJS kein Grund zur Freude gegeben. Angesichts der auf den Ausbildungsmarkt durchgeschlagenen Krise steht die Gestaltung der beruflichen Bildung vor großen Herausforderungen. Besonders zur Verbesserung der Ausbildungschancen Jugendlicher mit Migrationshintergrund mahnt die BAG KJS Maßnahmen an. In ihrer Stellungnahme von 3. April 2009 fordert sie vor allem das vorherrschende Angebot an Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen. Dazu ist eine systematische Abstimmung zwischen Berufsbildungs-, Arbeitsmarkt- , Sozial- und Jugendpolitik notwendig.
Stellungnahme Berufsbildungsbericht (42kB)
Stellungnahme zum Grünbuch der Europäischen Kommission „Migration und Mobilität: Chancen und Herausforderung für die EU-Bildungssysteme“: Die BAG KJS begrüßte am 12. Dezember 2008 grundsätzlich die Initiative der Kommission, eine Debatte darüber einzuleiten, wie die Bildungspolitik den Herausforderungen angesichts von Zuwendung und Mobilität besser gerecht werden kann. Allerdings verweist die BAG KJS auf die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten. Im Dialog der Mitgliedsstaaten über Ziele und im Austausch über positive Ansätze und Konzepte sieht die katholische Jugendsozialarbeit eine gute Möglichkeit zur Überwindung ausgrenzender Tatbestände in den jeweiligen Bildungssystemen.
Stellungnahme EU-Grünbuch (36kB)
Positionspapier der BAG KJS zu einem Deutschen Qualifikationsrahmen vom 15. Januar 2008: Die BAG KJS nimmt mit diesem Papier Stellung zu einem entstehenden Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) und weist auf notwendige Anforderungen an die Beschreibung der untersten Niveaustufe aus der Perspektive benachteiligter Jugendlicher hin. Sie begrüßt das von der Europäischen Union vorgelegte Konzept des Lebenslangen Lernens, das zur Grundlage hat, Menschen zu befähigen, über ihre gesamte Lebensspanne hinweg zu lernen. Gerade benachteiligten jungen Menschen, die ihre Bildungslaufbahn oft schon in der Schule unterbrechen oder denen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht gelingt, bietet dieses Konzept die Chance, ihren Bildungsweg wieder aufzunehmen und fortzuführen.
Positionspapier DQR-Niveaustufen (53kB)
Die BAG KJS nimmt im Dezember 2007 Stellung zu einem Schreiben des BMAS bezüglich der Umsetzung des § 16 Absatz 2 SGB II: Aufgrund einer Uneinigkeit zwischen den optierenden Kommunen/Bundesländern und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat das Ministerium seine Rechtsauslegung des § 16 Abs. 2 SGB II formuliert. Die SGB II-Träger wurden aufgefordert, nur noch Leistungen zu erbringen, die der Rechtsauslegung des BMAS entsprechen. Aus Sicht der BAG KJS entspricht die Rechtsauslegung des BMAS nicht dem Willen des Gesetzgebers. Vielmehr war intendiert, dass die SGB II-Träger Handlungsspielräume erhalten, um die Angebote der Arbeitsförderung bedarfsgerecht auszugestalten. So konnte seit Einführung des SGB II in vielen Städten und Regionen eine Angebotsstruktur geschaffen werden, die auf die jeweils unterschiedlichen lokalen Bedingungen und die Förderbedarfe der Arbeitslosen zugeschnitten ist. Insbesondere Jugendliche mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen benötigen niedrigschwellige, flexible Angebote und profitieren von dieser Praxis.
Stellungnahme Sonstige weitere Leistungen (37kB)
Stellungnahme Qualifizierungs-Kombilohn (35kB)
Die BAG KJS nimmt im Oktober 2006 Stellung zur Situation am Ausbildungsstellenmarkt und fordert:
Für benachteiligte Jugendliche müssen - neben der Einrichtung weiterer Ausbildungsplätze - zusätzliche sozialpädagogische und ausbildungsbegleitende Hilfen bereit gestellt werden.
Die Ausbildung junger Menschen muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anerkannt werden. Eine Aufgabe, der sich alle gesellschaftlichen Kräfte, insbesondere die Wirtschaft, stellen müssen.
Zur Schaffung von mindestens 50.000 zusätzlichen außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen für die nächsten 2 Jahre ist ein Sofortprogramm zu starten.
Stellungnahme Ausbildungsmarkt (34kB)
Stellungnahme SGB II-Fortentwicklungsgesetz (53kB)

References: § 13
 § 13
 § 16
 § 16
 § 34
 § 31
 § 130
 § 49
 § 16
 § 16