Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.04.1985&Aktenzeichen=III%20ZR%2027/84
Timestamp: 2019-07-18 14:33:23+00:00

Document:
BGH, 25.04.1985 - III ZR 27/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,590
BGH, 25.04.1985 - III ZR 27/84 (https://dejure.org/1985,590)
BGH, Entscheidung vom 25.04.1985 - III ZR 27/84 (https://dejure.org/1985,590)
BGH, Entscheidung vom 25. April 1985 - III ZR 27/84 (https://dejure.org/1985,590)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1985,590) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bestehen eines vertraglichen Darlehensrückzahlungsanspruchs - Zu-Stande-Kommen des Darlehensvertrages - Nichtigkeit des Darlehensvertrages wegen Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot - Bestehenlassen des unter Verstoß gegen die Bestimmungen der §§ 55, 56 Abs. 1 Nr. 6 GewO (Gewerbeordnung) zu Stande gekommenen Kreditgeschäfts - Nichtigkeit des Darlehensvertrages wegen Verstoßes gegen die guten Sitten - Empfang des Darlehens, wenn Darlehensvaluta auf Weisung der Darlehensnehmer an einen Dritten ausbezahlt wird - Anwendung der Rechtsprechungsgrundsätze zum so genannten Einwendungsdurchgriff beim finanzierten Abzahlungskauf auf Fälle der drittfinanzierten Beteiligung an einer Abschreibungsgesellschaft - Geltendmachung des Rückzahlungsbegehrens als unzulässige Rechtsausübung
Aufklärungspflicht einer Bank bei Begünstigung der Entstehung oder bei Schaffung eines speziellen Risikotatbestandes im Zusammenhang mit Darlehensgewährung zur Finanzierung eines Bauherrenmodell-Beitritts
ZIP 1985, 667
WM 1985, 993
Aber selbst ein Kreditvertrag kann die Bank ausnahmsweise zur Aufklärung ihres Kreditnehmers über besondere Umstände des kreditierten Geschäftes verpflichten (Urteile vom 25. April 1985 - III ZR 27/84 - WM 1985, 993, 994, weiter vom 20. Februar 1986 - III ZR 111, 223 und 133/84 - WM 1986, 671, 700 und 735 jeweils unter III.).
Es ist allgemein anerkannt, daß der Einwand des Rechtsmißbrauchs es einer Vertragspartei verwehrt, sich unter Berufung auf § 139 BGB ihrer Vertragspflichten insgesamt zu entledigen, wenn lediglich eine einzelne abtrennbare Regelung unwirksam ist, die allein den anderen Vertragspartner begünstigt und dieser unbeschadet des Fortfalls der Regelung am Vertrag festhalten will (…BGH, Urt. v. 27. Januar 1983 - IX ZR 95/81, WM 1983, 267, 268; Urt. v. 25. April 1985 - III ZR 27/84, WM 1985, 993, 994;… Urt. v. 21. Februar 1989 - KZR 18/84, GRUR 1991, 558, 559;… Soergel/Hefermehl, BGB 12. Aufl. § 139 Rdnr. 46 f;… BGB-RGRK/Krüger-Nieland/Zöller a.a.O. § 139 Rdnr. 9;… Staudinger/Dilcher a.a.O. § 139 Rdnr. 29;… Palandt/Heinrichs, BGB 52. Aufl. § 139 Rdnr. 16).
Sie lässt sich insbesondere nicht auf die von dem Berufungsgericht herangezogene Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stützen, wonach es einer Vertragspartei verwehrt ist, sich unter Berufung auf § 139 BGB ihrer Vertragspflichten insgesamt zu entledigen, wenn lediglich eine allein den anderen Teil begünstigende, abtrennbare Regelung unwirksam ist und dieser andere Teil am Vertrag festhalten will (…vgl. BGH, Urt. v. 30. Januar 1997, IX ZR 133/96, NJW-RR 1997, 684, 686;… Urt. v. 7. Januar 1993, IX ZR 199/91, NJW 1993, 1587 1588; Urt. v. 25. April 1985, III ZR 27/84, WM 1985, 993, 994).

References: § 139
 § 139
 § 139
 § 139
 § 139
 § 139