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Timestamp: 2018-01-21 18:03:58+00:00

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FahrlAusbVO Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung
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Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung (FahrlAusbVO k.a.Abk.)
Artikel 2 V. v. 02.01.2018 BGBl. I S. 2, 15 (Nr. 1)
Geltung ab 04.01.2018; FNA: 9231-14-2 Allgemeines Straßenverkehrsrecht
§ 1 Ort und Ablauf der Ausbildung
§ 4 Einweisungsseminar
Anlage 1 (zu § 2 Absatz 1) Rahmenplan für die Fahrlehrerausbildung an Fahrlehrerausbildungsstätten
Anlage 2 (zu § 3 Absatz 1) Qualitätskriterien für die Fahrschulausbildung
Anlage 3 (zu § 3 Absatz 1) Musterplan und Unterrichtsverteilung für das Lehrpraktikum
Anlage 4 (zu § 4) Rahmenplan für die Einweisung der Ausbildungsfahrlehrer und der Inhaber beziehungsweise der für die verantwortliche Leitung von Ausbildungsfahrschulen bestellten Personen
(1) 1Die Ausbildung zum Fahrlehrer erfolgt in einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte und in einer Ausbildungsfahrschule. 2Die Ausbildung in der Fahrlehrerausbildungsstätte erfolgt in geschlossenen Kursen und darf vorbehaltlich arbeitsschutzrechtlicher, mutterschutzrechtlicher und urlaubsrechtlicher Bestimmungen nicht unterbrochen werden. 3Die Regelung des § 44 Absatz 2 des Fahrlehrergesetzes bleibt unberührt.
(6) 1Der Bewerber um eine Fahrlehrerlaubnis der Klasse A hat sich zusätzlich einer einmonatigen Ausbildung, der Bewerber um eine Fahrlehrerlaubnis der Klassen CE oder DE einer zweimonatigen Ausbildung in einer Fahrlehrerausbildungsstätte zu unterziehen. 2§ 7 Absatz 3 Satz 2 des Fahrlehrergesetzes bleibt unberührt.
(1) Die Ausbildung ist nach einem von der nach Landesrecht zuständigen Behörde zu genehmigenden Ausbildungsplan durchzuführen, der mindestens die Kompetenzen und Stundenangaben des Rahmenplans nach Anlage 1 enthalten muss.
(2) 1Die wöchentliche Dauer der Ausbildung darf 32 Unterrichtseinheiten nicht unterschreiten. 2Die tägliche Dauer der Ausbildung darf acht Unterrichtseinheiten nicht überschreiten.
(3) 1Die Ausbildung erfolgt in einem geschlossenen Lehrgang. 2Die Teilnehmerzahl der Lehrgänge soll 32 nicht überschreiten. 3Der Beginn des Lehrgangs und die Namen der Teilnehmer sind der nach Landesrecht zuständigen Behörde nach § 50 Absatz 2 Nummer 4 des Fahrlehrergesetzes innerhalb von zwei Wochen ab Beginn mitzuteilen.
(2) 1Die wöchentliche Dauer des Praktikums darf 20 Unterrichtseinheiten nicht unterschreiten und 40 Unterrichtseinheiten nicht überschreiten. 2Als Unterricht nach Satz 1 gelten die Hospitation, die Durchführung von Unterricht in und ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers, die Vor- und Nachbesprechung des Unterrichts sowie die Vorstellung zur praktischen Prüfung.
Das Einweisungsseminar für Ausbildungsfahrlehrer nach § 16 Absatz 1 des Fahrlehrergesetzes und Ausbildungsfahrschulen nach § 35 Absatz 1 Nummer 2 des Fahrlehrergesetzes ist nach einem von der nach Landesrecht zuständigen Behörde zu genehmigenden Ausbildungsplan durchzuführen, der mindestens die Kompetenzen und Stundenangaben des Rahmenplans nach Anlage 4 erfüllen muss.
Abschnitt Zeit1 Verantwortliche Lehrkraft
Ausbildung Fahrlehrerlaubnisklasse BE
1.1.1 270
Kompetenzbereich „Verkehrsverhalten"
1.1.1.1 Kompetenz BE-1 - Fahreignung, Fahrtüchtigkeit und Fahrverhalten
Fahrlehrer der Klasse BE kennen psychische und physische
Einflussfaktoren auf die Fahreignung, die Fahrtüchtigkeit und
das Fahrverhalten sowie die entsprechenden rechtlichen Vor-
schriften und können diese erläutern.
Alkohol, Drogen und Medikamente; Unaufmerksamkeit und
Ablenkung; Müdigkeit; Krankheit; Emotionen; Aggression und
Selbstdurchsetzung; Belastung und Beanspruchung; Einfluss
von Beifahrern; Fahrmotive; Einstellungen zum Fahrzeug
und Fahren; Fahrerselbstbild; Fahrertypologien; theoretische
Modelle des Fahrverhaltens; rechtliche Vorschriften zur Fahr-
eignung und Fahrtüchtigkeit (z. B. FeV, StVG) Bildungswissenschaftler,
Fahrlehrer, Jurist
1.1.1.2 Kompetenz BE-2 - Heterogenität im Straßenverkehr
Fahrlehrer der Klasse BE sind zur Übernahme der Perspektive
anderer Verkehrsteilnehmer in der Lage und können die indivi-
duellen Besonderheiten anderer Verkehrsteilnehmer erläutern
sowie die erforderliche Anpassung des eigenen Fahrverhaltens
Übernahme der Perspektive anderer Verkehrsteilnehmer; indi-
viduelle Besonderheiten von und mögliche Gefahrensituatio-
nen mit anderen Verkehrsteilnehmern (Kinder; Ältere; Men-
schen mit Behinderung; Fußgänger; Radfahrer; Pedelec- und
E-Bike-Fahrer; Kraftradfahrer; Fahrer von Quads, Trikes und
sonstigen Leichtkraftfahrzeugen; Lkw- und KOM-Fahrer; Fah-
rer von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen; Reiter und
Führer von Tieren); erforderliche Anpassung des eigenen Fahr-
verhaltens Fahrlehrer
1.1.1.3 Kompetenz BE-3 - Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
Fahrlehrer der Klasse BE können die Komponenten der Ver-
kehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung bezüglich des
Fahrens von Pkw und Pkw-Gespannen erläutern und Verkehrs-
situationen mit Blick auf Gefahren und Verhaltensmöglich-
keiten beurteilen.
Komponenten der Verkehrswahrnehmung und Gefahrenver-
meidung; Wahrnehmung der Verkehrsumwelt; mögliche Gefah-
ren im Straßenverkehr; Antizipation von (latenten) Gefahren-
situationen im Straßenverkehr; Risikowahrnehmung; Selbst-
einschätzung der eigenen Fahrkompetenz; Risikoakzeptanz;
Umgang mit Gefahrensituationen (Gefahrenvermeidung und
Gefahrenabwehr); vorausschauende und defensive Fahrweise;
Trainingsmöglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrswahr-
nehmung und Gefahrenvermeidung (z. B. computergestützte
Trainingsprogramme, kommentierendes Fahren) Bildungswissenschaftler,
1.1.1.4 Kompetenz BE-4 - Partnerschaftliches Verhalten
Fahrlehrer der Klasse BE können die Notwendigkeit und die
Vorteile eines durch Vorsicht, Rücksicht und Partnerschaft ge-
prägten Verkehrsverhaltens begründen und diese Aspekte im
Rahmen ihres eigenen Verkehrsverhaltens sowie ihrer beruf-
lichen Tätigkeit anwenden.
Werte und Normen im Straßenverkehr; regelkonformes, devian-
tes und kooperatives Verhalten im Straßenverkehr; Kommuni-
kation im Straßenverkehr und ihre Besonderheiten; Grundre-
geln der Verkehrsteilnahme (§ 1 StVO); Vertrauensgrundsatz;
Grundsatz der doppelten Sicherung; weitere Vorschriften der
StVO bezüglich eines rücksichtsvollen und verantwortungs-
bewussten Verkehrsverhaltens Fahrlehrer
1.1.1.5 Kompetenz BE-5 - Fahraufgaben
Fahrlehrer der Klasse BE kennen die verschiedenen Fahraufga-
ben im Straßenverkehr und können diese hinsichtlich ihrer Ver-
haltensanforderungen sowie ihrer sicheren Durchführung mit
Pkw und Pkw-Gespannen erläutern. Sie können die Fahraufga-
ben selbst fehlerfrei absolvieren und die Durchführung von
Fahraufgaben kriteriengeleitet beurteilen.
Fahraufgabenkatalog für die jeweiligen Fahrerlaubnisklassen;
Durchführungs- und Bewertungsstandards für die Fahraufga-
ben; fahraufgabenrelevante Vorschriften der StVO Fahrlehrer
1.1.1.6 Kompetenz BE-6 - Fahrkompetenzdefizite und Unfälle
Fahrlehrer der Klasse BE kennen die wesentlichen Fahrkompe-
tenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten von Fahrern
unterschiedlicher Altersgruppen und Expertisegrade. Sie kön-
nen typische Unfälle dieser Gruppen analysieren.
Fahrkompetenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten von
Fahrern unterschiedlicher Altersgruppen und Expertisegrade
(insbesondere von Fahranfängern, jungen Fahrern und älteren
Fahrern); Unfallbeteiligung und typische Unfallszenarien dieser
Gruppen (Unfallbeteiligung; Unfallarten und Unfalltypen; Unfall-
ursachen und Vermeidungsstrategien; regionale Gefahrenstre-
cken); Taxonomien von Fehlhandlungen bei der Fahrzeugfüh-
rung Bildungswissenschaftler,
1.1.1.7 Kompetenz BE-7 - Mobilitätsverhalten
Fahrlehrer der Klasse BE können Trends des Mobilitätsverhal-
tens in Deutschland beschreiben und Maßnahmen zur umwelt-
schonenden und nachhaltigen Mobilitätsgestaltung erläutern.
Mobilitätsverhalten in Deutschland; multimodale und intermo-
dale Mobilität; Möglichkeiten der umweltschonenden und
nachhaltigen Mobilitätsgestaltung Fahrlehrer
Kompetenzbereich „Recht"
1.1.2.1 Kompetenz BE-1 - Rechtssystematik
Fahrlehrer der Klasse BE können die Struktur und die Funktion
des Rechtssystems beschreiben.
Rechtsordnung (Gewaltenteilung; Öffentliches Recht; Privat-
recht; Gerichtsbarkeit); System der Rechtsquellen (Rechtsquel-
len des Europarechts; Gesetze; Verordnungen; Verwaltungs-
vorschriften; Richtlinien; Dienstanweisungen); Rechtsmittel Jurist
1.1.2.2 Kompetenz BE-2 - Verkehrsrechtliche Vorschriften und angrenzende Rechtsgebiete
Fahrlehrer der Klasse BE können die relevanten Vorschriften
des Straßenverkehrsrechts erläutern und diese anwenden, um
beispielhafte Fallkonstellationen zu bearbeiten. Sie können die
für den Straßenverkehr relevanten Grundlagen des Sozial-
rechts und des Steuerrechts beschreiben.
Rechtsvorschriften aus den Bereichen „Verhalten im Straßenver-
kehr" (z. B. StVG; StVO), „Fahrerlaubnis- und Zulassungsrecht"
(z. B. FeV; FZV; Richtlinie 2006/126/EG; StVG; StVZO), „Straf-
und Ordnungswidrigkeitenrecht des Straßenverkehrs" (z. B.
BKatV; OWiG; StGB; StPO; StVG), „Haftungs- und Versiche-
rungsrecht im Straßenverkehr" (z. B. BGB; PflversG; StVG),
„Fahrschulwesen" (z. B. DV-FahrlG; FahrlAusbVO; FahrlG;
FahrlPrüfVO; StVG); Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis;
Fahreignungs-Bewertungssystem; Gefährdungs- und Verschul-
denshaftung; Sozialvorschriften im Straßenverkehr (z. B. AETR;
ArbZG; FPersG; FPersV; VO (EG) Nr. 561/2006; VO (EU) Nr. 165/2014);
Steuerrechtliche Vorschriften für den Straßen-
verkehr (z. B. KraftStDV; KraftStG) Fahrlehrer, Jurist
1.1.3 120
Kompetenzbereich „Technik"
1.1.3.1 Kompetenz BE-1 - Technische Grundlagen
Fahrlehrer der Klasse BE kennen den grundlegenden Aufbau
und die Funktionsweise der wesentlichen technischen Be-
standteile von Personenkraftwagen und Anhängern sowie die
entsprechenden rechtlichen Vorschriften und können diese be-
schreiben. Dies gilt insbesondere für sicherheitsbedeutsame
und umweltschutzrelevante Bestandteile.
Motor (insbesondere konventionelle und alternative Antriebs-
technologien wie z. B. Elektromobilität); Antriebsstrang; Fahr-
werk; Fahrzeugaufbau; elektrische Anlage; Schadstoffmin-
derung; aktive und passive Sicherheit; Anhänger und Ver-
bindungseinrichtungen; Beladung und Ladungssicherung; Kon-
trolle der Betriebs- und Verkehrssicherheit; Einsatzmöglichkeiten
alternativer Antriebstechnologien in der Fahrschulausbildung
und Fahrerweiterbildung; rechtliche Vorschriften zur Technik (z. B.
Richtlinien und Verordnungen (EU/EG/EWG); StVZO) Ingenieur
1.1.3.2 Kompetenz BE-2 - Fahrphysik
Fahrlehrer der Klasse BE können fahrphysikalische Grundlagen
des Fahrens mit Pkw und Pkw-Gespannen erläutern und auf
dieser Basis das Fahrverhalten dieser Fahrzeuge analysieren.
Kräfte und Momente am Fahrzeug; Kamm'scher Kreis; Haf-
tungsgrenze der Reifen bei unterschiedlichen Bedingungen;
Achs- und Radlastverschiebung; Kippgrenze; Seitenwind;
Aquaplaning; Pendeln oder Einknicken des Anhängers; Fahr-
verhalten von Pkw und Pkw-Gespannen; Fahrstabilisierungs-
systeme; Anhalteweg; Zusammenhang von Fahrphysik und
Fahrerverhalten (Linienwahl, Lenktechnik und Blickverhalten
beim Kurvenfahren; Verhaltensmaßnahmen im fahrphysika-
lischen Grenzbereich) Fahrlehrer, Ingenieur
1.1.3.3 Kompetenz BE-3 - Technische Aspekte umweltschonenden Fahrens
Fahrlehrer der Klasse BE kennen die wesentlichen Merkmale
einer umweltschonenden Fahrweise für Pkw; sie können diese
erläutern und selbst anwenden.
Fahrwiderstände; Motorkennlinien und Verbrauchskennfelder;
Merkmale umweltschonenden Fahrens Fahrlehrer, Ingenieur
1.1.3.4 Kompetenz BE-4 - Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren
Fahrlehrer der Klasse BE können die grundlegende Funktion
und die Einsatzmöglichkeiten von Fahrerassistenzsystemen
beschreiben sowie deren Vorteile und Nachteile erläutern. Dies
gilt insbesondere für sicherheitsbedeutsame Fahrerassistenz-
systeme. Weiterhin können sie die Grundlagen des automa-
tisierten Fahrens und die Auswirkungen auf den Fahrlehrer-
beruf beschreiben.
Arten, Funktion, Sicherheits- und Gefährdungspotenziale von
Fahrerassistenzsystemen; verhaltenswissenschaftliche As-
pekte im Hinblick auf die Verwendung von Fahrerassistenzsys-
temen (z. B. Akzeptanz; visuelle und kognitive Beanspruchung;
Auswirkungen auf das Situationsbewusstsein; Fehlkonzepte
der Nutzer; Verhaltensanpassung und Fehlgebrauch; Übernah-
meproblematik); Einsatzmöglichkeiten und Betrachtung von
Fahrerassistenzsystemen in Fahranfängervorbereitung und
Fahrerweiterbildung; Stufen des automatisierten Fahrens;
Sicherheits- und Gefährdungspotenziale automatisierter Fahr-
zeuge; Fahrzeug-zu-X-Kommunikation; grundlegende recht-
liche und moralisch-ethische Fragen des automatisierten Fah-
rens (Automatisierungsrisiko und Haftung; Regelübertretung;
„Dilemma-Situationen"; Fehlerkompensationsfähigkeiten auto-
matisierter Fahrzeuge); Auswirkungen des automatisierten
Fahrens auf den Fahrlehrerberuf Bildungswissenschaftler,
Fahrlehrer, Ingenieur,
Kompetenzbereich „Unterrichten, Ausbilden und Weiterbilden"
1.2.1.1 Kompetenz 1 - Grundlagen der Fahranfängervorbereitung:
Fahrlehrer kennen die vielfältigen Lehr-Lernformen und Prü-
fungsformen im System der Fahranfängervorbereitung sowie
die mit ihnen verbundenen Ziele, Inhalte und rechtlichen Rah-
menbedingungen. Sie kennen insbesondere die Ziele, die In-
halte und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Fahrschul-
ausbildung, können sie erläutern sowie ihren Theorieunterricht
und ihre Fahrpraktische Ausbildung daran ausrichten.
Unverzichtbare curriculare Inhalte:
Lehr-Lernformen und Prüfungsformen im System der Fahran-
fängervorbereitung; Rahmenplan Theorieunterricht; Rahmen-
plan Fahrpraktische Ausbildung; curriculare Grundlagen der
Fahrschulausbildung; Ausbildungspläne; rechtliche Rahmen-
bedingungen (z. B. DV-FahrlG; FahrlG; FahrschAusbO; FeV;
Prüfungsrichtlinie; StVG); Fahrschulüberwachung Bildungswissenschaftler,
1.2.1.2 Kompetenz 2 - Gestaltung des Theorieunterrichts:
Fahrlehrer können die Bestandteile und Erwerbsverläufe von
Fahrkompetenz beschreiben. Weiterhin kennen sie Lehrfunktio-
nen (Motivation, Information, Informationsverarbeitung, Spei-
chern und Abrufen, Anwendung und Transfer, Steuerung und
Kontrolle), Möglichkeiten der Verzahnung von Theorieunterricht
und Fahrpraktischer Ausbildung sowie Qualitätskriterien guten
Theorieunterrichts. Sie können Lehrfunktionen, Verzahnungs-
möglichkeiten und Qualitätskriterien erläutern sowie bei der
Planung und Durchführung von Theorieunterricht anwenden.
Bestandteile und Erwerbsverläufe von Fahrkompetenz; Wis-
sensarten und deren Erwerb (Faktenwissen; Handlungswissen);
Risiken am Beginn der Fahrerkarriere und deren psycho-
logische Grundlagen; Motivationstheorien (insbesondere Lern-
und Leistungsmotivation); Unterrichtsplanung; Auswahl und
Nutzung von Lehr-Lernmethoden und Lehr-Lernmedien; kogni-
tive Aktivierung; zielerreichendes Lernen und Konsolidierung;
Fahrlehrer-Fahrschüler-Kommunikation und Klassenführung;
E-Learning (d. h. Lernen mit elektronischen Medien); Blended-
Learning (d. h. Verknüpfung von Präsenzunterricht und Lernen
mit elektronischen Medien); Unterstützung des selbstorgani-
sierten Lernens; Fehlkonzepte von Fahrschülern; Vorbereitung
auf die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung; Möglichkeiten der
Verzahnung von Theorieunterricht und Fahrpraktischer Ausbil-
dung; Qualitätskriterien guten Theorieunterrichts; Lehrübungen
zum Theorieunterricht; Selbst- und Fremdevaluation für Fahr-
lehreranwärter Bildungswissenschaftler,
1.2.1.3 Kompetenz 3 - Gestaltung der Fahrpraktischen Ausbildung:
Fahrlehrer kennen - aufbauend auf den Bestandteilen und Er-
werbsverläufen von Fahrkompetenz - Möglichkeiten der Ver-
zahnung von Fahrpraktischer Ausbildung und Theorieunterricht
sowie die Qualitätskriterien guter Fahrpraktischer Ausbildung.
Sie können die Verzahnungsmöglichkeiten und Qualitätskrite-
rien erläutern sowie bei der Planung und Durchführung der
Fahrpraktischen Ausbildung anwenden.
Aufbau automatisierter Fertigkeiten; Expertiseerwerb und
deliberate practice (d. h. zielgerichtetes und intensives Üben);
Sequenzierung der Fahrpraktischen Ausbildung; Anforderun-
gen und Bewertungskriterien bei der Bewältigung von Fahrauf-
gaben; Instruktion, Scaffolding und Fading (d. h. an den Lern-
stand angepasstes Anleiten); Feedback; Eingriffsmöglichkeiten
und Eingriffsnotwendigkeiten des Fahrlehrers; Unterstützung
des selbstorganisierten Lernens; Möglichkeiten der Verzah-
nung von Fahrpraktischer Ausbildung und Theorieunterricht;
Vorbereitung auf die Praktische Fahrerlaubnisprüfung; Quali-
tätskriterien guter Fahrpraktischer Ausbildung; Lehrübungen
zur Fahrpraktischen Ausbildung; Selbst- und Fremdevaluation
für Fahrlehreranwärter Bildungswissenschaftler,
1.2.1.4 Kompetenz 4 - Grundlagen des Fahrlehrerberufs:
Fahrlehrer kennen die vielfältigen Tätigkeitsfelder ihres Berufes
sowie die damit verbundenen Anforderungen und Weiter-
bildungsmöglichkeiten. Weiterhin kennen sie berufliche Belas-
tungs- und Stressfaktoren sowie die Möglichkeiten zur Stress-
Fahrlehrerberuf und Berufsbild; Angebote von Fahrschulen zur
Fahrerweiterbildung (z. B. Fahrkompetenztrainings für Senio-
ren) und Verkehrssicherheitsarbeit (z. B. Verkehrserziehung);
Weiterqualifizierungsmöglichkeiten; Aktualisierung und Ergän-
zung des Professionswissens; Arbeitsorganisation; Belastung,
Stress und Stressprävention Fahrlehrer
1.2.2 100
Kompetenzbereich „Erziehen"
1.2.2.1 Kompetenz 1 - Berücksichtigung personeller, sozialer und kultureller Lernbedingungen:
Fahrlehrer kennen typische personelle, soziale und kulturelle
Lernbedingungen von Fahrschülern, können sie erläutern
sowie im Theorieunterricht und in der Fahrpraktischen Aus-
bildung berücksichtigen.
Entwicklung und Sozialisation über die Lebensspanne mit
Schwerpunkt im Jugendalter und jungen Erwachsenenalter;
Umgang mit Heterogenität; Lehr-Lerntheorien und Lehren in
der Erwachsenenbildung/Weiterbildung; individuelle Kompo-
nenten des Lernens Erwachsener Bildungswissenschaftler
1.2.2.2 Kompetenz 2 - Vermittlung von Verkehrssicherheitseinstellungen:
Fahrlehrer kennen die Prozesse des Einstellungserwerbs und
die Methoden der Einstellungsveränderung. Sie können diese
Prozesse und Methoden erläutern sowie bei der Planung und
Durchführung von Theorieunterricht und Fahrpraktischer Aus-
Komponenten von Einstellungen; Erwerb und Beeinflussung
von Einstellungen zur Verantwortungsübernahme und Sicher-
heit im Straßenverkehr (z. B. Lernen am Modell und Wirkung
von Sanktionen; Theorie des geplanten Verhaltens; Bedeutung
von Informationsdarstellungen für das Verhalten; persuasive
Kommunikation) Bildungswissenschaftler
Kompetenzbereich „Beurteilen"
1.2.3.1 Kompetenz 1 - Förderorientierte Lernstands- und Lern-
Fahrlehrer können Lernvoraussetzungen, Lernprozesse und
Lernergebnisse von Fahrschülern beurteilen und die Ergeb-
nisse der Beurteilung zur individuellen Förderung und Beratung
bezüglich des weiteren Lernwegs verwenden.
Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung; Bezugsnormen
(kriterial, sozial, individuell); Beobachtungs- und Beurteilungs-
fehler; Förderung von Selbsteinschätzungen des Fahrschülers;
Prüfungsangst; Lernstörungen; Lernstands- und Lernverlaufs-
beurteilung; Leistungsrückmeldungen und Formen von Feed-
back; Orientierung von Theorieunterricht und Fahrpraktischer
Ausbildung am Kenntnis- und Ausbildungsstand des Fahr-
schülers; Beratung bezüglich des Lernwegs; Feststellung der
Prüfungsreife Bildungswissenschaftler,
Ausbildung Fahrlehrerlaubnisklasse A
2.1.1.1 Kompetenz A-1 - Fahreignung, Fahrtüchtigkeit und Fahrverhalten
Fahrlehrer der Klasse A kennen klassenspezifische psychische
und physische Einflussfaktoren auf die Fahreignung, die
Fahrtüchtigkeit und das Fahrverhalten von Kraftradfahrern
und können diese erläutern.
Fahrmotive; Emotionen (z. B. Flow-Erleben); Einstellungen zum
Kraftradfahren; Fahrertypologien; Unaufmerksamkeit und Ab-
lenkung; Belastung und Beanspruchung; körperliche Fitness
beim Kraftradfahren; Fahren in der Gruppe Bildungswissenschaftler,
2.1.1.2 Kompetenz A-3 - Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
Fahrlehrer der Klasse A können die klassenspezifischen Kom-
ponenten der Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
bezüglich des Fahrens von Krafträdern erläutern und Verkehrs-
situationen mit Blick auf klassenspezifische Gefahren und Ver-
haltensmöglichkeiten beurteilen.
Wahrnehmung der Verkehrsumwelt; mögliche Gefahren im
Straßenverkehr; Antizipation von (latenten) Gefahrensituatio-
nen; Risikowahrnehmung; Selbsteinschätzung der eigenen
Fahrkompetenz; Risikoakzeptanz; Umgang mit Gefahrensitua-
tionen (Gefahrenvermeidung und Gefahrenabwehr); voraus-
schauende und defensive Fahrweise; Trainingsmöglichkeiten
zur Verbesserung der Verkehrswahrnehmung und Gefahren-
vermeidung (z. B. computergestützte Trainingsprogramme) Bildungswissenschaftler,
2.1.1.3 Kompetenz A-5 - Fahraufgaben
Fahrlehrer der Klasse A kennen die verschiedenen Fahraufga-
ben im Straßenverkehr und können diese hinsichtlich ihrer
klassenspezifischen Verhaltensanforderungen sowie der siche-
ren Durchführung mit Krafträdern mit und ohne Beiwagen er-
läutern. Sie können die Fahraufgaben selbst fehlerfrei absolvie-
ren und die Durchführung von Fahraufgaben kriteriengeleitet
Fahraufgabenkatalog für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse;
Durchführungs- und Bewertungsstandards für die Fahrauf-
gaben; fahraufgabenrelevante klassenspezifische Vorschriften
der StVO Fahrlehrer
2.1.1.4 Kompetenz A-6 - Fahrkompetenzdefizite und Unfälle
Fahrlehrer der Klasse A kennen die wesentlichen Fahrkompe-
tenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten von Kraftrad-
fahrern und können typische Kraftrad-Unfälle analysieren.
Fahrkompetenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten;
Unfallbeteiligung und typische Unfallszenarien (Unfallbetei-
ligung; Unfallarten und Unfalltypen; Unfallursachen und Ver-
meidungsstrategien; regionale Gefahrenstrecken) Bildungswissenschaftler,
2.1.2.1 Kompetenz A-2 - Verkehrsrechtliche Vorschriften und angrenzende Rechtsgebiete
Fahrlehrer der Klasse A können die für das Führen von Kraft-
rädern relevanten Vorschriften des Straßenverkehrsrechts er-
läutern und diese anwenden, um beispielhafte Fallkonstellatio-
nen zu bearbeiten.
Relevante Rechtsvorschriften aus den Bereichen „Verhalten im
Straßenverkehr" (z. B. StVG; StVO), „Fahrerlaubnis- und Zulas-
sungsrecht" (z. B. FeV; FZV; Richtlinie 2006/126/EG; StVG;
StVZO), „Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht des Straßen-
verkehrs" (z. B. BKatV; OWiG; StGB; StPO; StVG), „Haftungs-
und Versicherungsrecht im Straßenverkehr" (z. B. BGB;
PflversG; StVG), „Fahrschulwesen" (z. B. DV-FahrlG;
FahrlAusbVO; FahrlG; FahrlPrüfVO; StVG); Gefährdungs- und
Verschuldenshaftung, insbesondere bei der Kraftradausbildung Fahrlehrer, Jurist
2.1.3.1 Kompetenz A-1 - Technische Grundlagen
Fahrlehrer der Klasse A kennen den grundlegenden Aufbau
standteile von Krafträdern und Beiwagen sowie die entspre-
chenden rechtlichen Vorschriften und können diese beschrei-
ben. Dies gilt insbesondere für sicherheitsbedeutsame und
umweltschutzrelevante Bestandteile.
Kraftradarten; Motor (insbesondere konventionelle und alterna-
tive Antriebstechnologien wie z. B. Elektromobilität); Antriebs-
strang; Fahrwerk; elektrische Anlage; Abgasanlage und Schad-
stoffminderung; aktive und passive Sicherheit (insbesondere
Schutzkleidung); Beiwagen; Kontrolle der Betriebs- und Ver-
kehrssicherheit; Funkanlagen; rechtliche Vorschriften zur Tech-
nik (z. B. Richtlinien und Verordnungen (EU/EG/EWG); StVZO) Ingenieur
2.1.3.2 Kompetenz A-2 - Fahrphysik
Fahrlehrer der Klasse A können fahrphysikalische Grundlagen
des Fahrens mit Krafträdern mit und ohne Beiwagen erläutern
und auf dieser Basis das Fahrverhalten dieser Fahrzeuge
Radlastverlagerung; Schräglage; Kippgrenze; Seitenwind;
Fahrverhalten von Krafträdern mit und ohne Beiwagen; Fahr-
stabilisierungssysteme; Zusammenhang von Fahrphysik und
Fahrerverhalten (Lenkimpulstechnik; Kurventechnik, Linienwahl
und Blickverhalten beim Kurvenfahren; Verhaltensmaßnahmen
im fahrphysikalischen Grenzbereich) Fahrlehrer, Ingenieur
2.1.3.3 Kompetenz A-4 - Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren
Fahrlehrer der Klasse A können die grundlegende Funktion und
die Einsatzmöglichkeiten von Fahrerassistenzsystemen für
Krafträder beschreiben sowie deren Vorteile und Nachteile
erläutern. Dies gilt insbesondere für sicherheitsbedeutsame
Fahrerassistenzsysteme. Weiterhin können sie die klassenspe-
zifischen Grundlagen des automatisierten Fahrens und die
Auswirkungen auf den Fahrlehrerberuf beschreiben.
Fahrerweiterbildung; Stufen des automatisierten Fahrens; Si-
cherheits- und Gefährdungspotenziale automatisierter Krafträ-
der; Fahrzeug-zu-X-Kommunikation; grundlegende rechtliche
und moralisch-ethische Fragen des automatisierten Fahrens
(Automatisierungsrisiko und Haftung; Regelübertretung; „Di-
lemma-Situationen"; Fehlerkompensationsfähigkeiten auto-
Pädagogisch-psychologisches und verkehrspädagogisches Professionswissen für die Motorradausbildung
2.2.1 40
2.2.1.1 Kompetenz 1 - Grundlagen der Fahranfängervorbereitung:
menbedingungen. Sie kennen insbesondere die Ziele, die
Inhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Fahr-
schulausbildung, können sie erläutern sowie ihren Theorieun-
terricht und ihre Fahrpraktische Ausbildung daran ausrichten.
2.2.1.2 Kompetenz 2 - Gestaltung des Theorieunterrichts:
Fahrkompetenz beschreiben. Weiterhin kennen sie Lehrfunk-
tionen (Motivation, Information, Informationsverarbeitung,
Speichern und Abrufen, Anwendung und Transfer, Steuerung
und Kontrolle), Möglichkeiten der Verzahnung von Theorieun-
terricht und Fahrpraktischer Ausbildung sowie Qualitätskrite-
rien guten Theorieunterrichts. Sie können Lehrfunktionen, Ver-
zahnungsmöglichkeiten und Qualitätskriterien erläutern sowie
bei der Planung und Durchführung von Theorieunterricht an-
sensarten und deren Erwerb (Faktenwissen; Handlungs-
wissen); Risiken am Beginn der Fahrerkarriere und deren psy-
chologische Grundlagen; Motivationstheorien (insbesondere
Lern- und Leistungsmotivation); Unterrichtsplanung; Auswahl
und Nutzung von Lehr-Lernmethoden und Lehr-Lernmedien;
kognitive Aktivierung; zielerreichendes Lernen und Konsolidie-
rung; Fahrlehrer-Fahrschüler-Kommunikation und Klassen-
führung; E-Learning (d. h. Lernen mit elektronischen Medien);
Blended-Learning (d. h. Verknüpfung von Präsenzunterricht
und Lernen mit elektronischen Medien); Unterstützung des
selbstorganisierten Lernens; Fehlkonzepte von Fahrschülern;
Vorbereitung auf die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung; Mög-
lichkeiten der Verzahnung von Theorieunterricht und Fahrprak-
tischer Ausbildung; Qualitätskriterien guten Theorieunterrichts;
Lehrübungen zum Theorieunterricht; Selbst- und Fremdevalua-
tion für Fahrlehreranwärter Bildungswissenschaftler,
2.2.1.3 Kompetenz 3 - Gestaltung der Fahrpraktischen Ausbildung:
Aufbau automatisierter Fertigkeiten; Expertiseerwerb und deli-
berate practice (d. h. zielgerichtetes und intensives Üben);
2.2.1.4 Kompetenz 4 - Grundlagen des Fahrlehrerberufs:
bildungsmöglichkeiten. Weiterhin kennen sie berufliche Be-
lastungs- und Stressfaktoren sowie die Möglichkeiten zur
2.2.2.1 Kompetenz 1 - Berücksichtigung personeller, sozialer und kultureller Lernbedingungen:
Lernbedingungen von Fahrschülern, können sie erläutern so-
wie im Theorieunterricht und in der Fahrpraktischen Aus-
2.2.2.2 Kompetenz 2 - Vermittlung von Verkehrssicherheitseinstellungen:
2.2.3.1 Kompetenz 1 - Förderorientierte Lernstands- und Lernverlaufsbeurteilung:
Ausbildung Fahrlehrerlaubnisklasse CE
Fachliches Professionswissen klassenspezifischer Ausbildungsmonat
3.1.1 72
3.1.1.1 Kompetenz CE-1 - Fahreignung, Fahrtüchtigkeit und Fahrverhalten
Fahrlehrer der Klasse CE kennen klassenspezifische psy-
chische und physische Einflussfaktoren auf die Fahreignung,
die Fahrtüchtigkeit und das Fahrverhalten von Lkw-Fahrern
und Fahrern in der Land- und Forstwirtschaft und können diese
Tätigkeitsbezogene Einstellungen; Fahrerselbstbild; Fahrer-
typologien; Unaufmerksamkeit und Ablenkung; Müdigkeit;
Belastung und Beanspruchung; Aggression und Selbstdurch-
setzung Bildungswissenschaftler,
3.1.1.2 Kompetenz CE-3 - Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
Fahrlehrer der Klasse CE können die klassenspezifischen
meidung bezüglich des Fahrens von Lkw, Last- und Sattel-
zügen sowie land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen erläu-
tern und Verkehrssituationen mit Blick auf klassenspezifische
Gefahren und Verhaltensmöglichkeiten beurteilen.
nen; Umgang mit Gefahrensituationen (Gefahrenvermeidung
und Gefahrenabwehr); vorausschauende und defensive Fahr-
weise; Trainingsmöglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrs-
wahrnehmung und Gefahrenvermeidung (z. B. computerge-
stützte Trainingsprogramme) Bildungswissenschaftler,
3.1.1.3 Kompetenz CE-5 - Fahraufgaben
Fahrlehrer der Klasse CE kennen die verschiedenen Fahrauf-
gaben im Straßenverkehr und können diese hinsichtlich ihrer
ren Durchführung mit Lkw, Last- und Sattelzügen bzw. mit
land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen erläutern. Sie kön-
nen die Fahraufgaben selbst fehlerfrei absolvieren und die
Durchführung von Fahraufgaben kriteriengeleitet beurteilen.
ben; fahraufgabenrelevante klassenspezifische Vorschriften
3.1.1.4 Kompetenz CE-6 - Fahrkompetenzdefizite und Unfälle
Fahrlehrer der Klasse CE kennen die wesentlichen Fahrkom-
petenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten von Lkw-
Fahrern und Fahrern in der Land- und Forstwirtschaft und
können typische Unfälle dieser Gruppen analysieren.
meidungsstrategien) Bildungswissenschaftler,
3.1.2 24
3.1.2.1 Kompetenz CE-2 - Verkehrsrechtliche Vorschriften und angrenzende Rechtsgebiete
Fahrlehrer der Klasse CE können die für das Führen von Lkw,
Last- und Sattelzügen sowie land- und forstwirtschaftlichen
Fahrzeugen relevanten rechtlichen Vorschriften des Straßen-
verkehrsrechts erläutern und diese anwenden, um beispiel-
hafte Fallkonstellationen zu bearbeiten.
verkehrs" (z. B. BKatV; OWiG; StGB; StPO; StVG), „Steuer-
recht" (z. B. KraftStG; KraftStDV), „Haftungs- und Ver-
sicherungsrecht beim (gewerblichen) Gütertransport" (z. B.
BGB; PflversG; StVG), „Fahrschulwesen" (z. B. DV-FahrlG;
FahrlAusbVO; FahrlG; FahrlPrüfVO); Fahrverbot und Entzug
der Fahrerlaubnis; Fahreignungs-Bewertungssystem; Gefähr-
dungs- und Verschuldenshaftung beim (gewerblichen) Güter-
transport Fahrlehrer, Jurist
3.1.2.2 Kompetenz CE-3 - Gütertransport- und Berufskraftfahrerrecht
Fahrlehrer der Klasse CE können die für den gewerblichen
Gütertransport und die Tätigkeit als Berufskraftfahrer relevan-
ten rechtlichen Vorschriften erläutern und diese anwenden, um
beispielhafte Fallkonstellationen zu bearbeiten.
Sozialvorschriften im Straßenverkehr (z. B. AETR; ArbZG;
FPersG; FPersV; VO (EG) Nr. 561/2006; VO (EU) Nr. 165/2014);
Handhabung Fahrtenschreiber; DGUV Vorschriften (z. B. DGUV
Vorschrift 70); Vorschriften zur Gefahrgutbeförderung (z. B.
ADR; GGBefG; GGVSEB); Vorschriften zum (inter-)nationalen
Gütertransport (z. B. BFStrMG; GüKG; GüKGrKabotageV;
LKW-MautV); Vorschriften zur Berufskraftfahrerausbildung
und -qualifikation sowie zur Ausbildung als Kraftverkehrsmeis-
ter (z. B. BKrFQG; BKrFQV; BKV) Fahrlehrer, Jurist
3.1.3 44
3.1.3.1 Kompetenz CE-1 - Technische Grundlagen
Fahrlehrer der Klasse CE kennen den grundlegenden Aufbau
standteile von Lkw, Last- und Sattelzügen sowie von land-
und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen. Sie kennen die entspre-
Bau- und Aufbauarten bei Lkw, Last- und Sattelzügen sowie
land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen; Motor (insbeson-
dere konventionelle und alternative Antriebstechnologien wie
z. B. Elektromobilität); Antriebsstrang; Fahrwerk; Fahrzeug-
elektrik; Abgasanlage und Schadstoffminderung; aktive und
passive Sicherheit; Verbindungseinrichtungen; Beladung und
Ladungssicherung; Kontrolle der Betriebs- und Verkehrssicher-
heit; Sicherheits- und Abfahrtkontrollen; technische Besonder-
heiten von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen; recht-
liche Vorschriften zur Technik (z. B. Richtlinien und Verordnun-
gen (EU/EG/EWG); StVZO) Ingenieur
3.1.3.2 Kompetenz CE-2 - Fahrphysik
Fahrlehrer der Klasse CE können fahrphysikalische Grundlagen
des Fahrens mit Lkw, Last- und Sattelzügen sowie mit land-
und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen erläutern und auf dieser
Basis das Fahrverhalten dieser Fahrzeuge analysieren.
Achs- und Radlastverschiebung; Kippgrenze; Seitenwind; Pen-
deln oder Einknicken des Anhängers oder Aufliegers; Fahrver-
halten von Lkw, Last- und Sattelzügen sowie land- und forst-
wirtschaftlichen Fahrzeugen; Anhalteweg; Fahrstabilisierungs-
systeme; Zusammenhang von Fahrphysik und Fahrerverhalten
(Linienwahl, Lenktechnik und Blickführung beim Kurvenfahren;
Verhaltensmaßnahmen im fahrphysikalischen Grenzbereich) Fahrlehrer, Ingenieur
3.1.3.3 Kompetenz CE-3 - Technische Aspekte umweltschonenden Fahrens
Fahrlehrer der Klasse CE kennen die klassenspezifischen we-
sentlichen Merkmale einer umweltschonenden Fahrweise für
Lkw, Last- und Sattelzüge sowie land- und forstwirtschaftliche
Fahrzeuge; sie können diese erläutern und selbst anwenden.
3.1.3.4 Kompetenz CE-4 - Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren
Fahrlehrer der Klasse CE können die grundlegende Funktion
für Lkw, Last- und Sattelzüge sowie land- und forstwirtschaft-
liche Fahrzeuge beschreiben sowie deren Vorteile und Nach-
teile erläutern. Dies gilt insbesondere für sicherheitsbedeut-
same Fahrerassistenzsysteme. Weiterhin können sie die klas-
senspezifischen Grundlagen des automatisierten Fahrens und
die Auswirkungen auf den Fahrlehrerberuf beschreiben.
cherheits- und Gefährdungspotenziale automatisierter Lkw,
Last- und Sattelzüge sowie land- und forstwirtschaftliche Fahr-
Ausbildung Fahrlehrerlaubnisklasse DE
4.1.1.1 Kompetenz DE-1 - Fahreignung, Fahrtüchtigkeit und Fahrverhalten
Fahrlehrer der Klasse DE kennen klassenspezifische psy-
die Fahrtüchtigkeit und das Fahrverhalten von KOM-Fahrern
Tätigkeitsbezogene Einstellungen; Fahrerselbstbild; Fahrerty-
pologien; Belastung und Beanspruchung; Unaufmerksamkeit
und Ablenkung; Müdigkeit; Aggression und Selbstdurchset-
zung Bildungswissenschaftler,
4.1.1.2 Kompetenz DE-3 - Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
Fahrlehrer der Klasse DE können die klassenspezifischen Kom-
bezüglich des Fahrens von KOM erläutern und Verkehrssitua-
tionen mit Blick auf klassenspezifische Gefahren und Verhal-
tensmöglichkeiten beurteilen.
4.1.1.3 Kompetenz DE-5 - Fahraufgaben
Fahrlehrer der Klasse DE kennen die verschiedenen Fahraufga-
klassenspezifischen Verhaltensanforderungen und der sicheren
Durchführung mit unterschiedlichen Arten von KOM erläutern.
Sie können die Fahraufgaben selbst fehlerfrei absolvieren
und die Durchführung von Fahraufgaben kriteriengeleitet be-
4.1.1.4 Kompetenz DE-6 - Fahrkompetenzdefizite und Unfälle
Fahrlehrer der Klasse DE kennen die wesentlichen Fahrkompe-
tenzdefizite und Fahrverhaltensbesonderheiten von KOM-Fah-
rern und können typische KOM-Unfälle analysieren.
4.1.2 24
4.1.2.1 Kompetenz DE-2 - Verkehrsrechtliche Vorschriften und angrenzende Rechtsgebiete
Fahrlehrer der Klasse DE können die für das Führen von KOM
relevanten rechtlichen Vorschriften des Straßenverkehrsrechts
erläutern und diese anwenden, um beispielhafte Fallkonstella-
tionen zu bearbeiten.
recht" (z. B. KraftStDV; KraftStG), „Haftungs- und Versiche-
rungsrecht bei der (gewerblichen) Personenbeförderung" (z. B.
dungs- und Verschuldenshaftung bei der (gewerblichen) Per-
sonenbeförderung Fahrlehrer, Jurist
4.1.2.2 Kompetenz DE-3 - Personenbeförderungs- und Berufskraftfahrerrecht
Fahrlehrer der Klasse DE können die für die gewerbliche Per-
sonenbeförderung und die Tätigkeit als Berufskraftfahrer rele-
vanten rechtlichen Vorschriften erläutern und diese anwenden,
um beispielhafte Fallkonstellationen zu bearbeiten.
Vorschrift 70); Vorschriften zur (inter-)nationalen gewerblichen
Personenbeförderung (z. B. BefBedV; BOKraft; PBefG); Vor-
schriften zur Berufskraftfahrerausbildung und -qualifikation so-
wie zur Ausbildung als Kraftverkehrsmeister (z. B. BKrFQG;
BKrFQV; BKV) Fahrlehrer, Jurist
4.1.3 44
4.1.3.1 Kompetenz DE-1 - Technische Grundlagen
Fahrlehrer der Klasse DE kennen den grundlegenden Aufbau
standteile von KOM sowie die entsprechenden rechtlichen
Vorschriften und können diese beschreiben. Dies gilt insbeson-
dere für sicherheitsbedeutsame und umweltschutzrelevante
Bauarten von KOM; Motor (insbesondere konventionelle und
alternative Antriebstechnologien wie z. B. Elektromobilität);
Antriebsstrang; Fahrwerk; Fahrzeugelektrik; Abgasanlage und
Schadstoffminderung; aktive und passive Sicherheit; techni-
sche Serviceeinrichtungen und Nothilfeeinrichtungen; Bela-
dung und Ladungssicherung; Kontrolle der Betriebs- und
Verkehrssicherheit; Sicherheits- und Abfahrtkontrollen; Hand-
fertigkeiten; rechtliche Vorschriften zur Technik (z. B. Richt-
linien und Verordnungen (EU/EG/EWG); StVZO) Ingenieur
4.1.3.2 Kompetenz DE-2 - Fahrphysik
Fahrlehrer der Klasse DE können fahrphysikalische Grundlagen
des Fahrens mit KOM erläutern und auf dieser Basis das Fahr-
verhalten dieser Fahrzeuge analysieren.
Pendeln oder Einknicken des Anhängers oder Gelenkbusses;
Fahrverhalten von KOM; Aquaplaning; Anhalteweg; Fahrstabi-
lisierungssysteme; Zusammenhang von Fahrphysik und Fah-
rerverhalten (Linienwahl, Lenktechnik und Blickführung beim
Kurvenfahren; Verhaltensmaßnahmen im fahrphysikalischen
Grenzbereich) Fahrlehrer, Ingenieur
4.1.3.3 Kompetenz DE-3 - Technische Aspekte umweltschonenden Fahrens
Fahrlehrer der Klasse DE kennen die wesentlichen klassenspe-
zifischen Merkmale einer umweltschonenden Fahrweise für
KOM; sie können diese erläutern und anwenden.
4.1.3.4 Kompetenz DE-4 - Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren
Fahrlehrer der Klasse DE können die grundlegende Funktion
für KOM beschreiben sowie deren Vorteile und Nachteile erläu-
tern. Dies gilt insbesondere für sicherheitsbedeutsame Fahrer-
assistenzsysteme. Weiterhin können sie die klassenspezifi-
schen Grundlagen des automatisierten Fahrens und die Aus-
wirkungen auf den Fahrlehrerberuf beschreiben.
cherheits- und Gefährdungspotenziale automatisierter KOM;
Fahrzeug-zu-X-Kommunikation; grundlegende rechtliche und
moralisch-ethische Fragen des automatisierten Fahrens (Auto-
matisierungsrisiko und Haftung; Regelübertretung; „Dilemma-
Situationen"; Fehlerkompensationsfähigkeiten automatisierter
Fahrzeuge); Auswirkungen des automatisierten Fahrens auf
den Fahrlehrerberuf Bildungswissenschaftler,
4.1.3.5 Kompetenz DE-5 - Störungssuche und Fehlerbeseitigung
Fahrlehrer der Klasse DE können technische Störungen und
Fehler bei KOM erkennen und geringe Mängel beheben.
Werkstattausbildung (Störungssuche und Fehlerbeseitigung) Ingenieur
5.1 144
Pädagogisch-psychologisches und verkehrspädagogisches Professionswissen für die Schwerfahrzeugausbildung
5.1.1 80
5.1.1.1 Kompetenz 1 - Grundlagen der Fahranfängervorbereitung:
5.1.1.2 Kompetenz 2 - Gestaltung des Theorieunterrichts:
sensarten und deren Erwerb (Faktenwissen; Handlungswis-
sen); Risiken am Beginn der Fahrerkarriere und deren psycho-
E-Learning (d. h. Lernen mit elektronischen Medien); Blen-
ded-Learning (d. h. Verknüpfung von Präsenzunterricht und
Lernen mit elektronischen Medien); Unterstützung des selbst-
organisierten Lernens; Fehlkonzepte von Fahrschülern; Vorbe-
reitung auf die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung; Möglichkei-
ten der Verzahnung von Theorieunterricht und Fahrpraktischer
Ausbildung; Qualitätskriterien guten Theorieunterrichts; Lehr-
übungen zum Theorieunterricht; Selbst- und Fremdevaluation
5.1.1.3 Kompetenz 3 - Gestaltung der Fahrpraktischen Ausbildung:
berate practice (d. h. zielgerichtetes und intensives Üben); Se-
quenzierung der Fahrpraktischen Ausbildung; Anforderungen
und Bewertungskriterien bei der Bewältigung von Fahraufga-
ben; Instruktion, Scaffolding und Fading (d. h. an den Lern-
5.1.1.4 Kompetenz 4 - Grundlagen des Fahrlehrerberufs:
sowie die damit verbundenen Anforderungen und Weiterbil-
dungsmöglichkeiten. Weiterhin kennen sie berufliche Belas-
Fahrerweiterbildung und Verkehrssicherheitsarbeit (z. B. Ver-
kehrserziehung); Weiterqualifizierungsmöglichkeiten; Aktuali-
sierung und Ergänzung des Professionswissens; Arbeitsorga-
nisation; Belastung, Stress und Stressprävention Fahrlehrer
5.1.2 32
5.1.2.1 Kompetenz 1 - Berücksichtigung personeller, sozialer und kultureller Lernbedingungen:
wie im Theorieunterricht und in der Fahrpraktischen Ausbil-
dung berücksichtigen.
5.1.2.2 Kompetenz 2 - Vermittlung von Verkehrssicherheitseinstellungen:
5.1.3 32
5.1.3.1 Kompetenz 1 - Förderorientierte Lernstands- und Lernverlaufsbeurteilung:
I. Qualitätskriterien für den Theoretischen Unterricht
Strukturierung der Unterrichtseinheit,
Motivierung der Fahrschüler und Praxisbezug,
fachliche Vermittlung der Lehr-Lerninhalte,
angemessenes Reagieren auf Beiträge der Fahrschüler,
Tempo der Vermittlung der Lehr-Lerninhalte,
Visualisierung der Lehr-Lerninhalte durch Medien,
Qualität der Lehrvorträge,
Organisation von Erfahrungsberichten,
Organisation von Diskussionen und
Durchführung von Lernkontrollen.
II. Qualitätskriterien für den Praktischen Unterricht
Strukturierung der Übungsstunde,
Orientierung am Ausbildungsstand des Fahrschülers,
Qualität des Methodeneinsatzes,
Qualität verbaler Anweisungen,
fachliche Korrektheit der Lehr-Lerninhalte und Orientierung am Ausbildungsplan des Fahrlehrers,
Schaffung einer guten Ausbildungsatmosphäre und
angemessenes Reagieren auf Fahrfehler.
I. Musterplan
- der Ausbildungsfahrzeuge
1.2 Der Ausbildungsfahrlehrer Kennenlernen der
Aufgaben, Pflichten und Rechte des Ausbildungsfahrlehrers
1.3 Der Fahrlehreranwärter Aufgaben, Pflichten und Rechte des Fahrlehreranwärters
Verantwortung des Fahrlehreranwärters gegenüber
- den Dienst- und Ausbildungsanweisungen des Inhabers
der Fahrschule, der für die verantwortliche Leitung der
Fahrschule bestellten Person und des Ausbildungsfahr-
2 Teilnahme am theoretischen und
praktischen Unterricht (Hospitation)
mit Vor- und Nachbesprechung des
2.1.1 Vorbesprechung - Ausbildungsplan für den Fahrschüler § 4 Absatz 6
- Lernziele des Unterrichts
2.1.2 Hospitation Beobachten mehrerer verschiedener Lektionen des Grund-
stoffs und des klassenspezifischen Stoffs der Klasse B
2.1.3 Nachbesprechung Auswerten der Beobachtungen der Hospitation
Entwickeln von Strategien für die Durchführung des eigenen
2.2 Praktischer Unterricht
2.2.1 Vorbesprechung - Organisation und Konzeption der praktischen Ausbildung
- Lernziele der Fahrstunde
2.2.2 Hospitation Beobachten der Fahrstunden in den einzelnen Ausbildungs-
Teilnahme an Fahrerlaubnisprüfungen
2.2.3 Nachbesprechung Auswerten der Beobachtungen der Hospitation
Entwickeln von Strategien für die Planung, Durchführung und
Auswertung eigener Fahrstunden
3 Durchführung von theoretischem und
praktischem Unterricht in Anwesenheit
des Ausbildungsfahrlehrers
3.1 Theoretischer Unterricht in Anwesenheit
3.1.2 Durchführung Unterrichten mehrerer verschiedener Lektionen des Grund-
3.1.3 Nachbesprechung Auswerten des Unterrichts und der Lernstandsdiagnose beim
Strategien entwickeln zur Umsetzung der gewonnenen
Ausbildungsstand des Fahrlehreranwärters
3.2 Praktischer Unterricht in Anwesenheit des
3.2.1 Vorbesprechung Planen der Fahrstunde
Feststellen des Ausbildungsstands und der Lernvoraus-
Darstellen der Ausbildungsziele und Ausbildungsschwerpunkte
3.2.2 Durchführung Durchführen von Fahrstunden in den einzelnen Ausbildungs-
stufen mit verschiedenen Fahrschülern
Erörtern und Dokumentieren des jeweiligen Ausbildungsstands
3.2.3 Nachbesprechung Auswerten der Fahrstunde und Lernstandsdiagnose beim
Strategien entwickeln, um gewonnene Erkenntnisse zu nutzen
3.3 Feststellung der Prüfungsreife Kennenlernen der Kriterien und Methoden zur Feststellung
der Prüfungsreife des Fahrschülers
4 Durchführung von theoretischem
und praktischem Unterricht ohne
4.1 Theoretischer Unterricht Unterrichten möglichst aller Lektionen des Grundstoffs und
des klassenspezifischen Stoffs der Klasse B
Reflektieren des Unterrichts
Austauschen der Erfahrungen mit dem Ausbildungsfahrlehrer
4.2 Praktischer Unterricht Durchführen von Fahrstunden in den einzelnen Ausbildungs-
Reflektieren der Fahrstunden
4.3 Feststellen der Prüfungsreife Anwenden der Kriterien und Methoden zur Feststellung der
Abstimmen der Entscheidung der Prüfungsreife mit dem Aus-
bildungsfahrlehrer
5 Vorstellung von Fahrschülern zur
Prüfung einschließlich Begleitung und
Beaufsichtigung bei der praktischen
Prüfung Erledigen der Formalitäten
Begleiten und Beaufsichtigen des Fahrschülers bei der Prü-
fung mit und ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers
Betreuung des Fahrschülers vor und nach der Prüfung
II. Unterrichtsverteilung im Lehrpraktikum (Mindestunterricht)
Folgende Übersicht orientiert sich an dem Mindestunterricht von 20 Unterrichtseinheiten nach § 3 Absatz 2 der Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung
Nr. Lernthemen Unterrichtseinheiten
2 Teilnahme (Hospitation) am theoretischen und praktischen Unterricht
2.1 Theoretischer Unterricht 8
2.2 Praktischer Unterricht 15
davon 5 nach
§ 5 Absatz 2 FahrschAusbO
3 Durchführung von theoretischem und praktischem Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers
3.1 Theoretischer Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 12
3.2 Praktischer Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 16
davon 8 nach
3.3 Feststellung der Prüfungsreife für die praktische Prüfung in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 3
4 Durchführung von theoretischem und praktischem Unterricht ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers
4.1 Theoretischer Unterricht ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 18
4.2 Praktischer Unterricht ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 120
5 Vorstellung von Fahrschülern zur praktischen Prüfung einschließlich
Begleitung und Beaufsichtigung bei der praktischen Prüfung 6
62 Nr. 1 bis 5 nach individueller Aufteilung und Absprache zwischen
Ausbildungsfahrlehrer und Fahrlehreranwärter 132
Der Ablauf des Praktikums orientiert sich am Leistungsvermögen des Fahrlehreranwärters sowie an den Fahrschülern, die in der Ausbildungszeit vorhanden sind. Die vollständige fahrpraktische Ausbildung von drei Fahrschülern durch den Fahrlehreranwärter ist anzustreben.
Bei einer Zunahme der Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten des Praktikums (bei maximal 40 Unterrichtseinheiten pro Woche sind das maximal 660 Unterrichtseinheiten gesamt) enthält die laufende Nr. 6 eine entsprechende Stundenerhöhung.
Abschnitt Zeit3 Verantwortliche Lehrkraft
Inhaber bzw. für die verantwortliche Leitung von Ausbildungs-
fahrschulen bestellte Personen und Ausbildungsfahrlehrer
kennen den Aufbau, die Ziele und die Inhalte der Fahrlehrer-
ausbildung und Fahrlehrerprüfung sowie den Status und die
Aufgaben der an der Ausbildung und Prüfung beteiligten Insti-
tutionen und Personen. Sie können diese Aspekte und die
dazugehörigen Rechtsvorschriften erläutern.
Modularisierter Aufbau der Fahrlehrerausbildung; Ziele und In-
halte der Fahrlehrerausbildung; Aufbau und Anforderungen der
Fahrlehrerprüfung; Status und Aufgaben der an Ausbildung
und Prüfung beteiligten Institutionen (Fahrlehrerausbildungs-
stätte; Ausbildungsfahrschule; Fahrlehrerprüfungsausschuss)
und Personen (Fahrlehreranwärter; Fahrlehrer in Ausbildung;
Lehrkräfte der Fahrlehrerausbildungsstätte; Ausbildungsfahr-
lehrer; Mitglieder des Fahrlehrerprüfungsausschusses); rele-
vante Rechtsvorschriften zur Ausbildung und Prüfung von Fahr-
lehrern (z. B. DV-FahrlG; FahrlAusbVO; FahrlG; FahrlPrüfVO) Fahrlehrer, Jurist
1.1.2 Kompetenz 2 - Rechtliche Grundlagen für den Betrieb bzw. die verantwortliche Leitung von Ausbildungsfahrschulen
kennen die Rechtsvorschriften zum Betrieb bzw. zur verant-
wortlichen Leitung von Ausbildungsfahrschulen und können
diese erläutern.
Fahrlehrerrechtliche Vorschriften zum Betrieb und zur verant-
wortlichen Leitung von Ausbildungsfahrschulen (z. B. DV-
FahrlG; FahrlAusbVO; FahrlG); arbeits- und sozialrechtliche
Vorschriften zum Betrieb und zur verantwortlichen Leitung
von Ausbildungsfahrschulen (z. B. ArbZG; BBiG; BUrlG;
EntgFG; MiLoG; MuSchG; SGB) Fahrlehrer, Jurist
1.1.3 Kompetenz 3 - Rechtliche Grundlagen für die Tätigkeit von Ausbildungsfahrlehrern
kennen die Rechtsvorschriften bezüglich der Tätigkeit von
Ausbildungsfahrlehrern und können diese erläutern.
Fahrlehrerrechtliche Vorschriften zur Tätigkeit von Ausbil-
dungsfahrlehrern (z. B. FahrlAusbVO; FahrlG); arbeitsrechtliche
Vorschriften zur Tätigkeit von Ausbildungsfahrlehrern (z. B.
BBiG) Fahrlehrer, Jurist
Kompetenzbereich „Betriebswirtschaft und Arbeitsorganisation"
1.2.1 Kompetenz 1 - Betriebswirtschaftliche Grundlagen für den Betrieb bzw. die verantwortliche Leitung von Ausbildungsfahrschulen
fahrschulen und Ausbildungsfahrlehrer bestellte Personen sind
sich ihrer Verantwortung für die hochwertige Ausbildung des
Berufsnachwuchses bewusst und berücksichtigen diese bei
der betriebswirtschaftlichen Gestaltung von Ausbildungsfahr-
schulen. Sie können den Aufwand und den Nutzen der Ausbil-
dung von auszubildenden Fahrlehrern erläutern.
Wirtschaftsethische Verantwortung beim Betrieb bzw. bei der
verantwortlichen Leitung von Ausbildungsfahrschulen; Nutzen
der Ausbildung von auszubildenden Fahrlehrern (z. B. Fach-
kräftenachwuchs, Stärkung des Berufsbildes, Wettbewerbs-
vorteil, Innovationskraft) unter Berücksichtigung des Aufwan-
des (z. B. Ausbildungsvergütung, Zeitaufwand, Fahrschüler-
bedarf, Investitionskosten) Fahrlehrer
1.2.2 Kompetenz 2 - Arbeitsorganisatorische Grundlagen für die Durchführung der Ausbildung
fahrschulen bestellte Personen und Ausbildungsfahrlehrer sind
der arbeitsorganisatorischen Gestaltung der Berufsausbildung.
Sie können arbeitsorganisatorische Besonderheiten bei der
Berufsausbildung und entsprechende Gestaltungsmöglichkei-
ten erläutern.
Arbeitsorganisatorische Besonderheiten bei der Ausbildung
von Fahrlehrern (z. B. zeitliche Gestaltung der Berufsausbil-
dung; Auswahl geeigneter Fahrschüler; Kooperation mit der
Fahrlehrerausbildungsstätte) und Gestaltungsmöglichkeiten
(z. B. Zeitmanagement) Fahrlehrer
Kompetenzbereich „Beobachten, Bewerten und Beurteilen"
2.1.1 Kompetenz 1 - Beobachten, Bewerten und Beurteilen des Theorieunterrichts
können die Anwendung der Qualitätskriterien guten Theorieun-
terrichts fachgerecht beobachten, bewerten und beurteilen.
Qualitätskriterien guten Theorieunterrichts; Analyse und Beur-
teilung von Unterrichtsplanungen; Methodische Grundlagen
der Unterrichtsbeobachtung, -bewertung und -beurteilung
(Beobachtungskategorien, Beobachtungsindikatoren, Schätz-
skalen mit verhaltensbezogenen Indikatoren; Beobachtungs-
und Beurteilungsfehler); Verfahren der systematischen Beob-
achtung, Bewertung und Beurteilung von Unterricht; Übungen
zur Beobachtung, Bewertung und Beurteilung von Theorieun-
terricht anhand von Videobeispielen; Feststellen der Prüfungs-
reife für die Lehrprobe im Theorieunterricht Bildungswissenschaftler
2.1.2 Kompetenz 2 - Beobachten, Bewerten und Beurteilen der Fahrpraktischen Ausbildung
können die Anwendung der Qualitätskriterien guter Fahrprakti-
scher Ausbildung fachgerecht beobachten, bewerten und
Qualitätskriterien guter Fahrpraktischer Ausbildung; Analyse
und Beurteilung von Ausbildungsplanungen; Methodische
Grundlagen der Ausbildungsbeobachtung, -bewertung und
-beurteilung (Beobachtungskategorien, Beobachtungsindika-
toren, Schätzskalen mit verhaltensbezogenen Indikatoren);
Verfahren der systematischen Beobachtung, Bewertung und
Beurteilung von Ausbildung; Übungen zur Beobachtung,
Bewertung und Beurteilung von Fahrpraktischer Ausbildung
anhand von Videobeispielen; Feststellen der Prüfungsreife für
die Lehrprobe in der Fahrpraktischen Ausbildung Bildungswissenschaftler
2.1.3 Kompetenz 3 - Beobachten, Bewerten und Beurteilen des beruflichen Erlebens und Verhaltens
können die Stärken und Schwächen des beruflichen Erlebens
und Verhaltens ihrer auszubildenden Fahrlehrer beobachten,
bewerten und beurteilen.
Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und der
Bewährung im Lehrerberuf (z. B. allgemeine Persönlichkeits-
merkmale; allgemeine Interessen; spezielle Persönlichkeits-
merkmale); Berufswahl (berufliche Interessen; Berufswahlmo-
tive; berufsbezogene Überzeugungen); Lehrerbelastung und
-gesundheit (z. B. Belastungsfaktoren; Beanspruchungsreak-
tionen und Beanspruchungsfolgen; Beanspruchungsmuster;
Möglichkeiten zur Belastungsregulation und Prävention); Erhalt
und Förderung von Arbeitsmotivation sowie von Arbeits- und
Berufszufriedenheit; Berücksichtigung diverser Informations-
quellen (Selbsteinschätzungen der auszubildenden Fahrlehrer;
Einschätzungen der Fahrschüler; Einschätzungen der Lehr-
kräfte an den Fahrlehrerausbildungsstätten) Bildungswissenschaftler
Kompetenzbereich „Rückmelden und Beraten"
2.2.1 Kompetenz 1 - Rückmelden
können ihren auszubildenden Fahrlehrern Rückmeldungen in
Bezug auf pädagogisch-psychologisch und verkehrspädago-
gisch relevante Aspekte des Theorieunterrichts und der Fahr-
praktischen Ausbildung sowie hinsichtlich ihres beruflichen
Erlebens und Verhaltens geben.
Gegenstand, Funktion und Formen von Leistungsbeurteilun-
gen; Funktion und Gestaltung von Beurteilungsgesprächen
(z. B. Kommunikation und Gesprächsführung; Wirkung von
Feedback) Bildungswissenschaftler
2.2.2 Kompetenz 2 - Beraten
können ihre auszubildenden Fahrlehrer im Hinblick auf die
pädagogisch-psychologische und verkehrspädagogische Op-
timierung ihres Theorieunterrichts und ihrer Fahrpraktischen
Ausbildung beraten. Darüber hinaus können sie ihre auszu-
bildenden Fahrlehrer bei der Verbesserung ihres beruflichen
Erlebens und Verhaltens unterstützen.
Aufgaben von Beratern; Beziehung zwischen Beratern und
Beratenen; Klärung und Vereinbarung von Veränderungszielen
und Veränderungsmaßnahmen; Training von Rückmelde- und
Beratungsgesprächen Bildungswissenschaftler
Link zu dieser Seite: http://www.buzer.de/FahrlAusbVO.htm

References: § 1

§ 4
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 § 3
 § 3
 § 4
 § 44
 § 50
 § 16
 § 35
 § 4
 § 3

§ 5