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Timestamp: 2017-01-18 22:08:36+00:00

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/ Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin
Wolfgang Kluxen Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin
2014. Unverändertes eBook der 3., durchgesehene Aufl. von 1998. XLVI, 264 Seiten. 978-3-7873-2350-0. E-Book
Der tradierten These, Thomas von Aquin habe die Postulate seiner Ethik im Rückgriff auf metaphysische Voraussetzungen entwickelt, widerspricht Wolfgang Kluxen. Der Anspruch der thomistischen Ethik liegt nicht in der metaphysischen Begründung moralischer Gebote, sondern darin, aus der Reflexion auf ihre autonome und mittelbare Geltung zu einer Neubestimmung des menschlichen Daseins zu gelangen. Deshalb, so Kluxen, bleibt das 'Paradigma' der thomistischen Moralphilosophie der Maßstab für jeden Neuansatz auf dem Felde der philosophischen Ethik. Das Verdienst des Autors besteht darin, "Thomas im Blick auf die Dimension des Praktischen aus der neuscholastischen Engführung befreit und ihn damit zu einem Partner im philosophischen Gespräch gemacht zu haben". | Kapitel kaufen InhaltsverzeichnisVII | Kapitel kaufen Zitationsweise und zitierte AusgabenXI | Kapitel kaufen Vorwort zur ersten AuflageXIII | Kapitel kaufen Vorwort zur zweiten AuflageXV | Kapitel kaufen Zur EinführungXXV | Kapitel kaufen 1. Zum Forschungsstand und zur FragestellungXXVI | Kapitel kaufen 2. Zur MethodeXXXV | Kapitel kaufen 3. Zum Gang der UntersuchungXXXVII | Kapitel kaufen 4. Zur aktuellen BedeutungXL | Kapitel kaufen 5. Zur (technischen) DurchführungXLIV | Kapitel kaufen Erster Abschnitt: Ethik als Philosophische Disziplin1 | Kapitel kaufen 1. Kapitel: Philosophia ancilla theologiae1 | Kapitel kaufen § 1: Der Vorrang der theologischen Synthese1 | Kapitel kaufen § 2: Die umfassende Einheit der theologischen Synthese und deren
Prinzip, das »revelabile«4 | Kapitel kaufen § 3: Der Fortbestand des natürlichen Wissens in der Synthese8 | Kapitel kaufen § 4: Der Eigenstand der Philosophie und ihre Einordnung in die Synthese9 | Kapitel kaufen 2. Kapitel: Der Eigenbereich philosophischen Denkens13 | Kapitel kaufen § 1: Der philosophische Systementwurf als Aufgabe für den Theologen13 | Kapitel kaufen § 2: Einsichtigkeit natürlichen Wissens und Gewißheit des Geglaubten14 | Kapitel kaufen § 3: Die Begrenztheit des »revelabile« und der Sinn der philosophischen Dienstleistung17 | Kapitel kaufen § 4: Philosophischer Thomismus als Resultat der Interpretation20 | Kapitel kaufen 3. Kapitel: Ethik als praktische Wissenschaft21 | Kapitel kaufen § 1: Die Mehrheit natürlicher Wissenschaften und die Bedeutung des
Objekts21 | Kapitel kaufen § 2: Die Wissenschaftseinteilung von In Eth.I, lect.1 und der Unterschied von spekulativ und praktisch23 | Kapitel kaufen § 3: Die »philosophia rationalis« zwischen »Kunstwissen« und spekulativem Wissen26 | Kapitel kaufen § 4: Das Kunstwissen27 | Kapitel kaufen § 5: Das »Handlungswissen« im Unterschied zum Kunstwissen und
seine Vollendung in der »Klugheit«30 | Kapitel kaufen § 6: Die Struktur des Handlungswissens und der Ort einer praktischen
Wissenschaft35 | Kapitel kaufen § 7: Die Eigenart der praktischen Wissenschaft40 | Kapitel kaufen § 8: »Spekulative Weise« praktischen Wissens (am Beispiel der
Medizin)44 | Kapitel kaufen § 9: Der Sonderfall göttlichen praktischen Wissens (die Rolle der »Intention«)46 | Kapitel kaufen § 10: Die Selbständigkeit des praktischen Wissens51 | Kapitel kaufen 4. Kapitel: Verfahren, Einordnung, Einteilung der praktischen
Wissenschaft57 | Kapitel kaufen § 1: Die Methode der Ethik; ihre Stelle im »ordo addiscendi«; ihr Verhältnis zum spekulativen Wissen, insbesondere ihre Bedeutung für die Metaphysik (1. Aspekt des Verhältnisses zur Metaphysik)57 | Kapitel kaufen § 2: Praktische Bedeutsamkeit metaphysischer Erkenntnisse und praktische Sicht auf die Metaphysik als menschliches Tun (2. und 3. Aspekt des Verhältnisses zur Metaphysik)61 | Kapitel kaufen § 3: Die Einteilung der Ethik nach »Teilen« (allgemeine und besondere Ethik) und nach Disziplinen (Monastik, Ökonomik, Politik); die Zweiheit menschlicher Vollendung in »diesem Leben«65 | Kapitel kaufen 5. Kapitel: Theologie als praktische Wissenschaft71 | Kapitel kaufen § 1: Allgemeine Charakteristik der Moraltheologie71 | Kapitel kaufen § 2: Die Einheit der theologisch-praktischen Sicht und ihre faktische Grenze77 | Kapitel kaufen § 3: Der Anspruch der Moraltheologie auf die Gesamtheit des praktischen Wissens und die Einschränkung einer philosophischen Ethik81 | Kapitel kaufen 6. Kapitel: Philosophische Ethik in der thomistischen Synthese85 | Kapitel kaufen § 1: Das Problem ethischer Systematik unter dem absoluten Systemanspruch der Moraltheologie; das »offene« System85 | Kapitel kaufen § 2: Die Beschränkung der philosophischen Ethik auf das »gegenwärtige Leben« und ihre wesentliche Vollendbarkeit88 | Kapitel kaufen § 3: Die Vorgabe des Bereichs philosophischer Ethik durch eine »Metaphysik des Handelns«; beider Einheit in der theologischen Perspektive und die Frage der »Einholbarkeit« dieser Einheit im natürlichen Wissen; Folgen für die philosophische Interpretation93 | Kapitel kaufen § 4: Die Bedeutung des Ethikkommentars; Grundsätze einer philosophischen
Interpretation101 | Kapitel kaufen Zweiter Abschnitt: Die Bestimmung des äußersten Seinkönnens108 | Kapitel kaufen 7. Kapitel: Das letzte Ziel und die Einheit menschlicher Praxis108 | Kapitel kaufen § 1 : Die Lehre vom letzten Ziel als Anfang der praktischen Wissenschaft und als Gegenstand spekulativer Behandlung108 | Kapitel kaufen § 2: Die Fragestellung von Summa theologiae I-II, q.1; die spekulative Bestimmung des Wesens von »letztem Ziel« (art.1-6)114 | Kapitel kaufen § 3: Die Besonderheit des letzten Zieles des Menschen im Rahmen des bestimmten Wesensverhältnisses (art.7 und 8)118 | Kapitel kaufen § 4: Die praktische Bedeutsamkeit der metaphysischen Analyse: Bestimmung des Bereiches menschlicher Praxis als Einheit121 | Kapitel kaufen 8. Kapitel: Glückseligkeit und Naturverlangen124 | Kapitel kaufen § 1: Die Ordnung des Traktats über die Glückseligkeit, Summa theologiae I-11, q.2-5; die Frage nach dem erfüllenden Gut und derspekulative Charakter seiner Bestimmung (q.2)124 | Kapitel kaufen § 2: Die Frage nach dem Wesen der Glückseligkeit und die Zweiheit von vollkommener und unvollkommener Glückseligkeit; das Auseinandertreten spekulativer und praktischer Sicht (q.3, art.1 und 2)130 | Kapitel kaufen § 3: Verfolg der spekulativen Sicht in q.3, art.3-8: Vollkommene Glückseligkeit und Naturverlangen nach der Gottesschau; der philosophische Sinn dieser Lehre136 | Kapitel kaufen § 4: Die praktische Bedeutung der vollkommenen Glückseligkeit und die Notwendigkeit der Frage nach der unvollkommenen Glückseligkeit (q.4 und 5)142 | Kapitel kaufen 9. Kapitel: Das Glück dieses Lebens und die natürliche Moral145 | Kapitel kaufen § 1: Der Zustand des »gegenwärtigen Lebens« als Grenze einer natürlichen Moral145 | Kapitel kaufen § 2: Die unvollkommene Glückseligkeit: Strukturprinzip (Summa theologiae I-II, q.3, art.3), Aufbauelemente (q.4), Zweiheit des Glücks (q.3, art.6), Vorrang der Kontemplation149 | Kapitel kaufen § 3: Das »Naturverlangen« nach der Gottesschau als spekulativ erfahrbarer Grund des Ordnungsgefüges der unvollkommenen Glückseligkeit154 | Kapitel kaufen § 4: Glück und Tugendleben157 | Kapitel kaufen § 5: Natürliche Ethik: ihre Konstitution als Tugendlehre vom »Glück dieses Lebens« her; die Rolle des Gottesbegriffs und der Metaphysik des Handelns163 | Kapitel kaufen Dritter Abschnitt: Gut und Böse166 | Kapitel kaufen 10. Kapitel: Die Seinsfülle der Handlung166 | Kapitel kaufen § 1: Der metaphysische Ansatz der Analyse. Summa theologiae I-II, q.18166 | Kapitel kaufen § 2: Die ontologische Grundlage der Moralität (art.1); zur Metaphysik von Gut und Übel171 | Kapitel kaufen § 3: Ontologische Analyse der Moralität selbst (art.2-4)180 | Kapitel kaufen § 4: Die Ordnung der Moralität und die Ordnung der Dinge (Vergleich mit Summa theologiae I, q.6, art.3)184 | Kapitel kaufen 11. Kapitel: Die Ordnung der Vernunft188 | Kapitel kaufen § 1: Die Vernunft als Prinzip und Maß der Moralität; der Reflexionscharakter des Nachweises (q.18, art.5)188 | Kapitel kaufen § 2: Der Vorrang der Zielbestimmtheit (q.18, art.6-7)195 | Kapitel kaufen § 3: Der innere Akt (q.19); der Verweis auf die Individualität im Rahmen der metaphysisch erkannten Ganzheit197 | Kapitel kaufen § 4: Der äußere Akt (q.20); die Einheit von Gesinnung und Verantwortung201 | Kapitel kaufen 12. Kapitel: Freiheit und Kontrarietät206 | Kapitel kaufen § 1: Die Vernunft als Wurzel der Freiheit; der spekulative Ort der Freiheitslehre206 | Kapitel kaufen § 2: »Ausübung« und »Artbestimmung«; die wurzelhafte Unbestimmtheit des Willens208 | Kapitel kaufen § 3: Die Freiheit der Kontrarietät als solche des endlichen und vollendbaren Vernunftwesens; die Wurzel möglicher Bosheit in der Faktizität des Wollens210 | Kapitel kaufen § 4: Die endliche Faktizität als Grund der Begrenztheit aller moralischen Wissenschaft; Verweis an die Tugendlehre215 | Kapitel kaufen Vierter Abschnitt: Die konkreten Prinzipien des sittlichen Handelns: Die Tugend und das Gesetz218 | Kapitel kaufen 13. Kapitel: Ethik als Tugendlehre218 | Kapitel kaufen § 1: Die mögliche Vollständigkeit der Ethik als Tugendlehre218 | Kapitel kaufen § 2: Der sachliche Vorrang des »Stils« einer Tugendethik vor anderen Stilen der Ethik221 | Kapitel kaufen § 3: Die Ethik des »Sittengesetzes« als einzig legitime Alternative zur Tugendethik; deren Vorrang auch vor der »Gesetzesethik«. Die Unentbehrlichkeit des Gesetzesbegriffs als Komplement zur Tugendethikund seine spekulative Bedeutung225 | Kapitel kaufen 14. Kapitel: Gesetz und Geschichtlichkeit230 | Kapitel kaufen § 1: Der thomistische Gesetzesbegriff (Summa theologiae I-lI, q.90); sein praktisch-politischer Ursprung230 | Kapitel kaufen § 2: Ewiges Gesetz und Naturgesetz; ihr vorzüglich spekulativer Sinn und die Eingeschränktheit ihrer praktischen Bedeutung233 | Kapitel kaufen § 3: Das positive Gesetz; Erscheinen der Geschichtlichkeit menschlichen Daseins unter praktischem Gesichtspunkt; die Grenze der thomistischen Ethik237 | Kapitel kaufen Schlußbemerkung243 | Kapitel kaufen Personenregister245 | Kapitel kaufen Sachregister247 | Kapitel kaufen Stellenverzeichnis257 "Kluxens Buch entspricht in der Differenziertheit und Genauigkeit der Analyse seinem Gegenstand; die hier vorliegende Interpretation ist wegweisend geworden und hat die Arbeit zu einem Standardwerk der Thomasliteratur gemacht: Es ist das entscheidende Buch über die philosophische Ethik bei Thomas von Aquin. Die grundlegenden Ergebnisse, die vielfach zu einer neuen Sicht der Dinge geführt haben, werden dem Publikum allerdings nicht mit Emphase angekündigt, sonder behutsam, ja zurückhaltend vorgestellt. Der an seine Vorurteile gewöhnte Leser, der schon weiß, woran er bei Thomas ist, wird sich freilich nicht durch die Behutsamkeit des Kluxenschen Vorgehens in seiner Meinung beirren lassen. Wer sich jedoch auf den Ansatz und die konsistente schlüssige Analyse einläßt, wird bald erkennen, wie sehr Thomas dem Phänomen des Praktischen in seiner Fülle gerecht wird."
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