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Timestamp: 2016-10-24 05:19:02+00:00

Document:
M.________, 1959, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch den Procap, Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, 4600 Olten,
Die 1959 geborene M.________ absolvierte eine Lehre als Verk�uferin. In der Folge �bte sie verschiedene T�tigkeiten aus. Seit M�rz 2000 war sie bei der Firma B.________ in X.________ (zu einem Wochenpensum von 18 bis 21 Stunden) wieder in ihrem angestammten Beruf und daneben als Ehefrau und Mutter einer Tochter (Jahrgang 1988) im Haushalt t�tig. Mit Schreiben vom 21. August 2002 k�ndigte die Versicherte ihre Stelle aus gesundheitlichen Gr�nden auf den 31. Oktober 2002. Sie leidet insbesondere an einem chronisch-rezidivierenden palmarbetonten Ekzem, einem insulinabh�ngigen Diabetes mellitus und einer belastungsabh�ngigen Depression. Die Versicherte war seit 15. September 2002 krankgeschrieben und geht seither keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach.
Am 30. Oktober 2002 meldete sich M.________ zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Aargau veranlasste die notwendigen medizinischen Abkl�rungen und diejenigen im Haushaltbereich der Versicherten. Mit Verf�gung vom 10. Januar 2005 und Einspracheentscheid vom 7. Juli 2005 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 11 % ab.
M.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, es sei ihr "mit Wirkung ab wann rechtens eine Invalidenrente" zuz�glich Verzugszinsen von 5 % ab 1. Januar 2003 zuzusprechen. Eventuell "sei die Angelegenheit zu weiteren Abkl�rungen" an die Verwaltung zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat die hier massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich diejenigen �ber den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG sowohl in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen wie auch in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung) und �ber die verschiedenen Invalidit�tsbemessungsmethoden, n�mlich bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; BGE 130 V 348 Erw. 3.4 mit Hinweisen), bei nichterwerbst�tigen, insbesondere im Haushalt besch�ftigten Versicherten nach der spezifischen Methode des Bet�tigungsvergleichs (Art. 28 Abs. 2bis IVG in Verbindung mit Art. 27 IVV; BGE 130 V 99 Erw. 3.3.1, 104 V 136 Erw. 2a) sowie bei teilerwerbst�tigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28 Abs. 2ter IVG in Verbindung mit Art. 27bis IVV; BGE 130 V 393, 125 V 146), richtig dargelegt. Hierauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist zun�chst, in welchem zeitlichen Ausmass die Beschwerdef�hrerin sich ausserh�uslich bet�tigen w�rde, wenn sie nicht krankheitsbedingt eingeschr�nkt w�re. W�hrend die IV-Stelle diesen Anteil mit 50 % beziffert, macht die Versicherte geltend, dass sie als Gesunde zu 80 % erwerbst�tig w�re.
3.1 Die Frage, ob die Versicherte ohne Invalidit�t weit �berwiegend oder bloss zur H�lfte erwerbst�tig w�re, ist aufgrund der gesamten Umst�nde zu pr�fen (wozu die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse geh�ren). F�r die Festlegung des im Gesundheitsfall mutmasslich verrichteten Arbeitspensums im erwerblichen Bereich sind ausser der finanziellen Notwendigkeit, die Erwerbst�tigkeit wieder auszudehnen, auch allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der Versicherten nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu w�rdigen (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 195 Erw. 3b; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.2 [I 249/04]).
3.2 Gem�ss Arbeitgeberbericht vom 4. November 2002 hat die Beschwerdef�hrerin an ihrem letzten Arbeitsplatz an drei Tagen pro Woche w�hrend je sechs bis sieben Stunden (18 bis 21 Stunden pro Woche) gearbeitet. Dies entspricht bei einer Betriebsarbeitszeit von 42 Stunden pro Woche einem Besch�ftigungsgrad von 43 bis 50 %. Die Versicherte hat denn auch am 12. November 2002 im Fragebogen zur Rentenabkl�rung betreffend Erwerbst�tigkeit/Haushalt ausdr�cklich angegeben, ohne Behinderung w�rde sie im Ausmass von "ca. 50 %" eine ausserh�usliche Erwerbst�tigkeit aus�ben. Damit stimmen ihre Angaben gegen�ber der Verfasserin des Haushalt-Abkl�rungsberichts vom 19. Juli 2004 �berein, wonach sie im Anschluss an ihre T�tigkeit beim Alters- und Pflegeheim L.________ in X.________ (zwischen August 1998 und Dezember 1999), wo der Besch�ftigungsgrad 80 % betragen und sie aus pers�nlichen (nicht aus gesundheitlichen) Gr�nden gek�ndigt hatte, nur noch eine Anstellung mit einem Pensum von 50 bis 60 % gesucht habe. Schliesslich �usserte sich die Beschwerdef�hrerin auch anl�sslich der am 15. Januar 2004 erfolgten Abkl�rung im Haushalt dahingehend, dass sie ohne gesundheitliche Einschr�nkung "weiterhin 50 - 60 %" arbeiten w�rde. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden nach wie vor im Umfange von 50 % erwerbst�tig w�re. S�mtliche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen verm�gen an dieser Betrachtungsweise nichts zu �ndern. Insbesondere �berzeugt das Argument der Versicherten nicht, wonach die Lohneinbusse, die ihr Ehemann infolge Stellenwechsels im Mai 2003 erlitt, sie zu einer 80%igen Erwerbst�tigkeit veranlassen w�rde. Denn sie gab, wie bereits erw�hnt, anl�sslich der Abkl�rung im Haushalt vom 15. Januar 2004 (das heisst rund acht Monate nach dem Stellenwechsel) noch immer an, "ohne gesundheitliche Einschr�nkung w�rde sie weiterhin 50 - 60 % arbeiten".
Die Verwaltung ist gest�tzt auf ihren Abkl�rungsbericht vom 19. Juli 2004 f�r den Teilbereich der Haushaltf�hrung zu Recht von einer 21%igen Einschr�nkung ausgegangen (vgl. zur Beweiskraft von Haushalt-Abkl�rungsberichten AHI 2001 S. 161 Erw. 3c). Der entsprechende Bet�tigungsvergleich wird denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht beanstandet.
Es stellt sich die Frage nach dem Invalidit�tsgrad im erwerblichen Teilbereich.
5.1 Gem�ss Bericht des Kantonsspitals Aarau (KSA) vom 11. Oktober 2004 ist die verbliebene Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin "vorwiegend im Zusammenhang mit dem Diabetes mellitus Typ I, dem Ekzemleiden und der belastungsabh�ngigen Depression" zu beurteilen. Mit Blick auf den Diabetes mellitus wird eine 25 bis 30%ige Arbeitsunf�higkeit bescheinigt. Was das Ekzemleiden anbelangt, �usserte sich der Dermatologe Dr. R.________ in seinem Bericht vom 27. November 2002 dahingehend, dass beruflich "bei diesen Allergien h�chstens eine B�rot�tigkeit machbar" sei (d.h. eine Arbeit, bei welcher ein Kontakt mit ekzemausl�senden Substanzen m�glichst verhindert werden kann). Das KSA weist in seinem Bericht vom 11. Oktober 2004 �berdies auf die Bedeutung hin, die - im Hinblick auf eine zuk�nftige Erwerbst�tigkeit der Versicherten - der M�glichkeit einer guten Hautpflege mit entsprechendem Zeitaufwand zukommt. In Bezug auf das psychische Leiden der Beschwerdef�hrerin kann grunds�tzlich auf die Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden, namentlich was die Gr�nde anbelangt, weshalb nicht auf den Bericht von Frau Dr. S.________, Fach�rztin f�r Diabetologie und Psychosomatik, vom 11. Januar 2003 abzustellen ist. Dieselben �berlegungen gelten im �brigen auch hinsichtlich des Arztberichts von Frau Dr. S.________ vom 16. August 2005. Besonders hervorzuheben sind im Zusammenhang mit den psychischen St�rungen der Versicherten ihre anl�sslich der Untersuchung im KSA vom 8. Oktober 2004 selbst gemachten Angaben, wonach es zu den �berforderungssituationen und der Verst�rkung der depressiven Symptomatik oft aufgrund des strengen Schichtbetriebes mit wenigen Pausem�glichkeiten im Rahmen der bisherigen T�tigkeit gekommen sei. Dementsprechend gehen offenbar auch die �rzte des KSA im Bericht vom 11. Oktober 2004 davon aus, dass bei einer Verbesserung der Arbeitsplatzsituation eine Einschr�nkung der funktionellen Leistungsf�higkeit aus psychischen Gr�nden weitgehend entf�llt. Gleich beurteilte auch der Hausarzt, Dr. D.________, die Situation in seinem Bericht vom 13. November 2002: Die Arbeit bei der Firma B.________ sei sehr hektisch und die Versicherte einem Dauerstress ausgesetzt gewesen, was dazu gef�hrt habe, dass sie psychisch dekompensiert habe. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdef�hrerin in einer s�mtlichen Leiden angepassten Erwerbst�tigkeit (hautfreundliche Umgebung; regelm�ssige Pausen, d.h. gen�gend Zeit f�r Blutzuckerkontrollen, f�r die Insulinapplikation, f�r die Hautpflege und f�r Mahlzeiten) weiterhin zu rund 50 % arbeitsf�hig ist.
5.2 Bei der Ermittlung des f�r den Einkommensvergleich relevanten hypothetischen Invalideneinkommens ist die Vorinstanz richtigerweise von den standardisierten monatlichen Bruttol�hnen gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) und hierbei vom Durchschnittsverdienst f�r mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten im privaten Sektor (bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) besch�ftigte Frauen ausgegangen (Tabelle A1). Im Jahr 2002 betrug dieses Einkommen monatlich Fr. 3820.- (inkl. 13. Monatslohn) bzw. j�hrlich Fr. 45'840.-, was - ausgehend von einer betriebs�blichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2006 Heft 7/8, S. 90, Tabelle B 9.2) - umgerechnet Fr. 47'788.20 ergibt . Bei einem Pensum von 50 % betr�gt das Invalideneinkommen folglich Fr. 23'894.10. Damit resultiert unter Zugrundelegung des - abgesehen vom zu ber�cksichtigenden Besch�ftigungsgrad (50 %) - unbestrittenen Valideneinkommens von Fr. 24'467.50 ein Invalidit�tsgrad von 2,34 %.
Somit ist von einer Beschr�nkung im Haushalt von 21 % bzw. - gewichtet (0,5 x 21 %) - von 10,5 % und einem Invalidit�tsgrad im Erwerbsbereich von 2,34 % bzw. - gewichtet (0,5 x 2,34 %) - von 1,17 % auszugehen. Insgesamt ergibt sich somit ein nicht rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad von gerundet 12 %. Selbst ein maximaler Abzug von 25 % vom f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc) w�rde an der Rentenablehnung nichts �ndern. Schliesslich w�re von den als Eventualbegehren beantragten, mit keinem Wort n�her umschriebenen "weiteren Abkl�rungen" keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass auf weitere Beweismassnahmen verzichtet werden kann (zur antizipierten Beweisw�rdigung vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und der Ausgleichskasse des Kantons Aargau zugestellt.

References: BGE 
 Art. 27
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