Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.11.2016&Aktenzeichen=VI%20ZR%20200/15
Timestamp: 2020-07-09 18:26:18+00:00

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BGH, 08.11.2016 - VI ZR 200/15 - dejure.org
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BGH, 08.11.2016 - VI ZR 200/15 (https://dejure.org/2016,46793)
BGH, Entscheidung vom 08.11.2016 - VI ZR 200/15 (https://dejure.org/2016,46793)
BGH, Entscheidung vom 08. November 2016 - VI ZR 200/15 (https://dejure.org/2016,46793)
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§ 426 Abs. 1 Satz 1, § ... 840 Abs. 1 BGB, § 86 Abs. 1 Satz 1 VVG, § 199 Abs. 1 BGB, § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 426 Abs. 1 BGB, § 823 Abs. 1, §§ 30, 31, § 831 BGB, § 116 SGB X, § 195 BGB, Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 Satz 1 EGBGB, Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB, § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB, § 116 Abs. 1 SGB X, §§ 823, 831, 840 BGB, § 852 Abs. 1 BGB, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
§ 199 Abs 1 BGB, § 426 Abs 1 S 1 BGB, § 86 Abs 1 VVG
Entstehung und Verjährung des Ausgleichsanspruchs eines Haftpflichtversicherers aus § 426 Abs. 1 S. 1 BGB mit der Entstehung der Gesamtschuld im Außenverhältnis
BGB § 199 Abs. 1; BGB § 426 Abs. 1 S. 1
BGB § 199 Abs. 1 ; BGB § 426 Abs. 1 S. 1
Mehrere Ersatzpflichtige: Wann entsteht der Ausgleichsanspruch aus § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB?
Gesamtschuldnerausgleich zwischen mehreren Schädigern - und seine Verjährung
Gesamtschuldnerausgleich zwischen mehreren Schädigern
Verjährungsfalle Gesamtschuldnerausgleich!
Was Gesamtschuldner, die gegenüber den übrigen Schuldnern einen Ausgleichsanspruch haben, wissen sollten
Arzthaftung | Ausgleichsanspruch aus § 426 I 1 BGB
Ausgleichsanspruch zwischen Gesamtschuldnern: Vorsicht Verjährungsfalle! (IBR 2017, 104)
OLG Hamm, 02.02.2016 - 3 U 175/13
MDR 2017, 149
NZG 2017, 753
Zur Hemmung der Verjährung, die mit dem früheren Schadenseintritt begonnen hat, ist daher die Erhebung einer Feststellungsklage erforderlich, auch soweit der Klägerin bislang unbekannte Fälle betroffen sind (vgl. BGH…, Urteil vom 22. Februar 2018 - VII ZR 253/16 Rn. 17 f., NJW 2018, 2056; Urteil vom 8. November 2016 - VI ZR 200/15 Rn. 15, VersR 2017, 170;… Urteil vom 24. Oktober 2013 - III ZR 82/11 Rn. 45; jeweils m.w.N.).
aa) Ein Schadensersatzanspruch ist im Sinne von § 200 Satz 1 BGB entstanden, sobald der Berechtigte in der Lage ist, seinen Anspruch gerichtlich geltend zu machen, d.h. mit dem Eintritt des durch die Verletzungshandlung verursachten Schadens dem Grunde nach, ohne dass der Schaden schon bezifferbar sein muss; es genügt regelmäßig auch die Möglichkeit einer Feststellungsklage (vgl. etwa BGH, Urteil vom 23. März 1987 - II ZR 190/86, BGHZ 100, 228, 231 f.;… Urteil vom 29. September 2008 - II ZR 234/07, ZIP 2008, 2217 Rn. 16; Urteil vom 8. November 2016 - VI ZR 200/15, NZG 2017, 753 Rn. 15 mwN).
Zur Hemmung der Verjährung, die mit dem früheren Schadenseintritt begonnen hat, ist daher die Erhebung einer Feststellungsklage erforderlich (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 24. Mai 2005 - IX ZR 114/01, NJW-RR 2005, 1137, 1138 [juris Rn. 13];… Urteil vom 24. Oktober 2013 - III ZR 82/11, juris Rn. 45; Urteil vom 8. November 2016 - VI ZR 200/15, VersR 2017, 170 Rn. 15, jeweils mwN).
Dem Geschädigten ist es in aller Regel zuzumuten, sich schon aufgrund der Kenntnis von der haftungsbegründenden (Erst-) Schädigung durch eine Feststellungsklage bezüglich aller weiteren Schadensfolgen gegen Verjährung zu sichern (BGH, Urteil vom 8. November 2016 - VI ZR 200/15, MDR 2017, 149 Rn. 15 m.w.N.).
Zwischen den Parteien bestehe - wie vom KG Berlin (Anlage K 13) zutreffend ausgeführt - ein Gesamtschuldverhältnis i.S.v. § 421 BGB, aus dem - gemäß BGH (Urteil vom 08.11.2016, VI ZR 200/15) - im Außenverhältnis bereits mit der Entstehung der Gesamtschuld ein Ausgleichsanspruch entstehe.
Insoweit gelten indes die vorstehenden Feststellungen des Senats zur Verjährung eines (vom Senat lediglich hilfsweise unterstellten) vertraglichen Freistellungsanspruchs auch für einen Anspruch der Klägerin aus einem etwaigen Innenverhältnis der Parteien als Gesamtschuldnern entsprechend (vgl. auch BGH, Urteil vom 08.11.2016, VI ZR 200/15, dort Rn 11 mwN).
Mit dem Wesen des Ausgleichsanspruchs als einheitlicher Anspruch ist ein Abstellen auf die Fälligkeit einzelner Raten für den Beginn der Verjährung nicht vereinbar (vgl. insbesondere Urteil des BGH vom 08.11.2016, Az.: VI ZR 200/15).
OLG Brandenburg, 24.03.2020 - 9 UF 217/19
Der Anspruch auf Gesamtschuldnerausgleich nach § 426 Abs. 1 BGB zwischen den Ehegatten unterliegt der dreijährigen Regelverjährung nach §§ 195, 199 BGB und entsteht bereits mit der Begründung des Gesamtschuldverhältnisses (Entstehung der Gesamtschuld im Außenverhältnis vgl. BGH MDR 2017, 149; BGH, NJW 2010, 60, 61; BGH NJW-RR 2006, 1718; OLG München v. 28.9.2017 - 23 U 1788/17).
Für den Beginn der Verjährung ist es nicht erforderlich, dass der Ausgleichsanspruch beziffert werden bzw. Gegenstand einer Leistungsklage sein kann (BGH MDR 2017, 149).
Der Ausgleichsanspruch besteht zunächst als Mitwirkungs- und Befreiungsanspruch und wandelt sich mit der Befriedigung des Gläubigers in einen Zahlungsanspruch um (BGH MDR 2017, 149; BGH, NJW 2010, 60, 61; OLG München v. 28.9.2017 - 23 U 1788/17).
Unabhängig von seiner Ausprägung als Mitwirkungs-, Befreiungs- oder Zahlungsanspruch handelt es sich aber um einen einheitlichen Anspruch, der einer einheitlichen Verjährung unterliegt und mit der Begründung der Gesamtschuld entstanden ist (BGH MDR 2017, 149 m.w.N.).
Eine spätere vermögensbilanzielle Vertiefung des Schadensumfang steht dann der Entstehung des gesamten Schadens zum früheren Zeitpunkt nicht entgegen, solange sie sich als bloße Weiterentwicklung darstellt, mit der beim ersten Eintritt bereits gerechnet werden konnte ( BGH v. 08.11.2016 [VI ZR 200/15] - Juris-Tz.14 f;… Grothe in MüKo-BGB, 8. Aufl. 2018, § 199 BGB Rn. 9).
Es entspricht zwar gefestigter Rechtsprechung, dass der Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 BGB bereits in dem Augenblick entsteht, in dem die mehreren Ersatzpflichtigen dem Geschädigten ersatzpflichtig werden, also mit der Begründung der Gesamtschuld (vgl. zuletzt BGH in VersR 2017, 170, eingehend BGH, NJW 2010, 60 mwN).
Der Ausgleichsanspruch entsteht als selbständiger Anspruch bereits mit der Entstehung der Gesamtschuld im Außenverhältnis (BGH, Urteil vom 8. November 2016 - VI ZR 200/15 Rn. 11;… Grüneberg in Palandt, BGB, 78. Aufl., § 426 Rn. 4).
OLG Zweibrücken, 28.05.2019 - 5 U 89/18
Zahlung von Tantiemen aus einer Geschäftsführertätigkeit
Gesamtschuldnerausgleich zwischen dem planenden bzw. bauleitenden Ingenieur und …

References: § 426
 § 86
 § 199
 § 426
 § 426
 § 823
 § 831
 § 116
 § 195
 Art. 229
 § 6
 Art. 229
 § 6
 § 199
 § 116
 § 852
 § 562
 § 563

§ 199
 § 426
 § 86
 § 426
 § 199
 § 426
 § 199
 § 426
 § 426
 § 426
 § 200
 § 421
 BGH 
 BGH 
 § 426
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 199
 § 426
 BGH 
 § 426