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Timestamp: 2019-07-20 23:10:38+00:00

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BGH, 26.04.2005 - VI ZR 228/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1039
BGH, 26.04.2005 - VI ZR 228/03 (https://dejure.org/2005,1039)
BGH, Entscheidung vom 26.04.2005 - VI ZR 228/03 (https://dejure.org/2005,1039)
BGH, Entscheidung vom 26. April 2005 - VI ZR 228/03 (https://dejure.org/2005,1039)
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StVO §§ 37 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1, 38 Abs. 3 Satz 1
Schadensersatz aus einem Verkehrsunfall; Teilung der Schadensersatzpflicht bei Verschulden beider Parteien eines Verkehrsunfalls; Regelungsfunktion und Warnfunktion eines gelben Blinklichts einer "Vorampel"; Berücksichtigung der Kollisionsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs als einen die Betriebsgefahr erhöhenden Umstand; Einordnung der Unfallursächlichkeit der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit
StVO § 37 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 § 38 Abs. 3 S. 1
Verkehrsrecht - Halten an der Ampel
Fahrradunfall mit KfZ - Gelblicht
Verkehrsrecht - Blinkende Vorampel" - Geschwindigkeit reduzieren?
Radfahrer auf einer Kreuzung angefahren - Was bedeutet eine vor der Ampelanlage installierte, blinkende Vorampel?
Bremsen bei blinkender Vorampel nicht verpflichtend
Geschwindigkeitsüberschreitung - Keine Reduzierung der Geschwindigkeit bei blinkender "Vorampel"
NJW 2005, 1940
MDR 2005, 923
NZV 2005, 407
VersR 2005, 954
Die Abwägung ist aufgrund aller festgestellten, d. h. unstreitigen, zugestandenen oder nach § 286 ZPO bewiesenen (vgl. Senatsurteil vom 26. April 2005 - VI ZR 228/03, VersR 2005, 954, 956) Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, wenn sie sich auf den Unfall ausgewirkt haben; in erster Linie ist hierbei das Maß der Verursachung von Belang, in dem die Beteiligten zur Schadensentstehung beigetragen haben (…Senatsurteil vom 20. September 2011 - VI ZR 282/10, VersR 2011, 1540 Rn. 14 mwN); das beiderseitige Verschulden ist nur ein Faktor der Abwägung.
Der Sache nach sind lediglich unstreitige oder bewiesene Umstände in die Abwägung einzubeziehen (vgl. BGH, NJW 2000, 3069; BGH, NZV 2005, 407;… Hentschel-König, Straßenverkehrsrecht, 42. Auflage, § 17 StVG, Rdn. 31).
Die Abwägung ist aufgrund aller festgestellten, d. h. unstreitigen, zugestandenen oder nach § 286 ZPO bewiesenen (vgl. Senatsurteil vom 26. April 2005 - VI ZR 228/03 - VersR 2005, 954, 956) Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, wenn sie sich auf den Unfall ausgewirkt haben; in erster Linie ist hierbei das Maß der Verursachung von Belang, in dem die Beteiligten zur Schadensentstehung beigetragen haben; das beiderseitige Verschulden ist nur ein Faktor der Abwägung.
Hierfür kommt namentlich eine fehlerhafte oder verkehrswidrige Fahrweise der bei dem Betrieb des Fahrzeugs tätigen Personen in Betracht (BGH, VersR 2000, Seiten 1294 ff.; BGH, VersR 2004, Seiten 392 f.; BGH, VersR 2005, Seiten 954 ff. = NJW 2005, Seiten 1940 ff.).
OLG Oldenburg, 29.05.2008 - Ss 205/08
Verkehrsordnungswidrigkeit: Rotlichtverstoß bei Fahrzeug mit längerem Bremsweg
Aus dem Urteil des BGH vom 26.4.2005 - VI ZR 228/03 - folge, dass bei Grünlicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit gefahren werden dürfe.
Dies gilt jedenfalls dann, wenn sich der Kraftfahrer in einer Entfernung von der Verkehrsampel befindet, die ihm das Anhalten mit einer normalen Betriebsbremsung möglich macht (BGH, NJW 2005, 1940 m.w.N.).
Anerkannt worden ist dies bereits bei Straßenbahnführern (OLG Düsseldorf, VRS 57, 144. NZV 1994, 408 (409)), für einen mit Stahl beladenen LKW (OLG Düsseldorf, VRS 65, 62) und für Viehtransporte (…Jagow/Burmann/Heß aaO., § 37 StVO Rz. 5).
Nichts anderes folgt aus dem von der Rechtsbeschwerde zitierten Urteil des BGH vom 26.4.2005 (NJW 2005, 1940).
OLG Düsseldorf, VRS 57, 144 (146)).
Hierfür kommt namentlich eine fehlerhafte oder verkehrswidrige Fahrweise der bei dem Betrieb des Fahrzeugs tätigen Personen in Betracht ( BGH , Urteil vom 26.04.2005, Az.: VI ZR 228/03, u.a. in: NJW 2005, Seiten 1940 ff.; BGH , Urteil vom 18.11.2003, Az.: VI ZR 31/02, u.a. in: NJW 2004, Seiten 772 ff.; BGH , VersR 2000, Seiten 1294 ff.; LG Flensburg , Urteil vom 05.01.2018, Az.: 2 O 228/13, u.a. in: NZV 2018, Seite 239; AG Brandenburg an der Havel , Urteil vom 13.01.2017, Az.: 31 C 71/16, u.a. in: DAR 2017, Seiten 322 ff. ).
Verkehrsunfallhaftung: Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall auf dem …
Die danach durchzuführende Abwägung, bei der nur bewiesene und unstreitige Umstände berücksichtigt werden können, die erwiesenermaßen ursächlich für den Unfall geworden sind (BGH NZV 2005, 407), ergibt im vorliegenden Fall eine Haftungsverteilung von 2/3 zu 1/3 zugunsten des Klägers.
Doch auch wenn diese Vorschrift die anderen Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht mahnt, gewährt sie doch kein von anderen Verkehrsteilnehmern zu beachtendes Vorrecht (OLG Koblenz VRS 105, 414;… Hentschel/König/Dauer, 43. Auflage 2015, § 38 StVO Rdn 13; vgl. auch BGH NJW 2005, 1940).
Demnach ist der für eine Haftung erforderliche Zurechnungszusammenhang schon dann anzunehmen, wenn der Unfall bei ordnungsgemäßer Fahrweise des PKW zu deutlich geringeren Schäden geführt hätte (vgl. so ausdrücklich BGH…, Urteil vom 10.10.2000, VI ZR 268/99 = NJW 2001, 152 Rn. 8; vgl. auch Urteil vom 27. Juni 2000, VI ZR 126/00 = NJW 2000, 3069; Urteil vom 18.11.2003, VI ZR 31/02 = NJW 2004, 772; Urteil vom 26.4.2005, VI ZR 228/03 = NJW 2005, 1940; KG, Teilurteil vom 24.11.2005, 12 U 188/04 = NJW 2006, 1677).
Bei Überschreitung der Geschwindigkeit ist er ständig gehalten, sie auf das zulässige Maß zu reduzieren (BGH, a.a.O., NJW 2005, 1940).
LG Bielefeld, 01.06.2017 - 2 O 203/16
Schadensersatzbegehren nach einem Verkehrsunfall
OLG Köln, 05.05.2015 - 19 U 2/15

References: § 37
 § 38
 § 286
 § 17
 § 286
 BGH 
 § 37
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 38
 BGH