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Timestamp: 2020-05-31 13:28:15+00:00

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BVerfG, 24.05.2001 - 2 BvR 1373/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,3678
BVerfG, 24.05.2001 - 2 BvR 1373/00 (https://dejure.org/2001,3678)
BVerfG, Entscheidung vom 24.05.2001 - 2 BvR 1373/00 (https://dejure.org/2001,3678)
BVerfG, Entscheidung vom 24. Mai 2001 - 2 BvR 1373/00 (https://dejure.org/2001,3678)
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Verfassungsbeschwerde - Annahmegrund - Pflichtwidriges Dienens - Spruchpraxis - Gesetzesauslegung - Gewaltenteilung
GG Art. 20 Abs. 2, 3; StGB § 356 Abs. 1
Bindung des Richters an Recht und Gesetz
AG Koblenz, 23.07.1998 - 2101 Js 37088/97
LG Koblenz, 15.12.1999 - 2101 Js 37088/97
OLG Koblenz, 05.06.2000 - 1 Ss 83/99
OLG Koblenz, 05.06.2000 - 1 Ws 271/00
NJW 2001, 3180
b) Hingegen ist darüber hinaus - anders als bei § 356 Abs. 2 StGB - ein Nachteil für oder eine Gefährdung der Interessen der anderen Partei nicht erforderlich (BVerfG, [Kammerbeschluss vom 24. Mai 2001 - 2 BvR 1373/00; NJW 2001, 3180, 3181;… BGH, a.a.O., S. 21; BayObLG, Urteil vom 26. Juli 1989 - RReg. 3 St 50/89, NJW 1989, 2903; vgl. aber auch KG, Urteil vom 10. Mai 2006 - (3) 1 Ss 409/05 [139/05], NStZ 2006, 688).
c) Der Straftatbestand des Parteiverrats schützt daher nicht in erster Linie die nur mittelbar erfassten Auftraggeber, sondern das Vertrauen der Allgemeinheit in die Zuverlässigkeit und Integrität der Anwaltschaft, die Funktionsfähigkeit der Anwaltschaft in ihren inneren und äußeren Funktionsbedingungen, ihr Ansehen als Institution und Organ der Rechtspflege (BVerfG [Kammer], Beschluss vom 24. Mai 2001 - 2 BvR 1373/00; NJW 2001, 3180 3181;… Rogall, a.a.O., § 356 Rn. 3).
Das Dienen ist also pflichtwidrig, wenn der Täter einer Partei Rat und Beistand leistet, nachdem er einer anderen Partei in derselben Sache, aber im entgegengesetzten Sinne, bereits Rat und Beistand gewährt hat (vgl. BVerfG NJW 2001, 3180, 3181; BGH NJW 2008, 2723 Tz. 21;… Heine/Weißer, a. a. O., § 356 Rn. 16).
LG Kiel, 03.06.2016 - 1 Qs 41/16
Nachweis der Pflichtwidrigkeit der anwaltlichen Tätigkeit für den Mandanten
Eine Pflichtwidrigkeit im Sinne des § 356 StGB liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn der Rechtsanwalt einer anderen Partei in derselben Sache, aber im entgegengesetzten Sinne bereits Rat und Beistand gewährt hat (BVerfG NJW 2001, 3180 [BVerfG 24.05.2001 - 2 BvR 1373/00] mit weiteren Nachweisen).
Darunter fällt nicht nur die prozessuale und außergerichtliche Vertretung, sondern auch die Beratung (…Henssler/Prütting, a.a.O., § 43a Rn. 186;… Feuerich/Weyland, Bundesrechtsanwaltsordnung, 8. Aufl., § 43 a Rn. 66; vgl. zu § 356 Abs. 1 StGB: BVerfG, Beschl. v. 24.05.2001 - 2 BvR 1373/00 = NJW 2001, 3180).
Denn der Richter darf sich nicht dem vom Gesetzgeber festgelegten Sinn und Zweck des Gesetzes entziehen (Beschluss des BVerfG vom 24. Mai 2001 2 BvR 1373/00, NJW 2001, 3180).
LG Waldshut-Tiengen, 08.05.2013 - 6 Ns 25 Js 8409/09
Parteiverrat: Interessengegensatz bei Mandatierung durch Voreben und Nacherben
Ebenso bestimmt sich dieser unabhängig davon, ob den Mandanten ein Schaden entstehen kann oder entstehen soll (BVerfG, NJW 2001, 3180).
Geschützt wird durch das Tätigkeitsverbot vor allem das Vertrauen der Allgemeinheit in die Zuverlässigkeit und Integrität der Anwalts- und Rechtsbeistandschaft ( BVerfG NJW 01, 3180, 3181;… Kleine-Cosack, BRAO , 4. Aufl., § 43a Rn. 79).
Anderenfalls würde sich das Gericht selbst an die Stelle des Verordnungsgebers setzen, was mit der Bindung der Gerichte an Gesetz und Recht im Sinne von Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz unvereinbar wäre (vgl. BVerfG, Mitt. 2002, 333, 334).
LG Waldshut-Tiengen, 05.11.2013 - 6 Ns 25 Js 8409/09
Interessengegensatz eines Rechtsanwalts bei gleichzeitger Vertretung des Vorerben …

References: Art. 20
 § 356
 § 356
 § 356
 BGH 
 § 356
 § 356
 § 43
 § 43
 § 356
 § 43
 Art. 20