Source: http://www.docstoc.com/docs/124764065/Grundlagen-Staats-und-Verfassungsrecht
Timestamp: 2013-12-13 18:44:51+00:00

Document:
Grundlagen Staats und Verfassungsrecht
Hier meine Mitschrift zum Thema Recht – Staats- Verfassungsschutz)
(B. Stipp)
(In Klammern kursiv und mit Links versehenes stammt aus: http://de.wikipedia.org)
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Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................... 1
Grundlagen Staats und Verfassungsrecht ................................................................................... 3
&#220;berblick ................................................................................................................................ 3
Die Staatslehre........................................................................................................................ 3
1. Umfang und Grenzen des Staatsgebiets ............................................................................. 3
2. Begriff und Abgrenzung Staatsvolk ................................................................................... 4
3. Staatsgewalt ........................................................................................................................ 4
Die Rechtsf&#228;higkeit des Staates ......................................................................................... 5
Das Staatsrecht ................................................................................................................... 5
Das Grundgesetz .................................................................................................................... 5
Die Staatsprinzipien des Grundgesetzes ............................................................................ 6
1. Das Demokratieprinzip .................................................................................................. 6
Wahlen ............................................................................................................................... 7
Wahlen – Grunds&#228;tze (Art. 38 GG) ................................................................................... 8
Allgemeinheit der Wahl ..................................................................................................... 8
Unmittelbarkeit der Wahl ................................................................................................... 8
Freiheit der Wahl ................................................................................................................ 8
Geheimheit der Wahl ......................................................................................................... 9
Gleichheit der Wahl ........................................................................................................... 9
Wahlen zum Bundestag ...................................................................................................... 9
Abstimmungen ................................................................................................................. 13
Die Staatsorgane ............................................................................................................... 14
Der Bundespr&#228;sident ........................................................................................................ 14
Fall:................................................................................................................................... 15
L&#246;sung des Falles: ............................................................................................................ 15
Der Bundestag .................................................................................................................. 15
Fall: Freitags im Bundestag.............................................................................................. 17
Der Bundesrat ................................................................................................................... 18
Fall:................................................................................................................................... 19
L&#246;sung des Falles: ............................................................................................................ 19
Das Gesetzgebungsverfahren ........................................................................................... 20
Die Bundesregierung ........................................................................................................ 21
Fall: Die Chemiefabrik im Irak ........................................................................................ 22
Das Rechtsstaatsprinzip.................................................................................................... 22
Die Gewaltenteilung ......................................................................................................... 23
Grundsatz der Gesetzm&#228;&#223;igkeit ....................................................................................... 23
Die Normenhierarchie ...................................................................................................... 24
Grundsatz der Gesetzm&#228;&#223;igkeit ....................................................................................... 24
Bestimmtheit .................................................................................................................... 25
Gew&#228;hrleistung von Rechtsschutz ................................................................................... 25
Fall: Ein Atomgesetz spaltet die Gem&#252;ter ........................................................................ 25
Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit ......................................................................................................... 26
Fall: Die eifrige Polizei .................................................................................................... 27
Gerechtigkeit .................................................................................................................... 27
Vertrauensschutz .............................................................................................................. 27
Das Bundesverfassungsgericht ......................................................................................... 28
Verfassungsgerichtsverfahren (Art. 93 GG) .................................................................... 29
Das Organstreitverfahren (Art. 93 Abs.1 Nr. 1) ............................................................... 30
Der Bund – L&#228;nder - Streit ............................................................................................... 32
Die konkrete Normenkontrolle......................................................................................... 33
Die Abstrakte Normenkontrolle ....................................................................................... 34
Die Verfassungsbeschwerde ............................................................................................ 35
Entscheidungsarten des Bundesverfassungsgerichtes ...................................................... 37
Bundesverfassungsgericht ................................................................................................ 37
Bundesverfassungsgericht – Statistik Gesamteing&#228;nge ................................................... 37
Bundesstaatsprinzip .......................................................................................................... 40
Gesetzgebungskompetenzen ............................................................................................ 40
Verwaltungszust&#228;ndigkeit ................................................................................................ 41
Rechtssprechung............................................................................................................... 43
Das Sozialstaatsprinzip .................................................................................................... 43
„Wer wei&#223;, wie Gesetze und W&#252;rste zu Stande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig
- Die Staatslehre
- Das Grundgesetz und seine Staatsprinzipien
- Grundlagen der EU
„Drei – Elementen - Lehre“
1. Staatsgebiet                   2. Staatsvolk                    3.Staatsgewalt
(abgegrenztes Gebiet)              (org. Vereinigung)                 (Hoheitsmacht)
1. Umfang und Grenzen des Staatsgebiets
(Das Staatsgebiet erstreckt sich nicht nur &#252;ber die (zweidimensionale) Fl&#228;che, sondern auf
auch auf den (dreidimensionalen) Raum. Notwendige Bedingung f&#252;r die Zurechnung eines
Raumes zum Staatsgebiet ist die faktische M&#246;glichkeit seiner Beherrschbarkeit.
Ober- und unterirdisch reicht die rechtliche Territorialhoheit deshalb nur so weit, wie die
staatliche Bet&#228;tigung technisch vorzudringen vermag. Gleichwohl geh&#246;rt nicht jeder Raum,
der faktisch beherrschbar w&#228;re, zum Staatsgebiet. Diskutiert wird etwa, die Territorialgewalt
auf den Luftraum zu begrenzen und nicht - trotz faktischer Beherrschbarkeit - auf den
Weltraum auszudehnen; der Weltraum w&#228;re also staatsfrei. Jedenfalls erstreckt sich das
Staatsgebiet in kegelstumpfartiger Form bis zur so genannten Karman - Linie in etwa 83 km
H&#246;he, dann beginnt der Weltraum. In die Erde hinein k&#246;nnte sich das Staatsgebiet konisch
theoretisch bis zum Erdmittelpunkt erstrecken.
Das Landgebiet eines Staates ist die Festlandoberfl&#228;che mitsamt der Inseloberfl&#228;chen. Auch
die Binnengew&#228;sser, Flussm&#252;ndungen, Hafenanlagen, Buchten oder Fjorde werden hier
hinzugerechnet. Als Landgrenze zwischen zwei Staaten fungieren gedachte Linien, die
entweder durch geographische Beschreibung (Bergkamm, L&#228;ngen- oder Breitengrad usw.)
oder durch k&#252;nstliche Markierungen festgelegt sind.)
2. Begriff und Abgrenzung Staatsvolk
(Unter Staatsvolk versteht man die Gesamtheit der Staatsangeh&#246;rigen (und evtl. ihnen ihr
staatsrechtlich prinzipiell gleichgestellter Personen [vgl. etwa f&#252;r die Bundesrepublik
Deutschland Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes]). F&#252;r die Staatsangeh&#246;rigen tritt zu der
regelm&#228;&#223;igen Unterworfenheit unter die Staatsgewalt (jedenfalls bei Aufenthalt im Inland)
eine besondere personale Beziehung zum Staat hinzu: Staatsangeh&#246;rigkeit ist ein Status, der
wechselseitige Rechte (jedenfalls in Demokratien) und Pflichten f&#252;r Staatsangeh&#246;rige
begr&#252;ndet.
   dem Begriff der Gewaltunterworfenen: das sind alle, die sich im Staatsgebiet
aufhalten und folglich der Gebietshoheit unterworfen sind, also etwa auch Ausl&#228;nder
oder Durchreisende;
   dem Begriff des Staatsb&#252;rgervolkes: darunter versteht man die Gesamtheit
derjenigen, die am status activus (s.u.), insbesondere am Wahlrecht teilhaben. Dies
wird durch das jeweilige Staatsrecht bestimmt; meist wird Wohnsitz im Inland und
immer ein Mindestalter vorausgesetzt (f&#252;r die Bundesrepublik Deutschland vgl. Art.
38 Absatz 2 des Grundgesetzes und &#167;&#167; 12 ff. des Bundeswahlgesetzes);
   dem Begriff der Bev&#246;lkerung: das sind alle Personen mit Wohnsitz im Staatsgebiet.
Aus der Ankn&#252;pfung an die Staatsangeh&#246;rigkeit folgt, dass auch typische &quot;Vielv&#246;lkerstaaten&quot;
nur ein Staatsvolk besitzen.)
(Als Staatsgewalt bezeichnet man die Aus&#252;bung der Macht innerhalb eines Staates durch
dessen Organe wie z. B. die Verwaltung oder die Gerichte.
In der Bundesrepublik Deutschland gilt – wie in allen demokratischen Staaten - das Prinzip
der dreifachen Gewaltenteilung (nach Montesquieu) in Legislative (Gesetzgebung), Exekutive
(Ausf&#252;hrung) und Judikative (Gerichte). Im &#220;brigen ist die Staatsgewalt f&#246;deral zwischen
dem Gesamtstaat (Bund) und den Gliedstaaten (Bundesl&#228;nder) geteilt. Das Wort Gewalt wird
hier in seiner etwas altert&#252;mlichen Bedeutung von Macht bzw. Herrschaftsmacht gebraucht.
Montesquieu spricht im franz&#246;sischen Original von „distribution des pouvoirs“, ins heutige
Deutsch &#252;bersetzt, „Aufteilung der Macht“.
Das Gewaltmonopol des Staates betrifft im Unterschied dazu die andere Bedeutung des
Wortes Gewalt, n&#228;mlich die Aus&#252;bung von k&#246;rperlichem bzw. unmittelbarem Zwang
ausschlie&#223;lich durch staatlicherseits hierf&#252;r erm&#228;chtigte Personen.)
Die Rechtsf&#228;higkeit des Staates
- Der Staat ist eine juristische Person:
 Tr&#228;ger von Rechten und Pflichten
 Handeln / Auftreten durch Organe
 Organwalter – Handelnde Personen
 Prozessf&#228;higkeit
- Der Staat: Gebietsk&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts
 Bundesrepublik Deutschland
 Bundesl&#228;nder
 Gemeinden, Landkreise, Kreisfreie St&#228;dte
&#214;ffentliches Recht                               Privates Recht
Staatsrecht                      Verwaltungsrecht
- 23.05.1949 Verk&#252;ndung des Grundgesetzes
- 03.10.1990 beitritt der DDR zur BRD
 Grundgesetz gilt damit f&#252;r ganz Deutschland – Verfassung Deutschlands
 Art. 23 S.2 GG a.F. aufgehoben; kein weiterer Beitritt
=&gt; Festlegung der Grenzen Deutschlands
- Zwei plus Vier Vertrag
 Abl&#246;sung besatzungsrechtlicher Vorbehalte
 endg&#252;ltige Grenzfestlegung
 Abschluss des Besatzungsregimes
 Wiedererlangung der vollen Souver&#228;nit&#228;t
Die Staatsprinzipien des Grundgesetzes
- Bedeutung:
 wesentlich f&#252;r die Auslegung von Rechtsnormen und des Grundgesetzes,
insbesondere der Grundrechte selbst
 Art. 20 Abs.1 GG
- Bestandesgarantie in Art. 79 Abs.3 GG
 unantastbares Verfassungsrecht
- Art. 20 Abs1 GG
(In Absatz 1 werden die Hauptziele der Bundesrepublik Deutschland festgesetzt,
n&#228;mlich Demokratie und soziales Denken durch das Sozialstaatspostulat. Letzteres
gew&#228;hrt keine subjektiven Rechte, sondern ist blo&#223;e Staatszielbestimmung. Nur
ausnahmsweise gew&#228;hrt das Sozialstaatsprinzip in Verbindung mit der
Menschenw&#252;rdegarantie des Art. 1 GG ein Recht auf Sicherung des
Existenzminimums. Durch das Wort &quot;Bundesstaat&quot; schlie&#223;lich wird festgelegt, dass
Deutschland f&#246;deral aufgebaut ist.)
- Willensbildung des Volkes (Art 20. Abs.2 GG)
(Das Volk wird als Souver&#228;n verstanden, das durch &quot;besondere Organe der
Gesetzgebung&quot; (Legislative), also Bundestag, Bundesrat und Landtage, &quot;der
vollziehenden Gewalt&quot; (Exekutive), Regierungen und Verwaltung, und &quot;der
Rechtsprechung&quot; (Judikative), also alle Gerichte, vertreten wird. Diese Organe &#252;ben
repr&#228;sentativ f&#252;r das Volk die Staatsgewalt aus.
- parlamentarische Regierung
(Als Parlamentarisches Regierungssystem bezeichnet man ein Regierungssystem in
dem die Regierung vom Parlament abberufen werden kann.)
- Willensbildung des Volkes
 Wahlen
(Die Hauptaufgabe von Wahlen ist eine Sachentscheidung. Sie dienen in
politischen Systemen zur Gremiumsbildung, also Zusammensetzung von
Parlamenten und R&#228;ten auf internationaler, Bundes-, Landes-, kommunaler
oder betrieblicher Ebene. Die Wahlen erf&#252;llen damit (in Deutschland) folgende
- Legitimation der Parlamente und der eventuell von ihnen gew&#228;hlten
Regierungen sowie von R&#228;ten und B&#252;rgermeistern und Landr&#228;ten.
- Kontrolle der Parteien / Abgeordneten / Regierung / Arbeitnehmervertreter
durch die W&#228;hler.
- Integration der Bev&#246;lkerung / Belegschaft in die Politik. Der Grad der
Integration l&#228;sst sich an der Wahlbeteiligung erkennen.
- Es entsteht eine Konkurrenz verschiedener Konzepte und Kandidaten um die
W&#228;hlergunst.)
 Abstimmungen
(Eine Abstimmung dient der Stellungnahme einer Versammlung oder
Personengruppe zur gemeinsamen Willensbildung &#252;ber Vorschl&#228;ge oder
Antr&#228;ge einzelner Teilnehmer oder Gruppen.)
- Ziel: Bildung von Staatsorganen
(Ein Staatsorgan (= Verfassungsorgan) ist ein Organ des Staates, dessen Rechte und
Pflichten in der Staatsverfassung festgeschrieben sind
Mehrheitswahl                                            Verh&#228;ltniswahlrecht
(Man unterscheidet zwischen                              (Verh&#228;ltniswahl ist ein
einem relativen und einem                                Wahlsystem, bei dem die
absoluten Mehrheitswahlrecht.                            kandidierenden Gruppen (meist
Beim relativen                                           Parteien, seltener
Mehrheitswahlrecht gewinnt                               Wahlparteien) geordnete Listen
derjenige Kandidat, dessen                               von Kandidaten aufstellen. Die
Mandat im ersten Wahlgang die                            W&#228;hler k&#246;nnen dann nur
meisten Stimmen erhalten hat.                            zwischen diesen Listen w&#228;hlen.
Beim absoluten                                           Die Sitze, die einer Gruppe
Mehrheitswahlrecht dagegen                               zugeteilt werden, gehen an die
muss er mindestens die H&#228;lfte                            errechnete Anzahl der
aller abgegebenen Stimmen auf                            Kandidaten vom Anfang der
sich vereinigen. Gelingt dies im                         Liste.)
ersten Wahlgang keinem
Kandidaten, kommt es zu einer
Stichwahl.)
Wahlen – Grunds&#228;tze (Art. 38 GG)
Die Wahlen m&#252;ssen sein:
allgemein                                 Wer darf W&#228;hlen?
unmittelbar                          Wie wirkt sich die Stimme aus?
frei                          Ist die Stimmabgabe unbeeinflusst?
geheim                         Wer wei&#223;, wie ich abgestimmt habe?
gleich                         Welches Gewicht hat meine Stimm?
- alle Staatsb&#252;rger ohne Unterschied (Diskriminierungsverbot)
- Mindestbedingung:
 18 Jahre, Art. 38 Abs.2 GG
 kein Betreuer f&#252;r alle Angelegenheiten (&#167;13 Nr.2 Bundeswahlgesetz)
- Ausschluss vom Wahlrecht:
 &#167; 45 Abs.5 StGB i.V.m. z.B. &#167;&#167; 101, 108c StGB
- Problem: Auslanddeutsche (&#167; 12 Abs.2 Bundeswahlgesetz)
(innerhalb der EU: mindestens 3 Monate in Deutschland wohnend)
(au&#223;erhalb der EU: nach 25 Jahren st&#228;ndigem Aufenthalt im Ausland verf&#228;llt das
- kein weiterer Willensakt zwischen W&#228;hlerentscheidung und Wahl des Kandidaten
 z.B. Wahlm&#228;nner
- Problem: Parteiaustritte und Parteiausschl&#252;sse (von Listenkandidaten)
- Grundsatz: keine Einwirkung auf den W&#228;hler f&#252;r bestimmte Abstimmung
 Schutz durch Strafvorschriften (&#167;&#167; 108 – 108b StGB)
- Erlaubt: Wahlkampf von Parteien und Stellungnahme anderer gesellschaftlicher
Geheimheit der Wahl
- Schutz nur f&#252;r die Stimmabgabe
 freiwilliger Verzicht ist nicht m&#246;glich
- nicht gesch&#252;tzt
 Wahlvorbereitung
 &#246;ffentliche &#196;u&#223;erung &#252;ber erfolgte Stimmabgabe au&#223;erhalb der
Wahlr&#228;umlichkeiten
Gleichheit im
Z&#228;hlwert                                          Erfolgswert
Jede abgegebene                                 Jede abgegebene
Stimme muss in                                  Stimme sollte in
gleicher Weise                                  gleicher Weise das
gez&#228;hlt werden;                                 Abstimmungsergebnis
ohne Ausnahme                                   beeinflussen
- Erfolgswert
 problematisch bei Merheitswahlrecht
 problematisch bei Sperrklauseln
- der Gesetzgeber darf die Stimmen unterschiedlich gewichten, um die Handlungs- und
Entscheidungsf&#228;higkeit zu sichern
 5 % Klausel noch zul&#228;ssig
- Art. 38 Abs.1 GG in Verbindung mit Bundeswahlgesetz (BWahlG)
 Anzahl der Abgeordneten: 598
 Wahlsystem: personalisiertes Verh&#228;ltniswahlrecht
Kandidatenlisten: Landeslisten und Listenverbindung
- 1. W&#228;hler w&#228;hlt einen Direktkandidaten (Erststimme – 299 Kandidaten direkt)
- 2. W&#228;hler w&#228;hlt die in seinem Land aufgestellte Landesliste (Listenverbindung) einer Partei
 Landeslisten gelten als verbunden
- 3. Anwendung der 5 %- Klausel bez&#252;glich der Landesliste
 Ausnahme 3 Direktmandate
- 4. Errechnung des Bundesproporz
 Proportionalverfahren nach Hare / Niemeyer
- 5. Aufteilung auf Landesproporz
- 6. Ermittlung der gew&#228;hlten Abgeordneten aufgrund der Erststimme
- 7. Abzug der Direktmandate von den Verh&#228;ltnismandaten
 eventuell &#220;berhang – Mandate
Berechnungsbeispiel (Geltendes Wahlsystem)
4 Bundesl&#228;nder
Gesamtmandate        136                                                                                                    5 % H&#252;rde                                            8545
Davon                 68 Direktmandate
Land S                                Land T                                Land U                                Land V                                    Bund
&quot;Zweitstimmen&quot;
ber&#252;cksichtigt
A                    4       15.000                         4      10.000                         5      12.000                         5      13.000            18                50.000               50.000
B                    6        9.000                         5      11.000                         3       8.000                         3       5.000            17                33.000               33.000
C                    1          500                         0         800                         0       1.600                         1       1.000             2                 3.900                    0
D                    6       30.000                         8      25.000                         9      12.000                         8      17.000            31                84.000               84.000
Summe         17             54.500                 17             46.800                 17             33.600                 17             36.000            68               170.900              167.000
Bundesproporz
Gesamtzahl der g&#252;ltigen Zweitstimmen                                                                                             167.000
Gesamtzahl der zu verteilenden Mandate                                                                                               136
Mandate       Zusatz                                                      Gesamt
A                                     40,72                                   40            1                                                           41
Verteilungs-                                   B                                     26,87                                   26            1                                                           27
schl&#252;ssel                                     C                                       0                                      0                                                                         0
D                                     68,41                                   68                                                                        68
Summe                                                                    136                                   134                                                                       136
Landesproporz
A – Partei         41 Mandate auf Landesebene
Land S       Land T       Land U      Land V
15.000        10.000       12.000     13.000       50.000
Verteilung       12,3         8,2             9,84   10,66
Mandate           12           8                9     10            39
Zusatz                                         1      1
Ergebnis          12           8               10     11            41
B – Partei         27 Mandate auf Landesebene
9.000       11.000       8.000      5.000        33.000
Verteilung       7,36          9              6,55    4,09
Mandate            7           9                6       4           26
Zusatz                                         1
Ergebnis          7            9                7      4            27
C – Partei         0 Mandate auf Landesebene
500          800         1.600      1.000        3.900
Verteilung        0            0               0       0
Mandate           0            0               0       0             0
Ergebnis          0            0               0       0             0
D – Partei         68 Mandate auf Landesebene
30.000        25.000       12.000     17.000       84.000
Verteilung       24,29       20,24            9,71   13,76
Mandate           24          20                9     13            66
Ergebnis          24          20               10     14            68
A - Partei        12          8                10      11           41
B – Partei         7          9                 7       4           27
C – Partei         0          0                 0       0            0
D - Partei        24          20               10      14           14
Summe                                  136
Ber&#252;cksichtigung der Direktmandate
Proporz           direkt        noch frei     &#220;berhang
A – Partei         12                 4              8
B – Partei          7                 6              1
C – Partei          0                 1              0              1
D - Partei         24                 6             18
A – Partei          8                4               4
B – Partei          9                5               4
C – Partei          0                0               0
D - Partei         20                8              12
A – Partei         10                 5             5
B – Partei          7                 3             4
C – Partei          0                 0             0
D - Partei         10                 9             1
A – Partei         11                5              6
B – Partei          4                3              1
C – Partei          0                1              0               1
D - Partei         14                8              6
Summe L&#228;nder                  68              70              2
Land S       Land T      Land U         Land V      Summe
A - Partei       12           8              10           11          41
B - Partei        7           9               7            4          27
C - Partei        1           0               0            1           2
D - Partei       24           20             10           14          68
Summe                                    138
A - Partei
68                                                      B - Partei
C - Partei
D - Partei
- weitere Elemente von „Volksentscheidungen“
 Volksbefragung
(Eine Volksbefragung ist eine unverbindliche Volksabstimmung, die vom
Parlament oder der Regierung initiiert ist. Im Gegensatz zu einer
verbindlichen             Volksabstimmung ist die Volksbefragung konsultativ, d.h. das
Parlament ist             nicht an das Ergebnis der Befragung gebunden.)
 Volksbegehren
(Volksbegehren – in der Schweiz Volksinitiativen, kurz Initiativen – sind in
einer direkten Demokratie ein wesentliches Element der Volksgesetzgebung.
Die B&#252;rger bekunden durch eine Unterschriftensammlung den Willen, dass ein
Gesetzentwurf aus der Mitte der B&#252;rgerschaft dem Volk zur Abstimmung
Volksbegehren gibt es in Deutschland nur auf Landesebene. Dort sind sie in
der Landesverfassung verankert. Das deutsche Grundgesetz sieht au&#223;er bei
einer Neugliederung des Bundesgebietes zur Zeit keine Volksbegehren auf
Bundesebene vor. (Daneben gibt es auf kommunaler Ebene das politische
Instrument eines B&#252;rgerbegehrens))
 Volksentscheid
(Bei einem Volksentscheid entscheiden die stimmberechtigten B&#252;rger in einer
Abstimmung (lat. Referendum - Abstimmung durch eine Volksbefragung) &#252;ber
eine Verfassungs- oder Gesetzes&#228;nderung. Es entscheidet hierbei die einfache
oder eine qualifizierte Mehrheit &#252;ber Annahme oder Ablehnung des
Gesetzentwurfs.)
- anders: Landesverfassung Brandenburg
 Volksinitiative, Art. 76
 Volksbegehren, Art. 77
 Volksentscheid, Art. 78
- gilt nicht f&#252;r:
 Staatshaushalt, Abgaben, Besoldung, Personal- Angelegenheiten
Bundespr&#228;sident
Bundestag             Bundesregierung              Bundesverfassungsgericht
(Der Bundespr&#228;sident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Durch die
Verfassung ist seine Macht im politischen System des Landes jedoch beschr&#228;nkt. Seine
Amtssitze sind das Schloss Bellevue in Berlin und die Villa Hammerschmidt in Bonn. In der
Aus&#252;bung seiner Aufgaben unterst&#252;tzt ihn das Bundespr&#228;sidialamt.
Der Bundespr&#228;sident wird f&#252;r eine Amtszeit von f&#252;nf Jahren von der Bundesversammlung
gew&#228;hlt. Anschlie&#223;ende Wiederwahl ist nur einmal zul&#228;ssig. Eine sp&#228;tere Wiederwahl ist
nicht ausgeschlossen, wenn zwischenzeitlich ein anderer Bundespr&#228;sident im Amt war.)
- Art. 59 GG
- Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland
 vorrangig: Repr&#228;sentation des Staates
 Funktion eines „Staatsnotars“
 geringe selbstst&#228;ndige politische Gestaltungsm&#246;glichkeit
- Gegenzeichnungspflicht, Art. 58 GG
 Ausschluss eigenst&#228;ndiger politischer Gestaltung
 alle amtlich und politisch bedeutsamen Handlungen des Bundespr&#228;sidenten
 nicht nur rechtlich verbindliche Akte
- Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler oder die Bundesminister
- Wahl des Bundespr&#228;sidenten
 Art. 54, 55 GG
 Bundesversammlung
- alle Mitglieder des Bundestages
- eine gleiche Anzahl von Vertretern der L&#228;nder
- Befugnisse des Bundespr&#228;sidenten
 Art. 59 GG: Abschluss v&#246;lkerrechtlicher Vertr&#228;ge
 Art. 64 GG: Ernennung und Entlassung von Bundesministern
 Art. 60 GG: Ernennung der Bundesrichter, Bundesbeamten, Soldaten
 Art. 63 Abs.4, Art. 68 Abs.1 GG: Entscheidung &#252;ber die Aufl&#246;sung des
- Art. 82 GG: Ausfertigung von Gesetzen
- Ausfertigung: Herstellung einer Urschrift
 Erkl&#228;rung der Authentizit&#228;t
 Erkl&#228;rung der Legalit&#228;t
- Pr&#252;fungsrecht?
- formell: eindeutig gegeben
- materiell: umstritten
 mind. Bei offenkundigen Verst&#246;&#223;en gegen GG – Vorschriften
Die Bundesregierung beabsichtigte bereits seit l&#228;ngerem, die Bez&#252;ge f&#252;r den Kanzler und
die Minister zu erh&#246;hen.
Die Zeit der Fu&#223;ball – WM nutzend, bringt sie einen Gesetzentwurf direkt in den Bundestag
ein. Der Bundestag beschlie&#223;t aufgrund der Mehrheit der Regierungskoalition dieses Gesetz
in der ersten Lesung. Das Gesetz wird direkt dem Bundespr&#228;sidenten mit der Bitte um
Ausfertigung zugeleitet.
Der Bundespr&#228;sident hat Bedenken, dass dieses Gesetz verfassungsgem&#228;&#223; ist und m&#246;chte
Die Ausfertigung verweigern. Kann er dies?
L&#246;sung des Falles:
- der Bundespr&#228;sident hat grunds&#228;tzlich Pr&#252;fungsrecht, soweit Vorschriften &#252;ber das
Zustandekommen des Gesetzes betroffen sind
- vorliegend sind drei Aspekte problematisch
 Einleitung des Gesetzgebungsverfahrens
(Das Gesetzgebungsverfahren der Bundesrepublik Deutschland auf
Bundesebene ist sehr komplex und erfordert die Mitwirkung vieler
Verfassungsorgane.
Eine Gesetzesinitiative f&#252;r ein Bundesgesetz kann von folgenden
Verfassungsorganen ausgehen:
Dabei gilt: Eine Gesetzesvorlage der Bundesregierung geht zun&#228;chst zu einer
Stellungnahme an den Bundesrat, dann wieder zur&#252;ck zur Bundesregierung,
die dann eine Gegen&#228;u&#223;erung verfassen kann. Daraufhin kann die
Bundesregierung die Gesetzesvorlage in den Bundestag einbringen.
Eine Gesetzesvorlage des Bundesrates geht entsprechend zuerst an die
Bundesregierung, die Stellung nehmen kann, bevor sie in den Bundestag
Eine Gesetzesvorlage aus der Mitte des Bundestages kann von einer Fraktion
oder einer festgelegten Mindestzahl von Abgeordneten eingebracht werden.)
 Abstimmung in einer, statt drei Lesungen
 Ausfertigung des Gesetzes ohne Gegenzeichnung des zust&#228;ndigen Bundesministers
- i.E. keine Ausfertigung
- Art. 38 ff GG
 Gesetzgebung
 Wahl
- des Bundeskanzlers
- des Wehrbeauftragten des Bundstages
 Untersuchungsaussch&#252;sse, Art. 44 GG
 schlichte Parlamentsbeschl&#252;sse
 Zitier- und Interpellationsrecht, Art. 43 Abs.1 GG
(Die Interpellation ist eine f&#246;rmliche parlamentarische Anfrage an die
Sie stellt ein parlamentarisches Kontrollmittel dar, mit dem jedem
Abgeordneten (Interpellant) das Recht (Interpellationsrecht) einger&#228;umt wird,
einen oder mehrere Minister der Regierung aufzufordern, sich bez&#252;glich einer
politischen Handlung, einer bestimmten Situation sowie allgemeiner oder
spezifischer Aspekte der Regierungspolitik zu rechtfertigen.
Interpellationen kennzeichnen sich dadurch, dass sie durch einen formellen
Antrag, der die Verantwortlichkeit der Regierung oder eines Mitgliedes der
Regierung in Frage stellt oder der eine Empfehlung an die Adresse der
Regierung enth&#228;lt, abgeschlossen werden k&#246;nnen. Minister d&#252;rfen
ausschlie&#223;lich zu ihrer Politik und nicht &#252;ber ihre Absichten befragt werden.)
 598 Abgeordnete (zzgl. Anzahl aufgrund von &#220;berhangmandaten)
Bundestagspr&#228;sident                   Pr&#228;sidium                      &#196;ltestenrat
Vertritt den Bundestag         Bundstagpr&#228;sident und Pr&#228;sidium und weitere
nach au&#223;en                  seine Stellvertreter Bundestagsabgeordnete
im Verh&#228;ltnis der
Fraktionsst&#228;rke
Fraktionen                       Gruppen                 Bundestagsaussch&#252;sse
Rechtsf&#228;higer                Nicht rechtsf&#228;higer             Vorbereitung von
Zusammenschluss von              Zusammenschluss von           Bundestag – Beschl&#252;ssen
Abgeordneten mit                Abgeordneten ohne                    durch
weitgehenden                  Fraktionsst&#228;rke              Beschlussempfehlung
Mitwirkungsm&#246;glichkeiten
- Rechtsstellung des Abgeordneten
 „ so genanntes freies Mandat“, Art. 38 Abs.1 S.2 GG
 keine Bindung an Vorgaben Dritter bei seinen Entscheidungen
- Anspruch auf angemessene Entsch&#228;digung, Art. 38 GG
- Immunit&#228;t und Indemnit&#228;t, Art. 46 GG
(Immunit&#228;t:
den Schutz gew&#228;hlter Amtstr&#228;ger und ausl&#228;ndischer W&#252;rdentr&#228;ger vor
Strafverfolgung, siehe Politische Immunit&#228;t
in der Diplomatie den Schutz von Botschaftern, Gesandten,
Botschaftsmitarbeitern und deren Familienangeh&#246;rigen vor strafrechtlicher,
zivilrechtlicher und administrativer Verfolgung im Gastland.
Indemnit&#228;t:
Ein Abgeordneter, der grunds&#228;tzlich Indemnit&#228;t genie&#223;t, darf nicht wegen
einer Abstimmung oder einer &#196;u&#223;erung, die er im Parlament oder dessen
Aussch&#252;ssen getan hat, gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst
au&#223;erhalb des Parlaments zur Verantwortung gezogen werden. Die einzigen
Ausnahmen sind verleumderische Beleidigungen.
In Deutschland ist die Indemnit&#228;t der Parlamentsabgeordneten in Art. 46(1)
des Grundgesetzes festgelegt. Die deutschen Verfassungen von 1848, 1871 und
1919 kannten keine Ausnahmen von der Indemnit&#228;t des Abgeordneten.
Indemnit&#228;t ist auch eine Bezeichnung f&#252;r die nachtr&#228;gliche Legitimierung von
rechtswidrigen, eigenm&#228;chtigen oder im Ausnahmezustand getroffenen
Entscheidungen der Regierung durch ein Parlament bzw. den zust&#228;ndigen
Souver&#228;n.)
- Gesetzgebungsrecht
 Initiativrecht
- Gesetzesbeschluss
 i. d. R. nach 3 Lesungen
 Problem: Beschlussf&#228;higkeit
Fall: Freitags im Bundestag
Angesichts gewaltt&#228;tiger Massendemonstrationen wird aus der Mitte des Bundestags, ein
Novellierungsentwurf zum Versammlungsgesetz eingebracht, wonach u. a ein
Vermummungsverbot bei Demonstrationen verf&#252;gt wird. Zun&#228;chst erfolgt eine ausf&#252;hrliche
Beratung in den Aussch&#252;ssen Dabei ergibt sich unter allen Fraktionen des Bundestags ein
breiter Konsens Die Schlussabstimmung &#252;ber die Novelle (nach drei Lesungen) findet in einer
Freitagnachmittag-Sitzung statt. Wahrend anf&#228;nglich noch &#252;ber 300 Abgeordnete einer
Debatte &#252;ber die Innere Sicherheit beiwohnen, leert sich der Saal gegen Abend zusehends Die
Versammlungsnovelle wird schlie&#223;lich bei Anwesenheit von 19 Abgeordneten der drei
Fraktionen beschlossen. Ein Abgeordneter stimmt gegen, 18 Abgeordnete stimmen f&#252;r das
Gesetz. Der Beschluss wird unverz&#252;glich dem Bundesrat zugeleitet. Er legt binnen einer
Woche Einspruch ein, da den L&#228;ndern die Novellierung nicht weit genug geht Der Bundestag
erachtet jedoch den Einspruch f&#252;r rechtlich unerheblich, ebenso die Bundesregierung, so dass
der abschlie&#223;ende Teil des Gesetzgebungsverfahrens ordnungsgem&#228;&#223; &#252;ber die B&#252;hne geht
und die Novelle in Kraft tritt.
 Art 42 GG
(1) Der Bundestag verhandelt &#246;ffentlich. Auf Antrag eines Zehntels seiner Mitglieder oder auf
Antrag der Bundesregierung kann mit Zweidrittelmehrheit die &#214;ffentlichkeit ausgeschlossen
werden. &#220;ber den Antrag wird in nicht&#246;ffentlicher Sitzung entschieden.
erforderlich, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt. F&#252;r die vom Bundestage
vorzunehmenden Wahlen kann die Gesch&#228;ftsordnung Ausnahmen zulassen.
(3) Wahrheitsgetreue Berichte &#252;ber die &#246;ffentlichen Sitzungen des Bundestages und seiner
Aussch&#252;sse bleiben von jeder Verantwortlichkeit frei.
 Gesch&#228;ftsordnung
(Die Gesch&#228;ftsordnung des Deutschen Bundestages (GO BT) wird aufgrund von Art. 40
Abs. 1 Satz 2 GG erlassen und regelt die verschiedenen Verfahren und Organstrukturen sowie
die damit verbundenen Rechte und Pflichten der Mitglieder und Organe des Deutschen
Bundestages.)
&#167; 45
(1) Der Bundestag ist beschlussf&#228;hig, wenn mehr als die H&#228;lfte seiner Mitglieder im
Sitzungssaal anwesend ist.
(2) Wird vor Beginn einer Abstimmung die Beschlussf&#228;higkeit von einer Fraktion oder von
anwesenden f&#252;nf vom Hundert der Mitglieder des Bundestages bezweifelt und auch vom
Sitzungsvorstand nicht einm&#252;tig bejaht oder wird die Beschlussf&#228;higkeit vom
Sitzungsvorstand im Einvernehmen mit den Fraktionen bezweifelt, so ist in Verbindung mit
der Abstimmung die Beschlussf&#228;higkeit durch Z&#228;hlung der Stimmen nach &#167;51, im Laufe einer
Kernzeit- Debatte im Verfahren nach &#167; 52 festzustellen. Der Pr&#228;sident kann die Abstimmung
auf kurze Zeit aussetzen.
(3) Nach Feststellung der Beschlussunf&#228;higkeit hebt der Pr&#228;sident die Sitzung sofort auf.
&#167; 20 Abs. 5 findet Anwendung. Ein Verlangen auf namentliche Abstimmung bleibt dabei in
Kraft. Stimmenthaltungen und ung&#252;ltige Stimmen z&#228;hlen bei der Feststellung der
Beschlussf&#228;higkeit mit.
(4)Unabh&#228;ngig von dem Verfahren nach den Abs&#228;tzen 1 bis 3 kann der Pr&#228;sident bei
Kernzeit- Debatten im Einvernehmen mit den Fraktionen die Sitzung unterbrechen, wenn der
Sitzungsvorstand bezweifelt, dass 25 von Hundert der Mitglieder des Bundestages anwesend
sind. Die Feststellung der Anwesenheit erfolgt im Verfahren nach &#167; 52.
 Beschlussf&#228;higkeit (mehr als die H&#228;lfte der Abgeordneten, also mindestens 300)
Daraus folgt: Der Bundestag war nicht Beschlussf&#228;hig
(wenn die Beschlussunf&#228;higkeit nicht festgestellt wurde, ist der Bundestag Beschlussf&#228;hig)
 Verfassungswidrig?        Im Grundsatz nicht
 oberstes Verfassungsorgan
 Vertretung der L&#228;nder auf Bundesebene
 Art. 51 GG
 Zusammensetzung
- stets Mitglieder der Landesregierungen
- Mitgliederzahl ergibt sich aus der Stimmenanzahl, Art. 51 Abs. 2 GG
(Jedes Land hat mindestens 3 Stimmen
6       NRW, Bayern, BW, Niedersachen
5       Hessen
4       Sachsen, RP, Berlin, SA, TH, BB, SH
3       MV, HH, Bremen, Saarland
69      Gesamtstimmenanzahl
 einheitliches Abstimmverhalten
 i. d. R. durch einen „Stimmf&#252;hrer“
- f&#252;r Abstimmungen m&#252;ssen mindestens 16 Personen Anwesend sein
 Vertretung ist in Art 57 GG geregelt
 Bundesratvorsitzender in der Regel immer ein Ministerpr&#228;sident
Der Bundestag nahm am 1. M&#228;rz 2002 Entwurf des Zuwanderungsgesetzes an. Der
Gesetzesbeschluss wurde am selben Tag dem Bundesrat zur Zustimmung zugeleitet. Der
Bundesrat behandelte das Zuwanderungsgesetz am 22. M&#228;rz 2002 nach Aufruf durch den
amtierenden Bundesratspr&#228;sidenten Klaus Wowereit. Nach einigen Redebeitr&#228;gen erkl&#228;rte der
brandenburgische Innenminister Herr Sch&#246;nbohm, dass er gegen das Gesetz stimme. Als das
Land Brandenburg zur Abstimmung aufgerufen wurde, erkl&#228;rte der Stimmfahrer Herr Ziel:
&#171;Ja!&#187;. Herr Sch&#246;nbohm erkl&#228;rte &#171;Nein!&#187;. Der Bundesratspr&#228;sident stellte daraufhin fest, dass
das Land uneinheitlich entschieden habe, eine Stimmabgabe aber nur einheitlich erfolgen
k&#246;nne.
Anschlie&#223;end befragte Herr Wowereit den Ministerpr&#228;sidenten des Landes Brandenburg:
„Ich frage Herrn Ministerpr&#228;sidenten Stolpe, wie das Land Brandenburg abstimmt“.
Dr. h. c. Manfred Stolpe (Brandenburg): Als Ministerpr&#228;sident des Landes Brandenburg
erkl&#228;re ich hiermit Ja.
(J&#246;rg Sch&#246;nbohm &lt;Brandenburg&gt;: Sie kennen meine Auffassung, Herr Pr&#228;sident!)
Pr&#228;sident Klaus Wowereit: Damit stelle ich fest, dass das Land Brandenburg mit Ja
abgestimmt hat.&#171; (BVerfGE 106, 310-351; zitiert nach juris, Rn. 49ff.)
Der Bundespr&#228;sident m&#246;chte das Gesetz ausfertigen? Zu Recht?
 Zustimmungsbed&#252;rftigkeit des Zuwanderungsgesetzes
 keine Zustimmung, da erforderliche Mehrheit der Stimmen des Bundesrat fehlte
 Wertung der Stimmenabgabe f&#252;r das Land Brandenburg als „Zustimmung“ war unzul&#228;ssig
 die Feststellung des Bundesratspr&#228;sidenten am Ende, der Bundesrat habe dem Gesetz
zugestimmt, ist rechtlich wirkungslos
 Gesetz ist nichtig
 Befugnisse
Gesetzgebung                                             Verwaltung
Einflussnahme bei Einspruchs-                        •Erlass von Verwaltungsvorschriften
und Zustimmungsgesetzen                            •Bundesaufsicht/ -zwang
•Rechtsverordnungen der BReg
(Sie besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Sie wird auch als Kabinett
bezeichnet. N&#228;heres zur Bundesregierung regeln die Artikel 62 bis 69 des Grundgesetzes
(GG). Artikel 64 Abs. 2 GG schreibt vor, dass der Bundeskanzler und die Bundesminister bei
der Amts&#252;bernahme den Amtseid (Art. 56) leisten.)
 Art. 62 ff. GG
- Bundeskanzler (ist der einzige der vom Parlament gew&#228;hlt wird; Art 63 GG)
- Bundesminister (vom Bundespr&#228;sidenten auf Vorschlag des Bundeskanzlers ernannt)
- Wahl und Ernennung eines Bundeskanzlers
- Ernennung der Bundesministers
 Bundesminister
- parlamentarische Legitimit&#228;t durch den Bundeskanzler
- kein direkter Einfluss des Bundestag auf die Bundesminister
 Wahl des Bundeskanzlers; Art. 63 GG
 Wahlg&#228;nge
- Vorschlag des Bundespr&#228;sidenten und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages
- Vorschlag Bundestag und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages
- Vorschlag des Bundestag und einfache Mehrheit
(pol. Entscheidungsbefugnis des Bundespr&#228;sidenten &#252;ber Ernennung oder Neuwahl)
 Ende der Amtsdauer der Bundesregierung
- Art. 64, 67, 68 GG
Bundesminister
- Entlassung durch Bundespr&#228;sidenten auf Vorschlag des Bundeskanzler
- kein direkter Einfluss durch den Bundestag
 Bundeskanzler
- konstruktives Misstrauensvotum
- Vertrauensfrage, Art. 68 GG
 wie wird der Bundeskanzler seines Postens enthoben?
- durch Misstrauensvotum (Art. 67 GG), durch Vertrauensfrage (Art. 68 GG)
 interne Organisation
- Kanzlerprinzip, Art. 65 S. l GG
(Der Bundeskanzler hat innerhalb der Bundesregierung die
Richtlinienkompetenz, d.h. er bestimmt die Grundz&#252;ge der Politik und ist daf&#252;r
auch verantwortlich.)
- Ressortprinzip, Art. 65 S. 2 GG
(Die Bundesminister leiten ihre jeweiligen Aufgabenbereiche im Rahmen der
Richtlinien des Kanzlers eigenst&#228;ndig (Ressortprinzip). Den Umfang ihrer
Aufgabenbereiche bestimmt der Bundeskanzler.)
- Kollegialprinzip, Art. 65 S. 3 GG
(Sind zwei Minister sich in einem Punkt uneinig, so entscheidet die
Bundesregierung mit Mehrheitsbeschluss (Kollegialprinzip).
Fall: Die Chemiefabrik im Irak
Unternehmer U ist Produzent von Chemie-Industrieanlagen sowie Zulieferer von
Chemikalien. Er m&#246;chte seine Anlagen unter anderem in den Irak exportieren. Dazu schloss
er mit einer irakischen Gesellschaft, die sich mit der Herstellung von Pestiziden besch&#228;ftigt,
einen Vertrag &#252;ber die Lieferung n&#228;her bezeichneter Anlagen und Anlagenteile zur
Errichtung einer Chemiefabrik.
Als er die Anlagenteile ausf&#252;hren m&#246;chte verweigert das Zollamt die Abfertigung zur
Ausfuhr. Es begr&#252;ndete seine Ablehnung damit, dass der Anmeldung weder eine
Ausfuhrgenehmigung noch eine Negativbescheinigung des Bundesamtes f&#252;r Wirtschaft
beigelegen habe. Dies sei aber nach dem insoweit ge&#228;nderten Paragraphen des
Au&#223;enwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit der ebenfalls ge&#228;nderten Ausfuhrliste n&#246;tig
gewesen Die von U gelieferten Teile k&#246;nnten geeignet sein. direkt oder indirekt Kampfgas
Die Ausfuhrliste wurde als Rechtsverordnung verk&#252;ndet Dies geschah dadurch, dass der
zust&#228;ndige Bundesminister die Rechtsverordnung unterzeichnete und sie sodann seinen
Kabinettskollegen &#252;bersandte und ihnen damit Gelegenheit gab, Einwendungen vorzutragen.
Solche Einwendungen gab es nicht. Nach dem Umlauf der Vorlage wurde die
Rechtsverordnung in Kraft gesetzt.
Das Bundesverwaltungsgericht wies in letzter Instanz die Klage des Unternehmers U, der die
Rechtswidrigkeit der Verweigerung der Zollabfertigung feststellen lassen wollte, ab.
U ist der Ansicht, dass das Gericht falsch entschieden habe und m&#246;chte dessen Entscheidung
noch &#252;berpr&#252;fen lassen. Geht dies und wenn ja. mit welchen Erfolgsaussichten?
{Sachverhalt vereinfacht dargestellt nach BVerfGE 9l, NS-176)
Bundesregierung (Rechtsverordnung)
Bundeskanzler und Bundesminister (wenn Bundesregierung im Gesetzblatt erw&#228;hnt
wird, m&#252;ssen Bundeskanzler und Bundesminister auch t&#228;tig werden; sprich
unterzeichnen)
U kann sich eventuell gegen die Rechtsverordnung wehren, da sie Verfassungswidrig ist
(Ein Rechtsstaat ist ein Staat, in dem die &#246;ffentliche Gewalt an eine in ihren Grundz&#252;gen
unab&#228;nderliche und im Ganzen auf Dauer angelegte objektive Wert- und Rechtsordnung
gebunden ist. Im Vergleich zum absolutistischen Staat die Macht des Staates umfassend durch
Gesetze determiniert, um die B&#252;rger vor Willk&#252;r zu sch&#252;tzen (formeller Rechtsstaatsbegriff)).
 Grundentscheidung des GG; elementarer Verfassungsgrundsatz
 Art. 28 I GG - Geltung auch in den L&#228;ndern
Art. 79 III GG &#196;nderungs-/ Abschaffungsschutz
 Rechtsstaatsprinzip im formellen Sinne:
- Schaffung und Garantie einer Rechtsordnung
 Rechtsstaatsprinzip im materiellen Sinne:
- Garantie von gewohnheitsrechtlich anerkannten und in der Verfassung ausdr&#252;cklich
festgelegten inhaltlichen Grunds&#228;tzen
 rechtsstaatliche Grunds&#228;tze
- Gew&#228;hrleistung von Grundrechten
- Gesetzm&#228;&#223;igkeit staatlichen Handelns
- Rechtssicherheit und Rechtsklarheit
- Gew&#228;hrleistung von Rechtsschutz
- Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit staatlichen Handelns
- Prinzip der Gerechtigkeit staatlichen Handelns
(Die Gewaltenteilung ist ebenfalls kodifiziert, Art. 20 Absatz 2: Die Staatsgewalt auf drei
Gewalten verteilt: Legislative (gesetzgebende Gewalt), Exekutive (ausf&#252;hrende Gewalt) und
Judikative (rechts- sprechende Gewalt).
„Alle Staatsgewalt ... wird ... durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden
Gewalt und der Rechtsprechung ausge&#252;bt.“)
Judikative              Exekutive             Legislative
Grundsatz der Gesetzm&#228;&#223;igkeit
(Die Gesetzm&#228;&#223;igkeit oder Rechtsbindung staatlichen Handelns folgt unmittelbar aus Artikel
20 Absatz 3 GG: „Die Gesetzgebung ist an die verfassungsm&#228;&#223;ige Ordnung, die vollziehende
Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“)
 Art. 20 III GG: f&#252;r alle staatliche Gewalt
 Verwaltung und Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden
 Gesetzgeber ist an die verfassungsm&#228;&#223;ige Ordnung gebunden
F&#246;rmliches Gesetz
Materielles Gesetz
Abstrakt- generelle
Satzung                             Regelungen eines
Gebotes / Verbotes
(Die Rechtsquelle bezeichnet nach der modernen Auffassung den &quot;Erkenntnisgrund f&#252;r etwas
als Recht&quot;. Diese Definition wurde von Alf Ross im Jahre 1929 publiziert und ist bis heute
weitgehend anerkannt. Rechtsquellen k&#246;nnen unterschieden werden in:
- Rechtserzeugungsquellen, die die Vorstellungen und das Verhalten der Betroffenen
umfassen, welche das Recht bestimmen;
- Rechtswertungsquellen, die allgemeine Ma&#223;st&#228;be, wie z.B. Gerechtigkeit oder Freiheit
umfassen; und
- Rechtserkenntnisquellen, die Rechtsquellen im engeren Sinne, also Gesetze, Verordnungen,
Satzungen und Verwaltungsvorschriften.)
 Art. 31 GG
 Bundesrecht bricht Landesrecht
- jede bundesrechtliche Vorschrift geht automatisch dem Landesrecht vor
- entgegenstehendes Landesrecht ist nichtig
(Der Gesetzesvorrang besagt, dass                 (Vorbehalt des Gesetzes bezeichnet in
staatliches Handeln nicht gegen                 der Politik- und Rechtswissenschaft den
h&#246;herrangiges Recht versto&#223;en darf.                Mechanismus, dass bestimmte Fragen
Sollte es doch zu einem Versto&#223;                  nur durch ein Gesetz zu regeln sind.)
kommen, so ist der staatliche Akt
rechtswidrig.)
Gesetzesvorrang                                     Gesetzesvorbehalt
Bindung der Verwaltung /                            Ma&#223;nahmen, die in Rechte
Rechtssprechung an die                                   und Freiheiten
bestehenden Gesetze,                                des B&#252;rgers eingreifen,
gilt f&#252;r jegliches Handeln                                bed&#252;rfen einer
gesetzlichen Erm&#228;chtigung
(Rechtssicherheit ist, nach der deutschen Auffassung, die Klarheit, Bestimmtheit und die
Best&#228;ndigkeit staatlicher Entscheidungen sowie die Kl&#228;rung von umstrittenen Rechtsfragen
oder -verh&#228;ltnissen in angemessener Zeit. Rechtssicherheit ist Element des
Rechtsstaatsprinzips. Verfassungsrang kommt der Rechtssicherheit mit Art. 20 GG zu.)
 je bestimmter eine Norm in ihrem Wortlaut, desto so klarer ergeben sich f&#252;r den B&#252;rger
Anwendungsbereich und Rechtsfolgen
 Problem: Wann ist eine Norm unbestimmt?
- Betroffenen m&#252;ssen die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten
k&#246;nnen
 keine Unbestimmtheit wegen
- Auslegungsbed&#252;rftigkeit
- Verwendung von Generalklauseln
Gew&#228;hrleistung von Rechtsschutz
(Als Rechtsschutz wird das Recht jedes B&#252;rgers bezeichnet, vor unabh&#228;ngigen Gerichten die
Entscheidung &#252;ber einen Sachverhalt zu bekommen bzw. sein Recht geltend zu machen.)
 Staat muss Normdurchsetzung garantieren
- Geltungsanspruch des Rechts
- Sicherung der Grundrechte
 Art 19IVGG:
- „&#246;ffentliche Gewalt&quot; = Verwaltung und Rechtsprechung
- Rechtsschutz in Form des Gerichtsschutzes
- effektiver, rechtzeitiger Rechtsschutz und Schutz vor der Schaffung vollendeter
Fall: Ein Atomgesetz spaltet die Gem&#252;ter
Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz, in dem u. a. das Aromgesetz erg&#228;nzt wird Hinzu
kommt folgende Regelung:
&quot;Bei Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen, die der Erzeugung von Elektrizit&#228;t
dienen, gilt Abs. 2 Nr. 3 mit der Ma&#223;gabe, dass zur weiteren Vorsorge gegen Risiken
fiir die Allgemeinheit die Genehmigung nur erteilt werden darf, wenn auf Grund der
Beschaffenheit und des Betriebs der Anlage auch Ereignisse, deren Eintritt durch die
zu treffende Vorsorge gegen Sch&#228;den praktisch ausgeschlossen ist. einschneidende
Ma&#223;nahmen zum Schutz vor der sch&#228;dlichen Wirkung ionisierender Strahlen
au&#223;erhalb des abgeschlossenen Gel&#228;ndes der Anlage nicht erforderlich machen
w&#252;rden; die bei der Auslegung der Anlage zugrunde zu legenden Ereignisse sind in
Leitlinien n&#228;her zu bestimmen, die das f&#252;r die kerntechnische Sicherheit und
Strahlenschutz zust&#228;ndige Bundesministerium nach Anh&#246;rung der zust&#228;ndigen
obersten Landesbeh&#246;rden im Bundesanzeiger ver&#246;ffentlicht.&quot;
Der Bundesrat hatte das Gesetz weder f&#252;r zustimmungsbed&#252;rftig gehalten noch den
Vermittlungsausschuss angerufen Das Gesetz wurde vom Bundespr&#228;sidenten ausgefertigt.
Das Land N ist der Auffassung das das Gesetz nichtig sei Der Bundesrat h&#228;tte zustimmen
m&#252;ssen, zumal es sich bei den Leitlinien um Verhaltungsvorschriften handelt. die sowieso nur
mit Zustimmung des Bundesrates erlassen werden konnten.
Kann das Land N seine Auffassung gerichtlich &#252;berpr&#252;fen lassen?
H&#228;tte ein Verfahren Aussicht auf Erfolg? (
Sachverhalt vereinfacht dargestellt nach BVerfGE 100, 249 ff)
Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit
(Der Grundsatz der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit ist ein Merkmal des Rechtsstaats. Zweck des
Grundsatzes ist es, vor &#252;berm&#228;&#223;igen Eingriffen des Staats in Grundrechte, insbesondere auch
in die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG), zu sch&#252;tzen (daher oft auch
&#220;berma&#223;verbot genannt). Als verfassungsrechtliches Gebot ist der Grundsatz der
Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit f&#252;r die gesamte Staatsgewalt unmittelbar verbindlich.)
 Problem:
- zur Zweckerreichung k&#246;nnen mehrere, unterschiedlich belastende Mittel zur
Verf&#252;gung stehen
 L&#246;sung
- Auswahlentscheidung durch Wahl des verh&#228;ltnism&#228;&#223;igen Mittels
 i.U: jede staatliche Ma&#223;nahme muss verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig sein
Zweck?                        Was will die staatliche
Ma&#223;nahme erreichen?
Ist das Mittel              Ist das Mittel unter             Steht das Mittel
tauglich, um den                   mehreren                       auch nicht
Zweck zu                    geeigneten das                 erkennbar au&#223;er
realisieren?                 mildeste Mittel?               Verh&#228;ltnis zum
erstrebten Erfolg?
Fall: Die eifrige Polizei
In der Zeit vom 6 -9. August Veranstalteten engagierte Kernkraftgegner und Anh&#228;nger der
Umweltorganisation &quot;Greenpeace&quot; Demonstrationen vor dem stillgelegten Kernkraftwerk
Lubmin bei Greifswald. Sie wollen damit an die Atombombenabw&#252;rfe &#252;ber Hiroshima und
Nagasaki erinnern.
Die Teilnehmer M und K werden von der Polizei am 06.08 festgenommen, weil sie sich bei
der Darstellung von Toten nicht an die Auflagen des &#246;rtlichen Landratsamtes gehalten haben.
Das Amtsgericht Greifswald erkl&#228;rte in gleich- lautenden Beschl&#252;ssen die Freiheitsentziehung
und deren Fortdauer bis l&#228;ngstens 09.08., 1700 Uhr f&#252;r zul&#228;ssig. Zur Begr&#252;ndung st&#252;tzte sich
das Amtsgericht auf die polizeirechtlichen Vorschriften. Es f&#252;hrte weiter aus, dass die Gefahr
best&#252;nde, dass die Teilnehmer M und K weitere Straftaten oder Ordnungs- Widrigkeiten
begehen w&#252;rden, wenn sie freigelassen werden. Da nach polizeilichen Erkenntnissen die
Demonstrationen bis zum 09.08, I7.00 Uhr dauern w&#252;rden, sei solange eine Festnahme
Das zwischenzeitlich informierte Innenministerium in Schwerin ordnete am 07.08 gegen&#252;ber
der &#214;rtlichen Polizeiwache an, f&#252;r die Freilassung von M und K zu sorgen. An demselben
Tag ordnete das Amtsgericht Greifswald die Freilassung an. die auch sodann vollzogen
wurde. K und M setzen ihre Mahnwache am Tor des ehemaligen Kernkraftwerkes fort.
Gegen die Beschl&#252;sse des Amtsgerichts Greifswald legten sie am 08 08. sofortige
Beschwerde beim Landgericht Stralsund ein. Dieses verwarf die Beschwerden als unzul&#228;ssig,
denn schlie&#223;lich hatte sich die Freiheitsentziehung inzwischen erledigt. Das OLG Rostock
best&#228;tigte die Auflassung des Landgerichts Stralsund
K und M sind damit &#252;berhaupt nicht einverstanden und m&#246;chten wissen, ob eine &#220;berpr&#252;fung
der amts- gerichtlichen Entscheidung noch m&#246;glich ist Wie konnten sie dies
verfahrensrechtlich erreichen?
(Sachverhalt nachgestellt: BVertlr, Beschluss vom 26.OfS.97 - 2 BvR 126/91 )
Laut Bundesverfassungsgericht muss eine nachtr&#228;gliche &#220;berpr&#252;fung m&#246;glich sein
(Gerechtigkeit (lateinisch Justitia) ist das abgeleitete Substantiv von gerecht, dessen
urspr&#252;ngliche Bedeutung &quot;angemessen, richtig&quot; ist. Gerechtigkeit wird heute als Versuch
definiert, jedermann fair und moralisch angemessen zu behandeln.)
 Gleichheitssatz
 Satz „Jedem das Seine&quot;
- Ber&#252;cksichtigung des Individuellen des einzelnen Menschen  das Besondere
- austeilende und ausgleichende Gerechtigkeit
(Beim Vertrauensschutz handelt es sich um einen Rechtsgrundsatz, welcher besagt, dass ein
vom B&#252;rger entgegengebrachtes Vertrauen von der Rechtsordnung zu sch&#252;tzen ist. Er wird
aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 des deutschen Grundgesetzes)
abgeleitet.)
 bedeutsam vor allem im Bereich der vollziehenden Gewalt (beh&#246;rdlichen Handelns)
- Abw&#228;gung zwischen Gesetzm&#228;&#223;igkeit und Vertrauensschutz
 R&#252;ckwirkung von Gesetzen
- betrifft die Frage, inwieweit sp&#228;ter erlassende Gesetze Lebenssachverhalte regeln
k&#246;nnen, die zeitlich vorher geschehen sind
 Art. 103 II GG: nur f&#252;r Strafgesetze
abgeschlossener Sachverhalt                     unechte R&#252;ckwirkung
abgeschlossener Sachverhalt                        echte R&#252;ckwirkung
 unechte R&#252;ckwirkung: ist im Allgemeinen zul&#228;ssig
- Abw&#228;gung von Vertrauen und gesetzgeberischer Entscheidung
 echte R&#252;ckwirkung: nur in Ausnahmef&#228;llen
- Regelung war zu erwarten
- bisherige Rechtslage verworren und unklar
- Korrektur von Systemwidrigkeiten
- Schaden ist unerheblich (Bagatellf&#228;lle)
- zwingende Gr&#252;nde des Gemeinwohls
 nachtr&#228;gliche &#196;nderung und Aufhebung von Gesetzen
- Vertrauenssch&#252;tz auf Weitergeltung der bisherigen Regelung
- Vertrauensschutz: tats&#228;chliches Vertrauen, Treffen von Dispositionen und
Schutzw&#252;rdigkeit
- allgemein nur dann angenommen werden, wenn der Gesetzgeber mit der fraglichen
Regelung den Betroffenen zu entsprechenden Dispositionen veranlassen wollte
(Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist in Deutschland das Verfassungsgericht des
Bundes. Als H&#252;ter der deutschen Verfassung hat das Gericht eine Doppelrolle einerseits als
unabh&#228;ngiges Verfassungsorgan und andererseits als Teil der Judikativen Staatsgewalt auf
dem speziellen Gebiet des Verfassungs- und V&#246;lkerrechts. Obwohl es Entscheidungen anderer
Gerichte kontrolliert, geh&#246;rt es nicht zum Instanzenzug, sondern &#252;berpr&#252;ft sie als Akte der
Staatsgewalt, wie bei allen anderen Staatsorganen. Insofern ist die oft vorgenommene
Einordnung des Gerichts als das oberste deutsche Gericht unzutreffend. Das
Bundesverfassungsgericht ist ein Spezialgericht.)
 „oberstes“ Verfassungsorgan und Gericht
 Art. 92 ff. GG (insbesondere Art. 93 GG)
 Zusammensetzung (Art. 94 – Gewaltenteilung)
- 16 Richter (1 Senat besteht aus 8 Richtern; also 2 Senate)
 Wahl der Richter
- je zur H&#228;lfte durch Bundestag und Bundesrat (Wahlausschuss)
- Wahlverfahren: &#167;&#167; 5 ff. BVerfGG
- Amtszeit: 12 Jahre
 Funktion des BVerfG:
- Gew&#228;hrleistung der Verfassung zwischen den Staatsorganen
- Gew&#228;hrleistung der Verfassung/Rechtsordnung durch die staatliche Gewalt im
Verh&#228;ltnis zum B&#252;rger
Verfassungsgerichtsverfahren (Art. 93 GG)
Art. 93 Abs. 1, 3
Art. 93 Abs. 1 Nr. 1           Art. 100 GG
und 4 GG
Art. 93 Abs. 1Nr. 2        Art. 93 Abs. 1 / 4a     Art. 93 Abs. 2; BVerfGG
Zul&#228;ssigkeit               1.               2.          Begr&#252;ndetheit
Wer ist berechtigt?                                     Besteht die behauptete
Rechtsverletzung?
Ist der Anspruch gegeben?
Form / Fristen?
(welche Rechte sind verletzt?)
Das Organstreitverfahren (Art. 93 Abs.1 Nr. 1)
(Mit dem Rechtsbegriff Organstreit oder Organstreitigkeit werden im &#246;ffentlichen Recht in
Deutschland verfassungsrechtliche Streitigkeiten &#252;ber den Umfang der Rechte und Pflichten
oberster Verfassungsorgane oder ihrer Mitglieder bezeichnet. Bei einem Organstreit handelt
es sich um die Rechtm&#228;&#223;igkeit von Ma&#223;nahmen, die organisatorische Wirkungen zwischen
Verfassungsorganen oder auch nur ihren Mitgliedern betreffen.)
Antragsteller?                     Jedes oberstes Bundesorgan, soweit durch GG
oder GO eines obersten Bundesorgans mit
eigenen Rechten Ausgestattet;
Bundespr&#228;sident; Bundesregierung;
Abgeordnete; Fraktionen; Aussch&#252;sse;
Antragsgegner?                                     Bundesminister
Antragsgegenstand?                             Jede Ma&#223;nahme oder Unterlassung
des Antragsgegners
Antragsbefugnis?                         M&#246;glichkeit der Verletzung von Rechten des
Antragstellers durch ein rechtlich erhebliches
Verhalten des Antragsgegners
Fall: Aufl&#246;sung des Bundestages
Der Bundeskanzler stellte am 27. Juni 2005 den Antrag, ihm das Vertrauen auszusprechen.
Die Beratung des Bundestages fand am l. Juli 2005 statt Der Bundeskanzler begr&#252;ndete
seinen Antrag im Wesentlichen mit dem bitteren Ausgang der Landtagswahlen m N&#39;RW und
ge&#228;nderten Kr&#228;fteverh&#228;ltnissen, die der Durchsetzung; der Agenda 2010 entgegen stehen
Die Abgeordneten stimmten namentlich ab 151 Stimmen der SPD-und B&#252;ndnis90 / Die
Gr&#252;nen-Fraktion stimmten mit „Ja“. 296 Abgeordnete stimmen mit „Nein“ 8 Abgeordnete der
Fraktion B&#252;ndnis 90 / Die Gr&#252;nen -stimmen dagegen. 104 Mitglieder der
SPD-Fraktion enthielten sich ihrer Stimme.
Der Bundeskanzler schlug dem Bundespr&#228;sidenten vor, den Bundestag aufzul&#246;sen. Dem
entsprach der Bundespr&#228;sident und ordnete die Aufl&#246;sung des 15. Deutschen Bundestages
sowie die Wahl zum Bundestag f&#252;r den 18. September 2005 an.
Die Abgeordneten A und B sind der Auflassung, dass der eingeschlagene Weg
verfassungswidrig ist und sehen ihre Rechte als Abgeordnete als verletzt an. Wie und mit
welchem Erfolg k&#246;nnen sie sich wehren.
Antragsteller:              Abgeordnete
Antragsgegner:              Bundespr&#228;sident
Antragsgegenstand:          Aufl&#246;sungsgrund Bundestag
Antragsbefugnis:          Abgeordnete verlieren Rechtsstellung als Abgeordnete
(sind nicht mehr Volksvertreter  verlieren Abgeordneten Status)
=&gt; Organstreitverfahren     (+)
Beschwerdef&#252;hrer:           Abgeordnete A und B
Beschwerdegegenstand:       Entscheidung des Bundespr&#228;sidenten
Beschwerdebefugnis:          nein, denn der Abgeordnetenstatus ist nicht von den
Grundrechten beeinflusst,
die Beschwerdebefugnis fehlt
=&gt; Verfassungsbeschwerde (-)
II. Verfahren begr&#252;ndet?            Erfolg haben?               Begr&#252;ndetheit?
Art 68 GG
- nicht die Zustimmung aller Mitglieder    (+)
- Die Frist (21 Tage) pr&#252;fen
- Der Bundespr&#228;sident kann aufl&#246;sen (hier ist kann = politisches Ermessen)
      Das Bundesverfassungsgericht k&#246;nnte die Verfahrensweise pr&#252;fen, denn das Ergebnis
der Vertrauensfrage war abgesprochen
Der Bund – L&#228;nder - Streit
(Organstreitverfahren der Verfassungsorgane der Bundesl&#228;nder sind &#228;hnlich aufgebaut wie
auf Bundesebene. Die Entscheidungen treffen die Verfassungsgerichte (Staatsgerichtsh&#246;fe).
Zus&#228;tzlich zu den Verfassungsorganen sind in einigen L&#228;ndern auch die
Landesrechnungsh&#246;fe antragsberechtigt.)
Bund bzw. jedes Bundesland
Antragsgegner?
Antragsgegenstand?                      Jede Ma&#223;nahme oder Unterlassung
Antragsbefugnis?                  M&#246;glichkeit der Verletzung von Rechten des
Antragsbefugnis?                    Binnen 6 Monate nach Bekannt werden
Die konkrete Normenkontrolle
(Anlass ist ein bestimmter, konkreter Rechtsstreit, Art. 100 Abs. 1 GG)
(Bei der konkreten Normenkontrolle &#252;berpr&#252;ft das Bundesverfassungsgericht auf Vorlage
eines deutschen Gerichts hin, ob eine bestimmte Norm im konkreten sachlichen Einzelfall mit
der Verfassung vereinbar ist.
Grund hierf&#252;r ist, dass das Bundesverfassungsgericht ein Normverwerfungsmonopol f&#252;r
nachkonstitutionelle Bundesgesetze hat. Grund daf&#252;r ist der Respekt vor der Legislative. Ist
ein regul&#228;res deutsches Gericht der Meinung, dass ein Bundesgesetz, auf das es bei seiner
Entscheidung ankommt, verfassungswidrig sei, so darf es selbst das Gesetz folglich nicht
einfach au&#223;er Acht lassen, sondern muss gem. Art. 100 GG und &#167;&#167; 13 Nr. 11, 80 ff. BVerfGG
die Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorlegen.)
„Richtervorlage“
Antragsteller?                      Jedes Gericht in Bund oder Bundesland
Jedes formelle nachkonstitutionelle Gesetz des
Antragsgegenstand?                           Bundes oder der L&#228;nder
(nur vom Parlament erlassene Gesetze –
Verwerfungskompetenz)
Entscheidungserheblichkeit der zu
&#252;berpr&#252;fenden Norm
Antragsbefugnis?
Richterliche &#220;berzeugung von der
(Im Einzellfall, ohne konkreten Rechtsstreit, meist zur &#220;berpr&#252;fung
auf Verfassungsm&#228;&#223;igkeit; Art 93 Abs. 1 Nr. 2 GG)
(Die abstrakte Normenkontrolle ist eine Verfahrensart im deutschen Verfassungsrecht und
der Gegenpart zur konkreten Normenkontrolle. Bei der abstrakten Normenkontrolle wird
gepr&#252;ft, ob Bundes- oder Landesrecht mit dem Grundgesetz oder dem sonstigen Bundesrecht
vereinbar ist. Konkret hei&#223;t das,
- ob es wegen Unvereinbarkeit nichtig ist oder
- ob es g&#252;ltig ist, obwohl ein Gericht, eine Beh&#246;rde oder ein Bundes- bzw.
Landesorgan es wegen Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz oder dem sonstigen
Bundesrecht nicht angewandt hat.)
Antragsteller?                       Bundesregierung, Landesregierung,
1/3 der Mitglieder des Bundestages
Pr&#252;fungsgegenstand?                      Jede Rechtsnorm des Bundes oder
Landesrechts; nicht nur formelle Gesetze
Antragsteller h&#228;lt die Norm
a) f&#252;r nichtig, weil Verfassungs- oder
Bundesrechtsversto&#223;
Antragsbefugnis?                b) f&#252;r g&#252;ltig, obwohl ein Gericht, eine Beh&#246;rde
oder sonstiges Organ die Norm wegen
vorgeblicher Verfassungs- oder
Bundesrechtswidrigkeit nicht Anwendet
(Art. 93 Abs.1 Nr. 4 GG)
(Die Verfassungsbeschwerde ist ein au&#223;erordentlicher Rechtsbehelf im deutschen Recht
aufgrund einer Beschwer (Beschwerde). Die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen
hoheitliche Akte der deutschen &#246;ffentlichen Gewalt, die den B&#252;rger in seinen Grundrechten
aus Art. 1-19 Grundgesetz (GG) oder in den in Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG genannten
grundrechtsgleichen Rechten verletzen. Die Bindung der &#246;ffentlichen Gewalt an die
Grundrechte folgt aus Art. 1 Abs. 3 GG. Die Verfassungsbeschwerde selbst ist als
Individualverfassungsbeschwerde ausgestaltet. Eine Prozessstandschaft f&#252;r andere Personen
ist grunds&#228;tzlich ausgeschlossen. Der Beschwerdef&#252;hrer muss geltend machen, in eigenen
Rechten verletzt zu sein (Selbstbetroffenheit).)
Beschwerdef&#252;hrer?                     „Jedermann“, sofern er f&#228;hig ist, Tr&#228;ger von
Grundrechten zu sein
Beschwerdegegenstand?                            Jeder Akt Hoheitlicher Gewalt
(Gesetzgeber; Verwaltungsakt; Gerichtsentscheidung)
Beschwerdebefugnis?                    Beschwerdef&#252;hrer muss behaupten, in einem
seiner Grundrechte selbst, gegenw&#228;rtig und
unmittelbar betroffen zu sein.
Rechtswegersch&#246;pfung?                     Subsidiarit&#228;t der Verfassungsbeschwerde:
Kompletter Instanzenzug und vorl&#228;ufiger
Beachte: keine Geltung bei
Verfassungsbeschwerden gegen Gesetze
(Erst wenn der ganze Instanzenzug durchlaufen ist.
Ausnahme: Wenn ich unmittelbar vom Gesetz
beeintr&#228;chtigt bin.)
Form / Frist?                       Schriftlich / 1 Monat ( 1 Jahr bei Gesetzen)
Ausgangspunkt ist der Sachverhalt &quot;Aufl&#246;sung des Bundestages l&quot;
Der B&#252;rger P ans dem Wahlkreis des ehemaligen Bundeskanzlers ist &#252;ber die Aufl&#246;sung des
Bundestages emp&#246;rt Er ist der Meinung, dass durch die „get&#252;rkte“ Vertrauensfrage sein Recht
als W&#228;hler verletzt werde. Schlie&#223;lich habe er einen Anspruch darauf, dass die von ihm
gew&#228;hlten Volksvertreter, aber zumindest der von ihm gew&#228;hlte Direktkandidat f&#252;r die
gew&#246;hnliche Dauer von 4 Jahren im Bundestag t&#228;tig sind.
Er erw&#228;gt gerichtliche Schritte, um eine Neuwahl zu verhindern Gegen wen muss er diese
richten und hatte sein Begehren Aussicht auf Erfolg&#39;.&#39;
{Sachverhalt nachgestellt, BVerfGE 62, 397-399)
Beschwerdef&#252;hrer:                  P
Beschwerdegegenstand:              Aufl&#246;sungsentscheidung des Bundestagspr&#228;sidenten
Beschwerdebefugnis:                m&#246;glicherweise Art. 38 GG i. V. m.
Art. 93 Abs 1 Nr. 4a GG
Verfassungsbeschwerde:             Unzul&#228;ssig, da kein Anspruch der Abgeordneten auf
4 J&#228;hrige T&#228;tigkeit
Fall: Kampf den &#187;Kampfrunden&#171;
H ist Hundez&#252;chter z&#252;chtete bisher Hunde der Rassen Pitbull-Terrier und Bullterrier.
Aufgrund der Geschehnisse im Juni20OO m Hamburg ist am 12. April 2001 das Gesetz zur
Bek&#228;mpfung gef&#228;hrlicher Hunde ergangen Dieses &#228;ndert in Art. 2 das &quot;Tierschutzgesetz
&#167; 11 b Abs. 2 a TierSchG lautet:
„Es ist Vorboten, Wirbeltiere zu z&#252;chten, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den
Nachkommen mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensst&#246;rungen oder erblich
bedingte Aggressionssteigerungen auftreten“.
Des Weiteren ist f&#252;r den Erlass einer Tierschutzverordnung nach &#167; 11 b Abs. 5 TierSchG es
nicht mehr Voraussetzung dass die Verordnungsregelung zum Schutz der Tiere dient.
Zugleich hat der Bundesgesetzgeber eine neue Strafvorschrift in &#167; 143 StGB eingef&#252;gt.
Absatz l lautet:
&quot;Wer einem durch landesrechtliche Vorschriften erlassenen Verbot, einem gef&#228;hrlichen Hund
zu z&#252;chten oder Handel mit ihm zu treiben, zuwiderhandelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu
H, der seine Z&#252;chtungen fortf&#252;hren will, ist mit der Gesetzes&#228;nderung nicht einverstanden
Kann er mit Erfolg dagegen vorgehen?
{Sachverhalt vereinfacht dargestellt nach BVerfG 110. 141-177)
(Verfassungsbeschwerde zul&#228;ssig)
I.     Beschwerdef&#252;hrer:                  H
Beschwerdegenstand:                Gesetz als solches, Akt der Legislative
Rechtswegersch&#246;pfung:              ja, da per Gesetz
Form / Frist:                      schriftlich (1 Jahr) (+)
II.    Begr&#252;ndetheit
 Gesetz Verfassungsm&#228;&#223;ig?
 a) Formell
- Zust&#228;ndigkeit
- Verfahren          (+)    - in Annahme: Art. 74 Nr. 20 GG?
Tierschutz ? (-)
- Form               (+)    - in Annahme: Strafrecht
Art. 74 Absatz 1 Nr. 1 GG,
Art. 72 Absatz 2 GG            (-)
- keine Gesetzgebungsrechte des Bundes
 Die Klage des H ist begr&#252;ndet (+)
Entscheidungsarten des Bundesverfassungsgerichtes
Organstreitverfahren           Feststellungsurteil             Entscheidung,
&#167; 31 I BVerfGG
Bund – L&#228;nder - Streit          Feststellungsurteil             Entscheidung,
Entscheidung hat
Normenkontrolle               Feststellungsurteil              Gesetzeskraft
&#167; 31 II BVerfGG
Bindungswirkung bzw.
Feststellungsurteil             Gesetzeskraft der
Aufhebung von                   Entscheidung
Verfassungsbeschwerde                                      (Verbindlichkeit: Der letzte
m&#246;gliche Richterspruch, gegen
Nichtigkeitserkl&#228;rungen      den nicht mehr vorgegangen
 Problem: Verfassungswidrige Norm
Nichtigerkl&#228;rung der Norm von Anfang an
 Ausnahme:
- politische Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers
- drohende Rechtsunsicherheit im Falle der Nichtigerkl&#228;rung
Bundesverfassungsgericht – Statistik Gesamteing&#228;nge
(F&#246;deralismus (von lat.: foedus, foedera „Bund“, „B&#252;ndnis“, „Vertrag“) bezeichnet
grunds&#228;tzlich ein Organisationsprinzip, bei dem die einzelnen Glieder &#252;ber eine gewisse
Eigenst&#228;ndigkeit verf&#252;gen, aber zu einer &#252;bergreifenden Gesamtheit zusammengeschlossen
sind. Oftmals wird der Begriff undifferenzierend benutzt und sowohl auf F&#246;derationen als
auch auf Konf&#246;derationen angewandt.
Teilweise wird den Gliedern des Bundes ein Austrittsrecht einger&#228;umt, wobei das
geschriebene Verfassungsrecht aber nicht notwendiger Weise mit der Verfassungswirklichkeit
&#252;bereinstimmen muss. Ob daneben im Rahmen des Selbstbestimmungsrechts der V&#246;lker ein
Recht auf Sezession besteht, ist fraglich.)
 Art. 30 GG: Grundsatz der L&#228;nderzust&#228;ndigkeit
Art. 70 ff. GG                                   Gesetzgebung
Art. 83 ff. GG                                    Verwaltung
Art. 92 ff. GG                                  Rechtsprechung
(Die Gesetzgebungskompetenz bezeichnet das Recht und die F&#228;higkeit, Gesetze zu erlassen.
Nach der Verfassung haben die L&#228;nder (Art. 70 Abs. 1 GG) das Recht der Gesetzgebung,
soweit das Grundgesetz es nicht auf den Bund &#252;bertragen hat. Im Bereich der
ausschlie&#223;lichen Gesetzgebung des Bundes haben die L&#228;nder die Befugnis zur Gesetzgebung
nur, wenn sie hierzu durch ein Bundesgesetz ausdr&#252;cklich erm&#228;chtigt sind. Folgende Bereiche
der Gesetzgebungszust&#228;ndigkeit des Bundes sind im Grundgesetz normiert:
- ausschlie&#223;liche Gesetzgebungskompetenz, geregelt in den Art. 71 und 73 GG. Die
ausschlie&#223;liche Gesetzgebungskompetenz des Bundes besteht dar&#252;ber hinaus &#252;berall dort,
wo im GG von &quot;Bundesgesetz&quot; die Rede ist.
- konkurrierende Gesetzgebungskompetenz, geregelt in den Art. 72, 74, 74a GG sowie der
- Rahmengesetzgebungskompetenz als Unterfall1 der konkurrierenden Gesetzgebung,
geregelt in Art. 75 GG.
Zu beachten ist, dass nur kompetenzgerechtes Bundesrecht Landesrecht gem&#228;&#223; Art. 31 GG
Des Weiteren bestehen ungeschriebene Kompetenztitel des Bundes:
- Kompetenz kraft Sachzusammenhangs sowie
- Annexkompetenz / Kompetenz kraft Natur der Sache.
In Ausnahmesituationen k&#246;nnen die Gesetze durch die Notstandsgesetzgebung verabschiedet
Gem&#228;&#223; &#167; 78 BVerfGG hat das Bundesverfassungsgericht negative Gesetzgebungskompetenz
in den F&#228;llen, in denen Bundesrecht mit dem Grundgesetz oder Landesrecht mit dem
Grundgesetz oder sonstigem Bundesrecht unvereinbar ist.
In der Praxis weniger bedeutsam sind die Art. 124, 125 und 125a GG, welche die Fortgeltung
von vor der &#196;nderung des Artikels 72 Abs. 2 GG (15. Nov. 1994) erlassenem Bundesrecht
regeln.)
Art. 71 / 73 GG         Art. 72 / 74 GG        Art. 72 / 75 GG        Art. 70 GG Rest
Ausschlie&#223;liche        Konkurrierende         kompetenz des             origin&#228;re
Gesetzgebungs-         Gesetzgebungs-            Bundes              Gesetzgebungs-
kompetenz des          kompetenz des         (immer 2 Gesetze        kompetenz des
Bundes                 Bundes             beachten                    Bundes
1. Bundesgesetze
2. Rahmengesetze)
 ausschlie&#223;liche Gesetzgebungskompetenz des Bundes
- Art. 73 GG
- „kraft Natur der Sache“
- „kraft Sachzusammenhangs“ / Annexkompetenz
 L&#228;nder habe keine Regelungsbefugnis
 konkurrierende Gesetzgebungskompetenz des Bundes
- Art. 72, 74, 74a GG
- sachliche und zeitliche Sperrwirkung f&#252;r den Landesgesetzgeber, wenn
Bundesgesetzgeber t&#228;tig geworden ist
 Zus&#228;tzlich zum Kompetenztitel:
- Erforderlichkeit des Bundesgesetzes (Art. 72 GG)
- Herstellung gleicher Lebens Verh&#228;ltnisse
- Wahrung der Rechts- und Wirtschaftseinheit
 Rahmengesetzgebungskompetenz des Bundes
- Art. 75, 72 GG
- Landesgesetzgeber kann regeln, solange kein Bundesgesetz erlassen
- wenn Rahmengesetz, dann Landesgesetzgebung nur innerhalb des vorgegebenen
Rahmens (sachliche Grenze)
 Zus&#228;tzlich: Erforderlichkeit des Bundesgesetzes (Art. 72 GG)
Verwaltungszust&#228;ndigkeit
(Die Verwaltungskompetenz oder auch Verwaltungszust&#228;ndigkeit ist die Kompetenz der
Exekutive, Gesetze auszuf&#252;hren.
Die Ausf&#252;hrung von Landesgesetzen ist in der Regel Sache der L&#228;nder. Auch Bundesgesetze
werden in der Regel durch die L&#228;nder als eigene Angelegenheit ausgef&#252;hrt, k&#246;nnen aber auch
durch die L&#228;nder im Auftrag des Bundes (Bundesauftragsverwaltung) oder durch den Bund
selbst (Bundeseigene Verwaltung) ausgef&#252;hrt werden. Im letzteren Fall kann wiederum
unterschieden werden zwischen Ausf&#252;hrung durch Bundesbeh&#246;rden entweder mit oder ohne
(dann also Bundesoberbeh&#246;rden) eigenen Verwaltungsunterbau (zu den Verwaltungsstufen
siehe auch den Artikel Landesbeh&#246;rde), sowie Ausf&#252;hrung durch bundesunmittelbare
K&#246;rperschaften und Anstalten des &#246;ffentlichen Rechts. Eine Gemeinschafts- bzw.
Mischverwaltung Bund/L&#228;nder (&quot;Dritte Ebene&quot;) ist nach herrscheinder Meinung unzul&#228;ssig,
wenn sie nicht im Grundgesetz vorgesehen ist.)
 Grundfrage
- Wer vollzieht die Gesetze und welchen Einfluss kann der Bund auf den
Gesetzesvollzug nehmen?
 Landesgesetze
- Ausf&#252;hrung durch L&#228;nder; kein Bundeseinfluss
Vollzug der Bundesgesetze
durch die L&#228;nder                           durch den Bund
des &#246;ffentlichen
durch eigene             Rechts
Verwaltung           (K&#246;rperschaften;
Anstalten;
Als „eigene“        Im Auftrag des
Angelegenheit           Bundes
Art. 83, 84 GG       Art. 83, 85 GG        mit eigenem               mit
(Rechtsaufsicht     (z.B. Art.90 Fach-    Verwaltungs-          Bundesober-
des Bundes)       aufsicht des Bundes)
unterbau              beh&#246;rden
 Vollzug von Bundesgesetzen als landeseigene Angelegenheit
- Art. 83, 84 GG
- L&#228;nderkompetenz f&#252;r Organisation und
- Verfahren des Gesetzes Vollzugs
- Verwaltungsvorschriften: nur mit Zustimmung des Bundesrat
- Rechtsaufsicht des Bundes, Art. 84 Abs. 3 GG
 Vollzug von Bundesgesetzen im Auftrag des Bundes
- Art. 83, 85 GG: numerus clausus
- Fach- und Rechtsaufsicht des Bundes, Art. 85 Abs. 4 GG
- oberste Bundesbeh&#246;rden k&#246;nnen Weisungen erteilen
- eingeschr&#228;nkt durch den Grundsatz der Bundestreue und der Pflicht zu
bundesfreundlichem Verhalten
 Aufsichtsma&#223;nahmen des Bundes
- Berichtsanforderung, Entsendung von
- Beauftragten
- M&#228;ngelr&#252;ge
- Anrufung des Bundesrates mit dem Ziel der Feststellung, dass das Land das Recht
verletzt habe
- Anrufung des BVerfG
 Vollzug von Bundesgesetzen durch bundeseigene Verwaltung mit eigenem
- nur soweit im Grundgesetz vorgesehen
- Errichtung einer kompletten Verwaltungsstruktur mit Unter-, Mittel- und
obersten Beh&#246;rden
 Beispiele
 Vollzug von Bundesgesetzen durch bundeseigene Verwaltung mit Bundesoberbeh&#246;rden
- Bundesoberbeh&#246;rde: Beh&#246;rde unterhalb des Ministeriums mit der Zust&#228;ndigkeit f&#252;r
das Bundesgebiet
Beispiele
- Bundeskartellamt
- Regulierungsbeh&#246;rde f&#252;r Post und Telekommunikation
 Vollzug von Bundesgesetzen durch juristische Personen des &#246;ffentlichen Rechts
_ K&#246;rperschaften, Anstalten, Stiftungen
- Bundesagentur f&#252;r Arbeit
- Stiftung preu&#223;ischer Kulturbesitz
 Art. 95, 96 GG
- Gew&#228;hrleistung von Bundesgerichten als oberste Gerichtsh&#246;fe (Art. 95 GG) -
- als Bundesgerichte in erster Instanz (Art. 96 GG)
 i.U.: Einrichtung und Gew&#228;hrleistung der Gerichte in der Kompetenz der L&#228;nder
(Als Sozialstaatspostulat wird der Auftrag in Artikel 20 GG bezeichnet, nachdem die
Bundesrepublik Deutschland (...) ein (...) sozialer Bundesstaat ist. Aus dem
Sozialstaatspostulat leitet sich das Sozialstaatsprinzip als eine Grundlage des Grundgesetzes
und des Strukturprinzips ab. Das Sozialstaatsprinzip und andere Verfassungs- oder
Gesetzesvorschriften definieren die soziale Marktwirtschaft.)
 Art. 20 I GG: Staatszielbestimmung
Auslegungshilfe
- Forderung nach sozialer Gerechtigkeit staatlicher Ma&#223;nahmen
- gleichm&#228;&#223;ige Verteilung der Lasten
 Inhalt: gesetzgeberische Konkretisierung in einfach-gesetzlichen Normen
 Spielraum des Gesetzgebers zu eigener Gestaltung
 traditionell anerkannter Kernbereich
- Soziale Sicherung gegen Erwerbsunf&#228;higkeit
- Absicherung eines sozialen Mindeststandards
- Soziale Gerechtigkeit durch Schutznormen
- Daseinsvorsorge in unwirtschaftlichen Bereichen
 das derzeitige System der Sozialversicherung ist verfassungsrechtlich nicht garantiert
 Sozialstaatsprinzip
- weit und unbestimmter Begriff
- keine unmittelbaren Handlungs an Weisungen
 keine Anspruchsgrundlage
 Kompetenzvorbehalt zugunsten des Gesetzgebers
 Ausfluss des Sozialstaatsprinzip
- „Dem zu helfen, der zur Selbsthilfe nicht der Lage ist&quot;
BVerfG:
- gesetzgeberische Gestaltungsfreiheit
- regelm&#228;&#223;ig keine Verst&#246;&#223;e gegen das Sozialstaatsprinzip
 Sozialstaat
(Der Begriff Sozialstaat bezeichnet ein Gemeinwesen, das bestrebt ist, soziale Unterschiede –
etwa materieller Natur – zwischen seinen Mitgliedern bis zu einem gewissen Grad
auszugleichen, um die Teilhabe aller an den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen
zu gew&#228;hrleisten. Verfassungsrechtler benutzen daher auch den Begriff sozialer Rechtsstaat.
Der Staat sollte die Lebensbedingungen der Bev&#246;lkerung in prinzipiell allen Bereichen unter
Gesichtspunkten von sozialer Gerechtigkeit und Gemeinwohl gestalten. (Erweiterte Sicht)
Der Sozialstaat soll soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit herstellen, seine B&#252;rger vor
Notlagen bewahren oder ihnen im Falle der Not Hilfe anbieten. Ausdruck des
Sozialstaatsprinzips in Deutschland sind die Sozialversicherungen. Dazu z&#228;hlen die
Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Pflegeversicherung und
Arbeitslosenversicherung, Arbeitsrecht, Einrichtungen, Angebote und Leistungen f&#252;r
Familien, Jugendliche, alte Menschen usw. (Verengte Sicht)
Sozialstaat wird dabei im Deutschen meist synomym zu Wohlfahrtsstaat (engl.: &#39;welfare
state&#39;) verwendet, impliziert aber auch ein ma&#223;volleres Alternativkonzept gegen&#252;ber dem als
freiheitsgef&#228;hrdend wahrgenommenen Ausufern des Wohlfahrtsstaats.
Neben einer Kritik am Sozialstaat von Seiten einer uneingeschr&#228;nkten Bef&#252;rwortung freier
Marktwirtschaft gibt es v.a. Kritik aus feministischer Perspektive: diese stellt die Frage nach
der im Sozialstaat angenommenen und reproduzierten geschlechtlichen Arbeitsteilung und
der daraus resultierenden sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.)
- Verteilungs-/ Umverteilungsstaat
V595LzN Categories:
Philosophische_ ethisch-politische und rechtliche Grundlagen der Grundlagen des Europarechts
Grundlagen und Nervenblockaden
Natur und Landschaft Naturrumliche Grundlagen
grundlagen_oest_polit_sys.doc - grundlagen
UNIX_Grundlagen
STAATS- BANKROTT
Grundlagen der anorganischen und
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jubilee booking form 1
ogloszenie o konkursie na skarbnika
Company or Individual Receiving Material(s):
Dyrektor Domu Wczas�w Dzieciecych w Przemkowie
original community based research
APPENDIX XIII:
American Pharmacists Association - Download as DOC
2012RetailPriceList
Making a Matching Activity:

References: Art. 116
 Art.
38
 Art. 23
 Art. 20
 Art. 79
 Art. 20
 Art. 1
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 76
 Art. 77
 Art. 78
 Art. 59
 Art. 58
 Art. 54
 Art. 59
 Art. 64
 Art. 60
 Art. 63
 Art. 68
 Art. 82
 Art. 38
 Art. 44
 Art. 43
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 46
 Art. 46
 Art. 40
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 64
 Art. 68
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 28
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 31
 Art. 20
 Art. 103
 Art. 92
 Art. 93

Art. 93

Art. 93
 Art. 100

Art. 93
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 100
 Art. 100
 Art. 1
 Art. 93
 Art. 1
 Art. 38

Art. 93
 Art. 2
 Art. 74

Art. 74

Art. 72
 Art. 30

Art. 70

Art. 83

Art. 92
 Art. 71
 Art. 72
 Art. 75
 Art. 31
 Art. 124

Art. 71
 Art. 72
 Art. 72
 Art. 70
 Art. 73
 Art. 72
 Art. 75

Art. 83
 Art. 83
 Art.90
 Art. 83
 Art. 84
 Art. 83
 Art. 85
 Art. 95
 Art. 20