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Timestamp: 2020-02-21 15:55:59+00:00

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BGH, 09.01.1997 - IX ZR 1/96 - dejure.org
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BGH, 09.01.1997 - IX ZR 1/96 (https://dejure.org/1997,916)
BGH, Entscheidung vom 09.01.1997 - IX ZR 1/96 (https://dejure.org/1997,916)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1997 - IX ZR 1/96 (https://dejure.org/1997,916)
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Konkursanfechtung - Verwertung - Einverständnis des Sicherungsgebers
Anfechtbarkeit eines gläubigerbenachteiligenden Einverständnisses zwischen Gemeinschuldner und Sicherungsnehmer über Art der Verwertung
BGB § 276, § 930; KO § 30 Nr. 1, Fall 1, § 37
Verwertung von Sicherungsgut; Anfechtung einer nach Zahlungseinstellung zwischen dem Gemeinschuldner und dem Sicherungsnehmer getroffenen Vereinbarung über die Art und Weise der Verwertung
Wirksamkeit und Anfechtbarkeit von Verwertungsvereinbarungen; Rechtswirkungen der Anfechtung
NJW 1997, 1063
NJW-RR 1997, 749 (Ls.)
ZIP 1997, 367
VersR 1997, 1027
WM 1997, 432
BB 1997, 539
DB 1997, 720
Diese Pflicht besteht gleichwohl nicht uneingeschränkt, sondern nur im Rahmen dessen, was dem Gläubiger im konkreten Fall an Verwertungsbemühungen zugemutet werden kann, und soweit keine eigenen schutzwürdigen Sicherungsinteressen des Gläubigers entgegenstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 24. Juni 1994 - XI ZR 178/96, aaO; ferner Urteile vom 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, NJW 1997, 1063, 1064 und vom 5. Oktober 1999 - XI ZR 280/98, NJW 2000, 352, 353 - jew. mwN).
Sie war damit - ab diesem Zeitpunkt (vgl. unten IV 4) - ernsthaft eingefordert (vgl. BGH, Urt. v. 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 435).
BGH, 05.10.1999 - XI ZR 280/98
Zutreffend ist allerdings der rechtliche Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß ein Sicherungsgeber, der die Verwertung des Sicherungsguts betreibt, die berechtigten Belange des Sicherungsgebers in angemessener und zumutbarer Weise zu berücksichtigen hat, soweit nicht seine schutzwürdigen Sicherungsinteressen entgegenstehen (BGH, Urteile vom 1. März 1962 - II ZR 70/60, WM 1962, 673, 674 und 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 433 m.w.Nachw.; Senatsurteil vom 24. Juni 1997 - XI ZR 178/96, WM 1997, 1474, 1475).
Der Grundsatz, daß aus einem Rechtsgeschäft keine Rechte hergeleitet werden können, die der Bevollmächtigte erkennbar unter Mißbrauch seiner Vollmacht vorgenommen hat (vgl. etwa BGH, Urt. v. 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 434;… Palandt/Heinrichs, BGB 57. Aufl. § 164 Rdn. 13 f), ist auf ein Treuhandverhältnis nicht übertragbar.
Eine Bank, die die Verwertung eines zu ihren Gunsten belasteten Grundstücks betreibt, hat die berechtigten Belange des Sicherungsgebers in angemessener und zumutbarer Weise zu berücksichtigen, soweit nicht ihre Sicherungsinteressen entgegenstehen (vgl. BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, NJW 1997, 1063, 1064 m.w.Nachw.).
Auszugehen ist von folgendem: Zahlungseinstellung liegt - wie bei § 30 Nr. 1 Fallgruppe 1 KO - vor, sobald nach außen erkennbar geworden ist, daß der Schuldner seine fälligen, ernsthaft eingeforderten Verbindlichkeiten nicht mehr zu erfüllen vermag (st. Rspr.; vgl. Senatsurt. v. 24. Oktober 1996 - IX ZR 284/95, ZIP 1996, 2080, 2082; v. 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 435).
BGH, 20.06.2000 - IX ZR 81/98
Sicherungsnehmer sind zwar gegenüber dem Sicherungsgeber zur schonenden und bestmöglichen Verwertung des von diesem bestellten Sicherungsguts verpflichtet (…BGH, Urt. v. 22. Juni 1966 - VIII ZR 50/66, NJW 1966, 2009; v. 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 433 m.w.N.; v. 5. Oktober 1999 - XI ZR 280/98, WM 2000, 68, 69).
Nur im Ansatz zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß Zahlungseinstellung vorliegt, wenn - mindestens - für die beteiligten Verkehrskreise nach außen hin erkennbar geworden ist, daß der spätere Gemein- oder Gesamtvollstreckungsschuldner wegen eines voraussichtlich dauernden Mangels an Zahlungsmitteln seine fälligen und vom jeweiligen Gläubiger ernsthaft eingeforderten Verbindlichkeiten im allgemeinen nicht mehr erfüllen kann (…BGH, Urt. v. 9. Januar 1997 - IX ZR 47/96, WM 1997, 436, 438 = ZIP 1997, 423, 425;… zu § 30 KO auch Urt. v. 27. April 1995 - IX ZR 147/94, WM 1995, 1113, 1114 m.w.N.; v. 9. Januar 1997 - IX ZR 1/96, WM 1997, 432, 435 = ZIP 1997, 367, 370).
Ein Gläubiger darf - wie ausgeführt - grundsätzlich den eigenen Interessen den Vorrang einräumen und muss die Belange des Sicherungsgebers nur dann in zumutbarer und angemessener Weise berücksichtigen, wenn die eigenen Interessen nicht entgegen stehen (BGH NJW 1997, 1063; NJW 1997, 2674).
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References: § 276
 § 930
 § 30
 § 37
 § 164
 § 30
 § 30