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Timestamp: 2018-01-23 05:39:05+00:00

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Rechtsprechung: II ZR 289/06 - dejure.org
BGH, 10.12.2007 - II ZR 289/06
BGB § 626; GmbHG § 46 Nr. 5
Möglichkeit einer fristlosen Kündigung bei Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung durch die Geschäftsführer einer GmbH; Bestehen eines wichtigen Grundes zur fristlosen Kündigung bei fehlender Einholung der Zustimmung der Gesellschafterversammlung zur Veräußerung von Beteiligungen
GmbH-Geschäftsführer - Kündigung des Anstellungsvertrages wegen Pflichtverletzung
Zur fristlosen Kündigung eines GmbH-Geschäftsführers wegen satzungswidriger Beteiligungsveräußerung
GmbHG §§ 38, 46 Nr. 5 BGB § 626
Fristlose Kündigung des GmbH-Geschäftsführerdienstvertrages
Keine fristlose Kündigung des Anstellungsvertrags des GmbH-Geschäftsführers, der satzungswidrig Beteiligungen ohne Zustimmung der Gesellschafterversammlung veräußert hat, wenn besondere Umstände diesen Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung in milderem Lichte erscheinen lassen
Kündigung des Anstellungsvertrags des GmbH-Geschäftsführers wegen Veräußerung von Beteiligungen ohne Zustimmung der Gesellschafterversammlung
Keine Kündigung trotz offensichtlichen Satzungsverstoßes
Zur Beteiligungsveräußerung durch Geschäftsführer
Wichtiger Grund für die Kündigung eines Geschäftsführers
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 10.12.2007, Az.: II ZR 289/06 (Verstoß gegen die innere Kompetenzordnung der GmbH)" von Not. Dr. Oliver Vossius, original erschienen in: NotBZ 2008, 194 - 195.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 10.12.2007, Az.: II ZR 289/06 (Kündigung des GmbH-Geschäftsführers aus wichtigem Grund)" von RA Dr. Nils Krause, LL.M. (Durham), original erschienen in: BB 2008, 974.
LG Mosbach, 14.12.2005 - 4 O 48/05
OLG Karlsruhe, 28.11.2006 - 8 U 5/06
BGH, 25.02.2008 - II ZR 289/06
NJW-RR 2008, 774
ZIP 2008, 694
WM 2008, 695
BB 2008, 974
DB 2008, 805
NZG 2008, 316
Die revisionsgerichtliche Kontrolle erstreckt sich allein darauf, ob das Tatsachengericht den Rechtsbegriff des wichtigen Grunds richtig erfasst, ob es aufgrund vollständiger Sachverhaltsermittlung geurteilt und ob es in seine Wertung sämtliche Umstände des konkreten Falls einbezogen hat (z.B. BGH, Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06 - BGHR § 626 Abs. 1 wichtiger Grund 12; Urteil vom 24. Februar 2003 - II ZR 243/02 - ZIP 2003, 759, 760;… vgl. auch Urteil vom 9. März 2010 aaO Rn. 17).
Bei der gerichtlichen Überprüfung der Wirksamkeit von Gesellschafterbeschlüssen, die die Abberufung oder die Kündigung des Anstellungsvertrags eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH aus wichtigem Grund betreffen, ist darauf abzustellen, ob tatsächlich ein wichtiger Grund im Zeitpunkt der Beschlussfassung vorlag oder nicht (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 1969 - II ZR 200/67, WM 1969, 808, 809; Urteil vom 20. Dezember 1982 - II ZR 110/82, BGHZ 86, 177, 181 f.; Urteil vom 27. Oktober 1986 - II ZR 74/85, NJW 1987, 1889; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 4; vgl. auch BGH, Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567, 568, 570;… ebenso RGZ 138, 98, 104).
Eine solche Feststellung erfordert eine Abwägung der betroffenen Interessen aufgrund aller Umstände des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87, ZIP 1988, 47, 48; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 2).
Die Feststellung, Würdigung und Abwägung ist Aufgabe des Tatrichters (BGH…, Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, GmbHR 1985, 256, 258; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 2).
Besondere Umstände können im einzelnen Fall allerdings dazu führen, dass ein Kompetenzverstoß in milderem Licht erscheint und kein Kündigungsgrund ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 4. Mai 2009 - II ZR 169/07, ZIP 2009, 2195 Rn. 12; Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 2).
Die Kompetenzüberschreitung erscheint aber auch nicht "im milderen Licht" (vgl. dazu BGH NZG 2008, 316).

References: § 626
 § 46
 § 626
 BGH 
 BGH 
 § 626
 BGH