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Timestamp: 2018-02-21 19:29:00+00:00

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Die einheitliche Ausle...
Eine mit dem Wort «verleiten» beschriebene Tathandlung findet sich in 15 verschiedenen Tatbeständen des deutschen Strafrechts. Der Autor untersucht erfolgreich die Möglichkeit, Zweckmäßigkeit und Gebotenheit der Bestimmung eines einheitlichen Verleitensbegriffs. Mittels einer systematisch vergleichenden Analyse sämtlicher der teils seit mehr als 140 Jahren geltenden Verleitungsdelikte ermittelt er einen einheitlichen Inhalt des Verleitens und seines Wesens. In der Rechtswissenschaft handelt es sich damit um die erste umfassende und verallgemeinernde Abhandlung zum Verleitensbegriff. Abschließend befasst sich der Autor mit strafrechtsdogmatischen Einzelfragen, die sich aus der Verwendung des Merkmals «verleiten» ergeben.
9783631724231
http://dx.doi.org/10.3726/b11194
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017. 168 S., 1 s/w Abb.
§ 1 Übersichtlichkeit der Untersuchung
I. Grundlegende Struktur der Verleitungstatbestände
II. Identischer Inhalt der Strukturmerkmale
1) Verleitung zu Kriegswaffenverkehr und Kernexplosion
2) Insiderverleitung
3) Einbeziehung des § 49 BörsG in die Kategorie der Insiderverleitungsdelikte
4) Weitere Zusammenfassung identischer Verleitungstatbestände
5) Gegenstand der weiteren Untersuchung
§ 2 Charakteristische Wesensmerkmale der Verleitungskontexte
I. Ermittlung der verleitungsexklusiven Tatkonstellationen
1) Exklusive Verleitungskonstellationen im Hinblick auf die fehlende objektive Tatbestandsmäßigkeit der verleitungstatbestandlichen Handlung des Verleiteten
2) Ermittlung verleitungsexklusiver Tatkonstellationen für die §§ 160 Abs. 1, 357 Abs. 1 StGB, die Verleitungstatbestände zu Kriegswaffenverkehr und Kernexplosion sowie die Insiderverleitungstatbestände
a) § 160 Abs. 1 StGB
b) § 357 Abs. 1 StGB
c) Tatbestände der Verleitung zu Kriegswaffenverkehr und Kernexplosion
d) Insiderverleitungstatbestände
e) Ergebnis zur Ermittlung exklusiver Verleitungskonstellationen
II. Vergleich der straftatbestandlich exklusiven Verleitungskonstellationen untereinander
1) Verleitungssubjekt / der Verleitende
2) Verleitungsziel / Handlung des Verleiteten
a) Tatbestandsmäßigkeit der Handlung des Verleiteten
b) Schutzgutbezogenheit der Handlung des Verleiteten
aa) Intensität des Schutzgutangriffs
bb) Gemeinsamkeiten der Verleitungsschutzgüter
cc) Ergebnis zur Schutzgutbezogenheit der Handlung des Verleiteten
c) Strafrechtsdogmatische Charakteristika der Handlung des Verleiteten
aa) Aktive bewusste Tätigkeit
bb) Kein verleitungstatbestandlich vorausgesetzter Erfolg der Handlungsvornahme
cc) Eigenhändigkeit der Handlungsvornahme
dd) Ergebnis zu den strafrechtsdogmatischen Charakteristika der Handlung des Verleiteten
d) Beziehung der Handlung des Verleiteten zu einem das jeweilige Schutzgut gefährdenden Objekt
e) Ergebnis zur Handlung des Verleiteten
3) Verleitungsobjekt / Der Verleitete
a) Tatbestandliche Konkretisierung der Person des Verleiteten
aa) Befund zur tatbestandlichen Charakterisierung des Verleiteten
bb) Vergleich und Ermittlung von Typizität
(1) Eigenschaftsbestimmung
(2) Rechtliche Rollenzuweisung
(3) Rollenbezogene Verleitungskonstellationen der §§ 120 Abs. 1, 160 Abs. 1, 323b, 357 Abs. 1 StGB, 84 Abs. 1 AsylG
(4) Die Person des Verleiteten in den umgangsbezogenen Verleitungskonstellationen
(5) Exkurs: Überschneidungen zwischen rollen- und umgangsbezogenen Verleitungskonstellationen
cc) Bewusstheit des Verleiteten im Hinblick auf die Schutzgutgefährlichkeit seines Verhaltens
dd) Materielle Begründung eines Verantwortlichkeitsdefizits des Verleiteten
(1) § 120 Abs. 1 StGB
(2) § 323b StGB
(3) § 84 Abs. 1 AsylG
(4) § 357 Abs. 1 StGB
(5) § 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 10 BtMG
(6) Ergebnis zur materiellen Begründung des Verantwortlichkeitsdefizits
ee) Unterlegenheit in der materiellen Verantwortlichkeit gegenüber dem Verleitenden
ff) Verlockungswirkung als typisches Phänomen der Verleitungskonstellationen
b) Ergebnis zum Strukturmerkmal des Verleiteten
4) Verleitungstypisches Kontextmuster
III. Vergleich der Verleitungskonstellationen mit ähnlichen Tatkonstellationen des geltenden deutschen Strafrechts
1) § 174 Abs. 3 Nr. 2 StGB: zur Vornahme sexueller Handlungen bestimmen
2) § 180a Abs. 2 Nr. 2 StGB: zur Prostitution anhalten
3) § 232 Abs. 1 S. 1 StGB: zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution bringen
4) § 234a Abs. 1 StGB: veranlassen, sich in ein Gebiet außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs des StGB zu begeben
5) § 237 Abs. 1 S. 1 StGB: zur Eingehung der Ehe nötigen
6) § 19 Abs. 1 UWG: zu bestimmen versuchen, eine Straftat nach §§ 17, 18 UWG zu begehen
7) § 33 S. 1 WStG: zur rechtswidrigen Tat bestimmen
8) Ergebnis des Vergleichs mit artverwandten Tatkonstellationen
IV. Ergebnis zur Ermittlung charakteristischer Wesensmerkmale der Verleitungskonstellationen
§ 3 Schlussfolgerungen aus der Untersuchung der Verleitungskontexte
I. Einheitliche Auslegung der Tathandlung des Verleitens
II. Dogmatisches Wesen des Verleitens
§ 4 Der Inhalt der Tathandlung des Verleitens
I. Der einheitliche Inhalt der Tathandlung des Verleitens
II. Dogmatische Einwände gegen die hier vertretene Auslegung
1) Grammatische Einwände
a) Allgemeine Wortbedeutung
aa) der Begriffsbestandteil „leiten“
bb) Vorsilbe ver-
cc) „Verleiten“ in Abgrenzung zu „Verführen“
b) Zwischenergebnis zum Überschreiten der Wortlautgrenze
c) Zweckmäßigkeit der Wortwahl
d) Redmanns pragmatischer Ansatz
e) Ergebnis zu den grammatischen Einwänden
2) Historische Einwände
a) Verleiten als Anstiftungshandlung in § 34 des preußischen StGB
b) Gesetzgeberische Intention der Verleitungstatbestände
c) Ergebnis zu den historischen Einwänden
3) Systematische Einwände
a) Vergleich mit weiteren Tathandlungen im tatbestandlichen Zusammenhang der Verleitungsdelikte
b) Konkurrenz zu den allgemeinen Beteiligungstatbeständen
c) Vereinfachung der Lösung der Irrtumsproblematik
d) Systembruch zum allgemeinen Beteiligungssystem
e) § 357 Abs. 1 StGB und § 33 S. 1 WStG
f) Ergebnis zu den systematischen Einwänden
4) Teleologische Einwände
5) Ergebnis zu den dogmatischen Einwänden
§ 5 An die einheitliche Auslegung des Verleitens anknüpfende dogmatische Fragen
I. Bestimmung eines einheitlichen Vollendungszeitpunkts des Verleitens
II. Anwendung der allgemeinen Versuchsregelungen auf die exklusiven Verleitungskonstellationen
1) Grundsätzliche Auswirkungen einer auf Anstiftungssachverhalte eingeschränkten Auslegung des Verleitens
2) Tatentschluss und unmittelbares Ansetzen gem. § 22 StGB
3) Strafbefreiender Rücktritt vom Versuch
a) § 24 Abs. 1 StGB
b) § 24 Abs. 2 StGB
c) § 31 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StGB
d) Ergebnis zum strafbefreienden Rücktritt
4) Ergebnis zur Anwendung der allgemeinen Versuchsregelungen
III. Strafbare Beteiligung am Verleiten
1) Kettenverleitung
2) Notwendige Teilnahme
3) Anstiftung zur Verleitungstat durch den Verleiteten selbst
4) Anwendbarkeit von § 28 StGB
5) Ergebnis zur Anwendung der allgemeinen Beteiligungsregelungen
IV. Verleiten durch Unterlassen, § 13 StGB
V. Ergebnis der dogmatischen Überprüfung einer selbständigen Auslegung des Verleitens

References: § 1
 § 49

§ 2
 § 160
 § 357
 § 120
 § 323
 § 84
 § 357
 § 29
 § 174
 § 180
 § 232
 § 234
 § 237
 § 19
 § 33

§ 3

§ 4
 § 34
 § 357
 § 33

§ 5
 § 22
 § 24
 § 24
 § 31
 § 28
 § 13