Source: http://www.ius.uzh.ch/de/studies/general/advisory-services/faq.html
Timestamp: 2018-02-22 18:36:01+00:00

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UZH - Rechtswissenschaftliche Fakultät - FAQ Studienberatung
Universität Zürich Rechtswissenschaftliche Fakultät Studium Studieninformation Studienberatung FAQ Studienberatung
1. Ich habe das Modul „Öffentliches Recht II“ zweimal nicht bestanden und das Modul „Öffentliches Recht III“ noch nicht absolviert. Wenn ich das neue Modul „Öffentliches Recht II & III“ einmal nicht bestehe, werde ich endgültig abgewiesen?
Nein, Sie können das Modul „Öffentliches Recht II & III“ insgesamt dreimal absolvieren, da es sich um ein anderes Modul als das bisherige Modul „Öffentliches Recht II“ handelt. Die im Modul „Öffentliches Recht II“ verbrauchten Fehlversuche werden aber zu den in der Aufbaustufe gestatteten sechs Fehlversuchen gezählt (vgl. § 32 und § 38 Abs. 2 RVO).
2. Was bedeutet die Formulierung „In der Aufbaustufe des Bachelorstudiengangs sind sechs Fehlversuche gestattet“ gemäss § 32 Abs. 1 Rahmenverordnung (RVO)?
Sie bedeutet, dass in der Aufbaustufe des Bachelorstudiengangs insgesamt sechs Fehlversuche zulässig sind. Beim Erreichen des siebten Fehlversuches wird man gemäss § 38 Abs. 2 RVO endgültig abgewiesen.
Als Fehlversuch der Aufbaustufe gilt gemäss § 32 Abs. 2 RVO jeder nicht erfolgreich (Note unter 4.0) erbrachte Leistungsnachweis der Aufbaustufe, wobei nicht bestandene Fallbearbeitungen, sowie nicht bestandene fakultätsfremde Wahlmodule nicht einbezogen werden.
Nicht bestandene Bachelorarbeiten gelten gemäss § 32 Abs. 2 RVO und § 34 Abs. 2 RVO ebenfalls als Fehlversuch.
Unentschuldigtes Fernbleiben von einer Prüfung führt ebenfalls zu einem Fehlversuch.
3. Gibt es auch in der Assessmentstufe eine bestimmte Anzahl Fehlversuche, die nicht überschritten werden darf?
Wer bei einem Pflichtmodul der Assessmentstufe die Wiederholungsprüfung nicht besteht, wird gemäss § 38 Abs. 1 RVO endgültig abgewiesen. Im Unterschied zur Aufbaustufe gibt es in der Assessmentstufe keine Summe der maximal erlaubten Fehlversuche. Die Fallbearbeitung in der Assessmentstufe (Leistungsnachweis des Moduls „Juristische Arbeitstechnik und Methodenlehre“) kann gemäss § 31 Abs. 2 RVO beliebig oft wiederholt werden.
Die Wiederholungsregeln in der Assessmentstufe gelten auch für Studierende, welche unter die Übergangsbestimmungen fallen, wenn sie Module der Assessmentstufe wählen. Unbeachtlich ist, dass sie ggf. schon in der Aufbaustufe studieren.
4. Was bedeutet die endgültige Abweisung nach § 38 RVO?
Eine endgültige Abweisung führt zum Ausschluss vom Hauptfachstudium der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und verhindert eine Zulassung zum Studium der Rechtswissenschaft an den meisten anderen Schweizer Rechtsfakultäten.
Bei einer endgültigen Abweisung wegen zweimaligem Nichtbestehen der Module „Einführung in die Rechtswissenschaft“ oder „Rechtsgeschichte“ besteht eine Zulassungssperre auch für sämtliche Nebenfächer, welche von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich auf Bachelorstufe angeboten werden. Dies gilt nicht für Studierende, die unter die Übergangsregelung gemäss § 47 RVO fallen.
Wer sich für ein anderes Studium an der Universität Zürich entscheidet und ein Studienprogramm der Rechtswissenschaftlichen Fakultät im Nebenfach in Betracht zieht, sollte immatrikuliert bleiben und sich unbedingt rechtzeitig mit der Studienberatung der RWF UZH in Verbindung setzen, da die erzielten Fehlversuche bei der Zulassung zu einem Studienprogramm im Nebenfach berücksichtigt werden müssen.
5. Wann und wie kann man sich für ein Seminar einschreiben?
Das Seminarangebot wird in der Regel Anfang März und Anfang Oktober für das nächstfolgende Semester unter Seminare publiziert.
Es empfiehlt sich, sich am Tag der Publikation des Seminarangebots mit diesem vertraut zu machen und sich schnellstmöglich beim zuständigen Lehrstuhl über das zu befolgende Anmeldeverfahren zu informieren. Dieses variiert von Lehrstuhl zu Lehrstuhl. Die Fristen sind zu Gunsten eines effizienten Anmeldeverfahrens kurz angesetzt und die Einreichung allfälliger Motivationsschreiben o.ä. sowie die Teilnahme an einer Vorbesprechung können Voraussetzungen zur erfolgreichen Anmeldung an ein Seminar sein. Bitte beachten Sie: Ungenügende Bachelorarbeiten gelten gemäss § 34 Abs. 2 RVO als Fehlversuch. Wer trotz verbindlicher Anmeldung zum Seminar die Bachelorarbeit nicht einreicht, muss ebenfalls einen Fehlversuch in Kauf nehmen.
6. Wann im Studium sollte man sich um einen Platz in einem Seminar bemühen?
Um eine Verzögerung des Bachelorabschlusses zu verhindern, ist es wichtig, sich früh genug um einen Seminarplatz zu bemühen. Die verfügbaren Plätze pro Seminar sind in der Regel beschränkt und man braucht gegebenenfalls mehrere Anläufe, um in ein Seminar aufgenommen zu werden.
7. Darf ich auch mehr als eine Bachelorarbeit schreiben?
Gemäss Studienordnung B Law Ziff. 3.4 müssen die Studierenden eine Bachelorarbeit verfassen. Das Verfassen einer zweiten Bachelorarbeit ist zulässig. Eine zweite Bachelorarbeit kann als fakultäres Wahlmodul mit 6 ECTS Credits an den Bachelorabschluss angerechnet werden, sofern die 6 ECTS Credits des Wahlpools nicht bereits anderweitig ausgeschöpft sind. Studierende, welche unter die Übergansregelung fallen, beachten bitte die FAQ zu den Übergangsbestimmungen.
8. Wann und wie kann ich mich für eine Fallbearbeitung einschreiben?
Das Anmeldeverfahren für Fallbearbeitungen kann je nach Lehrstuhl variieren. Es wird empfohlen, sich frühzeitig im Vorlesungsverzeichnis darüber zu informieren, welche Fallbearbeitungen in einem bestimmten Semester angeboten werden. Darüber hinaus ist es ratsam, regelmässig die Websites der entsprechenden Lehrstühle zu konsultieren, weil dort üblicherweise Informationen zu den Anmeldemodalitäten und die Sachverhalte zu finden sind.
Mögliche Anmeldungsverfahren sind z.B. Anmeldung über OLAT, per E-Mail oder durch fristgerechte Einreichung der Fallbearbeitung beim zuständigen Lehrstuhl. Als Leistungsnachweis für das Modul Juristische Arbeitstechnik und Methodenlehre (Assessmentstufe) ist eine Fallbearbeitung im Rahmen der Übungen im Privatrecht I, Öffentlichen Recht I oder Strafrecht I zu verfassen. Teilnehmerzahl und Teilnehmerkreis können bei Fallbearbeitungen beschränkt werden.
Das Angebot an Fallbearbeitungen der Assessmentstufe findet sich ebenfalls im Online-Vorlesungsverzeichnis.
Bei Fallbearbeitungen mit beschränkter Teilnehmerzahl ist nach der Aufschaltung eine sofortige Anmeldung notwendig, da die Plätze erfahrungsgemäss schnell ausgebucht sind. In keinem Fall besteht ein Anspruch auf Belegung einer bestimmten Fallbearbeitung.
9. Wann muss ich ein Modul buchen?
Module müssen in dem Semester gebucht werden, in welchem die entsprechende Prüfung abgelegt werden soll.
Diese Modulbuchungsregel ist insbesondere bei zweisemestrigen Modulen zu beachten. Meist finden bei Letzteren die Vorlesungen (oder der erste Teil der Vorlesungen) im Herbstsemester und die Übungen (und/oder der zweite Teil der Vorlesungen) sowie die Modulprüfungen im Frühjahrssemester statt. Folglich sind zweisemestrige Module erst im zweiten Semester, d.h. im Frühjahrssemester zu buchen.
Für den blossen Besuch der Vorlesungen ist keine Anmeldung bzw. Modulbuchung erforderlich.
Weder für Bachelorarbeiten noch für Fallbearbeitungen meldet man sich über das Modulbuchungstool an. Informationen zur Anmeldung für Bachelorarbeiten und Fallbearbeitungen sind auf den Websites der entsprechenden Lehrstühle zu finden (siehe auch: Lehrveranstaltungen; vgl. auch die Antworten zu den Fragen 4 und 7).
10. Wann finden die Prüfungen statt?
Für Module der Assessmentstufe werden die Prüfungen jeweils Ende Frühjahrssemester (ca. Mitte Juni) und Ende Herbstsemester (ca. Anfang Januar) angeboten (siehe Studienordnung).
Für Module der Aufbaustufe finden die Prüfungen jeweils Ende Frühjahrsemester (ca. Mitte Juni) statt.
11. Was gilt als Wahlmodul und wie viele darf ich davon belegen?
Im Rahmen der Aufbaustufe des B Law können Wahlmodule im Umfang von maximal 6 ECTS Credits an den Studienabschluss B Law angerechnet werden. Dazu gehören alle Bachelormodule von anderen Fakultäten der UZH, alle Bachelormodule von anderen Universitäten und von Fachhochschulen sowie jegliche Bachelormodule der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UZH, welche nicht als Pflichtmodule zu absolvieren sind. Dies bedeutet, dass als Wahlmodul auch eine (zweite) Bachelorarbeit, zusätzliche Fallbearbeitungen oder fakultäre Wahlmodule (wie z.B. Kriminaltechnik) absolviert werden können. Überzählige Wahlmodule, die während der Einschreibung im Bachelor of Law erfolgreich absolviert worden sind, werden im Academic Record (Zeugnis) ausgewiesen, jedoch nicht für den Bachelorabschluss berücksichtigt.
Der Umfang der Wahlmodule muss nicht exakt 6 ECTS Credits betragen. Es können auch Wahlmodule absolviert werden, die insgesamt z.B. 8 ECTS Credits ergeben. Der Wahlpool kann sich auch aus mehreren kleineren Modulen zusammensetzen.
12. Ist ein Mobilitätsaufenthalt an einer anderen schweizerischen oder ausländischen Rechtsfakultät während des Bachelorstudiengangs möglich?
Aufenthalte an anderen schweizerischen Universitäten sind nach Bestehen der Assessmentstufe möglich. Aufenthalte an ausländischen Universitäten sind ab dem fünften Semester des Bachelorstudiengangs möglich. Informationen hierzu finden sich auf der Website der Mobilität. Link
13. Welche Leistungsnachweise erscheinen in meiner Leistungsübersicht?
Während des Studiums sind alle bestandenen und nicht bestandenen Leistungsnachweise im Leistungsausweis (Transcript of Records) aufgeführt, mit Ausnahme der nicht bestandenen Fallbearbeitungen.
Im Abschlusszeugnis (Academic Record) werden nur bestandene Leistungsnachweise aufgelistet. Es gibt keine Angaben über nicht bestandene Leistungen. Neben den für den Abschluss verwerteten Leistungsnachweisen werden gemäss § 41 Abs. 4 RVO auch überzählige Leistungsnachweise als „nicht an den Studienabschluss angerechnete Leistungen“ mit Angabe der Note auf dem Academic Record aufgelistet.
Auf der Diplomurkunde findet sich gemäss § 43 Abs. 1 i.V.m. § 40 Abs. 2 RVO die Bachelornote (bzw. Masternote). Diese ist gemäss § 40 Abs. 1 RVO das nach ECTS Credits gewichtete Mittel aller an den Bachelorabschluss (bzw. Masterabschluss) angerechneten und benoteten Module.
Der Notendurchschnitt wird auf eine Nachkommastelle gerundet.
14. Welche Bedeutung hat der Musterstudienplan (Regelcurriculum)?
Der Musterstudienplan stellt eine Empfehlung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät dar und zeigt auf, wie das Hauptfachstudium von Vollzeitstudierenden (Erwerb von 30 ECTS Credits pro Semester) aufgebaut werden kann. Von diesem darf aber abgewichen werden.
Da sich die Vorlesungs- und Prüfungsplanung am Musterstudienplan orientiert, können bei Nicht-Einhaltung des Musterstudienplanes Überschneidungen von Vorlesungen bzw. Prüfungen resultieren.
15. Kommt es darauf an, bei welchen Dozierenden man eine Vorlesung besucht?
Die Wahl der Dozierenden kann aufgrund persönlicher Präferenzen erfolgen, sollte sich aber bei vorhandenen Vorgaben an den Vorlesungsgruppen (bspw. Nachnamen von A bis O und P bis Z) orientieren. Es ist zu beachten, dass sich der Prüfungsstoff im Regelfall nicht nur aus den Vorlesungsinhalten ergibt; eine eingehende Vor- und Nachbereitung mittels empfohlenen Lehrbüchern ist ebenso wichtig.
Der Prüfungsstoff orientiert sich an den Angaben im Vorlesungsverzeichnis (Veranstaltungs- und Modulbeschreibungen) sowie zusätzlichen Vorgaben der verantwortlichen Lehrstühle.
16. Kann ich den Bachelorstudiengang als Teilzeitstudium absolvieren und was muss ich dabei beachten?
Ein Teilzeitstudium ist grundsätzlich möglich. Teilzeitstudierende buchen weniger Module, absolvieren weniger Prüfungen und sammeln weniger ECTS Credits. Dementsprechend verlängert sich das Studium. Zur Orientierung: Der Bachelorstudiengang (180 ECTS Credits) besteht aus der Assessmentstufe (60 ECTS Credits) und der Aufbaustufe (120 ECTS Credits). Bei einem Vollzeitstudium (sechs Semester) werden ca. 30 ECTS Credits pro Semester erworben. Dies entspricht einem Lernaufwand von ca. 42 Stunden pro Woche, davon ca. 20 Stunden Präsenzzeit an der Universität.
Planung des Studiums:
Wie gut der Veranstaltungsbesuch mit allfälligen beruflichen Terminen, familiären Pflichten usw. vereinbar ist, können Studierende anhand der Stundenpläne herausfinden. Die Stundenpläne für Vollzeitstudierende des Bachelor of Law finden sich hier. Der Musterstudienplan ist in der StudO B Law zu finden (vgl. S. 18 ff. der Studienordnung Bachelor of Law. ). Die Assessmentstufe muss nicht zwingend in einem Jahr absolviert werden. Die Prüfungen der Assessmentstufe werden sowohl im Herbstsemester als auch im Frühjahrssemester angeboten. In diesem Zusammenhang ist § 15 der Rahmenverordnung zu beachten: „Studierende, die alle Module der Assessmentstufe bis auf eines erfolgreich absolviert haben, können bereits Module der Aufbaustufe buchen. Bis zum Bestehen des letzten Assessmentmoduls können jedoch nur Module im Umfang von maximal 18 ECTS Credits gebucht werden.“ Somit können Studierende nicht in der Aufbaustufe weiterstudieren, denen mehr als ein Modul von der Assessmentstufe fehlt. Auch in der Aufbaustufe des Bachelorstudiengangs entscheiden die Studierenden durch die Modulbuchung selber, wieviel Zeit sie in das Studium investieren möchten. Zu beachten ist jedoch, dass die Prüfungen der Aufbaustufe nur ein Mal pro Jahr angeboten werden, nämlich im Frühjahrssemester.
Studienzeitbegrenzung:
Aufgrund der individuell sehr unterschiedlichen Lerneffizienz, Belastbarkeit etc. können keine generellen Aussagen dazu gemacht werden, in welchem Umfang eine Erwerbstätigkeit neben dem Studium möglich sein sollte.
Studienbeginn im Frühjahrssemester:
Ein Studienbeginn im Bachelor of Law ist grundsätzlich auch im Frühjahrssemester möglich. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die meisten Vorlesungen im Herbstsemester beginnen und im Frühjahrssemester fortgesetzt werden. Falls Interesse am Studienbeginn im Frühjahrssemester besteht, ist es empfehlenswert, in die telefonische oder persönliche Sprechstunde der Studienberatung zu gehen, um den Studienplan zu besprechen.
17. Können rechtswissenschaftliche Module der Bachelorstufe, die nicht für den Bachelorabschluss verwertet wurden (da überzählig), als Wahlmodul im Masterstudiengang verwertet werden?
Masterstudierende, die im Rahmen ihres Bachelorabschlusses nicht alle Bachelormodule der Rechtswissenschaftlichen Fakultät verwertet haben, können diese nicht für den Abschluss des Masterstudiengangs verwerten.
Hinweis: Im Wahlpool des Masterstudiengangs können im vorgegebenen Umfang auch ausserfakultäre Module verwertet werden. Diese ausserfakultären Module können auch Module aus dem Bachelorangebot anderer Fakultäten sein.

References: § 32
 § 38
 § 32
 § 38
 § 32
 § 32
 § 34
 § 38
 § 31
 § 38
 § 47
 § 34
 § 41
 § 43
 § 40
 § 40
 § 15