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Timestamp: 2017-09-24 01:22:45+00:00

Document:
Religionsunterricht - Antrag auf Teilnahme | Dekanatsbezirk Kempten/Allgäu
Schulreferat ›
Religionsunterricht - Antrag auf Teilnahme
ANMELDEFORMULAR - ABMELDUNG
Bekanntmachung des Ministeriums für Unterricht und Kultus vom 21.10.2009 (KMS VI.2-5 S 4402.1/6/5 - Auszüge)
Teilnahme am Religionsunterricht anderer Bekenntnisse
Der Religionsunterricht wird grundsätzlich nach Bekenntnissen getrennt erteilt. Folgende Besonderheiten sind dabei zu beachten:
A) Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören oder für deren Religionsgemeinschaft Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach für die betreffende Schulart an öffentlichen Schulen in Bayern nicht eingerichtet ist,
können auf Antrag am Religionsunterricht eines Bekenntnisses als Pflichtfach nach Maßgabe der Schulordnungen für die einzelnen Schularten unter folgenden Voraussetzungen teilnehmen:
- schriftlicher Antrag der Erziehungsberechtigten bzw. des volljährigen Schülers an den Schulleiter;
- kein Entgegenstehen zwingender schulorganisatorischer Gründe;
- Zustimmung der zuständigen Stelle der Kirche oder Religionsgemeinschaft, für deren Bekenntnis der betreffende Religionsunterricht eingerichtet ist; diese Stelle bestimmt sich nach dem Recht dieser Religionsgemeinschaft (kath.: örtlich zuständiges Ordinariat, ev.: örtlich zuständiger Dekan bzw. Schulbeauftragter);
- bei Schülern eines anderen Bekenntnisses ist dem Antrag zusätzlich das schriftliche Einverständnis der zuständigen Stelle der Religionsgemeinschaft beizufügen, der die betreffenden Schüler angehören.
Die Schüler erhalten im Zeugnis eine Note in diesem von ihnen tatsächlich besuchten konfessionellen Religionsunterricht, unabhängig von der eigenen Bekenntniszugehörigkeit.
B) Teilnahme am Religionsunterricht eines anderen Bekenntnisses zur Information
(ohne Benotung; weiterhin bestehende Verpflichtung zur Teilnahme am Ethikunterricht oder falls eingerichtet am Religionsunterricht des eigenen Bekenntnisses); diese kann der Schulleiter unter folgenden Voraussetzungen genehmigen:
- schriftlicher Antrag der Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers an den Schulleiter;
- kein Entgegenstehen schulorganisatorischer Gründe;
- Zustimmung der Lehrkraft, die den betreffenden Religionsunterricht erteilt.
Nur auf Antrag erfolgt eine Bestätigung der Teilnahme im Zeugnis, ebenfalls auf Antrag mit wertendem Zusatz.
Eine Zuweisung bekenntnisloser oder einem anderen Bekenntnis angehörender Schüler zum Religionsunterricht zur bloßen Beaufsichtigung ist nicht zulässig.
Formular "Antrag zur Teilnahme am evang. Religionsunterricht"
Word- Doc (62 KB)
Religionsunterricht - Abmeldung
Unsere Religionslehrkräfte geben gerne evangelische Religion und wollen allen Kindern/ Jugendlichen gerecht werden. Falls es zu Konflikten zwischen ihrem Kind/Jugendlichen und der Religionslehrkraft kommen sollte, bitten wir Sie, das Gespräch zu suchen und eine Klärung herbeizuführen. Besonders schade ist es, wenn Sie aus einer Verärgerung heraus ihr Kind vom Religionsunterricht abmelden möchten.
Wenn die Abmeldung innerhalb des Schuljahres erfolgt, ist das Vorliegen wichtiger Gründe verlangt. Die Entscheidung darüber, was wichtige Gründe sind, fällt in das Ermessen der Schulleitung. Wichtig ist ein Grund in der Regel dann, wenn er in unmittelbarem Zusammenhang mit der religiösen, ethischen oder weltanschaulichen Einstellung des Schülers/Schülerin oder der Erziehungsberechtigten steht. Verärgerung über eine bestimmte Religionslehrkraft, ein ungünstiger Stundenplan oder eine schlechte, auch eine das Vorrücken gefährdende Zensur sind solche wichtigen Gründe nicht.
Falls Sie aus triftigen Gründen Ihr Kind vom evangelischen Religionsunterricht abmelden möchten, müssen Sie mehrere Regularien beachten. Nachfolgend die gesetzlichen Grundlagen:
6. Abmeldung vom Religionsunterricht
Grundsätzlich besuchen Schülerinnen und Schüler den Religionsunterricht, der für ihr Bekenntnis eingerichtet ist. Es besteht jedoch das Recht, sich vom Religionsunterricht abzumelden (Art. 137 Abs. 1 BV; Art. 46 Abs. 4 BayEUG; Art. 7 Abs. 2 GG). Die Abmeldung bedarf der schriftlichen Willenserklärung der Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers (vgl. § 41 Abs. 2 Satz 1 VSO; §48 VSO-F; § 46 Abs. 2 Satz 1 RSO; § 37 BSO; § 45 Abs. 2 Satz 1 GSO; § 41 Abs. 1 Satz 1 FOBOSO; § 10 Abs. 1 Satz 2 BFSOHwKiSo). Das entsprechende Schreiben ist dem Schulleiter zu übermitteln, welches bewirkt, dass der Schüler aufgrund dieser Erklärung von der Teilnahme befreit ist.
An Volksschulen, Förderschulen, Realschulen, Gymnasien, und Wirtschaftsschulen muss die schriftliche Abmeldung vom Religionsunterricht spätestens am letzten Unterrichtstag eines Schuljahres mit Wirkung ab dem folgenden Schuljahr eingereicht werden. Bei Fachober- und Berufsoberschulen muss die Abmeldung für das laufende Schuljahr spätestens innerhalb der ersten Woche, bei Berufsfachschulen für Hauswirtschaft und Sozialpflege spätestens innerhalb der ersten zwei Wochen nach Unterrichtsbeginn erfolgen (vgl. § 41 Abs. 1 Satz 2 FOBOSO; § 10 Abs. 1 Satz 3 BFSOHwKiSo; § 37 Abs. 1 BSO). Eine spätere Abmeldung ist nur aus wichtigem Grund zulässig (§ 41 VSO; § 46 RSO; § 45 Abs. 2 Satz 1 GSO; § 41 Abs. 1 Satz 2 FOBOSO; § 10 Abs. 1 Satz 3 BFSOHwKiSo; § 20 WSO).
Die Abmeldung gilt für die Zeit des Verbleibens an der betreffenden Schule, solange sie nicht widerrufen wird.
Schülerinnen und Schüler, die aus wichtigem Grund während des Schuljahres ausgetreten sind, müssen innerhalb einer angemessenen Frist (in der Regel nicht länger als drei Monate) eine Prüfung über den bis zum Zeitpunkt des Austritts im Unterrichtsfach Ethik behandelten Stoff des Schuljahres ablegen (§ 46 Abs. 4 Satz 1 RSO; § 45 Abs. 4 Satz 1 GSO; § 41 Abs. 3 Satz 1 FOBOSO; § 10 Abs. 3 Satz 1 BFSOHwKiSo; § 20 Abs. 4 WSO).
Bei Austritt während der letzten drei Monate des Schuljahres ist die entsprechende Prüfung spätestens in der ersten Unterrichtswoche des folgenden Schuljahres, ggf. spätestens im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung abzulegen; deren Ergebnis wird als Jahresfortgangsnote im Fach Ethik gewertet (vgl. § 46 Abs. 4 Satz 2 RSO; § 45 Abs. 4 Satz 2 GSO; § 41 Abs. 3 Satz 2 FOBOSO; § 10 Abs. 3 Satz 2 BFSOHwKiSo; § 20 Abs. 4 WSO).
In der Kursphase der Oberstufe gilt diese Regelung mit der Maßgabe, dass an die Stelle des Schuljahres der Ausbildungsabschnitt tritt. Die Prüfung ist dann innerhalb von sechs Wochen abzulegen, bei Austritt während der letzten vier Wochen des Ausbildungsabschnitts 11/2 (im G9: 12/2) jedoch spätestens in der ersten Unterrichtswoche des folgenden Ausbildungsabschnittes (§ 45 Abs. 5 GSO). Bei Elterninformationen ist der Eindruck zu vermeiden, dass Religionslehre und Ethik zur Wahl gestellt sind (als Wahlpflichtfächer).
Folgende Formulierung wird für Hinweise im Rahmen von Elterninformationen empfohlen:
Der Religionsunterricht ist nach der Bayerischen Verfassung und dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) an den Schulen ordentliches Lehrfach. Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, ihre Kinder vom Religionsunterricht abzumelden. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres steht dieses Recht den Schülern selbst zu. Die Abmeldung vom Religionsunterricht kann nur aus Glaubens- und Gewissensgründen erfolgen. Sie muss spätestens am letzten Unterrichtstag des Schuljahres mit Wirkung für das folgende Schuljahr abgegeben werden (bei Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachoberschulen und Berufsoberschulen sind die nach der jeweiligen Schulordnung einschlägigen Termine einzuhalten); eine spätere Abmeldung ist nur aus wichtigem Grund möglich.
Im Falle der ordnungsgemäßen Abmeldung wird für die betreffenden Schüler das Fach Ethik zum Pflichtfach.
BV = Bayerische Verfassung
BayEUG = Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen VSO = Volksschulordnung (nachfolgend werden die Schulordnungen aller Schularten in Bayern aufgeführt)
KMS = Bekanntmachung des Ministeriums für Unterricht und Kultus

References: Art. 46
 Art. 7
 § 41
 §48
 § 46
 § 37
 § 45
 § 41
 § 10
 § 41
 § 10
 § 37
 § 46
 § 45
 § 41
 § 10
 § 20
 § 45
 § 41
 § 10
 § 20
 § 46
 § 45
 § 41
 § 10
 § 20