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Timestamp: 2018-03-23 00:56:38+00:00

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Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld einer muss doch zahlen - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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05.06.2017, 23:04 #26
Viel Text zu einem bisher nicht komplett nachvollziehbaren Einzelfall.
Was lernen wir "allgemein" daraus?
a. Schleppe dich nicht krank / arbeitsunfähig an den Arbeitsplatz!
b. Lass dir auch für einzelne Tage der Arbeitsunfähigkeit eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geben!
c. Prüfe spätestens bei Sicht auf das Ende des Arbeitsverhältnisses, ob endlich Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt werden sollte!
Hätte sich "meinheld2" dementsprechend verhalten, könnte er jetzt das höhere Krankengeld beziehen, im günstigsten Fall bis annähernd 3 Jahre.
06.06.2017, 01:43 #27
AW: Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld einer muss doch za
hatte das schon anfangs "mit ungläubigem Staunen" gelesen aber keine Zeit ausführlich darauf einzugehen, weil wir über Pfingsten Besuch hatten, da war also Forenpause bei mir.
Als ich heute wieder reingesehen habe, hat mich die Fülle der verwirrenden Infos in diesem Thema fast "erschlagen", ich blick ehrlich immer noch nicht durch, aber nach relativ "logischen" Erwägungen wird da ein ganz linkes Ding mit dem TE abgezogen bei der AfA.
Ist ja auch klar bei GdB 70 und mit 59 Jahren stehen die AG eben NICHT "Schlange", wie es gerne von der Politik behauptet wird, aber die AfA hat ja (meiner Kenntnis nach) "Anweisung", dass solche Arbeitslose "umgehend" wieder in Arbeit zu vermitteln seien.
Soweit die Theorie der "Schreibtisch-Täter" und die Realität lässt inzwischen an perversen Einfällen die eigene Vermittlungs-Unfähigkeit dieser so lebens- und berufserfahrenen "Kunden" irgendwie (anders) zu verschleiern, kaum noch "zu wünschen übrig" ...
Leider fehlen hier entsprechend anonymisierte Bescheide um konkret erkennen zu können was da so gelaufen ist bzw. so läuft.
Das sehe ich genau so, der TE wird sich zumindest noch mal aufklärend zu den aufgekommenen Fragen melden müssen, zumindest ehe ich mir dazu weiter das Hirn zermartere.
Ich frage mich allerdings in letzter Zeit auch immer öfter WARUM ich mir das überhaupt noch alles "antue", ich kann nicht nachvollziehen, dass es bei Menschen in meinem Alter (eigentlich noch 5 Jahre jünger ) so viel Unwissenheit und Naivität gibt, dass sie bei den Ämtern solche Dinge mit sich veranstalten lassen, nach einem langen Arbeitsleben.
Ich hätte wohl direkt gefragt ob die selber noch ganz "gesund" sind, wenn man mich direkt aus dem aktiven Arbeitsleben für "unbrauchbar" erklärt , nur weil ich arbeitslos geworden bin und man schon weiß, dass man mich am Arbeitsmarkt nicht mehr unterbringen KANN.
Wenn ich mal spekuliere weil wie gesagt keine konkreten Informationen vorliegen, müßte die ziemlich zu Schluß erwähnte 70%ige SchwerB alleine ja schon so schwerwiegende gesundheitliche
Schon richtig, aber dieser gleiche Status hat ihn ja bisher auch nicht am Arbeiten gehindert, im Gegenteil sollen doch gerade Schwerbehinderte und sonst gesundheitlich Eingeschränkte so toll gefördert werden, damit sie NICHT "ausgemustert" werden vor der Zeit ...
Beeinträchtigungen mit sich bringen, daß a) der AfA SB zu seiner Entscheidung kam den äD einzuschalten und b) dieser dann wiederum zu seiner Entscheidung der Leistungseinschränkung kam.
Deswegen kann man doch nicht direkt beschließen ihn zum Erwerbsgeminderten "zu stempeln" und ihm einzureden, dass er "eigentlich" gar keinen Anspruch auf NIX mehr haben soll ...
Hier dürfte es sicherlich noch zu Problemen kommen, wenn jetzt eine AU vorgelegt wird, denn wenn lt. äD keine Leistungsfähigkeit vorliegt was soll da eine AU bringen und vor allem was wenn die Höhe eh nach dem bereits geleisteten ALG berechnet wird.
Warum soll es Probleme geben wenn er endlich mal "Nägel mit Köpfen macht", da er NICHT ausgesteuert wurde, hat er bereits aus dem ALGI-Versicherungs-Status einen Rechtsanspruch auf Krankengeld an die KK.
Die werden und dürfen sich NICHT auf Aussteuerung berufen und müssen dann zahlen, wie lange sie das tun werden, ist eine ganz andere Frage.
Die "Begutachtung" der AfA ist doch lächerlich und hat bei der KK erst mal keine rechtliche Bedeutung, ich war auch AU geschrieben bis zur Berentung fast 4 Jahre, das bedeutet man ist nicht Arbeits-FÄHIG und mehr noch gar nicht.
"Vermutungen" des AfA-ÄD zur aktuellen Leistungsfähigkeit darf sich die KK gar nicht zu eigen machen, er bekommt schließlich noch keine EM-Rente, die Feststellung stammt NICHT von der Rentenkasse ... erst dann entfällt gesetzlich auch der Anspruch auf Krankengeld.
Dann bekäme er ja Rente statt dessen ... bis dahin ist auch die KK in der Leistungspflicht bei einer bescheinigten AU, genau als wenn sonst ein Arbeitsloser im Bezug krank wird und gemäß § 146 SGB III nach 6 Wochen zur Krankengeldzahlung abgegeben wird.
Das geht ja nur wegen einer Aussteuerung nicht mehr, weil dann kein Krankengeldanspruch mehr da ist, das betrifft ja den TE NICHT... er ist ja bisher gar nicht AU gewesen seit seiner Entlassung ...
Probleme kann er tatsächlich bekommen, wenn die AfA den aktuellen Bescheid wieder aufhebt weil er OHNE ALGI-Bezug überhaupt nicht mehr krankenversichert wäre, schon gar nicht mit Krankengeld-Anspruch.
Er MUSS bei Beginn der AU einen Versicherungs-Status haben der Krankengeld beinhaltet und das ist bei laufendem ALGI der Fall, sofern nicht bereits wegen einer Aussteuerung gezahlt wird, die aber bei der KK erfolgt sein muss und nicht vom AfA-ÄD "beschlossen" werden kann.
Allerdings wie du zu recht schon festgestellt hast, wenn die AU der KK vorgelegt wird und diese ggf. nach 6 Wochen zum KG verpflichtet ist, wird diese sicherlich ihre eigene Leistungsprüfung durch den MDK vornehmen um abzuklären ob hier wirklich ein Leistungsfall fürs KG vorliegt.
Der Leistungsfall ist zunächst mal eindeutig (direkt aus dem ALGI-Bezug), denn eine Aussteuerung gibt es ja nicht, nur dann wäre die Leistungspflicht (vorerst) nicht gegeben für die KK.
Sollte dort dann wirklich nur Leistungsfähigkeit unter 3 Std./tägl. gegeben sein sollte wird sich die KK versuchen mit dem Anspruch einer vollen EMR (bei voller EMR entfällt der KG-Anspruch) das KG abzulehnen.
Das wäre zunächst mal abzuwarten, denn wie du gerade richtig feststellst hat zur Erwerbsfähigkeit das letzte Wort die DRV zu sprechen und auch die KK hat diese Entscheidung dann (unter Zahlung von Krankengeld) abzuwarten.
Zudem ist ja noch gar nicht klar, ob die Einschätzung der AfA Bestand haben kann (für die KK ist sie im Moment gar nicht relevant ), eine Absenkung des ALGI sollte er sich NICHT bieten lassen und dabei würde ich gleichzeitig das ÄD-Gutachten in Frage stellen.
Das muss notfalls noch (per Widerspruch / Beschwerde in Nürnberg) reguliert werden, damit er nach den 6 Wochen auch das Krankengeld in der zustehenden Höhe bekommen wird.
Die Afa muss sich mal selber "einig" werden, ob sie meint "Nahtlosigkeit" zu zahlen, dann ist eine Kürzung wegen der Leistungsminderung gar nicht zulässig ODER, ob er als "normaler" Arbeitsloser sein ALGI bekommt, unter 15 Wochenstunden gibt es da gar keinen Anspruch mehr ...
Dann müsste ALGI mit dieser Begründung (fehlende Verfügbarkeit) abgelehnt werden ... dagegen ist dann Widerspruch einzulegen, aber es fehlen die Infos zu konkreten Bescheiden / Schreiben der AfA ...
Die AfA hätte zu wenig gezahltes ALGI nachzuzahlen und die KK übernimmt generell was man als ALGI bezogen hat bis zum Beginn der AU (bzw. den dann korrigierten Betrag bei Ablauf der 6 Wochen Leistungs-Fortzahlung nach § 146 SGB III.).
Über die (eventuellen) Schritte der KK ihn auch wieder (an die AfA) los zu werden, muss im Moment noch gar nicht spekuliert werden ... das ginge ja nur wenn der MDK ihn nun wieder für Voll Erwerbsfähig / voll Leistungsfähig halten möchte ...
Meiner Kenntnis nach hat die AfA das dann so zu akzeptieren (das eigene "Gutachten" wäre hinfällig), aber da ändert sich ja auch "alle Nase lang was" ...
Ich warte jetzt erst mal was uns der TE noch mitteilen wird und bin wieder mal heilfroh, dass ich diesen ganzen MIST hinter mir habe ... und Ende des Jahres meinen "Übergang" in die Regel-Altersrente für nächsten Sommer beantragen werde ...
Dann suche ich nur noch den passenden leichten "Nebenjob" in dem ich mich dann völlig ungestraft "dumm und dämlich verdienen darf" ...
06.06.2017, 07:03 #28
ich sehe das völlig anders. Auch wenn wir das (medizinisch) noch
nicht nachvollziehen können, hätte unserem Helden ausgehend vom
dargestellte Ablauf nichts besseres mehr passieren können, als dass
der AA-Arzt feststellt
„weniger als 3 Stunden voraussichtlich über 6 Monate, aber nicht
auf Dauer"
Die rechtlichen Folgen wären aus meiner Sicht klar:
Nahtlosigkeitsregelung § 145 SGB III mit vollem Arbeitslosengeld
und Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder
Damit ist unser Held nicht "ausgemustert", sondern nach dem ge-
schilderten Zustand am Ende des Arbeitsverhältnisses - nach
41 Jahren körperlich und psychisch fertig - für die Zukunft
Darüber hinaus könnte wegen Krankengeld über den sozial-
rechtlichen Herstellungsanspruch nachgedacht werden,
aber das würde hier im Moment wohl zu weit führen.
06.06.2017, 14:35 #29
ich sehe das völlig anders. Auch wenn wir das (medizinisch) noch nicht nachvollziehen können, hätte unserem Helden ausgehend vom dargestellte Ablauf nichts besseres mehr passieren können, als dass der AA-Arzt feststellt
Das kann jeder gerne (nach der Interpretation, die er selbst der Schilderung des TE entnimmt) so sehen wie er möchte, es ist EINE Möglichkeit von vielen, aber was soll daran bitte "besser" sein ???
Mir ist durchaus bekannt, dass die Anwendung von § 145 SGB III auch ohne vorherige Aussteuerung erfolgen KANN (dazu braucht mich auch User @sandrin nicht mehr umfassend aufzuklären, durch Übernahme und Abdruck des "Gesetzbuches" ), dann sollte aber auch die Kenntnis da sein, dass ALGI (bei Anwendung der "Nahtlosigkeit") nIcht auf das "begutachtete" Leistungs-Niveau reduziert werden darf, als Folge dieser Feststellung.
Ich habe ja nicht ohne Grund darauf hingewiesen und "in der Regel" beigefügt, diese ganze Polemik hilft dem Fragesteller allerdings auch nicht weiter und, dass deine Annahme nicht unbedingt zutreffen muss (die DRV regelt das dann schon in Richtung EM-Rente) habe ich aus eigener Erfahrung anders erlebt (und auch oben dazu erneut beschrieben) ...
Zudem hat der TE vor regulär (nach seiner eigenen freien Entscheidung) in die Rente für Schwerbehinderte zu gehen, zum bald möglichen Zeitpunkt, warum bitte sollte er es da gut finden (müssen) erst noch für einen Antrag auf EM-Rente bei der DRV "durch die Mangel gedreht zu werden" ...
Ich persönlich würde jedenfalls NICHTS daran gut finden, von der AfA (direkt und ohne AU aus dem aktiven Arbeitsverhältnis kommend) für EM erklärt zu werden, nur damit die ihre Ruhe haben und mich nicht mehr vermitteln müssen ... der (angeblich) direkte Weg daraus in die EM-Rente steht doch noch lange nicht fest.
Zumindest von dir hätte ich angenommen, dass dir das durchaus schon bekannt ist ...
Der TE sollte sich (bei Interesse) mal selbst wieder dazu äußern, es bringt gar nichts hier weiter herum zu raten und jede (vermeintlich abweichende) Information durchzukauen ... für mehr Klarheit zu vorliegenden Bescheiden / Schreiben der AfA kann nur der TE selber sorgen.
Nebendiskussionen darum "wer hat mehr Recht als der Andere" bringen uns hier ALLE nicht weiter ... am wenigsten hat der Betroffene was davon ...
06.06.2017, 15:56 #30
DANKE euch für die Infos, also für einen außenstehenden wie mich, der grade erst was damit zutun hat, sind die Infos zu viel.
Ich war heute beim Arzt, dieser hat mich nun Krank geschrieben, für 4 Wochen. AU beim Arbeitsamt abgegeben und den großen schein bei der Krankenkasse.
Mein Arzt sagte mir ich soll die ruhe bewahren, den einer von beiden Zahlt, er wird mich in allem Unterstützen.
Mein freund hat mir wohl zuviel bulshit erzählt, das ich kein Geld bekomme, weil ich nur unter 3 Stunden arbeiten gehen darf.
Für mich ist es wichtig, das ich entweder Krankengeld oder Arbeitslosengeld bekomme, bis ich wieder Arbeiten gehen kann.
Melde mich wen es was neues gibt
06.06.2017, 22:43 #31
Ja, sehe ich auch so: einer von beiden muss zahlen.
Nun können weitergehende Überlegungen zum sozialrechtlichen
Herstellungsanspruch angestellt werden.
Zitat von meinheld2
Am 28.04.2017 Termin bei meinen Sachbearbeiter gehabt. Dieser
schickte mich zum ärztliche Dienst der AfA .
Hätte der Sachbearbeiter auf die Idee kommen können oder müssen,
unseren Helden auch zu seinem Arzt zu schicken, damit dieser noch
rechtzeitig vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses die Frage der
Arbeitsunfähigkeit beurteilt?
07.06.2017, 00:43 #32
Hätte der Sachbearbeiter auf die Idee kommen können oder müssen, unseren Helden auch zu seinem Arzt zu schicken, damit dieser noch rechtzeitig vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses die Frage der
Die AfA-SB sind doch nicht dafür da die Antragsteller vor "Schaden" bei der Höhe eines eventuellen Krankengeldes zu bewahren, die sind doch nicht mal in der Lage AfA betreffende Sachverhalte den "Kunden" sachlich und gesetzlich korrekt mitzuteilen ...
Der SB hat bei einer Arbeitslosmeldung zunächst mal die Aufgabe den Arbeitslosen möglichst wieder in Arbeit zu bringen und nicht seine eigenen "Diagnosen" zu stellen, damit der ÄD die Möglichkeit bekommt eine volle Leistungs-Minderung festzustellen wo nicht mal eine AU besteht offiziell bei der Arbeitslos-Meldung.
Dass ein GdB von 70 Anlass zu Überlegungen geben sollte, die Vermittelbarkeit (Zumutbarkeit bestimmter Tätigkeiten) beim ÄD prüfen zu lassen ist ja soweit nicht falsch ... es ist ja nicht Jedem direkt anzusehen, welche Behinderungen, beruflichen Einschränkungen das sein könnten.
Wie immer hat aber NUR ein Arzt weitere Informationen dazu zu erfragen und dann zu entscheiden, was dem SB (im Teil B) schriftlich dazu Diagnoseneutral mitgeteilt werden sollte.
Wir sind uns doch (vermutlich) darüber einig, dass man auch mit gewissen Einschränkungen / Behinderungen durchaus noch Erwerbsfähig sein kann, wenn bestimmte Einsatzgebiete / Körperhaltungen oder Belastungen dabei ausgeschlossen werden ...
Daraus alleine hat doch kein SB zu schließen, dass man zum Arzt gehen sollte eine AU-Bescheinigung fordern und der ÄD beschließt direkt, dass der Arbeitslose ohnehin nicht mehr Leistungsfähig ist für den gesamten Arbeitsmarkt und "eigentlich" kein ALGI mehr bekommen dürfte, es sei denn unter dem "Deckmantel" der Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III.
Den Entschluss früh genug im laufenden Arbeitsverhältnis noch zum Arzt zu gehen und sich krank schreiben zu lassen, hätte der TE schon selber treffen müssen, dann wäre der Gang zur AfA ja noch gar nicht erforderlich geworden ...
Vielleicht wäre ihm dann Einiges vom aktuellen Theater bei der AfA wirklich erspart geblieben, vom höheren Krankengeld direkt aus dem letzten Einkommen berechnet mal ganz abgesehen.
Sein behandelnder Arzt hätte damit offenbar auch KEIN Problem gehabt aber es gibt eben Fehler, die man nur einmal macht und die für die Zukunft NICHT mehr zu korrigieren sind ...
Bei der KK und seinem Anspruch dort sehe ich KEINE Probleme, denn ohne AU (die ja auch bei der KK dann registriert wird) KANN dort ja keine reguläre Aussteuerung stattgefunden haben ...
Das sind Regelungen der KK und des SGB V, da kennst du dich doch eigentlich sehr gut mit aus und bestimmt besser als ich.
Die KK kann sich nicht auf die Feststellungen der AfA zur "Nahtlosigkeit" berufen, die ergibt keinen Grund um Krankengeld nicht zahlen zu müssen, sofern eine Aussteuerung noch gar nicht erfolgt ist für die aktuelle Erkrankung.
Um irgendwelche Gegenwehr sollte man sich bei der KK auch erst Gedanken machen wenn es tatsächlich erforderlich wird, der TE ist mit unseren ganzen gesetzlichen "wenns und abers" ohnehin schon überfordert ...
Wir wissen immer noch nicht, ob der ALGI-Bescheid soweit korrekt ist (Leistungsbetrag und Anspruchszeit) und in diesem Falle braucht er nur die durchgehende AU-Bescheinigung bei der AfA weiter einreichen und wird nach 6 Wochen "automatisch" an die KK abgegeben ... wo er (im Gegensatz zu einem Ausgesteuerten) dann auch sein Krankengeld zu bekommen hat ...
07.06.2017, 07:28 #33
wir wissen nicht, was am 28.04.2017 konkret Gegenstand des Gesprächs war. Davon wäre abhängig, ob der Sachbearbeiter eine – spontane – Beratungspflicht hatte und diese ordnungsgemäß erfüllte (§§ 14, § 15 SGB I) bzw. (s)ein Fehler für den sozialrechtlichen Nachteil unseres Helden kausal ist. Jedenfalls kann sich ein sozialrechtlicher Herstellungsanspruch auch aus einem fehlerhaften Verhalten der Arbeitsagentur ergeben, wenn sich die Krankenkasse dies zurechnen lassen muss. Eine zurechenbare Beratungspflichtverletzung wird z. B. dann angenommen, wenn die Zuständigkeitsbereiche beider Stellen materiell-rechtlich eng miteinander verknüpft sind, die andere Behörde im maßgeblichen Zeitpunkt aufgrund eines bestehenden Kontaktes der aktuelle "Ansprechpartner" des Berechtigten ist und die Behörde aufgrund der ihr bekannten Umstände erkennen kann, dass bei dem Berechtigten im Hinblick auf das andere sozialrechtliche Gebiet ein dringender Beratungsbedarf in einer gewichtigen Frage besteht. Dabei ist erforderlich, dass durch Vornahme einer zulässigen Amtshandlung der Zustand hergestellt werden kann, der bestehen würde, wenn die Behörde ihre Verpflichtungen gegenüber dem Berechtigten nicht verletzt hätte.
Also warum nicht mal näher hinschauen?
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb...esgb&id=186043
07.06.2017, 09:32 #34
nun gut, daß hört sich alles gut an, nur auch du selbst weißt doch wie schwer es ist Recht zu bekommen.
Recht haben und Recht bekommen sind hierzulande eben immer noch zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Wie Doppeloma schon sagte, hätte meinheld2 besser mal vorher hier reingeschaut. Zumindest dann hätte er sicherlich eine weit höhere Leistung (KG 80-90%) als jetzt (60/66%). Nun gut es ist wie es ist.
Mich irritiert hier aber auch eine vorang gegangene Aussage von Doppeloma:
Na ja, wenn meinheld2 es tatsächlich vorgehabt haben sollte in die Rente für Schwerbehinderte zu gehen, dann hätte er sich hier nun sicherlich in Bein geschossen.
Jetzt dürfte wohl die DRV eingeschaltet werden, bzw. müßte bei Anwendung von § 145 SGB III. Damit wäre dann von dieser zuerst einmal abzuklären ob überhapt eine EMR gegeben wäre oder das ganze lediglich mit einer Reha auch erfolgreich beendet werden könnte.
Sollte meinheld2 dabei aber Pech haben und die DRV entscheidet sich für eine EMR - ganz gleich welcher Art -, dann wäre wohl der nächste finanzielle Gau vorhanden. Dann würde ihm die DRV ja Lebenslang gleich mal wegen der vorzeitigen Verrentung einiges an Leistung abziehen, wenngleich es heute schon weniger ist. Aber Geld ist Geld wenn es später ein Leben lang fehlt, besonders bei Rentnern.
Genau diesen Gag könnte ich mir bei der DRV durchaus vorstellen, betrachte ich nur meine eigene damalige Situation (bereits BU-Rentner in sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung ü55 ohne Vermittlungsmöglichkeit vor Ort, dazu schon 30% SchwerB) und wie schnell da die volle EM-Arbeitsmarktrente entschieden wurde.
Hier frage ich mich dann auch, wie wird sich die KK tatsächlich in wohlmöglich 6 Wochen verhalten, wenn ein KG spruchreif würde. Wird sie meinheld2 unvermittelt auffordern eine Antrag auf Reha zu stellen, oder wird sie einfach 78 Wochen KG leisten.
Letzteres kann ich mir persönlich nicht vorstellen, denn sie wird ja davon Kenntnis erlangen das meinheld2 bereits ALG-I Leistung erhält. Da könnte es ohne weiteres passieren das sie bei der AfA nachhaken wird. Rein spekulativ könnte es dann dabei durchaus passieren das sie selbst den MdK einschaltet und dann den Versuch unternimmt meinheld2 über einen Rehaantrag an die DRV-Zuständigkeit abzuschieben.
Dann aber wären wir wieder bei obigen Zenario.
Nun gut alles nur spekulationen, zumindest solange wie hier keine konkreten Fakten (anonymer Bescheid der AfA etc.) vorliegen.
Bevor wir hier weiter machen wäre jetzt mal meinheld2 mit Unterlagen gefordert.
07.06.2017, 14:31 #35
Hallo Machs Sinn UND saurbier,
könnt ihr BITTE den Disput um weitere mögliche Rechtslagen und "Vielleicht-Ungemach" für den TE auf einen anderen Platz verlegen ...
Könnt oder wollt ihr (beide ?) nicht verstehen, dass der TE damit bereits überfordert ist und das auch ein Grund sein kann, dass er sich zu konkreten (eigentlich einfachen) Fragen nicht mehr äußert, er weiß ja gar nicht mehr wo er damit anfangen soll ...
Sorry aber weitere Neben-Diskussionen dieser Art werde ich löschen, so geht das nicht, auch wenn ich persönlich eure Ansichten / Gründe / Bedenken (zumindest) teilweise nachvollziehen kann, aber es geht hier NICHT um MICH ... sondern um den Fragesteller ...
12.06.2017, 05:54 #36
Danke Doppeloma und meinheld2 für die (konstruktiven) Rückmeldungen.
23.06.2017, 07:41 #37
Nun kommt das womit ich nicht gerechnet habe, die Krankenkasse hat mich zum MDK geschickt wegen der AU.
Habe den MDK alles erklärt und was sagte dieser, es ist unwichtig was der ärztliche Dienst der AfA sagt. Sie können leichte Tätigkeiten ausüben sie sind ab heute gesund geschrieben. z.b. als Pförtner
Dann ist mir der Kragengeplatz und habe diesen ausgezählt aber sowas von.
Er wurde etwas kleinlaut und sagte mir, ich habe meine Statuten tut mir leid, mein Arzt sollte mich auf was anderes Krankschreiben und sagte mir eine ziffer.
Das kann ich nicht verstehen, egal mein Arzt sagte mir, ich soll ein paar Wochen warten und dann machen wir es so.
Mein Freund sagte mir, wen ich Krank gewesen währe bevor ich Arbeitslos geworden bin, dann hätte mich nach mein alten Job bewerten müssen.
So bin ich Arbeitslos und er kann mich auf alle Jobs verweisen.
Ist das auch bei einer Betriebsbedingten Kündigung so, wen man kurz bevor man Arbeitslos ist krank wird?
Ja da wird der Hund in der Pfanne verrückt.
Ihr habt alle recht, ich hätte mich vorher krankschreiben lassen müssen. Das System stinkt, stelle ich fest.
23.06.2017, 10:20 #38
Ich sags nochmal, vielleicht wäre es von Vorteil hier mal entsprechende Bescheide anonymisiert einzustellen, nur so kann man wirklich sehen was da so abgeht.
23.06.2017, 10:34 #39
sorry aber ich weis nicht wie ich das machen soll, ich bin ja froh das ich das wenigstens hinbekommen habe. Bin halt kein Büro mensch.
Ich wollte euch nur mitteilen was grade bei mir abläuft, um euch auf den neusten stand zuhalten :-)
Ich bekomme vom Arbeitsamt mein Geld, das läuft alles, nur das mit den MDK ärgert mich etwas.
Stimmt diese aussage "wen ich Krank gewesen währe bevor ich Arbeitslos geworden bin, dann hätte mich nach mein alten Job bewerten müssen. So bin ich Arbeitslos und er kann mich auf alle Jobs verweisen ?
Ist das auch bei einer Betriebsbedingten Kündigung so, wen man kurz bevor man Arbeitslos ist krank wird?"
23.06.2017, 10:39 #40
Ja, diesmal liegt dein Freund richtig.
Es hätte gereicht, wenn du nach dem
Gespräch mit der Arbeitsagentur am
28.04.2017 zum Arzt gegangen wärst.
23.06.2017, 11:10 #41
OK, da bin ich wohl zu blöd gewesen
Obwohl ich betriebsbedingt gekündigt bin, hätte das gereicht
zweit tage zuvor mich Krankschreiben zulassen um mich nicht auf anderen leichte stellen zu verweisen, das ärgert mich
Nun hat ja der MDK den Krankenschein beendet, lauft wieder diese 6 Wochen Frist vom Arbeitsamt noch mal an, wegen Lohnfortzahlung, wen mich mein Arzt in 3 Wochen wieder Krankschreibt und zusätzlich die alte Diagnose mit schreibt?
Ich kenne das nämlich von meinen alten Arbeitgeber, das wen es die selbe Krankheit ist ich direkt ins Krankengeld komme.
Geändert von Curt The Cat (23.06.2017 um 21:09 Uhr)
23.06.2017, 11:38 #42
Vom Arbeitslosengeld aus kommst du nicht direkt ins Krankengeld,
sondern allenfalls nach 6 Wochen - wenn überhaupt (was ich persön-
lich nicht glaube und wofür ich jetzt auch keinen Grund erkennen
P.S.: die Frage ist nicht, ob du "zu blöd" warst, sondern ob die
AA am 28.04.2017 hätte anders reagieren müssen.
23.06.2017, 12:02 #43
nach 6 Wochen - wenn überhaupt (was ich persönlich nicht glaube und wofür ich jetzt auch keinen Grund erkennen kann).
Wie kommst du darauf das ich kein Krankengeld bekommen werde, wenn man krank ist, ist man nicht vermittelbar und es muss Krankengeld bezahlt werden nach 6 Wochen.
23.06.2017, 12:50 #44
Weil sich für die Arbeitsagentur durch Vorlage einer AU-Bescheinigung
nichts ändert. Für die bist du schon jetzt gesundheitlich nicht mehr ver-
mittelbar, weswegen dir Alg nach der Nahtlosigkeitsregelung gezahlt wird.
P.S.: Wieso willst du jetzt ins Krankengeld wechseln, obwohl sie dich
bei der Arbeitsagentur jetzt in Ruhe lassen und die Leistung nicht
höher wäre. Was machst du, wenn sich die Rentenkasse dem
MDK anschließt, der Reha- / Rentenantrag abgelehnt wird?
23.06.2017, 14:31 #45
Ist das nicht egal, ich bin ja nicht ausgesteuert und hätte Anspruch auf Krankengeld.
Das haben wir doch hier geklärt wen ich ausgesteuert wehre dan wurde ich nichts bekommen :-)
Bin 59 jahre Jung ALG sind 2 Jahre und 1,5Jahre habe ich Krankengeld Anspruch. So bin ich 63 Jahre alt und könnte frühzeitig in Rente gehen aufgrund meiner Behinderung. mit einen abschlag.
23.06.2017, 15:52 #46
Warum willst du etwas ändern wenn es "egal" ist? Du könntest
ja auch zuerst Alg beziehen und später Krankengeld, ggf. durch
den Krankengeld-Bezug dann wieder einen neuen Alg-Anspruch
23.06.2017, 19:34 #47
Das Verstehe ich nicht , wie soll man damit ein neuen Alg-Anspruch erwerben ?
Wen ich erst den Anspruch von ALG verbrauche 2 Jahre
Dann 1,5 Jahre Krank bin
Dan erhalte ich wieder ein neuen Anspruch an ALG für 2 Jahre?
23.06.2017, 19:53 #48
Theorie und Praxis sind immer zweierlei.
Und auch nicht zwei Jahre, sondern 8 Monate.
23.06.2017, 20:39 #49
Natürlich nicht, siehe Tabelle. Danke für die Klarstellung.
Wobei ja immer die Frage ist, wann der MDK dann wieder dazwischenfunkt, selbst bei berechtigter AU.
23.06.2017, 21:17 #50
genau das ist es, MDK und wie wir es wissen, es gibt nette und A..... von den, die lieber ein 30,-Euro Prämie für jede gesund Schreibung bekommen (sagte mir mein Arzt).
DANKE euch RobbiRob, Machts Sinn und saurbier für die Hilfe von heute.
Halte euch auf den Laufenden, Melde mich auch natürlich wen ich eine Frage habe :-), den das Überfordert mich doch etwas alles.
Reha entlassung und weiter AU(Krankengeld) Nitro1 Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 42 04.11.2014 11:19
Befristeter Arbeitsvertrag zuende aber krank, jetzt AlG 2 oder Krankengeld Susanne1 ALG II 10 31.01.2012 19:55

References: § 146
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 § 145
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 § 15
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