Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20M%C3%BCnchen&Datum=30.11.2016&Aktenzeichen=3%20U%202750/16
Timestamp: 2019-10-22 10:19:02+00:00

Document:
OLG München, 30.11.2016 - 3 U 2750/16 - dejure.org
https://dejure.org/2016,43670
OLG München, 30.11.2016 - 3 U 2750/16 (https://dejure.org/2016,43670)
OLG München, Entscheidung vom 30.11.2016 - 3 U 2750/16 (https://dejure.org/2016,43670)
OLG München, Entscheidung vom 30. November 2016 - 3 U 2750/16 (https://dejure.org/2016,43670)
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ROM II-VO Art. 4 Abs. 2; BGB § 823 Abs. 1; ZPO § 138 Abs. 1, § 286
BGB § 823 Abs. 1 ; SkiVerhaltReg Nr. 3
LG Traunstein, 20.05.2016 - 8 O 4500/15
Nach österreichischem Recht ist bezüglich des geforderten Verhaltens von Skifahrern insoweit auf die Regeln des internationalen Skiverbandes (FIS) abzustellen (OLG München, Urt. v. 30.11.2016, 3 U 2750/16 m.w.N.; OLG Dresden, Endurt. v. 30.01.2013, 13 U 956/12 m.w.N.;… OLG Hamm, Urt. v. 17.05.2001, 27 U 209/00).
Er darf nicht darauf vertrauen, dass der vorausfahrende Skifahrer seine kontrollierte Fahrweise in einem bestimmten Pistenbereich beibehalten werde (OLG München, Urt. v. 30.11.2016, 3 U 2750/16 m.w.N.).
Diese Pflichtenstellung im Skisport führt dazu, dass ein Zusammenprall zwischen voranfahrendem und hinterherfahrendem Skifahrer typischerweise auf einem Fehlverhalten des hinterherfahrenden beruht (vgl. BGH NJW-RR 2002, 612 f.), woraus folgt, dass dann der erste Anschein ein Verschulden des hinterherfahrenden Skifahrers annehmen lässt (OLG München, Urt. v. 30.11.2016, 3 U 2750/16).
Den vorausfahrenden Skifahrer trifft nach der FIS-Regel Nr. 2 nur die Pflicht zur Beachtung der in seinem Gesichtsfeld liegenden Vorgänge (OLG München, Urt. v. 30.11.2016, 3 U 2750/16 m.w.N.), so dass er den von hinten herannahenden Beklagten weder wahrnehmen konnte noch musste.

References: Art. 4
 § 823
 § 138
 § 286
 § 823
 BGH