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Timestamp: 2016-10-23 22:24:19+00:00

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2C_523/2014 � � Urteil vom 18.3.2015
A.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Galligani,
Departement f�r Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau (DGS),
Definitives Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung und Einschr�nkung der Bewilligung zur selbstst�ndigen Berufst�tigkeit als Fach�rztin,
Dr. med. A.________ (geb. 1952) war als Fach�rztin f�r Gyn�kolo gie und Geburtshilfe mit eigener Praxis in W.________ t�tig. In den Jahren 2004, 2006 und 2007 war es bei drei von ihr operierten Patientinnen zu Komplikationen gekommen. Die Patientinnen mussten aufgrund von starken Nachblutungen im Kantonsspital U.________ notoperiert werden.
B.a.�Am 2. M�rz 2007 erliess das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) vorsorglich ein Operationsverbot. Dr. med. A.________ wurde untersagt, "selbstst�ndig operativ t�tig zu sein", wobei dieses Verbot sowohl "die T�tigkeit als Erste-Hand-Operateurin als auch die selbstst�ndige Durchf�hrung jeglicher invasiver Eingriffe" umfasste. Einer allf�lligen Beschwerde hiergegen wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
Mit Verf�gung vom 5. Juni 2007 untersagte das DGS Dr. med. A.________, selbstst�ndig operativ t�tig zu sein. Eine dagegen gef�hrte Beschwerde wies der Regierungsrat am 13. Mai 2009 ab. Gegen den regierungsr�tlichen Beschlusserhob Dr. med. A.________ am 17. Juni 2009 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Bezeichnung im vorinstanzlichen Urteil: WBE 2009.205).
B.b.�Am 20. Juni 2008 wurden ein Disziplinarverfahren gegen Dr. med. A.________ eingeleitet und eine Praxisinspektion durchgef�hrt. Mit Verf�gung vom selben Tag wurde f�r die Dauer des Disziplinarverfahrens die Bewilligung zur Aus�bung der selbstst�ndigen Berufst�tigkeit entzogen, unter Androhung einer Busse im Widerhandlungsfall und Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde. Mit Pr�sidialverf�gung des Regierungsrates vom 3. Juli 2008 wurde der Antrag um Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde lehnte das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 15. September 2008 ab.
Mit Verf�gung vom 1. September 2008 ordnete das Departement DGS den Vollzug der Verf�gung vom 20. Juni 2008 betreffend Entzug der Bewilligung zur Aus�bung einer selbstst�ndigen Berufst�tigkeit bzw. die Praxisschliessung an. Der Regierungsrat wies die dagegen erhobene Beschwerde unter Entzug der aufschiebenden Wirkung ab.
Das gegen den Entzug der Bewilligung zur selbstst�ndigen Berufsaus�bung f�r die Dauer des Disziplinarverfahrens ergriffene Rechtsmittel lehnte der Regierungsrat mit Entscheid vom 24. Juni 2009 ab.
B.c.�Am 21. Oktober 2010 verf�gte das Departement DSG ein definitives Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung. Es begr�ndete dieses insbesondere damit, dass Dr. med. A.________ entgegen den beh�rdlichen Anweisungen weiterhin �rztlich und operativ t�tig gewesen sein soll und Pflichtverletzungen bei Schwangerschaftsabbr�chen vorl�gen. Eine hiergegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat am 26. Juni 2013 ab.
Gegen den Entscheid des Regierungsrates betreffend definitives Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung f�hrte Dr. med. A.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Bezeichnung im vorinstanzlichen Urteil: WBE 2013.418). In der Beschwerdebegr�ndung wurde ein Gutachten daf�r verlangt, ob es sich bei den vorgenommenen Eingriffen um (untersagte) invasive Eingriffe handelt.
B.d.�Das Verwaltungsgericht hat die beiden Beschwerdeverfahren betreffend Operationsverbot und Berufsverbot infolge engen Sachzusammenhangs vereinigt und mit Urteil vom 3. April 2014 abgewiesen.
Mit Eingabe vom 27. Mai 2014 beantragt Dr. med. A.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 3. April 2014 betreffend definitives Berufsaus�bungsverbot sei aufzuheben. Dasselbe gelte f�r die Verf�gungen vom 5. Juni 2007 zur Einschr�nkung der Bewilligung zur selbstst�ndigen Berufst�tigkeit als Fach�rztin (Operationsverbot) bzw. vom 20. Juni 2008 betreffend Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung. Eventuell sei das Berufsaus�bungsverbot bis zum 31. Dezember 2014 zu befristen.
Die Beschwerdef�hrerin ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Mit Schreiben vom 20. Juni 2014 zieht sie dieses Begehren zur�ck.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und das Bundesamt f�r Gesundheit haben darauf verzichtet, sich vernehmen zu lassen.
1.1.�Das angefochtene Urteil unterliegt als verfahrensabschliessender, kantonal letztinstanzlicher Gerichtsentscheid in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG, Art. 90 BGG).Ein Ausschlussgrund im Sinn von Art. 83 BGG liegt nicht vor. Die Beschwerde ist grunds�tzlich zul�ssig. Auf die gleichzeitig erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde, die sich ebenfalls gegen den Entzug der Berufsaus�bungsbewilligung als �rztin richtet, ist nicht einzutreten (Art. 113 BGG). Die damit geltend gemachte Verletzung von Art. 29 Abs. 2, Art. 9 und Art. 27 BV sowie Art. 6 EMRK sind gem�ss Art. 95 lit. a BGG im Rahmen der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu pr�fen.
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen. Sie ist durch das angefochtene Urteil, das ihr die Berufsaus�bung vollumf�nglich verbietet, besonders ber�hrt und hat an dessen Aufhebung ein schutzw�rdiges Interesse. Die Beschwerdelegitimation gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG ist damit gegeben. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 100 Abs. 1 BGG) ist insofern einzutreten.
1.3.�Die Beschwerde beschl�gt materiell grunds�tzlich auch die Verf�gungen vom 5. Juni 2007 bzw. vom 20. Juni 2008. Die Verf�gung vom 20. Juni 2008 (Entzug der Bewilligung zur Aus�bung der selbstst�ndigen Berufst�tigkeit f�r die Dauer des Disziplinarverfahrens) ist hinsichtlich der Verf�gung vom 21. Oktober 2010, womit ein definitives Berufsaus�bungsverbot ausgesprochen wurde, als Zwischenentscheid zu betrachten und k�nnte formell nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 3 BGG noch mitangefochten werden. Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht spezifisch auf, inwiefern auch im Rahmen der �berpr�fung des definitiven Berufsaus�bungsverbots noch ein Interesse an einer formellen Aufhebung des Zwischenentscheids best�nde (vgl. BGE 133 IV 288 E. 3.2 S. 292). Die Verf�gung vom 5. Juni 2007 betreffend Operationsverbot ist - soweit sie nicht (faktisch) ebenfalls als Zwischenverf�gung zum definitiven Berufsaus�bungsverbot vom 21. Oktober 2010 zu betrachten ist - im vereinigten Verfahren durch das Urteil des Verwaltungsgerichts ersetzt worden (Devolutiveffekt) und gilt insofern als inhaltlich mitangefochten (vgl. BGE 138 II 169 E. 3.3 S. 171; 134 II 142 E. 1.4 S. 144; 129 II 438 E. 1 S. 441). Auf das Begehren um Aufhebung der Verf�gungen vom 5. Juni 2007 bzw. vom 20. Juni 2008 kann demnach nicht eingetreten werden.
1.4.�Das Bundesgericht pr�ft frei und von Amtes wegen die richtige Anwendung des Bundesrechts (Art. 95 lit. a und Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur als unzutreffend ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, welche rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen ist (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 f.; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.1.�Die selbstst�ndige T�tigkeit als Arzt oder �rztin bedarf einer Bewilligung des Kantons, auf dessen Gebiet sie ausge�bt wird (Art. 34 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 �ber die universit�ren Medizinalberufe [Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11]). Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person ein entsprechendes eidgen�ssisches Diplom besitzt (Art. 36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauensw�rdig ist sowie physisch und psychisch Gew�hr f�r eine einwandfreie Berufsaus�bung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erf�llt sind oder nachtr�glich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie h�tte verweigert werden m�ssen (Art. 38 MedBG; hierzu Urteil 2C_853/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.3).
2.2.�Selbstst�ndig t�tige Arztpersonen halten sich zudem an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Gem�ss der Generalklausel von Art. 40 lit. a MedBG �ben sie ihren Beruf sorgf�ltig und gewissenhaft aus; sie halten sich an die Grenzen der Kompetenzen, die sie im Rahmen der Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben (vgl. dazu Urteil 2C_901/2012 vom 30. Januar 2013 E. 3.2). Art. 43 Abs. 1 MedBG sieht neben der Verwarnung (lit. a), dem Verweis (lit. b) und der Busse bis zu 20'000 Franken (lit. c) ein (befristetes) Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung f�r l�ngstens sechs Jahre (lit. d) und ein definitives (unbefristetes) Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung f�r das ganze oder einen Teil des T�tigkeitsspektrums (lit. e) vor (vgl. Urteile 2C_410/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1; 2C_504/2014 vom 13. Januar 2015 E. 3.2 und 3.3; 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.2 und 4.3). Mit den Disziplinarmassnahmen nach Art. 43 MedBG sollen Verfehlungen im Zusammenhang mit der selbstst�ndigen beruflichen T�tigkeit nachtr�glich sanktioniert werden. Dies gilt auch f�r das disziplinarische Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG (Urteile 2C_504/2014 vom 13. Januar 2015 E. 3.3; 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.3; 2C_853/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.3). Ein Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG beschl�gt das gesamte Gebiet der Schweiz; es setzt jede Bewilligung zur selbstst�ndigen Berufsaus�bung ausser Kraft (Art. 45 MedBG).
2.3.�Gem�ss Art. 46 Abs. 1 MedBG verj�hrt die disziplinarische Verfolgung zwei Jahre, nachdem die Aufsichtsbeh�rde vom beanstandeten Vorfall Kenntnis erhalten hat. Diese Frist wird durch jede Untersuchungs- oder Prozesshandlung �ber den beanstandeten Vorfall unterbrochen, welche die Aufsichtsbeh�rde, eine Strafverfolgungsbeh�rde oder ein Gericht vornimmt (Art. 46 Abs. 2 MedBG). Die absolute Verj�hrungsfrist betr�gt zehn Jahre (Art. 46 Abs. 3 MedBG). Wird gegen eine Person ein Disziplinarverfahren durchgef�hrt, so kann die Aufsichtsbeh�rde zur Beurteilung der von ihr ausgehenden Gef�hrdung der �ffentlichen Gesundheit nach dem ausdr�cklichen Willen der Gesetzgebung auch Sachverhalte ber�cksichtigen, die verj�hrt sind (Art. 46 Abs. 5 MedBG). Nach Art. 67 Abs. 1 MedBG finden die Disziplinarmassnahmen des Art. 43 keine Anwendung auf Vorf�lle, die sich vor Inkrafttreten des Gesetzes am 1. September 2007 ereignet haben. Aufgrund der Verletzung von Berufspflichten gem�ss Art. 40 lit. a MedBG, die sich vor Inkrafttreten dieses Gesetzes ereignet hat, kann jedoch ein befristetes oder definitives Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung ausgesprochen werden, wenn es zum Schutz der �ffentlichen Gesundheit unabdingbar erscheint (Art. 67 Abs. 2 MedBG).
3.1.�Das Verwaltungsgericht hat das definitive Verbot gegen�ber der Beschwerdef�hrerin zur selbstst�ndigen Berufsaus�bung als �rztin best�tigt. Als Grundlage hierf�r stellte es fest, dass nach drei Vorf�llen bei von ihr durchgef�hrten operativen Eingriffen in den Jahren 2004, 2006 und 2007 - drei Patientinnen mussten wegen starken Nachblutungen ins Kantonsspital eingeliefert und notoperiert werden - die Bewilligung zur freien Berufsaus�bung als �rztin eingeschr�nkt wurde (zun�chst Operationsverbot; sp�ter Verbot der selbstst�ndigen �rztlichen T�tigkeit). Nach der verf�gten Einschr�nkung der Berufsaus�bungsbewilligung soll es unter mehrfacher Missachtung der Auflagen zu weiteren und teilweise gravierenden Verletzungen der Berufspflichten gekommen sein (Art. 40 lit. a MedBG), sodass das Departement am 21. Oktober 2010 ein definitives (unbefristetes) Berufsverbot gegen die Beschwerdef�hrerin gest�tzt auf Art. 43 Abs. 1 lit. e MedBG aussprach.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin anerkennt einen Teil der durch die Vorinstanz festgehaltenen Verletzung der Berufspflichten. Dies betrifft die Vorw�rfe, ohne Bewilligung und ausserhalb der Erst- und Notfallversorgung Medikamente direkt an Patientinnen abgegeben zu haben (Verstoss gegen das Selbstdispensationsverbot). Weiter akzeptiert sie den Vorwurf, einen Schwangerschaftsabbruch vor der 12. Woche ohne schriftliches Gesuch und ohne Aush�ndigung des Leitfadens an die Patientin sowie weitere Eingriffe durchgef�hrt zu haben. Ebenfalls anerkennt sie Beanstandungen mit Bezug auf die F�hrung der Krankengeschichten. Demgegen�ber bestreitet sie in tats�chlicher Hinsicht, dass die Vorkommnisse, die zum Operationsverbot und zur Einschr�nkung der freien Berufsaus�bung gef�hrt haben, auf Sorgfaltspflichtverletzungen zur�ckzuf�hren seien. Sie weist darauf hin, nach der verf�gten Einschr�nkung nicht mehr selbstst�ndig, sondern nur noch unter Aufsicht t�tig gewesen zu sein (�bergabe der Praxis an Prof. G.________). Die an sich anerkannten Berufspflichtverletzungen betreffend Bet�ubungsmittelkontrolle und direkte Medikamentenabgabe seien sodann durch spezifische Umst�nde ein St�ck weit zu relativieren.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zu den drei Vorkommnissen, die zur Einschr�nkung der Berufsaus�bungsbewilligung und einem Operationsverbot f�hrten, seien unter Missachtung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 EMRK) sowie in willk�rlicher Weise (Art. 9 BV) getroffen worden. Die Vorkommnisse seien nicht auf Berufs- und Sorgfaltspflichtverletzungen zur�ckzuf�hren. Vielmehr seien - soweit es sich nicht um ohnehin verj�hrte Vorkommnisse handle - f�r Aborte �bliche, zu erwartende Komplikationen eingetreten.
4.1.�Anl�sslich des ersten der Beschwerdef�hrerin zur Last gelegten Eingriffs am 20. August 2004 (Patientin A.S.) nahm diese eine laparoskopische Operation (Bauchspiegelung) am linken Ovar vor. Dabei kam es zu einer massiven Blutung aus dem rechten Adnexgebiet, die erst mit der Einlieferung der Patientin ins nahegelegene Spital und einer weiteren Operation gestoppt werden konnte. Nach den Ausf�hrungen des vom Regierungsrat bestellten Gutachters (Prof. C.________, Spital V.________; Gutachten vom 30. Juli 2008) kann es bei einer Bauchspiegelung jederzeit zu einer st�rkeren Blutung aus einem gr�sseren Gef�ss kommen, welche nicht mittels Bauchspiegelung gestoppt werden kann. Daher sei notwendig, dass �berall, wo laparoskopisch operiert werde, sehr schnell auf eine Laparotomie (Bauchschnitt) und die hierf�r erforderlichen Spitalbedingungen umgestellt werden k�nne. Die Wahl der Umgebung f�r die Operation sei inad�quat gewesen und stelle eine Sorgfaltspflichtverletzung durch die Beschwerdef�hrerin dar.
4.1.1.�Die Beschwerdef�hrerinverweistauf ein Schreiben vom 9. M�rz 2006 von Frau Prof. H.________, X.________. Dieses stellt gest�tzt auf den Operationsbericht das Fehlen eines Kunstfehlers fest, �ussert sich indessen nicht zum Vorwurf der unzureichenden Operationsbedingungen. Das Verwaltungsgericht durfte der Stellungnahme f�r die Beurteilung der konkret beanstandeten Sorgfaltspflichtverletzung (inad�quate Umgebung) wenig Gewicht einr�umen, ohne dass dies als offensichtlich unrichtig zu gelten h�tte. Wenn die Beschwerdef�hrerin vorbringt, sie habe nach dem Vorfall eine neue Praxis mit einem modernen Operationssaal er�ffnet, vermag ihr dies mit Bezug auf die beanstandete Sorgfaltspflichtverletzung nichts zu helfen. Es h�tte an ihr gelegen, auch vor April 2007 vorgenommene Eingriffe in ad�quater Umgebung durchzuf�hren und ihre Patienten entsprechenden erh�hten Risiken nicht auszusetzen.
4.1.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin sodann r�gt, dieser Vorfall aus dem Jahr 2004 h�tte angesichts von Art. 46 Abs. 1 MedBG und der dort vorgesehenen Verj�hrungsfrist von zwei Jahren disziplinarrechtlich nicht weiter ber�cksichtigt werden d�rfen, �bersieht sie, dass die Beh�rde nach dem Willen des Gesetzgebers bei Er�ffnung eines Disziplinarverfahrens auch Sachverhalte ber�cksichtigen kann, die verj�hrt sind (Art. 46 Abs. 5 MedBG). Bei der Untersuchung und Beurteilung der schwerwiegenden Vorw�rfe durfte das Verwaltungsgericht demnach auch die weiter zur�ckliegenden Vorkommnisse ber�cksichtigen (vgl. hiervorE. 2.3).
4.2.�Bez�glich des Eingriffs am 25. September 2006 (Patientin C.L.) wird der Beschwerdef�hrerin die Verletzung des Uterus (Zerreissung der Uteruscervix) bei der Durchf�hrung einer Curettage (Abort) vorgeworfen, was zu einer erheblichen Blutung f�hrte.
4.2.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die vom Kantonsspital U.________ anl�sslich der Notoperation festgestellte Zerreissung des Uterus sei nicht auf eine Sorgfaltspflichtverletzung zur�ckzuf�hren. Vielmehr beruhe diese auf einer Vorsch�digung der Uteruswand der Patientin nach zwei traumatischen Geburten in den Jahren 2001 und 2002. Damals sei im Kantonsspital U.________ auf die lege artis gebotene Durchf�hrung eines Kaiserschnitts verzichtet worden; Folge seien erhebliche Nachblutungen und Narbenbildung im Uterus gewesen. Zur Blutung nach ihrem Eingriff sei es demnach nicht wegen einer inad�quaten Operationstechnik beim Abort, sondern als Komplikation aufgrund einer vorbestehenden Gewebssch�digung gekommen. Die Uteruswand sei von Prof. I.________ histologisch untersucht worden. Zu Unrecht habe das Verwaltungsgericht darauf verzichtet, diesen anzuh�ren.
4.2.2.�Die Vorinstanz hat das Gutachten vom 30. Juli 2008 (Prof. C.________, Spital V.________) herangezogen und festgestellt, dass dieses die Verursachung des Risses an der Geb�rmutter allein durch Narbengewebe als "absolut unwahrscheinlich" einsch�tzt. Vor diesem Hintergrund durfte davon abgesehen werden, eine Anamnese �ber die schwierigen Geburten einzuholen. Ebenso durfte darauf verzichtet werden, Prof.I.________ zum histologischen Befund des Geb�rmutterpr�parates und der Vernarbung anzuh�ren. Das Verwaltungsgericht hat sodann der Stellungnahme von Prof. K.________ vom 23. Februar 2007, der im Gegensatz zum gerichtlich bestellten Gutachterauf eine bereits vorgesch�digte Geb�rmutter als Grund f�r die Blutung verweist, weniger Gewicht zuerkannt. Sie begr�ndet dies unter anderem damit, dass Prof. K.________ zwar verschiedene Operationen der Beschwerdef�hrerin assistierte, aber bei der Operation, die zum zweiten Vorfall f�hrte, nicht anwesend war und auch nicht darlegte, auf welche Unterlagen er sich f�r seine Einsch�tzung abst�tzte. Die weniger starke Gewichtung seiner Einsch�tzung kann entgegen der Vorbringen nicht als unhaltbar gelten (vgl. hiervor E. 1.4).
4.3.�Beim Vorfall vom 24. Januar 2007 (Patientin B.G.) war nach einem Eingriff der Beschwerdef�hrerin und einer Notfalloperation im Kantonsspital U.________ ebenfalls eine Zerreissung der Uteruswand und eine Verletzung der Uterinarterie festgestellt worden.
4.3.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, genau an der Stelle des vom damaligen Chefarzt der Frauenklinik des Kantonsspitals U.________, Prof. B.________, umschriebenen H�matoms habe dessen Assistentin bei einem Kaiserschnitt drei Jahre zuvor bereits ein intraligament�res Myom festgestellt. Dies lasse die Richtigkeit des Berichts des Kantonsspitals U.________ hinsichtlich des H�matoms erheblich anzweifeln. Dass sich die Vorinstanz auf ein Gutachten st�tze, das sich allein auf den Austrittsbericht und ein Schreiben von Prof. B.________ vom 5. Februar 2007 an den Kantonsarzt beziehe, sei willk�rlich. Dieser bzw. die leitende �rztin h�tten ihrerseits die gutartigen Verwachsungen nicht erkannt. Prof. B.________ stehe ihr zudem aufgrund ihrer Aussagen in einem gegen ihn angestrengten Disziplinarverfahren sowie der Konkurrenzsituation feindselig gegen�ber. Bei der Patientin seien im M�rz 2014 zudem weitere gutartige Geschwulste festgestellt worden, was die Wahrscheinlichkeit, dass das H�matom auf eine Verletzung der Arterie durch mangelhafte Operationstechnik zur�ckzuf�hren sei, weiter reduziere.
4.3.2.�Das beigezogene unabh�ngige Gutachten (Prof. C.________, Spital V.________) war zum Schluss gekommen, die Verletzung der Uterinarterie stelle keine Komplikation dar. Sie komme so selten vor, dass sie in der Literatur kaum beschrieben werde und weise auf eine inad�quate Operationstechnik hin. Auch k�men starke Blutverluste gem�ss umfangreichen Studien zu Abort Curretagen �usserst selten vor (H�ufigkeit von 0.15%). Es sei zudem sehr un�blich, dass entsprechende Perforationen nicht sofort entdeckt w�rden. Er z�hlte Situationen auf, in denen es bei Fr�hschwangerschaften als Folge des Wundverschlusses bei einem fr�heren Kaiserschnitt ausnahmsweise zu spontanen Rupturen der Uteruswand kommen k�nnte, und grenzte diese von der zu beurteilenden Konstellation klar ab. Wenn die Vorinstanz gest�tzt auf diese Einsch�tzung zum Schluss gekommen ist, die Verletzung der Uterinarterie sei auf eine inad�quate Operationstechnik der Beschwerdef�hrerin zur�ckzuf�hren, so ist dies nicht unhaltbar. Vor diesem Hintergrund k�nnen auch neuerlich festgestellte gutartige Geschwulste eine unsachgem�sse Arterienverletzung nicht ausschliessen und lassen die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen (vgl. hiervor E. 1.4). Auf die Anh�rung von Dr. med. D.________, W.________, der 2014 neuere gutartige Verwachsungen der Uteruswand bei der Patientin festgestellt haben soll, konnte verzichtet werden (Art. 29 Abs. 2 BV).
4.3.3.�Unbegr�ndet ist auch der Vorwurf, die Vorinstanz st�tze sich "allein" auf die Berichte von Prof. B.________ ab, obwohl zwischen ihm und der Beschwerdef�hrerin Feindseligkeiten bestanden h�tten. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen hat der Regierungsrat die Ausarbeitung des Gutachtens gest�tzt auf die Patientenakten in Auftrag gegeben. Der Beschwerdef�hrerin wurde Gelegenheit gegeben, Einw�nde zum Gutachter und den Fragen zu erheben. Sie hat davon nicht Gebrauch gemacht, jedoch am 8. August 2008 (gem�ss den Akten vom 4. August 2008) eine inhaltliche Stellungnahme abgegeben. Aufgrund der Stellungnahme wurden dem Gutachter Erg�nzungsfragen gestellt. Dass die Patientenakten auch die Operationsberichte des ehemaligen Chefarztes des Kantonsspitals Prof. B.________ beinhalteten, der f�r die Notoperationen verantwortlich war, vermag die Einsch�tzungen des Gutachters nicht als willk�rlich erscheinen zu lassen. Sodann konnte von einer Befragung des Herrn E.________, dessen Gattin durch einen Kunstfehler von Prof. B.________ gesch�digt worden sein soll, abgesehen werden, weil es im vorliegenden Verfahren nicht um eine Beurteilung der behaupteten Sorgfaltspflichtverletzung von Prof. B.________ geht (�bersehen der Myome). Auf die beantragte Anh�rung konnte verzichtet werden, ohne dass dies eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r der Beschwerdef�hrerin bedeutete (Art. 29 Abs. 2 BV).
4.3.4.�Die Beschwerdef�hrerin hat schliesslich ein kurzes Schreiben von Prof. F.________ vom 22. Mai 2007 ins Recht gelegt. Im Brief �ber wenige Zeilen h�lt dieser fest, sich mit den Komplikationen besch�ftigt zu haben. Es fehlen indessen die Grundlagen, worauf sich seine Einsch�tzung, die im Wesentlichen vage bleibt, st�tzen soll: So wird in allgemeiner Weise festgehalten, dass es sich wohl um keine Kunstfehler handle ("ich glaube, dass diese Komplikationen vorkommen k�nnen und dass es sich dabei um keine Kunstfehler handelt"). Dass die Vorinstanz dieser eher allgemein gehaltenen Einsch�tzung weniger Gewicht beimass als dem ausf�hrlicheren Gutachten des f�r das Verfahren herangezogenen Gutachters Prof. C.________, ist nicht zu beanstanden.
4.4.�Insgesamt zeigt sich eine H�ufung �hnlicher Vorf�lle innert kurzer Zeitspannen. Auch vor diesem Hintergrund ist die Vorinstanz der Einsch�tzung des von ihr bestellten Gutachters, wonach es sich bei den Vorkommnissen nicht bloss um zu erwartende Komplikationen, sondern vielmehr um Sorgfaltspflichtverletzungen handelt, zu Recht und ohne Verletzung von Verfahrensrechten gefolgt.
5.1.�Die Vorinstanz stellte sodann weitere Verletzungen der Berufspflichten nach Art. 40 MedBG fest. Namentlich soll die Beschwerdef�hrerin nach der verf�gten Einschr�nkung der Berufsaus�bungsbewilligung des Departements weiterhin �rztlich t�tig gewesen sein und auch nach dem Operationsverbot in mindestens zw�lf F�llen weiterhin invasive (operative) Eingriffe durchgef�hrt haben. Sodann sei es zu weiteren Verst�ssen gegen die Berufspflichten gekommen. Wie vor der Vorinstanz bestreitet die Beschwerdef�hrerin, das Operationsverbot des Departements vom 5. Juni 2007 und das Verbot der selbstst�ndigen Berufsaus�bung vom 20. Juni 2008 wiederholt missachtet zu haben. Sie sei stets unter der Aufsicht von Prof. G.________ t�tig gewesen, was von der Vorinstanz ohne Verletzung von Verfahrensrechte h�tte festgestellt werden sollen. Insbesondere sei ihre �rztliche T�tigkeit und allf�llige Verst�sse gegen Berufspflichten im vorliegenden Verfahren nicht unter strafrechtlichen Gesichtspunkten, sondern rein aufsichtsrechtlich zu beurteilen.
5.2.�Das gest�tzt auf Art. 43 Abs. 1 lit. e MedBG erlassene Berufsaus�bungsverbot bezieht sich nach dem Wortlaut des Gesetzes auf die selbstst�ndige �rztliche T�tigkeit (vgl. Urteil 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.3 und 7.2.3). Die Vorinstanz hat willk�rfrei festgehalten, nach � 23 des damals in Kraft stehenden Gesundheitsgesetzes des Kantons Aargau vom 10. November 1987 habe ein Arzt seine Praxis pers�nlich zu f�hren (Abs. 1); die Besch�ftigung eines Assistenten oder die Einstellung eines Stellvertreters waren bewilligungspflichtig (Abs. 2; vgl. heute � 8 des Gesundheitsgesetzes vom 20. Januar 2009 [GesG/AG] mit der �berschrift "Unselbstst�ndige T�tigkeiten von Personen mit universit�ren Medizinalberufen; Bewilligungspflicht"). F�r die Beschwerdef�hrerin seien keinerlei Bewilligungen f�r eine solche T�tigkeit eingeholt worden. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies nicht, bringt aber vor, dies k�nne ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, da ausschliesslich Prof.G.________ als selbstst�ndig praktizierender Arzt befugt gewesen w�re, ein Gesuch um eine Assistenz- oder Stellvertreterbewilligung zu stellen. Die R�ge ist abzuweisen: Aufgrund der Vorkommnisse und des verf�gten Bewilligungsentzugs h�tte es an der Beschwerdef�hrerin gelegen, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und sich zu informieren, um den verf�gten Bewilligungsentzug f�r die selbstst�ndige T�tigkeit nicht zu verletzen. Dass sie in ihrer Praxis auch nach dem Bewilligungsentzug �rztlich t�tig war, bestreitet sie im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr. Die Beschwerdef�hrerin hat demnach trotz verf�gtem Verbot, ihre Berufst�tigkeit frei auszu�ben, weiter praktiziert, ohne dass die Voraussetzungen f�r ein Anstellungsverh�ltnis vorgelegen h�tten. Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen, wonach sie in mehrfacher Weise gegen die Verf�gung von 2007 und 2008 verstossen hat, indem sie in mindestens 17 F�llen unbeirrt weiter Patienten empfangen hat, sind weder willk�rlich (Art. 9 BV) noch verletzen sie den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV).
5.3.�Die Vorinstanz wirft der Beschwerdef�hrerin sodann verschiedene Verst�sse gegen die Berufspflichten im Zusammenhang mit der Durchf�hrung von Aborten vor. In einem Fall habe die Beschwerdef�hrerin die Patientin (Q.V.) nach der 12. Schwangerschaftswoche mit Diagnosevermerk "Interruptionswunsch" zum Abort in der Klinik L.________ angemeldet. Die Patientin hatte zuvor vier Kontrolltermine bei der Beschwerdef�hrerin und eine vorgeburtliche Untersuchung am Universit�tsspital Z�rich wahrgenommen, wo das Geschlecht des Kindes bestimmt wurde. Wenige Tage sp�ter fand ein medikament�ser Schwangerschaftsabbruchversuch durch die Beschwerdef�hrerin statt. Diese bringt nunmehr vor, der Abort sei vor der 12. Schwangerschaftswoche vorgenommen worden und sie habe mit der medikament�sen Behandlung die Schwangerschaft nicht unterbrechen, sondern den Abgang des bereits toten F�tus mit Nalador herbeif�hren wollen. Diese Vorbringen verm�gen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht infrage zu stellen: Der von ihr selbst vermerkte Interruptionswunsch aufgrund des Geschlechts liegt in den Akten (vgl. vorinstanzliche Akten Nr. 100 ff.). Wie die Vorinstanz willk�rfrei feststellt, verlief die Schwangerschaftnach den Berichten des Universit�tsspitals Z�rich bis kurz vor der Einleitung des Abgangs problemlos. Die Beschwerdef�hrerin bezieht sich auch nicht auf eine Notlage der Patientin, wie dies im �brigen auch f�r eine Schwangerschaftsunterbrechung vor der 12. Woche erforderlich ist (vgl. Art. 119 Abs. 2 StGB). Das Verwaltungsgericht durfte die Durchf�hrung desmedikament�sen Abbruchsversuchs als weiteren erheblichen Verstoss gegen die Berufspflichten werten.
Dass die Beschwerdef�hrerin bei einer weiteren Patientin (G.G.) einen medikament�sen Schwangerschaftsabbruch ohne schriftliches Gesuch der Schwangeren und ohne die hierf�r erforderliche Aufkl�rung vorgenommen hatte, bestreitet sie im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr (vgl. E. 3.2). Entgegen der Vorbringen durfte die Vorinstanz die geschilderten Geschehnisse f�r das Disziplinarverfahren als Verletzungen der Berufspflichten sowie - aufgrund der unbestrittenen vorinstanzlichen Aufz�hlung von zw�lf invasiven Eingriffen - als wiederholte Verst�sse gegen das Operationsverbot und die verf�gte Einschr�nkung der Berufsaus�bungsbewilligung bewerten. Die Beurteilung der Verletzung der Berufspflichten unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten ist demgegen�ber kein Pr�judiz f�r ein allf�lliges strafrechtliches Verfahren (vgl. Urteil 1B_163/2014 vom 18. Juli 2014 E. 2.4).
5.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, die von der Vorinstanz festgestellten Verst�sse gegen das Verbot der direkten Medikamentenabgabe seien zu relativieren. So habe es oft, wenn nicht t�glich, Notfallsituationen in ihrer Praxis gegeben. Zudem habe sie nicht-rezeptpflichtige Substanzen aus dem Kosmetikbereich verkauft. Die Vorinstanz hat zun�chst festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin �ber keine Bewilligung f�r die direkte Medikamentenabgabe verf�gt (Art. 30 des Bundesgesetzes �ber Arzneimittel und Medizinprodukte [SR 812.21]; � 32 Abs. 1 und 2 aGesG/AG). Sie verweist gleichzeitig auf die durchgef�hrte Inspektion und die in der Praxis angetroffenen grossen Medikamentenlager, wovon nur ein Teil der gelagerten Medikamente (namentlich Schmerzmittel und Antibiotika) �berhaupt akut einsetzbar waren. Sodann wiesen Sofortrechnungen darauf hin, dass die Beschwerdef�hrerin verschiedene Medikamente direkt an ihre Patienten abgegeben hat, was sich schliesslich auch aus der Anh�rung der medizinischen Praxisassistentin ergab. Die Feststellungen der Vorinstanz zur direkten Medikamentenabgabe k�nnen somit nicht als willk�rlich gelten und ebenso wenig, dass damit ein Verstoss gegen � 32 des damals in Kraft stehenden kantonalen Gesundheitsgesetzes vorliegt (vgl. heute � 44 Abs. 1 und 2 GesG/AG; vgl. Urteil 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.4).
5.5.�Gem�ss Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 17 Abs. 4 des Bundesgesetzes �ber die Bet�ubungsmittel und die psychotropen Stoffe (SR 812.121) haben sich selbstst�ndige �rztinnen und �rzte �ber die Verwendung der bezogenen Arzneimittel auszuweisen. Sie tragen die Verantwortung f�r die korrekte Aufbewahrung und haben den Verbrauch zu dokumentieren (vgl. Art. 44 Abs. 4 der Bet�ubungsmittelkontrollverordnung [SR 812.121.1]). Auch vor Inkrafttreten der Bet�ubungsmittelkontrollverordnung am 1. Juli 2011 mussten Bet�ubungsmittel getrennt von allen anderen Waren gelagert werden (Art. 53 Abs. 1 aBetMV; AS 1996 1679). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass ihre Bet�ubungsmittelkontrolle ungen�gend war. Sie verweist auf einen von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten PC und bringt vor, auch wenn sie nicht physisch Buch �ber die Bet�ubungsmittel f�hrte, habe sie eine pr�zise und kurierte Kontrolle bez�glich der Verwendung derselben besessen. Die Vorbringen sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen infrage zu stellen: Bei der Praxisinspektion am 20. Juni 2008 wurden unter anderem Opiate ungesichert im Schrank des Untersuchungszimmers vorgefunden; den Umstand, dass Bet�ubungsmittel nicht unter Verschluss gelagert wurden, best�tigten ehemalige Praxisassistenten �bereinstimmend. Die Vorinstanz durfte demnach auch ohne Auswertung des gem�ss den Vorbringen bei der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Computers davon ausgehen, die Bet�ubungsmittelkontrolle gen�ge den gesetzlichen Anforderungen nicht.
5.6.�Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass die Beschwerdef�hrerin weder den Vorwurf der Missachtung der Einschr�nkung der Berufsaus�bungsbewilligung (Durchf�hrung von operativen, d.h. gewebsverletzenden Eingriffen; Konsultationen ausserhalb eines Angestelltenverh�ltnis) noch die von der Vorinstanz festgestellten weiteren und teils erheblichen Berufspflichtverletzungen zu entkr�ften vermag. Ihre R�gen sind abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin bringt schliesslich vor, der vorinstanzliche Entscheid verletze das durch die Verfassung garantierte Recht auf privatwirtschaftliche Erwerbst�tigkeit (Art. 27 BV).
6.1.�Art. 27 BV gew�hrleistet die Wirtschaftsfreiheit, insbesondere die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbst�tigkeit und deren freie Aus�bung. Die T�tigkeit einer �rztin f�llt in den Schutzbereich von Art. 27 BV (vgl. Urteil 2C_477/2012 vom 7. Juli 2014 E. 6.1 mit zahlreichen Hinweisen, nicht publ. in: BGE 140 II 520 ff.). Beschr�nkungen unter den f�r Grundrechtseingriffe allgemein geltenden Voraussetzungen des Art. 36 BV sind zul�ssig (BGE 138 I 378 E. 6.1 S. 384 f., E. 6.3 S. 387 und E. 8.3 S. 394; 131 I 223 E. 4.2 S. 231; 125 I 431 E. 4b/aa S. 435; je mit Hinweisen). Das in Art. 36 Abs. 3 BV verankerte Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip gebietet, dass eine Grundrechtseinschr�nkung zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich sowie f�r die betroffene Person zumutbar sein muss (BGE 139 I 218 E. 4.3 S. 224; 134 I 140 E. 6.2 S. 151; vgl. f�r Disziplinarmassnahmen gegen�ber Medizinalpersonen auch etwa Urteil 2C_410/2014 vom 22. Januar 2015 E. 8).
6.2.�Der dauerhafte Entzug der Berufsaus�bungsbewilligung stellt f�r die Beschwerdef�hrerin eine schwere Einschr�nkung der in Art. 27 BV verankerten Wirtschaftsfreiheit dar. Mit Art. 43 Abs. 1 lit. e MedBG besteht eine hinreichende spezialgesetzliche Grundlage, um das ihr zweifellos zustehende Recht auf Wirtschaftsfreiheit rechtm�ssig einzuschr�nken. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies nicht, bringt jedoch vor, sie w�re anstelle eines definitiven Entzugs ihrer Berufsaus�bungsbewilligung als mildere Massnahme zu verwarnen oder zur Bezahlung einer Busse zu verpflichten gewesen. Der unbefristete Entzug der Berufsaus�bungsbewilligung aufgrund der angef�hrten Vorkommnisse, die zu einem grossen Teil nicht erhebliche Verst�sse gegen die Berufspflichten darstellten, sei nicht zumutbar.
6.2.1.�Der Zweck von Art. 43 Abs. 1 lit. e MedBG besteht haupts�chlich im Schutz der Patientinnen und Patienten, mittelbar aber auch im Schutz eines funktionierenden Gesundheitssystems (vgl. Urteil 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 7.2). In den Jahren 2004, 2006 und 2007 war es zu drei gravierenden Vorf�llen gekommen, bei denen die Patientinnen nach ihren Eingriffen in einem lebensbedrohlichen (pr�schockierten) Zustand ins Spital eingeliefert und notoperiert werden mussten. Dies f�hrte zun�chst zu nur einen Teil ihres T�tigkeitsspektrums betreffenden Verboten (Operationsverbot; Verbot der Ausf�hrung selbstst�ndiger �rztlicher T�tigkeit). Das definitive Verbot der Berufsaus�bung erfolgte erst nach neuerlichen Verst�ssen, die in klarer Missachtung der ihr mit den zwei fr�heren Verf�gungen gemachten Auflagen erfolgten (Weiterf�hrung einer �rztlichen T�tigkeit ausserhalb eines Angestellten-Verh�ltnisses; Vornahme von zw�lf invasiven Eingriffen und von Schwangerschaftsabbr�chen, f�r welche die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erf�llt waren) sowie der Feststellung weiterer Verletzungen der Berufspflichten (Verst�sse gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und die Bestimmungen zur direkten Medikamentenabgabe). Die erste Verf�gung als mildere Massnahme blieb von der Beschwerdef�hrerin somit unbeachtet und weitere, teils erhebliche Verst�sse gegen die Berufspflichten kamen hinzu. Insofern ist entgegen der beschwerdef�hrerischen Vorbringen davon auszugehen, der Entzug der Berufsaus�bungsbewilligung sei erforderlich gewesen, um das Publikum wirksam vor weiteren Regelverst�ssen zu sch�tzen.
6.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt schliesslich vor, Eingriffszweck und Eingriffswirkung st�nden in einem Missverh�ltnis. Die Vorw�rfe unter anderem wegen der direkten Medikamentenabgabe und der Verst�sse gegen das Bet�ubungsmittelgesetz rechtfertigten keinen dauerhaften Entzug der Berufsaus�bungsbewilligung. Der Beschwerdef�hrerin m�ssen indessen folgende Verletzungen der Berufspflichten zur Last gelegt werden:
- Missachtung des beh�rdlichen Operationsverbots in zahlreichen F�llen
- Aus�bung selbstst�ndiger �rztlicher T�tigkeiten nach Entzug der Bewilligung
- Verletzung der �rztlichen Kunst bei operativen Eingriffen in zwei F�llen
- Vornahme eines Schwangerschaftsabbruches ohne schriftliches Gesuch und ohne Aush�ndigung des Leitfadens
- Verletzung der Aufbewahrungspflichten von Bet�ubungsmitteln
In Anbetracht der zahlreichen und teils gravierenden Verst�sse - unter mehrfacher Missachtung beh�rdlicher Auflagen - erweist sich das definitive Verbot der Aus�bung einer selbstst�ndigen �rztlichen Erwerbst�tigkeit als verh�ltnism�ssig. Die Einschr�nkung der privatwirt schaftlichen Erwerbst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin ist mit Art. 27 BV vereinbar.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdef�hrerin f�r die Kosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 90
 Art. 83
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 27
 Art. 6
 Art. 95
 Art. 89
 Art. 42
 Art. 100
 Art. 93
 BGE 
 BGE 
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 46
 Art. 67
 Art. 43
 Art. 40
 Art. 43
 Art. 6
 Art. 46
 Art. 40
 Art. 43
 Art. 119
 Art. 9
 Art. 17
 Art. 44
 Art. 27
 BGE 
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 27
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 27