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Timestamp: 2019-02-17 15:01:05+00:00

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Zum unangemessenen Fahrzeugaufwand eines Freiberuflers – hier: Ferrari Spider | Steuerberater Oha Steuerberater Oha | Zum unangemessenen Fahrzeugaufwand eines Freiberuflers – hier: Ferrari Spider
Zum unangemessenen Fahrzeugaufwand eines Freiberuflers – hier: Ferrari Spider
Author: matthias.oha, 13. August 2014
Die Kosten für betriebliche Fahrten mit einem Kfz (hier: ein Ferrari Spider) sind selbst dann i.S.d. § 4 Abs. 4 EStG – dem Grunde nach – betrieblich veranlasst, wenn die Aufwendungen unangemessen sind. Die Höhe der Aufwendungen und damit ihre Unangemessenheit ist allein unter Anwendung der in § 4 Abs. 5 EStG geregelten Abzugsverbote oder -beschränkungen zu bestimmen.
Zwar hatte das FG den Ferrari Spider zu Unrecht nicht dem Betriebsvermögen zugeordnet. Denn sind Kfz-Kosten durch betriebliche Anlässe – wie hier anhand des ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs nachgewiesen – entstanden, kann die ggf. nach § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 7 EStG festzustellende Unangemessenheit der Aufwendungen nicht die betriebliche Veranlassung der Aufwendungen i.S.d. § 4 Abs. 4 EStG in Frage stellen. Vielmehr ist die Abziehbarkeit unangemessener betrieblicher Aufwendungen allein durch die in § 4 Abs. 5 EStG geregelten Abzugsverbote oder -beschränkungen begrenzt. Denn selbst dann, wenn die Zuführung eines Pkw zum Betriebsvermögen eines Unternehmers wegen seiner Eigenschaft als reines Liebhaberfahrzeug nicht als betrieblich veranlasst anzusehen sein sollte, schließt dies nach BFH-Rechtsprechung nicht aus, dass einzelne Fahrten mit diesem Fahrzeug als betrieblich veranlasst anzusehen sind.
Im Ergebnis zutreffend war das FG allerdings davon ausgegangen, dass unabhängig von der Zugehörigkeit des Fahrzeugs zum Betriebsvermögen der betrieblich veranlasste Teil der Pkw-Kosten als Betriebsausgabe abziehbar ist. Zu Recht hatte das FG den Betriebsausgabenabzug gem. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 7 EStG begrenzt. Diese Grenzen für den Abzug unangemessener Aufwendungen gelten auch für die Beschaffung ausschließlich betrieblich genutzter Pkw. Ob die Aufwendungen für das Fahrzeug unangemessen sind, bestimmt sich weiter danach, ob ein ordentlicher und gewissenhafter Unternehmer – ungeachtet seiner Freiheit, den Umfang seiner Erwerbsaufwendungen selbst bestimmen zu dürfen – angesichts der erwarteten Vorteile und Kosten die Aufwendungen nach den Umständen des Einzelfalles ebenfalls auf sich genommen haben würde.

References: § 4
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