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Timestamp: 2019-07-24 06:34:14+00:00

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Hundehalterinformationen / Erndtebrück
Hundehalterinformationen
Nach § 9 Abs. 1 der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Gemeinde Erndtebrück vom 19.03.2004 dürfen auf Verkehrsflächen und in Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile alle Hunde nur angeleint geführt werden.
Darüber hinaus hat, wer auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Hunde, mit sich führt, die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen (§ 9 Abs. 2 Ordnungsbehördliche Verordnung).
Nach dem Landeshundegesetz NRW gelten für alle Hunde folgende allgemeinen Pflichten:
Für große Hunde (Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg) im Sinne des § 11 Landeshundegesetzes NRW gilt:
Weiter schreibt das Landeshundegesetz NRW in § 5 für gefährliche Hunde (Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden und im Einzelfall gefährliche Hunde) und Hunde besonderer Rassen (Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden) vor:
Innerhalb eines befriedeten Besitztums sind gefährliche Hunde so zu halten, dass sie dieses gegen den Willen der Halterin oder des Halters nicht verlassen können.
Außerhalb eines befriedeten Besitztums sowie in Fluren, Aufzügen, Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern sind gefährliche Hunde an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen.
Dies gilt nicht innerhalb besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche.
Gefährlichen Hunden ist ein das Beißen verhindernder Maulkorb oder eine in der Wirkung gleichstehende Vorrichtung anzulegen.
Die Maulkorbpflicht gilt nicht für Hunde bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats.
Verstöße gegen die ordnungsbehördliche Verordnung der Gemeinde Erndtebrück können mit einem Bußgeld bis zu 1.000,00 Euro geahndet werden.
Verstöße gegen das Landeshundegesetz NRW können mit einer Geldbuße bis zu 100.000,00 Euro geahndet werden.gen nach sich ziehen können.
Hundetoiletten in Erndtebrück
Immer wieder gibt Hundekot auf Straßen, Plätzen und landwirtschaftlich genutzten Grundstücken Anlass zum Ärgernis. Der Umweltausschuss der Gemeinde Erndtebrück hatte beschlossen, zunächst vier Hundetoiletten an den Standorten Breidenbachtal, Gickelsberg/Steinseifen, Elberndorf und in der bebauten Ortslage aufzustellen.
Die Gemeinde Erndtebrück hat den Beschluss umgesetzt und im September 2013 an vier Standorten (Lärchenweg Richtung Breidenbachtal, Wanderparkplatz Steinseifen, Elberndorftal und Dorfplatz Ecke Tal-/Struthstraße) sogenannte Hundetoiletten aufgestellt. Damit soll dem Ärgernis Hundekot gegen gesteuert werden.
Die Gemeindeverwaltung appelliert in dem Zusammenhang an die Hundebesitzer, Rücksicht auf die Sauberhaltung der Umwelt zu nehmen und von dem Angebot der Hundetoiletten auch rege Gebrauch zu machen.
Hundekonfliktvermeidung
HUNDE SIND REGELMÄßIG ANZULEINEN! VERSTÖßE KÖNNEN TEUER WERDEN!
HUNDEHAUFEN AUF STRAßEN UND IN DER LANDSCHAFT SIND EIN UNHYGIENISCHES ÄRGERNIS - DAS MUSS NICHT SEIN!
Viele Erholungssuchende zieht es in die freie Natur. Für viele Spaziergänger und Hundehalter sind freilaufende oder nicht angeleinte Hunde ein beachtliches Ärgernis, nicht selten sogar eine höchst unangenehme Belästigung.
Beschwerden über freilaufende Hunde werden daher vermehrt von den Ordnungsbehörden registriert. Oftmals ist Hundehaltern gar nicht bewusst, dass Hunde regelmäßig nicht unkontrolliert frei laufen dürfen.
In Nordrhein-Westfalen regelt im Wesentlichen das Landeshundegesetz (LHundG NRW) die Anlein- und Aufsichtspflicht für die Hundehalter.
Zweck des LHundG NRW ist es, die durch Hunde und den unsachgemäßen Umgang des Menschen mit Hunden entstehenden Gefahren abzuwehren und möglichen Gefahren vorsorgend entgegenzuwirken (§ 1).
Nach der Regelung in § 2 Abs. 1 LHundG NRW sind Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
So schreibt § 2 Absatz 2 LHundG NRW ausdrücklich vor, dass sämtliche Hunde in Fußgänger- und Haupteinkaufsbereichen, in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Garten- und Grünanlagen sowie Kinderspielplätzen grundsätzlich anzuleinen sind. Durch die Ordnungsbehördliche Verordnung der Gemeinde Erndtebrück werden diese Bereiche erweitert um Verkehrsflächen und Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile. Außerdem hat, wer auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Hunde, mit sich führt, Verunreinigungen durch die Tiere nach der Ordnungsbehördlichen Verordnung der Gemeinde Erndtebrück unverzüglich und schadlos zu beseitigen.
Gefährliche Hunde gem. § 3 Abs. 1 LHundG und Hunde bestimmter Rassen gem. § 10 Abs. 1 LHundG sind immer an einer geeigneten Leine zu führen, soweit keine Befreiung von der Leinenpflicht erfolgt ist.
Auch wenn sich der überwiegende Teil der Hundehalter im öffentlichen Verkehrsraum regelmäßig ordnungsgemäß und rücksichtsvoll verhalten dürfte, ist dennoch immer wieder zu beobachten, dass nicht angeleinte oder unbeaufsichtigte Hunde den Straßenverkehr gefährden oder ältere Menschen und Kinder durch Anspringen oder Beschnuppern zumindest stark belästigen. Weil dies so empfunden wird, wurde eine Anleinpflicht für Hunde im LHundG festgelegt.
Etwas anderes gilt allein für besonders ausgewiesene Hundeauslaufbereiche, die regelmäßig an einer entsprechenden Beschilderung zu erkennen sein dürften. Im Raum Wittgenstein sind solche Hundeauslaufbereiche aber nicht vorhanden.
Außerhalb geschlossener Ortschaften und im Wald sollten Hunde ebenfalls grundsätzlich nur angeleint ausgeführt werden. Zwar gilt hier eine Anleinpflicht nicht generell. Daher darf ein Hund auf Verkehrsflächen und in Anlagen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, etwa auf abgelegenen Feldwegen, ausnahmsweise auch unangeleint laufen. Der Halter muss allerdings sicherstellen, dass der Hund in seinem unmittelbaren Einwirkungskreis bleibt. Zudem sind die Regelungen nach § 49 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen (LG NRW) in Verbindung mit § 59 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu beachten. Danach ist in der freien Landschaft ausschließlich das Betreten von privaten Wegen und Pfaden, Wirtschaftswegen, Feldrain, Böschungen, Öd- und Brachflächen sowie anderer Flächen zum Zwecke der Erholung gestattet, die nicht landwirtschaftlich genutzt sind.
Kein Betretungsrecht - auch nicht für Hunde - besteht also für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Darauf ist besonders hinzuweisen. Verunreinigen doch freilaufende Hunde immer wieder durch Verkoten die Weide- und Ernteflächen (Z. B. Heuernte). Über die gesundheitlichen Folgen des Hundekots im Futter kann man nur spekulieren, unhygienisch ist es allemal. Der Landwirt muss dann u.U. verdorbenes oder ungeeignetes Futter entsorgen. Aber auch auf den Mähweiden zurückbleibendes Hundespielzeug (dicke Äste zum "Stöckchen werfen", Frisbeescheiben o. ä.) können die Klingen des Mähwerks und nachfolgende Maschinen beschädigen. Schlimmer noch, wenn freilaufende Hunde das Vieh "jagen" und verunsichern. Verletzungen des Viehs oder verkalben trächtiger Tiere ist nicht ausgeschlossen.
Eine weitere Regelung findet sich in § 2 Absatz 3 Landesforstgesetz Nordrhein-Westfalen (LFoG NRW), die für Forstflächen ausdrücklich vorschreibt, dass Hunde im Wald außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden dürfen.
Alle diese Bestimmungen dienen letztlich insbesondere dem Schutz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und dem Schutz wildlebender Tiere, für die Wald und Flur oftmals die letzten Zufluchtsstätten in unserer dicht besiedelten Landschaft darstellen.
Um Konflikte zu vermeiden, sollte sich daher jeder Hundehalter über die bestehenden Anlein- und Aufsichtspflichten bewusst sein und verantwortungsvoll damit umgehen. Verstöße gegen die Anleinpflicht können schließlich nicht nur als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden. Wer verantwortungslos handelt, muss sich zugleich der Gefahren bewusst sein, bei möglichen Schadensfällen einer erheblichen Ersatzpflicht ausgesetzt zu werden. Hier können sich schnell auch strafrelevante Gesichtspunkte ergeben. Bei Hundebissen kann etwa eine strafbare Körperverletzung in Betracht kommen.
Wer also nur auf die Freiheiten seines Hundes bedacht ist, sollte sich vergegenwärtigen, dass Verstöße gegen die Anleinpflicht zivil-, ordnungs- und sogar strafrechtliche Folgen nach sich ziehen können.
Christoph Dörnbach
Telefon: 02753 605-115
Fax: 02753 605-9115
Anmeldung eines Hundes (PDF, 57 kB, 24.07.2019)
Abmeldung eines Hundes (PDF, 31 kB, 24.07.2019)
Anzeige große Hunde (PDF, 77 kB, 24.07.2019)
Anzeige Hunde bestimmter Rassen (PDF, 76 kB, 24.07.2019)
Anzeige gefährliche Hunde (PDF, 76 kB, 24.07.2019)
Merkblatt zur Hundehaltung (PDF, 50 kB, 24.07.2019)

References: § 9
 § 11
 § 5
 § 2
 § 2
 § 3
 § 10
 § 49
 § 59
 § 2