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Timestamp: 2016-10-27 13:06:28+00:00

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1B_713/2012 (21.05.2013)
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Thomas M�ller, Stefan G�umann und Dr. Olivier Mosimann,
Staatsanwaltschaft f�r Wirtschaftsstraff�lle und Organisierte Kriminalit�t des Kantons Thurgau.
Die Staatsanwaltschaft f�r Wirtschaftsstraff�lle und Organisierte Kriminalit�t des Kantons Thurgau f�hrt eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen des Verdachts der Veruntreuung und Geldw�scherei. Mit Verf�gungen vom 22., 24. und 30. Juni 2009 sperrte das Kantonale Untersuchungsrichteramt Bankverbindungen der Beschuldigten und weiterer Personen. Eine von den Betroffenen dagegen erhobene Beschwerde wies die Anklagekammer des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 27. Oktober 2009 ab. Dieser Entscheid wurde vom Bundesgericht (auf Beschwerde der Beschuldigten hin) mit Urteil vom 2. M�rz 2010 aufgehoben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen (Verfahren 1B_359/2009).
Die Anklagekammer f�llte am 1. Juni 2010 ihren neuen Entscheid, in dem sie die h�ngige Beschwerde wiederum abwies. Die von der Beschuldigten dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 8. Oktober 2010 wegen Verletzung des rechtlichen Geh�rs erneut gut. Es hob den Entscheid vom 1. Juni 2010 auf und wies das Verfahren nochmals an die zust�ndige Vorinstanz zur�ck (Verfahren 1B_229/2010).
Mit neuem Entscheid vom 14. M�rz 2011 wies das Obergericht des Kantons Thurgau die h�ngige Beschwerde ab. Die von der Beschuldigten dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 14. September 2011 wegen Verletzung des rechtlichen Geh�rs erneut gut. Es hob den Entscheid vom 14. M�rz 2011 auf und wies das Verfahren nochmals an die Vorinstanz zur�ck (Verfahren 1B_293/2011).
Das Obergericht f�llte am 9. August 2012 seinen neuen Entscheid, in dem es die h�ngige Beschwerde wiederum abwies.
Gegen den Entscheid des Obergerichtes vom 9. August 2012 gelangte die Beschuldigte mit Beschwerde vom 21. November 2012 an das Bundesgericht. Sie beantragt in der Hauptsache die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die (vollst�ndige bzw. partielle) Aufhebung von Depot- bzw. Kontensperren bei drei Banken.
Am 23. November 2012 lud das Bundesgericht die Beschwerdef�hrerin ein, zur Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 4. Dezember 2012 machte sie davon Gebrauch. Das Obergericht und die Staatsanwaltschaft beantragen mit Stellungnahmen vom 17. Dezember 2012 bzw. 3. Januar 2013 je die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdef�hrerin replizierte am 24. Januar 2013. Auf eine Duplik der Staatsanwaltschaft vom 31. Januar 2013 liess sich die Beschwerdef�hrerin am 4. M�rz 2013 nochmals vernehmen.
Gest�tzt auf die von der Beschwerdef�hrerin nachgereichten Unterlagen kann die Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) als eingehalten angesehen werden. Auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 78 ff. BGG sind grunds�tzlich erf�llt und geben zu keinen Vorbemerkungen Anlass.
Wird ein Verfahren vom Bundesgericht zur neuen Beurteilung zur�ckgewiesen, so ist (f�r den neuen Entscheid nach dem 31. Dezember 2010) neues Recht anwendbar (Art. 453 Abs. 2 Satz 1 StPO). Der R�ckweisungsentscheid des Bundesgerichtes erfolgte am 14. September 2011, der hier angefochtene neue Entscheid der kantonalen Vorinstanz am 9. August 2012. Damit ist die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene StPO anzuwenden.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet das Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachtes. Der objektive Tatbestand der Veruntreuung sei offensichtlich nicht erf�llt. Eine Werterhaltungspflicht im Hinblick auf anvertrautes Verm�gen treffe sie, die Beschwerdef�hrerin, nicht. Zwar habe sie mit der deutschen Insolvenzverwaltung �ber das Verm�gen ihres geschiedenen Ehegatten (und dessen konkursiter Gesellschaft) am 30. April bzw. 17. September 2001 Vergleichsvereinbarungen abgeschlossen. Der Vergleich sei jedoch als unzul�ssige Verwertungshandlung anzusehen und damit nichtig; ausserdem sei sie vom Vergleich zur�ckgetreten. Der subjektive Veruntreuungstatbestand sei auch nicht erf�llt. Ebenso wenig bestehe ein hinreichender Geldw�scherei- oder Betrugsverdacht. Die entgegenstehende Ansicht der Vorinstanz verletze insbesondere materielles Bundesstrafrecht.
3.1 Strafprozessuale Zwangsmassnahmen setzen einen hinreichenden Tatverdacht voraus (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Bundesgericht bei der �berpr�fung der Verdachtsgr�nde keine ersch�pfende Abw�gung s�mtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Macht eine von Zwangsmassnahmen betroffene Person geltend, es fehle am hinreichenden Tatverdacht, ist vielmehr zu pr�fen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse gen�gend konkrete Anhaltspunkte f�r eine Straftat und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen, die Justizbeh�rden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit vertretbaren Gr�nden bejahen durften. Im Vorverfahren gen�gt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erf�llen k�nnte (vgl. BGE 137 IV 122 E. 3.2 S. 126; 116 Ia 143 E. 3c S. 146). Das strafprozessuale Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 5 Abs. 1 StPO) l�sst im Zwangsmassnahmenverfahren nur wenig Raum f�r ausgedehnte Beweismassnahmen. Zur Frage des hinreichenden Tatverdachtes bzw. zur Schuldfrage hat das Bundesgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzuf�hren, noch dem erkennenden Strafrichter vorzugreifen (vgl. BGE 137 IV 122 E. 3.2 S. 126 f.; 124 I 208 E. 3 S. 210; nicht amtlich publ. E. 5.4 von BGE 138 IV 225; je mit Hinweisen).
3.2 Die von den kantonalen Instanzen verf�gten Verm�gensbeschlagnahmen f�hren zu einem Eingriff in die Eigentumsgarantie und in die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdef�hrerin (Art. 26-27 BV). Eine Einschr�nkung dieser Grundrechte ist zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist; zudem darf sie den Kerngehalt der Grundrechte nicht beeintr�chtigen (Art. 36 BV, Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO). Art. 98 BGG gelangt bei strafprozessualen Zwangsmassnahmen nicht zur Anwendung (BGE 138 IV 186 E. 1.2 S. 189; 137 IV 122 E. 2 S. 125; 340 E. 2.4 S. 346; Urteil des Bundesgerichtes 1B_277/ 2011 vom 28. Juni 2011 E. 1.2). Soweit jedoch reine Sachverhaltsfragen und damit Fragen der Beweisw�rdigung zu beurteilen sind, greift das Bundesgericht nur ein, wenn die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 135 I 71 E. 2.5 S. 73 f.).
3.3.1 Im Februar 2000 sei gegen den damaligen Ehemann der Beschwerdef�hrerin ein Strafverfahren er�ffnet worden. Die deutschen Beh�rden h�tten ihm vorgeworfen, zwischen 1994 und 2000 mithilfe von zwei von ihm beherrschten Gesellschaften tats�chlich nicht existierende Bohrmaschinen an Leasinggesellschaften verkauft und wieder zur�ckgeleast zu haben. Am 4. Februar 2000 sei das Verm�gen des Ehemannes in Deutschland verarrestiert worden; der Arrest sei am 13. M�rz 2000 auf das Verm�gen der Beschwerdef�hrerin ausgedehnt worden. Mit Urteil vom 18. Dezember 2001 habe das Landgericht Mannheim den Ehemann wegen Betrugs in 145 F�llen, bandenm�ssigen Betrugs in weiteren 97 F�llen sowie Kapitalanlagebetrugs (in Tateinheit mit versuchtem bandenm�ssigem Betrug) zu 12 Jahren Freiheitsstrafe rechtskr�ftig verurteilt.
3.3.2 Am 30. April 2001 habe die Beschwerdef�hrerin mit dem Insolvenzverwalter �ber das Verm�gen ihres Ehemannes (und Vertreter der Insolvenzverwaltung �ber das Verm�gen einer von ihm beherrschten Gesellschaft) eine Vergleichs- und Auseinandersetzungsvereinbarung abgeschlossen. Darin habe sich die Beschwerdef�hrerin verpflichtet, ihr gesamtes Verm�gen (insbesondere das Eigentum an verschiedenen Grundst�cken) an den Insolvenzverwalter zu �bertragen. Als Gegenleistung seien ihr Verm�genswerte in der H�he von DEM 2 Mio. �berlassen worden. Als Begr�ndung f�r diese Gegenleistung h�tten die Parteien festgehalten, es sei m�glicherweise nicht das gesamte betroffene Verm�gen der Beschwerdef�hrerin durch Straftaten erlangt worden. Zudem sei der Beschwerdef�hrerin ein Abfindungsanspruch von weiteren DEM 10 Mio. zugestanden worden.
3.3.3 Diese Vereinbarung h�tten die Parteien am 26. Juli bzw. 17. September 2001 vertraglich erg�nzt (und mit Abtretungserkl�rungen vom 17. September und 5. Oktober 2001 sowie 14. Oktober 2002 abgesichert). Die Beschwerdef�hrerin und ihr Schwiegervater h�tten dabei s�mtliche bestehenden und zuk�nftigen Zivilanspr�che an einer Liegenschaft in St. Moritz (inklusive Stockwerkeigentum und daraus "resultierende Forderungen") an die Insolvenzverwaltung abgetreten. Diese sei auch bevollm�chtigt worden, die Liegenschaft zu verkaufen. Infolge der betreffenden Vereinbarungen und Abtretungserkl�rungen habe sich die Staatsanwaltschaft Mannheim bereit erkl�rt, die auf der Liegenschaft in St. Moritz eingetragene Grundbuchsperre per 22. Juli 2004 aufzuheben.
3.3.4 Am 27. November 2003 habe der Schwiegervater alle der Insolvenzverwaltung erteilten Vollmachten zur Ver�usserung seines Miteigentumsanteils an der Liegenschaft in St. Moritz (wegen angeblichen Formm�ngeln) widerrufen. Die Beschwerdef�hrerin habe am 28. November 2005 ihren R�cktritt von den Vereinbarungen vom 30. April bzw. 17. September 2001 erkl�rt, wegen angeblicher Sittenwidrigkeit und Nichtigkeit der Vereinbarungen. Am 25. November 2005 habe die Beschwerdef�hrerin ihren Anteil von 40 % am Stockwerkeigentum (unter dessen wirtschaftlichem Wert) an ihre Kinder verkauft. Diese h�tten ihr gleichzeitig ein unentgeltliches Wohnrecht an den zwei Stockwerkeigentumseinheiten einger�umt. Am 6. Dezember 2005 habe der Schwiegervater die (ihm geh�renden) restlichen 60 % am Stockwerkeigentum seinen Enkeln (den Kindern der Beschwerdef�hrerin) geschenkt.
3.3.5 Am 30. Mai 2006 habe die Beschwerdef�hrerin (als Vertreterin ihrer Kinder) die gesamte Liegenschaft in St. Moritz f�r Fr. 17,5 Mio. an einen dritten K�ufer ver�ussert. Davon seien Fr. 12,577 Mio. sowie 3,9 Mio. auf zwei Konten der Beschwerdef�hrerin transferiert worden. F�r die Abl�sung des auf die Beschwerdef�hrerin lautenden Wohnrechts habe der K�ufer zus�tzlich Fr. 4 Mio. bezahlt, n�mlich Fr. 3,4 Mio. auf ein Konto der Beschwerdef�hrerin und Fr. 600'000.-- auf ein Konto ihres damaligen Rechtsvertreters.
3.3.6 Die Vorinstanz bejaht zun�chst den hinreichenden Tatverdacht einer Veruntreuung:
3.3.6.1 Als anvertraut (im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) k�nnten auch Verm�genswerte gelten, die zwar nicht zivilrechtlich, aber wirtschaftlich als fremd anzusehen sind. Dies setze voraus, dass den Treuh�nder eine Werterhaltungspflicht gegen�ber den Verm�genswerten des Treugebers treffe. Zwar sei die Beschwerdef�hrerin von den Vereinbarungen mit der Insolvenzverwaltung einseitig zur�ckgetreten bzw. habe sie deren Nichtigkeit geltend gemacht. Aus den vorliegenden Akten ergebe sich jedoch nicht, dass die Beschwerdef�hrerin auch ihre (unwiderrufliche) Vollmacht an den Insolvenzverwalter, ihren Stockwerkeigentumsanteil zu verkaufen, und die Abtretungserkl�rung betreffend den Verkaufserl�s widerrufen h�tte.
3.3.6.2 Gest�tzt auf die erfolgte Abtretung seien "die zuk�nftigen Forderungen aus der Liegenschaft in St. Moritz bei deren Entstehung vom Verm�gen der Beschwerdef�hrerin in das Verm�gen des Insolvenzverwalters" �bergegangen. Entgegen ihren vertraglichen Verpflichtungen habe die Beschwerdef�hrerin weder den Erl�s f�r ihren (unter Wert an ihre Kinder verkauften) Stockwerkeigentumsanteil an die Insolvenzverwaltung weitergeleitet, noch den Erl�s des Weiterverkaufes an den Drittk�ufer (in der H�he von Fr. 17,5 Mio., bzw. 21,5 Mio. unter Einrechnung des abgel�sten Wohnrechts).
3.3.6.3 Unzutreffend sei die Ansicht der Beschwerdef�hrerin, aus BGE 137 III 631 ergebe sich die privatrechtliche Nichtigkeit der zwischen ihr und der Konkursverwaltung abgeschlossenen Vereinbarungen. Das Bundesgericht habe lediglich festgestellt, eine konkursrechtliche Durchsetzung der Vereinbarungen in der Schweiz (im Sinne einer Verwertung) sei nicht zul�ssig, da die deutsche Konkursverwaltung nicht um Anerkennung des Konkursdekretes nachgesucht habe. Offensichtlich nichtig bzw. unwirksam seien die privatrechtlichen Vereinbarungen deswegen nicht. Ebenso wenig k�nne sich die Beschwerdef�hrerin auf einen einseitigen R�cktritt berufen. Im �brigen mache die Beschwerdef�hrer auch keinerlei Anstalten, die ihr gest�tzt auf die Vereinbarungen ausbezahlten Betr�ge zur�ckzuerstatten. Insgesamt bestehe ein hinreichender Veruntreuungstatverdacht. Die betreffenden materiellstrafrechtlichen Fragen seien (im Falle einer Anklageerhebung) vom erkennenden Strafgericht n�her zu pr�fen.
3.3.7 Weiter best�tigt die Vorinstanz einen hinreichenden Tatverdacht von Geldw�scherei. Nach dem jetzigen Untersuchungsstand sei davon auszugehen, dass die Liegenschaft in St. Moritz (samt Umbau) mit den (zwischen 1994 und 2000 erfolgten) Betrugsgesch�ften des verurteilten Ehemannes der Beschwerdef�hrerin finanziert worden sei. Die Liegenschaft sei 1996 gekauft und in der Folge (f�r ca. Fr. 13 Mio.) aus- und umgebaut worden. Am 20./21. Oktober 1997 seien von einem Konto der in die Betrugsgesch�fte verwickelten Gesellschaft insgesamt DEM 7,29 Mio. in bar abgehoben und bei derselben Bank auf ein Konto der Beschwerdef�hrerin einbezahlt worden. Im Jahre 1998 sei eine Steuerr�ckverg�tung auf deliktischem Gewinn in der H�he von DEM 7,29 Mio. auf dasselbe Konto geflossen. Von den (unter anderem in Aktien) investierten Mitteln seien am 18. Februar 1998 und 23. Juni 1999 Fr. 12,95 Mio. (im Auftrag der Beschwerdef�hrerin) an ein Architekturb�ro transferiert worden, welches f�r die Beschwerdef�hrerin die Renovations- und Umbauarbeiten an der Liegenschaft in St. Moritz organisiert habe. Auch diverse Schmuckk�ufe der Beschwerdef�hrerin (in der H�he von ca. DEM 27 Mio.) sowie der Kauf eines Kunstgegenstandes (Bronzeskulptur im Wert von USD 500'000.--) seien aus deliktischem Erl�s finanziert worden. Die Vortaten der Geldw�scherei, n�mlich die am 18. Dezember 2001 rechtskr�ftig abgeurteilten Betrugsf�lle, seien nicht verj�hrt. Letztlich komme es (nach Ansicht der Vorinstanz) nicht darauf an, ob Deliktserl�s aus den Betrugsgesch�ften des fr�heren Ehemannes der Beschwerdef�hrerin oder aus der ihr selbst vorgeworfenen Veruntreuung gegen�ber der Konkursmasse verschleiert worden sei.
3.3.8 Schliesslich bejaht das Obergericht (erstmals) auch noch einen hinreichenden Betrugstatverdacht (als mutmassliche Haupttat), indem die Beschwerdef�hrerin die Insolvenzverwaltung �ber den tats�chlichen Kaufpreis der Liegenschaft in St. Moritz (Fr. 21,5 Mio. anstatt der verurkundeten Fr. 17,5 Mio.) habe t�uschen wollen.
3.4 Das Bundesgericht hat in konnexen Urteilen den hinreichenden Tatverdacht (insbesondere von Geldw�scherei) bereits mehrfach bejaht (vgl. nicht amtl. publ. E. 5 von BGE 138 IV 225; Urteil 1B_27/ 2012 vom 27. Juni 2012 E. 7.6; s. auch Urteil 1B_517/2012 vom 27. Februar 2013 E. 3.1-3.2, 5.2).
3.4.1 Laut angefochtenem Entscheid ist die Beschwerdef�hrerin am 3. Dezember 2009 vom Landgericht Karlsruhe wegen Geldw�scherei (an Deliktsgut im fraglichen Betrugsfall ihres Ex-Mannes) rechtskr�ftig verurteilt worden (vgl. auch nicht amtl. publ. E. 5.3 von BGE 138 IV 225). Die Vorinstanz legt dar, dass die Beschwerdef�hrerin und die Insolvenzverwaltung beim Abschluss ihrer Vereinbarung vom 30. April 2001 ausdr�cklich davon ausgegangen seien, dass jedenfalls ein Teil der betroffenen Verm�genswerte aus Deliktserl�s stammte. Gem�ss den Darlegungen der kantonalen Instanzen sei der "Aufpreis" (von Fr. 4 Mio.) zur Abl�sung des Wohnrechts der Beschwerdef�hrerin nicht �ffentlich beurkundet worden. Ausserdem sei diese Zahlung des K�ufers mit Bargeld geleistet worden (offenbar zur Verwischung von Transaktionsspuren wie Bank�berweisungen). Die Beschwerdef�hrerin habe den Teilbetrag von Fr. 3,4 Mio. am 30. Mai 2006 auf ein von ihr eigens daf�r eingerichtetes Konto bar einbezahlt. Verd�chtig bzw. wirtschaftlich schwer verst�ndlich seien auch verschiedene weitere Transaktionen, welche die Beschwerdef�hrerin vor und nach dem Verkauf der Liegenschaft in St. Moritz get�tigt habe (Geldtransfer nach Spanien und zur�ck in die Schweiz, gleichzeitiger Wechsel der Bank nach "unbequemen Fragen", weitere Bargeldtransaktionen, umst�ndliche Umschichtungen in Wertschriftendepots usw.). Insgesamt bestehe der Verdacht, dass der an die Beschwerdef�hrerin (bzw. ihren Rechtsvertreter) �berwiesene Verkaufserl�s der Liegenschaft (von Fr. 12,557 Mio., 3,9 Mio. und 4 Mio.) zumindest teilweise aus einem Surrogat von Deliktserl�s stamme und als solches verschleiert worden sei.
3.4.2 Was die Beschwerdef�hrerin diesbez�glich einwendet, l�sst den angefochtenen Entscheid nicht als bundesrechtswidrig erscheinen. Das gilt insbesondere f�r das Vorbringen, "zumindest ein klar bezifferbarer erheblicher Anteil" der von Beschlagnahmen betroffenen Verm�genswerte entstamme nicht aus Verbrechen. Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Ansicht setzt ein hinreichender Geldw�schereiverdacht (im Sinne von Art. 305bis StGB) nicht voraus, dass alle vorl�ufig beschlagnahmten Verm�genswerte nachweislich aus einem Verbrechen (Betrug, evtl. Veruntreuung) herr�hren m�ssten. Diesbez�glich gen�gen vielmehr konkrete Anhaltspunkte f�r eine verbrecherische Vortat und geldw�schereiverd�chtige Transaktionen (wie z.B. hohe Bargeldtransfers oder andere geldw�schereitypische Verschleierungshandlungen). Solche konkrete Anhaltspunkte werden im angefochtenen Entscheid dargelegt. Vom Nachweis des hinreichenden Tatverdachtes zu unterscheiden ist die weitere Frage, ob ein hinreichender Sachzusammenhang besteht zwischen den beschlagnahmten Verm�genswerten und dem untersuchten deliktischen Sachverhalt (vgl. dazu unten, E. 4).
3.5 Die Annahme eines hinreichenden Tatverdachtes h�lt im aktuellen Verfahrensstadium vor dem Bundesrecht stand. Willk�rliche Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz (oder die Verletzung von Bundesrecht) sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich.
3.6 In verfahrensrechtlicher Hinsicht r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht habe bei der Abkl�rung des hinreichenden Tatverdachtes insbesondere den Grundsatz "iura novit curia" und das rechtliche Geh�r verletzt, indem es seine Pr�fungsbefugnis in unzul�ssiger Weise eingeschr�nkt habe. Die bundesrechtswidrige Kognitionsbeschr�nkung liege darin, dass die Vorinstanz erwog, sie habe "keine ersch�pfende Abw�gung der in Betracht fallenden Tat- und Rechtsfragen vorzunehmen". Die R�ge erweist sich als unbegr�ndet: Wie dargelegt (oben, E. 3.3), hat das Obergericht die Frage des hinreichenden Tatverdachtes ausreichend und nachvollziehbar gepr�ft. Indem die Vorinstanz erg�nzend (und sinngem�ss) erw�gt, eine detaillierte Beweisw�rdigung der verschiedenen Untersuchungsergebnisse und eine ersch�pfende Pr�fung der allf�lligen Strafbarkeit sei nicht im Beschwerdeverfahren gegen vorl�ufige Beschlagnahmen vorzunehmen, sondern - im Falle einer Anklageerhebung - durch das erkennende Strafgericht, beschr�nkt sie ihre Kognition nicht in bundesrechtswidriger Weise (vgl. nicht amtlich publ. E. 5.4 des konnexen BGE 138 IV 225). Auch eine Verletzung der richterlichen Begr�ndungspflicht ist in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich.
Schliesslich bestreitet die Beschwerdef�hrerin die Einziehbarkeit bzw. Deliktskonnexit�t der beschlagnahmten Verm�genswerte. Insofern seien die Zwangsmassnahmen jedenfalls unverh�ltnism�ssig.
4.1 Das Strafgericht verf�gt die Einziehung von Verm�genswerten, die durch eine Straftat erlangt worden sind, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustandes ausgeh�ndigt werden (Art. 70 Abs. 1 StGB). Die strafprozessuale Einziehungsbeschlagnahmung (Art. 263 Abs. 1 lit. d und Art. 264 Abs. 2 StPO, Art. 71 Abs. 3 StGB) kann der Sicherung der Ausgleichseinziehung oder von entsprechenden Ersatzforderungen des Staates dienen (vgl. BGE 126 I 97 E. 3c S. 106 f., E. 3e S. 110 mit Hinweisen). Sie stellt (im Gegensatz zur endg�ltigen materiellrechtlichen Einziehung) lediglich eine von Bundesrechts wegen vorgesehene provisorische (konservatorische) prozessuale Massnahme dar zur vorl�ufigen Sicherstellung von allenfalls der Einziehung unterliegenden Verm�genswerten oder zur Durchsetzung einer m�glichen staatlichen Ersatzforderung. Die Beschlagnahmung greift dem Einziehungsentscheid nicht vor; und auch die zivilrechtlichen Eigentumsverh�ltnisse an den Verm�genswerten bleiben durch die strafprozessuale Sicherstellung unber�hrt (BGE 135 I 257 E. 1.5 S. 260; 126 I 97 E. 1c S. 102; je mit Hinweisen). Einziehungsbeschlagnahmen sind aufzuheben, falls eine strafrechtliche Einziehung (oder Ersatzforderung zulasten) des betroffenen Verm�gens aus materiellrechtlichen Gr�nden bereits als offensichtlich unzul�ssig erscheint (vgl. BGE 137 IV 145 E. 6.4 S. 151 f.; 124 IV 313 E. 4 S. 316; s. auch BGE 128 I 129 E. 3.1.3 S. 133 f.; 126 I 97 E. 3d/aa S. 107). Strafprozessuale Zwangsmassnahmen m�ssen zudem verh�ltnism�ssig sein (Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO).
4.2 Der strafrechtlichen Einziehung unterliegen grunds�tzlich alle wirtschaftlichen Vorteile, die sich rechnerisch ermitteln lassen und die direkt oder indirekt durch die strafbare Handlung erlangt worden sind (BGE 120 IV 365 E. 1d S. 367 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 IV 4 E. 2a/bb S. 7). Die Ausgleichseinziehung von Verm�genswerten bei Dritten ist in Art. 70 Abs. 2 StGB geregelt. �ber die Zul�ssigkeit und den Umfang einer allf�lligen Verm�genseinziehung hat (unter Vorbehalt des selbstst�ndigen Einziehungsverfahrens nach Art. 376-378 StPO) der daf�r zust�ndige Sachrichter zu urteilen.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin macht (sinngem�ss) geltend, es bestehe kein ausreichender Sachzusammenhang zwischen den beschlagnahmten Verm�genswerten, die aus dem Verkauf der Liegenschaft in St. Moritz (bzw. gewisser Wertschriften) sowie aus Gesch�ften mit Schmuck und Kunstgegenst�nden stammten, und den untersuchten Delikten. Sie macht geltend, bei diesen Gesch�ften handle es sich um legale Finanztransaktionen (teilweise gest�tzt auf Bankkredite); die daraus resultierenden Verm�genswerte seien offensichtlich nicht einziehbar. Bei dieser Argumentation verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass (nach der dargelegten Rechtsprechung) auch Surrogate von Verbrechenserl�s grunds�tzlich eingezogen werden oder (soweit sie ver�ussert wurden) eine staatliche Ersatzforderung nach sich ziehen k�nnen (vgl. oben, E. 4.1-4.2). Im angefochtenen Entscheid (S. 12-14, 17-23) wird ausf�hrlich dargelegt, inwiefern die gesperrten Depots und Konten einen einschl�gigen Deliktszusammenhang aufweisen. Dies gilt insbesondere f�r den Verkaufserl�s der genannten Liegenschaft (bzw. f�r die teilweise zur Finanzierung des Aus- und Umbaus verwendeten Wertschriftenverkaufserl�se). Zwar stellt sich die Beschwerdef�hrerin, auf den Standpunkt, es seien in diesem Zusammenhang keine einziehbaren (echten) Surrogate von deliktischem Gewinn beschlagnahmt worden. Ob dies zutrifft und inwieweit eine Ersatzforderung anstelle von (ver�usserten) Surrogaten treten k�nnte, wird jedoch (im Falle einer Anklageerhebung oder eines selbstst�ndigen Einziehungsurteils) der Sachrichter zu beurteilen haben.
4.4 Auch die H�he der beschlagnahmten Verm�genswerte erscheint nach den aktuellen Untersuchungsergebnissen nicht unverh�ltnism�ssig. Da im vorliegenden Fall die Beschwerdef�hrerin selber beschuldigt ist, dr�ngt sich diesbez�glich (im Sinne von Art. 197 Abs. 2 StPO) keine "besondere Zur�ckhaltung" auf (vgl. BGE 138 IV 225 E. 7.3 S. 230).
4.4.1 Die Vorinstanz erw�gt, dass im Hinblick auf den Liegenschaftsverkauf von einem Deliktsbetrag von Fr. 15,55 Mio. auszugehen sei. Die durch den Aus- und Umbau erzielte Marktwertsteigerung von ca. Fr. 4 Mio. stelle Gewinn aus der Investition deliktischer Mittel dar. Hinzu zu rechnen seien die deliktisch "kontaminierten" Fr. 11,55 Mio., mit denen die Umbaukosten finanziert worden seien. Bei ihrem Einwand, die Deliktssumme betrage h�chstens Fr. 13,44 Mio., �bersehe die Beschwerdef�hrerin, dass der tats�chliche Verkaufspreis der Liegenschaft (unter Einrechnung des abgel�sten Wohnrechts) rund Fr. 21,5 Mio. betragen habe. Hinzu komme noch eine mutmassliche Deliktssumme von Fr. 3,5 Mio. "im Zusammenhang mit der Geldw�scherei von Schmuckerl�s und dem Verkaufserl�s" einer Bronzeskulptur. Selbst wenn der Umbau der Liegenschaft in St. Moritz (wie von der Beschwerdef�hrerin behauptet) in einem geringeren Ausmass aus Mitteln deliktischer Herkunft finanziert worden w�re, belaufe sich die "Deliktssumme im Zusammenhang mit der Geldw�scherei" jedenfalls auf einen Betrag, der h�her liege als die beschlagnahmten Verm�genswerte von knapp Fr. 10,3 Mio. (vgl. angefochtener Entscheid, S. 23-24).
4.4.2 In diesem Zusammenhang sind keine willk�rlichen Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz ersichtlich. Beim Einwand, die Liegenschaft sei 1996 aus legalen Mittel angeschafft worden, �bersieht die Beschwerdef�hrerin, dass die kantonalen Instanzen bei der Berechnung der mutmasslichen Deliktssumme den Erwerbspreis der Liegenschaft in Abzug bringen. Mit den in der Beschwerdeschrift aufgeworfenen weiteren Detailfragen der Berechnung einer allf�lligen Ausgleichseinziehung oder Ersatzforderung wird sich �ber das bereits Dargelegte hinaus der zust�ndige Strafrichter (im Rahmen eines entsprechenden Sachurteils) zu befassen haben. Dies gilt insbesondere f�r die Frage, inwieweit neben dem (sehr aufw�ndigen) Aus- und Umbau der Liegenschaft die konjunkturelle Wertsteigerung zum Verkaufserl�s beigetragen habe. Auch eine m�gliche (partielle) Verwendung der gesperrten Verm�genswerte zu Kostendeckungszwecken (vgl. Art. 263 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 268 StPO) f�llt im �brigen nicht zum Vornherein ausser Betracht.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Staatsanwaltschaft f�r Wirtschaftsstraff�lle und Organisierte Kriminalit�t des Kantons Thurgau und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 78
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 Art. 5
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 Art. 197
 Art. 98
 Art. 95
 Art. 105
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 Art. 138
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 Art. 305
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 Art. 264
 Art. 71
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 Art. 70
 Art. 376
 Art. 197
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 Art. 263
 Art. 268