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Timestamp: 2019-05-24 10:23:36+00:00

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BGH, 14.06.2004 - II ZR 395/01 - dejure.org
https://dejure.org/2004,10
BGH, 14.06.2004 - II ZR 395/01 (https://dejure.org/2004,10)
BGH, Entscheidung vom 14.06.2004 - II ZR 395/01 (https://dejure.org/2004,10)
BGH, Entscheidung vom 14. Juni 2004 - II ZR 395/01 (https://dejure.org/2004,10)
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HaustürWG § 1, § 3, § 5 Abs. 2, § 9
VerbrKrG § 9 in der bis 30. September 2000 geltenden Fassung
Anwendbarkeit des Haustürwiderrufsgesetzes bei einem kreditfinanzierten Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds ; Zulässigkeit der Anwendung des Haustürwiderrufsgesetzes bei Ausschluss oder Erlöschen des Widerrufsrechts desVerbraucherkreditgesetzes ; Zurechenbarkeit einer Haustürsituation der den Beitritt finanzierenden Bank ; Verpflichtung eines Anlegers zur Zurückzahlung der Darlehensvaluta im Falle eines Widerrufs nach Haustürwiderrufsgesetz
Anspruch des getäuschten Immobilienfondsanlegers auf Rückzahlung der auf das finanzierende Darlehen geleisteten Zinsen und Tilgungen abzüglich der Erträge Zug um Zug gegen Abtretung des Fondsanteils
HaustürWG §§ 1, 3, 5 Abs. 2; VerbrKrG § 9, jeweils in der bis 30. September 2000 geltenden Fassung Anwendung des Haustürwiderrufsgesetzes auf kreditfinanzierten Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds
Anwendung des Haustürwiderrufsgesetzes auf einen kreditfinanzierten Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds; zur Frage der Zurechenbarkeit der Haustürsituation; zu den Rechtsfolgen des Widerrufs; zur Frage etwaiger Schadensersatzansprüche des Anlegers, der beim Fondsbeitritt getäuscht worden ist
anwaltskanzlei-menzel.de
Rückabwicklung kreditfinanzierter Fondsbeitritte
Rechtsfolgen der Unwirksamkeit des Kreditvertrages wegen fehlender Mindestangaben; Anwendung der Vorschriften des HWiG auf einen kreditfinanzierten Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds; Zurechenbarkeit der Haustürsituation; Rechtsfolgen eines täuschungsbedingten Fondsbeitritts; Geltendmachung von Einwendungen gegenüber der Inanspruchnahme aus dem zur Finanzierung eines Fondsanteils aufgenommenen Kredit
HWiG §§ 1, 3, 5 Abs. 2 (i. d. F. bis 30. 9. 2000); VerbrKrG § 9 (i. d. F. bis 30. 9. 2000)
anwaltskanzlei-menzel.de (Leitsatz)
VerbrKrG § 9; HWiG §§ 1, 3, 5 Abs. 2
Doppelte Widerrufsbelehrung bei Personalkrediten
Zur Zurechenbarkeit der Haustürsituation der finanzierenden Bank beim Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds
Zusammenfassung von "Kreditfinanzierte Immobiliengeschäfte im Strukturvertrieb" von Prof. Dr. Michael Frings, original erschienen in: BB 2004, 2257 - 2258.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 14.06.2004, II ZR 395/01 (Gerechtigkeit für Fondsanleger)" von RA Dieter Loßack, original erschienen in: VuR 2004, 336 - 337.
Zusammenfassung von "'Schrottimmobilien' als fortfressender Mangel - Fortbestand finanzierter Immobilienaltgeschäfte im Lichte neuester Rechtsprechung des II. und XI. BGH-Zivilsenates -" von Prof. Dr. Peter O. Mülbert und Wiss. Mitarb. Andreas Christian Hoger, original erschienen in: WM 2004, 2281 - 2294.
BGHZ 159, 280
BGHZ 159, 281
NJW 2004, 2731
ZIP 1402, 1403
ZIP 2004, 1402
MDR 2004, 1193 (Ls.)
NZM 2004, 665
WM 2004, 1521
BB 2004, 1644
BB 2004, 704
DB 2004, 1660
Die Rückabwicklung hat in diesen Fällen vielmehr unmittelbar zwischen dem Kreditgeber und dem Partner des finanzierten Geschäfts zu erfolgen (vgl. BGHZ 133, 254, 259 f.; 152, 331, 337; 159, 280, 288; Senatsurteile vom 25. April 2006 - XI ZR 193/04, WM 2006, 1003, 1005 Tz. 12, zur Veröffentlichung in BGHZ 167, 252 vorgesehen, m.w.Nachw., und vom 13. Juni 2006 - XI ZR 432/04, WM 2006, 1669, 1671 Tz. 22).
An ihn oder direkt an die kreditgebende Bank geflossene Fondsausschüttungen verbleiben der Bank bzw. sind an sie nach den Regeln des Vorteilsausgleichs herauszugeben, da der Verbraucher sonst besser stünde, als er ohne die Beteiligung am Fonds gestanden hätte (vgl. BGHZ 159, 280, 287; Senatsurteil vom 25. April 2006 - XI ZR 193/04, WM 2006, 1003, 1008 Tz. 41, zur Veröffentlichung in BGHZ 167, 252 vorgesehen).
Nach den Ausführungen des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 14. Juni 2004 (BGHZ 159, 280, 287), die der erkennende Senat teilt, ist es mit dem Sinn der Rückabwicklung nach § 3 HWiG nicht zu vereinbaren, wenn der Anleger nach Rückabwicklung einer kreditfinanzierten Fondsbeteiligung besser stünde als er ohne diese Beteiligung gestanden hätte, Fondsausschüttungen seien deshalb zu berücksichtigen.
Der gegenüber dem Haustürwiderrufsgesetz engere Anwendungsbereich der Haustürgeschäfterichtlinie rechtfertigt es nicht, die Haftung nach nationalem Recht wegen fehlender Belehrung auf solche Fälle zu beschränken (vgl. Senat BGHZ 150, 248, 260 ff.; BGHZ 159, 280, 284 f.; BGH, Urteil vom 12. Dezember 2005 - II ZR 327/04, WM 2006, 220, 221 m.w.Nachw.).
a) Nach der Rechtsprechung des EuGH ist die in einem Vertragsstaat nach dessen Vorschriften wirksam gegründete Gesellschaft in einem anderen Vertragsstaat - unabhängig von dem Ort ihres tatsächlichen Verwaltungssitzes - in der Rechtsform anzuerkennen, in der sie gegründet wurde (…vgl. EuGH, Urt. v. 5. November 2002 - Rs C-208/00, ZIP 2002, 2037 - Überseering;… bestätigt durch EuGH, Urt. v. 30. September 2003 - Rs C-167/01, ZIP 2003, 1885 - Inspire Art; vgl. auch BGHZ 154, 185, 189; vgl. ferner zur vergleichbaren Rechtslage beim Deutsch-Amerikanischen Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag: BGHZ 153, 353, 356 f.; Sen.Urt. v. 5. Juli 2004 - II ZR 389/02, ZIP 2004, 1402 m.w.Nachw.;… BGH, Urt. v. 13. Oktober 2004 - I ZR 245/01, ZIP 2004, 2230, 2231).
Die Annahme einer Rechtsscheinhaftung in dieser Fallkonstellation würde dem Umstand nicht gerecht, daß der - unmittelbare oder durch die Treuhänderin vermittelte - Beitritt zu der Fondsgesellschaft und der diesen Beitritt finanzierende Darlehensvertrag ein verbundenes Geschäft i.S. des § 9 Abs. 1 VerbrKrG (§ 358 Abs. 3 BGB in der ab dem 1. Januar 2002 geltenden Fassung) bilden (…Sen.Urt. v. 21. Juli 2003 - II ZR 387/02, NJW 2003, 2821, 2822 = ZIP 2003, 1592, 1593 f. und Urteile vom heutigen Tage in den Parallelsachen II ZR 395/01 und II ZR 374/02 sowie BGH, Urt. v. 23. September 2003 - XI ZR 135/02, WM 2003, 2232, 2233 f.) und daß in diesem Rahmen die Einschaltung des Treuhänders als Vertreter des Anlageinteressenten nicht von diesem, sondern von den Initiatoren und Gründungsgesellschaftern des Fonds in Kenntnis und mit zumindest stillschweigender Billigung der Bank erfolgt.
Nach den Grundsätzen der fehlerhaften Gesellschaft begründet auch eine arglistige Täuschung nur ein in die Zukunft wirkendes Kündigungsrecht des Gesellschafters gegenüber der Gesellschaft (BGHZ 159, 280, 291; BGH, Urteil vom 14. Juni 2004 - II ZR 392/01, WM 2004, 1518, 1520 m.w.N.).
LG Bonn, 19.08.2015 - 17 O 154/15
Wirksamkeit des Widerrufs eines Darlehensvertrages wegen fehlerhafter Belehrung …
LG Bielefeld, 19.02.2013 - 9 O 226/11
Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrag im Hinblick auf das Ingangsetzen der …
LG Paderborn, 27.03.2009 - 2 O 480/07

References: § 1
 § 3
 § 5
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 BGH 
 § 3
 EuGH 
 § 9