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Timestamp: 2015-05-27 17:32:12+00:00

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Aufsicht über das Verbrennen von Abfällen im Freien Accesskeys Direkt zur Startseite
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Aufsicht über das Verbrennen von Abfällen im Freien Rechtsgrundlagen | Detailaufgaben | Links | Gerichts-/VerwaltungspraxisHilfsmittel & Literatur Im Freien dürfen ausschliesslich trockene, natürliche Wald-, Feld- und Gartenabfälle verbrannt werden. Dabei darf nur wenig Rauch entstehen. Freizeit- und Brauchtumsfeuer sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Für bestimmte Gebiete können die Gemeinden das Verbrennen im Freien einschränken oder verbieten, wenn übermässige Immissionen zu erwarten sind. Anlaufstelle für Fragen und Klagen ist die politische Gemeinde. Eine allfällige strafrechtliche Verfolgung erfolgt durch das zuständige Untersuchungsamt.
Art. 30c Abs. 2 und Art. 61 Abs. 1 Bst. f USGArt. 26a und Art. 26b LRVArt. 25 ff EG-USG neues Fenster
A - Durchsetzen des Verbots widerrechtlicher Abfallverbrennung
Besonderes Augenmerk ist auf Baustellen und Kiesgruben zu richten: fachgerechte Entsorgung von Baustellenabfällen und Abbruchmaterialien ist sicherzustellen.Abbruchholz gilt als Abfall (vgl. Art. 7 Abs. 6 USG) und darf nicht im Freien verbrannt werden (und auch nicht an Betreiber von ungeeigneten Anlagen wie Holzfeuerungen oder Cheminées abgegeben werden). Bei Verdacht auf widerrechtliche Abfallverbrennung: Überprüfen des Brennmaterials.trockene, natürliche Wald-, Feld- und Gartenabfälle dürfen, falls nur wenig Rauch entsteht, verbrannt werden (siehe Zusammenstellung "Abfallverbrennung im Freien" unter Hilfsmittel). Vorbehalten bleibt zudem ein flächenbezogenes Verbot der Gemeinde.andere Abfälle = widerrechtliche Abfallverbrennung => Feststellen des Verursachers; weiteres Vorgehen: siehe unten Bei widerrechtlicher Abfallverbrennung: Information über zulässiges Brennmaterial und das Verbot.Einstellen der widerrechtlichen Abfallverbrennung durchsetzen.Beweissicherung (z.B. Aschenprobe) und Strafanzeige an das zuständige Untersuchungsamt erstatten. B - Strafanzeige erheben
C - Bewilligung der Gemeinde im Einzelfall
Die politische Gemeinde kann in Einzelfällen das Verbrennen von nicht genügend trockenen Wald-, Feld- und Gartenabfällen bewilligen, vorausgesetzt es bestehe ein überwiegendes Interesse und es entstehen keine übermässigen Immissionen (z.B. starker Rauch in Wohnquartier etc.). Die Gemeinde stützt sich in einem solchen Fall auf Art. 26b Abs. 2 LRV in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Bst. h EG-USG. Anwendbar ist die Ausnahmebestimmung vor allem für das Verbrennen von mit Feuerbrand befallenem Holz (siehe unter "Links"). Auch bei Schlagabraum, der z.B. aus topografischen Gründen oder wegen Schädlingsbefalls nicht liegen gelassen werden kann, kann eine Bewilligung erteilt werden (Formular für Gesuch und Bewilligung).
D - Einschränkung oder Verbot des Verbrennens von Wald-, Feld- und Gartenabfällen
Ein Erlass von Einschränkungen oder Verboten ist Sache der Gemeinde (Art.25 EG-USG). Rechtsgrundlage ist Art. 26b Abs. 3 LRV, wonach das Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen für bestimmte Gebiete oder Zeiten eingeschränkt oder verboten werden kann, wenn übermässige Immissionen zu erwarten sind (z.B bei hoher winterlicher Feinstaubbelastung).
E - Freizeit- und Brauchtumsfeuer
Feuer im Rahmen der Freizeitgestaltung (Lagerfeuer, Braten, Grillieren) wie auch Brauchtumsfeuer (1. August-Funken, Funkensonntag) sind soweit gestattet, als dazu ausschliesslich naturbelassenes, trockenes Holz verwendet wird (siehe "Luftreinhaltung am 1. August, Merkblatt AFU" unter Hilfsmittel).
Links - Im Zusammenhang mit dem Verbrennen von Abfällen im Freien
Luftreinhaltung auf der Baustelle - Schweizerischer Baumeisterverband: www.baupunktumwelt.ch neues Fenster
Schlagräumung nach dem Orkan Lothar, Merkblatt für die Praxis Nr. 30 (1998) - Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL): www.wsl.ch neues Fenster
Feuerbrand neues Fenster
Quelle EntscheidSpalte 1Spalte 2Spalte 3URP 1996, 219 Verbrennung von Altholz muss in geeigneter Anlage erfolgenURP 1995, 721 oder Verbot der Abfallverbrennung im FreienBGE 121 IV 240, 247 neues Fenster URP 1994, 121 oder Verbrennen von Abfällen im FreienBGE 120 IV 82 neues Fenster Hilfsmittel
Luftreinhaltung am 1. August (45 kB, PDF)
AFU191: Verbrennen von Abfällen im Freien, Strafverfahren (77 kB, PDF)
AFU190; Verbrennen von Abfällen in dafür nicht geeigneten Anlagen, Strafverfahren (110 kB, PDF)
Muster für Strafanzeige: Verbrennen von Abfällen im Freien (5 kB, PDF)
Abfall verbrennen im Cheminée produziert Dioxin; BUWAL (122 kB, PDF)
Vorgehen bei unerlaubter Abfallverbrennung, ein Leitfaden für Gemeinden (88 kB, PDF)
Feuern im Freien belastet die Umwelt; BUWAL (83 kB, PDF)
Abfallverbrennung im Freien: Beurteilungskriterien für eine raucharme Verbrennung (31 kB, PDF)
Ausnahmebewilligung zum Verbrennen von nicht ausreichend trockenen Waldabfällen (19 kB, DOCX)
Rundschreiben AFU vom Mai 1998 betr. Verbrennen von Wald-, Feld- und GartenabfällenAbfallverbrennung am 1. August; AFU-Heft 2/91, S. 38ff. Nach oben

References: Art. 30
 Art. 61
 Art. 26
 Art. 7
 Art. 26
 Art. 25
 Art. 26