Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/MAGISTER/Asie_hf.htm
Timestamp: 2018-10-18 02:56:56+00:00

Document:
12. Jahrgang, Nr. 10 vom 17. September 2002, S. 63
für das Hauptfach „Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens“
(1) Gemäß § 2 Abs. 3 ist bei Setzung des Schwerpunktes des Hauptstudiums im Bereich “Sprachen” der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses eines Grundkurses des klassischen Sanskrit zu erbringen. Werden diese Kenntnisse nicht im Rahmen eines Neben- oder zweiten Hauptfaches erworben, so kann auf Antrag die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden.
Die Anerkennung eines Teilnahme- oder Leistungsscheines im Zusammenhang mit einer Lehrveranstaltung setzt voraus, dass dieser 2 SWS gewidmet sind. Bei Lehrveranstaltungen kürzerer Dauer sind diesen Vorgaben gemäß mehrere Lehrveranstaltungen zu besuchen und entsprechend mehr Scheine zu erwerben.
Bei Sprachkursen ist die Standardeinheit des Grundkurses 8 SWS, des Aufbaukurses 2 SWS.
(2) Gemäß § 6 Abs. 3 dauert die mündliche Prüfung für die Zwischenprüfung 30 Minuten und für die Magisterprüfung 60 Minuten.
(3) Gemäß § 7 Abs. 3 beträgt die Dauer der Klausurarbeiten für die Zwischenprüfung 120 Minuten und für die Magisterprüfung 240 Minuten.
Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Grundkurses der ersten modernen südasiatischen Sprache,
Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Grundkurses der zweiten modernen südasiatischen Sprache,
Leistungsschein über die Lektüre und Analyse eines leichteren religions-, geschichts-, kultur- oder sozialwissenschaftlich relevanten Textes in der ersten modernen südasiatischen Sprache,
Leistungsschein zu einer Lehrveranstaltung mit Bezug auf das neuzeitliche Südasien, die nicht notwendigerweise die Analyse von Quellenmaterial in einer südasiatischen Sprache beinhaltet,
Leistungsschein über die Anfertigung eines Referates oder einer Hausarbeit zu einem auf das neuzeitliche Südasien bezogenen Thema,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Aufbau- und/oder Lektürekursen in der ersten modernen südasiatischen Sprache,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer südasienkundlichen Einführungsveranstaltung,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer Einführung zum Studium moderner südasiatischer Sprachen,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung mit Bezug auf das neuzeitliche Südasien, die nicht notwendigerweise die Analyse von Quellenmaterial in einer südasiatischen Sprache beinhaltet,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer islamwissenschaftlichen Einführungsveranstaltung, gegebenenfalls einer Ersatzveranstaltung,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer einführenden Lehrveranstaltung zu einem theoretischen oder methodologischen Thema aus einem der Bereiche Religionswissenschaft oder Ethnologie,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer einführenden Lehrveranstaltung zu einem theoretischen oder methodologischen Thema aus einem der Bereiche Allgemeine Sprachwissenschaft, Angewandte Sprachwissenschaft/Linguistik (einschließlich Übersetzungswissenschaft), Medien- und Kommunikationswissenschaft oder Literaturwissenschaft.
(2) Gemäß § 16 hat der Studierende eine schriftliche und eine mündliche Prüfung zu absolvieren.
In der schriftlichen Prüfung soll der Prüfling beweisen, dass er in der Lage ist, einen kurzen, mittelschweren Text in einer von ihm gewählten modernen südasiatischen Sprache ins Deutsche zu übersetzen und von diesem Text ausgehende Fragen zum bisherigen Studieninhalt zu beantworten. Da der Text auch Vokabeln enthalten darf, deren Kenntnis nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, wird dem Prüfling die Zuhilfenahme eines von der Universität gestellten Wörterbuches der entsprechenden Sprache gestattet. Alternativ dazu kann der Prüfungstext einem erheblich längeren, zusammenhängenden Text entnommen werden, der vorher bekanntgegeben wurde; in diesem Falle ist die Zuhilfenahme eines Wörterbuches nicht gestattet.
In der nach erfolgreich abgelegter schriftlicher Prüfung erfolgenden mündlichen Prüfung sollen Fragen aus dem Bereich des im Grundstudium durchgenommenen Lehrstoffes beantwortet werden; auch die dem Prüfling eventuell genannte Pflichtlektüre kann Gegenstand der Prüfung sein.
Dabei ist unter anderem der Nachweis der Beherrschung der Elementargrammatik einer zweiten, vom Prüfling gewählten modernen südasiatischen Sprache zu erbringen.
(1) Gemäß § 20 Abs. 2 sind die fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen wie folgt:
Beim Studienschwerpunkt “Kulturen”:
Leistungsschein zur Analyse literatur-, religions-, geschichts-, kultur- oder sozialwissenschaftlich relevanter Literatur in der ersten modernen südasiatischen Sprache des Hauptfachstudiums,
Leistungsschein zur Analyse literatur-, religions-, geschichts-, kultur- oder sozialwissenschaftlich relevanter Literatur in der zweiten modernen südasiatischen Sprache des Hauptfachstudiums,
Leistungsschein über die Anfertigung eines anspruchsvollen Referates oder einer anspruchsvollen Hausarbeit zu einem auf das neuzeitliche Südasien bezogenen Thema,
1 Leistungsschein zu und 6 Bescheinigungen über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen mit Bezug auf das neuzeitliche Südasien aus den Bereichen (a) Sprach- und Literaturwissenschaften, (b) Religions- und Kulturwissenschaften und (c) Sozialwissenschaften. Dabei sollen mindestens 3 Lehrveranstaltungen einem der Bereiche (b) und (c), mindestens 2 dem verbleibenden Bereich von (b) und (c) und mindestens eine Lehrveranstaltung dem Bereich (a) angehören. Mindestens 3 Lehrveranstaltungen aus den Bereichen (a), (b) und (c) zusammen müssen zumindest teilweise die Analyse von relevantem Quellenmaterial in mindestens einer modernen südasiatischen Sprache beinhalten,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Aufbau- und/oder Lektürekursen in der zweiten modernen südasiatischen Sprache des Hauptfachstudiums,
Bescheinigung über die Analyse literatur-, religions-, geschichts-, kultur- oder sozialwissenschaftlich relevanter Literatur in der ersten modernen südasiatischen Sprache des Hauptfachstudiums,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Seminaren und/oder Übungen zur Übersetzung aus südasiatischen und/oder in südasiatische Sprachen,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung zu einem theoretischen oder methodologischen Thema aus einem der Bereiche Politikwissenschaft, Geschichte oder Soziologie,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung zu einem allgemeinen theoretischen oder methodologischen, oder zu einem auf das neuzeitliche Südasien bezogenen Thema aus einem der Bereiche Jura oder Wirtschaftswissenschaften,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen zu einem allgemeinem theoretischen oder methodologischen, oder zu einem auf das neuzeitliche Südasien bezogenen Thema aus zweien der Bereiche Religionswissenschaft, Ethnologie, Islamwissenschaft, Soziologie oder Politikwissenschaft.
Beim Studienschwerpunkt “Sprachen”:
Nachweis über den erfolgreichen Abschluss eines Grundkurses zum klassischen Sanskrit,
1 Leistungsschein zu und 4 Bescheinigungen über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen mit Bezug auf das neuzeitliche Südasien aus den Bereichen (a) Sprach- und Literaturwissenschaften, (b) Religions- und Kulturwissenschaften und (c) Sozialwissenschaften. Dabei sollen mindestens 2 Lehrveranstaltungen einem der Bereiche (a) und (b) und mindestens je eine Lehrveranstaltung dem verbleibenden Bereich von (a) und (b) sowie einem der Bereich (b) und (c) angehören. Mindestens 2 Lehrveranstaltungen aus den Bereichen (a), (b) und (c) zusammen müssen zumindest teilweise die Analyse von relevantem Quellenmaterial in mindestens einer modernen südasiatischen Sprache beinhalten,
3 Bescheinigungen über die Teilnahme an Aufbau- und/oder Lektürekursen des klassischen Sanskrit. Werden diese Leistungen bereits im Rahmen eines Neben- oder zweiten Hauptfaches erbracht, so treten an deren Stelle Bescheinigungen über die Teilnahme an Sprachkursen des Persischen oder einer oder mehrerer mittelindoarischer Sprachen oder einer dritten modernen südasiatischen Sprache oder Portugiesisch,
Bescheinigung über die Teilnahme an einer einführenden Lehrveranstaltung zum Mittelindoarischen einschließlich dessen Spätformen,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen (Seminar/Übung) zu(r) prämoderne(n) Form(en) mindestens einer modernen südasiatischen Sprache, wobei die erste moderne südasiatische Sprache des Hauptfachstudiums berücksichtigt werden muss,
2 Bescheinigungen über die Teilnahme an Seminaren und/oder Übungen zur Übersetzung von und/oder in südasiatische Sprachen.
(2) Gemäß § 21 Abs. 1 besteht die Magisterprüfung aus einer schriftlichen und mündlichen Prüfung.
Die schriftliche Prüfung besteht aus drei Teilen von 120, 60 und 60 Minuten. Im ersten Teil soll der Prüfling beweisen, dass er in der Lage ist, einen längeren, schwierigen Text in einer von ihm gewählten modernen südasiatischen Sprache ins Deutsche zu übersetzen und von diesem Text ausgehende Fragen zum Studieninhalt zu beantworten. Da der Text auch Vokabeln enthalten darf, deren Kenntnis nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, wird dem Prüfling die Zuhilfenahme eines von der Universität gestellten Wörterbuches der entsprechenden Sprache gestattet. Alternativ dazu kann der Prüfungstext einem erheblich längeren, zusammenhängenden Text entnommen werden, der vorher bekanntgegeben wurde; in diesem Falle ist die Zuhilfenahme eines Wörterbuches nicht gestattet. Sprachliche und inhaltliche Besonderheiten des übersetzten Textes sind zu erläutern.
Im zweiten Teil ist beim Schwerpunkt “Sprachen” des Hauptstudiums ein kurzer, mittelschwerer Text in einer älteren Form der für den vorhergehenden Prüfungsteil gewählten Sprache zu übersetzen, beim Schwerpunkt “Kulturen” jedoch die Beherrschung des Wissensstoffes aus dem Bereich der im Hauptstudium besuchten Lehrveranstaltungen durch das Beantworten von Fragen, das Schreiben eines Aufsatzes oder einer Kombination von Fragen und Aufsatz unter Beweis zu stellen.
Im dritten Teil ist zusätzlich ein kurzer mittelschwerer Text in einer zweiten modernen südasiatischen Sprache zu übersetzen. Die Beantwortung von von diesem Text ausgehenden Fragen zum Studieninhalt kann verlangt werden. Für die Übersetzung aus der älteren Form der ersten Prüfungssprache darf grundsätzlich ein von der Universität gestelltes Wörterbuch verwendet werden; bei der Übersetzung aus der zweiten Prüfungssprache wird so verfahren, wie im Falle der Übersetzung aus der moderneren Form der ersten Prüfungssprache.
In der nach erfolgreich abgelegter schriftlichen Prüfung erfolgenden mündlichen Prüfung sollen Fragen aus dem Bereich des im Grund- und Hauptstudium durchgenommenen Lehrstoffes beantwortet werden, wobei besonderes Gewicht auf die im Studium gesetzten Schwerpunkte gelegt wird. Bei einem Schwerpunkt im Bereich “Sprachen” können auch Fragen gestellt werden, die die Sprachgeschichte der beiden vom Prüfling gewählten modernen südasiatischen Sprachen betreffen.
(3) Gemäß § 20 Abs. 4 finden die Prüfungen erst nach der Abgabe der Magisterarbeit statt.
Die Dauer der Magisterprüfung beträgt 8 Wochen.
Die fachspezifischen Bestimmungen für das Hauptfach "Sprachen und Kulturen des neuzeitlichen Südasiens" treten zum 01.10.2002 in Kraft.

References: § 2
 § 6
 § 7
 § 16
 § 20
 § 21
 § 20