Source: http://www.uni-kiel.de/ub/cgi-bin/newsletter/newsletter.cgi?&action=archiv2&sid=&x=36
Timestamp: 2017-10-22 21:08:05+00:00

Document:
Newsletter vom 22.05.2006 , 14:24
Titel: Newsletter der UB Kiel - 2006/02
Ausgabe 2006/2
2. ERWEITERUNG DER DFG-NATIONALLIZENZEN FUER DATENBANKEN
3. NEU-REGELUNG DES URHEBERRECHTS - NEUES URHEBERRECHT BEHINDERT DEN FREIEN ZUGANG ZU INFORMATIONEN FUER FORSCHUNG UND LEHRE
4. UB-KATALOG IN NEUER OPTIK
5. DVDS IN DER UB KIEL
6. AUSSTELLUNG DES RUSSISCHEN KUENSTLERS VLADIMIR SITNIKOV
7. DIRK SCHAEFER LIEST IN DER UB KIEL
8. CAFE LICHTBLICK
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Rahmen ihrer Foerderung des Systems der ueberregionalen Literaturversorgung auch im Jahr 2006 wieder Sondermittel zum Erwerb von Nationallizenzen fuer Online-Publikationen durch DFG Sondersammelgebiete und Zentrale Fachbibliotheken bereitgestellt. Neben abgeschlossenen digitalen Textsammlungen, Werkausgaben und Datenbanken wurden erstmals auch digitale Zeitschriftenarchive und elektronische Buecher grosser Wissenschaftsverlage einbezogen.
Die Nationallizenzen ermoeglichen die ueberregionale Nutzung dieser digitalen Medien in der Regel in allen deutschen Hochschulen. Die Angebote stehen den Hochschulen kostenlos zur Verfuegung!
Voraussichtlich ab Ende Mai 2006 werden zugaenglich sein:
• ACS Journal Legacy Archives 1879-1995
• AIP Digital Archive 1930-2004
• Analecta hymnica medii aevi digitalia
• Annual Reviews Electronic Back Volume Collection
• The Bibliography of the Hebrew Book 1473-1960
• Biological Abstracts Archive 1969-2004
• Cambridge Scientific Abstracts (CSA)
• China Academic Journals D, E (1994-2010)
• Chinese Academic Journals (ABCI) 1994-2010
• Chinese Classic Ancient Books
• Digital Library of Classic Protestant Texts und Digital Library of the Catholic Reformation
• Editoria Italiana Online
• Edmond Huguet: Dictionnaire de la langue franPaise du seizième siècle (1925-1967)
• Frédéric Godefroy: Dictionnaire de l'ancienne langue francaise et de tous ses dialectes...
• Macmillan Online. Cabinet Papers 1957-63
• Making of Modern Economy 1450-1850
• NetLibrary
• North American Immigrant Letters, Diaries and Oral Histories
• Oxford Journals Digital Archive
• Patrologia graeco-latina
• Periodicals Contents Index - Full Text
• RSC Archive 1841-2004
• Science Direct Journals Historical Back Files
• Springer Online Journal Archive 1860-1996
• Teatro Espanol del Siglo de Oro
• Testaments to the Holocaust
• Times Literary Supplement 1902-1990
• Twentieth Century North American Drama
• WBIS: Auslaendische Archive 2006
• Wiley InterScience Backfile Collections.
Jeweils haben auch Einzelpersonen mit Wohnsitz in Deutschland die Moeglichkeit, sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit persoenlich fuer einen kostenlosen Zugriff registrieren zu lassen, falls diesen der Zugang ueber ein Universitaetsnetz bzw. ueber eine wissenschaftliche Bibliothek nicht zur Verfuegung steht.
Informationen dazu sowie zusaetzliche Mitteilungen ueber die Inhalte der einzelnen Datenbanken und elektronischen Zeitschriften finden Sie unter
https://www.gbv.de/vd-nl/angebote
oder ganz allgemein unter
http://www.nationallizenzen.de.
Sobald einzelne Freischaltungen erfolgt sind, werden diese von der Bibliothek in der Rubrik „Aktuelles“ angezeigt. Dann koennen Sie selbstverstaendlich die Zugangsbedingungen und weiteren Informationen zu den jeweiligen Datenbanken auch unserem Datenbankinfosystem DBIS (http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/?bib_id=ubk) entnehmen.
Dort ist es moeglich, ueber die erweiterte Suche „Art der Nutzungsmoeglichkeit“: „deutschlandweit frei zugaenglich“ gezielt nach den Datenbanken in Nationallizenz zu suchen.
Sollten Sie darueber hinaus noch Fragen oder Probleme mit dem Zugang zu einzelnen Datenbanken haben, koennen Sie sich gerne an Ihren Ansprechpartner in der Bibliothek wenden:
Dipl.-Geol. Rainer Horrelt, Stellv. Direktor
E-Mail: horrelt@ub.uni-kiel.de
Tel.: 0431/880-2702
3. NEU-REGELUNG DES URHEBERRECHTS (SOG. 2. KORB)
NEUES URHEBERRECHT BEHINDERT DEN FREIEN ZUGANG ZU INFORMATIONEN FUER FORSCHUNG UND LEHRE
Das Bundeskabinett hat am 22.3.2006 den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum "Zweiten Korb" der Novelle des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft beschlossen. An den gravierenden Beschraenkungen des Entwurfs fuer die Universitaetsbibliotheken hat sich im Wesentlichen nichts geaendert, trotz vielfaeltiger Stellungnahmen seitens der Bibliotheksverbaende und der Vertreter grosser Wissenschaftsorganisationen im "Aktionsbuendnis Urheberrecht" (darunter: Fraunhofer-Gesellschaft zur Foerderung der angewandten Forschung e.V., Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V., Hochschulrektorenkonferenz, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und Wissenschaftsrat, ferner 270 wissenschaftliche Fachgesellschaften, Informationseinrichtungen und Verbaende sowie mehr als 4.000 Einzelpersonen).
Bei Verabschiedung der Neuregelungen drohen deutliche Einschraenkungen in der Nutzung wissenschaftlicher Informationen fuer Forschung und Lehre, vor allem:
- bei der elektronischen Dokumentlieferung,
- bei der Bereitstellung elektronischer Materialien durch die Bibliotheken,
- fuer den Aufbau elektronischer Semesterapparate in der Lehre.
Insbesondere folgende Paragraphen sind von hoechster Brisanz fuer Ihre taegliche Arbeit:
§ 53 a Kopienversand auf Bestellung,
§ 52 a Oeffentliche Zugaenglichmachung fuer Unterricht und Forschung,
§ 52 b Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplaetzen in oeffentlichen Bibliotheken.
Gerade diese 3 Paragraphen betreffen alle wissenschaftlichen Mitarbeiter(innen) in der Universitaet unmittelbar und muessen zu einer erheblichen Einschraenkung des bisherigen Dienstleistungsangebotes der Bibliotheken und damit zu Verknappung in Forschung und Lehre fuehren!
§ 53a Kopienversand auf Bestellung:
Im neuen § 53a ist bestimmt, dass "der elektronische Versand von Kopien aus Zeitungen und Zeitschriften sowie kleiner Teile von Buechern als graphische Datei erlaubt [ist], soweit die Verlage kein eigenes elektronisches Angebot machen." Lediglich Post und Fax sollen als Versandformen zulaessig bleiben.
D.h.: bietet ein Verlag ein – selbstverstaendlich – kostenpflichtiges Lieferangebot („Pay per view“) an, so ist jeglicher elektronischer Lieferdienst von Aufsatzkopien durch Bibliotheken gesetzlich untersagt. Damit waeren Dienste, wie sie von SUBITO oder GBVdirekt geboten werden und von denen CAU-Angehoerige seit Jahren lebhaften Gebrauch machen, sehr streng eingeschraenkt. Fuer viele besonders wichtige Aufsatzpublikationen aus renommierten Verlagszeitschriften werden dann je Aufsatzkopie ca. 30 € faellig.
Bietet ein Verlag kein eigenes elektronisches Angebot an, duerfen Bibliotheken weiterhin Kopien liefern, sind allerdings auf Post und Fax als erlaubte Versandformen beschraenkt. Diese Neuregelung wird aber der durch elektronischen schnellen Versand bestimmten Wissenschafts- und Ausbildungspraxis ueberhaupt nicht mehr gerecht.
Kommerziellen Anbietern wuerde quasi ein Monopolrecht auf den elektronischen Versand von Dokumenten zugebilligt werden.
§ 52a Oeffentliche Zugaenglichmachung fuer Unterricht und Forschung
Die in § 52a bis zum 31.12.2006 befristet erteilte Erlaubnis fuer Schulen, Hochschulen und staatliche Forschungseinrichtungen, urheberrechtlich geschuetzte Werke ohne weitere Genehmigung digitalisieren und fuer die Nutzung durch einen definierten Personenkreis (Schueler, Studierende, Wissenschaftler an ihren Instituten und in ihren Forschungsprojekten) nach persoenlicher Identifizierung innerhalb ihres Intranets nutzen zu koennen, soll gestrichen werden.
Damit verlieren alle Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, fuer E-Learning-Methoden notwendige, aber urheberrechtlich geschuetzte Werke in digitalisierter Form in das Lehr- und Forschungsprofil einzubeziehen ! Dies stellt eine deutliche Verschlechterung der aktuellen Situation dar ! Elektronische Semesterapparate sind ohne die Einbeziehung aktueller Publikationen nahezu wertlos !
§ 52b Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplaetzen in oeffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven
§ 52b besagt, dass es Bibliotheken, Museen und Archiven ermoeglicht wird, von ihnen mit Lizenzrechten erworbenen digitalen Medien nur jeweils an so vielen Leseterminals zugaenglich zu machen, in welcher Zahl sie diese Lizenz erworben haben. Diese Einschraenkung („Es duerfen nicht mehr Exemplare eines Werkes an den eingerichteten elektronischen Leseplaetzen gleichzeitig zugaenglich gemacht werden, als der Bestand der Bibliothek umfasst.“) ist angesichts der inzwischen fast flaechendeckend an den Hochschulen vorhandenen technischen Netze widersinnig.
Wissenschaftler, Dozenten und Studierende muessten ihre gewohnte Arbeitsumgebung verlassen, um in der Bibliothek an speziellen Leseplaetzen die elektronischen Materialien einzusehen.
Den Kern des digitalen Mediums macht aber doch gerade seine campusweite gleichzeitige Verfuegbarkeit aus und schafft verbesserte Zugaenglichkeit rund um die Uhr.
AUFRUF - WAS SIE TUN KOENNEN:
Setzen Sie sich persoenlich bei Ihren oertlichen Bundestagsabgeordneten fuer eine gesetzliche Regelung ein, die den Kopienversand und den Zugriff wissenschaftlicher Benutzer auf die Ressourcen der Bibliothek moeglichst benutzerfreundlich gestaltet. Der Forschungsstandort Deutschland muss auch durch seinen urheberrechtlichen Rahmen attraktiv bleiben !
Sie koennen ausserdem die Goettinger Erklaerung zum Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft per Internet unterschreiben !
Sie finden den vollen Text unter der URL:
Das Verfahren zur Unterschrift ist denkbar einfach:
Unter http://www.urheberrechtsbuendnis.de/unterzeichnen.html erreichen Sie ein Online-Formular, in das Sie einige Daten von sich eintragen (Titel, Name, Vorname, Beruf, Ort und Email-Adresse).
http://www.bmj.de/enid/58.html?presseartikel_id=2401f
http://www.bmj.de/media/archive/1174.pdf
Zentrale Forderungen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen an das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vom 28. April 2005:
http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks/e01fn05/496822780.pdf
Aktionsbuendnis "Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft":
Weitere Auswirkungen der Urheberrechtsnovellierung finden Sie unter:
Der Katalog der UB Kiel hat eine neue, leicht veraenderte Oberflaeche bekommen.
Neu ist die Funktion „Erweiterte Suche“. Dieses Menue erlaubt es, mehrere Suchkriterien miteinander zu verbinden. Sie koennen Ihre Suche auch gezielt auf bestimmte Jahre, auf eine Sprache oder bestimmte Materialien einschraenken.
Alle weiteren Funktionen blieben unveraendert.
Die Navigationselemente fuer die Recherche und das Zwischenergebnis finden Sie jetzt oberhalb des Suchfeldes. Dort befindet sich auch der Link „Benutzerdaten“, der zu Ihrem Benutzerkonto fuehrt. Hier sehen Sie Ihre im System hinterlegte Adresse, Ihre Entleihungen, koennen Verlaengerungen vornehmen, Ihr Passwort aendern oder unter „Forderungen“ sehen, ob Sie Mahngebuehren zu zahlen haben.
Wenn Sie Fragen zum Katalog und dessen Benutzung haben, koennen Sie jederzeit die Bibliothekarische Auskunft ansprechen: Telefon: 0431/880-4775 oder -4776, E-Mail: auskunft@ub.uni-kiel.de.
Oder nehmen Sie doch einfach an einer unserer Fuehrungen teil, in deren Rahmen der Katalog ebenfalls erklaert wird. Informationen dazu finden Sie auf dieser Internetseite: http://www.uni-kiel.de/ub/service/schulungen/bibliothek.html
Seit einiger Zeit bietet die UB Kiel ihren Benutzern eine Auswahl an DVDs an. Dabei handelt es sich um eine exemplarische Auswahl von Filmen, die fuer die Medienwissenschaft als Untersuchungsgrundlage von Relevanz sind. Es wurde beispielsweise die „Cinemathek“ der Sueddeutschen Zeitung mit insgesamt 100 exemplarischen Filmen (Suche im Katalog mit der Signatur Cdr 3026? oder mit dem Stichwort "Cinemathek") und eine Filmgeschichte auf DVD (Signatur Cdr 2118?) angeschafft.
Die Filme auf DVD koennen auch ueber eine Suche im systematischen Katalog ermittelt werden (Suche im Katalog mit der Katalognummer mus 790.200 oder Einstieg ueber den systematischen Fächerkatalog an dieser Stelle). Der Bestand wird vor allem um filmgeschichtlich relevante Filme, manche darunter in neu restaurierten Fassungen, erweitert.
Die DVDs sind wie alle anderen Buecher und Medien ausleihbar und werden an der Leihtheke auf Anfrage mit Nennung der Signatur ausgegeben. Einige befinden sich im Magazin und koennen ueber den Katalog bestellt werden.
VLADIMIR SITNIKOV: KunstBuchKunst
Die UB Kiel praesentiert Werke des russischen Kuenstlers Vladimir Sitnikov. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zwei grafische Serien sowie Kuenstlerbuecher.
http://www.uni-kiel.de/ub/aktuelles/ausstellungen/Sitnikov/index.html
Anlaesslich der Ausstellung „KunstBuchKunst“ liest am 29. Juni, um 20 Uhr der Schauspieler und Saenger Dirk Schaefer Auszuege aus der Novelle „Die Nase“ von Nikolaj Gogol im Foyer der UB Kiel.
Weitere Informationen zu Dirk Schaefer gibt es unter:
http://www.dirkschaefersingtjacquesbrel.de/de/dirkschaefer.php
8. CAFÉ LICHTBLICK
Das vor kurzem in der UB Kiel eroeffnete Café Lichtblick befindet sich im Eingangsbereich der Bibliothek.
Mo-Fr 9.30-21.30 Uhr
Sa 9.30-19.30 Uhr

References: § 53

§ 52

§ 52

§ 53
 § 53

§ 52
 § 52

§ 52

§ 52