Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AP%20BeschFG%201985%20%C2%A7%202%20Nr.%2071
Timestamp: 2019-08-23 19:04:41+00:00

Document:
BAG, 15.12.1998 - 3 AZR 239/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,773
BAG, 15.12.1998 - 3 AZR 239/97 (https://dejure.org/1998,773)
BAG, Entscheidung vom 15.12.1998 - 3 AZR 239/97 (https://dejure.org/1998,773)
BAG, Entscheidung vom 15. Dezember 1998 - 3 AZR 239/97 (https://dejure.org/1998,773)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,773) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Teilzeitkräfte haben einen Anspruch auf Spätarbeits- und Nachtarbeitszuschläge
Tariflicher Ausschluß - Einzelne Arbeitstunden - Teilzeitkräfte - Vollzeitkräfte - Spätarbeits- und Nachtarbeitszuschläge
Spätarbeits- und Nachtarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte in der Metallindustrie
Arbeitsrecht - Keine Benachteiligung bei Nachtzuschlägen
Arbeitsrecht; Ausschluß von Teilzeitkräften von Spätarbeits- und Nachtarbeitszuschlägen
LAG Baden-Württemberg, 14.02.1997 - 5 Sa 57/96
AP BeschFG 1985 § 2 Nr. 71
Dieser Belastung ist die nicht in Wechselschicht tätige Klägerin in gleicher Weise ausgesetzt, wie die ebenfalls nicht in Wechselschicht arbeitenden vollbeschäftigten Arbeitnehmer (BAG 15. Dezember 1998 - 3 AZR 239/97 - BAGE 90, 303).
An diesem Arbeitstag verbleibt dann weniger Zeit zur Erholung und für soziale Kommunikation (BAG 15. Dezember 1998 - 3 AZR 239/97 - BAGE 90, 303).
Es hat insoweit richtigerweise darauf verwiesen, dass dies auch für anderes zwingendes Gesetzesrecht wie z.B. das Diskriminierungsverbot von Teilzeitkräften aus § 2 Abs. 1 BeschFG 1985 gelte, ohne dass die Tarifautonomie dazu führe, dass es durch Tarifverträge gebrochen werden dürfe (vgl. BAG Urteil v. 15.12.1998 Az: 3 AZR 239/97 NZA 1999, 882).
Eine Ungleichbehandlung wegen der Teilzeitarbeit liegt nämlich immer dann vor, wenn die Dauer der Arbeitszeit das Kriterium darstellt, an das die Differenzierung hinsichtlich der unterschiedlichen Arbeitsbedingungen knüpft (BAG…, Urteil vom 24.09.2003, a. a. O.; BAG, Urteil vom 26.09.2001 - 10 AZR 714/00 - BAGE 99, 140; BAG, Urteil vom 15.12.1998 - 3 AZR 239/97 - BAGE 90, 303).
Die §§ 2 Abs. 1 BeschFG und 4 Abs. 1 TzBfG enthalten ein Diskriminierungsverbot, das zur Unwirksamkeit des diskriminierenden Anspruchsausschlusses und zur uneingeschränkten Anwendung der begünstigenden Regelung führt (BAG Urteil vom 15.12.1998 - 3 AZR 239/97 - AP Nr. 71 zu § 2 BeschFG 1985, 111. der Gründe).
Trotz der Tariföffnungsklausel in § 6 Abs. 1 BeschFG ist es den Tarifvertragsparteien nicht gestattet, vom Grundsatz der Gleichbehandlung, wie er in § 2 Abs. 1 BeschFG konkretisiert ist, abzuweichen (BAG 15. Dezember 1998 - 3 A Z R 239/97 - AP BeschFG 1985 § 2 Nr. 71 = EzA BeschFG 1985 § 2 Nr. 59 = RdA 2000, 46 ff. mitAnm. Schüren mwN; 13. M ärz 1997 - 2 AZR 175/96 - BAGE 85, 257;'17. Juni 1993 - 6 AZR 620/92 - BAGE 73, 262).
Trotz der Tariföffnungsklausel in § 6 Abs. 1 BeschFG ist es den Tarifvertragsparteien nicht gestattet, vom Grundsatz der Gleichbehandlung, wie er in § 2 Abs. 1 BeschFG konkretisiert ist, abzuweichen (BAG 15. Dezember 1998 - 3 AZR 239/97 - AP BeschFG 1985 § 2 Nr. 71 = EzA BeschFG 1985 § 2 Nr. 59 = RdA 2000, 46 ff. mit Anm. Schüren mwN; 13. März 1997 - 2 AZR 175/96 - BAGE 85, 257; 17. Juni 1993 - 6 AZR 620/92 - BAGE 73, 262).

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 6
 § 2
 § 2
 § 2
 § 6
 § 2
 § 2
 § 2