Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83260000020.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:03:45+00:00

Document:
3.26.020 Teufenbachtal
Verordnung des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Teufenbachtal" im Bereich der Gemeinde Niedereschach, Gemarkung Fischbach vom 17. Februar 1989.
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 sowie § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Niedereschach, Schwarzwald-Baar-Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Teufenbachtal".
(2) Es umfaßt auf der Gemarkung Niedereschach, Ortsteil Fischbach, das gesamte Gebiet der Teufenhalde, die Talaue des Teufenbaches sowie Teile der Ostabhänge zum Teufenbach hin.
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis in Villingen-Schwenningen und beim Bürgermeisteramt in Niedereschach zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung des noch weitgehend naturnahen, landschaftlich reizvollen Teufenbachtales mit feuchten Bachauen und Quellfluren, Halbtrockenrasen sowie lockeren Waldsukzessionen auf ehemaligen Schafweiden. Dieser Landschaftsraum zeichnet sich durch besondere Eigenart, Vielfalt und Seltenheit sowie durch das Vorkommen von vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten aus, der außerdem bedeutende Erholungsfunktionen mit insbesondere regionalem Einzugsbereich erfüllt.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes in der in § 4 beschriebenen Weise verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
8. Betrieb von Modellbooten, Motor- und Flugsport einschließlich Drachenfliegen sowie von motorgetriebenen Schlitten;
13. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Pflanzen- und Tierwelt Erhaltung verdienen.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht wird, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen. Zur Sicherstellung der Erfüllung der Auflagen kann Sicherheitsleistung verlangt werden.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke. Zur ordnungsmäßigen Nutzung im vorgenannten Sinne gehören:
b) die Errichtung fester Weidezäune ohne Fundamente und Sockel bis zu einer Höhe von 1,50 m, ausgenommen ist die Verwendung von Betonpfosten;
c) die Errichtung forstlicher Kulturzäune aus Knotengitter oder Sechseckmaschendraht an Holzpfosten ohne Fundament und Sockel in oder am Wald;
5. für die pflegliche Nutzung des Wacholders;
6. für das jährlich stattfindende Fischerfest und die Nutzung des Grillplatzes samt Schutzhütte am Teufensee durch den ASV Teufental in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang.
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden. Die Befreiung bedarf bei folgenden Maßnahmen der Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde:
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer eine nach § 4 dieser Verordnung verbotene Handlung vornimmt, soweit die Handlung nicht mit Strafe bedroht wird.
Villingen-Schwenningen, den 17. Februar 1989
- Unter Naturschutzbehörde -

References: § 64
 § 2
 § 4
 § 4
 § 63
 § 64
 § 4