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Timestamp: 2017-07-25 10:36:39+00:00

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VffG 2/2000: Rudi Zornig: Zum Gedenken an Werner Pfeifenberger
Zum Gedenken an Werner Pfeifenberger
Von Rudi Zornig
Ende der 70er Jahre veröffentlichte der französische Journalist und führende Parteipolitiker der französischen Front National François Duprat die ursprünglich von David Hoggan verfaßte und von Richard Verall (alias Harwood) überarbeitete Broschüre Starben wirklich sechs Millionen? in französischer Sprache. Zudem veröffentlichte er die Schrift Das Mysterium der Gaskammern. Er war erst 38 Jahre alt, als am 18. März 1978 eine Bombe in seinem Auto explodiert, die ihn tötete und seiner Frau beide Beine kostete. Zwei jüdische Gruppen bekannten sich zu dieser Tat, das „Jüdische Widerstandskommando" und die „Jüdische Revolutionäre Gruppe". Die Mörder wurden nie gefaßt. [1]
Am 16. September 1989 ging Europas berühmtester Revisionist, Prof. Dr. Robert Faurisson, wie üblich mit seinem Hund Gassi im Park von Vichy. Aber an diesem Tag sollte alles anders werden. Drei Gewalttäter griffen ihn im Park an, blendeten ihn zeitweilig mit Reizgas, das sie ihm in die Augen sprühten, und schlugen ihn brutal zusammen. Selbst als er schon am Boden lag, traten sie wiederholt in seine Brust und in sein Gesicht. »Sein Kiefer war zermalmt. Sie haben sein Gesicht zertreten«, sagte ein Feuerwehrmann, der Faurisson Erste Hilfe zukommen ließ. Die Ärzte brauchten 4 1/2 Stunden für die Operationen an Prof. Faurisson. Eine Gruppe namens „Söhne der jüdischen Erinnerung" (Les Fils de la Mémoire juive) bekennt sich zu dem Attentat. In einer Erklärung dieser Gruppe heißt es: »Professor Faurisson ist der ersten, aber nicht der letzte. Auf daß die Holocaust-Leugner erzittern mögen!« Der französische „Nazi"-Jäger Serge Klarsfeld meinte aber: »Diejenigen, die die jüdische Gemeinde seit Jahren provozieren, müssen mit derartigen Dingen rechnen. [...] man kann nicht das Andenken der Toten verunglimpfen , ohne die Konsequenzen zu tragen.«[2]
Dies sind nur zwei Beispiele einer nicht enden wollenden Kette von Gewalt gegen Revisionisten. Noch nie hingegen hat auch nur ein einziger Revisionist gegen einen Mitmenschen - Jude oder Nichtjude - die Hand erhoben. Denn der Revisionist kämpft mit der Feder, nicht mit der Faust. Ein moralisches Urteil darüber, auf welcher Seite dieses Kampfer Recht und wo Unrecht zu finden ist, liegt daher auf der Hand.
Doch diese offene, brutale Gewalt gegen Revisionisten ist nur die offenkundige Form der Unterdrückung. Die vielen subtilen Formen des repressiven Machtmißbrauchs von Justiz, Politik und Medien können nicht minder tödliche Folgen haben, wie die nächsten zwei Beiträge beweisen.
Mit großer Bestürzung mußten wir heute vom Tod des Professors Werner Pfeifenberger erfahren. Pfeifenberger hat am 13. Mai 2000 Selbstmord verübt, nachdem er erfahren hatte, daß am 26. Juni gegen ihn wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung verhandelt werden sollte. Dabei geht es um einen Beitrag in dem von der FPÖ-Akademie herausgegebenen Jahrbuch für politische Erneuerung 1994.[3] Mit dem Selbstmord hat die widerliche und zutiefst barbarische Hetzjagd gegen einen Menschen, dem lediglich eine unpopuläre Ansicht vorgeworfen wurde, ein erschütterndes Ende genommen.
Alles, was von Duprats Auto übrigblieb[4]
Der 58-jährige Österreicher Werner Pfeifenberger unterrichtete ursprünglich Politologie an der Fachhochschule in Münster. 1994 verfaßte er einen Beitrag für das Jahrbuch für politische Erneuerung, das von der Politischen Akademie der Freiheitlichen Partei Österreichs herausgegeben wurde. Darin befanden sich die Beiträge von 75 weiteren zum Teil hochausgezeichneten Autoren zum Thema »Freiheit und Verantwortung« (vgl. Kasten). Wegen dieses Artikels wurde er von Karl Pfeifer, »Holocaust-Überlebender«[5] und Autor für die Israelitische Kultusgemeinde Wien denunziert, Pfeifenberger würde lügen, »Nazi-Töne« anschlagen und sich der »Nazidiktion« bedienen.[6] Insgesamt vier Beiträge jedoch waren es, die bei der politischen Linken in Österreich Empörung auslösten. In einer parlamentarischen Anfrage wollten die Genossen Dr. Kostelka (SPÖ) u.a. eine Stellungnahme der Regierung erzwingen, ob diese Beiträge Verstöße gegen das Österreichische Verbotsgesetz enthielten, ob sie also als »Wiederbetätigung für den Nationalsozialismus« zu betrachten seien. Die derart angegriffen Autoren waren: Prof. Werner Pfeifenberger, Otto Scrinzi, Robert Hepp, Alfred Schickel. Besonders hart jedoch ging man gegen Prof. Pfeifenberger vor, der in seinem Artikel des Titels »Internationalismus und Nationalismus - eine unendliche Todfeindschaft« - so der verkürzte Vorwurf der Kryptokommunisten - unter anderem die Meinung vertreten habe, daß nicht Deutschland, sondern »internationale Kapitalisten« den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hätten. Zudem hätte »Judäa« bereits 1933 »ganz Deutschland« den Krieg erklärt. In seiner Antwort auf diese Anfrage erklärte die österreichische Bundesregierung jedoch am 19.5.1995:[7]
»Die Staatsanwaltschaft Wien hat die der Sachverhaltsdarstellung angeschlossenen Artikel von Otto Scrinzi, Werner Pfeifenberger, Robert Hepp und Alfred Schickel einer eingehenden Prüfung unterzogen. In ihrem Bericht vom 28.4.1995 hat sie das Vorhaben geäußert, hinsichtlich der genannten Artikelverfasser sowie der Herausgeber des in Rede stehenden Medienwerkes mit Zurücklegung der Anzeige wegen § 3 g (in eventu § 3 h) VerbotsG vorzugehen. Diesem Vorhaben ist die Oberstaatsanwaltschaft Wien beigetreten. Das Bundesministerium für Justiz hat das übereinstimmende Zurücklegungsvorhaben zur Kenntnis genommen. In dem von Werner Pfeifenberger verfaßten Artikel mit der Titel Internationalismus gegen Nationalismus - eine ewige Todfeindschaft finden sich nach Ansicht der staatsanwaltlichen Behörden keine Passagen, in denen der nationalsozialistische Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit geleugnet, gröblich verharmlost, gutgeheißen oder zu rechtfertigen versucht worden wären. Für eine Strafverfolgung wegen eines Verstoßes gegen § 3 h das Verbotsgesetzes liegt daher kein Tatsachensubstrat vor. Der Inhalt des den Ggegenstand dieser Anfrage bildenden Medienwerkes wird von den durch die Verbotsgesetznovelle 1992 bewirkten Änderungen somit nicht erfaßt.«
Hetze über den Tod hinaus: DPA-Meldung, 22.5.2000, veröffentlicht in den Printmedien am Tag danach. (Zum Vergörßern Bild anklicken)
Eine presserechtliche Unterlassungsklage gegen Karl Pfeifer, die Pfeifenberger daraufhin vor einem Wiener Gericht anstrengte, wurde allerdings abgewiesen.[8] Eine besonders unrühmliche Rolle spielte dabei Prof. Rudolf G. Ardelt vom Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Linz, der für dieses presserechtliche Verfahren für 14.000 DM ein Gutachten erstellte.[9] Darin übte er nicht nur Kritik an der stellenweise populistischen und zumindest in einem Punkt nachweislich falschen Argumentationsweise Pfeifenbergers.[10] Er mißbrauchte seine Macht als Gutachter aber auch dazu, um mittels unfaßbarer Gehirnakrobatik zu behaupten, Pfeifenberger habe bestimmte Redewendungen und Begriffe verwendet im vollen Bewußtsein, daß diese in der Nähe zur nationalsozialistischen Terminologie und Ideologie stünden, und er habe Zusammenhänge bewußt ausgeblendet oder verdreht. Zudem unterließ es Ardelt zu erwähnen, daß viele Artikel von geisteswissenschaftlichen Akademikern, die in populären Publikationen erscheinen, auf ähnliche Weise verkürzte Argumentationsweisen benutzen wie der von Prof. Pfeifenberger, weil nunmal nur wenig Platz zur Verfügung steht. Scrinzi schließlich meint sogar, daß Ardelts Gutachten nur so von Falschzitaten, aus dem Zusammenhang gerissenen Textstellen und für einen Gutachter unzulässigen Wertungen bestehe.[7]
Prof. Ardelt hätte wissen müssen, daß sein Gutachten der Freibrief werden würde, auf den alle deutschen und internationalen Volksverhetzer nur warteten, um damit Prof. Pfeifenberger als Nazi zu denunzieren und all seiner Bürgerrechte zu entkleiden.
So nutzte dann auch das nordrhein-westfälische Bildungsministerium unter der ehemaligen Krankenschwester Anke Brun die Niederlage Pfeifenbergers in diesem Verleumdungsverfahren dazu, den Politologieprofessor fristlos zu entlassen.[11] Wie dünn die Vorwürfe gegen Pfeifenberger tatsächlich sind, geht aus einem Schreiben des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums hervor, unterzeichnet von einem Prof. Hochmuth (nomen est omen):[7]
»Ich habe kein Verständnis dafür, daß ein Hochschullehrer einen Artikel veröffentlicht, der dahingehend verstanden werden kann, antisemitischen Argumente würden vorgetragen und der Nationalsozialismus werde indirekt gerechtfertigt.«
Somit darf in den Augen dieser Gesinnungsjustiz offenbar nur publiziert werden, was auch von den paranoiden Gehirnen gehirngewaschener Antifaschisten unter keinen Umständen irgendwie nachteilig verstanden werden kann. Und da Prof. Pfeifenberger böswilligen Interpretationen nicht durch wasserdichte Formulierungen vorbaute, mußte er aufs Schafott?
Damit aber nicht genug. Anschließend fing man sogar an, gegen Prof. Pfeifenberger irgendwelche beliebigen Gerüchte in die Welt zu setzen. So wurde ihm etwa vorgeworfen, er verkehre laut Erkenntnissen des Bundesverfassungsschutzes bei dem als rechtsextrem eingestuften Kulturwerk Österreich und habe dort am 5.10.95 einen Vortrag gehalten. Anstatt sich mit der eidesstattlichen Erklärung des Obmannes dieses Kulturwerkes zufrieden zu geben, daß Pfeifenberger nie an einer Veranstaltung des Kulturwerkes teilgenommen noch dort eine Rede gehalten habe, geht die Hetzjagd gegen Pfeifenberger in eine weitere Runde: Nun läßt die österreichische Staatspolizei alle Teilnehmer der Veranstaltung des Kulturwerks Österreich vom 5.10.95 verhören in der Hoffnung, den Obmann des Meineides und Prof. Pfeifenberger der Lüge zu überführen, was jedoch offenbar scheiterte.
Das zuständige Arbeitsgericht wies die seinerzeit fristlos erfolgte Kündigung Pfeifenbergers zwar aus Formgründen als rechtswidrig zurück - das Kultusministerium hatte die 14-Tage-Frist um zwei Jahre(!) überschritten.[12] - dennoch setzte die rot-grüne Regierung die Kampagne fort. Erst Prof. Pfeifenbergers Klage gegen seinen Ausschluß aus dem Lehrbetrieb der Uni Münster vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm führte im Sommer 1999 zu einem Vergleich, in dessen Folge Pfeifenberger von Münster nach Bielefeld versetzt und aus dem Lehrbetrieb entfernt wurde.[13] Bis zur vorzeitigen Pensionierung sollte er lediglich noch Forschungsarbeiten erbringen dürfen. Dies reichte den linken Gutmenschen jedoch nicht. Es setzte in Bielefeld eine erneute Hetzkampagne ein, mit Unterschriftslisten zur vollständigen Entlassung Pfeifenbergers. Unterzeichnet wurden sie u.a. von Annelie Buntenbach (MdB, Bündnis 90 / Grüne), Jürgen Frodermann (Kreisvorsitzender des DGB-Bielefeld), Eberhard Hahn (Sozialpfarramt Bielefeld), und Günter Rixe (Ex-MdB der SPD). Karl Pfeifer schließlich nahm zwei 1999 erschienene Artikel Pfeifenbergers über Goethe zum Anlaß, um dessen erneute Versetzung zu fordern.[14]
Pfeifenberger selbst erklärte schon zu jener Zeit gegenüber Freunden seine Depressionen, da er sich als der Wahrheit verpflichteter Wissenschaftler nicht vorstellen könne, wie er forschen und publizieren solle, wenn er einer ständigen Überwachung unterliege und ihm die Ergebnisse seiner Forschung vorgeschrieben würden. Sein Freund Scrinzi führt es wie folgt aus:[7]
»Wie soll eine Forschung aussehen, die ihre Ergebnisse daraufhin zu prüfen hat, ob sie Fehlinterpretationen zuläßt, einer jeweils herrschenden Ideologie oder Politik entspricht und über deren Wahrheitsgehalt letztendlich Staatsanwälte und/oder (Laien)Richter entscheiden? (Der Autor hat mit seinem Freund Pfeifenberger nächtelang Gespräche darüber geführt, das letzte zehn Tage vor seinem Tod.)«
Und auch in Österreich sollte die politische Verfolgung weitergehen. Obwohl das Wiener Handelsgericht 1997 festgestellt hatte, daß die Äußerungen Pfeifenbergers in dem kritisierten Jahrbuch-Beitrag im Rahmen der Meinungsfreiheit zulässig seien, begann die Staatsanwaltschaft Wien unter Hofrat Dr. Helmut Keller am 15.2.2000 strafrechtliche Untersuchungen gegen den 1941 in Salzburg geborenen Werner Pfeifenberger. Grundlage dessen war, man errät es kaum, das Gutachten von Prof. Ardelt. Am 26. Juni 2000 wollte man Pfeifenberger in Wien vor Gericht stellen - wegen angeblicher NS-Wiederbetätigung (§ 3 g VerbotsG, es drohten bis zu fünf Jahre Haft).
Was in tatsächlichen Demokratien als Meinungsverschiedenheit unter Geschichtswissenschaftlern diskutiert wird, kann in Österreich nämlich nach dem Paragraphen 3g (g wie Gummi) des Verbotsgesetzes als Verbrechen geahndet werden und zum beruflichen und privaten Ruin der Angeschuldigten führen, was ja der Hauptzweck dieser Gesetzesneuerung war.
Was hatte sich aber seit 1995 oder 1997 geändert, als eine ganze handvoll Staatsanwälte vom gleichen Gericht zum gegenteiligen Schluß gekommen waren? Ganz einfach: Die FPÖ saß nun in der Regierung, und man wollte offenbar ein Exempel gegen die FPÖ statuieren, indem man einen ihrer Autoren verfolgte und damit diese Buchreihe der FPÖ im allgemeinen kriminalisierte. Prof. Pfeifenberger war dafür das einfachste Opfer, war er doch nicht Mitglied der FPÖ und konnte sich somit nicht auf deren Rechtsbeistand verlassen. Und in der Tat: Die FPÖ, die seit der Regierungsbeteiligung den Justizminister stellt, weigerte sich von Anbeginn an, Prof. Pfeifenberger auch nur moralisch zu unterstützen! Während die Justiz also unter SPÖ-Regie nicht gegen Pfeifenberger einschritt, brachte es eine Justiz unter der FPÖ fertig, einen der FPÖ nahestehenden Menschen in den Selbstmord zu treiben!
Als Pfeifenberger von der Anklageerhebung erfuhr, sah er keinen Ausweg mehr. Fünf Jahre Verfolgung für eine Meinungsäußerung - Diffamierung, Berufsverbot, Kriminalisierung - das alles war am Ende zuviel für ihn. Rechtsanwalt Tomanek erklärte nach Bekanntwerden des Selbstmordes, sein Mandant, der sich keiner Schuld bewußt gewesen sei, habe nicht an ein faires Verfahren geglaubt. Dem kann man aufgrund der bisherigen Urteilspraxis nur zustimmen.
Pfeifenbergers schweigsame 'Mittäter'
Einige der beitragenden österreichischen Intellektuellen zum FPÖ-Sammelband Freiheit und Verantwortung:
Univ-Prof. Dr. E. Topitsch; der ehemalige Justizminister Univ.-Prof. Dr. H. R. Klecatsky; der Rechnungshofpräsident Dr. T. Broesigke; der konservative Publizist Gerd Klaus Kaltenbrunner, Univ.-Prof. Dr. Roland Girtler, Univ.-Prof. I. Eibl-Eibesfeldt; die Publizisten Caspar von Schrenck-Notzing und Andreas Graf Razumowsky; der jetzige österreichische Justizminister Dr. D. Böhmdorfer (!!!), der Salzburger Völkerrechtler Univ.-Prof. Dr. H. Uibopuu; Univ.-Prof. Dr. F. Ermacora; der Innsbrucker Univ.-Prof. P. Pernthaler; der Neurochirurg Univ.-Prof. Dr. G. Pendl; der nachmalige dritte Nationalratspräsident Univ.-Prof. Dr. W. Brauneder; der Grazer Univ.-Prof. Dr. R. Reimann, uvam.
Wer von diesen wird das nächste Opfer der „antifaschistischen" Menschenjäger sein? Wann fangen Deutschlands und Österreichs Akademiker endlich an, sich gegen diesen Terrorismus zu wehren, oder wollen sie ihrer eigenen Ausrottung klaglos zusehen?
Unterdessen setzen die Presseagenturen die widerliche Hetzkampagne noch über den Tod hinaus fort. Die Associated Press sprach von einem »rechtsextremen« Professor, der sich umgebracht habe, um sich einem Prozeß »zu entziehen«. Und die Deutsche Presse Agentur sprach von einem bevorstehenden »Nazi-Prozeß« gegen einen »Ex-Professor«. Eine solch polemische und herabwürdigende Berichterstattung ist nicht zufällig, sondern eine gezielte Bösartigkeit, begangen mit finsterem Kalkül. Dies sollte jeden wachsam werden lassen: Bei den Schreibern in den Presseagenturen handelt es sich um namentlich Unbekannte mit großer Macht, weil sie bereits durch die gezielte Verwendung von Begriffen „töten" können.
Es ist höchste Zeit, die Drahtzieher aus der Anonymität zu holen und öffentlich zu machen! Es bleibt die Hoffnung, daß eines Tages wieder ein offenes Klima herrschen wird, ohne Bespitzelung durch Geheimdienste, mediale Hetzkampagnen, Berufsverbote und politische Kriminalisierung.
Die Änderungen zum Paragraphen 3 des seit 1945 geltenden, menschenrechtswidrigen Verbotsgesetzes (geänderter Absatz g und neuer Absatz h) wurde am 26. Februar 1992 im Wiener Parlament einstimmig angenommen und führten zu einem sprunghaften Ansteigen der politischen Verurteilungen, da in Absatz g die Mindeststrafe von 10 auf 1 Jahr gesenkt wurde und der Gesetzestext des Absatzes h jede Interpretation der Richter zuließ.
Wo Bücher brennen, da brennen bald auch Menschen: 5.5.1980: Brandanschlag auf Historical Review Press in East Sussex (GB) durch den Juden Manny Carpel; Anno 1984: Brandanschlag auf das Institute for Historical Review in Kalifornien; 1995: Brandanschlag auf das Haus Ernst Zündels in Toronto; 6.9.1996: zweiter Brandanschlag auf Historical Review Press; 16.1.1999: Brandanschlag auf die revisionistisch orientierte Libreria Europa in Barcelona. Das obige Bild ist ein vom Eigentümer Pedro Varela zusammengestelltes Flugblatt, das die entstandenen Schäden zeigt. (Zum Vergrößern Bild anklicken) Und wann brennen Menschen? Blättern Sie nur um!
Auch die FPÖ stimmte auf Betreiben Haiders dieser Gesetzesinitiative zu, um sich bei ihren politischen Gegnern anzubiedern und konkurrierende Rechtsparteien zu verhindern. Der an dieser Abstimmung beteiligte FPÖ-Abgeordnete Gudenus mußte bald darauf auf Druck Haiders sein Nationalratsmandat zurücklegen, weil er sich bei einer Diskussion negativ über die herrschenden Bestimmungen zur Meinungsfreiheit in Österreich geäußert hatte.
Auszug aus dem Zusatz von 1992 zum Verbotsgesetz: §3g:
»Wer sich auf eine andere als die in den §§ 3a bis 3f bezeichnete Weise im nationalsozialistischen Sinn betätigt, [...] wird mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren, bei besonderer Gefährlichkeit des Täters oder der Betätigung bis zu zwanzig Jahren bestraft.«
§3h:
»Nach §3g wird auch bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.«
Artikel 20(4) des bundesdeutschen Grundgesetzes:
»Gegen jeden, der es unternimmt, diese [„freiheitlich demokratische"] Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.«
[1]Vgl. Emmanuel Ratier, Les guerriers d'Israël, Facta, Paris 1995, S. 232ff.
[2]Ebenda, S. 250, 252.
[3]»Internationalismus und Nationalismus - eine unendliche Todfeindschaft«, In: L. Höbelt, A. Mölzer, B. Sob: Freiheit und Verantwortung, Jahrbuch für politische Erneuerung 1994, Freiheitliche Akademie der FPÖ, Wien 1994.
[4]Le Havre Presse, 20.3.1978, entnommen E. Ratier, aaO. (Anm. 1).
[5]So Stefan Proske in »Nazi-Aufsätze auf Staatskosten?«, Junge Welt vom 26.08.1999 (http://www.infolinks.de/dir-ml/99/08/990826f80efba5.htm)
[6]Die Gemeinde, offizielles Organ der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Februar 1995; vgl. Karl Pfeifer: »Der Fall Pfeifenberger: „Nazi-Töne"eines Hochschullehrers«, in: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hg.), Alte und Neue Rechte an den Hochschulen, agenda-Verlag, Münster 1999, S. 202-213.
[7]Abgedruckt in Otto Scrinzi, »Menschenjagd bis in den Tod«, Aula, 6/2000.
[8]Junge Welt, 21.8.97; letztinstanzlich vor dem Oberlandesgericht in Wien, Az.: 18 Bs 7/98; Frankfurter Rundschau, 3.7.98.
[9]»Wissenschaftliches Gutachten zum Fall des Münsteraner Professor Pfeifenberger«, Wiener Handelsgerichts, Az. 9bE Vr 4166/95 Hv 2466/95/27, o. Univ. Prof. Dr. Rudolf G. Ardelt, Institut f. Neuere Geschichte, Universität Linz, A-4040 Linz, Tel. 0732 2468587 oder 588, Fax 0732 2468 443, Linz, den 15. März 1997, (http://www.uni-marburg.de/dir/MATERIAL/DOKU/DIV/pfeifenberger.html)
[10]Bezeichnend dafür etwa das berühmte, aber oft aus dem Zusammenhang gerissene und sinnentstellte Zitat von Kurt Tucholsky bezüglich des Gastodes, den er den deutschen Kriegstreibern wünscht, vgl. ebenda.
[11]Vgl. TAZ vom 13.09.1997 (http://www.infolinks.de/dir-ml/97/09/970913f812952d.htm); DIE WELT, 13.9.97
[12]TAZ Nr. 5500 vom 04.04.1998 Seite 4
[13]Aus der Pressemitteilung des AStA der FH Bielefeld, http://www.dshs-koeln.de/astahome/Carpe/cdws99-00nr2/seite8a.html; Philtrat, Nr. 30, Okt./Nov. 1999, http://www.uni-koeln.de/phil-fak/philtrat/30/3008a.htm; Junge Welt vom 26.08.1999 ( http://www.infolinks.de/dir-ml/99/08/990826f80efba5.htm)
[14]Dschungle World, Nr. 51, 15.12.99.
Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(2)
(2000), S. 127-130.

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