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Timestamp: 2019-11-15 13:33:09+00:00

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Rechtsprechung: I R 13/02 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 20.09.2006
https://dejure.org/2006,6534
BFH, 20.09.2006 - I R 13/02 (https://dejure.org/2006,6534)
BFH, Entscheidung vom 20.09.2006 - I R 13/02 (https://dejure.org/2006,6534)
BFH, Entscheidung vom 20. September 2006 - I R 13/02 (https://dejure.org/2006,6534)
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Versagung des negativen Progressionsvorbehalts für negative Einkünfte aus der Nutzungswertbesteuerung gemeinschaftsrechtswidrig
Antrag auf Berücksichtigung negativer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung wegen der Selbstnutzung eines Einfamilienhauses im Rahmen des Progressionsvorbehalts; Verstoß gegen die gemeinschaftsrechtlich geschützte Arbeitnehmerfreizügigkeit; Unbeschränkte ...
Zusammenfassung von "Konsequenzen aus der EU-Rechtswidrigkeit der abgeltenden Abzugsbesteuerung auf Bruttobasis für beschränkt Steuerpflichtige innerhalb der EU" von Prof. Dr. Wilhelm Haarmann, RA, WP, StB u. Sven Fuhrmann, StB, CPA, original erschienen in: IStR 2003 ...
Wohnsitzstaat des Klägers ist und bleibt hingegen Belgien (vgl. zum Verhältnis der fiktiven unbeschränkten Steuerpflicht nach § 1 Abs. 3 EStG 2002 einerseits und der abkommensrechtlichen Ansässigkeit und Abkommensberechtigung andererseits auch Senatsurteil vom 20. September 2006 I R 13/02, IStR 2007, 148).
a) Die Beteiligten gehen dabei zu Recht davon aus, dass auch dann, wenn --in Einklang mit der Fassung des Art. 20 Abs. 2 Satz 2 DBA-Niederlande 1959-- der Wortlaut des einschlägigen Methodenartikels eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung den Progressionsvorbehalt für steuerfrei gestellte ausländische Einkünfte ausdrücklich vorschreibt, deren Einbeziehung in das sog. Steuersatz-Einkommen auf dem deutschen Einkommensteuergesetz beruht und deshalb der Gesetzgeber einen abkommensrechtlich vorgesehenen Progressionsvorbehalt ausschließen kann (Senatsurteile vom 17. Oktober 1990 I R 182/87, BFHE 162, 307, BStBl II 1991, 136 zu § 2a EStG (a.F.); vom 20. September 2006 I R 13/02, BFH/NV 2007, 410;… Grotherr in Gosch/Kroppen/Grotherr, a.a.O., Art. 23A/Art. 23B OECD-MA Rz 132 f., m.w.N.).
Der vom Kläger nach § 1 Abs. 3 EStG gestellte Antrag auf Behandlung als in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtiger hinsichtlich seiner inländischen Einkünfte führt nicht zur Ansässigkeit im Sinne eines Doppelbesteuerungsabkommens (Bundesfinanzhof -BFH-, Urteil vom 02.09.2009, I R 90/08, BStBl. II 2010, 394; Urteil vom 20.09.2006, I R 13/02, BFH/NV 2007, 410).
Der Senat hat zu dieser Fassung des § 32b Abs. 2 EStG wiederholt entschieden, dass die Anwendung des Progressionsvorbehalts dazu führen muss, dass die der deutschen Besteuerung unterliegenden Einkünfte derjenigen prozentualen Belastung unterworfen werden, die sich ergäben, wenn das DBA nicht vorhanden wäre (Prinzip der sog. Schattenveranlagung, Senatsurteile vom 17. Oktober 1990 I R 182/87, BFHE 162, 307, BStBl II 1991, 136; vom 13. November 1991 I R 3/91, BFHE 166, 233, BStBl II 1992, 345; vom 20. September 2006 I R 13/02, BFH/NV 2007, 410;… BFH-Urteil vom 13. Mai 1993 IV R 69/92, BFH/NV 1994, 100).
a) Zur alten Rechtslage (Schattenveranlagung) hat der BFH wiederholt ausgesprochen, dass § 2a Abs. 1 Satz 1 EStG den Steuer mindernden Ausgleich der von der Vorschrift erfassten negativen ausländischen Einkünfte grundsätzlich auch mit Wirkung für den negativen Progressionsvorbehalt beschränkt (…BFH Urteil vom 17. Oktober 1990, I R 182/87, BFHE 162, 307, BStBl II 1991, 136, Juris Rn. 13 betreffend Streitjahr 1983;… Urteil vom 13. Mai 1993, IV R 69/92, BFH/NV 1994, 100, Juris Rn. 17 betreffend Streitjahre 1983 und 1984; Beschluss vom 13. November 2002, I R 13/02, BFHE 201, 73, BStBl II 2003, 795 betreffend Streitjahr 1987; Urteil vom 20. September 2006, I R 13/02, IStR 2007, 148, Juris Rn. 14 betreffend Streitjahr 1987).
Diese Regelung findet auch Anwendung auf die nach DBA steuerfreien, unter § 2a Abs. 1 EStG fallenden Einkünfte, die nicht bei der Ermittlung der Einkommensteuer-Bemessungsgrundlage, sondern nur gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG im Wege des sog. Progressionsvorbehalts zu berücksichtigen sind (BFH-Urteile vom 13.11.2002 I R 13/02, BFHE 201, 73, BStBl II 2003, 795; vom 20.9. 2006 I R 13/02, BFH/NV 2007, 410; vom 12.1. 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Daran hält der BFH auch prinzipiell weiter fest (vgl. BFH-Urteil vom 20. September 2006, I R 13/02, BFH/NV 2007, 410).
Die Vorschrift ist verfassungsgemäß (BFH, Urteile vom 17. Oktober 1990 - I R 182/87 -, BFHE 162, 307, BStBl II 1991, 136, und 20. September 2006 - I R 13/02 -, BFH/NV 2007, 410).

References: § 1
 Art. 20
 § 2
 Art. 23
 § 1
 § 32
 § 2
 § 2
 § 32