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Timestamp: 2016-10-24 07:02:11+00:00

Document:
1C_2/2007 (04.10.2007)
1C_2/2007 /fun
Kanton Solothurn, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, Rechtsdienst, Werkhofstrasse 65, 4509 Solothurn,
Beschwerdegegner, beide vertreten durch Rechtsanwalt Walter Keller,
Dr. Max Fl�ckiger,
Einwohnergemeinde Deitingen, Baukommission, Wangenstrasse 12, 4543 Deitingen, vertreten durch Rechtsanwalt Theo Strausak,
Beseitigung eines rechtswidrigen Zustands,
Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 5. Januar 2007.
X.________ ersuchte am 29. Juni 2000 bei der Baukommission der Einwohnergemeinde Deitingen um Bewilligung f�r den "Abbruch Schweinestall sowie Neubau Schweinestall (Mutterschweine) nach den Richtlinien von Coop-Natura-Plan/H�hnerhaus dito" auf Grundst�ck Nr. 314 in Deitingen. Die Parzelle lag in der Bauernhofzone (heute Landwirtschaftszone). Unter der Beschreibung des Betriebs war vermerkt: "Es ist keine Mehrbelastung zu erwarten". Das Gesuch wurde publiziert, ohne dass Einsprachen eingingen.
Nach Ablauf der Einsprachefrist leitete die Baukommission Deitingen das Gesuch mit dem offiziellen Begleitformular f�r Bauvorhaben mit kantonalem Bewilligungserfordernis an das kantonale Amt f�r Landwirtschaft weiter. Dieses teilte der Bauverwaltung Deitingen mit Schreiben vom 7. August 2000 mit, entgegen der urspr�nglichen Annahme k�nne auf ein Zirkulationsverfahren innerhalb der Kantonsverwaltung verzichtet werden. Der Schweinestall entspreche den Anforderungen der Tierschutzgesetzgebung, grunds�tzlich auch der H�hnerstall. Da kein Gesamtkonzept f�r den Betrieb vorliege, k�nnten die Anforderungen bez�glich Gew�sserschutz nicht gepr�ft werden, weshalb allf�llige Auflagen seitens der zust�ndigen Stelle im Amt f�r Umweltschutz vorbehalten w�rden.
Die Baukommission Deitingen erteilte am 30. August 2000 die Baubewilligung unter Vorbehalt allf�lliger Auflagen des Amtes f�r Umweltschutz bez�glich Gew�sserschutz. In der Folge wurde der neue Schweinestall errichtet und in Betrieb genommen.
Verschiedene Nachbarn, namentlich Y.________ und Z.________, beklagten sich in der Folge �ber untragbare Geruchsimmissionen durch den Betrieb des Schweinestalls. Sie verlangten die Herstellung des rechtm�ssigen Zustands, was das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn mit Verf�gung vom 30. Oktober 2003 ablehnte. Es stellte fest, die erstellte Baute sei formell rechtswidrig, weil die erforderliche Verf�gung zur Einhaltung der Luftreinhalteverordnung nicht vorliege, und sie sei materiell rechtswidrig, da die Mindestabst�nde zu Zonen mit Wohnnutzung verletzt w�rden. Im Hinblick auf einen allf�lligen Widerruf der Bewilligung sei jedoch zu ber�cksichtigen, dass die Baubewilligung in einem ordentlichen Verfahren erteilt worden sei, in welchem die Nachbarn Gelegenheit gehabt h�tten, sich gegen das Vorhaben zu wehren, was sie jedoch unterlassen h�tten. Weiter habe der Bauherr gest�tzt auf die Baubewilligung eine erhebliche Investition (�ber Fr. 900'000.--) vorgenommen.
Y.________ und Z.________ erhoben dagegen am 12. November 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn und beantragten den Widerruf der Baubewilligung.
Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde am 6. April 2004 gut und hob die Verf�gung des Bau- und Justizdepartements vom 30. Oktober 2003 auf. Es stellte fest, dass die erstellte Baute von der erteilten Baubewilligung abweiche, indem die Anlage in einer Art genutzt werde, die im Baubewilligungsverfahren nicht beurteilt worden sei. Die Baukommission der Einwohnergemeinde Deitingen wurde angewiesen, ein nachtr�gliches Baubewilligungsverfahren mit Publikation durchzuf�hren und �ber die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands zu entscheiden.
Eine gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 6. April 2004 gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde von X.________ hiess das Bundesgericht mit Urteil 1A.108/2004 vom 17. November 2004 gut (publiziert in URP 2005 S. 243 ff. und Hinweis in ZBl 107/2006 S. 284). Es hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur Fortf�hrung des Verfahrens im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ck.
In den Erw�gungen seines Urteils f�hrt das Bundesgericht unter anderem aus, im Baubewilligungsverfahren sei zu Unrecht nicht gepr�ft worden, ob mit dem Stallbetrieb, wie er aufgrund der Gesuchseingabe zu erwarten gewesen sei, �berm�ssige Immissionen verursacht w�rden. Aufgrund der eingereichten Unterlagen w�re f�r eine Umweltfachstelle ohne weiteres erkennbar gewesen, dass die Mindestabst�nde zu bewohnten Zonen gem�ss den FAT-Richtlinien erheblich unterschritten seien (vgl. Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV; BGE 126 II 43 E. 4a S. 45; s. auch BGE 133 II 370 E. 6). Offenbar infolge eines Missverst�ndnisses innerhalb der kantonalen Verwaltung sei diese umweltrechtliche Frage dort nicht weiter abgekl�rt worden. Das Vers�umnis habe dazu gef�hrt, dass f�r die materiell rechtswidrige Baute eine nunmehr formell rechtskr�ftige Baubewilligung vorliege. Eine solche Baubewilligung sei nicht unvollst�ndig, sondern allenfalls zu Unrecht erteilt worden. Der Stall m�sse somit in der Art und Weise, wie er heute betrieben werde, als bewilligt, wenn auch materiell rechtswidrig, gelten. Das Departement habe deshalb den Streitfall mit Recht als Frage des Widerrufs formell rechtskr�ftiger, aber materiell rechtswidriger Verf�gungen behandelt. Aufgrund dieser Sachlage h�tte das Verwaltungsgericht die Interessenabw�gung des Departements �berpr�fen m�ssen, anstatt die Sache zur Durchf�hrung eines nachtr�glichen Baubewilligungsverfahrens an die Gemeinde zur�ckzuweisen (Urteil 1A.108/2004 vom 17. November 2004, publ. in: URP 2005 S. 243, E. 3.3.3-3.4 S. 251 f. und Hinweis in: ZBl 107/2006 S. 284).
Im Rahmen der weiteren Behandlung der Angelegenheit hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde von Y.________ und Z.________ mit Urteil vom 5. Januar 2007 gut und widerrief die f�r die Schweinezucht am 30. August 2000 erteilte kommunale Baubewilligung. Weiter ordnete es an, X.________ habe die Schweinezucht auf Grundbuch Deitingen Nr. 314 bis am 29. Juni 2007 aufzugeben und deren Betrieb einzustellen.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 9. Februar 2007 beantragt der Kanton Solothurn, vertreten durch das Bau- und Justizdepartement, die Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts. Er r�gt die offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Missachtung von Treu und Glauben und des Willk�rverbots (Art. 9 BV).
Das Verwaltungsgericht beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Eventuell sei sie unter Kostenfolge abzuweisen. Die Baukommission Deitingen verzichtet auf die Anfechtung des Urteils des Verwaltungsgerichts. Zur Beschwerde des Kantons Solothurn bemerkt sie, diese sei sowohl bez�glich Feststellung des Sachverhalts als auch in der rechtlichen W�rdigung nicht zu beanstanden. X.________ unterst�tzt in seiner Stellungnahme die Beschwerde des Kantons Solothurn. Die Beschwerdegegner Y.________ und Z.________ schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) �ussert sich in seiner Stellungnahme zu den umweltschutzrechtlichen R�gen der Beschwerde und gelangt zum Schluss, das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts sei mit dem Umweltschutzrecht des Bundes vereinbar.
Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit von Amtes wegen (Art. 29 Abs. 1 BGG). Es untersucht deshalb grunds�tzlich von Amtes wegen, ob und inwiefern auf eine Beschwerde eingetreten werden kann. Immerhin ist die Beschwerde gem�ss Art. 42 Abs. 1 und Abs. 2 BGG hinreichend zu begr�nden. Der Beschwerdef�hrer hat darzulegen, dass die gesetzlichen Legitimationsvoraussetzungen gegeben sind. Soweit diese nicht ohne weiteres ersichtlich sind, ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, anhand der Akten oder weiterer, noch beizuziehender Unterlagen nachzuforschen, ob und inwiefern der Beschwerdef�hrer zur Beschwerde zuzulassen ist (BGE 133 II 249 E. 1.1 S. 251).
2.1 Gest�tzt auf Art. 82 lit. a BGG beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Entscheide in Angelegenheiten des �ffentlichen Rechts. Dieses Rechtsmittel steht auch auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts zur Verf�gung. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt dazu keinen Ausschlussgrund. Gem�ss Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) in der Fassung nach Ziff. 64 des Anhangs zum Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesverwaltungsgericht (VGG; SR 173.32; vgl. AS 2006 2261) gelten f�r die Rechtsmittel an die Bundesbeh�rden die allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege (BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251).
2.2 Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung besitzt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Verlangt ist somit neben der formellen Beschwer (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG), dass der Beschwerdef�hrer �ber eine spezifische Beziehungsn�he zur Streitsache verf�gt (Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG) und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids zieht (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG). Die N�he der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojekten insbesondere in r�umlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutzw�rdiges Interesse liegt vor, wenn die tats�chliche oder rechtliche Situation des Beschwerdef�hrers durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4236). Die Voraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 lit. b und lit. c BGG h�ngen eng zusammen; insgesamt kann insoweit an die Grunds�tze, die zur Legitimationspraxis bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 103 lit. a des fr�heren Organisationsgesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) entwickelt worden sind (vgl. BGE 120 Ib 48 E. 2a S. 51 f., 379 E. 4b S. 386 f.), angekn�pft werden (BGE 133 II 249 E. 1.3 S. 252 f., 353 E. 3).
2.3 Der Kanton Solothurn macht geltend, ein Gemeinwesen sei nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 103 lit. a OG zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert, soweit es gleich oder �hnlich wie ein Privater betroffen sei. Als Folge des angefochtenen Urteils habe X.________ mit Brief vom 18. Januar 2007 vom Kanton Solothurn f�r die Stilllegung des Betriebs eine Entsch�digung von Fr. 760'000.-- verlangt. Das Urteil des Verwaltungsgerichts k�nne somit f�r den Kanton Solothurn finanzielle Auswirkungen haben. Zudem habe der Kanton im Verfahren vor der Vorinstanz Parteistellung gehabt. Dies zeige sich in den ergangenen Verf�gungen der Vorinstanz, welche jeweils von den "Parteien" spr�chen. Das Bau- und Justizdepartement habe in seiner Eingabe vom 11. Februar 2004 ausdr�cklich erw�hnt, dass ihm Parteistellung zukomme. Der Kanton Solothurn sei somit als materieller Verf�gungsadressat in seinen verm�gensrechtlichen Interessen betroffen und deshalb zur Beschwerdeerhebung berechtigt.
2.4.1 Personen, Organisationen und Beh�rden k�nnen nach Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG gest�tzt auf ein anderes Gesetz zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert sein. Art. 34 Abs. 2 RPG (in der Fassung gem�ss Ziff. 64 Anhang VGG, s. vorne E. 2.1) erkl�rt Kantone und Gemeinden zur Beschwerde berechtigt gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen �ber Entsch�digungen als Folge von Eigentumsbeschr�nkungen (Art. 5), �ber die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie �ber Bewilligungen im Sinne der Art. 24-24d RPG. Nach der letzten �nderung des RPG erstreckt sich dieses Beschwerderecht ausdr�cklich auch auf Bewilligungen gem�ss Art. 37a RPG (s. Art. 34 Abs. 2 RPG in der Fassung vom 23. M�rz 2007, AS 2007 3639, in Kraft seit 1. September 2007). Im vorliegenden Fall ist nicht ein in Art. 34 Abs. 2 RPG genannter Entscheid angefochten. Die Voraussetzungen der besonderen Rechtsmittelberechtigung der Kantone nach Art. 34 Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG sind somit nicht erf�llt.
Die Beschwerdeberechtigung des Kantons Solothurn ergibt sich auch nicht aus Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG. Danach sind Gemeinden und andere �ffentlich-rechtliche K�rperschaften beschwerdebefugt, wenn sie die Verletzung von Garantien r�gen, die ihnen die Kantons- oder Bundesverfassung gew�hrt. Der Kanton Solothurn kann sich in Bezug auf einen kantonalen Hoheitsakt seines eigenen Verwaltungsgerichts nicht auf solche Garantien berufen. Zu pr�fen ist deshalb einzig, ob ihm die Beschwerdeberechtigung in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gest�tzt auf Art. 89 Abs. 1 BGG zusteht. Diese Vorschrift lehnt sich eng an den bisherigen Art. 103 lit. a OG an, weshalb zur Beantwortung der Frage, ob der Kanton Solothurn im vorliegenden Fall beschwerdeberechtigt ist, die Rechtsprechung zu dieser Bestimmung des OG beigezogen werden kann (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.3.1 S. 253).
2.4.2 In Anwendung von Art. 103 lit. a OG war zur Erhebung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt war und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hatte. Dieses Interesse konnte rechtlicher oder auch bloss tats�chlicher Natur sein; verlangt wurde nach st�ndiger Praxis, dass der Beschwerdef�hrer durch den angefochtenen Entscheid st�rker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehe (BGE 121 II 171 E. 2b S. 174; 120 Ib 379 E. 4b S. 386 f., je mit Hinweisen). Dieses allgemeine Beschwerderecht, das heute wie erw�hnt in Art. 89 Abs. 1 BGG geregelt ist, ist grunds�tzlich auf Privatpersonen zugeschnitten. Gemeinwesen k�nnen es f�r sich in Anspruch nehmen, wenn sie durch die angefochtene Verf�gung gleich oder �hnlich wie Private betroffen sind (vgl. BGE 123 II 425 E. 3 S. 427 ff.; 122 II 33 E. 1b S. 36; 118 Ib 614 E. 1b S. 616; 112 Ib 128 E. 2 S. 130; 112 Ia 59 E. 1b S. 62, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann jedoch ein Gemeinwesen auch zur Beschwerde legitimiert sein, wenn es durch die fragliche Verf�gung in seinen hoheitlichen Befugnissen und Aufgaben ber�hrt wird. Die Gemeinden sind mithin zur Anfechtung der Bewilligung f�r ein mit Immissionen verbundenes Werk befugt, wenn sie als Grundeigent�merinnen gleich wie Private immissionsbelastet sind oder wenn sie als Gebietskorporationen �ffentliche Anliegen wie den Schutz der Einwohner zu vertreten haben und insofern durch Einwirkungen, welche von Bauten und Anlagen ausgehen, in hoheitlichen Befugnissen betroffen werden (vgl. BGE 131 II 58 E. 1.3 S. 61 ff., 753 E. 4.3.3 S. 759 f.; 124 II 293 E. 3b S. 304; 123 II 371 E. 2c S. 374 f., mit zahlreichen Hinweisen).
Im vorliegenden Fall ist der Kanton Solothurn vom angefochtenen Urteil seines Verwaltungsgerichts in materieller Hinsicht nicht, jedenfalls nicht direkt betroffen. Direkt betroffen ist der Baugesuchsteller X.________, da ihm gegen�ber die f�r die Schweinezucht auf Grundbuch Deitingen Nr. 314 am 30. August 2000 erteilte kommunale Baubewilligung widerrufen wird. Ferner wird ihm befohlen, die Schweinezucht auf dem genannten Grundst�ck einzustellen. Schliesslich werden ihm f�r das kantonale Verfahren Gerichts- und Parteikosten auferlegt. Der Kanton Solothurn wird zwar in Ziff. 5 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids zur Bezahlung einer Parteientsch�digung von Fr. 1'600.-- verpflichtet. Daraus l�sst sich jedoch f�r die Legitimation zur Anfechtung der materiellen Streitsache nichts ableiten (BGE 120 Ia 95 E. 1c/aa S. 98). Ob der Kanton Solothurn in Zukunft dazu verpflichtet wird, im Rahmen der Staatshaftung den ihm von X.________ in Rechnung gestellten Betrag von Fr. 760'000.-- zu bezahlen und ob diese Forderung �berhaupt rechtlich begr�ndet ist, ist zurzeit ungewiss und insbesondere nicht Gegenstand der vorliegenden Streitsache. Der Kanton Solothurn f�hrt anstelle von X.________ und ohne dessen Auftrag Beschwerde gegen den Widerruf der Baubewilligung. Er will sich damit gegen eine allf�llige, zurzeit nicht liquide Staatshaftungsforderung von X.________ rechtlich absichern. F�r ein solches Vorgehen kann sich der Kanton Solothurn nicht auf Art. 89 Abs. 1 BGG berufen. In diesem Sinne hat denn auch das Bundesgericht entschieden, ein Kanton sei nicht berechtigt, den Entscheid seines Verwaltungsgerichts �ber die Bewilligung einer Baute innerhalb der Bauzone mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen Verletzung von Bundesumweltschutzrecht beim Bundesgericht anzufechten (BGE 129 II 225 E. 1.4 S. 231 mit Hinweisen). Ebenso hat das Bundesgericht in BGE 123 II 425 ff. entschieden, ein Kanton sei nicht zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen kantonalen Entscheid legitimiert, der sich auf das Opferhilfegesetz des Bundes vom 4. Oktober 1991 (OHG; SR 312.5) st�tze und ihn zur Zahlung einer Entsch�digung an das Opfer einer Straftat verpflichte, da er sich lediglich auf ein generelles Finanzinteresse berufe, welches Bestandteil der Aus�bung jeder staatlichen Hoheitskompetenz sei. Der Kanton sei daher in diesen F�llen von kantonalen Entscheiden nicht wie ein Privater betroffen.
2.4.3 In Art. 84 lit. d des Vorentwurfs des Bundesrats zum BGG (BBl 2001 4502) wurden die Kantonsregierungen in allgemeiner Form f�r beschwerdeberechtigt erkl�rt, wenn der Entscheid einer richterlichen letzten kantonalen Instanz oder die Beachtung desselben in gleichartigen F�llen f�r den Kanton bedeutende Mehrausgaben oder einen erheblichen Verlust an Einnahmen zur Folge hat. In der Botschaft erkl�rte der Bundesrat hierzu, die Kantonsregierungen seien grunds�tzlich nicht zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert, sofern die angefochtene Verf�gung den Kanton nicht in gleicher oder �hnlicher Weise wie eine Privatperson treffe. Diese Rechtslage sei unbefriedigend (Botschaft des Bundesrats zum BGG, BBl 2001 4330 f.). Der St�nderat hat diese Bestimmung auf Antrag seiner Rechtskommission gestrichen (AB 2003 S 909). Das Parlament ist diesem Beschluss diskussionslos gefolgt (AB 2004 N 1607).
Diese Vorgeschichte des heutigen Art. 89 BGG zeigt, dass mit dem Bundesgerichtsgesetz die Legitimation der Kantone im Vergleich zur bisherigen Rechtslage grunds�tzlich weder eingeschr�nkt noch ausgeweitet worden ist (vgl. Hansj�rg Seiler, in Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007, Art. 89 N. 37). Eine Beschwerdeberechtigung der Kantone, wie sie der Kanton Solothurn im vorliegenden Verfahren fordert, w�rde nach den vorstehenden Darlegungen eine Erg�nzung des Bundesgerichtsgesetzes voraussetzen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde des Kantons Solothurn nicht eingetreten werden kann.
Die vom Verwaltungsgericht einger�umte Frist zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands ist w�hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens abgelaufen. X.________ weist in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht darauf hin, dass er ab dem Zeitpunkt eines definitiven Entscheids mindestens 6 Monate ben�tige, um den Betrieb ordnungsgem�ss einzustellen. Eine Frist von 6 Monaten entspricht dem vom Verwaltungsgericht angeordneten, am 29. Juni 2007 abgelaufenen Wiederherstellungstermin. Nachdem das Bundesgericht auf die vorliegende Beschwerde nicht eintreten kann, ist es Sache des Verwaltungsgerichts, eine neue Frist f�r die Herstellung des rechtm�ssigen Zustands festzulegen. In diesem Sinne wird die Angelegenheit an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens entsprechend hat der Kanton Solothurn die privaten Beschwerdegegner Y.________ und Z.________ f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen. Von der Erhebung von Gerichtskosten ist angesichts der besonderen Umst�nde des vorliegenden Falls, insbesondere der Unklarheit der Rechtslage, ausnahmsweise abzusehen, obwohl der Kanton Solothurn mit seiner Beschwerde Verm�gensinteressen verfolgt (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG).
Die Sache wird zur Festlegung einer neuen Frist zur Herstellung des rechtm�ssigen Zustands an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen.
Der Kanton Solothurn hat den privaten Beschwerdegegnern Y.________ und Z.________ f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von insgesamt Fr. 1'200.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Deitingen und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 82
 Art. 34
 Art. 89
 Art. 103
 BGE 
 Art. 103
 Art. 89
 Art. 34
 Art. 24
 Art. 37
 Art. 34
 Art. 34
 Art. 34
 Art. 89
 Art. 89
 Art. 89
 Art. 103
 BGE 
 Art. 103
 Art. 89
 BGE 
 BGE 
 Art. 89
 BGE 
 Art. 84
 Art. 89
 Art. 89