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Timestamp: 2017-01-21 22:22:49+00:00

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⭐Vernehmlassung 6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (6b): Stellungnahme des Vorstandes SODK
Vernehmlassung 6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (6b): Stellungnahme des Vorstandes SODK
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1 Bundesamt für Sozialversicherungen Effingerstrasse Bern Bern, 5. Oktober 2010 Reg: RD Vernehmlassung 6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (6b): Stellungnahme des Vorstandes SODK Sehr geehrte Damen und Herren Besten Dank für die Möglichkeit zur Stellungnahme im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zur 6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (6b). In einem ersten Abschnitt möchten wir einige allgemeine Bemerkungen zum vorliegenden Entwurf der Revision 6b anbringen. Im zweiten Teil unserer Stellungnahme finden Sie sodann unsere Anliegen und Bemerkungen zu einzelnen zentralen Punkten resp. Artikeln der Vorlage. Allgemeine Bemerkungen zur Revision 6b Ausgangslage Das Massnahmenpaket 6b der 6. IV-Revision baut auf dem in der 5. IV-Revision aufgenommenen Prinzip "Eingliederung vor Rente" auf. Es verstärkt und ergänzt die Eingliederungs- und Präventionsmassnahmen und beseitigt bestehende Fehlanreize bei der Rentenausgestaltung von Teilrenten (stufenloses Rentensystem). Die Invaliden-Kinderrenten werden gekürzt (eine volle Kinderrente von 40% auf 30% einer vollen Invalidenrente). Bei den Reisekosten werden Unausgewogenheiten korrigiert, was zu geringeren Ausgaben der IV für Reisekosten führen wird und die Beiträge an Organisationen der privaten Behindertenhilfe werden um rund 30 Mio. CHF/a gekürzt. Gleichzeitig werden Massnahmen zur verstärkten Eingliederung und zum Verbleib von Versicherten im Arbeitsmarkt ergriffen (erweiterte Früherfassung, ausgebaute Beratung und Begleitung von Versicherten und Arbeitgebern), die Betrugsbekämpfung verstärkt und die berufliche Integration von Sonderschulabgängern neu ausgestaltet. Die Vorlage hat zum Ziel, die IV bis 2028 zu entschulden und dies mittels eines Leistungsabbaus mit Ausgabenkürzungen bei der IV und Mehrausgaben für die Kantone. Zeitpunkt und Auswirkungen der 6. IV-Revision Die Prinzipien "Eingliederung vor Rente", "Integration aus der Rente" und "Arbeit muss sich lohnen" werden grundsätzlich befürwortet. Es bestehen jedoch Zweifel, ob die Integration im Ausmass wie in der Botschaft angenommen auch tatsächlich gelingen wird. Die mit der 5. IV-Revision eingeführte Sanierung der IV über das Instrument der Integration wird mit der 6. IV-Revision fortgesetzt und deutlich ausgebaut. Noch ist aber eine Auswertung der Erfolge und der Nachhaltigkeit der Integrationsmassnahmen der 5. IV-Revision nicht erfolgt, d.h. eine eigentliche Wirkungsanalyse fehlt 1/52 bis anhin. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Vorlage mit ähnlicher Stossrichtung im richtigen Zeitpunkt vorgelegt wird, ob die angenommenen Eingliederungserfolge realistisch sind und ob nicht eine Auswertung der 5. IV-Revision als Grundlage erforderlich wäre. Die rasche Kadenz der Änderungen des IVG führt zudem zu Rechtsunsicherheiten. Für die Kantone stellt sich primär die Frage, wie sich die geplanten Anpassungen der IV-Revision 6b auf die Kantone auswirken werden. Die individuellen Leistungen der IV sind Bundessache, die Mehrbelastung der Kantone durch Massnahmen bei den individuellen IV-Leistungen ist nicht NFAkonform. Wir regen deshalb an, dass die im Bericht dargestellte Zusatzbelastung der Kantone aufgrund der steigenden EL-Ausgaben ganz oder zumindest teilweise durch den Bund kompensiert wird, bspw. durch eine Anpassung des EL-Kantonsanteils. Leistungsabbau und Kostenverlagerung auf die Kantone Neben den Investitionen in die verstärkte Integration insbesondere von Versicherten mit psychischen Behinderungen, dem Abbau von Fehlanreizen und der Bekämpfung von Missbrauch und Leistungsunausgewogenheiten (Reisekosten) nimmt das Massnahmenpaket 6b diverse Leistungsabbauten vor, so z.b.: - Das neue Rentensystem führt vor allem bei Teilrentenbezügern mit einem Invaliditätsgrad von 50-79% und zum Teil bis 99% IV-Grad zu deutlichen Leistungsreduktionen; - Die Anpassung der Kinderrenten reduziert die IV-Leistungen an Familien von Versicherten mit Kindern; - Die Kürzung von Beiträgen an Organisationen der privaten Behindertenhilfe reduziert deren Leistungspotenzial. Es ist unklar, ob diese Leistungen substituiert werden und durch wen. Diese Leistungskürzungen werden einerseits mit der langfristigen Sicherstellung des finanziellen Gleichgewichts und andrerseits mit der erforderlichen Entschuldung der IV begründet. Wird die IV mit den bisherigen Revisionsschritten integral betrachtet, dann können die Begründungen dieser Leistungsabbauten nicht überzeugen. Die Abbaumassnahmen der IV-Revision 6b führen dazu, dass die heutigen und vor allem die künftigen Rentnerinnen und Rentner die in der Vergangenheit gemachten Fehler in der IV-Ausgestaltung und im IV-Vollzug tragen müssen. Besonders stossend ist dabei, dass die Rückzahlung der bisher aufgelaufenen IV-Defizite durch geringere Leistungen für die künftigen Rentnerinnen und Rentner erfolgen soll. Die Schuldentilgung ist ein vorübergehendes Problem und darf nicht mit permanenten Leistungskürzungen behoben werden. Daneben passen die geplanten Kürzungen der Kinderrenten nicht in ein Umfeld, in dem die Familien-EL geprüft, ein Impulsprogramm Tagesstrukturen und vielfältige Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familien und zur Familienförderung ergriffen werden. Die Beitragskürzungen an die Organisationen der privaten Behindertenhilfe widersprechen der mit der Revision 6b angestrebten Verstärkung von Massnahmen zum Verbleib und zur Eingliederung von Versicherten in den Arbeitsmarkt. Die finanziellen Auswirkungen der Revision verletzen die Grundsätze der NFA: Ein Teil der Mehrkosten der Massnahmen der IV-Revision 6b wird auf die Kantone verlagert. So führen verschieden Massnahmen zu einer erheblichen Mehrbelastung bei den Ergänzungsleistungen (und damit von Bund und Kantonen). Bei den Sonderschulabgängern und voraussichtlich bei den Organisationen der privaten Behindertenhilfe findet eine direkte Kostenverschiebung statt. Festzuhalten bleibt ferner, dass die im Bericht dargestellte Prognose betreffend die Mehrbelastung der EL und der Anzahl Eingliederungen nicht im Detail nachvollziehbar sind und dadurch unter Umständen durchaus auch mit weit höheren Kosten zu rechnen ist. Wenn den Kantonen zusätzliche Aufgaben übertragen werden, müssen die entsprechenden Auswirkungen im Rahmen des Finanzausgleichs Bund und Kantone ebenfalls berücksichtigt werden. 2/53 Auswirkungen der Massnahmen auf die Kantone 1. Anpassung des Rentensystems zur Unterstützung der Eingliederung (Art. 28 bis Art. 31 IVG) Das vorgeschlagene lineare Rentensystem beseitigt die infolge der aktuellen Rentenstufen verursachten Fehlanreize (Schwellen), welche die Aufnahme bzw. die Ausdehnung der Erwerbstätigkeit von Teilrentenbeziehenden behindern. Gleichzeitig werden aber im Bereich von 50% bis 79% - zum Teil bis 99% - Invaliditätsgrad die (Teil-) Renten gekürzt, während im Bereich von 40% bis <50% Invaliditätsgrad etwas höhere Rentenansprüche resultieren. Die Einsparungen für die IV betragen bei Neurenten bzw. bei bestehenden Renten im Jahr Mio. CHF bzw. 200 Mio. CHF und in den Jahren durchschnittlich 230 Mio. CHF bzw. 170 Mio. CHF/a. Wir befürworten grundsätzlich den Wechsel zu einem stufenlosen Rentensystem. Dafür spricht, dass auf diese Weise die negativen Anreize (Schwelleneffekt), welche bei Erhöhung des Arbeitseinkommens zu einer nicht proportionalen Reduktion der Rente geführt haben, eliminiert werden können. Gegen das neue Rentensystem sprechen die tieferen Renten bei einem Invaliditätsgrad von 50%-79% bzw. 99% und die damit bei tiefen Einkommen verbundene höhere Belastung der Ergänzungsleistungen, was gleichzeitig zu erheblichen Mehrkosten für die Kantone führt. Diese Mitfinanzierung der Kantone ist nicht NFA-konform. Grundsätzlich sollen die finanziellen Mehrbelastungen für individuelle Leistungen von der IV übernommen werden. Die höheren EL- Ausgaben der Kantone sind daher zu kompensieren. Bei Neurenten erfolgt die Anpassung an das neue Modell ab 2015, bei bestehenden Renten erst nach einer Übergangsfrist von 3 Jahren, wenn der Invaliditätsgrad mit einer Rentenrevision überprüft und allenfalls angepasst wurde. Bei dannzumals über 55-Jährigen gilt eine Besitzstandsgarantie, welche wir begrüssen. Die AHV/IV-Kommission hat ein alternatives Modell vorgeschlagen, welches den Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% bis 49% belässt und dann ab 50% ein stufenloses Rentensystem mit geringeren Rentenreduktionen vorsieht. Wir unterstützen dieses Modell, denn damit können die Anzahl der von Rentenkürzungen Betroffenen verringert, die Härtefälle bei hoher Invalidität gemildert und nicht zuletzt die Belastung der EL und somit die Mehrkosten für die Kantone abgedämpft werden. 2. Verstärkte Eingliederung und Verbleib im Arbeitsmarkt (Art. 3a, 3b, 7c, 14a, 18c, 27, 28a, 54a, 57, 59) Am Primat Eingliederung vor Rente soll nicht gerüttelt werden. Optimierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sollen ausgeschöpft werden, weshalb wir die vorgeschlagenen Massnahmen grundsätzlich als sinnvoll und begrüssenswert erachten. Im Erläuternden Bericht zur IV-Revision 6b werden durch die Verstärkung der Eingliederung in den Jahren durchschnittliche Renteneinsparungen von 100 Mio. CHF/a erwartet. Die Höhe der effektiven Einsparungen steht und fällt mit dem realisierbaren zusätzlichen Eingliederungserfolg bei den anvisierten psychisch Behinderten. Je nach Wirtschaftslage dürfte das Erreichen der angenommenen Eingliederungen erschwert werden, da auch seitens der Sozialhilfe und der Langzeitarbeitslosen ähnliche Bestrebungen laufen. Aus Sicht der Kantone ist es zudem unabdingbar, dass die Arbeitgeberseite verbindlich in den Eingliederungsprozess eingebunden wird, damit das angestrebte Ziel auch erreicht werden kann. Bei erfolgreicher Eingliederung profitieren die Kantone über verringerte EL vom zusätzlichen Eingliederungserfolg; gemäss Erläuterndem Bericht (S. 120): -3.8 Mio. CHF im Jahr 2018 bzw. -11 Mio. CHF/a in den Jahren Es stellt sich aber die Frage, ob bei einer nicht nachhaltigen Vermittlung einer Stelle und anschliessender Arbeitslosigkeit mit Aussteuerung nicht ein gewisses 3/54 Risiko besteht, dass einzelne neu eingegliederte psychisch Behinderte ihren IV-Anspruch verlieren und danach Sozialhilfe benötigen. Mit dem neuen Begriff der Eingliederungsfähigkeit (Art. 28a IVG) wird eine Verschärfung des Systems eingeführt und zwar dahingehend, dass es bei der Behandlung eines Rentenanspruchs zu Verzögerungen kommen kann. Dies hat zur Folge, dass die Anzahl Personen steigen wird, welche während des Abklärungsprozesses auf Sozialhilfe angewiesen sind. Auf diesen Umstand muss in der Botschaft zwingend hingewiesen werden. 3. Neue Regelung für Rentnerinnen und Rentner mit Kindern (Art. 38 IVG) Die Anpassung der Kinderrenten von 40% auf 30% der Invaliditätsrente wird mit Aequivalenzüberlegungen begründet und stellt eine Sparmassnahme bzw. einen beträchtlichen Leistungsabbau der IV dar. Sie trifft Familien mit höherem Einkommen stärker, weil diese keine EL erhalten und weniger von verminderten Kürzungen bei der beruflichen Vorsorge profitieren können. Bei Rentnerfamilien mit geringem Einkommen werden die Kürzungen der Kinderrenten durch geringere Kürzungen bei der beruflichen Vorsorge und vor allem durch höhere Ergänzungsleistungen kompensiert, welche wiederum zu 3/8 durch die Kantone mitfinanziert werden. Wir lehnen diese Massnahme ab. Wie einleitend bemerkt, widerspricht dieser Leistungsabbau den Bestrebungen zur Einführung von Familien-EL und den Bestrebungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etc. Die höheren EL-Ausgaben für Kinderrentenkürzungen bei Rentnerfamilien mit geringem Einkommen führen zu zusätzlichen EL-Kosten für die Kantone. Die Mitfinanzierung der resultierenden Mehrausgaben bei den EL durch die Kantone ist nicht NFAkonform und muss kompensiert werden. 4. Neue Regelung für Reisekosten (Art. 14, 14a, 17, 21, 51) Die Anpassung der Bezüge bei den Reisekosten ist nachvollziehbar. In diesem Sinne begrüssen wir grundsätzlich die neue Regelung. 5. Neugestaltung der beruflichen Integration von Sonderschulabgängern Bei den niederschwelligen IV-Anlehren/PrA INSOS, welche auf die individuellen Ressourcen der Behinderten ausgerichtet sind, werden die Anforderungen erhöht. Die Ausbildung soll vermehrt auf diejenigen Behinderten konzentriert werden, welche nach erfolgter Ausbildung effektiv eine Chance auf eine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistung haben. Damit wird die Schwelle für die Zusprache von Ausbildungen massiv erhöht, weshalb wir diese Massnahme klar ablehnen. Die Abklärung der IV-Berufsberatung über die Erreichung des voraussichtlichen Einkommens erfolgt, wenn der Jugendliche bzw. die Jugendliche noch zur Sonderschule geht. Dies ist insbesondere für Menschen mit Behinderungen ein sehr früher Zeitpunkt, um ein Lohnniveau nach Abschluss der Ausbildung zu schätzen und definitiv über die Berufslaufbahn eines jungen Menschen zu entscheiden. Mit der Erhöhung der Anforderungen steigt zudem der Druck auf die betroffenen Menschen, was der Entwicklung nicht förderlich ist. Den von der Umsetzung der Massnahme betroffenen Jugendlichen, würde die Möglichkeit genommen, sich beruflich zu entwickeln. Dies widerspricht den Grundsätzen der Rechts- und Chancengleichheit. Die Massnahme ist für die Kantone zudem eine inakzeptable Kostenverschiebung und verstösst gegen die NFA, wonach die Verantwortung für Eingliederungsmassnahmen in die Zuständigkeit des Bundes bzw. der Invalidenversicherung fällt. Die geplanten Anpassungen beim heutigen System IV-Anlehre/PrA INSOS entlasten die IV um 50 Mio. CHF/a (bei aktuellen Ausgaben von 100 Mio. CHF/a). Der Erläuternde Bericht spricht auf S. 77 von einem Kostentransfer an die Kantone von 20 Mio. CHF/a für zusätzliche geschützte Arbeitsplätze. Diese Kosten werden jedoch bei den Mehrkosten für die Kantone nicht ausgewiesen, was in der Botschaft berichtigt werden muss. 4/55 6. Gewährleistung der Beiträge an Organisationen der privaten Behindertenhilfe Im Rahmen des Verfassungsauftrages zur Unterstützung gesamtschweizerischer Bestrebungen zu Gunsten von Behinderten unterstützt der Bund Dachorganisationen der privaten Invalidenhilfe mit IV- Beiträgen für Beratung, Betreuung, Kurse, Förderung der Eingliederung (Art. 74 Abs.1 IVG und 108bis IVV). Eine Begründung für die Kürzung der Beiträge an diese Organisationen fehlt im "Erläuternden Bericht". Es muss von einer Sparmassnahme mit Leistungsabbau gesprochen werden, weshalb wir diese Massnahme ablehnen. Die Einsparungen der IV von 30 Mio. CHF/a führen bei den verschiedenen Organisationen zu einem Leistungsabbau, bzw. erfordern die Erschliessung anderer Geldquellen, was unter Umständen auch die Kantone betrifft. Die Massnahme erscheint als wenig kohärent und widerspricht der NFA: Die Leistungen der Behindertenorganisationen werden vom Bund zwar als sehr wichtig bezeichnet, sollen aber künftig weniger finanziert werden, was im Widerspruch zur sonst von der Revision 6b verfolgten verstärkten Früherfassung, Beratung und Betreuung zum Verbleib bzw. zur Eingliederung von Versicherten in den Arbeitsmarkt steht. 7. Entschuldung der Versicherung Die Kantone begrüssen die Entschuldung der IV. Grundsätzliche Vorbehalte bestehen jedoch in der Vorgehensweise. Wie eingangs erwähnt, ist es problematisch, aufgelaufene Schulden durch Leistungskürzungen bei künftigen Rentnern und Rentnerinnen zu finanzieren. Die Schulden sind eine Folge einer unzweckmässigen Ausgestaltung der IV und des IV-Vollzugs. Sie sollten durch die dafür "Verantwortlichen" getilgt werden, d.h. durch alle bzw. die Steuerzahlenden. Dadurch könnten die kritisierten Leistungsreduktionen mit Mehrbelastungen der Kantone über höhere EL, reduziert bzw. aufgehoben werden. 8. Interventionsmechanismus zur langfristigen Sicherstellung des finanziellen Gleichgewichts Wir sprechen uns für die Variante 1, also eine Interventionsschwelle ohne ausgabenseitige Massnahmen aus. Die Variante 1 sieht keine vordefinierten ausgabenseitigen Massnahmen vor. Damit können bei Bedarf die geeignetsten Massnahmen ergriffen werden. Auf eine Rentenkürzung wie in Variante 2 vorgesehen ist zu verzichten. Der Aufwand für eine vorübergehende Anpassung der Renten ist unverhältnismässig und kaum praktikabel. Zudem sind dabei Leistungsverschiebungen auf die EL (und die Sozialhilfe) abzusehen. Wir danken Ihnen für die wohlwollende Aufnahme unserer Anliegen. Freundliche Grüsse Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren Die Präsidentin Die Generalsekretärin Kathrin Hilber Regierungsrätin Margrith Hanselmann Kopie per an - Kantonale Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren 5/5 Ähnliche Dokumente
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