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Timestamp: 2020-06-06 17:56:09+00:00

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DGUV Vorschrift 15 - Elektromagnetische Felder (bisher: BGV B11) | Schriften | arbeitssicherheit.de Dokument der Schriften-Bibliothek | arbeitssicherheit.de
DGUV Vorschrift 15 - Elektromagnetische Felder (bisher: BGV B11)
Elektromagnetische Felder (bisher: BGV B11)
Titel: Elektromagnetische Felder (bisher: BGV B11)
Amtliche Abkürzung: DGUV Vorschrift 15
Als zulässige Werte werden Basis- und abgeleitete Werte für die verschiedenen Expositionsbereiche angegeben. Diese gelten für sinusförmige periodische Vorgänge einer Frequenz. Für gepulste elektromagnetische Felder und Anwendung der Basiswerte siehe Abschnitte 3 und 4.
Für den Expositionsbereich 2 gelten Werte, die aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit und zur Vermeidung möglicher Belästigungen zusätzliche Sicherheitsfaktoren berücksichtigen.
Basiswerte für unmittelbare Wirkungen
Frequenzbereich Effektivwert der elektrischen Stromdichte J in A/m22 Spezifische Absorptionsrate SARin W/kg3 Spezifische Absorption für Impulsfelder SA in J/kg4 5 Leistungsdichte S in W/m26 7
Ganzkörpermittelwert Lokale SAR8
1 - 4 Hz 0,040 / f 9 (-) (-) (-) (-) (-)
4 - 1000 Hz 0,010 (-) (-) (-) (-) (-)
1 - 100 kHz f / 100 10 (-) (-) (-) (-) (-)
0,1 - 10 MHz f / 100 11 0,4 10 20 (-) (-)
Die abgeleiteten Werte sind so festgelegt, dass selbst unter Zugrundelegung der ungünstigsten Expositionsbedingungen der EM-Felder die Basiswerte nicht überschritten werden. Die abgeleiteten Werte für den Expositionsbereich 1 und den Expositionsbereich 2 wurden dabei unter Berücksichtigung verschiedener Sicherheitsfaktoren aus den Basiswerten der Tabelle 1 berechnet.
Bei der Festlegung der Werte für kurze Expositionszeiten werden die Sicherheitsfaktoren der abgeleiteten Werte für Expositionsbereich 1 verringert. Dies ist aufgrund der Größe der Sicherheitsfaktoren und der kontrollierten Expositionsbedingungen zulässig. Zur Begrenzung von Sekundäreffekten darf beim elektrischen Feld ein Wert von 30 kV/m nicht überschritten werden.
f / Hz Expositionsbereich 1 Bereich erhöhter Exposition 2 h/d
Der zulässige Wert der magnetischen Flussdichte im Frequenzbereich 0 bis 1 Hz des Expositionsbereiches 1 ist aufgrund von Induktionswirkungen auf bewegte leitfähige Körper im Magnetfeld festgelegt worden. Zusätzlich ist in diesem Frequenzbereich die Kraftwirkung auf ferromagnetische Teile zu berücksichtigen.
Frequenzbereich Effektivwert der magnetischen Flussdichte in mT12
0 - 1 67,913 127,314
1 000 - 29000 67,9 � 10-3 127,3 � 10-3
Frequenzbereich f / Hz Effektivwert der elektrischen Feldstärke in kV/m Effektivwert der magnetischen Flussdichte in mT15
f / kHz Expositionsbereich 1 Bereich erhöhter
Frequenzbereich Effektivwert der elektrischen Flussdichte in μT16
Frequenzbereich f / kHz Effektivwert der elektrischen Feldstärke in V/m Effektivwert der magnetischen Flussdichte in μT17
Für Expositionszeiten t ≥ 6 Minuten (Dauerexposition) gelten die Werte nach Tabelle 8 bzw. 11. Dabei ist über jedes 6-Minuten-Intervall zu mitteln.
Frequenzbereich f / MHz Effektivwert der elektrischen Feldstärke in V/m Effektivwert der magnetischen Feldstärke in A/m Mittelwert der Leistungsdichte in W/m2
Frequenzbereich f / MHz Höchstwert von ∑ Ei2 • ti in (V/m)2 • min Höchstwert von ∑ Hi2 • ti in (A/m)2 • min Höchstwert von ∑ Si • ti in (W/m2) • min
1 - 10 2,26 • 106 / f2 143 / f2 (-)
10 - 30 22,6 • 103 143 / f2 (-)
30 - 400 22,6 • 103 0,16 60
400 - 2000 56,5 • f 0,4 • 10-3 • f 0,15 • f
2000 - 300000 113 • 103 0,8 300
Si gemessener oder berechneter Mittelwert der Leistungsdichte während des i-ten Intervalls
Frequenzbereich f / MHz Spitzenwert der elektrischen Feldstärke in V/m Spitzenwert der magnetischen Feldstärke in A/m Spitzenwert der Leistungsdichte in W/m2
0,091 - 0,1 2222 10 / f (-)
0,1 - 0,2 22222 • f 10 / f (-)
0,2 - 0,3 22222 • f 50 (-)
400 - 2000 100 • √f 0,25 • √f 25 • f
2 000 - 300 000 4472 11,2 50000
400 - 2000 1,375 � √f 3,64 � √f � 10-3 f / 200
Expositionsbereich 2 100
Frequenz f Zulässiger Körperstrom in mA Zulässige Berührungsspannung in V
1 Hz ≤ f < 100 Hz 3,5 25
100 Hz ≤ f < 2 kHz 1,75 � (f / kHz) + 3,3 25
28 kHz ≤ f < 100 kHz 50 1,05 � (f / kHz) + 20,5
tP Zeitdauer einer Feldänderung bei sinus-, dreieck- oder trapezförmigen Signalverläufen von Null auf den positiven oder negativen Spitzenwert bzw. vom positiven oder negativen Spitzenwert auf Null. Die Ermittlung von tP bei exponentiellen Signalverläufen ist gemäß obiger Abbildung vorzunehmen. Sind die einzelnen Zeitdauern tPi unterschiedlich, so sind alle diese Werte tPi für die weiteren Berechnungen heranzuziehen.
tPmin Kleinster Wert aller Zeitdauern tPi: tPmin = min (tPi)
tC Hilfsgröße zur Beschreibung exponentieller Signalverläufe. Sind die einzelnen Zeitdauern tCi unterschiedlich, so sind alle diese Werte tCi für die weiteren Berechnungen heranzuziehen.
tD Zeitliche Summe aller Feldänderungen i im Zeitintervall TI.
- sinus-, dreieck- und trapezförmige Signalverläufe:
- exponentielle Signalverläufe:
Die Werte für die zulässigen zeitlichen Änderungen der magnetischen Flussdichte für gepulste Felder im Frequenzbereich von 0 Hz bis 91 kHz sind in der Tabelle 14 angegeben. Gleichzeitig dürfen die in Tabelle 15 angegebenen, jeweils über die Zeitdauer tPmin gemittelten Werte der zeitlichen Änderungen der magnetischen Flussdichte nicht überschritten werden.
Frequenzbereich fP / Hz Maximal zulässige zeitliche Änderung der magnetischen Flussdichte in T/s
Expositionsbereich 1 Bereich erhöhter Exposition 2 h/d
Tabelle 15: Mittlere zulässige zeitliche Änderung der magnetischen Flussdichte im Expositionsbereich 1 und im Bereich erhöhter Exposition, gemittelt über die Zeitdauer tPmin
Frequenzbereich fP / Hz Mittlere zulässige zeitliche Änderung der magnetischen Flussdichte in T/s
Die maximal zulässigen Spitzenwerte der magnetischen Flussdichte bei gepulsten Magnetfeldern ergeben sich aus den Werten der Tabelle 15 durch Multiplikation mit dem Faktor tPmin bzw. aus den Werten der Tabellen 3 und 6 durch Multiplikation mit dem Ausdruck √2 � V.
Bei gepulsten Feldern sind bei Anwendung der Tabelle 9 für Effektivwerte und Tabelle 10 für Spitzenwerte die Basiswerte der Tabelle 1 eingehalten.
Bei Verzicht der Anwendung der abgeleiteten Werte für Ganzkörperexposition ist sicherzustellen, dass unter allen auftretenden Bedingungen die Basiswerte eingehalten sind. Dabei werden die Basiswerte der Tabelle 1 als zusätzliche Sicherheit mit den Faktoren der nachfolgenden Tabelle 16 multipliziert.
Trägerfrequenz f > 300 MHz und Pulslänge T < 30 μs;
Über jedes Flächenelement von 20 cm2 und jedes Zeitintervall von jeweils 68/f1,05-Minuten (f in GHz) zu mitteln;
§ 1, Erstes Kapitel - Geltungsbereich
§ 2, Zweites Kapitel - Begriffsbestimmungen
§§ 3 - 15, Drittes Kapitel - Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit bei der Arbeit
§§ 3 - 11, Erster Abschnitt - Gemeinsame Bestimmungen
§ 3, Allgemeine Anforderungen
§ 4, Beurteilung der Expositionsbereiche
§ 6, Bereiche erhöhter Exposition, Gefahrbereiche
§ 7, Kennzeichnung und Abgrenzung
§ 8, Persönliche Schutzausrüstungen
§ 9, Prüfung
§ 10, Unterweisung
§ 11, Anlagenspezifische Dokumentation
§§ 12 - 15, Zweiter Abschnitt - Besondere Festlegungen
§ 12, Mittelbare Wirkungen, Körperhilfsmittel
§ 13, Versuchsanlagen und ortsveränderliche Quellen
§ 14, Anlagen mit hohen statischen Magnetfeldern
§ 15, Instandhaltung, Erprobung
§ 16, Viertes Kapitel - Ordnungswidrigkeiten
§ 16, Ordnungswidrigkeiten
§ 17, Fünftes Kapitel - Übergangs- und Ausführungsbestimmungen
§ 17, Übergangs- und Ausführungsbestimmungen
§ 18, Sechstes Kapitel - Inkrafttreten

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 16

§ 17

§ 17

§ 18