Source: https://gr-ref.ch/kirchepraktisch/bildung/
Timestamp: 2020-08-03 23:03:10+00:00

Document:
BILDUNG – Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden
Religionspädagogik in der Schule
Art. 89 der Kantonsverfassung benennt die Grundlage von Unterricht in der Schule: „Der Unterricht an den öffentlichen Schulen beruht auf einer christlichen Grundlage. Er ist konfessionell und politisch neutral und von Toleranz geprägt.“
Art. 98 beschreibt die Anerkennung der Landeskirchen: „Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche sind öffentlichrechtlich anerkannt.“
Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubünden
Art. 2 beschreibt die Bildungsziele und -bereiche: „Die Volksschule ist bestrebt, in Berücksichtigung der historisch gewachsenen sprachlich-kulturellen Eigenart der Gemeinschaft die Schülerinnen und Schüler zu einer Haltung zu erziehen, die sich an christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen orientiert.“
Art. 34 verweist auf die Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht an der Volksschule und die Frage der Abmeldung.
Die öffentlich-rechtlich anerkannten Landeskirchen erteilen Schülerinnen und Schülern in der öffentlichen Volksschule auf eigene Kosten Religionsunterricht. Die Schulträgerschaften stellen ihnen dafür unentgeltlich Schulräumlichkeiten zur Verfügung.
Der Religionsunterricht zählt zu den obligatorischen Unterrichtsfächern der Schule. Die Verordnung zum Schulgesetz des Kantons Graubünden beschreibt dieses Obligatorium in Art 26 und 27: „Das Fach Religion wird von den Landeskirchen verantwortet und ist als Pflichtfach in den Stundenplänen aufzuführen.“ Nach Art. 34, Absatz 2 ist eine schriftliche Abmeldung vor Schuljahresbeginn durch die Erziehungsberechtigten unter Berufung auf die Glaubens- und Gewissensfreiheit nach Art. 15 (Bundesverfassung) möglich.
Art. 16 wird zum Religionsunterricht folgendes geregelt:
Der Religionsunterricht hat das Verstehen biblischer Texte und christlicher Lebensformen zu fördern.
Er wird aufgrund der kantonalen Bestimmungen im Rahmen der öffentlichen Schule erteilt und ist der Aufsicht des Kirchgemeindevorstandes unterstellt.
Der Kirchgemeindevorstand orientiert sich durch Schulbesuch über den erteilten Religionsunterricht.
Grundlagen Religionsunterricht
Amt für Volksschule Graubünden
Letzte Änderung: 2020/06/18 , Erstellt am: 2020/03/10 PDF
Lehrplan Religion
Die Einführung des Lehrplans 21 auf Volksschulstufe und die Umsetzung des Modells 1+1 auf allen Stufen waren der Grund für die Entwicklung eines kompetenzorientierten Lehrplans Religion 2018. Auf das Schuljahr 2018/19 trat der kompetenzorientierte Lehrplan Religion in Kraft und ist für den Religionsunterricht an der Volksschule verbindlich.
Der konfessionelle Religionsunterricht in der Schule will christlichen Schülerinnen und Schülern Orientierung in der eigenen Religion bieten, sie auf ihrem religiösen Weg begleiten und in ihrer religiösen Mündigkeit fördern. Er leistet einen Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule in Fragen der religiösen Orientierung, der respektvollen Offenheit für Angehörige anderer Bekenntnisse und der Sensibilisierung für gesellschaftliche Probleme. Erziehung und Bildung im Religionsunterricht zielen auf Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung im Sinne von eigenverantwortlichem Denken und Handeln ab. Der konfessionelle Religionsunterricht versteht sich als Teil der religiösen Bildung der Volksschule und orientiert sich an folgenden Zielen:
Er vermittelt Grundwissen über die christliche Religion.
Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Bildung.
Er trägt zur Weiterentwicklung einer aus dem christlichen Glauben mitverantworteten Wertegemeinschaft bei.
Er fördert die Identitätsentwicklung und unterstützt eine selbstverantwortliche Lebensführung.
Er fördert die religiöse Ausdrucksfähigkeit.
Aufbau und Struktur. Der Lehrplan baut auf vier Grundkompetenzen auf. Diese sind in je zwei thematische Schwerpunkte unterteilt (in der Oberstufe entfällt diese Aufteilung):
Bibelverständnis aufbauen
Christliche Praxis entdecken
Themenbezüge. In den Kompetenzbereichen werden beim jeweiligen Thema Bezüge zu weiteren Lehrplänen gemacht:
Lehrplan 21 GR: Fachbereich „Natur, Mensch, Gesellschaft“ (NMG) 1./2. Zyklus und dem Fach „Ethik, Religionen, Gemeinschaft (mit Lebenskunde)“ ERG, 3. Zyklus
LeRUKa: Lehrplan Religionsunterricht der Katholischen Kirche der Deutschschweiz
+X: Mögliche Anlässe und Aktivitäten im Bereich der kirchlichen ausserschulischen Bildung und Katechese
Kompetenzorientierung. Der Lehrplan Religion orientiert sich am Kompetenzverständnis des Lehrplans 21. Dieser versteht unter „Kompetenzen“ die Ergebnisse von Lernprozessen. Im Bereich des Religionsunterrichts sind das: Wissen, Fähigkeiten und Haltungen. Inhalts-, Handlungs- und Haltungsaspekte werden in Lernprozessen so miteinander verknüpft, dass die Schülerinnen und Schüler sie als relevant erfahren und anwenden können. Konkret bedeutet das, dass Unterricht immer aus der Schülerperspektive und vom Ergebnis her gedacht und geplant wird: Was können Kinder und Jugendliche am Ende einer Unterrichtseinheit? Welches Wissen und welche Fähigkeiten haben sie erworben? Welches Bewusstsein, welche Haltung konnten sie in Bezug auf das Thema, die Problemstellung entwickeln? Kompetenzorientierter Unterricht bezieht den Erwerb von Wissen, den Ausbau von Fähigkeiten und die Anwendung in konkreten Lernaufgaben mit ein.
Ökumenischer Lehrplan Religion (d)
Ökumenischer Lehrplan Religion (r)
Ökumenischer Lehrplan Religion (i)
Ausbildung zur Fachlehrperson Religion
Eine qualitativ gute Ausbildung ist die Basis für Kompetenz im Bildungsort Schule und Kirche. Deshalb spielen Fachlehrpersonen für Religion in der evangelisch-reformierten Kirche eine wichtige Rolle. Wissen und Können wecken in der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen Neugier und Interesse. Ab August 2020 bietet der Ostschweizer kirchlich-theologische Ausbildungsverbundes (OKTAV) eine berufsbegleiende Ausbildung zur Fachlehrperson Religion für Primar- und Oberstufe an. Die Ausbildung qualifiziert neben der Schule auch für die ausserschulische kirchliche Bildungsarbeit.
Pädagogisch und theologisch. Dozierende in der pädagogischen Ausbildung sind Dozentinnen der PHSG (Pädagogische Hochschule St. Gallen) und die Fachstellenleiterin Religionspädagogik in der Schule. Die Grundlage für die theologische Ausbildung bildet in Graubünden der Evangelische Theologiekurs (www.theologiekurs.ch).
OKTAV, die überkantonale Zusammenarbeit der reformierten Landeskirchen GR, SG, TG und AR/AI, gibt es seit 2014. OKTAV ist eine Ausbildungsverbund mit dem Ziel, die fachlichen und personellen Kräfte für eine qualitativ gute Ausbildung zur Fachlehrperson Religion zu bündeln.
Für die Ausbildung auf Primarstufe müssen in drei Kursjahren jeweils alle 16 Kurstage besucht werden (insgesamt 48 Kurstage).
Für die Ausbildung auf Primar- und Oberstufe müssen die 48 Kurstage für Primarstufe und insgesamt 8 Kurstage für Oberstufe (insgesamt 56 Kurstage) besucht werden.
Für die Ausbildung auf Oberstufe müssen 17 Kurstage besucht werden (8 Kurstage Oberstufe und 9 Tage im Rahmen von Einführungs- und Vertiefungstagen während der Ausbildung).
Inhalte der pädagogischen Ausbildung:
Lernen und Entwicklung: Lernen und Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen
Erziehungsbilder/Erziehungsstile: pädagogischen Hauptströmungen, aktuelle Erziehungsbilder
Religionspädagogik: Geschichte und aktuelle Ansätze, Konzepte und Methoden
Wahrnehmungspsychologie: Beobachtung und Interpretation im Unterricht, Selbst- und Fremdwahrnehmung
Ganzheitliches Fördern und Beurteilen: Motivation und Interesse am Unterricht fördern
Gestaltung von Lernprozessen: Unterricht kompetenzorientiert gestalten
Lernressourcen: Medien schülergerecht einsetzen
Inklusive Bildung: Umgang mit Heterogenität
Kommunikation: Grundlegende Konzepte zur Gesprächsführung und Konfliktlösung
Klassenführung: Führen, Motivieren, Leiten
Gruppen und ihre Dynamik: Grundlagen sozialer Gruppenarbeit
Präsenz und Persönlichkeit: Persönlichkeitsentwicklung, liturgische Kompetenz
Für die Anmeldung zur Ausbildung Fachlehrperson Religion müssen folgende Dokumente eingereicht werden:
Abschlusszeugnis Sekundarschule und Diplom beruflicher Abschluss oder Abschlusszeugnis Mittelschule
Referenz einer Kirchgemeinde (wenn möglich)
Ausbildung Oktav
Weiterbildung Fachlehrperson Religion
Ob Lebenslanges Lernen oder Neugier auf Unbekanntes, die Motivation für den Besuch einer Weiterbildung im Bereich Religionspädagogik kann verschieden sein. Neben neuem Fachwissen bringen Weiterbildungen auch einen Austausch mit Berufskolleginnen und -kollegen. Im Bereich Religionspädagogik stehen Weiterbildungen zum Religionsunterricht an der Schule, zu ausserschulischer Bildungsarbeit und zur Persönlichkeitsbildung im Vordergrund. Weiterbildungsangebote aus den Fachstellen Gemeindeentwicklung können ebenfalls für die berufliche Weiterentwicklung genutzt werden. Weiterbildungen sollen Anregungen für die Alltagspraxis bringen und den Blick für Neues und für positive Unterrichtsentwicklung schaffen.
Die Fachstelle Religionspädagogik in der Schule bietet folgende Kurse an: Die Kurse können von einzelnen Kirchgemeinden ab einer bestimmten Teilnehmerzahl (mindestens acht Teilnehmende) gebucht werden.
Weiterbildungen zum Thema Religionsunterricht
Einführung in den Lehrplan Religion – Kompetenzorientierung
Methodentraining Lehrplan Religion
Digitale Lernmethoden
Umgang mit Lernbeeinträchtigungen im Religionsunterricht
Weiterbildungen zu schulischer und ausserschulischer Bildungsarbeit
Religiöse Entwicklung bei Kindern/Jugendlichen
Philosophieren und Theologisieren mit Kindern/Jugendlichen
Ethische Entscheidungsfindung und Dilemmageschichten
Spirituelle Biografiearbeit mit Kindern/Jugendlichen
Gebärdenlieder in der Bildungsarbeit
Weiterbildungen zur Persönlichkeitsentwicklung
Biografiearbeit (Geschichte und Methoden)
Berufliche Identität – Positionierung im Berufsfeld Religion
Lebensleistungen sichtbar machen
Arbeitskreis Wertschätzung im Bildungsort Schule und Kirche
Zwei regionale Arbeitskreise im Raum Chur/Davos und Engadin ermöglichen einen regelmässigen fachlichen Austausch zwischen Fachlehrpersonen Religion, Pfarrpersonen, Sozialdiakonen/innen und weiteren Interessierten. Formen von Wertschätzung im Berufsalltag zu erleben, bildet einen weiteren Schwerpunkt in den Arbeitskreisen. Die Arbeitskreise sind jederzeit offen für Interessierte. Die aktuellen Termine für die Treffen finden sich unter den Bildungsangeboten auf der Internetseite.
Beratung für Ressortbeauftragte
Das Vorstandsmitglied mit Ressort Religionsunterricht muss anspruchsvolle Aufgaben erfüllen. Dazu gehört die Begleitung der Mitarbeitenden im Religionsunterricht in Form von Unterrichtsbesuchen bis hin zur Mitarbeiterführung in Unterrichtsteams. Diese Erwartungen neben Beruf und Familie erfüllen zu können, bleibt eine grosse Herausforderung. Bei Fragen und Anliegen zu Organisation, Durchführung und Aufsicht des Religionsunterrichts bietet die Fachstelle Religionspädagogik in der Schule Unterstützung. Ebenso können Beratungen zum inhaltlichen Bereich des haben. Im Rahmen der Qualitätssicherung des Religionsunterrichts nehmen Ressortbeauftragte in der Kirchgemeinde eine zentrale Position ein. Daher werden Verantwortliche gerne zu Weiterbildungen in den Bereichen Religionsunterricht und Personalführung eingeladen.
Im Reglement für die Organisation des Unterrichtswesens (KGS 240, Art. 2 und 3) wird die Aufgabe der Kirchgemeinde bezüglich Organisation des Religionsunterrichts an der Schule erläutert:
Art. 2: „Die Kirchgemeinde trägt die Verantwortung für die Organisation des Unterrichts und seine Durchführung nach den gesetzlichen Bestimmungen. Der Kirchgemeindevorstand überwacht durch Schulbesuch und Einsicht in die Berichte über den behandelten Stoff den Unterricht. Er informiert jährlich das Kolloquium und den Kirchenrat anhand des Fragebogens über die Organisation des Unterrichts in der Kirchgemeinde.“
Art. 3: „Die Unterrichtenden haben jeweils auf Ende des Schuljahres einen Bericht über den behandelten Stoff zu erstellen, den sie dem Kirchgemeindevorstand zur Einsicht unterbreiten. Diese Berichte werden in der pfarramtlichen Abteilung des Kirchgemeindearchivs aufbewahrt.“
Aufgaben als Ressortbeauftragte:
Personalplanung und -führung. Zur Aufsicht über den Religionsunterricht im organisatorischen Bereich gehört die Personalplanung für das kommende Schuljahr, die Verteilung der Pensen auf die Mitarbeitenden und die Kontaktpflege zur Schulleitung der entsprechenden Schule. Die Anstellung und Entlöhnung der Fachlehrpersonen Religion obliegt dem Gesamtvorstand der Kirchgemeinde. Muster für Arbeitsverträge können bei der Verwaltung der Landeskirche bezogen werden. Die Personalführung im inhaltlichen Bereich beinhaltet die Einsicht in die Planungshefte am Ende des Schuljahres und die Durchführung von Schulbesuchen. Für die Dokumentation der Schulbesuche stellt die Fachstelle Religionspädagogik einer Mustervorlage zur Verfügung.
Weiterbildung Mitarbeitende im Religionsunterricht. Der regelmässige Besuch von Weiterbildungen im Bereich Religionsunterricht fördert die professionelle Unterrichtsentwicklung. Daher sollten Ressortbeauftragte im Standortgespräch eine Weiterbildungsplanung ansprechen.Als Weiterbildung können Angebote der Landeskirche mit Bezug zu Religionsunterricht gewählt werden.
Qualitätssicherung. Eine professionelle Aus- und Weiterbildung der Fachlehrpersonen Religion ist das wichtigste Mittel, um die Qualität im Religionsunterricht an der Schule zu sichern.Als weitere Formen der Qualitätssicherung organisiert die Fachstelle die Arbeitskreise „Wertschätzung im Bildungsort Schule und Kirche“. Diese finden im Raum Chur/Davos und Engadin statt und bieten eine Möglichkeit zu fachlichem Austausch und Anregungen für den konkreten Unterricht.
Umgang mit Konflikten. Wenn es Konflikte im Rahmen des Religionsunterrichts an der Schule gibt, können sich Ressortbeauftragte an die Fachstelle Religionspädagogik in Funktion einer Vermittlungsstelle wenden.Regelmässige Gespräche mit den Mitarbeitenden im Religionsunterricht können zu einem konstruktiven Umgang mit Konflikten beitragen.
Elternarbeit. Transparente Kommunikation und Information fördern eine gute Zusammenarbeit zwischen Religionslehrpersonen und Eltern, aber auch zwischen Kirchenvorstand und Eltern bezüglich Religionsunterricht. Daher ist es auch für Ressortbeauftragte Religion wichtig, den Kontakt mit den Eltern zu pflegen. Mögliche Formen von Elternarbeit sind Briefe (Infoschreiben, Einladungen zu Beginn des Schuljahres), Elternabende (zusammen mit Fachlehrpersonen Religion) und die Teilnahme an Veranstaltungen.
Hofmann, Rechte und Pflichten in der Schule
Info Noten und Stundentafel 1+1
Unterrichtstraining für Pfarrpersonen
Wer im Sport oder in der Musik seine Talente und Fähigkeiten weiter entwickeln will, muss trainieren. Was für Sport und Musik gilt, gilt auch für den Religionsunterricht. Das Unterrichtstraining für neue Pfarrpersonen in Graubünden bietet die Möglichkeit, die eigenen Talente und Fähigkeiten im Unterricht und in der Konfirmationsarbeit weiter zu entwickeln. Der Austausch mit anderen neuen Pfarrpersonen und die Reflexion des eigenen Unterrichts bzw. der Konfirmationsarbeit tragen zur Professionalisierung in der Bildungsarbeit bei.
Qualitativ guter Religionsunterricht ist die Visitenkarte für die kirchliche Bildungsarbeit an der öffentlichen Schule. Daher ist die Landeskirche interessiert, die Qualität im Religionsunterricht und in der Konfirmationsarbeit zu fördern. Gerade bei Pfarrpersonen, die neu im Kanton Graubünden sind und Religions- oder Konfirmationsunterricht erteilen, legt die Landeskirche Wert auf eine gute Einführung in den Schulunterricht und Konfirmationsarbeit. Diese Einführung leistet das Unterrichtstraining mit fünf Kurstagen pro Jahr und zwei Unterrichtsbesuchen durch die Fachstelle Religionspädagogik in der Schule.
Themenbausteine Unterrichtstraining. Die Kursleitung bestimmt in Absprache mit den beteiligten Pfarrerinnen und Pfarrern die Themen der Kurstage. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden ihre fachlichen Kompetenzen im Bereich Religionsunterricht und Konfirmationsarbeit vertiefen und die erworbenen Kompetenzen in ihrer Gemeinde anwenden können. Folgende Bausteine bilden die Grundlage für die fünf Kurstage im Jahr.
Grundlagen Religionsunterricht in Graubünden
Einführung in den RU in Graubünden
Lehrplan Religion und Unterrichtsplanung
Kompetenzorientierter RU
Konzept Gemeinde bilden
Noten im RU
Ganzheitliches Fördern und Beurteilen (Lernportfolio)
Umgang mit Texten, Bild- und Symbolsprache
Religionspädagogische Ansätze im Überblick
Vertiefung zu einzelnen Ansätzen (z.B. Symboldidaktik, Bibeldidaktik, Bibliodramatische Elemente, Performative Religionsdidaktik)
Subjektorientierter Unterricht (Biografiearbeit)
Philosophieren/Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen
Qualitätssicherung im Konfirmationsunterricht
Thesen von Thomas Schlag (Partizipation, Verantwortung)
Best Practice (beste Beispiele: Kantonaler Austausch von Ideen)
Neue Medien im Unterricht (Apps, Online Werkzeuge)
Umgang mit Heterogenität, inklusive Bildung
Religiöse Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
Theorien zu Wahrnehmung und praktischer Bezug zum Unterricht
Wahrnehmungsfehler und Bedeutung im Unterricht
Konzepte zu Selbst- und Fremdwahrnehmung
Umgang mit Disziplin, Bezüge zu Erziehungsbildern
Erziehungsstile, Führungsstile
Gruppen und ihre Dynamik
Planung und Lehrbericht (Primarstufe)
Planung und Lehrbericht (Oberstufe)
Die kirchliche Mediothek Graubünden wird von der evangelisch-reformierten und katholischen Landeskirche Graubünden gemeinsam getragen. Als Kompetenzzentrum im Bereich Medien ist es die Anlaufstelle für Medien, Materialien und bietet fachliche Auskunft für die kirchliche Bildungsarbeit in und ausserhalb der Schule.
Die kirchliche Mediothek ist mehr als eine Bibliothek. Das Team der Mediothek verfügt über Fachkenntnisse und Praxiserfahrung im schulischen Unterricht und berät kompetent zu aktuellen Fragestellungen im Bereich Religionsunterricht und Konfirmationsarbeit.
Angebote. Die Kirchliche Mediothek ist eine Fach- und Verleihstelle der katholischen und der reformierten Landeskirche des Kantons Graubünden.
Sie führt Fachliteratur und Nonbooks für die Bereiche Religionsunterricht, Katechese, Lebenskunde, kirchliche Jugendarbeit, kirchliche Erwachsenenbildung und Liturgie.
Sie bietet einen Verleih- und Beratungsdienst an.
Sie arbeitet in Projekten zur Herstellung von Unterrichtsmitteln mit.
Sie bietet in Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen an.
Sie arbeitet mit anderen Fachstellen und Bibliotheken zusammen.
Medienvisionierung. Zusammen mit Relimedia, Fachstelle Zürich bietet die Mediothek im Herbst eine Medienvisionierung an. Neue Medien werden für den Einsatz in Unterricht und Bildungsarbeit vorgestellt. Mitglieder der evangelisch-reformierten Kirche können kostenlos vom Medienangebot von Relimedia profitieren. Aktuell sind Downloadstreams von Filmen möglich. Eine Anmeldung beim Portal von Relimedia ist dazu erforderlich.
Wünsche und Anfragen. Das Team der Mediothek nimmt Wünsche und Anfragen zu Medien und Material gerne entgegen. Pro Jahr steht ein bestimmtes Budget für Neuanschaffungen zur Verfügung. Anregungen aus der Praxis sind daher gern willkommen.
Organisation. Das Departement „Landeskirchliche Werke“ der Verwaltungskommission der katholischen Landeskirche und das Departement „Bildung“ des Kirchenrates der Evangelisch-reformierten Landeskirche bilden zusammen die oberste Instanz der Mediothek. Die Leitung des Katechetischen Centrums, katholisch, und die Leitung der Fachstelle Religionspädagogik in der Schule, evangelisch, sind die vorgesetzte Stelle der Mediothek. Zuständig für das operative Geschäft ist der Betriebsrat, in dem die Fachstellen der beiden Landeskirchen sowie die Leitung der Mediothek vertreten sind.
Finanzierung. Die beiden Landeskirchen tragen die Betriebs- und Lohnkosten für die Mediothek je zur Hälfte. Die Stellenleitung erstellt zuhanden der vorgesetzten Stelle und der beiden Departemente jährlich bis Ende August ein Budget für das kommende Jahr.
Kirchliche Mediothek Graubünden
Pfefferstern ist eine Angebots- und Kommunikationsplattform und bietet folgende Funktionen:
Ausschreiben von Programmen, Lagern, Kursen, Unterrichtseinheiten
intern / Netzwerk (z.B. Nachbargemeinden) / öffentlich
vielseitige Zielgruppen definierbar
mit oder ohne „Credits“ (Konf-Punkte)
Serienbrief als PDF oder in Word direkt aus der Anwendung
Serienbriefe/-mails an verschiedene Zielgruppen (inkl. Eltern)
WhatsApp-Nachrichten direkt aus der Anwendung
Eigene Projekte für weitere Gemeinden bereitstellen und buchen von auswärtigen Angeboten
Credit-System für Wahl- und Pflichtprogramme
Pfefferstern ist – auch mit seiner Blog-Funktion – bereits Sozial-Media.
Verlinken von Programmen mit Facebook
Gut zu wissen. Die Nutzung bedarf einer Lizenz, diese wird durch die Projektleitung Pfefferstern vergeben: 071 227 05 64 /
. Die Administratoren können Inhalt, Dokumente zum Download und Zielgruppe (auch über die eigene Kirchgemeinde hinaus) selber definieren. Grundsätzlich sind die Angebote nur für die gewählte Zielgruppe nach einem Login ersichtlich. Dies bedeutet, dass sich Gruppenmitglieder registrieren müssen. Eine Registration setzt bei Minderjährigen den Einbezug der Eltern voraus. Die Angebote können aber auch öffentlich, also für alle sichtbar, gemacht werden. Derzeit sind rund 14 Kirchgemeinden und Pastorationen aus Graubünden mit ihren Angeboten und Projekten online. Als Support stehen Tutorials online zur Verfügung, diese werden laufend ergänzt. Helfen diese nicht weiter, werden Fragen via Mail oder Telefon beantwortet. „Pfefferstern“ ist ein Projekt der Evangelisch-reformierten Landeskirche St. Gallen, welches durch die Bündner Kirche mitfinanziert wurde.
Kinder sind ein Schatz der Gemeinde. Sie bereichern sie durch ihr Dasein, durch ihre Natürlichkeit, ihr Fragen, durch ihre Neugier, ihr Anteilnehmen und ihr Vertrauen. Sie sind von Anfang an einzubeziehen in eine Gemeindeentwicklung resp. den Gemeindeaufbau. Kinder eignen sich Religion auf ihre eigene Weise an, nämlich im Spiel. Durch eine Kultur des Suchens, Fragens und Unterwegsseins wird der Glaube lebendig. Kinder benötigen aber auch Impulse von aussen. Feiern mit andern Familien oder Kindern sind wertvolle Möglichkeiten, um Erfahrungen zu sammeln.
Kindgerechte Angebote in der Gemeinde
Durch kindgerechte Angebote kann die Kirche die Jüngsten in den christlichen Glauben einführen und sie in religiösen Fragen fördern. Kirchliche Veranstaltungen dienen dazu, dass sich die Kinder in der Kirche zuhause fühlen.
Kinderkirche /Sonntagschule/Kindergottesdienst
Familiengottesdienste/Gottesdienste für gross und KLEIN
Literatur für Eltern und Mitarbeitende
Literatur Generationenarbeit
Literatur Kinderbibeln
www.fiiremitdechliine.ch
www.kindundkirche.ch
www.wegzeichen.ch
www.generationenwelten.ch
Angebote der Fachstellen
Die Fachstellen fördern die Arbeit mit Kindern durch Aus- und Weiterbildungsangebote, durch Beratung und Begleitung von Projekten:
Die „Basisausbildung für die Arbeit mit Kindern“, eine Grundausbildung für Freiwillige, die fortlaufend in den Kantonalkirchen der Deutschschweiz angeboten wird.
Weiterbildungskurse zu verschiedenen Bereichen der kirchlichen Arbeit mit Kindern
Gemeindliche und regionale Teams und Interessensgruppen können Kurse auf Wunsch vor Ort durchgeführt werden.
Kinder sind kleine Philosophen. Sie fordern die Erwachsenen im Fragen nach dem Sinn des Lebens und Hinterfragen von scheinbar Selbstverständlichem heraus. Ihre Fragen warten auf Antworten: Wer bin ich? Was wird aus mir? Muss ich sterben? Warum müssen Menschen sterben? Warum glauben Menschen an Gott?
Viele Eltern fühlen sich unsicher, wenn es um die christliche Erziehung ihrer Kinder geht. Sie suchen im Rahmen der religiösen und weltanschaulichen Erziehung nach Hilfestellungen. Die Elternbriefe (Wegzeichen) begleiten die Familien in den ersten Lebensjahren. Glauben leben – glauben lernen – das können Kinder und Erwachsene gemeinsam zuhause, in der Kirche, mit Gleichaltrigen.
Die Fachstelle Gemeindeentwicklung bietet Kirchgemeinden Unterstützung in der Elternarbeit. Sie bietet Kurse zur christlichen Erziehung an und gibt Tipps für die Suche nach Literatur.
Ausbildung zur Jungleiterin, bzw. zum Jungleiter
Die Jungleiter-/Jungleiterinnenausbildung ist ein Kursangebot für Jugendliche, die sich als Jungleiterinnen und Jungleiter in Kirchgemeinden engagieren möchten. Die Mitarbeit kann vielfältig sein, zum Beispiel Kleinkindergottesdienst, Wochenende für Teenager, Konfirmandenlager etc.. Bisher fanden die Kurse unter dem Namen PACE statt. Das Konzept wird derzeit angepasst und ausgebaut.
Kirchgemeinden können einen Kurs buchen und als Themenblock im Konf-Jahr einplanen. Danach bieten sie den Jugendlichen an, die erworbenen Fähigkeiten bei Gemeindeanlässen einzusetzen. Bei welchen Gelegenheiten dies geschehen kann, klärt die Kursleitung zusammen mit den Verantwortlichen der Gemeinde im Voraus ab. Das Kursprogramm wird entsprechend angepasst.
Einzelne Jugendliche können einen Kurs im kantonalen Bildungsangebot besuchen.
Freude am Mitwirken fördern
Mut und Fähigkeit aufbauen um anzupacken
Bewusstsein von Chancen und Grenzen bilden
Rollenwechsel von der Teilnahme zur Mitarbeit bewusst wahrnehmen
Erste Erfahrungen durch Rollenspiele machen und auswerten
Meine Motivation klären und stärken
„Ich im Team“ – Chancen und Grenzen aufzeigen
Sich als Teil eines grösseren Ganzen bewusst werden. Kennenlernen der Institution.
Für Verantwortung und Vorbildfunktion sensibilisieren
Engagement der Kirchgemeinde
Interesse an jungen Mitarbeitenden
Mitarbeitsmöglichkeiten und Betreuung der jungen Mitarbeitenden
Bereitstellen von Lokal, Getränken und bei Bedarf Zwischenverpflegung
Präsentation der eigenen Institution (Kirchgemeinde, Stiftung, Verein, Mitgestaltungsmöglichkeiten…)
Teilnahme mit einer interessierten Vertretung
Eine gute Lernumgebung bietet eine Gruppengrösse ab mindestens 8 Personen. Bei mehr als 20 Personen wird eine Teilung der Gruppe geprüft.
Ein Kurs ist auf drei Halbtage konzipiert, zum Beispiel Freitagabend und Samstag (Vor- und Nachmittag).
Die Teilnahme durch eine Vertretung der Kirchgemeinde wird dringend gewünscht. Damit kann der Informations- und Wissenstransfer wie auch die Überführung in eine künftige Mitarbeit gewährleistet werden.
Es werden pro Person pauschal CHF 50.- in Rechnung gestellt.
Heranwachsende junge Menschen sind nahe am Puls der nächsten Generation. Dieser Kontakt ist eine grosse Chance für die Kirchgemeinde.
Menschen, denen Verantwortung übertragen und Vertrauen entgegengebracht wird, engagieren sich und inspirieren das Gemeindeleben.
Flyer PACE

References: Art. 89

Art. 98

Art. 2

Art. 34
 Art. 34
 Art. 15

Art. 16
 Art. 2

Art. 2

Art. 3