Source: http://www.maennerberatung.de/haeusliche-gewalt.htm
Timestamp: 2018-07-20 00:28:00+00:00

Document:
Abhängigkeit, Beziehung, Beziehungsgewalt, Desillusion, Einsamkeit, Eskalation, Gewalt, Gewaltschutzgesetz, Illusion, Interpunktion, Kampf, Kompromiss, Konflikt, Liebe, Lösung, Machtkampf, Partnerschaft, Partnerschaftsgewalt, Problem, Unabhängigkeit, Verantwortung, Waffenstillstand, Wegweisung, Zweisamkeit
"Besonders dann, wenn die Beziehung komplementär ist, wie zwischen Führer und Geführten, einer starken und einer schwachen Person, Eltern und Kindern, ist es nur zu leicht möglich, die Ganzheit der Interaktion aus dem Auge zu verlieren und sie in voneinander unabhängige lineare Kausaleinheiten zu zerlegen."
Paul Watzlawick: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", S. 121
Mullah und die Witwe
Die Frau des Mulla war gestorben, und er heiratete eine Witwe.
Als sie am Abend miteinander im Bett lagen, seufzte die Frau:
"Mein Erster Mann war ein so guter Mensch..."
Der Mulla ärgerte sich darüber und parierte:
"Oh meine verstorbene Frau...sie war so lieblich, so süß und so gehorsam!"
Als die Frau jedoch nicht aufhörte, von ihrem ersten Mann zu schwärmen,
stieß der Mulla sie schließlich aus dem Bett, wobei sie sich den Fuß brach.
Sie zerrte den Mulla vor den Richter und erhob Anklage gegen ihn.
Der Richter fragte den Mulla was er dazu zu sagen habe.
Er antwortete: "Eure Richterliche Hoheit! Wir besitzen ein Bett für zwei Personen.
An diesem Abend kamen der erste Mann meiner Frau und meine erste Frau dazu,
und so wurde meine Frau von der Bettkante gedrängt und fiel zu Boden.
Dabei brach sie sich den Fuß."
Der Richter verstand, legte den Fall nieder und schickte die beiden nach Hause."
Der Begriff der häuslichen Gewalt ist etwas missverständlich, denn bei dem uns hier interessierenden Thema geht es in erster Linie um Beziehungsgewalt, die sich oft, aber nicht immer im häuslichen Feld abspielt. Beziehungsgewalt kann sich aber auch auf einer Autofahrt, auf einem Spaziergang oder im Urlaub ereignen. Bitte betrachten Sie daher den Begriff der häuslichen Gewalt immer auch als Synonym für Beziehungsgewalt.
Beziehungsgewalt ist eine Form von Gewaltausübung zwischen mindestens zwei Menschen gleichen oder ungleichen Geschlechtsin einem länger bestehenden Beziehungskontext, also nicht der Fußgänger der des Nachts in einer dunklen Straße von einem Räüber überfallen wird und mit diesem keine Beziehung hat, außer die kurzen Momente des Überfalls selbst.
Männer als Opfer von Beziehungsgewalt
Gesendet: Mittwoch, 20. September 2017 19:52
Betreff: tel.Anfrage für Bruder
am Donnerstag vergangener Woche hatte ich Sie telefonisch kontaktiert, da ich für meinen Bruder irgendeine Hilfe suche.
Hier eine Kurzschilderung seiner Lage:
Er ist seit über 25 Jahren verheiratet. Ich habe in dieser Zeit viele eigenartige Verhaltensweisen erlebt, die Angst, übermäßige Zurückhaltung, kaum wirkliche Gespräche mit seiner Frau und mehr. Wir hatten nicht wirklich viel Kontakt, da bei meinem Bruder im Haus nicht wirklich jemand willkommen war(übermäßiger Putzzwang, Sparzwang sogar im Winter an der Heizung, aggressives Verhalten seiner Frau auch Fremden gegenüber usw.).
Seit 4 Jahren haben sie einen Enkel, wodurch sich Einiges besserte und wir nach ca. 15 Jahren auch mal über Nacht bleiben konnten. Was ich dort erlebte, war die fertige Versklavung meines Bruders ohne dass sich seine Frau viel Mühe gab, dies zu verheimlichen. Als meine Schwägerin Krebs bekam, sollte ich meinen mittlerweile behinderten Bruder, der Frührentner ist, im Hause unterstützen. Allerdings verschob sich der Krankenhaustermin der Frau um ein paar Tage, so dass ich alles mal in voller Breite erleben konnte und selbst mit Bauchschmerzen nachts im Bett lag. So was hatte ich noch nicht erlebt und auch keine Lösung ohne meinen Bruder noch mehr in Stress zu versetzen, denn alles, was ich unternehmen würde, würde er direkt zu spüren bekommen. Seine Aussage, dass er ab und zu eine gelangt bekommt, bestätigte sich in der Beobachtung meiner Frau ,dass seine Frau Ihn einfach aus dem Weg stieß mit dem Wissen, dass seit einem Schlaganfall sein Gleichgewichtssinn nicht funktioniert und er so schon böse Stürze mit Rippenbrüchen, Treppensturz und Prellungen hinter sich hat. Außerdem hat er dann noch massive Sprachstörungen bekommen.
All dies macht mich hilflos und betroffen, da ich weiß, dass er schon öfters ausziehen wollte aber im Schluss ... dann doch bleibt.
Gibt es aus Ihrer Sicht Hilfemöglichkeiten außer meinem Angebot, ihn sofort aufnehmen zu können, wenn er es nur wollte?
Männer werden ja offiziell nicht von Frauen misshandelt. Glücklicherweise gibt es nun schon Anlaufstellen wie die Ihre, wo man zumindest mal fragen kann, ob Hilfe möglich ist.
In dieser Hoffnung verbleibe Ich freundlichst.
Die gute Nachricht zuerst. Nur etwa ein Drittel aller Männer werden im sozialen Nahraum der Familie oder Partnerschaft Opfer weiblicher Gewalt.
Und nun die weniger gute Nachricht. In engen sozialen Beziehungen werden entgegen den Verlautbarungen der vom Bundesfamilienministerium angeführten Staatspropaganda offenbar mehr Männer als Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Das führt aber nicht dazu, dass die Bundesregierung Männer als Opfer häuslicher Gewalt wahrnimmt, passt es doch nicht zu der jahrzehntelangen auf Frauen als Opfer fixierten Staatspropaganda.
Herr K. ist kein Einzelfall, seine Erfahrungen sind keine Ausnahme. In einer umfassenden Gesundheitsstudie hat das Robert Koch-Institut knapp 6000 deutsche Erwachsene auch zu ihren Gewalterfahrungen befragt. Demnach üben Männer Gewalt eher im Sozialraum und am Arbeitsplatz aus, Frauen eher im häuslichen Bereich. Wie ehrlich und umfassend die Befragten Auskunft gaben, lässt sich bei einem solch heiklen Thema nur schwer sagen. "Die soziale Erwünschtheit sagt: 'Ich habe eine heile Familie, ich bin nie Opfer geworden, ich bin natürlich auch nicht gewalttätig'", sagt Heike Hölling, Gesundheitswissenschaftlerin, eine der Autorinnen der Studie.
Wenn Frauen mit gewalttätigen Männern zusammenleben, sind sie deren körperlicher Überlegenheit ausgeliefert. So wird Gewalt in Beziehung meist thematisiert: Männer, die Macht über Frauen ausüben. Doch gibt es auch Fälle, in denen Männer die Opfer sind, und glaubt man den Ergebnissen der Studie, sind sie häufiger, als gemeinhin angenommen wird.
Das weitgehend unbekannte Opfer bei häuslicher Gewalt: der Mann
Ein Thüringer Projekt will herausfinden, wie hoch die Fallzahlen wirklich sind und welche Hilfe sich Betroffene wünschen.
Erfurt. Geht es um häusliche Gewalt, denkt jeder an den Wüterich, der zu Hause Frau und Kinder schlägt. Weil es die Regel ist. Den umgekehrten Fall, also Männer als Opfer, gibt es aber auch. Ein Thüringer Pilot­projekt will jetzt herausfinden, in welchem Ausmaß.
"Wir sehen den Hilfebedarf, aber wir wissen nicht, wie groß er ist", sagt Kathrin Nordhaus, Mitglied bei "Vereint gegen Gewalt e.V." Sie berichtet von der Suche nach Studien, die das womöglich große Dunkelfeld mit gesicherten Fallzahlen erhellen. Nichts. Im gesamten deutschsprachigen Raum sei diesbezüglich nichts zu finden. Obwohl es keineswegs um seltene Einzelfälle geht, ist sich Thüringens Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder sicher. Denn die Polizei, die zu häuslichen Gewaltausbrüchen gerufen wird, arbeite sehr gut mit den vier Thüringer Interventionsstellen in Gera, Erfurt, Nordhausen und Meiningen zusammen.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Landesregierung hält gar nichts von Rollen-Klischees. Sie begrüßt und unterstützt das Projekt, schon um in Erfahrung zu bringen, welche konkrete Hilfe die Zielgruppe Mann in diesem Kontext annehmen würde. Zunächst, erläutert Christ-Eisenwinder, werde der beauftragte Verein "Vereint gegen Gewalt" überall dort Fragebögen auslegen, wo zu vermuten ist, dass Männer mit häuslicher Gewalterfahrung als Opfer auftauchen.
"Um Missverständnissen vorzubeugen", ergänzt Christ-Eisenwinder, in der überwiegenden Zahl der Fälle häuslicher Gewalt seien Frauen die Opfer. Auch bei ihnen gebe es eine Dunkelziffer. Ihr sei es aber wichtig, alle Aspekte besser zu kennen, um für Betroffene die richtige Hilfe zu organisieren.
Volkhard Paczulla / 13.01.17
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Das-weitgehend-unbekannte-Opfer-bei-haeuslicher-Gewalt-der-Mann-1158876510
Reflexhaft bemüht die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Thüringen Christ-Eisenwinder dass Klischee, von der "überwiegenden" Zahl der Fälle häuslicher Gewalt, bei denen Frauen das Opfer sind. Doch woher will Frau Christ-Eisenwinder wissen, dass bei der "überwiegenden Zahl der Fälle häuslicher Gewalt" Frauen die Opfer seien, wenn sogleich eingeräumt wird, dass man überhaupt keine Zahlen männlicher Opfer aus dem Dunkelfeld hat, sondern lediglich die Fallzahlen aus dem Hellfeld der polizeilichen Kriminalstatistik, die bekanntermaßen mit dem Dunkelfeld nicht identisch sind und auch erheblichen Verzerrungseffekten unterliegen. So wird die "feministische" Ideologie, von der Frau als Opfer bis zum letzten verteidigt, grad wie der senile Honecker bis zuletzt die Zahlen schön redete.
Und nun die schlechte Nachricht: Für die von häuslicher Gewalt betroffenen Männer gibt es in der Bundesrepublik Deutschland kaum Hilfsangebote. Insbesondere der Staat und die Kommunen verweigern die Unterstützung von Initiativen und Projekten, die sich für von Gewalt betroffene Männer einsetzen. So verweigert z. B. in Berlin, der größten Stadt Deutschland mit über drei Millionen Einwohnern, der zuständige Berliner Senat seit Jahren die finanzielle Förderung von Projekten für männliche Opfer von häuslicher Gewalt, ein politischer Skandal, der von den männlichen und weiblichen Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus weder gesehen noch begriffen wird, was einiges über deren mangelhafte fachpolitische Kompetenz unabhängig von der jeweiligen Parteizugehörigkeit aussagt.
Doch zunehmend mehr Menschen geben sich mit ideologisch gefärbter Staatspropaganda nicht mehr zufrieden und fragen kritisch nach.
Sent: Tuesday, December 20, 2011 6:21 PM
Subject: Jahresarbeit "Häusliche Gewalt - Wenn Frauen Männer schlagen"
aufgrund der Recherche für meine Jahresarbeit bin ich auf Ihr Männerhaus gestoßen.
Ich bin in der 11. Klasse des ... gymnasiums in ... und verfasse zurzeit meine Belegarbeit zum Thema "Häusliche Gewalt - Wenn Frauen Männer schlagen". Bei meinem Thema lege ich den Schwerpunkt darauf, zu analysieren, wie stark in Deutschland die Gewalt von Frauen an Männern unterschätzt wird. Dabei konzentriere ich mich ausschließlich auf körperliche Gewalt, da der Umfang meiner Arbeit zu groß wäre, wenn ich die auftretende psychische Belastung und den "Psychoterror" mit einbeziehen würde.
Da ich selbst später einmal in die Fachrichtung Psychologie gehen möchte, habe ich ein großes Interesse daran, so viel zu erfahren, wie nur möglich ist. Außerdem besitze ich persönlich Kenntnis von solch einem Fall in meiner Nachbarschaft, was einer der Hauptgründe für meine Neugier und meine Themenwahl ist.
Da ich bei Ihnen an der Quelle bin, hoffe ich darauf, dass Sie damit einverstanden sind, mir ein paar Fragen zu beantworten.
Gesendet: Dienstag, 11. Oktober 2016 14:01
Mein Name ist ... und ich bin 49 Jahre alt. Leider kann ich Sie telefonisch nicht erreichen. Verzeihen Sie mir, dass ich Sie anspreche, aber ich bin in einer aussichtslosen Situation, aus der ich keine Lösung bzw. Ausweg finde. Meine Partnerin bestimmt u.a mit seelischer Gewalt unsere Beziehung. Das geht jetzt über zwei Jahre. Es ist schwer das Ganze in Worte zu fassen. Ich bin auf ihr Bitten hin von ... zu ihr nach Berlin gezogen. Habe alle Brücken hinter mir abgerissen. Sie ist extrem eifersüchtig, ich darf nicht einmal alleine einen Kaffee trinken. Manchmal nimmt sie meinen Haustürschlüssel mit, wenn sie zur Arbeit geht.....:(. Oft kommt es vor, dass sie mich lautstark beleidigt, immer bestimmt sie Alles. Ich bin ohnmächtig, weil ich sie sehr liebe. Trotz meiner Liebe, Fürsorge und meiner aktiven Komnunikation ändert sich nichts. Jetzt droht sie mich rauszuschmeißen und da ich niemanden hier in Berlin kenne, droht sie mir ständig damit. Wenn ich nicht Alles mache was sie will, soll ich auf die Strasse gesetzt werden. Oft bestraft sie mich mit schrecklichen Demütigungen, wenn ich nicht funktioniere. Habe ständig Bauchweh und reagiere nur noch auf ihre Launen. Eine Paartherapie lehnt sie ab. Trotz dieser o.g Vorkommnisse und vielem mehr liebe ich sie so sehr. Ich weiss nicht weiter. Schäme mich sehr, da ich früher ein ganz anderer Mensch war. Lebenslustig und erfolgreich. Irgendetwas muss ich falsch machen. Wahrscheinlich Alles. Vom Arzt habe ich Beruhigungsmittel bekommen, aber ich zittere den ganzen Tag vor Angst. Sie ist so unberrechenbar. Mal nett und romantisch, mal streng und lautstark beleidigend. Meinen Job musste ich aufgeben, meine Freizeitaktivitäten auch - wegen ihrer Eifersucht. Sie lebt ihr Leben, aber ich vegetiere nur noch. Wennnich sie brauche schreit sie mich an, beleidigt mich oder straft mich mit Kälte Bin ein Schatten meiner selbst. Sonntag Nacht hat sie mich im Schlaf angeschrien, weil ich erkältet bin und wohl gehustet habe. Als ich aufwachte hat sie mich beleidigt und gedemütigt. Als ich mich lautstark gewehrt habe, hat sie beschlossen mich rauszuschmeißen. Vorher soll ich bestraft werden, damit ich verstehe was ich ihr angetan habe. Verzeihen Sie, ich habe nur noch Angst. Weiss nicht weiter, möchte dass diese Hölle aufhört, aber liebe meine Freundin so sehr, dass ich vor Ohnmacht gelähmt bin. Ich habe nur noch Angst und bekomme oft Panikattacken.
Verzeihen Sie, dass ich sie mit meinen Problemen belästige. Ich schäme mich sehr. Ihre Rufnummer habe ich nach einem langen Telefonat von der Seelsorge bekommen. Bitte versuchen Sie mich tel zu erreichen (.........). Ich bin nur vormittags erreichbar, da sie ansonsten hier ist. Ich möchte nicht, dass sie mitbekommt, dass ich sie angeschrieben habe. Sie durchsucht mein Handy. Hat meinen besten Freund in ..., meinen Ex-Chef und meine Eltern kontaktiert. Ständig kontrolliert sie mit wem ich schreibe oder telefoniere. Muss immer Alles löschen, obwohl ich nichts Verwerfliches tu. Ich liebe sie sehr und suche eine Lösung. Auch habe ich Angst, dass ich am Sonntag einfach rausgeschmissen werde. Verzeihen Sie, ich weiss nicht weiter. Vielleicht können Sie helfen. Werde versuchen mich am Mittwoch Vormittag bei Ihnen zu melden. Verzeihen Sie mir meine Ohnmacht, Angst und Verzweiflung. Hilfe, ich weiss nicht mehr weiter und halte es nicht aus.
Anfragen wie obige lösen Anteilnahme aus, wenn es sich um eine von Gewalt betroffene Frau handeln würde. Da dies nun aber ein betroffener Mann ist, bleibt die Anteilnahme in der Regel bei Null, grad so, als wenn im Winter ein Obdachloser auf einer Parkbank nächtigt, selber dran schuld, der Obdachlose oder auch der betroffene Mann. Dies passt nun gut, zur aktuellen staatlichen Ideologie, die SPD-gebetsmühlenartig davon ausgeht, dass Gewalt "ganz überwiegend" von Männern gegen Frauen ausgeübt wird. Man fühlt sich an die Verlautbarungen der SED in der DDR erinnert, die bei allen Problemen im Land davon ausging, dass diese ganz überwiegend vom Klassenfeind ausgeübt würden.
Unter "häuslicher Gewalt" wird im Allgemeinen die Gewaltanwendung in Ehe- und Partnerbeziehungen verstanden. Ganz überwiegend handelt es sich dabei um Gewalthandlungen von Männern gegenüber Frauen, die sich innerhalb des – oft auch räumlich aufzufassenden – engsten sozialen Beziehungskreises der Frau ereignen.
Bei akuten Gewalthandlungen hat die Polizei die Möglichkeit, folgende Maßnahmen zu treffen:
* den Täter/die Täterin für eine bestimmte Zeit aus der Wohnung zu verweisen (Platzverweis / Wegweisung),
* den Täter / die Täterin in Gewahrsam zu nehmen (Ingewahrsamnahme),
* ein Kontaktverbot und andere Maßnahmen zum Schutz des Opfers anzuordnen
Was ist ein Platzverweis / eine Wegweisung?
Der Täter/die Täterin muss auf Anordnung der Polizei die Wohnung verlassen. Die Rückkehr wird ihm/ihr für eine bestimmte Zeit (mehrere Tage oder Wochen) untersagt. Die Polizei muss in jedem Einzelfall prüfen, wie sich der Täter weiterhin verhalten wird (Gefahrenprognose). Nur wenn weitere Gewalttaten unmittelbar bevorstehen oder damit in allernächster Zeit gerechnet werden muss, darf ein Platzverweis / eine Wegweisung ausgesprochen werden. Für die Dauer des Platzverweises / der Wegweisung muss der Täter / die Täterin selbst und auf eigene Kosten für die Unterkunft Sorge tragen. Seine / ihre Haus- und Wohnungsschlüssel werden durch die Polizei sichergestellt und verwahrt.
* den Notrufen für Frauen
* den Frauenhäusern
* den Ehe- und Familienberatungsstellen
* den Gleichstellungsstellen der Landratsämter und Kommunen
* den Rechtsantragsstellen der Gerichte
* den Rechtsberatungsstellen
* Opferhilfeorganisationen, z.B. WEISSER RING
* den Opferschutzbeauftragten der Polizei (existieren jedoch nicht in jedem Bundesland)
* den Ämtern für Versorgung und Familienförderung (bei diesen Ämtern wurden Sonderbetreuerinnen und Sonderbetreuer eingesetzt, die speziell für die Beratung von Opfern von Gewalt geschult sind.)
Während die Bundesregierung weibliche Gewalt weitesgehend ausblendet, ist die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes etwas weiter. Hier gibt es auch weibliche Täterschaft, was jedem verständigen Menschen einleuchtet, die nicht, so wie die Bundesregierung Tomaten auf den Augen haben. Die stereotype Behauptung:
bleibt allerdings unbewiesen. Man stützt sich auf Statistiken, die man so erstellt hat, so dass sie genau das bestätigen, was bestätigt werde soll. Seriöse Untersuchungen im Dunkelfeld zeigen dagegen eine ganz andere Wirklichkeit auf.
Dr. Peter Döge ist Politikwissenschaftler und Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands des Instituts für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung e.V. (I A I Z) in Kassel.
Mehr Informationen: www.iaiz.de
Auf Basis der Daten der Untersuchung „Männer in Bewegung“ von Rainer Volz und Paul M. Zulehner (siehe hierzu Interview mit Dr. Rainer Volz hat Dr. Peter Döge im Auftrag der Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschlands eine Studie zum Gewalthandeln und Gewalterleben von Männern und Frauen erstellt. Hierzu wurden über 1400 Männer und über 900 Frauen befragt. Sie ist die erste Forschungsarbeit in Deutschland, die auf einer sicheren Validitätsbasis auch das Gewalterleben von Männern einbezieht.
2016 ist man dann auch bei der altbackenen SPD so weit, dass man die Augen vor weiblicher Gewalt nicht mehr völlig wegdisktuieren kann und wenigstens einräumt, dass es eine solche in nicht unerheblichen Ausmaß gibt. Allerdings bezieht man sich hier nur auf das polizeilich bekannte Hellfeld, sprich die amtliche Kriminalstatistik, das Dunkelfeld wird besser nicht erforscht, denn die Angst ist groß, dass sich dort eine annähernde Gleichverteilung von weiblicher und männliche Beziehungsgewalt herausstellt, was sich nach offizieller SPD-Ideologie mit ihrem pathologischen Feindbild Mann, auf keinen Fall erweisen darf.
Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und BKA-Präsident Holger räumen in einer Presseerklärung vom 22.11.2016 ein, dass mindestens 18 Prozent der im Hellfeld der Kriminalstatistik zu Gewaltbeziehungen in Paarbeziehungen erfassten Täter/innen weiblich sind:
"Die kriminalstatistische Auswertung des BKA bestätigt: Meist sind es Frauen (82%), die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Fast die Hälfte von ihnen lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter in einem Haushalt (49%). ...
Im Jahr 2015 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 127.457 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, davon knapp 82% Frauen. ..."
Das sind also 22.943 Männer, die im Hellfeld der Kriminalstatistik als Opfer weiblicher Gewalt amtlich festgestellt wurden. Es müsste nun bundesweit also auch 12 Prozent öffentlich finanzierte Männerhausplätze geben. Das ist aber in keiner Weise der Fall, außer in Sachsen sind in keinem Bundesland keine Förderungen von Männerhausprojekten auszumachen.
Der Begriff der häuslichen Gewalt wird nicht einheitlich verwendet. Einigkeit herrscht sicher darüber, dass bei häuslicher Gewalt mindestens zwei Menschen beteiligt sind. Dies können in verschiedenen Konstellationen miteinander agieren, so etwa in der idealtypisch gedachten aber wohl nur sehr selten anzutreffenden klassischen Täter-Opfer Konstellation oder viel stärker verbreitet in der Konstellation zeitlich vermischter Rollenverteilungen.
Häusliche Gewalt findet - dem Namen nach - im Bereich einer Wohnung oder eines Haushaltes statt. Beteiligt sein können Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, Kinder, Jugendliche und Senioren beiderlei Geschlechts.
Gewalt gegen Kinder wird meist außerhalb der Überschrift "häusliche Gewalt" besprochen, obwohl Gewalt gegen Kinder sehr häufig im häuslichen oder familiären Umfeld stattfindet und die weit verbreitetste Form physischer Gewalt darstellen dürfte.
Im engeren Sinne wird unter dem Begriff der häuslichen Gewalt, die zwischen Männern und Frauen in einer heterosexuellen Beziehung stattfindende Gewalt verstanden. Bekannt werden hier nur ein Bruchteil der tatsächlich stattfindenden Gewalttätigkeiten. So registrierte das Brandenburger Innenministerium im Jahr 2007 2229 Fälle von häuslicher Gewalt.
27.07.2007 Erneut weniger Fälle von häuslicher Gewalt
Schönbohm sieht ermutigende Entwicklung
Die Zahl der Straftaten im Bereich ‚Häusliche Gewalt’ in Brandenburg ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Sie sank um 5,7 Prozent auf 2.116 (2005: 2.244) Fälle. Bei knapp drei Viertel der Straftaten handelte es sich wie im Vorjahr um Körperverletzungen. Weitere Deliktschwerpunkte waren Freiheitsberaubung, Nötigung und Bedrohung. Die Polizei ermittelte 1.854 (1.922) Tatverdächtige. Zum Schutz der Opfer sprach sie 383 (429) Platzverweise und 33 (40) Aufenthaltsverbote aus. 371 (431) Personen wurden in Gewahrsam genommen.
Innenminister Jörg Schönbohm nannte die erneut rückläufigen Fallzahlen „ermutigend“. „Die konsequente Verfolgung von häuslicher Gewalt trägt offenbar Früchte. Sie signalisiert nachdrücklich, dass die Täter für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden, und wirkt damit auch abschreckend. Das Einschreiten gegen häusliche Gewalt wird im polizeilichen Handeln weiter hohe Priorität haben. Das Thema Häusliche Gewalt ist deshalb auch ein Schwerpunkt der polizeilichen Aus- und Fortbildung. Die Sensibilisierung für diesen Problembereich ist bei den Einsatzkräften außerordentlich hoch.“
Rund 79,2 (80,9) Prozent der insgesamt 2.239 (2.376) Opfer waren weiblich. Unter den Opfern waren auch 146 (137) Kinder, 128 (135) Jugendliche und 147 (166) Heranwachsende. Etwa 87 (89) Prozent der Tatverdächtigen waren männlich. Bei gut jedem fünften Vorfall (2006: 22,8 Prozent; 2005: 27,4 Prozent) war Alkohol im Spiel.
Bei Einsätzen wegen häuslicher Gewalt informiert die Polizei die Opfer auch ausführlich über die rechtlichen Möglichkeiten des Schutzes vor ihren Peinigern. Ein entsprechendes Merkblatt enthält Adressen und Telefonnummern von Frauenhäusern, Opferberatungsstellen und Gerichten. Um Opfer häuslicher Gewalt zur Anzeige zu ermutigen und ihnen noch besseren Zugang zu Hilfe zu verschaffen, kann die Polizei die Daten des Opfers mit dessen Einverständnis auch an eine Opferberatungsstelle weiterleiten.
Häusliche Gewalt ist auch ein besonderer Schwerpunkt des Opferschutzkonzeptes der brandenburgischen Polizei. Dazu gehört unter anderem ein Leitfaden für die Polizistinnen und Polizisten zum Vorgehen in Fällen häuslicher Gewalt. Die Schutzbereiche beteiligen sich zudem gemeinsam mit Partnern vor Ort umfangreich an Präventionsmaßnahmen.
http://brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=299535
Häusliche Gewalt hat 2007 zugenommen
05.06.2008 Schönbohm: Weiterhin mit null Toleranz gegen Gewalt in den ‚eigenen vier Wänden’
Erstmals 44 Fälle von Stalking in polizeilicher Jahresbilanz
Nr. 094/2008
Im vergangenen Jahr hat es in Brandenburg mehr Fälle häuslicher Gewalt gegeben. Die Zahl der Straftaten nahm nach Rückgangsquoten in den Vorjahren um rund fünf Prozent auf 2.229 zu, was ein Prozent aller Straftaten im Land ausmacht. Bei über drei Vierteln der Delikte handelte es sich um Körperverletzungen. Innenminister Jörg Schönbohm forderte dazu auf, alle rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz der Opfer zu nutzen und kündigte ein weiterhin konsequentes Vorgehen der Polizei gegen die Täter an. „Es darf keinerlei Toleranz für Gewalt ‚in den eigenen vier Wänden' geben", sagte er heute in Potsdam. „Gewalt zu Hause ist keine Privatsache und wird deshalb in jedem Fall rechtlich verfolgt", fügte der Innenminister hinzu.
Im vergangenen Jahr war die Brandenburger Polizei 1.536 Mal (2006: 1.444) zu Fällen häuslicher Gewalt gerufen worden. Dabei sprachen die Beamten 365 (383) Platzverweise aus und nahmen 379 (371) Personen in Gewahrsam. Etwa 86 Prozent der insgesamt 1.896 (1.854) Tatverdächtigen sind männlich, ein Viertel von ihnen beging die Straftaten unter Alkoholeinfluss. Nach Schaffung der entsprechenden Rechtsvoraussetzungen wurden 2007 durch die Brandenburger Polizei erstmals auch 44 Fälle von Stalking verfolgt.
Wie Schönbohm betonte, werden Brandenburgs Polizeiangehörige in ihrer Aus- und Fortbildung speziell für die Ausnahmesituationen der im vergangenen Jahr 2.354 (2.239) Opfer häuslicher Gewalt sensibilisiert, für die „der Gang nach außen" oftmals viel Kraft und Überwindung koste. Das vor knapp fünf Jahren in Kraft getretene Opferschutzkonzept der Landespolizei sieht deshalb unter anderem auch eine enge regionale Zusammenarbeit mit Frauenhäusern, Vereinen oder Opferberatungsstellen vor. Mit einem speziellen Merkblatt werden Opfer von der Polizei über ihre rechtlichen Möglichkeiten aber auch gesellschaftliche Hilfs- und Kontaktangebote informiert.
Diese Hilfe ist nach wie vor allem für Frauen notwendig, die im vergangenen Jahr wiederum rund 80 Prozent der Opfer ausmachten. Als alarmierend bezeichnete Schönbohm die wachsende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die unter häuslicher Gewalt zu leiden haben. Im Jahr 2007 zählte die Polizei 158 Kinder (146) und 136 Jugendliche (128) unter den Opfern. „Wer in jungen Jahren mit familiärer Gewalt aufwächst, für den sinkt auch selbst schon bald die Hemmschwelle Gewalt anzuwenden", zeigte sich Schönbohm besorgt. Deshalb seien hier auch Antworten auf die aktuellen Fragen steigender Jugendgewalt zu finden.
http://www.imk2008.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=bb2.c.497761.de
Die plakative Überschrift "Häusliche Gewalt hat 2007 zugenommen" ist allerdings irreführend, denn die Statistik sagt nichts über die tatsächlichen Verhältnisse im Dunkelfeld aus, sondern nur über die offiziell erfassten Ereignisse, die in keiner Weise mit den tatsächlichen Verhältnissen korrelieren müssen. Im sogenannten Hellfeld aber regiert der Statistiker und bekanntlich hängt es von dessen Vorgaben an, was schließlich in der Statistik erscheint.
Der Anteil der weiblichen Tatverdächtigen betrug nach der offiziellen Brandenburger Statistik im
Jahr 2005: 11 Prozent
Jahr 2006: 13 Prozent
Jahr 2007: 14 Prozent
Wie man sieht nimmt der erfasste Anteil der weiblichen Tatverdächtigen über die Jahre hinweg leicht zu. Ob das nun daran liegt, dass Frauen mehr Gewalt ausüben oder dass die Polizei über die Jahre geschlechtersensibler geworden ist und zunehmend auch ernsthaft untersucht, ob Frauen als Täterinnen in Erscheinung getreten sind, wird leider nicht beantwortet.
Nicht beantwortet wird, welche Hilfen Männer erhalten, die Opfer weiblicher Gewalt geworden sind und ob das Innenministerium darüber nachdenkt, auch Männern die Möglichkeit zu geben, bei Bedrohungen und Gewalt eine vom Bundesland geförderte Zufluchtswohnung oder ein Männerhaus aufsuchen zu können.
Gesendet: Donnerstag, 22. Januar 2004 12:11
ich bin ziemlich verzweifelt.ich habe gegen meinen lebenspartner im streit ein hohes agessiospotenzial,werde agressiv und gewalttätig.ich möchte wissen,wie ich meine agressionen in den griff bekomme bzw.wer mir helfen kann.leider gibt es für agressive frauen wenig informationen.
bianca westernhagen (Name geändert)
Diese Mail, die wir von Bianca zugesandt bekommen haben, ist ein Hilferuf und wohl auch schon ein verdeckter Hinweis auf einen Teil des Problems. Wenn man sich den Text anschaut, dann fällt auf, dass Bianca nach jedem Komma oder Punkt den orthographisch vorgesehenen Abstand (ein Leerzeichen) weggelassen hat. Dies mag ein Zufall sein oder der Eile des Schreibens geschuldet - mag man einwenden. Dies kann man aber auch psychologisch deuten, so dass Bianca allgemein vereinbarte Regeln, in diesem Fall Rechtschreibregeln, missachtet. Es ist damit sozusagen eine "Gesetzesübertretung" oder "-verletzung". Es ist aber auch noch mehr. Ein Leerzeichen ist immer ein Distanz schaffender Raum, in der Rechtschreibung trivialer Weise, um den Sinn des Satzes oder der Wortgruppe zu verstehen. Oder verstehen sie auf Anhieb das Wort diekuhliefumdenteich? Man kann vermuten, dass Bianca ein relativ starkes Problem mit der Austarierung von Distanz und Nähe hat. Sie will die Distanz zu Gunsten einer starken Nähe aufgeben, in Partnerschaften kann dies zur Selbstaufgabe führen. Der Mensch, Frau wie Mann, benötigt aber eine eigene Identität, die gerade darin besteht, nicht identisch mit dem anderen zu sein, sich abgrenzen zu können. Im Geschlechtsakt scheint diese Identität in der Auflösung begriffen, was verständlich macht, warum Sexualität so ein heikles und auch angstauslösendes Thema ist und dort so viele Störungen auftreten.
Das starke Bedürfnis nach Nähe führt, wenn eine eigene Identität nur gering entwickelt ist, im gleichen Moment zum Wunsch nach Distanz. Dies entspricht der Selbstregulation von Systemen. Da aber die Fähigkeit zur bewussten und der Situation angemessenen Abgrenzung fehlt, muss das Distanzbedürfnis, auf einem anderen Weg realisiert werden - z.B. in Form abrupter Beziehungsabbrüche, psychischer und physischer Gewalt gegenüber dem Beziehungspartner. Der Beziehungsabbruch verschafft die psychisch notwendige Distanz, Gewalt ebenso, da sie den Partner auf Abstand hält. Häufig dürfte es so sein, dass sich Frau und Mann als Partner gegenseitig mit ihren Nähebedürfnissen überfordern und die erforderliche Distanz in einer wechselseitigen Aktion, gegebenenfalls auch mit Gewalt, herstellen.
Zwei schrecklich nette Frauen
"Ein Patient mit einem rechtsseitigen Gehirntumor kommt zu mir, sein rechter Arm ist steif. Er wird von seiner Frau und deren Mutter begleitet. Er ist dünn, zierlich, und mager. Jede der ihn begleitenden Frauen wog ungefähr das doppelte von ihm, sie passten mit Not auf mein Sofa, er saß in der Mitte. Da er nicht mehr richtig sprechen konnte, sprach größtenteils die Schwiegermutter für ihn. In mir spürte ich nach 2 Minuten die Pumpgun, und ich fragte dann, wie es dem Patienten mit seiner Wut ginge. Die Schwiegermutter antwortete sofort: "Nee, der war immer ein guter Junge." Seine Frau sagte gar nichts. In dieser Familie herrschten klare materiale Strukturen, ... . alle Dinge lagen bei der Schwiegermutter, ... .
Ich glaube, ich war mit diesem Mann, auch wenn er durch die Chemotherapie und den Tumor schlecht sprechen konnte, überhaupt nicht im Kontakt. Von ihm kam kein Zeichen, weder gehaucht, noch auf sonst eine Art. Mir war relativ schnell klar, dass ich ihm Carcinosinum geben werde, so gut und friedlich und fast schon tot, wie der bei mir auf dem Sofa saß. ...
Nach vier Wochen hatte ich die Schwiegermutter am Telefon. .. die gute Frau ... sagte: "Herr Krüger, so geht das nicht weiter". Ich ahnte schon Schreckliches. "In unserer Familie herrscht, seitdem mein Schwiegersohn ihr Tropfen nimmt, nur noch Unfrieden. Und stellen Sie sich einmal vor: gestern hat er mich sogar geschlagen, nachdem ich ihm zum 6ten Mal gesagt hatte, dass er das, was ich koche auch aufzuessen hat. Da nahm er doch tatsächlich die Gabel und stach nach mir. Herr Krüger, können Sie sich bitte rechtfertigen." Ich fragt nur eins: "Mit welchem Arm?" Das ist der Arm, der noch vor vier Wochen nicht bewegt werden konnte. Und ich sagte zu ihr: "Gnädige Frau: kein Problem, setzen Sie ihm das Carcinosin wieder ab, dann ist er bald wieder friedlich und auch sehr bald tot."
aus: "Von Heiligem Zorn und Heiliger Lust"
Andreas Krüger in: "Berliner Heilpraktiker Nachrichten", 1.02, S. 10
Aus dieser hübschen Anekdote, kann man erkennen, dass das Problem häuslicher Gewalt vielschichtig und multikausal ist. Auf keinen Fall jedoch so, wie es sich offenbar naive, ahnungslose oder ideologisch einseitig auf "Männergewalt" fokussierte Betrachter und Betrachterinnen, wie z.B. eine Anita Heiliger vom Deutschen Jugendinstitut in München www.dji.de vorstellen.
Gesendet: Mittwoch, 28. Juni 2017 12:44
Ich lebe mit meiner Frau und Tochter in ... und wende mich an Sie, weil ich nicht mehr weiss, wie ich mit der Situation umgehen soll.
Meine Frau ist sehr aggressiv und ein Gespräch endet immer mit Schreierei. Ich bin wegen unserer gemeinsamen Tochter mit ihr zusammengezogen, und laut meiner Frau bin ich ein Psychopath. Aber wegen der Schreierei ist kein normales Gespräch möglich. Sie wird manchmal auch handgreiflich, ich wehre mich nicht mehr, weil ich schon in ... 3 mal des Hauses verwiesen worden bin, obwohl meine Frau der Aggressor gewesen ist. Aus diesem Grund hole ich auch die Polizei nicht mehr zu Hilfe, weil ich Angst habe, wieder aus der Wohnung gewiesen zu werden. Was kann ich machen? Wie könnten Sie mir helfen? Ich will auch auf keinen Fall meine Tochter verlieren, und eine getrennte Wohnsituation ist finanziell nicht möglich. Ich bin ... 59), meine Frau voll arbeitstätig ( 33 J)
Als Häusliche Gewalt bezeichnet man Gewalt, die innerhalb eines gemeinsamen Haushaltes von wenigstens zwei Menschen oder in dessen näherem Umfeld oder im engen Zusammenhang mit der häuslichen Gemeinschaft auftritt. Hiermit ist allerdings noch nicht beschrieben, was alles unter dem Begriff der Gewalt verstanden wird. Einigkeit besteht sicher darin, dass es physische und psychische Gewalt gibt, also unmittelbare körperliche Gewalt, wozu auch anschreien gehören kann oder seelische Gewalt, wie etwa einem gefesselten Gefangenen in unregelmäßigen Abständen einen Wassertropfen auf den Kopf fallen lassen. Physische und psychische Gewalt kann man nach ihren Schwergraden der Beeinträchtigung unterscheiden. Dies geht von leichten Formen der Gewalt, wie etwa Beleidigungen über mittlere bis hin zu schwersten Gewalteinwirkungen wie etwa bei der Folter. Die Übergange sind dabei oft fließend, so gibt es z.B. Frauen, die eine so unangenehme schrille und keifende Stimme haben, dass eine Stunde erzwungenes Zuhören schon eine Form von Folter darstellt, der Autor hat Ansätze dazu schon in seiner Beratungspraxis erleben müssen. So musst er sich z.B. dadurch schützen, dass er den Telefonhörer auf Armlänge vom Ohr weghielt und dennoch die unflätige, nicht enden wollende akustische Kanonade der Frau noch hören konnte. Selbstredend werden solche akustischen Gewalttaten in den seltensten Fällen geahndet, die Staatsanwaltschaften sind dieser Form von Gewalt weder mental noch technisch gerüstet. So haben wir dann das Phänomen, dass solche Gewalttaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik gar nicht auftauchen.
Häusliche Gewalt kann als Gewalt zwischen den erwachsenen Partnern (Partnergewalt), als Gewalt zwischen Erwachsenen auf der einen und Kindern und Jugendlichen auf der anderen Seite, als Gewalt zwischen Kindern und Jugendlichen und als Gewalt zwischen der jüngsten und mittleren Generation auf der einen und der älteren Generation (Senioren) auf der anderen Seite auftreten. In einer 1998 durchgeführten Untersuchung (vgl. "Das Ausmaß häuslicher Gewalt und die Bedeutung innerfamiliärer Gewalt", Enzmann/Wetzels in: ""Familie, Partnerschaft, Recht", 4/2002, S. 248) wird von 7 Prozent der befragten Jugendlichen berichtet, die angeben, in den vorausgegangenen 12 Monaten häufiger wahrgenommen zu haben, dass ein Elternteil den anderen mit dem Fuß getreten oder mit der Faust oder Hand geschlagen hat. Kaum im individuellen und gesellschaftlichen Bewusstsein ist das hohe Maß von Gewalt, das Kinder und Jugendliche gegenüber den eigenen Eltern ausüben (vgl. einen Bericht des Kinder- und Jugendpsychiaters Wilhelm Rotthaus vom Rheinischen Klinikum Viersen, der größten Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland - aus: "Kind-Prax", 6/2003).
Häusliche Gewalt spielt sich weitestgehend im sogenannten Dunkelfeld ab, dass nur über indirekte Methoden der Sozialforschung erhellt werden kann. Häusliche Gewalt ist kein Problem sozialer Unterschichten, sondern spielt sich "in den besten Familien" ab. So kann man nur erahnen, was sich tagtäglich für versteckte Dramen in deutschen Politiker/innenhaushalten abspielen. Das wenigste dringt, so wie z.B. in seiner tragischen und tödlichen Vollendung bei den grünen Stars Petra Kelly und Gerd Bastian, an die Öffentlichkeit.
Häusliche Gewalt ist immer Gewalt, die auf einer Wechselbeziehung zwischen zwei oder mehr Menschen beruht, die in einer engeren und schon länger andauernden Beziehung zueinander stehen. Zur häuslichen Gewalt rechnet daher nicht ein Einbrecher, der bei seinem Einbruch von den Wohnungsinhabern überrascht wird und gegen diese gewalttätig wird.
"Das Opfer" und "den Täter" / "die Täterin" gibt es bei häuslicher Gewalt in der Regel nicht. Üblicherweise dürfte es sich um eine gemeinsam hergestellte symmetrische Eskalation (Baeteson) handeln oder auch um eine Kollusion (Jürg Willi) bei der der eine der Partner die "progressive" und der andere die "regressive" Position einnimmt. Hier wird von beiden scheinbar ein Opfer und ein Täter / Täterin konstruiert, verantwortlich für die Kollusion sind jedoch beide Partner.
Belebter Bahnsteig auf dem S-Bahnhof Berlin Friedrichstraße 16.11.2004, Vormittag.
Eine junge Frau ca. 22 und ein ebenso alter junger Mann stehen sich gegenüber. Der Mann redet laut auf die Frau ein. Sein Oberkörper und sein Kopf ist weit nach vorn in Richtung Frau geneigt, so als ob er mit einen imaginären Schnabel nach ihr hacken will. Die Frau schaut trotzig zum Fußboden und schweigt zu den Anwürfen des Mannes. Der Verfasser dieser Zeilen stellt sich in ca. 3 Meter Entfernung quer zu dem Paar auf. Es ist unklar, was der Streitgegenstand ist, irgend etwas wirft der Mann der Frau vor. Dann lässt er von ihr ab und geht, offenbar wütend gestimmt, davon. Die Frau blickt sofort auf, ihm nach und geht dem Mann sofort hinterher.
Wir können uns ausmalen welches Beziehungsmuster die beiden tagtäglich leben und in dessen Folge es möglicherweise später auch zu körperlicher Gewalt kommt. Wer hier behauptet die Frau wäre beziehungsdynamisch ein bloßes Opfer, der hat noch einiges zu lernen.
Bei Beziehungsgewalt ist ein Täter-Opfer-Ausgleich eine falsche Intervention, da damit postuliert wird, es gäbe "das Opfer" und "den Täter" oder "die Täterin". Die Aussage, dass es Täter und Opfer selbst bei schweren Formen von Beziehungsgewalt letztlich nicht gibt, mag Kopfschütteln, Unverständnis oder gar Empörung bei den Leser/innen dieser Zeilen hervorrufen. Und dies ist auch verständlich, wenn wir uns vorstellen, wir wären "das Opfer" und schauen in die Tagespresse, wo wir von schrecklichen Gewalttaten in Familien und Partnerschaften erfahren. Bezeichnender Weise identifiziert sich wohl niemand mit der Täterseite, dies war auch nach dem Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft so, das ganze deutsche Volk, alle waren Opfer und schließlich blieb nur noch ein einziger Täter, Adolf Hitler übrig, der glücklicherweise schon tot war, sonst hätte er womöglich die vielen Millionen Deutschen gefragt, wie er 1933 in Folge einer demokratischen Wahl an die Macht gelangen konnte.
Bleibt man in der Beratung und Therapie in der Täter-Opfer-Dichotomie stecken, so fühlt sich "der Täter" oder "die Täterin" sich letztlich nicht verstanden und blockiert den Entwicklungsprozess zur Übernahme von Verantwortung. Auch "das Opfer" kann nicht zu der Einsicht gelangen, dass es eines anderen Verhaltens auch von seiner Seite bedarf und damit einer spezifischen Form von Verantwortungsübernahme, damit die Gewalt dauerhaft beendet wird.
Neben der systemisch zu verstehenden Entstehung häuslicher Gewalt als einer eskalierenden Abfolge von Aktion und Reaktion, bedarf es auch eines veränderten Blickes auf die weiblichen und männlichen Anteile am Konfliktgeschehen. Bis heute hält sich unter Laien, aber auch unter Professionellen, bis hin zur ministerialen Ebene hartnäckig die Vorstellung vom männlichen Täter und weiblichen Opfer. Dabei sind anderslautende Forschungsergebnisse seit langem bekannt, doch wie im Brecht´schen Galilei, weigert man sich nach dem Motto, "Was nicht sein darf, das nicht sein kann, beharrlich, "durchs Fernrohr zu sehen."
"... Eine der wenigen umfangreichen Dunkelfelduntersuchungen, die über das Ausmaß familiärer Gewaltanwendung (STRAUSS et. al 1980) vorliegen, läßt vielmehr erkennen, daß es in fast jeder dritten Familie seit der Eheschließung zu Gewalttätigkeiten zwischen den Partnern gekommen war, wobei bemerkenswerter Weise etwa ebenso viele Frauen ihre Männer schlugen wie umgekehrt.
aus "Allgegenwart von Gewalt", S. 65, Udo Rauchfleisch, Vandenhoeck u. Ruprecht 1992, ISBN 3-252-01419-8
Aber auch die Informationen aus dem Hellfeld, also der zur Anzeige, bzw. behördlichen Bearbeitung gebrachten Fälle zeigen, auf dass ein erheblicher Anteil der TäterInnen weiblich ist. Aus einem Bericht des Berliner Tagesspiegel vom 20.01.04 lässt sich entnehmen, dass 20 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt in Berlin Männer sind. Unter den anderen 80 Prozent werden allerdings Frauen und Kinder als Opfer zusammengerechnet. Dies verfälscht allerdings die Statistik, da nun völlig unklar bleibt, wie viele der Opfer denn nun Frauen sind. Zum anderen werden Kinder, die von weiblichen Täterinnen Gewalt erfahren haben, mit Kindern , die von männlichen Tätern Gewalt erfahren haben und Frauen, die Opfer männlicher Gewalt sind, in einer Opfergruppe zusammengefasst.
Üben Frauen Gewalt gegen ihren Partner aus, wird dies häufig in einem psychiatrischen Kontext verstanden und "behandelt", "die Frau ist psychisch krank", heißt es dann. Üben Männer Gewalt gegen die Partnerin aus, wird dies im strafrechtlichen Kontext verstanden und "behandelt", der Mann wird kriminalisiert (Strafanzeige, Verurteilung, Bewährungsstrafe, Geldstrafe oder Haft).
Maud Kips: "Strafrecht für Männer, Psychiatrie für Frauen", In: "Kriminologisches Journal", 2/1991, S. 125-134
Ausgesprochene Morddrohungen von Frauen gegen Männer werden im Gegensatz zu Morddrohungen von Männern gegen Frauen nicht ernstgenommen. Dementsprechend gestaltet sich auch die Strafverfolgung. Ein Mann, der unter Zeugen eine Morddrohung gegen die Frau ausgesprochen hat, muss immer mit einer harten strafrechtlichen Verfolgung rechnen, wenn diese Androhung angezeigt wurde. Im umgekehrten Fall kommt es normalerweise gar nicht erst zu einer Strafanzeige, geschweige denn zu einer Strafverfolgung, weil die von der Frau ausgesprochene Morddrohung nicht ernst genommen wird.
Häusliche Gewalt entsteht häufig aus einem Gefühl der Ohnmacht und Ausweglosigkeit. Subjektives Gefühl und objektive Realität stimmen dabei häufig nicht überein. Von außen betrachtet kann der unbeteiligte Beobachter in der Regel immer Alternativen entdecken. Dies gelingt den in der Gewalteskalation verhaften Partner/innen häufig nicht. Ein wichtiger Grund dafür sind unaufgeklärte und unaufgearbeitete Erfahrungen aus der jeweiligen Herkunftsfamilie, die als Lebensmuster im Denken und Fühlen der jetzt gewalttätig verstrickten Partner/innen wirksam sind.
Männer und Frauen haben als Erwachsene normalerweise die Möglichkeit, bei häuslicher Gewalt Veränderungen herbeizuführen. Sie können eine Beratungsstelle aufsuchen, Paar-, Familienberatung oder Familientherapie in Anspruch nehmen oder sich von dem oder der gewalttätigen Partner/in trennen. In Notfällen können sie die Polizei rufen. Wenn sie dies alles nicht tun, sind sie psychologisch in gewisser Weise noch auf der Stufe eines Kindes, das sich ohnmächtig gegenüber erlittener Gewalt zeigt. Dies kann man auch von dem/der Gewalttäter/in sagen, die ja ebenfalls aus einer nicht erwachsenen Position heraus gewalttätig agieren.
Gewalt von Kindern gegen Eltern, Geschwister und andere Familienangehörige
Der größte Teil häuslicher Gewalt, das wird in der Diskussion häufig vergessen, spielt sich zwischen Geschwistern ab. Hier werden Rivalitäten und Machtkämpfe ausgetragen und die Schwere der Gewalt steht häufig der Schwere der Gewalt von Erwachsenen nicht nach. Keine/r kommt jedoch deshalb auf den Gedanken Geschwister zu trennen oder eine der Kinder ("das Böse") in ein Kinderheim zu stecken. In der Regel wird man eine Streitschlichtung versuchen. Wobei diese Schlichtung, wie jeder der Erfahrungen mit Geschwistern hat, in der Praxis häufig nicht lange hält.
Auch Gewalt von Kindern und Jugendlichen gegen die eigenen Eltern zählt zur häuslichen Gewalt. Zumeist wird über gewalttätige Jungen berichtet, seltener über Mädchen. Extreme Gewalt von Mädchen wird sehr selten bekannt.
Klosinski, Gunther: "Muttermord durch die Tochter - Familiendynamik und Mythologie"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 45 (1996), S. 217-222
Bei Jungen findet man öfter traurige Schlagzeilen. So z.B. am 7.11.2004 der Fall eines zwölfjährigen Jungen, der seine beiden Eltern mit einer Pistole des Vaters erschoss und anschließend sich selbst schwer verletzte. Auch wenn dieser Fall ein seltener Extremfall ist, dürften leichte und mittlerschwere Gewalteskalationen zwischen Kindern oder Jugendlichen und ihren Eltern jährlich in einigen hunderttausend Fällen vorkommen.
Freitag 5. November 2004, 15:22 Uhr
Zwölfjähriger erschießt Vater und Mutter
Braunschweig (AP) Ein zwölfjähriger Junge aus Braunschweig hat nach einem Streit um Schulnoten seine Eltern erschossen. Nach den Ermittlungen der Polizei tötete der Gymnasiast am Donnerstagabend mit jeweils mehreren Schüssen seinen 67-jährigen Vater und seine 49 Jahre alte Mutter und feuerte sich anschließend selbst eine Kugel in den Kopf. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Nach Aussage eines älteren Bruders und von Nachbarn war der Tat eine Streit zwischen dem Jungen und seinen Eltern vorausgegangen, in dem es auch um schulische Leistungen gegangen sei, sagte eine Polizeisprecher. Die Eltern, der Vater war Professor und ehemals bei VW als Arbeitsmediziner tätig, hatten den Angaben zufolge davon gesprochen, das Kind ins Internat zu schicken.
Der Junge war noch ansprechbar, als ihn sein 14-jähriger Bruder am Donnerstagabend um kurz nach 19.00 Uhr fand. Nach einer Notoperation befinde sich der Junge mittlerweile außer Lebensgefahr, sei aber in ein künstliches Koma versetzt worden, berichtetet der Sprecher der Braunschweiger Polizei, Wolfgang Klages.
Das genaue Motiv und Einzelheiten des Tathergangs müssten noch ermittelt werden. Nach den am Tatort aufgefunden Spuren stehe aber fest, dass der 12-Jährige die Schüsse abgegeben habe. Als Tatwaffen habe die Polizei noch in der Nacht einen Colt vom Kaliber 45 mm und eine Kleinkaliberpistole mit Kaliber 22 sichergestellt. Sie stammten aus dem Besitz des Vaters, der Jäger gewesen sei und die Waffen ordnungsgemäß habe registrieren lassen.
Ein Strafverfahren habe der Junge nicht zu erwarten, da er mit 12 Jahren noch nicht strafmündig sei, betonte Klages. Über seine weitere Erziehung hätten Jugendamt und Familiengericht zu entscheiden. Um den 14-jährigen Bruder habe sich am Tatort ein Notfallseelsorger gekümmert. Er sei anschließend in die Obhut des Jugendamtes gegeben worden.
http://de.news.yahoo.com/041105/12/4a5te.html
Hier wird möglicherweise der Einwand kommen, der Junge wäre nur deshalb gewalttätig geworden, weil seiner Eltern gegen ihn massiv gewalttätig waren. Dies scheint aber aus zwei Gründen zu kurz gegriffen. Erstens, die möglicherweise geplante Verschickung des Sohnes in ein Internat ist kein Grund, der es rechtfertigen würde, die eigenen Eltern zu erschießen. Zweitens griffe ein solcher Einwand auf die Idee der Interpunktion (vgl. Watzlawick S. 57 ff) zurück.
Als Interpunktion bezeichnet man das willkürliche Setzen eines angeblichen Anfangszustandes. Zwei Streitende haben dabei jeweils eigene Definitionen, wo dieser Anfangszustand gewesen wäre. Daher ist aus ihrer Sicht auch immer der andere oder die andere schuld.
Watzlawick (S. 138-170) beschreibt eine solche von Interpunktionen gesetzte symmetrische Eskalation.
Watzlawick, Paul; Beavin, Janet, H.; Jackson, Don D.: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003
Unter der Überschrift "Kommunikationsstrukturen im Theaterstück `Wer hat Angst vor Virginia Woolf`", wird unter systemisch-kommunikationstheoretischen Blickwinkel eine ausführliche Analyse des Theaterstückes von Edward Albees vorgenommen. In dem Stück wird die Beziehung eines seit 29 Jahren verheirateten Paares dargestellt, dass sich offenbar seit ebenso langer Zeit bekriegt. Watzlawick und Kollegen interessiert bei ihrer Analyse nicht wie im individualpsychologischen Ansatz die sogenannten "Persönlichkeitseigenschaften" der Handelnden, sondern die Beziehungsdynamik und Interaktion zwischen den Beteiligten, durch die diese ihre Beziehung definieren und gestalten.
Familien mit Geschwisterkinder wissen um die Problematik der Interpunktion häufig bestens Bescheid. Die Geschwister streiten sich, der Vater oder die Mutter kommen hinzu und wollen den Streit beenden. Jedes der beiden Geschwister behauptet, der andere Geschwister hätte angefangen. Der Elternteil sucht dann ein schuldiges Kind zu ermitteln oder wenn er gerecht sein will, schickt beide Kinder zur Strafe auf ihre getrennten Zimmer. Von dieser letzteren Elternweisheit scheinen Polizei und Gerichte, die sich mit häuslicher Gewalt beschäftigen müssen, mitunter weit entfernt. Hier wird bevorzugt auf das erstere Elternmodell zurückgegriffen. Auch das Strafgesetzbuch kennt offenbar keine gleichzeitige Bestrafung der gemeinsamen Beziehungstäter. Es gilt vielmehr das individuelle Schuldprinzip und das braucht einen Schuldigen (oder in Ausnahmefällen auch einmal eine Schuldige).
Von der Regel der Gegenseitigkeit bei häuslicher Gewalt sind auch Kinder (Jungen und Mädchen) im Säuglingsalter und Kleinkindalter nicht völlig ausgenommen. Allerdings ist in bestimmten schweren Fällen das Machtgefälle zwischen ihnen und den Erwachsenen extrem zuungunsten des Kindes. Um so älter das Kind wird, um so mehr verschiebt sich jedoch diese Grenze, denn mit zunehmenden Alter hat das Kind in der Regel die Möglichkeit, sich selbst gegen Gewalt zu schützen, andere um Hilfe zu bitten und kann auch selbst Gewalt gezielt oder ungezielt einsetzen.
Allerdings können Kinder in diesem Alter nicht verantwortlich sein. Jugendstrafrechtlich gilt daher das Alter von 14 Jahren für den Beginn der Strafmündigkeit.
§19 Schuldunfähigkeit des Kindes
Das Prinzip der Wechselseitigkeit sagt nicht, dass Kinder generell machtlos wären. Dies hat schon Perls gesehen. Er schreibt:
"Wir haben gesehen, dass das Kind, wenn wir es als integrierenden Teil eines Feldes betrachten, von dem die Erwachsenen ein anderer Teil sind, nicht als isoliert und hilflos bezeichnet werden kann." (S. 86)
Perls, Frederick S.; Hefferline, Ralph F.; Goodman, Paul: Gestalttherapie Grundlagen. dtv / Klett-Cotta, 1979 (amerikanische Originalausgabe 1951)
Seit dem 1. Januar 2002 ist das "Gesetz zur Verbesserung des zivilrechtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung" in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde das vor Jahren im Eherecht abgeschaffte "Schuldprinzip" durch die Hintertür wieder eingeführt. Das Gesetz kennt nur Täter und Opfer, wobei bei den Tätern ausschließlich die männliche Sprachweise benutzt wird.
Im amtlichen Sprachgebrauch der Bundesregierung gibt es also nur "Täter". Täterinnen kennt die Bundesregierung nicht, sonst hätte sie das Gesetz schon längst entsprechend geändert. Eine sexistische und männerdiskriminierende Haltung, die die Bundesregierung in ihrer jeweils aktuellen Zusammensetzung seit Jahren ungeniert praktiziert. Und die sogenannte Antidiskriminierungsstelle des Bundes, finanziert auch aus den Steuermitteln der männlichen Bevölkerung, verschließt seit Jahren die Augen: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.
Nach §1 Gewaltschutzgesetz kann das Gericht auf Antrag "des Opfers" einer "Täterin" oder einem "Täter" untersagen:
5. Zusammentreffen mit der verletzten Person herbeizuführen
Das vorgenannte soll schon gelten, wenn "eine Person einer anderen mit einer Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit widerrechtlich gedroht hat."
Wenn also eine Frau ihrem Mann sagt, "ich klatsch dir gleich eine", könnte der Mann beim Familiengericht die Verweisung seiner Frau aus der gemeinsamen Wohnung beantragen. Dies gilt auch, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind. Ob die Gerichte hier bei Männern und Frauen als Antragsteller/innen gleiche Maßstäbe ansetzen werden, bleibt abzuwarten.
Hinweise aus der Praxis zeigen, dass das zumindest in einigen Fällen offenbar nicht der Fall ist.
So z.B. in dem folgenden Fall, den uns Jürgen (Name geändert) mitteilte:
am kommenden Dienstag habe ich einen Gerichtstermin, bei dem es um Wohnungszuweisung nach diesem Gewaltschutzgesetz geht. Vorausgegangen ist ein viertägiger Platzverweis aus meinem Haus vergangene Woche. Meine Frau hatte in meinem Büro angefangen zu randalieren, worauf ich sie an den Handgelenken festhielt und aus dem Büro zog. Die Polizeibeamtin nahm die geröteten Handgelenke als Körperverletzungsanzeige auf und sprach mir diesen Platzverweis aus. Als Mann habe ich anscheinend keine Chance, mich zu verteidigen, ohne gleich als Gewalttäter da zu stehen. Auf den Ausgang der Verhandlung bin ich gespannt. Falls ich ausziehen muß, ist meine Erwerbstätigkeit in Frage gestellt, weil ich das Büro für meine selbständige Tätigkeit brauche. Es käme einem Berufsverbot gleich. Ich kann das alles nicht glauben.
Steffen ist seit 5 Jahren mit Bianca verheiratet. Die beiden haben eine zweijährige Tochter und einen sechsjährigen Sohn. Steffen ist Angestellter und hat ein gutes Gehalt. Bianca will demnächst ein Studium anfangen. Vor drei Wochen gab es Streit in derer Verlauf Steffen von Bianca angegriffen wurde. sie kratzte ihn, biss und boxte um sich, zuletzt schlug sie ihren Mann ins Gesicht. Daraufhin schlug Steffen zwei Mal zurück, um sie auf Distanz zu halten.
Am nächsten Tag entschuldigte sich Steffen bei Bianca. Umgekehrt erfolgte keine Entschuldigung bei ihm.
Am Nachmittag, Steffen war gerade in der Wohnung beschäftigt, Bianca war vor einer Stunde aus dem Haus gegangen, standen fünf Polizeibeamte vor der Wohnungstür. Als Steffen die Tür öffnete wurde er sofort überwältigt. Die Polizei teilte ihm mit, dass er der Wohnung verwiesen wird. Er erhielt dann Gelegenheit noch ein paar Sachen zu packen. Der sechsjährige Sohn war in der gesamten Zeit anwesend und musste zusehen, wie sein Vater, begleitet von Polizisten die Wohnung in Handschellen verlassen muss. Welche Auswirkungen dies auf den Sohn hat, ist unbekannt. Inzwischen hat Bianca Anzeige gegen ihren Mann erstattet: "Er hat mich brutal zusammengeschlagen"
Wenn nichts dazwischen kommt, darf Steffen bald wieder in seine Wohnung, da die Wegweisung befristet ist. Zur Zeit lebt er bei Bekannten, seine Kinder kann er nicht sehen, da er eine Verfügung hat, sich seiner Frau nicht nähern zu dürfen. Sollte seine Frau beim Gericht einen Antrag auf Zuweisung der ehelichen Wohnung stellen und dort Recht bekommen, wird Steffen auch zukünftig nicht mehr in seiner Wohnung sein können.
Letztlich ist es mit der Verweisung des sogenannten "Täters" oder der sogenannten "Täterin" nicht getan. Häufig müsste man beide, Frau und Mann des Platzes verweisen, so wie das früher die eigenen Eltern gemacht haben, wenn sich Bruder und Schwester geschlagen haben und jeder der beiden den elterlichen Auftrag erhielt auf sein Zimmer zu gehen. Der Konflikt bleibt ungeklärt und wird mit großer Sicherheit in der Zukunft reaktiviert, entweder nach einer "Versöhnung" der beiden oder in einer der nächsten Beziehungen, die in ähnlichen Mustern verlaufen wird, wie die vorherige.
Problematisch bei der Wegweisung ist, dass der Weggewiesene, also in der Regel der der eigenen Wohnung verwiesene Mann oder die der Wohnung verwiesene Frau, plötzlich für mehrere Tage obdachlos wird. Staatliche Hilfen für eine angemessene Unterbringung sind im Fall einer Wegweisung nicht vorgesehen. Die Betroffenen werden mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen. Möglicherweise meint man, dass ein Weggewiesener eine Art Vogelfreier wäre, für den rechtsstaatliche Prinzipien und auch die sonst im Strafrecht geltende Unschuldsvermutung nicht mehr gelten. Mit dem Grundgesetz ist eine solche Praxis sicher nicht vereinbar und der Staat steht in der Pflicht für die notwendige Absicherung der Grundrechte der Betroffenen zu sorgen.
In Extremfällen kommt es trotz gerichtlichen Näherungsverbot zu tödlich verlaufenden Attacken:
Türke ersticht seine Ehefrau nach der Trennung - Dreijährige Tochter muß die Bluttat mitansehen
Die kleine Tahice schaut verständnislos. Gerade hat sie mit angesehen, wie ihr Vater die Mutter mit einem Messer ermordete und auf die Großmutter einstach. Immer und immer wieder. Ein Polizist hat das Kind auf den Arm genommen, versucht, es zu trösten.
Seine Kollegen sind zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Jagd nach ihrem Vater. Der 28jährige Türke Mahmut Celik hatte nicht verwinden können, daß seine Frau Stefanie ihn im August verlassen hatte. Deswegen mußte die 24jährige gestern in einem Imbiß in Prenzlauer Berg sterben. Ihre 52 Jahre alte Mutter Karin K. liegt schwerverletzt im Krankenhaus.
8.30 Uhr: In dem kleinen Lokal an der Naugarder Straße trifft der arbeitslose Mahmut auf seine Familie. Ob die Begegnung zufällig stattfand oder geplant war, ist noch unklar. Zeugen berichten, Stefanie Celik habe zusammen mit ihrer Mutter und der Tochter an dem Tresen gestanden und gerade noch eine Tafel Schokolade bestellt, als Mahmut in den Laden stürzte und ein mitgebrachtes Messer aus seiner Jacke zog. Er stach immer wieder auf die beiden Frauen ein. Anschließend flüchtete er zu Fuß in Richtung Greifswalder Straße.
Seine Frau Stefanie starb noch am Tatort, alle Reanimationsversuche der Notärzte blieben erfolglos. Ihre Mutter wurde mit schweren Verletzungen am Oberkörper auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Sie schwebt nicht in Lebensgefahr, ihr Zustand ist stabil. Nur seine kleine Tochter hat der Täter verschont.
Die 8. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Das Motiv war schnell ermittelt, wie so oft ging es um Ehestreit und verletzte Ehrgefühle. Im Sommer hatte Stefanie Celik ihren Mann nach fünf Jahren Ehe verlassen. Laut Angaben von Nachbarn hatte es in der Vergangenheit immer wieder lautstarke Auseinandersetzungen gegeben. "Einmal hat er während eines Wutanfalls einen Fernseher zertrümmert. Seine Schwiegermutter hatte dann eines Tages genug von dieser Situation und hat die Polizei alarmiert. Die Beamten haben ihn vor die Tür gesetzt."
Stefanie konnte seine ständige Eifersucht nicht mehr ertragen, sie wollte einen Schlußstrich ziehen. Doch Mahmut konnte diese Entscheidung nicht akzeptieren. Immer wieder bedrängte er seine Frau, immer wieder drohte er, sie umzubringen. Ein richterlicher Beschluß verbat ihm schließlich, sich seiner Frau zu nähern, die früher gemeinsame Wohnung an der Grellstraße zu betreten. Er zog nach Pankow. Doch das richterliche Papier konnte das Opfer nicht schützen.
Zur Familie der Eheleute Celik gehören zwei Töchter im Alter von drei und sechs Jahren. Die sechsjährige Lena hat die Mutter mit in die Ehe gebracht. Ob die Kinder künftig bei ihren Großeltern oder anderen Verwandten leben werden, ist noch unklar.
Stadtweit wird nun nach Mahmut Celik gefahndet. Der Imbißbetreiber an der Naugarder Straße beschreibt ihn als Gelegenheitsgast. "Wir wußten von seinen Eheproblemen und daß er nicht mehr nach Hause durfte", berichtet Altinbas Zekeriya. "Aber so etwas hätten wir ihm nie zugetraut." Eine Nachbarin des Lokals an der Naugarder Straße will andere Seiten beobachtet haben. "Der hatte ein aggressives Wesen. Er verspielte viel Geld an Automaten. Ich hatte Angst vor ihm."
Mahmut Celik ist 1,72 Meter groß und schlank. Zuletzt trug er eine dunkle Jacke und dunkle Jeans. Die 8. Mordkommission fragt: Wer kennt Mahmut Celik und kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter Tel.: 4664 911 801 entgegen.
Seit der Einlieferung von Stefanies Mutter wird das Krankenhauszimmer von Polizeibeamten geschützt. Es sei nicht ausgeschlossen, daß Celik erneut versuchen könnte, seine Schwiegermutter zu töten.
Berliner Morgenpost 19.10.04
Dieser und andere Fälle - es gibt auch die Fälle, in denen Frauen ihren Partner töten.
Barbara Kiesling, "Ich liebe dich, ich töte dich", In: "Psychologie Heute", Juli 2004, S. 48-52
Peter Steck, Britta Möhle, Alexandra Sautner, Ursula Schmid: "Partnertötung durch Frauen"; In: Monatschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform", Heft 5, 2002, S. 341-348
- zeigen, dass den betroffenen Menschen mit einem einfachen Kontaktverbot oft nicht geholfen ist. Ein denkbarer Ausweg wäre eine obligatorische gerichtliche Bestellung eines Sozialarbeiters für den Mann und einer Sozialarbeiterin für die Frau, denen die Aufgabe obliegt für eine Deeskalation zu sorgen, eventuell entstehende Gefahrenmomente zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Interventionen in die Wege zu leiten. Ähnlich wie bei den Bewährungshelfern muss hier eine Kombination zwischen Verständnis für den Klienten und notwendiger Kontrolle zusammenfließen.
Bei schweren Formen von Gewalt wird allerdings eine gemeinsame Beratung wohl nur selten möglich sein, da einer oder beide ehemalige Partner die Mitarbeit verweigern werden oder auf Grund einer schweren Traumatisierung nicht zugemutet werden kann.
Ein weiterer Ausweg aus der oft unzureichenden gerichtlichen Wegweisung, kann in einer gerichtlichen Auflage zur Teilnahme an qualifizierten Beratungs- oder Therapieangeboten bestehen. Von der Beauflagung zur Teilnahme an einem simple gestrickten "Antiaggressionstraining" ist allerdings wohl nicht viel Veränderung zu erwarten. Aggression ist eine wichtige Fähigkeit von Menschen und es kann in einem Training nicht darum gehen, dieses wertvolle Potential zuzudecken, sondern es muss darum gehen, zu lernen Konflikte konstruktiv und gewaltfrei zu lösen. Teilnehmen sollten an Beratung oder Interventionsprogrammen nach Möglichkeit alle wichtigen im gewalttätigen Konflikt verstrickte Personen. Bei leichteren Formen von Gewalt sollte die Beratung nach Möglichkeit gemeinsam von Frau und Mann wahrgenommen werden, da hier eine gute Möglichkeit besteht, das Muster der gewalttätigen Interaktion zwischen den Beteiligten zu erkennen und eine konstruktivere und gewaltärmere Kommunikation zu erlernen.
1998 berichtete der systemische Familientherapeut Steve de Shazer auf einer psychologischen Tagung in Düsseldorf über die Durchführung eines achtwöchigen therapeutische Programms mit 185 Teilnehmern von denen häusliche Gewalt ausgeübt wurde. Die von de Shazer berichtete Rückfallquote lag bei 2 Personen, die innerhalb der anschließenden zwei Jahre wieder mit der Polizei in Kontakt kamen.
Projektbetreiber Burkhard Oelemann und Joachim Lempert aus Hamburg preisen uns ihr Programm "Männer gegen Männer-Gewalt" an. Der am 25.10.2004 vom NDR unter dem Titel 'Männer - Frauen - Gewalt' den Film 'das Problem ist meine Frau' gesendete Film, ließ beim kritischen Betrachter jedoch den Eindruck entstehen, als ginge es in der vorgestellten Arbeit mehr darum männliche Täter "pädagogisch" zu belehren, als mit ihnen gemeinsam Veränderungsarbeit zu leisten.
Dass Täterarbeit, wenn sie auch langfristig Erfolge haben will, offenbar mehr sein muss, als Belehrung zeigen Stuhr und Püschel in einem lesenswerten Beitrag, in dem sie versuchen, eine Typologie schwerst gewalttätiger Männer zu erstellen. Dass auch der Anteil der Frauen an der hier tödlichen Beziehungsdynamik angedeutet wird, hebt den Beitrag aus der überquellenden Reihe der monokausalen "die Männer sind schuld" Stimmungsberichte und Wissenschaftlichkeit beanspruchenden Beiträge dieser Tage heraus.
Ulrich Stuhr, Klaus Püschel: "Erweiterter Selbstmord: Tötungsdelikt mit Anschlusssuizid. Eine heuristische Studie"; In: "Psyche - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen", 11/2004, S. 1035-1062
Dass Männer als Opfer häuslicher Gewalt für manche Menschen schlechterdings nicht vorstellbar erscheinen, mag für den einfachen Mann oder die einfache Frau von der Straße entschuldbar sein. Wenn aber eine Professorin, die an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, lehrt, verkündet:
"2002 trat das Gewaltschutzgesetz in Kraft, durch das endlich die Zuweisung der Ehewohnung an die misshandelte Ehefrau zur Norm erhoben wurde."
Sibylla Flügge: "Vom Züchtigungsverbot zum Gewaltschutzgesetz. Rechtsforderungen der neuen Frauenbewegung zum Schutz vor Gewalt in der Ehe.", In: "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur", Juni/Juli 2007, S. 64
dann sagt das einiges über die fachlichen Kompetenzen von Sibylla Flügge aus. Im Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen (Gewaltschutzgesetz - GewSchG) vom 11.12.2001 heißt es nämlich - im Gegensatz zur sprachlichen Suggestion durch Frau Flügge, Misshandelte seien immer Ehefrauen nicht aber auch Ehemänner oder männliche Beziehungspartner in heterosexuellen Partnerschaften:
§ 1 Gerichtliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen
(1) Hat eine Person vorsätzlich den Körper, die Gesundheit oder die Freiheit einer anderen Person widerrechtlich verletzt, hat das Gericht auf Antrag der verletzten Person die zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die Anordnungen sollen befristet werden; die Frist kann verlängert werden. Das Gericht kann insbesondere anordnen, dass es der Täter es unterlässt,
4. Verbindung zur verletzten Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln aufzunehmen,
soweit dies nicht zur Wahrnehmung berechtigter Interessen erforderlich ist
1. eine Person einer anderen mit einer Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit gedroht hat oder
a) in die Wohnung einer anderen Person oder deren befriedeten Besitztum eindringt oder
(1) Hat die verletzte Person zum Zeitpunkt einer Tat nach § 1 Abs. 1 Satz 1, auch in Verbindung mit Abs. 3, mit dem Täter einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt geführt, so kann sie von diesem verlangen, ihr die gemeinsam genutzte Wohnung zur alleinigen Nutzung zu überlassen.
Dass im Gesetz von "dem Täter" gesprochen wird, nicht aber von "dem Täter oder der Täterin", mag ein geistiges Armutszeugnis für die Juristen und Juristinnen im Bundesjustizministerium sein, die bei sicher recht üppigen Gehältern, handwerklich Pfuscherinnen und Pfuscher zu sein scheinen. Frau Professor oder Frau Professorin Flügge hätte aber klar sein müssen, dass mit der Bezeichnung "Täter" im Gesetz nicht ausschließlich Männer gemeint sind, sondern selbstredend auch Frauen als Täterinnen. Wenn man bedenkt, dass Frau Sibylla Flügge als Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit lehrt, dann kann man sich vorstellen, was das bei ahnungslosen Studentinnen und Studenten für Auswirkungen haben mag und mit welchem geistigen Horizont von Männern als Täter und Frauen als Opfer diese später in Jugendämtern und Jugendhilfe einer Arbeit nachgehen werden.
Womöglich mag Frau Flügge in ihrem Leben schlechte Erfahrungen gemacht haben. In der folgenden biografischen Darstellung finden sich dazu keine expliziten Hinweise. Zwar wird die Geburt zweier Kinder angezeigt, man darf annehmen, dass das die Kinder von Sibylla Flügge sind. Ein Vater der Kinder und eventueller Partner der Mutter findet keine Erwähnung, man kann nur hoffen, dass die Kinder nicht vaterlos aufwachsen mussten.
Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main
Geboren 1950. 1969-1974 Studium der Rechtswissenschaften an der JWG-Universität Frankfurt am Main, 2. juristisches Staatsexamen 1977. Geburt zweier Kinder. Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Frankfurt am Main. 1987-89 Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung und Studium der Kulturanthropologie an der JWG-Universität Frankfurt am Main. 1990-1993 Referentin für Gesundheitspolitik im Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main. 1993 Promotion zum Thema "Die Reformation der Geburtshilfe". Seit 1994 Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, für das Fachgebiet "Recht der Frau".
Mitherausgeberin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT.
http://www.fif-frankfurt.de/fluegge.htm
Trotz des Ansinnens von Frau Flügge, den Opferstatus für Frauen und den Täterstatus für Männer zuweisen zu lassen, gibt es zunehmend mehr Männer, die sich in eine solche diskriminierende Schablone nicht pressen lassen.
So etwa Herr X., Vater von zwei Kindern. Dieser stellte am 08.10.2008 bim Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg einen Antrag nach §2 Gewaltschutzgesetz:
"Gemäß §2 Gewaltschutzgesetz (GewSchG) wird angeordnet, dass die Antragsgegnerin die gemeinsam genutzte Wohnung in ..., ..., Berlin dem Antragsteller sofort zur alleinigen Nutzung zu überlassen und die Wohnung sofort zu überlassen hat.
Ferner wird gemäß §1 Gewaltschutz angeordnet, dass die Antragsgegnerin es zunächst für die Dauer eines Jahres zu unterlassen hat,
die Wohnung des Antragsstellers in ..., Berlin zu betreten,
sich im Umkreis von 50 Metern der Wohnung des Antragstellers aufzuhalten,
in irgendeiner Form Verbindung zum Antragsteller etwa durch Ansprache, Telefonat, Fax, E-Mail oder SMS aufzunehmen,
sonst ein Zusammentreffen mit dem Antragsteller herbeizuführen und sich dem Antragsteller weniger als 50 Meter zu nähern bzw. bei einem zufälligen Zusammentreffen diesen Abstand nicht sofort wieder herzustellen.
Für den Fall einer jeden Zuwiderhandlung ...
Die Antragsgegnerin ist meine Ehefrau mit der ich bisher einen gemeinsamen Haushalt geführt habe. ...
Schon seit längerer Zeit ist meine Frau immer wieder aggressiv. In Wutanfällen hat sie schon mehrfach auf mich eingeschlagen oder mich geschubst und versuchte mich zu provozieren.
Am vergangenen Samstag drohte (sie) sich mit dem Auto umzubringen. Ich habe sie gebeten sich psychologische Hilfe zu holen. Das lehnte sie jedoch ab. Am Montag hat sie mich geschlagen. Als ich daraufhin die Wohnung verließ, warf sie ein Aluminiumroller hinter mir her. Ich erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.
... Plötzlich kam auch ihre Mutter die Treppe herauf, sie muss unten schon gewartet haben. Die Antragsgegnerin schubste unsere Kinder in die Wohnung. Dann gingen beide auf mich los und drängten mich in die Ecke. Meine Frau schlug mich und ihre Mutter schubste mich und provozierte mich, indem sie sagte: `Schubs mich doch auch, dann können wir die Polizei rufen und du bist weg vom Fenster`. Dabei drohte sie mir auch, dass ihr Freund unten sei und schon auf mich warten würde.
Ich bekam Angst und lief die Treppe weiter nach oben, sprang über das Treppengeländer und flüchtete. Dann rief ich die Polizei. Die Polizisten wollten eigentlich, dass die Antragsgegnerin mit den Kindern zu ihrer Mutter geht. Das habe ich jedoch nicht zugelassen. Die Mutter der Antragsgegnerin ist Alkoholikerin und ihrem Freund gegenüber auch sehr aggressiv. Ich möchte deshalb nicht, dass die Kinder in solch ein Umfeld geraten.
Die Polizisten stimmten daher zu, dass die Kinder mit mir in der Wohnung bleiben. Der Antragsgegnerin wurde zunächst untersagt wieder in die Wohnung zurück zu kommen ...
Der plumpen und männerdiskriminierenden Gleichsetzung Frau=Opfer, Mann=Täter wie sie von der Frankfurter Professorin Sibylla Flügge vertreten wurde, wird in der Praxis zunehmend die früher übliche blinde Gefolgschaft versagt, wie man etwa an einem Fall aus Hamburg ersehen kann:
ARCHIV: VOR GERICHT
Schluss nach 9 Jahren! Frau terrorisierte ihren Ex-Freund
Stalking ist Männersache? Mitnichten. Gestern stand Mine A. (39) vor dem Amtsgericht Harburg, eine bildschöne Frau, die ihrem Ex-Partner und dessen neuer Freundin das Leben zur Hölle gemacht haben soll. Ihr Ex behauptet sogar, die Frau, mit der er neun Jahre zusammen war, habe ihn nach der Trennung vergewaltigt. Die stolze Türkin bestritt die Vorwürfe: "Ich bin doch keine Frau, die einem Mann hinterherläuft!"
Was Maik T. (45) aus Neugraben schildert, hört sich nach einem Albtraum an: Täglich bis zu 50 Anrufe, Todesdrohungen gegen ihn und seine neue Partnerin, Anrufe bei seinem Arbeitgeber mit der Behauptung, er sei ein Vergewaltiger. Alles von seiner Ex begangen. "Sobald ich das Handy anmachte, war sie dran", schilderte der Hüne im Cowboy-Outfit die Zeit zwischen November 2007 und Januar 2008.
Seine Ex habe gedroht seiner Neuen "mal Besuch vorbeizuschicken". Einer Freundin sagte Mine A., sie wolle ihre Nachfolgerin erschießen und ihrem Ex "die Beine wegschießen". Maik T.: "Ich konnte nicht mehr schlafen, musste in therapeutische Behandlung."
Dann, am 17. Dezember 2007, habe Mine A. ihn sogar vergewaltigt, klagt der Industriemeister. Bei einem Streit in ihrer Boutique sei es passiert: "Sie hat mich sexuell bedrängt und dann oral vergewaltigt. Sie machte sich derbe und brutal an mir zu schaffen, ich war verletzt und blutete. Es war schrecklich."
Warum er die zierliche Frau nicht weggeschubst habe, fragt die Richterin. Antwort: "Ich hatte Angst, dass sie dann raus rennt und schreit, ich hätte sie vergewaltigt." Tatsächlich beschuldigte das einstige Paar sich gegenseitig der Vergewaltigung, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein. Mine A. bestreitet die Todesdrohungen, räumt aber ein, dass sie ihren Ex "mehrfach" angerufen habe, auch dass sie ihn beleidigt habe: "Es war nicht fair, was er gemacht hat. Jede Frau hätte so gehandelt. Ich ahnte nicht, dass ich dafür vor Gericht lande."
Die Türkin hatte sich im Mai 2007 von Maik T. getrennt, war im Juni aus seinem Haus ausgezogen. Dass ihr Ex kurz darauf eine neue Freundin hatte, empört sie: "Die Frau hat schon in dem Haus geschlafen, als meine Sachen noch da waren!" Maik und Mine versöhnten sich und trennten sich erneut. Im November 2007 begann das Stalking. "Plötzlich hat sich bei Ihnen ein Schalter umgelegt", so die Staatsanwältin, "und Sie fingen an, Ihren Ex zu terrorisieren."
Die Richterin stellte das Verfahren gegen 400 Euro Geldbuße ein. Maik T. ist zufrieden: "Hauptsache, jetzt ist Ruhe." Mine A. will demnächst heiraten.
"Ich bin doch keine Frau, die einem Mann hinterherläuft!" Angeklagte Mine A. (39)
http://archiv.mopo.de/archiv/2008/20081014/hamburg/panorama/schluss_nach_9_jahren_frau_terrorisierte_ihren_ex_freund.html
Erst überhäufte sie mich mit Liebesschwüren, dann schlug sie mich. Berliner Kurier, 08.10.2017
Weitere Fallbeispiele häuslicher Gewalt finden Sie hier.
Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt
Sind Sie als Mann von häuslicher Gewalt betroffen, so kann es bei polizeilichen Einsätzen leicht passieren, dass Sie und nicht Ihre Frau von der Polizei als Gewalttäter vermutet werden.
Damit Sie hier nicht schutzlos da stehen, empfiehlt es sich vor einem solchen Ernstfall Kontakt mit dem Opferschutzbeauftragten der örtlich zuständigen Polizei aufzunehmen um diesem die häusliche Situation zu schildern und um Protokollierung mit Aktenzeichen zu bitten. So können Sie bei einem etwaigen späteren polizeilichen Einsatz immer auf diesen von Ihnen wahrgenommen Termin hinweisen und so zu einer realistischeren Sicht der Polizeikräfte auf die aktuelle Situation führen.
Mandala Bergmann: Das Verhalten von Männern mit Opfererfahrungen in Beratungssituationen; Diplomarbeit, 05.05.2003; Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozialarbeit, Betreut von: Prof. Dr. Harro Kähler, Prof. Dr. Doris Krumpholz
Jürgen Gemünden: «Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften. Ein Vergleich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auf der Basis einer kritischen Auswertung empirischer Untersuchungen», Tectum Verlag 1996, 18 Euro, ISBN: 3896089668.
Ludger Jungnitz u.a.: «Gewalt gegen Männer. Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland», Budrich Verlag 2006, 28, Euro, ISBN: 3866490097
Gunther Klosinski: "Muttermord durch die Tochter - Familiendynamik und Mythologie"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 45 (1996), S. 217-222
Helmut Kury, Obergfell-Fuchs (Hrsg.): "Gewalt in der Familie. Für und Wider den Platzverweis", Lambertus-Berlag, Freiburg im Breisgau, 2005
Siegfried Lamnek; Jens Luedtke; Ralf Ottermann: "Tatort Familie. Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext", Vs Verlag; Auflage: 2., erw. A. (2006)
Hans-Joachim Lenz: «Spirale der Gewalt. Jungen und Männer als Opfer von Gewalt», Morgenbuch Verlag 1999, 3,95 Euro, ISBN: 3371003973.
Miriam Lorenzen: Prädiktoren für und psychische Folgen von Intimate Partner Violence (IPV) bei Männern und Frauen. Diplomarbeit Universität Bielefeld Fachbereich Psychologie Abteilung Klinische Psychologie. August 2011.
Winnie Mampe: Häusliche Gewalt gegen Männer. Eine Betrachtung aus der Perspektive der Soziologie sozialer Probleme. Bachelor-Arbeit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät I, Institut für Soziologie, 21.11.2011.
Stephanie Peter: Gewalt gegen Männer - männliche Gewaltwiderfahrnisse: Aktuelle Diskurse und eine empirische Untersuchung an der Hochschule Mittweida (FH), Diplomarbeit an der Hochschule Mittweida (FH) Fachbereich Soziale Arbeit, 2007
Astrid Riehl-Emde: "Destruktivität in Paarbeziehungen. Paartherapeutische Behandlungsmöglichkeiten", In: "Psychotherapeut", 2004, 49, S. 110-118 - Die Autorin beschäftigt sich mit dem Thema Gewalt in heterosexuellen Partnerschaften, wobei sie unter Hinweis auf Michael Bock von einer annähernden Gleichverteilung der Gewaltausübung durch Männer und Frauen ausgeht. Sie macht auf Verdrängungsmechanismen von Therapeuten aufmerksam, dem Thema Gewalt in Partnerschaften die notwendige Aufmerksamkeit zu geben. Sie schlägt Formen des professionellen therapeutischen Umganges mit Gewalt in Partnerschaften vor.
Bastian Schwithal: "Weibliche Gewalt in Partnerschaften. eine synontologische Untersuchung.", Inagural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster (Westfalen), 2004, ISBN 3-8834-3156-3; Books on Demand; Auflage: 1., Aufl. (16. Juni 2005)
Birgitta Sticher-Gil: «Gewalt gegen Männer im häuslichen Bereich - ein vernachlässigtes Problem!?», Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin 2003, ISBN: 3933633532 (nur noch gebraucht erhältlich).
Paul Watzlawick, Janet, H.Beavin, Don D. Jackson: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003
Michael Wehner: "Sexualisierte Gewalt gegen Männer", Diplomarbeit an der Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Sozialwesen, 2007
Häusliche Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Partnerschaften
Susanne Koehler-Doebeli
Diplomarbeit an der Fachhochschule Zürich, Hochschule für Soziale Arbeit
Zürich, April 2005
Gewalttätigkeit von Frauen – ein Tabuthema in unserer Gesellschaft
Vorgelegt von: Nicole Glawatsch
Abgabe: 10. Dezember 2003
Erstkorrektorin: Prof. Dr. Stephanie Bohlen
Zweitkorrektorin: Maria Cloidt, Diplom-Sozialarbeiterin (FH)
Häusliche Gewalt gegen Männer – ein tabuisiertes Problem!
Projektthema: Häusliche Gewalt
vorgelegt von Isabel Weimann
Münster, im Dezember 2003
Projektleiter: Prof. Dr. Lehr
Fachbereich: Polizeivollzugsdienst
Jahrgang: PV III 2001
Einstellungsbehörde: PP Münster
Das Verhalten von Männern mit Opfererfahrungen in Beratungssituationen
Diplomarbeit von Mandala Bergmann
Betreut von: Prof. Dr. Harro Kähler, Prof. Dr. Doris Krumpholz
"Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Partnerschaften - Deutungs- und Verarbeitungsmuster"
Diplomarbeit von Stefanie Schenk
Okober 2002
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Fachbereich 6 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Gutachter: Prof. Dr. Helmut Mair
Ko-Gutachter: Prof. Dr. Uwe Jopt
hier als PDF-Datei aufrufbar
Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Beziehungen – Ein gesellschaftliches Tabu
am Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule Zittau/Görlitz (FH) – University Of Applied Sciences
vorgelegt von: Yvonne Peer
Erstgutachterin: Prof. Dr. phil. Ulrike Gräßel
Zweitgutachter: Prof. Dr. habil. Rolf Wirsing
Görlitz, den 23.5.2001
Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften
Dissertation vorgelegt dem Fachbereich Sozialwissenschaften der Johannes Gutenberg Universität Mainz, August 1994
Referent: Prof. Dr. G. Schwägler
Koreferent: Prof. Dr. A. Böhm
344 Seiten, Pb. Tectum-Verlag 1996, ISBN 3-89608-966-8
Beratungsstellen zum Thema Gewalt
Oldenburger Str.9, 10551 Berlin-Moabit
030-3952867, 3959759
Projekt "Gewalt und Familie - Beratungsstelle für Täter und Opfer von Gewalt"
Obentrautstr. 57, 10963 Berlin, Tel 030-2164028
Koordinatorin der AG „Häusliche Gewalt“ im Polizeipräsidium Berlin, Direktion 3
Tel: 0 61 31 / 6 17 65 70
Fax: 0 61 31 / 6 17 65 71
BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen
Telefon: 030 – 611 03 00
Büro: 030 – 610 74 564
Fax: 030 – 610 74 565
Web: www.big-hotline.de
Die aus finanziellen Mitteln der männlichen und weiblichen Steuerzahler/innen finanzierte "Berliner Interventionszentrale gegen häusliche Gewalt", deren Ursprungsname auf der Internetseite der BIG nur noch in der männerausgrenzenden Fassung "BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen" verwendet wird, versteht sich - trotz der bereitwilligen Entgegennahme von Steuergeldern der männlichen Bevölkerung - als ausschließlich für weibliche Opfer und deren Kinder (Mädchen und Jungen) zuständig.
"Die Hotline ist ein Unterstützungsangebot für alle Frauen und deren Kinder, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, nach ihrer Trennung immer noch von ihrem Ex-Partner bedroht und belästigt werden oder Übergriffen ausgesetzt sind." (26.02.2009)
Und so kann es nicht verwundern, wenn Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bei der BIG immer wieder brüsk und ohne Aufzeigen einer gleichwertigen Hilfsalternativen abgewiesen werden, so z.B. bei einer telefonischen Nachfrage eines Berliner Psychotherapeuten für einen seiner von weiblicher Gewalt betroffenen Patienten am 28.02.2009, eine Erfahrung, die man sonst nur aus Systemen in denen Menschen in höher- und minderwertig eingestuft werden, wie etwa Deutschland in der NS-Zeit, Südafrika in der Zeit der Apartheid oder aktuell in einigen muslimischen Ländern, in denen Frauen als minderwertige Menschen betrachtet werden, kennt.
Eine öffentlich subventionierte Beratungsstelle für Männer, deren Anliegen es wäre:
"Die Hotline ist ein Unterstützungsangebot für alle Männer und deren Kinder, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, nach ihrer Trennung immer noch von ihrer Ex-Partnerin bedroht und belästigt werden oder Übergriffen ausgesetzt sind."
gibt es in Berlin nicht. Egal ob SPD, Die Linke, CDU, Grüne oder FDP, keine der Parteien hat ein ernsthaftes Interesse daran, gewaltbetroffenen Männern und deren Kinder ein gleichwertiges Hilfsangebot wie es Frauen zur Verfügung steht, bereitzustellen, eine sexistische und reaktionäre Haltung, die keine Entschuldigung verdient.
Unter Sexismus versteht man die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Der Begriff ist eine aus dem Englischen kommende Parallelbildung zu racism (Rassismus), die als sexism in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre geprägt wurde und sich lange ausschließlich auf die Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Frauen bezog.
Gesendet: Montag, 2. Januar 2017 18:49
ich weiss nicht, ob das eine richtige Krise ist - ich kenne es einfach nicht anders.
meine Frau mit er ich seit 32 Jahren verheiratet bin benimmt sich zusehends aggressiver - mag daran liegen, dass wir seit mehr als 10 Jahren keinen sexuellen kontakt mehr haben. Sie bedroht mich mit Messern, schreit und benimmt sich hysterisch - wann immer ich diese für mich unerträgliche Situation anspreche sag sie das sei doch alles meine Schuld - ich verdiene nich genug, lüge und behandele sie schlecht. Das mit dem Lügen mag stimmen, denn ich habe einfach Angst Dinge anzusprechen, die sie reizen, das kann alles sein: eine vergessene Rechnung, etc.
Ich weiss nicht mehr was ich tun soll, sage ich das ich gehe wird sie aggressiv , versteckt meine Schlüssel und schreit.
Die ganze Situation erinnert mich an einen Kindergarten, aber weniger an das verhalten von zwei menschen, die mittlerweile fast 60 Jahre alt sind. Freunde kann ich keine mitbringen, denn sie neigt dazu mich auch in der Öffentlichkeit zum Idioten zu machen.
Welchen Rat geben Sie mir - eine Depression habe ich durch und die zweite ich glaube ich nicht weit weg….
die Frage ist nicht, was Sie tun sollen, sondern was Sie tun möchten.
Falls Sie sich trennen wollen, trennen Sie sich, falls Sie zusammenbleiben wollen, bleiben Sie zusammen.
Falls Sie allein oder zu zweit Beratung in Anspruch nehmen wollen, tun sie das, gerne auch bei uns.
Es stehen Ihnen also viele Wege offen.
Vielleicht verraten Sie mir noch wo Sie wohnen, dann kann ich Ihnen prophylaktisch eine geeignete Beratungsstelle in Ihrer Nähe empfehlen.
Gesendet: Mittwoch, 30. September 2015 10:59
Schönen guten Tag mein Name ist Frau ...,
ich sollte mich nochmals peer Mail an sie wenden. Ich habe einen Bekannten mit Kind der von seiner Freundin schön länger Häuslicher Gewalt erfährt. Da er leider schon Erfahrungen mit nichtglauben gemacht hat, hatte er dies nun lange so hingenommen. Wir konnten ihn überzeugen sich an Hilfestellen zu wenden, er meldet sich heute in ... bei der Beratungsstelle um ein Termin zu machen, sein Wohnort ist in ....
Ich Wohne leider ... entfernt nehme ihn und sein Kind aber ab nächste woche ... erstmal bei mir auf. Die dauer des Aufenthalts bei mir entscheidet sich nach dem Fortfahren der Freundin, sie haben zwar gemeinsames Sorgerecht aber wir wissen nicht wie sie handelt wenn er länger mit dem Kleinen weg ist, obwohl wir ihr gesagt hatten (nichtz Wohin genau) das die beiden zu mir kommen. Sie ist einfach unberechenbar verletzt sich selbst und schiebt es auf ihn und lügt ohne ende. Da dies auch aus Beruflicher Sicht aber keine Dauerlösung für ihn bietet und er auch dringen hilfe und Unterstützung benötigt vor Ort braucht, wollte ich mich erkundigen ob bei ihnen im Männerhaus ein Platz frei ist oder zu wann einer frei werden könnte. Da sie nicht nur ihn körperlich und verbal angreift und Sachschäden anrichtet sondern auch das zahnende Kind anschreit und schon ein paar mal geschüttelt hat. Die beiden können dort nicht bleiben und im Umkreis von ... gibt es leider nur beratungsstellen keine Unterkünftte.
Bezüglich des Kindes sind offenbar beide Elternteile gemeinsam entscheidungsberechtigt.
Ich würde daher dem Vater dringend eine Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt empfehlen, damit er bei einer eventuellen auswärtigen Unterbringung mit dem Kind keine Probleme bekommt.
Er sollte also gleich morgen direkt zum zuständigen Sachbearbeiter im Jugendamt gehen.
Gesendet: Montag, 27. Juli 2015 13:03
einer meiner Nachbarn ist Opfer von häuslichem Gewalt. Ich kenne ihn nicht und weiss nicht genau, wo er wohnt, aber ich höre oft im Hinterhof, wie seine Frau ihn stundenlang schlägt und terrorisiert.
Was soll ich da machen? Kann ich die Polizei anrufen mit dieser vagen Geschichte? Ich möchte persönlich nicht involviert sein, aber nichts tun scheint mir auch nicht richtig.
die Polizei fährt dann dahin und alle werden schön artig sein, auch der Mann. Von daher scheint das nicht so klug.
Vielleicht wenden Sie sich an den Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt oder des Landkreises, die sind dafür zuständig, sich mit sozialpädagogischen Mitteln um das Problem zu kümmern.
Gesendet: Montag, 27. Januar 2014 05:40
Ich bin seit 8 Jahren verheiratet und Opfer häuslicher Gewalt geworden. Meine Frau hat mich in zunehmenden Maße gedemütigt, beschimpft und auch immer wieder geschlagen, in den letzten Wochen fast tgl. und mich auch mehrmals mit einem Messer bedroht. Heute frage ich mich, wie ich das nur so lange aushalten konnte und finde selbst keine Antwort auf diese Frage. Ich habe das Glück, räumlich relativ weit entfernt von meiner Frau bei ... untergekommen zu sein. Doch es geht weiter: Ich habe eine Anzeige wegen Körperverletzung erhalten. Ich habe bei der letzten Eskalation tatsächlich zurückgeschlagen und bei ihr waren offenbar blaue Flecken an den Oberarmen zu sehen. Das halte ich nicht für schwere Verletzungen, doch sie hat eine Anzeige gemacht und ich nicht. Warum auch - ich wollte die ganze Sache einfach abschließen. Und meine Noch-Ehefrau hat mir in den letzten Wochen gedroht, wenn ich sie verließe, würde sie mich fertig machen, auch eine solche Anzeige hatte sie erwähnt. Nun bin ich mit der Situation überfordert. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich mich verhalten kann? Ich soll mich binnen 2 Wochen zu der "Straftat" äußern. Ich wüßte aber nicht, was ich "verbrochen" haben sollte außer, mich zu wehren! Können Sie mir in Berlin eine Beratungsstelle empfehlen oder einen Anwalt/Anwältin?
Gesendet: Donnerstag, 2. Mai 2013 19:35
Betreff: Bachelorarbeit: Männer als Opfer von häuslicher Gewalt
mein Name ist ... und ich bin Kommissaranwärterin bei der Polizei ... . Zur Zeit schreibe ich meine Bachelorarbeit zum Thema "Männer als Opfer von häuslicher Gewalt".
Es gibt nur wenig Literatur zu diesem Thema, ich arbeite mit vielen Quellen und bin über das Internet auf ihre Homepage gestoßen.
Da Sie vielfach mit betroffenen Männern arbeiten, scheinen Sie mir der richtige Ansprechpartner zu sein.
Meine Fragen lauten: Gibt es den einen Typ Mann, welcher besonders betroffen ist von weiblicher Gewalt in Partnerschaften? Haben die Betroffenen meist eine "Vorgeschichte" oder kann es jeden Mann treffen? (Jede Altersgruppe, jede soziale Schicht, etc.). Wie sind hier Ihre Erfahrungswerte?
Kann man etwas zu den Gründen sagen, warum manche Frauen gewalttätig werden?
Was meinen Sie wäre eine gute Präventionsmaßnahme?
Ich hoffe durch Ihre Erfahrungen können Sie mir weiterhelfen.
Grad hatte ich mit einem ehemaligen Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus gesprochen, der von seiner damaligen Partnerin körperlich attackiert worden ist.
Man kann durchaus davon ausgehen, dass mindestens 10 Prozent aller männlichen Bundestagsabgeordneten schon einmal Opfer von Gewalt durch ihre Beziehungspartnerin geworden sind. Soviel zum Thema Statistik.
Frauen mit problematischen biographischen Hintergründen dürften weitaus häufiger als Täterinnen in Erscheinung treten.
Diese findet man in allen Bevölkerungsschichten.
Prävention wäre durchaus in einem gewissen Umfang möglich, z.B. durch Aufklärung über dieses Phänomen.
Bei HIV wird ja auch auf die Problematik aufmerksam gemacht, so dass die Menschen in größerem Umfang von diesem Phänomen erfahren und sich dadurch auch in ihrem Verhalten besser orientieren können.
Allerdings fehlt es an niedrigschwelligen Beratungsangeboten, so wie sie für Frauen als selbstverständlich zur Verfügung stehen und finanziell durch den Staat, bzw. die Kommunen gefördert werden.
Die Bundesregierung und der Berliner Senat haben an effektiven Hilfen für Männer leider kein Interesse an, da dies nicht zur offiziellen Ideologie von Frauen als Opfer passt.
Anbei ... .
Gesendet: Donnerstag, 10. Januar 2013 15:02
Ich schreibe hier für meinen Bruder der in ... lebt.
Mein Bruder wurde jahrelang von seiner Ehefrau schikaniert, erniedrigt, herumkommandiert und verprügelt.
Dies alles vor den Augen der gemeinsamen Söhne (5 und 7 Jahre) Letzten Montag ist die Situation eskaliert. Sie prügelte wieder, vor den Kindern. Sie schlug sich danach selber und drohte, sich mit einem Messer zu verletzen. Die Polizei kam, vernahm beide und brachte sie in eine Klinik. Mein Bruder musste zum Arzt.
Nach 24 Std hätte sie der Arzt der Klinik entlassen, wenn sie nicht noch freiwillig eine Nacht dageblieben wäre.
Sie hat ein 10 tägiges Wohnungsverbot.
Nun hat sie eine ambulante Therapie begonnen. Sie erzählt, sie mache die Therapie nur, um meinen schwer psychisch kranken Bruder (sie ist davon überzeugt dass nicht sie krank ist, sondern er) besser zu verstehen.
Sie schlage ja nur, weil sie provoziert werde. Mein Bruder ist nicht psychisch krank.
Die Kinder sind im Moment bei ihm.
Ich denke, eventuell würde ihm eine Selbsthilfegruppe gleichgesinnter Männer helfen.
Können Sie mir eine Adresse in der Nähe von ... nennen?
Damit er sich bei Interesse dort melden kann?
Gesendet: Freitag, 7. September 2012 18:08
Betreff: Gewalt gegen Männer
ich habe Ihre Adresse im WEB gefunden.
Ich bin betroffen von Gewalt meiner Frau und auch Bedrohungen mit z. Bsp. Messer!
Weiterhin erpresst mich meine Frau auch emotional und sperrt mich aus bzw. schließt sich völlig unmotiviert ein, so das ich nicht mehr an meine Sachen komme, und da auch eine finanzielle Abhängigkeit besteht nutzt sie mich aus. Sie schreit mich auch sehr laut an so das ich mich schäme gegenüber meine Kindern und Dritten und nachgebe, sie verliert immer mehr die Kontrolle über sich. Da ich Angst habe weiß ich nicht mehr weiter, und ich habe auch Angst davor das ich eines Tages die Fassung verliere da ich psychisch mittlerweile sehr angeschlagen bin.
Vielleicht wissen Sie ja einen Ansprechpartner bzw. Hilfe in meiner Nähe, da ich selber leider nichts gefunden habe.
Ich komme aus ... .
Mit der Bitte um Antwort und viele Grüße
Gesendet: Montag, 12. März 2012 11:15
Ich hoffe das ihr mir helfen könnt. seit wochen werde ich von meiner partnerin nur noch beschimpft, angeschrien,beleidigt oder kriege die fernbedienung ins gesicht geschlagen oder mit dem fuß ins gesicht getreten. Sie weis das ich nicht zurück schlage. aber ich habe angst das sie einfach bei der polizei anruft und sagt ich würde sie schlagen,weil das hat sie schon angedroht und gesagt dann könnte ich ja sehen wo ich die nächsten tage oder wochen schlafen kann. leider kenne ich hier niemanden in berlin wo ich hin könnte. leider bin ich im moment total von ihr abhängig und weis wirklich nicht was ich machen kann ich muß hier raus sonst gehe ich kaputt. es ist wirklich dringend. über einen rückruf würde ich mich sehr bedanken und freuen, ich weis wirklich nicht mehr weiter. leider kann ich nicht selber anrufen da mein handy kein guthaben hat. Bitte rufen sie an. ...
als erstes sollten Sie heute zur Polizei gehen und Strafanzeige gegen Ihre Partnerin stellen, damit die Gewalt dokumentiert ist und es nicht hinterher heißt, Sie wären der Gewalttätige gewesen.
So bald Sie die Strafanzeige gestellt haben, können Sie sich wieder bei uns melden. Wir helfen dann weiter.
Sent: Thursday, February 02, 2012 6:06 PM
Ich bin Andreas 48 J, lebe mit eine Frau zwei Kindern zusammen, ein Kind ist aus ihre ersten beziehung unser gemeinsames kind ist grade 2 j geworden ihr erstes ist 4 j
Das problem ist das sie vorgestern abend sage mal so wieder völlig ausgetickt ist mit gegenstände um sich geworfen hat, mir völlig heissen tee über den kopf gegossen hat.
mit faustschläge bearbeitet hat mir meine linke gesicht hals nacken zerkratzt hat.
und ich sehe das ihre ausbrüche immer heftiger werden auch laut wird richtig rumschreit.
und alles nur weil man nicht ihrer meinung ist.
und meine Angst ist halt wenn ich gehe das sie dann es an die kinder auslassen wird, da sie auch oft dazu neigt die kinder zu schütteln wenn sie nicht so hören wie sie es sich vorstellt und auch ehrlich sehr laut wird schon schreit.
wir hatten schon eine 6 monatige gerichtsverhandlung und da hat sie denn eine stark geschichte aufgebaut und mir obwohl beschluss den ich hatte sie mir einfach das kind nicht gegeben hatte.
seit august 11 sind wir wieder ein paar dachte das sie sich geändert hat.
nun versteckt sie sich dahinter und behauptet jedes mal als ich nicht da war hatte sie dir kinde nicht geschlagen oder angeschrien oder geschüttelt
und als ich ihr sagte sie soll ins krankenhaus sich da richtig beraten lassen und sich eine Richtige beratung stellen, kommt nur sie müsse nichts ändern das ich immer der bin der sie dazu bringen würde.
sie macht in ihr egoistisches verhalten auch kein halt vor den kinder in gewisse situationen.
ist es möglich das es eine nummer oder beratungsstelle für Eltern gibt die das Jugendamt übernehmen kann
weil sie sieht sich voll im recht wenn ich nicht den oder den satz oder verhalten gezeigt hätte würde sie nicht immer ausrasten oder mich dann schlagen oder versuchen aus der wohnung zu werfen usw
hoffe auf adressen oder telefonnummern wo ich sie dann dazu bringe sich mal die andere seite anzuhören wie und was sie mit den leuten die geschlagen werden sich fühlen und was die kinder darunter leiden
ich kann Ihnen gerne eine Beratungsstelle nennen.
Gesendet: Donnerstag, 22. September 2011 09:01
Meine Frau bekommt andauernd Wutanfälle und attackiert mich dann mit irgendwelchen Küchengegenständen. Eigentlich haben wir schon getrennt gewohnt, aber seit kurzem ist sie immer in der gemeinsamen Wohnung mit der Begründung, dass sie mir das Leben zur Hölle machen will. Sie will immer, dass ich irgendetwas mache oder kaufe, wenn nicht wird sie gewalttätig. Derzeit will sie die Mietwohnung komplett renovieren, aber das kann ich finanziell nicht schaffen.
Ihr 10-jähriger Sohn ist auch auf dem Weg so zu werden und greift sich bei einem Streit zwischen meiner Frau und mir ein Küchenmesser.
Wer oder was kann bei einem solchen Problem helfen ?
da hilft im besten Fall eine Familien- oder Paartherapie - oder wenn das nicht geht, eine Trennung.
Gesendet: Montag, 25. Juli 2011 18:10
Betreff: Unverbindliche Anfrage "Häusliche Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Partnerschaften"
Zunächst möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist ... . Ich bin seit ... Jahren verheiratet und bin bei ... im Verwaltungsdienst tätig. Zur Zeit absolviere ich den Aufstieg in den gehobenen Verwaltungsdienst in ... . Im Rahmen der Weiterbildung habe ich eine Diplomarbeit zu verfassen. Bei meiner Themenfindungsphase bin ich durch Zufall auf den Film "Gegenüber" gestoßen. Fassungslos habe ich den Film verfolgt und mich gefragt, kann das wirklich der Wahrheit entsprechen, das eine Ehefrau ihren Ehemann in derartiger Gestalt Gewalt antut.
Dieser Film hat mich dazu inspiriert, das Thema "Häusliche Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Partnerschaften" für meine Diplomarbeit auszuwählen. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich also mit dem m.E. immer noch weitverbreiteten Tabuthema. Selbst in meinem Freundeskreis als auch im Berufsleben stoße ich bei Nennung meines Themas immer wieder auf ungläubiges Staunen bzw. Skepsis. Viele können sich nicht vorstellen, dass Frauen gegenüber Männern Gewalt ausüben.
Im Jahre 2004 wurde die vom BMSFJ ins Leben gerufene Pilotstudie "Pilotstudie über personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland" abgeschlossen. Mehrmals habe ich nun gelesen, dass das Ergebnis der Befragung hinsichtlich der Gewaltwiderfahrnisse im häuslichen Bereich aufgrund der geringen Stichprobe nur beschränkt repräsentativ ist. Das Ergebnis gibt die Perspektive der Männer als Oper wieder. Ähnlich wie bei der CTS-Methode sagt das Ergebnis nichts über den Verlauf und den Kontext der Gewalthandlungen aus. Da nunmehr eine geraume Zeit ins Land gegangen ist, stellt sich mir die Frage, ob zwischenzeitlich die häusliche Gewalt gegen Männer in der Ehe bzw. bei unverheirateten Paaren im Rahmen einer Studie erneut erforscht wurde.
Eine weitere Frage stellt sich mir, ob bereits die Perspektiven der Täterinnen erforscht wurden, d.h. aus welchen Beweggründen üben die Frauen Gewalt gegen ihren Partner aus und werden so zur Täterin. Wollen diese Frauen gegenüber ihren Partnern Macht ausüben? Sind sie sich der Unrichtigkeit ihres Handelns im klaren?
Auf Grund Ihrer fachlichen Kompetenz würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Sie mich zu dem o.g. Thema unterstützen würden und mir einen Einblick in die neusten Forschungsergebnisse (im deutschsprachigen Raum) geben könnten. Über Buchempfehlungen wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Danke für Ihre Anfrage, die sehr hilfreich ist, um über das Phänomen "Weibliche Gewalt gegen Männer" nachzudenken.
Die empirischen Forschungsergebnisse sind - im Vergleich zu den Forschungsergebnissen zu weiblichen Opfererfahrungen - leider immer noch marginal. Dies hat aus meiner Sicht mehrere Gründe.
1. Fehlendes Interesse der Bundesregierung an diesbezüglicher Forschung. Man möchte gerne am althergebrachten Bild vom gewalttätigen Mann und der Frau als Opfer festhalten, das stützt das eigene patriarchale Weltbild von der Frau als Opfer böser Männer, die es zu beschützen gilt. Beschützt werden die Opferfrauen durch Helfermänner (Rittersyndrom) und Helferfrauen, die damit auf Umwegen ihre narzisstische Kränkung kompensieren.
2. Fehlendes Interesse an empirischer Forschung zu diesem Thema seitens der in der Forschung tätigen Fachkräfte.
3. Fehlende Bereitschaft von betroffenen Männern, sich zu diesem Thema zu äußern. Dies hat u.a. mit der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz zu tun, die eine Mann erfährt, wenn er sich zu diesem Thema äußert.
4. Relativ niedrige Verletzungsraten von Männern bei mittlerer und schwerer Gewalt durch Frauen. Dadurch rücken die meisten weiblichen Gewalttätigkeiten nicht in das Blickfeld der polizeilichen Kriminalsstatistik. Die Daten der PKS bestimmen aber wiederum die gesellschaftliche Wahrnehmung weiblicher und männlicher Gewalt.
Bekanntlich gab es in der DDR auch keine politischen Gefangenen, ganz einfach deshalb, weil die DDR den Begriff des "politischen Gefangenen" nicht benutzte. Wo aber kein Begriff, da auch kein betroffener Mensch. Diejenigen Menschen, die man heute rückblickend als "politische Gefangene" in der DDR definiert, waren aus offizieller DDR-Sicht Kriminelle.
Im übrigen gibt es ja auch in der Bundesrepublik keine politischen Gefangenen, ganz einfach deshalb weil die amtliche Sprachregelung davon ausgeht, dass es eben keine gibt. Dabei ist doch jedem verständigen Beobachter klar, dass sowohl die früher inhaftierten Totalkriegsdienstverweigerer als auch die heute inhaftierten "Feldbefreier", die gentechnisch manipulierte Pflanzen auf fremden Feldern ausreißen, politische Gefangene sind, denn beides sind nun mal auch nach bürgerlich liberalen Standpunkt keine kriminellen Handlungen, sondern politische Aktionen, die von Staats wegen - so wie auch in der DDR - kriminalisiert werden.
5. Die Facetten weiblicher Gewalt gegen ihre männlichen Partner sind sicher verschieden. Eine Facette wird sicher in dem von Ihnen genannten Film "Gegenüber" - http://www.gegenueber-film.de - intuitiv gestreift.
6. Aus systemischer Sicht ist der Begriff "Täter" / "Täterin" auf der einen und "Opfer" auf der anderen Seite mit Vorsicht zu benutzen.
"Was tust Du dafür, dass dich der andere so behandelt, wie Du es dann beklagst", so lautet eine systemische Frage.
Was tut also der von weiblicher Gewalt betroffene Mann, um seine Frau dazu einzuladen, ihn gewalttätig zu behandeln.
Umgekehrt kann man diese Frage natürlich auch stellen, was tut die von männlicher Gewalt betroffene Frau, um ihren Mann dazu einzuladen, sie so zu behandeln, wie sie es hinterher beklagt.
Ich bin gespannt auf Ihre Untersuchungen zu diesem Thema.
Gesendet: Montag, 16. Mai 2011 10:40
Betreff: Beratung bei Gewalterfahrung
... ist ein Berufliches Bildungszentrum mit Schwerpunkt .... Da wir unseren Teilnehmern eine sozialpädagogische Unterstützung anbieten, kommen diese mit unterschiedlichen Problemlagen. Derzeit habe ich einen Teilnehmer welcher sich von seiner Lebenspartnerin trennt. Da aber eine gemeinsame Wohnung vorhanden ist, sucht er rechtliche Beratung. Im Gespräch ergab sich, das Gewalt auch ein Grund für die Beendigung der Beziehung war. Die Gewalt ging hierbei von der Partnerin aus. Nun meine Frage: Gibt es in Berlin kostenlose Beratungsstellen nur für Männer? Kann er gegebenenfalls sich an sie zur Beratung wenden, oder könnten sie mir Beratungsstellen in Berlin empfehlen?
Kostenlose Beratungsstellen finden Sie unter
Dort den Ort "Berlin" eingeben und dann die Suchergebnisse anschauen.
Soweit mir bekannt ist, gibt es in Berlin keine kostenlosen Beratungsangebote nur für Männer.
Ihr Klient kann sich aber einen Beratungshilfeschein holen und dann kostenlos von einem Rechtsanwalt beraten lassen.
Gesendet: Montag, 18. April 2011 15:21
Betreff: Selbsthilfegruppen
ich bin Sozialarbeiterin in einem freien Bildungsträger und habe derzeit einen Klienten der von häuslicher Gewalt betroffen ist. In ein Männerhaus möchte er nicht gehen, da in seinem Haushalt noch 3 Kinder leben. Für alle 3 Kinder besitzt er aber kein Sorgerecht, dürfte sie also auch nicht mit in das Männerhaus nehmen.
Er würde sich zunächst lediglich auf eine Selbsthilfegruppe einlassen. Leider fiel es mir sehr schwer solche Selbsthilfegruppen im Raum Berlin zu finden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Informationen geben würden. Ich bin werktags telefonisch von 07:00 – 16:00 Uhr erreichbar.
Gesendet: Freitag, 18. März 2011 13:48
immer noch stelle ich mir die Frage, ob dies für mich überhaupt der richtige Weg sei. Bin ich gewalttätig, bin ich jähzornig, gefühlslos oder was bin ich. Nach Aussage meine Exfreundin, die zugleich Mutter meines Kindes ist, bin ich dies alles und solle mir schnellstmöglich Hilfe suchen damit meine Bindung zu meinen Kind keine Brüche erleidet und auch Sie den Umgang mit mir fortsetzen kann ohne dabei Angstgefühle in meiner Gegenwart zu haben. Auch wenn ich immer wieder betonen würde das ich niemals Gewalt gegen Mensch ausüben würde, würde Sie dafür nicht Ihre Hand ins Feuer legen. Sicherlich Gewalt gegen Gegenstände vermitteln sicherlich nicht das Gefühl von Sicherheit. Aber alles was ich will ist doch nur das es allen gut geht und ich etwas richtig mache. Hmm nun gut, wär ich kein Feigling würde ich einfach anrufen, wenn das mal so einfach wär.
Nun gut ich werde mir weiterhin Gedanken machen.
der Zweifel ist der Motor des Fortschrittes. Und von daher sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Nun müssen Sie nur noch entscheiden, welchen Gang Sie einlegen wollen, den ersten, den zweiten, den dritten oder den Rückwärtsgang.
Gesendet: Dienstag, 19. Januar 2010 10:41
Betreff: Literaturempfehlung gesucht zu Affektkontrollverlust / Gewalt in der Ehe
ich suche ein Buch mit therapeutischen Charakter zum Thema Affektkontrollverlust / Gewalt in der Ehe. Situation neulich: Ich möchte meiner Frau eine Freude machen, bringe ihr die Lieblingspizza mit (hatte vorher nachgefragt, ob sie denn noch nichts gekocht habe). Komme zu Hause an, Essen ist dennoch schon gemacht. Dann sehe ich, dass Küchenboden voller Krümel ist. ich sauge und sie schreit mich an, dass ich es lassen solle (sie sagt sonst, ich müsse mehr helfen im Haushalt). Darauf hin schlage ich einmal mit dem Saugstauberrohr auf sie. Typische Situation also: ich möchte etwas gut machen und es entwickelt sich ins Gegenteil
das ist keine Frage der Affektkontrolle, sondern eine Frage der angemessenen Reaktion. Wenn Sie Ihre Frau mit dem Staubsaugerrohr schlagen, dann haben Sie entweder eine gehöriges Aggressionspotential oder das Schlagen mit Gegenständen gehört zu Ihrem erlernten Konfliktbewältigungsmuster.
Beides können Sie verändern, aber weniger durch schlaue Bücher, als durch geeignete Formen der Therapie oder Selbstveränderung.
Gute Adressen finden Sie hier:
Ansonsten empfiehlt sich auch eine Paarberatung/Paartherapie, denn auch Ihre Frau wird einiges neu lernen müssen, damit es in Zukunft weniger eskaliert.
Gesendet: Dienstag, 17. Juni 2008 17:37
Betreff: Häusliche Gewalt gegen Männer
Mit großer Überraschung habe ich Ihre Seiten im Internet gelesen. Ich wusste gar nicht, dass dieses Thema so intensiv behandelt wird.
Ich wende mich an Sie, weil ich gern eine Empfehlung von Ihnen für einen Rechtsanwalt / Strafverteidiger in ... hätte, der sich mit diesem Thema auskennt und über Erfahrungen verfügt.
Kurz zu meinem Fall: Ich wurde im Schlaf von meiner Freundin geschlagen, was bereits mehrfach vorgekommen war. Diesmal aber trat ich nach geraumer Zeit im Bett liegend zurück und verletzte sie an der Lippe. Natürlich tut mir das sehr leid und ich bedaure das sehr. Doch habe ich das gar nicht richtig mitbekommen, sondern schlief einfach weiter. Irgendwann wurde ich von der Polizei geweckt und erfuhr, dass meine Freundin ins Krankenhaus gefahren wäre. Die Staatsanwaltschaft will nun ein Verfahren gegen mich einleiten.
Ich habe Angst, dass man mir vor Gericht nicht glaubt, abgesehen davon, ist mir diese Sache auch sehr unangenehm. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich meine Freundin zu keiner Zeit verletzen oder ihr weh tun wollte.
Bitte helfen Sie mir weiter und nennen Sie mir einen erfahren Rechtsbeistand in Hamburg.
Gesendet: Freitag, 10. November 2006 14:56
Hallo an die Menschen ,die die Männer kennen sollten. Männerversteher gesucht.
Eine Freundin von mir ist 6 Mal geschlagen worden in ihrer Ehe. Ansonsten ist der Typ wohl einfach normal.
Vor einem halben Jahr sagte meine Freundin zu ihrem Mann: Solltest du mich noch einmal schlagen , lass ich mich auf der Stelle scheiden.
Er schwor daraufhin sie niemals mehr anzufassen und ins Gesicht zu schlagen.
Nun ja jetzt erzählte mir die arme, dass er vor 3 Wochen wieder geschlagen hat , weil sie ihm Vorhaltungen machte wegen zu Spät komme etc.
Keine Ahnung- sie gerieten in Streit.
Jedenfalls schlug er wieder und rastete aus. Ich weiss nur, dass er zu seiner Mutter ein schlechtes Verstehen hat und diese nicht kontaktiert.
Sie bat mich ihr zu helfen und ich muss gestehen , ich weiss selbst keinen Rat.
Der Mann will auch keine Beratung von Aussen haben.
Die Frau ,die ich seit ihrem 20 Lebensjahr kenne ist eigentlich friedlich und keine hysterische Kuh.
Ich riet ihr auszuziehen.
Aber das Problem ist, es ist ihr Haus und sie will ihn auch nicht vor die Tür setzen!
Sie hat zuviel Mitleid. Eben ein gutes Herz.
Was geht in so einem Mann vor ?
Er ist nach Aussen der total sympathische Typ- und immer freundlich .
Kann sie sich drauf verlassen , dass er sie nicht mehr schlägt in Zukunft ?
Kann sie sich überhaupt noch trauen Kritik anzubringen, wenn er so reagiert?
Niemand würde ihm zutrauen seine Frau so zu behandeln.
Kontrollierens ist es zudem auch gewesen in der Vergangenheit.
Wie dem auch sei. Es wäre schön , wenn irgendwer schreiben könnte und ich diese Mail weiterleiten dürfte.
Was in dem Mann scheint mir eher nebensächlich, den wozu sollte es gut sein, wenn man wüsste, was in ihm vorgeht. Vielleicht fühlt er sich so in die Ecke gedrängt, dass er meint, da nur noch rauszukommen, in dem er seine Frau schlägt.
So kann man auch die Jahre seiner Ehe verbringen und gemeinsam alt werden. Oder man will das ändern und ändert es. Wenn man es nicht alleine schafft, kann man sich fachkundige Hilfe holen.
Wenn mann oder frau sich trennen will und auf diese Weise eine Wiederholung des bisher stattgefundenen verhindern will, so kann man das auch tun.
Es gibt also, wie zu sehen, mehrere Wege, die man benutzen kann. Welchen man wählt, das ist nun wieder die eigene Entscheidung.

References: §19
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