Source: https://www.gddg.at/gddg/ausbildung/dynamischergruppenpsychot/curriculum
Timestamp: 2019-10-20 03:44:46+00:00

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FACHSPEZIFIKUM DYNAMISCHE GRUPPENPSYCHOTHERAPIE
Dynamische GruppenpsychotherapeutInnen verfügen über eine Ausbildung,
die es ihnen ermöglicht Psychotherapie in der Gruppe, mit Paaren und Einzelpersonen durchzuführen.
2.1. gem. § 10 PTG
2.1.1. vollendetes 24. Lebensjahr
2.1.2. erfolgreich absolviertes Psychotherapeutisches Propädeutikum
gem. §10 (1) PTG
2.1.3. eine abgeschlossene Ausbildung in einem entsprechenden Quellenberuf gem. § 10 (2Z7) PTG
2.1.4. eine Zulassung aufgrund persönlicher Eignung nach Einholung eines entsprechenden Gutachtens des Psychotherapiebeirates (BMG)
gem. § 10 (2Z6) PTG
2.1.5. ein abgeschlossenes Studium gem. § 10 (2Z8) PTG
2.1.6. ein in Österreich nostrifizierter Abschluss eines ordentlichen Studiums an einer ausländischen Universität gem. § 10 (2Z9) PTG
2.2. Aufnahmeverfahren in die fachspezifische Ausbildung
2.2.1. Beratungsgespräch mit der/dem regionalen AusbildungsberaterIn
2.2.2. zwei Aufnahmegespräche mit DG-LehrtherapeutInnen
2.2.3. Teilnahme an einem gruppentherapeutischen Seminar über mindestens
40 Std. (T-Gruppe, Sensitivity-Training) mit Abschlussgespräch
2.2.4. schriftliche Bewerbung
3. Der/die GraduierungswerberIn hat zum Abschluss der Ausbildung folgende Fähigkeiten und Kenntnisse nachzuweisen
3.1. Einen für GruppentherapeutenInnen erforderlichen persönlichen Entwicklungsstand und hohe Reflexionsfähigkeit.
3.2. Theoretische und methodische Kenntnisse, die persönlichkeits- und interaktionsfördernd eingesetzt werden können.
3.3. Diagnostisches Wissen, sowie die Fähigkeit, gesundheitsfördernde Entwicklungen zu aktivieren.
3.4. Die Fähigkeit therapeutische Designs zu entwickeln und umzusetzen.
3.5. Hohe Kreativität, Empathie-, Krisen- und Konfliktfähigkeit, Verantwortung.
4. Fachspezifische Ausbildung
4.1.1. Theorie der gesunden und psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung in Relevanz zur Dynamischen
4.1.1.1. Theorien zur Entwicklung der Persönlichkeit allgemein
4.1.1.2. Tiefenpsychologische Theorien im Besonderen
4.1.1.3. Sozialpsychologische Theorien, wie Feldtheorie, Gruppen
und Rangdynamik
4.1.1.4. Genese und Phänomenologie von Störungen
4.1.1.5. Nosologisches Modell und Psychiatrie
4.1.1.6. Krankheitsrolle
4.1.1.7. Psychosomatik
4.1.2. Methodik und Technik
4.1.2.3. Einzeltherapie
4.1.2.5. Konzept, Design und Setting für Gruppen, Einzelne,
4.1.2.6. Diagnostischer, therapeutischer und Indikationsprozess
für Erstgespräch, Anamnese und Verlauf
4.1.3.2. Organisationstheorie sowie Großgruppen- und Massen-
4.1.3.3. Ganzheitliches systemisches Denken, Systemtheorien,
4.1.3.4. Grundkonzepte gesellschaftlicher Theoriebildung
4.1.3.5. Psychotherapeutische Literatur
Für alle Ausbildungsschritte unter Pkt. 4.2. ist mit dem/der LehrtherapeutIn ein abschließendes Gespräch zur Klärung der Frage, ob das Ausbildungsziel erreicht wurde, zu führen. Über dieses Gespräch ist von dem/der AusbildungskandidatIn ein Kurzprotokoll zu verfassen.
4.2.1. Zwei nacheinander zu absolvierende Jahresgruppen
4.2.2. Seminare
4.2.2.1. Drei Trainings-Gruppen bzw. Sensitivity-Trainings
4.2.2.4. Gruppenbeobachtung mit Coaching
4.2.2.5. Skill-Training
4.2.2.6. Ein Seminar aus dem Bereich anerkannter
4.2.3. Lehr-Einzeltherapie
4.3. PRAXISBEGLEITENDE AUSBILDUNG
4.3.1. Praktikum gem. §6 (2) 2. PTG
4.3.3. Dynamisch gruppenpsychotherapeutische Tätigkeit mit verhaltensgestörten oder leidenden Personen, die unter begleitender
Supervision eines/er vom ÖAGG anerkannten DG-LehrtherapeutIn
4.3.3.1. Eine therapeutische Jahresgruppe oder therapeutische Seminare mit verhaltensgestörten oder leidenden Personen als Co-LeiterIn mit einem/er vom ÖAGG anerkannten DG-LehrtherapeutIn mit schriftlicher wissenschaftlicher Protokollierung.
4.3.3.2. Zwei therapeutische Jahresgruppen oder eine therapeutische Jahresgruppe und gruppentherapeutische Seminare als selbstständiger Leiter/selbstständige Leiterin unter Supervision eines/er vom ÖAGG anerkannten DG-LehrtherapeutIn mit abschließendem Gespräch mit dem/der SupervisorIn zur Klärung, ob das Ausbildungsziel erreicht wurde. Über dieses Gespräch ist von dem/der AusbildungskandidatIn ein Kurzprotokoll zu verfassen und von dem/der SupervisorIn eine schriftliche Beurteilung beizufügen.
4.3.3.3. Psychotherapeutische Tätigkeit mit verhaltensgestörten oder leidenden Personen, die unter begleitender Supervision erfolgt (siehe 4.3.4.).
4.3.4. Begleitende Supervision der therapeutischen Tätigkeit bei einem/er vom ÖAGG anerkannten DG-LehrtherapeutIn über mind. 600 Pat. Std. (siehe 4.3.3.3.) davon
• für gruppentherapeutische Arbeit mind. 50 Std.
• für einzeltherapeutische Arbeit mind. 50 Std.
• frei wählbar 20 Std.
5.1. Die Abschlussprüfung ist in Einzelbeurteilungen abzulegen (siehe 4.2. und 4.3.), die nach dem jeweiligen Ausbildungsschritt abklären, ob das Ausbildungsziel erreicht wurde.
5.2. Zum Abschluss der Ausbildung hat der/die KandidatIn sein/ihr Wissen weiters durch eine wissenschaftliche Publikation (z.B. Falldarstellung, Darstellung eines Gruppenverlaufs, Theorieerarbeitung nach eigenen Fragestellungen) nachzuweisen.
Nach Absolvierung sämtlicher Ausbildungsschritte kann der/die KandidatIn dem Ausbildungskomitee ein Ansuchen um Graduierung vorlegen.
Download LehrtherapeutInnenliste

References: § 10
 §10
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 §6