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Timestamp: 2018-12-11 08:36:47+00:00

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[Age of Conan] "Gesetz ist Gesetz" - MMOG Talk - CG4A.EU
[Age of Conan] "Gesetz ist Gesetz"
25. Mai 2008, 22:55
Von den Dingen die gemeinhin als "typisch deutsch" gelten, wird oft neben einem Hang zur Ordnung und vielgeschätztem Qualitätshandwerk auch die Bürokratie genannt. Das geht dann auch mit einem entsprechenden Hang zur Gesetzestreue einher, die hierzulande besonders von den älteren Generationen oft in sehr bizarren Formen ausgelebt wird.
Der Hang zur Gesetzestreue hält mittlerweile aber auch in Age of Conan einzug, einem "MMO für Erwachsene", wie es häufig plakativ umworben wird. Und weil Age of Conan so erwachsen ist, gibt es eine Menge Blut und Sex im Spiel. In einem Zeitalter wo laut Medien die Müncher U-Bahn zur Metropole der Jugendgewalt geworden ist und sich perspektivlose Hartz IV Empfänger wie die Karnickel vermehren um ihrerseits eine Bedürftigengeneration heranzuzüchten - klar - da muss man eben die Jugend vor unzulässiger Gewaltdarstellung schützen und sie vor einem dem konservativ deutschen Schlafzimmer viel zu offenen Umgang mit nackter Haut abschirmen. Denn Age of Conan, da ist sich die Bundeszensurstelle sicher, ist nichts für die brave, deutsche Jugend. Über die Frage, ob Age of Conan die hierzulande lebende, gewalttätige Jugend aus den U-Bahnen auf die Straße und somit zu einer neuen Welle der Gewalt treibt, darüber lässt sich vortrefflich streiten - vor allem wo noch nicht einmal die Wissenschaft diesbezüglich einen einheitlichen Kurs verfolgt. Vielleicht weil es im Endeffekt doch gar nicht an den gemeinen und brutalen PC-Spielen liegt, sondern viel mehr an einem versäumten Erziehungsauftrag und einer verpassten Gelegenheit zur richtigen Sozialisation des Heranwachsenden ? Vielleicht.
Viel interessanter ist es in diesem Zusammenhang dann, welch hohe Wellen die hierzulande geltende Altersbeschränkung von 18 Jahren für Age of Conan geschlagen hat. Während in nahezu ausnahmsloser Weise die computerspielende Masse täglich Urheberrechte verletzt, sich rechtswidrige Kopien neuer Alben, Filme und Software zueignet und auch im privaten Bereich sicher bereits das ein' oder andere mal das Handy auf dem Fahrrad oder im Auto in der Hand gehalten hat, wird es nun vom "erwachsenen" Teil der Community stellenweise als Pflicht angesehen, vermeintlich minderjährige Spielern in Age of Conan darauf hinzuweisen, dass dieses Spiel nicht für ihre Altersklasse geeignet ist. Und wenn dieser freundlich gemeinte und erzieherisch wertvolle Hinweis seitens des "Erwachsenen" dann durch den Minderjährigen in seinem jugendlichen Leichtsinn verworfen wird, zieht der AoC-Superdaddy (oder Mutti) sein As aus dem Ärmel: Er weist den Minderjährigen, der sich offensichtlich in einer virtuellen Umgebung aufhält, die für seine Altersklasse nicht vorgesehen ist, darauf hin dass eine Meldung an den Age of Conan Kundendienst soeben mit dem entsprechenden Sachverhalt ergangen ist.
Was für ein vorbildliches Verhalten! Lässt man mal außer acht, dass solche Art von Tickets natürlich von der Bearbeitung wirklich wichtiger Probleme anderer Spieler abhalten, kann ich mich über die Doppelmoral einiger Spieler immer wieder nur wundern. Nach knapp 12 Jahren Onlinepräsenz und MMO Erfahrung seit knapp 10 Jahren hat man bereits vieles gesehen - und das tägliche Gewhine über Bugs, dumme Spielmechaniken und die allgemeine Unfähigkeit der Developer kennt man selbst zu Genüge - ohnehin würde man es sowieso immer besser machen. Dass nun in Age of Conan eine Welle an Jugendschutzbeauftragten unterwegs zu sein scheint, die nichts besseres zu tun haben, als erstaunliches Halbwissen zu offenbaren, das die Grenzen zur Peinlichkeit schon lange überschritten hat, kann allerdings nur mit der neu erschlossenen Ex-WoW Spielerschaft zusammenhängen.
Wenn dann solche Weisheiten wie "Wer als Minderjähriger PC Spiele mit Altersfreigabe ab 18 spielt, macht sich strafbar" verbreitet werden, muss ich zumindest herzlich lachen und bin dann auch froh mich mit solchen Idioten nicht herumschlagen zu müssen. Wenn ich daran zurückdenke, dass sich auf meinem PC schon immer USK18 Titel befunden haben, wenn sie denn überhaupt eine Einstufung erhalten haben weil sie importiert waren, dann bin ich schon froh dass ich nicht zum nächsten Schul-Amokläufer geworden bin. Und genauso wie ich in meiner Jugendzeit auf die meisten Vorschriften irgendwelcher Behörden einen feuchten Kericht gegeben habe, so kann ich die Ignoranz o.g. Altersfreigaben durch die offenbar so schützenswerten Minderjährigen nur zu gut verstehen - denn wer den Sinn einer Vorschrift nicht versteht oder nachvollziehen kann, der wird sich in der Regel auch nicht daran halten.
Aber das ist den selbsternannten Jugendschutzbeauftragen in Age of Conan egal, denn nachdem sie über einschlägige Fanseiten eine gute Portion Halbwissen geschluckt haben, sehen sie es nun als ihre eherne Pflicht und nur allzu deutsche Tugend an, den Erziehungsauftrag gleich im Spiel wahrzunehmen. Und weil Jugendliche ja auch nicht zwischen virtueller und realer Gewalt unterscheiden können, werden solche Hinweise auf Nachfrage dann oft genug mit drei einfachen Worten erschlagen:"Gesetz ist Gesetz".
Fragt sich nur wo diese Zivilcourage bleibt, wenn wieder eine Gruppe 14-jähriger Vodka bei der nächsten Tanke einkauft.
P.S. Der Text ist nicht von mir wollte ihn nur mal als Anstoß posten, weil ich ihn gut fand
da muss ich mich doch glatt mal als jemand outen der sowas nicht falsch finden kann. Ein USK-18 Spiel ist und bleibt ein USK-18 Spiel. Ich kann zwar verstehen wenn sich U-18 Spieler aufregen, aber da hilft die ganze Argumentiererei nix.
Sicherlich kann man sich darueber unterhalten welche Auswirkungen entsprechende Spiele haben, da bin ich doch auch wieder eher nicht der Meinung der meisten Politiker. Aber dennoch ist es bei vielen MMORPGs keine Frage, das geht schon bei der rechtlichen Faehigkeit Vertraege zu schliessen los und zieht einen Rattenschwanz an moeglichen Folgen mit.
Fuer mich sieht das unterm Strich so aus: Nur weil es den meisten Eltern egal ist was im Kinderzimmer abgeht entsteht dadurch kein Gewohnheitsrecht fuer Jugendliche. Ich habe im uebrigen bei einigen Kids durchaus Verhaltensaenderungen erlebt. Das lies sich zwar auf ein Genre eingrenzen, nicht aber eine USK, seltsamerweise waren aber Titel die entsprechende Effekte zeigten nun doch mit USK 16 oder hoeher eingestuft....
Im uebrigen, soweit ich das deutsche Gesetz richtig verstanden habe macht sich sowohl der Haendler als auch jeder Erwachsene strafbar der einem Jugendlichen USK-18 Software zugaenglich macht. Im Falle eines MMORPGs waere das natuerlich auch der Publisher/Betreiber.
Bevor wir also USK-18 Games in .de nicht mehr online spielen koennen, weil wir eine Verifizierung des Alters vor jedem Login brauchen, ist es mir lieber man siebt die Leute ingame aus.
Auch die Jugendlichen sollten sich Gedanken machen wieso etwas so ist wie es ist und die Ursache bekaempfen, nicht ueber die Auswirkungen meckern. Aber speziell im Falle von Age of Conan bin ich, muss ich gestehen, voll und ganz auf der USK-18 Seite.
MLGC, WIR sind der Content!
Ich denke den Jugendlichen (mich eingeschlossen) ist durchaus bewusst, dass es nicht dem Gesetz entspricht. Was mich an solchen Aktionen stört ist die Tatsache, dass jeder mal was verbotenes getan hat, kann mir niemand erzählen das er nicht schonmal mit ein paar Bier intus Auto gefahren ist oder das Handy am Ohr hatte. Renne ich also absofort auch immer zur Polizei und erstatte eine Anzeige, weil jemand mit Handy am Ohr telefoniert hat? Oder weil jemand allgemein etwas verbotenes getan hat? (Gibt da genug was wir Tag für Tag machen) Nein, denn die Polizei hat eh genug zu tun bzw. auch besseres zu tun als sowas (schließlich müsst ich alle 5min dort anrufen). Denke auch in AoC gibt es wichtigeres (Bugfixes etc.) . Dazu denke ich mir dann: "Hey das ist auch nur ein Mensch, so wie ich, habs schließlich auch schon gemacht." (oder so ähnlich)
Mir geht es hierbei einfach darum, dass jeder schon einmal etwas Gesetzeswiedriges getan hat. Gibt das wunderschöne Zitat "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein." Dazu kommt eben, dass hier alles im Internet statt findet und man somit anonym ist, denn wie der Letzte Satz schon schreibt, wer sagt denn etwas gegen den Tankstellenbesitzer der dem 14-jährigen Vodka verkauft. Richtig, niemand, wird höchstens mal schräg geschaut oder mit dem Kopf geschüttelt, aber den Mumm etwas zu sagen hat niemand ( mich eingeschlossen).
Edit: Ich sehe natürlich was du meinst Shubashi, allerdings versteckt sich das ganze hinter einer Doppelmoral und das ist was mir nicht gefällt.
Hi Yayumi,
das mit der Doppelmoral sehe ich anders. Es ist ein Unterschied ob jemand einen umnietet oder mal eben 30km/h zu schnell faehrt auf der freien Autobahn.
Fakt ist und bleibt, wenn ich zu schnell fahren und es blitzt, dann gibt es keine Ausreden, da bin ich selber Schuld.
Die Schwere des Delikts mag variieren, aber genau dafuer gibts es unterschiedliche Strafen. Wenn ein 12-Jaehriger ein USK-12 MMORPG spielt, was er in den meisten Faellen auch nicht duerfte, nur mal so nebenbei, dann sag ich auch nichts. Aber bei USK-18 Games verhaelt es sich meiner Meinung nach wie besagter Verkauf von Alkohol an Jugendliche. Wenn ich das sehe, dann sag ich garantiert was, und wenn der Haendler dann bloed kommt gibt es eine Anzeige.
Alk am Steuer ist kein Kavaliersdelikt, Alk verkaufen an Jugendliche auch nicht, und USK-18 Games an Jugendliche verkaufen auch nicht. Mein Mitleid haelt sich bei Leuten die deswegen Stress mit dem Gesetz haben doch sehr in Grenzen.
Ich finde ein Verbot von "Killerspielen" fuer absoluten Unfug, aber eine USK-18 halte ich fuer ein sinnvolles Mittel. Bei der Gelegenheit wuerde es mich direkt mal interessieren wie LAN-Party Organisatoren mit dem Thema umgehen - weiss das wer?
PS: Ich kenne eine Familie die das relativ gut machen. Die Kids duerfen dort USK-18 Spiele spielen, aber die Eltern wissen das und was es bedeutet und limitieren das zeitlich (und ja, das ist moeglich wenn der Vati Windows-Admin ist ). Unter diesen Voraussetzungen gibt es meines Erachtens nichts zu meckern und nur in diesen Konstellationen empfinde ich das Gesetz als zu einschraenkend.
26. Mai 2008, 23:15
Nur weil es alle tun ist es noch lange nicht richtig.
Wenn wir diese Gesetze nicht hätten wäre die Welt nicht besser.
Es sollte zumindest jedem bewusst sein oder dran erinnert werden das es nicht richtig ist.
Oft kommt es so rüber als würde sich keiner dran halten aber ich denke die Mehrzahl der Leute tut es.
26. Mai 2008, 23:17
Ist es dann nicht acuh ein Unterschied ob ich jemanden virtuell töte oder 30 km/h zu schnell fahre? Schließlich gefährdest du mit dem zu shcnell fahren Mitmenschen. Beim virtuellen Töten, weiß eigentlich jeder der ein bischen Grips hat das es eben virtuell ist. Denn eben diese Amokläufe werden nicht durch Spiele verursacht, sondern durch andere Dinge, aber die kennst du denke ich.
Richtig, aber schließlich blitzt in diesem Fall nicht der Blitzer sondern der Fahrer der nebendran fährt.
Glaub mir ich will auch nicht, dass die USK oder andere Verbote abgeschafft werden. Was mich eben stört ist dieses mit dem Finger zeigen, als wäre man die Mutter Gottes in Person. Man könnte jetzt den Vergleich zu Stasi-Kontaktmännenr herstellen, die der Stasi erzählten, wenn der Nachbar Westradio hörten, ich denke aber das geht etwas weit.
Definitiv kein Kavaliersdelikt, ja aber das Fingerzeigen stört mich ( ich weiß ich wiederhole mich)
Auch ich bin für eine USK keine Frage (ob ich die dann umgehe ist die andere Sache )
Was die Lan-Veranstalter angehen so ist es zumindest bei den Lan.Partys die ich kenne so, dass der Veranstalter die Leute kennt oder sich eben die Ausweise zeigen lässt.
Auch meine Eltern wissen was ich spiele, limitieren es allerdings nicht, sondern haben eben das Vertrauen in mich das ich nicht zu viel spiele und das ich Unterscheiden kann zwischen Realität und Virtuellem. Für mich z.B. ist Computer spielen ein Form der Abreagierung nach einem anstrengenden Tag.
Die Leute die Minderjährige zur Anzeige bringen weil sie ein Spiel spielen das FSK18 sind handeln rechtens und sind getreue Bürger. Das sie damit gleich die Fliege erschlagen die auf den Namen "ich will mit Kindern nicht meine Freizeit verbringen" ist ein reiner Zufall.
das kommt noch dazu, wobei es die sogenannten "Kiddys" in allen Altersschichten gibt
[quote='Yayumi',index.php?page=Thread&postID=58529#post58529
tja, wo ist nun die Doppelmoral? Im Endeffekt suchst Du Ausreden fuer dein Handeln, sonst nix. Nur weil Du (ich denke noch) keinen Zugang zu den Hintergruenden hast macht es das nicht richtiger.
Ich habe mich laengst davon verabschiedet zu behaupten das derartige Spiele fern jeder Realitaet sind. Es ist auch nicht korrekt das man von Jugendlichen erwarten kann das sie das immer unterscheiden koennen, denn selbst die Erwachsenen haben damit oft ihre Probleme.
Speziell bei MMORPGs zieht bei mir das Pixel-Argument nicht mehr, da man sich in einer Gemeinschaft mit anderen Spielern aufhaelt die sich sehr wohl auf das reale Leben auswirkt. Entweder indem man Zeit im Spiel verbringt und keine anderen, wichtigen, realen Erfahrungen sammeln kann, oder aber weil man sehr reale Erfahrungen in Spielen macht die sich in Wut, Frust, Enttaeuschung etc. aeussern.
Ich kann mir nicht vorstellen das es einem Jugendlichen gut tut den jeder als laestige Nervensaege empfindet und ihn entsprechend behandelt, nur als Beispiel. Zudem werden hier durchaus Werte vermittelt die in vielen Faellen bei Jugendlichen noch nicht definiert sind. Diese Diskussion, die zugegebenermassen eine sehr Philosophische ist, kann man ewig fuehren, aber im Endeffekt laeuft es immer darauf hinaus das jede Art von Spiel Auswirkung auf das reale Leben hat. Dies zu verstehen und die Gefahren zu erkennen, das mag ein paar Jahre brauchen.
Wenn Du, Yayumi, AoC spielen solltest und deine Eltern "vertrauen" Dir, dann tu mir doch mal den Gefallen und erklaere ihnen das Jugendschutzgesetz und den Umstand das sie sich als Eltern strafbar machen und Gefaengnis riskieren weil sie dich AoC spielen lassen und zeige ihnen das Spiel mal 2-3h lang. Wenn Sie dann sagen das sie das Risiko gerne auf sich nehmen, dann koennen wir nochmal darueber reden ob sie wirklich wissen was Du da machst und das auch unterstuezen.
PS: Im uebrigen, wer sich mit seinen Mitspielern ins TS begibt oder andere RL-Kontakte pflegt kann sich meines erachtens auch nicht herausreden mit Rollengerechtem Verhalten wenn er mal die Gilde beklaut oder Mitspieler betruegt. Denn das Vertrauen kommt aus dem RL-Kontakt, nicht aus dem Kontakt zwischen den Chars. Auch dies ist etwas das viele Leute meiner Meinung nach falsch interpretieren
Ich denke nicht das man die Aufsichtspflicht dem Kind übertragen kann
Außerdem spielen da Erziehungsmethoden auch eine Rolle, da Verbote wie man weis oft den Gegenteiligen Effekt haben.
Ein vertrauensvoller und offener Umgang zwischen Eltern und Kindern (wie bei Yayu der Fall) halte ich hier für die beste Lösung.
Das ist wie beim Fernsehn. Eltern sind dazu angehalten mit Ihren Kindern über diese Inhalte zu sprechen da sie sie nicht vor diesen auf Dauer schützen können. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Medien ist auch ein Lernprozess.
27. Mai 2008, 18:42
Kinder bekommen selber alles richtig machen was man hnie machen wird weil man ein Mensch ist.
Man kann sehr viel darüber reden diskutieren letzten endes ist es doch so.
Das Die kinder klar in 1 liene von denn eltern die richtung bekommen was gut und was weniger gut ist.
2 Die freunde der kinde sind masgeblich daran beteiligt in welche richtung sich kinder entwickeln.
Kurtz um hab mit 12 jahren schon filme und spile gesehn die ab 18 waren und was ist mit mir?
Bin ne anständige Person aus meiner sicht jedenfalls sonst würde ich auch kein Grün tragen.
Und ja jeder hat schon etwas verbotenes gemacht weil es einfach aufregend ist nicht erwicht zu werden ganz klar also wird es immer so sein und auch bleiben.
Wenn mein bzw claudias und mein kind kommen sollte und etwas spielen/Sehn möchte das nicht für sein alter gerecht ist werde wir es dann entscheiden wenn es soweit ist .
Davor sich denn kopf zu zermattern ist totaler unfug.
wenn ich mir so manche (langsam kommt mir das vor wie die mehrheit) eltern allerdings ansehe, wundert mich bei deren kindern absolut gar nichts.
dabei ist es vollkommen egal obs um nen fernseher geht, der dem kind zum 3ten geburtstag geschenkt wird oder um nen PC oder um spiele dafür, die erst ab 12/16/18 jahren freigegeben sind.
viel mehr auswirkungen auf das kind sollten sowieso die eltern haben und deren verhalten sollte vorbild sein.
leider sind viele eltern heute viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und scheinen sich ihrer verantwortung gegenüber ihren kindern nicht mehr bewusst zu sein...
ich habe auch schon vor meinem 18ten horrorfilme (oder auch andere ) gesehen die erst ab 18 waren und bin trotzdem noch nicht amok-gelaufen (obwohl ich manchmal schon kurz davor bin ^^).
einem kind mit einer gesunden selbstbewussten persönlichkeit bringen auch keine "Killerspiele" aus der spur.
als beispiel braucht man sich nur mal diesen tv-trash "Die Super-Nanny" anzusehen - wenn ich mir die eltern da ansehe dann wundert mich das verhalten ihrer kinder absolut nicht.
abgesehn davon gibt es immer solche und solche:
suchtgefährdet oder nicht - gewaltpotential oder nicht - übergewichtig oder nicht - latent homosexuell oder nicht (keins davon ist abwertend gemeint).
das zu erkennen und in die richtige bahn zu lenken sollte aufgabe der eltern sein - falls die das nicht schaffen, greift das jugendamt leider viel zu selten und wie die nähere vergangenheit gezeigt hat dann oft zu spät ein.
7. August 2008, 03:52
Ihr geht hier von einer ganz falschen Annahme aus. Es ist für einen Jugendlichen laut JuSchG nicht verboten, PC-Spiele, die nicht seiner Alterstufe entsprechen, zu spielen, es ist nur verboten, diese an sie weiter zu geben. Ich zitiere aus den §27-28 JuSchG:
Trägermedium anbietet, überlässt, zugänglich macht, ausstellt, anschlägt, vorführt, einführt,
ankündigt oder anpreist,
1. eine in § 28 Abs. 1 Nr. 4 bis 18 oder 19 bezeichnete vorsätzliche Handlung begeht und
dadurch wenigstens leichtfertig ein Kind oder eine jugendliche Person in der körperlichen,
geistigen oder sittlichen Entwicklung schwer gefährdet oder
2. eine in § 28 Abs. 1 Nr. 4 bis 18 oder 19 bezeichnete vorsätzliche Handlung aus Gewinnsucht
begeht oder beharrlich wiederholt.
fahrlässig begangen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis
zu hundertachtzig Tagessätzen.
(4) Absatz 1 Nr. 1 und 2 und Absatz 3 Nr. 1 sind nicht anzuwenden, wenn eine
personensorgeberechtigte Person das Medium einem Kind oder einer jugendlichen Person
anbietet, überlässt oder zugänglich macht. Dies gilt nicht, wenn die personensorgeberechtigte
Person durch das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen ihre Erziehungspflicht gröblich
(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Veranstalter oder Gewerbetreibender vorsätzlich oder
1. entgegen § 3 Abs. 1 die für seine Betriebseinrichtung oder
4. entgegen § 3 Abs. 2 Satz 3 einen Hinweis gibt, einen Film oder ein Film- oder Spielprogramm
ankündigt oder für einen Film oder ein Film- oder Spielprogramm wirbt,
5. entgegen § 4 Abs. 1 oder 3 einem Kind oder einer jugendlichen Person den Aufenthalt in
einer Gaststätte gestattet,
6. entgegen § 5 Abs. 1 einem Kind oder einer jugendlichen Person die Anwesenheit bei einer
öffentlichen Tanzveranstaltung gestattet,
7. entgegen § 6 Abs. 1 einem Kind oder einer jugendlichen Person die Anwesenheit in einer
öffentlichen Spielhalle oder einem dort genannten Raum gestattet,
8. entgegen § 6 Abs. 2 einem Kind oder einer jugendlichen Person die Teilnahme an einem
Spiel mit Gewinnmöglichkeit gestattet,
10. entgegen § 9 Abs. 1 ein alkoholisches Getränk an ein Kind oder eine jugendliche Person
abgibt oder ihm oder ihr den Verzehr gestattet,
14. entgegen § 11 Abs. 1 oder 3, jeweils auch in Verbindung mit Abs. 4 Satz 2, einem Kind
oder einer jugendlichen Person die Anwesenheit bei einer öffentlichen Filmveranstaltung,
einem Werbevorspann oder einem Beiprogramm gestattet,
15. entgegen § 12 Abs. 1 einem Kind oder einer jugendlichen Person einen Bildträger
17. entgegen § 12 Abs. 4 oder § 13 Abs. 2 einen Automaten oder ein Bildschirmspielgerät
1. entgegen § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2, auch in Verbindung mit Abs. 5 Satz 3 oder § 13 Abs. 3,
einen Hinweis nicht, nicht richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise gibt,
2. einer vollziehbaren Anordnung nach § 12 Abs. 2 Satz 3 Nr. 1, auch in Verbindung mit Abs. 5
Satz 3 oder § 13 Abs. 3, oder nach § 14 Abs. 7 Satz 3 zuwiderhandelt,
3. entgegen § 12 Abs. 5 Satz 2 einen Hinweis nicht, nicht richtig, nicht in der vorgeschriebenen
Weise oder nicht rechtzeitig anbringt oder
4. entgegen § 14 Abs. 7 Satz 1 einen Film oder ein Film- oder Spielprogramm mit
„Infoprogramm“ oder „Lehrprogramm“ kennzeichnet.
1. entgegen § 12 Abs. 2 Satz 4 einen Hinweis nicht, nicht richtig oder nicht in der
vorgeschriebenen Weise gibt oder
(4) Ordnungswidrig handelt, wer als Person über 18 Jahren ein Verhalten eines Kindes oder
einer jugendlichen Person herbeiführt oder fördert, das durch ein in Absatz 1 Nr. 5 bis 8, 10, 12,
14 bis 16 oder 19 oder in § 27 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 bezeichnetes oder in § 12 Abs. 3 Nr. 1
enthaltenes Verbot oder durch eine vollziehbare Anordnung nach § 7 Satz 1 verhindert werden
soll. Hinsichtlich des Verbots in § 12 Abs. 3 Nr. 1 gilt dies nicht für die
personensorgeberechtigte Person und für eine Person, die im Einverständnis mit der
personensorgeberechtigten Person handelt.
Wie ihr seht steht hier nicht, dass ein Jugendlicher sich strafbar macht, wenn er ein USK 16/18 Spiel spielt.
Das bedeutet wiederum, dass die Betreiber eines MMOG nicht verpflichtet sind, Accounts eines unter 18/16-jährigen zu bannen, insoweit die Angaben im Acocunt denen der Eltern (also der Wahrheit) entsprechen. Außerdem können betreiber einer Internet-domain (etc. pp) davon ausgene, dass derjenige, der den Vertrag mit dem Provider abgeschlossen hat, mindestens 18 ist (da er sonst keinen Anschluss bekommen hätte) und selbst kontrolliert, welche Medien sich der Jugendliche bezieht, wenn er im Netz ist. Daraus folgt, dass der MMOG-Betreiber erst festellen muss, dass die Angaben des Vertragspartners falsch sind, bevor er den Account sperrt, da es sich sonst um Vertragsbruch handelt und der Vertragspartner sich so einer vertragsrechtlichen Klage bedienen könnte.
Es gilt weiterhin (siehe oben und hier) §27 Absatz 4:
D.H.: Die Eltern können in diesem Falle das JuschG ganz einfach ausschalten (Was sie machen, wenn sie das Kind eben dieses Spiel spielen lassen), womit also auch unter 6-jährige in AoC zu finden sein könnten . Würden sie es nicht machen, würden sie sich einer Verletzung ihrer Aufsichtpflicht strafbar machen und niemand ist so dumm (man kann ja nachträglich behaupten, was man will).
So viel also zum Thema "Gesetz ist Gesetz".
Ich hoffe ich konnte alle Klarheiten beseitigen,
was soll der Unfug? Es steht ganz klar geschrieben das der Anbieter keine Spieler unter 18 Jahren will und das können die Eltern nicht einfach aufheben, denn sie akzeptieren die Bedingungen an Stelle ihres Kindes.
Ergo erlischt der Account abosult zu Recht wenn Kiddies darauf zocken.
Das Gesetz bezieht sich nur auf das Trägermedium und berücksichtig das Spielen eines Onlinespiels garnicht. Es bleibt jedoch die Verletzung der Lizenzbestimmung.
Es ging mir nur um die rein rechtliche Seite, ich weiß nicht, ob in der AGB von AoC explizit drinnen steht, dass nur über 18-jährige eben jenes spielen dürfen (Antidiskriminierungsgesetz hin oder her ). Der Beitrag bezog sich mehr auf die Aussagen wie "wer als jugendlicher Spiele ab 18 spielt, macht sich strafbar" etc.
In der AGB von AoC steht nicht, dass man 18 sein muss (nur so nebenbei erwähnt). "Das Spiel für Erwachsene" bezog sich lediglich auf die angestrebte Altersfreigabe.
Das Trägermedium wurd in §1 auf sämtliche digitalen Medien erweitert. (edit)

References: §27
 § 28
 § 28
 § 3
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 6
 § 9
 § 11
 § 12
 § 12
 § 13
 § 12
 § 13
 § 12
 § 13
 § 14
 § 12
 § 14
 § 12
 § 27
 § 12
 § 7
 § 12
 §27
 §1