Source: https://urteile-gesetze.de/rechtsprechung/1-bvr-2523-13
Timestamp: 2019-04-18 17:20:40+00:00

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1 BvR 595/14 - Urteil BVerfG vom 23.10.2018
BVerfG 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13, 1 BvR 595/14
ECLI:DE:BVerfG:2018:rs20181023.1bvr252313
vorgehend BVerwG, 27. Juni 2013, Az: 4 C 1/12, Urteilvorgehend BVerwG, 21. November 2013, Az: 7 C 40/11, Urteilvorgehend Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt, 26. Oktober 2011, Az: 2 L 6/09, Urteil
§ 44 Abs 5 S 2 Nr 1 BNatSchG 2009
Die Verfassungsbeschwerden werfen bezüglich des in § 44 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) enthaltenen Tötungsverbots für besonders geschützte Tierarten die Frage nach der durch Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG gebotenen Reichweite verwaltungsgerichtlicher Kontrolle auf.
Die Verfassungsbeschwerden sind auch nicht hinreichend substantiiert begründet (§ 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG). Die Beschwerdeführerinnen legen nicht dar, in welchen entscheidungserheblichen Fragen die Gerichte im vorliegenden Fall ihre Kontrolle konkret eingeschränkt haben. Mit ihren Verfassungsbeschwerden greifen sie im Wesentlichen abstrakt die Berechtigung an, die gerichtliche Kontrolle bei der Anwendung von § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG zu beschränken. Dies genügt zur Substantiierung der Verfassungsbeschwerden insbesondere deshalb nicht, weil es sich nach den Prämissen des Oberverwaltungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts um eine dynamische Kontrollbeschränkung handelt, die nur so lange zulässig ist, wie es an anerkannten naturschutzfachlichen Maßstäben und Methoden fehlt (vgl. nur BVerwG, Urteil vom 21. November 2013 - 7 C 40.11 -, juris, Rn. 19). Ob und hinsichtlich welcher Aspekte der im Rahmen von § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG zu treffenden Feststellungen die gerichtliche Kontrolle beschränkt ist, kann sich danach im Laufe der Zeit verändern.

References: § 44
 § 44
 Art. 19
 § 92
 § 44
 § 44