Source: https://forum.piratenpartei.de/t/praezisierung-und-vertiefung-unserer-aussagen-zum-bge/926/220?u=annonym
Timestamp: 2019-01-21 23:08:11+00:00

Document:
GG79 2018-10-10 09:45:43 UTC #215
Bei “aber die Partei will das so” sind wir von den “parlamentarischen Zwängen” der Grünen, über die wir uns immer zu Recht lustig machen, nicht mehr weit entfernt.
Das ist aber jetzt genau das Verhalten, das Du hier zeigst. Null Argument, nur dagegen.
Elfelealuft 2018-10-10 09:50:14 UTC #216
‘Sozialistische Unfug’ zeigt übrigens noch zusätzlich absolute politische Inkompetenz. Wurde das Ganze doch z.B. von den Republikaner in den USA gepuscht (nur mal ein Beispiel) Aber es ist halt Forum, da dürfen auch Leute mitreden, die ein liberales Konzept als ‘sozialistisch’ brandmarken. Sozialistische Konzepte sind z.B. Das ‘Recht auf Arbeit’ und der ‘öffentlich geförderte zweite Arbeitsmarkt’ also so ziemlich das genaue Gegenteil des BGE. Das einzige was am BGE ein wenig nach ‘sozialistisch’ riecht ist das der Staat es organisiert und garantiert, aber das halte ich für sozialliberal. Auch das schliessen von Steuerschlupflöchern und Hinterziehung von Sozialabgaben zur Finanzierung halte ich für sozialliberal.
merle 2018-10-10 10:52:21 UTC #217
die ganzen gescheiterten Versuche die Partei nach rechts zu öffnen.
Das mit der üblen Nachrede ist ja immer wieder sehr beliebt bei euch. Wie drücktest du es neulich erst aus? Hilfe, Partei! Rette mich! (Sinngemäß.)
Null Argument, nur dagegen.
Ich bin dagegen, dass eine Partei mit meinem Geld Werbung für Luftnummern macht, die, sobald man Mathematik anwendet, in sich zusammenfallen, ja. Wir waren mal gegen Symbolpolitik, die auf “Wünsch dir was” beruht. Und euer Argument? Dass man sich doch wohl noch was wünschen darf? Was wollt ihr denn noch ins Programm schmieren - Einhörner für alle?
'Sozialistische Unfug’ zeigt übrigens noch zusätzlich absolute politische Inkompetenz.
Beknackter Vorwurf von der wandelnden wirtschaftlichen Inkompetenz. Zu deiner eigenen politischen Kompetenz ist an anderer Stelle ansonsten schon alles hinreichend gesagt worden.
Pirat_Andi 2018-10-10 12:21:42 UTC #218
Bitte sachlich bleiben und dem Anderen seine Meinung lassen.
Niemand ist doof, nur weil er anderer Ansicht ist.
Sätze die mit “Du bist…” anfangen oder anfangen könnten, oder den anderen in Schubladen zu stecken, tragen nicht zu einer konstruktiven Diskussion bei.
GG79 2018-10-10 12:24:41 UTC #219
Ich bin dagegen, dass eine Partei mit meinem Geld Werbung für Luftnummern macht, die, sobald man Mathematik anwendet, in sich zusammenfallen,
Dann will ich Dir mal polemisch völlig unrealistische Luftnummern der Vergangenheit nennen:
Solarenergie, Windenergie, Elektroautos, Mikrocomputer, Internet, Herztransplantationen, Weltraumfahrt, Wiedervereinigung, Europa, Menchenrechte, UN-Charta, Gleichberechtigung, Demokratie, Flugkörper …
Alles unrealistisch da die Welt eine Scheibe ist und man am Rand herunterfällt.
Sollte man sich gar nicht damit bechäftigen.
AnnoNym 2018-10-10 12:28:04 UTC #220
Hunderprozent Zustimmung von mir. Ohne Visionäre würde die Menschheit nicht da stehn, wo sie heute steht. Wir leben in der fortschrittlichsten Zivilisation aller Zeiten. Ich gehöre nicht zu den sogenannten (destruktiven) Kulturpessimisten, auch wenn ich ein (konstruktiver) Gesellschaftskritiker bin. Eine Gesellschaft muss sich ständig weiterentwickeln, denn Stillstand ist Rückschritt.
PS: Ich sehe z.B. die Kernspaltung zwar kritisch (unkontrollierte thermonukleare Reaktion, Radioaktivität), jedoch auch positiv (Kernenergie). Der nächste Schritt ist wohl die kontrollierte Kernfusion …
merle 2018-10-10 14:53:40 UTC #221
Gutes Beispiel, denn aus der Piratenpartei wurden diejenigen, die die Forschung an sicherer Kernenergie befürworteten (Nuklearia), von denen, die “Kernenergie ist doof” ins Programm reinschreiben wollten, rausgemobbt. Meinungspluralismus scheint hier eine Art Beleidigung zu sein.
AnnoNym 2018-10-10 15:24:28 UTC #222
Den alten Atommüll der Kernspaltung würde ich auch nicht zu tief in der Erde versenken geschweige denn in der Tiefsee. Die Kernfusion macht die Müllentsorung dann komplett überflüssig.
Sobald die Raumfahrt rentabel wird, würde ich den alten Müll zu fremden Sonnen in den interstellaren Raum schicken oder auf unserer Sonne verglühen lassen. Zudem könnte der Müll auch kometenhaft an unserer Erdatmosphäre (wäre am Günstigsten) oder der Atmosphäre anderer Planeten verglüht werden.
Mein Post war wohl ein bisschen zu abgespaced…
ukw 2018-10-10 16:01:24 UTC #223
Ich bin dagegen, dass eine Partei mit meinem Geld Werbung für Luftnummern macht, die, sobald man Mathematik anwendet, in sich zusammenfallen, ja.
Ist es wirklich Dein Geld? => Wenn man die paar Sätze der EZB zur Geldschöpfung verstanden hat, kann man diese Unwahrheit nicht mehr schreiben. Es ist vermutlich jenes Geld, welches andere für Dich erzeugt haben und ein Teil davon benutzt Du einfach, ohne zu wissen, wie das Geld entstand und ohne Dir Gedanken darüber zu machen, dass Dein Lohn/Gehalt nur deswegen gezahlt werden kann, weil der Kreditnehmer, der es erzeugte, seinen Kredit noch nicht zurückgezahlt hat. Das kann auch ein verschuldeter fauler Grieche sein (Euro Raum!) .
Mit mir kannst Du über BGE diskutieren, mit Mathematik, Logik, Jura usw. Du kannst in einer Diskussion mit mir diese und andere Kulturprodukte anwenden ohne das “die Luft entweicht” oder dadurch zusammenfällt wie die Brücke neulich in Genua oder das Dach der schwangeren Auster - könnte ja jemand sagen bei uns in Deutschland passiert sowas nicht.
BGE wäre ab morgen praktisch & mathematisch möglich und durchführbar, wenn das Privileg der Geldschöpfung wieder beim Staat liegen würde und ein paar wenige Profiteure auf etwas steuerfreien Profit verzichten würden. Die Voraussetzung dafür ist lediglich eine Bevölkerung, die weiß wie Geld entsteht und was Target 2 bedeutet. Geld wird nicht durch Arbeit erzeugt.
Ein BGE nicht einzuführen ist imo heute schon fahrlässig bzw grob fahrlässig und vielleicht schon morgen bzw in naher Zukunft eine Unterlassung, die von den politisch Verantwortlichen mit “Vorsatz” begangen wird.
Die Zeiten, wo die Ausrede “ich habe von nichts gewusst” zum letzten mal in großen Teilen der Bevölkerung Gebrauch gemacht hat liegen 73 Jahre zurück. Heute ist das imo nicht mehr möglich.
GG79 2018-10-10 16:30:46 UTC #224
Dies ist im Parteiengesetz geregelt:
Der Meinungspluralismus kommt dann zu Ende, wenn der Wähler wissen will, wie sich denn ein Abgeordneter verhalten wird, wenn er ihm seine Stimme gibt-
Aus diesem Grunde diskutierst Du parteiintern und triffst als Partei dann eine Entscheidung, ob Du diese oder jene Meinung vertritts.
Was nicht geht, ist, dass Personen und Gruppen ihre Minderheitenmeinung als Mehrheitsmeinung der Partei in der Öffentlichkeit präsentieren, ohne klar zu stellen, daß ihre Meinung von der Parteimeinung erheblich abweicht und von mehr als der 2/3 - Meinung des Bundesparteitages nicht geteilt wird.
merle 2018-10-10 21:50:07 UTC #225
Was nicht geht, ist, dass Personen und Gruppen ihre Minderheitenmeinung als Mehrheitsmeinung der Partei in der Öffentlichkeit präsentieren
Jede Meinung ist eine Minderheitenmeinung, bis sie eins der beiden obersten Gremien bestätigt hat. Trotzdem hauen Teile unserer Listenkandidaten manchmal echte Knollen raus. Gleiches Maß gilt nicht für das eigene Lager?
merle 2018-10-10 21:51:00 UTC #226
Kein BGE haben zu wollen ist wie Hitler? Ist das dein letzter Ausweg?
Die NSDAP hatte übrigens die Forderung nach einem BGE im Programm.
merle 2018-10-11 00:28:17 UTC #228
Aus Punkt 7 des nie völlig revidierten NSDAP-Programms von 1920 (“25-Punkte-Programm”): “Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Bürger zu sorgen.”
Über dieses Links, wo eine sehr laute Minderheit in der Partei diese Partei gern sehen würde, muss noch zu reden sein.
GG79 2018-10-11 06:05:17 UTC #229
Trotzdem hauen Teile unserer Listenkandidaten manchmal echte Knollen raus. Gleiches Maß gilt nicht für das eigene Lager?
Wenn Du jetzt mal mein Lager benennen könntest und wo ich unterschiedliche Ansprüche gestellt haben soll?
Parkverbot gilt auch für Parkraumüberwacher, selbst wenn einige tatsächlich falsch parken.
Nach Deiner Definition sollten Regeln nicht angewendet werden, wenn nachgewiesen ist, dass einige sich nicht daran halten.
Zaphod42 2018-10-11 07:13:31 UTC #230
Dumm ist es, gegen einen mit großer Mehrheit angenommenen Beschluss immer weiter anzustänkern, ohne ein einiziges neues Argument zu liefern. PLONK
merle 2018-10-11 10:40:51 UTC #231
Es gilt auch für dich der Hinweis, dass “die Mehrheit will das so” nicht automatisch “es ist richtig” bedeutet. Die Mehrheit will ja auch eine große Koalition, jedenfalls wählt sie so. Wenn für dich das Ablehnen eines aus meiner Sicht fatalen Beschlusses bereits “anstänkern” ist, bist du in einer basisdemokratischen Partei ohne Fraktionszwang vielleicht einfach falsch aufgehoben.
GG79 2018-10-11 11:47:38 UTC #232
Ansonsten gilt auch für dich der Hinweis, dass “die Mehrheit will das so” nicht automatisch “es ist richtig” bedeutet.
Wenn ich aber keine Erdbeeren mag, würde ich mich aber immer gegen den Erdbeerkuchen entscheiden, auch wenn der Erdbeerkuchen der bessere Kuchen sein mag.
Die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einer Auswahl von 2 Möglichkeiten ist 50%, wenn ich die Münze werfe, aber größer 50%, wenn ich Sachargumente abwäge und kleiner 50% wenn ich alle Empfehlungen anderer völlig ignoriere und eine nicht nachvollziehbare Entscheidung auf der Grundlage einer vorgefassten Position bis aufs Messer verteidige.
Murgpirat 2018-10-11 11:48:39 UTC #233
Merkt ihr eigentlich, dass ihr hier nur über Ideologien streitet, statt über die Sache? Und dann Leute rauswerfen wollt, die das BGE nicht unbedingt befürworten. Schon mal drüber nachgedacht, dass es diese Leute dafür vielleicht andere Themen unterstützen, denen ihr nicht ganz zustimmt? Eine Partei ist eine Mischung aus vielen Meinungen und da muss man einen Konsens finden. Man muss nicht alles gutfinden, sollte aber mit dem überwiegenden Teil des Programms konform gehen. Bei mir ist es genauso. Ich bin mittlerweile kein Freund des BGE mehr, weil ich es wie schon mehrfach erwähnt für nicht durchführbar halte. Aber ich akzeptiere es, wenn ander Mitglieder das anders sehen. Agree to disagree. Allerdings sollten diese Mitglieder dann auch so tolerant sein, die anderen Meinungen und Positionen zu akzeptieren. Wer sonst ausschließlich sein BGE haben will, der soll bitte in die dafür gegründete Partei und gut ist.
Jetzt kommt Zaphod wieder und sagt, man soll nicht anstänkern, wenn man keine Argumente hat. Argumente habe zumindest ich schon einige gebracht, die nicht wirklich faktenfundiert wiederlegt wurden. Und Hinweise auf Sklaverei und Beamte, die schon BGE bekommen, oder Berufsunfähigkeit im Beamtenstatus, halte ich für Populismusgewäsch gegen die ach so faulen Beamten im Land. Das lass ich als Argument nicht gelten.
Ihr wollt dieses Forum nutzen, um die Aussagen zum BGE zu präzisieren. Finde ich toll. Aber wenn dann die Aussage kommt, “ich will das BGE schon 2020 und wie das funktionieren soll, sollen andere klären” ist da sicher nicht der richtige Weg. Leute, kommt endlich in der Realität an. Wenn ich solche Aussagen lese, dann bekomm ich ganz schnell ein Bild in den Kopf von eben diesen abgehalfterten, ungepflegten Typen, die sich jetzt schon auf Hartz IV ausruhen, die aber noch mehr abkassieren wollen. Und genau das ist das Bild, dass beim Begriff BGE in den Köpfen der meisten Menschen aus dem wohlgenährten Mittelstand vorherrscht. Da ist es egal, ob es stimmt oder nicht. Und nein, ich will damit nicht sagen, dass ALG II Empfänger per se Sozialschmarotzer sind. Oder das alle BGE-Befürworter nur die Kohle haben wollen und dann nichts mehr tun. Das nur fürs Protokoll, ihr braucht also jetzt nicht auf dieser Aussage rumreiten.
Das BGE ist bis 2020 weder realistisch zu finanzieren, noch gesellschaftlich durchzubekommen. Punkt. Daher bleibe ich bei meiner Argumentation, dass wer ein BGE fordert, zuerst ein vernünftiges Finanzierungskonzept vorlegen soll, ohne diese Arbeit anderen aufzuhalsen. Ohne Konzept wird sich die breite Mehrheit der Bevölkerung niemals mit einem BGE anfreunden. Denn die vorherrschende Meinung ist und bleibt “mit BGE schafft keiner was (außer der/die Aussagende selbst natürlich) und man kann das eh nicht zahlen”. Solang diese Aussage nicht faktenbasiert entkräftet werden kann, brauchen wir nach außen nicht mit ankommen.
Daher hatte ich vorgeschlagen, dass wir mal anfangen, kleinere Brötchen zu backen und Konzepte vorschlagen, die nach und nach zu einem BGE führen können bzw. werden. Wie zum Beispiel die Sanktionen bei HartzIV abzubauen, den Mindestlohn anzupassen, Kinderleistungen einzuführen usw. Wenn ihr nicht anfangt, für ein vollumfassendes BGE in Deutschland einen längeren Zeithorizont aufzubauen, dann werden wir für alle Zeiten als hirnlose Spinner betrachtet. Denn ein solches Mammutprojekt ist in einem 82 Millionen Land nicht von heute auf morgen zu stemmen. Da bedarf es umfangreicher gesellschaftspolitischer Änderungen und Anpassungen an zahllosen Gesetzestexten, inklusive Grundgesetz. Schon mal darüber nachgedacht, was es allein an Bürokratiearbeit bedeutet, ein BGE rechtskonform einzuführen? Das geht nicht von jetzt auf gleich.
Daher: Mehr Toleranz untereinander, auch mit anderen Meinungen. Und dann realistisch bleiben. Dann wird es vielleicht auch was.
Elfelealuft 2018-10-11 13:14:02 UTC #234
Ich verstehe absolut nicht warum du meinst Dir herausnehmen zu dürfen andere Leute als unrealistisch zu diskriminieren. Lass das einfach.
merle 2018-10-11 13:18:00 UTC #235
Der fehlende Realismus wurde auch von @murgpirat mehrmals unwidersprochen belegt. Dass du ihn deswegen der Diskriminierung (diskriminiert die Evolution also auch Schöpfungsgläubige?) bezichtigst, ist sprechend für deine Person, disqualifiziert dich aber für jeden weiteren Einwand.

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