Source: https://gesetze-in-app.de/StPO/111g
Timestamp: 2019-05-23 09:47:33+00:00

Document:
§ 111g StPO: Aufhebung der Vollziehung des Vermögensarrestes
Aufhebung der Vollziehung des Vermögensarrestes
OLG Nürnberg, Beschluss vom 5.2.2013, Az. 2 Ws 561/12 Auch wenn etwa § 111g StPO der Privilegierung der durch die Tat verletzten Gläubiger vor anderen Gläubigern dient, stellt dies nicht den grundsätzlichen Vorrang des insolvenzrechtlichen Grundprinzips der Gleichbehandlung aller Gläubiger in Frage (OLG Oldenburg ZInsO 2012, 1271, Rdn. 54 nach juris; Hees/Albeck ZIP 2000, 871, 876; Malitz NStZ 2002, 337, 341).
OLG München, Beschluss vom 1.0.2016, Az. 34 Wx 416/15 Denn der Antrag des Gläubigers auf Zulassung der Arrestvollziehung gemäß § 111g Abs. 2 Satz 1 StPO gehört nicht zur Vollziehung des Arrestbefehls (BGHZ 144, 185/187).
OLG München, Beschluss vom 1.0.2016, Az. 34 Wx 416/15 Der Zulassungsbeschluss nach § 111g Abs. 2 StPO verhindert damit die relative Unwirksamkeit der Zwangsvollstreckungsmaßnahme gegenüber dem Staat, die sich aus den § 111c Abs.5, § 111d Abs. 2 StPO ergibt (BGHZ 144, 185/190).
OLG Bamberg, Urteil vom 1.10.2012, Az. 4 U 168/12 2. Gläubigerkonkurrenz Der aus dem vollstreckungsrechtlichen Prioritätsgrundsatz, bei dem es auch im Rahmen der Arrestvollziehung nach § 111g II StPO im Verhältnis der Tatopfer untereinander verbleibt (BGHZ 144, 185, dort Rn. 21), folgende Aspekt der drohenden Gläubigerkonkurrenz ist für sich allein noch kein Arrestgrund (BGHZ 131, 95, Rn. 25; 171, 261, Rn. 21).
OLG Bamberg, Urteil vom 1.10.2012, Az. 4 U 168/12 Denn auch im Rahmen der Zulassung der Zwangsvollstreckung oder Arrestvollziehung nach § 111g II StPO verbleibt es im Verhältnis der Tatopfer untereinander jeweils bei dem vollstreckungsrechtlichen Prioritätsgrundsatz (BGHZ 144, 185, dort Rn. 21).

References: § 111
 § 111
 § 111
 § 111
 § 111
 § 111
 § 111