Source: https://www.fahrverbot.com/nachschulung/
Timestamp: 2019-02-18 09:17:43+00:00

Document:
Wann müssen Sie eine MPU-Nachschulung machen? ⊘ Fahrverbot.com
Die MPU-Nachschulung gemäß § 70 FeV
Wofür ist der § 70-Kurs nach der MPU?
1 Wofür ist der § 70-Kurs nach der MPU?
2 An wen richtet sich die MPU-Nachschulung?
2.1 Kosten der MPU-Nachschulung
2.2 Wo kann die Nachschulung durchgeführt werden?
2.3 Ablauf der Nachschulung gemäß § 70 FeV
Die MPU-Nachschulung richtet sich an Kraftfahrer, welche wegen Alkohol oder Drogen auffällig geworden sind.
Wurde die Fahrerlaubnis aufgrund von Alkohol oder Drogen entzogen, kommen Betroffene in der Regel nicht um eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) herum. Mit dem Gutachten soll grundsätzlich die Fahreignung eines Kraftfahrers untersucht werden. Den Führerschein gibt es also nur mit einem positiven MPU-Test zurück.
Der sogenannte Idiotentest ist allerdings nicht ganz billig. Das Gutachten kostet rund 400 Euro. Hinzu kommen häufig Kosten für die MPU-Vorbereitung, für eine verkehrspsychologische Beratung oder für einen Abstinenznachweis. In Summe kann so eine MPU gut und gerne vierstellig werden.
Besonders ärgerlich ist es, wenn trotz langer und intensiver Vorbereitung das Gutachten negativ ausfällt. Dann muss die MPU wiederholt werden, was wiederum Kosten verursacht.
Neben der positiven MPU, welche die Bestätigung der Fahreignung darstellt, gibt es aber noch eine dritte Möglichkeit, wie ein MPU-Gutachten ausgehen kann. In diesem Fall ist das Ergebnis des Tests nicht eindeutig. Die MPU-Gutachter erkennen positive Entwicklungen beim Kraftfahrer, sie vermuten aber auch, dass sich die Verhaltensänderungen noch nicht verfestigt haben.
Somit sind die Betroffenen zwar nicht durch die MPU gefallen, haben diese aber auch nicht bestanden. Stattdessen erhalten sie eine Empfehlung zur Teilnahme an einer Nachschulung. Der MPU-Kurs nach § 70 Fahrerlaubnis-Verordnung (Fev) (offizieller Titel: Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung) bietet den Betroffenen die Möglichkeit zur Wiederherstellung der Fahreignung, obwohl das Gutachten nicht eindeutig bestanden wurde.
An wen richtet sich die MPU-Nachschulung?
Eine MPU-Anordnung wird häufig wegen einer Drogen- oder Alkohol-Problematik vergeben. Wurde das Gutachten nicht eindeutig bestanden, gibt es die Möglichkeit die verbleibenden Zweifel an der Fahreignung durch eine Nachschulung auszuräumen. Eine weitere MPU muss dann nicht mehr absolviert werden, was Kosten spart.
Eine Empfehlung zur MPU-Nachschulung gemäß § 70 FeV erhalten aber nur die Personen, welche eine positive Entwicklung vorweisen können. Nach Ansicht der Gutachter hat sich diese allerdings noch nicht verfestigt. In der Nachschulung haben sie dann die Möglichkeit, an diesem Makel zu arbeiten. Für den § 70-Kurs fallen zwar auch relativ hohe Kosten an, im Vergleich mit einem neuen Gutachten sind diese allerdings niedriger.
Eine Empfehlung zur MPU-Nachschulung erhalten Personen, die
wegen Alkohol- oder Drogendelikten zur MPU mussten,
kein eindeutig bestandenes Gutachten haben, aber
positive Entwicklungen vorweisen können.
Mit Absolvieren des MPU-Kurses gilt die Wiederherstellung der Kraftfahreignung als bestätigt. Die Fahrerlaubnisbehörde kann den Führerschein wieder aushändigen. Wird der Kurs verweigert, gilt auch die MPU als nicht bestanden.
Kosten der MPU-Nachschulung
Anders als bei der MPU sind die Kosten nicht fest vorgeschrieben. Sie bewegen sich aber im Bereich von 400 Euro. Je nach Region und Art des Kurses können die Preise aber variieren. So sind beispielsweise Kurse am Abend oder am Wochenende häufig teurer.
Wo kann die Nachschulung durchgeführt werden?
Der Teilnahme am Kurs nach § 70 FeV muss die Führerscheinbehörde zustimmen.
Anders als beim Fahreignungsseminar kann die MPU-Nachschulung nicht bei einer Fahrschule absolviert werden. Stattdessen müssen die Träger, welche die § 70-Kurse anbieten, durch das Bundesamt für Straßenwesen (BASt) zugelassen werden, denn genau wie bei der MPU gelten hohe Standards und Anforderungen.
Akkreditierte Träger von Kursen zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung (§ 70 FeV)
Ablauf der Nachschulung gemäß § 70 FeV
Wurde die MPU nicht eindeutig bestanden und eine Empfehlung zur Teilnahme an einer MPU-Nachschulung erteilt, muss das Gutachten bei der Fahrerlaubnisbehörde abgegeben werden. Nach Prüfung genehmigt sie die Teilnahme am Kurs gemäß § 70 FeV.
Bei der MPU-Nachschulung handelt es sich um Gesprächsgruppen von bis zu 12 Personen, welche aus ähnlichen Gründen den Führerschein verloren haben und zur MPU mussten. Durch das regelmäßige Gespräch sollen Verhaltensregeln erarbeitet und eine Verhaltensänderung bewirkt werden.
Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung (§ 70 FeV)
Dauer: 12-16 Stunden (an 3-4 Terminen)

References: § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70
 § 70