Source: https://www.suedwestbank.de/final-wAssets/docs/e-paper/berichte/2015_geschaeftsbericht/index.html
Timestamp: 2018-03-21 03:07:19+00:00

Document:
Von Linsenhofen nach Reichenbach
Von Bonndorf nach Ravensburg
Von Nellingen nach Stuttgart
1. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
geschäftsbericht. 2015. als unabhängige privat­ bank mit regionalen wur­ zeln fühlen wir uns den menschen in baden-würt­ temberg in besonderem maße verpflichtet. wir ver­ stehen uns als ihre beglei­ ter über jahre – mit werten, die nicht allein in zahlen auszudrücken sind.
die südwestbank auf einen blick 2015 2014 bilanzsumme (in mio. eur) 7.101 5.984 geschäftsvolumen (in mio. eur) 7.783 6.638 kreditvolumen (in mio. eur) 4.703 4.197 kundengelder (in mio. eur) 5.413 4.184 kundendepotvolumen (in mio. eur) 8.960 8.875 wertpapierbestand (in mio. eur) 1.912 1.572 bilanzielles eigenkapital (in mio. eur) 673 627 geschäftsstellen 28 28 mitarbeiter 647 627 die zeichen stehen allerorts auf wandel. dennoch gibt es prinzipien und überzeugungen, die auch in dynami­ schen zeiten gültig bleiben. daher haben wir 2015 weiterhin an dem festgehalten, was uns als mittelstän- di­ sche privatbank ausmacht – unabhängigkeit, qualität in der beratung und nähe zum kunden. wir verstehen uns als partner der menschen und unternehmen in baden-württemberg, die wir dabei unterstützen, ihre pläne in die tat umzusetzen. 20152014 bilanzsumme (in mio. eur) 7.1015.984 geschäftsvolumen (in mio. eur) 7.7836.638 kreditvolumen (in mio. eur) 4.7034.197 kundengelder (in mio. eur) 5.4134.184 kundendepotvolumen (in mio. eur) 8.9608.875 wertpapierbestand (in mio. eur) 1.9121.572 bilanzielles eigenkapital (in mio. eur) 673627 geschäftsstellen 2828 mitarbeiter 647627
inhalt inhalt 1 brief des vorstandes 4 über regionalität 6 von linsenhofen nach reichenbach 8 von bad saulgau nach sigmaringen 12 von bonndorf nach ravensburg 16 von nellingen nach stuttgart 20 treffpunkt stuttgart 24 lagebericht und jahresabschluss 28 organisation 93
3 den wandel mitzugestalten erfordert in gleichem maße mut zur verände- rung wie die entschlossenheit, dies mit bedacht und augenmaß zu tun. von links: dr. andreas maurer (mitglied des vorstandes), dr. wolfgang kuhn (sprecher des vorstandes) und wolfgang jung (mitglied des vorstandes).
brief des vorstandes 4 bekanntlich ist nichts so beständig wie der wandel. wir erleben eine zeit tiefgrei- fender veränderungen, die kaum einen bereich der gesellschaft unberührt lassen. internationale krisen verbinden sich in der vernetzten welt mit hoher dynamik und nur schwer absehbaren folgen. so gewann 2015 die außenpolitik eine neue relevanz für unseren alltag. daneben verändert die digitalisierung die art, wie wir kommunizieren und arbeiten. bewährte geschäftsmodelle werden durch die sogenannte vierte industrielle revolution auf den prüfstand gestellt. für banken ist das umfeld nach wie vor herausfordernd: die zinsen auf histo- risch niedrigem niveau schwächen die ertragskraft vieler institute, während die hohen regulatorischen anforderungen der aufsichtsbehörden personal sowie kapital binden und enorme zusatzkosten verursachen. dessen ungeachtet hat die südwestbank auch 2015 ein rasantes wachstumstempo vorgelegt und die erfolgsgeschichte der vergangenen jahre noch übertroffen. unser geschäfts- modell als solide kapitalisierte privatbank mit fokus auf den starken wirtschafts- raum baden-württemberg hat sich weiterhin bewährt. mit einer bilanzsumme von über sieben milliarden euro haben wir uns als eine der größten unabhängigen privatbanken in deutschland etabliert und als verlässlicher partner der menschen und unternehmen im südwesten bewiesen. so haben wir das kredit­ vo­ lumen um 13,5 prozent ausgebaut, während der markt bei rund 2,3 prozent zuwachs fast stagnierte. gerade in den zeiten niedriger zinsen schätzten unsere kunden eine beratungsleistung, die nur ein von konzern­ interessen unabhängiges privates institut erbringen kann. daher verzeichneten wir mit einem plus von rund 30 prozent einen besonders hohen zufluss an kundeneinlagen. das verwaltete volumen in der vermögensverwaltung wuchs um fast 50 prozent. aufgrund des gestiegenen kreditvolumens und des beteiligungsportfolios verzeichnete die südwestbank einen deutlichen anstieg des zinsüberschusses. der provi­ sionsüberschuss lag 13,3 prozent über dem vorjahreswert. diese guten ergebnisse werten wir vor allem als klares zeichen des vertrauens unserer kunden. damit bestätigen sie unseren kurs, der auf persönlichen kon- takt und hochwertige beratung setzt. in zeiten, in denen vielerorts filialen geschlossen werden und personal abgebaut wird, haben wir unsere 28 standorte gestärkt, in allen geschäftsfeldern betreuungskapazitäten aufgebaut und ergän­ - zen diese um online-kanäle.
5 auch unsere tochterfirmen entwickelten sich im vergangenen jahr positiv. neu gegründet haben wir die swb immowert gmbh, die immobilien erwirbt und als langfristige kapitalanlage hält. mit insgesamt sieben tochtergesellschaften und unseren kooperationspartnern runden wir unser leistungsspektrum ab. somit sind wir nicht nur ein verlässlicher kreditgeber, sondern auch strategi- scher sparringspartner, der den kunden alternative wege zu wachstum und vermögensaufbau weist. hinter der bank stehen 647 engagierte mitarbeiterinnen und mitarbeiter. ihr ein­ satz, ihre begeisterung und loyalität tragen die bank. ihnen möchten wir an dieser stelle besonders danken. unseren rund 100.000 kunden gilt ebenfalls unser dank für ihr vertrauen und ihre treue. ausdrücklich danken wir unseren eigentümern sowie den mitgliedern unseres aufsichtsrates und beirates für die konstruk­tive begleitung. den eingeschlagenen wachstumspfad wollen wir auch 2016 weitergehen – gemeinsam mit unseren kunden. das hohe tempo der vergangenen zwei jahre werden wir allerdings bewusst anpassen und vom sprint in den dauerlauf über­ gehen. angesichts der großen herausforderungen in politik, wirtschaft und gesell- schaft wird sich vieles ändern, aber einiges soll und darf bleiben, wie es ist. für uns zählen dazu unsere werte: qualität statt quantität, stabilität vor spekulation und vor allem viel zeit für unsere kunden statt rascher gewinnmaximierung. in diesem sinne gestalten wir den wandel mit. momente der entschleunigung erleben sie nun in unserem geschäftsbericht: unsere berater nehmen sie mit auf den weg zu ihren kunden und halten immer wieder inne, um ihre erlebnisse mit ihnen zu teilen. wir wünschen ihnen eine interessante lektüre. stuttgart, 17. juni 2016 südwestbank aktiengesellschaft der vorstand wolfgang jung dr. andreas maurer dr. wolfgang kuhn
über regionalität 6 über regionalität in den vergangenen zwei jahren haben wir ihnen in unserem geschäftsbericht kunden und berater unterschiedlicher standorte der südwestbank vorgestellt. mit dem vorliegenden geschäftsbericht geht diese kleine serie nun zu ende. noch einmal laden wir sie ein, sich mit uns auf den weg durch baden-württemberg zu machen, ein wenig über die jeweiligen regionen, ihre landschaftlichen und kulturellen besonderheiten zu erfahren und dabei menschen kennenzuler- nen, die dieses land prägen: menschen, die mit beharrlichkeit und guten ideen, mit engagement und fleiß dazu beitragen, dass baden-württem- berg ein überaus attraktiver wirtschaftsstandort mit hoher lebensqualität ist. wir freuen uns, diese menschen mit unserem wissen und unserer erfahrung bei der verwirklichung ihrer pläne und ziele unterstützen zu können. „es sind die begegnungen mit menschen, die das leben lebens- wert machen.“ guy de maupassant baden-württemberg welch ein land, was für menschen
von linsenhofen nach reichenbach von nellingen nach stuttgart von bad saulgau nach sigmaringen von bonndorf nach ravensburg #seeblick #barock #weltmarktführer #residenzschloss #hohenneuffen #schalterraum #froschlöffel #gotik #neckarpark #rotebühl #doppeldecker #fahrrad #exotik #therme #hölderlin #sanktblasius 7
von linsenhofen nach reichenbach durchs vorland der schwäbischen alb 08.00 uhr reichenbach anke krohmer, finanzierungsspezialistin am 19. april 2016 auf dem weg nach reichenbach 8 „ich finde es immer wieder spannend, wie aus begeisterung eine erfolgrei­ che geschäftsidee werden kann. auch deshalb bin ich finanzierungsspezia- listin geworden.“ anke krohmer anke krohmer wohnt in linsenhofen am fuß der schwä- bischen alb. der ort liegt unterhalb des hohen­ neuffen. „wenn ich morgens von der küche aus auf die burg schaue und diese bereits von der sonne angestrahlt wird, bekomme ich gleich gute laune“, schwärmt anke krohmer. sie ist vor etwa 8 jahren aus nordhessen in die heimat ihres mannes gezogen und schätzt die herr­ liche landschaft rund um den hohenneuffen und die burg teck sehr.
vorbei an der hölder­ linstadt nürtingen fahrt durch das neckartal 08.10 uhr 08.20 uhr 9 der weg zur südwestbank-filiale führt anke krohmer über nürtingen am neckar. die gemütliche altstadt rund um die gotische stadtkirche st. lauren- tius hat es ihr angetan: „hier gibt es noch viele kleine geschäfte, schöne cafés und weinstuben.“ die stadt, in der hölderlin seine kindheit und jugend verbrachte, war bereits von den kelten und römern be­ siedelt, was zahlreiche archäologische funde belegen. die wernauer baggerseen sind die letzten zeugen eines ehemals umfangreichen kiesabbaus in der talaue des neckarbeckens. heute bietet das natur- schutzgebiet zahlreichen tieren und pflanzen einen lebensraum. neben schilf, froschlöffel und wasser- minze fühlen sich hier auch graureiher, brachpieper und eisvogel wohl. „vom naturlehrpfad aus, rund um die baggerseen, kann man die tiere beobachten“, erklärt anke krohmer. „das macht besonders unseren kindern viel spaß.“
am rande des schur­ walds bei reichenbach 08.30 uhr 10 die südwestbank im mittleren neckarraum die südwestbank-filiale in reichenbach betreut seit generationen neben privatkunden auch zahlreiche mit- telständische unternehmen, die in dieser wirtschaftlich starken region ansässig sind. reichenbach „man muss spüren können, wie ernst es jemandem mit einer sache ist. so etwas steht nicht im businessplan. das erfahre ich nur im gespräch.“ anke krohmer reichenbach an der fils liegt im herzen der region stuttgart am ran- de des schönen schurwaldes, der mit seinen sanften höhen zu aus- giebigen rad- und wandertouren einlädt. die filiale in der reichen- bacher bahnhofstraße ist eine der ältesten der südwestbank und verfügt noch über einen klassischen schalterraum. anke krohmer, die seit zwei jahren hier arbeitet, schätzt den persönlichen kontakt mit den kunden, der in der filiale tagtäglich gepflegt wird.
kundentermin in schwäbisch gmünd 14.00 uhr 11 bevor eike möller und gaby haberkern ihre leiden- schaft für bonbons entdeckten, waren sie beide in völlig anderen berufen. eike möller war diplom-ingenieur und hat im flugzeugbau bei airbus in bremen gearbeitet. seine partnerin, gaby haberkern, war krankenschwes- ter. „unsere begeisterung für bonbons hat sich auf unseren reisen durch skandinavien entwickelt“, erzählt eike möller. „anfangs haben uns freunde und bekannte für verrückt erklärt“, lacht er. die beiden eröffneten ihre bonbonmanufaktur „bonbole“ im november 2014. ihr wissen und ihre fertigkeiten haben sie bei einem dänischen bonbonmacher erworben. inzwischen hat die bonbonmanufaktur mehr als 50 sorten im angebot, die mit alten bonbonwalzen und einer kissenpresse aus dem 19. jahrhundert hergestellt werden. als sie den entschluss gefasst hatten, eine bonbonmanufaktur in schwäbisch gmünd zu eröffnen, schauten sich gaby haberkern und eike möller mehrere banken an. „wir sind dabei durchaus nicht nur auf zustimmung gestoßen“, erin- nert sich eike möller. „das gespräch mit der südwestbank hingegen war super. bereits nach einer woche bekamen wir die zusage für die finanzierung mit einem gründerkredit.“ die bonbonmanufaktur ist inzwischen über die grenzen von schwäbisch gmünd hinaus bekannt. „die geschäfte laufen gut“, freut sich gaby haberkern. ortstermin in schwäbisch gmünd eine erfolgsgeschichte aus zucker und leidenschaft „die südwestbank hat uns sofort überzeugt. es hat vom ersten gespräch an einfach alles gepasst.“ eike möller
von bad saulgau nach sigmaringen über land nach sigmaringen 07.55 uhr sigmaringen 12 stefan merk, co-betreuer private banking am 27. april 2016 auf dem weg nach sigmaringen „für mich ist bodenständigkeit ein echter wert. eine solide mischung aus tradition und verlässlichkeit – gepaart mit der be- reitschaft zuzuhören.“ stefan merk die kur- und bäderstadt bad saulgau liegt an der ober- schwäbischen barockstraße und ist die größte stadt des landkreises sigmaringen. stefan merk schätzt vor allem die vielfältigen freizeitmöglichkeiten, die sich in und um bad saulgau herum bieten. am wochenende ist er mit seiner frau und den drei söhnen häufig mit dem fahrrad unterwegs. „im sommer fahren wir oft an einen der zahlreichen badeseen in der umgebung“, berichtet er.
regio airport mengen vorbei an der schillerhöhe 08.00 uhr 08.15 uhr 13 auf der schillerhöhe befindet sich nicht nur das ther- malbad, das mit großer therme und kurgarten weit über die grenzen von bad saulgau bekannt ist. hier bie- tet seit april 2016 auch ein aussichtsturm die schönste sicht über stadt und region. gestiftet wurde der turm von der kinzelmann-stiftung, deren gründung zur unterstützung des thermalbads auf eine initiative des früheren südwestbank-filialleiters franz bachhofer zurückgeht. „besonders die jungs sind sehr gerne hier oben“, schwärmt stefan merk. die stadt mengen erhielt bereits im jahr 1940 eine startbahn. doch erst seit etwa 1980 wird der regio air- port mengen auch für die zivile luftfahrt genutzt – mit dem ziel, bestehenden unternehmen und solchen, die sich hier ansiedeln wollen, eine bessere verkehrsanbin- dung zu bieten. heute gibt es zahlreiche möglichkeiten, von mengen aus abzuheben: mit dem ultraleichtflug­ zeug etwa, mit dem helikopter oder auch mit der anto- now an 2, dem größten doppeldecker der welt. stefan merk und seine söhne haben hier aber auch schon zeppelin-luftschiffe landen sehen.
das schloss sigmaringen 08.30 uhr 14 die südwestbank in der region bodensee-oberschwaben zum kundenkreis der südwestbank-filiale in sig­ maringen zählen viele landwirtschaftliche betriebe. für dieses kundensegment reicht das einzugsgebiet von reutlingen im norden bis nach singen am bodensee. sigmaringen „für mich sind diese gespräche vor ort extrem wich- tig. wie soll ich sonst verstehen, was unsere kunden bewegt und welche ziele sie erreichen wollen?“ stefan merk das schloss sigmaringen ist ein ehemaliges fürstliches residenz- schloss und verwaltungssitz der fürsten von hohenzollern-sigma­ ringen. es thront auf einem kalkfelsen rund 35 meter über der do­ - nau und ist das größte aller donautal-schlösser. hausherr s. h. karl friedrich fürst von hohenzollern ist der südwestbank seit jahren eng verbunden und als mitglied des beirates ein wertvoller ratgeber. die südwestbank-filiale liegt direkt unterhalb des schlosses. stefan merk erklärt: „wer sich zu fuß zum schloss aufmacht, muss unweigerlich an der bank vorbei.“ insgesamt 15 jahre ist er jetzt bei der südwestbank. „es gibt kunden, die ich seit meinem ersten jahr bei der bank kenne“, sagt er nicht ohne stolz.
kundentermin in ostrach-kalkreute 11.00 uhr 15 ortstermin in ostrach tradition mit stehohren und robustem charakter für den im jahre 2013 unternommenen wachstumsschritt ist auch die jahrzehnte­ lange, auf vertrauen basierende zusammenarbeit mit der südwestbank aus- schlaggebend. die finanzierung bespricht tobias kugler mit gabriele schirmer. sie ist seine betreuerin landwirtschafts- und agrargewerbe. stefan merk ist im rah- men der co-betreuung wiederum für sämtliche anlagethemen und den bereich des privaten vermögens zuständig. auch stefan merk stammt von einem landwirtschaft­ lichen betrieb und ist entsprechend gut mit der thematik vertraut. seit über 25 jahren steht der name kugler für ei­ - n­ en stetig weiterentwickelten schweinezuchtbetrieb. tobias kugler hat sich auf die züchtung der linie „large white“ spezialisiert. diese edelschweinlinie zeichnet sich durch stehohren, robustheit und her­ vorragende fleischqualität aus. mit seinen hohen ansprüchen und kontinuierlichen investitionen in die zuchtarbeit hat sich tobias kugler einen namen ge­ macht. es ist ihm wichtig, einen beitrag zum erfolg seiner kunden leisten zu können. „wir wollen dabei unserer verantwortung gegenüber den tieren, der gesellschaft und der umwelt jederzeit gerecht wer- den“, erläutern christine und tobias kugler. „vor allem in der aktuellen marktsituation ist es be­ru­­- hi­­ gend, eine bank wie die südwestbank an der seite zu haben.“ tobias kugler
von bonndorf nach ravensburg fahrt durch den linzgau 07.00 uhr ravensburg matthias veit, betreuer firmenkunden am 4. mai 2016 auf dem weg nach ravensburg 16 „um eine lösung zu finden, muss ich die interessen meines kunden ver- stehen und sie auch ein stück weit zu meinen machen. ich muss mit ihm an einem strang ziehen.“ matthias veit eingebettet in die landschaft des linzgaus ist bonndorf der westlichste teilort von überlingen am bodensee. vom aussichtspunkt haldenhof aus hat man herrliche blicke auf den see und die ruine nieder-hohenfels. „wir leben da, wo andere urlaub machen“, freut sich matthias veit, der hier auf einem landwirtschaftlichen betrieb aufgewachsen ist. ein besonderer stolz des ortes ist die 300 jahre alte hildegard-lärche, die der überlieferung nach zu ehren der mildtätigen gräfin hildegard gepflanzt wurde.
zwischenstopp in überlingen barocke wallfahrts­ kirche birnau 07.15 uhr 07.25 uhr 17 die altstadt überlingens verfügt nicht nur über die längste promenade am bodensee, sondern auch über einen schönen stadtgarten mit zahlreichen exotischen pflanzen, die aufgrund des milden klimas am see prächtig gedeihen. wenn es seine zeit erlaubt, macht matthias veit gerne einen abstecher zur promenade, um beim flanieren am see ein wenig zu entspannen. „das ist einfach ein himmlisches fleckchen erde“, schwärmt er. auf dem weg in die südwestbank-filiale kommt matthias veit auch an der barocken wallfahrtskirche birnau vorbei. die von weinbergen umgebene kirche liegt an der oberschwäbischen barockstraße direkt an der b 31. sie wurde im 18. jahrhundert von dem vorarlberger baumeister peter thumb für die reichs- abtei salem errichtet. auch hier wieder ist es die wun- derbare aussicht über den bodensee, die matthias veit gelegentlich zu einem kurzen abstecher verführt.
von nellingen nach stuttgart der mehlsack in ravensburg 08.15 uhr 18 die südwestbank in der region oberschwaben die südwestbank-filiale in ravensburg bietet die gesamte leistungspalette der bank an. die qualität der beratung unserer filiale in oberschwaben bestäti- gen zahlreiche auszeichnungen. ravensburg „die zeit meiner kunden ist in der regel mehr als knapp. eine optimale gesprächsvorbereitung ist darum das a und o.“ matthias veit die ehemals freie reichsstadt ravensburg liegt im herzen oberschwa­ - bens. neben tourismus und landwirtschaft hat sich diese region in den vergangenen jahren zu einem bedeutenden wirtschaftsstand- ort entwickelt. „weltmarktführer und große industriekonzerne sind hier ebenso ansässig wie der klassische mittelständler und innovative start­ -ups“, erklärt matthias veit. nicht zuletzt trägt auch der spiele­ hersteller ravensburger ag seit über 130 jahren zur bekanntheit der stadt bei. die südwestbank-filiale befindet sich am zentral gele- genen marienplatz.
kundentermin in tettnang 13.30 uhr 19 der name vaude steht nicht nur für hochwertige bergsportausrüstung, sondern auch für einen respekt­ vollen umgang mit der natur und den menschen. das moderne familienunternehmen legt großen wert auf nachhaltige materialien und umweltschonende produktionsabläufe. die firmenzentrale ist seit 2012 klimaneutral und wurde 2015 mit dem renommierten deutschen nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet: es war nur eine frage der zeit, wann das unternehmen auch seine finanzierungsstruktur der unternehmensphilo- sophie anpassen und dem prinzip der nachhaltigkeit entsprechend langfristig ausrichten würde. „da war für uns schnell klar, dass hier die südwestbank ins spiel kommt“, erzählt erwin gutensohn, cfo und mit- glied der geschäftsleitung von vaude. „um eine solide planbarkeit zu gewährleisten, haben wir uns für einen konsortial­ kredit entschieden“, berichtet erwin gutensohn. bei einem solchen kredit bilden mehrere banken – im fall von vaude sind es sieben – ein konsortium, in dem die risiken auf mehrere partner verteilt werden – wovon am ende alle beteiligten profi­ tieren. „es ist ein sehr austarierter bankenkreis mit viel verständnis und gespür für den mit­ telstand“, beschreibt der kaufmännische geschäftsführer, wie es zur aus- wahl der banken gekommen ist. ziel war es, auch die eigenkapitalquote zu stärken und damit die bilanz zu stabilisieren. ortstermin in tettnang mit nachhaltigkeit die welt erobern „ich schätze die unbürokratische, schnelle abwicklung bei der südwestbank. das ist wirk- lich herausragend und anders als bei anderen banken.“ erwin gutensohn
am neckar entlang richtung stuttgart 07.30 uhr stuttgart wolfgang aichele, betreuer private banking am 29. april 2016 auf dem weg nach stuttgart 20 „in der beratung kommt es auf quali­ täten an, die weit über fachwissen und erfahrung hinausgehen – das gilt besonders für das private banking.“ wolfgang aichele wolfgang aichele lebt in nellingen – einem ortsteil von ostfildern. „hier bin ich groß geworden und hier will ich alt werden“, bekennt er ohne umschweife. der klosterhof in nellingen bildet mit sankt-blasius- kirche, propsteigebäude, pfarrhaus und fruchtkasten das umfangreichste historische gebäudeensemble ostfilderns. das kloster sankt blasien im schwarzwald errichtete die propstei einst als stützpunkt, um die zahlreichen besitzungen in der region verwalten zu können. wolfgang aicheles familie hat hier bereits viele taufen und hochzeiten gefeiert.
der neckarpark in bad cannstatt abstecher nach esslingen 07.45 uhr 08.05 uhr 21 der tägliche arbeitsweg führt wolfgang aichele auch durch bad cannstatt, einen der ältesten stadtteile der landeshauptstadt. hier befindet sich der neckarpark: ein über 55 hektar großes veranstaltungsareal, das ne- ben dem mercedes-benz werk in untertürkheim unter anderem auch das festgelände cannstatter wasen, die hanns-martin-schleyer-halle, das mercedes-benz museum, die porsche arena, den olympiastützpunkt stuttgart und nicht zuletzt die mercedes-benz arena – heimat des vfb stuttgart – umfasst. „der neckarpark ist ein quartier, in dem das miteinander von wirtschaft, kultur und sport sehr schön zum ausdruck kommt“, beschreibt wolfgang aichele das riesige veranstal- tungsgelände. auf dem weg in die zentrale der südwestbank kommt wolfgang aichele auch an seiner geburtsstadt esslingen am neckar vorbei. die historische altstadt erlaubt einen spaziergang durch zwölf jahrhunderte: vorbei an gotischen kirchen, mittelalterlichen fach- werkzeilen, barockem adelssitz und renaissance- giebeln im schatten der esslinger burg, die seit über 700 jahren über der stadt thront.
über den dächern von stuttgart 08.25 uhr 22 die südwestbank in stuttgart in unserer zentrale werden nicht nur kunden aus stutt- gart und umgebung betreut, sondern auch die konten unserer überregionalen kunden geführt. im citycontest von focus-money wird unsere beratung regelmäßig ausgezeichnet. stuttgart „ein gutes geschäft ist, wenn alle beteiligten zu- frieden sind. unseren kunden auf augenhöhe zu begegnen, ist dafür eine wichtige grundlage.“ wolfgang aichele das büro von wolfgang aichele befindet sich in der südwestbank- zentrale in der rotebühlstraße. „von meinem büro im 6. stock aus habe ich einen herrlichen blick über die stadt“, freut sich wolfgang aichele. bei gutem wetter sieht er vom schreibtisch aus sogar die markanten berge des remstals. dem stuttgarter und autor harald schukraft zufolge stammt der name „rotebühl“ übrigens von einem stadttor, das sich dort befand, wo heute der rotebühlplatz ist. das tor zierte ein markantes rotes heiligenbild, weswegen die stuttgarter das tor „rotebildtor“ nannten. durch lautverschiebung wurde aus dem roten bild schließlich der rote bühl.
15.30 uhr kundentermin in stuttgart 23 roger dirksmeier ist einer der geschäftsführer bei fogtec, einem internationalen unternehmen für brandschutzlösungen. in seinen aufgabenbereich fällt die ausstattung von schienenfahrzeugen mit aktiven brandschutzsystemen. beruflich ist roger dirksmeier rund 200 tage im jahr unterwegs. seine projekte führen ihn rund um den globus und eben auch nach stuttgart, wo er im rahmen des um- und ausbaus des hauptbahnhofs mit seinem team dafür sorgt, dass die auswirkungen im falle eines brandes in den zügen so gering wie möglich sind. er ist mit seinem privaten vermögen im mai 2015 zur südwestbank gewech- selt. „wir haben uns zum gespräch getroffen und nach zwei stunden war klar: so machen wir das in zukunft“, beschreibt er seine entscheidung für die bank. roger dirksmeier, der aus menden im sauerland stammt, ist ein ebenso begeister- ter familienmensch wie unternehmer. „ich bin mit meiner jugendliebe verheiratet und habe drei sportliche töchter“, schwärmt er. zur südwestbank kam er, weil er mit seinem ehemaligen berater unterschiedlicher meinung war. er schätzt das know-how und die erfahrung von wolfgang aichele. auch die zeitliche flexibilität seines betreuers ist für ihn aufgrund seines beruflichen engagements sehr wichtig. er lässt mittlerweile sein gesamtes vermögen von der südwestbank betreuen. „ich bekomme hier weit mehr, als ich erwartet habe“, sagt roger dirksmeier. gesprächstermin in stuttgart in zwei stunden die weichen gestellt „am ende ist es doch vor allem auch die chemie, die stimmen muss, wenn sie jemandem ihr privates vermögen und ihre zukunftspläne anvertrauen.“ roger dirksmeier
treffpunkt stuttgart treffpunkt stuttgart gemeinsam mehr erreichen friedhofsgärtner e. g. in baden-württemberg 24 südwestbank stuttgart harald haug geschäftsführender vorstand genossenschaft badischer friedhofsgärtner e. g. die genossenschaft badischer friedhofs- gärtner e. g.organisiert und überwacht vereinbarungen für die dauergrabpflege. sie sorgt langfristig für die lückenlose und sorgfältige ausführung der grab- pflege. mit einem vertragsbestand von mehr als 51.000 pflegevereinbarungen im wert von über 160 millionen euro gehört die genossenschaft zu den größ- ten dauergrabpflege-einrichtungen in deutschland. die genossenschaft badischer fried­ hofsgärtner e. g. und die württemberg­ i­ sche friedhofsgärtner e. g. sind zwei von 27 friedhofsgärtnergenossenschaf- ten in deutschland. bundesweit sind diesen ca. 4.000 friedhofsgärtner an­ - ge­ schlossen. thomas vogt vorstandsvorsitzender württembergische friedhofs- gärtner e. g. wenn angehörige, nachlassverwalter oder testamentsvollstrecker die pflege eines grabes nicht selbst erledigen können, bietet die württembergische friedhofsgärtner e. g. mit über 500 gärtnerischen fachbetrieben die dauer­ grabpflege für die gesamte dauer der ruhezeit nahezu flächendeckend in würt­- temberg an. die treuhandstelle verwal- tet über 44.000 pflegeverträge im wert von über 160 millionen euro.
in unserer schnelllebigen zeit sind orte, die ein innehalten ermöglichen und raum für erinnerungen lassen, vielleicht wich­ - ti­ ger denn je. wer immer nach vorn schaut, braucht auch den blick zurück. ein gepfleg­- tes grab kann ein solcher ort sein. harald haug und thomas vogt über die rolle des friedhofsgärtners und die bedeutung des erinnerns in unserer gesellschaft. friedhofsgärtner arbeiten in einem sen­ siblen umfeld, das ein hohes maß an verantwortungsbewusstsein verlangt. wir sind in erster linie ruhebewahrer. im umgang mit mensch und natur sind vor allem achtsamkeit und einfühlungs- vermögen gefragt. gerade bei langfristigen grabpflege-­ aufträgen mit laufzeiten von 20 und mehr jahren muss ein friedhofsgärtner aber unbedingt auch über unternehmerisches know-how verfügen. das genossenschaftliche prinzip ist hier ein wirklicher vorteil. so lassen sich für die betriebe gemeinsame ziele leichter erreichen, ohne dabei die eigene selbst- ständigkeit aufzugeben. die genossen- schaft fördert ihre mitglieder, weil sie leis- tungen anbieten kann, die das einzelne mitglied alleine nicht oder nur unter gro­ ßem aufwand erbringen kann – zum bei- spiel die gemeinsame vermarktung von produkten oder dienstleistungen, die ver- waltung und bewirtschaftung des treu- handkapitals, die leistungsgarantie über die gesamte laufzeit eines grabes. in vielen todesanzeigen findet sich heute der passus „von beileidsbekundungen bitten wir abzusehen“. trauern menschen heute lieber im stillen? wenn man sich die heftigkeit der trauer- bekundungen früherer zeiten vor augen führt, kann man die bedeutung des schweigens ermessen, das trauernde heute umgibt. gespräch mit harald haug und thomas vogt 12.05.16 | 14.00 uhr das traditionsbewusstsein hat sich verän- dert. es sind verstärkt bestattungsalterna- tiven ohne namentliches grab und abseits des friedhofs auf den markt gekommen. in der badischen region erleben wir aber seit kurzem wieder einen gegenläufigen trend: immer häufiger wünschen sich die menschen ein persönliches grab in park­ ähnlicher anlage auf dem friedhof. diesen trend können wir auch für würt- temberg bestätigen. gepflegte gräber setzen hier ein bewusstes zeichen gegen das vergessen. und wer die grabpflege nicht über jahre alleine bewältigen kann, findet in der dauergrabpflege des fried- hofsgärtners eine gute alternative. die mobilität unserer gesellschaft und die säkularisierung scheinen im widerspruch zu einer liebevollen, langfristigen grabpflege zu stehen. im gegenteil. in unserer schnelllebigen zeit fehlt der mut, zu trauern. unsere gesellschaft hat vieles verlernt, was ein- mal ganz selbstverständlich zum umgang mit dem tod und zur trauerkultur gehört hat. gepflegte gräber und trauerfloristik sind darum heute wichtiger denn je. wenn der friedhofsgärtner die dauergrab­ pflege übernimmt, ist diese aufgabe langfristig und zuverlässig gelöst. genau. dann können die hinterbliebenen die grabstätte des verstorbenen zu jeder zeit besuchen, ohne daran denken zu müs- sen, welche arbeit auf dem friedhof noch erledigt werden muss. 25
26 manfred mühlheim betreut die genossenschaft badi- scher friedhofsgärtner e. g. seit 20 jahren. „unsere hauptaufgabe besteht in der anlageberatung“, erklärt er. die herausforderung liegt bei genossenschaften darin, trotz einer konservativen anlagestrategie, die sich aus den genossenschaftlichen richtlinien ergibt, chancen am kapitalmarkt zu nutzen. „traditionelle wer­ te wie boden- ständigkeit, transparenz und vertrauen sind im zeitalter des anlagenotstands die messlatte für eine gute zusammenarbeit.“ manfred mühlheim, bereichsleiter asset management karlsruhe zwei genossenschaften – eine bank mit vertrauen zum erfolg treffpunkt stuttgart „die südwestbank ist für uns seit jahrzehnten ein verläss- licher partner. als mittelstän- dische bank kennt sie die anfor­ derungen unseres berufsstandes sehr genau.“ harald haug, genossenschaft badischer friedhofsgärtner e. g.
27 seit 2001 berät michael hofsäß die württembergische friedhofsgärtner e. g. sein aufgabenbereich reicht von alltäglichen finanzdienstleistungen wie etwa dem erteilen von vollmachten bis hin zu komplexen anlage- lösungen. „wichtig ist nicht, was möglich wäre. wich- tig ist ganz alleine, was dem kunden nutzt“, beschreibt er seine haltung. „wenn wir nicht in der lage sind, kleine probleme zu lösen, können wir unseren kunden auch bei großen aufgabenstel- lungen nicht weiterhelfen.“ michael hofsäß, marktbereichsleiter mittlerer neckar südwestbank stuttgart stuttgart süd „von unserer bank erwarten wir, dass sie sich auch den heraus- forderungen der digitalisierung stellt: virtuell und doch persön- lich. genau dies schätzen wir an der südwestbank.“ thomas vogt, württembergische friedhofsgärtner e. g.
inhalt 28 inhalt 1. lagebericht für das geschäftsjahr 2015 i. wirtschaftliche rahmenbedingungen 30 ii. geschäftstätigkeit und entwicklung der südwestbank ag 34 iii. personalentwicklung 42 iv. nachtragsbericht 45 v. gesamtbanksteuerung 45 vi. sonstiges 60 vii. voraussichtliche entwicklung sowie chancen und risiken der südwestbank ag 61 2. jahresabschluss jahresbilanz 66 gewinn- und verlustrechnung 68 anhang für das geschäftsjahr 2015 70 3. bericht des aufsichtsrates 87 4. bestätigungsvermerk des abschlussprüfers 91 anhang für das geschäftsjahr 201570
1. lagebericht für das geschäftsjahr 2015 29 lagebericht für das geschäftsjahr 2015 1
30 i. wirtschaftliche rahmenbedingungen entwicklung der gesamtwirtschaft das wachstum der deutschen wirtschaft fiel im jahr 2015 erneut moderat aus. preis- bereinigt nahm das bruttoinlandsprodukt im vorjahresvergleich um 1,7 % zu. damit lag es leicht über dem anstieg im jahr 2014 (+ 1,6 %) und dem durchschnittlichen wachs‑ tum der letzten 10 jahre (+ 1,3 %). wie schon in den jahren zuvor erwiesen sich der private konsum und die exportstärke deutschlands als tragende pfeiler. der anstieg des privaten konsums wurde auch durch die nachfrageimpulse aufgrund der starken zuwanderung beeinflusst, in deren zuge sich die einwohnerzahl in deutschland von 81,2 mio. auf 81,9 mio. erhöhte. noch stärker als der privatkonsum legten mit einem plus von 2,8 % die kon- sumausgaben des staates zu. hier führten unter anderem die personal- und sachkos- ten zur betreuung, unterbringung und inte- gration der flüchtlinge zu mehrausgaben. der einzelhandel konnte im sechsten jahr in folge einen preisbereinigten umsatz­ anstieg zum jeweiligen vorjahr verbuchen. mit 2,7 % nahm der preisbereinigte ein‑ zelhandelsumsatz so stark zu wie seit 1994 nicht mehr. die deutsche exportindustrie konnte im vergleich zum rekordjahr 2014 noch‑ mals an dynamik gewinnen. der wert der warenexporte betrug 1.195,8 mrd. eur (+ 6,4 %). auch die importe erreichten mit 948,0 mrd. eur (+ 4,2 %) einen neuen höchststand. dies führte in der außen‑ handelsbilanz zu einem rekordüberschuss von 247,8 mrd. eur. die zahl der erwerbstätigen mit wohn- sitz in deutschland erhöhte sich im jahres- durchschnitt 2015 um 0,8 % auf rund 43 mio. personen. mit dem bereits neunten anstieg in folge wurde der höchste wert seit der wiedervereinigung erreicht. die erwerbslosenquote sank deutlich von 4,7 % auf 4,3 % und liegt nun auf knapp der hälfte des eu-durchschnittswertes; in keinem anderen eu-land ist sie niedriger. die verbraucherpreise erhöhten sich im jahresdurchschnitt 2015 gegenüber 2014 um 0,3 %. die inflationsrate ist bereits seit dem jahr 2011 rückläufig. der sehr geringe anstieg der verbraucherpreise ist in erster linie vom preisrückgang (– 7,0 %) bei energiepro‑ dukten geprägt, der im wesentlichen auf den preisverfall beim rohöl zurückzuführen ist. demgegenüber haben sich die nahrungs- mittel um 0,8 % verteuert. seit 2010 legten die preise für nahrungsmittel um 12,4 % zu, während der allgemeine anstieg der ver- braucherpreise lediglich 6,9 % betrug. nach dem bereits positiven saldo in 2014 erzielten die deutschen staatshaushalte im vergangenen jahr erneut einen finanzie- rungsüberschuss von rund 19,4 mrd. eur. dies entspricht einer maastricht-quote von 0,6 %. angesichts der sprudelnden steuer- einnahmen und der extrem niedrigen finan‑ zierungskosten müssen die sparbemühun- gen jedoch als nicht ausreichend erachtet werden. der seit dem jahr 2010 bestehende aufwärts‑ trend am deutschen immobilienmarkt setzte sich nach einer geringfügigen abschwächung in 2014 im vergangenen jahr wieder ver- stärkt fort. wie schon in den jahren zuvor zogen die preise in den großen und struktur‑ starken städten überproportional an. wohn‑ immobilien verteuerten sich in den fünf größten deutschen städten um circa 10 % im vergleich zum vorjahr. lagebericht
31 der hauptgrund für den starken anstieg ist in erster linie die hohe nachfrage nach wohnraum in den ballungszentren. diese resultiert zum einen aus der starken zuwan- derung aus dem ausland und zum anderen aus den anhaltend extrem günstigen finan- zierungsbedingungen. da viele ausländi- sche investoren deutsche wohnimmobilien nach wie vor als günstig erachten, trug auch deren verstärkte nachfrage zu dem kräftigen preisanstieg der letzten jahre bei. die gefahr von preisblasen hat sich in den großstädten weiter erhöht. solange die finanzierungs- kosten auf derart niedrigem niveau verhar- ren, ist jedoch nicht mit einem trendbruch zu rechnen. die monetäre entwicklung die geld- und kapitalmärkte waren im jahr 2015 nach wie vor vom anhaltenden tief- zinsniveau geprägt. in fast allen bedeutenden währungsräumen wurde die expansive geldpolitik durch die jeweiligen notenban- ken fortgesetzt. lediglich die amerikani- sche notenbank federal reserve bank (fed) erhöhte ende des jahres 2015 die leitzinsen um 25 basispunkte. trotz der expansiven geldpolitik und der damit verbundenen aus- weitung der bilanzsumme der europäischen zentralbank (ezb) stieg die inflation im euro- raum im verlauf des jahres 2015 nur leicht von – 0,6 % auf 0,2 % an und befand sich zum jahresende noch immer weit unter der von der ezb definierten zielmarke von knapp 2 %. die renditen der deutschen staatsanleihen gingen trotz des seit geraumer zeit erreich- ten tiefzinsniveaus in den ersten monaten des jahres weiter zurück. im april 2015 lag die rendite einer 10-jährigen bundesanlei- he nur noch knapp über der nulllinie. inner- halb weniger wochen stieg sie dann auf fast 1 % an, um im weiteren jahresverlauf wie- der nachzugeben. zum jahresende lag die rendite bei 0,63 % und somit um 10 basis- punkte über dem jahresendwert 2014. die rendite einjähriger bundesanleihen, die bereits zum jahresende 2014 mit – 0,1 % negativ war, bildete sich im jahresverlauf 2015 weiter auf – 0,42 % zurück, was zu einer steileren zinsstrukturkurve führte. die renditen der staatsanleihen anderer großer euroländer wie italien, frankreich oder spanien veränderten sich im jahres- vergleich nur unwesentlich. 10-jährige us- staatsanleihen zeigten in 2015 einen ren‑ diteanstieg auf 2,31 %; die zinsdifferenz zu deutschen staatsanleihen vergrößerte sich entsprechend auf 168 basispunkte. der im euroraum wichtigste referenzzins- satz für interbankgeschäfte, der 3-monats- euribor, war weiter rückläufig und bewegt sich seit märz 2015 im negativen bereich. zum jahresende 2015 belief er sich auf – 0,13 %. das renditeniveau bei unternehmens- anleihen mit guter bonität veränderte sich auf jahressicht kaum. im kurzen laufzeiten- bereich gaben die renditen nochmals leicht nach, während am langen ende leichte anstiege zu verzeichnen waren. die kurve nahm damit einen etwas steileren verlauf an. die geldpolitische lockerungspolitik der ezb führte im ersten quartal des vergange- nen jahres zu einer weiteren und massiven abwertung des euro gegenüber dem us- dollar. im märz kostete ein euro zeitweise weniger als 1,05 us-dollar. nach einer zwischenzeitlichen erholung der gemein- schaftswährung auf über 1,15 us-dollar schloss der euro das jahr 2015 bei 1,087 us- dollar und einem verlust von 10,23 % ab.
32 gegenüber dem japanischen yen verbilligte sich der euro im jahresverlauf um 9,88 % und notierte zum jahresende nur noch bei 130,47 yen. zu beginn des zurückliegenden jahres weckte der starke goldpreisanstieg noch hoffnungen unter den goldanlegern auf ein ende der schwächephase des beliebten edelmetalls. diese wurden jedoch im wei‑ teren jahresverlauf durch stärkere preis- rückgänge zunichtegemacht. die notierung von 1.061 us-dollar je feinunze zum jahres- ­ ende 2015 entspricht einem jahresverlust von 10,36 %. wegen der deutlichen aufwer- tung des us-dollar schlug jedoch in euro gerechnet nur ein jahresverlust von 0,21 % zu buche. der ölpreisverfall setzte sich 2015 aufgrund höherer produktionsmengen und einer nachlassenden dynamik seitens der nach- frager weiter fort. kostete das barrel brent in der ersten jahreshälfte zeitweise noch fast 70 us-dollar, so kollabierte der preis des schwarzen goldes im verlauf des zwei- ten halbjahres. insgesamt verbilligte sich das barrel brent im jahresverlauf um 35,06 % auf 37,38 us-dollar. entwicklung der aktienmärkte die weltweit wichtigsten aktienmärkte zeig- ten auch im jahr 2015 kein einheitliches bild. nach großen unterjährigen schwankun‑ gen erzielte der deutsche leitindex dax einen ansehnlichen jahresgewinn. die ame- rikanischen börsen verbuchten einen leich- ten jahresverlust, während die emerging markets einmal mehr größere rückgänge verzeichneten. die geldpolitischen lockerungsmaßnahmen der ezb sorgten für einen fulminanten start in das börsenjahr 2015. der dax legte in den ersten monaten mehr als 20 % zu und markierte am 10. april mit 12.391 zählern ein neues allzeithoch. in den sommermona- ten belastete der kollabierende ölpreis die aktienmärkte zusehends. durch den kurs- sturz an den chinesischen aktienmärkten geriet der dax unter druck. am 29. septem- ber erreichte der dax mit 9.325 zählern sein jahrestief. im weiteren jahresverlauf erholte sich das wichtigste deutsche aktien- barometer unter größeren schwankungen von diesen rückschlägen und konnte mit der schlussnotiz von 10.743 punkten eine jahresperformance von 9,56 % vorweisen. die aktien der mittelgroßen unternehmen (mdax) erreichten eine erfreulich jah‑ resperformance von 22,67 %, während der technologiesektor (tecdax) sogar mit einem plus von 33,5 % schloss. dagegen legten die europäischen aktienmärkte, gemessen am euro stoxx 50, nur um 4,53 % zu. in den usa zeigte sich der börsenverlauf weit weniger schwankungsintensiv. die leit- indices dow jones industrial average und s&p 500 gaben allerdings mit einer jahres- performance von – 2,11 % und – 0,82 % leicht nach. besser entwickelte sich der technologieindex nasdaq mit + 5,73 %. die japanische börse konnte weiter von der extrem lockeren geldpolitik der heimi- schen zentralbank profitieren. mit einem kursgewinn von 9,07 % beendete der nikkei das jahr. lagebericht
33 die schwache entwicklung der rohstoff- preise und ein weiter nachlassendes wachs- tumstempo setzten den börsen in den emerging markets auch 2015 zu. der msci em verlor 16,96 % und gehörte einmal mehr zu den schwächeren indices. der msci world, der die weltweite börsen- entwicklung abbildet, verbuchte auf basis des us-dollar einen jahresverlust von 2,75 %. finanzstabilität und die entwicklung des bankenmarkts im jahr 2015 war das weltweite finanzsys- tem zwei größeren stresssituationen aus‑ gesetzt. gleich zu beginn des jahres stellte die griechische regierung die nerven der finanzmarktteilnehmer auf die probe. die neubildung der griechischen regierung im nachgang zu den vorgezogenen parla- mentswahlen im januar 2015 führte zu großer ungewissheit über den weiteren verbleib griechenlands in der eurozone. diese unsicherheit prägte das gesamte erste halbjahr. andere von der euro-schulden- kriese betroffene länder konnten sich dieser unsicherheit jedoch weitestgehend ent‑ ziehen. die renditen der anleihen dieser staaten stiegen nur sehr gering an, was deren refinanzierungsfähigkeit nicht beein- trächtigte. auch der bankensektor wurde kaum in mitleidenschaft gezogen, was darauf zurückzuführen ist, dass die banken ihre forderungen gegenüber griechenland bereits größtenteils abgebaut hatten und der aus- fall der schulden verkraftbar gewesen wäre. mitte 2015 folgte die zweite belastungs‑ probe. an den chinesischen aktienmärkten setzte nach kräftigen kursgewinnen im ersten halbjahr zwischen juni und septem- ber eine massive korrektur an. die sorge vor einem wirtschaftlichen abschwung in china führte auch an den internationalen börsenplätzen zu starken kursrückgängen. die deutschen banken waren dennoch in der lage, ihre widerstandsfähigkeit zu verbes- sern. zur mitte des abgelaufenen jahres lag die aggregierte kernkapitalquote des deut- schen bankensystems bei 15,6 % und somit um 0,6 prozentpunkte höher als vor einem jahr. seit anfang 2008 konnten die deutschen banken ihre kernkapitalquote damit suk‑ zessive und signifikant um 6,5 prozentpunkte steigern. auch wenn die banken vor dem hintergrund weiterer anforderungen im rahmen von basel iii noch höhere eigen‑ kapitalreserven bilden müssen, erscheint die gegenwärtige eigenkapitalausstattung des bankensystems mittlerweile als ausreichend, um selbst schlechteren makroökonomischen bedingungen standhalten zu können. anzu- merken ist jedoch, dass ein großer teil der kernkapitalerhöhungen nicht aus der thesau- rierung von gewinnen resultierte, sondern den instituten im rahmen von kapitalerhö- hungen zugeführt wurde. das andauernde niedrigzinsniveau birgt in kombination mit der strukturellen ertrags- schwäche des deutschen bankgewerbes mittelfristig erhebliche risiken für das deut- sche bankensystem. die banken müssen weiter ihre zinsrisiken reduzieren sowie ihre kosten senken. aufgrund des intensiven wettbewerbs in der bankenbranche werden die institute jedoch negative zinsen für im eurosystem gehaltene einlagen nur sehr schwer an die kunden weitergeben können.
34 lagebericht ii. geschäftstätigkeit und entwicklung der südwestbank ag die südwestbank ag ist eine unabhän- gige mittelständische universalbank im privatbankensektor. wesentliche geschäfts- aktivitäten umfassen das kreditgeschäft, das einlagengeschäft und das vermittlungs- geschäft mit privat- und firmenkunden, das hauptsächlich in baden-württemberg betrieben wird, sowie das investmentori‑ entierte beteiligungsgeschäft über ihr toch- terunternehmen swb international s.c.s. mit sitz in luxembourg. bei allen geschäfts- aktivitäten bietet die südwestbank ag ein breites produktportfolio an. mit einer bilanzsumme von 7,1 mrd. eur gehört die südwestbank ag zu den größten unab- hängigen mittelständischen privatbanken in deutschland. die südwestbank ag bekennt sich zu ihrer strategischen ausrichtung als filial- bank und zur präsenz vor ort für ihre kun- den. die bank verfügt zum jahresende über 28 geschäftsstellen und acht sb-geschäfts- stellen sowie drei weitere standorte mit geld- automaten. spezielle beratungsleistungen im bereich der vermögensverwaltung, des inlands- und aus‑ landszahlungsverkehrs sowie der immobilien‑ vermittlung stellt die südwestbank ag ihren kunden selbst zur verfügung. bei der vermittlung von ratenkrediten sowie von bauspar-, versicherungs- und wertpapier- produkten greift die südwestbank ag auf produkte und die unterstützung ihrer vertriebspartner zurück. neben den kundengeschäften betreibt die südwestbank ag eigengeschäfte in wertpapieren zur strategischen allokation des anlagevermögens und der liquidi‑ tätsreserve sowie handelsgeschäfte zur aus- nutzung von kurzfristigen marktpreis- schwankungen. zur weiteren diversifika‑ tion ihrer eigenanlagen investiert die südwestbank ag über das tochterunter- nehmen swb immowert gmbh seit 2015 in immobilien in süddeutschen mittel- und oberzentren. zur operativen umsetzung der geschäftsakti‑ vitäten im markt hat die südwestbank ag acht kundensegmente definiert: – privatkunden – vermögenskunden – gewerbekunden – private-banking-kunden – firmenkunden – geschäftskunden – kunden des landwirtschafts- und agrargewerbes – institutionelle kunden die privat-, vermögens- und gewerbekun- den werden von vier regionalen marktberei- chen (mittlerer neckar, baden, bodensee- oberschwaben und hohenlohe-franken / mittlerer schurwald) betreut, während die firmen-, geschäfts-, landwirtschafts- und agrarkunden, private-banking- und institu- tionellen kunden einer zentralen betreuung zugeordnet sind. diese organisationsstruk- tur ist die basis für die individuelle und per- sönliche betreuung unserer kunden.
35 in den geschäftsfeldern privat-, vermö‑ gens- und gewerbekunden wirkten sich die bildung kompetenter betreuungsteams aus anlage- und finanzierungsspezialisten sowie die optimierung von beratungs- und vertriebsunterstützungsprozessen in den filialen weiterhin positiv auf den ertrag aus. der gesamtertrag in diesen geschäftsfeldern konnte 2015 um rund 7,0 mio. eur (+ 51,9 %) gesteigert werden. der aufbau der betreuungskapazitäten in allen geschäftsfeldern als zeichen der nähe zum kunden und als ausdruck der stärkung der filialstandorte hat sich – parallel zum weiteren ausbau des online- geschäfts – als erfolgreiche strategie der südwestbank ag bewährt. die wiederholt ausgezeichnete beratungs- qualität spiegelt sich auch in einem deut- lichen anstieg des provisionsüberschusses um 3,8 mio. eur (+ 13,3 %) wider. das bestreben der südwestbank ag, im wett- bewerb durch qualität zu überzeugen, wurde in 2015 erneut unter anderem durch die wiederholten auszeichnungen „beste bera- tung in baden-württemberg“ und „elite der vermögensverwalter“ unter beweis gestellt. ertragslage im jahr 2015 hat sich die ertragslage der südwestbank ag sehr positiv entwickelt. das betriebsergebnis vor steuern betrug 63,9 mio. eur und konnte im vergleich zum vorjahr mehr als verdoppelt werden. der jahresüberschuss des abgelaufenen geschäftsjahres liegt mit 45,8 mio. eur ebenfalls deutlich über dem vorjahreswert. die ertragslage der bank stellt sich im vorjahresvergleich wie folgt dar: 2015 teur 2014 teur zinsüberschuss 129.166 88.001 provisionsüberschuss 32.385 28.574 handelsergebnis 4.645 3.729 verwaltungsaufwendungen a) personalaufwendungen – 52.629 – 47.365 b) andere verwaltungsaufwendungen – 29.606 – 25.595 abschreibungen auf das anlagevermögen – 4.075 – 3.791 sonstige betriebliche erträge / aufwendungen und sonstige steuern 2.859 – 1.764 betriebsergebnis vor risikovorsorge- / bewertungsergebnis 82.745 41.789 risikovorsorge- / bewertungsergebnis –18.470 – 16.248 ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit 64.275 25.541 außerordentliches ergebnis / teilgewinnabführung – 350 – 350 steuern vom einkommen und vom ertrag – 18.096 – 17.315 jahresüberschuss 45.829 7.876 zinsüberschuss 129.16688.001 provisionsüberschuss 32.38528.574 handelsergebnis 4.6453.729 betriebsergebnis vor risikovorsorge- / bewertungsergebnis 82.74541.789 ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit 64.27525.541 jahresüberschuss 45.8297.876
36 der zinsüberschuss ist 2015 um insgesamt 41,2 mio. eur (+ 46,8 %) auf 129,2 mio. eur angestiegen. dies beruht auf dem zins‑ überschuss aus dem bankgeschäft, der sich um 14,4 mio. eur (+ 16,4 %) verbesserte. maßgeblich für den anstieg war der um 20,5 mio. eur (+ 29,4 %) höhere konditions­ ‑ bei­ trag aus dem kundengeschäft. dieser ist auf eine ausweitung des volumens im kun‑ denkreditgeschäft um 477,6 mio. eur und bei den kundeneinlagen um 1.240,2 mio. eur zurückzuführen. des weiteren konn‑ ten erstmals ausschüttungen aus dem beteiligungsportfolio des tochterunterneh- mens swb international s.c.s. in höhe von 26,6 mio. eur vereinnahmt werden. der provisionsüberschuss konnte im ver- gleich zum vorjahr erneut deutlich gesteigert werden und legte um 3,8 mio. eur (+ 13,3 %) auf 32,4 mio. eur zu. dabei verzeichneten alle dienstleistungsprodukte bis auf das aus- landsgeschäft positive entwicklungen. mit einer steigerung um 3,6 mio. eur (+ 27,7 %) resultierte der wesentliche ertragszuwachs aus dem wertpapiergeschäft in den geschäfts- feldern vermögenskunden, private-banking- und institutionelle kunden. das geschäfts- feld firmenkunden konnte die erträge aus dem kreditgeschäft um 1,1 mio. eur (+ 45,7 %) steigern. die vermittlungserträge nahmen um 0,5 mio. eur (+ 5,2 %) zu. weiter leicht rückläufig entwickelte sich der überschuss aus dem zahlungsverkehr mit einer verän- derung von – 0,1 mio. eur (– 2,6 %). im einzelnen entwickelte sich der provisions- überschuss wie folgt: das nettoergebnis des handelsbestands erhöhte sich nach berücksichtigung der vorzunehmenden risikoabschläge um 0,9 mio. eur (+ 24,6 %) auf 4,6 mio. eur. sämtliche wertpapiere des handelsbe- stands wurden mit ihrem beizulegenden zeitwert bewertet. die verwaltungsaufwendungen inklu‑ sive der abschreibungen auf das anlage‑ vermögen sind im vergangenen jahr um 9,6 mio. eur auf 86,3 mio. eur gestiegen. die personalaufwendungen erhöhten sich aufgrund des planmäßig verlaufenen aufbaus der mitarbeiterkapazitäten im abgelaufenen jahr um 5,3 mio. eur (+ 11,1 %). die ande- ren verwaltungsaufwendungen nahmen um 4,0 mio. eur (+ 15,7 %) zu. der anstieg resultiert im wesentlichen aus gestiegenen regulierungskosten sowie investitionen in die modernisierung unseres filialnetzes und der it-infrastruktur. lagebericht provisionsüberschuss 2015 teur 2014 teur überschuss aus wertpapierdienstleistungs- und depotgeschäften 16.551 12.957 vermittlungserträge 9.609 9.131 überschuss aus dem zahlungsverkehr 4.443 4.562 sonstige geschäfte 1.782 1.924 überschuss aus wertpapierdienstleistungs- und depotgeschäften 16.55112.957 vermittlungserträge 9.6099.131 überschuss aus dem zahlungsverkehr 4.4434.562 sonstige geschäfte 1.7821.924
37 das sonstige betriebliche ergebnis belief sich im jahr 2015 auf 2,9 mio. eur und war durch auflösungen und zuführungen zu rückstellungen sowie währungseffekte gekennzeichnet. aufgrund eines moderat gestiegenen risikovorsorgebedarfs und eines niedrige- ren bewertungsergebnisses aus den eigen­- anlagen ergibt sich insgesamt ein risiko‑ vorsorge- und bewertungsergebnis von – 18,5 mio. eur (vorjahr: – 16,2 mio. eur). das außerordentliche ergebnis in höhe von – 0,3 mio. eur geht auf zuführungen in höhe eines fünfzehntels des unter- schiedsbetrags aus der neubewertung von pensionsrückstellungen zurück. dieser unterschiedsbetrag resultiert aus den geän- derten bewertungsvorschriften für pen‑ sionsrückstellungen aufgrund des bilanz- rechtsmodernisierungsgesetzes (bilmog). der jahresüberschuss in höhe von 45,8 mio. eur ermöglicht vorab einstellun‑ gen in die anderen gewinnrücklagen in höhe von 20,7 mio. eur. der hauptversamm- lung wird vorgeschlagen, den verbleibenden bilanzgewinn von 25,1 mio. eur wie folgt zu verwenden: – ausschüttung von 10,1 mio. eur durch zahlung einer dividende von 3,50 eur je anteil an die aktionäre sowie – einstellung von 15,0 mio. eur in die anderen gewinnrücklagen. vermögens- und finanzlage das geschäftsvolumen der südwestbank ag konnte im vergleich zum vorjahr mit einem plus von 1,1 mrd. eur (+ 17,3 %) auf 7,8 mrd. eur nochmals deutlich gestei‑ gert werden. die bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem vorjahr um 18,7 % auf 7,1 mrd. eur.
38 lagebericht sämtliche außerbilanziellen geschäfte der bank dienen der zinsbuchsteuerung. im rahmen der aktiv-passiv-steuerung wer‑ den aktuell bestehende aktiv- und passiv‑ überhänge mit außerbilanziellen geschäften abgesichert beziehungsweise gesteuert. die südwestbank ag entwickelte sich im einzelnen wie folgt: neben den bilanziellen geschäften sind die derivativen finanzinstrumente in die ganzheitliche zinsbuchsteuerung der bank einbezogen. die unwiderruflichen kreditzusagen nahmen um 6,5 % zu, während sich die eventualverbindlichkeiten aus bürg‑ schaften und gewährleistungen mit – 3,8 % leicht rückläufig entwickelten. gesamtgeschäft 2015 teur 2014 teur bilanzsumme 7.101.374 5.983.973 eventualverbindlichkeiten aus bürgschaften und gewährleistungen 134.911 140.277 unwiderrufliche kreditzusagen 547.354 513.798 außerbilanzielle geschäfte (nominalbeträge) 2015 teur 2014 teur zinsswaps 2.318.366 1.859.483 optionen auf zinsswaps 123.500 123.500 caps 86.589 87.108 floors 14.947 11.000 bilanzsumme 7.101.3745.983.973 und gewährleistungen 134.911140.277 unwiderrufliche kreditzusagen 547.354513.798 zinsswaps 2.318.3661.859.483 optionen auf zinsswaps 123.500123.500 caps 86.58987.108 floors 14.94711.000
39 wesentliche aktivstrukturen forderungen die südwestbank ag hat ihr kredit‑ ­ volumen 2015 nochmals deutlich um 505,8 mio. eur (+ 12,1 %) ausgeweitet. ausschlaggebend hierfür war der an‑ stieg der forderungen an kunden um 477,6 mio. eur (+ 13,5 %). die versorgung ihrer kunden mit der benötigten liqui‑ dität stellt für die südwestbank ag weiterhin ein zentrales anliegen dar. die forderungen an kreditinstitute sind mit 372,7 mio. eur nahezu konstant geblieben. wertpapiere die wertpapieranlagen wurden gegenüber dem vorjahr um 339,1 mio. eur (+ 21,6 %) erhöht. vorrangiger grund ist der volumen- anstieg bei den wertpapieren der liquidi- tätsreserve um 283,6 mio. eur (+ 35,8 %). das volumen der wertpapiere des anlage- vermögens stieg um 76,1 mio. eur (+ 11,5 %). die wertpapiere des handelsbestands wur- den dagegen um 20,6 mio. eur (– 17,7 %) reduziert. zum jahresende 2015 setzte sich der wert- papierbestand in den kategorien anlage­ vermögen und liquiditätsreserve aus schuldverschreibungen und anderen fest- verzinslichen wertpapieren im wert von 1.400,1 mio. eur sowie aktien und anderen nicht festverzinslichen wertpapieren im wert von 415,9 mio. eur zusammen. im handelsbestand befanden sich vorwiegend anleihen und schuldverschreibungen (91,5 mio. eur) sowie zu einem geringeren teil aktien und andere nicht festverzins- liche wertpapiere (4,1 mio. eur). wertpapiere 2015 teur 2014 teur veränderung in teur veränderung in % anlagevermögen 740.268 664.146 76.122 11,5 liquiditätsreserve 1.075.743 792.117 283.626 35,8 handelsbestand 95.549 116.166 – 20.617 – 17,7 anlagevermögen 740.268664.14676.12211,5 liquiditätsreserve 1.075.743792.117283.62635,8 handelsbestand 95.549116.166 – 20.617 – 17,7
40 lagebericht die verbindlichkeiten gegenüber kredit‑ instituten verringerten sich im vergleich zum vorjahr um 159,7 mio. eur (– 16,4 %). wie im vorjahr wurden auch offenmarkt‑ geschäfte mit der ezb genutzt. die verbindlichkeiten gegenüber kun­ den haben sich nochmals deutlich um 1.240,2 mio. eur (+ 30,2 %) erhöht. einen spürbaren zuwachs verzeichneten sowohl die spareinlagen mit 95,1 mio. eur (+ 86,9 %) als auch die anderen verbindlich­ keiten mit 1.145,0 mio. eur. von den anderen ver- bindlichkeiten stiegen die täglich fälligen einlagen um 283,3 mio. eur (+ 10,5 %) und anteile an verbundenen unternehmen die anteile an verbundenen unterneh‑ men beliefen sich zum jahresende auf 320,0 mio. eur. hierin enthalten ist im wesent­ lichen die beteiligung an der tochter swb international s.c.s., luxembourg mit 286,7 mio. eur. die verbindlichkeiten mit vereinbarter lauf- zeit deutlich um 861,8 mio. eur (+ 66,6 %). die verbrieften verbindlichkeiten haben sich aufgrund von fälligkeiten um 11,2 mio. eur (– 15,3 %) verringert. die nachrangigen verbindlichkeiten blieben im vergleich zum jahresende 2014 un­ verändert. die bankaufsichtsrechtliche eigenmittel‑ ausstattung und solvabilität hat sich wie folgt entwickelt: 2015 2014 anrechenbare eigenmittel in teur 700.574 669.131 gesamtkapitalquote in % 12,68 13,74 passivgeschäft 2015 teur 2014 teur verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten 816.918 976.583 spareinlagen 204.651 109.505 andere verbindlichkeiten 5.146.079 4.000.981 verbriefte verbindlichkeiten 62.095 73.277 nachrangige verbindlichkeiten 91.038 91.038 wesentliche passivstrukturen 20152014 anrechenbare eigenmittel in teur 700.574669.131 gesamtkapitalquote in % 12,6813,74 verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten 816.918976.583 spareinlagen 204.651109.505 andere verbindlichkeiten 5.146.0794.000.981 verbriefte verbindlichkeiten 62.09573.277 nachrangige verbindlichkeiten 91.03891.038
41 die gemäß solvabilitätsverordnung (solvv) in verbindung mit der eigenmittelverord- nung crr (capital requirements regula‑ tion – verordnung (eu) nr. 575 / 2013) geforderte eigenmittelunterlegung der anrechnungspflichtigen positionen von mindestens 8 % wurde im geschäftsjahr 2015 jederzeit deutlich übertroffen. zusätzlich zur in 2013 erfolgten kapital­ erhöhung wird durch mögliche ergebnis‑ thesaurierungen das kernkapital der bank weiter gestärkt. in 2015 betrug die erhö- hung 7,9 mio. eur. im jahr 2016 erhöht sich das kernkapital durch die ergebnis‑ thesaurierung aus 2015 um weitere 35,8 mio. eur. die zahlungsbereitschaft war zu jedem zeitpunkt voll gewährleistet. die vermögens- und finanzlage der südwestbank ag ist geordnet. die südwestbank ag verfügt über aus‑ reichende refinanzierungsmöglichkeiten und darüber hinaus über ein portfolio an ezb-fähigen kapitalmarkttiteln, die zur liquiditätsvorsorge im rahmen von offen- marktgeschäften gehalten werden. zum 31. dezember 2015 beträgt die liquiditäts- kennziffer nach liquiditätsverordnung (liqv), die das verhältnis der kurzfristig verfügbaren zahlungsmittel zu den kurz‑ fristigen zahlungsverpflichtungen angibt, 3,65. die geforderte mindestkennziffer von 1 wurde im gesamten jahresverlauf deutlich eingehalten. die liquidity coverage ratio (lcr) lag mit 122 % deutlich über der aufsichtsrechtlichen mindestanforderung von 60 %. 2015 2014 liquiditätskennziffer nach liqv 3,65 1,54 lcr in % 122,0 – 20152014 liquiditätskennziffer nach liqv 3,651,54
42 lagebericht iii. personalentwicklung personalstruktur am 31. dezember 2015 waren stichtagsbe- zogen 647 mitarbeiter / -innen (vorjahr: 627) bei der südwestbank ag beschäftigt, von denen 630 (vorjahr: 606) in einem akti‑ ven dienstverhältnis standen. die anzahl der teilzeitbeschäftigten erhöhte sich auf 107 (vorjahr: 103), die zahl der auszubil‑ denden sank auf 27 (vorjahr: 29). unser nach‑ wuchsfachkräfteprogramm absolvierten 9 (vorjahr: 10) mitarbeiter / -innen. der anteil der frauen an der gesamtmitarbeiterzahl betrug knapp 49 %. die durchschnittliche betriebszugehörigkeit lag zum jahresende bei circa 11 jahren. 14 mitarbeiter / -innen konnten im jahr 2015 ihr 25-jähriges dienstjubiläum begehen. das durchschnittsalter der aktiven mitarbei- ter / -innen beläuft sich auf 42 jahre. die ge- samte altersstruktur stellt sich wie folgt dar: dauer der betriebszugehörigkeit von mitarbeitern über 25 jahre: 83 über 15 jahre bis 25 jahre: 96 über 5 jahre bis 15 jahre: 215 bis 5 jahre: 253
43 frauen in führungsposition entsprechend dem gesetz für die gleichbe- rechtigte teilhabe von frauen und männern an führungspositionen in der privatwirt- schaft und im öffentlichen dienst hat der aufsichtsrat der südwestbank ag in seiner sitzung vom 18. mai 2015 beschlos- sen, die zielgröße für den frauenanteil in aufsichtsrat und vorstand aufgrund beste- hender mandate und verträge für die bis zum 30. juni 2017 dauernde zielperiode entsprechend den aktuellen quoten nicht zu verändern. das alter der südwestbank-mitarbeiter 10 über 60 22 32 56 – 60 33 33 51 – 55 42 38 46 – 50 64 46 41 – 45 57 48 36 – 40 43 45 31 – 35 25 34 26 – 30 26 28 21 – 25 13 4 15 – 20 4 weiblich männlich ferner hat der vorstand der südwestbank ag in seiner sitzung vom 23. september 2015 beschlüsse zum frauenanteil auf der zweiten und dritten führungsebene der bank gefasst. auf der zweiten führungsebene soll die frauen- quote gegenüber dem stand zum jahresende 2015 von 0 % aufgrund bestehender verträge für die bis zum 30. juni 2017 dauernde ziel- periode unverändert bleiben. auf der dritten führungsebene der bank soll der anteil der weiblichen führungskräfte in der zielperiode von aktuell 19,2 % (ende 2015) in einem ersten schritt auf 22 % ansteigen. 10 über 6022 3256 – 6033 3351 – 5542 3846 – 5064 4641 – 4557 4836 – 4043 4531 – 3525 3426 – 3026 2821 – 2513 415 – 204
44 insgesamt waren zum 31. dezember 2015 67 führungskräfte beschäftigt, darunter 10 weibliche führungskräfte an bedeutenden schlüsselstellen (bereichsleiterin, filial- leiterinnen, teamleiterinnen). weiterhin gibt es 7 weibliche stellvertreterinnen, die suk- zessive in die rolle der führungskraft entwi- ckelt werden. unter berücksichtigung der stellvertreterinnen belief sich die frauen- quote zum jahresende 2015 in der zweiten führungsebene bereits auf 6,67 %, in der dritten führungsebene auf 30,77 %. ausbildung zum 31. dezember 2015 beschäftigte die südwestbank ag 27 auszubildende. davon werden 14 zu bankkaufleuten ausge- bildet, weitere 13 studieren an verschiede- nen dualen hochschulen mit dem ziel, den abschluss bachelor of arts (b. a.), studien- gang bwl-bank, zu erwerben. im jahr 2015 haben 12 auszubildende oder dhbw-studierende ihre jeweiligen ausbil- dungen erfolgreich abgeschlossen, teilweise mit preisen und belobigungen. frei werden- de arbeitsplätze versuchen wir so weit wie möglich durch nachwuchs aus den eigenen reihen zu besetzen. dies zeigt auch unser nachwuchsfachkräfteprogramm, in dessen rahmen im berichtsjahr 9 angehende fach- kräfte auf ihre zukünftigen aufgabenstellun- gen vorbereitet wurden. außerdem erhielten 27 schüler / -innen und student / -innen die gelegenheit, im rahmen einer berufsorien- tierung, eines freiwilligen oder pflichtprak- tikums die verschiedenen bereiche des bankgeschäfts kennenzulernen. die prakti- kumsdauer lag je nach bedarf und zielset- zung bei einer woche bis zu sechs monaten. weiterbildung im jahr 2015 wurden die mitarbeiter / -innen intensiv sowohl durch präsenzschulungen der frankfurt school of finance & manage- ment, des instituts sommerkorn oder der südwestbank-coaches als auch durch webbasedtrainings auf aktuelle themen vorbereitet. durchschnittlich absolvierte jeder mitarbeiter rund 3 weiterbildungstage. mehrere mitarbeiter / -innen haben einen weiterbildungsabschluss beispielsweise als bankfachwirt / -in (ihk) oder betriebs- wirt / -in (vwa) erworben und wurden hierbei von der bank unterstützt. sozialleistungen wir bieten unseren mitarbeitern / mitarbei- terinnen die möglichkeit, eine betriebliche altersvorsorge über die r+v pensionsver‑ sicherung a. g. und alternativ auch über den bvv versicherungsverein des bankgewer- bes a. g. abzuschließen. betriebliches gesundheitsmanagement seit dem 1. januar 2015 bietet die südwestbank ag ihren mitarbeitern / mitarbeiterinnen einen betriebsärztlichen dienst gemeinsam mit der b.a.d. gmbh sowie ein employee assistance program (eap) gemeinsam mit der carpediem24 gmbh an. die zusammenarbeit mit der süddeutschen krankenversicherung (sdk) wurde über eine öffnungsaktion und einen vorsorgetarif weiter intensiviert. zudem werden den mitarbeitern / mitarbei- terinnen seminare im bereich „betrieb- liches gesundheitsmanagement“ angeboten. lagebericht
45 es haben sich keine vorgänge oder ereig- nisse nach schluss des geschäftsjahres ergeben, die für die beurteilung der vermö- gens-, finanz- und ertragslage der südwestbank ag von besonderer bedeu- tung sind. iv. nachtragsbericht die risikoadjustierte ertragssteuerung der südwestbank ag und die optimierung der kostenstruktur stehen weiterhin im fokus der gesamtbanksteuerung. als strenge nebenbedingung wird die risikotragfähig- keit fortlaufend gemessen und eingehalten. unter anderem mit blick auf die seit dem 1. oktober 2015 verbindlich einzuhaltende quote der lcr werden zudem die liquiden anlagen regelmäßig und zeitnah analysiert und simulationsrechnungen auf der basis von unterstellten netto-mittelabflüssen durchgeführt. kernstück der steuerung der südwestbank ag ist ein einheitliches kennzahlensystem. alle steuerungsebenen der bank, von den geschäftsfeldern über die marktbereiche und filialen bis hin zu den betreuern, unterliegen einer fortlaufen- den berichterstattung über die geplanten und erzielten ergebnisse und kennzahlen. zentrale steuerungsgrößen sind die eigen- kapitalrentabilität und die cost-income- ratio. die eigenkapitalrentabilität ermittelt sich als verhältnis aus dem ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit zum bilan- ziellen eigenkapital des vorjahres. durch die positive entwicklung des originären zinsüberschusses aus dem bankgeschäft (+ 14,4 mio. eur), die erstmalige ausschüt- tung des tochterunternehmens swb inter- national s.c.s. (26,6 mio. eur) sowie die steigerung des provisionsüberschusses (+ 3,8 mio. eur) und des handelsergebnisses (+ 0,9 mio. eur) verbesserte sich das ergeb- nis vor steuern von 25,2 mio. eur auf 63,9 mio. eur (+ 38,7 mio. eur). dadurch konnte im jahr 2015 eine eigenkapital- rentabilität in höhe von 10,2 % (vorjahr: 4,1 %) erreicht werden. die cost-income-ratio konnte deutlich auf 50 % gesenkt werden (vorjahr: 61 %). sie ergibt sich als quotient aus den ver‑ waltungsaufwendungen und dem erweiter‑ ten rohertrag. die verbesserung der cost- income-ratio ist auf die gute ertragsent- wicklung (+ 44,6 mio. eur bzw. + 35,2 %) zurückzuführen, die den anstieg des ver- waltungsaufwands (+ 9,6 mio. eur bzw. + 12,5 %) deutlich übertrifft. im jahr 2016 wird das kernkapital durch die ergebnisthesaurierung aus 2015 um 35,8 mio. eur gestärkt. v. gesamtbanksteuerung
46 lagebericht risikobericht risikomanagementsystem wesentliche elemente des risikomanage- mentsystems der südwestbank ag sind die risikostrategie, die risikoinventur, das risikotragfähigkeitskonzept sowie die risiko- steuerungs- und -controllingprozesse. risikoinventur es wird mindestens jährlich eine risiko- inventur durchgeführt. dabei werden die risiken beurteilt und ein gesamtrisiko‑ profil erstellt. die risiken werden anhand der kriterien „eintrittswahrscheinlichkeit“, „auswirkun- gen auf die kapitalausstattung“, „auswir- kungen auf die ertragslage“ und „auswirkun‑ gen auf die liquiditätslage“ beurteilt. wesentliche risiken gemäß risikoinventur für die südwestbank ag aus dem dezember 2015 sind: – adressenausfallrisiko – marktpreisrisiko – liquiditätsrisiko – operationelles risiko – beteiligungsrisiko risikostrategie grundlage für das risikomanagement in der südwestbank ag ist die risikostrategie. sie enthält vorgaben zu risikoartenüber- greifenden themen wie zum beispiel das risikotragfähigkeitskonzept oder organi‑ satorische regelungen (z. b. funktions‑ trennung). weiterhin werden die ziele der risikosteuerung definiert und maßnah‑ men zur zielerreichung dargestellt. eben- falls inhalt der risikostrategie sind die vorgaben für die risikosteuerungs- und -controllingprozesse. zur risikosteuerung werden auch siche- rungsgeschäfte eingesetzt, um die ge‑ wünschte risikopositionierung zu erzielen. diese werden durch limite definiert, die regelmäßig überwacht werden. somit kann nachvollzogen werden, ob die beabsichtigte sicherungswirkung erreicht wird. im wesentlichen handelt es sich bei den eingesetzten sicherungsgeschäften um zins­ swaps zur steuerung des zinsänderungs­ risikos auf gesamtbankebene (makroebene). positionen aus derivategeschäften mit kun- den werden durch abschluss eines gleich- laufenden gegengeschäfts geschlossen. gemäß risikostrategie werden währungs- positionen aus kundengeschäften bis auf gelegentlich auftretende währungsspitzen geschlossen, um die sich hieraus ergeben‑ den währungsrisiken zu vermeiden. im eigengeschäft können währungsrisiken in begrenztem umfang im rahmen der vor‑ gegebenen limite eingegangen werden. zur absicherung der kundengeschäfte so- wie zur steuerung der währungsrisiken aus eigengeschäften kommen im wesentlichen devisentermingeschäfte und devisenoptio‑ nen zum einsatz. absicherungen erfolgen sowohl auf makro- als auch auf mikroebene. die aus sicherungsgeschäften resultie‑ renden kontrahentenrisiken werden durch collateral-vereinbarungen begrenzt.
47 risikotragfähigkeit das risikotragfähigkeitskonzept stellt sicher, dass den eingegangenen risiken jederzeit ausreichend risikodeckungs‑ potenzial gegenübersteht. risikotrag‑ fähigkeitsrechnungen werden regelmäßig durchgeführt. im rahmen des risikotrag‑ fähigkeitskonzepts werden ein guv-orien- tierter going-concern- und ein barwertiger liquidations-ansatz verfolgt. das risikodeckungspotenzial im going- concern-ansatz setzt sich im wesentlichen aus dem nicht zur erfüllung aufsichtsrecht- licher anforderungen benötigten eigenkapi‑ tal (abzüglich eines risikopuffers), stillen reserven und dem planergebnis zusammen. das konfidenzniveau beträgt in der regel 99 %, die haltedauerannahmen liegen zwi- schen 10 tagen und einem jahr. im liquidations-ansatz stellt das barwertig ermittelte reinvermögen (abzüglich eines risikopuffers) die risikodeckungsmasse dar. das konfidenzniveau beträgt in der regel 99,98 %. die haltedauerannahmen sind generell auf ein jahr festgelegt. die risikoexposures werden gemessen und den vergebenen limiten gegenübergestellt. die limiteinhaltung wird überwacht. die risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn die risikoexposures durch die limite und die limite durch das risikodeckungspoten- zial gedeckt sind. die quantitativen angaben zur risikotrag‑ fähigkeit sind im kapitel „risikolage“ ent- halten. stresstests regelmäßige stresstests dienen der abbil- dung von außergewöhnlichen, aber plausib- len ereignissen. ausgehend vom geschäftsmodell der südwestbank ag werden die relevan- ten risikofaktoren und risikotreiber identifiziert und entsprechende stresss- zenarien definiert. die stresstests der südwestbank ag erfolgen sowohl risikoartenübergreifend als auch bezogen auf einzelne risikoarten. weiterhin wird zwischen hypothetischen, historischen und inversen stresstests unterschieden. beim risikoartenübergreifenden stresstest werden die auswirkungen eines schweren konjunkturellen abschwungs („konjunktur- krise“) simuliert. insgesamt stellt das stresstestprogramm der südwestbank ag sicher, dass stress‑ tests für alle wesentlichen risikoarten durch‑ geführt werden. risikosteuerungs- und -controllingprozesse sowohl ablauf- als auch aufbauorganisato‑ risch sind insbesondere regelungen zur einhaltung der notwendigen funktionstren- nungen getroffen. die verantwortlichkei‑ ten für das initiieren von risikobehafteten geschäften sind von den verantwortlich‑ keiten für das risikocontrolling, die markt- folge, die abwicklung und das rechnungs- wesen getrennt. die geschäftsleitung der südwestbank ag legt die risikostrategie fest. zudem ent- scheidet sie über die ausgestaltung des risikotragfähigkeitskonzepts, über die einzubeziehende risikodeckungsmasse und die höhe der zu vergebenden limite. die aufgaben des risikocontrollings werden durch die risikocontrolling-funktion der südwestbank ag wahrgenommen.
48 lagebericht struktur risikomanagement aufsichtsrat vorstand ω kreditrisikoausschuss (turnus: vierteljährlich) ω marktpreisrisikoausschuss (turnus: monatlich) ω betriebsrisikoausschuss (turnus: vierteljährlich) funktion: ω risikocontrolling ω marktfolge ω abwicklung ω rechnungswesen ω markt ω handel ω interne revision ω compliance (inkl. geldwäsche, fraud und antiterrorismus­ finanzierung) zuständiger fachbereich: ω unternehmenssteuerung ω kreditcenter ω zentrale dienstleistungen ω unternehmenssteuerung ω marktbereiche ω handel & treasury ω revision ω compliance / geldwäsche risikoausschüsse: aufgabenzuordnung:
49 die risikocontrolling- und -steuerungs­ prozesse umfassen im wesentlichen die – identifikation – quantifizierung / beurteilung – steuerung / überwachung – kommunikation von risiken. risikokategorien adressenausfallrisiken unter dem adressenausfallrisiko wird das risiko verstanden, dass ein kreditnehmer (kreditrisiko), ein emittent (emittenten‑ risiko) oder ein kontrahent (kontrahenten‑ risiko) seinen zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt. weiter‑ hin umfasst das adressenausfallrisiko das risiko von wertverlusten durch bonitäts‑ verschlechterungen sowie das länderrisiko. letzteres bezeichnet das risiko, dass ein kreditnehmer / emittent aufgrund seines sitzes im ausland wegen transferproble- men seinen verpflichtungen nicht nachkom- men kann. wesentliche risikotragende positionen sind kundenkredite (kreditrisiko), die wertpa- piere des eigengeschäfts (emittentenrisiko) und das derivategeschäft (kontrahenten‑ risiko). das länderrisiko betrifft im wesent‑ lichen die wertpapiere des eigengeschäfts. identifikation zur risikoidentifikation im kundenkredit‑ geschäft werden im wesentlichen die vr-ratingverfahren, die durch den bundes- verband der deutschen volksbanken und raiffeisenbanken (bvr) entwickelt wurden, eingesetzt. im eigengeschäft basiert die bonitätseinschätzung im wesentlichen auf externen ratings, die durch eigene analy- sen ergänzt werden. zur identifikation von risikokonzentratio- nen erfolgen diverse strukturauswertungen nach den zurechnungskriterien bonitäten, größenklassen, branchen, sicherheitenkate‑ gorien und länder. zurechnungskriterium ist die jeweils am kunden / emittenten in den it-systemen verschlüsselte ausprägung (zum beispiel bonität, branche), beispiels- weise die sicherheitenart sowie der sitz des kunden / emittenten. quantifizierung / beurteilung wesentliche kennzahlen sind erwartete und unerwartete verluste. die erwarteten verluste werden auf basis des kreditvolumens, der besicherung und der 1-jahres-ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. die unerwarteten verluste für das kundengeschäft werden mit einem auf creditrisk+ basierenden kreditportfolio- modell ermittelt. für die eigengeschäfte kommt eine faktormethode zum einsatz.
50 lagebericht zum 31. dezember 2015 entfallen von den inanspruchnahmen 77,6 % auf deutschland, 12,7 % auf den euroraum sowie weitere 2,1 % auf eu-länder (ohne euroraum). auf sonstige länder entfallen 7,6 %. die inan- spruchnahmen außerhalb deutschlands sind im wesentlichen durch das eigengeschäft und die beteiligung swb international s.c.s. bedingt. stellt sich im rahmen des kreditgeschäfts ein engagement als ausfallgefährdet dar, wird die bildung einer einzelrisikovorsorge geprüft. für ausfallgefährdete engagements wird in der bank grundsätzlich eine einzel‑ risikovorsorge in höhe der nicht durch die sicherheiten-realisationswerte gedeckten forderungen gebildet. auf diese weise werden einzelkreditrisiken ausreichend abgeschirmt. neben den erkennbaren einzelrisiken im kreditgeschäft bestehen weitere latente ausfallrisiken. hierfür wurde eine pauschal‑ wertberichtigung (pwb) gebildet. stellt sich heraus, dass durch neue erkenntnisse oder ereignisse ein wertberichtigungs‑ bedarf bei einer bestimmten forderung nicht mehr besteht, wird die gebildete einzel- risikovorsorge entsprechend den gesetz- lichen vorschriften (wertaufholungspflicht) zeitnah wieder aufgelöst. steuerung / überwachung zur überwachung sind umfangreiche limit- systeme eingerichtet. diese beinhalten so- wohl limite auf einzelengagementebene als auch portfoliolimite. länderrisiken werden ebenfalls durch limite überwacht. die einhaltung der limite wird laufend über‑ wacht. ab definierten limitauslastungen beziehungsweise bei limitüberschreitungen sind entsprechende eskalationsprozesse eingerichtet. einmal pro quartal tagt der kreditrisikoaus‑ schuss unter leitung des risikovorstandes. aufgaben sind unter anderem die analyse der risikosituation und die initiierung von steuerungsmaßnahmen. darüber hinaus wer‑ den maßnahmen vorbereitet, die durch den vorstand zu entscheiden sind. erwartete verluste unerwartete verluste (1 jahr) in mio. eur konfidenz­ niveau 99 % konfidenz­ niveau 99,98 % kundengeschäft 24,5 38,3 69,8 eigengeschäft 2,2 11,2 22,4 werte per 31.12.2015 kundengeschäft 24,538,369,8 eigengeschäft 2,211,222,4
51 die vr-ratingverfahren unterliegen einer regelmäßigen validierung durch den bvr. sofern sich anpassungen ergeben, werden diese durch die südwestbank ag nach prüfung übernommen. zusätzlich führt die südwestbank ag ein eigenes backtesting für den gesamtbe- stand durch und prüft, ob anpassungen der verwendeten ausfallwahrscheinlichkeiten für die bonitätsklassen erforderlich sind. marktpreisrisiken unter dem marktpreisrisiko wird der poten- zielle verlust aufgrund von nachteiligen veränderungen von marktpreisen verstanden. das marktpreisrisiko umfasst zinsände- rungsrisiken, währungsrisiken, kursrisi- ken, spreadrisiken und sonstige preisrisiken (z. b. rohwarenpreisrisiko) einschließlich der jeweils dazugehörenden risiken aus optionen. identifikation die identifikation von marktpreisrisiken erfolgt im wesentlichen durch die bildung des gesamtbank-zins-cashflows sowie die beobachtung der kursveränderungen der im bestand befindlichen positionen. quantifizierung / beurteilung wesentliche kennzahlen sind value-at- risk(var)-berechnungen. für die kurs‑ risiken wird der var auf basis eines varianz-kovarianz-ansatzes ermittelt. dabei sind spreadrisiken einbezogen. für die barwertige ermittlung des var für das zinsänderungsrisiko wird eine historische simulation durchgeführt. das risikoexposure für die zinsänderungs- risiken in der guv-orientierten betrach- tung wird anhand einer szenarioanalyse berechnet. aufgrund ihrer geringfügigkeit (sowohl in euro als auch relativ zum gesamtrisiko) werden optionsrisiken bei den kursrisiken mit ausgewiesen. werte per 31.12.2015 in mio. eur risikoexposure guv-orientiert konfidenzniveau 99 % risikoexposure barwertig konfidenzniveau 99,98 % zinsänderungsrisiko 5,0 51,2 kursrisiken (inkl. optionen) 37,9 109,5 zinsänderungsrisiko 5,051,2 kursrisiken (inkl. optionen) 37,9109,5
52 lagebericht steuerung / überwachung zur überwachung sind umfangreiche limit‑ systeme eingerichtet. die einhaltung der limite wird laufend überwacht. ab definier- ten limitauslastungen beziehungsweise bei limitüberschreitungen sind entsprechende eskalationsprozesse eingerichtet. monatlich finden sitzungen des marktpreis- risikoausschusses unter vorsitz des vor- standssprechers statt. neben den anderen vorstandsmitgliedern nehmen auch die leiter der bereiche unternehmenssteuerung und handel & treasury sowie die zuständi- gen referenten aus diesen bereichen teil. aufgaben des marktpreisrisikoausschusses sind unter anderem die analyse der gesamt- und der marktpreisrisikosituation, der risikotragfähigkeit und die initiierung von maßnahmen zur risikosteuerung. zur überprüfung der eignung des verwen- deten modells zur risikomessung wird monatlich ein kontrolliertes „clean“-back- testing für handelsgeschäfte durchgeführt. bei einer haltedauer von einem tag kann somit die marktwertveränderung zwischen dem abschluss zweier aufeinanderfolgen‑ der handelstage ermittelt werden. hierzu stellt die bank der tatsächlichen wertverän- derung des bestandes den mittels modell errechneten value-at-risk gegenüber. ist die tatsächliche wertveränderung größer als der value-at-risk, wird von einem aus- reißer des modells gesprochen. die beur‑ teilung der anzahl an ausreißern erfolgt anhand des drei-zonen-konzepts des baseler ausschusses („baseler ampel“). gemäß die- ser bewertungsskala gilt bei einer betrach- tung der backtesting-historie von 250 han- delstagen, dass bis zu 4 ausreißer für die modellgüte unbedenklich sind. bei 5 bis 9 ausreißern („baseler ampel gelb“) muss geprüft werden, welche ursachen zu der hohen anzahl an ausreißern geführt haben. in 2015 bewegte sich die zahl der ausrei- ßer im grünen und im gelben bereich des baseler ampelkonzepts. die backtesting- ergebnisse werden laufend analysiert. dabei wurden die ursachen der jeweiligen ausrei- ßer vertieft untersucht. als ergebnis wurde festgestellt, dass die modellgüte unverän- dert gegeben ist. liquiditätsrisiken das liquiditätsrisiko bezeichnet das risiko, dass die südwestbank ag ihren gegen- wärtigen und zukünftigen zahlungsver- pflichtungen nicht fristgerecht beziehungs- weise nicht in voller höhe nachkommen kann (liquiditätsrisiko im engeren sinne). ebenfalls dem liquiditätsrisiko zugeordnet werden das refinanzierungsrisiko (risiko, dass bei bedarf nicht ausreichend liquidität zu den erwarteten konditionen beschafft werden kann) und das marktliquiditätsrisiko (risiko, dass aufgrund unzulänglicher markttiefe oder marktstörungen geschäfte nicht oder nur mit verlusten aufgelöst werden können). identifikation zur identifikation des liquiditätsrisikos im engeren sinne werden eine liquiditätsab- laufbilanz (zeithorizont bis 12 monate) und eine kapitalbindungsbilanz (zeithorizont > 12 monate) erstellt. die liquiditätsablauf- bilanz basiert auf annahmen zum prolonga- tionsverhalten und ablaufprofilen für posi- tionen ohne feste laufzeit. zusätzlich werden die geplante geschäftsentwicklung und wesentliche nichtbilanzielle zahlungsströme berücksichtigt.
53 zur abbildung unplanmäßiger entwicklun‑ gen werden liquiditätsablaufbilanzen, unter anderem unter berücksichtigung von höheren mittelabflüssen und geringeren mittelzuflüssen, erstellt. zur erstellung der kapitalbindungsbilanz werden die vertrag‑ lichen (rest-)laufzeiten herangezogen. zur identifizierung des refinanzierungs- risikos wird eine verteuerung der in den nächsten zwölf monaten fälligen geld- und kapitalmarkt-positionen um 100 basis‑ punkte simuliert. weiterhin wird regelmäßig das zur deckung von liquiditätslücken zur verfügung ste‑ hende funding-potenzial ermittelt. dieses wird in drei liquiditätsgrade unterteilt. die liquidität 1. grades steht jederzeit zur liquiditätsschöpfung zur verfügung. die liquidität 2. grades umfasst wertpapiere, zu deren liquidation marktpartner benötigt werden. die liquidität 3. grades beinhaltet sonstige liquidierbare vermögensgegenstände. das marktliquiditätsrisiko wird anhand von abschlägen auf die marktwerte der in das funding-potenzial einfließenden vermögens- gegenstände identifiziert. quantifizierung / beurteilung die quantifizierung des liquiditätsrisikos im engeren sinne erfolgt anhand der sich rechnerisch ergebenden liquiditäts-gaps. diesen wird das freie funding-potenzial gegenübergestellt. freies funding-potenzial per 31.12.2015 in mio. eur standard nach abschlägen wegen markt­ liquiditätsrisiko liquidität 1. grades 1.181,9 931,1 liquidität 2. grades 147,5 103,3 liquidität 3. grades 243,0 170,1 summe 1.572,4 1.204,5 liquidität 1. grades 1.181,9931,1 liquidität 2. grades 147,5103,3 liquidität 3. grades 243,0170,1 summe 1.572,41.204,5
54 lagebericht die sich aus der liquiditätsablauf- und der kapitalbindungsbilanz ergebenden liquidi- täts-gaps sind auch unter berücksichtigung von abschlägen durch das freie funding- potenzial gedeckt. weitere kennzahlen zur quantifizierung sind die von der bank definierte risikotoleranz, bei der die relation von täglich fälligen kunden- einlagen und der freien liquidität 1. grades ermittelt wird, die liquiditätskennziffer gemäß liquiditätsverordnung und die lcr. die risiko- toleranz-kennzahl betrug zum berichtsstich- tag 39,80 % und übertraf damit – wie bereits im gesamten jahr 2015 – deutlich den von der bank definierten mindestwert von 10 %. die liquiditätskennziffer gemäß liquiditäts- verordnung lag zum jahresende bei 3,65 und damit – wie auch im gesamten jahr 2015 – ebenfalls weit über der mindestanforderung von 1. die lcr erreichte per 31. dezember 2015 einen wert von 122 %. auch hier war die in 2015 gültige mindestanforderung von 60 % deutlich eingehalten. wesentliche refinanzierungsquelle sind die kundeneinlagen. zur diversifizierung der laufzeiten erfolgt ein weiterer teil der refi- nanzierung über längerfristige verbindlich- keiten gegenüber institutionellen einlegern. das refinanzierungsrisiko, das heißt die von der südwestbank ag unterstellte verteu‑ erung der in den nächsten zwölf monaten fälligen geld- und kapitalmarkt-positionen, beläuft sich zum 31. dezember 2015 auf 1,5 mio. eur. steuerung / überwachung zur überwachung des liquiditätsrisikos im engeren sinne wird geprüft, ob die sich rechnerisch aus den liquiditäts-cashflows ergebenden liquiditäts-gaps durch das zur verfügung stehende freie funding-poten‑ zial gedeckt sind. zur sicherstellung der jederzeitigen zahlungsbereitschaft erfolgt die tägliche liquiditätssteuerung durch den bereich handel & treasury. zur minderung des marktliquiditätsrisikos wird der großteil der liquiditätsreserve in ezb-fähigen wertpapieren gehalten. zur überwachung des refinanzierungs- risikos erfolgen regelmäßige auswertungen der refinanzierungsstruktur. die analyse sowie die veranlassung von risikosteuerungsmaßnahmen erfolgen im monatlich tagenden marktpreisrisikoaus- schuss (siehe abschnitt „marktpreisrisiko“). operationelle risiken operationelle risiken (oprisk) bezeichnen die gefahr von verlusten, die infolge der unangemessenheit oder des versagens von internen prozessen, menschen oder syste- men oder durch externe ereignisse eintreten. diese definition schließt rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische risiken oder reputationsrisiken. identifikation zur identifikation von operationellen risiken kommen eine schadensfalldatenbank, self- assessments und frühwarnindikatoren zum einsatz. quantifizierung / beurteilung ausgehend vom langjährigen durchschnitt der in der schadensfalldatenbank erfass- ten verluste wird eine expertenschätzung für den auf 1-jahres-sicht zu erwartenden verlust getroffen. unerwartete verluste werden auf basis des self-assessment und der offenen rechtsfälle ermittelt.
55 steuerung / überwachung zur überwachung sind limite eingerichtet, denen die risikoexposures gegenüberge- stellt werden. die einhaltung wird laufend überwacht. weiterhin sind für die frühwarnindikatoren schwellenwerte definiert, deren einhaltung regelmäßig überwacht wird. entsprechende eskalationsprozesse ab defi- nierten auslastungen sind eingerichtet. zur steuerung der operationellen risiken ist ein umfangreiches internes kontrollsystem eingerichtet, dessen wesentliche funktionen das vier-augen-prinzip und die funktions‑ trennung sind. die aus risikosicht kritischen arbeitsschritte in den prozessen sind iden- tifiziert und mit entsprechenden kontrollen versehen. auf basis einer gefährdungs‑ analyse sind unter anderem regelungen zur verhinderung von geldwäsche und zur betrugsprävention getroffen. zusätzlich hat die bank ein business continuity management eingerichtet, das unter anderem notfallpläne für die kriti- schen geschäftsprozesse beinhaltet. it-risiken wird im rahmen des it-sicher‑ heitsmanagements begegnet. vierteljährlich tritt der betriebsrisikoaus- schuss unter leitung des risikovorstands zusammen. aufgaben sind unter anderem die analyse der oprisk-situation und die initiierung von steuerungsmaßnahmen. weiterhin werden maßnahmen vorbereitet, die durch den vorstand zu entscheiden sind. beteiligungsrisiko unter dem beteiligungsrisiko wird das risiko von wertverlusten bei den von der südwestbank ag eingegangenen betei‑ ligungen verstanden. identifikation im rahmen der risikoinventur werden die für die risikosituation der südwestbank ag wesentlichen beteiligungen identifiziert. zum berichtsstichtag wird die beteiligung an der swb international s.c.s. als wesentlich eingestuft. quantifizierung / beurteilung die wesentlichen risiken der swb inter­ national s.c.s. stellen das adressen­ aus‑ fall- und das fremdwährungsrisiko dar. analog zum kundenkreditgeschäft der südwestbank ag werden sowohl der erwartete als auch der unerwartete ver‑ lust ermittelt. das sich auf ebene der swb international s.c.s. ergebende fremd‑ währungsrisiko wird weitestgehend durch devisentermingeschäfte abgesichert. für das verbleibende fremdwährungsrisiko erfolgt eine value-at-risk-betrachtung unter verwendung eines varianz-kovarianz- ansatzes. ergänzt wird die risikoquanti- fizierung durch einen pauschalen ansatz für sonstige risiken. die summe dieser risiken stellt das beteiligungsrisiko der südwestbank ag dar. verluste (aus schadens- falldatenbank) erwartete verluste unerwartete verluste going concern unerwartete verluste liquidation 0,3 1,0 2,5 4,5 werte per 31.12.2015 (in mio. eur) 0,31,02,54,5
56 lagebericht steuerung / überwachung zur steuerung der beteiligungen ist ein beteiligungs-controlling eingerichtet, das regelmäßig deren geschäftsentwicklung überwacht. für die beteiligungsrisiken sind limite vergeben, deren einhaltung eben- falls überwacht wird. bei mehrheitsbeteiligungen entsendet die bank vertreter in die aufsichtsgremien. bei der wesentlichen beteiligung swb international s.c.s. ist unter anderem der gesamtvorstand der südwestbank ag mitglied des investmentcommittees, das über investitionen von wesentlicher bedeu- tung entscheidet. zur risikosteuerung ist für die wesentliche beteiligung swb international s.c.s. eine eigenständige risikostrategie erstellt. außer‑ dem wird regelmäßig eine separate risiko- tragfähigkeitsrechnung durchgeführt. sonstige risiken weitere erwähnenswerte risiken sind die geschäftsfeldrisiken und die reputations- risiken. die sonstigen risiken werden über einen pauschalbetrag in die risikotrag‑ fähigkeitsrechnung einbezogen. geschäftsfeldrisiken bestehen darin, dass geplante erträge nicht erreicht, geplante kosten überschritten und / oder die strategi- schen ziele nicht erreicht werden. die überwachung und steuerung des ge- schäftsfeldrisikos erfolgt im wesentlichen über den planungsprozess und die regel‑ mäßige ermittlung der tatsächlich erreich- ten ist-ergebnisse. im rahmen der monatlichen soll-ist-ver- gleiche wird die geplante der tatsächlichen entwicklung gegenübergestellt, um bereits kurzfristig auf abweichungen und fehlent- wicklungen reagieren zu können. zur begrenzung des reputationsrisikos erfolgt die externe kommunikation – insbe- sondere gegenüber geschäftspartnern am geld- und kapitalmarkt sowie der presse – durch definierte ansprechpartner. weiter- hin wird besonderer wert auf die seriosität der mitarbeiterinnen und mitarbeiter sowie geschäftspartner gelegt und dies bei der personalauswahl beziehungsweise bei ein- zugehenden geschäftsverbindungen berück- sichtigt. werte per 31.12.2015 (in mio. eur) erwartete verluste risikoexposure guv-orientiert konfidenzniveau 99 % risikoexposure barwertig konfidenzniveau 99,98 % 14,2 25,5 46,4 14,225,546,4
57 risikokommunikation die südwestbank ag hat ein umfangrei- ches berichtswesen implementiert. neben regelmäßigen standardisierten risikoberich‑ ten erfolgt bei bedarf eine ad-hoc-risiko‑ berichterstattung. bericht turnus interne empfänger wesentliche inhalte risikobericht gemäß marisk swb ag vierteljährlich aufsichtsrat, vorstand, 2. führungsebene risikotragfähigkeit, alle risikoarten, limit­ aus­ lastungen, risikoartenübergreifende szenario­ analysen kreditrisikobericht swb ag vierteljährlich aufsichtsrat, vorstand, kreditrisikoausschuss adressenausfallrisiko (strukturanalysen, risiko- kennzahlen, limitauslastungen, bemerkenswerte engagements) reporting marktpreis- risiko (inkl. risikotragfähig- keit) swb ag monatlich vorstand, marktpreis­ risikoausschuss risikotragfähigkeit, marktpreisrisiko (zinsände- rungsrisiko, kursrisiko, risikokennzahlen, limitaus- lastungen, stresstests) reporting liquiditäts­ risiko swb ag vierteljährlich vorstand, marktpreis­ risikoausschuss liquiditätsrisiko (funding, liquiditätsablauf­ bilanz, kapitalbindungsbilanz, limitauslastungen, stress- tests) reporting oprisk swb ag vierteljährlich vorstand, betriebsrisiko- ausschuss operationelle risiken (schadensfälle, risiko­ indikatoren, self-assessment) reporting limitsystem für adressenausfallrisiken swb ag vierteljährlich vorstand, leiter kredit- center, marktbereiche, unternehmenssteuerung adressenausfallrisiko (strukturanalysen, risiko- kennzahlen, limitauslastungen, stresstests) risikocontrolling-bericht swb ag täglich vorstand, marktpreis­ risikoausschuss ergebnisse, risiken der handelsgeschäfte, limitaus- lastungen risikobericht swb-gruppe vierteljährlich aufsichtsrat, vorstand risikotragfähigkeit, alle risikoarten, limitaus­ lastungen jeweils auf gruppenebene risikobericht swb inter­national s. c. s. vierteljährlich vorstand, gl swb inter­national s. c. s. risikotragfähigkeit, risiken, limitauslastungen der wesentlichen beteiligung swb international s. c. s.
58 lagebericht risikolage die risikolage der südwestbank ag kommt in der risikotragfähigkeitsrechnung zum ausdruck. guv-orientierte risikotragfähigkeit (going concern) der südwestbank ag zum 31.12.2015 (in mio. eur): eingesetztes risikodeckungs­potenzial 277,6 risiken exposure limit auslastung adressenausfallrisiko 49,5 60,0 82,5 % marktpreisrisiko 43,0 59,0 72,8 % operationelle risiken 2,5 5,0 50,7 % beteiligungsrisiko 25,5 44,0 58,0 % pauschale risikoposition (für sonstige risiken) 10,1 12,0 83,9 % summe risiken 130,6 180,0 72,5 % auslastung eingesetztes risikodeckungspotenzial 47,0 % 64,8 % überdeckung 147,0 97,6 adressenausfallrisiko 49,560,082,5 % marktpreisrisiko 43,059,072,8 % operationelle risiken 2,55,050,7 % beteiligungsrisiko 25,544,058,0 % pauschale risikoposition (für sonstige risiken) 10,112,083,9 % summe risiken 130,6180,072,5 % überdeckung 147,097,6
59 barwertige risikotragfähigkeit (liquida‑ tionsansatz) der südwestbank ag zum 31.12.2015 (in mio. eur): in beiden betrachtungsweisen sind die ein- gegangenen risiken durch die vergebenen limite und die limite durch das jeweilige risikodeckungspotenzial gedeckt. es sind deutliche überdeckungen vorhanden. über die gesamtrisikolage wird im rahmen eines vierteljährlichen risikoberichts infor- miert. empfänger sind unter anderem der aufsichtsrat und der gesamtvorstand. umsetzung aufsichtsrechtlicher anforderungen zur ermittlung der eigenkapitalunterlegung gemäß crr wendet die südwestbank ag für adressenausfallrisiken den kreditrisiko- standardansatz und für operationelle risiken den basisindikatoransatz an. hierzu nutzt die bank die systeme des it-partners fiducia it ag. eingesetztes risikodeckungs­potenzial 752,0 risiken exposure limit auslastung adressenausfallrisiko 92,2 110,0 83,8 % marktpreisrisiko 160,7 201,0 80,0 % operationelle risiken 4,5 10,0 45,3 % beteiligungsrisiko 46,4 68,0 68,3 % pauschale risikoposition (für sonstige risiken) 3,5 6,5 54,3 % summe risiken 307,3 395,5 77,7 % auslastung eingesetztes risikodeckungspotenzial 40,9 % 52,6 % überdeckung 444,7 356,5 adressenausfallrisiko 92,2110,083,8 % marktpreisrisiko 160,7201,080,0 % operationelle risiken 4,510,045,3 % beteiligungsrisiko 46,468,068,3 % pauschale risikoposition (für sonstige risiken) 3,56,554,3 % summe risiken 307,3395,577,7 % überdeckung 444,7356,5
60 lagebericht der nach § 312 aktg von der südwestbank ag erstellte bericht über die beziehungen zu ver- bundenen unternehmen stellt abschließend fest: „nach den umständen, die uns in dem zeitpunkt bekannt waren, in dem die rechts- geschäfte mit verbundenen unternehmen im sinne des § 312 aktg vorgenommen wurden, hat unsere gesellschaft in jedem fall eine angemessene gegenleistung erhalten. im berichtszeitraum (1. januar 2015 bis 31. dezem- ber 2015) wurden im interesse und auf veran- lassung von verbundenen unternehmen keine maßnahmen getroffen bzw. unterlassen, die unsere gesellschaft benachteiligt haben.“ vi. sonstiges
61 für das jahr 2016 wird seitens des interna- tionalen währungsfonds (iwf) ein weltwirt- schaftliches wachstum von 3,2 % erwartet gegenüber 3,1 % im zurückliegenden jahr. die prognose der organisation für wirtschaft- liche zusammenarbeit und entwicklung (oecd) lag im november 2015 noch bei 3,3 %. die verhaltene entwicklung betrifft alle großen wirtschaftsräume – die usa, china, die eurozone und deutschland. von der abschwächung besonders betroffen werden voraussichtlich die schwellenländer und insbesondere brasilien sein. der positive impuls des sinkenden ölpreises auf den konsum fällt deutlich geringer aus als erwartet. die belastung der erdölexpor- tierenden länder wiegt hier fast schwerer. auch die politik des billigen geldes der ezb konnte bislang die investitionstätigkeit nicht entscheidend ankurbeln. für deutschland wird für das jahr 2016 von einem wachstum von 1,3 % (2015: 1,7 %) und für die eurozone von voraussichtlich 1,8 % (2015: 1,5 %) ausgegangen. auch die unsicherheiten aufgrund geopo‑ litischer risiken belasten das weltwirt- schaftliche klima immer stärker. die noch nicht geklärte krise in der ukraine und der kriegerische konflikt in syrien erhöhten die spannungen zwischen den großmäch- ten usa und russland und destabilisieren durch die verschärfung der flüchtlingskrise den politischen zusammenhalt in europa. die europäische gemeinschaft steht vor der herausforderung, trotz all dieser krisen‑ situationen weiterhin die konsolidierung der staatshaushalte in das zentrum des politischen und wirtschaftlichen handelns zu stellen. die südwestbank ag stellt sich ihren herausforderungen und kann sich dabei auf ein robustes und nachhaltiges geschäftsmo- dell stützen. dieses beruht überwiegend auf der individuellen und persönlichen betreu- ung ihrer kunden, bei der das gegenseitige vertrauen im vordergrund steht. der in den letzten beiden jahren erfolgte personelle aufbau sowie die stärkung der beratungs- kompetenz in den filialen sind ein klares bekenntnis der südwestbank ag zur präsenz in der fläche. ein schwerpunkt in 2016 wird der ausbau des kreditgeschäfts im kundensegment gewerbekunden sein. die unabhängigkeit und die hohe qualität der produkte sowie der beratung stehen wei- terhin im fokus. dabei wird die ausrichtung auf die anspruchsvollen kundensegmente weiter vorangetrieben. eine vorausschauende kapitalplanung unter berücksichtigung der erhöhten aufsichtsrechtlichen anforderungen stellt auch künftig die risikotragfähigkeit sicher. wir setzen uns das mittelfristige ziel einer eigenkapitalrentabilität vor steuern von 7 % bis 10 % und einer cost-income-ratio von 55 %. basierend auf der geschäftsstrategie und den einzelnen geschäftsfeldstrategien besteht für 2016 eine jahresplanung, die um eine mittelfristplanung bis 2020 ergänzt wird. die südwestbank ag hat in den jahren 2014 und 2015 auf dem fundament der ende 2013 erfolgten kapitalerhöhung ihre chancen im kundengeschäft genutzt und das kundenkreditvolumen um 1,1 mrd. eur und die kundengelder um 1,8 mrd. eur steigern können. vii. voraussichtliche entwicklung sowie chancen und risiken der südwestbank ag
62 die mittelfristplanung für die jahre 2016 bis 2020 geht nun von einem moderaten wachstum des kreditgeschäfts im rah­ men der gültigen risikostrategie um rund 400 mio. eur aus. durch den schwerpunkt auf prolongationen und das neugeschäft mit bestandskunden wird gleichzeitig eine verbesserung der portfolioqualität erzielt. bei geschäften mit neukunden liegt der schwerpunkt verstärkt auf einer ertrags- und risikoorientierten steuerung mit dem ziel einer margensteigerung, um insbeson- dere die steigenden liquiditäts- und eigen- kapitalkosten erwirtschaften zu können. der höchste anteil der geplanten steige- rung soll mit rund 140 mio. eur auf die förderkredite entfallen. die gewerblichen darlehen sollen mit rund 132 mio. eur und die festkredite mit rund 60 mio. eur zum wachstum beitragen. diese entwick- lung wird insbesondere durch den einsatz der finanzierungsspezialisten in den filia- len, den weiteren ausbau von konsortial- finanzierungen und die mit der eigenkapital­ erhöhung einhergehenden verbesserten möglichkeiten zur bedienung der kunden mit kreditmitteln unterlegt. das für das jahr 2016 geplante kredit- wachstum von rund 150 mio. eur entfällt zu gleichen teilen auf gewerbliche darle- hen, förderkredite und festkredite. der anteil des auf die geschäftsfelder privat-, vermögens- und gewerbekunden entfallen- den wachstums liegt bei insgesamt 47 %, der anteil des geschäftsfelds firmenkun- den bei insgesamt 40 % und der anteil des geschäftsfelds private-banking bei 13 %. die kundeneinlagen sollen sich grundsätz‑ lich entsprechend dem kreditgeschäft entwickeln. hierzu werden produkte für das privat- und firmenkundengeschäft bereit- gestellt, die sowohl die kundenbedürfnisse nach einer bedarfsorientierten, sicheren und rentablen anlage abdecken als auch die einhaltung der neuen aufsichtsrechtlichen liquiditätsanforderungen unterstützen. ertragsseitig geht die jahresplanung für 2016 von einem starken anstieg des zins- überschusses aus. maßgeblich hierfür sind die erträge aus dem investmentorientier‑ ten beteiligungsgeschäft, die aufgrund des hohen reifegrads der investments rund 50 mio. eur (2015: rund 27 mio. eur) be‑ tragen werden. auch beim provisionsüber- schuss erwarten wir eine weitere steigerung. bei mehrjähriger betrachtung wird der zinsüberschuss gemäß der mittelfristpla- nung, bedingt durch die dem beteiligungs- geschäft innewohnenden ausschüttungs- volatilitäten, deutlichen schwankungen unterliegen. das originäre bankgeschäft wird infolge des moderaten wachstums und der prognostizierten zinsentwicklung jedoch einen tendenziell stabilen beitrag leisten. die kapitalausstattung bietet der südwestbank ag die möglichkeit, die sich bietenden marktchancen weiterhin selektiv zu nutzen. im berichtsjahr wurden die mitarbeiterkapazitäten in den filialen, in den gehobenen kundensegmenten firmen‑ kunden und private-banking sowie in den entsprechenden produktions- und steuerungs‑ einheiten personell nur noch moderat aus‑ gebaut. dies führt in 2016 noch zu einem geringen anstieg des verwaltungsaufwands lagebericht
63 um geplant 0,9 % (2015: 12,5 %). in der präsenz vor ort und in der qualität unseres personals sehen wir nach wie vor ein wesent‑ liches erfolgselement zur erreichung unse‑ rer mittelfristigen ziele. in einem sich weiter verschärfenden wettbewerb sind die beibe- haltung und der weitere ausbau der hohen beratungsqualität der südwestbank ag entscheidend für den erfolg. die risikovorsorge im kreditgeschäft hat sich im jahr 2015 auf ein normales maß erhöht und wird in den folgejahren auf- grund des lediglich moderaten wachstums und der konsequenten risikopolitik im kreditgeschäft im wesentlichen konstant bleiben. die konjunkturelle entwicklung wird hierbei maßgeblichen einfluss auf die höhe der risikovorsorge haben. unter den voraussetzungen einer sich wieder normalisierenden zinskurve und einer ausreichend stabilen marktentwick- lung ohne tiefgreifende marktverwerfungen sind wir bestrebt, das sehr gute ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit des zurückliegenden geschäftsjahres auch in den nächsten drei jahren weiter zu steigern. ergebnisschwankungen können sich dabei aus dem beteiligungsgeschäft ergeben. risiken bezüglich der ergebnisentwicklung der südwestbank ag können insbesonde- re aus einer über die prognosen deutlich hinausgehenden konjunktureintrübung, einem starken sowie schnellen anstieg der zinsen sowie einem einbruch an den wertpapier- märkten entstehen. eine starke abschwä- chung der konjunktur hätte auswirkungen auf die kreditnachfrage insbesondere für investitions- und bauvorhaben. ein starker anstieg des zinsniveaus würde die kredit- nachfrage abschwächen sowie die variabel verzinslichen kundeneinlagen verteuern und damit das zinsergebnis insbesondere durch die längere zinsbindung auf der aktivseite belasten. mit unseren umfangreichen stresstests simu- lieren wir fortlaufend derartige szenarien und sorgen für eine ausreichende risiko- tragfähigkeit der südwestbank ag.
2. jahresabschluss 65 jahresbericht und verlustrechnung. jahresabschluss 2
66 jahresbilanz zum 31. dezember 2015 aktiva jahresabschluss eur eur eur 31.12.2015 eur 31.12.2014 teur 1. barreserve a) kassenbestand 13.315.244,07 12.707 b) guthaben bei zentralnotenbanken 337.719.871,70 351.035.115,77 40.169 darunter: bei der deutschen bundesbank 337.719.871,70 (40.169) 3. forderungen an kreditinstitute a) täglich fällig 275.910.100,56 231.825 b) andere forderungen 96.816.934,66 372.727.035,22 138.435 4. forderungen an kunden 4.020.585.594,01 3.543.011 darunter: durch grundpfandrechte gesichert 1.008.303.171,90 (926.040) darunter: kommunalkredite 34.644.765,65 (29.095) 5. schuldverschreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere a) geldmarktpapiere aa) von öffentlichen emittenten 0,00 0 darunter: beleihbar bei der deutschen bundesbank 0,00 (0) ab) von anderen emittenten 0,00 0,00 0 darunter: beleihbar bei der deutschen bundesbank 0,00 (0) b) anleihen und schuldverschreibungen ba) von öffentlichen emittenten 252.389.935,45 128.207 darunter: beleihbar bei der deutschen bundesbank 252.389.935,45 (128.207) bb) von anderen emittenten 1.144.738.082,01 1.397.128.017,46 918.312 darunter: beleihbar bei der deutschen bundesbank 908.946.017,35 (720.288) c) eigene schuldverschreibungen 2.957.707,78 1.400.085.725,24 3.136 nennbetrag 2.955.000,00 (3.121) 6. aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere 415.924.760,29 406.607 6a. handelsbestand 98.139.451,32 125.701 7. beteiligungen 3.214.334,01 3.292 darunter: an kreditinstituten 0,00 (0) darunter: an finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0) 8. anteile an verbundenen unternehmen 319.974.334,37 300.649 darunter: an kreditinstituten 0,00 (0) darunter: an finanzdienstleistungsinstituten 2.625.000,00 (2.805) 9. treuhandvermögen 1.398.836,17 1.696 darunter: treuhandkredite 1.398.836,17 (1.696) 11. immaterielle anlagewerte 2.174.069,00 1.259 12. sachanlagen 51.417.056,24 52.523 14. sonstige vermögensgegenstände 60.390.545,68 71.270 15. rechnungsabgrenzungsposten 4.307.537,84 5.174 summe der aktiva 7.101.374.395,16 5.983.973 die positionen 1c, 2, 10, 13, 16, 17 und 18 entfallen. a) kassenbestand 13.315.244,0712.707 b) guthaben bei zentralnotenbanken 337.719.871,70351.035.115,7740.169 a) täglich fällig 275.910.100,56231.825 b) andere forderungen 96.816.934,66372.727.035,22138.435 4. forderungen an kunden 4.020.585.594,013.543.011 aa) von öffentlichen emittenten 0,000 ab) von anderen emittenten 0,000,000 ba) von öffentlichen emittenten 252.389.935,45128.207 bb) von anderen emittenten 1.144.738.082,011.397.128.017,46918.312 c) eigene schuldverschreibungen 2.957.707,781.400.085.725,243.136 wertpapiere 415.924.760,29406.607 6a. handelsbestand 98.139.451,32125.701 7. beteiligungen 3.214.334,013.292 8. anteile an verbundenen unternehmen 319.974.334,37300.649 9. treuhandvermögen 1.398.836,171.696 11. immaterielle anlagewerte 2.174.069,001.259 12. sachanlagen 51.417.056,2452.523 14. sonstige vermögensgegenstände 60.390.545,6871.270 15. rechnungsabgrenzungsposten 4.307.537,845.174 summe der aktiva 7.101.374.395,165.983.973
67 passiva eur eur eur 31.12.2015 eur 31.12.2014 teur 1. verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten a) täglich fällig 52.033.162,37 54.359 b) mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist 764.885.280,82 816.918.443,19 922.223 2. verbindlichkeiten gegenüber kunden a) spareinlagen aa) mit vereinbarter kündigungsfrist von drei monaten 204.124.696,37 109.001 ab) mit vereinbarter kündigungsfrist von mehr als drei monaten 526.075,75 204.650.772,12 504 b) andere verbindlichkeiten ba) täglich fällig 2.989.432.567,34 2.706.181 bb) mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist 2.156.646.718,54 5.146.079.285,88 5.350.730.058,00 1.294.800 3. verbriefte verbindlichkeiten a) begebene schuldverschreibungen 62.095.433,98 73.277 b) andere verbriefte verbindlichkeiten 0,00 62.095.433,98 0 darunter: geldmarktpapiere 0,00 (0) darunter: eigene akzepte und solawechsel im umlauf 0,00 (0) 3a. handelsbestand 2.517.444,41 9.654 4. treuhandverbindlichkeiten 1.398.836,17 1.696 darunter: treuhandkredite 1.398.836,17 (1.696) 5. sonstige verbindlichkeiten 26.604.294,75 21.194 6. rechnungsabgrenzungsposten 3.935.146,82 4.254 7. rückstellungen a) rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen 22.707.828,83 20.821 b) steuerrückstellungen 19.395.102,00 9.669 c) andere rückstellungen 17.539.781,75 59.642.712,58 13.767 8. (weggefallen) 0,00 0 9. nachrangige verbindlichkeiten 91.037.972,74 91.038 10. genussrechtskapital 0,00 11.125 darunter: vor ablauf von zwei jahren fällig 0,00 (11.125) 11. fonds für allgemeine bankrisiken 13.401.888,09 13.146 darunter: sonderposten nach § 340e abs. 4 hgb 1.901.888,09 (1.646) 12. eigenkapital a) gezeichnetes kapital 73.566.030,79 73.566 b) kapitalrücklage 458.666.812,31 458.667 c) gewinnrücklagen ca) gesetzliche rücklage 2.407.042,28 2.407 cb) rücklage für eigene anteile 0,00 0 cc) satzungsmäßige rücklagen 0,00 0 cd) andere gewinnrücklagen 113.380.493,55 115.787.535,83 88.686 d) bilanzgewinn / bilanzverlust 25.071.785,50 673.092.164,43 3.938 summe der passiva 7.101.374.395,16 5.983.973 die position 6a entfällt. 1. eventualverbindlichkeiten a) eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten wechseln 0,00 0 b) verbindlichkeiten aus bürgschaften und gewährleistungsverträgen 134.911.486,04 140.277 c) haftung aus der bestellung von sicherheiten für fremde verbindlichkeiten 0,00 134.911.486,04 0 2. andere verpflichtungen a) rücknahmeverpflichtungen aus unechten pensionsgeschäften 0,00 0 b) platzierungs- und übernahmeverpflichtungen 0,00 0 c) unwiderrufliche kreditzusagen 547.353.894,99 547.353.894,99 513.798 a) täglich fällig 52.033.162,3754.359 b) mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist 764.885.280,82816.918.443,19922.223 drei monaten 204.124.696,37109.001 mehr als drei monaten 526.075,75204.650.772,12504 ba) täglich fällig 2.989.432.567,342.706.181 bb) mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist 2.156.646.718,545.146.079.285,885.350.730.058,001.294.800 a) begebene schuldverschreibungen 62.095.433,9873.277 b) andere verbriefte verbindlichkeiten 0,0062.095.433,980 3a. handelsbestand 2.517.444,419.654 4. treuhandverbindlichkeiten 1.398.836,171.696 5. sonstige verbindlichkeiten 26.604.294,7521.194 6. rechnungsabgrenzungsposten 3.935.146,824.254 verpflichtungen 22.707.828,8320.821 b) steuerrückstellungen 19.395.102,009.669 c) andere rückstellungen 17.539.781,7559.642.712,5813.767 8. (weggefallen) 0,000 9. nachrangige verbindlichkeiten 91.037.972,7491.038 10. genussrechtskapital 0,0011.125 11. fonds für allgemeine bankrisiken 13.401.888,0913.146 a) gezeichnetes kapital 73.566.030,7973.566 b) kapitalrücklage 458.666.812,31458.667 ca) gesetzliche rücklage 2.407.042,282.407 cb) rücklage für eigene anteile 0,000 cc) satzungsmäßige rücklagen 0,000 cd) andere gewinnrücklagen 113.380.493,55115.787.535,8388.686 d) bilanzgewinn / bilanzverlust 25.071.785,50673.092.164,433.938 summe der passiva 7.101.374.395,165.983.973 eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten wechseln 0,000 b) verbindlichkeiten aus bürgschaften und gewährleistungsverträgen 134.911.486,04140.277 c) haftung aus der bestellung von sicherheiten für fremde verbindlichkeiten 0,00134.911.486,040 rücknahmeverpflichtungen aus unechten pensionsgeschäften 0,000 b) platzierungs- und übernahmeverpflichtungen 0,000 c) unwiderrufliche kreditzusagen 547.353.894,99547.353.894,99513.798
68 jahresabschluss gewinn- und verlustrechnung für den zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015 aufwendungen eur eur 2015 eur 2014 teur 1. zinsaufwendungen 85.369.076,22 89.924 2. provisionsaufwendungen 8.991.811,84 7.282 4. allgemeine verwaltungsaufwendungen a) personalaufwand , aa) löhne und gehälter 44.620.260,69 40.000 ab) soziale abgaben und aufwendungen für altersversorgung und für unterstützung 8.008.436,95 52.628.697,64 7.365 darunter: für altersversorgung 1.651.723,31 (1.620) b) andere verwaltungsaufwendungen 29.606.447,82 82.235.145,46 25.595 5. abschreibungen und wertberichtigungen auf immaterielle anlagewerte und sachanlagen 4.075.279,61 3.791 6. sonstige betriebliche aufwendungen 5.094.388,95 5.482 7. abschreibungen und wertberichtigungen auf forderungen und bestimmte wertpapiere sowie zuführungen zu rückstellungen im kreditgeschäft 16.281.737,93 17.419 8. abschreibungen und wertberichtigungen auf beteiligungen, anteile an verbundenen unternehmen und wie anlagevermögen behandelte wertpapiere 2.188.481,93 0 9. aufwendungen aus verlustübernahme 0,00 0 10. einstellungen in den fonds für allgemeine bankrisiken 0,00 0 11. außerordentliche aufwendungen 349.689,13 350 12. steuern vom einkommen und vom ertrag 18.096.096,46 17.315 13. sonstige steuern (soweit nicht unter posten 6 ausgewiesen) 155.797,70 154 14. aufgrund einer gewinngemeinschaft, eines gewinnabführungs- oder teilgewinnabführungsvertrages abgeführte gewinne 0,00 0 15. jahresüberschuss 45.828.704,41 7.876 summe der aufwendungen 268.666.209,64 222.553 1. zinsaufwendungen 85.369.076,2289.924 2. provisionsaufwendungen 8.991.811,847.282 aa) löhne und gehälter 44.620.260,6940.000 und für unterstützung 8.008.436,9552.628.697,647.365 b) andere verwaltungsaufwendungen 29.606.447,8282.235.145,4625.595 anlagewerte und sachanlagen 4.075.279,613.791 6. sonstige betriebliche aufwendungen 5.094.388,955.482 kreditgeschäft 16.281.737,9317.419 behandelte wertpapiere 2.188.481,930 9. aufwendungen aus verlustübernahme 0,000 10. einstellungen in den fonds für allgemeine bankrisiken 0,000 11. außerordentliche aufwendungen 349.689,13350 12. steuern vom einkommen und vom ertrag 18.096.096,4617.315 13. sonstige steuern (soweit nicht unter posten 6 ausgewiesen) 155.797,70154 oder teilgewinnabführungsvertrages abgeführte gewinne 0,000 15. jahresüberschuss 45.828.704,417.876 summe der aufwendungen 268.666.209,64222.553
69 erträge eur 2015 eur 2014 teur 1. zinserträge aus a) kredit- und geldmarktgeschäften 155.029.229,61 148.809 b) festverzinslichen wertpapieren und schuldbuchforderungen 18.569.988,53 173.599.218,14 18.842 2. laufende erträge aus a) aktien und anderen nicht festverzinslichen wertpapieren 13.836.852,33 9.827 b) beteiligungen 196.622,96 173 c) anteilen an verbundenen unternehmen 26.617.000,00 40.650.475,29 0 3. erträge aus gewinngemeinschaften, gewinnabführungs- oder teilgewinn‑ abführungsverträgen 284.951,60 274 4. provisionserträge 41.376.750,83 35.856 5. nettoertrag des handelsbestands 4.645.360,09 3.729 darunter: zuführung sonderposten § 340e abs. 4 hgb , 255.616,25 (14) 6. erträge aus zuschreibungen zu forderungen und bestimmten wertpapieren sowie aus der auflösung von rückstellungen im kreditgeschäft 0,00 0 7. erträge aus zuschreibungen zu beteiligungen, anteilen an verbundenen unternehmen und wie anlagevermögen behandelten wertpapieren 0,00 1.170 8. sonstige betriebliche erträge 8.109.453,69 3.873 10. außerordentliche erträge 0,00 0 11. erträge aus verlustübernahme 0,00 0 jahresüberschuss 45.828.704,41 7.876 gewinnvortrag aus dem vorjahr 0,00 0 45.828.704,41 7.876 entnahmen aus gewinnrücklagen aus der rücklage für eigene anteile 0,00 0 aus anderen gewinnrücklagen 0,00 0 einstellungen in gewinnrücklagen in die rücklage für eigene anteile 0,00 0 in andere gewinnrücklagen 20.756.918,91 3.938 bilanzgewinn 25.071.785,50 3.938 summe der erträge 268.666.209,64 222.553 kredit- und geldmarktgeschäften 155.029.229,61148.809 b) festverzinslichen wertpapieren und schuldbuchforderungen 18.569.988,53173.599.218,1418.842 aktien und anderen nicht festverzinslichen wertpapieren 13.836.852,339.827 b) beteiligungen 196.622,96173 c) anteilen an verbundenen unternehmen 26.617.000,0040.650.475,290 abführungsverträgen 284.951,60274 4. provisionserträge 41.376.750,8335.856 5. nettoertrag des handelsbestands 4.645.360,093.729 sowie aus der auflösung von rückstellungen im kreditgeschäft 0,000 und wie anlagevermögen behandelten wertpapieren 0,001.170 8. sonstige betriebliche erträge 8.109.453,693.873 10. außerordentliche erträge 0,000 11. erträge aus verlustübernahme 0,000 jahresüberschuss 45.828.704,417.876 gewinnvortrag aus dem vorjahr 0,000 45.828.704,417.876 aus der rücklage für eigene anteile 0,000 aus anderen gewinnrücklagen 0,000 in die rücklage für eigene anteile 0,000 in andere gewinnrücklagen 20.756.918,913.938 bilanzgewinn 25.071.785,503.938 summe der erträge 268.666.209,64222.553
70 a. allgemeine angaben die südwestbank ag ist ein von der santo vermögensverwaltung gmbh abhän- giges unternehmen gemäß § 17 aktg und damit konzernunternehmen gemäß § 18 abs. 1 satz 3 aktg. die santo vermögens- verwaltung gmbh ist ihrerseits ein von der swb holding gmbh abhängiges unterneh- men. die südwestbank ag wird in den konzernabschluss der swb holding gmbh mit sitz rosenheimer platz 6, 81669 mün- chen, einbezogen. die südwestbank ag sieht gemäß § 291 abs. 1 hgb aufgrund des befreienden konzernabschlusses der swb holding gmbh von der aufstellung eines eigenen konzernabschlusses ab. dieser ist nach maßgabe des § 325 hgb im elektroni- schen bundesanzeiger bekannt zu machen. der jahresabschluss der südwestbank ag ist nach den vorschriften des handels‑ gesetzbuchs, des aktiengesetzes sowie der verordnung über die rechnungslegung der kreditinstitute aufgestellt. die offenlegung der informationen gemäß crr (capital requirements regulation – verordnung (eu) nr. 575 / 2013), artikel 431 bis artikel 451, und crd iv (capital require- ments directive iv – eu-richtlinie 2013 / 36 / eu) erfolgt in einem separaten offen- legungsbericht. anhang die barreserve ist mit dem nennwert bilanziert. forderungen an kreditinstitute und forderungen an kunden sind mit dem nennwert gemäß § 340e hgb angesetzt, gegebenenfalls unter absetzung der darauf entfallenden wertberichtigungen. das er- kennbare risiko aus dem kreditgeschäft ist durch angemessene einzelwertberich‑ tigungen und rückstellungen gedeckt. dem latenten kreditrisiko wird durch pauschal- wertberichtigungen rechnung getragen. wertpapiere sind zum bilanzstichtag dem handelsbestand, der liquiditätsreserve und dem anlagevermögen zugeordnet. wertpapiere, die wie anlagevermögen behandelt werden (finanzanlagebestand), werden zu anschaffungskosten bewertet. bei voraussichtlich dauerhafter wertmin- derung werden abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden wert vorgenom- men. wertpapiere, deren anschaffungs- kosten über dem rückzahlungsbetrag liegen, werden mit dem niedrigeren beizulegenden wert bilanziert, mindestens jedoch in höhe des rückzahlungsbetrags. wertpapiere der liquiditätsreserve werden nach dem stren- gen niederstwertprinzip bewertet. wert‑ papiere des handelsbestands sowie sonstige finanzinstrumente des handelsbestands b. erläuterungen zu den bilanzierungs- und bewertungsmethoden
71 werden gemäß § 340e abs. 3 hgb mit ihrem beizulegenden zeitwert abzüglich eines risikoabschlags bewertet. die ermittlung des beizulegenden zeitwerts erfolgt auf basis von marktkursen bzw. beobachtbaren marktdaten. finanzinstrumente des han- delsbestands werden in der bilanz jeweils gesondert in der position handelsbestand ausgewiesen. die beteiligungen und anteile an verbun- denen unternehmen sind entsprechend den für das anlagevermögen geltenden regeln zu anschaffungskosten oder dem niedrige- ren beizulegenden wert ausgewiesen. die immateriellen anlagewerte und sach‑ anlagen sind zu anschaffungs- oder her‑ stellungskosten und, soweit abnutzbar, ge‑ mindert um planmäßige abschreibungen ausgewiesen. den planmäßigen abschrei- bungen liegen die von der bank geschätzten betriebsgewöhnlichen nutzungsdauern zu‑ grunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden und die sich grundsätzlich an den von der finanzverwaltung veröffentlichten tabellen orientieren. bei vorliegen von dauerhaften wertminderungen erfolgt eine außerplanmäßige abschreibung. es wird ausschließlich linear abgeschrieben. gering‑ wertige wirtschaftsgüter mit einem wert bis 150 eur werden gemäß § 6 abs. 2 estg im jahr ihrer anschaffung vollständig abge- schrieben. für alle weiteren geringwertigen wirtschaftsgüter mit einem wert bis 1.000 eur wird gemäß § 6 abs. 2a estg im jahr ihrer anschaffung ein sammelposten gebildet, der im wirtschaftsjahr der anschaffung und in den folgenden 4 jahren mit jeweils einem fünftel abgeschrieben wird. sonstige vermögensgegenstände werden zu nominalwerten bilanziert. der aktive rechnungsabgrenzungsposten besteht aus im geschäftsjahr abgegrenzten aufwendungen für kommende geschäfts- jahre. die verbindlichkeiten sind mit dem erfül- lungsbetrag passiviert. der unterschied zwischen nennbetrag und ausgabebetrag von verbindlichkeiten wird in die rech- nungsabgrenzung eingestellt und zeit‑ anteilig erfolgswirksam aufgelöst. für ungewisse verbindlichkeiten sind rück- stellungen in höhe des nach vernünftiger kaufmännischer beurteilung notwendigen erfüllungsbetrags gebildet. rückstellungen mit einer restlaufzeit von mehr als einem jahr werden gemäß § 253 abs. 2 hgb mit dem ihrer restlaufzeit entsprechenden durch‑ schnittlichen marktzinssatz der vergange‑ nen 7 jahre abgezinst, sofern nicht von dem beibehaltungswahlrecht nach artikel 67 abs. 1 eghgb gebrauch gemacht wird. der belastung aus einlagen mit steigender verzinsung wird durch entsprechende rückstellungen rechnung getragen. die pensionsrückstellungen werden gemäß den vorschriften des § 253 abs. 2 satz 2 hgb ermittelt. zinsbezogene geschäfte des bankbuchs werden im rahmen der verlustfreien bewertung gemäß idw rs bfa 3 „einzel- fragen der verlustfreien bewertung von zinsbezogenen geschäften des bankbuchs (zinsbuchs)“ behandelt. hierbei wird unter anwendung der barwertigen betrach- tungsweise überprüft, ob ein verpflich- tungsüberschuss vorliegt, für welchen ent- sprechend eine drohverlustrückstellung gemäß § 249 abs. 1 satz 1 hgb zu bilden ist.
72 eventualverbindlichkeiten werden zum nennbetrag abzüglich gebildeter rück- stellungen sowie unter berücksichtigung gestellter barsicherheiten bilanziert. unwiderrufliche kreditzusagen werden mit dem betrag der zusagen, denen keine entsprechende inanspruchnahme gegen- übersteht, bilanziert. anhand von einzel- fallbetrachtungen werden die erkennbaren risiken der inanspruchnahme überwacht und bei bedarf durch entsprechende rück- stellungen abgedeckt. posten, denen beträge zugrunde liegen, die auf fremde währung lauten oder ur- sprünglich auf fremde währung lauteten, werden gemäß § 256a hgb in verbindung mit § 340h hgb in euro umgerechnet. die ergebnisse aus der währungsumrechnung werden für den nicht-handelsbestand in der gewinn- und verlustrechnung im sons- tigen betrieblichen ergebnis erfasst, für positionen des handelsbestands erfolgt ein ausweis im nettoertrag bzw. -aufwand des handelsbestands. besonders gedeckte positionen wurden gemäß § 340h hgb in der bilanz und der gewinn- und verlustrechnung erfasst. besondere deckung liegt vor, wenn vermö- gensgegenstände, schulden oder termin- geschäfte durch vermögensgegenstände, schulden oder andere termingeschäfte in derselben währung und in derselben höhe gedeckt sind und entsprechend zusammen- gefasst werden. bei devisentermingeschäf- ten, die der absicherung von zinstragenden bilanzpositionen dienen, erfolgt eine spal- tung des terminkurses und die zinskompo- nente wird im zinsergebnis erfasst. anhang c. erläuterungen zur bilanz und zur gewinn- und verlustrechnung i. bilanz für die in der bilanz ausgewiesenen forde‑ rungen abzüglich der zinsabgrenzungen gelten die folgenden restlaufzeiten:
73 in den forderungen an kunden sind forde‑ rungen an verbundene unternehmen oder beteiligungsunternehmen in folgender höhe enthalten: innerhalb der bilanzposition schuldver- schreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere werden im folgejahr fällig: 2015 teur 2014 teur forderungen an kreditinstitute andere forderungen bis 3 monate 27.069 65.754 mehr als 3 monate bis 1 jahr 14.966 41.424 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 35.375 10.000 mehr als 5 jahre 0 1.500 forderungen an kunden bis 3 monate 291.635 298.668 mehr als 3 monate bis 1 jahr 332.809 310.307 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 1.268.354 1.078.086 mehr als 5 jahre 1.921.857 1.628.073 mit unbestimmter laufzeit 203.866 225.550 forderungen an verbundene unternehmen forderungen an beteiligungsunternehmen 2015 teur 2014 teur 2015 teur 2014 teur forderungen an kunden 61.152 29.101 0 0 teur von anderen emittenten 219.532 bis 3 monate 27.06965.754 mehr als 3 monate bis 1 jahr 14.96641.424 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 35.37510.000 mehr als 5 jahre 01.500 bis 3 monate 291.635298.668 mehr als 3 monate bis 1 jahr 332.809310.307 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 1.268.3541.078.086 mehr als 5 jahre 1.921.8571.628.073 mit unbestimmter laufzeit 203.866225.550 forderungen an kunden 61.15229.10100
74 aufgliederung der börsenfähigen wert‑ papiere in den folgenden bilanzpositionen: von den börsenfähigen wertpapieren wurden schuldverschreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere mit einem buchwert von 82.900 teur sowie aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere mit einem buchwert von 632 teur nicht mit dem niederstwert bewertet, da die papiere dem anlagevermögen zugeordnet sind. nachrangige vermögensgegenstände sind in den „aktien und anderen nicht festverzins‑ lichen wertpapieren“ in höhe von 11.222 teur enthalten. in der position handelsbestand sind nachrangige vermögensgegenstände mit einem bilanzwert von 214 teur enthalten. entwicklung des anlagevermögens: anhang börsennotiert nicht börsennotiert 2015 teur 2014 teur 2015 teur 2014 teur schuldverschreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere 1.364.971 1.029.402 35.114 20.254 aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere 8.401 9.089 151.555 149.676 beteiligungen 80 80 0 0 anschaf- fungs- / herstel- lungskosten zugänge des geschäfts- jahres zuschrei- bungen des geschäfts- jahres umbuchun- gen des geschäfts- jahres abgänge des geschäfts- jahres abschrei- bungen kumuliert buchwert 31.12.2015 abschrei- bungen 2015 teur teur teur teur teur teur teur teur wertpapiere des anlagevermögens 669.960 178.323 6.795 0 123.299 – 4.200 735.979 1.013 beteiligungen 3.292 7 0 0 85 0 3.214 0 anteile an verbundenen unternehmen 301.098 19.508 0 0 183 449 319.974 0 immaterielle anlagewerte 4.265 1.576 0 0 0 3.667 2.174 662 sachanlagen 93.807 2.463 0 0 632 44.221 51.417 3.414 1.072.422 201.877 6.795 0 124.199 44.137 1.112.758 5.089 festverzinsliche wertpapiere 1.364.9711.029.40235.11420.254 aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere 8.4019.089151.555149.676 beteiligungen 808000 wertpapiere des anlagevermögens 669.960178.3236.7950123.299 – 4.200735.9791.013 beteiligungen 3.2927008503.2140 anteile an verbundenen unternehmen 301.09819.50800183449319.9740 immaterielle anlagewerte 4.2651.5760003.6672.174662 sachanlagen 93.8072.4630063244.22151.4173.414 1.072.422201.8776.7950124.19944.1371.112.7585.089
75 in den wertpapieren des anlagevermögens mit einem buchwert von 735.979 teur sind 90.742 teur „schuldverschreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere“ sowie 7.412 teur „aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere“ enthalten, die nicht mit dem niederstwert bewertet wur- den. der beizulegende zeitwert der „schuld­ verschreibungen und anderen festverzins‑ lichen wertpapiere“ beträgt 90.198 teur (vorjahr 74.257 teur), der der „aktien und anderen nicht festverzinslichen wertpapiere“ 6.939 teur (vorjahr 19.573 teur). da die bank aufgrund der erwarteten wirt- schaftlichen entwicklung der betroffenen titel davon ausgeht, dass sich diese bis zu ihrer fälligkeit wieder erholen werden und es sich damit nicht um dauerhafte, bonitäts- bedingte wertminderungen handelt, sind außerplanmäßige abschreibungen gemäß § 253 abs. 3 satz 4 hgb unterblieben. die position handelsbestand auf der aktiv- seite gliedert sich wie folgt auf: als risikoabschlag wurde ein value-at-risk unter verwendung eines varianz-kovarianz- ansatzes in höhe von 613 teur ermittelt und bei der aktivposition handelsbestand abgesetzt. bei der ermittlung des value-at- risk wird ein konfidenzniveau von 99 % bei einer haltedauer von 10 tagen und einem beobachtungszeitraum von 250 tagen zugrunde gelegt. sämtliche derivativen finanzinstrumen‑ te des handelsbestands wurden mit dem beizulegenden zeitwert bewertet. hier‑ bei handelt es sich auf der aktivseite um devisentermingeschäfte, caps und swaps mit positiven marktwerten in höhe von 3.203 teur und einem nominalvolumen von 273.931 teur. die marktwerte der devisentermingeschäfte werden durch schwankungen der währungskurse beein- flusst. bei den caps und swaps resultieren einflüsse auf die cashflows im wesent‑ lichen aus veränderungen der marktzinssätze. durch die fokussierung auf kontrahenten mit guter bonität wird das ausfallrisiko dieser positionen minimiert. im laufenden geschäftsjahr gab es keine änderungen bei den institutsinternen kriterien für die einbeziehung von finanz- instrumenten zum handelsbestand. die südwestbank ag hält aus diver‑ sifikationsgründen und zur portfolioopti‑ mierung anteile an inländischen invest- mentvermögen von mehr als 10 %. der marktwert dieser positionen beläuft sich zum 31. dezember 2015 auf 245.185 teur und liegt mit 21.498 teur über dem buch- wert. die ausschüttungen des geschäfts- teur derivate 3.203 schuldverschreibungen und andere festverzinsliche wertpapiere 91.461 aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere 4.088
76 1) mit der swb treuhand gmbh, stuttgart, bestehen weiterhin ein organschaftsverhältnis und ein ergebnisabführungsvertrag. 2) die gesellschaften wurden in 2015 neu gegründet. es liegen noch keine jahresabschlüsse vor. beim angegebenen eigen- kapital der gesellschaften handelt es sich um das gezeichnete kapital. die gesellschaften werden mittelbar über die swb immowert gmbh, stuttgart, gehalten. 3) die gesellschaften wurden in 2013 neu gegründet. die jahres- abschlüsse 2014 der gesellschaften wurden für ein verlänger- tes geschäftsjahr ab dem gründungsdatum aufgestellt. 4) die beteiligung an der dr. ellwanger & kramm gmbh, stuttgart, und damit verbunden die darüber mittelbar gehaltene beteili- gung an der dr. ellwanger & kramm vorsorgemanagement gmbh, stuttgart, wurde mit wirkung zum 01.01.2016 veräußert. 5) die beteiligung an der blue estate projektentwicklungs und verwaltungs gmbh, stuttgart, wird mittelbar über die blue estate gmbh, stuttgart, gehalten. 6) die beteiligung an der blue estate rt1 gmbh & co. kg, stuttgart, wird mittelbar über die blue estate gmbh, stuttgart, gehalten. jahres betragen 6.002 teur. es bestehen keinerlei beschränkungen hinsichtlich der möglichkeit der täglichen rückgabe. anhang die südwestbank ag hält kapitalanteile von mindestens 20% an: anteil am gesell- schaftskapital eigenkapital der gesellschaft ergebnis des letzten geschäftsjahres name und sitz % jahr eur jahr eur swb treuhand gmbh, stuttgart 1) 100,0 2015 250.000,00 2015 284.951,60 swb immowert gmbh, stuttgart 100,0 2015 21.709.705,29 2015 – 53.749,67 swbi mainz 1 gmbh, stuttgart 2) 100,0 2015 25.000,00 2015 – swbi stuttgart 1 gmbh, stuttgart 2) 100,0 2015 25.000,00 2015 – swbi stuttgart 2 gmbh, stuttgart 2) 100,0 2015 25.000,00 2015 – swbi darmstadt gmbh, stuttgart 2) 100,0 2015 25.564,59 2015 – swbi ludwigsburg 1 gmbh, stuttgart 2) 100,0 2015 25.000,00 2015 – esg entwicklungsgesellschaft mbh, stuttgart 100,0 2014 3.619.070,45 2014 – 335.692,92 swb international gp s.a.r.l, luxembourg 3) 100,0 2014 – 13.186,38 2014 – 25.686,38 gemelolux s.a., luxembourg 100,0 2014 1.252.723,66 2014 – 80.104,62 twinlux valueinvest s.a., luxembourg 100,0 2014 2.147.355,36 2014 – 75.175,86 swb international s.c.s., luxembourg 3) 96,8 2014 322.997.629,53 2014 31.205.415,09 dr. ellwanger & kramm gmbh, stuttgart 4) 75,0 2014 424.413,49 2014 149.350,95 dr. ellwanger & kramm vorsorgemanagement gmbh, stuttgart 4) 51,0 2014 61.672,71 2014 12.672,71 tresides asset management gmbh, stuttgart 51,0 2014 1.497.851,38 2014 51.954,21 vertiva family office gmbh, stuttgart 52,5 2014 320.215,86 2014 – 251.552,56 blue estate gmbh, stuttgart 51,0 2014 1.112.107,62 2014 512.107,62 blue estate projektentwicklungs und verwaltungs gmbh, stuttgart 5) 100,0 2014 33.430,74 2014 – 1.017,33 blue estate rt1 gmbh & co. kg, stuttgart 6) 100,0 2014 – 90.908,48 2014 – 91.908,48 100,02015250.000,002015284.951,60 swb immowert gmbh, stuttgart 100,0201521.709.705,292015 – 53.749,67 100,0201525.000,002015 – 100,0201525.000,002015 – 100,0201525.000,002015 – 100,0201525.564,592015 – 100,0201525.000,002015 – esg entwicklungsgesellschaft mbh, stuttgart 100,020143.619.070,452014 – 335.692,92 100,02014 – 13.186,382014 – 25.686,38 gemelolux s.a., luxembourg 100,020141.252.723,662014 – 80.104,62 twinlux valueinvest s.a., luxembourg 100,020142.147.355,362014 – 75.175,86 96,82014322.997.629,53201431.205.415,09 75,02014424.413,492014149.350,95 51,0201461.672,71201412.672,71 tresides asset management gmbh, stuttgart 51,020141.497.851,38201451.954,21 vertiva family office gmbh, stuttgart 52,52014320.215,862014 – 251.552,56 blue estate gmbh, stuttgart 51,020141.112.107,622014512.107,62 100,0201433.430,742014 – 1.017,33 100,02014 – 90.908,482014 – 91.908,48
77 über die südwestbank ag wird ein konzernverhältnis zur swb holding gmbh vermittelt. die tochtergesellschaften der südwestbank ag sind somit konzern­ unternehmen der swb holding gmbh. beim ausgewiesenen treuhandvermögen (1.399 teur) handelt es sich um forderungen an kunden aus weitergeleiteten treuhand- krediten. in den sachanlagen (51.417 teur) sind enthalten: zum 31. dezember 2015 befanden sich wie im vorjahr keine eigenen aktien im bestand der bank. in den sonstigen vermögensgegenständen (60.391 teur) sind als einzelposten von besonderer bedeutung forderungen aus rentenversicherungen (41.327 teur), ordentliche erträge aus investmentfonds (6.002 teur) sowie stichtagsbedingte be- stände aus sepa-lastschriften (6.302 teur) enthalten. bei den aktiven rechnungsabgrenzungs‑ posten (4.308 teur) handelt es sich im wesentlichen um upfront payments aus zinsswapgeschäften (2.128 teur), disagiobeträge (1.353 teur) und bear‑ beitungsentgelte aus aufgenommenen verbindlichkeiten (403 teur). die aktiva beinhalten fremdwährungs‑ posten im gegenwert von 262.991 teur. daneben bestehen positionen aus termin- käufen in höhe von 183.050 teur. teur im rahmen der eigenen tätigkeit genutzte grundstücke und gebäude 42.033 betriebs- und geschäftsausstattung 9.384
78 für die in der bilanz ausgewiesenen ver- bindlichkeiten abzüglich der zinsabgren- zungen gelten folgende restlaufzeiten: von den unter den verbrieften verbindlich- keiten ausgewiesenen begebenen schuld‑ verschreibungen sind 23.157 teur im folgejahr fällig. die position handelsbestand auf der passiv‑ seite setzt sich zusammen aus derivativen finanzinstrumenten, die mit ihrem negativen beizulegenden zeitwert von 2.517 teur bilanziert wurden. hierbei handelt es sich um devisentermingeschäfte, caps und swaps mit einem nominalvolumen von 262.282 teur. bei den treuhandverbindlichkeiten (1.399 teur) handelt es sich um verbind- lichkeiten gegenüber kreditinstituten aus weitergeleiteten treuhandkrediten. anhang 2015 teur 2014 teur verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist bis 3 monate 13.858 470.291 mehr als 3 monate bis 1 jahr 40.455 56.879 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 442.047 167.221 mehr als 5 jahre 253.894 211.637 2015 teur 2014 teur verbindlichkeiten gegenüber kunden spareinlagen bis 3 monate 66.272 103.735 mehr als 3 monate bis 1 jahr 628 5.476 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 137.750 294 andere verbindlichkeiten mit vereinbarter laufzeit oder kündigungsfrist bis 3 monate 1.030.595 385.716 mehr als 3 monate bis 1 jahr 201.273 37.346 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 239.417 362.035 mehr als 5 jahre 663.570 488.201 bis 3 monate 13.858470.291 mehr als 3 monate bis 1 jahr 40.45556.879 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 442.047167.221 mehr als 5 jahre 253.894211.637 bis 3 monate 66.272103.735 mehr als 3 monate bis 1 jahr 6285.476 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 137.750294 bis 3 monate 1.030.595385.716 mehr als 3 monate bis 1 jahr 201.27337.346 mehr als 1 jahr bis 5 jahre 239.417362.035 mehr als 5 jahre 663.570488.201
79 im posten sonstige verbindlichkeiten (26.604 teur) sind fälliges genussrechts‑ kapital (11.125 teur), negative marktwerte aus devisengeschäften (6.263 teur), erhal- tene optionsprämien (2.338 teur), zinsen für genussrechte (556 teur) sowie abzufüh- rende kapitalertragsteuern (543 teur) als wesentliche einzelbeträge enthalten. die passiven rechnungsabgrenzungs­ posten (3.935 teur) bestehen im wesentlichen aus upfront payments für zinsswaps (1.409 teur), optionsprämien (1.197 teur), disagiobeträ- gen (644 teur), die bei der auszahlung von forderungen in abzug gebracht wurden, und kreditbearbeitungsentgelten (375 teur). die pensionsrückstellung wurde mithilfe der projected unit credit method (puc- methode) berechnet. unterstellt wurden ein rechnungszins von 3,87 % und ein anwartschafts- und rententrend von 2 %. die fluktuation blieb unberücksichtigt. die biometrischen annahmen basieren auf den richttafeln 2005 g von klaus heubeck. es wurde vom wahlrecht des artikels 67 abs. 1 satz 1 eghgb gebrauch gemacht, nach dem eine zuführung zu den pensionsrück- stellungen bis spätestens zum 31. dezem‑ ber 2024 in jedem geschäftsjahr zu mindes- tens einem fünfzehntel anzusammeln ist. der fehlbetrag der pensionsrückstellung gemäß artikel 67 abs. 2 eghgb beträgt zum 31. dezember 2015 3.147 teur. in den nachrangigen verbindlichkeiten über 91.038 teur sind anteilige zinsen in höhe von 3.038 teur enthalten. die auf- wendungen für das geschäftsjahr betragen 5.032 teur. mittelaufnahmen, die 10 % des gesamt‑ betrags der nachrangigen verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden bedin- gungen: die verzinsung der übrigen mittelaufnahmen liegt zwischen 5 % und 6,6 %. von den nachrangigen verbindlichkeiten erfüllen 10.000 teur die voraussetzungen des artikels 63 crr zur anerkennung als anrechenbare eigenmittel. 78.000 teur der nachrangigen verbindlichkeiten fallen unter den bestandsschutz des artikels 484 ff. crr und werden gemäß den vor‑ gaben von artikel 486 crr dem haftenden eigenkapital zugerechnet. mittelaufnahmen > 10 % 1 2 3 betrag 10.000 teur 10.000 teur 10.000 teur zinssatz 6,3 % 6,6 % 5,14 % fälligkeit 10.03.2020 03.05.2021 22.03.2022 zum 31. dezember 20153.147 teur. mittelaufnahmen > 10 % 123 fälligkeit 10.03.202003.05.202122.03.2022
80 anhang die nachstehenden bilanzpositionen enthal- ten verbindlichkeiten gegenüber verbun- denen unternehmen oder beteiligungsunter- nehmen: daneben bestehen eventualverbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen in höhe von 611 teur. in den passiva sind fremdwährungsposten im gegenwert von 287.196 teur enthalten. daneben sind 153.671 teur des aktiven fremdwährungsvolumens synthetisch über devisentermingeschäfte refinanziert. das gezeichnete kapital (73.566 teur) setzt sich aus 2.877.653 vinkulierten namens­ aktien zusammen. vom gezeichneten kapital hält die santo vermögensverwaltung gmbh mehr als 50 %. in den kapitalrücklagen (458.667 teur) sind 28.438 teur aufgelder aus kapital­ erhöhungen enthalten. auf beschluss der hauptversammlung vom 2. juli 2015 wurde der bilanzgewinn des vorjahres (3.938 teur) den anderen gewinnrücklagen zugeführt. aus dem jahresüberschuss 2015 in höhe von 45.829 teur wurden mit vorstands‑ beschluss vom 16. februar 2016 20.757 teur vorab in andere gewinnrücklagen eingestellt. bei den verbindlichkeiten aus bürgschaften und gewährleistungsverträgen (134.911 teur) sind vor abzug der bar­ deckung die gewähr- leistungen und voraus­ zahlungsbürgschaften in höhe von 109.861 teur sowie die kredit- bürgschaften in höhe von 39.945 teur von wesentlicher bedeutung. für verbindlichkeiten gegenüber kredit‑ instituten wurden vermögensgegenstände im wert von 298.800 teur verpfändet. verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen verbindlichkeiten gegenüber beteiligungsunternehmen 2015 teur 2014 teur 2015 teur 2014 teur verbindlichkeiten gegenüber kunden 87.656 75.767 296 386 beschluss vom 16. februar 201620.757 teur kunden 87.65675.767296386
81 zum bilanzstichtag bestehen folgende derivategeschäfte, die nicht mit dem bei­ zulegenden zeitwert bilanziert wurden: soweit für die ermittlung der beizulegenden zeitwerte der derivativen finanzinstrumente verlässliche marktpreise verfügbar waren, wurden diese verwendet. für die übrigen deri‑ vativen finanzinstrumente wurde der bei‑ zulegende zeitwert mithilfe von anerkannten bewertungsmodellen (zum beispiel options- preismodellen) bestimmt. gemäß idw rs bfa 3 besteht zum jahres­ ende kein verpflichtungsüberschuss für zins- bezogene geschäfte des bankbuchs, weshalb keine drohverlustrückstellung zu bilden war. latente steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende aktivüberhang unter ausnutzung des wahlrechts des § 274 hgb bilanziell nicht angesetzt wird. die aktiven latenten steuern resultieren im wesent- lichen aus temporären differenzen in folgen‑ den positionen: – rücklage nach § 340f hgb – schuldverschreibungen und andere fest- verzinsliche wertpapiere – aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere (thesaurierungen) – anteile an verbundenen unternehmen – sachanlagen – pensionsrückstellungen – fonds für allgemeine bankrisiken bei der bewertung der latenten steuern wurden unternehmensindividuelle steuer- sätze herangezogen. aufgrund der unter- schiedlichen hebesätze bezüglich der gewerbesteuer wurde mit einem steuersatz von 14 % gerechnet. es ergibt sich somit ein gesamtsteuersatz von 29,825 %, der der berechnung zugrunde gelegt wurde. nominal- volumen beizulegende zeitwerte buchwerte bilanzposition aktiva buchwerte bilanzposition passiva positiv negativ aktiva nr. 14 aktiva nr. 15 passiva nr. 5 passiva nr. 6 kategorie teur teur teur teur teur teur teur derivative finanzinstrumente mit zinsbezogenen marktpreisrisiken zinsswaps 2.318.366 102.308 – 75.628 0 3 0 0 swaptions / caps / floors 225.036 184 – 25.670 378 0 2.270 1.197 zinsswaps 2.318.366102.308 – 75.6280300 swaptions / caps / floors 225.036184 – 25.67037802.2701.197
82 anhang ii. gewinn- und verlustrechnung die wesentlichen gegenüber dritten erbrach- ten dienstleistungen für verwaltung und vermittlung sind die depotverwaltungen, die vermögensverwaltungen, die verwaltung von treuhandkrediten sowie die vermittlung von immobilien, versicherungen, bauspar- verträgen, hypothekendarlehen und leasing- verträgen. negative zinsen sind in den zinserträgen in höhe von 588 teur ertragsmindernd erfasst. in den zinsaufwendungen sind negative zinsen gegenüber institutionellen kunden in höhe von 163 teur erfasst. im nettoergebnis des handelsbestands sind die zuführungen zum sonderposten gemäß § 340e hgb (256 teur) enthalten. in den steuern vom einkommen und vom ertrag (18.096 teur) sind 18.234 teur steuern für das laufende jahr sowie 138 teur steuererstattungen aus vor‑ jahren enthalten. bei den sonstigen betrieblichen erträgen (8.109 teur) handelt es sich im wesent‑ lichen um gewinne aus devisen (4.090 teur), erträge aus der auflösung von rückstellun- gen (1.241 teur), mieterträge (1.071 teur) sowie periodenfremde erträge (744 teur). in den sonstigen betrieblichen aufwen- dungen (5.094 teur) sind als bedeutende positionen 2.939 teur zinsaufwendun‑ gen aus der bewertung von rückstellungen, 767 teur zuführungen zu rückstellun‑ gen für ungewisse verbindlichkeiten und 240 teur periodenfremde aufwendungen enthalten. in den übrigen posten der gewinn- und ver- lustrechnung sind periodenfremde erträge von 52 teur und periodenfremde aufwen- dungen von 336 teur ausgewiesen. hier‑ von entfallen auf: bei den außerordentlichen aufwendungen (350 teur) handelt es sich um aufwendun- gen aus der neubewertung von pensions- rückstellungen im zuge des bilanzrechts- modernisierungsgesetzes (bilmog). art teur zinserträge 18 provisionserträge 34 provisionsaufwendungen 44 allgemeine verwaltungsaufwendungen 292
83 d. sonstige angaben vorstand aufsichtsrat dr. wolfgang kuhn sprecher, stuttgart dr. andreas maurer stuttgart wolfgang jung freiburg dr. andreas strüngmann vorsitzender mitglied der geschäftsleitung santo holding (deutschland) gmbh, holzkirchen wolfgang boorberg stellvertretender vorsitzender wirtschaftsprüfer und steuerberater, stuttgart konsul peter gaugg (ab 20.7.2015) sprecher des vorstandes bank für tirol und vorarlberg ag, innsbruck ursula nell* bankangestellte, inzigkofen guido m. sollors geschäftsführer sollors & co. (gmbh & co. kg), hamburg hans tauschek* bankangestellter, plüderhausen * von den arbeitnehmern gewählt.
84 anhang das vorstandsmitglied dr. wolfgang kuhn übt ein gesetzliches aufsichtsratsmandat bei der maschinenfabrik berthold hermle ag, gosheim, als mitglied des aufsichtsrates aus. mit verweis auf § 286 abs. 4 hgb wird auf die angabe der gesamtbezüge des vorstan- des verzichtet. die gesamtbezüge des aufsichtsrates be‑ liefen sich im geschäftsjahr auf 201 teur. die gesamtbezüge ehemaliger mitglieder des vorstandes und ihrer hinterbliebenen betrugen 896 teur. für pensionsverpflich- tungen gegenüber diesem personenkreis waren 7.526 teur zurückgestellt. der gesamtbetrag der gewährten vorschüsse und kredite, einschließlich der einge­ gan‑ genen haftungsverhältnisse, zugunsten von mitgliedern des aufsichtsrates betrug 23 teur und zugunsten von mitgliedern des vorstandes 175 teur. das für das geschäftsjahr berechnete gesamt­ honorar des abschlussprüfers von insgesamt 562 teur umfasst die von der kpmg ag wirtschaftsprüfungsgesell- schaft erbrachten leistungen für die abschlussprüfung in höhe von 356 teur (davon für das vorjahr: 52 teur), andere bestätigungsleistungen in höhe von 156 teur sowie sonstige leistungen in höhe von 50 teur. die zahl der im jahr 2015 durchschnittlich beschäftigten arbeitnehmer betrug: vollzeitbeschäftigte teilzeitbeschäftigte männlich weiblich summe männlich weiblich summe gesamt vertriebsbank 193 118 311 3 47 50 361 produktionsbank 75 57 132 2 32 34 166 steuerungsbank 42 17 59 1 19 20 79 . 310 192 502 6 98 104 606 vertriebsbank 19311831134750361 produktionsbank 755713223234166 steuerungsbank 4217591192079 . 310192502698104606
85 aufteilung der beschäftigten arbeitnehmer 2015 summe der beschäftigten: 606 darüber hinaus haben wir durchschnittlich 26 auszubildende beschäftigt. ruhende dienstverhältnisse bestanden durchschnitt- lich mit 17 vollzeitbeschäftigten und 4 teil- zeitbeschäftigten. stuttgart, 16. februar 2016 südwestbank aktiengesellschaft der vorstand wolfgang jung dr. andreas maurer dr. wolfgang kuhn vollzeit: 192 vollzeit: 310 frauen: 290 männer: 316 teilzeit: 98 teilzeit: 6
3. bericht des aufsichtsrates 87 3 bericht des aufsichtsrates
88 bericht bericht des aufsichtsrates im abgelaufenen geschäftsjahr 2015 hat der aufsichtsrat den vorstand bei der leitung des unternehmens regelmäßig beraten und seine tätigkeit sorgfältig und kontinuierlich überwacht. insbesondere wurden recht‑ mäßigkeit, zweckmäßigkeit und ordnungs- mäßigkeit der geschäftsführung geprüft. der vorstand hat den aufsichtsrat in seinen vier sitzungen des jahres 2015, aber auch zwischen den einzelnen sitzungen des auf‑ sichtsrates durch schriftliche und mündliche berichte ausführlich über die lage der bank, über grundsätzliche fragen der geschäfts‑ politik und über sonstige wichtige anlässe regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. in vier fällen hat der aufsichtsrat auch im schriftlichen verfahren über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen anträge entschieden. entscheidungen mit wesentlicher bedeutung für die bank wurden dem aufsichtsrat immer zeitnah und mit ausführlichen unterlagen zur kenntnis oder entscheidung vorgelegt. die ausschüsse des aufsichtsrates behan- delten sowohl in ihren sitzungen als auch im schriftlichen verfahren die ihnen nach gesetz und satzung zugewiesenen angele- genheiten. über die arbeit der ausschüsse wurde im plenum berichtet. der jahresabschluss für das geschäfts- jahr 2015 und der lagebericht sowie die buchführung wurden von der kpmg ag wirtschaftsprüfungsgesellschaft, stuttgart, geprüft und als mit den gesetzlichen vor- schriften im einklang befunden. der unein- geschränkte bestätigungsvermerk wurde erteilt. der verantwortliche wirtschaftsprüfer des abschlussprüfers hat an der sitzung der bilanzprüfungskommission des aufsichts- rates am 11. mai 2016 teilgenommen, über die wesentlichen ergebnisse seiner prüfung berichtet und bereitwillig auskunft erteilt. der aufsichtsrat nahm das prüfungsergebnis zustimmend zur kenntnis. er prüfte seiner- seits den jahresabschluss, den lagebericht und den vorschlag für die verwendung des bilanzgewinns durch die von ihm eingesetzte bilanzprüfungskommission. das ergebnis der vom aufsichtsrat und vom abschlussprüfer vorgenommenen prüfungen hat keinen anlass zu beanstandungen gege- ben; es waren demnach keine einwendungen zu erheben. der jahresabschluss für 2015 wurde vom aufsichtsrat gebilligt und ist damit gemäß § 172 aktiengesetz festgestellt.
89 außerdem hat der vorstand einen bericht gemäß § 312 aktiengesetz über die be- ziehungen zu verbundenen unternehmen erstellt und diesen mit dem hierzu von der kpmg ag wirtschaftsprüfungsgesell- schaft, stuttgart, erstatteten prüfungs‑ bericht dem aufsichtsrat vorgelegt. die bilanzprüfungskommission prüfte diesen bericht des vorstandes. der aufsichtsrat stimmt dem bericht und dem prüfungs- ergebnis des abschlussprüfers zu. letzterer versah den bericht des vorstandes über die beziehungen zu verbundenen unternehmen mit dem folgenden bestätigungsvermerk: „nach unserer pflichtmäßigen prüfung und beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen angaben des berichts richtig sind, 2. bei den im bericht aufgeführten rechts- geschäften die leistung der gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ nach dem abschließenden ergebnis seiner prüfung erhebt der aufsichtsrat keine einwen‑ dungen gegen die im lagebericht wieder‑ gegebene erklärung des vorstandes über die beziehungen zu verbundenen unternehmen. der aufsichtsrat dankt dem vorstand sowie allen mitarbeiterinnen und mitarbeitern für ihren persönlichen einsatz, ihre leistungen und das hohe engagement und spricht seine anerkennung für die im jahr 2015 geleistete arbeit aus. stuttgart, 12. mai 2016 dr. andreas strüngmann vorsitzender des aufsichtsrates
4. bestätigungsvermerk des abschlussprüfers 91 4 bestätigungsvermerk des abschlussprüfers
92 bestätigungsvermerk bestätigungsvermerk des abschlussprüfers wir haben den jahresabschluss – beste‑ hend aus bilanz, gewinn- und verlustrech- nung sowie anhang – unter einbeziehung der buchführung und den lagebericht der südwestbank ag, stuttgart, für das geschäftsjahr vom 1. januar bis 31. dezem- ber 2015 geprüft. die buchführung und die aufstellung von jahresabschluss und lage- bericht nach den deutschen handelsrecht‑ lichen vorschriften liegen in der verantwor- tung des vorstands der gesellschaft. unsere aufgabe ist es, auf der grundlage der von uns durchgeführten prüfung eine beurtei- lung über den jahresabschluss unter ein‑ beziehung der buchführung und über den lagebericht abzugeben. wir haben unsere jahresabschlussprüfung nach § 317 hgb unter beachtung der vom institut der wirtschaftsprüfer (idw) fest‑ gestellten deutschen grundsätze ordnungs- mäßiger abschlussprüfung vorgenommen. danach ist die prüfung so zu planen und durchzuführen, dass unrichtigkeiten und ver‑ stöße, die sich auf die darstellung des durch den jahresabschluss unter beachtung der grundsätze ordnungsmäßiger buchführung und durch den lagebericht vermittelten bildes der vermögens-, finanz-, und ertrags- lage wesentlich auswirken, mit hinreichen- der sicherheit erkannt werden. bei der fest- legung der prüfungshandlungen werden die kenntnisse über die geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche umfeld der gesellschaft sowie die erwar- tungen über mögliche fehler berücksichtigt. im rahmen der prüfung werden die wirk- samkeit des rechnungslegungsbezogenen internen kontrollsystems sowie nachweise für die angaben in buchführung, jahres‑ abschluss und lagebericht überwiegend auf der basis von stichproben beurteilt. die prüfung umfasst die beurteilung der ange- wandten bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen einschätzungen des vorstands sowie die würdigung der gesamtdarstel- lung des jahresabschlusses und des lagebe‑ richts. wir sind der auffassung, dass unsere prüfung eine hinreichend sichere grundlage für unsere beurteilung bildet. unsere prüfung hat zu keinen einwen­ dungen geführt. nach unserer beurteilung aufgrund der bei der prüfung gewonnenen erkenntnisse ent- spricht der jahresabschluss den gesetzlichen vorschriften und vermittelt unter beachtung der grundsätze ordnungsmäßiger buchfüh- rung ein den tatsächlichen verhältnissen entsprechendes bild der vermögens-, finanz- und ertragslage der südwestbank ag. der lagebericht steht im einklang mit dem jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes bild von der lage der gesell- schaft und stellt die chancen und risiken der zukünftigen entwicklung zutreffend dar. stuttgart, den 11. mai 2016 kpmg ag wirtschaftsprüfungsgesellschaft kocholl dr. niemeyer wirtschaftsprüfer wirtschaftsprüfer
organisation 93 organisation
94 organisation weitverbreitet unsere südwestbank-standorte mannheim heilbronn schwäbisch hall bietigheim-bissingen waiblingen schorndorf plüderhausen karlsruhe offenburg freiburg reutlingen hechingen biberach ochsenhausen ravensburg tettnang friedrichshafen singen sigmaringen bad saulgau ulm reichenbach göppingen degerloch stuttgart tuttlingen fellbach mit 28 standorten und 647 mitarbei- terinnen und mitarbeitern ist die südwestbank marktnah und flexibel aufgestellt.
95 bad saulgau hauptstraße 56 88348 bad saulgau telefon 07581 / 20 04-0 biberach marktplatz 23 88400 biberach telefon 07351 / 581-0 bietigheim-bissingen kreuzstraße 21 74321 bietigheim-bissingen telefon 07142 / 352-0 fellbach hintere straße 29 70734 fellbach telefon 0711 / 66 44-0 freiburg eisenbahnstraße 66 79098 freiburg telefon 0761 / 282 06-0 friedrichshafen charlottenstraße 34 88045 friedrichshafen telefon 07541 / 38 52-0 göppingen vordere karlstraße 12 73033 göppingen telefon 07161 / 97 61-0 hechingen obertorplatz 3 72379 hechingen telefon 07471 / 18 07-0 heilbronn moltkestraße 20 74072 heilbronn telefon 07131 / 637-0 karlsruhe waldstraße 41– 43 (ecke kaiserstraße) 76133 karlsruhe telefon 0721 / 94 54 05-0 mannheim friedrichsplatz 9 68165 mannheim telefon 0621 / 420 06-0 ochsenhausen bahnhofstraße 11 88416 ochsenhausen telefon 07352 / 20 25-0 offenburg hauptstraße 35 77652 offenburg telefon 0781 / 93 22 51-0 plüderhausen hauptstraße 51 73655 plüderhausen telefon 07181 / 80 08-0 ravensburg marienplatz 29 88212 ravensburg telefon 0751 / 374-0 reichenbach bahnhofstraße 1 73262 reichenbach telefon 07153 / 50 09-0 reutlingen federnseestraße 3 72764 reutlingen telefon 07121 / 14 97-0 schorndorf johann-philipp-palm-straße 8 73614 schorndorf telefon 07181 / 92 73-0 schwäbisch hall im haal 8 74523 schwäbisch hall telefon 0791 / 75 80-0 sigmaringen kirchberg 1 72488 sigmaringen telefon 07571 / 107-0 singen ekkehardstraße 12 / 2 78224 singen telefon 07731 / 99 69-0 stuttgart (zentrale) rotebühlstraße 125 70178 stuttgart telefon 0711 / 66 44-0 stuttgart-degerloch große falterstraße 3 70597 stuttgart telefon 0711 / 66 44-31 00 stuttgart (großmarkt) langwiesenweg 30 70327 stuttgart telefon 0711 / 46 47 20 tettnang lindauer straße 25 88069 tettnang telefon 07542 / 93 59-0 tuttlingen königstraße 4 78532 tuttlingen telefon 07461 / 90 06 12-0 ulm bahnhofstraße 11 89073 ulm telefon 0731 / 14 13-0 waiblingen heinrich-küderli-straße 2 71332 waiblingen telefon 07151 / 568 19-0
96 aufsichtsrat dr. andreas strüngmann vorsitzender mitglied der geschäftsleitung santo holding (deutschland) gmbh, holzkirchen wolfgang boorberg stellvertretender vorsitzender wirtschaftsprüfer und steuerberater, stuttgart konsul peter gaugg seit 20. juli 2015 sprecher des vorstandes bank für tirol und vorarlberg ag, innsbruck ursula nell* südwestbank ag, stuttgart guido m. sollors geschäftsführer sollors & co (gmbh & co. kg), hamburg hans tauschek* südwestbank ag, stuttgart beirat senator e. h. dr. peter baumeister vorsitzender bankdirektor im ruhestand, remseck am neckar maximilian wölfle stellvertretender vorsitzender bankdirektor im ruhestand, stuttgart martin boschet geschäftsführender vorstand hohenloher molkerei eg, schwäbisch hall stephan bourauel rechtsanwalt verband privater rundfunkanbieter baden-württemberg e. v. (vpra), verband südwestdeutscher zeitungsverleger e. v. (vszv), stuttgart albrecht graf von brandenstein-zeppelin rechtsanwalt, mittelbiberach rudolf bühler vorstandsvorsitzender bäuerliche erzeugergemeinschaft, schwäbisch hall, präsident ecoland e. v., wolpertshausen dr. maximilian dietzsch-doertenbach geschäftsführender partner doertenbach & co. gmbh, frankfurt am main wolfgang endrich geschäftsführer euro lighting gmbh, nagold organisation verantwortung und engagement für menschen und region * von den arbeitnehmern gewählt.
97 irmgard freidler geschäftsführerin alb-gold teigwaren gmbh, trochtelfingen dr. jörg gühring geschäftsführender gesellschafter gühring ohg, albstadt-ebingen dr. mark hacker seit 21. mai 2015 dr. hacker & partner wirtschaftsprüfungsgesellschaft steuerberatungsgesellschaft partgmbb, stuttgart joachim hauck ministerialdirigent ministerium für ländlichen raum und verbraucherschutz baden-württemberg, stuttgart klaus henkel rutesheim ullrich hipp geschäftsführer robert-bosch-krankenhaus gmbh, stuttgart gerd hockenberger präsident a. d. landesbauernverband in baden-württem- berg e. v., stuttgart s. h. karl friedrich fürst von hohenzollern unternehmensgruppe fürst von hohen- zollern, sigmaringen dr. ralf kantak seit 21. mai 2015 vorsitzender des vorstandes süddeutsche krankenversicherung a. g. dr. gerhard kempter kempter financial management gmbh, freiburg rené marius köhler vorstandsvorsitzender internetstores ag, esslingen angelika kölle heilbronn rolf krauß dipl.-betriebswirt (fh) wirtschaftsprüfer, steuerberater, göppingen prof. günther luz bundesbankdirektor i. r., metzingen eva mayr-stihl mitglied des aufsichtsrates stihl ag, stellvertretende vorsitzende des beirates stihl holding ag & co. kg, waiblingen dr. christoph münzer wirtschaftsverband industrieller unternehmen baden e. v., freiburg helmut cornelius nanz geschäftsführer nanz stiftung & co. kg, stuttgart s. e. karl eugen erbgraf zu neipperg diplom-ingenieur agr. (fh), schwaigern christoph palm oberbürgermeister fellbach werner räpple präsident badischer landwirtschaftlicher haupt­ verband e. v., freiburg
98 sven röckle geschäftsführer versorgungswerk der architektenkammer baden-württemberg, stuttgart jochen röttgermann seit 21. mai 2015 vorstand vfb stuttgart 1893 e. v. stefan schöllhammer geschäftsführer klafs gmbh & co. kg, schwäbisch hall johannes schwörer geschäftsführender gesellschafter schwörer haus kg, hohenstein-oberstetten thomas vohrer rechtsanwalt, geschäftsführer württembergischer gärtnereiverband e. v., stuttgart dr. wolfgang weller patentanwalt witte, weller & partner, stuttgart vorstand dr. wolfgang kuhn sprecher des vorstandes, stuttgart dr. andreas maurer mitglied des vorstandes, stuttgart wolfgang jung mitglied des vorstandes, freiburg organisation
100 organisation südwestbank aktiengesellschaft rotebühlstraße 125 70178 stuttgart telefon 0711 / 66 44-0 www.suedwestbank.de gestaltung keim identity gmbh, zürich fotografie vorstand: thomas gasparini, peine reportagen: lukas frontzek, stuttgart prepress appel graﬁk stuttgart gmbh, stuttgart druck studiodruck gmbh, nürtingen-raidwangen impressum
gb-2015 südwestbank ag telefon 0800 / 600 907 00 (kostenfrei) info@suedwestbank.de www.suedwestbank.de werte verbinden.

References: § 312
 § 312
 § 340
 § 340
 § 17
 § 18
 § 291
 § 325
 § 340
 § 340
 § 6
 § 6
 § 253
 § 253
 § 249
 § 256
 § 340
 § 340
 § 253
 § 274
 § 340
 § 340
 § 286
 § 172
 § 312
 § 317