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Timestamp: 2020-04-10 09:33:32+00:00

Document:
Ärztl. Attest aufgrund Psycho-Probleme? | Erwerbslosenforum Deutschland
Ärztl. Attest aufgrund Psycho-Probleme? (1 Betrachter)
Datum Start 17 April 2010
aerztl attest aufgrund psychoprobleme
ich gehe davon aus, dass ich unter einer so genannten Sozialphobie leide ( + Depressionen ).
Das geht eigentlich seit 1998 so. Bin damals mit 22 J. ausgezogen , habe den Kontakt zu meinen damaligen Freunden / Bekannten und zu meiner Familie komplett abgebrochen.
Habe damals auch leider meine Ausbildung und danach auch ein Studium abgebrochen. Hab mich sozial total isoliert, am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilgenommen. Seit 2005 bekomme ich ALG 2 und habe einen 400 Euro Job . Steh mitten in der Nacht auf, um Zeitungen auszuliefern. Bisher hat mich die ARGE so ziemlich in Ruhe gelassen, nur ab und zu mal ein Termin bei der SB. In letzter Zeit nervt die ARGE mich aber mit Maßnahmen. Bin bis jetzt noch bei keiner gewesen. Hab´s nicht geschafft. Habe Angst , dass ich irgendwann eine 100% Sanktion bekomme. Das wäre dann der K.O .
Ich würde mir gerne professionell helfen lassen. Hatte schon damals 2005 mal mit der Telefonseelsorge telefoniert, aber dieses Gespräch bereue ich bis heute. Ich merke, dass ich da alleine nicht mehr rauskomme. Man wird immer älter , nichts ändert sich.Gestern war meine Niedergeschlagenheit so groß, dass ich schlimme Suizidgedanken hatte. In 2 Wochen soll wieder eine Maßnahme stattfinden, eine 30 % Sanktion habe ich schon. Ich würde mich gerne krankschreiben lassen. Weiß aber , dass es hier in meiner Stadt 6 Monate dauert, wenn man einen Termin beim Psychologen haben möchte.
Ist es möglich , sich von einem ganz normalen Hausarzt wegen dieser seelischen Probleme krankschreiben zu lassen, oder macht das nur ein Psychiater?
AW: Ärztl. Attest aufrund Psycho-Probleme?
Klaus412 meinte:
Krankschreiben darf nur der Hausarzt.
Der kann erstmal krankschreiben, bis der Hilfesuchende einen Termin bei einem Facharzt hat, von dem er sich behandeln lassen mag. Ein Psychiater wird dann weiter krankschreiben...
eine 30 % Sanktion habe ich schon.
Gegen diese würde ich versuchen anzugehen, sobald du krankgeschrieben bist.
Jepp, nämlich per Attest das besagt, daß du wasauchimmer aus gesundheitlichen Gründen nicht tun konntest.
Ich würde dir raten darüber erstens mit dem Hausarzt zu reden, dann einen Termin bei einem Psychiater und dem sozialpsychiatrischen Dienst deiner Gemeinde auszumachen, weil die die Möglichkeiten die es vor Ort gibt am bessten kennen. Und dann eine Psychotherapie.
Evtl kann der Psychiater dir auch vorübergehend mit Medikamenten helfen, bis die anderen Massnahmen greifen.
Und dann würde ich raten, in eine psychotherapeutische Klinik zu gehen. Ich glaube, gerade bei so einer Rückzugskrankheit ist man gut aufgehoben wenn man mit Betreuung wieder in ein normales Leben mit Aufstehen, sozialen Kontakten etc geholt wird und sich ganz konkret in einer geschützten Umgebund den Ängsten stellen kann. Frag die Ärzte nach einer solchen.
Ich greife mal dieses Argument zu der bereits erfolgten Sanktion auf:
Hier stellt der § 31 SGB II - Absenkung und Wegfall des Arbeitslosengeldes II und des befristeten Zuschlages auf den wichtigen Grund ab.
Deine psychischen Probleme sind ein solcher wichtiger Grund.
Ein wichtiger Grund liegt in Anlehnung an die ständige Rechtsprechung des BSG zum Sperrzeitrecht vor, wenn dem Hilfebedürftigen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung seiner Interessen mit den Interessen der Steuerzahler ein anderes Verhalten nicht zugemutet werden kann (vgl. z.B. BSG vom 29.11.1989 - 7 RAr 86/77, NZA 1990, S. 628). Hierbei können berufliche, aber auch persönliche Gründe, insbesondere gesundheitliche und familiäre Gründe zu berücksichtigen sein.
Auf die Rechtsprechung des BSG zum wichtigen Grund kann auch im Übrigen zurückgegriffen werden, soweit sich aus dem SGB II, insbesondere aus der strengen Zumutbarkeitsregelung des § 10, nicht eine andere Wertung ergibt. Bei der Entscheidung, ob für das Tun oder Unterlassen eines Hilfebedürftigen ein wichtiger Grund vorliegt, sind auch im Rahmen des SGB II die Grundrechte zu beachten. Das SGB II schafft keinen grundrechtsfreien Raum.
Nach dem Wortlaut des § 31 Abs. 1 Satz 2 SGB II muss der Hilfebedürftige das Vorliegen des wichtigen Grundes beweisen. Damit ist jedoch nicht das Amtsermittlungsprinzip des § 20 SGB X aufgehoben, sondern nur eine verstärkte Mitwirkungspflicht des Hilfebedürftigen gemeint und eine Beweislastregelung, nämlich wer die Folgen trägt, wenn sich die tatsächlichen Voraussetzungen eines wichtigen Grundes nicht feststellen lassen (SG Berlin vom 28.3.2008 - S 26 AS 8021/08 ER). Allerdings bezieht sich die Beweislastregelung nur auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes, nicht auf die übrigen Tatbestandsvoraussetzungen. Wenn sich eine Tatbestandsvoraussetzung nicht feststellen lässt, darf die Leistung nicht gekürzt werden.
Der SGB II-Träger muss die Tatsachen, aus denen ein wichtiger Grund herzuleiten ist, soweit er dazu in der Lage ist, ermitteln und ihm bekannte wichtige Gründe auch dann berücksichtigen, wenn sich der Hilfebedürftige nicht darauf beruft. Die BA geht in der DA 12 zu § 31 davon aus, dass die Beweislastverteilung trotz des abweichenden Wortlauts der des § 144 Abs. 1 Satz 3 SGB III entspricht, dass sie die Beweislast für ihre Sphäre trägt, also z.B. die Zumutbarkeit von konkreten Verpflichtungen, den Zugang eines Vermittlungsangebotes (vgl. hierzu BSG vom 3.6.2004 - B 11 AL 71/03 R, SGB 2004, S. 479), der Hilfebedürftige dagegen für die Tatsachen, die in seine Sphäre und Verantwortung fallen, also z. B. Krankheit oder familiäre Hindernisse (so auch die Gesetzesbegründung BT-Drs. 15/1516, S. 60). Hierzu gehört auch das verspätete Geltendmachen von Hinderungsgründen, die sich nicht mehr feststellen lassen (vgl BSG vom 26.11.1992 - 7 RAr 38/92, SozR 3-4100 § 119 Nr. 7 und vom 25.4.2002 - B 11 AL 65/01 R, SozR 3-4300 § 144 Nr. 8).
Bringst Du eine AU-Bescheinigung (während der AU hast Du natürlich Ruhe vor denen) und ein entsprechendes Attest wird die ARGE dann wohl mit § 16a SGB II - Kommunale Eingliederungsleistungen kommen, und es stellt sich die Frage einer psychosozialen Betreuung, die im Leistungskatalog des SGB II aufgenommen worden ist.
Dazu ist zu sagen, dass eine derartige Beratung und Betreuung nur dann zum Erfog führt, wenn sie auf freiwilliger Basis beruht. Zwang erzielt genau das Gegenteil.
Die Freiwilligkeit ist somit die entscheidende Voraussetzung.
Ich kenne das Problem sehr gut da ich durch Alg II selbst mal diese Probleme hatte.
Der Hausarzt kann dich wegen psychicher Probleme nicht krankschreiben. Vielleicht wegen Stress 3 Tage. Aus Erfahrung würde ich Dir raten einen Neurologen aufzusuchen, der kann sich damit beser auseinander setzen, kann Die helfen einen Psychologen zu finden, eventuell mit Medikamenten helfen. Ich weiß das will man eigentlich gar nicht, aber ich habe damals keinen anderen Weg mehr gesehen und bin hin. Ich wurde 6 Wochen krank geschrieben, die Arge bekam ein Attest das sie mich für die nächsten 6 Monate in Ruhe lassen müssen keinen Maßnahme, damit eine Besserung möglich sei, da die Probleme durch die Arge bei mir ausgelöst wurden.
Die Medikamente habe ich anfangs nicht gewollt, aber doch genommen und sie haben nach und nach geholfen alles in den Griff zu bekommen. Ich habe eine Arbeitsstelle gefunden, wieder Kontakte zur Ausenwelt langsam hergestellt und brauchte nach einem Jahr keine Medis mehr.
Also, hol Dir Hilfe, dafür muss man sich echt nicht schämen!
Wertungen: elgoki
Du solltest deinem Hausazt sagen das es eilig ist einen Psychologen zu bekommen, manchmal klappts dann schneller mit einem termin. Und bei Terminvereinbarung offen sagen das man suizidgedanken hat, ob es nicht schneller ginge einen Termin zu bekommen. Hat bei mir geholfen, ich musste so nur 4 Wochen warten, in der Zeit war ich wegen Magen Darm und ständiger Kopfschmerzen krankgeschrieben...
Das würde ich nie sagen das du Suicid Gedanken hast!!!
Kann sein das du dann Zwangseingeliefert wirst? Das willst du doch bestimmt nicht oder? Klar ein Hausarzt schreibt dich auch lange Krank, das ist kein Problem!! Musst nur den richtigen Hausarzt haben! Am Besten ehrlich sein, das du Stress mit den Amt hast, und die dir das Leben zur Hölle machen!!!
Das Beste ist aber, wenn du so eine exkrement Eingliederungsvereinbarung nicht mehr so schnell Unterschreibst
weil dadurch kommen ja die exkrement Maßnahmen!! Man kann sich dagegen gut wehren, und ich kann dir hier nur Empfehlen, die nicht Unterschrieben hier Prüfen zu lassen. Aber im Forum für EGV!!! Die könne dir nix sperren wenn du nicht Unterschreibst
Lese dich am Besten mal da durch
Und übrigens wenn du Rücken hast dann kannst du auch lange Krankgeschrieben werden!!! Mache ich auch wenn ich nicht mehr weiter weiss! Und das kann man dir nicht Nachweisen, hat mein Arzt selber gesagt! aber wenn es natürlich dir so schlecht geht dann gehe natürlich zum Psychologen, aber ich glaube die können ein auch nicht immer Helfen! Am Besten wenn du Freunde hast mit den drüber sprechen kannst, das Hilft manchmal mehr als alles andere.
Aber die Maßnahmen gehen schon echt an die Substanz!!!
Aber wie gesagt, das ist alles abhängig von der EGV! Keine EGV keine Maßnahme.
Sofort professionelle Hilfe suchen!!!
....Der Hausarzt kann dich wegen psychicher Probleme nicht krankschreiben. Vielleicht wegen Stress 3 Tage. Aus Erfahrung würde ich Dir raten einen Neurologen aufzusuchen, der kann sich damit beser auseinander setzen, kann Die helfen einen Psychologen zu finden, eventuell mit Medikamenten helfen.....
Sorry, EisEngel, das ist völliger Quatsch. Der Hausarzt kann Dich wegen jeder Diagnose, die er vor sich und vor der Ärztekammer vertreten kann, jederzeit und auch wochenlang krank schreiben. Natürlich kann der auch Antidepressiva, Neuroleptika, Angstlöser und Stimmungsaufheller verschreiben.
Und er soll zum Neurologen? Nein, zum Psychiater muss er. Auch nicht zum Psychologen.
Wo ist der Unterschied - der Neurologe kümmert sich um Erkrankungen der Nerven / des Gehirn, zum B. Einklemmungen, Entzündungen, Verletzungen, Tumoren usw. Er ist Facharzt.
Der Psychiater diagnostiziert und kümmert sich um Störungen der Seele, z. B. Angst, Zwangsstörungen, manische Störungen, Depressionen, Psychosen. Er ist Facharzt.
Der Psychologe kümmert sich als Therapeut um seelische Störungen. Er hat eine psychologische Ausbildung ist aber nicht in jedem Falle ein Facharzt.
Das findet meine vollste Zustimmung.
Allerdings rate ich - aus eigener Erfahrung -von einer ambulanten Behandlung dringend ab.
Lieber HerbertK, bitte begib Dich aufgrund Deiner schwierigen Symptomatik unbedingt und schnellstens in stationäre Behandlung.
Ich weiss, in der Psychiatrie gewesen zu sein, ist immer noch, als hätte man ein Schandmal auf der Stirn. Aber glaub mir, mit Deinen Problemen kann man Dir ambulant und mit Medis nur sehr eingeschränkt helfen.
Wertungen: gelibeh und elgoki
Jeder Arzt mit einer KV Zulassung kann dich krankschreiben.
leider muß ich dieses Thema noch einmal aufgreifen.
Mittlerweile geht es nicht mehr um eine 30 % sondern um eine 60 % Sanktion. Anfang Mai hatte ich versucht, die Maßnahme durchzuziehen.
Nach ca. 30 Min. mußte ich wegen Herzstiche/rasen+ Schweißausbruch die Sache abbrechen. Habe den Anhörungsbogen erhalten. Den soll ich bis zum 29.5. abgeben. War immer noch nicht beim Arzt. habe mich leider noch nicht getraut. Mir ist das total peinlich .Jetzt habe ich am 27.5. wieder eine Einladung erhalten. Das geht immer so weiter...
Habe bis jetzt immer brav alle EGV´s unterschrieben. Beim nächsten Mal kommt dann wohl die 100er Sanktion
Habe keine Ersparnisse mehr. Das wissen die. Kann dann die Miete nicht mehr bezahlen .
Der SB hat jetzt auch gewechselt. Der scheint irgendwie gar keine Gnade zu kennen. Habe jetzt aber zum 27.5 schon mal einen Termin beim Hausarzt gemacht. Muß etwas Zeit gewinnen. Werde versuchen, mich krankschreiben zu lassen . Hoffentlich klappt dies. Der Druck wird immer größer . Mittlerweile wache ich pünktlich nachts um 2 Uhr schweißnassgebadet auf .
Wenn mir dann ein Psychologe oder Psychiater diese Sozialphobie attestiert, kann man dann gegen die ganzen Sanktionen rückwirkend vorgehen ? Auch gegen die 30% Sanktion , die schon 5 Monate zurückliegt?Mit welchem Aufwand ist das verbunden ? Muß ich dann auch zum Amtsarzt ?:icon_kotz: Gibt es eine Gerichtsverhandlung
Habe bei der Auxilia eine Rechtsschutzversicherung seit 1 Jahr.
Werde wohl einen Anwalt hinzuziehen müssen. Fragen über Fragen. Ich hoffe , ihr könnt mir helfen.
Schönes Wochenende und Feiertage !
Rede mit deinem Hausarzt, er kann dich krank schreiben, bis du einen Termin beim Psychiater bekommst.
Vieleicht kann er den Termin auch selbst bei einem machen, dann gehts schneller, ist bei Suizidgedanken sicher möglich.
Der SB hat jetzt auch gewechselt. Der scheint irgendwie gar keine Gnade zu kennen.
Du solltest dir Dringend eine Vertraute Person suchen die dich dabei Unterstützt das Du vor Ort nichts mehr Unterschreibst ( aus Angst).
Gehe zum Arzt und lasse Dich Krankschreiben. Sollte es so weiter gehen, du aus Angst weiter alles machen und abbrechen, dauert es nicht mehr lange und dein Geld wird komplett eingestellt wegen angeblicher Pflichtverletzungen.
Nach ca. 30 Min. mußte ich wegen Herzstiche/rasen+ Schweißausbruch die Sache abbrechen. Habe den Anhörungsbogen erhalten. Den soll ich bis zum 29.5. abgeben. War immer noch nicht beim Arzt. habe mich leider noch nicht getraut. Mir ist das total peinlich
Schnell zum Arzt. Das muss Dir nicht peinlich sein. Herzstiche und die anderen Symptome sehen für mich nach Panikattacken aus. Da ist es ersteinmal wichtig, dass Du zur Ruhe kommst und das therapeutisch angehst.
Mein Hausarzt hab mich wegen meiner Panikattacken krankgeschrieben.
bitte Deinen Hausarzt Deine Schilddrüse zu untersuchen (Blutwerte TSH, FT4, FT3). Das ist nur ein kleiner Picks, der Dich aber weiterbringen könnte, denn eine aus dem Lot geratende Schilddrüse ruft sehr oft die von Dir geschilderten Beschwerden hervor. Wenn dem so ist kann Dir zumindest in gesundheitlicher Hinsicht geholfen werden.
In 2 Wochen soll wieder eine Maßnahme stattfinden, eine 30 % Sanktion habe ich schon.
Ah, sorry, habe nicht gesehen das da "damals" 22 Jahre stand.
geh als Notfall zum Hausarzt am Montag. Die hinwartetaktik hat dir doch bis jetzt absolut nicht weitergeholfen, oder? Wenn du garnicht klarkommst, dann ruf beim sozialpsychiatrischen Dienst deiner Gemeinde an, evtl kann da ein Sozialarbeiter einen Hausbesuch machen und dir mit Arztterminen etc zur Seite stehen. Eine andere Möglichkeit wäre, als Notfall in die Notaufnahme deines zuständigen psychiatrischen Krankenhauses zu gehen, bzw den ärzlichen Notdienst rufen damit die dich dort hinbringen, ein Attest von denen sollte auch eine gute Chance geben, das Amt vom Hals zu bekommen, und die können dir auch evtl kürzerfristig einen Platz in einer stationären Psychotherapie zu bekommen, weil ich habe den Eindruck daß bei dir ambulant nicht mehr viel zu machen ist.
+++++++++++Der Hausarzt kann dich wegen psychicher Probleme nicht krankschreiben. Vielleicht wegen Stress 3 Tage.++++++++++++
Hab auch schon seit März ein Attest vom Hausarzt, das ich auf nicht absehbare Zeit Arbeitsunfähig bin.
Deine soziale Phobie kannst du folgendermaßen behandeln:
1. Psychotherapie - auch ohne Medikamente möglich; auch ohne Arzt möglich.
2. Medikamentöse Behandlung - Arzt ist notwendig.
Ich kann verstehen, wenn du nicht zum Arzt gehen willst. Aber du brauchst eine Therapie. Ich für mich verwende Sport als Psychotherapie (ganz ohne Arzt, Kraft-Ausdauer-Training mit Musik hilft mir). Also finde eine Therapie, mit der du aus deiner sozialen Phobie rauskommst - mit Arzt oder ohne Arzt.
Wenn du eine Krankschreibung haben willst, dann mußt du das deinem Hausarzt sagen. Vermutlich bekommst du relativ problemlos so eine Krankschreibung. Sobald die ARGE mir mit Zwangsmaßnahmen kommt (momentan versuchen die mich auszuhungern, aber derzeit habe ich zum Glück keine Zwangsmaßnahme zu absolvieren), gehe ich zum Psychiater (als ultima ratio), wenn andere Abhilfe nicht möglich sein sollte. Denn ARGE-Zwangskurse sind mein persönlicher Trigger für psychische Probleme, das habe ich herausgefunden. Jeder Mensch reagiert anders. Und deswegen braucht auch jeder, der psychische Probleme hat, eine individuelle Therapie.
In krassen Fällen ist vielleicht eine "psychotherapeutische Klinik" gut geeignet. In weniger krassen Fällen kann man auch alleine rauskommen (ohne Arzt, ohne Medikamente). Du mußt selbst entscheiden, welcher Weg für dich der richtige Weg ist.
Wenn du zum Arzt gehst, wird dir das sicherlich nicht schaden, sondern eher nützen.
bevor bei Dir nicht eine umfassende Schilddrüsendiagnostik durchgeführt wurde solltest Du Dich mit Händen und Füßen dagegen wehren, auf die Psychoschiene geschoben zu werden. Nicht jeder der soziophobisch und depressiv ist braucht eine Therapie, in 99% aller Fälle fehlt es lediglich an Schilddrüsenhormonen, auch bei vergleichsweise jungen Menschen.
Klassische Symptome: Panikattacken, Schwitzen, Soziophobie (bspw. Angst vor Menschen / Kontaktangst, Angst rauszugehen / ans Telefon zu gehen), Depressionen, Weinkrämpfe, Mangel an Durchsetzungsvermögen / Selbstbewusstsein etc. (Liste beliebig erweiterbar und nichts wofür man sich schämen muss!)
prinn meinte:
99% aller Fälle fehlt es lediglich an Schilddrüsenhormonen, auch bei vergleichsweise jungen Menschen.
DAS zu behaupten ist fahrlässig, auch wenn es immer wieder Fälle gibt, in denen Probleme mit den Schilddrüsenhormonen sich auf die Psyche schlagen. Es sind auf keinen Fall so gut wie alle, es sind einzelne Fälle.
Und bei einer anständigen Untersuchung wird sowieso auch ein Blutbild gemacht, bei dem sowas eigtentlich sofort auffallen müsste.
Wertungen: SchnuffyPurzel und gast_
Der Hausarzt kann dich wegen psychicher Probleme nicht krankschreiben. Vielleicht wegen Stress 3 Tage.
Falsch. Er kann sehr wohl. Aber nicht jeder will.
Aus Erfahrung würde ich Dir raten einen Neurologen aufzusuchen, der kann sich damit beser auseinander setzen, kann Die helfen einen Psychologen zu finden, eventuell mit Medikamenten helfen.
Finger weg von Psychologen. Sind hier die falsche Medizin. Wartezeiten bei Psychotherapeuten: bis zu 6 oder sogar 12 Monate. Einzig ein Ersttermin ist etwas schneller zu bekommen. Allerdings haben viele Kliniken Abteilungen für Psychosomatik, die auch akut helfen können. Dort bekommt man in der Regel 10 Sitzungen. Dabei läßt sich bereits abklopfen, welche Art von Therapeut gebraucht wird. Hier gibt es nämlich etliche sehr unterschiedliche Ansatzpunkte. Empfehlenswert sind besonders medizinische Psychotherapeuten.
Ich weiß das will man eigentlich gar nicht, aber ich habe damals keinen anderen Weg mehr gesehen und bin hin. Ich wurde 6 Wochen krank geschrieben, die Arge bekam ein Attest das sie mich für die nächsten 6 Monate in Ruhe lassen müssen keinen Maßnahme, damit eine Besserung möglich sei, da die Probleme durch die Arge bei mir ausgelöst wurden.
Stört allerdings so manche ARGE auch nicht wirklich. Sinnvoll ist hier, dass man eine Vertrauensperson hat, die einen gegenüber der ARGE als bevollmächtige Person vertritt. Auch Briefe gehen dann an diesen Bevollmächtigten. Nur so ist es wirklich möglich die ARGE von sich fern zu haben oder zumindest größtenteils.
Ist schön, wenn es so abläuft. Manches Mal werden die Medikamente aber auch zum Dauerbegleiter. Und das dann nicht nur mit einem Mittel sondern gleich einem Schwung unterschiedlicher. Die Medikamente sind in der Regel auch nötig, um einen erst einmal therapiefähig zu machen.
Angesichts der Tatsache, dass Psychotherapeuten davon ausgehen, dass innerhalb der nächsten 20-50 Jahre nahezu 100% der Bevölkerung entsprechende Hilfe brauchen werden, ist Scham wirklich nicht angebracht. Man wünschte sich nur, dass so manche Amtsmitarbeiter angesichts des Eindrucks massivster Persönlichkeitsstörungen auch diesen Weg gehen würden. Das Leben wäre für Leistungsbezieher um ein Vielfaches erträglicher.
AW: soziale Phobie behandeln
Übrigens sind das in der Regel Psychosomatische Kliniken. Und die würde ich nicht auf die krassesten Fälle begrenzen. Sie haben den Vorteil, dass man sehr vielfältige Methoden der Therapien kennenlernt und ausprobiert um dann für sich selbst die wirksamste Mischung weiterzuführen. Ein besserer Weg der Orientierung ist kaum möglich. Die Behandlung dort läuft meist zwischen 4 und 12 Wochen, tagesklinisch oder stationär.
In den meisten Fällen sind es keine psychischen, sondern psychosomatische Probleme. Sehr grosser Unterschied. Ursachen müssen immer vernünftig geklärt werden. Daher gibt es in jeder psychosomatischen Klinik auch umfangreiche körperliche Untersuchungen vorher und während der Therapiezeit.
bin zwar neu hier, aber wenn ich das hier so lese, muss ich bei einigen ganz schön den Kopf schütteln.
Bitte begebe Dich sofort in eine Psychiatrische Klinik!!!
Befreie dich von dem Gedanken, dass es dir peinlich ist.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten, dass alles was man so liest und hört NICHT der Wahrheit entspricht und du würdest staunen wer sich so alles in einer psychiatrischen Klinik behandeln lässt. Das geht vom "kleinen Renter" bis hin zum Firmenboss. Ich war sichtlich erstaunt was ich da so kennengelernt habe.
Aber auch ich brauchte erst den richtigen Anstoss um das einzusehen.
Doch mir ging es dann irgendwann so schlecht, es war aber kein Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Da habe ich die Sprechstundenhilfe einfach gefragt was sie mit ihrem Gewissen vereinbaren kann.....mir einen Notfalltermin zu geben oder ich nehm mir nen Strick und häng mich auf?
Schwups....nächsten Tag vor der offiziellen Sprechstunde hatte ich einen Termin.
Solltest du Suizidgedanken haben, dann sag es auch.
Keiner wird dich gegen deinen Willen einweisen wenn du darüber redest. Weil einer der wirklich kurz vor dem Suizid steht redet darüber nicht mehr. Aber wenn die Ärzte merken, dass du begriffen hast was Suizid ist und du dir darüber klar bist, dass du dagegen angehen willst wird man dir helfen.
Doch um etwas schneller aus deinem "Loch" herrauszukommen solltest du den Schritt in die Klinik machen. Dort gibt es ja nicht nur Akkutstationen und die Geschlossene sondern auch Abteilungen für Langzeitherapie die du dann nicht einmalwöchentlich wie bei einer normalen Therapie machst, sondern jeden Tag. Das ist sehr anstrengend, aber da du unter ärztlicher Aufsicht sehst, bekommst du immer wieder die Unterstützung um dies durchzustehen und wenn du im K.H. bist, da gibt es dann auch Sozialarbeiter die dir helfen mit der ARGE fertig zu werden. Selbstverständlich wirst du auch medikamentös eingestellt. Es kann auch sein, dass du das eine oder andere Medi nicht verträgst. Doch dann bist du gleich an der richtigen Stelle um dies zu sagen. Erwarte allerdings keine Wunder eine Therapie und Einnahme von Medis braucht seine Zeit. Antidepressiva (AD's) brauchen mindestens 3-4 Wochen bis ihre richtige Wirkung einsetzt. Am Anfang kann es furchtbar sein...Schlecht....Kopfschmerzen usw. doch wenn die Wirkung dann einsetzt entschädigt das dafür.
Ich habe dies alles durch.
Nehme seit 6 Jahren AD's und komme so halbwegs über den Tag. Aber ohne?.....NEIN.....dann wäre ich wieder da wo ich angefangen habe. Bin seit 4 Jahren auf Zeit EU und warte gerade auf meine Verlängerung.
Also....Herbert....Kopf hoch und durch. Sonst bekommst du es nie in den Griff.

References: § 31
 § 10
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 § 144
 § 119
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