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Timestamp: 2019-05-22 09:23:48+00:00

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BGE-133-V-477 - 2007-07-25 - BGE - Sozialversicherungsrecht (bis 2006: EVG) - Art. 90, 91 und 93 BGG: End-, Teil-, Vor- und Zwischenentscheide. End-, Teil-, Vor- und...
Art. 90 , 91 und 93 BGG: End-, Teil-, Vor- und Zwischenentscheide. End-, Teil-, Vor- und Zwischenentscheide nach der Terminologie des BGG (E. 4.1). Qualifikation eines kantonalen Entscheids, welcher eine materielle Teilfrage beantwortet (in casu: die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung finde keine Anwendung) und die Sache zur Abklärung einer anderen Teilfrage an die Verwaltung zurückweist (in casu: zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts, d.h. der Frage der Arbeitsfähigkeit), als Zwischenentscheid, der unter den Voraussetzungen des Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (E. 4.2). Wird die Verwaltung durch einen kantonalen Rückweisungsentscheid gezwungen, eine ihres Erachtens rechtswidrige Verfügung zu erlassen, hat dieser Entscheid für sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zur Folge (E. 5.2).
Art. 90, 91 et 93 LTF: Décisions finales, partielles, préjudicielles et incidentes. Notion de décisions finales, partielles, préjudicielles et incidentes selon la terminologie de la LTF (consid. 4.1). Constitue une décision incidente pouvant faire séparément l'objet d'un recours aux conditions prévues à l'art. 93 al. 1 LTF, la décision cantonale qui, d'une part, tranche une question de fond (en l'occurrence, l'inapplicabilité au cas d'espèce de la méthode mixte d'évaluation de l'invalidité) et, d'autre part, renvoie la cause à l'administration pour complément d'instruction sur un autre point (in casu, afin d'éclaircir l'état de fait sur le plan médical, en particulier sur la capacité de travail; consid. 4.2). L'administration tenue par décision cantonale de renvoi de rendre une décision - selon elle - contraire au droit subit un préjudice irréparable au sens de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (consid. 5.2).
Art. 90, 91 e 93 LTF: Decisioni finali, parziali, pregiudiziali e incidentali. Decisioni finali, parziali, pregiudiziali e incidentali secondo la terminologia della LTF (consid. 4.1). Costituisce una decisione incidentale, separatamente impugnabile alle condizioni dell'art. 93 cpv. 1 LTF, la decisione cantonale che risponde a una questione di fondo parziale (in casu: l'inapplicabilità del metodo misto di valutazione dell'invalidità) e rinvia la causa all'amministrazione per accertamento di un'altra questione parziale (in casu: l'accertamento della situazione medica, ossia della capacità lavorativa; consid. 4.2). Se la decisione cantonale di rinvio obbliga l'amministrazione a rendere una decisione che essa ritiene contraria al diritto, tale decisione crea, nei suoi confronti, un pregiudizio irreparabile ai sensi dell'art. 93 cpv. 1 lett. a LTF (consid. 5.2).
3.1 Das ehemalige Eidg. Versicherungsgericht betrachtete in konstanter Praxis Rückweisungsentscheide von Vorinstanzen als Endverfügungen (BGE 120 V 233 E. 1a S. 237; Urteile C 164/05 vom 28. September 2006, E. 2 nicht publ. in BGE 133 V 89, aber publ. in: SVR 2007 AlV Nr. 3 S. 7; P 32/99 vom 15. Januar 2001, E. 1 nicht publ. in BGE 127 V 18, aber publ. in: AHI 2001 S. 126; BGE 113 V 159). Dies galt jedenfalls dann, wenn mit dem Rückweisungsentscheid eine Grundsatzfrage entschieden und die Sache zur näheren Abklärung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde; solche Entscheide wurden in Bezug auf die Beantwortung dieser Grundsatzfrage als instanzabschliessende Teilentscheide betrachtet (BGE 122 V 151 E. 1 S. 153; BGE 120 V 319 E. 2 S. 322; SZS 2003 S. 521, E. 2, B 49/00). Dies war auch die Praxis des Bundesgerichts im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (BGE 132 II 10 E. 1 S. 13; BGE 130 II 321 E. 1 S. 324; BGE 129 II 286 E. 4.2 S. 291; BGE 120 Ib 97 E. 1b S. 99; BGE 118 Ib 196 E. 1b S. 198; BGE 117 Ib 325 E. 1b S. 327; SZS 1999 S. 318, E. 2b, 2A.224/1997; Pra 1998 Nr. 70 S. 435, E. 1b, 2A.185/1997). Im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde wurde von einem instanzabschliessenden Teilentscheid ausgegangen, wenn der Rückweisungsentscheid der unteren Behörde keinen Spielraum beliess (BGE 129 I 313 E. 3.2 S. 317; Urteil 1A.194/2006 vom 14. März 2007, E. 2.2).
Ausbildung und sei bis zur Geburt ihres ersten Kindes erwerbstätig gewesen. Aufgrund der gewandelten Anschauungen und Wertvorstellungen sei für Frauen, die keine familiären Betreuungspflichten mehr zu tragen hätten, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit die Regel und nicht die Ausnahme, insbesondere wenn der Ehemann nur ein durchschnittliches Einkommen erziele. Es könne angenommen werden, dass der Haushalt durch die Beschwerdegegnerin, ihren Ehemann und die im Haus lebenden erwachsenen Kinder gemeinsam in der Freizeit besorgt werde. Zu berücksichtigen sei auch, dass in der heutigen Zeit die Haushaltführung generell weniger Zeit benötige und der diesbezügliche Aufwand eher gering gehalten werden könne. Diese Erwägungen beruhen teilweise auf allgemeiner Lebenserfahrung und teilweise auf einer Würdigung der konkreten Umstände. Die faktischen Grundlagen, auf denen sie beruhen, sind unvollständig und widersprechen den eigenen Angaben der Versicherten, welche in ihrer Beschwerde an die Vorinstanz ausgeführt hat, im Gesundheitsfall "mindestens 70 %" erwerbstätig zu sein, und in der Replik eine Erwerbstätigkeit von "mindestens 70 %, jedoch vorzugsweise 80 %" angegeben hat. Die Vorinstanz hat dazu ausgeführt, die Aussagen der versicherten Person könnten als Indiz mitberücksichtigt werden, ohne dass jedoch entscheidend darauf abzustellen sei. In tatsächlicher Hinsicht erscheine eine volle Erwerbstätigkeit objektiv als plausible Validenkarriere. Damit werde die IV-Stelle nicht mehr die gemischte Methode anwenden dürfen. Denn diese bestehe rechtlich einzig zum Schutz jener Versicherten, denen eine Vollzeit-Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall nicht zugemutet werden könne; die Vorinstanz zitiert in diesem Zusammenhang Art. 8 Abs. 3 ATSG.
Entscheid : 133 V 477
Status : 133 V 477
Regeste : Art. 90, 91 und 93 BGG: End-, Teil-, Vor- und Zwischenentscheide. End-, Teil-, Vor- und...
vorinstanz • zwischenentscheid • bundesgericht • endentscheid • iv-stelle • frage • teilentscheid • gemeinde • medizinische abklärung • beschwerde in öffentlich-rechtlichen angelegenheiten • rechtsbegehren • staatsrechtliche beschwerde • tag • sachverhalt • entscheid • bundesgesetz über das bundesgericht • ausstand • rechtsverletzung • versicherungsgericht • einspracheentscheid
113-V-159 • 117-IB-325 • 118-IB-196 • 120-IB-97 • 120-V-233 • 120-V-319 • 122-V-151 • 125-V-146 • 125-V-413 • 127-V-18 • 128-I-3 • 128-III-191 • 129-I-313 • 129-II-286 • 130-II-321 • 130-V-393 • 131-V-51 • 132-II-10 • 132-V-393 • 133-V-477 • 133-V-89
1A.194/2006 • 2A.185/1997 • 2A.224/1997 • 9C_15/2007 • B_49/00 • C_164/05 • I_156/04 • I_389/03 • I_693/06 • I_708/06 • P_32/99
BGG: 66, 68, 89, 90, 91, 92, 93, 97, 105, 111, 132
IVV: 27bis
2001/3205 • 2001/4202 • 2001/4331 • 2001/4332 • 2001/4333 • 2001/4334
87 Nr. 70
2001 S.126
2006 3 S.34
1999 S.318 • 2003 S.521 • 2007 S.222

References: BGE 
 Art. 90

Art. 90
in casu
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 Art. 93
 Art. 93

Art. 90
in casu

Art. 90
in casu
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 Art. 8
 Art. 90