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Timestamp: 2020-05-31 14:54:05+00:00

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Rechtsprechung - Suchergebnis - 31.05.2020 16:54h
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Internationales Recht - Umweltrecht
T-396/09
Umwelt; Verpflichtung der Mitgliedstaaten zum Schutz der Luft und zur Verbesserung der Luftqualität; einem Mitgliedstaat bewilligte zeitlich begrenzte Ausnahme; Antrag auf interne Überprüfung; Ablehnung; Maßnahme zur Regelung eines Einzelfalls; Gültigkeit; Übereinkommen von Aarhus
EGV 1367/2006 Art 10 Abs 1, Art 2 Abs 1 Buchst g
EGRL 50/2008 Art 22 Abs 4
AarhusÜbk Art 9 Abs 3
EG Art 230
Aktenzeichen: T-396/09 Paragraphen: Datum: 2012-06-14
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C-204/09
Vorabentscheidungsersuchen; Aarhus-Übereinkommen; Zugang zu Umweltinformationen; Gremien und Einrichtungen, die in gesetzgebender Eigenschaft handeln; Vertraulichkeit der Beratungen von Behörden; Voraussetzung, dass diese Vertraulichkeit gesetzlich vorgesehen sein muss
EGRL 4/2003 Art 2 Nr 2 S 2, Art 2 Nr 2 S 3, Art 4 Abs 2 U Abs 1 Buchst a EG Art 234
Aktenzeichen: C-204/09 Paragraphen: Datum: 2012-02-14
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C-474/10
Vorabentscheidungsersuchen zur Auslegung von Art. 6 EGRL 42/2001; Konsultationen; Bestimmung der zu konsultierenden Behörden; durch Pläne und Programme verursachte Umweltauswirkungen
EGRL 42/2001 Art 6
Aktenzeichen: C-474/10 Paragraphen: Datum: 2011-10-20
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BVerwG - VG Schleswig-Holstein
7 C 7.10
Londoner Protokoll zum Übereinkommen über die Verhinderung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen und anderen Stoffen Bundesverwaltung; Seeschifffahrt; Gefahrenabwehr; Hohe See; Einbringen; Beseitigung; Verschmutzung
1. Die Behörden der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sind gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 1 Nr. 3 Buchst. b SeeAufgG zur Gefahrenabwehr auf Hoher See zuständig, wenn der drohende bzw. verwirklichte Rechtsverstoß oder das konkret gefährdete bzw. verletzte Rechtsgut einen unmittelbaren Seeschifffahrtsbezug aufweist, d.h. wenn die Gefährdung oder Störung von einem Schiff aus erfolgt oder die Sicherheit von Seefahrzeugen betrifft.
2. Eine Beseitigung im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 1 HSEG liegt nicht vor, wenn trotz beabsichtigter endgültiger Aufgabe der Sachherrschaft eine andere Zwecksetzung als diejenige, die Sache "loszuwerden", im Vordergrund steht, und das Versenken der Sache dem Schutzzweck des Hohe-See-Einbringungsgesetzes nicht widerspricht.
GG Art. 74 Abs. 1 Nr. 21, Art. 89 Abs. 2 Satz 2
SeeAufgG § 1 Nr. 3 Buchst. b, § 3 Abs. 1 Satz 2 und 4, § 4 Abs. 3
HSEG §§ 1, 3 Abs. 1 und 4 , § 4 Satz 1
Aktenzeichen: 7C7.10 Paragraphen: GGArt.74 GGArt.89 SeeAufgG§1 SeeAufgG§3 SeeAufgG§4 HSEG§1 HSEG§4 Datum: 2011-07-28
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1 A 10886/07.OVG
Umweltinformationen; Störfall; Umweltschutz; Schutzgut; öffentliche Sicherheit; Auswirkungen; Gefahr; konkrete Gefahr; Grundinteressen; Individualrechtsgut; Störfallbetrieb; Prognosenentscheidung; Wahrscheinlichkeit; Tatsachenbasis; Dauergefahr; Ausschlusstatbestand; Sicherheitsbericht; Eingriffswahrscheinlichkeit; Geheimhaltung; personenbezogene Daten; Betriebsgeheimnis
1. § 8 Abs. 1 Nr. 1 LUIG fordert in der durch europarechtliche Bestimmungen gebotenen engen Auslegung eine ernsthafte, konkrete Gefährdung der durch die Vorschrift geschützten Güter der öffentlichen Sicherheit. Zu diesen gehören auch Individualrechtsgüter.
2. Zur Erfüllung des Ausschlusstatbestandes des § 8 Abs. 1 Nr. 1 LUIG müssen tatsächliche Anhaltspunkte dafür vorhanden sein, dass gerade das Bekanntgeben der Informationen die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts erhöht.
LUIG §§ 3 Abs. 1, 8, 9
12. BImSchV § 11
RL 90/313/EWG Art. 3 Abs. 2
RL 2003/4/EG Art. 4 Abs. 2
RL 96/82/EG Art. 20
RL 2003/105/EG Art. 19 Abs. 1 a
Aktenzeichen: 1A10886/07 Paragraphen: LUIG§3 LUIG§8 LUIG§9 Datum: 2008-02-20
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Internationales Recht - Prozeßrecht Umweltrecht
C 343/04
Brüsseler Übereinkommen – Artikel 16 Nummer 1 Buchstabe a – Ausschließliche Zuständigkeit für dingliche Rechte an unbeweglichen Sachen – Klage auf Unterlassung schädlicher Einwirkungen oder der Gefahr schädlicher Einwirkungen auf Liegenschaften durch den Betrieb eines Atomkraftwerks, das sich im Hoheitsgebiet eines Nachbarstaats des Staates befindet, in dem diese Liegenschaften belegen sind – Unanwendbarkeit
Artikel 16 Nummer 1 Buchstabe a des Übereinkommens vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, zuletzt geändert durch das Übereinkommen vom 29. November 1996 über den Beitritt der Republik Österreich, der Republik Finnland und des Königreichs Schweden, ist dahin auszulegen, dass eine Klage nicht unter diese Bestimmung fällt, die wie die im Ausgangsverfahren nach § 364 Absatz 2 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuchs eingebrachte darauf gerichtet ist, schädliche Einwirkungen zu verhindern, die von einem in einem Nachbarstaat gelegenen Atomkraftwerk ausgehen und im Eigentum der Klagepartei stehende Liegenschaften beeinträchtigen oder zu beeinträchtigen drohen.
Aktenzeichen: C343/04 Paragraphen: Datum: 2006-05-18
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Internationales Recht Umweltrecht - Umweltrecht Sonstiges Auskunftsrecht
7 E 2109/05
Ausnahmen vom Zugang zu Umweltinformationen; Informnationsfreiheitsgesetz; Keine wirksame Umsetzung einer EG-Richtlinie durch Anwendung; Umsetzung einer EGRichtllinie durch den nationalen Gesetzge; UMWELTINFORMATION; Umweltinformationsgesetz; Umweltinformationsrichtlinien; Unmittelbare Anwendung der Richtlinie 2003/4/EG; Unmittelbare Anwendung einer EG-Richtlinie; Verpflich; Verpflichtungsklage als statthafte Klageart für Zugagn zu Um; Zugang zu Umweltinformationen
1. Ein Rechtsanspruch auf Zugang zu Umweltinformationen ist mit der Verpflichtungsklage geltend zu machen.
2. Die Voraussetzungen für die unmittelbare Anwendung der anspruchsverbürgenden Normen der Richtlinie 2003/4/EG vom 28.1.2003 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen sind gegenüber hessischen Behörden gegeben, da die Richtlinie nicht fristgerecht bis zum 14.2.2005 durch Gesetz in hessisches Landesrecht transformiert worden ist.
3. Die mit Erlass des Hessischen Ministeriums für Umwelt vom 17.2.2005 (StAnz., S. 1027) erfolgte Erklärung der unmittlbaren Anwendbarkeit der Richtlinie 2003/4/EG genügt nicht den gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen an eine wirksame Umsetzung einer Richtlinie.
4. Der der Richtlinie 2003/4/EG zu Grunde liegende Begriff der Umweltinformation ist weit zu verstehen.
5. Art. 4 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 2003/4/EG räumt den Mitgliedstaaten allein eine Option ein, im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie durch Bundes- oder Landesgesetz entsprechende Ausnahmetatbestände zu schaffen.
6. Setzt ein nationaler Gesetzgeber die Richtlinie nicht um oder verzichtet er im Rahmen der Umsetzung, von der ihm eingeräumten Möglichkeit, Ausnahmetatbestände einzuführen, Gebrauch zu machen, bleibt es bei dem unbedingten Informationsanspruch.
7. Die Ausnahmetatbestände des Art. 4 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 2003/4/EG sind eng zu verstehen.
UIG § 1 Abs 2
IFG § 1 Abs. 3
IFG § 9 Abs 4
Aktenzeichen: 7E2109/05 Paragraphen: UIG§1 IFG§1 IFG§9 2003/4/EG Datum: 2006-05-10
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Umweltrecht Internationales Recht - Wasserrecht Umweltrecht
C 67/05
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats – Richtlinie 2000/60/EG – Gemeinschaftspolitik im Bereich der Wasserpolitik – Keine fristgerechte Umsetzung
Aktenzeichen: C67/05 Paragraphen: 2000/60/EG Datum: 2005-12-15
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Internationales Recht Umweltrecht - EG-Recht Umweltstraftaten Umweltrecht
C 176/03
Nichtigkeitsklage – Artikel 29 EU, 31 Buchstabe e EU, 34 EU und 47 EU – Rahmenbeschluss 2003/80/JI – Umweltschutz – Strafrechtliche Sanktionen – Zuständigkeit der Gemeinschaft – Rechtsgrundlage – Artikel 175 EG
Der Rahmenbeschluss 2003/80/JI des Rates vom 27. Januar 2003 über den Schutz der Umwelt durch das Strafrecht ist nichtig.
Aktenzeichen: C176/03 Paragraphen: Datum: 2005-09-13
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Naturschutz Internationales Recht - Umweltrecht Tierschutz Schutzgebiete
4 B 49.05
Gericht der Hauptsache; Nichtabhilfebeschluss, verfrühter; FFH-Gebiet, gemeldetes; Gemeinschaftsliste; Vorabentscheidung; Europäischer Gerichtshof; Schutzmaßnahmen; angemessener Schutz; Verschlechterungsverbot; Ausnahmeentscheidung; Vogelschutzgebiet, faktisches.
1. Das Bundesverwaltungsgericht wird durch den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts, der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision nicht abzuhelfen, Gericht der Hauptsache im Sinne von § 80 Abs. 7 Satz 1 VwGO. Das gilt auch, wenn das Oberverwaltungsgericht, ohne gegen das Willkürverbot zu verstoßen, vor Ablauf der Beschwerdeeinlegungs- und -begründungsfrist über die Nichtabhilfe entschieden hat.
1. Bei Infrastrukturvorhaben in einem gemeldeten FFH-Gebiet, über dessen Aufnahme in die Gemeinschaftsliste die EU-Kommission noch nicht entschieden hat, stellt jedenfalls die Anlegung der materiellrechtlichen Maßstäbe des Art. 6 Abs. 3 und 4 FFH-RL in aller Regel einen "angemessenen Schutz" im Sinne des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 13. Januar 2005 C 117/03 dar.
VwGO § 80 Abs. 5 Satz 1 und Abs. 7 Satz 1, § 133 Abs. 3 Satz 2, § 133 Abs. 5 Satz 1
Aktenzeichen: 4B49.05 Paragraphen: Datum: 2005-09-07
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Umweltrecht Prozeßrecht Internationales Recht - Immissionsschutz Klagebefugnis EG-Recht Umweltrecht
31.5.2005 16 K 1120/05 16 K 1121/05
Feinschwebestaub (Partikel „PM10“), Immissionsgrenzwert, Immissionsschutzrechtlicher Aktionsplan, Faktisches Aktionsplangebiet, Allgemeine Leistungsklage, Klagebefugnis (Beschwer),
1. Der im § 4 II 1 der 22. BImschV als Immissionsgrenzwert (§ 1 Nr. 3 der 22. BImschV) festgelegte und ab dem 01.01.2005 strikt einzuhaltende Tagesmittelwert für Partikel „PM10“ von 50 μm/m³ bei zulässigen 35 Überschreitungen je Kalenderjahr (Toleranzmarge) dient zumindest auch dazu, die in einem faktischen Aktionsplangebiet (Gefahrengebiet) wohnenden Menschen vor Schäden an der eigenen Gesundheit zu bewahren. Er vermittelt ihnen einen grundsätzlichen Anspruch auf den Erlass eines immissionsschutzrechtlichen Aktionsplanes nach Maßgabe des § 47 II BImschG und des § 11 IV der 22. BImschV.
2. Unter einem faktischen Aktionsplangebiet ist im Falle der Landeshauptstadt Stuttgart ein Ballungsraum (§ 1 Nr. 7 der 22. BImschV und § 9 der 22. BImSchV) zu verstehen, für den es einen Aktionsplan als immissionsschutzrechtlich beachtliches Handlungskonzept zwar noch nicht gibt, für den aber ein solcher Plan gemäß § 47 II 1 BImSchG und § 9 der 22. BImschV zwingend aufzustellen ist.
3. Der Aktionsplan ist die gesetzlich vorgesehene (verwaltungsinterne, vorbereitende) Vorschaltmaßnahme auf dem Weg zu weiteren (regelnden) Maßnahmen, mit denen im Interesse der menschlichen Gesundheit die Gefahr der Überschreitung des Immissionsgrenzwertes verringert oder der Zeitraum, während dessen der Wert überschritten wird, verkürzt werden soll (abgestufter Regelungsmechanismus).
4. Der Aktionsplan hat rechtserhebliche Bedeutung für den Erlass von weiteren, dem Schutz der menschlichen Gesundheit dienenden Maßnahmen. Er ist deshalb geeignet, die Rechtsposition der in ihrer Gesundheit gefährdeten Menschen zu verbessern.
5. Die Verpflichtung zur Ausarbeitung eines Aktionsplanes im Hinblick auf den erst ab 01.01.2005 einzuhaltenden Tagesmittelwert für Partikel „PM10“ ist bereits mit dem Wirksamwerden der (Ersten Tochter-)Richtlinie 99/30/EG vom 22.04.1999 über Grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Stickstoffoxide, Partikel „PM10“und Blei in der Luft innerhalb eines Gebietes oder Ballungsraumes (ABl. EG Nr. L 163 vom 29.06.1999, S. 41) zum 19.07.2001 entstanden. Die Ausarbeitung hätte nach Maßgabe der jeweiligen Beurteilungslage fortgeschrieben werden und bis zum 01.01.2005 abgeschlossen sein müssen, um im Falle der Gefahr von verbotenen Überschreitungen des Immissionsgrenzwertes kurzfristig Maßnahmen treffen zu können, welche die Gefahr von Überschreitungen verringern oder den Zeitraum, während dessen der Wert überschritten wird, verkürzen.
6. Die allgemeine Leistungsklage ist die an sich statthafte Klageart im Falle des (pflichtwidrigen) Unterlassens eines Aktionsplanes.
VwGO § 42 II
BImschG § 47 II
22. BImschV § 4 II 1
22. BImschV § 9
22. BImschV § 11 IV
Richtlinie 96/62/EG
Aktenzeichen: 16K1120/05 16K1121/05 Paragraphen: 22. BImschV§4 22. BImschV§9 22. BImschV§11 96/62/EG BImschG§47 Datum: 2005-05-31
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Umweltrecht Internationales Recht - Auskunftsrecht EG-Recht Umweltrecht
21. 4. 2005 C 186/04
Richtlinie 90/313/EWG – Freier Zugang zu Informationen über die Umwelt – Antrag auf Zugang zu Informationen – Begründungspflicht bei Ablehnung – Zwingende Frist – Schweigen einer Behörde während der Antwortfrist – Stillschweigende Ablehnung – Grundrecht auf effektiven gerichtlichen Rechtsschutz
1. Die in Artikel 3 Absatz 4 der Richtlinie 90/313/EWG des Rates vom 7. Juni 1990 über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt vorgesehene Zweimonatsfrist ist eine zwingende Frist.
2. Der in Artikel 4 der Richtlinie 90/313 genannte Bescheid, der von demjenigen, der das Informationsersuchen eingereicht hat, auf dem Gerichts- oder Verwaltungsweg angefochten werden kann, ist die stillschweigende Ablehnungsentscheidung, die sich aus dem zweimonatigen Schweigen der für die Entscheidung über den Antrag zuständigen Behörde ergibt.
3. Artikel 3 Absatz 4 in Verbindung mit Artikel 4 der Richtlinie 90/313 steht in einer Situation wie der des Ausgangsverfahrens einer nationalen Regelung nicht entgegen, nach der zur Gewährung eines effektiven gerichtlichen Rechtsschutzes das zweimonatige Schweigen der Behörde als stillschweigende Ablehnungsentscheidung gilt, die auf dem Gerichts- oder Verwaltungsweg gemäß der einzelstaatlichen Rechtsordnung angefochten werden kann. Artikel 3 Absatz 4 der Richtlinie verbietet es jedoch, dass eine solche Entscheidung zum Zeitpunkt des Ablaufs der Zweimonatsfrist nicht mit einer Begründung versehen ist. Unter diesen Umständen ist die stillschweigende Ablehnungsentscheidung als rechtswidrig anzusehen.
Aktenzeichen: C186/04 Paragraphen: 90/313/EWG Datum: 2005-04-21
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Internationales Recht - EG-Recht EuGH-Vorlagen Umweltrecht
19.04.2005 8 A 02.40040 8 A 02.40045 8 A 02.40051 8 A 02.40056
Vorabentscheidungsverfahren, FFH-Richtlinie, FFH-Gebiet, Schutzstatus vor Aufnahme in die Kommissionsliste
Dem Europäischen Gerichtshof werden im Hinblick auf seine Entscheidung vom 13. Januar 2005 - C-117/03 -, wonach Art. 6 Abs. 2 - 4 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. 5. 1992 (FFH-Richtlinie) auf Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vor deren Aufnahme in die Kommissionsliste nicht anwendbar ist, folgende Fragen unterbreitet:
1. Welches Schutzregime verlangt Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG in Verbindung mit der sechsten Begründungserwägung dieser Richtlinie unter Berücksichtigung des Frustrationsverbots gemäß Art. 10 Abs. 2 des EG-Vertrags im Anschluss an das Urteil des Gerichtshofs vom 13. Januar 2005 für Gebiete, insbesondere solche mit prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder prioritären Arten, die als Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung bestimmt werden könnten, bevor sie in die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften nach dem Verfahren des Art. 21 der Richtlinie festgelegte Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung aufgenommen worden sind?
2. Wie wirkt es sich auf dieses Schutzregime aus, wenn die genannten Gebiete bereits in der der Kommission zugeleiteten nationalen Vorschlagsliste gemäß Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführt sind?
3. Genügt ein nationales Schutzregime für die genannten Gebiete entsprechend Art. 48 Abs. 2 des Bayerischen Naturschutzgesetzes den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben gemäß Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG in Verbindung mit der sechsten Begründungserwägung dieser Richtlinie unter Berücksichtigung des Frustrationsverbots gemäß Art. 10 Abs. 2 des EG-Vertrags?
EG-Vertrag Art. 10 Abs. 2
EG-Vertrag Art. 234
Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) Art. 2
Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) Art. 3 Abs. 1
Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) Art. 4
BayNatSchG Art. 48 Abs. 2
Aktenzeichen: 8A02.40040 Paragraphen: 92/43/EWG BayNatSchGArt.48 Datum: 2005-04-19
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Bau- und Bodenrecht Umweltrecht Internationales Recht Verbandsrecht Prozeßrecht - Windernergieanlagen Verbandsklage Klagebefugnis EG-Recht Umweltrecht
Hamburgisches OVG - VG Hamburg
03.12.2004 1 Bf 113/04
Windparkanlage vor der Insel Sylt, Verbandsklagerecht
1. Der Kläger ist ein vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit anerkannter Naturschutzverband. Er wendet sich gegen die Genehmigung eines Offshore - Windenergieparks in der Nordsee. Im September 2000 beantragte die Beigeladene bei der Beklagten, ihr die Errichtung eines Windenergieparks mit 80 Windenergieanlagen in einer Entfernung von ca. 34 km vor der Insel Sylt in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland zu genehmigen.
2. Diese Öffentlichkeitsbeteiligung begründet kein spezifisches Mitwirkungsrecht der anerkannten Naturschutzvereine. Ein derartiges spezifisches Mitwirkungsrecht setzt aber § 69 Abs. 5 Nr. 2 BNatSchG voraus.
3. Das Gemeinschaftsrecht verlangt in der vorliegenden Fallkonstellation nicht, ein Verbandsklagerecht zu entwickeln, um den Zielsetzungen der Richtlinie 92/43 EWG vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, zuletzt geändert durch Richtlinie 97/62 EG vom 27. Oktober 1997 - FFH-Richtlinie - zum Erfolg zu verhelfen - "effet utile". Entsprechendes gilt für die Richtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 über die Erhaltung wildlebender Vogelarten - Vogelschutzrichtlinie -.
4. Das Verwaltungsgericht hat dargelegt, dass die Mitgliedstaaten nach den Richtlinien berechtigt sind, ein verfahrensrechtliches Interesse bzw. eine Betroffenheit des Einzelnen zu verlangen, der sich vor Gericht auf diese Richtlinien beruft. Diese Befugnis berechtigte Deutschland, an dem Erfordernis einer Klagbefugnis nach § 42 Abs. 2 VwGO festzuhalten. An der danach für eine Klage erforderlichen subjektiven Rechtsposition fehlt es hier. In der Rechtsprechung des EuGH ist anerkannt: Umweltrechtliche Richtlinien können dem Einzelnen einen gerichtlichen durchsetzbaren Schutz nur gewähren, wenn die Richtlinie zumindest auch personale Rechtsgüter schützt, wie etwa die menschliche Gesundheit. (Leitsatz der Redaktion)
BNatSchG § 61ff
Aktenzeichen: 1Bf113/04 Paragraphen: VwGO§42 BNatSchG§61 Datum: 2004-12-03
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=5375
Internationales Recht Umweltrecht - Umweltrecht Abfallrecht
10.6.2004 C-454/01
„Richtlinie 96/59/EG – Abfallbewirtschaftung – Beseitigung polychlorierter Biphenyle und polychlorierter Terphenyle“
1. Die Bundesrepublik Deutschland hat gegen ihre Verpflichtungen aus der Richtlinie 96/59/EG des Rates vom 16. September 1996 über die Beseitigung polychlorierter Biphenyle und polychlorierter Terphenyle (PCB/PCT) verstoßen, indem sie es unterlassen hat, innerhalb der vorgeschriebenen Frist den in Artikel 11 Absatz l erster Gedankenstrich dieser Richtlinie vorgesehenen Plan zu erstellen.
Aktenzeichen: C-454/01 Paragraphen: 96/59/EG Datum: 2004-06-10
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=4012

References: Art. 6
 § 3
 § 1
 § 3
 Art. 74
 Art. 89
 § 1
 § 3
 § 4
 § 4
 § 8
 § 8
 § 11
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 20
 Art. 19
 § 364
 Art. 4
 Art. 4
 § 1
 § 1
 § 9
 § 80
 Art. 6
 § 80
 § 133
 § 133
 § 4
 § 47
 § 11
 § 9
 § 47
 § 9
 § 42
 § 47
 § 4
 § 9
 § 11
 Art. 6
 Art. 3
 Art. 10
 Art. 21
 Art. 4
 Art. 48
 Art. 3
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 234
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 48
 § 69
 § 42
 EuGH 
 § 61