Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20060309_OGH0002_0060OB00029_06T0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-23 05:23:44+00:00

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RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 6Ob29/06t - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob13/57 8Ob635/85 7Ob1...
RS0033564
7Ob13/57; 8Ob635/85; 7Ob18/95; 1Ob2375/96p; 8Ob201/97k; 3Ob161/98t; 6Ob2/99h; 1Ob220/99f; 6Ob116/03g; 1Ob215/03d; 3Ob36/05y; 9ObA53/05t; 6Ob152/05d; 6Ob29/06t; 7Ob92/06i; 3Ob124/07t; 5Ob168/08d; 3Ob82/10w; 8Ob50/11b; 5Ob103/11z; 9Ob80/15b; 4Ob199/16t; 4Ob115/17s; 2Ob229/16i; 4Ob134/18m
ABGB §1431 A1
Der Bereicherungskläger hat alle Voraussetzungen seiner Bereicherungsklage zu beweisen.
7 Ob 13/57
Entscheidungstext OGH 23.01.1957 7 Ob 13/57
7 Ob 18/95
Entscheidungstext OGH 12.07.1995 7 Ob 18/95
Auch; Beisatz: Die Beweislast für die Rechtsgrundlosigkeit liegt beim Rückfordernden. (T1)
1 Ob 2375/96p
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2375/96p
8 Ob 201/97k
Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 201/97k
3 Ob 161/98t
Entscheidungstext OGH 15.07.1998 3 Ob 161/98t
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verwendungsanspruch nach § 1041 ABGB (T2)
Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 2/99h
1 Ob 220/99f
Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 220/99f
6 Ob 116/03g
Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 116/03g
1 Ob 215/03d
Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 215/03d
Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Dies gilt auch bei Abbuchungen im Wege des Lastschriftverfahrens. (T3)
3 Ob 36/05y
Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 36/05y
Beisatz: Für den zwischen dem Bezogenen und dem Lastschrifteinreicher stattfindenden Bereicherungsausgleich greifen dieselben Beweislastregeln ein wie bei der Geltendmachung aller übrigen Bereicherungsansprüche. Derjenige, der sich auf eine ungerechtfertigte Bereicherung des Zahlungsempfängers beruft, hat nachzuweisen, dass die Vermögensverschiebung zu Unrecht oder gar missbräuchlich stattfand. (T4)
Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T5); Beisatz: Hier: Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung nach § 1435 ABGB. (T6)
7 Ob 92/06i
Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 92/06i
3 Ob 124/07t
Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 124/07t
3 Ob 82/10w
Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 82/10w
8 Ob 50/11b
Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 Ob 50/11b
Auch; Beisatz: Hier: Rückforderung nach Garantieabruf. (T7)
9 Ob 80/15b
Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 Ob 80/15b
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6
Beis wie T1; Beisatz: Nimmt der Bereicherungsgläubiger Bezug auf einen bestimmten streitigen Rechtsgrund (und nicht bloß auf das Fehlen jeglicher Causa), ist der Beweis dessen Fehlens auch nicht von vornherein schwerer zu erbringen als der Beweis seines Bestehens. (T8)
4 Ob 134/18m
Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 134/18m
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0033564
JJR_19570123_OGH0002_0070OB00013_5700000_001
Rechtssatz für 7Ob129/68 1Ob229/70 6Ob...
RS0033952
7Ob129/68; 1Ob229/70; 6Ob252/71; 6Ob333/71; 7Ob124/72; 8Ob262/72; 5Ob76/73; 1Ob99/73; 6Ob176/73; 1Ob83/74; 7Ob103/74 (7Ob104/74); 6Ob263/74; 1Ob10/75; 4Ob658/75; 5Ob901/76; 4Ob522/77; 4Ob547/77; 8Ob558/77; 5Ob585/78; 3Ob532/79; 7Ob800/79; 7Ob802/79; 3Ob531/79; 1Ob568/80; 3Ob560/79; 8Ob551/80; 1Ob650/81; 5Ob772/81; 8Ob532/82; 6Ob817/82; 1Ob575/83; 1Ob637/84; 4Ob517/84; 8Ob578/84; 1Ob663/85; 1Ob504/86; 8Ob638/85; 2Ob663/84; 2Ob534/86; 4Ob610/87; 6Ob725/87; 8Ob617/87; 6Ob594/88; 7Ob615/89; 5Ob1524/92; 6Ob17/95; 6Ob1667/95 (6Ob1668/95); 4Ob2021/96a; 2Ob200/98w; 6Ob135/99t; 9ObA222/01i; 6Ob29/06t; 1Ob134/08z; 4Ob84/09w; 4Ob105/10k; 4Ob32/10z; 3Ob93/10p; 7Ob7/12y; 1Ob114/13s; 10Ob22/13b; 3Ob228/13w; 5Ob122/15z; 2Ob2/16g; 4Ob37/17w; 7Ob208/17i; 4Ob197/18a
§ 1435 ABGB wurde von Lehre und Praxis über seinen Inhalt hinaus als Stützpunkt für die grundsätzliche Anerkennung einer condictio wegen Wegfalles des Grundes und Nichteintrittes des erwarteten Erfolges verwendet. Wird der Vertragsgrund (hier: Verleihung einer Konzession an den Kläger infolge Rücklegung der Konzession durch den Beklagten) durch die Tätigkeit des Beklagten nicht erreicht, so kann er für diese Tätigkeit kein Entgelt verlangen und muss empfangenes Entgelt zurückzahlen.
7 Ob 129/68
Entscheidungstext OGH 19.06.1968 7 Ob 129/68
Veröff: SZ 41/76
1 Ob 229/70
Entscheidungstext OGH 15.10.1970 1 Ob 229/70
Veröff: EFSlg 13763
6 Ob 252/71
Entscheidungstext OGH 22.12.1971 6 Ob 252/71
nur: § 1435 ABGB wurde von Lehre und Praxis über seinen Inhalt hinaus als Stützpunkt für die grundsätzliche Anerkennung einer condictio wegen Wegfalles des Grundes und Nichteintrittes des erwarteten Erfolges verwendet. (T1)
Veröff: SZ 44/192
6 Ob 333/71
Entscheidungstext OGH 20.04.1972 6 Ob 333/71
7 Ob 124/72
Entscheidungstext OGH 05.07.1972 7 Ob 124/72
nur T1; Veröff: MietSlg 24205
8 Ob 262/72
Entscheidungstext OGH 23.01.1973 8 Ob 262/72
nur T1; Veröff: EvBl 1973/278 S 575
1 Ob 99/73
Entscheidungstext OGH 06.06.1973 1 Ob 99/73
nur T1; Veröff: SZ 46/62 = EvBl 1973/317 S 660 = JBl 1974,430 = MietSlg 25186
6 Ob 176/73
Entscheidungstext OGH 27.09.1973 6 Ob 176/73
nur T1; Veröff: MietSlg 25185
1 Ob 83/74
Entscheidungstext OGH 22.05.1974 1 Ob 83/74
Beisatz: Hier: Hausbau (T2)
Entscheidungstext OGH 22.05.1974 7 Ob 103/74
nur T1; Beisatz: Hier: Anspruch des Hinterlegers auf Rückstellung der im voraus entrichteten Entlohnung im Falle der vorzeitigen Rückstellung der verwahrten Sache. (T3)
Veröff: JBl 1974,622
6 Ob 263/74
Entscheidungstext OGH 06.02.1975 6 Ob 263/74
Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 333/71
1 Ob 10/75
Entscheidungstext OGH 05.02.1975 1 Ob 10/75
nur T1; Veröff: SZ 48/9 = EvBl 1975/246 S 551 = JBl 1976,648
nur T1; Beisatz: Verpflichtung zur Rückgabe der Vorleistung wegen Nichtüberbindung einer vertraglichen Bierbezugsverpflichtung. (T4)
5 Ob 901/76
Entscheidungstext OGH 25.01.1977 5 Ob 901/76
nur T1; Beisatz: Wurde für diesen Fall im Vertrag aber bereits Vorsorge getroffen - (hier: Herausgabe der leihweise zur Verfügung gestellten Reklameleuchten vereinbart) - kann nicht unter Berufung auf § 1435 ABGB die Bezahlung des auf die vereinbarte Benützungsdauer noch fehlenden Zeitraumes entsprechenden Anteiles an den Anschaffungskosten begehrt werden. (T5)
nur T1; Beisatz: Rückforderung von Darlehen einer Lebensgefährtin. (T6)
4 Ob 547/77
Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 547/77
nur T1; Beisatz: Lizenzvertrag (T7)
8 Ob 558/77
Entscheidungstext OGH 14.12.1977 8 Ob 558/77
5 Ob 585/78
Entscheidungstext OGH 23.05.1978 5 Ob 585/78
nur T1; Beisatz: Hiezu bedarf es keiner ausdrücklichen Abrede über den Rechtsgrund der Zuwendung; es muss aber doch das Motiv und der Zweck der Leistung in einer dem Leistungsempfänger zweifelsfrei erkennbaren Weise zum Ausdruck gebracht worden sein, um im Falle der Zweckverfehlung die Leistung rückfordern zu können. (T8)
7 Ob 800/79
Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 800/79
nur T1; Veröff: SZ 53/20
3 Ob 531/79
Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 531/79
1 Ob 568/80
Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 568/80
nur T1; Beisatz: Sie ist immer dann anzuwenden, wenn der Geschäftszweck oder ganz allgemein diejenigen Umstände weggefallen sind, die nach der Interessenabwägung und nach dem Sinn und Zweck des Geschäftes die Grundlage der Leistung gewesen waren. (T9)
Veröff: SZ 53/71 = JBl 1981,153
8 Ob 551/80
Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 551/80
nur T1; Beis wie T9; Beisatz: Aufwendungen für Kuranden in der Erwartung lebenslänglichen Wohnrechtes. (T10)
1 Ob 650/81
Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 650/81
nur T1; Beis wie T2; Beis wie T9
8 Ob 532/82
Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 532/82
6 Ob 817/82
Entscheidungstext OGH 27.01.1983 6 Ob 817/82
1 Ob 575/83
Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 575/83
1 Ob 637/84
Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 637/84
nur T1; Beis wie T9; Beis wie T8
Veröff: RZ 1985/23 S 86 = JBl 1985,679 (Wilhelm)
4 Ob 517/84
Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 517/84
8 Ob 578/84
Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 578/84
1 Ob 663/85
Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 663/85
Veröff: SZ 58/204 = EvBl 1986/78 S 279
1 Ob 504/86
Entscheidungstext OGH 28.01.1986 1 Ob 504/86
8 Ob 638/85
Entscheidungstext OGH 13.02.1986 8 Ob 638/85
2 Ob 663/84
Entscheidungstext OGH 08.07.1986 2 Ob 663/84
Veröff: JBl 1987,390
4 Ob 610/87
Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 610/87
nur T1; Veröff: JBl 1988,235
6 Ob 725/87
Entscheidungstext OGH 25.02.1988 6 Ob 725/87
8 Ob 617/87
Entscheidungstext OGH 23.03.1988 8 Ob 617/87
Veröff: SZ 61/76 = EvBl 1988/149 S 754
6 Ob 594/88
Entscheidungstext OGH 16.06.1988 6 Ob 594/88
nur T1; Beisatz: Hier: Entnahmen des stillen Gesellschafters akonto des Gewinnes. (T11)
6 Ob 17/95
Entscheidungstext OGH 29.06.1995 6 Ob 17/95
6 Ob 1667/95
Entscheidungstext OGH 25.10.1995 6 Ob 1667/95
Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2021/96a
nur T1; Veröff: SZ 69/89
Auch; nur T1; Beisatz: Der Anwendungsbereich dieser Kondiktion erstreckt sich auf alle jene Fälle, in denen eine Leistung in der Erwartung erbracht wird, dass der Empfänger seinerseits eine Gegenleistung erbringt, zu der er sich aber nicht verbindlich verpflichten kann oder nicht verpflichten will. Ein solcher Zweck kann der weitere Bestand der Lebensgemeinschaft oder auch die gemeinsame Nutzung eines gemeinsam gebauten Hauses sein. (T12)
6 Ob 135/99t
Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 135/99t
Vgl; nur T1; Beisatz: Nach Aufhebung der Lebensgemeinschaft können vermögensrechtliche Ansprüche eines Lebensgefährten wegen der aus Anlass des gemeinsamen Wohnens getätigten Investitionen und (oder) geleisteten Arbeiten auf verschiedene Rechtsgründe gestützt werden. Als Rechtsgründe kommen vor allem eine ausdrückliche oder schlüssige Entgeltvereinbarung, der Schenkungswiderruf, eine gesellschaftsvertragliche Regelung über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, der Wegfall der Geschäftsgrundlage oder aber das Bereicherungsrecht in Betracht. (T13)
9 ObA 222/01i
Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 222/01i
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T14)
1 Ob 134/08z
Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 134/08z
Auch; nur T1; Beisatz: Die Kondiktion ist zulässig, wenn sich der Leistungsempfänger über den Zweck und den Charakter der Leistungen im Klaren war oder sich hätte im Klaren sein müssen. (T15)
Beisatz: Hier: Aufwendungen des Sohns eines Lebensgefährten auf eine dem anderen - zwischenzeitig verstorbenen - Lebensgefährten gehörige Liegenschaft, die im Hinblick auf eine versprochene Erbseinsetzung des Vaters erfolgten, die letztlich unterblieb; Aktivlegitimation des Sohnes bejaht. (T16)
Veröff: SZ 2009/77
4 Ob 32/10z
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 32/10z
7 Ob 7/12y
Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 7/12y
Auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Die Parteien irrten dahin, dass das von der einstweiligen Verfügung erlassene Verfügungs- und Zahlungsverbot nicht mehr bestehe und die Klägerin deshalb nunmehr zur Zahlung an den Beklagten nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sei. (T17)
3 Ob 228/13w
Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 228/13w
Auch; nur T1; Beis wie T8; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Aufwandersatzanspruch gewerblicher Erbensucher. (T18)
2 Ob 2/16g
Entscheidungstext OGH 25.02.2016 2 Ob 2/16g
Auch; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis: Hier: Anspruch analog § 1435 ABGB bei Pflegeleistungen in der erkennbaren Erwartung einer Gegenleistung durch letztwillige Zuwendung. (T19)
Beis: „Konkludente“ Offenlegung dieser Erwartungen reicht aus. (T20)
Beis: Bei Geschäftsunfähigkeit des Empfangenden aber Rückabwicklung nach § 877 iVm § 1424 ABGB. (T21); Veröff: SZ 2016/23
4 Ob 37/17w
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 37/17w
4 Ob 197/18a
Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 197/18a
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0033952
JJR_19680619_OGH0002_0070OB00129_6800000_001
Rechtssatz für 8Ob257/69 7Ob124/72 4Ob...
RS0033767
8Ob257/69; 7Ob124/72; 4Ob52/73; 1Ob10/75; 8Ob38/75; 6Ob573/80; 1Ob591/82; 7Ob571/83; 8Ob578/84; 7Ob512/85; 6Ob725/87; 8Ob617/87; 1Ob703/88; 8Ob538/89; 3Ob556/90; 3Ob515/91; 6Ob190/00k; 7Ob40/00h; 7Ob189/01x; 6Ob29/06t; 3Ob145/06d; 4Ob84/09w; 3Ob93/10p; 6Ob172/10b; 4Ob189/13t
BGB §815
Der im § 815 DBGB normierte Grundsatz, wonach die Rückforderung des Geleisteten dann ausgeschlossen ist, wenn der Leistende den Eintritt des Geschäftszweckes gegen Treu und Glauben verhindert hat, kann auch für den österreichischen Rechtsbereich gelten.
8 Ob 257/69
Entscheidungstext OGH 27.01.1970 8 Ob 257/69
Veröff: SZ 43/16 = EvBl 1970/177 S 294 = MietSlg 22203 = EFSlg 12758
Veröff: MietSlg 24205
4 Ob 52/73
Entscheidungstext OGH 19.06.1973 4 Ob 52/73
Auch; Veröff: ZAS 1974,96 (kritisch Kramer)
Veröff: SZ 48/9 = EvBl 1975/246 S 551 = JBl 1976,648
8 Ob 38/75
Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 Ob 38/75
Beisatz: Hier: Hausbau - Ehescheidung (T1) Veröff: SZ 48/59 = MietSlg 27244(6) = JBl 1975,659 = RZ 1976/4 S 16
6 Ob 573/80
Entscheidungstext OGH 09.07.1980 6 Ob 573/80
1 Ob 591/82
Entscheidungstext OGH 05.05.1982 1 Ob 591/82
Veröff: SZ 55/70 = MietSlg 34602 = MietSlg 34605(17)
7 Ob 571/83
Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 571/83
Beisatz: Kein Kondiktionsanspruch eines Ehegatten nach § 1435 ABGB wegen Auflösung der ehelichen Gemeinschaft, wenn er selbst diese grundlos und ohne durch ein grob ehewidriges Verhalten im Sinne des § 92 Abs 2 ABGB dazu genötigt zu sein, aufgegeben hat. (T2)
7 Ob 512/85
Entscheidungstext OGH 07.03.1985 7 Ob 512/85
Vgl aber; Beisatz: Nicht bei Auflösung einer Lebensgemeinschaft mangels Treuepflicht und Fortsetzungspflicht. (T3)
Auch; Veröff: SZ 61/76 = EvBl 1988/149 S 754
1 Ob 703/88
Entscheidungstext OGH 18.01.1989 1 Ob 703/88
Beisatz: Dafür, daß der Kläger den Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben vereitelte, ist als rechtsvernichtende Tatsache der Beklagte beweispflichtig. (T4) Veröff: SZ 62/5 = RZ 1989/38 S 113 = JBl 1989,591
Beisatz: Liegen die adäquaten Ursachen der Zweckverteilung auf beiden Seiten, so bleibt nichts anderes übrig, als das Leistungsrisiko, das sich in der Differenz zwischen dem Entgeltanspruch und dem am Nutzen orientierten Kondiktionsanspruch ausdrückt, in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB beiden Beteiligten aufzuerlegen. (T5) Veröff: SZ 63/91 = EFSlg XXVII/6 = ecolex 1990,747
Entscheidungstext OGH 29.08.1990 3 Ob 556/90
Beisatz: Davon kann aber nur dann gesprochen werden, wenn die Erreichung des beabsichtigten Zwecks auch im Interesse des Bereicherten gelegen war. (T6) Beis wie T3; Beisatz: Nicht aber bei condictio causa finita. (T7) Veröff: JBl 1991,250
3 Ob 515/91
Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 515/91
Auch; Beisatz: Bei der Annahme eines Verstoßes gegen Treu und Glauben ist jedoch Zurückhaltung geboten. (T8) Veröff: JBl 1991,588
6 Ob 190/00k
Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 190/00k
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Der mangels gesetzlicher Regelung dogmatisch nur schwer begründbare und nur in Ausnahmefällen für zulässig erachtete Ausschluss, setzt jedenfalls die treuwidrige Vereitelung des Geschäftszwecks voraus (in den genannten Beispielen also die Fortsetzung der Lebensgemeinschaft). Von einer Zweckvereitelung kann schon begrifflich nur dann die Rede sein, wenn dieses Ergebnis keinesfalls erreichbar gewesen wäre. (T9)
7 Ob 40/00h
Entscheidungstext OGH 23.05.2001 7 Ob 40/00h
Auch; Beis ähnlich T5
7 Ob 189/01x
Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 189/01x
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T10)
3 Ob 145/06d
Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 145/06d
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Eine Vereitelung des beiderseits erwarteten Zwecks gegen Treu und Glauben kann nicht schon dann angenommen werden, wenn die erwartete Entwicklung aus irgendeinem Verschulden des Leistenden ausgeblieben ist. (T11); Beisatz: Hier: An der Erreichung dieses Zwecks bestand ausschließlich das Interesse des Leistenden. (T12)
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Keine Vereitelung wider Treu und Glauben, die Vorstellungen der Parteien über die weitere Gestaltung der Lebensgemeinschaft nicht mehr übereinstimmten. (T13); Veröff: SZ 2009/77
6 Ob 172/10b
Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 172/10b
4 Ob 189/13t
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 189/13t
Beisatz: Hier: Strafbares Verhalten als Verstoß gegen Treu und Glauben. (T14)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0033767
JJR_19700127_OGH0002_0080OB00257_6900000_002
Rechtssatz für 1Ob99/73 1Ob118/75 7Ob5...
RS0033709
1Ob99/73; 1Ob118/75; 7Ob582/79; 7Ob802/79; 5Ob745/79; 1Ob568/80; 6Ob742/80; 5Ob772/81; 6Ob701/81; 2Ob573/82; 7Ob595/83; 2Ob509/84; 4Ob517/84; 6Ob612/83; 2Ob583/86; 2Ob509/87; 7Ob508/88; 8Ob617/87; 8Ob538/89; 3Ob556/90; 7Ob574/94 (7Ob575/94); 7Ob603/95; 9ObA207/98a; 6Ob60/99p; 7Ob40/00h; 9ObA222/01i; 6Ob51/05a; 6Ob29/06t; 3Ob145/06d; 6Ob160/07h; 6Ob164/08y; 6Ob172/10b; 1Ob175/10g; 6Ob44/15m; 9Ob53/17k
Derjenige, der in der Erwartung der späteren Einräumung der Wohnmöglichkeit in einem fertigzustellenden Haus eigene Arbeitsleistungen und sonstige Leistungen erbrachte, kann, wenn der erwartete Rechtsgrund nicht eintrat, angemessene Entlohnung begehren, deren Höhe grundsätzlich vom verschafften Nutzen unabhängig ist. Nur wenn der Ersatzansprecher selbst den zunächst angestrebten Erfolg vereitelte, kann er nur Ansprüche im Rahmen der Bereicherung des Leistungsempfängers stellen. Liegen die Ursachen auf beiden Seiten, ist das Leistungsrisiko in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB beiden Beteiligten aufzuerlegen.
Veröff: SZ 46/62 = EvBl 1973/317 S 660 = JBl 1974,430 = MietSlg 25186
1 Ob 118/75
Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 118/75
Vgl auch; Beisatz: Ersatz von Barleistungen und Arbeitsleistungen für das von der geschiedenen Gattin errichtete Siedlungshaus. (T1)
Veröff: MietSlg 27243
7 Ob 582/79
Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 582/79
Auch; Beisatz: Lebensgefährten - Entrichtung einer angemessenen Entlohnung, die sich nach dem Zeitpunkt bestimmt, zu dem der Nutzen eingetreten ist, daher kein Anspruch auf Aufwertung. (T2)
5 Ob 745/79
Entscheidungstext OGH 25.03.1980 5 Ob 745/79
nur: Liegen die Ursachen auf beiden Seiten, ist das Leistungsrisiko in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB beiden Beteiligten aufzuerlegen. (T3)
Beisatz: Arbeitsleistung eines Ehegatten. (T4)
6 Ob 742/80
Entscheidungstext OGH 10.12.1980 6 Ob 742/80
Vgl auch; Beisatz: Zuweisung einer Wohnung im Hause nach der 6.DVEheG bedeutet Befriedigung der Erwartung der späteren Wohnmöglichkeit - kein Anspruch. (T5)
nur: Derjenige, der in der Erwartung der späteren Einräumung der Wohnmöglichkeit in einem fertigzustellenden Haus eigene Arbeitsleistungen und sonstige Leistungen erbrachte, kann, wenn der erwartete Rechtsgrund nicht eintrat, angemessene Entlohnung begehren, deren Höhe grundsätzlich vom verschafften Nutzen unabhängig ist. Nur wenn der Ersatzansprecher selbst den zunächst angestrebten Erfolg vereitelte, kann er nur Ansprüche im Rahmen der Bereicherung des Leistungsempfängers stellen. (T6)
Beis wie T2 nur: Lebensgefährten (T7)
6 Ob 701/81
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 701/81
nur: Derjenige, der in der Erwartung der späteren Einräumung der Wohnmöglichkeit in einem fertigzustellenden Haus eigene Arbeitsleistungen und sonstige Leistungen erbrachte, kann, wenn der erwartete Rechtsgrund nicht eintrat, angemessene Entlohnung begehren. (T8)
nur: Derjenige, der in der Erwartung der späteren Einräumung der Wohnmöglichkeit in einem fertigzustellenden Haus eigene Arbeitsleistungen und sonstige Leistungen erbrachte, kann, wenn der erwartete Rechtsgrund nicht eintrat, angemessene Entlohnung begehren, deren Höhe grundsätzlich vom verschafften Nutzen unabhängig ist. (T9)
6 Ob 612/83
Entscheidungstext OGH 17.01.1985 6 Ob 612/83
Auch; Wenn der Lebensgefährte Leistungen, die in der erkennbaren Erwartung des längeren, allenfalls bis zum Tode eines der Parteien dauernden Zusammenlebens zum Bau des Hauses zuwendet, dann besteht für ihn, wenn bezüglich dieser Leistungen keine Vereinbarung vorliegt, ein Rückforderungsrecht wegen Zweckverfehlung. (T10)
nur T6; Beis wie T4
2 Ob 509/87
Entscheidungstext OGH 24.11.1987 2 Ob 509/87
7 Ob 508/88
Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 508/88
Auch; nur T6; Veröff: JBl 1988,320
nur T3; Veröff: SZ 61/76 = EvBl 1988/149 S 754
Vgl aber; Beisatz: Vereitelt der Leistende den Erfolg durch ein Vorgehen wider Treu und Glauben, so verliert er seinen Ersatzanspruch nach § 1435 ABGB. (T11)
Veröff: SZ 63/91 = EFSlg XXVII/6
7 Ob 574/94
Entscheidungstext OGH 29.06.1994 7 Ob 574/94
7 Ob 603/95
Entscheidungstext OGH 27.09.1995 7 Ob 603/95
Vgl aber; Beisatz: Zu leisten ist ein angemessenes Entgelt in Höhe des verschafften Nutzens. (T12)
9 ObA 207/98a
Entscheidungstext OGH 02.09.1998 9 ObA 207/98a
6 Ob 60/99p
Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 60/99p
Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Ist das Scheitern der erwarteten Entwicklung der Lebensgemeinschaft auf das Verhalten beider Lebensgefährten zurückzuführen, ist bei Bemessung des Abgeltungsanspruchs die Differenz zwischen nach Arbeitsumfang angemessener Entlohnung und Höhe des verschafften Nutzens beiden Lebensgefährten aufzuerlegen und dem Anspruchsteller ein Teil dieser Differenz zuzuerkennen. (T13)
Beisatz: Dies gilt auch für Leistungen von Verwandten des einen Lebensgefährten für den gemeinsamen Hausbau. (T14)
Auch; Beisatz: Bei beiderseitigem Verschulden - auch im Sinne einer adäquaten Zweckvereitelung auf beiden Seiten - ist die Differenz vom Nutzen auf das angemessene Entgelt im Sinn des § 1152 ABGB in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB entsprechend der Verschuldensquoten zu teilen. (T15)
Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung (und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers) trifft dessen Gegner. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Dem Leistenden steht gegenüber dem Bereicherten der angemessene Lohn und der volle Ersatz der Arbeits-, Geld- und Materialaufwendungen zu, deren Höhe grundsätzlich vom verschafften Nutzen unabhängig ist. Anderes gilt nur dann, wenn der zunächst angestrebte Erfolg vom Ersatzansprecher selbst vereitelt wurde. (T17)
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T18)
Vgl auch; nur T3; Beis wie T11; Beis wie T15
6 Ob 160/07h
Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 160/07h
Vgl auch; Beis wie T17; Beisatz: Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 51/05a. (T19)
Auch; nur T9; Beis wie T17
6 Ob 44/15m
Entscheidungstext OGH 31.07.2015 6 Ob 44/15m
9 Ob 53/17k
Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 Ob 53/17k
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0033709
JJR_19730606_OGH0002_0010OB00099_7300000_001
Rechtssatz für 8Ob570/76 1Ob663/82 2Ob...
RS0037694
8Ob570/76; 1Ob663/82; 2Ob28/84; 6Ob698/83; 2Ob504/85; 1Ob20/85; 1Ob645/86; 1Ob598/87; 9ObS21/87; 7Ob505/88; 5Ob594/89; 2Ob560/91; 1Ob533/92; 8Ob1652/92; 1Ob653/92; 8Ob1577/93; 9ObA213/93; 8Ob613/93; 1Ob627/95; 10Ob2035/96d; 1Ob622/95; 9ObA2246/96a; 9ObA121/98d; 6Ob51/99i; 8ObA184/99p; 9Ob243/02d; 6Ob95/04w; 6Ob29/06t; 2Ob85/06y; 10Ob21/08y; 6Ob198/10a; 10Ob13/13d; 3Ob212/13t; 8Ob50/14g; 3Ob173/14h; 1Ob192/15i; 6Ob89/18h
ZPO §243 Abs2
Es ist Sache des Beklagten, die rechtsvernichtenden Tatsachen zu behaupten und zu beweisen (6 Ob 95/73).
8 Ob 570/76
Entscheidungstext OGH 16.02.1977 8 Ob 570/76
1 Ob 663/82
Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 663/82
6 Ob 698/83
Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 698/83
Vgl auch; Beisatz: Aus § 243 ZPO ergibt sich für die im Prozess beklagte Partei die Pflicht, diejenigen konkreten Behauptungen aufzustellen, die zur gänzlichen oder teilweisen Abwehr des Klagebegehrens führen könnten und hiefür die erforderlichen Beweismittel anzubieten. (T1)
2 Ob 504/85
Entscheidungstext OGH 10.09.1985 2 Ob 504/85
Veröff: NZ 1986,188
1 Ob 645/86
Entscheidungstext OGH 01.10.1986 1 Ob 645/86
Vgl auch; Beisatz: Tilgung der Schuld. (T2)
Veröff: WBl 1987,12 = RdW 1987,161
1 Ob 598/87
Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 598/87
9 ObS 21/87
Entscheidungstext OGH 02.09.1987 9 ObS 21/87
5 Ob 594/89
Entscheidungstext OGH 05.09.1989 5 Ob 594/89
Auch; Beisatz: Hier: Stundungsvereinbarung (T3)
Auch; Beisatz: Rechtsvernichtende Tatsachen sind ganz allgemein von demjenigen zu beweisen, der sich darauf beruft. (T4)
Veröff: SZ 64/147 = ZfRV 1992,468 = ecolex 1992,162
Auch; Beisatz: Dies beruht auf der Erwägung, dass, wer ein Recht für sich in Anspruch nimmt, wohl dessen Entstehungsursachen beweisen muss, dass ihm jedoch in der Regel nicht auch noch zugemutet werden darf, auch noch zu beweisen, dass keine zusätzlichen Hinderungsumstände vorliegen. (T5)
Veröff: EvBl 1992/156 S 657 = JBl 1992,720
Beisatz: Der Unternehmer muss den die Einrede der mangelnden Fälligkeit vernichtenden Umstand des Wegfalls des Verbesserungsinteresses des Bestellers behaupten und beweisen. Gleiches gilt, wenn die Verbesserung tatsächlich unmöglich wird, weil die nunmehrigen Eigentümer eine solche nicht mehr gestatten. (T6)
1 Ob 653/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 653/92
8 Ob 1577/93
Entscheidungstext OGH 13.05.1993 8 Ob 1577/93
Auch; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch dann, wenn im Einzelfall der Nachweis schwierig oder gar nicht möglich ist. (T7)
1 Ob 627/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 627/95
10 Ob 2035/96d
Entscheidungstext OGH 12.03.1996 10 Ob 2035/96d
Veröff: SZ 69/65
9 ObA 2246/96a
Entscheidungstext OGH 30.10.1996 9 ObA 2246/96a
Vgl auch; Beisatz: Der Arbeitgeber hat das Vorliegen einer bestimmten, den Abfertigungsanspruch vernichtenden Beendigungsart nachzuweisen. (T8)
9 ObA 121/98d
Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 121/98d
Vgl auch; Beis wie T6 nur: Der Unternehmer muss den die Einrede der mangelnden Fälligkeit vernichtenden Umstand des Wegfalls des Verbesserungsinteresses des Bestellers behaupten und beweisen. (T9)
8 ObA 184/99p
Entscheidungstext OGH 12.08.1999 8 ObA 184/99p
9 Ob 243/02d
Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 Ob 243/02d
Vgl auch; Beisatz: Den Servitutsberechtigten, der sich auf eine auf der ersteigerten Liegenschaft zu seinen Gunsten lastende offenkundige, nichtverbücherte Servitut stützt, trifft, unabhängig davon, ob er den Ersteher mit Servitutenklage belangt oder von diesem mit Servitutenfreiheitsklage belangt wird, die Behauptungs- und Beweislast für alle das Aufrechtbleiben dieser Dienstbarkeit begründenden Tatsachen, insbesondere dass nach den im Zeitpunkt des Zuschlags gegebenen tatsächlichen Rang- und Belastungsverhältnissen die offenkundige Dienstbarkeit zu übernehmen war; Hier: Betrifft Rechtslage vor der EO-Novelle 2000. (T10)
Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T11)
Beisatz: Hier: Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung nach § 1435 ABGB. (T12)
Beis wie T7; Veröff: SZ 2009/66
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0037694
JJR_19770216_OGH0002_0080OB00570_7600000_001
Rechtssatz für 2Ob174/78 6Ob29/06t
RS0031005
2Ob174/78; 6Ob29/06t
ABGB §1325 D4
Ein Schwanken in der rechtlichen Qualifikation des Begehrens, zu der die klagende Partei im Zivilprozeß nicht verpflichtet ist oder die unrichtige rechtliche Bezeichnung eines Begehrens (hier: eines Rentenbegehrens) schadet nicht.
2 Ob 174/78
Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 174/78
Veröff: ZVR 1979/200 S 244
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0031005
JJR_19781109_OGH0002_0020OB00174_7800000_001
Rechtssatz für 5Ob710/79 6Ob692/80 3Ob...
RS0020192
5Ob710/79; 6Ob692/80; 3Ob509/81; 5Ob507/82; 7Ob511/85; 7Ob16/85; 1Ob503/88; 1Ob582/88; 1Ob557/91; 4Ob2021/96a; 1Ob2375/96p; 9Ob400/97g; 4Ob128/00b; 8Ob194/01i; 7Ob6/02m; 9Ob39/02d; 3Ob249/02t; 8Ob129/03h; 4Ob273/04g; 8Ob13/05b; 6Ob29/06t; 8Ob130/07m; 2Ob134/09h; 3Ob93/10p; 6Ob237/10m; 3Ob2/11g; 9ObA6/11i; 1Ob114/13s; 2Ob56/14w; 1Ob63/15v; 1Ob173/15w; 4Ob37/17w; 10Ob15/17d; 9ObA99/19b
1.) Leistungskondiktionen setzen eine Leistung des Verkürzten an den Bereicherten voraus, wobei unter der Leistung eine bewusste Zuwendung zur Erreichung eines bestimmten Zweckes zu verstehen ist.
2.) Leistungskondiktionen stehen zur Rückabwicklung fehlerhafter Leistungen dem Leistenden gegen den Empfänger zu.
3.) Wer rückstellungspflichtiger Leistungsempfänger ist, hängt davon ab, auf welchen Rechtsgrund hin der rückforderungsberechtigte Leistende seine Leistung erbringen wollte; die Absicht des Leistenden ist dabei - wie bei rechtsgeschäftlichen Erklärungen - vom Empfängerhorizont aus festzustellen.
5 Ob 710/79
Entscheidungstext OGH 08.01.1980 5 Ob 710/79
6 Ob 692/80
Entscheidungstext OGH 21.01.1981 6 Ob 692/80
Auch; nur: Leistungskondiktionen stehen zur Rückabwicklung fehlerhafter Leistungen dem Leistenden gegen den Empfänger zu. (T1)
5 Ob 507/82
Entscheidungstext OGH 09.02.1982 5 Ob 507/82
Auch; nur T1; nur: Wer rückstellungspflichtiger Leistungsempfänger ist, hängt davon ab, auf welchen Rechtsgrund hin der rückforderungsberechtigte Leistende seine Leistung erbringen wollte; die Absicht des Leistenden ist dabei - wie bei rechtsgeschäftlichen Erklärungen - vom Empfängerhorizont aus festzustellen. (T2)
Beisatz: Der verborgen gebliebene Wille des die Leistung tatsächlich Erbringenden ist unmaßgeblich. (T3)
7 Ob 511/85
Entscheidungstext OGH 31.01.1985 7 Ob 511/85
nur T1; Beisatz: Die Rückabwicklung einer fehlgeschlagenen Leistung ist zwischen den Personen vorzunehmen, die nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und Leistungsempfänger sein sollten. (T4)
7 Ob 16/85
Entscheidungstext OGH 13.06.1985 7 Ob 16/85
nur: Leistungskondiktionen setzen eine Leistung des Verkürzten an den Bereicherten voraus, wobei unter der Leistung eine bewusste Zuwendung zur Erreichung eines bestimmten Zweckes zu verstehen ist. (T5)
1 Ob 503/88
Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 503/88
nur T1; nur T2; Beis wie T4
Veröff: SZ 61/63 = EvBl 1988/92 S 458 = ÖBA 1988,606
1 Ob 582/88
Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 582/88
Veröff: EvBl 1991/169 S 738
nur: Wer rückstellungspflichtiger Leistungsempfänger ist, hängt davon ab, auf welchen Rechtsgrund hin der rückforderungsberechtigte Leistende seine Leistung erbringen wollte. (T6)
9 Ob 400/97g
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 9 Ob 400/97g
4 Ob 128/00b
Entscheidungstext OGH 18.07.2000 4 Ob 128/00b
nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 2002/25
7 Ob 6/02m
Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 6/02m
9 Ob 39/02d
Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 39/02d
3 Ob 249/02t
Entscheidungstext OGH 26.03.2003 3 Ob 249/02t
Vgl auch; Beisatz: Die Leistungskondiktion nach § 877 ABGB kann sich grundsätzlich nur gegen den Vertragspartner, nicht aber - im Falle einer Gesellschaft - gegen deren Gesellschafter und Geschäftsführer richten. (T7)
8 Ob 129/03h
Entscheidungstext OGH 19.12.2003 8 Ob 129/03h
4 Ob 273/04g
Entscheidungstext OGH 08.02.2005 4 Ob 273/04g
Auch; nur T2; Beisatz: Es muss also gefragt werden, wer nach der Zweckvereinbarung Leistender und wer Leistungsempfänger sein sollte. (T8)
8 Ob 13/05b
Entscheidungstext OGH 17.03.2005 8 Ob 13/05b
Auch; Veröff: SZ 2005/44
Vgl auch; Beisatz: Sind an einer Vermögensverschiebung mehrere Personen beteiligt, ist darauf abzustellen, wer nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und wer Leistungsempfänger sein sollte; die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung ist zwischen diesen Personen vorzunehmen. Dabei ist die Absicht des Leistenden wie bei rechtsgeschäftlichen Erklärungen vom Empfängerhorizont aus festzustellen. (T9)
8 Ob 130/07m
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 130/07m
Auch; nur T2; Beis wie T9; Beisatz: Wer tatsächlich die wirtschaftlichen Belastungen der Vermögensverschiebung zu tragen hatte, ist nach der neueren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nicht maßgeblich. (T10)
Beisatz: Im Bareinzahlungsgsverkehr ist davon auszugehen, dass eine unter dem Namen des Schuldners auf das richtige Konto vorgenommene Zahlung einen ausreichenden Nachweis dafür bietet, dass damit eine Schuld des Schuldners erfüllt wird. Wird daher eine Zahlung im Namen des Schuldners, der als Einzahler aufscheint, getätigt, ist die Überweisung nach dem maßgeblichen Empfängerhorizont als solche des Schuldners anzusehen, und zwar unabhängig davon, ob der Schuldner selbst oder ein Dritter geleistet hat. (T11)
Veröff: SZ 2008/56
9 ObA 6/11i
Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 6/11i
2 Ob 56/14w
Entscheidungstext OGH 22.05.2014 2 Ob 56/14w
Vgl; Beisatz: Hier aber: Prämienzahlungen betreffen nur das Haftpflichtversicherungsverhältnis (hier:) zwischen den beiden klagenden Parteien; der Beklagte ist nicht Empfänger dieser Leistungen; daher keine Aktivlegitimation des Erstklägers. (T12)
1 Ob 63/15v
Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 63/15v
Beisatz: So werden Investitionen in Liegenschaften daher aus Sicht des Empfängerhorizonts in der Regel erkennbar für den/die Liegenschaftseigentümer erbracht. (T13)
Beisatz: Hier: Die Leistung der Klägerin, die keine Kenntnis vom vereinbarten Ausschluss eines Investitionsersatzes hatte, hatte wegen der Information über eine Mietdauer von 99 Jahren einen konkreten, über eine Bereicherung des Vermieters hinausreichenden und dem Beklagten auch erkennbaren Zweck, nämlich jenen der Nutzung im Rahmen der Lebensgemeinschaft auf unabsehbare Zeit bis zum Lebensende. War aber der Beklagte der Leistungsempfänger, ist die Bereicherung rückforderbar, die nach Wegfall des ursprünglichen Leistungsgrundes bei ihm eingetreten ist. (T14)
10 Ob 15/17d
Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 Ob 15/17d
9 ObA 99/19b
Entscheidungstext OGH 23.09.2019 9 ObA 99/19b
Beisatz: Hier: Vom Arbeitnehmer vereinnahmte und in Befolgung einer (dem Dienstvertrag widersprechenden) Weisung des Dienstgebers abgeführte Trinkgeldanteile. (T15)
Beisatz: Im Fall der Befolgung einer (wenn auch dem Dienstvertrag widersprechenden) Weisung des Dienstgebers durch den Dienstnehmer ist (jedenfalls für den Dienstgeber) offensichtlich, das der Dienstnehmer auf diese Weisung als Rechtsgrund hin handelt. (T16)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0020192
JJR_19800108_OGH0002_0050OB00710_7900000_001
Rechtssatz für 6Ob605/83 8Ob201/97k 6O...
RS0033801
6Ob605/83; 8Ob201/97k; 6Ob29/06t
Auszugleichen ist bei fehlendem oder gleichgewichtigem Verschulden des Kondiktionsgläubigers und Kondiktionsschuldners nur der nach objektiven Kriterien zu bestimmende Nettonutzen, also der Unterschied zwischen dem objektiven Wert der Leistung abzüglich aller mit der konkreten Art und Weise der Leistung für den Kondiktionsschuldner unmittelbar verbundenen Nachteile. Für die Verminderung des verschafften Nutzens unter das übliche Entgelt der vom Kondiktionsgläubiger erbrachten Leistung ist der Kondiktionsschuldner beweispflichtig.
6 Ob 605/83
Entscheidungstext OGH 14.11.1985 6 Ob 605/83
Veröff: ZVR 1987/112 S 339
nur: Für die Verminderung des verschafften Nutzens unter das übliche Entgelt der vom Kondiktionsgläubiger erbrachten Leistung ist der Kondiktionsschuldner beweispflichtig. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers- trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T2); Beisatz: Hier: Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung nach §1435 ABGB. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0033801
JJR_19851114_OGH0002_0060OB00605_8300000_004
Rechtssatz für 4Ob534/88 7Ob547/89 8Ob...
RS0033737
4Ob534/88; 7Ob547/89; 8Ob547/89; 4Ob532/92; 1Ob2375/96p; 5Ob143/00s; 5Ob224/01d; 5Ob81/02a; 9Ob39/02d; 5Ob55/03d; 5Ob148/03f; 8Ob129/03h; 5Ob267/03f; 9ObA19/04s; 8Ob13/05b; 6Ob29/06t; 5Ob195/07y; 8Ob130/07m; 1Ob92/08y; 7Ob269/08x; 5Ob70/09v; 5Ob54/09s; 7Ob123/09b; 3Ob93/10p; 3Ob82/10w; 6Ob17/11k; 9ObA6/11i; 2Ob3/12y; 5Ob142/12m; 1Ob114/13s; 2Ob56/14w; 6Ob184/14y; 1Ob63/15v; 7Ob32/15d; 8Ob128/15d; 4Ob37/17w; 2Ob38/17b; 1Ob225/18x; 5Ob44/19k; 9ObA99/19b
Sind an einer Vermögensverschiebung mehrere Personen beteiligt, so kann die Feststellung vom Berechtigten und Verpflichteten zweifelhaft sein; sie ist auf Grund der von den Parteien bei der Leistung vorgestellten Zweckbestimmung zu treffen. Es muss daher gefragt werden, wer nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und wer Leistungsempfänger sein sollte; die Rückabwicklung ist zwischen diesen Personen vorzunehmen.
4 Ob 534/88
Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 534/88
7 Ob 547/89
Entscheidungstext OGH 06.04.1989 7 Ob 547/89
Beisatz: Der Umstand, dass der abtretende Mieter die Höhe der Ablöse mit dem Hauseigentümer vereinbart und sie diesem auch übergeben hat, ist demgegenüber bedeutungslos. (T1)
8 Ob 547/89
Entscheidungstext OGH 15.06.1989 8 Ob 547/89
4 Ob 532/92
Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 532/92
Auch; Beisatz: Die von den Parteien bei der Leistung beabsichtigte Zweckbestimmung ist nur so weit maßgebend, als es sich um erlaubte Leistungen handelt, könnte doch sonst der Rückforderungsanspruch nach § 27 MRG umgangen werden. (T2)
Veröff: WoBl 1993,135
Auch; Beisatz: Die Rückabwicklung einer fehlgeschlagenen Leistung ist zwischen den Personen vorzunehmen, die nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und Leistungsempfänger sein sollten; die Leistungskondiktion steht somit dem Leistenden (hier der klagenden Kreditnehmerin) gegen den Empfänger (hier der beklagten Kreditgeberin) zu. (T3)
5 Ob 143/00s
Entscheidungstext OGH 27.02.2001 5 Ob 143/00s
Auch; nur: Es muss daher gefragt werden, wer nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und wer Leistungsempfänger sein sollte; die Rückabwicklung ist zwischen diesen Personen vorzunehmen. (T4)
Beis wie T3 nur: Die Leistungskondiktion steht dem Leistenden gegen den Empfänger zu. (T5)
Beisatz: Steht fest, dass ein neuer Mieter über die zulässige Leistung für Investitionen hinaus noch weitere Zahlungen an den Vormieter geleistet hat, die dieser für die Einräumung eines Weitergaberechts aufgrund einer eigenen Vereinbarung an den Vermieter zu leisten hatte, so bestimmt sich die Passivlegitimation nicht nach der endgültigen wirtschaftlichen Belastung mit dem unzulässigen Entgelt für die Einräumung eines Weitergaberechts, sondern nach den Grundsätzen der Leistungskondiktion, wonach zwischen Leistendem und Leistungsempfänger eine Rückabwicklung stattzufinden hat. (T6)
Beisatz: Bei unzulässigen Ablösen ist derjenige passiv legitimiert, dem sie nach der Vereinbarung zukommen sollten, wobei es bedeutungslos ist, wem sie tatsächlich zugeflossen oder in der Folge zugekommen sind (JBl 1991, 733 = MietSlg 42.290/34; MietSlg 41.315). (T7)
5 Ob 224/01d
Entscheidungstext OGH 23.10.2001 5 Ob 224/01d
Auch; Beisatz: Die Sachlegitimation für den Rückforderungsanspruch ergibt sich aus einer idS "rechtlichen" Zuordnung des Vermögens vor und nach der Verschiebung. (T8)
Beisatz: Die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung einer rechtsgrundlosen Vermögensverschiebung hat zwischen jenen Personen zu geschehen, die im Zeitpunkt der Leistung durch ein scheinbares Rechtsverhältnis verbunden waren. (T9)
Beisatz: Eine unzulässige Ablöse ist von jenem zurückzufordern, dem sie aus der Sicht des Leistenden zukommen sollte. (T10)
5 Ob 81/02a
Entscheidungstext OGH 09.04.2002 5 Ob 81/02a
Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T10
5 Ob 55/03d
Entscheidungstext OGH 31.03.2003 5 Ob 55/03d
5 Ob 148/03f
Entscheidungstext OGH 26.08.2003 5 Ob 148/03f
Auch; Beis wie T3 nur: Die Rückabwicklung einer fehlgeschlagenen Leistung ist zwischen den Personen vorzunehmen, die nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und Leistungsempfänger sein sollten; die Leistungskondiktion steht somit dem Leistenden gegen den Empfänger zu. (T11)
Auch; Beisatz: Kam die Geldleistung nach der Zweckbeziehung dem Lebensgefährten für Renovierungsarbeiten an seinem Haus zu, ist er der Leistungsempfänger und für die Kondiktion passiv legitimiert, auch wenn er ohne Kenntnis der Leistenden das Haus seinem Sohn übereignet hat. (T12)
5 Ob 267/03f
Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 267/03f
9 ObA 19/04s
Entscheidungstext OGH 23.06.2004 9 ObA 19/04s
Auch; Beis ähnlich wie T11 nur: Die Rückabwicklung einer fehlgeschlagenen Leistung ist zwischen den Personen vorzunehmen, die nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und Leistungsempfänger sein sollten. (T13)
Veröff: SZ 2005/44
Beisatz: Dabei ist die Absicht des Leistenden wie bei rechtsgeschäftlichen Erklärungen vom Empfängerhorizont aus festzustellen. (T14)
Auch; Beis wie T14; Beisatz: Die Feststellung, wer „Leistender" und wer „Leistungsempfänger" ist, ist dabei nach der beabsichtigten Zweckbeziehung zu treffen, die sich aus dem (beabsichtigten) Rechtsgrund der Leistung ergibt. Die Rückabwicklung hat in der selben Zweckbeziehung zu erfolgen, die für die Leistung maßgebend war. (T15)
Beisatz: Wer tatsächlich die wirtschaftlichen Belastungen der Vermögensverschiebung zu tragen hatte, ist nach der neueren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nicht maßgeblich. Eine bereicherungsrechtliche Rückabwicklung einer rechtsgrundlosen Vermögensverschiebung hat demnach zwischen jenen Personen zu geschehen, die im Zeitpunkt der Leistung durch ein scheinbares Rechtsverhältnis verbunden waren. (T16)
Auch; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Bereicherungsrechtliche Rückforderung von Stranded Costs-Beiträgen (§ 69 ElWOG). (T17)
Bem: Siehe dazu auch RS0124380. (T18)
Beisatz: Es haben dabei die Regeln des Stellvertretungsrechts Anwendung zu finden. (T19)
Beisatz: Passiv legitimiert ist bei unzulässigen Ablösen derjenige, dem sie nach der Vereinbarung zukommen sollten, wobei es bedeutungslos ist, wem sie tatsächlich zugeflossen oder in der Folge zugekommen sind, auch wenn sie an dritte Personen erbracht werden sollten bzw wenn sich der Mieter dritten Personen gegenüber zu ihrer Erbringung (an wen auch immer) verpflichtet hat. (T20) Bem: Hier: Passivlegitimation des anwaltlichen Vertreters des Antragstellers, dem der Antragsteller einen Vermögenswert zur (dann aber unterbliebenen) Weiterleitung an den Vermieter übergeben hatte, für einen Anspruch nach § 27 Abs 3 MRG verneint. (T21)
Vgl; Beisatz: Ein Bereicherungsanspruch richtet sich gegen denjenigen, dem die Leistung zukommen sollte und nicht gegen den, dem sie (später) tatsächlich zugeflossen oder für den sie (später) faktisch verwendet wurde. (T22)
Bem: Hier: Zahlungen der Wohnungseigentümer an die Eigentümergemeinschaft, die vom Verwalter und Vertreter der Eigentümergemeinschaft entgegengenommen wurden. (T23)
6 Ob 17/11k
Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 17/11k
2 Ob 3/12y
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 3/12y
5 Ob 142/12m
Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 142/12m
Beisatz: Hier aber: Prämienzahlungen betreffen nur das Haftpflichtversicherungsverhältnis (hier:) zwischen den beiden klagenden Parteien; der Beklagte ist nicht Empfänger dieser Leistungen; daher keine Aktivlegitimation des Erstklägers. (T24)
6 Ob 184/14y
Entscheidungstext OGH 19.02.2015 6 Ob 184/14y
nur T4; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T13; Beis wie T14
7 Ob 32/15d
Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 32/15d
Beisatz: Leistet der Versicherer an den Geschädigten, erfüllt er damit seine Leistungspflicht gegenüber dem Versicherungsnehmer. Die Rückabwicklung ist nach § 1431 ABGB zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer vorzunehmen; gegen den Geschädigten besteht auf dieser Grundlage kein Anspruch (Hier: Haftpflicht‑ und Hakenlastenversicherung). (T25)
Beisatz: Für den Übergang eines Bereicherungsanspruchs vom Versicherungsnehmer auf den Versicherer ist der objektive Horizont des die Zahlung empfangenden Dritten maßgeblich. (T26)
8 Ob 128/15d
Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 128/15d
Beisatz: Passivlegitimation des Zessionars für bereicherungsrechtlichen Rückabwicklungsanspruch des geschäftsunfähigen Zessus. (T27)
Auch; Beisatz: Hier: Investitionen in die gemeinsame Ehewohnung auf der Liegenschaft der Eltern des Ehegatten. (T28)
5 Ob 44/19k
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 44/19k
Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T11
Beis wie T9; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Vom Arbeitnehmer vereinnahmte und in Befolgung einer (dem Dienstvertrag widersprechenden) Weisung des Dienstgebers abgeführte Trinkgeldanteile. (T29)
Beisatz: Im Fall der Befolgung einer (wenn auch dem Dienstvertrag widersprechenden) Weisung des Dienstgebers durch den Dienstnehmer ist (jedenfalls für den Dienstgeber) offensichtlich, das der Dienstnehmer auf diese Weisung als Rechtsgrund hin handelt. (T30)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0033737
JJR_19880712_OGH0002_0040OB00534_8800000_002
Rechtssatz für 6Ob1533/88 5Ob52/91 6Ob...
RS0042736
6Ob1533/88; 5Ob52/91; 6Ob29/06t; 10Ob48/08v; 6Ob264/09f; 8Ob144/09y; 8Ob26/12z; 9ObA12/13z; 9ObA63/13z; 9ObA144/13m; 9Ob9/15m; 7Ob37/17t; 2Ob48/17y; 9Ob83/17x; 8ObA39/18w; 3Ob97/18p; 5Ob46/19d; 5Ob6/19x
Eine nicht tragende Hilfsbegründung kann nicht zum Gegenstand eines außerordentlichen Rechtsmittels gemacht werden, weil sie für den Streitausgang nicht erheblich ist.
6 Ob 1533/88
Entscheidungstext OGH 14.07.1988 6 Ob 1533/88
5 Ob 52/91
Entscheidungstext OGH 25.06.1991 5 Ob 52/91
Beisatz: Hier: Verfahren nach §§ 18 a und 18 b MRG. (T1)
Vgl; Beisatz: Unterliegt schon die vom Berufungsgericht primär herangezogene Begründung mangels Vorliegens einer erheblichen Rechtsfrage nicht der inhaltlichen Nachprüfung durch den Obersten Gerichtshof, so kann die Richtigkeit einer vom Berufungsgericht nur hilfsweise herangezogenen Begründung gleichfalls nicht an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden. (T2)
8 Ob 26/12z
Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 26/12z
9 ObA 63/13z
Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 63/13z
9 Ob 9/15m
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 9/15m
2 Ob 48/17y
Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 48/17y
8 ObA 39/18w
Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 ObA 39/18w
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0042736
JJR_19880714_OGH0002_0060OB01533_8800000_001
Rechtssatz für 8Ob538/89 3Ob556/90 3Ob...
RS0021833
8Ob538/89; 3Ob556/90; 3Ob515/91; 3Ob1564/91; 9ObA26/93; 7Ob574/94 (7Ob575/94); 6Ob60/99p; 7Ob40/00h; 9ObA217/01d; 3Ob59/02a; 6Ob51/05a; 6Ob29/06t; 3Ob145/06d; 2Ob229/06z; 6Ob160/07h; 5Ob44/08v; 6Ob172/10b; 1Ob175/10g; 7Ob236/11y; 5Ob31/13i; 4Ob189/13t; 8Ob97/16x
ABGB §1152 C6
Wird die zweckverfehlte Leistung über ausdrückliches Verlangen des (bereicherten) Leistungsempfängers erbracht und trifft den Leistenden an der Zweckverfehlung keine wie immer geartete Veranlassung für den Wegfall des Zweckes, so steht dem Leistenden gegenüber dem Bereicherten der angemessene Lohn und der volle Ersatz der Geldaufwendungen und Materialaufwendungen zu. Gibt der Leistende seine Tätigkeit aus Gründen auf, die ihm nicht als ein Verhalten wider Treu und Glauben zuzurechnen sind, so sind seine Arbeitsleistungen sowie sein Geldeinsatz und Materialeinsatz mit dem dadurch dem Leistungsempfänger tatsächlich erwachsenen Nutzen zu beschränken. In diesem Fall kann der Leistungsempfänger seinen durch das "Weggehen" des Leistenden entstandenen Vertrauensschaden gegenüber dem Kondiktionsanspruch einwenden. Vereitelt der Leistende den Erfolg durch ein Vorgehen wider Treu und Glauben, so verliert er seinen Ersatzanspruch nach § 1435 ABGB.
Veröff: SZ 63/91 = EFSlg 27/6
Auch; Beisatz: Bei der Annahme eines Verstoßes gegen Treu und Glauben ist jedoch Zurückhaltung geboten. (T1)
Veröff: JBl 1991,588
9 ObA 26/93
Entscheidungstext OGH 24.02.1993 9 ObA 26/93
Auch; Beisatz: Hier: Arbeitsleistungen und Geldleistungen in der vom Leistungsempfänger veranlassten Erwartung der Hofübergabe. (T2)
nur: Vereitelt der Leistende den Erfolg durch ein Vorgehen wider Treu und Glauben, so verliert er seinen Ersatzanspruch nach § 1435 ABGB. (T3)
9 ObA 217/01d
Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 217/01d
Vgl auch; Beisatz: Bei beiderseitigem Verschulden - auch im Sinn einer adäquaten Zweckvereitelung auf beiden Seiten - ist die Differenz vom Nutzen auf das angemessene Entgelt im Sinne des § 1152 ABGB in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB entsprechend der Verschuldensquoten zu teilen. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Dem Leistenden steht gegenüber dem Bereicherten der angemessene Lohn und der volle Ersatz der Arbeits-, Geld- und Materialaufwendungen zu, deren Höhe grundsätzlich vom verschafften Nutzen unabhängig ist. Anderes gilt nur dann, wenn der zunächst angestrebte Erfolg vom Ersatzansprecher selbst vereitelt wurde. (T5)
Beis wie T5; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T6)
Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Eine Vereitelung des beiderseits erwarteten Zwecks gegen Treu und Glauben kann nicht schon dann angenommen werden, wenn die erwartete Entwicklung aus irgendeinem Verschulden des Leistenden ausgeblieben ist. (T7)
2 Ob 229/06z
Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 229/06z
Auch; nur: Gibt der Leistende seine Tätigkeit aus Gründen auf, die ihm nicht als ein Verhalten wider Treu und Glauben zuzurechnen sind, so sind seine Arbeitsleistungen sowie sein Geldeinsatz und Materialeinsatz mit dem dadurch dem Leistungsempfänger tatsächlich erwachsenen Nutzen zu beschränken. (T8)
Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 51/05a. (T9)
5 Ob 44/08v
Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 44/08v
Vgl auch; nur T3; Beis wie T1
Auch; nur: Wird die zweckverfehlte Leistung über ausdrückliches Verlangen des (bereicherten) Leistungsempfängers erbracht und trifft den Leistenden an der Zweckverfehlung keine wie immer geartete Veranlassung für den Wegfall des Zweckes, so steht dem Leistenden gegenüber dem Bereicherten der angemessene Lohn und der volle Ersatz der Geldaufwendungen und Materialaufwendungen zu. (T10)
Vgl; Beisatz: Hier: Keine entsprechende Aufgliederung der Arbeitsleistung. (T11)
8 Ob 97/16x
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 97/16x
Auch; nur ähnlich T8; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Wurde die zweckverfehlte Leistung über Verlangen des Leistungsempfängers erbracht und trifft den Leistenden kein Verschulden an der Zweckverfehlung, dann ist sein Rückerstattungsanspruch vom Nutzen, der dem Empfänger verschafft wurde, unabhängig. (T12)
Beisatz: Hat jedoch der Leistende von der Erreichung des Endzwecks des Vertrags selbst Abstand genommen, ändert sich sein Anspruch. Wurde der angestrebte Erfolg durch sein Verhalten (wenn auch nicht durch einen Verstoß gegen Treu und Glauben) vereitelt, kann er nur Ansprüche im Rahmen der Bereicherung des Empfängers auf den dem „verschafften Nutzen angemessenen Lohn“ (§ 1431 ABGB) stellen. In diesem Fall kann der Empfänger bei der Bestimmung seines Nutzens auch seinen Vertrauensschaden abziehen, etwa wenn er im Vertrauen auf den Fortbestand des Vertragsverhältnisses hohe Investitionen getätigt hat und durch die vorzeitige Vertragsbeendigung Nachteile erlitten hat. (T13)
Beisatz: Liegen die adäquaten Ursachen der Zweckvereitelung auf beiden Seiten, ist das Leistungsrisiko, das sich in der Differenz zwischen dem vollen Rückzahlungsanspruch und dem am Nutzen orientierten Kondiktionsanspruch ausdrückt, in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB beiden Beteiligten aufzuerlegen. (T14)
Beisatz: Hier: Kündigung eines auf 30 Jahre befristeten Beherbergungsvertrages. Es entspricht dem Wesen der Ausübung eines ordentlichen Kündigungsrechts, dass die Beendigung nicht einem Vertragsteil als einseitige Vereitelung des Vertragszwecks angelastet werden kann. (T15)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021833
JJR_19900531_OGH0002_0080OB00538_8900000_001
Rechtssatz für 1Ob557/91 6Ob29/06t
RS0033827
1Ob557/91; 6Ob29/06t
Hat der Entreicherte das Fehlschlagen der Leistung nicht veranlaßt, ist die Zweckverfehlung vielmehr ausschließlich in der Sphäre des Leistungsempfängers eingetreten, so hat dieser die Leistung auch dann zu erstatten, wenn er selbst nicht bereichert worden ist.
Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers- trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0033827
JJR_19910626_OGH0002_0010OB00557_9100000_002
Rechtssatz für 1Ob557/91 6Ob116/03g 6O...
RS0033997
1Ob557/91; 6Ob116/03g; 6Ob29/06t
Der Rückforderungsanspruch nach § 1435 ABGB setzt ein Verschulden des Leistungsempfängers am Fehlschlagen der Leistung nicht voraus.
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers- trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0033997
JJR_19910626_OGH0002_0010OB00557_9100000_003
Entscheidungstext 6Ob29/06t
6Ob29/06t
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Pimmer als Vorsitzenden sowie die Hofrätin des Obersten Gerichtshofes Dr. Schenk und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler und Univ. Doz. Dr. Kodek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Wilma G***** , vertreten durch Dr. Christian J. Winder und Dr. Klemens Stefan Zelger, Rechtsanwälte in Innsbruck, gegen die beklagte Partei Mag. Wilma W***** , vertreten durch Dr. Wolfgang Kasseroler, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen EUR 14.800,90 und Herausgabe, über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgericht vom 9. November 2005, GZ 5 R 76/05y-21, womit über Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck vom 28. Juni 2005, GZ 15 Cg 201/04t-17, bestätigt wurde, den
Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei binnen 14 Tagen die mit EUR 875,34 (darin EUR 145,89 USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung zu ersetzen.
Die Klägerin ist die Mutter der Beklagten. Im Jahr 1980 erwarben die Beklagte und ihr Ehegatte Mag. Ulf W***** eine Liegenschaft mit einem darauf errichteten Haus. Mit Schenkungsvertrag vom 27. 12. 2002 schenkten die Beklagte und ihr Ehegatte die im Erdgeschoss dieses Hauses liegende Wohnung top 2 ihrem Sohn Moritz W*****. Die Wohnung war seit dem Jahr 1980 vermietet. Zum Zeitpunkt des Todes der Mieterin am 28. 2. 2003 war die Wohnung abgewohnt; die Sanitäranlagen waren funktionsbereit. Die Kücheneinrichtung wurde nach dem Tod der Mieterin von ihrem Bruder mitgenommen.
Die Beklagte kam mit der Klägerin überein, dass die Klägerin in diese Wohnung übersiedelte. Dafür sollte die Klägerin ein monatliches Benützungsentgelt zahlen und für die von ihr gewünschten Investitionen in der Wohnung aufkommen. Im Gegenzug hätte sie dafür die Wohnung bis an ihr Lebensende benützen können.
Insgesamt übergab die Klägerin der Beklagten EUR 14.800,90. Noch während der Renovierungsarbeiten verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Streitteilen. Am 1. 4. 2004 wäre die Wohnung für die Klägerin bewohnbar gewesen. Die Klägerin, die sich vom 13. 3. bis 20. 3. 2004 und vom 20. 4. bis 29. 4. 2004 stationär im Landesnervenkrankenhaus Hall aufhalten musste, war im Laufe des April nicht mehr bereit, in die für sie renovierte Wohnung zu ziehen. Sie zog es vor, in ein Seniorenheim zu übersiedeln. Die Gründe, warum es zum Zerwürfnis zwischen den Streitteilen gekommen ist und warum die Klägerin nicht mehr bereit war, in die für sie renovierte Wohnung zu ziehen, konnten nicht festgestellt werden.
Als sich die Klägerin im Landesnervenkrankenhaus befand, holte die Beklagte aus ihrer Wohnung einen Tabernakel-Schrank, eine Ikone, einen Christus-Corpus und einen Spiegel.
Ausgehend von diesem Sachverhalt gab das Erstgericht dem Begehren auf Zahlung von EUR 14.800,90 sA und auf Herausgabe der angeführten Gegenstände statt. In rechtlicher Sicht erwog das Erstgericht, nach der von den Parteien zugrunde gelegten Zweckbeziehung sollten die Klägerin und die Beklagte Vertragspartner und Leistende bzw Leistungsempfängerin sein. Den von der Klägerin erbrachten Zahlungen stünden keine Leistungen seitens der Beklagten gegenüber, sodass die Klägerin gemäß § 1435 ABGB einen Kondiktionsanspruch gegen die Beklagte habe. Die Klägerin sei nur für die Hingabe der Geldbeträge und dafür beweispflichtig, dass sie keine Gegenleistung erhalten habe. Alle anderen Umstände fielen in die Behauptungs- und Beweislast der Beklagten. Die zur Ursache des Scheiterns der Vereinbarung getroffenen (Negativ-)Feststellungen gingen sohin zu Lasten der Beklagten.
Das Herausgabebegehren sei berechtigt, weil die von der Beklagten behauptete Schenkung nicht vorliege. Ein bloßes Schenkungsversprechen sei notariatsaktspflichtig. Die wirkliche Übergabe sei ein sinnfälliger, nach außen hin erkennbarer Akt, aus dem der ernstliche Wille des Schenkenden hervorgehe, die Sache sofort und vorbehaltlos in den Besitz des Beschenkten zu übertragen (SZ 70/194). Selbst wenn es eine „Schenkung" durch den Vater der Beklagten gegeben haben sollte, wäre diese mangels wirklicher Übergabe nicht rechtswirksam. Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung; es erwog in rechtlicher Sicht, dass der Bereicherungstatbestand des § 1435 ABGB dann greife, wenn eine Leistung in Erwartung eines weitergehenden Erfolges erbracht worden sei, dieser Erfolg dann aber nicht eintrete. Die Klägerin habe in diesem Sinne Leistungen in Erwartung einer Wohnmöglichkeit erbracht, welche Erwartung sich dann zerschlagen habe (unter Berufung auf SZ 46/62 und JBl 1991, 250). Stehe nicht fest, warum es zum Zerwürfnis der Streitteile gekommen sei, könne nicht von einem Verhalten der Klägerin wider Treu und Glauben ausgegangen werden.
Zum Herausgabebegehren verwies das Berufungsgericht darauf, dass das Erstgericht nicht einmal ein Schenkungsversprechen habe feststellen können. Damit sei es nicht erforderlich, Erwägungen über den Modus anzustellen. Ein Besitzkonstitut reiche nur ausnahmsweise für die Schenkung aus. Derartige Ausnahmefälle (unter Berufung auf 3 Ob 575/91, 2 Ob 587/91 sowie 2 Ob 274/01k) lägen hier jedoch nicht vor. Die Revision sei zulässig, da die Beweislastverteilung „fraglich" sein könne.
Die Revision der Beklagten ist entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichtes nicht zulässig (§ 510 Abs 3 ZPO):
1. Der Oberste Gerichtshof hat bereits in einer Reihe von Entscheidungen (SZ 63/91; RIS-Justiz RS0021833; vgl auch Rummel in Rummel, ABGB³ § 1435 Rz 10) die Grundsätze für die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung nach § 1435 ABGB klargestellt. Demnach steht, wenn die zweckverfehlte Leistung über ausdrückliches Verlangen des Leistungsempfängers erbracht wurde und der Leistende die Zweckverfehlung nicht veranlasst hat, dem Leistenden der volle Ersatz seiner Geld- und Materialaufwendungen zu. Gibt demgegenüber der Leistende seine Tätigkeit aus Gründen auf, die ihm nicht als ein Verhalten wider Treu und Glauben zuzurechnen sind, so ist sein Geld- und Materialeinsatz mit dem dadurch dem Leistungsempfänger tatsächlich erwachsenen Nutzen zu beschränken. Lediglich dann, wenn der Leistende den Erfolg durch ein Vorgehen wider Treu und Glauben vereitelt, verliert er seinen Ersatzanspruch nach § 1435 ABGB zur Gänze. Bei beiderseitigem Verschulden ist die Differenz zwischen Nutzen und vollem Ersatz in sinngemäßer Anwendung des § 1304 ABGB entsprechend den Verschuldensquoten zu teilen (vgl 9 ObA 217/01d; 3 Ob 59/02a). Hat hingegen der Entreicherte das Fehlschlagen der Leistung nicht veranlasst, ist die Zweckverfehlung vielmehr ausschließlich in der Sphäre des Leistungsempfängers eingetreten, so hat dieser die Leistung auch dann zu erstatten, wenn er selbst nicht bereichert worden ist (1 Ob 557/91 = EvBl 1991/169).
2. Nach herrschender Rechtsprechung hat jede Partei grundsätzlich die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Tatsachen zu beweisen (RIS-Justiz RS0037797 [mit 95 Belegstellen]). In diesem Sinne hat der Bereicherungskläger alle Voraussetzungen seiner Bereicherungsklage zu beweisen (RIS-Justiz RS0033564). Demgegenüber obliegt - entsprechend dem allgemeinen Grundsatz, dass der Beklagte für rechtsvernichtende Tatsachen behauptungs- und beweispflichtig ist (RIS-Justiz RS0037694) - dem Kondiktionsschuldner die Beweislast für die Verminderung des verschafften Nutzens unter das übliche Entgelt (6 Ob 605/83 = ZVR 1987/112; 8 Ob 201/97k; RS0033801). Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte (9 ObA 222/01i). Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig (1 Ob 703/88).
3. Lässt sich aber der Grund für das Zerwürfnis zwischen den Streitteilen und für die mangelnde Bereitschaft der Klägerin, die für sie renovierte Wohnung zu beziehen, nicht feststellen, so kann im Sinne der Auffassung der Vorinstanzen weder von einem Verhalten der Klägerin gegen Treu und Glauben noch von einem die Klägerin treffenden Verschulden ausgegangen werden. Damit hat es aber bei der Grundregel zu verbleiben, wonach dem Leistenden gegenüber dem Bereicherten der volle Ersatz der Geld- und Materialaufwendungen zusteht (vgl 6 Ob 51/05a).
Auch für die Annahme eines beiderseitigen Verschuldens bieten die Feststellungen des Erstgerichtes nicht den geringsten Anhaltspunkt, ist es im vorliegenden Fall doch möglich, dass ausschließliche Ursache für das Zerwürfnis überhöhte Entgeltforderungen seitens der Beklagten waren. Der Beweis des Vorliegens von Umständen, die ein Abgehen von der Grundregel des vollen Ersatzes von Geld- und Materialaufwendungen rechtfertigen würden, ist der Beklagten somit nicht gelungen.
4. Zutreffend haben schon die Vorinstanzen darauf hingewiesen, dass dann, wenn an einer Vermögensverschiebung mehrere Personen beteiligt sind, darauf abzustellen ist, wer nach dem angenommenen Schuldverhältnis oder der sonstigen Zweckvereinbarung Leistender und wer Leistungsempfänger sein sollte; die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung ist zwischen diesen Personen vorzunehmen (RIS-Justiz RS0033737). Dabei ist die Absicht des Leistenden wie bei rechtsgeschäftlichen Erklärungen vom Empfängerhorizont aus festzustellen (RIS-Justiz RS0020192). Der Einwand der mangelnden Passivlegitimation geht daher ins Leere. Soweit die Beklagte an ihrer Auffassung festhält, nach der von den Streitteilen vorgenommenen Zweckbestimmung käme nur Moritz W***** als Vertragspartner der Klägerin in Frage, übersieht sie, dass der Klägerin gar nicht bekannt war, dass die gegenständliche Wohnung nicht im Eigentum der Beklagten steht.
5. Nicht stichhaltig ist auch das Argument der Revisionswerberin, bei geänderter Parteirollenverteilung würde das Ergebnis des Verfahrens anders ausfallen. Vielmehr kann keinem Zweifel unterliegen, dass - im Sinne der vorstehenden Ausführungen - nach der von den Streitteilen zugrundegelegten Zweckvorstellung die Klägerin als Leistende und die Beklagte als Leistungsempfängerin anzusehen ist. Ob die Beklagte ihrerseits einen Bereicherungsanspruch gegen die Klägerin hätte, wenn die Klägerin den Klagsbetrag nicht bezahlt hätte, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen. Zudem ist allgemein anerkannt, dass die Kondiktion der Leistung einer Sache und von Handlungen unterschiedlich zu beurteilen ist (vgl Rummel in Rummel, ABGB³ Vor § 1431 Rz 22): Während im ersteren Fall grundsätzlich die Sache zurückzustellen bzw der bezahlte Betrag zurückzuerstatten ist (so zum insoweit vergleichbaren Fall des § 1437 ABGB Rummel aaO § 1437 Rz 11), steht nach der insoweit auch im Anwendungsbereich des § 1435 ABGB anzuwendenden Regel des § 1431 ABGB bei Handlungen, worunter auch die im vorliegenden Fall erfolgte Sanierung der Wohnung einzustufen ist, für die Bemessung des Ersatzes der Nutzen des Empfängers im Vordergrund (Rummel in Rummel, ABGB³ Vor § 1431 Rz 26 und § 1431 Rz 9). Dieser kann geringer sein als eine an objektiven Kriterien orientierte Belohnung (Rummel aaO). Im Übrigen ist darauf zu verweisen, dass der Beklagten nach der insoweit maßgeblichen von den Parteien zugrundegelegten Zweckvorstellung der Nutzen aus den von der Klägerin bezahlten Investitionen weitestgehend verbleibt, kann doch die sanierungsbedürftige Wohnung dadurch - wie schon in der Vergangenheit - wieder vermietet werden. Dass der mit der Sanierung der Wohnung verbundene Vorteil nicht der Beklagten persönlich, sondern ihrem Sohn als nunmehrigem Eigentümer der Wohnung zugute kommt, hat im vorliegenden Fall außer Betracht zu bleiben, weil der Umstand, dass die Wohnung nicht mehr im Eigentum der Beklagten stand, der Klägerin in keiner Weise erkennbar war.
6. Soweit die Beklagte in ihrer Revision die Anführung eines „konkreten Rechtsanspruches" durch die Klägerin vermisst, ist ihr entgegenzuhalten, dass nach § 226 ZPO die Klage nur ein bestimmtes Begehren und die Tatsachen, auf welche sich der Anspruch des Klägers gründet, zu enthalten hat; eine rechtliche Qualifikation ist hingegen nicht erforderlich (RIS-Justiz RS0031005 ua). Zudem sind die Rechtsfolgen bei allen Formen der Leistungskondiktion ident, sodass eine genaue Zuordnung des Anspruches insoweit unterbleiben kann (Rummel in Rummel, ABGB³ Vor § 1431 Rz 21). Aus diesem Grund kann auch dahingestellt bleiben, ob der von der Klägerin geltend gemachte Anspruch - in Hinblick auf eine Deutung des Sachverhalts als (stillschweigendes) Abgehen von der zwischen den Streitteilen getroffenen Vereinbarung (vgl Rummel in Rummel, ABGB³ § 1435 Rz 1) oder als Wegfall der Geschäftsgrundlage (dazu Rummel aaO Rz 2) - als condictio causa finita im Sinne des § 1435 ABGB oder - im Sinne der Auffassung der Vorinstanzen - wegen Nichterreichens des von der Klägerin mit der Zahlung verfolgten Zwecks als in Analogie zu dieser Bestimmung zu beurteilende (Rummel aaO § 1435 Rz 1) condictio causa data non secuta einzustufen ist.
7. Auch die Entscheidung über den Herausgabeanspruch wirft keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO auf: Nach den vom Berufungsgericht übernommenen Feststellungen des Erstgerichtes ist nicht einmal ein tatsächliches Schenkungsversprechen feststellbar. Die weiteren Erwägungen der Vorinstanzen zum für die Schenkung erforderlichen Modus stellen eine bloße Hilfsbegründung dar, sodass die Entscheidung von deren Richtigkeit nicht im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO abhängt (RIS-Justiz RS0042736).
8. Die Ausführungen zur behaupteten Mangelhaftigkeit und Aktenwidrigkeit, die im Übrigen - wie der Oberste Gerichtshof geprüft hat - nicht vorliegen (§ 510 Abs 3 Satz 3 ZPO), vermögen gleichfalls keine erhebliche Rechtsfrage aufzuzeigen.
Zusammenfassend wirft der vorliegende Fall daher keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO auf, sodass die Revision spruchgemäß zurückzuweisen war.
Die Entscheidung über die Kosten der Revisionsbeantwortung gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO.
Kennung XPUBL Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in JBl 2006,592 XPUBLEND
E80266 6Ob29.06t
ECLI:AT:OGH0002:2006:0060OB00029.06T.0309.000
JJT_20060309_OGH0002_0060OB00029_06T0000_000

References: §1431
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 §243
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 § 1431
 § 1437
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 § 502
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