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Timestamp: 2017-12-15 00:57:28+00:00

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beleidigung nötigung falsche verdächtigung - frag-einen-anwalt.de
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| 04.08.2007 02:36 |
nun behauptet sie, ich würde mit ihrem nicknamen mich in meinem forum aufhalten um irgendwelche dinge zu drehen und ihre oder andere pn´s ausspionieren. sie hätte zeugen dafür, dass ich um bestimmte uhrzeiten mit ihrem nicknamen auftauche. dieses sei als screenshot gespeichert.
ich muss dazu sagen, dass wenn man im forum gesperrt ist, und man versucht sich trotzdem anzumelden, zwar der username zu sehen ist, aber der user nicht rein kommt ins forum.
ich weiss auch, dass sie ihr passwort von anderen foren hergibt, damit nichtangemeldete ihr bekannte user lesen können.
den beweis, dass es so war, habe ich von ihr in einer email geschrieben und somit bestätigt bekommen.
entweder sie hat ihr passwort jemanden anderen gegeben, damit sie sich im forum sehen lassen, bei einem versuch sich anzumelden, um behaupten zu können, dass ich , ihren nicknamen verwende. oder sie hat es selbst getan oder ihr mann.
um in deren userbereich zu kommen, müsste ich das passwort wissen oder ich müsste hacken können. das alles kann ich nicht. und um pn´s zu lesen, muss ich nicht mit fremden nicks herum geistern. pn´s als beweismittel, könnte ich mir von meinem hoster auslesen lassen.
ich persönlich kenne mich nichtmal mit datenbanken aus und brauche immer supporthilfe. dies kann ich jederzeit nachweisen. ich bin 60 und kann mit ach und krach mit meinem computer ins internet um zu surven und mein forum zu beobachten.
denn sie schrieb mir auch, dass, wenn ich nicht sofort ihre daten und beiträge lösche, sie gegen mich vorgeht, wegen missbrauch ihrer daten. dafür hätte sie zeugen und es sei alles gespeichert und gesichert.
ich meine, sie kann mich auffordern, bis dann und dann, ihre personenbezogenen daten zu löschen,(habe ich eh schon getan) sie darf aber keinesfalls schreiben, dass sie sonst mittel gegen mich verwendet, die meiner meinung nach schon kriminell sind, wie, mich des datenmissbrauchs,zu bezichtigen, mit einer klage.
Beleidigung Beleidigung Falsche Nötigung Verdächtigung
Eine Erpressung ist nicht begangen worden, da das Delikt ein sogenantes VERMÖGENSDELIKT ist und sich die Userin nach Ihren Angaben nicht zu Ihrem Nachteil bereichert hat bzw. bereichern wollte ( wäre versuchte Erpressung ); vgl.: § 253 StGB ( auszugsweise ):
" § 253 StGB Erpressung
"Beleidigung" ist ein Angriff auf die Ehre eines anderen durch vorsätzliche Kundgabe der Missachtung oder Nichtachtung, so der Bundesgerichtshof ( BGH 1, 289; 11,67 ). Soweit Ihr " guter Ruf " als Forumbetreiberin gegenüber Dritten durch das verbreiten einer NACHWEISLICH falschen Tatsache geschädigt wurde, kommt insbesondere auch der Straftatbestand der üblen Nachrede in Betracht. Sollte gar die ehemalige Userin falsche Tatsachen wider besseres Wissen über Sie behauptet oder verbreitet haben, so läge unter Umständen Verleumdung vor.
Ich bitte um Ihr Versändnis, daß im Rahmen dieses Forums nicht abschließend geprüft werden kann, ob eines der genannten Delikte verwirklicht wurde, zumal es nach genannten Strafvorschriften nur zu einer Verurteilung kommen kann, wenn die Beschuldigte
" VORSÄTZLICH " gehandelt hätte.
In strafprozessualer Hinsicht sollten Sie unbedingt wissen, daß Beleidigung allenfalls auf " ANTRAG ", der gemäß § 77 b StGB binnen 3 Monaten zu stellen wäre, verfolgt wird:
Ist die Tat durch Verbreiten oder öffentliches Zugänglichmachen einer Schrift (§ 11 Abs. 3), in einer Versammlung oder durch eine Darbietung im Rundfunk begangen, so ist ein Antrag nicht erforderlich, wenn der Verletzte als Angehöriger einer Gruppe unter der nationalsozialistischen oder einer anderen Gewalt- und Willkürherrschaft verfolgt wurde, diese Gruppe Teil der Bevölkerung ist und die Beleidigung mit dieser Verfolgung zusammenhängt. Die Tat kann jedoch nicht von Amts wegen verfolgt werden, wenn der Verletzte widerspricht. Der Widerspruch kann nicht zurückgenommen werden. Stirbt der Verletzte, so gehen das Antragsrecht und das Widerspruchsrecht auf die in § 77 Abs. 2 bezeichneten Angehörigen über.
Unter Umständen würde vorliegend gemäß § 380 Abs. 4 StPO auf Anordnung der Landesjustizverwaltung von einem Sühneversuch abgesehen werden.
Als Anspruchsgrundlage für ein späteres gerichtliches Vorgehen kommt § 1004 BGB in Betracht:
" § 1004 BGB
Durch genannte zivilrechtliche Vorschrift ist nämlich nach Auffassung der Rechtsprechung nicht nur das "Eigentum" geschützt. Unter den besonderen Schutz von § 1004 fallen alle absoluten Rechte, wie z.B. das Leben, die Gesundheit, die Freiheit und auch das sogenannte " allgemeine Persönlichkeitsrecht."
Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern dafür angedacht ist, eine erste Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern.
leider weiss ich jetzt nicht recht viel mehr, als zuvor, da sie sich ja sehr allgemein äussern und auch wahrscheinlich müssen.
gehören zu einer üblen nachrede, eine dritte person, oder reicht dazu eine email, an die beschimpfte person.
da anscheinend mehrere personen daran beteiligt sein könnten, wenn von angeblichen zeugen, geschrieben wird, wäre es wohl von interesse oder besser gesagt, von nöten, auch diese angeblichen zeugen dazu, stellung nehmen zu lassen.
ist es denn keine nötigung, wenn man an einen adressaten schreibt, entweder du löscht unverzüglich meine daten, oder mir wird jedes mittel recht sein, eine klage zu erheben, wegen datenmissbrauch, den du begangen hast, indem du dich mit meinen accountdaten, als "mich", dich im forum bewegt hast, um dinge zu drehen und pn´s auszulesen.
bitte gehen wir mal davon aus, dass dieser datenmissbrauch nie stattgefunden hat und nur unterstellt wird, um druck auszuüben.
so kann man doch nicht mit menschen umgehen?
und ist es keine vollendete beleidigung, wenn in einer email, der empfänger, des verfolgungswahn´s bezichtigt wird?
kann man erstmal den weg über die staatsanwaltschaft wählen und wenn diese strafanzeigen dann eingestellt werden würden, über den zivilrechtlichen weg gehen, mit einer unterlassungsklage?
Nachfrage vom Fragesteller	04.08.2007 | 17:35
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2007 | 11:32
Die Angabe der Paragraphen sollte lediglich Ihrer allgemeinen Orientierung dienen. Sie müssen als juristischer Laie den „ Paragraphendschungel “ nicht durchforsten.
Ich hoffe, dass die nun folgenden Ausführungen weiter helfen werden:
Sie haben richtig verstanden, dass beim Straftatbestand der üblen Nachrede ( § 186 StGB ) eine Äußerung gegenüber einem DRITTEN vorliegt. Die direkte „Beschimpfung“ in einer Email ist daher vorrangig in Hinsicht auf den Straftatbestand einer Beleidigung ( § 185 StGB ) zu prüfen.
Die von dem ehemaligen Forummitglied ins Feld geführten Zeugen können Sie nicht auffordern eine Stellungnahme abzugeben, da ja weder Namen noch Anschrift dieser Person(en) bekannt sind. Im Rahmen einer Strafanzeige könnten Sie jedoch den Vorgang beschreiben, damit die Behörde weiß, dass auch der Straftatbestand der Üblen Nachrede bzw. der Verleumdung in Betracht kommt.
2. Ist es denn keine Nötigung, wenn man an einen Adressaten schreibt, „entweder du löscht unverzüglich meine Daten, oder mir wird jedes Mittel recht sein, eine Klage zu erheben, wegen Datenmissbrauch, den du begangen hast, indem du dich mit meinen Accountdaten, als "mich", dich im Forum bewegt hast, um Dinge zu drehen und pn´s auszulesen ? “
Ein Prozess vor dem Zivilgericht soll dazu dienen, die Wahrheit zu ermitteln und den Rechtsfrieden wieder herzustellen. Schließlich trägt der Verlierer eines Prozesses die Prozesskosten. Wenn Sie die Daten nicht missbraucht haben, so haben Sie auch nichts zu befürchten. Angenommen die Geschichte der „Klägerin“ ist frei empfunden, so kommt in strafrechtlicher Hinsicht zunächst weniger der Straftatbestand der Nötigung als vielmehr der eines ( versuchten )Prozessbetruges in Betracht.
3. So kann man doch nicht mit Menschen umgehen ?
Spätestens im Falle einer Klage sollten Sie anwaltschaftliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Klägerin muß im Falle des Unterliegens dann die Anwalts – u. Gerichtskosten selbst bezahlen. In einem solchen Zivilverfahren wäre Sie nicht Angeklagte, sonder eine ganz normale Partei. Es gibt dort nämlich als Parteien den Kläger und den Beklagten. Der Richter entscheidet nach freier Überzeugung nach entsprechender Beweisaufnahme, wer Recht hat und wer nicht.
4. Ist es keine vollendete Beleidigung, wenn in einer Email der Empfänger des Verfolgungswahns bezichtigt wird ?
Noch keine Beleidigung sind allgemeine Unhöflichkeiten oder Distanzlosigkeiten.
So muß trotz der Ernsthaftigkeit von paranoiden Wahrnehmungsstörungen und den oft verheerenden Folgen für die von dieser Krankheit Betroffenen, oft der Verfolgungswahn als „komisches“ Szenario für Fernsehserien und Ähnliches herhalten. Es gibt sogar ein Rollenspiel namens „ Paranoia “. Andy Grove, Mitbegründer von Intel, nannte eine seiner Publikationen „ Only the paranoid survive “, was so viel heißt wie „ Nur die Paranoiden überleben.“
Es kommt also darauf an, wie die Äußerung der Dame gemeint war.
Da Sie von Ihrem „ virtuellen Hausrecht “ Gebrauch gemacht haben und die Dame so aus dem Forum ausgeschlossen wurde, ist jedoch die Vermutung naheliegend, dass mit den gemachten Äußerungen die Missachtung Ihrer Ehre zum Ausdruck gebracht werden sollte. Dies könnte auf Strafantrag entsprechend geahndet werden. Ob Anklage erhoben wird entscheidet die Staatsanwaltschaft. Sie können außerdem den Weg der Privatklage begehen.
5. Kann man erstmal den Weg über die Staatsanwaltschaft wählen und wenn diese die Strafanzeigen dann einstellt, über den zivilrechtlichen Weg gehen, mit einer Unterlassungsklage ?
Der von Ihnen angedachte Weg wäre ohne Sühneverfahren der kostengünstigere. Eine Strafanzeige birgt jedoch auch das Risiko einer Gegenanzeige, da eine falsche Verdächtigung strafrechtlich als üble Nachrede gewertet werden kann. Alles in allem rate ich, einen Rechtsanwalt mit der Durchsicht des Email - Verkehrs zu beauftragen. Dieser kann dann das weitere für Sie günstige Vorgehen in der Angelegenheit klären.
Ergänzung vom Anwalt 21.10.2007 | 16:28
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References: § 253
 § 253
 BGH 
 § 77
 § 77
 § 380
 § 1004
 § 1004
 § 1004
 § 186
 § 185