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Timestamp: 2018-03-17 10:16:41+00:00

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BäderMeistPrV Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für
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Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe (BäderMeistPrV k.a.Abk.)
V. v. 07.07.1998 BGBl. I S. 1810; zuletzt geändert durch Artikel 6 Abs. 15 G. v. 23.05.2017 BGBl. I S. 1228
Geltung ab 15.07.1998; FNA: 806-21-7-54 Berufliche Bildung
§ 5 Fachtheoretischer Teil
§ 6 Fachpraktischer Teil
Anlage 1 (zu § 9 Abs. 3) Zeugnis über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe
Anlage 2 (zu § 9 Abs. 3) Zeugnis über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe
Auf Grund des § 46 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112) der zuletzt gemäß Artikel 35 der Sechsten Zuständigkeitsanpassungs-Verordnung vom 21. September 1997 (BGBl. I S. 2390) geändert ist, verordnet das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie nach Anhörung des Ständigen Ausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung im Einvernehmen mit dem Bundesministerien für Wirtschaft und des Innern:
(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die durch die berufliche Fortbildung zum Meister für Bäderbetriebe/zur Meisterin für Bäderbetriebe erworben wurden, kann die zuständige Stelle Prüfungen nach den §§ 2 bis 10 durchführen.
(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen hat, um insbesondere folgende Aufgaben eines Meisters als Führungskraft in der Leitung von Bäderbetrieben wahrzunehmen und Fachangestellte für Bäderbetriebe auszubilden:
Mitwirken bei der Planung, Überwachung und Nutzung von Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung. Aufrechterhaltung eines störungsfreien Betriebes. Erkennen von Störungen sowie Veranlassen und Beaufsichtigen von Maßnahmen zu ihrer Behebung sowie Instandhaltung von Anlagen, Einrichtungen und Betriebsmitteln. Sicherstellen der Qualität von Badewässern und der Hygiene nach den Rechtsvorschriften und betrieblichen Grundsätzen der Hygiene. Mitwirken beim Vorbereiten, Einleiten und Optimieren neuer Verfahren,
Übertragen der Aufgaben unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und sozialer Aspekte auf die Mitarbeiter entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit, Qualifikation und Eignung; Einarbeiten und Anleiten der Mitarbeiter; arbeitsplatznahe Qualifizierung durch systematisches Lernen am Arbeitsplatz; partnerschaftliches Verhalten zu den Mitarbeitern; Weiterleiten der Anregungen und Anliegen der Mitarbeiter mit einer eigenen Beurteilung; Zusammenarbeit mit den übergeordneten Stellen und der Arbeitnehmervertretung; Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern,
Mitwirken bei der Aufstellung von Ausgaben für Betriebs- und Bauaufwendungen und Vorprüfen von Unterlagen; Entwickeln und Umsetzen von Betriebszielen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen; Mitarbeit bei der Optimierung von Betriebsabläufen und der Festsetzung von betrieblichen Rahmenbedingungen; Einweisen und Überwachen von Fremdfirmen,
Sicherstellen eines störungsfreien Badebetriebes, kundenorientierter Betriebsabläufe, sowie eines situationsgerechten Umgangs mit Badegästen, Planung und Durchführung von Schwimmunterricht, Sport-, Spiel- und Spaßangeboten, Organisation und Durchführung der Aufsichts- und Verkehrssicherungspflichten, der Rettungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Analyse des Besucherverhaltens und Entwicklung von Maßnahmen zur programmlichen Ausgestaltung, Mitwirken bei der Planung und Umsetzung von Marketingkonzepten, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit,
Durchführen der erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes, der Unfallverhütung, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes in Abstimmung mit den im Betrieb mit der Arbeitssicherheit befaßten Stellen und Personen.
(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zu dem anerkannten Abschluß "Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe".
(1) Zur Prüfung ist zuzulassen, wer eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in den anerkannten Ausbildungsberufen Fachangestellter für Bäderbetriebe oder Schwimmeistergehilfe und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis, die wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Meisters für Bäderbetriebe gemäß § 1 Abs. 2 hat, nachweist.
(1) Die Qualifikation zum Geprüften Meister für Bäderbetriebe/zur Geprüften Meisterin für Bäderbetriebe umfasst:
den allgemeinen Teil nach § 4,
den fachtheoretischen Teil nach § 5,
den fachpraktischen Teil nach § 6 und
(2) Die Prüfung besteht aus den Prüfungsteilen nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3. Diese können in beliebiger Reihenfolge an verschiedenen Prüfungsterminen geprüft werden; dabei ist mit dem letzten Prüfungsteil spätestens zwei Jahre nach dem ersten Prüfungstag des ersten Prüfungsteils zu beginnen.
Text in der Fassung des Artikels 11 Zweite Verordnung zur Änderung von Fortbildungsprüfungsverordnungen V. v. 25. August 2009 BGBl. I S. 2960 m.W.v. 1. September 2009
Grundlagen für kostenbewußtes Handeln 1,5 Stunden,
Grundlagen für rechtsbewußtes Handeln 2 Stunden,
Grundlagen für die Zusammenarbeit im Betrieb 1,5 Stunden.
Schwimm- und Rettungslehre,
(2) Im Prüfungsfach "Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse zur Lösung praxisbezogener Aufgabenstellungen anwenden kann. Er soll insbesondere deutlich machen, daß er die Zusammenhänge von abhängigen Größen richtig einschätzen kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Zahlensysteme und deren Aufbau,
Einheitensystem und Maßeinheiten,
Eigenschaften und Verhalten fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe,
Energieformen, Energieumwandlung und Energieträger,
Zusammenhänge von elektrischem Strom, Spannung und Widerstand,
chemische Elemente und Verbindungen, chemische und biologische Zustände und Reaktionen im Wasser;
Rechnen mit Größen-, Zahlenwert- und Einheitengleichungen;
Längen, Flächen- und Rauminhalten sowie Massen,
Kraft, Arbeit, Leistung und Wirkungsgrad,
Druck und Druckdifferenzen,
Strömungsvorgänge, Durchflußmengen,
Mischungsverhältnisse und Dosiermengen.
(3) Im Prüfungsfach "Bädertechnik" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er über technische Kenntnisse verfügt, Zusammenhänge im Betrieb sowie Störungen erkennen und beurteilen und Maßnahmen zur Behebung einleiten kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Schwimmbeckenwasseraufbereitung:
Verfahren zur Schwimmbeckenwasseraufbereitung,
Schwimmbeckenwasserdesinfektion,
Bemessung von Wasseraufbereitungsanlagen,
Chemie der Wasseraufbereitung,
Analyseverfahren zur Kontrolle der Wasserqualität,
Anlagen und Geräte zur Förderung und Dosierung,
Chemikalien zur Wasseraufbereitung;
Heizungsanlagen und Systeme:
Unterscheidung der verschiedenen Systeme,
Energiearten;
Lüftungssysteme,
Klimaanlagen;
Auswirkungen auf die Wasseraufbereitung,
Brunnenwasserversorgung;
Sanitärinstallationen;
Meß-, Steuer- und Regelanlagen;
Umweltschutz und rationelle Energieverwendung:
Gefahren durch Bäderchemikalien,
(4) Im Prüfungsfach "Bäderbetrieb" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er den Badebetrieb durch situationsgerechtes Verhalten steuern, Besucher durch entsprechende Maßnahmen ansprechen, gewinnen und halten kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Techniken und Methoden der Gesprächsführung, Motivation,
Methoden der Konfliktlösung;
Spiel-, Spaß- und Sportangebote:
Organisation und Durchführung,
Grundsätze von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
(5) Im Prüfungsfach "Schwimm- und Rettungslehre" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er in der Lage ist, die Fachkraft anzuleiten, daß diese Schwimmunterricht und Schwimmtraining planen und durchführen kann, sowie die Theorie des Rettungsschwimmens beherrscht. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Schwimmunterricht und Trainingslehre:
Methodik und Didaktik des Schwimmunterrichts,
Trainingsaufbau, -wirkung und -ziele,
physiologische Wirkung des Trainings,
zielgerichtete Ernährung,
Bedingungen für Schwimmprüfungen;
Rettungslehre:
Flossenschwimmen und Schnorcheln,
Methodik und Didaktik des Strecken- und Tieftauchens,
physikalische und physiologische Grundlagen des Tauchens,
Methodik und Didaktik des Rettungsschwimmens,
Bergen und Anlandbringen,
Rettungsmaßnahmen bei Bade-, Boots- und Eisunfällen,
Rettungsmaßnahmen an Naturgewässern,
Ertrinkungstod und Badetod,
Rettungsgeräte für die Wasserrettung,
einfache Wiederbelebungsgeräte.
(6) Im Prüfungsfach "Gesundheitslehre" soll der der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er die Zusammenhänge zwischen der Funktion des Körpers und der Wirkung des Wasser beurteilen kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Anatomische Grundkenntnisse:
Kreisläufe (Blut, Lymphe),
Physiologische und psychologische Wirkung des Wassers:
Temperatur, Druck und Auftrieb,
Streßabbau und Steigerung des Wohlbefindens.
(7) In den in Absatz 1 Nr. 1 bis 5 genannten Prüfungsfächern ist schriftlich zu prüfen. Die schriftliche Prüfung soll nicht länger als acht Stunden dauern; sie besteht je Prüfungsfach aus einer unter Aufsicht anzufertigenden Arbeit. Die Mindestzeiten betragen in den Prüfungsfächern:
Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen 1 Stunde,
Bädertechnik 1,5 Stunden,
Bäderbetrieb 1,5 Stunden,
Schwimm- und Rettungslehre 1 Stunde,
Gesundheitslehre 1 Stunde.
(8) Wurde in nicht mehr als zwei der in Absatz 1 Nummer 1 bis 5 genannten Fächer eine mangelhafte Prüfungsleistung erbracht, ist in diesen eine mündliche Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer ungenügenden Prüfungsleistung besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll je Fach und Prüfungsteilnehmer in der Regel nicht länger als 20 Minuten dauern. Die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet.
Rettungsschwimmen und Schwimmsport 45 Minuten,
Betriebstechnische Situationsaufgabe 1 Stunde.
(2) Mit dem Antrag auf Wiederholung der Prüfung wird der Prüfungsteilnehmer von der Prüfung in einzelnen Prüfungsteilen und Prüfungsfächern befreit, wenn seine Leistungen darin in einer vorangegangenen Prüfung ausgereicht haben und er sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung der nichtbestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung angemeldet hat. Der Prüfungsteilnehmer kann beantragen, auch bestandene Prüfungsleistungen zu wiederholen. In diesem Fall zählt das letzte Ergebnis für das Bestehen.
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die berufliche Fortbildung zum Geprüften Schwimmeister vom 3. Dezember 1975 (BGBl. I S. 2986) außer Kraft.
(siehe BGBl. I 1998 S. 1816)
Die Wörter „Artikel 11 der Verordnung vom 25. August 2009 (BGBl. I S. 2960)" werden durch die Wörter „Artikel 40 der Verordnung vom 26. März 2014 (BGBl. I S. 274)" ersetzt.
Text in der Fassung des Artikels 40 Fünfte Verordnung zur Änderung von Fortbildungsprüfungsverordnungen V. v. 26. März 2014 BGBl. I S. 274 m.W.v. 3. April 2014
(siehe BGBl. I 1998 S. 1817)
Im einleitenden Satzteil werden die Wörter „Artikel 11 der Verordnung vom 25. August 2009 (BGBl. I S. 2960)" durch die Wörter „Artikel 40 der Verordnung vom 26. März 2014 (BGBl. I S. 274)" ersetzt.
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References: § 5

§ 6
 § 9
 § 9
 § 46
 § 1
 § 4
 § 5
 § 6