Source: https://projektbohnenerhaltung.jimdo.com/projekt-bohnen-erhaltung-satzung/
Timestamp: 2018-11-19 01:24:24+00:00

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Projekt.Bohnen.Erhaltung (Satzung) - Bohnensorten ProjektBohnenErhaltung alte Bohnensorten
0.0 Änderungen
Die erste Form dieser Satzung trat am 16.3.2011 in Kraft.
Diese Satzung wurde von M. Schulz und M. Bosler am 31.1.2014 zum letzten Mal geändert und in ihrer Wirksamkeit kraft Unterschrift bestätigt. Erneute Änderungen sind jederzeit möglich, bedürfen allerdings des Einverständnisses beider Organe.
Organe sind seit dem Sommer des Jahres 2011/12 Maximilian Schulz und Maximilian Bosler.
1.2 Adressen der Organe
Die Adressen der Organe lauten:
Karpfenweg 56
89584 Ehingen/Nasgenstadt (Donau)
Tulpenweg 50
E-Mail: bosler.maximilian@live.de
Die Problematik der Führung eines Projektes ohne geeignete Strukturen, Regelungen und Ziele stellt sich sehr schnell als offensichtlich heraus. Daher bedarf es einer Satzung. Dank ihr lassen sich kollektive und individuelle Ziele bestimmen und verfolgen. Sie regelt die Verwaltung des Haushaltes des Projektes und sorgt für einen Ausgleich der Handhabung der Vermehrung der Sorten. Auf ihrer Basis wird der „Masterplan“ erstellt.
3. Satzungsbestimmungen
§ 1 a) Oberste Priorität hat die artgerechte, reine Erhaltung, Vermehrung und die Verbreitung indianischer, alter, kulturhistorisch wertvoller, gefährdeter und seltener Gemüse- und Feldfruchtsorten, sowie allen erhältlichen und aufbringbaren Hülsenfrüchten (Leguminosen) (insb. von Bohnen, Erbsen, Linsen, etc.).
§ 1 b) Es darf keine Sorte aussterben. Dies gilt nicht nur für den nationalen sondern auch für den internationalen Bereich.
§ 1 c).1 Sorten dürfen aus dem Bestand gestrichen werden (d.h. Sorten werden nicht mehr kultiviert und vermehrt, aus Gründen des Klimas oder der Kultivierung), wenn keine unmittelbare Gefahr dafür besteht, dass die Sorte ausstirbt, oder wenn sie nicht ungeheuer gefährdet ist.
§ 1 c).1.1 Nur unter Zustimmung eines jeden Organs ist man befugt, eine oder mehrere Sorten aus dem Bestand zu entfernen.
§ 1 c).1.2 Herrscht Uneinigkeit bei Abstimmungen über das Entfernen von Sorten aus dem Bestand, entscheidet jeder der Züchter für sich.
§ 1 c).2 Sorten dürfen nicht aus Eigeninteresse, bzw. subjektiven Errungenschaften aus dem Bestand gestrichen werden. (D.h. eine Sorte darf nicht wegen ihrer Schlichtheit, oder wegen ihrer Färbung (‚Hässlichkeit’), d.h. Ästhetik, vernachlässigt und aus dem Bestand gestrichen werden.)
§ 1 d) Alle Sorten haben die gleiche Priorität ihrer Zuwendung. Ausnahmen regelt die Satzung (s.u. § 2 b).2). (Sog. Kollektivverstöße sind nicht als Verstoß gegen § 1 d) bezeichnen.)
§ 2 a) Die Gesellschaft dient tw. oben genannten Punkten und keinen anderen Zwecken, auch nicht dem Gewinnen von Profit durch den Verkauf von Saatgut.
§ 2 a).1 Unser Saatgut darf aus gesetzlichen Gründen in Deutschland nur als Zierpflanzensaatgut verkauft werden. Dieser Anordnung wird bei Verkauf und Tausch Gehör geboten.
§ 2 a).2 Der Verkauf von Sorten dient ausschließlich der finanziellen Unterstützung unseres Projektes (und der Weiterverbreitung der Sorten nach §1 a)).
§ 2 b).1 Besonderes Augenmerk wird auf traditionsreiche, indianische, (‚ausländische’) und alte Sorten gelegt.
§ 2 b).2 Zur Besonderheit unseres Projektes und Bestandes zählen B2 ‚Anasazi-Bohne’ RB und B17 ‚Carpinteros’ SB. Insbesondere wird auf deren Erhaltung und erfolgreiche Vermehrung geachtet. ‚Carpinteros’ ist im Herkunftsland bereits ausgestorben.
§ 3 Jede Sorte muss so sortenrein wie möglich vermehrt werden.
§ 3 a) Kreuzungen, die dem wissenschaftlichen Zwecke dienen, sind durchaus erlaubt, müssen aber deutlich gekennzeichnet werden.
§ 3 b) Um Feuer-, Blum- und Prunkbohnen, Lima- und Mondbohnen, sowie Helmbohnen sortenrein zu vermehren, müssen diese mindestens 500 Metern auseinander entfernt gepflanzt werden. Befinden sich ausreichende Barrieren dazwischen, wie z.B. Maisfelder, Häuser, dann ist in manchen Fällen nur noch eine Entfernung von 300 Metern zwischen o. g. Leguminosenvertretern nötig.
§ 4 a) Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Hälfte des Saatgutbestandes je Sorte (in jedem Jahr neu, bzw. das möglichst frische Saatgut) an das andere Organ für die Gemeinnützigkeit abzugeben.
§ 4 a).1 Bei geringstem erhaltenem Bestand, von ca. drei bis fünf Korn, ist keine Abgabe erforderlich, aber dennoch (nicht immer, z.B. bei nur zwei Korn) sinnvoll.
§ 4 a).2 Hierzu (zur Abgabe der Hälfte des jüngsten Bestandes des Saatgutes an das andere Organ) zählen keine (Eigen-) Kreuzungen.
§ 4 b) Jedem Organ sollte also ermöglicht sein, jede erreichbare oder habende Sorte zu kultivieren und mit möglichst frischem Saatgut zu züchten.
§ 5 Jedes Organ ist verpflichtet alle besessenen Sorten mindestens jedes zweite Jahr zu vermehren und so zu erhalten.
§ 6 a) Alle Sorten müssen so genau und eindeutig wie möglich katalogisiert werden.
§ 6 a).1 Hierzu zählt das Nennen von Erntedatum, Jahr, Sortennamen, (Anzahl des Korns), der Kennzeichnung von Kreuzungen, sowie einer Beschreibung (s. u.: § 6 b)).
§ 6 a).2 Die Sorten müssen in Papiertüten, Plastikbechern, oder in Gläsern gelagert werden. Andere geeignete Verpackungs-Lagerungsmöglichkeiten sind ebenfalls erlaubt.
§ 6 a).3 Es ist darauf zu achten, dass der Bohnenkäfer nicht allzu große Schäden im (Lager eines) Saatgutbestand(es) anrichtet.
§ 6 b) Um der Katalogisierung möglichst gerecht zu werden, muss jedes Jahr eine so aktuell wie mögliche Liste aller im Projekt befindlichen Sorten angefertigt werden. Diese Aufgabe wird von Maximilian Schulz übernommen. Ebenso muss eine Beschreibung von jeder Sorte angefertigt werden, in der ggf. auch Erfahrungen aus ‚Bohnenjahren’ notiert werden. Diese Aufgabe wird von beiden Organen übernommen.
§ 7 a) Der Bestand einer Sorte sollte/darf nicht unter zehn keimfähige Samenkörner fallen.
(Hierzu zählt nicht der empfangene Geringwert einer Sorte, s. ggf. u.: § 4 a).1.)
§ 7 b) Wird § 7 a) nicht erfüllt bzw. wird nur eine geringe Menge erhalten, muss im nächsten Kultivierungsjahr ein größeres Augenmerk auf die Vermehrung dieser Sorte gelegt werden, um den Saatgutbestand dieser Sorte wieder über die Grenze der zehn keimfähigen Samenkörnern zu bringen.
§ 8 a) Neue Sorten dürfen bzw. sollten jederzeit in den Bestand aufgenommen werden. Das Auswählen dieser Sorten ist sowohl subjektiv, als auch objektiv. Ein Verneinen der Annahme und ein Verneinen der Kultivierung/Vermehrung von ‚hässlichen’ Sorten ist nicht erlaubt und strengstens verboten. Das Interesse gilt der Vermehrung aller Sorten.
§ 8 b) Es dürfen keine (Kreuzungen), Genmanipulationen, oder ähnliche ‚unechte’ Sorten in den Bestand aufgenommen werden.
§ 8 b).1 Kreuzungen dürfen und sollen durchaus für wissenschaftliche Zwecke in den Bestand aufgenommen werden. Entartungen, sog. Mutationen, sind für wissenschaftlichen Zwecke ebenfalls von großer Bedeutung und richten das Interesse des Projektes auf sich.
§ 8 b).2 Genmanipulationen dürfen ebenfalls zu wissenschaftlichen Zwecken in den Bestand aufgenommen werden. Hierfür sind spezielle Vorkehrungen und prophylaktische Schutzmaßnahmen erforderlich.
§ 9 a) Der Bohnenkäfer und die Bohnenlaus stellen Schädlinge dar. Saatgutbestände müssen vor ihm mit Hilfe von natürlichen Methoden, z.B. kurzweiliges Einfrieren des Saatgutes, geschützt werden.
§ 9 b) In der Zucht und Vermehrung der Sorten, sowie der Bekämpfung von Schädlingen dürfen keine Schadstoffe, unnatürliche Mittel, sowie Chemikalien eingesetzt werden. (Benutzung von Kunstdüngern zur Bodenaufbereitung und notwendigen Nährstoffbeigabe ist bei Einverständnis beider Organe erlaubt. Maßstab hierfür stellt die Notwendigkeit dar. Kunstdünger sind nur im Falle eines Entbehrens anderer Möglichkeiten einzusetzen.)
§ 10 Dieses Projekt dient der Erhaltung (alter und gefährdeter) ‚Bohnen’ – Sorten.
Organe, Maximilian Schulz und Maximilian Bosler, setzen alles daran, oben genannten Bestimmungen nachzukommen.
§ 11 Diese Satzung betrifft das „Projekt.Bohnen.Erhaltung“. Sie ist im Bereich des Projektes („Projekt.Bohnen.Erhaltung“) geltende Richtlinie.

References: § 1

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 § 2
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§ 3

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§ 4

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§ 5

§ 6

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§ 7
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§ 8

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§ 9

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