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Timestamp: 2018-04-21 07:29:48+00:00

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Ordnung der GJV
I. Religiöse Aspekte Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit
Die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit hat ihre Grundlage im christlichen Glauben. Kinder und Jugendliche lernen die frohe Botschaft von Jesus Christus kennen „Du bist Gottes geliebtes Kind!“ und erhalten die Möglichkeit zu erfahren „Ich bin wunderbar gemacht!“
Sie entdecken unsere Kirchengemeinden Weiterstadt-Braunshardt und Gräfenhausen-Schneppenhausen als Heimat und damit auch als Ort spiritueller Ausdrucksformen. Darüber hinaus setzen sich Kinder und Jugendliche mit anderen Konfessionen, anderen Weltanschauungen und anderen Religionen auseinander mit dem Ziel der Toleranz.
II. Soziale und kulturelle Aspekte Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit
Evangelische Kinder- und Jugendarbeit fördert die Gemeinschaft unter Kindern und Jugendlichen und auch die Gemeinschaft mit Erwachsenen. Sie hat dabei auch sozial Benachteiligte im Blick. Sie ermutigt und leitet an zum Experimentieren mit unterschiedlichen Formen der Lebensgestaltung. Damit schafft sie Freiräume für Entdeckungen, für neue Erfahrungen, für Kreativität und Kultur.
III. Politische Aspekte Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit
Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit geht es um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Sie fördert das Engagement für Andere, für Benachteiligte, für Randgruppen und für Außenseiter. Sie verhilft zur Emanzipation der eigenen Persönlichkeit, sie bietet Raum für (erste) politische Erfahrungen und sie vermittelt Kriterien zur Analyse gesellschaftlicher und politischer Zusammenhänge. Damit entdecken Kinder und Jugendliche Zukunftsperspektiven für sich selbst, für ihre Kirchengemeinde, für ihre Stadt und ihren Stadtteil und für die Gesellschaft.
Evangelischer Jugendarbeit geht es nicht um die Rekrutierung von kirchlichem Nachwuchs, sondern um die Entwicklung und Entfaltung der eigenen von Gott geschenkten und unverwechselbaren Persönlichkeit.
§1 Kinder und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde
(1) Nach Art.7 (2e) KO und §25 (2d) KGO verantwortet der Kirchenvorstand die Arbeit mit jungen Menschen in der Kirchengemeinde.
(2) Zu den Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit auf Grundlage der Präambel gehört es insbesondere:
1. junge Menschen zu fördern in ihrer Kreativität, Spiritualität, ihren kulturellen Ausdrucksmöglichkeiten, in der Auseinandersetzung mit christlicher Tradition, anderen in unserer Gesellschaft relevanten Traditionen und mit der Gesellschaft, in ihrer Selbstorganisation und in der Entwicklung von Zukunftsperspektiven.
2. Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit zu schaffen und zu erhalten. Diese sind sowohl in regelmäßigen Gruppen möglich, als auch in Form von zeitlich umgrenzten Projekten. Darüber hinaus gibt es eine Verbindung zum KonfirmandInnen-Unterricht durch die Mitarbeit von Jugendlichen.
3. Kinder und Jugendliche pädagogisch zu begleiten und ihre Entwicklung durch Maßnahmen der freien Jugendhilfe zu unterstützen.
4. für die Rechte junger Menschen in der Kirchengemeinde und im gesellschaftlichen Umfeld einzutreten.
(3) Der Kirchenvorstand wirkt mit den ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen. Das sind die Gemeindepädagogin, die für Kinder- und Jugendarbeit zuständigen PfarrerInnen und die Mitglieder der GJV.
(4) Kinder, Jugendliche und Familien sind an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen. Auf eine Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen ist zu achten.
(1) Der Kirchenvorstand überträgt seine Aufgaben der MitarbeiterInnengewinnung, -anleitung, -unterstützung und –fortbildung auf die Gemeindepädagogin, die für die Kinder- und Jugendarbeit zuständigen PfarrerInnen und Ehrenamtlichen.
(2) Der Kirchenvorstand gewährleistet die Freistellung der Gemeindepädagogin zur Mitarbeit auch an gemeindeübergreifenden Projekten und Bildungsmaßnahmen.
(3) Die Dienst- und Fachaufsicht über die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter obliegt dem Kirchenvorstand. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes nimmt die laufende Dienstaufsicht wahr. Die Fachaufsicht wird laut Kooperationsvertrag geregelt.
§3 Die Gemeindejugendvertretung
Der Kirchenvorstand überträgt der Gemeindejugendvertretung nach §5, Absatz 3 der neuen Ordnung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in der EKHN die Aufgaben eines Jugendausschusses gemäß §4, Absatz 2.
(1) Um das Ziel der Selbstvertretung und Selbstverantwortung junger Menschen zu gewährleisten, soll die Gemeindejugendvertretung fortgeführt werden und die Funktion des Gemeindejugendausschusses übernehmen.
a) Die Stimmberechtigten Mitglieder der Gemeindejugendvertretung sind:
1. jeweils zwei VertreterInnen der Kinder- und Jugendgruppen, deren Mindestalter 13 Jahre und deren Höchstalter 27 Jahre betragen darf. Dazu wählt jede Gruppe zwei VertreterInnen auf zwei Jahre. Bei Gruppen mit mehr als 15 Mitgliedern sollen drei VertreterInnen gewählt werden.
2. Projekt- und FreizeitteamerInnen können zwei VertreterInnen in die Gemeindejugendvertretung entsenden.
3. je zwei VertreterInnen unter 27 Jahren bzw. eine VertreterIn über 27 Jahren der Gruppen, deren Mitglieder überwiegend unter zwölf Jahren sind, können in die Gemeindejugendvertretung entsandt werden.
Bei Fragen, die die Gruppe betreffen, soll die Gruppe selbst gehört werden.
4. je zwei VertreterInnen der aktuellen Konfigruppen.
b) Die beratenden Mitglieder der Gemeindejugendvertretung sind:
1. ehrenamtliche MitarbeiterInnen über 27 Jahren
2. die Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit: Gemeindepädagogin, zuständige PfarrerIn in der Kinder- und Jugendarbeit
3. Honorarkräfte, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind
4. zwei vom Kirchenvorstand entsandte VertreterInnen
Die Gemeindejugendvertretung befasst sich mit allen Angelegenheiten der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und ihren Familien.
1. Sie berät den Kirchenvorstand in allen Fragen junger Menschen und ihrer Familien, kann Anträge stellen und stellt dem Kirchenvorstand jährlich ihre Arbeit vor.
2. Sie berät, verabschiedet und überprüft die Konzeption der kirchengemeindlichen Arbeit von und mit Kindern und Jugendlichen.
3. Sie plant und koordiniert die Arbeit zusammen mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin und nimmt deren Jahresbericht entgegen.
4. Sie verwaltet die für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitgestellten Sachmittel und die beiden Jugendräume im Elisabeth-von-Thadden-Haus. Sie verteilt die zweckgebundenen kirchlichen und staatlichen Zuschüsse und macht Vorschläge bei der Haushaltsplanaufstellung. Sie verwaltet den Kinder- und Jugendhaushalt und kann Entscheidungen über Anschaffungen bis 500,- € auch ohne KV-Beschluß fassen. Der Kirchenvorstand ist darüber zu informieren.
5. Sie wirkt mit bei der Einrichtung und Besetzung von Stellen für die Kinder- und Jugendarbeit.
6. Sie arbeitet mit Trägern der Jugendhilfe und mit den Schulen zusammen und entsendet VertreterInnen in jugendpolitische Gremien (z.B. Dekanatsjugendausschuss)
7. Sie nimmt Stellung zu kirchlichen und politischen Fragen der Jugendhilfe.
8. Sie bildet ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Meinungsbildung.
9. Sie bietet Hilfestellung bei der Klärung von Konfliktsituationen.
10. Die Mitglieder der Gemeindejugendvertretung haben die Aufgabe, die Informationen und Beschlüsse der Sitzungen an ihre Gruppe weiter zu tragen.
1. Die Gemeindejugendvertretung wählt einE VorsitzendeN und ihre/seinen StellvertreterIn. Sind mehr als fünf stimmberechtigte VertreterInen nach (2) in der Gemeinde vorhanden, wählt sie einen Vorstand (1. und 2. VorsitzendeR, ProtokollantIn). Die Vorsitzenden müssen unter 27 Jahren sein. Der Vorstand bzw. die Vorsitzenden trifft/treffen sich mindestens viermal im Jahr mit den Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit zu einer Jugenddienstbesprechung.
2. Die/der Vorsitzende lädt unter Angabe der Tagesordnung innerhalb einer Frist von zehn Tagen monatlich zu einer Sitzung (außer in den Ferien) ein.
3. Jede Gruppe der Kinder- und Jugendarbeit ist über ihre VertreterInnen antragsberechtigt. Zur Beschlussfassung muss der Antrag auf der Tagesordnung stehen.
4. Die Gemeindejugendvertretung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Bei Beschlussunfähigkeit ist die neu einberufene Versammlung beschlussfähig. Bei Neueinladung ist darauf hinzuweisen.
5. Die Gemeindejugendvertretung tagt öffentlich, soweit es sich nicht um Personalfragen handelt, oder dies ausdrücklich anders beschlossen wird.
(5) Wahl der Gemeindejugendvertretung
Die Wahl findet alle zwei Jahre statt. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines/r VertreterIn erfolgt eine Nachwahl für den Rest der Wahlperiode. Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen ab 12 Jahren.

References: §1
 Art.7
 §25

§3
 §5
 §4