Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20260/15
Timestamp: 2018-09-26 05:48:39+00:00

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BGH, 25.07.2017 - XI ZR 260/15 - dejure.org
BGB § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Satz 1, § 675e Abs. 1, § 675 f Abs. 4 Satz 1; UKlaG § 1, § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 4 Abs. 1, § 8 Abs. 1 Nr. 1
§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § ... 8 Abs. 1 Nr. 1 UKlaG, § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB, § 307 Abs. 1, Abs. 2, §§ 308 f. BGB, § 675j Abs. 1 Satz 4 BGB, § 675j Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 BGB, § 675f Abs. 4 BGB, § 675c Abs. 1 BGB, § 1 Abs. 2 ZAG, § 675j Abs. 1 BGB, § 675m Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB, §§ 675k bis 675n BGB, § 2 UKlaG, § 1 UKlaG, 2, § 675f Abs. 4 Satz 1 BGB, § 675c Abs. 3 BGB, § 1 Abs. 2 Nr. 4 ZAG, § 1 Abs. 5 ZAG, § 675l BGB, § 675f Abs. 4 Satz 2, § 675m Abs. 1 Nr. 1 BGB, § 561 ZPO, § 559 Abs. 2 ZPO, § 305 Abs. 1 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 675e Abs. 1 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 5 UKlaG, § 12 Abs. 1 UWG, § 291 BGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO, § 563 Abs. 1 ZPO, §§ 421, 425 ZPO, § 422 ZPO, § 4 UKlaG, § 142 Abs. 1 ZPO, § 142 ZPO
§ 307 Abs 1 S 1 BGB, § 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 307 Abs 3 S 1 BGB, § 675e Abs 1 BGB, § 675f Abs 4 S 1 BGB
Unterlassungsklage eines Verbraucherschutzverbandes: Anforderungen an den Klageantrag; Wirksamkeit einer Klausel im Preisverzeichnis einer Sparkasse über die Kosten einer smsTAN
Bank darf nicht jede SMS-TAN für Online-Banking pauschal per AGB in Rechnung stellen
Beanstandung der Bestimmungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Wortlaut im Klageantrag bei Klagen nach § 1 Unterlassungsklagengesetz (UKlaG); Inhaltskontrolle der im Preisverzeichnis einer Sparkasse in Bezug auf Verträge über Zahlungsdienste verwendeten Bestimmung "Jede smsTAN kostet 0,10 EUR (unabhängig vom Kontomodell)"; Ermittlung des Inhalts einer AGB durch Auslegung; Entrichtung des vereinbarten Entgelts durch den Zahlungsdienstnutzer gegenüber dem Zahlungsdienstleister für die Erbringung eines Zahlungsdienstes
Unwirksame Preisklausel für in sog. smsTAN
Unwirksamkeit der im Preisverzeichnis einer Sparkasse verwendeten Bestimmung "Jede smsTAN kostet 0,10 EUR (unabhängig vom Kontomodell)" im Verkehr mit Verbrauchern
Beanstandung der Bestimmungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Wortlaut im Klageantrag bei Klagen nach § 1 Unterlassungsklagengesetz ( UKlaG ); Inhaltskontrolle der im Preisverzeichnis einer Sparkasse in Bezug auf Verträge über Zahlungsdienste verwendeten Bestimmung "Jede smsTAN kostet 0,10 EUR (unabhängig vom Kontomodell)"; Ermittlung des Inhalts einer AGB durch Auslegung; Entrichtung des vereinbarten Entgelts durch den Zahlungsdienstnutzer gegenüber dem Zahlungsdienstleister für die Erbringung eines Zahlungsdienstes
Jede smsTAN kostet 0,10 EURO - Weite Preisklausel für smsTAN in Sparkassen-AGB unzulässig und unwirksam
Beim Online-Banking ist pauschale SMS-Gebühr unzulässig
heise.de (Pressemeldung, 25.07.2017)
Nur eingesetzte SMS-TAN dürfen auch extra kosten
Kostenpflichtige SMS-TAN: Eine unbenutzte TAN darf nichts kosten
"smsTAN" darf etwas kosten - Die Sparkasse darf aber nicht für "jede smsTAN" zehn Cent kassieren: Preisklausel ist zu ändern
Eingeschränkte Gebührenerhebung für "smsTAN"
Entgelt für die Zusendung von smsTAN zulässig
Keine Gebühren für SMS-TAN Verfahren
SmsTAN-Preisklausel
Nicht jede smsTAN darf Geld kosten
Sie zahlen für eine smsTAN Ihrer Bank?
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 26.07.2017)
Pauschale Gebühr für jede SMS-TAN unzulässig
Banken dürfen nicht ausnahmslos für jede TAN, die sie per SMS an Kunden versenden, ein Entgelt verlangen
Bankgebühren für sms-TAN dürfen nur bei tatsächlicher Nutzung der TAN anfallen
Darf sich die Sparkasse smsTANs bezahlen lassen?
zeit.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 13.06.2017)
Kostenfalle Online-Banking: Für SMS-TAN extra bezahlen?
tagesschau.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 24.07.2017)
Bankgebühren: Zehn Cent pro SMS-TAN?
Zulässigkeit von Gebühren für SMS- / TAN-Verfahren
spiegel.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 13.06.2017)
Girokonto: So kassieren Banken Extra-Gebühren ab
Kurznachricht zu "Unzulässiges Entgelt für SMS-TAN - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.07.2017 - XI ZR 260/15" von Prof. Dr. Hans-Michael Krepold, original erschienen in: NJW 2017, 3222 - 3225.
LG Frankfurt/Main, 17.01.2013 - 5 O 168/12
NJW 2017, 3222
ZIP 2017, 1704
MDR 2017, 1132
VersR 2018, 351
WM 2017, 1744
MMR 2017, 745
K&R 2017, 649
a) Dies gilt für die Klauseln 1, 2, 3 und 5 bereits deshalb, weil sie gegenüber Verbrauchern gegen die gemäß § 675e Abs. 1 BGB halbzwingenden Vorgaben von § 675f Abs. 4 Satz 2, § 675o Abs. 1 Satz 4 BGB verstoßen, ohne dass es auf eine weitere Interessenabwägung ankommt (…vgl. Senatsurteile vom 17. Dezember 2013 - XI ZR 66/13, BGHZ 199, 281 Rn. 10…, vom 27. Januar 2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 17…, vom 20. Oktober 2015 - XI ZR 166/14, BGHZ 207, 176 Rn. 31 und vom 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15, juris Rn. 37, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Gemäß §§ 1, 8 Abs. 1 Nr. 1 UKlaG muss in Konkretisierung des allgemeinen Erfordernisses eines bestimmten Antrags (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO) der Wortlaut der beanstandeten Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Klageantrag genannt werden (vgl. Senatsurteil vom 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15, WM 2017, 1744 Rn. 18, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Die Revision lässt außer Acht, dass mit der Wiedergabe des Wortlauts der beanstandeten Klauseln im Klageantrag gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 1 UKlaG und der Bezugnahme auf konkrete Verträge in der Klagebegründung der Streitgegenstand der Verbandsklage bestimmt wird, der sich aus einer inhaltlich selbständigen Klausel bzw. einem inhaltlich selbständigen Klauselteil in der von dem Antragsgegner konkret verwendeten Fassung und dem dazugehörigen Lebenssachverhalt zusammensetzt (…BGH, Urteile vom 25. Juli 2012 - IV ZR 201/10, BGHZ 194, 208 Rn. 9, 12 und vom 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15, WM 2017, 1744 Rn. 18).
Dies gilt bereits deshalb, weil sie gegenüber Verbrauchern gegen die gemäß § 312k Abs. 1 BGB halbzwingenden Vorgaben von § 312a Abs. 4 Nr. 2 BGB verstößt, ohne dass es auf eine weitere Interessenabwägung ankommt (…vgl. BGH, Urteile vom 17. Dezember 2013 - XI ZR 66/13, BGHZ 199, 281 Rn. 10…, vom 27. Januar 2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 17…, vom 20. Oktober 2015 - XI ZR 166/14, BGHZ 207, 176 Rn. 31 und vom 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15, juris Rn. 37).
Von der Inhaltskontrolle ausgenommen sind solche Bestimmungen, die Art und Umfang des vertraglichen Hauptleistungsversprechens und die hierfür zu zahlende Vergütung unmittelbar festlegen (vgl. BGH NJW 2017, 3222 Tz. 20 m. w. N.).
Da der Antrag die beanstandete Klausel im Wortlaut enthalten muss (vgl. BGH…, Urteil vom 4. Dezember 2013 - IV ZR 215/12 Rn. 17; Urteil vom 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15 Rn. 18), ist es nicht zulässig, zur Wiedergabe des Wortlauts auf eine Anlage zur Klageschrift zu verweisen (…vgl. Ulmer/Brandner/Hansen/Witt: AGB-Recht, § 8 UKlaG Rn. 3 m.w.N.).
Nicht kontrollfähig sind danach Klauseln, die unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung bestimmen (vgl. BGH, Urt. v. 25. Juli 2017 - XI ZR 260/15, juris, Tz. 20 m. w. N.).

References: § 307
 § 675
 § 675
 § 1
 § 3
 § 4
 § 8

§ 253
 § 307
 § 307
 § 675
 § 675
 § 675
 § 675
 § 1
 § 675
 § 675
 § 2
 § 1
 § 675
 § 675
 § 1
 § 1
 § 675
 § 675
 § 675
 § 561
 § 559
 § 305
 § 307
 § 675
 § 307
 § 5
 § 12
 § 291
 § 562
 § 563
 § 563
 § 422
 § 4
 § 142
 § 142

§ 307
 § 307
 § 307
 § 675
 § 675
 § 1
 § 1
 BGH 
 § 675
 § 675
 § 675
 § 8
 § 312
 § 312
 BGH 
 § 8