Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-05-2010-4A_105-2010
Timestamp: 2016-10-23 18:07:00+00:00

Document:
4A_105/2010 (26.05.2010)
4A_105/2010
dass X.________ (Beschwerdef�hrerin) am 2. Februar 2009 beim Gerichtskreis X Thun eine Aberkennungsklage gegen die Bank Y.________ (Beschwerdegegnerin) einreichte;
dass die Beschwerdef�hrerin in diesem Verfahren zweimal ein Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege stellte, das beide Male abgewiesen wurde;
dass der Gerichtspr�sident 2 des Gerichtskreises X Thun das zweite Gesuch mit Entscheid vom 26. November 2009 abwies und die Beschwerdef�hrerin zur Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses aufforderte;
dass die Beschwerdef�hrerin am 18. Dezember 2009 beim Obergericht des Kantons Bern gegen den Entscheid des Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises X Thun vom 26. November 2009 Rekurs erhob;
dass das Obergericht des Kantons Bern erwog, dass der Entscheid des Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises X Thun vom 26. November 2009 aufgrund des Postr�ckbehaltungsauftrags der Beschwerdef�hrerin am letzten Tag der Abholungsfrist (d.h. am 4. Dezember 2009) als zugestellt gelte, womit die zehnt�gige Rekursfrist nach Art. 81 ZPO/BE am 14. Dezember 2009 abgelaufen sei;
dass das Obergericht daher mangels Fristwahrung mit Entscheid vom 20. Januar 2010 auf den Rekurs der Beschwerdef�hrerin nicht eintrat;
dass die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 12. Februar 2010 (erg�nzt am 8. M�rz 2010) erkl�rte, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 20. Januar 2010 sowie den Entscheid des Gerichtskreises X Thun vom 26. November 2009 mit Beschwerde anfechten zu wollen und sie im �brigen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie der aufschiebenden Wirkung bzw. um Anordnung vorsorglicher Massnahmen ersuchte;
dass das Bundesgericht das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Anordnung vorsorglicher Massnahmen mit Verf�gung vom 17. Februar 2010 abwies;
dass von vornherein auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit sie sich gegen den Entscheid des Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises X Thun vom 26. November 2009 richtet, da es sich dabei nicht um einen letztinstanzlichen Entscheid im Sinne von Art. 75 Abs. 1 BGG handelt;
dass sich die Beschwerdef�hrerin nicht mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt, sondern dem Bundesgericht einen Sachverhalt unterbreitet, der �ber den vorinstanzlich verbindlich festgestellten hinausgeht, ohne rechtsgen�gend zu begr�nden, inwiefern dies nach Art. 105 Abs. 2 BGG zul�ssig sein soll;
dass die Beschwerdef�hrerin sich im �brigen unter Hinweis auf verschiedene Akten insbesondere darauf beruft, sie habe sich krankheitsbedingt in eine Kur begeben m�ssen, weshalb sie bei der Post einen R�ckbehaltungsauftrag aufgegeben und den Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises X Thun mit Schreiben vom 13. November 2009 gebeten habe, ihr keine fristausl�senden Entscheide zuzustellen;
dass die Beschwerdef�hrerin in ihrem Schreiben vom 13. November 2009 darauf hingewiesen hatte, dass sie "bis zirka 10.12.09" landesabwesend sein werde und sie in ihrer Beschwerdeerg�nzung vom 8. M�rz 2010 selbst erw�hnte, den Entscheid des Gerichtspr�sidenten 2 des Gerichtskreises X Thun am 8. Dezember 2009 erhalten zu haben, sie jedoch nicht darlegt, inwiefern ihr mit der Zustellung des erstinstanzlichen Entscheids w�hrend ihrer Abwesenheit verunm�glicht worden w�re, die gem�ss Vorinstanz am 14. Dezember 2009 ablaufende Frist zu wahren;
dass die Beschwerdef�hrerin zwar Art. 8 und 9 BV sowie Art. 9 und 11 KV/BE erw�hnt, jedoch nicht hinreichend darlegt, inwiefern die Vorinstanz mit der Annahme der nicht eingehaltenen Rekursfrist gegen ihre verfassungsm�ssigen Rechte verstossen haben soll;
dass die Eingaben der Beschwerdef�hrerin vom 12. Februar 2010 sowie 8. M�rz 2010 die erw�hnten Begr�ndungsanforderungen daher offensichtlich nicht erf�llen, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;
dass das wiedererw�gungsweise gestellte Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung bzw. um Anordnung vorsorglicher Massnahmen mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer, und dem Gerichtskreis X Thun, Gerichtspr�sident 2, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 81
 Art. 75
 Art. 105
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 108