Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/196
Timestamp: 2018-08-16 10:16:17+00:00

Document:
§ 196 BGB: Verjährungsfrist bei Rechten an einem Grundstück
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2014, Az. XII ZB 181/13 Dagegen spricht im Übrigen schon, dass § 196 BGB auch auf die Gegenleistung anzuwenden ist (BGH Urteil vom 22. April 2010 - Xa ZR 73/07 - FamRZ 2010, 1330 Rn. 23).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2014, Az. XII ZB 181/13 Die Neufassung des § 196 BGB ist Ausdruck des Bestrebens des Gesetzgebers, für auf Im mobiliarrechte bezogene Ansprüche auch weiterhin keine kurze Verjährungsfrist vorzusehen, weil der Umgang mit Grundstücksrechten einerseits häufig längerer Verjährungsfristen bedarf und andererseits die Gründe für kurze Verjährungsfristen bei solchen Ansprüchen regelmäßig weniger relevant erscheinen (BGH Urteil vom 22. April 2010 - Xa ZR 73/07 - FamRZ 2010, 1330 Rn. 24).
OLG Nürnberg, Urteil vom 2.0.2012, Az. 1 U 1522/11 Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes gilt die Vorschrift auch für bereicherungsrechtliche Rückabwicklungsansprüche bei nichtigen Grundstücksgeschäften; auch der Anspruch auf Rückgewähr sei ein Anspruch auf die Gegenleistung, weil § 196 BGB allein auf den Inhalt, nicht auf den Grund des Anspruchs abstelle (BGH NJW-RR 2008, 824).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. III ZR 113/09 13	Um derartige Unzuträglichkeiten und Wertungswidersprüche zwischen dem Entstehen und der Fälligkeit des Freistellungsanspruchs einerseits und dem Entstehen und der Fälligkeit der Drittforderung beziehungsweise des Aufwendungsersatzanspruchs (hier aus § 670 BGB) andererseits zu vermeiden, hat der Bundesgerichtshof zu dem früheren Verjährungsrecht entschieden, dass der Anspruch auf Befreiung von einer Verbindlichkeit nicht der für den 'echten' Auslagenersatzanspruch in vielen Fällen geltenden kurzen Verjährungsfrist von zwei Jahren (vgl. § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB a.F.) unterliegt, sondern der regelmäßigen Verjährungsfrist von 30 Jahren (BGH, Urteil vom 7. März 1983 - II ZR 82/82 - NJW 1983, 1729).
BGH, URTEIL vom 3.10.2005, Az. VIII ZR 39/04 Da § 196 BGB a.F. allein die Verjährung der Ansprüche der einen Seite - Vermie-ter/Leasinggeber - der kurzen Verjährung unterwirft, während es für die Ansprüche der anderen Seite - Mieter/Leasingnehmer - bei der regelmäßigen dreißigjährigen Verjährungsfrist des § 195 BGB a.F. sein Bewenden hat, ist im Anwendungsbereich des § 196 BGB a.F. die verjährungsrechtliche Asymmetrie systembedingt (Canaris, aaO, S. 279; Kothe, NJW 1984, 2316, 2317) und rechtlich nicht zu beanstanden (BGHZ 79, 89, 95; 144, 343, 347 f.; Canaris, aaO, S. 280).
BGH, URTEIL vom 3.10.2005, Az. VIII ZR 39/04 - IQ- 22	Etwas anderes ergibt sich, wie die Revision mit Recht hervorhebt, entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts auch nicht aus Sinn und Zweck des § 196 Abs. 1 Nr. 6 BGB a.F. Dem Schutz des Schuldners vor einer Ansammlung von übermäßig hohen Rückständen regelmäßig wiederkehrender Leistungen trägt bereits die Vorschrift des § 197 BGB a.F. durch die Abkürzung der regelmäßigen Verjährungsfrist auf vier Jahre Rechnung (BGHZ 98, 174, 184; 144, 343, 347 f.).
BGH, Urteil vom 4.2.2000, Az. VII ZR 324/99 aa) Gewerbebetrieb im Sinne des §196 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich jeder auf die Erzielung dauernder Einnahmen gerichtete berufsmäßige Geschäftsbetrieb (BGH, Urteil vom 7. Juli 1960 - VIII ZR 215/59 = BGHZ 33, 321).
BGH, Urteil vom 4.2.2000, Az. VII ZR 324/99 Bei der im Einzelfall möglicherweise schwierigen Grenzziehung ist zu beachten, daß die Rechtsprechung dahin geht, den Begriff des Gewerbebetriebs im Sinne des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB weit zu fassen (BGH, Urteil vom 7. Juli 1960 - VIII ZR 215/59 = BGHZ 33, 321, 338).
BGH, Urteil vom 4.2.2000, Az. VII ZR 324/99 Deshalb ist auch zur Beurteilung der für die Dauer der Verjährungsfrist maßgeblichen Frage, ob die vertragliche Gegenleistung gemäß § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB für den Gewerbebetrieb des Schuldners erbracht wurde, auf die Verhältnisse des jeweiligen Schuldners abzustellen (RGZ 78, 275, 280; Stau-dinger/Noack, BGB, 13. Bearb., §425 Rdn. 55; Erman/Westermann, BGB, 9. Aufl., §425 Rdn. 8; Soergel/Wolf, BGB, 12. Aufl., §425 Rdn. 15; a.A. OLG Bremen, NJW 1972, 910).
BGH, URTEIL vom 4.10.1998, Az. IX ZR 48/98 1.	Das Berufungsgericht ist zu Recht davon ausgegangen, daß die verbürgte Hauptforderung der Beklagten gegen den Leasingnehmer Ende 1995 verjährt ist (§ 196 Abs. 1 Nr. 6 BGB; vgl. BGHZ 97, 65, 78; BGH, Urt. v. 10. Juli 1996 - VIII ZR 282/95, NJW 1996, 2860, 2861).
BGH, Urteil vom 3.5.1992, Az. VIII ZR 203/91 aa) Ansprüche aus Verschulden bei Vertragsschluß und positiver Vertragsverletzung unterliegen zwar - von hier nicht in Betracht kommenden Ausnahmefällen abgesehen (so z.B. bei einem Ersatzverlangen für einen nach § 196 BGB verjährenden Erfüllungsanspruch: BGHZ 49, 77; im Kaufrecht bei einem aus Sachmängeln hergeleiteten Anspruch auf Ersatz von Mangelfolgeschäden: BGHZ 60, 9, 12; bei Verletzung vorvertraglicher Aufklärungs- oder Beratungspflichten über Mängel oder Sacheigenschaften: BGHZ 88, 130, 136) - regelmäßig der 30-jährigen Verjährungsfrist des § 195 BGB (für Verhandlungsverschulden z.B. BGHZ 49, 77, 80; BGH, Urteil vom 16. Januar 1985 - VIII ZR 317/83 = WM 1985, 463 unter
BGH, URTEIL vom 4.8.1989, Az. VII ZR 298/88 Dieser Anspruch verjährt - wie das Berufungsgericht zutreffend annimmt und die Revision nicht beanstandet - nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB in zwei Jahren (BGHZ 102, 167; BGH NJW 1982, 325).
BGH, URTEIL vom 4.8.1989, Az. VII ZR 299/88 Dieser Anspruch verjährt - wie das Berufungsgericht zutreffend annimmt und die Revision nicht beanstandet - nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB in zwei Jahren (BGHZ 102, 167; BGH NJW 1982, 325).
BGH, URTEIL vom 4.8.1989, Az. VII ZR 300/88 Dieser Anspruch verjährt - wie das Berufungsgericht zutreffend annimmt und die Revision nicht beanstandet - nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB in zwei Jahren (BGHZ 102, 167? BGH NJW 1982, 325).
BGH, URTEIL vom 2.11.1988, Az. XI ZR 19/88 Dies gilt auch für Forderungen wie den Vergütungsanspruch der Beklagten aus dem Hausverwaltungsvertrag, der gemäß § 196 Abs. 1 Nr. 7 BGB bereits nach zwei Jahren verjährt (BGH, Urteil vom 5. Juli 1965 - VII ZR 89/63, WM 1965, 1181; OLG Frankfurt a.M. OLGZ 1980, 413, 414).
BGH, URTEIL vom 4.10.1988, Az. IX ZR 203/87 Dem steht nicht entgegen, daß § 196 Abs. 1 BGB nach allgemeiner Meinung (vgl. etwa Soergel/Walter aaO § 195 Rdnr. 12; Staudinger/Dilcher aaO § 195 Rdnr. 6 f, 15 ff; § 196 Rdnr. 3) nicht nur auf Erfüllungsansprüche, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch auf andere vertragliche und außervertragliche Ansprüche angewandt wird wie auf Ansprüche aus Geschäftsführung ohne Auftrag oder ungerechtfertigter Bereicherung (vgl. BGHZ 32, 13, 15; 48, 125, 127; auch BGHZ 47, 370, 374 ff), aus § 122 Abs.1, § 307 BGB (vgl. BGHZ 49, 77, 83), aus Verschulden bei Vertragsschluß (BGHZ 49, 77, 83; 57, 191, 196 ff) und aus § 179 BGB (BGHZ 73, 266, 269).
BGH, URTEIL vom 4.10.1988, Az. IX ZR 203/87 Die Anwendung des § 196 BGB auf andere als Erfüllungsansprüche setzt voraus, daß sie wirtschaftlich an die Stelle des Erfüllungsanspruchs aus einem primären Leistungsverhältnis treten (vgl. MünchKomm/von Feldmann aaO § 195 Rdnr. 17; Soergel/Walter aaO § 195 Rdnr. 12) und daß zwischen dem Erfüllungsanspruch und den sonstigen Ansprüchen trotz ihres unterschiedlichen Rechtsgrundes eine enge Verknüpfung besteht (vgl. BGHZ 87, 27, 36 f).
BGH, URTEIL vom 4.10.1987, Az. VII ZR 364/86 BGB §§ 196 Abs. 1 Nr. 1; 631 Der Anspruch eines Bauträgers auf Erstattung von Erschließungskosten verjährt nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB, gleichviel ob solche Kosten im Erwerbsvertrag gesondert ausgewiesen oder in einem einheitlich vereinbarten Entgelt enthalten sind (Fortführung von BGHZ 72, 229; 74, 273; BGH NJW 1979, 2193; 1981, 1665; 1982, 325).
BGH, URTEIL vom 4.10.1987, Az. VII ZR 364/86 1.	Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus daß auf den Vergütungsanspruch eines Bauträgers, der sich zur Veräußerung eines Grundstücks oder Grundstücksanteils und zugleich zur Errichtung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung verpflichtet hat, ausschließlich Werkvertragsrecht und damit die kurze Verjährungsfrist des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB anzuwenden ist, wenn die Vertragspartner für beide Leistungsteile ein einheitliches Entgelt vereinbart hatten (Senatsurteile BGHZ 72, 229, 233; NJW 1979, 2193; 1981, 1665) Das gilt auch, wenn das Haus oder die Eigentumswohnung bei Vertragsschluß bereits fertiggestellt ist.
BGH, URTEIL vom 3.9.1986, Az. VIII ZR 242/85 aa) Für die streitigen Ansprüche gilt, weil die ihnen zugrundeliegenden Gaslieferungen nicht für einen Gewerbebetrieb erfolgt sind, gemäß § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB eine Verjährungsfrist von zwei Jahren (BGHZ 91, 305, 310).
BGH, URTEIL vom 4.6.1986, Az. III ZR 133/85 Im Bereich des § 196 BGB ergreift also die kurze Verjährung den Anspruch dessen, der die Vergütung für seine erbrachte Leistung verlangt, auch dann, wenn er sich nicht auf einen wirksamen Vertrag, sondern auf § 812 BGB stützt (BGHZ 48, 125, 127; 57, 191, 195).
BGH, URTEIL vom 4.6.1986, Az. III ZR 133/85 Auch wenn Dienstleistungen ohne vertragliche Grundlage, aber in Erwartung späterer Entschädigung erbracht werden, hat die . höchstrichterliche Rechtsprechung den Anspruch aus $ 812 Abs. 1 Satz 2 Fall 2 BGB in der kurzen Frist des § 196 BGB verjähren lassen (BGH Urteil vom 23. Februar 1965 - VI ZR 281/63 = NJW 1965, 1224, 1225).
BGH, URTEIL vom 4.6.1986, Az. III ZR 47/85 Im Bereich des § 196 BGB ergreift also die kurze Verjährung den Anspruch dessen, der die Vergütung für seine erbrachte Leistung verlangt, auch dann, wenn er sich nicht auf einen wirksamen Vertrag, sondern auf § 812 BGB stützt (BGHZ 48, 125, 127? 57, 191, 195).
BGH, URTEIL vom 3.4.1984, Az. VIII ZR 39/33 Die kurze Verjährungsfrist des (heutigen) § 196 Abs. 1 BGB wurde nach den Motiven zu dem BGB vor allem aus sog. 'rechtspolizeilichen' Gründen eingeführt, wobei insbesondere die Erwägung eine Rolle spielte, daß derartige alltägliche Geschäfte regelmäßig nicht längere Zeit im Gedächtnis der Beteiligten haften bleiben, daß daher in kurzer Zeit eine Verdunkelung des Streitverhältnisses eintrete und der Schuldner nicht nach einer Reihe von Jahren wegen Forderungen in Anspruch genommen werden solle, die vermutlich bezahlt seien, über deren Bezahlung aber ein Nachweis nicht oder nicht mehr vorhanden sei (Motive Mugdan I S. 516-517; Protokolle Mugdan I S. 776; Denkschrift Mugdan I S. 841; vgl. BGHZ 28, 144, 151; Urteil vom 23. März 1959 - II ZR 95/57 = LM BGB § 196 Nr. 2).
BGH, URTEIL vom 1.0.1983, Az. VIII ZR 178/81 So hat der Bundesgerichtshof etwa für den Schadensersatz wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen die Verjährung nach § 196 BGB angenommen, wenn diese Frist bei Zustandekommen des Vertrags für den Erfüllungsanspruch gelten würde (BGHZ 57, 191).
BGH, URTEIL vom 4.11.1982, Az. VII ZR 59/81 BGB § 196 Abs. 1 Nr. 7 Die Honorarforderung eines Statikers verjährt wie die eines Architekten nach § 196 Abs. 1 Nr. 7 BGB in zwei Jahren (im Anschluß an BGHZ 59, 163).
BGH, URTEIL vom 2.5.1981, Az. V ZR 148/80 Zwar hat der Bundesgerichtshof in anderem Zusammenhang auf die der beklagten Partei gegenüber eingegangene Verpflichtung zur Gebäudeherstellung abgehoben (BGHZ 72, 229, 231/232), das bedeutet aber nicht, daß ohne eine solche Verpflichtung zur Leistung die Verjährungs Vorschrift des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB unabwendbar wäre.
BGH, URTEIL vom 2.5.1981, Az. V ZR 148/80 Daß in Fällen der vorliegenden Art ein Dreiecksverhältnis zwischen Gemeinde, Erschließungsträger und Grundstückseigentümer entsteht, in dem die Rechtsbeziehungen zwischen den Erstgenannten öffentlichrechtlicher Natur sind und der Unternehmer über eine privatrechtliche Vereinbarung die entstandenen Kosten auf die Grundstückser-werber abwälzt (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 8. Dezember 1978, V ZR 9/75 = WM 1979, 370 und BGHZ 61, 360 ff), besagt weder etwas für noch gegen die Anwendung von § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB auf den vertraglichen Anspruch des Erschließungsträgers .
BGH, URTEIL vom 1.3.1981, Az. II ZR 186/80 Für die Abkürzung der Verjährung von .Ansprüchen auf Rückstände regelmäßig wiederkehrender Leistlingen ist außerdem ebenso wie bei den Ansprüchen des § 196 BGB maßgebend» daß Geschäfte des täglichen Verkehrs in der Regel nicht längere Zeit im Gedächtnis der Beteiligten gegenwärtig bleibt, daß in kurzer Zeit eine Verdunklung des Sachverhältnisses eintritt, daß der Schuldner nicht nach einer Reihe von Jahren wegen Forderungen in Anspruch genommen werden kann, die vermutlich gezahlt sind, über deren Bezahlung aber ein Nachweis nicht vorhanden ist, und daß es auch im Interesse des Gläubigers liegt, gegenüber einem säumigen Schuldner das Sachverhältnis alsbald klarzusteiien und ihm die Gelegenheit zu späteren prozessualen Weiterungen, die mit der Höhe des Streitgegenstandes in keinem Verhältnis stehen, zu entziehen (BGHZ 28, 144, 152).
BGH, URTEIL vom 4.9.1980, Az. VII ZR 65/80 Forderungen auf Vergütung von Leistungen, die mit der Verpflichtung zur Herstellung eines Gebäudes verbunden sind, verjähren demgemäß nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB (Senatsurteil BGHZ 72, 229, 231 f m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.10.1979, Az. VII ZR 215/78 BGB § 196 Der Werklohnanspruch dessen, der - ausnahmsweise (vgl. BGH NJW 1979, 2202) - Vergütung für Planungsarbeiten fordern kann, obwohl er den erstrebten Auftrag nicht erhalten hat, verjährt auch dann gegebenenfalls nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB, wenn die Planungsarbeiten Architektenleistungen sind.
BGH, URTEIL vom 4.6.1979, Az. VII ZR 159/78 BGB § 196 Abs. 1 Nr. 1 Die kurze Verjährungsfrist des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB gilt auch dann, wenn sich der Veräußerer eines Grundstücks in dem Vertrag zugleich zur Errichtung eines Einfamilienhauses verpflichtet und ein einheitliches Entgelt für beide Leistungsteile vereinbart wird (im Anschluß an BGHZ 72, 229).
BGH, URTEIL vom 4.4.1979, Az. VII ZR 97/78 aa) Unter Gewerbebetrieb im Sinne des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist ein berufsmäßiger Geschäftsbetrieb zu verstehen, der von der Absicht dauernder Gewinnerzielung beherrscht wird (BGHZ 33, 321, 324; 49, 258, 260; 53,
BGH, URTEIL vom 4.9.1978, Az. VII ZR 288/77 c)	Der Anwendung des § 196 Abs. 1 BGB steht nicht entgegen, daß es sich beim Bau einer Eigentumswohnung oder eines Hauses nicht um Geschäfte des täglichen Lebens handelt (BGHZ 48, 125, 128; BGH Urteil vom 4. April 1968 - VII ZR 163/65 = Schäfer/Finnern, Rechtsprechung der Bau-Ausführung, Z 2.331 Bl. 67).
BGH, URTEIL vom 4.9.1978, Az. VII ZR 288/77 Für die Verjährung nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist es gleichgültig, ob der Anspruch auf Vertrag, Geschäftsführung ohne Auftrag oder ungerechtfertigte Bereicherung gestützt wird (BGHZ 48, 125, 127; BGH NJW 1975, 1160, insoweit in BGHZ 64, 117 nicht abgedruckt).
BGH, URTEIL vom 1.4.1978, Az. III ZR 13/76 Der Schutzzweck des Abzah- lungsgesetzes geht jedoch nicht so weit, daß der Darlehensrückerstattungsanspruch rechtlich als eine 'modifizierte Kaufpreisforderung' zu behandeln ist, deren Verjährung sich bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB richtet (vgl. das Senatsurteil in BGHZ 60, 108, 111).
BGH, URTEIL vom 1.4.1978, Az. III ZR 13/76 Die Gründe, die entsprechend § 196 BGB eine kürzere Verjährungsfrist für die Rückabwicklungsansprüche aus § 2 AbzG des gewerblichen Abzahlungsverkäufers rechtfertigen (vgl. BGHZ 58, 121), gelten sinngemäß auch für die ihnen rechtlich angeglichenen Ansprüche des Darlehensgebers.
BGH, URTEIL vom 1.4.1978, Az. III ZR 13/76 Er verliert aber Rechte, z.B. den Anspruch auf Darlehensrückzahlung, der mit dem als Rücktritt geltenden Verhalten des Darlehensgebers erlischt, und regelmäßig auch die Rechte aus 'Kaufpreiswechseln” (vgl. BGHZ 51, 69, 73)- Es entspricht auch den Besonderheiten des Abwicklungsverhältnisses,daß der Darlehensgeber gehalten ist, wegen der kürzeren Verjährungsfrist nach § 196 BGB seine Ansprüche aus § 2 AbzG alsbald geltend zu machen, wenn für den Verkäufer -wie hier - die sonstigen Voraussetzungen des § 196 Abs.1 Nr. 1 BGB vorliegen.
BGH, URTEIL vom 4.5.1977, Az. X ZR 12/80 Ebenso wie die Ansprüche aus Dienstverhältnissen (§ 196 Abs. 1 Nr. 8 und 9 BGB) betreffen auch die übrigen in § 196 BGB genannten Ansprüche Gegenleistungen für solche Leistungen, die der Anspruchsgläubiger dem Anspruchsschuldner vertraglich gegen Entgelt versprochen und erbracht hat oder Forderungen, die die Stelle derartiger Gegenleistungsansprüche einnehmen, insbesondere auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung, Verzugs, positiver Forderungsverletzung oder Verschuldens bei Vertragsanbahnung (culpa in contrahendo) oder aus Geschäftsführung ohne Auftrag oder Bereicherung (BGHZ 73, 266, 269).
BGH, URTEIL vom 4.5.1977, Az. X ZR 12/80 Eine solche Verschaffung stellt einen rechtlichen Vorgang eigener Art dar, der nicht zu den Geschäften im Sinne von § 196 BGB gerechnet und deshalb auch rechtlich nicht wie solche Geschäfte behandelt werden kann (vgl. BGH Mehrzweckfrachter aaO S. 803, vgl. auch BGH GRUR 1978, 244, 246 - Ratgeber für Tierheilkunde) .
BGH, URTEIL vom 4.0.1976, Az. VII ZR 280/75 aa) Das Oberlandesgericht Celle hat sie verneint (OLGE 28, 42), das Reichsgericht hat das Urteil bestätigt (DJZ 1913» 233)» Ein Teil des Schrifttums ist dem gefolgt (Schlegelberger/Quassowski, Aktiengesetz, 3. Aufl., § 3 An. 3; Hachenburg, GmbH-Gesetz, 4./5. Aufl., § 13 An. 14; Soergel/Augustin, 10. Aufl., § 196 BGB An. 67).
BGH, URTEIL vom 5.2.1975, Az. I ZR 9/74 Wenn für Ansprüche auf Schadensersatz wegen Verschuldens beim Vertragsabschluß ausgesprochen worden ist, daß sich die Verjährung nach der kurzen Frist des § 196 BGB richte (BGHZ 57, 191, 197), so waren dafür besondere Gründe maßgebend, die für
BGH, URTEIL vom 4.2.1975, Az. VII ZR 69/74 Für den Anwendungsbereich des § 196 Abs. 1 Nr. 9 BGB hat der Senat bereits früher ausgesprochen, daß diese Vorschrift alle Vergütungsansprüche ergreift, die aus der tatsächlichen Leistung von Arbeit hergeleitet werden (BGHZ 48, 125, 127 mit Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.2.1975, Az. VII ZR 69/74 Entsprechendes gilt, wie der Senat bei jener Gelegenheit bemerkt hat, für die übrigen Tatbestände des § 196 BGB (vgl. auch BGHZ 57, 191, 196; BGH NJVT 1965, 1224, 1225).
BGH, URTEIL vom 1.5.1974, Az. VII ZR 44/73 Der Kläger gehört zu dem von § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB erfaßten Kreis von Gläubigern (vgl. BGHZ 39, 255, 259, 260).
BGH, URTEIL vom 5.2.1973, Az. V ZR 34/71 Es ist deshalb entgegen der Meinung der Revision auch ohne Bedeutung, daß dieser Bereicherungsanspruch nach der Rechtsprechung (BGH NJW 1965, 1224) ebenso in der kurzen Frist des § 196 Abs. 1 Nr. 8 BGB verjährt, wie der Vergütungsanspruch aus einem Arbeitsverhältnis.
BGH, URTEIL vom 3.2.1973, Az. VIII ZR 204/71 Der gleiche Grund, aus dem Geschäfte des täglichen Lebens gemäß § 196 BGB in kurzer Zeit verjähren, nämlich die bei derartigen Geschäften unvermeidliche baldige Verdunkelung des Sachverhalts nach Möglichkeit zu verhindern und die glatte und beschleunigte Abwicklung der Geschäfte zu fördern, rechtfertigt eine kurze Verjährung auch für die aus diesen Geschäften entspringenden Schadensersatzansprüche wegen Verzuges (vgl. auch BGHZ 57, 191, 195 mit weiteren Nachweisen).
BGH, URTEIL vom 2.4.1972, Az. I ZR 75/71 Für sie gilt daher, daß sie vom Schluß der Rechnungsperiode, also vom Ende des Jahres 1966 an nach den für sie maßgebenden Vorschriften, also hier nach § 196 Abs. 1 Nr. 3 BGB, verjährt sind (BGHZ 51, 346, 352), so daß auch die Berücksichtigung des behaupteten Kontokorrentverhältnisses zu keiner dem Kläger günstigeren Entscheidung führen kann.
BGH, URTEIL vom 3.1.1972, Az. VIII ZR 8/71 / j ähnelt dem Anspruch auf Ersatz des Vertrauensinteresses, der ebenfalls in den Fristen des § 196 BGB verjährt, wenn diese Fristen bei Zustandekommen des Vertrages für den Erfüllungsanspruch gegolten hätten (BGH Urt. v. 28. Oktober 1971 aaO).
BGH, URTEIL vom 3.1.1972, Az. VIII ZR 8/71 Denn eine vertragliche Grundlage wird für die Anwendung des § 196 BGB nicht vorausgesetzt (BGHZ 48, 125, 127).
BGH, URTEIL vom 3.1.1972, Az. VIII ZR 8/71 Nicht nur die anstelle des Erfüllungsanspruchs tretenden Ansprüche auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung bzw# nicht rechtzeitiger Erfüllung unterliegen der kurzen Verjährung, wenn der Erfüllungsanspruch in den Fristen des § 196 BGB verjährt wäre, sondern auch die Ansprüche aus Verschulden bei Vertrags Schluß (BGH Urt. v. 28. Oktober 1971 aaO),auf Ersatz des VertrauensSchadens gemäß §§ 122 Abs.1, 307 Abs. 1 BGB (BGHZ 49, 77,
BGH, URTEIL vom 1.0.1972, Az. VII ZR 171/70 1.	Ohne Rechtsirrtum geht das Berufungsgericht allerdings davon aus, daß die Werklohnforderung nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB einer Verjährungsfrist von zwei Jahren unterliegt (BGHZ 53, 222).
BGH, URTEIL vom 4.9.1971, Az. VII ZR 15/70 Das hat der Senat für § 196 Abs. 1 Nr. 9 und § 197 BGB (in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts, des Bundesgerichtshofs und des Bundesarbeitsgerichts) ausgesprochen (vgl. BGHZ 48, 125, 127; 47,
BGH, URTEIL vom 4.1.1970, Az. VII ZR 168/6 Ein Gewerbebetrieb i.S« von § 196 BGB ist auch dann anzunehmen, wenn die Gemeinde zugleich in der Erfüllung ihrer öffentlich-rechtlichen gemeinnützigen Aufgaben tätig wird (RG DR 1940, 161; BGHZ 49, 258, 260).
BGH, URTEIL vom 4.1.1970, Az. VII ZR 168/67 Ein Gewerbebetrieb i.S. von § 196 BGB ist auch dann anzuneh-r men,.wenn die Gemeinde zugleich in der Erfüllung ihrer öffentlich-rechtlichen gemeinnützigen Aufgaben tätig wird (RG DR 1940, 161; BGHZ 49, 258, 260).
BGH, vom 4.7.1953, Az. II-ZB 95/57 Dieser Auslegung entspricht auch die Absicht des Gesetzgebers, Nach den Motiven zu dem BGB waren für die Abkürzung der Verjährung bei den Ansprüchen des § 196 BGB 'rechtspolizeiliche” Gründe maßgebend, insbesondere die Erwägung, daß Geschäfte des täglichen Verkehrs in der Regel nicht längere Zeit im Gedächtnis der Beteiligten haften bleiben, daß in kurzer Zeit eine Verdunklung des Sachverhältnisses eintrete und daß der Schuldner nicht nach einer Reihe von Jahren wegen Forderungen in Anspruch genommen werden solle, die vermutlich bezahlt seien, über deren.Bezahlung aber ein Nachweis nicht vorhanden sei (BGHZ 28, fU, 151; Mot, I S. 297/290)-Die vierjährige Verjährung ihr Leistungen, die für den Ge-

References: § 196
 § 196
 § 196
 § 670
 § 196
 § 196
 § 195
 § 196
 § 196
 § 197
 §196
 § 196
 § 196
 §425
 §425
 §425
 § 196
 § 195
 § 196
 BGH 
 § 196
 BGH 
 § 196
 BGH 
 § 196
 § 196
 § 195
 § 195
 § 196
 § 122
 § 307
 § 179
 § 196
 § 195
 § 195
 § 196
 BGH 
 § 196
 § 196
 § 196
 § 812
 § 196
 § 196
 § 812
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 BGH 
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 BGH 
 § 196
 BGH 
 § 196
 § 196
 § 2
 § 196
 § 2
 § 196
 § 196
 § 196
 BGH 
 BGH 
 § 3
 § 13
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 BGH 
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 196
 § 197
 § 196
 § 196
 § 196