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Timestamp: 2018-07-18 12:20:03+00:00

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10.09.2010 08:11 |
ich habe ein Angebot aus der Schweiz und möchte die steuerliche Situation vor der Zusage abklären:
Meine Familie (verheiratete Frau + 1 Kind, Frau noch in Elternzeit) bleibt in Deutschland. Ich werde mir in der Schweiz eine Wohnung nehmen und am Wochenende zurück zur Familie fahren.
Die Entfernung von der Familie zu meinem Arbeitsort ist ca. 250km bzw. 2 1/2 h Autofahrt.
1) Kann ich mein Schweizer Einkommen nur in der Schweiz versteuern?
2) Muß ich in DE eine Steuererklärung abgeben bzw. muß ich dem deutschen Finanzamt mitteilen, dass ich nun in der Schweiz arbeite?
3) Falls meine Frau wieder arbeiten möchte, was ist dann besser (zusammen oder getrennte Veranlagung)?
Nach § 1 EStG sind natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.
Nach Art. 15 Abs. 1 DBA CH können Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unselbstständiger Arbeit bezieht, nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, dass die Arbeit in dem anderen Vertragsstaat ausgeübt wird. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so können die dafür bezogenen Vergütungen in dem anderen Staat besteuert werden.
Nach Art. 15 Abs. 2 DBA CH können ungeachtet der Regelung in Absatz 1 Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine in dem anderen Vertragsstaat ausgeübte unselbstständige Arbeit bezieht, nur in dem erstgenannten Staat besteuert werden, wenn
Da Sie zu Deutschland die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen haben, gilt Deutschland somit als Ansässigkeitsstaat, so dass Ihre ausländischen Einkünfte nach § 1 EStG in Deutschland zu versteuern wären.
Nach Art. 15 Abs. 1 DBA CH hat die Schweiz aber das Besteuerungsrecht mit der Folge, dass Ihre Einkünfe in der Schweiz in Deutschland steuerfrei sind, aber in den Progressionsvorbehalt einbezogen werden.
Eine Zusammenveranlagung wäre in Ihrem Fall nicht möglich, da die nachfolgenden Voraussetzungen (nach einer Entscheidung des EuGH aus 2007) nicht vorliegen:
a) mindestens 90 % der Einkünfte müssen der deutschen Einkommensteuer unterliegen und
b) die ausländischen Einkünfte dürften eine jährlich festgesetzte Grenze nicht überschreiten (für das Kalenderjahr 2009 war dies für Ehegatten ein Betrag von EUR 15.328,00).
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References: § 1
 Art. 15
 Art. 15
 § 1
 Art. 15
 EuGH