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Timestamp: 2016-10-27 15:11:01+00:00

Document:
U 460/00 (08.11.2001)
U 460/00 Ge
B.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8001 Z�rich,
A.- Mit Verf�gung vom 30. April 1997 sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) dem 1976 geborenen B.________ f�r die Folgen eines am 23. November 1993 erlittenen Sportunfalles ab 1. Mai 1997 eine Invalidenrente, gest�tzt auf einen Erwerbsunf�higkeitsgrad von 50 %, sowie eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 34'020.-, entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 35 %, zu. Auf Einsprache hin ermittelte die SUVA ab 1. Mai 1997 einen Invalidit�tsgrad von 70 %, hielt aber am Integrit�tsentsch�digungsanspruch in verf�gter H�he fest (Einspracheentscheid vom 2. M�rz 1999).
B.- Die dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher B.________ um Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung, basierend auf einer Integrit�tseinbusse von 70 % ersucht hatte, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 31. Oktober 2000).
C.- B.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es sei ihm eine Integrit�tsentsch�digung von 50 - 70 % zuzusprechen; ferner sei ihm die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
1.- a) Streitig und zu pr�fen ist einzig die H�he der Integrit�tsentsch�digung.
b) Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze zum Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV), zu deren Abstufung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV, basierend auf Art. 36 Abs. 2 UVV) und zur Bedeutung der von der medizinischen Abteilung der SUVA erarbeiteten weiteren Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster; BGE 124 V 32 Erw. 1c) zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben wurde auch die Rechtsprechung zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten im Allgemeinen (BGE 122 V 160 Erw. 1c; vgl. auch BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) sowie solcher versicherungsinterner �rztinnen und �rzte im Besonderen (BGE 122 V 161 f. Erw. 1c; siehe auch BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee mit Hinweis). Darauf kann verwiesen werden. Zu erg�nzen ist, dass gem�ss Art. 36 Abs. 4 UVV voraussehbare Verschlimmerungen des Integrit�tsschadens angemessen ber�cksichtigt werden (Satz 1); Revisionen sind nur im Ausnahmefall m�glich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite und nicht voraussehbar war (Satz 2).
2.- a) Am 23. November 1993 schlug sich der Beschwerdef�hrer w�hrend des Sportunterrichts bei der Landung nach einem Salto mit dem linken Knie gegen die linke Kopfseite, wodurch er eine Impressionsfraktur des linken Orbitabogens mit Fraktur der ventralen Wand des Sinus frontalis erlitt. Nach verschiedenen medizinischen und beruflichen Abkl�rungen hielten die Dres. med. Z.________ und L.________, Rehabilitationsklinik X.________, in ihrem Austrittsbericht vom 11. April 1996 daf�r, rund zweieinhalb Jahre nach dem Unfall st�nden weiterhin ausgepr�gte Kopfschmerzen im Vordergrund, wobei neuropsychologisch eine leichte bis mittelschwere Funktionsst�rung unklarer Genese und psychosomatisch eine "andere organische Pers�nlichkeits- und Verhaltensst�rung" festgestellt worden seien. Die Dres. med. Z.________ und H.________, Rehabilitationsklinik X.________, f�hrten in ihrer gemeinsamen neurologischen Fallbeurteilung vom 29. Oktober 1996 aus, der Versicherte habe durch den Unfall eine erhebliche Gesichtssch�delfraktur erlitten, welche geeignet sei, die schweren posttraumatischen Kopfschmerzen auszul�sen. Neuropsychologische oder neurologische funktionelle Ausf�lle organischer Genese seien auf Grund der durchgef�hrten Untersuchungen m�glich, jedoch nicht gen�gend nachweisbar, wohingegen verschiedene Anhaltspunkte (MRI, SPECT und Fr�hanamnese mit den dort erw�hnten Augenmotolit�tsst�rungen) auf eine m�glicherweise durchgemachte Hirnverletzung schliessen liessen. Diese Einzelbefunde wiesen in ihrer Summe auf eine erhebliche traumatische Sch�digung des Sch�dels hin. Bezugnehmend auf diese Beurteilungen sch�tzte die Kreis�rztin Frau Dr. med. S.________ den Integrit�tsschaden in ihrem Bericht vom 3. April 1997 entsprechend der in Tabelle 8 ("Integrit�tsentsch�digung bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen") der von der SUVA herausgegebenen Richtlinien aufgef�hrten Entsch�digungen bei leichter bis mittelschwerer Hirnfunktionsst�rung auf 35 %. Dr. med. H.________, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, schloss sich dieser Einsch�tzung an, indem er in seinem neurologischen Bericht vom 8. Februar 1999 ausf�hrte, der Versicherte leide an posttraumatischen Kopfschmerzen erheblichen Grades, die eine neuropsychologische Leistungseinbusse verursachten. Es sei anzunehmen, dass die Kopfschmerzen dauerhaft seien und damit dauerhafte neuropsychologische St�rungen bewirkten, welche indes - grossz�gig bemessen - h�chstens den Grad einer leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsst�rung, d.h. einen Integrit�tsschaden von 35 %, erreichten.
Diese Einsch�tzung, auf die SUVA und Vorinstanz abgestellt haben und welcher das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nichts beizuf�gen hat, entspricht dem Gesetz, der Verordnung und den anwendbaren Richtlinien. Eine h�here Entsch�digung der durch die Unfallfolgen erlittenen seelischen Unbill rechtfertigt sich, wie das kantonale Gericht insbesondere unter Hinweis auf die Abgeltung anderer Integrit�tssch�den zutreffend dargelegt hat, nicht.
b) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag an diesem Ergebnis nichts zu �ndern. Namentlich kann angesichts der �rztlicherseits �bereinstimmend erhobenen Befunde der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht gefolgt werden, die aus der erheblichen traumatischen Sch�digung des Sch�dels herr�hrenden Unfallfolgen seien analog zu einem sehr schweren motorischen bzw. psychoorganischen Syndrom gem�ss der in Anhang 3 zur UVV aufgelisteten Skala mit einer Integrit�tsentsch�digung von 80 % abzugelten. Nach der vorliegend auf Grund des Beschwerdebildes heranzuziehenden Tabelle 8 der SUVA-Richtlinien (betreffend Integrit�tsschaden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen) entspr�che ein in dieser H�he festgesetzter Integrit�tsschaden einer sehr schweren posttraumatischen Hirnfunktionsst�rung, d.h. einer - hier klarerweise zu verneinenden - starken St�rung in fast allen Hirnfunktionen. Des Weitern wurde bereits im angefochtenen Entscheid korrekt dargelegt, dass jedenfalls im relevanten Zeitpunkt des Einspracheentscheides (2. M�rz 1999; BGE 122 V 423 Erw. 4a mit Hinweis) auf Grund der medizinischen Aktenlage keine Anhaltspunkte f�r eine prognostizierbare und damit gem�ss Art. 36 Abs. 4 UVV bei der Bemessung der Integrit�tsentsch�digung zu ber�cksichtigende Verschlechterung der neurologischen, neuropsychologischen und psychischen Situation vorlagen. Wie das kantonale Gericht ferner unter Hinweis auf die massgebliche Rechtsprechung (BGE 124 V 29) richtig erkannt hat, k�nnten vorliegend selbst voraussehbare massive psychogene Beschwerden keine Erh�hung der Integrit�tsentsch�digung bewirken, da ein derartiger Anspruch bei psychischen Unfallfolgen lediglich im Falle einer eindeutigen individuellen Langzeitprognose best�nde. Dieses Kriterium der Dauerhaftigkeit ist f�r Unf�lle, die wie hier im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung bei psychischen Unfallfolgen vorzunehmenden Einteilung (vgl. BGE 124 V 44 f. Erw. 5c/bb mit Verweis auf BGE 115 V 133) angesichts der bisherigen Judikatur dem mittleren Bereich zuzuordnen sind (vgl. RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. Erw. 4b/bb sowie 1995 Nr. U 215 S. 91 Erw. b), ohne n�here Abkl�rungen zu verneinen.
3.- Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Mehrwertsteuer) von Fr. 1'500.- ausgerichtet.

References: Art. 36
 Art. 36
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 36
 BGE 
 Art. 36
 BGE 
 BGE 
 Art. 135
 Art. 152