Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F15-12-2011-5A_798-2011
Timestamp: 2016-10-27 23:01:38+00:00

Document:
5A_798/2011 (15.12.2011)
5A_798/2011
Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 4. November 2011 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 1. Zivilkammer).
in die Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 4. November 2011 des Obergerichts des Kantons Bern, das eine Beschwerde des Beschwerdef�hrers abgewiesen und den �ber diesen (mit Wirkung ab 6. Oktober 2011, 12.00 Uhr) er�ffneten Konkurs best�tigt hat,
in die nachtr�glichen Gesuche um aufschiebende Wirkung und (sinngem�ss) um unentgeltliche Rechtspflege,
dass das Obergericht in formeller Hinsicht erwog, nach erfolgloser Zustellung einer ersten Vorladung vom 5. August 2011 zur Konkursverhandlung auf den 6. September 2011 sei dem Beschwerdef�hrer mit (ihm bzw. seiner Ehefrau am 16. September 2011 rechtsg�ltig zugestellter) Verf�gung vom 8. September 2011 ein neuer Termin zur Konkursverhandlung auf den 6. Oktober 2011 angesetzt und (f�r den Fall des Nichterscheinens) ein Abwesenheitsurteil angedroht worden, der Beschwerdef�hrer sei nicht erschienen und habe das Gericht weder �ber seine Auslandsabwesenheit orientiert noch ein Verschiebungsgesuch gestellt, der erstinstanzliche, androhungsgem�ss in Abwesenheit beider Parteien ergangene Konkurser�ffnungsentscheid (Art. 171 SchKG) gelte (wegen Nichtabholens bei der Post) kraft Gesetz als am 14. Oktober 2011 zugestellt (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO), die erst am 30. Oktober 2011 und damit nach Ablauf der (gesetzlichen und damit nicht erstreckbaren: Art. 144 Abs. 1 ZPO) Beschwerdefrist von 10 Tagen (Art. 321 Abs. 2 ZPO) gestellten Antr�ge seien versp�tet, eine Nachfrist zur Erg�nzung der vom Beschwerdef�hrer am 24. Oktober 2011 erhobenen Beschwerde k�nne nicht gew�hrt werden,
dass das Obergericht in materieller Hinsicht erwog, der Beschwerdef�hrer habe die Tilgung der Schuld (als Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Konkursaufhebung nach Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG) nicht urkundlich nachgewiesen, ferner habe er auch hinsichtlich der weiteren (kumulativen) Aufhebungsvoraussetzung der Glaubhaftmachung der Zahlungsf�higkeit (Art. 174 Abs. 2 SchKG) keine Beilagen eingereicht, gem�ss Schuldnerinformation des Betreibungsamts vom 27. Oktober 2011 seien bis zu diesem Zeitpunkt Betreibungen �ber Fr. 102'285.-- erhoben und lediglich Fr. 14'622.70 bezahlt worden, der Konkursrichter habe die materielle Begr�ndetheit der Konkursforderung nicht zu pr�fen, der Beschwerdef�hrer h�tte die (nicht ben�tzte) M�glichkeit der Erhebung des Rechtsvorschlags gegen den Zahlungsbefehl gehabt,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG, die sich nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide richten kann (Art. 75 Abs. 1 BGG), zum Vornherein unzul�ssig ist, soweit der Beschwerdef�hrer auch den erstinstanzlichen Konkurser�ffnungsentscheid kritisiert,
dass ausserdem in einem Fall wie dem vorliegenden, wo der angefochtene Entscheid (teilweise) auf mehreren selbstst�ndigen Begr�ndungen beruht, anhand jeder dieser Begr�ndungen nach den gesetzlichen Anforderungen eine Rechts- bzw. Verfassungsverletzung darzulegen ist (BGE 133 IV 119 E. 6 ),
dass zwar der Beschwerdef�hrer in seinen Eingaben an das Bundesgericht die Lage der Dinge aus eigener Sicht schildert, seine bereits vom Obergericht widerlegten Einwendungen wiederholt und in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs r�gt,
dass er jedoch mit diesen Vorbringen nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erw�gungen �ber die rechtsg�ltige Vorladung zur Konkursverhandlung, �ber das Fehlen eines Verschiebungsgesuchs, �ber die gesetzliche Zustellungsvermutung und die Nichterstreckbarkeit der kantonalen Beschwerdefrist eingeht,
dass sodann der Beschwerdef�hrer in materieller Hinsicht die vom Obergericht angenommene fehlende Glaubhaftmachung der Zahlungsf�higkeit kritisiert (Art. 174 Abs. 2 SchKG),
dass er jedoch mit diesen Vorbringen nicht auf die obergerichtliche Erw�gung eingeht, wonach der Beschwerdef�hrer nicht (mit der Einlegung der Beschwerde) die Tilgung der (zur Konkurser�ffnung f�hrenden) Betreibungsschuld gegen�ber der Beschwerdegegnerin urkundlich nachgewiesen habe und es daher auch an der kumulativen Voraussetzung des Art. 174 Abs. 2 Ziffer 1 SchKG f�r eine nachtr�gliche Konkursaufhebung fehle,
dass der Beschwerdef�hrer (der nach seinen Angaben Jurist mit Ausbildung an den Universit�ten Bern, Lausanne und Harvard ist) erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand s�mtlicher, den obergerichtlichen Entscheid selbstst�ndig tragenden Begr�ndungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 4. November 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit ungeachtet der Frage der Glaubhaftmachung der Zahlungsf�higkeit auf die - offensichtlich unzul�ssige bzw. keine hinreichende Begr�ndung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, dem Konkursamt Z.________, dem Grundbuchamt Z.________ und dem Handelsregisteramt des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 72
 Art. 72
 Art. 144
 Art. 174
 Art. 72
 Art. 174
 Art. 108