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Timestamp: 2020-08-06 10:46:42+00:00

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Beschreibung: AG Berlin-Mitte | 123 C 5146/19
Urteil | 1. § 3 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin (MietenWoG Bln) verbietet Mieterhöhungsverlangen mit einem Wirksamkeitszeitpunkt nach dem 18. Juni 2019. Die Vorschrift ist ein Verbotsgesetz i.S.d. § 134 BGB.2. Ein Verstoß gegen das gesetzliche Verbot würde aus dem Zustandekommen des Änderungsvertrages, den die rechtskräftige Verurteilung der Beklagten zur Abgabe der auf Zustimmung zur Mieterhöhung gerichtete Willenserklärung bewirkt, folgen. Zudem liegt in dem Mieterhöhungsverlangen bzw. dem Festhalten der Klägerseite an diesem in Anbetracht der Verbotsvorschrift eine gem. § 242 BGB unzulässige Rechtsausübung (vgl. LG Berlin, Beschl. v. 12. März 2020 – 67 S 274/19 –, juris Rn. 21).3. Bei § 3 Abs. 1 Satz 1 MietenWoG Bln handelt es sich nicht um eine Regelung auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts, sondern des öffentlichen Mietpreisrechts, für das das Land Berlin gesetzgebungsbefugt ist.4. Die Regelung verstößt nicht gegen das Gebot der rücksichtvollen Ausübung einer Länderkompetenz. Es liegt auch keine Kollisionslage nach Art. 31 GG („Bundesrecht bricht Landesrecht“) vor (vgl. Amtsgericht Mitte, Urt. v. 24. März 2020 – 25 C 5054/19 – EA S. 6 f.). | § 3 Abs 1 S 1 MietBegrG BE, § 11 MietBegrG BE, § 5 WiStrG, § 134 BGB, § 242 BGB, ...

References: § 3
 § 134
 § 242
 § 3
 Art. 31
 § 3
 § 11
 § 5
 § 134
 § 242