Source: http://harald-birgfeld.de/Kindergaerten%20Beurteilung.htm
Timestamp: 2019-09-21 23:34:29+00:00

Document:
and I said to myself, what a wonderful world,
2014, 36 Gedichte mit fantastischen Inhalten, 44 S. Zum Volltext.
Außenlager KZ Sasel, 136 S. Nicht enthalten im Buch: Leserbriefe.
Über 60 „Empfohlene Maßnahmen“
Für Kindergartenleiterinnen, Kindergartenleiter,
Erzieherinnen, Erzieher und Sicherheitsbeauftragte.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an Kindergärten,
Beurteilung der Arbeitsbedingungen gem. § 5 des Arbeitsschutzgesetzes.
(S. auch Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom
Mai 2007, GUV-V S2.)
Arbeitsschutzgesetz, § 15: Pflichten der Beschäftigten
Bildergalerie, Ingenieurarbeiten und Lyrik und Prosa.
48 Seiten mit mehr als 60 „Empfohlenen Maßnahmen“.
ISBN 978-3-8423-3618-6
Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und z.B. ein Betriebsarzt stehen dabei gerne beratend zur Verfügung. Die zu den Beurteilungen gehörenden
Dokumentationen der Beurteilungen der Arbeitsbedingungen
gem. § 6 des Arbeitsschutzgesetzes, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
sind weitere Arbeitsunterlagen, die Ihnen, der Einrichtungsleitung, die Möglichkeit geben, gefundene Mängel und Gefahren sowie die zu treffenden Maßnahmen zu deren Beseitigung zu dokumentieren.
Sämtliche Unterlagen und Zusammenstellungen unterliegen einem Copyright 2010 beim Autor, Harald Birgfeld, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Erlaubnis des Herausgebers, Harald Birgfeld, reproduziert werden.
Inhaltsverzeichnis, unterteilt in:
1) Allgemein an Kindergärten, betrifft die an Kindergärten möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und
2) Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung, betrifft die möglicherweise an Kindergärten vorhandenen arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, z.B. betreffend den Mutterschutz.
1) Allgemein an Kindergärten
Abkürzungen und Vorschriften
s. auch Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom Mai 2007, GUV-V S2
Alarmpläne (2 Muster)
Arztraum (bzw. Raum mit
Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)
Befahren von Spielplätzen
Bestellung von Geräten
BildsBAP, für Bedienstete
Blitzableiter am Kindergartengebäude
Büroarbeitsplatz (kein BAP)
Ein-Aus-Taster für Arbeitsbereiche in Küchen, an Küchenzeilen,
Einfriedung des Kindergartengeländes
Elektrische Betriebsmittel, Prüfungen
Elektrische lose Leitungen
Erhöhte Spielebenen in Gruppenräumen
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs),
Feuergefahr, Entstehungsbrände (s. auch Brandgefahr)
Flucht- und Rettungswege (2 Muster)
..frittieren" auf der Herdplatte
Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern
Giftpflanzen in Kindergärten/ auf Kinderspielplätzen
Glas in Schränken, Drahtglas, Spiegel
Kopierer im Sekretariat
Küchenzeile in Kindergärten
Lichtschalter im Kindergartengebäude
"Pädagogischer Mittagstisch"
Papier- bzw. Pappschneidemaschine
Podeste vor Gebäudeeingängen
Rettungsweg- und Brandschutzzeichen
Rettungsweg- und Brandschutzzeichen in allen Gebäuden
Rettungswege und Verkehrswege im gesamten Kindergartenbereich Rettungswegtüren im Rettungsweg und verstellte Türen
Sanitätsraum, s. Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)
Scharfkantige Möbel
Sicherheitsbeauftragte an Kindergärten
Sicherheitsbeauftragte, Bestellung zum, (Formblatt)
Spielebenen (erhöht) in Gruppenräumen
Stufen und Treppengeländer
Teiche, Feuchtbiotope
Toiletten- und Waschräume
Treppengeländer (s. Stufen..)
Waschtisch- und Toilettenbeckenaufhängung,
2) Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung an Kindergärten
Infektionsgefahren im Kinder- und Jugendbereich, Merkblatt
Mutterschutz, Merkblatt
Röteln., Merkblatt
Vorschriften und Abkürzungen
Geltungsbereich: Alle Länder der Bundesrepublik Deutschland
Alle nachstehend aufgeführten Vorschriften, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstätten-Richtlinien, die Arbeitsstätten-Verordnung, das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure..., sowie alle Verordnungen, die GUV'en (die neuen GUV-Nr.n und die alten GUV-Nr.n werden, zum besseren Auffinden, im Text noch nebeneinander gestellt.) und das Mutterschutzgesetz einschl. der Mutterschutz Richtlinienverordnung sind in jedem Land gleichermaßen an zu wenden. Länderverordnungen wie Länder Bau-Ordnungen, Technische Richtlinien einer Baubehörde eines Landes usw. sind immer den gesetzlichen Vorschriften nachgeordnet. Sie sollten, falls erforderlich, vor Ort erfragt werden.
GUV-Nr. (ab 1.Okt.2002)
Einsicht z.B. direkt über Suchmaschinen
GUV-Nr. (bisher)
GUV-V A1
(GUV 0.1)
aufgehoben 7.2004
UVV Grundsätze der Prävention
GUV-V A2
GUV 2.10
GUV-V A4
GUV 0.6
UVV Arbeitsmedizinische Vorsorge
GUV-V A6
GUV 0.51
UVV Fachkräfte für Arbeitssicherheit
GUV-V A6/7
GUV 0.5
UVV Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit
GUV-V A7
GUV 0.52
UVV Betriebsärzte
GUV-V A8
GUV 0.7
UVV Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz
GUV-V B2
GUV 2.20
UVV Laserstrahlung
GUV-V B3
GUV 9.20
GUV-V B6
GUV 9.9
UVV Gase
GUV-V B7
GUV 9.8
UVV Sauerstoff
GUV-V C8
GUV 8.1
UVV Gesundheitsdienst
GUV-V D1
UVV Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren
GUV-V D15
GUV 3.9
UVV Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern
GUV-V D34
GUV 9.7
UVV Verwendung von Flüssiggas
GUV-V S1
GUV 6.3
UVV Schulen
GUV-V S2
Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom Mai 2007
GUV-I 510-3
GUV 30.10
Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen (Registerausführung)
GUV-I 511-1
GUV 40.6
Verbandbuch (kartoniert DIN A5)
GUV 20.6
GUV 20.12
GUV-I 668
GUV 20.22
Erste Hilfe bei erhöhter Einwirkung ionisierender Strahlung
GUV-I 720
GUV 33.1
Tisch- und Format-Kreissägemaschinen (Aushang DIN A 2)
GUV-I 721
GUV 33.4
Tisch-Fräsmaschinen (Aushang DIN A 2)
GUV-I 722
GUV 33.3
Tisch-Bandsäge-Maschinen (Aushang DIN A 2)
GUV-I 724
GUV 33.2
Abricht-Hobelmaschinen (Aushang DIN A 2)
GUV-I 739
GUV 19.2
Holzstaub - Handhabung und sicheres Arbeiten
GUV-I 8502
GUV 23.3
GUV-I 8503
GUV 20.2.1
GUV-I 8504
GUV 20.10
GUV-I 8519
GUV 20.56
Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte (Faltblatt)
GUV-I 8524
GUV 22.1
GUV-I 8540
GUV 40.0
GUV-I 8542
GUV 40.8
Meldungen des Sicherheitsbeauftragten (Meldeblock)
GUV-I 8543
GUV 40.9
Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten (Vordruck)
GUV-I 8549
GUV 33.10
Aufkleber für Maschinen (Schutzalterhinweis)
GUV-I 8553
GUV 50.0.4
GUV 17.8
"Sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen"
GUV 50.12
Sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
GUV-I 8577
GUV 38.5
Aufkleber "Erste Hilfe" (10x10 cm)
GUV-I 8589
GUV 50.13
GUV-I 8700
GUV 50.11
Beurteilung von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz
GUV-R 111
GUV 16.9
GUV-Regel Küchen
GUV-R 120
GUV 16.17
GUV-Regel Laboratorien
GUV-R 132
GUV 19.7
Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen
GUV-R 133
GUV 10.10
GUV-R 1526
GUV 26.3
GUV-R 1535
GUV 17.7
Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze
GUV-R 181
GUV-R 189
GUV 20.19
GUV-R 190
GUV 20.14
GUV-Regel Benutzung von Atemschutzgeräten
GUV-R 191
GUV 20.16
GUV-Regel Benutzung von Fuß- und Beinschutz
GUV-R 192
GUV 20.13
GUV-Regel Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz
GUV-R 193
GUV 20.15
GUV-Regel Benutzung von Kopfschutz
GUV-R 195
GUV 20.17
GUV-R 2104
GUV 16.19
Richtlinien für höhenverstellbare Zwischenböden in Bädern
GUV-SI 8009
GUV 20.48
Sicher und fit am PC in der Schule
GUV 20.57
Naturnahe Gestaltung, Pflanzen,
GUV-SI 8016
GUV 26.2
GUV-SI 8017
Außenspielflächen und Spielplatzgestaltung
GUV-SI 8018
GUV 29.15
GUV-SI 8020
GUV 30.26
Notruf-Nummern-Verzeichnis (Schulen)
GUV-SI 8027
GUV-SI 8035
GUV 57.1.28
GUV-SI 8036
GUV 57.1.30.1
Keramik - Ein Handbuch für Lehrkräfte
GUV-SI 8037
GUV 57.1.30.2
Papier - Ein Handbuch für Lehrkräfte
GUV-SI 8038
GUV 57.1.30.3
GUV-SI 8039
GUV 57.1.30.4
Kunststoff - Ein Handbuch für Lehrkräfte
GUV-SI 8042
GUV 57.1.30.7
GUV-SI 8044
GUV 57.1.31
GUV 57.1.39
GUV-SI 8051
GUV 57.1.44
GUV-SI 8061
GUV 40.10
Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten für innere Schulangelegenheiten (Vordruck)
GUV-SI 8064
GUV 20.2.2
Merkblatt für Schulleiter und Sicherheitsbeauftragte für innere Schulangelegenheiten
GUV-SI 8065
GUV 20.26
GUV-SI 8066
GUV 20.38
GUV-SR 2001
GUV 16.3
Richtlinien für Schulen - Bau und Ausrüstung
GUV-SR 2002
GUV 16.4
Richtlinien für Kindergärten - Bau und Ausrüstung
GUV 19.16
GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht
GUV-SR 2004
GUV 19.16A
Anhang 1 zur GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht - Gefahrstoffliste
GUV-SR 2005
GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen in Hochschulen
Mutterschutzgesetz und Mutterschutz Richtlinienverordnung.
ArbSchG.........Arbeitsschutzgesetz http://bundesrecht.juris.de/arbschg/index.html
ArbStättR.......Arbeitsstätten-Richtlinien http://www.bge.de/asp/dms.asp?url=/gv/asr/inhalt.htm
ArbStättV.......Arbeitsstätten-Verordnung http://bundesrecht.juris.de/arbst_ttv_2004/index.html
ASiG..............Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit,
abgedruckt in der GUV 0.5/GUV-V A6/7)
BildscharbV. ..Bildschirmarbeitsplatzverordnung http://www.gesetze-im-internet.de/bildscharbv/
GefStoffV… .Gefahrstoffverordnung http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Rechtstexte/Gefahrstoffverordnung.html
GUV.............Gesetzliche Unfallversicherung, (Exemplare kostenlos bei der Landesunfallkasse
Hamburg, sowie den entsprechenden Landesunfallkassen, Landes-Unfallversicherungen und z.B. Eigenunfall-Versicherungen der Länder erhältlich
TRGS ……… .Technische Richtlinien für Gefahrstoffe
UVV…… ……Unfall-Verhütungs-Vorschrift
KMK....... ......Kultusministerkonferenz der Länder
PSA-BV..... ...Verordnung.....persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit
http://www.gesetze-im-internet.de/psa-bv/BJNR184110996.html
Die in Rot hervorgehobenen Vorschriften bzw. Bezeichnungen, z.B. AMD, MblSchul, TR-Schulen und VwHdbSchul, gelten nur für das Land Hamburg und haben keine besondere Bedeutung in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz an Schulen anderer Länder. Sie dienen hier der Information.
AMEV.......... ..Hinweise für Innenraumbeleuchtung, Arbeitskreis Maschinen- u. Elektrotechnik, Hamburg.
AMD...............Arbeitsmedizinischer Dienst, Hamburg
IfL.................Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg
MblSchul.........Mitteilungsblatt für Schulen, (Hamburg)
TR-Schulen.....Technische Richtlinien der Baubehörde Hamburg
VwHdbSchul. ..Verwaltungshandbuch Schulen Hamburg
Alarmplan an Kindergärten
a) Regelung für den Brandfall im Kindergarten und in der Verwaltung
Für den Brandfall sind Maßnahmen zu planen. Die bestehen hauptsächlich aus der Alarmierung und dem Wissen über die Rettungswege ins Freie.
o der Alarmplan mit einem Ablauf der zu treffenden Maßnahmen,
o Pläne über die Flucht- und Rettungswege und
o die richtigen Rettungsweg- und Brandschutzzeichen.
Es sollten:
jeweils ein Alarmplan am Anfang von Fluren hängen,
jeweils mindestens ein Plan über die Flucht- und Rettungswege in Fluren hängen und
es sollten überall die richtigen Rettungswegzeichen, falls es sich einrichten lässt, in Fußbodenhöhe, nämlich außerhalb von Rauchbereichen, sonst oberhalb von Ausgangstüren und an Wänden von Treppenabsätzen, angebracht sein.
b) Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr
Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sollten durch deutliche Hinweise immer dort zur Verfügung stehen, wo Notrufeinrichtungen vorhanden sind.
Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Kindergarten stets erreichbar sein. Empfohlene Maßnahme
Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Kindergarten stets erreichbar sein.
In Verkehrs- und Rettungswegen sollte auf die nächste Notrufeinrichtung verwiesen werden.
Es sollten Gespräche mit der Feuerwehr, Brandschutzabteilung, geführt werden.
Es sollten mindestens einmal jährlich Feuerschutzübungen mit dem Verlassen des Kindergartens und unter Aufsicht der Feuerwehr durchgeführt werden.
Vgl.: GUV-V A1 § 22.
Störungen am Hausalarm, falls ein solcher vorhanden ist, sind sofort zu melden und sofort zu beheben. Auslöser/Melder für den Hausalarm, "Feuermelder", sind rot und in 1,5 m Höhe zu installieren.
Vgl.: DIN 14675 und VDE 0108 sowie GUV-V A1 § 22.
Alarmplan, Muster I
Vgl.: GUV 57.1.44/GUV-SI 8051, S. 8 (für Schulen und Kindergärten) und GUV 0.7, Anhang 2 bzw.
Alarmplan (Muster) II
Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)
In Kindertageseinrichtungen hat der Unternehmer mindestens eine geeignete Liegemöglichkeit oder einen geeigneten Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung von Verletzten vorzuhalten. Die „Grundsätze der Prävention“ GUV-V A1 verweisen auf die "Erste Hilfe". Die sollte eingehalten werden.
· Der Raum muss sich im Erdgeschoss befinden, damit er mit einer Krankentrage leicht erreicht werden kann.
· Der Raum muss einen Erste-Hilfe-Kasten haben.
· Der Raum muss ein Notruftelefon mit Anschluss an eine öffentliche Notrufzentrale haben.
· Der Raum sollte ein Waschbecken mit Kalt- und Warmwasser haben.
· Die Raumtemperatur sollte 22 ° C betragen.
· In dem Raum sollte eine Krankentrage gem. DIN-EN 13025 vorhanden sein.
· Die Kennzeichnung der Eingangstür des Sanitätsraumes erfolgt mit dem Klebeschild, Best.-Nr. GUV 38.5/GUV-I 8577, E 06: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" Größe = 10 x 10 cm,
· Die Fensterscheiben des Sanitätsraumes müssen undurchsichtig sein.
Der Sanitätsraumes ist eine wesentliche Vorbereitung auf den Notfall. Er sollte vorschriftgemäß eingerichtet sein und nicht fremdgenutzt werden. Der Notfall muss immer bedacht werden.
Vgl.: ArbStättR 38/2 und GUV 20.12/GUV-I 662, z.B. 2.1.1 und GUV 0.7/GUV-V A8, E 06 und GUV-V A1, § 25 sowie GUV-V A1, § 25 (5).
Aufgaben der Einrichtungsleitung, Kindergarten
Befahren von Spielplätzen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Kindergartenzeit und Zutritts- und Aufenthaltsverbote
a) Aufgaben der Einrichtungsleitung
Auf Grund ihrer Stellung soll die Einrichtungsleitung alle organisatorischen Maßnahmen ergreifen, um Gefährdungen im Kindergarten auszuschließen.
· Der Arbeitgeber, das ist hier die Einrichtungsleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten und der Kinder übernehmen.
· Der Arbeitgeber , das ist hier die Einrichtungsleitung, kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Damit ist insbesondere die Gefährdungsbeurteilung sowie deren entsprechend dem ArbSchG zu verstehen.
· An jeder Einrichtungsleitung ist wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Erzieherin oder ein Erzieher, für die Belange des Kindergartens schriftlich zu bestellen.
b) Befahren von Kindergartenspielplätzen mit Pkw oder Baufahrzeugen
Die Einrichtungsleitung sollte ein Verbot des Befahrens des Kindergartengeländes während der Kindergartenzeit aussprechen oder eine Trennung des Baustellenverkehrs vom Kindergartenfreigelände erwirken.
Eine Absprache zwischen Einrichtungsleitung und der zuständigen Bauabteilung ist durchzuführen.
c) Zutritts- und Aufenthaltsverbote:
Der Unternehmer (hier die Einrichtungsleitung) hat dafür zu sorgen, dass unbefugte Dritte Betriebsteile nicht betreten, wenn dadurch eine Gefahr für Versicherte (Bedienstete und Kinder) entsteht.
Während der Kindergartenzeit sollten z.B. keine Pkw das Kindergartengelände befahren oder dort abgestellt werden dürfen.
Vgl.: ArbSchG z.B. § 5, § 6, § 10(2) und § 13 (2) sowie GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 mit Anlage und GUV-V A1 § 18
Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Bedienstete
BAP für Bedienstete sollen alles in allem den Sicherheitsregeln entsprechen. Nicht richtig eingerichtete BAP können sehr schnell zu körperlicher Überanstrengung, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen fahren. Das soll vermieden werden. BAP zur Unterstützung der Arbeit in den Schulbüros müssen der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) entsprechen. Bei der richtigen Einrichtung von BAP dürfen keine Unterschiede an die Arbeitsplatzanforderungen gemacht werden.
Vgl.: BildscharbV sowie GUV 50.12/GUV-I 8566
a) Arbeitstisch
Der BAP-Arbeitstisch muss eine ausreichend große und reflexionsarme Oberfläche besitzen und eine flexible Anordnung der Arbeitsmittel zulassen. Manchmal ist der Tisch zu klein und seine Höhe von oft 78 und mehr cm lässt eine ergonomisch günstige Arbeitshaltung nicht zu. Die vorhandenen Tischplatte erzeugt auch zu oft störende Reflexionen, die nicht sein sollen.
Der Drucker sollte möglichst auf einem Beistelltisch aufgestellt werden.
Es ist ein vorschriftsmäßiger Arbeitstisch mit einer reflexionsarmen Oberfläche, einer Höhe von 72 cm und einer Fläche von (L x B) 1.600 mm mind. 1.200 mm x 900 mm vorzusehen.
b) Beleuchtungsstärke
Zur Überprüfung einer ausreichenden Beleuchtungsstärke sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht am Arbeitsplatz, z.B. durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist manchmal auch zu grell oder wird als solche empfunden und nicht immer günstig zum BAP angeordnet.
Die Beleuchtungsstärke kann in den meisten Fällen durch bauliche Maßnahmen wesentlich verbessert werden. Es könnte z.B. eine zweite Lampenreihe in den Zimmern angeordnet werden oder die vorhandenen Lampen könnten tiefer abgehängt werden. Manchmal helfen stärkere Leuchten.
Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, 4.1 1.1
c) Vorlagenhalter
Es fehlen häufig Vorlagenhalter.
An jedem Arbeitsplatz ist ein Vorlagenhalter, höhen- und neigungsverstellbar, vorzusehen.
d) Schreibmaschinentisch
Für die oft noch benutzte Schreibmaschine fehlt zu häufig ein Tisch mit einer richtigen Höhe von 65 cm. Der Tisch ist sehr oft viel zu hoch.
Es ist ein richtiger Schreibmaschinentisch mit einer Höhe von 65 cm vorzusehen.
e) Reflexionen am Bildschirm
Grundsätzlich ist der Bildschirm immer so aufzustellen, dass die Blickrichtung des Sitzenden über den Bildschirm hinaus parallel zum Fenster verläuft. Durch das Sonnenlicht entstehen trotzdem zu oft Reflexionen am Bildschirm, denen nicht ausreichend ausgewichen werden kann. Sie stören erheblich beim Arbeiten. Die Aufstellung des Bildschirmes sollte parallel zum Fenster erfolgen.
Alle Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Arbeitsplatz vermindern lässt. Dafür eignen sich Senkrechtlamellen besonders gut.
f) Beleuchtungswirkungsgrad von Räumen
Hinweise für die Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht in öffentlichen Gebäuden sind durch die Vorgaben der DIN-EN 5035, Teil 1 und 2 gegeben. Demnach sollen Räume grundsätzlich hell gestaltet werden. Hell heißt, dass von allen Wänden, Decken und dem Fußboden das Licht nur zum Teil "verschluckt" werden darf. Man beschreibt so genannte Reflexionsgrade. Die sollen bei: der
· Decke 70 %
· Wand im Mittel 50 % und
· Nutzebene bzw. Fußboden 20%
Die Decken, Wände und der Fußboden sollen mit hellen, lösemittelfreien und emissionsfreien Farben gestrichen werden. Der Reflexionsgrad der Anstriche soll die vorstehenden Werte nicht unterschreiten. Da sehr oft durch Schränke und andere Möbel und deren Schattenbildung die angestrebte Heiligkeit eines Raumes nicht eingehalten werden kann, sollte erfahrungsgemäß nicht nur der Reflexionsgrad der Decke sondern auch der der Wände des Raumes 70 % betragen.
g) Elektrische Aufladungen
In den Büroräumen ist häufig für alle Personen eine elektrostatische Aufladung spürbar. Die "Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze" verweisen auf die "Sicherheitsregeln für Büroarbeitsplätze". Dort heißt es: "Für den Menschen spürbaren elektrischen Aufladungen ... ist entgegenzuwirken."
Es sollten geeignete Maßnahmen gegen spürbare elektrostatische Aufladungen durchgeführt werden. Eine Erhöhung der relativen Luftfeuchte z.B. kann wegen der Fenster, Türen und wahrscheinlich wegen der nicht sichergestellten Hygiene, die mit Verteilen von Feuchtigkeit im Raum verbunden ist, nicht durchgeführt werden. Der Stand der Technik erlaubt das Verlegen leitfähiger Bodenbeläge bzw. Bodenbeläge, die sich elektrostatisch nicht aufladen. Der vorhandene Bodenbelag sollte gegen einen nicht leitfähigen ausgetauscht werden. Ein Teppichbodenbelag sollte nicht auf vorhandenes Linoleum bzw. vorhandenen PVC-Kunststoffbelag verlegt werden. Kleber und Teppich sollten schadstoff- und lösemittelfrei sein!
h) Bürodrehstühle
Häufig sind die benutzten Stühle (z.B. Konferenzstühle) ungeeignet. Das sind Stühle ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN 4551 beschrieben, oder ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Räder wie in der DIN-EN 68131 beschrieben. Sie entsprechen nicht dem "Stand der Technik".
Es sind richtige Bürodrehstühle entsprechend den Büromöbelausschreibungen neu zu beschaffen. Diese erfüllen alle ergonomischen Anforderungen zur rückengerechten Sitzhaltung. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und, wenn erforderlich, Armlehnen haben.
Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, ArbSchG und BildscharbV, z.B. § 1, (1)
i) Untersuchung der Augen
Den Beschäftigten am BAP soll vor Aufnahme der Tätigkeit und bei Auftreten von Sehbeschwerden am BAP eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens angeboten werden.
k) Umfang der Bildschirmarbeit
Die BildscharbV beschreibt:
Der Arbeitgeber hat die Tätigkeit der Beschäftigten so zu organisieren, dass die tägliche Arbeit an Bildschirmen regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen unterbrochen wird, die jeweils die Belastung durch die Arbeit am Bildschirm verringern.
Bauliche Maßnahmen, Bestellung von Geräten, z.B. VDE-Prüfzeichen
Bei der Bestellung von Geräten, ob elektrisch, motorisch oder mechanisch betrieben, Rasenmäher, Werkzeug, Kücheneinrichtung bzw. Küchenmöbel, Sportgerät, Schaukel oder Spielzeug, sollte immer die Forderung nach einem VDE-Prüfzeichen (für Elektrogeräte) bzw. das Einhalten des Gerätesicherheitsgesetzes und der Unfallverhütungsvorschriften verlangt werden.
Vor Beginn einer Baumaßnahme sollte Rücksprache mit der zuständigen Bauabteilung erfolgen. Das wird damit begründet, dass sämtliche Bauaufträge bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Die sind aber zu häufig der Kindergartenleitung im Einzelnen nicht bekannt.
· Bauzeichnungen und Leistungsverzeichnisse sollten z.B. deutliche Hinweise auf die Einhaltung der DIN, VDE und GUV’en (sämtliche Unfallverhütungsvorschriften) haben.
· Farben für innen und außen und Kleber, z.B. für Teppiche, sollten immer emissions- und lösemittelfrei sein. Solche Produkte sind umweltfreundlich und haben das Zeichen e.l.f.
· Teppiche und Vorhänge müssen schwerentflammbar und emissionsfrei sein.
· Bei der Vergabe von Aufträgen und dem Koordinieren von Arbeiten ist die GUV-V A1, entsprechend einzuhalten. Es sind dem Auftragnehmer z.B. schriftlich die einzuhaltenden Bedingungen mitzuteilen und der Auftraggeber hat eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt.
· Für Anstricharbeiten und z.B. für Bodenbelagarbeiten sowie für kleine Baumaßnahmen, gelten immer besondere VOB-Konditionen und Ausschreibungsunterlagen der Träger des Kindergartens.
Vgl.: GUV-V A1, § 5 und § 6 und Gerätesicherheitsgesetz.
Oft liegen die Blitzableiter an verschiedenen Stellen an den Kindergartengebäuden nicht "plan" am Mauerwerk, wie es sein sollte, um Kinder am Klettern daran zu hindern. Das darf dann so nicht bleiben.
Fallleitungen von Blitzschutz- und Erdungsanlagen sind mit Klemmblöcken ohne Abstand auf die Wand zu legen. Verschraubungen im Handbereich müssen zur Wand zeigen. Es reicht in der Regel aus, wenn diese Bedingungen bis in eine Höhe von 2,0 m eingehalten werden.
Vgl.: GUV 16.3/GUV-SR 2001, 4.2.7.2
Bodenbeläge stellen eine immer wiederkehrende Rutsch- und Verletzungsgefahr für Kinder dar. Zu häufig werden rutschende Teppiche im Innenbereich benutzt und der äußere Spielbereich ist mit grobem Kies aufgeschüttet. Das darf nicht sein.
Für Fußböden sind Bodenbeläge mit rutschhemmenden Eigenschaften zu verwenden.
Im Außenbereich sind polierte Kunststeine und Materialien mit ähnlich glatter Oberfläche ungeeignet.
Als Bodebeläge sind solche Materialien zu verwenden, die Verletzungsfolgen von Stürzen gering halten.
Im Außenbereich ist z.B. Rasen geeignet.
Nicht geeignet sind z.B. Splitt-, Schlacken- und Grobkiesbeläge.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.3.
Büroarbeitsplatz im Sekretariat (kein BAP)
Der Büroarbeitsplatz im Sekretariat soll ergonomisch richtig gestaltet sein und den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen. Das ist nicht überall der Fall. Nicht richtig eingerichtete Büroarbeitsplätze können gesundheitliche Beeinträchtigungen der dort arbeitenden Person zur Folge haben und sie schränken zu oft ein organisiertes Arbeiten erheblich ein.
a) Beleuchtungsstärke
Häufig reicht die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz nicht aus. Zur Überprüfung sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Arbeitsplatzbeleuchtung sollte dann verbessert werden.
Die Beleuchtung am Arbeitsplatz kann z.B. durch eine zweite Lampenreihe in den Zimmern oder durch abgehängte Lampen wesentlich verbessert werden.
Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, 4.11.1
b) Bürodrehstühle
Die benutzten Stühle sind sehr oft ungeeignet. Es werden z.B. Stühle, Konferenzstühle, ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN 4551 beschrieben, oder
ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Rädern wie in der DIN-EN 68131 beschrieben, benutzt. Das entspricht nicht dem "Stand der Technik". Die vorhandenen Stühle sollten dann ersetzt werden.
Es sollten richtige Bürodrehstühle neu beschafft und benutzt werden. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und möglicherweise Armlehnen haben.
Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535
Elektrische Betriebsmittel, Prüfung nicht ortsfester und ortsfester...
Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass bei allen ortsfesten und nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln die regelmäßige Prüffrist eingehalten wurde bzw. wird. Sie stellt eine große Sicherheit für die Benutzer dar. Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z.B.:
Verlängerungskabel, Dia-, Film- und Tageslichtprojektoren,
Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z. B.:
Steckdosen, Gasthermen mit 230 V-Anschluss und Verteilerkästen.
· Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind alle 12 Monate zu überprüfen. Die nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmittel der Verwaltungsräume ("Bürobetriebe") hingegen brauchen nur alle 24 Monate überprüft zu werden. Hierfür kann jeder Person ohne weitere Vorkenntnisse eine Unterweisung vermittelt werden.
· Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind von einer Fachfirma alle vier Jahre nach der ersten Inbetriebnahme zu überprüfen. Für die Überprüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel an Kindergärten sollten Kostenvoranschläge über die Kindergartenleitung eingeholt werden. Die Angebote müssen ausdrücklich der GUV 2.10/GUV-V A2 entsprechen. Diese Unfallverhütungsvorschrift schließt alle VDE ein. Als Anbieter käme z.B. der TÜV in Frage.
Vgl.: GUV 2.10/GUV-V A2, GUV 22.1
Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum sowie
Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen
a) Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum
Zum Anschluss von elektrischen Maschinen und Geräten, Mikroskopen und z.B. PC’s laufen viel zu häufig elektrische Leitungen lose über den Fußboden. Das ist eine erhebliche Stolpergefahr.
Entweder sollte einfach die Anzahl der elektrischen Steckdosen an geeigneter Stelle erhöht werden oder es sollte die Möglichkeit eines von der Zimmerdecke herabhängenden Steckdosencontainers geprüft werden oder die elektrische Zuleitung sollte unterhalb des Fußbodens z.B. an die Maschine, die fest montiert sein muss, herangeführt werden oder die vorhandene elektrische Zuleitung sollte in einem auf dem Fußboden befestigten, beidseitig angeschrägten Kabelkanal sicher und fachmännisch verlegt werden.
Vgl.: GUV-V A1 § 3 u. 4.
b) Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen
Es wird häufig darüber geklagt, dass die Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Unterrichtsräumen nicht ausreicht. Zu oft ist nur eine ungünstig gelegene Steckdose im Raum vorhanden. Die dann verlegten Verlängerungsleitungen bilden eine erhebliche Stolper- und Unfallgefahr. Das soll so nicht sein.
Die fehlenden Steckdosen sind nachzurüsten.
Für Unterrichtsräume bis 70 m²; sind insgesamt 2 Doppelsteckdosen zu installieren:
eine Doppelsteckdose neben der Wandtafel und
eine Doppelsteckdose an anderer geeigneter Stelle.
Für größere Unterrichtsräume gilt als Richtwert: eine Steckdose je 20 m²; Grundfläche.
Vgl.: TR-Schulen, 12.1.10.8.4
Die Unfallverhütungsvorschrift beschreibt, "dass das zur Leistung der Ersten Hilfe erforderliche ... Erste-Hilfe-Material ... zur Verfügung steht." Dazu gehört, dass die Erste-Hilfe-Kästen vorschriftsmäßig eingerichtet sind und dass ein Verbandbuch geführt und über 5 Jahre aufbewahrt wird. Das Führen des Verbandbuches ist schulintern zu regeln. Z.B. sollte derjenige die Eintragung machen, der auch die "Erste Hilfe" leistet.
Die Erste-Hilfe-Kästen (DIN-EN 13157-C, kleiner Kasten, bzw. DIN-EN 13169-E, großer Kasten) sind auf ihren Inhalt zu überprüfen.
Die Anzahl und die Größe der Erste-Hilfe-Kästen ist festgelegt. Es sollte praxisnah verfahren werden, d.h. grundsätzlich reichen "kleine Verbandkästen" aus.
Die Erste-Hilfe-Kästen sollen möglichst nahe am möglichen Unfallort aufbewahrt werden. Das sind vorrangig: Arztraum, Sporthalle, Gruppenraum, naturw. Räume, Schulküche, Kantine, Laboratorium, Werkraum und Pausenhalle.
Zum richtigen Auffüllen bzw. Nachfüllen vorhandener Erste-Hilfe-Kästen sollte mit dem "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" verglichen werden. Die Warenabforderung erfolgen:
für Erste-Hilfe-Kasten gem. DIN-EN 13157 C,
für Füllung gem. DIN-EN 13157 C,
Die Kennzeichnung der Schränke mit den Erste-Hilfe-Kästen und der Türen, die zu den Räumen mit den Erste-Hilfe-Kästen führen, erfolgt mit Klebeschildern, Größe = 10 x 10 cm, Best.-Nr. GUV 38.5/GUV-I 8577, "Weißes Kreuz auf grünem Grund". Diese, das "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" und das Verbandbuch sind kostenlos z.B. bei der Landesunfallkasse, Hamburg, und den Unfallkassen der Länder erhältlich:
Vgl.: GUV 40.6/GUV-I 511-1. und GUV 20.6/GUV-I 512, S. 4 und 5 (Inhalt der Verbandkästen), GUV-V A1, § 25 (2).
Brandgefahr, Feuergefahr, Gefahr von Entstehungsbränden
Brandgefahr, Feuergefahr
Die Feuergefahr in Kindergärten wird viel zu häufig unterschätzt. Ein Auszug aus einem Besichtigungsprotokoll einer Feuerwehr schildert drastisch vorgefundene Zustände:
"...wurde festgestellt, dass in den meisten Räumen Adventsgestecke mit Kerzen vorhanden sind. Die Kerzen sind ohne Schutz in die Gestecke gesteckt. Auch sind diverse Kerzen vorhanden, die in brennbaren Kerzenhaltern stehen oder es sind über Kerzen Kunststoffblumenringe gezogen und viele Kerzen stehen ohne Schutz auf den hölzernen Tischen.
In den Räumen stehen leichtbrennbare Schaumstoffpolstermöbel und es sind große Mengen brennbares Material vorhanden……
Es ist erschreckend mit wie viel Leichtsinn hier mit dem Leben der Ihnen anvertrauten Kinder umgegangen wird. Es ist hier dringend und umgehend Abhilfe zu schaffen. Wenn dem Erziehungspersonal die simpelsten Brandschutzmaßnahmen nicht bekannt sind, sollte dies durch die Einrichtungsleitung behoben werden, damit auch den Kindern vermittelt werden kann, was im Umgang mit offener Flamme im vorbeugenden Brandschutz zu beachten ist...."
Gefahr von Entstehungsbränden
Viel zu häufig herrscht in Räumen eine sehr hohe Brandlast, die durch zu viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Die Feuergefahr ist unter diesen Umständen sehr groß.
· Die Brandlast, das sind alle brennbaren Gegenstände in einem Raum, sollte in so gering wie möglich gehalten werden.
· Es sollten keine brennenden Kerzen in den Räumen verwendet werden, Gestecke sollten ohne Kerzen verwendet werden.
· Jede brennende Kerze muss beim Verlassen der Aufsichtsperson des Raumes gelöscht werden. Keine Kerze darf unbeaufsichtigt brennen.
Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.3.10 sowie 6.3.11 und 6.3.12.
Ein-Aus-Taster (keine Not-Aus-Schalter) für Arbeitsbereiche ...
In den Arbeitsbereichen: Küchen und Küchenzeilen und Kindergärten
sind die E-Herde und Steckdosen bzw. nur die Steckdosen der elektrischen Arbeitsbereiche jeweils mit einem zentralen Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter einzurichten. Sie fehlen häufig. Außerdem müssen sie mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) versehen sein. Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fungieren als Schutzorgane für die Steckdosenbereiche.
· Die Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter (keine Not-Aus-Schalter) sind einzurichten.
· Das Vorhandensein der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, ist zu überprüfen.
Vgl.: DIN VDE 0664
Einfriedung des Kindergartens
Kinder können sich nahezu überall im Gelände aufhalten. Die Richtlinien für den Bau von Kindergärten verlangt:
· Der Aufenthaltsbereich auf dem Grundstück muss eingefriedet sein.
· Einfriedungen müssen mindestens 1 m hoch sein. Sie sind so zu gestalten,
· dass Klettern daran erschwert wird.
· Spitzen und scharfe Kanten sind an und auf Einfriedungen nicht zulässig.
· Stacheldraht, Dornenhecken u.Ä. dürfen nicht verwendet werden.
Das wird an vielen Kindergärten nicht eingehalten. Das Gelände ist zu häufig an vielen Stellen mit Stacheldraht gesichert. Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Einrichtungsleitung kann so ihrer Verantwortung für die Unfallverhütung nicht nachkommen.
Der Stacheldraht und die möglicherweise hochragenden Spitzen der Zaunpfähle sind zu entfernen.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 3.3
Es sollte die Ausbildung von allen Erzieherinnen und Erziehern zu Ersthelfern erfolgen. Die Ausbildung von wenigen Erzieherinnen und Erziehern reicht nicht aus. Die Erste Hilfe ist während der Anwesenheit von Kindern sicherzustellen. "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass ...bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer," zur Verfügung steht. Insbesondere ist die Erste Hilfe sicherzustellen in/bei: Kindergartenaufenthaltsräumen und Ausflügen, Wanderungen mit einer Kindergartengruppe. Hilfsorganisationen bieten diese Ausbildung an. Die Ersthelfer sollen dabei alle 2 Jahre an einem Lehrgang teilnehmen. Die Unterweisungen in den Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerschein) reichen hierfür nicht aus.
Der Arbeitgeber, das ist hier die Einrichtungsleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung aller Personen übernehmen. Es sollte die Bereitschaft aller Erzieherinnen und Erziehern zur Ausbildung zu Ersthelfern erreicht werden.
Vgl.: GUV 20.2.2/GUV-SI 8064, GUV 19.16/GUV-SR 2003, 11 und ArbSchG § 10(2) sowie GUV 20.38/GUV-SI 8066 und GUV-V A1, § 24 (5).
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fehlen häufig. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion für bestimmte Steckdosenbereiche und sind in nachstehenden Bereichen unbedingt vorzusehen.
a) Wasch- und Duschräume
In Wasch- und Duschräumen sind Stromkreise mit Steckdosen über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen ebenfalls vorhanden sein.
Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, sind, falls sie fehlen, nachzurüsten.
b) Küchen und Küchenzeilen
Küchen und Küchenzeilen sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.
Vgl.: GUV-V A1, §§ 3 u. 4 und DIN VDE 0664.
Die Anzahl der Feuerlöscher in Kindergärten ist nach der geltenden Vorschrift oftmals nicht mehr ausreichend. Die neue Vorschrift, DIN EN 3, beschreibt Löschmitteleinheiten, LE. Die LE richten sich nach der Brandgefährdung und der Grundfläche des zu schützenden Bereiches.
a) Große Brandgefährdung
Die Brandgefährdung wird in vielen Bereichen als groß eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum bis zu 50 m²; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher und in einem Raum
von 50 m²; bis 100 m²; Größe bis zu 4 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.
b) Mittlere Brandgefährdung
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Büro bzw. Verwaltung, Hauswirtschaft und Küchen als mittel eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum von 50 m²; bis 100 m²; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.
c) Geringe Brandgefährdung
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Flure, Nähräume und Räume in Bühnennähe und Gruppenräume in Kindergärten als gering eingestuft. Bei geringer Brandgefährdung sind Feuerlöscher der Brandklasse A vorzusehen. In Kindergärten, werden dafür z.B. 10 Lit. Wasserfeuerlöscher in entsprechender Anzahl von der Feuerwehr bevorzugt und festgelegt.
Die sich neu ergebenden richtigen Feuerlöscher sollten nachgerüstet werden.
Wasserfeuerlöscher dürfen nicht in naturwissenschaftlichen Bereichen, auch nicht in den Vorfluren, die dahin führen, verwendet werden.
Als Faustregel sollte zunächst gelten:
· Alle 1,5 kg bzw. 2 kg-CO2-Feuerlöscher sollten entfernt werden.
· Unterrichtsräume für Werken, Technik und Arbeitslehre müssen jeweils mindestens einen 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher haben.
· Feuerlöscher müssen an gut sichtbarer und leicht zugänglicher Stelle und in Griffhöhe von ca. 1,5 m angebracht sein.
· Jeweils ein Feuerlöscher, insbesondere in den Fluren, muss gesehen werden können und der Abstand zwischen ihnen sollte nicht mehr als höchstens 30 m betragen,
Vgl.: GUV 10.10/GUV-R 133
Rat erteilt die Feuerwehr.
Flucht- und Rettungswege, Muster I
Vgl.: DIN 14096-2
Flucht- und Rettungswege, Muster II
Vgl.: GUV 57.1.44/GUV-SI 8051, S. 10 (z.B. für Schulen und Kindergärten) bzw. DIN 14096-2
Gefahr durch "frittieren" auf der Herdplatte in einer Kindergartenküche,
a) Gefahr durch "frittieren " auf der Herdplatte in einer Kindergartenküche.
Es kommt immer wieder vor, dass Speiseöl, z.B. Pflanzenfett, Sonnenblumen- oder Olivenöl in einem Kochtopf auf der Herdplatte erhitzt wird. Dadurch kann eine nicht mehr zu kontrollierende Hitze in der Flüssigkeit entstehen. Die kleinste Menge nachgeschütteten kalten Fettes, das Hineinhalten des Gargutes oder im schlimmsten Fall das Hineinschütten von Wasser, kann eine schlagartige Explosion der erhitzten Flüssigkeit zur Folge haben. Schwerste Verbrennungen bzw. Verbrühungen der sich in der Nähe aufhaltenden Personen können dann die Folge sein.
Beim Erhitzen von Speisefett soll von Anfang an eine große, rohe Kartoffel in das kalte Fett gelegt werden.
Das Erhitzen von Fett auf einer Herdplatte, um zu "frittieren", ist grundsätzlich zu verbieten. Möglicherweise soll auf eine Gaskartusche oder einen Spiritusbrenner ausgewichen werden. Auch diese beiden Wärmequellen sind in Kindergärten, wegen anderer erheblicher Gefahrenquellen, grundsätzlich zu verbieten.
Heißes Fett darf niemals mit Wasser gelöscht werden!!
Vgl.: GUV-V A1, §§ 3 u. 4.
b) "Pädagogischer Mittagstisch", Essen im Kindergarten
Das Amt für Technischen Umweltschutz in Hamburg hat mit seinem Schreiben vom 27. Okt. 1992 folgende Stellungnahme abgegeben:
Gemäß DIN 1986 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke) Teil 1 Abschnitt 8.7.1 sind in Betrieben, in denen fetthaltiges Abwasser anfällt, Fettabscheider nach DIN 4040 einzubauen. Dies gilt unter anderem für Küchenbetriebe, Verpflegungsstätten und Essenausgabestellen. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bei Essenausgabestellen, bei denen keine eigene Essenzubereitung erfolgt, z.B. durch eine Großküche angeliefert wird und denen die Essenreste sorgfältig anderweitig entsorgt werden, ein Fettabscheideranlage erst bei einer Ausgabe von mehr als 50 Essen pro Tag sinnvoll und erforderlich ist.
So lange die Essensausgabe unter 50 Essen pro Tag liegt und die Essenreste sorgfältig anderweitig entsorgt werden, ist ein Fettabscheider nicht erforderlich.
Erst bei einer Ausgabe von mehr als 50 Essen pro Tag ist ein Fettabscheider in der Entwässerungsanlage sinnvoll und erforderlich.
Garderobenhaken, Waschtisch- und Toilettenbeckenaufhängungen
In Kindergärten sind häufig Garderobenleisten angebracht, deren Haken in den Raum ragen. Das darf nicht sein. Sie bilden eine Verletzungsgefahr. Garderobenhaken müssen abgeschirmt sein, z. B. durch vorgelagerte Schutzleisten. Zu oft sind die Haken vorgelagert.
Die Garderobenleisten, die Waschtische und Toilettenbecken sind zu selten kindgerechter Höhe angebracht. Dadurch ergeben sich Verletzungsgefahren, weil die Kinder zum Erreichen der höheren Ebene keine sicheren Aufstiege benutzen können. Diese werden z.B. durch leere Brausekästen ersetzt.
Die vorhandenen Garderobenleisten sollten, falls erforderlich, gegen vorschriftsmäßige ausgewechselt werden.
Garderobenleisten, Waschtische, Toilettenbecken und Bedürfnisstände sollten in kindgerechter Höhe angebracht werden. Die sind:
o Garderobenhaken etwa 1,10 m,
o Waschtische etwa 0,6 m,
o Toilettenbeckenaufhängung etwa 45 cm über dem Fußboden; und
o Bedürfnisstände für Jungen ca. 0,5 bis 0,6 m vom Fußboden bis zur Beckenöffnung.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.10.1 sowie GS/CE-geprüfte Garderobenleisten.
Gefährliche Flüssigkeiten und Stoffe in Lebensmittelbehältern
Oft werden gefährliche Flüssigkeiten, Reinigungsmittel, Verdünner, in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Lebensgefährliche Verwechslungen sind möglich!!
· Gesundheitsgefährliche Flüssigkeiten in Gefäßen, die für die Aufbewahrung von Lebensmitteln (z.B. in originalen Marmeladengläsern oder Brauseflaschen) vorgesehen sind, sind restlos zu entsorgen.
· Die Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen erfolgt am besten in den Originalgefäßen; die Aufbewahrung von abgefüllten Mengen und von sauberen oder ‘Wasch-’ Restmengen sollte nur in neutralen, unverwechselbar beschrifteten Behältern erfolgen.
Vgl.: GUV-V A1, § 16 u. 17 und GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.3.5
Aus aktuellem Anlass gebe ich folgendes Schriftwechsel mit einem Verantwortlichen wieder:
Ich habe eine Anpflanzung einer Lebensbaumhecke … auf dem Gelände des hiesigen Kinderschutzbundes … aus ökologischer Sicht und aus der Sicht des Vergiftungsrisikos (Hinweis auf Aussagen der Giftzentralen) kritisiert und empfohlen, unproblematische heimische Gehölze anzupflanzen. Auf dem Gelände spielen auch Kleinkinder bzw. werden dort betreut. Dabei habe ich auch auf die möglichen Haftungsrisiken hingewiesen. …..
Die beschriebenen Umstände werden ziemlich eindeutig von den Gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften beschrieben. Die bewusste Anpflanzung von Giftpflanzen in einem solchen Gelände könnte mit der entsprechenden Sorgfalt, also z.B. mit Hinweisschildern für Aufsichtspersonen, erfolgen. Dafür gibt es aber keinen Grund.
Die GUV-SI 8014 schließt nur 4 Giftpflanzen aus.
Die Entscheidung, was angepflanzt wird, liegt ganz allein beim Betreiber.
Vgl.: GUV-SI 8017, Außenspielflächen und Spielplatzgestaltung und GUV-SI 8014, Naturnahe Gestaltung, Pflanzen.
In den Kindergärten befinden sich Heißwassergeräte, die von den Kindern benutzt werden müssen. Das heiße Wasser kann möglicherweise zu heiß, d.h. mit über 45°C, entnommen werden.
Die Wassertemperatur an der Entnahmestelle, die Kindern zugänglich ist, darf nicht mehr als 45 ° C betragen. Dabei sollte die Vorlauftemperatur nicht unter 60 ° C liegen.
Es muss eine leichte, gefahrlose Bedienung sichergestellt werden.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 4.2.2.
Die Heizkörper, oft noch scharfkantige Rippenheizkörper, in den Aufenthaltsräumen stehen sehr oft frei vor den Wänden. Es herrscht große Verletzungsgefahr. Die Erzieherinnen und Erzieher können ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Installationsteile sind so anzuordnen, dass Verletzungsgefahren vermieden werden. Das ist so nicht gewährleistet.
Die Heizkörper müssen in Nischen untergebracht oder bis zu einer Höhe von mindestens 1,0 m bzw. 1,5 m umwehrt werden. Rippenheizkörper sollten vermieden werden.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.10.1, 2.9.1, 2.1.1 sowie 4.1.2
Heizkörperthermostatventile im ganzen Kindergarten
Oft fehlen in vielen Heizkörpern die Thermostatventile. Die vorhandenen Absperr- bzw. Öffnungsventile lassen ein gleichmäßiges Regeln der Raumtemperatur nicht zu. Sie sind außerdem unwirtschaftlich.
Alle Heizkörper sollten mit Thermostatventilen versehen werden. Sie sollten außerhalb von Aufenthaltsräumen individuell bedienbar sein. So wäre eine gleichmäßige, gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur zuverlässig sicherzustellen.
Vgl.: ArbStättV § 6 (2)
Häufig sind Steckdosen ohne die erforderlichen Kindersicherungen. Das darf nicht sein. Für spielende Kinder besteht die Gefahr einen elektrischen Schlag zu bekommen.
Alle Steckdosen müssen mit einer Kindersicherung versehen sein.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 5.1
Im Raum der Sekretärin steht häufig ein Kopierer, der dauernd benutzt werden muss. Dadurch entsteht eine erhebliche Unruhe. Der Grundsatz, Kopierer nicht in Arbeitsräumen sondern nur in gut belüfteten Nebenräumen aufzustellen, wird hier nicht eingehalten.
Der Kopierer sollte aus dem Raum entfernt und woanders aufgestellt werden.
Dabei handelt es sich nicht nur um ein organisatorisches Problem. Der Arbeitsbereich der Sekretärin sollte unbedingt freigehalten werden von allen vermeidbaren Situationen, die zu Stress führen können. Dazu gehört auch die dauernde Benutzung des Kopierers. Stress ist immer die Folge von Überlastung. Kopierer sollen nicht in Arbeitsräumen sondern nur in gut belüfteten Nebenräumen aufgestellt werden.
Vgl.: Arbeitsschutzgesetz, § 5 (3)
Küchenzeile im Kindergarten
Die Küchenzeile im Kindergarten gehört mit zu den Lehrküchen. Hier fehlt oft die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD). Außerdem sind E-Herd und Steckdosen mit einem zentralen Schlüsselschalter mit roter Kontrollleuchte (für den Einschaltzustand) zu versehen. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.
Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD), 30 mA, ist nachzurüsten.
Der Schlüsselschalter mit Kontrollleuchte ist nachzurüsten.
Häufig sind die Lichtschalter nicht überall dort, wo es erforderlich ist, selbstleuchtend. Selbstleuchtende Lichtschalter sind z.B. dann nicht erforderlich, wenn die Beleuchtung zentral geschaltet wird. Sie sind ebenfalls nicht erforderlich, wenn eine Orientierungsbeleuchtung vorhanden ist. Bei Dunkelheit jedoch sind Unfälle zu befürchten. Davor können selbstleuchtende Lichtschalter bewahren.
· Alle Lichtschalter für nicht zentral bediente Beleuchtung sind selbstleuchtend auszuführen.
· Alle Lichtschalter in Räumen und Fluren mit besonderer Dunkelheit, z.B., weil keine Fenster vorhanden sind bzw. eine dauernde Orientierungsbeleuchtung fehlt, sind selbstleuchtend auszuführen. Hier sollte eine Dauerbeleuchtung vorgesehen sein.
Vgl.: GUV-V A1, § 3.
Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, auch für Teilzeitbeschäftigte, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.
Neben diesem Gesetz sind noch weitere Verordnungen und Technische Regeln zu beachten. Das sind z.B. die
Gefahrstoff-Verordnung und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe.
Aus dem Mutterschutzgesetz: z.B. gelten Grenzbereiche für das Heben und Tragen:
häufiges Heben und Tragen
gelegentl. Heben u. Tragen
Die Grenzbereiche für das häufige und gelegentliche Heben und Tragen sollten nicht überschritten werden.
Vgl.: Mutterschutzgesetz
Aus der Gefahrstoff-Verordnung:
Der Arbeitgeber darf werdende...Mütter mit sehr giftigen, giftigen, gesundheitsschädlichen Gefahrstoffen nicht beschäftigen...§4 Abs.2 Nr.6 des Mutterschutzgesetzes bleibt unberührt.
Schwangere sollten mit Gefahrstoffen und Holzstäuben nur umgehen, wenn durch richtig funktionierende
Abzüge, z.B. in Chemieunterrichtsräumen, bzw. durch „staubgeprüfte/H2“-Holzstaubabsaugungen an
Tischkreissägen sichergestellt ist, dass die Grenzwerte der Stoffe bzw. der Holzstaubgrenzwert nicht
Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 3.2.2 sowie 6.1.4 und TRGS 553, 12
Aus den Technischen Regeln für Gefahrstoffe:
Werdende Mütter dürfen mit krebserzeugenden Stoffen und mit fruchtschädigenden Stoffen der
Gruppen A und B nicht umgehen. Schwangere dürfen krebserregenden, erbgutverändernden und
fortpflanzungsgefährdenden Stoffen nicht ausgesetzt werden.
Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.1.4
Die Schulleitung sollte bemüht sein, vorstehende Informationen allen weiblichen Mitarbeiterinnen,
Kolleginnen und Bediensteten zur Kenntnis zu geben.
Zur Beratung sollte in jedem Fall der Arbeitsmedizinische Dienst, Hamburg, (AMD), bzw. der
Betriebsarzt angesprochen werden, s. auch:
· Infektionsgefahren im Kinder- und Jugendbereich, Merkblatt
· Mutterschutz, Merkblatt
· Röteln., Merkblatt
Oft sind Kindergärten ohne den notwendigen Amtsanschluss. Es fehlen Meldeeinrichtungen, um "...unverzüglich die notwendige Hilfe herbeirufen und diese an den Einsatzort leiten zu können".
Für Notrufe muss ein Telefon mit Amtsanschluss vorhanden sein.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 6
Papier- bzw. Papp-Schneidemaschine
Die Papier-Schneidemaschine ist in zu vielen Einrichtungen noch ohne Messerschutz (Handschutz). Der Handhebel mit dem Schneidemesser sinkt in geöffneter Stellung nach unten. Papier-Schneidemaschinen müssen so gesichert sein, dass das bewegliche Messer in jeder Stellung hält; es darf nicht herunterfallen. Diese Maschine entspricht nicht den Vorschriften. Viele Unfallanzeigen bestätigen die Gefahr durch den fehlenden Messerschutz.
· Die Papier-Schneidemaschine sollte ausgemustert und durch eine neue ersetzt werden. Dies wird damit begründet, dass der Handschutz fehlt und die eigentliche Forderung, nämlich: "...Papier-Schneidemaschinen ... das bewegliche Messer in jeder Stellung hält;" nicht erfüllt ist. Ein Umrüsten der Maschinen kann praktisch nicht mehr vorgenommen werden.
· Die Papier-Schneidemaschine ist bei Nichtbenutzung stets durch ein Schloss zu sichern.
Vgl.: GUV-V A1, § 3 u. 4.
Podeste vor Gebäudeeinrichtungen, Öffnungsrichtung von Türen
Podeste vor Gebäudeeingängen müssen bei nach außen aufschlagenden Türen eine Mindesttiefe von Türblattbreite plus 40 cm aufweisen. Das ist zu selten gewährleistet. Oft beträgt die Tiefe nur Türblattbreite plus wenige Zentimeter bis zu den Außenstufen. Das ist eine dauernde Stolper- und Absturzgefahr. Die entsteht beim Öffnen der Tür, wenn die Kinder und die Bediensteten rückwärts treppab gedrängt werden.
Die Öffnungsrichtung von Gebäudeeingangstüren und von Türen aus so genannten Mehrzweckräumen ist festgelegt. Diese Türen müssen in Fluchtrichtung, also nach außen bzw. zum Flur hin öffnen. Das ist häufig nicht der Fall.
· Das Podest sollten entsprechend der GUV vergrößert werden.
· Gebäudeeingangstüren und Türen von Mehrzweckräumen müssen in Fluchtrichtung öffnen.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.2.1 sowie z.B. BauO Hamburg, § 31 (6) bzw. Bauordnung der Länder.
Rettungsweg- und Brandschutzzeichen, im ganzen Gebäude
Im ganzen Gebäude fehlt häufig eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen. Bedienstete können im Notfall nicht sicher hinausfinden bzw. die Brandschutzgeräte finden. Die Verkehrssicherungspflicht, als unternehmerische Verantwortung, ist dann nicht eingehalten.
· Im ganzen Gebäude sollte eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen angebracht werden.
· Das Schulgebäude sollte mit langnachleuchtenden Rettungs- und Brandschutzzeichen ausgerüstet werden, und die vor dem 1.4.95 angebrachten nicht langnachleuchtenden Zeichen sind bis zum 1.4.2002 gegen langnachleuchtende auszutauschen.
· Um ein Nachleuchten zu bewirken, sollte in sonst dunklen Gängen, Fluren und anderen Bereichen eine Dauerbeleuchtung während der Betriebszeit vorgesehen werden.
Vgl.: GUV-V A1, „Grundsätze der Prävention“ §§ 3 u. 4 und GUV 0.7/GUV-V A8, § 10 sowie Anlage 2, Pkt. 4 u. 5
Bild E06
Bild E07 Krankentrage
Bild E08 Notdusche
Bild E09 Augenspüleinrichtung
Bild E 10 Notruftelefon
Bild E 13
Richtungsangabe für Erste-Hilfe-
*) Dieser Richtungspfeil ist nur in Verbindung mit einem weiteren Rettungszeichen für
Erste-Hiife-Einrichtungen zu verwenden.
Schildergrößen: a x a = 200 x 200 mm
Ausführung: selbstklebend, Schilder grün, Zeichen langnachleuchtend weiß.
Bild F 01 Richtungsangabe *)
Bild F 02 Löschschlauch
Bild F 03 Leiter
Bild F 04 Feuerlöschgerät
*)Dieser Richtungspfeil ist nur in Verbindung mit einem anderen Brandschutzzeichen zu verwenden
Bild F05
Bild F06 Einrichtungen zur Brandbekämpfung
Schildergrößen: a x a 200 x 200 mm.
Ausführung: selbstklebend, Schilder rot, Zeichen langnachleuchtend weiß.
Bild E 01 Rettungsweg*)
Bild E 04
Bild (ohne Nr.:)
Rettungsweg für Behinderte
Rettungsweg links aufwärts*)
Rettungsweg rechts abwärts*)
*)Auf den Rettungswegzeichen darf der Richtungspfeil außerdem zum oberen bzw. unteren Eckpunkt der abgebildeten Türöffnung zeigen, um den Verlauf des Rettungsweges zu kennzeichnen, z.B. Treppe.
Schildergrößen: a x b = 200 x 400 mm und a x a = 200 x 200 mm.
Notausgangszeichen
Bild E 05
Bild E 16
Bild E02
Bild E03
Schildergrößen: a x b 200 x 400 mm und a x a 200 x 200 mm.
Es werden möglicherweise leicht- bzw. hochentzündliche Flüssigkeiten wie Terpentin, Terpentinersatz, Verdünner, Nitroverdünner, Brennspiritus oder sogar Benzin zum Reinigen von Tischen, Stühlen, Wänden usw. verwandt. Das darf unter keinen Umständen erfolgen. Ein Unfall in einer Schule außerhalb Hamburgs hat gezeigt, dass sich dabei sogar eine Verpuffung mit schwersten Verletzungen von Schülern ereignen kann.
Für Reinigungszwecke dürfen in Kindergärten keinerlei brennbare Flüssigkeiten verwendet werden.
Für Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist ein abschließbarer Schrank vorzusehen.
Vgl.: GUV-V A1, § 3 u. 4 und GUV 16.4/GUV-SR 2002, 4.3
Rettungsweg- und Brandschutzzeichen in allen Gebäude
· Das ganze Gebäude sollte mit langnachleuchtenden Rettungs- und Brandschutzzeichen ausgerüstet werden, und die vor dem 1.4.95 angebrachten nicht langnachleuchtenden Zeichen sind bis zum 1.4.2002 gegen langnachleuchtende auszutauschen.
Vgl.: GUV-V A1, „Grundsätze der Prävention“, §§ 3 u. 4, und GUV 0.7/GUV-V A8, § 10 sowie Anlage 2, Pkt. 4 u. 5
Rettungs- und Verkehrswege im gesamten Kindergartenbereich
Zu oft sind die Aufenthaltsbereiche mit einer Vielzahl von kindgerechten Kommoden, Kästen, Schubladen, Fächern und Regalen so verstellt, dass Rettungs- und Verkehrswege nicht mehr ausreichend frei sind.
· Es sollte überlegt werden, ob Hängeschränke in Erwachsenenhöhe eine wesentliche Entlastung bringen könnten. Möglicherweise kann auf den immer wieder zu hörenden Wunsch, Spielecken untereinander durch Möbel abtrennen zu wollen oder zu müssen, ganz verzichtet werden. Dafür gibt es beispielhafte Kindergärten.
· Rettungswege und Verkehrswege (Flure) sind unbedingt von allen Gegenständen wie z.B. Möbeln freizuhalten.
Vgl.: ArbStättV § 52 und ArbStättR § 10/1
Rettungswegtüren im Rettungsweg
a) Türen im Rettungsweg
Rettungswegtüren im Rettungsweg entsprechen sehr oft nicht den Vorschriften und sie werden, entgegen der Vorschrift, zu oft während des Betriebes abgeschlossen bzw. verriegelt oder sie öffnen entgegen der Fluchtrichtung. Das ist verboten. Z.B. können Küchen Räume mit erhöhter Brandgefahr sein. Sie müssen dann mindestens zwei günstig gelegene Ausgänge haben. Diese Türen müssen in Fluchtrichtung aufschlagen und jederzeit von innen ohne Hilfsmittel zu öffnen sein, auch wenn von außen abgeschlossen ist. Panikschlösser oder Panikriegel an Rettungstüren sichern den Rettungsweg ohne weiteres, ohne Schlüssel. Panikriegel an Rettungstüren dürfen nicht senkrecht zum Türblatt bewegt werden. Das ist aber häufig der Fall und stellt eine erhebliche Gefahrenquelle dar.
Rettungswegtüren müssen in Fluchtrichtung öffnen. Rettungswegtüren ins Freie sind mit richtigen Panikbeschlägen zu versehen. Hebel für Panikriegel müssen seitlich drehbar oder als Wippe ausgebildet sein. Panikhebel mit einer senkrechten Bewegungsrichtung zur Tür sind gegen solche mit einer seitlichen Drehbewegung auszutauschen. Panikriegel dürfen nicht durch ein zusätzliches Sicherheitsschloss ihre Funktion verlieren.
Vgl.: ArbStättR § 10(1), GUV 16.3/GUV-SR 2001, 4.2.5.3 und 4.2.5.4
b) Verstellte Türen im Verkehrsweg
In Einrichtungen kommt es häufig vor, dass Türen verstellt sind. Türen sind immer Vorrichtungen, die grundsätzlich Verkehrswege öffnen, Rettungswege sichern oder so genannte gefangene Räume verhindern. Türen zu Gruppenräumen in Kindergärten müssen eine lichte Durchgangshöhe von 2,1m und sonstige Türen eine lichte Durchgangshöhe von wenigstens 2,0 m haben. Verkehrs- und Rettungswege dürfen nicht verstellt werden. Eine, die Tür von außen oder von innen öffnen wollende Person, darf nicht auf ungeahnte Schwierigkeiten stoßen.
Türen müssen die richtige Durchgangshöhe aufweisen. Verkehrswege müssen freigehalten werden. Alle verstellten Türen sind von beiden Seiten frei und zugänglich zu halten.
Vgl.: ArbStättV, § 52 und ArbStättR § 10/1
Es werden immer wieder Möbel, z.B. Kücheneinrichtungen, aufgestellt, die nicht den Richtlinien für Bau- und Ausrüstung von Kindergärten entsprechen. Die Möbel haben scharfe Kanten und Ecken. Das darf nicht sein.
Bauteile und Einrichtungsgegenstände in Aufenthaltsbereichen z.B. Armaturen, Schränke, Ablagen, Tische, Küchenmöbel, rollbare Garderobenständer, Tafeln usw. müssen abgerundet oder entsprechend stark, mit einem Radius von wenigstens 2 mm, gefast sein.
Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.1.1 und für Kinderspielgeräte DIN 7926 Teil 1.
Die Zahl der vom Unternehmer zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten wird
gemäß § 22 Abs. 1 SGB VII wie folgt bestimmt:
1. Zahl der Beschäftigten Zahl der Sicherheitsbeauftragten…
d) Für Kindertageseinrichtungen mind. 1
2. Der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung kann bei Vorliegen besonderer
betrieblicher Verhältnisse die Zahl der zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten
unter Berücksichtigung von § 22 Abs. 1 SGB VII entsprechend diesen
Verhältnissen abweichend regeln.
Die Sicherheitsbeauftragten haben den Unternehmer bei der Durchführung
der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten
und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu unterstützen, insbesondere sich
von dem Vorhandensein und der ordnungsgemäßen Benutzung der vorgeschriebenen
Schutzeinrichtungen und persönlichen Schutzausrüstungen zu überzeugen
und auf Unfall- und Gesundheitsgefahren für die Versicherten aufmerksam zu
(3) Der Unternehmer hat den Sicherheitsbeauftragten Gelegenheit zu
geben, ihre Aufgaben zu erfüllen, insbesondere in ihrem Bereich an den Betriebsbesichtigungen
sowie den Untersuchungen von Unfällen und Berufskrankheiten
durch die Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger teilzunehmen;
den Sicherheitsbeauftragten sind die hierbei erzielten Ergebnisse zur Kenntnis zu
· Für jeden Kindergarten sollte wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Erzieherin oder ein Erzieher bestellt werden.
· Die Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten hat schriftlich zu erfolgen. Das Formblatt befindet sich in der Anlage zur GUV 20.2.2/GUV-SI 8064.
· Die oder der bestellte Sicherheitsbeauftragte wird auf nachstehende Informationen für ihre bzw. seine Tätigkeit verwiesen:
Vgl.: GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 mit Anlage, GUV 20.56/GUV-I 8519 Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte, GUV 20.2.1/GUV-I 8503 "Der Sicherheitsbeauftragte", GUV-V A1, §§ 3, 13, (Übertragung von Unternehmerpflichten (Muster)), 20 sowie Anlage 2 und GUV 40.8/GUV-I 8542 und Meldungen des Sicherheitsbeauftragten (Meldeblock).
Spielplatzgeräte werden häufig auch außerhalb der Kindergartenzeit von Fremden benutzt. Dadurch kann es z.B. vorkommen, dass Knoten in Taue geschlagen werden oder Geräte mutwillig verbogen werden. Deshalb ist es erforderlich, dass Spielplatzgeräte immer zuerst von den Verantwortlichen begutachtet werden, bevor Kinder darauf spielen dürfen. Häufig entsprechen die Spielplatzgeräte auch nicht den Anforderungen.
Spielplatzgeräte müssen entsprechend den allgemein anerkannten sicherheitstechnischen Regeln beschaffen sein und aufgestellt werden.
Dies gilt auch für Kunstobjekte, die als Kinderspielgeräte benutzt werden können.
Bei Auswahl, Ausführung und Aufstellung von Spielplatzgeräten ist darauf zu
achten, dass an allen Stellen eine Hilfestellung durch Betreuer möglich ist.
Vgl.: GUV 16.4, 7 sowie DIN EN 1176, Teil 1–7 und DIN EN 1177.
Steckdosen in einfacher Ausführung, auf Putz
Häufig wird der nachträgliche Anbau von Kabel und Steckdosen "auf Putz" vorgefunden. Der Stand der Technik beschreibt das Verlegung von Leitungen und Steckdosen "unter Putz". Das wird nicht immer eingehalten. Es besteht die Gefahr, dass "auf Putz" verlegte Steckdosen zerbrechen und solche Leitungen von der Wand gerissen werden.
Steckdosen und Zuleitungen sollen im Regelfall unter Putz verlegt werden.
Das ist immer dort erforderlich, wo mit besonderer Beanspruchung der Gehäuse in Verkehrswegen, Fluren, an Tafeln und in Mehrzweckräumen durch Anstoßen zu rechnen ist. Nur im Ausnahmefall sollten Steckdosen "auf Putz", dann aber in robuster, d.h. wassergeschützter Ausführung mit Deckel, und die Zuleitungen im Kabelkanal angebracht werden.
Vgl.: GUV 2.10/GUV-V A2, § 4 (3) und GUV-V A1, § 3 u. 4.
Stufen und Treppengeländer (Umwehrungen)
a) Geländerhöhe, z.B. im Treppenhaus
Die Geländerhöhe entspricht manchmal nicht den Vorschriften. Schutz- und Treppengeländer (Umwehrungen) müssen bis zu einer Höhe von 1,5 m mindestens 0,7 m und auf Spielebenen von mehr als 1,5 m mindestens 1,0 m hoch ausgeführt sein. Gemessen werden aber zu oft wesentlich niedrigere Höhen. Das ist eine große Gefährdung der Verkehrs

References: § 5
 § 15
 § 6
 § 22
 § 22
 § 25
 § 25
 § 5
 § 6
 § 10
 § 13
 § 18
 § 1
 § 5
 § 6
 § 3
 § 25
 § 10
 § 24
 § 16
 § 6
 § 5
 § 3
 § 3
 § 31
 § 10
 § 3
 § 10
 § 52
 § 10
 § 10
 § 52
 § 10
 § 22
 § 22
 § 4
 § 3