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Timestamp: 2020-07-07 03:03:58+00:00

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Dienstleistungen - 275266-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 275266-2019
13/06/2019 S112 Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
2019/S 112-275266
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://fbhh-evergabe.web.hamburg.de/evergabe.Bieter/DownloadTenderFiles.ashx?subProjectId=q7C5OAUDgzw%253d
Wert ohne MwSt.: 360 500.00 EUR
71352000 Untergrunduntersuchungen
Das Ingenieurbüro soll für die mit Dioxinen kontaminierte Fläche in der Boberger Niederung die Detailerkundung sowie die weitere technische Erkundung durchführen. Dafür muss ein Untersuchungsprogramm aufgestellt werden um die Tiefenverteilung der Kontamination im Gebiet zu erfassen, was eine Bohrtiefe von ca. 10-15 m bis zum gewachsenen Boden bedeutet. Die zu vergebenen Leistungen umfassen die Konzeption, Planung und Unterstützung bei der Ausschreibung der Bohrarbeiten sowie dem Probentransport.
Die daran anschließende Sanierungsuntersuchung umfasst die technische Erkundung, die Untersuchung der Grundwasserstände und -pfade sowie eine Vermessung des Gebietes.
Insgesamt sind beim Arbeiten auf der AvF strenge Auflagen für Arbeits- und Gesundheitsschutz zu beachten, was bei der fach technischen Begleitung und Planung zu berücksichtigen ist.
Anhand dieser und der bereits erhobenen Daten des Gebiets sollen die Sanierungsvarianten, mit denen die Sanierungsziele erreicht werden können (mindestens 3, jedoch bei Bedarf noch weitere) erarbeitet und bewertet werden. Ziel der Untersuchungen und Auswertungen ist es, einen Kostenrahmen für die Sanierung und die herausgearbeitete Vorzugsvariante abschätzen zu können.
Jeder Arbeitsschritt erfolgt in enger Abstimmung und Rücksprache mit dem AG.
Der Auftragnehmer verpflichtet sich, einen Stundenzettel zu führen, der jeweils zum Monatsende dem Auftraggeber zu übergeben ist. Der Stundenzettel gibt über Zeitpunkt und Dauer des Arbeitseinsatzes sowie über die Art der erbrachten Leistung Auskunft.
Zu den optionalen Leistungen s. II 2.11.
Die Option „Öffentlichkeitstermin“ ist nach Bedarf Mitte der zweiten Jahreshälfte zu erbringen, die Option „Sanierungsplanung“ nach Absprache mit der AG im Anschluss an die abgeschlossene Sanierungsuntersuchung zu erbringen.
Die Option „Sanierungsplanung“ ist innerhalb von 24 Monaten nach einer gesondert erfolgten Beauftragung zu erbringen.
Zur Auswahl der Teilnehmer für das Verhandlungsverfahren werden die Referenzliste (s. Ziffer III. 1.3, Nr. 9) und die detaillierte Referenzbeschreibungen (s. Ziffer III.1.3, Nr. 10) anhand der Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung mit dem ausgeschriebenen Auftrag bewertet.
Folgende Kriterien werden für die Bewertung der Referenzen herangezogen:
Wegen des Herausstellungsmerkmales der hohen Dioxinbelastung in diesem Auftrag, werden folgende Referenzen als besonders hochwertig erachtet:
— Untersuchung/Sanierung von Dioxinkontaminationen (maximal 5 Punkte),
— Konzeption von Oberflächenabdichtungen in Zusammenhang mit einer Dekontamination (maximal 5 Punkte).
Weiterhin werden folgende Aspekte der Referenzen gewertet:
— Sanierungsuntersuchungen (maximal 3 Punkte),
— Detailerkundung einer Altlast (maximal 3 Punkte),
— Arbeitsschutzkonzepte für Arbeiten in kontaminierten Bereichen (maximal 3 Punkte),
— Herstellung einer durchwurzelbaren Bodenschicht (maximal 3 Punkte),
— Aufstellen eines Sicherheitskonzeptes für die Öffnung von kontaminierten Bereichen für die Öffentlichkeit (maximal 3 Punkte),
— Berücksichtigung von naturschutzfachlichen Belangen bei Sanierungsmaßnahmen (maximal 3 Punkte).
Bei der Bewertung dieser Kriterien und der Vergabe der o. g. Punkte sind im Bezug auf die Vergleichbarkeit zur Aufgabenstellung folgende Aspekte maßgeblich: Aktualität der Leistung, Höhe der Kontamination und Anzahl der mit der Bearbeitung betrauten Mitarbeiter, die auch im Falles des Zuschlages für diesen Auftrag im Projektteam vorgesehen sind.
Pro Referenz (max. 6 Referenzen) werden maximal 28 Punkte vergeben.
Zum Verhandlungsverfahren werden 3 Teilnahmeanträge mit den höchsten Bewertungen nach Punkten zugelassen. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.
Als Option enthält die Ausschreibung den Punkt der Sanierungsplanung der noch herauszuarbeitenden Vorzugsvariante. Die Entscheidung über die Vergabe der Option „Sanierungsplanung“ ist davon abhängig, ob im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit des ausgearbeiteten Sanierungskonzeptes eine Notwendigkeit für die Maßnahme bejaht wird. Es ist in diesem Fall beabsichtigt, die Sanierungsplanung nach erfolgreicher Bearbeitung der Vorplanung an denselben Auftragnehmer zu vergeben. Die Option Sanierungsplanung umfasst die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, sowie die Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphasen 3-7 §42 HOAI 2013) der zuvor mit dem AG abgestimmten Vorzugsvariante.
Die Option „Sanierungsplanung“ nach Absprache mit dem AG im Anschluss an die abgeschlossene Sanierungsuntersuchung innerhalb von 24 Monaten zu erbringen.
Als weitere Option ist die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Terminen zur Information der Öffentlichkeit sowie das Erstellen von Präsentationen oder Kartenmaterial enthalten. Je nach Bedarf sind weitere Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsinformation zum Thema Sanierung und weiteres Vorgehen fachlich vorzubereiten und zu begleiten. Die Beauftragung dieser Option ergibt sich aus den weiteren Ergebnissen der Detailerkundung, sofern eine weitere Gefährdung der Öffentlichkeit zu besorgen ist. Die Option „Öffentlichkeitstermin“ ist nach Bedarf Mitte der zweiten Jahreshälfte zu erbringen.
Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung mit den optionalen Leistungen besteht nicht. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die optionalen Leistungen zu erbringen, wenn er von der Auftraggeberin innerhalb von 24 Monaten nach Fertigstellung der Leistungen damit beauftragt wird.
Für das Verhandlungsverfahren gelten die Teilnahmebedingungen für den Teilnahmewettbewerb der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Nachweise zu der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit (siehe Ziffer III.1.3) sind an das Konsortium in seiner Gesamtheit anzulegen. Das bedeutet, es ist grundsätzlich ausreichend, wenn ein oder mehrere Mitglieder die geforderten Nachweise beibringen und damit das gesamte Leistungsspektrum abdecken. Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.
1) Ausgefülltes Teilnahmeantragsformular. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen vorgegeben;
2) Eigenerklärung zur Eignung. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen vorgegeben;
3) Eigenerklärung zur Tariftreue und zur Zahlung eines Mindestlohnes gemäß § 3 Hamburgisches Vergabegesetz. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen vorgegeben;
4) Falls zutreffend: Unterschriebene Erklärung der Bewerbergemeinschaft. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen bereitgestellt;
5) Falls zutreffend: Verzeichnis der Unterauftragnehmer und Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen bereitgestellt;
6) Falls zutreffend: Verzeichnis der anderen Unternehmen (Eignungsleihe) und Verpflichtungserklärung Eignungsleihe. Die entsprechenden Formulare werden in den Vergabeunterlagen bereitgestellt.
7) Angaben über den Gesamtumsatz des Bewerbers sowie über den Gesamtumsatz für den Bereich Bodenkundliche Untersuchungen, Sanierungsplanung und Altlastensanierung. Die Umsatzzahlen beziehen sich auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (getrennt nach Jahren);
8) Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung. Der Nachweis kann auch durch Vorlage einer Bestätigung des Versicherungsunternehmens erbracht werden, im Fall der Zuschlagserteilung eine solche Versicherung mit dem Unternehmen abzuschließen.
Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens folgenden Deckungssummen:
Personenschäden: 1 500 000 EUR
Sonstige Schäden: 1 000 000 EUR
Die Maximierung der Ersatzleistung muss mindestens das Zweifache der Versicherungssumme betragen. Der Nachweis kann auch durch Vorlage einer Bestätigung des Versicherungsunternehmens erbracht werden, im Fall der Zuschlagserteilung eine solche Versicherung mit dem Unternehmen abzuschließen.
9) Referenzliste: Die Angaben zu den Referenzprojekten sind auf dem Formular Eigenerklärung zur Eignung zu machen. Weitere Angaben sind auf gesonderter Anlage anzugeben.
Es ist eine Liste der wesentlichen erbrachten Leistungen vergleichbarer Art und möglichst vergleichbaren Umfangs vorzulegen. Den Schwerpunkt bilden dabei Sanierungsuntersuchungen, sowie Dioxinaltlasten.
Die Referenzliste hat folgende Informationen zu enthalten:
— Art des Auftrags,
Sowie die Angabe, ob es sich um folgende Projektinhalte handelt:
— Untersuchung/Sanierung von Dioxinkontaminationen,
— Konzeption von Oberflächenabdichtungen in Zusammenhang mit einer Dekontamination,
— Altlastenbearbeitung,
— Sanierungsuntersuchungen,
— Detailerkundung einer Altlast,
— Boden-/Entsorgungsmanagement im Rahmen einer Altlastsanierung,
— örtliche Bauüberwachung.
10) Detaillierte Referenzbeschreibungen: Aus der Referenzliste (siehe Nr. 9) sind die wichtigsten (mindestens 2 und maximal 6 Referenzen) detailliert zu beschreiben. Diese Referenzbeispiele sind jeweils auf max. 2 Seiten DIN A4 (Schriftgröße 11) vorzustellen;
11) Betrautes Personal (Projektleitung und Projektteam):
Die Angaben sind auf dem Formular Eigenerklärung zur Eignung zu machen. Weitere Angaben sind auf gesonderter Anlage anzugeben.
— Vorstellung der im Falle der Zuschlagserteilung vorgesehenen, verantwortlichen Mitarbeiter/innen (Namen, Dauer der Berufstätigkeit und Unternehmenszugehörigkeit, Stellvertretungsregelung, Arbeitsteilung, Vertretungsbefugnisse gegenüber der Auftragnehmerin),
— Mitwirkung an Referenzprojekten des Büros oder anderen Projekten ähnlicher Art und ähnlichen Umfangs, berufliche Qualifikationen und Erfahrung (Altlastenbearbeitung, Sanierungsuntersuchung (mind. Leistungsphasen 1-3 HOAI 2013)).
13) Nachweis über die berufliche Qualifikation des für den Auftrag im Falle eines Zuschlags vorgesehenen Projektleiters in mind. einer der folgenden Fachrichtungen: Bauingenieurwesen, Chemie/Chemietechnik, Geologie, Maschinenbau, Umweltschutz, Umweltschutztechnik oder Verfahrenstechnik;
14) Nachweis über Sachverständigen nach § 18 BBodSchG (vorzugsweise Sachgebiet 2 oder 5) im Projektteam;
15) Nachweis über Sachkundigen nach DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) im Projektteam.
Berufliche Qualifikation des für den Auftrag im Falle eines Zuschlags vorgesehenen Projektleiters in mind. einer der folgenden Fachrichtungen: Bauingenieurwesen, Chemie/Chemietechnik, Geologie, Maschinenbau, Umweltschutz, Umweltschutztechnik oder Verfahrenstechnik.
Mindestens einen Sachverständigen nach § 18 BBodSchG (vorzugsweise Sachgebiet 2 oder 5) im Projektteam.
Mindestens einen Sachkundigen nach DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) im Projektteam.
Sollten im Rahmen des Auftragsverhältnisses urheberrechtliche Werke (Gutachten u. a.) durch den Anbieter geschaffen werden, so überträgt der Anbieter sämtliche Nutzungsrechte und sonstige Verwertungsrecht an die Auftraggeberin.
— zu der Ausschreibung werden nur Anfragen beantwortet, die über die Bieterkommunikation der eVergabe innerhalb der Frist für Bieterfragen gestellt werden. Für Fragen, nach Ablauf dieser Frist eingehen, kann eine Beantwortung nicht zugesagt werden. Die Frist für Bieterfragen endet am 28.6.2019 um 09.00 Uhr.
Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheit der Unternehmen/Bewerber/Bieter sowie auf die Präklusionsregelung gemäß § 160 Abs. 3 S.1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin. § 160 Abs. 3 S. 1 GWB lautet: Der Antrag (auf Nachprüfung) ist unzulässig, soweit:

References: §42
 § 3
 § 18
 § 18
 § 160
 § 160