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Timestamp: 2017-11-20 11:29:11+00:00

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DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Titel
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DGUV-Information 208-008
Roste – Montage
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage , Inhalt
2 Unterweisung
2.2 Unterweisungsinhalte
2.3 Projektspezifische Unterweisungen
3 Arbeitsmittel, Ausrüstungen und Einrichtungen
3.1 Elektrische Betriebsmittel
3.2 Bolzensetzwerkzeuge
3.3 Bolzenschweißgeräte
3.4 Gerüste und fahrbare Arbeitsbühnen
3.5 Schutznetze
3.6 Fahrbare Hubarbeitsbühnen und Flurförderzeuge
3.7 Leitern
3.8 Persönliche Schutzausrüstung
3.9 Anschlagmittel
3.10 Prüffristen von Arbeitsmitteln und PSA
5.2 Einsatz von Kranen und anderen Hebezeugen
5.3 Anschlagen von Rosten
5.4 Transport von Hand
6 Vorschriften und Regeln
6.2 Technische Regeln
6.3 Vorschriften, Regeln und Informationen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
6.4 Normen
7 Literaturangaben und Abbildungsnachweise
7.2 Abbildungsnachweise
Anhang 1 Montageanweisung
Anhang 2 Muster für die Bestätigung der Übertragung von Unternehmerpflichten
Anhang 3 Beispiel einer Checkliste mit Schwerpunkten für eine baustellenbezogene Unterweisung für die Montage von Rosten
Anhang 4 Unterweisungsnachweis (Muster)
Anhang 5 Schriftliche Beauftragung zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen
Anhang 6 Beispiel: Ausnetzen einer Zwischenbühne
Anhang 7 Muster eines Gefährdungskataloges
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Vorwort
Montagearbeiten, bei denen Laufstege, Treppen, Bühnen (Arbeits- oder Lagerflächen) oder Fassaden mit Rosten aus Metall oder Kunststoff montiert, demontiert oder instand gesetzt werden, sind durch spezifische Gefährdungen und Belastungen charakterisiert.
Dabei kommt insbesondere dem Absturzrisiko von Konstruktionsteilen eine besondere Bedeutung zu.
Die Montage von Rosten zeichnet sich unter anderem aus durch:
Belegung großer Flächen innerhalb kürzester Zeit, „hohe Flächenleistungen“
Hierdurch sind die Mitarbeiter erheblichen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt.
Diese führen oftmals dazu, dass auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen verzichtet wird bzw. diese nur mangelhaft und damit nicht sicher wirksam ausgeführt werden.
Diese Informationsschrift wendet sich an Unternehmer und Führungskräfte, aber auch an Mitarbeiter, die mit der Vorbereitung und Durchführung der Montage von Rosten beauftragt werden.
Vorbereitung, Leitung und Koordination der Arbeiten
Leitung und Aufsicht der Bauarbeiten
allgemeine und projektspezifische Unterweisungen
Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln und Ausrüstungen
Gesundheitsgefährdungen beim Transport von Hand
Unfallbedingte Fehlzeiten und arbeitsbedingte Erkrankungen sowie Montageunterbrechungen durch fehlende Schutzeinrichtungen können durch Einbeziehung des Arbeitsschutzes in die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten minimiert werden. Durch praxisbezogene Beispiele soll aufgezeigt werden, dass die Berücksichtigung des Arbeitsschutzes sich insgesamt positiv auf das Unternehmen auswirkt.
Als Hilfestellung ist im Anhang 7 ein Muster-Gefährdungskatalog aufgeführt, der im Bedarfsfall auf die konkreten Baustellenbedingungen anzuwenden ist.
In dieser Broschüre werden Begriffe wie folgt verwendet:
Roste: Hierunter fallen Metallgitterroste (z. B. Schweißpress-, Press-, Einsteck- und Blechprofilroste) sowie Kunststoffgitterroste.
Die verschiedenen Rosttypen sind in der Information „Roste – Auswahl und Betrie b“ (BGI/GUV-I 588-1) beschrieben.
Montage: Transportieren, Verlegen, Verschrauben, Verschweißen, Demontieren und Instandsetzen von Rosten
Bauarbeiten: Beinhaltet auch die Montage von Rosten in/auf maschinellen Anlagen und Anlagenteilen
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 1 Vorbereitung, Leitung und Koordination
Geplant werden müssen auch die Baustelleneinrichtung und der Materialtransport zur Montagestelle. Die Tragfähigkeit der Zufahrten und Wege auf der Baustelle müssen bekannt sein, damit der Einsatz z. B. von Fahrzeugen, Kranen und fahrbaren Hubarbeitsbühnen sicher erfolgen kann. Es gehört zu einer sorgfältigen Montagevorbereitung, bereits im Planungsstadium die Bau-/ Montagestelle in Augenschein zu nehmen und sich mit dem Bauleiter, Architekt/Planer oder Bauherrn abzustimmen. Dazu gehören Termine, Baufreigaben, Baustellenordnung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) und sonstige auf der Baustelle geltende Regelungen.
Montagearbeiten zeichnen sich durch wechselnde Arbeitsplätze und sich schnell ändernde Tätigkeiten aus. Dies begründet das hohe Gefährdungspotential bei Bauarbeiten. Es ist Aufgabe des Unternehmers bzw. der beauftragten Führungskräfte, diese Gefährdungen zu beurteilen, Schutzmaßnahmen zu planen und durchzuführen sowie die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu kontrollieren.
Die Dokumentationspflicht dient insbesondere der Rechtssicherheit des Unternehmers bzw. der verantwortlichen Personen. Im Schadensfall kann anhand der Dokumentation nachgewiesen werden, dass die Arbeitsschutzpflichten erfüllt wurden. Die Dokumentation ist außerdem eine hilfreiche Grundlage für die Ein- und Unterweisung der Mitarbeiter.
Unterstützung zur Erstellung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung bieten die TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung“ und entsprechende Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger.
Die meisten tödlichen und schweren Arbeitsunfälle auf Baustellen sind auf Abstürze zurückzuführen. Ab welchen Höhen die Mitarbeiter gegen Absturz zu sichern sind, zeigt Abb. 1-2.
Abb. 1-2 Absturzhöhen, ab denen Maßnahmen gegen Absturz eingesetzt werden müssen (§ 12 UVV „Bauarbeiten“ [BGV/GUV-V C22])
Kollektive Schutzmaßnahmen, wie Seitenschutz oder Auffangnetze, haben grundsätzlich Vorrang vor individuellen Maßnahmen (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz [PSA gegen Absturz]).
Der Anhang 7 enthält einen Gefährdungskatalog für die Montage von Rosten.
Mit der Montageanweisung teilt der Montageleiter dem Aufsichtführenden vor Ort wichtige sicherheitsrelevante Informationen mit, z. B.:
Ein Verlegeplan ohne zusätzliche Informationen ist im Regelfall nicht ausreichend.
Der Anhang 1 enthält das Formular einer Montageanweisung.
Zeichnungen und Verlegepläne geben den ausführenden Monteuren die wesentlichen Angaben zur fachgerechten technischen Durchführung der Arbeiten.
Die Leitung von Bau-/Montagearbeiten führt der Unternehmer oder ein fachlich geeigneter und schriftlich beauftragter Vorgesetzter durch. Sie gewährleisten neben der technisch richtigen Ausführung auch die sichere Durchführung der Arbeiten. Ein Muster der Übertragung von Unternehmerpflichten auf geeignete Vorgesetzte enthält der Anhang 2 .
Weisungsbefugte Personen (Aufsichtführende) beaufsichtigen die Arbeiten. Sie verfügen über ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse über die zu beaufsichtigenden Bauarbeiten sowie zu deren sicheren Durchführung. Sie überwachen die angeordneten Maßnahmen und sind gegenüber den eigenen Mitarbeitern weisungsbefugt. Verlässt der Aufsichtführende die Baustelle, hat er einen geeigneten Vertreter zu bestimmen.
Gegenüber Zeitarbeitnehmern besteht die gleiche Verpflichtung zur Aufsicht und Fürsorge wie für eigene Mitarbeiter.
Grundsätzlich sorgt die Bauleitung bzw. der Verantwortliche des Auftraggebers durch Koordination dafür, dass eine gegenseitige Gefährdung von örtlich gleichzeitig tätigen Unternehmen vermieden wird. Aber auch jedes Unternehmen selbst verhindert eine Gefährdung von in der Nähe arbeitenden Mitarbeitern anderer Unternehmen. Hierzu sind Absprachen und Vereinbarungen zu treffen, z. B. über eine weisungsbefugte Person, die vor Ort die Arbeiten aufeinander abstimmt.
Nähere Ausführungen enthält die Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention “ (BGV/GUV-V A1).
Bei der Koordinierung wird die Bauleitung, je nach Größe und Gefährdungspotenzial der Baustelle, vom Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) unterstützt. Schon in der Planungsphase des Bauvorhabens hat dieser einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) zum reibungslosen und sicheren Ablauf der Bauarbeiten zu erstellen. Hierzu benötigt er Informationen der ausführenden Firmen.
Im Vorfeld der Montagearbeiten sind Maßnahmen für Notfälle und Erste Hilfe erforderlichenfalls zusammen mit dem Bauherrn festzulegen. Es ist für eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Ersthelfer und für das notwendige Erste-Hilfe-Material auf der Baustelle zu sorgen.
Je nach Tätigkeit und Gefährdungsgrad sind Rettungsmittel auf Bau-/Montagestellen vorzuhalten. Eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern muss im Umgang mit den Rettungsmitteln geübt sein.
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 2 Unterweisung
Jeder Mitarbeiter ist vor Aufnahme seiner Tätigkeit und danach in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal jährlich, zu unterweisen. Die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung entliehenen Arbeitnehmer sind wie eigene Mitarbeiter zu behandeln, also auch entsprechend zu unterweisen. Unterweisungen müssen dokumentiert werden.
Die Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt alle Gefährdungen, die mit der Erfüllung des Auftrages verbunden sind. Damit ist sie die Grundlage für die Zusammenstellung von Unterweisungsthemen (siehe Anhang 4 ).
Neben den allgemeinen Unterweisungen kommt den projektspezifischen Unterweisungen (Abb. 2-1) eine besondere Bedeutung zu. Bei der Einweisung der Mitarbeiter in die Arbeitsaufgabe und die Baustelle sind ihnen auch die Schwerpunkte des Arbeitsschutzes für dieses Projekt zu vermitteln (siehe Anhang 3 ).
Abb. 2-1 Einweisung anhand von Plänen und projektspezifische Unterweisung
2.3.1 Anlässe einer projektspezifischen Unterweisung
Anlässe zu einer baustellenspezifischen Unterweisung sind u. a.:
Eröffnung einer neuen Baustelle (Baustelleneinweisung)
erstmaliger Einsatz eines Mitarbeiters auf der Baustelle oder Übernahme einer neuen Aufgabe (Arbeitseinweisung)
Veränderungen der Montageabläufe
Einsatz neuer Arbeitsmittel, neuer Montagetechnologien
Einsatz von Mitarbeitern in Fremdbetrieben (z. B. Baustellen in Chemieanlagen)
Unfälle und Vorkommnisse sowie Ergebnisse von Baustellenbegehungen, z. B. festgestellte Mängel
2.3.2 Inhalte einer projektbezogenen Unterweisung
Die Inhalte einer projektbezogenen Unterweisung können z. B. sein:
baustellenspezifische Regelungen, z. B. aus Festlegungen der Baustellenordnung oder aus dem Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) bzw. betriebsinterne Regelungen des Auftraggebers (z. B. Chemiewerk)
Verhalten bei Störungen und Unfällen
Rettungskette und Maßnahmen zur Ersten Hilfe
Betriebsanweisungen und Montageanweisung und
Benutzung und Handhabung von Schutz- und Sicherheitseinrichtungen
Der Anhang 3 enthält beispielhaft Themen, über die Mitarbeiter vor Aufnahme ihrer Tätigkeiten auf der Baustelle unterwiesen werden können.
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 3 Arbeitsmittel, Ausrüstungen und Einrichtungen
Auf Bau- und Montagestellen sind elektrische Betriebsmittel Schmutz und Feuchtigkeit sowie durch den rauen Betrieb mechanischen Belastungen ausgesetzt. Die Beschäftigten müssen jederzeit wirkungsvoll gegen elektrische Körperdurchströmungen geschützt sein. Dies gewährleisten u. a. elektrische Betriebsmittel, die für die besonderen Einsatzbedingungen bei Bau- und Montagearbeiten geeignet sind.
3.1.1 Speisepunkte
Elektrische Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen müssen von besonderen Speisepunkten versorgt werden. Dies sind in der Regel
geerdete Kleinstbaustromverteiler oder
Schutzverteiler sowie Anschluss- und Verlängerungsleitungen mit PRCD-S, ortsveränderliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit Schutzleiterüberwachung im bestehenden Netz (Abb. 3-1 und 3-2).
Abb. 3-1 Schutzverteiler (mit PRCD-S)
Abb. 3-2 Verlängerungsleitung (mit PRCD-S)
Steckdosen in Hausinstallationen stellen keine sicheren Speisepunkte dar.
3.1.2 Leitungen und Steckverbindungen
Auf Bau- und Montagestellen kommen als bewegliche flexible Leitungen nur Gummischlauchleitungen der Ausführung H07RN-F oder gleichwertige zum Einsatz. PVC-Leitungen verspröden und sind nicht für die rauen Bedingungen auf Baustellen geeignet.
Leitungsroller müssen schutzisoliert ausgeführt, spritzwassergeschützt und mit einer Überhitzungs-Schutzeinrichtung ausgerüstet sein. Entsprechend dem rauen Betrieb auf Baustellen sind robust gebaute Leitungsroller, möglichst mit -Symbol, zu verwenden (Abb. 3-3). Um Schäden durch Überhitzung zu vermeiden, ist die Anschlussleitung vom Leitungsroller vor dem Anstecken der Geräte abzuwickeln.
Abb. 3-3 Für Baustellen geeigneter Leitungsroller
3.1.3 Leuchten auf Baustellen
Baustellenleuchten tragen grundsätzlich das -Symbol. Die überwiegend ortsveränderlichen Leuchten entsprechen der Schutzklasse II (schutzisoliert) und haben ein Schutzglas und einen Schutzkorb (Abb. 3-4).
Montagen in elektrotechnisch engen Räumen siehe Information „Metallbau-Montagearbeiten“ (BGI 544) und „Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung “ (BGI 594).
Abb. 3-4 Baustellenleuchte (42 Volt), geeignet für elektrotechnisch enge Räume
3.1.4 Prüfung elektrischer Betriebsmittel
Vor jedem Arbeitseinsatz müssen elektrische Betriebsmittel einer Sichtprüfung auf augenscheinliche Mängel durch den Benutzer unterzogen werden.
Schadhafte elektrische Betriebsmittel sind sofort der Benutzung zu entziehen. Reparaturen dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften durchgeführt werden.
Die Elektrofachkraft führt regelmäßig Prüfungen aller elektrischen Betriebsmittel durch. Die Prüffrist für auf Bau- und Montagestellen eingesetzte Geräte beträgt in der Regel drei Monate (maximale Prüffrist 12 Monate unter bestimmten Voraussetzungen). Die durchgeführte Prüfung muss auf der Baustelle nachvollziehbar sein, z. B. durch Anbringung einer Prüfplakette am Gerät.
Im gewerblichen Bereich sind ausschließlich Bolzenschubwerkzeuge zugelassen (Abb. 3-5).
Abb. 3-5 Bolzenschubwerkzeug mit Kartuschen
Bolzenschubwerkzeuge, die bis Ende 2009 hergestellt wurden, müssen folgende Kennzeichnungen tragen:
PTB-Zulassungszeichen (Abb. 3-6) oder Zulassungszeichen einer anderen europäischen Prüfstelle
Hersteller, Lieferer
Bezeichnung der vorgeschriebenen Munition
Prüfkennzeichnung (Abb. 3-7)
Bolzenschubwerkzeuge, hergestellt ab 2010, tragen ein CE-Zeichen. Das PTB-Zulassungszeichen und das Prüfzeichen stehen nicht mehr auf dem Gerät.
Abb. 3-6 Zulassungszeichen der Prüfstelle
Abb. 3-7 Prüfzeichen
Wesentliche Informationen zum Umgang mit Bolzenschubwerkzeugen liefern die Betriebsanleitungen der Hersteller, z. B.:
Hinweis auf die vorgeschriebene Wiederholungsprüfung
Anleitung – erforderlichenfalls mit bildlicher Darstellung – für die Benutzung und Instandhaltung des Gerätes
Bezeichnung der für das Gerät vorgeschriebenen Munition und Verhaltensanweisungen bei Munitionsversagen
Bezeichnung der für das Gerät geeigneten Setzbolzen (Abb. 3-8)
Hinweise zum Montageablauf beim Einbau des Pufferringes und
Angabe des maximalen Austrittsmaßes des Schubkolbens aus dem Lauf
Abb. 3-8 Setzbolzen für Stahl (Gewindebolzen)
Folgende weitere Sicherheitsanforderungen sollten beachtet werden:
Bolzen nie in ungeeignete Werkstoffe eintreiben (Betongüteklasse beachten, nicht in Lochziegel oder Leichtbaustoffe, nicht in Eintreibstellen von herausgezogenen oder herausgebrochenen Setzbolzen)
Mindestabstände der Setzbolzen untereinander und von freien Kanten einhalten
Benutzung der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzhelm, Schutzbrille und Gehörschutz für Setzer und Helfer)
Beachtung des Mindestalters (mindestens 18 Jahre, sonst nur zu Ausbildungszwecken unter Aufsicht)
Weitere Anforderungen enthält die Unfallverhütungsvorschrift „Arbeiten mit Schussapparaten “ (BGV/GUV-V D9).
Bolzenschweißgeräte (Abb. 3-9) arbeiten mit Hubzündung, Spitzenzündung, mit Keramik-Ring oder Schutzgas.
Das Bolzenschweißverfahren zählt zu den schadstoffarmen Schweißverfahren, da die Schweißzeit im Bereich von Millisekunden liegt und das Schmelzbad relativ klein ist.
Bei der Benutzung von Bolzenschweißgeräten sind folgende Schutzmaßnahmen zu beachten:
Beim Schweißen unter erhöhter elektrischer Gefährdung nur Geräte mit einem Scheitelwert der Gleichspannung von 113 Volt einsetzen.
Wegen der hohen Magnetfelder sollten Personen mit Herzschrittmacher keine Bolzenschweißgeräte bedienen.
Je nach Schweißverfahren ist eine Schutzbrille mit UV-Schutzfilter und Gehörschutz erforderlich (siehe Betriebsanleitung des Herstellers).
In engen Räumen kann beim Schweißen von oberflächenbeschichteten und Edelstahl-Werkstücken eine Absaugung erforderlich sein.
trockene Arbeitskleidung und Schutzhandschuhe
Schutzschuhe mit intakter Sohle
Anschluss des Bolzenschweißgerätes nur an einen Speisepunkt (z. B. Baustromverteiler), siehe Abschnitt 3.1.1
Wesentliche Hinweise enthält die Betriebsanleitung des Herstellers.
Abb. 3-9 Bolzenschweißgerät
Gerüste und fahrbare Arbeitsbühnen (Abb. 3-10) dürfen nur von fachkundigen Personen gemäß Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers auf-, um- und abgebaut werden. Nach dem Aufbau erfolgt die Prüfung durch eine befähigte Person mit Dokumentation. Am fertig gestellten Gerüst werden die Kennzeichnung (Abb. 3-11) und der Plan für die Benutzung angebracht.
Nicht fertig gestellte Gerüste oder Gerüstabschnitte sind abzusperren und zu kennzeichnen (Abb. 3-12).
Abb. 3-10 Fahrbare Arbeitsbühne nach DIN EN 1004
Abb. 3-11 Beispiel einer Gerüstkennzeichnung
Abb. 3-12 Zutritt für Unbefugte verboten
Der Gerüstbenutzer hat auch Pflichten, z. B.:
Prüfung vor der ersten Benutzung auf augenscheinliche Mängel und Dokumentation der Prüfung
keine eigenmächtigen Veränderungen am Gerüst durchführen
keine Materiallagerung auf dem Gerüst über die zulässige Belastung hinaus
Bekanntgabe der Nutzungsart und der beabsichtigten Belastung des Gerüstes gegenüber dem Gerüstersteller
Unterweisung aller Beschäftigten über die sichere Benutzung von Gerüsten und fahrbaren Arbeitsbühnen
Es ist sinnvoll, dass der Gerüstersteller und der Verantwortliche des Gerüstbenutzers die Prüfung bei der Gerüstübergabe gemeinsam durchführen und auch das Protokoll gemeinsam unterschreiben.
Nähere Angaben über die Errichtung und Benutzung von Gerüsten enthält die Information „Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten “ (BGI/GUV-I 663).
Schutznetze sind Auffangeinrichtungen, die abstürzende Personen sicher auffangen sollen. Sie werden eingesetzt als Sicherheitseinrichtung bei der Montage von Rosten, wo ein sicherer Standplatz (z. B. Gebäudeteile mit Seitenschutz oder Gerüste) nicht vorhanden ist. Der Einsatz von Schutznetzen hat Vorrang vor der PSA gegen Absturz (siehe Abschnitt 1.2.1 ).
Schutznetze dürfen nur durch fachkundige Monteure angebracht werden. Eine Kennzeichnung, aus der die wichtigsten Informationen hervorgehen, ist dauerhaft am Schutznetz angebracht (Abb. 3-13).
Nähere Angaben zu Schutznetzen liefern die Regel „Einsatz von Schutznetzen “ (BGR/GUV-R 179) und die Information „Montage von Profiltafeln für Dach und Wand“ (BGI 5075).
Abb. 3-13 Schutznetzkennzeichnung
Fahrbare Hubarbeitsbühnen kommen bei der Verlegung von Gitterrosten z. B. an Fassaden zum Einsatz. Hier sind die Vorgaben des Herstellers (Betriebsanleitung) und die Anforderungen an die Bedienpersonen von Bedeutung (siehe BGG/GUV-G 966 „Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen“). Auf Folgendes ist besonders zu achten:
Ausbildung und schriftliche Beauftragung der mindestens 18 Jahre alten Bedienpersonen (siehe Anhang 5 ).
Nachweis der Bedienbefähigung gegenüber dem Unternehmer.
Einweisung durch den Verleiher beim Einsatz von Leihgeräten.
Die Dokumentation der Einweisung wird dringend empfohlen.
Eine Kopie der letzten Prüfung durch eine befähigte Person und die Betriebsanleitung müssen am Einsatzort vorliegen.
Beim Einsatz von fahrbaren Hubarbeitsbühnen muss eine mit dem Notablass vertraute Person sich in der Nähe aufhalten, um Rettungsmaßnahmen umgehend einleiten zu können.
Nähere Angaben zu fahrbaren Hubarbeitsbühnen siehe Information „Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen“ (BGI 720).
Flurförderzeuge (Gabelstapler) eignen sich nur zum Transport von Lasten, z. B. Gitterrostpakete.
Der Arbeitgeber hat unter Berücksichtigung der vorgenannten Bedingungen in der Gefährdungsbeurteilung (siehe Abschnitt 1.2 ) das geeignete Arbeitsmittel als Aufstieg und Arbeitsplatz auszuwählen. Dabei hat er die Hinweise des Herstellers, z. B. in der Betriebs-/Benutzungsanleitung, zu berücksichtigen (Abb. 3-14).
Nähere Angaben siehe Information „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“ (BGI/GUV-I 694).
3.8.1 Persönliche Schutzausrüstung allgemein
Entsprechend der Gefährdungen sind auf Bau-/ Montagestellen persönliche Schutzausrüstungen zu benutzen, z. B.:
Schutzbrillen, Schweißerschutzschilde
PSA gegen Ertrinken (z. B. Rettungsweste)
Persönliche Schutzausrüstung wird vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter sind verpflichtet, die zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung zu benutzen.
3.8.2 Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSA gegen Absturz)
Nicht immer ist es möglich, als Schutz gegen Absturz eine technische Maßnahme, z. B. durch Seitenschutz, Auffangnetze o. Ä., zu treffen. In diesen Fällen ist PSA gegen Absturz zu benutzen.
PSA gegen Absturz sind Auffangsysteme, deren Zusammensetzung der Hersteller in der Betriebsanleitung festlegt. Sie bestehen immer aus einem Auffanggurt und Teilsystemen (z. B. Verbindungsmittel mit Falldämpfer oder Höhensicherungsgeräte).
Die Anschlageinrichtung, z. B. Anschlagpunkt, gehört nicht zur PSA. Die Tragfähigkeit für eine statische Einzellast von 7,5 kN ist nach den technischen Baubestimmungen nachzuweisen.
Für das Anschlagen von Rostpaketen aber auch einzelner größerer Roste werden als Anschlagmittel meist Hebebänder oder Seile verwendet. Aus deren Kennzeichnung geht die Tragfähigkeit hervor (Abb. 3-15). Die Information „Belastungstabellen für Anschlagmittel aus Rundstahlketten, Stahldrahtseilen, Rundschlingen, Chemiefaserhebebändern, Chemiefaserseilen, Naturfaserseilen “ (BGI 622) sollte den Anschlägern an der Montagestelle zur Verfügung stehen.
Es dürfen nur geprüfte und gekennzeichnete Anschlagmittel entsprechend der anzuschlagenden Last eingesetzt werden.
Abb. 3-15 Hebeband mit Kennzeichnung
Grundsätzlich sind alle Arbeitsmittel und PSA vor jeder Benutzung auf augenscheinliche Mängel zu prüfen.
Beschädigte Arbeitsmittel und PSA sind umgehend der Benutzung sicher zu entziehen und der Instandhaltung zuzuführen. Reparaturen führen ausschließlich fachlich befähigte Personen durch, z. B. Elektrofachkräfte bei elektrischen Betriebsmitteln.
Darüber hinaus sind Arbeitsmittel und PSA in regelmäßigen Abständen zu prüfen, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Die Abstände der regelmäßigen Prüfungen legt der Unternehmer fest. Übliche Prüffristen siehe Abb. 3-16.
Prüfungen dürfen nur von befähigten und mit der Prüfung beauftragten Personen durchgeführt werden.
Abb. 3-16 Beispiele von Prüffristen für ausgewählte Arbeitsmittel und PSA (Richtwerte)
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 4 Schutzmaßnahmen gegen Absturz
Üblicherweise werden Verkehrswege mit Absturzgefahr durch einen dreiteiligen Seitenschutz gesichert. Nur in Ausnahmefällen, bei gering frequentierten Verkehrswegen, sind andere Schutzmaßnahmen entsprechend Abb. 1-3 „Rangfolge der Schutzmaßnahmen“ einsetzbar.
Die Höhen, ab denen Verkehrswege auf Baustellen gegen Absturz gesichert werden müssen, gehen aus Abb. 1-2 „Absturzhöhen, ab denen Maßnahmen gegen Absturz eingesetzt werden müssen“ hervor. Weitere Informationen bieten die Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten “ (BGV/GUV-V C22) sowie die technische Regel zur Arbeitsstättenverordnung "Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen “ (ASR A2.1).
Nähere Ausführungen zu Treppen siehe Information „Treppen“ (BGI/GUV-I 561), zu Treppenleitern DIN EN ISO 14122-3 „Sicherheit von Maschinen – Ortsfeste Zugänge zu maschinellen Anlagen – Teil 3: Treppen, Treppenleitern und Geländer“.
Abb. 4-4 Randsicherungen (siehe Information „Sicherheit von Seitenschutz, Randsicherungen und Dachschutzwänden als Absturzsicherungen bei Bauarbeiten “ [BGI 807])
Fanggerüste sind in der DIN 4420 Teil 1 „Schutzgerüste – Leistungsanforderungen, Entwurf, Konstruktion und Bemessung“ geregelt. Es ist darauf zu achten, dass der senkrechte Abstand zwischen Absturzkante und Belagfläche 2,0 m nicht übersteigen darf. Die Breite w der Fanglage muss bei Einsatz eines Seitenschutzes mindestens 0,9 m betragen. Bei Verwendung von Schutzwänden kann die Breite b auf 0,7 m reduziert werden (Abb. 4-6 und 4-7).
Abb. 4-6 Abmessungen eines Fanggerüstes (siehe Information „Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten “ [BGI/GUV-I 663])
Abb. 4-7 Fanggerüst mit Schutzwand (siehe Information „Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten “ [BGI/GUV-I 663])
Roste sind grundsätzlich sofort nach dem Verlegen an der Unterkonstruktion zu befestigen, damit sie bei Belastung, z. B. beim Begehen während der Montage, nicht vom Auflager abrutschen. Dazu gehört auch das Umbiegen der Blechlappen bei Sicherheitsbefestigungen (siehe BGI/GUV-I 588-1, Abb. 14d und 14e ).
Ist eine sofortige Befestigung nicht möglich, sind diese Flächen abzusperren.
Der horizontale Abstand zwischen Netz und Absturzkante beträgt maximal 0,3 m. Der Abstand zwischen den Aufhängepunkten darf 2,5 m nicht überschreiten (Abb. 4-11).
Der Netzverleger überprüft die Schutznetze vor jedem Einsatz auf den ordnungsgemäßen Zustand. Die regelmäßige Prüfung erfolgt jährlich durch den Hersteller der Netze (Abb. 4-12). Der Nachweis der Prüfung ist am Netz angebracht (Abb. 4-13).
Auch der Rostverleger hat auf den ordnungsgemäßen Zustand der Schutznetze zu achten. Stellt er Mängel am Netz oder Zubehör fest, wie
muss eine befähigte Person, z. B. des Netzverlegers, über den weiteren Einsatz entscheiden. Dies trifft ebenfalls zu, wenn Schutznetze durch Auffangen von Personen oder Herabfallen von Gegenständen beansprucht wurden.
Der Einsatz von Anseilschutz als persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz stellt im Regelfall für die Montage von Rosten eine ungeeignete Schutzmaßnahme dar. PSA gegen Absturz behindert in vielen Fällen die Beschäftigten beim Verlegen.
Anforderungen über den Einsatz von PSA gegen Absturz siehe Regel „Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz “ (BGR/GUV-R 198)
Anschlagpunkt möglichst senkrecht über dem Benutzer von PSA gegen Absturz
Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers beachten
Aufbauhöhe max. 8,0 m im Freien (bzw. nach Angabe des Herstellers)
mögliche Gefährdungen durch oder für andere Gewerke ausschließen und
Weitere Ausführungen zu fahrbaren Hubarbeitsbühnen siehe Information „Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen“ (BGI 720) und Grundsatz „Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen“ (BGG/GUV-G 966).
Rettungsringe und Beiboote (DIN EN 1914)
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 5 Lagerung und Transport
Folgende Fragen sollten bereits in der Planungsphase geklärt werden:
Stehen ausreichende Lagerflächen für die Zwischenlagerung der Gitterrostbunde auf der Baustelle bzw. im Bereich der Montagestelle zur Verfügung?
Gibt es eine Zuweisung vom Auftraggeber bzw. Bauherrn?
Wie können Gitterroste auf der Montageebene zwischengelagert werden?
Welche Lasten und Rostabmessungen müssen transportiert werden?
Stehen geeignete Hebezeuge und Transportmittel zur Verfügung?
Wird Handtransport möglichst vermieden?
Sind die Transportwege möglichst kurz?
Folgende Fragen sind vor der Arbeitsaufnahme zu klären:
Sind Transportwege sicher befahrbar und begehbar?
Werden durch den Transport, z. B. mit Hebezeugen, eigene bzw. Mitarbeiter anderer Firmen gefährdet?
Sind Maßnahmen zum Schutz der eigenen und der Mitarbeiter anderer Unternehmen getroffen?
Wer trifft u. U. Absprachen mit anderen Firmen?
Wer kontrolliert die Einhaltung der getroffenen Absprachen und Schutzmaßnahmen?
Sind die Mitarbeiter über den Transport von Lasten unterwiesen und in die Baustelle bzw. Montagestelle eingewiesen?
Sind sämtliche Arbeitsmittel, die zum Transportieren von Lasten eingesetzt werden sollen, durch eine befähigte Person geprüft worden? Die Prüfungen müssen je nach Bedarf und Einsatzbedingungen (in der Regel jedoch mindestens einmal jährlich) erfolgen.
Der Kran- bzw. Hebezeugführer darf auf Bau- und Montagestellen in der Regel nur auf Zeichen eines Einweisers das Gerät, mit oder ohne Last, bewegen. Hierzu ist ein Einweiser zu benennen. Fehlt die einwandfreie Sicht auf den Einweiser, muss eine Sprechfunkverbindung eingesetzt werden. Die üblichen Handzeichen für den Einweiser sind in der Information „Anschläger “ (BGI 556) dargestellt.
Lasten nie über Personen hinwegführen. Der Gefahrbereich ist von Personen freizuhalten, z. B. durch Absperren und Kennzeichnen.
Krane und andere Hebezeuge dürfen nur von ausgebildeten, eingewiesenen und beauftragten Mitarbeitern bedient werden.
Hubarbeitsbühnen dienen dem Transport von Personen. Müssen in Ausnahmefällen einzelne Gitterroste mit transportiert werden, ist insbesondere darauf zu achten, dass die zulässige Belastung des Gerätes nicht überschritten wird und die Lasten nicht über die Umwehrung des Arbeitskorbes ragen.
Rostpakete dürfen nicht durch Einhaken unter die Umschnürung angeschlagen werden.
Bei unsymmetrischen Rosten oder Rostpaketen sollte der Schwerpunkt bekannt sein.
Die Last ist so anzuschlagen, dass sie während des Hebevorgangs nicht verrutschen kann. Dies ist insbesondere zu beachten bei nicht umschnürten Rostpaketen oder unsymmetrischen Rosten.
Im Hängegang darf nicht angeschlagen werden.
Es sind nur Lasthaken mit Hakensicherung einzusetzen.
Je nach Örtlichkeit und Transportvorgang soll die Last mit Hilfe eines Führungsseils geführt werden.
Erst auf Anweisung des Anschlägers darf der Hebezeugführer die Last anheben.
nur einsetzen, wenn sie unbeschädigt und deren Etikettenbeschriftung lesbar ist,
nicht über die zulässige Belastung entsprechend der Anschlagart beanspruchen,
nicht mit einem Neigungswinkel von mehr als 60° einsetzen,
nicht durch Knoten verbinden, verlängern oder kürzen,
nicht über scharfe Kanten ziehen bzw. Kantenschutz verwenden (Zwischenlagen aus Holz, Kantenschoner oder Rohrhalbschalen einsetzen) und
bei Beschädigungen nicht weiter verwenden und zuverlässig aus dem Verkehr ziehen.
Die Wirbelsäule des Menschen ist für eine aufrechte Körperhaltung geschaffen und für das Heben und Tragen von Lasten nur bedingt geeignet (Abb. 5-1). Deshalb sind Handtransporte auf das notwendigste Maß zu beschränken.
Geeignete Hilfsmittel (z. B. Gabelhubwagen, Stapler, Krane und Winden) sollten den Mitarbeitern zur Verfügung stehen, um körperliche Belastungen möglichst gering zu halten. Ist der Einsatz solcher Hilfsmittel nicht möglich, z. B. beim Verlegen einzelner Roste in schwer zugänglichen Bereichen, lassen sich Gesundheitsschäden durch richtige Hebe- und Tragetechniken vermeiden. Auch hierüber sollten die Mitarbeiter unterwiesen werden.
Wenn möglich sollten zur Verringerung der körperlichen Beanspruchung Trage- bzw. Verlegehilfen verwendet werden.
Das Arbeitsschutzgesetz (§§ 5 und 6 ) sowie die Lastenhandhabungsverordnung (§ 2 ) fordern die Beurteilung der Arbeitsbedingungen, wenn Gefährdungen bei der manuellen Handhabung von Lasten nicht sicher auszuschließen sind. Für diese Gefährdungsanalyse werden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) die Leitmerkmalmethoden empfohlen.
Abb. 5-1 Verlegen von Gitterrosten in ergonomisch ungünstiger Haltung
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 6 Vorschriften und Regeln
Nachstehend sind die bei der Montage von Rosten insbesondere zu beachtenden einschlägigen Vorschriften und Regeln zusammengestellt.
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), www.baua.de
„Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung “ (TRBS 1111)
„Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen “ (TRBS 1201)
„ Befähigte Personen“ (TRBS 1203)
„Mechanische Gefährdungen – Allgemeine Anforderungen “ (TRBS 2111)
„Mechanische Gefährdungen – Maßnahmen zum Schutz vor unkontrolliert bewegten Teilen“ (TRBS 2111 Teil 2)
„Mechanische Gefährdungen – Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch mobile Arbeitsmittel“ (TRBS 2111 Teil 4)
„Gefährdung von Personen durch Absturz – Allgemeine Anforderungen “ (TRBS 2121)
„Gefährdungen von Personen durch Absturz – Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten “ (TRBS 2121 Teil 1)
„Gefährdungen von Personen durch Absturz – Bereitstellung und Benutzung von Leitern “ (TRBS 2121 Teil 2)
„Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen “ (ASR A2.1)
„Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe “ (ASR A4.3
„Grundsätze der Prävention “ (BGV/GUV-V A1)
„Elektrische Anlagen und Betriebsmittel “ (BGV/GUV-V A3)
„Bauarbeiten “ (BGV/GUV-V C22)
„Krane “ (BGV/GUV-V D6)
„Arbeiten mit Schussapparaten “ (BGV/GUV-V D9)
„Grundsätze der Prävention“ (BGR/GUV-R A1)
„Arbeiten unter Spannung an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln “ (BGR/GUV-R A3)
„Regeln für die Sicherheit von Treppen bei Bauarbeiten “ (BGR 113)
„Einsatz von Schutznetzen “ (BGR/GUV-R 179)
„Benutzung von Schutzkleidung “ (BGR/GUV-R 189)
„Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz “ (BGR/GUV-R 198)
„Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken“ (BGR 201)
„Betreiben von Arbeitsmitteln “ (BGR/GUV-R 500)
„Anleitung zur Ersten Hilfe “ (BGI/GUV-I 503)
„Übertragung von Unternehmerpflichten“ (BGI 508)
„Bestätigung der Übertragung von Unternehmerpflichten“ (BGI 508-1)
„Erste Hilfe im Betrieb“ (BGI/GUV-I 509)
„Unterweisung – Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes“ (BGI 527)
„Arbeiten in engen Räumen“ (BGI 534)
„Metallbau-Montagearbeiten“ (BGI 544)
„Gabelstaplerfahrer “ (BGI 545)
„Anschläger “ (BGI 556)
„Treppen“ (BGI/GUV-I 561)
„Hitzearbeit: Erkennen – beurteilen – schützen“ (BGI 579)
„Roste – Auswahl und Betrieb “ (BGI/GUV-I 588-1)
„Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung “ (BGI 594)
„Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen “ (BGI/GUV-I 600)
„Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen “ (BGI/GUV-I 608)
„Belastungstabellen für Anschlagmittel aus Rundstahlketten, Stahldrahtseilen, Rundschlingen, Chemiefaserhebebändern, Chemiefaserseilen, Naturfaserseilen “ (BGI 622)
„Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten “ (BGI/GUV-I 663)
„Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“ (BGI/GUV-I 694)
„Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen“ (BGI 720)
„Praxishilfe für Unternehmer − Stahlbau, Metallbau“ (BGI 751-5)
„Sicherheit von Seitenschutz, Randsicherungen und Dachschutzwänden als Absturzsicherungen bei Bauarbeiten “ (BGI 807)
„Schutz gegen Absturz – Auffangsysteme sachkundig auswählen, anwenden und prüfen“ (BGI 826)
„Einsatz von Fremdfirmen im Rahmen von Werkverträgen“ (BGI 865)
„Montage von Profiltafeln für Dach und Wand“ (BGI 5075)
„Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen“ (BGG/GUV-G 966)
DIN EN 1004 „Fahrbare Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Bauteilen – Werkstoffe, Maße, Lastannahmen und sicherheitstechnische Anforderungen“
DIN EN 1914 „Fahrzeuge der Binnenschifffahrt – Arbeits-, Bei- und Rettungsboote“
DIN EN 1263-1 „Schutznetze (Auffangnetze) – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren“
DIN EN 1263-2 „Schutznetze (Sicherheitsnetze) – Teil 2: Sicherheitstechnische Anforderungen für die Errichtung von Schutznetzen“
DIN EN ISO 14122-1 „Sicherheit von Maschinen – Ortsfeste Zugänge zu maschinellen Anlagen – Teil 1: Wahl eines ortsfesten Zugangs zwischen zwei Ebenen“
DIN EN ISO 14122-2 „Sicherheit von Maschinen – Ortsfeste Zugänge zu maschinellen Anlagen – Teil 2: Arbeitsbühnen und Laufstege“
DIN EN ISO 14122-3 „Sicherheit von Maschinen – Ortsfeste Zugänge zu maschinellen Anlagen – Teil 3: Treppen, Treppenleitern und Geländer“
DIN EN ISO 14122-4 „Sicherheit von Maschinen – Ortsfeste Zugänge zu maschinellen Anlagen – Teil 4: Ortsfeste Steigleitern“
DIN 4420-1 „Arbeits- und Schutzgerüste – Teil 1: Schutzgerüste – Leistungsanforderungen, Entwurf, Konstruktion und Bemessung“
DIN 4420-3 „Arbeits- und Schutzgerüste – Teil 3: Ausgewählte Gerüstbauarten und ihre Regelausführungen“
DIN 4426 „Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen – Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege – Planung und Ausführung“
DIN 24531-1 „Roste als Stufen – Teil 1: Gitterroste aus metallischen Werkstoffen“
DIN 24531-2 „Roste als Stufen – Teil 2: Blechprofilroste aus metallischen Werkstoffen“
DIN 24531-3 „Roste als Stufen – Teil 3: Kunststoffgitterroste“
DIN 24537-1 „Roste als Bodenbelag – Teil 1: Gitterroste aus metallischen Werkstoffen“
DIN 24537-2 „Roste als Bodenbelag – Teil 2: Blechprofilroste aus metallischen Werkstoffen“
DIN 24537-3 „Roste als Bodenbelag – Teil 3: Kunststoffgitterroste“
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, 7 Literaturangaben und Abbildungsnachweise
Gefährdungs- und Belastungskataloge:
02 „Metallbearbeitung und -verarbeitung“
15 „Stahl- und Leichtmetallbau, Baustellenmontage“
LASI-Leitfaden LV 9 „Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Heben und Tragen von Lasten“
Titelbild: RWE-Kraftwerk Neurath
Abb. 1-4: „Ausgelegte Gitterrostbühne“, Tönsmeier Dienstleistung GmbH & Co. KG
Abb. 3-2: „Verlängerungsleitung (mit PRCD-S)“, ELSPRO Elektrotechnik GmbH
Abb. 3-5: „Bolzenschubwerkzeug mit Kartuschen“, Hilti Deutschland GmbH
Abb. 3-8: „Setzbolzen für Stahl (Gewindebolzen)“, Hilti Deutschland GmbH
Abb. 3-9: „Bolzenschweißgerät“, NELSON Bolzenschweiß-Technik GmbH & Co. KG
Abb. 4-3: „Beispiel eines temporären Seitenschutzes“, COMBISAFE Deutschland GmbH
Abb. 4-5: „Randsicherung mit Schutznetzen“, Manfred Huck GmbH, Netz- und Seilfabrik
Abb. 4-9: „Einsatz eines Schutznetzes zur Montage von Rosten“, RWE-Kraftwerk Neurath
Abb. 4-12: „Prüffäden und Kennzeichnung“, Manfred Huck GmbH, Netz- und Seilfabrik
Abb. 4-13: „Kennzeichnung mit Prüfnachweis“, Manfred Huck GmbH, Netz- und Seilfabrik
Abb. 4-16: „PSA gegen Absturz mit Höhensicherungsgerät“, RWE-Kraftwerk Neurath
Abb. 4-17: „Korrekt aufgebaute fahrbare Arbeitsbühne“, ZARGES GmbH
Abb. 4-18: „Arbeitsdiagramm einer fahrbaren Hubarbeitsbühne“, Lift-Manager GmbH
Abb. 5-1: „Verlegen von Gitterrosten in ergonomisch ungünstiger Haltung“, RWE-Kraftwerk Neurath
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 1 Montageanweisung
gemäß Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten“ (§ 17 BGV/GUV-V C22 ) für den Auftrag (Baustelle):
Bauleiter/Aufsichtführender/Koordinator:
2 Beschreibung der Bauarbeiten (Montagefolge)*:
3 Sicherheitsmaßnahmen und -hinweise*
(siehe z. B. § 17 Durchführungsanweisungen BGV/GUV-V C22 )
3.1 beim Anschlagen, Transportieren, Lagern, Ein- und Ausbauen, ... der Bauteile:
3.2 für die Tragfähigkeit und Standsicherheit des Bauwerks und seiner Teile (Nachweis kritischer Montagezustände):
3.3 für das Erstellen hochgelegener Verkehrswege und Arbeitsplätze (z. B. Aufstiege, Gerüste):
3.4 bei besonderen Gefahren (z. B. gleichzeitiges Arbeiten mehrerer Unternehmen, elektrischer Strom, Gefahrstoffe) und mögliche Schutzmaßnahmen (z. B. Persönliche Schutzausrüstung, Einweiser, Sicherungsposten, Hilfsmittel):
MA erstellt von:
MA geprüft von:
* Ergänzende Hinweise können auf separatem Blatt oder in Zeichnungen/Skizzen enthalten sein.
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 2 Muster für die Bestätigung der Übertragung von Unternehmerpflichten
(§ 13 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz , § 13 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ [BGV/GUV-V A1])
„(1) Die Unfallversicherungsträger können unter Mitwirkung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. als autonomes Recht Unfallverhütungsvorschriften über Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren oder für eine wirksame Erste Hilfe erlassen, soweit dies zur Prävention geeignet und erforderlich ist und staatliche Arbeitsschutzvorschriften hierüber keine Regelung treffen;
§ 13 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1):
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 3 Beispiel einer Checkliste mit Schwerpunkten für eine baustellenbezogene Unterweisung für die Montage von Rosten
Beispiel einer Checkliste mit Schwerpunkten für eine baustellenbezogene Unterweisung für die Montage von Rosten
Wer leitet, beaufsichtigt und koordiniert die Baustelle?
Besteht eine Baustellenordnung? Welche Punkte sind von besonderer Bedeutung?
Regelungen bei gegenseitigen Gefährdungen, z. B. beim Arbeiten übereinander
Wesentliche Inhalte aus der Gefährdungsbeurteilung und der Montageanweisung
Regelung der arbeitstäglichen Kontrolle des ordnungsgemäßen Zustands
Alle allgemeinen Unterweisungen und Beauftragungen sind erfolgt und dokumentiert
Alarmplan, Ersthelfer und Erste-Hilfe-Material
Besondere Regelungen zur Ersten Hilfe auf der Baustelle
Regelungen zur Rettung nach einem Absturz in ein Auffangnetz oder in die PSA gegen Absturz
Welche Verkehrswege und Aufstiege sind zu benutzen?
Vermeidung von Sturz- und Absturzunfällen
Einleitung besonderer Maßnahmen, z. B. bei Eis- und Schneeglätte
Einbau von Treppen aus Rosten vor der Bühnenmontage
Benutzung von Gebäudetreppen, Treppen- oder Gerüsttürmen
Benutzung von Anlegeleitern nur für sehr selten benutzte Aufstiege bis max. 5,0 m
Wie ist der Arbeitsplatz an den Bühnenaußenkanten gegen Absturz gesichert?
bauseits verbleibende Geländer sind vor der Rostmontage bereits angebracht
Montage von temporärem Geländer
Randsicherungen aus Netzen
Einsatz von Fanggerüsten
Feste Absperrung in min. 2,0 m Abstand zur Absturzkante
Wie ist der Arbeitsplatz an der Verlegekante gegen Absturz gesichert?
Auffangnetze sind montiert und verbleiben, bis alle Bühnenöffnungen gesichert sind
Befestigung der Roste auf der Unterkonstruktion sofort nach der Montage
Sicherung von Öffnungen mit Seitenschutz oder mit unverschiebbaren Abdeckungen
Aufbau und Benutzung von Gerüsten und fahrbaren Arbeitsbühnen entsprechend der Aufbau- und Verwendungsanleitung
Einsatz von fahrbaren Hubarbeitsbühnen
Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz
Werkzeuge, Geräte, Einrichtungen und persönliche Schutzausrüstungen
Was ist bei den zum Einsatz kommenden Handwerkzeugen, elektrischen Betriebsmitteln, Hebezeugen und Anschlagmitteln sowie persönlichen Schutzausrüstungen zu beachten?
Wo kommt welche PSA zum Einsatz?
Einweisung zur Benutzung von PSA gegen Absturz für den konkreten Einzelfall
Nur Arbeitsmittel und PSA benutzen, an denen die Prüfungen erkennbar sind
Regelung der Hebevorgänge und Benutzung der Lastaufnahmeeinrichtungen
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 4 Unterweisungsnachweis (Muster)
Unterweisungsnachweis (Muster)
§ 4 der UVV „Grundsätze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1) bzw. § 12 Arbeitsschutzgesetz
Firma: Mustermann und Söhne
Abteilung: Stahlbaumontage
Vorgesetzter: Hr. Muster, Montageleiter
Datum der Unterweisung: 23.11.06, Uhrzeit: 07:30 Uhr
Ort/Baustelle: Musterstadt, Gewerbegebiet A, Lagerhalle Fa. XY
Unterweisung über: Montage von Rosten
Einweisung in die Besonderheiten der Baustelle
Baustellenkoordinator, Bauleiter des AG, Verhalten bei Unfällen, Bränden, Erste-Hilfe-Alarmplan, Baustellenverkehrsordnung, Lagerflächen und Stapelordnung
Transport der Rostpakete, Ablagerung auf den Bühnen, Verlegeplan, Verhalten bei extremen Witterungsbedingungen (Schneeberäumung)
Hinweis auf die Gefährdungsbeurteilung und Einweisung in die Montageanweisung
Arbeiten auf der Bühne erst gestattet, wenn die Bühnenaußenkanten vollständig mit bauseits verbleibenden Geländern gesichert sind und Auffangnetze komplett montiert und übergeben wurden. Zugang zur Bühne über zuvor zu montierende Treppen aus Rosten. Tragfähige Abdeckung der verbleibenden Bühnenöffnungen mit gegen Verschieben gesicherten Bohlen mit einer Dicke von 4,5 cm.
Hinweis auf Arbeitsschutzbestimmungen
§ 12 BGV/GUV-V C22 „Bauarbeiten“, BGI 807 „Sicherheit von Seitenschutz, Randsicherungen und Dachschutzwänden als Absturzsicherungen bei Bauarbeiten“, DGUV-Information 208-008 „Roste – Montage“
Teilnehmer Unterschrift
Ort, Datum Unterschrift des Unterweisenden
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 5 Schriftliche Beauftragung zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen
Schriftliche Beauftragung zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen
gemäß Kapitel 2.10 „Betreiben von Hebebühnen“, Abs. 2.1, der Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR/GUV-R 500)
wird in vorstehend genanntem Unternehmen mit dem Bedienen von Hubarbeitsbühnen beauftragt.
Die Beauftragung gilt für folgende Hubarbeitsbühne(n):
Er/Sie hat seine/ihre Befähigung zum Bedienen der vorstehend genannten Hubarbeitsbühne(n) gemäß Kapitel 2.10 „Betreiben von Hebebühnen“, Abs. 2.1, der Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR/GUV-R 500) gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen.
Die Unterweisung erfolgte durch:
Datum Unternehmer Beauftragte(r)
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 6 Beispiel: Ausnetzen einer Zwischenbühne
Beispiel: Ausnetzen einer Zwischenbühne
Ermittlung des erforderlichen Freiraumes und Prüfung der Möglichkeit des Einsatzes von Schutznetzen (Beispiel 1)
• Breite 10,0 m
• Feldlänge 5,0 m
• Freiraum unter d. Netz 5,0 m
Schutznetz nach DIN EN 1263-1
Typ S, Maschengröße M10 D (rhombisch)
Das Netz wird über die Breite von 10 m gespannt.
Netzgröße 10 m x 10 m
Absturzhöhe H ins Netz:
Trägerhöhe h + Netzdurchhang f0
Trägerhöhe h:
Randträger = 180 mm
Pfettenhöhe = 160 mm
Trägerhöhe h = 340 mm
Netzdurchhang f0:
f0 ≤ 0,1 x l
f0 = 0,1 x 10 m
f0 = 1,0 m
H = h + f0
H = 340 mm + 1,0 m
Aus dem Diagramm (DIN EN 1263-2) ergibt sich eine max. Netzverformung
fmax= 3,7 m
fmax < Freiraum unter dem Netz
(3,7 m < 5,0 m)
Ein Einnetzen der Bühne ist möglich.
Ermittlung des erforderlichen Freiraumes und Prüfung der Möglichkeit des Einsatzes von Schutznetzen
3,0 m + Trägerhöhe h + Netzdurchhang f0
H = 3,0 m + h + f0
H = 3,0 m + 340 mm + 1,0 m
H = 4,34 m
fmax= 4,3 m
(4,3 m < 5,0 m)
DGUV-Information 208-008: Roste – Montage, Anhang 7 Muster eines Gefährdungskataloges
Muster eines Gefährdungskataloges
Montage von Rosten
Es ist Ihre Pflicht als Arbeitgeber, oder einer durch Sie beauftragten Führungskraft, den Arbeitsschutz im Unternehmen zu organisieren. Hierfür ist es notwendig, für alle Tätigkeiten und Arbeitsmittel im Unternehmen die Gefährdungen zu ermitteln und konkrete Arbeitsschutzmaßnahmen festzulegen. Die Gefährdungsbeurteilung stellt somit das zentrale Dokument zur Lenkung des Arbeitsschutzes im Unternehmen dar.
Binden Sie Ihre Mitarbeiter bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung ein. So stellen Sie sicher, dass die „Erfahrungen aus der Praxis“ einfließen, denn die Mitarbeiter kennen ihre Arbeitsplätze am besten und können Ihnen wertvolle Hinweise geben.
Holen Sie sich Rat bei der von Ihnen bestellten Fachkraft für Arbeitssicherheit. Sie ist u. a. verpflichtet, Sie bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen.
Die vorliegende Muster-Gefährdungsbeurteilung führt nur die allgemein üblichen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei der Montage von Rosten auf. Jede Montage unterliegt jedoch anderen Bedingungen. Es ändern sich Arbeitsverfahren und Arbeitsumgebungen und damit auch die Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Dies ist in der konkreten für jeden Einsatzfall zu erstellenden bzw. anzupassenden Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Die vorliegende Muster-Gefährdungsbeurteilung muss also für jedes Projekt auf Aktualität geprüft werden, das heißt:
Weichen die Gefährdungen eines aktuellen Bauprojekts geringfügig von der einmal grundsätzlich erstellten Gefährdungsbeurteilung „Montage von Rosten“ ab, müssen mindestens die Abweichungen zusätzlich dokumentiert werden. Dies kann in der Baustellendokumentation (u. a. in einer aussagekräftigen Montageanweisung) erfolgen.
Beachten Sie bitte, dass Ihre Führungskraft auf der Baustelle alle Informationen benötigt, um die Montagearbeiten sicher durchzuführen. Zu den Unterlagen gehört auch die Gefährdungsbeurteilung oder eine aussagekräftige Anweisung zur sicheren Durchführung der Montagearbeiten (z. B. Montageanweisung).
Sorgen Sie bitte für eine regelmäßige Unterweisung Ihrer Mitarbeiter über die mit den Arbeiten verbundenen Gefährdungen. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter in die Baustelle einzuweisen und auf die projektspezifischen Gefährdungen aufmerksam zu machen. Grundlage der Unterweisung ist die Gefährdungsbeurteilung. Unterweisungen sind zu dokumentieren.
Vergessen Sie in der Gefährdungsbeurteilung bitte nicht Personengruppen zu berücksichtigen, für die besondere Schutzvorschriften bestehen (z. B. Auszubildende, leistungsgeminderte Personen usw.).
Die Muster-Gefährdungsbeurteilung „Montage von Rosten“ stellt je nach Arbeitsauftrag nur einen Teil der gesamten Gefährdungsbeurteilung Ihrer Tätigkeiten im Rahmen eines Bauvorhabens dar. Sie kann in die Gesamt-Gefährdungsbeurteilung der geplanten Bau- bzw. Montagearbeiten eingefügt werden.
Form und Inhalt der vorliegenden Muster-Gefährdungsbeurteilung ist ausschließlich eine Hilfestellung und nicht rechtsverbindlich. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
„Roste“ können z. B. sein: Metallgitterroste, (z. B. Schweißpress-, Press-, Einsteck- und Blechprofilroste) sowie Kunststoffgitterroste. Die verschiedenen Rosttypen sind in der Information „Roste – Auswahl und Betrieb “ (BGI/GUV-I 588-1) beschrieben.
Unter „Montage“ wird in dieser Gefährdungsbeurteilung das Transportieren, Verlegen, Verschrauben, Verschweißen, Demontieren und Instandsetzen von Rosten verstanden.
ArbSchG , ArbStättV , ASR A1.3 , ASR A2.1 , BaustellV , GefStoffV , BetrSichV , PSA-BV , TRBS 1203 , TRBS 2111, TRBS 2121 , TRGS 524, BGV/GUV-V A1 , BGV/GUV-V A3 , BGV/GUV-V C22 , BGR/GUV-R 198 , BGR/GUV-R 500 , BGI 544, BGI 579, BGI/GUV-I 588-1 , BGI/GUV-I 608 , BGI/GUV-I 663 , BGI 807 , BGI 826, BGI 831, BGI 865
Arbeitsbereich/Baustelle/Objekt:
Verantwortlicher/Aufsichtführender:
G-Faktor Ermittelte Gefährdungen und deren Beschreibung Gefährdungen bewerten Maßnahmen Bearbeiter/
Berater Termin wirksam
Risiko Handlungs-
G M K ja nein ja nein
Mechanische Gefährdungen 1.1 ungeschützte bewegte Maschinenteile
nicht verkleidete Fang- und Einzugsstellen Maschinen werden mit den von den Herstellern vorgesehenen Schutzhauben betrieben.
eng anliegende Arbeitskleidung
scharfkantige Teile Schutzhandschuhe
langärmelige Arbeitskleidung
Scharfe und/oder spitze Werkzeuge (z. B. Messer, Reißnadel) sind mit einem Schutz versehen.
Scharfkantige Werkzeuge, z. B. Schraubendreher, werden nicht in der Arbeitskleidung getragen.
Werkzeuge werden durch die Mitarbeiter vor dem Einsatz auf ordnungsgemäßen Zustand geprüft
scharfe und/oder spitze Werkzeuge
Hebe- und Lastaufnahmeeinrichtungen sind für die Transportaufgabe nicht geeignet. Transportvorgänge sind geplant und in der Montageanweisung eingetragen (siehe 10.2 ).
Krane, Winden etc. sind entsprechend der Transportaufgabe hinsichtlich der Tragfähigkeit und Reichweite ausgewählt.
Lastaufnahme- und Anschlagmittel sind für die Transportaufgabe geeignet und ausreichend tragfähig.
Anschlagmittel werden vorschriftsmäßig eingesetzt
nicht über scharfe Kanten gelegt
Kantenschoner stehen zur Verfügung.
Auf Bau- und Montagestellen wird nur im Schnürgang angeschlagen.
Der max. zulässige Neigungswinkel von 60° wird beachtet.
nicht geknotet oder anderweitig unvorschriftsmäßig verlängert
Belastungstabellen stehen zur Verfügung.
Beim Anheben langer Lasten wird ein Führungsseil eingesetzt.
Lasten werden auf Bau- und Montagestellen nur formschlüssig angeschlagen.
eindeutige Verständigung zwischen Hebezeugführer und Anschläger bzw. Einweiser
Handzeichen nach DIN 33409
Sprechfunkkontakt
Verkehrswege sind ausreichend breit bemessen.
Verkehrswege werden freigehalten (z. B. keine Lagerungen auf Verkehrswegen).
Der Drehbereich von Kranen ist abgesperrt.
Der Schwenkbereich der Last ist gesichert.
Fahrzeuge werden nur mit Einweiser rückwärts bewegt.
Einweiser sind für ihre Aufgabe geschult.
zum Bedienen von Transport- und bewegten Arbeitsmitteln nur geschulte und beauftragte Personen einsetzen
Bewegte Transportmittel, bewegte Arbeitsmittel werden vor der Benutzung durch Sichtkontrolle geprüft und unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch eine befähigte Person.
keine ausreichende Tragfähigkeit
unvorschriftsmäßiges Anschlagen und Transportieren von Lasten
keine bzw. schlechte Verständigung zwischen Anschläger oder Einweiser und Hebezeugführer
Sicherheitsabstand zwischen Transportmitteln bzw. bewegten Arbeitsmitteln und Teilen der Umgebung wird nicht eingehalten.
Personen bzw. Einweiser im Fahrweg von Fahrzeuge
Bewegte Transportmittel, bewegte Arbeitsmittel sind nicht betriebs- und verkehrssicher.
Herabfallen von Lasten, Arbeitsmaterialien, Werkzeugen usw. Handwerkzeuge und Kleinmaterial in festen Behältnissen transportieren und aufbewahren
Arbeitsmaterial und Werkzeuge ordnungsgemäß ablegen
Geländer mit Fußleisten
Montage von Drahtgittern, Fangnetzen, Schutzgerüsten
Benutzung einer Sicherheitszange zum Durchschneiden der Stahlbänder von Rostpaketen
Beachtung der Kombination von Werkstoff, Munition und Setzbolzen beim Einsatz von Bolzenschubwerkzeugen
Maschinen werden mit den von den Herstellern vorgesehenen Schutzhauben betrieben.
Auf Winkelschleifmaschinen werden nur die zugelassenen Schleif- und Trennscheiben aufgespannt.
Schutzhelm, Gesichtsschutz und Sicherheitsschuhe
Roste werden so gelagert und gestapelt, dass sie nicht umfallen oder wegrutschen können.
1.5 Sturz, Ausrutschen, Stolpern, Umknicken
auf Verkehrswegen Beseitigen von Stolperstellen
Beräumen der Arbeitsplätze und Verkehrswege von Materialien
Beseitigen von Eis oder Schnee, sofern dies ohne erhöhte Gefährdung möglich ist
Reinigen der Arbeitsplätze und Verkehrswege von Verunreinigungen (Öl, Fett und Ähnliches)
auf Arbeitsplätzen
Absturz von Aufstiegen
geeigneten Aufstieg planen
Treppe, Treppenturm, Laufsteg
Geländer an Treppen und Laufstegen
Gerüstinnenleiter
Schließen der Durchstiegsklappen in Gerüsten
Einhaltung des max. Höhenunterschieds von 5,0 m
kein Transport von Lasten (Werkzeugtaschen, -gürtel etc.)
sicherer Kontakt zur Leiter ist immer gegeben
Anlegeleitern ragen min. 1,0 m über die Austrittsstelle hinaus
Absturzsicherungen für Arbeitsplätze planen
Seitenschutz/Geländer
Auffangeinrichtungen (Schutznetze, Randsicherungen, Fanggerüste)
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Auffangsysteme)
Öffnungen tragfähig und gegen Verschieben gesichert abdecken
unsichere Bereiche absperren
(nur in begründeten Ausnahmefällen)
Absturz von Arbeitsplätzen
(Gerüste: Arbeits- und Schutzgerüste sowie fahrbare Arbeitsbühnen) Auf-, Um- und Abbau durch geeignete Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person
Aufbau- und Verwendungsanleitung beachten (Gerüstersteller)
Gerüste standsicher und tragfähig sowie betriebssicher aufbauen und erhalten
Prüfung der Gerüste vor der Benutzung (Dokumentation)
durch eine befähigte Person des Erstellers
durch eine befähigte Person des Benutzers
Gerüstkennzeichnung durchführen (Gerüstersteller)
nicht fertiggestellte Gerüstteile absperren und kennzeichnen (Gerüstersteller)
Plan für die Benutzung und Gerüstkennzeichnung beachten (Gerüstbenutzer)
ggf. wiederholte Prüfung durch den Gerüstersteller
Hubarbeitsbühnen durch
Umsturz der
aus dem Arbeitskorb
Standsicherheit der Bühne gewährleisten
kein Einsatz bei starkem Wind
ebene Fahrwege
Beachtung der Tragfähigkeit (Personen und mitgeführtes Material)
Bedienung durch befähigte, unterwiesene und eingewiesene, schriftlich beauftragte Personen
ggf. Anseilschutz im Arbeitskorb benutzen
Rettungsmaßnahmen planen
Im Notablass geübte Person hält sich im Bereich der Bühne auf.
Elektrische Gefährdungen 2.1 elektrischer Schlag
spannungsführende Leitungen Abschaltung, Abdeckung oder Abschranken spannungsführender Leitungen im Arbeits- und Verkehrsbereich des Gerüstbaus
Durchführung der Schutzmaßnahmen durch Elektroversorgungsunternehmen (EVU)/Bahnbetreiber
Einsatz von elektrischen Handwerkzeugen, Leitungsrollern und Verteilern entsprechend BGI/GUV-I 600 „Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen“, z. B.:
Verlängerungsleitungen mindestens H07RN-F oder gleichwertig
Geräteanschlussleitungen bis max. 5,0 m mindestens H05RN-F
Elektrische Betriebsmittel werden nur an einen durch eine Elektrofachkraft installierten und geprüften Baustromverteiler angeschlossen oder über einen PRCD-S betrieben.
Zuleitungen vor Beschädigungen schützen
arbeitstägliche Überprüfung des RCD-Schutzschalters im Baustromverteiler
regelmäßige Prüfung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel durch Elektrofachkräfte/befähigte Personen
Sichtkontrolle der elektrischen Geräte vor Arbeitsbeginn
keine Reparatur durch elektrotechnische Laien
Verlassen der Konstruktion im Freien bei einem aufziehenden Gewitter
Zusatzmaßnahmen bei erhöhter elektrischer Gefährdung
Einhaltung von Sicherheitsabständen von unter Spannung stehenden Teilen, z. B. Überlandleitungen und Fahrdrähten (BGV/GUV-V A3)
Freischaltung, z. B. durch EVU, der unter Spannung stehenden Leitungen
fehlerhafte elektrische Handwerkzeuge, Zuleitungen, Leitungsroller und Verteiler
fehlende bzw. fehlerhafte Baustellenspeisepunkte
Annäherung an aktive Leitungen (Überlandleitungen, Fahrdrähte)
Gefahrstoffe 3.1 Gase
3.2 Dämpfe
3.3 Aerosole (Stäube, Rauche, Nebel)
Freisetzung von Gefahrstoffen beim Bolzenschweißen beim Schweißen von oberflächenbeschichteten undEdelstahl-Werkstücken in engen Räumen Schadstoffe absaugen oder für ausreichende Lüftung sorgen
bei nicht ausreichender Lüftung Atemschutz tragen
Bei Rostmontagen in Anlagen, in denen Gefahrstoffe freigesetzt werden, erfolgt eine Abstimmung mit dem Auftraggeber hinsichtlich der notwendigen Schutzmaßnahmen (TRGS 524 „Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen“).
Einsatz von Flurförderzeugen mit Elektroantrieb
Gewährleistung einer ausreichenden Lüftung
Arbeiten in Anlagen, in denen Gefahrstoffe freigesetzt werden
Abgase von Transportmitteln (Krane, Flurförderzeuge, Fahrzeuge etc.)
gefährdungen 5.1 brennbare Feststoffe, Flüssigkeiten, Gase
brennbare Feststoffe, Flüssigkeiten im Bereich des Bolzenschweißens und von Schleifarbeiten Kontrolle der örtlichen Verhältnisse vor Arbeitsbeginn und Abstimmung der Schutzmaßnahmen mit dem Auftraggeber
Erlaubnisschein und Betriebsanweisung
Berücksichtigung des Explosionsschutzdokuments des Auftraggebers
brennbare Stoffe entfernen
räumliche Trennung zu brennbaren Stoffen
brennbare Stoffe sicher abdecken
Funkenflug verhindern
Einsatz von Werkzeugen und Maschinen, die für den Brand- und Explosionsbereich geeignet sind
Feuerlöscheinrichtungen bereitstellen
Brandposten und Brandwache stellen
Wartungszyklen der Gasanlage einhalten
Sichtkontrolle der Kraftstoffanlage
Arbeiten in Anlagen mit Explosionsgefahren
undichte Kraftstoffanlagen bzw. Gasanlagen von Transportmitteln (Krane, Flurförderzeuge, Fahrzeuge etc.)
Thermische Gefährdungen 6.1 heiße Medien/Oberflächen
Verbrennungen durch Funkenflug Aufstellen eines Schutzschirms
Verbrennungen durch heiße Metallspäne
Verbrennungen durch heiße Oberflächen
Gefährdungen durch spezielle physikalische Einwirkungen 7.1 Lärm
Lärmeinwirkung durch die Arbeitstätigkeit Ermittlung der Lärmbelastungen
Einsatz lärmgeminderter Arbeitsmittel (z. B. Winkelschleifer)
Einsatz arbeitsmedizinisch untersuchter Mitarbeiter bei Grenzwertüberschreitungen (DGUV Grundsatz G 20 „Lärm“); sonst Anbietung von arbeitsmedizinischer Vorsorge
Unterweisung der Mitarbeiter und Zurverfügungstellung von Gehörschutz
Kennzeichnung der Lärmbereiche bzw. Arbeitsmittel und Baumaschinen
Lärmkataster erstellen
Lärmeinwirkung durch die Arbeitsumgebung
7.5 nicht ionisierende Strahlung
Augen- und Hautschädigung beim Schweißen Augen- und Gesichtsschutz entsprechend des Schweißverfahrens
Schutzkleidung entsprechend des Schweißverfahrens
7.7 elektromagnetische Felder
Gefährdung durch hohe Magnetfelder beim Bolzenschweißen Personen mit Herzschrittmacher bedienen keine Bolzenschweißgeräte
Gefährdungen durch Arbeits-
bedingungen 8.1 Klima (z. B. Hitze, Kälte)
Gesundheitsschäden durch Arbeiten in Bereichen mit übermäßiger Wärme oder Kälte Zurverfügungstellung von geeigneter Kleidung gegen Sonneneinstrahlung
Zurverfügungstellung und Benutzen von Sonnenschutzmitteln
Zurverfügungstellung von Getränken
Zurverfügungstellung und Benutzen von geeigneter Kleidung gegen Kälte, Wind und Regen
Pausenzeiten regeln
(BGI 579 „Hitzearbeit: Erkennen – beurteilen – schützen“)
Gesundheitsschäden durch Sonneneinstrahlung, Kälte, Wind und Regen beim Arbeiten im Freien
8.2 Beleuchtung, Licht
mangelnde Beleuchtung der Verkehrswege auf der Baustelle ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege auf der Baustelle
Abstimmung hinsichtlich der Allgemeinbeleuchtung mit dem Auftraggeber, der Bauleitung bzw. dem SiGeKo
ausreichende Lichtverhältnisse zur Durchführung der Arbeiten durch eine ortsfeste oder ortsveränderliche (bei kurzzeitigen Tätigkeiten) Beleuchtung
mangelhafte Beleuchtung des Arbeitsbereiches
Physische Belastungen 9.1 schwere dynamische Arbeit
9.4 einseitige dynamische Arbeit
Gesundheitsschäden durch häufiges Heben, Tragen und Ablegen schwerer Lasten Einsatz von Transport und Hebegeräten (Krane, Winden, Hubwagen, Gabelstapler etc.)
Unterweisung über richtige Hebe- und Tragetechniken
(LASI-Leitfaden LV 9 „Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Heben und Tragen von Lasten“)
Gesundheitsschäden durch längeres Arbeiten in Zwangshaltung beim Befestigen der Roste
Psychische Faktoren 10.1 ungenügend gestaltete Arbeitsaufgabe
nicht klar und eindeutig formulierte Arbeitsaufgaben Erstellung einer projektbezogenen Gefährdungsbeurteilung
Mitarbeiter erhalten ausreichende Informationen zur sicheren Durchführung der Arbeitsaufgabe
Einweisung in die Baustelle und die Arbeiten
Zeichnungen und Montageanweisung
Unkenntnis über die mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen
Die Ausführungszeit ist der Arbeitsaufgabe nicht angemessen. Durch Planung der Arbeitsabläufe und des Personaleinsatzes wird Termindruck vermieden.
Abstimmung mit dem Auftraggeber und/oder der Bauleitung über die durchzuführenden Arbeiten
Abstimmung der Arbeitsdurchführung vor Arbeitsbeginn mit anderen Firmen im Arbeitsumfeld
Der Ablauf der Arbeiten ist durchdacht und beschrieben, z. B. in einer
Montageanweisung und/oder
Arbeitsbeschreibung/
Einweisung der Aufsichtspersonen vor Ort in die Arbeitsabläufe, Zeitplanung, speziellen Gefährdungen und Einsatzbedingungen, Koordinierungs- und Kooperationsmaßnahmen
in Abstimmung mit dem Auftraggeber bzw. der Bauleitung und den anderen Firmen Bestellung eines Koordinators (BGV/GUV-V A1)
Unterweisung von Jugendlichen halbjährlich
Mitarbeiter werden planmäßig aus- und fortgebildet, um sie für die Arbeitsaufgaben zu qualifizieren
Festlegung der Verantwortlichkeiten sowie der Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse der Führungskräfte auf Baustellen inklusive der Aufgaben zum Arbeitsschutz
schriftliche Bestellung der befähigten Personen zur Prüfung von Arbeitsmitteln
schriftliche Beauftragung der Personen, die Geräte bedienen, z. B. Flurförderzeuge, Hubarbeitsbühnen, Winden, Krane etc.
Benennung von Personen mit besonderen Aufgaben, z. B. Sicherungs-, Warn- und Absperrposten, Einweiser etc.
Die Prüfung aller Arbeitsmittel und PSA wird planmäßig durch befähigte Personen durchgeführt.
Die geprüften Arbeitsmittel und PSA sind entsprechend gekennzeichnet.
Die Erste Hilfe wird sichergestellt.
ausreichendes Erste-Hilfe-Material
ausreichende Anzahl aus- und fortgebildeter Ersthelfer
Planung von Rettungsmaßnahmen beim Einsatz von PSA gegen Absturz
Ein Rettungs- und Alarmplan hängt auf der Baustelle aus.
Waschgelegenheiten, Toiletten und Pausenräume stehen auf der Baustelle gem. ArbStättV in ausreichender Anzahl und Größe zur Verfügung.
Die Pflichtuntersuchungen, z. B. bei Arbeiten in Lärmbereichen oder beim Umgang mit Gefahrstoffen, werden vor Aufnahme der Arbeiten und danach in den vorgeschriebenen Abständen durchgeführt.
Die Mitarbeiter, die auf hochgelegenen Arbeitsplätzen arbeiten, sind für die Arbeiten körperlich geeignet. Eine Feststellung der Eignung kann z. B. durch den DGUV Grundsatz G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr“ erfolgen.
Den Mitarbeitern wird arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten, z. B. DGUV Grundsatz G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“.
mangelnde Kommunikation mit dem Auftraggeber oder der Bauleitung
Gefährdungen durch fehlende oder mangelhafte Koordination
nicht durchdachter Arbeitsablauf
nicht eindeutig geregelte Kompetenzen der Führungskräfte
keine Bestellung der befähigten Personen für die Prüfung von Arbeitsmitteln (z. B. Gerüste, elektrische Handwerkzeuge etc.)
keine Beauftragungen erteilt zur Bedienung von Geräten (z. B. Flurförderzeuge, Hubarbeitsbühnen, Winden, Krane etc.)
mangelhafte Ausbildung der Mitarbeiter für die Arbeitsaufgabe
fehlende Prüfung der Arbeitsmittel und PSA
keine Sicherstellung der Ersten Hilfe
keine bzw. mangelhafte soziale Einrichtungen
unzureichende arbeitsmedizinische Vorsorge
10.4 ungenügend gestaltete Arbeitsplatz- und Arbeitsumgebungsbedingungen
mangelhafte Verkehrswege Sicher begehbare Verkehrswege sind in ausreichender Anzahl und Breite vorhanden, z. B. Geh- und Fahrwege, Aufstiege.
Arbeitsplätze sind so gestaltet, dass die Arbeiten sicher durchgeführt werden können (siehe auch 1.6 , 8.1 , 8.2 ).
mangelhafte Arbeitsplätze
Webcode: M1418-1

References: § 17
 § 13

§ 13

§ 4
 § 12

§ 12