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Timestamp: 2020-08-13 23:17:38+00:00

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Bildrechte und Veröffentlichungen
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Was muss beachtet werden bei der Veröffentlichung von Fotos z.B. in Jahresbüchern einer Schule?
Um ärgerliche Konflikte – gar Klagen – zu vermeiden, sind im Folgenden Tipps und wichtige Paragraphen aufgelistet, die Ihnen als Leitfaden für den Umgang mit der Veröffentlichung von Fotos dienen kann. Ferner lesen Sie hier Tipps im Umgang mit Logos, ClipArts etc.
Zeitlicher Aufwand: Immer wiederkehrende Abfrage/Einverständniserklärung
Fotos von Kindern:
Wann Fotos ohne Genehmigung veröffentlicht werden dürfen, regeln die §§22 und 23 des Presserechts:
§ 22: Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablauf von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten, und wenn weder Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.
§ 23. (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
§ 23 (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.
Bei allen Minderjährigen sollten Sie auf jeden Fall schriftliche Einverständniserklärungen der Eltern einholen, egal wie viele Kinder auf dem Fotos sind. Fehlt Ihnen bei einem Klassenfoto nur eine Genehmigung, dann dürfen Sie das Foto nicht verwenden.
In der Regel holen heute Schulen die Genehmigung der Eltern zur Veröffentlichung von Fotos mit ihren Kindern direkt bei der Einschulung ein.
Diese sollten sich auch auf den Bereich des Fördervereins beziehen und nicht nur Druckmedien umfassen, sondern auch ausdrücklich das Internet.
Die Genehmigungen sollten aufbewahrt werden.
Grundsätzlich sollte man immer überlegen, was wirklich notwendig ist: Muss es ein Portraitfoto eines Kindes sein? Muss der Namen bei den Fotos stehen?
Wenn Sie Druckwerke der Schule wie z.B. ein Jahrbuch oder die Schülerzeitung als pdf auf die Webseiten stellen, dann werden die Fotos auch im Internet gefunden und es gelten die entsprechenden Regeln. Das muss man rechtzeitig beachten.
ClipArts / Logos etc.
Sie verwenden Grafiken/ClipArts auf Ihrer Homepage? Auch hier müssen Sie das Recht haben, diese veröffentlichen zu dürfen.
Logos usw. dürfen Sie nicht von anderen Webseiten herunterladen ohne das Einverständnis. Aber dies bekommt man oft und unkompliziert.
Sie dürfen nicht Zeitungsberichte von den Seiten der Zeitung kopieren!
Kopien/Scans von Zeitungsartikeln dürfen Sie nur verwenden, wenn Sie das mit der Zeitung abgesprochen haben; auch hier ist eine schriftliche Genehmigung anzuraten.
Tipp: sprechen Sie die Zeitungen an. Bei gemeinnützigen Webseiten und Bildung sind diese großzügig, gerade die örtliche Presse.
Vorsichtig muss man auch sein bei der Nennung von Spendern und Sponsoren. Nicht jede/jeder will genannt werden!
Impressum: Hier muss der geschäftsführende Vorstand (BGB-Vorstand) namentlich aufgeführt sein.
Vom Vereinsvorsitz (V.i.S.d.P) müssen auch die Kontaktdaten mit Adresse, Telefonnummer und Email-Adresse genannt werden.
Ein Disclaimer ist umstritten und hilft in der Regel nicht. Man sollte ab und zu und immer mal wieder die Links kontrollieren.
- kein Inhalt -
Selbstverständlich müssen Sie auch immer die Genehmigung des Fotografen haben, ein Foto verwenden zu dürfen. Oft reicht auch die Angabe: Archiv der Schule. Diese Angabe müssen Sie direkt zum Foto stellen und/oder ins Impressum.
www.fotolia.de: Hier können Sie für ganz wenig Geld Rechte an Fotomaterial erwerben.
Tipp: Kennzeichnen Sie sich bei Sommerfesten etc. erkennbar als „Presse“ (T-Shirt mit Aufdruck/Schild), dann können Menschen, die nicht fotografiert werden wollen, es Ihnen sofort sagen.
Sehr hilfreich ist die Internetseite www.presserecht.de
Kunsturheberrechtsgesetz (KUG): Hier sind folgende Paragraphen interessant:
§ 22-24, § 33, § 37-38, § 42-44, § 48, § 50.
Zu finden auf www.presserecht.de – Gesetzestexte – Sonstige – Kunsturheberrechtsgesetz (KUG)
lsfb-Seminare werden immer wieder zum Thema Medienrecht angeboten.
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References: § 22

§ 23
 § 22

§ 23

§ 22
 § 33
 § 37
 § 42
 § 48
 § 50