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Timestamp: 2019-10-19 09:36:30+00:00

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Entfaltung und Bildung des Gewissens im Jugendalter und die ... | Hausarbeiten publizieren
2.2 Verschiedene Arten des Gewissensverstandnisses: theologisch, entwicklungspsychologisch, personal-relational
3. Der adoleszente Jungendliche
3.1 Charakterisierung der Jugendzeit
4. Gewissensentfaltung in Relationen
4.1 Erziehung als Hilfe zur Personalisation
4.2 Der Lehrer als Helfer bei der Gewissensbildung
4.3 Gewissensbildung im christlichen Sinn
lm Sommersemester 2010 beschaftigten sich Studierende der Katholischen Universitat Eichstatt-Ingolstadt unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan E. Muller und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Fr. Magdalena Hager mit dem Phanomen des Gewissens. In dem Hauptseminar mit dem Titel „Das Gewissen - Instanz der Selbstandigkeit und Beziehungsfahigkeit. Der Mensch zwischen Abhangigkeit und Freiheit“ wurde aus (moral-)theologischer und psychologischer Sicht hinterfragt was das Gewissen sei und wie es sich zu einer Instanz der Selbstandigkeit und Beziehungsfahigkeit entfalte[1] .
In der vorliegenden Hausarbeit wird der Schwerpunkt auf die Gewissensentfaltung und die Moglichkeiten einer Gewissensbildung von Jugendlichen gelegt, wobei auch die Moglichkeit einer „Erziehung“ zum Gewissen im schulischen Kontext durch die Lehrkraft hinterfragt und beleuchtet wird. Wahrend die Verfasserin dieser Hausarbeit am 22.06.2010 im Rahmen des o.g. Seminars besonders die durch die Entwicklungspsychologie benannten Stufen und Phasen der Gewissensentwicklung referiert hat, sollen diese zwar in dieser Arbeit zwar nochmals kurz erlautert werden, des Weiteren aber vor allem die Wichtigkeit einer Gewissensentfaltung in Relationen und mogliche Hilfestellungen zu einer Bildung des Gewissens von Jugendlichen durch die Lehrkraft (als eine Person, die als Erzieher in einer Beziehung zu seinem adoleszenten Gegenuber steht) aufgezeigt werden.
lm Alltag, in Gesellschaft und Kirche wird das Wort „Gewissen“ geradezu inflationar gebracht, wahrend es dabei implizit die unterschiedlichste Bedeutungen transportiert und Funktionen erfullen soll - sei es die personliche Rechtfertigung fur ein Interesse, die Begrundung fur politische Strategien oder einfach nur eine andere Bezeichnung fur Gehorsam .[2] Zwar schlagt sich der Gewissensbegriff auf der einen Seite sogar in offentlich- strukturellen Belangen unserer Lebenswelt wider (bspw. ist die Gewissensfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland verfassungsrechtlich garantiert [3]), zwar gehort in der abendlandischen Gesellschaft „die letzte Verbindlichkeit des Gewissens (...) zur groBen Tradition christlicher Ethik“[4], jedoch ist das Gewissen am deutlichsten zu „spuren“ oder zu „horen“, wenn es um zwischenmenschliche Belange im eigensten personlichen Bereich des Individuums geht. Das Gewissen meldet sich demnach in ganz bestimmten, speziellen Situationen zu Wort, ein Gewissensurteil bezieht sich auf ganz konkrete, eine Person betreffende Entscheidungs- und/oder Konfliktsituationen.
Verschiedene Autoren verwenden unterschiedliche Oberbegriffe fur das Gewissen. Sie benennen es z.B. als „Instanz“ (Deutung als innerer Gerichtshof), werten es als ein „Organ“ (Verdeutlichung der Personabhangigkeit) oder interpretieren es als „Stimme Gottes“ (Betonung der Eigenstandigkeit des Gewissens)[5]. Verschiedenste wissenschaftliche Herangehensweisen an das Phanomen des Gewissens fuhren zu unterschiedlich gewichteten Definitionsinhalten und beleuchten es innerhalb eines bestimmten Zusammenhangs auf dem Hintergrund der ihm zugrunde liegenden Denkweise. Daher ist der prinzipiellen Uberzeugung Miehts, dass das Gewissen nicht eigentlich definiert, d.h. in bestimmten Grenzen dargestellt werden konne[6], grundsatzlich zuzustimmen.
Um aber trotzdem einige wichtige Gesichtspunkte dessen, was das Gewissen ist, herausheben zu konnen, soll an diese Stelle eine vorlaufige Gewissensdefinition gestellt werden:
„Gewissen ist die Eigenart bzw. der Akt der Person in ihrem Bezug zur Wirklichkeit, das eigene Handeln oder Unterlassen - appellierend oder beurteilend - nach einem ethischen GutemaBstab - angesichts einer anderen Person - kognitiv und affektiv - eigene Betroffenheit auslosend - verbindlich wahrzunehmen und zu steuern. Im gewissenhaften Handeln verwirklicht sich der Mensch.“[7]
Wichtige Begriffe und Feststellungen innerhalb dieser Definition sind fundamental: So ist etwa das Gewissen personal-sozial, da es eine Eigenart bzw. ein Akt der Person ist, wahrend diese „mit anderen Personen und der ganzen Wirklichkeit in Beziehung" steht, wobei es im Gewissen um das eigene Handeln und Unterlassen geht. Trotzdem gilt gleichzeitig, dass das „Gewissen (...) immer angesichts einer anderen Person, [und] nicht fur sich allein" fungiert. Wahrend allen Gewissensakten ein ethischer Gtitemafistab zu Grunde liegt, woraufhin der Gewissensspruch appellierend oder beurteilend ausfallt, sind fur den Gewissensakt kognitive und affektive Komponenten notig, um unterlassenes oder getatigtes Handeln wahrnehmen zu konnen. Der Mensch wird durch sein Gewissen verbindlich in die Pflicht genommen und, seiner Verantwortung bewusst, verwirklicht sich der Mensch im gewissenhaften Handeln .[8]
Allerdings muss der glaubige Mensch feststellen, dass nach oben stehender Definition der Gewissensakt zwar ein „menschlicher Akt im vollen Sinne" ist, der „insofern bereits Selbstverwirklichung" [9] ist. Jedoch vermisst er bei den o.g. Erlauterungen die Darstellung des Gewissenserlebnisses als ein Geschehen, in dem zum Ausdruck kommt, dass das menschliche Dasein diese Welt ubersteigt[10].
Denn „[d]as Gewissen ruht nicht in sich selbst, sondern weist auf den hin, der in jedem Gewissenspruch verpflichtend aufruft: auf Gott. Diese uberirdische Wirklichkeit, von der der Mensch offensichtlich angerufen wird, muB eine Person sein"[11]. Fur Kardinal John Henry Newman ist das Gewissen jedoch nicht direkte die Stimme Gottes, sondern nur das „Echo einer Stimme, hinter der freilich die Person Gottes steht" . [12] In seiner religiosen personalen Sinndeutung des Gewissenserlebnisses formuliert Newman, dass sich die im Gewissen meldende transzendente Wirklichkeit nicht ein bloBes Prinzip sein kann, sondern eine Person sein muss [13]. Somit betont er die Dialogizitat des Gewissens. Nicht nur dieser neuzeitlichen Gewissensinterpretation, sondern dem Kern aller theologischen Bemuhungen um ein Gewissensverstandnis liegen die unbedingte Verbindlichkeit aus der Mitte personaler
Existenz und die Transzendenzerfahrung zugrunde[14]. Dabei stellt die Ebenbildlichkeit Gottes im Menschen die Begrundung fur das Gewissen dar: "Die Dynamik des Gewissens erklart sich aus der im tiefsten Seelengrund ... wirkenden Gottesebenbildlichkeit"[15].
Auch der biblische Begriff des „Herzens“ lenkt den Blick auf den Personenkern, auf die innerste „Mitte“ des Menschen: aus biblischer Sicht ist „das Gewissen personales Vermogen und Mitte unserer sittlichen Existenz“[16] . Zwar kennt die alttestamentliche Anthropologie den Gewissensbegriff noch nicht, jedoch verbirgt sich das Gewissen nach alttestamentlicher Tradition hinter menschlichen Merkmalen wie dem Geist (Ruach), der fur den „dynamischen Willen und das Streben des Menschen steht“ und dem Herz (Leb), welches zustandig ist fur „Einsicht, Erkenntnis und Entscheidungsfahigkeit“ .[17]
Spatestens die Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils betont mit seiner „ganzheitlichen Sichtweise des Gewissens“ die zwei existenziellen Gewissensdimensionen, namlich sowohl den personalen als auch den religios-dialogischen Charakter[18] . Dadurch wird deutlich, „dass sich der Mensch im Gewissen der Weisung Gottes, ebenso aber sich selbst gegenuber steht“ - womit das Gewissen zugleich Gabe und Aufgabe des Menschseins ist[19] .
Um herauszufinden, wie der Mensch diesem Anspruch der Selbstbestimmung gerecht werden kann, hatte die jungere Entwicklungspsychologie gefragt, welche Entwicklungs- und Reifeschritte das Gewissen durchlaufen muss, damit eine Person moralische Entscheidungen verantwortlich und in Freiheit treffen kann [20] . Hierbei sei nur skizzenhaft auf die bekannten Forschungsergebnisse und Sichtweisen von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg verwiesen:
Piaget (1932/1973) postuliert [21] , dass unterschiedliche Perspektivenubernahmen zwei idealtypische Formen der Moral bedingen. Die erste Entwicklungsstufe der Moral ist nach Piaget demnach die „kindliche Moral“. Beim Heranwachsenden spricht Piaget von einer autonomen Moral, „die auf Reziprozitat und Gleichheit beruht. Die moralische Autonomie wird in den kooperativen Beziehungen zwischen Gleichaltrigen erworben.“ [22]Die Regeln unter den Jugendlichen werden respektiert, da sie gemeinsam ubertroffene Ubereinkunfte darstellen, die weiterhin verhandelbar sind. Die autonome Moral eines jungen Menschen befahigt ihn zur wechselseitigen Perspektivenubernahme .[23]
Ahnlich wie Piaget seine vier Stufen des moralischen Urteilens an dem jeweiligen Alter des Kindes bzw. Jugendlichen festmacht[24] , entwickelt Kohlberg (1969, 1996)[25] eine kognitive Theorie der Moralentwicklung. Die Entwicklung der Moral „besteht fur ihn in der Veranderung des Denkens uber Gerechtigkeit“ [26] . Die drei Ebenen des moralischen Urteils (prakonventionell, konventionell, postkonventionell) bilden die Basis des moralischen Urteils, wobei innerhalb der Ebenen jeweils zwei Entwicklungsstufen der Moralentwicklung bzw. moralischen Orientierung auszumachen sind [27] . Ab dem 15. Lebensjahr findet die Orientierung an Beziehungen, Konformitat und interpersonalen Erwartungen statt, wahrend mit dem Erwachsenenalter ab ca. 20 Jahren die Orientierung am sozialen System hinzutritt.
Die Kritikpunkte zum Stufenmodell Kohlbergs sind bekannt - es kann die Frage nach der Entwicklung der moralischen Motivation nicht klaren und die Untersuchung ist sehr kognitiv orientiert [28] . Trotzdem „darf die Bedeutung des Rationalen fur die Entwicklung des moralischen Urteils nicht unterschatz werden“[29] . Denn ein funktionierendes Gewissen muss zuerst auf das Erkennen gerichtet sein, bevor es sich auf das Handeln konzentrieren kann[30].
Die dargestellten Sichtweisen aus theologischem, entwicklungspsychologischem und anthropologischem Blickwinkel betonen jeweils andere Aspekte des Gewissens. Hierbei ist „zu berucksichtigen, daB alle empirischen Theorien das personale Wesen des Menschen nur begrenzt erreichen konnen; jede von ihnen verlang daher danach, ihre Aussagen zu transzendieren, wenn man den personalen Charakter des Gewissens nicht aus dem Blick verlieren will“.[31]
Der Zusammenhang bzw. die Gleichzeitigkeit von kognitivem Urteilsvermogen und dem Reifungsverlauf der gesamten Personlichkeitsentwicklung ist hierbei wichtig. Denn jeder Mensch befindet sich in einem nie abgeschlossenen, lebenslangen Entwicklungs- und Werdeprozess mit Blick auf das ihm aufgegebene Sein. Der Mensch steht somit vor einer lebenslangen Aufgabe:
"Das Ich ist dem Menschen nicht einfach gegeben. Es ist ihm angeboten als ein mogliches Werk, ein zu eroberndes Gebiet, das Meisterwerk seines Lebens"[32].
Auch das Gewissen eines Menschen entfaltet sich im Zuge seines personalen Werdeprozesses, wobei diese Entwicklung vom fruhkindlichen „Gewdhnungs-‘Gewissen,“ uber das Identifikationsgewissen des Kindes zum reifenden Gewissen mit Beginn der Pubertat fuhrt, in der der heranwachsende Mensch zum ersten Mal das Geheimnis seiner Individualitat erfahrt [33]. Der Jugendliche setzt sich mit ubernommenen Werten und Normen und Konformitaten kritisch auseinander - das bisher angeeignete Wissen muss durch eine Prufung hindurch, sodass er zu (s)einer Selbstandigkeit kommen kann. Ziel ist letztendlich das personale Gewissen als „innere Leitungsinstanz“ des Menschen, das wie alle anderen Stufen der Gewissensentwicklung vom religiosen Gewissen als transzendierenden Aspekt begleitet wird. Das personale Gewissen entspricht dem „‘selbstkritische[n] Verantwortungs- bewuBtsein’, (...) das nun zum eigenen Selbst ruft“ .[34]
[1] Vgl. KU.Campus. Detailinformationen zu Lehrveranstaltungen. Modul/Kurs Nr.: S10-THF-MOR- 16288.20101. 001. Aufgerufen unter: https://campus.ku-eichstaett.de/studienangebot/cst_pages/brn_anlass detailaz.aspxnode =97f48c44-b9f7-4cce-a731-b82039e31966&idanlass=26945 (25.11.2010).
[2] Vgl. Mieth, Dietmar: Art. Gewissen. In: Wils, Jean-Pierre; Mieth, Dietmar: Grundbegriffe der christlichen Ethik. Paderborn 1992. S. 225-242. Hier: S. 225.
[3] Anm.: Im Grundgesetz ist die Gewissensfreiheit in Art. 4 Abs. 1 GG verankert. I.u. auch in Art. 1 (Menschen- wurde), Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 (allg.); sowie in Art. 5 Abs. 1 (Meinungsfreiheit) u. in Art. 2 GG allg. Handlungsfreiheit). Vgl: REGIERUNGonline. Bundesministerium der Justiz: Grundgesetz fur die Bundesrepublik Deutschland. Aufgerufen unter: http://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html (03.12.1010); Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gewissensfreiheit (03.12.2010).
[4] Vgl. Mieth: Gewissen. In: Wils; Mieth (Hrsg.): Grundbegriffe christliche[r] Ethik. S. 227 u. S. 226.
[5] Vgl. Kerstiens, Ludwig: Das Gewissen wecken. Gewissen und Gewissensbildung im Ausgang des 20. Jahrhunderts. Bad Heilbrunn/Obb. 1987. S. 13f.
[6] Vgl. Mieth, Dietmar: Gewissen. In: Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft. Enzyklopadische Bibliothek. Teilband 12. Freiburg 1981. S. 138-184. Hier: S. 177. Zitiert in: Kerstiens: Das Gewissen wecken. S. 14.
[7] Kerstiens: Das Gewissen wecken. S. 14.
[8] Vgl. Kerstiens: Das Gewissen wecken. S. 14ff.
[10] Vgl. Grundel, Johannes: Entfaltung des kindlichen Gewissens. Anregungen fur Eltern und Lehrer. Munchen 31973. S. 18.
[11] Ebd. S. 18. Anm.: Grundel legt hier die Deutungen zum Gewissen von Newman dar.
[12] Auer, Alfons: Das Gewissen - Chance der Person. In: Schavan, Annette; Auer, Alfons (Hrsg.): Person und Verantwortung. Zur Bedeutung und Begrundung von Personalitat. Dusseldorf 1980. S. 26-43. Hier: S. 30.
[13] Vgl. Auer: Das Gewissen - Chance der Person. S.30.
[15] Vgl. Ebd. S. 30.
[16] Ebd. S. 182.
[17] Vgl. Biesinger, Albert; Schmitt Christoph: Gewissen. In: Adam, Gottfried; Schweitzer, Friedrich (Hrsg.): Ethisch erziehen in der Schule. Gottingen 1996. S. 243-259.S. 245.
[18] Vgl. Fonk, Peter: Das Gewissen. Was es ist - wie es wirkt - wie es bindet. Kevelaer 2004. S. 175f.
[19] Vgl. Ebd. S. 176.
[20] Vgl. Ebd. S. 178.
[21] Vgl. Keller, Monika: Moralentwicklung und moralische Sozialisation. In: Horster, Detlef (Hrsg.): Moralent- wicklung von Kindern und Jugendlichen. *2007. Wiesbaden 2007. S. 17-49. Hier: S. 19f.
[22] Keller: Moralentwicklung u. moralische Sozialisation. S. 20.
[24] Anm.: die Stadien der Anwendung von Regeln u. das Bewusstsein von Regeln gliedern sich wie folgt: 1. Stadium: rein motorisches u. individuelles Stadium (0-3 Jahre), 2. Stad.: egozentrisches Stadium (2-6 J.), 3. Stad.: beginnende Zusammenarbeit (7-10 J.), 4. Stad.: Kodifizierung der Regeln (ab 11 J.). Vgl. hierzu fur Genaueres: Piaget, Jean: Das moralische Urteil beim Kinde. Frankfurt/M. 1932/1973. Original erschienen 1923: Le jugement moral chez lenfant.
[25] Vgl. Keller: Moralentwicklung u. moralische Sozialisation. S. 20ff.
[26] Vgl. Ebd. S. 20.
[27] Vgl. fur Genaueres hierzu: Kohlberg 1974. Hier zitiert nach: Heidbrink. S. 63f. Anm.: Achtung Begrifflichkeiten! Manche Autoren jonglieren Kohlberg zitierend, verwirrend mit den Begriffen „Stufe(n)“ u./od. „Ebene(n). Innerhalb dieser Arbeit wird das Stufenmodell Kohlbergs in 3 Ebenen (Ebene I, II, III) mit jew. 2 Stufen (Stufen 1 u. 2 sind also Ebene I zugehorig, St. 3 u. 4 zugehorig zu Eb. II, St. 5 u 6 zu Eb. III). Verwenden bzw. vertauschen zitierte Autoren die betreffende Begriffe, so werden ihre Aussagen in eben erlauterte Untergliederung eingeordnet.
[28] Vlg. Keller: Moralentwicklung u. moralische Sozialisation. S. 22.
[29] Janda, Josef: Gewissen und Gewissensbildung. In: Theologische Quartalschrift (ThQ). 139/1991. Ostfildern 1991. S. 237-250. Hier: S. 246.
[30] Vgl. Vetter, August: Das Strukturbild der Person aus Sicht psychologischer Anthropologie. In: Dreier, Wilhlem (Hrsg.): Uber Ziel und Methoden der Sozialarbeit. Ein Tagungsbericht. (Schriftenreihe der Akademie fur Jugendfragen. Band 4). Regensburg 1970. S. 59-87. Hier: S. 71.
[31] Kerstiens: Das Gewissen wecken. S. 84
[32] Schavan, Annette: Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeiten und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung. Frankfurt/M. 1980. S. 53. Anm.: Schavan zit. hier Gusdorf, George: La decouverte de soi. Paris 1948. S. 491. Dieser wiederum zit. nach: Lageveld, Martinus Jan: Kind und Jugendlicher in anthro- pologischer Sicht. Heidelberg 31968. S. 16]
[33] Vgl. Scholz, Frank: Das Licht in Dir (Lk 11,35). Erwagungen zur Gewissensbildung und zu christlicher Reife. Freising 31975. S. 11ff.
[34] Scholz: Das Licht in Dir (Lk 11,35). S. 21.
Das Gewissen - Instanz der Selbständigkeit und Beziehungsfähigkeit. Der Mensch zwischen Abhängigkeit und Freiheit.
V189051
9783656129561
9783656129943
Entwicklungspsychologie Gewissen Moraltheologie Lehrer als Erzieher Gewissensentfaltung Piaget Kohlberg Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
Maria Elisabeth Reif (Autor), 2010, Entfaltung und Bildung des Gewissens im Jugendalter und die erzieherische Rolle der Lehrkraft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189051

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 Art. 1
 Art. 2
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 Art. 5
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