Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-09-2012-2C_50-2012
Timestamp: 2016-10-26 05:56:33+00:00

Document:
2C_50/2012 (28.09.2012)
2C_50/2012
Urteil 28. September 2012
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�ltin Maritta Schneider-Mako,
Ausl�nderrecht (Widerruf der Niederlassungsbewilligung),
A.a X.________, geboren am 5. April 1985, stammt aus Mazedonien. Am 29. Januar 1991 reiste er im Familiennachzug zum Verbleib bei den Eltern in die Schweiz ein. Er ist im Besitz einer Niederlassungsbewilligung mit Kontrollfrist bis zum 2. Juli 2014. Eine am 6. Juli 2006 in Mazedonien geschlossene Ehe mit seiner Landsfrau Y.________ wurde am 12. November 2008 wieder geschieden. Am 26. August 2011 ehelichte X.________ die in der Schweiz niedergelassene Z.________ aus Serbien und Montenegro, geboren am 30. Dezember 1985.
A.b Zwischen April 2001 und Juli 2010 wurde X.________ wiederholt straff�llig. Die gem�ss dem Jugendstrafrecht verfolgten Taten betrafen Raub (Einschliessung von 30 Tagen), fahrl�ssige Verursachung einer Feuersbrunst (Verweis) sowie T�tlichkeiten und Diebstahl (Einschliessung von vier Tagen).
Als junger Erwachsener ver�bte X.________ zun�chst folgende Straftaten, welche zu Freiheitsstrafen f�hrten:
Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 15. M�rz 2006: 16 Monate Gef�ngnis wegen gewerbs- und bandenm�ssigen Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und Missbrauchs von Ausweisen und Schildern;
Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 8. November 2006: Ein Monat Gef�ngnis als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 15. M�rz 2006 wegen Diebstahls, Sachbesch�digung und Hausfriedensbruchs.
Am 23. Oktober 2007 drohte die Fremdenpolizei des Kantons Schwyz (heute: Amt f�r Migration) X.________ die Ausweisung an f�r den Fall, dass er erneut verurteilt w�rde oder sein Verhalten zu anderen berechtigten Klagen Anlass geben sollte.
In der Folge kam es neben verschiedenen Bussenverf�gungen zu folgenden Verurteilungen:
Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 3. Dezember 2008: Freiheitsstrafe von acht Monaten und Busse von Fr. 600.-- wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln, Fahrens in fahrunf�higem Zustand, versuchter Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit und �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes;
Strafbescheid der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2009: Vier Monate Freiheitsstrafe als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 3. Dezember 2008 wegen mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung und mehrfachen Hausfriedensbruchs;
Verf�gung des Verkehrsamtes des Kantons Schwyz vom 8. Juli 2010: Vorsorglicher Sicherungsentzug des F�hrerausweises und Anordnung eines verkehrsmedizinischen Untersuchs wegen Lenkens eines Personenwagens am 31. Mai 2010 unter Drogeneinfluss;
Strafbefehl der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 31. M�rz 2011: Sechs Monate Freiheitsstrafe und Fr. 300.-- Busse als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 3. Dezember 2008 und zum Strafbescheid der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2009 wegen mehrfachen Diebstahls, einfacher Sachbesch�digung, qualifizierter Sachbesch�digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, F�hrens eines Motorfahrzeugs in fahrunf�higem Zustand, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zwischen Sommer 2008 und M�rz 2009.
A.c Gem�ss Betreibungsregisterauszug vom 26. August 2010 beliefen sich X.________s Privatschulden auf knapp Fr. 35'000.--, wobei den Gl�ubigern in der Mehrzahl der F�lle ein Verlustschein ausgestellt wurde.
Am 3. Dezember 2010 teilte das Amt f�r Migration X.________ mit, es ziehe in Erw�gung, die bis zum 2. Juli 2014 g�ltige Niederlassungsbewilligung zu widerrufen, und gew�hrte ihm das rechtliche Geh�r.
Mit Verf�gung vom 7. Januar 2011 widerrief das Amt f�r Migration die Niederlassungsbewilligung und wies X.________ aus der Schweiz weg.
Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (vgl. Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 23. August 2011 und Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 23. November 2011).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, eventuell subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 16. Januar 2012 stellt X.________ vor Bundesgericht die Antr�ge, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz sei vollumf�nglich aufzuheben und es sei vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen, eventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht und der Regierungsrat des Kantons Schwyz sowie das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Amt f�r Migration verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingabe vom 18. Mai 2012 teilt der Beschwerdef�hrer mit, seine Ehefrau habe am 26. April 2012 die gemeinsame Tochter W.________ zur Welt gebracht, und beantragt die Ber�cksichtigung dieser neuen Tatsache im bundesgerichtlichen Verfahren.
Der Beschwerdef�hrer l�sst sich mit Bemerkungen vom 29. Juni 2012 zu den Beschwerdeantworten vernehmen.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 20. Januar 2012 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung erteilt worden.
Angefochten ist der letztinstanzliche, verfahrensabschliessende Entscheid eines kantonalen Gerichts auf dem Gebiet des �ffentlichen Rechts, welcher grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 90 BGG, Art. 82 lit. a BGG). Gegen Entscheide �ber den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Ob der Anspruch auf Aufhebung des Widerrufs im konkreten Fall zu bejahen ist, betrifft nicht die Eintretensfrage, sondern die materielle Behandlung der Beschwerde (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179). Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit zul�ssig. Demgem�ss bleibt f�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde kein Raum, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. Art. 113 BGG).
2.1 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht (inklusive Bundesverfassungsrecht) und V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und b BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur beanstandet bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, welche rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen ist (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.3 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Tatsachen, welche sich erst nach Erlass des angefochtenen Entscheids ereignet haben (echte Noven), sind in jedem Fall unbeachtlich, da sie von vornherein nicht durch den vorinstanzlichen Entscheid veranlasst sein k�nnen (Urteil 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2).
Der Beschwerdef�hrer weist in seiner Beschwerde auf die Schwangerschaft seiner Ehefrau hin und beantragt replikweise, die am 26. April 2012 erfolgte Geburt der gemeinsamen Tochter W.________ zu ber�cksichtigen. Obwohl die Schwangerschaft bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht und belegt wurde, stellt die Geburt der Tochter ein echtes Novum dar und kann daher im Verfahren vor dem Bundesgericht nicht ber�cksichtigt werden. Hingegen ist der Tatsache, dass die Ehefrau im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids schwanger war, geb�hrend Rechnung zu tragen.
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend.
Die Vorinstanz habe ausgef�hrt, sowohl seine erste als auch seine zweite Ehefrau stamme aus dem gleichen Kulturkreis wie er, was eine echte Integration auch k�nftig nicht erleichtern werde. Da die Vorinstanz diese Feststellung als entscheidrelevant betrachtet habe, h�tte sie ihm Gelegenheit geben m�ssen, zum "Kulturkreis" seiner Ehefrau Ausf�hrungen zu machen. Weiter habe die Vorinstanz erwogen, f�r den behaupteten mehrheitlichen Kontakt zu Schweizern fehle es an rechtsgen�glichen Belegen. Er - der Beschwerdef�hrer - sei jedoch weder im Verfahren vor dem Amt f�r Migration noch im vorinstanzlichen Verfahren aufgefordert worden, seine Angaben mit Belegen zu untermauern. Deswegen m�sse ihm Gelegenheit gegeben werden, bez�glich seiner Kontakte zu Schweizern Belege einzureichen bzw. Zeugen zu nennen.
3.2 Das rechtliche Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu geh�rt insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzur�umen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 II 286 E. 5.1 S. 293 mit Hinweisen).
3.3 Die Vorinstanz hat bei der W�rdigung der Integration des Beschwerdef�hrers den Umstand, dass die Ehefrau aus Serbien stammt, zur Begr�ndung ihres Urteils herangezogen. Ob die Auslegung des Begriffs "Kulturkreis" in diesem Zusammenhang zutreffend ist, kann offen bleiben (vgl. auch E. 4.4), zumal der Begr�ndung ohnehin nicht gefolgt werden kann (vgl. E. 7.2). F�r die Zweifel der Vorinstanz an der k�nftigen "echten" Integration des Beschwerdef�hrers war nicht die Frage massgeblich, ob Mazedonien und Serbien zum gleichen Kulturkreis geh�ren, sondern die (unbestrittene) Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer und seine Frau aus dem Balkan stammen. Deswegen war die Vorinstanz nicht gehalten, dem Beschwerdef�hrer dieses Begr�ndungselement vorab mitzuteilen.
3.4 Im Gegensatz zu dem, was der Beschwerdef�hrer vorbringt, wurde ihm die Mitwirkung an den vorinstanzlichen Entscheiden des Amts f�r Migration nicht verweigert. In beiden Verfahren, insbesondere bei der entsprechenden Befragung durch das Amt f�r Migration, stand es ihm frei, Fakten betreffend seine Integration geltend zu machen. Weder das Amt f�r Migration noch die Vorinstanz haben das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers verletzt, indem sie seine Antworten auf Fragen betreffend die Integration zu seinen Ungunsten w�rdigten. Es geht nicht darum, dass vom Beschwerdef�hrer zus�tzliche "Belege" erwartet wurden, wie er meint, sondern darum, dass er das Amt f�r Migration in Bezug auf seine soziale Integration nicht zu �berzeugen vermochte und dass die Vorinstanz die Einsch�tzung des Amts f�r Migration gesch�tzt hat.
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann eine willk�rliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts.
4.2 Die Vorinstanz habe Art. 9 BV verletzt, indem sie in aktenwidriger Weise festgestellt habe, der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau w�rden dem gleichen Kulturkreis angeh�ren. Ebenfalls aktenwidrig und willk�rlich sei die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz dem Beschwerdef�hrer im Strafbefehl vom 31. M�rz 2011 keine g�nstige Prognose ausgestellt habe.
4.3 Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 137 I 1 E. 2.4 S. 5).
4.4 Der Begriff "Kulturkreis" wird nicht nur in der Umgangssprache, sondern auch in den Geisteswissenschaften unterschiedlich definiert. Deswegen kann in der Auffassung der Vorinstanz, wonach Mazedonien und Serbien zum gleichen Kulturkreis geh�ren, keine willk�rliche Auslegung des Begriffs und folglich keine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung erblickt werden.
4.5 Auch die R�ge, die Vorinstanz habe die Prognose der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 31. M�rz 2011 willk�rlich gew�rdigt, ist nicht zu h�ren. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz begr�ndete im Strafbefehl vom 31. M�rz 2011 ihre Einsch�tzung, wonach die Voraussetzungen f�r die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs nicht erf�llt seien, folgendermassen: Der Beschwerdef�hrer sei binnen f�nf Jahren seit der letzten Verurteilung mit einem Strafmass von acht Monaten Freiheitsstrafe wieder straff�llig geworden; besonders g�nstige Umst�nde einer guten Prognose seien nicht auszumachen.
Richtig ist, dass die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz damit nicht direkt das R�ckfallrisiko angesprochen, sondern die Notwendigkeit des unbedingten Strafvollzugs begr�ndet hat. Gerade die Begr�ndung aber legt es nahe, f�r die Zukunft von einer nicht besonders g�nstigen, also tendenziell ung�nstigen Prognose auszugehen. Mit Blick auf die von der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz erw�hnte wiederholte Begehung mehrerer Straftaten geht die Interpretation des Beschwerdef�hrers, die Strafbeh�rde habe dem Beschwerdef�hrer eine g�nstige Prognose ausgestellt, eindeutig fehl. Die Vorinstanz hat gest�tzt auf die entsprechende Erw�gung der Strafbeh�rde ein R�ckfallrisiko bejaht; von einer willk�rlichen W�rdigung der Prognose kann nicht gesprochen werden.
5.1 Gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme angeordnet wurde. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung f�llt unter den Begriff der l�ngerfristigen Freiheitsstrafe jede Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377 E 4.2), wobei die Strafe sich zwingend auf ein einziges Strafurteil st�tzen muss (BGE 137 II 297 E. 2). Da der Beschwerdef�hrer rechtskr�ftig zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt wurde, ist der Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 lit. b AuG erf�llt. Es kann daher offen bleiben, ob die Vorinstanz den Widerrufsgrund des Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG, der einen schwerwiegenden Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung oder deren Gef�hrdung voraussetzt, zu Recht als erf�llt erachtet hat. Die Schulden des Beschwerdef�hrers im Umfang von ca. 35'000.-- sowie die �brigen Verurteilungen d�rfen im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung gem�ss Art. 96 Abs. 1 AuG (vgl. E. 5.2) und Art. 8 Ziff. 2 EMRK (vgl. E. 5.3) jedoch ber�cksichtigt werden.
5.2 Bei gegebenen Voraussetzungen rechtfertigt sich der Widerruf der Bewilligung nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende Interessenabw�gung diese Massnahme als verh�ltnism�ssig erscheinen l�sst, wobei einerseits die �ffentlichen Interessen, andererseits die pers�nlichen Verh�ltnisse und der Grad der Integration der ausl�ndischen Person zu ber�cksichtigen sind (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG).
Im Rahmen von Art. 96 Abs. 1 AuG sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
5.3 Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich zudem aus dem Anspruch auf Achtung des Familienlebens gem�ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Hat eine ausl�ndische Person nahe Angeh�rige in der Schweiz und wird die Beziehung zu diesen tats�chlich gelebt, kann sie sich auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen, um sich der drohenden Trennung von ihren Familienangeh�rigen zu widersetzen (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285). Die Ehe des Beschwerdef�hrers, welcher seit der Heirat am 26. August 2011 mit seiner in der Schweiz niedergelassenen serbischen Gattin zusammen lebt, steht somit grunds�tzlich unter dem Schutz von Art. 8 Ziff. 1 EMRK.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich auch auf Art. 8 Ziff 1 EMRK mit dem Hinweis, seine Eltern und zwei Geschwister w�rden in der Schweiz leben. Nach der Rechtsprechung sch�tzt Art. 8 Ziff. 1 EMRK im Zusammenhang mit der Bewilligung des Aufenthalts in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderj�hrigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146). Zwar werden neben der eigentlichen Kernfamilie auch weitere famili�re Verh�ltnisse erfasst, sofern eine gen�gend nahe, echte und tats�chlich gelebte Beziehung besteht (BGE 135 I 143 E. 3.1 S. 148). Der Beschwerdef�hrer legt jedoch nicht dar, dass dies bei ihm der Fall w�re. Der Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern, den er auch besuchsweise oder mit Hilfe von Medien pflegen k�nnte, f�llt nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK.
5.3.1 Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gilt nicht absolut. Gem�ss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das durch Ziff. 1 gesch�tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale oder �ffentliche Sicherheit, f�r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verh�tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147).
5.3.2 Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen. Zudem sind die Dauer einer allf�lligen ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (Geburt und Alter allf�lliger Kinder; Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umst�nden nicht in der Schweiz gelebt werden kann). Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen w�rden, m�ssten sie dem Betroffenen in dessen Heimatstaat folgen (Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweisen). Zu beachten ist schliesslich die Qualit�t der sozialen, kulturellen und famili�ren Beziehungen zum Gast- bzw. zum Heimatland (Urteil 2C_711/2011 vom 27. M�rz 2012 E. 4.2 mit Hinweisen).
5.3.3 Je l�nger eine ausl�ndische Person in der Schweiz gelebt hat, desto strengere Anforderungen sind an Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen zu stellen. Solche sind zwar selbst bei ausl�ndischen Personen der "zweiten Generation", die in der Schweiz geboren sind und hier ihr ganzes bisheriges Leben verbracht haben, bei Gewaltdelikten bzw. wiederholter schwerer Straff�lligkeit nicht generell ausgeschlossen (BGE 135 II 110 E. 2.1 S. 112). �hnliches gilt, falls es sich beim Betroffenen zwar nicht um einen Ausl�nder der "zweiten Generation" im eigentlichen Sinn handelt, aber doch um eine Person, die bereits ausgesprochen lange hier lebt (vgl. BGE 125 II 521 E. 2b S. 523 f.). Solche Ausl�nder d�rfen in der Regel ebenfalls nicht schon wegen eines einzelnen Delikts weggewiesen werden, sondern nur bei wiederholten Straftaten von einigem Gewicht, insbesondere wenn die ausl�ndische Person - statt sich zu bessern - mit der deliktischen T�tigkeit fortf�hrt und sich namentlich immer schwerere Straftaten zu Schulden kommen l�sst (Urteil 2C_745/2008 vom 24. Februar 2009 E. 4.2 mit Hinweisen). Ausschlaggebend ist die Verh�ltnism�ssigkeit der Massnahme im Einzelfall, die praxisgem�ss gest�tzt auf die gesamten wesentlichen Umst�nde gepr�ft werden muss (BGE 135 II 110 E. 2.1 S. 112).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei unverh�ltnism�ssig.
6.1 Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei er von strafrechtlichen Massnahmen nicht unbeeindruckt geblieben. Seit der Entlassung aus dem Strafvollzug am 24. Januar 2010 habe er sich ausser eines Verkehrsregeldelikts nichts mehr zuschulden kommen lassen. Seine Straftaten seien unter dem Blickwinkel der jugendlichen Delinquenz zu betrachten, auch wenn sie noch im jungen Erwachsenenalter erfolgt seien. Damit seien analoge Umst�nde wie im Urteil des EGMR Emre gegen Schweiz vom 11. Oktober 2011 (5056/10) gegeben mit der Folge, dass die Wegweisung unverh�ltnism�ssig sei.
6.2 Aus dem F�hrungsbericht der Strafanstalt Realta vom 23. November 2009 gehe hervor, dass er - der Beschwerdef�hrer - sich w�hrend des Strafvollzugs tadellos verhalten und zu keinen Klagen Anlass gegeben habe. Es sei eindeutig eine Verbesserung des Verhaltens eingetreten.
6.3 Er spreche Schweizerdeutsch und sei gut integriert; nach der Entlassung aus dem Strafvollzug habe er wieder eine Anstellung gefunden und komme f�r seinen Lebensunterhalt selbst auf. Alle seine Familienangeh�rigen w�rden in der Schweiz leben. Seit dem Tod eines Onkels vor ungef�hr vier Jahren habe er keine nahen Verwandten mehr in Mazedonien. Er und seine Familie seien t�rkische Mazedonier; sie spr�chen T�rkisch, nicht Mazedonisch. Da er keine Schule in Mazedonien besucht habe, spreche er weder Mazedonisch noch beherrsche er die kyrillische Schrift. Er habe s�mtliche famili�ren, kulturellen, sozialen und beruflichen Kontakte in der Schweiz. Mit seinem Heimatland Mazedonien verbinde ihn nichts, nicht einmal die Sprache.
6.4 Eine Wiedereingliederung in Mazedonien sei f�r ihn ausgeschlossen, da er die Landessprache nicht spreche. Zwar mache die t�rkische Minderheit in Mazedonien ca. 3.8% aus; diese lebe jedoch im ganzen Land verteilt. Es gebe keine Gebiete, in denen ausschliesslich T�rkisch gesprochen werde. Lediglich in zwei Gemeinden sei T�rkisch als Amtssprache anerkannt. Da er die mazedonische Sprache weder in Wort noch Schrift verstehe und keine Schule in Mazedonien besucht habe, sei es f�r ihn angesichts der hohen Arbeitslosigkeit unm�glich, Arbeit zu finden.
6.5 Seiner Ehefrau, die weder T�rkisch noch Mazedonisch verstehe, sei es nicht zuzumuten, ihm nach Mazedonien zu folgen. Sie sei im Alter von acht Jahren in die Schweiz gekommen und spreche weder Mazedonisch noch T�rkisch. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach es entscheidend sei, dass die Gattin bei der Eheschliessung gewusst habe, dass die Ehe wahrscheinlich nicht in der Schweiz gelebt werden k�nne, finde daher keine analoge Anwendung.
7.1 Der Beschwerdef�hrer war im Alter von knapp sechs Jahren in die Schweiz eingereist. Er hat demnach den gr�ssten Teil seines Lebens hier verbracht; im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids betrug seine Anwesenheitsdauer in der Schweiz fast 21 Jahre. Dieser Umstand spricht f�r den Verbleib in der Schweiz, ebenso die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer beruflich integriert zu sein scheint.
7.2 Was die soziale Integration betrifft, sind keine Anhaltspunkte vorhanden, welche auf eine �berdurchschnittliche Eingliederung in schweizerische Verh�ltnisse schliessen liessen. Zwar kann der Erw�gung der Vorinstanz, wonach die serbische Staatsangeh�rigkeit der Ehefrau des Beschwerdef�hrers eine echte Integration auch k�nftig nicht erleichtern werde, nicht gefolgt werden: Gem�ss dem Wortlaut von Art. 96 Abs. 1 AuG, wonach die Beh�rden bei der Ermessensaus�bung den Grad der Integration ber�cksichtigen, ist die Integration nicht prospektiv, sondern retrospektiv zu beurteilen. Aus der mehrj�hrigen Delinquenz des Beschwerdef�hrers ergibt sich jedoch, dass er keine erfolgreiche soziale Integration darzutun vermag.
7.3 Eine �bersiedlung nach Mazedonien w�re f�r den Beschwerdef�hrer mit Schwierigkeiten verbunden: Er hat dort keine nahen Verwandten, die ihm den Neubeginn erleichtern k�nnten, und m�sste wohl die mazedonische Sprache erlernen, um sich voll einzugliedern. Der Beschwerdef�hrer macht zu Recht geltend, dass in Mazedonien alle Sch�ler nichtmazedonischer Volksgruppenzugeh�rigkeit parallel zu ihrer Muttersprache zus�tzlich die mazedonische Sprache erlernen (vgl. SILVANA SIMOSKA, Sprachpolitik[en] und Sprachenpolitik[en] in Makedonien, in: Gabriella Schubert, Makedonien. Pr�gungen und Perspektiven, 2005, S. 135). Das Erlernen dieser Sprache erscheint jedoch mit Blick auf das junge Alter des Beschwerdef�hrers zumutbar. Dessen Zugeh�rigkeit zur t�rkischsprachigen Minderheit in Mazedonien stellt demnach kein un�berwindliches Hindernis f�r die R�ckkehr dar.
7.4 Der Beschwerdef�hrer ist seit dem 26. August 2011 verheiratet. Aufgrund der serbischen Staatsangeh�rigkeit seiner Ehefrau und ihrer ebenfalls langj�hrigen Anwesenheit in der Schweiz ist - auch mit Blick auf die Schwangerschaft - davon auszugehen, dass ihr eine �bersiedlung nach Mazedonien nur schwer zumutbar w�re. Der Beschwerdef�hrer w�rde daher aller Wahrscheinlichkeit nach von seiner Frau getrennt. Bei der Interessenabw�gung ist jedoch zu beachten, dass die Ehe des Beschwerdef�hrers nicht nur nach Einleitung des Widerrufsverfahrens, sondern erst nach dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung geschlossen worden war und im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids gerade knapp drei Monate gedauert hatte. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass die Ehefrau bei der Heirat um den drohenden (definitiven) Entzug der Niederlassungsbewilligung habe wissen m�ssen und daher die Trennung von ihrem Mann in Kauf genommen habe. Im Gegensatz zu dem, was der Beschwerdef�hrer vorbringt, gilt diese Rechtsprechung (vgl. Urteil 2C_935/2010 vom 7. Juni 2011 E. 3.3 und 3.4) gerade in jenen F�llen, in denen es dem Ehegatten der ausl�ndischen Person nicht zumutbar ist, dieser in die Heimat zu folgen. Der Beschwerdef�hrer kann deshalb nichts daraus ableiten, dass seiner Frau die �bersiedlung nach Mazedonien nur schwer zuzumuten ist und er somit von ihr getrennt w�rde. Aufgrund des bereits erfolgten, wenn auch nicht rechtskr�ftigen Widerrufs der Niederlassungsbewilligung im Zeitpunkt der Eheschliessung musste beiden Partnern klar sein, dass die Ehe wahrscheinlich nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen.
7.5 Den genannten privaten Interessen des Beschwerdef�hrers am Verbleib in der Schweiz stehen �ffentliche Interessen an seiner Wegweisung gegen�ber.
7.5.1 Ausgangspunkt und Massstab f�r die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabw�gung im Rahmen eines Bewilligungsentzugs gest�tzt auf Art. 62 lit. b AuG (Verurteilung zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe) ist die vom Strafgericht verh�ngte Strafe (BGE 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdef�hrer wurde im Alter von knapp 21 Jahren zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 16 Monaten verurteilt, wobei das Bezirksgericht Horgen in seinem Urteil vom 15. M�rz 2006 das Tatverschulden als "nicht mehr leicht" bezeichnete. Das Gericht attestierte dem Beschwerdef�hrer sodann ein "ausgepr�gtes Mass an krimineller Energie". Es ist somit von einem mittelschweren Verschulden auszugehen.
7.5.2 Der Beschwerdef�hrer wurde danach wiederholt straff�llig. Zu seinen Gunsten f�llt ins Gewicht, dass er sich seit dem im Jugendalter ver�bten Raub keine Gewaltdelikte mehr hat zuschulden kommen lassen: Jene Straftaten, welche zur Verurteilung zu 16 Monaten Gef�ngnis und damit zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung gef�hrt hatten, waren keine Gewaltdelikte, ebensowenig die sp�ter ver�bten Straftaten. Auch wenn diesem Umstand bei der Interessenabw�gung wesentliche Bedeutung zukommt (Urteil 2C_18/2009 vom 7. September 2009 E. 2.3), handelt es sich bei den fraglichen Straftaten nicht - zumindest nicht ausschliesslich - um Bagatelldelikte, wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt. Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass der vorliegende Fall nicht vollst�ndig mit dem Fall "Emre" (vgl. Urteile des EGMR Emre gegen Schweiz vom 22. Mai 2008 [42034/04] bzw. Emre gegen Schweiz vom 11. Oktober 2011 [5056/10]) vergleichbar ist, da der Beschwerdef�hrer zahlreiche Straftaten nach Eintritt der M�ndigkeit, ja bis zum 25. Altersjahr begangen hat und im Gegensatz zum Beschwerdef�hrer im Fall "Emre" keine Anzeichen einer psychischen Krankheit aufwies. Die wiederholte Delinquenz des Beschwerdef�hrers kann nicht durch sein jugendliches Alter relativiert werden.
7.5.3 Der Beschwerdef�hrer kann auch nichts daraus ableiten, dass er nach der Entlassung aus der Strafanstalt Realta am 24. Januar 2010 mit Ausnahme eines Verkehrsregeldelikts nicht mehr straff�llig geworden ist. Nach der Rechtsprechung kommt dem Kriterium des Zeitablaufs seit der Tatbegehung bzw. dem seitherigen Wohlverhalten bei der Beurteilung des R�ckfallrisikos erh�hte Tragweite zu (Urteil 2C_18/2009 vom 7. September 2009 E. 2.3). Vorliegend wurden die Freiheitsstrafe von acht Monaten gem�ss Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 3. Dezember 2008 sowie die Freiheitsstrafe von vier Monaten gem�ss Strafbescheid der Staatsanwaltschaft St. Gallen vom 27. Januar 2009 in der Strafanstalt Realta vollzogen, weil der Beschwerdef�hrer seit den Verurteilungen des Jahres 2006 wieder straff�llig geworden war. Bereits zwei Monate nach der Verwarnung vom 23. Oktober 2007, am 30. Dezember 2007, kam es zu mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln, Fahren in fahrunf�higem Zustand, versuchter Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit und �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes (vgl. Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 3. Dezember 2008). Weitere neun Monate sp�ter, im September 2008, beging der Beschwerdef�hrer mehrfachen Diebstahl, mehrfache Sachbesch�digung und mehrfachen Hausfriedensbruch (vgl. Strafbescheid der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2009). Schliesslich wurde der Beschwerdef�hrer wegen mehrfachen Diebstahls (begangen von Sommer 2008 bis M�rz 2009), einfacher und qualifizierter Sachbesch�digung (begangen am 20. und 21. Januar 2009), mehrfachen Hausfriedensbruchs (begangen am 20. und 21. Januar 2009), F�hrens eines Motorfahrzeugs in fahrunf�higem Zustand (begangen am 31. Mai 2010), Entwendung zum Gebrauch (begangen am 21. Januar 2009) und mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (begangen zwischen April und Juni 2008 sowie vom 27. bis 31. Mai 2010) verurteilt (vgl. Strafbefehl der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 31. M�rz 2011).
7.5.4 Diese Chronik erhellt, dass der Beschwerdef�hrer weder aus den Jugendstrafen, noch aus den ersten beiden Verurteilungen nach Erwachsenenstrafrecht vom 15. M�rz 2006 und 8. November 2006, noch aus der Verwarnung vom 23. Oktober 2007 Lehren gezogen hat. Die Uneinsichtigkeit des Beschwerdef�hrers l�sst auf eine konkrete R�ckfallgefahr schliessen, welche das �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung erh�ht.
7.5.5 Die Schulden des Beschwerdef�hrers im Umfang von knapp Fr. 35'000.-- im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids wirken sich ebenfalls zu seinen Ungunsten aus. Auch wenn dem Beschwerdef�hrer zugute zu halten ist, dass er mit der Abbezahlung der Schulden begonnen hat, vermag dieser Umstand allein die Interessenabw�gung nicht entscheidwesentlich zu �ndern.
7.6 Aus den vorstehenden Erw�gungen ergibt sich, dass dem privaten Interesse des Beschwerdef�hrers am Verbleib in der Schweiz ein erhebliches ordnungs- und sicherheitspolizeiliches Interesse an seiner Wegweisung gegen�bersteht. Zudem d�rfen generalpr�ventive Gesichtspunkte bei ausl�ndischen Personen, welche sich nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen k�nnen, im Rahmen der Interessenabw�gung ber�cksichtigt werden (Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3. 1). Die pers�nlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers, insbesondere seine Anwesenheit in der Schweiz seit dem Kindesalter, seine (kurze) Ehe und die zu erwartenden Schwierigkeiten bei einer R�ckkehr nach Mazedonien, verm�gen das �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung nicht aufzuwiegen. Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als verh�ltnism�ssig im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 96 AuG.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind dem Beschwerdef�hrer die Kosten zu auferlegen (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Es ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (vgl. Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 90
 Art. 82
 Art. 113
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 96
 Art. 8
 Art. 96
 Art. 96
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 36
 Art. 13
 Art. 8
 BGE 
 EGMR 
 Art. 96
 Art. 62
 EGMR 
 Art. 8
 Art. 96
 Art. 66
 Art. 68