Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=12.12.2002&Aktenzeichen=III%20R%2033/01
Timestamp: 2019-06-20 12:25:58+00:00

Document:
BFH, 12.12.2002 - III R 33/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1208
BFH, 12.12.2002 - III R 33/01 (https://dejure.org/2002,1208)
BFH, Entscheidung vom 12.12.2002 - III R 33/01 (https://dejure.org/2002,1208)
BFH, Entscheidung vom 12. Dezember 2002 - III R 33/01 (https://dejure.org/2002,1208)
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InvZulG 1993 § 2, § 3 Satz 1 Nr. 2; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1
Voraussetzungen eines Anspruchs auf Investitionszulage für die "Herstellung" von Milchkühen - Zeitpunkt der Geburt als Herstellungsbeginn - Bestimmung des maßgebenden Investitionszeitraums - Verfassungsmäßigkeit des § 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1993 - Zur Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers im Bereich der Leistungsverwaltung
Investitionszulage; Verfassungsmäßigkeit des § 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1993
Investitionszulagengesetz 1993, §§ 2 und 3 Satz 1 No. 2 ; Grundgesetz, Art. 2 Abs. 1, 3 Abs. 1 und 12 Abs. 1
BFHE 201, 379
DB 2003, 921
BStBl II 2003, 322
Davon zu unterscheiden ist ein sog. rechtspolitischer Fehler, der vorliegt, wenn sich eine gesetzliche Regelung zwar als rechtspolitisch verbessungsbedürftig, aber --gemessen an dem mit ihr verfolgten Zweck-- nicht als planwidrig unvollständig und ergänzungsbedürftig erweist (BFH-Urteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
Der Gleichheitssatz ist umso mehr für gesetzgeberische Gestaltungen offen, als allgemeine, für rechtliche Gestaltungen zugängliche Lebensverhältnisse geregelt werden (Beschluss des BVerfG vom 30. September 1998 2 BvR 1818/91, BVerfGE 99, 88, 94; BFH, Urteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
Eine Auslegung gegen den Wortlaut kommt zudem nur unter sehr engen Voraussetzungen in Betracht, wenn nämlich die auf den Wortlaut abgestellte Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. BFH-Urteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
Eine Auslegung gegen den Wortlaut kommt zudem nur unter sehr engen Voraussetzungen in Betracht, wenn nämlich die auf den Wortlaut abgestellte Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d.h. ergänzungsbedürftig ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (BFH-Urteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung (vgl. BVerfG vom 26. April 1998 1 BvL 84/86, BVerfGE 78, 104, 121, m.w.N.) hat er im Bereich der darreichenden Verwaltung einen weiten Gestaltungsspielraum, der lediglich durch das Willkürverbot begrenzt wird (vgl. Senatsurteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, unter II. 3. a, m.w.N.).
Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d.h. ergänzungsbedürftig, ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (z.B. BFH-Urteile vom 26. Juni 2014 III R 39/12, BFHE 246, 410, BStBl II 2015, 148, und vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322, m.w.N.).
BFH, 19.04.2012 - III R 50/08
Keine Rechtsgrundlage für Zusammenfassung von Kinderfreibeträgen bei …
Eine verfassungskonforme Auslegung kommt in Betracht, wenn die Rechtsnorm nach den herkömmlichen Auslegungsregeln mehrere Interpretationen zulässt, von denen eine mit der Verfassung übereinstimmt, wohingegen andere zu einem verfassungswidrigen Ergebnis führen (z.B. Senatsurteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322).
Davon zu unterscheiden ist ein sog. rechtspolitischer Fehler, der vorliegt, wenn sich eine gesetzliche Regelung zwar als rechtspolitisch verbesserungsbedürftig, aber - gemessen an dem mit ihr verfolgten Zweck - nicht als planwidrig unvollständig und ergänzungsbedürftig erweist (z.B. BFH-Urteil vom 12. Dezember 2002 III R 33/01, BFHE 201, 379, BStBl II 2003, 322 m.w.N.).
Eine Auslegung gegen den Wortlaut kommt zudem nur unter sehr engen Voraussetzungen in Betracht, wenn nämlich die auf den Wortlaut abgestellte Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. BFH, U. v. 12.12.2002 - III R 33/01 -, BStBl II 2003, 322, m. w. N.).
BFH, 20.08.2008 - III B 1/07
Investitionszulage: Bestellung unter Vorbehalt

References: § 2
 § 3
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 12
 § 3
 § 3
 Art. 2