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Timestamp: 2017-12-12 00:39:16+00:00

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Thema: Unfall mit Firmenwagen...
16.09.2011 18:25 #1
ich hatte am Freitag einen kleinen Unfall mit dem Firmenwagen. Hab natürlich dem Chef dann auch Bescheid gegeben und so. Heute meinte er zu mir, dass er mir die Reparatur vom nächsten Lohn abzieht. Ist das so rechtens?
17.09.2011 11:46 #2
AW: Unfall mit Firmenwagen...
um deine Frage beantworten zu können müssen wir zunächst wissen, ob du den Dienstwagen zur Zeit des Unfalls zum Zweck bzw. im Umfang deiner Arbeit genutzt hast. Das muss dann
auch nicht direkt einzeln von deinem Arbeitgeber angeordnet gewesen sein, sondern eben einfach zum Zweck der Arbeitsausführung genutzt worden sein. Falls du ihn nämlich privat genutzt hast, als dir dein Unfall passiert ist, musst du auf jeden Fall selbst voll für den Schaden aufkommen.
17.09.2011 12:43 #3
eine kurze Erklärung ohne Gewähr:
Die Haftpflichtversicherung Ihres Arbeitgebers kann Sie als Fahrer aufgrund der Regulierung des Unfallschadens gemäß § 3 Nr. 2, 9 Satz 2 PflVG i.V. mit § 426 Abs. 1 BGB. § 3 Nr. 9, 10 PflVG in Regress nehmen. Nach § 3 Nr. 9, 10 PflVG kann der Versicherer nicht nur bei seinem Versicherungsnehmer als Halter des Fahrzeuges Rückgriff nehmen, sondern auch bei dem nach § 10 Abs. 2 c AKB in das Haftpflichtversicherungsverhältnis einbezogenen Fahrer, sofern diesem eine Obliegenheitsverletzung nach § 2 b AKB vorzuwerfen ist.
Auf den Regressanspruch des Haftpflichtversicherers aus § 3 Nr. 2, 9 Satz 2 PflVG finden nach der Entscheidung des BGH vom 24.10.2007 (Az.: IV ZR 30/07) die Bestimmung des § 3 Nr. 11 PflVG Anwendung - die Verjährungsfrist beträgt damit wie in § 12 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 VVG a.F. zwei Jahre, wobei gemäß § 3 Nr. 11 Satz 2 PflVG die Verjährungsfrist mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch des Dritten erfüllt wird.
Was den Kaskoschaden betrifft, so geht der Anspruch des Versicherungsnehmers nach § 67 VVG auf Ersatz des Schadens auf den Versicherer über, falls der Versicherer den Schaden ersetzt. Soweit der Anspruch auf eine unerlaubte Handlung gestützt wird, ist dieser nach Zahlung der Summe auf den Versicherer nach § 67 VVG übergegangen. Ein Anspruch, der nach § 67 VVG übergeht, verjährt nach den Regeln für den Anspruch selbst. Ansprüche aus Delikt (§§ 823 f. BGB ) unterliegen der dreijährigen Verjährung (§ 195 BGB). Die regelmäßige Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat. Dies gilt im Übrigen auch dann, wenn der Rückgriff auf vertragliche Schadensersatzsprüche gestützt wird.
Geändert von Geistesblitz (17.09.2011 um 12:45 Uhr)
17.09.2011 20:36 #4
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firmenwagen, unfall, versicherung

References: § 3
 § 426
 § 3
 § 3
 § 10
 § 2
 § 3
 BGH 
 § 3
 § 12
 § 3
 § 67
 § 67
 § 67