Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=05.06.2014&Aktenzeichen=VI%20R%2012%2F12
Timestamp: 2019-04-19 09:20:01+00:00

Document:
BFH, 05.06.2014 - VI R 12/12 - dejure.org
§ 35a Abs 5 S 1 EStG 2009, § 33b Abs 1 EStG 2009, EStG VZ 2010, § 33 Abs 1 EStG 2009, § 33 Abs 3 EStG 2009
EStG § 35a Abs. 5 Satz 1; EStG § 33b Abs. 1
Behinderten-Pauschbetrag - oder Steuerermäßigung nach § 35a EStG
Inanspruchnahme des Behinderten-Pauschbetrags kann andere Steuerermäßigung ausschließen
§ 35a EStG bei Inanspruchnahme des Behinderten-Pauschbetrags
Konkurrenz zwischen § 35a Abs. 2 und § 33b Abs. 1 bis 3 EStG
Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 EStG
Konkurrenz zwischen § 33b Abs. 1 bis 3 EStG und § 35a EStG
Kurznachricht zu "Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen neben dem Abzug als außergewöhnliche Belastung" von Dipl.-Fw. Bernhard Paus, original erschienen in: EStB 2015, 27 - 30.
Auch bei einem Insolvenzverwalter erscheint es sachlich nicht gerechtfertigt, ihm einen beträchtlichen Teil seiner Vergütung für eine längere Zeit vorzuenthalten, wenn und soweit die zu vergütende Leistung bereits erbracht ist (vgl. BFH a.a.O., BStBl II 2014, 970, Rz. 12).
Darüber hinaus hat es der Insolvenzverwalter durch eine vorsichtige ("konservative") Berechnung seines Vorschusses auch selbst in der Hand, ob er das bereits verdiente Entgelt behalten kann (vgl. BFH a.a.O., BStBl II 2014, 970, Rz. 13).
Aufgrund dieser Abgeltungswirkung sind Aufwendungen nicht nur in dem Umfang, in dem sie sich steuerlich ausgewirkt haben und damit in Höhe des Behinderten-Pauschbetrags, sondern soweit die Abgeltungswirkung des § 33b EStG reicht und damit vollumfänglich i. S. des § 35a Abs. 5 Satz 1 1. Halbsatz EStG berücksichtigt (BFH-Urteil vom 5. Juni 2014 VI R 12/12, BStBl II 2014, 970).

References: § 35
 § 33
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 § 35
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§ 35
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