Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.07.2006&Aktenzeichen=IX%20ZB%20117/04
Timestamp: 2019-10-14 19:32:41+00:00

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BGH, 13.07.2006 - IX ZB 117/04 - dejure.org
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BGH, 13.07.2006 - IX ZB 117/04 (https://dejure.org/2006,1117)
BGH, Entscheidung vom 13.07.2006 - IX ZB 117/04 (https://dejure.org/2006,1117)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04 (https://dejure.org/2006,1117)
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InsO §§ 4, 287 Abs. 2 Satz 1; ZPO §§ 318, 329, § 572 Abs. 1
Restschuldbefreiung, Abtretungserklärung
Restschuldbefreiung im Verbraucherinsolvenzverfahren; Einordnung der Abtretungserklärung des Schuldners nach § 287 Abs. 2 S. 1 Insolvenzordnung (InsO) als Prozesshandlung; Vorliegen einer Änderungsbefugnis bei der sofortigen Beschwerde unterliegenden Beschlüssen bis zur ...
Amtswegige Änderung von Beschlüssen des Insolvenzgerichts bis zum Ablauf der Beschwerdefrist
InsO §§ 4, 287 Abs. 2 Satz 1; ZPO §§ 318, 329, 572 Abs. 1
Zuläsigkeit der amtswegigen Änderung von Beschlüssen des Insolvenzgerichts (hier: Beginn der Wohlverhaltensperiode) bis zum Ablauf der Beschwerdefrist
Zur Frage, ob die im Beschluss über die Ankündigung der Restschuldbefreiung angegebene Laufzeit von Amts wegen geändert werden kann
Verfahrensrecht - Rechtsmittel gegen Beschlüsse des Insolvenzgerichts
Abänderung eines Beschlusses von Amts wegen; Abtretung bei Restschuldbefreiung als Prozesshandlung
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 13.07.2006, Az.: IX ZB 117/04 (Restschuldbefreiung, Abtretungserklärung)" von Prof. Dr. Martin Ahrens, original erschienen in: VuR 2007, 31 - 34.
AG Bad Kreuznach, 04.12.2003 - 3 IK 2/02
LG Bad Kreuznach, 14.04.2004 - 2 T 37/04
Auf sie finden gemäß § 4 InsO die allgemeinen zivilprozessualen Grundsätze zur Prozesshandlung entsprechende Anwendung (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04, VuR 2007, 31, 32 f; Ahrens, NJW-Spezial 2019, 85).
Mit der Treuhänderbestellung durch das Insolvenzgericht und der Amtsübernahme sind diese Forderungen auf den Treuhänder übergegangen (BGH, Beschl. v. 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04, ZIP 2006, 1651 f Rn. 14 ff).
Geht die Erklärung hinsichtlich des Umfangs der abgetretenen Forderungen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, ist sie so auszulegen, dass der Schuldner die Restschuldbefreiung entsprechend den jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen anstrebt (BGH, Beschl. v. 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04, WM 2006, 1781, 1782).
a) Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss der Beschluss über die Ankündigung der Restschuldbefreiung nach § 291 InsO keine Aussage zur Laufzeit der Abtretungserklärung enthalten (vgl. BGH, Beschl. v. 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04, ZIP 2006, 1651, 1652).
Vor Eintritt der Rechtskraft erlaubt das Gesetz nur im Beschwerdeverfahren die Abhilfe durch das erstinstanzliche Gericht (§ 572 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 ZPO; vgl. auch BGH, Beschluss vom 13. Juli 2006 - IX ZB 117/04, ZIP 2006, 1651 Rn. 8 ff zur Abänderungsbefugnis des Insolvenzgerichts).
Nach anderer Auffassung kommt eine Abhilfe nur insoweit in Betracht, als dass das Ausgangsgericht zu einer Selbstkorrektur berechtigt sei (vgl. MüKO/ZPO - Lipp § 572 Rn.7 unter Verweis auf BGH, Beschluss vom 13.7. 2006 - IX ZB 117/04 ).
AG Köln, 20.04.2016 - 73 IN 26/16
Statthaftigkeit des Antrags auf Restschuldbefreiung eines Schuldners
AG Göttingen, 22.02.2008 - 74 IK 69/00
Insolvenzverfahren: Nachträgliche Abänderung der Laufzeit der Abtretungserklärung …
LG Hamburg, 08.03.2019 - 330 T 14/19
Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mit Restschuldbefreiung: …

References: § 572
 § 287
 BGH 
 § 4
 § 291
 § 572