Source: https://issuu.com/nordzuckerag/docs/nzhag-gb_2012_nz_holding_final
Timestamp: 2018-06-22 16:04:18+00:00

Document:
Nordzucker Holding AG by Nordzucker AG - Issuu
Gesch채ftsbericht 2011/12 Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft
Geschäftsbericht 2011/12 Einladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Interview. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 Gewinn­ und Verlustrechnung. . . . . . . . .18 Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . .24 Bericht des Aufsichtsrats. . . . . . . . . . . . . .26
Einladung Wir laden die Aktion채re der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft zu der ordentlichen Haupt versammlung ein, die am Mittwoch, dem 11. Juli 2012, 10:00 Uhr, in der Stadthalle Braunschweig, Leonhardplatz, 38102 Braunschweig stattfindet.
Einladung zur Hauptversammlung 2011/12 Tagesordnung
Tagesordnung TOP 1
berücksichtigt. Sollte sich die Zahl der dividendenberechtig­
ten Stückaktien bis zur Hauptversammlung verändern, wird in der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster
­Beschlussvorschlag zur Abstimmung gestellt, der unverändert
Bericht des Vorstands der Nordzucker AG
eine Dividende von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Stück­ aktie vorsieht.
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und des gebilligten Konzernabschlusses jeweils zum 31. März 2012 sowie der Lageberichte für die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft und den Konzern mit dem Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2011/2012
Entlastung der Mitglieder des Vorstands Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die im Geschäftsjahr 2011/2012 amtierenden Mitglieder des Vorstands für diesen Zeitraum zu entlasten.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahres­
abschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2011/2012 gebilligt. Entsprechend den gesetzlichen Bestim­ mungen ist zu diesem Tagesordnungspunkt daher keine
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die im Geschäftsjahr
­Beschlussfassung vorgesehen.
2011/2012 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats für ­diesen Zeitraum zu entlasten.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und die Lage­ berichte des Vorstands für die Nordzucker Holding Aktien­
gesellschaft und den Konzern sowie der Bericht des Aufsichts­
Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschluss­ prüfers für das Geschäftsjahr 2012/2013
rats liegen vom Tag der Einberufung der Hauptversammlung an in unseren Geschäftsräumen, Küchenstraße 9, 38100 Braunschweig, und in der Hauptversammlung zur
­Einsichtnahme durch die Aktionäre aus. Die Unterlagen
sind auch auf der Internetseite der Nordzucker AG unter
http://www.nordzucker.de/hv zum Download bereit­gestellt.
mit Sitz in Stuttgart Zweigniederlassung Hannover
zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/2013 zu wählen.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn von EUR 35.887.999,94 wie folgt zu verwenden:
Wahlen zum Aufsichtsrat a) Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,00 je dividenden­ berechtigter Stückaktie, insgesamt
35.482.014,00
b) Einstellung in Gewinnrücklagen
c) Gewinnvortrag
405.985,94
1 Aktiengesetz aus Aufsichtsratmitgliedern der Aktionäre zu­
35.887.999,94
sammen, die nach § 10 Ziffer 1 der Satzung mehrheitlich aus
Der Aufsichtsrat besteht aus 21 Mitgliedern (§ 10 Ziffer 1 der Satzung). Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer. Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß §§ 96 Absatz 1, 101 Absatz
dem Kreis der Rüben anbauenden Aktionäre zu wählen sind, Bei den angegebenen Beträgen sind die 35.482.014 zur Zeit
und zwar so, dass diese gemeinsam mit den Vorstandsmitglie­
des Gewinnverwendungsvorschlags vorhandenen, für das
dern die Aktionäre der verschiedenen Anbauregionen tun­
Geschäftsjahr 2011/2012 dividendenberechtigten Stück­aktien
lichst angemessen repräsentieren.
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 11. Juli 2012 endet die
Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Friedrich-Karl Bodin, Ger­
hard Borchert, Dr. Harald Isermeyer, Jochen Johannes Juister,
Burkhard Köhler, Gerd Nölcke und Arthur Stolte.
80637 München Fax: 089 / 21027-288
Der Aufsichtsrat schlägt vor, mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung bis zur Beendigung der Hauptversamm­
oder über das Internet unter http://www.nordzucker.de/hv
lung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/2015
angemeldet haben, wobei der Tag des Zugangs und der Tag
beschließt, folgende Personen in den Aufsichtsrat zu wählen:
der Hauptversammlung nicht mitzurechnen sind.
8.1	Friedrich-Karl Bodin,
Aktionäre, die am Anmeldeschlusstag im Aktienregister ein­
Landwirt, wohnhaft in Vinstedt,
getragen sind und sich ordnungsgemäß angemeldet haben, können sich in der Hauptversammlung durch einen Bevoll­
8.2	Gerhard Borchert,
mächtigten vertreten und durch ihn ihr Stimmrecht ausüben
Landwirt, wohnhaft in Brome,
lassen. Gemäß § 16 Ziffer 2 der Satzung können sich Aktionäre wie folgt vertreten lassen:
8.3	Dr. Harald Isermeyer, Landwirt, wohnhaft in Eickhorst,
1.	natürliche Personen durch ihren Ehegatten, Verwandte in
8.4	Burkhard Köhler,
2.	juristische Personen oder sonstige Vereinigungen durch
gerader Linie oder deren Ehegatten, Landwirt, wohnhaft in Ohlendorf,
ihre gesetzlich zur Vertretung befugten Personen (in vertretungsbefugter Zahl),
8.5	Ulrich Langenhoff, Landwirt, wohnhaft in Hämelerwald,
3.	jeder Aktionär durch einen anderen Aktionär oder durch einen in seinem landwirtschaftlichen Betrieb tätigen Ange­ stellten,
8.6	Alice F. Wätjen, Landwirtin, wohnhaft in Altenrode, und
4.	jeder Aktionär durch einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter oder 5.	jeder Aktionär durch den gesetzlichen Vertreter eines regio­
8.7	Maik Wiedemann,
nalen Zuckerrübenanbauerverbands, der Mitglied des
Landwirt, wohnhaft in Bettmar.
Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. ist.
Gerhard Borchert und Dr. Harald Isermeyer sind jeweils Mit­ glied des Aufsichtsrats der Nordzucker AG. Ulrich Langenhoff
Bevollmächtigte, die das Stimmrecht für den vertretenen
ist Mitglied des Aufsichtsrats der Raiffeisen-Warengenossen­
­Aktionär ausüben wollen, müssen sich mittels schriftlicher
schaft Osthannover eG.
Vollmacht ausweisen oder ihre Bevollmächtigung durch fest­ haltbare Datenübertragung nachweisen. Die Nordzucker
Die Hauptversammlung ist an Wahlvorschläge nicht ge­
­Holding Aktiengesellschaft behält sich vor, im Einzelfall die
Vorlage der Originalvollmacht zu verlangen. Ein Original­ vollmachtsnachweis ist entbehrlich, soweit die Vertretungs­
befugnis registeröffentlich ist. In solchen Fällen kann die
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung der Nordzucker
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft den Registernachweis
Holding Aktiengesellschaft und zur Ausübung des Stimmrechts
verlangen. Der Widerruf einer bereits erteilten Vollmacht be­
sind gemäß § 16 Ziffer 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre
darf der Textform (§ 126 b BGB). Der Widerruf kann auch
– persönlich oder durch Bevollmächtigte – berechtigt, die
durch persönliches Erscheinen des Aktionärs zur Hauptver­
am 4. Juli 2012 (Anmeldeschlusstag) im Aktienregister einge­
sammlung erfolgen.
tragen sind und sich mindestens sechs Tage vor der Haupt­ versammlung (d. h. bis 4. Juli 2012, 24:00 Uhr, Zugang bei der Gesellschaft) schriftlich oder durch festhaltbare Daten­ übertragung bei folgender Adresse:
Die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft bietet ihren Aktio­
Unter dieser Adresse bis spätestens Dienstag, den 26. Juni
nären die Möglichkeit, sich durch Mitarbeiter der Nordzucker
2012, 24:00 Uhr, eingegangene Gegenanträge zu den Punk­
AG, die die Funktion des Stimmrechtsvertreters wahrnehmen,
ten dieser Tagesordnung und Wahlvorschläge werden nach
als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung vertreten zu
Maßgabe der §§ 126, 127 Aktiengesetz berücksichtigt und
lassen. In diesem Fall können Vollmachten und Weisungen
unverzüglich auf der Internetseite der Nordzucker AG unter
schriftlich oder durch festhaltbare Datenübertragung an die
http://www.nordzucker.de/hv zugänglich gemacht. Even­
oben genannte Anmeldeadresse übermittelt werden sowie
tuelle Stellungnahmen der Verwaltung werden gleichfalls
über das Internet unter http://www.nordzucker.de/hv
­unter der genannten Internetadresse zugänglich gemacht.
­erfolgen. Die Stimmrechtsvertreter sind strikt an die ihnen mit
Anderweitig adressierte oder nicht fristgerecht eingegangene
der Bevollmächtigung übertragenen Weisungen gebunden.
Gegenanträge und Wahlvorschläge von Aktionären müssen
Weitere Einzelheiten dazu ergeben sich aus den Unterlagen,
nicht zugänglich gemacht werden.
die den Aktionären übersandt werden. Über die Gültigkeit erteilter Vollmachten, über Nachweise
Braunschweig, im Mai 2012
der Legitimation und Stimmberechtigung sowie über die ­Zulassung von Nichtaktionären (z. B. Hilfspersonen, Sachver­
ständige, Presse und Gäste) entscheidet der Vorsitzende der
Hauptversammlung. Das Legitimationsverfahren beginnt am 11. Juli 2012 um 8:30 Uhr.
Anträge und Wahlvorschläge von Aktionären Gegenanträge gegen bestimmte Punkte der Tagesordnung und Wahlvorschläge sind – schriftlich oder per Fax – gemäß §§ 126 Absatz 1, 127 Aktiengesetz ausschließlich an die nachfolgende Anschrift zu richten: Nordzucker Holding Aktiengesellschaft – Hauptversammlung – Küchenstraße 9 38100 Braunschweig Fax: 0531 / 2411-101
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft Vorstand
Hans-Heinrich Prüße, Vorstandsvorsitzender, Landwirt aus Ahlten, Jahrgang 1947, seit 2006 ­Vorstandsvorsitzender, Aufsichtsratsmitglied bei der ­Nordzucker AG
Helmut Bleckwenn, stellv. Vorstandsvorsitzender, Landwirt aus Garmissen, Jahrgang 1959, seit 2002 Vorstandsmitglied, seit 2006 stellvertretender ­Vorsitzender
Heinrich Heimsoth, Landwirt aus Hassel, Jahrgang 1948, seit 2000 Vorstandsmitglied
Hans-Christian Koehler, Landwirt aus Eppensen, Jahrgang 1955, seit 2004 Vorstandsmitglied, von 1997 bis 2004 Vorstandsvorsitzender der Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig, Aufsichtsratsvorsitzender der Nordzucker AG
Dr. Wolfgang Nehring, Landwirt aus Beckendorf, ­Jahrgang 1953, seit 1999 Vorstandsmitglied (von 2002 bis 2005 stellvertretender Vorsitzender)
Geschäftsbericht 2011/12 Vorwort
Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär, vor einem Jahr haben wir Ihnen in unserem Ausblick eine optimistische Vorausschau für den Nordzucker Konzern gegeben. Wir waren überzeugt davon, dass der Vorstand und die Mitarbeiter des Konzerns auch weiterhin erfolgreich arbeiten werden. Diese Erwartung hat sich mehr als bestätigt: Der Nordzucker Konzern hat ein hervorragendes Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Jahresüberschuss von rund 208 Millio­ nen Euro vorzuweisen. Diese überaus positive Entwicklung hat vor allem zwei Ursachen. Zum einen ist sie auf die hohen Zucker­ preise in der EU zurückzuführen, die den Weltmarktpreisen mit zeitlicher Verzögerung gefolgt sind. ­Ernteausfälle in großen Exportländern hatten zuvor zu einer Zuckerknappheit und damit zu steigenden Weltmarktpreisen geführt. Dadurch waren Ausfuhren nach Europa für die LDC- und AKP Staaten als wichtigste Lieferländer der EU weniger interessant geworden, was hierzulande wiederum zu Preis­stei­gerungen führte. Die EU-Kommission schuf zur Entspannung der Lage zusätzliche Vermarktungs­ kapazitäten für EU-Zuckerunternehmen in Höhe von circa 1,8 Millionen Tonnen, wovon auch Nordzucker profitierte. Zum anderen ist die gute Entwicklung aber auch das Resultat einer konsequent auf Konsolidierung und Effizienzsteigerung ausgerichteten Geschäftspolitik. Insbesondere sei hier das seit 2010 laufende Effizienz­ programm genannt, aus dem laufend Einsparmaßnahmen im gesamten Konzern umgesetzt werden. An vier Kennzahlen messen wir als Aktionär der Nordzucker AG, ob sich der Nordzucker Konzern auf Kurs befindet: Umsatzrendite, Gesamtleistungsrentabilität, Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität. Auf diese Kennzahlen wollen wir hier näher eingehen: Der Nordzucker Konzern erreichte im vergangenen Wirtschaftsjahr eine Umsatzrendite von 10,1 Prozent. Das Ziel liegt bei 5,0 Prozent. Die Gesamtleistungsrentabilität lag mit 18,4 Prozent 3,4 Prozentpunkte über der Zielmarke von 15,0 Prozent. Die Eigenkapitalquote beträgt aktuell 44,2 Prozent – Ziel sind 30,0 Prozent. Absolut sind es 999,2 Millionen Euro, also fast eine Milliarde Euro. In der Eigenkapitalrentabilität will der Nordzucker Konzern 10,0 Prozent erreichen. Bei einem Jahresüberschuss in Höhe von 203,9 Millionen Euro liegt die Verzinsung des Eigen­ kapitals bei 20,4 Prozent. Alles in allem können wir also feststellen, dass sich unsere Beteiligung auf einem ausgezeichneten Kurs befindet. Die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft konnte infolge des guten wirtschaftlichen Verlaufs bei ­Nordzucker eine Dividende in Höhe von 36,8 Millionen Euro verbuchen. Der Jahresüberschuss betrug 35,0 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 35,9 Millionen Euro für eine Dividendenausschüttung in Höhe von 35,5 Millionen Euro (1,00 Euro je Aktie) zu verwenden. Der Bilanzgewinn und damit auch die Dividendenausschüttung hätten noch höher ausfallen können. Es waren aber weitere Rückstellungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro für etwaige Verpflichtungen aus dem Spruchverfahren zu bilden, weil das Oberlandesgericht Celle (OLG) mit Beschluss vom 19. April 2012
„Zuckerproduzierende Unternehmen brauchen eine sichere Rohstoffzufuhr, um erfolgreich zu sein. Die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft spielt dabei für Nordzucker eine wichtige Rolle. Wir stehen für den Dreiklang aus Unternehmen, Rübengeld und Dividende!“
Hans-Heinrich Prüße
die angemessene Barabfindung auf 8,88 Euro je Aktie festgesetzt hat. Jene Aktionäre, die 2004 zum Ver­ schmelzungsbeschluss der Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig (ZAG) auf die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft Widerspruch zu Protokoll gegeben haben, können noch bis kurz vor der Hauptversammlung 2012 das Barabfindungsangebot annehmen. Nach mehr als sieben Jahren herrscht nun endlich Klarheit. Der Beschluss des OLG ist für uns absolut als Erfolg zu werten. Schließlich hatten die Antragsteller Vorstellungen von mehr als 25 Euro je Aktie als Bar­ abfindungsangebot. Wäre das OLG den Antragstellern gefolgt, so hätte dies Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe für unsere Gesellschaft und damit für Sie als Aktionär bedeuten können. Dies konnten wir abwenden. Der Aufwand, den wir betrieben haben, um uns gegen die hohen Forderungen der An­ tragsteller zu wehren, hat sich gelohnt. In den Verfahren um die nicht satzungskonform abgerechneten Sitzungsgelder konnte bis dato leider noch keine abschließende Klärung herbeigeführt werden. Eine endgültige Entscheidung in den Verfahren bei der Nordzucker AG ist für uns eine wichtige Voraussetzung zur Klärung der weiteren Vorgehensweise bei der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft. Lassen Sie uns nun einen Blick in die Zukunft wagen! Die Rekordernte des Jahres 2011 in Verbindung mit einem anhaltend hohen Preisniveau und nachhaltigen Effizienzsteigerungen bei Nordzucker lassen ein weiteres sehr gutes Jahr für Nordzucker erwarten. Einmal mehr wird dabei deutlich, dass Zucker produzierende Unternehmen nur dann die vollen Möglichkeiten des Marktes nutzen können, wenn sie über eine sichere Rohstoffzufuhr verfügen. Zu diesen Rohstoffen zählt mittlerweile auch das Zuckerrohr, da nur circa 80 Prozent des EU-Zuckerverbrauchs mit europäischer Produktion aus Zuckerrüben bedient werden kann. Um die Versorgung mit Rohrohrzucker zu verbessern, ist Nordzucker eine strategische Partnerschaft mit Wilmar Sugar aus Singapur eingegangen. Die damit ermöglichte Ergänzung der sicheren Rohstoffbeschaf­ fung wird den wirtschaftlichen Erfolg der Raffinerien in Arlöv (Schweden), Chelmza (Polen) und Porkkala (Finnland) absichern. Da weiterhin nur ein kleinerer Teil der Rohstoffversorgung aus Zuckerrohr kommen wird, hat die langfristige Versorgung mit Zuckerrüben nach wie vor oberste Priorität. Und genau dabei spielt die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft eine ganz entscheidende Rolle. Mit der Ausgabe von Rübenlieferrechtsgarantien entscheidet die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft derzeit ganz wesentlich darüber, wer Nordzucker in Deutschland mit Zuckerrüben beliefert. Die Rüben­ lieferrechtsgarantien basieren auf der Quotenregelung der bis zum 30. September 2015 gültigen Zucker­
marktordnung. Im Rahmen der Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat die EU-Kommission die Beendigung der Quotenregelung für Zucker vorgeschlagen. Wir als Vorstand der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft unterstützen die Forderung der nationalen und europäischen Verbände der Zuckerwirtschaft, die Zuckermarktordnung bis mindestens 2020 zu verlängern. Sollte die EU-Zuckermarktordnung oder aber mindestens die Quotenregelung wegfallen, so wird der satzungsmäßig mit unserer Aktie verbundene Rübenlieferanspruch an Bedeutung gewinnen. Aktionäre der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft sind dann bei der Ausgabe von Zuckerrüben-Lieferungsver­ trägen privilegiert. Wir arbeiten derzeit mit der Nordzucker AG an Konzepten, wie eine Versorgung mit Zuckerrüben nach Inkrafttreten des Rübenlieferanspruchs aussehen könnte. Die Aktie der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft hat für die landwirtschaftlichen Betriebe weiter eine große Bedeutung. Exzellente Kennzahlen der Nordzucker wecken bei allen Beteiligten Begehrlichkeiten – das ist absolut nachvollziehbar und verständlich. Alle Überlegungen und Diskussionen um Rübengeld und Dividende müssen aus unserer Sicht aber heute und in Zukunft unter ausgewogener Berücksichtigung der Interes­ sen von Rübenanbauern, Aktionären und Nordzucker geführt werden. Der Interessensausgleich zwischen den Beteiligten – verbunden mit einer unternehmerischen Grundein­ stellung der Aktionäre und Rübenanbauer – ist die Basis, auf der Nordzucker seit 1996 zum zweitgrößten Zuckerhersteller Europas gewachsen ist. Nordzucker hat sich in dieser Zeit zu einem Unternehmen ent­ wickelt, das sich den Veränderungen im Zuckermarkt aktiv stellen kann und damit für die Zukunft gut aufgestellt ist. Lassen Sie uns deswegen gemeinsam für den Dreiklang aus Unternehmen, Rübengeld und Dividende einstehen! Wir danken dem Vorstand und den Mitarbeitern des Nordzucker Konzerns für die geleistete Arbeit. Wir sind davon überzeugt, dass Sie die Erfolgsgeschichte des Nordzucker Konzerns weiterschreiben werden. Ihnen, sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär, danken wir für das entgegengebrachte Vertrauen!
Hans-Heinrich Prüße,
Helmut Bleckwenn,
Hans-Christian Koehler
Heinrich Heimsoth
Interview „Wachstum im Kerngeschäft ist eine Grundvoraussetzung für die Sicherung	unserer	Profi	tabilität.“ Hartwig Fuchs ist seit dem 1. Februar 2010 Vorstandsvorsitzender (CEO) der Nordzucker AG
Geschäftsbericht 2011/12 Interview
Märkte und Strategien Fragen an Hartwig Fuchs
­reduziert und wir haben das Eigenkapital gestärkt. Aber zu einem europäischen, starken Unternehmen gehört noch mehr!
Wie werden sich die Märkte für Zucker weltweit ent­
Wir müssen auch intern die Voraussetzungen schaffen für weiteres
wickeln? Wird Zucker ein begehrtes Produkt bleiben?
Wachstum, das heißt die passenden modernen IT-Systeme, das
Fuchs: Die Nachfrage nach Zucker wird in den kommenden Jahren
nötige Know-how bei den Mitarbeitern und eine flexible Struktur.
weltweit wachsen. Aktuelle Prognosen besagen, dass der weltweite
Daran arbeiten wir derzeit unter Hochdruck.
Zuckerverbrauch von heute 165 Millionen Tonnen auf 205 Millionen Tonnen bis 2020 ansteigen wird. Das heißt auch, dass 40 Millionen
Wer Zucker produzieren und an den Märkten teilnehmen
Tonnen Zucker irgendwo künftig zusätzlich produziert werden müs-
will, braucht den Zugang zu den Roh­stoff­märkten. Wie
sen. Das ist natürlich für uns eine sehr interessante Marktchance,
muss ein Konzept für eine sichere und langfristige Roh­
die wir nutzen wollen.
stoffversorgung aussehen?
Vielleicht noch kurz zur Entwicklung der Preise: 2010 und auch
Fuchs: Die Frage sehe ich zweigeteilt. Zum einen geht es hier
2011 wurde deutlich weniger Zucker produziert als weltweit ver-
um die Rüben und damit um unseren traditionellen Beschaffungs-
braucht wurde. In Brasilien, Indien und in Thailand waren die Ernten
markt. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren
in den letzten zwei Jahren niedrig ausgefallen. Im jetzt laufenden
Rübenanbauern entspricht in allen Regionen unserer Tradition.
­Zuckerwirtschaftsjahr 2011/12 wird die weltweite Produktion den
Natürlich wissen wir auch, dass wir wettbewerbsfähige Preise zah-
Verbrauch hingegen um zehn bis elf Millionen Tonnen übersteigen
len müssen. Bei hohen Preisen der Konkurrenzfrüchte und gegebe-
und so zu einem Aufbau der Lagerbestände und in der Folge dann
nenfalls niedrigeren Preisen am Zuckermarkt ist das keine einfache
sehr wahrscheinlich zu einer Umkehrung des Preistrends führen.
Aufgabe. Das ist uns sehr bewusst. Zumal dazu noch die zeitliche
Damit bestätigt sich einmal mehr, dass die Preisentwicklung im
Lücke zwischen der Anbauentscheidung der Landwirte und dem erst
Zuckermarkt durch die Erntezyklen sehr langwellig ist.
gut eineinhalb Jahre später verkaufsfähigen Zucker besteht. Um
Aktuell kann man bei Zucker also nicht davon ausgehen, dass
hier nachhaltig wett­bewerbsfähiger zu werden, müssen die Zucker-
die Hochpreisphase auch über einen längeren Zeitraum anhalten
erträge auf dem Feld weiter gesteigert werden. Daran arbeiten wir
wird. Es wird mit Sicherheit auch wieder Phasen mit geringeren
mit unserem Projekt 20 ∙ 20 ∙ 20, um 2020 mit 20 Prozent unserer
Preisen geben.
Landwirte einen Zucker­ertrag von 20 Tonnen pro Hektar zu erreichen, und wir sind schon auf einem guten Weg.
Muss Nordzucker weiter wachsen, um eine wahrnehm­
Zum anderen geht es um die Beschaffung von Rohrrohzucker,
bare Rolle in der Zuckerlandschaft von morgen zu spielen?
was für uns viel schwieriger ist, weil wir hier nicht über jahrzehnte-
Wie wichtig ist „Größe“ für erfolgreiches Wirtschaften?
langes Know-how verfügen. Mit Wilmar Sugar konnten wir in diesem
Fuchs: Größe per se ist ja kein wirtschaftliches Ziel. Bei uns geht
Feld einen wichtigen Partner gewinnen. Wilmar ist sehr stark im
es in erster Linie immer um Profitabilität, das heißt um profitables
Handel. Und zwar im Welthandel. Zudem verfügt das Unternehmen
Wachstum. Und das ist gleich aus mehreren Gründen wichtig:
über eine ausgezeichnete Logistik. Sie sind Experten in der physi-
­Erstens wird der Zuckermarkt internationaler, da bekommt man es
schen Abwicklung von Handelstransaktionen. Über diese Expertise
weltweit plötzlich mit ganz anderen und viel größeren Wettbewer-
verfügen wir als Nordzucker nicht, dafür brauchen wir einen Part-
bern zu tun. Zweitens kon­solidiert sich der Zuckermarkt seit Jahren
ner und Wilmar ist aus unserer Sicht genau der richtige.
und das wird unserer Überzeugung nach auch so weitergehen. Unser Ziel ist es hier, das ­Unternehmen zu schützen und zu erhalten.
Ist das Holdingmodell der Nordzucker AG in Deutschland
Und drittens – und das ist vielleicht das Wichtigste – Wachstum im
für die Rohstoffversorgung hilfreich?
Kerngeschäft ist eine Grundvoraussetzung für eine gesicherte Profi-
Fuchs: Langfristig hat im Zuckergeschäft derjenige Erfolg, der einen
tabilität auch in einem Zuckermarkt, der in der Zukunft liberaler
guten und sicheren Zugang zu den Rohstoffbeschaffungsmärkten
und volatiler sein wird, als dies heute in der EU der Fall ist.
hat. Das Holdingmodell steht für eine starke Verbindung zwischen Rübenlieferanten und Unternehmen. Das Potenzial dieser Verbin-
Ist Nordzucker für solche Wachstumsschritte gewappnet
dung ist, dass die Interessen beider Seiten – des Unternehmens und
oder steht die Konsolidierung noch im Vordergrund?
der rübenanbauenden Holdingaktionäre – in einem ausgewoge-
Fuchs: Wir haben mit 2010/11 und 2011/12 zwei hervorragende
nen Verhältnis stehen.
Abschlüsse vorlegen können, unsere Verschuldung ist deutlich
Lagebericht In einem positiven Marktumfeld konn­ te die Nordzucker im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Neben gestiegenen Zuckerpreisen hat auch eine auf Kon­ solidierung und Effizienz ausgerichtete Geschäftspolitik zu diesem Erfolg beigetragen.
Geschäftsbericht 2011/12 Lagebericht
Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011/12 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
bzw. zollvergünstigten Import von 900.000 Tonnen Zucker und zusätzlich die Vermarktung von 900.000 Tonnen Nicht­
Die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft hält 76,23 Prozent
quotenzucker als Quotenzucker.
der Anteile der Nordzucker AG und ist damit deren Mutter­ gesellschaft. Die Verwaltung unserer Beteiligung sowie die
Optimale Witterungsbedingungen vom Beginn der Vegeta­
Administration der Aktien und Rübenlieferrechte sind Kern unse­
tionszeit der Rübe bis zum Ende der Kampagne führten zu
rer geschäftlichen Aktivitäten. Das operative Geschäft wurde
einer Rekordkampagne für Nordzucker in allen Regionen.
auf unsere Tochtergesellschaft übertragen. In unserer Gesell­ schaft bündeln wir die Interessen der bäuerlichen Aktionäre
In seinen 13 Werken verarbeitete der Nordzucker Konzern ins­
und führen Aktieninhaberschaft und Rübenanbau zusammen.
gesamt 17,9 Millionen Tonnen Rüben (VJ 14,3 Millionen Ton­
Auf der Hauptversammlung der Nordzucker AG setzen wir die
nen). Der durchschnittliche Rübenertrag lag konzernweit mit
Interessen unserer vorwiegend bäuerlichen Aktionäre durch.
67,3 Tonnen je Hektar deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahr waren es noch 56,2 Tonnen je Hektar. Bei einem
In ihren fünf Werken in Norddeutschland produziert und vermark­
durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,6 Prozent (VJ 17,1
tet unsere Tochtergesellschaft Nordzucker AG circa eine Million
Prozent) betrug der Zuckerertrag im Mittel 11,9 Tonnen je
Tonnen Quotenzucker. Weiterhin werden Produkte wie Press­
Hektar (VJ 9,6 Tonnen).
schnitzel, Trockenschnitzel und Melasse hergestellt und vermarktet. Aus den angelieferten Rüben produzierte Nordzucker in durch­ Die Nordzucker AG hält Beteiligungen an den zur Nordic Sugar
schnittlich 125 Kampagnetagen (VJ 107 Tage) 2,9 Millionen
gehörenden Zucker herstellenden Unternehmen in Dänemark,
Tonnen Zucker (VJ 2,3 Millionen Tonnen).
Schweden, Finnland und Litauen sowie an Zuckerunternehmen in Polen, der Slowakei und Tschechien (Minderheitsbeteili­
Durch unsere mehrheitliche Beteiligung an der Nordzucker AG
gung). Der Bioethanolhersteller fuel 21 in Klein Wanzleben ist
sind wir gemäß § 290 Handelsgesetzbuch (HGB) verpflichtet,
eine einhundertprozentige Tochter der Nordzucker AG.
einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, der jedem Aktionär auf Verlangen zur Verfügung gestellt wird.
Im gesamten Konzern produziert Nordzucker jährlich etwa zwei Millionen Tonnen Quotenzucker.
Das Geschäftsjahr 2011/12 war infolge geringer Ernten in
Die Ertragslage der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft
großen Exportländern geprägt von einer Zuckerknappheit auf
wird bestimmt durch die Dividendenausschüttung der
dem Weltmarkt. Die Weltmarktpreise für Zucker schwankten
­Nordzucker AG.
zwischen circa 582 (Jahrestief) und circa 876 (Jahreshoch) Euro je Tonne.
Der Jahresüberschuss der Nordzucker AG lag infolge der hohen Zuckerpreise und der nachhaltig auf Effizienz ausgerichteten
Der Weltmarkt hat seit der Reform der Zuckermarktordnung
Unternehmenspolitik bei 86,3 Millionen Euro und damit um
durchaus einen Einfluss auf den Zuckermarkt in der EU, weil
50,4 Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis von 35,9 Mil­
seitdem die Notwendigkeit besteht, circa 20 Prozent des
lionen Euro.
EU-Zuckerverbrauchs aus AKP- und LDC-Ländern zu importie­ ren. Durch die hohen Weltmarktpreise war die EU für diese
Als Muttergesellschaft kann die Nordzucker Holding Aktien­
Länder im letzten Jahr als Absatzmarkt aber weniger attraktiv
gesellschaft die ihr zustehende Dividende phasengleich – also
als in den vorangegangenen Jahren, sodass die Importe in
im gleichen Geschäftsjahr wie sie die Nordzucker AG erwirt­
die EU gering blieben. Die daraus resultierende angespannte
schaftet – als Ertrag verbuchen. Auf Grundlage des Ergebnis­
Lage in der Zuckerversorgung ließ auch die Preise in der EU
ses der Nordzucker AG ergibt sich für die Nordzucker Holding
ansteigen. Um die Marktsituation zu entspannen, ermöglichte
Aktiengesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr eine
die EU-Kommission in mehreren Maßnahmen den zollfreien
­Dividendeneinnahme von 36,8 Millionen Euro.
Vermögenslage sind nicht zu berichten. Die wirtschaftliche
Lage unserer Gesellschaft kann als gut bezeichnet werden.
Kerngeschäft der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft ist 2007/08
neben der Administration der Aktien­ und Rübenlieferrechte im Wesentlichen die Verwaltung der Beteiligung an der
Nordzucker AG. Diese Beteiligung ist im Anlagevermögen zu Anschaffungskosten mit 186.488.605 Euro bewertet und damit bilanzbestimmend. Zur Beurteilung der Vermögenslage unserer Gesellschaft ist die Betrachtung der Vermögenslage
der Nordzucker AG unerlässlich.
Das Eigenkapital der Nordzucker AG belief sich im abgelaufe­ nen Geschäftsjahr auf 568,8 Millionen Euro (VJ 504,8 Millionen
Quelle: Nordzucker Holding Aktiengesellschaft
Euro). Diese Entwicklung ergab sich in erster Linie aus dem Jahresüberschuss von 86,3 Millionen Euro, dem die Ausschüt­ tung der Vorjahresdividende in Höhe von 22,2 Millionen Euro gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote der Nordzucker AG ist
aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 46,1 Prozent im Geschäftsjahr 2010/11 auf 43,3 Prozent gesunken. Die Netto­
Für das Berichtsjahr beträgt der Bilanzgewinn der Nordzucker
verschuldung unserer Tochter konnte weiter reduziert werden.
Holding Aktiengesellschaft 35,9 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende
Barabﬁndung
von 1,00 Euro je Stückaktie vor. Daraus ergibt sich eine Summe von 35,5 Millionen Euro. Die Differenz zwischen Bilanzgewinn
Zum Bilanzstichtag hielt die Nordzucker Holding Aktiengesell­
und Dividendensumme in Höhe von 0,4 Millionen Euro soll
schaft 37.136 eigene Aktien, die weder stimm­ noch dividen­
auf das nächste Geschäftsjahr vorgetragen werden.
denberechtigt sind. Diese Aktien stammen aus der Verschmel­ zung mit der Zucker­Aktiengesellschaft Uelzen­Braunschweig
(ZAG) im Jahr 2004.
Die Finanzgeschäfte unserer Gesellschaft erfolgen über ein
Zur Verschmelzung machte das Unternehmen den Aktionären
Verrechnungskonto bei der Nordzucker AG.
der ZAG ein Barabfindungsangebot in Höhe von 8,00 Euro je Aktie. 200 Aktionäre hatten auf der Hauptversammlung 2004
der ZAG mit circa 1,3 Millionen Aktien Widerspruch zum Ver­ schmelzungsbeschluss zu Protokoll gegeben. Vier Aktionäre
beantragten daraufhin ein Spruchverfahren beim Landgericht
des Grundkapitals der Nordzucker AG. Die anderen Holding­
Hannover auf Bestimmung einer angemessenen Barabfindung.
gesellschaften der Nordzucker AG sind die Union­Zucker Südhannover GmbH mit 10,82 Prozent und die Nordharzer
Das Landgericht Hannover hatte im Mai 2011 eine Barabfin-
Zucker Aktiengesellschaft mit 7,83 Prozent. Gemeinsam hal­
dung von 13,35 Euro je Aktie als angemessen festgestellt.
ten die bäuerlichen Holdinggesellschaften 94,88 Prozent an
Gegen diesen Beschluss wurde sowohl von den Antragstellern
der Nordzucker AG. 5,12 Prozent der Nordzucker AG Aktien
als auch von uns als Antragsgegnerin beim Oberlandesgericht
werden von zumeist bäuerlichen Direktaktionären gehalten.
(OLG) in Celle Beschwerde eingelegt. Das OLG Celle hat mit Beschluss vom 19. April 2012 die angemessene Barabfindung
Der Zahlungsverkehr unserer Gesellschaft wird über das be­
auf 8,88 Euro je Aktie festgesetzt.
reits erwähnte Verrechnungskonto bei der Nordzucker AG abgewickelt. Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Die For­
Rechtsbeschwerde gegen diesen Beschluss hat das OLG Celle
derungen sind vor allem durch die zu zahlende Dividende der
nicht zugelassen. Die Aktionäre, die auf der Hauptversamm­
Nordzucker AG gegenüber dem Vorjahr um 20,4 Millionen
lung der ZAG im Jahr 2004 Widerspruch zu Protokoll gegeben
Euro gestiegen. Weitere wesentliche Veränderungen unserer
hatten, haben seit Veröffentlichung des Beschlusses im
elektronischen Bundesanzeiger zwei Monate Zeit, das Barab­ findungsangebot über nunmehr 8,88 Euro je Aktie anzuneh-
Anteile der Gesellschaften an der Nordzucker AG
men. Sowohl die Antragsteller als auch der gemeinsame Ver­
treter der außenstehenden Aktionäre haben außerordentliche Rechtsbehelfe gegen den Beschluss des OLG eingelegt. Eine verlässliche Prognose dazu, für wie viele der 1,3 Millio­ nen Aktien das Barabfindungsangebot insgesamt angenommen wird, war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresab­ schlusses nicht möglich. Der Vorstand hat beschlossen, eine weitere Rückstellung in Höhe von 1,7 Millionen Euro für
Nordharzer Zucker Aktiengesellschaft 7,83 %
Direktaktionäre 5,12 %
Union-Zucker Südhannover GmbH 10,82 %
etwaige Verpflichtungen aus dem Spruchverfahren zu bilden. Diese Rückstellung mindert den Bilanzgewinn.
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft 76,23 %
Quelle: Nordzucker AG
Bisher sind – mit Ausnahme des genannten Beschlusses des OLG Celle – keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens­, Finanz­ und Ertragslage der Nordzucker
mit der sehr guten Ernte der vergangenen Kampagne kann
Holding Aktiengesellschaft nach Abschluss des Geschäftsjahres
bei Nordzucker mit Umsätzen gerechnet werden, die noch
2011/12 eingetreten.
über denen des Geschäftsjahres 2011/12 liegen.
Genauso wie Nordzucker haben aber auch die anderen Zuckerunternehmen in der EU in der Kampagne 2011/12
Um die Ertrags­, Finanz­ und Vermögenslage der Nordzucker
deutlich mehr Zucker hergestellt als im Jahr zuvor. Auch welt­
AG stets beurteilen zu können, verschafft sich der Vorstand
weit steigt das Angebot an Zucker wieder. Beides wird wahr­
der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft durch die regelmä­
scheinlich zu einem Bestandsaufbau für Zucker führen.
ßige Berichterstattung über den Managementreport sowie ergänzende zeitnahe Informationen, die er aufgrund seiner
Für die auf 2012/13 folgenden Geschäftsjahre ist eine Prog­
Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses be-
nose zu Preisen, Umsätzen und Ergebnissen angesichts der
nötigt, einen Eindruck von den Geschäftsentwicklungen der
Volatilität der Märkte schwierig. Entscheidend wird die Ent­
Nordzucker. Dabei greift er in das operative Geschäft nicht ein.
wicklung von Zuckerangebot und Zuckerpreisen sein.
Der Vorstand der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft wird
Auf der Kostenseite wird sich die Zinsbelastung der Nordzucker
regelmäßig über die Risiken bei Nordzucker informiert. Diese
durch den weiterhin zügigen Abbau der Nettoverschuldung
verfügt über ein funktionierendes Risikomanagement.
verringern. Das von Nordzucker 2010 eingeführte Effizienzsteigerungsprogramm hat bis dato schon zu deutlichen Koste­
Darüber hinaus werden durch die interne Revision der
neinsparungen geführt. Durch konsequente und nachhaltige
Nordzucker sämtliche Prozesse im Unternehmen überprüft
Fortsetzung wappnet sich Nordzucker für die anstehenden
und konkrete Empfehlungen ausgesprochen und nachge­
Herausforderungen im Zuckermarkt.
halten. Die Ergebnisse der internen Revision sind Bestandteil des Risikomanagements.
Insgesamt rechnen wir auch für 2012/13 mit einem Ergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres und sind überzeugt, dass
Das interne Kontrollsystem der Nordzucker wird weiterhin
Nordzucker auch für schwierige Herausforderungen im Markt­
kontinuierlich verbessert.
umfeld gewappnet ist.
Braunschweig, den 25. Mai 2012
Das Preisniveau für Zucker scheint sich für das laufende Ge­
schäftsjahr auf hohem Niveau zu stabilisieren. In Verbindung
Gewinn- und Verlustrechnung	für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012
Erträge aus Beteiligung Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand (Gehälter) Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Erträge
31.03.2012 Tausend Euro
31.03.2011 Tausend Euro
–416
–1.751
Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss Gewinnvortrag (i. V. Verlustvortrag) Bilanzgewinn
Geschäftsbericht 2011/12 Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz
Bilanz	zum 31. März 2012
31.03.2011 Tausend Euro
a)	aus der Übernahme von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen)
I.	Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.	Forderungen gegen verbundene Unternehmen b)	Sonstige
2.	Sonstige Vermögensgegenstände
II. Wertpapiere
1. Gezeichnetes Kapital 2. Rechnerischer Nominalwert eigener Anteile
213.517
B. Rückstellungen 1. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Steuerrückstellungen 3. Sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten 1. aus Lieferungen und Leistungen 2. Sonstige
Anhang Die Aktionäre der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft können von der er­ folgreichen Geschäftstätigkeit 2011/12 profitieren: Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft schlagen der Haupt­ versammlung vor, aus dem Bilanz­ gewinn in diesem Jahr eine Dividen­ denausschüttung von 1,00 Euro je Aktie vorzunehmen.
Geschäftsbericht 2011/12 Anhang
Anhang	für das Geschäftsjahr 2011/2012 der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft, Braunschweig 1.	Allgemeines
Wertpapiere sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrige­ ren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.
In Übereinstimmung mit § 265 Abs. 6 HGB weicht wegen der Besonderheit des Geschäftes unserer Gesellschaft als reine
In den eigenen Anteilen sind die im Februar bis April 2005
Holding-Gesellschaft die Gliederung der Gewinn- und Verlust­
erworbenen Anteile im Rahmen des Barabfindungsangebots
rechnung in Bezug auf den Ausweis der Erträge aus Beteili­
aus der Verschmelzung mit der Zucker-Aktiengesellschaft
gungen von der Vorschrift des § 275 Abs. 2 HGB ab.
Uelzen-Braunschweig ausgewiesen. Es handelt sich um 37.136 Stückaktien zum Preis von 8,00 Euro je Stückaktie.
Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze sind
Der nominelle Anteil der eigenen Anteile am Grundkapital
­gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.
beträgt 94.936,68 Euro bzw. 0,106 Prozent.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamt­
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist eingeteilt in
kostenverfahren aufgestellt.
35.519.150 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien mit statutarischen Rübenlieferanspruch und in voller Höhe
Die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften werden
weitestgehend in Anspruch genommen. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 88.201.813 Euro.
2.	Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen
18.099.658 Euro.
handelt es sich um 76,23 Prozent der Anteile am 123,7 Mio. Euro betragenden Grundkapital der Nordzucker AG, Braun­
Der Bilanzgewinn (35.888 tausend Euro) enthält einen
schweig. Das Eigenkapital der Nordzucker AG beträgt am
Gewinnvortrag von 895 tausend Euro. Der Vorjahres-
29. Februar 2012 568.810 tausend Euro (i.V. 504.759 tausend
posten setzt sich aus dem Überschuss für das Geschäftsjahr
Euro). Der Jahresüberschuss 2011/2012 beläuft sich auf
2010/2011 (16.798 tausend Euro) sowie dem Verlustvortrag
86.269 tausend Euro (i.V. 35.936 tausend Euro).
(291 tausend Euro) zusammen.
Die Aufstellung über den Anteilsbesitz entsprechend § 285
Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem
Nr. 11 HGB wird gesondert in einer Anlage zum Anhang
Erfüllungsbetrag gebildeten Rückstellungen erfassen alle
­dargestellt.
­erkennbaren Verpflichtungen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände kommen mit
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels
den Anschaffungskosten zum Ansatz. Bei den sonstigen Ver­
des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Als biometrische Rech­
mögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um
nungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Klaus
Steuererstattungsansprüche aus Kapitalertragsteuer für Divi­
Heubeck verwendet. Der Rechnungszins für die Abzinsung
dendenerträge des Vorjahres und des laufenden Jahres. Abge­
der Pensionsverpflichtungen wurde pauschal mit dem durch­
sehen von den Forderungen aus der Übernahme der Pensio­
schnittlichen Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer ange­
nen und ähnlichen Verpflichtungen sowie einem unter den
nommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt
sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Betrag in
zum 29. Februar 2012 5,14 Prozent. Folgende weitere An­
Höhe von 1.860 tausend Euro (i.V. 2.016 tausend Euro), ha­
nahmen liegen der Bewertung zugrunde: Gehaltstrend p.a.
ben die Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
2,00 Prozent, Rententrend p.a. 1,50 Prozent.
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um die Zinsen
Hartmut Bethge, Hansestadt Stendal
für die Barabfindungszahlung und um die dem Geschäftsjahr
Friedrich-Karl Bodin, Vinstedt
2011/2012 zuzuordnenden Verpflichtungen an Hauptversamm­
lungs-, Veröffentlichungs-, Abschluss- und Beratungskosten so­
Eckhard Clausen, Rögen
wie Kosten für das Spruchverfahren bei dem Oberlandesgericht
Alexander Heidebroek, Gevensleben ab 6. Juli 2011
Celle bezüglich eines Antrages auf Bestimmung einer angemes­
Friedrich Christoph Heins, Uehrde
senen Barabfindung gemäß § 34 UmwG. Die sonstigen Rück­
Henning Hornbostel, Rehlingen
stellungen sind kurzfristig und werden nicht abgezinst.
Jochen Johannes Juister, Nordhastedt Burkhard Köhler, Ohlendorf
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt,
Dr. Ortrud Moshake, Eilum bis 6. Juli 2011
unbesichert und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Gerd Nölcke, Hohenassel Hans-Heinrich Philipps, Kolenfeld
3.	Erläuterungen zu den Posten der ­ Gewinn- und Verlustrechnung
Hermann Seekamp, Eilum ab 6. Juli 2001 Fritz Segger, Cremlingen Arthur Stolte, Hohenhameln
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Gewinnaus­
Wolfgang Täger-Farny, Volkmarstorf bis 6. Juli 2011
schüttung 2011/2012 des verbundenen Unternehmens
Jürgen Winter, Bohlsen
Nordzucker AG in Höhe von 36.818 tausend Euro (i.V.
Christian Wohlenberg, Gadenstedt
16.936 tausend Euro). Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich
b)	Mitglieder des Vorstands sind die Herren Landwirte
ins­besondere um die Verwaltungskostenumlage in
Hans-Heinrich Prüße, Ahlten Vorsitzender
Höhe von 77 tausend Euro (i.V. 78 tausend Euro) der
Helmut Bleckwenn, Garmissen stellv. Vorsitzender
Nordzucker AG.
Heinrich Heimsoth, Hassel Hans-Christian Koehler, Eppensen
Von den 402 tausend Euro (i.V. 258 tausend Euro) der
Dr. Wolfgang Nehring, Beckendorf
Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen 135 tausend Euro (i.V. 119 tausend Euro) auf das verbundene Unternehmen Nordzucker AG. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 1.700 tausend Euro auf das laufende Spruchstellenverfahren zur
c)	Aufgrund der Mitgliedschaft an einer Genossen­ schaft besteht eine zusätzliche Haftsumme.
5.	Vorschlag über die Verwendung des ­Bilanzgewinns
Barabfindung. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanz­
4.	Sonstige Angaben
gewinn in Höhe von 35.887.999,94 Euro eine Dividende von 1,00 Euro je Stückaktie bzw. 35.482.014,00 Euro auszuschüt­
a)	Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren L ­ andwirte
ten und den Restbetrag von 405.985,94 Euro auf neue Rech­ nung vorzutragen.
Andreas Scheffrahn, Cramme Vorsitzender Dr. Harald Isermeyer, Vordorf 1. stellv. Vorsitzender, bis 6. Juli 2011
Eckhard Hinrichs, Wieren 1. stellv. Vorsitzender, ab 6. Juli 2011 Rainer Knackstedt, Dedeleben 2. stellv. Vorsitzender, bis 6. Juli 2011
Jörg Thieß, Alt Schwerin 2. stellv. Vorsitzender, ab 6. Juli 2011
Geschäftsbericht 2011/12 Anlage zum Anhang
Anlage zum Anhang für das Geschäftsjahr 2011/2012 der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft, Braunschweig Aufstellung des Anteilsbesitzes der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft entsprechend § 285 Nr. 11 HGB zum 31. März 2012
Eigenkapital Tausend Euro
Ergebnis Tausend Euro
Nordzucker Aktiengesellschaft (Braunschweig, Deutschland)
Darüber hinaus ist die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft über die Beteiligung an der Nordzucker AG, Braunschweig, an folgenden Gesellschaften indirekt beteiligt:
fuel 21 GmbH & Co. KG (Stadt Wanzleben-Börde, Deutschland)
Norddeutsche Flüssigzucker GmbH & Co. KG (Braunschweig, Deutschland)
NORDZUCKER SPEZIAL GmbH (Braunschweig, Deutschland)
NORDZUCKER GmbH & Co. KG (Braunschweig, Deutschland)
Nordzucker Eastern Europe GmbH (Wien, Österreich)
Nordic Sugar Holding A/S (Kopenhagen, Dänemark)
–2.826
Nordic Sugar A/S (Kopenhagen, Dänemark)
Titoconcerto AB (Burlöv, Schweden)
Nordic Sugar AB (Burlöv, Schweden)
200.694
AB Nordic Sugar Kedainiai (Kedainiai, Litauen)
SWEETGREDIENTS GmbH & Co. KG (Nordstemmen, Deutschland, 31. Dezember 2010)
MEF Melasse-Extraktion Frellstedt GmbH (Frellstedt, Deutschland)
Norddeutsche Zucker-Raffinerie Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Frellstedt, Deutschland)
NP Sweet A/S (Kopenhagen, Dänemark)
Eurosugar S.A.S. (Paris, Frankreich, 31. Dezember 2010)
Nordzucker Polska S.A. (Opalenica, Polen) Povazsky Cukor a.s. (Trencianska Tepla, Slowakei) Matra Cukor z.r.t. (Hatvan, Ungarn)
Sucros Oy (Säkylä, Finnland) Nordzucker (Ireland) Limited (Dublin, Irland)
Bestätigungsvermerk Die beauftragten Wirtschaftsprüfer bescheinigen: Der Jahresabschluss ent­ spricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Gesellschaft.
Geschäftsbericht 2011/12 Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers	An die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft, Braunschweig
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Ge­
winn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbezie­ hung der Buchführung und den Lagebericht der Nordzucker
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung ge­
Holding Aktiengesellschaft, Braunschweig, für das Geschäfts­
wonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der
jahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 geprüft. Die
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft, Braunschweig, den
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmun­
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschrif­
gen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grund­
ten und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen
sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführ­
und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Ein­
ten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
klang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutref­
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
fendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chan­
cen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung entsprechend
Hannover, den 25. Mai 2012
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts­ prüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so
zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Ver­ stöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab­ schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes
(Scharpenberg)
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,
Wirtschaftsprüfer	Wirtschaftsprüfer
mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festle­ gung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und recht­ liche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung wer­ den die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen inter­ nen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch­ führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Geschäftsbericht 2011/12 Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft
Dieses Thema hat der Aufsichtsrat auch auf seiner darauffol­
hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens im
genden Sitzung im März 2012 vertieft. Er hat sich mit den
­Geschäftsjahr 2011/12 beraten und beaufsichtigt. Er ist seinen
Ansätzen kritisch auseinandergesetzt und Ratschläge hierzu
Aufgaben nach Maßgabe von Gesetz und Satzung nachge­
gegeben. Auf der gleichen Sitzung hat der Aufsichtsrat über
kommen. Vor der konstituierenden Sitzung am 6. Juli 2011
die Neubesetzung des Vorstands der Nordzucker Holding
trat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr zu einer und nach dieser
Aktiengesellschaft und über Wahlvorschläge für den Auf­
zu drei weiteren Sitzungen und einer Klausurtagung zusam­
sichtsrat zur ordentlichen Hauptversammlung 2012 beraten.
men. In seinen Sitzungen hat er sich die Arbeitsergebnisse
Die entsprechenden Beschlüsse wurden dann in der Sitzung
des Vorstands der Gesellschaft vorstellen lassen. Dabei wurden
am 30. Mai 2012 gefasst.
die Berichte kritisch geprüft und mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand hat zu sämtlichen Fragen des Aufsichtsrats in
Neuer Vorsitzender des Vorstands wird mit Ablauf der ordent­
Bezug auf Entscheidungen, Projekte und Pläne, die das Ge­
lichen Hauptversammlung 2012 Herr Jochen Johannes Juister
schäft der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft betreffen,
aus Nordhastedt in Schleswig-Holstein. Er wechselt aus dem
sowie den Gang der Geschäfte erschöpfend ausgeführt.
Aufsichtsrat in den Vorstand und tritt an die Stelle von Herrn Hans-Heinrich Prüße, der aufgrund des Erreichens der Alters­
Im Berichtsjahr haben wir am 25. Mai 2011 den Jahresab­
grenze aus dem Vorstand ausscheidet. Der weitere Vorstand
schluss und den Konzernjahresabschluss der Nordzucker
bleibt in seiner bisherigen Besetzung bestehen.
Holding Aktiengesellschaft zum 31. März 2011 sowie die dazugehörigen Lageberichte des Vorstands geprüft und
Die Vorauswahl der Kandidaten für den Vorstand sowie die
gebilligt. Wir haben uns mit den Beschlüssen des Vorstands
Vertragsverhandlungen wurden vom Präsidium des Aufsichts­
zum Abstimmungsverhalten unserer Gesellschaft auf der
rats durchgeführt. Außerdem hat sich das Präsidium u ­ nter
Hauptversammlung der Nordzucker AG befasst und diesen
anderem mit den Geschäftsordnungen für Aufsichtsrat und
Vorstand, den Grundsätzen für die Abrechnung von Termin­ geldern und der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen aus­
Wir informierten uns über die Planung und den Verlauf der
einandergesetzt.
Zuckerrübenkampagne 2011/12. Ferner berieten wir über das Investitionsbudget der Nordzucker.
In den Verfahren um die nicht satzungskonform abgerech­ neten Sitzungsgelder ist bis heute noch keine abschließende
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats haben wir in einigen
Klärung herbeigeführt worden.
Punkten aktualisiert und überarbeitet. Der Aufsichtsrat beauftragte die Deloitte & Touche GmbH Um uns einen Überblick über die finanzielle Lage unseres
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Hanno­
Tochterunternehmens zu verschaffen, befassten wir uns ins­
ver, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer
besondere mit den Hochrechnungen für das Geschäftsjahr
gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des
2011/12 sowie mit der Mehrjahresplanung.
Jahresabschlusses und Lageberichts sowie des Konzernab­ schlusses und des Konzernlageberichts zum 31. März 2012.
In unserer Klausurtagung haben wir uns intensiv mit der
Prüfungsschwerpunkte hat der Abschlussprüfer nicht erhalten.
­strategischen Ausrichtung der Nordzucker auseinandergesetzt. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung befassten wir uns erneut vor allem mit der finanziellen Lage der Nordzucker, insbesondere mit der Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2011/12 sowie der Mehrjahresplanung. Ein weiteres Thema der Sitzung waren Ansätze für ein langfristiges Rohstoffsiche­ rungskonzept der Nordzucker.
„Der Aufsichtsrat billigt Jahres- und Konzernabschluss sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns.“  
Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Scheffrahn
Nach Prüfung der Buchführung, des Jahresabschlusses und
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den
des Lageberichts 2011/12 sowie des Konzernabschlusses und
­Bilanzgewinn entsprechend dem Vorschlag des Vorstands zu
des Konzernlageberichts 2011/12 hat der Abschlussprüfer
den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 30. Mai 2012 haben Herr
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand der Nordzucker Holding
Scharpenberg und Herr Dr. Meyer von der Deloitte & Touche
Aktiengesellschaft, dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung
und Mitarbeitern der Nordzucker AG sowie allen Konzern­
Hannover, teilgenommen. Sie haben bei dieser Sitzung zu den
gesellschaften für die geleistete Arbeit.
Abschlüssen ausgeführt, Erläuterungen gegeben und Fragen der Aufsichtsräte erschöpfend beantwortet. Braunschweig, den 30. Mai 2012 Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Prüfung des ­Jahres- und Konzernabschlusses zu. Nach gründlichem Studium und sorgfältiger Prüfung billigt der Aufsichtsrat die vom
­Vorstand vorgelegten und vom Abschlussprüfer bestätigten
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats
­Abschlüsse sowie den Vorschlag des Vorstands für die Ver­ wendung des Bilanzgewinns. Damit sind der Jahres- und der ­Konzernjahresabschluss der Nordzucker Holding Aktiengesell­ schaft 2011/2012 festgestellt.
Andreas Scheffrahn
Herausgeber Nordzucker Holding Aktiengesellschaft Küchenstraße 9 · 38100 Braunschweig Telefon: 0531 2411-118 · Telefax: 0531 2411-101 nordzucker-holding@nordzucker.de Konzept und Gestaltung Sieler Kommunikation und Gestaltung GmbH Druck Druckerei Adelmann

References: § 10
 § 16
 § 16
 § 290
 § 265
 § 275
 § 285
 § 34
 § 285

§ 317