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Timestamp: 2019-12-14 13:03:37+00:00

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BGH, I ZR 258/98: GERRI/KERRY Spring Leitsatzentscheidung
Urteil des BGH vom 21.12.1988, I ZR 258/98
GERRI/KERRY Spring Leitsatzentscheidung
I ZR 258/98 Verkündet am: 7. Februar 2002 Walz Justizamtsinspektor als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle
Dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften werden zur Auslegung von Art. 6 Abs. 1 lit. b der Ersten Richtlinie des Rates 89/104/EWG vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Marken (ABl. EG Nr. L 40 vom 11.2.1989, S. 1) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:
BGH, Beschluß vom 7. Februar 2002 - I ZR 258/98 - OLG München
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 26. September 2001 durch den Vorsitzenden Richter
Prof. Dr. Erdmann und die Richter Starck, Pokrant, Dr. Büscher und
II. Dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften werden
zur Auslegung von Art. 6 Abs. 1 lit. b der Ersten Richtlinie des
Rates 89/104/EWG vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Marken
(ABl. EG Nr. L 40 vom 11.2.1989, S. 1) folgende Fragen zur
Ist Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL auch anwendbar, wenn ein
Dritter die dort aufgeführten Angaben markenmäßig benutzt?
Bejahendenfalls: Ist die markenmäßige Benutzung ein Umstand, der im Rahmen der nach Art. 6 Abs. 1 letzter Halbsatz
MarkenRL gebotenen Abwägung beim Merkmal der "anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel" mit zu berücksichtigen ist?
Die Klägerin stellt Mineralwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke her und vertreibt sie in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist Inhaberin der Wortmarke Nr. 1100746 "Gerri", eingetragen mit der Priorität vom
21. Dezember 1985 u.a. für Mineralwasser, Tafelwasser, alkoholfreie Getränke
und Limonaden, sowie der Wort-/Bildmarken Nr. 2010618, 2059923, 2059924
und 2059925, die den Wortbestandteil "GERRI" enthalten und die für Mineralwasser, alkoholfreie Getränke, Fruchtsaftgetränke und Limonaden eingetragen
Die Beklagte vertreibt seit Mitte der neunziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland Erfrischungsgetränke mit den im nachfolgenden Klageantrag zu b wiedergegebenen Etiketten, die die Wörter "KERRY Spring" enthalten. Das für die Erfrischungsgetränke verwandte Wasser stammt aus der
Quelle "Kerry Spring", die in dem Ort Ballyferriter, Grafschaft Kerry, Irland, gelegen ist.
Die Klägerin hat eine Verletzung ihrer Markenrechte geltend gemacht
und die angegriffene Etikettierung als wettbewerbswidrig beanstandet. Hierzu
hat sie vorgetragen, sie vertreibe unter der Marke "GERRI" Erfrischungsgetränke in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Aufgrund des Marktanteils
der derart gekennzeichneten Brunnenlimonade sei von einer gesteigerten
Kennzeichnungskraft der Marke "GERRI" auszugehen.
Neben den in Deutschland bereits von der Beklagten vertriebenen Erfrischungsgetränken plane diese die Einführung eines Mineralwassers mit der im
Klageantrag zu a angeführten Etikettierung.
das Zeichen "KERRY Spring" für
a) Mineralwasser oder
b) Erfrischungsgetränke (Mineralwasser mit Fruchtgeschmack)
entsprechend den nachfolgend eingeblendeten Aufmachungen zu benutzen, insbesondere es zu unterlassen,
dieses Zeichen auf den vorgenannten Waren oder ihrer
Aufmachung oder Verpackung oder auf Kennzeichnungsmitteln anzubringen, in den Verkehr zu bringen oder zu den
genannten Zwecken zu besitzen, unter diesem Zeichen die
vorgenannten Waren einzuführen oder auszuführen oder
dieses Zeichen in Geschäftspapieren oder in der Werbung
im Zusammenhang mit den vorgenannten Waren zu benutzen:
Die Beklagte ist dem entgegengetreten. Sie hat geltend gemacht, eine
Verwechslungsgefahr zwischen den Bezeichnungen bestehe nicht, weil sie
"KERRY" nicht in Alleinstellung, sondern nur in einer Wort-/Bilddarstellung benutze und das Wort in den angegriffenen Kennzeichen keine prägende Bedeutung besitze. Sie benutze die Bezeichnung "KERRY Spring" nur zur Beschreibung des Ursprungsortes des Mineralwassers.
Auf die Berufung der Beklagten hat das Oberlandesgericht unter Zurückweisung der Anschlußberufung der Klägerin die Klage abgewiesen (OLG-
Rep München 1999, 97).
Der Erfolg der Revision hängt von der Auslegung des Art. 6 Abs. 1 lit. b
MarkenRL ab. Vor der Entscheidung über das Rechtsmittel ist deshalb das
Verfahren auszusetzen und gemäß Art. 234 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 EG eine
Vorabentscheidung zu den im Beschlußtenor gestellten Fragen einzuholen.
Der Senat möchte eine markenrechtliche Verwechslungsgefahr (Art. 5
Abs. 1 lit. b MarkenRL, § 14 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG) dagegen bejahen. Marken
wirken auf die Verkehrskreise in bildlicher, klanglicher und begrifflicher Hinsicht
(EuGH, Urt. v. 22.6.1999 - Rs. C-342/97, Slg. 1999, I-3819 = GRUR Int. 1999,
734, 736 Tz. 27 f. = WRP 1999, 806 - Lloyd; BGHZ 139, 340, 347 - Lions).
Nach der Beurteilung des Senats sind die Voraussetzungen einer klanglichen
Verwechslungsgefahr gegeben.
Bei mündlichen Benennungen stehen sich die Bezeichnungen "GERRI"
und "KERRY" gegenüber, weil der Verkehr nach der Lebenserfahrung bei
mündlichen Bestellungen das Zeichen der Beklagten auf "KERRY" verkürzt.
Die Kollisionszeichen weisen in klanglicher Hinsicht eine hohe Ähnlichkeit auf.
"KERRY" unterscheidet sich von "GERRI" im Klangbild nur unwesentlich bei
den jeweiligen Anfangsbuchstaben. Zwischen den in Frage stehenden Waren
der Klagemarken und der Kollisionszeichen besteht Identität bzw. hochgradige
Ist aber von einer großen klanglichen Zeichenähnlichkeit und Warenidentität bzw. hoher Warenähnlichkeit auszugehen, so ist selbst bei durchschnittlicher Kennzeichnungskraft der Klagemarken, die im Revisionsverfahren
mangels gegenteiliger Feststellungen des Berufungsgerichts der Beurteilung
zugrunde zu legen ist, eine Verwechslungsgefahr i.S. von Art. 5 Abs. 1 lit. b
MarkenRL (§ 14 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG) zu bejahen.
2. Liegt eine Verwechslungsgefahr der Zeichen der Parteien nach Art. 5
Abs. 1 lit. b MarkenRL vor, kommt es für die Entscheidung des Rechtsstreits
auf die Auslegung des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL an. Nach dieser Bestimmung gewährt die Marke ihrem Inhaber nicht das Recht, einem Dritten zu verbieten, Angaben unter anderem über die geographische Herkunft der Ware im
geschäftlichen Verkehr zu benutzen, sofern die Benutzung den anständigen
Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel entspricht.
Die Beklagte hat sich auf diese Beschränkung der Wirkungen der Marke
berufen. Sie hat geltend gemacht, sie verwende die Bezeichnung "KERRY
Spring" zur Beschreibung des Ursprungsortes des Mineralwassers in der Grafschaft Kerry.
Die Beklagte benutzt die Bezeichnung "KERRY Spring" allerdings auch,
um ihre Produkte von anderen Waren zu unterscheiden und um die Herkunft
der Waren zu kennzeichnen und damit markenmäßig.
Die Vorschrift des Art. 1 bis des italienischen Markengesetzes vom
21. Juni 1942 in der Fassung der Verordnung vom 4. Dezember 1992, Nr. 480
(vgl. GRUR Int. 1994, 218) und Art. 20 des griechischen Markengesetzes - Gesetz Nr. 2239/1994 (vgl. GRUR Int. 1995, 886, 891) sehen ausdrücklich vor,
daß die Benutzung nicht markenmäßig erfolgen darf (vgl. hierzu Althammer/
Klaka, Markengesetz, 6. Aufl., § 23 Rdn. 5).
Zu der Vorschrift des § 23 Nr. 2 des deutschen Markengesetzes, durch
die Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL umgesetzt worden ist, ist in Rechtsprechung
und Schrifttum umstritten, welche Bedeutung eine markenmäßige Benutzung
des Kollisionszeichens für die Anwendung dieser Regelung hat. Zum Teil wird
vertreten, eine derartige Benutzung stehe der Anwendung des § 23 Nr. 2 MarkenG generell entgegen (so OLG Nürnberg GRUR 1996, 206, 207 f.; OLG Köln
GRUR 1999, 66, 68; Starck, GRUR 1996, 688, 693; Fezer, Markenrecht,
3. Aufl., § 23 Rdn. 10 m.w.N.). Nach anderer Auffassung schließt eine markenmäßige Benutzung den Anwendungsbereich des § 23 Nr. 2 MarkenG nicht
generell aus, sondern begründet in der Regel die Sittenwidrigkeit i.S. des § 23
Nr. 2 MarkenG (OLG Hamburg GRUR 1996, 982, 983; Keller, GRUR 1996,
607, 612; Raßmann, GRUR 1999, 384, 387 f. m.w.N.). Schließlich wird angenommen, die markenmäßige Benutzung des Kollisionszeichens sei nur ein
Merkmal bei der im Rahmen des § 23 Nr. 2 MarkenG gebotenen Abwägung
(Ingerl/Rohnke, Markengesetz, § 23 Rdn. 35; Kur, CR 1996, 590, 592; Althammer/Klaka aaO § 23 Rdn. 8; vgl. auch Begr. zum Regierungsentwurf,
BT-Drucks. 12/6581 S. 80 = BlPMZ 1994, Sonderheft, S. 74).
Der Senat möchte die Anwendung des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL
(§ 23 Nr. 2 MarkenG) nicht schon deshalb generell verneinen, weil die Benutzung der Bezeichnung durch den Dritten auch markenmäßig erfolgt.
Die Vorschrift des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL (§ 23 Nr. 2 MarkenG)
betrifft nach ihrem Wortlaut jede Benutzung im geschäftlichen Verkehr. Der
Begriff der Benutzung im geschäftlichen Verkehr schließt den markenmäßigen
Gebrauch nicht aus.
Auch der Zweck des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL (§ 23 Nr. 2 MarkenG)
steht dem Merkmal eines markenmäßigen Gebrauchs nicht zwingend entgegen. Die Bestimmung dient der Verwirklichung der freien Verwendbarkeit beschreibender Angaben und damit letztlich der Waren- und Dienstleistungsfreiheit im gemeinsamen Markt (vgl. EuGH, Urt. v. 23.2.1999 - Rs. C-63/97, Slg.
1999, I-905 = GRUR Int. 1999, 438, 442 Tz. 62 - BMW). Sie ist damit Schutzschranke gegenüber den Verbietungsrechten nach Art. 5 MarkenRL und notwendige Ergänzung zu der durch die Harmonisierung bewirkten Öffnung des
Markenregisters (vgl. Begr. zum Regierungsentwurf BT-Drucks. 12/6581 S. 80
= BlPMZ 1994, Sonderheft, S. 74; Fezer aaO § 23 Rdn. 1; Ingerl/Rohnke aaO
§ 23 Rdn. 5; Althammer/Klaka aaO § 23 Rdn. 3; vgl. auch BGH, Beschl. v.
23.10.1997 - I ZB 18/95, GRUR 1998, 465, 467 = WRP 1998, 492 - BONUS).
Der Senat hat allerdings in Erwägung gezogen, daß der Gerichtshof der
Europäischen Gemeinschaften die hier primär gestellte Vorlagefrage bereits im
Verfahren "Chiemsee" (Urt. v. 4.5.1999 - Rs. C-108 und 109/97, Slg. 1999,
I-2779 = GRUR 1999, 723) mit beantwortet haben könnte. Die Auslegung des
Art. 6 Abs. 1 lit. b der MarkenRL war zwar nicht Gegenstand der dortigen Vorlagefrage; in Tz. 28 wird jedoch ausgeführt, daß diese Vorschrift, die u.a. den
Fall regeln soll, daß eine Marke, die ganz oder zum Teil aus einer geographischen Bezeichnung besteht, eingetragen worden ist, Dritten nicht das Recht
einräumt, eine solche Bezeichnung als Marke zu verwenden, sondern nur das
Recht, die Bezeichnung beschreibend, d.h. als Angabe über die geographische
Herkunft, zu benutzen, sofern die Benutzung den anerkannten Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel entspricht. Es erscheint indessen nicht sicher, ob
diese Passage über den konkreten Fall hinausgehend als generelle Aussage
zur Auslegung des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL zu verstehen ist (vgl. auch
Hackbarth, MarkenR 1999, 329, 331), d.h. dahingehend, daß eine markenmäßige Benutzung grundsätzlich aus dem Anwendungsbereich der Vorschrift fällt.
Auch Generalanwalt Jacobs hat im Verfahren "Baby-dry" (vgl. Tz. 78-80 der
Schlußanträge vom 5.4.2001 in der Rechtssache C-383/99) die in Rede stehende Passage trotz ihrer allgemeinen Formulierung im Zusammenhang jenes
Einzelfalls gesehen. Der Gerichtshof selbst ist in seiner Entscheidung "Babydry" (Urt. v. 20.9.2001 - Rs. C-383/99, Slg. 2001, I-1000 = GRUR 2001, 1145)
auf Tz. 28 der "Chiemsee"-Entscheidung nicht zurückgekommen. Anders als im
Fall "Chiemsee", in dem die Klagemarke ganz oder zum Teil aus einer geogra-
phischen Bezeichnung bestand, geht es im Streitfall um die Kollision der ein
Phantasiewort darstellenden Klagemarke mit einer Bezeichnung, die nach dem
Vorbringen der Beklagten zur Beschreibung des Ursprungsortes ihres Produktes verwendet wird.
Im Rahmen des notwendigen Ausgleichs zwischen der Öffnung des
Markenregisters, den Verbietungsrechten des Art. 5 MarkenRL und der Funktion des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL (§ 23 Nr. 2 MarkenG), einer Monopolisierung freihaltebedürftiger Angaben entgegenzuwirken, ist überdies von besonderer Bedeutung, daß der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften den
Begriff des markenmäßigen Gebrauchs nach Art. 5 Abs. 1 lit. a MarkenRL (§ 14
Abs. 2 Nr. 1 MarkenG) weit ausgelegt hat (vgl. EuGH GRUR Int. 1999, 438,
441 Tz. 42 - BMW).
Da der Senat den Begriff eines markenmäßigen Gebrauchs in Art. 5
Abs. 1 MarkenRL (§ 14 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 MarkenG) und in Art. 6 Abs. 1
lit. b MarkenRL (§ 23 Nr. 2 MarkenG) einheitlich auslegen möchte, sollte nach
seiner Ansicht der notwendige Ausgleich zwischen dem Markenschutz und dem
Interesse, beschreibende Angaben freizuhalten, dadurch erreicht werden, daß
ein markenmäßiger Gebrauch nicht von vornherein vom Anwendungsbereich
des Art. 6 Abs. 1 lit. b MarkenRL (§ 23 Nr. 2 MarkenG) ausgenommen wird.
Vielmehr sollte bei der nach Art. 6 Abs. 1 letzter Halbsatz MarkenRL vorgesehenen Prüfung, ob die Benutzung den anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel entspricht, der Umstand einer markenmäßigen Benutzung des
Zeichens durch den Dritten berücksichtigt werden. Im Rahmen der Beurteilung
der Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 MarkenRL sollte der markenmäßige
Gebrauch ein Kriterium sein, das im jeweiligen Einzelfall einen Verstoß gegen
die anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel (mit-)begründen
Dies könnte etwa dann der Fall sein, wenn die beschreibende Funktion der
Angabe ganz oder überwiegend hinter der kennzeichenmäßigen Verwendung
Erdmann Starck Pokrant
I ZR 258/98
Benutzung, Bundesrepublik deutschland, Bezeichnung, Ige, Zeichen, Marke, Verwechslungsgefahr, Gewerbe, Handel, Auslegung

References: BGH 
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 234
 § 14
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 20
 § 23
 § 23
 Art. 6
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 5
 § 23

§ 23
 § 23

Art. 6
 Art. 6
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 5
 EuGH 
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6