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Timestamp: 2019-10-20 20:15:07+00:00

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BGH, 12.03.2015 - I ZR 84/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,20803
BGH, 12.03.2015 - I ZR 84/14 (https://dejure.org/2015,20803)
BGH, Entscheidung vom 12.03.2015 - I ZR 84/14 (https://dejure.org/2015,20803)
BGH, Entscheidung vom 12. März 2015 - I ZR 84/14 (https://dejure.org/2015,20803)
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§§ 8, ... 3, 4 Nr. 11 UWG, § 11 Abs. 1 ApoG, § 4 Nr. 11 UWG, § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG, § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG, § 11 Abs. 1 Satz 1 Fall 3 ApoG, § 11 Abs. 1 Satz 1 ApoG, § 1 Abs. 2, § 14 Abs. 1, § 16, § 17 ApoG, § 561 ZPO, § 30 Abs. 1 StGB, § 3 UWG, § 91 Abs. 1 ZPO
§ 4 Nr 11 UWG, § 1 Abs 2 ApoG, § 11 Abs 1 S 1 ApoG, § 14 Abs 1 ApoG, § 16 ApoG
Wettbewerbsverstoß: Verbot der Absprache zwischen Apotheker und Arzt über die Zuführung von Patienten als Marktverhaltensregelung; täterschaftliche Haftung eines Dritten - TV-Wartezimmer
Verbot einer Kooperation zwischen Erlaubnisinhabern und dem Personal von Apotheken einerseits und Ärzten im Hinblick auf das Programm "TV-Wartezimmer"
Wann Verstöße gegen das Apothekenwesen-Gesetz Wettbewerbsverletzungen sind
Wartezimmer-TV - Hinweis auf eine bestimmte Apotheke
ApoG § 11 Abs. 1 S. 1; UWG § 4 Nr. 11
Wer nicht Adressat einer Marktverhaltensregel ist haftet nicht als Täter bei Wettbewerbsverstoß - Wartezimmer-TV mit unzulässiger Werbung für Apotheken
Apotheker dürfen in Wartezimmern von Arztpraxen auf Bildschirmen für sich werben
TV-Wartezimmer - Keine täterschaftliche Haftung für Wettbewerbsverstoß bei fehlender Adressateneigenschaft einer Marktverhaltensregel
Werbung von Apothekern in Wartezimmern von Arztpraxen auf Bildschirmen zulässig?
Wartezimmer-TV gewinnt
Wartezimmer-TV unzulässig, wenn exklusiv
Auch nach Aufgabe der Störerhaftung keine täterschaftliche Haftung Dritter
dg-kassenarztrecht.de , S. 80 (Leitsatz und Kurzinformation)
Ärztliches Berufsrecht | Wettbewerbsrecht/Heilmittelwerberecht | BGH: Ausstrahlung von Werbespots für Apotheken im Wartezimmer-TV
"TV-Wartezimmer" - Keine Täterschaft wenn Handelnder nicht Adressat der Marktverhaltensregel ist
Kurznachricht zu ""TV-Wartezimmer"; Zur Zulässigkeil von Apothekenwerbung, die über TV-Programme in Wartezimmern von Arztpraxen ausgestrahlt wird - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 12.03.2015" von Dr. Julian Braun, original erschienen in: MedR 2015, 874 - 879. ...
MDR 2015, 1192
GRUR 2015, 1025
MMR 2015, 808
MIR 2015, Dok. 064
K&R 2015, 665
WRP 2015, 1085
d) Ist der Beklagte als Immobilienmakler danach nicht Adressat des § 16a EnEV, hat das Berufungsgericht zutreffend angenommen, dass eine täterschaftliche Haftung ausscheidet (vgl. BGH…, Urteil vom 3. Juli 2008 - I ZR 145/05, BGHZ 177, 150 Rn. 13 - Kommunalversicherer; Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer).
Die Beklagte, die nicht selbst Adressatin des berufsrechtlichen Zuweisungsverbots ist, kann zwar nicht als Täterin, wohl aber als Teilnehmerin (Anstifter oder Gehilfe) nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden strafrechtlichen Bestimmungen haften (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 279/03, NJW-RR 2005, 556, 557; Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 16 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer).
Eine Teilnehmerhaftung ist grundsätzlich auch dann möglich, wenn der Teilnehmer nicht selbst Adressat des einschlägigen Gesetzes ist (vgl. BGH GRUR 2008, 810 [BGH 03.07.2008 - I ZR 145/05] - Kommunalversicherer, Tz. 14; BGH GRUR 2015, 1025, [BGH 12.03.2015 - I ZR 84/14] Tz. 16 TV - Wartezimmer;… Köhler/Bornkamm, UWG, 34. Aufl., § 8, Rn 2.5).
Eine Teilnehmerhaftung kommt auch in Betracht, wenn der Teilnehmer selbst nicht Adressat der Marktverhaltensregelung ist, jedoch Normadressaten dazu auffordert oder ihnen dabei behilflich ist, gegen diese Regelung zu verstoßen (vgl. BGH…, Urteil vom 3. Juli 2008 - I ZR 145/05, BGHZ 177, 150 Rn. 14 - Kommunalversicherer; Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 = WRP 2015, 1085 - TV Wartezimmer).
d) Ist die Beklagte als Immobilienmaklerin danach nicht Adressatin des § 16a EnEV, hat das Berufungsgericht zutreffend angenommen, dass eine täterschaftliche Haftung ausscheidet (vgl. BGH…, Urteil vom 3. Juli 2008 - I ZR 145/05, BGHZ 177, 150 Rn. 13 - Kommunalversicherer; Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer).
Die in § 11 Abs. 1 Satz 1 ApoG geregelten Tatbestände verbieten damit die Kooperationen zwischen Inhabern von Erlaubnissen nach § 1 Abs. 2, § 14 Abs. 1, § 16 oder § 17 ApoG sowie dem Personal von Apotheken und Ärzten sowie anderen Personen, die sich mit der Behandlung von Krankheiten befassen (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer).
Derjenige, der nicht selbst Adressat einer Verbotsnorm ist, kann nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden strafrechtlichen Bestimmungen allenfalls als Teilnehmer (Anstifter oder Gehilfe) haften (BGH, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 f. - TV-Wartezimmer, mwN).
Diese erfüllen nach der entsprechend anzuwendenden Bestimmung des § 30 Abs. 1 StGB nicht den Tatbestand einer Zuwiderhandlung im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG aF oder § 3a UWG nF (BGH, GRUR 2015, 1025 Rn. 20 - TV-Wartezimmer).
Die Vorschrift stellt damit eine Marktverhaltensregelung im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG dar (vgl. BGH…, Urteil vom 13. März 2014 - I ZR 120/13, GRUR 2014, 1009 Rn. 13 = WRP 2014, 1056 - Kooperationsapotheke; Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer; OLG Karlsruhe, GRUR-RR 2013, 470, 471; OLG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2014, 270, 271;… Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 11.77;… MünchKomm.UWG/Schaffert, 2. Aufl., § 4 Nr. 11 Rn. 147;… v. Jagow in Harte/Henning, UWG, 3. Aufl., § 4 Nr. 11 Rn. 45;… Großkomm.UWG/Metzger, 2. Aufl., § 4 Nr. 11 Rn. 84;… Sieper in Spickhoff, Medizinrecht, 2. Aufl., § 11 ApoG Rn. 2;… Wesser in Kieser/Wesser/Saalfrank aaO § 11 Rn. 2 und 168 f.).
Wegen des mit der Bestimmung des § 11 Abs. 1 Satz 1 Fall 3 ApoG bezweckten Schutzes der Gesundheit der Verbraucher sind Verstöße gegen sie regelmäßig geeignet, die Interessen der Verbraucher spürbar zu beeinträchtigen (vgl. BGH, GRUR 2015, 1025 Rn. 15 - TV-Wartezimmer).
Allerdings kann derjenige, der nicht selbst Adressat einer Verbotsnorm ist, nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden Bestimmungen nicht täterschaftlich, sondern allenfalls als Teilnehmer (Anstifter oder Gehilfe) haften (vgl. BGH GRUR 2015, 1025, Rn. 16 - TV-Wartezimmer; Senat WRP 2017, 89, 91).
Knüpft daher die Unlauterkeit i.S. des § 3 Abs. 1 UWG an die Verletzung einer Marktverhaltensregelung i.S. des § 3a UWG an, die sich nur an einen bestimmten Personenkreis richtet (z.B. Ärzte, wie es bei BGH GRUR 2015, 1025, Rn. 16 - TV-Wartezimmer; Senat WRP 2017, 89, 91, u.a. der Fall war), kann Täter dieses Wettbewerbsverstoßes nur sein, wer zu diesem Personenkreis gehört (…Köhler/Feddersen in: Köhler/Bornkamm, UWG, 35. Aufl., § 8 Rn. 2.5 m.w.N.).
Tatsächlich ist die Beklagte - womit sich das Landgericht nicht befasst hat - im konkreten Falle nicht Normadressatin und kann daher nur nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden strafrechtlichen Bestimmungen der §§ 26 f. StGB als Teilnehmer (Anstifter oder Gehilfe) haften; das gilt auch nach Aufgabe der Störer-Haftung im Wettbewerbsrecht (vgl. BGHZ 177, 150 - Kommunalversicherer; BGH GRUR 2015, 1025 Rn 16 - TV-Wartezimmer).
Wer selbst nicht Normadressat ist, aber gesetzesunterworfene Dritte dazu anstiftet oder sie dabei unterstützt, gegen Marktverhaltensregelungen zu verstoßen, um damit den Absatz oder Bezug deren oder seines eigenen Unternehmens zu fördern (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG), handelt unlauter iSd § 3a UWG (BGH WRP 2015, 1085 Rn. 15 - TV-Wartezimmer; OLG Stuttgart GRUR-RR 2008, 429 (430); OLG Celle WRP 2010, 1565 (1566)).
Denn Anstifter und Gehilfen stehen dem Täter gleich (§ 830 Abs. 2 BGB); allerdings ist insoweit Vorsatz erforderlich (BGH WRP 2015, 1085 Rn. 17 - TV-Wartezimmer).
Ein entsprechender Hinweis wird regelmäßig zur Folge haben, dass der Adressat der Mitteilung sein Verhalten im Weiteren korrigiert oder dass bei Fortsetzung der Verhaltensweise von einem Teilnehmervorsatz auszugehen ist (BGH WRP 2015, 1085 Rn 17 - TV-Wartezimmer).
Denn die Abmahnung des Klägers begründete zugleich zumindest einen bedingten Teilnehmervorsatz auf Seiten der Beklagten (vgl. BGH WRP 2015, 1085 Rn 19 - TV-Wartezimmer).
Vielmehr lässt sich lediglich feststellen, dass die Beklagte nach Zugang der Abmahnung bösgläubig (im Sinne eines jedenfalls bedingten Vorsatzes) in Bezug auf eine rechtswidrige Haupttat der A GmbH war und bis dahin folglich noch nicht mit Erfolg auf Unterlassung in Anspruch genommen werden konnte (vgl. BGH WRP 2015, 1085 Rn 17 - TV-Wartezimmer).
Geltungsbereich, BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
OLG Köln, 09.03.2017 - 6 U 202/16
Makler muss Pflichtangaben nach § 16a EnEV machen
OLG Köln, 26.05.2017 - 6 U 27/17
EnEV-Pflichtangaben gelten auch für Anzeigen von Maklern

References: § 11
 § 4
 § 2
 § 12
 § 11
 § 11
 § 1
 § 14
 § 16
 § 17
 § 561
 § 30
 § 3
 § 91

§ 4
 § 1
 § 11
 § 14
 § 16
 § 11
 § 4
 BGH 
 § 16
 BGH 
 BGH 
 § 8
 § 16
 § 11
 § 1
 § 14
 § 16
 § 17
 § 30
 § 4
 § 3
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 11
 § 11
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 § 3
 § 3
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 § 8
 BGH 
 § 3
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