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Timestamp: 2019-09-19 10:34:44+00:00

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§ 690 ZPO: Mahnantrag
1.die Bezeichnung der Parteien, ihrer gesetzlichen Vertreter und der Prozessbevollmächtigten;
2.die Bezeichnung des Gerichts, bei dem der Antrag gestellt wird;
3.die Bezeichnung des Anspruchs unter bestimmter Angabe der verlangten Leistung; Haupt- und Nebenforderungen sind gesondert und einzeln zu bezeichnen, Ansprüche aus Verträgen gemäß den §§ 491 bis 508 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, auch unter Angabe des Datums des Vertragsabschlusses und des gemäß § 492 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs anzugebenden effektiven Jahreszinses;
4.die Erklärung, dass der Anspruch nicht von einer Gegenleistung abhängt oder dass die Gegenleistung erbracht ist;
5.die Bezeichnung des Gerichts, das für ein streitiges Verfahren zuständig ist.
§ 691 ZPO
OLG München, Beschluss vom 5.10.2015, Az. 34 AR 231/15 11 Wenn der Kläger durch Angabe des Streitgerichts im Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids nach § 690 Abs. 1 Nr. 5 ZPO sein bei mehreren Gerichtsständen bestehendes Wahlrecht nach § 35 ZPO ausübt, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein im anschließenden Streitverfahren ergangener Beschluss über die Verweisung des Rechtsstreits an ein nachträglich bezeichnetes anderes Gericht grundsätzlich ohne Bindungswirkung (BGH NJW 1993, 1273; auch NJW 2002, 3634).
BGH, URTEIL vom 2.9.2015, Az. II ZR 281/14 19	Den in § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO aufgestellten Anforderungen an eine Individualisierung des im Mahnbescheid bezeichneten Anspruchs kann unter bestimmten Umständen auch dann genügt sein, wenn zwar eine im Mahnbescheid in Bezug genommene Anlage weder diesem beigefügt noch dem Schuldner zuvor zugänglich gemacht worden ist, jedoch die übrigen Angaben im Mahnbescheid eine Kennzeichnung des Anspruchs ermöglichen (BGH, Urteil vom 17. November 2010 - VIII ZR 211/09, NJW 2011, 613 Rn. 11 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.6.2015, Az. III ZR 240/14 23	bb)	Die demnach § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendma- chung des 'großen' Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (BGH, Urteile vom 5. August 2014 aaO und vom 23. Juni 2015 Rn. 24 mwN; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg aaO S. 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart aaO S. 1998 ff; OLG Hamm aaO Rn. 14 ff; aA Reinthaler aaO S. 149 ff und Schultz, NJW 2014, 827, 828 f).
BGH, URTEIL vom 4.6.2015, Az. III ZR 238/14 23	bb)	Die	demnach	§ 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendma- chung des 'großen' Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (BGH, Urteile vom 5. August 2014 aaO und vom 23. Juni 2015 Rn. 24 mwN; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg aaO S. 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart aaO S. 1998 ff; OLG Hamm aaO Rn. 14 ff; aA Reinthaler aaO S. 149 ff und Schultz, NJW 2014, 827, 828 f).
BGH, URTEIL vom 3.10.2010, Az. VIII ZR 211/09 ZPO § 690 Abs. 1 Nr. 3 a)	Den in § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO aufgestellten Anforderungen an eine Individualisierung des im Mahnbescheid bezeichneten Anspruchs kann unter bestimmten Umständen auch dann genügt sein, wenn zwar eine im Mahnbescheid in Bezug genommene Anlage weder diesem beigefügt noch dem Schuldner zuvor zugänglich gemacht worden ist, jedoch die übrigen Angaben im Mahnbescheid eine Kennzeichnung des Anspruchs ermöglichen (im Anschluss an BGH, Urteile vom 28. Oktober 1993 - IX ZR 21/93, NJW 1994, 323, vom 30. November 1999 -VI ZR 207/98, NJW 2000, 1420, und vom 6. Dezember 2001 -VII ZR 183/00, NJW 2002, 520).
BGH, URTEIL vom 3.10.2010, Az. VIII ZR 211/09 Den in § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO aufgestellten Anforderungen an eine Individualisierung des im Mahnbescheid bezeichneten Anspruchs kann aber unter bestimmten Umständen auch dann genügt sein, wenn zwar eine im Mahnbescheid in Bezug genommene Anlage weder diesem beigefügt noch dem Schuldner zuvor zugänglich gemacht worden ist, jedoch die übrigen Angaben im Mahnbescheid eine Kennzeichnung des Anspruchs ermöglichen (vgl. BGH, Urteile vom 28. Oktober 1993 -IXZR 21/93, NJW 1994, 323 unter B III 1 b, insoweit in BGHZ 124, 27 nicht abgedruckt; vom 30. November 1999 - VI ZR 207/98, NJW 2000, 1420 unter II 1 b, und vom 6. Dezember 2001 -VIIZR 183/00, NJW 2002, 520 unter II 2 b).
LG Münster, Urteil vom 2.5.2009, Az. 03 S 135/07 7Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH unterbricht (hemmt) ein Mahnbescheid die Verjährung nur dann, wenn der geltend gemachte Anspruch nach § 690 I Nr. 3 ZPO hinreichend bezeichnet worden ist.
BGH, URTEIL vom 2.8.2008, Az. XI ZR 253/07 Nach § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO ist die Angabe eines Rechtsgrundes zwar nicht erforderlich (vgl. BGHZ 112, 367, 370 und BGH, Urteil vom 28. Oktober 1993 - IX ZR 21/93, NJW 1994, 323, 324).
LG Hagen, Beschluss vom 3.8.2008, Az. 7 ZustG 1/08 Dies ist nach dem Verhältnis, in dem das gerichtliche Mahnverfahren zu dem eigentlichen Streitverfahren steht, nicht das Gericht des Mahnverfahrens, sondern das Gericht, das für den etwa nachfolgenden Rechtsstreit zuständig ist (§ 690 I Nr. 5 ZPO) (BGH NJW 1991, 2084).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2005, Az. VII ZB 17/05 Auch zur Individualisierung des Anspruchs (§ 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO) ist eine nähere Angabe des Rechtsgrundes, aus dem er hergeleitet wird, nicht erforderlich (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1990 - IX ZR 62/90, BGHZ 112, 367, 370).
BGH, URTEIL vom 5.6.1978, Az. I ZR 134/76 An den Antrag auf Erlaß eines Zahlungsbefehls stellte § 690 Ziff.3 ZPO a.F. insoweit keine strengeren Anforderungen (vgl. BGH NJW 1967, 2354).

References: § 492

§ 691
 § 690
 § 35
 § 690
 § 688
 § 690
 § 242
	§ 688
 § 690
 § 242
 § 690
 § 690
 § 690
 BGH 
 § 690
 § 690
 § 690
 BGH