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Timestamp: 2019-07-21 07:48:43+00:00

Document:
Ordinanza del 29 febbraio 1988 sulla caccia e la protezione dei mammiferi e degli uccelli selvatici (Ordinanza sulla caccia, OCP)
1. Abschnitt: Jagd
Art. 2 Für die Jagd verbotene Hilfsmittel
Art. 3 Ausnahmebewilligungen
Art. 3bis Jagdbare Arten und Schonzeiten
2. Abschnitt: Schutz
Art. 4 Regulierung von Beständen geschützter Arten
Art. 4bis Regulierung von Wölfen
Art. 4ter Ruhezonen für Wildtiere
Art. 5 Präparation von geschützten Tieren
Art. 6 Haltung und Pflege geschützter Tiere
Art. 6bis Falknerische Haltung von Greifvögeln
Art. 7 Handel mit geschützten Tieren
Art. 8 Aussetzen von einheimischen Tieren
Art. 8bis Umgang mit nicht einheimischen Tieren
3. Abschnitt: Wildschaden
Art. 9 Selbsthilfemassnahmen gegen Tiere geschützter Arten
Art. 9bis Massnahmen gegen einzelne Wölfe
Art. 10 Entschädigung und Schadenverhütung
Art. 10bis Konzepte für einzelne Tierarten
Art. 10ter Verhütung von Schäden durch Grossraubt...
4. Abschnitt: Forschung
Art. 11 Forschung über wildlebende Säugetiere und Vögel
Art. 12 Schweizerische Dokumentationsstelle für Wildforschun...
Art. 13 Markierung wildlebender Säugetiere und Vögel
5. Abschnitt: Haftpflicht
Art. 15 Vollzug des Gesetzes durch die Kantone
Art. 15a Vollzug des Jagdgesetzes durch den Bund
Art. 16 Eidgenössische Jagdstatistik
Art. 17 Entzug der Jagdberechtigung
Art. 18 BAFU
Art. 18bis Änderung der Listen der Anhänge 1 und ...
Nicht einheimische Tierarten, deren Einfuhr und Haltung bewi...
Nicht einheimische Tierarten, deren Einfuhr und Haltung verb...
Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel
(Jagdverordnung, JSV)
vom 29. Februar 1988 (Stand am 1. März 2018)
gestützt auf das Jagdgesetz vom 20. Juni 19861 (Jagdgesetz), auf Artikel 29f Absatz 2 Buchstaben a, c und d des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 19832 und auf Artikel 32 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 20053,4
1 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, mit Wirkung seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
Fallen, ausser Kastenfallen zum Lebendfang, sofern diese täglich kontrolliert werden;
Schlingen, Drahtschnüre, Netze, Leimruten und Haken;
für die Baujagd: das Begasen und Ausräuchern von Tierbauten, das Ausgraben von Dachsen, die Verwendung von Zangen und Bohrern, die Abgabe von Treibschüssen und das gleichzeitige Verwenden von mehr als einem Hund pro Bau;
als Lockmittel verwendete lebende Tiere;
elektronische Tonwiedergabegeräte für das Anlocken von Tieren, Elektroschockgeräte, künstliche Lichtquellen, Spiegel oder andere blendende Vorrichtungen sowie Laserzielgeräte, Nachtsichtzielgeräte und Gerätekombinationen mit vergleichbarer Funktion;
Sprengstoffe, pyrotechnische Gegenstände, Gift, Betäubungsmittel und vergiftete oder betäubende Köder;
Armbrüste, Pfeilbogen, Schleudern, Speere, Lanzen, Messer, Luftgewehre und Luftpistolen;
Selbstladewaffen mit einem Magazin von mehr als zwei Patronen, Schrotwaffen mit einem Kaliber von mehr als 18,2 mm (Kaliber 12), Seriefeuerwaffen und Faustfeuerwaffen;
deren Lauf kürzer als 45 cm ist,
deren Schaft klappbar, teleskopartig ausziehbar oder nicht fest mit dem System verbunden ist,
deren Lauf auseinandergeschraubt werden kann,
die mit einem integrierten oder aufsetzbaren Schalldämpfer ausgerüstet sind;
das Schiessen ab Motorbooten, deren Leistung 6 kW übersteigt, ausser zur Verhinderung von Schäden an den ausgelegten Fanggeräten bei der Ausübung der Berufsfischerei;
das Schiessen ab fahrenden Motorfahrzeugen, Luftseilbahnen, Standseilbahnen, Sessel- und Skiliften sowie Eisenbahnen und Luftfahrzeugen;
für die Wasservogeljagd: Bleischrot.1
Faustfeuerwaffen für Fangschüsse;
Messer und Lanzen zum Anbringen eines Kammerstiches, wenn die Wildtiere verletzt sind und Fangschüsse Menschen, Jagdhunde oder erhebliche Sachwerte gefährden.2
2bis Zur Sicherstellung einer tierschutzgerechten Jagd regeln die Kantone bei den nachfolgenden Hilfsmitteln:
Feuerwaffen: die zugelassene Munition und Kaliber, die maximal erlaubten Schussdistanzen sowie den periodischen Nachweis der Treffsicherheit als Voraussetzung für die Jagdberechtigung;
Jagdhunde: die Ausbildung und den Einsatz insbesondere für die Nachsuche, das Vorstehen und Apportieren, die Baujagd sowie die Jagd auf Wildschweine.3
2ter Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) kann Richtlinien für die Verwendung von Hilfsmitteln und Methoden erlassen.4
3 Die Kantone können die Verwendung weiterer Hilfsmittel verbieten.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
4 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
1 Die Kantone können speziell ausgebildeten Angehörigen der Jagdpolizei oder Jägern die Verwendung verbotener Hilfsmittel gestatten, sofern dies nötig ist, um:
bestimmte Tierarten oder Lebensräume zu erhalten;
Wildschäden zu verhüten;
Tierseuchen zu bekämpfen;
verletzte Tiere nachzusuchen und gegebenenfalls zu töten.
2 Sie führen eine Liste der berechtigten Personen.
3 Das BAFU kann den Einsatz verbotener Hilfsmittel für wissenschaftliche Untersuchungen und für Markierungsaktionen bewilligen.2
2 Fassung gemäss Anhang 5 Ziff. 17 der Freisetzungsverordnung vom 10. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Okt. 2008 (AS 2008 4377).
Art. 3bis1Jagdbare Arten und Schonzeiten
1 Die jagdbaren Arten nach Artikel 5 des Jagdgesetzes werden wie folgt beschränkt oder erweitert:
die Moorente und das Rebhuhn sind geschützt;
die Saatkrähe ist jagdbar.
2 Die Schonzeiten nach Artikel 5 des Jagdgesetzes werden wie folgt beschränkt oder erweitert:
Wildschwein: Schonzeit vom 1. März bis 30. Juni; für Wildschweine, welche jünger als zweijährig sind, gilt ausserhalb des Waldes keine Schonzeit;
Kormoran: Schonzeit vom 1. März bis 31. August;
Rabenkrähe, Saatkrähe, Elster und Eichelhäher: Schonzeit vom 16. Februar bis 31. Juli; für Rabenkrähen, die in Schwärmen auftreten, gilt auf schadengefährdeten landwirtschaftlichen Kulturen keine Schonzeit.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 15. Dez. 1997 (AS 1998 708). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
1 Mit vorheriger Zustimmung des BAFU können die Kantone befristete Massnahmen zur Regulierung von Beständen geschützter Tierarten treffen, wenn Tiere einer bestimmten Art trotz zumutbarer Massnahmen zur Schadenverhütung:1
ihren Lebensraum beeinträchtigen;
die Artenvielfalt gefährden;
grosse Schäden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen oder Nutztierbeständen verursachen;
Menschen erheblich gefährden;
Tierseuchen verbreiten;
Siedlungen oder im öffentlichen Interesse stehende Bauten und Anlagen erheblich gefährden;
hohe Einbussen bei der Nutzung der Jagdregale durch die Kantone verursachen.
2 Die Kantone geben dem BAFU in ihrem Antrag an:
die Bestandesgrösse;
die Art und den örtlichen Bereich der Gefährdung;
das Ausmass und den örtlichen Bereich des Schadens;
die getroffenen Massnahmen zur Schadenverhütung;
die Art des geplanten Eingriffs und dessen Auswirkung auf den Bestand;
die Verjüngungssituation im Wald.5
3 Sie melden dem BAFU6 jährlich Ort, Zeit und Erfolg der Eingriffe.
4 Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation7 (Departement) legt in einer Verordnung die Regulierung von Steinbockbeständen fest. Es hört zuvor die Kantone an.
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
6 Ausdruck gemäss Anhang 5 Ziff. 17 der Freisetzungsverordnung vom 10. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Okt. 2008 (AS 2008 4377). Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.
Art. 4bis1Regulierung von Wölfen
1 Ein Abschuss von Wölfen nach Artikel 4 Absatz 1 ist nur zulässig aus einem Wolfsrudel, das sich im Jahr, in dem die Regulierung erfolgt, erfolgreich fortgepflanzt hat. Dabei darf eine Anzahl Wölfe, welche die Hälfte der im betreffenden Jahr geborenen Jungtiere nicht übersteigt, abgeschossen werden. Die Elterntiere sind zu schonen.
2 Eine Regulierung bei Schäden an Nutztierbeständen ist zulässig, wenn im Streifgebiet eines Wolfsrudels, das sich erfolgreich fortgepflanzt hat, innerhalb von vier Monaten mindestens 15 Nutztiere getötet worden sind. Bei der Beurteilung der Schäden sind Artikel 9bis Absätze 3 und 4 sinngemäss anwendbar.
3 Eine Regulierung infolge erheblicher Gefährdung von Menschen ist zulässig, wenn sich Wölfe aus einem Rudel aus eigenem Antrieb regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhalten und sich dabei gegenüber Menschen zu wenig scheu oder aggressiv zeigen.
4 Abschussbewilligungen sind auf das Streifgebiet des betreffenden Wolfsrudels zu beschränken. Sie sind bis spätestens am 31. Dezember des betreffenden Jahres zu erteilen und bis längstens am 31. März des nachfolgenden Jahres zu befristen.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. Juli 2015, in Kraft seit 15. Juli 2015 (AS 2015 2207).
Art. 4ter1Ruhezonen für Wildtiere
1 Soweit es für den ausreichenden Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störung durch Freizeitaktivitäten und Tourismus erforderlich ist, können die Kantone Wildruhezonen und die darin zur Benutzung erlaubten Routen und Wege bezeichnen.
2 Die Kantone berücksichtigen bei der Bezeichnung dieser Zonen deren Vernetzung mit eidgenössischen und kantonalen Jagdbanngebieten und Vogelreservaten und sorgen dafür, dass die Bevölkerung bei der Bezeichnung dieser Zonen, Routen und Wege in geeigneter Art und Weise mitwirken kann.
3 Das BAFU erlässt Richtlinien zur Bezeichnung und einheitlichen Markierung der Wildruhezonen. Es unterstützt die Kantone bei der Bekanntmachung dieser Zonen in der Bevölkerung.
4 Das Bundesamt für Landestopografie bezeichnet in den Landeskarten mit Schneesportthematik die Wildruhezonen sowie die darin zur Benutzung erlaubten Routen.
1 Ursprünglich: Art. 4bis. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
1 Tiere geschützter Arten dürfen nur präpariert werden, wenn sie tot aufgefunden oder aufgrund einer kantonalen Bewilligung erlegt oder gefangen worden sind.
2 Wer Tiere geschützter Arten präparieren will, muss sich in seinem Kanton registrieren lassen.
3 Wer ein Tier der folgenden geschützten Arten präparieren will, muss dies der Jagdverwaltung des Kantons melden, aus dem das Tier stammt:
alle geschützten Säugetiere;
alle Lappen- und Seetaucher;
Purpurreiher, Zwergreiher, Weissstorch;
Sing- und Zwergschwan, alle Wildgänse, Marmelente, Scheckente, Kragenente, Ruderente, Kolbenente, alle Sägerarten;
Auerhuhn, Haselhuhn, Steinhuhn, Wachtel;
alle Taggreifvögel;
Wachtelkönig, Grosser Brachvogel, Bekassine;
Ziegenmelker, Eisvogel, Wiedehopf;
Seidenschwanz, Blaumerle, Mauerläufer, Raubwürger, Rotkopfwürger.
4 Die Meldung muss innert 14 Tagen nach Eintreffen des Tieres im Präparationsbetrieb erstattet werden.
5 Der gewerbsmässige Handel mit Präparaten geschützter Tiere und die Werbung dafür sind verboten. Für den Handel mit alten, restaurierten Präparaten können die Kantone Ausnahmen vorsehen.
Art. 61Haltung und Pflege geschützter Tiere
1 Die Bewilligung zur Haltung oder Pflege geschützter Tiere wird nur erteilt, wenn nachgewiesen ist, dass Erwerb, Haltung oder Pflege der Tiere der Gesetzgebung über Tierschutz sowie über Jagd und Artenschutz genügt.
2 Die Bewilligung zur Pflege wird ausserdem nur erteilt, wenn diese nachweislich pflegebedürftigen Tieren zukommt und durch eine sachkundige Person sowie in der geeigneten Einrichtung erfolgt. Die Bewilligung ist zu befristen.
3 Das BAFU erlässt bei Bedarf und nach Anhörung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Richtlinien über die Pflege von geschützten Tieren.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4315).
Art. 6bis1Falknerische Haltung von Greifvögeln
1 Die Bewilligung zur falknerischen Haltung von Greifvögeln wird nur erteilt, wenn:
die Vögel zur Ausübung der Beizjagd gehalten werden;
eine kantonale Berechtigung zur Ausübung der Beizjagd vorliegt; und
die falknerisch gehaltenen Vögel ihrem natürlichen Bedürfnis entsprechend ausreichend Gelegenheit zum Freiflug haben.
2 Bei der falknerischen Haltung von Greifvögeln ist die folgende Haltung zulässig:
während der Gefiedermauser und des Brutgeschehens in Mauserkammern;
zur Sicherstellung eines verletzungsfreien Fluges vorübergehend auf Flugdrahtanlagen;
kurzfristig in Anbindehaltung an der Fessel im Zusammenhang mit dem Transport, der Ausbildung von Jungvögeln, dem Flugtraining und der Jagdausübung.
3 Die Dauer der Anbindehaltung ist zu dokumentieren.
4 Das BAFU erlässt nach Anhörung des BLV eine Richtlinie über die falknerische Haltung von Greifvögeln.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 6. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4315).
1 Es ist verboten, lebende Tiere geschützter Arten anzubieten und zu veräussern. Ausgenommen sind Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden und für die eine Zuchtbestätigung vorliegt, oder die entsprechend gekennzeichnet sind, sowie Steinböcke, die gemäss Artikel 4 Absatz 4 gefangen wurden.
2 Die Bestimmungen der Verordnung vom 4. September 20131 über den Verkehr mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten über Ein-, Durch- und Ausfuhr bleiben vorbehalten.2
2 Fassung gemäss Anhang Ziff. II 5 der V vom 4. Sept. 2013 über den Verkehr mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten, in Kraft seit 1. Okt. 2013 (AS 2013 3111).
Art. 81Aussetzen von einheimischen Tieren
1 Das Departement kann mit Zustimmung der betroffenen Kantone bewilligen, dass Tiere von Arten, die früher zur einheimischen Artenvielfalt zählten, die heute aber in der Schweiz nicht mehr vorkommen, ausgesetzt werden. Voraussetzung ist der Nachweis, dass:
rechtliche Vorkehren zum Schutz der Art getroffen worden sind;
weder Nachteile für die Erhaltung der Artenvielfalt und die genetische Eigenart noch für die Land- und Forstwirtschaft entstehen.
2 Das BAFU kann mit Zustimmung der Kantone bewilligen, dass Tiere geschützter Arten, die in der Schweiz bereits vorkommen und in ihrem Bestand bedroht sind, ausgesetzt werden. Die Bewilligung wird nur erteilt, wenn die Voraussetzungen gemäss Absatz 1 erfüllt sind.
3 Tiere, die ausgesetzt werden, müssen markiert und gemeldet werden (Art. 13 Abs. 4).
Art. 8bis1Umgang mit nicht einheimischen Tieren
1 Tiere, die nicht zur einheimischen Artenvielfalt gehören, dürfen nicht ausgesetzt werden.
2 Die Einfuhr und Haltung nicht einheimischer Tierarten nach Anhang 1 ist bewilligungspflichtig. Eine Bewilligung wird erteilt, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller nachweist, dass die Tiere und deren Nachkommen nicht in die freie Wildbahn gelangen können.
3 Die Einfuhr und Haltung nicht einheimischer Tierarten nach Anhang 2 ist verboten. Für bestehende Haltungen und für die Einfuhr und Haltung zu Forschungszwecken kann ausnahmsweise eine Bewilligung erteilt werden, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller nachweist, dass die Tiere und deren Nachkommen nicht in die freie Wildbahn gelangen können. Die Bewilligung für bestehende Haltungen ist zu befristen.
4 Zuständig sind:
für die Bewilligung der Einfuhr: das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen2 nach vorgängiger Zustimmung des BAFU;
für die Bewilligung der Haltung: die kantonalen Behörden.
5 Die Kantone sorgen dafür, dass Bestände von Tieren nach Absatz 1, die in die freie Wildbahn gelangt sind, reguliert werden und sich nicht ausbreiten; soweit möglich entfernen sie diese, wenn sie die einheimische Artenvielfalt gefährden. Sie informieren das BAFU darüber. Das BAFU koordiniert, soweit erforderlich, die Massnahmen.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
1 Selbsthilfemassnahmen dürfen gegen Tiere folgender Arten ergriffen werden: Stare und Amseln.1
2 Die Kantone bezeichnen die zulässigen Hilfsmittel und legen fest, wer in welchem Gebiet und in welchem Zeitraum Selbsthilfemassnahmen ergreifen darf.
Art. 9bis1Massnahmen gegen einzelne Wölfe
1 Der Kanton kann eine Abschussbewilligung für einzelne Wölfe erteilen, die erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten.
2 Ein erheblicher Schaden an Nutztieren durch einen einzelnen Wolf liegt vor, wenn in seinem Streifgebiet:
mindestens 35 Nutztiere innerhalb von vier Monaten getötet werden;
mindestens 25 Nutztiere innerhalb eines Monats getötet werden; oder
mindestens 15 Nutztiere getötet werden, nachdem im Vorjahr bereits Schäden durch Wölfe zu verzeichnen waren.
3 Bei der Beurteilung des Schadens nach Absatz 2 unberücksichtigt bleiben Nutztiere, die in einem Gebiet getötet werden, in dem trotz früherer Schäden durch Wölfe keine zumutbaren Schutzmassnahmen ergriffen worden sind.
4 Bei Schäden an Tieren der Rinder- und Pferdegattung kann die Mindestzahl der getöteten Nutztiere nach Absatz 2 in angemessenem Umfang reduziert werden.
5 Schäden, die auf dem Gebiet von zwei oder mehr Kantonen entstanden sind, sind von den betroffenen Kantonen koordiniert zu beurteilen.
6 Die Abschussbewilligung muss der Verhütung weiteren Schadens an Nutztieren dienen. Sie ist auf längstens 60 Tage zu befristen sowie auf einen angemessenen Abschussperimeter zu beschränken. Dieser entspricht dem Alpperimeter, wenn dort keine zumutbaren Schutzmassnahmen ergriffen werden können.
Art. 101Entschädigung und Schadenverhütung
1 Der Bund leistet den Kantonen an die Entschädigung von Wildschäden die folgenden Abgeltungen:
80 Prozent der Kosten von Schäden die von Luchsen, Bären, Wölfen und Goldschakalen verursacht werden;
50 Prozent der Kosten von Schäden, die von Bibern, Fischottern und Adlern verursacht werden.
2 Die Kantone ermitteln die Höhe und die Verursacher des Wildschadens.
3 Der Bund leistet die Abgeltung nur, wenn der Kanton die Restkosten übernimmt.
4 Der Bund fördert Massnahmen, um Wildschäden durch Luchse, Bären, Wölfe und Goldschakale zu verhüten.3
5 Das BAFU kann Massnahmen gegen Biber, Fischotter und Adler verfügen, die erheblichen Schaden anrichten.4
6 …5
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2001, in Kraft seit 15. April 2001 (AS 2001 1005).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4315).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4315).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Jan. 2003, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 269).
5 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, mit Wirkung seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
Art. 10bis1Konzepte für einzelne Tierarten
Das BAFU erstellt Konzepte für die Tierarten nach Artikel 10 Absatz 1. Diese enthalten namentlich Grundsätze über:
den Schutz der Arten und die Überwachung von deren Beständen;
die Verhütung von Schäden und von Gefährdungssituationen;
die Förderung von Verhütungsmassnahmen;
die Ermittlung von Schäden und Gefährdungen;
die Entschädigung von Verhütungsmassnahmen und Schäden;
die Vergrämung, den Fang oder, soweit nicht bereits durch die Artikel 4bis und 9bis geregelt, den Abschuss, insbesondere über die Erheblichkeit von Schäden und Gefährdungen, den Massnahmenperimeter sowie die vorgängige Anhörung des BAFU bei Massnahmen gegen einzelne Bären oder Luchse;
die internationale und interkantonale Koordination der Massnahmen;
die Abstimmung von Massnahmen nach dieser Verordnung mit Massnahmen in anderen Umweltbereichen.
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 1. Juli 2015, in Kraft seit 15. Juli 2015 (AS 2015 2207).
Art. 10ter1Verhütung von Schäden durch Grossraubtiere
die Zucht, Ausbildung, Haltung und den Einsatz von Herdenschutzhunden;
den Schutz von Bienenstöcken mit Elektrozäunen.
Art. 10quater1Herdenschutzhunde
zu einer Rasse gehören, die für den Herdenschutz geeignet ist;
für den Herdenschutz fachgerecht gezüchtet, ausgebildet, gehalten und eingesetzt werden;
hauptsächlich für das Bewachen von Nutztieren eingesetzt werden, deren Haltung oder Sömmerung nach der Direktzahlungsverordnung vom 23. Oktober 20132 gefördert wird; und
3 Das BAFU erlässt nach Anhörung des BLV Richtlinien zu Eignung, Zucht, Ausbildung, Haltung und Einsatz von geförderten Herdenschutzhunden.4
4 Es erfasst in der Datenbank nach Artikel 30 Absatz 2 des Tierseuchengesetzes vom 1. Juli 19665 jährlich die Herdenschutzhunde, welche die Anforderungen nach Absatz 2 erfüllen.6
3 Aufgehoben durch Ziff. II 2 der V vom 10. Jan. 2018, mit Wirkung seit 1. März 2018 (AS 2018 721).
4 Fassung gemäss Ziff. II 2 der V vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 721).
6 Eingefügt durch Ziff. II 2 der V vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 721).
1 Der Bund kann Forschungsstätten und Einrichtungen von gesamtschweizerischer Bedeutung für ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse Finanzhilfen gewähren. Diese können mit Auflagen verbunden werden.
2 Das BAFU unterstützt im Rahmen der bewilligten Kredite die praxisorientierte wildbiologische und ornithologische Forschung, insbesondere Untersuchungen über den Artenschutz, die Beeinträchtigung von Lebensräumen, über Wildschäden und Krankheiten wildlebender Tiere.
3 Das BAFU kann mit Zustimmung der kantonalen Jagdbehörden Organe der Jagdaufsicht oder Jagdberechtigte zur Unterstützung von wissenschaftlichen Untersuchungen beiziehen.
Art. 12 Schweizerische Dokumentationsstelle für Wildforschung
Das Departement legt die Aufgaben der Schweizerischen Dokumentationsstelle für Wildforschung fest.
1 Die Kantone können Aktionen zur Markierung jagdbarer Säugetiere und Vögel bewilligen, sofern sie wissenschaftlichen Zwecken, der Jagdplanung oder der Erhaltung der Artenvielfalt dienen.
2 Aktionen zur Markierung geschützter Säugetiere und Vögel kann das BAFU nach Anhören der Kantone bewilligen, sofern sie wissenschaftlichen Zwecken oder der Erhaltung der Artenvielfalt dienen.
3 Das BAFU bezeichnet Stellen, welche die Markierungsaktionen koordinieren. Diese Stellen legen die Art der Markierung, die Meldung und Rückmeldung markierter Tiere fest und informieren die beteiligten Stellen und Personen. Sie erstellen jährlich einen Bericht zuhanden des BAFU.
4 Alle Tiere, die markiert und freigelassen werden, müssen den Koordinationsstellen gemeldet werden.
Die minimale Deckungssumme für die Haftpflicht von Jägern beträgt 2 Millionen Franken.
1 Die Kantone erlassen die Ausführungsbestimmungen innert fünf Jahren nach Inkrafttreten des Jagdgesetzes1.
2 Sie berücksichtigen in ihrer Richt- und Nutzungsplanung die Erfordernisse des Arten- und Lebensraumschutzes.2
1 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.
2 Eingefügt durch Ziff. I 6 der V vom 28. Jan. 2015 über Anpassungen des Verordnungsrechts im Umweltbereich, insbesondere hinsichtlich der Programmvereinbarungen für die Programmperiode 2016-2019, in Kraft seit 1. März 2015 (AS 2015 427).
Art. 15a1Vollzug des Jagdgesetzes durch den Bund
Wenden Bundesbehörden andere Bundesgesetze oder völkerrechtliche Vereinbarungen oder Beschlüsse an, die Gegenstände dieser Verordnung betreffen, so vollziehen sie dabei auch diese Verordnung. Sie hören vor ihrem Entscheid die Kantone an. Für die Mitwirkung des BAFU gelten die Artikel 62a und 62b des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19972.
1 Eingefügt durch Ziff. II 19 der V vom 2. Feb. 2000 zum Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren, in Kraft seit 1. März 2000 (AS 2000 703).
1 Die Kantone melden dem BAFU jährlich bis zum 30. Juni den Bestand der wichtigsten jagdbaren und geschützten Tierarten, die Anzahl der erlegten und der eingegangenen Tiere sowie die gemeldeten präparierten geschützten Tiere. Sie machen zudem Angaben über die Anzahl der Jäger, die verwendeten verbotenen Hilfsmittel und über die zur Verhütung und Vergütung von Wildschäden aufgewendeten Mittel.
2 Das BAFU kann in besonderen Fällen, insbesondere wenn der Bestand einer Art stark zu- oder abnimmt, von den Kantonen weitere statistische Unterlagen verlangen und Richtlinien über die Erhebung der Bestände erlassen. Es hört die Kantone vorher an.
Das BAFU stellt den Kantonen jährlich eine Liste der Personen zu, denen die Jagdberechtigung nach Artikel 20 Absatz 1 des Jagdgesetzes entzogen worden ist.
1 Das BAFU hat die Aufsicht über den Vollzug des Jagdgesetzes.
2 Es erlässt die Verfügungen nach den Artikeln 10 Absätze 1 und 3 sowie 11 Absatz 1.1
3 Es gibt die minimalen Geodatenmodelle und Darstellungsmodelle für Geobasisdaten nach dieser Verordnung vor, für die es im Anhang 1 der Geoinformationsverordnung vom 21. Mai 20082 als Fachstelle des Bundes bezeichnet ist.3
1 Eingefügt durch Ziff. I 28 der V vom 26. Juni 1996 über die Neuzuordnung von Entscheidungsbefugnissen in der Bundesverwaltung, in Kraft seit 1. Aug. 1996 (AS 1996 2243).
3 Eingefügt durch Anhang 2 Ziff. 14 der V vom 21. Mai 2008 über Geoinformation, in Kraft seit 1. Juli 2008 (AS 2008 2809).
Art. 18bis1Änderung der Listen der Anhänge 1 und 2
Das Departement passt nach Anhörung der betroffenen Bundesstellen sowie der betroffenen Kreise die Listen der Anhänge 1 und 2 an, wenn es zu neuen Erkenntnissen über die Invasivität von Tierarten oder von deren natürlichen Ausbreitung gelangt.
Die Vollziehungsverordnung vom 7. Juni 19711 zum Bundesgesetz über Jagd und Vogelschutz wird aufgehoben.
1 [AS 1971 848]
1 Die Änderungen können unter AS 1988 517 konsultiert werden.
(Art. 8bis Abs. 2)
Nicht einheimische Tierarten, deren Einfuhr und Haltung bewilligungspflichtig ist
Chukar-Steinhuhn
Hybriden zwischen wildlebenden Tieren und Haustieren, die gemäss Artikel 86 der Tierschutzverordnung vom 23. April 20082 den Wildtieren gleichgestellt sind.
1 Eingefügt durch die V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
Nicht einheimische Tierarten, deren Einfuhr und Haltung verboten ist
Greifvogel-Arthybriden
AS 1988 517
1 SR 922.02 SR 814.013 SR 4554 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 15. Juli 2012 (AS 2012 3683).
vu la loi du 20 juin 1986 sur la chasse et la protection des mammifères et oiseaux sauvages (loi sur la chasse)1, vu l'art. 29f, al. 2, let. a, c et d, de la loi du 7 octobre 1983 sur la protection de l'environnement2, et vu l'art. 32, al. 1, de la loi du 16 décembre 2005 sur la protection des animaux3,4
1 Abrogé par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, avec effet au 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Art. 2 Moyens et engins interdits dans l'exercice de la chasse
1 L'utilisation des engins et méthodes suivants est interdite pour l'exercice de la chasse:
pièges, à l'exception des boîtes-pièges pour la capture d'animaux vivants, si elles sont contrôlées quotidiennement;
collets, lacets de fil de fer, filets, gluaux et hameçons;
pour la chasse au terrier: gazage et enfumage des terriers, déterrage des blaireaux, pinces et pals, tirs d'effarouchement et utilisation simultanée de plus d'un chien par terrier;
animaux vivants utilisés comme appâts;
appareils électroniques de reproduction du son pour attirer les animaux, appareils produisant des électrochocs, sources lumineuses artificielles, miroirs ou autres objets éblouissants ainsi que dispositifs de visée laser ou de visée nocturne et combinaisons d'appareils de fonction comparable;
explosifs, engins pyrotechniques, poisons, soporifiques ainsi qu'appâts empoisonnés ou tranquillisants;
arbalètes, arcs, frondes, javelots, lances, couteaux, fusils et pistolets à air comprimé;
armes semi-automatiques avec chargeur de plus de deux cartouches, armes à grenaille d'un calibre supérieur à 18,2 mm (calibre 12), armes pouvant tirer en rafales et armes de poing;
dont la longueur du canon est inférieure à 45 cm,
dont la crosse est repliable, télescopique ou n'est pas solidement reliée au système de percussion,
dont le canon est dévissable en plusieurs parties,
qui sont munies d'un silencieux intégré ou amovible;
tirs à partir de bateaux à moteur d'une puissance supérieure à 6 kW, sauf pour empêcher que les engins de pêche déployés dans la pratique de la pêche professionnelle ne subissent des dégâts;
tirs à partir de véhicules à moteur en marche, de téléphériques, de funiculaires, de télésièges, de téléskis, de chemins de fer et d'aéronefs;
pour la chasse aux oiseaux d'eau: grenaille de plomb.1
2 En dérogation à l'al. 1, il est permis d'utiliser les engins suivants pour mettre à mort le gibier incapable de prendre la fuite:
armes de poing, pour donner le coup de grâce;
couteaux et lances pour achever l'animal d'un coup dans le thorax, lorsque le gibier est blessé et que le tir pour donner le coup de grâce constitue une menace pour les personnes, les chiens de chasse ou les biens d'une valeur notable.2
armes à feu: les munitions et calibres admis, les distances de tir maximales autorisées et la preuve périodique de la sûreté du tir comme condition à l'habilitation à chasser;
chiens de chasse: leur dressage et leur engagement, en particulier pour la recherche, l'arrêt et le rapport, la chasse au terrier et la chasse au sanglier.3
2ter L'Office fédéral de l'environnement (OFEV) peut édicter des directives pour l'utilisation de moyens et de méthodes.4
3 Les cantons peuvent interdire l'utilisation d'autres méthodes et engins de chasse.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
3 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Art. 3 Autorisations exceptionnelles
1 Les cantons peuvent autoriser des membres de la police de la chasse ou des chasseurs au bénéfice d'une formation spéciale à utiliser des moyens et engins de chasse prohibés lorsque cela s'avère nécessaire pour:
conserver des espèces animales ou des biotopes déterminés;
prévenir les dégâts causés par la faune sauvage;
lutter contre des épizooties;
rechercher des animaux blessés et les tuer le cas échéant.
3 L'OFEV peut autoriser, à des fins de recherches scientifiques et de marquage, le recours à des moyens et engins de chasse dont l'usage est prohibé.2
2 Nouvelle teneur selon le ch. 17 de l'annexe 5 à l'O du 10 sept. 2008 sur la dissémination dans l'environnement, en vigueur depuis le 1er oct. 2008 (RO 2008 4377).
Art. 3bis1Espèces pouvant être chassées et périodes de protection
1 La liste des espèces pouvant être chassées selon l'art. 5 de la loi sur la chasse est limitée ou étendue comme suit:
le fuligule nyroca et la perdrix grise sont protégés;
le corbeau freux peut être chassé.
2 Les périodes de protection selon l'art. 5 de la loi sur la chasse sont limitées ou étendues comme suit:
sanglier: du 1er mars au 30 juin; les sangliers de moins de deux ans ne bénéficient d'aucune période de protection hors des forêts;
cormoran: du 1er mars au 31 août;
corneille noire, corbeau freux, pie et geai des chênes: du 16 février au 31 juillet; les bandes de corneilles noires ne bénéficient d'aucune période de protection sur les cultures qu'elles menacent de piller.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 15 déc. 1997 (RO 1998 708). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Art. 4 Régulation de populations d'espèces protégées
1 Les cantons peuvent, avec l'assentiment préalable de l'OFEV, prendre des mesures temporaires visant la régulation de populations d'animaux protégés, lorsque, en dépit de mesures raisonnables prises pour empêcher les dommages, des animaux d'une espèce déterminée:1
portent atteinte à leur habitat;
mettent en péril la diversité des espèces;
causent d'importants dommages aux forêts, aux cultures ou aux animaux de rente;
représentent un grave danger pour l'homme;
répandent des épizooties;
constituent une grave menace pour les zones habitées ou les bâtiments et installations d'intérêt public;
causent des pertes sévères dans l'utilisation des régales cantonales de la chasse.
2 Dans leur proposition, les cantons indiquent à l'OFEV:6
la grandeur des populations;
le type et la localisation du danger;
l'ampleur et la localisation des dégâts;
les mesures prises pour prévenir les dégâts;
le genre d'intervention prévue et son impact sur les populations;
l'état de régénération des peuplements forestiers.7
3 Ils communiquent chaque année à l'OFEV8 le lieu, le moment et le résultat des interventions.
4 Le Département fédéral de l'environnement, des transports, de l'énergie et de la communication9 (Département) détermine dans une ordonnance le mode de régulation des populations de bouquetins. Il prend au préalable l'avis des cantons.
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 1er juil. 2015, en vigueur depuis le 15 juil. 2015 (RO 2015 2207).
4 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
5 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
6 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 28 mars 2001, en vigueur depuis le 15 avr. 2001 (RO 2001 1005).
7 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
8 Nouvelle expression selon le ch. 17 de l'annexe 5 à l'O du 10 sept. 2008 sur la dissémination dans l'environnement, en vigueur depuis le 1er oct. 2008 (RO 2008 4377). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
Art. 4bis1Régulation du loup
1 Un tir de régulation au sens de l'art. 4, al. 1, est admissible uniquement si les loups font partie d'une meute qui s'est reproduite avec succès durant l'année où a lieu la régulation. Le nombre d'individus abattus ne doit pas dépasser la moitié des jeunes animaux nés l'année en question. Les géniteurs doivent être épargnés.
2 Une régulation lorsque les loups causent d'importants dommages aux animaux de rente est admissible si au moins quinze animaux de rente ont été tués en quatre mois sur le territoire d'une meute de loups qui s'est reproduite avec succès. Pour l'évaluation des dommages, l'art. 9bis, al. 3 et 4, s'applique par analogie.
3 Une régulation lorsque les loups représentent un grave danger pour l'homme est admissible si, de leur propre initiative, des loups vivant en meute s'approchent régulièrement de zones habitées ou y pénètrent en se montrant trop peu farouches ou agressifs envers l'homme.
4 Les autorisations de tir sont restreintes au territoire de la meute concernée. Elles sont accordées au plus tard le 31 décembre de l'année en question pour une durée limitée au 31 mars de l'année suivante.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 1er juil. 2015, en vigueur depuis le 15 juil. 2015 (RO 2015 2207).
Art. 4ter1Zones de tranquillité pour la faune sauvage
1 Si la protection suffisante des mammifères et oiseaux sauvages contre les dérangements dus aux activités de loisirs et au tourisme l'exige, les cantons peuvent désigner des zones de tranquillité pour la faune sauvage ainsi que les chemins et itinéraires qu'il est autorisé d'y emprunter.
2 Pour désigner ces zones, les cantons tiennent compte du réseau qu'elles forment avec les districts francs et les réserves d'oiseaux de la Confédération et des cantons, et veillent à ce que le public puisse coopérer de manière appropriée au choix de ces zones, itinéraires et chemins.
3 L'OFEV édicte des directives pour la désignation et la signalisation uniforme des zones de tranquillité pour la faune sauvage. Il aide les cantons à faire connaître ces zones au public.
4 L'Office fédéral de la topographie indique les zones de tranquillité pour la faune sauvage ainsi que les itinéraires autorisés sur les cartes nationales avec activités sportives de neige.
1 Anciennement art. 4bis. Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Art. 5 Naturalisation d'animaux protégés
1 Il n'est permis de naturaliser des animaux protégés que lorsque ceux-ci ont été trouvés morts ou ont été tués ou capturés en vertu d'une autorisation cantonale.
3 Celui qui souhaite naturaliser un animal des espèces suivantes doit le déclarer à l'administration de la chasse du canton de provenance de l'animal en question:
tous les mammifères protégés;
tous les grèbes et plongeons;
le héron pourpré, le blongios nain, la cigogne blanche;
le cygne sauvage et le cygne de Bewick, toutes les oies sauvages, la sarcelle marbrée, l'eider de Steller, le garrot arlequin, l'érismature à tête blanche, la nette rousse, tous les harles;
le grand tétras, la gélinotte des bois, la perdrix bartavelle, la caille des blés;
tous les rapaces diurnes;
le râle des genêts, le courlis cendré, la bécassine des marais;
les rapaces nocturnes;
l'engoulevent d'Europe, le martin-pêcheur, la huppe fasciée;
le jaseur boréal, le merle bleu, le tichodrome échelette, la pie-grièche grise, la pie-grièche à tête rousse.
4 La déclaration doit se faire dans les quatorze jours qui suivent l'arrivée de l'animal dans l'atelier de naturalisation.
5 Le commerce à des fins lucratives d'animaux protégés naturalisés et toute publicité les concernant sont interdits. Les cantons peuvent prévoir des exceptions pour d'anciens produits de naturalisation qui ont été restaurés.
Art. 61Détention d'animaux protégés et soins à leur prodiguer
1 L'autorisation de détenir et de soigner des animaux protégés n'est accordée que lorsqu'il est prouvé que l'acquisition et la détention des animaux ainsi que les soins prodigués répondent à la législation en matière de protection des animaux ainsi qu'en matière de chasse et de conservation des espèces.
2 L'autorisation de prodiguer des soins n'est en outre accordée que lorsque ces soins sont destinés à des animaux qui en ont un besoin avéré et prodigués dans l'installation adéquate, par une personne qui en a les compétences. Sa durée est limitée.
3 L'OFEV édicte au besoin des directives sur les soins à prodiguer aux animaux protégés, après avoir consulté l'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV).
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 6 nov. 2013, en vigueur depuis le 1er janv. 2014 (RO 2013 4315).
Art. 6bis1Détention de rapaces pour la fauconnerie
1 L'autorisation de détenir des rapaces pour la fauconnerie n'est accordée que:
lorsque les oiseaux sont détenus aux fins de chasse au vol;
lorsqu'une habilitation cantonale d'exercer la chasse au vol a été accordée; et
lorsque les oiseaux détenus pour la fauconnerie ont suffisamment l'occasion de voler librement conformément à leur besoin naturel.
dans une chambre de mue pendant la mue et la reproduction;
temporairement au trolley pour que l'oiseau puisse voler sans se blesser;
à la longe sur un perchoir pendant une courte période, lorsqu'il s'agit de transport, d'éducation des jeunes oiseaux, d'entraînement à voler et d'exercice de la chasse.
4 L'OFEV édicte une directive sur la détention des rapaces, après avoir consulté l'OSAV.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 6 nov. 2013, en vigueur depuis le 1er janv. 2014 (RO 2013 4315).
Art. 7 Commerce d'animaux protégés
1 Il est interdit de mettre en vente et d'aliéner des animaux vivants d'espèces protégées. Font exception les animaux qui sont nés en captivité et pour lesquels il existe une attestation d'élevage, ou qui portent une marque distinctive correspondante, ainsi que les bouquetins qui ont été capturés en vertu de l'art. 4, al. 4.
Les dispositions de l'ordonnance du 4 septembre 2013 sur la circulation des espèces de faune et de flore protégées1 relatives à l'importation, au transit et à l'exportation demeurent réservées.2
2 Nouvelle teneur selon le ch. II 5 de l'annexe à l'O du 4 sept. 2013 sur la circulation des espèces de faune et de flore protégées, en vigueur depuis le 1er oct. 2013 (RO 2013 3111).
Art. 81Lâcher d'animaux indigènes
1 Le Département peut, avec l'approbation des cantons concernés, autoriser le lâcher d'animaux qui faisaient autrefois partie de l'ensemble des espèces indigènes mais qu'on ne rencontre plus en Suisse. Pour ce faire, il faut que soit prouvé:
qu'il existe des biotopes spécifiques à l'espèce qui soient de dimension suffisante;
que des dispositions légales ont été prises en vue de protéger l'espèce;
que le lâcher d'animaux ne portera pas préjudice à la sauvegarde de la diversité des espèces et aux particularités génétiques, ni à l'agriculture et à la sylviculture.
2 L'OFEV peut, avec l'approbation des cantons, autoriser le lâcher d'animaux appartenant à des espèces protégées qu'on rencontre déjà en Suisse et qui sont menacées d'extinction. L'autorisation n'est accordée que si les conditions de l'al. 1 sont remplies.2
2 Erratum du 15 oct. 2013 (RO 2013 3325).
Art. 8bis1Gestion des animaux non indigènes
1 Le lâcher d'animaux qui ne font pas partie des espèces indigènes est interdit.
2 L'importation et la détention d'espèces animales non indigènes selon l'annexe 1 sont soumises à autorisation. Une autorisation d'importer est accordée si le requérant prouve que les animaux et leurs descendants ne peuvent retourner à l'état sauvage.
3 L'importation et la détention d'espèces animales non indigènes selon l'annexe 2 sont interdites. Des dérogations peuvent être accordées pour des élevages existants ou pour l'importation et la détention à des fins de recherche si le requérant prouve que les animaux et leurs descendants ne peuvent retourner à l'état sauvage. L'autorisation pour les élevages existants doit être de durée limitée.
pour l'autorisation d'importer: l'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires2 avec l'accord préalable de l'OFEV;
l'autorisation de détenir: les autorités cantonales.
5 Les cantons veillent à réguler le nombre des animaux concernés par l'al. 1 qui sont retournés à l'état sauvage et à éviter leur multiplication; dans la mesure du possible, ils les retirent s'ils menacent la diversité des espèces indigènes. Ils en informent l'OFEV, qui coordonne les mesures si nécessaire.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
2 La désignation de l'unité administrative a été adaptée au 1er janv. 2014 en application de l'art. 16 al. 3 de l'O du 17 nov. 2004 sur les publications officielles (RO 2004 4937).
Chapitre 3 Dommages causés par la faune sauvage
Art. 9 Mesures individuelles de protection contre des animaux appartenant à des espèces protégées
1 Des mesures individuelles peuvent être prises pour lutter contre les animaux appartenant aux espèces suivantes: l'étourneau et le merle noir.1
2 Les cantons désignent les moyens et engins autorisés et déterminent qui peut prendre des mesures individuelles de protection, dans quelle région et à quel moment.
Art. 9bis1Mesures contre des loups isolés
1 Les cantons peuvent accorder une autorisation de tir pour des loups isolés causant d'importants dommages aux animaux de rente.
2 Un loup isolé cause d'importants dommages aux animaux de rente lorsque, sur son territoire, il tue:
au moins 35 animaux de rente en quatre mois;
au moins 25 animaux de rente en un mois; ou
au moins 15 animaux de rente, alors que des congénères ont déjà causé des dommages l'année précédente.
3 L'évaluation des dommages au sens de l'al. 2 ne tient pas compte des animaux de rente tués dans une région où aucune mesure de protection raisonnable n'a été prise bien que des loups y aient déjà causé des dommages.
4 En cas de dommages à des bovins ou à des équidés, le nombre minimal d'animaux de rente tués au sens de l'al. 2 peut être ramené à un chiffre approprié.
5 Les dommages survenant sur le territoire de deux cantons ou plus sont évalués par les cantons concernés de manière coordonnée.
6 L'autorisation de tir doit servir à empêcher que les animaux de rente ne subissent d'autres dommages. D'une durée limitée à 60 jours, elle est restreinte à un périmètre de tir approprié. Celui-ci correspond au périmètre de l'alpage, si aucune mesure de protection raisonnable ne peut y être prise.
Art. 101Indemnisation et prévention des dégâts
1 La Confédération verse aux cantons les indemnités suivantes pour des dégâts causés par la faune sauvage:
80 % des coûts des dégâts causés par des lynx, des ours, des loups et des chacals dorés;
50 % des coûts des dégâts causés par des castors, des loutres et des aigles.2
2 Les cantons déterminent le montant du dégât et ses causes.
3 La Confédération ne verse l'indemnité que si le canton prend à sa charge les frais restants.
4 La Confédération encourage des mesures prises pour prévenir les dégâts causés par des lynx, des ours, des loups et des chacals dorés.3
5 L'OFEV peut ordonner des mesures contre les castors, les loutres et les aigles si ces animaux causent des dommages importants.4
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 28 mars 2001, en vigueur depuis le 15 avr. 2001 (RO 2001 1005).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 6 nov. 2013, en vigueur depuis le 1er janv. 2014 (RO 2013 4315).
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 6 nov. 2013, en vigueur depuis le 1er janv. 2014 (RO 2013 4315).
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 15 janv. 2003, en vigueur depuis le 1er fév. 2003 (RO 2003 269).
5 Abrogé par le ch. I de l'O du 27 juin 2012, avec effet au 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Art. 10bis1Plans applicables à certaines espèces animales
L'OFEV établit des plans applicables aux espèces animales énumérées à l'art. 10, al. 1. Ceux-ci contiennent notamment des principes régissant:
la protection des espèces et la surveillance des populations;
la prévention des dégâts et des situations critiques;
l'encouragement des mesures de prévention;
la constatation des risques et des dégâts;
l'indemnisation pour les mesures de prévention et les dégâts;
l'effarouchement, la capture ou, pour autant qu'il ne soit pas déjà régi par les art. 4bis et 9bis, le tir, notamment selon l'importance des risques et des dégâts, le périmètre de l'intervention, ainsi que la consultation préalable de l'OFEV en cas de mesures contre des ours ou des lynx;
la coordination intercantonale et internationale des mesures;
l'harmonisation des mesures prises en application de la présente ordonnance avec les mesures prises dans d'autres domaines environnementaux.
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 1er juil. 2015, en vigueur depuis le 15 juil. 2015 (RO 2015 2207).
Art. 10ter1Prévention des dégâts causés par les grands prédateurs
1 Pour prévenir les dégâts aux animaux de rente causés par les grands prédateurs, l'OFEV encourage:
l'élevage, l'éducation, la détention et l'emploi de chiens de protection des troupeaux;
la protection des ruches par des clôtures électriques.
2 Si les mesures citées à l'al. 1 ne suffisent pas ou ne sont pas appropriées, il peut encourager d'autres mesures des cantons visant à protéger les troupeaux et les ruches.
3 Il soutient et coordonne la planification territoriale par les cantons des mesures visant à protéger les troupeaux et les ruches. Il édicte une directive sur ce point.
5 L'OFEV peut soutenir des organisations d'importance nationale qui informent et conseillent les autorités et les milieux concernés sur la protection des troupeaux et des ruches. Il peut demander à ces organisations de contribuer à la coordination intercantonale des mesures.
Art. 10quater1Chiens de protection des troupeaux
1 L'emploi des chiens de protection des troupeaux a pour objectif la surveillance quasi autonome des animaux de rente et la défense contre les animaux intrus.
appartiennent à une race appropriée à la protection des troupeaux;
sont élevés, éduqués, détenus et employés correctement pour la protection des troupeaux;
sont principalement employés pour la garde des animaux de rente dont la détention et l'estivage sont encouragés selon l'ordonnance du 23 octobre 2013 sur les paiements directs2.
3 Il édicte, après avoir consulté l'OSAV, des directives sur l'aptitude, l'élevage, l'éducation, la détention et l'emploi des chiens de protection des troupeaux subventionnés.4
4 Il enregistre annuellement les chiens de protection des troupeaux répondant aux exigences de l'al. 2 dans la banque de données visée à l'art. 30, al. 2, de la loi du 1er juillet 1966 sur les épizooties5.6
3 Abrogée par le ch. II 2 de l'O du 10 janv. 2018, avec effet au 1er mars 2018 (RO 2018 721).
4 Nouvelle teneur selon le ch. II 2 de l'O du 10 janv. 2018, en vigueur depuis le 1er mars 2018 (RO 2018 721).
6 Introduit par le ch. II 2 de l'O du 10 janv. 2018, en vigueur depuis le 1er mars 2018 (RO 2018 721).
Chapitre 4 Recherche
Art. 11 Recherche sur les mammifères et oiseaux sauvages
1 La Confédération peut allouer une aide financière à des centres de recherche et à des institutions d'importance nationale pour l'activité qu'ils déploient dans l'intérêt public. Cette aide peut être liée à des conditions.
2 Dans le cadre des crédits qui lui sont alloués, l'OFEV soutient la recherche en matière de biologie de la faune sauvage et d'ornithologie, orientée vers la pratique, en particulier les recherches sur la protection des espèces, les atteintes portées aux biotopes, les dégâts dus au gibier et les maladies des animaux sauvages.
3 Pour le soutien de recherches scientifiques, l'OFEV peut, avec l'accord des autorités cantonales de la chasse, faire appel à des organes de surveillance de la chasse ou à des titulaires d'une autorisation de chasser.
Art. 12 Centre suisse de documentation sur la recherche concernant la faune sauvage
Le Département fixe les tâches du Centre suisse de documentation sur la recherche concernant la faune sauvage.
Art. 13 Marquage de mammifères et oiseaux sauvages
1 Les cantons peuvent autoriser des campagnes de marquage des mammifères et oiseaux pouvant être chassés, pour autant que celles-ci servent à des buts scientifiques, à la planification de la chasse ou à la conservation de la diversité des espèces.
2 L'OFEV peut, après avoir pris l'avis des cantons, autoriser des campagnes de marquage de mammifères et oiseaux protégés, pour autant que celles-ci servent à des buts scientifiques ou à la conservation de la diversité des espèces.
3 L'OFEV désigne les organes qui coordonnent les campagnes de marquage. Ceux-ci décident du type de marquage, règlent l'information réciproque sur les animaux marqués et renseignent les services et les personnes concernés. Ils établissent chaque année un rapport à l'intention de l'OFEV.
4 Tous les animaux marqués et relâchés doivent être annoncés aux organes de coordination.
Chapitre 5 Responsabilité
Le montant minimal de la couverture de l'assurance responsabilité civile est de 2 millions de francs.
Art. 15 Exécution de la loi sur la chasse1par les cantons
1 Les cantons édictent des dispositions d'exécution dans un délai de cinq ans à dater de l'entrée en vigueur de la loi sur la chasse.
2 Ils tiennent compte, dans leurs plans directeurs et leurs plans d'affectation, des besoins de la protection des espèces et des biotopes.2
1 Nouvelle expression selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683). Il est tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
2 Introduit par le ch. I 6 de l'O du 28 janv. 2015 sur les adaptations d'O dans le domaine de l'environnement, liées en particulier aux conventions-programmes à conclure pour la période allant de 2016 à 2019, en vigueur depuis le 1er mars 2015 (RO 2014 427).
Art. 15a1Exécution de la loi sur la chasse par la Confédération
Lorsque les autorités fédérales appliquent d'autres lois fédérales, des accords internationaux ou des décisions internationales qui touchent des objets relevant de la présente ordonnance, elles exécutent également la présente ordonnance. Elles consultent les cantons avant de rendre leur décision. La collaboration de l'OFEV est régie par les art. 62a et 62b de la loi fédérale du 21 mars 1997 sur l'organisation du gouvernement et de l'administration2.
1 Introduit par le ch. II 19 de l'O du 2 fév. 2000 relative à la LF sur la coordination et la simplification des procédures de décision, en vigueur depuis le 1er mars 2000 (RO 2000 703).
Art. 16 Statistique fédérale de la chasse
1 Chaque année, les cantons informent jusqu'au 30 juin l'OFEV sur la population des espèces animales chassables et protégées les plus importantes, le nombre des animaux tués et péris ainsi que sur les animaux naturalisés qui leur ont été annoncés. Ils donnent en outre des indications sur le nombre des chasseurs, les engins et moyens de chasse prohibés qui ont été utilisés et les moyens affectés à la prévention et à l'indemnisation de dégâts dus au gibier.
2 Dans des cas particuliers, lorsque la population d'une espèce augmente ou diminue fortement, l'OFEV peut exiger des cantons d'autres informations statistiques et édicter des directives sur le relevé des populations. Auparavant, il prend l'avis des cantons.
Art. 17 Retrait de l'autorisation de chasser
L'OFEV remet chaque année aux cantons une liste des personnes auxquelles l'autorisation de chasser a été retirée en vertu de l'art. 20, al. 1, de la loi sur la chasse.
Art. 18 OFEV
1 La surveillance de l'exécution de la loi sur la chasse incombe à l'OFEV.
2 Il prend les décisions citées aux art. 10, al. 1 et 3, et 11, al. 1.1
3 Il prescrit les modèles de géodonnées et les modèles de représentation minimaux pour les géodonnées de base visées par la présente ordonnance, lorsqu'il est désigné comme service spécialisé de la Confédération dans l'annexe 1 de l'ordonnance du 21 mai 2008 sur la géoinformation2.3
1 Introduit par le ch. I 28 de l'O du 26 juin 1996 sur l'attribution de nouvelles compétences de décision dans l'administration fédérale, en vigueur depuis le 1er août 1996 (RO 1996 2243).
3 Introduit par le ch. 14 de l'annexe 2 à l'O du 21 mai 2008 sur la géoinformation, en vigueur depuis le 1er juil. 2008 (RO 2008 2809).
Art. 18bis1Modification des listes aux annexes 1 et 2
Le Département adapte les listes aux annexes 1 et 2 après avoir entendu les services fédéraux et milieux concernés, s'il a connaissance de nouvelles découvertes sur l'aspect envahissant d'espèces animales ou sur leur expansion naturelle.
L'ordonnance d'exécution de la loi fédérale du 7 juin 19711 sur la chasse et la protection des oiseaux est abrogée.
1 [RO 1971 850]
1 Les mod. peuvent être consultées au RO 1988 517.
La présente ordonnance entre en vigueur le 1er avril 1988.
(art. 8bis, al. 2)
Liste des espèces animales non indigènes dont l'importation et la détention sont soumises à autorisation
Hybrides d'animaux sauvages et domestiques assimilés à des animaux sauvages selon l'art. 86 de l'ordonnance du 23 avril 2008 sur la protection des animaux2.
1 Introduite par l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Liste des espèces animales non indigènes dont l'importation et la détention sont interdites
Rapaces hybrides
RO 1988 517
1 RS 922.02 RS 814.013 RS 4554 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2012, en vigueur depuis le 15 juil. 2012 (RO 2012 3683).
Ordinanza sulla caccia e la protezione dei mammiferi e degli uccelli selvatici
(Ordinanza sulla caccia, OCP)
del 29 febbraio 1988 (Stato 1° marzo 2018)
vista la legge del 20 giugno 19861 sulla caccia (Legge sulla caccia); visto l'articolo 29f capoverso 2 lettere a, c e d della legge del 7 ottobre 19832 sulla protezione dell'ambiente; visto l'articolo 32 capoverso 1 della legge federale del 16 dicembre 20053 sulla protezione degli animali,4
Sezione 1: Caccia
1 Abrogato dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, con effetto dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Art. 2 Mezzi ausiliari vietati per l'esercizio della caccia
1 Non possono essere impiegati per l'esercizio della caccia i mezzi ausiliari e i sistemi seguenti:
trappole, eccettuate le trappole a trabocchetto, purché vengano controllate giornalmente;
lacci, calappi metallici, reti, panioni e ami;
nella caccia da tana: la gassatura e la fumicatura di tane, lo stanamento di tassi, l'impiego di pinze e pali, gli spari per stanare la preda e l'impiego contemporaneo di più di un cane per tana;
animali vivi da richiamo;
apparecchi elettronici per la riproduzione del suono per attirare animali, dispositivi che producono un elettrochoc, fonti luminose artificiali, specchi o altri oggetti abbaglianti nonché puntatori laser, dispositivi di puntamento notturno e combinazioni di dispositivi con funzioni equiparabili;
esplosivi, pezzi pirotecnici, veleni, narcotici ed esche avvelenate o narcotizzanti;
balestre, archi, fionde, giavellotti, lance, coltelli, fucili e pistole ad aria compressa;
armi semiautomatiche con magazzino con oltre due colpi, fucili a pallini di calibro superiore a 18,2 mm (calibro 12), armi automatiche e armi da pugno;
la cui canna è inferiore a 45 cm,
il cui calcio è piegabile, telescopico o non solidamente collegato con il sistema di percussione,
la cui canna è svitabile,
la cui canna è dotata di un silenziatore integrato o montabile;
lo sparare da imbarcazioni a motore con potenza superiore a 6 kW, salvo per evitare danni agli attrezzi da pesca posati durante l'esercizio della pesca professionale;
lo sparare da veicoli a motore in moto, teleferiche, funicolari, seggiovie e sciovie nonché ferrovie e aeromobili;
nella caccia agli uccelli acquatici: pallini di piombo.1
2 In deroga al capoverso 1, per uccidere la selvaggina che non è in grado di fuggire possono essere utilizzati:
armi da pugno per dare il colpo di grazia;
coltelli e lance per dare una stoccata nella zona cardiopolmonare se la selvaggina è ferita e il colpo di grazia mette in pericolo persone, cani da caccia o beni materiali importanti.2
2bis Al fine di garantire una caccia adeguata alla protezione degli animali, per i mezzi ausiliari seguenti i Cantoni disciplinano:
armi da fuoco: la munizione e il calibro ammessi, le distanze massime di tiro consentite nonché la prova periodica della precisione di tiro quale condizione per l'autorizzazione di caccia;
cani da caccia: l'addestramento e l'impiego in particolare per il recupero, la ferma e il riporto, la caccia da tana nonché la caccia al cinghiale.3
2ter L'Ufficio federale dell'ambiente (UFAM) può emanare direttive per l'impiego di mezzi ausiliari e sistemi.4
3 I Cantoni possono vietare l'impiego di altri mezzi ausiliari.
1 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
3 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
4 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Art. 3 Autorizzazioni eccezionali
1 I Cantoni possono autorizzare agenti di polizia della caccia o cacciatori, espressamente formati, ad impiegare mezzi ausiliari vietati se è necessario per:
conservare specie animali o biotopi determinati;
prevenire i danni causati dalla selvaggina;
lottare contro le epizoozie;
recuperare animali feriti o, se del caso, ucciderli.
2 Allestiscono un elenco delle persone autorizzate.
3 L'UFAM può autorizzare per ricerche scientifiche e azioni di marcatura l'uso di mezzi ausiliari vietati.2
2 Nuovo testo giusta il n. 17 dell'all. 5 all'O del 10 set. 2008 sull'emissione deliberata nell'ambiente, in vigore dal 1° ott. 2008 (RU 2008 4377).
Art. 3bis1Specie cacciabili e periodi di protezione
1 Le specie cacciabili secondo l'articolo 5 della legge sulla caccia vengono limitate o estese come segue:
la moretta tabaccata e la starna sono protette;
il corvo comune è cacciabile.
2 I periodi di protezione secondo l'articolo 5 della legge sulla caccia vengono limitati o estesi come segue:
cinghiale: periodo di protezione dal 1° marzo al 30 giugno; per i cinghiali di meno di due anni al di fuori del bosco non vi è alcun periodo di protezione;
cormorano: periodo di protezione dal 1° marzo al 31 agosto;
cornacchia nera, corvo, gazza e ghiandaia: periodo di protezione dal 16 febbraio al 31 luglio; per le cornacchie nere presenti in stormo non vi è alcun periodo di protezione sulle colture agricole che rischiano di essere danneggiate.
1 Introdotto dal n. I dell'O del 15 dic. 1997 (RU 1998 708). Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Sezione 2: Protezione
Art. 4 Regolazione degli effettivi di specie protette
1 Previa approvazione dell'UFAM, i Cantoni possono prendere provvedimenti temporanei per la regolazione degli effettivi di specie animali protette se animali di una determinata specie, nonostante misure ragionevolmente esigibili per la prevenzione dei danni:1
nocciono al proprio biotopo;
mettono in pericolo la diversità delle specie;
causano danni ingenti alla foresta, alle colture agricole o agli animali da reddito;
mettono gravemente in pericolo le persone;
propagano epizoozie;
costituiscono un grave pericolo per insediamenti o edifici e impianti d'interesse pubblico;
causano forti perdite nell'ambito dell'esercizio delle regalie cantonali della caccia.
2 Nella loro istanza, i Cantoni indicano all'UFAM:
l'entità dell'effettivo;
la natura del pericolo e l'area interessata da tale pericolo;
la proporzione del danno e l'area interessata dallo stesso;
le misure di prevenzione dei danni adottate;
il genere di intervento previsto e le sue ripercussioni sull'effettivo;
la situazione della rigenerazione nel bosco.5
3 Comunicano annualmente all'UFAM6 il luogo, il momento e il risultato degli interventi.
4 Il Dipartimento federale dell'ambiente, dei trasporti, dell'energia e delle comunicazioni (Dipartimento)7 stabilisce in un'ordinanza la regolazione dell'effettivo degli stambecchi. Consulta previamente i Cantoni.
3 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
4 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
5 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
6 Nuova espressione giusta il n. 17 dell'all. 5 all'O del 10 set. 2008 sull'emissione deliberata nell'ambiente, in vigore dal 1° ott. 2008 (RU 2008 4377).
7 La designazione dell'unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell'art. 16 cpv. 3 dell'O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni (RU 2004 4937).
Art. 4bis1Regolazione del lupo
1 L'abbattimento di lupi secondo l'articolo 4 capoverso 1 è autorizzato unicamente in branchi di lupi riprodottisi con successo durante l'anno in cui è effettuata la regolazione. È ammesso l'abbattimento di un numero di lupi non superiore alla metà dei cuccioli nati nel corso dell'anno. I genitori vanno risparmiati.
2 In caso di danni ad animali da reddito, la regolazione è autorizzata se nell'areale abituale di attività di un branco di lupi riprodottosi con successo sono stati uccisi almeno 15 animali da reddito nell'arco di quattro mesi. Per valutare i danni è applicabile per analogia l'articolo 9bis capoversi 3 e 4.
3 In caso di grave pericolo per l'uomo, la regolazione è autorizzata se lupi appartenenti a un branco si aggirano regolarmente e spontaneamente all'interno o nelle immediate vicinanze di insediamenti mostrandosi aggressivi o troppo poco timorosi nei confronti dell'uomo.
4 Le autorizzazioni di abbattimento devono essere limitate all'areale abituale di attività del branco di lupi. Devono essere rilasciate entro il 31 dicembre dell'anno in questione e la loro validità non può andare oltre il 31 marzo dell'anno successivo.
1 Introdotto dal n. I dell'O del 1° lug. 2015, in vigore dal 15 lug. 2015 (RU 2015 2207).
Art. 4ter1Zone di tranquillità per la selvaggina
1 Se necessario per proteggere sufficientemente i mammiferi e gli uccelli selvatici dai disturbi provocati dalle attività ricreative e dal turismo, i Cantoni hanno facoltà di definire zone di tranquillità per la selvaggina e i percorsi e sentieri utilizzabili al loro interno.
2 Nel definire dette zone, i Cantoni tengono conto del collegamento tra queste zone e le bandite di caccia e le riserve per gli uccelli federali e cantonali e vigilano affinché la popolazione possa contribuire in modo adeguato alla definizione di tali zone, percorsi e sentieri.
3 L'UFAM emana direttive per la definizione e la segnalazione uniforme delle zone di tranquillità per la selvaggina. Sostiene i Cantoni nell'informazione alla popolazione in merito a tali zone.
4 L'Ufficio federale di topografia definisce nelle carte nazionali per attività sulla neve le zone di tranquillità per la selvaggina e i percorsi utilizzabili al loro interno.
1 Originario art. 4bis . Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Art. 5 Imbalsamatura di animali protetti
1 Gli animali delle specie protette possono essere imbalsamati solo se sono stati trovati morti oppure sono stati uccisi o catturati in virtù di un'autorizzazione cantonale.
2 Chi vuole imbalsamare animali di specie protette deve farsi registrare nel proprio Cantone.
3 Chi vuole imbalsamare un animale delle seguenti specie protette deve dichiararlo all'amministrazione della caccia del Cantone da cui proviene l'animale:
tutti i mammiferi protetti;
tutti i podicipidi e le strolaghe;
l'airone purpureo, l'airone nano, la cicogna bianca;
il cigno selvatico e il cigno minore, tutte le oche selvatiche, l'anitra marmorizzata, l'edredone di Steller, la moretta arlecchina, il gobbo rugginoso, il fistione turco, tutte le specie di smerghi;
la femmina dell'urogallo, il francolino di monte, la coturnice, la quaglia;
tutti i rapaci diurni;
il re di quaglie, il chiurlo, il beccaccino;
gli strigiformi;
il succiacapre, il martin pescatore, l'upupa;
il beccafrusone, la passera solitaria, il picchio muraiolo, l'averla grigia, l'averla capirossa.
4 La dichiarazione deve essere fatta entro quattordici giorni dal momento in cui l'animale è portato nel laboratorio dell'imbalsamatore.
5 Il commercio a scopo lucrativo di animali protetti imbalsamati e la pubblicità relativa sono vietati. I Cantoni possono prevedere eccezioni per il commercio di vecchi prodotti imbalsamati restaurati.
Art. 61Tenuta in cattività e cura di animali protetti
1 L'autorizzazione di tenere in cattività e curare animali protetti è accordata solamente se è provato che l'acquisto, la tenuta in cattività o la cura degli animali soddisfano la legislazione sulla protezione degli animali nonché sulla caccia e la conservazione delle specie.
2 L'autorizzazione di prodigare cure è inoltre accordata solamente se queste cure sono destinate ad animali che ne hanno un bisogno provato e se sono prodigate da una persona qualificata e nelle installazioni adeguate. La durata dell'autorizzazione è limitata.
3 Se necessario e previa consultazione dell'Ufficio federale della sicurezza alimentare e di veterinaria (USAV), l'UFAM emana direttive sulla cura di animali protetti.
1 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 6 nov. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4315).
Art. 6bis1Tenuta in cattività di rapaci per falconeria
1 L'autorizzazione di tenere in cattività rapaci è accordata solamente se:
gli uccelli sono tenuti allo scopo di praticare la caccia con il falcone;
è stata accordata un'autorizzazione cantonale per praticare la caccia con il falcone; e
gli uccelli tenuti in cattività per falconeria hanno sufficienti possibilità di volare liberamente conformemente ai loro bisogni naturali.
2 I rapaci in cattività per falconeria possono essere tenuti:
in una voliera per la muta durante la muta e la nidificazione;
temporaneamente al trolley per garantire che gli uccelli non si feriscano durante il volo;
legati con la pastoia, per una breve durata, in occasione del trasporto, dell'addestramento dei piccoli, dell'addestramento al volo e dell'esercizio della caccia.
3 La durata dell'uso della pastoia deve essere documentata.
4 Previa consultazione dell'USAV, l'UFAM emana una direttiva sulla tenuta in cattività di rapaci per falconeria.
1 Introdotto dal n. I dell'O del 6 nov. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4315).
Art. 7 Commercio di animali protetti
1 È vietato offrire e vendere animali vivi delle specie protette. Sono eccettuati gli animali nati in cattività per i quali esiste un attestato di allevamento oppure che sono adeguatamente contrassegnati nonché gli stambecchi catturati giusta l'articolo 4 capoverso 4.
2 Sono fatte salve le disposizioni dell'ordinanza del 4 settembre 20131 sulla circolazione delle specie di fauna e di flora protette relative all'importazione, al transito e all'esportazione.2
2 Nuovo testo giusta il n. II 5 dell'all. all'O del 4 set. 2013 sulla circolazione delle specie di fauna e di flora protette, in vigore dal 1° ott. 2013 (RU 2013 3111).
Art. 81Messa in libertà di animali indigeni
1 Il Dipartimento può, con l'approvazione dei Cantoni interessati, autorizzare la messa in libertà di animali di specie indigene ormai scomparse dalla Svizzera, a condizione che sia dimostrato che:
esiste un biotopo sufficientemente grande adatto alla specie;
sono state prese le disposizioni legali relative alla protezione della specie;
non ne deriva pregiudizio né per la conservazione della diversità delle specie e le peculiarità genetiche né per l'agricoltura e la selvicoltura.
2 L'UFAM può, con l'approvazione dei Cantoni, autorizzare la messa in libertà di animali di specie protette già esistenti in Svizzera ma minacciate d'estinzione. L'autorizzazione è rilasciata solo se sono adempiute le condizioni di cui al capoverso 1.
3 Gli animali messi in libertà devono essere marcati e annunciati (art. 13 cpv. 4).
Art. 8bis1Gestione di animali non indigeni
1 Non possono essere messi in libertà animali che non appartengono alla diversità delle specie indigene.
2 L'importazione e la detenzione delle specie animali non indigene di cui all'allegato 1 sono soggette ad autorizzazione. L'autorizzazione viene rilasciata se il richiedente dimostra che gli animali e i loro discendenti non possono ritornare allo stato selvatico.
3 L'importazione e la detenzione delle specie animali non indigene di cui all'allegato 2 sono vietate. Per le detenzioni esistenti e per l'importazione e la detenzione a scopo di ricerca può essere rilasciata un'autorizzazione eccezionale se il richiedente dimostra che gli animali e i loro discendenti non possono ritornare allo stato selvatico. L'autorizzazione per le detenzioni esistenti deve avere durata limitata.
4 Sono competenti:
per l'autorizzazione di importazione: l'Ufficio federale della sicurezza alimentare e di veterinaria2, previa approvazione dell'UFAM;
per l'autorizzazione di detenzione: le autorità cantonali.
5 I Cantoni prendono provvedimenti affinché gli effettivi degli animali di cui al capoverso 1 ritornati allo stato selvatico siano regolati e non si propaghino; nella misura del possibile, li allontanano se minacciano la diversità delle specie indigene. Essi ne informano l'UFAM. Per quanto necessario, l'UFAM coordina detti provvedimenti.
1 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
2 La designazione dell'unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell'art. 16 cpv. 3 dell'O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni ufficiali (RU 2004 4937), con effetto dal 1° gen. 2014.
Sezione 3: Danni causati dalla selvaggina
Art. 9 Misure di autodifesa contro gli animali di specie protette
1 Possono essere prese misure di autodifesa contro gli animali delle seguenti specie: stornelli e merli.1
2 I Cantoni designano i mezzi autorizzati e determinano chi può prendere misure di autodifesa, in quale regione e in quale momento.
Art. 9bis1Misure contro singoli lupi
1 Il Cantone può rilasciare un'autorizzazione di abbattimento per singoli lupi che causano danni rilevanti ad animali da reddito.
2 Un danno ad animali da reddito causato da un singolo lupo è considerato rilevante se nel suo areale abituale di attività:
sono uccisi almeno 35 animali da reddito nell'arco di quattro mesi;
sono uccisi almeno 25 animali da reddito nell'arco di un mese; o
sono uccisi almeno 15 animali da reddito dopo che l'anno precedente erano già stati registrati danni causati da lupi.
3 Per valutare il danno di cui al capoverso 2 non sono considerati gli animali da reddito che sono uccisi in una regione in cui, malgrado precedenti danni causati da lupi, non è stata adottata alcuna misura di protezione ragionevolmente esigibile.
4 In caso di danni a bovini o equini, il numero minimo di animali da reddito uccisi di cui al capoverso 2 può essere ridotto adeguatamente.
5 I danni verificatisi sul territorio di due o più Cantoni devono essere valutati in modo coordinato dai Cantoni interessati.
6 L'autorizzazione di abbattimento deve servire a prevenire altri danni ad animali da reddito. La sua validità deve essere limitata a un massimo di 60 giorni e a un perimetro di abbattimento adeguato. Quest'ultimo corrisponde al perimetro dell'alpeggio, se al suo interno non può essere adottata alcuna misura di protezione ragionevolmente esigibile.
Art. 101Risarcimento e prevenzione dei danni
1 La Confederazione paga ai Cantoni le seguenti indennità per il risarcimento di danni causati dalla selvaggina:
l'80 per cento dei costi dovuti a danni causati da linci, orsi, lupi e sciacalli dorati;
il 50 per cento dei costi dovuti a danni causati da castori, lontre e aquile.
2 I Cantoni determinano l'entità e la causa dei danni da selvaggina.
3 La Confederazione partecipa al risarcimento solamente se i Cantoni si assumono i costi rimanenti.
4 La Confederazione promuove misure per prevenire danni causati da linci, orsi, lupi e sciacalli dorati.3
5 L'UFAM può ordinare misure contro castori, lontre e aquile che causano danni rilevanti.4
6 ...5
1 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 28 mar. 2001, in vigore dal 15 apr. 2001 (RU 2001 1005).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 6 nov. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4315).
3 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 6 nov. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4315).
4 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 15 gen. 2003, in vigore dal 1° feb. 2003 (RU 2003 269).
5 Abrogato dal n. I dell'O del 27 giu. 2012, con effetto dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Art. 10bis1Strategie di tutela di singole specie animali
L'UFAM elabora strategie di tutela delle specie animali di cui all'articolo 10 capoverso 1, che definiscano segnatamente principi concernenti:
la protezione delle specie e il monitoraggio degli effettivi;
la prevenzione di danni e di situazioni di pericolo;
la promozione di misure di prevenzione;
l'accertamento di danni e di pericoli;
il risarcimento di misure di prevenzione e di danni;
la dissuasione, la cattura o, sempreché non già disciplinato agli articoli 4bis e 9bis, l'abbattimento, in particolare in base all'entità dei danni e dei pericoli, il perimetro delle misure nonché la consultazione preliminare dell'UFAM in caso di misure contro singoli orsi o linci;
il coordinamento internazionale e intercantonale delle misure;
il coordinamento di misure secondo la presente ordinanza con misure di altri settori ambientali.
2 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 1° lug. 2015, in vigore dal 15 lug. 2015 (RU 2015 2207).
Art. 10ter1Prevenzione dei danni causati dai grandi predatori
1 Per prevenire i danni causati dai grandi predatori agli animali da reddito, l'UFAM promuove le misure seguenti:
l'allevamento, l'addestramento, la tenuta e l'impiego di cani da protezione del bestiame;
la protezione degli alveari mediante recinzioni elettriche.
2 Se le misure di cui al capoverso 1 non sono sufficienti o adeguate, l'UFAM può promuovere misure supplementari dei Cantoni per proteggere il bestiame e le api.
3 L'UFAM sostiene e coordina la pianificazione territoriale delle misure da parte dei Cantoni. A tal fine emana una direttiva.
4 I Cantoni integrano la protezione del bestiame e delle api nella consulenza agricola che forniscono.
5 L'UFAM può sostenere organizzazioni d'importanza nazionale che forniscono alle autorità e alle cerchie interessate informazioni e consulenza in materia di protezione del bestiame e delle api. Per il coordinamento intercantonale delle misure può fare appello a tali organizzazioni.
Art. 10quater1Cani da protezione del bestiame
1 L'impiego di cani da protezione del bestiame ha come obiettivo la sorveglianza perlopiù autonoma degli animali da reddito e la loro difesa contro animali estranei.
2 L'UFAM promuove la protezione del bestiame con cani che:
appartengono a una razza idonea per proteggere il bestiame;
sono allevati, addestrati, tenuti e impiegati a regola d'arte per la protezione del bestiame;
sono impiegati prevalentemente per sorvegliare animali da reddito la cui detenzione o estivazione è promossa secondo l'ordinanza del 23 ottobre 20132 sui pagamenti diretti; e
3 Previa consultazione dell'USAV, l'UFAM emana direttive concernenti l'idoneità, l'allevamento, l'addestramento, la tenuta e l'impiego dei cani da protezione del bestiame che beneficiano di un sostegno finanziario.4
4 Esso registra ogni anno nella banca dati secondo l'articolo 30 capoverso 2 della legge del 1° luglio 19665 sulle epizoozie i cani per la protezione del bestiame che soddisfano i requisiti di cui al capoverso 2.6
3 Abrogata dal n. II 2 dell'O del 10 gen. 2018, con effetto dal 1° mar. 2018 (RU 2018 721).
4 Nuovo testo giusta il n. II 2 dell'O del 10 gen. 2018, in vigore dal 1° mar. 2018 (RU 2018 721).
6 Introdotto dal n. II 2 dell'O del 10 gen. 2018, in vigore dal 1° mar. 2018 (RU 2018 721).
Sezione 4: Ricerca
Art. 11 Ricerca su mammiferi e uccelli selvatici
1 La Confederazione può garantire aiuti finanziari a centri di ricerca e a istituti d'importanza nazionale per attività d'interesse pubblico. Gli aiuti possono essere vincolati a condizioni.
2 Nell'ambito dei crediti accordatigli, l'UFAM promuove la ricerca, orientata verso la pratica, di biologia della fauna selvatica e d'ornitologia, in particolare le ricerche sulla protezione delle specie, sui pregiudizi arrecati ai biotopi, sui danni della selvaggina e sulle malattie degli animali selvatici.
3 Per promuovere la ricerca scientifica, l'UFAM può, d'intesa con gli organi cantonali della caccia, rivolgersi a guardacaccia o a persone autorizzate alla caccia.
Art. 12 Centro svizzero di documentazione per la ricerca sulla selvaggina
Il Dipartimento stabilisce i compiti del Centro svizzero di documentazione per la ricerca sulla selvaggina.
Art. 13 Marcatura di mammiferi e uccelli selvatici
1 I Cantoni possono autorizzare campagne di marcatura di mammiferi e uccelli che possono essere cacciati purché queste campagne servano a scopi scientifici, alla pianificazione della caccia o alla conservazione della diversità della specie.
2 L'UFAM, sentiti i Cantoni, può autorizzare campagne di marcatura di mammiferi e uccelli protetti purché queste campagne servano a scopi scientifici o alla conservazione della diversità delle specie.
3 L'UFAM designa gli organi che coordinano le campagne di marcatura. Questi stabiliscono il tipo di marcatura, disciplinano l'informazione reciproca sugli animali marcati e informano i servizi e le persone partecipanti. Allestiscono annualmente un rapporto per l'UFAM.
4 Tutti gli animali marcati e messi in libertà devono essere annunciati agli organi di coordinazione.
Sezione 5: Responsabilità civile
La somma minima di copertura dell'assicurazione per la responsabilità civile del cacciatore è di 2 milioni di franchi.
Art. 15 Esecuzione della legge sulla caccia1da parte dei Cantoni
1 I Cantoni emanano disposizioni d'esecuzione entro cinque anni dall'entrata in vigore della legge sulla caccia.
2 Nei loro piani direttori e di utilizzazione, essi tengono conto delle esigenze della protezione delle specie e dei biotopi.2
1 Nuova espr. giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il testo.
2 Introdotto dal n. I 6 dell'O del 28 gen. 2015 che adegua ordinanze nel settore ambientale, legate in particolare agli accordi programmatici per il periodo 2016-2019, in vigore dal 1° mar. 2015 (RU 2015 427).
Art. 15a1Esecuzione della legge sulla caccia da parte della Confederazione
Nell'applicare altre leggi federali, accordi internazionali o decisioni internazionali concernenti punti disciplinati dalla presente ordinanza, le autorità federali eseguono in tal ambito anche la presente ordinanza. Esse consultano i Cantoni prima di prendere una decisione. La collaborazione dell'UFAM è retta dagli articoli 62a e 62b della legge federale del 21 marzo 19972 sull'organizzazione del Governo e dell'Amministrazione.
1 Introdotto dal n. II 19 dell'O del 2 feb. 2000 relativa alla legge federale sul coordinamento e la semplificazione delle procedure d'approvazione dei piani, in vigore dal 1° mar. 2000 (RU 2000 703).
Art. 16 Statistica federale della caccia
1 Ogni anno entro il 30 giugno i Cantoni comunicano all'UFAM l'effettivo delle più importanti specie animali cacciabili e protette, il numero degli animali uccisi e morti nonché gli animali protetti imbalsamati annunciati. Inoltre danno indicazioni sul numero dei cacciatori, sui mezzi ausiliari di caccia vietati che sono stati usati e sui mezzi impiegati per la prevenzione e il risarcimento dei danni causati dalla selvaggina.
2 In casi particolari, soprattutto quando l'effettivo di una specie aumenta o diminuisce fortemente, l'UFAM può esigere dai Cantoni altre informazioni statistiche ed emanare direttive sul censimento degli effettivi. Consulta previamente i Cantoni.
Art. 17 Ritiro dell'autorizzazione di caccia
L'UFAM consegna ogni anno ai Cantoni un elenco delle persone cui è stata ritirata l'autorizzazione di caccia giusta l'articolo 20 capoverso 1 della legge sulla caccia.
Art. 18 UFAM
1 L'UFAM vigila sull'esecuzione della legge sulla caccia.
2 Esso emana le disposizioni secondo l'articolo 10 capoversi 1 e 3 e l'articolo 11 capoverso 1.1
3 Esso stabilisce i modelli di geodati e i modelli di rappresentazione minimi per i geodati di base ai sensi della presente ordinanza per i quali è designato quale servizio specializzato della Confederazione nell'allegato 1 dell'ordinanza del 21 maggio 20082 sulla geoinformazione.3
1 Introdotto dal n. I 28 dell'O del 26 giu. 1996 sulla nuova attribuzione delle competenze decisionali nell'Amministrazione federale, in vigore dal 1° ago. 1996 (RU 1996 2243).
3 Introdotto dal n. 14 dell'all. 2 all'O del 21 mag. 2008 sulla geoinformazione, in vigore dal 1° lug. 2008 (RU 2008 2809).
Art. 18bis1Modifica degli elenchi di cui agli allegati 1 e 2
Se acquisisce nuove conoscenze sull'invasività delle specie animali o sulla loro propagazione naturale, dopo aver sentito i servizi federali coinvolti e gli ambienti interessati il Dipartimento adegua gli elenchi di cui agli allegati 1 e 2.
L'ordinanza d'esecuzione, del 7 giugno 19711, della legge federale su la caccia e la protezione degli uccelli è abrogata.
1 [RU 1971 851]
Art. 20 Modificazione del diritto vigente
1 Le mod. possono essere consultate alla RU 1988 517
La presente ordinanza entra in vigore il 1° aprile 1988.
(art. 8bis cpv. 2)
Specie animali non indigene la cui importazione e detenzione sono soggette ad autorizzazione
Cervo coda bianca
Pernice chukan
Ibridi fra animali selvatici e animali domestici che secondo l'articolo 86 dell'ordinanza del 23 aprile 20082 sulla protezione degli animali sono equiparati agli animali selvatici.
1 Introdotto dall'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).
Specie animali non indigene la cui importazione e detenzione sono vietate
Ibridi di rapace
RU 1988 517
1 RS 922.02 RS 814.013 RS 4554 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2012, in vigore dal 15 lug. 2012 (RU 2012 3683).

References: Art. 2

Art. 3

Art. 3

Art. 4

Art. 4

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 8

Art. 9

Art. 9

Art. 10

Art. 10

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 15

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 18

Art. 3

Art. 4

Art. 4
 Art. 4

Art. 61

Art. 6

Art. 81

Art. 8

Art. 9

Art. 101

Art. 10

Art. 10

Art. 10

Art. 12

Art. 15

Art. 18

Art. 2

Art. 3

Art. 3

Art. 4

Art. 4

Art. 4
 art. 4

Art. 5

Art. 61

Art. 6

Art. 7

Art. 81

Art. 8

Art. 9

Art. 9

Art. 101

Art. 10
 art. 4

Art. 10

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 15

Art. 15
 art. 62

Art. 16

Art. 17

Art. 18
 art. 10

Art. 18

Art. 2

Art. 3

Art. 3

Art. 4

Art. 4

Art. 4
 art. 4

Art. 5

Art. 61

Art. 6

Art. 7

Art. 81

Art. 8

Art. 9

Art. 9

Art. 101

Art. 10

Art. 10

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Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 15

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 18

Art. 20