Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/3554.1
Timestamp: 2020-08-10 16:13:17+00:00

Document:
REVOSax Landesrecht Sachsen - Pauschalförderungsverordnung – PauschVO
Pauschalförderungsverordnung
Vollzitat: Pauschalförderungsverordnung vom 15. Juli 1998 (SächsGVBl. S. 480), die durch Artikel 6 der Verordnung vom 7. Dezember 2001 (SächsGVBl. S. 732) geändert worden ist
Das jährlich zur Verfügung stehende Pauschalfördermittelvolumen ist um den Betrag für die Zuschläge für Ausbildungsplätze zu kürzen. Vom Rest sind zwei Anteile von jeweils 30 vom Hundert für Sockelbeträge und für Fachrichtungspauschalen sowie ein Anteil von 40 vom Hundert für Fallzahlpauschalen zu bilden. Diese Anteile verringern sich, wenn und soweit die Mittel zur Aufstockung von Jahrespauschalen bis zum Mindestbetrag nach § 11 Abs. 5 Satz 3 SächsKHG benötigt werden.
(2) Zur Ermittlung des Sockelwertes ist der Anteil für Sockelbeträge nach § 2 durch die Gesamtsumme der mit dem entsprechenden Sockelwertfaktor gewichteten Planbetten und tagesklinischen Plätze aller Krankenhäuser zu teilen. Der Sockelwertfaktor beträgt bei Planbetten 1,0 und bei tagesklinischen Plätzen 0,5.
(1) Die Fachrichtungspauschale für das einzelne Krankenhaus ist das Produkt aus dem Fachrichtungswert, dem Fachrichtungsfaktor und der Anzahl der vorgehaltenen Fachrichtungen. Hat ein Krankenhaus Fachrichtungen mit unterschiedlichen Fachrichtungsfaktoren, wird der Fachrichtungswert mit der Summe der mit dem entsprechenden Fachrichtungsfaktor gewichteten Fachrichtungen multipliziert.
(2) Zur Ermittlung des Fachrichtungswertes ist der Anteil für Fachrichtungspauschalen nach § 2 durch die Gesamtsumme der mit einem Fachrichtungsfaktor gewichteten Fachrichtungen aller Krankenhäuser zu teilen. Der Fachrichtungsfaktor beträgt 1,0, wenn eine Fachrichtung nicht als Belegabteilung geführt wird. Bei Belegabteilungen, die zehn oder mehr Betten vorhalten, beträgt der Fachrichtungsfaktor 0,5. Belegabteilungen, die weniger als zehn Betten vorhalten, bleiben unberücksichtigt.
(1) Die Fallzahlpauschale für das einzelne Krankenhaus ist das Produkt aus dem Fallwert, dem Fallwertfaktor und der Fallzahl. Hat ein Krankenhaus stationäre und teilstationäre Fälle, wird der Fallwert mit der Summe der mit dem entsprechenden Fallwertfaktor gewichteten stationären und teilstationären Fälle multipliziert.
(3) Als Fälle des einzelnen Krankenhauses sollen die stationären und teilstationären Fälle des Vorvorjahres zugrunde gelegt werden. Maßgebend soll dabei die Fallzahl sein, die bei der Pflegesatzvereinbarung oder Pflegesatzfestsetzung für das Krankenhaus als Kalkulationsgrundlage verwendet wurde; interne Verlegungen bleiben unberücksichtigt.
Der Zuschlag zur Jahrespauschale nach § 11 Abs. 6 SächsKHG beträgt 100 DM für jeden Ausbildungsplatz.
(1) Abweichend von §§ 1 bis 6 kann ein anderer Betrag als Jahrespauschale festgelegt werden, soweit dies zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses unter Berücksichtigung seiner im Feststellungsbescheid nach § 7 Abs. 1 SächsKHG bestimmten Aufgaben notwendig oder ausreichend ist. § 11 Abs. 5 Satz 3 SächsKHG bleibt unberührt.
(2) Wird ein Krankenhaus erstmals in den Krankenhausplan aufgenommen, erfolgt die Berechnung der Fallzahlpauschale nach § 5 in den ersten beiden Jahren auf der Grundlage der vorauskalkulierten Fallzahl für das erste Jahr. Liegen diese Daten für das erste Jahr noch nicht vor, werden die Daten vergleichbarer Krankenhäuser zugrunde gelegt.
Der Sockelwert nach § 3 Abs. 2 Satz 1, der Fachrichtungswert nach § 4 Abs. 2 Satz 1 und der Fallwert nach § 5 Abs. 2 Satz 1 werden jährlich im Sächsischen Amtsblatt veröffentlicht.
SächsGVBl. 1998 Nr. 17, S. 480
Fsn-Nr.: 252-2.1
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/3554.1 Stand vom 10.08.2020

References: § 11
 § 2
 § 2
 § 11
 § 7
 § 11
 § 5
 § 3
 § 4
 § 5