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Timestamp: 2018-09-18 23:12:27+00:00

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Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen Deutschland, Hamburg: Auftragsbekanntmachung - arcguide.de
– – Dienstleistungen – Auftragsbekanntmachung – Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
Deutschland-Hamburg: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2018/S 162-370521
Kontaktstelle(n): Evermann, Michael
Telefon: +49 40428231386
E-Mail: ausschreibungen@fb.hamburg.de
Fax: +49 40427310686
Hauptadresse: http://www.hamburg.de/fb/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://fbhh-evergabe.web.hamburg.de/evergabe.Bieter/DownloadTenderFiles.ashx?subProjectId=3pQLQsX09Ys%3d
Begleitung der kontinuierlichen Verkehrsentwicklungsplanung in Hamburg
Referenznummer der Bekanntmachung: 2018000529
Ziel der Verkehrsentwicklungsplanung ist es, eine mittel- bis langfristige Strategie zur Steuerung des gesamtstädtischen Straßen- und Schienenverkehrs und des Mobilitätsverhaltens zu entwickeln. Die Auftragnehmer werden in enger Abstimmung mit dem Amt für Verkehr und Straßenwesen für die Erarbeitung des strategischen Handlungskonzepts (Verkehrsentwicklungsplan) und für die parallele Entwicklung und Umsetzung eines Kommunikations- und Beteiligungskonzepts verantwortlich sein. Der Auftrag wird in 2 Losen vergeben.
Maximale Anzahl an Losen, die an einen Bieter vergeben werden können: 1
Begleitung der kontinuierlichen Verkehrsentwicklung: Erarbeitung des strategischen Handlungskonzeptes mit begleitender Öffentlichkseitsarbeit und -beteiligung (Los 1)
Los 1 umfasst 7 Arbeitspakete.
AP 1: Grundlagenanalyse
Das AP 1 umfasst die Untersuchung und Zusammenstellung sämtlicher Planungen und Planungsgrundlagen, die für die folgenden Schritte der erforderlich sind. Eine wesentliche Aufgabe ist die Integration verschiedener Maßnahmen aus vorliegenden Konzepten und sektoralen Planungen im Verkehrsbereich und anderer Fachplanungen. Dazu gehört auch die Darstellung von Abhängigkeiten, Wechselwirkungen, Inkonsistenzen und fehlender oder zu vertiefender Themenbereiche.
AP 2: Zustandsanalyse und Herausforderungen
Aufbauend auf den in AP 1 erarbeiteten Erkenntnissen und Informationen dient dieses AP dazu, das heutige Verkehrsgeschehen und die zukünftige Verkehrsentwicklung zu beschreiben, mit den Zielen zu vergleichen und daraus bestehende Defizite und zukünftige Herausforderungen abzuleiten.
AP 3: Entwicklung und Bewertung von Maßnahmen und Szenarien
Auf Basis der in AP 2 dargestellten Handlungserfordernisse sollen in diesem AP Maßnahmen ausgewählt sowie Maßnahmenpakete und Szenarien entwickelt werden, die einen möglichst hohen Beitrag zur Zielerreichung versprechen. Die Maßnahmen und Szenarien sind hinsichtlich ihrer Wirkungen sowie ihrer Wechselwirkungen untereinander zu prüfen und zu bewerten. Für die Berechnung der Maßnahmeneffekte wird das gesamtstädtische, feinräumige Verkehrsmodell als zentrales Werkzeug zur Verfügung stehen (Die Modellierung selbst ist nicht Teil des Auftrags). In Abstimmung mit der Auftraggeberin ist zu entscheiden, welche Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpakete mit Hilfe des Verkehrsmodells simuliert und bewertet werden sollen und welche Maßnahmen einer qualitativen Wirkungsabschätzung unterzogen werden sollen.
AP 4: Erarbeitung des strategischen Handlungskonzepts inkl. Umsetzungsstrategie
Auf Basis der in AP 3 erfolgten Bewertung sowie der Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens ist in Abstimmung mit der AG und den relevanten Projektbeteiligten und Entscheidungsträgern ein Zielszenario zu bestimmen. Dieses Zielszenario bildet die Grundlage für das strategische Handlungskonzept, das aus einem kurz- bis mittelfristiges Maßnahmenprogramm für einen Zeitraum von ca. 5 Jahren und einem mittel- bis langfristigen Maßnahmenprogramm besteht.
AP 5: Dokumentation des Verfahrens und der Ergebnisse
Alle Arbeitspakete, die dazugehörigen Arbeitsschritte und (Zwischen-)Ergebnisse sind vollständig und gut verständlich zu dokumentieren. Die Dokumentation soll den VEP-Prozess für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar machen.
AP 6: Evaluation des Verfahrens und der Wirkungen
Zu diesem AP gehören zum einen die kontinuierliche Evaluation der Arbeitsabläufe des VEP-Prozesses sowie die Bündelung der Erkenntnisse und Erfahrungen für den zukünftigen Planungsprozess (Erfahrungstransfer). Zum anderen soll ein anwendungsorientiertes Konzept für die Wirkungsevaluation entwickelt werden, das in der Phase der Umsetzung die Wirkungs- bzw. Zielerreichungskontrolle und das Monitoring der Umsetzung ermöglichen und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Zielabweichungen oder Verzögerungen enthält. Außerdem soll ein Fahrplan für die Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung der VEP erstellt werden.
AP 7: Kommunikation und Beteiligung
Das AP 7 beinhaltet die Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes für die Information und Beteiligung aller Stakeholder (politische Gremien, Behörden und Ämter, Bezirke, Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Verkehr, Wirtschaft und Stadtgesellschaft) sowie der Bürgerinnen und Bürger in enger Abstimmung mit der AG.
Qualitätskriterium – Name: Konzept / Gewichtung: 60
Qualitätskriterium – Name: Präsentation / Gewichtung: 15
Kostenkriterium – Name: Preis / Gewichtung: 25
Beginn: 15/03/2019
Ende: 15/03/2022
Eine Verlängerung des Auftrags um maximal ein Jahr kann erfolgen, wenn sich im Bearbeitungsprozess Verzögerungen ergeben, die der Auftraggeber zu verantworten hat. Für Gründe die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat (z. B. verzögerte behördliche Abstimmung, Verzögerungen in der Bürgerbeteiligung), sind Schadenersatzansprüche gegen die Auftraggeberin ausgeschlossen.
Zum Verhandlungsverfahren zugelassen werden die 3 bis 5 Teilnahmeanträge mit den höchsten Bewertungen nach Punkten. Insgesamt können für Los 1 max. 70 Punkte erreicht werden.
1) Einschlägigkeit der Referenzen (max. 40 Punkte)
Bewertung der detaillierten Referenzbeschreibungen (siehe III.1.3, Nr. 10) im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung mit dem ausgeschriebenen Auftrag. Die Bewertung erfolgt getrennt für die Bereiche:
a) Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung (2 Referenzen, max. 10 Punkte je Referenz);
b) Kommunikation und Beteiligung, bestenfalls im Rahmen von öffentlichen Planungsverfahren (2 Referenzen, max. 10 Punkte je Referenz).
2) Qualifikation, Erfahrungen und Kenntnisse des Projektteams (max. 30 Punkte)
Bewertung der Angaben zum Projektteam (siehe III.1.3, Nr. 11) im Hinblick auf die Anforderungen des Auftrags. Die Bewertung erfolgt getrennt für die Bereiche:
a) Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung, max. 20 Punkte);
b) Kommunikation und Beteiligung, max. 10 Punkte).
Begleitung der kontinuierlichen Verkehrsentwicklungsplanung in Hamburg: Steuerung und Koordination des Verfahrens (Los 2)
Los 2 umfasst 2 Arbeitspakete (AP):
AP 1: Steuerung des Verfahrens
Das AP 1 umfasst die organisatorischen Aufgaben der Projektsteuerung wie die Zeit- und Aufgabenplanung, die Koordination und Nachverfolgung von Teilaufgaben, die Fristsetzung sowie die organisatorische Vor- und Nachbereitung von Terminen. Zu den Aufgaben gehört außerdem, die Auftraggeberin laufend über den Fortgang des Verfahrens zu informieren, Entscheidungen rechtzeitig herbeizuführen und auf Hindernisse oder Verzögerungen hinzu-weisen und entsprechende Lösungsvorschläge zu entwickeln.
AP 2: Koordination aller Projektbeteiligten
Das AP 2 beinhaltet die Koordination der Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten und verwaltungsinternen und -externen Stellen aus Hamburg und dem Umland. Dazu gehören die Projektbearbeiter (VEP-Projektteam der BWVI und alle Auftragnehmer), die VEP-Arbeitsgruppe, der Mobilitätsbeirat und alle sonstigen planungsrelevanten Stellen in Hamburg und im Umland.
Qualitätskriterium – Name: Konzept / Gewichtung: 40
Qualitätskriterium – Name: Präsentation / Gewichtung: 30
Kostenkriterium – Name: Preis / Gewichtung: 30
Eine Verlängerung des Auftrags um maximal 1 Jahr kann erfolgen, wenn sich im Bearbeitungsprozess Verzögerungen ergeben, die der Auftraggeber zu verantworten hat. Für Gründe die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat (z. B. verzögerte behördliche Abstimmung, Verzögerungen in der Bürgerbeteiligung), sind Schadenersatzansprüche gegen die Auftraggeberin ausgeschlossen.
Zum Verhandlungsverfahren zugelassen werden die 3 bis 5 Teilnahmeanträge mit den höchsten Bewertungen nach Punkten. Insgesamt können für Los 2 max. 30 Punkte erreicht werden.
1) Einschlägigkeit der Referenzen (max. 20 Punkte): Bewertung der detaillierten Referenzbeschreibungen (siehe III.1.3, Nr. 10) anhand der Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung mit dem ausgeschriebenen Auftrag insbesondere hinsichtlich der erbrachten Leistungen im Bereich der Steuerung und Koordination von Projekten mit Verkehrsbezug oder im Rahmen von öffentlichen Planungsverfahren (max. 10 Punkte je Referenz);
2) Qualifikation, Erfahrungen und Kenntnisse des Projektteams bzw. des Projektbearbeiters (max. 10 Punkte)
Bewertung der Angaben zum Projektteam bzw. zum Projektbearbeiter (siehe III.1.3, Nr. 11) im Hinblick auf die Anforderungen des Auftrags insbesondere hinsichtlich der Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Steuerung und Koordination von Projekten mit Verkehrsbezug oder im Rahmen von öffentlichen Planungsverfahren, bestenfalls in Hamburg.
Die nachfolgend geforderten Erklärungen und Nachweise sind in der aufgeführten Reihenfolge vorzulegen. Darüber hinausgehende Informationsunterlagen sind nicht erwünscht. Fremdsprachige Bescheinigungen bedürfen einer Übersetzung in die deutsche Sprache.
Für den Fall, dass die Bewerberin oder der Bewerber beabsichtigt, sich bei der Erfüllung des Auftrages der Kapazitäten anderer Unternehmen zu bedienen (Unterauftrag, Bietergemeinschaft), so sind auch für diese Unternehmen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zu diesen bestehenden Verbindungen, die nachfolgend unter 2., 3. und 4. genannten Erklärungen und Nachweise vorzulegen.
Die Nachweise zu der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit (siehe Ziffer III.1.3) sind an das Konsortium in seiner Gesamtheit anzulegen. Das bedeutet, es ist grundsätzlich ausreichend, wenn ein oder mehrere Mitglieder die geforderten Nachweise beibringen und damit das gesamte Leistungsspektrum abdecken. Fehlende Unterlagen können zum Ausschuss führen.
1) Ausgefüllter Fragenkatalog (im Bieterportal auszufüllen);
2) Unterschriebene Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit. Die Angaben werden ggf. von der Vergabestelledurch eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister nach § 150a Gewerbeordnung (GewO) überprüft; von ausländischen Bietern wird ggf. eine gleichwertige Bescheinigung ihres Herkunftslandes gefordert;
3) Unterschriebene Eigenerklärung zur Tariftreue und zur Zahlung eines Mindestlohnes gemäß § 3 Hamburgisches Vergabegesetz;
4) Unterschriebene Erklärung zur Nichtanwendung der „Scientology“ Technologie von L. Ron Hubbard;
5) Falls zutreffend: Unterschriebene Erklärung zur Bietergemeinschaft. Der bevollmächtigte Vertreter, der die Bietergemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt, ist zu benennen. Im Fragenkatalog ist in diesem Fall zudem darzustellen, welche Teilleistungen durch welche Unternehmen erbracht werden sollen;
6) Falls zutreffend: Bei Juristischen Personen und anderen im Handelsregister einzutragenden Rechtsformen ist ein aktueller Handelsregisterauszug beziehungsweise eine gleichwertige Bescheinigung des Herkunftslandes(nicht älter als 3 Monate) einzureichen.
7. Angaben über den Gesamtumsatz des Bewerbers: Bewerber, die später ein Angebot für Los 1 abgeben wollen, geben den Gesamtumsatz für die Bereiche Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung sowie Kommunikation/Beteiligung an. Bewerber, die später ein Angebot für Los 2 abgeben wollen, geben den Gesamtumsatz für den Bereich Verfahrenssteuerung/-koordinierung an. Die Umsatzzahlen beziehen sich jeweils auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Angabe getrennt nach Jahren).
Die geforderten Unterlagen sind jeweils mit der hier vorgegebenen Nummerierung zu kennzeichnen, sodass eindeutig erkennbar ist, welche Informationen zu welcher Anforderung gehören. Nicht eindeutig zuzuordnende sowie über das angegebene zulässige Maß hinausgehende Unterlagen werden nicht bei der Wertung des Teilnahmewettbewerbs berücksichtigt.
8) Allgemeine Büroinformationen (Anzahl der Mitarbeiter/-innen, inhaltliches Profil des Unternehmens etc.). Bewerber, die später für Los 1 ein Angebot abgeben wollen, haben das Unternehmen bzw. das Konsortium im Hinblick auf den Bereich Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung und den Bereich Kommunikation/Beteiligung vorzustellen. Bewerber, die später ein Angebot für Los 2 abgeben wollen, haben das Unternehmen im Hinblick auf den Bereich Verfahrenssteuerung/-koordinierung vorzustellen. Die Unterlagen zu Nr. 8 dürfen einen maximalen Umfang von 2 Seiten DIN A4, Schriftgröße 11 (bei Bietergemeinschaften je 2 Seiten pro Mitglied) nicht überschreiten;
9) Referenzliste: Es ist eine Liste der wesentlichen in den letzten fünf Jahren erbrachten Leistungen ähnlicher Art und möglichst ähnlichen Umfangs vorzulegen. Die Referenzliste ist thematisch zu trennen. Bewerber, die später für Los 1 ein Angebot abgeben wollen, haben Referenzen für den Bereich Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung und den Bereich Kommunikation/Beteiligung einzureichen. Bewerber, die später für Los 2 ein Angebot abgeben wollen, haben Referenzen für den Bereich Verfahrenssteuerung/-koordinierung einzureichen. Bei diesen aussagefähigen Referenzen sind jeweils die Aufgabenstellung, der Auftragswert, der Leistungszeitraum sowie der Auftraggeber (inkl. Ansprechperson und Kontaktdaten) der erbrachten Dienstleistungen und ggf. Konsortialpartner oder Unterauftragnehmer zu nennen;
10) Detaillierte Referenzbeschreibungen: Aus den Referenzlisten (siehe Nr. 9) sind jeweils die 2 wichtigsten Referenzen jedes Bereichs detailliert zu beschreiben. Diese Referenzbeispiele sind jeweils auf max. 2 Seiten DIN A4 (Schriftgröße 11) vorzustellen. Dabei sollte insbesondere auf die Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung mit der hier ausgeschriebenen Leistung, die wesentlichen Handlungsfelder sowie auf besondere Schwierigkeiten und Erfolge eingegangen werden;
11) Projektteam: Vorstellung der im Falle der Zuschlagserteilung vorgesehenen, verantwortlichen Mitarbeiter/innen (Namen, berufliche Qualifikationen, Dauer der Berufstätigkeit und Unternehmenszugehörigkeit, Stellvertretungsregelung, Arbeitsteilung, Mitwirkung an Referenzprojekten). Diese Vorstellung erfolgt je Bereich (Los 1: Verkehrsplanung/Verkehrsentwicklungsplanung und Kommunikation/Beteiligung; Los 2: Steuerung/Koordination) auf max. 2 Seiten DIN A4 (Schriftgröße 11).
Tag: 24/09/2018
Tag: 08/10/2018
Ein Bewerber kann nur für ein Los am Verhandlungsverfahren teilnehmen. Welchem Los sein Teilnahmeantrag gilt, ist im Fragenkatalog anzugeben. Gleichwohl besteht die Möglichkeit einer Priorisierung der Lose. Das heißt, ein Bewerber kann mit seinem Teilnahmeantrag Unterlagen für beide Lose einreichen und angeben, für welches Los die Teilnahme am Verhandlungsverfahren favorisiert wird. Sofern die Auswahl für das favorisierte Los nicht auf den Bewerber fällt, nimmt er mit den entsprechenden Unterlagen automatisch am Auswahlverfahren für das andere (nicht favorisierte) Los teil. Potentielle Bewerber, welche mit ihren Kapazitäten grundsätzlich die Leistungen beider Lose erbringen können, bleibt somit – bei einer Absage – die Möglichkeit erhalten, sich am Verfahren für das jeweils andere Los zu beteiligen.
Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheit der Unternehmen/ Bewerber/ Bieter sowie auf die Präklusionsregelung gemäß § 160 Abs. 3 S.1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin. § 160 Abs. 3 S. 1 GWB lautet: Der Antrag (auf Nachprüfung) ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat;
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung benannten Fristen zur Angebotsabgabe oder zur Bewertung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2GWB. § 134 Abs. 1 Satz 1 GWB bleibt unberührt.
Vereinigte Königreich, London: Dynamic purchasing system
Tschechische Republik, Prag: Auftragsbekanntmachung

References: § 150
 § 3
 § 160
 § 160
 § 135
 § 134