Source: https://www.fsm.de/de/unser-angebot
Timestamp: 2020-05-25 09:55:34+00:00

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FSM | Unser Angebot
Die FSM bietet für Unternehmen ein breites Angebot. Wir helfen bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben und helfen bei der Alters­einstufung von Angeboten z.B. mit einem einfach zu nutzenden Alters­klassifizie­rungs­system. Die FSM unterstützt außerdem bei der Bewertung von rechtlichen, technischen und päd­agogischen Sach­verhalten. Wir beraten die Mitglieder individuell und bieten Ihnen Zugang zu neuen Entwicklungen und Möglich­keiten im Jugend­schutz­bereich. Außerdem bieten wir einen Gutachter­service an und vergeben Prüfsiegel.
Die FSM kann als Jugend­schutz­beauftragter ein­gesetzt werden. Eine breite Palette an Fortbildungs- und Veranstaltungs­angeboten komplettiert das Port­folio. Unternehmen können mit Hilfe der FSM einen wichtigen Beitrag für ihre Corporate Social Res­pon­sibility leisten und z.B. unsere zahl­reichen Projekte zur Medien­bildung von Kindern, Eltern und Lehrern unterstützen.
Sie wollen Ihre Inhalte nur bestimmten Alters­gruppen zu Ver­fügung stellen, wissen aber nicht nach welchen Kriterien Sie ein Alters­veri­fikations­­system auswählen sollen?
Selbst­regulierung und Privi­legierung
Die Mitglied­schaft bei der FSM hat den großen Vorteil, dass bei Streitig­keiten mit der staat­lichen Aufsicht zuerst die FSM eingeschaltet wird und direkte Sank­tionen gesetzlich ausge­schlossen sind.
Anbieter von Jugendschutzprogrammen bzw. technischen Jugendschutzlösungen können diese der FSM zur Anerkennung vorlegen.
EU und Inter­nationales
Welche Alters­stufen sind in Däne­mark relevant? Wer ist zuständig für Zu­lassung und Aufsicht von Video-on-Demand-Angeboten in Groß­britannien?
Gutachter­kommission / Prüfsiegel
Die Gutachter­kommission ist an Angebot für FSM-Mitglieder, um juristische, technische oder medien­wissen­schaftliche Sach­verhalte klären zu lassen.
Beschwerde­ausschuss
Grundsätzlich wird jede Beschwerde, die bei der FSM eingeht zunächst von den Mit­arbeitern der Beschwerde­stelle gesichtet.
Jugend­schutz­beauftragter
Geschäfts­mäßige Anbieter von allgemein zugänglichen Tele­medien, die entwicklungs­beein­trächtigende oder jugend­gefährdende Inhalte enthalten, sowie An­bieter von Such­maschinen müssen einen Jugend­schutz­beauftragten bestellen.
Sie wollen Ihre Inhalte nur bestimmten Altersgruppen zu Verfügung stellen, wissen aber nicht nach welchen Kriterien Sie ein Altersverifikationssystem auswählen sollen? Ihre Kollegen aus der Produktentwicklung wollen ein neues Features vorstellen, kennen aber die gesetzlichen Jugendschutzvorgaben nicht? Oder sind Sie ein kleines Unternehmen, das die gesetzliche Pflicht für einen Jugendschutzbeauftragten erfüllen will, wissen aber nicht, wen Sie dafür einsetzen sollen? Die FSM steht Ihren Mitgliedern als kompetenter Ansprechpartner für alle Bereiche des Jugendmedienschutzes zur Verfügung. Wir beraten Sie bei der Erfüllung nationaler und internationaler Jugendschutzvorgaben, bei der Produktentwicklung und der Gestaltung Ihrer Angebote. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft oder kontaktieren Sie die Geschäftsstelle.
Die Mitgliedschaft bei der FSM hat den großen Vorteil, dass bei Streitigkeiten mit der staatlichen Aufsicht zuerst die FSM eingeschaltet wird und direkte Sanktionen gesetzlich ausgeschlossen sind. Die FSM ist seit 2005 eine staatlich anerkannte Freiwillige Selbstkontrolleinrichtung und damit Teil des in Deutschland geltenden Systems der regulierten Selbstregulierung. Anerkannte Selbstkontrollen haben eine Pufferfunktion zwischen staatlicher Aufsicht und den Mitgliedsunternehmen inne. Von dieser sogenannten Privilegierungswirkung profitieren alle ordentlichen FSM-Mitglieder. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft
Eignungsanforderungen Jugendschutzprogramme
Anerkennungsprozess der FSM
Anbieter von Jugendschutzprogrammen bzw. technischen Jugendschutzlösungen können diese seit 1. Oktober 2016 anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle wie der FSM zur Anerkennung vorlegen. Bei Positivbewertung wird ein Gütesiegel vergeben, das Nutzer auf gute Angebote aufmerksam macht. Unternehmen können dadurch aus der Masse an Produkten herausstechen und ihre Verbreitung erhöhen.
Mithilfe von Jugendschutzprogrammen können Eltern steuern, welche Inhalte ihre Kinder sehen können. Es gibt ganz verschiedene Arten solcher Programme. Manche werden auf dem PC installiert und lassen sich individuell für jeden Nutzer konfigurieren, um nur den Zugang zu geeigneten Inhalten freizugeben. Andere funktionieren innerhalb geschlossener Systeme, wie z.B. in Spielkonsolen oder Video-on-Demand-Diensten. Einige Systeme sind für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen gedacht, wiederum andere richten sich besonders an Eltern mit Kindern in einem bestimmten Alter. Auch die Zugangssteuerung über den Router oder auf der Ebene des Internet-Providers ist denkbar.
Die FSM prüft das System anhand der gesetzlichen Grundlage (§ 11 Abs. 1 des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages – JMStV) und berücksichtigt dabei auch die von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erarbeiteten Kriterien. Bei der Entscheidung hat die FSM einen Beurteilungsspielraum und kann so für jeden Einzelfall individuell bewerten, ob ein Jugendschutzprogramm für seine vorgesehene Verwendung geeignet ist.
Erfüllt ein Jugendschutzprogramm alle Kriterien, vergibt die FSM ein Gütesiegel, das Eltern zeigt, worum es sich bei diesem Tool handelt.
So unterschiedlich Jugendschutzprogramme auch sein können, einige Anforderungen müssen alle erfüllen:
Einen altersdifferenzierten Zugang zu Inhalten bieten: Eltern können eine Altersstufe wählen und einstellen. Anhand dieser Einstellung sind Inhalte und Angebote verfügbar oder gesperrt.
Alterskennzeichen auslesen: Anbieter von Onlineinhalten können ihren Angeboten eine technische Alterskennzeichnung zuordnen. Diese Bewertung wird vom Jugendschutzprogramm genutzt, um zu entscheiden, ob der jeweilige Inhalt verfügbar ist.
Vor beeinträchtigenden Inhalten schützen: Nicht alle Websites oder anderen Onlinemedien sind für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen geeignet. Jugendschutzprogramme müssen in der Lage sein, anhand der von den Eltern vorgenommenen Einstellung zuverlässig zu erkennen, ob ein Angebot für Kinder und Jugendliche der betreffenden Altersstufe beeinträchtigend oder sogar schädlich sein kann.
Dem Stand der Technik entsprechen: Das Programm muss sich fortschrittlicher Methoden bedienen, um Kinder und Jugendliche wirksam vor problematischen Inhalten zu schützen und ihnen gleichzeitig die für sie gedachten und geeigneten Inhalte nicht vorzuenthalten. Aufwand und Nutzen müssen dabei in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Benutzerfreundlich zu verwenden sein: Aller Erfahrung nach werden Tools, die kompliziert oder unübersichtlich zu bedienen sind, nur selten aktiviert. Deshalb ist die Nutzerfreundlichkeit wichtig bei der Entscheidung, ob ein Jugendschutzprogramm für die Verwendung durch Eltern geeignet ist.
Die individuellen Anforderungen an ein Jugendschutzprogramm hängen stark davon ab, für welche Plattform es gedacht ist und für welche Altersstufen es verwendet werden soll. Die Kriterien der KJM geben einen ersten Überblick über mögliche Prüfpunkte. Im Rahmen des Bewertungsverfahrens bei der FSM erstellen wir für jedes zu prüfende Jugendschutzprogramm einen individuellen Bewertungsplan und machen den Anbieter des Tools vor Beginn der Prüfung mit den Anforderungen vertraut.
Welche anerkannten Jugendschutzprogramme gibt es?
Im Bereich der geschlossenen Systeme nach § 11 Abs. 2 JMStV hat die FSM bislang die Jugendschutzfunktionen von Netflix positiv bewertet.
Möchten Sie mehr über Jugendschutzprogramme oder das Bewertungsverfahren der FSM wissen? Sprechen Sie uns sehr gern jederzeit dazu an!
Welche Altersstufen sind in Dänemark relevant? Wer ist zuständig für Zulassung und Aufsicht von Video-on-Demand-Angeboten in Großbritannien? Wie kann Erwachsenenunterhaltung in Polen online rechtskonform angeboten werden? Welche Werbebeschränkungen gibt es in Österreich? Wie lassen sich die Jugendschutzkriterien für Filme in den USA in Einklang bringen mit denen in Deutschland?
Unser Ziel ist es, unsere Mitglieder auch bei speziellen Fragen zum Jugendmedienschutz außerhalb Deutschlands umfassend und präzise zu beraten und sie mit Fachleuten für den jeweiligen Markt in direkten Kontakt zu bringen. Wir verfügen hierfür über ein breites Netzwerk an Experten aus Wissenschaft und Praxis, mit denen wir zum Teil bereits seit vielen Jahren intensiv und vertrauensvoll kooperieren.
Seit Gründung der FSM arbeiten wir mit staatlichen und privatwirtschaftlichen Stellen aus der ganzen Welt eng zusammen, sei es im Beschwerdestellennetzwerk INHOPE, als Partner in internationalen Projekten wie z.B. MIRACLE oder als Experte für Selbstregulierung und Jugendschutz online bei Initiativen wie der ICT Coalition und der CEO Coalition to Make the Internet a Better Place for Children.
Die FSM bringt sich in die Diskussionen der EU rund um den Umgang mit illegalen Onlineinhalten ein.
Mitgliedern der FSM bieten wir Zugang zu aktuellen Themen und Ergebnissen internationaler Konferenzen und Studien, die Beantwortung von jugendschutzrelevanten Fragen rechtlicher, technischer und pädagogischer Art mit Bezug zu anderen Ländern und die Möglichkeit des Austausches mit Ansprechpartnern aus aller Welt.
Die Gutachterkommission ist an Angebot für FSM-Mitglieder, um juristische, technische oder medienwissenschaftliche Sachverhalte klären zu lassen. Die rechtlichen Vorgaben für den Jugendmedienschutz sind komplex und oft lassen sich entsprechende Fragestellungen kaum ohne Berücksichtigung einer technischen Komponente oder Fragen der Medienwirkungsforschung beantworten. Solche interdisziplinären Fragen in Gutachtenform beantworten zu lassen, kann ausgesprochen kostspielig und zeitintensiv sein, wenn es Unternehmen überhaupt gelingt, einen geeigneten Gutachter zu finden. FSM-Mitgliedern bietet sich daher ein einzigartiger Service. Die Kommission besteht aus einem großen Pool an Experten, die für jeden Einzelfall individuell zusammengestellt werden. Sie erhalten ein schriftliches Gutachten, das speziell auf die Anforderungen des Auftraggebers eingeht. Prüfmaßstab des Gutachtens sind die Vereinsdokumente der FSM sowie der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und die Satzungen und Richtlinien nach § 19 Abs. 2 JMStV. Weitere Informationen zum Verfahren können dem Statut der Gutachterkommission entnommen werden.
Je nach Art und Umfang erfolgt die Begutachtung im Online- oder im Face-to-Face-Verfahren. Die Kosten für die Inanspruchnahme der Gutachterkommission ergeben sich aus der Gebührenordnung.
Online-Verfahren 700 Euro
Face-to-Face-Verfahren ab 2.500 €
Sind klar abgrenzbare Inhalte (Webinhalte, technische Systeme) Gegenstand der Begutachtung durch die Gutachterkommission und stehen die geprüften Inhalte vollständig im Einklang mit FSM-Vereinsdokumenten und gesetzlichen Anforderungen, kann ein Prüfsiegel erteilt werden, mit dem das Unternehmen anschaulich auf die Rechtskonformität hinweisen kann. Internetnutzer können damit auf einen Blick einschätzen, ob eine Website oder ein Altersverifikationssystem nach Auffassung der FSM den deutschen jugendmedienschutzrechtlichen Vorgaben sowie den Vereinsdokumenten der FSM entspricht. Ihr Vertrauen in das Internetangebot kann auf diese Weise weiter gestärkt werden.
Erhält das Mitgliedsunternehmen das Prüfsiegel, so veröffentlicht es das Logo in unmittelbar räumlichem Zusammenhang mit dem Begutachtungsgegenstand und dokumentiert auf diese Weise die Qualität seines Angebots im Hinblick auf den Jugendmedienschutz. In einem ergänzenden Informationstext, zu dem direkt vom Prüfsiegel-Logo verlinkt wird, wird der Internetnutzer zugleich transparent über die Art und den Umfang der Begutachtung unterrichtet.
Vergebene Prüfsiegel
Prüfsiegel für Sky Deutschland GmbH
Der FSM-Gutachterausschuss hat am 27. September 2018 entschieden, dass das von der Sky Deutschland GmbH erstellte „Konzept zur Altersverifikation und Übermittlung eines Generalschlüssels (18+PIN) für eine geschlossene Benutzergruppe nach § 4 Abs. 2 Satz 2 JMStV“ die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt, im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht und somit das FSM-Prüfsiegel erhält. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung (einmalige Identifikation des Nutzers und Überprüfung der Volljährigkeit) und Authentifizierung (des Nutzers bei jedem Nutzungsvorgang). In die Beurteilung einbezogen waren zudem Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung sowie Missbrauchspotentiale. Das Konzept der Sky Deutschland GmbH nutzt für den Schritt der Identifizierung und Altersverifikation im persönlichen Kontakt das „SOFORT Ident“-Verfahren der SOFORT GmbH, welches von der FSM-Gutachterkommission sowohl als vollständiges AVS als auch als jugendmedienschutzkonformes Modul für Altersverifikation eingestuft worden ist. Zentrales Element des AVS der Sky Deutschland GmbH ist auf der Stufe der Authentifizierung bei jedem Nutzungsvorgang die Übermittlung eines Generalschlüssels (18+ PIN) unmittelbar nach ausschließlich erfolgreichem Durchlaufen des „SOFORT Ident“-Verfahrens per SMS an die vorab geprüfte Mobilfunknummer des Nutzers in einem zweistufigen Prozess mit weiteren flankierenden Schutzmaßnahmen. Der Gutachterausschuss stellte fest, dass das Konzept eine hinreichend effektive Barriere schafft, um Minderjährige von der Nutzung der so gesicherten Angebote auszuschließen. Der FSM-Gutachterausschuss beurteilte das Gesamtsystem daher als vollständiges Altersverifizierungssystem im Sinne des § 4 Abs.2 S. 2 JMStV positiv.
Prüfsiegel für AVS-Konzept der SOFORT GmbH
Der FSM-Gutachterausschuss hat mit Entscheidung vom 24.03.2017 bestätigt, dass das Konzept der SOFORT GmbH für die Altersverifikation "SOFORT Ident" die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt und im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht und somit das FSM-Prüfsiegel erhält. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung (einmalige Identifikation des Nutzers und Überprüfung der Volljährigkeit) und Authentifizierung (bei jedem Nutzungsvorgang) von Einzelnutzern. In die Beurteilung einbezogen waren zudem Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung sowie Missbrauchspotentiale. Der Gutachterausschuss stellte fest, dass das Konzept eine hinreichend effektive Barriere schafft, um Minderjährige von der Nutzung der so gesicherten Angebote auszuschließen. Im Ergebnis hat der der FSM-Gutachterausschuss sowohl den Teilschritt Identifizierung als Modul für Altersverifikationssysteme als auch das Konzept zum Gesamtsystem „SOFORT Ident“ als vollständiges Altersverifizierungssystem im Sinne des § 4 Abs.2 S. 2 JMStV positiv bewertet.
Prüfsiegel für Sky Online-Konzept
Der FSM-Gutachterausschuss ist am 25.07.2015 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Auftraggeberin mit dem im Sky Online-Konzept beschriebenen Maßnahmen ausreichend Sorge dafür trägt, dass Kinder und Jugendliche der jeweils betroffenen Altersstufe für sie entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte üblicherweise nicht wahrnehmen können. Die Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) und den Verhaltenskodizes der FSM.
Prüfsiegel für HbbTV-Jugendschutz-Lösung der RTL Interactive GmbH
Der FSM-Gutachterausschuss ist in seiner Entscheidung vom 30. April 2015 zu dem Ergebnis gekommen, dass die RTL Interactive GmbH mit den im Jugendschutz-Konzept für die HbbTV-App „clipfish“ beschriebenen Maßnahmen Sorge dafür trägt, dass Kinder und Jugendliche der jeweils betroffenen Altersstufe für sie entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte üblicherweise nicht wahrnehmen können. Die Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) und den Verhaltenskodizes der FSM.
Insbesondere wird das im Konzept beschriebene System den Anforderungen der §§ 5 Abs. 3 Nr. 1 und Abs. 5 JMStV gerecht. Nach dem Konzept werden explizit an Kinder gerichtete Angebote nicht mit Inhalten vermischt, die für unter 14-Jährige entwicklungsbeeinträchtigend sind. Weiter genügen das eingesetzte Perso-Check-Verfahren zur Zugänglichmachung von Inhalten „ab 16 Jahren“ sowie die Vorkehrungen der Anbieterin gegen Weitergabe und Missbrauch der Zugangsdaten den rechtlichen Anforderungen an das zu erreichende Schutzniveau. Der Zugriff auf die Inhalte erfordert das vorherige Anlegen eines Benutzerkontos mit Abfrage der Personalausweisnummer. Die im Rahmen des Registrierungsprozesses durch den Nutzer selbst generierte PIN muss beim Abruf von Inhalten „ab 16“ stets erneut eingegeben werden, wobei die Ziffern während der Eingabe unkenntlich, d.h. nicht ablesbar, sind. Der Nutzer hat zudem die Möglichkeit, die PIN-Abfrage für Inhalte „ab 16“ generell zu deaktivieren, wenn er bestätigt, dass im Haushalt keine Minderjährigen unter 16 Jahren leben. Eine unzulässige Verschiebung der Verantwortlichkeit für dieses Zugangshemmnis vom Anbieter auf den Nutzer erfolgt dadurch aber nicht: In der Voreinstellungen ist die PIN-Abfrage stets aktiviert, sodass es eines aktiven Opt-Out des berechtigten und durch Perso-Check altersgeprüften Nutzes bedarf, um die PIN-Abfrage zu unterbinden. Die Deaktivierung der PIN ist nur im Browser über eine technisch mit „ab 16 Jahren“ gekennzeichnete Seite möglich und kann jederzeit rückgängig gemacht werden. Auch wenn die PIN-Abfrage deaktiviert worden ist, erscheint beim Zugriff auf Inhalte „ab 16“ in der HbbTV-App stets ein Fenster mit einem Jugendschutzhinweis und der Erinnerung, dass die PIN-Abfrage ausgeschaltet ist.
Prüfsiegel für AVS-Konzept für die GOLOTTO-Angebote der NeoLotto Ltd.
Der FSM-Gutachterausschuss ist in seiner Entscheidung vom 24. September 2014 zum Ergebnis gekommen, dass das Jugendschutzkonzept der NeoLotto Ltd. für die Vermittlung von Lotterieprodukten über die GOLOTTO-App die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt und im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht. Weiterhin kommt der FSM-Gutachterausschuss zu dem Schluss, dass mit diesem System der Ausschluss minderjähriger Spieler durch Identifizierung und Authentifizierung im Sinne des § 4 Abs. 5 Nr. 1 GlüStV gewährleistet wird. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung des Nutzers und der Authentifizierung beim jeweiligen Nutzungsvorgang.
Für die Teilnahme am Regelspielbetrieb ist die erfolgreiche Identifizierung und Volljährigkeitsprüfung mittels „SCHUFA Identitätscheck Jugendschutz“ oder „PostIdent“-Verfahren erforderlich. Zur Freischaltung des Nutzerkontos wird ein Code entweder mittels Mikroüberweisung oder per Einschreiben eigenhändig übermittelt. Vor Erhalt und Nutzung des Aktivierungscodes ist ein vorläufiges Spiel für die Dauer von 14 Tagen zu Lasten des Bankkontos oder der Kreditkarte des registrierten Nutzers mit einem begrenzten Einsatz möglich. Gewinne können in jedem Fall erst nach vollständiger Aktivierung des Nutzerkontos ausgezahlt werden.
Datenschutz-, vertrags-, urheber- und wettbewerbsrechtliche Bewertungen sind nicht in die Prüfung eingegangen.
Prüfsiegel für AVS-Konzept der Deutschen Telekom AG
Der FSM-Gutachterausschuss ist in seiner Entscheidung vom 18. November 2013 zu dem Ergebnis gekommen, dass das Konzept der Deutschen Telekom AG "ID-Pass – das Altersverifikationssystem der Deutschen Telekom" die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt und im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung von Einzelnutzern und der Authentifizierung beim jeweiligen Nutzungsvorgang. Das Konzept zum ID-Pass sieht unter Weiterentwicklung des bisher zum Einsatz gekommenen Systems „NetGate“ unter dem neuen Label „ID-Pass“ insgesamt fünf Möglichkeiten zur Identifizierung und Volljährigkeitsprüfung mittels Altersverifikation vor: das PostIdent-Verfahren, der Schufa Identitätscheck Premium, das PartnerIdent-Verfahren, die Identitäts- und Volljährigkeitsprüfung mittels neuem Personalausweis (ePerso) sowie im Rahmen des Online.Ident-Verfahrens. Je nach gewähltem Verfahren zur Identifizierung und Volljährigkeitsprüfung sind im Konzept zum ID-Pass unterschiedliche Möglichkeiten der Übermittlung bzw. Vergabe eines individuellen Authentifizierungsschlüssels vorgesehen, mit dem die zuvor identifizierten und als volljährig verifizierten Nutzer Zugang zur geschlossenen Benutzergruppe erhalten. Welche Zugangsdaten im Einzelnen dann vor jedem Nutzungsvorgang einzugeben sind, ist abhängig vom genutzten Endgerät und dem Status des Nutzers als Kunde mit oder ohne Dauerschulverhältnis zur Deutschen Telekom AG. Datenschutz-, vertrags-, urheber- und wettbewerbsrechtliche Bewertungen sind nicht in die Prüfung eingegangen, Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung sowie Missbrauchspotentiale sind demgegenüber einbezogen worden. Im Ergebnis hat der FSM-Gutachterausschuss das Konzept zum Gesamtsystem "ID-Pass" sowohl als Altersverifizierungssystem im Sinne des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV als auch als technisches Mittel im Sinne des § 5 Abs. 3 Nr. 1 JMStV positiv bewertet. Weiterhin kommt der FSM-Gutachterausschuss zu dem Schluss, dass mit diesem System der Ausschluss minderjähriger Spieler durch Identifizierung und Authentifizierung im Sinne des § 4 Abs. 5 Nr. 1 GlüStV gewährleistet werden kann.
Prüfsiegel für das AVS-Konzept der SOFORT AG (heute SOFORT GmbH)
Der FSM-Gutachterausschuss hat mit Entscheidung vom 23. Januar 2013 bestätigt, dass das Konzept der SOFORT AG für die Altersverifikation „SOFORT Ident – Verifizierung mit dem neuen Personalausweis“ die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt, im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht und somit das FSM-Prüfsiegel erhält. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung (einmalige Identifikation des Nutzers und Überprüfung der Volljährigkeit) und Authentifizierung dieses Nutzers bei jedem Nutzungsvorgang. In die Beurteilung einbezogen waren zudem Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung, sowie Missbrauchspotentiale. Zentrales Element dieses AVS ist die Nutzung der eID-Funktion des neuen Personalausweises. Identifizierung und Authentifizierung werden bei jedem Nutzungsvorgang erneut und vollständig durchgeführt. Der Gutachterausschuss stellte fest, dass das Konzept eine hinreichend effektive Barriere schafft, um Minderjährige von der Nutzung der so gesicherten Angebote auszuschließen. Das Zusammenfallen von Identifizierung und Authentifizierung steht der erforderlichen Zweistufigkeit nicht entgegen. Im Ergebnis hat der FSM-Gutachterausschuss sowohl das Konzept zum Gesamtsystem „SOFORT Ident – Verifizierung mit dem neuen Personalausweis“ als vollständiges Altersverifikationssystem, als auch den Teilschritt Identifizierung als Modul für Altersverifikationssysteme im Sinne des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV positiv bewertet.
Der FSM-Gutachterausschuss ist in seiner Entscheidung vom 30. April 2012 zu dem Ergebnis gekommen, dass das Konzept der Deutschen Telekom AG "Online.Ident / Direkt.Ident" für die Altersverifikation die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt und im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung (einmalige Identifikation des Nutzers und Überprüfung der Volljährigkeit) und Authentifizierung (bei jedem Nutzungsvorgang) von Einzelnutzern. Als zentrales Sicherheitsinstrument nutzt das System, das in dem von der FSM-Gutachterkommission geprüften Konzept beschrieben wird, die persönlichen Zugangsdaten für das Online-Banking. Zusätzlich erfolgt ein Datenabgleich mit den bei der SCHUFA hinterlegten Informationen (Identitätscheck Premium/Q-Bit). Urheberrechtliche sowie datenschutzrechtliche Bestimmungen waren nicht Teil der Begutachtung. In die Beurteilung einbezogen waren jedoch umfassende Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung sowie Missbrauchspotentiale. Der Gutachterausschuss stellte fest, dass das Konzept eine hinreichend effektive Barriere schafft, um Minderjährige von der Nutzung der so gesicherten Angebote auszuschließen. Im Ergebnis hat der FSM-Gutachterausschuss sowohl das Konzept zum Gesamtsystem "Online.Ident / Direkt.Ident" als vollständiges Altersverifizierungssystem im Sinne des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV, als auch den Teilschritt "Identifizierung Plus" als Modul für den Schritt der einmaligen Identifikation positiv bewertet.
Prüfsiegel für AVS-Konzept der Cybits AG
Der FSM-Gutachterausschuss ist in seiner Entscheidung vom 02. April 2008 zu dem Ergebnis gekommen, dass das Konzept der Cybits AG (Wiesbaden) für die Altersverifikation "[verify-U] II" die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags – insbesondere die des § 4 Abs. 2 S. 2 JMStV – erfüllt und im Einklang mit den Verhaltenskodizes der FSM steht. Die Begutachtung des vorgelegten Konzepts umfasste auftragsgemäß die jugendmedienschutzrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Bestandteile des AVS-Konzepts und beurteilte dabei vor allem die Gesetzeskonformität der durch die bisherige Spruchpraxis zu fordernden Schritte und technischen Abläufe im Rahmen der Identifizierung (einmalige Identifikation des Nutzers und Überprüfung der Volljährigkeit) und Authentifizierung (bei jedem Nutzungsvorgang) von Einzelnutzern. Urheberrechtliche sowie datenschutzrechtliche Bestimmungen waren nicht Teil der Begutachtung. In die Beurteilung einbezogen waren jedoch umfassende Abwägungen im Hinblick auf Möglichkeiten der Umgehung sowie Missbrauchspotentiale, sowie die sich aus vorhersehbaren von dritter Seiter veranlassten Modifizierungen im Identifikationsverfahren möglicherweise ergebenden Sicherheitslücken. Auf der Grundlage der im Januar 2008 von der Cybits AG bei der FSM eingereichten "Beschreibung des Altersverifikationssystems [verify-U] II" prüfte der Gutachterausschuss die Konformität des Systems mit den Anforderungen des Jugendmedienschutzstaatsvertrages fu¨r geschlossene Benutzergruppen. Sowohl die angebotenen Optionen der Identifizierungsstufe als auch das für die Authentifizierung erforderliche Schlüsselpaar aus einem Passwort und einer (anzumeldenden) Hardwarekomponente (PC, Mobilfunkgerät oder Set-Top-Box) bewirken eine hinreichend effektive Barriere, um Minderjährige von der Nutzung der damit in einer geschlossene Benutzergruppe gesicherten Angebote (relativ unzulässige Angebote nach § 4 Abs. 2 JMStV) auszuschließen. Der FSM-Gutachterausschuss beurteilte das Gesamtsystem "[verify-U] II" daher als vollständiges Altersverifizierungssystem im Sinne des § 4 Abs.2 S. 2 JMStV positiv.
Grundsätzlich wird jede Beschwerde, die bei der FSM eingeht zunächst von den Mitarbeitern der Beschwerde­stelle gesichtet. In einigen Fällen wird die Beschwerde dem Beschwerde­ausschuss der FSM vorgelegt. Dies geschieht bei folgenden Sach­verhalten: Über Beschwerden gegen ein Mitglied der FSM entscheidet stets der Beschwerde­ausschuss, sofern das Unternehmen der Beschwerde nicht bereits im Vorfeld selbst abgeholfen hat. Gleichwohl entscheidet der Beschwerde­ausschuss immer dann, wenn die Beschwerde durch die KJM an die FSM heran­getragen worden ist.
Liegt ein Verstoß gegen jugend­medien­schutz­rechtliche Vor­schriften vor und ist der Beschwerde­gegner nicht Mitglied der FSM, wird diesem grund­sätzlich zunächst die Möglichkeit gegeben selbst Abhilfe zu schaffen. Erfolgt diese nicht, kann die FSM Beschwerde­stelle den Beschwerde­ausschuss einberufen.
Der Beschwerde­ausschuss der FSM umfasst ca. 30 Mitglieder, die gemäß Geschäfts­verteilungsplan abwechselnd in einzelnen Beschwerde­ausschüssen mit jeweils drei Mit­gliedern zur Entscheidungs­findung zusammenkommen. Die Mitglieder des Beschwerde­ausschusses kommen aus den unter­schiedlichsten gesell­schaftlichen Bereichen z.B. Juristen, Medien­pädagogen und Kommu­nikations­wissen­schaftler.
Ein Beschwerde­ausschuss besteht aus mindestens drei Prüfern, die aus ihrer Mitte den Vor­sitzenden bestimmen. Ein Beschwerde­ausschuss ist kein festes Gremium, sondern wird jeweils durch den Leiter der Beschwerde­stelle gemäß Geschäfts­verteilungs­ordnung und Geschäfts­verteilung­splan und nach Maßgabe der Auswahl­kriterien entsprechend der Satzung zusammengestellt.
Die Mitgliedschaft im Beschwerdeausschuss ist ein Ehrenamt. Die Mitglieder des Beschwerdeausschusses sind unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Sie sind in ihrer Arbeit der Vereinssatzung, dem Verhaltenskodex und der Beschwerdeordnung der FSM verpflichtet.
Bei der Bewertung der Jugendschutzkonformität von Internet-Angeboten richten sich die Mitglieder des Beschwerdeausschusses nach den Vorgaben der Prüfgrundsätze der FSM.
Prüfgrundsätze der FSM
Geschäfts­mäßige Anbieter von allgemein zugäng­lichen Telemedien, die entwicklungs­beeinträch­tigende oder jugend­gefährdende Inhalte enthalten, sowie Anbieter von Such­maschinen müssen einen Jugend­schutz­beauftragten bestellen (Informa­tionen zur Bestellung von Jugend­schutz­beauftragten).
Anbieter mit weniger als 50 Mit­arbeitern oder nachweislich weniger als zehn Millionen Zugriffen im Monats­durchschnitt eines Jahres können auf die Bestellung verzichten, wenn sie sich einer Ein­richtung der Freiwilligen Selbst­kontrolle anschließen und diese zur Wahr­nehmung der Aufgaben des Jugend­schutz­beauftragten verpflichten.
Eine solche Möglichkeit bietet die FSM ihren Mit­gliedern an. Durch die Mitgliedschaft in der FSM kann diese als Jugend­schutz­beauftragter ein­ge­setzt werden. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft

References: § 11
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