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Timestamp: 2016-10-28 08:26:53+00:00

Document:
U 5/03 (08.10.2003)
CSS Versicherung, R�sslimattstrasse 40, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin,
Die 1972 geborene J.________ war als "Mitarbeiterin Pr�fstelle" bei der X.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folge von Unf�llen versichert. Am 20. August 2001 liess sie sich operativ einen Weisheitszahn (Nr. 38, d.h. unten links) entfernen. Als sie am 12. September 2001 erstmals versuchte, auf der linken Seite ein St�ck Brot zu beissen, zog sie sich einen Bruch des Kiefers zu (Bagatellunfallmeldung vom 18. September 2001). Die vom Spital Y.________, Klinik f�r Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Oral-Chirurgie diagnostizierte Gr�nholzfraktur liess sich durch konservative Therapie (weiche Kost [Kauverbot] bei antibiotischer Abschirmung und speziellen Mundsp�lungen) versorgen, sodass die Behandlung in der Klinik am 22. Oktober 2001 abgeschlossen werden konnte (Bericht vom 15. November 2001).
Am 21. Januar 2002 teilte die SUVA J.________ mit, in ihrem Fall sei keine der leistungsbegr�ndenden Voraussetzungen erf�llt. In diesem Sinne verf�gte die SUVA am 30. Januar 2002 und hielt daran auch auf Einsprache des Krankenversicherers von J.________, der CSS Versicherung (CSS), hin mit Einspracheentscheid vom 20. Februar 2002 fest.
Die von der CSS hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 14. November 2002 gut und verpflichtete die SUVA im Grundsatz zu Leistungen f�r die unfall�hnliche K�rpersch�digung.
Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der kantonale Entscheid sei aufzuheben. Vorinstanz und CSS Versicherung schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) beantragt R�ckweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabkl�rung. J.________ verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat sich in seinem zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmten Urteil H. vom 20. August 2003, U 17/03, erneut zu den Leistungsvoraussetzungen bei unfall�hnlichen K�rpersch�digungen ge�ussert. Es hat dabei in Fortsetzung der Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 43 und RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332 daran festgehalten, dass mit Ausnahme der Ungew�hnlichkeit s�mtliche Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erf�llt sein m�ssen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung eines �usseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des K�rpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnf�lligen, eben unfall�hnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den K�rper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Ausl�ser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgez�hlten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitssch�digung vor. Kein unfall�hnliches Ereignis liegt in all jenen F�llen vor, in denen der �ussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auftreten der f�r eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV enthaltenen Gesundheitssch�den typischen Schmerzen gleichgesetzt wird. Auch nicht erf�llt ist das Erfordernis des �usseren sch�digenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist; denn f�r die Bejahung eines �usseren auf den menschlichen K�rper sch�digend einwirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gef�hrdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz f�hrende T�tigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa f�r viele sportliche Bet�tigungen zutreffen kann. Wer hingegen beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Sch�digung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung berufen. Erf�llt ist demgegen�ber das Erfordernis des �usseren sch�digenden Faktors bei �nderungen der K�rperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung h�ufig zu k�rpereigenen Traumen f�hren k�nnen, also im Sinne der bisherigen Rechtsprechung das pl�tzliche Aufstehen aus der Hocke, die heftige und/oder belastende Bewegung und die durch �ussere Einfl�sse unkontrollierbare �nderung der K�rperlage im Sinne der von der Rechtsprechung positiv beurteilten Sachverhalte, woran festzuhalten ist.
Angewendet auf den hier zu beurteilenden Sachverhalt ergibt sich ohne weiteres die Begr�ndetheit des Standpunktes der Beschwerde f�hrenden SUVA: Beim fraglichen Kauvorgang, welcher zur Fraktur des Kiefers gef�hrt hat, war �berhaupt kein �usserer Faktor beteiligt. Das Kauen der Nahrung und der daf�r erforderliche Kraftaufwand ist ein innerk�rperliches Geschehen, das nicht in den Bereich der unfall�hnlichen K�rpersch�digung f�llt. Anders w�re es zu halten, wenn die Versicherte auf einen harten Gegenstand gebissen h�tte. Diesfalls k�nnte sich, bei Verneinung der Ungew�hnlichkeit und damit des Unfallbegriffs, die Frage einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung stellen. Das ist hier nicht der Fall.
4.1 Streitigkeiten zwischen Versicherungstr�gern �ber Leistungen aus Unfallfolgen f�r einen gemeinsamen Versicherten sind kostenpflichtig (BGE 126 V 192 Erw. 6 mit Hinweisen). Die CSS Versicherung hat deshalb als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
4.2 Nach Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG darf im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der SUVA und den privaten UVG-Versicherern sowie - von Sonderf�llen abgesehen - den Krankenkassen keine Parteientsch�digungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 123 V 309 Erw. 10 mit Hinweisen).
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 6000.- wird der SUVA zur�ckerstattet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und J.________ zugestellt.

References: BGE 
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 135
 Art. 159
 Art. 135