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Timestamp: 2016-10-25 05:02:39+00:00

Document:
1A.278/2006 (21.06.2007)
1A.278/2006 /fun
X.________, und 28 weitere Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel F�ssler,
Swisscom Mobile AG, 3050 Bern, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hubert B�hlmann,
Politische Gemeinde Wil, vertreten durch den Stadtrat, Marktgasse 58, 9500 Wil 2,
Baudepartement des Kantons St. Gallen, L�mmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,
Baubewilligung (Mobilfunkantennen-Anlage),
vom 9. November 2006.
Am 27. November 2003 reichte die Swisscom Mobile AG bei der Baukommission der Stadt Wil ein Baugesuch f�r den Neubau einer Mobilfunkantennenanlage auf der Parzelle Nr. 2592, Grundbuch Wil, Bronschhofer Strasse 69, ein. Die Parzelle ist der dreigeschossigen Wohn-Gewerbe-Zone zugeteilt und mit einem zweigeschossigen Geb�ude �berbaut. Die Mobilfunkantennenanlage soll auf einem 30 m hohen Mast s�dlich der Baute platziert werden.
Gegen das Bauvorhaben gingen rund 700 Einsprachen ein.
Am 8. November 2004 wies die Baukommission der Stadt Wil die Einsprachen ab, soweit sie darauf eintrat, und genehmigte das Baugesuch.
Gegen die Baubewilligung erhoben 182 Einsprecher Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen. Dieses wies den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen den Entscheid des Baudepartements f�hrten 42 Einsprecher Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Dieses wies die Beschwerde am 9. November 2006 ab.
Gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil haben X.________ und 28 weitere Einsprecher am 18. Dezember 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und dem Baugesuch der Swisscom Mobile AG sei die Bewilligung zu verweigern. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Beweiserg�nzung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Swisscom Mobile AG, das Verwaltungsgericht und das Baudepartement beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Stadt Wil hat auf eine Stellungnahme verzichtet.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) vertritt in seiner Vernehmlassung die Auffassung, das Verwaltungsgericht habe Bundesrecht verletzt, indem es auf verbindliche Berechnungen der Strahlungsbelastung an m�glichen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) auf den un�berbauten Grundst�cken in der Umgebung des Antennenstandorts verzichtet habe. Aufgrund eigener Berechnungen kommt das BAFU zum Ergebnis, dass der Anlagegrenzwert auf der Parzelle Nr. 43 schon ab einer H�he von 9.6 m �ber Boden �berschritten w�re.
Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen.
Mit Schreiben vom 16. Mai 2007 reichten die Beschwerdef�hrer einen Auszug aus dem Finanzplan 2003-2007 der Stadt Wil sowie die Antwort des Stadtrates Wil vom 21. Juni 2006 auf eine einfache Anfrage ein, wonach das Grundst�ck Nr. 2924 als Baulandreserve f�r Schulbauten diene.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) ergangen. Auf das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren bleiben daher die Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG) anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG).
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, der sich in erster Linie auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) und damit auf Bundesverwaltungsrecht st�tzt. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht grunds�tzlich offen (Art. 97 ff. OG). Die Beschwerdef�hrer sind als Anwohner der streitigen Mobilfunkanlage zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG), zumal sich wenigstens ein Teil von ihnen in der Strahlungsrichtung der beanstandeten Antennen befindet. Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.
Vor Bundesgericht ist nur noch streitig, ob die geplante Antennenanlage den Anlagegrenzwert auf den angrenzenden, un�berbauten Parzellen Nrn. 43 und 2924 einh�lt.
2.1 Nach dem g�ltigen Zonenplan liegen diese Parzellen in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen, in der die Bauweise grunds�tzlich nicht beschr�nkt ist, weil der Raumbedarf von �ffentlichen Bauten und Anlagen sehr unterschiedlich ist und die jeweiligen Bed�rfnisse erst beim Vorliegen eines konkreten Projekts feststehen. Das Baudepartement und das Verwaltungsgericht hielten allerdings Art. 17 des Baureglements der Stadt Wil vom 27. Februar 1992 (BR) �ber den Grenzabstand sowie Art. 68 des St. Galler Baugesetzes vom 6. Juni 1972 (BauG) f�r anwendbar, wonach Bauten mit sechs und mehr Geschossen oder mit mehr als 20 m Geb�udeh�he in anderen als Industriezonen nur gest�tzt auf �berbauungs- oder Gestaltungspl�ne zul�ssig sind. Danach k�nnten auf den beiden - 7'521 m� bzw. 7'955 m� grossen - Parzellen bis zu 20 m hohe Bauten mit einem Grenzabstand von 10 m errichtet werden.
Beide Parzellen liegen aber auch im Plangebiet des �berbauungsplans Bronschhofer Strasse-Wilberg, Scheibenberg-Hofberg vom 10. Dezember 1949. Dieser sieht im Plangebiet zwei- bis dreigeschossige Wohnh�user vor.
2.2 Das Verwaltungsgericht war, wie schon das Baudepartement, der Auffassung, dass auf eine NIS-Berechnung f�r die in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen maximal m�gliche Nutzung verzichtet werden k�nne. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass die beiden Grundst�cke mit 20 m hohen H�usern �berbaut w�rden; die Ausn�tzung des gesamten Volumens sei rein theoretischer Natur. Sinn und Zweck von Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV bestehe darin, dass die Mobilfunkbetreiber angehalten w�rden, ihre Anlage so zu planen, dass sie bei einer sp�teren �berbauung nicht wieder angepasst werden m�ssten. Der Schutz der Bev�lkerung sei dagegen unabh�ngig von der Durchf�hrung einer NIS-Berechnung gew�hrleistet, da die Mobilfunkanlage ohnehin angepasst werden m�sse, wenn im Zuge der �berbauung ein Ort mit empfindlicher Nutzung entstehe, an dem die Grenzwerte �berschritten werden. Da nicht mit der Ausn�tzung des maximalen Volumens auf der Parzelle Nr. 43 zu rechnen sei, sei das minimale Risiko, dass die Beschwerdegegnerin ihre Anlage nachtr�glich anpassen m�sse, hinzunehmen.
Sollten dagegen bei einer k�nftigen �berbauung der Parzellen Nrn. 2924 und 43 die Bestimmungen des �berbauungsplanes zur Anwendung gelangen, w�re der Anlagegrenzwert jedenfalls eingehalten, wie das AfU in seinem Amtsbericht vom 5. April 2005 best�tigt habe. Unter diesen Umst�nden brauche auf das Verh�ltnis des geltenden Zonenplans zum �lteren �berbauungsplan nicht n�her eingegangen zu werden.
2.3 Die Beschwerdef�hrer bestreiten zun�chst die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach eine nach Zonenplan und Baureglement maximal m�gliche Nutzung der un�berbauten Nachbargrundst�cke rein theoretischer Natur sei. Sie machen (wie schon im kantonalen Verfahren) geltend, es sei geplant, auf diesen Parzellen Schulbauten zu errichten. Sie r�gen, dass weder das Baudepartement noch das Verwaltungsgericht einen Amtsbericht beim Schulrat der Stadt Wil zur Schulplanung eingeholt habe, obwohl die Beschwerdef�hrer dies beantragt h�tten.
Die Auffassung der kantonalen Instanzen, wonach auf eine Berechnung der NIS-Belastung auf den un�berbauten Grundst�cken, unter Zugrundelegung des gesamten baurechtlich zul�ssigen Volumens, verzichtet werden k�nne, widerspreche klar den Vorgaben der NISV und der Vollzugsempfehlung des BAFU. Die Einhaltung der Anlagegrenzwerte an allen OMEN, auch denjenigen nach Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV, sei Bewilligungsvoraussetzung. Es gen�ge daher nicht, auf die sp�tere Verpflichtung zur Anpassung der Mobilfunkanlage zu verweisen.
2.4 Die Beschwerdegegnerin vertritt in ihrer Vernehmlassung die Auffassung, die Parzelle Nr. 2924 werde bereits teils als Sportanlage, teils als Schrebergarten baulich genutzt, weshalb es sich nicht um eine un�berbaute Parzelle i.S.v. Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV handle.
Bez�glich der Parzelle Nr. 43 g�lten gegens�tzliche bau- und planungsrechtliche Vorschriften: Gem�ss Zonenplan liege das Grundst�ck in der Zone f�r �ffentliche Bauen und Anlagen, in der private Wohnbauten ausgeschlossen seien; dagegen seien gem�ss den Sondernutzungsvorschriften des �berbauungsplans vom 10. Dezember 1949 nur zwei- bis dreigeschossige Wohnbauten zul�ssig. Eine zonengem�sse �berbauung dieser Parzelle setze daher voraus, dass der �berbauungsplan formell ausser Kraft gesetzt werde. Daraus folge, dass die Parzelle Nr. 43 nach den geltenden Vorschriften nicht �berbaubar sei, weshalb es gerechtfertigt sei, sie nicht in die NIS-Berechnung einzubeziehen.
Die Beschwerdegegnerin bestreitet sodann, dass Art. 68 BauG als Regelvorschrift f�r die Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen herangezogen werden k�nne. Vielmehr werde die Bauweise erst beim Vorliegen eines konkreten Projekts definiert. Dann aber k�nne auch keine hypothetische �berbauung ber�cksichtigt werden, weshalb es sachgerecht sei, un�berbaute Zonen f�r �ffentliche Bauten und Anlagen nicht in die NIS-Berechnung einzubeziehen, sondern - wie bei teilweise �berbauten Grundst�cken - auf den aktuellen Zustand abzustellen.
Im �brigen ist die Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass der Anlagegrenzwert von 5 V/m selbst bei einem 20 m hohen Schulgeb�ude immer noch eingehalten w�re: Das AfU habe auf einer OMEN-H�he von 18 m, bei minimalstem Abstand zur Mobilfunkanlage, eine NIS-Belastung von 4.97 V/m ermittelt.
Gem�ss Art. 4 NISV i.V.m. Art. 65 Anh. 1 NISV m�ssen Mobilfunkanlagen im massgebenden Betriebszustand an Orten mit empfindlicher Nutzung den Anlagegrenzwert einhalten. Als Orte mit empfindlicher Nutzung gelten gem�ss Art. 3 Abs. 3 NISV R�ume in Geb�uden, in denen sich Personen regelm�ssig w�hrend l�ngerer Zeit aufhalten (lit. a), �ffentliche oder private, raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielpl�tze (lit. b) und diejenigen Fl�chen von un�berbauten Grundst�cken, auf denen Nutzungen nach den Buchstaben a und b zugelassen sind (lit. c).
3.1 Nach der Konzeption der Verordnung gen�gt es daher bei un�berbauten Grundst�cken nicht, die vorsorgliche Begrenzung der Mobilfunkstrahlung auf den Zeitpunkt der �berbauung der Parzellen zu verschieben; vielmehr m�ssen schon im Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Mobilfunkanlage diejenigen Grenzwerte eingehalten werden, die im Falle einer zonen- und baurechtskonformen �berbauung der Parzellen gelten w�rden.
Damit soll sichergestellt werden, dass die bewilligte Mobilfunkanlage auch nach der in absehbarer Zeit zu erwartenden �berbauung der benachbarten Parzellen noch den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Dies dient einerseits dem Schutz der Mobilfunkbetreiberin, die mit dem l�ngerfristigen Bestand einer einmal bewilligten Anlage rechnen kann. Es liegt aber auch im Interesse der Prozess�konomie zu verhindern, dass kurz nach Abschluss eines - m�glicherweise langwierigen - Bewilligungsverfahrens gleich wieder ein Sanierungsverfahren eingeleitet werden muss, sobald eine der benachbarten Parzellen �berbaut wird. Schliesslich entspricht es auch dem Interesse der Eigent�mer der un�berbauten Parzellen, auf die Einhaltung der Anlagegrenzwerte der NISV bei zonen- und baurechtskonformer Nutzung ihrer Grundst�cke vertrauen zu k�nnen, ohne hierf�r Berechnungen oder Messungen durchf�hren und gegebenenfalls die Einleitung von Sanierungsverfahren beantragen zu m�ssen.
3.2 Nicht �berbaute Bauzonen sind damit grunds�tzlich gleich zu behandeln, wie wenn die nach der geltenden Planung dort m�glichen Bauten bereits existieren w�rden. Besteht noch keine konkrete Planung, so gilt das gesamte baurechtlich zul�ssige Volumen als OMEN. Massgebend sind alle Bauten, die innerhalb der baurechtlichen Grundordnung (Grenzabst�nde, Geb�udeh�he, Geschosszahl) oder einer Sondernutzungsplanung erstellt werden k�nnen. F�r die NIS-Berechnung ist auf die H�he abzustellen, bei der die h�chste NIS-Belastung zu erwarten ist, maximal jedoch die H�he des Fussbodens des obersten m�glichen Stockwerks plus 1.50 m (Vollzugsempfehlung des BAFU Ziff. 2.1.3).
3.3 Entgegen der Auffassung von Verwaltungsgericht und Baudepartement gibt es keinen Grund, f�r un�berbaute Parzellen in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen generell von der Konzeption der Verordnung abzuweichen und die vorsorgliche Emissionsbegrenzung auf den Zeitpunkt der �berbauung der Parzelle zu verschieben.
Allerdings ging der Verordnungsgeber von der Erwartung aus, dass die planungsrechtlich m�gliche Nutzung in aller Regel auch realisiert werde (vgl. Erl�uternder Bericht zur NISV vom 23. Dezember 1999 S. 10). Ist diese Erwartung aufgrund der konkreten Verh�ltnisse offensichtlich unbegr�ndet, kann ein abweichendes Vorgehen ausnahmsweise zul�ssig sein.
3.3.1 Ein vollst�ndiger Verzicht auf NIS-Berechnungen f�r un�berbaute Grundst�cke in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen kann sich beispielsweise rechtfertigen, wenn aufgrund der Lage des Grundst�cks oder der Planungsintentionen der Gemeinde feststeht, dass das Areal f�r ein Vorhaben ohne Orte mit empfindlicher Nutzung bestimmt ist (Beispiel: Kl�ranlage, sofern sich dort keine st�ndigen Arbeitsr�ume befinden).
3.3.2 Kein Verzicht, wohl aber eine Reduktion der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kann sich rechtfertigen, wenn das zul�ssige bauliche Volumen mit Sicherheit nicht ausgesch�pft werden wird. In diesen F�llen erschiene es unverh�ltnism�ssig und vom Schutzzweck von Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV her nicht geboten, eine einschneidende vorsorgliche Emissionsbegrenzung f�r ein un�berbautes Grundst�ck zu verlangen, die weit �ber das hinausgeht, was zum Schutz der an dieser Stelle zu erwartenden Baute oder Anlage erforderlich w�re. In derartigen F�llen entspricht es Sinn und Zweck der NISV, auf die Ausmasse abzustellen, die eine Baute oder Anlage f�r �ffentliche Zwecke an dieser Stelle vern�nftigerweise haben k�nnte.
Zu pr�fen ist, wie es sich im vorliegenden Fall damit verh�lt:
4.1 Die Parzellen Nr. 43 und Nr. 2924 liegen in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen und damit in einer Zone, in der Bauten mit R�umen i.S.v. Abs. 3 lit. a NISV zugelassen sind, wie z.B. Schulen, Kinderg�rten, Krankenh�user, Alters- und Pflegeheime (vgl. Vollzugsempfehlung des BAFU, Ziff. 2.1.3).
Dies gen�gt grunds�tzlich f�r das Vorliegen eines OMEN i.S.v. Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV; nicht verlangt wird, dass der �berbauung keinerlei tats�chliche oder rechtliche Hindernisse mehr entgegenstehen, weil beispielsweise noch ein Gestaltungsplan erlassen oder - wie im vorliegenden Fall - eine alte, mit dem Zonenplan in Widerspruch stehende �berbauungsordnung noch formell aufgehoben werden muss.
4.2 Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, Parzelle Nr. 2924 sei teilweise �berbaut, widerspricht dies den Feststellungen des Verwaltungsgerichts, an die das Bundesgericht grunds�tzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Die blosse Nutzung der Parzelle zu Sport- oder Gartenzwecken stellt noch keine �berbauung dar. Selbst wenn sich einige Schrebergartenh�uschen auf der Parzelle befinden sollten, w�re diese im �brigen so krass unternutzt, dass es sich rechtfertigen w�rde, sie einem un�berbauten Grundst�ck gleichzustellen (vgl. BGE 128 II 340 E. 4.1 S. 350).
4.3 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass auf den un�berbauten Parzellen gem�ss kantonalem Baugesetz und kommunalem Baureglement bis zu 20 m hohe Bauten errichtet werden k�nnten, die einen Grenzabstand von 10 m einhalten m�ssten. Diese Auslegung des kantonalen und kommunalen Rechts l�sst keine Willk�r erkennen, weshalb im Folgenden davon auszugehen ist. Insofern kann offen bleiben, wie zu entscheiden w�re, wenn keinerlei Vorgaben �ber die Bauweise in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen existieren w�rden.
Sollte dagegen die �berbauungsordnung 1949 noch anwendbar sein, d�rften nur zwei- bis dreigeschossige Wohnh�user gebaut werden. Baudepartement und Verwaltungsgericht gingen davon aus, dass dies einer maximalen Geb�udeh�he von 10 m entspreche und damit einer OMEN-H�he von ca. 8 m. Dies wird von den Beschwerdef�hrern nicht bestritten.
4.4 Unter Zugrundelegung eines 20 m hohen Baus mit einem Grenzabstand von 10 m w�re der Anlagegrenzwert auf der Parzelle Nr. 2924 eingehalten, wie auch das BAFU in seiner Vernehmlassung best�tigt hat.
Dagegen kommt das BAFU zum Ergebnis, dass der Anlagegrenzwert auf der Parzelle Nr. 43 bei einer OMEN-H�he von 18 m mit 9.6 V/m weit �berschritten w�re; schon ab einer H�he von 9.6 m �ber Boden w�re der Grenzwert von 5 V/m nicht mehr eingehalten. Die Berechnungen des AfU, wonach der Anlagegrenzwert noch in 18 m H�he knapp eingehalten w�re, beziehen sich auf den der Antenne am n�chsten gelegenen Punkt, der jedoch, wie das BAFU in seiner Vernehmlassung erl�utert, aufgrund der Abw�rtsneigung der Antenne nicht der Punkt mit der h�chsten NIS-Belastung ist. Gem�ss Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 ist jedoch die von der Anlage erzeugte Strahlung an den Orten mit empfindlicher Nutzung, an denen die Strahlung am st�rksten ist, zu ber�cksichtigen. Dies gilt auch f�r OMEN i.S.v. Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV.
4.5 Zu pr�fen ist deshalb die Auffassung der kantonalen Beh�rden, wonach die m�gliche maximale bauliche Ausn�tzung der beiden Parzellen rein theoretischer Natur sei.
4.5.1 Die Beschwerdef�hrer haben immer geltend gemacht, die un�berbauten Parzellen dienten als Baulandreserve f�r Schulbauten. Angesichts der Lage der Parzellen neben dem Kindergarten und in ca. 300 m Entfernung zum Oberstufenzentrum Sonnenhof, Wil, ist diese Annahme naheliegend. Schulr�ume stellen jedoch unstreitig Orte mit empfindlicher Nutzung dar (so schon Erl�uternder Bericht zur NISV, S. 10).
4.5.2 Zwar l�sst sich die Auffassung vertreten, dass Schulgeb�ude kaum je eine H�he von 20 m erreichen, und ein derart dimensioniertes Schulgeb�ude am n�rdlichen Stadtrand von Wil, in einer von kleinen Wohnh�usern gepr�gten Umgebung, praktisch ausgeschlossen werden k�nne.
Gem�ss den Berechnungen des BAFU wird jedoch der Anlagegrenzwert auf der Parzelle Nr. 43 bereits ab einer OMEN-H�he von 9.6 m �ber Boden nicht mehr eingehalten. Dies entspricht einer Fussbodenh�he des obersten m�glichen Stockwerks von 8.1 m. Dass allf�llige Schulgeb�ude eine solche H�he erreichen k�nnten, erscheint nicht von vornherein ausgeschlossen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn noch keine konkrete Planung f�r ein Schulgeb�ude (oder eine andere �ffentliche Baute) mit geringeren Ausmassen existiert.
Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Dagegen kann dem Hauptantrag der Beschwerdef�hrer, dem Baugesuch der Beschwerdegegnerin sei die Bewilligung zu verweigern, nicht entsprochen werden, weil noch weitere Abkl�rungen zu treffen sind:
Das Verwaltungsgericht wird das Verh�ltnis zwischen der �berbauungsordnung und dem Zonenplan pr�fen m�ssen. Sollte die �berbauungsordnung noch anwendbar sein, mit der Folge, dass OMEN in einer H�he von 9.6 m oder mehr ausgeschlossen w�ren, m�sste die Baubewilligung best�tigt werden.
Sollte das Verwaltungsgericht dagegen zum Ergebnis gelangen, dass die �berbauungsordnung nicht mehr anwendbar ist und auf die Bauweise in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen abzustellen sei, wird es pr�fen m�ssen, ob die Erstellung von �ffentlichen Bauten mit OMEN in 9.6 m H�he oder mehr auf der Parzelle Nr. 43 im konkreten Fall klar ausgeschlossen werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, so k�nnte die Baubewilligung nicht unver�ndert best�tigt werden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegen die Beschwerdef�hrer im Wesentlichen. Damit wird die private Beschwerdegegnerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 und 159 OG).
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2006 aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird der Swisscom Mobile AG auferlegt.
Die Swisscom Mobile AG hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Wil, dem Baudepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 17
 Art. 68
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 68
 Art. 4
 Art. 65
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 BGE 
 Art. 11
 Art. 3