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Amtsblatt. der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst - PDF
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1 Amtsblatt der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst Nummer 22 München, den 3. Dezember 2012 Jahrgang 2012 Inhaltsübersicht Datum Seite I. Rechtsvorschriften... II. Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst UK Änderung der Bekanntmachung zum Projekt MODUS F MODUS Führung als Modellversuch I Stoffpläne für die Ausbildung der Beamten mit Einstieg in der zweiten Qualifikationsebene im Bereich des feuerwehrtechnischen Dienstes UK Mehrarbeit im Schulbereich UK Medienbildung. Medienerziehung und informationstechnische Bildung in der Schule WFK Eignungsprüfung 2013 für das Studium eines Sportstudiengangs an den Universitäten in Bayern UK Änderung der Bekanntmachung zu Prüfervergütungen für die Abnahme von Abschlussprüfungen für andere Bewerber, von weiteren schulischen Prüfungen und von besonderen Leistungsfeststellungen WFK Ordnung des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München WFK Änderung der Richtlinien für die Gewährung von Zuwendungen für Denkmalschutz und D e n k m a lpfle ge UK Berichtigung der Bekanntmachung über den staatlichen Lehrgang Virtuelle Berufsoberschule Bayern (VIBOS) III. Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsregierung, anderer bayerischer Staatsministerien und sonstiger Stellen...2 342 KWMBl Nr. 22/2012 II. Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst UK Änderung der Bekanntmachung zum Projekt MODUS F MODUS Führung als Modellversuch Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 2. August 2012 Az.: III.3-5 S Die Bekanntmachung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zum Projekt MODUS F MODUS Führung als Modellversuch vom 7. September 2006 (KWMBl I S. 275), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 4. August 2011 (KWMBl S. 283), wird wie folgt geändert: 1.1 In Abs. 1 werden in Satz 3 die Worte Schuljahr 2011/12 durch die Worte Schuljahr 2012/13 ersetzt. 1.2 In Abs. 1 erhält Satz 2 folgende Fassung: Der zunächst auf eine Projektlaufzeit von fünf Jahren angelegte Modellversuch MODUS F wird bis zum 31. Juli 2013 verlängert. 1.3 Es wird folgende Nr. 3 angefügt: Diese Bekanntmachung tritt am 1. August 2006 in Kraft und mit Ablauf des 31. Juli 2013 außer Kraft. 2. Diese Bekanntmachung tritt mit Wirkung vom 30. Juli 2012 in Kraft. Dr. Peter Mü l l e r Ministerialdirektor I Stoffpläne für die Ausbildung der Beamten mit Einstieg in der zweiten Qualifikationsebene im Bereich des feuerwehrtechnischen Dienstes Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern und für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 27. September 2012 Az.: IB und IX/3-H 2361.TUM.2.0-9c/5 682 Gemäß 18 Abs. 2 und 23 Abs. 5 der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt feuerwehrtechnischer Dienst (FachV-Fw) vom 18. November 2011 (GVBl S. 599, BayRS I) werden die in der Anlage dargestellten Stoffpläne A und B als Grundlage für die Ausbildung der Beamten mit Einstieg in der zweiten Qualifikationsebene im Bereich des feuerwehrtechnischen Dienstes b e s t i m mt. Der Stoffplan A gilt für den Grundausbildungslehrgang ( 18 Abs. 2 FachV-Fw), der mindestens 900 Ausbildungsstunden zu je 45 Minuten umfasst. Der Stoffplan B gilt für die Lehrgänge und Fortbildungen nach 23 Abs. 1 und 2 FachV-Fw ( 23 Abs. 5 FachV-Fw), die jeweils mindestens 160 Ausbildungsstunden zu je 45 Minuten umfassen. Die Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern und für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 16. April 2007 (AllMBl S. 242, KWMBl I S. 178) wird aufgehoben. Bayerisches Staatsministerium des Innern S c hu s t e r Ministerialdirektor Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. We i ß Ministerialdirektor3 KWMBl Nr. 22/ Anlage Stoffplan A Grundausbildungslehrgang (B I) ( 18 Abs. 1 Nr. 1 FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.1 Grundlagen Allgemeine Grundlagen Staatsbürgerkunde Verfügungsstunden Allgemeine Theorie Naturwissenschaft und Technik Chemie Verbrennungslehre Wärmelehre Mechanik Baukunde Elektrizitätslehre Recht und Verwaltung Feuerwehr- und Brandschutzrecht Feuerwehr im Straßenverkehr Beamtenrecht Personalvertretungsrecht Organisation und Dienstbetrieb Organisation der Feuerwehren Dienstordnung Dienstlicher Schriftverkehr / Berichte Kommunikationswesen Kennzeichnungsverordnung / Bekleidungsordnung Verhalten inner- und außerdienstlich Stressprävention Suchtprävention 1.2 Fahrzeug- und Gerätekunde Allgemeines Unfallverhütung / Geräteprüfung Fahrzeugkunde Feuerwehrfahrzeuge4 344 KWMBl Nr. 22/ Grundlagen der Gerätekunde Atemschutz Klein- und Sonderlöschgeräte Kommunikationsgeräte PSA / Körperschutz / Schutzkleidung Armaturen und Zubehör Schläuche Pumpen Rettungsgeräte Arbeitsgeräte Motorsäge Standortspezifische Fahrzeug- und Gerätekunde 1.3 Einsatzlehre Allgemeines Allgemeines zu Richtlinien und Normen der Feuerwehr Gefahren der Einsatzstelle Karten- und Plankunde Einsatzhygiene Rettungsmedizinische Grundlagen Theoretische Unterrichte Rettungsmedizin Technische Hilfeleistung FwDV 3 (THL) Unfälle mit Straßenfahrzeugen Unfälle mit Schienenfahrzeugen Unfälle mit Luftfahrzeugen Wasser- und Eisrettung / Tauchereinsätze Betriebsunfälle Aufzüge und Fördereinrichtungen Hochbau-, Tiefbau- und Silounfälle Hochwasser- und Unwetterschäden Tierunfälle Absturzsicherung Öffnungstechnik Türen und Fenster Brandbekämpfung FwDV 3 (Brandeinsatz) Löschmittel, Löschmethoden Löschwasserförderung Brandursachen Brandrauch Brandverlauf Taktische Ventilation Brände in Sonderbauten Löschtaktik, Innenangriff Standortspezifische Einsatztaktik 25 KWMBl Nr. 22/ Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern Naturwissenschaftliche Grundlagen für den CBRN-Einsatz FwDV 500 / ABC-Einsatztaktik Erkennen von ABC-Gefahren Stoffinformationen / Nachschlagewerke ABC Nachweis / Messgeräte Dekontamination Standortspezifische Einsatztaktik 1.4 Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz (VBG) Einführung in den VBG Einsatzbezogene Grundlagen des VBG Sicherheitswachdienst Brandsicherheitswachdienst Brandschutzeinrichtungen Löschwasserversorgung Brandmeldeanlagen, RWA Ortsfeste Löschanlagen und Steigleitungen 2. Praktische Ausbildung Praktische Ausbildung Rettungsmedizinische Grundlagen 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst Sport Besichtigungen 4. Prüfungen Leistungsnachweise Laufbahnprüfung 36 346 KWMBl Nr. 22/2012 Stoffplan B 23 Abs. 1 und 2 FachV-Fw I. Fachspezifische Wahlfortbildung ( 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 FachV-Fw) Inhalt und Umfang der fachspezifischen Wahlfortbildungen nach 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 FachV-Fw werden von der jeweiligen obersten Dienstbehörde in eigener Zuständigkeit geregelt. Die Wahlfortbildungen müssen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Aufgaben in dem von der obersten Dienstbehörde bestimmten Verwendungsbereich vermitteln. II. Führungslehrgang I ( 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.1 Grundlagen Naturwissenschaft und Technik Chemie Mechanik Baukunde Elektrizitätslehre Recht und Verwaltung Feuerwehr- und Brandschutzrecht Feuerwehr im Straßenverkehr Personalvertretungsrecht Organisation und Dienstbetrieb Dienstordnung Dienstlicher Schriftverkehr / Berichte Kommunikationswesen Feuerwehr und Polizei Feuerwehr und Rettungsdienst Unterrichten und Lehren Stressprävention Suchtprävention Fahrzeugkunde Feuerwehrfahrzeuge Grundlagen der Gerätekunde Atemschutz Kommunikationsgeräte Gerätetechnische Neu- und Weiterentwicklung Standortspezifische Fahrzeug- und Gerätekunde 47 KWMBl Nr. 22/ Einsatzlehre Allgemeines Gefahren der Einsatzstelle Karten- und Plankunde Einsatzplanung und -vorbereitung Führen im Einsatz Planübungen / Taktik Einsatzhygiene Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern Stoffinformationen / Nachschlagewerke ABC Nachweis / Messgeräte Dekontamination Messtaktik 1.4 Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz (VBG) Einführung in den VBG Einsatzbezogene Grundlagen des VBG Sicherheitswachdienst Brandsicherheitswachdienst Brandschutzeinrichtungen Brandmeldeanlagen, RWA Ortsfeste Löschanlagen und Steigleitungen 2. Praktische Ausbildung Praktische Einsatzübungen 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst 4. Prüfungen Leistungsnachweis 58 348 KWMBl Nr. 22/2012 III. Führungslehrgang II ( 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.1 Grundlagen Recht und Verwaltung Rechtsgrundlagen des Katastrophenschutzes Personalvertretungsrecht Haushaltswesen Organisation und Dienstbetrieb Dienstordnung Dienstlicher Schriftverkehr / Berichte Kommunikationswesen Feuerwehr und Polizei Feuerwehr und Rettungsdienst Aufgaben des Führungsdienstes ab der 2. QE Menschenführung Personalbeurteilung Stressprävention Suchtprävention 1.2 Fahrzeug- und Gerätekunde Allgemeines Unfallverhütung / Geräteprüfung Fahrzeugkunde Feuerwehrfahrzeuge Grundlagen der Gerätekunde Kommunikationsgeräte Gerätetechnische Neu- und Weiterentwicklungen 1.3 Einsatzlehre Allgemeines Gefahren der Einsatzstelle Karten- und Plankunde Einsatzplanung und -vorbereitung Führen im Einsatz Planübungen / Taktik Einsatzhygiene 69 KWMBl Nr. 22/ Technische Hilfeleistung FwDV 3 (THL) Unfälle mit Straßenfahrzeugen Unfälle mit Schienenfahrzeugen Unfälle mit Luftfahrzeugen Wasser- und Eisrettung / Tauchereinsätze Betriebsunfälle Aufzüge und Fördereinrichtungen Hochbau-, Tiefbau- und Silounfälle Hochwasser- und Unwetterschäden Tierunfälle Absturzsicherung Brandbekämpfung FwDV 3 (Brandeinsatz) Löschmittel, Löschmethoden Löschwasserförderung Brandursachen Taktische Ventilation Brände in Sonderbauten Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern Naturwissenschaftliche Grundlagen für den CBRN-Einsatz FwDV 500 / ABC-Einsatztaktik Erkennen von ABC-Gefahren Stoffinformationen / Nachschlagewerke ABC Nachweis / Messgeräte Dekontamination Zusammenarbeit im ABC-Einsatz Messtaktik 1.4 Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz (VBG) Einführung in den VBG Einsatzbezogene Grundlagen des VBG 1.5 Lehrproben Lehrproben 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst 4. Prüfungen Leistungsnachweis 710 350 KWMBl Nr. 22/2012 IV. Wahlfortbildung vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz (FB) ( 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.1 Grundlagen Recht und Verwaltung Allgemeine Rechtskunde und Verwaltungsverfahrensrecht 1.6 Schutzziele im VB Gefahren durch Feuer und Rauch Baulicher Brandschutz BayBO Verordnungen und bauaufsichtlich eingeführte Richtlinien Feuerbeschauverordnung FBV Verordnung über die Verhütung von Bränden VVB Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr Muster-Richtlinie Systemböden MSysBöR Sicherheitsanlagen-Prüfverordnung SprüfV Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie M-LüAR Muster-Industriebaurichtlinie M IndBauRL Muster-Leitungsanlagenrichtlinie MLAR Muster-Richtlinie Holzbauweise M-HFHHolzR Verordnung über den Bau von Betriebsräumen EltBauV Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen GaStellV Feuerungsverordnung FeuV Feuerbeschauen in Sonderbauten Versammlungsstättenverordnung VStättV Beherbergungsstättenverordnung BStättV Verkaufsstättenverordnung VkV Richtlinie über den Bau und Betrieb Fliegender Bauten Muster-Hochhausrichtlinie Krankenhäuser, Heime Tageseinrichtungen für Kinder Kirchen, Museen, Schlösser und Gaststätten Bauliche Anlagen mit erhöhter Brand- und Gesundheitsgefahr Unterirdische Verkehrsbauten Organisatorischer Brandschutz Brandschutzordnung nach DIN Flucht- und Rettungswegpläne Feuerwehreinsatzpläne nach DIN11 KWMBl Nr. 22/ Anlagen Anlagentechnischer Brandschutz Baurecht Technische Baubestimmungen, Normen und Richtlinien 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst Besichtigungen 4. Prüfungen Leistungsnachweis V. Fachspezifische Wahlfortbildung Gruppenführer im Einsatzdienst ( 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.2 Fahrzeug- und Gerätekunde Grundlagen der Gerätekunde Standortspezifische Fahrzeug- und Gerätekunde 1.3 Einsatzlehre Allgemeines Führen im Einsatz Planübungen / Taktik 2. Praktische Ausbildung Praktische Einsatzübungen 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst 4. Prüfungen Leistungsnachweis 912 352 KWMBl Nr. 22/2012 VI. Wahlfortbildung Gruppenführer in der Integrierten Leitstelle ( 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. d FachV-Fw) 1. Theoretischer Unterricht 1.1 Grundlagen Recht und Verwaltung Feuerwehr und Brandschutzrecht ILSG Sicherheitskonzept BY ABek BayRDG, Musteranweisung, Interhospitaltransfer Haftungs- und Strafrecht Strafverfolgung BayKSG Zusammenarbeit im Großschadensfall Fallbeispiele BayFwG Organisation und Dienstbetrieb Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gesundheitsmanagement / Rückenschule Platzeinteilung ILLS Konzept ILS Bayern Grundlagenvalidierung 1.7 Leitstellenbetrieb Notrufabfrage Grundlagen der Gesprächsführung Stressbewältigung Gesprächsführung in außergewöhnlichen Situationen Handlungsablauf Grundlagen, Schlüsselfragen Interhospitaltransfer Entscheidungsbaum Telefonrea Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Dienststellen Polizeihubschrauberstaffel Bayern Bahn DWD, HND und Fewis Presse Polizei Informationssysteme Gefahrgut TUIS THW 1013 KWMBl Nr. 22/ Grundsätze und Besonderheiten bei Feuerwehreinsätzen B1, B2, B2P, B3, B3P und Zugerhöhung B4, Bwald, LWA B5, B Gefahrguteinsätze Gefahrguteinsätze Schlag-/Stichwort Technische Hilfeleistung Schlag-/Stichwort Bahneinsätze Schlag-/Stichwort Brandmeldeanlagen Grundsätze und Besonderheiten von Rettungsdiensteinsätzen Rettungsdiensteinsätze Schlag-/Stichwort MANV-Einsätze Schlag-/Stichwort Luftrettung Grundlagen Luftrettung Disposition Luftrettung Nachteinsätze Schnittstelle Rettungsdienst ILS Krankenhaus Traumamanagement Schockraumkonzept Hochkontaginöse Patienten Bergrettung Grundlagen Wasserrettung Wasserrettung Schlag-/Stichwort Giftnotruf ToxNA Interhospitaltransfer Technik IDDS Architektur ELS Anmeldung und Start Grundlagen ELDIS Einweisung ELR EIBA Einsatzgrundformular Einweisung ELR EIBA Dispo-Liste, Maßnahmen, Rückmeldungen Einweisung ELR Alarmablauf Einweisung GIS Einweisung Statusschirm Einweisung Rückfallebenen Digitalfunk Planungsmodul / Daueraufträge Straßensperren Mehrfachtransport nahes Einsatzmittel abziehen Leitstellentaktik Grundlagen Großschadenslagen Großschadenslagen Punktuell Großschadenslagen Zusammenfassung Großschadenslagen Standortbestimmungen aus Verkehrswegen und Freiflächen Funkrufnamen und Einsatzwerte Stammdatenerfassung und Alarmierungsplanung Fragestunde StMI 1114 354 KWMBl Nr. 22/ Praktische Ausbildung Praktische Einsatzübungen 3. Sonstige Ausbildungen Lehrgangsorganisation / Technischer Dienst Besichtigungen 4. Prüfungen Leistungsnachweis VII. Wahlfortbildung von der obersten Dienstbehörde bestimmter Verwendungsbereich ( 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. e FachV-Fw) Inhalt und Umfang der fachspezifischen Wahlfortbildungen nach 23 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. e FachV-Fw in einem von der obersten Dienstbehörde mit Zustimmung des Prüfungsausschusses bestimmten Verwendungsbereich werden von der jeweiligen obersten Dienstbehörde in eigener Zuständigkeit geregelt. Die Wahlfortbildungen müssen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Verwendungsbereich vermitteln. 1215 KWMBl Nr. 22/ UK Mehrarbeit im Schulbereich Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 10. Oktober 2012 Az.: II.5-5 P b Auf Grund von Art. 15 Halbsatz 2 BayBG und Art. 102 Satz 3 BayBesG wird zum Vollzug von Mehrarbeit für den Bereich der staatlichen Schulen und sonstigen Unterrichtseinrichtungen im Einvernehmen mit dem Staatsministerium der Finanzen Folgendes bestimmt: I. Allgemeines 1. 1 Lehrkräfte als Beamte im Schuldienst unterliegen der Verordnung über die Arbeitszeit für den bayerischen öffentlichen Dienst (Arbeitszeitverordnung AzV) vom 25. Juli 1995 (GVBl S. 409, BayRS F) in der jeweils geltenden Fassung. 2 Der in 2 Abs. 1 AzV festgesetzten regelmäßigen Arbeitszeit entspricht die Unterrichtspflichtzeit der Lehrkräfte mit Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie die zur Erfüllung der Dienstpflichten außerhalb des Unterrichts erforderliche Zeit Mehrarbeit im Schuldienst liegt vor, wenn Lehrkräfte aus zwingenden dienstlichen Verhältnissen über die regelmäßige wöchentliche Unterrichtspflichtzeit hinaus Unterricht erteilen. 2 Eine Ausgleichspflicht der geleisteten Mehrarbeit besteht dann, wenn mehr als drei Unterrichtsstunden im Kalendermonat über die individuelle Pflichtstundenzahl hinaus im Rahmen der Lehrbefähigung an der eigenen oder an einer anderen Schule der gleichen Schulart oder im Rahmen des Hausunterrichts Unterricht erteilt wird; dabei gelten die beruflichen Schulen als eine Schulart. 3 Bei Lehrkräften, deren Unterrichtspflichtzeit ermäßigt wurde oder die Anrechnungsstunden erhalten, liegt ausgleichspflichtige Mehrarbeit vor, wenn die herabgesetzte Unterrichtszeit (individuelle Pflichtstundenzahl) um mehr als drei Unterrichtsstunden im Kalendermonat überschritten wird. 4 Bei Teilzeitbeschäftigten ist die Grenze von drei Unterrichtsstunden entsprechend dem Verhältnis der ermäßigten zur regelmäßigen Unterrichtspflichtzeit herabzusetzen. 5 Ausgleichspflichtige Mehrarbeit liegt nicht vor bei einer ungleichmäßigen Verteilung der Arbeitszeit nach Art. 87 Abs. 3 und 4 oder nach Art. 88 Abs. 4 BayBG sowie dann, wenn eine Lehrkraft innerhalb eines abgrenzbaren Zeitraumes planmäßig über die Pflichtstundenzahl hinaus Unterricht erteilt, dies aber zu einem anderen Zeitraum planmäßig ausgeglichen wird, so z. B. bei Block- oder Turnusunterricht, bei Sonderregelungen zur Arbeitszeit im Bereich der beruflichen Schulen. II. Anordnung von Mehrarbeit 1. 1 Nach Art. 87 Abs. 2 Satz 1 BayBG kann Mehrarbeit angeordnet werden, wenn zwingende dienstliche Verhältnisse dies erfordern und sich die Mehrarbeit auf Ausnahmefälle beschränkt. 2 Vor der Anordnung von Mehrarbeit ist zu prüfen, ob der Unterricht nicht durch geeignete nebenamtliche Lehrkräfte oder Aushilfslehrkräfte erteilt werden kann Mehrarbeit darf, soweit durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus nichts anderes bestimmt ist, nur zu Erteilung von Unterricht (z. B. Pflichtunterricht, Wahlpflichtunterricht, Nachmittagsunterricht etc.) angeordnet werden, der nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten sonst ausfallen müsste; Unterricht im vorstehenden Sinn grenzt sich von den außerunterrichtlichen Dienstpflichten im Sinn des 9a der Lehrerdienstordnung vom 24. August 1998 in der Fassung vom 31. Januar 2008 ab. 2 Als Unterricht gilt auch der Hausunterricht nach der Verordnung über den Hausunterricht vom 29. August 1989 (GVBl S. 455, ber. GVBl S. 702). 3 Mehrarbeit kann auch für die Erteilung von Unterricht angeordnet werden, der andernfalls ausfallen würde, weil die Lehrkraft Hausunterricht erteilt. 4 Mehrarbeit darf nicht für die Teilnahme an schulischen oder außerschulischen Veranstaltungen, die sich nicht als Unterricht darstellt, sowie die Teilnahme an anderen dienstlichen Veranstaltungen (z. B. Lehrerkonferenz) angeordnet werden Mehrarbeit soll grundsätzlich an der Schule oder an den Schulen geleistet werden, an der oder an denen die Lehrkraft im Hauptamt tätig ist. 2 Hausunterricht, der von der Stammschule der/des kranken Schülerin/ Schülers erteilt wird, steht dem Unterricht an der Schule gleich Mehrarbeit kann auch von teilzeitbeschäftigten Lehrkräften geleistet werden. 2 Sofern Mehrarbeit einer teilzeitbeschäftigten Lehrkraft für einen nicht nur vorübergehenden Zeitraum (d. h. für mindestens drei Monate) erforderlich wird, ist zu prüfen, ob der Umfang der Teilzeitbeschäftigung neu festzusetzen ist. 5. Beamtinnen und Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst (Lehramtsanwärterinnen/Lehramtsanwärter, Studienreferendarinnen/Studienreferendaren, Fachlehreranwärterinnen/Fachlehreranwärter) kann Mehrarbeit weder übertragen noch genehmigt werden. 6. Eine Beamtin darf während der Schwangerschaft oder solange sie stillt nicht zur Mehrarbeit herangezogen werden ( 9 Abs. 1 Bayerische Mutterschutzverordnung BayMuttSchV). 7. Schwerbehinderte Menschen werden auf ihr Verlangen von Mehrarbeit freigestellt ( 124 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen SGB IX) Ist die Anordnung von Mehrarbeit unumgänglich, ist die Mehrarbeit nach Möglichkeit gleichmäßig auf alle in Betracht kommenden Lehrkräfte zu verteilen. 2 Dies gilt auch für Mehrarbeit, die innerhalb der Drei-Stunden-Grenze des Art. 87 Abs. 5 Satz 1 BayBG bleibt und daher weder durch Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs ausgeglichen noch vergütet wird. III. Gewährung von Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs bzw. Vergütung Die Gewährung von Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs bzw. einer Vergütung ist an folgende Voraussetzungen geknüpft: 1. Die Mehrarbeit muss schriftlich angeordnet oder genehmigt sein; die Anordnung oder Genehmigung muss dabei Unterrichtsfach, Klasse und Stunde, bei Hausunterricht die Schülerin/den Schüler, die Unterrichtsfächer und die Anzahl der Unterrichtseinheiten genau bezeichnen.16 356 KWMBl Nr. 22/ Die Mehrarbeit muss mehr als drei Unterrichtsstunden im Kalendermonat betragen; bei Teilzeitbeschäftigten ist die Grenze von drei Unterrichtsstunden entsprechend dem Verhältnis der ermäßigten zur regelmäßigen Unterrichtspflichtzeit herabzusetzen. 2 Zur Ermittlung der Drei-Stunden-Grenze werden Soll- und Ist-Stunden im gleichen Kalendermonat gegenübergestellt (Saldierung). 3 Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs bzw. Vergütung kann nur für Unterrichtstätigkeit (in Abgrenzung zu den außerunterrichtlichen Dienstpflichten im Sinn des 9a der Lehrerdienstordnung vom 24. August 1998 in der Fassung vom 31. Januar 2008) gewährt werden; die Teilnahme an schulischen oder außerschulischen Veranstaltungen, die sich nicht als Unterricht darstellt, sowie die Teilnahme an anderen dienstlichen Veranstaltungen (z. B. Lehrerkonferenz, dienstliche Fortbildungen) erfüllt nicht die Voraussetzung für Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs bzw. Vergütung Die Mehrarbeit im Sinn vorstehender Nr. 2 ist vorrangig durch Freizeit innerhalb von drei Monaten auszugleichen; die Drei-Monats-Frist beginnt mit Ablauf des Monats, in dem die ausgleichspflichtige Mehrarbeit angefallen ist. 2 Eine spätere Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs ist im Einvernehmen zwischen dem Dienstvorgesetzten und der Lehrkraft möglich. 3 Für den Freizeitausgleich werden Schulferien sowie Sonderurlaub, ferner Dienstbefreiung nach 16 Urlaubsverordnung und Zeiten eines sonstigen Arbeitsausfalls, der vom Dienstherrn allgemein genehmigt wurde, nicht herangezogen; dies gilt nicht für Zeiten des Unterrichtsausfalls nach dem Ende der Abschlussprüfungen. 4 Sonstiger ersatzloser Ausfall von Unterrichtsstunden, die die Lehrkraft im Rahmen ihrer Unterrichtspflichtzeit zu erteilen hätte, ist beim Freizeitausgleich und bei der Zahl der Stunden, für die eine Mehrarbeitsvergütung gewährt wird, zu berücksichtigen, es sei denn, der Unterrichtsausfall ist durch die verpflichtende Teilnahme an dienstlichen Veranstaltungen (z. B. Lehrerkonferenz) bedingt Eine Vergütung für geleistete Mehrarbeit wird generell nur dann gewährt, wenn eine Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs nach vorstehender Nr. 3 aus zwingenden dienstlichen Gründen nicht möglich ist (Art. 87 Abs. 2 Satz 3, Abs. 5 Satz 2 BayBG). 2 Für Mehrarbeit bis zu drei Unterrichtsstunden im Kalendermonat unbeschadet der Regelung für Teilzeitbeschäftigte wird weder Dienstbefreiung zum Zwecke des Freizeitausgleichs noch Vergütung gewährt (Art. 87 Abs. 5 Sätze 1 und 2 BayBG). 3 Bei einer Überschreitung der Grenze des Art. 87 Abs. 5 Satz 1 BayBG (Mindeststundenzahl) ist Mehrarbeit bereits von der ersten Stunde an abzugelten. 4 Bei nur teilweise möglichem Freizeitausgleich werden die restlichen, noch auszugleichenden Mehrarbeitsstunden auch dann vergütet, wenn sie die Mindeststundenzahl unterschreiten. 5 Mehrarbeitsstunden aus mehreren Kalendermonaten dürfen nicht zum Zweck der Errechnung der Mindeststundenzahl zusammengerechnet werden. 6 Eine Vergütung kann nur für tatsächlich geleistete Mehrarbeit gewährt werden; insofern ist eine pauschalierende Abrechnung (z. B. bei Unterrichtsausfall wegen Erkrankung) ausgeschlossen. IV. Höhe der Vergütung 1 Die Höhe der Vergütung für geleistete Mehrarbeit im Schuldienst ergibt sich aus der Anlage 9 zum Bayerischen Besoldungsgesetz (BayBesG) in der jeweils geltenden Fassung. 2 Teilzeitbeschäftigte erhalten die Mehrarbeitsvergütungssätze, wenn die regelmäßige monatliche Unterrichtspflichtzeit einer Vollzeitkraft überschritten wird; bis zu dieser Grenze ist als Mehrarbeitsvergütung mindestens die zeitanteilige Besoldung nach Art. 6 BayBesG zu zahlen; stattdessen sind die Mehrarbeitsvergütungssätze zu zahlen, wenn diese höher sind (Art. 61 Abs. 5 Satz 4 BayBesG). 3 Die die Mehrarbeit anordnenden und genehmigenden Dienststellen dokumentieren die Mehrarbeit und teilen den zuständigen Bezügestellen die von den Lehrkräften in Mehrarbeit geleisteten, vergütungsfähigen Unterrichtsstunden mit. V. Zuständigkeiten Zuständig für die Anordnung und Genehmigung von Mehrarbeit ist 1. im Bereich der Grund-/Haupt-/Mittelschulen das Staatliche Schulamt, 2. im Bereich der Förderschulen und Schulen für Kranke die Regierung, 3. im übrigen Schulbereich der Leiter der Stammschule bzw. der Dienststellenleiter; bei Unterricht, der an einer anderen Schule der gleichen Schulart geleistet werden soll, auf Antrag des dortigen Schulleiters, 4. für die Leiter staatlicher Gymnasien, Realschulen und beruflichen Schulen das Staatsministerium für Unterricht und Kultus; Anträgen von Schulleitern auf Genehmigung von Mehrarbeit kann nur in eingehend begründeten Ausnahmefällen entsprochen werden, die geringfügige oder kurzzeitige Erteilung von Pflichtunterricht in Mehrarbeit kann aufgrund der Anrechnungsstunden für die Schulleitertätigkeit nicht vergütet werden. VI. Lehrkräfte als Arbeitnehmer 1 Für Lehrkräfte als Arbeitnehmer gelten hinsichtlich der Mehrarbeit die beamtenrechtlichen Bestimmungen ( 44 Nr. 2 TV-L). 2 Teilzeitbeschäftigten Lehrkräften als Arbeitnehmer wird für geleistete Mehrarbeit, die nicht durch Freizeit ausgeglichen wird, bis zum Erreichen der Pflichtstundenzahl einer vollbeschäftigten Lehrkraft anteiliges Entgelt gemäß 24 Abs. 2 TV-L gezahlt; ein Entgeltanspruch besteht auch für die ersten drei geleisteten Zusatzstunden. 3 Überschreitet die Teilzeitkraft im Beschäftigungsverhältnis durch die Leistung von Zusatzstunden die Pflichtstundenzahl einer vollbeschäftigten Lehrkraft, gelten für die über die volle Pflichtstundenzahl hinausgehenden Zusatzstunden die beamtenrechtlichen Vorschriften. VII. Inkrafttreten, Außerkrafttreten 1 Diese Bekanntmachung tritt mit Wirkung vom 1. August 2012 in Kraft. 2 Die Bekanntmachung Vollzug der Verordnung über die Gewährung von Mehrarbeitsvergütung für Beamte im Schulbereich vom 11. Dezember 1989 (KWMBl I 1990 S. 3), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 18. Oktober 2002 (KWMBl I S. 376), tritt mit Ablauf des 31. Juli 2012 außer Kraft. Dr. Peter Mü l l e r Ministerialdirektor17 KWMBl Nr. 22/ UK Medienbildung. Medienerziehung und informationstechnische Bildung in der Schule Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 24. Oktober 2012 Az.: III.4-5 S Inhaltsübersicht 1. Vorbemerkung 2. Aufgaben und Verortung der Medienbildung 2.1 Bereiche 2.2 Aufgaben 2.3 Lehrplanbezug und schuleigenes Mediencurriculum 2.4 Orte der Medienbildung 3. Geltungsbereich und Begriffsbestimmung 4. Unterricht mit Medien 4.1 Einsatz von Medien im Rahmen des stundenplanmäßigen Unterrichts 4.2 Einsatz von Medien im Rahmen von besonderen Veranstaltungen 4.3 Einsatz einer passwortgeschützten Lernplattform 4.4 Beachtung von Jugendschutz, Datenschutz und Urheberrecht Jugendschutz Datenschutz Urheberrecht 4.5 Schutzvorkehrungen vor ungeeigneten Internetinhalten 5. Medienpädagogik in der Lehrerbildung 5.1 Erste Phase der Lehrerbildung 5.2 Zweite Phase der Lehrerbildung 5.3 Lehrerfortbildung 6. Medienpädagogisch-informationstechnische Beratung in Bayern (MiB) 7. Inkrafttreten, Außerkrafttreten 1. Vorbemerkung Medien prägen den Alltag von Kindern und Jugendlichen heute in nie gekannter Weise. Sowohl im privaten Bereich als auch im Beruf kommen der selbstständigen Arbeit und der Rezeption von Medien eine große Bedeutung zu: Kinder und Jugendliche haben heute in der überwiegenden Mehrzahl einen schnellen Zugang zu ihnen, nutzen sie intensiv und sind eine wichtige Zielgruppe für Produkte geworden. Die jugendgefährdende Qualität einzelner Angebote sowie der Missbrauch von Medienangeboten und Daten können auch dazu führen, dass Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Medien gefährdet werden. Medienbildung ist zu einem wesentlichen Bestandteil der Allgemeinbildung geworden: Schülerinnen und Schüler benötigen Kenntnisse über die Funktionsweise der Medien und die Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Umgang mit ihnen, um sich in der modernen Gesellschaft zurechtzufinden. Sie gehört daher zu den fachlichen und fachübergreifenden Bildungszielen aller Schularten. Die Erziehung zu einem sinnvollen, effizienten, verantwortungsvollen und kompetenten Umgang mit Medien traditionellen und neuen, gedruckten und audiovisuellen, analogen und digitalen ist ein grundlegendes pädagogisches Erfordernis in allen Schulen. Deshalb müssen die Elternhäuser konsequent eingebunden werden, denn letztlich kann Medienerziehung als gemeinsames Anliegen von Schule und Familie nur durch eine gelungene Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten erfolgreich sein. Aufgabe jeder Lehrkraft ist es, den Unterricht so zu planen und zu gestalten, dass Medien aller Art in einer sinnvollen, didaktisch und pädagogisch reflektierten Art und Weise und in angemessenem Umfang eingesetzt werden. Medieneinsatz muss altersgemäß, situativ passend sowie inhaltlich und methodisch adäquat geschehen. Unabdingbare Grundlage für das Verständnis und den gewinnbringenden Umgang insbesondere mit neuen Medien ist eine gut ausgebildete klassische Lesekompetenz sowie die Fähigkeit zu einem sicheren und kompetenten Umgang mit gedruckten Medien: So geht einer Recherche im Internet die Fähigkeit zu einer Recherche in einem Nachschlagewerk voraus. Voraussetzung für einen überzeugenden mediengestützten Vortrag ist die Fähigkeit zum freien und strukturierten Sprechen vor einem Publikum. Beim Einsatz neuer Medien sind daher die individuellen Vorkenntnisse sowie der Entwicklungsstand der Lernenden besonders zu berücksichtigen. 2. Aufgaben und Verortung der Medienbildung 2.1 Bereiche Medienbildung umfasst folgende zentralen Bereiche: Medienkunde: das Wissen über die technischen, verfahrenstechnischen, ökonomischen, rechtlichen, ästhetischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen beim Einsatz von Medien Informationstechnische Bildung: der Umgang mit den IuK-Techniken Mediendidaktik: die Beschäftigung mit der Theorie und Praxis des Einsatzes von Medien als Trägern von Lehr- und Lerninhalten und als Hilfsmittel im Unterricht Medienerziehung: das Anregen und Begleiten jener Lernvorgänge, die den Heranwachsenden zu einem selbstständigen, kompetenten, verantwortungsvollen und rechtlich einwandfreien Umgang mit den Medien befähigen 2.2 Aufgaben Schule hat sich in allen Jahrgangsstufen und Schularten um Medienbildung zu bemühen, die alle Medienarten berücksichtigt. Die Förderung der Medienbildung geht einher mit Werteorientierung, Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit sowie der Ausbildung und Entfaltung der schöpferischen Kräfte der Kinder und Jugendlichen. Sie dient daher immer auch der Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen. Angesichts der von einigen Medienangeboten ausgehenden Gefah-18 358 KWMBl Nr. 22/2012 ren muss zu jedem Zeitpunkt das Wohl der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen. Die rechtlichen Vorgaben des Jugendmedienschutzes sind dabei zu berücksichtigen. Die Kinder und Jugendlichen sollen in der Schule Medien kennenlernen, Medien auswählen, analysieren und bewerten lernen, Medien anwenden und reflektieren lernen, die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Gefahren von Medienangeboten einschätzen lernen, Medien im gesellschaftlichen Zusammenhang sehen lernen. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, Medien zu privaten und beruflichen Zwecken verantwortungsvoll und effizient einzusetzen. Sie sollen Mediennutzung und -einsatz in Hinsicht auf ihre individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse dosieren und steuern können. So können sie die Vorzüge von Medien erkennen und für sich nutzen, aber auch vor gefährdenden Einflüssen geschützt werden. Schließlich sollen sie sich der Bedeutung und der Wirkung von Medien auf das Individuum und die Gesellschaft bewusst werden und lernen, mit ihnen kritisch, kompetent und reflektiert umzugehen. Im Mittelpunkt der informationstechnischen Bildung, die eine wichtige Säule der Medienbildung darstellt, steht die zeitgemäße Erziehung zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den IuK- Techniken, insbesondere dem Computer, computerbasierten Medien und Netzwerken. Mit einem anwendungsorientierten Ansatz sollen die Kinder und Jugendlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die sie befähigen, die IuK-Techniken selbstständig, kreativ und wohldosiert als Arbeitsund Lernwerkzeuge einzusetzen. So soll ihnen ein sicheres und kompetentes Operieren in den durch die modernen IuK-Techniken entstehenden Kommunikations- und Sozialräumen ermöglicht werden. Letzteres ist insbesondere im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren persönlichen Daten unabdingbar. Darüber hinaus soll ihnen die Bedeutung der IuK-Techniken für Mensch und Gesellschaft bewusst werden. Alle Schulen werden eindringlich aufgefordert, sich diesen Aufgaben intensiv zu widmen. 2.3 Lehrplanbezug und schuleigenes Mediencurriculum In den Lehrplänen ist Medienbildung in allen Schularten und für alle Jahrgangsstufen verbindlich berücksichtigt. Die Beschäftigung mit Medien ist eine übergreifende, integrative Bildungs- und Erziehungsaufgabe. Alle Fächer haben dazu einen Beitrag zu leisten. Die Informations- und Kommunikationstechnik wird in zunehmendem Maße über alle Schularten hinweg im Unterricht eingesetzt. Sehr viele Ausbildungsberufe kommen ohne diese Technik nicht mehr aus, die entsprechenden Anforderungen werden seit vielen Jahren in den Fächern der beruflichen Schulen mit einbezogen. Aber auch in den allgemein bildenden Schularten einschließlich der Grundschule findet der Computer als didaktisch-methodisches Werkzeug vielfältige Anwendungen. Darüber hinaus werden an nahezu allen Schularten auch eigenständige Fächer aus dem Bereich Informatik und Datenverarbeitung angeboten, beispielsweise an der Mittelschule die Fächer des Kommunikationstechnischen Bereichs (KtB), an der Realschule das Fach Informationstechnik (IT) oder am Gymnasium die Informatik. Schulen wird empfohlen, für ihre Schülerinnen und Schüler Mediencurricula zu erstellen. Diese beantworten schul- und altersspezifisch die Frage, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Arbeitstechniken im Bereich der schulischen Medienbildung vermittelt werden sollen, wann und wo im Verlauf der Schulzeit dies erfolgen soll und wie Medien zur Verbesserung von Lernprozessen unter geeigneten methodischen Rahmenbedingungen eingesetzt werden können. Im Vordergrund steht ein aktives, individualisiertes, auf Zusammenarbeit und Selbstverantwortlichkeit zielendes Lernen. Mediencurricula zeichnet ein schrittweiser, systematischer Aufbau (aufeinander aufbauende Module) über Schuljahre hinweg aus. Sie beschreiben wesentliche Ziele der Medienbildung, konkretisieren wichtige medienspezifische Lerninhalte, integrieren Lehrpläne, Unterrichtsstruktur und Schulorganisation und geben Anregungen für methodische Umsetzungen, vertiefende Übungs- und Wiederholungsphasen und Hilfen für die Bewertung der Lernergebnisse. Sie sind Teil von Prozessen der Qualitätsverbesserung und an das Schulprofil und seine Weiterentwicklung angepasst. Unterstützung bei der Systematisierung der Medienarbeit können die Referenzschulen für Medienbildung leisten. 2.4 Orte der Medienbildung Medienpädagogische Aktivitäten können Teil des Fach- und Wahlunterrichts, von fachbezogenen oder fachübergreifenden Unterrichtsprojekten, Arbeitsgemeinschaften, Studien- und Projekttagen sein. Schulische Medienbildung kann je nach Ausstattung in Klassenzimmern ebenso stattfinden wie in Computerräumen, Lernwerkstätten und Multimedia- Schulbibliotheken. Die pädagogische Arbeit kann ergänzt werden durch virtuelle Klassenräume in einer passwortgeschützten Lernplattform. Die Einbeziehung unterrichtsbegleitender und außerschulischer Aktivitäten im Bereich der Medien kann die Medienbildung unterstützen. Mediengestütztes Lernen aus der Distanz ist im Bereich der allgemeinbildenden Schulen in besonderen Fällen (z. B. im Hausunterricht sowie in der Schule für Kranke) sinnvoll. Es setzt Erfahrungen mit Selbstlerntechniken sowie hochwertige Bildungsmedien voraus und bedarf einer engen Begleitung durch die Lehrkraft. Auch ist hier eine datenschutzgerechte Gestaltung umzusetzen. 3. Geltungsbereich und Begriffsbestimmung Die Bestimmungen dieser Bekanntmachung gelten für optische, akustische, audiovisuelle und multimediale Medien. Sie gelten ferner für Medien, die Inhalte von audiovisuellen Medien und Computerprogrammen interaktiv verknüpfen und die in digitaler Form auf materiellem Träger oder über Vernetzung (z. B. Internet) verfügbar sind und mit19 KWMBl Nr. 22/ Computersystemen betrieben werden. Hierzu zählen auch passwortgeschützte Lernplattformen. Bei den aufgezählten Medien und Werkzeugen handelt es sich um Lehrmittel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Nr. 2 BaySchFG. Sie unterliegen keiner schulaufsichtlichen Prüfung und bedürfen nicht wie Lernmittel der staatlichen Zulassung für den Gebrauch in der betreffenden Schulart und Jahrgangsstufe sowie im betreffenden Unterrichtsfach. 4. Unterricht mit Medien In der Schule wirken Medien durch ihr vielfältiges didaktisch-methodisches Potenzial, das Anschaulichkeit, inhaltliche Attraktivität und formale Qualität ebenso einschließt wie die Möglichkeit, eigene mediale Produkte kreativ zu gestalten, als Motor und Motivator für das Lehren und Lernen. Sie können sowohl selbstgesteuertes als auch kooperatives Lernen unterstützen und bei der Implementierung innovativer Ansätze, wie problembasiertes oder forschendes Lernen, Hilfestellung leisten. Somit ermöglichen Medien den Schülerinnen und Schülern die Übernahme von Verantwortung und Gestaltung bei der Planung, Reflexion und Dokumentation des eigenen Lernweges. Ihr sachgerechter Einsatz in zunehmend vernetzten Lernumgebungen fördert die Unterrichtsqualität, erhöht die Verfügbarkeit von digitalisierten Bildungsangeboten über räumliche und zeitliche Distanzen hinweg und erweitert die unterrichtlichen Spielräume schulischer Bildung. Beim Unterricht mit Medien sind folgende Bestimmungen zu beachten: 4.1 Einsatz von Medien im Rahmen des stundenplanmäßigen Unterrichts Der Einsatz von Medien soll das Erreichen der Lernziele und der Ergänzung, Veranschaulichung und Bereicherung des lehrplanmäßigen Unterrichts unterstützen, nicht aber zulassungspflichtige Lernmittel ersetzen. Die Lehrkraft hat hierbei die ihr obliegende unmittelbare pädagogische Verantwortung für den Unterricht und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler, den Bildungs- und Erziehungsauftrag sowie die Lehrpläne und Richtlinien für den Unterricht und die Erziehung zu beachten (vgl. Art. 59 Abs. 1 BayEUG). Voraussetzung für den Einsatz von Medien sind unterrichtliche Eignung und unmittelbare Unterstützung des lehrplanmäßigen Unterrichts. Die Entscheidung über den didaktischen Ort und die Methode des Einsatzes von Medien im schulischen Unterricht liegt in der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft. Sie muss generell in eigener Verantwortung über die didaktische, inhaltliche und rechtliche Eignung des Mediums für den Einsatz im Unterricht entscheiden. Bei einer Nutzung im Rahmen von unterrichtlicher oder unterrichtsbegleitender Arbeit muss die Aufsicht über die Schülerinnen und Schüler sichergestellt sein. Die Erstellung einer schulischen Nutzungsvereinbarung sowie die Regelung der Aufsicht liegen in der Zuständigkeit der Schulleitungen. Von einer unterrichtlichen Nutzung sozialer Netzwerke ist mit Blick auf die besondere Schutzbedürftigkeit der Schülerinnen und Schüler abzusehen. Geeignete Bildungsmedien für den Unterricht sind insbesondere in den kommunalen Medienzentren in Bayern und am Medieninstitut der Länder, dem FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, zu finden. 4.2 Einsatz von Medien im Rahmen von besonderen Veranstaltungen Der Besuch von audiovisuellen Veranstaltungen sowie die Durchführung von Veranstaltungen unter Nutzung von Datennetzen außerhalb des stundenplanmäßigen Unterrichts bedürfen einer sorgfältigen Planung, der Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen und der pädagogischen Grundsätze sowie der Genehmigung des Schulleiters. Es gilt, die Aufsicht sicherzustellen. 4.3 Einsatz einer passwortgeschützten Lernplattform Die Nutzung von webbasierten Lernplattformen ist mittlerweile eine verbreitete Form modernen Unterrichtsgeschehens. In virtuellen Kursräumen können von der Lehrkraft Arbeitsmaterialien und Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden, die dann in der Schule und zu Hause selbstständig bearbeitet werden können. Darüber hinaus bieten Lernplattformen die Möglichkeit, schulinterne organisatorische Abläufe zu beschleunigen und zu vereinfachen. Eine Kooperation mit anderen Schulen ist in diesem Rahmen ebenfalls möglich. Da die Nutzung von passwortgeschützten Lernplattformen in der Regel die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten voraussetzt, sind die rechtlichen Vorgaben des Datenschutzes zu beachten. So ist die Angabe personenbezogener Daten in diesem Rahmen grundsätzlich freiwillig. Zur Einholung der demgemäß erforderlichen wirksamen Einwilligung der Betroffenen Lehrkräfte, volljäh rige Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern, diese zusätzlich ab Vollendung des 14. Lebensjahres hat das Staatsministerium für Unterricht und Kultus verbindliche Muster erstellt. Bereits erteilte Einwilligungen können jederzeit von den Betroffenen ohne nachteilige Folgen widerrufen werden. Der Einsatz einer passwortgeschützten Lernplattform kann allerdings auch zum verpflichtenden Bestandteil des Unterrichts an einer Schule oder in einzelnen Klassen oder Kursen der Schule erklärt werden, wenn ein entsprechender Beschluss der Lehrerkonferenz in Abstimmung mit den maßgeblichen Schulgremien (insbesondere dem Schulforum) sowie dem Schulaufwandsträger vorliegt, sichergestellt ist, dass betroffenen Schülerinnen und Schülern ohne häuslichen Internetanschluss kein Nachteil erwächst. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass alternative Zugangsmöglichkeiten in der Schule auch außerhalb des Unterrichts zur Verfügung gestellt werden und der von Anlage 10 Passwortgeschützte Lernplattform der Verordnung zur Durchführung des Art. 28 Abs. 2 des Bayerischen Datenschutzgesetzes gesteckte Rahmen nicht überschritten wird.20 360 KWMBl Nr. 22/2012 In diesem Fall ist die Einholung von Einwilligungen nicht erforderlich. Von Verfahren, bei denen personenbezogene Daten auf einem Server außerhalb der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gespeichert werden, ist abzusehen. 4.4 Beachtung von Jugendschutz, Datenschutz und Urheberrecht Jugendschutz Medien, deren Inhalt gegen das Grundgesetz, die Bayerische Verfassung sowie andere Gesetze oder Jugendschutzbestimmungen verstoßen, dürfen nicht eingesetzt werden. Die Aufsichtspflicht der Schule entfällt auch dann nicht, wenn die Erziehungsberechtigten ausdrücklich auf eine Aufsicht verzichtet haben. Im Übrigen wird auf das Jugendschutzgesetz (JuSchG) vom 23. Juli 2002, zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes vom 31. Oktober 2008 (BGBl I S. 2149), verwiesen. Darüber hinaus ist auf den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) vom 10. bis 27. September 2002, zuletzt geändert durch Art. 2 des Elften Rundfunkänderungsstaatsvertrages vom 12. Juni 2008 (GVBl S. 542), und das bayerische Gesetz zur Ausführung des Rundfunkstaatsvertrags und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (AGStV Rundfunk und Jugendmedienschutz) vom 24. Juli 2003 (GVBl S. 477), geändert durch Gesetz vom 25. Oktober 2007 (GVBl S. 720), hinzuweisen. Weitere Informationen zum gesetzlichen Jugendmedienschutz stehen auf dem Internetauftritt des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen zur Verfügung Datenschutz Die Bestimmungen des Datenschutzes sind einzuhalten. Insbesondere sind die Löschfristen von Daten (z. B. Verbindungsdaten) zu beachten. Zum Internetauftritt von Schulen wird auf Anlage 9, zu passwortgeschützten Lernplattformen auf Anlage 10 der Verordnung zur Durchführung des Art. 28 Abs. 2 des Bayerischen Datenschutzgesetzes vom 23. März 2001 (GVBl S. 113, ber. S. 212), zuletzt geändert durch Verordnung vom 27. April 2010 (GVBl S. 223), hingewiesen Urheberrecht Medien dürfen grundsätzlich nur nach den Vorgaben des Urheberrechtsgesetzes und in dem vom Anbieter, Verleiher, Verkäufer oder Hersteller zugelassenen Rahmen im Unterricht eingesetzt werden. Die Urheberrechte sind zu beachten. Soweit Medieninhalte (Druckwerke) vom Gesamtvertrag zwischen den Ländern und den Rechteinhabern zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach 53 UrhG erfasst sind, dürfen kleine Teile eines Werkes oder Werke geringen Umfangs für den Unterrichtsgebrauch oder zu Prüfungszwecken im Rahmen der nachfolgenden Erläuterungen vervielfältigt werden. Im Sinne des Gesamtvertrages gelten als a) kleiner Teil eines Werkes: maximal 12 % eines Werkes, jedoch nicht mehr als 20 Seiten; b) Werk geringen Umfangs: eine Musikedition mit maximal sechs Seiten; ein sonstiges Druckwerk (mit Ausnahme von für den Unterrichtsgebrauch bestimmten Werken) mit maximal 25 Seiten; alle vollständigen Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen. Für den Unterrichtsgebrauch bestimmte Werke dürfen niemals vollständig kopiert werden. Für diese Werke gilt ausschließlich Buchstabe a. Pro Schuljahr und Schulklasse darf ein Werk maximal in dem festgelegten Umfang vervielfältigt werden. Eine digitale Speicherung über den Kopiervorgang hinaus und ein digitales Verteilen sind durch den Gesamtvertrag nicht erfasst. Soll mehr vervielfältigt werden, ist die Erlaubnis des Rechteinhabers einzuholen. Soweit Medieninhalte vom Gesamtvertrag zwischen den Ländern und den Rechteinhabern zur Vergütung von Ansprüchen nach 52a UrhG erfasst sind, dürfen diese für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern zur Veranschaulichung für Zwecke des Unterrichts an Schulen in einem Schulintranet oder einem nur für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte zugänglichen Speicherraum im Internet etwa einer passwortgeschützten Lernplattform im Rahmen der nachfolgenden Erläuterungen zugänglich gemacht werden. Im Sinne des Gesamtvertrages gelten als a) kleine Teile eines Werkes: maximal 12 % eines Werkes, bei Filmen jedoch nicht mehr als fünf Minuten Länge; b) Teile eines Werkes: 25 % eines Druckwerkes, jedoch nicht mehr als 100 Seiten; c) Werk geringen Umfangs: ein Druckwerk mit maximal 25 Seiten, bei Musikeditionen maximal sechs Seiten ein Film von maximal fünf Minuten Länge maximal fünf Minuten eines Musikstücks, sowie alle vollständigen Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen. Nicht eingestellt werden dürfen Werke für den Unterrichtsgebrauch und wenn ein Werk in zumutbarer Weise vom ausschließlichen Rechteinhaber in digitaler Form für die Nutzung im Intranet der Schule oder auf einer passwortgeschützten Lernplattform angeboten wird. Inhalte eines Internetangebots (z. B. auf der Schulhomepage) sind vor Erscheinen sorgfältig zu prüfen. Fremde Inhalte müssen gekennzeichnet werden und dürfen nur verwendet werden, wenn der Berechtigte dies gestattet. Bei Verweis auf die Angebote Dritter ist die Neutralität in Bezug auf politische, gewerkschaftliche, religiöse und weltanschauliche Positionen zu wahren. Verantwortlich ist die Schulleitung. Beim Mitschnitt von Schulfunk- und Schulfernsehsendungen sind die Löschfristen zu beachten. Der Mitschnitt von Rundfunk- und Fernsehsendungen, die keine Schulfunk- oder Schulfernsehsendungen sind, ist urheberrechtlich grundsätzlich nicht zulässig. Ausnahmen gelten für Nachrichtensendungen, Reden, Parlamentsdebatten sowie für Sendungen zur Unterrichtung über Tagesfragen. Mehr anzeigen
4. Unterricht mit Medien 4. Unterricht mit Medien In der Schule wirken Medien durch ihr vielfältiges didaktisch-methodisches Potenzial, das Anschaulichkeit, inhaltliche Attraktivität und formale Qualität Mehr Alle Schulen werden eindringlich aufgefordert, sich diesen Aufgaben intensiv zu widmen.
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