Source: https://www.bundessache.at/de/grundlagenarbeit/paedagoginnen-mit-behinderung/neuigkeiten/28/Neuigkeiten-2014
Timestamp: 2019-03-23 23:32:26+00:00

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Berichte von jeweils aktuellen Ereignissen 2014
8. Teamsitzung der Arbeitsgruppe (3.11.2014)
Die Arbeitsgruppe diskutierte über Chancen und Herausforderungen in einem inklusiven Bildungssystem. Zusätzlich wurden weiterführende Entscheidungen dahingehend getroffen, wie Meinungen und Wünsche von ExpertInnen im Bildungssystem bestmöglich erfahren und erfasst werden können. Dem Team stattete Projektleiter Mag. Markus Neuherz (Career Moves) einen Besuch zwecks Vernetzung und Ideenaustausch ab.
Teilnahme an Sitzung des Monitoringausschusses (30.10.2014)
bundessache - LehrerInnen Inklusiv nahm an der 11. öffentlichen Sitzung des unabhängigen Monitoringausschusses teil. Das zentrale Thema der Veranstaltung betraf die gesellschaftliche Partizipation von Menschen mit Behinderungen. Viele Selbstvertreter brachten dabei ihre Anliegen vor. Dabei wurden u.a. folgende Themenbereiche angesprochen: Partizipation an Wahlen (z.B. notwendige Verbesserungen für blinde Personen, um anonym und selbständig an politischen Wahlen teilnehmen zu können), wahrgenommene Ausgrenzung von gehörlosen Personen im Bildungssystem, im Zugang zu Informationen und in der Freizeit, sprachliche Verstehenshürden für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Kritik am derzeitigen System der Sachwalterschaft etc.
Weiterführende Infos zum Monitoringausschuss und zur abgehaltenen Veranstaltung finden Sie hier: http://monitoringausschuss.at
(bzw. unter http://monitoringausschuss.at/sitzungen/wien-30-10-2014-politische-partizipation/)
Claudia Rauch trifft Tiroler Soziallandesrätin Baur (5.9.2014)
Gruppenmitglied MA Dipl. Päd.in Claudia Rauch bringt im Treffen mit der Soziallandesrätin, Frau Christine Baur, ihr Expertenwissen in Tirol ein. Das Land möchte den Anteil von Lehrenden mit Behinderungen in der Ausbildung sowie im Beruf heben. Dies ist zumindest Zielsetzung des Tiroler Landtags, was die Arbeitsgruppe bundessache - LehrerInnen Inklusiv sehr begrüßt. Scheinbar wurde erkannt, welche Bedeutung LehrerInnen mit Behinderungen als "role models" für Schülerinnen und Schüler haben können. Internationale Studien belegen, dass Sensibilisierungsmaßnahmen mit zunehmendem Alter kaum Wirkung zeigen - bestenfalls bei jenen Menschen, die Menschen mit Behinderungen ohnehin affirmativ gegenüberstehen. Frühe Erfahrungen - durch ein Leben und Lernen von und mit Menschen mit Behinderungen - führen am ehesten dazu, Menschen mit Behinderungen als anerkennenden Teil gesellschaftlicher Realität zu begreifen und eine inklusive Haltung internalisieren zu können.
Einen Artikel hierzu (inkl. Foto) gibt es auch auf https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/artikel/mehr-lehrerinnen-mit-behinderung/
Eröffnung der Emma Plank Schule (1.9.2014)
Mit heutigem Tag öffneten sich die Tore der von Mag.a Androulla Höller, Mitglied der Arbeitsgruppe bundessache – LehrerInnen Inklusiv, und Dipl. Päd.in Zorica Obrovac-Melber (Schulleitung) gegründeten Emma Plank Schule, die mit ‚Montessori-Einschlag‘ und einem offenen Unterrichtskonzept (Freiarbeit, entdeckendes und selbstbestimmtes Lernen etc.) aufwartet. Der Schulbetrieb wird mit einer Anzahl von 46 SchülerInnen aufgenommen.
Im Mittelpunkt der pädagogischen Konzeption steht die individuelle Förderung, gezielte Interessen- und Stärkenfokussierung, ganzheitliches Lernen sowie die Förderung von Eigenaktivität und Selbständigkeit. Zudem wird auf das jeweilige individuelle Lerntempo, respektvollen Umgang und Kommunikation, offenen und informativen Austausch und das Ausdrücken von Gefühlen, Werthaltungen und Meinungen besonders Wert gelegt. Zwecks Erlangung einer Vielzahl an Kompetenzen ist das pädagogisch-kreative Angebot äußerst umfangreich. Zur Auswahl stehen die Module technisches Werken, Mode und Design, Chorgesang, musikalisches Gestalten, Bühnenspiel, bildnerisches Gestalten, Malen im Malort nach Arno Stern sowie kreative Küche. Ab der 4. Schulstufe kann auch Medienkompetenz beim Arbeiten mit dem Computer erworben werden. Die Ablegung des ECDL-Computerführerscheins ist ab der 7. Schulstufe möglich. Auch tägliche Bewegung ist den Schulgründerinnen sehr wichtig. Die Schulklassen werden in Mehrstufenklassen (Elementarstufe: Vorschule bis 3. Schulstufe; Mittelstufe: 4. Bis 6. Schulstufe; Sekundarstufe: 7. Bis 9. Schulstufe) geführt.
(v.l.n.r.): DI Dr. Rainer Stempkowski, Dipl. Päd.in Zorica Obrovac-Melber, Mag.a Androulla Höller, MMag. Gregor Zamarin
Die Umsetzung der Schulidee fand in einer Rekordzeit von etwa einem Jahr statt. Die Eröffnungsveranstaltung am 1. Schultag ließ bereits erkennen, dass es hier um „mehr als Schule“ geht. Nicht umsonst lautet das Motto der Emma Plank Schule „Alles andere ist nur Schule“. Nach der Präsentation des Vorhabens wurden die BesucherInnen zu einem Schulrundgang eingeladen. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Das Verweilen in der Schulküche samt Verpflegung wurde mit jazzigen Klängen einer Live-Band untermalt. Die gesamte Einrichtung des Schulgebäudes ist schülergerecht und ansprechend gewählt. Sogar die Fußböden sind farblich auf die Funktionalität der jeweiligen Räume abgestimmt. Am Weg in den ersten Stock erfährt der/die BesucherIn Biographisches über Emma Plank. Die gesamte Schule versprüht den Charme einer Lernumgebung, die – nicht zuletzt aufgrund der anregenden (Montessori-) Lernmaterialien – zum Hierbleiben und ungezwungenem Lernen und Experimentieren in Klein- oder Großgruppen anregt. LehrerInnen und SchülerInnen treffen sich auf einer äußerst menschlichen und sozialen Ebene. Von Hierarchie ist hier nichts zu spüren. Respekt wird den Lehrenden aber dennoch gezollt.
Mag.a Androulla Höller hat hier ein leichtes, ‚role model‘ für ihre SchülerInnen zu sein. Während ihr die Absolvierung der Ausbildung zur Lehrerin aufgrund ihrer Hörbeeinträchtigung verwehrt blieb, erreichte sie durch ihr starkes Engagement, nun gemeinsam mit Kollegin Dipl. Päd.in Obrovac-Melber, eine Schule zu führen, die in ihrer pädagogischen Konzeption Nährboden für die Etablierung einer Inklusiven Schule sein kann – Lehrende mit Beeinträchtigungen inklusive!
Nähere Informationen über die Emma-Plank-Schule finden Sie hier: http://www.emmaplankschule.at/
Halbjahresbericht 2014 steht unter "Eckdaten und Downloads" bereit (31.7.2014)
Den Halbjahresbericht, der die Grundlagenarbeit von bundessache dokumentiert, steht in verschiedenen Versionen (Kurzfassung oder Langfassung sowie ein "Beiblatt") zum Download bereit.
Präsentation der bisherigen Tätigkeit der AG vor SMS und BMBF (23.6.2014)
Am 23.6. 2014 wurden Hofrat Dieter Chmiel (Sozialministeriumservice Wien) und Dr. Rüdiger Teutsch (BMBF, Sektion I/5) zu einer Präsentation der Arbeitsgruppe „bundessache – LehrerInnen Inklusiv“ an den Tannhäuserplatz in den 15. Wiener Gemeindebezirk geladen, um über den derzeitigen Stand der Arbeit der Arbeitsgruppe informiert zu werden. Zusätzlich zu Herrn HR Chmiel nahm Hr. Dousek (ebenfalls SMS) an der Veranstaltung teil. Da Dr .Teutsch verhindert war, vertrat ihn Fr. Mag.a Langenecker. Die Gäste erhielten in den Räumlichkeiten von Wien Work einen Einblick in Ideen, Vorgehensweisen und Erkenntnisse der Arbeitsgruppe darüber, wie man sich der Realisierung des längerfristig verfolgten Ziels – die Mithilfe bei der Hebung des Anteils von Lehrenden mit Beeinträchtigungen – annähern möchte. Die bisherige Analyse zeigt v.a. legistische Hürden an. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden bereits an einige politische AkteurInnen (Monitoringausschuss, BehindertensprecherInnen, Behindertenanwalt. Lehrergewerkschaft) weitergegeben.
Teilnahme an der Präsentation des Projekts "Quali-TYDES" (18.6.2014)
Am 18.6. 2014 präsentierte Mag. Tobias Buchner am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts, das im Kontext der "Disability Studies" steht und an dem sich ForscherInnen aus Irland, Spanien und der Tschechei beteiligten. Im Forschungsprojekt wurde untersucht, ob und wie sich globale, europäische, nationale und lokale Gesetze und Politiken, aber auch Einrichtungen, soziale Beziehungen und Gesellschaften auf das Leben junger Menschen mit Behinderung auswirk(t)en. Zentrales Erkenntnisinteresse lag auf Unterstützungsstrukturen, gesellschaftlichen Veränderungen (Recht, Technologien, Arbeitsmarkt, Politik etc.), biographischen Abschnitten, Freundschaften (soziale Netzwerke) sowie Barrieren und Hindernissen. Als Forschungsmethode wurde ein partizipativer Forschungsansatz gewählt und Personen, die in den 1980er-Jahren geborgen wurden, mittels qualitativen Interviews befragt. Zusätzlich wurden die biographischen Daten mit der Analyse politischer Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte miteinander in Bezug gesetzt. Mit den Ergebnissen wird versucht, europäische Staaten in Hinblick auf Zielsetzungen und Weichenstellungen in der (Behinderten-) Politik eine Hilfestellung zu geben: Und zwar dahingehend, Politik zugunsten von Menschen mit Behinderungen zu gestalten. Maßnahmen lassen sich von der UN-Behindertenrechtskonventionen ableiten und müssen durchgesetzt werden.
Zentrale internationale Ergebnisse (Buchner und Biewer 2014):
Bemühen der schulischen Inklusion existiert seit Mitte der 1980er-Jahre, in der Tschechischen Republik seit 1990. Allerdings gab es in der Realität kaum inklusive Lernerfahrungen!
Der Einfluss von Erfahrungen in Sonderschulen gegenüber Regelschulen differiert in Lebensläufen
Ergebnisse bei Besuch der Regelschule: Eltern und Familie als kritische Ressource, Direktionen, die den Schulbesuch ermöglichten, Auftreten von Mobbing, Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt/Studium war möglich
Ergebnisse bei Besuch der Sonderschule: Fokus lag auf Therapie, es wurde ein geringeres akademisches Lernniveau erreicht, Arbeit in Werkstätten
Persönliche Assistenz ist wichtige Ressource für das Leben nach der Schulzeit
Einfluss der UN-BRK
Umgang mit Behinderung unterschiedlich (Tragödie?)
Zentrale Ergebnisse in Österreich:
Persönliche Assistenz als Ressource
Behinderung als Tragödie?
Erfahrungen im Kontext einer Sonderschule: Einfluss d. Familie/sozioökonomische Position, geringes akademisches Lernen, Schwerpunkt auf Therapie, Mobbing von LehrerInnen und MitschülerInnen, Internalisierung negativer Anrufungen, keine Wechsel aus der Sonderschule in regelschulische Settings, 'Eingangsdiagnose': körperliche Behinderung, 'Ausgangsdiagnose': Lernbehinderung, häufig nahtloser Übergang zu Werkstätten, Arbeit in Werkstätten (8/13 TN), Ausnahmen: blinde Personen, Ressource Behindertenbewegung
Erfahrungen im Kontext von Regelschule (Volksschule): Entscheidung Regelschule stark beeinflusst von Elternkontakt zur Integrationsbewegung, zentrale Rolle der Mütter, Übergang Kindergarten - Volksschule: Schwierigkeiten beim Zugang, lange Anfahrt, gute Freundschaften, gute Unterstützung
Erfahrungen im Kontext von Regelschule (Hauptschule): wichtige Rolle der Mütter, schlechte Unterstützung von LehrerInnen, Trennung für 'Integrationsstunden', Mobbing und Ausschluss, keine Unterstützung von LehrerInnen und gegen Mobbing, Schule als 'Abhärtung'
Erfahrungen Gymnasium: wichtige Rolle der DirektorInnen (ebnen 'Weg' oder verhindern Zugang), sonderpädagogischer Förderbedarf als Barriere, Unterstützung (Ausschlussgefahr bei zu hohem Unterstützungsbedarf, wichtige Rolle der Eltern, 'gestrickte Lösungen')
Postschulische Phase (Studium): ernsthafte Bemühungen Zugänglichkeiten zu ermöglichen, Einführung der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz stellt entscheidenden Unterschied dar
Postschulische Phase (Arbeitsleben): Übergang: Bewerbungsmarathon, viele Jobs in 'klassischen Bereichen' (Stenotypistin, IT-Bereich, Behindertenhilfe), Bedeutung v. Persönlicher Assistenz am Arbeitsplatz, auch Personen mit intellektueller Beeinträchtigung Anstellungen auf 1. Arbeitsmarkt
Sonderschule: wenig akademisches Lernen, Fokus auf Therapie, führt zu Segregationskarrieren
Integrativer Unterricht: unterschiedliche Qualität, Mobbing, bessere Chancen für 1. Arbeitsmarkt
Universität: mangelnde Barrierefreiheit, strukturelle Benachteiligungen
Berufliche Teilhabe durch PAA möglich
Kaum adäquate Maßnahmen für Personen mit intellektueller Beeinträchtigung (Werkstatt, 'Maßnahmenmarathon')
Biographischer Einfluss der Schulform: Schulform als frühzeitige biographische Weichenstellung, Mobbing in beiden Schulformen, Qualität des 'integrativen' Unterrichts in Sekundarstufe 1 fragwürdig, Regelschule: mehr postschulische Handlungsmöglichkeiten und heterogene Netzwerke, starke Einspurungseffekte in der Sonderschule, Sonderschule als berufsbiographische Sackgasse, Deckung der Ergebnisse mit Projekt zur beruflichen Partizipation
Ratifizierung BRK hat noch keinen Einfluss gehabt, eher gegenteilige Bewegungen
Österreich vom Erfüllen der Kriterien weit entfernt
Buchner, T. & Biewer, G. (18.06.2014): "Mein Leben"/Quali-TYDES: Lebensgeschichten und politischer Wandel - Befunde aus einem europäischen Forschungsprojekt.
http://quali-tydes.univie.ac.at/project-partners/
http://quali-tydes.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/proj_qualitydes/Qualitativer_Methoden_Beforschung_der_Implementierung_der_BRK.pdf
Äthiopien - Vorbild für Österreich? (25.5.2014)
Am 25.5. 2014 nahm MMag. Gregor Zamarin - stellvertretend für die Arbeitsgruppe bundessache - am Institut für Bildungswissenschaft (BIWI) der Universität Wien an einem Erfahrungsaustausch teil, um sich über die Möglichkeiten von Lehrenden mit Behinderungen in Äthiopien im Kontext von (Aus-) Bildung und Arbeit zu erkundigen. Universitätsprofessor Dr. Biewer, Experte am Institut für BIWI im Forschungsschwerpunkt "Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik", ermöglichte, sich mit Wissenschaftern aus Addis Abeba zu unterhalten. Die Gäste aus Äthiopien, Herr Dr. MA Alemayehu Teklemariam Haye und Herr MA Fantahun Admas Mengistie, waren im Zuge des 'Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development - appear' in Wien, das seit 2010 im Gange ist und 2014 seinen Abschluss findet. Neben MMag. Gregor Zamarin nahmen am Gespräch auch MMag. Michaela Kramann (Universität Wien), Manuela Kräuter und Ursula Miller (beide von "Licht für die Welt") teil. Neben zahlreichen interessanten Erkenntnissen war wohl jene die zentralste: Es gibt in Äthiopien keine gesetzliche Grundlage, die die Aufnahme eines Dienstverhältnisses de iure erschwert - so wie dies in Österreich im Zuge eines stark überregulierten Schulsystems aufgrund restriktiver Gesetzgebung der Fall ist. Während in Österreich beispielsweise die Aufsichtspflicht als jener gesetzlicher Graubereich gilt, der u.a. ein Grund dafür ist, dass z.B. ausgebildete PrimarstufenlehrerInnen mit Behinderungen keine Möglichkeit auf Ausübung ihres Berufs in einer allgemeinen Regelschule erhalten, agiert man in Äthiopien weitaus flexibler: KollegInnen aus dem LehrerInnengremium übernehmen diese Aufgabe und fungieren als "unit leader".
Weiterführende Informationen zum Projekt erhalten Sie hier:
http://www.appear.at/appear_infos/
http://respond-her.univie.ac.at/project-team/
Presseaussendung von Dr. Huainigg: Wunsch nach mehr Lehrenden mit Behinderungen (19.5.2014)
Dr. Huainigg schließt sich den Forderungen der Arbeitsgruppe bundessache - LehrerInnen Inklusiv an und tätigt eine Presseaussendung, die folgend lautet:
Huainigg ermutigt Menschen mit Behinderung zum Ergreifen des Lehrberufs
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung, wünscht sich, dass sich mehr Menschen mit Behinderung für den Beruf des Lehrers/der Lehrerin entscheiden und sich an Pädagogischen Hochschulen (PHs) bewerben. Er unterstützt die Tätigkeit der 2013 gegründeten Arbeitsgruppe "bundessache - LehrerInnen Inklusiv" (www.bundessache.at), die sich mit diesem Thema beschäftigt und sich vorwiegend aus PädagogInnen mit Behinderungen zusammensetzt. Diese Arbeitsgruppe sammelt gemachte Erfahrungen von Lehrenden am Bildungs- und Arbeitsweg, analysiert Gesetzestexte und gibt in Vernetzungstreffen Informationen an die Politik weiter. Huainigg bekräftigt: "Rückmeldungen über Erfolgs- oder Misserfolgserlebnisse an die Arbeitsgruppe sind wichtig, um bestehende Schwierigkeiten von abgelehnten, angehenden oder ausgebildeten Lehrenden erfassen zu können".
Die Arbeitsgruppe betreibt politische Grundlagenarbeit, um langfristig dabei mitzuhelfen, dass der Anteil von LehrerInnen mit Behinderungen im Regelschulwesen steigt. Damit würde nicht nur ein Abbild der Gesellschaft geschaffen, sondern Kindern ermöglicht, Behinderung sehr früh als Teil der gesellschaftlichen Realität und des Alltags zu erfahren. Junge Menschen, die den Lehrberuf ergreifen möchten, haben ab dem Schuljahr 2014/2015 aufgrund des geöffneten Zugangs an Pädagogischen Hochschulen (PH) Zutritt zur LehrerInnenausbildung. Wichtig ist, dass Studierende bei Schwierigkeiten vor Studieneintritt und während der Ausbildungszeit Ansprechpartner haben. Daher erscheint ein flächendeckendes Angebot an Behindertenbeauftragten, psychologischer und juristischer Studentenberatung an PHs sowie an Universitäten notwendig. Zentral ist zudem die Schaffung rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen, damit ausgebildete Pädagog/inn/en nach abgeschlossener Ausbildung eine Anstellung erhalten. Huainigg ersucht Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die Anliegen der Initiative "bundessache - LehrerInnen Inklusiv" zu prüfen und umzusetzen
Diese Nachricht wurde auch auf folgenden Seiten veröffentlicht:
http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=14960
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140519_OTS0038/huainigg-ermutigt-menschen-mit-behinderung-zum-ergreifen-des-lehrberufs
http://www.behindertenarbeit.at/bha/32591/huainigg-mehr-menschen-mit-behinderung-sollen-lehrerinnen-werden
7. Gruppentreffen als weitere Weichenstellung (12.5.2014)
Im Zuge des dritten Zusammentreffens dieses Jahres gab es eine Nachbesprechung bezüglich dem in Salzburg stattgefundenen Inklusionsdialog. Des weiteren wurde eruiert, welche zusätzlichen Schritte und VernetzungspartnerInnen notwendig sind, um mehr zur zentralen Zielsetzung - die Hebung des Anteils Lehrender mit Behinderungen - beitragen zu können.
Teilnahme am Inklusionsdialog 2014 in Salzburg (8.5.2014)
Am 8.5. 2014 veranstaltete das Institut für Inklusive Bildung (IIB) Salzburg einen Inklusionsdialog in den Marmorsälen des Schlosses Mirabell in der Landeshauptstadt.
Nach den Eröffnungsworten durch das IIB und der Stadt Salzburg, wurde ein Video gezeigt, indem angehende LehrerInnen der PH Salzburg Ihre Sichtweisen über Inklusion preis gaben und die Wichtigkeit der Umsetzung des Themas Ausdruck verliehen. Danach standen Impulsreferate auf der Agenda.Da die beiden Hauptreferentinnen (LSI der Steiermark, Fr. Dipl. Päd.in Sabine Haucinger, sowie LSI Kärntens, Fr. Dr.in Dagmar Zöhrer) verhindert waren, übernahmen Fr. Mag.a Simone Ferstl und Fr. Mag.a Petra Flieger diese Aufgabe. Während erstgenannte über die stetige Zunahme von Integrationsklassen in der Steiermark seit 1982 sprach und somit die Steiermark als führendes Bundesland im Bezug auf Inklusion präsentierte (weist die höchste Integrationsquote auf Bundesebene auf), sprach die Tiroler Sozialwissenschafterin Flieger von einer gänzlich anderen Situation im Bundesland Tirol. Hier nimmt der Bezirk Reutte eine Sonderstellung ein, da nur wenige Schülerinnen eine "Etikettierung" im Sinne eines SPFs zugeschrieben bekamen. Zudem gibt es seit 15 Jahren keine Sonderschulen mehr (Integrationsquote= 100%). Allerdings finden sich ansonsten keine inklusiven Modellregionen auf der politischen Agenda Tirols. Die Dateninterpretation schien eindeutig: Je inklusiver die Bildungsregion ausgestaltet ist, desto weniger besteht sonderpädagogischer Förderbedarf. Seit November 2011 gibt es eine Initiative zur Trennung von Sonderschulen und Sonderpädagogischen Zentren. Zudem besteht ein Konzept, das auf pädagogische Beratungsstellen setzt. Mit Mai 2013 beschloss die schwarz-grüne Koalition in Tirol mit einem Übereinkommen, dass es zu einer jährlichen Erhöhung des Integrationsanteils in Tiroler Schulen kommen soll (Integrationsklassen) und Sonderpädagogische Zentren als unabhängige integrative Beratungszentren umzubauen sind.
Die scheinbar adäquaten (?) Reaktionen der beiden Bundesländer auf die Prüfung Österreichs bezüglich der Einhaltung der UN-BRK erweisen sich als unterschiedlich: Während in der Steiermark bis 2020 flächendeckend Integrationsklassen installiert werden sollen und dieser Schritt als "inklusives Schulsystem" betrachtet wird, ist neben der geplanten Erhöhung von Integrationsklassen in Tirol und des Umbaus von SPZen in unabhängige integrative Beratungszentren die gleichzeitige Beibehaltung von Sonderschulen die Antwort aus dem Westen Österreichs.
Den beiden Impulsreferaten folgte ein Workshop, bei dem in Kleingruppen, in denen jeweils ExpertInnen (SozialwissenschafterInnen - wie etwa Dr. Volker Schönwiese, Selbstvertreter, etc.) partizipierten, folgenden Fragestellungen in Hinblick auf die Gestaltung einer inklusiven Modellregion in Salzburg nachgegangen wurde:
Welche Hindernisse/Herausforderungen existieren auf dem Weg zur Umsetzung einer inklusiven Region in Salzburg?
Wie können diese Hindernisse bewältigt werden?
Was sind die notwendigen nächsten Schritte für eine inklusive Region?
Die Antworten fielen vielfältig aus. Details zur Veranstaltung finden sich auf http://www.soziale-initiative.net/projekte/iib/id14/.
bundessache - Lehrerinnen Inklusiv brachte sich aktiv in die Veranstaltung mit ein und wies darauf hin, dass im inklusiven Schulsystem nicht auf die Lehrenden vergessen werden darf -auch nicht auf jene mit Behinderungen, die zudem als "role models" für Kinder und Jugendliche sowie angehende LehramtskandidatInnen wirken könnten.
Unterstützungszusage von Univ. Prof. Dr. Gottfried Biewer (5.5.2014)
Der Experte im Fachbereich Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik bot seine Unterstützung bezüglich Informationen über internationale Fachliteratur zum Thema "Lehrende mit Beeinträchtigungen", Kompetenzen zukünftig auszubildender Lehramtsstudierender (LehrerInnenbildung NEU, die mit dem WS 2014/2015 beginnt) sowie Rahmenbedingungen eines Inklusiven Schulsystems an. Eine der wichtigsten Erkenntnisse im Zuge des Vernetzungstreffens war, dass Lehrende mit Behinderungen in Ländern wie etwa Äthiopien durchwegs Teil gelebter Realität sind und deren Anteil zunehmend steigt. Die Arbeitsgruppe erhielt das Angebot, äthiopische Universitätsprofessoren kennenlernen und an einem Erfahrungsaustausch teilnehmen zu dürfen. Zudem kennt bundessache - LehrerInnen Inklusiv mit Dr. Biewer einen Experten, der bereit ist, die Arbeitsgruppe über Neuentwicklungen bezüglich der Ausgestaltung der PädagogInnenbildung NEU zu informieren.
Vernetzungstreffen mit Fr. Königsberger-Ludwig (30.4.2014)
Im Zentrum des aufschlussreichen Treffens der Arbeitsgruppe mit der Behindertensprecherin der SPÖ standen neben der Vorstellung von bundessache - LehrerInnen Inklusiv, deren Zielsetzungen und Forderungen - einmal mehr zentrale Hürden (z.B. gesetzlich festgeschriebene Hürde der Aufsichtspflicht), denen Lehrenden mit Behinderungen oder jene, die nach dem Lehramt als LehrerIn tätig werden möchten, ausgesetzt sind. Die Sozialdemokratin notierte sich wichtige Anliegen und Forderungen der Arbeitsgruppe (gesetzliche Verankerung des Rechts auf Ausübung des Lehrberufs im Lehrerdienstrecht; Gespräch mit Unterrichtsministerin; Möglichkeit eines Entschließungsantrags; innerparteiliche Sensibilisierung; Kontaktaufnahme mit BildungssprecherInnen etc.) und sprach ihre Unterstützung aus.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe (Claudia Rauch, Androulla Höller und Gregor Zamarin) vor dem Besuch bei Behindertensprecherin Königsberger-Ludwig, die vom parlamentarischen Mitarbeiter, Herrn Hofstetter, empfangen wurden.
6. Gruppentreffen: Analyse des Landeslehrerdienstrechts (31.3.2014)
Im Zentrum des zweiten Gruppentreffen dieses Jahres stand die Analyse des Landeslehrerdienstrechts, das für LandeslehrerInnen für Volksschulen, Neue Mittelschulen, Hauptschulen, Sonderschulen, Polytechnische Schulen und Berufsschulen Anwendung findet. Die öffentliche Debatte des vergangenen Jahres drehte sich stets rund um die Dienstrechts-Novelle des öffentlichen Dienstes und bezog sich nicht auf Lehrende mit Beeinträchtigungen. Auch die Lehrergewerkschaft fühlt(e) sich für diese Zielgruppe nicht zuständig, da in diese Richtung weder eine zugesagte Symbolsetzung von Herrn Kimberger erfolgte, noch ein Vernetzungstermin mit der GÖD - im Zuge einer Anfrage bei Herrn Dr. Quin - zustande kam.
Was aber bedeutet das Landeslehrerdienstrecht für Lehrende mit Beeinträchtigungen im Jahr 2014? bundessache - LehrerInnen Inklusiv durchleuchtete das Gesetz und stieß dabei auf viele zu klärende Fragen, die folgende Paragraphen betreffen: Ernennungserfordernisse § 4(2), Definitives Dienstverhältnis § 10 (2), Vorübergehende Zuweisung § 22 (2), Meldepflichten § 37 (2), Herabsetzung der Jahresnorm bzw. Lehrpflichtermäßigung § 44 (1), Bericht aus besonderem Anlaß § 63 (1), Leistungsfeststellung durch die Behörde § 66 (1). Ergebnisse der Analyse werden demnächst auf www.bundessache.at nachzulesen sein.
Der gesamte Gesetzestext befindet sich hier: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008549
Vernetzungstermin mit Behindertensprecherin Königsberger-Ludwig bestätigt (19.3.2014)
bundessache - LehrerInnen Inklusiv freut sich über die Möglichkeit eines Vernetzungstreffens mit der Nationalratsabgeordneten, das am 30.4. stattfinden wird.
Gruppenmitglied Mag.a Androulla Höller gründet Privatschule (18.3.2014)
Als Mag.a Höller die Ausbildung zu ihrem Wunschberuf an der Pädagogischen Hochschule aufgrund ihrer Hörbeeinträchtigung verwehrt blieb, studierte sie Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien. Nach Dienstverhältnissen beim PSD Wien, als Stützlehrerin in einer Integrationsklasse, der Absolvierung einer Ausbildung zur Kunsttherapeutin und später zur Malortdienenden nach Arno Stern, arbeitete sie als Klassenlehrerin in der Libo Montessori Schule (Privatschule). Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 öffnen sich die Pforten der neu gegründeten Emma Plank Schule. Mag.a Höller erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Mitbegründerin ist Dipl. Päd.in Zorica Obrovac-Melber. Alle Details zur Emma Plank Schule finden sie hier: http://www.emmaplankschule.at/
Unterstützungszusage von Dr. Franz-Joseph Huainigg (10.3.2014)
Beim Vernetzungstreffen mit Dr. Huainigg, das im Parlament stattfand, gab die Arbeitsgruppe nicht nur Details ihres Zustandekommens und ihrer Arbeits- und Vorgehensweise bekannt (persönlich - individuell: Werdegang der Mitglieder, gemachte Erfahrungen beim Zugang zum Lehrberuf; Arbeitsgruppe betreffend: Vorhaben, legistisch-theoretische Bezüge und Grundlagen, Analyse und dabei ausgemachte Schwierigkeiten der Zielgruppe, Erreichtes, Zielsetzungen etc.). Es wurde auch aktiv darüber nachgedacht, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann. Neben Unterstützungen bei Kontaktaufnahmen mit ExpertInnen und Entscheidungsträgern war ein zentraler Aspekt, die Arbeitsgruppe bei Veranstaltungen miteinzubeziehen, die das Thema "PädagogInnen mit Behinderungen " tangiert (z.B. bei der Durchführung eines "Gleichstellungsdialogs"). Zudem werden zukünftige legistische Veränderungen, die die Zielgruppe betreffen, kommuniziert werden.
Als wichtig wurde erachtet, junge Menschen mit Behinderungen, die den Lehrberuf ergreifen möchten, zu ermutigen und zu signalisieren, dass eine Ausbildung nun - legistisch unbedenklich - möglich ist. Diese Mitteilung an die Zielgruppe kann im Zuge einer Presseaussendung erfolgen, die den Hinweis auf die sich (positiv) veränderten Rahmenbedingungen (Öffnung der Pädagogischen Hochschulen im Zuge der PädagogInnenbildung NEU für Bewerber mit Beeinträchtigungen) enthält.
Die Arbeitsgruppe freut sich über den neu gewonnenen Vernetzungspartner und möchte sich an dieser Stelle nochmals für den Termin bei Dr. Huainigg recht herzlich bedanken!
Teilnahme am Zero-Project in der UNO-City (27.2. / 28.2.2014)
Das von der Essl-Foundation, des World Future Council und des European Foundation Centre initiierte Zero-Project brachte einen umfangreichen weltweiten Einblick in das Thema "accessibility" und war mit etwa 450 TeilnehmerInnen, die in vielzähligen Workshops teilnahmen, bestens besucht. Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde von 141 Ländern ratifiziert. Implizite Fragestellungen der beiden Tage können folgend umrissen werden: Wie wurde die UN-BRK konkret in den jeweiligen Ländern implementiert? Welche innovativen Best-Practice-Beispiele und Gesetze wurden im Jahr 2014 umgesetzt, die maßgebend zu Barrierefreiheit bzw. zur "accessibility" beitragen? Inwiefern wird dadurch der Umsetzung der UN-BRK entsprochen?
Einen detaillierten Einblick in den Zero Project Report 2014 und seiner Ergebnisse gibt es hier: http://zeroproject.org/wp-content/uploads/2013/12/ZERO-PROJECT-REPORT-2014.pdf
Erstes Gruppentreffen im neuen Jahr (24.2.2014)
Beim - seit Bestehen der Arbeitsgruppe - nun fünften Gruppentreffen wurde ein Kurzresümee über das vergangene Jahr 2013 gezogen. Als erreichte Zielsetzungen werden folgende Schritte und durchgeführte Tätigkeiten erachtet: die Ausweitung bzw. letztliche Zusammenführung von "ExpertInnen in eigener Sache", Vernetzungstreffen mit relevanten sozialpolitischen AkteurInnen, getätigte Stellungnahmen (APA-Presseaussendung zum neuen Lehrerdienstrecht) sowie Gesetzestextanalysen (z.B. Landeslehrer-Dienstrecht).
Die Arbeitsgruppe begibt sich nach der Vorbereitungs- in die Analyse- und Produktionsphase. Neben weiteren Vernetzungen stehen für das Jahr 2014 die Offenlegung von Best-Practice-Beispielen Lehrender mit Behinderungen (pädagogische Sequenzen), eine tiefergehende Analyse rechtlicher Hindernisse und Wege ihrer Bewältigung, Kompetenzerfordernisse von LehrerInnen (auch mit Beeinträchtigungen) in einem inklusiven Schulsystem sowie Aufnahmekriterien an PHs und Universitäten (beim Lehramtsstudium) im Zentrum der angestrebten Tätigkeiten.
Termin für Vernetzungstreffen mit NR-Abgeordneten Dr. Franz-Joseph Huainigg fixiert (21.2.2014)
Die Arbeitsgruppe bundessache - LehrerInnen Inklusiv erhielt eine Zusage für ein Vernetzungstreffen mit Behindertensprecher Dr. Huainigg. Das Treffen wird am 10.3. stattfinden. Dabei werden Zielsetzungen, Vorstellungen und mögliche Wege einer Zusammenarbeit besprochen.
3 ausgeschriebene Stellen für LehrerInnen mit Beeinträchtigungen (20.2.2014)
Die Diakonie sucht nach
engagierten LehrerInnen mit Beeinträchtigungen für Freiarbeits- und Integrationsklassen am Evangelischen Realgymnasium Donaustadt/WMS 1220 Wien für das Schuljahr 2014/2015. Bewerbungen sind bis 17.3. 2014 ausschließlich per E-Mail an die Direktion zu richten: Fr. Mag.a Elisabeth Kapfenberger (elisabeth.kapfenberger@diakonie.at). Für weitere Infos siehe auch www.diakonie.at/bildung oder www.erg-donaustadt.at Offene Stellen der Diakonie finden sich stets hier: http://schulen.diakonie.at/goto/de/jobs
KindergartenpädagogInnen mit Montessoriausbildung im Ausmaß von 10 Wochenstunden für die Montessorikindergärten Panikengasse und Habichergasse in 1160 Wien zum ehestmöglichen Eintritt (siehe http://schulen.diakonie.at/goto/de/jobs?job=kindergartenpaedagogen_innen-mit-montessoriausbildung-gesucht_1)
KindergartenpädagogInnen mit Montessoriausbildung im Ausmaß von 30 Wochenstunden im Montessorikindergarten Panikengasse 1160 Wien; siehe http://schulen.diakonie.at/goto/de/jobs
bundessache - LehrerInnen Inklusiv: Notwendigkeit von Barrierefreiheit an öffentlichen Schulen (10.2.2014)
Die Arbeitsgruppe spricht sich - wie zuvor auch Nationalratsabgeordnete Mag.a Jarmer und Behindertenanwalt Dr. Buchinger (siehe http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=14730) - für eine Verkürzung der Übergangsfristen zur Durchsetzung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum aus und empfiehlt im Zuge dessen öffentlichen Schulen obere Priorität einzuräumen. Fehlende Barrierefreiheit erzeugt Exklusion (für angehende oder bereits im Beruf stehende LehrerInnen sowie SchülerInnen mit Beeinträchtigungen).
Eignungsfeststellung an der Universität Wien ab dem Wintersemester 2014/15 (31.1.2014)
Das Rektorat der Universität Wien entschloss sich auf Grundlage des Universitätsgesetzes, ein Zugangsverfahren für das Lehramtsstudium ab dem Wintersemester 2014/15 einzuführen, das persönliche, fachliche, leistungsbezogene und pädagogische Kompetenzen von StudieninteressentInnen für das Lehramt überprüft (63 Abs. 12 UG iVm § 143 Abs. 35 UG). Dadurch sollen Orientierung und Selbsteinschätzung unterstützt werden. Das Rektorat betont ausdrücklich, dass das Verfahren keine Exklusion zur Folge haben kann. Vielmehr sollen StudienwerberInnen mit Hilfe dieses Werkzeugs und zusätzlich angebotener Beratung bei der Entscheidung der Studienwahl begleitet werden. Informationen hierzu finden sich auf http://aufnahmeverfahren.univie.ac.at/ Eine Registrierung ist ab 1. März 2014 möglich und endet am 15. Juli 2014.
Die Universität Wien möchte durch dieses Verfahren bei Studienwunsch und Berufsbild unterstützend mitwirken, um Studienwahl und Studieneinstieg zu erleichtern. Nach Studienbeginn findet in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen eine Evaluation (unter freiwilliger Teilnahme von Lehramtsstudierenden) statt, wobei die Ergebnisse keinen Einfluss auf die Zulassung zum Studium haben.
Alle weiteren Informationen sind unter http://aufnahmeverfahren.univie.ac.at/studien/lehramt/ abrufbar.
Jahresbericht 2013 veröffentlicht (28.1.2014)
Der Jahresbericht 2013 ist in 2 verschiedenen Fassungen (Kurz- und Langversion) unter der Rubrik "Eckdaten" als PDF-File verfügbar. Er knüpft direkt an den Halbjahresbericht an und macht explizit, welche Hürden für PädagogInnen mit Behinderungen nach wie vor gegeben sind und welche Arbeitsschritte bundessache - Lehrerinnen Inklusiv im vergangenen Kalenderjahr unternahm, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen.
Vernetzungstermin mit Dr. Erwin Buchinger (16.1.2014)
Beim ersten Termin im neuen Jahr wurden Behindertenanwalt Dr. Buchinger Neuigkeiten der Arbeitsgruppe und die bis dato erhobenen zentralen legistischen und praktischen Hürden beim Versuch der Aufnahme eines Dienstverhältnisses von LehrerInnen mit Beeinträchtigungen mitgeteilt sowie der Jahresbericht 2013 überbracht. Dr. Buchinger unterstützt bundessache - Lehrerinnen Inklusiv, indem er Ergebnisse der Arbeitsgruppe in zukünftigen Presseterminen kommunizieren wird.
Dr.in Anna Taupe-Lehner tritt Arbeitsgruppe bei (9.1.2014)
Mit dem Beitritt der Behinderten- und Lehrbeauftragten der PH Salzburg, Frau Dr.in Taupe-Lehner, zur Arbeitsgruppe gewinnt bundessache eine erfahrene Pädagogin hinzu, die sich schon längere Zeit für die Belange von PädagogInnen mit Behinderungen einsetzt. Die Mitglieder Arbeitsgruppe heißen sie herzlich willkommen!

References: § 4
 § 10
 § 22
 § 37
 § 44
 § 63
 § 66
 § 143