Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/stromsteuer
Timestamp: 2020-07-10 22:57:50+00:00

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Stromsteuer | Rechtslupe
Sieht eine Richt­li­nie eine obli­ga­to­ri­sche Steu­er­be­frei­ung vor, die der Mit­glied­staat nicht recht­zei­tig in natio­na­les Recht umge­setzt hat, und kann sich der Steu­er­pflich­ti­ge des­halb unmit­tel­bar auf die ent­spre­chen­de Richt­li­ni­en­be­stim­mung beru­fen, ste­hen ihm nach den uni­ons­recht­li­chen Grund­sät­zen Zin­sen auf den Ent­las­tungs­be­trag zu, wenn der Mit­glied­staat anfäng­lich des­sen Aus­zah­lung ver­wei­gert. Der Behör­de steht
Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem bei ihm anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gemäß Art. 267 AEUV eine Rechts­fra­ge zur Ver­zin­sung von Strom­steu­er­erstat­tungs­an­sprü­chen nach Uni­ons­recht zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt: Ist ein Anspruch auf Erstat­tung zu Unrecht fest­ge­setz­ter Strom­steu­er nach Uni­ons­recht zu ver­zin­sen, wenn der nied­ri­ge­ren Fest­set­zung der Strom­steu­er die fakul­ta­ti­ve
Der Ver­brauch von Strom in den Tran­s­­for­­ma­­ti­ons- und Umspann­an­la­gen einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge ist nicht nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 Strom­StG steu­er­frei. Eine Solar­­park-Betrei­­be­­rin hat für die in ihren Tran­s­­for­­ma­­ti­ons- bzw. Umspann­an­la­gen für die Trans­for­ma­ti­on des Nie­­der­­span­­nungs-Wech­­sel­­stroms auf die für das öffent­li­che Ener­gie­ver­sor­gungs­netz erfor­der­li­che Mit­­­tel- bzw. Hoch­span­nung ver­brauch­ten Strom­men­gen kei­nen Anspruch auf Ent­las­tung
Strom­steu­er für Lei­tungs­ver­lus­te?
Strom­steu­er ent­steht nicht für die in einem Ver­sor­gungs­netz ent­stan­de­ne Umspann- und Lei­tungs­ver­lus­te. Für strom­steu­er­recht­li­che Zwe­cke ist von einem ein­zi­gen Ver­sor­gungs­netz aus­zu­ge­hen, das nicht in ver­schie­de­ne Teil­net­ze auf­ge­spal­ten wer­den kann. Ein Ver­sor­gungs­netz liegt nicht vor, wenn ein Strom­netz aus­schließ­lich dem Eigen­ver­brauch von Eigen­erzeu­gern nach § 2 Nr. 2 Strom­StG dient. Sofern ein Ver­sor­ger
Ein Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, das von der Stadt mit der Beleuch­tung öffent­li­cher Ver­kehrs­flä­chen beauf­tragt ist, hat kei­nen Anspruch auf Ent­las­tung von der auf den von ihm dafür bezo­ge­nen Strom zu zah­len­den Steu­er. Denn die­ses Unter­neh­men ist nicht der (Primär-)Nutzer des Stroms, was aber nach dem ein­schlä­gi­gen Strom­steu­er­ge­setz Vor­aus­set­zung für die Gewäh­rung der
Aus dem Umstand, dass es sich bei der Strom­steu­er um eine auf Abwäl­zung ange­leg­te Ver­brauch­steu­er han­delt, folgt kei­ne sach­li­che Unbil­lig­keit der Strom­steu­er­erhe­bung in den Fäl­len, in denen dem als Steu­er­schuld­ner in Anspruch genom­me­nen Strom­ver­sor­ger die Rea­li­sie­rung der Kauf­preis­for­de­rung infol­ge der Insol­venz oder des Todes des mit Strom belie­fer­ten End­ver­brau­chers nicht
Zum Begriff der Nenn­leis­tung einer Strom­erzeu­gungs­an­la­ge hat nun im Rah­men eines Rechts­streits über die Strom­steu­er­be­frei­ung für klei­ne Anla­gen der Bun­des­fi­nanz­hof Stel­lung genom­men: Nach den strom­steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben sind klei­ne Strom­erzeu­gungs­an­la­gen mit einer Nenn­leis­tung bis zu 2 Mega­watt von der Strom­steu­er befreit, sofern der erzeug­te Strom in räum­li­chem Zusam­men­hang zu die­ser Anla­ge ent­nom­men
Strom­in­ten­siv pro­du­zie­ren­de Unter­neh­men kön­nen nach dem Gesetz für den Vor­rang Erneu­er­ba­rer Ener­gien (EEG) in der von 2004 bis 2008 gel­ten­den Fas­sung für das Jahr der Pro­duk­ti­ons­auf­nah­me noch kei­ne Ent­las­tung von den Mehr­kos­ten des Stroms aus erneu­er­ba­ren Ener­gien bean­spru­chen. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in dem Fall einer Klä­ge­rin, die eine
Öko­steu­er­ver­güns­ti­gun­gen zusam­men­ge­stri­chen
Die Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht, mit dem die Aus­nah­men von der Strom­steu­er bzw. Ener­gie­steu­er ("Öko­steu­er") vor allem bei den ener­gie­in­ten­si­ven Unter­neh­men und der Land­wirt­schaft stark redu­ziert wer­den. Hier­durch ver­spricht sich die Bun­des­re­gie­rung jähr­lich ca. 1,5 Mrd. € für den Bun­des­haus­halt. Im Ein­zel­nen sind fol­gen­de Ände­run­gen beab­sich­tigt:
Nach § 9 Abs. 4 Satz 2 Strom­StG ist die Erlaub­nis zur steu­er­be­güns­tig­ten Ent­nah­me von Strom (§ 9 Abs. 4 Satz 1 Strom­StG) zu ertei­len, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 9 Abs. 3 Strom­StG vor­lie­gen und gegen die steu­er­li­che Zuver­läs­sig­keit des Antrag­stel­lers kei­ne Beden­ken bestehen. Die Vor­aus­set­zun­gen des § 9 Abs. 3 Strom­StG erfül­len u.a. bestimm­te Unter­neh­men des Pro­du­zie­ren­den Gewer­bes.
Gas­trans­port in Rohr­fern­lei­tun­gen und Strom­steu­er­ermä­ßi­gung
Ein Unter­neh­men, des­sen Tätig­keits­schwer­punkt in der Beför­de­rung von Erd­gas in einem rohr­lei­tungs­ge­bun­de­nen Gas­trans­port­sys­tem mit meh­re­ren Ver­dichter­sta­tio­nen durch das deut­sche Hoheits­ge­biet liegt, ist kein Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men der Unter­klas­se 40.20.3 der WZ 93 und damit kein Unter­neh­men des Pro­du­zie­ren­den Gewer­bes i.S. von § 9 Abs. 3 Strom­StG, son­dern betreibt den Trans­port von Gasen in Rohr­fern­lei­tun­gen,
Strom­steu­er­li­che Pflich­ten eines Insol­venz­ver­wal­ters
Mit der Ertei­lung der Erlaub­nis zum Bezug steu­er­be­güns­tig­ten Stroms nach § 9 Abs. 4 Satz 1 Strom­StG erhielt die Schuld­ne­rin zum Nach­weis ihrer Bezugs­be­rech­ti­gung einen Erlaub­nis­schein, § 9 Abs. 1 Strom­StV. Die­sen hat sie dem Ver­sor­ger (§ 2 Nr. 1 Strom­StG), ihrem Strom­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, vor­ge­legt, damit ihr nach § 9 Abs. 3 Strom­StG steu­er­be­güns­tig­ter, näm­lich um die Steu­er­be­güns­ti­gung preis­wer­te­rer Strom
Ermitt­lung des Spit­zen­aus­gleichs nach § 10 Strom­StG
Die Steu­er für nach­weis­lich ver­steu­er­ten Strom, den ein Unter­neh­men des Pro­du­zie­ren­den Gewer­bes für betrieb­li­che Zwe­cke, aus­ge­nom­men sol­che nach § 9 Abs. 2 Nr. 2, ent­nom­men hat, wird auf Antrag nach Maß­ga­be des Absat­zes 2 erlas­sen, erstat­tet oder ver­gü­tet, soweit die Steu­er im Kalen­der­jahr den Betrag von 512,50 Euro über­steigt, § 10 Abs. 1 S.
Ener­gie­be­steue­rung und die Prü­fungs­kom­pe­tenz der Haupt­zoll­äm­ter
Im Rah­men der Gewäh­rung einer Ener­gie­steu­er­be­güns­ti­gung steht den Haupt­zoll­äm­tern bei der Ein­ord­nung eines Unter­neh­mens in die Klas­si­fi­ka­ti­on der Wirt­schafts­zwei­ge des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes eine eige­ne Prü­fungs­kom­pe­tenz zu. An eine von den Sta­tis­tik­be­hör­den vor­ge­nom­me­ne Ein­ord­nung sind sie nicht gebun­den. Ein Unter­neh­men, das Heil- und Gewürz­pflan­zen wäscht, zer­klei­nert, trock­net, schnei­det und frak­tio­niert und

References: Art. 267
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