Source: https://www.arbeitsschutzgesetze.com/vorschriften/dguv-vorschrift-38-bgv-c-22/
Timestamp: 2020-05-29 02:50:15+00:00

Document:
DGUV Vorschrift 38 / BGV C 22 – Arbeitsschutzgesetz
Bauarbeiten – DGUV Vorschrift 38 / BGV C 22
1 Bauarbeiten – DGUV Vorschrift 38 / BGV C 22
1.1.1 § 2 – Begriffsbestimmungen
1.1.2 § 3 – Anzeigepflichten
1.1.3 § 4 – Leitung, Aufsicht und Mängelmeldung
1.1.4 § 5 – Wahrnehmung von Sicherungsaufgaben
1.1.5 § 6 – Standsicherheit und Tragfähigkeit
1.1.6 § 7 – Arbeitsplätze
1.1.7 § 7a
1.1.8 § 8 – Arbeitsplätze auf geneigten Flächen
1.1.9 § 9 – Arbeitsplätze am, auf und über dem Wasser
1.1.10 § 10 – Verkehrswege
1.1.11 § 11 – „Nicht begehbare“ Bauteile
1.1.12 § 12 – Absturzsicherungen
1.1.13 § 12a – Öffnungen und Vertiefungen
1.1.14 § 13 – Schutz gegen herabfallende Gegenstände und Massen
1.1.15 § 14 – Abwerfen von Gegenständen und Massen
1.1.16 § 15 – Verkehrsgefahren
1.1.17 § 15a – Baustellenverkehr
1.1.18 § 16 – Bestehende Anlagen
1.1.19 § 17 – Montageanweisung
1.1.20 § 18 – Transport, Lagerung, Einbau
1.1.21 § 19 – Zugänge für kurzzeitige Tätigkeiten
1.1.22 § 19a
1.1.23 § 20 – Untersuchung des baulichen Zustandes, Abbruchanweisung
1.1.24 § 21 – Absperren von Gefahrenbereichen
1.1.25 § 22 – Unterbrechung von Abbrucharbeiten
1.1.26 § 23 – Einreißarbeiten
1.1.27 § 24 – Abbrucharbeiten mit Baggern oder Ladern
1.1.28 § 25 – Unterhöhlen und Einschlitzen
1.1.29 § 26 – Kurzzeitige Tätigkeiten
1.1.30 § 27 – Verarbeiten von heißen Massen
1.1.31 § 28 – Sicherung gegen Abrutschen von Massen
1.1.32 § 29 – Maschineller Aushub im Hochschnitt
1.1.33 § 30 – Beräumen von Erd- und Felswänden
1.1.34 § 31 – Verkehrswege an Gruben und Gräben
1.1.35 § 32 – Arbeitsraumbreiten
1.1.36 § 33 – Um- und Ausbau des Verbaues
1.1.37 § 34 – Neuartige Verbaugeräte
1.1.38 § 35 – Beaufsichtigung und Belegung der Arbeitsplätze
1.1.39 § 36 – Sicherung von Verkehrswegen
1.1.40 § 36a – Personenbeförderung
1.1.41 § 37 – Sicherung gegen Hereinbrechen des Gebirges
1.1.42 § 38 – Verständigung
1.1.43 § 39 – Beleuchtung
1.1.44 § 40 – Belüftung
1.1.45 § 40a – Belüftung bei Arbeiten in Druckluft
1.1.46 § 41 – Verbrennungskraftmaschinen
1.1.47 § 42 – Mindestlichtmaße
1.1.48 § 43 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
1.1.49 § 44 – Einrichtungen zur Befahrung, Arbeitsbühnen in Schächten
1.1.50 § 45 – Förderung in Schächten
1.1.51 § 45a – Gasaustritte
1.1.52 § 45b – Flucht- und Rettungsplan
1.1.53 § 46 – Arbeiten nach Fertigstellung des Rohbaues
1.1.54 § 47 – Beaufsichtigung und Belegung der Arbeitsplätze
1.1.55 § 48 – Sicherung des Bohrlochrandes
1.1.56 § 49 – Sicherungsposten
1.1.57 § 50 – Beleuchtung
1.1.58 § 51 – Belüftung
1.1.59 § 52 – Verbrennungskraftmaschinen
1.1.60 § 53 – Mindestlichtmaße
1.1.61 § 54 – Sicherung gegen Hereinbrechen des Gebirges
1.1.62 § 55
1.1.63 § 56
1.1.64 § 57 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
1.1.65 § 58 – Schweiß-, Schneid- und verwandte Arbeiten
1.1.66 § 59 – Verwendung von Flüssiggas
1.1.67 § 60 – Unregelmäßigkeiten
1.1.68 § 61 – Vorbereitende Maßnahmen
1.1.69 § 62 – Sicherungsposten
1.1.70 § 63 – Beleuchtung
1.1.71 § 64 – Belüftung
1.1.72 § 65 – Verbrennungskraftmaschinen
1.1.73 § 66 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
1.1.74 § 67 – Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren
1.1.75 § 68 – Verwenden von Flüssiggas
1.1.76 § 69 – Unregelmäßigkeiten
1.1.77 § 70 – Beschäftigungsbeschränkung
1.1.78 § 71 – Aufsicht
1.1.79 § 72 – Arbeitsplätze und Verkehrswege
1.1.80 § 73 – Rohrleitungen mit einem Lichtmaß unter 600 mm
1.1.81 § 74 – Ordnungswidrigkeiten
1.1.82 § 75 – Inkrafttreten
§ 3 – Anzeigepflichten
Hinweis: Da einzelne Berufsgenossenschaften diesen Paragraphen anders lautend erlassen haben, gilt die Textfassung der jeweiligen Berufsgenossenschaft.
§ 4 – Leitung, Aufsicht und Mängelmeldung
ein Arbeitsverfahrenoder
§ 5 – Wahrnehmung von Sicherungsaufgaben
1.das 18. Lebensjahr vollendet habenund
2.von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragene Aufgabe zuverlässig erfüllen.
§ 7 – Arbeitsplätze
den Witterungsverhältnissenund
Arbeiten ausgeführt werden, die keinen größeren Kraftaufwand erfordern, als den, der zum Kippen der Leiter ausreicht,und
§ 8 – Arbeitsplätze auf geneigten Flächen
§ 9 – Arbeitsplätze am, auf und über dem Wasser
§ 10 – Verkehrswege
5.in Gerüsten der Einbau innenliegender Aufstiege aus konstruktiven Gründen nicht möglich istoder
Bauarbeiten an Schornsteinen, die vor dem 1. Oktober 1988 errichtet wurden und einen Futterdurchmesser von ≤ 1,20 m haben.
§ 11 – „Nicht begehbare“ Bauteile
1.unabhängig von der Absturzhöhe an
2.bei mehr als 1,00 m Absturzhöhe, soweit nicht nach Nummer 1 zu sichern ist, an
3.bei mehr als 2,00 m Absturzhöhe an allen übrigen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen;
4.bei mehr als 3,00 m Absturzhöhe abweichend von Nummer 3 an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern;
5.bei mehr als 5,00 m Absturzhöhe abweichend von Nummern 3 und 4 beim Mauern über die Hand und beim Arbeiten an Fenstern.
1.Ausleger-, Konsol- und Hängegerüsten als Fanggerüsten nicht mehr als 3,00 m,
2.Dachfanggerüsten nicht mehr als 1,50 m,
3.allen sonstigen Fanggerüsten nicht mehr als 2,00 m,
4.Auffangnetzen nicht mehr als 6,00 m
für die auszuführenden Arbeiten geeignete Anschlageinrichtungen vorhanden sindund
1.Arbeitsplätze oder Verkehrswege höchstens 0,30 m von anderen tragfähigen und ausreichend großen Flächen entfernt liegen,
2.Arbeitsplätze innerhalb gemauerter Schornsteine oder ähnlicher Bauwerke mindestens 0,25 m unter der Mauerkrone liegen,
3.Arbeitsplätze oder Verkehrswege auf Flächen mit weniger als 20° Neigung liegen und in mindestens 2,00 m Abstand von den Absturzkanten fest abgesperrt sind.
§ 12a – Öffnungen und Vertiefungen
§ 13 – Schutz gegen herabfallende Gegenstände und Massen
§ 14 – Abwerfen von Gegenständen und Massen
1.der Gefahrenbereich abgesperrt ist oder durch Warnposten überwacht wirdoder
2.geschlossene Rutschen bis zur Übergabestelle verwendet werden.
§ 15 – Verkehrsgefahren
§ 15a – Baustellenverkehr
§ 16 – Bestehende Anlagen
§ 17 – Montageanweisung
Für Montagearbeiten muss eine schriftliche Montageanweisung an der Baustelle vorliegen, die alle erforderlichen sicherheitstechnischen Angaben enthält. Abweichend von Satz 1 kann auf die Schriftform verzichtet werden, wenn für die jeweilige Montage besondere sicherheitstechnische Angaben nicht erforderlich sind.
§ 18 – Transport, Lagerung, Einbau
(2) Bauteile müssen so angeschlagen, transportiert, gelagert und eingebaut werden, dass solche Beschädigungen vermieden werden, die ihre Standsicherheit oder Tragfähigkeit beeinträchtigen und dadurch zu Unfallgefahren führen können.
(3) Bauteile sind so zu lagern, zu transportieren und einzubauen, dass sie dabei ihre Lage nicht unbeabsichtigt verändern können.
§ 19 – Zugänge für kurzzeitige Tätigkeiten
§ 20 – Untersuchung des baulichen Zustandes, Abbruchanweisung
1.konstruktive Gegebenheiten,
2.statische Verhältnisse,
3.Art und Zustand der Bauteile und Baustoffeund
4.Art und Lage von Leitungen
§ 21 – Absperren von Gefahrenbereichen
Der Aufsichtführende hat dafür zu sorgen, dass Gefahrenbereiche, die durch Abbrucharbeiten entstehen, nicht betreten werden.
§ 22 – Unterbrechung von Abbrucharbeiten
§ 23 – Einreißarbeiten
(1) Einreißarbeiten dürfen nur ausgeführt werden, wenn die Zugmittel an den Bauteilen befestigt werden können, ohne dass dabei die Beschäftigten durch herabfallende oder einstürzende Bauteile gefährdet werden.
(2) Die Zugmittel müssen so lang sein, dass sich die Zugvorrichtung außerhalb des durch die einstürzenden Bauteile entstehenden Gefahrenbereiches befindet.
§ 24 – Abbrucharbeiten mit Baggern oder Ladern
Werden Abbrucharbeiten mit Baggern oder Ladern ausgeführt, muss deren Bauart für die vorgesehene Abbruchmethode geeignet sein. Die Reichhöhe ihrer Arbeitseinrichtung muss mindestens gleich der Höhe des abzubrechenden Bauwerkes oder Bauteiles sein.
§ 25 – Unterhöhlen und Einschlitzen
§ 26 – Kurzzeitige Tätigkeiten
§ 27 – Verarbeiten von heißen Massen
Werden bei Bauarbeiten heiße Massen verwendet, sind diese so abzufüllen, zu transportieren und zu verarbeiten, dass
die Beschäftigten keine Verbrennungen erleidenund
§ 28 – Sicherung gegen Abrutschen von Massen
§ 29 – Maschineller Aushub im Hochschnitt
§ 30 – Beräumen von Erd- und Felswänden
§ 31 – Verkehrswege an Gruben und Gräben
(2) Baugruben und Gräben von mehr als 1,25 m Tiefe dürfen nur über geeignete Einrichtungen, insbesondere Leitern oder Treppen, betreten und verlassen werden. Gräben von mehr als 0,80 m Breite sind in ausreichendem Maße mit Übergängen, z.B. Laufbrücken oder Laufstegen, zu versehen.
§ 32 – Arbeitsraumbreiten
§ 33 – Um- und Ausbau des Verbaues
§ 34 – Neuartige Verbaugeräte
Hinweis: Nach derzeitigen Wissensstand hat die Zucker-Berufsgenossenschaft die nachfolgenden §§ 35 bis 46 nicht erlassen.
§ 35 – Beaufsichtigung und Belegung der Arbeitsplätze
(1) Jeder belegte Arbeitsplatz unter Tage muss während jeder Schicht mindestens einmal von einem Aufsichtführenden überprüft werden.
(3) Abbauarbeiten von Hand, Beräumungsarbeiten und Arbeiten zur Hohlraumsicherung müssen von mindestens zwei Personen durchgeführt werden. Wenn dieses nicht möglich ist, muss sich eine zweite Person in Ruf- oder Sichtweite aufhalten.
§ 36 – Sicherung von Verkehrswegen
(2) Bei Förderbetrieb muss ein Gehweg mit einem freien Mindestquerschnitt von 1,0 m Breite und 2,0 m Höhe vorhanden sein. Kann dieser Querschnitt aus bautechnischen Gründen nicht eingehalten werden, müssen – ausgenommen bei Förderung mit Stetigförderern – in Abständen von höchstens 50 m auffällig gekennzeichnete und beleuchtete Schutznischen von mindestens 1,0 m Tiefe, 1,0 m Länge und 2,0 m Höhe vorhanden sein und ständig freigehalten werden.
(4) Lässt sich bei Gleis- oder Stetigfördererbetrieb der Mindestquerschnitt für den Gehweg nach Absatz 2 aus bautechnischen Gründen nicht einhalten, darf dessen Breite bis auf 0,5 m verringert werden.
§ 36a – Personenbeförderung
(1) Ist Personenbeförderung vorgesehen, sind geeignete Transportmittel bereitzustellen. Diese müssen mit seitlich bis über Schulterhöhe geschützten Sitzplätzen und Schutzdächern ausgerüstet und so eingerichtet sein, dass Personen nicht hinausfallen können und der Transport von Verletzten auf Krankentragen möglich ist.
§ 37 – Sicherung gegen Hereinbrechen des Gebirges
§ 38 – Verständigung
(1) Zwischen unter Tage und über Tage und erforderlichenfalls zwischen untertägigen Arbeitsstellen muss die Verständigung jederzeit gewährleistet sein.
§ 39 – Beleuchtung
(1) Arbeitsplätze und Verkehrswege unter Tage dürfen von Beschäftigten nur betreten werden, wenn eine Allgemeinbeleuchtung und eine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden sind. Die Sicherheitsbeleuchtung muss bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung selbsttätig und unverzüglich wirksam werden.
(4) Die mittlere Beleuchtungsstärke der Allgemeinbeleuchtung muss mindestens
(5) Die mittlere Beleuchtungsstärke der Sicherheitsbeleuchtung muss mindestens
einem Rückfahrscheinwerferund
zwei Bremsleuchten für rotes Lichtund
§ 40 – Belüftung
(1) Arbeitsplätze und Verkehrswege unter Tage müssen so belüftet sein, dass
1.an jeder Arbeitsstelle ein Sauerstoffgehalt von mehr als 19 Vol.-% vorhanden ist,
2.die zulässige Konzentration von Gefahrstoffen in der Atemluft nicht überschritten wird,
3.keine explosionsfähige Atmosphäre in gefahrdrohender Menge entstehen kannund
4.die mittlere Luftgeschwindigkeit des Luftstromes nicht unter 0,2 m/s abfällt und nicht über 6,0 m/s ansteigt.
Bei natürlicher Belüftung muss der Sauerstoffgehalt der Atemluft durch ein Sauerstoff-Messgerät mit Alarmschwelleneinstellung überwacht werden.
(2) Sind die nach Absatz 1 geforderten Bedingungen mit natürlicher Belüftung nicht zu erreichen, muss künstlich belüftet werden.
(3) Werden Arbeitsverfahren angewendet oder Verbrennungskraftmaschinen eingesetzt, bei denen Gefahrstoffe in die Atemluft freigesetzt werden, muss künstlich belüftet werden.
1.Für jeden Beschäftigten müssen mindestens 2,0 m3/min und zusätzlich je kW eingesetzter Dieselmotorenleistung mindestens 4,0 m3/min Frischluft zugeführt werden; bei der Berechnung der erforderlichen Frischluftmenge darf die an den Druckluftgeräten und -werkzeugen entweichende Luft nicht berücksichtigt werden.
2.In verzweigten und sich kreuzenden Anlagen muss der Luftstrom mit selbsttätig schließenden Türen gelenkt werden. Bei starkem Fahrzeugverkehr sind als Schleuse zwei Türen vorzusehen.
(5) In Stollen und Durchpressungen bis 5 m2 Querschnitt muss abweichend von Absatz 1 Nr. 4 die mittlere Luftgeschwindigkeit mindestens 0,10 m/s betragen.
(6) Staub muss möglichst nahe an der Entstehungsstelle niedergeschlagen oder abgesaugt werden.
(7) Das Einhalten der Bedingungen nach Absatz 1 Nr. 2 bis 4 und Absatz 4 Nr. 1 ist erforderlichenfalls durch Messungen zu überwachen. Über die Messergebnisse ist ein Messprotokoll zu führen.
§ 40a – Belüftung bei Arbeiten in Druckluft
§ 41 – Verbrennungskraftmaschinen
(1) Unter Tage dürfen als Verbrennungskraftmaschinen nur Dieselmotoren eingesetzt werden. Diese müssen auf Grund ihrer Abgaszusammensetzung für den Einsatz unter Tage geeignet sein.
§ 42 – Mindestlichtmaße
§ 43 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
(2) Unter Tage müssen alle leitfähigen Teile elektrischer Betriebsmittel und alle fremden leitfähigen Teile an einen Potentialausgleichsleiter angeschlossen sein. Dieser muss getrennt von elektrischen Kabeln oder Leitungen geführt werden und in Abständen von höchstens 100 m mit Rohrleitungen, Gleisen oder sonstigen Metallteilen elektrisch leitend verbunden sein. Der Querschnitt des Potentialausgleichsleiters ist rechnerisch zu ermitteln; er muss jedoch mindestens 50 mm2 Cu betragen oder einem gleichen Leitwert entsprechen.
(4) Unter Tage müssen Kabel und Leitungen mit Nennspannungen über 1 kV durch eine Einrichtung überwacht werden, die im Fehlerfall unverzögert abschaltet. Ein selbsttätiges Wiedereinschalten muss ausgeschlossen sein.
§ 44 – Einrichtungen zur Befahrung, Arbeitsbühnen in Schächten
(1) In Schächten – ausgenommen in engen und weniger als 10 m tiefen Schächten – dürfen Leitern nicht steiler als 80° eingebaut werden. In Schächten von mehr als 20 m Tiefe müssen in Leitergängen von mehr als 70° Neigung in Abständen von höchstens 5,00 m Ruhebühnen oder Ruhesitze vorhanden sein.
§ 45 – Förderung in Schächten
§ 45a – Gasaustritte
Ist mit Gasaustritten aus dem Gebirge zu rechnen, hat der Unternehmer lüftungstechnische oder andere geeignete Maßnahmen zu treffen. Die Atmosphäre unter Tage ist durch registrierende Messgeräte fortlaufend zu überwachen.
§ 45b – Flucht- und Rettungsplan
(2) Der Flucht- und Rettungsplan muss den Einsatz geeigneter Flucht- und Rettungsgeräte regeln.
§ 46 – Arbeiten nach Fertigstellung des Rohbaues
Hinweis: Nach derzeitigen Wissensstand hat die Zucker-Berufsgenossenschaft die nachfolgenden §§ 47 bis 60 nicht erlassen.
§ 47 – Beaufsichtigung und Belegung der Arbeitsplätze
(1) Während der Arbeiten in der Bohrung muss der Aufsichtführende auf der Baustelle ständig anwesend sein.
§ 48 – Sicherung des Bohrlochrandes
(1) Der obere Bohrlochrand muss mit einem mindestens 0,20 m über Geländeoberkante reichenden Schutzkragen versehen sein.
(2) Wird in Bohrungen nicht gearbeitet, müssen die Bohrlöcher so abgedeckt oder umwehrt sein, dass Beschäftigte nicht hineinstürzen können.
§ 49 – Sicherungsposten
In der Bohrung müssen Beschäftigte durch einen Sicherungsposten am oberen Bohrlochrand ständig beobachtet werden. Zwischen dem Sicherungsposten und den Beschäftigten in der Bohrung muss jederzeit eine Verständigung gewährleistet sein.
§ 50 – Beleuchtung
(1) Jeder in Bohrungen Beschäftigte muss eine elektrische Hand- oder Stollenleuchte (Stollenlampe) mit sich führen.
§ 51 – Belüftung
(1) Arbeitsplätze und Verkehrswege in Bohrungen müssen so belüftet sein, dass
2.die zulässige Konzentration von Gefahrstoffen in der Atemluft nicht überschritten wirdund
3.keine explosionsfähige Atmosphäre in gefahrdrohender Menge entstehen kann.
(2) Das Einhalten der Bedingungen nach Absatz 1 Nr. 1 muss durch ein Sauerstoff-Messgerät mit Alarmschwelleneinstellung überwacht werden. Das Einhalten der Bedingungen nach Absatz 1 Nr. 2 und 3 ist erforderlichenfalls durch Messungen zu überwachen. Über die Messergebnisse ist ein Messprotokoll zu führen.
(3) Werden Arbeitsverfahren angewendet, bei denen Gefahrstoffe in die Atemluft freigesetzt werden, müssen diese an der Entstehungsstelle vollständig abgesaugt werden. Ist dies nicht möglich, muss künstlich belüftet werden.
(4) Staub muss möglichst nahe an der Entstehungsstelle niedergeschlagen oder abgesaugt werden.
§ 52 – Verbrennungskraftmaschinen
§ 53 – Mindestlichtmaße
§ 54 – Sicherung gegen Hereinbrechen des Gebirges
§ 57 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
(4) Kann ein Stromausfall Gefährdungen für die Beschäftigten in der Bohrung – insbesondere durch Ausfall von Belüftung, Beleuchtung, Wasserhaltung – mit sich bringen, sind an der Bohrstelle Ersatzstromerzeuger in Bereitschaft zu halten, die arbeitstäglich einem Probelauf zu unterziehen sind.
§ 58 – Schweiß-, Schneid- und verwandte Arbeiten
Bohrungen gelten in Bezug auf in ihnen durchzuführende Schweiß-, Schneid- und verwandte Arbeiten als enge Räume im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift „Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren“ (BGV D1, bisherige VBG 15).
§ 59 – Verwendung von Flüssiggas
§ 60 – Unregelmäßigkeiten
§ 61 – Vorbereitende Maßnahmen
§ 62 – Sicherungsposten
Während der Arbeiten in der Rohrleitung muss an allen geöffneten Rohrzugängen bzw. an oberen Schachteinstiegen ein Sicherungsposten eingesetzt sein. Zwischen dem Sicherungsposten und den Beschäftigten in der Rohrleitung muss jederzeit eine Verständigung gewährleistet sein.
§ 63 – Beleuchtung
(1) Jeder in Rohrleitungen Beschäftigte muss eine elektrische Hand- oder Stollenleuchte mit sich führen.
§ 64 – Belüftung
(1) Arbeitsplätze und Verkehrswege in Rohrleitungen müssen so belüftet sein, dass
(3) Werden Arbeitsverfahren angewendet, bei denen Gefahrstoffe in die Atemluft freigesetzt werden, muss künstlich belüftet werden.
§ 65 – Verbrennungskraftmaschinen
§ 66 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
(4) Kann ein Stromausfall Gefährdungen für die Beschäftigten in der Rohrleitung – insbesondere durch Ausfall von Belüftung, Beleuchtung, Wasserhaltung – mit sich bringen, sind Ersatzstromerzeuger in Bereitschaft zu halten, die arbeitstäglich einem Probelauf zu unterziehen sind.
§ 67 – Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren
Rohrleitungen gelten in Bezug auf in ihnen durchzuführende Schweiß-, Schneid- und verwandte Arbeiten als enge Räume im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift „Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren“ (BGV D1, bisherige VBG 15).
§ 68 – Verwenden von Flüssiggas
§ 69 – Unregelmäßigkeiten
§ 70 – Beschäftigungsbeschränkung
unterwiesenund
§ 71 – Aufsicht
§ 72 – Arbeitsplätze und Verkehrswege
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass bei Einfahrstrecken von mehr als 20 m, Beschäftigte nur auf seilgeführten Rollenwagen einfahren.
die Rohrleitung nur in einer Richtung befahren wirdund
§ 73 – Rohrleitungen mit einem Lichtmaß unter 600 mm
§ 74 – Ordnungswidrigkeiten
§ 75 – Inkrafttreten
Diese Unfallverhütungsvorschrift tritt am 1. April 19771 in Kraft. Gleichzeitig treten die Unfallverhütungsvorschriften
„Gerüste“ (VBG 36a) vom 1. März 1953,
„Arbeiten an und auf Dächern“ (VBG 36b) vom 1. Januar 1955 in der Fassung vom 1. April 1974,
„Errichten, Ausbessern und Abbrechen freistehender Schornsteine“ (VBG 36d) vom 1. April 1957,
„Abbrucharbeiten“ (VBG 36e) vom 1. April 1962,
„Montage von Stahlbauten“ (VBG 37) vom 1. April 1967,
„Erd- und Felsarbeiten“ (VBG 38a) vom 1. Januar 1968,
„Leitungsgrabenarbeiten und Leitungsbauarbeiten“ (VBG 49) vom 1. Januar 1968

References: § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 7
 § 8
 § 9
 § 10
 § 11
 § 12
 § 12
 § 13
 § 14
 § 15
 § 15
 § 16
 § 17
 § 18
 § 19
 § 19
 § 20
 § 21
 § 22
 § 23
 § 24
 § 25
 § 26
 § 27
 § 28
 § 29
 § 30
 § 31
 § 32
 § 33
 § 34
 § 35
 § 36
 § 36
 § 37
 § 38
 § 39
 § 40
 § 40
 § 41
 § 42
 § 43
 § 44
 § 45
 § 45
 § 45
 § 46
 § 47
 § 48
 § 49
 § 50
 § 51
 § 52
 § 53
 § 54
 § 55
 § 56
 § 57
 § 58
 § 59
 § 60
 § 61
 § 62
 § 63
 § 64
 § 65
 § 66
 § 67
 § 68
 § 69
 § 70
 § 71
 § 72
 § 73
 § 74
 § 75

§ 3

§ 4

§ 5

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 45

§ 45

§ 46

§ 47

§ 48

§ 49

§ 50

§ 51

§ 52

§ 53

§ 54

§ 57

§ 58

§ 59

§ 60

§ 61

§ 62

§ 63

§ 64

§ 65

§ 66

§ 67

§ 68

§ 69

§ 70

§ 71

§ 72

§ 73

§ 74

§ 75