Source: https://www.vesting-stb.de/corona
Timestamp: 2020-06-01 12:56:37+00:00

Document:
Coronavirus - Vesting & Partner
Informationen zu Fördermaßnahmen im Rahmen der Coronavirus-Krise, Änderungen des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Maßnahmen, wirtschaftliche und rechtliche Änderungen
Im Zuge der Bewältigung der Coronavirus-Krise werden zur Zeit diverse Förderprogramme aufgelegt. Hier finden Sie eine Sammlung von wichtigen Fördermöglichkeiten und Hinweisen.
Wichtige aktuelle Hinweise (Stand: 07.05.2020)
» Die Landesfördermittel werden auf die Bundesfördermittel angerechnet. Die Mittel gibt es somit nicht kumulativ.
PDF-Dateien unterschiedlicher Organisationen zum Download
(Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 16.04.2020)
(Bundesministerium der Finanzen vom 09.04.2020)
Informationsschreiben Steuerliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus
(Bundesministerium der Finanzen vom 06.04.2020)
» Tabellen zur Berechnung (Handwerkskammer Magdeburg, Stand: 02.04.2020)
Berechnung Finanzbedarf (xls)
Berechnung Vollzeitäquivalente (xls)
Soforthilfe des Bundes – Musterantrag
Gemeinsame Pressemitteilung Weg für Gewährung der Corona-Bundes-Soforthilfe
(Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/Bundesministerium der Finanzen vom 29.03.2020)
Finanzpolitisches Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Auswirkungen des Coronavirus
(Niedersächsisches Finanzministerium, Referat Presse vom 24.03.2020)
» Antrag – KfW-Schnellkredit
» Online – KfW-Schnellkredit 2020
Informationen KfW Schnellkredit – Unternehmensfinanzierung
Formulare der NBank und des Bundes (Kredite, Zuschüsse) zum Download (PDF)
Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes (Stand: 01.04.2020)
*Achtung, die Formulare der NBank müssen zwingend mit Adobe Acrobat Reader geöffnet werden. Dazu bitte die Formulare ggf. manuell auf dem PC speichern und dort öffnen (Rechtsklick „Speichern unter…“)
Antragsformular Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes*
Erklärung zu Kleinbeihilfen*
Leitfaden zu Antragstellung Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes*
Produktinformation Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes*
Niedersachsen-Liquiditätskredit (Stand: 01.04.2020)
Kredite zwischen 5.000 Euro bis maximal 50.000 Euro zur Liquiditätshilfe aufgrund der Coronakrise für kleine und mittlere Unternehmen, für Freiberufler und Soloselbstständige.
» Produktinformation zu Niedersachsen-Liquiditiationskredit
» Merkblatt – Erlass zum Förderprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“
(NBank, Stand: 27.03.2020)
Richtlinien Corona-Soforthilfe (Steuerberaterkammer Niedersachsen)
Richtlinien Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen
Richtlinien Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Selbstsständige
Formulare der Thüringer Aufbaubank zum Download
Soforthilfeprogramm Corona 2020 (Stand: 01.04.2020)
» Richtlinie Soforthilfeprogramm, gültig für Anträge, die bis zum 01.04.2020 gestellt wurden
» Soforthilfeprogramm Hinweise
» soforthilfe.aufbaubank.de
Formulare der WIBank Hessen zum Download
» Anleitung Mein Weg zum Darlehen Hessen Mikroliquidität
» Zum Antrag: https://www.agrarportal-hessen.de/mikrodarlehen
Mitteilungen zum Infektionsschutzgesetz (Verdienstausfall wegen Quarantäne und wegen Schließung der Schulen und Kindergärten)
Formulare und Hinweise zur Entschädigung nach § 56 IfSG
(Newsletter Arbeitgeberverband Mitte e.V. 23.04.2020)
Das Land Niedersachsen hat auf Hinweise der Unternehmerverbände Niedersachsen ein einheitliches Formular für die Entschädigung nach § 56 Infektionsschutz erstellt. Damit soll die uneinheitliche Entscheidungspraxis der niedersächsischen Gesundheitsämter beendet werden. Anbei finden Sie die entsprechenden Formulare für Arbeitnehmer und Selbständige sowie Bearbeitungshinweise.
👉 Der Antrag ist fristgebunden. Es gilt eine Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit/der Absonderungsmaßnahme für Antragstellung bei der zuständigen Behörde.
» Antrag auf Entschädigung bei Verdienstausfall bei Arbeitnehmern
» Antrag auf Entschädigung bei Verdienstausfall bei Selbständigen
» Merkblatt für die Zahlung von Verdienstausfallentschädigung
» BLOG Was Eltern zum Entschädigungsanspruch bei Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz aufgrund der behördlichen Schließung von Schulen und Kindergärten wissen sollten, Voraussetzungen, Antrag, Berechnung und Fristen
» BLOG Corona-Krise: Was jeder zur Entschädigung für Verdienstausfall bei Quarantäne wissen sollte, Voraussetzungen, Antrag, Berechnung und Fristen mit Rechtsanwalt Leibecke
Gesetzentwurf Infektionsschutzgesetz
Änderung Infektionsschutzgesetz bei Wegfall von Kita und Schule
Informationsschreiben Entschädigungsanspruch bei Kita- und Schulschließungen
Webinar zu Coronavirus Update - Recht, Steuern und Wirtschaft (Video und Folien)
» Webinar 27.03.2020
Am 27.03.2020 fand eine Online-Informationsveranstaltung statt mit dem Titel „Coronavirus – Recht, Steuern und Wirtschaft“. Dazu haben Vesting & Partner sowie Quattek & Partner alle Mandanten, Mitarbeiter/-innen und die Öffentlichkeit eingeladen. Die Moderation hat Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler übernommen. Als Experten waren Rainer Hald und Marko Putaro von der Sparkasse Göttingen, Rechtsanwalt Dr. Peter Staufenbiel sowie Rechtsanwalt Ralph Leibecke anwesend.
Unsere Experten haben viele Fragen für unsere Mandanten und Teilnehmer beantwortet und hilfreiche Informationen sowie tiefere Einblicke zu den aktuellen Entwicklungen aus erster Hand weitergeben können.
Folien zu Webinar – Coronavirus Update: Steuern, Recht und Wirtschaft (27.03.2020)
Coronavirus: Informationen von Ihrem Steuerberater
Informationen wegen Corona für Mandanten vom Deutschen Steuerberaterverband e.V.
(wird laufend und zeitnah aktualisiert)
Corona – Informationen für Steuerberater und ihre Mandanten(29.03.19)
(Deutsche Bundessteuerberaterkammer)
Corona Boni: Sonderzahlungen jetzt steuerfrei, Anerkennung für Beschäftigte in der Corona-Krise
Um unseren Mandanten einen ausführlichen Überblick über die derzeitige Situation zu geben, laden wir (Quattek & Partner, Vesting & Partner und die EURATIO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) Sie mit einer separaten E-Mail für Freitagnachmittag (27.03.2020) zu einem online-Seminar zum Thema Corona (Steuern, Recht und Wirtschaft) in der Zeit von [14:00] bis [16:00] Uhr ein. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
FAQ Corona Steuern vom Bundesministerium der Finanzen zu Steuern, Stand 01.04.2020
Steuerliche Maßnahmen, Sozialversicherungsbeiträge, Sondervorauszahlung Umsatzsteuer, Berufsgenossenschaft, Herabsetzung der Vorauszahlungen, Stundungen, Rentenversicherung, Insolvenzrecht
In Anbetracht der aktuellen Lage ist es möglich, die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Antrag im Einzelfall herabzusetzen, sofern der Unternehmer unmittelbar und nicht unerheblich von der aktuellen Corona-Krise betroffen ist. Der einfachste und schnellste Weg der Antragstellung zur Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020 besteht in der Übermittlung einer berichtigten Anmeldung. Ein sich ergebender Erstattungsanspruch wird nach einer – ggf. vorzunehmenden Aufrechnung mit Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis – ausgezahlt. Die Übermittlung einer berichtigten Anmeldung hat keine Auswirkung auf eine gewährte Dauerfristverlängerung, diese bleibt unverändert bestehen. Bei entsprechend knapper Liquiditätslage empfehlen wir, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Hilfe benötigen oder wir diesen Antrag stellen sollen.
Berufsgenossenschaften und Sozialversicherungsbeiträge
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hat mitgeteilt, dass im Fall einer finanziellen Notlage durch die Corona-Krise Arbeitgeber in Deutschland zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen müssen. Die Stundung soll vorerst bis Mai möglich sein – auch Zinsen werden ausnahmsweise nicht fällig. Auf die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung wird laut einem GKV-Rundschreiben ebenfalls verzichtet.
Diverse Berufsgenossenschaften reagieren auf die Auswirkungen der Corona-Krise, indem sie ihren Mitgliedsbetrieben die Stundungsregelungen erleichtern. Die Erleichterungen bestehen je nach Genossenschaft in der Vereinbarung von geringeren Raten, dem Verzicht auf Sicherheiten sowie dem Verzicht auf Zinsen. Ob und wenn ja, welches Instrument in Betracht kommt, wird einzelfallbezogen geprüft und entschieden. Für Unternehmen, die infolge der Corona Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, kann die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit darstellen, sich einen gewissen finanziellen Spielraum zu verschaffen. Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist dabei an folgende Voraussetzungen geknüpft (§ 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV):
Herabsetzung der eigenen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung Bund und der Versorgungswerke
Bei größeren Gewinneinbußen kann eine Herabsetzung der Beiträge entsprechend des erwarteten Gewin- nes vorgenommen werden. Viele Versorgungswerke haben Härtefallregelungen. Auch die Stundung von Beiträgen ist möglich. Setzen Sie sich mit Ihrem Versorgungswerk in Verbindung. Beachten Sie bei der Reduzierung der Beiträge, dass hieraus geringere Rentenansprüche resultieren.
Änderungen im Insolvenzrecht:
Abschließende Informationen über unsere Zusammenarbeit mit Mandanten
Unsere Empfangssekretariate sind weiterhin für Sie geöffnet. Das Büro Quattek aktuell von [8:00] bis [18:00] Uhr und das Büro Vesting aktuell in der Zeit von [8:00] bis [16:00] Uhr. Grundsätzlich bitten wir Sie, Briefe und Unterlagen möglichst nicht persönlich abzugeben, sondern unseren Briefkästen anzuvertrauen. Im Büro Quattek stehen im Eingangsbereich Boxen für Akte und Pakete bereit. Für diese befinden sich in der Tiefgarage von Vesting & Partner (Eingang Leonhard-Nelson-Str. 10 B) auch ein spezieller Paketbriefkasten, dem Sie gerne auch außerhalb unserer Öffnungszeiten Unterlagen (auch für Quattek & Partner) anvertrauen können.
Wichtiges Informationspaket zu den neuen und verbesserten Förderrichtlinien des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung vom 31.03.2020:
Herrn Minister Dr. Bernd Althusmann war es von Beginn der Corona-Pandemie an wichtig, frühzeitig und umfassend über weitere Schritte und Entwicklungen zu informieren. Hier die neuen Informationen zu den Förderrichtlinien:
Am 24.03.2020 ist Niedersachsen als eines der ersten Bundesländer mit einem eigenen Corona-Soforthilfeprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ an den Start gegangen. Bei der Formulierung dieses Programms wurde sich seinerzeit sehr eng an den damals bekannten Entwürfen des Bundes für eine Bundesförderung orientiert. Das Ziel war es, damals wie heute, für Niedersachsen eine Förderung auf den Weg zu bringen, die den Regelungen des Bundes und des Großteils der Länder entspricht. Leider waren die ersten Entwürfe der Bundesförderung sehr kompliziert und restriktiv. Sie waren deshalb gezwungen, diese Regelungen, quasi im vorauseilenden Gehorsam, für das eigene Förderprogramm zu übernehmen, um die Kompatibilität mit dem Bundesprogramm nicht zu gefährden.
Parallel dazu wurde aber intensiv mit dem Bund verhandelt und die Forderungen und Wünsche auf vielen Ebenen eingebracht. Die nunmehr am Ende der vergangenen Woche durch Bundestag und Bundesrat beschlossenen Regelungen haben sich dadurch deutlich verbessert und entsprechen nunmehr weitgehend den Vorstellungen Niedersachsens. Das Nieders. Ministerium hat sich deshalb dazu entschlossen, die bestehende Richtlinie zum 31.03.2020 durch zwei neue Richtlinien zu ersetzen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses über das Wochenende im Eiltempo erarbeitet haben.
Die erste Richtlinie, „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ setzt die Bundesförderung eins-zu-eins um und richtet sich an Soloselbständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten. Diese können in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9.000 € (bei Unternehmen bis 5 Beschäftigten) bzw. 15.000 € (bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten) zur Deckung ihres betrieblichen Defizites (d.h. des Saldos aus Einnahmen und Ausgaben) erhalten. Eine Inanspruchnahme persönlicher oder betrieblicher Rücklagen ist dabei nicht mehr notwendig. Diese werden nicht auf eine Förderung angerechnet. Dieser Punkt war vielen wichtig, gemeinsam konnte dieses Anliegen erfolgreich beim Bund eingebracht werden. Außerdem ist es gelungen, den Antrag weniger bürokratisch zu gestalten, was ebenfalls vielfach gefordert wurde.
Da in den vergangenen Tagen bereits tausende Anträge eingegangen und bearbeitet worden sind, werden allen bisherigen Antragstellerinnen und Antragstellern die Möglichkeit eröffnet, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen, da diese im Regelfall besser dotiert sind. Die NBank wird dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben und ihnen diese Möglichkeit eröffnen, ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes eine weitere Unterstützung zu erhalten. Ein schon erhaltener Förderbetrag wird allerdings angerechnet, sollte sich nach der neuen Fördermöglichkeit aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben. So wird eine Doppelförderung vermieden. Benötigt werden dazu nur einige wenige Informationen zur Ertragsvorausschau der kommenden Monate. Mit Veröffentlichung der neuen Richtlinien werden alle Neuanträge auf die neuen Richtlinien umgestellt.
Mit diesem Verfahren werden allen kleinen Unternehmen in Niedersachsen ein Maximum an Förderung und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten zugesichert.
Ergänzend hierzu finden Sie auch die Pressemitteilung des Bundes. Damit erhalten Sie ein umfassendes Bild über die in den letzten Tagen entstandenen Fördergrundlagen.
Lohn­fort­zahlung und Entgelt­risiko bei Corona (05.04.2020)
Nähere Informationen dazu finden sie in unserem Blogbeitrag: Coronavirus: Wie sind die Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und notwendiger Kinderbetreuung, Entschädigungen bei Quarantäne, für Kurzarbeitergeld, welche Fristen sind zu beachten und bei welcher Behörde beantrage ich Erstattungen?
Ist die betroffene Person Arbeitnehmer und tatsächlich am Coronavirus arbeitsunfähig erkrankt, gilt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach den allgemeinen Regeln für die Dauer von sechs Wochen. Kleine Betriebe können zumindest einen Teil ihrer Aufwendungen über die Entgeltfortzahlungsversicherung (U 1) erstattet bekommen.Wenn gegen den am Coronavirus erkrankten Arbeitnehmer von dem zuständigen Gesundheitsamt zugleich nach § 31 Satz 2 IfSG ein Beschäftigungsverbot angeordnet worden ist, soll nach ganz h. M. in der Literatur wegen der behördlichen Zwangswirkung der Entschädigungsanspruch des Arbeitnehmers infolge des Tätigkeitsverbotes gemäß § 56 Abs. 1 IfSG dem Entgeltfortzahlungsanspruch vorgehen (vgl. Müller-Glöge in MünchKomm 8. Auflage 2020, § 3 EFZG, Rn. 10; Schaub/Linck, § 98 Rn 20a; Greiner in Münchener Handbuch zum Arbeitsrecht, Band I, 4. Auflage 2018, § 80, Rn. 41; tw. aA ErfK-Reinhard, 20. Aufl. 2020, § 3 EFZG, Rn. 19). Danach wird derjenige, der einem Verbot der Ausübung seiner Arbeitstätigkeit unterliegt, vom Staat in Höhe seines Verdienstausfalls (Netto-Arbeitsentgelt) für die Dauer von sechs Wochen entschädigt (vgl. § 56 Abs. 2 und Abs. 3 IfSG).Dabei tritt der Arbeitgeber in Vorleistung, ist also Auszahlungsstelle für den Staat. Die ausgezahlten Beträge werden vom Arbeitgeber auf Antrag bei der zuständigen Behörde erstattet (vgl. § 56 Abs. 5 Satz 2 IfSG).Die Erstattung erfolgt aber nur auf Antrag des Arbeitgebers. Anträge des Arbeitgebers, der in Vorleistung geht, sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit aufgrund Tätigkeitsverbot gemäß § 31 IfSG oder dem Ende der Absonderung gemäß § 30 IfSG bei der zuständigen Behörde zu stellen (vgl. § 56 Abs. 11 Satz 1 IfSG).Wichtig ist noch, dass der Arbeitgeber einen Vorschuss für die Entgeltzahlungen verlangen kann, was insbesondere bei Kleinbetrieben interessant sein kann (vgl. § 56 Abs. 12 IfSG).Da das Verhältnis des Entgeltfortzahlungsanspruchs im Krankheitsfall und des Entschädigungsanspruchs nach § 56 IfSG zueinander bislang nicht geklärt ist, empfiehlt es sich für die Praxis, in jedem Fall einen Erstattungsantrag nach § 56 Abs. 5 IfSG innerhalb der Dreimonatsfrist bei der zuständigen Behörde zu stellen und die Handhabung durch die Behörden abzuwarten.Eine Liste der in den jeweiligen Bundesländern zuständigen Behörden für die Erstattungsanträge nach § 56 Abs. 5 IfSG stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zusammen mit einer Praxisinformation zum Thema Anspruch auf Entschädigung auf ihrer Internetseite bereit: www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_Entschaedigung.pdf.In Niedersachsen sind z. B. die jeweiligen Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte zuständig.Welches Gesundheitsamt örtlich zuständig ist, kann einer Datenbank des Robert-Koch-Instituts entnommen werden: https://tools.rki.de/PLZTool/.Zum Verfahren bei Verdienstausfällen bei angeordneter Quarantäne informiert z. B. das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-fur-berufstatige-185673.html.
Hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf Vergütung, wenn eine behördliche Maßnahme gegen ihn verhängt wurde (z. B. Beschäftigungsverbot oder Quarantäne)?
Der Entschädigungsanspruch nach § 56 IfSG besteht auch bei Verdacht einer Ansteckung mit dem Coronavirus, wenn ein behördliches Beschäftigungsverbot nach § 31 IfSG angeordnet worden ist. Dies gilt auch bei einer behördlich angeordneten Quarantäne nach § 30 IfSG.Kausal für die Arbeitsverhinderung ist dann nicht die (vermutete) Krankheit als solche, sondern das Beschäftigungsverbot. Deshalb besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Häufig wird überdies ja noch nicht einmal eine Krankheit vorliegen, da nur ein Verdachtsfall besteht.Der Entschädigungsanspruch des Arbeitgebers soll jedoch dann nicht bestehen, wenn der Arbeitgeber ggf. nach § 616 Satz 1 BGB zur Entgeltfortzahlung verpflichtet wäre und Ansprüche nach § 616 BGB nicht arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich – was in der Praxis häufig der Fall ist – ausgeschlossen worden sind. Danach wird der Arbeitnehmer des Anspruchs auf die Arbeitsvergütung „nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird.“ Denkbar wäre die Anwendung des § 616 Satz 1 BGB ggf. im Falle eines individuellen Tätigkeitsverbots, das lediglich einen einzelnen Arbeitnehmer betrifft.
Diese Konstellation tritt insbesondere ein, wenn Eltern aufgrund der landesweiten Schul- und Kitaschließungen wie z. B. in Niedersachsen ab dem 16.03.2020 die Betreuung ihres Kindes selbst organisieren müssen und es ihnen deshalb (zeitweise) unmöglich ist, ihre Pflicht zur Arbeitsleistung zu erfüllen. Eine Entschädigung bei Verdienstausfall kann aufgrund des neuen Gesetzes möglich sein. Die Voraussetzungen finden Sie hier. Treffen die Voraussetzungen nicht zu, müssen die Eltern sich mit dem Arbeitgeber verständigen, wie die Betreuung sichergestellt werden kann. Das kann durch den Abbau von Überstunden oder Gleitzeit, durch bezahlten oder unbezahlten Urlaub oder durch die Arbeit im Home-Office geschehen.Im Übrigen besteht in diesen Fällen auch kein Anspruch auf andere Leistungen, wie z. B. Krankengeld wegen Erkrankung des Kindes, solange die dafür geltenden Voraussetzungen (z. B. das Kind ist krank) nicht erfüllt sind.
Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB).Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von Corona-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.
Die mit dem Corona-Virus zusammenhängenden wirtschaftlichen Probleme wie Lieferschwierigkeiten, Wegfall von Aufträgen usw. können Betriebe in finanzielle Schwierigkeiten bringen.Eine Möglichkeit zum Gegensteuern ist die vorübergehende Anordnung von Kurzarbeit. Kommt es aufgrund des Coronavirus zu einem Arbeitsausfall, etwa weil Lieferungen ausbleiben und der Betrieb in der Folge nur eingeschränkt oder gar nicht arbeitsfähig ist oder weil ein Betrieb aufgrund behördlicher Anordnung schließen muss, kommt ein Anspruch der betroffenen Arbeitnehmer auf Kurzarbeitergeld in Betracht. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden.
Geförderte Beratungen von der BAFA für von Corona betroffenen Unternehmen

References: § 56
 § 56
 § 31
 § 56
 § 3
 § 98
 § 80
 § 3
 § 56
 § 56
 § 31
 § 30
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 31
 § 30
 § 616
 § 616
 § 616
 § 615