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Timestamp: 2018-06-18 18:27:37+00:00

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PKS CPS. Anlagereglement. 1. April der Pensionskasse SRG SSR idée suisse. Pensionskasse. SRG SSR idée suisse. - PDF
PKS CPS. Anlagereglement. 1. April der Pensionskasse SRG SSR idée suisse. Pensionskasse. SRG SSR idée suisse.
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1 PKS CPS 1. April 2009 Anlagereglement der Pensionskasse SRG SSR idée suisse Pensionskasse SRG SSR idée suisse Caisse de pension SRG SSR idée suisse Cassa pensioni SRG SSR idée suisse Cassa da pensiun SRG SSR idée suisse Pensionskasse SRG SSR idée suisse Thunstrasse 18 CH-3000 Bern 15 Telefon Fax
2 Inhalt 1 Grundsätze Allgemeine Anlagerichtlinien Aufgaben und Kompetenzen Überwachung und Berichterstattung Besonderes Schlussbestimmungen Anhang 1: Strategische Vermögensstruktur Anhang 2: Bewertungsgrundsätze Anhang 3: Wertschwankungsreserven (Art. 48e BVV 2) Anhang 4: Anlagerichtlinien für Wertschriftenanlagen Anhang 5: Anlagen in Immobilien (Schweiz und Ausland) Anhang 6: Anlagen beim Arbeitgeber (BVV 2 Art. 57) Anhang 7: Kosten für die Vermögensverwaltung (Art. 48a Abs. 1 BVV 2) Anhang 8: Organigramm Anlageorganisation Anhang 9: Rebalancing Anhang 10: Abkürzungsverzeichnis PPCmetrics AG, Zürich / 7. Januar 2011 / HS-TE-ALI Seite 2 von 28
3 1 Grundsätze 1.1 Dieses Anlagereglement für die Vermögensbewirtschaftung legt die Ziele, Grundsätze, Richtlinien, Aufgaben und Kompetenzen nach Art. 49a Abs. 2 lit. a BVV 2 fest, die bei der Bewirtschaftung des Vermögens der Pensionskasse der SRG SSR idée Suisse (nachfolgend Stiftung genannt) zu beachten sind. 1.2 Alle Funktionsbezeichnungen im vorliegenden Anlagereglement beziehen sich auf beide Geschlechter. 1.3 Im Vordergrund der Bewirtschaftung des Vermögens stehen ausschliesslich die finanziellen Interessen der Destinatäre. 1.4 Mit der Vermögensbewirtschaftung ist sicherzustellen, dass das finanzielle Gleichgewicht der Stiftung nachhaltig gestärkt werden kann. 1.5 Das Vermögen ist derart zu bewirtschaften, dass die versprochenen Leistungen jederzeit termingerecht ausbezahlt werden können, die anlagepolitische Risikofähigkeit eingehalten und damit die nominelle Sicherheit der versprochenen Leistungen gewährleistet wird, im Rahmen der Risikofähigkeit die Gesamtrendite (laufender Ertrag plus Wertveränderungen) maximiert wird, damit langfristig ein möglichst grosser Beitrag zur Realwerterhaltung der versprochenen Rentenleistungen erzielt werden kann. 1.6 Die Risikofähigkeit der Stiftung ist insbesondere von der finanziellen Lage sowie der Struktur und der Beständigkeit des Destinatärbestandes abhängig. 1.7 Die Vermögensanlagen erfolgen schwergewichtig in liquiden, gut handelbaren und qualitativ hochstehenden Anlagen, werden auf verschiedene Anlagekategorien, Märkte, Währungen, Branchen und Sektoren verteilt, erfolgen in Anlagen, die eine marktkonforme Gesamtrendite abwerfen. 1.8 Zur Verwirklichung der Anlagestrategie bedient sich die Stiftung folgender Mittel: Einer Anlageorganisation und Kompetenzregelung, welche einen effizienten und nach dem Mehraugenprinzip strukturierten Entscheidungsprozess sicherstellen. Eines stufengerechten Management-Informationskonzeptes, damit die verantwortlichen Instanzen über aussagekräftige führungsrelevante Informationen verfügen. Planungs- und Überwachungsinstrumente, insbesondere eines Liquiditätsplans und periodischer Analysen der Anlageresultate und der Risikofähigkeit zur Feststellung der Anforderungen an die Anlagestrategie sowie zur Überprüfung der Zielerreichung. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 3 von 28
4 2 Allgemeine Anlagerichtlinien 2.1 Sämtliche gesetzlichen Anlagevorschriften und Bestimmungen, insbesondere auch diejenigen des BVG, der BVV 2 sowie die Weisungen und Empfehlungen des BSV und der kantonalen Aufsichtsbehörde, sind jederzeit einzuhalten. Bei Abweichungen von den BVV 2 Richtlinien und insbesondere von Art. 50 Abs. 4 BVV 2 sind die erforderlichen Erweiterungsbegründungen vorzunehmen. 2.2 Die Stiftung erlässt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen vorliegende Anlagerichtlinien, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse und insbesondere ihre Risikofähigkeit zugeschnitten sind. Diese Anlagerichtlinien werden in Form einer langfristig anzustrebenden Vermögensstruktur konkretisiert (Strategische Asset Allokation). 2.3 Beim Festlegen dieser strategischen Vermögensstruktur sind die anlagepolitische Risikofähigkeit der Stiftung sowie die langfristigen Rendite- und Risikoeigenschaften der verschiedenen Anlagekategorien zu berücksichtigen. 2.4 Die strategische Vermögensstruktur ist periodisch oder wenn ausserordentliche Ereignisse es erfordern, zu überprüfen und, wenn nötig, anzupassen. Die gültige strategische Vermögensstruktur ist im Anhang 1 aufgeführt. Die entsprechenden Richtlinien und Begrenzungen beziehen sich immer auf Marktwerte (vgl. Anhang 2) resp. ein spezielles Anrechnungsschema bei Derivaten (Anhang 4, Ziffer 12). 2.5 Die Umsetzung der Anlagestrategie (vgl. Anhang 9) kann aktiv oder passiv erfolgen. Eine aktive Festlegung der Asset Allokation bedeutet, dass Abweichungen von der langfristigen Zielstruktur auf Stufe Anlagekategorien und Währungen vorgenommen werden. Die Anlagekommission entscheidet, wie neue Mittel auf die einzelnen Anlagekategorien verteilt werden. Falls die Umsetzung passiv mittels Rebalancing erfolgt, so ist die aktuelle Anlagestruktur periodisch im Rahmen vorgegebener Interventionspunkte an die langfristige Zielstruktur anzupassen. 2.6 Für die einzelnen Anlagekategorien werden spezifische Richtlinien erlassen, die in den Anhängen 4 bis 6 enthalten sind. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 4 von 28
5 3 Aufgaben und Kompetenzen Die Führungsorganisation im Bereich der Vermögensbewirtschaftung der Stiftung umfasst die folgenden drei Ebenen (vgl. Anhang 8): 1. Stiftungsrat 2. Anlagekommission mit externem Anlageexperten 3. Geschäftsführer der Stiftung (mit zentraler Depotstelle und internen/externen Vermögensverwaltern) Sämtliche Personen, die in die Vermögensbewirtschaftung involviert sind, unterstehen einer strengen Pflicht zur Vertraulichkeit. Parallelanlagen (Art. 48f Abs. 3 BVV 2) sind verboten. Zudem sind diese Personen zur Einhaltung der ASIP Charta oder einem vergleichbaren Regelwerk verpflichtet. Damit soll nicht nur den Bestimmungen von Art. 48f BVV 2 Interessenkonflikte und Vermögensvorteile entsprochen werden, sondern dokumentiert werden, dass die Vermögensanlagetätigkeit ausschliesslich den Interessen der Stiftung dient. In allen Verträgen mit Vermögensverwaltern wird eine explizite Klausel integriert, welche besagt dass im Zusammenhang mit dem Vermögensverwaltungsmandat keine geldwerten Leistungen an beteiligte Personen ausgerichtet werden dürfen. Davon ausgenommen sind Bagatellgeschenke bis CHF pro Ereignis und reine Ausbildungsveranstaltungen. Zudem werden alle externen Geschäftspartner über die relevanten Corporate Governance Bestimmungen der Stiftung informiert. Die Kenntnisnahme ist schriftlich zu bestätigen. Alle Personen, welche über die Anlagetätigkeit der Stiftung informiert sind (Stiftungsrat, Anlagekommission, Geschäftsführer, Anlageexperten, gegebenenfalls weitere Personen), müssen sich vertraglich verpflichten, auf Wunsch des Stiftungsrates oder der externen Revisionsstelle jederzeit ihre persönlichen Vermögensverhältnisse gegenüber einer neutralen Kontrollstelle offen zu legen. Die am Anlageprozess beteiligten Personen verpflichten sich, in diesem Zusammenhang ihre Gegenparteien vom Bankgeheimnis zu entbinden. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 5 von 28
6 3.1 Stiftungsrat Hauptaufgaben und Kompetenzen Der Stiftungsrat: 1. Trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung des Vermögens. 2. Legt die Grundsätze und Ziele der Vermögensanlage im Rahmen der Regelungen der BVV 2 und insbesondere des Art. 50 BVV 2 fest. 3. Genehmigt die langfristige Anlagestrategie, die Anlagerichtlinien und entscheidet über allfällige Erweiterungen gemäss Art. 50 Abs. 4 BVV 2. Die Anlagestrategie und allfällige Erweiterungen gemäss Art. 50 Abs. 4 BVV 2 müssen im Anhang 1 Strategische Vermögensstruktur dokumentiert sein. 4. Überprüft periodisch, oder wenn ausserordentliche Ereignisse es erfordern, die langfristige Anlagestrategie unter Massgabe nach Art. 50 Abs. 2 BVV Kann die Kompetenz für die Durchführung der Anlagestrategie im Rahmen der Grundsätze, Zielsetzungen und Richtlinien an eine Anlagekommission und an interne und externe Vermögens- und Immobilienverwalter delegieren und legt deren Anforderungen nach Art. 48h und 49a lit. d BVV 2 fest. 6. Ernennt die Mitglieder und den Vorsitzenden der Anlagekommission und den unabhängigen externen Anlageexperten. 7. Entscheidet über Anlagen beim Arbeitgeber. 8. Entscheidet über die Beteiligung der Stiftung bei der Gründung von juristischen Personen und/oder signifikanten Beteiligungen (mehr als 5% des Aktienkapitals) der Stiftung an juristischen Personen. 9. Entscheidet in Abhängigkeit von der Anlagestrategie und der Anlageresultate über den Umfang, die Bildung und Auflösung von Wertschwankungsreserven auf Antrag der Anlagekommission. 10. Entscheidet über die Banken und Vermögensverwalter mit denen die Stiftung zusammenarbeitet. 11. Kann weitere Richtlinien über die Bewirtschaftung einzelner Anlagekategorien oder Anlageinstrumente (z.b. Einsatz derivativer Instrumente) erlassen. 12. Stellt die Regeln auf, welche gem. Art. 49 Abs. 2 lit. b BVV 2 bei der Ausübung der Aktionärsrechte zur Anwendung gelangen. 13. Entscheidet über die Zulässigkeit der Wertschriftenleihe (Securities Lending) und Pensionsgeschäften (Repurchase Agreement). 14. Kontrolliert die ordnungsgemässe Umsetzung der langfristigen Anlagestrategie und die Einhaltung der Anlagerichtlinien. 15. Kontrolliert die Einhaltung der Vorgaben bezüglich Interessenskonflikten und Vermögensvorteilen gem. Art. 48f BVV Kontrolliert die Durchführung der Offenlegungspflicht gemäss BVV 2 Art. 48g. 17. Ist verantwortlich für die schlüssige Darlegung einer allfälligen Inanspruchnahme von Anlageerweiterungen nach Art. 50 Abs. 4 BVV 2 im Jahresbericht. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 6 von 28
7 18. Sorgt dafür, dass mit den Vermögensverwaltern eine transparente Regelung in Sachen Retrozessionen vereinbart wird. 19. Stellt sicher, dass der Geschäftsführer die Destinatäre mindestens einmal pro Jahr über die Entwicklung der Vermögensanlagen orientiert. 3.2 Anlagekommission Hauptaufgaben und Kompetenzen Die Anlagekommission: 1. Setzt sich aus je einem Stiftungsratsmitglied der Arbeitnehmer- bzw. der Arbeitgeberseite (mit Stimmrecht), dem Geschäftsführer (mit beratender Stimme) und dem externen Anlageexperten (mit beratender Stimme) zusammen. Der Stiftungsrat ernennt zudem zwei Mitglieder (mit Stimmrecht) aus dem Kreis der Mitarbeitenden. 2. Tagt mindestens viermal jährlich. 3. Kann bei Bedarf jederzeit von einem Mitglied einberufen werden. 4. Bereitet die Entscheidungsgrundlage für die Festlegung der langfristigen Anlagestrategie vor. 5. Beantragt die Modifikationen der langfristigen Anlagestrategie. 6. Ist für die Realisierung der vom Stiftungsrat festgelegten strategischen Vermögensstruktur verantwortlich. 7. Beantragt beim Stiftungsrat die Bildung und die Auflösung von Wertschwankungsreserven. 8. Schlägt dem Stiftungsrat Banken und Vermögensverwalter vor, mit denen die Stiftung zusammenarbeiten soll. 9. Regelt mittels klar definierter Verwaltungsaufträge und spezifischen Anlagerichtlinien die Tätigkeit der Vermögensverwalter (Banken, Portfolio Manager). 10. Bestimmt den erlaubten Umfang des Securities Lendings. 11. Überwacht den Liquiditäts- und Anlageplan, der vom Geschäftsführer erstellt wird. 12. Entscheidet über die Mittelzuteilung an die Vermögensverwalter in Übereinstimmung mit der vom Stiftungsrat genehmigten Anlagestrategie und den taktischen Bandbreiten (Rebalancing, Anhang 9). 13. Kontrolliert die Umsetzung des Rebalancings durch den Geschäftsführer. 14. Überwacht die Vermögensverwalter, die Anlagetätigkeit und den Anlageerfolg und leitet bei Bedarf Korrekturmassnahmen ein. 15. Entscheidet über die Ausübung der Aktionärsstimmrechte. 16. Orientiert den Stiftungsrat über die Anlagetätigkeit und den Anlageerfolg auf den Stufen Anlagekategorien und Gesamtvermögen. 17. Führt über jede Sitzung ein Beschlussprotokoll mit Kopie an den Stiftungsrat. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 7 von 28
8 3.3 Geschäftsführer Hauptaufgaben und Kompetenzen Der Geschäftsführer: 1. Ist beratendes Mitglied in der Anlagekommission. 2. Ist verantwortlich für die Erstellung des Budgets, die Liquiditätsplanung und die Liquiditätskontrolle und optimiert die Liquidität. 3. Ist im Rahmen dieser Richtlinien und der Vorgaben der Anlagekommission verantwortlich für die Zuteilung der verfügbaren Mittel zuhanden der Vermögensverwalter (Rebalancing, Anhang 9). 4. Nimmt die Beschaffung von Liquidität von den einzelnen Vermögensverwaltern gemäss Weisung der Anlagekommission vor. 5. Stellt sicher, dass bei der Anlagetätigkeit der Anlagekommission die reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben und Vorschriften eingehalten werden. 6. Ist Ansprechpartner für die zentrale Depotstelle und die Vermögensverwalter. 7. Bereitet die Sitzungen des Stiftungsrates und der Anlagekommission vor. 8. Orientiert die Anlagekommission über die Umsetzung der von ihr beschlossenen Mittelzuteilungen auf die einzelnen Vermögensverwalter. 9. Bestätigt dem Stiftungsrat die Einhaltung der reglementarischen und gesetzlichen Bestimmungen bei der Durchführung der Anlagetätigkeit. 10. Verlangt von allen Personen und Institutionen, die mit der Anlage und Verwaltung betraut sind, jährlich eine schriftliche Erklärung über persönliche Vermögensvorteile (BVV 2 Art. 48g) und erstattet dem Stiftungsrat Bericht darüber. 11. Berichtet im Auftrag des Stiftungsrates den Destinatären periodisch über die Entwicklung der Vermögensanlagen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 8 von 28
9 3.4 Unabhängiger, externer Anlageexperte Hauptaufgaben und Kompetenzen Der Anlageexperte: 1. Unterstützt den Stiftungsrat und die Anlagekommission bei der Umsetzung der Anlagestrategie und der Überwachung des Anlageprozesses. 2. Unterstützt den Geschäftsführer und die Anlagekommission bei der Organisation und Überwachung der Anlagetätigkeit der Vermögensverwalter. 3. Unterstützt den Geschäftsführer bei der Überprüfung der Einhaltung der reglementarischen und gesetzlichen Bestimmungen bei der Durchführung der Anlagetätigkeit. 4. Überprüft periodisch das Anlagereglement im Hinblick auf allfällige Modifikationen, Anpassungen und Ergänzungen. 5. Überprüft periodisch die Zweckmässigkeit der Mandatsvorgaben und Anlagerichtlinien. 6. Steht dem Stiftungsrat, der Anlagekommission und dem Geschäftsführer als Ansprechpartner für Fragen zur Vermögensverwaltung zur Verfügung. 7. Erarbeitet periodisch Entscheidungsgrundlagen für die Gestaltung einer risikokonformen Anlagestrategie zuhanden der Anlagekommission und des Stiftungsrates. 8. Berechnet periodisch die strategiebedingten notwendigen Wertschwankungsreserven und vergleicht diese mit den vorhandenen Reserven. 9. Hat jederzeit einen direkten Zugang zum Stiftungsrat. 10. Erstellt monatlich einen Monitoring-Report und quartalsweise einen Stiftungsratssowie einen Controlling-Report über die Anlagetätigkeit zuhanden des Stiftungsrates und der Anlagekommission. 11. Ist verantwortlich für ein zeitgerechtes und korrektes Controlling der Anlagetätigkeit der einzelnen Vermögensverwalter zuhanden der Anlagekommission. 12. Optimiert die Anlagestrategie periodisch im Hinblick auf die Leistungsverpflichtungen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 9 von 28
10 3.5 Vermögensverwalter (Portfoliomanager) Hauptaufgaben und Kompetenzen Die Vermögensverwalter sind verantwortlich für das Portfoliomanagement einzelner Wertschriftensegmente im Rahmen klar definierter Verwaltungsaufträge. Mit der Vermögensverwaltung dürfen nur Personen und Institutionen betraut werden, die die Anforderungen gemäss BVV 2 Art. 48h resp. 48f - g erfüllen. Zudem müssen die Pensionskasse der SRG SSR idée suisse sowie die angeschlossenen Arbeitgeber wirtschaftlich von den Vermögensverwaltern unabhängig sein Berichtspflichten Die Portfolio Manager rapportieren der Anlagekommission quartalsweise über die Entwicklung der Vermögensanlagen. Zu diesem Zweck erstellen sie einen Rapport über ihre Tätigkeit im Berichtszeitraum und rapportieren bei Bedarf mündlich vor der Anlagekommission Zielverantwortung und Beurteilungskriterien Anlagetätigkeit im Rahmen der vereinbarten Richtlinien und Vorgaben. Beurteilung der Zielerreichung anhand der Rendite- und Risikoeigenschaften der vereinbarten Benchmark. Passive Mandate müssen jährlich nach Kosten die Benchmarkrendite im Rahmen des vereinbarten Abweichungsrisikos erreichen. Aktive Mandate müssen über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren nach Kosten die Benchmarkrendite übertreffen Grundsätze für die Auswahl, Auftragserteilung, Überwachung, Beurteilung und Kündigung externer Vermögensverwalter Grundsätze für die Auswahl Als externe Vermögensverwalter kommen Banken und Vermögensverwalter in Frage, welche folgende Kriterien erfüllen und damit den Anforderungen gemäss BVV 2 Art. 48h entsprechen: 1. Durch eigene Erfahrung (bisherige Banken) und/oder unabhängige Referenzen (für neue Banken) bestätigte Fähigkeit und Expertise, das Mandat professionell und erfolgreich ausüben zu können. 2. Durch eigene Erfahrung (bisherige Banken) und/oder unabhängige Institute (für neue Banken) belegten Performancezahlen vergleichbarer Mandate über mind. fünf Jahre. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 10 von 28
11 3. Ausgewiesene, für das Mandat verantwortliche Fachleute, die auch ein grosses Interesse für die Stiftung als Kunden zeigen. 4. Nachvollziehbarer Anlageprozess (Investitionsstil, Konsistenz des Investitionsansatzes, Qualität des Investitionsteams und der Ressourcen, Zweckmässigkeit der Organisation). 5. Klar strukturierte Vergleichsportfolios müssen vorliegen. 6. Fähigkeit, mit dem Global Custodian einwandfrei zusammenarbeiten zu können. 7. Marktgerechte Vermögensverwaltungsgebühren Grundsätze für die Auftragserteilung Die Auftragserteilung erfolgt mittels eines detaillierten schriftlichen Auftragsbeschriebs und muss mindestens folgende Punkte zusätzlich zu den Standardvereinbarungen regeln: 1. Startvolumen 2. Zielsetzung des Mandates 3. Benchmark (Vergleichsindex) 4. Risikobegrenzung 5. Investitionsgrad (max. 100%!) 6. Zulässige Anlagen gem. Anhang 4 7. Einsatz derivativer Instrumente (nur auf jederzeit gedeckter Basis!) 8. Verantwortlicher Portfolio Manager und Stellvertreter 9. Inhalt und Häufigkeit des Reportings 10. Haftung und Schadenersatz der Bank 11. Kosten (abschliessende Aufzählung) 12. Retrozessionen 13. Securities Lending/Repurchase Agreement 14. Beginn (Übergangsfrist) und Auflösung (jederzeit) des Mandates 15. Zusammenarbeit mit der zentralen Depotstelle 16. Besonderes je nach Mandatsart 17. Loyalität/Einhaltung der ASIP Charta oder eines vergleichbaren Regelwerks 18. Vertraulichkeit/Geheimhaltung/Bankgeheimnis PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 11 von 28
12 Grundsätze für die Überwachung Die Vermögensverwalter werden im Rahmen des Anlagecontrollings laufend überwacht. Die dazu notwendigen Informationen werden durch den Global Custodian und den Anlageexperten bereitgestellt. Die wesentlichen Überwachungsinhalte sind: 1. Die erzielte Anlagerendite im Vergleich zur Zielsetzung 2. Das mit der Anlagerendite verbundene Risiko im Vergleich zur Benchmark 3. Die Anlagestruktur im Vergleich zur Benchmark 4. Die Veränderung der Anlagestruktur im Zeitablauf 5. Das Einhalten der Anlagerichtlinien 6. Das Einhalten der beabsichtigten Anlagepolitik 7. Das Einhalten des vereinbarten Anlagestils 8. Der Umfang der Transaktionen 9. Der Einsatz derivativer Instrumente 10. Spezialthemen je nach Bedarf Grundsätze für die Beurteilung Die Beurteilung der Leistung der Vermögensverwalter: 1. Erfolgt primär anhand der erzielten Rendite und der eingegangenen Risiken im Vergleich zur Zielsetzung (Zielerreichungsgrad) und im Vergleich zu direkt vergleichbaren anderen Mandaten (Konkurrenzvergleich). 2. Beginnt ab dem 1. Tag der Mandatserteilung. 3. Erfolgt im Normalfall quartalsweise anhand von Monatsdaten. 4. Erfolgt unter einem langfristigen Aspekt, d.h. wenn keine gravierenden Verletzungen der Anlagerichtlinien und der Zielsetzungen vorliegen, über einen Zeithorizont von drei Jahren. 5. Erfolgt im Dialog mit den Vermögensverwaltern (Performancebesprechungen erfolgen mindestens einmal p.a.). 6. Dient als Grundlage für das Erteilen von gelben Karten an die Vermögensverwalter. Diese Verwarnung, d.h. eine Androhung für den Verzicht auf ein weiteres Aufstocken des Mandates oder gar der Entzug des Mandates wird ausgesprochen, wenn die Bank z.b. 4 Quartale in Serie unter den Zielsetzungen liegt und somit auch die langfristige Zielerreichung gefährdet ist. 7. Banken, die eine gelbe Karte erhalten, werden auf einer Watch-List geführt und besonders intensiv (monatlich) überwacht und häufiger zur Performancebesprechung aufgeboten. 8. Die erzielten Anlageresultate dienen als Grundlage für das Aufstocken bestehender Mandate. Es werden primär diejenigen Mandate aufgestockt, die a) ihr Ziel, gemessen an der Benchmark, am deutlichsten erreichen bzw. übertreffen und b) im Konkurrenzvergleich überdurchschnittlich abschneiden. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 12 von 28
13 Grundsätze für die Kündigung Die Reduktion oder gar die Kündigung eines Mandates erfolgt: 1. Unmittelbar bei schwerwiegenden Verletzungen der Anlagerichtlinien. 2. Nach der 1. Verwarnung, sofern innerhalb der nächsten beiden Quartale keine Verbesserung der Anlageresultate erkennbar ist. 3. Wenn sich beim Vermögensverwalter grundlegende Änderungen organisatorischer, personeller oder anlagetechnischer Art ergeben, die eine Weiterführung des Mandates in Frage stellen würden. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 13 von 28
14 3.6 Die zentrale Depotstelle (Global Custodian) Hauptaufgaben und Kompetenzen 1. Ist verantwortlich für die einwandfreie Abwicklung der sogenannten Basisdienstleistungen des Global Custody, wie insbesondere die Titelaufbewahrung, die Abwicklung aller Wertschriftengeschäfte, Couponabrechnungen, Corporate Actions, die Rückforderung der Quellensteuern, dem einwandfreien Geschäftsverkehr zwischen der Stiftung und ihren Vermögensverwaltern. 2. Ist verantwortlich für die Abwicklung des Securities Lendings (Wertschriftenleihe). Dabei ist auf eine angemessene Bewirtschaftung des entstehenden Gegenparteirisikos zu achten. 3. Ist verantwortlich für das monatliche Erstellen einer Vermögensübersicht mit den Anlageresultaten der einzelnen Portfoliomanager zuhanden der Anlagekommission. 4. Ist verantwortlich für das Erstellen und Aufbereiten aller für die Überwachung der Vermögensverwalter und das Anlagecontrolling notwendigen Informationen (Reporting), wie insbesondere die Berechnung der Anlagerendite der Vermögensverwalter, der Anlagekategorien und des Wertschriftenvermögens sowie der entsprechenden Vergleichsindizes, der Darstellung der Zusammensetzung der einzelnen Portfolios der Vermögensverwalter, der Anlagekategorien und des Wertschriftenvermögens sowie der entsprechenden Vergleichsindizes. 5. Ist verantwortlich für die zeitgerechte und effiziente Abwicklung der gesamten Wertschriftenadministration inkl. Wertschriftenbuchhaltung und der Zusammenarbeit mit den Vermögensverwaltern. 6. Ist verantwortlich für das Führen einer revisionstauglichen Wertschriftenbuchhaltung. 7. Die Aufgaben der zentralen Depotstelle sind in einem speziellen Mandatsvertrag zu regeln. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 14 von 28
15 4 Überwachung und Berichterstattung 1. Die Anlagen und deren Bewirtschaftung sind laufend zu überwachen. Über die verschiedenen Überwachungsinhalte ist periodisch und stufengerecht Bericht zu erstatten, sodass die verantwortlichen Organe über aussagekräftige Informationen verfügen. 2. Die Berichterstattung hat sicherzustellen, dass die einzelnen Kompetenzebenen so informiert werden, dass sie die ihnen zugeordnete Führungsverantwortung wahrnehmen können. 3. Der Stiftungsrat erstellt jährlich einen Bericht zuhanden der Destinatäre über die Anlagetätigkeit und die Anlageresultate im abgelaufenen Geschäftsjahr. 4. Im Rahmen der dreistufigen Anlageorganisation wird folgendes Informationskonzept vollzogen: Wann? Wer? Für wen? Was? Monatlich Global Custodian Anlageexperte Performance (pro Mandat / Kategorie / Wertschriften) Vergleich Anlagestruktur mit Benchmark Derivativ-Reporting Transaktionen Monatlich Anlageexperte Anlagekommission Monitoring-Report OK Meldung Anlagerichtlinien Kurzkommentar Performance Quartal Global Custodian Anlageexperte Performance Depotauszug Transaktionen Benchmarkvergleich Strukturanalysen Derivativ-Reporting Quartal (wenn auf Watch-List monatlich) Vermögensverwalter Anlageexperte Anlagekommission Bericht über Anlagetätigkeit Begründung Einsatz Derivate Begründung Einsatz Kollektivanlagen Begründung Performanceabweichung Quartal Anlageexperte Anlagekommission Controlling-Report Monitoring-Report Beurteilung Anlagetätigkeit Beurteilung Derivate Beurteilung Kollektivanlagen Beurteilung Performance Handlungsempfehlungen Quartal Anlagekommission Stiftungsrat Status der Vermögensanlagen Vermögensentwicklung Spezielle Vorkommnisse Laufende und beendete Projekte Jährlich Anlagekommission Stiftungsrat Orientierung Anlagetätigkeit und Anlageerfolg im abgelaufenen Jahr. Jährlich Stiftungsrat Destinatäre Orientierung Anlagetätigkeit und Anlageerfolg im abgelaufenen Jahr. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 15 von 28
16 5 Besonderes 5.1 Wahrnehmung des Stimmrechtes (Art. 49a Abs. 2 lit. b BVV 2) 1. Die Ausübung der Stimmrechte an den Generalversammlungen ist wahrzunehmen. Liegen keine besonderen Situationen vor, so wird das Stimmrecht durch den Geschäftsführer bzw. die depotführende Bank im Sinne der Anträge des Verwaltungsrates wahrgenommen. 2. Bei Vorliegen spezieller Situationen (insbesondere bei Übernahmen, Zusammenschlüssen, bedeutenden personellen Mutationen im Verwaltungsrat, Veränderungen der Kapitalstruktur, Veränderungen der Stimmrechtsstruktur) hat der Geschäftsführer die Anlagekommission vorgängig zu konsultieren und Weisung einzuholen. 3. Der Stiftungsrat hat ein Auskunftsrecht über die Stimmabgabe des Geschäftsführers bzw. der Beschlüsse der Anlagekommission. 4. Auf Antrag eines Stiftungsratsmitgliedes entscheidet der Stiftungsrat, allenfalls mittels Zirkularbeschluss, ob im Interesse der Stiftung vom Verwaltungsrat abweichende Anträge unterstützt werden sollen. 6 Schlussbestimmungen 1. Dieses Reglement tritt vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Organe per 1. April 2009 in Kraft. 2. Dieses Reglement wird jährlich oder bei Bedarf vom Stiftungsrat überarbeitet. Bern, den 3. Dezember 2010 Der Stiftungsrat der Pensionskasse SRG SSR idée suisse PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 16 von 28
17 Anhang 1: Strategische Vermögensstruktur 1. Langfrist-Strategie, gültig ab Pensionskasse SRG SSR idée suisse Anlagestrategie neutral Anlagekategorie = min. max. Benchmark Kurzfristige und liquide Mittel 1.0% 0.0% 10.0% Obligationen CHF 37.0% 32.0% 42.0% Obligationen FW (100% hedged) 13.0% 10.0% 16.0% Aktien Schweiz 6.0% 4.0% 8.0% Aktien Global (50% hedged) 15.0% 10.0% 20.0% Aktien Emerging Markets 3.0% 2.0% 4.0% Commodities (50% hedged) 4.0% 2.0% 6.0% Opportunistische Anlagen 0.0% 0.0% 4.0% Immobilien Schweiz 18.0% 14.0% 22.0% Immobilien Ausland (100% hedged) 3.0% 2.0% 4.0% Total 100.0% Limiten gemäss BVV 2 Total Fremdwährungen vor Absicherung 38.0% 26.0% 54.0%./. Währungsabsicherung (100% Obligationen FW, je 50% Aktien Global und Commodities sowie -25.5% -24.0% -30.0% 100% Immobilien Ausland) Total Fremdwährungen nach Währungsabsicherung 12.5% 2.0% 24.0% 30% Total Aktien 24.0% 16.0% 32.0% 50% Total Alternative Anlagen 4.0% 2.0% 10.0% 15% 50% 15% 30% Wird im Rahmen der Vermögensbewirtschaftung eine Maximallimite gemäss Art. 54 oder 55 BVV 2 überschritten, so ist dies gemäss Art. 50 Abs. 4 BVV 2 unter Berücksichtigung der Prinzipien in Art. 50 Abs. 1-3 BVV 2 im Anhang der Jahresrechnung schlüssig darzulegen. 2. Taktische Bandbreiten Für jede Kategorie wird eine Bandbreite in Abhängigkeit von ihrem Anteil an der Strategie gemäss oben dargestellter Tabelle festgelegt. Die unteren und oberen taktischen Bandbreiten definieren die maximal zulässigen Abweichungen von der strategischen Zielstruktur. Es handelt sich dabei um Interventionspunkte. Die Portfolioanteile müssen sich nach Abschluss der Initialinvestitionsphase zwingend innerhalb der unteren und oberen Bandbreite bewegen. Die Einhaltung der taktischen Bandbreiten wird monatlich überprüft. Abweichungen der Vermögensstruktur von den taktischen Bandbreiten werden im Rahmen der Rebalancing-Regeln (Anhang 9) angepasst. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 17 von 28
18 3. Anlagerichtlinien und strategische Benchmark Anlagekategorie Benchmarkvorschläge Strategie Liquidität Obligationen CHF Obligationen Fremdwährungen Citigroup CHF 3 Mt Eurodeposit 75% SBI Rating-Index AAA-BBB 25% SBI Rating-Index AAA-BBB 10+ Citigroup World Government Bond Index (CGWGBI) 1.0% 37.0% 13.0% Aktien Schweiz Swiss Performance Index (SPI) 6.0% Aktien Global Aktien Emerging Markets Morgan Stanley Weltaktienindex exkl. Schweiz (MSCI) Morgan Stanley Emerging Markets Index (MSCI EM) 15.0% 3.0% Commodities Dow Jones AIG Commodities Index 4.0% Immobilien Schweiz Immobilien Ausland 34% KGAST-Immobilienindex 44% Rüd Blass-Index 22% SWX Real Estate Index FTSE EPRA/NAREIT Global Real Estate Index (RUGL) 18.0% 3.0% Total 100.0% Anhang 2: Bewertungsgrundsätze Grundsätzlich sind alle Aktiven zu Marktwerten per Bilanzstichtag zu bewerten. Massgebend sind die Kurse wie sie von den Depotstellen ermittelt werden. Im Übrigen gelten die Bestimmungen Art. 48 BVV 2 resp. Swiss GAAP FER Nr. 26 Ziffer 3. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 18 von 28
19 Anhang 3: Wertschwankungsreserven (Art. 48e BVV 2) Zum Ausgleich von Wertschwankungen auf der Aktivseite sowie zur Gewährleistung der notwendigen Verzinsung der Verpflichtungen werden auf der Passivseite der kaufmännischen Bilanz Wertschwankungsreserven gebildet. Die notwendige Zielgrösse der Wertschwankungsreserven wird nach der sogenannten finanzökonomischen Methode ermittelt. Dabei wird ein zweistufiges Verfahren angewendet. Durch Kombination historischer Risikoeigenschaften (Volatilität, Korrelation) mit erwarteten Renditen (risikoloser Zinssatz + Risikoprämien) der Anlagekategorien wird basierend auf der stiftungsspezifischen Anlagestrategie die notwendige Wertschwankungsreserve ermittelt, welche mit hinreichender Sicherheit eine geforderte Minimalverzinsung der gebundenen Vorsorgekapitalien ermöglicht. Die Zielgrösse der Wertschwankungsreserve wird in Prozenten der Verpflichtungen ausgedrückt. Bei der Ermittlung der Grundlagen zur Berechnung der Wertschwankungsreserven ist der Grundsatz der Stetigkeit zu beachten sowie die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten zu berücksichtigen. Die Zweckmässigkeit der Zielgrösse wird periodisch oder wenn ausserordentliche Ereignisse es erfordern vom Stiftungsrat überprüft und, wenn nötig, angepasst und protokollarisch festgehalten. Die festgelegte Zielgrösse wird im Anhang der Jahresrechnung ausgewiesen. Es wird ein Sicherheitsniveau von 97½% über ein Jahr angestrebt. Änderungen der Grundlagen sind unter Beachtung der Vorgaben von Swiss GAAP FER 26 im Anhang der Jahresrechnung zu erläutern. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 19 von 28
20 Anhang 4: Anlagerichtlinien für Wertschriftenanlagen 1. Grundsatz Grundsätzlich wird das Wertschriftenvermögen in liquide, gut handelbare Wertschriften investiert, die eine marktkonforme Anlagerendite erzielen. Dabei ist auf eine angemessene Diversifikation zu achten. Ein vom Stiftungsrat zu bestimmender Teil der Anlagen soll in Unternehmen mit besonderer nachhaltiger ökologischer und sozialer Ausrichtung investiert werden. Diese Anlagen unterliegen den gleichen Richtlinien und Grundsätzen wie die übrigen Anlagen. Im Allgemeinen wird nicht in Unternehmen der Rüstungsindustrie investiert. 2. Vergleichsindex (Benchmark) Für jede Anlagekategorie ist ein transparenter Marktindex als Vergleichsgrösse (Benchmark) festzulegen. Mit Hilfe dieser Indizes und der neutralen Gewichtung gemäss der strategischen Vermögensstruktur wird ein kassenspezifischer Vergleichsindex berechnet. Anhand dieses zusammengesetzten Vergleichsindexes kann der Mehrwert der "aktiven" Anlagepolitik gegenüber einer rein "passiven" generell gemischten, sogenannt indexierten Vermögensanlage ermittelt und beurteilt werden. 3. Liquide Mittel Kontoguthaben und Festgeldanlagen sollen nur bei Banken mit Staatsgarantie oder einem kurzfristigen Rating von A1/P-1 und einem Rating von mindestens A (Standard & Poors) resp. A2 (Moody s) oder vergleichbarer Qualität erfolgen. Bei einem Split des Ratings ist das tiefere Rating gültig. Bei einem Downgrading einer Gegenpartei unter das Mindestrating muss die Position so schnell als möglich, spätestens nach Ablauf der Laufzeit, liquidiert werden. Unverzinste Liquidität darf nur kurzfristig für Transaktionszwecke gehalten werden. Nicht erlaubt sind Instrumente, welche Optionalitäten beinhalten wie beispielsweise Caps, Floors oder Swaptions. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 20 von 28
21 4. CHF Obligationen (Inland und Ausland) Qualität und Handelbarkeit: Das Obligationenvermögen muss in kotierte und gut handelbare Anleihen der öffentlichen Hand oder von Privatunternehmungen und Banken guter Bonität (mindestens BBB- gemäss Standard & Poors resp. Baa3 nach Moody s) investiert werden. Die Bonitätsanforderungen gelten ausnahmslos für alle Obligationen. Bei einem Downgrading unter BBB- sind die Titel spätestens innerhalb von sechs Monaten zu verkaufen. Anlagestil: Das Portfolio kann indexnah oder aktiv bewirtschaftet werden. Anlageform: Die Anlagen erfolgen in einzelnen Titeln oder Kollektivanlagen gem. Art. 56 BVV 2. Anlagen in Wandelobligationen und Cum-Optionsanleihen sind ausgeschlossen. Anstelle von Obligationen CHF können auch sogenannte Deposit-Administration- Verträge bei erstklassigen Versicherungen abgeschlossen werden. Eine weitere Alternative zu einem physischen Obligationen-Portfolio stellt die Kombination liquider Anlagen mit passenden derivativen Instrumenten (z.b. Swaps) dar (synthetisches Portfolio). 5. Hypotheken Anlageform: Die Anlagen erfolgen ausschliesslich in Form von Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2. Die bestehenden Einzelhypotheken, die aus der Fusion mit der Personalvorsorgestiftung SRG und der Stiftung für das Personal der SRG am 1. Januar 2005 übernommen wurden, werden bis zu ihrer vollständigen Rückzahlung weitergeführt. Eine Erhöhung oder Neugewährung ist jedoch ausgeschlossen. 6. Obligationen Fremdwährungen (hedged in CHF) Qualität und Handelbarkeit: Das Obligationenvermögen muss in kotierte und gut handelbare Anleihen der öffentlichen Hand oder von Privatunternehmungen und Banken guter Bonität (mindestens BBB- gemäss Standard & Poors resp. Baa3 nach Moody s) investiert werden. Die Bonitätsanforderungen gelten ausnahmslos für alle Obligationen. Bei einem Downgrading unter BBB- sind die Titel spätestens innerhalb von sechs Monaten zu verkaufen. Handelbarkeit: Einzelanlagen müssen börsenkotiert sein. Anlagestil: Das Portfolio kann sowohl indexnah als auch aktiv verwaltet werden. Währungen: Grundsätzlich sind alle Währungen erlaubt, die im Vergleichsindex, dem sogenannten Benchmark-Universum, enthalten sind. Währungsabsicherungen: Sind zulässig und dürfen max. 100% des Fremdwährungsengagements ausmachen. Die Währungsabsicherungen können mittels Devisentermingeschäften und Währungsswaps erfolgen. Anlageform: Einzelanlagen und Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2 sind zulässig. Anlagen in Wandelobligationen und Cum-Optionsanleihen sind ausgeschlossen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 21 von 28
22 7. Aktien Schweiz Qualität: Es werden primär Aktien bester Qualität erworben. Dabei ist auf eine ausgewogene Branchendiversifikation zu achten. Eine einseitige Stilausrichtung (Small- vs. Largecaps etc.) ist zu vermeiden. Handelbarkeit: Einzelanlagen müssen börsenkotiert oder zur Kotierung vorgesehen sein. Anlagestil: Das Portfolio kann sowohl indexnah als auch aktiv verwaltet werden. Anlageform: Einzelanlagen und Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2 sind zulässig. Anlagen in Wandelobligationen und Cum-Optionsanleihen sind ausgeschlossen. 8. Aktien Ausland (hedged in CHF) / Emerging Markets Qualität: Es werden primär Aktien bester Qualität erworben. Dabei ist auf eine ausgewogene Länder- und Branchendiversifikation zu achten. Eine einseitige Stilausrichtung (Small- vs. Largecaps etc.) ist zu vermeiden. Handelbarkeit: Einzelanlagen müssen börsenkotiert oder zur Kotierung vorgesehen sein. Anlagestil: Das Portfolio kann sowohl indexnah als auch aktiv verwaltet werden. Währungsabsicherungen: Sind zulässig und dürfen max. 100% des Fremdwährungsengagements ausmachen. Die Währungsabsicherungen können mittels Devisentermingeschäften und Währungsswaps erfolgen. Anlageform: Aktien Ausland: Einzelanlagen und Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2 sind zulässig. Emerging Markets: Ausschliesslich Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2 sind zulässig. Anlagen in Wandelobligationen und Cum-Optionsanleihen sind ausgeschlossen. 9. Immobilien Schweiz und Ausland Ausschliesslich Anteile von Kollektivanlagen gemäss Art. 56 BVV 2 resp. Anhang 5 des Anlagereglements. 10. Commodities (hedged in CHF) Diversifikation: Es ist auf eine angemessene Diversifikation bezüglich Rohstoff-Märkte zu achten. Handelbarkeit: Es ist auf eine angemessene Handelbarkeit zu achten. Strukturierte Produkte wie Zertifikate und Notes müssen am Sekundärmarkt handelbar sein. Produkte mit Nachschusspflicht sind gem. Art. 53 Abs. 1 lit. e BVV 2 ausgeschlossen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 22 von 28
23 11. Opportunistische Anlagen Anlageziel: In der Anlagekategorie Opportunistische Anlagen sollen kurz- und mittelfristige Marktopportunitäten wahrgenommen werden. Zudem können auch alternative Risikoprämien oder Zusatzrenditen (Alpha) durch aktive Anlageentscheide erwirtschaftet werden. Diese aktiven Entscheide können die temporäre Investition in einen spezifischen Markt (beispielsweise Obligationen Emerging Markets) oder den Aufbau spezifischer Risikopositionen innerhalb einzelner Märkte (beispielsweise Aktienfonds, welche in Unternehmen für die Trinkwasserversorgung investieren) umfassen. Grundsätzlich sollten die Renditen dieses Anlagebereichs mit den Renditen des restlichen Portfolios möglichst unkorreliert sein. Anlageuniversum: Das Anlageuniversum ist grundsätzlich nicht beschränkt. Allerdings ist auf eine genügende Liquidität zu achten. Investitionen in Private Equity und andere Anlagen mit stark eingeschränkter Liquidität sind daher nicht zulässig. Ebenfalls nicht zulässig sind Hedge Funds. Es können aber beispielsweise Insurance Linked Securities aber auch traditionelle Anlagekategorien wie Aktien und Obligationen eingesetzt werden. Qualität: Investitionen sind einer umfassenden ökonomischen, operationellen und juristischen Due Diligence-Analyse zu unterziehen. Die Anlagen sind in einem Gesamtportfoliokontext nach Regionen, Strategien bzw. Kategorien, Managern etc. breit zu diversifizieren. Bei geringer Diversifikation innerhalb der Anlagekategorie Opportunistische Anlagen ist die erforderliche Erweiterungsbegründung nach Art. 50 Abs. 4 und Art. 53 Abs. 2 BVV 2 vorzunehmen. Währungsabsicherungen: Sind zulässig und können im Normalfall max. 100% des Fremdwährungsengagements ausmachen. Es ist kein Leverage ausserhalb von eingesetzten Produkten erlaubt. Anlagen mit Nachschusspflicht sind verboten, d.h. der maximale Verlust liegt in jedem Fall in Höhe des einbezahlten Kapitals. 12. Währungsabsicherung Im Rahmen der Währungsabsicherung dürfen ausschliesslich Devisentermingeschäfte, d.h. Futures oder Forwards und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr eingesetzt werden. Innerhalb von Kollektivanlagen können auch längere Laufzeiten eingesetzt werden. Ausserdem kommen die Regelungen bezüglich des Einsatzes von derivativen Instrumenten gemäss Abschnitt 12 Bestimmungen zum Einsatz von Derivaten (Art. 56a BVV 2) zur Anwendung. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 23 von 28
24 13. Einsatz derivativer Instrumente Grundsätzlich erfolgen die Anlagen der Stiftung in Basiswerten. Derivative Finanzinstrumente wie Termingeschäfte (Futures, Forwards, Swaps) und Optionen werden nur ergänzend eingesetzt. Sämtliche Verpflichtungen, die sich bei der Ausübung ergeben können, müssen jederzeit entweder durch Liquidität (bei engagement-erhöhenden Geschäften) oder durch Basisanlagen (bei engagement-senkenden Geschäften) vollumfänglich gedeckt sein. Der Aufbau einer Hebelwirkung (= versteckte Kreditaufnahme) und der Leerverkauf von Basisanlagen sind strikte verboten. Für die Einhaltung der Anlagerichtlinien des Stiftungsrates gemäss Anhang 1 ist das sogenannte ökonomische, delta-adjustierte Engagement massgebend. Die Gegenpartei bei nicht standardisierten Geschäften (OTC, Stillhalter-Optionen etc.) muss mindestens ein A (Standard & Poors) resp. A2 (Moody s) Rating aufweisen. Bei einem Downgrading unter A sind die Positionen spätestens innerhalb von sechs Monaten zu schliessen. Die Bestimmungen des Art. 56a BVV 2 und die entsprechenden Fachempfehlungen des BSV sind jederzeit vollumfänglich einzuhalten. Die Anlagekommission kann den Einsatz derivativer Instrumente jederzeit mit detaillierten Richtlinien weiter einschränken, aber nicht erweitern. 14. Vermögensverwaltungsmandate Im Rahmen der Vermögensverwaltungsmandate können die oben genannten Vorgaben und Richtlinien noch weiter präzisiert oder eingeschränkt werden. 15. Wertschriftenleihe (Securities Lending) Bei der Wertschriftenleihe sind die Rahmenbedingungen und Vorschriften gemäss Kollektivanlagengesetz (Art. 55 Abs. 1 lit. a KAG, Art. 76 KKV und Art. 1 ff. KKV-FINMA) einzuhalten. Securities Lending erfolgt ausschliesslich auf gesicherter Basis und wird über die zentrale Depotstelle abgewickelt. Securities Lending innerhalb von eingesetzten Kollektivanlagen ist grundsätzlich ebenfalls zulässig. 16. Pensionsgeschäfte (Repurchase Agreement) Beim Pensionsgeschäft sind die Rahmenbedingungen und Vorschriften gemäss Kollektivanlagengesetz (Art. 55 Abs. 1 lit. a KAG, Art. 76 KKV und Art. 1 ff. KKV-FINMA) einzuhalten. Pensionsgeschäfte werden über die entsprechende Depotbank abgewickelt. Pensionsgeschäfte innerhalb von eingesetzten Kollektivanlagen sind grundsätzlich ebenfalls zulässig. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 24 von 28
25 Anhang 5: Anlagen in Immobilien (Schweiz und Ausland) 1. Anlagegrundsatz Immobilienanlagen sind strategische Positionen. Eine langfristige nachhaltige Wertsteigerung wird angestrebt. 2. Anlagen in Immobilien erfolgen ausschliesslich in Form von Kollektivanlagen. 3. Zu den Kollektivanlagen zählen insbesondere Anteile von börsenkotierten Immobilienfonds, Ansprüche bei Anlagestiftungen und Beteiligungspapiere an Immobiliengesellschaften. 4. Anforderungskriterien Bei der Auswahl von Kollektivanlagen müssen u.a. folgende Anforderungskriterien beachtet werden: Qualität des Managements Qualität und Unterhaltszustand der Liegenschaften Fremdverschuldungsgrad Bewertungsgrundsätze Verwaltungskosten Geographische Diversifikation Diversifikation der Nutzungsarten Rendite- und Risikoeigenschaften Korrelation mit bestehenden Anlagen Liquidität der Anteile 5. Währungsabsicherungen: Sind zulässig und dürfen max. 100% des Fremdwährungsengagements ausmachen. Die Währungsabsicherungen können mittels Devisentermingeschäften und Währungsswaps erfolgen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 25 von 28
26 Anhang 6: Anlagen beim Arbeitgeber (BVV 2 Art. 57) Anlagen beim Arbeitgeber sind in der Regel nicht zulässig. Soweit der Zahlungsverkehr über den Arbeitgeber abgewickelt wird (Beitragszahlungen, Prämienzahlungen, Inkassi), sind kurzfristige Guthaben beim Arbeitgeber im Umfang von maximal zwei Monatsbeiträgen zulässig. Anhang 7: Kosten für die Vermögensverwaltung (Art. 48a Abs. 1 BVV 2) Vermögensverwaltungskosten beinhalten in der Regel folgende Kostenarten: Depotgebühren Vermögensverwaltungsgebühren Transaktionsgebühren Übrige Bankgebühren Rückforderung Verrechungs- und Quellensteuern Kosten für das Investment Consulting und Controlling Die Darstellung dieser Kostenarten hat der Bewirtschaftungsform Eigenverwaltung, Drittverwaltung, Einzelanlagen, Kollektivanlagen entsprechend Rechnung zu tragen. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 26 von 28
27 Anhang 8: Organigramm Anlageorganisation Die Anlageorganisation der Stiftung ist nachfolgend schematisch dargestellt: Stiftungsrat Hauptaufgaben Legt Anlagerichtlinien mit Langfrist-Strategie und taktischen Bandbreiten fest. Ernennt und beauftragt Anlagekommission. Wählt die Vermögensverwalter. Anlagekommission Zusammensetzung 2 Stiftungsräte (paritätisch) 2 Versicherte (paritätisch) Geschäftsführer Externer Anlageexperte Hauptaufgaben Steuert, koordiniert Anlagetätigkeit der Vermögensverwalter. Entscheidet über Mittelzuteilung an Vermögensverwalter. Beauftragt die Vermögensverwalter. Rapportiert an Stiftungsrat. externer Anlageexperte Hauptaufgaben Unterstützt und berät die Stiftung in allen Fragen der Festlegung und Umsetzung der Anlagestrategie sowie bei der Überwachung des Anlageprozesses. Geschäftsführer Hauptaufgaben Liquiditätsplanung und Kontrolle Plant und überwacht Mittelzuteilung an Vermögensverwalter. Vermögensverwalter Zusammensetzung Kategorienmandate (aktiv und/oder passiv) (Obl. CHF, Obl. Fremdwährungen, Aktien Schweiz, Aktien Ausland, Immobilien) Hauptaufgaben Bewirtschaftung klar definierter Portfolios auf Mandatsbasis Rapportieren an Anlagekommission zentrale Depotstelle Hauptaufgaben Zentrale Depotstelle für alle Vermögensverwalter und Konti Performanceberechnung und Reporting Führt revisionstaugliche Wertschriftenbuchhaltung. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 27 von 28
28 Anhang 9: Rebalancing Die Einhaltung der taktischen Bandbreiten wird monatlich im Rahmen des Reportingprozesses kontrolliert. Wird eine Bandbreite über- oder unterschritten, so löst dies automatisch ein Rebalancing des Portfolios aus. Davon kann abgesehen werden, wenn sich die Verletzung in der Zwischenzeit (vom Monatsende bis zur Feststellung der Verletzung) selbständig (durch eine entsprechende Marktbewegung) oder durch Zahlungsflüsse korrigiert hat. Die Festlegung der taktischen Asset Allokation innerhalb der Bandbreiten erfolgt grundsätzlich durch Entscheid der Anlagekommission und kann aktiv (prognosegestützt) oder passiv (regelbasiert) erfolgen. Beim passiven Rebalancing wird versucht, die taktischen Risiken zu minimieren. Dies bedeutet, dass in erster Priorität Abweichungen der Portfoliostruktur von der Strategieaufteilung bezüglich der Sachwert- resp. Nominalwertquote korrigiert werden. In zweiter Priorität werden die einzelnen Anlagekategorien an die Strategieaufteilung zurückgeführt. In dritter Priorität wird darauf geachtet, dass das Verhältnis der indexierten resp. der aktiv verwalteten Portfoliobestandteile der Strategieaufteilung entspricht. Das Rebalancing wird durch den Geschäftsführer in Absprache mit dem Investment Controller ausgelöst. In Zweifelsfällen ist der Präsident der Anlagekommission zu konsultieren. Anhang 10: Abkürzungsverzeichnis Art. BSV BVG BVV 2 SMIC SPI OTC Artikel Bundesamt für Sozialversicherungen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge Swiss Market Index (reinvestiert) Swiss Performance Index Over the counter: Wenn Derivate nicht an der Börse gehandelt werden, spricht man von OTC-Geschäften. PPCmetrics AG, Zürich / 8. Mai 2009 / HS-TE Seite 28 von 28
VESKA PENSIONSKASSE REGLEMENT FÜR DIE VERMÖGENSANLAGEN. (Anlagereglement) Genehmigt vom Stiftungsrat am 03. Juni 2016
VESKA PENSIONSKASSE REGLEMENT FÜR DIE VERMÖGENSANLAGEN (Anlagereglement) Genehmigt vom Stiftungsrat am 03. Juni 2016 Inhalt 1. Grundsätze... 2 2. Allgemeine Bestimmungen... 3 3. Aufgaben und Kompetenzen

References: Art. 57
 Art. 49
 Art. 50
 Art. 48
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 48
 Art. 49
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 50
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 54
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 48
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 53
 Art. 50
 Art. 53
 Art. 56
 Art. 76
 Art. 1
 Art. 76
 Art. 1
 Art. 57