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Timestamp: 2016-10-23 14:22:31+00:00

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U 101/04 (16.08.2004)
U 101/04
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Meyer; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
D.________, 1969, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Hebeisen, L�wenstrasse 12, 8280 Kreuzlingen,
D.________, geboren 1969, arbeitete seit M�rz 1990 als Splicerin bei der Firma P.________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 11. Juli 1998 wurde sie als Lenkerin eines Personenwagens Opfer einer Auffahrkollision. Sie wartete in einer Kolonne vor einem Rotlicht, als das nachfolgende Fahrzeug auf ihr Auto auffuhr und dieses in den vor ihr stehenden Personenwagen schob. Der gleichentags wegen Kopfweh, Schwindel, Nausea und Schmerzen in der Halswirbels�ule aufgesuchte Dr. med. F.________, FMH Allgemeine Medizin, fand bei der Untersuchung Gurtspuren an der linken Clavicula und am rechten Busen distal und stellte keinen Achsenstauchungsschmerz, keine neurologischen Ausf�lle und keine lokale Klopfdolenz an der Wirbels�ule fest. Er diagnostizierte ein HWS-Beschleunigungstrauma, Myo-Tendinosen paravertebral sowie leichte Commotiozeichen und attestierte der Versicherten eine volle Arbeitsunf�higkeit ab 11. Juli 1998 bis auf weiteres. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen des Unfalls und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. In der Folge erwies sich der Heilungsverlauf als schleppend. Nach zun�chst gescheiterten Arbeitsversuchen arbeitete die Versicherte ab 27. August 1998 wieder im Umfang von 50 % (vgl. SUVA-Rapport vom 18. September 1998). Auf Empfehlung des behandelnden Arztes Dr. med. S.________, FMH Rheumatologie und Rehabilitation, der zun�chst ein indirektes HWS-Beschleunigungstrauma mit diffusen tendomyotischen Beschwerden (Arztbericht vom 2. September 1998), sp�ter ein cervicocephales bis thoracocervicocephales Syndrom rechtsbetont nach indirektem HWS-Schleudertrauma (Arztbericht vom 5. M�rz 1999) diagnostizierte, weilte die Versicherte vom 9. Dezember 1998 bis 20. Januar 1999 zur station�ren Rehabilitation in der Klinik X.________. Im Austrittsbericht vom 8. Februar 1999 wurde eine zur Generalisierung neigende Myotendoperiostose mit den Hauptlokalisationen im Nacken und im LWS-Bereich diagnostiziert und der Versicherten eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % ab 21. Januar 1999 und von 25 % ab 4. Februar 1999 attestiert. Die Versicherte arbeitete ab 18. Februar 1999 wieder zu 100 % am angestammten Arbeitsplatz (Bericht von Dr. med. S.________ vom 5. M�rz 1999 und SUVA-Rapport vom 1. M�rz 1999). Dr. med. B.________, Augenarzt FMH diagnostizierte am 17. April 1999 einen leichten Astigmatismus myopicus beidseits und Visusst�rungen nach Schleudertrauma, und Dr. med. S.________ berichtete am 3. Mai 1999 �ber deutlich stabilisierte Beschwerden bei hin und wieder auftretendem Kopfweh sowie �ber eine klinisch zur Zeit noch bestehende Periarthropathia humeroscapularis (PHS) links mit Supraspinatussymptomatik.
Nach Einholung einer �rztlichen Beurteilung des Dr. med. R.________, Chirurgie FMH, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, vom 19. Juli 2000 teilte die SUVA der Versicherten mit Verf�gung vom 28. September 2000 mit, bei den Schulterbeschwerden handle es sich nicht um Unfallfolgen, und die Anstalt lehne eine Leistungspflicht daf�r ab. Unfallbedingt werde sie weiterhin f�r 2-3 Physiotherapiebl�cke und allf�llige Rheumatika sowie die damit verbundenen Arztkontrollen aufkommen; hingegen sei eine unfallbedingte Umschulung nicht n�tig, und die Versicherte erleide keinen Minderverdienst, welcher Rentenleistungen zur Folge h�tte. Dagegen liess die Versicherte am 30. Oktober 2000 Einsprache erheben. Nach einer kreis�rztlichen Untersuchung durch Dr. med. J.________ vom 3. April 2001, welcher eine volle Arbeitsf�higkeit der Versicherten best�tigte, und einer neurologischen Abkl�rung durch Dr. med. O.________, Ober�rztin am Spital M.________, vom 19. August 2001, welche einen unauff�lligen Neurostatus ergab, teilte die SUVA der Versicherten mit Verf�gung vom 22. August 2001 wegen nicht mehr erforderlicher unfallbedingter �rztlicher Behandlung und Therapie die Einstellung der Leistungen per 31. August 2001 mit; mit gleicher Verf�gung wurden die Notwendigkeit einer Umschulung verneint und ein Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung abgelehnt. Dagegen liess die Versicherte am 24. September 2001 wiederum Einsprache erheben. Die SUVA wies beide Einsprachen mit Entscheid vom 12. November 2001 ab.
Hiegegen liess D.________ Beschwerde erheben mit dem Antrag, es seien ihr �ber den 31. August 2001 hinaus die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Rente und Integrit�tsentsch�digung) auszurichten, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die SUVA zur�ckzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 26. November 2003). Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens hatte das Gericht bei Dr. med. L.________, Leitender Arzt Neurologie, Spital M.________, ein Gutachten vom 7. Juli 2003 eingeholt und die Akten der Invalidenversicherung beigezogen. Die Beschwerdef�hrerin ihrerseits hatte Berichte des Dr. med. S.________ vom 1. Februar 2002 und von Frau Dr. med. O.________ vom 3. Februar 2002 auflegen lassen.
D.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem sinngem�ssen Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und des Einspracheentscheids seien ihr die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, subeventuell an die SUVA zur�ckzuweisen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Gesundheit, Kranken- und Unfallversicherung, auf eine Vernehmlassung verzichtet.
In formeller Hinsicht r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe ihren Antrag auf eine polydisziplin�re Begutachtung ohne Begr�ndung abgelehnt und dem Gutachter ihre Erg�nzungsfragen nicht unterbreitet. Sie erkennt darin Verst�sse gegen das Willk�rverbot und den Grundsatz von Treu und Glauben, was eine Verletzung des Anspruchs auf einen fairen Prozess gem�ss Art. 6 EMRK darstelle, sowie eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Diese R�gen sind auf Grund ihrer formellen Natur vorweg zu behandeln (BGE 121 I 232 Erw. 2a, 121 V 152 Erw. 3 mit Hinweisen).
2.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsgericht von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren f�r die richtige und vollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschr�nkt, sondern wird erg�nzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien sowie durch die im Anspruch auf rechtliches Geh�r mitenthaltenen Parteirechte auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung (BGE 120 V 360 Erw. 1a, 119 V 211 Erw. 3b, 117 V 283 Erw. 4a und 263 Erw. 3b).
2.2 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. Art. 4 der alten Bundesverfassung, aBV) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu geh�rt insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 130 Erw. 2a; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen).
2.3 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst auch das Recht, Beweisantr�ge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Beh�rde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsm�ssigen Anspruchs indessen nur �ber jene Tatsachen abzunehmen, die f�r die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann auch dann verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Abkl�rungen herbeizuf�hren vermag, oder wenn die Beh�rde den Sachverhalt gest�tzt auf ihre eigene Sachkenntnis bzw. jene ihrer fachkundigen Beamten zu w�rdigen vermag (BGE 104 V 211 Erw. 1a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 124 I 211 Erw. 4a, 242 Erw. 2, 122 I 55 Erw. 4a, 122 II 469 Erw. 4a, mit Hinweisen). Gelangt die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung zur �berzeugung, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis verm�ge keine zus�tzlichen relevanten Erkenntnisse zu liefern, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweisw�rdigung verst�sst nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV und stellt auch die durch die EMRK garantierte Fairness des Verfahrens nicht in Frage (SVR 2003 AHV Nr. 4 S. 11 Erw. 4.2, 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).
2.4 Einen wesentlichen Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruchs auf rechtliches Geh�r bildet die Pflicht der Verwaltungsbeh�rden und der Sozialversicherungsgerichte, ihre Entscheide zu begr�nden. Die Begr�ndungspflicht soll verhindern, dass sich die Beh�rde von unsachlichen Motiven leiten l�sst, und der betroffenen Person erm�glichen, die Verf�gung oder den Gerichtsentscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verf�gung bzw. ihr Urteil st�tzt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 102 Erw. 2b, 124 V 181 Erw. 1a; SVR 2001 IV Nr. 17 S. 50 Erw. 2a). Die Beh�rde darf sich aber nicht damit begn�gen, die von der betroffenen Person vorgebrachten Einw�nde tats�chlich zur Kenntnis zu nehmen und zu pr�fen; sie hat ihre �berlegungen der betroffenen Person gegen�ber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdr�cklich mit den (entscheidwesentlichen) Einw�nden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gr�nde anzugeben, weshalb sie bestimmte Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigen kann (BGE 124 V 182 Erw. 2b).
3.1 Die Beschwerdef�hrerin hat im vorinstanzlichen Verfahren sowohl vor wie auch nach Erstattung des gerichtlichen Gutachtens durch den Neurologen Dr. med. L.________ eine polydisziplin�re Begutachtung beantragt. Zur Begr�ndung machte sie unter Hinweis auf Lehre und Praxis insbesondere geltend, bei der Beurteilung von Unfallfolgen mit Einwirkungen auf die Halswirbels�ule sei ein interdisziplin�res Zusammenwirken der verschiedenen Fachrichtungen erforderlich. Nach dem Vorliegen der spezial�rztlichen Expertise hat sie den Antrag auf polydisziplin�re Begutachtung ausdr�cklich erneuert und auf die vom Gutachter erw�hnte - und nach ihrer Auffassung offenbar fach�rztlich zu beurteilende - psychische Problematik hingewiesen. Das kantonale Gericht hat den Antrag auf eine polydisziplin�re Begutachtung mit Zwischenentscheid vom 15. Januar 2003 ohne Begr�ndung abgelehnt. Die Ablehnung wurde auch im Urteil nicht begr�ndet. Durch dieses Vorgehen hat die Vorinstanz zumindest die Begr�ndungspflicht und damit den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r verletzt. Denn auch wenn kein formeller Anspruch auf eine polydisziplin�re Begutachtung besteht und der Verzicht auf ein beantragtes Beweismittel zul�ssig ist, falls das Gericht die rechtserheblichen tats�chlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung als schl�ssig erachtet (Erw. 2.3 hievor), h�tte das kantonale Gericht seine �berlegungen, warum es auf eine interdisziplin�re Begutachtung oder allenfalls auf eine erg�nzende psychiatrische Beurteilung verzichtete, darlegen und sich mit den diesbez�glichen Einw�nden der Beschwerdef�hrerin auseinandersetzen m�ssen (vgl. BGE 124 V 182 Erw. 2b). Dies gilt um so mehr, als bei der Kausalit�tsbeurteilung von Schleuderverletzungen der HWS ein interdisziplin�res Zusammenwirken verschiedener medizinischer Fachrichtungen notwendig sein kann (BGE 119 V 341) und bei psychischen Leiden grunds�tzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich ist, wenn es darum geht, �ber das Ausmass der durch sie bewirkten Arbeitsunf�higkeit zu befinden (AHI 2000 S. 159 Erw. 4b mit Hinweisen). Weil das kantonale Gericht, das im Ergebnis die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und nicht nach jener bei Schleudertraumen der HWS ohne organisch nachweisbare Befunde (BGE 117 V 359) beurteilte, den Verzicht auf eine polydisziplin�re oder psychiatrische Begutachtung nicht begr�ndete, kann sein Entscheid nicht gepr�ft und nicht nachvollzogen werden.
3.2 Gleiches gilt f�r die Weigerung des kantonalen Gerichts, dem Gutachter die Erg�nzungsfragen der Beschwerdef�hrerin vom 10. September 2003 vorzulegen. Die Mitwirkung an der Einholung eines Gutachtens bildet einen Teilaspekt des rechtlichen Geh�rs, und der Mitwirkungsanspruch beinhaltet auch die M�glichkeit, zum Gutachten gegebenenfalls Erg�nzungsfragen zu stellen (BGE 125 V 338 Erw. 4b). Die Erg�nzungsfragen der Beschwerdef�hrerin insbesondere zur - von der Vorinstanz schliesslich verneinten - Unfallkausalit�t der geklagten Schulterbeschwerden erscheinen als sachlich begr�ndet, und ihrer Beantwortung k�nnte allenfalls entscheidrelevante Bedeutung zukommen. Die nicht n�her begr�ndete Aussage des Gutachters, die Schulterbeschwerden seien m�glicherweise auf den Unfall zur�ckzuf�hren, erm�glicht unter den konkreten Umst�nden des vorliegenden Falles, insbesondere angesichts der anders lautenden Stellungnahmen des Dr. med. S.________, keine hinreichend zuverl�ssige Beurteilung der Frage, ob ein derartiger Zusammenhang als �berwiegend wahrscheinlich anzusehen ist oder nicht. Eine diesbez�gliche Erl�uterung des Gutachtens war daher durchaus angezeigt. Falls das kantonale Gericht - was aus seinem Entscheid nicht hervorgeht - deshalb darauf verzichtete, dem Experten die Erg�nzungsfragen vorzulegen, weil es sich von dessen Antwort in antizipierter Beweisw�rdigung keine zus�tzlichen relevanten Erkenntnisse versprach, kann ihm daher nicht gefolgt werden. Indem die Vorinstanz dem Gutachter die Erg�nzungsfragen vom 10. September 2003 nicht vorlegte, ohne dieses Vorgehen in ihrem Entscheid zu begr�nden, hat sie den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r in elementarer Weise verletzt. Schliesslich hat sie sich auch mit den Einw�nden beider Parteien am Gerichtsgutachten nicht auseinandergesetzt und ist insofern der Begr�ndungspflicht, deren Einhaltung das Eidgen�ssische Versicherungsgericht von Amtes wegen pr�ft (BGE 120 V 362 Erw. 2a, 119 V 216 Erw. 5a; SVR 1999 UV Nr. 25 S. 75 1a), ebenfalls nicht hinreichend nachgekommen. Die R�ge einer Geh�rsverletzung erweist sich damit als begr�ndet.
4.1 Das Recht, angeh�rt zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Geh�rs f�hrt grunds�tzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verf�gung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anh�rung im konkreten Fall f�r den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Beh�rde zu einer �nderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 V 132 Erw. 2b mit Hinweisen).
4.2 Nach der Rechtsprechung kann jedoch eine - nicht besonders schwerwiegende (BGE 116 V 185 f. Erw. 1b mit Hinweisen) - Verletzung des rechtlichen Geh�rs als geheilt gelten, wenn der oder die Betroffene die M�glichkeit erh�lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu �ussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei �berpr�fen kann (BGE 126 V 132 Erw. 2b mit Hinweisen). Der Mangel einer nicht oder nur ungen�gend begr�ndeten Verf�gung im Besonderen ist einer Heilung zug�nglich, sofern die fehlende Begr�ndung in der Vernehmlassung der verf�genden Beh�rde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdef�hrenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen k�nnen und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 116 V 39 f. Erw. 4b, 107 Ia 2 f. Erw. 1). Von der R�ckweisung der Sache zur Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrens�konomie auch dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde, die mit dem der Anh�rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer m�glichst bef�rderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 121 V 116, 120 V 362 Erw. 2b; AHI 2003 S. 103 oben Erw. 5b). Die Heilung eines allf�lligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 126 V 132 Erw. 2b, 124 V 183 Erw. 3a, je mit Hinweisen). Es kann insbesondere nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs sein, dass Verwaltungsbeh�rden oder Gerichte sich �ber diesen elementaren Grundsatz hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass die Verfahrensm�ngel in einem allf�llig angehobenen Rechtsmittelverfahren behoben w�rden. Denn die nachtr�gliche Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs bildet h�ufig nur einen unvollkommenen Ersatz f�r eine unterlassene vorg�ngige Anh�rung. Abgesehen davon, dass ihr dadurch eine Instanz verloren gehen kann, wird der betroffenen Person zugemutet, zur Verwirklichung ihrer Mitwirkungsrechte ein Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 116 V 187 Erw. 3c mit Hinweisen).
4.3 Vorliegend ist festzustellen, dass die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r in mehrfacher Weise missachtet hat. Ein erheblicher Verfahrensmangel ist unter den konkret gegebenen Umst�nden insbesondere darin zu erblicken, dass das kantonale Gericht ohne entsprechende Begr�ndung davon absah, dem Gutachter die von der Beschwerdef�hrerin formulierten Erg�nzungsfragen zu unterbreiten. Bei dieser Sachlage f�llt eine Heilung der Geh�rsverletzung im letztinstanzlichen Verfahren ausser Betracht. Ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Sache selbst ist im Hinblick auf die formelle Natur des verfassungsm�ssigen Geh�rsanspruchs der angefochtene Entscheid daher aufzuheben und die Sache an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG). Diese geht zu Lasten der SUVA (vgl. BGE 123 V 157 f. Erw. 3c).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 26. November 2003 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erw�gungen verfahre und �ber die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 12. November 2001 neu entscheide.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, als Versicherungsgericht, und dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) zugestellt.

References: Art. 6
 Art. 29
 Art. 4
 Art. 4
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 Art. 4
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 Art. 135
 BGE