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Timestamp: 2019-07-19 07:17:34+00:00

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BFH, 21.10.2014 - VIII R 21/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,47420
BFH, 21.10.2014 - VIII R 21/12 (https://dejure.org/2014,47420)
BFH, Entscheidung vom 21.10.2014 - VIII R 21/12 (https://dejure.org/2014,47420)
BFH, Entscheidung vom 21. Januar 2014 - VIII R 21/12 (https://dejure.org/2014,47420)
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§ 20 Abs 1 Nr 1 S 2 EStG 2002, § 85 AO, § 88 AO, § 76 Abs 1 FGO, § 26 Abs 3 S 1 SGB 4
Weiterleitung erstatteter Arbeitgeberanteile - und die Frage der vGA
Verdeckte Gewinnausschüttung kann bei Weiterleitung erstatteter Arbeitgeberbeiträge ausgeschlossen sein
Erstattete Rentenversicherungsbeiträge sind keine vGA
FG Münster, 21.03.2010 - 7 K 4640/09
BFHE 247, 538
DB 2015, 2288
BStBl II 2015, 638
Rückwirkende Gehaltsvereinbarungen oder Sonderzahlungen werden in der Regel nicht anerkannt (BFH-Urteile vom 7. September 1972 IV R 197/68, BFHE 107, 35, BStBl II 1972, 944; vom 21. Juli 1976 I R 223/74, BFHE 119, 453, BStBl II 1976, 734; vom 10. März 1988 IV R 214/85, BFHE 153, 520, BStBl II 1988, 877; vom 29. November 1988 VIII R 83/82, BFHE 155, 114, BStBl II 1989, 281;… vom 25. April 1989 VIII R 207/84, BFH/NV 1989, 495;… vom 18. Dezember 2001 VIII R 69/98, BFHE 197, 475, BStBl II 2002, 353, vom 1. April 2003 I R 78, 79/02, BFH/NV 2004, 86 und vom 21. April 2014 VIII R 21/12, BStBl II 2015, 638).
Erst das Ergebnis dieser der Tatsachenfeststellung zuzuordnen Indizienwürdigung ermöglicht die nachfolgende rechtliche Subsumtion, ob es sich bei den Aufwendungen des Steuerpflichtigen um nicht abziehbare private Ausgaben oder aber um Betriebsausgaben handelt (vgl. BFH-Urteil vom 21.10.2014 VIII R 21/12, BStBl. II 2015, 638).
bb) Eine vGA i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG liegt demgegenüber vor, wenn eine Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter außerhalb der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung einen Vermögensvorteil zuwendet und diese Zuwendung ihren Anlass im Gesellschaftsverhältnis hat (z.B. BFH-Urteil vom 21. Oktober 2014 VIII R 21/12, BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638).
Verstößt die Gesamtabwägung weder gegen Erfahrungssätze noch gegen die Denkgesetze, so ist der BFH daran gebunden (§ 118 Abs. 2 FGO;… BFH-Urteile vom 18. April 2000 VIII R 74/96, BFH/NV 2001, 152;… vom 7. September 1995 III R 24/91, BFH/NV 1996, 320, und vom 21. Oktober 2014 VIII R 21/12, BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638;… BFH-Beschluss vom 25. Oktober 2004 III B 131/03, BFH/NV 2005, 339).
Erst das Ergebnis dieser der Tatsachenfeststellung zuzuordnenden Indizienwürdigung ermöglicht die nachfolgende rechtliche Subsumtion, ob es sich bei den Aufwendungen des Steuerpflichtigen um nicht abziehbare Privatausgaben oder aber um Betriebsausgaben oder Werbungskosten handelt (BFH-Urteile vom 15. Oktober 2002 IX R 46/01, BFHE 200, 372, BStBl II 2003, 243, und in BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638).
Soweit der Beklagte überdies auf einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot abstelle, sei diese Meinung spätestens nach dem BFH-Urteil vom 21.10.2014 (VIII R 21/12) nicht mehr haltbar.
Er verweist zur Begründung zunächst auf die Einspruchsentscheidung und trägt ergänzend hierzu vor: Das von der Klägerin angeführte Urteil vom 21.10.2014 (VIII R 21/12) behandle den (Sonder-)Fall der steuerlichen Anerkennung von Leistungen aufgrund eines Arbeitsverhältnisses - für dessen vertragliche Ausgestaltung es keine gesetzlichen Formvorschriften gebe - als Betriebsausgabe und sei auf den vorliegenden Sachverhalt, in welchem das Gebot der Schriftform nach § 6a Abs. 1 Nr. 3 EStG zu berücksichtigen sei, nicht übertragbar.
Auch aus dem von der Klägerin angeführten BFH-Urteil vom 21.10.2014 (VIII R 21/12) ergibt sich nicht Gegenteiliges, da dieses - worauf der Beklagte zu Recht hinweist - zu einer gänzlich anderen Fallkonstellation ergangen ist.
a) Eine vGA i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter außerhalb der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung einen Vermögensvorteil zuwendet, diese Zuwendung ihren Anlass im Gesellschaftsverhältnis hat und der Vermögensvorteil dem Gesellschafter zugeflossen ist (ständige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteile vom 19. Juni 2007 VIII R 54/05, BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830; vom 21. Oktober 2014 VIII R 21/12, BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638;… Senatsbeschluss vom 12. Juni 2018 VIII R 38/14, BFH/NV 2018, 1141; BFH-Urteil vom 20. August 2008 I R 29/07, BFHE 222, 500, BStBl II 2010, 142).

References: § 20
 § 85
 § 88
 § 76
 § 26
 § 20
 § 6
 § 20