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Timestamp: 2019-12-08 02:29:10+00:00

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Verweilt Deutschland in einem Migrationsmärchen? Migranten als ... | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
A K Alice Kruligk (Autor)
1 Migrationspotenzial
2 Einwanderungskontinent Europa – historischer Kontext ab 1950
2.1 Freizügigkeit
2.2 EU Blue Card
3 Einwanderungsland Deutschland
3.1 Integrationsprozess und Einflussfaktoren der Eingliederung
3.1.1 Willkommenskultur
3.1.3 Bildung
3.2 Auswirkungen auf die Folgegeneration
Es war einmal ein Land, das im Anbeginn der Fünfziger Jahr, durch imposanten Wirtschaftsaufschwung, Produktivität und volkswirtschaftlicher Gesamtleistung geprägt war.[1] Doch das Land hatte die Auswirkungen des Demographischen Wandels zu beklagen, der sich durch Geburtenrückgang, Änderung der Bevölkerungsstruktur und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel zutage trat.[2]
Wäre die Problematik des Demographischen Wandels als Märchen niedergeschrieben worden, hätte so durchaus die Erzählung beginnen können. Aufgrund der Auswirkungen des Demographischen Wandels ist es ratsam langfristig nach Möglichkeiten zu suchen, um dem drohenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften entgegen zu wirken. Hierzu kann sich der sog. stillen Reserve des Arbeitsmarktes bedient werden, welche zusammen mit den Erwerbstätigen und Erwerbslosen das Erwerbspersonenpotenzial bildet. Zu ihr gehören neben den Erwerbslosen, Erwerbsunfähigen und Teilzeitkräften auch Rentner/Rentnerinnen, Praktikanten/Praktikantinnen, Schüler/Schülerinnen und Studenten/Studentinnen. Diese Personengruppen gehen auf Grund weniger sowie fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt keiner Erwerbstätigkeit nach. Zu diesem ungenutzten Arbeitskräftepotenzial zählen ebenfalls Migranten/Migrantinnen.[3]
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik von Migranten/Migrantinnen als Arbeitskräftepotenzial vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels unter dem Titel: „Zuwanderer/Zuwanderinnen in Deutschland – Verweilt Deutschland in einem Migrationsmärchen?“.
Bei einem Märchen handelt es sich um eine vom Volk überlieferte Erzählung, innerhalb derer in das Leben von Menschen durch übernatürliche Kräfte und Gestalten eingegriffen und häufig am Ende das Gute belohnt und das Böse bestraft wird.[4] Sie spiegeln seelische, gesellschaftliche, innermenschliche und zwischenmenschliche Handlungen wider.[5] Das Märchen verfügt über die Möglichkeit, Dinge und Figuren aus gewöhnlichen Zusammenhängen zu lösen und neue Verbindungen zu schaffen, durch das ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit geschaffen wird. Die stärkste Fähigkeit ist dabei, alles mühelos zu isolieren und in Beziehung zueinander zu setzen[6], die mit einer charakteristisch gewollten Fiktionalität des erzähltem einhergeht.[7] Zudem ist in allen Märchen eine moralische Botschaft zu finden und der Hinweis, worin diese besteht.[8] Als Moral wird die Gesamtheit ethisch-sittlicher Normen, Grundsätze und Werte verstanden, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, welche von dieser als verbindlich akzeptiert werden.[9]
Geradezu „mühelos“ erscheint auch der Einsatz des Arbeitskräftepotenzials der Migranten/Migrantinnen von der Bundesregierung, um dem Demographischen Wandel entgegen zu wirken. Fraglich ist jedoch, ob hierbei verschiedene Barrieren sowie mit der Migration geschaffene Problemstellungen, wie beispielsweise den Unterschieden im Bildungsstand, den möglichen Einfluss auf den Sozialstaat sowie Akkulturationsprozessen und Sprachdefiziten nicht ausreichend von der Gesellschaft und der Bundesregierung berücksichtigt werden.
Derzeit leben ca. 16,3 Mio. Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland, dies entspricht etwa 20 % der Gesamtbevölkerung (80,5 Mio., Stand: 2012).[10] Gemäß dem Statistischen Bundesamt (DESTATIS) werden unter Menschen mit Migrationshintergrund die seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen verstanden.[11] Mit einem weiteren Anstieg ist vor dem Hintergrund des allgemeinen Wanderungsverhaltens und den noch anhaltenden Auswirkungen der Euro-Krise zu rechnen.[12]
Der Forschungsstand zum Thema Migranten/Migrantinnen als Arbeitskräftepotenzial ist auf Grund der Vielzahl von Publikationen weit umfassend.[13] Diese wurden meist im Zusammenhang mit ausgewählten Problemen, wie bspw. dem Einfluss von kulturellen Hintergründen oder den sozioökonomischen Lebensbedingungen dargestellt und analysiert.[14] Gegenstand von Untersuchungen war auch der mögliche Einfluss von Migration auf den Sozialstaat.
In der 2013 veröffentlichten Studie von Brücker wird festgehalten, dass die Wahrnehmung der Abhängigkeit von Sozialleistungen der Migranten/Migrantinnen von der Realität abweicht, da das Bild des ungebildeten Migranten/der ungebildeten Migrantin in der Gesellschaft noch immer vorherrschend ist.[15] Die Ergebnisse der Publikation werden durch aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bestätigt, denn der Anteil der erwerbstätigen Ausländer /Ausländerinnen ist in den letzten Jahren, gering aber kontinuierlich gestiegen.[16] Der Integrationsreport des BAMF zeigt dennoch, neben der Problematik von atypischen Beschäftigungsverhältnissen, wie bspw. ausgeübte Selbstständigkeiten und geringfügige Beschäftigungen, auf, dass Personen mit Migrationshintergrund nach Ergebnissen des Mikrozensus 2009 etwa doppelt so häufig erwerbslos sind, wie Personen ohne Migrationshintergrund. Dabei nimmt ebenfalls die Herkunft Einfluss auf die Dauer der Erwerbslosigkeit. So wird dargelegt, dass Ausländer öfter langzeitarbeitslos sind als Deutsche.[17]
Der Bildungserfolg und der damit im Zusammenhang stehende spätere Einfluss auf die Etablierung am Arbeitsmarkt ist auch familiär bedingt. Diese wird jedoch nicht primär von der sozialen Lage der Migranten/Migrantinnen im Aufnahmeland bestimmt, sondern vielmehr von der Vermittlung kulturellen und sozialen Kapitals.[18]
Ziel dieser Arbeit ist es, zu hinterfragen, ob langfristig gesehen der Fachkräftemängel durch Migranten/Migrantinnen behoben werden kann. Dabei wird neben der Untersuchung des Arbeitskräftepotenzials von Migranten/Migrantinnen erforscht, ob und welche Barrieren bestehen, die den Prozess der Integration beeinträchtigen und erschweren. Hierzu wird der Arbeitsmarkt und der damit verbundene Bildungssektor zur Untersuchung herangezogen und mögliche Konsequenzen der Folgegenerationen von Migranten/Migrantinnen analysiert. Es werden dabei sowohl Beeinträchtigungen auf Grund sprachlicher und kultureller Hindernisse in Bezug auf die Qualifikationen, gesellschaftliche Integration und langfristige Migration in den Arbeitsmarkt näher beleuchtet, als auch der Einfluss der Familie auf die nachfolgenden Generationen hinterfragt.
Forschungsfrage dieser Arbeit ist, ob für die Bundesrepublik ein Arbeitskräftepotenzial in Bezug auf Migranten/Migrantinnen besteht und welche Rolle das Instrument der Integration in diesem Zusammenhang spielt? Anhand der Forschungsfrage wird mit der vorhandenen Literatur analysiert, ob Deutschland einen Gewinn aus dem Arbeitskräftepotenzial erzielt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Integration zu fördern. Weiterhin wird das Bildungs- und Arbeitspotenzial erforscht und auf Problemstellungen für Migranten/Migrantinnen und dem Einwanderungsland Deutschland in Bezug auf Bildung, Integration, Sozialabgaben, Kultur- und Gesellschaftswandel eingegangen.
Die Bachelorarbeit ist in vier Kapitel gegliedert. Im ersten Kapitel dieser Arbeit wird das Arbeitskräftepotenzial der Migranten/Migrantinnen genauer bestimmt. Insbesondere wer zu der Gruppe der stillen Reserve zählt, wie hoch das Potenzial zu beziffern ist und warum es als mögliche Quelle dient, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Das zweite Kapitel beinhaltet einen Auszug des geschichtlichen Hintergrunds des Einwanderungskontinents Europas um 1950. Auf die Regelungen der Freizügigkeit von EU-Bürgern/Bürgerinnen und der EU Blue Card für Drittstaatenangehörige wird vertieft eingegangen. Im dritten Kapitel steht Deutschland im Fokus als Einwanderungsland. Hierbei werden zunächst kurz die Entwicklung und die aktuelle Situation Deutschlands dargestellt. Nachfolgend findet eine Betrachtung des Integrationsprozesses, unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Förderung der Migration statt. Das Unterkapitel des Integrationsprozesses ist unterteilt in ausgewählte Einflussfaktoren und setzt sich zusammen aus der Willkommenskultur, dem Bereich der Gesellschaft, der Bildung und dem des Arbeitsmarktes. Unter dem Punkt der Willkommenskultur wird aufgezeigt, welche Anreize für Migranten/Migrantinnen geschaffen werden, um nach Deutschland zu migrieren sowie welche Hinderungsgründe bestehen, um sich für Deutschland zu entscheiden. In den Bereichen von Gesellschaft, Bildung und dem Arbeitsmarkt erfolgt eine Auseinandersetzung der Auswirkungen von Migration. Zum Abschluss des Kapitels wird auf die Folgegeneration von Migranten/Migrantinnen näher eingegangen. Im Anschluss hierzu erfolgt das Fazit.
Neben der Definition des Migrationsbegriffes und der Eingruppierung von Migranten/Migrantinnen beinhaltet das nachfolgende Kapitel auch die Bezifferung des Potenzials anhand aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Ebenfalls werden Vorzüge und mögliche Konflikte, unter dem Gesichtpunkt der Eignung der Zuwanderung als Element dem zukünftigen Fachkräftemangel zu begegnen, der Migration aufgeführt und untersucht.
Der Begriff Migration stammt ursprünglich aus der lateinischen Sprache und lässt sich mit dem Wort Wanderung übersetzen. Als Migranten/Migrantinnen werden in den Sozial- und Bevölkerungswissenschaften Personengruppen bezeichnet, welche ihren Wohnsitz beziehungsweise ihren Lebensmittelpunkt verlagern.[19] Eine allgemeinverbindliche Definition ist bisher erfolglos geblieben. Ursächlich hierfür sind die Komplexität der Thematik und der bisher gescheiterte Versuch von Nationalstaaten, eine standardisierte Begrifflichkeit herbeizuführen. In der Literatur ist eine Vielzahl von Definitionen zu finden, welche häufig durch beschreibende Adjektive bestimmt sind.[20] Ebenfalls ist die Betrachtungsweise einzelner Staaten in Bezug auf Definition und Umgang mit Migranten/Migrantinnen sehr unterschiedlich. So berücksichtigen einige diese nur, wenn sie zugleich Ausländer/Ausländerinnen sind, während andere hingegen Migranten/Migrantinnen, die zwischenzeitig die Staatsangehörigkeit des Einwanderungslandes angenommen haben (Einbürgerung), außer Acht lassen oder aber es wird ausschließlich der Geburtsort als Referenzpunkt herangezogen, um definieren zu können, ob es sich um einen Migranten/eine Migrantin handelt.[21] Die United Nations (UN) zählen zu den Migranten/Migrantinnen all jene Personen, die in einem anderen Staat wohnen als dem ihrer Geburt, hingegen die International Labour Organization (ILO) alle Personen, welche eine andere Nationalität besitzen, als die des Staates, in dem sie arbeiten.[22]
Das Steuerrecht definiert den „Mittelpunkt der Lebensinteressen“[23] bei verheirateten Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen beim tatsächlichen Wohnort der Familie. Bei den sonstigen Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen ist der Lebensmittelpunkt an dem Wohnort zu sehen, wo enge persönliche Beziehungen bestehen. Diese können durch Bindungen an Personen wie z. B. Eltern, Verlobte, Freundes- und Bekanntenkreis zum Ausdruck gebracht werden, aber auch durch etwaige Vereinszugehörigkeiten oder anderen Aktivitäten.[24] Zusammenfassend ist demnach von Migration zu sprechen, wenn eine Person ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlegt. Erfolgt diese Verlegung über die Staatsgrenzen eines Landes hinaus, wird von internationaler Migration gesprochen.[25]
Der Begriff des Migranten/der Migrantin ist von dem des Asylbewerbers/der Asylbewerberin und des Ausländers/der Ausländerin abzugrenzen. Nach Art. 16a des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland „genießen“ politisch Verfolgte Asyl.[26] Der Personenkreis der Asylbewerber/Asylbewerberinnen wird im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter betrachtet, da diese dem Arbeitsmarkt nur beschränkt zur Verfügung stehen[27] und somit kein Arbeitskräftepotenzial im Allgemeinen darstellen.[28] Ausländer/Ausländerinnen sind hingegen alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sind, d. h. nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.[29] Dazu zählen auch Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung.[30] Für den Personenkreis der Ausländer/Ausländerinnen findet das Aufenthaltsgesetz (AufenthG) Anwendung. Dieses beinhaltet neben den Regelungen zur Ein- und Ausreise auch Bestimmungen zur Förderung der Integration von Ausländern/Ausländerinnen.[31]
Das Gesetz ermöglicht u. a. die Zuwanderung, unter Berücksichtigung der Aufnahme- und Integrationsfähigkeit, wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch zu gestalten. Jedoch findet dieses Gesetz keine Anwendung auf Unionsbürger.[32] Dieser Personenkreis wird durch die Regelungen im Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern bestimmt.[33] Das Arbeitskräftepotenzial der Migranten/Migrantinnen lässt sich demnach grundsätzlich in die Gruppe der EU-Bürger/Bürgerinnen (EU-FreizügG/EU), der Ausländer/ Ausländerinnen (§ 2 Abs. 1 AufenthG) und der Asylbewerber/Asylbewerberinnen (§ 1 AsylbLG) unterteilen.
Im Nachfolgenden wird die Entwicklung des Ab- und Zuwanderungsgeschehens in Deutschland in der Zeit von 2009 bis 2012 näher untersucht. Grundlage für die Daten der nächsten Abbildung sind die veröffentlichten Werte des Statistischen Bundesamtes.[34] Zielsetzung dieser Auswertung ist es, Aussagen bzgl. der Entwicklung des Ab- und Zuwanderungsverhalten von Ausländern/Ausländerinnen in der BRD treffen zu können und eine mögliche Entwicklungsprognose darzulegen.
Entwicklung der Ab- und Zuwanderung in Deutschland ab 2009
Abbildung 1 Entwicklung der Ab- und Zuwanderung in Deutschland ab 2009, auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS), eigene Abbildung
Die Daten der Ab- und Zuwanderung in Deutschland von 2009 bis 2012 des Statistischen Bundesamtes geben darüber Aufschluss, dass seit 2010 ein positives Wanderungssaldo erzielt wurde. Die Spanne zwischen Ab- und Zuwanderung wird ab 2009 jährlich größer. Auch die Anzahl der zugewanderten Ausländer/Ausländerinnen ist seit 2009 kontinuierlich gestiegen. Ferner ist feststellbar, dass die Zahl der Abwanderungen der Ausländer/Ausländerinnen trotz wesentlich höherer Zuzüge beinahe konstant geblieben ist. Dies ist insbesondere im Vergleich der Jahre 2009 (Zuwanderung ausländischer Personen: 606.300, Abwanderung: 578.800) und 2012 (Zuwanderung ausländischer Personen: 965.900, Abwanderung 578.800) zu sehen. Zwischen 2009 und 2012 erfolgte ein prozentualer Anstieg der zugewanderten Ausländer/Ausländerinnen von 10 %. Dem gegenüber stehen die Abwanderungen der zugewanderten Ausländer/Ausländerinnen, die bis 2012 um ca. 8 % gefallen sind. Vor dem Hintergrund der Aufnahme weiterer EU-Mitgliedsstaaten und der ungleichen Verteilung des Wohlstands, worauf im zweiten Kapitel näher eingegangen wird, kann zukünftig von einem weiteren Anstieg der Zuzüge, ausgegangen werden. Ebenfalls ist anhand der Abwanderungswerte ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen, ein Trend der sich auch weiterhin fortführen könnte. Eine gezielte Prognose für das Zu- und Abwanderungsverhalten stellt sich jedoch aufgrund des Einflusses von externen Faktoren, wie bspw. der Gesetzgebung o. ä. schwierig dar.
Aktuell leben etwa 16,3 Mio. Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Dies entspricht bei einer derzeitigen Gesamtbevölkerung von 80,5 Mio. (Stand: 2012) etwa 20 %.[35] Vor dem Hintergrund der Entwicklung in den vergangenen Jahre (Stand: 2009 rund 15,7 Mio. Personen mit Migrationshintergrund),[36] dem allgemeinen Wanderungsverhalten und den noch anhaltenden Auswirkungen der EU-Wirtschaftskrise, ist auch zukünftig mit einem Anstieg zu rechnen.[37] Dies ist ebenfalls anhand der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu sehen. So hat sich der Anteil der Ausländer/Ausländerinnen in der BRD von 6,628 Mio. in 2012 auf 6,799 Mio. um 171.000 Personen auf einen prozentualen Anteil der Gesamtbevölkerung von 8,44 % in der ersten Hälfte des Jahres 2013 erhöht.[38]
Gemessen am Anteil der Gesamtbevölkerung der BRD stammte im Jahr 2011 der Großteil der Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei (rund 3,0 Mio.), gefolgt von Polen (1,5 Mio.), der Russischen Föderation (1,2 Mio.), Kasachstan (0,9 Mio.) und Italien (0,8 Mio.).[39] Die hohe Anzahl der Migranten/Migrantinnen aus der Türkei ist auf die wirtschaftliche Krise der Türkei um 1974 zurückzuführen. Diese war darin begründet, dass aufgrund der rasant anwachsenden Bevölkerung nicht genügend inländische Arbeitsplätze zur Verfügung standen.[40] Durch die Migration in Deutschland erhofften sich Migranten/Migrantinnen aus der Türkei neben besseren Löhnen, der Möglichkeit Ersparnisse anzulegen und der Aneignung neuen Wissens,[41] auch eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit und Krankheit sowie bessere Bildungschancen für die zweite Generation. Eine Vielzahl der türkischen Staatsangehörigen entschied sich nach dem Abschluss des Anwerbeabkommens im Jahre 1961 für Deutschland als Zuwanderungsland.[42] Auch heute geben mehr als die Hälfte der Zuwanderer/Zuwanderinnen an, aus familiären Gründen (wie bspw. der Familienzusammenführung) einzureisen, bzw. ein Viertel von ihnen aus beruflichen Gründen zu migrieren.[43]
In Bezug auf die Herkunftsländer der Migranten/Migrantinnen erfolgte, gemäß der Daten des Statistischen Bundesamtes, in den letzten zwei Jahren ein Wechsel. Aktuell stammt der Großteil der Migranten/Migrantinnen (Stand 2013) aus der Europäischen Union. Die Mehrzahl der ausländischen Zuwanderer/Zuwanderinnen migrieren aus Polen (mit 93.000 Personen), gefolgt von Rumänien (mit 67.000 Personen) und Bulgarien (mit 29.000 Personen).[44] Die Daten des Statistischen Bundesamtes sind kritisch zu betrachten. So handelt es sich bei den Daten des Mikrozensus um eine Stichprobenerhebung über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt. Auch die Daten des Ausländerzentralregisters, welche die wichtigste Datenquelle zur Ermittlung der ausländischen Bevölkerung darstellt, können nur aufgrund der registrierten Ausländer/Ausländerinnen aktuelle Zahlen liefern. Insbesondere kann es hier zu Problemen der Zu- und Abmeldung kommen, da lediglich die ausländischen Personen berücksichtigt werden können, deren Daten am Auszählungsstichtag vorlagen. Ebenso verhält es sich mit den Daten der Einbürgerungs- und sonstigen Meldebehörden. Zusätzlich weichen die Daten der ausländischen Bevölkerung infolge unterschiedlicher Abgrenzungen voneinander ab. So sind bspw. die Zahlen der Bevölkerungsfortschreibung höher als die des Ausländerzentralregisters, da diese auch sich vorübergehend in Deutschland aufhaltende Ausländer/Ausländerinnen berücksichtigt.[45]
Nachdem zuvor die Definition des Migrationsbegriffes erfolgte sowie aufgeführt wurde wer zu der Gruppe der Migranten/Migrantinnen zählt und eine Bezifferung des Potenzials dargestellt wurde, soll nun im Nachfolgenden der Nutzen von Migration, unter der Berücksichtigung der positiven und negativen Aspekte hinterfragt werden. Dabei wurde grundsätzlich festgehalten, dass „Migranten … eine Quelle entweder knapper, hoch gebildeter oder kostengünstiger Arbeitskraft“ [46] darstellen. Dabei kann sich Migration für den Arbeitsmarkt des Aufnahmelandes entweder positiv oder negativ auswirken.[47]
Deutschland profitiert durch den sog. Verjüngungseffekt, dieser kommt dadurch zustande, dass zuziehende Migranten/Migrantinnen im Durchschnitt jünger sind als die Fortziehenden.[48] So verfügt der zuziehende Personenkreis über einen hohen Anteil von Personen im jüngeren und mittleren Alter (18 bis unter 40 Jahre). Drei Viertel der Zuziehenden (74,3 %) waren im Jahr 2012 unter 40 Jahre. Der Anteil dieser Personengruppe an der Gesamtbevölkerung lag im Vergleich bei nur 42,3 %. In die Altersgruppe der 18- bis unter 40-Jährigen fielen 62,3 % der Zugezogenen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Deutschlands waren dies 26,1 %.[49] Dieser Effekt wird verstärkt durch das zumeist höhere Geburtenniveau ausländischer gegenüber deutscher Frauen. Hier ist jedoch in den letzten Jahren eine Annäherung festzustellen. Ebenfalls wird die Altersstruktur der Gesellschaft durch Migration beeinflusst. Ursächlich hierfür ist die unterschiedliche Sterblichkeit von ausländischer und einheimischer Bevölkerung.[50] Der geschaffene Verjüngungseffekt wird jedoch durch die Abwanderung aus Deutschland geschmälert.[51] Darüber hinaus wird im Aufnahmeland durch zugewanderte Arbeiter/Arbeiterinnen ein Arbeits- und Sozialversicherungseinkommen erzielt. Bei Verlust der Beschäftigung können jedoch auch Sozialabgaben vom Zuwanderungsland in Anspruch genommen werden.[52]
Die durch Migration geschaffene Vielfalt kann sowohl gesellschaftliche als auch wirtschaftliche Folgen auf Konsum, Produktivität und Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft haben. In Folge dessen auch das Integrationspotenzial des Arbeitsmarktes erhöht wird. Der Konsum kennzeichnet sich durch eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen. So bietet bspw. das Gastronomiegewerbe neben „alt bürgerlicher“ Küche auch Spezialitäten aus Spanien, China und der Türkei an. Diese Entwicklung ist jedoch an einem erfolgreichen Integrationsprozess der ausländischen Bevölkerung auf dem Arbeitsmarkt geknüpft. Ebenso können durch kulturspezifische Charakteristika Ergänzungen von Fähigkeiten durch Vielfalt bspw. zwischen Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen durch Synergieeffekte geschaffen werden, welche wiederum positiven Einfluss auf die Produktivität nehmen. In Folge dessen auch Innovationsprozesse vorteilhaft beeinflusst werden, da sich die Gesellschaft multikulturell zusammensetzt und demnach eine Vielzahl von unterschiedlichen Werten und Ideen besitzt.[53] Diese Effekte nutzt auch das sog. Diversity Management, welches die Vielfalt der Belegschaft als positiver Einfluss für die Unternehmensziele ausschöpft.[54]
Einwanderer/Einwanderinnen aus anderen Ländern werden meist als Fremde definiert und wahrgenommen. Je nach Herkunftsland werden Migranten/Migrantinnen mit mehr oder weniger negativen Vorurteilen behaftet. So wird den Schweden bspw. eher positive Vorurteile zugesprochen, Personen aus muslimischen Ländern hingegen überwiegend negative Eigenschaften und Merkmale.[55] Neben der Wahrnehmung als Fremde kommt hinzu, dass Migranten/Migrantinnen eine geringere Wertigkeit zugemessen wird, die darin begründet ist, dass Migration häufig mit Prozessen der Unterschichtung verbunden sind, welche in einer negativen Personifizierungen mündet.[56]
In diesem Kapitel wird ein Einblick über die historische Entwicklung des Einwanderungskontinents Europa ab 1950 vorgenommen und ein möglicher Einfluss auf Deutschland hinterfragt. Ebenfalls erfolgt eine Beschreibung der aktuellen Situation Europas. Dabei wird auf die Auswirkungen der Einführung der Freizügigkeit von EU-Bürger/Bürgerinnen auf die Europäische Union und Deutschland eingegangen sowie auf die Verpflichtung der EU-Beitrittsländer, eine Vereinfachung der Mobilität für hochqualifizierte Arbeitnehmer/Arbeitsnehmerinnen herbeizuführen, welche in Deutschland durch die Einführung der EU-Blue Card realisiert wurde.
Obwohl Migration ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Gesellschaftsgeschichte ist, werden Europas Wanderungsbewegungen heute nicht mehr als traditioneller, natürlicher Prozess wahrgenommen. Vielmehr werden Zuwanderer/Zuwanderinnen als Fremde gekennzeichnet, unabhängig davon, welche Hintergründe für die Migration bestehen.[57]
Noch im 19. Jahrhundert zählte Europa zu den Auswanderungskontinenten. Rund 100 Mio. Europäer verließen während dieses Jahrhunderts ihre Herkunftsländer, in Folge der Auswirkungen der industriellen Revolution und des rapiden Anstiegs der Bevölkerung.[58] Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs und der damit verbundenen Rekrutierung gering qualifizierter Arbeitskräfte ab Mitte der 1950er Jahre Westeuropas[59], durchzog sich Anfang der 1960er Jahre der Wandel zu einem neuen Einwanderungskontinent.[60] Neben Frankreich und der Schweiz, welche bereits traditionell bedingt seit Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte zurückgriffen, begannen Mitte der 1950er Jahre auch andere Länder Westeuropas mit der Rekrutierung.[61] Diese wurde zumeist durch den Abschluss bilateraler Anwerbeabkommen begründet, welche aufgrund der zunehmend geringer werdenden Arbeitnehmerzahl der Anwerbestaaten zurückzuführen waren. Überwiegend wurden junge Männer mit niedrigem schulischen und beruflichen Qualifizierungsgrad angeworben,[62] welche anfangs aus Italien, Spanien, Portugal und Griechenland, später auch aus Nordafrika, der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien kamen.[63]
Diese wurden insbesondere als un- oder angelernte Arbeiter in den Bereichen des verarbeitenden Gewerbes, in Land- und Bauwirtschaft und im Reinigungs- und Gaststättengewerbe eingesetzt.[64] Die Rekrutierung hatte zur Folge, dass Anfang der 1970er Jahre die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in Westeuropa den ersten Höchststand erreichte.[65] Dies führte schließlich dazu, dass bis Ende der 1980er Jahre sich Westeuropa in einen Einwanderungskontinent verwandelte.[66]
Von 1950 bis 1990 war die ausländische Wohnbevölkerung in Westeuropa von ca. 3,79 Mio. (entspricht ca. 1,3 %) um mehr als das Vierfache auf 16,09 Mio. (entspricht ca. 4,5 %) gewachsen.[67] Das Thema der Einwanderung wurde daher in den betroffenen europäischen Staaten zu einem zentralen politischen Thema. Die Verteilung auf einzelne Staaten der Europäischen Union (EU) war dabei sehr unterschiedlich. Überwiegend ließen sich die Einwanderer/Einwanderinnen in Städten nieder mit Konzentration auf bestimmte Stadtviertel und Vorstädte von Ballungsräumen.[68] Durch die Internationalisierung des europäischen Arbeitsmarktes migrierten über 30 Mio. Menschen nach Westeuropa in die industriellen Zentren und Großstädte, von denen jedoch ein Großteil in die Herkunftsländer zurückging.[69] Diese Entwicklung ist auch heute noch zu erkennen. Als Beispiel können hier die Bezirke Kreuzberg, Neukölln und Wedding der Stadt Berlin genannt werden.
Im Zuge des ersten Ölpreisschocks im Jahr 1973 erfolgte, begründet durch die wirtschaftliche Rezession und der damit verbundenen Verringerung der Arbeitnehmerkapazität des Arbeitsmarktes, ein Anwerberstopp der ausländischen Arbeitskräfte und eine Verschärfung der Bestimmungen für den Zuzug von ehemaligen Personen aus den Kolonialgebieten.[70] Jedoch kam es weiterhin durch Nachzug von Familienangehörigen und „Netzwerkmigration“ zu einer Erhöhung der Migration.[71]
Ein internationaler Vergleich von Migration innerhalb der Europäischen Union ist aufgrund der differenzierten Führung der Statistik und der nicht einheitlichen Regelung der Aufenthaltstitulierungen ausländischer Staatsangehöriger nicht möglich. Im Vergleich zu Deutschland wird bspw. in Frankreich ein schnelleres Einbürgerungsverfahren praktiziert.[72]
Woher stammen jedoch aktuell die Zuwanderer/Zuwanderinnen Europas und welche Länder werden als Ziele favorisiert? Gemäß den Daten des statistischen Amtes der europäischen Union (Eurostat), lebten im Jahr 2012 insgesamt 34,3 Mio. ausländische Staatsangehörige in den 27 EU-Mitgliedsstaaten. Dies entspricht einem Anteil von 6,8 % der Bevölkerung. Von diesem Anteil waren 13,6 % EU-Staatsangehörige, welche in einem anderen Mitgliedsstaat lebten. Gemessen an der Bevölkerung ist dies ein Anteil von 2,7 %. Mehr als drei Viertel aller ausländischen Staatsangehörigen leben in Deutschland (mit 7,4 Mio. Personen bzw. 9 % der Gesamtbevölkerung), Spanien (5,6 Mio. bzw. 12 %), Italien und dem Vereinigten Königreich (je 4,8 Mio. bzw. 8 %) sowie in Frankreich (3,9 Mio. bzw. 6 %).[73]
Neben den bisherigen Ausführungen, dass Migration in Europa nicht mehr als natürlicher Prozess und Zuwanderer/Zuwanderinnen als Fremde wahrgenommen werden, kommt, wie bereits ausgeführt, hinzu, dass in Folge einer geringeren Wertigkeit von Migranten/Migrantinnen, begründet dadurch, dass Migration häufig mit Prozessen der Unterschichtung verbunden ist, in einer negativen Personifizierungen mündet.[74] Dies steht jedoch in Kollision mit der Vision eines integrierten Europas, indem es als politisches Vorbild und zukunftsträchtiges Gesellschaftsmodell fungiert, das aus der kulturellen Vielfalt Produktivität schöpft.[75] Die Umsetzung der Integrationsbereitschaft Europas ist aufgrund unterschiedlicher Zielsetzungen von Nationalstaaten und Europa nur schwer realisierbar. So führt bspw. die Angst der Bevölkerung vor Parallelgesellschaften dazu, dass die Mehrheit der Europäer die Grenzen einer multikulturellen Gesellschaft als erreicht ansieht.[76] Hierbei ist jedoch nicht außer Acht zu lassen, dass die Wanderungen in Europa zwar im Zuge der Globalisierung stark zugenommen haben (z. B. in Folge der Erweitung in der EU), dies aber langfristig zu einer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Heterogenität führen kann.[77] Diese Verschiedenartigkeit, welche bereits im Vergleich der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten besteht, führt auch im Bereich der Bildung zu wesentlichen Unterschieden. Vor dem Hintergrund der Vereinigung und des Zusammenwachsens der EU und der Schaffung von gleichen Zugangsvoraussetzungen von Migranten/Migrantinnen ist jedoch eine Vereinheitlichung des Bildungssystems wünschenswert.[78] Die Thematik der Ungleichheiten in der Bildung wird in Kapitel 3 weitergehend betrachtet.
Wie bereits ausgeführt wird die Entwicklung Europas in Hinblick auf das soziale und wirtschaftliche Gefälle kritisch betrachtet, da, in Folge von Staatsschuldenkrisen und unterdurchschnittlicher Wirtschaftsleistung einzelner EU-Länder, Sozialtransfer-Migration begünstigt wird.[79]
Die ungleiche Verteilung von Wohlstand innerhalb der EU kann den Zuzug in die wohlstandsreicheren europäischen Länder begünstigen. Dies gilt insbesondere für den Personenkreis, welcher von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist. In Folge dessen auch die Höhe der Sozialausgaben in den wohlstandsreicheren EU-Mitgliedsstaaten (wie bspw. Deutschland oder Frankreich) beeinflusst werden. Der höchste Anteil von Personen, welche von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, wurde in den Ländern Bulgarien (49 %), Rumänien (42 %), Lettland (37 %) und Griechenland (35 %) festgestellt.[80] Bezieht man diese Daten auf Deutschland, so bleibt festzuhalten, dass der Anteil der Personen aus Bulgarien und Rumänien stark angestiegen ist.[81] Demnach kann darauf geschlossen werden, dass auch das Wohlstandsgefälle innerhalb der EU eine Zuwanderung in die wohlstandsreicheren EU-Länder begünstigt.
Trotz aktiver Anwerbungspolitik und zwischen den 1970er und 1980er Jahren europäisches Haupteinwanderungsland, identifizierte sich Deutschland erst spät als Einwanderungsland. Durch die Weigerung der Anerkennung der dauerhaften Niederlassung einer Vielzahl von Arbeitsmigranten/Arbeitsmigrantinnen und ihrer Familienangehörigen wurde die Sicht auf Integrationsdefizite verschleiert.[82] Erst nach dem Regierungswechsel im Jahr 1998 erfolgte nach langen Debatten ein Umdenken. Deutschland wurde nun nicht nur als Einwanderungsland betrachtet, sondern auch ein Bedarf an qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland erkannt.[83]
Wie bereits in Kapitel 1 aufgeführt, nehmen EU-Bürger/Bürgerinnen einen besonderen Stellenwert ein. Gemäß § 2 des Gesetzes über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern/Unionsbürgerinnen (FreizügG/EU) haben diese Anrecht auf Einreise und Aufenthalt in der BRD und werden von der Notwendigkeit eines Visums oder eines Aufenthaltstitels freigesprochen.[84] Ebenfalls ist durch den im Art. 45 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU verankerten Grundsatz, Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen die Freizügigkeit, unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes in Bezug auf bspw. Entlohnung und sonstiger Arbeitsbedingungen, innerhalb der Union gestattet.[85]
Die Freizügigkeit von EU-Bürgern/Bürgerinnen wurde an ihre ökonomische Funktion als Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin, Selbstständiger/Selbstständige oder Dienstleister/ Dienstleisterin geknüpft. Jedoch wurde von den EU-Mitgliedern, mit der Erweiterung in den Süden und Osten, befürchtet, dass eine Masseneinwanderung von billigen Arbeitskräften erfolgt. Daher fanden Übergangsregelungen bspw. für Griechenland, Spanien und Portugal bis zur vollen Freizügigkeit statt.[86] Dass diese Maßnahmen einen positiven Einfluss auf den Wohlstand nahm, belegt die im Jahr 2009 veröffentlichte Studie der EU-Kommission „Five years of an enlarged EU-Economic achievements and challenges”.[87] Diese befasste sich insbesondere mit der verbreiteten Angst innerhalb der Bevölkerungen, dass die Arbeitsmärkte von „billigen Arbeitskräften überflutet“ werden sowie der allgemeinen Skepsis gegenüber der zu schnellen und umfangreichen EU-Osterweiterung (von 15 auf 25 Mitgliedsstaaten) am 1.Mai 2004 und dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahre 2007.[88]
Aufgrund der jüngsten EU-Erweiterungen galten bis zum 31. Dezember 2013 für die EU-Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien besondere Übergangsregelungen für den Zugang auf dem Arbeitsmarkt. Diese besagten u. a., dass es für eine Ausübung einer Beschäftigung in Deutschland eine nach § 284 Drittes Buch Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung (SGB III) Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit bedarf. Nur im Besitz einer solchen Genehmigung durfte eine Beschäftigung tatsächlich ausgeübt werden. Die Vorlage war demnach vom Arbeitgeber zu prüfen.[89]
In Hinblick auf die geschaffenen, garantierten Freiheitsrechte für Unionsbürger/Unionsbürgerinnen lässt sich zusammenfassen, dass diese erheblich dazu beitrugen, dass Deutschland seit 2011 wieder zu den Einwanderungsländern gezählt wird. So stammen im 1. Halbjahr des Jahres 2012 zwei Drittel der Zuwanderer/Zuwanderinnen aus der Europäischen Union. Hiervon profitiert Deutschland in erste Linie dadurch, dass die Zuziehenden in der Regel jung, motiviert und qualifiziert sind.[90]
Die ursprüngliche Zielsetzung der Europäischen Union war zunächst neben der Erleichterung des freien Personenverkehrs der Mitgliedsstaaten auch die Verringerung der Kontrolle und Handlungsmöglichkeiten der Zuwanderung von Drittstaaten. Jedoch ist der Umgang mit den sog. Drittstaatsangehörigen national rechtlich verschieden und von dem Personenkreis der Unionsbürger/Unionsbürgerinnen abzugrenzen.[91] Im Nachfolgenden wird daher auf die EU-Blue Card eingegangen, welche eine Besonderheit im Umgang mit Drittstaatenangehörigen darstellt.
Angehörige der so genannten Drittstaaten können im Gegensatz zu den Unionsbürgern/Unionsbürgerinnen nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Beschäftigung in Deutschland aufnehmen. Die rechtlichen Bestimmungen für Drittstaatsangehörige sind überwiegend, wie bereits in Kapitel 1 aufgeführt, im Aufenthaltsgesetz (AufenthG) verankert.
Dabei nimmt der § 4 des AufenthG einen wesentlichen Grundsatz ein. Er regelt das Erfordernis eines Aufenthaltstitels. Neben der Aufzählung der verschiedenen Arten der Aufenthaltstitel wird die Notwendigkeit des Erfordernisses einer sog. Arbeitserlaubnis aufgeführt.[92] Gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 AufenthG ist eine Ausübung einer Erwerbstätigkeit für Ausländer/Ausländerinnen nur gestattet, wenn der Aufenthaltstitel sie hierzu berechtigt. Ist der Ausländer/Ausländerin nicht im Besitz eines solchen Aufenthaltstitels, so kann durch die Bundesagentur für Arbeit eine solche Zustimmung erteilt werden, es sei denn, es liegt eine Rechtsverordnung vor, welche diese abdingbar macht.[93]
Türkische Staatsangehörige profitieren, trotz der Zuordnung als sog. Drittstaatenangehörige, vom Assoziierungsabkommen und den damit verbundenen Beschlüssen von 1980 mit der europäischen Union und werden durch diese weitestgehend einem freizügigen EU-Bürger/Bürgerinnen gleichgestellt.[94]
Aufgrund der Richtlinie des Europäischen Rates vom 25. Mai 2009, in welchem mehr Mobilität von hochqualifizierten Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen innerhalb der Union und somit auch eine Vereinfachung des Verfahrens gefordert wurde,[95] war auch Deutschland zu einem Handeln verpflichtet.[96]
Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 8. Juni 2012 trat das Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union mit Wirkung zum 1. August 2012 in Kraft. Regelungsschwerpunkte waren dabei neben der Einführung einer EU-Blue Card für hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen auch die Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für ausländische Fachkräfte und ihre Familienangehörigen. Mit der Einführung der EU-Blue Card sollte die Möglichkeit zum Aufenthalt und zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung in Deutschland von ausländischen Personen geschaffen werden. Übertragbar ist diese jedoch nicht auf andere EU-Mitgliedsstaaten.[97]
Grundsätzlich wird bei der EU-Blue-Card in zwei verschiedenen Personengruppen unterschieden. Zum einen der Personenkreis mit Hochschulabschluss und einem Jahresverdienst von mind. 46.400 EUR und zum anderen der Personengruppe mit einem Hochschulabschluss in einem Mangelberuf und einem Jahreseinkommen von mind. 36.192 EUR.[98]
Zusammengefasst lässt sich bei der Betrachtung des Ausländerrechts in Deutschland sagen, dass Staatsangehörigen aus den EU-Mitgliedsstaaten den geringsten Beschränkungen unterliegen.[99] Die Unterscheidung zwischen EU-Bürgern und den sog. Drittstaatsangehörigen wird jedoch kritisch betrachtet, da durch den differenzierten Umgang mit Personen aus Drittstaaten eine Diskriminierung erfolgt.[100]
Nachfolgend wird auf die Auswirkungen der Migration in Deutschland eingegangen. Hierzu werden kurz die Entwicklung und der aktuelle Stand Deutschlands dargestellt. Im Anschluss daran erfolgt ein Einblick auf den Integrationsprozess, unter Berücksichtigung einer Auswahl von Einflussfaktoren der Eingliederung. Im Zuge der ausgewählten Faktoren wird zunächst die Willkommenskultur, dann der Bereich der Gesellschaft sowie der Bildung und dem des Arbeitsmarktes untersucht. Neben den Möglichkeiten zur Förderung der langfristigen Migration werden in diesem Kapitel auch Maßnahmen und Barrieren der Integration analysiert.
Nachdem Deutschland lange Zeit primär Auswanderungsland war, erfolgte nach Ende des 2. Weltkrieges ein Umbruch. Die Nachkriegszeit war zum einen durch die Massenabwanderungen einerseits von rund 10 - 12 Mio. der Fremd- und Zwangsarbeiter/innen und Kriegsgefangenen gekennzeichnet, zum anderen aber auch durch die Rückkehr der „Volksdeutschen“ und Zuwanderer, in Höhe von ca. 12,5 Mio. Personen.[101] Ebenfalls wurde Deutschland stark durch die Anwerbepolitik der 50er/60er Jahre geprägt, welche sich anfänglich dadurch auszeichneten, temporär ungelernte Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen, um das ökonomische Wachstum zu fördern.[102] Es wird insoweit auf die bisherigen Ausführungen im 2. Kapitel zum historischen Kontext ab 1950 verwiesen.
In Deutschland wurde relativ spät auf die Integrationsbedürfnisse von Zuwanderern reagiert. Erste Schritte für die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Integrationspolitik fanden im Jahre 1974, nach dem Ölschock 1973, durch die Einführung von Sprachkursen für ausländische Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen statt. Mit der Gründung des Amtes eines „Beauftragten der Bundesregierung für die Integration der ausländischen Arbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen“ wurde die Notwendigkeit der Integrationserfordernisse von Migranten/Migrantinnen von der Bundesregierung erstmalig anerkannt.[103] Die Zeit nach dem 2. Ölschock von 1980 war geprägt durch parteipolitische „Angst-, Protest- und Grundsatzdebatten“[104], welche sich insbesondere mit Abwehr der Integration von der türkischstämmigen Ausländerbevölkerung befasste. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war die Einführung der sog. Rückkehrprämie. Deutschland zeichnete sich in der Zeit dadurch aus, dass EU-Bürger/Bürgerinnen vor allen anderen Ausländern/Ausländerinnen (hierunter auch die, durch Arbeitsmigration stärkste resultierende Minderheit der Türken/Türkinnen) bevorzugen wurden.[105]
Bade (2013) bezeichnet diese unruhige Zeit als das unnötiges Schüren von Ängsten und Abwehrhaltungen in Form von „sozial aggressiven und kulturrassistischen ‚Ausländerdiskussionen’ zu Wahlkampfzeiten“[106] in der Deutschland durch die Erkenntnisverweigerung als Einwanderungsland dadurch litt, dass von einer mangelnden Integrationskraft ausgegangen wurde.[107] War das Thema der Integration, zur damaligen Zeit noch ein Randthema, so hat es sich zwischenzeitig zum Mainstream-Thema gewandelt.[108]
Im nachfolgenden Kapitel wird neben der Begriffsdefinition der Integration, auch auf den Integrationsprozess von Migranten/Migrantinnen eingegangen und den damit verbundenen ausgewählten Einflussfaktoren der Eingliederung. Aus der Literatur ergibt sich, dass sich Barrieren insbesondere in den Bereichen der gesellschaftlichen Integration, bei der Bildung und in Folge dessen auch für den Arbeitsmarkt ergeben, aus dem Migranten/Migrantinnen ein möglicher Einfluss auf den Sozialstaat zugeschrieben wird.[109] Daher wird in diesem Unterkapitel, wie bereits ausgeführt, ebenfalls der Einfluss auf die Integration durch die Willkommenskultur, im Bereich der Gesellschaft, der Bildung, dem Arbeitsmarkt betrachtet.
Der Integrationsbegriff wird im Bereich der Sozialwissenschaften unterschiedlich definiert. Wird die Integration einerseits als Eingliederung in die Zuwanderungsgesellschaft gesehen, verstehen andere den Integrationsprozess als Form des Akkulturationsprozesses,[110] in welcher neben der sozialen und strukturellen Einbindung in der Aufnahmegesellschaft auch Migranten/Migrantinnen sowie die Gesellschaft den Prozess durch deren Haltung und Bedingungen bestimmen und beeinflussen.[111]
Gemäß der OECD wird die Integration als Konzept von sozialer und wirtschaftlicher Konvergenz zwischen dem zugewanderten und der in Deutschland geborenen Bevölkerung verstanden.[112] Der Grad der Integration lässt sich anhand einer Reihe von statistischer Messgrößen, wie bspw. der Arbeitslosenquote, der Beschäftigungsquote, dem Durchschnittsverdienst oder dem Schulabschluss messen. Die Konvergenz stellt jedoch nicht zwangsläufig die Aufgabe der kulturellen oder religiösen Werte des Herkunftslandes dar sondern erfolgt im breiter gefassten Prozess der Assimilation, welcher mit der Integration einhergeht und unter dem die Übernahme von Werten und Überzeugungen des Aufnahmelandes, und der damit einhergehenden Übernahme von Verhaltensweisen der Bevölkerung verstanden wird.[113] Bade versteht den Prozess als Zusammenwachsen von Mehrheits- und Zuwanderungsbevölkerung, der für beide Seiten zu tiefgreifenden Veränderungen führt.[114] Diese können sich bei manchen Personen in der Bevölkerung in Form von Überforderung und kultureller Angst auswirken, aber auch mentalen Stress in Folge des Wandels von Strukturen und Lebensformen auslösen. Die Befürchtung vor Veränderung des kulturellen und sozialen Umfeldes, und der damit verbunden Abwehrhaltung zur Zuwanderung, ist höher als die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.[115] So schließt sich Bade weitestgehend der Meinung an, dass es eine Integration in der Gesellschaft als solche nicht gäbe, da diese aus verschiedenen Teilbereichen bestehe und man sich bestimmter Messgrößen bedienen müsse.
Um den Grad der sozialen Integration feststellen zu können, werden empirisch messbare Größen der Teilhabe an zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, wie z. B. Erziehung und Bildung, herangezogen. Demnach zielt die Integrationsförderung primär auf die Chancengleichheit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ab.[116]
Letztlich stützt sich der Integrationsprozess auf vier Hauptdimensionen, der strukturellen, kulturellen, sozialen und identifikativen Integration. Unter der strukturellen Dimension wird primär der Erwerb des Mitgliedstatus des Migranten/Migrantinnen und deren Nachkommen in der Aufnahmegesellschaft verstanden, z. B. durch die Teilnahme am Bildungssystem. Die kulturelle Dimension ist die Bereitschaft der Migranten/Migrantinnen durch Lern- und Sozialisationsprozesse, einstellungsmäßige Veränderungen in den Bereichen des kognitiven und kulturellen Verhaltens zu erleben, in Folge dessen es, wie bereits ausgeführt, zu Akkulturationsstress kommen kann. Dieser Teil des Integrationsprozesses setzt auch eine notwendige kulturelle Anpassung und Veränderung seitens der aufnehmenden Gesellschaft voraus. Damit gehen die soziale und identifikative Dimension einher. Unter der sozialen Dimension ist der Bereich sozialer Verkehrskreise, einschließlich Freundschafts- und Partnerwahlstrukturen, Gruppen- und Vereinsmitgliedschaften zu verstehen. Die Dimension der Identifikation ist die Zugehörigkeits- und Identifizierungsbereitschaft und den damit im Zusammenhang stehenden Gefühlen sowie die Anerkennung von ethnisch-nationalen, regionalen und/oder lokalen Strukturen.[117]
Verstärkt werden Integrationsbarrieren durch Mechanismen der Benachteiligung von Bevölkerungsgruppen hervorgerufen, Beispiele hierfür sind u. a. grundsätzliche soziale Ungleichheitsstrukturen, Strukturen der Arbeits- und Bildungssegmentation sowie unterschiedlichen Integrationsweisen.[118] Der Begriff der Integrationsbarriere kann als „Hürde oder Hindernis“[119] gegenüber der „Eingliederung in eine gesellschaftliche, kulturelle Einheit“[120] verstanden werden. Um den Abbau dieser Barrieren zu begünstigen, wurde u. a. in der „Gemeinsamen Erklärung zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland“[121] vom 22. Juni 2011, welche mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften erarbeitet wurde, beschlossen, die Potenziale qualifizierter Zuwanderung verstärkt zu nutzen und Menschen mit Migrationshintergrund besser zu fördern. Um eine Fachkräftesicherung zu gewährleisten, bedarf es eines früh ansetzendem Bildungssystems sowie einer bedarfsgerechten Qualifizierung.[122]
Aufgrund der zuvor aufgeführten Integrationsbarrieren, wird nachfolgend auf die Integrationsförderung von Migranten/Migrantinnen eingegangen, welche den Integrationsprozess unterstützen können.
Die Integrationsförderung stützt sich in Deutschland auf fünf Handlungsfelder, der Sprachförderung, welche einen Vorrang vor allen anderen einnimmt, der (vor-) schulischen Qualifizierung, der beruflichen Qualifizierung, der sozialen Beratung sowie der Begleitung und Förderung der sozialen und gesellschaftlichen Integration.[123]
Eines der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration in einer Gesellschaft ist der Erwerb der Sprache.[124] Möglichkeiten zum Erwerb der Sprache werden u. a. durch Schulen oder Hochschulen angeboten, ebenfalls existieren in größeren Städten professionelle Sprachschulen. Das überwiegend von Bundesmitteln finanzierte Goethe-Institut fördert den Erwerb der deutschen Sprache durch Kurse im In- und Ausland.[125] Die Sprachkurse haben sich seit 1974 fest in die Integrationsförderung etabliert, so dass mittlerweile ein Großteil der zur Verfügung stehenden Mittel auf Bundesebene hierfür ausgegeben wird.[126]
[1] Vgl. Werner Plumpe (2008), Industrieland Deutschland 1945-2008, S. 394; in Hans-Peter Schwarz, Hrsg., Die Bundesrepublik Deutschland – Eine Bilanz nach 60 Jahren, Böhlau Verlag, München; nachfolgend: Plumpe (2008), Industrieland Deutschland.
[2] Vgl. Wolfgang Walla, Bernd Eggen, Heike Lipinski (2006), Der demographische Wandel – Herausforderungen für Politik und Wirtschaft, Demographische Entwicklung zwischen Chance und Depression, Kohlhammer Verlag, Stuttgart, S. 9f.; nachfolgend: Walla et al. (2006), Der demographische Wandel.
[3] Vgl. Definition “Stille Reserve”, abrufbar unter: http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_274122/Statischer-Content/Grundlagen/Glossare/AST-Glossar/Stille-Reserve.html, Stand: 12.10.2013, vgl. auch Johann Fuchs (2002), Erwerbspersonenpotenzial und stille Reserve – Konzeption und Berechnungsweise, Gerhard Kleinhenz (Hrsg.), IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, BeitrAB 250, S. 80ff., o.O., abrufbar unter: http://doku.iab.de/beitrab/2002/beitr250_203.pdf, Stand: 12.10.2013; nachfolgend: Fuchs (2002), Erwerbspersonenpotenzial und stille Reserve.
[4] Vgl. Duden Online, Definition Märchen, abrufbar unter: http://www.duden.de/rechtschreibung/Maerchen#Bedeutung1, Stand: 23.11.2013.
[5] Vgl. Max Lüthi (1989), So leben sie noch heute: Betrachtungen zum Volksmärchen, VR Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen, 3. Auflage, S. 5; nachfolgend: Lüthi (1989), Volksmärchen.
[6] Vgl. Max Lüthi (2008), Es war einmal – Vom Wesen des Volksmärchens, Das Erdkühlein – Zur Symbolik von Märchen, Vandenhoeck & Rupprecht Verlag, Göttingen., S. 55; nachfolgend: Lüthi (2008), Volksmärchen.
[7] Vgl. Kathrin Pöge-Adler (2011), Märchenforschung – Theorien, Methoden, Interpretationen, Narr Francke Attempto Verlag., Tübingen, 2. Auflage, S. 29, nachfolgend: Pöge-Adler (2011), Märchenforschung.
[8] Vgl. Wilhelm Solms (1999), Die Moral von Grimms Märchen, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, S. 223ff.; nachfolgend: Solms (1999), Moral.
[9] Vgl. Duden Online, Definition Moral, abrufbar unter: http://www.duden.de/rechtschreibung/Moral#Bedeutung1a, Stand: 29.03.2014.
[10] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Bevölkerung Deutschland nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit auf Grundlage des Zensus 2011, Wiesbaden, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Zensus_Geschlecht_Staatsangehoerigkeit.html;jsessionid=F0F5F4BD9FB1AD3AFA84AE0937D6C24E.cae3, Stand: 16.12.2013, nachfolgend: Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Bevölkerung Deutschland; vgl. auch Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Fachserie 1, Reihe 2.2, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2012, Wiesbaden, S. 7, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund2010220127004.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 16.12.2013; nachfolgend: Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Mikrozensus 2012.
[11] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Mikrozensus 2012, S. 5.
[12] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS), Migration hat eine lange Tradition in Deutschland, Pressemitteilung vom 17.12.2013, Nr. 430/13, S. 2, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/12/PD13_430_122pdf.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 30.12.2013, nachfolgend: Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Migration hat eine lange Tradition sowie Zuwanderung nach Deutschland steigt im 1. Halbjahr 2013 um 11 Prozent, Pressemitteilung vom 21.11.2013, Nr. 391/13, S. 1, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/11/PD13_391_12711pdf.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 30.12.2013, nachfolgend: Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013) Zuwanderung nach Deutschland.
[13] Vgl. Christina Boll, Alexandra Kloss, Johannes Puckelwald, Jan Schneider, Christina B. Wilke, Anne-Kathrin Will (2013), Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial in Deutschland: Maßnahmen und Effekte, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), Hamburg; nachfolgend: Boll et al. (2013), Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial in Deutschland; vgl. auch Rainer Ohliger, Ulrich Raiser (2005), Integration und Migration in Berlin, Zahlen-Daten-Fakten, Berlin, abrufbar unter: http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integration migration/ publikationen/ beitraege/zahlen_daten_fakten_bf.pdf?start&amp;ts=1277466942&amp;file=zahlen_daten_fakten_bf.pdf, Stand: 09.10.2013; nachfolgend: Ohliger, Raiser (2005), Integration und Migration; vgl. auch Studie der OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, o. O, abrufbar unter: http://www.oecd.org/berlin/35796774.pdf, Stand: 14.10.2013; nachfolgend: OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration.
[14] Vgl. Hans Poschner (1996), Die Effekte der Migration auf die soziale Sicherung, eurotrans-Verlag, Wieden und Regensburg; nachfolgend: Poschner (1996), Effekte der Migration; vgl. auch Nermin Abadan-Unat (2009), Migration ohne Ende – Vom Gastarbeiter zum Eurotürken, editionPARABOLIS, Berlin; nachfolgend: Abadan-Unat (2009), Migration ohne Ende; vgl. auch Janna Czernomoriez (2009), Internationale Wanderungen von Humankapital und wirtschaftliches Wachstum, Volkswirtschaftliche Schriften Heft 557, Duncker & Humblot, Berlin, nachfolgend: Czernomoriez (2009), Internationale Wanderungen.
[15] Vgl. Herbert Brücker (2013), Auswirkungen der Einwanderung auf den Sozialstaat: Neue Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Einwanderungspolitik, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) und Universität Bamberg, Bertelsmann Stiftung, o. O, abrufbar unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-0086F7F5-7E6C6B58/bst/xcms_bst_dms_37927__2.pdf; Stand: 18.11.2013, S. 11; nachfolgend: Brücker (2013), Auswirkungen der Einwanderung auf den Sozialstaat.
[16] Vgl. Bundesagentur für Arbeit (2013), Analytikreport der Statistik, Analyse des Arbeitsmarktes für Ausländer im August 2013, abrufbar unter: http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentrale-Analytikreports/Monatliche-Analytikreports/Generische-Publikationen/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender-201308.pdf, Stand: 26.10.2013, S. 6; nachfolgend: Bundesagentur für Arbeit (2013), Analyse des Arbeitsmarktes für Ausländer im August 2013.
[17] ´ Vgl. Katharina Seebaß, Manuel Siegert (2011), Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Working Paper 36 der Forschungsgruppe des Bundesamtes aus der Reihe „Integrationsreport“ Teil 9, S. 5ff., Nürnberg, abrufbar unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/WorkingPapers/wp36-migranten-am-arbeitsmarkt-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 13.10.2013; nachfolgend: BAMF (2011), Working Paper 36.
[18] Vgl. Regina Soremski (2010), Das kulturelle Kapital der Migrantenfamilie: Bildungsorintierungen der zweiten Generation akademisch qualifizierter Migrantinnen und Migranten in Kulturelles Kapital in der Migration, Hochqualifizierte Einwanderer und Einwanderinnen auf dem Arbeitsmarkt, Hrsg. Arnd-Michael Nohl, Karin Schittenhelm, Oliver Schmidtke, Anja Weiß, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, S. 52-57; nachfolgend: Soremski (2010), Das kulturelle Kapital der Migrantenfamilie; vgl. auch Pierre Bourdieu (1983), Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital in Reinhard Kreckel (Hrsg), Soziale Ungleichheiten, Soziale Welt – Sonderband 2, Göttingen, nachfolgend: Bourdieu (1983), Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital.
[19] Vgl. Martin Kohls (2012), Demographie von Migranten in Deutschland, Bd. 63, in: „Challenges in Public Health“, Hans Jochen Diesfeld (Hrsg.), Peter Lang Verlag, Heidelberg, S. 21, nachfolgend: Kohls (2012), Demographie von Migranten in Deutschland.
[20] Vgl. Peter Schimany (2007), Migration und demographischer Wandel, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Hrsg.), Forschungsbericht Nr. 5, Nürnberg, S. 23, abrufbar unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Forschungsberichte/fb05-demographie.pdf;jsessionid=20FFF09FD24D0260F23E08C4FCE41E75.1_cid294?__blob=publicationFile, Stand: 22.12.2013; nachfolgend: Schimany (2007), Migration und demographischer Wandel.
[21] Vgl. Franck Düvell (2006), Europäische und internationale Migration – Einführung in historische, soziologische und politische Analysen, Europäisierung – Beiträge zur transnationalen und transkulturellen Europadebatte, Bd. 5, Ulrike Liebert, Josef Falke (Hrsg.), LIT-Verlag, Hamburg, S. 5f.; nachfolgend: Düvell (2006), Europäische und internationale Migration.
[22] Vgl. Düvell (2006), Europäische und internationale Migration, S. 20f.
[23] Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Steuerabzug vom Arbeitslohn (2005), Definition Lebensmittelpunkt, R 42 (1), Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, abrufbar unter: http://www.parmentier.de/steuer/LStR2005.htm - Stand: 09.03.2014; nachfolgend: Lohnsteuer-Richtlinien 2005; R 42 (1).
[24] Vgl. Lohnsteuer-Richtlinien 2005; R 42 (1).
[25] Vgl. Schimany (2007), Migration und demographischer Wandel, S. 55f.
[26] Vgl. Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Juli 2012 (BGBl. I S.1478) geändert worden ist, abrufbar unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/gg/gesamt.pdf, Stand: 29.03.2014; nachfolgend: Grundgesetz BRD.
[27] Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Asylbewerber einen geänderten Aufenthaltstitel bekommen, der eine Arbeitsaufnahme gestattet, diese fallen dann ins Aufenthaltsgesetz und stehen dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung.
[28] Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) – Asyl- und Flüchtlingsschutz, abrufbar unter: http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/asylfluechtlinge-node.html - Stand 09.03.3014.
[29] Vgl. Grundgesetz BRD, Art.116 Abs. 1, Definition: Deutscher Staatsbürger.
[30] Vgl. Bundesministerium der Justiz, § 2 Begriffsbestimmungen des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG), (in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008, das durch Artikel 3 des Gesetzes vom 6. September 2013 geändert worden ist), abrufbar unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/aufenthg_2004/gesamt.pdf, Stand: 08.01.2014; nachfolgend: AufenthG..
[31] Vgl. AufenthG, Inhaltsverzeichnis.
[32] Vgl. Daniela Kolodziej (2011), Infobrief des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages, Fachkräftemangel in Deutschland – Statistiken, Studien und Strategien, WD 6 – 3010-189/11, Berlin, abrufbar unter: http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2012/Fachkraeftemangel_in_ Deutschland.pdf. Stand: 03.01.2014, S. 7; nachfolgend Kolodziej (2011), Fachkräftemangel; vgl. auch § 1 Zweck der Bestimmungen; Anwendungsbereich AufenthG..
[33] Vgl. Bundesministerium der Justiz, Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern abrufbar unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/freiz_gg_eu_2004/gesamt.pdf, Stand: 08.01.2014; nachfolgend: Freizügigkeitsgesetz/EU -FreizügG/EU.
[34] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS), Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland 2003 – 2012, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/ Wanderungen/Tabellen/ WanderungenInsgesamt.html, Stand: 01.01.2014; nachfolgend: Statistisches Bundesamt (DESTATIS), Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland 2003.
[35] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Bevölkerung Deutschland nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit auf Grundlage des Zensus 2011; vgl. auch Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Fachserie 1, Reihe 2.2, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2012, S. 7.
[36] Vgl. Kohls (2012), Demographie von Migranten in Deutschland., S. 38.
[37] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Bevölkerung Deutschland nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit auf Grundlage des Zensus 2011 sowie Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Fachserie 1, Reihe 2.2, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2012, S. 7.
[38] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Bevölkerung Deutschland nach Geschlecht/Staatsangehörigkeit auf Grundlage des Zensus 2011.
[39] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2012), Pressemitteilung vom 19.09.2012, 326/12, Bevölkerung mit Migrationshintergrund 2011 um 216.000 Personen gestiegen, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/09/PD12_326_122pdf.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 07.01.2014.
[40] Vgl. Abadan-Unat (2009), Migration ohne Ende, S. 373.
[41] Vgl. Abadan-Unat (2009), Migration ohne Ende, S. 127.
[42] Vgl. Abadan-Unat (2009), Migration ohne Ende, S. 111.
[43] Vgl. OECD (2012), Integration von Zuwanderer - OECD-Indikatoren 2012, OECD Publishing, S. 25, abrufbar unter: http://dx.doi.org/10.1787/9789264187481-de, ISBN978-92-64-187-48-1 (PDF), Stand: 12.01.2014.
[44] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Zuwanderung nach Deutschland steigt im 1. Halbjahr 2013.
[45] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Bevölkerung und Erwerbstätigkeit - Ausländische Bevölkerung - Ergebnisse des Ausländerzentralregisters 2012, Fachserie 1 Reihe 2, Wiesbaden, S. 4ff., abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Auslaend Bevoelkerung2010200127004.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 06.01.2014.
[46] Düvell (2006), Europäische und internationale Migration, S. 184.
[47] Vgl. Düvell (2006), Europäische und internationale Migration, S. 184.
[48] Vgl. Kohls (2012), Demographie von Migranten in Deutschland, S. 51-63.
[49] Vgl. Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung (Migrationsbericht 2012), Bundesministerium des Innern (Hrsg.), o. O., S. 31f.; abrufbar unter: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2014/Migrationsbericht_2012_de.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 16.03.3014; nachfolgend: Bundesamt des Innern (2012), Migrationsbericht.
[50] Vgl. Kohls (2012), Demographie von Migranten in Deutschland., S. 51-63.
[51] Vgl. Bundesamt des Innern (2012), Migrationsbericht, S. 32.
[52] Vgl. Poschner (1996), Effekte der Migration, S. 2.
[53] Vgl. Andreas Damelang (2011), Arbeitsmarktintegration von Migranten – Die Potenziale kultureller Vielfalt nutzen, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), Buchreihe der IAB-Bibliothek, W. Bertelsmann-Verlag, Nürnberg, S. 30, nachfolgend: Damelang (2011), Arbeitsmarktintegration von Migranten, vgl. auch Oliver P. Diehl (2002), Akkulturation, Führungsstil, Gruppenerfolg – Kulturelle Dynamik deutsch-lateinamerikanischer Arbeitsgruppen aus sozialpsychologischer Sicht, Waxman Verlag GmbH, Münster, S. 25.
[54] Vgl. Julia Pullen, Elke Kroll, Florian Schramm (2010), Diversity Management in kleinen und mittleren Unternehmen – Erfolgreiche Umsetzungsbeispiele, RKW Berlin GmbH (Hrsg.), S. 4, 6f., abrufbar unter: http://www.charta-der-vielfalt.de/fileadmin/user_upload/beispieldateien/Downloads/Studien/studie_diversity_management_in_kmu_erfolgreiche_umsetzungsbeispiele.pdf, Stand: 29.03.2014; nachfolgend: Pullen et al.(2010), Diversity Management.
[55] Vgl. Andreas Zick, Beate Küpper, Andreas Hövermann (2011), Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung, Friedrich Ebert Stiftung (Hrsg.), Berlin, S. 45ff., nachfolgend: Zick et al. (2011), Die Abwertung der Anderen.
[56] Vgl. Ansgar Thiel, Andreas Walther, Klaus Seiberth, Reinhard Johler (2007), Europa und seine Fremden – Migration, Integration und die Gestaltung kultureller Vielfalt in Europa und seine Fremden – Die Gestaltung kultureller Vielfalt als Herausforderung, Reinhard Johler, Ansgar Thiel, Josef Schmid, Rainer Treptow (Hrsg), transcript Verlag, Bielefeld, S. 14f.; nachfolgend: Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden.
[57] Vgl. Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden, S. 13f.
[58] Vgl. Norberto Alvarez (1998), Der europäische Traum von Amerika: Die Große Auswanderungswelle nach Lateinamerika 1850-1930 in Fluchtpunkt Europa – Migration und Multikultur, Martina Fischer (Hrsg.), Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, S. 22; nachfolgend: Alvarez (1998), Der europäische Traum von Amerika.
[59] Vgl. Rainer Münz (2009), Internationale Migration, Hrsg. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, S. 5, abrufbar unter: http://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/handbuch_texte/pdf_Muenz_Internationale_Migration_09.pdf, Stand 20.01.2014; nachfolgend: Münz (2009), Internationale Migration; vgl. auch Plumpe (2008), Industrieland Deutschland, S. 394.
[60] Vgl. Klaus J. Bade (2001), Einwanderungskontinent Europa: Migration und Integration am Beginn des 21. Jahrhunderts, Hrsg. Otto Benecke Stiftung e.V., Universitätsverlag Rasch, Osnabrück, S. 17; nachfolgend: Bade (2001), Einwanderungskontinent Europa.
[61] Vgl. Münz (2009), Internationale Migration, S. 5.
[62] Vgl. Stefanie Kley (2004), Migration und Sozialstruktur – EU-Bürger, Drittstaater und Eingebürgerte in Deutschland, Logos Verlag, Berlin, S. 29; nachfolgend: Kley (2004), Migration und Sozialstruktur.
[63] Vgl. Münz (2009), Internationale Migration, S. 5.
[64] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 29.
[65] Vgl. Münz (2009), Internationale Migration, S. 5.
[66] Vgl. Bade (2001), Einwanderungskontinent Europa, S. 19ff.
[67] Vgl. Heinz Fassmann, Rainer Münz (1996), Migration in Europa-Historische Entwicklung, aktuelle Trends, politische Reaktionen, Campus Verlag, Frankfurt Main/New York, S. 17; nachfolgend: Fassmann/Münz (1996), Migration in Europa; vgl. auch Bade (2001), Einwanderungskontinent Europa, S. 19ff.
[68] Vgl. Bade (2001), Einwanderungskontinent Europa, S. 19ff.
[69] Vgl. Münz (2009), Internationale Migration. S. 5.
[70] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 30.
[71] Vgl. Münz (2009), Internationale Migration. S. 5.
[72] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 34f.
[73] Vgl. Eurostat (2013), Pressemitteilung 112/2013 vom 17. Juli 2013, Veröffentlichung zur Europäischen Sozialstatistik Die gesamte Sozialstatistik für die EU in einer Veröffentlichung, abrufbar unter: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-17072013-BP/DE/3-17072013-BP-DE.PDF, Stand: 26.01.2014; nachfolgend: Eurostat (2013), Pressemitteilung 112/2013 vom 17. Juli 2013.
[74] Vgl. Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden, S. 14f.
[75] Vgl. Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden, S. 19.
[76] Vgl. Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden, S. 20.
[77] Vgl. Edgar Grande (2007), Differenz als Potenzial – Das kosmopolitische Europa in Europa und seine Fremden – Die Gestaltung kultureller Vielfalt als Herausforderung, Reinhard Johler, Ansgar Thiel, Josef Schmid, Rainer Treptow (Hrsg.), transcript Verlag, Bielefeld, S. 28; nachfolgend: Grande (2007), Differenz als Potenzial.
[78] Vgl. Ingeborg Berggreen (1993), Abstimmung der europäischen Bildungsverwaltung in Zukunft der Bildung in Europa – Nationale Vielfalt und europäische Einheit, Klaus Schleicher (Hrsg.), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, S. 45f.; nachfolgend: Berggreen (1993), Abstimmung der europäischen Bildungsverwaltung.
[79] Vgl. Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) GmbH (2013), Erfolgsfall Europa? Folgen und Herausforderungen der EU-Freizügigkeit für Deutschland, Jahresgutachten 2013 mit Migrationsbarometer, Berlin, abrufbar unter: http://www.svr-migration.de/content/?page_id=4760, Stand: 15.01.2014, S. 18; nachfolgend: SVR (2013) Erfolgsfall Europa?.
[80] Vgl. Eurostat (2013), Pressemitteilung 184/2013 vom 5. Dezember 2013, Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung in der EU28-Im Jahr 2012 war ein Viertel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, abrufbar unter: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-05122013-AP/DE/3-05122013-AP-DE.PDF, Stand: 26.01.2014; nachfolgend: Eurostat (2013), Pressemitteilung 184/2013 vom 5. Dezember 2013.
[81] Vgl. Statistisches Bundesamt (DESTATIS) (2013), Zuwanderung nach Deutschland steigt im 1. Halbjahr 2013.
[82] Vgl. Sigrid Baringhorst (2013), Paradigmenwechsel in der deutschen Migrations- und Integrationsforschung, in Beiträge zur Migrations- und Integrationsforschung, Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Peter Schimany, Hans Dietrich von Loeffelholz (Hrsg.), Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg, S. 46, abrufbar unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/60-jahre-festschrift-forschung.pdf?__blob=publicationFile, Stand: 14.01.2014; nachfolgend: Baringhorst (2013), Paradigmenwechsel.
[83] Vgl. Baringhorst (2013), Paradigmenwechsel, S. 48.
[84] Vgl. § 2 des Freizügigkeitsgesetz/EU -FreizügG/EU.
[85] Vgl. Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, Dritter Teil - Die internen Politiken und Maßnahmen der Union (Art. 26 - 197, Titel IV - Die Freizügigkeit, der freie Dienstleistungs- und Kapitalverkehr (Art. 45 - 66), Kapitel 1 - Die Arbeitskräfte (Art. 45 - 48), abrufbar unter: http://dejure.org/gesetze/AEUV/45.html, Stand 26.01.2014; nachfolgend: Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union.
[86] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 39.
[87] Vgl. Five years of an enlarged EU-Economic achievements and challenge (2009), European Commission, abrufbar unter: http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/publication14078_en.pdf, Stand: 16.03.2014.
[88] Vgl. EU-Ius-News (2009), Referat 211, Europa-Recht, Europäisches Migrationsnetzwerk, Europäische Gremien, Liaisonpersonal, Schwerpunktthema: 5 Jahre EU-Osterweiterung: Rückblick und Ausblick in die Zukunft, Hrsg. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Gesamtverantwortliche Dr. Iris Schneider – Referat 211, Nürnberg, S. 10ff.; nachfolgend: EU-Ius-News (2009).
[89] Vgl. Kolodziej (2011), Fachkräftemangel, S. 6f.
[90] Vgl. SVR (2013), Erfolgsfall Europa?, S. 17.
[91] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 37.
[92] Vgl. AufenthG., § 4 Erfordernis eines Aufenthaltstitels.
[93] Vgl. AufenthG., § 4 Abs. 3 Erfordernis eines Aufenthaltstitels sowie Kolodziej (2011), Fachkräftemangel in Deutschland, S. 7.
[94] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 43.
[95] Vgl. Amtsblatt der Europäischen Union vom 18.06.2009, L 155/17, Richtlinie 2009/50/EG DES RATES vom 25. Mai 2009 über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zur Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung, abrufbar unter: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:155:0017:0029:de:PDF, Stand: 26.01.2014; nachfolgend: Amtsblatt der Europäischen Union vom 18.06.2009.
[96] Vgl. Kolodziej (2011), Fachkräftemangel, S. 10.
[97] Vgl. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 2012 Teil 1 Nr. 24, Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2012, Bundesanzeiger Verlag abrufbar unter: http://www.bgbl.de/banzxaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl112s1224.pdf, Stand: 26.01.2014; vgl. auch Präsentation der Bundesagentur für Arbeit zur EU-Blue Card vom 1. Januar 2013, abrufbar unter: http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/besondere-Dst/ZAV/downloads/AMZ/amz-praesentation-bluecard.pdf, Stand: 26.01.2014; nachfolgend: Bundesagentur für Arbeit (2013), Präsentation EU-Blue-Card.
[98] Vgl. Bundesagentur für Arbeit (2013), Präsentation EU-Blue-Card.
[99] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 44.
[100] Vgl. Kley (2004), Migration und Sozialstruktur, S. 52.
[101] Vgl. Antonia Scholz (2011), Migrationspolitik zwischen moralischem Anspruch und strategischem Kalkül – Der Einfluss politischer Ideen in Deutschland und Frankreich, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Stuttgart, S. 157f.; nachfolgend: Scholz (2011), Migrationspolitik.
[102] Vgl. Scholz (2011), Migrationspolitik, S. 159.
[103] Vgl. OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, o. O, abrufbar unter: http://www.oecd.org/berlin/35796774.pdf, Stand: 14.10.2013, S. 25.
[104] Bade (2002), Europa in Bewegung, S. 337.
[105] Vgl. Bade (2002), Europa in Bewegung, S. 337f.
[106] Klaus J. Bade (2013), Kritik und Gewalt, Sarrazin-Debatte, ´Islamkritik´ und Terror in der Einwanderungsgesellschaft, WOCHENSCHAU Verlag, Schwalbach, S. 21; nachfolgend: Bade (2013), Kritik und Gewalt.
[107] Vgl. Bade (2013), Kritik und Gewalt, S. 20f.
[108] Vgl. Bade (2013), Kritik und Gewalt, S. 29.
[109] Vgl. Brücker (2013), Auswirkungen der Einwanderung auf den Sozialstaat, S. 31ff.; vgl. auch Sabine Mannitz (2007), Integration und Individualisierung: Heranwachsende aus Immigrantenfamilien auf steinigen Wegen zur eigenen Lebensführung, S. 145ff., in Thiel, Walther, Seiberth, Europa und seine Fremden, nachfolgend: Mannitz (2007), Integration und Individualisierung; vgl. auch Hartmut Esser (2006), Sprache und Integration, Die sozialen Bedingungen und Folgen des Spracherwerbs von Migranten, Campus Verlag, Frankfurt / Main, S. 286ff., 289; nachfolgend: Esser (2006), Sprache und Integration.
[110] Vgl. Rosemarie Sackmann (2004), Zuwanderung und Integration – Theorien und empirische Befunde aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland, VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, S. 23; nachfolgend: Sackmann (2004), Zuwanderung und Integration.
[111] Vgl. Nkechi, Madubuko (2011), Akkulturationsstress von Migranten - Berufsbiographische Akzeptanz--erfahrungen und angewandte Bewältigungsstrategien, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, S. 74; nachfolgend: Madubuko (2011), Akkulturationsstress.
[112] Vgl. OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, S. 10.
[113] Vgl. OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, S. 10.
[114] Vgl. Bade (2013), Kritik und Gewalt, S. 17.
[115] Vgl. Bade (2013), Kritik und Gewalt, S. 17.
[116] Vgl. Bade (2013), Kritik und Gewalt, S. 27.
[117] Vgl. Friedrich Heckmann (2005), Bedingungen erfolgreicher Integration, europäisches Forum für Migrationsstudien – Institut an der Universität Bamberg, Bamberg, S. 2, abrufbar unter: http://www.stmas-test.bayern.de/migration/integrationsforum/ofr0128h.pdf, Stand: 19.03.3014; nachfolgend: Heckmann (2005), Bedingungen erfolgreicher Integration.
[118] Vgl. Thiel et al. (2007), Europa und seine Fremden, S. 17.
[119] Duden Online, Definition Barriere, abrufbar unter: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/barriere, Stand: 20.03.2014.
[120] Duden Online, Definition Integration, abrufbar unter: http://www.duden.de/rechtschreibung/Integration, Stand. 20.03.2014.
[121] Vgl. Gemeinsame Erklärung zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland, abrufbar unter: http://www.konstanz.ihk.de/linkableblob/knihk24/standortpolitik/downloads/1462240/.7./data/Gemeinsame_Erklaerung_von_Meseberg-data.pdf, Stand: 27.03.2014, nachfolgend: Gemeinsame Erklärung zur Sicherung der Fachkräftebasis.
[122] Vgl. Kolodziej (2011), Fachkräftemangel, S. 5.
[123] Vgl. OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, S. 31.
[124] Vgl. Haci-Halil Uslucan (2009), Was ist Integration? in Kommunale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund – ein Handbuch, Petra Mund, Bernhard Theobald (Hrsg.), Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin, S. 65; nachfolgend: Uslucan (2009), Integration.
[125] Vgl. SVR (2013), Erfolgsfall Europa?, S. 136.
[126] Vgl. OECD (2005), Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland, S. 31.
V276625
9783656703204
9783656703754
verweilt, deutschland, migrationsmärchen, migranten, arbeitskräftepotenzial, wandel, Thema Flüchtlinge
Alice Kruligk (Autor), 2014, Verweilt Deutschland in einem Migrationsmärchen? Migranten als Arbeitskräftepotenzial im demographischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276625

References: Art. 16
 Art. 116
 § 2
 Art. 45
 § 284
 § 4
 § 4
 Art.116
 § 2
 § 1
 § 2
 § 4
 § 4