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Timestamp: 2017-03-30 16:31:44+00:00

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PRJ0117
Es ist nicht schwer zu verstehen, was Jakob Baron von Uexküll schon um 1900 damit zum Ausdruck bringen wollte. Es gilt für uns, die Entwicklung in der Vergangenheit bis zum aktuellen Tag zu bewerten und daraus Schlüsse und Konsequenzen für das Jetzt und Hier zu ziehen. Wir, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und im Verbund unseres Praxisteams für die Mundgesundheit unserer Patienten verantwortlich sind, sollten somit die Vergangenheit, die Gegenwart als aber auch die Zukunft zum Wohle des Patienten berücksichtigen... Inhalt
Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper! Dentsply Sirona - The Dental Solutions Company™
Für die Gesunderhaltung zahnärztlicher Implantate ist eine zielgerichtete Prävention, das heißt das Verhindern von Entstehung und Progression periimplantärer Entzündungen, von essenzieller Bedeutung. Hierbei ist ein individuelles, risikoadaptiertes Betreuungskonzept als Grundlage einer erfolgreichen Periimplantitis­vorsorge anzusehen. Im Rahmen dieses Konzeptes ist neben der suffizienten persönlichen Mund- und Implantatpflege des Patienten auch die kontinuierliche professionelle Betreuung durch das Praxisteam relevant. Polypharmazie im Alter – Was das zahnärztliche Praxisteam wissen sollte
Die Vielfalt und Komplexität der möglichen medikamentösen Therapien nimmt ständig zu. Thematisiert werden sollen daher die Risiken, die zu einer problematischen Polypharmazie führen können und welchen Beitrag das zahnärztliche Praxisteam leisten kann, damit Polypharmazie nicht zu einem Spitalaufenthalt führt. Einige wichtige Punkte für das Praxisteam sollen beschrieben werden, die bei Polypharmazie im Alter beachtet werden müssen, sodass Polypharmazie nicht gefährlich werden kann. Dürr Dental AG
Zahnpasten mit feinstem Diamantpulver statt herkömmlicher ­Abrasivstoffe (gemahlene Silikate, Kalziumphosphate, gefällte Kieselsäuren) bewirken bei niedrigem RDA-Wert eine bessere und zahnsubstanzschonende Zahnreinigung als herkömmliche auf dem Markt etablierte Produkte. Hypnose in der Zahnarztpraxis: Trance statt Narkose?
Manche Patienten, aber auch Zahnärzte, verbinden Hypnose immer noch mit okkulten Praktiken aus dem Mittelalter oder fragwürdigen TV-Sendungen. Doch Studien zeigen das enorme Potenzial dieses Verfahrens – besonders für die Behandlung von Angstpatienten. IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer definierte ­Patientengruppen
Die Prophylaxe der Zukunft wird exakt auf den individuellen Pa­tienten abzielen und sich gleichzeitig unabhängiger von seiner ­individuellen Compliance bei der häuslichen Mundpflege ­machen. Das ist kein Gegensatz! Auch liegt diese Zukunft nicht in weiter Ferne, sondern zum Greifen nahe: vom 21. bis zum 25. März 2017, auf der Internationalen Dental-Schau in Köln – ein Überblick über aktuelle Trends und Innovationen. Marktübersicht: Prophylaxemarkt
Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper! Praxisbegehung: Vom Ärgernis zum Motivationsinstrument
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach dieser Devise gehen die zuständigen Behörden bei der Begehung von Zahnarztpraxen vor. „Vertrauen“ muss der Zahnarzt hierbei vor allem seinen Mitarbeitern. Denn viele der Praxisbereiche, für die sich die Prüfer der Regierungspräsidien interessieren, fallen in den Aufgabenbereich des Personals. Im Fokus stehen Hygienekette und Dokumentation. Verständlicherweise sind diese offiziellen Besuche nicht beliebt. Dennoch beginnen immer mehr Praxisbetreiber, die Begehung nicht ausschließlich negativ zu betrachten. Denn ein solcher Termin kann auch ein Anlass und Chance sein, das eigene QM-System, interne Abläufe und die Zusammen­arbeit im Team zu hinterfragen – zum Nutzen aller Beteiligten. ﻿﻿Seminar A: Weiterbildung und Qualifi­zierung Hygiene­beauftragte/-r für die Zahnarztpraxis
In der Gehirnforschung werden täglich zwischenmenschliche Inter­- aktionen untersucht. Die Erkenntnisse lassen sich jedoch nicht nur auf unseren Alltag anwenden, sondern bringen ebenso ihren Nutzen für die berufliche Kommunikation. Speziell für den Aspekt der Prophylaxebehandlung ergeben sich aus diesem Forschungsbereich einige erfolgreiche Beratungsstrategien, mit denen das Ziel – allen voran die Motivation des Patienten – schneller und gleichzeitig langfristig erfolgreich erreicht werden kann. Produkte
Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper! Ultradent Products GmbH
﻿Bei einem Herz-Kreislauf-Versagen spielt die Zeit eine entscheidende Rolle: Werden rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen, hat der Patient eine Überlebenschance von etwa 50 bis 70 Prozent. Doch diese sinkt rapide: um etwa zehn Prozent pro Minute. Es geht also tatsächlich um Minuten: Drei, vier, fünf Minuten – mehr sind es nicht. Doch wenn es um das praxisinterne Notfallmanagement geht, herrscht vielerorts eine gefährliche Sorg­losigkeit. Tobias Wilkomsfeld, Dozent für Notfallmedizin, stellt sich genau dieser Problematik und will aufklären, um zu retten. Fachwissen und Teamgeist stärken: Parodontologie – Team Day
Am zweiten Adventswochenende, dem 2. und 3. Dezember, fand an der praxisHochschule Köln der zweite Team Day statt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr zum Thema ­Prophylaxe lag der Schwerpunkt 2016 bei der Parodontologie. Abrechnungs-Tipp: Abrechnung der ­Periimplantitistherapie
Anders als landläufig angenommen stellt ein hohes Lebensalter für sich kein erhöhtes Periimplantitisrisiko dar. Probleme entstehen insbesondere bei Menschen im hohen Alter, wenn die richtige Mundhygiene nicht mehr geleistet werden kann. Für die Periimplantitistherapie wird ein vierphasiges Behandlungsschema bestehend aus Initialtherapie, chirurgisch-resektiver Phase, augmentativ-rekonstruktiver und letztendlich der Recallphase gefordert... Abrechnungs-Tipp: Professionelle Prothesenreinigung
Genau wie die eigenen Zähne benötigen auch Prothesen eine ständige Reinigung. Neben der häuslichen Pfl ege bietet die Zahnarztpraxis oder das Dentallabor die profes sionelle Prothesenreinigung an... Gesucht und gefunden: today Messeguide zur IDS 2017 als App
Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper! Mundhygienetag 2017 – Mundhygiene im Trend
Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper! OEMUS MEDIA AG RE
3. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 2364-1401 | PVSt. F 47867 Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde PROPHYLAXE Journal 1 2017 CME | Periimplantitis Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen – Teil 3 Seite 6 Prophylaxemarkt IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer deﬁ nierte Patientengruppen Seite 22 Interview Wenn jede Minute zählt: Notfall in der Zahnarztpraxis Seite 38 i n k l u s i v e C M E - A r t i k e l 2
Halle 11.1 Stand D030/ E030/ E039/ F039 U LT R ASCHA L L x PULVER ST R AH L Das neue Gesicht Ihrer Prophylaxe. Komplettlösung für die Oralhygiene: Ultraschall, Pulverstrahl, supragingival, subgingival. 3
EDITORIAL „Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen“ Es ist nicht schwer zu verstehen, was Jakob Baron von Uexküll schon um 1900 damit zum Ausdruck bringen wollte. Es gilt für uns, die Entwicklung in der Vergangenheit bis zum aktuellen Tag zu bewerten und daraus Schlüsse und Konsequenzen für das Jetzt und Hier zu ziehen. Wir, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und im Verbund unseres Praxisteams für die Mundgesundheit unserer Patienten verantwortlich sind, sollten somit die Vergangenheit, die Gegenwart aber auch die Zukunft zum Wohle des Patienten berücksichtigen. Die Vergangenheit bis zum heutigen Tage zu bewerten, ist nicht so schwer. Wir können uns hier wunderbar auf die epidemiologischen Studien verlas- sen, die uns einen Überblick über die Mundgesundheit zum jeweiligen Zeit- punkt geben und beim Vergleich der Zeitpunkte miteinander Entwicklungen aufzeigen. Die Ergebnisse der neusten Mundgesundheitsstudie (DMS V) las- sen insgesamt eine deutlich positive Tendenz auf dem Gebiet der Karies- erfahrung wie auch der parodontalen Erkrankungen ableiten. Man könnte sich nun verleitet sehen, zu sagen: Karies und Parodontitis im Griff, alles super, es läuft! Dem ist leider nicht ganz so. Die einzelnen Studien wurden teilweise mit unterschiedlichen Metho- den durchgeführt, somit sind die Ver- gleiche, Entwicklungen und erhobenen Ergebnisse als relativ zu sehen. Nichts- destotrotz können wir auf das Erreichte sehr stolz sein und sollten dies als An- sporn für die Zukunft sehen. Schauen wir nun vom heutigen Tage in die Zukunft. Wie bereits erwähnt: Die Tendenz stimmt. Betrachten wir nun unsere Patienten genauer, so können wir feststellen, dass wir eigentlich zwei Gruppen haben. Die Gruppe der Mund- gesunden, die gesund bleiben und die Gruppe der Erkrankten, die gesund werden wollen. Zwei komplett unter- schiedliche Ansätze. Der Ansatz „ge- sund soll gesund bleiben“ beginnt im Milchgebiss, sollte auch dort stringent angegangen und im Rahmen der Prophylaxe in der Praxis umgesetzt werden. Hier ist es Aufgabe der Wis- senschaft, evidenzbasierte Fakten praxis nah und für die Praxis umsetzbar zu formulieren. Bestes Beispiel hierfür sind auf dem Gebiet der Prophylaxe die Leitlinien „Fluoridierungsmaßnahme zur Kariesprophylaxe“ und „Karies- prophylaxe bei bleibenden Zähnen – grundlegende Empfehlungen“. Ähn- liches zeigt sich auf dem Gebiet der Parodontologie. Der Trend stimmt, die hohe Prävalenz und Inzidenz von parodontalen Erkrankungen konnte reduziert werden. Der lebenslang be- gleitenden Parodontitistherapie kommt hierbei die Schlüsselrolle zu. Es gilt nun, den Wunsch der Patienten hin zu lebenslangem Zahnerhalt zu berücksichtigen und aktuelles Wissen zum Wohle des Patienten auch in der Praxis umzusetzen. Die Aufgabe der Wissenschaft besteht weiterhin im Liefern von neuen und zukunftsträch- tigen Lösungen zur Verbesserung der Gesamtsituation. Die Aufgabe der am Patienten tätigen Behandler liegt in der kontinuierlichen, qualiﬁzierten Fort- bildung zur Erlangung aktuellen Wis- sens. Und genau hier schließt sich der Kreis – aus der Vergangenheit lernen, Überholtes ablegen, Aktuelles um- setzen und die Zukunft mitgestalten. Wenn wir das weiterhin so betreiben, dann war die – wahrscheinlich provo- zierend gemeinte – Aussage von Herrn Uexküll doch goldrichtig und in un- serem Fall zum Wohle des Patienten. Was will man mehr! In diesem Heft bieten sich gleich meh- rere Möglichkeiten, Ihr Wissen auf dem Gebiet des Zahnerhaltes aufzufrischen, aktuelles Handeln zu hinterfragen und Ihr Prophylaxekonzept zu verfeinern. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrer täglichen Arbeit und beim Weiterbilden. [Infos zum Autor] Ihr Univ.-Prof. Dr. Thorsten M. Auschill Abteilung für Parodontologie Med. Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Universitätsklinikum Marburg Prophylaxe Journal 1 | 2017 3 4
PRÄVENTIONS- UND MUNDGESUNDHEITSTAG 2017 I E G E Z N A INHALT 12./13. Mai 2017 Berlin – Hotel Palace Editorial 3 „Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen“ Univ.-Prof. Dr. Thorsten M. Auschill 16 F O R T B ILDUN G S P E T K N U Präventions- und Mundgesundheitstag 2017 ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM © Bild: Subbotina Anna/shutterstock.com www.praevention- mundgesundheit.de Faxantwort an 0341 48474-290  Bitte senden Sie mir das Programm zum PRÄVENTIONS- UND MUNDGESUNDHEITSTAG 2017 zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) Praxisstempel / Laborstempel 7 1 / 1 J P Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de O EM U S M E D I A AG CME | Periimplantitis 6 2 CME-Punkte Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen – Teil 3 ZA Gerhard Schmalz, Priv.-Doz. Dr. Sven Rinke, M.Sc., M.Sc., Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc. Fachbeitrag 12 Polypharmazie im Alter Brigitta Voellmy-Ineichen 16 Diamantzahnpasten – eine neue Entwicklung in der Zahnpﬂ ege Dr. Hans Gaiser, Ing. Kurt Spring, Prof. Dr. Ulrich Peter Saxer 18 Hypnose in der Zahnarztpraxis: Trance statt Narkose? Dr. med. dent. Bianca Wirnharter Übersicht | Prophylaxemarkt 22 IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer deﬁ nierte Patientengruppen Dr. Christian Ehrensberger 26 Anbieter und Produkte Prophylaxemarkt Praxismanagement 28 Praxisbegehung: Vom Ärgernis zum Motivationsinstrument Thies Harbeck 30 Der Nutzen der Gehirnforschung in der Prophylaxesitzung Herbert Prange Interview 38 Wenn jede Minute zählt: Notfall in der Zahnarztpraxis Jürgen Isbaner Events 40 Fachwissen und Teamgeist stärken: Parodontologie – Team Day Lisa Schmalz Tipp 42 Abrechnung der Periimplantitistherapie Dr. Dr. Alexander Raff 44 Professionelle Prothesenreinigung Judith Müller 32 Markt | Produktinformationen 46 News 50 Termine/Impressum Titelbild © Lana K/Shutterstock.com 5
Intego pro Alles, was ich brauche Sie suchen eine Behandlungseinheit, die für Ihre Ansprüche genau passt. Sie möchten sie ﬂexibel konﬁgurieren. Sie arbeiten mit ihr ermüdungsfrei – alleine oder mit Assistenz. Sie investieren in ein hochwertiges Produkt, in Sicherheit und Zukunft. Sie möchten das Beste in der Klasse? Intego Pro hat alles, was Sie brauchen – nicht mehr und nicht weniger. Willkommen bei Intego pro. Jetzt auch mit LEDview Plus und neuer Turn-Funktion! dentsplysirona.com Besuchen Sie uns auf der IDS! Halle 10.2 und Halle 11.2 6
CONTINUING MEDICAL EDUCATION | PERIIMPLANTITIS 2 CME-Punkte Für die Gesunderhaltung zahnärztlicher Implantate ist eine zielgerichtete Prävention, das heißt das Verhindern von Entstehung und Progression periimplantärer Entzün- dungen, von essenzieller Bedeutung. Hierbei ist ein indivi- dungen, von essenzieller Bedeutung. Hierbei ist ein indivi- duelles, risikoadaptiertes Betreuungskonzept als Grundlage einer erfolgreichen Periimplantitis vorsorge anzusehen. Im Rahmen die- ses Konzeptes ist neben der sufﬁ zienten persönlichen Mund- und Implantatpﬂ ege des Patienten auch die kontinuierliche professio- nelle Betreuung durch das Praxisteam relevant. Teil 1 des Artikels Teil 2 des Artikels [E-Paper] [E-Paper] Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen Teil 3: Langfristige Implantatgesundheit durch Prävention ZA Gerhard Schmalz, Priv.-Doz. Dr. Sven Rinke, M.Sc., M.Sc., Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc. Bei der Versorgung mit dentalen Im- plantaten ist eine adäquate und kon- tinuierliche Betreuung des Patienten zur Prävention periimplantärer Erkrankun- gen als ein entscheidender Faktor für den langfristigen Therapieerfolg anzu- sehen.1–4 Dabei besteht heute die klare Forderung nach einer zielgerichteten Prävention anstelle von Schadensbe- grenzung vorhandener periimplantärer Destruktion durch häuﬁ g sehr aufwen- dige Interventionsmaßnahmen.5 Um langfristig einer periimplantären Muko- sitis und Periimplantitis vorbeugen zu können, ist allerdings die Erstellung und Abb. 1: Aufgrund der größtenteils fehlenden Schmerzsympto- matik erfolgt die Diagnostik der Periimplantitis zumeist in einem weit fortgeschrittenen Stadium. 6 Prophylaxe Journal 1 | 2017 konsequente Umsetzung eines individu- ellen und risikoadaptierten Präventions- konzeptes notwendig (Abb. 1).5,6 Zur Erstellung dieses Konzeptes sind zunächst sowohl die Kenntnis und Er- kennung von Risikofaktoren (sekun- därer Ursachenkomplex) als auch die sichere (rekurrierende) Diagnostik peri- implantärer Stabilität oder Entzündung vorauszusetzen. Daneben sind bei Ent- stehung und Progression von Mukosi- tis und Periimplantitis nach aktuellem Stand bakterielle Bioﬁ lme auf der Im- plantatoberﬂ äche entscheidend für Er- krankungsentstehung und -verlauf (pri- märer Ursachenkomplex).7 Aus diesem Grund sind in der Umsetzung einer ziel- gerichteten Prävention zwei wesent- liche Punkte ausschlaggebend für den Erfolg: Zum einen ist die persön liche Mund- und Implantatpﬂ ege des Pa- tienten und damit verbunden das täg- liche, sufﬁ ziente Bioﬁ lmmanagement von Bedeutung. Zum anderen ist die professionelle Betreuung essenzieller Bestandteil des Präven tionskonzeptes. Diese setzt sich sowohl aus der pro- fessionellen Zahn- und Implantatreini- gung als auch aus der Motivation, In- struktion und Information des Patien- ten zusammen. Nachfolgend sollen wesentliche As- pekte herausgearbeitet werden, die für die Erstellung und vor allem die Umset- zung des patientenorientierten Präven- tionskonzeptes für Implantatpatienten relevant sind. Grundlagen für ein indivi- duelles Präventionskonzept Die Basis für ein individuelles, patien- tenorientiertes Präventionskonzept bil- det zum einen die Kenntnis über und Erkennung von Risikofaktoren für die Entstehung periimplantärer Erkrankun- gen. Folglich beginnt die Vorbeugung von periimplantärer Mukositis und Peri- implantitis bereits vor Implantation. Grundlegend ist, dass eine vollständige und sufﬁ ziente chirurgische, konser- vierende und parodontologische Vor- behandlung mit dem Ziel der Schaffung mundgesunder Verhältnisse voraus- geht. Ferner müssen die prothetische Planung und das chirurgische Vorgehen individuell und adäquat aufeinander abgestimmt werden. Zudem ist eine 7
PERIIMPLANTITIS | CONTINUING MEDICAL EDUCATION Risikofaktor Rauchen Gegenmaßnahmen – genaues Erfassen des Rauchverhaltens (Menge und Dauer des Rauchens) – Aufklärung des Patienten und Rauchentwöhnung – ggf. keine Implantation bei bekanntem Rauchen parodontale Vorerkrankung – parodontale Diagnostik und Therapie zur Schaffung stabiler parodontaler insufﬁziente Mundhygiene Verhältnisse vor Implantation – Aufklärung, Motivation, Instruktion – professionelle Betreuung des Patienten in risikoadaptierter Nachsorge systemische Erkrankungen (z. B. insufﬁzient eingestellter Diabetes mellitus, Immunsuppression) – ausführliche anamnestische Abklärung möglicher Allgemeinerkrankungen – Rücksprache mit behandelnden Fachärzten/interdisziplinäre Zusammenarbeit iatrogene Faktoren (z. B. Zementitis) – sorgfältige Eliminierung iatrogener Faktoren wie Zementreste, Störkontakte, Plaqueretentions nischen etc. Weichgewebedefekte, Fehlen keratinisierter Gingiva – schonendes Weichgewebemanagement bereits vor (z. B. bei Zahnextraktion) und während der Implantation Implantatverluste in der Vorgeschichte – genaues Erfassen der Vorgeschichte, um diesen Risikofaktor frühzeitig zu erkennen Tab. 1: Risikofaktoren für die Entstehung periimplantärer Erkrankungen und entsprechende Gegenmaßnahmen. ausführliche Anamneseerhebung zur Erkennung möglicher Risikofaktoren un- bedingt erforderlich. Diese sollte sowohl vor Implantation, aber auch kontinuier- lich nach Implantatversorgung erfolgen (rekurrierende Anamnese erhebung). Aufgrund des multifaktoriellen Charak- ters der periimplantären Erkrankungen (Mukositis und Periimplantitis) sind zahlreiche Risikofaktoren beschrieben (Tab. 1). Von diesen gelten das Rau- chen und Vorliegen einer parodontalen Vorerkrankung, aber auch eine man- gelnde Compliance/schlechte Mund- hygiene als gesichert.8,9 Diese sollten, neben der Erhebung wesentlicher all- gemeinmedizinischer Faktoren wie dem Vorliegen von Allgemeinerkrankungen ANZEIGE Bei gereiztem Zahnfleisch und empfindlichen Zähnen und Optimale Parodontitis-Prophylaxe durch natürliche entzündungshemmende und anti- bakterielle Wirkstoffe wie Bisabolol, Panthenol, Xylit und Kamillenblüten-Extrakt, die das Zahnfleisch pflegen und kräftigen. Jetzt Proben anfordern: Bestell-Fax: 0711-75 85 779-71 Bitte senden Sie uns kostenlose Proben Terminzettel/-blöcke Optimaler Kariesschutz Praxisstempel, Anschrift durch ein spezielles Doppel-Fluorid-System mit Amin- fluorid und Natriumfluorid, das den Zahnschmelz härtet und Karies nachhaltig vorbeugt. Sanfte Pflege Aminomed reinigt sehr sanft (RDA 50) und ist deshalb auch besonders empfehlenswert bei empfindlichem Zahnfleisch und sensitiven Zahnhälsen. Datum, Unterschrift aminomed – natürlich medizinisch Dr. Liebe Nachf. GmbH & Co. KG D-70746 Leinfelden-Echterdingen www.aminomed.de • bestellung@aminomed.de 7 1 . b e F l a n r u o j . r p 8
CONTINUING MEDICAL EDUCATION | PERIIMPLANTITIS implantatprothetische Versorgung · Sondierungstiefen + BOP und Ausgangsröntgenbild professionelle Zahn- und Implantatreinigung, Motivation, Instruktion, Information alle drei Monate nach einem Jahr Reevaluation Sondierungstiefen + BOP ST < 5 mm ST > 5 mm ST < 5 mm Risikofaktoren vorhanden: ab 2. Jahr alle drei Monate professionelle Zahn- und Implantatreinigung, Motivation, Instruktion, Information; 1 x jährlich Reevaluation Sondierungs- tiefen + BOP keine Risikofaktoren vorhanden: ab 2. Jahr alle sechs Monate professionelle Zahn- und Implantatreinigung, Motivation, Instruktion, Information; 1 x jährlich Reevaluation Sondierungs- tiefen + BOP Röntgendiagnostik ggf. Periimplantitistherapie Abb. 2: Schema zur präventionsorientierten Therapie von Implantatpatienten. (Diabetes mellitus und dessen Einstell- güte, i.e. HbA1c-Wert) oder Medikation (Immunsuppressiva, Bisphosphonat- therapie), gezielt eruiert und abgeklärt werden. Wichtig ist, dass zum einen bereits vor der Implantatinsertion mögliche Risikofaktoren erkannt und entsprechend gemanagt und zum an- deren in der Planung und Gestaltung des Nachsorgeintervalls berücksichtigt werden. Entscheidend ist in diesem Zu- sammenhang die Kontrolle bzw., wenn möglich, die Eliminierung dieser Fakto- ren. Das Intervall der Nachsorge muss entsprechend vorhandener Risikofak- toren individuell (risikoorientiert) auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt werden. Monje et al. schlussfolgern im Allgemeinen die Notwendigkeit einer halbjährlichen Nachsorge.10 Hiervon abweichend ist bei allen Patienten im ersten Jahr nach Implantation eine drei- bis viermal jährliche professionelle Be- treuung (Nachsorgeintervall drei bis vier Monate) empfehlenswert. Sollten da- rüber hinaus Risikofaktoren (v. a. Rau- chen, Diabetes mellitus, parodontale Vorerkrankung, schlechte Compliance) vorliegen, sollte ein enges Intervall von drei Monaten beibehalten werden. Für den Fall, dass keine Risikofaktoren be- stehen, ist ein Nachsorgeintervall von sechs Monaten ab dem zweiten Jahr nach Implantation durchführbar. Soll- ten jedoch periimplantäre Erkrankun- gen auftreten, ist nach entsprechen- der Therapie eine Rückkehr zu einem Intervall von drei Monaten angezeigt. Abbildung 2 zeigt ein mögliches Thera- pieschema zur präventionsorientierten Therapie von Implantatpatienten. Weiterhin ist das korrekte Erkennen von periimplantärer Entzündung sowie der Stabilität Grundlage für die erfolgrei- che Prävention dieser Erkrankungen. Nach wie vor steht das Sondieren im 8 Prophylaxe Journal 1 | 2017 Vordergrund und ist als Goldstandard anzusehen.11 Dabei sollten jährlich Sondierungstiefen und -blutung bzw. Suppuration sowie bei entsprechender Zunahme der Sondierungstiefen ggf. eine indikationsbezogene Röntgendia- gnostik erfolgen. Eine detaillierte Aus- einandersetzung mit der adäquaten Di- agnostik von Mukositis und Periimplan- titis liefert der erste Teil dieser Reihe. Basierend auf vorhandenen Risikofak- toren und einer umfassenden klinischen Diagnostik ist die Erarbeitung eines individuellen, risikoadaptierten Präven- tionskonzeptes möglich. Dabei sollte dieses konsequent umgesetzt und im Falle des Auftretens von periimplan- tärer Entzündung und/oder (weiterer) Risikofaktoren entsprechend adaptiert werden. Daneben sind Grundpfeiler dieses Konzeptes zum einen die persön- liche Mund- und Implantatpﬂege des Patienten und zum anderen die profes- sionelle Betreuung durch Zahnarzt und Prophylaxemitarbeiter. Adäquate persönliche (häusliche) Mund- und Implantatpﬂege Die persönliche Mund- und Implantat- pﬂege ist als eine effektive Präventions- strategie zur Vermeidung periimplantä- rer Entzündung anzusehen.12 Dennoch ist es dafür von Bedeutung, dass die optimale Reinigung des Implantates sowie des entsprechenden implantat- getragenen Ersatzes für den Patienten auch möglich ist. Das bedeutet, dass die gute Zugänglichkeit mit den für den Pa- tienten verfügbaren Mundhygienehilfs- mitteln unbedingt gewährleistet sein muss; selbiges gilt auch für eventuellen herausnehmbaren Ersatz (Abb. 3a–c). Folglich ist es wichtig, dass Art und Umfang des implantatgetragenen Zahn - ersatzes unter Berücksichtigung der motorischen und kognitiven Fähigkei- ten sowie der Compliance der Patien- ten ausgewählt und umgesetzt werden müssen. Darüber hinaus spielen die Im- plantatposition, -belastung und das peri - implantäre Weichgewebe eine Rolle.13 Neben der Grundvoraussetzung einer prinzipiellen Pﬂegbarkeit der Implan- tatversorgungen ist es wichtig, dass 9
PERIIMPLANTITIS | CONTINUING MEDICAL EDUCATION Abb. 3a Abb. 3b Abb. 3c Abb. 3a–c: Abnehmbare Implantatsuprastrukturen bieten insbesondere bei der Versorgung des zahnlosen Kiefers den Vorteil einer vereinfachten Zugäng- lichkeit für Maßnahmen der häuslichen Mundhygiene. der Patient frühzeitig vor Implantation darüber aufgeklärt wird, dass seine Mitarbeit und sufﬁziente persönliche Mund- und Implantatpﬂege für den langfristigen Therapieerfolg von hoher Wichtigkeit sind. Im Rahmen einer dau- erhaften Prävention periimplantärer Er- krankungen ist dann die stetige Moti- vation, Instruktion und Information der Patienten unumgänglich. Hier liegt eine Kernaufgabe des Praxis- teams, welches eine lückenlose profes- sionelle Betreuung mit regelmäßiger Mundhygieneaufklärung, -instruktio- nen und -motivation im Rahmen einer individuellen risikoorientierten Präven- tionssitzung durchführen muss. In die- sem Zusammenhang ist die Erhebung der individuellen Mundhygienesituation mit zielgerichteter Reinstruktion durch- zuführen, damit schon frühzeitig ent- sprechend interveniert werden kann. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die gezielte Motivation und Instruktion eine hohe Compliance-Rate der Patienten erreicht werden kann.14 Hierin liegt vor allem auf kommunikativer Ebene eine Herausforderung für das ge- samte Praxisteam. Dabei ist es, wie bei jeder Instruktion des Patienten, wichtig, verschiedene Aspekte abzudecken. So sind zum einen die Art und Menge der gegebenen Information sowie das Sichern von Verständnis und Erinnern, zum anderen die Einbeziehung der Pa- tientenperspektive von Relevanz.15 Bei Letzterem ist entscheidend, dass sowohl die Fähigkeiten als auch die Bereitschaft des Patienten zur Mitarbeit eruiert werden, um den Patienten adäquat zu motivieren.16 In diesem Zusammenhang muss eine individuelle und zielgerich- tete Beratung zur Auswahl geeigneter Mundhygieneartikel zur Zahn- und Im- plantatreinigung gegeben werden, wel- che natürlich vom Patienten akzeptiert und angenommen werden müssen. Wei- terhin sollten sie die optimale Reinigung bei maximaler Schonung von Zahn- und Weichgewebe ermöglichen und dabei möglichst effektiv einsetzbar sein. Im Speziellen sind für die persönliche Mund- und Implantathygiene der Pa- tienten verschiedene Mundhygienehilfs- mittel empfehlenswert. Hierbei ist die Anforderung an die eingesetzten Hilfs- mittel hoch; so muss eine Bioﬁlmbesei- tigung am Implantathalsbereich kon- sequent und regelmäßig erfolgen. Bei der Wahl der richtigen Zahnbürste sind bisher keine Vorteile eines bestimmten Bürstentyps (Hand und/oder elektrisch [rotierend-oszillierend oder schallakti- viert]) beschrieben.12 Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass die Zahnbürsten zum Einsatz kommen sollten, mit denen persönliche Implantatpﬂege professionelle Implantatpﬂege mechanisch – Handzahnbürste und/oder – Küretten aus Kunststoff, Karbon elektrische Zahnbürste (rotierend- oszillierend, schallaktiviert) oder Titan – kunststoffbasierte Schall- und – Zahnzwischenraumbürste, geﬂosste Ultraschallansätze Zahnseide – Einbüschelzahnbürste, v. a. bei einzeln stehenden Implantaten – Luft-Pulver-Wasser-Strahlgeräte (AirFlow) chemisch – ggf. Zahnzwischenraum reinigung mit CHX-Gel – Mundspüllösungen nur indikationsbezogen Tab. 2 – ggf. Einsatz von Lacken, Gelen und Spüllösungen (z. B. auf CHX-Basis) Abb. 4 Tab. 2: Möglichkeiten und Empfehlungen zur persönlichen und professionellen Implantatpﬂege. – Abb. 4: Die Auswahl geeigneter Hilfsmittel für die häusliche Mundhygiene sollte entsprechend der Art der Suprakonstruktion und der manuellen Fähigkeiten des Patienten erfolgen. Sowohl Einzelbüschel- bürsten als auch Zahnseiden sind dafür geeignet. Prophylaxe Journal 1 | 2017 9 10
CONTINUING MEDICAL EDUCATION | PERIIMPLANTITIS Abb. 5a Abb. 5b Abb. 6a Abb. 6b Abb. 5a und b: Für die mechanische Reinigung von Implantatoberﬂächen können sowohl Handinstrumente als auch schallgetriebene Instrumente mit geeigneten Arbeitsspitzen genutzt werden. – Abb. 6a und b: Auch die Reinigung abnehmbarer Suprakonstruktionen ist Bestandteil der Erhaltungstherapie. Besonders efﬁzient ist dabei die Verwendung eines Prothesenreinigungsgerätes (z. B. SYMPRO, Renfert GmbH, Hilzingen), mit dem die Säuberung des Zahn- ersatzes in einem vollautomatischen Prozess erfolgen kann. der Patient, unter Berücksichtigung sei- ner kognitiven und motorischen Fähig- keiten sowie persönlichen Erfahrungen und Vorlieben, am besten zurechtkommt (Tab. 2). Eine weitere, effektive Reini- gungsmethode, vor allem bei einzeln stehenden Implantaten, stellen Single- oder Solobürsten (Einbüschelzahnbürs- ten) dar. Zur Reinigung der Zahnzwi- schenräume sind sowohl Zahnzwischen- raumbürsten als auch speziell geﬂosste Zahnseide (z. B. Superﬂoss) geeignet (Tab. 2, Abb. 4). Hier empﬁehlt sich die Übung der unterschiedlichen Techniken mit dem Patienten, um frühzeitig An- wendungsfehlern oder Verständnispro- blemen vorzubeugen, die zu einer un- zureichenden Bioﬁlmentfernung führen können. Weiterhin kann unterstützend Chlorhexidingel (CHX-Gel 1 %) bei der Anwendung von Interdentalraumbürs- ten genutzt werden; allerdings liegt bisher keine Evidenz für einen zusätz- lichen Nutzen chemischer Agenzien zur Plaquekontrolle vor.12 Daneben er- scheint auch die Wahl der Zahnpasta eine eher untergeordnete Rolle zu spie- len, lediglich der Einsatz ﬂuoridhaltiger Zahnpasta (1.500 ppm) ist bei noch vorhandener Restbezahnung sinnvoll. Selbstverständlich ist bei Patienten mit herausnehmbarem, implantatgetrage- nem Zahnersatz dessen tägliche Rei- nigung durch den Patienten ebenfalls unumgänglich und sollte dem Patienten mit Nachdruck angezeigt werden. Professionelle Implantatpﬂege Wie beschrieben stellt die persönliche Mund- und Implantatpﬂege des Pa- tienten einen entscheidenden Faktor zur Erhaltung gesunder periimplantä- rer Verhältnisse dar. Darüber hinaus ist jedoch eine professionelle Betreuung der Patienten von hoher Relevanz. Dies lässt sich durch aktuelle wissenschaft- liche Erkenntnisse belegen. Demnach besitzt die unterstützende Therapie (Nachsorge) zur Vorbeugung biologi- scher Komplikationen an Implantaten eine besondere klinische Relevanz10 und weist zudem eine gute Kosten effektivität für die Patienten auf.17 Eine vollständige Vermeidung periimplantärer Erkrankun- gen durch regelmäßig durchgeführte Nachsorge ist zwar nicht gänzlich mög- lich, jedoch sind die Unter schiede in den Inzidenzraten einer Periimplantitis zwi- schen Patienten mit (18 %) und ohne professionell unterstützende Therapie (44 %) erheblich.18 Es ist außerdem auf- fällig, dass bei keinem Patienten ohne unterstützende Therapie komplett ent- zündungsfreie periimplantäre Verhält- nisse zu beobachten sind.18 Die professionelle Betreuung der Im- plantatpatienten sollte im Rahmen einer Präventionssitzung entsprechend dem individuellen und risikoorientierten Nachsorgeintervall erfolgen (Abb. 1). Nach Aktualisierung der Anamnese sollten in jeder Sitzung erkennbare klini- sche Veränderungen wie Rötungen oder Schwellungen der Gingiva und erkenn- bare Bioﬁlmablagerungen am Implantat erfasst und die Mundhygiene kontrolliert werden. Weiterhin ist die Suprakonstruk- tion hinsichtlich Okklusion, Lockerung oder Frakturen zu untersuchen. Darauf aufbauend erfolgt, wie bereits beschrie- ben, die zielgerichtete Remotivation und Reinstruktion des Patienten zur Siche- rung bzw. Optimierung der persönlichen Mundhygiene.19 Dem schließt sich die professionelle Implantat- und Zahnreini- gung an. Zur Reinigung der Implantate werden verschiedene Hand- und/oder elektrische Instrumente zur mechani- schen Reinigung des Implantates ein- gesetzt (Abb. 5a und b).12 Dabei kom- men spezielle Küretten aus Kunststoff (Plastik), Karbon oder Titan, Schall- und 10 Prophylaxe Journal 1 | 2017 11
PERIIMPLANTITIS | CONTINUING MEDICAL EDUCATION (AirFlow) Ultraschallansätze sowie Luft-Pulver- Wasser-Strahlgeräte zum Einsatz.20,21 Es empﬁ ehlt sich die kom- binierte Anwendung von Hand- und Schall- bzw. Ultraschallinstrumenten oder Luft-Pulver-Wasser-Strahlgeräte. Eine Beschädigung der Implantatober- ﬂ äche ist hier zwingend zu vermeiden, da Rauigkeiten eine Prädilektionsstelle für Mikroorganismen darstellen. Daher sollte bei der Anwendung von Pulver- Wasser-Strahlgeräten nur minimal ab- rasives Glycinpulver zum Einsatz kom- men.22,23 Durch eine abschließende Politur soll eine Glättung der Implantat- oberﬂ ächen erreicht werden, um eine er- neute Bioﬁ lmanlagerung zu erschweren. Als ergänzende Maßnahme kann zur Senkung der Bakterienlast eine Zungen- reinigung unter Anwendung eines Zun- genschabers oder langsam drehenden Bürstchens erfolgen. Neben der Reini- gung der Implantate, Suprakonstruktio- nen und natürlichen Zähne ist ebenso an die Reinigung möglicher abnehmbarer prothetischer Versorgungen zu denken. Hierfür kann die Reinigung in einem 2 CME-Punkte CME-Fortbildung Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen ZA Gerhard Schmalz, Priv.-Doz. Dr. Sven Rinke, M.Sc., M.Sc., Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc. CME-ID 81706 Zum Beantworten dieses Fragebogens registrieren Sie sich bitte unter: www.zwp-online.info/cme-fortbildung Infos zur CME-Fortbildung auf ZWP online Nadelreinigungsbad empfohlen werden. Der zusätzliche Nutzen von Antiseptika, wie z. B. CHX-Gel oder -Lacken, ist bis- her nicht beschrieben, sodass auf eine zusätzliche Anwendung nach heutigen Kenntnissen verzichtet werden kann. Zusammenfassung Für den möglichst langfristig entzün- dungsfreien Implantaterhalt sind ba- sierend auf der aktuellen Literatur fol- gende Punkte relevant:12 – frühzeitige Aufklärung des Patienten über periimplantäre Erkrankungen und die Notwendigkeit von Präven- tionsmaßnahmen – individuelle Abschätzung und ste- tige Reevaluation von Risikofakto- ren (parodontale Vorerkrankung, Rauchen, mangelnde Compliance) und entsprechend kritische Prüfung vor Implantation – sufﬁ ziente Reinigbarkeit der Implan- tate, Suprakonstruktionen und pro- thetischen Versorgungen muss ge- währleistet sein – genaue und individuelle Abstim- mung der prothetischen Planung und chi rurgischen Implantation inkl. ad - ä quatem Weichgewebsmanagement – sufﬁ ziente häusliche Bioﬁ lmkontrolle durch den Patienten; entsprechende Motivation, Information und Instruk- tion – eine professionelle Betreuung im Nachsorgeintervall von drei- bis viermal jährlich im ersten Jahr und zweimal jährlich ab dem zweiten Jahr bzw. weiterhin drei- bis viermal jährlich bei vorliegenden Risikofak- toren sollte lückenlos erfolgen – jährliche klinische Diagnostik mit Erfassung der Sondierungstiefe und Blutung auf Sondierung; radiolo- gische Untersuchungen sind nur indikationsbezogen zu rechtfertigen (Zunahme der Sondierungstiefe) Schlussfolgerung Auf der Grundlage eventuell vorliegen- der Risikofaktoren und unter der Vor- aussetzung einer sicheren periimplan- tären Diagnostik muss für jeden Pa- tienten ein individuelles risikoorientier- tes Präventionskonzept erarbeitet und lückenlos umgesetzt werden. Hierbei sollte sowohl die konsequente Moti- vation, Instruktion und Information zur optimalen persönlichen Mund- und Implantatpﬂ ege als auch die profes- sionelle Reinigung von Implantaten, Suprakonstruktionen und ggf. heraus- nehmbarem Ersatz erfolgen, sowohl bereits vor als auch nachfolgend dau- erhaft nach Implantation. Ungeachtet dessen beginnt die Prävention peri- implantärer Erkrankungen bereits vor Implantation. Dabei ist die kritische Prüfung der Notwendigkeit und Mög- lichkeit der Implantatversorgung emp- fehlenswert. Außerdem sollte der Erhalt der natürlichen Dentition angestrebt werden.24 ZA Gerhard Schmalz [Infos zum Autor] Dr. Dirk Ziebolz [Infos zum Autor] Dr. Sven Rinke [Infos zum Autor] Literatur t k a t n o K ZA Gerhard Schmalz Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc. Universitätsklinikum Leipzig AöR Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie Liebigstraße 10–14 04103 Leipzig gerhard.schmalz@medizin.uni-leipzig.de dirk.ziebolz@medizin.uni-leipzig.de Priv.-Doz. Dr. Sven Rinke, M.Sc., M.Sc. Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik Zentrum ZMK Universitätsmedizin Göttingen Robert-Koch-Straße 40 37075 Göttingen sven.rinke@med.uni-goettingen.de Prophylaxe Journal 1 | 2017 11 12
FACHBEITRAG Die Vielfalt und Komplexität der möglichen medikamentösen Therapien nimmt ständig zu. Thematisiert werden sollen daher die Risiken, die zu einer problematischen Polypharmazie führen können und welchen Beitrag das zahnärztliche Praxisteam leis- ten kann, damit Polypharmazie nicht zu einem Spitalaufenthalt führt. Einige wichtige Punkte für das Praxisteam sollen beschrie- ben werden, die bei Polypharmazie im Alter beachtet werden müssen, sodass Polypharmazie nicht gefährlich werden kann. Brigitta Voellmy-Ineichen [Infos zur Autorin] Literatur Polypharmazie im Alter Was das zahnärztliche Praxisteam wissen sollte Brigitta Voellmy-Ineichen Werden fünf oder mehr verschie- dene Medikamente gleichzeitig einge- nommen, spricht man von Polyphar- mazie. Neben der sinnvollen Polyphar- mazie, die z. B. bei der Behandlung von Hypertonie oder HIV vorliegt, gibt es die problematische Polypharmazie. Sie betrifft in erster Linie ältere Pa- tienten, die an mehreren chronischen Krank heiten leiden. Man spricht von Multi morbidität. Die Therapiericht- linien werden krankheitsspeziﬁ sch formuliert. Werden die Medikamente kombiniert, können die Wirkungen für den Patienten ungünstig ausfallen. Interaktionen und unerwünschte Arz- neimittelwirkungen treten gehäuft auf, wenn der Blick auf die Gesamtmedika- tion des Patienten verloren geht. Akute Probleme bei Polypharmazie nehmen bei älteren Patienten kontinuierlich zu und werden aktuell für rund 5 % der Spitalein weisungen verantwortlich ge- macht.1 Von besonderer Bedeutung in der zahnärztlichen Praxis sind Analge- tika vom Typ nichtsteroidale Antirheu- matika (NSAR), wichtig ist daher die veränderte Pharmakokinetik und Phar- makodynamik von Analgetika im Alter. Veränderungen im Alter am Beispiel Schmerztherapie In unserem Beispiel nehmen wir an, dass nach einem größeren zahnärztlichen Eingriff Ibuprofen, ein NSAR gegen Schmerzen, Entzündung und Schwel- lung, verordnet wird. Im Alter sind viele Körperfunktionen verändert. Dies kann zu einer veränderten Pharma kokinetik führen: Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Arzneimitteln sind meistens, aber nicht immer, verlang- samt. Auch die Pharmakodynamik, die Medikamentenwirkung, kann im Alter abgeschwächt oder verstärkt sein. Im Folgenden betrachten wir veränderte Konditionen bei älteren Patienten und deren Auswirkung auf Pharmakokinetik und Pharmakodynamik am Beispiel Ibuprofen. a) Weniger Körperwasser, Dehydrierung Ältere Patienten sind häuﬁ g dehydriert. Ibuprofen verteilt sich in weniger Flüs- sigkeit, was eine Konzentrationserhö- hung zur Folge hat. Die gleiche Dosis Ibuprofen bewirkt eine stärkere Wir- kung. Die Dosis sollte allenfalls redu- ziert werden. Die Bewegung „Less is more“ stellt hier die Schlüsselfrage: Ist die Dosierung die niedrigst effektive?2 © Chalermpon Poungpeth/Shutterstock.com 12 Prophylaxe Journal 1 | 2017 13
FACHBEITRAG b) Plasmaproteine nehmen ab Ibuprofen bindet an Plasmaproteine, deren Konzentration ist bei älteren Pa tienten reduziert. Ibuprofen liegt deshalb in größeren Mengen als freier Wirkstoff vor. Die Wirkung ist verstärkt. Auch hier sollte allenfalls die Dosis re- duziert werden. c) Verringerte Schleimbildung im Magen-Darm-Trakt Unter NSAR-Therapie kann es auch bei jungen Patienten zu gastrointestinalen Blutungen kommen. Sind die Magen-/ Darmschleimhäute dünner, wie das im Alter üblich ist, ist die Blutungsgefahr zusätzlich erhöht. Je nach Dosierung, Therapiedauer, Alter, Erkrankungen und anderen Medikamenten, z. B. Gluko kortikoiden, kann es bereits nach wenigen Tagen zu Magenschmerzen und intestinalen Blutungen kommen. Die zusätzliche Verabreichung eines Protonenpumpenhemmers muss daher auch bei Kurzzeiteinsatz eines NSAR in Erwägung gezogen werden. d) Reduktion der Nierenfunktion und -durchblutung Über-70-Jährige besitzen etwa die Hälfte der jugendlichen Nierenfunk- tion. NSAR führen zu einer Reduktion der Nierendurchblutung. Die Kombi- nation Alter und NSAR bewirkt, dass renal ausgeschiedene Arzneistoffe langsamer eliminiert werden. Die Wirkungsdauer und die Wirkungskon- zentration steigen an. Bei Patienten mit Herzinsufﬁzienz, chronischer Nie- reninsufﬁzienz oder anderen Risiken für ein akutes Nierenversagen dürfen NSAR nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden, da NSAR inner- halb kurzer Zeit zu Nieren versagen führen können und eine Überprüfung der Nierenfunktion nach wenigen Do- sen erforderlich ist. Je nach Schwere- grad der Erkrankung muss die Dosis von Ibuprofen reduziert werden oder es muss eine alternative Therapie- option in Erwägung gezogen werden. Hier empﬁehlt sich ein Blick in die PRISCUS-Liste (www.priscus.net). Unter www.dosing.de kann die Dosie- rung bei Niereninsufﬁzenz überprüft werden. e) Abnahme der Leberfunktion Die Abnahme der Leberfunktion be- wirkt eine verlangsamte Metabolisie- rung von Arzneistoffen, die in der Leber abgebaut werden. Eine verlangsamte Metabolisierung führt zu einer Konzen - trationserhöhung und einer verlang- samten Elimination der Arzneistoffe. Auch hier ist allenfalls eine Dosis- reduktion ratsam. Hier gilt: „Start low, go slow“. Von der Abnahme der Leber- funktion ist Paracetamol mehr betrof- fen als NSAR. Soweit der Einﬂuss auf NSAR. Werden dem Patienten in un- serem Beispiel zusätzlich Opioid-Anal- getika oder Benzodiazepine verordnet, sind weitere veränderte Funktionen im Alter im Auge zu behalten. f) Veränderte ZNS-Funktionen Die Blut-Hirn-Schranke ist im Alter durchlässiger. Lipophile, ZNS-gängige Substanzen wie z. B. Benzodiazepine und Opioid-Analgetika wirken ver- stärkt. Die Gefahr von Delir, Sedierung und Schwindel ist erhöht. Zudem ist die Dichte und Sensitivität der Opi- oid-Rezeptoren verändert, was zu einer erhöhten Opioid-Empﬁndlichkeit führt. Benzodiazepine und Opioid-Analgetika sollten daher tiefer dosiert werden. Zu- dem sollte vor der Verordnung ein Blick in die PRISCUS-Liste geworfen werden.3 g) Weniger Muskelmasse, mehr Körperfett Im Alter nimmt die Muskelmasse ab und die Prävalenz von Adipositas zu. Lipo- phile Substanzen wie Benzodiazepine und Opioid-Analgetika kumulieren im Fettgewebe. Je mehr Körperfett, desto größer die Kumulationsgefahr. Durch die reduzierte Muskelfunktion sind die Sturzgefahr und die Sturzauswirkungen im Zusammenhang mit Opioid-Analge- tika und Benzodiazepinen erhöht. Das Dosierungsintervall muss angepasst werden. Konsequenzen für die Arzneimitteltherapie im Alter Gewisse Arzneistoffe sind im Alter grundsätzlich nicht geeignet. Die PRISCUS-Liste3 umfasst 83 Wirkstoffe, die als potenziell ungeeignet für Se- nioren gelten sowie therapeutische Alternativen. Das NSAR Indometacin (=Indomet®) ist beispielsweise ge- mäß der PRISCUS-Liste potenziell in- adäquat für ältere Patienten, weil es verstärkt gastrointestinale Blutungen und Nieren versagen verursachen kann. Als Therapiealternativen werden Para- cetamol, schwach wirksame Opioide und schwächere NSAR mit kürzerer Wirkungsdauer (z. B. Ibuprofen) emp- fohlen. Wichtig ist, die Einnahme von Ibuprofen nüchtern und mit viel Flüssig- keit zu empfehlen. Die PRISCUS-Liste ersetzt nicht eine sorgfältige Beurteilung des individu- ellen Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Sie soll bei der Arzneimittelwahl bei älte- ren Patienten als Hilfsmittel für medi- zinisches Fachpersonal herangezogen werden. Risiken in der zahnärztlichen Praxis erkennen Wie eingangs erwähnt, gibt es sinnvolle und problematische Polypharmazie. Wichtig ist es, die Risiken zu erkennen, die eine problematische Polypharma- zie hervorrufen können. Alle in der zahnärztlichen Praxis Tätigen können helfen, Risiken im Zusammenhang mit Polypharmazie zu erkennen. a) Risikopatient erkennen Hat ein Patient Gangschwierigkeiten und ist unsicher beim Gehen, beklagt er sich über Schwindel, Unwohlsein oder Übelkeit, muss an Polypharmazie gedacht werden. b) Risikosituationen erkennen Ältere Patienten mit mehreren Dia- gnosen sind oft von Polypharmazie be- troffen. Wenn ein Patient seine Medi- kamente nicht aufzählen kann, muss sichergestellt werden, dass er eine Dosierungshilfe einsetzt, in denen die täglichen Medikamenteneinnahmen in Tablettenboxen geordnet vorliegen. Sinnvoll ist es in diesen Fällen, nach dem Medikationsplan zu fragen. Patienten haben seit 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medi- kationsplan, wenn sie mindestens drei zulasten der gesetzlichen Krankenkas- Prophylaxe Journal 1 | 2017 13 14
FACHBEITRAG © Andrey_Popov/Shutterstock.com sen verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen.4 Die Anwendung muss über einen Zeit- raum von mindestens 28 Tagen vorge- sehen sein. Zunächst gibt es den Plan primär auf Papier. Ab 2018 soll der Medikationsplan im elektronischen Pa- tientendossier gespeichert werden kön- nen. Die elektronische Speicherung der Medikationsdaten ist für den Patienten freiwillig. c) Risikomedikamente und gefährliche Medikamenten- kombinationen erkennen Die Risikomedikamente sind auf der PRISCUS-Liste zusammengefasst. Je mehr verschiedene Medikamente ein Patient einnimmt, umso höher ist das Risiko für unerwünschte Arzneimittel- wirkungen und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Medikamenten. Für Medikamentenchecks können ver- schiedene Online-Portale herangezo- gen werden, z. B. www.epocrates.com. Ein weiteres Risiko sind die selbstge- kauften Medikamente, inklusive Phy- totherapeutika und Nahrungsmittel- ergänzungen. Bevor dem älteren Pa- tienten ein Analgetikum in der zahn- ärztlichen Praxis empfohlen wird, sollte nachgefragt werden, welche Analge- tika der Patient zu Hause hat, welche er regelmäßig und welche er sporadisch einnimmt. Es muss sichergestellt wer- den, dass der Patient nicht zwei ver- schiedene Analgetika mit demselben Wirkstoff einnimmt. Zudem sollte der Zahnarzt z. B. nicht Mefenacid verord- nen, wenn der Patient gegen seine Rü- ckenschmerzen bereits Ibuprofen ein- nimmt. Falls der Patient Aspirin cardio® in der Verordnung hat, muss dies bei der Wahl des Analgetikums berück- sichtigt werden, um Blutungsrisiken zu minimieren. Zudem kann Ibuprofen die Wirkung von Aspirin cardio® aufheben, wenn die Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Es wird emp- fohlen, Ibuprofen zwei Stunden nach Aspirin cardio® einzunehmen. Fazit für die Praxis Ältere Patienten haben ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Arzneimit- telwirkungen und Überdosierungen. Das zahnärztliche Praxisteam kann ein wichtiges Glied in der medikamentö- sen Versorgung dieser Patienten sein und mithelfen, Polypharmazie nicht gefährlich werden zu lassen. Eine sorg- fältige Anamnese ist der Schlüssel für eine bestmögliche Einschränkung der Risiken von Polypharmazie. Dabei sol- len alle Medikamente erfasst werden, die der Patient aktuell und sporadisch einnimmt: alle von den verschiedenen Ärzten verordneten Medikamente, alle in der Apotheke selber gekauften Medikamente und auch alle Nahrungs- ergänzungsmittel und Phytotherapeu- tika. Ein vom Patienten abgegebener Medikationsplan erleichtert die Arbeit des Praxisteams. Bei mehr als sechs täglichen Einzeldosen sind ältere Pa- tienten häuﬁg überfordert. Die Frage an den Patienten, wie er mit den täg- lichen Einnahmezeiten umgehen kann, darf auch in der zahnärztlichen Praxis gestellt werden. Durch ein persönliches Gespräch kann der Praxismitarbeiter die Bedürfnisse und Gepﬂogenheiten des Patienten ermitteln, und allenfalls Schritte für eine verbesserte, sicherere medikamentöse einleiten (Shared decision making). Je größer das Wissen des Praxisteams über Me- dikamente im Allgemeinen ist, umso besser fühlt sich der oft mit seinem Therapieplan überforderte Patient auf- gehoben. Das geschulte, aufmerksame Praxisteam sieht Medikamentenwir- kungen, die dem Arzt oder dem Apo- theker entgehen können. Alle Gesund- heitsfachpersonen sind gefordert, um die Risiken der Polypharmazie im Alter zu senken! Therapie t k a t n o K Brigitta Voellmy-Ineichen Dipl. pharm. ETH Zürich Apothekerin und Dozentin Hochstr. 97 8044 Zürich, Schweiz voellmy@gmx.ch 14 Prophylaxe Journal 1 | 2017 15
NEU Halle 10.1 F30 – 40 G39 – 41 Das umfassende Premium-Prophylaxe-System von Dürr Dental. Präzise aufeinander abgestimmte Prophylaxe-Produkte und das Pulverstrahlhandstück MyFlow mit Wechselkammerprinzip sind die Lösung für einen besonders effizienten und spürbar entspannten Praxis-Workflow. Lunos® lässt alle strahlen: Praxis- team, Zahnarzt und Patienten. Mehr unter www.lunos-prophylaxe.de 16
FACHBEITRAG Zahnpasten mit feinstem Diamantpulver statt herkömmlicher Abrasivstoffe (gemahlene Silikate, Kalziumphosphate, gefällte Kieselsäuren) bewirken bei niedrigem RDA-Wert eine bessere und zahnsubstanzschonende Zahnreinigung als herkömmliche auf dem Markt etablierte Produkte. Dr. Hans Gaiser [Infos zum Autor] Prof. Dr. Saxer [Infos zum Autor] Diamantzahnpasten – eine neue Entwicklung in der Zahnpﬂege Dr. Hans Gaiser, Ing. Kurt Spring, Prof. Dr. Ulrich Peter Saxer Diamant ist das härteste Material, das wir kennen. Es wird bei verschie- denen industriellen Fertigungsprozes- sen (Schleifen, Sägen, Polieren etc.) verwendet und ﬁndet u. a. Anwen- dung, je nach Korngröße, zur Politur von Schmuck, Bearbeitung optischer Systeme, elektronischen Komponen- ten etc. Je nach Korngröße reduziert sich die Abrasion signiﬁkant gegen Null. Die Abrasion auf Zahnschmelz wird in REA, die von Dentin in RDA ge- messen. In herkömmlichen Zahnpas- ten liegt der angegebene RDA-Wert je nach Indikation der Paste (ob zur Entfernung von Raucherbelägen oder zur Plaqueentfernung auf sensiblen Zahnhälsen) zwischen 30 bis gegen Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 1 und 2: Vergleich von herkömmlichen Abrasiven und Diamantpulver der Korngröße 3 µm bei gleicher Vergrößerung. – Abb. 3: Bei gleicher Vergrößerung ein Feinkorndiamant (rot), wie er zum Beschleifen von Zahnhartsubstanz angewendet wird. µm Abrasion/70 Jahre Dentin- und Schmelzverlust in Mikrometer 1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 AMC 1.5 AMC 2.5 AMC 4.0 Colgate Total Abb. 4 Dentin /70 Jahre Schmelz /70 Jahre 1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 -100 Abb. 5 Silicia auf Dentin Diamant auf Dentin Diamant auf Schmelz Silicia auf Schmelz 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Jahre in Anwendung Abb. 4: Dentin und Schmelzverlust von Diamantzahnpasten der Korngrößen 1,5 µm, 2,5 µm und 4 µm im Vergleich zu einer der meistgekauften Zahnpasten auf dem Markt, gemessen mit Proﬁlometrie (Attin T., Uni Zürich 2014). – Abb. 5: Dentin- und Schmelzverlust in Mikrometern, dargestellt über einen Zeitraum von 100 Jahren Anwendung. 16 Prophylaxe Journal 1 | 2017 17
I E G E Z N A 200, was viel zu aggressiv ist für die tägliche Anwen- dung. Die Korngröße der herkömmlichen Abrasive liegt zwischen 1 und 100 µm, teilweise gar bis 150 µm, die Ab- rasive sind „weicher“ als Zahnschmelz, jedoch „härter“ als Dentin. Deshalb wirken herkömmliche Abrasive zwar reinigend und kaum abtragend auf Schmelzoberﬂächen, wegen ihrer Grobkörnigkeit aber zerstörend auf Dentin und Wurzelzement. Sie sind letztendlich verantwortlich für keilförmige Defekte im Bereich der Zahnhälse, für Sensitivitätsstörungen und Überempﬁndlichkeiten. Üb- licherweise liegen die Konzentrationen herkömmlicher Abrasive bei 10–30 Gew.-%. Moderne Zahnpasten mit bioinertem Diamantpulver als Abrasiv sind sowohl in der Korngröße als auch in der Konzentration absolut zu- verlässig einstellbar. Diamant ist zwar härter als Zahn- schmelz, jedoch reinigt er die Zahnoberﬂäche mit mikro- nisiertem Diamantpulver der Korngröße von z. B. 2–3 µm gründlich, und ohne schädliche „Rillen“ und „Zerstö- rungen“ an Schmelz und Dentin zu verursachen. Der Diamantgehalt ist im Vergleich zu konventionellen Ab- rasiven sehr gering. Die Abrasion der neuen Zahnpasten am Zahnschmelz ist vernachlässigbar klein und beträgt ca. 20 µm in 70 Jahren. Die Abrasion am Dentin hingegen ist um beachtliche 70–90 % kleiner als bei herkömmli- chen Pasten, welche in 70 Jahren über 700 µm betragen kann. Die spürbare Glätte der Zahnoberﬂäche hält lange an, Hypersensibilitätserscheinungen reduzieren sich und Zahnhalsdefekte, auch bei „Schrubbern“, gehören der Vergangenheit an. Die erzeugte Politur bewirkt eine deut- liche Reduktion der Plaquebildung und eine signiﬁkante Zahnaufhellung. Zahnstein wird durch den harten Dia- mant schon in der Entstehung entfernt. Diamantpulver ist bioinert, es reagiert also nicht mit anderen Pastenbe- standteilen. Die universitären Studien in USA und Europa sind abge- schlossen, die neue Zahnpasta ist heute bereits weltweit patentiert. Außerdem ist die neue Generation Zahnpasta mit Diamantpulver als Abrasiv aufgrund der geringen Konzentrationsmenge im Preisvergleich mit herkömmli- chen Pasten durchaus verbraucherfreundlich. Literatur t k a t n o K Dr. Hans Gaiser Konstanz drhansgaiser@gmail.com Prof. Dr. Ulrich Peter Saxer Forch, Schweiz 18
FACHBEITRAG Manche Patienten, aber auch Zahnärzte, verbinden Hypnose immer noch mit okkulten Praktiken aus dem Mittelalter oder fragwürdigen TV-Sendungen. Doch Studien zeigen das enorme Potenzial dieses Verfahrens – besonders für die Behandlung von Angstpatienten. Dr. Bianca Wirnharter Literatur [Infos zur Autorin] Hypnose in der Zahnarztpraxis: Trance statt Narkose? Dr. med. dent. Bianca Wirnharter Hypnose ist als ein Zustand inten- siver Aufmerksamkeit deﬁ niert, der mit einer erhöhten Reaktionsfähigkeit auf Bilder und Vorstellungen einhergeht. Der Patient beﬁ ndet sich dabei in einem schlafähnlichen Zustand. Der so herbei- geführte Trancezustand kann zur Sug- gestion mentaler „Entspannungsorte“ genutzt werden, die sich wiederum positiv auf das Emotionsleben und die Physiologie des Patienten auswirken. © B.Kristina/Shutterstock.com Hypnose in der Medizin Die Vorläufer der modernen Hypnothera- pie stammen aus dem 19. Jahrhundert, als der „animalische Magnetismus“ Pa- tienten in einen tranceähnlichen Zustand versetzte und trotz fehlender analgeti- scher Mittel zum Teil schmerzfreie chirur- gische Eingriffe ermöglichte. Waren die Anfänge der medizinischen Nutzbarmachung dieser Methode noch weltanschaulich geprägt, folgte etwa ein Jahrhundert später die Integration hyp- notischer Verfahren in die Psychothera- pie. Mittlerweile ist die wissenschaftlich fundierte Hypnotherapie ein anerkanntes Verfahren unter Psychologen, das sogar bei Nikotinabhängigkeit und psycho- somatischen Erkrankungen helfen soll. Weniger Schmerzen, schnellere Wundheilung In der Zahnmedizin ist die Hypnose noch nicht sehr weit verbreitet. Aber obwohl viel Forschungsbedarf be- steht, gibt es immer mehr Studien zur Wirkung der Hypnose im Rahmen der Schmerz- und der anxiolytischen Thera pie. So zeigt eine Metaanalyse1 der Universitätskliniken Jena und Bern mit insgesamt 2.600 Teilnehmern, dass Patienten nach einer Operation weniger Stress, weniger Ängste und weniger Schmerzen hatten, wenn sie neben der klassischen Versorgung auch Hypnosebehandlungen erhielten. Da- rüber hinaus beschleunigte sich die Wundheilung. Hypnose bei Angstpatienten In der Zahnmedizin wird Hypnose vor allem bei Patienten mit Zahnbehand- lungsphobie angewandt. Eine ran- domisierte Studie von Geupel2 gibt interessante Einblicke in die Effekte des Verfahrens. Dieser Studie zufolge bewerteten die teilnehmenden Angst- patienten die Hypnosebehandlung auf einer Skala von 0 (sehr unangenehm) bis 10 (sehr angenehm) im Durchschnitt mit 8,2. Rund 82 % stellten eine deut- liche oder eine leichte Verbesserung ihrer Zahnbehandlungsphobie fest. Eine Verstärkung der Angst fand bei keinem Patienten statt. Auf einer Skala von 0 bis 10, die zur Messung der Angst während der Behandlung heran- gezogen wurde, betrug der Mittelwert der Hypnosepatienten 2,7, der Mittel- wert der Patienten ohne Hypnose da- gegen 3,6. Eine Hypnose behandlung führt also zu einer signiﬁ kanten Re- duktion der individuellen Angstzu- stände während der Behandlung. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch eine Studie von Glaesmer et al.3 Diesen Effekten liegen neurologische Verän- derungen zugrunde, die während der Hypnose entstehen, wie eine Studie der Universität Freiburg zeigte.4 So rief die Präsentation der phobischen Sti- muli starke Amygdala- Reaktionen im 18 19
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FACHBEITRAG Gehirn hervor, die nach der Hypnose- behandlung nicht mehr festzustellen waren. Die Amygdala ist als Teil des limbischen Systems maßgeblich an der Entstehung von Angst beteiligt. Kombination mit Lokalanästhesie Zwar verändert Hypnose die Schmerz- wahrnehmung des Gehirns, die Gabe eines Lokalanästhetikums ersetzt sie in der Regel aber nicht, obwohl die Dosis deutlich niedriger ausfällt. Das ist bei- spielsweise bei Schwangeren besonders von Vorteil. Patienten mit einer Lokal- anästhesie-Unverträglichkeit können allerdings auch unter Hypnoanästhesie und unter Verzicht auf eine örtliche Be- täubung behandelt werden. Hypnose, Vollnarkose oder Psychotherapie? Häuﬁg ﬁndet die zahnärztliche Be- handlung eines Angstpatienten unter Vollnarkose, unter einer Sedierung oder unter Lachgas-Gaben statt. Diese Verfahren ermöglichen zwar den Eingriff, beseitigen aber nicht die zu- grunde liegende Angst. Deshalb betont die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in ihrer wissenschaftlichen Stellung- nahme die Überlegenheit nichtmedi- kamentöser Therapien in der Angst- patientenbehandlung.5 Nur psycho - therapeutische Interventionen sollen in der Lage sein, Zahnbehandlungs- phobien ursächlich zu therapieren und lang fristig abzubauen. Besonders wenn die Zahnbehandlungsangst mit anderen psychischen Problemen ein- hergeht, ist eine psycho logische Be- treuung in der Tat unerlässlich. Die Hypnose kann dabei je nach Fall unter- stützend wirken. Bei Patienten mit ei- ner leichten Zahnbehandlungsangst ohne weiteren psychologischen Be- handlungsbedarf kann die Hypnose allerdings als alleinige Maßnahme aus- reichen. Durch immer wiederkehrende Erfolgserlebnisse und Lerneffekte des Unterbewusstseins kann es schließlich auch zu einem nachhaltigen Angst- abbau kommen. dern und eine negative Beeinﬂussung nicht ausgeschlossen ist. Zu uner- wünschten Nebenwirkungen könnte es auch bei Patienten mit Erkrankun- gen des zentralen Nervensystems oder bestimmten psychischen Erkrankungen kommen. In diesen Fällen sind klassi- sche zahnmedizinische Betäubungs- verfahren vorzuziehen. Fazit und Ausblick Bisher machen nur wenige Zahnärzte von den Möglichkeiten der Hypnose Gebrauch. Dieses nebenwirkungsfreie Verfahren birgt jedoch viel Potenzial, ist die Akzeptanz der Patienten doch groß und der schmerzlindernde Effekt zuverlässig. Für den Einsatz der zahn- medizinischen Hypnose sind viele wei- tere Problemfelder wie Würgereﬂexe, Bruxismus und Prothesenintoleranz denkbar, die bereits jetzt trotz feh- lendem wissenschaftlichen Nachweis zum Indikationsspektrum gehören, das die American Society of Clinical Hypnosis laut Jöhren et al. ausweist.6 Bei ängstlichen Patienten oder bei Pa- tienten, die Wert auf eine besonders angenehme Zahnbehandlung legen, ist Hypnose schon jetzt eine gute Er- gänzung des zahnärztlichen Therapie- angebots. Spezialkenntnisse zur zahn- ärztlichen Hypnose und Kommunika- tion werden in mehrwöchiger Weiter- bildung erworben. Die praktische Übung und Erfahrung für den Zahnarzt bildet den Grundstein der Ausbildung in einem Hypnose-Curriculum. Ablauf einer Hypnosesitzung Vor der ersten Hypnosesitzung sollte ein ausführliches Beratungsgespräch stattﬁnden, um Sinn, Ablauf und Ziel der Hypnose zu klären. Dabei sind typische Befürchtungen der Patienten wie Erinnerungsverlust nach und Wil- lenlosigkeit während der Hypnose aus- zuräumen. Der Patient entspannt sich, verliert aber nicht die Kontrolle und beﬁndet sich in einem Zustand gestei- gerter Aufmerksamkeit. Während der sogenannten Lehr- oder Trainingshypnose hat der Patient die Gelegenheit, erste Erfahrungen mit der Hypnose zu machen, ohne bereits mit der zahnärztlichen Behandlung konfrontiert zu sein. Der Zahnarzt wie- derum kann die Eignung des Patienten prüfen. Tatsächlich sind 90 Prozent der Patienten hypnotisierbar. Nach erfolgreichem Abschluss der Hyp- nose beginnt beim nächsten Termin schließlich der eigentliche zahnmedizi- nische Eingriff. Begleitet von Entspan- nungsmusik und der ruhigen Stimme des Hypnotiseurs geht der Patient lang- sam in einen Trancezustand über. Durch schöne Bilder und die Suggestion einer angenehmen Schläfrigkeit verlangsa- men sich Atmung und Puls. Nach der Einleitungsphase beginnt die zahnärztliche Behandlung, die der Patient wie aus der Ferne wahrnimmt. Die feste Verankerung im sogenannten Entspannungsort, in den der Hypno- zahnarzt seinen Patienten geführt hat, mindert oder eliminiert die Schmerz- wahrnehmung. Der Zahnarzt beendet die Hypnose schließlich durch Rück- nahme der Suggestionen und Erinne- rungen an den Wachzustand. Auch nach der Hypnose fühlt sich der Patient entspannt und behält die Behandlung in guter Erinnerung. Kontraindikationen Wie bei allen Verfahren sind auch bei der Hypnose Kontraindikationen zu beachten. Beispielsweise bei Patien- ten, die Psychopharmaka nehmen, ist Hypnose nicht das Mittel der Wahl, da sowohl die Medikation als auch die Trance bestimmte Gehirnareale verän- t k a t n o K Dr. med. dent. Bianca Wirnharter Zahnarztpraxis Am Sonderbach 19 86735 Amerdingen Tel.: 09089 600 kontakt@zahnoase-wirnharter.de www.zahnoase-wirnharter.de 20 Prophylaxe Journal 1 | 2017 21
PARODONTAX® ZAHNPASTA REDUZIERT KLINISCH BEWIESEN PLAQUE, ZAHNFLEISCHBLUTEN UND -ENTZÜNDUNGEN Besuchen Sie uns auf der IDS vom 21. – 25. März 2017 in Köln, Halle H 11.3 Stand-Nr. G 20 Signiﬁ kant effektivere Plaqueentfernung zwischen den Zahnarztbesuchen alle 6 Monate* t r e w s g n a g s u A m o v % n i n o i t k u d e r e u q a P l n e t a n o M 6 h c a n 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 4x effektivere Plaque- entfernung** parodontax® Zahnpasta Kontrollzahnpasta **p < 0,0001 (mit 67% Natriumbicarbonat) (ohne Natriumbicarbonat) Empfehlen Sie Ihren Patienten parodontax® Zahnpasta für eine optimale Zahnﬂ eisch pﬂ ege zwischen den Zahnarztbesuchen. 6 1 0 2 r e b m e z e D : d n a t S 6 1 / 9 1 0 0 / C O G H C / E D H C *Entfernt mehr Plaque als eine herkömmliche Zahnpasta nach einer professionellen Zahnreinigung und bei zweimal täglicher Anwendung. Data on ﬁ le, GSK, RH02434, January 2015 22
ÜBERSICHT | PROPHYLAXEMARKT e d . e n g o l o c - s d i / e s s e m n l e o K © Die Prophylaxe der Zukunft wird exakt auf den individuellen Pa tienten abzielen und sich gleichzeitig unabhängiger von sei- ner individuellen Compliance bei der häuslichen Mundpﬂ ege machen. Das ist kein Gegensatz! Auch liegt diese Zukunft nicht in weiter Ferne, sondern zum Greifen nahe: vom 21. bis zum 25. März 2017, auf der Internationalen Dental-Schau in Köln – ein Überblick über aktuelle Trends und Innovationen. Dr. Christian Ehrensberger [Infos zum Autor] Literatur IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer deﬁ nierte Patientengruppen Dr. Christian Ehrensberger Es ist selbstverständlich, dass an erster Stelle die sorgfältige Inspektion steht. Ziel ist es, ein individuelles Ri- sikoproﬁ l zu erstellen. Die dafür ent- wickelte Diagnostik basiert auf einem hochspezialisierten Instrumentarium. Dazu zählen heute labor analytische wie bildgebende Verfahren – und hier neben hochauﬂ ösenden Intraoral- kameras und Fluoreszenzverfahren immer häuﬁ ger auch die digitale 3-D-Röntgenaufnahme sowie even- tuell eine Computer tomograﬁ e. Außerdem bieten spezialisierte Her- steller molekularbiologische sowie bio- chemische Diagnostiksysteme an, mit deren Hilfe die bei oralen (besonders parodontalen) Krankheitsgeschehen relevanten Keimspektren erfasst und individuelle Risiken analysiert werden können. Dazu gehören immer häuﬁ ger mikrobiologische oder immunologische Chairside-Tests (molekularbiologische Ampliﬁ kations verfahren auf Basis der Polymerase kettenreaktion einschließ- lich Realtime- PCR). Schmerzärmer für den Patienten – komfortabler für das Team Als professionelles Bioﬁ lmmanage- ment können das klassische Scaling 22 Prophylaxe Journal 1 | 2017 23
und Root Planing mit Handinstru menten ebenso zum Zuge kommen wie Ultra- schall- oder Pulverstrahl verfahren. Sie können beim Patienten auch die Schmer- zen während der Instrumentierung ver- mindern. Neuerdings sorgen temperierte Flüssigkeiten dafür, dass Reizungen bei kälte-/wärmeempﬁ ndlichen Geweben zusätzlich reduziert werden. Für das Prophylaxeteam gestaltet sich die Sitzung nicht zuletzt wegen der immer besseren Sicht komfortabler, denn die Ausleuch- tung (z. B. mit einem LED-Ring) ist heute bereits in die Geräte integriert. Die pro- fessionelle Prophylaxe erfolgt bedarfs- gerecht. Bei einigen Patienten genügt es zum Beispiel einmal pro Jahr, andere kommen alle zwei Monate zum Recall. Hier ist die Management-Kompetenz des Prophy laxeteams gefragt. Genauso individuell wie Diagnose und Prophylaxe in der Praxis gestaltet sich die häus liche Mundpﬂ ege. Das Team trägt mit seiner Beratung entscheidend dazu bei. Häusliches Bioﬁ lmmanage- ment – immer individueller Eine regelmäßige und korrekt durchge- führte Plaquekontrolle zu Hause stellt einen entscheidenden Baustein jedes Prophylaxekonzepts dar. Die Dental- industrie hält dafür eine Vielzahl von Hilfsmitteln bereit: von der Zahnseide über Interdentalbürsten, Zahnhölzer und die Handzahnbürste bis zur Elektrozahn- bürste – diese gegebenenfalls mit mo- tivationssteigernden Displays, Apps und integriertem Monitoring der individuel- len Zahnputzgewohnheiten. Für Träger von Prothesen, Implantaten oder kiefer- orthopädischen Apparaturen stehen eigens entwickelte Aufsteckbürsten zur Verfügung. Auch die Zungenreinigung mit Zungenschabern oder neuerdings auch -saugern gehört heute zur häus- lichen Mundpﬂ ege dazu. Bei Erkrankungen des Zahnhalteapparats kann im Rahmen einer Parodontalbe- handlung niedrigdosiertes Chlorhexidin (0,06 %) in Erwägung gezogen werden. Seine dauerhafte adjuvante Anwendung ist inzwischen akzeptiert.1 Dementspre- chend stehen für die häusliche Mund- pﬂ ege apothekenpﬂ ichtige chlorhexidin- haltige Zahnpasten zur Verfügung. PROPHYLAXEMARKT | ÜBERSICHT Prophylaxe bei Implantatpatienten Die Basis-Hilfsmittel für Patienten mit speziellen Bedürfnissen sind grundsätz- lich dieselben wie für den „ganz nor- malen“ Patienten. Es gibt jedoch hier und dort Unterschiede bzw. zusätzliche Unterstützung. So sind Interdentalbürstchen im Allge- meinen zu empfehlen. Manche Patien- ten haben allerdings Schwierigkeiten, sie in ihre Zahnzwischenräume einzu- führen – besonders an Implantaten. Speziell hier (und generell auch bei Kronen und Brücken) erleichtern dem Patienten jetzt kegelförmige „Interden- talfühler“ den Zugang. Man ﬁ ndet ihn einfach besser und gleitet mühelos in einen Interdentalraum nach dem ande- ren hinein. Andere Bürsten zeichnen sich durch eine geschwungene Form aus. Dies kann helfen, Implantate, Brücken, kieferorthopädische Apparaturen oder generell Molaren besser zu erreichen. Es versteht sich dabei von selbst: Entschei- dend ist, womit der Patient am besten zurechtkommt. Selbst bestimmte Zahnpasten hat man bereits speziell für die Bedürfnisse von Implantatträgern entwickelt. Sie be- wahren dank einer „aktiven Sauerstoff- technologie“ das natürliche Weiß der Zähne und verhindern die Bildung von © Koelnmesse/ids-cologne.de © Koelnmesse/ids-cologne.de Abb. 1: Eine immer bessere Ausleuchtung macht Vorbeugung und Behandlung für das Team immer komfortabler. – Abb. 2: Zur häuslichen Prophylaxe stehen viele konventionelle bis avancierte Hilfsmittel zur Verfügung. Prophylaxe Journal 1 | 2017 23 24
Newsletter zur IDS [Anmeldung] d . e n g o l o c - s d i / e s s e m n l e o K © Abb. 3: Alle Hilfsmittel zur häuslichen und professionellen Prophylaxe auf einen Blick – natürlich auf der Internationalen Dental-Schau in Köln. Farbunterschieden zwischen natürlichen und implantierten Zähnen. Darüber hi- naus kann das Schutzenzym Lactoferrin die Regeneration beschädigter Zellen unterstützen und die Bildung entzün- dungsfördernder Bakterien auch an den Stellen reduzieren, die der Patient mit der Zahnbürste nicht erreicht. Senioren rücken stärker in den Vordergrund Im Zuge der demograﬁschen Ent- wicklung wird in Zukunft nicht nur die Zahl der Implantatträger steigen. Man muss auch bei mehr Patienten Begleiterscheinungen mit dem Auftre- ten von alters bedingten Erkrankungen oder Medikamentennebenwirkungen rechnen, die eine hohe zahnmedizi- nische Relevanz haben. Auch dürften generell chronische Erkrankungen ein größeres Thema darstellen. Eine he- rausragende Komplikation besteht in vielen Fällen im Aspekt der Mund- trockenheit. Hypersalivation und da- durch ausgelöste Xerostomie können unter anderem nach Strahlen- und Chemotherapie, bei regelmäßiger Ein- nahme mehrerer Medikamente oder bei Diabetes mellitus auftreten. Hier kommt es darauf an, gemeinsam mit dem Patienten die für ihn geeigneten Reinigungsutensilien für die häusliche Anwendung zu deﬁnieren. Dabei sind insbesondere manuelle Einschränkun- gen zu beachten.2 Auf der Agenda für das Beratungs- gespräch stehen unter anderem die Zahnbürste (manuell/elektrisch), Inter- (in der individuell dentalbürstchen richtigen Größe!) und die Fluoridappli- kation (Zahnpasta, Mundspüllösung, Gel). Gegebenenfalls wird eine indi- viduelle Schiene angefertigt. Sie sorgt dafür, dass das Fluoridgel dicht an den Zahn adaptiert und so sicher an seinen Wirkort gelangt. Für die genannten Hilfsmittel bietet die Dentalindustrie eine breite Palette an Produkten. Ergänzt wird diese durch symptomatisch wirkende Speichel- ersatzmittel, welche vor allem über die nötigen viskoelastischen Eigenschaften für den Einsatz im Mund verfügen. Bei ultra hochdosierter Chemothera- pie kommt die Notwendigkeit einer professionellen antibiotischen und gegebenenfalls zusätzlich einer anti- mykotischen Therapie im oralen Bereich hinzu.3 In Zukunft im Fokus: Genuss und Ernährung Einen breiteren Raum bei der dentalen Prophylaxe dürften in Zukunft Aspekte der Ernährung einnehmen. Hier kommt es darauf an, insbesondere Parodonti- tispatienten zu einer gesunden Kost an- zuhalten.4 Sie sollte viele naturbelassene Nahrungsmittel enthalten (z. B. grünes Gemüse, Wildkräuter, Beeren) und reich an Vitamin C, Folsäure, Vitamin D, Kal- zium, Magnesium und Omega-3-Fett- säuren sein. Auch hier gilt: Es erfolgt eine immer zielgenauere Abstimmung der Maßnahmen auf den einzelnen Patienten. Gleichzeitig sichert das Team deren Effektivität durch medizinischen, persönlichen und technischen Support auf dem Stand der Wissenschaft und macht den Erfolg damit nicht zuletzt unabhängiger vom einzelnen Patienten, seinen persönlichen Einschränkungen, „Nachlässigkeiten“ in der häuslichen Mundpﬂege etc. Zu allen genannten Themenfeldern las- sen sich kaum an anderer Stelle so viele Informationen in so kurzer Zeit sam- meln wie auf der Internationalen Den- tal-Schau, 21.–25. März 2017, in Köln – die ideale Basis für die Optimierung der Konzepte und des Prophylaxeerfolgs in der eigenen Praxis. Auf den folgenden Seiten ﬁnden Sie eine Übersicht zum nationalen Prophy- laxemarkt. Als besonderen Service für Sie haben wir die IDS-Stände der Firmen im Überblick ergänzt. Anmerkung der Redaktion Die folgende Übersicht beruht auf den Angaben der Hersteller bzw. Vertreiber. Wir bitten unsere Leser um Verständnis dafür, dass die Redaktion für deren Rich- tigkeit und Vollständigkeit weder Ge- währ noch Haftung übernehmen kann. t k a t n o K Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V. Aachener Straße 1053–1055 50858 Köln www.vddi.de 24 Prophylaxe Journal 1 | 2017 25
Rundumschutz für schmerz empi ndliche Zähne* Bildet eine reparierende Schutzschicht* Anhaltende Schmerz linderung – in klinischen Studien bestätigt* Empfehlen Sie Ihren Patienten bei schmerzemp(cid:2) ndlichen Zähnen Sensodyne® Repair* & Protect 6 1 / 3 5 0 0 / O N E S H C / E D H C * Eine Schutzschicht wird auf den schmerzempfindlichen Bereichen der Zähne gebildet. Regelmäßige Anwendung, 2x täglich, liefert anhaltenden Schutz vor Schmerzempfindlichkeit. Mehr Informationen finden Sie unter www.sensodyne.de Besuchen Sie uns auf der IDS vom 21. – 25. März 2017 in Köln, Halle H 11.3 Stand-Nr. G 20 26
ÜBERSICHT | PROPHYLAXEMARKT Prophylaxemarkt Firma 3M ACTEON Aesculap Alfred Becht ALPRO MEDICAL American Dental Systems anti-infect A.R.C. Laser A. Schweickhardt/SCHWERT BEYCODENT Bioscientia bredent group Carestream Dental CARPEGEN Coltène/Whaledent CP GABA cumdente Curaden DENTAID Dentalline Dent-o-care dentognostics Dentsply Sirona DEXCEL PHARMA DIOP DMG Dr. Wolff Dr. Liebe Dürr Dental elexxion EMAG/Emmi Ultrasonic EMS GC GENDEX Greiner Bio-One GSK Hager & Werken Hain Lifescience Helmut Zepf Medizintechnik Henkel Henry Schein Dental Hentschel Dental Heraeus Kulzer HUMANCHEMIE Institut für Angewandte Immunologie intersanté/Waterpik Ivoclar Vivadent Johnson & Johnson KANIEDENTA KaVo Kerr Kettenbach l l l l l l l l l l l l l l l 4.2 G090–J099 10.2 M060–O069 10.1 C020–D029 11.1 C010–D011 11.2 M010–N011 4.2 G040 – 10.2 N059 10.2 O008 10.1 K049 – 11.1 B010–C029 10.2 T040–U049 – 10.2 P008–S019 11.3 K020–L029 10.2 N038–O039 11.3 K040–L069 11.3 J030–K039 – – 2.1 B090 10.2 + 11.2 11.3 H041 – 10.1 H040–J041 11.3 F020–G029 – 10.1 E030–G041 10.1 J030–K031 11.3 F038 10.2 L008–M019 11.2 N010–O019 – – 11.3 G020–J029 11.2 P008–Q009 – 10.1 C041 – 10.2 L040–N049 – 10.1 A008–C019 11.3 D038 – 11.3 J040–K049 11.3 A009–D039 – 10.2 T050–U051 10.1 G030–K029 10.1 J020–K029 10.2 O030–P031 und Materialien Fluoridierungs- u. lokale Desinfektionsmittel Mundpﬂegeprodukte Instrumente Ausrüstungen Geräte und Parodontitis-/Periimplantitis-Therapeutika Kombigeräte (Ultraschall/Pulverstrahl) Diagnostikgeräte (Karies/Speichel) Medizinische Halitosis-Produkte Zahnzwischenraumreinigung Mundduschen/Mundspülung Versiegelungsmaterialien Karies-/Paro-Diagnostika Elektrische Zahnbürsten Polymerisationslampen Ultraschallzahnbürsten Zahnpﬂegekaugummi Behandlungseinheiten Polierer/Polierpasten Prophylaxepasten Schallzahnbürsten Pulverstrahlgeräte Handzahnbürsten Ultraschallgeräte Bleachinglampen Scaler/Küretten Zungenreiniger Bleachinggel Zahncreme Halle, Gang, Stand zur IDS 2017 l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l 26 Prophylaxe Journal 1 | 2017 Die Marktübersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. – Stand: März 2016 27
PROPHYLAXEMARKT | ÜBERSICHT und Materialien Fluoridierungs- u. lokale Desinfektionsmittel Mundpﬂegeprodukte Instrumente Ausrüstungen Geräte und Parodontitis-/Periimplantitis-Therapeutika Kombigeräte (Ultraschall/Pulverstrahl) Diagnostikgeräte (Karies/Speichel) Medizinische Halitosis-Produkte Zahnzwischenraumreinigung Mundduschen/Mundspülung Versiegelungsmaterialien Karies-/Paro-Diagnostika Elektrische Zahnbürsten Polymerisationslampen Ultraschallzahnbürsten Zahnpﬂegekaugummi Behandlungseinheiten Polierer/Polierpasten Prophylaxepasten Schallzahnbürsten Pulverstrahlgeräte Handzahnbürsten Ultraschallgeräte Bleachinglampen Scaler/Küretten Zungenreiniger Bleachinggel Zahncreme Halle, Gang, Stand zur IDS 2017 l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l Firma KinderDent Kreussler Kuraray Europe LCL Biokey lege artis Pharma LOSER & CO mectron MEDA Pharma Megadent Deﬂogrip Gerhard Reeg Merz Dental MIP Pharma M&W Dental NSK NWD Gruppe ORALIA medical Oral-Prevent orangedental ORIDIMA Dentalinstrumente Parident ParoX Philips Planmeca Procter & Gamble PROFIMED (Paro) R-dental Ritter Concept Sanoﬁ Schlumbohm Schülke & Mayr Schütz Dental SHOFU Sigma Dental Systems Southern Dental Industries Stoma Dentalsysteme SUNSTAR Deutschland Tandex TePe TSpro ULTRADENT Dent.-Med. Geräte Ultradent Products Unilever USTOMED VDW VOCO W&H Whip Mix Europe WHITEsmile WinWin-Dental/dentcoat W + P Dental, Willmann & Pein Wrigley Oral Healthcare Program Zantomed Zhermack – 11.3 J020–K021 11.3 D010–E031 – 11.2 Q011 10.1 J050–K059 10.2 O040–P041 – 11.3 D034 10.2 T038–V039 – 10.2 M034 11.1 D030–F039 11.1 F040–H049 – 11.3 K025 11.2 M040–N051 10.2 R062 – – 11.3 G010–J019 11.1 G028–H029 11.3 G030–J039 2.1 F050 10.2 M039 11.3 B080–E081 – 10.2 U020 – 10.1 G010–H019 4.1 A040–B049 10.2 R038–S039 10.2 S059 10.2 U011 11.3 K030–L039 11.3 F040 11.3 J010–K019 11.3 E058 10.2 R030–S031 11.3 L009 11.3 G040 10.1 A040–B041 10.1 B050–C051 10.2 P010–S009 10.1 C018–D019 11.1 B050 11.3 F008–H009 – 3.2 A020–C029 – 11.2 Q029 11.3 E008–F011 Die Marktübersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. – Stand: März 2016 Prophylaxe Journal 1 | 2017 27 28
PRAXISMANAGEMENT m o c . k c o t s r e t t u h S / z u l d o o g © Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach dieser Devise gehen die zuständigen Behörden bei der Begehung von Zahnarztpra- xen vor. „Vertrauen“ muss der Zahnarzt hierbei vor allem seinen Mitarbeitern. Denn viele der Praxisbereiche, für die sich die Prüfer der Regierungspräsidien interessieren, fallen in den Aufgaben- bereich des Personals. Im Fokus stehen Hygienekette und Do- kumentation. Verständlicherweise sind diese ofﬁ ziellen Besuche nicht beliebt. Dennoch beginnen immer mehr Praxisbetreiber, die Begehung nicht ausschließlich negativ zu betrachten. Denn ein solcher Termin kann auch ein Anlass und Chance sein, das eigene QM-System, interne Abläufe und die Zusammen arbeit im Team zu hinterfragen – zum Nutzen aller Beteiligten. Praxisbegehung: Vom Ärgernis zum Motivationsinstrument Thies Harbeck Seit fast vier Jahren ist die ein- schlägige Verwaltungsvorschrift zum Medizinproduktegesetz mittlerweile rechtskräftig. Inhalt dieser Norm ist auch die Forderung eines Rahmen- überwachungsprogramms der Sozial- ministerien und die Erstellung eines Überwachungsplans auf der Ebene der Regierungspräsidien. Der Gesetzgeber hat damit sein Ziel, eine bundesweit einheitliche und qualitätsgesicherte Inspektion von Gesundheitseinrichtun- gen zu schaffen, weitgehend umge- setzt. Zu diesem Zweck verpﬂ ichteten die Regierungspräsidien beispielsweise neue Inspektoren, um die Prüfungen möglichst breitﬂ ächig ausführen zu können. Herrschte anfangs noch Ver- unsicherung, weil die Praxen nicht wussten, was bei einer Begehung auf die Teams zukommt, können inzwi- schen viele auf die Erfahrungswerte von Kollegen, die eine Be gehung ge- meistert haben, zurückgreifen. Dabei steht ein Faktor im Vordergrund: Wer die Abläufe in seiner Praxis regelmäßig kritisch hinterfragt, braucht eine Bege- hung nicht zu fürchten. Darüber hinaus bieten Dienstleister wie die OPTI Zahn- arztberatung GmbH simulierte Praxis- 28 Prophylaxe Journal 1 | 2017 29
begehungen und Fortbildungsveran- staltungen an, die zusätz liche Sicher- heit geben. Angesichts der Tatsache, dass die behördlichen Überprüfungen gemäß § 5 MPGVwV ausdrücklich auch unangekündigt durchgeführt werden dürfen, tun Zahnärzte gut daran, ihr Team umsichtig auf eine mögliche Be- gehung vorzubereiten. Vorbereitung mit Struktur Die Bereiche im Blickpunkt der Prüfer sind breit gefächert, wobei Dokumen- tation und Hygienemanagement zen- trale Schwerpunkte bilden. Ein effek- tiver Handlungsplan gilt als Schlüssel zum Erfolg – die Mitarbeiter gut für eine Begehung aufzustellen, ist hier - bei Chef sache. Üblicherweise wird der Inspektor Raum für Raum überprüfen und dabei auf häuﬁge Fehlerquellen achten. Auch wenn sich der Praxisbetreiber sicher ist, dass die Hygienekette lückenlos eingehalten und dokumentiert wird, kann der Blick eines externen Experten hilfreich sein und Struktur in die Vorbe- reitung bringen – auch weil Betriebs- blindheit in Zahnarztpraxen ebenso verbreitet wie schädlich ist. Oft geben Details den Ausschlag. Dies beginnt be- reits im Wartezimmer: Hier müssen die zuständigen Mitarbeiter beispielsweise sicherstellen, dass die dort ausgelegten Zeitschriften den Wartebereich nicht verlassen oder das Spielzeug in der Kin- derecke regelmäßig desinﬁziert wird. Offensichtlicher sind die relevanten Vorgaben im Aufbereitungsraum: Die strenge Trennung zwischen reinem und unreinem Bereich spielt hier ebenso eine Rolle wie die persönliche Schutzausrüs- tung (PSA) bei der Medizinpro- dukteaufbereitung. Blick für Details Themen im Zusammenhang mit der Praxisorganisation müssen jedoch gleichermaßen in die Vorbereitung für eine Kontrolle mit einbezogen werden. Hierzu zählen zum Beispiel Anamnese- bögen, das allgemeine Pro zedere bei Infektionskrankheiten, Arbeitsanwei- PRAXISMANAGEMENT sungen oder das Praxisorganigramm mit den Zuweisungen der Pﬂichten an das Team. Geschulte Spezialisten brin- gen ihre Erfahrung bei einer Kontrolle der Räume im Hinblick auf mögliche Beanstandungen ein und achten da- bei auch auf Kleinigkeiten, die dem Team nicht ohne Wei teres geläuﬁg sind. So zum Beispiel das Fehlen ei- nes vorgeschriebenen Spenders mit Desinfektionsmittel am Waschplatz im Röntgenraum. Bei einer solchen Bera- tung ergibt es Sinn, wenn die externen Experten eng mit der Hygienebeauf- tragten der Praxis zusammen arbeiten. Die Mitarbeiterin wird auf diese Weise zusätz lich dafür sensibilisiert, wie das QM-System in der Praxis auch in Zu- kunft stetig verbessert werden kann und gibt das erworbene Wissen an ihre Kollegen wei ter. Ein Ordner für einen strukturierten Aktionsplan leis- tet hierbei wertvolle Dienste. Viele Zahnärzte sind sich nicht der Tatsache bewusst, dass sie mit einer modernen Praxissoftware über ein vielseitiges In- strument verfügen, das sie einsetzten können, um die Dokumentation aller Abläufe in der Praxis zu verein fachen – ein weiterer Schritt in Richtung einer erfolg reichen Begehung. Fazit Jeder niedergelassene Zahnarzt hat es selbst in der Hand, sich und seine Mit- arbeiter gründlich auf eine behördliche Kontrolle vorzubereiten – sieht er die Praxis begehung weniger als lästiges Übel, sondern vielmehr als Chance, die Stärken und Schwächen in den täg lichen Abläufen zu erkennen, proﬁ- tiert er langfristig von diesem Prozess. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die positive Auswirkung einer gemein- sam gemeister ten Herausforderung auf das „Wirgefühl“ im Team. Thies Harbeck [Infos zum Autor] t k a t n o K OPTI Zahnarztberatung GmbH Gartenstraße 8 24531 Damp Tel.: 04352 956795 www.opti-zahnarztberatung.de © t o t a l l y p i c / S h u t t e r s t o c k . c o m Prophylaxe Journal 1 | 2017 29 30
PRAXISMANAGEMENT In der Gehirnforschung werden täglich zwischenmenschliche Inter - aktionen untersucht. Die Erkenntnisse lassen sich jedoch nicht nur auf unseren Alltag anwenden, sondern bringen ebenso ihren Nutzen für die beruﬂiche Kommunikation. Speziell für den Aspekt der Prophylaxebehandlung ergeben sich aus diesem Forschungs- bereich einige erfolgreiche Beratungsstrategien, mit denen das Ziel – allen voran die Motivation des Patienten – schneller und gleichzeitig langfristig erfolgreich erreicht werden kann. Herbert Prange [Infos zum Autor] Der Nutzen der Gehirnforschung in der Prophylaxesitzung Herbert Prange Eine bahnbrechende Erkenntnis in der modernen Gehirnforschung ist – und das ist unumstritten: Alle Informationen, die wir wahrnehmen, werden im lymbi- schen System (Zwischenhirn) mit Emo- tionen aufgeladen. Es gibt im Großhirn keine Information ohne Emotion (siehe u. a. Ernst Pöppel, Geheimnisvoller Kos- mos Gehirn). Oder anders gesagt: Jede Information hat eine Emotion, jeder Ge- danke hat eine Emotion. Diese Emotio- nen gehen entweder in Richtung „gut für mich“ oder in Richtung „schlecht für mich“. Gut für mich bedeutet „hin zu“ – Nähe aufbauen, Freude zeigen. Schlecht für mich heißt „weg von“ – Achtung, Gefahr, Misstrauen, Angst, Zurückhal- tung, Skepsis. Der bereits erwähnte Ernst Pöppel, Ge- hirnforscher aus München, meint, dass unser ganzes Gehirn für die Suche nach dem Schönen gebaut wurde, für das „Hin zu“-Programm. Das Leid müssten wir nicht suchen, denn es würde sowieso hinter jeder Ecke auf uns warten. Wenn wir im „Hin zu“-Programm sind, schüttet das Gehirn den Botenstoff Dopamin aus. Dopamin macht wach, ak ti viert uns, macht uns ungeduldig und – das ist das Bemerkenswerteste – es lenkt die Aufmerksamkeit auf alles, was uns nützlich erscheint und den nächsten Moment oder unser ganzes Leben verschönern könnte. Dopamin ist der Botenstoff, der uns nach Lösungen suchen lässt, wenn wir Probleme sehen. Dopamin sorgt für gute Laune und wird auch als Glücksbotenstoff bezeichnet (siehe Stefan Klein, Die Glücksformel). Wie können wir die Produktion von Do- pamin anheizen? Neben vielen kleinen gibt es zwei große und einfache Mög- lichkeiten: Neugierde wecken und Vor- freude erzeugen. Kleiner Tipp am Rande: Wenn Sie sich jeden Morgen auf etwas am Tag freuen, gehen Sie mit guter Laune in den Tag, Sie sind anziehender und denken lösungsorientiert. Kurzum: Sie meckern kaum noch und erzeugen somit weniger schlechte Gefühle bei anderen Menschen. Die Folge ist, dass mehr Menschen Ihre Nähe suchen und Sie weniger Menschen meiden. Chefs sollten deshalb nur gut gelaunt in die Praxis kommen, alle anderen Mitarbei- ter der Praxis natürlich ebenso. Die zweite große Erkenntnis der Ge- hirnforschung ist: Wir haben ein Bilder- gehirn (siehe Gerald Hüther, Die Macht der inneren Bilder). Wir denken in Bil- dern, unsere Millionen unbewusst emo- tional aufgeladenen Signale erzeugen ständig innere Bilder. Folglich wäre es von Vorteil, wenn Sie Ihre Kommunika- tion mit sprachlichen Bildern oder Fotos anreichern. Es gibt Rhetoriktrainings, in welchen das bildhafte Sprechen trai- niert werden kann. Als andere Möglich- keit sollten in der Praxis von jedem Pa- tienten Mundaufnahmen im Überblick und mit der Intraoralkamera gemacht werden – und zwar bei der Erstbefun- dung und im Behandlungsverlauf. Die dritte große Erkenntnis ist: Wir haben im Gehirn eine sogenannte Verhaltens- blockade, die einen Gedanken daran hin- dern soll, sogleich in die Tat umgesetzt zu werden. Menschen mit einer schwachen Verhaltensblockade sind häuﬁg stark überschuldet. Wir durchdringen diese Blockade dann, wenn wir beide Emoti- onsrichtungen aktivieren. Wir müssen erfassen, was wir vermeiden wollen, wel- che Katastrophe verhindert werden soll UND welche guten Gefühle und welches Schöne wir mit unserer Entscheidung und unserem Verhalten erwarten dürfen. Beides gehört zusammen, unser Gehirn aktiviert unser Handlungsprogramm im- mer im „Weg von“ und im „Hin zu“. Nach neuester Gehirnforschung ist es nicht ganz korrekt, nur den Vorteil, den Nut- zen oder das glorreiche Ziel darzustellen, sondern es ist besser, auch die Katastro- phe, das Leid, die schlechten Gefühle, die wir meiden wollen, anzusprechen. Wir entscheiden unser Verhalten zumindest unbewusst immer, wirklich immer, im „Weg von“ UND „Hin zu“. 30 Prophylaxe Journal 1 | 2017 31
Die erfolgreichste Beratungsstrategie sieht nun folgendermaßen aus. Der erste Schritt besteht in der Befundung des Istzustandes. Wenn die Mundpﬂ ege des Patienten optimal ist und die Zähne, das Zahnﬂ eisch, die Zunge, der Mundraum gesund sind, so wäre die Frage: Was tun, damit es so bleibt? Die Antwort könnte lauten: Regelmäßig zur Prophylaxe kom- men. Wenn aber beim Patienten Plaque, Zahnstein oder gar Blutungen und ge- rötetes Zahnﬂ eisch festzustellen sind, sollten Sie so vorgehen: Erster Schritt: der Befund Sie zeigen dem Patienten das Rönt- genbild und fragen ihn, ob er wissen möchte, was die hellen und dunkleren Flecken auf dem Bild bedeuten und ob er wissen will, was genau Ihre Unter- suchung mit der Sonde und die sonsti- gen Untersuchungen wie Plaquebefund und Sichtbefund ergeben haben. Mit „möchten Sie wissen“ wird die Neu- gierde geweckt und die Dopaminpro- duktion im Gehirn angekurbelt. Das gilt übrigens für das ganze Leben. Wenn der Patient sich jetzt vorbeugt und Sie fragend anschaut, zeigt er, dass er neugierig ist. Er ist jetzt aufmerksamer und – das wird sie überraschen – merkt sich Ihre Worte wesentlich besser. Dann stellen Sie mit wenigen Worten die Lage dar. Zeigen Sie ihm die Großaufnahmen und verweisen auf Plaque und andere Details, aber alles nur kurz und bündig. Zweiter Schritt: die Risikoanalyse Fragen Sie den Patienten (nach einer kleinen Atempause und einem proble- matisch wirkenden Gesichtsausdruck), was mit seinen Zähnen passiert, wenn keine Behandlung erfolgt. Der Patient muss in die Situation (ausgelöst durch Ihre Frage) gebracht werden, sich mit dieser Katastrophenfrage auseinander- zusetzen. Erläutern Sie ihm daraufhin die Risiken, beispielsweise: „Die Paro- dontitiskeime belasten Immun- system immer stärker, sie gefährden Ihr Herz-Kreislauf-System, sie sorgen bei Frauen auch für Fehlgeburten, bei Männern manchmal für Impotenz.“ Sie zeigen auf den Patientenmund, der Ihr © sfam_photo/Shutterstock.com vielleicht schon vor Entsetzen offen steht, bei Männern meistens mehr als bei Frauen. „In Ihrem Mund breiten sich die Keime weiter aus, sie verursachen weitere Karies, schwere Schäden am Zahnﬂ eisch und letztlich den Verlust von Zähnen. Außerdem kann Mund- geruch hervorgerufen oder zusätzlich unterstützt werden.“ Dritter Schritt: die Rettung, die Behandlung „Damit wir die Katastrophe verhindern und Sie wieder einen gesunden Mund mit einem frischen Atem haben, möchte ich mit Ihnen folgendermaßen vorge- hen.“ Ihr Behandlungsvorschlag sollte danach kurz, klar und eindeutig formu- liert werden. Zeigen Sie dem Patien ten Vorher-Nachher-Bilder von anderen Patienten, auf denen natürlich nur de- ren Mund zu sehen ist. Zunächst das Erstbefund-Bild: „Auf diesem Bild se- hen Sie einen Mund – vergleichbar mit ihrem Zustand.“ Dann das Nachher-Bild: „So sieht der Mund des Patienten nach einem Jahr aus und so (das dritte Bild) nach zwei Jahren. Der Patient kommt seit drei Jahren alle vier Monate zu mir – das ist das Erfolgsrezept.“ Das Gespräch darf insgesamt nicht länger als sechs Minuten dauern. Sie werden sich wundern, wie schnell Ihre Informationen in dieser kompakten Form gegeben werden können. Sie dürfen auf keinen Fall abschweifen oder etwas näher erläutern. Auch dür- fen keine Zwischenfragen des Patienten zugelassen werden, was Sie mit klaren Gesten verhindern können. Wichtig ist, dass Sie dieses Gespräch kurz halten, da sich das Gehirn nur maximal sieben Minuten auf ein Thema konzentrie- ren kann. Nach meistens schon sechs Minuten bleibt unser Gehirn oft am Gesagten hängen, verarbeitet es oder es denkt an etwas ganz anderes und gönnt sich eine Pause. In meinen Vorträgen demonstriere ich dieses Gespräch und empfehle immer, dass die Teilnehmer sich an dieses Drehbuch halten. Es lohnt sich, denn der Patient stellt anschließend kaum noch Fragen, da alle Teile seines Ge- hirns bedient wurden – das kritische Katastrophenmodul, das Lösungsmo- dul und das Handlungsmodul. Wie können wir nun Vorfreude, den zweiten Dopamin-Pusher, erzeugen? Sie könnten Ihre Terminerinnerung folgendermaßen formulieren: „Sehr geehrte Frau Meier, ich möchte Sie an Ihren nächsten Prophylaxetermin in unserer Praxis/Klinik am kommenden Donnerstag um 14 Uhr erinnern, damit Sie sich heute schon auf uns freuen können. Denn Sie wissen: Prophylaxe macht gesünder und attraktiver.“ Bei der Begrüßung dürfen Sie auch Ihre Patienten fragen, ob sie sich auf den Prophylaxetermin gefreut haben. Wenn nicht, so nehmen Sie dies zum Anlass, Ihre Patienten an den Termin zwei Tage vorher per SMS, Mail oder Sprachnach- richt zu erinnern. t k a t n o K Herbert Prange POM MALLORCA S.L. Psychologie · Organisation · Management Paseo de las Damas, 32 07609 Bellavista, Islas Baleares, Spanien info@ig-pom.com www.herbertprange.com Prophylaxe Journal 1 | 2017 31 32
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN Dürr Dental Premium-Prophylaxe-System erhält eigenständige Marke Dürr Dental steht für Premiumqualität bei Produkten und Services in vielen Bereichen des zahnärztlichen Alltags. Nun weitet das Unternehmen sein Angebot in die pro fes sionelle Prophylaxe aus – und dies mit einer eigenständigen Marke: Lunos®. Unter dem Motto „Das Beste hat System“ stehen bei Dürr Dental das partnerschaft liche Verhältnis zwischen Unternehmen und Pra- xis sowie aufeinander abgestimmte Produkte ganz oben. Da versteht es sich von selbst, dass bei der Entwicklung von Beginn an höchste Ansprüche an die medizinische Qualität, an die komfortable An- wendung und an die Patientenzufriedenheit gestellt worden sind. Das Prophylaxeteam kann die Vorteile des neu eingeführten Premium-Prophylaxe- Systems ab sofort nutzen. Das Portfolio reicht von der Mundspüllösung, dem Pulver strahlhandstück mit einzig- artigem Wechselkammerprinzip, über unter schiedliche Pulver und Pasten bis hin zum Wellnesstuch – eine neue Welt für die Zahnarztpraxis und für Dürr Dental! DÜRR DENTAL [Infos zum Unternehmen] DÜRR DENTAL AG Tel.: 07142 705-0 www.duerrdental.com IDS-Stand: 10.1, E030–G041 Dentsply Sirona Behandlungseinheit für einen schnellen Seitenwechsel Rechts- oder Linkshänder? Diese Frage spielt für die Arbeit an der Behand- lungseinheit INTEGO pro mit der Option „Turn“ keine Rolle. Sowohl Rechts- als auch Linkshänder können hier in opti- maler Behandlungsposition den Patienten versorgen. Der durchdachte Schwenk- mechanismus erlaubt in nur 15 Sekunden den Wechsel zwischen einer Rechts- und Linkshändereinheit. Behandler mit unter- Dentsply Sirona [Infos zum Unternehmen] schiedlicher Händigkeit können sich so die Behandlungs einheit teilen. Die Turn-Funktion wird durch Betätigen eines Fußschalters ausgelöst. Die Rücken- lehne des Patientenstuhls fährt dabei automatisch in die entsprechende Position. Die Drehbewegung erfolgt pro blemlos und platzsparend auf einem robusten Tragarm um die Rückenlehne des Patientenstuhls. Die optionalen Trayhalter und die Zusatz- ablage für die Intraoralkamera SIROCAM können jeweils gewechselt werden. Arzt- und Assistenzelement lassen sich sowohl bei der Schwebe tisch- als auch bei der Schwingbügel-Variante optimal positionieren – das ist ideal für die Allein- behandlung, wie sie bei der Prophylaxe üblich ist. Dentsply Sirona – The Dental Solutions Company Tel.: +43 662 2450-0 www.dentsplysirona.com IDS-Stand: 10.2, N010–U008 32 Prophylaxe Journal 1 | 2017 33
PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT GlaxoSmithKline – Consumer Healthcare Chlorhexidin unterstützt Behandlung von Gingivitis Im Rahmen der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstu- die (DMS V) wurden 4.609 Personen in vier Altersgruppen im Zeitraum von Oktober 2013 bis Juli 2014 untersucht. Die Studie zeigt, dass Karies erkrankungen stark rückläu- ﬁg sind. Jedoch leiden 64,3 % der untersuchten 75- bis 100-Jährigen mit Pﬂegebedarf unter Zahnﬂeischbluten. Laut DMS V können sich 29,6 % der Pﬂegebedürftigen nicht mehr alleine die Zähne putzen. Die Folge können Zahnﬂeischentzündungen sein. Die Gingivitis ist wiederum ein Risikofaktor für parodontale Erkrankungen. Chlorhexidinhaltige Produkte (z. B. Chlorhexamed® FORTE alkoholfrei 0,2 %) werden zur vorübergehenden unterstüt- zenden Behandlung von Gingivitis eingesetzt. Um schwer zugängliche Stellen im Mund gezielter zu behandeln, ist Chlorhexamed® auch als Mundsprühlösung (Chlorhexamed® FORTE alkoholfrei 0,2 % SPRAY) erhältlich. GlaxoSmithKline – Consumer Healthcare GmbH & Co. KG Tel.: 0800 6645626 www.chlorhexamed.de IDS-Stand: 11.3, G020–J029 Ultradent Products Zahnaufhellung einfach, professionell, vielfältig Ultradent Products [Infos zum Unternehmen] Zum Einstieg in die Zahnaufhellung, zur Ergänzung einer In-Ofﬁce-Behandlung, zur Auffrischung – Opalescence Go ist stets genau das Richtige. Oder auch zur Ergänzung einer PZR – so werden Zähne nicht nur sauber, sondern auch strahlen- der. Die vorgefertigten, gebrauchsfertigen Ultra- Fit Trays sind bereits mit einem 6%igen H2O2-Gel befüllt. Das Innen tray auf der Zahnreihe formt sich nach wenigen Minuten ideal an, bleibt während der 60- bis 90-minütigen Trage zeit formstabil und sitzt sicher und komfortabel. Bereits nach wenigen Anwen- dungen sind Aufhellungserfolge zu sehen. Als beliebte Aromen stehen Mint oder Melone zur Auswahl. Opalescence Go erspart Laborarbeiten und kann für den Patien- ten besonders preisgünstig kalkuliert wer- den. So ist es möglich, mehr Patienten zu hellen, schönen Zähne zu verhelfen – und der Praxis zu zahnbewuss- ten, treuen Patienten. Sie kennen Opalescence Go noch nicht? Die IDS 2017 in Köln ist die beste Gelegen- heit, dies zu ändern: Am Messestand von Ultradent Products kann man dieses „Bleaching to go“ kosten- los testen. Ultradent Products GmbH Tel.: 02203 3592-0 www.ultradent.com IDS-Stand: 11.3, L009 Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Prophylaxe Journal 1 | 2017 33 34
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN intersanté Beste Erfolge durch kombinierte Reinigung Zum Jahresbeginn gibt es von Waterpik® ein neues Dental-Center, wel- ches vom deutschen Vertriebspartner intersanté GmbH als Gesundheits- produkt bewusst lediglich über Zahnarztpraxen, Prophy laxe-Shops, ausgesuchte Fachgeschäfte und Apotheken vertrieben wird. Waterpik® hat in enger Zusammenarbeit mit Zahnärzten, Universitäten und Ingeni- euren dieses Kombigerät bestehend aus Munddusche plus elektrischer Schallzahnbürste entwickelt. Waterpik® Mundduschen entfernen 99,9 % des Plaque-Bioﬁlms. Ihre Qualität, Zuverlässigkeit und ihre positive Auswirkung auf die orale Ge- sundheit belegen mehr als 50 klinische evidenzbasierte Studien. Zum Zubehör gehören verschiedene, leicht austauschbare Düsenaufsätze mit unterschiedlicher Zweckbestimmung. Weitere separat erhältliche Produkte, speziell konzipiert für die Waterpik®-Mund duschen, sind das Reinigungspulver Redesept® (reinigt, entkalkt und entfernt Bakterien) und die antibakterielle Fertiglösung Xiro- Desept® mit 0,06 % CHX bei Zahnﬂeischentzündungen. intersanté GmbH Tel.: 06251 9328-10 www.intersante.de IDS-Stand: 11.3, J040–K049 GlaxoSmithKline – Consumer Healthcare Expertin für Zahnﬂeischschutz wird 80 Im Jahr 1937 erfand der deutsche Zahn- arzt Dr. Focke eine einzigartige Zahn- pasta, die hilft, Zahnﬂeischproblemen vorzubeugen. Seitdem setzt parodontax® auf die bewährte Formel und wurde gleichzeitig in jahrzehntelanger Forschung kontinuierlich weiterentwickelt. Dank des Putzkörpers Natriumbicarbonat wird der Zahnbelag nach einer Minute Putzzeit um 23 Prozent mehr reduziert als durch eine Standardzahnpasta ohne Natriumbicarbo- nat.1 Einen zusätzlichen Schutz vor Karies bietet das in der Zahnpasta enthaltene Natriumﬂuorid. Die bewährte Formel von parodontax® blieb erhalten und die Zahn- pasta ist heute Europas Nummer eins ge- gen Zahnﬂeischbluten.2 Mittlerweile gibt es vier Varianten der Zahnpasta, um auf die individuellen Bedürfnisse der Verbrau- cher einzugehen. 2017 feiert parodontax® ihr Jubiläum mit einem neuen, modernen Packungsdesign. 1 Akwagyriam I, et al. Poster 174485 presented at the International Association of Dental Research, Seattle, Wash. März 2013. 2 Nielsen, Global Track, Oktober 2014. GlaxoSmithKline – Consumer Healthcare GmbH & Co. KG Tel.: 0800 6645626 www.parodontax.de IDS-Stand: 11.3, G020–J029 Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 34 Prophylaxe Journal 1 | 2017 35
PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT Directa AB Absorber mit optimaler Feuchtigkeitskontrolle Mit DryDent® startet Directa eine Produktlinie von Speichel- absorbern mit optimaler Feuchtigkeitsregulierung und großem Komfort. Mit den Absorbern DryDent® Parotid und DryDent® Sublingual in Kombination mit gewöhnlichen Speichel saugern wird die Feuchtigkeits- regulierung signiﬁkant verbessert. DryDent® Parotid enthält keine Bindemittel und hat sehr weiche Kanten, die der Mundschleim- haut keinen Schaden zufügen. Die Patienten berichten über das komfortable Gefühl einer seidenweichen Oberﬂäche. Es ist dabei absolut formbestän- dig und erleichtert einen freien Behandlungsraum auch für län- gere Zeit. DryDent® Sublingual verringert die Verletzung der Mundschleimhaut. Das ab- sorbierende Material wird durch ein neues Ver- fahren gewebt, das ein Gefühl einer seidig weichen Oberﬂäche ergibt. Ein über diesem Speichelabsorber platzierter Speichel- absauger minimiert Schmerzen, Geräusche und hat eine beruhigende Wirkung durch reduzierte Schluckreﬂexe. [Infos zum Unternehmen] Directa Directa AB Tel.: 0171 5308153 www.directadentalgroup.com IDS-Stand: 10.1, C068–D069 Dr. Liebe Optimale Reinigung bei minimaler Abrasion Die medizinische Spezial-Zahncreme Pearls & Dents schafft das scheinbar Unmögliche: hocheffektive Zahnreinigung bei sehr gerin- ger Abrasion. Die enthaltenen Naturperlen rollen Beläge sogar aus engsten Zwischenräumen, an die die Zahnbürste nicht hinkommt, weg. Sie ist mit dem sehr niedrigen RDA-Wert von 321 als sanfte Zahncreme einzustufen und wurde ursprünglich für Träger fester Zahnspangen entwickelt, um Beläge auch an den Bracketrändern und unter den Metallbögen zu entfernen. Nur so kann an diesen schwer zugänglichen Stellen Karies infolge von Belägen vermieden werden. Optimale Kariesprophylaxe leistet das besondere Doppel- Fluorid-System. Pearls & Dents wird besonders empfohlen bei erhöh- ter Plaquebildung, von der zum Beispiel Raucher, Kaffee-, Tee- und Rotweingenießer betroffen sind. Ebenso ideal ist die Zahncreme für Träger fester Zahnspangen, bei Fissurenversiegelungen und Kunststofffüllungen, Kronen, Implantaten oder Brücken geeignet. 1 RDA-Wert (32) gemessen nach Messmethode „Züricher Modell“ (2014) Dr. Rudolf Liebe Nachf. GmbH & Co. KG Tel.: 0711 7585779-11 service@drliebe.de NSK Sichere und efﬁziente subgingivale Plaqueentfernung NSK [Infos zum Unternehmen] Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrungen in der Strömungslehre, die in der Turbinen- entwicklung gewonnen wurden, ist es NSK gelungen, eine sichere und höchst efﬁ- ziente Spraydruckmethode zu entwickeln, welche die schnelle und präzise Entfer- nung von Bioﬁlm im subgingivalen Bereich ermöglicht. anwender freundlich und ermöglicht einfachen Zugang in die Zahnﬂeischtaschen und eine für den Patienten so- wie auch für den Behandler komfortable Behandlung. Diese Eigenschaften machen den Perio-Mate zum Instrument der Wahl für die Be- handlung von Parodon titis und Peri implantitis. Die Kombination aus der grazilen Perio- Mate Düse mit einer schlanken, ﬂexiblen Plastikspitze macht die sub gingivale Be- handlung nicht nur sicherer, sondern bietet dazu auch eine außerordent liche Sicht und überragendes Handling. Denn die Form der hygie nischen Düsenspitze (Einmal produkt) ist NSK Europe GmbH Tel.: 06196 77606-0 www.nsk-europe.de IDS-Stand: 11.1, D030–F039 Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Prophylaxe Journal 1 | 2017 35 36
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN BLUE SAFETY Die zehn größten Probleme der Wasserhygiene – Teil 2 Bei Hygiene denkt jeder erst einmal an die sogenannte Oberﬂä- chenhygiene, also das Putzen und Desinﬁzieren von Wasch becken, Fußböden, Kopf- und Sitzﬂächen der Behandlungseinheit oder das Sterilisieren der Instrumente, da diese ja schließlich im Mund der Patienten zum Einsatz kommen. Das Gesetz verlangt es, der Chef will es, der Patient erwartet es und Sie möchten es auch liefern. Es soll alles perfekt sauber sein – außen hui. Doch es fehlt ein entscheidendes Glied in der Hygienekette: die Wasserhygiene. Zahnarztpraxen betreiben einen enormen Aufwand bei der Ober- ﬂächenhygiene, kennen sich aber beim Thema Wasserhygiene meist gar nicht aus. Ein Paradebeispiel: Die sterilen Instrumente werden an das verkeimte Wassersystem angeschlossen – also innen pfui. Wo liegt also das Problem, und welches sind die zehn größten Herausforderungen bei der Wasserhygiene? 9. Bioﬁlm-removing – toller Begriff – keine Wirkung? Bei Bio- ﬁlm-removing wird eine hohe Konzentration von Chemie durch die Wasserleitungen gejagt. Dabei werden auch Teile des Bioﬁlms abgelöst und ausgespült, jedoch nicht vollständig und nicht so, wie es die Trinkwasserverordnung vorsieht. 10. Hohe Kosten für ein unsichtbares Problem. Zahnarzt- praxen sind es gewohnt, dass der Dentaltechniker regel- mäßig vorbeischaut, Dinge repariert und in Rechnung stellt. So kommen auch beim Thema Wasserhygiene gern einige Tausend Euro pro Jahr zusammen, gerade wenn man die durch das korrosive Wasserstoffperoxid verursachten Kosten für verstopfte Hand- und Winkelstücke, teure Reparaturen, Ausfallzeiten und das häuﬁge Austauschen von Magnetventilen und -dichtungen berücksichtigt. 6. Pseudomonas ist immun gegen H2O2. Einige Mikroorga- nismen bilden sogar Resistenzen gegen H2O2 – also eine Wider standsfähigkeit gegenüber negativen äußeren Einﬂüssen, die deﬁnitiv nicht erwünscht ist. 7. Können Mikroorganismen ﬂiegen? Wie wichtig die Wasser- hygiene ist, zeigt die Gefahr durch die Verunreinigung der Luft. Denn Mikroorganismen, die von den wassergekühlten Boh- rern in die Luft verwirbeln, gelangen unsichtbar in die Atemwege der Patienten und Praxismitarbeiter, sie können also ﬂiegen. Da hilft auch kein Mundschutz, wenn er nicht gleichzeitig ein Nasen- schutz ist. 8. Der freie Auslauf als Problem. Keine Behandlungseinheit darf direkt mit dem Wassersystem verbunden sein. Deshalb schreibt der Gesetzgeber eine sogenannte freie Fallstrecke vor. Sie soll verhindern, dass kontaminiertes Wasser zurück ins Wasser- system gerät. Abgesehen davon, dass die meisten Behälter dazu nicht als Medizinprodukte zugelassen sind, sind sie Sammelbecken für Mikroorganismen und Pilze. BLUE SAFETY hat sich als Navigator für alle Fragen rund um die Wasserhygiene bewährt und sorgt mit dem SAFEWATER Hygiene konzept dafür, dass die Hygienekette von medizinischen Ein richtungen endlich wirksam, rechtssicher und kostenefﬁ - zient geschlossen wird. Das SAFEWATER Wasserhygienekonzept basiert auf einer automatisierten Anlagentechnologie, die mini- male Aufmerksamkeit vom Praxisteam erfordert, indem vor Praxis beginn alle Leitungen mit einer wirksamen Lösung durchgespült und alle Bioﬁlme nachhaltig entsorgt werden bzw. deren Neu bildung verhindert wird. [Infos zum Unternehmen] BLUE SAFETY Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen. BLUE SAFETY GmbH Tel.: 0800 25837233 www.bluesafety.com IDS-Stand: 2.2, A030–B039 Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 36 Prophylaxe Journal 1 | 2017 37
FÜR EIN STRAHLENDES LACHEN! Vorher Nachher © 2017 Ultradent Products, Inc. All Rights Reserved. ultradent.com/de 38
INTERVIEW Tobias Wilkomsfeld [Infos zur Person] Bei einem Herz-Kreislauf-Versagen spielt die Zeit eine entschei- dende Rolle: Werden rechtzeitig die richtigen Maßnahmen er- griffen, hat der Patient eine Überlebenschance von etwa 50 bis 70 Prozent. Doch diese sinkt rapide: um etwa zehn Prozent pro Minute. Es geht also tatsächlich um Minuten: Drei, vier, fünf Mi- nuten – mehr sind es nicht. Doch wenn es um das praxisinterne Notfallmanagement geht, herrscht vielerorts eine gefährliche Sorg losigkeit. Tobias Wilkomsfeld, Dozent für Notfallmedizin, stellt sich genau dieser Problematik und will aufklären, um zu retten. Wenn jede Minute zählt: Notfall in der Zahnarztpraxis Jürgen Isbaner medizinischen Notfällen pro Jahr. Und der muss ja gar nicht zwingend in der eigenen Praxis passieren. Wenn unten auf der Straße ein Unfall geschieht, kann es gut sein, dass als erstes der Zahnarzt zu Hilfe gerufen wird. Für einen Laien ist ein Arzt eben ein Arzt, egal ob Zahnarzt oder Haut arzt auf seinem Türschild steht. Wie kann das Praxispersonal eine solche Situation im Ernstfall am bes- ten bewältigen? Jeder Mitarbeiter sollte den organisa- torischen Ablauf und den Standort der Notfallausstattung kennen. Klare Handlungsanweisungen durch den Chef erleichtern das Arbeiten im Team. Was verstehen Sie unter dem „orga- nisatorischen Ablauf“? Es sollte eine Art „Drehbuch“ für den Notfall geben: Dieses muss eine klare Reihenfolge und feste Aufgabenberei- che für jeden Mitarbeiter beinhalten. Dabei geht es um Fragen wie: Wer in- formiert den Arzt? Wer holt die Not- fallausstattung? Wer ruft die 112 an und nimmt den Rettungsdienst in Emp- fang? Wer kümmert sich um den Pa- tienten? Wer um die Angehörigen und wartenden Patienten? Wie kann sich das Praxisteam auf einen möglichen Notfall vorbereiten? Neben einer guten Basisausstattung ist es sinnvoll, diese Akutsituation in- nerhalb der Praxis zu trainieren. Dafür gibt es ein interessantes Kurskonzept. Der Dozent kommt in Ihre eigenen Pra- xisräumlichkeiten. So ist es möglich, den Notfall mit dem eigenen Team, der eigenen Ausstattung und in den eigenen Räumlichkeiten zu trainieren. Welche Fehler werden in Bezug auf die Unterbringung der Notfallausstat- tung gemacht? Nach meiner Erfahrung haben viele Praxen das Material in Schubladen oder beispielsweise in zweckentfrem- deten Werkzeugkoffern untergebracht. Dabei müssen doch alle benötigten Mate ri alien innerhalb kürzester Zeit in der Pra xis oder auch im Hauslur einge- setzt werden können. Der gesamte In- halt sollte in einem System vorge halten werden – übersichtlich und geordnet. So entfallen hektische Such aktionen und die Situation wird entspannter. Welche Ausstattung ist Ihrer Meinung sinnvoll? Die Zahnärztekammer Nordrhein hat hier einen klaren Standpunkt. Sie hält Tobias Wilkomsfeld, Fit For Help www.it-for-help.com In seinen Seminaren bekommt To- bias Wilkomsfeld einen Satz besonders häuig zu hören: „Eigentlich brauchen wir keine Auffrischung, bisher ist ja auch nie etwas passiert.“ Dabei ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass auch in einer Zahnarztpraxis plötzlich ein Patient mit akuten Herz-Kreislauf- Problemen zu kämpfen hat … Wie häuﬁg kommt ein medizinischer Notfall in der Praxis eigentlich vor? Statistiken zufolge kommt es in einer Zahnarztpraxis durchschnittlich zu 1,15 38 Prophylaxe Journal 1 | 2017 39
sich an die Vorgaben der Berufsge- nossenschaft, diese fordert einen Verbandskasten nach DIN 13157. Indi- viduelle Risikoproi le der eigenen Pra - xis sollten jedoch berücksichtigt wer- den. Ich empfehle das Motto „Weniger ist mehr“. Ein gut sortierter Notfall - rucksack mit einigen Hilfsmitteln wie Be atmungsbeutel und Sauerstoff etc. ergänzen die praktischen Fähigkeiten des Arztes hervorragend. Des Weite- ren ist ein AED (Automatisierter Ex- terner Dei brillator) absolut empfeh- lenswert. Weshalb halten Sie den AED für so wichtig? Die neuen ERC-Leitlinien betonen be- sonders den frühen Einsatz eines De- i brillators. Etwa 70 Prozent der kolla- bierten erwachsenen Patienten weisen ein Kammerl immern auf. Bei dieser lebensbedrohlichen Herzrhythmusstö- rung kann man mit einer frühzeitigen Schockabgabe gute Erfolge erzielen. Pro Minute sinkt die Überlebenswahr- scheinlichkeit ansonsten um zehn Prozent. Außerdem leitet der AED das Praxispersonal akustisch und teilweise auch visuell zu den erforderlichen Maßnahmen an. Dies bietet eine gute Unterstützung im Ernstfall. Reicht es dann nicht aus, sich einfach einen AED zuzulegen und der Rest wird schon irgendwie klappen? Mit dem AED als technische Kom- ponente haben Sie erst 50 Prozent Handlungssicherheit erreicht, die wei- teren 50 Prozent betreffen den geschul- ten Umgang mit der Gesamtsituation. Deshalb ist es auch so wichtig, die Gesamtsituation innerhalb der Praxis zu schulen, und zwar mit dem Dei - bril lator. Sie führen seit mehreren Jahren in- terne Praxisseminare durch. Was ist Inhalt dieser Fortbildungen? Neben der individuellen praxisorien- tierten Fortbildung wird die Notfall- ausstattung überprüft und bei Bedarf sinnvoll ergänzt. Sollte ein internes Notfall management bestehen, wird dies beübt; ansonsten kann ein Konzept mit der Praxis erarbeitet werden. INTERVIEW Neu: ab Frühjahr 2017 NOTFALLMANAGEMENT IN DER ZAHNARZTPRAXIS! www.oemus.com/events Das Seminar wird praxisorientiert und lebendig nach aktuellen und erprobten Standards gestaltet. Der theoretische Anteil frischt das Wissen zu typischen Krankheitsbildern wie Herzinfarkt, Anaphylaxie et cetera auf. In der Praxis sorgt der Dozent für eine realitätsnahe Pa tientensimulation, das heißt, der Do- zent wird zum Patienten. Herzinfarkt und Co. können in der Übung ent- sprechend dargestellt und erstversorgt werden. Wir trainieren also unter ab - solut realistischen Bedingungen. Gibt es eigentlich eine Fortbildungs- pﬂ icht? Ja, die gibt es. Erstens muss im Rah- men des Qualitätsmanagements das notfallmedizinische Wissen regelmäßig aufgefrischt werden. Laut dem Euro- pean Resuscitation Council geraten die erworbenen Kenntnisse bereits nach drei Monaten langsam in Vergessen- heit. Mit einer jährlichen Auffrischung erlangt die Praxis die nötige Hand- lungssicherheit. Zusätzlich müssen die benannten Erst- helfer, laut Berufsgenossenschaft, alle zwei Jahre an einen Auffrischungskurs teilnehmen. Aber mal abgesehen von der Pl icht: Am schwierigsten ist es vermutlich für die allermeisten, sich Wissenslücken und mangelnde Routine erst einmal einzugestehen. Doch dieser falsche Stolz sollte niemanden davon abhalten, Schulungen zu besuchen und in der Praxis gemeinsam mit dem Per- sonal den Notfall zu Übungszwecken zu simulieren. Denn schließlich geht es doch darum, allen Patienten auch ab- seits der Zahnmedizin, in Situationen, in denen sie ihren Arzt am dringends- ten brauchen, die bestmög liche Ver- sorgung zukommen zu las sen. Um so womöglich ein Leben zu retten. Kursinhalte Notfallmanagement in der Zahnarztpraxis Theorie: • Wiederholung der allgemeinen notfallmedizinischen Grundlagen • Notfall-Algorithmen • internes Ablaufmanagement: „Wer macht was“ • Vertiefung der häui gsten Notfall- Krankheitsbilder mit Fallbeispielen • notfallmedizinische Ausstattung: „Was muss und was kann“ Praktische Übungen: • realitätsnahe Simulation von typischen Notfallsituationen in der Zahnarztpraxis • Patientenversorgung z. B. im Behandlungsstuhl (wenn Seminar in Praxis) • Notfalldiagnostik mit und ohne Hilfsmittel • Anwendung notfallmedizinischer Techniken wie Reanimation, stabile Seitenlage, Atemwegsmanagement • Umgang mit einem Automatisierten Externen Dei brillator (AED) • Umgang mit dem eigenem Notfall material Abschlussbesprechung: • Diskussion • Beantwortung offener Fragen • Evaluation von in der Vergangenheit stattgehabten Notfällen in Ihrer Praxis Termine 2017 Anmeldung • 10. Februar, Unna • 19. Mai, Trier • 15. September, Leipzig • 29. September, Berlin • 13. Oktober, Essen • 3. November, Wiesbaden • 1. Dezember, Baden-Baden Prophylaxe Journal 1 | 2017 39 40
EVENTS Abb. 1 Team Day 2016 [Bildergalerie] Am zweiten Adventswochenende, dem 2. und 3. Dezember, fand an der praxisHochschule Köln der zweite Team Day statt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr zum Thema Prophylaxe lag der Schwerpunkt 2016 bei der Parodontologie. Fachwissen und Teamgeist stärken: Parodontologie – Team Day Lisa Schmalz Auch 2016 stand der Teamgedanke wieder im Mittelpunkt der Veranstal- tungskonzeption, so boten praktische Workshops und Live-Demonstrationen am Freitag die Gelegenheit dazu, bewährte und neue Diagnostik- und Therapieverfahren kennenzulernen und im Team anzuwenden. Anspruch war es außerdem, Praxisteams mit den aktuellen Standards und neuesten For- schungsergebnissen auf den Gebieten der Mundhygiene, Prävention und Paro- wdontaltherapie vertraut zu machen so- wie Konzepte für eine efﬁziente und wir- kungsvolle Umsetzung für den Praxis- alltag vorzustellen. Der Workshop der Firma Sunstar beschäftigte sich mit der UPT als individuelle und risikoorientierte Nachsorgetherapie, DMG widmete sich der mikroinvasiven Kariestherapie und bei TSpro erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Zungenreinigung als integralen Bestandteil der PZR. Auch die praxisHochschule selbst war mit einem Workshop am Freitag vertreten, hier sprach Prof. Dr. Georg Gaßmann zur mobilen Betreuung von Senioren- Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Auch das Thema Parodontologie konnte nach dem Erfolg der ersten Ausgabe den Saal zum zweiten Team Day in Köln füllen. – Abb. 2: Hochkarätige Referenten erwarteten die Teilnehmer, wie z. B. Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel, … – Abb. 3: … Prof. Dr. Georg Gaßmann … – Abb. 4: … und Priv.-Doz. Dr. Moritz Kebschull. 40 Prophylaxe Journal 1 | 2017 41
I E G E Z N A Referent I Prof. Dr. Thorsten M. Auschill/Marburg 20 F O R T B ILDUN G S P E T K N U PARO UPDATE 2017 Behandlungsstrategien für den Praktiker Für Einsteiger, Fortgeschrittene und das Team 1A 1B Basiskurs für Zahnärzte Update der systematischen antiinfektiösen Parodontitistherapie Ein kombinierter Theorie- und Demonstrationskurs Kompaktkurs für das zahnärztliche Prophylaxeteam Update Prophylaxe und Parodontaltherapie Termine 2017 26. Mai 2017 15. September 2017 | 14.00 – 18.00 Uhr | Leipzig | 14.00 – 18.00 Uhr | Warnemünde E4 T K N U B ILDUN G S P F O R T Abb. 5 2 Fortgeschrittenenkurs inkl. Hands-on Einführung in die konventionelle und regenerative PA-Chirurgie Ein kombinierter Theorie- und Demonstrationskurs Termine 2017 27. Mai 2017 16. September 2017 | 09.00 – 16.00 Uhr | Leipzig | 09.00 – 16.00 Uhr | Warnemünde E8 T K N U B ILDUN G S P F O R T Abb. 6 Abb. 5 und 6: In der Industrieausstellung konnten sich die Teilnehmer in den Pausen über neue Trends und Produkte informieren und sich diese direkt vorführen lassen. heimen. Neben den wissenschaftlichen Leitern, Prof. Dr. Ralf Rößler und Prof. Dr. Georg Gaßmann, waren zum Haupt- kongress am Samstag weitere hoch- karätige Referenten geladen, u. a. Prof. Dr. James Deschner, Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel, Priv.-Doz. Dr. Stefan Fickl und Priv.-Doz. Dr. Moritz Kebschull. Zwi- schen den Vorträgen nutzten die Teil- nehmer umfangreich die Möglichkeit, in der Industrieausstellung die neuesten Informationen zu aktuellen Produkten zu erhalten sowie den kollegialen Aus- tausch zu pﬂegen. Zielgruppen der Veranstaltungsreihe sind neben bereits qualiﬁziertem Praxis- personal (ZMF, ZMP, DH) vor allem Praxisteams, Zahnmedizinische Fach- angestellte mit Weiterbildungsinteresse sowie die Alumni der praxisHochschule Köln. Die Inhalte der Vorträge, Work- shops und Live-Demonstrationen sind daher sowohl als allgemeiner Über- blick als auch so gestaltet, dass aus- gewählte fachliche Fragestellungen spezialisiert und vertiefend behandelt werden. Nach der gelungenen zwei- ten Ausgabe des Team Day und der bestehenden großen Nachfrage nach dieser Veranstaltung steht bereits der Termin für das Jahr 2017 fest. Der dritte Team Day an der praxisHochschule Köln wird am 1. und 2. Dezember 2017 stattﬁnden, dann erneut mit dem Schwerpunkt Prophylaxe. t k a t n o K OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 event@oemus-media.de www.oemus.com www.team-day.koeln 3 Masterclass inkl. Hands-on Ästhetische Maßnahmen am parodontal kompromittierten Gebiss (rot-weiße Ästhetik) – Aufbaukurs für Fortgeschrittene E8 T K N U B ILDUN G S P F O R T Termine 2017 12. Mai 2017 13. Oktober 2017 | 12.00 – 19.00 Uhr | Berlin | 12.00 – 19.00 Uhr | München Online-Anmeldung/ Kongressprogramm NEU www.paro-seminar.de Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir das Programm für die Kursreihe PARO UPDATE 2017 zu. Titel | Vorname | Name E-Mail (Für die digitale Zusendung des Programms.) Praxisstempel 7 1 / 1 J P Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de O EM U S M E D I A AG 42
TIPP | ABRECHNUNG Abrechnung der Periimplantitistherapie Dr. Dr. Alexander Raff Dr. Dr. Raff [Infos zum Autor] Anders als landläuﬁg angenommen stellt ein hohes Lebensalter für sich kein erhöhtes Periimplantitisrisiko dar. Pro - bleme entstehen insbesondere bei Men- schen im hohen Alter, wenn die richtige Mundhygiene nicht mehr geleistet wer- den kann. Für die Periimplantitisthera- pie wird ein vierphasiges Behandlungs- schema bestehend aus Initialtherapie, chirurgisch-resektiver Phase, augmen- tativ-rekonstruktiver und letztendlich der Recallphase gefordert. Berechnung der Initialtherapie Initialtherapie der Periimplanti- Die tistherapie umfasst das supra- und subgingivale, noch nicht eigentlich chirurgische mechanische Reinigen der Implantatoberﬂäche sowie die periim- plantäre chemische Desinfektion. Die Entfernung harter und weicher Zahnbeläge (eigentlich richtigerweise Implantatbeläge) und deren Nachkont- rolle/Nachreinigung sind von den GOZ- Nrn. 4050 und 4060 mit umfasst. Das chirurgische Entfernen subgingivaler Konkremente wird ebenfalls seit 2012 von der GOZ-Nr. 4070 mit umfasst. Zu beachten ist, dass bei diesen Be- lagsentfernungen am Implantat dies immer den einwurzeligen Leistungs- inhalten (GOZ-Nrn. 4050, 4070) zu- geordnet wurde, womit ein Ansatz der GOZ-Nr. 4055 oder 4075 daher auch dann, wenn das Implantat anstelle eines mehrwurzeligen Zahnes im hin- teren Mundbereich implantiert wurde, nicht möglich ist. Die 2012 neu ge- schaffene GOZ-Nr. 1040 (Professionelle Zahnreinigung) beinhaltet ebenfalls in ihrer Leistungslegende das Implantat, sodass eine PZR an Implantaten eben- falls nach der GOZ-Nr. 1040 berechnet werden muss. Die Leistungslegende der neu geschaf- fenen GOZ-Nr. 4025, also die subgin- givale medikamentöse antibakterielle Lokalapplikation, ist eindeutig auf den Zahn begrenzt. Insofern sind derartige subgingivale Desinfektionsmaßnahmen (z. B. mit PerioChip®, mit CHX-Gel oder mit lokalen Antibiotikazubereitungen) an Implantaten nicht von der GOZ-Nr. 4025 umfasst und müssen nach § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden. Berechnung der chirurgisch-resektiven Therapien Die Berechnung der chirurgisch-resekti- ven Periimplantitistherapie wird in der GOZ fast ausnahmslos nicht abgebildet. Dies liegt daran, dass die hierzu ent- wickelten Verfahren bei der GOZ-Reform 2012 so gut wie nicht berücksichtigt worden sind. Lediglich bei der Osteo- plastik nach der GOZ-Nr. 4136 wird das Implantat erwähnt. Dies bedeutet, dass bei allen anderen Methoden der chi- rurgischen Periimplantitistherapie auf die Analogberechnung nach § 6 Abs. 1 GOZ zurückgegriffen werden muss: – Die Implantatplastik (Implantoplas- tik) ist als selbstständige Behand- lungsmaßnahme in der GOZ nicht beschrieben. – Die aus der Parodontologie bekannte Lappenoperation umfasst ausweis- lich der Leistungslegenden der GOZ- Nrn. 4090 und 4100 nur die Zähne und deren Parodontium und wurde 2012 nicht um Implantate oder peri implantäres Gewebe erweitert. Ebenso ist bei der Ginigivoplastik oder Gingivektomie, bei der über- schüssiges Zahnﬂeisch entfernt wird, nur vom Parodontium die Rede, wel- ches bei einem Implantat nicht vor- handen ist. – Laserunterstützte Verfahren zur Rei- nigung und Dekontamination des periimplantären Gewebes oder der Implantatoberﬂäche sind in der GOZ 2012 ebenfalls nicht erwähnt. Bei all diesen verschiedenen Periim- plantitistherapien ist nach § 6 Abs. 1 GOZ eine nach Art, Kosten- und Zeit- aufwand gleichwertige Leistung heran- zuziehen. m o c . k c o t s r e t t u h S / a m m m o r © 42 43
I E G E Z N A Berechnung der augmentativ- rekonstruktiven Therapien Bei der Verwendung von Knochenersatzmaterialien im Zusammenhang mit einer Periimplantitis ist die Angabe eines Implantates in der Leistungsbeschreibung der GOZ- Nr. 4110 fachlich nicht nachvollziehbar, da in diesem Fall gar kein regenerationsfähiges Paro dontium bzw. Wurzel- zement und Desmodont existiert. Es liegt somit kein paro dontaler Defekt vor. Auch bei einer Auffüllung einer Extraktionsalveole im Sinne einer „Socket Preservation“ ist kein Parodontium vorhanden. Somit fällt weder das Auffüllen einer periimplantären Knochentasche noch die „Socket Preservation“ unter die Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 4110. Diese Maßnah- men sind analog nach § 6 Abs. 1 GOZ berechenbar. Im Zusammenhang mit einer periimplantären Knochen- tasche ist das Einbringen von Knochen aus dem Opera- tionsgebiet nach GOZ-Nr. 9090 berechenbar und/oder die Einbringung von Knochen ersatzmaterial analog nach § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen. Bei Entnahme von Kno- chen außerhalb des Aufbaugebietes ist die GOZ-Nr. 9140 je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechenbar. Dabei ist wesentlich, dass die GOZ-Nr. 9090 auch die Knochen- entnahme beinhaltet und neben der GOZ-Nr. 9140 nur dann berechnungsfähig ist, wenn beide Knochenentnah- mestellen separat liegen. Wird bei der Periimplantitistherapie zur Behandlung eines Knochendefekts eine knochenregenerative Membran ver- wendet, so wird dies nach der GOZ-Nr. 4138 berechnet. Weitere zusätzliche Maßnahmen im Rahmen einer Periimplantitistherapie Gegebenenfalls sind im Rahmen einer Periimplantitisthera- pie zusätzliche Maßnahmen wie z. B. die Full Mouth Disin- fection, deren Ziel die Vermeidung der bakteriellen Rekolo- nisation aus anderen Schlupfwinkeln (Zunge, Schleimhäute etc.) ist, oder aber eine Photodynamische Therapie indi- ziert. Auch hierbei handelt es sich um gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnende Behandlungsmaßnahmen, da diese in der GOZ ebenfalls nicht beschrieben sind. Diese Ausführungen basieren auf dem GOZ-Kommentar von Liebold/Raff/Wissing. t k a t n o K Dr. Dr. Alexander Raff Zahnarzt/Arzt Mitherausgeber „DER Kommentar zu BEMA und GOZ“ Kontakt über: Asgard-Verlag Dr. Werner Hippe GmbH 53757 Sankt Augustin Tel.: 02241 3164-10 www.bema-goz.de KURSE Hygiene QM SEMINAR A wird unterstützt durch: Online-Anmeldung/ Kursprogramm Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de O EM U S M E D I A AG www.praxisteam-kurse.de inkl. umfassendem Kursskript! SEMINAR A WEITERBILDUNG UND QUALIFIZIERUNG HYGIENEBEAUFTRAGTE(R) FÜR DIE ZAHNARZTPRAXIS 20-STUNDEN-KURS MIT SACHKUNDENACHWEIS Referentin: Iris Wälter-Bergob/Meschede Seminarzeit: Freitag, 12.00 – 19.00 Uhr und Samstag, 9.00 – 19.00 Uhr 24-STUNDEN-KURS MIT SACHKUNDENACHWEIS Konstanz und Baden-Baden Referentin: Iris Wälter-Bergob/Meschede Seminarzeit: Freitag, 10.00 – 19.00 Uhr und Samstag, 9.00 – 19.00 Uhr * NEUE SEMINARZEITEN Konstanz und Baden-Baden SEMINAR B AUSBILDUNG ZUR QUALITÄTSMANAGEMENT-BEAUFTRAGTEN QMB Referent: Christoph Jäger/Stadthagen, Seminarzeit: 9.00 – 18.00 Uhr inkl. umfassendem Kursskript! Organisatorisches SEMINAR A Kursgebühr ZA (pro Kurs) inkl. Kursskript Kursgebühr ZAH (pro Kurs) inkl. Kursskript Teampreis ZA+ZAH (pro Kurs) inkl. Kursskript Tagungspauschale** (pro Kurs/Person) SEMINAR B Kursgebühr (pro Kurs) inkl. Kursskript Tagungspauschale** (pro Kurs) 275,– € zzgl. MwSt. 224,– € zzgl. MwSt. 448,– € zzgl. MwSt. 118,– € zzgl. MwSt. 109,– € zzgl. MwSt. 59,– € zzgl. MwSt. i , n e s u a p e e f f a K t e t l a h n e b e a h c s u a p s g n u g a T e D * * i l . g n u g r o s r e v s s b m i I , e k n ä r t e g s g n u g a T Faxantwort an 0341 48474-290 Für das Seminar A (Weiterbildung und Qualiﬁ zierung Hygienebeauftragte[r]) oder das Seminar B (Ausbildung zur QM-Beauftragten) melde ich folgende Personen verbindlich an. Bitte beachten Sie, dass Sie pro Termin nur an einem Seminar teilnehmen können: Seminar A Unna Hamburg Berlin Trier Warnemünde Leipzig Konstanz Berlin Essen Wiesbaden Baden-Baden 10./11.02.2017  05./06.05.2017  12./13.05.2017  19./20.05.2017  26./27.05.2017  15./16.09.2017  22./23.09.2017*  29./30.09.2017  13./14.10.2017  03./04.11.2017  01./02.12.2017*  Seminar B 11.02.2017  05.05.2017  12.05.2017  27.05.2017  16.09.2017  23.09.2017  29.09.2017  14.10.2017  02.12.2017  Hamburg Titel | Vorname | Name Praxisstempel Titel | Vorname | Name Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Veranstaltungen 2017 erkenne ich an. Datum/Unterschrift 7 1 / 1 J P E-Mail (Bitte angeben, Sie erhalten Ihr Zertiﬁ kat per E-Mail.) 44
TIPP | ABRECHNUNG Professionelle Prothesenreinigung Judith Müller Genau wie die eigenen Zähne be- nötigen auch Prothesen eine ständige Reinigung. Neben der häuslichen Pﬂ ege bietet die Zahnarztpraxis oder das Dentallabor die profes sionelle Prothe- senreinigung an. Die Prothesenreinigung ist weder im BEMA noch in der Gebührenordnung für Zahnärzte geregelt. Die Gebüh- rennummern GOZ 4050, 4055 (Ent- fernung harter und weicher Zahn- beläge) scheiden zur Berechnung aus, der Leistungsinhalt bezieht sich nicht auf herausnehmbaren Zahnersatz, sondern auf Zähne, Implantate sowie Brückenglieder. Auch die GOZ 1040 (Professionelle Zahnreinigung) ist für die Reinigung von Prothesen nicht be rechenbar. Wichtig ist es, zwischen GKV- und PKV-Patienten zu unter- scheiden. Wünscht ein gesetzlich ver- sicherter Patient Leistungen, die nicht im Leistungskatalog der ge setzlichen Krankenversicherung enthalten sind, muss zunächst gemäß § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 (7) EKV-Z eine Privat- vereinbarung getroffen werden. Der Zahnarzt hat verschiedene Mög- lichkeiten, die Prothesenreinigung zu berechnen: – Analogleistung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ – Verlangensleistung gemäß § 2 Abs. 3 GOZ – Eigenlaborleistung gemäß § 9 GOZ. Der Zahnarzt muss also zuerst entschei- den: Handelt es sich um eine zahnme- dizinisch notwendige Leistung oder um eine Wunschbehandlung des Pa- tienten? Zahnmedizinisch notwendige Leistungen, die nicht in der GOZ ent- halten sind, werden grundsätzlich nach § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet. Die Analogziffer wird durch den Behandler in di vi duell nach Art, Kosten und/oder Zeit aufwand ermittelt. Alle Leistungen, die nicht zahnmedizi- nisch indiziert sind und allein auf Ver- langen des Patienten erbracht werden, müssen vor der Behandlung gemäß § 2 Abs. 3 GOZ schrift lich in einem Heil- und Kostenplan verein bart wer- den. Die einzelnen Leistungen und die Vergütung werden aufgeführt und mit dem Hinweis versehen, dass es sich um Leistungen auf Verlangen handelt und eine Erstattung möglicherweise nicht gewähr leistet ist. Die Kennzeichnung der Leistun gen auf der Rechnung wird gemäß § 10 Abs. 3 GOZ mit dem Zusatz „V“ oder „auf Wunsch“ versehen. Im § 9 GOZ ist der Ersatz von Auslagen geregelt, welche durch zahntechnische Leistungen entstanden sind: „Neben den für die einzelnen zahnärztlichen Leis- tungen vor gesehenen Gebühren können als Auslagen die dem Zahnarzt tatsäch- lich entstandenen angemessenen Kosten für zahntechnische Leistungen berechnet werden, soweit diese Kosten nicht nach den Bestimmungen des Gebührenver- zeichnisses mit den Gebühren abgegol- ten sind.“ Es ist unerheblich, ob es sich um Aufwendungen für das Eigen- oder Fremdlabor handelt. Zahntechnische Leistungen werden betriebswirtschaft- lich kalkuliert, es gibt keine Preisbindung. Fazit Nur zahnmedizinisch indizierte Leis- tungen sind umsatzsteuerfrei! Alle Tätigkeiten, für die keine medizinische Notwendigkeit besteht, unterliegen der Umsatzsteuerpﬂ icht. Auch bei ei- ner Berechnung gemäß § 9 GOZ im Eigenlabor könnten steuerliche Zah- lungen ab einer bestimmten Umsatz- höhe auf den Behandler zukommen. Nur wenn eine zahnärztliche Praxis der Kleinunternehmerregelung unter- liegt, braucht der Zahnarzt keine Um- satzsteuer auszuweisen und sie auch nicht abzuführen. Als Kleinunterneh- men gelten Praxen, wenn der Umsatz der umsatzsteuerpﬂ ichtigen Leistungen im Vorjahr 17.500 EUR nicht überschrit- ten hat bzw. im laufenden Ka lenderjahr 50.000 EUR nicht übersteigt. Judith Müller [Infos zur Autorin] büdingen dent [Infos zum Unternehmen] © Darren Baker/Shutterstock.com 44 t k a t n o K büdingen dent ein Dienstleistungsbereich der Ärztliche VerrechnungsStelle Büdingen GmbH Judith Müller Gymnasiumstraße 18–20 63654 Büdingen Tel.: 0800 8823002 info@buedingen-dent.de www.buedingen-dent.de 45
MESSEGUIDE APP ZUR IDS So wird die Ausstellersuche zum Kinderspiel TODAY MESSEGUIDE ONLINE www.messeguide.today m o c . k c o t s r e t t u h S / n e s s a c . r l © today Messeguide Der Messeplaner für die Dentalbranche  Ausstellerverzeichnis  Messenews  Produkte  Schnellsuche  Unternehmen  Hallenplan  Merkliste O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-0 · info@oemus-media.de 46
NEWS Forschung Alzheimer-Medikament verschließt Karieslöcher Tideglusib heißt das Medikament, welches bereits als potenziel- les Mittel gegen Demenz an Patienten klinisch getestet wurde. Ein Team von Wissenschaftlern des Kings College London untersuchte Tideglusib im Zusammenhang mit Zahnregenerierung und konnte erstaunliche Ergebnisse erzielen. In einer Versuchsreihe mit Mäusen wurden biologisch abbau- bare Schwämme im besagten Mittel getränkt und in die Zahnlöcher einge- setzt. Anschließend wurde das Loch mit einer schützenden Schicht über- deckt. Nach sechs Wochen hatte sich der Schwamm komplett aufgelöst und das 0,13 mm große Loch vollständig mit Dentin gefüllt. Vorangegangene Studien haben bereits gezeigt, dass das Medikament die Stammzellen anregt und so die Bildung von Dentin beschleunigt wird. Ob dieses Verfahren auch zur Regeneration größerer Löcher dient, wollen die Wissenschaft- ler nun untersuchen. Aktuell wird das Vorgehen an Rattenzähnen getestet. Bei einem Erfolg sollen noch dieses Jahr Versuche an menschlichen Zähnen stattﬁnden. k .c o o c © Soponpotsit/Shu t t e r t s m © Toa55/Shutterstock.com Erklärvideo für Angehörige Tipps für die Zahnpﬂege bei Menschen mit Behinderung Zähne sind wichtig für die Allgemeingesundheit und das Wohlbeﬁn- den. Zahnpﬂege und Mundhygiene gehören deshalb zum täglichen Pﬂegeritual. Wenn bei Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung die eigene Mundpﬂege beeinträchtigt ist, ist individu- elle Hilfestellung nötig. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und das Zentrum für Qualität in der Pﬂege (ZQP) haben gemeinsam die wichtigsten Hinweise zur Mund- und Zahnpﬂege in Kurzﬁlmen zusammengefasst, die vor allem pﬂegende Angehörige bei der Mundpﬂege unterstützen sollen. Dreikopfzahnbürste oder Griff- verstärkung für die Zahnbürste – es gibt einige Tipps, die dabei helfen, die Mundgesundheit von Pﬂegebedürftigen und Menschen mit Behinderung zu erhalten. Alle zwölf Kurzﬁlme sind bei YouTube, Stichwort Bundeszahnärztekammer, zu ﬁnden. Quelle: ZWP online Quelle: BZÄK Messehighlights per E-Mail Tägliches News-Update zur Internationalen Dental-Schau in Köln Während der 37. Internationalen Dental-Schau in Köln erhalten alle Empfänger der bekannten ZWP online-Newsletter täglich einen Newsletter, der aktuell über das Messegeschehen, Messehighlights und Neuigkeiten informiert. Bestandteil des Newsletters sind ne- ben Text- und Video-Beiträgen sowie Bildergalerien und Events in Köln auch die aktuellen Tagesausgaben der internationalen Messe- zeitung „today“ in der E-Paper-Version bequem zum Online-Lesen. Ob PC, Tablet oder Smartphone – die wichtigsten News des Tages zur IDS und das, was morgen passiert – mit www.zwp-online.info ist man up to date. Quelle: ZWP online Newsletter zur IDS [Anmeldung] 46 Prophylaxe Journal 1 | 2017 47
E16 T K F O R T N U B ILDUN G S P MUNDHYGIENETAGE 2017 TERMINE 5./6. Mai 2017 in Hamburg – EMPIRE RIVERSIDE HOTEL 29./30. September 2017 in Berlin – Maritim Hotel WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG Prof. Dr. Stefan Zimmer/Witten MUNDHYGIENETAGE 2017 5./6. Mai 2017 Hamburg – EMPIRE RIVERSIDE HOTEL ONLINE-ANMELDUNG / KONGRESSPROGRAMM 29./30. September 2017 Berlin – Maritim Hotel www.mundhygienetag.de THEMA Mundhygiene im Trend HAUPTVORTRÄGE Samstag, 6. Mai 2017 – Hamburg, Samstag, 30. September 2017 – Berlin 09.00 – 09.10 Uhr Eröffnung 09.10 – 09.50 Uhr Prof. Dr. Stefan Zimmer/Witten Elektrozahnbürsten 09.50 – 10.30 Uhr Prof. Dr. Stefan Zimmer/Witten Zahnpasta – Die Allzweckwaffe der oralen Prävention 10.30 – 11.15 Uhr Pause/Besuch der Industrie ausstellung 11.15 – 12.00 Uhr Priv.-Doz. Dr. Mozhgan Bizhang/Witten Wo die Zahnbürste nicht ausreicht: besondere Hilfsmittel für die Pﬂege von Interdental räumen und Zunge 12.00 – 12.45 Uhr Prof. Dr. Nicole B. Arweiler/Marburg Häusliche Prophylaxe bei Risikopatienten: Was empfehle ich wem? 12.45 – 13.15 Uhr Priv.-Doz. Dr. Gregor Petersilka/Würzburg Gut geputzt und dennoch krank? Weshalb Mundhygiene und Parodontitis (nicht) zusammenhängen 13.15 – 14.30 Uhr Pause/Besuch der Industrie ausstellung 14.30 – 15.15 Uhr Prof. Dr. Thorsten M. Auschill/Marburg Inﬁltrationstherapie zur Behandlung ﬂuorotischer Veränderungen 15.15 – 16.00 Uhr Priv.-Doz. Dr. Gregor Petersilka/Würzburg Supra- und subgingivale Irrigation: Was kann die „Munddusche“ wirklich leisten? 16.00 – 16.15 Uhr Abschlussdiskussion oemus media ag SEMINAR QMB Freitag, 5. Mai 2017 – Hamburg, Freitag 29. September 2017 – Berlin 09.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausen) Ausbildung zur zertiﬁzierten Qualitätsmanagement-Beauftragten QMB Christoph Jäger/Stadthagen Kursinhalte QM-Grundwissen | Gesetzliche Rahmenbedingungen | Grundlagen zur QM-Doku- mentation (Workshop 1: Wir entwickeln den Aufbau eines einfachen QM-Handbuches, Workshop 2: Wir entwickeln ein einfaches Inhaltsverzeichnis) | Praxisabläufe leicht gemacht | Die wichtigsten Unterlagen in einem QM-System (Workshop 3: Wir ent - wickeln unser erstes Ablaufdiagramm) | Der PDCA-Zyklus als Motor eines QM-Systems | Das Risikomanagement (Workshop 4: Gemeinsam bearbeiten wir MUSTER-Risiko- analysen) | Verantwortung und Organisation (Workshop 5: Eine einfache Verantwor- tungstabelle kann helfen, Workshop 6: Ein Organigramm gibt Klarheit innerhalb der Praxisorganisation) | Wissenswertes zu Belehrungen | Symbole, Piktogramme und Kennzeichnungen | Staatliche Fördermittel für eine Praxisberatung | Download der neuen Unterlagen aus dem Internet | Wissensabfrage der QMB-Ausbildung mit einem Multiple-Choice-Test Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test inkl. umfassendem Kursskript SEMINAR HYGIENE 5./6. Mai 2017 – Hamburg, 29./30. September 2017 – Berlin Freitag: 12.00 – 19.00 Uhr (inkl. Pausen) Samstag: 09.00 – 19.00 Uhr (inkl. Pausen) Weiterbildung und Qualiﬁzierung Hygienebeauftragte(r) für die Zahnarztpraxis Iris Wälter-Bergob/Meschede Kursinhalte Einführung in die Hygiene | Einführung in die Grundlagen der Bakterio logie und Mikro- bio logie | Berufsbild und Aufgaben von Hygienebeauftragten in der Zahnarztpraxis | Grundlagen und Richtlinien in der Hygiene, Unfallverhütungsvorschriften | Hygiene- pläne | Hygienemaßnahmen bei übertragbaren Krankheiten (IfSG) | Abfall und Entsor- gung | Instrumenten kunde | Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizin produkten | Räumliche und organisatorische Aspekte des Aufbereitungs - raumes | Händedesinfektion | Anforderungen an den Betrieb von Reinigungs- und Desinfek tionsgeräten (RDG) | Erstellen von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen zur Aufbereitung | Aufbereitung von Praxiswäsche | RKI/BfArM/KRINKO 2012 | Medizin- produkte gesetz (MPG) | Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) | Des- infektionspläne | Funktion und Aufbewahrung hygienerelevanter medizinisch- technischer Geräte und Instrumente/Gerätebuch 20-Stunden-Kurs mit Sachkundenachweis Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test inkl. umfassendem Kursskript 48
ORGANISATORISCHES Veranstaltungsorte 5./6. Mai 2017 EMPIRE RIVERSIDE HOTEL Hamburg Bernhard-Nocht-Straße 97, 20359 Hamburg Tel.: 040 31119-0, www.empire-riverside.de 29./30. September 2017 Maritim Hotel Berlin Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin Tel.: 030 2065-0, www.maritim.de ZIMMERBUCHUNGEN IN DEN VERANSTALTUNGSHOTELS UND IN UNTERSCHIEDLICHEN KATEGORIEN Tel.: 0211 49767-20, Fax: 0211 49767-29 schroeder@primecon.eu oder www.primecon.eu Begrenzte Zimmerkontingente im Kongresshotel. EMPIRE RIVERSIDE HOTEL Hamburg: bis 07.04.2017 Maritim Hotel Berlin: bis 01.09.2017 Nach diesem Zeitpunkt: Zimmer nach Verfügbarkeit und tagesaktuellen Raten. VERANSTALTER/ANMELDUNG OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 event@oemus-media.de www.oemus.com WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG Prof. Dr. Stefan Zimmer/Witten KONGRESSGEBÜHREN (Preise pro Veranstaltungstermin) Hauptvorträge Samstag, 6. Mai 2017 in Hamburg Hauptvorträge Samstag, 30. September 2017 in Berlin Zahnarzt (Frühbucherrabatt bis 15.02.2017) Zahnarzt Assistent (mit Nachweis)/Helferin Tagungspauschale* SEMINARE (Preise pro Veranstaltungstermin) Seminar QMB Freitag, 5. Mai 2017 in Hamburg Freitag, 29. September 2017 in Berlin Kursgebühr Tagungspauschale* Seminar Hygiene 5./6. Mai 2017 in Hamburg 29./30. September 2017 in Berlin Zahnarzt Helferin Teampreis (ZA + ZAH) Tagungspauschale (beide Tage, pro Person)* 160,– € zzgl. MwSt. 185,– € zzgl. MwSt. 109,– € zzgl. MwSt. 59,– € zzgl. MwSt. 109,– € zzgl. MwSt. 59,– € zzgl. MwSt. 275,– € zzgl. MwSt. 224,– € zzgl. MwSt. 448,– € zzgl. MwSt. 118,– € zzgl. MwSt. * Die Tagungspauschale beinhaltet Kaffeepausen, Tagungsgetränke, Imbissversorgung und ist für jeden Teilnehmer verbindlich zu entrichten. Fortbildungspunkte: Die Veranstaltung entspricht den Leitsätzen und Empfehlungen der KZBV vom 23.09.05 einschließlich der Punktebewertungsempfehlung des Beirates Fortbildung der BZÄK vom 14.09.05 und der DGZMK vom 24.10.05, gültig ab 01.01.06.  bis zu 16 Fortbildungspunkte Jahrbuch Prävention & Mundhygiene 2017 Jahrbuch Prävention & Mundhygiene Circa 120 Seiten Inhalt I Aktuelle Gesamtübersicht deutscher Prophylaxemarkt I Grundlagen/Parodonto logie I Kariesdiagnostik I Paro- und Periimplantitistest I Elektrische Zahnbürsten und Mundduschen I Vorstellungen Anbieter von A bis Z Alle Teilnehmer/-innen erhalten das Jahrbuch Prävention & Mundhygiene 2017 kostenfrei. Hinweis: Nähere Informationen zu den Seminaren und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ﬁnden Sie unter www.oemus.com Online-Anmeldung unter: www.mundhygienetag.de MUNDHYGIENETAGE 2017 Anmeldeformular per Fax an +49 341 48474-290 oder per Post an OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Für den MUNDHYGIENETAG 2017 melde ich folgende Personen verbindlich an (Bitte Zutreffendes ausfüllen bzw. ankreuzen!):  5./6. Mai 2017 in Hamburg  29./30. September 2017 in Berlin Titel, Name, Vorname, Tätigkeit Titel, Name, Vorname, Tätigkeit Praxisstempel  Hauptvorträge (Samstag)  Seminar QMB (Freitag)  Seminar Hygiene (Freitag + Samstag) Kongressteilnahme  Hauptvorträge (Samstag)  Seminar QMB (Freitag)  Seminar Hygiene (Freitag + Samstag) Kongressteilnahme Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Veranstaltungen 2017 erkenne ich an. Datum/Unterschrift PJ 1/17 E-Mail (Bitte angeben! Sie erhalten Ihr Zertiﬁkat per E-Mail.) 49
© Sergey Nivens/Shutterstock.com Beitrag zur Parodontitisprophylaxe Forscher identiﬁ zieren Parodontitisgene Forscher des Columbia University Medical Center haben jetzt in einer Studie 41 Mas- ter-Kontrollgene identiﬁ ziert, die für das Entstehen einer Parodontitis wahrschein- lich verantwortlich sind, auch wenn keine Risikofaktoren bestehen. Die Studie, dessen Hauptautor Dr. Papapanou vom CUMC in New York ist, wurde kürzlich im Journal of Dental Research veröffentlicht. Mit ihren Ergebnissen haben die Wissenschaftler ei- nen wichtigen Beitrag zur Prophylaxe von Parodontitis geleistet. Um die betreffenden Gene zu identiﬁ zie- ren, wurde die RNA aus gesundem und krankem Zahnﬂ eisch von 120 Parodon- titispatienten untersucht. Mithilfe eines Algorithmus wurde die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Genen betrach- tet sowie mit einem weiteren Algorithmus Gene aufgespürt, die gesundes Gewebe zerstören und somit den Krankheitsprozess begünstigen. Viele der gefundenen Gene sind in Immun- und Entzündungsprozesse involviert, wie klinische und labortech- nische Beobachtungen bestätigt haben. Mithilfe der identiﬁ zierten Master-Kon- trollgene können die Forscher jetzt Verbin- dungen testen, die die Wirkung der Gene unterbrechen und so Parodontitis an ihrer Quelle stoppen. Quelle: ZWP online Wissenschaftliche Studie E-Zigarette schädigt Zähne und Zahnﬂ eisch Am besten lässt man von beidem die Finger: Eine erste wissenschaftliche Studie legt nahe, dass elektrische Zigaretten schädlich für das Zahnﬂ eisch sind und das Risiko für Zahnver- lust erhöhen. Wie Forscher berichten, wirken sich die Dämpfe, Aromen und Chemikalien, die bei dem Dampfprozess freigesetzt werden, negativ auf den Zahnhalteapparat aus. E-Zigaretten kommen statt mit Tabak mit Aromen, den sogenannten E-Liquids, aus. Zieht der Raucher am Mundstück, kommt der Verdampfer in Gang und erwärmt die Flüssigkeit, wobei Wasserdampf entsteht und eine Tabakverbrennung simuliert wird. Durch diese Erhitzung verdampft das Liquid und wird vom Benutzer inhaliert. Während dieses Prozesses werden entzündungshemmende Stoffe freigesetzt, die Schleim- hautzellen schädigen und so orale Erkrankungen nach sich ziehen, schreiben die Autoren in einer ofﬁ ziellen Pressemitteilung. Bereits in einer früheren Studie wurde über die Zell- schädigung und de- ren Einﬂ uss auf die Mundﬂ ora berichtet. Quelle: ZWP online o m c . k c o t s r e t t u h S / d i o u t s k c o t g m s © NEWS Wrigley Prophylaxe Preis 2017 Der Countdown läuft Bis zum 1. März 2017 haben Prophylaxe- Spezialisten noch die Chance, sich um den mit 10.000 Euro dotierten Wrigley Prophy- laxe Preis 2017 zu bewerben. Neben dem Wrigley Prophylaxe Preis wird dieses Jahr bereits zum vierten Mal der mit 2.000 Euro dotierte Sonderpreis „Niedergelassene Praxis und gesellschaftliches Engagement“ ausgeschrieben. Mit dem Sonderpreis werden Praktiker angesprochen, die einen wirksamen Beitrag zur Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit in der Ge- sellschaft leisten. Der Wrigley Prophylaxe Preis steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ). Gestiftet wird er alljährlich vom Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP), der Zahn- und Mundgesundheitsinitiative von Wrigley. Der Preis prämiert heraus- ragende Arbeiten zur Forschung und Um- setzung der Prophylaxe. Informationsﬂ yer und Bewerbungsformu- lare mit Teilnahmebedingungen – auch für den „Sonderpreis Praxis“ – sind unter www.wrigley-dental.de abrufbar oder bei kommed Dr. Bethcke, Fax: 089 33036403, info@kommed- bethcke.de erhältlich. Quelle: Wrigley Prophylaxe Journal 1 | 2017 49 50
IMPRESSUM Kongresse, Kurse und Symposien MUNDHYGIENETAGE 2017 5. /6. Mai 2017 Veranstaltungsort: Hamburg Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.mundhygienetag.de Präventions- und Mundgesundheitstag 12. /13. Mai 2017 Veranstaltungsort: Berlin Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.praevention-mundgesundheit.de PARO UPDATE: Basiskurs 26. Mai 2017 Veranstaltungsort: Warnemünde Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.paro-seminar.de Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die angekreuzten Veranstaltungsprogramme zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) 50 Prophylaxe Journal 1 | 2017 Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde PROPHYLAXE Journal Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de www.oemus.com Deutsche Bank AG Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Redaktionsleitung: Georg Isbaner, M.A. Tel.: 0341 48474-123 g.isbaner@oemus-media.de Redaktion: Lisa Schmalz, M.A. Tel.: 0341 48474-159 l.schmalz@oemus-media.de Layout: Sandra Ehnert/Theresa Weise Tel.: 0341 48474-119 Korrektorat: Frank Sperling/Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Produktmanagement: Simon Guse Tel.: 0341 48474-225 s.guse@oemus-media.de Druck: Silber Druck oHG Am Waldstrauch 1 34266 Niestetal Wissenschaftlicher Beirat: Univ.-Prof. Dr. Stefan Zimmer, Witten; Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc., Leipzig; Prof. Dr. Peter Hahner, Köln Erscheinungsweise/Auﬂ age: Das Prophylaxe Journal – Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde – erscheint 2017 mit 6 Ausgaben. Es gelten die AGB. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverﬁ lmungen und die Einspei- cherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einver ständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Foto- kopien an den Verlag über. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge auf Formfehler und fachliche Maßgeblichkeiten zu sichten und gegebenenfalls zu berichtigen. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfasser namen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen beﬁ nden sich außerhalb der Verantwortung der Redaktion. Für Verbands-, Un- ternehmens- und Marktinformationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. Graﬁ k/Layout: Copyright OEMUS MEDIA AG 51
ABOSERVICE Prophylaxe Journal Interdisziplinär und nah am Markt BESTELLUNG AUCH ONLINE MÖGLICH www.oemus.com/abo 3. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 2364-1401 | PVSt. F 47867 Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde PROPHYLAXE Journal 1 2017 CME | Periimplantitis Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen – Teil 3 Seite 6 Prophylaxemarkt IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer deﬁ nierte Patientengruppen Seite 22 Interview Wenn jede Minute zählt: Notfall in der Zahnarztpraxis Seite 38 i n k l u s i v e C M E - A r t i k e l Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe folgende Themen: CME | Periimplantitis Periimplantäre Erkrankungen – Erkennen, Therapieren und Vorbeugen Teil 3 Prophylaxemarkt IDS 2017 – Individuelle Prophylaxe für immer genauer deﬁnierte Patienten - gruppen Interview Wenn jede Minute zählt: Notfall in der Zahnarztpraxis Faxantwort an 0341 48474-290 Ja, ich möchte die Informationsvorteile nutzen und sichere mir folgende Journale bequem im günstigen Abonnement:  Prophylaxe Journal  Implantologie Journal  Endodontie Journal  Oralchirurgie Journal jährlich 6 x 10 x jährlich 4 x jährlich 4 x jährlich 66,– Euro* 99,– Euro* 44,– Euro* 44,– Euro* * Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versandkosten (Preise für Ausland auf Anfrage). Widerufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schriftlich widerufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abonnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Name / Vorname Telefon / E-Mail Unterschrift Praxisstempel / Laborstempel 7 1 / 1 J P O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-201 · grasse@oemus-media.de 52
Effektivere orale Prävention mit einer Waterpik® Munddusche Für eine wirksamere, orale Prävention hat sich – zusätzlich zum Zähneputzen – die Anwendung einer medizinischen Munddusche von Waterpik® deutlich effektiver als der Gebrauch von Zahnseide oder Interdentalbürsten erwiesen! Dies wurde überzeugend in vielen wissenschaftlichen Studien und Parametern dokumentiert und ist zahnmedizinisch unbestritten.* Der pulsierende, nach Druckstärken einstellbare Wasserstrahl einer Waterpik® Munddusche reduziert 99,9% des Plaque-Bioﬁlms, weil er auch dort gründlich reinigt, wo eine Zahnbürste nicht hinkommt: in den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder Implantaten. Er massiert und kräftigt das Zahnﬂeisch, schützt vor Karies, Gingivitis und Periimplantitis und sorgt für frischen Atem. Daneben ist die Waterpik® Munddusche zur gezielten und kontrollierten Applikation antibakterieller Lösungen bei Zahnﬂeisch- problemen (z.B. XiroDesept®) durch den Patienten hervorragend geeignet. Waterpik® Munddusche Ultra Professional WP-100E4 Ein Plus für effektivere orale Prävention des Patienten Standard-Düse JT-100 Orthodontic-Düse OD-100 Gingival-Düse PP-100 Plaque-Seeker PS-100 Tooth Brush TB-100 Zungenreiniger TC-100 Überzeugende Fakten im Überblick: • Reinigt auch die Problemzonen, wo Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürsten nicht hinkommen • Reduziert, wissenschaftlich belegt, 99,9% des Plaque-Bioﬁlms • Waterpik® mit annähernd 60jähriger Erfahrung und wissenschaftlicher Anerkennung • Über 50 evidenzbasierte Studien und Forschungsarbeiten* • Empfohlen von Zahnärzten in über 100 Ländern der Welt Parodontitis und Periimplantitis • Ausgezeichnet mit dem GPZ-Gütesiegel der deutschen Gesellschaft für präventive Zahnheilkunde • Mehr zu Zubehör und weiteren Modellen auch im Internet unter www.intersante.de zum Schutz und zur Therapiebegleitung bei Gingivitis, * Klinische Studien, die dies belegen, können direkt über uns abgerufen werden. € 119,95* *unverb. Preisempfehlung PZN 06414599 Waterpik Mundduschen – unübertroffen die Nr.1 ® Wissenswertes, kompetente Beratung und fachkundiger Verkauf in Zahnarztpraxen, in Prophylaxe-Shops, in Apotheken oder direkt über uns, der Intersanté GmbH. Berliner Ring 163 B D-64625 Bensheim 06251 - 9328 - 10 Tel. Fax 06251 - 9328 - 93 E-mail info@intersante.de Internet www.intersante.de

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