Source: http://anwaltskanzlei-adam.de/index.php?id=118,1370,0,0,1,0
Timestamp: 2018-09-22 12:01:02+00:00

Document:
Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 37/2018
Eingetragen oder aktualisiert am 11.09.2018
1.1 - BSG, Urteil v. 25.04.2018 - B 4 AS 29/17 R
1.2 - BSG, Urteil v. 14.06.2018 - B 14 AS 28/17 R
1.3 - BSG, Urteil v. 25.04.2018 - B 14 AS 14/17 R
3. Dass bei einem alleinerziehenden Elternteil, der mit einem minderjährigen Kind zusammen lebt, das seinen eigenen Bedarf decken kann, für die Ermittlung der angemessenen Aufwendungen für Unterkunft von einem eigenständigen Ein-Personen-Haushalt bzw einer "Ein-Personen-Bedarfsgemeinschaft" auszugehen ist, folgt aus dem "Konstrukt" der Bedarfsgemeinschaft (BSG vom 7.11.2006 - B 7b AS 8/06 R) als Besonderheit des SGB II. Auf eine Haushaltsgemeinschaft kann in diesem Zusammenhang nicht abgestellt werden, weil eine solche von Verwandten nur in § 9 Abs 5 SGB II geregelt wird (vgl BSG vom 18.6.2008 - B 14/11b AS 61/06 R).
4. Es bestehen keine durchschlagenden rechtlichen Gründe für eine Korrektur der genannten, auf die Bedarfsgemeinschaft Bezug nehmende Rechtsprechung (vgl dazu neuestens BSG vom 14.2.2018 - B 14 AS 17/17 R) für den Fall einer Alleinerziehenden, die mit ihrem minderjährigen Kind zusammen lebt, das seinen Bedarf mit eigenem Einkommen decken kann, also mit ihr gemäß § 7 Abs 3 Nr 4 SGB II keine Bedarfsgemeinschaft bildet.
2.1 - Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, Urt. v. 15.01.2018 - L 3 AS 10/16 - rechtskräftig
2.2 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 05.07.201 - L 15 AS 172/18 B ER
Die zeitliche Geltung eines Eingliederungsverwaltungsaktes mit "bis auf weiteres" unterliegt keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Sie entspricht § 15 SGB II in der ab 1. August 2016 geltenden Fassung, welcher für Eingliederungsvereinbarungen nicht mehr einen definierten Zeitraum für die Laufzeit, sondern in Abs. 3 S. 1 noch eine Frist von "spätestens sechs Monaten" für die regelmäßige Überprüfung und Fortschreibung vorsieht (entgegen Bayerisches LSG, Beschluss vom 8. Juni 2017 - L 16 AS 291/17 B ER).
So bereits Beschlüsse des Senats vom 24. August 2017 - L 15 AS 160/17 B ER und vom 23. Mai 2017- L 15 AS 69/17 B ER; vgl. auch Lahne in: Hohm, GK-SGB II, § 15 Rn. 79; aA Bayerisches LSG, Beschluss vom 8. Juni 2017 – L 16 AS 291/17 B ER Rn. 19; Berlit in: LPK-SGB II, 6. Auflage 2017, § 15 Rn. 62)
Ebenso SG Berlin, Beschluss v. vom 28.08.2018 – S 27 AS 8731/18 ER, ebenso SG Dortmund, Beschl. v. 24.08.2018 - S 27 AS 430/18 ER,LSG Baden-Württemberg, Urt. v. 15.05.2018 - L 9 AS 4118/17 - Revision anhängig BSG B 14 AS 28/18 R, SG Dortmund, Beschluss v. 10.01.2018 - S 27 AS 5836717 ER; SG Karlsruhe Urteil vom 12.10.2017, S 14 AS 1709/17; SG Berlin, Beschluss vom 12.10.2017 - S 186 AS 11916/17 ER; SG Köln, Urt. v. 23.06.2017 - S 33 AS 691/17 und SG Nordhausen, Beschluss vom 30. September 2016 - S 27 AS 1695/16 ER; aA. LSG NSB, Beschluss vom 05.07.2018 - L 15 AS 172/18 B ER, so bereits Beschlüsse des Senats vom 24. August 2017 - L 15 AS 160/17 B ER und vom 23. Mai 2017- L 15 AS 69/17 B ER; vgl. auch Lahne in: Hohm, GK-SGB II, § 15 Rn. 79, LSG Berlin-Brandenburg, Beschlüsse vom 15.09.2017, L 14 AS 1469/17 B ER, LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 06.11.2017 - L 18 AS 2232/17 B ER; SG Nürnberg, Beschluss vom 10.04.2017 -S 22 AS 292/17 ER, offen gelassen LSG NRW, Beschluss v. 18.01.2018 - L 6 AS 1329/17, LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 07.06. 2018 - L 31 AS 671/18 B ER
2.3 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 28.06.2018 - L 15 AS 164/18 B ER
2.4 - Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 16.08.2018 - L 3 AS 508/18 B ER - rechtskräftig
1. Ein Vermittlungsvorschlag muss Angaben zur Art der Tätigkeit, zum Ort, Inhalt und Umfang der Tätigkeit sowie zum Arbeitgeber enthalten, nicht aber zur Höhe des Lohnes.
2.5 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 31.07.2018 - L 13 AS 1951/16
Die §§ 44 ff. SGB X finden für eine endgültige Festsetzung nach § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 SGB II i.V.m. § 328 Abs. 2 und 3 SGB III keine Anwendung und der Betroffene genießt keinen Vertrauensschutz (LSG Baden-Württemberg Urteil vom 27.6.2016, L 1 AS 4849/15).
3.1 - Sozialgericht Magdeburg vom 24.08.2018 – S 24 AS 2411/18 ER
3.2 - Sozialgericht Kiel, Beschluss vom 31. August 2018 (Az.: S 31 AS 241/18 ER):
3.3 - Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 28. August 2018 (Az.. S 27 AS 8731/18 ER):
3.4 - SG Speyer, Urt. v. 09.05.2018 - S 16 AS 1339/16
4.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 31.07.2018 - L 13 AL 2433/17
5.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 29.08.2018 - L 7 SO 2855/18 B
5.2 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 06.08.2018 - L 7 SO 2248/18 ER-B
6.1 - Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 09.08.2018 - L 9 AY 5/11
7.1 - Das Anwaltspostfach kommt mit Sicherheitslücken, ein Beitrag von RA Helge Hildebrandt
7.2 - Ausländer-Wohnsitzregelungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen teilweise nichtig - Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen v. 04.09.2018 - 18 A 256/18
7.3 - Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, ein Beitrag v. Rechtsanwalt Volker Gerloff
7.4 - SG Gotha verurteilt Jobcenter zur zuschussweisen Übernahme von Kosten für einen internetfähigen PC/Laptop in Höhe von 600 EUR
Thomé Newsletter 33/2018 vom 08.09.2018: tacheles-sozialhilfe.de

References: § 9
 § 7
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 40
 § 328