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Timestamp: 2019-06-18 16:15:57+00:00

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Gewinnermittlung - Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
Gewinnermittlung – Lexikon des Steuerrechts
§ 13 EStG: Land- und Forstwirtschaft
§ 15 EStG: Gewerbebetrieb
§ 18 EStG: selbstständiger Arbeit
wenn nicht gesetzlich zur Buchführung verpflichtet (§ 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG);
wenn gesetzlich dazu verpflichtet (s. HGB, §§ 140, 141 AO);
wenn nach §§ 140, 141 AO zur Buchführung verpflichtet oder wenn freiwillig Bücher geführt werden;
bei freiwilliger Buchführung. Es besteht keine gesetzliche Buchführungspflicht nach HGB oder nach der AO;;
wenn keine Bücher geführt werden (nicht gesetzlich verpflichtet, nicht freiwillig) und nicht § 13a EStG anwendet wird.
wenn keine gesetzliche Buchführungspflicht besteht bzw. wenn nicht freiwillig Bücher geführt werden.
wenn nicht freiwillig Bücher geführt werden.
Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden, steht es im Ermessen des Stpfl., durch die Art seiner Aufzeichnungen die jeweilige Gewinnermittlungsart zu wählen. Zur § 4 Abs. 3-Rechnung ist der Stpfl. dann berechtigt, wenn folgende Voraussetzungen sämtlich erfüllt werden:
Kann eine vom Stpfl. getroffene Wahl für die Gewinnermittlung durch Überschussrechnung nicht festgestellt werden, muss der Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG ermittelt werden (BFH Urteile vom 2.3.1982, VIII R 225/80, BStBl II 1984, 504; vom 11.12.1987, III R 204/84, BFH/NV 1988, 296; vom 21.7.2009, BFH/NV 2009, 1979; vom 19.3.2009, BStBl II 2009, 609).
Der BFH hat in seinem Urteil vom 30.9.1980 (VIII R 201/78, BStBl II 1981, 301) unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 2.3.1978 (IV R 45/73, BStBl II 1978, 431) ausgeführt, der Stpfl. übe sein Wahlrecht zugunsten der Gewinnermittlungsart durch Überschussrechnung dadurch aus, dass er nur die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben aufzeichnet. Nach dem BFH-Urteil vom 20.5.1988 (III R 217/84, BFH/NV 1990, 17) wird die Wahl ausgeübt »mit der Einrichtung oder Nichteinrichtung der erforderlichen Buchführung«. Im Urteil vom 13.10.1989 (III R 30-31/85, BStBl II 1990, 287) hat der BFH entschieden, an die Dokumentation der zugunsten der Überschussrechnung getroffenen Wahl seien allerdings keine hohen Anforderungen zu stellen (jüngst bestätigt durch BFH-Urteile vom 21.7.2009, BFH/NV 2009, 1979 und vom 19.3.2009, BStBl II 2009, 609). Erläuternd führt der III. Senat des BFH aus, das »Erstellen und Sammeln der Einnahmen- und Ausgabenbelege« reiche aus. Denn diese Belege könnten bei Erfüllung nur geringer zusätzlicher Voraussetzungen – insbesondere bei vollständiger und zeitlich fortlaufender Ablage verbunden mit einer regelmäßigen Summenziehung – die Funktion von Grundaufzeichnungen übernehmen. Fehle es allerdings auch »an derartigen Aufzeichnungen und am Sammeln von Belegen«, so könne nicht davon ausgegangen werden, dass der Stpfl. eine Wahl zugunsten der Überschussrechnung getroffen habe. In diesem Falle bleibe es bei der Grundregel des § 4 Abs. 1 EStG, nach der der Gewinn durch Bestandsvergleich zu ermitteln sei. Fehlt es allerdings auch an derartigen Aufzeichnungen und am Sammeln von Belegen, so kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Stpfl. eine Wahl zugunsten der Überschussrechnung getroffen hat. In diesem Fall bleibt es bei der Grundregel des § 4 Abs. 1 EStG, nach der der Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG durch Bestandsvergleich zu ermitteln ist.
Die Wahl zugunsten der § 4 Abs. 3-Rechnung trifft er dadurch, dass er die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben aufzeichnet oder die Einnahme- bzw. Ausgabenbelege gesondert sammelt (H 4.5 (1) &lsqb;Wahl der Gewinnermittlungsart&rsqb; EStH). Eine Frist für die Ausübung des Wahlrechts ist vom Gesetz nicht ausdrücklich vorgesehen. Durch das System der verschiedenen Gewinnermittlungsarten ergibt sich aber, dass der Stpfl. im Falle der Buchführung eine Eröffnungsbilanz erstellen und eine zeitnahe Buchführung von Beginn des Wj. an durchführen muss, um diese Art der Gewinnermittlungsmethode in korrekter Weise gewählt zu haben. Hat also der Stpfl. während eines Wj. z.B. lediglich die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben aufgezeichnet und erstellt er erst zum Schluss des Wj. eine Buchführung, so kann für das abgelaufene Wj. diese Buchführung nicht der Gewinnermittlung zugrunde gelegt werden, da eine Buchführung vor oder mindestens zu Beginn eines Wj. eingerichtet sein muss. Die zu Beginn eines Wj. zulässigerweise getroffene Wahl zugunsten der § 4 Abs. 3-Rechnung kann nicht durch die nachträgliche Erstellung einer Buchführung rückwirkend geändert werden (s. auch BFH-Urteil vom 20.5.1988, III R 217/84, BFH/NV 1990, 17).
Kj. 07
Grundsätzlich gibt es für die Ausübung des Wahlrechtes zur Gewinnermittlung keine Frist. Entscheidend ist deshalb, wann Willi sein Wahlrecht ausgeübt hat, denn zu diesem Zeitpunkt hat er sein Wahlrecht für diesen Gewinnermittlungszeitraum verloren. Dies kann aber nur beantwortet werden, wenn klar ist, wodurch Willi sein Wahlrecht ausgeübt hat, denn die Ausübung des Wahlrechtes ist nicht formgebunden. Das Wahlrecht wurde hier bereits dadurch ausgeübt, dass er keine Eröffnungsbilanz aufgestellt hat und für die entsprechenden Gewinnermittlungszeiträume auch nicht mit einer ordnungsgemäß eingerichteten Buchführung begonnen hat. Willi hat lediglich die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben aufgezeichnet, so dass ein späterer Wechsel zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG schon deshalb nicht möglich ist, weil es an der Buchführung fehlt und ein Abschluss nicht gemacht werden kann. Sollte trotzdem ein Abschluss erstellt werden, bedeutet dies eine unzulässige nachträgliche Änderung der Gewinnermittlungsart.
das Merkmal »Kaufmann« i.S.d. § 1 HGB ist erstmalig erfüllt. Damit besteht → Buchführungspflicht nach Handelsrecht (§ 238 HGB) und nach Steuerrecht (§ 140 AO);
Eröffnungsbilanz zum 01.01.02
Gewinnkorrektur (Hinzu- und Abrechnung)
A. Anlagevermögen (AV) – allgemein –
zu aktivieren mit dem Restwert (RW) &equals; Buchwert der Eröffnungsbilanz der EÜR
grundsätzlich keine Gewinnkorrekturen (bei Teilwert-AfA in der Eröffnungsbilanz ist ein Abschlag vorzunehmen)
1. Konzessionen …
siehe AV (auf § 5 Abs. 2 EStG ist zu achten)
siehe AV
aktivieren mit dem RW der Einnahme-Überschussrechnung
keine Gewinnkorrekturen
§ 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG ist zu beachten
wie A. I. 3.
siehe AV (auf § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist zu achten)
aktivieren mit AK/HK oder dem niedrigeren Teilwert, falls erlaubt (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG)
Gewinnzuschlag i.H.d. aktivierten Betrages
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe
siehe fertige Erzeugnisse und Waren
2. Unfertige Erzeugnisse, …
aktivieren mit AK/HK oder dem Teilwert (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist zu beachten)
Gewinnzuschlag i.H.d. aktivierten Betrages; Gewinnabschlag in Höhe der Verbindlichkeiten aus Wareneinkauf
aktivieren mit RW der Einnahme-Überschussrechnung
Gewinnzuschlag in Höhe des aktivierten Betrages
Forderung lt. RW der Einnahme-Überschussrechnung
&equals; Betrag, der aktiviert werden muss
i.H.d. wertberichtigten Forderungen Gewinnzuschlag; keine Gewinnkorrekturen i.H.d uneinbringlichen Forderungen; Gewinnzuschlag i.H.d. aktivierten Forderungsbetrages
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Aktivierung des Betrages aus dem Gewinnverwendungsbeschluss
z.B. Zinsen
aktivieren i.H.d. RW der EÜR
z.B. Vorsteuererstattungsanspruch
z.B. Darlehensforderung
keine Gewinnkorrektur
siehe UV
IV. Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten
z.B. Disagio
aktivieren mit dem betreffenden Aufwand
wird erstmals durch BV-Vergleich ermittelt
I. Rücklage für Ersatzbeschaffung
passivieren mit BW der Einnahme-Überschussrechnung
II. Rücklage (§§ 6b, 6c EStG)
mit BW der Einnahme-Überschussrechnung als Rücklage gem. § 6b EStG passivieren
passivieren i.H.d. erforderlichen Betrages
Gewinnabschlag i.H.d. passivierten Betrages, auch wenn schon feststeht, dass die Rückstellung später wieder aufgelöst wird
passivieren mit RW der EÜR
Gewinnabschlag i.H.d. passivierten Betrages
z.B. Darlehensverbindlichkeiten
passivieren i.H.d. RW der EÜR
z.B. Umsatzsteuerverprobung
z.B. rückständige betriebliche Aufwendungen
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
passivieren in erforderlicher Höhe
Aus dem Bereich der Spezialfragen ragen zwei Gruppen hervor: In technischer Hinsicht verdeutlichen insbesondere die Behandlung der Rechnungsabgrenzungsposten und die Überführung einer Rücklage die Unterschiede beider Methoden, während der Gesetzgeber mit § 4 Abs. 4a EStG einen Beitrag zur Harmonisierung (Synthese) der Gewinnvorschriften geleistet hat.
In 01 kommt es zu einem vorläufigen Ertrag des Überschussrechners i.H.v. 8 000 €, da den Einnahmen von 10 000 € die AK von 2 000 € (§ 4 Abs. 3 Satz 4 EStG) als BA gegenübergestellt werden. In Höhe der geplanten Reinvestition von 6 000 € kann Ü nach § 6c EStG fiktive BA bilden, so dass sich die saldierten Erträge des Jahres 01 auf 2 000 € belaufen.
Wechsel von § 4 Abs. 3 zu § 4 Abs. 1 EStG
Wechsel von § 4 Abs. 1 zu § 4 Abs. 3 EStG
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Beim Abfluss wurden diese bereits als BA berücksichtigt. Beim BV-Vergleich wirken sich diese mit der Auflösung gewinnmindernd aus. In Höhe des Bilanzansatzes sind sie dem Gewinn hinzuzurechnen.
Bei Bildung des Rechnungsabgrenzungspostens (Zahlungsabfluss) erfolgt keine Gewinnauswirkung. Da im folgenden Jahr keine Zahlung geleistet wird, bleibt dieser Geschäftsvorfall unberücksichtigt. In Höhe des Bilanzansatzes ist der Gewinn zu mindern.
Anzahlungen für abnutzbares Anlagevermögen. Die Anzahlungen stellen keine BA dar; sie sind als AfA über die Nutzungsdauer zu verteilen. Da dies auch beim Betriebsvermögensvergleich gilt, erfolgt keine Gewinnkorrektur.
Keine Gewinnkorrektur.
Damnum. Es wurde in voller Höhe im Zeitpunkt des Zahlungsabflusses als BA erfasst. In der Eröffnungsbilanz ist ein Aktivposten auszuweisen und auf die Restlaufzeit des Kredites zu verteilen. Mit dem in der Eröffnungsbilanz anzusetzenden Wert ist es dem Gewinn hinzuzurechnen.
In Höhe des Aktivpostens ist der Gewinn zu kürzen.
Auf den Übergangszeitpunkt ist eine Eröffnungsbilanz zu erstellen. Die einzelnen WG sind mit den Werten anzusetzen, mit denen sie zu Buche stehen würden, wenn von Anfang an der Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich ermittelt worden wäre (H 4.6 &lsqb;Bewertung von WG&rsqb; EStH). Gewinnkorrekturen sind insbesondere erforderlich bei:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Da kein Zahlungseingang vorliegt, wurde der Gewinn noch nicht erhöht. Der Zahlungseingang wirkt sich beim BV-Vergleich erfolgsneutral aus. In Höhe des Bruttobetrags ist eine Hinzurechnung zum Gewinn vorzunehmen.
In Höhe des Bruttobetrages ist der Gewinn zu kürzen.
Kundenanzahlungen (→ Anzahlungen). Diese sind mit Vereinnahmung Betriebseinnahmen. Im Rahmen des BV-Vergleichs werden sie in der Eröffnungsbilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erfolgsneutral eingestellt. Bei Ausführung der Leistung werden diese dann als Betriebseinnahmen erfasst. Da sich dadurch eine Doppelerfassung ergibt, ist eine Gewinnkorrektur durch Abrechnung erforderlich.
Bei Zahlungseingang werden diese erfolgsneutral eingestellt. Bei Ausführung der Leistung bzw. beim Eingang des restlichen Geldes wird dieser Vorgang nicht mehr erfasst. Es ist eine Hinzurechnung beim Gewinn vorzunehmen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten. In Höhe des Bilanzansatzes mindern diese den Gewinn.
In Höhe des Bilanzansatzes sind sie dem Gewinn hinzuzurechnen.
→ Rückstellungen. Bei der Einnahme-Überschussrechnung können keine Rückstellungen (kein Zahlungsabfluss) gebildet werden. In der Eröffnungsbilanz müssen Rückstellungen gebildet werden, deren Auflösung grundsätzlich ein erfolgsneutraler Vorgang ist. In Höhe der gebildeten Rückstellung muss eine Abrechnung vom Gewinn vorgenommen werden.
In Höhe der Rückstellung in der Schlussbilanz liegt bereits eine Gewinnminderung vor. Durch den Abfluss in der Einnahme-Überschussrechnung wird dieser Vorgang erneut gewinnmindernd berücksichtigt. In Höhe der Rückstellung ist eine Hinzurechnung vorzunehmen.
USt-Abschlusszahlung. Die am 31.12. ermittelte USt-Abschlusszahlung führt mangels Geldabfluss bei der Einnahme-Überschussrechnung zu keinem Aufwand. Die vereinnahmten USt-Beträge wurden dagegen bereits als Betriebseinnahmen erfasst. Insgesamt muss sich aber die USt erfolgsneutral auswirken. In der Eröffnungsbilanz ist die USt- Zahllast als Verbindlichkeit auszuweisen. Die Zahlung an das Finanzamt ist erfolgsneutral. Beim Übergangsgewinn ist eine Abrechnung vorzunehmen.
Die USt wurde bereits erfolgsneutral behandelt. Bei Zahlung der USt wirkt sich diese gewinnmindernd aus, obwohl keine entsprechenden Betriebseinnahmen dagegen stehen. Beim Übergangsgewinn ist deshalb eine Hinzurechnung vorzunehmen.
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Waren. Da kein Zahlungsabfluss vorliegt, hat sich die Anschaffung von Waren nicht gewinnmindernd ausgewirkt. Die Zahlung der Waren wirkt sich beim BV-Vergleich erfolgsneutral aus. Die in der Eröffnungsbilanz vorhandenen Warenverbindlichkeiten müssen abgerechnet werden.
Der Warenzugang hat sich bereits gewinnmindernd ausgewirkt. Bei Zahlung nach dem Übergang wirkt sich der Vorgang nochmals gewinnmindernd aus. Die in der Schlussbilanz vorhandenen Warenverbindlichkeiten sind dem Gewinn hinzuzurechnen.
Vorsteuerüberschuss. Zum 31.12. kann mangels Zuflusses (Zahlung vom Finanzamt) keine Betriebseinnahme erfasst werden. Die USt-Zahlungen haben sich aber bereits als BA ausgewirkt. Insofern kann die USt hier nicht wie ein durchlaufender Posten wirken. In der Eröffnungsbilanz ist der Vorsteuerüberschuss zu aktivieren. Die Zahlung selbst ist gewinnneutral. Beim Übergangsgewinn ist eine Hinzurechnung vorzunehmen.
Der Vorgang wurde bereits erfolgsneutral erfasst. Die Zahlung des Finanzamts führt erneut nach dem Zuflussprinzip zu einer Betriebseinnahme. Die Vorsteuer in der Schlussbilanz muss vom Übergangsgewinn abgerechnet werden.
Warenbestand. Die Zahlung der Waren hat sich bereits gewinnmindernd ausgewirkt. Beim BV-Vergleich ergibt sich über den Wareneinsatz erneut eine Gewinnminderung, so dass der Warenbestand dem Übergangsgewinn hinzuzurechnen ist.
Die Zahlung der Waren hat sich bisher lediglich über den Wareneinsatz ausgewirkt. Mangels Zahlungsabflusses kann sich der weitere Warenbestand nicht mehr als BA auswirken. Der Warenbestand ist daher vom Übergangsgewinn abzuziehen.
Bezeichnung (vgl. auch § 266 Abs. 3 HGB)
(Weitere) Rechtsgrundlage HGB
ohne gesonderten Ausweis
§§ 272 Abs. 1, 283
identisch mit Stammkapital (GmbH), Grundkapital (AG) oder auch Nennkapital (§ 283 HGB)
ggf. mit gesondertem zusätzlichen Ausweis »Eingefordertes Kapital«
§ 272 Abs. 1 Satz 2 (2. Alternative)
Alternativausweis für ausstehende Einlagen
§ 272 Abs. 2…
Beiträge der Gesellschafter:
Mehrbetrag bei Ausgabe von Anteilen (bzw. Bezugsanteilen)
bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen etc.
Zuzahlungen der Gesellschafter
für sonstige Vorzüge
andere Zuzahlungen
sog. verdeckte Einlagen
§ 272 Abs. 3 und
§ 266 Abs. 3 A) III Nr. 1
vgl. § 150 AktG
§ 266 Abs. 3 A) III Nr. 2
vgl. § 272 Abs. 4 HGB
§ 266 Abs. 3 A) III Nr. 3
s. jeweilige Satzung
§ 266 Abs. 3 A) III Nr. 4
4. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
§ 266 Abs. 3 A) IV
entfällt ggf. wegen § 268 Abs. 1 HGB (Ergebnisverwendung)
5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
§ 266 Abs. 3 A) V
entfällt ggf. wegen § 268 Abs. 1 HGB
(Bilanzverlust)
In zwei Übersichten werden die Abweichungen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz dargestellt, von denen die erste Übersicht die allgemeinen Abweichungen und die zweite Übersicht die zusätzlichen Abweichungen bei der Steuerbilanz einer Kapitalgesellschaft erläutert. In der handelsrechtlichen Rechnungslegung haben sich durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (→ Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)) vom 25.5.2009 (BStBl I 2009, 1102) erhebliche Änderungen ergeben. Die nachfolgende Übersicht enthält die Regelungen des HGB a.F. sowie die Regelungen des HGB i.d.F. des BilMoG.
Bilanzierungsposten
Handelsbilanz (HGB a.F.)
Handelsbilanz (HGB i.d.F. d. BilMoG)
Steuerbilanz (EStG)
Immaterielle Vermögensgegenstände (VG)
Aktivierungswahlrecht gem. § 255 Abs. 4 HGB
Aktivierungspflicht gem. § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB
Aktivierungspflicht gem. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG i.V.m. BFH-Urteil vom 3.2.1969, BStBl II 1969, 291
Abnutzbares Anlagevermögen (AV)
niedriger beizulegender Wert (§ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB)
nicht zulässig bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB)
nicht zulässig bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG);
Wertbeibehaltung (§ 253 Abs. 5 HGB)
zwingende Wertaufholung (§ 253 Abs. 5 HGB)
zwingende Wertaufholung bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 EStG)
Nicht abnutzbares AV
nicht zulässig bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG);
zwingendes Wertaufholungsgebot, es sei denn, der niedrigere Wert ist voraussichtlich von Dauer (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 EStG)
niedrigerer Börsen- oder Marktpreis, niedrigerer beizulegender Wert;
nicht zulässig bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 EStG);
Wert im Rahmen des erweiterten Niederst-wertprinzips (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB);
Wert im Rahmen des erweiterten Niederst-wertprinzips (§ 253 Abs. 4 HGB);
nur zulässig, wenn der Wert voraussichtlich von Dauer ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG);
Wert nach Abschreibung im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung (§ 253 Abs. 4 HGB);
zwingende Wertaufholung, es sei denn, der Wert ist voraussichtlich von Dauer (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 EStG)
Aktivierungswahlrecht für Zölle und Verbrauchsteuern, soweit sie entfallen auf:
a) aktivierte VG des Vorratsvermögens (§ 250 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB),
b) USt auf Anzahlungen (§ 250 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB)
c) Disagio – Damnum (§ 250 Abs. 3 HGB)
Aktivierungswahlrecht für Disagio – Damnum (§ 250 Abs. 3 HGB)
Aktivierungspflicht für die Rechnungsabgrenzungsposten gem. Buchstaben a)–c) (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG i.V.m. BFH-Urteil vom 3.2.1969, BStBl II 1969, 291)
Rückzahlungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)
Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)
mit 5,5 % abgezinster Nennbetrag bei unverzinslichen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit ab zwölf Monaten (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG)
Passivierungszwang (§ 249 Abs. 1 Satz 1 HGB)
grundsätzlich Passivierungszwang (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG); mit folgenden Ausnahmen:
Passivierungswahlrecht (§ 249 Abs. 1 Satz 3 HGB)
Passivierungsverbot (§ 249 Abs. 2 HGB)
Passivierungsverbot (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG i.V.m. BFH-Urteil vom 3.2.1969, BStBl II 1969, 291)
Betrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)
Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendiger Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)
Einschränkungen bei folgenden Rückstellungen:
Passivierungswahlrecht für Sonderposten mit Rücklagen-anteil gem. § 247 Abs. 3 HGB
Handelsbilanz (HGB i.d.F. des BilMoG)
VG, die zum notwendigen Sonderbetriebsvermögen bei einer Personengesellschaft gehören
Bilanzierungspflicht (§ 246 Abs. 1 HGB)
Bilanzierungsverbot, weil die Aktivierung in der Sonderbilanz bei der Personengesellschaft Vorrang hat (BFH-Urteil vom 18.7.1979, BStBl II 1979, 750)
Aktivierungswahlrecht (§ 269 Satz 1 HGB)
keine Bilanzierung möglich, weil kein Wirtschaftsgut (BFH-Urteil vom 14.6.1955, BStBl III 1955, 221)
Aktivierungswahlrecht gem. § 274
Abs. 2 Satz 1 HGB
Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB
keine Bilanzierung möglich, da kein Wirtschaftsgut
Nicht abnutzbares AV, Kapitalanlagen
niedriger beizulegender Wert bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung (§ 279 Abs. 1 Satz 2 HGB)
nicht zulässig (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG)
Rückstellungen wg. latenter Steuern
Passivierungszwang (§ 274 Abs. 1 Satz 1 HGB)
Passivierungsverbot, weil die Steuern nicht dem Ergebnis der Steuerbilanz entsprechen (herrschende Meinung)
Bröder, Übersicht über die steuerrechtlichen Gewinnermittlungsarten, Steuer & Studium 2004, 220; Ramb u.a., Die Einnahme-Überschussrechnung von A–Z, 4. A; Treisch, Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung – Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Steuer & Studium 2007, 21; Gunsenheimer, Wechsel der Gewinnermittlungsart, NWB Fach 17, 1419; Meyer u.a., Inanspruchnahme von § 7g-Rücklagen beim Wechsel der Gewinnermittlungsart, FR 2001, 1049; Schmidtmann, Steuerliche Gewinnermittlung nach dem BilMoG, BB 2009, 1342; Amsel, Aktuelle Rechtsprechung zur Wahl der Gewinnermittlungsart und zur Gewinnschätzung, SteuK 2010, 253.

References: § 13

§ 15

§ 18
 § 13
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 1
 § 5

§ 6
 § 6
 § 6
 § 4
 § 6
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 266

§ 272

§ 272

§ 272

§ 266
 § 150

§ 266
 § 272

§ 266

§ 266

§ 266
 § 268

§ 266
 § 268
 § 255
 § 246
 § 5
 § 6
 § 6
 § 247
 § 274
 § 274
 § 7