Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202014,%20407
Timestamp: 2020-04-06 05:41:13+00:00

Document:
BGH, 19.02.2014 - 2 StR 413/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,6866
BGH, 19.02.2014 - 2 StR 413/13 (https://dejure.org/2014,6866)
BGH, Entscheidung vom 19.02.2014 - 2 StR 413/13 (https://dejure.org/2014,6866)
BGH, Entscheidung vom 19. Februar 2014 - 2 StR 413/13 (https://dejure.org/2014,6866)
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Verhängung einer Jugendstrafe (Voraussetzungen: Schwere der Schuld; Strafzumessung: Beachtung des Erziehungsgedanken, Vorliegen eines nach allgemeinem Strafrecht minder schweren Falls)
§ 18 Abs 2 JGG, § 22 StGB, § 23 StGB, § 212 StGB, § 224 StGB
Jugendstrafverfahren wegen versuchten Totschlages und gefährlicher Körperverletzung: Berücksichtigung des Erziehungsgedankens bei der Strafzumessung
Strafausspruch bzgl. Höhe der Verhängung von Jugendstrafe wegen der Schwere der Schuld i.R.d. Verurteilung wegen versuchten Totschlags
Begründung der Jugendstrafe darf nicht ausschließlich auf das Gewicht des Tatunrechts und auf die Tatfolgen abstellen
LG Bonn, 30.04.2013 - 28 KLs 1/13
NStZ 2014, 407
StV 2014, 745
In erster Linie ist vielmehr auf die innere Tatseite abzustellen (Senat, Urteil vom 19. Februar 2014 - 2 StR 413/13, NStZ 2014, 407, 408).
Die "Schwere der Schuld' im Sinne des § 17 Abs. 2 JGG wird daher nicht vorrangig anhand des äußeren Unrechtsgehalts der Tat und ihrer Einordnung nach dem allgemeinen Strafrecht bestimmt, sondern es ist in erster Linie auf die innere Tatseite abzustellen (Senat, Urteil vom 19. Februar 2014 ? 2 StR 413/13, NStZ 2014, 407, 408).
Vielmehr ist auf die innere Tatseite abzustellen (vgl. Senat, Urteil vom 19. Februar 2014 - 2 StR 413/13, NStZ 2014, 407, 408).
Die "Schwere der Schuld' im Sinne des § 17 Abs. 2 JGG wird daher nicht vorrangig anhand des äußeren Unrechtsgehalts der Tat und ihrer Einordnung nach dem allgemeinen Strafrecht bestimmt, sondern es ist in erster Linie auf die innere Tatseite abzustellen (BGH, Urteil vom 19. Februar 2014 - 2 StR 413/13, NStZ 2014, 407, 408).
Bei der Bemessung der Dauer der Jugendstrafe (§ 18 JGG) ist zunächst der soeben benannte rechtliche Strafrahmen zu betrachten; daneben sind indiziell die Strafrahmen des allgemeinen Strafrechts, insbesondere wegen etwaiger gesetzlich vertypter Milderungsgründe zu berücksichtigen und dann die für und gegen den Angeklagten sprechenden Umstände gegeneinander abzuwägen sowie der Erziehungsbedarf zu gewichten; denn dem Erziehungsgedanken muss die ihm zukommende Beachtung geschenkt und das Gewicht des Tatunrechts gegen die Folgen der Strafverbüßung für die Weiterentwicklung des Täters abgewogen werden (BGH, Beschluss vom 28.02.2012, StV 2013, 37; Beschluss vom 15.05.2012, StV 2013, 38; Beschluss vom 09.01.2014, StV 2014, 724/743; Beschluss vom 09.02.2014, NStZ 2014, 407/408).

References: § 18
 § 22
 § 23
 § 212
 § 224
 § 17
 § 17