Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV%202008,%2048
Timestamp: 2020-07-03 11:19:12+00:00

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OLG Bamberg, 04.10.2007 - 3 Ss OWi 1364/2007, 3 Ss OWi 1364/07 - dejure.org
OLG Bamberg, 04.10.2007 - 3 Ss OWi 1364/2007, 3 Ss OWi 1364/07
https://dejure.org/2007,12422
OLG Bamberg, 04.10.2007 - 3 Ss OWi 1364/2007, 3 Ss OWi 1364/07 (https://dejure.org/2007,12422)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 04.10.2007 - 3 Ss OWi 1364/2007, 3 Ss OWi 1364/07 (https://dejure.org/2007,12422)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 04. Januar 2007 - 3 Ss OWi 1364/2007, 3 Ss OWi 1364/07 (https://dejure.org/2007,12422)
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Zur beharrlichen Pflichtverletzung bei Zusammentreffen von unerlaubter Handybenutzung und mehrfacher Geschwindigkeitsüberschreitung
Handy am Steuer - Pflichtenverstoss, beharrlicher
Fahrverbot wegen verbotener Handybenutzung
Fahrverbot wegen beharrlicher Geschwindigkeitsüberschreitung aufgrund vorangegangener unerlaubter Handybenutzung; Schluss auf den für einen beharrlichen Pflichtenverstoß unabdingbaren inneren Zusammenhang aus einem einmaligen Verstoß gegen das Verbot der Benutzung eines ...
Kein Fahrverbot wegen Einbeziehung einer unerlaubten Handy-Benutzung
NJW 2007, 3655
NZV 2008, 48
Erforderlich ist zudem, dass ein innerer Zusammenhang im Sinne einer auf mangelnder Verkehrsdisziplin beruhenden Unrechtskontinuität zwischen den Zuwiderhandlungen besteht (vgl. OLG Bamberg, NJW 2007, 3655; BayObLG, DAR 01, 84; OLG Koblenz; DAR 05, 47; OLG Celle, DAR 03, 427).
Auch die wiederholte verbotswidrige Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons ist im Einzelfall geeignet, die Anordnung eines Fahrverbotes wegen einer beharrlichen Pflichtverletzung zu rechtfertigen (vgl. OLG Bamberg, Beschluss vom 23.11.2012 - 3 Ss OWi 1576/12 <BeckRS 2013, 01083 >; OLG Jena, Beschluss vom 23.05.2006 - 1 Ss 54/06 <BeckRS 2006, 09082 >; OLG Bamberg, NJW 2007, 3655).
Zwar kann auch eine wiederholte verbotswidrige Benutzungen eines Mobil- oder Autotelefons im Einzelfall die Anordnung eines Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtenverletzung rechtfertigen, jedoch darf auch hierbei das Zeitmoment nicht aus den Augen verloren werden (Festhaltung u.a. an OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f. = NZV 2008, 48 f. = zfs 2007, 707 f. = VRR 2008, 36 f.).
Zwar kann ein wiederholter Verstoß gegen § 23 Abs. 1a StVO im Einzelfall die Anordnung eines Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtenverletzung im Sinne von § 25 Abs. 1 StVG rechtfertigen (OLG Thüringen DAR 2007, 157/158 = VRS 111, 205 ff. sowie eingehend OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f. = NZV 2008, 48 f. = zfs 2007, 707 f. = VRR 2008, 36 f. [Gieg];… Burhoff Rn. 1991), jedoch darf hierbei - wie auch sonst - das schon oben angesprochene Zeitmoment nicht aus den Augen verloren werden.
Der für die Annahme eines beharrlichen Pflichtenverstoßes nach § 25 I 1 2. Alt. StVG i.V.m. § 4 II 2 BKatV notwendige innere Zusammenhang ist bei einem Zusammentreffen von Geschwindigkeits- mit Abstands- oder Rotlichtverstößen regelmäßig anzunehmen (Anschluss an OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f. = NZV 2008, 48 f. = zfs 2007, 707 f.).
Denn die - wenn auch verschiedenartigen - Verstöße belegen regelmäßig hinreichend, dass sich der Betroffene wiederholt in dem Bestreben, möglichst rasch voranzukommen, über seine Pflichten als Kraftfahrzeugführer bedenkenlos hinwegsetzt (OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f. = NZV 2008, 48 f. = VRR 2008, 36 f. [Gieg]).
Bei der Bewertung eines mit einem Fahrverbot außerhalb eines Regelfalls zu ahndenden Pflichtenverstoßes als 'beharrlich' iSv. § 25 Abs. 1 Satz 1 StVG kommt dem Zeitmoment entscheidende Bedeutung zu (Festhaltung u.a. an OLG Bamberg NJW 2007 3655 f. = zfs 2007, 707 f. = OLGSt StVG § 25 Nr. 36 = VRR 2007, 318 f.; OLG Bamberg DAR 2010, 98 f. = OLGSt StVG § 25 Nr. 47; DAR 2011, 399 f. und OLG Bamberg DAR 2012, 152 ff.).
Zwar kann ein wiederholter Verstoß gegen § 23 Ia StVO im Einzelfall die Anordnung eines Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtenverletzung im Sinne von § 25 I StVG rechtfertigen (OLG Thüringen DAR 2007, 157 f. = VRS 111, 205 ff. sowie eingehend OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f. = NZV 2008, 48 f. = zfs 2007, 707 f. = VRR 2008, 36 f. [Gieg];… Burhoff Rn. 1991), jedoch darf hierbei - wie auch sonst - das schon oben angesprochene Zeitmoment nicht aus den Augen verloren werden.
Eine derartige Gleichsetzung kann im Einzelfall aufgrund der Rückfallgeschwindigkeit und/oder der Häufigkeit der Verstöße - auch bei einer Unterschreitung des Grenzwerts von 26 km/h bei früheren Geschwindigkeitsverstößen - oder auch wegen früherer erhöhter Bußgeldahndungen oder eines früheren Fahrverbots geboten sein (OLG Bamberg NJW 2007, 3655 f.; OLG Bamberg DAR 2010, 98 f.).
BayObLG, 17.07.2019 - 202 ObOWi 1065/19
Bedeutung des Zeitmoments bei der Bewertung eines Pflichtenverstoßes als …

References: § 23
 § 25
 § 25
 § 4
 § 25
 § 25
 § 25
 § 23
 § 25