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Timestamp: 2019-07-21 03:41:41+00:00

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Rechtsprechung: VIII ZR 360/03 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 12.11.2003
https://dejure.org/2004,247
BGH, 22.09.2004 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2004,247)
BGH, Entscheidung vom 22.09.2004 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2004,247)
BGH, Entscheidung vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2004,247)
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BGB § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1, § 535 Abs. 1 Satz 2; BGB § 536 a. F.; AGBG § 9 Abs. 1, § 9 Abs. 2 Nr. 1
Unwirksamkeit einer formularmäßigen Mietvertragsklausel wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters; Uneingeschränkte revisionsgerichtliche Überprüfung der Auslegung eines Formularmietvertrages bei Verwendung über den Bezirk des Berufungsgerichts hinaus; Auslegung von allgemeinen Geschäftsbedingungen; Unwirksamkeit einer formularvertraglichen, einen starren Fristenplan mit Renovierungsintervallen vorsehenden Mietvertragsklausel; Zulässigkeit der geltungserhaltenden Reduktion einer Formularklausel; Hemmung der Verjährung mit Erhebung der Klage auf Leistung; Demnächste Zustellung einer Klage; Geringfügigkeit von Zustellungsverzögerungen; Umfang des Schadensersatzanspruches wegen Beschädigung der Mietsache
Schönheitsreparaturen - Abwälzung auf Mieter
Unwirksame Verpflichtung zur Durchführung von Schönheitsreparaturen durch starren Fristenplan; einheitliche Regelung trotz räumlich getrennter Klauseln; demnächstige Zustellung; Schadensersatz wg. Verschlechterung der Mietsache und Nichterfüllung
Unwirksamkeit v. Schönheitsreparaturklauseln mit starrem Fristenplan
Mietrecht - Fristenregelung der Schönheitsreparaturen in zwei Klauseln
Unwirksame Renovierungsfristen bei getrennten Klauseln
Starre Renovierungsfristen unwirksam auch bei getrennten Klauseln
BGB § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1, § 535 Abs. 1 Satz 2
Unwirksamkeit der Verpflichtung des Mieters zu Schönheitsreparaturen auch bei Regelung der hierfür maßgebenden starren Fristen in separater AGB-Klausel
Verpflichtung des Mieters zu Schönheitsreparaturen in starren Fristen ist unwirksam (IBR 2005, 1054)
Zusammenfassung von "Überbürdung von Schönheitsreparaturen - Zur Zulässigkeit von Klauseln nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH -" von RiAG Sabine König, original erschienen in: AIM 2004, 227 - 232.
NJW 2004, 3775
MDR 2005, 84 (Ls.)
NZM 2004, 901
ZMR 2005, 34
WM 2004, 660
Eine solche "starre" Fälligkeitsregelung benachteiligt den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (Senat, Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586, unter II 2; Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, unter II 1 b;… Urteil vom 5. April 2006, aaO).
Vielmehr bildet der Fristenplan mit der Schönheitsreparaturpflicht eine Einheit (…vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 3; vom 22. September 2004, aaO, unter II 1 c;… vom 5. April 2006, aaO).
Beide Regelungen müssen inhaltlich miteinander verknüpft sein, eine isolierte Aufrechterhaltung des anderen Teils darf nicht möglich sein (vgl. BGH, Urteile vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, 3776;… vom 20. Mai 2010 - Xa ZR 68/09, BGHZ 185, 359 Rn. 37).
Eine solche "starre" Fälligkeitsregelung benachteiligt den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (…Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 2; Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, unter II 1 b;… Urteil vom 5. April 2006, aaO).
Wegen des inneren Zusammenhangs beider Aspekte wäre eine Gesamtregelung sogar dann unwirksam, wenn eine Regelung zur Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter und die für ihre Erfüllung maßgebenden starren Fristen in zwei verschiedenen Klauseln enthalten wären (BGH Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03 - NJW 2004, 3775).
a) In Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Senats hat das Berufungsgericht angenommen, dass die formularmäßige Schönheitsreparaturenklausel in § 6 Nr. 1 Satz 1 des Mietvertrages einen starren Fristenplan enthält und deshalb wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters nach § 9 Abs. 1 AGBG (jetzt § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB) unwirksam ist (vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586 = WuM 2004, 463, vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775 = WuM 2004, 660, und vom 13. Juli 2005 - VIII ZR 351/04, NJW 2005, 3416 = ZMR 2005, 934).
Zwar können einzelne Bestimmungen, die formal auf mehrere Klauseln verteilt sind, inhaltlich so eng miteinander verknüpft sein, dass sie als einheitliche, nicht aufteilbare Klausel anzusehen sind, so dass die Unangemessenheit eines Teils der Klausel zur Unwirksamkeit der Bestimmung insgesamt führen muss (vgl. BGH, Urt. v. 22.9.2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, 3776).
Dies wäre jedoch eine unzulässige geltungserhaltende Reduktion der Formularklausel (vgl. Senatsurteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, unter II 1 c).
Dies ist dann nicht der Fall, wenn die Partei, der die Fristwahrung obliegt, oder ihr Prozessbevollmächtigter durch nachlässiges, wenn auch nur leicht fahrlässiges Verhalten zu einer nicht bloß geringfügigen Zustellungsverzögerung beigetragen haben; als geringfügig sind in der Regel Zustellungsverzögerungen bis zu 14 Tagen anzusehen (BGH, Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775 unter II 2 a, Rn. 25 nach juris m.w.N.).
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https://dejure.org/2003,31065
BGH, 12.11.2003 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2003,31065)
BGH, Entscheidung vom 12.11.2003 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2003,31065)
BGH, Entscheidung vom 12. November 2003 - VIII ZR 360/03 (https://dejure.org/2003,31065)
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Erfordernis der Darstellung des Tatbestandes bei Zulassung der Revision infolge einer Nichtzulassungsbeschwerde - Aufhebung eines mit der Revision angreifbaren Berufungsurteils bei fehlender Darstellung des Tatbestands

References: § 307
 § 535
 § 536
 § 9
 § 9
 § 307
 § 535
 BGH 
 § 307
 § 307
 § 6
 § 9
 § 307