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Timestamp: 2020-08-09 15:02:06+00:00

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gGmbH gründen - Alle Informationen zur Gemeinnützigkeit 2020 | Anwalt-KGR
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gGmbH gründen: Bundesweit vom Anwalt
Sie wollen gemeinnützig tätig werden und dennoch die unternehmerischen Vorteile einer Kapitalgesellschaft nutzen? Als erfahren Kanzlei im Bereich des Unternehmensrecht, mit mehreren tausend begleiteten Gründungen, kennen wir alle wichtigen Details zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH. Ein spezialisierter Fachanwalt erstellt Ihren Gesellschaftsvertrag – individuell, rechtssicher, schnell und zum Festpreis.
Falls Sie Fragen haben wie:
„Was ist eine gGmbH?“
„Wie arbeite ich gemeinnützig?“ oder
finden Sie auf den nächsten Seiten viele Antworten und Tipps.
Wir gründen Ihre gGmbH – Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft.
Ziele der gGmbH Gründung
Ablauf der gGmbH Gründung
Vor- und Nachteile der gGmbH
gGmbH Buchhaltung
Online gGmbH Gründung
gGmbH online gründen oder Anfrage senden
Sie können Ihre gGmbH direkt online gründen oder uns telefonisch oder über das Kontaktformular kontaktieren, um eine kostenfreie Erstberatung zu erhalten.
Sie erhalten eine umfassende kostenfreie Erstberatung zur Gründung Ihrer gGmbH. Bei diesem Gespräch klären wir Ihre offenen Fragen und beraten Sie zu den wichtigsten Grundthemen einer Gründung wie der richtigen Rechtsform oder den Kosten und dem Ablauf einer Gründung.
Gründung Ihrer gGmbH
Wir beginnen mit der Gründung Ihrer gGmbH. Wir begleiten Sie von der anwaltlichen Gründungsberatung, der Erstellung eines individuellen gGmbH Gesellschaftsvertrags, über die Organisation eines Notartermins und Handelsregisteranmeldung bis hin zur Markenanmeldung, der Erstellung Ihrer Steuer- und Gewerbeanmeldung und der Übernahme Ihrer Buchhaltung.
Überblick gGmbH Gründung
Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die gGmbH – gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung – ist eine besondere Unterform der GmbH, welche 2013 geschaffen wurde und den Gesellschaftern enorme Steuervorteile bringt. GmbHs deren Unternehmenszwecke rein gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich sind, sind von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit. Gewinnausschüttungen sind jedoch nicht möglich. Gemeinnützige Tätigkeiten gibt es insbesondere auf den Feldern:
Die Gründung einer gemeinnützigen GmbH lohnt sich insbesondere für Gründer, welche alleine gemeinnützig tätig werden möchten, oder solche, die die unternehmerischen Vorteile einer GmbH für ihr Geschäft nutzen möchten.
gGmbH gründen: Gründungspakete im Überblick
Die gemeinnützige GmbH wurde durch eine Sonderregelung im Jahr 2013 geschaffen. Der Gesetzgeber reagierte damit auf die zunehmende Beliebtheit des sozialen Unternehmertums und den Bedarf nach einer gemeinnützigen kaufmännisch organisierten Rechtsform.
Definition der gemeinnützigen GmbH
Die gGmbH ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft, die hauptsächlich einem gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zweck dient. Der Zweck muss fest in der Satzung der Gesellschaft verankert sein und dabei selbstlos, unmittelbar und ausschließlich verfolgt werden. Wird der gemeinnützige Zweck vom Finanzamt anerkannt, kann die gGmbH zahlreiche Steuerfreiheiten genießen. Gleichzeitig profitiert die gGmbH von der kaufmännischen Organisation
Wie bei der herkömmlichen GmbH beschränkt sich die Haftung der gemeinnützigen Variante auf das Betriebsvermögen der Gesellschaft. Gesellschafter haften nicht mit ihrem Privatvermögen.
In bestimmten Situationen kann die beschränkte Haftung aufgehoben werden. Einzelne Personen müssen dann für ihr Fehlverhalten oder ihre rechtliche Stellung haften.
Persönliche Bürgschaften: Ist einer der Gesellschafter Bürge für Kredite der gGmbH, muss er bei Zahlungsausfall mit seinem Privatvermögen haften.
Strafbares Verhalten der Geschäftsführer: Der Geschäftsführer der gGmbH kann privat haftbar gemacht werden, wenn er sich im Rahmen seiner Tätigkeit im Unternehmen strafbar gemacht und dadurch einen wirtschaftlichen Schaden verursacht hat. Häufig geschieht dies bei drohender Insolvenz.
Reguläre Geschäftsführerhaftung: Auch für nicht strafbares Verhalten kann der Geschäftsführer aufgrund seiner regulären Haftung haftbar gemacht werden, wenn er seine Pflichten verletzt.
Gründung mit Stammeinlage von 12.500 € / 25.000 €
Für die Gründung der gemeinnützigen GmbH gelten dieselben Anforderungen, wie für die Gründung einer herkömmlichen GmbH. Es müssen mindestens 12.500 € oder 25.000 € eingezahlt werden. Entscheiden Sie sich für die Variante mit dem geringeren Stammkapital, müssen die Gesellschafter in Höhe der Restsumme bis zu den 25.000 € privat mit ihrem Privatvermögen haften. Es ist die Gründung mit Sacheinlage als auch die Gründung als „Ein-Mann-gGmbH“ möglich.
Besonderheiten der gGmbH gelten bei der Verwendung der erwirtschafteten Gewinne. Diese dürfen nur für den in der Satzung festgelegten, gemeinnützigen Zweck verwendet werden. Eine Auszahlung an Gesellschafter darf nicht erfolgen – sie führt sogar zur Aufhebung der Gemeinnützigkeit. Sollten Sie eine Gewinnorientierung anstreben empfiehlt sich daher die Gründung einer GmbH.
Einzige Ausnahme des Ausschüttungsverbots ist die Gewinnausschüttung an einen gemeinnützig tätigen Gesellschafter, wie beispielsweise eine gGmbH als Mutter-Gesellschaft.
gGmbH hat eigene Rechtspersönlichkeit
Die gemeinnützige GmbH ist eine juristische Person und eine Kapitalgesellschaft. Demnach besitzt sie eine eigene Rechtspersönlichkeit, wodurch sie selbst als Teilnehmer am Rechtsverkehr auftreten kann. Schließen Sie einen Arbeitsvertrag mit einem Mitarbeiter ab oder mieten Sie ein Grundstück, läuft der Vertrag nicht auf Sie oder die Gründer, sondern auf die gGmbH.
Sie möchten als Einzelperson ein gemeinnütziges Projekt realisieren? Die gGmbH bietet Ihnen die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wenn Sie die Stammeinlage leisten, treten Sie selbst als Geschäftsführer und Gesellschafter auf.
Als handelsrechtlich einzutragende Firma kann die gGmbH einen freien und kreativen Firmennamen wählen. Er kann im Einklang mit Ihrer Vermarktungsstrategie oder den Werten Ihres Projektes stehen. Den Rahmen geben die firmenrechtlichen Bestimmungen. So darf der Name nicht irreführend oder bereits in Verwendung sein (§ 18 Abs. 1 HGB). Zudem muss er eine Unterscheidungskraft vorweisen (§ 18 Abs. 1 HGB). Im Geschäftsverkehr muss zudem auf die Rechtsform verwiesen werden, indem das Kürzel “gGmbH” angehängt wird.
Um die persönliche Haftung zu minimieren, können Sie für Ihre gGmbH einen Fremdgeschäftsführer engagieren. Er muss nicht aus dem Kreis der Gesellschafter stammen.
Ziele der Gründung einer gemeinnützigen GmbH
Die gGmbH erfreut sich, aufgrund ihrer kaufmännischen Struktur für eine gemeinnützige Organisation, großer Beliebtheit. Kurze Entscheidungswege gepaart mit großzügigen Steuerfreiheiten begünstigen das soziale Betriebswesen. Sie bietet Ihnen alle Vorteile einer Kapitalgesellschaft und gleichzeitig die Privilegierung gemeinnütziger Arbeit.
Steuerliche Freiheiten und Vergünstigungen
Die vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannte GmbH kommt in den vorteilhaften Genuss von steuerlichen Vergünstigungen. Sie müssen mit Ihrer Gesellschaft keine Körperschafts- oder Gewerbesteuer zahlen, auch sind Umsätze im gemeinnützigen Bereich, auch ideeller Bereich genannt, von der Umsatzsteuer befreit. Sonstige Einnahmen werden nur zu 7% versteuert. Darüberhinaus ist die gGmbH von der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer und von der Grundsteuer befreit. Schließlich können für Spenden gegenüber der Gesellschaft dem Spender Bescheinigungen ausgestellt werden, wodurch auch dieser steuerliche Vergünstigungen erhält.
Die gGmbH bietet dadurch einen einmaligen Vorteil an steuerlicher Vergünstigung für die Gesellschafter.
Kaufmännische Organisation bei Vorteilen der Gemeinnützigkeit
Die Gründung der gGmbH vereint die Vorteile der kaufmännischen Organisation und schnellen Entscheidungswege einer GmbH mit den Erleichterungen eines gemeinnützigen Vereins. Die hauptamtliche Geschäftsführung ermöglicht es Entscheidungen direkt und schnell zu fällen, was die Verwaltung für soziale Unternehmer stark vereinfacht. Gleichzeitig ermöglicht Ihnen die gGmbH die Beantragung von staatlichen Subventionen und Vergünstigungen bei der Nutzung öffentlicher Ressourcen. Die gGmbH eignet sich somit perfekt für ein effizientes und soziales Unternehmertum.
Enthaftung der Gesellschafter
Als Unterform der GmbH bietet auch die gemeinnützige Gesellschaft Ihren Gründern die Private Enthaftung. Unternehmerische Risiken gefährden nur das Vermögen Ihres Unternehmens, nicht aber Ihr Privatvermögen.
Als Gründungskanzlei mit mehreren 1000 durchgeführten Unternehmensgründungen können wir Ihre gGmbH mit anwaltlicher Gewähr gründen. Wir übernehmen dabei den kompletten Prozess: Von der Erstellung der Gründungsunterlagen über die juristische Beratung bis hin zur steuerlichen Anmeldung und Eintragung im Handelsregister. Da der Status der Gemeinnützigkeit der gGmbH größtenteils von der Verankerung des selbstlosen Zwecks im Vertrag abhängt, legen wir auf dessen Darstellung einen besonderen Fokus und lassen diesen für Sie vom Finanzamt überprüfen.
Eine Gründung mit uns entbindet Sie von allen Formalitäten des Gründungsprozesses. Sie können sich auf die unternehmerische Ausrichtung Ihrer gemeinnützigen Organisation und einen erfolgreichen Projektstart konzentrieren. Wir benötigen lediglich Ihren Input für die notwendigen Informationen.
Vorbereitung der Gründung einer gGmbH
Damit Sie den optimalen rechtlichen Rahmen für Ihr Projekt schaffen, sollten Sie die Gründung der gemeinnützigen GmbH ausreichend planen. Ziel sollte es sein, alle juristischen Aspekte von Beginn an zu erfassen. Spätere Korrekturen sind kostspielig oder können sogar in einer erzwungenen Neugründung müden. Besonders die Gemeinnützigkeit Ihrer Unternehmung sollte vor der Gründung feinstens durchgeplant sein.
Mit der angemessenen Vorbereitung kann derartigen Szenarien vorgebeugt werden. Auch wenn jede Unternehmensgründung einzigartig ist, sollte Sie die folgenden vier grundlegenden Schritte durchlaufen.
Schließlich sollten Sie sich entscheiden, wie Ihre gGmbH heißen soll.
gGmbH gründen in 11 Schritten – Ablauf der gGmbH Gründung Schritt für Schritt
Die Gründung der gGmbH durchläuft folgende Schritte:
5. Überprüfung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt
7. Eintragung in das Transparenzregister
8. Eröffnung des Geschäftskontos / Einzahlung Stammkapital
9. Eintragung der gGmbH ins Handelsregister
10. Abschlussberatung durch Anwalt
11. Steuerliche und gewerbliche Anmeldung
Ablauf der Gründung einer gGmbH
Bevor Sie sich für die Gründung mit unserer Kanzlei entscheiden, können Sie gerne ein kostenfreies Beratungsgespräch wahrnehmen. Wir klären zunächst alle wichtigen rechtlichen Fragen und überprüfen, ob die gGmbH für Ihr Vorhaben geeignet ist. Im Fokus steht dabei die Frage, ob der gemeinnützige Zweck plausibel vor dem Finanzamt dargestellt werden kann. Wichtig ist, dass das Prinzip der Selbstlosigkeit dauerhaft gewahrt wird. Nach der kostenlosen Erstberatung haben Sie einen ausreichenden Überblick, um sich selbstständig für oder gegen eine bestimmte Rechtsform entscheiden zu können.
Schritt 2 - Anwaltliche Intensivberatung
Haben Sie sich für die Gründung einer gGmbH mit uns entschieden, heißen wir Sie als Mandant in unserer Kanzlei Willkommen. Wir stellen Ihnen Ihren persönlichen Rechtsanwalt vor, der Sie durch die Gründung begleiten wird. Zunächst werden alle juristischen Grundfragen geklärt, auf denen der anschließende Prozess basiert. Der Intensivberatung sollten Sie angemessene Zeit einräumen. Hier wird das Fundament für Ihren geschäftlichen Erfolg gelegt. Die umfangreiche Vorbereitung verhindert, dass spätere Korrekturen anfallen müssen. Unser Ziel ist es, alle Ihre persönlichen Präferenzen zu erfassen, um das optimale rechtliche Gerüst für Ihr Unternehmen zu bilden. Wir befassen uns daher u.a. mit folgenden Themen:
Der Ausschluss Ihrer persönlichen Haftung
Selbstlosigkeit des gemeinnützigen Unternehmenszweckes
Anschließend überprüfen wir Ihren Firmennamen auf die Eintragungsfähigkeit. Ist diese gegeben, können wir mit der Erstellung der Gründungsunterlagen fortfahren.
Schritt 4 - Erstellung der Gründungsunterlagen
Nachdem wir alle relevanten Informationen und Ihre Präferenzen erfasst haben, können wir das rechtliche Gerüst für Ihre gGmbH schaffen: Wir erstellen den Gesellschaftsvertrag und alle weiteren relevanten Gründungsunterlagen. Im Falle der gGmbH widmen wir der Darstellung des gemeinnützigen Zweckes besondere Aufmerksamkeit. Die überzeugende Verankerung in der Unternehmenssatzung ist für die spätere Anerkennung durch das Finanzamt von besonderer Bedeutung.
Außerdem bringen wir alle Ihrer persönlichen Präferenzen in den Gesellschaftsvertrag ein. Viele Gründer möchten aus Zeitgründen mit einem “Musterprotokoll” gründen (Anlage zu § 2 Abs. 1a GmbHG). Wir passen den Vertrag Ihren persönlichen Vorlieben an.
Sie entscheiden die Form der Gründung
Sie entscheiden persönlich, wie detailliert und individuell Ihre Gründungsunterlagen ausfallen sollen:
Möchten Sie individuelle Regelungen in die Satzung einbringen? – Wir erstellen einen individuellen Gesellschaftsvertrag für Ihre gGmbH
Es bestehen keine Risiken – Wir passen Ihr Musterprotokoll an Ihre Zwecke an
Der Festpreis bleibt bestehen – Unsere Kanzlei bietet die gGmbH zum Festpreis an. Die gewünschte Individualität der Gründung beeinflusst den Gesamtpreis nicht.
Gründungskosten absetzen: Wir passen Ihren Gesellschaftsvertrag an
Gründungskosten sind nicht in jedem Fall steuerlich absetzbar. Gründen Sie mit einem Musterprotokoll, so sind maximale Kosten von 300 € absetzbar. Eine vollständige steuerliche Absetzung ist möglich, wenn Sie mit einer individuellen Satzung gründen.
Vorsorge für Krisen- oder Streitfall
Der Gesellschaftsvertrag ist gerade für die gemeinnützige GmbH von besonderer Bedeutung, auch über die rechtliche Pflicht hinaus. Er sichert durch eine angemessene Darstellung nicht nur den gemeinnützigen Status, sondern festigt das Unternehmen für den Krisen- oder Streitfall. Sind einzelne Haftungsfragen ungeklärt oder Verantwortungen nicht klar verteilt, ist die Existenz eines Unternehmens im Streitfall nicht gesichert. Der Vertrag dient insbesondere der Vorsorge für unvorhergesehene Szenarien. Eine klare Verteilung der Zuständigkeiten wahrt den sauberen Geschäftsbetrieb, auch im Streitfall.
Weitere Unterlagen für die gGmbH-Gründung
Nicht nur der Gesellschaftsvertrag, sondern auch weitere Gründungsunterlagen müssen für die gGmbH erstellt werden:
Gesellschaftsbeschlüsse / Beschlüsse der Gesellschaftsversammlung
Gesellschafterliste / Anmeldung zum Handelsregister
Schritt 5 - Prüfung der Gemeinnützigkeit
Nach Erstellung Ihrer Unterlagen schicken wir die Satzung Ihrer gGmbH an das zuständige Finanzamt. Dieses prüft dann die Gemeinnützigkeit Ihrer Gesellschaft. Erst wenn diese positiv bestätigt wurde, können die Unterlagen beurkundet werden. Lehnt das Finanzamt die Gemeinnützigkeit ab, so korrigieren wir Ihre Satzung, bis die Gründung möglich wird.
Schritt 6 - Notarielle Beurkundung
Sind alle wichtigen Unterlagen erstellt, müssen sie vom Notar beglaubigt werden. Wir organisieren einen Notartermin zu Ihrem Wunschzeitpunkt in Ihrer Nähe. Wir leiten die Gründungsunterlagen an den Notar weiter.
Schritt 7 - Eintragung in das Transparenzregister
Seit 2019 müssen Gesellschaften aufgrund des Geldwäschegesetzes (GwG) von 2017 in das Transparenzregister des Bundes eingetragen werden. Dieses soll ermöglichen auf einen Blick die wirtschaftlich Verantwortlichen eines Unternehmens zu erkennen. Eingetragen werden müssen die Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten, Wohnorte und Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses der wirtschaftlich Berechtigten. Von einer Eintragung kann abgesehen werden, wenn diese Angaben sich bereits aus dem Handelsregister oder einem anderen öffentlichen Register abrufen lassen.
Schritt 8 - Eröffnung des Geschäftskontos / Einzahlung Stammkapital
Ist Ihre Gründung notariell beurkundet, kann ein Geschäftskonto bei der passenden Bank eröffnet werden. Wir bereiten den Banktermin für Sie vor und stellen Ihnen eine Vollmacht sowie eine Checkliste für den Banktermin.
Schritt 9 - Eintragung der gGmbH in das Handelsregister
Ihre gGmbH wird ins Handelsregister eingetragen (§ 7 GmbHG).
Schritt 10 - Abschlussberatung
Ist der Großteil der Formalitäten abgeschlossen, bieten wir unseren Mandanten eine abschließende Beratung an. Wir klären dabei alle rechtlichen Fragen, die während des Gründungsprozesses aufgetreten sind. In der Regel betreffen diese:
Rechtliche Anforderungen Geschäftsbriefe
Unseriöse Rechnungen / Betrugsprävention
Schritt 11 - Steuerliche und gewerbliche Anmeldung
Zuletzt melden wir Ihre gGmbH steuerlich beim Finanzamt und gewerblich bei der IHK an. Im Anschluss können Sie die Geschäftstätigkeit aufnehmen.
Die Rechtsform der gGmbH bietet ihren Gründern viele Vorteile. Allen voran die Enthaftung des Privatvermögens. Dadurch können Sie unter Schutz Ihres privaten Vermögens unternehmerisch tätig werden. Natürlich bestehen auch einige Nachteile. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Vor- und Nachteile einer gGmbH.
Vorteile der Gründung einer gGmbH
Zahlreiche steuerliche Erleichterungen
Die gGmbH kommt in den Genuss zahlreicher Steuervorteile. So fallen auf den Gesellschaftsgewinn beispielsweise weder Körperschafts- noch Gewerbesteuer an.
Vergünstigte Inanspruchnahme öffentlicher Ressourcen
Die gGmbH hat Privilegien durch die öffentliche Hand. Dazu gehört der vergünstigte oder vereinfachte Zugang zu öffentlichen Ressourcen als auch Beratungen und Förderungen.
Kein Gesellschafter der gGmbH haftet mit seinem Privatvermögen. Lediglich das Betriebsvermögen haftet für die Verbindlichkeiten der gGmbH (§§ 5a, 13 GmbHG).
Positives Außenbild Ihres Unternehmens
Durch den Status der Gemeinnützigkeit profitiert Ihr Unternehmen von dem positiven Image, das es für die Außenwelt erzeugt. Manche gGmbHs werden auch von Unternehmen als Tochtergesellschaften zur Verfolgung eines gemeinnützigen Zweckes gegründet.
Als Kapitalgesellschaft hat die gGmbH das Recht einen Geschäftsführer zu bestellen, der nicht aus dem Kreis der Gesellschafter stammt. Sie können somit das Risiko der Geschäftsführung an eine außenstehende Person aussondern.
Einfacher Gesellschafterwechsel
Die Struktur der gGmbH bietet die Möglichkeit eines einfachen Geschäftsführerwechsels. Wird der Gesellschaftsvertrag dementsprechend gestaltet, können auch Gesellschafter ihre Anteile unkompliziert an einen Dritten verkaufen.
Vorteilhaftes Spendewesen
Die gGmbH ist in der Lage Spenden anzunehmen und dafür steuerentlastende Bescheinigungen auszugeben. Unternehmen und Privatpersonen sind somit angeregt, Ihrer gGmbH Spenden zukommen zu lassen, um diese steuerlich abzusetzen.
Kombination von kaufmännischer Organisation und Gemeinnützigkeit
Die Gründung der gGmbH ermöglicht die Kombination der kaufmännischen Organisation, kurzer Entscheidungswege und klarer Strukturen mit den Vorteilen der Gemeinnützigkeit. Seit der Einführung entscheiden sich viele wohltätige Organisationen für die Gründung einer gGmbH anstelle eines Vereins.
Möglichkeit der Gründung mit Sacheinlage
Die gGmbH kann – genau wie die gewöhnliche GmbH- mit einer Sacheinlage gegründet werden. In dem Sie Sachgegenstände aus Ihrem Eigentum in das Stammkapital einbringen, kann die enorme Hürde der Gründung mit mindestens 12.500/25.000 € umgangen werden.
Gründung als Ein-Personen-gGmbH
Sie können die gemeinnützige GmbH auch alleine gründen und so eine „Ein-Mann-gGmbH“ etablieren. Sie stellen als Gründer dann den einzigen Gesellschafter des Unternehmens und gleichzeitig den Geschäftsführer. Im Vergleich zur Gründung eines eingetragenen Vereins mit mindestens 7 Personen ist die Gründung der gGmbH deutlich simpler.
Nachteile der Gründung einer gGmbH
Die Gründung der gGmbH geht mit einem erhöhten formalen Aufwand einher. So müssen umfangreiche Gründungsunterlagen erstellt sowie ein Notartermin durchgeführt werden.
Alternative: Die Verfolgung eines gemeinnützigen Zwecks kann auch durch die Gründung einer GbR oder eines Vereins realisiert werden. Dabei fallen die laufenden Verwaltungskosten geringer aus.
Status der Gemeinnützigkeit wird streng geprüft
Der gemeinnützige Status muss fest in der Satzung der gGmbH verankert sein und vorab präzise herausgearbeitet werden. Zudem wird die tatsächliche gemeinnützige Ausrichtung vom Finanzamt im Jahres- oder Drei-Jahres-Takt geprüft. Nach der Prüfung wird der Status rückwirkend bestätigt, wodurch die gGmbH in ständiger Beweispflicht ist. Nachträgliche Änderungen des Unternehmensgegenstandes bedürfen der erneuten Kontrolle des Finanzamts. Verliert die gGmbH ihren gemeinnützigen Status, so werden Steuernachzahlungen fällig.
Alternative: Ein eingetragener Verein dient ebenfalls der Gemeinnützigkeit. Da allerdings keine wirtschaftsorientierte Alternative existiert, ist der Gemeinnützigkeitsstatus nicht derart “schwebend” wie bei einer gGmbH.
Gehälter dürfen nicht zu hoch ausfallen
Die Gehälter der Mitarbeiter einer gGmbH müssen stets im nachvollziehbaren Verhältnis zur erbrachten Leistung sein. Andernfalls könnte das Finanzamt dies als verdeckte Gewinnausschüttung werten, was seinerseits wiederum zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen würde.
Alternative: Wenn Sie zwar einen gemeinnützigen Zweck verfolgen, aber nicht dem Druck der Angemessenheit der Gehälter ausgesetzt sein wollen, könnten Sie dies auch mit einer herkömmlichen GmbH tun.
Keine Gewinnausschüttung möglich
Den Prinzipien der Selbstlosigkeit widerspricht einer Gewinnausschüttung. Daher ist sie in jeglicher Form für gemeinnützige GmbHs untersagt, die ihren gemeinnützigen Status erhalten möchten.
Alternative: Möchten Sie zwar einen gemeinnützigen Zweck verfolgen, aber dennoch gelegentlich bei Bedarf Gewinnausschüttungen vornehmen, so könnten Sie eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG gründen.
Bildung von Rücklagen nur bedingt möglich
Die Bildung von Rücklagen ist für die gGmbH nur in einem gewissen Rahmen möglich. Um den Gemeinnützigkeitsstatus zu erhalten müssen 75% der Betriebsgewinne in die Verfolgung des ideellen Zwecks reinvestiert werden. Der Aufbau von Stammkapital ist nur dann gestattet, wenn für eine Investition gespart werden muss, die wiederum mit dem ideellen Zweck zusammenhängt oder im wirtschaftlichen Bereich indirekt diesem Zweck dient.
Alternative: Der Kapitalaufbau ist mit einer gewinnorientierten GmbH oder UG möglich.
Höherer Buchführungsaufwand als bei Verein
Die kaufmännische Organisation bringt mehr Struktur und kürzere Entscheidungswege, doch geht gleichzeitig mit einem höheren Verwaltungsaufwand einher. Unabhängig von der Umsatzgröße ist die gGmbH zur doppelten Buchführung und Bilanzerstellung verpflichtet. Der Verein muss diese erst ab einem Umsatz von 500.000€ pro Jahr vornehmen.
Alternative: Wenn Sie lediglich kleine Umsätze erwarten und vor dem Verwaltungsaufwand einer doppelten Buchführung zurückschrecken, könnten Sie auch eine GbR gründen, um Ihr Projekt zu realisieren. Für die GbR bestehen allerdings keine Steuererleichterungen.
Als handelsrechtliche Firma muss die gGmbH im Handelsregister eingetragen werden. Dafür benötigt ist eine notarielle Beurkundung der Gründungsunterlagen notwendig. Der Termin nimmt Zeit in Anspruch und verursacht Kosten. Auch die Abtretung von Geschäftsanteilen oder die Aufnahme neuer Gesellschafter muss beurkundet werden.
Alternative: Mit der Gründung einer GbR können Sie zwar keine steuerlichen Vorteile in Anspruch nehmen, aber benötigen auch keine notarielle Beurkundung. Langfristig steht dieses zeitliche Ersparnis in keinem Verhältnis zum Nutzen der Steuerersparnisse.
Steuern, Buchhaltung und Jahresabschluss einer gGmbH
Steuern der gGmbH
Eine gemeinnützige GmbH muss keine Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie kein Solidaritätszuschlag entrichten. Umsatzsteuerlich ist die gGmbH im ideellen Bereich von der Abfuhr der Umsatzsteuer befreit. Für Einnahmen aus dem wirtschaftsorientierten Bereich sind nur verminderte Umsatzsteuern abzuführen.
Die gGmbH darf keine Gewinne an ihre Gesellschafter auszahlen, weshalb auch keine Kapitalertragssteuern anfallen. Für Angestellte und sonstige Mitarbeiter sind regulär Lohnsteuern abzuführen.
Die gGmbH ist spendenberechtigt und daher von Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Für Grundstücke die zum ideellen Zweck der Gesellschaft verwendet werden fällt auch keine Grundsteuer an.
Keine Körperschaftssteuer für die gGmbH
Als gemeinnütziges Unternehmen muss die gGmbH keine Körperschaftsteuer an das Finanzamt abführen. Dadurch entsteht ein Ersparnis von 15,6% auf den Betriebsgewinn, das für die Verfolgung des ideellen Zweckes eingesetzt werden kann. Der Status der Gemeinnützigkeit muss jedoch während der Lebensdauer des Unternehmens gehalten werden. In der Regel nimmt das Finanzamt eine Prüfung des Status mindestens alle drei Jahre vor.
Keine Gewerbesteuer abzuführen
Der Gemeinnützigkeitsstatus erwirkt ebenso, dass die gGmbH keine Gewerbesteuer abführen muss. Die Anmeldung muss beim Amt zwar vorgenommen werden, doch solange der gemeinnützige Status erhalten bleibt, müssen keine Steuern abgeführt werden.
Vom Solidaritätszuschlag befreit
Der Solidaritätszuschlag ist von einer gGmbH nicht zu zahlen.
Gehälter müssen im Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen
Damit der gemeinnützige Status gewahrt werden kann, müssen die Gehälter einer gGmbH in einem nachvollziehbaren Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen. Andernfalls kann das Finanzamt dies als verdeckte Gewinnausschüttung betrachten, was zum Entzug des Gemeinnützigkeitsstatus führt.
Spenden an die Gesellschaft sind steuerfrei
Bei Spenden an Ihre Gesellschaft können Sie Spendenbescheinigungen ausstellen, welche der Spender von seiner Steuer absetzen kann. Für Sie fällt wiederum keine Schenkungssteuer an.
Bevor eine gGmbH ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen kann, muss eine steuerliche Anmeldung beim Finanzamt erfolgen. Im Anschluss an die Gründung nehmen wir diese Für Sie vor, damit Sie schnellstmöglich die Geschäfte aufnehmen können.
Trotz der Befreiung von der Gewerbesteuer müssen Sie eine Gewerbeanmeldung beim Finanzamt vornehmen. Verfolgen Sie ein Gewerbe, das im Sinne des Schutzes der Öffentlichkeit einer besonderen Regulierung unterliegt, bedarf es einer Sondergenehmigung nach §34c GewO. Wir kennen uns aus und organisieren die Anmeldung für Sie!
Steuerfragebogen – Ihre Anmeldung beim Finanzamt
Nachdem wir Ihre gGmbH im Handelsregister eingetragen haben, nehmen wir die steuerliche Anmeldung beim Finanzamt für Sie vor. Erst nach der Anmeldung können Sie Rechnungen stellen und Ihre Geschäfte offiziell aufnehmen. Die Anmeldung erfolgt durch das Ausfüllen des Steuerfragebogens. Umso früher der Bogen abgegeben wird, umso eher kann die Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens beginnen. Wir nehmen die Anmeldung daher schnellstmöglich für Sie vor!
Steuertipp: Gründungskosten nicht immer voll absetzbar
Die Gründungskosten einer gGmbH sind nur bedingt steuerlich absetzbar. Gründen Sie mit einem Musterprotokoll, so dürfen die Kosten maximal 300 € betragen. Bevorzugen Sie allerdings einen individualisierten Gesellschaftsvertrag und verankern die Absetzbarkeit dort, kann der volle Betrag steuerlich abgesetzt werden.
Gewerbliche Anmeldung ist verpflichtend
Auch wenn die gGmbH keine Gewerbesteuer zu zahlen hat, sofern der Gemeinnützigkeitsstatus erhalten bleibt, ist die reguläre Gewerbeanmeldung vorzunehmen. Die Anmeldung ist in der Regel unkompliziert und kostet zwischen 10 – 60 €. Ein einfaches Schreiben genügt. Wir übernehmen die Anmeldung im Anschluss an die Gründung für Sie!
Weitere Genehmigungen können erforderlich sein
Bestimmte Gewerbearten benötigen einer zusätzlichen Genehmigung. Im Zusammenhang mit der Gemeinnützigkeit sind eine Pflegeeinrichtung oder eine Kindertagesstätte passende Beispiele. Es ist im Sinne des Schutzes der Öffentlichkeit eine Sondererlaubnis nach §34c GewO notwendig. Wir kennen den Prozess und übernehmen die Organisation für Sie!
gGmbH Buchführung
Als Kapitalgesellschaft unterliegt die gGmbH der Pflicht zur doppelten Buchführung und Bilanzerstellung. Die Buchführung muss während des Geschäftsjahres gepflegt werden, um am Ende des Geschäftsjahres daraus den Jahresabschluss erstellen zu können.
Zur Wahrung des Gemeinnützigkeitsstatus der gGmbH ist der ideelle Bereich vom wirtschaftlichen Bereich zu trennen.
Wir empfehlen Ihnen, die Buchführung an einen externen Dienstleister auszugliedern. Sie minimieren Ihren formalen Aufwand und lagern das Haftungsrisiko an einen Dritten aus.
Der wichtigste und aufwendigste Teil des laufenden Verwaltungsaufwands ist die Buchführung. Sie wird auch als Buchhaltung, Finanzbuchhaltung oder FIBU bezeichnet. Die fachgerechte Erstellung ist Aufgabe des Geschäftsführers. Verpflichtend ist die Buchführung für alle Kapitalgesellschaften, unabhängig vom Gemeinnützigkeitsstatus (§§ 236 HGB, 13 Abs. 3 GmbhG). Als Geschäftsführer entstehen dadurch folgende Pflichten:
Dokumentation aller Geschäftsvorfälle im Rahmen der doppelten Buchführung. Jeder Geschäftsvorfall muss doppelt erfasst werden, auf Soll- und Habenseite.
Basierend auf der Buchführung: Erstellung des Jahresabschlusses
Wir empfehlen: Zu Beginn fachmännisch beraten lassen
Zum Unternehmensstart sollten Sie sich bezüglich der Buchführung fachmännisch beraten lassen. Das operative Tagesgeschäft benötigt Ihre gesamte Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich zu Beginn Ihrer Unternehmung fachmännisch beraten lassen, minimieren Sie das Risiko buchhalterische Fehler zu begehen.
Vollständige Ausgliederung an externen Dienstleister
Doch nicht nur zu Beginn des Unternehmens lohnt sich die Ausgliederung der buchhalterischen Pflichten. Die meisten erfolgreichen Unternehmen vertrauen auf ein Buchhaltungsbüro und dessen Fachexpertise. Wir empfehlen Ihnen, einen Steuerberater oder ein professionelles Buchführungsbüro zu beauftragen. Sie profitieren von den Vorteilen:
Der laufende Verwaltungsaufwand wird minimiert
Die Fehlerwahrscheinlichkeit wird minimiert
Überblick über Finanzlage dank monatlicher Kennzahlen
Ausgliederung des Haftungsrisiko an einen externen Dienstleister
Jahresabschluss gGmbH
Als Kapitalgesellschaft ist die gGmbH zur Erstellung eines Jahresabschlusses zum Jahresende verpflichtet. Er beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und den Anhang.
Ab einer bestimmten Umsatzgrenze, Bilanzsumme und Anzahl von Mitarbeitern kann die gGmbH als Kleinstkapitalgesellschaft nach §267a HGB kategorisiert werden. Dadurch kommen zahlreiche Erleichterungen zum Tragen.
Da die gGmbH eine Kapitalgesellschaft ist, hat sie nach §§ 242 ff HGB einen Jahresabschluss aufzustellen. Der Geschäftsführer ist für die korrekte Aufstellung und Einreichung des Jahresabschlusses verantwortlich. Er beinhaltet:
Jahresabschluss der gGmbH – Die Grundsätze
Die Erstellung des Jahresabschlusses beruht auf den gesammelten Daten und Informationen der laufenden Buchhaltung. Erreicht der Umsatz oder die Bilanzgröße einen bestimmten Betrag, muss ein Lagebericht hinzugefügt werden.
Gerade zu Beginn einer Unternehmung, ist eher die Kategorisierung als Kleinstkapitalgesellschaft nach § 267a HGB relevant.
Ihre gGmbH kann von den Erleichterungen nach § 267a HGB profitieren, wenn zwei der drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Bilanzsumme beträgt weniger als 350.000 €
Umsatz der letzten 12 Monate liegt unter 700.000 €
Im letzten Geschäftsjahr waren durchschnittlich weniger als 10 Angestellte beschäftigt
In den meisten Fällen erfüllt eine neugegründete gGmbH im ersten Jahr diese Bedingungen. Der Umfang des Jahresabschlusses wird dadurch an folgenden Stellen minimiert:
Anwendbarkeit des verkürzten Bilanzgliederungsschemas nach § 266 Abs. 1 Satz 4 HGB
Anwendbarkeit des verkürzten Gliederungsschemas für GuV-Rechnung nach § 276 Abs. 5 HGB
Verzicht auf Anhang nach § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB bei Einführung ergänzender Angaben in der Bilanz
Keine Offenlegungspflicht, lediglich Pflicht zur Hinterlegung beim Bundesanzeiger
Unser Rat: gGmbH Jahresabschluss ausgliedern
Wir empfehlen Ihnen den Jahresabschluss Ihrer gGmbH an ein externes professionelles Buchführungsbüro auszugliedern. Dadurch minimieren Sie den laufenden Verwaltungsaufwand, vertrauen auf Fachexpertise und gliedern die Haftung an einen Dritten aus.
Die Organe der gemeinnützigen GmbH
Als Kapitalgesellschaft hat die gGmbH folgende Organe: Die Geschäftsführung, die Gesellschafterversammlung, und den Aufsichtsrat. Aufgrund der Gemeinnützigkeit hat sie zudem einen Begünstigten.
Für die Vertretung nach außen und Leitung der Geschäfte verfügt die gGmbH über einen Geschäftsführer. Zur Minimierung des Risikos und für die Ausgliederung des operativen Tagesgeschäfts können Gründer der gGmbH einen Fremdgeschäftsführer bestellen. Er muss nicht aus dem Kreis der Gesellschafter stammen.
Um als Geschäftsführer bestellt werden zu können, muss die entsprechende natürliche Person volljährig und uneingeschränkt geschäftsfähig sein (§ 6 Abs. 1 S. 1 GmbHG). Zudem dürfen keine Verurteilungen wegen Straftaten im Vermögensstrafrecht vorliegen (§ 6 Abs. 2 Nr. 3 GmbHG). Auch ein Berufs- und Gewerbeverbot für bestimmte Branchen kann eine Bestellung als Geschäftsführer verhindern (§ 6 Abs. 2 Nr. 2 GmbHG).
Die Aufgaben eines Geschäftsführers bestehen aus:
Vertretung der gGmbH bei Geschäften nach außen
Verantwortung über die Buchführung und Bilanzerstellung
Neben der Aufgaben im täglichen Geschäft unterliegt der Geschäftsführer Pflichten. Bei Nichteinhaltung kann er sich strafbar machen oder haftet mit seinem Privatvermögen:
Haftungspflicht gegenüber der Gesellschaft
Pflicht zum korrekten Verhalten bei drohender Insolvenz
Nicht nur die Verantwortung über das operative Tagesgeschäft, sondern auch die Pflichten und Haftungsrisiken machen die Tätigkeit als Geschäftsführer verantwortungsvoll und risikobehaftet. Wir beraten unsere Mandanten im Rahmen der Gründungsberatung zu den individuellen Risiken, die durch die Tätigkeit als Geschäftsführer entstehen können und klären über potenzielle Folgen sowie angemessen Vorbeugung und Verhaltenspflichten auf.
Gesellschafter haben Rechte und Pflichten. Als Gesellschafter einer gemeinnützigen GmbH existiert kein Gewinnentnahmerecht.
Teilnahmerecht an der Gesellschaftsversammlung
Recht auf Rückzahlung von Nachschüssen
Recht auf Einforderung der Stammeinlage
Recht auf Einsicht in die Geschäfte und Bücher
Recht auf Bestimmung des Gemeinnützigkeitszwecks
Recht auf Mitbestimmung der Handhabung der Geschäftsanteile
Eine grundlegende Verpflichtung eines Gesellschafters besteht in der Einzahlung von Stammkapital in die Gesellschaft. Die Höhe der Summe ist im Gesellschaftsvertrag festgelegt. Zudem müssen Gesellschafter für Verluste privat haften, wenn die Gesellschaft noch nicht im Handelsregister eingetragen oder die Summe noch nicht eingezahlt wurde.
Haftung der Gesellschafter einer gGmbH
Auch wenn generell eine Haftungsbeschränkung auf das Betriebsvermögen der Gesellschaft vorherrscht, können die Gesellschafter der gGmbH in bestimmten Situationen privat haftbar gemacht werden. Meistens im Zusammenhang mit Verhalten, das auf einen vorsätzlichen Missbrauch der Haftungsbeschränkung Rückschlüsse ziehen lässt.
Vermögensvermischung von Privat- und Betriebsvermögen
Absichtliche Insolvenzauslösung der Gesellschaft
Wir beraten unsere Mandanten im Rahmen der Gründungsberatung zu finanziellen und juristischen Risiken in der Rolle als Gesellschafter einer gGmbH.
Für die Beschlussfassung wichtiger Fragen außerhalb des Verantwortungsbereichs der Geschäftsführung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird die Gesellschafterversammlung einberufen.
Im Rahmen einer Abstimmung werden Entscheidungen gefällt. Die Struktur der Gesellschafterversammlung kann im Gesellschaftsvertrag individuell geregelt werden. Meistens können Gesellschafter mit einer Stimme oder mit Stimmen in Abhängigkeit zur Höhe des eingezahlten Stammkapitals abstimmen. Häufig wird dabei die Notwendigkeit zu einer einstimmigen Mehrheit zur Beschlussfassung festgelegt.
Für wichtige, gesellschaftsverändernde Entscheidungen ist gesetzlich eine ¾-Mehrheit vorgesehen. Fragen betreffen:
Änderungen im Gesellschaftsvertrag
Beschlüsse zur Umwandlung oder Auflösung der Gesellschaft
Die Versammlung wird vom Geschäftsführer einberufen. Er wird von der Versammlung bestimmt und ist an deren Beschlüsse gebunden.
Der Aufsichtsrat ist kein gesetzlich verpflichtendes Organ. Es wird erst dann eingeführt, wenn die gGmbH eine gewisse Größe erreicht hat. Er dient der Kontrolle der Geschäftsführung.
Der Begünstigte ist kein Organ der Gesellschaft, aber eine Besonderheit der gGmbH. Aufgrund des gemeinnützigen Zwecks der gGmbH dürfen die Gewinne nicht an die Gesellschafter ausgezahlt werden. Dies gilt auch im Falle der Liquidation der Gesellschaft. Daher muss ein Begünstigter benannt werden, an welchen das Vermögen der gGmbH im Falle der Auflösung oder Liquidation oder im Erbfall übergeht. Begünstigte dürfen nur juristische Personen des öffentlichen Rechts oder andere steuerbegünstigte Organisationen sein. Daher wird häufig ein fremdes gemeinnütziges Unternehmen als Begünstigter benannt.
Kosten der gGmbH Gründung
Fragen und Antworten zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH
Bei der Gründung einer gemeinnützigen GmbH haben Mandanten häufig vertiefende Fragen wie:
„Wie ist die Haftung bei einer gGmbH?“ oder
„Wie wird der Gewinn einer gGmbH verteilt?“
Unten finden Sie die häufigsten Fragen und unsere Antworten zur Gründung einer gGmbH.
Kann ich mit der gGmbH schon von der Eintragung ins Handelsregister tätig werden?
Unter bestimmen Umständen können Sie schon vor der Eintragung der gGmbH ins Handelsregister Geschäfte tätigen:
Im Geschäftsverkehr wird das Kürzel „i.G.“ für „in Gründung“ an Ihren Firmennamen angehängt
Die Haftung beschränkt sich nicht nur auf das Betriebsvermögen. Sie haften für Schulden privat.
Sie haben eine vorläufige Steuernummer beim Finanzamt beantragt, mit der sie Rechnungen ausstellen.
Was muss bei der Namensgebung der gGmbH beachtet werden?
Sie können einen freien und kreativen Firmennamen wählen, der im Einklang mit Ihrer Marketingstrategie steht und ihre gemeinnützigen Werte vermittelt. Dennoch gelten die handelsrechtlichen Bestimmungen:
Der Name darf nicht irreführend und
Bereits in Verwendung sein ( 30 Abs. 1 HGB) und
Muss eine Unterscheidungskraft besitzen ( 18 Abs. 1 HGB)
Außerdem muss das Kürzel „gGmbH“ oder „gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ im Geschäftsverkehr angehängt werden.
Worin genau liegt der Unterschied zwischen der GmbH und einer gemeinnützigen GmbH?
Eine klassische GmbH wird meistens mit dem Ziel der Profitmaximierung und Kapitalaufbau gegründet. Die gemeinnützige GmbH hingegen verfolgt einen Zweck, der der Allgemeinheit dient.
Im Gegensatz zur klassischen GmbH gelten für die gGmbH folgende Bestimmungen:
Kein Recht auf Gewinnausschüttung
Angemessenheit der Gehälter zur erbrachten Leistung
Vertragliche Verankerung des gemeinnützigen Zwecks
Steuerfreiheiten bei Anerkennung des gemeinnützigen Zwecks
Festlegung eines Begünstigten
Keine Möglichkeit zum Kapitalaufbau: 75% der Gewinne müssen im selben Geschäftsjahr für die Verfolgung eines gemeinnützigen Zwecks investiert werden.
Hat die gGmbH Steuervorteile?
Die gGmbH profitiert von zahlreichen Steuervorteilen. Sie gehen mit dem gemeinnützigen Status einher, der vom Finanzamt geprüft und anerkannt werden muss.
Konkret sehen die Steuervorteile so aus:
Die gGmbH muss keine Körperschaftsteuer
keine Gewerbesteuer sowie
Im ideellen Bereich keine Umsatzsteuer abführen
Im wirtschaftlichen Bereich muss nur verringerte Umsatzsteuern abführen
Die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer sowie Grundsteuer entfällt bei Verwendung für ideelle Zwecke
Damit die Steuervorteile nachhaltig bestehen bleiben, muss der gemeinnützige Zweck der Gesellschaft anerkannt sein. Wird eine Gewinnausschüttung offener oder verdeckter Art festgestellt, so wird der Status aberkannt.
Wann ist die gGmbH gemeinnützig?
Gemeinnützig ist eine GmbH dann, wenn der Gemeinnützigkeitsstatus vom Finanzamt anerkannt wird. Dabei gelten die Anforderungen aus § 52 AO:
Die GmbH muss einen Zweck verfolgen der gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich ist
Die Verfolgung des Zweckes oder Realisierung des Vorhabens muss selbstlos, unmittelbar und ausschließlich umgesetzt werden. Werden beispielsweise zu hohe Gewinne ausgezahlt, wird eine verdeckte Gewinnausschüttung unterstellt und die Selbstlosigkeit verfällt
Der Gesellschaftszweck muss der Allgemeinheit zugutekommen. Er darf nicht nur einen beschränkten Personenkreis begünstigen
Im Gesellschaftsvertrag wird ein Begünstigter festgelegt, an den das Stammkapital im Falle einer Gesellschaftsauflösung übergeht. Begünstigte dürfen nur juristische Personen des öffentlichen Rechts und andere steuerbegünstigte Organisationen sein.
Wie haftet die Geschäftsführung der gGmbH?
Generell haftet das Betriebsvermögen für betriebliche Schulden der gGmbH. Die Geschäftsführung kann nur in bestimmten Fällen mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden. Dafür müssen allerdings Fälle von groben Fehlverhalten und Pflichtverletzungen vorliegen.
In den meisten Fällen ist ein haftbares Verhalten in folgenden Bereichen vorzufinden:
Steuerrecht und Sozialversicherungen
Schadensverursachung durch Fehlverhalten und Pflichtvernachlässigung
Wann kann die gGmbH ins Handelsregister eingetragen werden?
Damit Sie die Geschäftstätigkeit Ihrer gGmbH aufnehmen können, muss die Eintragung im Handelsregister erfolgt sein. Eine aktive Beschleunigung ist zwar nicht möglich, doch es können Vorkehrungen getroffen werden, um eine schnellstmögliche Eintragung zu begünstigen.
Wahl eines korrekten Firmennamens: Als handelsrechtliche Firma können Sie einen freien und kreativen Namen für Ihre gGmbH wählen. Er muss dennoch im Einklang mit den rechtlichen Bedingungen sein. Wir prüfen Ihren Firmennamen vor der Eintragung. Ist der Name nicht Eintragungsfähig, wird die Eintragung ins Handelsregister abgelehnt und der Prozess verzögert sich.
Firmenbriefkasten korrekt beschriften: Ist der Firmenbriefkasten nicht korrekt beschriftet, kann unter Umständen die Post nicht zugestellt werden. Dadurch verlängert sich der Eintragungsprozess um ca. einen Monat.
Unternehmenszweck genau angeben: Der Unternehmenszweck muss bei der Eintragung genau betitelt werden können. Bei einer gemeinnützigen GmbH ist er identisch mit dem gemeinnützigen Zweck. Wir betiteln den Zweck Ihres Unternehmens korrekt und verankern ihn im Gesellschaftsvertrag.
Einzahlung des Kostenvorschusses: Für eine schnellstmögliche Eintragung sollte der Kostenvorschuss bereits bei der Kasse eingezahlt oder beim Notar hinterlegt werden.
Was kostet die Buchführung der gGmbH?
Eine pauschale Bezifferung von Buchführungskosten ist nicht zielführend, da die Kosten maßgeblich von unterschiedlichen Faktoren abhängig sind:
Regionale Ausrichtung des Unternehmens
Die gGmbH ist zur doppelten Buchführung und Bilanzerstellung verpflichtet. Ein ungefährer Kostenrahmen wäre der folgende: Für 30 Buchungen im Monat fallen Kosten von 800€ an, während 100 Buchungen eher 1500 € Kosten verursachen würden.
Habe ich als Gründer einer gGmbH eine Sozialversicherungspflicht?
Gründer einer gGmbH können durchaus zur Einzahlung in eine Sozialversicherung verpflichtet sein. Das ist vor allem der Fall, wenn die Selbstständigkeit nicht als hauptberufliche Tätigkeit anerkannt wird. Sind Sie etwa weniger als 20 Stunden pro Woche im Unternehmen tätig, würde keine hauptberufliche Tätigkeit vorliegen und eine Sozialversicherungspflicht bestehen.
Wie kann ich den Gewinn der gGmbH verwenden?
Die korrekte Verwendung der Gewinne einer gGmbH ist für den Erhalt des Gemeinnützigkeitsstatus notwendig. Maßgeblich sind dafür die Prinzipien der Selbstlosigkeit und Unmittelbarkeit. Gewinne dürfen nicht zur persönlichen Bereicherung ausgeschüttet oder verwendet werden, sondern müssen dem Zweck unmittelbar dienen. Daher ist vorgesehen, dass 75% der Gewinne im selben Geschäftsjahr im Sinne des gemeinnützigen Zweckes investiert werden.
Rücklagenbildung teilweise möglich
25% der restlichen Gewinne dürfen zum Aufbau von Stammkapital verwendet werden. Sollen darüber hinaus Gewinne angespart werden, muss dies für eine nachvollziehbare größere Investition geschehen, die wiederum dem ideellen Zweck dient.
Verdeckte Gewinnausschüttung gefährden den Gemeinnützigkeitszweck
Verdeckte Gewinnausschüttungen können etwa bei der Auszahlung überteuerter Gehälter oder der Veranstaltungen unnötiger Firmenevents angenommen werden. Sie verstoßen gegen das Prinzip der Selbstlosigkeit und gefährden deshalb den Gemeinnützigkeitsstatus.
Wann ist die gGmbH vorsteuerabzugsberechtigt?
Die gemeinnützige GmbH profitiert von zahlreichen Steuervorteilen. So muss sie keine Umsatzsteuer abführen, wenn Umsätze im ideellen Bereich, also im Zusammenhang mit dem gemeinnützigen Zweck erwirtschaftet wurden. Allerdings können in diesem Bereich auch keine Vorsteuern für Ausgaben abgezogen werden.
Dennoch ist die gGmbH vorsteuerabzugsberechtigt, wenn Einnahmen und Ausgaben im wirtschaftlichen Bereich vorhanden sind. Dieser kann in drei Teilbereiche gegliedert werden:
Sonstiger Geschäftsbetrieb
Auf alle Einnahmen im Zweckbetrieb und in der Vermögensverwaltung müssen lediglich 7% abgeführt werden. Vorsteuern sind allerdings voll abziehbar. Im sonstigen Geschäftsbetrieb fallen reguläre 19% Umsatzsteuern an.
Werden also Umsatzsteuern erhoben, ermäßigt und regulär, können Vorsteuern abgezogen werden.
Wann sollte ich eine gGmbH gründen?
Das soziale Unternehmertum erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Seit der Einführung der gemeinnützigen Kapitalgesellschaften im Jahr 2013 lösen die gGmbH und die gUG den Verein zunehmend als favorisierte Rechtsform für gemeinnützige Projekte ab.
Die Gründe liegen auf der Hand: Die gemeinnützige GmbH vereint die steuerlichen und wirtschaftlichen Vorteile einer als gemeinnützig anerkannten Rechtsform mit der kaufmännischen Organisation einer GmbH. Kurze Entscheidungswege machen die gGmbH agiler als den Verein.
Eine gGmbH könnte für Sie die richtige Rechtsform sein, wenn folgende Punkte auf Sie zutreffen:
Sie möchten eine gemeinnützige Organisation gründen, die
Kurze Entscheidungswege vorweist,
Über eine kaufmännische Organisation verfügt und
Steuerliche Vorteile für sich beanspruchen kann.
Existieren Besonderheiten zum Jahresabschluss einer gGmbH?
Es existieren keine Erleichterungen für die Erstellung des Jahresabschlusses einer gGmbH alleine aufgrund des Gemeinnützigkeitsstatus. Als Kapitalgesellschaft ist die gGmbH zur doppelten Buchführung und Erstellung von Jahresabschlüssen verpflichtet. Lediglich aus der Kategorisierung als Kleinkapitalgesellschaft nach §267a HGB können Erleichterungen entstehen.
Ich habe eine seltsame Rechnung nach der Eintragung der gGmbH ins Handelsregister erhalten. Was hat das zu bedeuten?
Gerade nach der Eintragung im Handelsregister sollten alle erhaltenen Rechnungen genau geprüft werden. Die Daten sind für jedermann öffentlich einsehbar. Betrüger machen sich dies zunutze und versenden illegal Rechnungen für bestimmte Leistungen, welche die meisten Unternehmen nach der Gründung in Anspruch nehmen. So kann es sein, dass Sie eine Rechnung über den Handelsregistereintrag oder zu ihrer kürzlich registrierten Unternehmensdomain erhalten, obwohl sie diese bereits bezahlt haben.
Sehr häufig kommt es vor, dass Startups Opfer von Betrug werden. Gerade in der Anfangsphase sollten Sie daher wachsam sein.
Ist die Umwandlung eines Vereins in eine gGmbH möglich?
Die Umwandlung eines Vereins in eine gemeinnützige Kapitalgesellschaft, wie die gGmbH oder die gUG ist durchaus möglich. Seit der Einführung im Jahr 2013 lösen die gemeinnützigen Rechtsformen den Verein zunehmend ab.
Eine Umwandlung ist zwar komplex, aber durchführbar.
Keine komplette Neugründung notwendig
Es bedarf keiner kompletten Neugründung, sodass Geschäftsbeziehungen und bestehende Verträge mit Lieferanten und anderen Geschäftspartnern behalten werden können. Notwendig sind allerdings:
Beschluss der Mitgliederversammlung zur Umwandlung und rechtlichen Prüfung
Neue Gesellschaftssatzung mit Verankerung des gemeinnützigen Zwecks
Einen Begünstigten, an den das Kapital bei Auflösung oder Liquidation übergeht
Beschließen die Mitglieder die Umwandlung des Vereins in eine gGmbH, muss anschließend der übliche Prozess für eine Neugründung vollzogen werden.
Wie kann ich rechtssicher werben?
Rechtssicher zu Werben ist ein elementarer Bestandteil eines jeden Unternehmens. Der rechtliche Rahmen darf nicht überschritten werden, da sonst Abmahnungen oder sogar Klagen von Konkurrenten drohen.
In Deutschland wird der rechtliche Rahmen vor allem durch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt. Es betrifft alle gängigen Werbeformate:
Werbung über das Telefon
Werbung über die Suchmaschine
Maßgebend ist dabei, dass die Werbung nicht irreführend oder sittenwidrig vergleichend ist.
Eine Werbung ist dann irreführend, wenn sie dazu geeignet ist die angesprochen Zielgruppe zu täuschen oder generell nicht wahrheitsgemäß ist (§5b UWG).
Vergleichende Werbung ist aufgrund ihrer Effektivität beliebt. Unternehmern erscheint es einleuchtend, das eigene Angebot durch Alleinstellungsmerkmale von dem der Konkurrenz abzuheben. Vergleichende Werbung ist generell zulässig, nur darf sie nicht sittenwidrig sein (§6 Abs. 2 UWG).
Wurde der rechtliche Rahmen überschritten, können Konkurrenten abmahnen oder sogar verklagen.
Im Rahmen der Gründungsberatung erörtern wir den rechtlich zulässigen Rahmen des Werbens für Ihr gemeinnütziges Projekt.
Kann ich Texte, Bilder und Grafiken aus dem Internet verwenden?
Die einfache Zugänglichkeit zu Medien durch das Internet hat für Unternehmer viele Vorteile. Allerdings geschehen dadurch auch zahlreiche Fehltritte im Bereich des Urheberrechts. Da hier unterschiedliche Meinungen zur rechtlichen Zulässigkeit herrschen, sehen wir uns in der Pflicht aufzuklären.
Alle Werke, jeglicher kreativer oder intellektueller Art aus den Bereichen der Kunst, Literatur oder Wissenschaft sind urheberrechtlich geschützt. Dazu gehören auch:
etc. (§ 2 UrhG)
Wissenswert ist, dass jegliches urheberrechtlich geschütztes Werk nur durch die ausdrückliche Einwilligung des Urhebers von einem Dritten verwendet werden kann. Häufig geschieht dies in Form einer käuflich erwerblichen Nutzungslizenz.
Es ist dafür irrelevant, ob es sich um professionelle Werke oder etwa Amateurfotografien handelt. Eine Einwilligung ist stets einzuholen.
Ein Verweis reicht nicht aus
Ein häufiger Irrtum liegt darin, dass Werke verwendet werden dürfen, wenn auf den Urheber verwiesen wurde. So nutzen Webseitenbetreiber häufig Bilder und verweisen auf den Fotografen oder Shop-Betreiber verwenden Produktbeschreibungen ohne ausdrückliche Einwilligung des Herstellers. Liegt keine Lizenz vor, handelt es sich um einen urheberrechtlichen Verstoß, der meistens in hohen Rechtskosten mündet.
Die Abkürzung AGB steht für allgemeine Geschäftsbedingungen. Sie können als unternehmenseigene Richtlinien für den Geschäftsverkehr verstanden werden. Da Unternehmen häufig sich wiederholende und ähnelnde Geschäfte betreiben, lohnt sich die einmalige Ausarbeitung der Konditionen. So müssen wichtige Vereinbarungen zu Ihren Produkten oder Dienstleistung nicht bei jedem Geschäftsabschluss neu verhandelt werden.
Folgende Themen sind häufig Inhalt von AGB:
Aufgrund der individuellen Vertragsfreiheit können AGB sogar von den gesetzlichen Bestimmungen abweichen. Nur eine absurde Abweichung ist nicht zulässig. Da die ABG nur gültig sind, wenn sie einer juristischen Inhaltskontrolle standhalten, sollten Sie Ihre AGB anwaltlich erstellen lassen.
Wann sollte ich eine Marke anmelden?
Der Diebstahl von intellektuellem Eigentum ist für viele Unternehmen ein schädlicher Faktor. Sind Produkte, Dienstleistungen oder Marketingstrategien erstmal erfolgreich, so kopieren Konkurrenten in der Regel recht schnell. Mit der Anmeldung einer Marke befähigen Sie Ihr Unternehmen zu juristischer Gegenwehr.
Wurde Ihre Marke erfolgreich eingetragen, stehen Ihnen unterschiedliche Mittel zur Gegenwehr zur Verfügung. Hat ein Konkurrent trotz markenrechtlichen Schutzes Ihr geschütztes Element kopiert oder einen sonstigen markenrechtlichen Verstoß begangen, könnten Sie:
Das deutsche Markenrecht gilt als umfangreich und effizient. Nicht umsonst wurde das europäische Markenrecht, dass sich über den gesamten EU-Raum erstreckt, dem deutschen Recht nachempfunden. Nicht nur Logos, Namen und Grafiken, sondern auch Produktformen, Gerüche und Audioformate können geschützt werden.
Wir empfehlen Ihnen, schutzwürdige Elemente Ihrer gemeinnützigen GmbH schützen zu lassen. Möchten Sie mehr zum Thema erfahren, lesen Sie unseren Artikel zur Anmeldung einer deutschen Marke.
Die Beratung zu Ihrer gGmbH-Gründung ist unsere Investition in eine langfristige Zusammenarbeit auf den Gebieten des Unternehmens– und Verbraucherrechts.
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References: § 2
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 § 266
 § 276
 § 264
 § 52
 §267