Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20232,%20432
Timestamp: 2019-09-22 01:02:47+00:00

Document:
BFH, 12.01.2011 - I R 35/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,4084
BFH, 12.01.2011 - I R 35/10 (https://dejure.org/2011,4084)
BFH, Entscheidung vom 12.01.2011 - I R 35/10 (https://dejure.org/2011,4084)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 2011 - I R 35/10 (https://dejure.org/2011,4084)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,4084) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Kein negativer Progressionsvorbehalt für nach § 2a EStG 2002 nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste - Ziel des § 32b EStG
Kein negativer Progressionsvorbehalt für nach § 2a EStG 2002 nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste; Ziel des § 32b EStG
§ 2a Abs 1 S 1 Nr 6 Buchst a EStG 2002, § 32b Abs 1 Nr 3 EStG 2002 vom 13.12.2006, § 32b Abs 2 S 1 Nr 2 EStG 2002 vom 13.12.2006, Art 6 DBA USA 1989, Art 23 Abs 3 Buchst a DBA USA 1989
DBA-USA 1989 Art. 23; EStG 2002 §§ 2 a, 32 b
Kein negativer Progressionsvorbehalt für nach § 2 a EStG 2002 nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste
Kein negativer Progressionsvorbehalt für nach § 2a EStG 2002 nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste
Negativer Progressionsvorbehalt für nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste
Möglichkeit eines negativen Progressionsvorbehalts für nach § 2a Einkommensteuergesetz (EStG) 2002 nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste; Berücksichtigung von nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) steuerfreie negative ausländische Einkünfte im Wege des ...
Kein negativer Progressionsvorbehalt für nicht zu berücksichtigende Auslandsverluste
Kein negativer Progressionsvorbehalt für steuerfreie ausländische Einkünfte
FG Hamburg, 07.06.2010 - 3 K 234/09
BFHE 232, 432
DB 2011, 1028
BStBl II 2011, 494
Zwar dürfen nach dieser Vorschrift negative Einkünfte aus einer in einem ausländischen Staat belegenen gewerblichen Betriebsstätte grundsätzlich nur mit positiven Einkünften derselben Art und aus demselben Staat ausgeglichen werden und gilt dies auch für durch Doppelbesteuerungsabkommen von der deutschen Besteuerung freigestellte Einkünfte (Senatsurteil vom 12. Januar 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Denn die Berechnung des Sondertarifs erfolgt seit der Neufassung des § 32b Abs. 2 EStG durch das Jahressteuergesetz 1996 vom 11. Oktober 1995 (BGBl I 1995, 1250, BStBl I 1995, 438) in der Weise, dass zunächst das steuerpflichtige Einkommen nach § 32a EStG ermittelt wird, dem auf zweiter Stufe die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte zur Berechnung des besonderen Steuersatzes hinzugerechnet werden, welcher sodann auf die --unverändert bleibende-- Bemessungsgrundlage angewendet wird (sog. Hinzurechnungsmethode, vgl. Senatsurteil in BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Dies gilt auch für negative Einkünfte; ein Ausschluss auf der Grundlage des § 2a EStG 2002 (zur Anwendung im Bereich des sog. Progressionsvorbehalts z.B. Senatsurteile vom 12. Januar 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494; vom 10. August 2011 I R 45/10, BFHE 234, 412) kommt im Streitfall nicht in Betracht.
FG München, 22.10.2013 - 13 K 2071/11
Gesonderte Verlustfeststellung nach § 2a EStG für Zwecke des …
Diese Regelung findet auch Anwendung auf die nach DBA steuerfreien, unter § 2a Abs. 1 EStG fallenden Einkünfte, die nicht bei der Ermittlung der Einkommensteuer-Bemessungsgrundlage, sondern nur gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG im Wege des sog. Progressionsvorbehalts zu berücksichtigen sind (BFH-Urteile vom 13.11.2002 I R 13/02, BFHE 201, 73, BStBl II 2003, 795;… vom 20.9. 2006 I R 13/02, BFH/NV 2007, 410; vom 12.1. 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Aus diesem Grund schließt § 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG für die von dieser Vorschriften erfassten Einkünfte, die durch ein DBA freigestellt werden, auch den sog. negativen Progressionsvorbehalt aus (BFH-Urteile vom 17.10.1990 I R 182/87, BFHE 162, 307, BStBl II 1991, 136; vom 12.1. 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Denn § 2a Abs. 1 EStG regelt den Ausgleich der positiven und negativen unter § 2a Abs. 1 EStG fallenden Einkünfte sowohl bei der Ermittlung der Einkommensteuerbemessungsgrundlage als auch bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 2 Nr. 2 EStG einheitlich (vgl. BFH-Urteil vom 12.1. 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494).
Gleichwohl erübrigt sich hierdurch nicht die Durchführung des Feststellungsverfahrens gemäß § 2a Abs. 1 Satz 5 EStG 2002, weil § 2a EStG 2002 --auch nach Übergang von dem Prinzip der früheren Schattenveranlagung zur heutigen Hinzurechnungsmethode-- die Ermittlung der Einkünfte "bereits im Vorfeld" regelt und deshalb die nach dieser Vorschrift zu beachtenden Verlustverwertungsbeschränkungen auch bei den für Zwecke des Progressionsvorbehalts anzusetzenden Einkünften zu berücksichtigen sind (Senatsurteile vom 12. Januar 2011 I R 35/10, BFHE 232, 432, BStBl II 2011, 494; vom 10. August 2011 I R 45/10, BFHE 234, 412, BStBl II 2012, 118; vom 1. Februar 2012 I R 34/11, BFHE 236, 384, BStBl II 2012, 405).
Der BFH habe zwar kürzlich zu § 2a EStG entschieden, dass diese Norm innerhalb des negativen Progressionsvorbehalts anwendbar sei, auch wenn diese Vorschrift diese Rechtsfolge nicht ausspreche (BFH, Urteil vom 21.01.2011 I R 35/10, BStBl II 2011, 494).

References: § 2
 § 32
 § 2
 § 32

§ 2
 § 32
 § 32
 Art. 23
 § 2
 § 2
 § 2
 § 32
 § 32
 § 2
 § 2
 § 2
 § 32
 § 2
 § 2
 § 2
 § 32
 § 2
 § 2
 § 2