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Timestamp: 2019-01-17 12:51:54+00:00

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425 Treffer für
… Die große Empfindlichkeit, namentlich der Calviner in diesem Punkte, liegt schon in der den Ungarn angebornen Leidenschaft der Selbstregierung, der sie wohl jedes Opfer zu bringen fähig sind, welche zu opfern aber nur Gewalt sie zwingen kann. …
sammelakt-prozess-aigner-vs-ruben-1856-a3-xxi-d402.xml
… noch weit von jenen Zuständen entfernt, bei welchen die Civilehe sich als eine traurige Nothwendigkeit darstellt, auch würde es dann unmöglich seyn, die Ehegesetzgebung in der ganzen Monarchie nach derselben Richtschnur zu gestalten. Denn in Ungarn verbieten die wichtigsten politischen Rücksichten in Betreff der Entscheidung über die Gültigkeit der Ehe eine Veränderung einzuführen. Überdies liegt es am Tage, daß bei den nicht unierten Griechen eine solche Maßregel schlechthin unausführbar wäre und an eine Bevorzugung derselben vor den Katholiken kann die kaiserliche Regierung nicht denken.…
sammelakt-neuregelung-ehegesetz-1855-a3-xxi-d360.xml
… evangelischen Geistlichkeit ausgestellten Creditive in Angelegenheit der bevorstehenden Coordination der evangelischen Kirche in Ungarn, und der …
… Die im Bereiche der evangelischen Kirchengemeinschaft Augsburger Confession in Ungarn, einer langen Vergangenheit nicht zu gedenken, seit mehr denn einem halben Jahrhundert durch eine unbefangene Beobachtung erworben, auf zahllose Vorfälle begründete Erfahrung stellte aus dem Mangelhaftem ihrer Einrichtung, dem Ungeregelten ihrer Verwaltung, endlich dem Schwankenden ihrer Stellung in den Beziehungen nach Außen, ihre Unhaltbarkeit eben so, wie die Nothwendigkeit ihrer gänzlichen Umgestaltung dermaßen heraus, daß hiefür nicht nur die achtbarsten Männer ihre Stimmen erhoben, sondern ein allgemein reges Verlangen sich darnach wiederholt offenbarte. Es lag zwar das Synodal-Werk vom Jahr 1791, welches auf Befehl Seiner Majestät des höchstseligen …
… , unserm Herrn anheim. Wir betrachten somit das hohe Decret vom 10. Februar 1850 als den Verkünder eines neuen Stadiums für die evangelische Kirche in Ungarn, da es eine neue Regelung derselben im gereinigten Kircheninteresse in nahe Aussicht stellt, eben so wie den hohen Erlaß Eures hohen kaiserlichen …
rohanyi-an-thun-1854-10-14-a3-xxi-d292.xml
… verdienen Berücksichtigung: „Ich kann nicht umhin solche Lehrpläne, welche nicht sowohl aus einer gewißen freien, natürlichen Entwicklung der Schule selbst hervorgehen, als von der obersten Schulbehörde auf einmal für ganze Länder und Provinzen entworfen und gleichsam oktroyrt werden, mit einem gewißen Mißtrauen zu betrachten.“ Kein Wunder, daß unsere Professoren anfangs gegen diesen Plan eine gewiße Kälte fühlten und bezeugten, die später, als sie mit dem Entwurfe näher bekannt wurden, wachsen mußte, denn kann es wohl für den eifrigen Schulmann etwas Niederschlagenderes geben, als wenn die vaterländischen Schulen nach einem Plane organisirt werden, worin vom geliebten ungarischen Vaterlande, dessen Sprache und Litteratur mit keiner Sylbe Erwähnung geschieht, welcher die äußere und materielle Stellung der Lehrer kaum oberflächlich berührt, über den bisherigen mit möglichst bitteren Farben geschilderten Zustand der Schulen so schonungslos den Stab bricht. Dazu noch die fortwährende Verläumdung unserer deutschen Presse, daß wir keine fähigen Lehrer haben!…
… . In Ungarn bestehen bis jetzt keine Staatsgymnasien. Die vorhandenen sind (ausgenommen die Schulen der akatholischen Konfessionsangehörigen) katholisch-kirchliche Institute, welche dem § 12. b. zufolge größtentheils als öffentliche Gymnasien vom …
… wiederholt eingereichten Bemerkungen, Rathschläge und Berichte jenen Plan in sehr vielem modificiren werden. Wir beschränken uns auf Weniges. Das erste, was wir fordern, ist der möglichst vollkommenste Vortrag der ungarischen Sprache und Litteratur. Wenn in dem ungarischen Vaterlande in den Sälen der ungarischen Gymnasien die ungarische Sprache und Litteratur nicht wiederhallt, werden selbe gewiß des Besuches unwerth befunden werden. Zweitens fordern wir, daß in unseren katholischen kirchlichen Gymnasien, obwohl selbe dem Entwurfe gemäß organisirt und als öffentliche Unterrichtsanstalten anerkannt sind, von den untersten Klassen angefangen, die allgemeine und specielle ungarische Kirchengeschichte, die Liturgik, Symbolik und andere für einen jeden Katholiken wichtige Gegenstände gelehrt werden. Unsere dritte Forderung bezieht sich auf die bis zur Kleinlichkeit speciellen Anweisungen, welche für die Professoren erlassen worden sind. Die Bemerkung von …
rezension-organisationsentwurf-in-zeitschrift-religio-1851-a3-xxi-d144.xml
… II. Zum allerunterthänigsten Vortrage vom 4. September 1858 Zahl 154/CUM ex 1858 betreffend die zu erlaßende allerhöchste Entscheidung über die Vorlagen der im Jahre 1791 von den Evangelischen beider Bekenntnisse in Ungarn zu …
… Korrektur Thuns aus: nebst allen seinen Beilagen dem Präsidium Meines Generalgouvernements für das Königreich Ungarn zur eingehenden Beleuchtung und Begutachtung im vertraulichsten Präsidialwege früher mitzutheilen und mir sodann nebst dem Gutachten des Generalgouvernements zum Zwecke Meiner definitiven Schlußfassung abermals vorzulegen. Dabei überlasse ich Ihnen in Ihrer Mittheilungsnote an das Präsidium des Generalgouvernements auf die Berathungen, welche in Folge Meines Befehles über diesen Vortrag im November letzten Jahres zwischen Ihnen und p.p. unter dem Vorsitze des zu …
… Aus diesem Zustande des juridischen Schlafes hat uns das verhängnisvolle Jahr [1]848 aufgerüttelt. Nachdem es mehr als einen § gewaltsam umgestoßen, nachdem es uns thatsächlich bewiesen hat, wie nahe die Gefahr liegt, durch die Berufung auf hohle Frasen des sogenannten Naturrechtes zu den größten Ungerechtigkeiten verleitet zu werden, haben sich aus jener Zeit allgemeiner Verwirrung Ereignisse entwickelt, die auch unserer Jurisprudenz nothwendig neue Richtungen geben müssen. Das religiöse Bewußtsein ist in Europa wieder lebendig geworden und fordert seinen Antheil an der Ordnung von Familienverhältnissen, die bei allen gesitteten Völkern auf religiöser Grundlage beruhten und nur auf ihr beruhen können. Dem Einfluße unserer Gesetze öffnen sich weiter Länder, deren Zustände von den unserigen größtentheils sehr verschieden sind. Ungarn, wo sich die Rechtsbegriffe nicht auf Grundlage des römischen Rechtes entwickelt haben, …
rede-thuns-bei-promotion-1852-05-11-a3-xxi-d165.xml
… bei mir; er ist wiederholt angewiesen auf die Befreiung der Geistlichen von der Zeugenschaft wenigstens in Criminalsachen zu dringen. Ich wünsche zu vermeiden, daß die Sache zu der Ministerconferenz gelangt; es würde ganz nutzlos seyn und blos ein neuer Stoff zu Gerede und Zeitungsartikeln seyn. Die Sache kommt wieder aus Ungarn. Der …
… versichert, tiefen Eindruck gemacht hat. Er machte namentlich geltend, daß in Ungarn und …
rauscher-an-thun-1857-01-04-a3-xxi-d403.xml
… betrieb überdieß die Anerkennung seines Primates und zwar in ganz Ungarn und den Nebenländern. Ich muß auch hierüber verhandeln. Ich bleibe dabei, daß der Primat ein politischer sey, daß der Erzbischof von …
… den Titularprimaten keineswegs zugestanden wird, wie die letzten Versammlungen augenscheinlich bewiesen haben, aber in Ungarn durch eine lange Gewohnheit mir allerdings begründet scheint: denn cuique suum.…
rauscher-an-thun-1855-01-11-a3-xxi-d324.xml
… Anmerkung am unteren Blattrand: In den ungarischen Ländern war vor dem Jahr 1849 die Gesetzsprache die lateinische und später die ungarische; in das kroatische und böhmische (für die Slowaken) wurden nur einzelne Landtagsschlüsse übersetzt; in das ruthenische und romanische nicht einmal diese.…
… Sprache für Ungarn, …
… und Ungarn;…
… veröffentlichte Text nicht nur für diese drei Länder, sondern auch für die etwa 2 Millionen Slowaken in Ungarn, dann für die böhmischen Bewohner in …
… , der kroatische für die 75.000 Kroaten in Ungarn und der slowenische für die 45.000 Slowenen in …
… und der slowenische für die 45.000 Slowenen in Ungarn Kraft und Wirksamkeit.…
… , da manche Gesetze und Verordnungen, die nominell nur für ein Kronland erlassen wurden, in den andern Kronländern nicht zur Kundmachung gelangten, während sie doch für die dortigen Bewohner von Interesse waren, z. B. das Kolonisationsgesetz für Ungarn vom Jahr 1858, die Verordnungen über die Stellung der Evangeliken ebendaselbst, alle Vorschriften über Organisirung der Behörden u. a. Auch waren dabei die nichtdeutschen Bewohner einiger Kronländer in deren Sprache daselbst …
… und die Kroaten und Slowenen in Ungarn.…
… , Ungarn, …
… Erleichterungen beim Tabakbau in Ungarn …
… 14 [?] deutsche und 28 nichtdeutsche Abdrücke (Auszüge) der Reichsgesetze, welche in der Nummerierung, dem Inhalte und Umfange beinahe alle von einander abweichen. Denn da z. B. die Verordnung Nr. 1 des RGBl für 1860 nur in Ungarn, die Verordnung Nr. 2 nur in …
… und Ungarn, nicht aber in …
… , endlich die Nr. 72 in Ungarn nur ungarisch und romanisch kundzumachen ist, so fangen die meisten Auszüge (Abdrücke) schon mit verschiedenen Nummern an und werden so in den fortlaufenden Zahlen durch den ganzen Jahrgang von einander divergiren, daß es beinahe unmöglich sein wird, irgend ein Gesetz in allen "Abdrücken" der Nummer nach zu citiren. Dieser Ungleichheit in den Nummern wurde in den frühern Landesregierungsblättern (vom Jahr 1853–59) dadurch begegnet, daß daselbst die Überschriften (Köpfe) derjenigen Gesetze, die dort dem ganzen Inhalte nach nicht kundgemacht wurden, abgedruckt worden sind, welche zweckmäßige Übung nunmehr auch aufgehört hat.…
… der kaiserliche Rathstitel verliehen wurde, ist in Folge hoher Weisung in ungarischer Sprache nur in Ungarn und in böhmischer Sprache nur in …
… für Ungarn und …
… in Ungarn, …
… ausschließend betreffenden Verordnungen, da sie außerhalb derselben selten Jemand interessiren und ohnehin noch durch das Armeeverordnungsblatt kundgemacht werden, eben so die auf Ungarn sich beziehenden …
… in Ungarn 31…
… Die Aufhebung der Statthaltereiabtheilungen in Ungarn wurde in keiner Sprache veröffentlicht.…
… Nr. 100 Vorgang bei Überlassung des Areals zum Tabakbau an Gemeinden und Pflanzen in Ungarn (wurde in das böhmische, slowakische und ruthenische nicht übersetzt).…
… Nr. 110 Auctionsleistung der Beamten in Ungarn Vorschrift über die neue Art der Geldversendung gegen Anweisung, Postnachnahme genannt. Verbot der Durchstreichung der Stempelmarken durch Partheien etc.…
… Nr. 72 Erleichterungen beim Tabakbau in Ungarn (wurde in das Böhmische, Slowenische und Ruthenische nicht übersetzt)…
… possédait dans la Hongrie et la …
… firent un suprême et sublime effort en demandant qu'on les réunit aux obscurs et pauvres couvents de la Hongrie et qu'on les soumit tous à un Général qui à …
… 1. Accorder avant tout, pour quatre ou cinq ans aux monastères de la Hongrie les plus pauvres, …
… 4. Réserver et sur le subside annuel et sur la vente des livres, et sur les ressources des écoles ou autres, un fonds suffisant pour entretenir un noviciat nouveau et commun, qui prépare des moines exemplaires, destinés à raviver successivement toutes les maisons. Le chapitre général des Basiliens de Hongrie a nommé pour cet emploi un pieux et [?] Père polonais, qui serait sans doute également agrée par la Province de …
… possède un archimandrite et un chapitre provincial. Les mêmes privilèges sont indispensables aux monastères de la Hongrie. Le protoarchimandrite alternativement nommé dans l'un ou l'autre province aura la suprême intendance. Velehrad pourrait être le pont central d'où son action s'exercerait à la fois et sur le noviciat, et sur la typographie et sur les deux provinces de …
… et de Hongrie qui ne seraient pas sans analogie avec les deux anciennes provinces de …
pitra-an-thun-1860-09-04-a3-xxi-d608.xml
… zu betrachten sind. Auch kann man sich auf den Inhalt der Reichsverfassung gegen jene Wünsche durchaus nicht mit Grund berufen, weil es bekannt ist, wie nach der factischen Trennung Ungarns von …
… in Ungarn ohne Unterschied der Nationalitäten bereits durchdrungen hat, nur durch die provincielle Constituierung der nicht magyarischen Nationalitäten erzielt werden kann, so ist es klar, daß namentlich bezüglich der …
… politische Existenz Ungarns …
… die Reichsverfassung auch für Ungarn …
… um so weniger revolutionaer und die politische Existenz Ungarns vernichtend genannt werden kann, weil die …
… behielten, zu welchen nun die übrigen Nationen Ungarns in ein …
… in welchen einst die Siebenbürgen und Croaten zu Ungarn gestanden sind.…
… II. Die nicht magyarischen Nationalitäten Ungarns haben angeblich weder …
… Ungarns bei dem ungehinderten Verkehr im österreichischen Staatenverbande irgend …
… einer Separation der Nationalitäten in Ungarn für unüberwindlich.…
… Mit Festhaltung dieses Princips ließe sich dann nach den in dieser Hinsicht durch die slovakischen Vertrauensmänner bereits gelieferten Vorarbeiten die Idee einer Separation der Nationalitäten Ungarns leicht ausführen, wobei jedoch selbst auch den, im Gebiethe einer fremden Nationalität eingeschlossenen …
… Aber auch selbst in administrativer Hinsicht ist wegen der zu großen Ausdehnung Ungarns …
… die nicht magyarischen Völker Ungarns würden…
… jedem Volke Ungarns die Gewißheit…
… Ungarns würden hiedurch aus …
… mit Ungarn vereinigt bleibt, während dem nach dem hier aufgestellten Grundsatz …
… der guten Sache [?] wurde, weshalb auch die bereits eingenommenen Landestheile Ungarns in kurzer Zeit ohne Widerstand den …
… . Um dies nun zu verhüten, ist man dem Vernehmen nach bemüht, in Ungarn …
osegovic-ueber-slowaken-1849-a3-xxi-d656.xml
… Um meine Ansicht hierüber deutlich zu machen, sehe ich mich zu einem geschichtlichen Überblicke [der] Stellung der Kirche und Regierung zu den Protestanten in Ungarn genöthigt.…
notizen-thun-zum-vortrag-neuordnung-protestanten-ungarn-1858-a3-xxi-d469.xml
… ausgenommen war. Dies passt vollkommen auf den Fall, daß eine katholische Militärperson sich in Ungarn mit einer protestantischen ihren Wohnsitz in …
… mit einer protestantischen ihren Wohnsitz in Ungarn habenden Person ohne Beiseyn des katholischen Pfarrers verehelicht. Um so weniger kann also die Gültigkeit der Ehe im umgekehrten Falle einem Zweifel unterliegen.…
… nicht nötig gehabt für Ungarn im besondern auf besondere Verhältnisse gegründete Zugeständnisse zu machen, sondern er hätte vielmehr die ungarischen Bischöfe belehren müssen, daß gemischte Ehen ohne Beiseyn des katholischen Pfarrers überall und somit auch in …
… im besondern auf besondere Verhältnisse gegründete Zugeständnisse zu machen, sondern er hätte vielmehr die ungarischen Bischöfe belehren müssen, daß gemischte Ehen ohne Beiseyn des katholischen Pfarrers überall und somit auch in Ungarn gültig seyen.…
notizen-gemischte-ehen-ungarn-od-a3-xxi-d644.xml
… a) In Ungarn hat das Corpus Juris canonici sowie das Concilium Tridentinum volle Rechtsgültigkeit und Anwendung.…
… Außer diesen Punkten ist Conformität zwischen der Kirche in Ungarn und den deutsch-österreichischen Provinzen.…
notiz-unbekannt-katholische-kirche-ungarn-od-a3-xxi-d643.xml
… In Betreff der Kronländer Ungarn, …
… haben Euer Excellenz vorläufig noch die Sammlung der nöthigen Daten anzuordnen befunden um mir in Bezug auf die Feststellung der Landessprachen in diesen Kronländern die erleuchteten Ansichten mit vollster Beruhigung und möglichster Bestimmtheit mittheilen zu können. Indem ich mir erlaube, diese von Eurer Excellenz getroffene Maßregel in Bezug auf Ungarn in einer abgesonderten Note zu besprechen …
note-nadasdy-an-goluchowski-1860-01-06-a3-xxi-d525f.xml
… zu eröffnen die Ehre hatte, daß ich die Frage wegen allgemeiner Regelung der Gerichtssprachen in Ungarn ihrer besonderen Wichtigkeit wegen bald nach der Übernahme meiner Leitung des …
… zum Gegenstand meiner besonderen Erwägung machte und die bisher von Fall zu Fall erlassenen Verordnungen in Sprachsachen für Ungarn als abgeschlossen nicht angesehen werden können, so kann es mir nur willkommen sein, daß Euer Exzellenz laut der geehrten Eröffnung vom 19. Dez. vorigen Jahres Z. 12472/M.I. …
… die erforderlichen Maßregeln zu treffen sich veranlaßt fanden, um in genaue Kenntnis der thatsächlichen Sprachverhältnisse dieses Landes zu gelangen, indem eine etwaige weitere Regelung der Sprachfrage in Ungarn jedenfalls nur auf Grund der thatsächlich bestehenden Sprachverhältnisse durchführbar erscheint. …
… Ich setze jedoch hiebei voraus, daß die diesfalls von Eurer Exzellenz den Statthaltereiabtheilungen in Ungarn ertheilten Weisungen weder principiellen Entscheidungen in der Sprachfrage vorgreifen noch vorläufig zur Publicität gelangen werden, weil ich in Folge meiner genauen Kenntnis der Verhältnisse …
… ertheilten Weisungen weder principiellen Entscheidungen in der Sprachfrage vorgreifen noch vorläufig zur Publicität gelangen werden, weil ich in Folge meiner genauen Kenntnis der Verhältnisse Ungarns Eure Exzellenz zu versichern in der Lage bin, daß besonders in diesem Lande das vorzeitige Kundwerden von beabsichtigten principiellen Entscheidungen in der wichtigen Sprachfrage unliebsame Aufregungen zu veranlassen geeignet wäre und Agitationen in Sprachsachen gerade in …
… Eure Exzellenz zu versichern in der Lage bin, daß besonders in diesem Lande das vorzeitige Kundwerden von beabsichtigten principiellen Entscheidungen in der wichtigen Sprachfrage unliebsame Aufregungen zu veranlassen geeignet wäre und Agitationen in Sprachsachen gerade in Ungarn den Grund zu anderweitigen tiefer greifenden Bewegungen bereits oftgelegt [sic!] haben und ohne Zweifel wieder legen können. …
… Indem ich der mir gütigst zugesagten Mittheilung der angeordneten Erhebungen der Sprachverhältnisse in Ungarn entgegen sehe, erlaube ich mir zugleich das ergebene Ersuchen, mir jedenfalls auch die Ansichten Seiner kaiserlichen Hoheit des durchlauchtigsten Herrn …
… über diesen wichtigen Gegenstand gefälligst andeuten zu wollen, da ich voraussetze, daß die ungarischen Statthaltereiabtheilungen ihre Gutachten im Wege des k.k. Generalgouvernements für Ungarn Eurer Exzellenz vorzulegen angewiesen wurden. …
note-nadasdy-an-goluchowski-1860-01-05-a3-xxi-d525d.xml
… Ungarn …
… beabsichtigte anfänglich, die gerichtliche Sprachfrage in diesem Kronlande durch eine allgemeine Verordnung zu regeln und hat jene Grundsätze, die ihm in dieser Beziehung am zweckmäßigsten und entsprechendsten schienen, am 11. Mai 1853 Z. 2852 Seiner kaiserlichen Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn …
… Die mannigfaltige Verschiedenheit der Sprachverhältnisse in den einzelnen Oberlandesgerichtssprengeln Ungarns und die mittlerweile gewonnene Erfahrung, daß ein allmähliges Vorgehen in der Sprachfrage und ein theilweises Abhelfen gegen evident auftretende Übelstände dem Versuche einer allseitigen und gleichzeitigen Durchführung vorzuziehen sei, bewog jedoch das …
… von seinem Vorhaben, die gerichtliche Sprachfrage in Ungarn durch eine allgemeine Verordnung zu regeln oder aber die allerhöchste Entscheidung in dieser Beziehung einzuholen, wieder abzugehen und die Regelung der Geschäftssprache im ministeriellen Wege, soweit es erforderlich erschien, für jeden Oberlandesgerichtssprengel insbesondere vorzunehmen, worüber dem löblichen …
… allergnädigst mir übertragen worden ist, glaubte ich die Frage, ob die Gerichtssprache in Ungarn durch eine allgemeine Verordnung zu regeln sei, einer nochmaligen Erwägung unterziehen zu sollen und ich forderte die sämmtlichen Oberlandesgerichtspräsidien …
… durch eine allgemeine Verordnung zu regeln sei, einer nochmaligen Erwägung unterziehen zu sollen und ich forderte die sämmtlichen Oberlandesgerichtspräsidien Ungarns insbesondere zur Erstattung des Gutachtens auf, ob die Bestimmungen der allerhöchsten Entschließung vom 20. Oktober 1852 über die Gerichtssprache in …
… bei den Gerichten Ungarns in Anwendung gebracht werden könnten oder ob und welche Modifikationen bei deren Anwendung und Durchführung unbedingt nothwendig sein dürften. Nach Einlangen der diesfälligen Gutachten habe ich mir auch die Ansicht Seiner kaiserlichen Hoheit, des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Gouverneurs …
… Die von diesem letzteren in der Note vom 3. August 1858 Z. 4577/M.I. geltend gemachten politischen Bedenken gegen die Erlassung einer allgemeinen die Sprachfrage in Ungarn regelnden Verordnung und insbesondere die von ihm ausgesprochene Ansicht, in Absicht auf die Normirung der Amtssprache bei den Stuhlrichterämtern zu positiven Ministerialweisungen seine Hand nicht biethen zu sollen, endlich der Umstand, daß in neuerer Zeit die Verhältnisse sich wesentlich und im Ganzen für die Sprachfrage günstiger gestalteten, bestimmten mich jedoch von meiner Absicht, die Sprachfrage in …
… regelnden Verordnung und insbesondere die von ihm ausgesprochene Ansicht, in Absicht auf die Normirung der Amtssprache bei den Stuhlrichterämtern zu positiven Ministerialweisungen seine Hand nicht biethen zu sollen, endlich der Umstand, daß in neuerer Zeit die Verhältnisse sich wesentlich und im Ganzen für die Sprachfrage günstiger gestalteten, bestimmten mich jedoch von meiner Absicht, die Sprachfrage in Ungarn durch eine allgemeine Verordnung zu regeln, wieder abzugehen, worüber ich Seiner kaiserlichen Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn …
… Es ist daher bis jetzt die gerichtliche Sprachfrage in Ungarn durch allgemeine das ganze Kronland gleichmäßig betreffende Bestimmungen nicht geregelt worden und es gelten für jeden Oberlandesgerichtssprengel …
… durch allgemeine das ganze Kronland gleichmäßig betreffende Bestimmungen nicht geregelt worden und es gelten für jeden Oberlandesgerichtssprengel Ungarns über den Gebrauch der verschiedenen Landessprachen bei Gericht abgesonderte Bestimmungen, welche ich Euer Excellenz mit Bezug auf meine Note betreffend den Stand der Regelung der Geschäftssprache in …
… der Justizbehörden in Ungarn betrifft, so kommt bei denselben allerwärts die deutsche Sprache insoferne in Anwendung, als schon mit dem Justizministerialerlaße vom 19. August 1851 Z. 10878 ./. den sämmtlichen Oberlandesgerichtspräsidien der Auftrag ertheilt wurde, sämmtlichen unterstehenden Gerichten die Weisung zu geben, daß selbe ihre Ersuchschreiben an die Behörden eines anderen Kronlandes und umsomehr an auswärtige Behörden in deutscher Sprache abzufassen und von den nichtdeutschen Beilagen derselben wenigstens jene in deutscher Übersetzung beizuschließen haben, deren Inhalt die ersuchte Behörde nothwendig wissen muß, um die angesuchte Amtshandlung ausführen zu können, als ferner mit den Justizministerialerlässen vom 28. November 1852 Z. 18059 ./2 und vom 27. März 1854 Z. 20804 ./3 angeordnet wurde, daß sämmtliche Gerichtsbehörden …
… betrifft, so kommt bei denselben allerwärts die deutsche Sprache insoferne in Anwendung, als schon mit dem Justizministerialerlaße vom 19. August 1851 Z. 10878 ./. den sämmtlichen Oberlandesgerichtspräsidien der Auftrag ertheilt wurde, sämmtlichen unterstehenden Gerichten die Weisung zu geben, daß selbe ihre Ersuchschreiben an die Behörden eines anderen Kronlandes und umsomehr an auswärtige Behörden in deutscher Sprache abzufassen und von den nichtdeutschen Beilagen derselben wenigstens jene in deutscher Übersetzung beizuschließen haben, deren Inhalt die ersuchte Behörde nothwendig wissen muß, um die angesuchte Amtshandlung ausführen zu können, als ferner mit den Justizministerialerlässen vom 28. November 1852 Z. 18059 ./2 und vom 27. März 1854 Z. 20804 ./3 angeordnet wurde, daß sämmtliche Gerichtsbehörden Ungarns sich in ihren Correspondenzen mit Gerichten und Behörden, bei denen die deutsche Sprache als Geschäftssprache eingeführt ist (daher insbesondere mit den Behörden des serbischen Banater Verwaltungsgebietes) nur der deutschen Sprache zu bedienen haben. …
… und an den Obersten Gerichtshof von den Gerichtsbehörden aller Sprengel Ungarns in deutscher Sprache erstattet. …
… Der ausnahmslose Gebrauch der deutschen Sprache in der Correspondenz der Gerichte Ungarns unter sich und namentlich mit den Waisencommissionen und Urbarialgerichten, welche größtentheils durchgehends ungarisch amtiren, ja selbst mit den vorgesetzten Obergerichten wurde jedoch bisher nicht vorgeschrieben und es konnte selbst die Durchführung obiger Verordnungen im …
… [Bratislava] Oberlandesgerichtssprengel endlich wurde, nachdem das k.k. Militär- und Civilgouvernement für Ungarn mit dem Erlaße vom 18. März 1854 Z. 4907 bei der Aktivirung der gemischten Stuhlrichterämter angeordnet hatte, daß die in der politischen Linie ohnehin schon eingeführte deutsche Sprache als Amts- und Geschäftssprache auch bei den neuen Stuhlrichterämtern beizubehalten und auf die Vollziehung dieser Anordnung von der Statthaltereiabtheilung in Gemeinschaft mit dem Oberlandesgerichtspräsidium eindringlichst einzuwirken sei und nachdem mit dem Justizministerialerlaß vom 11. April 1854 Z. 5215 anbefohlen wurde, in Betreff der Amtssprache bei den Stuhlrichterämtern die oben citirte Weisung des Militär- und Civilgouvernements zur Richtschnur zu nehmen, hiernach also die deutsche Sprache für den …
… gerichtlichen Dienst betrifft, so ist in Ungarn zum größten Theile die ungarische und nur ausnahmsweise die deutsche Sprache im Gebrauche. …
… mit der allerhöchsten Entschließung vom 14. Jänner 1858 ./28 angeordnet, daß hinsichtlich der Verhaltung der Advokaten in Ungarn zur Anwendung der deutschen Sprache vor Gericht mit Schonung vorzugehen ist, ihnen hiezu eine angemessene Frist, innerhalb welcher sie sich die mangelnde Sprachkenntnis verschaffen sollen, einzuräumen und diese erforderlichenfalls zu verlängern, auch ihnen die Erlernung jener Sprache gänzlich nachzusehen sei, wenn sie wegen vorgerückten Alters sich dieselbe nicht mehr ohne bedeutende Schwierigkeiten aneignen können. …
… Es muß schließlich bemerkt werden, daß zur Vermeidung aller Anstände, welche daraus entstehen können, daß die Ausfertigungen gerichtlicher Entscheidungen oder Erledigungen an Parteien, die der deutschen Sprache gar nicht kundig sind, nur in deutscher Sprache erlassen werden, mit der Justizministerialverordnung vom 13. Mai 1859 Z. 7436 ./29 sämmtlichen Gerichten in Ungarn verordnet wurde, von den …
… Nach dieser Darstellung der für die einzelnen Oberlandesgerichtssprengel Ungarns in Betreff der Regelung der Gerichtssprache erlassenen Verordnungen, erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich diese Vorschriften, welche den in den einzelnen Sprengeln vorwaltenden Verhältnissen angemessen Rechnung tragen, vorläufig für genügend halte und mir eine Ergänzung oder Abänderung dieser Bestimmungen, welche insoweit sie den …
note-nadasdy-an-goluchowski-1859-11-05-a3-xxi-d525b.xml
… , endlich in Ungarn andererseits berücksichtiget werden mußten, lassen es mir angemessen erscheinen, die für diese Kronländer in Bezug auf die gerichtliche Sprachfrage erfloßenen Normen Euer Excellenz in abgesonderten Noten bekannt zu geben. …
note-nadasdy-an-goluchowski-1859-11-05-a3-xxi-d525a.xml
… Für Ungarn …
… Jenes fand bei einigen Anklang (in Ungarn würde man eben deshalb die Dotation von sich weisen, eben so in …
notiz-von-thun-1850-a3-xxi-d94.xml
… und in Ungarn besondere Schwierigkeiten geboten, weil in den übrigen Kronländern hinsichtlich der Sprachverhältnisse keine Anstände vorkamen. …
… und Ungarn nicht unterlassen wurde.…
… Die bezüglichen Vorschriften, welche die Sprachfrage für Ungarn regeln, sind zum größten Theile nur aus Anlaß vorgekommener spezieller Fälle erflossen und es wird in Zusammenfassung derselben nach meinem Erachten darin das leitende Prinzip ebenfalls vermißt, daß die Sprache im Verkehr der Behörden mit der Bevölkerung sich nach der Muttersprache der Letzteren zu richten habe, daß daher in …
… regeln, sind zum größten Theile nur aus Anlaß vorgekommener spezieller Fälle erflossen und es wird in Zusammenfassung derselben nach meinem Erachten darin das leitende Prinzip ebenfalls vermißt, daß die Sprache im Verkehr der Behörden mit der Bevölkerung sich nach der Muttersprache der Letzteren zu richten habe, daß daher in Ungarn neben der ungarischen Sprache auch insbesondere das Recht der übrigen daselbst bestehenden Landessprachen gewahrt werden soll. …
… getroffen wurde, und ich glaube, daß die Bestimmungen dieser Anordnung auch für die übrigen Kronländer, nämlich Ungarn, …
… Es dürfte kaum einem Zweifel unterworfen werden, daß die ungarische Sprache im ganzen Königreiche Ungarn als eine Landessprache anerkannt werden müsse, weil diese Bestimmung in der Geschichte des Landes begründet ist und weil es nicht viele Ortschaften in …
… als eine Landessprache anerkannt werden müsse, weil diese Bestimmung in der Geschichte des Landes begründet ist und weil es nicht viele Ortschaften in Ungarn geben dürfte, in welchen neben einer anderen, wenngleich vorwiegenden Landessprache nicht zugleich einzelne Insassen sich der ungarischen Sprache bedienen würden, die daher als Landesangehörige …
… geben dürfte, in welchen neben einer anderen, wenngleich vorwiegenden Landessprache nicht zugleich einzelne Insassen sich der ungarischen Sprache bedienen würden, die daher als Landesangehörige Ungarns berechtigt erscheinen, bei Berührung mit den dortländigen Behörden ihre Muttersprache zu gebrauchen. Welche anderen Sprachen in …
… berechtigt erscheinen, bei Berührung mit den dortländigen Behörden ihre Muttersprache zu gebrauchen. Welche anderen Sprachen in Ungarn neben der ungarischen als Landessprachen zu bestimmen wären, darüber hätte die Festsetzung mit Rücksicht auf die faktischen Verhältnisse in den einzelnen Gebiethen oder Comitaten zu erfolgen. Für …
… Um meine Ansicht in Bezug auf die Feststellung der Landessprachen in Ungarn, …
note-goluchowski-an-nadasdy-1859-12-21-a3-xxi-d525c.xml
… , einer der ausgezeichnetesten Pädagogen in Ungarn. Es ist allerdings wahr, daß ich mit dem Geiste, welcher an vielen Schulen herrscht, sehr unzufrieden bin und genöthigt sein werde, behufs einer strengeren Überwachung im Wege der Schulbehörde Anträge zu stellen. Allein Körös ist in dieser Beziehung verhältnismäßig noch eine rühmenswerthe Ausnahme. Man hat mir vor einigen Tagen geschrieben, daß das …
… . Die andern fühlen sich den an sie von Seite der höchsten Staatsbehörde zu stellenden Anforderungen nicht gewachsen. Wieder andre haben Familie und würden wohl jährliche 1.200 Gulden brauchen, um in der Residenz leben zu können. Calviner, die der deutschen und der slavischen Sprache gleich mächtig wären, gibt es in ganz Ungarn nicht. Endlich erlangt jeder Tüchtigere eine Professur mit der Besoldung von jährlichen 800–1.000 Gulden und die gesetzlichen Bestimmungen haben die Lehrerstellen am Gymnasium sehr annehmbar gemacht. Unter diesen Umständen weiß ich gegenwärtig keinen Rath, woher ein taugliches Individuum zu verschaffen wäre, vielleicht kommt der Zufall zu Hilfe.…
mikulas-an-thun-1853-07-16-a3-xxi-d215.xml
… Die Konservative Partei fast aus dem gesammten grundbesitzenden Adel und der hohen Geistlichkeit bestehend und im Besitze aller wichtigen öffentlichen Ämter und Würden, war in ihrer überwiegenden Mehrheit jeder Neuerung prinzipiell abgeneigt, allein sie verlor gegenüber der rastlosen Thätigkeit der Opposition immer mehr Terrain, und wenngleich die einsichtsvolleren Männer recht wohl fühlten, welche Absichten sich unter dem, jede Rücksicht für die übrigen Volksstämme Ungarns und für den Verband mit der Monarchie hintansetzenden Eifer für die magyarische Nationalität verbergen mögen, so war ihr Widerstand doch viel zu schwach, um den entfesselten Leidenschaften einen wirksamen Damm entgegenzustellen.…
… Sie verkannte die Größe der drohenden Gefahr und glaubte, daß auch unter den so sehr geänderten Verhältnissen die autonome Abgeschlossenheit der ungarischen Verfassung, das beinahe anarchische Gebahren vieler Komitate und die Kraftlosigkeit aller Regierungsorgane in Ungarn möglich sei, ohne das Land in den Abgrund der Revolution zu stürzen.…
… Hiedurch ist die politische Umgestaltung Ungarns gewissermaßen zum Abschlusse gelangt, und es läßt sich nicht verkennen, daß auch in den Partei-Gruppierungen manche Veränderungen stattgefunden haben, welche sich insbesondere in dem Streben nach einer möglichst gemeinschaftlichen Thätigkeit kund geben.…
memorandum-parteiverhaeltnisse-ungarn-od-a3-xxi-d645.xml
… mit Ausnahme eines einzigen Punktes nichts zu schaffen und es könnte seine auf Verbreitung von Bildung und Gesittung, von Wissen und Können gerichtete Thätigkeit nach dem 20. Oktober eben so gut, eben so wirksam und zum augenscheinlichen Heile der Völker Ungarns fortsetzen wie vor dem Erscheinen des kaiserlichen Diploms.…
… zwischen Ungarn und den übrigen Kronländern würde zuletzt nur zum Nachtheile des ersteren ausfallen. Man erinnere sich an die Thatsache, daß vor dem Jahre 1848 aus …
… und den übrigen Kronländern würde zuletzt nur zum Nachtheile des ersteren ausfallen. Man erinnere sich an die Thatsache, daß vor dem Jahre 1848 aus Ungarn kommende, selbst mit den günstigsten Zeugnissen ausgestattete Gymnasiasten, wenn sie an nicht-ungarischen Gymnasien Aufnahme suchten, in der Regel um eine, aber auch um zwei oder drei Klassen zurückversetzt werden mußten, um ihre Studien mit Erfolg fortsetzen zu können. Ähnliches würde aber gewiß weder im Interesse noch zur Befriedigung der ungarischen Bevölkerung, wieder eintreten, wenn jene Scheidung in der Einrichtung und dem Lehrplan der ungarischen von den nicht ungarischen Anstalten, wie solche vor dem Jahre 1848 bestand, neuerdings wieder einträte, wenn die ersteren mit den letzteren nicht auf gleichen Stufen gehalten würden, jeden diesen nicht ebenbürtig, an die Seite gestellt werden könnten. Die Gefahr, daß letzteres eintrete, liegt aber sehr nahe. Schon werden nicht nur Stimmen laut, sondern wird hie und da schon Hand ans Werk gelegt, die Gymnasien auf den vorigen Stand von sechs Klassen herabzubringen, die Zahl der theologischen Jahrgänge und Lehrkanzeln, die sich in den letzten Jahren in erfreulicher Weise gehoben hatte, zu reduzieren, die früher bestandenen Rechtsakademien, wo in zwei bis drei Jahren von eben so vielen Professoren das ganze Jus, mitunter die Philosophie auch noch dazu tradiert wurde, wieder aufzurichten usw.…
… Der von allen Staatsmännern als Grundgesetz über die konfessionellen Angelegenheiten der Evangelischen beider Bekenntnisse in Ungarn anerkannte XXVI. Gesetzesartikel vom Jahre 1790/1 enthält in den nachfolgenden §§ sorgfältig formulierte Bestimmungen über das evangelische Schul- und Unterrichtswesen, auf deren Grundlage sich die Trennung der administrativen Geschäfte von den didaktisch-pädagogischen Angelegenheiten, insoweit eine solche überhaupt möglich ist, ohne gewichtige Anstände durchführen läßt.…
… die gleiche Geltung zuerkannt wurde, wie den Zeugnissen der aus Staatsmitteln dotierten und von der Regierung geleiteten Schulen. Es muß wie bisher so auch künftighin den Protestanten in Ungarn principiell freigestellt bleiben, die Zahl der Lehrer an ihren eigenen Lehranstalten nach Bedünken zu erhöhen oder herabzumindern, und es wird in dieser Beziehung durchaus keine Amtshandlung von Seite der Regierung einzutreten haben, es wäre denn, daß die Bestimmungen des provisorischen Gesetzes noch fernerhin in …
… principiell freigestellt bleiben, die Zahl der Lehrer an ihren eigenen Lehranstalten nach Bedünken zu erhöhen oder herabzumindern, und es wird in dieser Beziehung durchaus keine Amtshandlung von Seite der Regierung einzutreten haben, es wäre denn, daß die Bestimmungen des provisorischen Gesetzes noch fernerhin in Ungarn zur Anwendung kämen, und daß auf Grundlage derselben für einzelne Lehranstalten das Ansuchen gestellt würde, den Zeugnissen derselben dieselbe Wirkung wie jenen der Staatsanstalten zuzuerkennen – in welchem Falle die oberste Unterrichtsbehörde allein berufen wäre, die Zahl der Lehrkräfte in Absicht auf den Umfang (und die Schwierigkeit) der Lehraufgabe zu bestimmen.…
… Dieses Recht ist den Evangelischen in Ungarn auch bisher nicht verkümmert worden, außer wenn sie die Bedingungen erfüllen wollten, unter denen nach Maßgabe der kaiserlichen Verordnung vom 27. Juni 1850 (RGB N. 309) das sogenannte Öffentlichkeitsrecht zuerkannt werden konnte. Sonst durften sie und dürfen sie unterrichten und lernen lassen wie sie eben wollten und wollen. Es ist jedoch gerade in diesen Satz der Zwischensatz eingeschoben. Salva Altefatae suae Majestatis quoad scholas …
… nichts weiteres bedeuten sollen, als ein bloßes zusehen jedoch nicht abstellen und nicht bessern können, oder ein blos polizeiliches überwachen zur Hintanhaltung solcher Excesse, die eine polizeiliche oder strafgerichtliche Ahndung zur Folge haben müßten. Die polizeiliche Überwachung verstehe sich in jedem Staate von selbst, es wäre daher nicht erst nöthig gewesen, das Recht hiezu in einem Fundamentalgesetze zu wahren. Die Genesis und der Inhalt des XXVI Gesetzartikels aber lassen deutlich erkennen, daß die evangelische Kirche beider Bekenntnisse Ungarns in der Allerhöchsten Person Seiner Majestät ihren obersten Schutz- und Schirmherrn, die höchste Autorität in Sachen circa sacra verehren, nicht aber den polizeilichen Hort gegen staatsgefährliche Excesse erkenne und scheue. Welcher Umfang aber auch immer dem jus supremae inspectionis regiae zuerkannt werden mag, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß in jenem Umfange das Allerhöchste Aufsichtsrecht in Bezug auf die ratio und norma und den ordo docendi et discendi durch die Unterrichtsbehörde ausgeübt werden müssen. Die Organe, deren man sich hiebei bedienen kann, sind die Schulräthe. Die Inspektion wird sich speciell beziehen auf die didaktischen Einrichtungen, namentlich Lehr- und Lektionspläne; auf das innere Leben der Schulen, die Konferenzen, Kataloge, Jahres- und Semestralberichte, und auf die Handhabung der Schuldisciplin.…
… § XIV spricht aus, daß die vorangehenden Bestimmungen nur im Königreiche Ungarn (intra ambitum Regni Hungariae) Geltung haben, daher die Regna Dalmatiae, Croatiae und Slavoniae fernerhin im Gebrauche ihrer Municipialgesetze belassen werden sollen.…
… Hand gehalten wird, bedarf wohl eben so wenig einer näheren Nachweisung, als dass diese Eine Hand bezüglich Ungarns keine andere sein könne, als jene welche diese Geschäftsführung bezüglich der nicht-ungarischen Kronländer auf sich hat.…
… Und ist nicht aller Grund vorhanden, von dem Prinzipe des Vertrauens, des beiderseitig wohlverstandenen Interesses, des gegenseitigen zuvorkommenden Einverständnisses auszugehen? Daß die königlich ungarische Hofkanzlei nur das Beste des ihrer Obhut anvertrauten Landes und Volkes unverrückt im Auge halten werde, bedarf keines Beweises. Aber die oberste Unterrichtsbehörde? Freilich, werden Inhalt einiger im Reichsrathe gehaltenen Reden erwägt, ohne von der Sache anderweitige Kenntniss zu haben, der müßte zu dem Glauben gebracht werden, daß die seitherige oberste Unterrichtsbehörde wie eine feindliche Macht den Interessen und Bedürfnissen der Bevölkerung Ungarns entgegengestanden habe. Ich habe bereits in mehreren Beispielen gezeigt, wie unwahr eine solche Vorstellung ist, wie einsichtsvoll und wohlwollend, wie von den sichtlichsten Erfolgen gekrönt die zehnjährige Wirksamkeit des …
… Die Evangelischen beider Bekenntnisse im Königreich Ungarn haben zu allen Zeiten und mit vollem Grunde eine den Interessen ihrer Kirche in mehrfacher Beziehung höchst nachtheilige Beschränkung darin erkannt, wenn – wie in vergangenen Zeiten durch Einflußnahme des Staates geschehen ist – die Zahl ihrer Kirchendistrikte und damit auch die Zahl ihrer kirchlichen Oberen herabgemindert worden ist. Sie haben in einer solchen Reduktion nicht nur eine Schmälerung ihres kirchenrechtlichen Bestandes und eine Herabsetzung ihrer öffentlichen Geltung gefunden, sondern durch eine solche auch die natürlichen Bedingungen der gedeihlichen Entwicklung ihres konfessionellen Lebens in empfindlicher Weise beeinträchtigt und gefährdet gesehen. Denn es ist ihnen die Wahrnehmung nicht entgangen, daß in Superintendenzen von übermäßig großer Ausdehnung und mit übermäßig großer Seelenzahl weder das Bewußtsein der kirchlichen Zusammengehörigkeit leicht zum praktischen Ausdruck gelangen, noch die Erfüllung der oberhirtlichen Pflichten, unter denen die kanonische Visitation mit Recht als die vorzüglichste und wichtigste genannt wird, noch überhaupt die Führung eines ersprießlichen Kirchenregimentes in vollkommen befriedigender Weise gesichert erscheinen kann.…
… Eben darum ist von evangelischer Seite bis auf die neueste Zeit der Versuch nicht gemacht worden, jenen königlichen Befehl aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, in Folge dessen bei den evangelisch helvetischen Glaubensgenossen in Ungarn anstatt der früher bestandenen 6 Kirchendistrikte 4 Superintendenzen nach Maßgabe der damaligen politischen Eintheilung des Landes eingerichtet wurden, als einen Lichtpunkt in der Geschichte der evangelischen Kirche Ungarns darzustellen. Dagegen haben unzählige das Bedürfnis gefühlt und anerkannt, die Anzahl der Superintendenzen zu vermehren und eine zweckmäßigere Eintheilung derselben herzustellen.…
memorandum-mikulas-neueinteilung-superintendenzen-1860-a3-xxi-d627.xml
… Das allerhöchste Patent, welches in der evangelischen Kirchenverwaltung Ungarns eine mit …
… gepaarte Freiheit zu begründen und die evangelische Kirche enger an den Staat anzuschließen beabsichtigt, ist nach einer großen Katastrophe, nach einer gewaltigen Bewegung der Geister in Ungarn, zu einer Zeit erschienen, wo die gefährlichsten Elemente noch in Gährung sich befanden, wo die kühnsten Erwartungen eines Umschwunges noch keine handgreifliche Täuschung erfahren haben und wo selbst die besseren Elemente an das Programm vom August 1859 sanguinische Hoffnungen knüpften, die nicht zur Erfüllung gelangt sind, und wohl auch nicht in Erfüllung gehen können. Nothwendigerweise mußte das kaiserliche Patent vom 1. September zu einer solchen Zeit von der ganzen großen Parthei, die auf ein selbstständiges, von der Centralgewalt möglichst unabhängiges, völlig magyarisiertes Ungarn speculiert, mit Schreck und Widerstreben entgegengenommen werden, denn es lag am Tage, daß durch diese kaiserliche Gabe, ein großer und höchst einflußreicher Theil der Bevölkerung …
… speculiert, mit Schreck und Widerstreben entgegengenommen werden, denn es lag am Tage, daß durch diese kaiserliche Gabe, ein großer und höchst einflußreicher Theil der Bevölkerung Ungarns befriedigt und für die Centralregierung gewonnen werden konnte. Je liberaler z. Th. der Inhalt dieses Patentes und der Verordnung vom 2. September vorigen Jahres ist, und je sichtbarer das Wohlwollen an vielen Orten im In- und Ausland zu Tage trat, mit dem jene kaiserliche That begrüßt wurde, desto eifriger that sich die von der ersten Betäubung sich erholende "nationale Partei" in …
… befriedigt und für die Centralregierung gewonnen werden konnte. Je liberaler z. Th. der Inhalt dieses Patentes und der Verordnung vom 2. September vorigen Jahres ist, und je sichtbarer das Wohlwollen an vielen Orten im In- und Ausland zu Tage trat, mit dem jene kaiserliche That begrüßt wurde, desto eifriger that sich die von der ersten Betäubung sich erholende "nationale Partei" in Ungarn - ohne Unterschied der Konfession – zusammen und bot, selbst von verbrecherischen Handlungen nicht zurückschreckend, alles mögliche auf, um die durch das Patent angebahnte Versöhnung zu vereiteln und das Mißtrauen, den Argwohn und die Unzufriedenheit des Volkes noch zu steigern. War unter solchen Constellationen die rasche und energische Durchführung des neuen, großentheils und provisorischen Gesetzes, im Oktober 1859 wohl möglich? Diese Frage mag bejahend oder verneind beantwortet werden, doch ist sie nunmehr eine müßige geworden, und es wird sich ebendarum damit kein praktischer Staatsmann befassen wollen. Sehr begreiflich war jedoch das Bestreben des …
… demnach seit December vorigen Jahres ungeachtet dessen geleistet, daß – wie ein jeder der die Augen hoffen hält, sehen muß –, Ungarn im moralischen Sinne, ja sogar mehr als in diesem Sinne, durch und durch verwühlt[?], verhetzt und systematisch revolutioniert ist?…
… 11. Man kräftige das Nationalgefühl der Slawen und Deutschen in Ungarn, weil sie gegen die Revolution wirken.…
… Spart man in diesem Momente oder betreibt man die Dinge lau, so wird man den 300.j[ährigen] Prozess gegen Ungarn verlieren, und man würde einmal wenn es zu spät sein wird, 100 Millionen gern opfern um das Geschehene ungeschehen zu machen.…
memorandum-mikulas-kirchenverwaltung-ungarn-1860-a3-xxi-d626.xml
… Die seitdem in Ungarn abermals erfolgte Weihe von zwei russischen Priestern durch nicht unirte Bischöfe führte endlich zu der gegründeten Vermuthung, daß das russische Cabinet auf diesem Wege häufigere und innigere Verbindungen zwischen dem russischen und dem diesseitigen griechisch nicht unirten Clerus anzuknüpfen suche, welcher Umstand auch, im Einvernehmen mit dem …
… damals Ansprüche auf die serbische Regentenwürde erhob, und als die Braut einem ehemaligen Herrschergeschlechte Ungarns entstammt.…
… zeitan für Ungarn ganz denselben Beschränkungen unterworfen, welchen in den übrigen Provinzen der Monarchie.…
… Nach der allgemeinen Norm des allerhöchsten Decretes vom 15. Sept. 1782 Zahl 2398 mußten auch in Ungarn alle Recurse der Bischöfe an den Apostolischen Stuhl, alle Petitionen und Berichte, mit Ausnahme der das innere Forum berührenden und daher ihrer Natur nach vor die h. Poenitentiaria gehörigen, dann jener Fälle, in welchen der Ruf der um die Ehedispens einschreitenden Partheien geschont werden muß, vorher der allerhöchsten …
… Die älteren Landesgesetze Ungarns 1351:1, 1492:45, 1472:19, 1498:63 verwahrten zwar dem Staate das Jus Cavendi in dem Sinne, daß die Gerechtigkeitspflege durch den Mißbrauch der kirchlichen Censuren oder römische Rescripte nicht beirrt und niemand seinem natürlichen Richter entzogen werde, doch von jener scharfen Aufsicht, wodurch der geistliche Verkehr mit dem Mittelpunkte der catholischen Einheit ganz zu der Civilregierung hingeleitet wurde, wußten sie nichts. Der 63:1498 § 5 spricht von römischen Rescripten, welche libere apportari possunt; der 14:1550 verordnete, daß die Confirmationsbullen der neu ernannten Bischöfe fine distributionis solum Sua Majestati SSma consignentur.…
… Die Bischöfe Ungarns fügten sich zwar treu gehorsamst den landesfürstlichen Verordnungen Seiner k.k. Apostolischen Majestät auch in Hinsicht des allerhöchsten Placeti Regii, doch glaubten sie immer, daß durch die Art und Weise der Handhabung des Placetrechtes den wesentlichen Rechten der catholischen Kirche Abbruch geschehe. Sie wurden in dieser Überzeugung zu neuerer Zeit um so mehr bestärkt, da in vielen Staaten …
… Für die Anwendung dieser ad. 2. beantragten ministeriellen Verordnung liegt in Ungarn durchaus kein Anlaß vor.…
… Den Verkehr der Bischöfe mit ihrem Clerus und ihren Gemeinden zu erschweren oder zu behindern, fiel der Civiljurisdiction in Ungarn nie bei. Man ging aus dem ganz richtigen Grundsatze aus, daß der Bischof über das Mühewalten seines wichtigen und heiligen Amtes vor Gott und den Menschen nur dann ganz verantwortlich gemacht werden kann, wenn derselbe auch ganz frei ist. Die Bischöfe waren beziehungsweise auch Regierungsorgane, da sie die höhern Befehle und Verordnungen der Civilregirung dem Clerus zur Nachhaltung verkündigten; in ihrem oberhirtlichen Amtskreise jedoch bewegten sie sich ganz frei. Die Landesgesetze anerkannten „quod Episcopi potestatem habeant Dioeceses suas regere, gubernare et administrare, juxta Canonum Auctoritatem“. – Art. 25:1556, 10:1557, 41:1559. Impedimenta Episcopis in officio …
… objecta, removeri jubent. In Ungarn, wo die Protestanten und nicht Unirten massenhaft der catholischen Kirche gegenüber da stehen, konnte und dürfte der catholischen Kirche keine geringere Freiheit zu kommen, als den nicht catholischen Confessionen, die sich ganz frei auf ihrem Gebiethe bewegen.…
… Ein jeder Eingriff der Staatsgewalt in dieses kirchlich autonomisches Recht würde in Ungarn Wiederwillen erregen und ewige Reklamationen veranlassen, da dadurch die Lage der Catholiken gedrückter erschiene als der Protestanten oder der nicht Unirten Griechen. Daher auch die Verpflichtung zur abschriftlichen Mittheilung der geschehenen Erlasse entweder auf alle Confessionen gleichmäßig auszudehnen wäre oder die bisherige Praxis zu belassen seyn dürfte, damit in dem aufgeregten unglücklichen Lande sich zu dem Nationalitätenkampfe nicht noch der religiöse beigeselle.…
… In Ungarn stand der Kirchengewalt im Sinne der Landesgesetze ohnedem zu, unabhängig von der Staatsbehörde, Kirchenstrafen, welche eine Rückwirkung auf bürgerliche Rechte nicht üben, zu verhängen. Die richterliche Gewalt war in echt constitutionellem Geiste frei von der Einwirkung der politischen Behörden. Durch landesfürstliche Verordnung galt nur die einzige Beschränkung, daß vor der Publication der auf die Verhängung der Censur oder der geistlichen Strafe lautenden Sentenz des geistlichen Gerichtes, die Processakten Seiner Majestät qua supremo Justitiario zur Einsicht, ob sich die species facti in Wahrheit begründe, unter zu breiten waren.…
… Das unter diesem § formulirte Postulat würde man in Ungarn als von sich selbst einleuchtend betrachten. Das Gesetz 26:1791 sprach die Protestanten von der Verpflichtung ritus, welche ihrem Gewissen zu wieder sind, einzuhalten, ganz frei, sonach wäre es nur eine Inconsequenz darüber, ob in einem gegebenen Falle die kirchlichen Feyerlichkeiten einzuhalten oder im Sinne der Kirchengesetze zu verweigern wären, zum Competentenrichter jene Civilbehröde zu authorisiren, die auch aus bloßen Protestanten bestehen kann. Aus der Natur der Kirchengemeinschaft scheint es sich zu ergeben, daß nur sie allein darüber erkenne, wer zu ihren Mitgliedern gehörig sei? Die catholische Kirche befolgte nie einen andern Grundsatz bei Verweigerung der Begräbnisfeyerlichkeiten als den, daß sie solchen das kirchliche Geleite versagte, die durch ihren Lebenswandel sich von der Gemeinschaft der Gläubigen faktisch loszählten.…
… Von den Kirchenämtern gilt der in der Billigkeit und Gerechtigkeit gegründeter Grundsatz „Beneficium datur propter officium“. Ob jemand das Kirchenamt gehörig verwalte, wird wohl niemand gründlicher zu beurtheilen im Stande seyn als eben die kirchliche Gewalt, deren Interessen zu vertreten sind. Sonach dürfte der hierauf bezügliche Passus überall seine richtige Anwendung finden. In Ungarn wahren die geistlichen Gerichte ganz in ihrer durch die Landesgesetze anerkannten Competenz, da sie die Suspensions- oder Absetzungsurtheile aussprachen. Zur Grundlage der Urtheile dienten sowohl die Canones Ecclesiae als auch die üblichen Landesgesetze 1553:22…
… In Ungarn war die Mitwirkung der Staatsbehörden zur Durchführung der richterlichen Erkenntnisse eine gesetzliche Pflicht. Judicia Ecclesiastica, Processusque per Censuras, per Judices Ecclesiasticos fieri, invocatoque auxilio brachii saecularis ad effectum perduci continuee debeant; modo et ordine super his ab antiquo observato, Art. 25:1552.…
… Das geistliche Gericht theilte ihr Urtheil penes literas compostuales der betreffenden Comitats- oder städtischen Behörde mit und die Civilbehörde ließ das Urtheil vollstrecken und theilte den Vollzug der geistlichen Behörde seiner Zeit gehörig mit. Eine Behörde superarbitrirte nie die Urtheile einer andern Behörde. Die Congregationen der Comitate, die Sitzungen der Magistrate waren politischer Natur, waren administrative Behörden, somit konnten und durften sie sich in die Revision der richterlichen Urtheile nicht einlassen. Auch scheint die hier projectirte Mittheilung der Untersuchungsacten eine ungehörige Unterordnung einer Behörde unter die andere auszusprechen. In Ungarn war eine solche Mittheilung nie im Gebrauche.…
… dürfte die Stellung der Seelsorger wenn nicht ganz rechtlos, doch gewiß sehr traurig werden. Übrigens waren in Ungarn die Geistlichen bezüglich ihrer Amtsführung von ihrem Bischofe und dem geistlichen Diöcesangerichte abhängig. Causa clericorum gehörten zu der Competenz der geistlichen Gerichte und dürften auch ferner dort auf das zweckmäßigste entschieden werden. Wie soll die Civilbehörde über die Spendung der Sacramente, über die dogmatische Reinheit der Lehre, über die seelsorglichen Eigenschaften des Priesters, über die Liebe und Ordnung des Amtes entscheiden?…
… In Ungarn galt das privilegium fori. Mit Ausnahme von 4 Fällen, welche Partis II. tit. 44. aufgezählt sind, namentlich des Hoch- und Landesverrathes, des Mordes und des Straßenraubes, unterstand der verbrecherische Geistliche dem geistlichen Gerichte. In den 4 Ausnahmsfällen aber wurde der Verbrecher Actore fisco publico vor dem Comitatsgerichte, bezüglich des Hoch- und Landesverrathes, Actore fisco Regio vor der k. Gerichtstafel belangt und mit dem Tode durch das Schwert abgestraft. Vor der Hinrichtung jedoch mußte die Degradation durch den Bischof vorgenommen werden.…
… Da nun bei der grundgesetzlich ausgesprochenen Gleichstellung aller Staatsbürger der Gesammtmonarchie vor dem Gesetze das privilegium fori auch in Ungarn aufzuhören hätte und das accusatorische Verfahren zum Grunde der neuen Justizpflege aufgestellt ist, wird es immerhin wünschenswerth seyn, daß die hier vorgeschlagenen Rücksichten im Einvernehmen mit dem hohen Justizministerium bei allen Gerichtsbarkeiten der Monarchie verfügt und zur Geltung gebracht werden.…
… Was die Regelung des Instanzenzuges und des gerichtlichen Verfahrens, so auch die Art der römischen Gerichtsdelegation, anbetrifft, dürfte Ungarn zum Vorbilde aller übrigen Kronländer dienen. In …
… zum Vorbilde aller übrigen Kronländer dienen. In Ungarn sind alle diese Fragen durch eine lange Praxis geregelt. Die erste Instanz ist der Diöcesanbischof, die zweite der Erzbischof, die dritte der Primas, die vierte Rom. Eine Ausnahme von dieser Regel machten der Erzbischof von Coloca und der Erzabt der Benedictiner von …
… , der einen Gerichtssprengel von 20.000 Seelen hat, besitzt vermöge seiner Exemptionen das uralte Recht, daß von seinem geistlichem Stuhle die Appellation nach Rom gerichtet wird. Beisitzer bei allen diesen Consistorien sind die würdigsten Männer der Diöcesen durch Stellung, Alter und Wissenschaft alle möglichen Garantien darbiethend, daß die Gerechtigkeit in ihren Händen wohl gesichert sey. Das Verfahren vor den geistlichen Gerichten war das schriftliche, inquisitorische, im ganzen Lande übliche, hatte aber vor dem gewöhnlichen Civilprocesse den Vorzug, daß in den Ehescheidungsprocessen, das examen benevolum, mit dem persönlichen Erscheinen der Partheien verbunden war. Das accusatorische Verfahren mit voller Öffentlichkeit dürfte wegen der zarten Natur der Scheidungsprocesse kaum im Interesse der Schicklichkeit begründet seyn. Die rechtlichen Beweismittel waren dieselben, die in der ganzen Welt galten, confessio propria, Zeugen, Documente, [?], der Eid etc. etc. Mit einem Worte: die im Lande geltende Processordnung war auch für die geistlichen Gerichte mit wenigen Ausnahmen maßgebend. Partis I. tit. 2. Außer den Beisitzern gehören noch zum Personale der Consistorien in Ungarn der Matrimonii et professionis religiosae Defensor im Sinne der Constitution Benedicti XIV. L.L. , der Fiscus Consistorii und Advocatus pauperum und der protocollführende Notär. Die geistlichen Gerichte in Ungarn weichen von der im Concilio Tridentino vorgeschriebenen Norm in dem ab, daß die Richter vom Bischofe ernannt und zahlreicher sind; das Tridentinum aber vom Bischofe oder dessen Stellvertreter als Präsidenten und vier Beisitzern spricht, deren zwei Canonici, zwei ex clero civico seyn sollen, aus denen einen Canonicus der Bischof, den anderen das Capitel und so auch ex clero den einen der Bischof, den andern der clerus civicus wähle. Dafür daß der in der letzten Instanz zu delegirende Richter ein einheimischer sey und das im Namen des Pabsten zu fällende Endurtheil im Lande selbst gesprochen werden müsse, haben schon die Gesetze 1471:19, 1492:45, 1498:63 sub poena [?] sententia vorgesorgt.…
… Den Verkehr der geistlichen Orden mit ihren Generalen haben dieselben allerhöchsten Verordnungen in Ungarn eingestellt, die in den übrigen Provinzen der Monarchie geltend werden. Intim. dto. 2. April 1781 Nr. 2010, 24. Juli 1790 Nr. 19549, 5. August 1791 Nr. 14533, 31. May 1782 Nr. 3710. Folglich findet sich durchaus kein besonderer Umstand vor, der der gleichmäßigen Anwendung der vorliegenden ministeriellen Verordnung in …
… eingestellt, die in den übrigen Provinzen der Monarchie geltend werden. Intim. dto. 2. April 1781 Nr. 2010, 24. Juli 1790 Nr. 19549, 5. August 1791 Nr. 14533, 31. May 1782 Nr. 3710. Folglich findet sich durchaus kein besonderer Umstand vor, der der gleichmäßigen Anwendung der vorliegenden ministeriellen Verordnung in Ungarn entgegenstünde.…
… (in Ungarn, …
… Daß diese Einrichtung beziehungsweise überhaupt diejenige Ordnung des Volksschulwesens, die in den deutsch-slavischen Kronländern besteht, auch in den übrigen Theilen des Reiches – nämlich in den Ländern der ungarischen Krone und im …
… Diese Bemerkung dürfte sich lediglich auf die galizianische Geistlichkeit beziehen, da in Ungarn und …
… , Ungarn und …
… Für Ungarn und dessen Nebenländer aber ist 1802 allerhöchst festgesetzt worden die Congrua der griechisch-katholischen Seelsorgsgeistlichkeit mit jener der lateinischen ganz gleichzustellen. Auf diesem Grundsatz ist sich bezüglich der Congrua festgehalten worden und dies auch insbesonders seit dem Bestehen des Cultusministeriums.…
… 2. Ungarn …
… ad 2 Ungarn …
… Von Ungarn kann in dieser Beziehung die …
… Wird es nicht für zulässig erkannt, die Finanzen in der Zukunft mit dem Betrage einer Million statt von 600.000 fl zu belasten, so wäre die gesammte vorgeschriebene Schuld der Religionsfonde sogleich abzuschreiben und die gemeinsame Verrechnung der sämtlichen Religionsfonde einzuführen. Hinsichtlich der Verwendung wären in dem 1. Falle die Diözesen, welche an einen abgesonderten aktiven Religionsfond gewiesen sind, ebenso zu behandeln, wie eben in Beziehung auf Ungarn dargestellt worden ist, mit dem einzigen Unterschiede, daß es sich dabei immer nur um eine Kirchenprovinz handeln würde, und daher das Präliminare der Ausgaben von dem Regierungskommissär unmittelbar im Einvernehmen mit den betheiligten Bischöfen festzustellen wäre.…
… stehend wird an den mit Ungarn gemeinsamen Religionsfond angewiesen. Über Begehren des Banus ist im Jahre 1849 von dem Ministerium des Inneren die Weisung erlassen worden, eine Ausscheidung vorzunehmen. Es liegt noch nicht vor, ob das Ergebnis diesen Operazion[?] für …
majestaetsvortrag-1856-05-05-a3-xxi-d378.xml
… Evangelische Gymnasien in Ungarn, welchen das Öffentlichkeitsrecht verliehen wurde…
liste-evangelische-gymnasien-mit-oeffentlichkeitsrecht-ungarn-o-d-a3-xxi-d540.xml
… in Ungarn wohnenden Geistlichen …
… Frühere Zeiten als Ungarn frei war, sagten mir mehrere Leute, haben wir nur 3 fr WW für die Trauung dem hochwürdigen Herrn Pfarrer gezahlt, nun seit der Einführung der Konventionsmünze bei uns müssen wir auch diese Gebühren in Konventionsmünze entrichten. Ob daher ein Stollapatent die Vergüttung für die Trauung 8 fl WW vorschreibt, kann ich nicht ausführlich zu berichten mich erlauben, überlasse es jedoch dem hohen Wissen Euer Excellenz und erkühne mich, die Bemerkung zu machen, daß diese Zahlung in einem so hohen Betrage eine sehr drückende ist, da der hiesige Ansaße fast ein Jahr arbeiten oder ein Nutzvieh verkaufen muß, um zu der Summe zu gelangen, wohingegen für den …
kleemann-an-thun-1852-05-11-a3-xxi-d204.xml
… Nach der siegreich beendigten Bekämpfung des Aufstandes in Ungarn kann nun die in so nahe Aussicht gestellte Lösung der oben bezeichneten Aufgaben ohne nachtheilige Folgen nicht länger aufgeschoben werden und die Heiligkeit des kaiserlichen Wortes läßt nicht daran zweifeln, daß dies in kurzem Zeitraume geschehen werde, da die Regierung …
… und jenem Ungarns zu weit nordwärts zu ziehen und selbst …
… , so wie über ganz Ungarn überhaupt, welche bis nun veröffentlicht wurden, beruhen alle auf einseitigen Privatcompilationen und Zusammenstellungen, die bedeutend von einander abweichen, ihre Unzuverlässigkeit wird sub 2 % schlagend nachgewiesen, daher man zur Grundlage einer billigen Berücksichtigung der Nationalitäten einstweilen nur eine approximative Berechnung der Bevölkerungszahl annehmen muß.…
… anschließen wolle, wenn es nicht noch natürlicher und billiger wäre, dem vom romanischen Volke im Osten Ungarns bewohnten Gebiete mit Inbegriff des …
… Es bleiben noch viele tausend auch vom illirischen Volksstamme in den übrigen Theilen Ungarns zerstreut, nämlich in dem beim ungarischen Gebiete zu belassenden Theil der …
jelacic-an-thun-1849-10-25-a3-xxi-d11.xml
… Seit 15 Monaten bin ich bei der Armee in Ungarn kommandirt, getrennt von Weib, Schwester und fünf kleinen Kindern, wovon drei Knaben bereits die Schulen besuchen. Alle Leiden und Entbehrungen, die ich, stets mit dem operirenden Hauptquartier marschirend, während des letzten schrecklichen Winterfeldzuges und des noch schrecklicheren Sommerfeldzuges getragen habe, rechne ich für nichts, weil mir das Gefühl der Pflicht und die Hoffnung zur Seite stand, nach und wegen der materiellen Verluste, die man bei jeder Übersiedelung erleidet, neuen Nachtheilen ausgesetzt [zu] seyn.…
… darüber, welchen ich blos mit Hinsicht auf dasjenige, was Euer Exzellenz jüngst in Ungarn an Minister …
… Was die Personalvorschläge an das Civil- und Militärgouvernement für Ungarn betrifft, so stellt sich die Sache so, daß die Secretäre einer wie der andere sich für den Antrag unter hundert Entschuldigungen bedanken und ich nehme mir daher die Freiheit, folgende Namen der geneigten Beachtung zu empfehlen und mir die hohe Weisung darüber zu erbitten:…
… , der gewiß lieber nach Ungarn als Statthaltereirath wie nach …
helfert-an-thun-1853-08-23-a3-xxi-d226.xml
… Euer Excellenz! Obschon die Grundrechte für Ungarn noch nicht veröffentlicht worden sind, doch aber! die östreichische Reichsverfassung, die auf diese von …
… , daß diese sowohl als jene auch für Ungarn volle Geltung erhalten werden und der 2. § vorberührter Grundrechte jeder anerkannten Kirche das Recht zusichert, „ihre Angelegenheiten und zughöriges Eigenthum selbstständig zu ordnen und zu verwalten“, so glaubte die katholische Gemeinde …
heiller-an-thun-1850-06-11-a3-xxi-d56.xml
… In Ungarn wird zwar, wenn nicht Alles trügt, Vieles, was Euer Excellenz gehegt und gepflegt, verkümmern und zertreten werden; doch Vieles wird in Kirche und Schule wie eine nie versiegende Quelle unverloren bleiben, wird dem Herzen Adel und Muth, dem Geiste Schwungkraft, den Wissenschaften Ausbreitung und Licht und der Religion Wärme und Freiheit geben. Mögen Euer Excellenz sie sehen, die goldnen Früchte jener edlen Saat, die Euer Excellenz so eifrig und mühevoll ausgestreut! Möge deren Ihre edle Seele sich freuen! Möge unter diesen Freuden Ihr Haar so grau werden und grauer als Hochihres edlen …
haas-an-thun-1860-10-26-a3-xxi-d623a8.xml
… e. ad § 6. ist unter Darstellung des Sachverhaltes in Ungarn die gutächtliche Äußerung zu erstatten, was in Erledigung des letzten Absatzes bezüglich der Aufnahme katholischer Schüler in protestantischen Gymnasien in …
gutachten-zu-eingabe-der-erzbischoefe-auf-grundlage-konkordat-1856-a3-xxi-d383.xml
… , um welche gegenwärtig sich der Bedarf bloß an den mit weltlichen Lehrer besetzten, von der Regierung unmittelbar abhängigen Gymnasien gesteigert hat. Hiebei sind, wie gesagt, die Ordensgymnasien, die protestantischen Gymnasien in Ungarn, die zum Theile mit weltlichen Lehrern besetzten katholischen Gymnasien in …
… Mit gutem Grunde klagen viele Lehrer über die Schwierigkeiten, mit welchen sie bei Einbringung des Schulgeldes zu kämpfen haben. Wo das Schulgeld üblich ist und von den Eltern entrichtet wird, werde also nach Maßgabe der allerdings sehr verschiedenen Verhältnisse gesorgt, daß einerseits der Schullehrer das ihm Gebührende erhalte und andererseits die wahrhaft dürftigen Eltern durch Leistungen von der Gemeinde erleichtert werden. Wider ein allgemeines Gesetz, kraft dessen das Schuldgeld von der Gemeinde zu entrichten wäre, könnten mehrfache Bedenken erhoben werden; wofern aber eine Gemeinde bereit ist, den Lehrer für das Schulgeld durch einen nach den directen Steuern zu vertheilenden Geldbetrag zu entschädigen, so möge sie hierin keine Schwierigkeiten finden. Wo den Schullehrern und was noch häufiger der Fall ist, den Schulgehilfen das nöthige Auskommen fehlt, wäre es zu wünschen, daß für dieselben durch Naturalien gesorgt würde. Eine solche Leistung fällt dem Landmanne leichter und gewährt dem Betheiligten größere Sicherheit. Der Werth der Lebensmittel, welcher auf ihrer unmittelbaren Verwendbarkeit beruht, steht fester als der des Geldes. In Ungarn wird es leicht sein, bei Gelegenheit der Theilung des Gemeindelandes für den Schullehrer Grundstücke auszumitteln; es wäre zu wünschen, daß in anderen Theilen des Reiches dasselbe geschehen könnte.…
… f. wurden nicht nur nach Ungarn, sondern auch nach …
gutachten-schulgeld-lehrergehalt-von-kromholz-1856-08-20-a3-xxi-d383j.xml
… Der Satz, "die Anstellung der Schullehrer geht ohnehin in den meisten österreichischen Ländern von den bischöflichen Behörden aus", läßt im Zweifel, welche österreichischen Länder hier gemeint seien, die politische Schulverfassung sicherte den bischöflichen Konsistorien das Recht, den Trivialschullehrern das Anstellungsdekret auf Grund einer vorschriftsmäßig erlangten und vorgelegten Präsentation zu erfolgen; allein auch in solchen Kronländern, in welchen die politische Schulverfassung nicht in Kraft stand, z. B. in Ungarn, stellten die Ordinariate gar häufig Schullehrer an. Überdies wird bloß von Schullehrern gesprochen, ohne daß ein Unterschied zwischen Haupt- und Trivialschullehrern gemacht wird. Nach der politischen Schulverfassung gehört aber bloß die Anstellung der Trivialschullehrer in den Wirkungskreis der bischöflichen Diözesanbehörde, die Hauptschulllehrer wurden über Vorstellung derselben von der Landesbehörde ernannt. Der Schlußsatz, "über die Weise, wie etc.", – läßt gar keine bestimmte Auffassung zu. Es ist nicht einmal klar, welche Beaufsichtigung, ob jene des Ortsseelsorgers oder auch jene des Schulbezirksaufsehers und Diözesanschulbezirksoberaufsehers, hier zu verstehen sei.…
gutachten-leitung-von-schulen-von-krombholz-1856-08-15-a3-xxi-d383f.xml
gutachten-lehramtskandidaten-von-krombholz-1856-08-30-a3-xxi-d383p.xml
gutachten-konfessionell-gemischte-schulen-von-kleemann-1856-a3-xxi-d383e.xml
gutachten-halbtaegiger-unterricht-von-krombholz-1856-08-17-a3-xxi-d383g.xml
… Man kann daher durchaus nicht einsehen, wienach es der Stellung und Aufgabe des Bischofes nicht entsprechend sei, daß er über den Unterricht in den Schulen der Israeliten durch seine Beauftragten, d. i. durch die Ortsseelsorger und Schulbezirksaufseher, Aufsicht führe. Hierbei tritt noch der Umstand ein, daß – wie bereits bemerkt wurde – bisher kein Bischof in den Kronländern, in welchen die politische Schulverfassung in Geltung stand, an der in Rede stehenden Aufsicht, wie sie vorgezeichnet war und geübt würde, Anstoß nahm und daß auch die Bischöfe in Ungarn mit Ausnahme des Bischofs von …
gutachten-aufsicht-schulen-israeliten-von-krombholz-1856-08-23-a3-xxi-d383o.xml
… Religionsunterricht nicht, diesen findet aber auch der Katholik in Ortschaften, wo, wie in Ungarn, so häufig die Meistzahl der Bevölkerung sich zum Lutherthum oder Clavinismus bekennt, in den Volksschulen nicht. Wie das „Gewissen“ der freichristlichen Gemeinde „gehemmt“ werden soll, ist schlechterdings nicht einzusehen, da § 1 der Grundrechte „volle Glaubensfreiheit“ gewährleistet.…
gruener-an-schwarzenberg-1850-05-30-a3-xxi-d53.xml
… befindet, welches sich speziell auf Ungarn bezieht. …
foerster-an-thun-1859-06-16-a3-xxi-d508.xml
… 2. Wir sind ferner der Ansicht, daß hiebei die organische Verbindung der bisherigen Consistorialgemeinden mit der evangelischen Kirche Ungarns und …
… dauernd befestigt werden kann. In Erwägung des zur Zeit herrschenden Mißtrauens und der mannigfachen, zum Theile ganz ungegründeten Besorgnisse, welche durch die Stimmführer der beiden evangelischen Confessionen in Ungarn und …
… mit den Hauptstimmführern der evangelischen Kirche Ungarn und …
… , theils weil derselbe in Ungarn aufgewachsen, mit den einflußreichsten Stimmführern beider Confessionen, den örtlichen Verhältnissen und der Landessprache vertraut ist, theils weil er sich bereits seit längerer Zeit vorzugsweise mit den kirchlichen Verfassungsfragen der Gegenwart beschäftigt und an den hierauf bezüglichen Versammlungen thätigen Antheil genommen hat. Demnach erscheint es uns…
… ", S. 148 nicht viel besser wie räuberische Einfälle behandelt. Um so viel größere Einwirkung dagegen üben die Tschechen auf ihre Nachbarn aus. In Ungarn finden sich deren schon zu …
… , "dessen Regierungsweise in Ungarn der seinigen im Ganzen nachgebildet war". (S. 391) Papst …
… das Ufer geworfen", dagegen S. 246: "an den Landtagen hatte er seinen Platz neben dem Herrenstande"; S. 335: "auf beide Augen erblindet"; S. 361: "Ungarn schien damals die breiteste Grundfeste zu sein." Zu diesen und vielen ähnlichen Sätzen paßt dann allerdings auch eine Aufschrift wie: "Begebenheiten Kaiser …
… in Ungarn auf, so wahr der Heilige Adalbert ein Böhme gewesen ist und …
… Einrichtungen in Ungarn den slawischen und mit Rücksicht auf die damalige Zeit den böhmischen nachgebildet waren (S. 163), begreift derjenige ganz wohl, welcher ungarische, slawische und deutsche Einrichtungen gewißenhaft miteinander verglichen hat. Es werden dadurch die Ähnlichkeiten ungarischer mit deutschen Einrichtungen nicht geläugnet, aber der Fehler älterer Geschichtschreiber, welche die erstern aus den letztern ableiteten, weil sie die slawischen nicht kannten, wird vermieden. Denn Ähnlichkeiten gab es auch zwischen den deutschen und slawischen Einrichtungen jener Zeit, aber die der slawischen und insbesondere böhmischen mit denen …
… Zu § 1. Man hat gegen diesen § im Hinblicke auf die Zustände Ungarns Bedenken getragen. Allein wenn die im Verlaufe des Krieges, der zur Unterdrückung des ungarischen Revolution geführt werden mußte, geschehenen Veränderungen in den Gränzen des Landes aufrecht erhalten werden müssen, so wird es unvermeidlich werden, sich darüber offen auszusprechen und es zu rechtfertigen. Das kann nicht hindern die Integrität …
entwurf-verfassungspatent-tirol-1849-a3-xxi-d25.xml
… wirken, ohne die kirchliche Ermächtigung hierzu von dem Fürstprimas oder in dessen Ermangelung von dem dem Range nach ältesten Erzbischofe Ungarns erlangt zu haben.…
… versammelt gewesenen Bischöfen Ungarns und seiner vormaligen Nebenländer hinsichtlich der Beziehung der kirchlichen Gewalt zu der theologischen Fakultät und dem theologischen Studium an der …
… Obgleich die Bischöfe von der Katechetik keine Erwähnung machen, so wird diese doch auch an der Pesther Hochschule gelehrt und von dem Professor der Pastoral vorgetragen, überhaupt wird in Ungarn auch an den Diöcesenlehranstalten die Katechetik als ein Theil der Pastoral angesehen und behandelt.…
entwurf-thun-fuer-vorschrift-theologische-studien-universitaet-pest-1851-a3-xxi-d143.xml
… Nachdem durch das von Uns mit dem päbstlichen Stuhle unterm 18. August 1855 geschlossene Übereinkommen die staatsrechtliche Stellung der katholischen Kirche in Unserem Reiche und durch Unser Patent vom heutigen Tage die staatsrechtliche Stellung der Evangelischen beider Bekenntnisse in Unserem Königreiche Ungarn, der …
entwurf-thun-fuer-patent-zur-aufhebung-artikel-20-ungarn-1859-a3-xxi-d539.xml
… usw.. Nachdem die von den Evangelischen beider Bekenntnisse in Unserem Königreiche Ungarn aus ihrem zu …
… seit der Zeit Gegenstand wiederholter Verhandlung gewesen sind, nachdem ein die Erledigung der vorerwähnten 1791er Synodalvorschläge bezweckender und vorbereitender Gesetzentwurf von Unserem Minister für Cultus und Unterricht unter dem 21. August 1856 den Districtualconventen beider Confessionen zur unbedingt freien Meinungsäußerung mitgetheilt worden ist, nachdem sowohl die Äußerungen der acht Superintendenzen über diesen Entwurf, als auch die nachherigen bezüglichen Erklärungen und Eingaben der Evangelischen beider Bekenntnisse aus Ungarn, der …
… die Ehegerichtsbarkeit Unserer landesfürstlichen Gerichte in Unserem Königreich Ungarn, der …
… In Ausführung der voranstehenden definitiven Bestimmungen befehlen wir hiermit, daß das beiliegende Gesetz über die Vertretung und Verwaltung der Kirchenangelegenheiten der Evangelischen beider Bekenntnisse in Unserem Königreiche Ungarn, in der …
entwurf-patent-evangelische-kirche-ungarn-1858-a3-xxi-d488.xml
… Ich habe mich in Gnaden bewogen befunden, allen denjenigen Personen in Meinem Königreiche Ungarn, welche sich bei den aus Anlaß der Einführung des Patents vom 1. Sept. 1859 bisher stattgefundenen bedauerlichen Vorgängen auf eine solche Weise betheiliget haben, daß die Strafbehörden gegen dieselben dieserwegen einzuschreiten gesetzlich verpflichtet waren, Meine volle Verzeihung angedeihen zu lassen. Ich finde demnach denjenigen, welche bereits rechtskräftig verurtheilt worden sind, nicht nur die gesetzlichen Folgen dieser Verurtheilung, sondern auch die noch nicht vollstreckte Strafe gänzlich nachzusehen und zugleich anzuordnen, daß alle wegen solcher Vorfälle bereits anhängigen Untersuchungen eingestellt und wegen derselben keine strafbehördlichen Amtshandlungen eingeleitet werden.…
… Das Patent vom 1. September vorigen Jahres, durch welches Ich die seit langen Jahren schwebende Verhandlung wegen Herstellung einer bestimmten Ordnung in den kirchlichen Verhältnissen Meiner evangelischen Unterthanen Augsburger und helvetischen Bekenntnisses in Ungarn, der …
entwurf-kaiserliches-handschreiben-an-benedek-1860-a3-xxi-d579.xml
… In dem § 4 des 26. Gesetzartikels vom Jahr 1790/1 hat der Wunsch und die Absicht gesetzlichen Ausdruck gefunden, eine die evangelischen Glaubensgenossen des Helvetischen wie des Augsburger Bekenntnisses sämtlicher in dem Königreiche Ungarn bestandenen Superintendenzen umfassende gemeinsame kirchliche Ordnung herzustellen. Nachdem es durch lange Jahre verabsäumt worden war, diese Angelegenheiten durchzuführen, haben …
entwurf-fuer-bekanntmachung-regierungserlaesse-in-ungarn-1858-a3-xxi-d484.xml
… Entwurf des Kundmachungspatentes zum allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuche für Ungarn, …
… Vom … 1852 angefangen hat in den Königreichen Ungarn, …
… Da sich die persönliche Fähigkeit jedes Staatsbürgers zu Rechtsgeschäften nach den Gesetzen des Landes richtet, welchem er angehört, so versteht es sich von selbst, daß Angehörige von Ungarn, …
… an die in dem Kronlande, welchem sie angehören, hierüber geltenden Vorschriften gebunden bleiben, so wie umgekehrt die persönliche Fähigkeit zu Eingehung einer Ehe in Beziehung auf die Angehörigen derjenigen Kronländer, in welchen die Vorschriften des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches über das Eherecht in voller Wirksamkeit stehen, auch wenn die Ehe in Ungarn, …
entwurf-einfuehrungspatent-zum-abgb-fuer-ungarn-kroatien-slawonien-1852-a3-xxi-d180.xml
… . Als im Jahre 1849, zur Zeit als in Ungarn die Rebellion durch die Eroberung von …
… Die Aufmerksamkeit des gehorsamst Gefertigten war zunächst auf die religiösen Zustände der Juden in Ungarn – ein Kronland, welches 400.000 Juden in sich faßt – gerichtet. Das bekannte jüdische Finanzcomité, welches sich im Jahr 1845 zur Aufhebung der Judensteuer in …
… Finanzcomités für die religiöse Zukunft der ungarischen Juden unvermeidlich entstehen muß. Der Cultusfond wurde endlich diesem Comité aus [den] Händen genommen, was die gänzliche Auflösung des Letzteren herbeigeführt hat. Wäre dies nicht geschehen, so bestände in diesem Augenblicke in Ungarn und dessen Nebenländern vielleicht nicht eine einzige altgläubige israelitische Cultusgemeinde.…
… Durch diesen Erfolg ermuthiget, fühlten sich alle altgläubigen Judengemeinden in Ungarn frei von dem jahrelangen Drucke und dem schädlichen Einflusse des …
deutsch-an-thun-1860-04-10-a3-xxi-d567.xml
… seine österreichischen Germanisirungspläne bei uns, wie in Ungarn, zu verfolgen entschlossen sey. Nimmt man hingegen ausgezeichnete Lehrer aus dem …
corberon-an-thun-1851-01-20-a3-xxi-d103.xml
… Tiefe Besorgnisse über die Erhaltung meiner durch die hohe Gnade Euer Excellenz mir gegebenen Stellung als provisorischer Statthaltereirath haben mir vor einigen Monathen den Muth gegeben, mich an Euer Excellenz ehrfurchtsvollst zu wenden und die gehorsamste Bitte zu wagen, Euer Excellenz geruhen sich meiner huldreich zu erinnern und für den Fall, die Reorganisirung Ungarns einen Statthaltereirath ungarischer Nationalität (…
chlumecky-an-thun-1860-06-12-a3-xxi-d590.xml
… ([?]75) in seiner Beziehung für Ungarn nicht gehörig erwogen wegen der Hast, mit welcher ich den Stoff zusammensuchen mußte, als gegen das Ende des Druckes das Manuskript für die angesetzte Bogenzahl nicht ausreichte und die Zeit zum Erscheinen schon zu sehr drängte.…
celakovsky-an-thun-1850-11-24-ca1064.xml
… Anmerkung am unteren Blattrand: Mit Absicht ist die Bezeichnung der Kategorie – ob Dozent, außerordentlicher oder ordentlicher Professor – vermieden. „Dozent“ dünkte den empfindlichen Ungarn geradezu als eine Art von Herabsetzung, mit dem Zugeständnisse von „Professoren“ griffe sich die hohe Regierung selbst vor.…
… 9. Die Möglichkeit, der Wissenschaft in deutscher Sprache in Ungarn unter …
… mit den Konzessionen bezüglich der Lehrsprache an der Universität sind einschlägige Anordnungen an Gymnasien und Realschulen Ungarns. Besonders bezüglich der letztern ist nicht außer Acht zu lassen, daß, obschon durch Gemeindemittel an vielen Orten erhalten, sie doch nicht der Autonomie der Gemeindegebahrung so weit untergeordnet werden dürfen, daß diese Lehrsprache und Lehrordnung eigenmächtig abzuändern befugt sei. Bei der dermalen in …
… . Besonders bezüglich der letztern ist nicht außer Acht zu lassen, daß, obschon durch Gemeindemittel an vielen Orten erhalten, sie doch nicht der Autonomie der Gemeindegebahrung so weit untergeordnet werden dürfen, daß diese Lehrsprache und Lehrordnung eigenmächtig abzuändern befugt sei. Bei der dermalen in Ungarn herrschenden Begriffsverirrung über Recht und Gesetz ist auf diesen Punkt mit Nachdruck hinzuweisen.…
… Ungestüme hervorgetretene sprachliche Strömung in Ungarn (– vor einem Jahre war hiervon fast noch keine Rede –) muß für die Einsicht eines hohen Unterrichtsministeriums in…
bruehl-an-thun-1860-09-26-a3-xxi-d615.xml
… , gehalten werden müssen. Hiezu kann es sehr leicht kommen, daß die ruthenischen Bischöfe aus Ungarn, welchen es schwer kommen dürfte, eigene Diözesanlehranstalten zu bekommen oder zu erhalten, ihre Kleriker der ersten drei theologischen Jahrgänge ebenfalls in die ruthenische Diözesanlehranstalt nach …
bericht-ueber-situation-katholische-kirche-galizien-1850-a3-xxi-d88.xml
… <Diese Schrift zirkuliert in Ungarn und wurde mir vertraulich von dem Generalgouverneur …
… Die Herren Minister meinten, daß die Protestanten die neue Regelung hauptsächlich wegen der neuen Eintheilung der Kirchendistrikte nicht annehmen wollen und daß die Protestanten nicht säumen würden, die neue Regelung anzunehmen, wenn die alte Eintheilung der Kirchendistrikte beibehalten werden würde, in welcher Beziehung die Herrn Minister erklärten, daß der Sache leicht abgeholfen werden könne; sie nahmen eine Landkarte von Ungarn und forderten den …
bericht-ueber-konferenz-in-protestantenangelegenheit-1860-a3-xxi-d559.xml
… Stand der Verhandlungen über die Eingaben der Bischöfe Ungarns und seiner vormaligen Nebenländer aus der zu …
… als apostolischem Könige Ungarns zukommenden Rechtes mittelst eines Konkordates scheint nach dem allerhöchsten Rescripte vom 20. August dieses Jahres nicht nothwendig zu sein.…
… bereits ausgearbeitet und in demselben darauf angetragen, daß die allerhöchste Entschließung von 23. April 1851 [sic! richtig: 1850] auch auf Ungarn ausdrücklich ausgedehnt werde. Der Vortrag konnte aber bis jetzt allerhöchsten Orts deshalb nicht vorgelegt werden, weil sich die Bischöfe in Bezug auf die Konkursprüfungen für die erledigten Kunstbeneficien, welche sie einzuführen wünschen, nicht näher ausgesprochen haben, wozu dieselben aufgefordert worden sind. (Die Äußerungen der Bischöfe liegen noch nicht vor.)…
… Die Lehrer der Theologie an den bischöflichen Lehranstalten werden in Ungarn von den Bischöfen frei und unabhängig von der Regierung angestellt, die Konkursprüfungen zur Erlangung des Lehramtes bestehen nicht, die von den Bischöfen ernannten Lehrer sind jedoch verpflichtet binnen längstens 9 und nach der neueren Verordnung vom 11. April 1820, Z. 9093 binnen zwei Jahren von ihrer Anstellung an ein sogenanntes „Examen approbatorium“ aus jenem Gegenstande, welches sie vortragen, vor der theologischen Fakultät der …
… abzulegen, wenn sie nicht graduirte Doktoren der Theologie sind. Wollte die Regierung die Konkursprüfungen eben so gut, wie es in den deutsch-slavischen Provinzen der Fall ist, auch in Ungarn einführen, so müßte für eine bessere Besoldung der Lehrer der Theologie gesorgt werden. Gegenwärtig erhalten dieselben nur 300–500 Gulden, ja hie und da nur 200 Gulden. Nur die Lehrer an der …
… Lehranstalt beziehen aus dem Studienfonde einzeln 800 fl CM. Dieser Punkt wird demnach Gegenstand der Verhandlung mit dem bischöflichen Comité. Die Hauptschwierigkeit liegt – meiner unmaßgeblichen Meinung nach –, da in Ungarn so viele Diöcesanlehranstalten sind, deren jede wenigstens drei Professuren zählt und deren Gehalte erhöht werden sollten und da der regulirte Bisthümerfond aufgehört hat und hiemit die meisten Seminarien ihre Dotation verloren haben, in der Ermittlung des Fondes, aus welchem die bessere Dotation hergenommen werden könnte. Vielleicht werden die Bischöfe irgendwelchen anzudeuten wissen.…
… werden dadurch erlediget, wenn den in der allerhöchsten Entschließung vom 23. April 1850 enthaltenen Bestimmungen auch für Ungarn Geltung gegeben wird. Dadurch werden die Rechte des Episcopates in Bezug auf das theologische Studium an der …
… Kichenrathes schreiben es ausdrücklich vor, welcher Vorschrift in mehreren Diöcesen Ungarns entsprochen wird.…
… Da die Bischöfe Ungarns schon im Jahre 1848 gegen die Ehen der von dem katholischen Glauben Abgefallenen bei der Staatsregierung mittelst Vorstellung eingeschritten sind, so ist der …
… 4. daß die bis jetzt bestandenen Verordnungen in Bezug auf die Verehelichung der nicht ungarischen Staatsbürger in Ungarn abgeschafft werden.…
… Der eigentliche Zehent gehörte in Ungarn den Bischöfen, nur wenige Pfarrer bekamen den Zehent, dieses war der Fall im …
… Die Congrua der Pfarrer in Ungarn ist in den Zeiten der Kaiserin …
… auf 300 Gulden festgesetzt worden und sie besteht daselbst bis zur Stunde. Allein bis in die neueste Zeit hatten manche Pfarrer nicht einmal diese auf das Minimum reducirte Congrua erhalten. Die Ergänzung geschah in diesem Jahre durch die kaiserliche Regierung. Bei der Wichtigkeit des geistlichen Standes, insbesonders des Seelsorgeramtes, auch für den Staat verdient die äußerst dürftige Lage so mancher Pfarrer in Ungarn im hohen Grade die Berücksichtigung der Staatsregierung, noch mehr aber verdienen die Kapläne berücksichtiget zu werden, deren Gehalte in der Regel unter jene des Dienstbothen steht, ein Kaplan mit 60 fl WW ist keine seltene Erscheinung in …
… im hohen Grade die Berücksichtigung der Staatsregierung, noch mehr aber verdienen die Kapläne berücksichtiget zu werden, deren Gehalte in der Regel unter jene des Dienstbothen steht, ein Kaplan mit 60 fl WW ist keine seltene Erscheinung in Ungarn, die meisten beziehen 120 fl WW, die besser, ja am besten dotirten 100 fl Conventionsmünze, diese dürftige Lage war eine der Ursachen, weshalb sich so viele aus dem jüngeren Klerus an den Revolutionsbestrebungen betheiligt haben. Die Umsturzmänner wußten es recht gut, daß die Kapläne Menschen sind, sie unterließen es nicht, auf diese ihre schwache Seite zu spekuliren und denselben einen guten Gehalt zu versprechen. Vielleicht werden die hieher berufenen Bischöfe im Stande sein, die Quellen zur besseren Subsistenz der Kapläne anzugeben. Es ist diese Angelegenheit meines Erachtens so wichtig, daß sie mit den Bischöfen besprochen werden muß.…
bericht-referent-kultusministerium-ueber-antraege-bischoefe-ungarn-1851-a3-xxi-d142.xml
… Wenn ich noch hinzufüge, daß zur Vertretung der Geistlichkeit die Bischöfe mit Viril- und die landtagsberechtigten Stifter und geistlichen Genossenschaften mit Curiatstimmen zu berufen und diesen der Rektor der Universität und da und dort vielleicht die Superintendenten beizufügen wären, so habe ich wohl alle Elemente zusammengefasst, aus welchen in jeder Provinz – Ungarn, …
… I. Für sämmtliche Kronländer mit Ausnahme von Ungarn und dessen ehemaligen Nebenländern, …
… IV. Für Ungarn und dessen ehemalige Nebenländer …
… als gegenüber von Ungarn hatte der …
… Was Ungarn anbelangt, so waren die dortigen Angelegenheiten durch langes Zögern und Unentschlossenheit bereits in eine Phase getreten, daß ebenfalls nur die Gewalt der Waffen entscheiden konnte.…
… auf sich lud, hat er schwer gebüßt, man wird es jedoch dereinst nicht glauben wollen, daß man die noch gutgesinnten ungarischen Regimenter an die wohl damals nicht mehr zu bezweifelnde Revolution auslieferte, damit sie verderben und gegen ihren rechtmäßigen Kaiser geführt werden, diejenigen, die um Verhaltungsbefehle gegenüber der revolutionären Regierung baten, ohne alle Instruktion ließ und an das ungarische Ministerium anwies, dessen Absichten, wenn es auch damals noch legal bestand, dem Kurzsichtigsten klar geworden sein mußten. Eine entschiedene Opposition gegen den Einmarsch dieser Truppen nach Ungarn und ein offenes Wort an die in …
… und ein offenes Wort an die in Ungarn stationirten, hätten viel Unheil verhindert – doch dies war ja nicht streng constitutionell.…
… Seine geringen Erfolge in Ungarn sind die Ursache, daß er bei dem jüngeren Theil der Armee seine früher so bedeutende Popularität eingebüßt hat, bei denjenigen Theile der Armee, der seine frühere Stellung, seine Leistungen nicht zu beurtheilen vermag.…
… , nachdem Hochderselbe die Leitung der Geschäfte übernommen hat, in den durch den § III näher bezeichneten Fällen mittels unterthäniger Noten, in allen anderen Fällen aber an die k.k. Statthalterei von Ungarn sub sigillo volante stattzufinden und an …
… ist inner der Gränzen der gegenwärtigen Instruktion als Mein unmittelbarer Stellvertreter in Meinem Königreiche Ungarn anzuerkennen, in welcher Rücksicht ihm bei allen Gelegenheiten die Repräsentation des Landesfürsten zusteht. Er vereinigt in sich insbesondere die Wirksamkeit des Statthalters und des Kommandanten der III. Armee. In dieser doppelten Eigenschaft ist ihm die Oberleitung der gesammten Civil- und Militäradministration des Landes übertragen.…
… In Betreff der Stellung des Militär- und Civilgouverneurs zu den von dem Finanzministerium abhängenden Behörden in Ungarn, namentlich zur Finanzlandesdirektion und zur Kommission für die Einführung des provisorischen Steuerkatasters wird bestimmt, daß von diesen Behörden über alle organischen Verfügungen, welche in diesen Geschäftszweigen im Lande ergehen sowie über alle Anträge dieser Art, die von den bezüglichen Landesbehörden an das Finanzministerium und beziehungsweise an die Generaldirektion des Grundsteuerkatasters erstattet werden und endlich über die Vorschläge zur Besetzung aller jener Stellen in diesen Geschäftszweigen, welche den Wirkungskreis der Landesbehörden überschreiten, das vorläufige Einvernehmen mit dem Militär- und Civilgouverneur zu pflegen ist.…
zirkular-thuns-an-referenten-und-vorsteher-der-hilfsaemter-unterrichtsministerium-1852-02-12-a3-xxi-d179.xml
… scheint auf einem Mißverständniße einer Stelle des gedruckten Operates zu beruhen; es sind über diese Punkte (hinsichtlich Ungarns) keine besonderen Verhandlungen im Zuge.…
alleruntertanigste-bemerkungen-thuns-zu-gymnasialreform-1857-a3-xxi-d439.xml
… zur kirchlichen Organisationsfrage der Evangelischen beider Bekenntnisse in Ungarn …
… Zwei Fragen sind es, welche gewöhnlich einerseits die Evangelischen beider Bekenntnisse in Ungarn, andererseits die Regierung in hohem Grade interessiren; es sind das die Fragen…
… Schon in dieser Thatsache allein würde, da die Evangelischen in Ungarn an dritthalb Millionen Seelen zählen, ein Motiv liegen, diese Fragen der Entscheidung zuzuführen, um dem schwankenden Zustande ein Ende zu machen. Daher mögen beide Fragen nun Gegenstand der Erwägung sein.…
… Nach dem 15. und 67. Artikel vom Jahre 1791 sollte ein ganz Ungarn verbindliches allgemeines Unterrichtsgesetz erlassen werden; der in der Frage der Autonomie so oft angerufene 26. Artikel von 1791 schloß in seinen 5 Paragraphen die Evangelischen in dieses allgemeine Unterrichtssystem („coordinatione tamen literariae institutionis erga demissam Statuum et Ordinum propositionem per Suam Majestatem determinando ad has perinde scholas etc. extendenda“) ausdrücklich ein, mit Ausnahme blos der mit der Religion zusammenhängenden Lehrgegenstände („huc tamen haud intellectis Religionis objectis, quae cuivis Religioni propria manere debent“).…
… Worin aber auch immer die bisherige gänzliche Unabhängigkeit des evangelischen Schulwesens in Ungarn von jeglichem normirenden Einfluße der Staatsgewalt ihre Erklärung finden mag, so stehet unläugbar fest, daß der Staat nicht nur keine Schule, deren Richtung sich mit den Lebensbedingungen seines Bestandes in Opposition setzt, dulden könne, sondern daß das einige Kaiserreich vielmehr unbedingt fordern müsse, daß jede Schule außer der entsprechenden Wissenschaftlichkeit ihre Zöglinge auch in einer positiv staatsfreundlichen Richtung erziehe. Kein Staat, welcher ein lebendiger Organismus sein will, kann sich in der nachwachsenden Generation Gegner erziehen; es hieße sonst, sich selbst unausgesetzt bekämpfen. Daher können auch die Evangelischen dem von dem Staate ausgehenden allgemeinen Unterrichtssysteme gegenüber nicht das Monopol einer ausnahmsweise bevorrechteten Stellung ansprechen; was dieselben dagegen zu fordern ein Recht haben, ist: daß in denselben evangelischen Schulen, welche die nachwachsenden Bürger zur Treue gegen den Staat erziehen, die evangelischen Zöglinge nicht in ihrer Treue gegen …
… Verordnung vom 10. Febr. 1850 sagt im 8. Punkte „eine zweckmäßigere Abgränzung der bisherigen vier Bezirke der Superintendenten mit Rücksicht auf die dermalige militärisch administrative Eintheilung des Landes und die Bestimmung der Amtsorte für die zeitlichen Administratoren ist ein Gegenstand der ersten und dringendsten Erwägung“. (Landesgesetz- und Regierungsblatt für Ungarn von 1850).…
… fundatorum“ und gibt damit der betreffenden Kirche blos die Garantie, daß ihre Stiftungen nicht zu ihr fremden Zwecken verwendet werden; auf keinen Fall entäußert sich aber die bürgerliche Gesetzgebung, mit der Übernahme der Schutzpflicht für Stiftungen, des Rechtes, jene organisatorischen Vorschriften zu erlassen, welche ihr als Staatsnothwendigkeit erscheinen. Diese Auffassung des Gesetzes erklärt es, daß in Ungarn z. B. im Jahre 1804 die …
… unter dem 27. August 1835 mit dem Beisatze genehmigt ist „salvis item et praeexistentibus, et quas in futurum defigere nobis visum foret, in re literaria altissimis dispositionibus nostris“. Aus dem Gesetze, daß die Stiftungen ad mentem fundatorum zu behandeln seien, läßt sich nicht die Schlußfolgerung ziehen, daß die Staatsgewalt ihr Recht, eine neue Organisation des Unterrichtswesens zu erlassen, aufgegeben habe mit der Übernahme der Verpflichtung, die bestehenden Schulstiftungen zu schützen; es genügt, sich blos die Einrichtung des Gymnasial- und juridischen Studiums in Ungarn und …
… in seiner Verordnung vom 9. October 1849 in seine „Grundsätze für die provisorische Organisation des Unterrichtswesens in dem Kronlande Ungarn“ (Sammlung der für …
… “ (Sammlung der für Ungarn erlassenen etc. Manifeste, Kundmachungen etc., Seite 224–231)…
… unter Aufsicht eines königlichen Commissärs, von den Protestanten beyder Confessionen in Ungarn öffentliche Synoden gehalten, deren Acten …
… Aus diesem schwankenden, unruhigen und für die Regierung so wie für die Protestanten gleich nachtheiligen Zustande wird sich Ungarn so lange nicht erheben, bis nicht der übermächtige Einfluß des Clerus auf unsere kirchlichen Angelegenheiten aufgehoben und die durch das Gesetz bestimmten Gränzen überall getreu beobachtet werden.“…
… abermals eine Gesuch ein – wie das Rubrum besaget: „um allergnädigsten Befehle, daß die Angelegenheiten der Evangelischen in Ungarn …
… liest: „Von dieser Zeit an herrscht in der evangelischen Kirche Ungarns fortwährender Hader und Zwiespalt und die Berichte, welche geachtete Stimmen ohne Unterschied der Confession von diesen Zuständen abgeben, müssen den Staatsmann und Moralisten mit dem tiefsten Bedauern erfüllen. Die weltlichen Glieder der Kirchenverwaltung, zumeist der Opposition angehörig und wenig bekümmert um religiöse Angelegenheiten, benützten ihre Stellung lediglich zu politischen Zwecken. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Magyarisirung des Volkes und in der Entfremdung von der Regierung. Zur Erreichung dieser Zwecke wurden die gewaltsamsten Mittel in Anwendung gebracht und jeder Widerstand durch terroristische Maaßregeln unterdrückt“ etc. „Je empörender diese Vorgänge erscheinen müssen, um so trauriger ist die Wahrnehmung, daß von Seiten der Regierung gar nichts wesentliches geschah, um die Interessen der niedergetretenen Slovaken und Deutschen und …
… legt den Vertrauensmännern nichts vor, außer einigen Fragen, über welche die Vertrauensmänner Vorlagen zu machen aufgefordert werden. Würde die kirchliche Organisation nur auf Ungarn ausgedehnt, so würde Referent es vorziehen, den Vertrauensmännern blos Fragepunkte, als eben so viele Themata zur Ausarbeitung vorzulegen.…
… zur Umschau auf dem Gebiete kirchlicher Organisation außerhalb Ungarns …
… e. daß die Evangelischen in Ungarn (mit Ausnahme des …
… Die Protestanten in Ungarn und …
… 5. ob die Staatsgewalt die Autonomie der Protestanten in Ungarn und …
… , sich den bleibenden Dank der Protestanten sichern werde. Die Protestanten Ungarns werden niemals auf die Errungenschaft des Gesetzes vom Jahre 1791 Artikel 26 § 4 „in iis, quae ad Religonem pertinent, unice a Religionis suae Superioribus dependeant“ Verzicht leisten, immer werden sie verlangen, daß die kirchliche Organisation „certus …
… Referent bekennt offen, vom Gesichtspunkte des staatlichen Interesses kein Motiv zu kennen, mit dessen Gewichte er den Antrag auf Elimination der Convente (Consistorien) und Synoden, welche integrirende Bestandtheile des protestantischen Lehrbegriffes bilden, zu rechtfertigen wüßte, vielmehr dürfte es im Staatsinteresse liegen, durch Achtung dieser mit den religiösen Überzeugungen und mit der ganzen Entwicklungsgeschichte der Protestanten in Ungarn und …
… innigst verwachsenen Einrichtungen die Protestanten durch das Bindemittel des ihnen gewährten Rechtsschutzes stärker an sich anzuschließen; auf der andern Seite fällt das Gewicht der Thatsache, daß die Glieder der Kirche zugleich Bürger und Unterthanen eines Staates sind und daß Convente und Synoden mehr oder weniger Volksversammlungen, wenn auch mit kirchlichen Aufgaben, sind, schwer in die Waagschale der Entscheidung; es ist dieser letztere Umstand besonders in Ungarn und …
… b. Sie würden auch auf Ungarn und …
… Das Prinzip der Synode würde man in Ungarn als eine neue Bestätigung eines bereits in 26. Artikel von 1791 enthaltenen („liberam proinde illis futuram non modo Consistoriorum quorumvis celebrationem, sed et Synodorum) Rechtes ansehen.…
… Die Besoldung des Oberkirchenrathes und der Superintendenten würde in Ungarn aufgenommen werden als eine Vollziehung des Artikels 20 von 1848 § 3: „Die kirchlichen und Schulbedürfnisse aller gesetzlich anerkannten Glaubensparteien sind durch Staatsauslagen zu decken“; eben so würde die Sache in …
… Hinsichtlich der Superintendentenbestätigung durch den Kaiser ist mit Gewißheit vorherzusehen, daß aus Ungarn das Verlangen gestellt werden wird, es möge bei dem bisherigen Gebrauche verbleiben und den Allerhöchsten Entschließungen …
… zum Superintendenten dieser Stelle „pro notitia“ bekannt gegeben wird. Diesen Standpunkt dürften die Evangelischen in Ungarn um so mehr einhalten, als sie aus …
votum-zimmermann-ueber-organisation-evangelische-kirche-ungarn-1852-08-26-a3-xxi-d172.xml
… Alle diejenigen Religionsfonde, deren Einnahmsquellen – wie vorzugsweise in Ungarn und …
vortrag-thun-regelung-verwaltung-religionsfond-1852-05-12-a3-xxi-d166.xml
… , wenn sie mit Ungarn verbunden bleibt, ebenso, wie dies bei der jetzigen Insurrektion geschah, an Menschen und an anderen Hülfsmitteln verstärken würden, was keinesfalls geschehen könnte, wenn die …
… von dem magyarischen Theile Ungarns getrennt wird, wodurch allein gegen die Bestrebungen des magyarischen Elementes ein mächtiger Damm gebildet werden kann. Wenn daher die Magyaren auf welche immer Art eine präponderante Stellung vor den übrigen Völkern gewinnen, so wird nach der Denkschrift ihr ruchloses Treiben ungehindert fortgesetzt, und die alte …
… In der neuesten, dem hohen Ministerium als dringend eingereichten, und durch 27 aus Ungarn flüchtige Slowaken unterfertigten Denkschrift sub 3 wird die Aufmerksamkeit der Regierung darauf gelenkt, daß, …
… sind; die in ihren Adressen vorgebrachten Bitten und Vorstellungen beziehen sich zum theile auf die neue Konstituierung des von der slowakischen Nation bewohnten Gebiethes in Ungarn, zum Theil aber, und zwar insbesondere in der zweiten Denkschrift der Slowaken auf solche Gegenstände, deren Erledigung unter den gegenwärtgen Umständen dringend erheischt wird, um damit durch zweckmäßige provisorische Maßregeln sowohl jener Zustand, welchen das slowakische Volk im Sinne der Reichsverfassung anzusprechen berechtigt ist, angebahnt, als auch in diesem Volke zur Förderung der guten Sache die nöthige Kraftentwicklung ermöglicht werden könne.…
… Es dürfte indeß vielleicht von jener Seite her, welche das Königreich Ungarn in seiner Integrität erhalten will, und sich hiebey sowohl auf den …
… zu einem eigenen Kronlande gesucht, mithin die Theilung Ungarns …
… sattsam erweisen. Es scheint darum hier unerläßlich die ganze Frage der künftigen Konstitutierung Ungarns etwas näher erörtern, um hiedurch zu jenen Resultaten zu gelangen, welche bey Erledigung der slowakischen Petition als unverrückbare Grundprinzipien festgehalten werden könnten. Niemand wird es in Abrede stellen, daß es …
… Erstens das Streben der Magyaren nach einer vollkommenen Trennung Ungarns von …
… zweitens die Herrschsucht des magyarischen Stammes über alle übrigen Nationalitäten Ungarns. …
… die übrigen Völkerschaften Ungarns …
… die Emanzipation der bisher unter dem magyarischen Drucke seufzenden nichtmagyarischen Völkerschaften Ungarns, und dies ist der eigentliche Ursprung der allen Völkern Ungarns so feyerlich zugesicherten Gleichberechtigung…
… liegen kann, die Gleichberechtigung der Nationalitäten Ungarns …
… durch die Theilung Ungarns in so viele abgesonderte Ländertheile als daselbst kompakte Nationalitäten zu finden sind…
… erreicht weden kann, dann dürfte wohl gegen die derartige Bitte der Slowaken mit Grund kaum etwas eingewendet werden können. Was insbesondere die zu Gunsten der Integrität Ungarns geschehene Berufung an die oberwähnten Bestimmungen der Reichsverfassung selbst anbetrifft, so muß man darüber nur die Bemerkung machen, daß die fraglichen Bestimmungen und namentlich die des § 71 der Reichsverfassung dem Begehren der Slovaken durchaus nicht im Wege stehe, indem sie ihnen und allen einzelnen Völkerschaften …
… geschehene Berufung an die oberwähnten Bestimmungen der Reichsverfassung selbst anbetrifft, so muß man darüber nur die Bemerkung machen, daß die fraglichen Bestimmungen und namentlich die des § 71 der Reichsverfassung dem Begehren der Slovaken durchaus nicht im Wege stehe, indem sie ihnen und allen einzelnen Völkerschaften Ungarns solche Institutionen zusichern, welche die Gleichberechtigung aller Nationalitäten zu gewährleisten geeignet sind. Wenn es nun aber …
… daß im Falle die Slovaken und die übrigen Nationen Ungarns eine von den Magyaren gesonderte provinzielle Konstituierung nicht erhalten…
… Der die gesellschaftlichen Verhältnisse Ungarns näher kennt, dem wird es wohl …
… alle höheren Schichten der Gesellschaft selbst zwischen den nichtmagyarischen Bewohnern Ungarns durchdrungen hat…
… und wie sicher die Apostel des allein selig machenden Magyarenthums darauf gerechnet haben, mit Hilfe der zahlreichen renegaten Söhne anderer Völker binnen weniger Generationen dahin zu gelangen, daß in Ungarn nur eine, und zwar magyarische Nationalität existiere, um so den Lieblingstraum eines Großmagyariens einst zur Wirklichkeit zu machen.…
… In dem Vorbesagten glaubt der gehorsamst Gefertigte bis zur Evidenz nachgewiesen zu haben, daß eben der Inhalt jener Bestimmungen der Reichsverfassung, welche man als ein Hinderniß für die Ansprüche der nicht magyarischen Nationalitäten Ungarns hinstellen will, es zur unabweislichen Nothwendigkeit macht, die den einzelnen Nationalitäten …
… hinstellen will, es zur unabweislichen Nothwendigkeit macht, die den einzelnen Nationalitäten Ungarns zugesicherten Institutionen so weit auszudehnen, daß die feierlich gewährleistete Gleichberechtigung fortan nicht nur bloßer Wortschall verbleibe, den das wirkliche Leben in eine bittere Ironie verwandeln würde.…
… ein mit Ungarn sehr analoges und diese Frage auf eine bemerkenswerthe Weise beleuchtendes Beispiel biethet.…
… bestehe, kann auch nicht geläugnet werden, daß das Königreich Ungarn aus einem magyarischen, nordslawischen, (d.h. slowakischen, rutenischen), romanischen, illyrischen (d.h. serbisch, kroatischen) und deutschen Gebiethe zusammengesetzt ist. Wenn nun der Grundsatz fest stünde, daß die in der Reichsverfassung aufgezählten Kronländer hinsichtlich ihrer Gebiethsintegrität als unverletzlich und untheilbar zu betrachten sind, so hätte …
… die Zulässigkeit einer Zersetzung Ungarns nach den einzelnen Nationalitäten…
… Aber noch mehrere Einwendungen dürften gegen die beabsichtigte Trennung der nichtmagyarischen Landestheile Ungarns von dem magyarischen Theile durch die Gegner dieser Ansicht vorgebracht werden, die sich jedoch alle, kurz zusammgefasst auf folgende Punkte zurückführen lassen.…
… wie es oben nachgewiesen wurde, einen Akt der Selbsterhaltung der Monarchie anerkennen muß, und eben weil dies unläugbar die höchste Pflicht der Regierung gebiethet, so kann die politische Vernichtung Ungarns dagegen nicht als ein stichhaltiges Argument dienen, denn hier handelt es sich darum, ob ein großes einiges …
… , oder ein selbstständiges und vollkommen unabhängiges Ungarn mit dem Untergange …
… unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß die Theilung Ungarns nach den Nationalitäten, wenn man ein einheitliches …
… und überhaupt die politische Existenz Ungarns ebensowenig vernichtet wird, wie dies früher der Fall war, als die einzelnen Länder der ungarischen Krone, nämlich …
… von dem eigentlichen Ungarn gewissermaßen sowohl in legislativer als auch zum Theil in administrativer Hinsicht getrennt waren.…
… Trennung der nichtmagyarischen Theile von Ungarn auszuführen unterliesse…
… und dem daraus entsprungenen Bürgerkriege, in welchem außer der deutschen alle übrigen Nationalitäten Ungarns der magyarischen im Kampfe freiwillig gegenüber gestanden sind und noch immer stehen, …
… und zwar nicht allein um das dem einheitlichen Bestande Österreichs feindselige Prinzip des Magyarismus unschädlich zu machen, sondern auch um die, das österreichische Staatsleben sonst bedrohenden inneren Unruhen zu verhüthen, welche ein unvertilgbarer Nationalitätenkampf in Ungarn unvermeidlich hervorrufen müßte, und in ultima analysi jedenfalls die Nothwendigkeit des vorgeschlagenen Mittels nach vielen traurigen Erfahrungen beweisen würde, welches sich nun, wo es sich um die neue Konstitutierung …
… unvermeidlich hervorrufen müßte, und in ultima analysi jedenfalls die Nothwendigkeit des vorgeschlagenen Mittels nach vielen traurigen Erfahrungen beweisen würde, welches sich nun, wo es sich um die neue Konstitutierung Ungarns handelt, am leichtesten durchführen lässt.…
… fortan als gleichberechtigte Glieder einen großen einheitlichen Staat bilden werden, folglich jener aus hundertjährigem Beisammensein entsprungene Verband durch die provinzielle Trennung einzelner nicht magyarischer Nationalitäten von Ungarn keineswegs zerrissen, sondern nur in einer anderen, den Zeitverhältnissen gebotenen Form erneuert werden würde.…
… in der Ausführung der Eintheilung Ungarns nach den einzelnen Nationalitäten können zwar nicht in Abrede gestellt werden, sie sind jedoch …
… , deren Absonderung vom magyarischen Theil Ungarns in ethnographischer und geographischer Hinsicht mit sehr unbedeutenden Schwierigkeiten verbunden sein würde,…
… wünschenswerth machen. Die Verwirklichung der Reichsverfassung und eine innigere Verschmelzung Ungarns mit den übrigen Provinzen des großen Kaiserreiches ist das hohe Ziel…
… d.h. durch nicht Befolgung der von der Regierung erlassenen Befehle und Verordnungen, welche in Ungarn unter dem Namen …
… wie auch die Suprematie über alle übrigen Nationalitäten Ungarns wieder eingeräumt wird. Nachdem dies aber ohne die Reichsverfassung vom 4. März vollends über den Haufen zu werfen, rein unmöglich ist, so wäre es eine ungeheure Selbsttäuschung, wenn man die Hoffnung einer Befriedigung der Magyaren (ohne die Verwirklichung der Reichsverfassung selbst aufzugeben) hegen möchte.…
… in Ungarn bereits seit länger, und zwar in weit höherem Grade …
… so braucht man wohl in diesem Bezuge keine weiteren Gründe anzuführen und die Theilung Ungarns in mehrere Gouvernements zu rechtfertigen.…
… Wenn man nun noch bedenkt, daß diejenigen Volkstämme, welche von dem magyarischen Theile Ungarns getrennt werden müßten, ihre Stammverwandten in den unmittelbar angränzenden österreichischen Erbländern finden, und welche sie nach dem oben in der Widerlegung der Einwürfe sub 3 entwickelten Grundsätzen größtentheils angeschlossen werden könnten, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß die Ausführung dieser Maßregel nicht allein in nationaler, sondern auch in staatsökonomischer Hinsicht als dringend gebothen erscheint.…
… die Zweckmäßigkeit einer solchen Eintheilung Ungarns …
… im südlichen und östlichen Ungarn …
… Ungarn, …
… Völker Ungarns werden sich ganz gewiß mit allen jenen Institutionen, welche in den betreffenden…
… Die unmittelbare Nachbarschaft des polnischen, jeder Revolution geneigten Elementes zu Ungarn …
… , welche für und wider die Theilung Ungarns nach den verschiedenen Nationalitäten geltend gemacht werden können, das unbestreitbare Resultat liefert, daß …
… nicht anders verwirklicht werden kann, als wenn die einzelnen Nationalitäten Ungarns …
… ist den Völkern Ungarns über die ihnen bevorstehende Zukunft…
… Absicht Seiner Majestät dahin gehe, alle überwiegend von den nicht magyarischen Volksstämmen bewohnten Landestheile Ungarns der weiteren Herrschaft des Magyarischen Elementes zu entziehen und an die unmittelbar angränzenden Länder stammverwandter Nationen des oesterreichischen Staates anzuschließen,…
… angränzenden Theile Ungarns compact beisammen stehet, …
… in Ungarn um das glorreiche oesterreichische Banner schaaren, um ihre hart bedrängten Brüder aus der schmachvollen Knechtschaft, in welcher sie unter dem magyarischen Terrorismus …
… fände, und dies letzteres ist es eben, worauf das Hauptaugenmerk der hohen Regierung Seiner Majestät gerichtet seyn muß, weil die traurige Erfahrung bisher zu Genüge gezeigt hat, daß alle mit Waffengewalt in Ungarn gewonnenen Vortheile nach dem Abzuge der bewaffneten Macht selbst in jenen Gebiethen gänzlich verloren gegangen sind, welche von einer nicht magyarischen Bevölkerung bewohnt werden, was nimmermehr geschehen würde, wenn …
… während seiner obersten Geschäftsleitung in Ungarn befolgte, indem er mit völliger…
… mit Ungarn vereinigt bliebe…
… von Ungarn bildet, …
… als des obersten Gerichtshofes in Ungarn, …
… Eines glaubt indes der ergebenst gefertigte Ministerialrath hierorts mit Stillschweigen nicht übergehen zu dürfen, daß, indem von der hohen Regierung aus der Mitte aller andern Völker Ungarns Vertrauensmänner einberufen worden sind, dieß einzig und allein noch …
… in Bezug auf die in Ungarn …
… in Ungarn …
… Die Unvermeidlichkeit des Handelns in diesem Sinne scheint auch von der, dem österreichischen Staatsinteresse freundlich gesinnten Parthei in Ungarn endlich erkannt worden zu sein,…
… der magyarischen Aristocratie (unter deren Ägide diese Art von Gendarmerie ins Leben treten zu wollen scheint), welche die Emancipation der gleichberechtigten Nationalitäten in Ungarn hindanzuhalten, und so mittelbar den Stoff zu neuen Reibungen und Unruhen daselbst zu liefern geeignet wären, …
… Bis eine vollständige Pacification Ungarns nicht erfolgt, muß natürlich eine exceptionale Regierung in Ungarn bestehen …
… eine seiner Hauptaufgaben zu betrachten, nach deren Lösung sodann alle administrative Gewalt an die betreffenden Landesgouvernements zu übergehen hätte, welche natürlich dem Reichsministerio unmittelbar untergeordnet sein würden. Um damit aber diese Aufgabe durch die Vermittlung des politischen Oberkommissärs in Ungarn glücklich erledigt werden könne, ist …
… die Berufung der Vertrauensmänner von einer jeden Nationalität Ungarns …
… bitteren Früchte die Straflosigkeit der verrätherischen Regierungsbeamten in Ungarn schon bisher getragen hat und welche sie noch in der Zukunft bringen müßte…
… Der ergebenst Gefertigte wird sich höchst glücklich schätzen, wenn es ihm gelungen ist, durch die vorstehende Auseinandersetzung seiner unmaßgeblichen Ansichten zur Begründung eines, allen billigen Ansprüchen der einzelnen Nazionalitäten Ungarns möglichst entsprechenden und eine sichere und glückliche Zukunft des neu gestalteten constitutionellen …
vortrag-ozegovich-slowaken-1849-a3-xxi-d99.xml
… an Seine protestantischen Unterthanen in Ungarn) anhängigen strafgerichtlichen Verhandlungen in der protestantischen Angelegenheit werden aus allerhöchster Gnade niedergeschlagen. Den bereits Verurtheilten wird die Strafe aus allerhöchster Gnade nachgesehen.…
vorschlag-von-reichenstein-in-protestantenangelegenheit-ungarn-1860-04-15-a3-xxi-d570.xml
… , gewesener Agent bei der Hofcanzlei für die H.C. in Ungarn …
vorschlaege-besetzung-evangelische-reichskirchenratsstellen-1850-a3-xxi-d97.xml
… A. Aus Ungarn:…
vorschlaege-beratung-evangelische-kirchenordnung-1850-a3-xxi-d98.xml
… Statthaltereiabtheilung im Namen des Militär- und Civilgouvernements für Ungarn abverlangt wurde. Wir leisteten diesem Befehle volle Genüge und ich würde die ganze Sache nach der doppelten Abfertigung derselben in unserm Sitzungsprotocolle keiner weitern Beachtung Werth gefunden haben, wenn ich nicht bereits früher wahrgenommen hätte, daß jene Denunciation sich doch nicht auf eine solche Albernheit allein beschränken, vielmehr auf …
virozsil-an-thun-1853-07-27-a3-xxi-d221.xml
… [Węgrów] 1780, auf welcher nach den Traktaten von 1768 und 1775 ein neues Kirchenrecht ausgearbeitet wurde, welches nicht ohne Einfluß in Ungarn geblieben ist. (Scheidemantel, Prof. zu …
… 5. Ungarn :…
… Die Reformation machte in Ungarn gleich anfangs riesenhafte Fortschritte. Die hier sehr zahlreichen hussitischen Gemeinden schlossen sich ihr sogleich an. Die Zipser-Deutschen setzten sich mit …
… 3. Artikel von 1844 beides geregelt und der 20. Artikel 1848 allen anerkannten Confessionen in Ungarn …
… ] zum König von Ungarn sich aufgeworfen, fing er, um die Prälaten auf seiner Seite zu behalten, die Bedrückung der Protestanten. …
… von Ungarn getrennt wurde, so willigte schon …
… Vor wenigen Tagen ist mir die Adresse zugekommen, welche die Schullehrer des ... Bezirkes an mich gerichtet haben. Ich ersuche Sie, ihnen für den mir darin ausgesprochenen Glückwunsch zu der höchst ehrvollen Wendung meines Schicksals und für die freundliche Erinnerung an mein früheres Wirken als Kreiskommissär in jener Gegend meinen herzlichen Dank zu sagen. Ihre herzliche und vertrauensvolle Ansprache hat mich eben so sehr gefreut als gerührt. Und doch habe ich die Schrift auch nicht ohne recht schmerzliche Empfindung bei Seite legen können. Es wird mir darin die traurige Lage der Landschullehrer zu Gemüthe geführt, und die Erwartung ausgesprochen, daß ich ihr abhelfen werde; ja eine ausgiebige schleunige Abhilfe erwartet man, denn das Übel ist groß und die Noth wieder von Tag zu Tage dringend. Ich weiß es, daß an vielen Orten Schullehrer angestellt worden sind mit so geringen Einnahmen, daß sie fortwährend mit bitterer Not zu kämpfen hatten; mancher verdienstvolle Lehrer hat die Kinder seiner Gemeinde seit Jahren und Jahrzehnten mit Sorgfalt und Liebe unterrichtet hat [sic!]. Von den Kindern, die zu ihm in die Schule gegangen, sind vielleicht schon viele jetzt wohlhabende Grundbesitzer, geschickte Handwerker, glückliche Mütter; ihm haben sie es großtentheils zu danken, daß sie gelernt haben, was sie brauchten, um ihre Geschäfte gut zu besorgen, - und werden zu können, was sie geworden sind, - er aber darbt in bitterer Noth; er der fremde Kinder erzogen hat, weiß vielleicht jetzt nicht, wie er seine eigenen erhalten und ernähren soll! Denn selbst das Schulgeld und die sonstigen Giebigkeiten, die er bisher bezogen hatte, werden ihm jetzt oft verweigert, seit in den Zeiten allgemeiner Unordnung, die wir im vorigen Jahr erlebt haben, auch die Meinung ausgesprengt wurde, das Schulgeld müsse aufhören, denn der Staat müsse die Schullehrer besolden. Nichts ist verderblicher für die gegenwärtige Lage der Schullehrer geworden als die Verbreitung dieses Gedankens. Der Schullehrer arbeitet zunächst nur für seine Gemeinde; es ist also das Natürlichste, daß hauptsächlich sie ihn bezahle, und immer und überall wird das wohl so sein. Die Gemeinde könnte überdies wenigstens der dringenden Noth gleich abhelfen, während die Regierung es nicht kann, ehe sie durch Gesetze dazu ermächtigt ist. Was sie einmal gibt, das muß sie alle Jahre wieder geben. Ja die österreichische Monarchie gibt es. Ungarn abgerechnet würden mir noch die nöthigen Auskünfte fehlen – beiläufig ... Schullehrer. Soll jedem von ihnen vom Staate nur 50 fl gegeben werden, so macht das jährlich ... Es bedarf wohl keiner Erklärung, daß eine solche bleibende Vermehrung der Ausgaben des Staates nicht stattfinden kann, ohne die Steuern in gleichen Maaße bleibend zu erhöhen, und daß dieses nicht ohne ein förmliches im verfassungsmäßigen Wege erlassenes Gesetz geschehen darf. Mein ernstliches Streben wird es sein dafür zu sorgen, daß den nächsten Landtagen schon Vorschläge zu Gesetzen vorgelegt werden, durch welche die Lehrer gegen bittere Noth bleibend geschützt werden sollen. Bis dahin kann aber die Regierung in dieser Angelegenheit von der die Verfassung ausdrücklich erklärt, daß sie nicht bloß eine Reichsangelegenheit, sondern auch eine Angelegenheit des Kernlandes und der Gemeinde sei, nur nach den bestehenden Gesetzen vorgehen. Um ihre bisherigen Bezüge zu halten, müssen sich die Lehrer wie früher auch fortan bei der nächsten Behörde Beistand suchen, diese Behörden sind nachdrücklich angewiesen worden, ihnen den nöthigen Schutz und Beistand zu gewähren. So oft mir ein Fall angezeigt wird, wo eine Behörde säumt diesen Beistand pflichtschuldig zu leisten, werde ich sie dazu zu verhalten wissen. Ich hoffe aber, daß mehr und mehr der Taumel vorüber ist, welchen viele für Freiheit ersahen, was bloßes Unrecht war und wahre Freiheit unmöglich macht, und auch den armen Schullehrern wieder ohne Zwang gegeben werden wird, was ihnen gebührt. Eine Zulage aus den öffentlichen Fonden aber kann für jetzt nach den bestehenden Gesetzen nur dann von den Landesregierungen bewilligt werden, wenn nachgewiesen ist, daß die Kräfte der Gemeinde unzureichend sind. Schwer fehlt es mir den bedrängten Lehrern einen weiteren Trost für jetzt nicht geben zu können.…
thun-oa-konzept-1849-a3-xxi-d2.xml
… , in Ungarn geschehen? Und wie werden sich nach solchem Druck die andern Völker verhalten?________________ !!?…
thun-an-zeithammer-08-08-ca992.xml
… Schließlich meinen Dank, daß Sie die protestantische Sache flügge gemacht haben, wie es scheint, nicht ohne Beschwerde. Es hat wirklich mein Gewissen belastet, daran zu gehen, und Ihnen das aufzulegen. Ich bin begierig wenn ich heimkehre über den Verlauf und die nächsten Resultate in Ungarn näheres zu hören.…
thun-an-helfert-1859-09-19-ca1427.xml
… 64 Thesen gegen die Kirchenbeschlüsse der Unkirchlichen in Ungarn …
… 7. Wie heißen die zwei Todtengräber der evangelischen Kirche Ungarns? Engherziger Nationalismus und religiöser Nihilismus. …
… 39. Die evangelische Kirche Ungarns muß an Haupt und Gliedern reformirt werden. Wir fordern:…
thesen-gegen-kirchenbeschluesse-protestanten-ungarn-od-a3-xxi-d490.xml
… en Hongrie, est un de plus pauvres des couvents de cet ordre en …
… , est un de plus pauvres des couvents de cet ordre en Hongrie. Déjà avant deux ans sa Grandeur Mgr …
… et renferment dans son sein à peu près 220.0000 âmes. Deux autres occupent la partie septentrionale de Hongrie et comptent à peu près 80.0000 âmes. Enfin le dernier diocèse slave est en …
… avec 60.000 des fidèles. Les quatre diocèses valaques s'étendent dans la partie orientale de la Hongrie avec 100.000 à peu près de fidèles.…
… . Deux Évêques du nord de Hongrie reconnaissent pour leur supérieur l'Archevêque latin de …
… , primat d'Hongrie. L'Évêque de …
… La question du rit est une des plus graves pour l'Église grecque-catholique. En général aujourd'hui le clergé se penche vers l'observation exacte de son rit, qui se conserve encore le mieux parmi les valaques, moins déjà parmi les slaves de Hongrie et il est les plus dénaturé en …
… et l'autre en Hongrie. La première compte quatorze couvents des hommes et deux couvents des femmes, dans lesquels il y a actuellement 66 religieux profés, 16 qui n'ont pas encore fait leur vœux et onze religieuses. La seconde n'a que huit couvents des hommes et un allodium avec 32 religions profés et quelques novices qu'on ne peut pas compter car avec la direction actuelle de l'ordre ils s'y maintiennent rarement.…
… bien qu'elle n'est pas à présent à la hauteur de sa vocation elle est pourtant beaucoup mieux que celle de Hongrie et le zèle de son supérieur provinciale fait espérer qu'elle va se relever. Il y a là un noviciat régulier, les religieux étudiants fréquentent les cours de Théologie à …
… En Hongrie au contraire, jusqu'à présent il n'a y a aucun noviciat régulier, bien qu'avant deux ans Mgr. Visitateur apostolique a ordonné son établissement et lui-même nomma un maître des novices, mais le provincial ne s'y presse pas, et aujourd'hui encore le noviciat est vide. On n'y enseigne pas aux novices autre chose, qu'un peu de chant de l'Église et puis on les envoie par couvents pour s'occuper des quêtes. On les laisse même sans aucune instruction religieuse, d'où il s'en suit, qu'ils peuvent parfaitement oublier leur catéchisme s'ils en savaient quelque chose. L'enseignement théologique s'y fait en levant, car les jeunes gens qu'on reçoit à l'ordre, en général n'ont pas assez d'instruction pour pouvoir suivre les études du séminaire, et s'il se présentent des sujets plus instruits on ne les reçoit guère. Et cet enseignement est très faible. Pour recevoir les ordres rares, les jeunes religieux sont obligés de passer un examen devant les professeurs du séminaire d'Unguar. Un de plus dignes prêtres et des plus savants professeurs de ce séminaire le chanoine Csapcey, m'assurait, que s'il ne s'agissait pas du maintien de l'ordre, on ne pourrait pas pour la plupart les admettre au sacerdoce. Ce qui est bien naturel, car les novices arrivent ordinairement sans études préparatoires; quelques années qu'ils passent aux couvents, sont consacrées à faire des quêtes, des lesquelles ils ne peuvent rien apprendre et le plus souvent ils y perdent beaucoup et après cela on les envoie faire leurs études théologiques d'un professeur qui lui-même n'est pas bien fort. Aussi l'ordre marche rapidement vers sa destruction. Dans l'espace de dix ans, la mort lui a enlevé 27 prêtres et pendant ce même temps on n'a pas pu présenter plus que six jeunes gens pour le sacerdoce. Il est vrai qu'il n'y a que peu de sujets qui se présentent pour embrasser la vie religieuse et ceux-ci encore sont sans une instruction suffisante, mais je suis convaincu que la cause toute entière est dans l'incapacité du supérieur provincial et dans sa mauvaise manière de gouverner. Il n'y a rien là, que pourrait attirer un jeune homme tant soit peu cultivé et il y a tout qui peut le repousser. La visite apostolique a voulu y remédier en imposant des nouvelles règles pour l'ordre; mais ces règles sont restées sur le papier et jusqu'à [ce] que la province n'est pas à sa tête un homme qui voudrait et serait en état de les mettre en pratique, certe[s] qu'on ne peut espérer aucune amélioration. Il s'en suit de cet état des choses que la vie religieuse n'y existe pas. Quelques uns des supérieurs des couvents pourtant travaillent avec zèle pour relancer leurs couvents de l'abus de décadence matérielle dans laquelle ils se trouvent. Il faut avouer aussi que la plupart des couvents n'ont pas des dotations suffisantes et que sans quêtes il leur serait impossible de se maintenir. Les Basiliens d'Hongrie desservent une paroisse à Mariepocs […
… On peut voir de cela que la province de Hongrie de l'ordre de St. Basile est menacée d'une prochaine ruine si on n'y porte pas à temps des remèdes et remèdes héroïques. Mais que peut-on y faire? La première chose serait de lui donner par le pouvoir apostolique un supérieur provincial capable de la régénérer. C'est vrai que l'ordre n'y possède pas un tel homme, il y a pourtant quelques religieux qui ont au moins une bonne volonté et un zèle du bien, par exemple le P. Irené Zelny supérieur du couvent de …
… afin qu'ils puissent se passer sans avoir besoin de quêter, et de fonder un nouveau couvent dans la ville d'Unguar afin que les jeunes religieux y puissent fréquenter les écoles gymnasiales et faire leurs études théologiques au séminaire du diocèse. Je crois qu'on pourrait le faire sans onerer le trésor publique, en faisant dans ce but une loterie comme on l'a fait pour quelques établissements publiques. Le revenu net qui devrait s'élever à 200.000 florins WA suffirait pour doter les dits trois couvents et pour la fondation et la dotation de couvent d'…
… afin que les jeunes religieux y puissent fréquenter les écoles gymnasiales et faire leurs études théologiques au séminaire du diocèse. Je crois qu'on pourrait le faire sans onerer le trésor publique, en faisant dans ce but une loterie comme on l'a fait pour quelques établissements publiques. Le revenu net qui devrait s'élever à 200.000 florins WA suffirait pour doter les dits trois couvents et pour la fondation et la dotation de couvent d'Unguar. Un des Évêques rutheniens d'…
… . Un des Évêques rutheniens d'Hongrie pourrait veiller à l'exécution de tout cela. Il serait encore nécessaire pour relever l'ordre de St. Basile de revenir aux anciens usages de l'Église grecque, par lesquels les Évêques n'étaient jamais choisis que des religieux de cet ordre, ou au moins d'établir qu'ils soient nommés successivement une fois du clergé régulier et l'autre fois du clergé régulier et que dans les chapitres diocésaines il y avait toujours des chanoines élus de l'ordre de St. Basile.…
terlecki-an-thun-1860-08-08-a3-xxi-d601.xml
… Zugleich bin ich so frei, beigeschloßene Thesen, die „im Namen vieler Theologen Ungarns“ dieser Tage gedruckt werden, mitzutheilen. …
szeberinyi-an-thun-1859-11-29-a3-xxi-d529.xml
stlaukal-an-thun-1853-04-16-a3-xxi-d200.xml
stimmungsbericht-ungarn-1856-12-28-a3-xxi-d395.xml
… und Ungarn mahnen zu sehr an das Gebet: Domine, salvum fac imperatorem nostrum! Schon vier Wochen vor dieser Affaire habe ich und …
steger-an-einen-professor-1860-07-25-a3-xxi-d599.xml
… Insoferne nun durch das eben bezogene Allerhöchste Patent und durch die gemäß besonderer Allerhöchster Ermächtigung (§ LV) somit ebenfalls mit Gesetzeskraft erlassene hohe Ministerialverordnung vom 2. September letzten Jahres einer Abänderung der bis dahin faktisch bestandenen Verfassung der Evangelischen in Ungarn getroffen und auch eine andere Eintheilung der Superintendentialdistrikte verfügt wird, enthält die von der …
… zu bitten, den Vollzug des in Kirchen- und Schulangelegenheiten der Evangelischen Ungarns erlassenen allerhöchsten Patentes vom 1. September 1859 Nr. 160 RGBl und der hohen Ministerialverordnung vom 2. September 1859 Nr. 161 RGBl zu suspendiren, die zu diesem Zwecke verfaßte allerunterthänigste Vorstellung zugleich den übrigen 7 Superintendenzen mitzutheilen, dieselbe im ungarischen Originale, dann in deutscher und slavischer Übersetzung drucken zu lassen und an alle Seniorate und Kirchengemeinden zu vertheilen, ihnen anempfehlend (ajánltatván), "daß sie zur Vermeidung neuer und größerer Verwicklungen bis auf weitere Weisung (további utasitásig) bei der alten Verfassung bleiben sollen und daß die in dieser Angelegenheit herablangenden weiteren hohen Regierungsverordnungen den geistlichen und weltlichen Vorstehern der Seniorate ausschließlich (kirekesztóleg) zur Kenntnisnahme mitzutheilen seien".…
… Durch das allerhöchste Patent vom 1. September 1859 und durch die gemäß besonderer allerhöchsten Ermächtigung (Absatz LV) sohin ebenfalls mit Gesetzeskraft erlassene hohe Ministerialverordnung vom 2. September 1859 wurde aber eine Abänderung der bis dahin faktisch bestandenen Verfaßung der Evangelischen in Ungarn und auch eine andere Eintheilung der Superintendenzialdistrikte verfügt; der vom …
… ist weiter zu beachten, daß er streng im evangelischen Glauben erzogen, seit seiner frühesten Jugend den kirchlichen Angelegenheiten das wärmste Interesse gewidmet, mit besonderer Pietät immer für dieselben gewirkt hat und daß er sich daher in der Meinung, die Verfaßung der evangelischen Kirche in Ungarn werde durch die neuen Gesetze gefährdet, infolge seines religiösen Eifers zu einer in seiner Erziehung begründeten, aus seinem Gefühle entstandenen heftigen Gemüthsbewegung hinreißen ließ, dem verbrecherischen Conventsbeschluße seine Zustimmung zu geben (§ 46 ad d. Strafgesetz) – auch hat Hofrath …
staatsanwaltschaft-kaschau-an-landesgericht-kaschau-1859-12-16-a3-xxi-d531.xml
… Ein Prinzip fiel mit dem 20. October und mit diesem Fallen lebe ich mit so vielen anderen als Fremdling in einem Lande, wo meinem Wirken bald ein Ende sein dürfte. Ich baue auf die Gnade Euerer Excellenz und bitte sich meiner huldvollst dahin annehmen zu wollen, daß ich bald aus dieser peinlichen und lähmenden Unsicherheit herausgerissen werde und wisse, welchen Ort und welches Land für mein Wirken meiner harrt, denn in Ungarn, …
… Mich trifft dieser Principienwechsel auch noch aus einem anderen Grunde sehr hart, denn ich opferte für die gute Sache des Staates und für das Emporblühen der Rechtswissenschaft sehr viel Mühe als Redakteur der Zeitschrift für Gesetzkunde und Rechtspflege und erleide in Folge des Sprachenkampfes in Ungarn in dieser Beziehung einen pekuniären Schaden von mindestens 1.200 fl ÖW in einem Jahre, denn an ein Fortsetzen der Zeitschrift im nächsten Jahre kann ich nicht mehr denken. Das ist für mich ein sehr harter Verlust und um so härter, als er unverdient ist. Doch ich will Euere Excellenz nicht weiter zu belästigen wagen und indem ich nochmals meinen tiefst gefühlten Dank wiederhole und Euerer Excellenz vom Grunde des Herzens das allerbeste Wohlergehn wünsche, zeichne ich mich mit tiefster Hochachtung…
slavicek-an-thun-1860-10-25-a3-xxi-d623a15.xml
… einsenden. Ich bin überzeugt, daß auch die diesfälligen Bestrebungen des Primas fruchtlos bleiben werden. Diesem Herrn gefällt übrigens der hierortige Aufenthalt sehr wohl. Die Römer erzählen sich über ihn Wunderdinge, nemlich daß er täglich ein Einkommen von 12.000 Gulden und ein ganzes Regiment solcher Huszaren habe, wie er mitgebracht hat. Er läßt sich aus Ungarn Berichte kommen über die von ihm angeordneten Missionen und liest sie vor dem Heiligen Vater, der ihn übrigens bereits gut zu kennen scheint, heute erzählte mir ein sehr gut unterrichteter Mann, der …
… empfange ihn nur aus und wegen Unterhaltung. Der Primas hat bereits ausgemittelt, wohin die einstigen großen ungarischen Stiftungen gekommen sind, aus dem hierüber erhaltenen und von mir gelesenen Berichte ist zu ersehen, jene Stiftungen seien dem Collegio Germanico-Hungarico einverleibt, weshalb auch dieses verpflichtet ist, 12 ungarische Alumnen zu erhalten und auch die aus Ungarn nach …
simor-an-thun-1854-12-01-a3-xxi-d296d.xml
… bekannt werden und böses Blut machen dürften. Das M. und C. Gouvernement für Ungarn hat der Sache eine solche Wendung gegeben, daß der …
… sich aufhielt, hat mich ersucht, den besagten Priester, wenn er zu mir käme, zurechtzuweisen. Er kam zu mir an einem der letzten Tage vor meiner Abreise nach Ungarn und verlangte von mir mit der größten Dreistigkeit Aktenstücke aus dem Ministerialarchive betreffend unsere Einrichtungen und den Bestand der katholischen Kirche in der Monarchie angeblich für einen in …
… hinwies, wo ihm die Archive offen standen und drohte meine Weigerung und Lieblosigkeit in einer französischen Zeitung bekannt machen zu wollen. Ich antwortete ihm: vor seiner Schreiberei habe ich keine Furcht, nur solle er als ehrlicher Mann die Wahrheit schreiben. Ich habe überhaupt auch in Ungarn über diesen Menschen viele Klagen gehört, er soll sehr impertinent aufgetreten sein. Hie und da wurde er auch freilich gefeiert, namentlich in …
simor-an-thun-1854-11-14-a3-xxi-d296b.xml
… einwandernden deutschen Kolonisten und den Königen Ungarns geschlossenen Urvertrags, als auch den sonstigen besondern Verhältnissen der sächsischen Nation entspricht und mit der ganzen Grundverfassung der besagten Nation, welche in § 74 der Reichsverfassung gewährleistet worden ist, auf das innigste zusammenhängt. Das Gleiche gilt von der Wahl des Superintendenten, welche dieses Wahlvormativ ebenfalls enthält. Die in dem fräglichen provisorischen Gesetz über die Wahl der Pfarrer und der Superintendenten enthaltenen Bestimmungen erscheinen sonach für die evangelische Landeskirche A.K. in …
aeusserung-zum-kirchenverfassungsentwurf-von-schmidt-1850-06-05-a3-xxi-d55.xml
… mit der ganzen Militärgrenze, Ungarn, …
… habe ich schon eine Audienz gehabt. Das Gespräch wurde von ihm selbst auf die österreichischen Verhältnisse und auf das Concordat hingeleitet. Er sagte, das letztere habe große Schwierigkeiten 1.) weil die Regierung Forderung stellt, welche sich mit den Satzungen des Tridentinischen Conciliums nicht vereinbaren lassen, und 2.) weil die Regierung das Concordat für die ganze Monarchie abschließen will, die Nothwendigkeit aber eines Concordates für manche Theile der Monarchie „faventibus ipsis Episcopis“ nicht vorhanden, vielmehr zu befürchten sei, daß jene Theile z. B. Ungarn dadurch an Rechten und an Freiheiten nur verlieren würden. Der Kardinal hat „faventibus Episcopis“ gesagt, daher den eigentlichen Urheber dieser Idee, das Concordat sei für die ganze Monarchie weder nothwendig noch vortheilhaft, verheimlicht. Ich erklärte ihm unumwunden, der Heilige Stuhl sei über die früheren Verhältnisse …
… dadurch an Rechten und an Freiheiten nur verlieren würden. Der Kardinal hat „faventibus Episcopis“ gesagt, daher den eigentlichen Urheber dieser Idee, das Concordat sei für die ganze Monarchie weder nothwendig noch vortheilhaft, verheimlicht. Ich erklärte ihm unumwunden, der Heilige Stuhl sei über die früheren Verhältnisse Ungarns nicht gut unterrichtet, jene Verhältnisse seien besonders für die katholische Kirche sehr bedenklich gewesen, ich führte an 1.) die stürmischen und ärgerlichen Landtagsdebatten über kirchliche Angelegenheiten, welche jedesmal mit der Schwächung der katholischen Kirche und der Stärkung des Protestantismus endigten. 2.) die hinsichtlich der Mischehen ertheilte Concession, welche eben darum viel größer sein müßte für Ungarn als für die übrigen Theile der Monarchie, weil sonst der Landtag und die mächtigen Protestanten nicht zufriedengestellt gewesen wären. 3.) die kirchliche Resolution des großen Theils des ungarischen Clerus, welche nur wegen den politischen Verhältnissen möglich war. Ich schilderte das unkirchliche Treiben, die ärgerlichen Beschlüsse der Clerikalcongregationen unter dem Präsidium der Bischöfe mit lebhaften Farben. 4.) Ich führte an, daß dem Unwesen der Priesterehen und dem frechen Spiele, welches von den Weltlichen mit der Ehe unter dem Schutze der ungarischen Gesetze getrieben wurde, nur durch die Einführung des österreichischen Gesetzbuches von der jetzigen Regierung Einhalt gethan würde. Ich erwähnte 5.) die von der ungarischen Regierung ausgeschriebene Nationalsynode, welche zu 2/3 aus Weltlichen und nur zum 1/3 aus Geistlichen bestehen sollte und die Bestimmung hatte, ein Schisma ähnlich dem Anglikanischen hervorzurufen usw. und ich beschloß meine Rede mit der Erklärung, jene Macht, welche in …
… nicht gut unterrichtet, jene Verhältnisse seien besonders für die katholische Kirche sehr bedenklich gewesen, ich führte an 1.) die stürmischen und ärgerlichen Landtagsdebatten über kirchliche Angelegenheiten, welche jedesmal mit der Schwächung der katholischen Kirche und der Stärkung des Protestantismus endigten. 2.) die hinsichtlich der Mischehen ertheilte Concession, welche eben darum viel größer sein müßte für Ungarn als für die übrigen Theile der Monarchie, weil sonst der Landtag und die mächtigen Protestanten nicht zufriedengestellt gewesen wären. 3.) die kirchliche Resolution des großen Theils des ungarischen Clerus, welche nur wegen den politischen Verhältnissen möglich war. Ich schilderte das unkirchliche Treiben, die ärgerlichen Beschlüsse der Clerikalcongregationen unter dem Präsidium der Bischöfe mit lebhaften Farben. 4.) Ich führte an, daß dem Unwesen der Priesterehen und dem frechen Spiele, welches von den Weltlichen mit der Ehe unter dem Schutze der ungarischen Gesetze getrieben wurde, nur durch die Einführung des österreichischen Gesetzbuches von der jetzigen Regierung Einhalt gethan würde. Ich erwähnte 5.) die von der ungarischen Regierung ausgeschriebene Nationalsynode, welche zu 2/3 aus Weltlichen und nur zum 1/3 aus Geistlichen bestehen sollte und die Bestimmung hatte, ein Schisma ähnlich dem Anglikanischen hervorzurufen usw. und ich beschloß meine Rede mit der Erklärung, jene Macht, welche in Ungarn die Revolution niedergeworfen und den dortigen morschen Constitutionalismus aufgehoben hat, habe auch die katholische Kirche in …
… die Revolution niedergeworfen und den dortigen morschen Constitutionalismus aufgehoben hat, habe auch die katholische Kirche in Ungarn gerettet, diese bedürfe auch dermalen und auch für die Zukunft eines mächtigen Schutzes wider den Protestantismus, noch mehr aber wider das orientalische Schisma; dieser Schutz könne nur von …
… in einen Abschluß des Concordats ohne Ungarn oder irgend einen Theil der Monarchie einwilligen werde. Der …
… hörte mich mit Geduld an und gestand, daß er von mir so manche neuen Umstände gehört habe, er fügte aber bei „also soll das privilegium fori auch in Ungarn aufgegeben werden“. Ich antwortete „der ungarische Clerus erfreute sich dieses Privilegiums in der von den Kirchensatzungen geforderten Extension seit Jahrhunderten nicht“. Zur Beweisung aufgefordert führte ich die beschränkenden ungarischen Gesetze an, aber auch das Beispiel des Abtes …
… meinen Dank abstatte. Ich habe das Buch mit wahrer Freude begrüßt, um so mehr thut es mir leid, daß sie nicht ungetrübt geblieben ist. Es war mir natürlich nicht möglich es ganz durchzusehen, sondern ich mußte mich auf ein flüchtiges Blättern beschränken. Wenn ich dabei auch viel Treffliches gefunden habe, so fand ich doch auch Einiges, dessen Aufnahme ich entschieden missbilligen muß. Ich erwähne nur die drei Lehrstücke des 1. Theiles 173, 175 und 176. Wie kann man einem 12jährigen Knaben, während ihm gelehrt wird, daß wir unseren Feinden vergeben und für diejenigen, die uns hassen, bethen sollen, einen solchen, wahrhaft heidnischen Fluch als Mustergedicht in die Hand geben? Ich halte es mit meinem Gewissen unvereinbar, das zu billigen, zumal in einer Zeit, wo ohnehin Haß den nazionalen Aufschwung vergiftet und es meines Erachtens die heiligste Pflicht der Volkserzieher ist, christliche Liebe und friedlichen Wetteifer in die jugendlichen Gemüther zu pflanzen. Eben so wenig paßt meines Erachtens 175 für Kinder, welchen Zank muß dieses eine Lehrstück in einem Gymnasium in Ungarn erzeugen! Auf der anderen Seite das Liebesgedicht 173 – für 12–14jährige Knaben!…
… Ich lasse nun das Buch einer neuerlichen Prüfung unterziehen, habe es für Ungarn sogleich für unzulässig erklärt und lasse …
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References: § 12
 § 5
 Art. 25
 Art. 25
 § 6
 § 1
 § 1
 § 4
 § 4
 § 3
 § 71
 § 71
 § 74