Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/20
Timestamp: 2019-08-21 22:06:41+00:00

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OLG Bamberg, Beschluss vom 2.11.2014, Az. 7 Ss 121/14 Allerdings ist eine Beschränkung der Berufung auf den Rechtsfolgenausspruch dann unwirksam, wenn bereits das AG weder die Frage der Schuldfähigkeit nach § 20 StGB geprüft, obwohl aufgrund seiner eigenen Feststellungen Anlass hierfür bestand, noch eine erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit nach § 21 StGB rechtsfehlerfrei begründet hat (OLG Köln NStZ 1984, 379; BayObLGSt 1994, 253 ff.; BayObLG NZV 2001, 353 f.; BGH NJW 2001, 1435 ff.; BayObLG NJW 2003, 2397 [zur Frage der Beschränkung des Einspruchs gegen einen Strafbefehl]; OLG Hamm BA 45, 262 ff; OLG Hamm NStZ-RR 2008, 138 und Beschl. v. 14.01.2014 - 3 RVs 97/13 [bei juris] = BeckRS 2014, 12983; Meyer-Goßner/Schmitt § 318 Rn. 17 m. w. N.; Graf/Eschelbach § 318 Rn. 18 a.E. m. w. N.).
Anwaltsgerichtshof, Urteil vom 5.5.2011, Az. 1 AGH 7/11 Danach setzt der Widerrufsgrund nicht voraus, dass der Rechtsanwalt geisteskrank oder geistesschwach oder schuldunfähig im Sinne von § 20 StGB ist (BGH Beschluß 26. 11. 07 – AnwZ (B) 102/05).
LG Hagen, Urteil vom 1.11.2010, Az. 400 Js 146/10 Ausgehend von den oben genannten Werten ergibt sich demnach im Wege der Rückrechnung unter Zugrundelegung eines stündlichen Abbauwertes von 0,2 ‰ und eines (einmaligen) Sicherheitszuschlages von 0,2 ‰ (vgl. BGH NStZ-RR, 1998, 103; Fischer, StGB, 57. Auflage, § 20 StGB Rn. 13) eine tatzeitliche Blutalkoholkonzentration des Angeklagten von 2,84 ‰ bzw. 2,88 ‰, wobei im Rahmen der Prüfung der Schuldfähigkeit hier zugunsten des Angeklagten von dem höheren Wert auszugehen ist.
LG Kleve, Beschluss vom 3.11.2010, Az. 181 StVK 130/10 Die Unterbringung gemäß § 63 StGB setzt nicht voraus, dass der Zustand aufgehobener oder eingeschränkter Schuldfähigkeit (§§ 20, 21 StGB) durchgängig und dauerhaft besteht; es reicht vielmehr aus, dass der Zustand der Grunderkrankung dauerhaft besteht und dazu führt, dass schon alltägliche Ereignisse eine Aktualisierung der die Schuldfähigkeit beeinträchtigenden Störung bewirken (BGH v. 17.2.1999 – 2 StR 483/98, BGHSt 44, 369, 375; BGH v. 10.8.2005 – 2 StR 209/05, NStZ-RR 2005, 370 = StraFo 2005, 472; BGH v. 23.1.2008 – 2 StR 426/07 Rn 4, NStZ-RR 2010, 141; BGH v. 14.1.2009 – 2 StR 565/08, NStZ-RR 2009, 136).

References: § 20
 § 21
 BGH 
 § 318
 § 318
 § 20
 BGH 
 § 20
 § 63
 BGH 
 BGH 
 BGH