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Timestamp: 2016-10-21 20:14:09+00:00

Document:
1C_204/2015 (18.01.2016)
1C_204/2015 � � Urteil vom 18. Januar 2016
Gemeinderat Gipf-Oberfrick,
5073 Gipf-Oberfrick,
Buchenhof, Entfelderstrasse 22, Postfach 2254, 5001 Aarau.
Beschwerde gegen das Urteil vom 31. Oktober 2014 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer.
A.________ beschwerte sich am 27. November 2012 beim Gemeinderat Gipf-Oberfrick �ber die Luft-Wasser-W�rmepumpe ihres Nachbarn B.________ auf der Parzelle Nr. 906. Sie bem�ngelte, die W�rmepumpe sei ohne Bewilligung erstellt und betrieben worden und halte die L�rmgrenzwerte nicht ein.
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau (BVU) f�hrte am 10. Januar 2013 eine Schallpegelmessung an dieser Luft-Wasser-W�rmepumpe durch. Daraufhin reichte B.________ ein nachtr�gliches Baugesuch ein. Gegen das �ffentlich aufgelegte Bauvorhaben erhob A.________ am 28. Februar 2013 eine Einwendung.
Der Gemeinderat erteilte B.________ am 6. Mai 2013 die Baubewilligung f�r die bestehende Luft-Wasser-W�rmepumpe mit der Auflage, die Emissionen so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar sei; es seien einfache und zweckm�ssige Schalld�mmungsmassnahmen im Sinne des Vorsorgeprinzips an den Ansaug- und Abluft�ffnungen oder an der W�rmepumpe vorzunehmen. Hierzu habe die Bauherrschaft dem Gemeinderat die geplanten Massnahmen zu unterbreiten.
Die dagegen von A.________ erhobene Beschwerde wies das BVU am 23. September 2013 ab und verl�ngerte die Frist f�r die Einreichung der geplanten Schalld�mmungsmassnahmen neu auf 60 Tage ab Rechtskraft des Entscheids. Mit Urteil vom 31. Oktober 2014 wies auch das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau ihre Eingabe ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 17. April 2015 gelangt A.________ an das Bundesgericht und beantragt die Aufhebung des Entscheids des Verwaltungsgerichts vom 31. Oktober 2014 sowie die Abweisung des Baugesuchs f�r die W�rmepumpe auf der Parzelle Nr. 906 in Gipf-Oberfrick. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Subeventualiter sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, die W�rmepumpe ins Innere des Wohnhauses zu versetzen und zweckm�ssige Schalld�mmungsmassnahmen vorzunehmen.
Der Gemeinderat Gipf-Oberfrick und das BVU schliessen auf Abweisung der Beschwerde. B.________ (Beschwerdegegner) hat sich nicht vernehmen lassen. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) f�hrt in seiner Stellungnahme aus, der angefochtene Entscheid gen�ge hinsichtlich der zu treffenden Schalld�mmungsmassnahmen dem Vorsorgeprinzip nicht; in den �brigen Punkten halte er jedoch die L�rmschutzvorschriften ein. Das Verwaltungsgericht, das zun�chst auf eine Vernehmlassung verzichtet hatte, entgegnet dem BAFU, dass die in den Auflagen der Baubewilligung angeordnete Pflicht der Bauherrschaft zur Unterbreitung von Schalld�mmungsmassnahmen vollstreckbar sei und beantragt die Beschwerdeabweisung.
Die Beschwerdef�hrerin h�lt in der Replik an ihren Antr�gen fest.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine (nachtr�gliche) Baubewilligungserteilung f�r eine Luft-Wasser-W�rmepumpe, d.h. eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Dagegen steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen. Ein Ausschlussgrund im Sinne von Art. 83 BGG ist nicht gegeben. Die Beschwerdef�hrerin, die am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, ist als Nachbarin direkt von den L�rmimmissionen betroffen und somit zur Beschwerdef�hrung berechtigt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Dieses wendet das Bundesgericht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Verletzung von Grundrechten - einschliesslich die willk�rliche Anwendung von kantonalem und kommunalem Recht - wird vom Bundesgericht allerdings nur insoweit gepr�ft, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Hierzu gelten qualifizierte Begr�ndungsanforderungen: In der Beschwerde ist klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern die angerufenen Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176 mit Hinweisen).
2.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt zun�chst vor, der Schopf des Beschwerdegegners, in dem die W�rmepumpe installiert sei, halte den Grenzabstand nicht ein. Durch den Einbau der W�rmepumpe in den Schopf stelle dieser keine Kleinbaute, sondern einen Bestandteil des Hauptgeb�udes dar, da die beiden Geb�ude mit Kabeln und Leitungen verbunden seien. Es m�sse deshalb nicht der f�r Kleinbauten nach � 18 Abs. 2 des Anhang 3 zur Bauverordnung vom 25. Mai 2011 (BauV; SAR 713.121) geltende Grenzabstand von 2 m, sondern der kleine Grenzabstand von 4 m im Sinne von � 5 Abs. 1 der Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Gipf-Oberfrick (BNO) eingehalten werden, was vorliegend nicht der Fall sei.
2.2.�Dem ist entgegen zu halten, dass die Beschwerdef�hrerin nicht eine Verletzung der Abstandsvorschriften zu ihrem Grundst�ck, sondern zu den nordwestlich von ihr liegenden Nachbarparzellen Nr. 992 und Nr. 993 r�gt. Der damalige Eigent�mer dieser Liegenschaften r�umte im Jahr 1977 im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ein N�herbaurecht f�r die Erstellung des Schopfes ein, weshalb dieser in einem Abstand von einem Meter zu den Grundst�cken gebaut werden durfte. �berdies erscheint die vorinstanzliche Erw�gung, wonach der Schopf auch mit der W�rmepumpe eine Kleinbaute darstelle, nicht willk�rlich. Durch den Einbau der W�rmepumpe, die ihrerseits den Grenzabstand von 2 m unbestrittenermassen einh�lt, werden die Dimensionen des Schopfes nicht ver�ndert; diese kommen weiterhin innerhalb der f�r Kleinbauten geltenden Ausmasse zu liegen (� 18 Abs. 1 des Anhang 3 zur BauV; vgl. E. 6.2 des angefochtenen Entscheids). Dass der Schopf aufgrund der zum Wohnhaus f�hrenden Kabel und Leitungen der W�rmepumpe als Bestandteil davon einzustufen sei, �berzeugt nicht, m�sste in diesem Fall doch jeder mit Licht bzw. Elektrizit�t vom Wohnhaus aus versorgter Sitzplatz oder eine die Ausmasse von Kleinbauten ber�cksichtigende Garage mit solchen Anschl�ssen als Hauptgeb�ude betrachtet werden. Die Beschwerdef�hrerin kann somit gest�tzt auf den Grenzabstand nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Strittig ist ferner, ob durch den Betrieb der W�rmepumpe der in der Nacht zul�ssige Belastungsgrenzwert �berschritten wird.
3.1.�Bei der Luft-Wasser-W�rmepumpe handelt es sich um eine ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG (SR 814.01) und Art. 2 Abs. 1 der L�rmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41), bei deren Betrieb L�rmemissionen verursacht werden und deshalb die bundesrechtlichen Bestimmungen �ber den L�rmschutz Anwendung finden. Nach Art. 25 Abs. 1 USG d�rfen ortsfeste Anlagen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen allein erzeugten L�rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht �berschreiten (vgl. BGE 138 II 331 E. 2.1 S. 336). Das Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin liegt in der Wohnzone W1 (Wohnzone 2 Geschosse aufgelockert), f�r welche die Empfindlichkeitsstufe II gilt (� 5 Abs. 1 BNO). Die Vollzugsbeh�rde beurteilt die ermittelten Aussenl�rmimmissionen ortsfester Anlagen anhand der Belastungsgrenzwerte nach den Anh�ngen 3 ff. der LSV (Art. 40 Abs. 1 LSV). Gem�ss Anhang 6, der u.a. den L�rm von Heizungs-, L�ftungs- und Klimaanlagen regelt (Ziff. 1 Abs. 1 lit. e), gilt ein Planungswert von 45 dB (A) in der Nacht (Ziff. 2). Der Beurteilungspegel f�r die L�rmphasen in der Nacht ergibt sich aus dem bewerteten Mittelungspegel und verschiedenen Pegelkorrekturen, die der St�rwirkung des L�rms Rechnung tragen, und wird durch folgende Formel ausgedr�ckt: Lr = Leq (Mittelungspegel) + K1 (Pegelkorrektur pro L�rmphase) + K2 (Pegelkorrektur f�r die H�rbarkeit des Tongehalts des L�rms am Immissionsort) + K3 (Pegelkorrektur f�r die H�rbarkeit des Impulsgehalts des L�rms am Immissionsort) + 10 � log (ti/to), wobei "ti" der durchschnittlichen t�glichen Dauer der L�rmphase in Minuten und "to" 720 min, d.h. der Dauer der Nacht, entsprechen (Anhang 6 Ziff. 31 Abs. 2 LSV).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin bem�ngelt die Ermittlung des Mittelungspegels Leq, da der von ihr im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte technische Bericht von der Sulzer Pumps vom 31. Juli 2014 einen h�heren, auf Messungen beruhenden Wert ausweise, als der berechnete Wert, auf den das Verwaltungsgericht abgestellt habe. Dieser Unterschied h�tte die Vorinstanz dazu bewegen m�ssen, ihrem Antrag auf eine neue Pegelmessung stattzugeben, was jedoch nicht geschehen sei.
Soweit die Beschwerdef�hrerin in der Nichteinholung weiterer L�rmmessungen durch die Vorinstanz eine unvollst�ndige Abkl�rung des Sachverhalts erblickt, geht sie damit insoweit fehl, als der Anspruch, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden - soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind - sich aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) ergibt (BGE 134 II 97, nicht publizierte E. 2.2; vgl. BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn eine Beh�rde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie auf Grund der bereits abgenommenen Beweise ihre �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; je mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin musste sich die Vorinstanz aufgrund des technischen Berichts der Sulzer Pumps nicht veranlasst sehen, eine weitere Begutachtung durchzuf�hren, denn die in diesem Bericht aufgef�hrten Messresultate basieren auf einem nicht LSV-konformen Messort (vgl. S. 16; Art. 39 Abs. 1 LSV), weshalb sie den vom BVU im Rahmen der Schallpegelmessungen vom 10. Januar 2013 ermittelten Wert nicht in Frage zu stellen verm�gen. Ausserdem handelt es sich bei Letzterem weder um einen rein rechnerischen, noch um einen reinen Messwert. Vielmehr wurde dieser auf der Grundlage von Messungen in 3 m Entfernung vom Auslass am Schopf in 1.5 m H�he und unter Extrapolierung auf die Distanz zu dem nach Art. 39 Abs. 1 LSV massgebenden Immissionsort ermittelt. Die Kombination von Messungen und Berechnung wird auch in der Vollzugshilfe 6.21 vom 11. M�rz 2013 des Cercle Bruit �ber die technische Beurteilung von Luft/Wasser-W�rmepumpen aufgef�hrt (vgl. Anhang 3 S. 9 f.) und bewirkt, dass st�rende Hintergrundger�usche soweit m�glich ausgeklammert werden k�nnen. Die Vollzugshilfe stellt zwar eine fachlich abgest�tzte private Richtlinie dar, kann aber gem�ss der Rechtsprechung als Entscheidungshilfe herangezogen werden (BGE 137 II 30 E. 3.4 S. 36; Urteil 1C_161/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.3). Dass die Messungen, wie die Beschwerdef�hrerin vorbringt, etwas h�her h�tten vorgenommen werden m�ssen, da die Abluft�ffnung 1.6 m bis 2.2 m �ber dem Boden liege, leuchtet vor diesem Hintergrund nicht ein und h�tte auf den Mittelungspegel wohl kaum eine signifikante Auswirkung. Das Verwaltungsgericht konnte demnach in willk�rfreier, antizipierter Beweisw�rdigung auf die vom BVU durchgef�hrte Schallpegelmessung vom 10. Januar 2013 abstellen. Der veranschlagte Mittelungspegel von 34 dB (A) ist somit nicht zu beanstanden.
Soweit die Beschwerdef�hrerin im bundesgerichtlichen Verfahren ein neues Gutachten der Ehrsam & Partner AG einreicht, weil ihr Antrag auf weitere Pegelmessungen von der Vorinstanz abgewiesen worden sei, �bersieht sie, dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Da die Ermittlung des Mittelungspegels und der daf�r massgebende Immissionsort bereits seit der Schallpegelmessung vom 11. Januar 2013 bekannt ist, erlangte dieser Sachumstand nicht erst durch das vorinstanzliche Urteil an Rechtserheblichkeit. Dar�ber hinaus hat die Beschwerdef�hrerin auch im vorangegangenen Verfahren ein Parteigutachten eingereicht, das zu den entscheidrelevanten Werten Stellung nimmt. Das neue Beweismittel ist deshalb unbeachtlich.
3.3.�Die Pegelkorrekturen K 1 und K 2, die mit + 10 dB (A) bzw. + 2 dB (A) veranschlagt wurden, werden grunds�tzlich nicht bestritten. Das BAFU f�hrt in seiner Stellungnahme aus, der tieffrequente Schall, der im Bereich von 20 bis ca. 90 Hz liege, sei h�rbar und deshalb bereits durch den Zuschlag f�r die Tonhaltigkeit (K2-Wert) angemessen ber�cksichtigt worden. Es ist kein Grund ersichtlich und wird auch nicht dargetan, weshalb von diesen �berzeugenden Ausf�hrungen der Fachbeh�rde abzuweichen w�re. Soweit die Beschwerdef�hrerin beanstandet, der tieffrequenten L�rmeinwirkung sei nicht Rechnung getragen worden, vermag sie daher nicht durchzudringen.
3.4.�Die Beschwerdef�hrerin bem�ngelt sodann, die Pegelkorrektur K3 f�r die H�rbarkeit des Impulsgehalts des L�rms m�sste mit + 2 dB (A) anstatt Null beziffert werden und st�tzt sich dabei auf die im technischen Bericht der Sulzer Pumps aufgef�hrten Aufzeichnungen eines Fachmanns (vgl. Ziff. 3.3.5 des Berichts). Indessen wurden auch diese Messungen am offenen Fenster im Bad im Erdgeschoss, und damit nicht an dem nach Art. 39 Abs. 1 LSV massgeblichen Immissionsort durchgef�hrt. Ausserdem gibt es keinen Hinweis darauf, um an der von einem Fachspezialist anl�sslich der Schallpegelmessungen vom 10. Januar 2013 festgestellten fehlenden H�rbarkeit eines Impulsgehalts zu zweifeln. Auch die Vollzugshilfe des Cercle Bruit geht davon aus, dass Luft-Wasser-W�rmepumpen im Normalfall keinen Impulsgehalt aufweisen (vgl. Anhang 1). Dass ein solcher aufgrund eines allf�lligen Betriebs einer zweistufigen oder Doppelanlage vorliege, wird nicht behauptet.
3.5.�Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, es sei keine Zeitkorrektur f�r die in der Nacht nur teilweise betriebene W�rmepumpe vorzunehmen. Zur Begr�ndung f�hrt sie an, die W�rmepumpe stelle w�hrend der ganzen Nacht immer wieder ein und aus, was ihre Einschlafphase st�re und zu gesundheitlichen Beeintr�chtigungen f�hre. Ausserdem laufe die W�rmepumpe in kalten N�chten l�nger als prognostiziert, weshalb w�hrend dieser Zeit der Grenzwert nicht eingehalten werde. Auch ginge die Vollzugshilfe von Cercle Bruit davon aus, dass kein Abzug vorgenommen werden k�nne; es gehe angesichts des Gleichbehandlungsgebots (Art. 8 BV) deshalb nicht an, �ltere bzw. vor der aktuellen Fassung der Vollzugshilfe installierte W�rmepumpen zu privilegieren.
Nach Anhang 6 Ziff. 32 Abs. 1 LSV wird die durchschnittliche t�gliche Dauer (ti) einer L�rmphase aus ihrer j�hrlichen Dauer (Ti) und der Anzahl der j�hrlichen Betriebstage (B) wie folgt berechnet: ti = Ti/B. L�rmphasen sind dabei Zeitabschnitte, in denen am Immissionsort ein nach Schallpegelh�he sowie Ton- und Impulsgehalt einheitlicher L�rm einwirkt (Anhang 6 Ziff. 31 Abs. 3 LSV). Zwar trifft es zu, dass die Vollzugshilfe von Cercle Bruit im Anhang 1 keine Pegelkorrektur aufgrund der Betriebsdauer vornimmt. Dies l�sst sich angesichts der vorerw�hnten Formel indessen nur durch den Umstand erkl�ren, dass in der Regel von einem Dauerbetrieb der Anlage ausgegangen wird. Weist die W�rmepumpe wie hier in der Nacht eine beschr�nkte Laufzeit auf, leuchtet in Anbetracht der verordnungsrechtlichen Vorgaben nicht ein, weshalb von einem ti von 720 min ausgegangen werden soll. Die Ber�cksichtigung der zeitlich limitierten Betriebsdauer w�hrend der Nacht stellt keine Ungleichbehandlung dar, sondern ist vom Verordnungsgeber so vorgesehen. Dass die W�rmepumpe nicht w�hrend einer ununterbrochenen Zeitspanne, sondern �ber die Nacht verteilt f�r k�rzere Phasen laufe, f�llt insoweit nicht entscheidend ins Gewicht, als sich der Beurteilungspegel aus der energetischen Addition der verschiedenen Teilbeurteilungspegeln ergibt. Eine solche Ermittlung wird zus�tzlich durch den Umstand beg�nstigt, dass die W�rmepumpe einen regelm�ssigen und einheitlichen Grundger�uschpegel verursacht. Nicht massgeblich ist ausserdem, dass die W�rmepumpe in k�lteren N�chten l�ngere Betriebszeiten aufweist, denn nach der genannten Formel ist auf die durchschnittliche Dauer abzustellen, wodurch l�ngere Laufzeiten an kalten Wintertagen und k�rzere Betriebszeiten in milderen N�chten ausgeglichen werden. Die vorgeschriebene Berechnungsweise tr�gt insbesondere auch Anlagen mit nur saisonalem Betrieb Rechnung: Indem f�r die Beurteilung bloss die Anzahl der tats�chlichen j�hrlichen Betriebstage ber�cksichtigt werden darf, wird verhindert, dass der von der W�rmepumpe erzeugte L�rm auf das ganze Jahr verteilt wird (vgl. BGE 138 II 331 E. 4 S. 338 ff.). Insoweit hat die Vorinstanz zu Recht auf die ermittelten 850 Stunden Betriebszeit w�hrend 200 N�chten, d.h. einem ti von 255 min, abgestellt. Selbst wenn man - wie im technischen Bericht der Sulzer Pump gefordert - den die l�ngere Betriebsdauer in der Nacht ber�cksichtigenden ti-Wert miteinbezieht, erg�be sich immer noch eine Zeitkorrektur von gerundet - 4 dB (A).
Insgesamt bel�uft sich der massgebende Beurteilungspegel somit auf 42 dB (A). Das Verwaltungsgericht hat daher nicht gegen Bundesrecht verstossen, wenn es den Planungswert f�r die Nacht (auch unter Ber�cksichtigung einer Unsicherheit von � 2 dB (A)) als eingehalten betrachtet hat.
3.6.�Soweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, die W�rmepumpe verursache eine sch�dliche Einwirkung durch Infraschall, sind die L�rmimmissionen gem�ss Art. 40 Abs. 3 LSV im Einzelfall nach Art. 15 USG unter Ber�cksichtigung von Art. 23 USG zu beurteilen, da die LSV nicht f�r alle L�rmarten Belastungsgrenzwerte vorschreibt. Nach Art. 15 USG sind die Immissionsgrenzwerte f�r L�rm so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bev�lkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich st�ren. Aufgrund von Art. 23 USG ist bei neuen Anlagen sodann eine strengere Beurteilung angezeigt: In diesem Fall sind die Planungswerte zu ber�cksichtigen, die unter den Immissionsgrenzwerten liegen (vgl. Art. 25 Abs. 1 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV). In Anlehnung an die Rechtsprechung zu Publikumseinrichtungen ist davon auszugehen, dass der in der Nacht verursachte L�rm h�chstens geringf�gige St�rungen verursachen darf (vgl. BGE 137 II 30 E. 3.4 S. 36 f.; Urteil 1C_161/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.3).
Das BAFU f�hrt dazu aus, aufgrund der momentanen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Erfahrung seien im Allgemeinen keine mehr als nur geringf�gigen Immissionen durch Infra- oder Ultraschall zu erwarten, wenn die L�rmimmissionen im h�rbaren Bereich die massgebenden Grenzwerte einhielten. Dies ist - wie in den vorangegangenen Erw�gungen aufgezeigt - f�r den von der W�rmepumpe verursachten L�rm hier der Fall. F�r das Bundesgericht besteht kein Anlass, von dieser Einsch�tzung der Fachbeh�rde des Bundes abzuweichen; sie wird denn auch von der Beschwerdef�hrerin nicht in Abrede gestellt bzw. widerlegt. Insoweit war die Vorinstanz nicht gehalten, die Infraschallimmissionen im Rahmen einer Einzelfallbeurteilung abzukl�ren, weshalb die in diesem Zusammenhang geltend gemachte Geh�rsverletzung durch die Vorinstanz unbegr�ndet ist.
3.7.�Die Beschwerdef�hrerin bringt schliesslich vor, die Vorinstanz h�tte die Massnahmen zum Schutz vor Einwirkungen im Sinne des Vorsorgeprinzips gem�ss USG konkretisieren m�ssen. Die einfachste und wirksamste Massnahme sei dabei, die W�rmepumpe in das Haus zu versetzen und geeignete Schalld�mmungsmassnahmen anzubringen bzw. eine andere Heizung anzuschaffen. Das Verwaltungsgericht wendet in seiner Stellungnahme dagegen ein, es werde �bersehen, dass der Gemeinderat in der Baubewilligung ausdr�cklich Auflagen im Blick auf das Vorsorgeprinzip angeordnet habe. Dem Beschwerdegegner obliege die Pflicht, dem Gemeinderat einfache und zweckm�ssige Schalld�mmungsmassnahmen zu unterbreiten. Der gemeinder�tliche Entscheid sei sodann der Vollstreckung zug�nglich.
In diesem Zusammenhang ist Art. 7 Abs. 1 LSV zu beachten, wonach die L�rmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anordnungen der Vollzugsbeh�rde so weit begrenzt werden m�ssen, als dies technisch und betrieblich m�glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (lit. a; vgl. auch Art. 11 Abs. 2 USG), und dass die von der Anlage allein erzeugten L�rmimmissionen die Planungswerte nicht �berschreiten (lit. b; vgl. auch Art. 23 USG). Im Bereich des L�rmschutzes gelten somit die Voraussetzungen der Einhaltung der Planungswerte und der vorsorglichen Emissionsbegrenzungen kumulativ. Auch wenn ein Projekt die Planungswerte einh�lt, bedeutet dies nicht ohne Weiteres, dass alle erforderlichen vorsorglichen Emissionsbegrenzungen getroffen worden sind. Vielmehr ist anhand der in Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV genannten Kriterien zu pr�fen, ob das Vorsorgeprinzip weitergehende Beschr�nkungen erfordert (BGE 124 II 517 E. 4b S. 521 f.). Dabei ist der Schutz Dritter vor sch�dlichem und l�stigem L�rm auch im Rahmen der Standortwahl der neuen Anlage zu ber�cksichtigen (Urteil 1A.36/2000 vom 5. Dezember 2000 E. 5b mit Hinweis). Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_82/2015 dazu angemerkt, dass eine ohne Baubewilligung errichtete W�rmepumpe das Vorsorgeprinzip verletzt, wenn deren Installation an einen anderen, die L�rmbelastung reduzierenden Standort technisch m�glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (vgl. E. 3.2 und E. 3.4, zur Publikation vorgesehen). Zu beurteilen war dabei ein Fall, in dem die Planungswerte aufgrund gewisser D�mmungsmassnahmen zwar knapp eingehalten wurden, die umstrittene W�rmepumpe indes entgegen der Auflage in der Baubewilligung nicht im Inneren des Wohnhauses, sondern im Aussenbereich installiert worden war.
Auch im vorliegenden Fall ist erst nachtr�glich um die Erteilung einer Baubewilligung f�r eine ausserhalb des Wohnhauses errichtete W�rmepumpe ersucht worden, die L�rm verursacht. Der Beschwerdegegner hat zwar im Unterschied zum erw�hnten Urteil nicht gegen eine Anordnung verstossen, die ihn zur Installation der W�rmepumpe im Innern des Wohnhauses verpflichtete. Doch erscheint eine Verlegung der Pumpe ins Hausinnere jedenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen, r�umt der Beschwerdef�hrer in seinem Schreiben vom 29. November 2013 doch selber ein, dass es sich bei der W�rmepumpe um ein Innenmodell handle und die Verlegung in das Wohnhaus technisch m�glich sei. Unter diesen Umst�nden h�tte der Gemeinderat n�her pr�fen m�ssen, ob eine Umplatzierung der Anlage ins Innere des Wohnhauses zur Reduktion namentlich des tieffrequenten Schalls technisch m�glich ist und wirtschaftliche tragbar ist. Die R�ge der Beschwerdef�hrerin erweist sich somit in diesem Punkt als begr�ndet.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung im Sinne der Erw�gungen (E. 3.7 hiervor) an den Gemeinderat Gipf-Oberfrick zur�ckzuweisen. Es obliegt dem Verwaltungsgericht, die Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r das vorangegangene Verfahren neu zu regeln, weshalb die Angelegenheit diesbez�glich an die Vorinstanz zur�ckzuweisen ist (Art. 107 Abs. 2 BGG). Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- zu drei Vierteln der Beschwerdef�hrerin und zu einem Viertel dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der anwaltlich nicht vertretene Beschwerdegegner, dem selbst kein Parteikostenersatz zusteht (vgl. BGE 133 III 439 E. 4 S. 446), hat der Beschwerdef�hrerin eine reduzierte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die Sache zur neuen Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an den Gemeinderat Gipf-Oberfrick zur�ckgewiesen. Die Angelegenheit wird zur neuen Beurteilung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 3'000.-- werden im Betrag von Fr. 2'250.-- der Beschwerdef�hrerin und im Betrag von Fr. 750.-- dem Beschwerdegegner auferlegt.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 750.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Gipf-Oberfrick, dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 83
 Art. 7
 Art. 2
 Art. 25
 BGE 
 BGE 
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 39
 BGE 
 Art. 40
 Art. 15
 Art. 23
 Art. 15
 Art. 23
 Art. 25
 Art. 7
 BGE 
 Art. 7
 Art. 11
 Art. 23
 Art. 11
 Art. 7
 BGE