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Timestamp: 2016-10-26 15:32:54+00:00

Document:
Gemeinde Oberglatt, R�mlangstrasse 8, Postfach 170, 8154 Oberglatt, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Peter Ettler und Dr. Adrian Str�tt,
Baudirektion des Kantons Z�rich, Generalsekretariat, Walcheplatz 2, Postfach, 8090 Z�rich.
Mit Baueingabe vom 15. Mai 2006 ersuchte X.________ die Baukommission Oberglatt um einen Vorentscheid mit Verbindlichkeit gegen�ber Dritten. Er wollte wissen, ob sein als Vorprojekt eingereichtes Bauvorhaben f�r ein Doppeleinfamilienhaus mit Garage auf der Parzelle Kat.-Nr. 1360 an der Bachstrasse in Oberglatt hinsichtlich Baureife und L�rmschutz bewilligungsf�hig sei. Die Baukommission �berwies das Gesuch zur Beurteilung des Flugl�rms an die Baudirektion. Mit Verf�gung vom 7. Januar 2007 beschied die Baudirektion, es k�nne f�r das Projekt aus l�rmschutzrechtlicher Sicht keine Bewilligung in Aussicht gestellt werden. Die Baukommission Oberglatt beantwortete daraufhin die zum Vorentscheid gestellten Fragen in ihrem Beschluss vom 20. Februar 2007 dahingehend, dass eine baurechtliche Bewilligung mit Bezug auf die Kriterien Baureife und L�rm nicht in Aussicht gestellt werden k�nne, und �bermittelte dem Gesuchsteller gleichzeitig den Entscheid der Baudirektion.
X.________ und die Gemeinde Oberglatt gelangten gegen die Verf�gung der Baudirektion an die Baurekurskommission I und beantragten, die Verf�gung sei aufzuheben und die Baubewilligung zu erteilen. Am 18. Dezember 2007 wies die Baurekurskommission das Rechtsmittel ab.
Dagegen erhoben X.________ und die Gemeinde Oberglatt Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheids forderten sie, das Bauvorhaben im Sinne des beantragten Vorentscheids hinsichtlich der planungsrechtlichen Baureife und der Belastung durch Flugl�rm zu bewilligen. Eventualiter stellten sie den Antrag auf R�ckweisung des Verfahrens an die "Entscheidbeh�rde", damit diese �ber eine ortsbaulich befriedigende Gestaltung des Siedlungsrandes im noch nicht �berbauten Gebiet des Quartierplans "Sack" befinde.
Mit Eingabe vom 10. Oktober 2009 erhebt die Gemeinde Oberglatt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils vom 17. Juni 2009 sowie die Feststellung, dass vorliegend ein konkretes Bauprojekt aus l�rmrechtlicher Sicht bewilligungsf�hig sei, soweit und sofern im baurechtlichen Bewilligungsverfahren der Nachweis erbracht werde, dass mit Massnahmen nach Art. 22 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) die Immissionsgrenzwerte eingehalten w�rden.
Der Bauherr hat ausdr�cklich Abstand vom bundesgerichtlichen Verfahren erkl�rt. Die Baudirektion des Kantons Z�rich schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Desgleichen beantragt das Verwaltungsgericht, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) hat sich zur Angelegenheit ebenfalls vernehmen lassen und gelangt zum Schluss, der angefochtene Entscheid stehe im Einklang mit der L�rmschutzgesetzgebung des Bundes.
Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels halten die Beteiligten sinngem�ss an ihren Standpunkten und Antr�gen fest.
1.1 Das angefochtene Urteil beruht auf Umweltschutzrecht des Bundes. Es betrifft eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG. Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor.
Das Verwaltungsgericht setzt sich im angefochtenen Urteil mit einem Entscheid der Baurekurskommission auseinander, in welchem letztere einen abschl�gigen Vorentscheid der Baudirektion zur l�rmrechtlichen Situation auf dem Grundst�ck Kat.-Nr. 1360 best�tigt hatte. � 323 Abs. 1 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) sieht vor, dass �ber Fragen, die f�r die sp�tere Bewilligungsf�higkeit eines Bauvorhabens grundlegend sind, Vorentscheide eingeholt werden k�nnen. Ein solcher Vorentscheid schliesst das baurechtliche Bewilligungsverfahren demzufolge im Grundsatz nicht ab. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts stellt ein positiv lautender baurechtlicher Vorentscheid grunds�tzlich einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG dar (BGE 135 II 30 E. 1 S. 31 ff.). Anders verh�lt es sich beim negativen Vorentscheid. Lehnt die zust�ndige Beh�rde bzw. die letzte kantonale Instanz im Vorentscheid das in Frage stehende Bauvorhaben ab, so bewirkt dies f�r den Gesuchsteller eine rechtsverbindliche Ablehnung der baurechtlichen Bewilligung f�r das konkrete Projekt. Das Baubewilligungsverfahren wird damit abgeschlossen, denn der Bauherr wird ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben nicht weiter verfolgen. Soweit der angefochtene Entscheid einen solchen Bauabschlag best�tigt, erweist er sich deshalb als Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG (Urteil 1C_263/2008 des Bundesgerichts vom 25. November 2008 E. 1.2 mit Hinweisen zur Rechtslage vor Inkrafttreten des BGG).
1.2 Die Beschwerdeberechtigung der Gemeinde Oberglatt ist gest�tzt auf Art. 57 USG und Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG zu bejahen (vgl. BGE 124 II 293 E. 3b S. 304 f.). Die Beschwerdef�hrerin setzt sich f�r den Immissionsschutz der Einwohner ein und wird durch den angefochtenen Entscheid in ihren hoheitlichen Befugnissen als Inhaberin der Baupolizeikompetenz und Tr�gerin der kommunalen Raumplanung betroffen. Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass, weshalb auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten ist.
Streitgegenstand ist vorliegend nur noch der l�rmschutzrechtliche Aspekt des Vorentscheids. Die Frage nach der Baureife der Parzelle steht nicht zur Diskussion.
Die Beschwerdef�hrerin erachtet das Vorgehen der Vorinstanzen bei der Ermittlung der L�rmsituation als falsch. Sie beanstandet insbesondere, dass sich die Berechnungen auf das vorl�ufige Betriebsreglement 2005 des Flughafen Z�richs (Betriebsreglement 2005) st�tzen, obwohl die effektive L�rmbelastung im betroffenen Gebiet abgenommen habe. Als "qualifiziert falsch" bezeichnet sie das Abstellen auf Werte aus dem Jahr 2000.
2.1 Art. 31 Abs. 1 LSV legt f�r den Fall, dass die Immissionsgrenzwerte �berschritten sind, fest, dass Neubauten und wesentliche �nderungen von Geb�uden mit l�rmempfindlichen R�umen nur bewilligt werden d�rfen, wenn diese Werte eingehalten werden k�nnen durch die Anordnung der l�rmempfindlichen R�ume auf der dem L�rm abgewandten Seite des Geb�udes (lit. a) oder durch bauliche oder gestalterische Massnahmen, die das Geb�ude gegen L�rm abschirmen (lit. b). K�nnen die Immissionsgrenzwerte durch Massnahmen nach Abs. 1 nicht eingehalten werden, so darf die Baubewilligung nur erteilt werden, wenn an der Errichtung des Geb�udes ein �berwiegendes Interesse besteht und die kantonale Beh�rde zustimmt (Art. 31 Abs. 2 LSV). Nach Meinung der kantonalen Beh�rden vermag das zum Vorentscheid vorgelegte Projekt weder den Anforderungen von Art. 31 Abs. 1 noch von Abs. 2 zu gen�gen.
2.2 Die Vollzugsbeh�rde ermittelt die Aussenl�rmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte �berschritten werden oder ihre �berschreitung zu erwarten ist (Art. 36 Abs. 1 LSV). Nach Art. 36 Abs. 2 LSV ber�cksichtigt die Beh�rde dabei die Zu- oder Abnahme der L�rmimmissionen, die zu erwarten ist wegen der Errichtung, �nderung oder Sanierung ortsfester Anlagen, insbesondere wenn entsprechende Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits bewilligt oder �ffentlich aufgelegt worden sind (lit. a) und wegen der Errichtung, �nderung oder dem Abbruch anderer Bauten, wenn die Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits �ffentlich aufgelegt sind (lit. b). Art. 38 Abs. 2 LSV legt f�r Flugl�rmimmissionen fest, dass diese grunds�tzlich durch Berechnungen ermittelt werden. Die Berechnungen sind nach dem anerkannten Stand der Technik durchzuf�hren. Das Bundesamt f�r Umwelt empfiehlt geeignete Berechnungsverfahren. Die Anforderungen an die Berechnungsverfahren und Messger�te richten sich nach Anhang 2 der LSV (Art. 38 Abs. 3 LSV). Letzterer sieht u.a. in Ziff. 1 Abs. 1 lit. d vor, dass die Verfahren zur Berechnung der L�rmimmissionen die Auswirkungen von Bauten und nat�rlichen Hindernissen auf die Schallausbreitung (Hindernisd�mpfung und Reflexionen) ber�cksichtigen m�ssen. Und schliesslich werden gem�ss Art. 39 Abs. 1 LSV bei Geb�uden die L�rmimmissionen in der Mitte der offenen Fenster l�rmempfindlicher R�ume ermittelt. Flugl�rmimmissionen k�nnen nach dieser Bestimmung auch in der N�he der Geb�ude ermittelt werden.
2.3 Die Vorinstanz nimmt in Anlehnung an den Entscheid der Baurekurskommission sowohl Bezug auf das Betriebsreglement 2005 als auch auf die tats�chliche nominelle Belastung des Jahres 2000 (NOM 2000). Entgegen des von der Beschwerdef�hrerin vermittelten Eindrucks stellt das Verwaltungsgericht aber nicht unbesehen auf die NOM 2000 ab, sondern l�sst offen, ob diese Werte auch zu ber�cksichtigen seien. Der Argumentation der Beschwerdef�hrerin, wonach der L�rm in den letzten Jahren nachgelassen habe, h�lt es entgegen, die Belastungen durch den Flugl�rm seien nicht nur von der technischen Entwicklung, sondern ebenso vom aktuellen Flugbetrieb der betreffenden Jahre abh�ngig. Tiefer gehende Abkl�rungen h�lt das Verwaltungsgericht nicht f�r n�tig, denn der Bau von Wohnungen und l�rmempfindlichen Bauten sei eine langfristige Investition, die nicht von kurzfristigen Schwankungen der L�rmbelastung abh�ngig gemacht werden d�rfe. Die betrachteten Zeitr�ume - insbesondere seit der Ausarbeitung des Betriebsreglement 2005 - seien zu kurz, um eindeutige Schl�sse f�r die k�nftige Entwicklung zu ziehen. Insgesamt gelangt die Vorinstanz zum Schluss, bei der Ermittlung der L�rmbelastung sei nicht auf die momentane Nutzung der Pisten, sondern auf die mit dem Betriebsreglement 2005 zugelassene Nutzweise abzustellen.
2.4 Das BAFU zieht in seiner Vernehmlassung in Erw�gung, bei der Ermittlung der L�rmimmissionen sei nicht nur die aktuelle Belastung zu ber�cksichtigen, sondern auch die Zu- oder Abnahme der L�rmimmissionen, die mit einiger Gewissheit zu erwarten sind. Der heute bestehende Betrieb auf dem Flughafen Z�rich basiere weitgehend auf dem Betriebsreglement 2005. Da das definitive Reglement noch ausstehe, m�sse heute dasjenige von 2005 als Grundlage f�r die Berechnung der Flugl�rmimmissionen im Umfeld des Flughafens dienen. Zwar habe das Bundesverwaltungsgericht im Urteil A-1936/2006 die Beschwerden gegen das Betriebsreglement 2005 teilweise gutgeheissen und festgehalten, ohne das Objektblatt des Sachplans Infrastruktur Luft (SIL) nur die aufgrund der Einf�hrung der Deutschen Durchf�hrungsverordnung notwendigen �nderungen des Betriebsreglements zul�ssig seien. Die mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts einher gehende Anpassung des Betriebsreglements 2005 f�hre vorliegend nur zu einer geringf�gigen �nderung der L�rmbelastungssituation. Die �nderungen des Betriebsreglements 2005 bez�gen sich vor allem auf die Tagesrandstunden und erfassten insgesamt nur wenige Flugbewegungen. Deshalb �ndere sich nichts an den bestehenden �berschreitungen der L�rmbelastungsgrenzwerte.
Entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrerin habe die Flugl�rmbelastung im fraglichen Gebiet im Jahr 2008 insgesamt in der Nacht gegen�ber den Vorgaben des Betriebsreglements 2005 sogar leicht zugenommen. F�r die Ermittlung der L�rmbelastung nach Art. 36 LSV seien derartige kurzfristige Schwankungen aber unerheblich. Das Einschreiten der Vollzugsbeh�rde sei erst angezeigt, wenn sich abzeichnen w�rde, dass die Flugl�rmbelastung auf Dauer wesentlich von der bewilligten Belastung abweiche.
Ausgehend vom Betriebsreglement 2005 w�rden die Immissionsgrenzwerte tags um 1 dB(A) und in der ersten Nachtstunde um 5 dB(A) �berschritten.
2.5 Im Urteil 1A.34/2006 vom 13. November 2006 (publ. in: URP 2007 S. 201) hat das Bundesgericht bereits festgehalten, es sei rechtens, bei der Beurteilung der Frage, ob in einem bestimmten Gebiet die Planungswerte �berschritten seien, auf die L�rmbelastung gem�ss dem aktuellen Flughafen-Betriebsreglement abzustellen. So wenig beim Ausbau des Flughafens Z�rich verlangt werden konnte, dass auch zuk�nftige, noch ungewisse Betriebs�nderungen in die Umweltvertr�glichkeitspr�fung einbezogen w�rden, so wenig k�nnen heute die Vollzugsbeh�rden angehalten werden, k�nftige, noch ungewisse �nderungen des Flugbetriebes bei der L�rmermittlung mitzuber�cksichtigen (Urteil 1A.34/2006 vom 13. November 2006 E. 4 mit Hinweis auf BGE 126 II 522 E. 11e S. 540). Da heute das Betriebsreglement 2005 gilt, durfte das Verwaltungsgericht die darauf beruhenden Werte beiziehen.
2.6 Die R�ge der Beschwerdef�hrerin, wonach sich das Verwaltungsgericht "qualifiziert falsch" auch auf die NOM 2000 gest�tzt habe, entbehrt einer Grundlage im angefochtenen Entscheid. Die Vorinstanz hat in erster Linie die Daten des Betriebsreglements 2005 als massgeblich erachtet. Dies hat sie in E. 5.3 (in fine) des angefochtenen Urteils unmissverst�ndlich zum Ausdruck gebracht. Es ist ihr in diesem Zusammenhang nichts vorzuwerfen, wenn sie in E. 5.2 erkl�rt, in Anbetracht der geringen Differenzen zwischen den beiden Werten (NOM 2000 und Betriebsreglement 2005) sei die Frage, inwieweit auf die Belastung des Jahres 2000 abgestellt werden d�rfe, nicht von Bedeutung. Mit Blick auf die Gesamtsituation und die deutliche �berschreitung der Belastungsgrenzwerte in der ersten Nachtstunde im einen wie im andern Fall, ist diese Aussage zul�ssig. Der Beschwerdef�hrerin ist zwar darin zuzustimmen, dass f�r die Wahrnehmung ein Unterschied von einem oder zwei dB(A) erheblich ist. Auch wenn man vom tieferen, auf der Basis des Betriebsreglements 2005 errechneten Wert ausgeht, ist die �berschreitung des Immissionsgrenzwertes jedoch offensichtlich.
2.7 In �bereinstimmung mit der eidgen�ssischen Fachstelle und dem Verwaltungsgericht ist darum festzuhalten, dass das Betriebsreglement 2005 als Grundlage f�r die Beurteilung der L�rmbelastung im fraglichen Gebiet heranzuziehen ist. Kurzfristige Schwankungen k�nnen nicht zu einer g�nzlichen Abkehr von diesen Zahlen f�hren.
Weiter macht die Beschwerdef�hrerin geltend, der Flugl�rm falle seitlich in das fragliche Grundst�ck ein, es werde nicht direkt �berflogen. Aus ihrer Sicht k�nnten deshalb die l�rmempfindlichen R�ume der projektierten Baute so angeordnet werden, dass die Immissionsgrenzwerte an den Fenstern eingehalten w�rden.
3.1 Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sind die M�glichkeiten, geeignete Schutzmassnahmen zu treffen, beim Flugl�rm gering, da dieser - im Gegensatz etwa zu Strassen- oder Industriel�rm - zumeist nicht nur aus einer bestimmten Richtung eintreffe und sich daher nur schwer abschirmen lasse.
3.2 Auch das BAFU f�hrt sinngem�ss aus, bislang seien in Einklang mit Art. 38 Abs. 2 und Art. 39 Abs. 1 LSV in der Praxis weder eine abschirmende Wirkung noch Reflexionen von Bauten und Geb�uden ber�cksichtigt worden. Dies unter anderem deshalb, weil der Flugl�rm grunds�tzlich von oben komme und Abschirmungen und Reflexionen kaum Wirkung zeigten. Falle der L�rm wie im vorliegenden Fall seitlich ein, so gen�ge bereits eine im Verh�ltnis zum Geb�ude relativ kleine Reflexionsfl�che, damit der Effekt der Abschirmung durch Reflexionen wieder aufgehoben werde. Zudem entspreche die Ber�cksichtigung etwaiger derartiger Effekte bei der Flugl�rmberechnung nicht dem Stand der Technik.
Wie aus den Akten hervorgehe, habe der Bauherr Pl�ne f�r ein Doppeleinfamilienhaus ausgearbeitet, welches sowohl im Erd- wie auch im Obergeschoss Wohnr�ume mit Fenstern in alle Himmelsrichtungen vorsehe. Selbst wenn der von der Beschwerdef�hrerin beschriebene Abschirmungs- bzw. Reflexionseffekt tats�chlich auftreten sollte, so w�rden auf den anderen drei Seiten des Geb�udes weiterhin erhebliche Grenzwert�berschreitungen bestehen.
3.3 Die kantonale Fachstelle L�rmschutz �ussert sich im gleichen Sinn. Eine abschirmende Wirkung von Geb�uden werde aufgrund der speziellen, nicht gerichteten Charakteristik des Flugl�rms grunds�tzlich ausgeschlossen. Dementsprechend w�rden f�r Flugl�rm keine Emissionskataster, sondern nur Immissionskataster publiziert und als Beurteilungsgrundlage angewandt. Art. 39 LSV sei ein klarer Hinweis daf�r, dass die genaue Platzierung des Empfangspunktes von Flugl�rm von geringer Bedeutung sei, da die Schirmwirkung von Geb�uden nicht erheblich sei und ausserdem durch andere akustische Ph�nomene - wie insbesondere Reflexionen und Beugungen - aufgehoben werde. Zudem seien die tats�chlichen Abschirmwirkungen im Rahmen der psychosozialen Befragung der Betroffenen zu ihrer individuellen Wohnsituation ber�cksichtigt worden und h�tten so Eingang in die Festlegung der Grenzwerte gefunden.
3.4 Aus den Schilderungen der Fachstellen wird deutlich, dass dem Verwaltungsgericht keine Verletzung von Bundesrecht vorzuwerfen ist. Die einschl�gigen Normen der LSV und damit der heutige Stand der Technik wurden beachtet. Mit ihren Ausf�hrungen zu den angeblich relevanten abschirmenden und reflektierenden Geb�udewirkungen zeigt die Beschwerdef�hrerin ihre Sichtweise auf, ohne ernsthafte Zweifel an der Vorgehensweise der kantonalen Instanzen wecken zu k�nnen. Neue Messweisen und Erkenntnisse sind zwar nicht auszuschliessen. Im Rahmen des sogenannten "technischen Ermessens" aber gesteht das Bundesgericht Vorinstanzen mit besonderem Fachwissen bei der Pr�fung des Einzelfalls und bei der Anwendung von unbestimmten Rechtsbegriffen einen gewissen Beurteilungsspielraum zu, soweit die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte gepr�ft und die erforderlichen Abkl�rungen sorgf�ltig und umfassend vorgenommen wurden (vgl. BGE 131 II 680 E. 2.3.2 S. 684 mit Hinweisen; Urteil 1C_544/2008 vom 27. August 2009 E. 8.6). Es ist nachvollziehbar, dass der Flugl�rm keinen bestimmten Einfallswinkel hat, weshalb eine wirkungsvolle Abschirmung nicht wirklich m�glich scheint. Und einleuchtend ist, dass die Richtung des L�rms zu unbestimmt ist, als dass dieser an einer Stelle punktgenau und massgeblich reflektiert bzw. abgeschirmt werden k�nnte. Wie die eidgen�ssische und die kantonale Fachstelle zu Recht argumentieren, legt dies schon Art. 39 LSV nahe, welcher die M�glichkeit er�ffnet, den Flugl�rm auch in der N�he des Geb�udes zu messen, dies in Abweichung der Methode bei anderen L�rmarten.
Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Vorhalt, es gehe gar nicht um ein konkretes Bauvorhaben, sondern um die Beantwortung konkret gestellter Fragen. Die Behandlung derart allgemein gehaltener Fragen zum L�rmschutz ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts. In zutreffender Weise hat es sich rechtsverbindlich nur zum umstrittenen Vorentscheid ge�ussert. Der Bauherr hatte einen solchen mit Rechtsverbindlichkeit gegen�ber Dritten zu einem konkreten Projekt, n�mlich einem Doppeleinfamilienhaus mit separaten Doppelgaragen auf dem Grundst�ck Kat.-Nr. 1360, eingereicht (siehe Verf�gung der Baukommission Oberglatt vom 20. Februar 2007 und die Verweigerung der Baudirektion vom 5. Januar 2007). Die angefragten Beh�rden hatten aufgrund der eingereichten Pl�ne zu entscheiden, ob eine Bewilligung unter dem Aspekt Baureife und L�rmbelastung in Aussicht gestellt werden k�nne. Im Rahmen dieser �berpr�fung gelangten die zust�ndigen kantonalen Instanzen zum Schluss, in l�rmschutzrechtlicher Hinsicht k�nne weder eine Bewilligung nach Art. 31 Abs. 1 LSV noch eine Ausnahmebewilligung gest�tzt auf Art. 31 Abs. 2 LSV in Aussicht gestellt werden. Das Verwaltungsgericht hat diese Auffassung gesch�tzt. In allgemeiner Weise hat es dann aber den Vorbehalt angebracht, diese Beurteilung beziehe sich lediglich auf das konkrete zur Vorpr�fung eingereichte Projekt. Falls die zum Vorentscheid gestellte Frage betreffend L�rmschutz allgemeiner gemeint gewesen sei, k�nne sie nicht umfassend beantwortet werden, da sie von der Anordnung der R�ume abh�ngig sei. Es sei nicht Aufgabe der Baubeh�rde oder der Rechtsmittelinstanzen, dem Bauwilligen im Rahmen eines Vorentscheidverfahrens derart weit gehende Vorschl�ge f�r die Ausgestaltung seines Projekts zu machen. Diese Konkretisierung sei vielmehr Sache des Bauherrn, welcher mit dem konkreten Baugesuch angesichts der exponierten Lage �berdies ein L�rmgutachten eines qualifizierten Experten zur H�he der L�rmbelastung an den Fenstern der l�rmempfindlichen R�ume beizubringen h�tte.
Diese Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts sind nicht zu beanstanden. Damit schliesst es nicht grunds�tzlich aus, dass allenfalls eine gesetzeskonforme L�sung f�r eine Baute auf der fraglichen Parzelle gefunden werden k�nnte. Es macht aber auch deutlich, dass seine Vorinstanzen eine Bewilligung unter den vorgegebenen Parametern nicht in Aussicht stellen durften. Willk�r ist in diesem Vorgehen nicht zu erkennen.
Daraus ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Praxisgem�ss sind der Beschwerdef�hrerin keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Parteientsch�digungen sind ebenfalls keine zuzusprechen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Baudirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 22
 Art. 31
 Art. 82
 Art. 83
 Art. 93
 Art. 90
 Art. 57
 Art. 89
 BGE 
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 36
 Art. 38
 Art. 39
 Art. 36
 BGE 
in fine
 Art. 38
 Art. 39
 Art. 39
 BGE 
 Art. 39
 Art. 31
 Art. 31