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Timestamp: 2017-09-22 00:44:02+00:00

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Verein | Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Über die Arbeit des Vereins und Informationen zur jüdischen Geschichte in Tübingen
Stolper- und Fundamentsteine
Zeichen setzen gegen den Fremdenhass
Der Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen berichtet:
Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fördervereins für jüdische Kultur bestätigte die beiden Vorstände, Harald Schwaderer und Bruno Gebhart. Hinzugewählt wurde Frau Martha Duncker, Lehrerin im Ruhestand.
Der Vereinsvorsitzende Harald Schwaderer zog eine positive Bilanz der bisherigen Vereinsarbeit und leitete über zu dem lebhaft diskutierten TOP „Stolpersteine“ mit den Worten:
„Für die Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürger in Tübingen gibt es immer noch viel zu tun. Nachdem der 16 Informationsstelen umfassende Geschichtspfad zum Nationalsozialismus von der Tübinger Geschichtswerkstatt zusammen mit der Universität und der Stadt Tübingen realisiert wurde, sollte über die weitere Verlegung von Stolpersteinen im Stadtgebiet nachgedacht werden.“ Dr. Günter Häfelinger, langjähriges Mitglied des Kirchengemeinderates der Dieterich Bonhoeffer-Gemeinde ergänzte: „Wir sollten dem Beispiel vieler Städte in der Bundesrepublik und den Bürgern der Tübinger Südstadt folgen und im übrigen Stadtgebiet durch weitere Stolpersteine an unsere von den Nazis verfolgten ehemaligen jüdischen Mitbürger erinnern.“ Für die Gründung einer Tübinger Stolperstein-Gruppe schlug er den 19. Juli, 18.30 Uhr im Clubraum der Dieterich Bonhoeffer-Kirche, Berliner Ring 12, vor und bat darum, weitere Interessenten mitzubringen.
Die Erinnerung an die Tübinger jüdische Gemeinde und deren ehemaliges Gotteshaus in der Gartenstraße war ein weiteres wichtiges Diskussionsthema. Alle Anwesenden waren sich darüber einig, dass das vom Förderverein herausgegebene neue Buch von Adelheid Schlott über die bislang einzige Tübinger Synagoge, erhältlich im Fairen Kaufladen zu 15 Euro, größere Verbreitung und Beachtung finden sollte. In Kooperation mit der Hirsch-Begegnungsstätte lädt der Förderverein zu einer Buchvorstellung mit der Autorin am Freitag, den 1. Juli, 17.00 Uhr in den „Hirsch“ ein. Er möchte mit der Erinnerung und dem Erhalt der noch vorhandenen Bauteile der Synagoge, u.a. den Fundamentresten, auch dafür wirken, dass in Tübingen Fremdenfeindlichkeit und Fremdenhass nicht an Boden gewinnen können. So war es nur konsequent, dass die Versammlung am Ende beschloss, als Verein dem Verein für ein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus beizutreten.
V E R E I N S V O R S T A N D
Harald Schwaderer (Vorsitzender)
Bruno Gebhart
Martha Duncker
V E R E I N S K O N T O
IBAN: DE62 6415 0020 0002 3302 28, Kreissparkasse Tübingen
des Fördervereins für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Der Verein ist ein Förderverein und führt den Namen „Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen“. Er ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig. Nach Eintragung in das Vereinsregister erhält er den Zusatz „eingetragener Verein (e.V.)“. Sitz des Vereins ist Tübingen.
§ 2 Zweck und Ziele des Fördervereins
Zweck des Vereins ist die Förderung von jüdischer Kultur, insbesondere in Tübingen, sowie von Volksbildung, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch folgende Ziele:
jüdische Kultur, insbesondere in Tübingen, zu fördern,
denkmalschützerische Aktivitäten in Tübingen weiterzuentwickeln z.B. dadurch, dass die Reste des Synagogengebäudes, des Synagogengartens und des Synagogeninventars sichergestellt, sorgfältig bewahrt und würdig präsentiert werden,
Forschungen und Publikationen zur Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens, insbesondere in Tübingen, zu fördern,
den Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen und damit gegenseitiges Verständnis und Toleranz zu fördern.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins für ihre Mitgliedschaft keinerlei Entschädigung. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
Bei Auflösung des Vereins durch die Mitgliederversammlung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke zu verwenden hat.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§§ 51 ff. AO). Er ist ein Verein im Sinne von § 58 Nr. 2 AO, der seine Mittel ausschließlich zur Förderung des steuerbegünstigten Zwecks der in § 2 beschriebenen Ziele verwendet.
Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person werden, die sich zu den in § 2 niedergelegten Zielen bekennt.
Jedes Mitglied hat das Recht und die Pflicht, im Rahmen dieser Satzung die Ziele und den Zweck des Vereins zu fördern. Aktivitäten eines einzelnen Mitglieds oder einer Gruppe von Mitgliedern im Namen des Vereins sind grundsätzlich erwünscht, müssen aber vorher mit dem Vorstand abgestimmt werden.
Jedes Mitglied ist berechtigt, Anträge in eine Mitgliederversammlung einzubringen und zu gestellten Anträgen Änderungs- und Ergänzungsanträge zu stellen. Anträge sollten fünf Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand eingegangen sein.
Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Streichung von der Mitgliederliste, Ausschluss, Auflösung einer juristischen Person oder durch Tod. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Soll ein Mitglied durch Beschluss des Vorstands ausgeschlossen werden, so ist ihm vor der Beschlussfassung das Recht zu einer mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme einzuräumen. Den Ausschließungsbeschluss des Vorstands kann das betroffene Mitglied vor der folgenden Mitgliederversammlung anfechten.
Die Mitglieder entrichten einen Jahresbeitrag, dessen Höhe und Fälligkeit die Mitgliederversammlung festsetzt. In geeigneten Fällen kann der Vorstand Beiträge erlassen oder stunden.
Die Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks sollen ferner durch Spenden, Zuwendungen und öffentliche Zuschüsse aufgebracht werden.
Die Verwendung der Mittel richtet sich nach einem vom Vorstand des Vereins für das Kalenderjahr aufzustellenden Haushaltsplan. Der Haushaltsplan ist von der Mitgliederversammlung zu genehmigen.
Die Organe des Fördervereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Fördervereins. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind für alle Mitglieder und den Vorstand bindend. Sie tagt mindestens einmal im Jahr.
Die Mitgliederversammlung ist innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf eines Geschäftsjahres durch den Vorstand einzuberufen.
Die Einladung hat die Tagesordnung zu enthalten, sowie Anträge des Vorstands und gegebenenfalls Anträge der Mitglieder und dazu notwendige Informationen. Sie erfolgt schriftlich oder mittels elektronischer Medien an alle Mitglieder und unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen zwischen Versanddatum und Versammlungstermin.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert. Sie ist auch einzuberufen, wenn ein Drittel der Vereinsmitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe und des Zwecks beantragt. Eine durch Mitglieder derart beantragte Mitgliederversammlung ist innerhalb von zwei Wochen nach Zugang des Ersuchens an den Vorstand einzuberufen. Hinsichtlich der Einberufungsfrist , der Tagesordnung und der Ergänzung der Tagesordnung gelten die Vorschriften des § 7 Absatz 3 entsprechend. In Angelegenheiten von außerordentlicher Dringlichkeit kann die Einberufungsfrist auf drei Tage verkürzt werden.
Genehmigung des Berichts über das abgelaufene Geschäftsjahr,
Genehmigung der Jahresrechnung und des Haushaltsplans,
Wahl und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands, Wahl von zwei Rechnungsprüfern, die nicht dem Vorstand angehören dürfen,
Beschlussfassung über Anträge des Vorstands und gegebenenfalls der von Mitgliedern gestellten Anträge,
Entscheidung über die Anfechtung eines Beschlusses des Vorstands zum Ausschluss eines Mitglieds,
Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins und Aufteilung des Vereinsvermögens.
Die Mitgliederversammlung beschließt – soweit nicht eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist – mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Enthaltungen zählen als Nein-Stimmen. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß geladen ist und wenn zusätzlich zum Vorstand mindestens ein Zehntel der Vereinsmitglieder anwesend ist.
Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, in seiner Abwesenheit von einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Zu Beginn wird die Beschlussfähigkeit festgestellt. Ist die Versammlung nicht beschlussfähig, hat der Vorstand unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb einer Woche nach dieser Versammlung zu einer erneuten Versammlung einzuladen und in dieser Einladung unter Versendung der Tagesordnung darauf hinzuweisen, dass die erneute Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Die erneute Mitgliederversammlung findet spätestens innerhalb von sechs Wochen statt. Über die Mitgliederversammlung ist zeitnah ein Protokoll anzufertigen, das vom/der Versammlungsleiter(in) und dem/der Protokollführer(in) zu unterzeichnen ist.
Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens fünf Mitgliedern, unter ihnen der/die Vorsitzende und der/die Stellvertretende Vorsitzende.
Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden und auf eine Dauer von zwei Jahren gewählt. Sofern sich keine Gegenstimme aus dem Kreis der anwesenden Mitglieder erhebt, wird bei Einzelkandidaturen der Vorstand per Handzeichen (Akklamation) gewählt. Sollten für eine Position des Vorstands mehrere Personen kandidieren, gilt die schriftliche und geheime Wahl. Wiederwahl ist zulässig. Die Mitglieder des Vorstands sind einzeln zu wählen.
Der/die Vorsitzende vertritt den Förderverein gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied.
Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere Pressearbeit, ist eine wesentliche Aufgabe des Vorstands.
Alle Vorstandsmitglieder erfüllen ihre Tätigkeiten ohne Honorar und ausschließlich ehrenamtlich.
Der Vorstand trifft sich regelmäßig und bei Bedarf auf schriftliche, mindestens fünf Tage vorher zu versendende Einladung mit Tagesordnung durch den/die Vorsitzende(n), im Verhinderungsfall durch den/die Stellvertretende(n) Vorsitzende(n).
Auf Antrag von mindestens zwei Mitgliedern des Vorstands muss eine Vorstandssitzung einberufen werden.
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Fördervereins und ist verantwortlich für die Einhaltung der Ziele und des Zwecks entsprechend dieser Satzung, für die Führung der Finanzen und eine ordnungsgemäße Rechnungslegung.
Der Vorstand beschließt über die Aufnahme von Mitgliedern, deren Streichung von der Mitgliederliste oder ihren Ausschluss.
Bei Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen führt der/die Vorsitzende bzw. sein/ihre Stellvertreter(in) den Vorsitz.
Eine ordentlich einberufene Vorstandssitzung ist beschlussfähig, wenn mindestens der Vorsitzende oder der/die Stellvertretende Vorsitzende und ein weiteres Mitglied des Vorstandes anwesend sind.
Über die Vorstandssitzungen wird ein Beschlussprotokoll gefertigt, das vom/von der Vorsitzenden, im Verhinderungsfall vom/von der Stellvertretenden Vorsitzenden, unterzeichnet werden muss.
Die Rechnungsprüfer des Fördervereins haben nach Ablauf eines Geschäftsjahres die vom Vorstand vorzulegende Jahresrechnung und Vermögensverwaltung rechnerisch und buchmäßig zu prüfen und der Mitgliederversammlung schriftlich Bericht zu erstatten. Ihre Amtszeit beträgt ein Jahr; Wiederwahl ist möglich.
Eingehende Spenden müssen ausschließlich für die Ziele und den Zweck des Fördervereins im Sinne dieser Satzung verwendet werden. Dies gilt im vollen Umfang für noch vorhandenes Vermögen nach dem Beschluss der Auflösung des Fördervereins.
Mitgliedsbeiträge werden nach Abzug des erforderlichen Anteils für die Führung des Vereins als Spenden behandelt.
§ 11 Satzungsänderungen und Vereinsauflösung
Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitgliederversammlung.
Bei Auflösung des Fördervereins durch die Mitgliederversammlung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke zu verwenden hat.
Diese Satzung wurde am 19. September 2012 in der „Hirsch“ Begegnungsstätte zu Tübingen von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet und damit errichtet. Sie tritt mit dem Zeitpunkt der Errichtung in Kraft.
info@verein-juedische-kultur-tuebingen.de
Konto 2330228
Jüdische Geschichte in Tübingen

References: § 2
 § 58
 § 2
 § 2
 § 7

§ 11