Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'2'08.htm
Timestamp: 2018-01-20 18:34:33+00:00

Document:
17. Jahrgang, Nr. 1 vom 13. Februar 2007, S. 49
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Informatik
im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Informatik (180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 4 Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen
§ 5 Studienbeginn, Studienumfang und Regelstudienzeit
§ 6 Aufbau des Ein-Fach-Bachelorstudienganges Informatik
§ 7 Anforderungen des Studiums, Leistungspunkte, Studiengestaltung
§ 8 Studienberatung
§ 9 Modulleistungen
§ 10 Anmeldung zum Modul und zur Erbringung der Modulleistung
§ 11 Bewertung der Module
§ 12 Berechnung der Gesamtnote des Studienprogramms
§ 13 Festlegungen zur Wiederholung der Erbringung von Modulleistungen
§ 14 Studien- und Prüfungsausschuss
§ 15 Prüfende sowie Beisitzerinnen oder Beisitzer
§ 16 Rechtfertigungsgründe für Fristüberschreitung, Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß
§ 17 Dokumentation
§ 18 Bachelor-Arbeit
§ 19 Bachelor-Zeugnis und Bachelor-Urkunde
§ 20 Einsicht in die Studien- und Prüfungsakten
§ 21 Ungültigkeit von Modulleistungen
§ 22 Beschwerde- und Schlichtungsstelle
§ 23 Aberkennung des akademischen Grades
§ 24 Studienaufbau und Studiengestaltung
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Informatik im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte).
(2) Sie regelt grundlegende Strukturen und fachspezifische Inhalte und Anforderungen dieses Studienprogramms.
(3) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Informatik im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Das Ein-Fach-Bachelorstudium der Informatik vermittelt die fachlichen, methodischen und überfachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse zur Neu- und Weiterentwicklung von Soft- und Hardwaresystemen und deren Anwendungen.
(2) Es vermittelt das notwendige Spektrum an Kompetenzen, die für einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erforderlich sind. Darüber hinaus legt es durch das wissenschaftlich fundierte und grundlagen-orientiert angelegte Studium die fachliche und methodische Basis zur grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung auf dem Gebiet der Informatik. Es ist somit auch die Voraussetzung für weiterführende Studien (Masterstudium) im In- und Ausland.
(3) Das Studium soll die Absolventinnen und Absolventen für eine erfolgreiche Tätigkeit über das gesamte Berufsleben befähigen, und vermittelt daher nicht nur gegenwartsnahe Inhalte, sondern auch theoretisch untermauerte Konzepte und Methoden, die über aktuelle Trends hinweg Bestand haben.
(1) Zum Ein-Fach-Bachelorstudiengang Informatik kann nur zugelassen werden, wer über die in § 27 Abs. 6 Satz 1 HSG LSA genannten Voraussetzungen verfügt.
(2) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 10% der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(1) Gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen oder Studienprogrammen oder an anderen Hochschulen erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Leistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiengangs Informatik im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung im Sinne des European Transfer and Accumulation System (ECTS) vorzunehmen.
(2) Studierenden, die aufgrund einer Einstufungsprüfung gemäß § 15 Abs. 1 HSG LSA berechtigt sind, das Studium in einem höheren Fachsemester aufzunehmen, werden die in der Einstufungsprüfung nachgewiesenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Zustimmung der Dekanin bzw. des Dekans auf die Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet.
(3) Werden Leistungen angerechnet, sind gegebenenfalls die Noten – soweit die Notensysteme vergleichbar sind – zu übernehmen und in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk „bestanden“ aufgenommen. Die Anrechnung wird im Zeugnis gekennzeichnet. Die bzw. der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(4) Zuständig für die Anrechnungen ist der Studien- und Prüfungsausschuss. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind die zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören.
Studienbeginn, Studienumfang und Regelstudienzeit
(1) Das Studium beginnt im Wintersemester.
(2) Die Regelstudienzeit des Ein-Fach-Bachelorstudienganges Informatik umfasst sechs Semester einschließlich der Bachelor-Arbeit und ihrer Verteidigung.
(3) Der Umfang des Bachelorstudiums beträgt 180 Leistungspunkte. Pro Semester ist der Erwerb von 30 Leistungspunkten vorgesehen.
(4) Das Lehrprogramm ist so aufgebaut und organisiert, dass das Studium bei Einhaltung des Regelstudienplans und erfolgreichem Abschluss der Prüfungen und Studienleistungen innerhalb der Regelstudienzeit absolviert werden kann.
(5) Auf Antrag an den Studien- und Prüfungsausschuss wird die Inanspruchnahme der Schutzfristen des § 3 Abs. 2 und des § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) sowie die Regelungen zur Elternzeit in §§ 15, 16 des Bundeserziehungsgeldgesetzes (BErzGG) entsprechend berücksichtigt.
Aufbau des Ein-Fach-Bachelorstudienganges Informatik
(1) Das Studium ist modular aufgebaut. Module sind thematisch und zeitlich abgerundete und in sich abgeschlossene Studieneinheiten, die zu einer auf das jeweilige Studienziel bezogenen Teilqualifikation führen.
(2) Module können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen (z.B. Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Projekte, Praktika, individuellem Selbststudium) zusammensetzen. Sie dauern in der Regel ein, jedoch nicht länger als zwei Semester. Der mit einem Modul verbundene Arbeitsaufwand kann sich auch auf die vorlesungsfreie Zeit erstrecken.
(3) Die fachwissenschaftlichen Module werden durch das fachübergreifende Studium ergänzt (Allgemeine Schlüsselqualifikationen und Anwendungsfach). Es sollen dort Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden, die nicht zu den Kerninhalten des Studiengangs Informatik gehören und die den Absolventinnen und Absolventen zur Einschätzung ihres beruflichen Handelns dienen.
Anforderungen des Studiums, Leistungspunkte, Studiengestaltung
(1) Das Studium setzt sich zusammen aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen. Welchen Status sie haben, ist in § 24 dieser Ordnung und in der Studienprogrammübersicht (Tabelle 1) geregelt.
(2) Für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls werden Leistungspunkte in der in der Studienprogrammübersicht (Tabelle 1) festgelegten Anzahl vergeben. Sie werden nach dem voraussichtlich erforderlichen Arbeitsaufwand der Studierenden berechnet. Als Arbeitsbelastung werden 1.800 Arbeitsstunden pro Studienjahr angesetzt. Ein Leistungspunkt entspricht damit einem Arbeitsaufwand der bzw. des Studierenden von ca. 30 Stunden.
(3) Die Studierenden haben das Recht, ihren Studienablauf individuell zu gestalten. Sie sind jedoch verpflichtet, die Festlegungen dieser Ordnung einzuhalten (§ 24). Die Abfolge von Modulen innerhalb des Studiums wird durch einen Regelstudienplan empfohlen (Tabelle 2). Dieser Regelstudienplan berücksichtigt die in der Studienprogrammübersicht dargestellten Abhängigkeiten hinsichtlich der Abfolge von Modulen.
(1) Die allgemeine Studienberatung wird durch die Zentrale Studienberatung (alle Studierende) und das Akademische Auslandsamt (ausländische Studierende) durchgeführt.
(2) Für die Fachstudienberatung stehen Mitglieder des Prüfungsausschusses und eine Fachstudienberaterin bzw. ein Fachstudienberater zur Verfügung.
(3) Um Unterstützung zur Vermeidung von Verzögerungen im Studienablauf zu geben, wird eine obligatorische Fachstudienberatung dann durchgeführt, wenn nicht mindestens der folgende Studienumfang erfolgreich absolviert wird:
· zu Beginn des 3. Fachsemesters: 30 Leistungspunkte,
· zu Beginn des 5. Fachsemesters: 80 Leistungspunkte.
Ab dem Semester, in dem die Regelstudienzeit erstmals überschritten wird, ist jeweils vor Beginn eines jeden Semesters eine Fachstudienberatung notwendig.
(1) Die kontinuierliche Leistungsüberprüfung im Bachelorstudium erfolgt durch studienbegleitende Modulleistungen, die jeweils im Zusammenhang mit einem Modul erbracht werden. Die Zulassung zur Erbringung der Modulleistung kann von der Erbringung von Vorleistungen abhängig gemacht werden. Näheres regelt die Studienprogrammübersicht.
(2) Für jedes Modul mit Ausnahme des Abschlussmoduls (Bachelor-Arbeit und Verteidigung) werden zwei Termine für die Erbringung der Modulleistung angeboten. Ein Anspruch auf weitere Termine besteht nicht, es sei denn, Studierende konnten die angebotenen Termine aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht wahrnehmen. Über Ausnahmen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss. Zwischen zwei Terminen soll ein zeitlicher Abstand von 4 Wochen nicht unterschritten werden.
(3) In § 24 und der Studienprogrammübersicht (Tabelle 1) sind die Module aufgelistet, deren Modulleistungen in jedem Fall zu benoten sind.
(4) Modulleistungen können sich aus Teilleistungen zusammensetzen. Formen zur Erbringung von Modulteilleistungen und Modulleistungen sind:
1. Schriftlich zu erbringende Leistungen:
· Klausur (schriftliche Prüfung),
· Studienarbeit, einschließlich der Bachelor-Arbeit,
· Hausarbeit, Bericht;
2. Mündlich zu erbringende Leistungen:
· Prüfungsgespräch, Verteidigung (mündliche Prüfung),
· Seminarvortrag/Kurzvortrag mit Diskussion.
(5) Die Zulassung zur Erbringung von Modulleistungen kann von der Erbringung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. In der Studienprogrammübersicht und im Modulhandbuch ist für jedes Modul angegeben, welche Modulvorleistungen zu erbringen sind. Modulvorleistungen sind:
1. in der Regel wöchentlich schriftlich abzugebende Übungs- und Programmieraufgaben,
2. Vorrechnen von Übungsaufgaben in den Übungen,
3. Vorführung von Programmieraufgaben am Rechner.
(6) Es ist zulässig, in Klausuren Multiple-Choice-Verfahren einzusetzen. Das Erbrin­gen schriftlicher Modulleistungen ausschließlich nach dem Multiple-Choice-Verfahren ist jedoch ausgeschlossen. Klausuren dauern in der Regel 120 Minuten, mindesten 60 und höchstens 180 Minuten.
(7) Die mündlichen Prüfungen haben eine Dauer von mindestens 30 und maximal 45 Minuten.
(8) Der Umfang von Studien-, Hausarbeiten und Berichten ist abhängig von der Themenstellung, soll dieser angepasst sein, in der Regel 40 Seiten nicht übersteigen und wird in den Modulbeschreibungen festgelegt.
(9) Der Prüfungszeitpunkt und die Prüfungsdauer werden 14 Tage vorher vom Prüfungsamt durch öffentlichen Aushang, Veröffentlichung im Internet, individuelle Mitteilung oder andere geeignete Form bekannt gegeben. Zeitliche Überschneidungen unterschiedlicher Prüfungen sind auszuschließen.
(10) Das Bewertungsverfahren für schriftliche Modulleistungen, ausgenommen die Bachelor-Arbeit, soll vier Wochen nicht überschreiten. Das Ergebnis mündlicher Prüfungen ist den Studierenden unmittelbar im Anschluss an die Erbringung der Modulleistung mitzuteilen. Die Mitteilung jeglicher Ergebnisse von Modulleistungen erfolgt schriftlich durch das Prüfungsamt.
(11) Studierende haben das Recht, gleichwertige Modulleistungen in einer anderen als der vorgesehenen Form zu erbringen, wenn sie durch ärztliches Attest nachweisen, dass sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage sind, die Modulleistung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen. Insbesondere ist, falls die Art der Behinderung es rechtfertigt, die Bearbeitungszeit bei den schriftlichen Modulleistungen zu verlängern. Über den zu stellenden Antrag entscheidet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Entscheidung ist aktenkundig zu machen.
(12) Bei der Abgabe von schriftlichen Modulleistungen hat die Studentin bzw. der Student schriftlich zu versichern, dass sie ihre bzw. er seine Arbeit – bei einer Gruppenarbeit ihren bzw. seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit – selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(13) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und Modulbeschreibungen.
Anmeldung zum Modul und zur Erbringung der Modulleistung
(1) Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul hat in der Regel vor Vorlesungsbeginn zu erfolgen. Zugelassen wird nur, wer im Studienprogramm immatrikuliert ist. Weitere Teilnahmevoraussetzungen sind in der Studienprogrammübersicht aufgeführt.
(2) Mit der Anmeldung zu einem Modul erfolgt gleichzeitig die Anmeldung zum Erbringen der Modulleistung. Sie wird ein Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Erbringung einer Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(3) Termine und Zeiträume zur Erbringung von Modulleistungen sind so zu setzen, dass alle Modulleistungen grundsätzlich innerhalb der Regelstudienzeit vollständig erbracht werden können.
(4) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme.
(1) Die Studienprogrammübersicht dieser Ordnung in Verbindung mit den Modulbeschreibungen regeln, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
(2) Wird ein Modul mit einer bewerteten Modulleistung abgeschlossen, ist diese Bewertung die Modulnote.
(3) Besteht eine Modulleistung aus mehreren Teilleistungen, so setzt sich die Modulnote als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Bewertungen der Teilleistungen, gewichtet nach dem jeweiligen Arbeitsaufwand, zusammen.
(4) Für die Bekanntgabe der Note einer Modulleistung gilt § 9 Abs. 8.
(5) Für die Bewertung von Leistungen gilt folgende Notenskala:
eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht,
eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht,
eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht genügt.
Durch Erhöhung bzw. Verminderung der einzelnen Noten um 0,3 können Zwischenwerte zur differenzierten Bewertung gebildet werden. Ausgeschlossen sind dabei die Noten 0,7; 4,3 und höher.
(6) Bei Mittelung der Note werden alle Dezimalstellen hinter dem Komma, außer der ersten, ohne Rundung gestrichen. Die Modulnote lautet dann:
bis einschließlich 1,5
von 1,6 bis einschließlich 2,5
von 2,6 bis einschließlich 3,5
von 3,6 bis einschließlich 4,0
über 4,0
Berechnung der Gesamtnote des Studienprogramms
(1) In der Studienprogrammübersicht ist dargestellt, aus welchen Teilkomplexen und in welchem Umfang aus diesen Modulleistungen zu erbringen sind und mit welchem Anteil sie in die Bildung der Gesamtnote des Studienprogramms eingehen. Im einzelnen sind dies:
aus dem Komplex
zu erbringende Leistungspunkte
in der Gesamtnote eingehender Anteil
Informatik-Vertiefung
(2) In die Bildung der Gesamtnote des Bachelorstudiums gehen die Noten
a. aller Modulleistungen zu allen Modulen aus dem Komplex „Informatik-Grundlagen;
b. aller Modulleistungen zu allen Modulen aus dem Komplex „Mathematik“;
c. von Modulleistungen zu Modulen mit einem Gesamtumfang von 15 Leistungspunkten aus genau einem Bereich des Komplexes „Anwendungsfach“;
d. aller Modulleistungen zu allen bis auf das Modul „Projektpraktikum“ aus dem Komplex „Informatik-Vertiefung“;
e. von Modulleistungen zu Modulen mit einem Gesamtumfang von 15 Leistungspunkten aus dem Komplex „Spezialisierung“ und
f. der Modulleistung des Abschlussmoduls „Bachelor-Arbeit“ ein.
Die Gewichtung der Noten der in die Bildung der Gesamtnote eingehenden Modulleistungen ist in der Studienprogrammübersicht zu jedem Modul angegeben.
(3) Wurden Module aus dem Bereich der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen benotet, so gehen diese Noten nicht in die Gesamtnote des Bachelorstudienganges Informatik ein.
(4) Wurden innerhalb der Regelstudienzeit alle Modulleistungen zu
a. allen Modulen der Komplexe „Informatik-Grundlagen“, „Mathematik“ und „Informatik-Vertiefung“,
b. allen als Pflichtmodul ausgewiesenen Modulen des gewählten Bereiches aus dem Komplex „Anwendungsfaches“ und
c. dem Abschlussmodul „Bachelor-Arbeit“
erbracht und gleichzeitig innerhalb der Regelstudienzeit
d. innerhalb des gewählten Bereiches aus dem Komplex „Anwendungsfach“ oder
e. innerhalb des Komplexes „Spezialisierung“
Modulleistungen zu Modulen erbracht, so dass die Gesamtzahl der diesen Modulen entsprechenden Leistungspunkte innerhalb der Komplexe „Anwendungsfach“ oder „Spezialisierung“ 15 übersteigt, so hat die Studentin bzw. der Student schriftlich gegenüber dem Prüfungsamt zu erklären, welche Noten zu Modulleistungen von Wählpflichtmodulen aus dem unter d) bezeichneten Bereich bzw. aus dem Komplex „Spezialisierung“ in die Bildung der Gesamtnote des Studienprogramms eingehen sollen. Diese Erklärung ist unwiderruflich.
Hiervon unberührt sind die Regelungen aus Abs. 1 und 2 sowie des § 24 Abs. 2 und 4.
(5) Für die Bildung der Gesamtnote des Studienganges gelten die Regelungen der Abs. 3 und 6 des § 11 entsprechend.
(6) Im Diploma Supplement wird die Gesamtnote des Studienprogramms entsprechend der jeweils gültigen ECTS-Bewertungsskala ausgewiesen.
Festlegungen zur Wiederholung der Erbringung von Modulleistungen
(1) Nicht bestandene Versuche zur Erbringung von Modulleistungen oder Teilleistungen zu Modulleistungen können für insgesamt acht Modulleistungen bzw. Teilleistungen zweimal wiederholt werden. Hiervon ausgenommen ist das Abschlussmodul Bachelor-Arbeit, das nur einmal wiederholt werden darf. Wird die Modulleistung auch nach zweimaliger Wiederholung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet oder gilt sie als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, so gilt die Modulleistung als endgültig nicht erbracht. Dann ist das Studienprogramm endgültig nicht bestanden. Auf Grund der gültigen Immatrikulationsordnung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die bzw. der Studierende zu exmatrikulieren.
(2) Die Wiederholung der Erbringung einer nicht erbrachten Modulleistung hat spätestens innerhalb eines Jahres nach dem Nichtbestehen zu erfolgen, andernfalls gilt die Wiederholung als erfolgt und die Modulleistung als nicht erbracht, somit ist die Modulleistung nicht bestanden.
(3) Ist eine Modulleistung eines Pflichtmoduls zweimal mit „nicht ausreichend“ bewertet und besteht entsprechend Abs. 1 keine Möglichkeit zur weiteren Wiederholung, dann ist das Studienprogramm endgültig nicht bestanden. Auf Grund der gültigen Immatrikulationsordnung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die bzw. der Studierende zu exmatrikulieren. Bei Wahlpflichtmodulen kann das Nichtbestehen durch ein erfolgreich absolviertes weiteres Wahlpflichtmodul ausgeglichen werden.
(4) Wurde eine Teilleistung nicht erbracht, ist nur diese zu wiederholen und nicht alle bereits erbrachten Teilleistungen des Moduls. Die Studentin bzw. der Student ist über das Ergebnis der Modulleistung zu informieren und über ihre bzw. seine Rechte zu belehren.
(5) Vor der zweiten Wiederholung der Erbringung der Modulleistung bzw. Teilleistung sind die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen und eventuelle Vorleistungen, die zum Versuch der Erbringung der Modulleistung gefordert werden, erneut zu erbringen. Um die Modulveranstaltung erneut zu besuchen, ist eine Anmeldung zum Modul gemäß § 10 Abs. 1 und 2 erforderlich.
(6) Termine für erste Wiederholungen für die Erbringung von Modulleistungen werden spätestens bis zum Ende der Vorlesungszeit des darauffolgenden Semesters angeboten. Es gelten die Regelungen von § 9 Abs. 7 Satz 1.
(7) Die Anmeldung zu einer ersten Wiederholung der Erbringung einer Modulleistung muss spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin erfolgen.
(8) In demselben Studiengang an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland erfolglos unternommene Versuche, eine Modulleistung zu erbringen, werden auf die Wiederholungsmöglichkeiten nach Abs. 1 angerechnet.
(9) Die Abs. 1 bis 4 gelten für Teilleistungen einer Prüfungsleistung entsprechend.
(1) Für das Studienprogramm Informatik im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte) wird durch Beschluss des Fakultätsrates der Naturwissenschaftlichen Fakultät III ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet.
(2) Der für den Ein-Fach-Bachelorstudiengang Informatik zuständige Studien- und Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen dieser Studien- ­und Prüfungsordnung eingehalten werden. Er ist für alle anfallenden Aufgaben und Entscheidungen hinsichtlich der Modulleistungen zuständig.
(3) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses berichtet dem Fakultätsrat regelmäßig über die Entwicklung der Studien- und Prüfungspraxis und gibt Anregung zur Verbesserung des Studienprogramms und seiner Umsetzung.
(4) Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses haben das Recht, an der Abnahme von Modulleistungen teilzunehmen.
(5) Dem Studien- und Prüfungsausschuss gehören drei Professorinnen und Professoren, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Studentin bzw. ein Student an. Die bzw. der Vorsitzende muss Professorin bzw. Professor sein. Bei den Entscheidungen, die Leistungsbewertungen betreffen, wirkt die studentische Vertreterin bzw. der studentische Vertreter nicht mit.
(6) Für jedes Mitglied des Studien- und Prüfungsausschusses ist je eine Stellvertreterin bzw. ein Stellvertreter der gleichen Statusgruppe zu benennen.
(7) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt vier Jahre, die des studentischen Mitglieds ein Jahr. Wiederbestellung ist möglich. Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses üben ihr Amt nach Ablauf einer Amtsperiode weiter aus, bis Nachfolger bestimmt worden sind und diese ihr Amt angetreten haben.
(8) Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses und deren Stellvertreterinnen oder Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(9) Die bzw. der Vorsitzende ruft die Sitzungen des Studien- und Prüfungsausschusses ein. Sie bzw. er muss eine Sitzung einberufen, wenn dies mindestens ein Mitglied des Ausschusses verlangt.
(10) Der Studien- und Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder unter Einhaltung der Ladungsfrist von drei Werktagen schriftlich eingeladen wurden und die Mehrheit der Mitglieder oder deren Stellvertretende anwesend ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden.
(11) Die Stellvertreter der Mitglieder vertreten bei Abwesenheit die einzelnen Mitglieder des Ausschusses. Scheidet ein Mitglied aus, so rückt seine Stellvertreterin bzw. sein Stellvertreter nach.
(12) Über die wesentlichen Gegenstände der Sitzung und die Beschlüsse des Ausschusses wird ein Protokoll angefertigt.
(13) Die bzw. der Vorsitzende kann in unaufschiebbaren Angelegenheiten und in Routinean­gelegenheiten allein entscheiden. Eine Entscheidung ist unaufschiebbar, wenn eine Ladung der Mitglieder nicht mehr möglich ist. Die bzw. der Vorsitzende unterrichtet den Studien- und Prüfungsausschuss spätestens in dessen nächster Sitzung über die Entscheidung.
Prüfende sowie Beisitzerinnen oder Beisitzer
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann jede nach § 12 Abs. 4 HSG LSA prüfungsberechtigte Person sein.
(2) Prüferinnen und Prüfer sowie Beisitzerinnen und Beisitzer sind in ihrer Prüfungstätigkeit unabhängig.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Abs. 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen und Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Beisitzerinnen und Beisitzer. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
Rechtfertigungsgründe für Fristüberschreitung, Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß
(1) Wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat nach Meldung oder Einschreibung zum Modul und nach Ablauf der Rücktrittsfrist, zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurücktritt, gilt die Prüfung als nicht bestanden und wird mit „nicht ausreichend” (5) bewertet. Das gleiche gilt, wenn eine schriftliche Modulleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem zuständigen Prüfungsamt unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden.
(2) Bei Krankheit der Studentin bzw. des Studenten bzw. eines von ihr bzw. ihm zu versorgenden Kindes oder pflegebedürftigen Angehörigen kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest des Amtsarztes verlangt werden. Wird der Grund anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Studien- und Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.
(3) Versuchen Studierende das Ergebnis ihrer Modulleistung bzw. Teilleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Modulleistung mit „nicht ausreichend“ bewertet.
(4) Auf Antrag der Studentin sind die Mutterschutzfristen, wie sie im Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (MschG) in der jeweils gültigen Fassung festgelegt sind, zu berücksichtigen. Dem Antrag sind die erforderlichen Nachweise beizufügen. Die Mutterschutzfristen unterbrechen jede Frist nach den Studien- und Prüfungsordnungen. Die Dauer des Mutterschutzes wird nicht in die Frist eingerechnet.
(5) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BErzGG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Elternzeit antreten, dem Studien- und Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Studien- und Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Elternzeit auslösen würden und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin bzw. dem Studenten mit.
(6) Studierende, die wegen familiärer Verpflichtungen beurlaubt sind, können freiwillig Modulleistungen erbringen. Auf Antrag der Studierenden ist eine Wiederholung der Erbringung nicht bestandener Versuche zur Erbringung von Modulleistungen während des Beurlaubungszeitraumes möglich.
(7) Belastende Entscheidungen sind der Studentin bzw. dem Studenten unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Für die Organisation der Leistungsüberprüfung und die Übermittlung der Ergebnisse innerhalb einer Woche nach deren Feststehen an das Prüfungsamt sind die federführenden Lehrenden des jeweiligen Moduls verantwortlich.
(2) Das Prüfungsamt führt eine Übersicht über Bestehen und Nichtbestehen, die akkumulierten Leistungspunkte sowie die Benotung der jeweiligen Prüfungen und Studienleistungen. Die Studierenden können sich diese Leistungsübersicht (Transcript of Records) bei Bedarf ausgeben und bescheinigen lassen.
(1) Die Abschlussarbeit im Ein-Fach-Bachelorstudiengang Informatik ist eine Modulleistung, in der die Studentin bzw. der Student zeigen soll, dass sie bzw. er in der Lage ist, im Rahmen des vorgegebenen Arbeitsaufwandes ein Problem mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema der Bachelor-Arbeit wird vom Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben. Thema, Ausgabe- und Rückgabezeitpunkt der Arbeit sind aktenkundig zu machen. Die Bachelor-Arbeit ist innerhalb von 6 Monaten zu bearbeiten.
(2) Eine Bachelor-Arbeit ist im Ein-Fach-Bachelorstudiengang Informatik obliga­torisch. Sie ist Hauptbestandteil des Abschlussmoduls, welches eine mündliche Leistung (Verteidigung) beinhaltet. Das Abschlussmodul einschließlich der Verteidigung umfasst 15 Leistungspunkte.
(3) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird, wer die in der Studienprogrammübersicht und § 24 des Abschlussmoduls genannten Vorleistungen erbracht hat.
(4) Die Themenstellung erfolgt durch die fachlich zuständige Professorin bzw. den fachlich zuständigen Professor oder eine Person aus der in § 33 Abs. 2 Nr. 1 und 2 HSG LSA genannten Gruppen. Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Bearbeitungszeit eingehalten werden kann. Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll in der Regel 80 Seiten nicht übersteigen. Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, eigene Themenvorschläge zu machen.
(5) Das Thema der Bachelor-Arbeit kann einmal zurückgegeben werden. Die Themenrückgabe kann nur innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Ausgabe des Themas erfolgen und ist innerhalb der genannten Befristung dem Studien- und Prüfungsausschuss schriftlich anzuzeigen. Die Bearbeitungszeit für ein ersatzweise ausgegebenes Thema ist von der Rückgabe unberührt.
(6) Die Abschlussarbeit wird von zwei Gutachterinnen und Gutachtern bewertet, die vom Studien- und Prüfungsausschuss bestellt werden.
(7) Die Gutachten sind in der Regel spätestens sechs Wochen nach Zustellung der Abschlussarbeit an die Gutachterinnen und Gutachter, beim Prüfungsausschuss einzureichen.
(8) Die Note der Bachelor-Arbeit wird als arithmetisches Mittel der beiden Benotungen gebildet. Besteht in den Noten der beiden Gutachten eine Differenz von mindestens 2 oder wird von genau einem der beiden Gutachterinnen und Gutachter die Abschluss-Arbeit mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, bestellt der Studien- und Prüfungsausschuss eine weitere sachkundige Gutachterin bzw. einen weiteren sachkundigen Gutachter. Die Drittbewertung soll binnen acht Wochen erfolgen. Auf der Grundlage der drei Bewertungen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss endgültig.
(9) Die Verteidigung kann erst nach Abgabe der Bachelor-Arbeit erfolgen. Für die Dauer der Verteidigung gilt § 9 Abs. 7.
(10) Die Verteidigung ist in der Regel hochschulöffentlich, Ausnahmen genehmigt der Studien- und Prüfungsausschuss. An der Beratung und Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse nehmen Gäste nicht teil.
(11) Die Leistung des Abschlussmoduls ist erbracht, sofern die Bewertung von Bachelor-Arbeit und Verteidigung jeweils mindestens mit der Note „ausreichend” (4,0) benotet wurden. Die Wichtung der beiden Teile erfolgt im Verhältnis 4 (Bachelor-Arbeit) zu 1 (Verteidigung).
(12) Bei Krankheit kann auf Antrag der Studentin bzw. des Studenten die Frist für die Abgabe der Arbeit verlängert werden. Dazu ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. Erkennt der Studien- und Prüfungsausschuss die Gründe an, wird dieses der Studentin bzw. dem Studenten schriftlich mitgeteilt. Die Verlängerungszeit entspricht der Dauer der Erkrankung. Gleiches gilt bei Erkrankung eines minderjährigen Kindes, das im Haushalt der Studentin bzw. des Studenten lebt und für das die Studentin bzw. der Student die überwiegende Personensorge hat.
(13) Wegen der Inanspruchnahme von Mutterschutz und Elternzeit wird auf die Bestimmungen des § 16 verwiesen. In diesem Fall und bei länger andauernder Krankheit kann anstelle der Verlängerung ein neues Thema ausgegeben werden. Im Einzelfall entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(14) Eine nicht bestandene Abschlussarbeit kann einmal wiederholt werden. Dabei ist ein neues Thema zu stellen. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen.
Bachelor-Zeugnis und Bachelor-Urkunde
(1) Das Bachelorstudium hat erfolgreich abgeschlossen, wer an allen für den Studiengang Informatik erforderlichen Modulen, einschließlich der Bachelor-Arbeit und ihrer Verteidigung erfolgreich teilgenommen und 180 Leistungspunkte erworben hat.
(2) Die Kandidatin bzw. der Kandidat erhält über das Ergebnis ein Zeugnis. Das Zeugnis enthält folgende Angaben:
a. das Thema der Bachelor-Arbeit,
b. die Note der Bachelor-Arbeit einschließlich der Verteidigung,
c. die Bezeichnung des Studienprogramms,
d. die Gesamtnote des Studienprogramms und Studiengangs,
e. die bis zum erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigte Fachstudiendauer.
(3) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Es ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Das Zeugnis ist zweisprachig in Deutsch und Englisch auszufertigen. Dem Zeugnis wird ein Diploma Supplement in englischer Sprache beigefügt. Das Diploma Supplement informiert über den absolvierten Studiengang, die belegten Module, die Module mit erfolgreich absolvierten Studienleistungen, und die Abschlussergebnisse. Haben Kandidatinnen und Kandidaten Modulleistungen erbracht, die nicht in die Bildung der Gesamtnote eingehen (vergleiche § 13 Abs. 4) so werden die Bezeichnungen der entsprechenden Module und die Noten der erbrachten Modulleistungen im Diploma Supplement aufgeführt.
(4) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten eine Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Grades „Bachelor of Science” beurkundet. Die Urkunde wird von der Dekanin bzw. dem Dekan der Fakultät unterzeichnet sowie mit dem Siegel der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg versehen. Die Urkunde ist zweisprachig in Deutsch und Englisch auszufertigen.
(5) Bei endgültigem Nichtbestehen des Bachelorstudienganges erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat auf Antrag eine vom Prüfungsamt ausgestellte Bestätigung über die von ihr bzw. ihm erbrachten und im Antrag bezeichneten Prüfungsleistungen, die darauf hinweist, dass es sich nur um Teile der Anforderungen des Studiengangs handelt. Entsprechendes gilt, wenn Studierende, die Teile des Studiengangs absolviert haben, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verlassen.
Einsicht in die Studien- und Prüfungsakten
Bis ein Jahr nach Abschluss des Studiums wird der Studentin bzw. dem Studenten auf Antrag Einsicht in ihre bzw. seine Studien- und Prüfungsakten gewährt. Der Antrag ist beim zuständigen Prüfungsamt zu stellen.
Ungültigkeit von Modulleistungen
(1) Hat die Studentin bzw. der Student bei der Erbringung einer Modulleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann die Dekanin bzw. der Dekan nachträglich das Ergebnis und gegebenenfalls die Noten für diejenigen Leistungen, bei deren Erbringen die Studentin bzw. der Student getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Modulleistung ganz oder teilweise für nicht erbracht erklären.
(2) Das unrichtige Zeugnis wird eingezogen, gegebenenfalls wird ein berichtigtes erteilt. Eine Entscheidung nach Abs. 1 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Der Akademische Senat der Universität kann eine Ombudsfrau bzw. einen Ombudsmann für Studium und Lehre bestellen, an die bzw. den sich Studierende und Lehrende in strittigen Fragen von individuellen Modulleistungen wenden können. In Streitfällen kann die Ombudsperson zwischen den Parteien schlichten. Die Anrufung einer Ombudsperson ersetzt nicht das Widerspruchsverfahren.
Für die Entziehung oder den Widerruf des Bachelorgrades gilt § 20 HSG LSA.
Studienaufbau und Studiengestaltung
(1) Die Tabelle 1 stellt die Studienprogrammübersicht des Ein-Fach-Bachelorstudienganges Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dar. Es sind die zu erbringenden Modulleistungen, einschließlich der zu erwerbenden Leistungspunkte aufgeführt. Es wird zwischen Pflichtmodulen (P) und Wahlpflichtmodulen (WP) unterschieden. Zu jedem Modul ist angegeben, ob der Besuch oder die erbrachte Modulleistung eines oder mehrerer anderer Moduls als obligatorische Voraussetzung für den Besuch des jeweiligen Moduls besteht (VL). Ebenfalls dort ist ersichtlich, welches Modul mit seiner Benotung und mit welcher Gewichtung in die Gesamtnote des Bachelorstudiums eingeht.
(2) Für Anwendungsfächer gilt, dass mindestens 15 Leistungspunkte aus genau einem Anwendungsfach zu erbringen sind. Die Wahl von Anwendungsfächern hat aus dem in der Studienprogrammübersicht aufgeführten Spektrum zu erfolgen. Der Studien- und Prüfungsausschuss kann auf Antrag hierzu Ausnahmen zustimmen, falls
· das gewünschte Anwendungsfach und Informatik eine sinnvolle Fächerkombination ergeben und
· von der das gewünschte Anwendungsfach anbietenden Einrichtung ein verbindlicher Studienplan erstellt und bestätigt wird, so dass die erforderlichen Leistungspunkte erreicht werden.
(3) Die Wahl von Modulen zur Erlangung allgemeiner Schlüsselqualifikationen (10 Leistungspunkte) hat aus dem durch den akademischen Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verabschiedeten Katalog von Modulen zu erfolgen. Hiervon ausgenommen sind alle Module, die das Institut für Informatik dazu beisteuert. Hinsichtlich der Kombination unterschiedlicher Module gibt es keine Einschränkungen. Ausnahmen von Satz 1 und 2 bedürfen der Genehmigung durch den Prüfungsausschuss.
(4) Studierende haben insgesamt genau 15 Leistungspunkte als Spezialisierung zu erbringen. Hierfür stehen die in der Studienprogrammübersicht im Komplex „Spezialisierung“ aufgeführten Module aus den Bereichen Informatik, Wirtschaftsinformatik und Mathematik zur Wahl. Aus diesen Bereichen können jeweils bis zu 15 Leistungspunkte erworben werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, maximal 5 der insgesamt 15 Leistungspunkte durch eines der Module aus dem Komplex Mathematik und ebenfalls maximal 5 Leistungspunkte aus dem Komplex „Anwendungsfächer“ zu erwerben.
(5) Die Anfertigung der Bachelor-Arbeit und ihre erfolgreiche Verteidigung schließen das Bachelor-Studium ab.
(6) Der in der Tabelle 2 aufgeführte Regelstudienplan gibt eine Empfehlung für die zeitliche Wahl der Module. Sie hat orientierenden Charakter und garantiert bei entsprechenden Leistungen die Einhaltung der Regelstudienzeit.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Informatik am 26.04.2006; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 13.12.2006.
Diese Studien- und Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kraft.
Halle (Saale), 13. Dezember 2006
Tabelle 1: Studienprogrammübersicht für das Studienprogramm Informatik im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte)
Status des Moduls
(P/WP)
(in SWS)
Module als Teilnahmevoraussetzungen (und Art der Voraussetzung)
Vorleistungen im aktuellen Modul
Modulleistung/
Modulteilleistungen
Anteil an Gesamtnote
Komplex Informatik-Grundlagen
Einführung in die Rechnerarchitektur und Betriebssysteme
Grundlagen und Konzepte der Modellierung
GI01 (Besuch)
GI03 (Modulleistung)
Automaten und Berechenbarkeit
Klausur oder mündliche
GI02 (Besuch)
Datenstrukturen und effiziente Algorithmen I
GI01 (Modulleistung)
Komplex Mathematik
Diskrete Strukturen, lineare Algebra und Analysis
Komplex Anwendungsfach
AFMa01
Ma01 (Besuch)
AFMa02
AFMa03
AFPhy01
Experimentalphysik_ E_A
AFPhy02
Grundpraktikum Experimentalphysik
AFPhy01 (Modulleistung)
AFCh01
Allgemeine und anorganische Chemie im Nebenfach I
AfCh02
Allgemeine und anorganische Chemie im Nebenfach II
AFCh01 (Modulleistung)
AFCh03
Allgemeine und anorganische Chemie im Nebenfach III
AFCh04
Allgemeine und anorganische Chemie im Nebenfach IV
AFBio01
AFBio02
AFBio03
AFBio04
Allgemeine Botanik und Grundlagen der Zoologie
AFGeo01
AFGeo02
AFGeo01 (Modulleistung)
AFGeo03
AFGeo04
Bereich Designinformatik
AFDI01
2D-Authering und Grundlagen der Gestaltung für Nichtgestalter
AFDI02
3D-Authering und VR-Conception I
AFDI03
Handlungs-Simulation, Video-Editing und Kameraführung
AFDI04
3D-Interaktionsmodelle und der phaenomenale Raum
Bereich Psychologie
AFPsy01
Grundlagen der Allgemeinen Psychologie I
AFPsy02
Grundlagen der Allgemeinen Psychologie II
AFPsy01 (Modulleistung)
AFPsy03
Grundlagen der Biologischen Psychologie
AFPsy04
AFPsy05
Grundlagen der Differentiellen Psychologie und der
AFPsy06
AFPsy07
Grundlagen der ABO-Psychologie
AFPsy08
AFPsy09
Grundlagen der Pädagogischen Psychologie
Bereich Betriebswirtschaftslehre
AFBWL01
AFBWL02
AFBWL01 (Modulleistung)
AFBWL03
AFBWL04
Personalwirtschaft und Organisation
AFBWL05
AFBWL06
Bereich Volkswirtschaftslehre
AFVWL01
AFVWL02
AFVWL01 (Modulleistung)
AFVWL03
AFVWL01 (Modulleistung), AFVWL02 (Modulleistung)
AFVWL04
AFVWL05
Komplex Allgemeine Schlüsselqualifikationen
Die hierfür wählbaren Module werden durch das Prorektorat für Studium und Lehre für jedes Semester in einem Modulkatalog veröffentlicht
Komplex Informatik-Vertiefung
Datenstrukturen und effiziente Algorithmen II
GI07 (Besuch)
Einführung in die Rechnernetze und verteilte Systeme
Rechnerarchitektur und Betriebssysteme II
Einführung in die Computergraphik
GI07 (Modulleistung)
Softwaretechnik in der Praxis
Gestaltung und Durchführung von Fachvorträgen in der Informatik
Fachvortag und schriftlich Ausarbeitung
VI04 (Besuch)
schriftliche Ausarbeitung und Verteidigung
Komplex Spezialisierung
SPI01
Betriebssysteme und Netzwerkadministration
GI01 – GI07 (alle jeweiligen Modulleistung)
Rekonfigurierbare Hardware
SPI03
Grundlagen des WWW
SPI04
GI01 – GI07 (jeweilige Modulleistung)
SPI05
Bereich Bioinformatik
SPBI01
Statistische Datenanalyse in der Bioinformatik
GI01 – GI07 und Ma02 (alle jeweiligen Modulleistung)
SPBI02
Algorithmen auf Sequenzen I
SPBI03
Algorithmen auf Sequenzen II
GI01 – GI07 (alle jeweiligen Modulleistung),
SPBI02 (Besuch)
SPWI01
SPWI02
SPWI03
Betriebliche IuK-Infrastrukturen
Gruppenprojekt (20%) und Klausur (80%)
SPWI04
SPWI05
VI01 (Modulleistung)
Übungsblätter (10%) und Gruppenarbeit (10%) und Klausur (80%)
SPWI06
SPWI07
SPWI08
Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme
Die hierfür wählbaren Module sind dem Komplex „Anwendungsfach“ aus dem Bereich Mathematik zu entnehmen
Bereich Anwendungsfach
Die hierfür wählbaren Module sind dem Komplex „Anwendungsfach“ zu entnehmen
GI01 – GI07, VI01-VI10, Ma01, Ma02 (alle jeweiligen Modulleistungen)
Bachelor-Arbeit und Verteidigung
Tabelle 2: Regelstudienplan für das Studienprogramm Informatik im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte)
Leistungspunkte im Semester
0/5/10/15

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 § 27
 § 7
 § 15
 § 3
 § 6
 § 24
 § 24
 § 9
 § 24
 § 11
 § 10
 § 9
 § 12
 § 12
 § 24
 § 33
 § 9
 § 16
 § 13
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