Source: http://www.uni-regensburg.de/Einrichtungen/Verwaltung/Abteilung-I/Abt.I-Kr/Lehramt/22.htm
Timestamp: 2017-10-23 09:43:41+00:00

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(§ 50 und § 70 LPO I)
Der vorliegende Paragraph der Studienordnung beschreibt Ziele, Inhalte und Verlauf des Studiums des Faches Französisch für die Studiengänge Lehramt an Realschulen (nicht vertieftes Studium) und Lehramt an Gymnasien (vertieftes Studium) an der Universität Regensburg. Er regelt das Studium der Französischen Philologie als wissenschaftliches Fachstudium im Sinne des Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 BayLBG.
Wird das Fach im Rahmen einer Erweiterung des Studiums als drittes Unterrichtsfach studiert, so entfallen bestimmte Leistungsnachweise, die sonst für die Meldung zur Ersten Staatsprüfung erforderlich sind. Diese Regelungen sind am Ende des Paragraphen angegeben.
Die hier behandelten Studiengänge haben inhaltliche Berührungspunkte untereinander und zum Studium der Romanischen Philologie in ihrem Teilgebiet Französisch mit dem Ziel des Abschlusses als M.A. (Magister Artium). Entsprechende Studienleistungen werden anerkannt, vgl. § 11.
Das Studium des Faches Französisch kann zum Wintersemester oder Sommersemester aufgenommen werden.
(1) Als Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung im Studiengang für das Lehramt an Realschulen (nicht vertieftes Studium) sind Lateinkenntnisse vorgeschrieben, für die Zulassung zur Zwischenprüfung sowie zur Ersten Staatsprüfung im Studiengang für das Lehramt an Gymnasien (vertieftes Studium) das Latinum.
(2) Zum Studium des Französischen werden angemessene Kenntnisse der französischen Sprache erwartet, die den in fünfjährigem Französischunterricht in der Sekundarstufe erworbenen Kenntnissen entsprechen. Ein Sprachtest am Beginn des Studiums gibt Auskunft darüber, ob und in welchem Umfang diese Kenntnisse vorhanden sind.
Das Studium bereitet auf ein Lehramt an öffentlichen Schulen vor. Das Studium vermittelt den Studenten Einsichten, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den folgenden Gebieten:
Beherrschung der französischen Sprache (mündlich und schriftlich)
Sprachgeschichte und Sprachwissenschaft
Im Hinblick auf die Prüfungsanforderungen gemäß §§ 50 und 70 LPO I sollen im Laufe des Studiums folgende Einsichten, Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben werden:
5.1 Für das nicht vertiefte Studium (Realschule)
a) Sicherheit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der französischen Sprache aufgrund eines umfangreichen Wortschatzes und gründlicher Kenntnis der Grammatik, Stilistik und Idiomatik; eine in Lautbildung und Intonation richtige und zur festen Gewöhnung gebrachte Aussprache.
b) Kenntnis der Probleme, Methoden und Ergebnisse der Sprachwissenschaft; Fähigkeit, sprachwissenschaftliche Methoden auf die Gegenwartssprache anzuwenden; Grundzüge der Geschichte der französischen Sprache. Der Schwerpunkt liegt auf der Fähigkeit, Phänomene der Gegenwartssprache sprachhistorisch zu erklären.
c) Vertrautheit mit der französischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts; Kenntnis wesentlicher literaturhistorischer Entwicklungslinien. Besondere, auf eigener Lektüre beruhende Kenntnis eines Einzelgebietes; Fertigkeit in der Interpretation literarischer Texte.
d) Kenntnisse in der Landeskunde.
e) Fachdidaktische Kenntnisse.
5.2 Für das vertiefte Studium (Gymnasium)
b) Vertrautheit mit Problemen, Methoden und Ergebnissen der französischen Sprachwissenschaft; Fähigkeit, sprachwissenschaftliche Methoden auf ältere Sprachstufen und auf die Gegenwartssprache anzuwenden.
c) Vertrautheit mit der Geschichte der französischen Sprache.
d) Bei entsprechender Wahl als Teilgebiet des Examens: Fähigkeit, einen altfranzösischen oder mittelfranzösischen Text zu übersetzen und in wesentlichen Zügen sprachwissenschaftlich zu erläutern.
e) Vertrautheit mit Fragestellungen, Methoden und Ergebnissen der Literaturwissenschaft; Fähigkeit zur methodisch reflektierten Textanalyse.
f) Überblick über die Geschichte der französischen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
g) Wenn Literaturwissenschaft für die mündliche Prüfung gewählt wird: Genauere Kenntnisse auf verschiedenartigen Teilgebieten der französischen Literatur-geschichte.
h) Kenntnisse in der Landeskunde.
i) Fachdidaktische Kenntnisse.
Zur Verbesserung der Sprechfertigkeit und zur Vertiefung der Kenntnisse in Landeskunde wird ein Aufenthalt des Studenten in Frankreich von mindestens halbjähriger Dauer dringend empfohlen. Der Student soll für die Planung eines solchen Aufenthaltes die Fachstudienberatung in Anspruch nehmen.
7. Verteilung der Studieninhalte
7.1 Gemeinsame Regeln
(1) In Vorlesungen, Pro- und Hauptseminaren, in sprachpraktischen und wissenschaftlichen Übungen erhalten die Studenten Gelegenheit, durch Teilnahme bzw. individuell erbrachte Leistungen die zur Erreichung der Studienziele erforderlichen Einsichten, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben.
Die Veranstaltungen können innerhalb der für die Ablegung der Prüfungen gesetzten Fristen wiederholt werden. Die Zahl der möglichen Wiederholungen bestimmter sprachpraktischer Tests ist beschränkt, s. Absatz 6.
(2) Zugangsvoraussetzung für ein Proseminar ist jeweils die erfolgreiche Teilnahme am zugehörigen Einführungskurs.
(3) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Das Grundstudium des vertieft studierten Faches schließt mit der akademischen Zwischenprüfung ab. Zugangsvoraussetzung für die Veranstaltungen des Hauptstudiums ist die erfolgreich abgelegte Zwischenprüfung.
Beim Studium des Faches als Erweiterungsfach braucht die Zwischenprüfung nicht abgelegt zu werden.
(4) Im nicht vertieften Studium des Faches ist keine Zwischenprüfung vorgesehen; die Zugangsvoraussetzungen zu Veranstaltungen des Hauptstudiums sind für diesen Fall unten bei Ziffer 7.2 A Anm. 1 angegeben.
(5) Weitere Voraussetzungen für den Zugang zu den verschiedenen Niveaus der Sprachpraktischen Übungen bestehen nicht; der Student wird bei Studienbeginn durch die Fachstudienbe-ratung und im Bedarfsfall durch den Dozenten eines jeden Kurses über die beste Einstufung beraten.
(6) Der für die Zulassung zur Zwischenprüfung erforderliche "Sprachpraktische Schein" wird er-worben durch Tests in den Gebieten:
Sprechfertigkeitstest (10 Minuten zu einem mit dem Lektor vereinbarten landeskundlichen Thema).
Die einzelnen Tests können jeweils im Anschluß an Kurse des Niveaus II oder zu den durch Anschlag bekanntgegebenen Terminen getrennt abgelegt werden; sie können im Rahmen der für die Meldung für die Zwischenprüfung gesetzten Fristen höchstens zweimal wiederholt werden. Der Sprachpraktische Schein wird ausgestellt, wenn alle Tests bestanden sind.
(7) Im folgenden werden diejenigen Lehrveranstaltungen mit der jeweiligen Semesterwochen-stundenzahl genannt, aus denen der Student sein Studienprogramm zusammenstellen soll. Veranstaltungen, von denen ein Nachweis der erfolgreichen Teilnahme erforderlich ist, sind gekennzeichnet (s. dazu unter Ziffer 8. "Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfungen"; bei einer Erweiterungsprüfung entfallen diese Voraussetzungen z. T., Näheres s. unter Ziffer 8).
7.2 Nicht vertieftes Studium (Realschule)
Die Gesamtzahl der für ein reguläres Studium erforderlichen Semesterwochenstunden (SWS) beträgt 44. Falls die zur Ersten Staatsprüfung erforderliche Hausarbeit (vgl. § 8 Nr. 2 Abs. 4) im Fach Französisch geschrieben werden soll, ist dafür ein zusätzlicher Zeitaufwand vorzusehen.
7.2 A Grundstudium
Fachsem. Veranstaltungen SWS
+ (ggf. Erwerb von Lateinkenntnissen)
ggf. Exercices pratiques de langue française
(4 SWS in den Semesterferien, wenn nach Ausweis des Einstufungstests notwendig)
Phonetik (Einführung; Übungen; je 1 SWS)
Übersetzung Französisch-Deutsch I, II (je 2 SWS) 1)
Grammatik I, II (je 2 SWS) 1)
Grammatik III
Übersetzung Deutsch-Französisch II, III (je 2 SWS)
Einführung und Proseminar Literaturwissenschaft
Einführung und Proseminar Sprachwissenschaft
es wird dringend empfohlen, an Vorlesungen in Sprach- und Literaturwissenschaft
sowie an Konversationsstunden teilzunehmen
+ bedeutet, daß der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an der betr. Lehrveranstaltung Zulassungsvoraussetzung für die Erste Staatsprüfung ist, s. dazu Ziffer 8.
1) Zum Erwerb des "Sprachpraktischen Scheins", auf den diese Kurse vorbereiten, s. o. bei Ziffer 7.1. Voraussetzung für den Eintritt in Hauptseminare und gestufte sprachpraktische Veranstaltungen des Hauptstudiums ist der Erwerb des "Sprachpraktischen Scheins" und die erfolgreiche Teilnahme an den mit + bezeichneten Veranstaltungen des Grundstudiums.
7.2 B Hauptstudium
+ Grammatik IV 1)
+ Aufsatz IV 1)
Übersetzung Deutsch-Französisch IV 1)
Hauptseminar 2)
es wird dringend empfohlen, an Vorlesungen, Seminaren, Übungen in Sprach-
und Literaturwissenschaft sowie an Konversationsstunden teilzunehmen
Fachdidaktik (einschließlich Begleitveranstaltung zum Praktikum)
1) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer sprachpraktischen Übung des Hauptstudiums ist für die Meldung zur Ersten Staatsprüfung vorgeschrieben; er kann in jeder der bezeichneten Veranstaltungen erworben werden.
2) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Hauptseminar ist für die Meldung zur Ersten Staatsprüfung vorgeschrieben, wenn nicht ein Hauptseminar im zweiten Prüfungsfach nachgewiesen wird.
7.3 Vertieftes Studium (Gymnasium)
Die Gesamtzahl der für ein reguläres Studium erforderlichen Semesterwochenstunden (SWS) beträgt 74. Falls die zur Ersten Staatsprüfung erforderliche Hausarbeit (vgl. § 8 Nr. 2 Abs. 4) im Fach Französisch geschrieben werden soll, ist dafür ein zusätzlicher Zeitaufwand vorzu-sehen.
7.3 A Grundstudium
4. (ggf. Erwerb des Latinums)
Phonetik (Einführung, Übungen, je 1 SWS) 1)
Übersetzung Französisch-Deutsch I, II (je 2 SWS) 2)
Konversation (zwei Kurse, je 1 SWS) 2)
Grammatik I, II (je 2 SWS) 2)
Landeskunde 2)
Einführung und Proseminar Literaturwissenschaft 3)
Einführung und Proseminar Sprachwissenschaft 3)
Vorlesungen Sprach- und Literaturwissenschaft, mindestens
Fachdidaktik 4)
1) Der "Phonetikschein", der in diesen Kursen erworben werden kann, ist Zulassungsvoraussetzung für die Zwischenprüfung und ebenso für die Erste Staatsprüfung, s. u. bei Ziffer 8.
2) Zum Erwerb des "Sprachpraktischen Scheins", auf den diese Kurse vorbereiten, s. o. bei Ziffer 7.1.
3) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den beiden Proseminaren mit den Einführungskursen ist Zulassungsvoraussetzung für die Zwischenprüfung.
4) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer fachdidaktischen Lehrveranstaltung ist Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung.
7.3 B Hauptstudium
8. Aufsatz IV, V (je 2 SWS) 1)
Übersetzung Französisch-Deutsch IV, V (je 2 SWS) 1)
Übersetzung Deutsch-Französisch IV, V (je 2 SWS) 1)
Grammatik und Stilistik IV, V (je 2 SWS)
Konversation (zwei Kurse, je 1 SWS)
Vorlesungen, Übungen in Sprach- und Literaturwissenschaft, mindestens
Altfranzösisch 2)
zwei Hauptseminare (je 2 SWS) 3)
Fachdidaktik (einschließlich Begleitveranstaltung zum Praktikum) 4)
1) Nachweise der erfolgreichen Teilnahme an sprachpraktischen Übungen der Oberstufe können in jeder der bezeichneten Veranstaltungen erworben werden. Als Zulassungvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung ist mindestens ein solcher Nachweis vorgeschrieben, s. u. bei Ziffer 8.
2) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung im Altfranzösischen ist Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung.
3) Zwei Nachweise der erfolgreichen Teilnahme an Hauptseminaren sind als Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung vorgeschrieben.
8.1 Erste Staatsprüfung (nicht vertieftes Studium, § 50 LPO I)
1. Lateinkenntnisse;
2. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an
a) einem Kurs über Phonetik (Beherrschung der Phonetik unter dem Gesichtspunkt der Erfordernisse des Unterrichts, Kenntnis der Lautschrift der Association Phonétique Internationale),
b) einem sprachpraktischen Oberkurs,
c) zwei Proseminaren (eines in Sprachwissenschaft, eines in Literaturwissenschaft),
d) einem Haupt- oder Oberseminar (dieser Nachweis entfällt, wenn im zweiten Prüfungsfach der erfolgreiche Besuch eines Haupt- oder Obersemi-nars nachgewiesen wird),
e) zwei fachdidaktischen Lehrveranstaltungen.
Im Falle der Erweiterung mit Französisch (3. Fach) entfallen die obigen Zulassungsvoraussetzungen nach Nr. 2.
8.2 Zwischenprüfung (vertieftes Studium, § 31 Zwischenprüfungsordnung)
2. Sprachpraktischer Schein aufgrund folgender Leistungen:
a) Übersetzung Französisch-Deutsch (im Anschluß an einen zweistündigen Kurs, Niveau II);
b) Grammatiktest (im Anschluß an einen zweistündigen Kurs, Niveau II);
c) Sprechfertigkeitstest (10 Minuten zu einem mit dem Lektor vereinbarten landeskundlichen Thema).
3. Phonetikschein (mit Nachweis von Übungen in Lautschrift (API))
4. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem sprachwissenschaftlichen Proseminar (mit vorausgehendem Einführungskurs);
5. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem literaturwissenschaftlichen Proseminar (mit vorausgehendem Einführungskurs).
Im Falle des Erweiterungsstudiums braucht die Prüfung im dritten Fach nicht abgelegt zu werden.
8.3 Erste Staatsprüfung (vertieftes Studium, § 70 LPO I)
1. Latinum,
2. Phonetikschein mit Nachweis von Übungen in Lautschrift (Association Phonétique Internationale),
3. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an
a) einem sprachpraktischen Oberkurs,
b) einer Lehrveranstaltung im Altfranzösischen,
c) zwei Haupt- oder Oberseminaren,
d) einer fachdidaktischen Lehrveranstaltung.
Bei einer Erweiterung mit Französisch (3. Fach) entfallen die Zulassungsvoraussetzungen nach Nrn. 2 und 3.

References: § 70
 Art. 3
 § 11
 § 8
 § 8
 § 50
 § 31
 § 70