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Timestamp: 2020-07-07 17:04:48+00:00

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pr:prinfos:2016-09-teilzeit [Personalrat Uniklinik Magdeburg A.ö.R.]
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pr:prinfos:2016-09-teilzeit
Teilzeitbeschäftigung - Möglichkeiten zur Verringerung der Arbeitszeit
Vorteile der Teilzeitbeschäftigung
Nachteile der Teilzeitbeschäftigung
Im Rahmen einer Klausurtagung des Personalrates im Jahr 2016 wurden Vorträge gehalten, deren Inhalte auch für Sie von Interesse sein können. Die Präsentation zum Vortrag (farbiger) finden Sie hier als PDF Datei. Diesen Vortrag hat René Szymkowiak erarbeitet und gehalten.
Ist eine regelmäßige Wochenarbeitszeit nicht vereinbart, so ist ein Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt, wenn seine regelmäßige Arbeitszeit im Durchschnitt eines bis zu einem Jahr reichenden Beschäftigungszeitraums unter der eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers liegt.,
(Teilzeit- und Befristungsgesetz § 2 (1))
Teilzeitbeschäftigt ist auch ein Arbeitnehmer, der eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Abs.1 Nr. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch ausübt.
(Teilzeit- und Befristungsgesetz § 2 (2))
Rechtliche Grundlagen zur Verringerung der Arbeitszeit
(1) Teilzeit- und Befristunsgesetz (TzBfG)
(2) Manteltarifvertrag UK MD A.ö.R.
(3) Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG)
(4) Familienpflegezeitgesetz (FPfZG)
(5) Altersteilzeitgesetz
(1) Teilzeit- und Befristungsgesetz (speziell die §§ 6- 13)
das Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens 6 Monaten (§ 8 (1))
der Arbeitgeber beschäftigt in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer (§ 8 (7))
Antragstellung gem. § 8:
Beispiel für einen aus Arbeitnehmersicht „korrekten Teilzeit-Antrag“
(5) Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung schriftlich mitzuteilen. Haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht nach Absatz 3 Satz 1 über die Verringerung der Arbeitszeit geeinigt und hat der Arbeitgeber die Arbeitszeitverringerung nicht spätestens einen Monat
vor deren gewünschtem Beginn schriftlich abgelehnt, verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang. Haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Verteilung der Arbeitszeit kein Einvernehmen nach Absatz 3 Satz 2 erzielt und hat der Arbeitgeber nicht spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Arbeitszeitverringerung die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit schriftlich abgelehnt, gilt die Verteilung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers als festgelegt. Der Arbeitgeber kann die nach Satz 3 oder Absatz 3 Satz 2 festgelegte Verteilung der Arbeitszeit wieder ändern, wenn das betriebliche Interesse daran das Interesse des
Arbeitnehmers an der Beibehaltung erheblich überwiegt und der Arbeitgeber die Änderung spätestens einen Monat vorher angekündigt hat.
Besonderheit – Arbeit auf Abruf – gem. § 12 TzBfG
(3) Durch Tarifvertrag kann von den Absätzen 1 und 2 auch zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, wenn der Tarifvertrag Regelungen über die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit und die Vorankündigungsfrist vorsieht. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die
Arbeit auf Abruf vereinbaren.
(2) Manteltarifvertrag UK MD A.ö.R. (speziell § 13)
siehe TzBfG
Geltungsbereich entsprechend § 1 MTV UK MD A.ö.R.
Antragstellung gem. § 13 Teilzeitbeschäftigung:
b) einen nach ärztlichen Gutachten pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen tatsächlich betreuen oder pflegen und dringende dienstliche bzw. betriebliche Belange nicht entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung nach Satz 1 ist auf Antrag bis zu fünf Jahre zu befristen. Sie kann verlängert werden, der Antrag ist spätestens sechs Monate vor Ablauf der vereinbarten Teilzeitbeschäftigung zu stellen. Bei der Gestaltung …..
Beispiel für einen aus Arbeitnehmersicht „falschen Teilzeit-Antrag“
speziell die §§ 1 (Elterngeld) und 15 (Anspruch auf Elternzeit)
Anspruch gem. § 1:
…., wer einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
Anspruch gem. § 15:
…, mit ihrem Kind,
mit einem Kind, Anspruchsvoraussetzungen gem. § 1 (3) und (4) erfüllen, oder
mit einem Kind, dass sie in Vollzeitpflege nach § 33 SGB 8 aufgenommen haben, in einem Haushalt leben und
§ 15 (4) BEEG (Tätigkeit während der Elternzeit)
Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin darf während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats erwerbstätig sein. …..
Teilzeit bei einem anderen Arbeitgeber oder selbstständige Tätigkeit nach Satz 1 bedürfen der Zustimmung des Arbeitgebers. Dieser kann sie nur innerhalb von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen.
§ 15 (5) und (6) regeln die Mechanismen der Erörterung und das Procedere bei Nichteinigung, sowie die Möglichkeiten der weiteren Verkürzung der AZ.
§ 15 (7) Für den Anspruch auf Verringerung der AZ gelten folgende Voraussetzungen:
1. und 2. siehe TzBfG
a) für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr sieben Wochen und
b) für den Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes 13 Wochen vor Beginn der Teilzeittätigkeit schriftlich mitgeteilt.
Der Antrag muss den Beginn und Umfang der verringerten Arbeitszeit enthalten. Die gewünschte Verteilung der verringerten Arbeitszeit soll im Antrag angegeben werden. Falls der Arbeitgeber die beanspruchte Verringerung oder Verteilung der Arbeitszeit ablehnen will, muss er dies innerhalb von vier Wochen mit schriftlicher Begründung tun. Hat ein Arbeitgeber die Verringerung der Arbeitszeit
2. in einer Elternzeit zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes nicht spätestens acht Wochen nach Zugang des Antrags schriftlich abgelehnt, gilt die Zustimmung als erteilt und die Verringerung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers als festgelegt. ……..
Zur Vervollständigung weitere Möglichkeiten zur Verkürzung der Arbeitszeit
höherer Anteil qualifizierter/eingearbeiteter Mitarbeiter Vereinbarkeit Beruf und Familie
Einsparpotential mehr Zeit für andere Beschäftigungen (Hobby, Ehrenamt etc.)
Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes wird durch größere Pufferkapazitäten erleichtert Weiterbildung/Studium berufsbegleitend möglich
flexiblere Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter höherer Erholungseffekt
Erhaltung der Arbeitskraft
„Downshifting“ ? freiwillige Einfachheit (einfach der Lebensstil nicht so viel zu arbeiten)
zufriedene Mitarbeiter zufriedene Mitarbeiter
höhere Lohnnebenkosten Lohneinbußen
höherer Koordinationsaufwand „Karriereknick“
evtl. Einschränkung des Direktionsrechts evtl. Wechsel des Arbeitsplatzes
Nichtberücksichtigung bei Weiterbildungsmaßnahmen
Rolle des PR im Antragsverfahren
§ 67 PersVG LSA Mitbestimmung in Angelegenheiten der Arbeitnehmer
(1) Der Personalrat bestimmt in folgenden Personalangelegenheiten der
Arbeitnehmer mit:
11. Ablehnung eines Antrages auf Teilzeitbeschäftigung oder Beurlaubung aus familiären Gründen
Aus der Kommentierung:
Nach dem Wortlaut der Nr.11 unterliegt nur die Ablehnung eines Antrags auf Teilzeitbeschäftigung oder Beurlaubung aus familiären Gründen sowie eine entsprechende Änderung des Arbeitsvertrages der Mitbestimmung. …..
Eine mitbestimmungspflichtige Ablehnung in diesem Sinne ist auch dann gegeben, wenn die Dienststelle dem Antrag nur teilweise entspricht oder wenn ein Antrag auf Verlängerung etwa eines Urlaubs aus familiären Gründen abgelehnt wird.
Der Zweck der Mitbestimmung des Personalrats bei diesen ablehnenden Entscheidungen besteht hauptsächlich darin, darauf zu achten, dass evtl. Ablehnungen durch die Dienststelle ermessensfehlerfrei ergehen, insbesondere, dass die Beschäftigten gleichbehandelt werden und dass die tariflichen Vorgaben eingehalten werden.
Blick über die Grenzen - Teilzeitbeschäftigung in Europa
der Antrag ist fristgerecht einzureichen
der Arbeitgeber soll im Antrag den Willen des Arbeitnehmers erkennen
Beginn der Teilzeitbeschäftigung
Umfang der Reduzierung
Ende der Teilzeitbeschäftigung
PR in der Mitbestimmung bei der Ablehnung des Teilzeitbegehrens, bzw. beratend vor der Antragstellung
pr/prinfos/2016-09-teilzeit.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/08 03:59 (Externe Bearbeitung)

References: § 2
 § 8
 § 2
 § 8
 § 12
 § 13
 § 1
 § 13
 § 1
 § 15
 § 1
 § 33

§ 15

§ 15

§ 15

§ 67