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Timestamp: 2019-12-10 03:35:57+00:00

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Seiten-ID: 925 Die Eigenschaften der Mediation sind der Maßstab 3-Abteilung » Archiv » Archiv: Lexikon (allgemein)
Ein Wesensmerkmal wurde verletzt (Fehlervermeidung)
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Bei der Durchführung einer Mediation geht es darum, die Mediation zu verwirklichen. Nur so lässt sich die Lösung aus dem Prozess heraus entwickeln. Wann eine Mediation verwirklicht wird oder nicht, ergibt sich aus den Eigenschaftsmerkmalen.
Wie muss es sein
damit daraus eine Mediation wird?
Herleitung der Eigenschaften
Definition → Eigenschaften → Prinzipien
Prinzipien → Eigenschaften
Die Notwendigkeit, die Eigenschaftsmerkmale der Mediation herauszuarbeiten ergibt sich aus Irritationen und Ungenauigkeiten, die sich aus den Definitionsversuchen der Mediation ergeben. Die gesetzliche Definition ist ungenau. Indem sie nicht auf die Vermittlung hinweist, erschwert sie die Abgrenzung zur Schlichtung. Indem sie die Vertraulichkeit und Neutralität zum Tatbestandsmerkmal erhebt werden Meditationen mit eingeschränkter Vertraulichkeit gegebenenfalls nicht mehr als Mediation behandelt. Um dies zu verhindern, stuft Greger manche Tatbestandsmerkmale als nicht essenziell ein. Methodisch eindeutiger ist die Unterscheidung zwischen Tatbestandsmerkmalen, die auf Eigenschaften und solchen, die Prinzipien abbilden. Eine präzise Auseinandersetzung mit der Legaldefinition finden Sie im Online-Kommentar zum Mediationsgesetz.
Online-Kommentar zum Mediationsgesetz
Die Unterscheidung zwischen Eigenschaften und Prinzipien ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit dem Wesen der Mediation. Die EU-Richtlinie gibt hierfür einen Anhaltspunkt. Danach konzentriert sich die Mediation auf nur drei wesentliche Eigenschaften:
1.	Die Parteien (Medianden) finden (selbst) eine Lösung.
2.	Die Lösung basiert auf einem wechselseitigen Verstehen.
3.	Die Lösung verwirklicht den maximalen Nutzen.
Handelt es sich um eine Dienstleistung, kommt noch die Hilfeleistung als ein Kriterium hinzu. Sie bedingt die Eigenschaft:
4.	Die Unterstützung einer neutralen dritten Instanz ist erwünscht.
Aus diesen Charakteristika lassen sich alle weiteren Eigenschaften herleiten.
Die Definition Mediationsgesetz benennt nur einige Eigenschaften der Mediation und setzt diese mit den Prinzipien gleich. Eigenschaftsmerkmale und Prinzipien stehen begrifflich nicht auf der gleichen Ebene. Die Prinzipien sind Bedingungen, damit sich die Eigenschaftsmerkmale verwirklichen lassen. Mithin orientieren sich die Prinzipien an den Eigenschaftsmerkmalen und nicht umgekehrt. Die nachfolgenden Gegenüberstellungen sollen helfen, die Eigenschaften aus der Definition zu extrahieren und gegen die Prinzipien abzugrenzen.
Die Eigenschaften müssen noch festgelegt und abgestimmt werden. Siehe Forschungsbedarf
Eigenschaften und Prinzipien lassen sich wie folgt aus den Definitionsmerkmalen herleiten:
mit Hilfe einer Person Vermittlung
Das Verhältnis von Prinzipien und Eigenschaften lässt sich wie folgt darstellen:
Offenheit evtl. §1 Suche nach einer Lösung ergebnisoffen
Vertraulichkeit §1 Abs.1,4 Schutz der Mediation und des Gesprächs gesprächsoffen
Freiwilligkeit §1 Abs.1 §2 Abs. 2,5 Parteiautonomie kontrollierbar
Informiertheit §2 Abs.6 Kenntnis aller entscheidungsrelevanten Umstände bewusst
Eigenverantwortlichkeit §1 Abs.1 gleiche Augenhöhe verantwortlich
Neutralität §1 Abs.2 §2 Abs.3 Unvoreingenommenheit allparteilich
Indetermination §1 Abs.2 Rollenfestlegung unbeeinflussbar
Eine vertiefende Auseinandersetzung und Herleitung der Eigenschaftsmerkmale enthält der Beitrag Eigenschaftsmerkmale der Mediation. Den Bezugsrahmen ergibt das Wesen der Mediation
Das Wesen beschreibt die zu einer Person oder Sache gehörenden, beschreibenden Merkmale. Die "Sache" um die es geht, ist die Mediation. Sie ist der Prozess einer Vermittlung, die es den Parteien ermöglicht, selbst eine einvernehmliche, am allseitigen Nutzen orientierte Lösung zu finden. Diese Beschreibung beinhaltet im Grunde bereits alle wesentlichen Merkmale, aus denen sich die Mediation beschreiben lässt. Die Prinzipien sind dafür "lediglich" die Bediungungen, die diesen Prozess ermöglichen.
Die Suche nach einer Lösung wird durch die Gesprächs- und Ergebnisoffenheit gewährleistet.
Das offene Gespräch soll durch die Vertraulichkeit abgesichert und ermöglicht werden.
Das Eigenständigkeit der Individuen wird durch die Freiwilligkeit garantiert
Die Vermittlung erfordert eine Metaebene, die sich im Kommunikationsmodell verwirklicht. Sie soll jegliche Beeinflussung verhindern und wird durch die Indetermination abgesichert.
Die neutrale Metaebene wird durch die Beteiligung eines neutralen Dritten sichergestellt.
Die zu findende Lösung wird am Nutzen ausgerichtet.
Die gemeinschaftliche Suche nach einer zu vereinbarenden Lösung bedingt die Gleichwertigkeit der Verhandlungspartner, die mit der Allparteilichkeit des Dritten korrespondiert.
Die Festlegung der Eigenschaften als das Wesen der Mediation ist der Orientierungspunkt bei der Auslegung aller Regeln, die darauf abzielen die Mediation zu verwirklichen. Sie erlauben die Unterscheidung, welche Tatbestandsmerkmale in §1 Mediationsgesetz disponibel sind und welche nicht. Die Frage wird sich also auch auf die Haftung aus.
Der Mediator verletzt ein Prinzip
Bearbeitungsstand: 2019-01-15 09:49 / Version
Alias: Eigenschaften der Mediation, Eigenschaft
Prüfvermerk: Administrator 08.10.2018 17:03
wiki page : Prinzip-Indetermination
Erstellt von Arthur Trossen. Letzte Änderung: Dienstag Januar 15, 2019 09:49:56 CET by Arthur Trossen.

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