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Timestamp: 2016-07-23 23:01:24+00:00

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Auf Grund des § 23 in Verbindung mit § 13 Abs. 3,
§ 56 Satz 1, § 57 Abs. 4, § 58 Abs. 3, § 59 Abs. 9, §
60 Abs. 4 Satz 1 und § 61 Abs. 3 des Brandenburgischen Schulgesetzes in
§ 13 Abs. 3 durch Artikel 1 Nr. 10 des Gesetzes vom 8. Januar 2007 (GVBl.
I S. 2, 4) geändert worden ist, in Verbindung mit § 6 des Gesetzes
zur Einführung der Oberschule im Land Brandenburg vom 16. Dezember 2004
(GVBl. I S. 463, 464) verordnet der Minister für Bildung, Jugend und Sport
im Benehmen mit dem für Bildung zuständigen Ausschuss des Landtages: Inhaltsübersicht
§ 2 Selbstständigkeit der Schulen, Förderung,
§ 4 Grundsätze § 5 Obliegenheiten der Eltern § 6 Anmeldung § 7 Allgemeine Grundsätze des Auswahlverfahrens
Unterrichtsorganisation § 11 Kontingentstundentafeln,
Wochenstundentafeln, Unterrichtsfächer § 12 Unterrichtsorganisation Abschnitt 4
Leistungsbewertung, Versetzung § 13 Grundsätze der
Leistungsbewertung § 14 Zeugnisse § 15 Versetzen, Wiederholen, Zurücktreten,
Überspringen § 16 Nachprüfungen
Kinder von Fahrenden § 17 Begriffsbestimmung,
Geltungsbereich § 18 Stammschulen, Stützpunktschulen § 19 Lernorganisation, Schultagebuch § 20 Abschlüsse, Zeugnisse
§ 21 Zweck der Prüfung,
§ 22 Prüfungen und
§ 24 Täuschungen und
§ 29 Latinum, Graecum § 30 Zuhörende
Schulformbezogene Regelungen Abschnitt 1
Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Gesamtschule) § 31 Zielsetzung
§ 33 Differenzierung § 34 Einstufung in Fachleistungskurse § 35 Leistungsbewertung § 36 Versetzen, Wiederholen § 37 Abschlüsse
§ 38 Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nach
zwölf Schulbesuchsjahren
Gymnasium § 39 Zielsetzung
§ 45 Versetzungsbestimmungen § 46 Versetzung am Ende der Jahrgangsstufe 10 und
Oberschule § 48 Zielsetzung
§ 53 Versetzen, Wiederholen im kooperativen
§ 55 Einstufung im integrativen System § 56 Versetzen, Wiederholen im integrativen
Anlagen Anlage 1 Kontingentstundentafeln
Anlage 2 Punkte für die Leistungsbewertung in den
Jahrgangsstufen 9 und 10 der Gesamtschule
(1) Diese Verordnung gilt für die weiterführenden
allgemeinbildenden Schulen gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 2 des
Brandenburgischen Schulgesetzes. (2) Die Schulformen in der Sekundarstufe I umfassen jeweils
einen oder mehrere Bildungsgänge.
(3) Die Schulbesuchsdauer in der Sekundarstufe I beträgt
in der Regel vier Schuljahre. Die Höchstverweildauer in der Primarstufe
und in der Sekundarstufe I darf insgesamt zwölf Schuljahre nicht
überschreiten. Eine Wiederholung in den ersten beiden Jahrgangsstufen der
Grundschule bleibt bei der Berechnung der Höchstverweildauer
unberücksichtigt. Ist die Höchstverweildauer bereits erreicht,
verlängert sich diese mit der Versetzung in die nächsthöhere
Jahrgangsstufe um ein Schuljahr. Das staatliche Schulamt kann in
begründeten Ausnahmefällen, insbesondere bei längerer
Erkrankung, für die Wiederholung einer Jahrgangsstufe auf Antrag die
Höchstverweildauer verlängern.
(1) Die Schulen bestimmen im Rahmen der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften ihre pädagogische, didaktische, fachliche und
organisatorische Tätigkeit selbst, insbesondere durch
die Nutzung der in den Rahmenlehrplänen enthaltenen
Entscheidungsspielräume und die Erarbeitung schuleigener Lehrpläne, die vorübergehende Zusammenfassung von Fächern oder die
dauerhafte Zusammenfassung von Fächern zu Lernbereichen, die angemessene Berücksichtigung übergreifender Themenkomplexe, die Erteilung von Fächern in halb- oder ganzjährigem epochalem
Wechsel, Auswahl und Angebot der Wahlpflichtfächer, die Entscheidung über die Stundenanteile der Fächer und
Lernbereiche im Rahmen der Stundentafel (Schwerpunktbildung), Entscheidungen über den Förder- und Wahlunterricht, Entscheidungen über Anzahl und Dauer von schriftlichen Arbeiten, Entscheidungen über Beginn und Umfang der äußeren
Fachleistungsdifferenzierung und Entscheidungen über den kooperativen oder integrativen Unterricht an
Oberschulen. (2) Die Förderung der einzelnen Schülerin und des
einzelnen Schülers ist ein Prinzip des gesamten Unterrichts. Sie ist in
den Gesamtzusammenhang schulischer Lernförderung zu stellen und soll nicht
nur Lerndefizite beheben, sondern Lernbereitschaft und Lernfähigkeit
insgesamt weiterentwickeln und fördern sowie Leistungsschwerpunkte und
individuelle Lernentwicklungen unterstützen.
(3) Die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sollen
zur Vorbereitung der Übergänge in die Sekundarstufe I und die
Sekundarstufe II mit den anderen Schulen, aus denen und in die
Schülerinnen und Schüler nicht nur vereinzelt übergehen,
zusammenarbeiten. Dabei kommt der Fremdsprachenfolge, insbesondere für die
Sicherung der Fortführung in der gymnasialen Oberstufe, eine besondere
Die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern sind in
allen grundsätzlichen Schulangelegenheiten zu informieren und zu beraten,
die Bedeutung der Wahl einer zweiten Fremdsprache in der Jahrgangsstufe 7
oder 9, die Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10, die Voraussetzungen für den Erwerb von Abschlüssen und
Berechtigungen sowie die Bedeutung der Einstufung in den
fachleistungsdifferenzierten Fächern und die Bildungsgänge in der Sekundarstufe II. Abschnitt 2
(1) In die Sekundarstufe I können Schülerinnen und
Schüler aufgenommen werden, die das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet
haben. Im Ausnahmefall können ältere Schülerinnen und
Schüler, die die Sekundarstufe I vor nicht mehr als zwei Jahren verlassen
haben, mit Genehmigung des staatlichen Schulamtes in die Jahrgangsstufen 8 bis
10 aufgenommen werden, wenn eine Integration pädagogisch sinnvoll und
möglich ist. Eine Aufnahme in die Jahrgangsstufe 10 kann nur erfolgen,
sofern ein erfolgreicher Besuch der Jahrgangsstufe 9 nachgewiesen wird.
(2) Der Schulträger bestimmt im Rahmen der
Schulorganisation die Zügigkeit und die Zahl der Plätze der Klassen
in den jeweiligen Jahrgangsstufen unter Beachtung der Maßgaben des §
50 Abs. 3 Satz 2 des Brandenburgischen Schulgesetzes (Aufnahmekapazität). (3) Das staatliche Schulamt entscheidet im Rahmen der
Unterrichtsorganisation über die Klassenbildung in den einzelnen
Jahrgangsstufen, sofern dies auf Grund der Schülerzahlen erforderlich ist.
(4) Die Aufnahmen und Zuweisungen von Schülerinnen und
Schülern gemäß § 50 Abs. 2 des Brandenburgischen
Schulgesetzes erfolgen außerhalb des Aufnahmeverfahrens und gehen den
Aufnahmen gemäß § 50 Abs. 1 des Brandenburgischen Schulgesetzes
vor. Das Feststellungsverfahren ist zeitlich so durchzuführen, dass das
Ergebnis und die Entscheidung des staatlichen Schulamtes vor Beginn des
Aufnahmeverfahrens in die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen
vorliegen. Mit der Entscheidung des staatlichen Schulamtes ist die
Schülerin oder der Schüler an der Schule aufgenommen und das
Schulverhältnis begründet. (5) Aufnahmen von Schülerinnen und Schülern, die sich
bereits in der Sekundarstufe I befinden und gemäß § 15 Abs. 4
einer Schule zugewiesen werden, erfolgen außerhalb des Auswahlverfahrens
im Rahmen der gemäß § 7 Abs. 2 zurückzuhaltenden
(6) Gastschülerinnen und Gastschüler im Sinne des
§ 50 Abs. 1 Satz 2 des Brandenburgischen Schulgesetzes sind alle
Schülerinnen und Schüler, die im Land Brandenburg nicht der
Schulpflicht gemäß § 36 Abs. 1 Satz 2 des Brandenburgischen
Schulgesetzes unterliegen. Dazu gehören insbesondere Schülerinnen und
Schüler mit Hauptwohnung in anderen Bundesländern. Eine Aufnahme von
Gastschülerinnen oder Gastschülern in eine Schule kann erfolgen, wenn
nach Durchführung des Aufnahmeverfahrens für alle Schülerinnen
und Schüler, die einen Antrag auf Aufnahme an dieser Schule gestellt haben
und im Land Brandenburg schulpflichtig sind, noch Aufnahmekapazität
besteht. Die Aufnahme von Gastschülerinnen und Gastschülern in eine
Schule ist unzulässig, wenn gleichzeitig der Antrag auf Aufnahme von
für den jeweiligen Bildungsgang geeigneten Schülerinnen und
Schülern, die im Land Brandenburg schulpflichtig sind, abgelehnt werden
müsste. Die deutsch-polnischen Schulprojekte bleiben hiervon
Die Eltern sind gehalten, der Schulleiterin oder dem
Schulleiter zur Überprüfung eines Rechtsanspruchs auf Aufnahme in
eine weiterführende allgemeinbildende Schule die erforderlichen Angaben zu
machen. Ebenso haben sie alle Tatsachen darzulegen, die eine Aufnahme wegen
besonderer Härtefälle und besonderer Gründe begründen
können. Werden diese Angaben nicht vorgelegt, weist die Schulleiterin oder
der Schulleiter darauf hin, dass sich dieses zum Nachteil der Bewerberin oder
des Bewerbers auswirken kann. Die Schule hat die ihr bekannten oder
vorliegenden Tatsachen zu beachten.
(1) Die Eltern wählen durch einen Erst- und Zweitwunsch
die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, an denen ihr Kind den
gewünschten Bildungsgang belegen soll. Der Erstwunsch der Eltern ist
gegenüber dem Zweitwunsch anderer Eltern nicht vorrangig zu
berücksichtigen. Erst- und Zweitwunsch bestimmen die Reihenfolge der
Schulen, die die Anmeldung auf eine mögliche Aufnahme prüfen sollen. (2) Das für Schule zuständige Ministerium legt den
Termin fest, bis zu dem die Anmeldungen abzugeben sind. Der Anmeldung sind die
Kopien des Grundschulgutachtens und des Halbjahreszeugnisses der Jahrgangsstufe
6 sowie gegebenenfalls alle Unterlagen zur Darlegung und Glaubhaftmachung von
besonderen Härtefällen und besonderen Gründen beizulegen.
(3) Anmeldungen auf Aufnahme in die Jahrgangsstufe 7 einer
Schule von Schülerinnen und Schülern aus anderen Bundesländern,
die ihren Wohnungswechsel in das Land Brandenburg zum kommenden Schuljahr
glaubhaft gemacht haben und auf Grund länderspezifischer Regelungen
bereits seit der Jahrgangsstufe 5 eine Schule einer bestimmten Schulform
besuchen, nehmen gleichberechtigt mit den im Land Brandenburg schulpflichtigen
Schülerinnen und Schülern am Aufnahmeverfahren teil. Verspätete
Anmeldungen, die vor dem Versand der Aufnahmebescheide eingehen, sind in das
laufende Aufnahmeverfahren einzubeziehen. Nach Versendung der Aufnahmebescheide
erfolgt die Berücksichtigung der Anmeldung im Rahmen freier
(4) Schülerinnen und Schüler an einer Schule, die mit
einer Grundschule zusammengefasst ist, beenden ihr Schulverhältnis nicht
und verbleiben an dieser Schule, wenn die Eltern es wünschen.
(1) Die Anmeldungen der Schülerinnen und Schüler,
deren Erstwunsch im Aufnahmeverfahren nicht berücksichtigt werden kann,
sind an die Zweitwunschschule weiterzuleiten. An der Zweitwunschschule
führt die Schulleiterin oder der Schulleiter ein Aufnahmeverfahren durch
und überprüft, ob gegenüber den nach dem Erstwunsch bisher
für die Aufnahme vorgesehenen Schülerinnen und Schülern
Zweitwünsche anderer Schülerinnen oder Schüler vorrangig zu
berücksichtigen sind. Ist dies der Fall, ist der Zweitwunsch
vorläufig zu berücksichtigen und die verdrängte
Erstwunschanmeldung an die Zweitwunschschule weiterzuleiten, an der eine
entsprechende Feststellung erfolgt. (2) Zur Vermeidung von Kapazitätsüberschreitungen
durch Schülerinnen und Schüler, die die Jahrgangsstufe 7 wiederholen
und die gemäß § 15 Abs. 4 vom staatlichen Schulamt zugewiesen
werden, kann jede weiterführende allgemeinbildende Schule eine angemessene
Zahl von Plätzen je Klasse zurückhalten. Das staatliche Schulamt kann
die Anzahl der zurückzuhaltenden Plätze festlegen. Die Schulleiterin
oder der Schulleiter bestimmt weitere Schülerinnen und Schüler, die
nachrücken können, wenn ein vergebener Platz auf Grund eines Verzugs,
Nichtantritts oder aus anderen Gründen nicht mehr beansprucht wird
(Nachrückerliste). Die Nachrückerliste bestimmt die Rangfolge, in der
die Schülerinnen und Schüler bei ausreichender Kapazität
aufzunehmen gewesen wären, und bestimmt die Reihenfolge der Aufnahme bei
frei werdenden Kapazitäten. Die Nachrückerliste verliert ihre
Gültigkeit mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse der Jahrgangsstufe 7.
(3) Ist das Auswahlverfahren an der Erst- und Zweitwunschschule
beendet und kann eine Aufnahme nicht erfolgen, leitet die Zweitwunschschule die
Anmeldung an das zuständige staatliche Schulamt weiter. Das staatliche
Schulamt kann Ausgleichskonferenzen durchführen. (4) Das staatliche Schulamt schlägt den Eltern der nicht
aufgenommenen Schülerinnen und Schüler Schulen mit noch freier
Kapazität vor. Erfolgen für eine Schule mehr Antragstellungen, als
noch freie Plätze zu vergeben sind, erfolgt eine Zuweisung unter
Berücksichtigung der Eignung der Schülerinnen und Schüler sowie
besonderer Härtefälle und besonderer Gründe. Sofern die Eltern
keinen Antrag auf Aufnahme in eine Schule mit noch freier Kapazität
stellen, weist das staatliche Schulamt die Schülerin oder den Schüler
unter Berücksichtigung des Bildungsgangwunsches und der Eignung der
nächsterreichbaren Schule mit noch freier Kapazität zu
(Zuweisungsverfahren). § 8
(1) Für die Aufnahme in Spezialschulen und Spezialklassen
können mit Genehmigung des für Schule zuständigen Ministeriums
auf die Besonderheit der Schule bezogene Kriterien für die Bestimmung der
Eignung und des Vorrangs der Eignung hinzugezogen werden. (2) Im Übrigen sind die Bestimmungen dieser Verordnung
(1) Ein Schulwechsel erfolgt auf Antrag der Eltern zu Beginn
eines Schuljahres, sofern nicht wichtige Gründe eine Ausnahme erfordern.
§ 45 Abs. 4 bis 6 bleibt unberührt. Ein Schulwechsel ist nur im
Rahmen der vorhandenen Kapazitäten der aufnehmenden Schule möglich. (2) Ein Schulwechsel von einer Oberschule oder einer
Gesamtschule an ein Gymnasium ist in der Regel bis zu Beginn der Jahrgangsstufe
9 zulässig und setzt die Eignung für den Bildungsgang zum Erwerb der
allgemeinen Hochschulreife voraus. Die Schülerin oder der Schüler ist
geeignet, wenn die bisherige Lernentwicklung und Lernbereitschaft, der
erreichte Leistungsstand und die Neigungen eine erfolgreiche Teilnahme am
Unterricht erwarten lassen. Im Falle einer Übernachfrage koordiniert das
jeweilige staatliche Schulamt die Herstellung des Einvernehmens zur Verteilung
der Schülerinnen und Schüler. Auswahlentscheidungen erfolgen
entsprechend § 53 des Brandenburgischen Schulgesetzes auf der Grundlage
des letzten Zeugnisses und eines Gespräches mit den Eltern und der
Schülerin oder dem Schüler. Dabei sind die Fremdsprachenfolge und die
bisherige Schullaufbahn zu berücksichtigen.
Schülerinnen und Schüler können für einen
längstens einjährigen Schulbesuch im Ausland beurlaubt werden. Die
Zeit des Schulbesuchs im Ausland bleibt bei der Berechnung der
Höchstverweildauer in der Sekundarstufe I unberücksichtigt.
Versetzungen und der Erwerb von Abschlüssen und Berechtigungen können
auf der Grundlage der während des Schulbesuchs im Ausland erbrachten und
nachgewiesenen Leistungen erfolgen, wenn diese Leistungen und die Leistungen
vor dem Schulbesuch im Ausland den nach dieser Verordnung zu erbringenden
Leistungen für eine Versetzung oder für den Erwerb von
Abschlüssen oder Berechtigungen gleichwertig sind. Die Entscheidung trifft
(1) Der Unterricht wird in Pflicht- und Wahlpflichtfächern
auf der Grundlage der für die jeweilige Schulform geltenden
Kontingentstundentafel gemäß Anlage 1 und der Rahmenlehrpläne
oder anderer geeigneter curricularer Materialien sowie schuleigener
Lehrpläne für die Fächer und Lernbereiche erteilt. (2) Die Teilnahme am Wahlpflichtunterricht erfolgt auf Antrag
der Eltern und ist grundsätzlich für die folgenden Jahrgangsstufen
verbindlich. Ein Wechsel des Wahlpflichtfaches bei offensichtlicher
Fehlentscheidung ist auf Antrag der Eltern in der Regel bis zum Ende des ersten
Schuljahres nach Beginn des Wahlpflichtunterrichts auf Beschluss der
Klassenkonferenz möglich. Über den Wechsel eines Wahlpflichtfaches zu
einem späteren Zeitpunkt entscheidet auf Empfehlung der Klassenkonferenz
(3) Im Rahmen der Kontingentstundentafel kann jede Schule
Schwerpunkte bilden. Die Kontingentstundentafeln gemäß Anlage 1
weisen für die Jahrgangsstufen 7 und 8 sowie für die Jahrgangsstufen
9 und 10 für jedes Fach und für jeden Lernbereich jeweils eine Anzahl
von Unterrichtsstunden (Stundenkontingent) aus. Die Schwerpunktbildung erfolgt
durch die Verteilung von Stunden auf die Jahrgangsstufen innerhalb der
Stundenkontingente, den Schwerpunktunterricht gemäß Absatz 4 und die Nutzung der Möglichkeiten gemäß Absatz 5. (4) Die für den Schwerpunktunterricht vorgesehenen
Unterrichtsstunden sind zur Verstärkung des Unterrichts in den Fächern und
Lernbereichen, für Wahlpflichtunterricht, für Pflichtunterricht in weiteren Fächern oder für Maßnahmen zur individuellen Förderung zu verwenden. Dabei können diese Stunden für eine
oder mehrere Maßnahmen gemäß den Nummern 1 bis 4 genutzt
werden. (5) Von den Stundenkontingenten für die Fächer und
Lernbereiche kann durch Umverteilung auf andere Fächer und Lernbereiche
abgewichen werden. Bei der Umverteilung auf andere Fächer und Lernbereiche
können die zusätzlichen Aufgaben im Rahmen der Klassenleitung
berücksichtigt werden. Hierbei sind die in den Kontingentstundentafeln
ausgewiesenen Mindeststunden in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 für die
Fächer und Lernbereiche und das jeweilige Stundenkontingent insgesamt
einzuhalten. (6) Jede Schule erstellt auf der Grundlage der
Kontingentstundentafeln und unter Berücksichtigung der Regelungen in den
Absätzen 4 und 5 Wochenstundentafeln für jede Klasse. Über die
Wochenstundentafeln entscheidet die Konferenz der Lehrkräfte unter
Berücksichtigung der Beschlüsse der Schulkonferenz und der
personellen und sächlichen Möglichkeiten. Der wöchentliche
Pflicht- und Wahlpflichtunterricht darf für eine Schülerin oder einen
Schüler in der Regel nicht mehr als 36 Stunden betragen.
(7) Die vorübergehende Zusammenfassung von Fächern
und Abweichungen von der Wochenstundentafel sind insbesondere für
Projektunterricht, Praxislernen und Epochenunterricht möglich.
(8) Der in der Primarstufe begonnene Unterricht in der ersten
Fremdsprache wird in der Regel bis zur Jahrgangsstufe 10 fortgesetzt. Die
Leistungen im Wahlunterricht in einer Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 9 oder 10
sind zu bewerten und auf dem Zeugnis zu vermerken, sofern der Unterricht auf
der Grundlage eines Rahmenlehrplans oder anderer geeigneter curricularer
Materialien durchgeführt wird.
(1) Der Unterricht findet im Klassenverband und in Kursen
(2) Die Fächer Geografie, Geschichte und Politische
Bildung können zum Lernbereich Gesellschaftswissenschaften und die
Fächer Physik, Chemie und Biologie zum Lernbereich Naturwissenschaften
zusammengefasst werden. Die Bildung des Lernbereiches Naturwissenschaften in
den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Gesamtschule und der Oberschule bedarf der
Genehmigung des für Schule zuständigen Ministeriums. (3) Für Schülerinnen und Schüler, deren
Versetzung oder Erwerb eines Abschlusses auf Grund der bisherigen Leistungen
gefährdet ist, können für die Dauer von längstens einem
Schulhalbjahr Unterrichtsangebote und Fördermaßnahmen eingerichtet
werden, die von der Stundentafel und von dem Unterricht in Klassen und Kursen
abweichen. Die Anforderungen der Rahmenlehrpläne sind einzuhalten.
(4) Der Unterricht, insbesondere fächerverbindender
Unterricht, kann zeitweise in Einrichtungen außerhalb der Schule
durchgeführt werden (Praxislernen).
(5) Es kann Wahlunterricht und Förderunterricht angeboten
(1) Die Leistungsbewertung dient der Information der
Schülerinnen und Schüler und der Eltern über den Leistungsstand.
Sie ist für die Schule Ausgangspunkt für Förderung und Beratung
der Schülerinnen und Schüler sowie Grundlage für die Gestaltung
der Schullaufbahn. (2) Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet,
die geforderten Leistungsnachweise zu erbringen. Verweigert eine Schülerin
oder ein Schüler einzelne Leistungen oder sind Leistungen aus von ihr oder
ihm zu vertretenden Gründen nicht bewertbar, ist in der Regel die Note
ungenügend zu erteilen. Bei Täuschung ist durch die
betroffene Lehrkraft unter Berücksichtigung von Alter und Reife der
Schülerin oder des Schülers zu entscheiden, ob die Note
ungenügend erteilt wird, die nicht erbrachte Leistung ohne
Bewertung bleibt oder die Leistungsfeststellung nachgeholt werden kann.
(3) Die Lehrkraft kann verlangen, dass die Kenntnisnahme von
schriftlichen Arbeiten und der Bewertungen von den Eltern durch Unterschrift
(4) Am Ende der Jahrgangsstufe 8 nehmen die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an zentralen Orientierungsarbeiten teil. Alle
Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 9 fertigen in einem
Fach eigener Wahl eine Facharbeit oder eine Leistungsmappe an oder führen
ein Projekt durch und präsentieren die Facharbeit, Leistungsmappe oder das
Projekt. Die Facharbeit, Leistungsmappe oder die Durchführung des Projekts
sowie die Präsentation werden bewertet. Die Bewertung kann besonders
gewichtet werden. (5) Das Nähere zur Leistungsbewertung und zum Ausgleich
von Nachteilen auf Grund einer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit oder einer Schwierigkeit im Rechnen wird durch
Verwaltungsvorschriften geregelt.
(6) Am Ende des Schuljahres erfolgt die abschließende
Leistungsbewertung in einem Fach oder Lernbereich, indem die Leistungen des
gesamten Schuljahres zugrunde gelegt werden (Jahresnote). Dabei sind die
Leistungen und Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers
im Verlauf des zweiten Schulhalbjahres besonders zu berücksichtigen. Eine
Jahresnote wird auch dann gebildet, wenn der Unterricht in einem Fach epochal
über die Dauer eines Schulhalbjahres erteilt wurde. Für die
Feststellung eines Abschlusses werden die Jahresnoten und in denjenigen
Fächern oder Lernbereichen, in denen am Ende der Jahrgangsstufe 10 eine
Prüfung abgelegt wurde, die Abschlussnoten gemäß § 26 Abs.
1 zugrunde gelegt.
(1) Die Schülerinnen und Schüler erhalten am Ende
eines Schulhalbjahres und am Ende eines Schuljahres ein Zeugnis über die
erbrachten Leistungen, auf dem auch die gegebenenfalls erworbenen
Abschlüsse und Berechtigungen vermerkt sind. In den Fächern oder
Lernbereichen, in denen in der Jahrgangsstufe 10 eine Prüfung abgelegt
wird, sind die gemäß § 26 Abs. 1 ermittelten Abschlussnoten, in
Gesamtschulen auch die Abschlusspunktzahlen, einzutragen. Auf das Zeugnis am
Ende der Jahrgangsstufe 10 werden in denjenigen Fächern, die in der
Jahrgangsstufe 10 nicht unterrichtet wurden, die am Ende der Jahrgangsstufe 9
erbrachten Leistungen übertragen. Diese fließen in die Berechnung der am Ende der Jahrgangsstufe 10 erworbenen Abschlüsse ein.
hervorragend ausgeprägt (1), deutlich ausgeprägt (2), teilweise ausgeprägt (3) und wenig ausgeprägt (4) im Zeugnis. Am Ende der Jahrgangsstufe 10 wird das Arbeits- und Sozialverhalten nur bewertet, wenn die Eltern dies wünschen. Die Bewertung erfolgt in diesem Fall getrennt vom Zeugnis. Soweit dies erforderlich ist, führt die Klassenlehrkraft auf der Grundlage der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens mit der Schülerin oder dem Schüler sowie deren oder dessen Eltern ein Beratungsgespräch. Die Eltern sind verpflichtet, an dem Beratungsgespräch teilzunehmen. Das Nähere zu den Inhalten, den Notenstufen und zum Verfahren der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens wird durch Verwaltungsvorschriften geregelt.
Versetzen, Wiederholen, Zurücktreten, Überspringen (1) Die Versetzung erfolgt auf der Grundlage der Jahresnoten in
den Pflicht- und Wahlpflichtfächern.
(2) Frühestens zwei Wochen vor dem letzten Schultag eines
Schuljahres entscheidet die Klassenkonferenz über die Versetzung und
über das Verlassen des Gymnasiums nach der Jahrgangsstufe 7
gemäß § 45 Abs. 5. Versetzt wird, wer in den im Schuljahr
erteilten Fächern die für die besuchte Schulform geltenden
Versetzungsvoraussetzungen erfüllt. In begründeten Fällen kann
die Klassenkonferenz in den Jahrgangsstufen 7 und 8 eine Versetzung auch bei
Nichterfüllung der Versetzungsvoraussetzungen beschließen, wenn eine
erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Jahrgangsstufe
zu erwarten ist oder eine Versetzung für die gesamte Lernentwicklung als
fördernd angesehen wird. Schülerinnen und Schüler, die versetzt
wurden, können den Bildungsgang ohne Antrag auch dann fortsetzen, wenn sie
die Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt haben oder sich dadurch die
Höchstverweildauer verlängert.
(3) Wer nicht versetzt wurde, muss die bisher besuchte
Jahrgangsstufe wiederholen. Die §§ 36 Abs. 4, 45 Abs. 6, 53 Abs. 8
und 56 Abs. 4 bleiben unberührt. Wer nicht versetzt wurde, jedoch die
Vollzeitschulpflicht erfüllt hat, kann auf Antrag der Eltern die
Jahrgangsstufe wiederholen, soweit
dadurch die Höchstverweildauer gemäß § 1 Abs. 3 nicht
überschritten wird, die personellen und schulorganisatorischen Voraussetzungen erfüllt
sind, insbesondere die Belegung der entsprechenden Wahlpflicht- oder
Fachleistungskurse möglich ist, und die Jahrgangsstufe nicht bereits auf Grund einer Nichtversetzung
wiederholt wurde. Dies gilt auch für die Wiederholung der Jahrgangsstufe 10.
Dem Antrag soll insbesondere dann stattgegeben werden, wenn ein bisher nicht
erreichter Abschluss angestrebt wird. Das Schulverhältnis soll in
begründeten Fällen nach einer Beobachtungszeit von mindestens zehn
und höchstens zwölf Wochen beendet werden, wenn die
Leistungsbereitschaft und die bis dahin erreichte Leistungsentwicklung den
Erwerb des angestrebten Abschlusses nicht erwarten lassen und die
Vollzeitschulpflicht erfüllt ist.
(4) Soweit die Wiederholung auf Grund der Nichteinrichtung von
Klassen an der bisherigen Schule nicht erfolgen kann, wird ein
Überweisungszeugnis erteilt und das Schulverhältnis beendet. Das
staatliche Schulamt weist die Schülerinnen und Schüler unter
Berücksichtigung des gewählten Bildungsganges, des Wunsches der
Eltern und der vorhandenen Kapazitäten einer anderen Schule zu.
(5) Eine Schülerin oder ein Schüler kann auf Antrag
der Eltern spätestens eine Woche nach Aushändigung des
Halbjahreszeugnisses in die vorhergegangene Jahrgangsstufe zurücktreten,
wenn eine erfolgreiche Mitarbeit nicht mehr gewährleistet ist und die
Voraussetzungen des Absatzes 3 Satz 3 erfüllt sind.
(6) Die Entscheidung über die Nichtversetzung gilt in der
Regel auch bei einem Wechsel in eine andere Schulform. Über Ausnahmen
entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter der aufnehmenden Schule,
wenn auf Grund der nachgewiesenen Leistungen im bisher besuchten Bildungsgang
eine Versetzung im gewählten Bildungsgang möglich gewesen wäre.
Wechselt eine Schülerin oder ein Schüler gemäß § 45
Abs. 4 auf Grund zweimaliger Nichtversetzung in derselben Jahrgangsstufe an
eine Gesamtschule, gilt § 36 Abs. 4 entsprechend. Wechselt eine
Schülerin oder ein Schüler gemäß § 45 Abs. 4 auf
Grund zweimaliger Nichtversetzung in derselben Jahrgangsstufe an eine
Oberschule, gilt § 53 Abs. 7 oder § 56 Abs. 4 entsprechend. § 45
(7) Schülerinnen und Schüler können auf Antrag
der Eltern vorversetzt werden und dadurch eine Jahrgangsstufe
überspringen, wenn die bisherigen Leistungen eine erfolgreiche Mitarbeit
in der höheren Jahrgangsstufe erwarten lassen und wenn sie dadurch in
ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden können. Die
Vorversetzung erfolgt in der Regel zum Ende des Schulhalbjahres oder des
Schuljahres. Mit der Vorversetzung am Ende der Jahrgangsstufe 9 oder in der
Jahrgangsstufe 10 der Gesamtschule gelten der Realschulabschluss/die
Fachoberschulreife und die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
als erworben. Mit der Vorversetzung am Ende der Jahrgangsstufe 9 am Gymnasium
gilt der Realschulabschluss/die Fachoberschulreife als erworben. Die
Vorversetzung in der Jahrgangsstufe 10 am Gymnasium ist nicht zuläs sig. (8) Die Entscheidungen gemäß den Absätzen 2, 3,
5 und 7 trifft die Klassenkonferenz. § 16
(1) Eine Schülerin oder ein Schüler kann auf Antrag
der Eltern an die Schulleiterin oder den Schulleiter nach den Jahrgangsstufen 7
bis 9 eine Nachprüfung in einem Fach oder Lernbereich ablegen, um nachträglich versetzt zu werden, das Gymnasium gemäß § 45 Abs. 5 nicht verlassen zu
müssen oder eine Querversetzung in die Jahrgangsstufe 8 gemäß § 45
Abs. 6 Satz 2 zu erreichen. Die Klassenkonferenz stellt fest, wer für eine
Nachprüfung in Betracht kommt. (2) Die Zulassung zur Nachprüfung erfolgt durch die
Schulleiterin oder den Schulleiter, wenn die Verbesserung einer Note um eine
Notenstufe in einem einzigen Fach oder Lernbereich genügt, um eines der
Ziele gemäß Absatz 1 Nr. 1 bis 3 zu erreichen. (3) Für die Nachprüfung bildet die Schulleitung einen
Prüfungsausschuss. Mitglieder des Prüfungsausschusses sind ein Mitglied der Schulleitung als das den Vorsitz führende Mitglied, die in dem jeweiligen Fach unterrichtende Lehrkraft als prüfendes
Mitglied und eine weitere fachkundige Lehrkraft zur Protokollführung. Der Prüfungsausschuss entscheidet mit einfacher
Stimmenmehrheit und stellt fest, ob die Nachprüfung bestanden wurde.
Stimmenthaltungen sind nicht möglich. (4) Wurde die Nachprüfung oder ein Teil der
Nachprüfung aus selbst zu vertretenden Gründen versäumt, so gilt
die Nachprüfung als nicht bestanden. Kann die Schülerin oder der
Schüler aus nicht selbst zu vertretenden Gründen an der gesamten
Nachprüfung oder an einem Teil der Nachprüfung nicht teilnehmen, so
muss dies unverzüglich nachgewiesen werden. Über eine
Prüfungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen ist eine
ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Die Schulleiterin oder der Schulleiter
legt gegebenenfalls einen neuen Nachprüfungstermin fest, sobald die
Prüfungsfähigkeit wiederhergestellt ist. Abschnitt 5
Kinder von Fahrenden
(1) Fahrende sind beruflich Reisende sowie Nichtsesshafte.
Beruflich Reisende sind Personen, die einem Wandergewerbe nachgehen, sowie
Berufsbinnenschiffer, Wanderarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer. (2) Die folgenden Bestimmungen gelten insbesondere für
vollzeitschulpflichtige Kinder von Schaustellern und Zirkusangehörigen.
Soweit die Regelungen für andere Gruppen von Fahrenden geeignet sind, die
schulische Versorgung ihrer Kinder zu verbessern, sind sie entsprechend
(1) Das für Schule zuständige Ministerium benennt
Schulen, die im Land Brandenburg die Aufgaben einer Stammschule
regelmäßig erfüllen sollen. Die Liste der Stammschulen wird
fortgeschrieben und im Amtsblatt des Ministeriums für Bildung, Jugend und
Sport bekannt gemacht.
(2) Die Stammschule stellt die notwendigen Schulbücher
sowie das Schultagebuch zur Verfügung. Sie führt die
Schülerakten und soll sich für die weitere Schullaufbahn der
Schülerin oder des Schülers verantwortlich zeigen. (3) Das für Schule zuständige Ministerium benennt auf
Vorschlag der staatlichen Schulämter in jeder Stadt oder Gemeinde in der
Nähe von Schausteller- oder Zirkusstandplätzen mindestens eine
Schule, die sich auf die besonderen Anforderungen der schulischen Versorgung
dieser Schülerinnen und Schüler einstellt (Stützpunktschule).
Die Möglichkeit der Aufnahme in eine andere Schule bleibt hiervon
unberührt. Die Eltern können die Standorte der Stützpunktschulen
bei den staatlichen Schulämtern erfragen. (4) Die Stützpunktschulen gewährleisten den
Schulbesuch während der Reisesaison, sichern die fortlaufende Führung
des Schultagebuches und sind gegenüber der Stammschule
informationspflichtig. § 19
(1) Die Lernorganisation erfolgt auf der Grundlage
individueller Fernlernwerke in Deutsch, Englisch, Mathematik sowie in den
gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern und
von Lernberichten sowie dem Lernentwicklungsbericht (Schultagebuch).
(2) Die individuellen Fernlernwerke enthalten
Aufgabenstellungen, die durch die Stammschule erstellt und während der
Reise fortgeschrieben werden. (3) Ein Lernbericht enthält Leistungsbewertungen und
dokumentiert den Lernfortschritt, der in der Arbeit mit den individuellen
Fernlernwerken an der besuchten Schule erreicht wurde. Er wird durch die
besuchte Schule erstellt. Ein Exemplar ist der Stammschule beim Abschluss des
Schulbesuchs zuzusenden.
(4) Der Lernentwicklungsbericht beschreibt die Lernentwicklung
des letzten Jahres an der Stammschule und an den besuchten Schulen. Er wird
durch die Stammschule mit dem Zeugnis zum Schulhalbjahr ausgestellt.
(5) Das Schultagebuch ist von den Eltern zum Schuljahresbeginn
von der Stammschule abzuholen. Es ist während der gesamten Reisesaison
mitzuführen, am ersten Tag des Schulaufenthalts der Schulleiterin oder dem
Schulleiter der besuchten Schule zu übergeben und am Abreisetag wieder
(6) In den besuchten Schulen arbeiten die Schülerinnen und
Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in den
gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern anhand
ihrer individuellen Fernlernwerke im Rahmen binnendifferenzierter
Unterrichtsorganisation und in den weiteren Fächern gemeinsam mit der
Klasse oder Lerngruppe anhand der dort verwendeten Schulbücher und
(1) Die Klassenkonferenz der Stammschule entscheidet über
die Versetzung und den Erwerb von Abschlüssen auf der Grundlage der
Bestimmungen dieser Verordnung und unter Berücksichtigung der
individuellen Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler.
(2) Das Halbjahreszeugnis für Kinder von Fahrenden kann
auf Wunsch der Eltern und Beschluss der Klassenkonferenz am Ende des
Aufenthalts im Winterquartier, jedoch spätestens Ende März,
(1) In den Prüfungen weisen die Schülerinnen und
Schüler den Umfang der erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und
Fertigkeiten nach. Sie dienen der Feststellung des Leistungsstandes am Ende der
Jahrgangsstufe 10 unter einheitlichen Bedingungen.
(2) An den Prüfungen nehmen alle Schülerinnen und
Schüler der Jahrgangsstufe 10 teil, die nach den Rahmenlehrplänen
für die Sekundarstufe I unterrichtet werden.
(3) Den Schülerinnen und Schülern mit einer
erheblichen Sprachauffälligkeit, Sinnes- oder Körperbehinderung sind
auf der Grundlage der Empfehlungen des Förderausschusses gemäß
den Bestimmungen der Sonderpädagogik-Verordnung angemessene
Erleichterungen zu gewähren, um Nachteile auszugleichen, die sich aus der
Art und dem Umfang der jeweiligen Behinderung ergeben. Als Erleichterungen
kommen insbesondere eine angemessene Verlängerung der vorgesehenen
Arbeitszeit sowie die Zulassung oder Bereitstellung besonderer Hilfsmittel in
Betracht. Soweit es nicht möglich ist, die in der jeweiligen Behinderung
begründeten Nachteile durch die Gewährung von Erleichterungen
gemäß Satz 2 auszugleichen, können
schriftliche Prüfungen anstelle von mündlichen Prüfungen
durchgeführt oder die Aufgaben für die zentralen schriftlichen Prüfungen durch
geeignete, von der regelmäßig in der Klasse oder dem Kurs in der
Jahrgangsstufe 10 unterrichtenden Lehrkraft erarbeitete und vom
zuständigen staatlichen Schulamt genehmigte Aufgaben ersetzt werden. Die Entscheidung trifft auf Antrag der Eltern der
Prüfungsausschuss. Die fachlichen Prüfungsanforderungen bleiben
unberührt. Das Nähere zum Ausgleich von Nachteilen auf Grund einer
Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit wird durch Verwaltungsvorschriften geregelt. (4) Einzugliedernde nehmen nach Maßgabe der
Eingliederungsverordnung an den Prüfungen teil.
eine schriftliche Prüfung in Deutsch, eine schriftliche Prüfung in Mathematik,
eine schriftliche Prüfung in der ersten Fremdsprache und eine mündliche Prüfung in einer spätestens in der Jahrgangsstufe 7 begonnenen Fremdsprache ab. Die Schülerinnen und Schüler wählen mit Zustimmung ihrer Eltern im Verlauf des zweiten Schulhalbjahres der Jahrgangsstufe 10 bis zu einem vom Prüfungsausschuss festgelegten Termin das Fach der mündlichen Prüfung gemäß Nummer 4. (2) Eine Schülerin oder ein Schüler kann mit Zustimmung der Eltern zusätzlich eine mündliche Prüfung (freiwillige Zusatzprüfung) in einem Pflicht- oder Wahlpflichtfach oder einem Lernbereich der Wochenstundentafel beantragen, nicht jedoch in dem Fach der mündlichen Prüfung gemäß Absatz 1 Nummer 4. Darüber hinaus können bis zu zwei weitere freiwillige Zusatzprüfungen in den Fächern der schriftlichen Prüfungen gemäß Absatz 1 Nr. 1 und 2 beantragt werden, wenn dadurch ein bisher nicht erreichter Abschluss, die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe oder die Versetzung erreicht werden kann. Der Antrag ist nach Bekanntgabe der Ergebnisse gemäß § 26 Abs. 4 bis zu einem vom Prüfungsausschuss festgelegten Termin zu stellen. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss. § 23
(1) Wer an einer Prüfung aus Krankheitsgründen nicht
teilnehmen kann, muss unverzüglich eine ärztliche Bescheinigung
(2) Eine aus Krankheit oder anderen nicht selbst zu
vertretenden Gründen versäumte Prüfung wird unverzüglich
nachgeholt, sobald die Gründe für das Versäumen nicht mehr
vorliegen. Über den Zeitpunkt entscheidet der Prüfungsausschuss.
Sofern das Nachholen nicht vor Beginn der Sommerferien möglich ist,
entfällt die Verpflichtung zur Ablegung der Prüfung. Das Nachholen
ist auf Antrag bis zum Ende der ersten Woche nach Beginn des Unterrichts des
folgenden Schuljahres möglich.
(3) Versäumt eine Schülerin oder ein Schüler die
Prüfung aus selbst zu vertretenden Gründen oder wird im Falle von
Krankheit nicht unverzüglich eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt
oder wird die Prüfung verweigert, so wird die Prüfung mit der Note
ungenügend, an Gesamtschulen mit der Note
ungenügend und null Punkten, bewertet.
(1) Bedient sich eine Schülerin oder ein Schüler zur
Erbringung einer Leistung in der Prüfung unerlaubter Hilfe, so ist dies
(2) Wird jemand beim Begehen einer Täuschung bemerkt,
entscheidet die aufsichtsführende Lehrkraft unverzüglich, ob die
Prüfung fortgesetzt werden darf. Ist die Täuschung von geringem
Umfang und eindeutig zu begrenzen, so wird der unter Täuschung entstandene
Teil der Leistung als nicht erbracht bewertet. Ist die Täuschung von
großem Umfang, so wird die gesamte Leistung mit der Note
ungenügend und null Punkten, bewertet. Wird erst nach
Abschluss einer Prüfung eine Täuschung festgestellt, so ist die
betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit der Note
ungenügend und null Punkten, zu bewerten und die Abschlussnote
entsprechend zu ändern. Ein unrichtiges Zeugnis ist einzuziehen.
(3) Wer durch eigenes Verhalten eine Prüfung so
schwerwiegend behindert, dass die ordnungsgemäße Durchführung
der eigenen Prüfung oder die anderer gefährdet ist, kann von dieser
Prüfung ausgeschlossen werden. Die Prüfung wird dann mit der Note
ungenügend und null Punkten, bewertet. (4) Die Entscheidungen gemäß den Absätzen 2 und
3 trifft der Prüfungsausschuss. (5) Die Schülerinnen und Schüler sind vor Beginn der
Prüfungen nachweislich auf die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4
(1) Für die Durchführung der Prüfungen wird an
jeder Schule ein Prüfungsausschuss gebildet. Diesem gehören an
ein Mitglied der Schulleitung, in der Regel die Schulleiterin oder der
Schulleiter, als Prüfungsvorsitzende oder Prüfungsvorsitzender und mindestens zwei in der Sekundarstufe I unterrichtende Lehrkräfte, die
von der Schulleitung benannt werden. (2) Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Schulaufsicht kann
den Prüfungsvorsitz übernehmen. Die oder der Prüfungsvorsitzende
kann im Falle ihrer oder seiner Verhinderung den Vorsitz im
Prüfungsausschuss einem anderen Mitglied des Prüfungsausschusses
(3) Für die Durchführung mündlicher
Prüfungen beruft die oder der Prüfungsvorsitzende
(1) Die Abschlussnote eines Faches oder Lernbereiches, in dem eine schriftliche oder eine mündliche Prüfung durchgeführt wurde, wird mit Ausnahme der Fremdsprache Englisch im Verhältnis von drei zu zwei aus der Jahresnote und dem Ergebnis der Prüfung ermittelt. Werden die Prüfungen gemäß § 22 Absatz 1 Nummer 3 und 4 in der Fremdsprache Englisch absolviert, so wird die Abschlussnote im Verhältnis von drei zu eins zu eins aus der Jahresnote, dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung und dem Ergebnis der mündlichen Prüfung ermittelt. Wird die Prüfung gemäß § 22 Absatz 1 Nummer 3 in der Fremdsprache Englisch und die Prüfung gemäß § 22 Absatz 1 Nummer 4 statt in Englisch in einer anderen Fremdsprache absolviert, so wird die Abschlussnote im Fach Englisch im Verhältnis von vier zu eins aus der Jahresnote und dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung ermittelt. Sofern in Deutsch oder Mathematik gemäß § 22 Absatz 2 eine freiwillige Zusatzprüfung stattfindet, wird aus der Jahresnote, dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung und dem Ergebnis der freiwilligen Zusatzprüfung die Abschlussnote ermittelt,
wobei die Jahresnote mit doppeltem Gewicht eingeht. Die Abschlussnote ist nach der rechnerischen Ermittlung durch Auf- oder Abrunden festzusetzen. Liegt das rechnerische Ergebnis genau zwischen zwei Notenstufen oder Punktwerten (n,5), ist zugunsten der Schülerin oder des Schülers zu entscheiden. In Gesamtschulen wird die Abschlussnote aus der entsprechend ermittelten Abschlusspunktzahl gemäß Anlage 2 gebildet.
(2) Der Prüfungsausschuss legt die Abschlussnoten, in
Gesamtschulen die Abschlussnoten und die Abschlusspunktzahlen, in den
schriftlichen Prüfungsfächern fest und teilt diese und das Ergebnis
der schriftlichen Prüfungen der Klassenlehrkraft mit.
(5) Den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern
ist nach Bekanntgabe der Ergebnisse auf Antrag Einsicht in die sie betreffenden
Prüfungsunterlagen zu geben.
(1) Die Aufgaben für die zentralen schriftlichen
Prüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch werden durch das für Schule zuständige Ministerium
(2) Sind schriftliche Prüfungen nachzuholen
oder wurde nicht Englisch als erste Fremdsprache gewählt, werden die
Aufgaben von der Lehrkraft erstellt, die in der Jahrgangsstufe 10 in dem Fach
den regelmäßigen Unterricht in der Klasse oder dem Kurs
durchgeführt hat. Die Aufgaben sind nach Beratung mit der Fachkonferenz
vom Prüfungsausschuss zu genehmigen. Die Aufgaben für nachzuholende Prüfungen dürfen keine
inhaltliche Wiederholung der ersten schriftlichen Prüfung sein.
(3) Soweit gemäß § 21 Abs. 3 Nr. 1 schriftliche
Prüfungen anstelle von mündlichen Prüfungen durchgeführt
werden, sind die Aufgaben durch die Lehrkraft zu erstellen, die in der
Jahrgangsstufe 10 den regelmäßigen Unterricht in der Klasse oder dem
Kurs erteilt hat. § 28
(1) Die Aufgabe wird von der Prüferin oder dem Prüfer
erstellt. (2) Mündliche Prüfungen sind Einzelprüfungen und
in den modernen Fremdsprachen Gruppenprüfungen mit bis zu
vier Schülerinnen und Schülern. Bei Vorliegen besonderer Gründe
entscheidet der Prüfungsausschuss über Ausnahmen.
(3) Der Fachausschuss ermittelt gemäß § 26 Abs.
1 die Abschlussnote und gibt diese und das Ergebnis der Prüfung der
Schülerin oder dem Schüler im Anschluss an die Beratung bekannt. Das
Ergebnis der Prüfung wird dem
Prüfungsausschuss und der Klassenlehrkraft mitgeteilt.
(1) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Die in
mündlichen Prüfungen Zuhörenden sind zur Verschwiegenheit
(2) Mit Zustimmung der Prüferin oder des Prüfers
können auf Antrag Lehrkräfte sowie Lehramtskandidatinnen und
Lehramtskandidaten bei mündlichen Prüfungen einschließlich
Beratung und Beschlussfassung zuhören.
(3) Mit Zustimmung der oder des Prüfungsvorsitzenden sowie
der zu prüfenden Schülerin oder des zu prüfenden Schülers
können bei einer mündlichen Prüfung, nicht aber bei der Beratung
und der Beschlussfassung, auf Antrag Vertreterinnen und Vertreter der
Elternkonferenz der Schule und Schülerinnen und Schüler der
Jahrgangsstufe 9 der Schule zuhören. Sie sind zur Verschwiegenheit zu
verpflichten und hierüber vor Beginn einer mündlichen Prüfung
durch die Prüferin oder den Prüfer zu belehren. Dies ist im Protokoll
der mündlichen Prüfung zu vermerken.
(4) Mitglieder des Prüfungsausschusses können bei
allen mündlichen Prüfungen einschließlich Beratung und
Beschlussfassung zuhören.
(5) Die Vertreterinnen und Vertreter der Schulaufsicht
können bei allen mündlichen Prüfungen einschließlich
Beratung und Beschlussfassung zuhören. In diesem Falle ist die oder der
Prüfungsvorsitzende vorher zu informieren. Die Prüferin oder der
Prüfer informiert die Schülerinnen und Schüler darüber.
(6) Behindern Zuhörende den ordnungsgemäßen
Ablauf einer mündlichen Prüfung, sind sie von der Prüferin oder
dem Prüfer von der weiteren Teilnahme auszuschließen.
(1) Die Gesamtschule vermittelt eine grundlegende, erweiterte
oder vertiefte allgemeine Bildung und umfasst in integrierter Form den
Bildungsgang zum Erwerb der erweiterten Berufsbildungsreife, den Bildungsgang
zum Erwerb der Fachoberschulreife und den Bildungsgang zum Erwerb der
(2) Für den Unterricht in den Leistungs- und
Begabungsklassen gelten die Regelungen für die Leistungs- und
Begabungsklassen an Gymnasien.
Aufnahmekapazität einer Gesamtschule, werden bis zu einem Drittel der
Plätze an Schülerinnen und Schüler vergeben, die den
Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gewählt haben. Das
Auswahlverfahren für diese Schülerinnen und Schüler wird
entsprechend § 43 durchgeführt. Eine Eignungsfeststellung
gemäß § 41 sowie eine Eignungsprüfung gemäß
§ 42 erfolgen nicht. Das Aufnahmeverfahren für die verbleibenden
Plätze wird entsprechend den §§ 49 und 50 für
Schülerinnen und Schüler durchgeführt, die den Bildungsgang zum
Erwerb der Fachoberschulreife und der erweiterten Berufsbildungsreife
gewählt haben. Verbleibende Plätze in den jeweiligen Vergabegruppen
sind an Schülerinnen und Schüler der jeweils anderen Vergabegruppe zu
vergeben. § 33
(1) Der Unterricht wird im Klassenverband und in Kursen nach
Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen differenziert erteilt. Die
Differenzierung kann erfolgen als Binnendifferenzierung, Fachleistungsdifferenzierung gemäß den Absätzen 2 und 3
sowie Wahlpflichtunterricht. (2) Der Unterricht wird nach einer angemessenen
Beobachtungszeit, jedoch spätestens mit Beginn des zweiten
Schulhalbjahres, in der Jahrgangsstufe 7 in den Fächern Mathematik und
erste Fremdsprache in Fachleistungskursen auf zwei Anspruchsebenen, dem
Grundkurs (G-Kurs) und dem Erweiterungskurs (E-Kurs), erteilt. Der Unterricht
in Fachleistungskursen gemäß Satz 1 beginnt in Deutsch in der Regel
in der Jahrgangsstufe 8, spätestens jedoch mit Beginn der Jahrgangsstufe 9
sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie oder Physik mit Beginn
der Jahrgangsstufe 9. Er kann sowohl in Chemie als auch in Physik auf zwei
Anspruchsebenen erteilt werden, wenn die personellen, räumlichen und
sächlichen Möglichkeiten der Schule das zulassen. Bei der erstmaligen
Bildung von Fachleistungskursen ist darauf zu achten, dass die Grund- und
Erweiterungskurse jeweils eine vergleichbare Bandbreite an
Schülerleistungen aufweisen. Die Durchlässigkeit zwischen den Kursen
(3) Anstelle von Fachleistungskursen können klasseninterne
Lerngruppen entsprechend den Grundsätzen der Fachleistungsdifferenzierung
gemäß Absatz 2 und den §§ 34 und 35 gebildet werden,
besondere pädagogische Konzepte erprobt werden sollen oder aus demografischen oder schulstrukturellen Gründen eine sinnvolle
Kursbildung nicht möglich ist. Nummer 2 gilt insbesondere für Klassen, in denen der
Frequenzrichtwert für die Klassenbildung erheblich unterschritten wird.
Die Bildung klasseninterner Lerngruppen ist durch die Konferenz der
Lehrkräfte zu beschließen und dem staatlichen Schulamt anzuzeigen. § 34
(1) Die erstmalige Einstufung in einen
fachleistungsdifferenzierten Kurs erfolgt auf Empfehlung der Klassenkonferenz
unter Berücksichtigung der Wünsche der Schülerinnen und
Schüler und ihrer Eltern. Sofern die Eltern der Empfehlung widersprechen,
ist der Wunsch der Eltern maßgebend. Vor Ablauf des Schuljahres der
Jahrgangsstufe 7 und jedes Schulhalbjahres der Jahrgangsstufen 8 und 9
entscheidet die Klassenkonferenz gemäß Absatz 3 über den
weiteren Verbleib. (2) Im Einzelfall ist auf Antrag der Eltern bis zum Ende der
Jahrgangsstufe 9 auch innerhalb eines Schulhalbjahres ein Wechsel zwischen den
Fachleistungskursen möglich, wenn dies der Förderung der
Schülerin oder des Schülers dient.
(3) Wer sehr gute oder gute Leistungen in einem Grundkurs
erzielt hat, soll in den Erweiterungskurs, wer mangelhafte oder
ungenügende Leistungen in einem Erweiterungskurs erzielt hat, in den
Grundkurs übergehen. Bei befriedigenden oder ausreichenden Leistungen soll
in besonderer Weise geprüft werden, in welchem Kurs eine angemessene
Förderung möglich ist. Abweichend von den Sätzen 1 und 2 kann am
Ende der Jahrgangsstufe 9 einem Wunsch auf Teilnahme an Erweiterungskursen
durch die Klassenkonferenz insoweit entsprochen oder die Teilnahme empfohlen
werden, als dies zur Erreichung eines qualifizierteren Abschlusses erforderlich
ist. (4) Innerhalb der Jahrgangsstufe 10 ist auf Antrag der Eltern
ein Wechsel von einem Erweiterungskurs in einen Grundkurs in den ersten drei
Monaten möglich. Der Wechsel in einen Erweiterungskurs ist
grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen sind nur aus wichtigem Grund
zulässig und bedürfen der Genehmigung des staatlichen Schulamtes.
Für die Leistungsbewertung gilt § 13. In den
Jahrgangsstufen 9 und 10 werden die Noten auf dem Halbjahres- und
Schuljahreszeugnis durch Punkte gemäß Anlage 2 ergänzt. Die
Konferenz der Lehrkräfte legt fest, ob die Vergabe von Punkten nur auf dem
Halbjahres- und Schuljahreszeugnis erfolgt oder ob bereits die schriftlichen
Arbeiten neben der Note mit Punkten bewertet werden. Die Leistungen in
Erweiterungskursen werden auf einer Skala von 15 bis 0 Punkten, die Leistungen
in Grundkursen von 12 bis 0 Punkten gemessen. Wechselt eine Schülerin oder
ein Schüler zum Schulhalbjahr innerhalb des leistungsdifferenzierten
Unterrichts das Kursniveau, wird abweichend von § 13 Abs. 6 Satz 1 die
Jahresnote auf Grund der erbrachten Leistungen des zweiten Schulhalbjahres
(1) Die Versetzung erfolgt gemäß § 15 Abs. 2 am
Ende jeder Jahrgangsstufe auf Grund der von der Klassenkonferenz festgestellten
Leistungen. Es wird unterschieden zwischen den Fächern Deutsch,
Mathematik, erste Fremdsprache, Physik, Chemie und dem Fach des in
Jahrgangsstufe 7 beginnenden Wahlpflichtunterrichts (Fächergruppe I) und
den übrigen Fächern (Fächergruppe II).
(2) Soweit Fächer in Grund- und Erweiterungskursen
unterrichtet werden, erfolgt die Versetzung in die Jahrgangsstufe 8 oder 9 auf
der Grundlage der in den Grundkursen erreichten Leistungen sowie der
gemäß Satz 2 errechneten Leistungen in den Erweiterungskursen. Eine
mangelhafte Leistung in einem Erweiterungskurs entspricht einer ausreichenden
Leistung in einem Grundkurs, eine ungenügende Leistung in einem
Erweiterungskurs entspricht einer mangelhaften Leistung in einem Grundkurs.
in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens drei
mangelhafte Leistungen aufweist. Dabei müssen in einem der Fächer
Deutsch oder Mathematik mindestens ausreichende Leistungen erreicht werden. (3) In die Jahrgangsstufe 10 wird versetzt, wer
mit den Jahresnoten aller unterrichteten Fächer eine Punktsumme von
mindestens 60 Punkten, dabei mit den Jahresnoten der Fächergruppe II eine
Punktsumme von mindestens 30 Punkten, in mindestens einem der Fächer Deutsch oder Mathematik mindestens
fünf Punkte erreicht und in höchstens zwei Fächern mangelhafte Leistungen und keine
ungenügende Leistung erbracht hat. Dabei wird im Lernbereich Gesellschaftswissenschaften ein
für die Einzelfächer gemeinsamer Punktwert durch die in den
Einzelfächern unterrichtenden Lehrkräfte festgelegt und als eine
Fachnote gewertet. Sofern Jahresnoten in weniger oder mehr als 13 Fächern
vorliegen, verringern oder erhöhen sich die Punktsummen gemäß
Nummer 1 für jedes Fach der Fächergruppe I um fünf Punkte und
der Fächergruppe II um vier Punkte. In diesem Falle entscheidet die
Klassenkonferenz, ob trotz der fehlenden Noten die Jahrgangsstufe als
erfolgreich besucht gewertet werden kann. Dies ist jedenfalls dann nicht
möglich, wenn in der Mehrzahl der vorgeschriebenen Fächer keine Note
(4) Wiederholt eine Schülerin oder ein Schüler die
Jahrgangsstufe 7 oder 8 und erreicht sie oder er erneut nicht die
Voraussetzungen für eine Versetzung, wird der Bildungsgang ohne
Versetzungsentscheidung in der nächsthöheren Jahrgangsstufe
fortgesetzt, soweit die Vollzeitschulpflicht noch nicht erfüllt ist. Die
Schülerin oder der Schüler ist dort entsprechend den
Lernmöglichkeiten zu fördern. Eine zweite Wiederholung ist in der
Regel nicht zulässig. In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 kann das staatliche
Schulamt in begründeten Fällen dem Antrag der Eltern auf eine weitere
Wiederholung derselben Jahrgangsstufe stattgeben, sofern dadurch die
Höchstverweildauer gemäß § 1 Abs. 3 nicht
überschritten wird und die personellen und schulorganisatorischen
(1) Abschlüsse und Berechtigungen werden auf Grund eines
Beschlusses der Klassenkonferenz am Ende der Jahrgangsstufe 10 vergeben, wenn
die Mindestbedingungen erfüllt wurden, die für bestimmte Fächer
und Fächergruppen durch Punktwerte gemäß Anlage 2 und P
unktsummen festgelegt sind. Im Lernbereich Gesellschaftswissenschaften wird im
Sinne der Abschlussregelungen ein für die Einzelfächer gemeinsamer
Punktwert durch die in den Einzelfächern unterrichtenden Lehrkräfte
festgelegt und als eine Fachnote gewertet.
(2) Den erweiterten Hauptschulabschluss/die erweiterte
Berufsbildungsreife erwirbt, wer die Mindestbedingungen entsprechend § 36
Abs. 3 erfüllt. (3) Den Realschulabschluss/die Fachoberschulreife erwirbt, wer mit den Abschlussnoten aller unterrichteten Fächer eine Punktsumme
von mindestens 84, dabei mit den Abschlussnoten der Fächergruppe II eine
Punktsumme von mindestens 42 erreicht hat, in der Jahrgangsstufe 10 in mindestens zwei Fächern im
Erweiterungskurs unterrichtet wurde und in höchstens zwei Fächern die erforderlichen Leistungen nicht
erbracht hat. Erforderlich sind mindestens je sieben Punkte in allen
Fächern der Fächergruppe I und in zwei weiteren Fächern sowie
mindestens vier Punkte in den übrigen Fächern. Dabei darf keine
ungenügende Leistung vorliegen und in mindestens einem der Fächer
Deutsch oder Mathematik müssen fünf Punkte erreicht worden sein.
Wurden in zwei der Fächer der Fächergruppe I die erforderlichen
Leistungen nicht erbracht, müssen in diesen beiden Fächern jeweils
mindestens vier Punkte erreicht worden sein. Sofern Abschlussnoten in weniger oder mehr als 13 Fächern
Nummer 1 für jedes Fach der Fächergruppe I um sieben Punkte und der
Fächergruppe II um sechs Punkte. (4) Die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
erwirbt, wer
mit den Abschlussnoten aller unterrichteten Fächer eine Punktsumme
von mindestens 112, dabei mit den Abschlussnoten der Fächergruppe II eine
Punktsumme von mindestens 56 erreicht hat, in der Jahrgangsstufe 10 in mindestens drei Fächern, darunter
mindestens zwei der Fächer Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik, im
erbracht hat. Erforderlich sind in einem Fach des Erweiterungskurses mindestens
elf Punkte, in allen übrigen Fächern der Fächergruppe I
mindestens neun Punkte, in allen übrigen Fächern mindestens vier
Punkte. Dabei darf keine ungenügende Leistung vorliegen und in mindestens
einem der Fächer Deutsch oder Mathematik müssen fünf Punkte
erreicht worden sein. Wurden in zwei der Fächer der Fächergruppe I
die erforderlichen Leistungen nicht erbracht, müssen in diesen beiden
Fächern jeweils mindestens vier Punkte erreicht worden sein. Wurden in
keinem der Erweiterungskurse mindestens elf Punkte erbracht, so wurde in einem
Fach, in dem gleichzeitig weniger als neun Punkte erreicht wurden, nur einmal
die erforderliche Leistung nicht erbracht. Sofern Abschlussnoten in weniger oder mehr als 13 Fächern
Nummer 1 für jedes Fach der Fächergruppe I um neun Punkte und der
Fächergruppe II um acht Punkte.
(5) Mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 wird der
Hauptschulabschluss/die Berufsbildungsreife erworben.
(1) An Gesamtschulen kann die allgemeine Hochschulreife nach
zwölf Schulbesuchsjahren erworben werden, wenn auf der Grundlage eines
pädagogischen Konzepts oder Schulprogramms die hierfür erforderliche
Unterrichtsorganisation von dem für Schule zuständigen Ministerium
genehmigt wurde. Die Entscheidung über den Antrag der Schule erfolgt im
Einvernehmen mit dem für Schule zuständigen Ausschuss des Landtages. (2) Der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nach zwölf
Schulbesuchsjahren setzt voraus, dass die für die Gymnasien in den Jahrgangsstufen 7 bis 12 geltenden
Mindeststunden insgesamt erreicht werden, die ausgewählten Schülerinnen und Schüler über die
erforderliche Eignung verfügen und die Vermittlung der verbindlichen Anforderungen und Inhalte des
Bildungsganges zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in den Jahrgangsstufen
7 bis 10 insgesamt gewährleistet ist. Hierzu kann das für Schule zuständige Ministerium
Abweichungen von der in dieser Verordnung für Gesamtschulen festgelegten
Unterrichtsorganisation und Kontingentstundentafel zulassen.
Das Gymnasium vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung und
umfasst den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife.
(1) Das Aufnahmeverfahren in die Jahrgangsstufe 7 besteht aus der Eignungsfeststellung gemäß § 41 und § 42, dem Auswahlverfahren gemäß § 43 und § 7 und gegebenenfalls dem Zuweisungsverfahren gemäß § 7. (2) Die Durchführung der Eignungsfeststellung und des
Auswahlverfahrens obliegt den Schulleiterinnen und Schulleitern der
gewünschten Schulen.
(3) Die Durchführung des Zuweisungsverfahrens obliegt dem
staatlichen Schulamt. Die Schülerinnen und Schüler, die nach der
Eignungsfeststellung und dem Auswahlverfahren keine Aufnahme finden, nehmen am
Zuweisungsverfahren teil. § 41
(1) Grundlage für die Aufnahmeentscheidung der
Schulleiterin oder des Schulleiters ist die Feststellung der Fähigkeiten,
Leistungen und Neigungen der Schülerin oder des Schülers
(Eignungsfeststellung). Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann Mitglieder
der Schulleitung, der erweiterten Schulleitung oder andere geeignete
Lehrkräfte der Schule bestimmen, die sie oder ihn bei der Feststellung
(2) Die Eignung für den sechsjährigen Bildungsgang an
Gymnasien ist durch eine bestandene Eignungsprüfung gemäß
§ 42 nachzuweisen. Einer Eignungsprüfung bedarf es für eine
Schülerin oder einen Schüler einer Schule in öffentlicher
Trägerschaft oder einer anerkannten Ersatzschule nicht, wenn die
Schülerin oder der Schüler über die Bildungsgangempfehlung zum
Erwerb der allgemeinen Hochschulreife verfügt und die Summe der Noten der
Fächer Mathematik, Deutsch und erste Fremdsprache im Halbjahreszeugnis der
Jahrgangsstufe 6 den Wert sieben nicht übersteigt. Schülerinnen und
Schüler von genehmigten Ersatzschulen nehmen in der Regel an der
Eignungsprüfung teil. Das staatliche Schulamt kann für eine
genehmigte Ersatzschule bestimmen, dass Satz 2 für die Schülerinnen
und Schüler dieser Schule entsprechende Anwendung findet.
(1) Die Eignungsprüfung ist an ausgewählten Schulen
in Form eines Probeunterrichts durchzuführen. (2) Das staatliche Schulamt beruft für jede
Unterrichtsgruppe eine Kommission, die den Probeunterricht durchführt,
auswertet und das Ergebnis feststellt. (3) Die Kommission stellt im Rahmen des Probeunterrichts auf
der Grundlage der Leistungen fest, ob eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht
zu erwarten ist. Die Eignungsprüfung ist bestanden, wenn mindestens zwei
Mitglieder der Kommission eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht erwarten.
Bei der Feststellung sind die Besonderheiten der Schülerinnen und
Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit und der bisherige
Bildungsweg von einzugliedernden Schülerinnen und Schülern angemessen
(4) Soweit eine Schülerin oder ein Schüler wegen
Krankheit an der Eignungsprüfung nicht teilnehmen kann, erfolgt die
Eignungsfeststellung durch die Schulleiterin oder den Schulleiter des
gewünschten Gymnasiums im Rahmen eines Gespräches.
(1) Übersteigt die Zahl der Anmeldungen geeigneter
Schülerinnen und Schüler die Aufnahmekapazität, ist ein
Auswahlverfahren durchzuführen. Die Auswahl erfolgt unter den geeigneten
Schülerinnen und Schülern, die die Schule im Erst- oder Zweitwunsch
benennen oder auf Grund der Ausgleichskonferenz gemäß § 7 Abs.
3 zu berücksichtigen sind.
(2) Die Schulleiterin oder der Schulleiter stellt die
geeignetsten Schülerinnen und Schüler entsprechend der festgelegten
Kapazität fest (Vorrang der Eignung). Der Vorrang der Eignung ist durch
die Auswertung des Grundschulgutachtens und des Halbjahreszeugnisses der
Jahrgangsstufe 6 zu ermitteln. Ergänzend kann das Ergebnis eines
Gespräches mit der Schülerin oder dem Schüler hinzugezogen
werden. (3) Auf Wunsch der Eltern und im Falle einer schriftlichen
Gegendarstellung der Eltern zum Grundschulgutachten sind diese Gespräche
zu führen. Nach vorherigem Hinweis und mit Einverständnis der Eltern
können auch die Ergebnisse der Gespräche berücksichtigt werden,
die vor Beginn des Aufnahmeverfahrens geführt wurden.
(4) Die Schulleiterin oder der Schulleiter hat den bisherigen
Bildungsweg von einzugliedernden Schülerinnen und Schülern
gemäß Eingliederungsverordnung angemessen zu berücksichtigen.
Insbesondere stehen fehlende Kenntnisse und Leistungen in der deutschen Sprache
sowie deren Auswirkungen einer Aufnahmeentscheidung nicht entgegen, wenn die
Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen im Allgemeinen einen Vorrang der
Eignung begründen.
(5) Für Schülerinnen und Schüler aus anderen
Bundesländern, die über kein Gutachten der abgebenden Schule
verfügen, erfolgt die Feststellung des Vorrangs der Eignung auf der
Grundlage eines Gespräches und des Halbjahreszeugnisses der Jahrgangsstufe
6. Die Schulleiterin oder der Schulleiter vergleicht die Fähigkeiten,
Leistungen und Neigungen mit denen der anderen Schülerinnen und
Schüler, insbesondere denen aus den brandenburgischen Grundschulen, und
entscheidet unter Berücksichtigung des bisher besuchten Bildungsgang es
(6) Besondere Härtefälle gemäß § 53
Abs. 4 des Brandenburgischen Schulgesetzes und besondere Gründe sind zu
berücksichtigen. Ein besonderer Grund begründet im Auswahlverfahren
den Vorrang einer Schülerin oder eines Schülers bei gleicher Eignung
für den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife.
(1) Am Gymnasium bildet die Jahrgangsstufe 10 den Abschluss der
Sekundarstufe I. Sie gilt zugleich als Einführungsphase in die gymnasiale
Oberstufe, an die sich eine zweijährige Qualifikationsphase
anschließt. (2) Die Wochenstundentafeln der Klassen der Jahrgangsstufe 10
müssen alle Fächer umfassen, die im Rahmen des Kursangebotes der
Schule in der Qualifikationsphase verpflichtend zu belegen sind oder als
Abiturprüfungsfach gewählt werden sollen. Diese Fächer sind
mindestens zweistündig zu unterrichten. Der Unterricht in Lernbereichen
und halbjährlich epochaler Unterricht sind in diesen Fächern nicht
zulässig. Soweit diese Fächer nicht in der Kontingentstundentafel
ausgewiesen sind, können sie im Rahmen des Schwerpunktunterrichts
(3) Die Schülerinnen und Schüler wählen im
Verlauf der Jahrgangsstufe 10 die Grund- und Leistungskurse, die sie in der
Qualifikationsphase belegen werden. Jedes Fach, das in der Qualifikationsphase
verpflichtend zu belegen ist oder als Abiturprüfungsfach gewählt
wird, ist in der Jahrgangsstufe 10 zu belegen. § 45
(2) Bei der Versetzung und Vergabe der Abschlüsse wird
unterschieden zwischen den Fächern Deutsch, Mathematik, erste und zweite
Fremdsprache (Fächergruppe I) und den übrigen Fächern
(Fächergruppe II).
(3) In die Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 wird versetzt, wer in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine
mangelhafte Leistung aufweist oder bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens zwei
mangelhafte Leistungen in Fächergruppe II aufweist und diese durch jeweils
eine mindestens befriedigende Leistung ausgleichen kann. (4) Bei zweimaliger Nichtversetzung in derselben Jahrgangsstufe
oder in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgangsstufen hat eine Schülerin oder
ein Schüler das Gymnasium zu verlassen. In begründeten Fällen
kann das staatliche Schulamt Ausnahmen zulassen. Sofern die
Vollzeitschulpflicht noch nicht erfüllt ist, erfolgt die Zuweisung an eine
Oberschule oder eine Gesamtschule durch das zuständige staatliche
Schulamt. Dabei ist dem Wunsch der Eltern auf Aufnahme in eine bestimmte Schule
zu entsprechen, wenn die Aufnahme an der betreffenden Schule möglich ist. (5) Wer am Ende der Jahrgangsstufe 7 nicht versetzt wird, hat
das Gymnasium zu verlassen, wenn die bisherige Lernentwicklung und
Lernbereitschaft, der erreichte Leistungsstand und die Neigungen eine
erfolgreiche Teilnahme am Unterricht des Bildungsganges zum Erwerb der
allgemeinen Hochschulreife nicht erwarten lassen. Eine erfolgreiche Teilnahme
ist insbesondere nicht zu erwarten, wenn
in einem Fach der Fächergruppe I eine mangelhafte Leistung und eine
weitere mangelhafte Leistung in einem anderen Fach, in den Fächern der Fächergruppe II eine mangelhafte und eine
ungenügende Leistung, in einem Fach der Fächergruppe I eine ungenügende Leistung, in zwei Fächern der Fächergruppe I mangelhafte Leistungen, in mehr als zwei Fächern mangelhafte Leistungen oder in mehr als einem Fach mangelhafte Leistungen und in einem weiteren Fach
eine ungenügende Leistung erbracht wurden. Die Klassenkonferenz kann mit Zustimmung der
Schulleiterin oder des Schulleiters die Wiederholung der Jahrgangsstufe 7 am
Gymnasium zulassen, wenn der erreichte Leistungsstand gemäß den
Nummern 1 bis 6 auf nicht von der Schülerin oder dem Schüler zu
vertretenden Umständen, insbesondere länger anhaltende Krankheit,
beruht oder die Lernbereitschaft und Leistungsentwicklung eine erfolgreiche
Teilnahme am Unterricht erwarten lassen. (6) Wer das Gymnasium gemäß Absatz 5 Nr. 3 bis 6
verlässt, wiederholt die Jahrgangsstufe 7 an einer Gesamtschule oder
Oberschule (Querversetzung in die Jahrgangsstufe 7). Alle übrigen
Schülerinnen und Schüler, die gemäß Absatz 5 das Gymnasium
verlassen, werden auf Antrag in die Jahrgangsstufe 8 einer Gesamtschule oder
Oberschule aufgenommen (Querversetzung in die Jahrgangsstufe 8). Das staatliche
Schulamt koordiniert die Aufnahme unter Berücksichtigung des
Elternwunsches und der zur Verfügung stehenden Aufnahmekapazitäten.
§ 7 Abs. 4 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
(7) Wer am Ende der Jahrgangsstufe 7 nicht versetzt wird und
die Schule nicht gemäß Absatz 5 verlassen muss, kann auf Antrag in
die Jahrgangsstufe 8 querversetzt werden.
Versetzung am Ende der Jahrgangsstufe 10 und Abschlüsse (1) Die Versetzung und die Vergabe von Abschlüssen am Ende
der Jahrgangsstufe 10 erfolgen auf Grund eines Beschlusses der
Klassenkonferenz, wenn die Mindestbedingungen gemäß den
Absätzen 2 bis 4 erfüllt wurden. (2) In die Qualifikationsphase wird versetzt, wer in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine
mangelhafte Leistung aufweist und diese durch eine mindestens befriedigende
Leistung ausgleichen kann. Der Ausgleich für eine mangelhafte Leistung in
Fächergruppe I muss durch ein anderes Fach dieser Fächergruppe
erfolgen. (3) Den Realschulabschluss/die Fachoberschulreife erwirbt, wer
bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchs tens zwei
mangelhafte Leistungen aufweist und diese durch jeweils eine mindestens
befriedigende Leistung ausgleichen kann. (4) Den erweiterten Hauptschulabschluss/die erweiterte
Berufsbildungsreife erwirbt, wer bei ansonsten mindestens ausreichenden
Leistungen höchstens zwei mangelhafte Leistungen aufweist.
(1) Für die Leistungs- und Begabungsklassen gelten die
Regelungen für Gymnasien, soweit nachfolgend oder durch Rechtsverordnung
keine abweichenden Regelungen getroffen werden.
(2) Die Kontingentstundentafel für Gymnasien weist
für die Leistungs- und Begabungsklassen für die Jahrgangsstufen 5 bis
10 die in jedem Fach und in jedem Lernbereich mindestens zu erteilenden
Unterrichtsstunden aus. In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 sind insgesamt 195
Unterrichtsstunden zu erteilen. Die Differenz zwischen der Summe der
Mindeststunden und den in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 insgesamt zu erteilenden
Unterrichtsstunden bildet den Schwerpunktunterricht. Der Schwerpunktunterricht
ist zur Verstärkung des Unterrichts in den Fächern und Lernbereichen,
für Pflichtunterricht in weiteren Fächern oder für
Wahlpflichtunterricht zu verwenden. (3) Die Schülerinnen und Schüler aus Leistungs- und
Begabungsklassen können gemeinsam mit den Schülerinnen und
Schülern der anderen Klassen derselben und anderer Jahrgangsstufen
unterrichtet werden, insbesondere im Unterricht der Wahlpflichtfächer,
wenn die Anforderungen und Inhalte der Rahmenlehrpläne oder anderer
geeigneter curricularer Materialien dem nicht entgegenstehen und der schulische
Entwicklungsstand vergleichbar ist.
(4) In Leistungs- und Begabungsklassen ist der in der
Primarstufe begonnene Unterricht in der ersten Fremdsprache mindestens bis zum
Ende der Jahrgangsstufe 9 fortzusetzen und eine zweite Fremdsprache
spätestens ab der Jahrgangsstufe 7 zu unterrichten. Weitere Fremdsprachen
können im Rahmen des Schwerpunktunterrichts frühestens ab der
Jahrgangsstufe 7 unterrichtet werden. In der Jahrgangsstufe 10 sind mindestens
zwei Fremdsprachen zu belegen, darunter eine spätestens in der
Jahrgangsstufe 9 begonnene Fremdsprache. (5) Für die Versetzung in die Jahrgangsstufen 6 und 7
gelten die entsprechenden Regelungen der Grundschulverordnung.
Die Oberschule vermittelt eine grundlegende oder erweiterte
allgemeine Bildung und umfasst den Bildungsgang zum Erwerb der erweiterten
Berufsbildungsreife und den Bildungsgang zum Erwerb der Fachoberschulreife. Sie
soll eine individuelle Bestimmung der Schullaufbahn in der Sekundarstufe I auch
im Hinblick auf ihre Fortsetzung in der Sekundarstufe II entsprechend den
Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen der Schülerinnen und
Schüler ermöglichen, insbesondere durch eine individuelle Vermittlung
vertiefter allgemeiner Bildung.
dem Auswahlverfahren gemäß § 50 und gegebenenfalls dem Zuweisungsverfahren gemäß § 7. (2) Die Durchführung des Auswahlverfahrens obliegt den
Schulleiterinnen und Schulleitern der gewünschten Schulen.
staatlichen Schulamt. Die Schülerinnen und Schüler, die nach dem
Auswahlverfahren keine Aufnahme finden, nehmen am Zuweisungsverfahren teil.
(1) Der Unterricht wird im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 7
im Klassenverband erteilt. Über die Zuordnung der Schülerinnen und
Schüler in die Klassen entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.
Ab dem zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 wird der Unterricht im Rahmen der
personellen und schulorganisatorischen Möglichkeiten
bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 in bildungsgangbezogenen Klassen
(kooperatives System), bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 in bildungsgangübergreifenden
Klassen (integratives System) oder bis zum Ende der Jahrgangsstufe 8 in bildungsgangübergreifenden
Klassen und ab Jahrgangsstufe 9 bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 in
bildungsgangbezogenen Klassen erteilt.
(3) In einer bildungsgangbezogenen Klasse wird die grundlegende
allgemeine Bildung zum Erwerb des erweiterten Hauptschulabschlusses/der
erweiterten Berufsbildungsreife (EBR-Klasse) oder die erweiterte allgemeine
Bildung zum Erwerb des Realschulabschlusses/der Fachoberschulreife (FOR-Klasse)
vermittelt. Entsprechend den Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen der
Schülerinnen und Schüler soll in FOR-Klassen auch eine vertiefte
allgemeine Bildung individuell vermittelt werden.
(4) In bildungsgangübergreifenden Klassen wird der
Unterricht mit Beginn des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 7 bis zum Ende der
Jahrgangsstufe 10 in den Fächern Mathematik und erste Fremdsprache, spätestens mit Beginn der Jahrgangsstufe 9 bis zum Ende der
Jahrgangsstufe 10 im Fach Deutsch und mit Beginn der Jahrgangsstufe 9 bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 in
einem der Fächer Physik oder Chemie in Fachleistungskursen auf zwei Anspruchsebenen, dem A-Kurs und
dem B-Kurs, erteilt. Im A-Kurs wird eine grundlegende allgemeine Bildung und im
B-Kurs eine erweiterte allgemeine Bildung vermittelt. Entsprechend den
Schüler soll in B-Kursen auch eine vertiefte allgemeine Bildung
individuell vermittelt werden.
(5) Anstelle von Fachleistungskursen können ständig
oder zeitweise klasseninterne Lerngruppen entsprechend den Grundsätzen der
Fachleistungsdifferenzierung gemäß Absatz 3 und § 55 gebildet
Lehrkräfte zu beschließen und dem staatlichen Schulamt anzuzeigen. (6) Schülerinnen und Schüler, die vom Gymnasium an
die Oberschule wechseln, sollen auf Wunsch der Eltern in eine FOR-Klasse oder
in B-Kurse aufgenommen werden, wenn sie über die Eignung für den
Bildungsgang zum Erwerb der Fachoberschulreife verfügen. Ein
Schulformwechsel von der Oberschule an ein Gymnasium erfolgt gemäß
§ 9 Abs. 2. Die Klassenkonferenz hat den Schülerinnen und
Schülern den Schulformwechsel an ein Gymnasium zu empfehlen und die Eltern
entsprechend zu beraten, wenn im Verlauf der Sekundarstufe I festgestellt wird,
dass die Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen der Schülerinnen und
Schüler einen erfolgreichen Besuch des Bildungsganges zum Erwerb der
allgemeinen Hochschulreife erwarten lassen. § 9 Abs. 1 bleibt
(1) Die Einstufung in eine bildungsgangbezogene Klasse ab dem
zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 (Ersteinstufung) erfolgt auf Empfehlung
der Klassenkonferenz unter Berücksichtigung der Wünsche der
Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Widersprechen die Eltern
der auf Grund der Empfehlung vorgesehenen Einstufung, ist zunächst ihr
Wunsch maßgebend. Über die Einstufung in eine bildungsgangbezogene
Klasse in der Jahrgangsstufe 9 gemäß § 51 Abs. 1 Nr. 3
entscheidet die Klassenkonferenz unter Berücksichtigung der Wünsche
der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Die Einstufung in eine
FOR-Klasse erfolgt, wenn die bisherige Lernentwicklung und Lernbereitschaft,
der erreichte Leistungsstand und die Neigungen eine erfolgreiche Teilnahme am
Unterricht in der FOR-Klasse erwarten lassen. (2) Die Einstufung in eine bildungsgangbezogene Klasse gilt in
der Regel bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10, soweit kein Wechsel
gemäß § 53 Abs. 6 erfolgt. Ein Wechsel auf Antrag der Eltern
ist bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9 jeweils zum Ende eines Schulhalbjahres
zulässig. Ein Wechsel von einer EBR-Klasse in eine FOR-Klasse ist nur
zulässig, wenn die bisherige Lernentwicklung und Lernbereitschaft, der
Unterricht in der FOR-Klasse erwarten lassen. Die Entscheidung trifft die
Klassenkonferenz. Die Klassenkonferenz hat den Schülerinnen und
Schülern den Wechsel von einer EBR-Klasse in eine FOR-Klasse zu empfehlen
und die Eltern entsprechend zu beraten, wenn festgestellt wird, dass die
Schüler einen erfolgreichen Besuch der FOR-Klasse erwarten lassen. (3) Die Leistungsbewertung in den EBR- und FOR-Klassen erfolgt
auf der Grundlage der Anforderungen des jeweiligen Bildungsganges.
(2) In EBR-Klassen wird in die Jahrgangsstufen 8 und 9
versetzt, wer
Deutsch oder Mathematik mindestens ausreichende Leistungen erreicht werden. (3) In EBR-Klassen wird in die Jahrgangsstufe 10 versetzt, wer
die Versetzungsbedingungen gemäß Absatz 4 erfüllt. (4) In FOR-Klassen wird versetzt, wer in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat, bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine
befriedigende Leistung ausgleichen kann. Dabei müssen in einem der
Fächer Deutsch oder Mathematik mindestens ausreichende Leistungen erreicht
werden. Der Ausgleich für jedes Fach der Fächergruppe I muss durch
ein anderes Fach dieser Fächergruppe erfolgen.. (5) Sofern auf Grund einer Nichtversetzung ein Wechsel von der FOR-Klasse in eine EBR-Klasse erfolgt, ist die Schülerin oder der
Schüler zu versetzen, wenn unter Berücksichtigung des
Anforderungsniveaus in der FOR-Klasse und der dort nachgewiesenen Leistungen
eine Versetzung in der EBR-Klasse erfolgt wäre.
(6) Bei zweimaliger Nichtversetzung in einer FOR-Klasse in
derselben Jahrgangsstufe oder in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgangsstufen
wechselt eine Schülerin oder ein Schüler in der Regel in die
EBR-Klasse. In begründeten Fällen kann das staatliche Schulamt
(7) Wiederholt eine Schülerin oder ein Schüler die
Jahrgangsstufe 7 oder 8 der EBR-Klasse und erreicht sie oder er erneut nicht
die Voraussetzungen für eine Versetzung, wird der Bildungsgang ohne
die Mindestbedingungen gemäß den Absätzen 2 bis 7 erfüllt
wurden. (2) In EBR-Klassen erwirbt den erweiterten
Hauptschulabschluss/die erweiterte Berufsbildungsreife, wer in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine
mangelhafte Leistung durch eine mindestens befriedigende Leistung ausgleichen
kann. (3) In EBR-Klassen erwirbt den Realschulabschluss/die
Fachoberschulreife, wer in zwei Fächern gute Leistungen und in den
übrigen Fächern im Durchschnitt der Noten mindestens 3,0 erreicht
hat. Die zweite Stelle nach dem Komma bleibt unberücksichtigt. Dabei darf
höchstens eine mangelhafte und keine ungenügende Leistung vorliegen. (4) In FOR-Klassen erwirbt den erweiterten
Hauptschulabschluss/die erweiterte Berufsbildungsreife, wer bei ansonsten
mindestens ausreichenden Leistungen höchstens zwei mangelhafte Leistungen
aufweist und jede mangelhafte Leistung durch eine mindestens befriedigende
Leistung ausgleichen kann. Dabei müssen in einem der Fächer Deutsch
oder Mathematik mindestens ausreichende Leistungen erreicht werden.
(5) In FOR-Klassen erwirbt den Realschulabschluss/die
Fachoberschulreife, wer
bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine
kann. (6) Der Ausgleich für jedes Fach der Fächergruppe I
muss durch ein anderes Fach dieser Fächergruppe erfolgen.
(8) Mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 wird der
Schüler und deren Eltern (Ersteinstufung). Widersprechen die Eltern der
auf Grund der Empfehlung vorgesehenen Einstufung, ist zunächst ihr Wunsch
maßgebend. Vor Ablauf des Schuljahres der Jahrgangsstufe 7 und jedes
Schulhalbjahres der Jahrgangsstufen 8 und 9 entscheidet die Klassenkonferenz
gemäß Absatz 3 über den weiteren Verbleib. (2) Im Einzelfall ist auf Antrag der Eltern bis zum Ende der
(3) Wer sehr gute oder gute Leistungen in einem A-Kurs erzielt
hat, soll in den B-Kurs, wer mangelhafte oder ungenügende Leistungen in
einem B-Kurs erzielt hat, in den A-Kurs übergehen. Bei befriedigenden oder
ausreichenden Leistungen soll in besonderer Weise geprüft werden, in
welchem Kurs eine angemessene Förderung möglich ist. Abweichend von
den Sätzen 1 und 2 kann am Ende der Jahrgangsstufe 9 einem Wunsch auf
Teilnahme an B-Kursen durch die Klassenkonferenz insoweit entsprochen oder die
Teilnahme empfohlen werden, als dies zur Erreichung eines qualifizierteren
Abschlusses erforderlich ist. (4) Innerhalb der Jahrgangsstufe 10 ist auf Antrag der Eltern
ein Wechsel von einem B-Kurs in einen A-Kurs in den ersten drei Monaten
möglich. Der Wechsel in einen B-Kurs ist grundsätzlich nicht
möglich. Ausnahmen sind nur aus wichtigem Grund zulässig und
bedürfen der Genehmigung des staatlichen Schulamtes.
(5) Die Leistungsbewertung in den A- und B-Kursen erfolgt auf
der Grundlage der Anforderungen des jeweiligen Bildungsganges. Sofern
Jahresnoten für Versetzungs- und Abschlussentscheidungen umgerechnet
werden, entsprechen Noten in B-Kursen einer um eine Notenstufe besseren Note im
A-Kurs. Wechselt eine Schülerin oder ein Schüler zum Schulhalbjahr
innerhalb des leistungsdifferenzierten Unterrichts das Kursniveau, wird
abweichend von § 13 Abs. 6 Satz 1 die Jahresnote auf Grund der erbrachten
Leistungen des zweiten Schulhalbjahres gebildet.
Leistungen. Soweit Fächer in B-Kursen unterrichtet werden, erfolgt die
Versetzung auf der Grundlage der gemäß § 55 Abs. 5 Satz 2 in
die entsprechenden Leistungen eines A-Kurses umgerechneten Leistungen.
(2) Für die Versetzung in die Jahrgangsstufen 8 und 9 gilt
§ 53 Abs. 2.
(3) In die Jahrgangsstufe 10 wird versetzt, wer die
Versetzungsbedingungen gemäß § 51 Abs. 2 und § 53 Abs. 4 erfüllt. (4) Wiederholt eine Schülerin oder ein Schüler die
überschritten wird und die personellen und schul-organisatorischen
(5) Sofern in der zu wiederholenden Jahrgangsstufe
bildungsgangbezogene Klassen gebildet sind, erfolgt die Wiederholung in der
EBR-Klasse.
die Mindestbedingungen gemäß den Absätzen 2 bis 5 erfüllt
wurden. (2) In bildungsgangübergreifenden Klassen erwirbt den
erweiterten Hauptschulabschluss/die erweiterte Berufsbildungsreife, wer in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder
bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens zwei
mangelhafte Leistungen aufweist und jede mangelhafte Leistung durch eine
mindestens befriedigende Leistung ausgleichen kann. Dabei müssen in einem
der Fächer Deutsch oder Mathematik mindestens ausreichende Leistungen
erreicht werden. Soweit Fächer in B-Kursen unterrichtet werden, erfolgt die
Entscheidung auf der Grundlage der gemäß § 55 Abs. 5 Satz 2 in
(3) Der Ausgleich für jedes Fach der Fächergruppe I
(4) In bildungsgangübergreifenden Klassen erwirbt den Realschulabschluss/die Fachoberschulreife, wer in mindestens zwei B-Kursen mindestens ausreichende Leistungen,
in zwei weiteren Fächern mindestens befriedigende Leistungen und in den anderen Fächern im Durchschnitt der Noten mindestens 4,0 erreicht hat. Die zweite Stelle nach dem Komma bleibt unberücksichtigt. Dabei dürfen keine ungenügende Leistung und höchstens zwei mangelhafte Leistungen vorliegen.
Es darf höchstens eine ausreichende Leistung im A-Kurs oder höchstens eine mangelhafte Leistung in einem B-Kurs auftreten, wenn diese gemäß Satz 5 ausgeglichen werden kann. Eine ausreichende Leistung im A-Kurs oder eine mangelhafte Leistung im B-Kurs ist durch mindestens eine gute Leistung im A-Kurs oder eine mindestens befriedigende Leistung im B-Kurs oder in dem Fach des Wahlpflichtunterrichts der Fächergruppe I auszugleichen. (5) In bildungsgangübergreifenden Klassen erwirbt die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, wer in mindestens drei B-Kursen mindestens befriedigende Leistungen,
im A-Kurs mindestens gute Leistungen, in zwei weiteren Fächern mindestens gute Leistungen und
(6) Mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 wird der
Hauptschulabschluss/die Berufsbildungsreife erworben. Teil 4
(2) Gleichzeitig tritt die Sekundarstufe I-Verordnung vom 21.
Januar 2005 (GVBl. II S. 62), zuletzt geändert durch Verordnung vom 27.
November 2006 (GVBl. II S. 509), außer Kraft. Potsdam, den 2. August 2007
Anlage 1 (zu § 11 Abs. 1 und 3) Kontingentstundentafeln Gesamtschule und Oberschule
9 und 10 Mindeststunden in den
Jahrgangsstufen 7 bis 10 insgesamt Deutsch 9
Lebensgestaltung-Ethik-
4 2 6 Wirtschaft-Arbeit-Technik
2 4 5 Kunst
4 4 6 Musik
Fremdsprache als Wahlunterricht ab Jahrgangsstufe
Lernbereich/Fach Stundenkon-tingent in Jahrgangs-
stufen 7 und 82
Stundenkon-
tingent in Jahrgangs-
stufen 9 und 102
stunden in den Jahrgangsstufen
7 bis 10 insgesamt2
stunden in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 insgesamt3 Deutsch 8
22 1. Fremdsprache
19/22 2. Fremdsprache
22 Biologie 10
Religionskunde 4
8 Wirtschaft-Arbeit-Technik 2
14 Musik Sport 6
181 Schwerpunktunterricht 7
44 für eine Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 10
Fremdsprache als Wahlunterricht ab
Jahrgangsstufe 9 (oder ab Jahrgangsstufe 10)
44 für eine Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 10 ____________________
1 In jedem Schuljahr sollen drei Wochenstunden im Fach Sport
Für die erste und zweite Fremdsprache gelten entweder beide
Angaben vor oder beide Angaben nach dem Schrägstrich.
4 Die Fremdsprache kann auch mit je zwei Wochenstunden in den
Jahrgangsstufen 9 und 10 unterrichtet werden.
Anlage 2 (zu § 35 und § 37 Abs. 1) Punkte für die Leistungsbewertung in den
1. Leistungsbewertung im Klassenverband und in Kursen ohne
Notenstufen Punkte
1 15 14 13 2 12 11 10 3 9 8 7 4 6 5 4 5 3 2 1 6 0 2. Leistungsbewertung in Fachleistungskursen
Punkte E-Kurs
G-Kurs 1 15
7 5 4 6 5 6 5 4

References: § 23
 § 13

§ 56
 § 57
 § 58
 § 59
 §
60
 § 61

§ 13
 § 6

§ 2

§ 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 11
 § 12
 § 13
 § 14
 § 15
 § 16
 § 17
 § 18
 § 19
 § 20

§ 21

§ 22

§ 24

§ 29
 § 30
 § 31

§ 33
 § 34
 § 35
 § 36
 § 37

§ 38
 § 39

§ 45
 § 46
 § 48

§ 53

§ 55
 § 56
 § 16
 §
50
 § 50
 § 50
 § 15
 § 7

§ 50
 § 36
 § 15
 § 8

§ 45
 § 53
 § 26
 § 26
 § 45
 § 1
 § 45
 § 36
 § 45
 § 53
 § 56
 § 45
 § 16
 § 45
 § 45
 § 19
 § 26
 § 23
 § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 21
 § 28
 § 26
 § 43
 § 41

§ 42
 § 33
 § 34
 § 13
 § 13
 § 15
 § 1
 § 36
 § 41
 § 42
 § 43
 § 7
 § 7
 § 41

§ 42
 § 7
 § 53
 § 45

§ 7
 § 50
 § 7
 § 55

§ 9
 § 9
 § 51
 § 53
 § 13
 § 55

§ 53
 § 51
 § 53
 § 55
 § 11
 § 35
 § 37