Source: https://rundum-natur.de/tipps-und-info-leinos-naturfarben.html
Timestamp: 2019-07-22 22:29:14+00:00

Document:
Anwendungsberatung und Fehlervermeidung
Fenster öffnen und Gebinde aufrühren
Vorbereitung Ölen von Fußböden, Möbeln und Holzflächen
Gebinde sehr gut mit Rührstab aufrühren.
Öle, Lack und Wandfarben trocknen durch Reaktion mit Sauerstoff. Deshalb ist für genügend Frischluft während der Verarbeitung und Trocknung zu sorgen. Öffnen Sie die Fenster und sorgen Sie für eine Querlüftung. Ansonsten stellen Sie während der Trocknung einen Ventilator auf.
Oberflächen zunächst mit mittleren Korn (120er/ 150er) anschleifen und entstauben.
Für einen optisch gleichmäßigen Auftrag müssen alte Lackreste und Patina zuvor entfernt werden.
1.) Temperatur, Holzfeuchte und Schleifen
Die empfohlende Oberflächentemperatur sollte immer über 15 C liegen. Die Holzfeuchte muß max. 14% betragen.
I.d.R. ist ein Vorschliff in Faserrichtung zu empfehlen.
Fußböden und Außenbereich mit 120er Korn, Möbel mit 150er Korn. Zwischenschliff jeweils mit 150er bzw. 180er Korn.
Entfernen Sie jeweils sorgfältig den Schleifstaub!
2.) Beachten Sie bitte die empfohlenen Verbrauchsangaben.
i.d.R.Imprägnierungen 60- 80 ml/qm. HighSolid-Öle 30- 50 ml/qm. Finish-Öle 10- 30 ml/qm.
Die Verbrauchsmengen können nach Material, Oberfläche und Schliff stark differenzieren.
Wichtig für Imprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Hartöl-farbig) ist:
- genügend Öl ins System zu bringen
(deshalb "nass-in-nass" und die Farbe jeweils gut verstreichen)
- das Öl darf nicht filmbildend auftrocknen
(deshalb nicht aufgesogenes Öl nach 15 -20 Min mit einem nicht
fusselnden Lappen aufnehmen)
Die benötigten Mengen beziehen sich auf den ersten Auftrag bei normalen Oberflächen. Die Werkzeuge bei öligen Produkten reinigen Sie bitte mit LEINOS 200 Verdünnung, bzw. bei wässrigen Produkten mit 930 Pflanzenseife und Wasser.
2.) Achten Sie bei der Trocknung für genügend frische Luft.
Alle Systeme trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff. Vorteilhaft ist immer Luftbewegung, Unter Umständen Ventilator aufstellen. Bei zuwenig Luftzufuhr kann der Untergrund nicht trocknen und es kommt zum "Kleben" oder zur "Geruchsbildung" auf Grund von Trocknungsstörungen.
Die Verarbeitungstemperatur sollte mehr als 15 C betragen. Achten Sie in der kalten Jahreszeit also sowohl auf genügend Wärme als auch auf genügend Frischluft.
3.) Sorgen Sie für ausreichende Grundierung im Untergrund.
Vor einer Weiterbehandlung muss immer, wie oben beschrieben, ausreichend grundiert und die Erstbehandlung gut durchgetrocknet sein (i.d.R. 16 -24 Std.).
Mangelhafter Untergrund zieht das Bindemittel in die Tiefe. Ein Film ohne Bindemittel kann kein Schutz vor Abrieb und Wasser bieten.
Übrigens: nach der Behandlung benötigt das System eine Ruhephase zum Abbinden.
Planen Sie also auch nach der Trocknung noch genügend Zeit zum Abbinden ein. Die volle Beanspruchung der Flächen darf erst nach 7 -10 Tagen erfolgend, während dieser Zeit ist die Fäche nur zurückhaltend nutzbar.
4.) farbige Öle.
Farbige Öle stellen immer eine Herausforderung dar. Die Pigmentierung auf saugintensiven Hölzern oder ungleichen Schliff heben die Unterschiede nochmal hervor. Für schwache Farbtöne vorher farblos grundieren. Nach Durchtrocknung 150/ 180er Schliff und Schleifstaub abwischen. Farbiges Öl mit Flachpinsel, Mohairrolle oder ggfs. Tuch auftragen und gut in allen Richtungen verteilen! Für stärkere Farbtöne direkt farbig ölen und gut in allen Richtungen verteilen. Nicht speckig stehen lassen, auch bei farbigem Öl darf kein Überstand stehen bleiben. Ggfs. ein zweites Mal farbig ölen.
Farbig geölte Hölzer (z.B. Fussboden) anschließend nach Durchtrocknung mit Hartöl farblos, Hartöl-Spezial oder Hartwachsöl farblos schlußbehandeln.
Bei trocknenden Ölen besteht unter Sauerstoffausschluss die Gefahr der Selbstentzündung. Deshalb Lappen, mit denen Öle, Lacke oder Wachse aufgenommen wurden in Wasser tränken oder unter Aufsicht Lappen ausgebreitet austrocknen lassen. Leinos Produkte sind ohne toxische Inhaltsstoffe und können i.d.R. eingetrocknet im Hausmüll entsorgt werden.
Link: pdf Anleitung
Link: Video Anleitung
Verarbeitung von Naturölen /Holzölen /Hartölen
Nass-in-nass Auftrag
Grundsätzlich alle Flächen zunächst reinigen, 120er bis 150er Korn schleifen und entstauben!
"Nass-in-nass" wird insbesondere bei Grundierungen empfohlen:
Grundieröl innen 220
Holzgrund außen 150
Teak-Öl außen 223,
Terrassenholzöl außen 236
Hartöl innen 240
Hartöl-farbig innen 240
Hartöl-hell Profi innen 241
Top geschützt mit Leinos Naturfarben
1.) Die Grundierung satt mit Flächenstreicher auftragen, kann aber auch durch tauchen oder spritzen verarbeitet werden.
2.) Das Öl sehr gut vertreiben und die trockenen Stellen (an denen das Öl eingezogen ist) benetzen !
3.) Nach weiteren 15- 20 Minuten den nicht-eingezogenen Überstand (den filmbildenen- glänzenden Überstand) ganzflächig verteilen; zuviel Öl mit einem nicht - fusselnden Lappen aufnehmen (keine Papiertücher verwenden, wir empfehlen "Öl-Saugtücher aus Recycling-Stoff").
Das Öl darf nicht glänzend auftrocknen, da ansonsten die Gefahr des Nachklebens besteht!
(Zuwenig Öl bietet kaum Schutz gegen Kratzer und Wasser.)
Für gute Sauerstoffzufuhr sorgen, da alle Öle oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff trocknen. Am Besten: Während der Verarbeitung und Trocknung querlüften! Ggfs. zusätzlich Ventilator aufstellen.
Zur erneuten Behandlung können Sie das nicht-getrocknete Öl betreten.
Nach ca. 18- 24 Stunden ist das Öl matt aufgetrocknet.
Für besonders strapazierfähige Oberflächen eventuell mit 150er bis 180er Papier zwischen schleifen, um die aufgerichteten Holzhäärchen abzubrechen, und einmal "dünn" (evtl. nur mit Lappen) nachbehandeln.
(Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)
Kratzer und Flecken ist sicherlich das schwierigste Thema. Und es gibt mehr gute Ratschläge als einem lieb ist.
Alles Angaben sind unverbindlich, ohne eigene Vorversuche geht hier gar nichts!
Je nach Holzart, Behandlung der Oberfläche und Art der Flecken können verschiedene Methoden zum Erfolgt führen.
Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist die Reinigung und Pflege mit Art. 930 Pflanzenseife und Art. 920 Bodenmilch. Grundsätzlich sollten gefährdete Flächen wie Küchenarbeitsplatten, Tische, Eingangsbereiche ca. alle 6 -12 Monate leicht mit Arbeitsplattenöl nachgeölt werden (je nach Gebrauch mehr oder weniger).
Oberfläche reinigen und Kratzer mit 60er/ 80er Schmirgelpapier in Maserrichtung schleifen, danach mit 120er/ 150er Papier zwischenschleifen und mit 180er/ 240er feinschleifen. Holzmehl mit Lappen aufnehmen!
Das Öl dünn auftragen und in Maserrichtung mit Stofftuch, besser weißem Pad oder Schleifschwamm (240er) gut einpolieren.
Nach wenigen Minuten mit einem Stofftuch nachpolieren.
Wer ohne Schleifaktion eine weniger anspruchsvolle Variante sucht, kann das Werkstück auch mit Flüssigwachs oder Rapidöl LF (Reparaturöl) einreiben und auspolieren. Die Wachsschicht kaschiert leicht die Kratzer und verleiht einen neuen leichten Oberflächenschutz.
Wird lediglich eine Auffrischung mit leichter Reinigung gewünscht, ist Art 910 Möbelpolitur (911 Kräuterpolitur LF) die einfachste und schnellste Methode.
Stehen Verschmutzungen, Flecken und Patina, im Vordergrund, vorzugsweise Art. 285 Pflegeöl (reinigende Wirkung) mit grünem Pad sehr gut einmassieren. Entstehender schmutziger Überstand aufnehmen. Leicht nachölen und mit Stofftuch Überstand aufnehmen.
Vorteil vom Pflegeöl ist eine nahezu ansatzlose Reinigung und Nachpflege.
Pflegeöl wird insbesondere auch zum Nachbehandeln vorgeölter Flächen verwendet.
Lebensmittelgeeignet und für Spielzeuge empfohlen. Pflegemittel und Refresher für geölte Flächen ist das Arbeitsplattenöl. Lediglich mit Ballentuch dünn auftragen. Wirkt feuchtigkeitsabweisend (Schutz gegen Wasser, Rotwein etc.) und antistatisch. Arbeitsplattenöl ist beständig gegen übliche Haushaltsreiniger und auch für Holzspielsachen kleinerer Kinder empfohlen.
Das Nachölen kann auch mit Art. 245 Hartöl-Spezial (strapazierfähig und abriebfest) erfolgen. Hartöl-Spezial und 248 Rapidöl können nach der Trocknung auch samtglänzend aufpoliert werden.
Link eingesetzte Rohstoffe und Beschreibung.
Link Technische Merkblätter
Fehler entstehen durch mangelhafte Trocknung, i.d.R. verursacht durch fehlenden Sauerstoff (Innenteile von Schränken, geschlossene Fenster) bzw. durch "zuwenig" oder "zuviel" Ölauftrag. Weitere Gründe können sein: zu geringe Verarbeitungstemperatur, ungleiche Oberflächen, zu rauer Schliff bzw. häufig zu feiner Schliff, mangelnde Grundierung, mangelnde Trocknung.
"Vergrauung" und stark Wasser-/ Schmutzziehende Flächen sind ein Zeichen für zuwenig Öl.
Oder aber Sie verwenden falsche Reinigungsmittel wie Neutralseife, Schmierseife, Haushaltsreiniger und/oder Microfaser.
Deshalb, wir empfehlen ausschließlich unsere Pflanzenseife plus Bodenmilch.
>ZUWENIG, d.h. matte, wasserziehende Oberflächen, Vergrauung
zunächst reinigen und schleifen. Danach mit Hartöl oder Holzöl neu "nass-in-nass" ölen und nach ca 15 Minuten den Überstand abnehmen!! Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
>Mangelnde Abriebfestigkeit, "Orangenhaut", Vergrauung.
Bei zu geringer Grundierung saugt das Bindemittel der Endbeschichtung zu stark in den Untergrund; einige Harze, Pigmente und Wachse bleiben damit ungebunden in der Oberfläche. Solche Flächen sind weder Wasser- noch Abriebfest, sie vergrauen und sind schmutzanfällig. Auch hier mit Pflanzenseife reinigen, mit Wasser neutralisieren, leicht anschleifen und danach mit Hartöl "nass-in-nass" nacharbeiten - unbedingt nach ca 15 Min den Überstand abnehmen!!
Nach Durchtrocknung ggfs. dünn mit Hartöl-Spezial schlussbehandeln. (Unter Umständen reicht die alleinige Nacharbeitung mit Hartöl; wichtig ist es, Öl in den Untergrund zu bringen). Für Frischluft sorgen.
>ZUVIEL, d.h. mangelnde Trocknung, glänzende oder klebende Oberflächen
- stellenweise nur schwach glänzende Oberflächen unter Umständen nur einmal mit Pflegeöl erneut dünn mit einem Lappen auftragen, direkt mit z.B. 180er Nass-Schleifpapier einem (grünen) Pad intensiv in allen Richtungen sehr gut einmassieren. Im Anschluss mit Stofftuch, Ölsaugtuch oder Filzpad die Oberfläche restlos trocken reiben.
Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
Wichtig ist das polieren längere Zeit mit einer Poliermaschine, also nicht einmal drüber, sondern gut in allen Richtungen einmassieren.
>ZUVIEL, d.h. scheckige, ungleichmäßige Oberflächen
Insbesondere gegen das Licht geschaut, findet man scheckige, ungleichmäßig aufgesaugte Oberflächen. Ursache sind ungleichmäßiger Auftrag, ungleichmäßiges Saugverhalten, kein Überstand abgenommen. Der Fehler liegt im Erstauftrag. Ohne Zwischentrocknung naß-in-naß arbeiten: oelen und sehr gut in allen Richtungen das Oel ausstreichen, direkt Überstand abnehmen, erneut dünn oelen und nach Möglichkeit mit Poliermaschine (weißes Pad) längere Zeit gut aufpolieren. Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
ALTERNATIV hat sich auch die Oelwäsche bewährt.
1.)) Pflegeöl auftragen und mit Schleifgitter 120er gut aufpolieren (besser Schleifgitter als ein schwarzes Pad verwenden)
2.)) Überstand mit einem Ölsaugtuch (aus recycelten Stoff) abnehmen
3.)) und nach 20 -30 Min erneut Pflegeöl auftragen und mit weißem Pad aufpolieren.
> Acryl Spachtelmasse bei Holz
Acryl Spachtelmasse und Nachbehandlung mit Öl kann schnell zu Unverträglichkeiten führen. Achten Sie auf die richtige Spachtelmasse.
Trocknung von Naturölen /Holzölen /Hartölen
> Öle trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff!
Deshalb immer für reichlich Frischluft sorgen! Ggfs. Ventilator zusätzlich aufstellen.
TROCKNUNG IST EXTREM ABHÄNGIG VOM SAUERSTOFF-GEHALT UND DEN TEMPERATUREN
Das "Anziehen" der Imprägnierung dauert i.d.R. innerhalb eines Gebäudes bei 20 C ca 15 -20 Minuten:
Außen gestrichen bei 25 -30 C kann die Trockenzeit bereits auf 5-10 Minuten reduziert sein, umgekehrt bei niedrigem Sauerstoffgehalt (geschlossene Räume) und niedrigen Temperaturen extrem lange andauern.
Eine Behandlung mit Pad entwickelt Wärme und führt zur schnelleren Trocknung.
INNERHALB DIESER TROCKNUNGSZEIT muss bei Hartöl, Grundieröl, Objektöl und Hartwachsöl der Überstand nach jeden Arbeitsgang mit einem Lappen das nicht aufgesogene Oel abgenommen werden.
> Geruchsentwicklung nach dem Ölen
Geruchsentwicklungen können nur aus dem Untergrund kommen (Altanstrich, Bindemittel) oder bei Trocknungsstörungen. Deshalb ist der vorherige Absatz wichtig. Sorgen Sie immer für genügend Frischluft während des Auftrags und während der folgenden Trocknung. Weiterer Fehler sind mangelnde Untergründe, deshalb sind Grundierungen von Vorteil. Zwischen den Anstrichen genügend Trocknungszeit einhalten und das Öl nicht zu dick auftragen (zweimal dünn ist immer besser). Bei Trocknungsstörungen führt folgende Methode i.d.R. zum Erfolg. Anschleifen und mit Pflegeöl behandeln, sehr gut mit grünem Pad einarbeiten um die Trocknung anzuregen. Überstand abnehmen (Stofftuch relativ trocken reiben) und bei sehr guter Belüftung (Querlüftung/ ggfs. Ventilator) trocknen lassen.
Alternativ empfehlen wir statt Leinöl-haltige Produkte (z.B. Hartöl Imprägnierung) lieber ein Öl auf Saflor-basis (z.B. Hartöl-hell) oder auf Sonnenblumen-basis (Steinöl) zu verwenden. Leinöl hat einen typischen tendenziell Eigengeruch, der vereinzelt als unangenehm empfunden wird. Safloröl ist nahezu geruchslos! und deshalb immer eine Alternative.
Bei andauernder Geruchswahrnehmung zum Lüften nicht mit gekippten Fenster Dauerlüften, sondern mehrmach einige Minuten gut querlüften.
Ggfs. helfen auch einige Hausmittel, die jeder für sich ausprobieren kann: Zwei Eimer warmes Wasser mit Essig bei geschlossenem Fenster im Zimmer stellen - oder einige Zwiebeln in Scheiben geschnitten aufstellen. Essig und Zwiebeln sollen die Gerüche binden. Anschließend gut querlüften.
PROFI- ÖLE Hartwachsöl
Profi - Öle sind leicht schichtbildende Öle und verhalten sich anders im Auftragen als die bekannten Ölimprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl, Teaköl). Machen Sie sich vor der Arbeit vertraut mit einem anderen Verhalten von Auftrag, Offenstandzeit und Trocknungsverhalten. Deshalb beachten Sie hier unbedingt zuvor die Technischen Merkblätter.
Hartwachsöl ist kein geschützter Begriff. Deshalb verhalten sich Hartwachsöle von verschiedenen Firmen auch unterschiedlich! Leinos Hartöl ist eine Öl-Wachs-Verkochung, das Wachs kann nicht aufpoliert werden. Für samtglänzende Oberflächen HWÖ 032-glänzend verwenden oder HWÖ mit 245 Hartöl-Spezial nachbehandeln, Spezial ist polierbar.
Die Profi - Öle nur dünn auftragen, z.B. mit einer Mohairrolle (keine Schaumstoffrolle!), den Überstand gleichmäßig abnehmen, sonst besteht die Gefahr der "Schlieren"- Bildung. Hartwachsöl bzw. Objektöl neigen weniger zum Kleben, d.h. ein nur sehr dünner Überstand trocknet auf. Bei Schlieren oder ungleichmäßigen Auftrag ggfs. direkt neu auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren.
Es empfiehlt sich die maschinelle Verarbeitung, Dünn auftragen mit Rolle, nach max. ca 20 Min. Überstand aufnehmen und mit grünem Pad einmassieren. Nach 16 Std. erneut dünn auftragen und direkt mit weißem Pad polieren.
Hartwachsöl zieht schnell an, achten Sie auf eine ansatzfreie Verarbeitung.
Bei der manuellen Verarbeitung sparsam mit Rolle auftragen und anschließend länger und sehr gut mit Rolle vertreiben. Auftragsmenge beachten. Letztlich in Maserrichtung ansatzfrei Pinsel oder Rolle durchziehen. Ebenfalls gut trocknen lassen und nach ca. 16 -24 Std. erneut dünn auftragen und mit Rolle gut und gleichmäßig ausrollen und letztlich in Maserrichtung ansatzfrei arbeiten oder mit Baumwolltuch abreiben.
Auch hier sorgfältig die Technischen Merkblätter beachten und analog den Profiölen verarbeiten. Im Unterschied zu lösemittelhaltigen Produkten haben lösemittelfreie Produkte eine länger Offenstandzeit.
Stets an kleineren Flächen Vorversuche durchführen.
Behandlung Korkparkett
Parkett, Öl und Kleber mindestens 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Bitte lesen Sie die aufgedruckte Verlegeanleitung und die werkseigenen Technischen Merkblätter. Die Korkplatten mit der fein geschliffenen Seite nach oben ins Klebebett eindrücken und die Ränder erneut nachdrücken. Verwenden Sie zum Verkleben auf abgespachtelten Böden einen B2-Zahnspachtel (350g/qm), nur bei sehr saugfähigen Untergründen einen B3-Zahnspachtel (400g/qm). Bei zuviel Kleber neigt der Kork zum schüsseln (hochstehende Ränder). Beschweren Sie direkt nach der Verklebung die Ränder, bis der Kleber angezogen hat.
Kork hat ein völlig anderes Saugverhalten als Hollz und ist sehr unterschiedlich. Erstauftrag SATT aber nicht speckig mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und in allen Richtungen sehr gut ausstreichen. Ausnahmsweise beim ersten Auftrag kein Überstand aufnehmen. Nach 24 Stunden Trocknung erneut Öl auftragen und nach 15-20 Minuten den Überstand aufnehmen. Nach 16-24 Stunden Trocknung fein schleifen und danach erneut Öl DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und mit weißem PAD einarbeiten (ersatzweise in allen Richtungen gut ausstreichen und Überstand aufnehmen).
Unbedingt Fenster öffnen und querlüften. Öle trocknen oxidativ durch Reaktion mit frischem Sauerstoff.
Bei zuviel Öl wird die Oberfläche speckig/ glänzend und neigt im schlimmsten Fall zum "kleben". Bei manueller Verarbeitung nehmen Sie etwas Hartöl (bzw. Finish Hartöl-Spezial/ Hartwachsöl) und schleifen Sie dieses mit einem Nassschleifpapier ca 240er Körnung ein. Dadurch wird die speckige Oberfäche angegriffen und die rauen Flächen werden geglättet. Immer zunächst an unauffälliger Stelle einen Vorversuch durchführen. Wie immer: Fenster öffnen und querlüften.
Behandlung Estrichboden
Estrich ist sehr unterschiedlich im Saugverhalten. Zuerst den Estrichboden schleifen und entstauben.
Erstauftrag mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen (naß-in-naß) und in allen Richtungen gut ausstreichen. Nach 16-24 Stunden Trocknung erneut Öl DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und mit weißem PAD einarbeiten (ersatzweise in allen Richtungen gut ausstreichen und Überstand aufnehmen). Für Estrichböden hat sich das Hartwachsöl bewährt.
Neu im Leinos Programm ist das Stein- und Betonöl auf Sonnenblumenöl-Basis. Speziell entwickelt für Steinzeug aller Art, Beton, Terracotta, Zementfugen etc.
Für die deckende Behandlung von Estrich und Betonböden gibt es neu die Estrichfarbe. Speziell auch für Kellertreppen und Garagenböden. In drei Farbtönen.
Estrich saugt unterschiedlich stark das Öl auf. Deshalb zunächst einmal etwas satter, aber nicht speckig! auftragen. Wiederholungsanstrich nach 15-20 Minuten und den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils 16-24Stunden zwischentrocknen lassen. Im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig.
Insbesondere Andrehydestrich ist ein hoch alkalischer Zementestrich mit extremen pH-Wert. Die Sinterschicht (Verdunstungswasser) verseift mit der Ölschicht. Es bilden sich Schlieren und Haftungsprobleme.
Estrich muß ausnahmslos sehr gut ausgetrocknet sein (8-10 Wochen). Estrich immer zuerst schleifen, um Sinterreste zu entfernen. Es empfiehlt sich die Oberfläche zunächst mit einer mineralischen Spachtelmasse zu spachteln.
Behandlung Granitplatte
Granit sollte sehr dünn mit 240 Hartöl eingelassen werden und unbedingt nach ca 15 Minuten den Überstand aufnehmen. Nach 18-24 Stunden sehr dünn mit 245 Hartöl-Spezial nachbehandeln und wiederum den Überstand aufnehmen.
Unterhaltspflege mit 930 Leinos Pflanzenseife und 920 Leinos Bodenmilch. Bei glatten, glänzenden Flächen die Bodenmilch direkt gut aufpolieren.
Marmor und Terrazzo ebenfalls mit Öl einlassen und unbedingt den Überstand aufnehmen. Hier soll aber häufig die Oberfläche hell (also keine Verfärbung durch das Öl) bleiben. Für Möbel und Flächen außer im direkten Wasserkontakt und außer für Fußböden empfiehlt Leinos hier die Verwendung von Wachslasur.
ÖLWÄSCHE für die großflächige Reinigung und Pflege
Für Aufarbeitung und Pflege bei Fußböden empfehlen wir das Pflegeöl.
Pflegeöl in Verbindung mit einer Poliermaschine und einem Pad löst den Schmutz im Untergrund und baut eine neue, strapazierfähige Oberfläche auf.
Pflegeöl ist sowohl reinigend als auch vorbeugend geeignet. Weitere Info auf den folgenden Seiten unter "Pflegeöl-Ölwäsche"
Als Alternative für helle Hölzer gibt es auch Pflegeöl in weiß.
Einpflege werkseitig geölter Böden
Für Einpflege werkseitig geölter Böden hat sich das Pflegeöl besonders bewährt. Nur dünn auftragen und am Besten mit der Poliermaschine einarbeiten.
Vorsicht bei Untergründen mit Acrylat-Systemen. Hier kann es zu Unverträglichkeiten kommen.
Für Drechselarbeiten hat sich besonders Art. 248 Rapidöl-LF bewährt, eine sehr gut polierbar Öl-Wachs-Paste.
Gelaugte Böden und Möbel
Gelaugte Oberflächen werden i.d.R. lediglich mit "Holzbodenseife" gereinigt und gepflegt. Sollte, aus welchen Gründen auch immer, die Oberfläche geölt werden, ist Vorsicht geboten. Auf Grund der Patina durch die Holzbodenseife und da es unterschiedliche Laugen und Holzarten gibt, ist eine klare Vorgehensweise nicht möglich. Es bleibt nur ein vorsichtiger Versuch an unauffälliger Stelle. In der Regel ist die Lauge unterschiedlich stark ins Holz eingedrungen und bewirkt somit für eine nachfolgende Behandlung ein scheckiges Bild. Am ehesten funktioniert noch ein wiederholt dünn aufgetragenes Hartöl (Überstand aufwischen) oder besser ein kaschierendes, farbiges Hartwachsöl. Sollte deckend lackiert werden, immer zunächst eine Vorstreichfarbe und im Anschluss einen Decklack verwenden.
Folgeschäden - Ursachen und Behandlung
> Spak, Stockflecken, schwarze Stippen
Ursache ist eindringende Feuchtigkeit. Ursache beheben, (z.B. undichtes Dach, Leitungsrohr etc abdichten) evt. mit Alkohol Sporen bekämpfen. Holz abtrocknen lassen, schleifen und neu mit Holzgrund oder Naturöl außen behandeln.
Einfache oberflächige Flecken: Leinos 930 Pflanzenseife stark konzentriert (1:5) anwenden (evtl. kurz einwirken lassen) Geben Sie die Seife direkt auf ein Scheuerschwämmchen und reinigen Sie in Maserrichtung zum Flecken. Mit klarem Wasser mehrfach nachspülen und zuletzt trocken reiben (siehe unten).
Leichte oberflächige Kratzer: Leinos 245 Spezial einreiben und mit Scheuerschwämmchen oder feinem Nassschleifpapier nass in Richtung der Holzmaserung einschleifen. (Den entstehenden schmutzigen Überstand mit Lappen aufnehmen) Für matt geölte Oberflächen kann 240 Hartöl /285 Pflegeöl verwendet werden (siehe unten).
> Vergrauung
Vergrauung entsteht durch zuwenig Öl. Entweder ist das Öl auf Grund geringer Grundierung in den Untergrund gewandert, oder durch falsche Reinigungsmittel abgenutzt worden. Oberfläche mit Leinos 930 reinigen, mit Wasser neutralisieren und trocken reiben. Anschleifen und mit Leinos 245 Spezial nachbehandeln. Sehr matte, ausgetrocknete Untergründe mit gröberem Papier anschleifen und zunächst mit Leinos 240 Hartöl "nass-in-nass" grundieren.
> Ungleicher Glanzgrad
Manche Untergründe saugen das Öl unterschiedlich stark auf oder (insbesondere Buche) saugt gerne nach einer Ruhephase erneut Öl aus der Oberfläche nach. Gfs. kurz fein anschleifen, entstauben und mit 245 Hartöl Spezial/ 285 Pflegeöl dünn nachbehandeln und gut ausstreichen.
> Schlierenbildung
Grundieröl, Hartöl und Holzöl können bei ungünstigen Untergründen bei Blickrichtung gegen das Licht "Schlieren" bilden.
Oberfläche neu anschleifen und satt mit Ölimprägnierung "nass-in-nass" behandeln, nach 20 Min. Überstand vollständig abnehmen.
Alternativ ist auch die Variante, nach dem anschleifen Objektöl auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren,
Beachten Sie, die Schlieren befinden sich im Untergrund, deshalb verstärken alle weiteren Aufträge die Schlierenoptik, wenn nicht das Hauptaugenmerk auf den Untergrund gelegt wird.
> Wachsflächen
Leinos 340 Flüssigwachs einreiben und nach 4- 12 Std. kräftig auspolieren
> Wachslasuren
Leinos 600 Wachslasuren lassen sich besonders leicht und angenehm verarbeiten. Die wasserverdünnbare, lösemittelfreie Wachsemulsion läßt sich leicht mit gutem Pinsel auftragen, ggfs. mit breitem Pinsel Paneele in Maserrichtung trocken nachstreichen. -- Nach Durchtrocknung kann die Wachslasur nach Belieben entweder aufpoliert werden oder ohne Polieren mit Hartöl-Spezial schlussbehandelt werden.
Tipp: Wachslasur "weiß" kann auch mit Hartwachsöl 101 doppelweiß nachbehandelt werden. Damit erhalten Sie eine intensiv weiße, vergilbungsfreie Oberfläche.
Korkparkett hat eine sehr große und unterschiedliche Saugfähigkeit. Eine empfohlene Behandlung ist der dreifache Auftrag mit 240 Hartöl. 1ster Auftrag satt, aber nicht speckig ohne den Überstand aufzunehmen. Nach dem 2ten Auftrag nach 15-20 Minuten den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils ca. 12 -18 Stunden zwischentrocknen lassen. Feinschliff. 3ter Auftrag anschließend mit weißem Pad einarbeiten (bzw. sehr gut ausstreichen und Überstand aufnehmen). Kork gibt es in verschiedenen Oberflächen, Bindemittel, als massive Ware oder Furnier, im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig.
Hochstehende Korkränder oder schüsseln wird durch zuviel an Kleber verursacht. Beschweren Sie die Ränder direkt nach der Verklebung, bis der Kleber angezogen hat.
Speckige/ glänzende Oberflächen bis hin um "kleben" wird durch ein zuviel an Öl verursacht. Eventuell wurde auch die Ober- und Unterseite von einzelnen Korkplatten vertauscht. Nehmen Sie etwas Öl (oder Finisch: Hartöl-Spezial, Hartwachsöl) und schleifen Sie das Öl mit einem ca 240er Nassschleifpapier ein.
> Estrichboden
Grundsätzlich kann Estrich mit Art. 290 Hartwachsöl oder Art. 254 Steinöl geölt werden und nach Durchtrocknung nachbehandelt werden. Für die Grundierung und Nachbehandlung hat sich das Hartwachsöl gut bewährt. Estrich saugt unterschiedlich stark das Öl auf. Deshalb einmal etwas satter, aber nicht speckig! auftragen. Wiederholungsanstrich nach 15-20 Minuten und den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils 16 -24 Stunden zwischentrocknen lassen.
Im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig. Insbesondere Andrehydestrich ist ein hoch alkalischer Zementestrich mit extremen pH-Wert. Die Sinterschicht (Verdunstungswasser) verseift mit der Ölschicht. Es bilden sich Schlieren und Haftungsprobleme.
> Luftblasen beim Decklack
Auch Decklack reagiert gerne -wie alle anderen Systeme- mit dem Untergrund. Alle Flächen sollten deshalb gut geschliffen werden, grobe Verletzungen müssen gespachtelt werden, eine Vorstreichfarbe ist immer von Vorteil. Vorbehandlungen gut durchtrocknen lassen! Extrem stark saugende Untergründe vorweg mit Grundier behandeln und dann mit Vorstreichfarbe plus Decklack lackieren.
Wasserlösliche Lacke bleiben im Vergleich zum lösemittelhaltigem System nicht ganz so glatt in der Oberfläche und neigen eher zum verspröden (Rißbildung). Benutzen Sie Pinsel für "wasserlösliche" Systeme oder eine neue Schaumstoff-Rolle. Verdünnen Sie ggfs. den Lack mit etwas Wasser. Sehr schnell trocknend.
Lösemittelhaltige Lacke lassen sich in der Regel leichter und vor allem gleichmäßiger verarbeiten. Sparen Sie nicht an guten Werkzeugen!
Benutzen Sie einen guten Pinsel oder eine Schaumstoff-Rolle. Verdünnen Sie ggfs. den Lack mit etwas Leinos-Verdünnung. Längere Offenstandzeit, d.h. planen Sie eine längere Trockenzeit ein.
Die Lack-Schaumstoffrolle muß sehr gut mit Farbe getränkt sein, abgerollt werden und dann gleichmäßig aufgerollt werden. Leinos Lack hat eine wesentlich längere Offenstandzeit, Vorteil: bessere und leichtere Verarbeitung. Nachteil: längere Trocknungszeit.
Leinos Information: "Selbstentzündungsgefahr von Arbeitsmaterialien"
Werden beim Auftragen von Öl oder öligen Systemen oder beim Reini - gen von Werkzeugen u.ä. feinflusige Lappen (in der Regel textile Lappen aus olle oder Baumwolle) eingesetzt und anschließend zusammenge - knüllt liegen gelassen, kann folgendes passieren: Durch die feinen Flu - sen hat das Öl eine riesige Oberfläche und damit einen riesigen Kontakt zum Luftsauerstoff bekommen, der die Trocknung bewirkt. Durch die Reaktion mit dem Luftsauerstoff wird, wie beim Verbrennen von Materialien an der Luft, Wärme frei. Ist dieser Lappen zusammenge - knüllt, staut sich diese Wärme im Lappen und baut sich zu einer Tempe- ratur auf, die den Lappen zur Entzündung bringen kann. Der Lappen kann zu brennen anfangen und möglicherweise einen größeren Brand verursachen, der große Schäden hervorrufen kann. Deshalb, wie es auf den Etiketten vermerkt ist, solche Lappen in W asser tränken, ausgebreitet trocknen lassen und dann erst entsorgen, um solche Schäden zu vermeiden.
Leinos Information: "Geruchsbildung"
Wenn die von LEINOS eingesetzten lufttrocknenden Systeme zu wenig Luftsauerstoff zum Trocknen bekommen, werden die Fettsäure-Ketten an den ungesättigten Stellen (Doppelbindungen) zerhackt und es entstehen kurzkettige Fettsäuren, die einen unangenehmen Geruch haben können. Deshalb, wie es auf den Etiketten und in den Technischen Merkblättern angegeben ist, während des Auftrags und der gesamten Trocknung für bewegte Luft sorgen, notfalls mit einem Ventilator. Bei stehender Luft holt sich die Oberfläche den Sauerstoff aus der angrenzenden Mikroschicht der Luft. Weiterer Sauerstoff steht dann nicht mehr zur Verfügung und es kann zu dem oben beschriebenen Geruch kommen. Das gilt für alle Systeme, die ein öliges Bindemittel enthalten, sowohl für Systeme auf Wasserbasis, für ölige Systeme auf Lösemittelbasis als auch für ölige Systeme mit einem Festkörper von 100 %.
Vermeiden Sie also mangelnde, auch zu kurze Lüftungszeiten um den Farben genügend Sauerstoff zum Abbinden zu geben. Deshalb während der Verarbeitung und noch einige Stunden danach querlüften! Weiterer Fehler sind mangelnde Untergründe, deshalb sind Grundierungen von Vorteil. Zwischen den Anstrichen genügend Trocknungszeit einhalten und die Farbe nicht zu dick auftragen (zweimal dünn ist immer besser).
Gerüche entstehen aber überwiegend aus Reaktionen aus dem Untergrund. Alte Inhaltsstoffe werden duch das Anlösen bzw. Bindung mit dem Neuanstrich gelöst oder aktiviert.
Nicht mit gekippten Fenster Dauerlüften, sondern mehrfach querlüften. Ggfs. helfen auch einige Hausmittel, die jeder für sich ausprobieren kann: Wiederholt ein, zwei Eimer warmes Wasser mit Essig bei geschlossenem Fenster im Zimmer stellen - oder einige Zwiebeln in Scheiben geschnitten aufstellen. Essig und Zwiebeln sollen die Gerüche binden.
Leinos Information: "Schichtstärke des Auftrags"
Die auf den Etiketten und in den Technischen Merkblättern angegeben - nen Verbrauchsmengen dürfen nicht überschritten werden. Bei zu dickschichtigem Auftrag ergeben sich bei öligen Systemen Trocknungsschwierigkeiten und das Oberflächenbild wird gestört. Das hat folgende Gründe: Die öligen Systeme von LEINOS trocknen mit Hilfe von Luftsauerstoff, der eine begrenzte Eindringtiefe in die Oberflä - che hat. Ist die aufgetragene Schicht zu dick, kann der Sauerstoff den unteren Bereich dieser Schicht nicht erreichen und dieser Teil trocknet nicht und bleibt weich. Im oberen Teil der Schicht trocknet das System. Da die Trocknung mit einer leichten Volumenvergrößerung verbunden ist, wellt sich diese Fläche und es bildet sich eine sogenannte „Orangenhaut“. Das ist nur möglich, weil der untere, nicht getrocknete Teil der Schicht weich, dadurch beweglich bleibt und über die fehlende Trocknung keine Volumenvergrößerung erfährt.
Leinos Information: "Minderwertige Oberflächen"
Wenn Grundierungen so ausgeführt werden, dass der Untergrund noch saugt, ergibt sich eine Oberfläche, die nicht sehr widerstandsfähig und nicht wasserfest ist. Deshalb immer so sorgfältig grundieren, dass der Untergrund nicht mehr saugt, wie es in den Technischen Merkblättern beschrieben ist: „Vor einer Weiter- oder Endbehandlung mit einem anderen LEINOS-Produkt muss sichergestellt sein, dass der grundierte Untergrund gut getrocknet und nicht mehr saugfähig ist, um eine V erar- mung der nachfolgenden Filme und damit minderwertige Oberflächen zu vermeiden“. Macht man das nicht, passiert folgendes: Ein mangelhaft grundierter Untergrund saugt bei einer Endbeschichtung das Bindemittel mit dem Lösemittel in die Tiefe und die Pigmente oder die Wachse einer Endbe - schichtung bleiben ungebunden auf der Oberfläche liegen. Eine solche Oberfläche lässt sich abreiben und ist natürlich nicht wasser - fest, also minderwertig. Das gilt für alle Systeme, die ein öliges Binde - mittel enthalten, sowohl für Systeme auf Wasserbasis, für Systeme auf Lösemittelbasis als auch für Systeme mit einem Festkörper von 100 %.
Leinos Information: "REACH"
R Registration, Registrierung,
E Evaluation, Bewertung,
A Authorisation of Zulassung von
Ch Chemicals Chemikalien
Was besagt REACH
Am 1. Juni 2007 ist die EU-Chemikalien-Verordnung (EG) 1907/2006 (REACH) in Kraft getreten. Die REACH-Verordnung betrifft alle Industriebereiche, die verschiedene Rollen und Auflagen unter REACH haben. Die Anforderungen gelten für jedes einzelne Glied in der Lieferkette eines Produktes. Eine der Anforderungen von REACH ist die Registrierung von Stoffen als solche und in Zubereitungen, die von Herstellern oder Importeuren in einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr hergestellt oder eingeführt werden, sofern der Stoff nicht von der Registrierung ausgenommen ist.
Leinos und REACH
LEINOS hat frühzeitig die Arbeiten zu REACH aufgenommen. Ein Großteil unserer Natur-Rohstoffe gehört zu den Ausnahmen, die von der Registrierungspflicht gemäß Artikel 2 Abs. 7a befreit sind. Dazu zählen u.a. die pflanzlichen Öle, Wachse und Fettsäuren. Alle anderen Rohstoffe sind von unseren Lieferanten vorregistriert worden. Damit sind alle LEINOS Produkte REACH-konform. Um auch in Zukunft neue Rohstoffe in hoher Qualität einsetzen zu können, hat LEINOS eigene Registrierungen für Neuentwicklungen mit Naturstoffen vorgenommen.
Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse und Erfahrungen. Sie stellen jedoch keine Zusicherung von Produkteigenschaften dar und begründen kein vertragliches Rechtsverhältnis. 1.4.2009
Alle Angaben sind nur informativ! Vor jeder Anwendung müssen Vorversuche durchgeführt werden. Rechtsgültige Angaben entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Angaben.
Neue Pinsel: vor Gebrauch Pinsel heiß auswaschen;
Haarige Pinsel: über Schmirgelpapier ausstreifen.
Ein letzter Tipp: Naturmaterialien, egal ob Fußbodenverlegung, Holzbehandlung oder Wandanstriche verarbeitet man bei Tageslicht. Beleuchtung mit einer notdürftigen Glühbirne erschweren die Arbeiten und ... "gute Vorbereitung und gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit".
Verwenden Sie zum Verarbeiten neue und richtige Pinsel.
Sie sind: "Anwendungsempfehlungen Leinos"

References: Art. 930
 Art. 920
 Art. 285
 Art. 245
 Art. 248
 Art. 290
 Art. 254