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Timestamp: 2017-11-25 05:31:04+00:00

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Rechtsprechung - Suchergebnis - 25.11.2017 06:31h
WEG-Recht - Sondereigentum Antennenanlagen Sonstiges
I-3 Wx 181/05
1. Das LG handelt verfahrensfehlerhaft, wenn es in einem WEG-Verfahren nach Einlegung der sofortigen weiteren Beschwerde das AG veranlasst, zunächst ein Abhilfeverfahren durchzuführen.
2. Wird ein Breitbandkabelanschluss auf Veranlassung und auf Kosten eines einzelnen Wohnungseigentümers installiert, so sind die übrigen Wohnungseigentümer verpflichtet, von ihren Mietern am Verteilerkasten eigenmächtig angebrachte Kabel zur Nutzung des Anschlusses zu trennen, und zwar unabhängig davon, ob der Anschluss zum Sondereigentum des installierenden Wohnungseigentümers oder aber zum Gemeinschaftseigentum gehört.
3. Ist in der Teilungserklärung bestimmt, dass Werbeschriften an der gesamten Fassade angebracht werden können, aber nicht die freie Sicht aus den Fenstern nach vorn behindern dürfen, so kann jeder Wohnungseigentümer verlangen, dass an Fenstern der Eigentumsanlage angebrachte störende Werbefolien entfernt werden, auch wenn die Sicht aus den Fenstern seiner Wohnung durch die Werbung nicht beeinträchtigt wird; der vermietende Eigentümer ist beseitigungspflichtig, wenn dessen Mieter die Werbeschriften angebracht hat.
WEG §§ 10, 13, 14, 15, 16
FGG § 18
Aktenzeichen: I-3Wx181/05 Paragraphen: WEG§10 WEG§13 WEG§15 WEG§16 Datum: 2006-02-13
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OLG Hamm - LG Bochum - AG Bochum
15 W 163/05
1) Die Zweckbestimmung des Sondereigentums als Wohnung durch die Teilungserklärung wird durch die Bezeichnung der einzelnen Räume in dem in Bezug genommenen Aufteilungsplan nicht auf die so umrissene konkrete Nutzungsart beschränkt.
2) Der Wohnungseigentümer ist deshalb berechtigt, im Rahmen der Wohnnutzung die Art der Nutzung der einzelnen Räume zu verändern. Zulässig ist danach auch die Verlegung der Nutzung eines Raumes mit Sanitäreinrichtungen (hier: der Küche) in einen anderen Raum.
3) Dieses Recht des Wohnungseigentümers ist nur durch das Rücksichtnahmegebot gem. § 14 Nr. 1 WEG beschränkt, dessen Grenze nach den Umständen des Einzelfalls hier nicht überschritten worden ist.
WEG § 13 Abs. 1
Aktenzeichen: 15W163/05 Paragraphen: WEG§13 WEG§14 Datum: 2006-02-13
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Mietrecht WEG-Recht - Zutrittsrecht Leistungsstörungen Sondereigentum
Aktenzeichen: 8U208/05 Paragraphen: Datum: 2006-01-26
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WEG-Recht - Sonstiges Sondernutzungsrechte Sondereigentum
OLG Düsseldorf - LG Duisburg - AG Oberhausen
I-3 Wx 140/05
1. Wird in Ausführung eines Eigentümerbeschlusses auf einer zur Sondernutzung zugewiesenen Vorgartenfläche mit Zustimmung des Sondernutzungsberechtigten ein Baugerüst aufgebaut und zur Durchführung notwendiger Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten am Gemeinschaftseigentum genutzt und werden hierdurch auf dieser Fläche stehende Pflanzen des Sondernutzungsberechtigten beschädigt oder zerstört, so kann er eine Entschädigung entsprechend § 14 Nr. 4 Halbs. 2 WEG beanspruchen.
2. Ein nach Durchführung der Maßnahme gefasster Eigentümerbeschluss, der diesen Entschädigungsanspruch vollständig ausschließt, ist mangels Beschlusskompetenz nichtig.
WEG §§ 14 Nr. 4, 23 Abs. 1 u. 4
Aktenzeichen: I-3Wx140/05 Paragraphen: WEG§14 WEG§23 Datum: 2005-11-22
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WEG-Recht - Sondereigentum Bauliche Veränderung
OLG München - LG München II - AG Garmisch-Partenkirchen
32 Wx 71/05
1. Zu Veränderungen an einer nicht tragenden Trennwand, die im gemeinsamen Sondereigentum zweier Wohnungseigentümer steht, ist § 922 BGB im Rahmen des § 14 WEG entsprechend heranzuziehen, wenn die Gemeinschaftsordnung hierzu keine Regelung enthält.
2. Der Grundsatz der Gewährung rechtlichen Gehörs verpflichtet ein Gericht nicht, bei einer umstrittenen Rechtslage auf alle vertretbaren Rechtsansichten hinzuweisen.
WEG §§ 5, 14
BGB § 922
Aktenzeichen: 32Wx71/05 Paragraphen: WEG§5 WEG§14 BGB§922 FGG§12 Datum: 2005-09-13
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WEG-Recht - Wohngeld Sondereigentum Eigentümerwechsel
I-3 Wx 103/05
1. Überträgt der teilende Eigentümer sämtliche Eigentumsanteile auf einen Erwerber, so kann dieser nicht wirksam in einer Wohnungseigentümerversammlung einen Beschluss des Inhalts fassen, dass die von dem teilenden Eigentümer bestellte Verwalterin abberufen und ein neuer Verwalter bestellt wird.
2. Die Ermächtigung eines Verwalters zur Geltendmachung von Wohngeld setzt das Bestehen einer Wohnungseigentümergemeinschaft voraus.
Aktenzeichen: I-3Wx103/05 Paragraphen: WEG§10 WEG§23 WEG§27 Datum: 2005-07-08
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WEG-Recht - Sondereigentum Teilungserklärung
OLG Hamm - LG Paderborn - AG Paderborn
15 W 256/04
Vorratsteilung; Stimmrecht für nicht errichtetes Sondereigentum
1) Der durch Vorratsteilung und Eintragung im Grundbuch entstandene Miteigentumsanteil verbunden mit dem Anwartschaftsrecht auf Erlangung des Sondereigentums vermittelt dem Berechtigten auch dann das volle Stimmrecht in der Eigentümerversammlung, wenn das Sondereigentum noch nicht errichtet worden ist.
2) Isoliertes Miteigentum entsteht nicht bereits dann, wenn die Errichtung eines ganzen Bauabschnitts mit den dort geplanten Sondereigentumseinheiten aus wirtschaftlichen Gründen (Insolvenz des Bauträgers) unterblieben ist.
3) Werden in Räumen, an denen nach der Teilungserklärung Sondereigentum begründet werden soll, planwidrig Zählereinrichtungen (Hauptwasseruhr nebst Leitung, Stromverteilung nebst Zählern und Hauptsicherungskästen, Postanschlussverteilung) eingebaut, so verbleiben diese Räume einschließlich der Zugangsräume zwingend im gemeinschaftlichen Eigentum (§ 5 Abs. 2 WEG). Dem betroffenen Sondereigentümer kann deshalb ein Entschädigungsanspruch gegen die übrigen Wohnungseigentümer nicht zustehen.
Aktenzeichen: 15W256/04 Paragraphen: WEG§8 WEG§25 Datum: 2005-07-04
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WEG-Recht - Teilungserklärung Sondereigentum Gemeinschaftseigentum Sonstiges
34 Wx 38/05
Werden Räume abweichend vom Aufteilungsplan errichtet und sind sie einem Sondereigentum nicht zuordnungsfähig, entsteht an ihnen Gemeinschaftseigentum. Aus § 242 BGB und dem Gemeinschaftsverhältnis der Wohnungseigentümer können diese verpflichtet sein, ihre dinglichen Vereinbarungen der veränderten Lage anzupassen und eine angemessene Lösung zu finden. Danach können sie verpflichtet sein, den Teilungsvertrag und den Aufteilungsplan so abzuändern, dass er der tatsächlichen Bebauung entspricht.
WEG § 4 Abs. 1
Aktenzeichen: 34Wx38/05 Paragraphen: WEG§3 WEG§4 WEG§10 WEG§15 Datum: 2005-06-27
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WEG-Recht - Sondereigentum WEG-Versammlung Stimmrecht
OLG Naumburg - LG Magdeburg - AG Wernigerode
9 Wx 8/03
1. Wird mit einem Miteigentumsanteil nicht zugleich Sondereigentum verbunden, entsteht ein sogenannter "isolierter Miteigentumsanteil". Die Inhaber von isolierten Miteigentumsanteilen sind jedenfalls dann als Miteigentümer "minderen Rechts" anzusehen, wenn kein ernsthaftes Bemühen mehr um die Errichtung von Sondereigentum feststellbar ist und die Gemeinschaftsordnung vorsieht, dass die Kosten der Verwaltung allein auf die Inhaber von Sondereigentum verteilt werden. In einem solchen Fall sind die Inhaber von isolierten Miteigentumsanteilen nur insoweit an der Verwaltung zu beteiligen, als es um die Beseitigung dieser - vom Gesetz nicht vorgesehen - Miteigentumsanteile geht.
2. Im übrigen steht ihnen kein Stimmrecht zu und sie sind insbesondere nicht zu einer Miteigentümerversammlung zu laden, deren Inhalt nicht - auch - auf die Beseitigung von isoliertem Miteigentum gerichtet ist.
WEG § 25 Abs. 3
Aktenzeichen: 9Wx8/03 Paragraphen: WEG§25 Datum: 2005-05-23
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=14653
WEG-Recht - Sondereigentum Schadensrecht Haftung
22.12.2004 2 Wx 132/01
Der Bundesgerichtshof hat überzeugend ausgeführt, dass die auftraggebenden Wohnungseigentümer für die von einer ausführenden Firma schuldhaft verursachten Schäden an dem Sondereigentum des Geschädigten unter dem Gesichtspunkt der positiven Forderungsverletzung eines gesetzlichen Schuldverhältnisses schadensersatzpflichtig sind. Zwischen den Wohnungseigentümern besteht ein gesetzliches Schuldverhältnis (Gemeinschaftsverhältnis), das den Bestimmungen der Bruchteilsgemeinschaft unterliegt. Die hiermit entstehende Verpflichtung des einzelnen Wohnungseigentümers, zur ordnungsgemäßen Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zusammenzuwirken, korrespondiert mit dem Anspruch der anderen Wohnungseigentümer aus § 21 Abs. 4 WEG auf eine ordnungsgemäße Verwaltung. Zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehören nicht nur die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums gemäß § 21 Abs. 5 Nr. 2 WEG, sondern auch die erstmalige Herstellung eines mangelfreien Zustandes. (Leitsatz der Redaktion)
BGB §§ 278, 282, 254, 28 Abs. 1
WEG §§ 10, 21
Aktenzeichen: 2Wx132/01 Paragraphen: BGB§278 BGB§282 BGB§254 BGB§28 WEG§10 WEG§21 Datum: 2004-12-22
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=12688

References: § 18
 § 14
 § 13
 § 14
 § 922
 § 14
 § 922
 § 242
 § 4
 § 25
 § 21
 § 21