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Timestamp: 2019-07-18 22:41:52+00:00

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BFH, 20.07.2012 - V B 82/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,22141
BFH, 20.07.2012 - V B 82/11 (https://dejure.org/2012,22141)
BFH, Entscheidung vom 20.07.2012 - V B 82/11 (https://dejure.org/2012,22141)
BFH, Entscheidung vom 20. Juli 2012 - V B 82/11 (https://dejure.org/2012,22141)
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Leistungsort bei Schadensregulierung und Rückwirkung der Rechnungsberichtigung; Ernstliche Zweifel; Zurückverweisung des Beschwerdeverfahrens zur ergänzenden Tatsachenfeststellung
§ 3a Abs 4 Nr 3 UStG 2005, § 15 Abs 1 Nr 1 UStG 2005, § 31 Abs 5 UStDV 2005, Art 9 Abs 2 Buchst e EWGRL 388/77, Art 17 Abs 2 Buchst a EWGRL 388/77
Umsatzsteuer: Leistungsort bei Schadensregulierung und Rückwirkung der Rechnungsberichtigung
Zur Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung u.a.
Fehlerhafte Rechnungen im Sinne von § 14 UStG kann mit umsatzsteuerlicher Rückwirkung nachgebessert werden
Leistungsort bei Schadensregulierung/Rückwirkung der Rechnungsberichtigung
Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung?
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BFH vom 20.07.2012, Az.: V B 82/11 (Leistungsort bei Schadensregulierung und Rückwirkung der Rechnungsberichtigung)" von RA/StB Dr. Hendrik Marchal, original erschienen in: UR 2012, 754 - 756.
BFHE 237, 545
Ein Dokument ist jedenfalls dann eine Rechnung und damit berichtigungsfähig, wenn es Angaben zum Rechnungsaussteller, zum Leistungsempfänger, zur Leistungsbeschreibung, zum Entgelt und zur gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer enthält (Senatsbeschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 33).
bb) Jedoch ist nach der Rechtsprechung des BFH auch eine Zurückverweisung des Verfahrens zur ergänzenden Tatsachenfeststellung durch das FG nach den §§ 132, 155 Satz 1 FGO i.V.m. § 572 Abs. 3 der Zivilprozessordnung möglich, weil der BFH als Revisions- und Beschwerdegericht in erster Linie die Aufgabe hat, die Entscheidungen der Finanzgerichte zu überprüfen (vgl. BFH-Beschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 31 ff.), die Sachnähe des FG, bei dem die Hauptsache anhängig ist, für eine Zurückverweisung spricht (…vgl. BFH-Beschluss vom 5. Dezember 2018 VIII B 130/18, BFH/NV 2019, 282, Rz 17) und das FG die Aufgabe der ergänzenden Tatsachenfeststellung in der Regel schneller und effektiver erfüllen kann (vgl. BFH-Beschluss vom 6. November 2008 IV B 126/07, BFHE 223, 294, BStBl II 2009, 156, Rz 18).
Ernstliche Zweifel i.S. von § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO liegen bereits dann vor, wenn bei summarischer Prüfung des angefochtenen Bescheides neben für seine Rechtmäßigkeit sprechenden Umständen gewichtige Gründe zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung von Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung entscheidungserheblicher Tatfragen bewirken (ständige Rechtsprechung seit dem Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. Februar 1967 III B 9/66, BFHE 87, 447, BStBl III 1967, 182; BFH-Beschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, unter II.1.).
Zur Gewährung der AdV ist es nicht erforderlich, dass die für die Rechtswidrigkeit sprechenden Gründe im Sinne einer Erfolgswahrscheinlichkeit überwiegen (BFH-Beschluss in BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, unter II.1.).
(32) In zwei Verfahren zum einstweiligen Rechtsschutz hat der BFH gefordert, dass das zunächst erteilte Dokument die an eine Rechnung zu stellenden folgenden Mindestanforderungen erfüllen muss: Bezeichnung des Rechnungsausstellers und des Leistungsempfängers, Beschreibung der Leistung, Angabe des Entgelts und der gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer (BFH-Beschlüsse vom 20. Juli 2012 - V B 82/11, BStBl II 2012, 809 …und vom 10. Januar 2013 - XI B 33/12, BFH/NV 2013, 783).
Ob sich aus dem EuGH-Urteil --Pannon Gép-- (Slg. 2010, I 7467, UR 2010, 693) für den Fall der Rechnungsberichtigung eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt der erstmaligen Rechnungserteilung ergibt, ist höchstrichterlich noch nicht entschieden und finanzgerichtlich sowie im Schrifttum umstritten (vgl. BFH-Beschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 24 ff.).
Die Rechnungsberichtigung ist von einer erstmaligen Rechnungserteilung abzugrenzen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 33).
Dabei ist zu berücksichtigen, dass der BFH als Revisions- und Beschwerdegericht in erster Linie die Aufgabe hat, die Entscheidungen der Finanzgerichte zu überprüfen, wohingegen die Finanzgerichte dem Rechtsuchenden den ersten Zugang zum Richter zu bieten haben (BFH-Beschluss in BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 31).
enthält (BFH…, Urteil vom 20. Oktober 2016 V R 26/15, BFH/NV 2017, 252 und Beschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809).
"Ein Dokument ist jedenfalls dann eine Rechnung und damit berichtigungsfähig, wenn es Angaben zum Rechnungsaussteller, zum Leistungsempfänger, zur Leistungsbeschreibung, zum Entgelt und zur gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer enthält (Senatsbeschluss vom 20. Juli 2012 V B 82/11, BFHE 237, 545, BStBl II 2012, 809, Rz 33).
FG Saarland, 02.03.2016 - 2 K 1352/13
FG München, 19.02.2013 - 14 V 286/13
Umsatzzuschätzungen
FG München, 14.01.2013 - 14 V 2954/12
FG Baden-Württemberg, 05.11.2014 - 12 K 1880/13

References: § 3
 § 15
 § 31
 § 14
 § 572
 § 69