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Timestamp: 2019-04-20 14:19:22+00:00

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§ 119 GVG:
1.der Beschwerde gegen Entscheidungen der Amtsgerichte
a)in den von den Familiengerichten entschiedenen Sachen;
b)in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit mit Ausnahme der Freiheitsentziehungssachen und der von den Betreuungsgerichten entschiedenen Sachen;
2.der Berufung und der Beschwerde gegen Entscheidungen der Landgerichte.
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2007, Az. XII ZB 114/06 Nach der Gegenansicht ist hingegen auch die EuGWO zu berücksichtigen (vgl. BGHZ 155, 46, 49; BayObLG MDR 2005, 1243; Thomas/Putzo/Hüßtege ZPO 28. Aufl. § 119 GVG Rdn. 8 a; Kissel/Mayer GVG 4. Aufl. § 119 Rdn. 27 b).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2007, Az. XII ZB 114/06 Dies wird zu dem Teil mit dem Argument bejaht, dass auch bei einem zusätzlichen allgemeinen Gerichtsstand im Inland die Vermutung bestehe, dass der Rechtsstreit internationalprivatrechtliche Probleme aufweise, weshalb die Vorschrift entsprechend ihrem Zweck, Rechtsstreitigkeiten mit internationalem Bezug beim Oberlandesgericht zu konzentrieren, anzuwenden sei (vgl. OLG Karlsruhe IPrax 2004, 433; MünchKommZPO/Aktualisierungsband 2. Aufl. Wolf § 119 GVG Rdn. 5; v. Hein ZZP 116 (2003), 335, 350 f.; ders.
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2011, Az. IV ZB 17/10 Nachdem die Oberlandesgerichte über mehrere Jahre für Berufungen gegen Urteile der Amtsgerichte zuständig gewesen waren, wenn eine Partei ihren Wohnsitz im Ausland hat, musste die hier tätig gewordene Beamtin die Unzuständigkeit des Oberlandesgerichts nicht erkennen, weil die Kenntnis von der Änderung des § 119 Abs. 1 GVG von einem Geschäftsstellenbeamten nicht erwartet werden kann (vgl. BVerfG aaO Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1973, Az. Wie der erkennende Senat in dem schon erwähnten Urteil vom 30. Mai 1978 näher begründet hat, läßt sich eine befriedigende Lösung, die sowohl dem Sinn der besonderen Zuständigkeitsregelung in Kartellsachen wie dem Interesse an Rechtsklarheit Rechnung trägt, nur in der Weise finden, daß eine Berufung, über die der Kartellsenat des Oberlandesgerichts zu entscheiden hat, fristwahrend auch bei dem nach § 119 Abs. 1 Nr. 3 GVG allgemein zuständigen Oberlandesgericht eingelegt werden kann, das die Sache dann nach § 281 ZPO auf Antrag an den Kartellsenat zu verweisen hat (vgl. Senatsurteil BGHZ 49, 33, 38 'Kugelschreiber' ).
BGH, , Az. Die nur am Verfahrensgegenstand orientierte Auslegung des § 119 GVG wirke sich praktisch bloß in Zweifelsfällen aus und Mdiene damit ... ausschließlich der Produktion verfahrensrechtlicher Schwierigkeiten' (Jauernig FamRZ 1978, 229 ff, 231; vgl. auch FamRZ 1977, 681, 682; 1978, 674, 675; ferner Bosch FamRZ 1978, 356; Graßhof aaO S. 324 f; OLG Oldenburg aaO S. 457 f).
BGH, Beschluss vom 3.8.1994, Az. XII ZB 154/94 Insoweit ist von Bedeutung, daß nach der Fassung des § 119 Abs. 1 Nr. 1 GVG für die Rechtsmittelzuständigkeit in Kindschaftssachen - anders als in Familiensachen - die sogenannte materielle Anknüpfung gilt, es also auf die sachliche Beurteilung des Verfahrensgegenstandes ankommt (vgl. Zöller/Gümmer ZPO 18. Aufl. § 119 GVG Rdn. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2007, Az. V ZB 129/06 Teilweise wird die Ansicht vertreten, eine die Berufungszuständigkeit des Oberlandesgerichts begründende Anwendung ausländischen Rechts liege nur vor, wenn das Amtsgericht ausländisches Recht bei der Prüfung der Hauptfrage angewendet habe (OLG Hamm OLGR 2002, 426 f.; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 119 Rdn. 27e; Thomas/Putzo/Hüßtege, aaO, § 119 GVG Rdn. 16).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2007, Az. V ZB 129/06 Andere halten, wie das Oberlandesgericht im vorliegenden Fall, die Anwendung ausländischen Rechts auch bei der Prüfung einer Vorfrage für ausreichend (Zöller/Gummer, ZPO, 26. Aufl., § 119 GVG Rdn. 16; wohl auch MünchKomm-ZPO/Wolf, 2. Aufl., Erg.-Bd. § 119 Rdn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2007, Az. V ZB 129/06 Nach einer Gegenansicht genügt es, wenn die Entscheidungsgründe einen ausländischen Rechtssatz als entscheidungserheblich erkennen lassen (Kissel/Mayer, aaO, §119 Rdn. 27e; MünchKomm-ZPO/Wolf, aaO, § 119 GVG Rdn. 10; Zöller/Gummer, aaO, § 119 GVG Rdn. 16).
BGH, vom 4.5.1977, Az. Entsprechendes gilt für Beschwerden gegen amtsgerichtliche Beschlüsse in den in § 23 b Abs« 1 Nr. 2 GVG bezeichneten Familiensachen bei im übrigen zeitlich gleichgelagerten Ubergangsfällen; für diese Beschwerden ist nach § 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG das Oberlandesgericht zuständig (BGH FamRZ 1978, 102; dieser Entscheid dung des I. Zivilsenats ist der beschließende Senat im Ergebnis beigetreten im Beschluß vom 15. Februar 1978 - IV ZB 63/77 -).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.1978, Az. Wie der erkennende Senat in dem schon erwähnten Urteil vom 30. Mai 1978 näher begründet hat, läßt sich eine befriedigende Lösung, die sowohl dem Sinn der besonderen Zuständigkeitsregelung in Kartellsachen wie dem Interesse an Rechtsklarheit Rechnung trägt, nur in der Weise finden, daß eine Berufung, über die der Kartellsenat des Oberlandesgerichts zu entscheiden hat, fristwahrend auch bei dem nach § 119 Abs. 1 Nr. 3 GVG allgemein zuständigen Oberlandesgericht eingelegt werden kann, das die Sache dann nach § 281 ZPO auf Antrag an den Kartellsenat zu verweisen hat (vgl. Senatsurteil BGHZ 49, 33, 38 'KugelSchreiber” ).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1978, Az. IV ZB 83/78 c)	Schließlich	wird in der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte sowie im Schrifttum auch die Ansicht vertreten, das 1. EheRG habe die Möglichkeit, einstweilige Anordnungen mit der einfachen unbefristeten Beschwerde anzufechten, nicht geändert; nur für den Rechtsmittelzug greife die neue Verfahrensordnung (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG statt § 19 Abs. 2 FGG) ein (KG - 13. Zivilsenat - FamRZ 1978, 269; OLG Düsseldorf
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2007, Az. VI ZB 3/07 Sie greift auch dann ein, wenn sich im Einzelfall keine besonderen Fragen des internationalen Privatrechts stellen (Zöller/Gummer, ZPO, 26. Aufl., § 119 GVG Rn. 15; MünchKomm/Wolf, ZPO 2. Aufl. Aktualisierungsband, GVG §119 Rn. 4; Musielak/Wittschier ZPO 5. Aufl. § 119 GVG Rn. 19).
BGH, URTEIL vom 3.4.1981, Az. iVb ZR 572/8 Die Rechtsnatur des Unterhaltsanspruchs wurde durch die Überleitung des Anspruchs auf den Kläger nicht verändert (BGH, Beschluß vom 7* Februar 1979 - IV ZB 118/78 = MDR 1979, 652 = VersR 1979, 375; vgl. auch BGH, Beschluß vom 11. März 1981 - IV b ZB 705/80 - zur Veröffentlichung bestimmt).Damit war nach § 119 Abs. 1 Nr. 1 GVG das Oberlandesgericht das für die Verhandlung und Entscheidung über die Berufung zuständige Gericht.
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2003, Az. IV ZB 31/02 b)	Danach ist die Anknüpfung der Rechtsmittelzuständigkeit des Oberlandesgerichts daran, daß eine Partei bei Klageerhebung keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, formal zu verstehen: Sie greift auch dann ein, wenn sich im Einzelfall keine besonderen Fragen des Internationalen Privatrechts stellen (Zöller/Gummer, ZPO 23. Aufl. §119 GVG Rdn. 15; MünchKomm/Wolf, ZPO 2. Aufl. Aktualisierungsband, GVG § 119 Rdn. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2004, Az. VIII ZB 66/03 Aufgrund dieser rein formalen Anknüpfung der Rechtsmittelzuständigkeit des Oberlandesgerichts kommt es daher nicht darauf an, ob sich - wie auch im vorliegenden Fall - im Einzelfall keine besonderen Fragen des internationalen Privatrechts stellen (BGH, Beschluß vom 19. Februar 2003 - IV ZB 31/02, NJW 2003, 1672 unter II 3 b; Senatsbeschluß vom 15. Juli 2003 - VIII ZB 30/03, NJW 2003, 3278 unter II 2 a; siehe auch Zöller/Gummer, ZPO, 24. Aufl., § 119 GVG Rdnr. 15; Münch-KommZPO/Aktualisierungsband - Wolf, § 119 GVG Rdnr. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2004, Az. VIII ZB 66/03 Durch die Anknüpfung der Rechtsmittelzuständigkeit des Oberlandesgerichts an den allgemeinen Gerichtsstand einer Partei im Ausland im Zeitpunkt der Klageerhebung (Zöller/Gummer aaO Rdnr. 14; Heidemann NJW 2002, 494 f.) ist bereits bei Verfahrensbeginn vor dem Amtsgericht bestimmbar, wo Rechtsmittel eingelegt werden müssen, was der Rechtssicherheit und der Verfahrensvereinfachung dient (vgl. Schwartze in: Hannich/Meyer-Seitz, ZPO-Reform 2002 mit Zustellungsreformgesetz, §119 GVG Rdnr. 8; MünchKommZPO/Aktualisierungsband - Wolf aaO).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.2.2011, Az. 11 WF 1590/10 Insoweit gilt die formelle Anknüpfung, auch wenn es sich bei dem Verfahren zur Vergütung im Rahmen der Beratungshilfe auch dann, wenn in einer familienrechtlichen Angelegenheit beraten wird, nicht um eine Familiensache handelt, letztlich also das Familiengericht beim Amtsgericht Schwabach nicht zuständig war (vgl. Zöller, 28. Auflage, Rn. 5 u.8 zu § 119 GVG; BGH FamRZ 1984, 774; OLG Düsseldorf FamRZ 2009, 713).

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