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Timestamp: 2019-04-21 11:24:49+00:00

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Rechtsprechung: NJW 2018, 1621 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG München, 05.02.2018
Zur Tendenz der Normativierung der Vorsatzfeststellung am Beispiel der aktuellen Raser-Fälle (Dr. Theresa Schweiger; HRRS 2018, 407)
"Berliner Raserfall"
§§ 8, 16 I, 25 II, 211, 212 I StGB
B) Tatbestand, h) Tötungsdelikte, j) Täterschaft und Teilnahme, Materielles Strafrecht, Mittäterschaft, Mord, Strafrecht AT, Strafrecht BT, Totschlag, Vorsatz
Mord im Straßenverkehr? Die Berliner "Raser-Entscheidung"
LG Berlin, 26.03.2019 - 532 Ks 9/18
BGHSt 63, 88
JR 2018, 340
Insbesondere ist in der Rechtsprechung des BGH (in Bezug auf Handlungsdelikte) der Grundsatz anerkannt, dass die "objektive Gefährlichkeit" der Tathandlung sich als "wesentlicher Indikator" sowohl für das Wissens- als auch für das Willenselement des bedingten Vorsatzes darstellt (BGH, Urteil vom 01. März 2018 - 4 StR 399/17 -BGHSt 63, 88, Rn. 19).
Die Beweiserwägungen, mit denen die Jugendkammer das Vorliegen eines bedingten Tötungsvorsatzes verneint hat, halten unter Berücksichtigung des eingeschränkten revisionsgerichtlichen Prüfungsmaßstabs (vgl. BGH, Urteile vom 1. März 2018 - 4 StR 399/17, NJW 2018, 1621, 1622; vom 5. Dezember 2017 - 1 StR 416/17, NStZ 2018, 206, 207; vom 27. Juli 2017 - 3 StR 172/17, NStZ 2018, 37) einer rechtlichen Prüfung nicht stand.
Beide Elemente des bedingten Vorsatzes müssen in jedem Einzelfall umfassend geprüft und gegebenenfalls durch tatsächliche Feststellungen belegt werden (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 1. März 2018 - 4 StR 399/17 aaO, 1623;… vom 7. Juli 2016 - 4 StR 558/15, BGHR § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 67).
Ihre Bejahung oder Verneinung kann nur auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalls erfolgen (vgl. BGH, Urteile vom 1. März 2018 - 4 StR 399/17 aaO, 1623; vom 22. März 2012 - 4 StR 558/11, BGHSt 57, 183, 186), in welche insbesondere die objektive Gefährlichkeit der Tathandlung, die konkrete Angriffsweise des Täters, seine psychische Verfassung bei der Tatbegehung und seine Motivationslage einzubeziehen sind (vgl. BGH, Urteil vom 16. Mai 2013 - 3 StR 45/13, NStZ 2013, 581, 582).
Im Übrigen ist die Feststellung des Vorsatzes keine dem Sachverständigenbeweis zugängliche Frage, sondern obliegt allein dem Tatrichter (vgl. BGH, Urteile vom 1. März 2018 - 4 StR 399/17, NJW 2018, 1621, 1624; vom 16. Mai 2013 - 3 StR 45/13, NStZ 2013, 581, 583;… LK-StGB/Vogel, 12. Aufl., § 15 Rn. 63).
GKG § 3 Abs. 2,§ 39 Abs. 1, § 51 Abs. 2; EnEV § 16a; ZPO § 91 Abs. 1 S. 1, § 92 Abs. 1 S. 1, § 263, § 269 Abs. 3 S. 2; UWG § 8 Abs. 3 Nr. 3
GKG § 39 Abs. 1
Streitwert bei Parteiwechsel auf der Beklagtenseite
LG Ingolstadt, 18.10.2017 - 1 HKO 1620/16
NJW-RR 2018, 575

References: BGH 
 § 212
 § 15
 § 3
 § 51
 § 16
 § 91
 § 92
 § 263
 § 269
 § 8
 § 39