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Timestamp: 2016-10-23 20:37:24+00:00

Document:
2C_751/2012 (16.08.2012)
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 13. Juli 2012.
1.1 X.________ (geb. 1979) stammt aus Algerien. Er ersuchte in der Schweiz in den Jahren 1996 und 2000 unter einer falschen Identit�t erfolglos um Asyl. Ab Sommer 2003 lebte er in einer Beziehung mit einer Schweizer B�rgerin (geb. 1985). Am 27. M�rz 2005 kam die gemeinsame Tochter Z.________ zur Welt, worauf X.________ am 30. April 2007 seine Partnerin heiratete. In der Folge wurde ihm eine letztmals bis zum 29. Oktober 2009 verl�ngerte Aufenthaltsbewilligung erteilt. Ab dem 23. August 2009 lebte das Ehepaar getrennt, wobei die Tochter unter die Obhut und die elterliche Sorge der Mutter gestellt wurde.
1.2 Am 13. Januar 2012 lehnte das Migrationsamt des Kantons Z�rich es ab, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verl�ngern, da dieser nach bereits erfolgten fr�heren Verurteilungen am 3. Mai 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten (unter anderem wegen versuchten Raubes, mehrfachen Diebstahls, Hehlerei, einfacher K�rperverletzung, mehrfacher Drohung usw.) und am 20. September 2010 zu einer solchen von sechs Monaten (mehrfache einfache K�rperverletzung und Drohung) verurteilt worden war. Die Strafen wurden am 15. September 2011 f�r vollziehbar erkl�rt, nachdem die urspr�nglich an ihrer Stelle angeordnete station�re Massnahme keinen Erfolg gezeitigt hatte.
1.3 X.________ beantragt vor Bundesgericht sinngem�ss, das den ausl�nderrechtlichen Nichtverl�ngerungsentscheid sch�tzende Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. Juli 2012 aufzuheben.
2.1 Seine Eingabe erweist sich aufgrund der von der Vorinstanz zutreffend wiedergegebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der sorgf�ltigen Interessenabw�gung als offensichtlich unbegr�ndet und kann ohne Weiterungen im Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden. Es er�brigen sich unter diesen Umst�nden weitere Ausf�hrungen zur Zul�ssigkeit des Rechtsmittels und zur Frage, ob der Beschwerdef�hrer �berhaupt hinreichend sachbezogen und in gen�gender Auseinandersetzung mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid aufzeigt, inwiefern dieser Recht verletzen soll (Art. 42 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3).
2.2 Der Beschwerdef�hrer ist in der Schweiz �ber Jahre hinweg (nicht nur als Jugendlicher) immer schwerer straff�llig geworden; insgesamt sind zehn Verurteilungen gegen ihn ergangen - ab 2007 (auch) wegen Drogen- und Gewaltdelikten. Gem�ss dem Urteil des Bezirksgerichts Z�rich vom 3. Mai 2010 sei bei seinen Taten eine erhebliche Aggressivit�t feststellbar gewesen. Sein Handeln sei jeweils emotionsgeladen durch eine ausgepr�gte Gleichg�ltigkeit und R�cksichtslosigkeit gegen�ber der k�rperlichen Integrit�t von Personen sowie gegen�ber Hab und Gut gepr�gt gewesen. Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass von ihm weiter eine (zumindest potenziell erhebliche) Gefahr f�r wesentliche Rechtsg�ter ausgeht, nachdem seine station�re Massnahme wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben und der Strafvollzug, aus dem er am 11. September 2012 entlassen wird, angeordnet werden musste. Zwar h�lt er sich offenbar bereits seit 1997 bzw. 2000 im Land auf, doch war seine Anwesenheit bis zur Ehe mit seiner Schweizer Partnerin, von der er sich nach zwei Jahren und vier Monaten getrennt hat, unbewilligt. Auch danach vermochte er sich weder beruflich noch sozial hier zu integrieren. Der Beschwerdef�hrer ist im Alter von 16 Jahren Mitte Juli 1996 in die Schweiz gekommen und wurde in seiner Heimat sozialisiert. Seine Eltern, f�nf seiner sechs Geschwister und weitere Verwandte leben immer noch dort. Er ist nach wie vor mit der Sprache und der Kultur in Algerien vertraut. Unter diesen Umst�nden erweist sich die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung als verh�ltnism�ssig; sie verletzt, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, kein Bundesrecht (vgl. Art. 50 AuG i.V.m. Art. 51 Abs. 2 u. Art. 62 lit. b AuG [SR 142.20]; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2 S. 299 ff.).
2.3 Nichts anderes ergibt sich aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV: Der nicht sorgeberechtigte Ausl�nder kann die famili�re Beziehung zu seinem Kind zum Vornherein nur im beschr�nkten Rahmen seines Besuchsrechts leben. Hierzu ist nach der Rechtsprechung nicht erforderlich, dass er sich dauernd im gleichen Land aufh�lt wie dieses und dort �ber eine Aufenthaltsbewilligung verf�gt. Den Anforderungen von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ist Gen�ge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten und weiteren Kontakten vom Ausland her ausge�bt werden kann, wobei die Modalit�ten allenfalls sachgerecht anzupassen sind. Einen weitergehenden Anspruch anerkennt das Bundesgericht nur, wenn mit der Verweigerung der Bewilligung in eine wirtschaftlich und affektiv besonders enge Beziehung eingegriffen wird, die wegen der Distanz zum Heimatland des Ausl�nders praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte, und das bisherige Verhalten des Besuchsberechtigten in der Schweiz zudem zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat ("tadelloses Verhalten", "comportement irr�prochable", "comportamento irreprensibile", vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5, 22 E. 4a/b). Dies ist hier - wie dargelegt - nicht der Fall. Im �brigen verf�gt der Beschwerdef�hrer nur �ber ein beschr�nktes Besuchsrecht und sind seine Beziehungen zur hier anwesenheitsberechtigten Tochter locker; diese vermochten ihn denn auch bereits bisher nicht davon abzuhalten, immer wieder straff�llig zu werden. Der Beschwerdef�hrer wird den Kontakt im bisherigen Rahmen mittels Briefen, elektronischer Kommunikation und im Rahmen von Besuchs- und Ferienaufenthalten aufrechterhalten k�nnen. Da er zurzeit noch verheiratet ist, spielt keine Rolle, dass er inzwischen eine neue Freundin gefunden haben will, da diese damit rechnen musste, dass sie die Beziehung mit ihm unter Umst�nden nicht hier w�rde leben k�nnen.
3.1 Die Beschwerde ist unbegr�ndet und deshalb abzuweisen; f�r alles Weitere wird auf die zutreffenden Darlegungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).

References: Art. 109
 Art. 106
 BGE 
 Art. 50
 Art. 51
 Art. 62
 BGE 
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 13
 BGE