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Timestamp: 2016-10-24 21:57:36+00:00

Document:
2C_702/2010 (21.06.2011)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Hermann Just,
Geb�udeversicherung des Kantons Graub�nden, Ottostrasse 22, 7000 Chur,
Brandschaden-Entsch�digung,
X.________ war Eigent�mer des Hotels H.________ in A.________, welches am 14. Februar 2009 teilweise abbrannte. Nach Durchf�hrung von Abbruch- und R�umungsarbeiten und Ermittlung des Schadens teilte die Geb�udeversicherung des Kantons Graub�nden X.________ mit Schadenabrechnung vom 19. Juni 2009 mit, sie leiste ihm eine Entsch�digung von Fr. 3'515'576.95. Diesen Betrag errechnete sie wie folgt: Neuwert Fr. 4'636'200.-- abz�glich brauchbare �berreste gem�ss Zusammenstellung Fr. 1'295'000.--, zuz�glich Nebenleistungen (Abbruch- und R�umungskosten sowie Bauleitung) von Fr. 174'376.95.
Gegen diese Mitteilung erhob X.________ am 10. Juli 2009 Einsprache und beantragte, der Schaden am Geb�ude Hotel H.________ sei ohne Abzug von brauchbaren �berresten zu entsch�digen. Eventualiter sei die definitive Festsetzung der Entsch�digung aufzuschieben, bis weitere Abkl�rungen durch den Einsprecher abgeschlossen w�rden. Anschliessend sei die Bewertung der brauchbaren �berreste von einem unabh�ngigen Experten zu �berpr�fen und gest�tzt auf die Ergebnisse der Expertise neu festzusetzen. Zur Begr�ndung f�hrte er insbesondere aus, die Frage, ob die �berreste brauchbar seien, k�nne nicht ohne Ber�cksichtigung der wirtschaftlichen Brauchbarkeit entschieden werden. Die Verwertbarkeit der �berreste setze voraus, dass die entsprechenden Geb�udeteile bei einem Wiederaufbau ohne wesentliche Eingriffe in die Struktur verwendet werden k�nnten, was voraussetze, dass die einschl�gigen baupolizeilichen Normen, wie feuerpolizeiliche Vorschriften, Vorschriften betr. Hygiene (Lebensmittelkontrolle etc.) eingehalten seien und nicht zuletzt, dass ein Wiederaufbau aufgrund des kommunalen Baugesetzes ohne zus�tzliche Anpassungen an die bestehenden Normen erfolgen k�nne.
Mit Entscheid vom 1. Oktober 2009 wies die Geb�udeversicherung des Kantons Graub�nden die Einsprache im Grundsatz ab und erg�nzte, im Rahmen der Sch�tzungstoleranz akzeptiere sie f�r die Bewertung der �berreste die von X.________ bzw. von Fachleuten eingebrachten Werte, n�mlich Fr. 1'185'713.30, womit sich die Entsch�digung gegen�ber der Abrechnung vom 19. Juni 2009 um Fr. 109'286.70 erh�hte. Unbestritten sei jedoch, dass nicht zerst�rte Bausubstanz vorhanden sei und es sich mithin um einen Teilschaden handle. F�r die Bewertung der �berreste sei alleine die objektive Verwertbarkeit massgebend. Die Bewertung erfolge ausschliesslich als materielle Beurteilung verbliebener Bausubstanz.
Die von X.________ gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 5. Kammer, mit Urteil vom 29. Juni 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 9. September 2010 beantragt X.________ dem Bundesgericht die Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 29. Juni 2010. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den Brandschaden am Geb�ude Hotel H.________ in A.________, mit einem Betrag von Fr. 4'636'200.--, entsprechend dem Neuwert, zu entsch�digen. Eventualiter beantragt er die R�ckweisung der Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz.
Die Geb�udeversicherung des Kantons Graub�nden beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden beantragt Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde.
Die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat die Angelegenheit am 21. Juni 2011 an einer �ffentlichen Sitzung beraten.
1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid, der sich auf das vormalige Gesetz vom 12. April 1970 �ber die Geb�udeversicherung im Kanton Graub�nden (im Folgenden auch aGVG/GR) und dessen Ausf�hrungsbestimmungen st�tzt. Er erging mithin in Anwendung von kantonalem �ffentlichem Recht. Da kein gesetzlicher Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG vorliegt, steht dagegen das Rechtsmittel der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat einen (potentiellen) Rechtsanspruch auf Leistungen der Geb�udeversicherung. Er hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt und besitzt ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung. Er ist damit zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2 Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann im Wesentlichen die Verletzung von Bundes- und V�lkerrecht, insbesondere von Bundesverfassungsrecht ger�gt werden (Art. 95 BGG). Die Anwendung des kantonalen Rechts als solches bildet nicht Beschwerdegrund. �berpr�ft werden kann insoweit nur, ob der angefochtene Entscheid auf willk�rlicher Gesetzesanwendung beruht oder ob das Gesetz oder seine Anwendung sonst wie gegen �bergeordnetes Recht verstossen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.1 S. 251 f.).
1.3 Gem�ss Art. 106 Abs. 1 BGG wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an. Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Das Bundesgericht pr�ft, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft solche R�gen nur, wenn sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Die Verh�ltnism�ssigkeit kantonalrechtlicher Anordnungen ausserhalb von Grundrechtseingriffen pr�ft das Bundesgericht nicht frei, sondern nur unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots (vgl. BGE 134 I 153 E. 4. 156 f.). Art. 106 Abs. 2 BGG setzt voraus, dass die Beschwerde eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enth�lt, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind.
1.4 Das Bundesgericht legt sodann seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz ermittelt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Im Bereich der Beweisw�rdigung steht dem Sachgericht ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211 mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer r�gt vorweg eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz; die Bezeichnung der Bewertung der �berreste als korrekt, sei aktenwidrig. Der Beschwerdef�hrer bestreitet weder, dass die unter dem Titel "Bewertung brauchbarer �berreste gem�ss Sch�tzung GVG" in der Schadenabrechnung vom 19. Juni 2009 aufgef�hrten Geb�udeteile noch stehen und bei einem Wiederaufbau grunds�tzlich wiederverwendet werden k�nnten, noch dass die Bewertung der einzelnen Positionen bez�glich der reinen Wiederinstandstellungskosten aufgrund der Besch�digung durch den Brand richtig sei. Ebenso bestreitet er nicht, dass die entsprechenden Abz�ge von der Entsch�digung vorzunehmen w�ren, wenn die fraglichen Geb�udeteile effektiv ohne zus�tzliche Anpassungen verwertet werden k�nnten. Aus seinen Ausf�hrungen ergibt sich, dass er die Anrechnung der �berreste jedoch insofern r�gt, als diese eine - hier seiner Ansicht nach nicht gegebene - effektive, d.h. nicht bloss theoretische Verwertbarkeit der �berreste voraussetze. Es ergibt sich insofern, dass nicht die Sachverhaltsermittlung als solche, sondern die rechtliche W�rdigung dieses Sachverhaltes in Frage gestellt ist. Die R�gen werden deshalb im Rahmen der Subsumtion - soweit notwendig - behandelt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, indem die Vorinstanz verwertbare �berreste angerechnet habe, welche er teilweise abbrechen m�sse, da diese (wie u.a. diverse Treppen) nicht mehr den aktuellen feuerpolizeilichen Vorschriften entsprechen w�rden, und indem sie nicht beachte, dass er grunds�tzlich nicht besch�digte Fenster beim Wiederaufbau aufgrund heutiger Normen ersetzen m�sse, habe sie gegen das Legalit�tsprinzip verstossen.
3.1 Das Legalit�tsprinzip nach Art. 5 Abs. 1 BV ist ein allgemeiner rechtsstaatlicher Grundsatz, der f�r die gesamte Staatst�tigkeit verbindlich ist. Danach muss sich ein staatlicher Akt auf eine materiellgesetzliche Grundlage st�tzen, die hinreichend bestimmt und vom staatsrechtlich hierf�r zust�ndigen Organ erlassen worden ist. Es dient damit einerseits dem demokratischen Anliegen der Sicherung der staatsrechtlichen Zust�ndigkeitsordnung, andererseits dem rechtsstaatlichen Anliegen der Rechtsgleichheit, Berechenbarkeit und Voraussehbarkeit des staatlichen Handelns. Das Legalit�tsprinzip gilt f�r das ganze Verwaltungshandeln mit Einschluss der Leistungsverwaltung (zum Ganzen BGE 123 I 1 E. 2b S. 3 f., mit Hinweisen auf die Lehre und Rechtsprechung; vgl. ISABELLE H�NER, Die Einwilligung der betroffenen Person als Surrogat der gesetzlichen Grundlage bei individuell-konkreten Staatshandlungen, ZBl 103/2002 S. 57). Das als allgemeiner Verfassungsgrundsatz in Art. 5 Abs. 1 BV verankerte Legalit�tsprinzip kann - wie auch das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip - zwar im Rahmen einer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten direkt und unabh�ngig von einem Grundrecht angerufen werden (BGE 134 I 153 E. 4.1 S. 156 f. mit Hinweisen); dessen Einhaltung bei der Anwendung kantonalen Rechts pr�ft das Bundesgericht indessen nur unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots (vgl. BGE 134 I 153 E. 4.2.2 und 4.3 S. 158; Urteil 2C_741/2009 vom 26. April 2010 E. 3.1).
3.2 Die Vorinstanz hat gest�tzt auf das Gesetz �ber die Geb�udeversicherung im Kanton Graub�nden vom 12. April 1970 (aGVG/GR; in der vorliegend anwendbaren Fassung gem�ss Volksbeschluss vom 26. November 2000) erkannt, welche Kosten versichert seien und was von der Leistungspflicht ausgeschlossen sei. Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird ein Geb�ude zum Neuwert versichert (Art. 10 aGVG/GR) und die Versicherung deckt die Kosten, die dem Eigent�mer f�r die Wiederherstellung des Geb�udes entstehen (Art. 28 aGVG/GR). Von der Leistungspflicht ausgeschlossen sind u.a. f�r die Wiederherstellung verwendbare Geb�udeteile (Art. 27 Abs. 1 lit. b aGVG/GR). Das angefochtene Urteil ist damit auf eine materiellrechtliche Grundlage abgest�tzt, die hinreichend bestimmt und vom staatsrechtlich hierf�r zust�ndigen Organ erlassen worden ist. Eine Verletzung des Gesetzm�ssigkeitsprinzips ist daher nicht ersichtlich und der Beschwerdef�hrer macht denn auch dazu - abgesehen von der R�ge, die Auslegung des Gesetzes durch das Verwaltungsgericht sei willk�rlich (vgl. dazu E. 4) - keine weiteren Ausf�hrungen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Anwendung des Geb�udeversicherungsgesetzes durch die Vorinstanz. Er macht geltend, Geb�udeteile, welche abgebrochen werden m�ssten, um die noch stehenden Geb�udeteile an die heutigen Vorschriften anzupassen, w�rden zu Unrecht als verwertbare Substanz qualifiziert und von der Entsch�digung in Abzug gebracht.
4.1 Gem�ss Art. 9 BV hat jede Person unter anderem Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung dann vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen).
4.2 Wie bereits ausgef�hrt, sind nach Art. 10 aGVG/GR die Geb�ude zum Neuwert versichert, wobei Art. 11 aGVG/GR - hier nicht relevante - Ausnahmen vorsieht. Nach Art. 15 der vormaligen Ausf�hrungsbestimmungen vom 19. September 2000 zum Gesetz �ber die Geb�udeversicherung im Kanton Graub�nden (RAB aGVG/GR) entspricht der Neuwert dem Kostenaufwand, der f�r die Erstellung eines Geb�udes gleicher Art, gleicher Gr�sse und gleichen Ausbaus erforderlich ist. Soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, verg�tet die Geb�udeversicherungsanstalt einen Geb�udeschaden bei Wiederherstellung auf Grund der letzten Sch�tzung des Geb�udes nach den Grunds�tzen der Neuwertversicherung (Art. 28 Abs. 1 aGVG/GR). Die Versicherungsleistung darf in keinem Fall die wirklichen Kosten der Wiederherstellung �bersteigen (Art. 28 Abs. 2 aGVG/GR). Von der Leistungspflicht ausgeschlossen sind u.a. f�r die Wiederherstellung verwendbare Geb�udeteile (Art. 27 Abs. 1 lit. b aGVG/GR). Die Regierung umschreibt den Begriff der Wiederherstellung (Art. 33 Abs. 2 aGVG/GR). Ein Geb�ude ist wiederhergestellt, wenn alle Sch�den am Geb�ude behoben sind (Art. 26 Abs. 1 RAB aGVG/GR). Das Geb�ude ist nicht f�r den gleichen Zweck wiederhergestellt, wenn es f�r eine andere Verwendung baulich wesentlich anders gestaltet ist (Art. 27 RAB aGVG/GR). Der Wiederaufbau hat in der Regel an der gleichen Stelle zu erfolgen (Art. 28 Abs. 1 RAB aGVG/GR).
4.3 Die Vorinstanz f�hrte aus, ein besch�digtes Geb�ude solle so wiederhergestellt werden k�nnen, dass der Geb�udeeigent�mer nach dem versicherten Ereignis das gleiche Geb�ude habe wie zuvor. Mehrkosten infolge von ge�nderten Bauvorschriften und beh�rdlichen Auflagen seien nicht versichert. Ein Schaden, der einem Eigent�mer durch die notwendige Anpassung an neue Vorschriften entstehe, k�nne nicht als durch das versicherte Ereignis urs�chlich herbeigef�hrter Schaden qualifiziert werden. Es handle sich hierbei vielmehr um einen mittelbaren Schaden, der mit dem versicherten Ereignis in keinem kausalen Zusammenhang stehe, gewissermassen um einen Kollateralschaden. Sie schloss, die Entsch�digung sei zwar an die Bauteuerung anzupassen, nicht aber an die Mehrkosten aufgrund der zwingend vorgeschriebenen Einhaltung allf�lliger neuer gesetzlicher und beh�rdlicher Vorschriften und Anordnungen. Somit seien die noch verwertbaren �berreste nach ihrer Verwertbarkeit f�r den Wiederaufbau eines mit dem teilweise zerst�rten Hotel gleichartigen Geb�udes zu bewerten.
4.4 Unbestritten ist vorliegend, dass durch das Brandereignis am versicherten Objekt kein Totalschaden entstand, sondern nicht zerst�rte Bausubstanz vorhanden geblieben und mithin bloss von einem (umfangreichen) Teilschaden auszugehen ist. Der Beschwerdef�hrer stellt denn auch nicht in Abrede, dass die in der Schadenabrechnung der Beschwerdegegnerin als brauchbare �berreste aufgef�hrten Geb�udeteile bei einem Wiederaufbau - aus bautechnischer Sicht beurteilt - h�tten wiederverwertet werden k�nnen und die diesbez�glichen Wiederinstandstellungskosten in der korrigierten Bewertung im Einspracheentscheid grunds�tzlich richtig veranschlagt worden sind. Er nimmt jedoch den Standpunkt ein, dass - entgegen der Meinung der Vorinstanz - Geb�udeteile nur dann als objektiv verwertbar betrachtet werden k�nnten, wenn sie anl�sslich der Wiederherstellung der Baute auch in rechtlicher Hinsicht wieder verwendet werden d�rften. Verlangten demgegen�ber - was vorliegend der Fall sei - neue baupolizeiliche Vorschriften eine Anpassung dieser Geb�udeteile, so m�sse deren Restwert im Umfange dieser rechtlich indizierten Anpassungskosten (weiter) reduziert werden, was in willk�rlicher Weise unterblieben sei. Nach Auskunft der Gemeinde A.________ werde der Wiederaufbau unter Einbezug der noch bestehenden Geb�udeteile als wesentliche Erweiterung des restlichen Geb�udes behandelt mit der Konsequenz, dass auch die bestehenden Geb�udeteile energetisch saniert werden m�ssten, um die Bestimmungen des f�r die betreffende Planungszone vorgesehenen Minergiestandards 2009 zu erf�llen, was Kosten im Umfang von Fr. 455'000.-- zuz�glich Fr. 115'000.-- f�r die L�ftungstechnik nach sich ziehe. Hinzu k�men weitere u.a. feuer- und hygienepolizeilich bedingte Ab�nderungen der bestehenden Geb�udesubstanz sowie Anpassungen an die Anforderungen behindertengerechten Bauens (Treppen, WC-Anlagen), welche mit zus�tzlichen Aufwendungen in der H�he von Fr. 598'209.-- verbunden seien. Diese Anpassungskosten w�gen den veranschlagten Wert der �berreste praktisch auf.
4.5 Der Beschwerdef�hrer macht mithin im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz h�tten Art. 27 Abs. 1 lit. b aGVG/GR, wonach die f�r die Wiederherstellung verwendbaren Geb�udeteile von der Leistungspflicht ausgeschlossen sind, willk�rlich angewandt, indem sie lediglich auf die Verwertbarkeit dieser Teile in technischer Hinsicht abgestellt und unber�cksichtigt gelassen h�tten, ob (bzw. verbunden mit welchem finanziellen Anpassungsaufwand) sich diese Teile auch in rechtlicher Hinsicht wiederverwenden liessen. Welche dieser Auffassungen aus konzeptioneller Optik dem Wesen einer Neuwertversicherung im Sachversicherungsbereich besser entspricht (vgl. zu dieser auch im privaten Sachversicherungsbereich kontroversen Frage: HANS ROELLI/CARL JAEGER, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, Bd. 2, Bern 1932, N. 96 zu Art. 63; ferner: Urteil 4A_141/2009 vom 7. September 2009 E. 11.4), bedarf vorliegend keiner abschliessenden Beurteilung, zumal die Auslegung von kantonalem Recht zur Diskussion steht, welche das Bundesgericht nur auf Willk�r hin pr�ft. Nach dem Wortlaut von Art. 27 Abs. 1 lit. b aGVG/GR sind "f�r die Wiederherstellung verwendbare Geb�udeteile" von der Leistungspflicht ausgeschlossen. Das Gesetz pr�zisiert nicht, ob es sich dabei um die Wiederherstellung eines technischen oder eines funktional gleichen bzw. nach neuen rechtlichen Normen zul�ssigen Geb�udes handelt. Sind nach grammatikalischer Auslegung beide Betrachtungsweisen m�glich, erweist sich die von der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz eingenommene Haltung nicht als offensichtlich unhaltbar. Hinzu kommt, dass die Geb�udeversicherung eine pauschalierte Bemessungsmethode zur Anwendung brachte, welche nicht die einzelnen, konkreten Bauteile (wie Treppen, Fenster etc.) nach Massgabe ihrer Wiederverwendbarkeit wertm�ssig ber�cksichtigte und gewichtete. Ausgangspunkt der Berechnung der Entsch�digung bildete der Neuwert des gesamten Geb�udes gem�ss Sch�tzung (Art. 28 Abs. 1 aGVG/GR), welcher - als massgeblicher (pr�mienpflichtiger) Versicherungswert - vom Beschwerdef�hrer in seiner H�he nicht in Frage gestellt wird. Alsdann hat die Beschwerdegegnerin mit einer pauschalierten Berechnungsmethode anhand von Kubikmetergr�ssen zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Geb�udeteilen unterschieden, wobei der zugrunde gelegte Kubikmeterpreis zugunsten des Versicherungsnehmers f�r die zerst�rten Geb�udeteile erh�ht und f�r die noch brauchbaren Geb�udeteile reduziert wurde. Im Weiteren wurde bei der Sch�tzung der �berreste dem gesch�tzten Aufwand f�r die Instandstellungsarbeiten Rechnung getragen bzw. der entsprechende Restwert erneut erheblich reduziert. Die Arbeitsgattungen wurden nach Baukostenplan (gem�ss Z�rcher Baukostenindex) aufgeteilt und anhand der Zerst�rung gewertet. Schliesslich ist die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdef�hrer insofern weiter entgegengekommen, als sie die von seinen Fachleuten eingebrachten Werte - im Rahmen der Sch�tzungstoleranz - akzeptiert hat, was im Einspracheentscheid zu einer nochmaligen Reduktion in der Bewertung der �berreste gef�hrt hatte. Die Anwendung der Proportionalregel bei Teilsch�den, d.h. die Schadensermittlung ausgehend vom Versicherungswert in Abh�ngigkeit vom Verh�ltnis zwischen zerst�rter und intakter Bausubstanz, entspricht g�ngiger Praxis (vgl. ANDREAS R�EGG, in: Glaus/Honsell [Hrsg.], Geb�udeversicherung, Systematischer Kommentar, Basel 2009, S. 249 ff., N. 6.2.44 ff.). Auch sind pauschalierte Bemessungsans�tze bei Teilsch�den von der Rechtsprechung akzeptiert worden; dies gilt namentlich f�r die vorliegend angewandte Methode, welche auf einen durchschnittlichen Kubikmeterpreis abstellt, soweit dabei dem Umstand Rechnung getragen wird, dass einzelne Geb�udeteile im Verh�ltnis zur gesamten Baute kostenm�ssig �berdurchschnittlich ins Gewicht fallen k�nnen (Urteil 2P.482/1993 vom 20. Juni 1995 E. 5c, in: ZBl 98/1997 S. 31 ff.; vgl. auch Urteil 2C_578/2010 vom 20. Januar 2011 E. 2.2). Der Geb�udeversicherung steht in diesem Bereich naturgem�ss ein gewisser Ermessensspielraum zu. Abweichungen von einer schematischen Berechnungsmethode sind erst dann geboten, wenn sich die Pauschalierung in ungerechtfertigter Weise zuungunsten des Versicherten auswirkt. Der Beschwerdef�hrer bringt wohl allgemein gehaltene Einw�nde gegen eine Ber�cksichtigung von in rechtlicher Hinsicht nicht (bzw. nicht ohne zus�tzlichen Mehraufwand) wiederverwendbaren Geb�udeteilen vor; er legt jedoch nicht dar, inwieweit sich die pauschale Schadensberechnung durch die Beschwerdegegnerin konkret zu seinen Lasten ausgewirkt hat. Sein Einwand, es m�sse zus�tzlich zum Aspekt der technischen Wiederverwendbarkeit der unversehrten Bauteile auch einem damit zusammenh�ngenden (neu-)rechtlich bedingten Mehraufwand beim Wiederaufbau Rechnung getragen werden, geht von der Pr�misse aus, dass die streitige Schadenabrechnung den Restwert der brauchbaren Geb�udeteile allein nach Massgabe des erstgenannten Kriteriums ausweist. Aufgrund der pauschalierten Berechnung unter Zugrundelegung von f�r den Beschwerdef�hrer g�nstigen Kubikmeterpreisen sowie der Gew�hrung zus�tzlicher, grossz�giger Abz�ge bei der Bewertung des Restwerts ist indessen davon auszugehen, dass damit rein faktisch auch ein rechtlich induzierter Mehraufwand in substantieller Weise abgegolten wurde. Von einer willk�rlichen Auslegung und Anwendung von Art. 27 Abs. 1 lit. b aGVG/GR kann damit vorliegend nicht die Rede sein.
4.6 Der Einwand des Beschwerdef�hrers, wonach die Auslegung der Vorinstanz dazu f�hre, dass Gesch�digte, welche einen blossen Teilschaden erlitten h�tten, gegen�ber solchen mit Totalschaden in rechtsungleicher Weise benachteiligt w�rden, geht an der Sache vorbei. Der Beschwerdef�hrer bestreitet - wie erw�hnt - nicht, dass wiederverwertbare Bausubstanz vorhanden ist; ebenso wenig nimmt er den Standpunkt ein, es liege ein Totalschaden vor. Wie dargestellt, entspricht es g�ngiger und unbestrittener Praxis, im Falle von Teilsch�den nach der Proportionalregel vorzugehen und vom versicherten Neuwert, welcher im Falle eines Totalschadens bei einem Wiederaufbau als Versicherungsleistung (nebst allf�lligen Nebenleistungen) auszurichten w�re, die bei der Wiederherstellung verwendbaren Geb�udeteile von der Leistungspflicht auszuklammern. W�rde auch in einem solchen Fall von der Geb�udeversicherung der volle Versicherungswert als versicherungsrelevanter Schaden anerkannt, w�rde dies im Ergebnis zu einer �berentsch�digung des bloss teilweise Gesch�digten f�hren. Es l�ge im Gegenteil bei Annahme identischer Schadenssummen sowohl im Falle von Teil- wie auch von Totalsch�den eine mit Art. 8 Abs. 1 BV schwer zu vereinbarende gleiche Behandlung ungleicher Situationen (Verstoss gegen das Differenzierungsgebot) vor. Insofern f�hrt die Anwendung der Proportionalregel gerade dazu, dass sowohl bei Total- als auch bei Teilsch�den die Schadenssummen korrekt veranschlagt werden. Ein Verstoss gegen das verfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgebot liegt somit nicht vor.
Entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 65 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat als in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegende, mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Organisation, wiewohl sie vorliegend durch einen mandatierten Rechtsanwalt vertreten war, keinen Anspruch auf Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren (Art. 68 Abs. 3 BGG; Urteil 2C_741/2009 vom 26. April 2010 E. 5.3 mit Hinweis). F�r die vom Beschwerdef�hrer beantragte Ab�nderung des vorinstanzlichen Entscheids im Kosten- und Entsch�digungspunkt (Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG) besteht bei diesem Verfahrensausgang kein Anlass.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Geb�udeversicherung des Kantons Graub�nden und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 5. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 86
 Art. 90
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 106
 Art. 95
 BGE 
 Art. 5
 BGE 
 Art. 5
 BGE 
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 11
 Art. 15
 Art. 27
 Art. 63
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 8
 Art. 65