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Veröffentlicht von:Gert Bertold Hauer
Präsentation zum Thema: "Personalratswahl 2016 Schulung für Wahlvorstände."— Präsentation transkript:
Personalratswahl 2016 Schulung für Wahlvorstände
Keine Angst vor Fehlern! Der Wahlvorstand handelt nach bestem Wissen. Alle Entscheidungen des Wahlvorstands, insbesondere die Wählerliste mit den Namen der Wahl- berechtigten und das Wahlausschreiben mit den Festlegungen zur Zusammen- setzung des Personalrats (Männer, Frauen, Beamte, Arbeitnehmer), werden protokolliert und ausgehängt. Wer meint, es gebe Fehler, kann dagegen Einspruch einlegen. Dann kann der Wahlvorstand über den Einspruch beraten. Das gilt auch für die Feststellung des Wahlergebnisses. Die Zahl der Einsprüche bei Personalratswahlen an Schulen geht gegen Null!
Am 10. und 11. Main 2016 werden gewählt: alle örtlichen Personalräte an den Schulen (ÖPR) Diese Wahlen organisieren die Örtlichen Wahlvorstände (ÖWV). der Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (GPRLL) beim Staatlichen Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel Diese Wahl organisiert der Gesamtwahlvorstand (GWV). Vorsitzender ist der Kollege Reinhard Besse. Die E-Mail-Adresse für alle Anfragen ist reinhard.besse@googlemail.com der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) beim Hessischen Kultusministerium (HKM) Diese Wahl organisiert der Hauptwahlvorstand (HWV). Die Unterlagen, die die örtlichen Wahlvorstände für die Durchführung der Wahl des GPRLL und des HPRLL benötigen (Wahlausschreiben, Stimmzettel, Rückmeldezettel für die Wahlergebnisse), erhalten sie vom Gesamtwahlvorstand.
15. Januar 2016  Platz für Aushänge des Wahlvorstands schaffen  im Sekretariat mitteilen, wer die Post an den örtlichen Wahlvorstand bekommt  Aushang über die Zusammensetzung des örtlichen Wahlvorstands (ÖWV) (1a, S.73) des Gesamtwahlvorstands (GWV) und des Hauptwahlvorstands (HWV)  Vorabstimmungen vorbereiten
Vorabstimmungen durchführen (bis zum 5.2.1016)  nur bei mehr als 15 Wahlberechtigten (nicht bei Einer-Personalrat) 1. Durchführung einer gemeinsamer Wahl In fast allen Schulen wünschen die Kolleginnen und Kollegen eine gemeinsame Wahl von Arbeitnehmern und Beamten. Denn nur dann ist es möglich, dass Beamte auch Arbeitnehmer wählen können und umgekehrt. Bei der getrennten Wahl würden die Arbeitnehmer zudem ihr Wahlrecht verlieren, wenn keine Arbeitnehmerliste aufgestellt wird. Dieser Regelfall der getrennten Wahl kann durch eine Vorabstimmung nach § 16 Abs. 2 aufgehoben werden, indem „die Mehrheit der Wahlberechtigten jeder Gruppe in getrennten geheimen Abstimmungen die gemeinsame Wahl beschließt.“ 2. Abweichende Verteilung auf die Gruppen Das HPVG sieht vor, dass einer Gruppe, der nicht mehr als fünf Beschäftigte angehören, bereits dann ein Sitz im Personalrat zusteht, „wenn sie mindestens ein Zwanzigstel der Beschäftigten der Dienststelle umfasst“. (§ 13 Abs. 4 HPVG). An vielen Schulen dürfte diese Klausel in der Regel auf die Gruppe der Arbeitnehmer zutreffen. Durch eine Vorabstimmung nach § 14 Abs.1 HPVG kann diese Regelung außer Kraft gesetzt werden und eine von § 13 Abs. 4 HPVG abweichende Verteilung vereinbart werden. 3. Durchführung einer personalisierten Verhältniswahl
Vorabstimmung über gemeinsame Wahl von Beamten und Arbeitnehmern (Angestellten) (bis zum 5.2.1016) Bildung eines Abstimmungsvorstands, sinnvollerweise übernimmt diese Aufgabe der Wahlvorstand Durchführung der Abstimmung zu einem Zeitpunkt, wo viele Wahlberechtigte anwesend sind (Personal- versammlung, Pausenversammlung, am Rand einer Gesamtkonferenz) Vorbereitung von Abstimmungszetteln getrennt für Beamte und Angestellte (1e, S.80) „Abhaken“ der Abgabe des Stimmzettels auf der Wählerliste In beiden Gruppen (Beamte und Arbeitnehmer) muss eine Mehrheit der Wahlberechtigten für gemeinsame Wahl sein. Protokollierung des Ergebnisses erstellen (1 c, S.77)
Bis zum 27. Januar 2016: Erstellung der Wählerliste
Die Zahl der Wahlberechtigten entscheidet über die Größe des Schulpersonalrats: fünf bis 15 Wahlberechtigte: 1 Mitglied 16 bis 60 Wahlberechtigte: 3 Mitglieder 61 bis 150 Wahlberechtigte: 5 Mitglieder über 150 Wahlberechtigte: 7 Mitglieder
Liste der wahlberechtigten Personen Wählerliste für die Personalratswahl am 10./11.5.2016 Die Einspruchsfrist endet eine Woche nach Aushang der Wählerliste. Wird die Wählerliste bereits vor dem 26.2.2016 ausgelegt, endet die Einspruchsfrist am 3.3. 2016. Die Wählerliste wird bis zum 9.5.2016 aktualisiert.
Wahlberechtigt sind insbesondere S.18-25 alle dauerhaft beschäftigten Lehrkräfte im Beamten- und Arbeitsverhältnis und die sozialpädagogischen Fachkräfte, die Mitglieder der Schulleitung, also auch die Schulleiterin oder der Schulleiter, an die Schule abgeordnete Lehrkräfte unabhängig von der Zahl der Abordnungsstunden, wenn die Abordnung mehr als drei Monate dauert, Lehrerinnen im Mutterschutz, Lehrkräfte in der Elternzeit sowie Lehrkräfte im Sabbatjahr, die ggf. auch schriftlich über ihr Wahl- recht und die Möglichkeit der Briefwahl zu informieren sind, beurlaubte Lehrkräfte in den ersten sechs Monaten der Beurlaubung, befristet beschäftigte Lehrkräfte, die sich zum Zeitpunkt der Wahl in einem Arbeitsverhältnis mit dem Land Hessen befinden; dazu sind die Wählerlisten bis zum Wahltag zu aktualisieren. Lehrkräfte, die mit ihrer vollen Stundenzahl an eine andere Schule abgeordnet sind, verlieren ihr Wahlrecht an der Stammschule.
Lehrkräfte der Beratungs- und Förderzentren (BFZ) Lehrkräfte der Beratungs- und Förderzentren (BFZ) wählen den ÖPR, den GPRLL und den HPRLL an ihrer Stammdienststelle. An den Regelschulen, an denen sie im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung eingesetzt sind, können sie bei einem kontinuierlichen Einsatz von mindestens drei Monaten ebenfalls den ÖPR wählen. Förderschullehrkräfte, die ihre Stammschule an einer Regelschule haben, wählen dort den ÖPR, den GPRLL und den HPRLL. Sind sie an ein BFZ abgeordnet oder von dort rückabgeordnet, können sie auch am BFZ den ÖPR wählen. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst nehmen an der Ausbildungsschule ihr Wahlrecht für den ÖPR, den GPRLL und den HPRLL wahr und wählen außerdem den Personalrat des Studienseminars. Bei der Erhebung der Wahlberechtigten zur Festlegung der Größe des ÖPR und des GPRLL werden sie nicht mitgezählt und müssen deshalb auf der Wählerliste getrennt aufgeführt werden.
Arbeitnehmerähnliche Personen Dies sind Personen, die nicht im Rahmen eines Arbeitsvertrags beschäftigt, sondern selbstständig tätig sind. Dies gilt z.B. für die Beschäftigten an Beruflichen Schulen mit einem „Lehrauftrag“ (Ärzte, Anwälte, Apotheker…). Nach § 5 HPVG haben auch „arbeitnehmer-ähnliche Personen“ nach § 12a des Tarifver- tragsgesetzes (TVG) das Wahlrecht. Nach § 12a TVG sind Personen arbeitnehmerähnlich, wenn sie wirtschaftlich abhängig und vergleichbar einem Arbeitnehmer (…) schutzbedürftig sind, wenn sie auf Grund von Dienst- oder Werkverträgen für andere Personen tätig sind, die geschuldete Leistung per- sönlich und im wesentlichen ohne Mitarbeit von Arbeit- nehmern erbringen und wenn ihnen von einer Person im Durchschnitt mehr als die Hälfte des Entgelts zusteht, das ihnen für ihre Erwerbtätigkeit insgesamt zusteht (…).
Integrationshelferinnen und Integrationshelfer Diese können wahlberechtigt sein, auch wenn sie in keinem Beschäftigungsverhältnis zum Land Hessen stehen. Voraussetzung ist jedoch, dass 1.sie in Erziehung oder Unterricht tätig sind, 2.es sich um eine Tätigkeit in abhängiger Beschäftigung handelt (keine selbstständige Tätigkeit), 3.die Person in den Arbeitsablauf der Dienststelle eingegliedert ist, 4.die Person dem arbeitsrechtlichen Weisungsrecht der Schulleitung unterliegt und 5.ein kontinuierlicher Einsatz von mehr als 2 Monaten in der Dienststelle vorliegt. Nur wenn alle fünf Kriterien erfüllt sind, besteht das Wahlrecht. Dies hat der ÖWV zu prüfen und zu entscheiden.
Bis 27. Januar Rückmeldung an den Gesamtwahlvorstand
Erstellung des Wahlausschreibens für Schulen mit mehr als 15 Wahlberechtigten: Bei Bedarf Vordruck 2, S.84 (Niederschrift) Vordruck 3b, S.90 (Wahlausschreiben) Niederschrift des Wahlvorstandes über die Ermittlung der Zahl der zu wählenden Personalratsmitglieder, ihre Verteilung auf die Gruppen und innerhalb der Gruppen auf die Geschlechter (§§ 5 und 14 WO) (3b, S.90 ) Steht einer Gruppe nur ein Sitz zu, entfällt die Geschlechterquotierung. Wird für eine Gruppe kein Wahlvorschlag eingereicht, fällt der Sitz bei der Wahl an die andere Gruppe. Reicht die Zahl der Wahlvorschläge nicht aus, um den Geschlechter- proporz zu erfüllen, fällt der Sitz bei der Wahl an das andere Geschlecht.
1.Verteilung auf die Gruppen nach dem Verhältnis der Wahlberechtigten (Beispiele Wahlhandbuch S.33) Dreier-Personalrat: 44 Wahlberechtigte, davon 40 Beamte und 4 Angestellte  2 Beamtensitze, 1 Angestelltensitz Es gilt § 13 Absatz 4 HPVG: Eine Gruppe, der in der Regel nicht mehr als fünf Beschäftigte angehören, erhält nur dann eine Vertretung, wenn sie mindestens ein Zwanzigstel der Beschäftigten der Dienststelle umfasst  Wird für die Angestellten kein Wahlvorschlag eingereicht, fällt der Sitz bei der Wahl an die Beamten. Fünfer-Personalrat: 72 Wahlberechtigte, davon 55 Beamte und 17 Angestellte Verteilung nach Hare-Niemeyer 55 x 5: 72 = 3,819 3 Sitze (3 vor dem Komma) + 1 Sitz (höhere Zahl nach dem Komma) 17 x 5 : 72 = 1,1801 Sitz (1 vor dem Komma)  4 Beamtensitze, 1 Angestelltensitz
2. Verteilung auf die Geschlechter nach dem Verhältnis der Wahlberechtigten (Beispiel Wahlhandbuch S.33) Dreier-Personalrat: 2 Beamtensitze, 31 Beamtinnen und 9 Beamte 31 x 2: 40 = 1,55 1 Sitz (Zahl vor dem Komma) + 1 Sitz (höhere Zahl nach dem Komma) 9 x 2: 40 = 0,45 kein Sitz  2 Frauen, kein Mann Wird für die Gruppe der Angestellten kein Wahlvorschlag eingereicht, fällt der Sitz bei der Wahl an die Beamtinnen und Beamten. Die Neuberechnung des Geschlechterproporzes ergibt dann folgende Verteilung: 31 x 3 : 40 = 2,325 2 Sitze (Zahl vor dem Komma) 9 x 3 : 40 = 0,6751 Sitz (höhere Zahl nach dem Komma)  2 Frauen, 1 Mann
Das Erstellen von Wahl- vorschlägen ist keine Aufgabe des Wahlvorstands. Trotzdem sollte der Wahlvorstand beratend tätig sein. 15.3. Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für den ÖPR 21.3. Ende der Nachfrist und Frist zur Mängelbeseitigung (4b, S.95) Einer-Personalrat: Jeder Wahlvorschlag oder alle Wahlvorschläge auf einem Zettel mit der Unterstützung durch 5% der Wahlberechtigten (mindestens 2 Unterschriften) Andere Personalräte bei gemeinsamer Wahl und Personenwahl: Alle Namen (getrennt nach Männern und Frauen, Beamten und Angestellten) auf einem Zettel mit der Unterstützung durch 5% der Wahlberechtigten (mindestens 2 Unterschriften); bei dieser Verfahrensweise liegt nur ein Wahlvorschlag vor und es findet automatisch Personenwahl statt.
Das Erstellen von Wahlvorschlägen ist keine Aufgabe des Wahlvorstands. Trotzdem sollte der Wahlvorstand beratend tätig sein. Spätestens zum Ende der Nachfrist müssen auch die Zustimmungs- erklärungen vorliegen (Vordruck S.69)
Stimmzettel vorbereiten für Einer-Personalräte Vordruck 5f, S.100 für Gemeinsame Wahl und Mehrheitswahl (Personenwahl) Vordruck 5e, S.99 Stimmzettel für HPRLL und GPRLL kommen vom GWV in der angeforderten Stückzahl Umschläge vorbereiten nur für Angestellte (GPRLL und HPRLL) Abstimmungslokal vorbereiten Wahlurne vorbereitem, Raum reservieren, Besetzung festlegen (ggf. durch Wahl- helfer), Termine und Ort mitteilen
Briefwahl organisieren für Wahlberechtigte in Mutterschutz, Elternzeit, Sabbatjahr, Beurlaubung (erste sechs Monate), bei Erkrankung, Klassenfahrt u.a., die nur tageweise in der jeweiligen Schule sind Vordrucke im Wahlhandbuch kopieren und die Original- stimmzettel verwenden (5 i und 5 j, S.104-105) Die Briefwahlunterlagen können auch schon vor der Wahlhandlung vor Ort in der Schule ausgehändigt und ausgefüllt und in die vorbereitete Wahlurne geworfen werden.
Stimmen auszählen und Wahlergebnisse für GPRLL und HPRLL an Gesamtwahlvorstand übermitteln: Beamte auszählen und protokollieren Angestelltenstimmen im Umschlag lassen Unterlagen zu regionalen Sammelstellen bringen 12.00 Uhr: Schließung der Wahllokale und Sitzung des Wahlvorstands mit Auszählung der Stimmen
Stimmen auszählen für den Schulpersonalrat Protokoll über das Wahlergebnis erstellen und aushängen Vordruck 6b, S.110 die gewählten Personen informieren und zur konstituierenden Sitzung einladen, die der/die Vorsitzende des ÖWV leitet 12.00 Uhr: Schließung der Wahllokale und Sitzung des Wahlvorstands mit Auszählung der Stimmen
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References: § 16
 § 14
 § 13
 § 5
 § 12
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