Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'1'07.htm
Timestamp: 2017-09-24 03:12:05+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 1 vom 30. Januar 2007, S. 37
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Musikwissenschaft
im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang (60 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Musikwissenschaft (60 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Musikwissenschaft (60 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Musikwissenschaft im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ziele des Studienprogramms sind: eine allgemeine Orientierung über das Fach und seine Teilbereiche (Historische Musikwissenschaft, Systematische Musikwissenschaft, Musikethnologie), der Erwerb von Grundkenntnissen und -fähigkeiten, sowohl was Inhalte als auch was Methoden des Faches betrifft, sowie die Befähigung zu angeleitetem wissenschaftlichen Arbeiten in Teilbereichen der Musikwissenschaft. Neben Fachwissen sollen den Studierenden Basiskompetenzen musikwissenschaftlicher Arbeit vermittelt werden, die in verschiedenen Arbeitsfeldern gefordert werden.
(2) Das Studienprogramm qualifiziert in Kombination mit entsprechenden Studienprogrammen beispielsweise für folgende Berufsfelder: Journalistik in Presse, Rundfunk oder Fernsehen (in Kombination beispielsweise mit Literaturwissenschaft oder Medien- und Kommunikationswissenschaft); Musikverlag (in Kombination beispielsweise mit Bibliothekswissenschaft); Dramaturgie (in Verbindung beispielsweise mit Literaturwissenschaft); Musikarchiv (in Verbindung beispielsweise mit Geschichtswissenschaft), Musikmanagement (in Verbindung beispielsweise mit Wirtschaftswissenschaft), Museum (in Verbindung beispielsweise mit Ethnologie).
(3) Fremdsprachenkenntnisse des Englischen und weiterer moderner Fremdsprachen sind zur Erreichung der Studienziele dringend zu empfehlen. Insbesondere Kenntnisse des Englischen sollten bereits bei Studienbeginn vorliegen. Im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen können bestehende Fremdsprachenkenntnisse vertieft bzw. neue Fremdsprachenkenntnisse erworben werden.
(3) Für die Studienfachberatung steht im Institut für Musik, Abteilung Musikwissenschaft, eine Studien- und Prüfungsbeauftragte bzw. ein Studien- und Prüfungsbeauftragter zur Verfügung; Beratung und Betreuung erfolgt aber auch durch alle hauptamtlich Lehrenden der Abteilung zu ihren Sprechzeiten.
(1) Zum Bachelor-Studium wird zugelassen, wer über die in § 27 HSG Abs. 6 LSA genannten Voraussetzungen verfügt.
(2) In das Studienprogramm Musikwissenschaft können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Magister-Studium der Musikwissenschaft zum Wintersemester 2005/2006 im Nebenfach begonnen haben (§ 3 Abs. 3 ABStPOBM).
(3) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 2% Prozent der Studienplätze (mindestens 1 Studienplatz) als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
Der Aufbau des Studienprogramms, Titel, Leistungspunkteumfang, Teilnahmevoraussetzungen und Abfolge der Module, Modulvorleistungen, Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Musikwissenschaft wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a. Vorlesung (VL): Vorlesungen sind Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden in der Regel anhand breiter Themenstellungen zu den Inhalten, zur Systematik und Methodik des Faches hingeführt werden;
b. Seminar (SE): Ein Seminar ist eine Lehrveranstaltung, in der die Studierenden in der Regel anhand einer begrenzten Thematik in wissenschaftliche und fachliche Problemstellungen und in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt werden;
c. Übung (UE): Eine Übung ist in der Regel eine Lehrveranstaltung, in der die in einer Vorlesung oder in einer der sonstigen Lehrveranstaltungen erworbenen Kenntnisse exemplarisch vertieft oder spezielle Fertigkeiten geübt werden;
d. Tutorium (TU): Tutorien sind Lehrveranstaltungen, die in erster Linie von Studierenden höherer Semester gehalten werden. In Tutorien werden elementare Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vertieft und gefestigt. In ihrer Thematik begleiten sie Vorlesungen und Seminare und erörtern Problemfelder im kleineren Kreis;
e. Kolloquium (KO): Kolloquien zielen auf die Reflexion und Diskussion grundsätzlicher Fragestellungen des Faches und dienen der Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand. Darüber hinaus begleitet ein Kolloquium die abschließende Phase des Studienganges, in der die schriftliche Arbeit erstellt wird. Dafür bieten es ein Arbeitsforum;
f. Praktikum (PR): Innerhalb des Praktikums, das im Block oder studienbegleitend geleistet werden kann, erwirbt die Studentin bzw. der Student Einblicke in unterschiedliche Tätigkeitsfelder und erprobt die Anwendung der erlernten Studieninhalte.
(1) Formen von Modulvorleistungen sind:
b. Referat: Dieses dauert in der Regel 30 Minuten;
c. Stundenprotokoll: Eine inhaltliche Zusammenfassung einer Lehrstunde von 3 bis 4 Seiten à ca. 400 Wörter;
d. Thesenpapier: Eine stundenvorbereitende schriftliche Arbeit von 3 bis 4 Seiten à ca. 400 Wörter;
e. Übungsaufgabe: In Nachbereitung einer Lehrstunde schriftlich zu bearbeitende Aufgabe zur Festigung bestimmter Kompetenzen;
f. Diskussionsleitung: Moderation mehrerer kontroverser Wortbeiträge zu einem Themengebiet.
a. Schriftliche Ausarbeitung zum Referat: eine im Anschluss an ein Referat schriftlich fixierte Arbeit von 10 bis 15 Seiten à ca. 400 Wörter;
b. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von 20 bis 25 Seiten à ca. 400 Wörter;
c. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 45 Minuten Dauer.
(3) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird nur in dem Modul „Fachspezifische Schlüsselqualifikationen“ die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen.
(4) Eine nicht bestandene Modulleistung oder Modulteilleistung ist innerhalb eines halben Jahres zu wiederholen.
(2) Die Teilnahmevoraussetzungen für die Module ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht und den Modulbeschreibungen des Studienprogramms. Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens drei Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt oder/und über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(3) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und Modulbeschreibungen.
Die Fakultät kann wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter und Lehrbeauftragte, sofern sie an der Lehre im jeweiligen Modul maßgeblichen beteiligt sind, unter Beachtung des § 12 Abs. 4 HSG LSA, zu Prüferinnen und Prüfern bestellen.
(1) Für das Studienprogramm Musikwissenschaft wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern der Philosophischen Fakultät II ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM).
Die Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung (§ 7) regelt, welche Module benotet werden (§ 21 Abs. 1 ABStPOBM) und in die Gesamtnote eingehen (§ 22 Abs. 1 ABStPOBM).
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft am 14. November 2005; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 13.12.2006.
Anlage (gemäß § 7)
Übersicht über das Studienprogramm Musikwissenschaft (Bachelor of Arts) - 60 Leistungspunkte

References: § 77
 § 27
 § 7
 § 14
 § 12
 § 7