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Timestamp: 2019-07-20 22:11:19+00:00

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Was ist der KGR?
Links, Material, Hintergründe
Du hast die Wahl! Vielleicht das erste Mal. Vielleicht weißt du auch noch gar nicht, ob du wählen sollst. Vielleicht fragst du dich auch, was, wann, wen, wie, wozu, …???? Sicher ist: Du hast die Möglichkeit, mitzumischen, wie deine Gemeinde in Zukunft aussehen soll. Sicher ist: Diese Chance kommt erst in 5 Jahren wieder! Sicher ist: nur wer mit wählt, bestimmt auch mit. Sicher ist auch: Wenn du Fragen hast, erfährst du mehr zur KGR-Wahl 2015 hier auf dieser Seite. Also: Du hast die Wahl! Nutze sie!
Sicherheitshinweis: Jetzt wird es sehr textlastig!
KGR steht für Kirchengemeinderat. Der Kirchengemeinderat ist die Vertretung der Kirchengemeinde (Kirchengemeindeordnung (KGO) § 16).
Seine Sitzungen sind öffentlich. Für einzelne Sitzungen bzw. Tagesordnungspunkte kann der KGR die Nichtöffentlichkeit beschließen (KGO § 46).
Er ist mit dafür verantwortlich, dass die Aufgaben der Kirchengemeinde (KGO § 1) erfüllt werden. Er trägt gemeinsam mit dem Pfarrer die Verantwortung dafür, dass die Gemeinde ihre Aufgaben als Trägerin der Seelsorge wahrnimmt. Er fasst die hierfür notwendigen Beschlüsse und kümmert sich um die Umsetzung der Beschlüsse. Hierbei sollen die Anregungen, Wünsche und Beschwerden aus der Gemeinde berücksichtigt werden (KGO § 17 (1))
Der KGR wirkt darauf hin, dass die Aufgaben der Kirche sowie ihr Wirken in der Gesellschaft in enger Zusammenarbeit von Pfarrer und Gemeindemitglieder gemeinsam getragen werden. (KGO § 17 (2)).
Der KGR bemüht sich, dass ein lebendiges soziales und geistliches Leben in der Gemeinde aufgebaut wird. Dafür unterstützt er die Arbeit der verschiedenen Gruppen und Gemeinschaften (z.B. die Jugendverbände und die MinistrantInnenarbeit) in der Kirchengemeinde sowie die Verantwortlichen für die verschiedenen pastoralen Bereich (Stadtteile oder Teilgemeinden). Ebenso hält er den Kontakt zu deren Leitungen. (KGO § 17 (3))
Er fördert außerdem den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde und den Bereichen den Kategorialseelsorge (z. B. Jugendarbeit, Krankenhausseelsorge…). (KGO § 17 (4))
Wenn es zu Neubesetzungen in der Pfarrei kommt, informiert er das Bischöfliche Ordinariat (BO) über die örtliche Situation und bespricht mit dem BO die besonderen Bedürfnisse der Gemeinde. (KGO § 17 (5))
Der KGR überwacht und plant den Haushalt der örtlichen Kirchengemeinde mit und wählt den Kirchenpfleger. (KGO § 17 (6))
Er vertritt die Kirchengemeinde sowie die Kirchenpflege gerichtlich und außergerichtlich. (KGO § 17 (7))
Außerdem ist er die ortskirchliche Steuervertretung im Sinne des §10 Abs. 1 Satz 1 Kirchensteuergesetz und in dem von der Steuerordnung geregelten Umfang. (KGO § 17 (8))
Wer gehört zum Kirchengemeinderat?
Der Pfarrer oder sein Stellvertreter
Die pastoralen Ansprechpersonen (vom Bischof für diese Kirchengemeinde bestimmten)
Die je nach Kirchengemeindegröße entsprechende Anzahl gewählten Mitglieder (KGO § 21 gibt an, bei welcher Größe, wie viele gewählt werden). Aus diesen wird dann vom KGR einE ZweiteR VorsitzendeR sowie einE StellvertreterIn gewählt.
(KGO § 19 (2))
Die für den Dienst in der Kirchengemeinde bestellten Priester, Diakone, Gemeinde- und PastoralreferentInnen und Gemeinde- und PastoralassistentInnen.
einE VertreterIn der ausländischen Kirchenmitglieder, wenn
der Anteil ausländischer Kirchenmitglieder mehr als 10% beträgt und
ein ausländisches Kirchengemeindemitglied nicht in den KGR gewählt wurde
einE jungeR ErwachseneR (18- 27 Jahre), wenn keineR in diesem Alter in den KGR gewählt wurde. Der KGR soll dann, falls niemand in dieser Altersspanne kandidiert hat, jemanden berufen. Hat jemand oder mehrere in dem Alter kandidiert, wurden aber nicht gewählt, dann wird der-/diejenige mit denmeisten Stimmen die beratende Stimme im KGR.
(KGO § 19)
Zu den Sitzungen des KGR sollen Vorsitzende von Ausschüssen, kirchliche MitarbeiterInnenoder VertreterInnen der Verbände und kircherlicher Gruppen bei Verhandlungen über Gegenstände aus ihrem Wirkungskreis hinzugezogen werden (KGO § 48) Dies wäre z. B. der Fall, wenn die Jugendräume umgebaut werden sollen, dann sollte jemand vom Jugendausschuss oder einE GruppenleiterIn hinzugezogen werden.
Wie lange wird man für den KGR gewält?
Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. (KGO § 22 (1))
Was passiert, wenn jemand früher im KGR aufhört?
Dann gibt es sogenannte Ersatzmitglieder. Ersatzmitglieder sind diejenigen, die sich bei der letzten KGR-Wahl zur Wahl gestellt haben, aber aufgrund der erhaltenen Stimmen nicht in den KGR kamen. Die-/derjenige mit den meisten Stimmen rückt dann in den KGR nach. (KGO § 22 (2))
Wählen dürfen alle Kirchengemeindemitglieder, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens 3 Monaten in dieser Kirchengemeinde ihren Wohnsitz haben. (KGO §23)
Wer kann sich in den KGR wählen lassen?
Alle volljährigen wahlberechtigten Kirchengemeindemitglieder
Alle volljährigen wahlberechtigten Kirchengemeindemitglieder aus anderen Kirchengemeinden, die nicht in einer anderen Kirchengemeinde kandidieren und ihrer Kandidatur schriftlich zugestimmt haben.
(KGO § 24 (1))
Fest vorgesehen nach der KGO sind zwei Ausschüsse: der Pastoralausschuss und der Verwaltungsausschuss (KGO § 31 u. § 32)
Der Pastoralausschuss (KGO § 31):
Er wird vom KGR gebildet und ist diesem gegenüber verantwortlich. Seine Amtszeit ist an die des KGRs gebunden.
Seine Aufgabe ist es den KGR zu unterstützen, insbesondere bei der Ausführung der Beschlüsse, bei der Koordinierung der pastoralen Aufgaben sowie der Förderung von Kommunikation und Austausch.
Ihm gehören pastorale Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche an, d. h.:
Pastorale Mitarbeiter je nach Auftrag
ZweiteR VorsitzendeR des KGR oder ein anderes Mitglied des KGR, das beauftragt wurde
Benannte Mitglieder aus anderen Sachauschüssen bzw. Verantwortliche verschiedener Seelsorgebereiche und eine Person, die den Bereich Jugendseelsorge/Jugendarbeit
Der Verwaltungsausschuss (KGO § 32):
Er wird vom KGR gebildet.
Seine Aufgabe ist die Verwaltung des Ortskirchenvermögens.
Aber der KGR bleibt zuständig für:
Verabschiedung des Haushaltsplans mit Stellenplan sowie Beschluss über Rechnungsregelung
Schuldaufnahmen (wenn sie nicht im Haushaltsplan stehen)
Einstellung, Ernennung und Entlassung von MitarbeiterInnen.
Nr. 3 bis 5 können zur Beschlussfassung dem Verwaltungsausschuss oder Sachausschüssen ganz oder teilweise übertragen werden.
Angelegenheiten zu Nr. 6 können ganz oder teilweise an den Verwaltungsausschuss übertragen werden.
Der Verwaltungsausschuss ist an den Haushaltsplan gebunden und haben die Beschlüsse durchzuführen.
Die vom Bischof bestellte pastorale Ansprechperson
Je nach Größe der Kirchengemeinde drei bis sechs vom KGR gewählte Kirchengeminderatsmitglieder
Kirchenpfleger mit beratender Stimme
Kann es weitere Ausschüsse geben?
Ja, z. B. einen Jugendausschuss. (KGO § 34)
Für bestimmte Angelegenheiten, Sachgebiete oder Teilorte können vom KGR weitere Sachausschüsse (z. B. ein Jugendausschuss) gebildet werden.
Über die Zusammensetzung, die Aufgaben, den Umfang der Entscheidungsbefugnisse und Arbeitsweise entscheidet der KGR. Hier können auch sachkundige Personen (z. B. im Falle eines Jugendausschusses GruppenleiterInnen, MinistrantInnen…) berufen werden, die nicht Mitglied des KGRs sind.
Vorsitzender sowie zweiter Vorsitzender des KGRs haben das Recht an den Sitzungen der Ausschüsse teilzunehmen und Stimmrecht wahrzunehmen.
Die Ausschüsse berichten in regelmäßigen Abständen dem KGR.

References: § 16
 § 46
 § 1
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 §10
 § 17
 § 21
 § 19
 § 19
 § 48
 § 22
 § 22
 §23
 § 24
 § 31
 § 32
 § 31
 § 32
 § 34