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Timestamp: 2019-03-20 12:19:40+00:00

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Rechtsprechung: C-320/93 - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 16.06.1994
EWG-Vertrag, Artikel 30 und 36
Freier Warenverkehr; Mengenmässige Beschränkungen; Maßnahmen gleicher Wirkung; Verbot der Werbung für im Einfuhrstaat nicht zugelassene Arzneimittel; Rechtfertigung; Gesundheitsschutz
Nationales Verbot der Werbung für im Einfuhrstaat nicht zugelassene Arzneimittel; Werbeverbot als Maßnahme gleicher Wirkung; Rechtfertigung des Werbeverbots durch Gesundheitsschutz
Werbeverbot: Arzneimittel
Freier Warenverkehr - Mengenmässige Beschränkungen - Maßnahmen gleicher Wirkung - Verbot der Werbung für im Einfuhrstaat nicht zugelassene Arzneimittel - Rechtfertigung - Gesundheitsschutz
Eingeführte Arzneimittel, die im Einfuhrstaat nicht zugelassen sind - Werbeverbot - Artikel 30 und 36 EWG-Vertrag.
LG Saarbrücken, 24.03.1993 - 7 O 130/92
BB 1994, 1060
Für den Fall, dass ein Verstoß gegen Artikel 28 EG gegeben ist, möchte das vorlegende Gericht weiter wissen, ob die streitige deutsche Regelung nach den vom Gerichtshof im Urteil vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93 (Ortscheit, Slg. 1994, I-5243) herausgearbeiteten Grundsätzen für einen wirksamen Schutz der Gesundheit und des Lebens von Menschen im Sinne von Artikel 30 EG notwendig ist oder ob die Gesundheit und das Leben von Menschen angesichts der zunehmenden Harmonisierung der Verfahren für die Zulassung von Arzneimitteln genauso wirksam durch Maßnahmen geschützt werden können, die den innergemeinschaftlichen Handel weniger beschränken.
Vgl. auch Urteile vom 7. März 1989, Schumacher (…215/87, EU:C:1989:111, Rn. 17), vom 16. April 1991, Eurim-Pharm (…C-347/89, EU:C:1991:148, Rn. 26), vom 10. November 1994, 0rtscheit (C-320/93, EU:C:1994:379, Rn. 16), und vom 11. Dezember 2003, Deutscher Apothekerverband (…C-322/01, EU:C:2003:664, Rn. 103).
L 178, S. 1.8: - In der Fassung des BGBl. 1998 I S. 2649.9: - BGBl. 1994 I S. 3068.10: - Urteil vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93 (Ortscheit, Slg. 1994, I-5243).
32: - Urteil in der Rechtssache C-292/92 (zitiert in Fußnote 23), Randnr. 23, in den verbundenen Rechtssachen C-401/92 und C-402/92 (zitiert in Fußnote 19), Randnr. 14, und in der Rechtssache C-412/93 (zitiert in Fußnote 24), Randnr. 23.33: - Urteil in der Rechtssache C-292/92 (zitiert in Fußnote 23), Randnr. 23, in den verbundenen Rechtssachen C-401/92 und C-402/92 (zitiert in Fußnote 19), Randnr. 14, und in der Rechtssache C-412/93 (zitiert in Fußnote 24), Randnr. 23.34: - Urteil in der Rechtssache C-320/93 (zitiert in Fußnote 10), Randnr. 10.35: - Urteil in den verbundenen Rechtssachen C-267/91 und C-268/91 (zitiert in Fußnote 15), Randnr. 13.36: - Urteil in der Rechtssache C-292/92 (zitiert in Fußnote 23), Randnr. 20.37: - Urteil in der Rechtssache C-412/93 (zitiert in Fußnote 24), Randnr. 20.38: - Ablehnend auch Generalanwalt Lenz in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-391/92 (Urteil zitiert in Fußnote 20), Nr. 20.39: - Vgl. Clarke, "E-commerce and pharmacy law", The Bar review, 2001, 357 (362); Thurnher/Hohensinner, "Fragen Sie Ihren Internetapotheker", ecolex 2001, 493 (496).
83: - Urteil in der Rechtssache C-320/93 (zitiert in Fußnote 10), Randnrn.
86: - Koenig/Müller (zitiert in Fußnote 84), 1368.87: - Ernst (zitiert in Fußnote 57), 897.88: - Siehe dazu aus dem Arzneimittelrecht das Urteil in der Rechtssache C-320/93 (zitiert in Fußnote 10), Randnr. 15.89: - Richtlinie 89/552/EWG des Rates (zitiert in Fußnote 13).
Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes, die es zur Sache der Mitgliedstaaten erkläre, in den durch den EG-Vertrag gesetzten Grenzen zu bestimmen, in welchem Umfang sie den Schutz der menschlichen Gesundheit und des menschlichen Lebens gewährleisten wollten (Urteil vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93, Ortscheit, Slg. 1994, I-5243, Randnr. 16), bleibe es der Bundesrepublik Deutschland unbenommen, eine Höchstgrenze festzusetzen, die gewährleiste, dass im freien Verkauf verfügbare Nahrungsergänzungsmittel nicht in einer Weise dosiert seien, die dem Verbraucher Schaden zufügen könne.
EuGH, 08.11.2007 - C-143/06
Ludwigs-Apotheke - Freier Warenverkehr - Art. 28 EG und 30 EG - Art. 11 und 13 …
Diese Prüfung hat der Gerichtshof in Bezug auf § 8 HWG bereits im Urteil vom 10. November 1994, 0rtscheit (C-320/93, Slg. 1994, I-5243) vorgenommen.
Jedoch nehmen die Gesundheit und das Leben von Menschen unter den in Artikel 36 EG-Vertrag geschützten Gütern und Interessen den ersten Rang ein (siehe Urteil vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93, Ortscheit, Slg. 1994, I-5243, Randnr. 16).
Eine nationale Regelung oder Praxis fällt daher nicht unter die Ausnahme des Artikels 36 EG-Vertrag, wenn die Gesundheit oder das Leben von Menschen genauso wirksam durch Maßnahmen geschützt werden könnten, die den innergemeinschaftlichen Handel weniger beschränken (siehe für pharmazeutische Erzeugnisse die Urteile vom 7. März 1989 in der Rechtssache 215/87, Schumacher, Slg. 1989, 617, Randnr. 18, vom 21. März 1991 in der Rechtssache C-369/88, Delattre, Slg. 1991, I-1487, Randnr. 53, vom 16. April 1991 in der Rechtssache C-347/89, Eurim-Pharm, Slg. 1991, I-1747, Randnr. 27, und Urteil Ortscheit, Randnr. 17).
(77) - Vgl. Urteile vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93 (Ortscheit, Slg. 1994, I-5243, Randnr. 16) und vom 20. Mai 1976 in der Rechtssache 104/75 (De Peijper, Slg. 1976, 613, Randnr. 15).
(79) - Vgl. Urteil Ortscheit (zitiert in Fußnote 77, Randnr. 17) und Urteil De Peijper (zitiert in Fußnote 77, Randnr. 17).
LG Frankfurt/Main, 09.11.2000 - 3 O 366/00
Internetapotheke geschlossen
Sinn des Werbeverbotes nach § 8 II HWG ist es, den Ausnahmecharakter der Einzeleinfuhr nicht zugelassener Arzneimittel zu wahren, um zu verhindern, daß das grundsätzliche Erfordernis einer nationalen Zulassung nach den deutschen Rechtsvorschriften systematisch umgangen wird (vgl. auch EuGH, Slg. 1994, I-5243, Rn 19-Ortscheit/Eurim Pharm).
Diese Verbote oder Beschränkungen dürfen jedoch weder ein Mittel zur willkürlichen Diskriminierung noch eine verschleierte Beschränkung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten darstellen." Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofes "[bleibt] Artikel 36 auch anwendbar, da die Harmonisierung der nationalen Regelungen auf dem Gebiet der Herstellung und der Vermarktung von Arzneispezialitäten noch nicht vollständig erreicht ist" (siehe u. a. Urteile vom 7. März 1989 in der Rechtssache 215/87, Schumacher, Slg. 1989, 617, Randnr. 15, vom 21. März 1991 in der Rechtssache C-369/88, Delattre, Slg. 1991, I-1487, Randnr. 48, vom 16. April 1991 in der Rechtssache C-347/89, Eurim-Pharm, Slg. 1991, I-1747, Randnr. 26, vom 8. April 1992 in der Rechtssache C-62/90, Kommission/Deutschland, Slg. 1992, I-2575, Randnr. 10, vom 1. Juni 1994 in der Rechtssache C-317/92, Kommission/Deutschland, Slg. 1994, I-2039, Randnr. 14, und vom 10. November 1994 in der Rechtssache C-320/93, Ortscheit, Slg. 1994, I-5243, Randnr. 14).
(28) - Siehe das in Fußnote 8 genannte Urteil Ortscheit, Randnr. 18.
BGH, 10.12.1998 - I ZR 69/98
Zulassung eines Arzneimittels; Wettbewerbswidrigkeit eines von der zuständigen …
Dabei kommt es auf die Annahme des Berufungsgerichts nicht an, die Voraussetzung einer Zulassung nach Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 65/65/EWG gelte nur für Arzneimittel, die noch in keinem Mitgliedstaat zugelassen seien (anders EuGH Slg. 1994, I-5243, 5264 Tz. 18 = Pharma Recht 1995, 102).
LG Frankfurt/Main, 09.11.2000 - 3 O 365/00
Generalanwalt beim EuGH, 22.05.2003 - C-358/01
Lucien Ortscheit GmbH gegen Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH.

References: Art. 28
 Art. 11
 § 8
 § 8
 Art. 3
 EuGH