Source: http://www.anr.de/index.php?option=com_content&view=article&id=29:nachrichten
Timestamp: 2019-04-20 10:51:19+00:00

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willkommen auf der Homepage des Arbeitskreises Notfallmedizin und Rettungswesen (ANR) an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Lange bevor der Begriff des "Blended Learning" zu einem Schlagwort wurde, hatte der ANR einen sorgfältig justierten Methodenverbund aus Präsenzseminaren und Online-Anteilen entwickelt. Aktuelle Lerninhalte, sorgfältige didaktische Aufbereitung und individuelle Betreuung der Teilnehmer sind die Qualitätsmerkmale der ANR-Kurse.
Leitlinie unseres Handelns ist stets Ihre Zufriedenheit. Sie lässt sich ablesen am nachhaltigen Lernerfolg sowie einer hohen Transferleistung der durch den ANR qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und wird letztlich an überaus positiven Evaluationen durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sichtbar.
Auch für Unternehmen und Organisationen ist der ANR ein zuverlässiger Partner in Sachen Aus- und Weiterbildung. So motivieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich, indem Sie Ihnen eine weitere Qualifikation durch eine ANR-Bildungsmaßnahme neben dem Beruf ermöglichen.
Gerne erstellen wir für Sie bei Interesse eine nach Ihren jeweils individuellen Belangen ausgerichtete Aus- und Fortbildung.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu aktuellen Themen und Neuerungen, über die wir Sie informieren dürfen. Aktuelle Kursangebote und –termine entnehmen Sie bitte der Rubrik „Termine“.
Ihr ANR-Team
Aktuelle Hinweise zu den ACLS-Providerkursen der AHA und weiteren Kursformaten in 2019
Die Kurstermine in diesem Jahr sind bereits festgelegt und Buchungen können jederzeit erfolgen! Auch in diesem Jahr werden seitens des ANR wieder AED-Trainer- und Programmleiterkurse angeboten. Unter der Rubrik "Kurse und Termine" finden Sie weitere Informationen.
Hinweis: für den ACLS-Kurs am 11. und 12.05.2019 stehen nur noch begrenzt Plätze zur Verfügung! Bis zum 15.04.2019 sind noch letzte Anmeldungen möglich!
Hier kommen Sie direkt zur Kursanmeldung.
Auf Anfrage hin veranstaltet der ANR gerne auch diese Kurse als Inhouse-Training. Bei Interesse richten Sie bitte Ihre Anfrage über das Kontaktformular auf dieser Homepage an die ANR-Geschäftsstelle. Unter der Rubrik "Schwerpunktthemen" wurden neue Informationen rund um die Notfallmedizin zum Download bereitgestellt. Nachstehend neuere Impressionen vom Kursformat...
2. Veranstaltung des ANR-Symposium „AED. Wo sind sie? Wo sollen sie sein?“ am 15.01.2018 wieder ein Erfolg!
Nachdem bereits am 09.10.2017 ein erstes ANR-Symposium zu dieser Thematik stattgefunden hatte, trugen die zahlreich anwesenden Fachreferenten am 15.01.2018 bei einem Folgetermin ihre zwischenzeitlichen Ergebnisse und Fortschritte vor. Der Teilnehmerkreis bestand aus Vertretern von Zweckverbänden für Feuerwehralarmierung und Rettungsdienst, Integrierten Leitstellen, Kommunen, Städten, Landkreisen, Feuerwehren (Hilfs-)Organisationen, gesonderten Projekten sowie der Endgeräteindustrie.
Zielintention war und ist es Überlegungen zur Implementierung von Ersthelfer-Systemen, die bereits in mehreren Projekten angestrebt werden, zusammen zu führen. Aufklärungsarbeit in puncto AED ist essentiell – nur wenn die Bevölkerung weiß, dass es AED's gibt und wie man Sie nutzen kann, helfen sie letztlich auch. Leider sind der öffentliche Zugang und die Pflege der AED's insgesamt problembehaftet. Ein wesentlicher Aspekt ist die Verteilung und Erreichbarkeit der AED's und genau hier wäre ein einheitliches System an App's erstrebenswert.
Der Teilnehmerkreis zeigte große Bereitschaft, das Thema weiterhin in regionalen Arbeitsgemeinschaften voranzubringen. Die Symposiums-Teilnehmer kamen überein, die Reihe fortzusetzen.
Prof. Leonhard Schweiberer 1930-2017
Am 16.8.2017 verstarb Prof. Leonhard Schweiberer, hochgeschätzt als Mensch und Mediziner.
Als ehemaliger Direktor der Chirurgischen Klinik war er visionärer Mitbegründer des ANR (Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen an der LMU e.V.) aus dem später das INM (Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement hervorging.
Bis zu diesem weitsichtigen Schritt zusammen mit Vertretern der ADAC-Luftrettung und Repräsentanten der akutmedizinisch maßgeblichen Disziplinen als auch der Politik hatte die präklinische Notfallmedizin keinen wissenschaftlichen Stellenwert. Innerklinische Erkenntnisse waren bis zu diesem Zeitpunkt schlicht auf die Präklinik übertragen worden. Dies zu verändern hatten sich die Gründer auf die Fahnen geschrieben. Sie waren damit die Wegbereiter einer heute nicht mehr wegzudenkenden Entwicklung.
Prof. Schweiberer hatte an der LMU Medizin studiert und promovierte hier. Nach über 20 Jahren im Saarland, wo er sich habilitierte und Chef der Unfallchirurgie wurde, kehrte er 1981 als Leiter der Chirurgischen Klinik an die Nußbaumstraße zurück . Sein Verdienst für die Entwicklung der deutschen Unfallchirurgie sowie seine Vorbildfunktion bei der medizinischen Aus- und Weiterbildung beeinflussen auch heute noch nachhaltig die Unfallchirurgie und eben die Notfallmedizin.
Im Jahre 1993 erfolgte die Gründung des ANR als interdisziplinäre Institution des Klinikums der Universität München, aus dem später das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement entstehen sollte. Forschung, Innovation, Weiterbildung und Qualitätsmanagement im Bereich der Notfallmedizin waren die zentralen Themen und erfuhren Prof. Schweiberers stete Unterstützung.
Alle Mitarbeiter im ANR und am INM, die das Privileg hatten, ihn kennenlernen zu dürfen wissen ob seiner fachlichen Errungenschaften und ob seines Engagements für die Unfallchirurgie und Notfallmedizin. Den größten Eindruck jedoch hinterließ der Mensch Leonhard Schweiberer.
Der Kunstliebhaber und -sammler, der auch selbst Entspannung beim Malen fand, der humanitäre Netzwerker, der sich um das Wohl von Menschen in Entwicklungsländern verdient machte, der leidenschaftliche Chef, der auch nach dem „Ruhestand“ - welchen Prof. Schweiberer ja, durch seine vielseitigen Engagements, im herkömmlichen Sinne nicht hatte - für seine Notfallmedizin glühte.
Der ausgesprochen großzügige Gastgeber, der die Mitarbeiter mit wunderbaren Weihnachtsfeiern verwöhnte. Der begeisterte Bergsportler und Skifahrer, der bis noch vor wenigen Jahren auf den Brettern stand.
Wir verlieren in Prof. Schweiberer einen großen Menschen und Mentor. Am Ende galt seine Begeisterung für die Notfallmedizin ja nicht der Sache an sich – sondern dem Ziel den anvertrauten Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Seine Bekanntheit und seinen ausgezeichneten Ruf verstand er stets in diesem Sinne einzusetzen.
Wir werden Herr Prof. Schweiberer ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Konterfei schmückt unsere Bibliothek und ist uns Erinnerung und Ansporn zugleich. In Gedanken sind wir bei seiner Familie.
Prof. Leonhard Schweiberer – ein Leben voll Leidenschaft – ein großes Vorbild für uns alle!
Dr. Christian Pawlak
Vorstandsvorsitzender ANR
Münchner Offensive zur mobilfunkaktivierten Laienreanimation
Mittels eines Stadtratantrages vom 26.06.2015 zur „Münchner Offensive zur mobilfunkaktivierten Laienreanimation“ wurde das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) aufgefordert, in Zusammenarbeit mit dem Rettungszweckverband München (RZV) ein Konzept zur Steigerung der Raten der Laienreanimation mittels Mobilfunkaktivierung in München zu erstellen. Das RGU hat gemeinsam mit dem RZV München diese Arbeitsgruppe eingerichtet, an der die Integrierte Leitstelle (ILS), die Münchner Rettungsdienstorganisationen, die Berufsfeuerwehr München und ein Vertreter der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst München (ÄLRD) sowie das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der LMU teilnehmen.
Der plötzliche Herz-Kreislauf-Stillstand gilt hierzulande als eine der häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr werden in Deutschland bei über 75.000 Menschen Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, doch nur 5.000 dieser Personen überleben das Vorkommnis in zufriedenstellendem Zustand (ohne das Leben beeinträchtigende bleibende Schäden). Die Notfallsituation erfordert ein rasches Eingreifen. Je mehr Zeit bis zum Einsetzen der Wiederbelebung verstreicht, umso niedriger ist die Überlebenswahrscheinlichkeit.
In diesem kurzen Zeitraum kann der Rettungsdienst jedoch fast nie vor Ort sein. Die Ersthelfer-Reanimation überbrückt diese zeitliche Lücke und trägt daher maßgeblich zu einem besseren Überleben bei. Neben den Basismaßnahmen zur Wiederbelebung (Freimachen der Atemwege und Unterstützung von Atmung und Kreislauf ohne Hilfsmittel) wirkt sich auch eine frühe Defibrillation mit einem externen automatisierten Defibrillator (AED) positiv auf das Überleben aus. Zudem sollten auch Kinder und Jugendliche frühzeitig in der Reanimation geschult werden.
Aus Zahlen für den Leitstellenbereich München (Stadtgebiet München und Landkreis München) für das Jahr 2015 lässt sich Folgendes feststellen:
•Im Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 wurden insgesamt 4.337 Notfallereignisse mit dem Meldebild „Reanimation“ bzw. „bewusstlos/leblos“ gemeldet.
•Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lag bei 50 % der Fälle bei fünf Minuten oder darunter.
•Weitere 40 % aller Fälle wurden spätestens in sieben Minuten und 40 Sekunden nach der Alarmierung erreicht, in 10 % aller Fälle lag sie darüber.
•Damit ist die Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen der Rettungskräfte in München als grundsätzlich günstig zu bezeichnen.
Das Angebot der qualifizierten ehrenamtlichen Ersthelfer/-innen vor Ort wird zusätzlich zum Rettungsdienst eingerichtet. Es besteht seitens der hilfebedürftigen Personen kein Rechtsanspruch auf eine ehrenamtliche Ersthelferin bzw. einen ehrenamtlichen Ersthelfer vor Ort. Damit die Ehrenamtlichen gegenüber den Risiken für diese Tätigkeit ausreichend abgesichert sind, benötigen sie einen Versicherungsschutz sowie zwingend einen Spezial-Straf-Rechtsschutz. Sofern diese Versicherungsleistungen nicht bereits anderweitig abgedeckt werden, müssen für die Ehrenamtlichen entsprechende Versicherungen abgeschlossen werden.
Da es sich bei den für den Einsatz übermittelten Daten um personenbezogene und medizinische Daten handelt, wird bei der Auswahl des externen Alarmierungssystems u. a. auch größter Wert auf einen datenschutzkonformen Umgang mit den Daten gelegt werden. Vor einer Inbetriebnahme des Systems ist deshalb ein datenschutzrechtliches Prüfsiegel für das Alarmierungssystem bzw. die Abnahme durch den Datenschutzbeauftragten der Landeshauptstadt München erforderlich.
Der ANR hat beim RGU einen Antrag auf Zuschuss gestellt, um ein Modell der Laienreanimation in München zu entwickeln und die Betreuung der Ehrenamtlichen inkl. des Abschlusses der Versicherungen gegen einen entsprechenden Zuschuss der Landeshauptstadt München zu übernehmen. Die Arbeitsgruppe begrüßte diesen Antrag und hat sich für die Modellumsetzung und die damit verbundene Betreuung der Ehrenamtlichen durch den ANR ausgesprochen.
In der ersten Entwicklungsstufe sollen die hauptberuflich Beschäftigten der Rettungsdienstorganisationen für den Einsatz als ehrenamtliche Ersthelferinnen und Ersthelfer vor Ort gewonnen werden. Eine Abfrage bei den Rettungsdienstorganisationen ergab, dass etwa 300 Personen sich als ehrenamtliche Ersthelferin bzw. Ersthelfer registrieren würden.
Die zweite Entwicklungsstufe sieht eine Erweiterung des Personenkreises um zunächst medizinisch ausgebildetes Personal sowie betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer vor. Im weiteren Verlauf sollen tatsächliche Laien mit entsprechender Schulung in das Projekt eingebunden werden.
Für die dritte Entwicklungsstufe wird geprüft, zwei Ehrenamtliche gleichzeitig zu alarmieren. Die dem Einsatzort nächste ehrenamtliche Ersthelferin/der nächste ehrenamtliche Ersthelfer wird direkt zum Einsatzort geschickt. Die zweite Ersthelferin/der zweite Ersthelfer soll den nächstgelegenen öffentlich zugänglichen Defibrillator zum Einsatzort bringen. Voraussetzung dafür ist, dass die Defibrillatoren in München kartiert und die GPS-Daten der Standorte erfasst sind. Derzeit gibt es verschiedene öffentlich verfügbare Apps, in denen jedoch nicht alle Defibrillatorenstandorte erfasst sind.
Für den Bereich der mobilfunkaktivierten Laienreanimation würde der ANR die Umsetzung des Münchner Modells mit der Betreuung und der Verwaltung der Ehrenamtlichen, der Öffentlichkeitsarbeit, der Auswertung der Einsatzdaten, der Einsatznachsorge, dem Training bzw. der Prüfung der Qualifikation der Ehrenamtlichen übernehmen. Der Start des Projektes ist ab dem 01.01.2018.
Schreiben des Deutschen Städtetages vom 17.05.2017
Tätliche Angriffe auf Polizeibeamte, Feuerwehr- und Rettungskräfte bei einfachen Diensthandlungen werden ab sofort als Straftatbestand in § 114 Strafgesetzbuch - StGB behandelt. Geahndet werden können Verstöße mit bis zu fünf Jahren Haftstrafe. Außerdem stellt das Gesetz auch das Gaffen an Unfallstellen oder Blockieren einer Rettungsgasse unter Strafe. Das Schreiben finden Sie unter der Rubrik "Schwerpunktthemen - Rechtliches" oder direkt hier.
Aktuelle Hinweise des Bayer. Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr zu heilkundlichen Maßnahmen durch Notfallsanitäter/-innen
Im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt im Rettungsdienstbereich Straubing zur Einrichtung eines Telenotarztes sind wiederholt Fragen zur Delegation heilkundlicher Maßnahmen an das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal gestellt worden. Um die Vielzahl der Fragen umfassend zu beantworten, hat das BayStMIBV am 22.02.2017 Hinweise zur Durchführung heilkundlicher Maßnahmen durch das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal mit besonderem Blick auf die Delegation heilkundlicher Maßnahmen an das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal verfasst. Darin ist insbesondere auch dargestellt, welche Auswirkungen das Notfallsanitätergesetz und der Telenotarzt haben.
Das Rundschreiben hierzu finden Sie hier.
Aktuelles zum Notfallsaniätergesetz (NotSanG)
In der 99. Sitzung vom 21. und 22. September 2016 in Potsdam hat der Ausschuss Rettungswesen u. a. beschlossen, dass der § 32 Abs. 2 Satz 1 NotSanG geändert werden soll:
Derzeit gültige Fassung des § 32 Abs. 2 NotSanG:
„Eine Person, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes eine mindestens fünfjährigeTätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist, erhält bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 Absatz 1 Nummer 2 und 3 die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ zu führen, wenn sie innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die staatliche Ergänzungsprüfung besteht. Satz 1 gilt entsprechend für eine Person, die bei Inkrafttreten des Gesetzes
1. eine mindestens dreijährige Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist und zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung an einer weiteren Ausbildung von 480 Stunden teilgenommen hat oder
2.eine geringere als eine dreijährige Tätigkeit oder, bei Personen nach Absatz 1, keine Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist und zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung an einer weiteren Ausbildung von 960 Stunden teilgenommen hat.“
Da das NotSanG zum 01.01.2014 in Kraft getreten ist, müssen alle RettAss, deren Urkunde zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.12.2010 ausgestellt wurde, eine weitere Ausbildung von 480 Stunden absolvieren, bevor sie die Ergänzungsprüfung ablegen dürfen. Die RettAss, deren Urkunde nach dem 01.01.2011 ausgestellt wurde, müssen zur Vorbereitung der Ergänzungsprüfung eine weitere Ausbildung von 960 Stunden durchlaufen.
Empfohlene Neufassung des § 32 Abs. 2 Satz 1 NotSanG:
„Eine Person, die eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist, erhält bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 Absatz 1 Nummer 2 und 3 die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung„Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ zu führen, wenn sie innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die staatliche Ergänzungsprüfung besteht.“
Damit würde bei Änderung des Gesetzes die „umstrittene Stichtagsregelung“ komplett entfallen.
Würde also ein/eine RettAss/In zur Ergänzungsprüfung im 4. Quartal des Jahres 2020 (Anm.: letzter möglicher Prüfungstermin ist der 31.12.2010; danach gibt es keine Möglichkeit mehr, auf diesem Weg NotSan zu werden) antreten und ist die RettAss-Urkunde vor dem 4. Quartal 2015 datiert, wäre keine weitere Ausbildung nötig. Ist die Urkunde nach dem 31.12.2015 datiert, müsste zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung nur eine weitere Ausbildung von 480 Stunden absolviert werden.
Zusammenfassend ist jedoch zu beachten, dass es am Bundesgesetzgeber liegt, die Empfehlung des Ausschusses Rettungswesen in eine Gesetzesänderung zu überführen.
Solange dies noch nicht geschehen ist, gilt der aktuelle Stand des NotSanG!
ACLS-Providerkurse der American Heart Association (AHA)
Seit 2015 finden regelmäßig original ACLS-Provider-Kurse der American Heart Association beim interdisziplinären ANR-Trainingszentrum statt. In angenehmer Atmosphäre können die Kursteilnehmer die vermittelten Kenntnisse realitäts- und praxisnah im Human-Simulation-Center (HSC) am Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) trainieren und zur Umsetzung bringen. Jeweils im Anschluss durchgeführte Debriefings sichern nachhaltig den Lernerfolg.
Durch ein ausgewogenes Teilnehmer-Trainer-Verhältnis in kleinen Gruppen wird ist ein hoher Lernerfolg gewährleistet. Die aktuellen AHA-Guidelines 2015 werden umgesetzt und der Quervergleich zu den Guidelines des ERC gezogen. Alle Teilnehmer/-innen können nach erfolgreichem Absolvieren der schriftlichen und praktischen Qualifikationsnachweise ihre orginal AHA-Zertifikate zum "ACLS-Provider" bei Kursende in Empfang nehmen.
Nachstehend ein paar "Schnappschüsse" von den bisherigen Kursen:
Kursformat „ACLS-Provider“ hat sich zunehmend bewährt!
Im Juli 2015 fand beim interdisziplinären Trainingszentrum des ANR erstmals ein ACLS-Provider-Kurs statt.
Da der ANR stets Wert auf ein ausgewogenes Trainer-Teilnehmer-Verhältnis legt, was letztlich der Sicherstellung des Lernerfolges dient, mussten etliche Anmeldungen auf einen späteren Termin umgebucht werden. Neben dem nach den vorgegebenen strengen Regularien der American Heart Association (AHA) durchgeführten Unterrichtssequenzen hatten die Teilnehmer im Rahmen der praktischen Schulungen die einmalige Gelegenheit, diese in den Räumlichkeiten des Human Simulation Center (HSC) am Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der Universität München absolvieren zu können.
Die Teilnehmer/-innen konnten im Rahmen eines umfangreichen Praxistrainings an einem original Rettungshubschrauber BK 117, einem original Rettungswagen sowie in einem realistischen, vollausgestatteten Schockraum alle ACLS-Szenarien sequentiell realitätsnah durchlaufen!
„Super Kurs, super Dozenten! Hat viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt!“
„Danke für den tollen Kurs. Ich komme in 2 Jahren zur Re-Zertifizierung bestimmt wieder!“
„Die Teilnahme hat sich für mich sehr gelohnt. Vielen Dank!“ "Super Übungsarena mit realitätsnaher Gestaltung der Trainingsfälle! Gerne wieder!""Habe das Ganze so real wahrgenommen, dass ich sehr überzeugt von diesem Kurs bin!"
Nach ihrem erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer das offizielle und international gültige wie anerkannte Original-Zertifikat der AHA als "ACLS-Provider" sowie eine Teilnahmebestätigung des ANR der Universität München.
Unter der Rubrik „ACLS-Providerkurs“ finden Interessierte alle Kurstermine des ANR!
Keine Angst vor dem Defibrillator!
Unter fachlicher Beratung durch den Vorstandsvorsitzenden des ANR, Dr. med. Christian Pawlak,
wurde ein kurzer Film erstellt,der Berührungsängste vor einem Defibrillator abbauen soll.
Sie können dieses Video hier ansehen.
Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auch im Internet unter www.herz-in-not.de.
Rubrik "Schwerpunktthemen" aktualisiert
Der Bereich Schwerpunktthemen auf unserer Homepage wird ständig aktualisiert. Darunter finden Sie unter anderem aktuelle Informationen rund-um-die Notfallmedizin, aus der Rechtsprechung sowie weiteren relevanten Fachgebieten. Außerdem online sind die Vorgaben des bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr zur Frühdefibrillation, zur Handlungskompetenz von Notfallsanitätern sowie - aktuell - zur Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten von Notarzteinsatzfahrzeug und Rettungswagen im Konvoi.
Sollten Sie Vorschläge zur Veröffentlichung haben, freuen wir uns über eine Nachricht.
ANR ist Herausgeber der CNE Pflichtfortbildung im Portal CNE.online des Georg Thieme Verlags
Seit 2010 ist der ANR Mitherausgeber der CNE Pflichtfortbildung „Notfall im Krankenhaus“ im Portal CNE.online des Georg Thieme Verlags. Die Fortbildungsbeiträge wurden jetzt anhand der neuen Leitlinien für die kardiopulmonale Reanimation aktualisiert.
CNE.online ist Teil des Fortbildungsprogramms Certified Nursing Education. Die Zielgruppe sind Pflegende in Krankenhäusern. Den Teilnehmern werden Fortbildungsartikel zu verschiedenen Themen online angeboten. Nachdem die Pflegenden die Texte durchgearbeitet haben, können sie online einen Fragebogen ausfüllen. Nach erfolgreicher Teilnahme können sich die Pflegenden einen schriftlichen Qualifikationsnachweis ausdrucken. Nähere Informationen und Zugangsmöglichkeiten erhalten Sie unter: http://www.thieme.de/cne
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. April 2019 um 08:29 Uhr

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 § 32
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 § 2
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