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Timestamp: 2020-02-26 09:10:15+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1998, 3197 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.07.1998
BGH, 17.07.1998 - V ZR 191/97
https://dejure.org/1998,545
BGH, 17.07.1998 - V ZR 191/97 (https://dejure.org/1998,545)
BGH, Entscheidung vom 17.07.1998 - V ZR 191/97 (https://dejure.org/1998,545)
BGH, Entscheidung vom 17. Juli 1998 - V ZR 191/97 (https://dejure.org/1998,545)
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Mitverkaufte Baugenehmigungsunterlagen
§ 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Grenzen der Beurkundungspflicht
Keine Beurkundungspflicht für Inhalt zu übergebender Unterlagen
Übertragung von Rechten - Gründstückskaufvertrag - Vorhandene Baugenehmigungsplanung - Keine Beurkundungspflicht
Formwirksamer Grundstückskaufvertrag mit Übertragung von Rechten aus Baugenehmigungsplanung auch ohne Beurkundung der entsprechenden Unterlagen
Umfang der Beurkundungspflicht bei Veräußerung eines Grundstücks mit bereits vorhandener Baugenehmigungsplanung
Verkauf eines Grundstücks mit Genehmigungsplanung: Was muß beurkundet werden? (IBR 1998, 453)
ZIP 1998, 1593
MDR 1998, 1215
DNotZ 1999, 50
WM 1998, 1886
BB 1998, 1866
BB 1999, 19 (Ls.)
DB 1999, 91
ZfBR 1998, 310
Eine Ausnahme von der Beurkundungspflicht nach §§ 13, 13a BeurkG gilt zwar für eine Bezugnahme als bloßen Identifizierungsbehelf (sogenannte unechte Verweisung), sofern sie lediglich einen Hinweis auf Erklärungen, Rechtsverhältnisse oder tatsächliche Umstände darstellt, die nicht zum beurkundungsbedürftigen Inhalt des Rechtsgeschäfts gehören (BGH, Urteil vom 27. April 1979 - V ZR 175/77 - NJW 1979, 1498; Urteil vom 17. Juli 1998 - V ZR 191/97 - NJW 1998, 3197; Senatsurteil vom 23. Juni 1988 - III ZR 84/87 - NJW 1989, 164, 165).
Hieran kann es fehlen, wenn die Bezugnahme nur den Charakter eines "Identifizierungsbehelfs" hat (…vgl. Senat, Urt. v. 23. Februar 1979, V ZR 99/77, NJW 1979, 1495; Urt. v. 17. Juli 1998, V ZR 191/97, NJW 1998, 3197;… Urt. v. 14. März 2003, V ZR 278/01, NJW-RR 2003, 1136, 1137) oder wenn sie einen Punkt betrifft, den die Parteien zwar als regelungsbedürftig angesehen, zu dem sie aber noch keine endgültigen Festlegungen getroffen haben (…vgl. Senat, Urt. v. 23. November 2001, V ZR 282/00, WM 2002, 202, 203).
Hier hat der Senat die Beurkundungsbedürftigkeit verneint (Urt. v. 17. Juli 1998, V ZR 191/97, WM 1998, 1886).
Nach der vom Berufungsgericht zutreffend angeführten ständigen Rechtsprechung des Senats unterliegen Baubeschreibungen und Baupläne, auf die in dem Kaufvertrag Bezug genommen wird, der Beurkundungspflicht nach § 313 BGB, §§ 9, 13 BeurkG, wenn sie über die gesetzlich vorgeschriebene Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen hinaus noch weitergehende Verpflichtungen begründen sollen (BGHZ 69, 266, 268 ff; 74, 346, 349 ff;… Urt. v. 22. Juni 1979, V ZR 21/78, NJW 1979, 1984;… Urt. v. 27. April 1979, V ZR 175/77, NJW 1979, 1498;… Urt. v. 12. Juli 1996, V ZR 202/95, WM 1996, 1735 ff; Urt. v. 17. Juli 1998, V ZR 191/97, NJW 1998, 3197;… vgl. auch Hagen/Brambring, Der Grundstückskauf, 7. Aufl. Rdn. 57 g;… Kuhn/von Schuckmann, Beurkundungsgesetz, 2. Aufl. § 9 Rdn. 15; Brambring, Das Gesetz zur Änderung und Ergänzung beurkundungsrechtlicher Vorschriften in der notariellen Praxis, DNotZ 1980, 281 ff, 284).
OLG Frankfurt, 29.07.2004 - 26 U 78/03
Ausübungserklärung des Grundstücksvorkaufsberechtigten: Empfangsvollmacht des …
Ungeachtet des Umstandes, dass § 13 a BeurkG vorliegend schon deshalb nicht anwendbar ist, weil nicht auf eine andere notarielle Niederschrift Bezug genommen wurde, bedarf die Übernahme einer Verbindlichkeit des Verkäufers durch den Käufer in einem Grundstückskaufvertrag nicht der Beurkundung auch des Inhalts der übernommenen Verpflichtung (vgl. BGHZ 125, 238; BGH, NJW 1998, 3197).
a) Zum Formerfordernis des § 313 BGB hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß der Inhalt einer vom Käufer im Grundstückskaufvertrag gemäß § 415 BGB übernommenen Verbindlichkeit des Verkäufers aus einem anderen Schuldverhältnis nicht mitbeurkundet zu werden braucht, weil die Vereinbarung der Kaufvertragsparteien sich insoweit auf die Übernahme schon rechtsgeschäftlich begründeter Verpflichtungen beschränkt und diese nicht erst festlegt (BGHZ 125, 235, 238; vgl. auch BGH, Urteil vom 17. Juli 1998 - V ZR 191/97 - BB 1998, 1866 f).
Arglistig handelt bereits, wer ohne hinreichende Erkenntnisgrundlage und somit "ins Blaue hinein" unrichtige Zusicherungen abgibt (vgl. BGH NJW 75, 642; 98, 3197; 06, 2839).
In diesem Sinne ist auch ein (teilweiser) Rechtskauf, wie er der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17.07.1998 (NJW 1998, 3197) zugrunde lag, nicht dargetan.
Abgesehen von den Fällen der falsa demonstratio ist bei Grundstücksgeschäften mit Rücksicht auf die Beurkundungspflicht des § 313 BGB nach der Rechtsprechung bei der Bestimmung des Leistungsgegenstandes eher ein strenger Maßstab anzulegen (vgl. etwa BGH NJW 1979, 1496, 1497; NJW 1998, 3197;… MüKo-Kanzleiter, § 313, Rdnr. 62), dessen Anforderungen hier jedoch nicht zu vertiefen sind, weil solche außerhalb der Urkunde liegenden Umstände, die die Bestimmung des Grundstückes ermöglichen, nicht vorliegen.

References: § 313
 § 311
 § 313
 § 9
 § 13
 § 313
 § 415
 BGH 
 § 313
 BGH 
 § 313