Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15428160/1/
Timestamp: 2020-02-17 06:48:40+00:00

Document:
URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-122165
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-122165
Olivaer Platz	 BerlinCharlottenburgWilmersdorf
Nichtoffener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb Olivaer Platz, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf Auslobung
Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Patrick Weiss, II D 2 Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung Planergemeinschaft Hannes Dubach, Urs Kohlbrenner Lietzenburger Straße 44/46 10789 Berlin Simon Colwill Christiane Werner Ulrike Lange Paul-Martin Richter
Titelbild Luftbild, 3/2010, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Druck Ahrensfeld & Wolf, Berlin
Anlass und Ziel Teil 1 Verfahren 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 Auslober, Bauherr und Verfahrenskoordination Art des Verfahrens Richtlinien für Wettbewerbe Wettbewerbsteilnehmer Preisgericht und Vorprüfung Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Abgabe der Wettbewerbsarbeiten Rückfragen Bürgerveranstaltung Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen Geforderte Leistungen Beurteilungsverfahren und Vorprüfung Preise und Anerkennungen Weitere Bearbeitung Eigentum und Urheberrecht Verfassererklärung Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten Haftung und Rückgabe Zusammenfassung der Termine 7
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 Das Wettbewerbsgebiet Städtebauliche Rahmenbedingungen Naturräumliche und bauliche Gegebenheiten Verkehr, Ver- und Entsorgung Übergeordnete Planung, rechtliche Rahmenbedingungen Sonstige Planungen und Maßnahmen im Umfeld Aktivitäten zum Ort
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 3.2 3.3 3.3.1 3.3.2 3.3.3 3.4 3.4.1 3.4.2 3.5 3.6 3.9 Übergeordnete Zielsetzung Grenzen des Wettbewerbsgebiets Gestalterische Anforderungen Charakter Ausstattung / Möblierung Materialität Funktionale Anforderungen Erschließung Flächennutzung Alternative mit Parkplatz ("Beiplan") Gender Mainstreaming Realisierung, Kostenrahmen, Wirtschaftlichkeit
3.7 Sicherheit im öffentlichen Raum
Teil 4 Anhang 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 Verfassererklärung Quellen Abbildungsverzeichnis Fotodokumentation Digitale Anlagen (CD-ROM)
Olivaer Platz / Anlass und Ziel
Der Olivaer Platz soll in den nächsten Jahren aus Mitteln des Städtebau­ förderprogramms "Aktive Zentren" um- bzw. neugestaltet werden, da er bezüglich seiner Nutzungsstruktur und Gestaltung den Ansprüchen, die sein Umfeld an ihn stellt, heute nicht mehr gerecht wird. Das Ergebnis des landschaftplanerischen Realisierungswettbewerbes soll Grundlage für die Neugestaltung sein. Die ca. 11.500 m² umfassende Platzfläche setzt sich aus einer gärtne­ risch genutzten Grünfläche im Westteil und der ca. 30 % umfassenden Parkplatzfläche im Ostteil zusammen. Die Anfang der 60er Jahre ange­ legte Struktur wurde im Lauf der Zeit nachteilig verändert. Die Grünanla­ ge wirkt durch die vielen verschatteten Flächen und schwer einsehbaren Räume heute sehr introvertiert. Das Angebot ist für alle Generationen wenig einladend. Mit der Neugestaltung soll der Olivaer Platz in direkter Nähe zum Kurfürstendamm, dem Boulevard der City West, wieder ein zentraler und attraktiver öffentlicher Ort und Anziehungspunkt für Touris­ ten werden. Auch seine wichtige Funktion als Quartiersplatz für die An­ wohnerinnen und Anwohner soll er wieder erfüllen können. Der Bezirk hat die Aufstellung des Bebauungsplans 4-42 beschlossen, der für den gesamten Platz eine Nutzung als Grünfläche vorsieht. Auf der Grundlage von Fachgutachten sind in einer fachlichen Diskussion unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger die Vorgaben für den land­ schaftsplanerischen Realisierungswettbewerb entwickelt worden. Am 19.05.2011 hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlotten­ burg-Wilmersdorf beschlossen, dass die Entwürfe des Wettbewerbs im Bereich des heutigen Parkplatzes zwei Varianten vorsehen sollen: eine Variante mit Parkplatz - mit einer gegenüber heute reduzierten Anzahl von 60 Stellplätzen - und eine Variante mit einer Nutzung der Gesamtflä­ che als Frei- und Spielfläche. Die Qualifizierung des Platzes ist eingebunden in eine Vielzahl von Ein­ zelmaßnahmen der City West wie z.B. weitere Aufwertungsmaßnahmen am Kurfürstendamm und von besonders wichtigen Plätzen als Eingangs­ bereiche der City West. Die bauliche Umsetzung soll in der zweiten Jah­ reshälfte 2012 beginnen und in einer Gesamtbauzeit von ca. zwei Jahren im Jahr 2014 abgeschlossen werden.
Olivaer Platz / Teil 1 Verfahren
Teil 1 Verfahren
1.1 Auslober, Bauherr und Verfahrenskoordination
Auslober Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. II, in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt CharlottenburgWilmersdorf von Berlin. Bauherr Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Abteilung Bauwesen Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt Fehrbelliner Platz 4 10707 Berlin Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstr. 6 D-10179 Berlin Patrick Weiss, II D 2 Tel.: +49 (0)30/ 9025-2016 Fax: +49 (0)30/ 9025-2533 E-mail: patrick.weiss@senstadt.berlin.de Beauftragt mit Ausschreibung und Durchführung des Verfahrens Planergemeinschaft Hannes Dubach, Urs Kohlbrenner Lietzenburger Straße 44 D - 10789 Berlin Tel.: + 49 (0)30/885914-0 Fax.: +49 (0)30/885914-99 E-Mail: mail@planergemeinschaft.de
Die Ausschreibung erfolgt als nichtoffener landschaftsplanerischer Reali­ sierungswettbewerb gemäß den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008). Eingebunden in das Verfahren ist eine öffentliche Bürger­ veranstaltung in Form einer anonymen Präsentation der eingereichten Wettbewerbsarbeiten und Diskussion mit dem Preisgericht am Abend vor der nicht öffentlichen Preisgerichtssitzung (siehe auch Pkt 1.12). Diese öffentliche Veranstaltung ist Teil der Preisgerichtssitzung und für die Preisrichter besteht Anwesenheitspflicht. Die teilnehmenden Land­ schaftsarchitekten sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Das ge­ samte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teil­ nehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06/2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer Berlin wirkt entsprechend der Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) vor, während und nach dem Wettbe­ werb beratend mit. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Ber­ lin unter der Registrier - Nr. B-2011-17 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Se­ natsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Ver­ fahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetra­ gen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Ab­ schluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht wer­ den (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novel­ lierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwen­ dig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU verge­ ben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel. +49(030) 9013 8316, Fax. +49(030) 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 10.07.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 22 Planungsbüros ausge­ wählt. Die ausgewählten und ggf. nachgerückten Wettbewerbsteilnehmer
werden in einem gesonderten Schreiben vom Auslober über den Teil­ nehmerkreis informiert.
Fachpreisrichter/- innen - Susanne Burger, Landschaftsarchitektin, München - Gabriele Pütz, Landschaftsarchitektin, Berlin - Dr. Johannes Schwarzkopf, Landschaftsarchitekt, Potsdam - Karl Thomanek, Landschaftsarchitekt, Berlin Stellvertretende Fachpreisrichter/-innen - Katja Benfer, Landschaftsarchitektin, Berlin - Steffan Robel, Landschaftsarchitekt, Berlin Sachpreisrichter/-innen - N.N., Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Bezirksstadt­ rat für Bauwesen - N.N., Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Staatssekretärin für Bauen und Wohnen - Jochen Brückmann, Industrie- und Handelskammer Berlin Stellvertretende Sachpreisrichter/-innen - N.N., Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Bezirksstadt­ rat für Wirtschaft - Manfred Kühne, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Leiter Abtei­ lung Städtebau und Projekte - Beate Profé, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referatsleiterin Freiraumplanung und Stadtgrün - Dirk Spender, Regionalmanagement City West Sachverständige - Stephan Bätz, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Freiraumpla­ nung und Stadtgrün - Horst Wohlfarth von Alm, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Planung und Gestaltung von Straßen und Plätzen - Martin Gropp, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Soziale Stadt - Werner Arndt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Städtebauliche Projekte und Investitionsvorhaben - Peter Ostendorff, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Auswahlverfahren, Wettbewerbe - Claudia Reich-Schilcher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Werkstatt Baukultur - Ingeborg Stude (Meike Clasen) , Senatsverwaltung für Stadtentwick­ lung, Barrierefreies Bauen - Cagla Ilk, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Frauenbeirat - Christine Rabe, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Gleichstellungsbeauftragte - Just Reinhold, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt, Fachbereich Grünflächen und Landschaftsplanung
N.N., Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Ordnungsange­ legenheiten Rainer Latour, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Stadt­ planung Bodo Fuhrmann, GRI, Vorgutachter Verkehr Ingrid Hermannsdörfer, Der Polizeipräsident in Berlin, Städtebauliche Kriminalprävention
Gäste - Architektenkammer Berlin - Vertreter der Fraktionen der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf - Bürgerinitiative Olivaer Platz - AG City Vorprüfung - Koordination: Simon Colwill
Die Wettbewerbsunterlagen werden den ausgewählten Teilnehmern am 2. September 2011 per e-mail und parallel per Post zugesandt.
Die Arbeiten müssen bis zum 7. November 2011, 16.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren - II D ­ Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingereicht werden. Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Planverpackung abzuliefern. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufga­ bestempel das Datum des 7.11.2011 oder eines davor liegenden Tages trägt. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leis­ tungen bis zum 3. Tag nach Abgabedatum vorliegen. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst, ist eine Kopie des Aufga­ bebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos­ senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfas­ ser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk "Landschaftsplanerischer Wettbewerb Olivaer Platz" einzureichen. Bei Zustellung durch Kurier­ dienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufga­ bestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder
dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises zeitgerechter Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mit beurteilt. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau­ tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung (siehe Anhang) mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Um­ schlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbe­ werbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Rückfragen Am Freitag, den 16. September 2011 findet ein Vor-Ort-Termin am Oli­ vaer Platz statt. Im Rahmen dieses Rückfragenkolloquiums können Rückfragen zur Auslobung gestellt werden, die schriftlich festgehalten werden sollen. Im Anschluss wird den Teilnehmern bis zum 23. Septem­ ber 2011 Zeit für weitere Rückfragen gegeben. Bei den Rückfragen sind die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen anzugeben. Die Rückfragen werden ggfs. mit dem Preisgericht bzw. den Sachverständigen erörtert. Die Beantwortung erfolgt gebündelt und schriftlich an alle Teilnehmer über e-Mail bis zum 30. September 2011. Das Rückfrage-Protokoll ist Bestandteil der Auslobung.
Am 1.12.2011 werden die eingereichten Arbeiten im Rahmen einer Bür­ gerveranstaltung im Beisein des Preisgerichts anonym vorgestellt und diskutiert. Bei dieser Veranstaltung ist die Anwesenheit der teilnehmen­ den Büros nicht zulässig (s. 1.2).
Unterlagen des Wettbewerbs sind: - Die vorliegende Auslobung - Die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten (Rückfragen­ protokoll) - CD-ROM mit digitalen Daten u.a. die folgenden aufgeführten Planun­ terlagen und Dokumente (siehe auch: Teil 4 Digitale Anlagen/ CDRom): 1. ALK und Vermessung als .dxf-Datei 2. Ausschnitt der Karte von Berlin (K5) 3. 3D-Stadtmodell und Nutzungsvereinbarung 4. Luftbilder (Sommer 2010 und Frühjahr 2011) als tif-Dateien
5.	 Vorliegende Leitungspläne und -informationen für das Wettbe­ werbsgebiet als pdf-Datei(en) (kein Anspruch auf Vollständigkeit) 6.	 Vitalitätsbewertung Baumbestand als pdf-Datei 7.	 Verkehrsgutachten HJP (April 2011) als pdf-Datei 8.	 Verkehrsgutachten GRI (Zwischenbericht Mai 2011) als pdf-Datei 9. Machbarkeitsstudie Hortec (Mai 2009) als pdf-Datei 10.Gleichstellungspolitischen Leitlinien Charlottenburg-Wilmersdorf 11.B-Planzeichnung (Entwurf Januar 2009) als pdf-Datei 12.Beschluss der BVV v. 19.5.2011 als pdf-Datei Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digi­ talisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nut­ zen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfal­ len und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Die folgenden geforderten Leistungen sind in Papierform zu erbringen. A Entwurf 1.	 Lageplan städtebauliche Einbindung mit Darstellung der Hauptwege­ verbindungen, der Einbindung in die umgebenden Quartiere und Frei­ räume. Genordete Darstellung (z.B. M 1:1.000). 2.	 Entwurfsplan - ohne Parkplatz - (Bereich engeres und weiteres Wett­ bewerbsgebiet) mit Darstellung der Gesamtsituation der Gestaltung: Freiflächengestaltung, Begrünung/ Bepflanzung, Wegebefestigung/ Oberflächen, Möblierung, Erschließung, Fahrradstellplätze, entwurfs­ relevante Höhenpunkte etc.. Nicht genordete Darstellung (M 1:250). 3.	 Entwurfserläuternde Schnitte und ggfs. notwendige Ansichten. 4.	 Mindestens ein aussagekräftiges Detail (M 1:50) zur Verdeutlichung der Entwurfsidee, z.B. Aussagen zur Pflasterung, Materialität, Möblie­ rung, Pflanzenverwendung etc. 5.	 Eine Visualisierung/ Perspektive 6.	 Ggf. freie Darstellungen (Skizzen, Piktogramme, keine aufwendigen Visualisierungen) 7.	 Beiplan zum Entwurfsplan (Alternative): Alternatives Gestaltungs- und Nutzungskonzept "Parkplatz" mit 60 Stellplätzen für den im Entwurfsplan definierten Bereich (M 1:500). Der Beiplan soll in die Präsentati­ onspläne integriert werden 8.	 Erläuterungsbericht (max. 3 DIN A 4 Seiten) mit Erläuterung der Ent­ wurfsidee, zur Material- und Pflanzenverwendung, zum Umgang mit dem Bestand, zu Lebenszykluskosten und Nachhaltigkeit, zu Barrie­ refreiheit und Genderaspekten und den Gleichstellungspolitischen Leitlinien Charlottenburg-Wilmersdorf 9.	 Pflanzkonzept und Entwässerungskonzept (z.B. textliche Erläute­ rung) 10.Verkleinerung des Entwurfs in DIN A4 (für Vorprüfbericht) 11.Prüfplan mit folgenden Inhalten (Legendenpunkte wie in Prüftabelle Formblatt 1) - Flächenbilanz mit Angaben der notwendigen Maße bzw. Flächenangaben (M 1:250) (A0-Format)
Baumkonzept (Baumerhalt, Baumrodung mit Nr., Baumneuan­ pflanzung] Verkehr (Schleppkurvennachweis für Pkw ggfs. für Rettungswa­ gen und Anlieferung im Bereich von Zu- und Ausfahrten, wegfal­ lende Stellplätze im weiteren Wettbewerbsgebiet)
B	 Formblätter 1.	 Formblatt 1: Prüftabelle Flächen- und Mengenbilanz für Hauptvariante und Alternative 2.	 Formblatt 2a und b: Prüftabelle Baukosten für Hauptvariante und Al­ ternative (ohne Planungs- und Nebenkosten) C Sonstiges - Verzeichnis der eingereichten Unterlagen - Nutzungserklärung 3D-Stadtmodell Planwerk Innere Stadt (Vorlage im Anhang). - Verfassererklärung Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - die Präsentationspläne als Windows-kompatible tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) - die Präsentationspläne als Windows-kompatible pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. - die geforderten Leistungen nach Punkt B (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format dwg oder dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) - die ausgefüllten Formblätter als Windows-kompatible.xls-Datei (Mic­ rosoft Excel); (siehe Teil 4. Digitale Anlagen/Formblätter) - die Erläuterungstexte als Windows-kompatible .doc-Dateie(en) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen "Offene" Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen tif-Format vorliegt, kann nicht be­ rücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. "tif" Beispiele: - Lageplan: - Vertiefungsbereich: - Ansichten: - Präsentationsplan: - Prüfplan: - Erläuterungstext:
123456_lageplan.tif 123456_vertiefungsbereich.tif 123456_ansicht_01.tif 123456_praesentationsplan_01.pdf 123456_prüfplan_01.dxf 123456_erlaeuterungstext_.doc
Die CD-ROM ist für Mac- und Windows-kompatiblen PC zu erstellen.
Sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein, dann ist die CD­ ROM zumindest für Windows-kompatiblen PC zu erstellen.
Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit einreichen. Gemäß RPW 2008 §5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforder­ ten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslo­ bers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Arbeit zwei Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Um die Arbeiten gegebenenfalls bei einer späteren Ausstellung in Wechselrahmen präsentieren zu können, sollte nach Möglichkeit kein größeres Blattformat als 1,20 m x 0,90 m gewählt werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sin­ ne der Innovation und des Wettbewerbsgedankens auf folgende grund­ sätzliche Anforderungen begrenzt: - Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Absatz 1 und § 6 Absatz 2 formuliert. Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröf­ fentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszu­ schließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 darge­ stellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vor­ geprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Am Abend vor dem Preisgericht werden die anonymisierten Arbeiten des Wettbewerbs in einer öffentlichen Veranstaltung in Anwesenheit des Preisgerichts vorgestellt und diskutiert. Die Anwesenheit des Preisge­ richts ist verbindlich. Die teilnehmenden Büros sind ausgeschlossen, um die Anonymität der Entwurfsverfasser zu wahren. Das Preisgericht tagt am folgenden Tag in einer nicht öffentlichen Preisgerichtssitzung. Die Ergebnisse der Vorprüfung werden dem Preisgericht als Entscheidungs­ hilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Beurteilungskriterien Der Katalog der Beurteilungskriterien (nach RPW 2008, Anlage I 16) dient der Strukturierung der Vorprüfung und der Beurteilung der Wettbe­ werbsarbeiten durch das Preisgericht. Bei der Beurteilung werden die folgenden Kriterien zugrunde gelegt: Konzept - Qualität der Leitidee und Grundstruktur - Einbindung in den Kontext städtischer Freiräume - Raumbildung und Einbindung in den städtebaulichen Kontext - Flexibilität und Vielfalt der Nutzbarkeit - Erschließung und Durchwegung (Wegeführung, Orientierung, Ver­ kehrssicherheit) - Einfügung des Parkplatzes in den Gesamtentwurf, Anordnung der PKW- Stellplätze (raumsparend, störungsarm etc.) (betrifft Alternative) - Berücksichtigung und konzeptionelle Integration von Einsehbarkeit und Sichtbeziehungen, Sicherheitsanforderungen und Transparenz - Erhalt des Baumbestands - Umgang mit dem Bestand und mit Gestaltungselementen aus histori­ schen Zuständen Gestaltung - Gestaltqualität - Angemessenheit von Art und Umfang des Entwurfs - Qualität, Dauerhaftigkeit und Pflegeleichtigkeit der verwendeten Mate­ rialien und Konstruktionen sowie der Möblierung - Umgang mit Lärmproblematik - Barrierefreiheit Nutzung - Funktionalität der Planung unter Berücksichtigung von unterschiedli­ chen Nutzungsgruppen - Qualität der Nutzungszonierung (Synergien, reduziertes Nutzungskon­ fliktpotenzial) - Beachtung der Gender-Kriterien und der Gleichstellungspolitischen Leitlinien Charlottenburg-Wilmersdorf Realisierbarkeit - Erfüllung der Nutzungsanforderungen und Einhaltung verbindlicher Vorgaben - Berücksichtigung der Lebenszykluskosten (Einhaltung des Kosten­ rahmens, Wirtschaftlichkeit im Bezug auf Folgekosten zur Pflege und Unterhaltung) - Ver- und Entsorgung (z.B. Entwässerung), Umgang mit Leitungsbe­ stand In der Liste der Einzelkriterien spiegelt sich keine Gewichtung wider.
1.13 Preise und Anerkennungen
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 39 HOAI ermittelt. Für Preise und Anerkennungen stehen insgesamt 25.000,- € Euro netto zur Verfügung. - 1. Preis 10.000,- Euro - 2. Preis 6.250,- Euro - 3. Preis 3.750,- Euro - Zwei Anerkennungen mit je 2.500,- Euro Über die Preise und Anerkennungen hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Anerkennungen werden nach Ent­ scheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zuge­ teilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschlie­ ßen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teil­ nehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bear­ beitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mindestens mit den Leistungen 2-8 (4 soweit erforderlich), beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausge­ wählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Be­ arbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zu­ grunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichtes abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Für Landschaftsarchitekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architekten­ kammer sind, gilt § 6 Bau-und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung (http://www.ak-berlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/ de_berufsrecht.htm). Den ausländischen Teilnehmern wird die Hinzuzie­ hung eines Kontaktlandschaftsarchitekturbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen und Anerkennungen aus­ gezeichneten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe blei­ ben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3).
Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumen­ tieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
1.16	 Verfassererklärung
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe­ werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei­ ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt auf beiliegender CD-ROM.
1.17	 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Ent­ scheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls und der Öffentlichkeit über die Presse be­ kannt gegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/ aktu­ ell/ausstellungen angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preis­ gerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse be­ kannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
1.18	 Haftung und Rückgabe
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsver­ waltung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wett­ bewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur auf Bestätigung und nur dann, wenn die Unterlagen in trans­ portgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefor­ dert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgege­ ben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfahren.
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Vor-Ort-Termin Rückfragekolloquium Rückfragen bis Rückfragen-Beantwortung bis Abgabe der Arbeiten Bürgerveranstaltung Sitzung des Preisgerichts Ausstellung der Arbeiten 2. September 2011 16. September 2011 23. September 2011 30. September 2011 7. November 2011 1. Dezember 2011 2. Dezember 2011 voraussichtlich Januar 2011
Olivaer Platz / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Das Wettbewerbsgebiet
Lage im Stadtraum Das Wettbewerbsgebiet liegt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Orts­ teil Wilmersdorf, inmitten des Kultur-, Freizeit- und Wirtschaftsstandorts City West. Es befindet sich am westlichen Ende der Lietzenburger Stra­ ße, kurz bevor diese in den Kurfürstendamm mündet. Das Quartier um den Olivaer Platz kann als etablierter, bürgerlicher Wohnstandort be­ zeichnet werden.
Abb. 1: Lageplan Wettbewerbsgebiet
Abgrenzung und Größe Das Bearbeitungsgebiet hat eine Größe von rund 1,15 ha. Es umfasst den Olivaer Platz zwischen der Verlängerung der Lietzenburger Straße, der Konstanzer-, der Pariser-, und der Württembergischen Stra­ ße/Schlüterstraße. Der erweiterte Betrachtungsraum umfasst die umlau­ fenden Straßenräume einschließlich des Gehwegs am Platzrand, Kreu­ zungsbereiche und die Blockkanten. Eigentumsverhältnisse Sowohl das engere Wettbewerbsgebiet, als auch das weitere Wettbe­ werbsgebiet sind öffentliche Flächen. Die Platzfläche befindet sich im
Fachvermögen des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes. Auf dieser Fläche befindet sich auch der Kiosk mit Imbiss der an das Wartehäus­ chen angegliedert ist. Das Gebäude selbst ist im Besitz der Urbanis (Vermarktungsgesellschaft der BVG). Der Vertrag zwischen dem Land Berlin und der Urbanis zur Vermietung des Gebäudes läuft bis 31.12.2014. Die Verträge zur Nutzung Gebäudes (Jahresmietvertrag zwischen Urbanis und dem Nutzer) und der an den Kiosk angrenzenden Freifläche (Tische und Stühle im Außenbereich) laufen noch bis zum Frühjahr 2012.
Historische Entwicklung des Platzes Der Olivaer Platz entstand 1892. Die Namensgebung erfolgte zum Ge­ denken an den 1660 geschlossenen Friedensvertrag von Oliva zwischen Schweden und Polen im Kloster Oliva bei Danzig. Zwischen 1907 und 1910 wurde der Platz nach den Plänen von Richard Thieme als streng symmetrischer Platz mit vertieft liegendem Rosenparterre, Wasserbeeten und Grotte sowie umlaufender Promenade angelegt.
Abb.2 : Übersichtsplan der Gestaltung von 1910 nach Thieme
Nach 1945 blieb die ursprüngliche Gestaltung im Wesentlichen erhalten, wenngleich anstelle des Rosengartens eine Rasenfläche angelegt wurde. Bis 1956 erfolgte der Abriss des im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörten östlich angrenzenden Baublockes, dessen Fläche dem Platz­ areal zugeschlagen und im Anschluss als Parkplatz genutzt wurde. Eben­ falls in den 1950er Jahren erfolgte der Ausbau der Lietzenburger Straße zur Hauptverkehrsstraße. Eine Tunnelführung war geplant, wurde jedoch nicht umgesetzt. Von 1961-63 wurde nach Plänen des Gartenbauamtsleiters von Wil­ mersdorf, Eberhard Fink durch seinen Nachfolger Karl Schmidt auf der nun schmaleren Fläche eine neue Platzanlage inklusive Parkplatz ge­ baut. Diese bildet in den Grundzügen die heutige Gestaltung.
Vgl. hierzu: HORTEC Berlin (2009): Machbarkeitsstudie zur Sanierung bzw. Wiederher­ stellung der Platzanlage Olivaer Platz
Abb. 3: Neugestaltung 1961 nach Fink
In den 1970er Jahren gab es Planungen im Garten- und Tiefbauamt, den Parkplatz in einen Spielplatz umzuwandeln, die jedoch nicht realisiert wurden. Aus einem vom Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz durch­ geführten Gestaltungswettbewerb im Jahr 1982 ging das städtebauliche Konzept der Architekten Ganz und Rolfes als Sieger hervor. Entspre­ chend der Jury-Empfehlung sollte es als Grundlage für die weitere Bear­ beitung dienen. Neue Pläne ab 1988 sahen jedoch den Bau einer Tiefga­ rage unter dem Platz vor, deren Kosten zusätzlich zu den Platzgestal­ tungskosten in die Investitionsplanung für 1991 eingestellt wurden. Die Tiefgarage ist jedoch nie realisiert worden. Stattdessen wurde in den 1990er Jahren der Straßenquerschnitt der Lietzenburger Straße an der Nordkante verringert und die Fahrbahn nach Norden verschoben. Auf der Fläche ist heute ein Rasenstreifen.
Abb. 4: Entwurf Ganz und Rolfes 1982
Im Jahr 2007 berichteten mehrere Berliner Tageszeitungen vom Vorha­ ben eines Investors, auf dem jetzigen Parkplatz eine Markthalle für Brandenburger Produkte, Kultur, Tourismus und Gastronomie zu errich­ ten. In Reaktion darauf beschloss die Bezirksverordnetenversammlung eine Qualifizierung des Olivaer Platzes als Grünfläche. 2009 wurde da­ raufhin der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 4-42 gefasst (siehe Kapitel 2.5). Aktuelle Platzgestaltung und Nutzung Der Platz gliedert sich hauptsächlich in zwei Abschnitte: Der westliche Teil ist als Grün- und Aufenthaltsbereich gestaltet. Mehrere Pflanzbeete
sind angelegt, umrandet von niedrigen Mauern. Einige der Beete sind derzeit jedoch nicht bepflanzt. Durch Mauern und Zäune ausgebildete Gartenabteile und Sitznischen sind mit Parkbänken versehen, von denen mehrere derzeit abgebaut sind. Hier sind noch die Fundamente vorhan­ den. An der Nordseite des Platzes existiert ein zusätzlicher Bereich mit drei fest montierten Spieltischen (z.B. Skat) und darum gruppierten Sit­ zen. Ein daneben liegender ehemaliger Kleinkinderspielplatz ist heute mit Betonplatten befestigt und funktionslos. Zur Konstanzer Straße hin schließt der Platzbereich mit einem Kiosk mit Imbiss und integriertem Wartehäuschen ab (siehe hierzu auch Kapitel "Eigentumsverhältnisse"). Diesem sind platzseitig drei kleine Wasserbecken und ein Senkgarten vorgelagert. Den nordwestlichen Eingang des Platzes markiert eine gro­ ße Pergola. Eine weitere kleinere Pergola überspannt den Hauptweg. Hier befindet sich im Eingangsbereich zum Platz eine Litfaßsäule. Im östlichen Teil wird ein kostenpflichtiger Parkplatz betrieben. Er wird ebenfalls von zahlreichen Sträuchern und Bäumen umrandet. Südöstlich bildet ein kleiner Spielplatz den Abschluss, auf dem sich eine Sandspiel­ fläche, ein Spielhaus, eine Rutsche und ein Wipptier befinden. Der Olivaer Platz macht insgesamt einen unwirtlichen, z.T. verwahrlosten Eindruck. Instandhaltungsmaßnahmen beschränken sich z.T. auf die notwendige Grundpflege, gestalterisch weist er einen erheblichen Er­ neuerungsbedarf auf. Die Abgeschlossenheit der Sitzecken, eine starke Verschattung und der Missbrauch von Nischen als öffentliche Toilette schrecken Anwohner und Besucher von der Nutzung ab. (Siehe hierzu auch: Fotodokumentation im Anhang).
Städtebauliche Struktur des Umfeldes (Stadtteil, Quartier, Block) Die Entwicklung des Kurfürstendamms begann im 16. Jh. mit der Anlage eines Reitweges zwischen dem Berliner Stadtschloss und dem Jagd­ schloss Grunewald. Im 1875 veranlasste Otto von Bismarck den Ausbau zum Prachtboulevard mit einer Breite von 53 m. Gleichzeitig verkaufte der preußische Staat große Flächen des Stadtforstes an Bankenkonsor­ tien und so genannte Terraingesellschaften, die das Land baureif ma­ chen und einzelne Grundstücke an Privateigentümer und Investoren wei­ terverkaufen sollten. So erfolgte beispielsweise die Errichtung der Villen­ kolonie Grunewald. Teilweise bebauten die Terraingesellschaften als Vorläufer heutiger Wohnungsbaugesellschaften die Flächen auch selbst. In den Folgejahren entwickelte sich das Gebiet um den Kurfürstendamm zu einem vornehmen Wohnstandort, im Kaiserreich und in der Weimarer Republik schließlich zum Geschäfts- und Vergnügungsviertel. Nach 1945 wurde das Gebiet zum Stadtzentrum West-Berlins. Seit der Wiedervereinigung muss die westliche Innenstadt, die sogenannte City West, ihre Rolle im gesamtstädtischen Kontext neu definieren. Heute vereint der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, insbesondere das Gebiet um den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße (Kernbereich der City West) "auf charakteristische Weise bestimmte Epochen der Bau­ 2 kultur: Gründerzeit, Nachkriegsmoderne und Gegenwart" . Die City West ist ein bedeutender Tourismusmagnet und - obwohl sie ihre Glanzzeit eher in den Nachkriegsjahren hatte - noch immer geprägt durch eine
2 Vgl. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (2009): Leitlinien für die City West
Mischung aus gutbürgerlichem Wohngebiet, einer lebendigen und vielfäl­ tigen Kulturszene, zahlreichen Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie vielen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Die durch die Zer­ störungen während des Zweiten Weltkrieges entstandenen Baulücken sind mittlerweile weitestgehend geschlossen. Im gesamten Bezirk existie­ ren nur noch eine Handvoll Neubauflächen. Vorherrschende Probleme sind die Hinterlassenschaften einer autoge­ rechten Stadtplanung, ein geringes Neubauflächenangebot und ein Strukturwandel im Kulturangebot. Hinzu kommen städtebauliche Miss­ stände im Bereich der Vernetzung sowie des Zustands von öffentlichen Räumen. Die das Wettbewerbsgebiet umgebenden Baublöcke sind gekennzeich­ net durch eine kleinteilige Parzellenstruktur. Die Gebäude haben platzsei­ tig überwiegend Ladenzonen im Erdgeschoss. Sie verleihen dem Platz eine urbane Atmosphäre. Kontext städtischer Grün- und Wegeverbindungen Im derzeitigen Zustand stellt der Olivaer Platz eine komplett umbaute Grünfläche bzw. Parkplatzfläche dar. Bereits in den 1950er Jahren wurde der Platz in der Freiflächenplanung als Teil eines durchgehenden Nord­ Süd-Grünzuges zwischen Spree und Dahlem definiert (Hauptgrünflä­ chenplan 1957).
Abb. 5: Hauptwege- und Grünverbindung, Bezirkliche BEP
Entsprechend der Ausweisungen von FNP und BEP ist das Wettbe­ werbsgebiet Teil einer Hauptwege-, bzw. Grünverbindung. Diese führt nördlich des Kurfürstendamms, entlang der Giesebrechtstraße, über den Meyerinckplatz zum Olivaer Platz. Dargestellt ist die Fortführung durch die südlich an den Olivaer Platz anschließenden Baublöcke entlang der Württembergischen Straße bis zur Zähringer Straße. Von da ab ist die Fortführung entlang des Grünstreifens auf der westlichen Seite der Würt­ tembergischen Straße bis zum Preußenpark dargestellt. Der Abschnitt vom Kurfürstendamm bis zum Olivaer Platz wird dieser gewünschten Verbindungsfunktion derzeit nicht gerecht, der Bereich ist geprägt durch den Individualverkehr und lädt nicht zum Flanieren ein. Ein dreieckiger, überwiegend mit Gräsern und Stauden bepflanzter Platz in Insellage inmitten von Hauptverkehrsstraßen, wird seit 1997 mit Sponso­ renmitteln nachhaltig in Privatinitiative gestaltet und unterhalten. Das Projekt wird durch einen Garten- und Landschaftsplaner organisiert und die Anlage durch Studenten der Landschaftsplanung gepflegt.
Naturräumliche und bauliche Gegebenheiten
Vegetation, Bodenbeläge, Einfassungen Die Pflanzbeete sind mit Rosen, Stauden und Gräsern besetzt. Den Gartenabteilen vorgelagerte Pflanzflächen sind zum großen Teil mit Schnee­ beere und Eibe bepflanzt. Die randständigen Strauchpflanzungen des Parkplatzes bestehen u.a. aus Spiersträuchern, Schneebeere und Maho­ nie. Die beiden Pergolen sind mit teilweise ausgewachsenen Glyzinien begrünt. Im Februar 2009 wurde eine Baumkartierung vorgenommen. Dabei wur­ den auf dem Platz 112 Bäume und zusätzlich 20 Straßenbäume erfasst. Es sind überwiegend ca. 40-50 Jahre alte Bäume vorhanden, darunter größtenteils Birke, Ahorn-, Linde- und Eichenarten. Zusätzlich sind Plata­ ne, Schnurbaum, Apfel und Kirsche, vereinzelt auch Rotdorn, Magnolie, Ulme, Hainbuche und Rosskastanie vertreten. Bei den Straßenbäumen handelt es sich um junge Linden, drei ältere Holländische Linden, eine Winterlinde und eine Stieleiche. Die befestigten Flächen bestehen aus unterschiedlichen Materialien: Asphalt, Betonplatten, Charlottenburger Platten (großformatige Granitplatten), Granitplatten (vor Stufen), Mosaikpflaster (Granit, Bernburger, Basalt), Klein- und Großsteinpflaster (Granit, Betonstein). Im östlichen Platzbereich besteht der Weg aus Charlottenburger Platten und Mosaik­ pflaster. Der Hauptweg im westlichen Teil ist durch Pflaster- und Platten­ bänder gekennzeichnet, die teilweise durch Asphaltdecken ergänzt sind. Der Spielplatz ist zu einem großen Teil mit Betonplatten, Kleinstein-, so­ wie Verbundsteinpflaster versiegelt. Das Gartenabteil mit den Spielti­ schen ist mit Waschbetonplatten befestigt. Zur Straße hin ist die gesamte Grünanlage mit Zäunen und Mauern ab­ gegrenzt und von Strauchpflanzungen und Bäumen umgeben. Nördlich und südlich befindet sich zwischen Gehweg und Platzeinfriedung jeweils eine Rasenfläche. Die nördliche Platzkante ist z.T. mit etwa 1,80 m ho­
3 In der Fassung der Neubekanntmachung vom 12. November 2009 (ABl. S. 2666), zuletzt geändert am 17. Februar 2011 (ABl. S. 438). 4 Vgl. hierzu: HORTEC Berlin (2009): Machbarkeitsstudie zur Sanierung bzw. Wiederher­ stellung der Platzanlage Olivaer Platz
hen Klinkermauern eingefasst, die zusätzliche Sitznischen ausbilden. In den Gartenabteilen schließen Legi-Zäune an die Mauern an und bilden nahezu umschlossene Räume aus. In einem Fall ist die Mauerscheibe (nahe der Skulptur von Yasuo Mitsui) durch einen Maschendrahtzaun mit einer Waschbetonmauer verbunden. Die Pflanzbeete sind mit Betonsteinkanten (Ø 12 cm), Rundhölzern (0,3 m, bzw. 1,0 m hoch) oder hochkant verlegten Charlottenburger Plat­ ten, die drei Wasserbecken und die Rasenfläche im Senkgarten durch Tiergartengitter eingefasst. Die Hochbeete bestehen aus Klinker- und Waschbetonmauern (0,3 m). Topographie, Bodenverhältnisse, Grundwasser Das Gebiet liegt in einer weiten, von Schwemmböden gekennzeichneten Niederung des Berliner Urstromtals. Der Boden des Urstromtals besteht überwiegend aus Geschiebemergel und (Tal-) Sanden verschiedener Körnung.
Abb. 6: Geländehöhen 2009
Die Geländehöhe liegt durchschnittlich zwischen 33-34 m (Türkis) und 34-35 m (Hellblau) NHN.
Abb.7: Grundwassergleichen, u.a. Verlauf der Hauptgrundwasserleiter
Nördlich und südlich des Platzes verlaufen Hauptgrundwasserleiter in einer Höhe von 31, bzw. 32 m NHN. In der aktuellen Karte der Wasser­ schutzgebiete (2009) ist im Bereich um den Olivaer Platz (wie auch wei­ testgehend im gesamten Innenstadtgebiet) kein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Kulturgüter, Schutzgüter Der Olivaer Platz ist als geschützte Grünanlage entsprechend dem Berli­ ner Grünanlagengesetz ausgewiesen. Eine denkmalschutzrechtliche Ausweisung liegt nicht vor (zu Denkmalen in der Umgebung siehe Kapitel 2.5). Der Platzgestaltung von 1910 (Richard Thieme) mit Sicherheit zuzuord­ nen sind lediglich die drei markanten Solitärbäume am Südrand des Plat­ zes: eine Rosskastanie (Nr. 25, Siehe Anhang Baumkartierung), eine Platane (Nr. 26, ebd.) und eine Winterlinde (Nr. 107, ebd.). Mauerreste oder Fundamente des Wasserbeckens und der Grotte (1907-1910) sind ggf. unterirdisch erhalten, sofern sie bei den Abräumarbeiten in den 1960er Jahren nicht abgetragen wurden. Die Platzanlage von 1961 (Eberhard Fink) ist bis heute erkennbar. Viele Ausstattungselemente gehören zum Originalbestand, sind heute jedoch stark sanierungsbedürf­ tig. Inmitten der Platzanlage steht die Skulptur "Der Schlüssel" von Yasuo Mitsui (1963). 1998 wurde auf dem Gehweg vor der Pergola im Nordwes­ ten des Platzes die Stahlplastik "Lenz 92" von Pit Kroke aufgestellt. An der Mauer angrenzend zur Pergola erinnert eine Kupfertafel an die Na­ mensherkunft (Stadt Oliva in Polen) und an das historische Ereignis (Friedensschluss im Kloster Oliva 1660).
Nicht nur die Sanierungsbedürftigkeit, sondern auch die Introvertiertheit, Kleinräumigkeit und Anfälligkeit für Vandalismus haben zum heutigen Funktions- und Qualitätsverlust beigetragen. Verschiedene Veränderun­ gen, die auf eine Pflegeerleichterung und gewachsene Sicherheitsanfor­ derungen zurückzuführen sind, die Reduzierung des Ausstattungsange­ botes, Veränderungen an den Beeten und den Wasserbecken sowie der Funktionsverlust der Wohngartenidee im Zuge des Nutzungswandels sind weitere Gründe für den Qualitätsverlust der Anlage.
Verkehr, Ver- und Entsorgung
Fließender Kfz-Verkehr Lietzenburger und Konstanzer Straße besitzen mehrspurige Richtungs­ fahrbahnen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 50 km/h, auf der Lietzenburger Straße zwischen 22:00 und 6:00 Uhr aufgrund von Lärmschutz 30 km/h. Die südliche und die östliche Randstraße haben jeweils nur eine Fahrspur pro Richtung. Es gilt jeweils eine Geschwindig­ keitsbegrenzung von 30 km/h. Die vier Knotenpunkte im Platzbereich sind mit Lichtsignalanlagen ausgestattet. Die Richtungsfahrbahnen der Lietzenburger Straße sind im Bereich des Olivaer Platzes durch einen Mittelstreifen mit Baumpflanzungen getrennt.
Abb.8: StEP Verkehr 2011, übergeordnetes Straßennetz
Die Lietzenburger Straße ist im StEP Verkehr 2011 als übergeordnete Straßenverbindung (Stufe II, Rot) dargestellt. Im Gegensatz zu früheren Darstellungen (StEP 2002, BEP) ist die Konstanzer Straße als örtliche Straßenverbindung (Stufe III, Grün) herabgestuft. Die weiteren an den Platz grenzenden Straßen sind Wohnsammelstraßen und nicht Bestand­ teil des übergeordneten Straßennetzes. In der Planung bis 2025 ist die Lietzenburger Straße als örtliche Straßenverbindung eingestuft (wie auch der Kurfürstendamm zwischen Olivaer und Adenauer Platz).
Abb.9: Verkehrsmengen 2009
Die im Jahr 2009 gemessene durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (an Werktagen) laut FIS-Broker spiegelt die Klassifizierung weitestge­ hend wider: Während die größeren Verkehrsmengen auf der Lietzenbur­ ger (15.001-20.000 Kfz/Tag, Rosa) und der Konstanzer Straße (20.001­ 30.000 Kfz/Tag, Orange) gemessen wurden, sind es im Bereich der Pari­ ser Straße und der Schlüterstraße/Württembergischen Straße (5.001­ 10.000, Grün) deutlich weniger. Die Herabstufung der Konstanzer Straße zu einer örtlichen Straßenverbindung im StEP Verkehr entspricht nicht den gemessenen Verkehrsmengen, kann also als Willensbekundung verstanden werden. Entsprechende verkehrsregulierende, ggf. auch bau­ liche Maßnahmen sind zur Erreichung des Ziels notwendig. Im Zuge einer Verkehrserhebung (LK Argus-Gutachten) im Bereich des Olivaer Platzes im August 2010 wurde u.a. der fließende Kfz-Verkehr 6 dokumentiert . Hier wurden werktags in der nördlichen und der westli­ chen Randstraße 20.000-25.000 Kfz/24h gemessen, in der südlichen weniger als 5.000 Kfz/24h und in der östlichen weniger als 9.000 Kfz/24h. Es handelt sich in hohem Maße um Durchgangsverkehr Ein Unfall­ schwerpunkt wurde nicht festgestellt. Entsprechend entstehen die Verkehrslärmbelastungen besonders im Bereich der Lietzenburger Straße und der Konstanzer Straße (65-80 dB tags, 60-70 dB nachts). Ruhender Kfz-Verkehr An allen den Platz umlaufenden Straßen besteht eine durchgängige Parkmöglichkeit am Straßenrand, abgesehen von Bereichen an Bushal­ testellen und Abbiegerspuren. Lediglich die westliche Randstraße ist beidseitig als Halteverbotszone, z.T. eingeschränkt/temporär ausgewie­ sen.
Heinz Jahnen Pflüger (2011): Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz - Berlin
Abb.10: Stellplatzangebot 2010
Das o.g. Gutachten erfasst in den Randstraßen des Olivaer Platzes (er­ weitertes Wettbewerbsgebiet) 137 gebührenpflichtige Stellplätze im öf­ fentlichen Straßenraum (Lila), plus 6 weitere im temporären Halteverbot (Gelb). Im östlichen Bereich des Olivaer Platzes befindet sich ein gebüh­ renpflichtiger Parkplatz mit einem Angebot von 123 Stellplätzen (engeres Wettbewerbsgebiet). Insgesamt sind 260 Parkstände gebührenpflichtig, bzw. mit Anwohnerausweis frei. In der näheren Umgebung befinden sich nur wenige Sammelparkstellen. In der Studie werden sowohl werktags tagsüber als auch in den frühen Abendstunden hohe Auslastungen ge­ messen. Fahrradverkehr Entlang der Verlängerung der Lietzenburger Straße (benutzungspflichtig) und der Verlängerung der Schlüterstraße/Württembergischen Straße (nicht benutzungspflichtig) besteht eine beidseitige Radverkehrsanlage auf dem Gehweg (Rot). Laut LK Argus-Gutachten entspricht diese hin­ sichtlich der Breite nicht den Mindestanforderungen der StVO. Weitere Fahrradwege sind im Platzbereich nicht gekennzeichnet. Der FIS-Broker weist die Pariser Straße zusätzlich als einen "zum Radfahren besonders geeigneten Weg" aus (Rosa). Die Ausführungsverordnung AV Geh- und Radwege ist zu beachten (siehe Anlagen).
Abb.11: Radverkehrsanlagen 2005
Im Plan der Baumaßnahmen von Radverkehrsanlagen (FIS-Broker) mit dem Stand 04/2011 sind keine weiteren Veränderungen bis 2010, bzw. Planungen nach 2011 dargestellt. Nach Aussage von SenStadt VII B soll die südliche Randstraße (Pariser Straße) als Nebenroute (Kategorie 2) und Ost-West-Verbindung Bestand­ teil des stadtweiten Fahrradroutennetzes werden. Derzeit ist sie bereits als Fahrradroute gekennzeichnet. Derzeit ist noch in der Diskussion, ob auch die Schlüterstraße/Württembergische Straße als Nord-SüdVerbindung in das Nebenroutennetz aufgenommen wird. Fußgängerverkehr An allen Randstraßen des Olivaer Platzes sind beidseitig Gehwege in der notwendigen Mindestbreite vorhanden. Einschränkungen in der Nutzbar­ keit bestehen ggf. in Bereichen mit Außengastronomie umgebenden Be­ bauung. Eine gesicherte Querung ist nur an den vier mit Lichtsignalanla­ gen ausgestatteten Knotenpunkten vorhanden. Eine ungesicherte Querungsmöglichkeit besteht auf der Lietzenburger Straße in Höhe Wie­ landstraße. ÖPNV Die Buslinie 101 führt entlang der Konstanzer Straße und hat im engeren Wettbewerbsgebiet eine Haltestelle in Nordrichtung direkt am Olivaer Platz (Olivaer Platz Süd). Die Haltestelle in Fahrtrichtung Süden liegt jenseits der Kreuzung Lietzenburger Straße/Konstanzer Straße. In unmit­ telbarer Nähe - entlang des Kurfürstendamms - verlaufen mehrere weite­ re Linien: die MetroBuslinien M19 und M29 sowie die Linien X10, 109, 110 und N10. In westlicher Richtung befindet sich einen Block entfernt die U-Bahn-Station Adenauer Platz (U7).
Abb.12: BVG Stadtplan
Technische Ver- und Entsorgung Die Lage der Leitungen im engeren Wettbewerbsgebiet ist in Plan 1 "Versorgungsleitungen im engeren Wettbewerbsgebiet" dargestellt. Die Leitungen im weiteren Wettbewerbsgebiet sind aus dem Anhang ersicht­ lich (Ordner "Leitungsträger"). Auf dem Platz gibt es an zwei Stellen vor­ handene Beleuchtung.
Übergeordnete Planung, rechtliche Rahmenbedin­ gungen
Flächennutzungsplan 7 Der Flächennutzungsplan weist den Olivaer Platz und den westlichen Blockrand entlang der Württembergischen Straße Richtung Preußenpark als "Grünfläche" aus. Die Blöcke westlich, nördlich und östlich des Plat­ zes sind als gemischte Baufläche M1 gekennzeichnet, die Blöcke südlich des Platzes als Wohnbaufläche W1 (GFZ über 1,5). Die City West ist zusammen mit der Historische Mitte im Zentrenkonzept ("Stadtentwick­ lungsplan Zentren 3" von März 2011) als Zentrumsbereich dargestellt. Die beiden Zentrumsbereiche genießen als „Aushängeschilder“ der Stadt besondere Priorität und konkurrieren mit den Innenstädten anderer euro­ päischer Metropolen.
In der Fassung der Neubekanntmachung vom 12. November 2009 (ABl. S. 2666), zuletzt geändert am 17. Februar 2011 (ABl. S. 438).
Abb.13: FNP 2009
Landschaftsprogramm (mit Teilplänen) Im Landschafts- und Artenschutzprogramm Berlin von 1994, mit letzter Änderung 2006, ist der Olivaer Platz im überregionalen Kontext als Park­ fläche und Grünanlage gekennzeichnet, mit dem Ziel der Entwicklung und Neuanlage mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten (Grün). Störende und beeinträchtigende Nutzungen sind auszulagern und die Aufenthalts­ qualität zu verbessern. Der an die nördliche Platzkante angrenzende schwarz markierte Bereich ist als Fläche mit zentralen Nutzungen darge­ stellt. Hier steht die Entwicklung und Neuanlage von repräsentativen Freiflächen mit hoher Gestalt- und Aufenthaltsqualität im Vordergrund. Im Programmplan Biotop- und Artenschutz ist der Olivaer Platz als In­ nenstadtbereich gekennzeichnet. Hier ist u.a. als Ziel die Beseitigung unnötiger Bodenversiegelung und die Verwendung standortgemäßer Wildpflanzen angegeben. Der Programmplan Landschaftsbild markiert den Kreuzungsbereich Olivaer Platz/Kurfürstendamm für die Wiederher­ stellung und Aufwertung von Stadtplätzen als Bestandteil eines Bandes von Platzbereichen entlang des Kurfürstendamms. Der Programmplan Naturhaushalt/Umweltschutz definiert den Stadtbe­ reich um den Olivaer Platz als Siedlungsgebiet, mit dem Schwerpunkt Entsiegelung im östlichen Bereich, einschließlich erforderlicher Maßnah­ men, z.B. die Umsetzung einer dezentralen Regenwasserversickerung. Im Rahmen der gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption (Vgl. Pro­ grammplan) sind keine Maßnahmen im Wettbewerbsgebiet, bzw. im Um­ feld vorgesehen.
Abb.14: Programmplan Erholung und Freiraumnutzung 2006
Planwerk Innere Stadt Das "Planwerk Innere Stadt Berlin 2010" beruht auf dem 1999 vom Senat beschlossenem Planwerk Innenstadt, das sowohl räumlich als auch me­ thodisch erweitert und ergänzt wurde. Es stellt ein mögliches baulich­ räumliches Bild für Teile des Bereichs innerhalb des S- Bahn-Rings dar. Im Planwerk Innere Stadt ist auf dem jetzigen Standort der Kleingarten­ kolonie an der Württembergischen Straße eine Randbebauung darge­ stellt, die geringfügige Auswirkungen sowohl auf die Stellplatznachfrage und den Quell-, bzw. Zielverkehr, als auch auf die Passantenfrequenz zumindest im südöstlichen Bereich des Olivaer Platz haben könnte.
Abb. 15: Planwerk Innere Stadt 2010
Lichtkonzept Berlin Seit 2011 gibt es in Berlin ein Lichtkonzept. Die Pariser Straße ist im südöstlichen Bereich des Platzes als prägnanter Straßen- und Platzraum 8 dargestellt.
Abb. 16: Lichtkonzept 2011, Orte besonderer Lichtbedeutung
In Berlin ist eine Beleuchtung nur im öffentlichen Straßenraum möglich. Platzflächen erhalten keine Beleuchtung, es sei denn im zu prüfenden Ausnahmefall. Dabei sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen (siehe Stadtbild Berlin, Lichtkonzept - Handbuch, S. 57). Bereichsentwicklungsplanung Das Bezirksamt Charlottenburg - Wilmersdorf hat in seiner Sitzung am 22.11.2005 die Aufstellung der Bereichsentwicklungsplanung Charlotten­ burg - Wilmersdorf beschlossen. Im Nutzungskonzept (Siehe 2.2, Abb.: Bezirkliche BEP) ist der Olivaer Platz als Grünfläche mit der Zweckbe­ stimmung Parkanlage und Spielplatz gekennzeichnet. Die nördlich und westlich angrenzenden Lietzenburger Straße und Konstanzer Straße sind als übergeordnete Hauptverkehrsstraßen ausgewiesen. Die südliche Platzkante ist als wichtiger Fuß-, Radweg / Grünverbindung markiert. Denkmalschutz Unter der unmittelbar an den Platz angrenzenden Bebauung gibt es zwei denkmalgeschützte Objekte: Das Verwaltungsgebäude (Denkm.-Obj.-Nr. 09011475) im Kreuzungsbereich Kurfürstendamm/Olivaer Platz wurde nach dem Entwurf von Rudolf Hirche in den Jahren 1962-65 errichtet. Bei dem zweiten Objekt (Denkm.-Obj.-Nr. 09096419) handelt es sich um ein Mietshaus von 1910 in der Schlüterstraße 42/Olivaer Platz 11. Der Ent­ wurf stammt von Max Grünfeld.
Vgl. SenStadt (2011): Stadtbild Berlin Lichtkonzept, S. 26 und 71
Abb.17: Denkmalkarte
Bebauungsplan 4-42
Abb.18: Bebauungsplanentwurf 4-42
Mit dem Aufstellungsbeschluss für den qualifizierten Bebauungsplan 4-42 nach § 30 (1) BauGB vom 22.09.2009 soll der seit 1958 geltende Be­ bauungsplan IX-21 ersetzt werden. Der neue Bebauungsplan 4-42 sieht im Entwurf die Festsetzung "Öffentliche Parkanlage mit Spielflächen" für den gesamten Platz vor. Die Konkretisierung und ggf. Änderung des Be­ bauungsplanentwurfes soll nach der Entscheidung über das umzuset­ zende Wettbewerbsergebnis erfolgen. Im Rahmen des Verfahrens wurde Ende 2009 die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB durchgeführt, die eine starke Unterstützung für eine Aufgabe der Parkplatznutzung erbrachte. Für den zwischen Bayerischer und Württembergischer Straße gelegenen, südlich angrenzenden Baublock ist in Höhe des Grundstückes Olivaer Platz 6 eine Blockdurchwegung öffentlich-rechtlich gesichert (Be­ bauungsplanfestsetzung und Baulasteintragung). Am 19.05.2011 hat die BVV einige Eckpunkte für die Planungen zum Olivaer Platz beschlossen. Darunter die Erarbeitung von zwei Alternati­
ven im Rahmen des Wettbewerbs (mit und ohne Stellplätze) sowie die Einrichtung von Verkehrslenkungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen und eines Kooperationsverfahrens zwischen Anliegern, Eigentümern, Wirtschaft und Verwaltung im Einzugsbereich des Platzes sowohl um private Stellplatzpotenziale zu nutzen als auch um eine partizipative Nut­ zung und Pflege des neu anzulegenden Platzes anzuregen (BVVBeschluss siehe Kapitel Digitale Anlagen).
Sonstige Planungen und Maßnahmen im Um­ feld
Städebauförderungsprogramm „Aktive Zentren“ und Regionalma­ nagement City West Die City West, genauer der Straßenzug Kurfürstendamm/Tauentzien­ straße und seine Nebenstraßen, wurde im Jahr 2008 in das BundLänderprogramm "Aktive Zentren" aufgenommen. Auf der Grundlage eines integrierten Entwicklungskonzeptes sollen unter der Überschrift "Bühne - Vielfalt - Internationalität" durch Bündelung einer Vielzahl kleinerer und mittlerer Maßnahmen nachhaltige qualitative Ver­ besserungen in der City West erzielt werden. Die aus dem Programm "Aktive Zentren" geförderten Maßnahmen kon­ zentrieren sich besonders auf die Aufwertung von Straßen- und Platzräumen sowie Grünanlagen, wie z.B. auf den Straßenzug Kurfürsten­ damm/Tauentzienstraße, den Rankeplatz, Lichtinstallationen an Bahn­ brücken der Stadtbahn und nicht zuletzt auf den Olivaer Platz. Zur Fokussierung der Maßnahmen wurden sechs ortsbezogene Leitsätze entwickelt: - gesamtstädtische Zentrumsfunktionen stärken - historische Strukturen berücksichtigen und aktualisieren - Vielfalt in der Vielfalt stärken - die City West als internationalen Ort profilieren - Bühnenfunktion der City West erhalten und ausbauen - Vernetzung und Verflechtung fördern. Diese Ziele korrespondieren eng mit den vom Senat 2009 beschlossenen Leitlinien für die City West, für deren Umsetzung sich das vom Bezirks­ amt Charlottenburg-Wilmersdorf beauftragte Regionalmanagement City West kümmert. Vorhaben "Rosengärten" Auf dem Grundstück Württembergische Str. 41-44 und 45-48, einer ehemaligen Kleingartenanlage, errichtet die Bauwert Investment Group bis 2013 auf rund 14.000 m² insgesamt 210 Eigentums- und Mietwoh­ nungen im bürgerlichen Preissegment. Im nördlichen Teil entstehen Mietwohnungen, im mittleren und im südlichen Teil sind Eigentumswoh­ nungen geplant. Baustart für das Ensemble aus insgesamt elf sechsge­ schossigen Einzelgebäuden war Ende März 2011.
Abb.19: Vorhaben "Rosengärten"
Aktivitäten zum Ort
AG Olivaer Platz Im Jahr 2007 hat sich eine politische Arbeitsgruppe gebildet, die sich für die Zukunft des Olivaer Platzes einsetzt (AG Olivaer Platz). Die AG for­ dert die Schaffung eines vergrößerten, neu gestalteten und begrünten Platzbereiches, der die Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzer­ gruppen erhöht, sowie eine Beruhigung der Verkehrssituation und eine verbesserte Anbindung des Platzes. Die AG orientiert sich an Beispielen wie dem Bryant Park in New York oder dem Place des Vosges in Paris. AG City Die Arbeitsgemeinschaft City e.V. mit Geschäftsstelle in der Budapester Straße, ist eine Interessengemeinschaft von Unternehmen, Einrichtungen 9 und Initiativen im Umfeld des Kurfürstendamms, Ziele des Vereins sind u.a. die Förderung der City-West, die Mitwirkung bei der Stadtbildgestal­ tung im City-Bereich, sowie der Austausch von Veranstaltungen mit aus­ ländischen Gemeinden. Dies umfasst insbesondere die Themen Handel, Stadtentwicklung und Kultur und Tourismus. Regionalmanagement City West Das Regionalmanagement, mit Sitz im Amerikahaus, ist eine Maßnahme des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abteilung Wirt­ schaftsförderung in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadt­ entwicklung, der AG City e.V. und der Industrie- und Handelskammer zu Berlin. Das Regionalmanagement betreibt Standortmarketing für die City
Satzung der AG City
West, vernetzt Akteure, unterhält das FORUM CITY WEST im Amerika Haus als zentrale Informations- und Anlaufstelle, berät bei der Standort­ planung, der baulichen Entwicklung und bei der Verwendung von För­ dermitteln. Die Neugestaltung des Olivaer Platzes wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Aktive Zentren" koordiniert. Weitere Informationen unter: www.berlin-city-west.de.
Olivaer Platz / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Der Olivaer Platz ist einer der wichtigsten Plätze für die City West und den Bereich um den Kurfürstendamm. Der Anspruch an die Gestaltquali­ tät an diesem Ort ist daher besonders hoch. Mit dem landschaftsplaneri­ schen Wettbewerb soll ein Beitrag zur Aufwertung der City West geleistet werden. Der Wettbewerb soll die Möglichkeit eröffnen, an dieser expo­ nierten Stelle in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm einen grünen Cityplatz mit beispielhafter zeitgenössischer Freiraumgestaltung zu ent­ wickeln. Der Olivaer Platz positioniert sich durch seine Lage in der Stadt in einem Spannungsfeld der Ansprüche von Bewohnern, Berufstätigen in der Um­ gebung, Berlinern sowie Touristen und Besuchern der Stadt und vor al­ lem des Kurfürstendamms. Diesen unterschiedlichen, sich überlagernden Ansprüchen soll der Platz in Zukunft gerecht werden können. Für die Bewohner sollen daher generationsübergreifend Nutzungsange­ bote bereitgestellt werden: Kinder unterschiedlicher Altersklassen, Ältere und Erholung suchende Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters sol­ len sich hier ausruhen oder aktiv regenerieren können. Dabei ist auch die Barrierefreiheit der Ausgestaltung zu beachten. Berufstätige sollen den Platz während ihrer Mittagspause nutzen können und Touristen sollen hier einen Ort zum Ausruhen abseits des Trubels am Kurfürstendamm finden. Ein Cafépavillon auf dem Platz kann in die Planung mit einbezo­ gen werden. Die Umsetzung wird jedoch nicht mithilfe der bislang einge­ stellten finanziellen Mittel erfolgen können. Da die Platzfläche begrenzt ist, besteht die Herausforderung unter ande­ rem darin, die vorgeschlagenen Funktionen und Nutzungen einerseits so unterzubringen, dass keine Nutzung für eine andere Nutzung störend ist. Andererseits soll der Entwurf eine Kommunikation zwischen den Men­ schen der jeweiligen Nutzergruppen und Generationen ermöglichen, wenn nicht befördern. Im Sinne einer dauerhaften Qualitätssicherung des Platzes sollen die Lebenszykluskosten im Entwurfsprozess berücksichtigt werden (optimale Qualität der Ausführung mit geringen Unterhaltungs- und Planungskos­ ten). Bezug nehmend auf den Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 19.05.2011 (siehe Anhang) sollen die Teilnehmer auf einer im Ent­ wurf definierten Fläche im östlichen Teil des Platzes eine Gestaltungsal­ ternative mit Parkplatz erarbeiten. Die Alternative muss sich auf die ge­ plante Parkplatzfläche beschränken. Die vorgeschlagene Gestaltung des Parkplatzes soll auf einem Beiplan dargestellt werden (Erläuterung siehe Kapitel 3.5).
Aus der nachstehenden Abbildung geht die Abgrenzung des Wettbe­ werbsgebiets hervor. Es ist in ein engeres Wettbewerbsgebiet und ein weiteres Wettbewerbsgebiet eingeteilt. Zum engeren Wettbewerbsgebiet zählt die im B-Plan ausgewiesene Grünfläche (siehe Kapitel 2.5). Die angrenzenden öffentlichen Verkehrsflächen, inklusive des den Platz um­
gebenden Gehwegs, sind dem weiteren Wettbewerbsgebiet zugeordnet.
Innerhalb des weiteren Wettbewerbsgebiets werden Vorschläge zu punk­ tuellen baulichen Maßnahmen erwartet, die sich u.a. aus der notwendi­ gen Vernetzung und Erschließung des Platzes ableiten (z.B. Querungen,
Überfahrten, Abbiegespuren). Die Teilnehmer können auch Vorschläge
für die Bepflanzung der Gehwege unterbreiten.
Der sog. "Beiplan" umfasst die östliche Teilfläche des Platzes.
Abb. 20: Grenzen des Wettbewerbsgebiets
3.3.1 Charakter
Der Olivaer Platz ist aufgrund seiner direkten Nähe zum Kurfürstendamm für den Tourismus von überörtlicher Bedeutung. Er sollte sich Ortsfrem­ den schnell erschließen und daher übersichtlich sein und Offenheit aus­ strahlen. Daneben hat der Platz eine wichtige Versorgungsfunktion für die Bewohner der angrenzenden Quartiere. Er soll daher zugleich den Charakter eines Platzes für die lokale Bewohnerschaft erhalten und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Der Platz soll zudem für die Nutzergrup­ pe der Berufstätigen, die insbesondere zur Mittagszeit einen Ort des Verweilens und der Kommunikation suchen, einladend sein.
Das bedeutet, dass für den Charakter des Platzes ein ausgewogenes Verhältnis zwischen urbaner Erscheinung und lokaler Identität angestrebt wird. Es wird eine räumlich klar geordnete Freiflächengestaltung mit ei­ nem gut abgestimmten Verhältnis zwischen Enge und Weite gewünscht. Mit den folgenden Gegebenheiten soll sich der Entwurf in seiner Gestal­ tung auseinandersetzen:
- der charakteristisch geschwungenen länglichen Form des Platzes,
- den unterschiedlichen Voraussetzungen innerhalb des Platzes: einem
ruhigeren, von Verkehr weniger belasteten Bereich am südlichen Rand (in Verlängerung der Xantener bzw. Pariser Straße) und einem dem Straßenlärm ausgesetzten Bereich im Norden an der Lietzenbur­ ger Straße, - dem stadträumlich wichtigen Eingangsbereich aus Richtung Kurfürs­ tendamm ("Visitenkarte"), - den Bezügen zwischen den Erdgeschossnutzungen der Blockkanten und dem Platz, - der Entstehungsgeschichte bzw. den unterschiedlichen Gestaltungs­ überformungen oder erhaltenen Elementen aus den historischen Zu­ ständen. Der Platz weist im derzeitigen Zustand einen hohen Anteil an unversie­ gelten Flächen und einen hohen Anteil an Bäumen auf. Es wird ein be­ hutsamer Umgang mit dem Baumbestand erwartet. Baumfällungen sind über das Entwurfskonzept explizit zu begründen und besonders zu kenn­ zeichnen (siehe Anforderung Prüfplan). Das Konzept soll möglichst wenig versiegelte Fläche vorsehen.
Abb.21: Strukturvorgaben (eigene Darstellung)
Für den Freiraum auf der Platzfläche ist ein dezentrales Entwässerungs­ konzept vorzusehen (Versickerung, Verdunstung). Die Entwässerung des Parkplatzes (Alternative im Beiplan) soll an das bestehende Kanalnetz angeschlossen werden (siehe Leitungspläne im Anhang).
Der Zugang, der sich aus der neuen Wegeführung innerhalb des Blocks zwischen Bayerischer und Württembergischer Straße ergibt, ist in der Gestaltung mit aufzunehmen. In der Entwurfsalternative (Alternative im Beiplan) werden für die Gestal­ tung und Lage des Parkplatzes Lösungen erwartet, durch die das Er­ scheinungsbild und die Freiraumfunktionen auf dem Platz von der Park­ platznutzung minimal gestört werden. Außerhalb des weiteren Wettbewerbes sollen für die Verbindung Kurfürs­ 10 tendamm - dreieckige bepflanzte Mittelinsel - Olivaer Platz im Lageplan 1 (M.1:1000) Ideen aufgezeigt werden, wie dieser Bereich aufgewertet und in seiner Verbindungsfunktion gestärt werden könnte. Diese Maß­ nahmenvorschläge können aber nicht mit den für den Olivaer Platz zur Verfügung stehenden Mitteln realisiert werden.
3.3.2 Ausstattung / Möblierung
Freiraumnutzungen - Der Freiraum ist gemäß den definierten Nutzungsanforderungen zu möblieren (Sitzbänke, Abfallbehälter etc.) - Die Lage des Wartehäuschens ist zu berücksichtigen (Abmessungen in etwa wie im Bestand, Lagebereich siehe Strukturskizze), im Entwurf ist ein Wartehäuschen als Platzhalter darzustellen - Es sind generationsübergreifende Sport- und Spielgeräte in die Frei­ raumgestaltung zu integrieren - Auf dem Olivaer Platz soll keine Beleuchtung eingerichtet werden. Die vorhandene Beleuchtung im Platzbereich wird entfallen und soll nicht erneuert werden. Bestehende Leuchtobjekte an den Rändern - in den umliegenden Straßen - sollen für eine ausreichende Beleuchtung sor­ gen - Vorschläge zu Baumpflanzungen sind auch im weiteren Wettbe­ werbsgebiet möglich Fahrradstellplätze, Parken - An den gemäß Entwurf notwendigen Stellen sind insgesamt mind. 20 Fahrradstellplätze unterzubringen, für einen möglichen Cafépavillon sind ggfs. weitere 10 Fahrradstellplätze vorzusehen. - In der Darstellung im Beiplan (Alternative) sind 60 ausreichend di­ mensionierte PKW-Stellplätze (ca. 2,5 m x 5 m) unterzubringen (Bi­ lanzierung über Prüfplan). Cafépavillon mit WC (optional) - Wird ein Café-Standort geplant, so ist dieser in seiner Maßstäblichkeit dem Park unterzuordnen (Grundfläche Cafépavillon und WC ca. 200 m², Grundfläche Terrasse ca. 150 m²); Ein öffentliches, vom Cafébe­ trieb unabhängiges WC ist in der Planung vorzusehen und in das Ge­ bäude zu integrieren - Die Ver- und Entsorgung ist zu sichern - Die Barrierefreiheit ist zu beachten
(vgl. 2.2. Städt. Grün- und Wegeverbindungen)
3.3.3 Materialität
Die Materialien der Möbel und der Oberflächen sowie der Gebäude sol­ len hochwertig, pflegeleicht und möglichst robust sein. Die Materialver­ wendung muss insgesamt angemessen sein. Wirtschaftlichkeit, Nachhal­ tigkeit und Dauerhaftigkeit der verwendeten Materialien und Konstruktio­ nen sind zu beachten.
3.4.1 Erschließung
Vernetzung und Durchwegung Der Entwurf muss die räumliche Vernetzung mit der Umgebung berück­ sichtigen. Die in der Strukturskizze dargestellten Wegebeziehungen sind als wichtige Wegebezüge mit aufzunehmen (siehe Abbildung Strukturvorgaben in Kapitel 3.3.1). Zur Verbesserung der Verflechtung können punktuell in den angrenzen­ den Straßenräumen (weiteres Wettbewerbsgebiet) Vorschläge für gerin­ ge bauliche Interventionen gemacht werden (z.B. Querungen, Überfahr­ ten, Abbiegespuren). Die Regelquerschnitte der Straßen sowie deren Klassifizierung im Straßennetz sollen erhalten bleiben. Die Ausführungs­ verordnung Geh- und Radwege ist zu beachten (siehe Anlagen). Anlieferung Die Zufahrtssystematik zu einem möglichen Cafépavillon (Anlieferung/ Rettungswege, siehe Liste Prüfpläne) muss im Entwurf nachgewiesen werden. Rolle der Gutachten im Rahmen des Wettbewerbs Zum Verkehr gelten die in diesem Teil 3 "Wettbewerbsaufgabe" genann­ ten Anforderungen. Die Gutachten dienen der Information. Die Empfeh­ lungen aus den Gutachten sind darüber hinaus nicht Teil der Anforderun­ gen.
3.4.2 Flächennutzung
Im Vordergrund soll die Nutzung des Olivaer Platzes als grüne Platzflä­ che stehen. Auf dieser Freifläche sollen die vorgeschlagenen Freiraum­ nutzungen untergebracht werden. Innerhalb der Platzfläche ist auch die Errichtung eines kleinen Cafépavillons mit zugeordneter Terrassenfläche möglich. Diese mögliche gastronomische Nutzung soll allerdings der Grünnutzung deutlich untergeordnet sein. Der Entwurf und die Gestaltung sollen die Lärmquelle des Verkehrs der Lietzenburger Straße / Konstanzer Straße berücksichtigen. Es werden Ideen erwartet, wie auf den Lärm reagiert werden kann. Da der Platz gleichzeitig eine große Offenheit ausstrahlen soll, besteht in dem Um­ gang mit der Lärmproblematik eine zusätzliche Herausforderung. Lärmin­ tensive Nutzungen sind entsprechend anzuordnen. Es soll möglich sein auf dem Platz Veranstaltungen wie Markt, Feste etc. stattfinden zu lassen.
Die Lösungen sollen keine eigentumsrechtlichen Neuordnungen erforder­ lich machen.
Alternative mit Parkplatz ("Beiplan")
Auf einem Beiplan ist auf einer definierten Fläche im östlichen Platzbe­ reich eine Gestaltungsalternative mit 60 Stellplätzen darzustellen. Die Gestaltungsvariante muss sich auf die Parkplatzfläche beschränken, der Rest des Entwurfs muss davon unberührt bleiben. Die Gestaltung soll sich in das Gesamtkonzept und in die in der Auslobung genannten An­ forderungen einordnen. Hauptvariante und die Alternative sind gleichwer­ tig. Die Zufahrtssystematik zu dem Parkplatz muss nachgewiesen werden. Dafür sind ggfs. notwendige Überfahrten oder Abbiegespuren darzustel­ len. Schleppkurven für Rettungsfahrzeuge sind nachzuweisen (siehe Liste Prüfpläne). Die Erschließung dieses Parkplatzes (Ein- und Ausfahrten) muss über die Lietzenburger Straße erfolgen. Die Bereiche, die für den verkehrs­ technisch erforderlichen Ein- und Ausfahrtsbereich und Mittelstreifen­ durchbrüche auf der Lietzenburger Straße zur Verfügung stehen, sind in der Abbildung "Strukturvorgaben" (3.3.1) definiert. Für den Parkplatz ist eine lokale Versickerung, bzw. ein Anschluss an das bestehende Kanalnetz, sowie Beleuchtung vorzusehen. Diese Entwurfsalternative soll dazu dienen, im Anschluss an den Wett­ bewerb eine abschließende politische Entscheidung über die Frage der Einrichtung von Stellplätzen auf dem Olivaer Platz herbeizuführen. Die Anforderung zur Erarbeitung der Alternativlösung beruht auf dem BVVBeschluss vom 19.05.2011 (siehe Anlage).
Als allgemeine Anforderungen an eine gendergerechte Planung sind die Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit und eine angemes­ sene Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensbedingungen und Zwänge, unter denen die Geschlechter leben, anzusehen. Es ist insbe­ sondere sicherzustellen, dass 1.	 Orte für alle Geschlechter in ihrer Unterschiedlichkeit bezüglich Alter, Herkunft, soziale und gesundheitliche Situation (Diversity) geschaffen werden, 2.	 Raumrepräsentationen sowie durch die Gestaltung transportierte Wer­ te und Normen aller Geschlechter in ihrer Unterschiedlichkeit einbe­ zogen werden. 11 3.	 Sicherheit vor Gewalt und Unfällen gewährt ist.
Darstellung nach Färber, C. Spitzner, M. Geppert, J. Römer: Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Städtebaupolitik des Bundes. Auszüge aus der Expertise im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung erstellt im November 2001, Internet­ fassung der Expertise im Auftrag des BBR: www.bbr.bund.de/exwost/pdf-files/gm_0.pdf (Zugriff 18.10.2004)
Die Umsetzung dieser Anforderungen in der Freiraumplanung bedeutet Planinhalte zu gestalten, die eine Aneignung des Freiraums für Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen gleichermaßen sicherstellen insbesondere durch: 1.	 Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Raumaneignung der Ge­ schlechter und der spezifischen Nutzungsansprüche unterschiedlicher Nutzergruppen hinsichtlich der Aufenthaltsqualität. 2.	 Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansprüche an den Frei­ raum hinsichtlich generations- und geschlechtergerechter Nutzungs­ angebote und -qualitäten (u.a. Ruhe und Erholung, sportliche Aktivitä­ ten, Kinderspieleinrichtungen, Treffpunkte / Kommunikationsorte, Gar­ ten-/ Landschaftserlebnis, Querung und Durchwegung). 3.	 Die Abstufung und Differenzierung der Räume hinsichtlich der Wahl­ möglichkeiten der Wege zu Tages- und Nachtzeiten und zwischen un­ terschiedlichen Bewegungsintensitäten, Geschwindigkeiten. 4.	 Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Sicherheits- und Schutz­ bedürfnisse vor physischer und psychischer Gewalt und vor der Ge­ fahr von Unfällen (Unterstützung der Raumaneignung von Frauen und damit ihrer Kontrolle über den Raum, Herstellung von Sichtverbindun­ gen zu Orientierungspunkten und belebten Orten, Herstellung von be­ lebten Verkehrswegen und erforderlichenfalls Fluchtwegen, Gestal­ 12 tung gut einsehbarer Bereiche, ausreichende Beleuchtung).
Sicherheit vor Kriminalität (objektive Sicherheit) wie auch individuelles Sicherheitsempfinden (subjektive Sicherheit) im öffentlichen Raum wer­ den durch Faktoren wie Übersichtlichkeit, Attraktivität und Gepflegtheit des Raums beeinflusst und stehen in einem engen Zusammenhang mit der Möglichkeit, soziale Kontrolle auszuüben. Übersichtlichkeit Es ist von einer Nutzung des Platzes durch Anwohner, Personen, die in der Nähe arbeiten, sowie Touristen auszugehen. Insbesondere an touris­ tischen Orten entwickelt sich häufig eine vermehrte Straßenkriminalität, die von unübersichtlichen Situationen profitiert. Um Tatgelegenheiten zu vermeiden, sollten Sichtachsen und gute Einsehbarkeit der einzelnen Bereiche sowie leichte Orientierung gewährleistet werden. Attraktivität und soziale Kontrolle Soziale Kontrolle wird am besten durch eine für unterschiedliche Nutzer­ gruppen funktionale und attraktive Gestaltung erreicht, die dazu beiträgt, dass der Platz als Ort der Erholung gut angenommen wird und zu allen Tageszeiten belebt ist. Hierbei sind auch Aspekte der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit zu berücksichtigen. Gepflegtheit Bereits harmlose Zeichen von Verwahrlosung lassen Menschen glau­ ben, die sozialen Normen seien außer Kraft gesetzt, wie neuere wissen­ schaftliche Studien belegen. Dabei geht der Effekt über die Grenzen der
unter Verwendung von: Beirat für frauenspezifische Belange bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Normen hinaus bis zu kriminellem Verhalten. Graffiti, verstreutes Papier, chaotisch abgestellte Fahrräder und dergleichen deuten einen Mangel an sozialer Kontrolle an und führen bei Einzelnen oder Gruppen zu erhöhter Nachlässigkeit und Bereitschaft zur Sachbeschädigung. Deshalb ist bei der Planung auch auf vandalismusresistente Materialien für Möblierung und Beleuchtung sowie ausreichende Ordnungssysteme (sichere Fahr­ radabstellplätze, Abfallbehälter etc.) zu achten.
Der entstehende Freiraum soll nach den Prinzipien des "Design for all" entwickelt werden. Das bedeutet, dass die Umwelt allen Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen Nutzung und Teilhabe ermöglicht, auch Menschen mit Behinderung. Dabei sind sowohl motorische als auch sen­ sorische Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Das Handbuch "Design für all - öffentlicher Freiraum Berlin" gibt generel­ le und konkrete Hinweise und ist zu beachten. Die darin formulierten Prinzipien sind durchgängig anzuwenden (s. Anhang).
Zeitplan der Realisierung Mit vorbereitenden Maßnahmen soll 2012 begonnen werden. Die Reali­ sierung der Baumaßnahmen wird in zeitlichen Abschnitten erfolgen, ohne dass der Umfang der Jahresleistungen detailliert bestimmt ist. Bis­ her sind über das Städebauförderungsprogramm "Aktive Zentren" ca. 2,5 Mio. € eingestellt. Dies umfasst auch ca. 15 % Planungskosten, 5 % Unvorhergesehenes auf die Bausumme netto und 19 % Umsatzsteuer. Diese Summe umfasst auch Maßnahmen im weiteren Wettbewerbsge­ biet, nicht aber die mögliche Realisierung eines Cafépavillons. Kostenrahmen/Wirtschaftlichkeit Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation der öffentlichen Haushalte ist es wichtig, dass kostengünstige Lösungen, insbesondere bezüglich der zu erwartenden Unterhaltungs- und Pflegekosten, erarbeitet werden. In diesem Zusammenhang sind die Wuchshöhen Raum bildender Gehölze und deren Habitus zu beachten. Das Sauberhalten der gesamten Platzfläche und des Mobiliars soll kosten­ günstig möglich sein. Die zukünftige „öffentliche Parkfläche mit Spielflächen“ auf dem Olivaer Platz (Entwurf des Bebauungsplanes 4-42) ist bezüglich der Pflege in die Aufwandsklasse II (3,60 € pro m² und Jahr an Unterhaltungsaufwand) eingeordnet. Es ist keine Veränderung dieser Einordnung geplant. Die Qualität, Dauerhaftigkeit und Pflegeleichtigkeit der verwendeten Ma­ terialien und Konstruktionen sind wichtige Beurteilungskriterien.
Olivaer Platz / Teil 4 Anhang
Teil 4 Anhang
4.1 Verfassererklärung
Olivaer Platz, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Nichtoffener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb Kennzahl: Verfasser: Landschaftsarchitekt: Mitarbeiter:
Tel: Fax: E-Mail-Adresse: Internetadresse: Kammer-Nr.: Eintragungsort / seit: Sonderfachleute/ Berater: Fachgebiet/Büroname: Ort/ggf. Mitarbeiter: Anschrift:
Bankverbindung: Institut: Kontonummer: Bankleitzahl: Kontoinhaber:
Erklärung Ich/wir erkläre/n mit meiner/ unserer Unterschrift, dass ich/ wir der/die geistige/n Urheber der Arbeit mit der oben ge­ nannten Kennzahl bin/sind und mit den Verfahrensbedingun­ gen gemäß Teil 1 der Aus­ schreibung einverstanden bin/ sind.
Unterschrift (Verfasser)
bevollmächtigter Vertreter*
AG City e. V. Berlin, www.agcity.de, Zugriff 8.2011 Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bau­ ten, Teil XI Gartenwesen, Abb. 240, 241 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu Berlin, Gleichstellungspolitische Zielsetzungen des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf, 08/2004 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu Berlin, Stadtentwicklungsamt: Be­ bauungsplan 4-42, Entwurf Stand 01/2009 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu Berlin, Tiefbau- und Landschafts­ planungsamt:, Vitalitätsbewertung Bäume, Stand Ende 2010 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu Berlin:, BVV-052/3, DrucksacheNr. 1926/3, Beschluss vom 19.5.2011 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:, Richtlinien für Planungswettbewerbe, RPW 2008, 2008 BVG Stadtplan, www.fahrinfo-online.de, Zugriff 8.2011 Die Rosengärten (Berlin-Charlottenburg): www.rosengaerten-berlin.de, Zugriff 7.2011 Färber, C. Spitzner, M. Geppert, J. Römer:, Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Städtebaupolitik des Bundes. Auszüge aus der Expertise im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, erstellt im November 2001, Internetfassung der Expertise im Auftrag des BBR,: www.bbr.bund.de/exwost/pdf-files/gm_0.pdf, Zugriff 18.10.2004 GRI:, Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz, Zwischenbericht, 05/2011 HORTEC: Machbarkeitsstudie zur Sanierung bzw. Wiederherstellung der Platzanlage, Berlin, 05/2009 Heinz Jahnen Pflüger: Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz, Berlin, Stand 04/2011 Leitungspläne aller Leitungsträger, Abfrage 8.2011 LK Argus: Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz, Bericht, Berlin/Kassel, 8.2011 Planergemeinschaft Hannes Dubach, Urs Kohlbrenner: Bürgerstellung­ nahmen zu Gestaltung Olivaer Platz, eigene Auswertung,11.2010 Regionalmanagement der City West Berlin: west.de/regionalmanagement, Zugriff 8.2011 http://www.berlin-city­
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, FIS-Broker: Geländehöhen 2009, Grundwassergleichen; Verkehrsmengen 2009, Radverkehrsanlagen 2005; FNP 2009, Programmplan Erholung und Freiraumnutzung 2006,
Denkmalkarte, StEP Verkehr 2011, übergeordnetes www.stadtentwicklung.berlin.de, Zugriff 7/8.2011
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie: Die Plätze am Kurfürstendamm, 1985 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie: Lineares Regelwerk Kurfürstendamm, 1984 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Ausführungsvorschriften zu § 7 des Berliner Straßengesetzes über Gehund Radwege. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/downlo ad/av_gehradwege_130308.pdf), Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: FNP, in der Fassung der Neube­ kanntmachung vom 12. November 2009 (ABl. S. 2666), zuletzt geändert am 17. Februar 2011 (ABl. S. 438) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Handbuch Design for all (Frei­ raum), http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/ download/designforall/Handbuch-Design_for_all_2011.pdf, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Landschaftsprogramm, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/landschaftsplanung/lapro/, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Leitfaden Fahrradparken. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/rad/parken/ download/leitfaden_fahrradparken.pdf, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,: Leitlinien für die City West, 2009 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Planwerk Innere Stadt, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/planwerke/de/planwerk_inn ere_stadt/, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Rundschreiben Barrierefreies Bauen, öffentlicher Freiraum, SenStadt VI A Nr. 03/2011, 2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:, Stadtbild Berlin Lichtkonzept, Orte besonderer Lichtbedeutung, 2011 www.stadtentwicklung.berlin.de, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: StEP Verkehr http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/ step_verkehr/, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Handbuch Fahrrad, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/rad/parken/ download/leitfaden_fahrradparken.pdf, Zugriff 8.2011 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Berliner Baumschutzverordnung, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/download s/rechtsgrundlagen/landesvo/andere/baumschvo.pdf
Abb.1: Abb.2: Abb.3 : Abb.4 : Abb.5: Abb.6: Abb.7: Abb.8: Abb.9:
Lageplan Wettbewerbsgebiet (eigene Darstellung, Grundlage K5) Übersichtsplan der Gestaltung von 1910 (Berlin und seine Bauten, Abb. 240) Neugestaltung Fink 1961 (Berlin und seine Bauten, Abb. 241) Entwurf Ganz und Rolfes 1982 (Stadtplanungs- und Vermessungsamt Charl.-Wilm., 2007) Hauptwege- und Grünverbindung (Bezirkliche BEP) Geländehöhen 2009 (FIS-Broker) Grundwassergleichen, u.a. Verlauf der Hauptgrundwasserleiter (FIS-Broker) StEP Verkehr 2011, übergeordnetes Straßennetz (www.stadtentwicklung.berlin.de) Verkehrsmengen 2009 (FIS-Broker)
21 22 23 23 25 27 28 29 30 31 32 33 34 35 35 36 37 37 39 42 43
Abb.10: Stellplatzangebot 2010 (LK Argus-Gutachten) Abb.11: Radverkehrsanlagen 2011 (FIS-Broker) Abb.12: BVG Stadtplan (www.fahrinfo-online.de) Abb.13: FNP 2009 (FIS-Broker) Abb.14: Programmplan Erholung und Freiraumnutzung 2006 (FIS-Broker) Abb.15: Planwerk Innere Stadt 2010 (www.stadtentwicklung.berlin.de) Abb.16: Lichtkonzept 2011, Orte besonderer Lichtbedeutung (www.stadtentwicklung.berlin.de) Abb.17: Denkmalkarte (FIS-Broker) Abb.18: Bebauungsplanentwurf 4-42 (Stadtentwicklungsamt Charl.-Wilm.) Abb.19: Vorhaben "Rosengärten" (www.rosengaerten-berlin.de) Abb.20: Grenzen des Wettbewerbsgebiets (Grundlage ALK) Abb.21: Strukturvorgaben (eigene Darstellung)
Hauptverkehrsstraße Lietzenburger Straße
Pflanzfläche/Platz am Kurfürstendamm/ Blick zum Olivaer Platz
Sicherung des Unterhalts der Pflanzfläche 1c
Umgebung / Bebauung
Lietzenburger Str., Richtung Kurfürstendamm
Bebauung Olivaer Platz Südseite
Olivaer Platz Südseite, Übergang
Lietzenburger Ecke Württembergische Straße
Hotel Citadines, Olivaer Platz/Konstanzer Str.
Platzränder / Öffentlicher Raum
Olivaer Platz Südseite
Olivaer Platz/Württembergische Straße
Lietzenburger /Konstanzer Straße
Lietzenburger Straße/Fuß- und Radweg
Imbiss / Buswartehaus / Pergola
Parkachsen / Pflanzbeete
Umgebung Parkplatz
Nischen / Räume
Spielplatz und Umgebung
Vegetation / Wiese / verschattete Flächen
Kunst / Objekte
10a "Lenz" von Pit Kroke
10b Oliva 1660
11c "Der Schlüssel" von Yasuo Mitsui
Digitale Anlagen (CD-ROM)
Ordner 1 Auslobung 1.1	 Auslobung (08/2011)
Ordner 2 Arbeitspläne 2.1	 Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK Stand 07/2011) *.dxf 2.2	 Automatisierte Liegenschaftskarte mit HöhenVermessung (ALK Stand 07/2011, Vermessung 08/2011), vorgegebene Legende *.dxf Die Bestandsdarstellung ist nicht auf Grundlage einer Vermessung erstellt. Die Darstellung kann daher von der Realität abweichen. 2.3	 Bestandssituation Die Bestandsdarstellung ist nicht auf Grundlage einer Vermessung erstellt. Die Darstellung kann daher von der Realität abweichen. 2.4	 Ausschnitt Karte von Berlin ("K5" 1:5.000, Stand 01/2006) *.tif 2.5	 Ausschnitt 3D-Modell Planwerk Innere Stadt (Stand 01/2008) *.dxf Hinweise zur digitalen Arbeitsunterlage 3D­ Stadtmodell: - keine Darstellung der Topografie - die Gebäude sind stark vereinfacht - die Höhe der Gebäude kann von der Realität abweichen Ordner 3 Formblätter 3.1 	 Verfassererklärung 3.2 	 Formblatt 1 Flächen- und Mengenbilanz 3.3 	 Formblatt 2a und b Baukosten 3.4	 Nutzungsvereinbarung 3D-Stadtmodell Ordner 4 Informationspläne, historische Pläne 4.1	 Wettbewerbsgebiet 4.2	 Strukturvorgaben Wettbewerb Olivaer Platz (08/2011) 4.3	 Luftbild (08/2010) 4.4	 Luftbild (03/2011) 4.5	 Bebauungsplan 4-42 (Entwurf Stand 01/2009) 4.6	 Vitalitätsbewertung Bäume (Stand Ende 2010) 4.7	 Bestandsplan Machbarkeitsstudie Hortec (15.12.2008) 4.8 	 Historischer Plan 1910 Thieme 4.9	 Historischer Plan 1961 Finke
*.doc *.xls *.xls *.pdf
*.pdf *.pdf *.jpg *.jpg *.pdf *.pdf *.pdf * pdf * pdf
Ordner 5 Informationen und Gutachten 5.1	 Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz ­ Berlin, Heinz Jahnen Pflüger (Stand 04/2011) 5.2	 Verkehrsuntersuchung Olivaer Platz, GRI
(Zwischenbericht 05/2011) 5.3	 Machbarkeitsstudie zur Sanierung bzw.
Wiederherstellung der Platzanlage, Hortec
Berlin, (05/2009) 5.4	 BVV-Beschluss vom 19.5.2011 5.5	 Bürgerstellungnahmen zur Gestaltung Olivaer Platz 5.6	 Lichtkonzept
Ordner 6 Leitungsträger 6.1	 Gas *.pdf
6.2	 Wasser / Abwasser *.dwg / *.pdf
6.3	 Strom *.pdf
6.4	 Telekommunikation *.pdf
6.5	 Fernwärme *.pdf
6.6	 Beleuchtung *.pdf
6.7	 Versorgungsleitungen im engeren Wettbewerbsgebiet *.pdf
Ordner 7 Handbücher, Leitlinien, Verordnung 7.1	 Handbuch Design for all (Freiraum) 7.2	 Handbuch Fahrrad 7.3	 AV Geh- und Radwege
7.4	 Gleichstellungspolitische Zielsetzungen des Bezirkes
Charlottenburg-Wilmersdorf 7.5	 Rundschreiben Barrierefreies Bauen 7.6 	 Berliner Baumschutzverordnung

References: § 6
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 § 1
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 § 39
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 § 30
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 § 7