Source: https://www.recht-hilfreich.de/inkasso-frankfurt/inkasso/forderung-von-accredis-inkasso-fuer-ehemalige-postbank-konten/
Timestamp: 2019-09-15 16:35:10+00:00

Document:
In uns bekannten Fällen versucht die Postbank entweder durch einen Rechtsanwalt Heyl selbst oder nach Abtretung der Forderungen an die accredis Inkasso GmbH & Co. KG als Tochterunternehmen der Creditreform Unternehmensgruppe, Darlehen oder andere Forderungen aus früheren Konten ihrer Kunden zu realisieren. Oftmals geht es um Kontoüberziehungen.
Die Forderungen sind oft schon alt und dürften in vielen Fällen bereits der Verjährung unterliegen. Beruft man sich allerdings auf die Verjährung, wird man oft auf die Vorschrift des § 497 Abs. 3 S. 3 BGB verwiesen, wonach der Eintritt der Verjährung 10 Jahre gehemmt sei.
Allerdings wird gerne übersehen, dass die Bank Ihre Kunden zuvor auch in Verzug gesetzt haben muss. Insbesondere muss der Zugang entsprechender Schreiben durch die Postbank bzw. durch accredis Inkasso nachgewiesen werden. Dies ist selbst im Falle eines Einschreibens nicht immer möglich. In diesem Fall gilt dann die 3-jährige Verjährungsfrist der §§ 195, 199 BGB.
Aber auch wenn ein Kündigungsschreiben der Bank vorliegt, ist dieses nicht zwingend ausreichend um einen Verzug zu begründen. In einem aktuellen Urteil hat das Landgericht Frankfurt am Main (17.02.2016, Az.:2-12 O 254/15) wieder bestätigt, dass die Forderung der Postbank schon nach drei Jahren verjährt war. Im vorliegenden Fall hatte die Postbank dem Kunden bereits 2003 mitgeteilt, dass sie das Konto aufgelöst habe und der verbliebene Saldo innerhalb von 10 Tagen an die Bank zu zahlen sei.
Für die Begründung des notwendigen Verzugs habe dieses Schreiben aber nicht ausgereicht, so das Landgericht.
In einem früheren Fall hatte schon das Oberlandesgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 19.11.2012, Az.: 23 U 68/12 diese Rechtsauffassung bestätigt. Betroffene haben daher durchaus gute Chancen sich gegen Forderungen der Postbank oder der accredis Inkasso GmbH & Co. KG zu wehren.
Wenn Sie sich ebenfalls gegen solche Forderungen zur Wehr setzen wollen oder diese geprüft wissen wollen, dann melden Sie sich gerne bei uns!
8 Kommentare zu: “Forderung von accredis Inkasso für ehemalige Postbank-Konten”
5. September 2017 um 16:54 Uhr
Ich habe ebenfalls eine Aufforderung bekommen von einem Fall aus 2010. Jetzt nach fast 8 Jahren hat sich diese Accredis bei mir gemeldet und will für angeblich 80€ offene Rechnung der Postbank nun einen Betrag von 196,54 €.
Laut Gebührenverordnung kann der doch nur 45 € drauf schlagen oder ?
Weiterhin hat diese Merkwürdige Frau Otto von der Accredis mir erklärt das dieses Inkasso praktisch drauf schlagen kann es es möchte…
Ist dieser fall ? (2010) überhaupt noch relevant oder versucht dieses Baumschuleninkasso einfach Leute abzuziehen ?
Die erste Dame war nicht einmal in der Lage mir einen Brief zu schicken indem nachgewiesen wird das die überhaupt zu irgendwas berechtigt sind.
Bei dem 2. Anruf habe man mir nun erklärt das dieser Brief Wochen dauern wird da dieses aus einem Archiv der Postbank angefordert wird…
Irgendwas ist doch da merkwürdig an dem Verein…
Mein Mann hat gestern auch ein Schreiben von RA Heyl bekommen. Er möchte eine angebliche Forderung aus dem Jahr 2003. Diese angebliche Forderung ist nach § 195 BGB sowie verjährt, sofern es sie gegeben hat, denn die Postbank hat nie Forderungen angemeldet. Ich habe jetzt Beschwerde bei der Anwaltskammer Köln eingereicht. Auch habe ich der angeblichen Forderung mit dem Hinweis auf Verjährung widersprochen und mir außerdem Vorbehalten Anzeige zu ersatten.
Bei der Verjährung von Darlehensforderungen ist Vorsicht geboten. Diese verjähren nicht immer nach § 195 BGB sondern auch nach § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB. Der Beginn der Fristen ist nicht immer einfach zu ermitteln. Hier sollte man genau prüfen, insbesondere auch, ob schon Verzug eingetreten ist!
§ 497 Abs. 3 Satz 3 BGB lautet:
„Die Verjährung der Ansprüche auf Darlehensrückzahlung und Zinsen ist vom Eintritt des Verzugs nach Absatz 1 an bis zu ihrer Feststellung in einer in § 197 Abs. 1 Nr. 3 bis 5 bezeichneten Art gehemmt, jedoch nicht länger als zehn Jahre von ihrer Entstehung an.“
S. K.. F. A. sagt:
Ich habe aktuell auch eine Gesamtforderung von 139€ erhalten, die ursprüngliche Hauptforderung sei 38€ gewesen … diese ist aber noch nie seitens der Postbank gestellt worden (oder hat mich erreicht) und das Konto benutze ich seit ca. 20 Jahren nicht mehr. Die Überraschung auf meiner Seite war also groß und natürlich werde ich nicht zahlen. Ich überlege noch, ob ich überhaupt antworte oder doch erkläre, dass mir diese Hauptforderung bisher nicht bekannt war und ich um eine Begründung und Kopien des (angeblichen) Schriftwechsels bitte. – War schön, auf dieser Seite zu sehen, dass es anderen auch so ging und dass die Elixir-Kanzlei dazu eine Information ins Netz gestellt hat.
Juretko Susanne sagt:
Habe heute eine Forderung von accredis bekommen über 167€. Die ursprüngliche Forderung der Postbank waren 43€. Das lustige dabei, ich hatte bei der Postbank vielleicht vor 12-15 Jahren ein Konto, habe nie eine Zahlungsaufforderung bekommen, bin allerdings einige Male umgezogen.
1. April 2019 um 11:28 Uhr
Ich steh nämlich ganz aktuell auch mit dem Spass da… Und ehrlich gesagt hab ich keine Lust meine SB vom Rechtschutz für solche Idioten auszugeben
auch ich habe jetzt schon den 2. Brief von dieser „Firma“ bekommen und weis nicht so recht wie ich darauf reagieren soll. Ich habe keine Rechtschutz und auch kein Geld für nen Rechtsstreit. Habe bei der Postbank vor über 10 Jahren mal ein Konto gehabt aber auch nie von denen irgendwelche Forderungen bekommen, das ich was offen hätte. Was ratet ihr mir jetzt?
Werde denen diesen Text vom Anwalt schicken und um entsprechende Nachweise hinsichtlich der Zustellung von Rechnungen/ Mahnungen bitten. Dann dürfte sich die Forderung erübrigen.
ANTI-SPAM-FRAGE: drei + = zehn
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References: § 497
 § 195
 § 195
 § 497

§ 497
 § 197