Source: http://www.bgbau-medien.de/zh/z217/3.htm
Timestamp: 2013-05-23 04:54:07+00:00

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BGR 139 - Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen, 3. Maßnahmen zur Sicherstellung einer Hilfeleistung beim Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen bei gefährlichen Alleinarbeiten
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Nach § 25 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1)
hat der Unternehmer unter Berücksichtigung der betrieblichen Verhältnisse durch Meldeeinrichtungen und organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass bei einem Notfall unverzüglich die notwendige Hilfe herbeigerufen und an den Einsatzort geleitet werden kann.
Nach § 8 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1)
hat der Unternehmer bei gefährlichen Arbeiten eine Überwachung der allein arbeitenden Person sicherzustellen. Diese Überwachung kann unter anderem auch durch Personen-Notsignal-Anlagen erfolgen.
Schema einer Personen-Notsignal-Anlage
Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz
hat der Unternehmer die mit der Alleinarbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln und die Arbeitsbedingungen zu beurteilen. Auf Grund der Beurteilung sind geeignete Maßnahmen vorzusehen und nach § 6 Arbeitsschutzgesetz
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sind ganzheitlich unter Einbeziehung der physischen und psychischen Belastungen zu betrachten. Es werden alle relevanten Gefährdungsfaktoren ermittelt. Diese können der Tabelle 1
"Mögliche Gefährdungsfaktoren" der Regel "Grundsätze der Prävention" (BGR/GUV-R A1, Abschnitt 2.2.1) entnommen werden.
Siehe auch Anhänge 1 bis 3
Liste der mögliche Gefährdungsfaktoren
Gefährdungsfaktoren (siehe Tabelle 1
), die bei der allein arbeitenden Person geringe Verletzungen bzw. akute Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können.Die Person bleibt handlungsfähig.
), die bei der allein arbeitenden Person erhebliche Verletzungen bzw. erhebliche akute Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können.Im Notfall bleibt die Person eingeschränkt handlungsfähig.
), die bei der allein arbeitenden Person besonders schwere Verletzungen bzw. besonders schwere akute Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können.Im Notfall ist die Person nicht mehr handlungsfähig.
Einteilung nach Gefährdungsstufen; Festlegung der Gefährdungsziffer
Hinweis: Bei mehr als einem Gefährdungsfaktor der Tabelle 1
oder bei einer bestimmten Tätigkeit ist die Bewertungsziffer NW um mindestens 1 zu erhöhen.
Notfallwahrscheinlichkeit NW
Es sind grundsätzlich keine Notfälle zu erwarten, ein Notfall ist bisher kaum aufgetreten oder vorstellbar.
Bewertungsziffer EV
Gefährdungsstufe gering:Bei einer geringen Gefährdung ist eine Überwachung von Einzelarbeitsplätzen grundsätzlich nicht erforderlich.
Gefährdungsstufe erhöht: Bei einer erhöhten Gefährdung ist eine Überwachung des Einzelarbeitsplatzes, z.B. durch Kontrollgänge oder Kontrollanrufe, erforderlich, wenn die Notfallwahrscheinlichkeit (nach Tabelle 3) nicht höher als mäßig einzustufen ist. Ist die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls als hoch einzustufen, wird eine ständige Überwachung erforderlich, wie sie bei kritischen Gefährdungen vorgeschrieben ist. Gefährdungsstufe kritisch:
Der Wertebereich kann somit zwischen und dem Maximalwert
R = (1+0) x 1 = 1 R = (10+2) x 10 = 120 liegen.
einfacher Aufbau, leichte Bedienung, kein Verwechseln der Bedienelemente
Empfang von Textnachrichten (Paging)
Information der Träger möglich
kein Sprechkontakt mit der PNEZ
Kommunikation des Trägers mit der PNEZ möglich
Absetzen des Notsignals kann sich geringfügig verzögern
Personen-Notsignal-Geräte sind so beschaffen, dass Einstellungen nur durch autorisiertes Personal verändert werden können. Um sicherzustellen, dass nicht benutzte Personen-Notsignal-Geräte aufgeladen werden, ist für jedes Gerät eine eigene Ladevorrichtung erforderlich.
Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen müssen Personen-Notsignal-Geräte der Explosionsschutzverordnung – 11. GSGV entsprechen.
Vor dem Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen ist zu überprüfen, ob die Funkstrecke zur Personen-Notsignal-Empfangszentrale, unter Berücksichtigung der örtlichen und betriebsüblichen Gegebenheiten gewährleistet ist.Dies kann z.B. durch Funkfeldmessungen erfolgen. Funkschatten können durch die Installation von Relaisstationen überbrückt werden. Gegebenenfalls sind z.B. nach baulichen Veränderungen Wiederholungsmessungen erforderlich.
PNA-S
≤ 30 Sekunden bei Sprechverkehr, sonst ≤ 2 Sekunden
Willensunabhängiger Personen-Alarm einschließlich Voralarm Lagealarm Ruhealarm Zeitalarm ≤ 90 Sekunden ≤ 90 Sekunden ≤ 15 Minuten
≤ 90 Sekunden ≤ 90 Sekunden ≤ 15 Minuten
Verlustalarm* Fluchtalarm* *Anmerkung: Voralarm wird nicht zwingend vorgeschrieben
≤ 30 Sekunden ≤ 10 Sekunden
≤ 30 Sekunden ≤ 30 Sekunden
Technischer Alarm ** Ausnahmen können nach betrieblichen Gegebenheiten erforderlich werden.
≤ 10 Minuten**
Erfassen von Personen durch Ortskennungssender, die z.B. auf Niederfrequenz oder Infrarotbasis arbeiten. Bei Personen-Alarm erfolgt dann die Standortanzeige z.B. auf einem Bildschirm oder durch zusätzliche organisatorische Maßnahmen, beispielsweise
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass bei Ausfall der Personen-Notsignal-Anlage bzw. bei Technischem Alarm gefährliche Alleinarbeiten bis zur Beseitigung der Störungen unverzüglich anderweitig überwacht oder eingestellt werden.Die Überwachung kann z.B. durch eine zweite Person erfolgen.
Musterbeispiel siehe www.dguv.de
(Webcode d35669)Siehe §§ 6
und 15 Arbeitsschutzgesetz
Siehe § 12 Arbeitsschutzgesetz
und § 4 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1)
Der Unternehmer hat nach § 10 der Betriebssicherheitsverordnung
Personen-Notsignal-Anlagen vor der ersten Inbetriebnahme und nach Instandsetzungsarbeiten durch eine befähigte Person prüfen zu lassen.
Befähigte Person ist, wer durch seine Berufsausbildung, seine Berufserfahrung und
seine zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung
von PNA verfügt.Dies sind z.B. Kundendienstmonteure der Hersteller von Personen-Notsignal-Anlagen.
Webcode: M165-5

References: § 25
 § 8
 § 5
 § 6
 § 12
 § 4
 § 10