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Timestamp: 2020-05-25 18:12:54+00:00

Document:
Landesrecht BW § 18 LMedienG | Landesnorm Baden-Württemberg | - Zuweisung von Übertragungskapazitäten und Planung von Verbreitungsgebieten für Hörfunk und Fernsehen | Landesmediengesetz (LMedienG) vom 19. Juli 1999 | gültig ab: 08.08.2009
Landesmediengesetz (LMedienG) vom 19. Juli 1999
§ 1 - § 11 ERSTER ABSCHNITT: - Allgemeine Vorschriften
§ 12 - § 17 ZWEITER ABSCHNITT: - Zulassung
§ 18 - § 22 DRITTER ABSCHNITT: - Übertragungskapazitäten,...
§ 18 - Zuweisung von Übertragungskapazitäten und Planung...
§ 19 - Anzeigepflicht für Anlagenbetreiber
§ 20 - Ausweisung und Zuweisung
§ 21 - Rangfolge bei Ausweisung und Zuweisung
§ 22 - Belegung durch Betreiber
§ 23 - § 28 VIERTER ABSCHNITT: - Meinungsvielfalt
§ 29 - § 48 FÜNFTER ABSCHNITT: - Landesanstalt für Kommunikation
§ 49 - § 50 SECHSTER ABSCHNITT: - Datenschutz
§ 51 - § 52 SIEBTER ABSCHNITT: - Ordnungswidrigkeiten, verwaltungsgerichtliche...
§ 53 - § 54 ACHTER ABSCHNITT: - Übergangs- und Schlussbestimmungen
Amtliche Abkürzung: LMedienG
Gültig ab: 08.08.2009
(LMedienG)
Vom 19. Juli 1999
Zuweisung von Übertragungskapazitäten und Planung
von Verbreitungsgebieten für Hörfunk und Fernsehen
(1) Die Zuweisung von Kapazitäten an private Veranstalter sowie Plattform- und Telemedienanbieter erfolgt nach Maßgabe der §§ 20 und 21, wenn auch die übrigen Voraussetzungen nach diesem Gesetz, insbesondere die Vorschriften über die Meinungsvielfalt, erfüllt sind. Sie bestimmt
das Verbreitungsgebiet,
die Sendezeit.
Will ein Veranstalter auf Dauer das Programmschema oder die festgelegte Programmdauer nicht nur unwesentlich ändern, so hat er dies der Landesanstalt zuvor anzuzeigen. Die Kapazitätszuweisung ist nicht übertragbar. § 12 Abs. 4 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. Die Landesanstalt kann Zuweisungen analoger Übertragungskapazitäten mit einem Widerrufsvorbehalt versehen, soweit dadurch der Übergang von analoger zu digitaler Übertragung sichergestellt werden soll; der Widerruf setzt voraus, dass zugleich die unmittelbar an die analoge Verbreitung anschließende digitale Verbreitung des Angebots medienrechtlich sichergestellt ist.
(2) Die Verbreitungsgebiete für drahtlosen privaten Hörfunk in analoger Technik sind grundsätzlich so zu planen, dass
zusammenhängende Kommunikations-, Kultur- und Wirtschaftsräume versorgt werden können,
eine wirtschaftlich leistungsfähige Hörfunkveranstaltung ermöglicht wird,
im Land bis zu drei Verbreitungsgebiete für regionale Hörfunkprogramme, ein Verbreitungsgebiet für ein überregionales Programm bis hin zu einer landesweiten Verbreitung als Programm vorwiegend für junge Menschen und zwölf bis achtzehn Verbreitungsgebiete für lokale Hörfunkprogramme entstehen,
die regionalen und lokalen Verbreitungsgebiete nach Nummer 3 jeweils in ihrer Gesamtheit und das Verbreitungsgebiet des überregionalen Programms das Landesgebiet möglichst weitgehend erfassen, soweit hierfür die erforderlichen Übertragungskapazitäten zur Verfügung stehen.
Bei der Planung der Verbreitungsgebiete soll angestrebt werden, dass bei lokaler Hörfunkveranstaltung in der Regel mindestens 300000 Einwohner und bei regionaler Hörfunkveranstaltung in der Regel mindestens 1,5 Millionen Einwohner das Programm in Stereoqualität empfangen können. Bei der Planung soll ferner angestrebt werden, dass nicht mehr als ein Viertel der Einwohner eines lokalen Verbreitungsgebietes ein Programm mit einem anderen lokalen Verbreitungsgebiet oder eines regionalen Verbreitungsgebietes ein Programm mit einem anderen regionalen Verbreitungsgebiet in Stereoqualität empfangen können. Die Landesanstalt soll im Rahmen des Möglichen auch berücksichtigen, welche Versorgungsgebiete sich im privaten Hörfunk im Land bisher herausgebildet haben.
(3) Die Landesanstalt kann zur Erreichung des in Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 genannten Ziels in der Ausschreibung nach § 20 Abs. 4 Satz 1 vorsehen, dass ein Veranstalter mit einem lokalen Verbreitungsgebiet von mehr als 600000 Einwohnern oder ein Veranstalter mit einem regionalen Verbreitungsgebiet von mehr als 3 Millionen Einwohnern sein Programm für angemessene Zeit in bestimmte Teilverbreitungsgebiete auseinander zu schalten hat.
(4) Für die drahtlose Verbreitung privater Hörfunkprogramme in digitaler Technik finden die Vorschriften des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 sowie Satz 4 unter Berücksichtigung der internationalen Vereinbarungen entsprechende Anwendung.
(5) Für die Planung von Verbreitungsgebieten für privates Fernsehen gilt Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 entsprechend. Der Betreiber einer Anlage zur leitungsgebundenen Verbreitung von Fernsehen soll im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Zumutbaren die Verbreitungsstrukturen so gestalten, dass zusammenhängende Kommunikations-, Kultur- und Wirtschaftsräume versorgt werden und eine wirtschaftlich leistungsfähige Veranstaltung insbesondere auch von lokalem und regionalem Fernsehen ermöglicht wird.
§ 18 LMedienG wird von folgenden Dokumenten zitiert
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 1. Senat, 11. Oktober 2006, Az: 1 S 1742/04
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 1. Senat, 13. Dezember 2002, Az: 1 S 2480/02
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 10. Senat, 14. September 1993, Az: 10 S 437/92
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 10. Senat, 4. Februar 1992, Az: 10 S 278/91
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 10. Senat, 17. September 1991, Az: 10 S 53/91
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References: § 18

§ 1
 § 11

§ 12
 § 17

§ 18
 § 22

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23
 § 28

§ 29
 § 48

§ 49
 § 50

§ 51
 § 52

§ 53
 § 54
 § 12
 § 20

§ 18