Source: http://hochbahn-fb17.corporate-report.com/
Timestamp: 2019-02-16 04:28:35+00:00

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Hochbahn Finanzbericht 2017
L A G E B E R I C H T U N D J A H R E S A B S C H L U S S 2 0 17
0 2 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U LAGEBERICHT 1. 1.1 1.2 1.3 2. 2.1 2.2 2.3 2.3.1 2.3.2 2.3.3 2.4 3. 3.1 3.2 GRUNDL AGEN DES UNTERNEHMENS Ge s c h äf ts mod e l l d e s Unte r ne hm e n s Z i e l e u nd S trate g i e n For s c h u n g u nd Ent w i c k l u n g WIRTSCHAFTSBERICHT B ra n c he n bezog e ne R a hm e n bed i n g u n g e n Ges c h äf tsve r l au f L ag e Er trag s l ag e Fi n a nzl ag e Ve r mög e n s l ag e M i ta r be i te r d e r H OCH BA H N PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT Prog nose be r i c ht R i s i ko- u nd Ch a n ce n be r i c ht 03 03 04 05 06 06 07 09 09 10 12 12 14 14 20 2017
0 3 L A G E B E R I C H T G R U N D L A G E N D E S U N T E R N E H M E N S 1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens 1.1 Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) ist eines der führenden Nahverkehrsunternehmen in Deutschland. Auf vier U-Bahn-, 110 Bus- und mehreren Fährlinien nutzen rund 1,2 Mio. Fahrgäste täglich die Verkehrsmittel der HOCHBAHN und ihrer Töchter. Damit erbringt sie etwa die Hälfte der gesamten Nahverkehrsleistungen im Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Mit mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört das Unter- nehmen zu Hamburgs größten Arbeitgebern. Die Freie und Hansestadt Hamburg bestätigte am 24. Novem- ber 2009 die Betrauung der HOCHBAHN mit gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen bei der Erbringung von Linienverkehren mit Bussen und U-Bahnen in Hamburg. Dabei sehen die Verträge vor, dass die HOCHBAHN für den Linienverkehr mit Bussen bis zum Jahr 2019 sowie für den Linienverkehr mit U-Bahnen bis zum Jahr 2032 betraut ist. Zusammen mit ihren zahlreichen Tochter- und Beteiligungsunternehmen, unter anderem im Fahr- zeuginstandhaltungs-, Sicherheits- sowie Reinigungsbereich, stellt die HOCHBAHN einen wesentlichen Teil der Mobilität in Hamburg sicher. Die Hamburger Hochbahn AG ist ein nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen organisiertes und geführ- tes Unternehmen, das sich über die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanage- ment mbH (HGV) vollständig im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg befindet. Organisatorisch ist das Unternehmen in vier Ressorts gegliedert. Vorstand Vorstandsvorsitzender Henrik Falk Claudia Güsken Helmut König Jens-Günter Lang Ressort Ressort Unternehmenssteuerung Personal und Betrieb Henrik Falk Claudia Güsken Ressort Finanzen Helmut König Ressort Technik Jens-Günter Lang Das Ressort Unternehmenssteuerung wird vom Vorstandsvorsitzenden geführt. Dazu gehören die Bereiche Systementwicklung und Angebotsplanung, Marketing, Unternehmenskommunikation, Vertrieb und Verkehrs- wirtschaft sowie verschiedene Stabsbereiche (Politik und Strategie, Bürgerbeteiligung, Organisation, Revision, Geschäftsfeldentwicklung). Die Bereiche U-Bahn- und Busbetrieb bilden zusammen mit den Bereichen Personal und Arbeitssicherheit, Umwelt- und Brandschutz das Ressort Personal und Betrieb. Das Ressort Finanzen umfasst die Bereiche Finanzen und Controlling, Einkauf, Informationsmanagement sowie Recht und Immobilien. Zum Ressort Technik gehören die Bereiche Projektbau / Bahnanlagen, Infrastruktur, Bustechnik, Schienenfahr- zeuge sowie U-Bahn-Neubau U5.
0 4 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Frau Claudia Güsken, Vorständin Personal und Betrieb, hat ihre Tätigkeit bei der HOCHBAHN zum 1. Septem- ber 2017 aufgenommen. Bis dahin hatten der Vorstandsvorsitzende Henrik Falk den Bereich Personal, Finanz- vorstand Helmut König den Bereich Busbetrieb und Technikvorstand Jens-Günter Lang die Bereiche U-Bahn- Betrieb und Arbeitssicherheit, Umwelt- und Brandschutz temporär übernommen. Die HOCHBAHN ist zum einen von den rechtlichen Rahmenbedingungen und zum anderen in besonderem Maße von den politischen Entscheidungen zur Ausrichtung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Freien und Hansestadt Hamburg abhängig. Haupttreiber für die positive Unternehmensentwicklung in den letzten Jahren waren die im Bundesvergleich überdurchschnittlich gestiegenen Fahrgastzahlen. Die HOCHBAHN ist auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Ein wichtiger Meilenstein in der U-Bahn-Netzentwicklung im Berichtsjahr war die Festlegung auf den Strecken- verlauf des Ost-Abschnitts der in Planung befindlichen neuen U-Bahn-Linie U5. Die Planungen zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 auf die Horner Geest sowie die Baumaßnahmen zur neuen Haltestelle Oldenfelde (U1) und Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 bis zu den Elbbrücken wurden planmäßig fortgeführt. Im Busbereich wurde die erste Ausschreibung für 60 batteriebetriebene Elektrobusse aus Serienproduktion gestartet, die schrittweise bis Ende des Jahrzehnts beschafft werden sollen. Wichtige weitere Projekte waren die fortgeführte Erprobung von neuen, innovativen Antrieben im Busbetrieb (insbesondere auf der Innovationslinie 109), die Inbetriebnahme und der Einsatz von weiteren Fahrzeugen der neuen U-Bahn-Generation DT5 im Linienbetrieb und die Fort- setzung des barrierefreien Ausbaus von U-Bahn-Haltestellen. Die HOCHBAHN befindet sich weiterhin auf einem konsequenten Kurs zur digitalen Ausprägung der Unter- nehmensstrategie. Zentrales Ziel ist es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und im Austausch mit der Stadt Hamburg und weiteren Mobilitätspartnern ein einfaches, individuelles, flexibles und nachhaltiges Mobili- tätsangebot für die Zukunft zu schaffen. Hinsichtlich der ab 25. Mai 2018 anzuwendenden EU-Datenschutzgrundverordnung haben sich die Vorstände zeitnah über den Stand der Umsetzung durch den Datenschutzbeauftragen informieren lassen. 1.2 Ziele und Strategien Der Mobilitätssektor befindet sich am Anfang eines tiefgreifenden Wandels. Getrieben wird dieser Wandel durch mehrere Faktoren. Diese sind das voraussichtlich weiterhin starke Wachstum der Verkehre bis 2030, neue gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Trends, die durch die Digitalisierung getriebene Neu- ausrichtung von Geschäftsmodellen vieler Unternehmen, Veränderungen in den Kundenerwartungen, demo- grafische Entwicklungen sowie der Eintritt neuer Marktteilnehmer aus ÖPNV-fremden Bereichen. Maßgeblich durch die Digitalisierung begünstigt, drängen neue Akteure auf den Mobilitätsmarkt und verändern diesen schon heute. Neben den bekannten Automobilherstellern und Sharing-Anbietern treten auch Unternehmen aus der Digitalwirtschaft auf den Markt, darunter insbesondere Plattformanbieter. Damit entstehen neue Geschäfts- modelle, die den Mobilitätsmarkt grundlegend verändern können, insbesondere in Bezug auf die Verteilung des Transportaufkommens auf unterschiedliche Verkehrsmittel (Modal Split), und den klassischen ÖPNV so unter Druck setzen werden. Für die Zukunft wird es daher entscheidend sein, wie die HOCHBAHN auf die Anbieter dieser neuen Geschäftsmodelle reagiert, diese integriert und Kooperationen eingeht. Mit ihrer Unternehmensstrategie HOCHBAHN#2030 reagiert die HOCHBAHN auf den weltweiten Mega- trend Digitalisierung, der im Bereich Mobilität zu zahlreichen Veränderungen führt und große Chancen für die HOCHBAHN bietet. Die Vision „Intelligente Mobilität für eine lebenswerte Zukunft“ ist das langfristige Zukunfts- bild für die HOCHBAHN. Mit der Mission „Wir organisieren die nachhaltige Mobilität in der Smart City Ham- burg“ zeigt die HOCHBAHN ihr Selbstverständnis und die Überzeugung, für ihre Kunden, Mitarbeiter und die Stadt Hamburg Mehrwerte zu schaffen und Verantwortung gegenüber Mensch, Umwelt und Gesellschaft zu
0 5 L A G E B E R I C H T G R U N D L A G E N D E S U N T E R N E H M E N S übernehmen. Nachhaltigkeit bedeutet für die HOCHBAHN Zukunftsfähigkeit. Dieses Verständnis unterstreicht die HOCHBAHN mit der Unterstützung des UN Global Compact. Die zehn Prinzipien sowie die Ziele des UN Glo- bal Compact sind integraler Bestandteil von HOCHBAHN#2030 und bilden die Basis unseres Handelns. Die Möglichkeiten der intelligenten Vernetzung von Prozessen durch die Digitalisierung haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass kundenorientierte Lösungen immer wichtiger werden und der Arbeits- und Lebens- alltag immer einfacher organisiert werden kann. Dies gilt gerade für die Mobilität. Hier sind nachhaltige Lösungen gefragt, die möglichst alle Mobilitätsoptionen bündeln und neue digitale Möglichkeiten optimal nutzen. Auf diese Weise soll der Kunde immer einfach und passgenau den Weg „von A nach B“ über sein Smartphone organisieren können. Die HOCHBAHN ist bereits heute das Rückgrat der Mobilität in Hamburg, besitzt das Vertrauen von rund 700.000 Abonnenten, ist neutraler Partner der Stadt und im Besitz der Infrastruktur und der Vernetzung in Hamburg. Die HOCHBAHN ist daher prädestiniert, die Mobilität in Hamburg nachhaltig zu organisieren. Die Ergänzung des HOCHBAHN-Kerngeschäfts um die Bündelung und Vermittlung weiterer Mobilitätsdienst leistungen zahlt auf die Steigerung unserer Kundenzahlen ein und erweitert damit die bisherige Zielsetzung „Steigerung der Fahrgast- zahlen“ auf „Steigerung der Kundenzahlen“. Die strategischen Initiativen sind der entscheidende Hebel, um die Mission der HOCHBAHN als Organisator der nachhaltigen Mobilität in der Smart City Hamburg erfüllen zu können. In jeder Initiative werden wichtige, strate- gisch relevante Vorhaben, Projekte oder Programme gebündelt, um die HOCHBAHN für die digitale Zukunft der Mobilität in Hamburg gut aufzustellen. Mit ihnen treibt das Unternehmen die weitere Umsetzung der Unterneh- mensstrategie voran, steigert die Kundenzahlen, erschließt sich neue Kundengruppen, Geschäftsfelder sowie Ertragsquellen und steigert die Effizienz bzw. Nachhaltigkeit des Kerngeschäfts U-Bahn und Bus. 1.3 Forschung und Entwicklung In Hamburg und anderen deutschen Städten hat der Druck, die Emission von Schadstoffen, vor allem Stick- oxid, weiter zu reduzieren, deutlich zugenommen, sodass in etlichen Städten Fahrverbote für Diesel-Pkw wahr- scheinlich sind. Im Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht den Weg dafür geebnet. Vor diesem Hintergrund wurde im November 2017 der Nationale Diesel-Gipfel unter der Leitung der Bundeskanzlerin aus- gerichtet, bei dem ein Sofortprogramm „Saubere Luft 2017 bis 2020“ mit einem Umfang von 1 Mrd. € auf den Weg gebracht wurde. Im Rahmen des Förderaufrufes für die Umstellung öffentlicher Flotten auf Elektromobilität hat die HOCHBAHN im Januar 2018 eine Förderung für die bis zum Jahr 2020 zu beschaffenden 60 E-Busse sowie die zugehörige Ladeinfrastruktur beantragt. Im März wurden in einem weiteren Förderaufruf für die Digita- lisierung des Verkehrs (Fördervolumen von 500 Mio. €) weitere Vorhaben etwa für ein neues digitales Fahrgast- informationssystem zur Förderung eingereicht. Die Umstellung der Busflotte auf lokal emissionsfreie Antriebe hat für die HOCHBAHN eine hohe Bedeutung. So ist dieser Themenkomplex auch der Schwerpunkt des Engagements der HOCHBAHN bei Forschung und Entwicklung. Mit den Erkenntnissen aus der Erprobung auf der Innovationslinie 109 und einem engen fach- lichen Austausch mit den Busherstellern sowie Hochschulen wie der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) und wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme wurde das Konzept für die Umstellung der Busflotte fachlich weiter abgesichert. Im Mittelpunkt stehen nun Elektrobusse mit leistungsstarken Batterien, die auf Busbetriebshöfen mit Energie versorgt werden. Der Fokus des Gesamt- projekts zur Umstellung auf alternative Antriebe liegt in der Vorbereitung auf die ersten Vorab-Fahrzeuge, die Ende 2018 in Betrieb genommen werden sollen. Anfang 2019 sollen die ersten serienreifen, lokal emissionsfreien Elektrobusse in Betrieb gehen. Die HOCHBAHN arbeitet innerhalb einer gemeinsamen Initiative verschiedener deutscher Verkehrsunternehmen an der Entwicklung von Standards für elektrische Bussysteme. Die Umstellung der gesamten Busflotte auf elektrische Antriebe erfordert eine tiefgreifende Analyse, die auch den systematischen Ausbau der Ladeinfrastruktur einbezieht. Auf den Busbetriebshöfen Gleisdreieck der HOCHBAHN und Bergedorf der VHH (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH) werden entsprechende Konzepte zum ersten Mal in Deutschland realisiert. Dabei werden unter anderem die Ergebnisse der gemeinsam
0 6 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U mit Stromnetz Hamburg und der HSU im Jahr 2017 durchgeführten Metastudie zu den Anforderungen an das Stromnetz zugrunde gelegt. Die HSU wird auch die neuen Vorhaben weiter wissenschaftlich begleiten, um die technische Aktualität und Nachhaltigkeit der Umsetzung zu sichern und die Übertragbarkeit auf andere Betriebshöfe bei der HOCHBAHN sowie auf andere Verkehrsunternehmen zu ermöglichen. Da an den Netz- anschlüssen der einzelnen Busbetriebshöfe zukünftig nicht ausreichend Energie zum gleichzeitigen Laden aller Busse zur Verfügung gestellt werden kann, wird ein Last- und Lademanagementsystem entwickelt, das Ende 2018 in Betrieb genommen werden soll. Dies verhindert die Überlastung des Netzanschlusses und stellt sicher, dass die Busse mit der maximal verfügbaren Leistung geladen werden können. Wegen des hohen Innovations- grades der in Hamburg entwickelten Konzepte werden die Umsetzung auf den beiden Betriebshöfen sowie die wissenschaftliche Begleitforschung durch die HSU im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie des Bundes mit rund 9 Mio. € gefördert. Autonom fahrende Busse sind eine Option, um Verkehrsleistungen in zeitlich oder räumlich gelegenen Fens- tern mit geringer Nachfrage gegebenenfalls in das Angebot der Verkehrsunternehmen aufzunehmen. Zurzeit besteht jedoch noch ein hoher Forschungsbedarf, um technische und operative sowie strategische Fragen, etwa zu geeigneten künftigen Einsatzfeldern sowie wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodellen, zu evaluieren. Vor diesem Hintergrund hat die HOCHBAHN im Rahmen ihres Projektes für die autonom fahrenden Kleinbusse in der HafenCity (HEAT, Hamburg Electric Autonomous Transportation) das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) aus Berlin sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (Institut für Verkehrs- systemtechnik) aus Braunschweig eingebunden, um diese Fragestellungen wissenschaftlich zu analysieren. Der Regelbetrieb der autonom fahrenden Kleinbusse soll Ende 2020, d. h. rechtzeitig zum ITS-Weltkongress 2021 in Hamburg, aufgenommen werden. Der ITS-Weltkongress befasst sich mit intelligenten Verkehrssystemen und -dienstleistungen. Dann sollen auch bereits die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung vorgestellt werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Wachstumsbranche öffentlicher Personennahverkehr Im Jahr 2017 sind die Fahrgastzahlen im ÖPNV in Deutschland erneut gestiegen. Mit rechnerisch 10,32 Mrd. Personen nutzten im Berichtsjahr 1,4 % mehr Fahrgäste den ÖPNV als im Jahr 2016. Das Plus bei den Fahrgast- zahlen ist auf deutliche Anstiege im Schienenpersonennahverkehr (+3,5 %) und im Straßenbahnverkehr (+2,0 %) zurückzuführen. Die Fahrgastzahlen im Busverkehr sanken um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Fahrgeld- erträge wuchsen um 3,3 % auf insgesamt 12,78 Mrd. € und die Verkehrsleistung stieg um 1,7 % auf 94,81 Mrd. Personenkilometer *. Vorläufige Statistiken ÖPNV-Fahrgastzahlen laut Statistik des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Veränderungen zum Vorjahr: Fahrgastzahlen lt. VDV-Statistik (Mio.) ÖPNV gesamt (Summe Unternehmensfahrten) Veränderung ggü. Vorjahr (%) 2017 1 10.320 1,4 2016 10.180 1,8 2015 10.004 0,5 1 Bei den Werten für das Jahr 2017 handelt es sich um vorläufige Angaben, die auf Hochrechnungen der ersten drei Quartale beruhen. * Charts der Jahrespressekonferenz des VDV sowie Internet: https://www.vdv.de/presse.aspx?id=21a74b88-1484-4af8-9e31-3e2ff8cc34a8&mode=detail
0 7 L A G E B E R I C H T G R U N D L A G E N D E S U N T E R N E H M E N S | W I R T S C H A F T S B E R I C H T 2.2 Geschäftsverlauf Für das Berichtsjahr 2017 lag die Steigerung der Nachfrage um voraussichtlich 1,4 % deutschlandweit leicht unter dem Anstieg des Vorjahres von 1,8 %. Für das Verbundgebiet des HVV wird für das Jahr 2017 auf Basis von Hochrechnungen mit einer Nachfragesteigerung von 1,2 %* gerechnet. Nach einer überdurchschnittlichen Entwicklung im Vorjahr lag das Wachstum im Jahr 2017 damit etwas unter dem des VDV. Die nach wie vor boomenden Tourismusfahrten und die sich weiterhin positiv entwickelnden Beschäftigungszahlen bei einem anhaltend guten Konsumklima waren die Hauptgründe für die erreichte Steigerung. Kalendereffekte wie der zusätzliche Feiertag zum Reformationstag führten dazu, dass es im Jahr 2017 drei Arbeitstage und einen Sonn- abend weniger als im Vorjahr gab. Das wirkte sich etwas dämpfend auf die Entwicklung der Fahrgastzahlen aus. Im Jahr 2017 haben auf der Basis vorläufiger Daten über 455 Mio. Fahrgäste (inklusive Umsteiger) die HOCHBAHN benutzt. Das entspricht einer Steigerung von 2,1 %* gegenüber dem Vorjahr. Die Sanierung von Haltestellen im U-Bahn- und Bus-Bereich sowie die Arbeiten am Busoptimierungsprogramm wurden im ähn- lichen Umfang wie im Vorjahr planmäßig fortgeführt. Längerfristige Baustellen befanden sich mit dem Schwer- punkt im U-Bahn-Bereich Berliner Tor – Wandsbek-Gartenstadt zwar in stärker frequentierten Streckenabschnit- ten, waren dafür aber von deutlich kürzerer Dauer als im Jahr 2016, sodass die Auswirkungen des verregneten Sommers und des Rückgangs der Flüchtlingszahlen kompensiert werden konnten. Positive Effekte waren die Eröffnung der Elbphilharmonie sowie in der Folge der anhaltend hohe Besucherandrang auf der U-Bahn-Linie U3 und den entsprechenden Buslinien. Die geringeren Fahrgastzahlen in der Zeit des G20-Gipfels lassen auf- grund der relativ kurzen Dauer nur geringe Auswirkungen auf die Nachfrageentwicklung erkennen. Die Verkehrseinnahmen des HVV im Jahr 2017 sind um voraussichtlich 2,4 %** gegenüber dem Vorjahr gestie- gen. Der Zuwachs lag damit über dem durchschnittlichen Anhebungssatz der Tarifanpassung vom Januar 2017 in Höhe von +1,4 % und spiegelte so auch den Anstieg der Fahrgastzahlen wider. Die weitere Erhöhung der Anzahl der Studierenden in Hamburg auf über 101.000 wirkte sich dabei positiv aus, während sich der Schüler- verkehr stabilisiert hat. Dagegen wies der Auszubildendenverkehr Rückgänge auf. Bei den Barfahrausweisen war der Verkauf von Einzelkarten für kürzere Strecken noch leicht rückläufig, aber die Nachfrage nach Tages- und Gruppen karten legte kräftig zu. Hohe Steigerungsraten verzeichneten auch die Vollzeit- und Großkunden- Abonnements. Dies zeigt den Erfolg der gezielten Marketingmaßnahmen. Die HOCHBAHN rechnet für 2017 auf Basis bisher vorliegender Daten und aufgrund der überdurchschnittlichen Nachfrageentwicklung im Verbund mit einer Einnahmesteigerung von ebenfalls mindestens 2,4 %**. Verkehrsleistungen der HOCHBAHN Anzahl beförderter Fahrgäste (in Tausend) U-Bahn Bus Summe Betriebszweige (U-Bahn + Bus) Gesamtanzahl Unternehmen 3 Personenkilometer (in Tausend) U-Bahn Bus Gesamtanzahl Unternehmen 2017 1 242.453 213.297 455.750 387.388 1.447.443 663.580 2.111.023 2016 2 235.391 211.186 446.577 379.590 1.405.284 657.010 2.062.294 2015 228.944 208.589 437.533 371.903 1.366.796 648.931 2.015.727 1 Vorläufige Zahlen 2 Aktualisierte Zahlen 3 In der Zeile „Gesamtanzahl Unternehmen“ sind Umsteiger zwischen Bus und U-Bahn lediglich einmal erfasst. * Vorläufige Zahlen ** VDV-Presseinformation, Abrechnungen und Informationen des HVV
0 8 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Betriebsleistungen der HOCHBAHN U-Bahn Nutzwagenkilometer 2 (in Tausend) Nutzplatzkilometer 1, 2 (in Millionen) Streckenlänge 2 (km) Anzahl der Linien Anzahl der Haltestellen 2 Mittlere Reisegeschwindigkeit (km / h) 1 Stehplätze mit je 0,25 m2 berechnet 2 Inklusive Verkehrsgesellschaft Norderstedt mbH 3 Nachfragestärkste Linie U1: 35,1 km / h Betriebsleistungen der HOCHBAHN Bus Nutzwagenkilometer (in Tausend) Nutzplatzkilometer 1 (in Millionen) Streckenlänge 2 (km) Anzahl der Linien2 Anzahl der Haltestellen Mittlere Reisegeschwindigkeit (km / h) 2017 88.678 8.529 104,4 4 91 33,3 3 2017 50.476 3.950 921,6 110 1.329 18,8 2016 87.843 8.465 104,4 4 91 33,3 2016 50.298 3.920 924,6 111 1.327 18,6 2015 86.760 8.401 104,4 4 91 33,3 2015 49.315 3.843 924,6 111 1.327 18,8 1 Stehplätze mit je 0,25 m2 berechnet 2 Allgemeiner Linienverkehr nach § 42 PBefG, die Linie 380 (Arenen-Shuttle) wurde nicht berücksichtigt Fahrzeugbestand der HOCHBAHN U-Bahn Typ DT11 DT2 DT3 DT4 2 DT5 Gesamtbestand 2 Betriebsfähiger Bestand Baujahre Wagen Fahrzeuge Wagen Fahrzeuge Wagen Fahrzeuge 2017 2016 2015 1958 – 59 1962 – 66 1968 – 71 1988 – 2005 2012 – 2017 Anzahl Plätze 3 6 2 180 504 237 929 3 1 60 126 79 269 6 2 207 504 171 890 3 1 69 126 57 256 6 30 207 504 126 873 3 15 69 126 42 255 85.695 82.712 80.920 848 241 839 238 861 250 1 Ein DT1-Fahrzeug mit zwei Wagen ist der Salonwagen „Hanseat“ 2 Inklusive zwei Fahrzeuge (acht Wagen) der Verkehrsgesellschaft Norderstedt mbH 3 Stehplätze mit je 0,25 m2 berechnet
0 9 L A G E B E R I C H T W I R T S C H A F T S B E R I C H T Fahrzeugbestand der HOCHBAHN Bus Stadt- u. Schnellbusse 1, 2 Gelenkbusse 1, 2 Doppelgelenkbusse 1, 2 Dieselhybrid-Gelenkbusse 1 Brennstoffzellen-Batterie-Gelenkbusse 1 Brennstoffzellen- / Hybrid- / Plug-In-Busse 1 Gesamtbestand Anzahl 2 Plätze 2, 3 1 Niederflurbusse 2 Ohne rd. 150 Fahrzeuge bei Tochtergesellschaften bzw. angemietete Fahrzeuge 3 Stehplätze mit je 0,25 m2 berechnet 2017 2016 2015 507 289 14 15 2 22 849 68.810 484 272 25 15 2 22 820 67.133 460 270 26 20 2 19 797 65.781 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Verkehrseinnahmen der HOCHBAHN konnten im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Mio. € auf 440,4 Mio. € gesteigert werden. Die Mehreinnahmen ergaben sich zum einen aus der positiven Nachfrage- entwicklung und zum anderen aus der Erhöhung der HVV-Tarife zum 1. Januar 2017. Im Rahmen der Endabrechnung der Einnahmeaufteilung durch den HVV für das Jahr 2016 wurde für die HOCHBAHN ein Anteilssatz von 48,6 % festgestellt, der auch für den aktuellen Berichtszeitraum zum Ansatz kommt. Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien betrugen 21,6 Mio. € und überschritten damit den Vorjahreswert in Höhe von 20,8 Mio. € um 0,8 Mio. €. Die aktivierten Eigenleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 20,4 Mio. € und lagen damit um 3,4 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Erträge aus Zuschüssen für das Jahr 2017 lagen mit einem Volumen von 16,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau von 9,7 Mio. €. Dies war vor allem auf höhere Zuschüsse für Planungsleistungen der U-Bahn-Netzerweiterung zurückzuführen. Die Gesamtleistung verbesserte sich im Berichtsjahr 2017 deutlich um 31,6 Mio. € auf 572,5 Mio. €. Beim Materialaufwand haben sich unter anderem die Kosten für Dieselkraftstoff aufgrund der gestiegenen Fahr- leistung der HOCHBAHN-Busse und der Zunahme des durchschnittlichen Preises für Diesel um 0,07 € pro Liter um 1,6 Mio. € auf 17,8 Mio. € erhöht. Bei den Personalaufwendungen entstanden Mehraufwendungen gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Tarif- lohnsteigerungen und durch die höhere Mitarbeiterzahl. Zudem fielen die Aufwendungen aus der Anpassung diverser Personalrückstellungen an ihren Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2017 höher aus als im Vorjahr. In Summe sind die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Mio. € auf 253,1 Mio. € gestiegen. Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2017 um 14,0 Mio. € war hauptsächlich auf die im Vorjahr enthaltenen Einmalaufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung zur Deckung des zukünftigen Finanzbedarfs der agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG (agilis E) in Höhe von 16,0 Mio. € zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2017 fielen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,6 Mio. € (2016: 0,9 Mio. €) an. Die Planungen für Jasper Rund- und Gesellschaftsfahrten GmbH (Jasper) und Süderelbe Bus GmbH weisen unter Berücksichtigung einer Anpassung der Personalkosten an das Tariflohnniveau der HOCHBAHN rück läufige Ergebnisse aus. Daher wurden diese Beteiligungen wertberichtigt.
10 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Die operative Ertragskraft nahm im Wesentlichen durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendun- gen zu. Das EBITDA (Jahresergebnis vor Verlustübernahme, Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 14,0 Mio. € auf 54,7 Mio. € gestiegen. Infolge der deutlichen Zunahme der Gesamtleistung um 31,6 Mio. € und des starken Anstiegs im operativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2017 konnte der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme 2017 im Vergleich zum Vor- jahr um 6,0 Mio. € auf 44,9 Mio. € (-11,8 %) verringert werden. Der Kostendeckungsgrad der HOCHBAHN lag im Jahr 2017 mit 92,9 % um 1,3 Prozentpunkte und somit deut- lich über dem entsprechenden Vorjahreswert (91,6 %). Er stellt damit erneut einen Spitzenwert im nationalen und internationalen Vergleich dar. Jahresfehlbetrag (Mio. €) Jahresfehlbetrag Kostendeckungsgrad (%) Kostendeckungsgrad 2017 44,9 2017 92,9 2016 50,9 2016 91,6 2015 60,2 2015 89,6 2.3.2 Finanzlage Die nachstehende verkürzte Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Finanzierungsmittel im Geschäftsjahr 2017 und wird in Anlehnung an DRS 21 dargestellt. Die von der HOCHBAHN vereinnahmten Zuschüsse sind saldiert im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Finanzmittelfonds am 1.1.2017 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Finanzmittelfonds am 31.12.2017 5,0 Mio. € + 27,6 Mio. € - 201,3 Mio. € + 176,2 Mio. € 7,5 Mio. € Der Finanzmittelfonds am 31. Dezember 2017 bestand aus liquiden Mitteln. Zur Finanzierung der Investitionen in Höhe von 243,0 Mio. € vor Zuschüssen und zur planmäßigen Tilgung von Altdarlehen in Höhe von 46,4 Mio. € hat die HOCHBAHN im Rahmen der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2017 vier langfristige Darlehen mit einem Volumen von insgesamt 150,0 Mio. € aufgenommen. Die Kreditverbindlichkeiten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 650,1 Mio. €. Damit ergab sich ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 103,6 Mio. € bzw. 19,0 %. Für langlebige Investitionsgüter wird der Finanzbedarf, der nicht durch Mittel der Innenfinanzierung gedeckt werden kann, grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Der HOCHBAHN standen zugesagte Kreditlinien inländischer Banken in einem Gesamtvolumen von 20,0 Mio. € zur Verfügung. Die Kreditlinien sind im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit frei verwendbar und wurden in Höhe von 4,1 Mio. € teilweise in Anspruch genommen. Der kurzfristige Finanzbedarf wird aus dem Cash-Pool des HGV-Konzerns gedeckt. Die HOCHBAHN geht davon aus, dass ihr auch zukünftig eine ausreichende Finanzierungslinie von der HGV zur Verfügung steht. Die Zahlungsfähigkeit der HOCHBAHN war im Jahr 2017 jederzeit gewährleistet.
11 L A G E B E R I C H T W I R T S C H A F T S B E R I C H T Investitionen Die HOCHBAHN hat im Geschäftsjahr 2017 Bruttoinvestitionen (vor Abzug von Zuschüssen) in Höhe von insge- samt 243,0 Mio. € getätigt. Mit einem Anteil von 70,9 % an den Gesamtinvestitionen des Berichtsjahres lag der Schwerpunkt mit einer Summe von 172,2 Mio. € wiederum im Betriebszweig U-Bahn einschließlich Infrastruktur. Davon entfielen auf die Beschaffung von DT5-Fahrzeugen 77,6 Mio. €, auf Maßnahmen für den U-Bahn- Neubau (Bau einer Kehr- und Abstellanlage, Verlängerung der U4 zu den Elbbrücken, Verbindungsbauwerk Haltestelle Elbbrücken zur S-Bahn) 23,0 Mio. €, auf den barrierefreien Ausbau von U-Bahn-Haltestellen 16,1 Mio. €, auf Oberbaumaßnahmen 12,9 Mio. €, auf den Neubau der U-Bahn-Werkstatt Billstedt 5,7 Mio. €, auf den Neubau des Stellwerks Barmbek 4,7 Mio. € und auf die Beschaffung von Arbeitsloren 3,5 Mio. €. Weitere Investitionen im U-Bahn-Bereich betrafen die Modernisierung und Erhaltung vorhandener Fahrzeuge und Anlagen. Im Betriebszweig Bus wurden insgesamt 57,1 Mio. € investiert, davon 42,4 Mio. € für Busbeschaffungen, 11,3 Mio. € für den Neubau des Betriebshofes Gleisdreieck, 1,4 Mio. € für die WLAN-Einrichtung in Bussen sowie 0,5 Mio. € für die Videoausrüstung von Bussen. In gemeinsame Anlagen wurden insgesamt 4,1 Mio. € investiert, unter anderem für Räumlichkeiten des ehe- maligen Jasper Betriebshofes (1,3 Mio. €), die Fahrkartenautomaten (0,3 Mio. €), den E-Ticketing-Vollbetrieb (0,2 Mio. €), das Projekt switchh (0,2 Mio. €) und für automatische Fahrgastzählgeräte (0,1 Mio. €). Die Investitionen in Finanzanlagen betrafen Zuführungen zu den Kapitalrücklagen der HOCHBAHN Beteiligungs- gesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 9,6 Mio. €. Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung im Mehrjahresvergleich: Investitionen Betriebszweig U-Bahn Neue Fahrzeuge und Anlagen – DT5 – U-Bahn-Neubau U4 Vorhandene Fahrzeuge und Anlagen – Gleisanlagen, Streckenausrüstungen, Sicherungsanlagen, Bauvorhaben und Fahrzeuge Zwischensumme U-Bahn Betriebszweig Bus Fahrzeuge, Ausstattungen, Anlagen und Einrichtungen in Betriebshöfen Gemeinsame Anlagen Finanzanlagen 1 Gesamtinvestitionen 1 ohne Veränderungen im Wertpapiervermögen 2017 Mio. € 2017 Anteil % 2016 Mio. € 77,6 23,0 71,6 172,2 57,1 4,1 9,6 243,0 31,9 9,5 29,5 70,9 23,5 1,6 4,0 100,0 114,1 25,9 47,9 187,9 27,3 3,1 6,9 225,2 2015 Mio. € 107,6 32,0 42,9 182,5 29,6 2,0 10,8 224,9
12 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der HOCHBAHN hat sich zum 31. Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahresende um 118,3 Mio. € und damit um 11,4 % auf 1.156,6 Mio. € erhöht. Dies wird auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen durch die Zunahme des Sachanlagevermögens reflektiert. Grund hierfür war vor allem die Neuanschaffung von U-Bahn-Fahrzeugen der Generation DT5. Parallel dazu haben sich auf der Passivseite der Bilanz die Verbindlich- keiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Aufnahme neuer Darlehen zur Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen erhöht. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag unverändert 142,4 Mio. €. Durch die höhere Bilanzsumme vermin- derte sich rechnerisch die Eigenkapitalquote der HOCHBAHN im Vergleich zum Vorjahreswert um 1,4 Prozent- punkte auf 12,3 %. Aktiva Sachanlagen (einschl. immaterieller Vermögensgegenstände) Finanzanlagen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Flüssige Mittel Übriges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 2017 Mio. € 915,7 153,4 19,8 14,6 7,5 45,6 2017 Anteil % 79,2 13,3 1,7 1,3 0,6 3,9 2016 Mio. € 799,2 147,2 19,8 11,4 5,0 55,7 Summe Aktiva 1.156,6 100,0 1.038,3 Passiva Eigenkapital Pensionsrückstellungen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Übrige Rückstellungen Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 2017 Mio. € 142,4 70,9 652,4 148,5 33,9 108,5 2017 Anteil % 12,3 6,1 56,4 12,9 2,9 9,4 2016 Mio. € 142,4 65,8 548,1 161,4 39,3 81,3 Summe Passiva 1.156,6 100,0 1.038,3 2.4 Mitarbeiter der HOCHBAHN Der Personalbestand der HOCHBAHN ist zum 31. Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahresende um 87 Beschäftigte gestiegen. Vollzeitkräfte Teilzeitkräfte Vorstände Auszubildende Mitarbeiter gesamt 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 4.536 421 4 122 5.083 4.442 408 4 142 4.996 4.418 391 4 164 4.977 Tarifabschluss Der Entgelttarifvertrag wurde von der Gewerkschaft ver.di fristgerecht zum 30. April 2018 gekündigt. Die Tarif- parteien treten dementsprechend ab Mai 2018 in Tarifverhandlungen.
13 L A G E B E R I C H T W I R T S C H A F T S B E R I C H T Duales Studium / Berufsausbildung Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrgangs 2017 wurde der Ausbildungsberuf Kauffrau / -mann für Dialog- marketing in Teilzeit mit zwei Stellen erfolgreich eingeführt. Im Jahr 2018 wird das Angebot der Teilzeit- Ausbildung bei der HOCHBAHN weiter ausgebaut. Neben vier Ausbildungsplätzen in Teilzeit im kaufmännischen Bereich (Fachrichtung Dialogmarketing) wird erstmals in Hamburg ein Ausbildungsplatz im technisch- gewerblichen Bereich in der Fachrichtung Elektroniker / -in für Geräte und Systeme in Teilzeit eingerichtet. Auch das Angebot von technischen dualen Studiengängen wurde im Jahr 2017 erweitert. Seit dem Winter- semester 2017 / 2018 wird erstmals eine Studentin in der dualen Fachrichtung Mechatronik in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ausgebildet. Zum Herbst 2018 wird das Ange- bot an technischen dualen Studiengängen um die Fachrichtung Bauingenieurwesen an der Hochschule 21 in Buxtehude durch eine weitere Stelle ergänzt. Zudem werden im Jahr 2018 wieder bis zu zwei Wirtschaftsinfor- matiker in Kooperation mit der Nordakademie in Elmshorn ausgebildet. Integration von Flüchtlingen Die HOCHBAHN hat im Jahr 2017 in Zusammenarbeit mit der DEKRA und dem Jobcenter einen Ausbildungs- kurs mit 16 Flüchtlingen initiiert. Der erste Teil der Ausbildung umfasste neben Deutschkursen auch die Pkw- Führerscheinausbildung. Die ab Mai 2017 begonnene Busführerscheinausbildung mit anschließendem Prakti- kum konnte bisher von zehn Teilnehmern erfolgreich abgeschlossen werden. Zum 1. Februar 2018 wurden diese zehn Teilnehmer als Mitarbeiter in den Busfahrdienst der HOCHBAHN übernommen. Für das Jahr 2018 ist ein neuer Ausbildungskurs mit ca. 15 Flüchtlingen geplant. Diversity Der Aufsichtsrat der HOCHBAHN hat am 12. Dezember 2016 eine Zielgröße für den Frauenanteil von mindes- tens 37,5 % für den Aufsichtsrat und von mindestens 25 % für den Vorstand beschlossen. In der Aufsichtsrats- sitzung am 2. März 2017 wurde nachträglich festgelegt, dass diese Quoten bis zum 31. Dezember 2020 gelten sollen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 entsprach die angestrebte Quote für den Aufsichtsrat mit 37,5 % weib- licher Aufsichtsratsmitglieder dem Zielwert. Der Frauenanteil des Vorstandes entsprach mit 25 % ebenfalls dem Zielwert. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat in dessen Sitzung am 2. März 2017 über seine festgelegte Geschlechterquote für die erste und zweite Managementebene unterhalb des Vorstands informiert. Danach beträgt der Zielwert für die erste Managementebene unter Berücksichtigung der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften mindes- tens 28 % und für die zweite Managementebene mindestens 19 %. Beide Zielwerte gelten bis zum 31. Dezem- ber 2020. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 lag der Frauenanteil auf der ersten Managementebene bei 25 % und auf der zweiten Managementebene bei 18 %. Derzeit werden beide Werte nicht erreicht, die HOCHBAHN bemüht sich jedoch verstärkt um eine Zielwerterreichung. Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands Die vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungsstruktur ist für die einzelnen Vorstandsmitglieder in deren Anstellungsverträgen geregelt. Die Vergütung unterteilt sich in erfolgsunabhängige und erfolgsabhängige Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Komponenten bestehen in erster Linie aus dem Grundgehalt. Die sonstigen Leistungen zählen ebenfalls zu den erfolgsunabhängigen Komponenten. Sie umfassen den geldwerten Vorteil von Sachbe- zügen wie die Privatnutzung von Firmenwagen sowie vergünstigte Fahrten von Ehegatten und Kindern. Die variable Vergütung wird erfolgsabhängig gewährt, deren Komponenten werden vom Aufsichtsrat festge- legt. Jährlich werden leistungsorientierte variable Vergütungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern geschlossen.
14 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Linienverlängerung der U4 Die Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 ist vor dem Hintergrund der fortschreitenden Bebauung in der östlichen HafenCity erforderlich. Dazu wird die bisherige Strecke der U4 um rund 1,3 Kilometer fortgeführt. Die Strecken- verlängerung beinhaltet eine Kehr- und Abstellanlage in unmittelbarem Anschluss an die bestehende Haltestelle HafenCity Universität sowie eine zusätzliche Haltestelle Elbbrücken mit Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn. Das Gesamtbudget dieser Maßnahmen beläuft sich auf 178,2 Mio. € und wird vollständig im Rahmen einer Zuwen- dung seitens der Freien und Hansestadt Hamburg bzw. aus Mitteln des Bundes gemäß Gemeindeverkehrs- finanzierungsgesetz (GVFG) finanziert. Die Kehr- und Abstellanlage wurde im Oktober 2017 in Betrieb genommen. Im Bereich der Tunnel- und Trog- strecke konnten die Rohbau- und Gleisbauarbeiten bis September 2017 abgeschlossen werden. Anschließend erfolgten die Verlegung der Streckenkabel und die Installation der Zugsicherungsanlagen im Gleisbereich. Die Montage des Stahltragwerks des Haltestellendachs wurde im Sommer 2017 fertiggestellt, die der Glasscheiben in wesentlichen Teilen bis Ende Oktober 2017 abgeschlossen. Im Jahr 2018 erfolgen der raumbildende Ausbau und die Fertigstellung der technischen Gebäudeausrüstung innerhalb der Haltestelle. Das Verbindungsbauwerk zwischen U- und S-Bahn-Haltestelle Elbbrücken soll im Mai 2018 in zwei Teilen über der Versmannstraße und den Fernbahngleisen der Deutschen Bahn eingehoben werden. Die Betriebsaufnahme dieses Abschnittes der U-Bahn-Linie U4 soll planmäßig im Dezember 2018 erfolgen. Aufgrund günstigerer Vergaben und nicht eingetre- tener Baugrundrisiken zeichnet sich eine Unterschreitung des Projektbudgets um rund 20 Mio. € ab. Barrierefreier Ausbau von U-Bahn-Haltestellen Besonderes Anliegen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und der HOCHBAHN ist es, mobilitäts- eingeschränkten Personen den Zugang zum ÖPNV zu ermöglichen. Wesentliche Komponenten der Barrierefrei- heit sind dabei die Integration von Aufzugseinrichtungen, die Erhöhung von Bahnsteigen sowie die Ausrüstung der Haltestellen mit Orientierungshilfen für Sehbehinderte. Das gesamte Programm zum barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestellen im Hamburger Stadtgebiet wird vollständig durch Zuwendungsmittel der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Die Finanzierung der Stationen in Schleswig-Holstein erfolgt durch eine Zuwen- dung des Landes Schleswig-Holstein, des Landkreises Stormarn sowie der beteiligten Kommunen. In der ersten Stufe des beschleunigten Ausbauprogramms wurden bereits bis Ende 2016 insgesamt 21 Halte- stellen barrierefrei ausgebaut. In den folgenden Stufen für die weiteren Haltestellen (davon vier in Schleswig-Holstein) mit Baubeginn ab dem Jahr 2016 wurde im Dezember 2013 zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. In dieser Studie wurden die jeweiligen Vorzugsvarianten, die Kosten und ein Umsetzungsprogramm ermittelt. Für alle Halte- stellen lagen die Ergebnisse bis Ende 2017 vor. An insgesamt fünf Haltestellen aus der zweiten Stufe wurde im Berichtsjahr 2017 der barrierefreie Ausbau fertiggestellt. Hierbei handelt es sich um die U1-Haltestellen Ahrens- burg Ost, Ahrensburg West und Schmalenbeck in Schleswig-Holstein sowie Buchenkamp und Buckhorn. Die Haltestelle Merkenstraße (U2) wurde im Januar 2018 fertiggestellt. An insgesamt sechs weiteren Haltestellen (Langenhorn Nord, Hoheluftbrücke, Habichtsstraße, Uhlandstraße, Lübecker Straße (U3), Meiendorfer Weg) wurden die Umbauarbeiten begonnen. Alle Haltestellen werden voraus- sichtlich 2018 fertiggestellt sein. Die im Jahr 2016 begonnenen Bauarbeiten an den Haltestellen Joachim- Mähl-Straße und Hagendeel wurden 2017 fortgeführt. Aufgrund der Komplexität dieser beiden Haltestellen erfolgt die bauliche Fertigstellung ebenfalls im Jahr 2018.
15 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Für sechs weitere Haltestellen (Alter Teichweg, Lohmühlenstraße, Lübecker Straße (U1), Ritterstraße, Straß- burger Straße, Wandsbeker Chaussee) liegt der Zuwendungsbescheid für die Bauausführungsleistungen vor. Die Bauarbeiten beginnen ab Sommer 2018. Die Fertigstellung dieser Umbaumaßnahmen ist für das Jahr 2019 vorgesehen. Des Weiteren liegt der Zuwendungsbescheid für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung der für die Jahre 2019 und 2020 auszubauenden fünf Haltestellen (Mönckebergstraße, Rathaus, Landungsbrücken, Fuhlsbüttel Nord, Klein Borstel) vor. Für diese Haltestellen werden seit Sommer 2017 die Entwurfsplanungen erarbeitet. Der Förderbescheid für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung der im Jahr 2021 auszubauenden drei Haltestellen Jungfernstieg (U1), Messberg und Steinstraße liegt seit April 2017 vor. Der Förderantrag für die Bauausführungs- leistungen an den Haltestellen Mönckebergstraße, Rathaus, Jungfernstieg (U1), Messberg und Steinstraße soll im Herbst 2018 gestellt werden. Für die Haltestellen Landungsbrücken, Klein Borstel und Fuhlsbüttel Nord wird der Förderantrag voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 eingereicht. Die weitere Realisierung der darüber hinaus noch barrierefrei auszubauenden fünf Haltestellen soll kontinuierlich in der nächsten Dekade erfolgen. Netzentwicklung U-Bahn Ziel Hamburgs ist es, den ÖPNV künftig im Wesentlichen durch eine Erweiterung des bestehenden Schnell- bahnnetzes auszubauen. Die HOCHBAHN wurde hierzu mit der Planung und baulichen Umsetzung der U-Bahn- Maßnahmen beauftragt. Aus einer Ende 2014 abgeschlossenen Konzeptstudie gingen die nachstehenden Netzerweiterungsmaßnahmen hervor: • Neubau einer U1-Haltestelle Oldenfelde • Verlängerung der U4 zur Horner Geest • Bau einer neuen Linie U5 von Bramfeld zum Osdorfer Born (in verschiedenen Abschnitten) Für den Neubau der Haltestelle Oldenfelde auf dem östlichen Ast der U-Bahn-Linie U1 zwischen den Halte- stellen Farmsen und Berne liegt seit August 2017 der Planfeststellungsbeschluss vor. Zur Finanzierung der Baumaßnahme wurde ein Förderbescheid über 19,5 Mio. € durch die Freie und Hansestadt Hamburg im März 2017 erteilt. Bis Ende 2017 wurden die Ausführungsplanungen erstellt und erste EU-weite Ausschreibungsverfahren durch- geführt. Die Rohbau-, Erdbau- und Verbauarbeiten wurden im Dezember 2017 vergeben. Im Januar 2018 wurde die Baustelle eingerichtet. Erste Bauarbeiten begannen im Februar 2018. Im Jahr 2018 sind zwei Betriebsunterbrechungen der U1 vorgesehen. Die erste Betriebsunterbrechung erfolgte parallel zu den Frühjahrsferien im März. Die zweite Betriebsunterbrechung ist für die Herbstferien ab dem 29. September 2018 geplant. Die Inbetriebnahme der Haltestelle ist für Ende 2019 vorgesehen. Das Projekt Verlängerung der U4 auf die Horner Geest war im Jahr 2017 geprägt von der Erstellung der Ent- wurfsplanung. Diese konnte planmäßig Ende des Jahres zum Abschluss gebracht werden. Im Frühjahr 2017 wurde die sogenannte Abstimmungsunterlage, die auf Grundlage der Entwurfsplanung erstellt wurde, an die Träger öffentlicher Belange (TÖB) zur Stellungnahme verschickt. Die Stellungnahmen der TÖB flossen in die Gestaltung der Entwurfsplanung ein. Ende Mai 2018 ist die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen vorge- sehen. Unmittelbar im Anschluss daran sollen die Ausführungsplanung und die Erstellung der Ausschreibungs- unterlagen vorangetrieben werden. Dafür wurde ein weiterer Zuwendungsantrag in Höhe von 4,8 Mio. € gestellt. Der entsprechende Zuwendungsbescheid hierzu liegt seit November 2017 vor.
16 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Die Planungen für den Neubau der U-Bahn-Linie U5 wurden im Berichtsjahr 2017 fortgeführt, dabei wurden mehrere Meilensteine erreicht. Für den Planungsabschnitt U5 Ost (Bramfeld – City Nord) wurde die Vorplanung im Jahr 2017 abgeschlossen. Aufgrund wirtschaftlicher Gesichtspunkte und wegen insgesamt positiver Auswirkungen auf die Linie U5 wurde für eine alternative Trassenführung mit einer Haltestelle im Bereich Fuhlsbüttler Straße / Nordheimstraße eine Vorplanung erstellt. Nach der Entscheidung des Lenkungskreises über den finalen Trassenverlauf im Dezember 2017 werden die Vorplanung der Vorzugsvariante mit dieser Linienführung finalisiert und unmittelbar danach die Entwurfsplanung erstellt, sodass Anfang 2019 die Planfeststellungsunterlagen eingereicht werden können. Der Baubeginn wird unverändert für Ende 2021 angestrebt. Für den Planungsabschnitt U5 Mitte (City Nord – Innenstadt – Siemersplatz / Stellingen) wurde die Machbarkeits- untersuchung Ende 2017 weitgehend fertiggestellt. Die Vergabe der Vorplanung ist für Sommer 2018 und der Abschluss ist für Mitte 2020 vorgesehen. Hierfür wurde bei der Freien und Hansestadt Hamburg ein Zuwen- dungsantrag über 28,8 Mio. € eingereicht, der Zuwendungsbescheid wird im zweiten Quartal 2018 erwartet. Die Konzeptstudie für den Planungsabschnitt Hamburger Westen (Stellingen bzw. Diebsteich – Lurup – Osdorfer Born) wurde Ende 2016 mit je einer Vorzugsvariante für S-Bahn und U-Bahn beendet. Nach Auswahl eines Generalplaners wird bis voraussichtlich zum zweiten Quartal 2019 eine Machbarkeitsuntersuchung in Koopera- tion mit der S-Bahn-Hamburg erarbeitet. Für die Machbarkeitsuntersuchung liegt ein Zuwendungsbescheid der Freien und Hansestadt Hamburg über 3,2 Mio. € vor. Die Projekte zur Netzentwicklung der U-Bahn befinden sich terminlich und finanziell im Rahmen der Planung. Busoptimierung Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg verfolgt das Ziel, in Hamburg bis zum Ende des Jahrzehnts eines der modernsten Busverkehrssysteme Europas zu entwickeln. Neben dem Vorhabenträger, der Behörde für Wirt- schaft, Verkehr und Innovation (BWVI) mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ist die HOCHBAHN als Nutzer der Infrastruktur wesentlich an diesem Projekt beteiligt. Unter dem Begriff „Busoptimie- rungsprogramm“ sind hier die kurz- und mittelfristig umzusetzenden Aktivitäten am Fahrweg und an den Halte- stellen zusammengefasst. Zielsetzungen sind die Sicherstellung einer höheren Leistungsfähigkeit (Kapazität) auf den bereits heute hoch belasteten MetroBus-Linien sowie gleichzeitig die Erhöhung der Reise geschwindigkeit und der Zuverlässigkeit des Busverkehrs. Weitere Schritte zum Aufbau eines modernen Busverkehrssystems werden Angebotsverbesserungen, eine weitgehende Barrierefreiheit sowie der Einsatz neuer Antriebstechnolo- gien in den Fahrzeugen sein. Nachdem bereits im Jahr 2014 die Arbeiten an der MetroBus-Linie 5 abgeschlossen werden konnten, stieg dort die Fahrgastnachfrage deutlich an. Aus diesem Grund wurde im Herbst 2016 das Angebot auf der Linie von zwei auf drei Fahrten pro zehn Minuten verdichtet. Zusammen mit der MetroBus-Linie 4 fährt nun im nachfrage- stärksten Abschnitt zwischen dem Bezirksamt Eimsbüttel und dem Rathausmarkt in den Hauptverkehrszeiten alle zwei Minuten ein Bus. Dieser dichte Takt ist erst aufgrund der realisierten Optimierungsmaßnahmen möglich geworden und hat sich inzwischen gut etabliert.
17 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Im Jahr 2017 wurden zahlreiche Vorrangschaltungen entlang der MetroBus-Linien 6, 7, 20 und 25 neu in Betrieb genommen oder deren Wirkung optimiert. Zudem konnten weitere Arbeiten auf den MetroBus-Linien 6, 20 und 25 abgeschlossen werden, darunter der Umbau der Haltestellen Kapstadtring, Hebbelstraße, Beethovenstraße und U Mundsburg. Allerdings mussten einzelne Maßnahmen aufgrund der Umsetzung verkehrlicher Infrastruk- turmaßnahmen der Stadt Hamburg entgegen der Planung in das Jahr 2018 verschoben werden. Verfahren zur Beteiligung der Anwohner an den Planungen am Borgweg (Linie 6) und in der Max-Brauer-Allee (Linien 20, 25) wurden noch im Jahr 2017 erfolgreich beendet. Für das Jahr 2018 liegt der Fokus auf den MetroBus-Linien 6, 20 und 25. Für den Borgweg werden die Planun- gen des Umbaus derzeit finalisiert. Die Umsetzung soll im Jahr 2019 erfolgen. Mit dieser Maßnahme werden die Arbeiten an der Linie 6 voraussichtlich abgeschlossen. Auf den MetroBus-Linien 20 und 25 sollen im Jahr 2018 mehrere größere Baumaßnahmen begonnen werden, unter anderem am Alsenplatz, im Überseering und in der Hebebrandstraße. Hierbei handelt es sich sowohl um Haltestellenausbauten als auch um Lichtsignal- anlagen-Bevorrechtigungen, wobei oftmals der gesamte Straßenraum (inklusive Fuß- und Radwege) saniert und neu geordnet wird. Zudem wird das im Jahr 2017 begonnene Beteiligungsverfahren zum Eppendorfer Markt- platz fortgeführt und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen. Eine Fertigstellung der Linien 20 und 25 ist für den Zeitraum 2019 bis 2020 vorgesehen. Ferner sollen im Jahr 2018 die Planungen zum „Ausbauziel B“ des Busoptimierungsprogramms aufgenommen werden. Im Rahmen des Ausbauziels B sollen beginnend ab dem Jahr 2019 auch die MetroBus-Linien 4, 14, 23 und 26 eine durchgängige Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen und eine Ertüchtigung der Haltestellen- Infrastruktur erhalten. Direktvergabe Bus Am 19. August 2014 stimmte die Senatskommission für öffentliche Unternehmen zu, die HOCHBAHN und die VHH aufzufordern, die Voraussetzungen für eine Direktvergabe zu schaffen. So sollen die Verkehrsunternehmen unter anderem eine unternehmensübergreifende Optimierung des Liniennetzes und der Busumläufe vorneh- men sowie Benchmark-Instrumente unter Einbeziehung anderer geeigneter Verkehrsunternehmen entwickeln. Zur unternehmensübergreifenden Netzoptimierung hat die HOCHBAHN hierzu gemeinsam mit der VHH und mit Unterstützung von Signon (ehemals HamburgConsult) umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Die Umsetzung der Ergebnisse erfolgt stufenweise seit dem Fahrplanwechsel 2016 / 2017. Die letzte Stufe soll zum Fahrplanwechsel 2018 / 2019 umgesetzt werden. Mit den Verkehrsbetrieben aus Berlin (BVG) und Hannover (üstra) wurden zwei geeignete Benchmark-Part- ner gefunden. Unter Federführung von PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft (PwC) hat die HOCHBAHN gemeinsam mit den beiden Verkehrsbetrieben Benchmark-Instrumente entwi- ckelt und für ausgewählte Funktionsbereiche Vergleichsdaten aus den Jahren 2012 und 2014 gegenübergestellt. Für 2018 ist ein erneuter Vergleich geplant. Nachdem die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation für die VHH die geplante Direktvergabe von Verkehrsleistungen bereits Ende 2015 im EU-Amtsblatt bekannt gegeben hatte, erfolgte Ende 2016 per Senats- beschluss die Direktvergabe an die VHH. Die Vorabveröffentlichung für die HOCHBAHN ist noch nicht erfolgt, da derzeit noch nicht alle gesetzlichen Auf- lagen erfüllt sind. Eine Direktvergabe ist nach dem bestehenden Rechtsrahmen nur dann zulässig, wenn das Unternehmen sich nicht selbst oder über Beteiligungen außerhalb des Heimatmarktes engagiert. Somit muss die HOCHBAHN vor der Direktvergabe eine Lösung für die BeNEX GmbH (BeNEX) im Sinne der EU-Verordnung finden. Derzeit ist die HOCHBAHN von der Freien und Hansestadt Hamburg bis Ende 2019 mit Busleistungen betraut.
18 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Projekt switchh Am 31. Mai 2013 startete das Projekt switchh in eine zweijährige Pilotphase. Die HOCHBAHN verbindet durch switchh den ÖPNV mit ergänzenden Mobilitätsdienstleistungen, z. B. Carsharing-Angeboten, auf einer Mobili- tätsplattform sowie an sogenannten switchh Punkten. Ziel von switchh ist es, durch die intelligente Vernetzung aller öffentlich zugänglichen Mobilitätsangebote den Verzicht auf den eigenen Pkw zu fördern, um letztlich zur Verbesserung der Verkehrs- und somit auch der Lebens- und Umweltbedingungen Hamburgs beizutragen. Mit der erfolgreichen Durchführung eines Teilnahmeverfahrens zur Gewinnung weiterer Kooperationspartner im Sommer 2015 wurde die zweijährige Pilotphase von einer sogenannten Transitionsphase abgelöst. Neben car2go und StadtRAD Hamburg wurden DriveNow und cambio Carsharing-Kooperationspartner von switchh. Am 1. Oktober 2016 wurde das neue switchh Angebot auf den Markt gebracht. Wesentliches Merkmal dieses Angebotes ist zum einen die Öffnung für alle HVV-Nutzer und somit der Wegfall der Beschränkung auf HVV- Abonnenten. Zum anderen erhalten Neukunden einmalige Startvorteile bei allen Kooperationspartnern sowie monatlich jeweils 20 Freiminuten für car2go und DriveNow. Durch die Vergrößerung des Partnernetzwerks haben die Kunden Zugriff auf ein vielfältigeres Fahrzeugangebot, sodass noch mehr Unabhängigkeit vom eige- nen Pkw möglich ist. Hamburg ist auf dem Weg zur Modellstadt für umweltfreundliche und intelligente Verkehrskonzepte. Der ÖPNV wird ausgebaut und mit ergänzenden Angeboten wie Car-, Bike- und Scooter-Sharing, Taxi sowie innovativen Shuttle-Services verknüpft. Kombiniert mit emissions- und geräuscharmen Antriebssystemen sollen die Stadt leiser und ihre Luft sauberer sowie multimodale und intermodale Mobilität zugleich selbstverständlicher, einfacher und attraktiver werden. Grundlage dafür ist eine digitale Infrastruktur bzw. Plattform, die alle öffentlich zugänglichen Mobilitätsangebote vernetzt und für Hamburgerinnen und Hamburger jederzeit einfach und komfortabel zugänglich macht. In Zeiten zunehmender Digitalisierung soll der breiten Bevölkerung ein verlässlicher und zukunftssicherer digitaler Zugang zu urbaner Mobilität – sowohl per Bahn, Bus, Taxi als auch mit Sharing-Angeboten – ermöglicht werden. Die HOCHBAHN hat als größtes Verkehrsunternehmen im HVV diese Aufgabe übernommen. Vor diesem Hintergrund ist die HOCHBAHN im August 2017 eine Kooperation mit der Upstream next level mobility GmbH (Upstream), einem Tochterunternehmen der Wiener Linien GmbH & Co KG, eingegangen. HOCHBAHN und Upstream eint die gemeinsame Zielsetzung, eine unabhängige, kommunale, digitale Infrastruktur für urbane Mobilität zu schaffen und diese gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Hamburger Infrastruktur soll auf Grund- lage eines umfassenden Technologie- und Know-how-Transfers von Upstream an die HOCHBAHN (einschließ- lich aller notwendigen Rechte für eigenständigen Betrieb und Weiterentwicklung durch die HOCHBAHN) etab- liert werden. Dieses schafft die notwendige Voraussetzung, um dann auf Basis gemeinsamer Technologie und wechselseitigen Know-how-Transfers das existierende bzw. entstehende Innovations- und Forschungspotenzial bestmöglich im Sinne umfassender städtischer Mobilitäts-Services zu nutzen und so mit dem sich dynamisch entwickelnden Mobilitätsmarkt Schritt zu halten. Der Umsetzungsprozess wurde bereits Anfang Oktober 2017 mit dem Ziel gestartet, im Herbst 2018 eine neue Plattform für einen umfassenden Mobilitätservice in Hamburg auf den Markt zu bringen.
19 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Parallel ist auch im Bereich der switchh Punkte eine dynamische Entwicklung zu verzeichnen. Neben der Eröff- nung von zwei weiteren Standorten am Bahnhof Barmbek und an der U-Bahn-Haltestelle Hallerstraße im Jahr 2017 wurde mit dem Bau des fünfzehnten switchh Punktes, gelegen an der U-Bahn-Haltestelle Schlump, begon- nen. Die Fertigstellung erfolgte im Februar 2018. Darüber hinaus wurde Mitte November 2017 im Kontext des Projektes „Firstmover“ der erste switchh Punkt in einem verdichteten Quartier (Ottensen / Bei der Reitbahn), abseits einer Schnellbahnhaltestelle, eröffnet. Für das Jahr 2018 ist ein deutlicher Ausbau von sogenannten dezentralen switchh Punkten im verdichteten Raum vorgesehen. Zudem wurden 2017 die wesentlichen Voraus- setzungen geschaffen, um im Jahr 2018 switchh Punkte umfassend mit Ladeinfrastruktur auszustatten. Dies ist die Grundlage für die Elektrifizierung eines relevanten Fahrzeugflottenanteils der Anbieter car2go und DriveNow bis Ende 2019. E-Bus-System Die Stadt Hamburg hat der HOCHBAHN und allen weiteren Hamburger Verkehrsunternehmen den politischen Auftrag erteilt, ab 2020 ausschließlich lokal emissionsfreie Busse zu beschaffen. Die HOCHBAHN ist daher auf- gerufen, sämtliche Vorkehrungen zu treffen, um diesen Auftrag zu erfüllen. Im Juli 2017 hat die HOCHBAHN als erstes großes Verkehrsunternehmen in Deutschland eine Ausschreibung für 60 emissionsfrei angetriebene Busse, deren Beschaffungen für die Jahre 2018 bis 2020 geplant sind, gestartet. Dabei handelt es sich um reine Batteriebusse, für die garantierte Reichweiten von 150 km (30 Fahrzeuge in den Jahren 2018 / 2019) bzw. 200 km (30 Fahrzeuge im Jahr 2020) gefordert werden. Das Ergebnis der Ausschrei- bung wird für das Frühjahr 2018 erwartet. Neben den Fahrzeugen ist auch die Ausrichtung der Infrastruktur auf eine komplett elektrisch angetriebene Busflotte unerlässlich. Erste Maßnahmen wie die Errichtung von Ladevorrichtungen für E-Busse, Facharbeits- plätze in der Werkstatt und die Qualifizierung des Personals wurden bereits auf dem Betriebshof Hummels- büttel getroffen. Mit dem Neubau des Betriebshofes Gleisdreieck wird eine weitere wichtige Voraussetzung für die Beschaffung, Wartung und Versorgung lokal emissionsfreier Busse geschaffen. Die Fertigstellung wird zum Jahresende 2018 erwartet und die Betriebsaufnahme ist für das Frühjahr 2019 geplant. In der Folge ist dann die vorhandene Infrastruktur aller weiteren Betriebshöfe schrittweise auf die neue Bustechnik umzustellen. Die bereits vorhandenen Kapazitäten in Hummelsbüttel werden noch in diesem Jahrzehnt ausgebaut. Die übrigen Betriebshöfe folgen schrittweise im Anschluss daran. Die Neu- und Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur wird ebenfalls ein wichtiger Baustein für einen rei- bungslosen und effizienten Fahrgastbetrieb sein. In diesem Zusammenhang wird das vorhandene Betriebshof- managementsystem (BMS) zu einem E-BMS modifiziert, mit dem dann die Steuerung der Betriebshöfe und die Koordination der elektrisch angetriebenen Flotte durch die Bus-Leitstelle erfolgen können. Ergänzend wird ein Last- und Lademanagementsystem (LMS), mit dem der Strombezug und die Ladevorgänge abgestimmt und optimiert werden, entwickelt. Die Systeme sollen zur Betriebsaufnahme des Betriebshofes Gleisdreieck im Jahr 2019 in die digitale Infrastruktur der HOCHBAHN implementiert sein. Die genannten Veränderungen werden sich auch auf das für das System Bus benötigte Personal wie Fahrer oder Mitarbeiter der Betriebslenkung und Werkstatt auswirken. Bereits vorhandenes Personal muss entsprechend geschult werden und für neues Personal sind neue Einstellungsbedingungen zu definieren. Um den durch die Stadt erteilten Auftrag zielgerichtet erfüllen zu können, wurde in der HOCHBAHN eigens ein interdisziplinäres Projektmanagement mit bereichsübergreifender Projektorganisation installiert.
2 0 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Voraussichtliche zukünftige Ergebnisentwicklung der HOCHBAHN Die HOCHBAHN hat im Geschäftsjahr 2017 einen Fehlbetrag von 44,9 Mio. € und einen damit verbundenen Kostendeckungsgrad von 92,9 % erreicht. Geplant war zunächst ein Fehlbetrag von 52,0 Mio. €. Im Rahmen der Fortschreibung wurde der geplante Fehlbetrag auf 45,1 Mio. € reduziert. Dies war im Wesentlichen auf die besser als budgetierte Entwicklung der HVV-Pool-Einnahmen und einen gegenüber der ursprünglichen Planung weniger starken Dieselpreisanstieg zurückzuführen. Der tatsächliche Fehlbetrag weicht lediglich um 0,2 Mio. € vom fortgeschriebenen Fehlbetrag ab. Für das Jahr 2018 wird mit einem Fehlbetrag in Höhe von 59,5 Mio. € geplant. Maßgeblich begründet sich der Anstieg des Fehlbetrags im Vergleich zum Jahr 2017 in steigenden Kapitalkosten, die überwiegend durch die Fahrzeugbeschaffungen im Bus- und U-Bahn-Bereich bestimmt werden. Hinzu kommen steigende Personal- kosten aufgrund erhöhter Personalbedarfe, bedingt durch eine höhere Leistung sowie geplante Tariflohn- steigerungen. Diese zusätzlichen Kosten können nur teilweise durch steigende Erlöse kompensiert werden, sodass das Ergebnisniveau des Jahres 2017 nicht erreicht werden kann. 3.2 Risiko- und Chancenbericht Risiko- und Chancenmanagement Die Verfahrensweise zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken und Chancen, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben, ist im System des Risiko- und Chancenmanagements (RCM) der HOCHBAHN geregelt. Um ein zielgerichtetes RCM zu ermöglichen, werden wesentliche Grundlagen von der Konzernleitung vorgege- ben und konzernweit angewandt. Diese Vorgaben sind im RCM-Handbuch beschrieben und werden regelmäßig auf ihre Relevanz und Aktualität überprüft. Über die Ergebnisse der RCM-Inventuren werden Vorstand und Auf- sichtsrat regelmäßig informiert. Das Ziel des Risikomanagements besteht darin, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern. Gemäß Handbuch sind Risiken und Chancen wie folgt definiert: „Mögliche künftige Entwicklungen oder Ereig- nisse, die zu einer für das Unternehmen negativen (Risiken) bzw. positiven (Chancen) Prognose bzw. Zielabwei- chung führen können.“ Risiken beinhalten demnach den Eintritt eines Schadens bzw. Nachteils sowie infolgedessen die negative Abwei- chung vom genehmigten Budget. Chancen hingegen können zu einem Zugewinn bzw. Vorteil und damit zu einer positiven Abweichung vom genehmigten Budget führen. Für die Behandlung von Risiken und Chancen im Rahmen der RCM-Inventuren werden weitgehend dieselben Instrumente und Prozesse verwendet. Die im Gesamtbericht erfassten Risiken werden kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Im Hinblick auf einen möglichen kurz- oder mittelfristigen Eintritt eines Ereignisses bestehen jedoch differenzierte Regelungen.
2 1 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Risiken Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken für die HOCHBAHN herausgestellt. Zudem wird die Gesamt- risikoposition erläutert und beurteilt: Einschränkungen von öffentlichen Fördermitteln und Zuschüssen Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern sichern langfristig den Erhalt des Regionalisierungsgesetzes sowie des GVFG-Bundesprogramms. Demnach werden die Regionalisierungsmittel ausgehend von einem Volumen in Höhe von 8,2 Mrd. € (Stand: 2016) ab dem Jahr 2017 bis einschließlich 2031 jährlich um 1,8 % erhöht und auf die Länder verteilt. Das GVFG-Bundesprogramm wird über das Jahr 2019 hinaus unbefristet fortgesetzt. Aller- dings hat eine beschlossene „Versteinerungsklausel“ zur Folge, dass eine GVFG-Änderung erst wieder ab dem 1. Januar 2025 zulässig ist. Die Mittelhöhe ist damit bis Ende 2024 auf dem heutigen Niveau von 333 Mio. € festgelegt. Außerdem blockiert die „Versteinerung“ auch inhaltliche Änderungen am GVFG-Bundesprogramm. Für die Mittel nach dem Entflechtungsgesetz haben sich Bund und Länder verständigt, die bisherige Regelung im Jahr 2019 enden zu lassen. Danach wird der Bund nur noch allgemeine Zahlungen aus dem Umsatzsteuer- aufkommen leisten. Die bisherige Zweckbindung zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen zur Verbes- serung der Verkehrsverhältnisse entfällt. An dieser Stelle sind nun die Länder verpflichtet, die entsprechenden Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für den Ausbau und die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Der Umfang der Zuschüsse aus Landesmitteln der Freien und Hansestadt Hamburg unterliegt weiter großen Schwankungen und wird auch zukünftig maßgeblich vom barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestellen bestimmt. Rückläufige Zuschüsse könnten künftig dazu führen, dass notwendige Maßnahmen zum betriebsfähigen Erhalt der U-Bahn-Infrastruktur ausschließlich durch die HOCHBAHN zu finanzieren sind. Eine höhere Verschuldung sowie ein daraus resultierender ansteigender Kapitaldienst würden mittelfristig zu Ergebnisbelastungen führen. Kostenstrukturanpassungen – Busverkehre Das vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg vorgegebene Ziel, ab dem Jahr 2020 nur noch lokal emis- sionsfreie Busse anzuschaffen, führt bereits in der jetzigen Phase zu einem steigenden Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben sind für deren Wartung und Instandhaltung höhere Aufwendungen anzusetzen. Die Einhaltung eines wettbewerblichen Kostenniveaus ist Grundvoraussetzung für die geplante Direktvergabe der Busverkehre ab dem Jahr 2020 durch die Freie und Hansestadt Hamburg.
2 2 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Unzureichende Anhebung des HVV-Tarifs Eine unzureichende Berücksichtigung tatsächlicher Aufwandserhöhungen bei der Anpassung der Tarifstruktur im Verbundgebiet durch den Aufgabenträger könnte bei der HOCHBAHN zu einem Anstieg des Defizits führen. Die Möglichkeit, Aufwandserhöhungen durch interne Einsparungen auszugleichen, besteht nur in geringem Umfang. Auf der Basis von Absprachen zwischen den Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet sowie dem Auf- gabenträger orientiert sich die Fortschreibung der Tarife an den Erhöhungen ausgewählter Aufwandspositionen. Werthaltigkeit der Finanzanlage BeNEX In der HOCHBAHN-Beteiligung BeNEX wurden alle Aktivitäten im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) außer- halb Hamburgs eingebracht. Der Wert dieser Finanzanlage wird im Zuge der jährlichen Abschlussarbeiten bei der HOCHBAHN regelmäßig untersucht. Ausbleibende Gewinnausschüttungen erfordern Korrekturen und können zu Wertberichtigungen führen. Auf Basis aktueller Planungen ist eine Reduzierung bzw. ein Ausfall von Beteiligungserträgen nicht erkennbar. Unterschiedliche Auffassungen der Gesellschafter der BeNEX zur Finanzierungsverantwortung bei der Betei- ligung agilis E haben zu einer gerichtlichen Überprüfung dieses Sachverhalts geführt. In der ersten Instanz erging im Jahr 2016 ein Urteil zu Ungunsten der HOCHBAHN. Gegen dieses Urteil hat die HOCHBAHN Berufung eingelegt. Weitere Korrekturen auf den aktuellen Wert der Finanzanlage können in Verbindung mit neuen Sach- verhalten nicht ausgeschlossen werden. Ausschreibungen von Bus-Verkehrsleistungen Bis Ende des Jahres 2019 ist die Grundlage für die Erbringung der Busverkehre durch die HOCHBAHN die Betrauung. Mit deren Beendigung besteht grundsätzlich das Risiko einer wettbewerblichen Vergabe der Ver- kehre. Die HOCHBAHN strebt eine Direktvergabe dieser Verkehre durch die Freie und Hansestadt Hamburg an. Zur Schaffung der Voraussetzungen wurden interne Untersuchungen in verschiedenen Arbeitsgruppen mit dem Ziel geführt, weitere Optimierungspotenziale zu erschließen sowie eine EU-konforme Lösung für die Beteiligung an der BeNEX zu finden. Personalrisiken Der demografische Wandel und ein sich verengender Arbeitsmarkt erfordern ein Umdenken im Personal- marketing sowie zunehmende Anstrengungen in der Rekrutierung. Hierzu zählen zielgruppenspezifische Maß- nahmen zur weiteren Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität, Nachwuchsförderung und Erarbeitung von Personal- entwicklungsprogrammen. Eine verstärkte Ansprache von Bewerberinnen und der Hinweis auf die Möglichkeit einer beruflichen Laufbahn in allen Unternehmensbereichen der HOCHBAHN fanden im Berichtsjahr positive Resonanz. Ein Anstieg der Fehlzeitenquote führt zu einem Anstieg der Personalaufwendungen. Das zunehmende Durch- schnittsalter der Beschäftigten der HOCHBAHN, die Anhebung der Regelaltersgrenze sowie der Wegfall von Frühverrentungsmöglichkeiten können zu einem weiteren Anstieg der Fehlzeitenquote führen. Mithilfe eines unternehmensweiten Programms zum Gesundheitsmanagement wird dieser Entwicklung entgegengewirkt.
2 3 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Eigenkapitalausstattung Erhebliche Investitionen in die Infrastruktur der U-Bahn und in neue Leistungsangebote einerseits sowie rück- läufige Zuschüsse andererseits führen mittelfristig zu einem Anstieg der Verschuldung der HOCHBAHN und zu einer Reduzierung der Eigenkapitalquote. Infolge dieser Entwicklungen ist von einem Anstieg des Kapital- dienstes auszugehen. Kurzfristig sind die Auswirkungen dieser Entwicklung beherrschbar. Möglichkeiten der Verbesserung der Eigenkapitalquote werden mit dem Gesellschafter erörtert. Autonomes Fahren und neue Mobilitätsdienstleistungen Erhebliche Chancen und Risiken können sich mittelfristig durch die Möglichkeit des autonomen Fahrens sowie durch neue Mobilitätsdienstleistungen ergeben. Der erwartete technische Fortschritt in der Automatisierung von Fahrzeugen sowie der Konnektivität zwischen Fahrzeug und Infrastruktur werden die Möglichkeit eröffnen, autonom zu fahren. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass eine steigende Nachfrage privater Haushalte nach autonom fahrenden Fahrzeugen zu einem Anstieg des Individualverkehrs am Modal Split führt. Neben dieser möglichen Entwicklung ergeben sich durch das autonome Fahren auch neue Geschäftsmodelle, die im ÖPNV eine Rolle spielen könnten. Neue Mobilitätsdienstleister stellen mit ihren Angeboten eine Konkurrenz zum Geschäftsmodell des ÖPNV dar. Sie tragen einem zunehmenden Bedarf an individualisierten Mobilitätsangeboten Rechnung. Belastbare Erkennt- nisse darüber, ob diese neuen Mobilitätsdienste dazu führen, dass weniger Menschen eigene Fahrzeuge besit- zen und damit verstärkt auf diese Dienste und den ÖPNV zurückgreifen, liegen noch nicht vor. Zusammenfassende Risikoposition Im Jahr 2017 wurden turnusmäßig zwei RCM-Inventuren im HOCHBAHN-Konzern durchgeführt. In der Inven- tur zum Jahresende wurden 81 Risiken bei der HOCHBAHN identifiziert. Hiervon entfielen 24 auf die Kategorie Kontra henten, elf auf Markt, 18 auf Allgemeine Rahmenbedingungen, 23 auf Technik und Organisation sowie fünf auf Konzern. Bei der Kategorie Konzern handelt es sich um Risiken, die der HOCHBAHN aus dem Verhält- nis zu ihren Beteiligungen erwachsen könnten. Die mittelfristige Gesamtrisikoposition der HOCHBAHN wird im Wesentlichen durch Unsicherheiten bei der Entwicklung von Förderprogrammen des Bundes und des Landes sowie durch verschiedene technische und organisatorische Risiken bestimmt. Die Risikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch den Wegfall von Risiken geringfügig verbessert. Die identifizierten Risiken haben weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit einen existenzbedrohenden Charakter. Auch mittelfristig sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Risiken stellen eine Momentaufnahme dar und sind ein Auszug aus der Inventur zum 31. Dezember 2017.
2 4 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Chancen Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen für die HOCHBAHN erläutert: Strategische Chancen Die digitale Informationserfassung, -verarbeitung, -analyse und -verbreitung stellen für viele Unternehmen die zentralen zukünftigen Herausforderungen dar. Für die HOCHBAHN bietet die Digitalisierung vor allem die Chancen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende durch attraktive Angebote zu halten. Mit digitalen Lösungen im Bereich Fahrgastinformation sowie mit smarter Datennutzung und der Entwicklung innovativer Angebote können mittelfristig die Wünsche und Anforderungen der Kunden genauer ermittelt und bedarfs- gerechtere Leistungen angeboten werden. Zudem wird der Zugang zu den Verkehrsdienstleistungen der HOCHBAHN durch den Einsatz von elektronischen Medien künftig erleichtert, womit weiteres Nutzerpoten- zial erschlossen wird. Längerfristig werden vollautonom fahrende Pkw nicht nur den motorisierten Individualverkehr, sondern auch den ÖPNV revolutionieren. Es ist zu erwarten, dass das autonome Fahren den Wandel der Mobilitätskultur und im Ergebnis die Ausbreitung von Sharing-Modellen verstärkt. Vor diesem Hintergrund bietet sich der HOCHBAHN die Möglichkeit, in neue Geschäftsfelder vorzudringen und sich somit entsprechend der stra- tegischen Mission der HOCHBAHN zu dem „Organisator der nachhaltigen Mobilität in der Smart City Ham- burg“ weiterzuentwickeln. Drohende Klagen wegen Nichteinhaltung der Luftreinhaltewerte verstärken den Druck auch auf die Stadt Hamburg, die umwelt- und klimaschädlichen Emissionen des Verkehrssektors zu verringern. Schon heute erbringen die Verkehrsdienstleistungen der HOCHBAHN einen erheblichen Beitrag zum Umwelt- und Klima- schutz in Hamburg. Wenn Fahrgäste vom eigenen Pkw auf Busse, Bahnen und Carsharing-Angebote umstei- gen, nutzt das nicht nur der Umwelt und dem Klima, sondern steigert durch freiwerdende Flächen auch die Lebensqualität der Hamburgerinnen und Hamburger. Über diesen Beitrag hinaus arbeitet die HOCHBAHN proaktiv an der Umsetzung der politischen Verpflichtung der Freien und Hansestadt Hamburg, ab dem Jahr 2020 nur noch lokal emissionsfreie Busse anzuschaffen. Mit der von der HOCHBAHN und der VHH initiierten gemeinsamen Beschaffungsinitiative mit Verkehrsunter- nehmen in Berlin, München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Darmstadt geht die deutsche ÖPNV-Branche neue Wege. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Problembewusstseins in Bezug auf Nachhaltigkeit im Ver- kehrssektor bietet sich der HOCHBAHN die Möglichkeit, sich noch stärker als „Problemlöser“ zu positionie- ren und somit gut für die Verteilung immer knapperer öffentlicher Ressourcen aufgestellt zu sein.
2 5 L A G E B E R I C H T P R O G N O S E - , C H A N C E N - U N D R I S I K O B E R I C H T Marktchancen Die durch kontinuierlich steigende Einwohnerzahlen allgemein positive Marktentwicklung in Hamburg begründet die vorteilhaften Rahmenbedingungen für die Angebots- und Leistungsausweitungen der HOCHBAHN-Verkehrsdienstleistungen. Das auch auf der zukünftig erwarteten Bevölkerungszunahme basierende Senatsziel, den Wohnungsneubau in Hamburg zu fördern, bietet der HOCHBAHN durch die Anbindung dieser neuen Wohn- und Gewerbequar- tiere an den ÖPNV die Möglichkeit, neue Fahrgäste und Kunden zu gewinnen. Durch die Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 bis zu den Elbbrücken sowie den geplanten Neubau der U5 werden zukünftige einwohner- starke Stadtteile mit hohem Nachfragepotenzial von kürzeren Reisezeiten in die Innenstadt profitieren. Zudem beansprucht die wachsende Metropole den begrenzten Straßenraum immer stärker. Die daraus resul- tierende Belastung durch Staus und Parkraumknappheit wirkt sich negativ auf die Attraktivität des motori- sierten Individualverkehrs aus. Mit einem attraktiven Angebot bietet sich für die HOCHBAHN die Chance, von einer weiter wachsenden Nachfrage nach ÖPNV-Angeboten und angrenzenden Mobilitätsdienstleistungen zu profitieren. Hamburg, den 29. März 2018 Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft Der Vorstand Henrik Falk Claudia Güsken Helmut König Jens-Günter Lang
2 6 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U JAHRESABSCHLUSS GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG BIL ANZ ANL AGENSPIEGEL ANHANG B i l a nze r l äu te r u n g e n Er l äu te r u n g e n zu r Gew i n n- u nd Ve r l u s tre c h n u n g S on s ti g e A n g a be n Anteilsbesitz der Hamburger Hochbahn Ak tiengesellschaf t zum 31. Dezember 2017 27 28 30 32 34 36 38 4 4 2017
2 7 J A H R E S A B S C H L U S S G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G Gewinn- und Verlustrechnung der HAMBURGER HOCHBAHN AKTIENGESELLSCHAFT für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 (€) 1. Umsatzerlöse 2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3. Sonstige betriebliche Erträge 4. Gesamtleistung 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. Beteiligungsergebnis 10. Zinsergebnis 11. Ergebnis nach Steuern 12. Sonstige Steuern 13. Erträge aus Verlustübernahme Anhang 2017 2016 (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) 525.081.751,84 508.570.686,31 20.357.171,03 16.947.560,58 27.082.768,46 15.391.612,52 572.521.691,33 540.909.859,41 -57.804.246,18 -51.115.301,93 -173.860.977,59 -163.323.543,76 -231.665.223,77 -214.438.845,69 -207.511.828,81 -196.112.838,51 -45.634.658,97 -43.525.277,90 -253.146.487,78 -239.638.116,41 -75.067.861,85 -67.227.582,56 -44.741.789,89 -58.778.998,90 8.555.189,23 12.158.974,05 -20.947.558,37 -23.498.017,01 -44.492.041,10 -50.512.727,11 -401.052,69 -388.670,71 44.893.093,79 50.901.397,82 14. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00
2 8 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Bilanz der HAMBURGER HOCHBAHN AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 AKTIVA (€) A. Anlagevermögen Anhang 31.12.2017 31.12.2016 (1) I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Geleistete Anzahlungen II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3. Beteiligungen 4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5. Sonstige Ausleihungen B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Waren II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. Forderungen gegen die Freie und Hansestadt Hamburg 5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.687.502,00 692.019,31 870.078,00 464.253,24 2.379.521,31 1.334.331,24 109.099.503,43 108.887.400,35 678.759.833,23 549.009.671,23 19.122.564,70 12.702.658,98 106.333.739,39 127.212.352,60 913.315.640,75 797.812.083,16 135.130.473,00 129.094.473,00 1.057.260,21 1.237.525,49 155.990,25 401.990,25 9.301.873,53 8.691.147,54 7.803.000,00 7.803.000,00 153.448.596,99 147.228.136,28 1.069.143.759,05 946.374.550,68 19.789.295,69 19.850.538,68 5.914,36 5.914,36 19.795.210,05 19.856.453,04 14.564.950,67 11.408.694,00 9.231.572,83 9.669.176,22 1.987.611,45 1.830.558,78 32.030.010,70 39.734.034,53 2.150.675,33 3.933.179,82 59.964.820,98 66.575.643,35 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.502.250,49 4.979.187,62 C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.262.281,52 91.411.284,01 175.309,98 545.558,12 1.156.581.350,55 1.038.331.392,81
2 9 B I L A N Z J A H R E S A B S C H L U S S PASSIVA (€) A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklage 2. Andere Gewinnrücklagen B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5. Sonstige Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Anhang 31.12.2017 31.12.2016 (3+4) (5) (6) 88.938.200,00 88.938.200,00 48.050.144,94 48.050.144,94 4.124.005,57 4.124.005,57 1.321.876,04 1.321.876,04 5.445.881,61 5.445.881,61 142.434.226,55 142.434.226,55 70.895.368,00 65.772.333,00 148.450.511,84 161.403.980,92 219.345.879,84 227.176.313,92 652.363.773,69 548.110.731,52 33.902.252,50 39.264.511,96 73.161.330,11 45.267.653,19 627,00 1.211.853,89 34.870.490,91 34.139.144,80 794.298.474,21 667.993.895,36 502.769,95 726.956,98 1.156.581.350,55 1.038.331.392,81
3 0 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Anlagenspiegel der HAMBURGER HOCHBAHN AKTIENGESELLSCHAFT 2017 Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.17 Zugänge Abgänge Umbu- chungen 1.169 0 1.169 3 203 3 209 5.566 33.907 1.466 40.939 406 -61 345 10 3.706 121 3.837 5.625 40.579 1.815 48.019 5.635 -57.836 -345 0 0 0 0 0 0 0 (T€) I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögensgegenstände 34.048 464 34.512 1.079 289 1.368 II. Sachanlagen 1. a) Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 82.430 1.530 1. b) Bauten auf fremden Grundstücken ba) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges bb) Übrige Bauten 2. Technische Anlagen und Maschinen a) Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen b) Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr c) Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu a) oder b) gehören 180.883 82.820 346.133 1.700 290 3.520 414.040 814.909 11.366 127.846 83.510 3.222 1.312.459 142.434 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.826 127.212 6.981 37.562 2.749 604 Sachanlagen 1.884.630 190.497 44.501 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 145.094 9.642 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3. Beteiligungen 4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5. Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen 1.238 3.459 8.691 7.803 36 0 611 0 166.285 10.289 2.085.427 202.154 0 217 3.303 0 0 3.520 49.190
3 1 A N L A G E N S P I E G E L J A H R E S A B S C H L U S S Stand 31.12.17 Stand 01.01.17 Zugänge Abgänge Umbu- chungen Stand 31.12.17 Stand 31.12.17 Stand Vorjahr Abschreibungen Restbuchwerte 34.364 692 35.056 33.178 0 33.178 668 0 668 83.967 29.884 2.041 186.086 83.228 147.914 59.448 353.281 237.246 425.465 949.427 290.859 417.206 87.081 55.384 1.461.973 763.449 2.585 2.518 7.144 12.160 44.440 3.869 60.469 1.170 0 1.170 3 203 3 209 5.548 33.691 1.466 40.703 108.693 106.334 86.123 0 6.183 604 2.735 604 2.030.281 1.086.818 74.400 44.251 154.736 1.057 156 9.302 7.803 16.000 0 3.057 0 0 3.606 0 0 0 0 173.054 19.057 2.238.391 1.139.053 3.606 78.672 0 0 3.057 0 0 3.057 48.478 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 32.676 0 32.676 1.688 692 2.380 870 464 1.334 31.922 52.045 52.546 150.296 61.963 35.790 21.265 32.969 23.372 244.181 109.100 108.887 297.471 427.955 127.994 521.472 123.181 397.703 57.787 29.294 28.126 783.212 678.760 549.010 89.571 0 19.122 106.334 1.116.964 913.316 12.703 127.212 797.812 19.606 135.130 129.094 0 0 0 0 1.057 156 9.302 7.803 1.238 402 8.691 7.803 19.606 153.448 147.228 1.169.246 1.069.144 946.374
3 2 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Anhang für das Geschäftsjahr 2017 der HAMBURGER HOCHBAHN AKTIENGESELLSCHAFT Amtsgericht Hamburg, HRB 3072 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2017 der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft (HOCHBAHN) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Ergänzend waren die Vorschriften des Aktiengesetzes zu beachten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Vermerke zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlust- rechnung haben wir ebenfalls aus Gründen der Klarheit im Anhang dargestellt. Nach § 265 Abs. 5 HGB haben wir im Anlagenspiegel der HOCHBAHN eine weitere Untergliederung der Posten vorgenommen. Bezüglich der Gliederung orientiert sich die HOCHBAHN an der Verordnung über die Gliederung des Jahres abschlusses von Verkehrsunternehmen. Die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Abweichend zum Vorjahr werden Forderungen gegen die HVV GmbH (T€ 7.978) nicht mehr unter den sonstigen Vermögensgegenständen, sondern unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahreszahl (T€ 1.940) wurde nicht angepasst. Die Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft ist nicht verpflichtet, gemäß § 291 HGB einen eigenen Konzern- abschluss und -lagebericht aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wird von unserer Muttergesellschaft, der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg, aufgestellt und veröffentlicht. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach den gleichen Methoden wie im Vorjahr bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die Zuschüsse der öffentlichen Hand und Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die in den Gemeinkosten enthaltenen nicht aktivierungsfähigen Kosten- bestandteile wurden durch den Ansatz eines prozentualen Abschlags eliminiert. Die Abschreibungen werden auf Basis von eigenen Erfahrungssätzen und Richtsätzen der für öffentliche Ver- kehrsbetriebe ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für Wirtschaftsgüter, die nach dem 30. Juni 1997 angeschafft oder hergestellt worden sind, wurde – mit Ausnahme von U-Bahn- Fahrzeugen und Omnibussen – grundsätzlich die vom Bundesminister für Finanzen ab 1. Juli 1997 herausgegebene AfA- Tabelle „Personen- und Güterbeförderung (im Straßen- und Schienenverkehr)“ in Verbindung mit der ab 1. Januar 2001 gültigen AfA-Tabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter, unter Berücksichtigung der jewei- ligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angewandt. Im Testbetrieb befindliche Plug-in- und Batteriebusse werden über eine verkürzte Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, da es sich bei diesen Fahrzeugen um Proto- typen handelt. Die ab 1. Januar 2008 angeschafften Vermögensgegenstände werden ausschließlich linear abgeschrieben. Vor dem 1. Januar 2008 angeschaffte Vermögensgegenstände werden, mit Ausnahme der immateriellen Vermögens gegenstände, der Gebäude, der Fernsehanlagen, der U-Bahn-Fahrzeuge DT4 und der Omnibusse, degressiv abgeschrieben.
3 3 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S Die zu den Bauten gehörenden Viadukte, Haltestellengebäude und Bahnkörper befinden sich auf öffentlichem Grund und Boden, der sich im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg befindet. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150, die selbstän- dig nutzbar sind, werden in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000, die selbständig nutzbar sind, ist ein Sammelposten gebildet worden, der über fünf Jahre linear gewinn- mindernd aufgelöst wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen, die Wertpapiere und die sonstigen Ausleihungen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten aktiviert worden. Bei erkennbaren Wertminderungen erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Wert. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen sind fristadäquat abgezinst worden. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Selbsterstellte Vorräte sind zu Herstellungskosten einschließlich Gemeinkostenzuschläge auf Löhne und Materia- lien bewertet worden. Für erkennbare Wertminderungen wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bewertet. Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel sind zum Nennwert bewertet worden. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Auf- wand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten nach der Projected Unit Credit Method (PUC) unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bilanziert. Es wurde nicht von dem Vereinfachungswahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB Gebrauch gemacht, sondern der Rechnungszinssatz entsprechend der mittleren Duration des Bestandes, der einer durchschnittlichen Rest- laufzeit von 12 Jahren entspricht, in Ansatz gebracht. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2017 3,48 % p. a. (Vorjahr 3,83 % p. a.). Die zukünftige Gehaltsentwicklung (inkl. Karrieretrend) wurde mit 2,75 % p. a. (Vorjahr 2,75 % p. a.), der erwartete Rententrend mit 2,50 % p. a. (Vorjahr 2,50 % p. a.) berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Ein Teil der Rückstellungen wurde aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde bei der Berechnung des Erfüllungsbetrages ein Gehaltstrend (inkl. Karrieretrend) von 2,75 % p. a. (Vorjahr 2,75 % p. a.) berücksichtigt. Für die übrigen Preis- und Kosten- steigerungen wurden 1,50 % p. a. (Vorjahr 1,50 % p. a.) angesetzt. Des Weiteren wurden diese Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB entsprechend ihrer jeweiligen Restlaufzeit mit den von der Deutschen Bundes- bank festgesetzten Durchschnittszinssätzen zwischen 1,43 % p. a. (Vorjahr 1,59 % p. a.) und 2,80 % p. a. (Vorjahr 3,24 % p. a.) abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen sind auch Rückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. enthalten. Es ist von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht worden, diese Rückstellungen beizubehalten. Die Verbindlichkeiten werden mit deren Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
3 4 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Bilanzerläuterungen (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) hervor. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in T€ 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon aus Lieferungen und Leistungen / Verbindlichkeiten davon aus sonstigen Forderungen 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht davon aus Lieferungen und Leistungen davon aus sonstigen Vermögensgegenständen 4. Forderungen gegen die Freie und Hansestadt Hamburg davon aus Lieferungen und Leistungen davon aus sonstigen Vermögensgegenständen 5. Sonstige Vermögensgegenstände Summe Sämtliche Forderungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. (3) Gezeichnetes Kapital 2017 14.565 9.231 (-101) (9.332) 1.988 (1.367) (621) 32.030 (22.358) (9.672) 2.151 59.965 2016 11.409 9.669 (-45) (9.714) 1.831 (1.831) (0) 39.734 (29.327) (10.407) 3.933 66.576 Das gezeichnete Kapital der HOCHBAHN beträgt am 31. Dezember 2017 € 88.938.200,00 und teilt sich wie folgt auf: Aktienart Inhaberaktien A-Stückaktien Namensaktien B-Namensstückaktien C-Namensstückaktien B-Vorzugsstückaktien Aktienanzahl Stück Aktienanzahl Stimmen Fiktiver Nennwert T€ 720.172 720.172 37.449 219.616 768.898 1.664 219.616 768.898 1.664 990.178 1.710.350 1.710.350 11.420 39.982 87 51.489 88.938 Die Aktien der HOCHBAHN werden zu 100 % von der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg, gehalten. Die Freie und Hansestadt Hamburg ist zu 100 % an der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg, beteiligt.
3 5 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 5.260. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, jedoch nicht abführungsgesperrt. (4) Eigenkapitalspiegel in T€ Gezeichnetes Kapital Stand zum 1.1.2017 / Stand zum 31.12.2017 88.938 Kapital- rücklage 48.050 Gewinn- rücklagen Eigenkapital 5.446 142.434 Die gesetzliche Rücklage beträgt T€ 4.124, die anderen Gewinnrücklagen T€ 1.322. (5) Rückstellungen in T€ Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Sonstige Rückstellungen 2017 70.895 148.451 219.346 2016 65.772 161.404 227.176 Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der HOCHBAHN enthalten u. a. auch Verpflich- tungen zur Gewährung kostenfreier Pensionärsfahrkarten und verbilligter Ehegattenfahrkarten gegenüber Leistungsanwärtern, die nach dem 1. Januar 1987 entstanden sind. Für Verpflichtungen gegenüber Leistungs- empfängern und Anwärtern, die ihre Ansprüche vor dem 1. Januar 1987 erworben haben, besteht ein Fehl betrag für laufende Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von T€ 25.996 sowie für Anwartschaften von T€ 9.202. Neben einer Wettbewerbsrückstellung in Höhe von T€ 84.270 enthalten die sonstigen Rückstellungen u. a. Verpflichtungen für Vergütungsnachzahlungen an Mitarbeiter, künftige Jubiläumszuwendungen, Resturlaubs- ansprüche, Langzeitguthaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Verpflichtungen gegenüber der Haftpflicht- gemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen (HDN), unterlassene Instandhaltungen gemäß § 249 Abs. 1 Nr. 1 HGB, Finanzierungs- und Transaktionsrisiken, Rückstellungen im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen, Prozessrisiken, ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB a. F., die nach Artikel 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten wurden.
3 6 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U (6) Verbindlichkeiten in T€ 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Im Vorjahr 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Im Vorjahr 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Im Vorjahr davon aus Lieferungen und Leistungen Im Vorjahr davon aus sonstigen Verbindlichkeiten Im Vorjahr 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Im Vorjahr davon aus Lieferungen und Leistungen Im Vorjahr 5. Sonstige Verbindlichkeiten Im Vorjahr davon aus Steuern Im Vorjahr davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Im Vorjahr Summe Im Vorjahr insgesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre davon Restlaufzeit 652.364 548.111 33.902 39.264 73.161 45.268 (-3.370) (3.931) (76.531) (41.337) 1 1.212 (1) (1.212) 34.870 34.139 (3.330) (3.111) (1.281) (1.263) 58.285 47.244 33.902 39.264 73.161 45.268 (-3.370) (3.931) (76.531) (41.337) 1 1.212 (1) (1.212) 34.870 34.139 (3.330) (3.111) (1.281) (1.263) 256.723 223.790 337.356 277.077 0 0 0 0 (0) (0) (0) (0) 0 0 (0) (0) 0 0 (0) (0) (0) (0) 0 0 0 0 (0) (0) (0) (0) 0 0 (0) (0) 0 0 (0) (0) (0) (0) 794.298 200.219 256.723 337.356 667.994 167.127 223.790 277.077 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Umsatzerlöse in T€ Personennahverkehr 1 Vermietung und Verpachtung Sonstiges davon aperiodisch 2 2017 440.443 46.529 38.110 525.082 4.837 2016 430.650 43.101 34.820 508.571 9.728 1 Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus Verbundeinnahmen im Rahmen des HVV, Ausgleichsleistungen nach § 45 a PBefG (Schülerverkehr) sowie § 148 SGB IX (Beförderung Schwerbehinderter) zusammen. Die endgültige Einnahmenzuscheidung des HVV für das Jahr 2017 liegt noch nicht vor. Die Ermittlung der Verbundeinnahmen erfolgt daher im Rahmen einer qualifizierten Schätzung auf Basis vorläufiger Angaben der HVV GmbH. Die Ermittlung der Einnahmen aus der Beförderung Schwerbehinderter (§ 148 SGB IX) erfolgt aufgrund einer vorläufigen Berechnung grundsätzlich anhand der Vorjahresparameter. 2 In den aperiodischen Umsatzerlösen sind im Wesentlichen Korrekturen der Schätzung der Verbundeinnahmen im Rahmen des HVV (T€ 3.721; i. Vj. T€ 9.110) enthalten. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.
3 7 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S (8) Sonstige betriebliche Erträge in T€ Sonstige betriebliche Erträge davon aperiodisch (im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Schaden- und Kostenerstattungen für frühere Jahre) 2017 27.083 2016 15.392 5.573 4.099 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Schadenersatzleistungen in Höhe von T€ 3.599. (9) Personalaufwand in T€ Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung davon aperiodisch 2017 207.512 45.634 253.146 5.475 1.318 2016 196.113 43.525 239.638 6.309 237 (10) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von T€ 75.068 (Vorjahr T€ 67.228) vorgenommen. Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von T€ 4.073 (Vor- jahr T€ 1.220). (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 44.742 (Vorjahr T€ 58.779). Sie enthalten aperiodische Aufwendungen von T€ 565. Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Grundstücksmieten in Höhe von T€ 242 sowie den Selbstbehalt bei Haftpflichtschäden in Höhe von T€ 216.
3 8 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U (12) Beteiligungsergebnis in T€ Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen Abschreibungen auf Finanzanlagen Aufwendungen aus Verlustübernahmen davon aus verbundenen Unternehmen (13) Zinsergebnis in T€ Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen davon aus der Aufzinsung von Forderungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen davon aus Aufzinsungen Sonstige Angaben (14) Abschlussprüferhonorare 2017 6.113 6.963 (6.341) -3.606 -915 (-915) 8.555 2017 901 (896) 302 (65) (235) -22.151 (-20) (-4.598) -20.948 2016 7.553 5.498 (5.381) -892 0 (0) 12.159 2016 1.754 (1.734) 395 (70) (318) -25.647 (-121) (-5.248) -23.498 Für Leistungen, die der Abschlussprüfer des Jahresabschlusses erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst: Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorare in T€ Abschlussprüfungsleistungen Andere Bestätigungsleistungen Sonstige Leistungen Steuerberatungsleistungen 2017 104 5 19 0 128 In den Abschlussprüfungsleistungen sind Honorare in Höhe von T€ 25 für die Jahresabschlussprüfung des Vorjahres enthalten.
3 9 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S (15) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Cross-Border-Lease-Verträge Allgemeines, Art und Zweck Es besteht ein Finanzierungs-Leasingvertrag für U-Bahn-Fahrzeuge, welcher zur Erzielung von Barwertvor teilen abgeschlossen wurde. Aus dem Finanzierungs-Leasingvertrag ergibt sich gegenüber ausländischen Leasing- gebern eine Haftung in Höhe von T€ 29.631, für die in gleicher Höhe Rückgriffsforderungen gegenüber einem inländischen Kreditinstitut bestehen. Die Verbindlichkeiten werden durch die Sicherungsübereignung von U-Bahn-Fahrzeugen besichert. Aus einer Cross-Border-Leasingtransaktion über Fahrgastschiffe bestehen Ver- pflichtungen aus Kaufpreiszahlungen in NZD der HOCHBAHN gegenüber ATG / HADAG AG, die mit Forderungen an ATG / HADAG AG in gleicher Höhe aus Mietzahlungen in NZD ratierlich deckungsgleich verrechnet werden. Vorteile, Risiken und finanzielle Auswirkungen Aus den Cross-Border-Lease-Transaktionen konnte die HOCHBAHN Barwertvorteile erzielen. Die zum 31. Dezember 2017 noch nicht ertragswirksam vereinnahmten Barwertvorteile betrugen T€ 464. Es ergeben sich für die HOCHBAHN keine wesentlichen zukünftigen Risiken. Zins- und Währungsswapgeschäfte Es wurden zwei Darlehen in NZD (T€ 70.733) mit variablem Zinssatz abgeschlossen. Hieraus ggf. entstehende Währungs- und Zinsrisiken wurden durch entsprechende Zins- und Währungsswaps betrags- und fristen- kongruent abgesichert. Die Swaps sind untrennbar mit dem dazugehörigen Grundgeschäft verbunden. Der beizulegende Zeitwert der Swaps nach der mark-to-market-Bewertung beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt T€ -1.666. Bei den nach § 254 HGB gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um Mikro-Hedges. Die Vertragspartner für die Darlehens- und die Swap-Verträge sind identisch. Da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft übereinstimmen, ergeben sich hieraus nach der critical terms match-Methode keine Risiken für die HOCHBAHN. (16) Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften T€ 4.117. Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften stehen im Zusammenhang mit vertraglichen Verpflichtungen von mittel- baren HOCHBAHN–Beteiligungsgesellschaften gegenüber ihren Auftraggebern aus Verkehrs- und Leistungs- verträgen. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Daneben bestehen weitere betraglich unbegrenzte Vertragserfüllungsgarantien zugunsten von Tochtergesellschaften. Die HOCHBAHN als Muttergesellschaft über- wacht die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen ihrer Beteiligungsgesellschaften. (17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 411.825. Hierin sind T€ 17.296 gegenüber verbundenen und T€ 4 gegenüber assoziierten Unternehmen enthalten.
4 0 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U (18) Angaben zu den Arbeitnehmern Es sind die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer angegeben. Personal und Betrieb Technik Unternehmenssteuerung und Finanzen Beteiligungsgesellschaften, ruhende Arbeitsverhältnisse etc. Auszubildende 2017 3.224 911 465 340 4.940 120 2016 3.144 880 450 366 4.840 139 (19) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2017 keine Vergütung, es wurden lediglich Sitzungs- gelder gezahlt. Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich auf T€ 1.065, die sich wie folgt zusammensetzen: in T€ Erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten Nebenleistungen (Sachbezüge, Direktversicherung) Erfolgsbezogene Vergütungskomponenten Summe Herr Falk 260 15 100 375 Herr König Herr Lang Frau Güsken Frau Riedel 194 15 65 274 188 9 56 253 58 9 0 67 31 1 64 96 Daneben bestehen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern in Höhe von T€ 1.293 sowie ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen von insgesamt T€ 5.504. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr 2017 Bezüge von T€ 660 gezahlt.
4 1 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S (20) Organe der Gesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrats Frank Horch, Hamburg Vorsitzender Senator, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Max Leininger*, Hamburg Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär, ver.di Martin Huber, Hamburg Amtsleiter, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Dr. Sibylle Roggencamp, Hamburg Senatsdirektorin, Finanzbehörde Wolfgang Michael Pollmann, Hamburg Staatsrat, Behörde für Umwelt und Energie Andreas Rieckhof, Hamburg Staatsrat, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Dr. Rainer Klemmt-Nissen, Hamburg Geschäftsführer, HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH Martina Plag, Hamburg Geschäftsführerin, Hachenberg und Richter Unternehmensberatung GmbH Claudia Plath, Hamburg Managing Director Finance, ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG Anne-Louise Quiring*, Hamburg Gewerkschaftssekretärin, ver.di Klaus Ceglecki*, Hamburg Busfahrer, Mitglied des Betriebsrats der HOCHBAHN Karin Fritsche*, Hamburg (bis 20. Juli 2017) Bereichsleiterin, TEREG Gebäudedienste GmbH * Vertreter der Arbeitnehmer
4 2 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Angelika Jank*, Hamburg (ab 20. Juli 2017) Raumpflegerin, TEREG Gebäudedienste GmbH Ingomar Spieß*, Hamburg Bereichsleiter, Datenschutzbeauftragter der HOCHBAHN Heinrich Hanebuth*, Hamburg Busfahrer, Mitglied des Betriebsrats der HOCHBAHN Norbert Klang*, Hamburg Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit, Mitglied des Betriebsrats der HOCHBAHN Marlies Schneider-Polich*, Hamburg U-Bahn-Fahrerin, Mitglied des Betriebsrats der HOCHBAHN Mitglieder des Vorstands Henrik Falk Vorsitzender Ressort Unternehmenssteuerung Helmut König Ressort Finanzen Jens-Günter Lang Ressort Technik Claudia Güsken (ab 1. September 2017) Ressort Personal und Betrieb Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands Ulrike Riedel (bis 28. Februar 2017) Ressort Personal und Betrieb * Vertreter der Arbeitnehmer
4 3 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S (21) Name und Sitz des Mutterunternehmens Die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg (HGV), ist alleinige Gesellschafterin der HOCHBAHN; alleinige Gesellschafterin der HGV ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Die HGV ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unter- nehmen aufstellt. Ferner erstellt die Freie und Hansestadt Hamburg einen Konzernabschluss. Mit der HGV besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Offenlegung des HGV-Abschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger, die Offenlegung des Konzern- abschlusses der Freien und Hansestadt Hamburg erfolgt auf der Internetseite der FHH. Hamburg, den 29. März 2018 Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft Der Vorstand Henrik Falk Claudia Güsken Helmut König Jens-Günter Lang
4 4 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Anteilsbesitz der HAMBURGER HOCHBAHN AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 1 Beherr- schungs- und Gewinn- abführungs- vertrag Ergebnis 2017 (T€) Eigenkapital (T€) Beteiligung (Name) 4.100 HOCHBAHN 4.096 HOCHBAHN 3.472 HOCHBAHN % 100,0 100,0 100,0 26 HOCHBAHN 100,0 775 HOCHBAHN 2.000 HOCHBAHN 100,0 100,0 4.163 HOCHBAHN 100,0 0 0 0 0 0 0 0 ja ja 2 ja ja ja ja ja — — — — ja 3 ja 3 Name und Sitz der Gesellschaft FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH, Hamburg HADAG Seetouristik und Fährdienst AG, Hamburg ATG Alster-Touristik GmbH, Hamburg HHW Hamburger Hochbahn-Wache GmbH, Hamburg HSF Hamburger Schnellbahn- Fahrzeug-Gesellschaft mbH, Hamburg SBG Süderelbe Bus GmbH, Hamburg Friedrich Jasper Rund- und Gesellschaftsfahrten GmbH, Hamburg Zentral-Omnibus-Bahnhof „ZOB“ Hamburg GmbH, Hamburg 4 HOCHBAHN Grundstücks- verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg HOCHBAHN-Verwaltungs- gesellschaft mbH, Hamburg HOCHBAHN Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg HSG Hanseatische Siedlungsgesellschaft mbH, Hamburg TEREG Gebäudedienste GmbH, Hamburg 1.095 HOCHBAHN 69,2 180 39.572 HOCHBAHN 132 HOCHBAHN 100,0 100,0 3.160 4 55.983 HOCHBAHN 100,0 -11.614 HOCHBAHN Beteiligungs- gesellschaft HOCHBAHN Beteiligungs- gesellschaft 8.545 1.731 100,0 56,0 0 0 1 Soweit er nicht von untergeordneter Bedeutung ist. 2 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH. 3 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der HOCHBAHN. 4 Angabe der Vorjahreszahlen.
4 5 A N H A N G J A H R E S A B S C H L U S S Name und Sitz der Gesellschaft BeNEX GmbH, Hamburg 4 agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG, Regensburg 5 agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG, Regensburg 5 1. BeNEX Fahrzeuggesellschaft mbH & Co. KG, Parchim 5 2. BeNEX Fahrzeuggesellschaft mbH, Grünwald 5 3. BeNEX Fahrzeuggesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5 4. BeNEX Fahrzeuggesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5 5. BeNEX Fahrzeuggesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5 cantus Verkehrsgesellschaft mbH, Kassel 4 HNB Hamburger Nahverkehrs- Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 5 Stadtverkehr Lübeck GmbH, Lübeck 4 NBE nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG, Kaltenkirchen 4 ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, Parchim 4 ODIG Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH, Eberswalde 4 Eigenkapital (T€) Beteiligung (Name) 69.223 HOCHBAHN k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. HOCHBAHN BeNEX BeNEX BeNEX BeNEX BeNEX BeNEX BeNEX 7.040 BeNEX k.A. BeNEX 31.141 HNB 710 BeNEX 6.176 BeNEX Ergebnis 2017 (T€) 6.195 k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 2.086 k.A. 0 308 5.676 % 51,0 51,0 49,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 50,0 100,0 49,9 50,0 50,0 250 ODEG 100,0 0 Beherr- schungs- und Gewinn- abführungs- vertrag — — — — ja 6 — — — — — ja 7 — — ja 4 Angabe der Vorjahreszahlen. 5 Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist unterblieben, da die Gesellschaft ihren Jahresabschluss nicht offenzulegen hat. 6 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der BeNEX GmbH. 7 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Lübeck Holding GmbH.
4 6 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 (Anlage 4) haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: „Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verant- wortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts- prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichen- der Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs- bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahres- abschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vor- schriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“ Hamburg, 29. März 2018 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Hartmut Schmidt Wirtschaftsprüfer Jens Engel Wirtschaftsprüfer
4 7 W I E D E R G A B E D E S B E S T Ä T I G U N G S V E R M E R K S | B E R I C H T D E S A U F S I C H T S R A T S Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2017 durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes regel- mäßig über die Lage der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat einen Finanzausschuss, einen Verkehrsausschuss, einen Findungsausschuss und den nach gesetzlichen Vorgaben einzurichtenden Vermittlungsausschuss gebildet. Im Geschäftsjahr 2017 haben der Auf- sichtsrat vier Sitzungen, der Finanzausschuss zwei Sitzungen, der Verkehrsausschuss zwei Sitzungen und der Findungsausschuss vier Sitzungen abgehalten. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Hamburger Hochbahn AG zum 31. Dezember 2017 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft worden. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfungsberichte haben den Aufsichtsratsmitgliedern vorgelegen. Ferner hat der Abschlussprüfer in der Bilanzsitzung des Finanzausschusses über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Hamburger Hochbahn AG geprüft und erhebt in Übereinstimmung mit dem Abschlussprüfer keine Einwendungen. Er hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt der am 20. Juli 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Frau Karin Fritsche für ihre langjährige, engagierte und konstruktive Tätigkeit. Für das ausgeschiedene Mitglied gehört seitdem Frau Angelika Jank dem Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahre 2017 geleis- tete Arbeit. Hamburg, den 25. Juni 2018 Der Aufsichtsrat Frank Horch Vorsitzender
4 8 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Entsprechenserklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex (HCGK) Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 die Regelungen des Hamburger Corporate Governance Kodex eingehalten, die von dem Vorstand und den Aufsichtsräten zu verantworten sind (Gliederungspunkte 3 – 7 des HCGK sowie deren Unterpunkte). Von folgendem Punkt wurde abgewichen: • 5.1.5 HCGK: „Protokolle über Aufsichtsratsbeschlüsse (Sitzungen, Beschlüsse im Umlaufverfahren etc. ) sollen spätestens sechs Wochen nach Beschlussdatum allen Aufsichtsratsmitgliedern vorliegen.“ Die Übermittlung der Niederschrift eines schriftlichen Beschlussverfahrens hat sich in einem Fall um wenige Tage verzögert. Die Tochtergesellschaften der HOCHBAHN ATG Alster-Touristik GmbH (ATG) FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH (FFG) HADAG Seetouristik und Fährdienst AG (HADAG) BeNEX GmbH (BeNEX) TEREG Gebäudedienste GmbH (TEREG) haben im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 mit folgenden Ausnahmen die Regelungen des Hamburger Corporate Governance Kodex eingehalten, die von den jeweiligen Geschäftsführungen und Auf- sichtsräten zu verantworten sind (Gliederungspunkte 3 – 7 des HCGK sowie deren Unterpunkte). Von folgenden Punkten wurde abgewichen: • 4.2.1 Satz 1 und Satz 3 HCGK: „Die Geschäftsführung soll grundsätzlich aus mindestens zwei Personen bestehen, die die Gesell- schaft gemeinschaftlich vertreten. Eine Geschäftsanweisung soll die Zusammenarbeit in der Geschäftsführung regeln und vorsehen, dass die Geschäftsverteilung geregelt wird.“ Bei den Tochtergesellschaften ATG, FFG und HADAG besteht die Geschäftsführung jeweils nur aus einer Person. Aufgrund der geringen Unternehmensgröße wird bei der ATG, FFG und der HADAG die Bestellung nur eines Geschäftsführers als angemessen angesehen. Eine Geschäftsanweisung, die die Zusammen- arbeit in der Geschäftsführung regelt, besteht vor diesem Hintergrund nicht.
4 9 E N T S P R E C H E N S E R K L Ä R U N G • 4.2.2 HCGK: „Mitglieder der Geschäftsführung sollen grundsätzlich im Wege von Auswahlverfahren zur Besten- auslese (Ausschreibung oder Suche ggf. mithilfe von Personalberatungsgesellschaften) gewonnen werden.“ Aufgrund des Gesellschafterstatus der HOCHBAHN wurden Mitglieder der Geschäftsführung der Toch- tergesellschaften ATG, FFG und HADAG bislang entsendet. Für zukünftige Bestellungen soll grundsätzlich ein Auswahlverfahren durchgeführt werden. • 4.2.6 Satz 1 und Satz 2 HCGK: „Die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung soll einzeln – aufgeteilt nach erfolgsunabhängi- gen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung – im Anhang des Jahres- abschlusses oder im Lagebericht offengelegt werden. Bei Unternehmen, die aufgrund ihrer Zugehörig- keit zu einem Konzern keiner allgemeinen Veröffentlichungspflicht des Jahresabschlusses unterliegen, erfolgt die Offenlegung der Vergütung im Rahmen der Entsprechenserklärung zum HCGK.“ Bei der Tochtergesellschaft BeNEX wird entsprechend der Anforderung des Gesellschafters INPP die Gesamtsumme der Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung ausgewiesen. Bei der Tochtergesell- schaft TEREG ist die Zustimmung zur Veröffentlichung der Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung noch nicht durch den Minderheitsgesellschafter Vattenfall erteilt worden. Die Tochtergesellschaften FFG, ATG und HADAG unterliegen nicht der Offenlegungspflicht. Nach den Vorgaben des HCGK erfolgt die Veröffentlichung der Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung an dieser Stelle: T€ FFG Olaf Lilla ATG Gabriele Müller-Remer HADAG Gabriele Müller-Remer Erfolgsunabhängige Nebenleistungen Erfolgsbezogene Vergütungs- (Sachbezüge, komponenten Direktversicherung) Vergütungs- komponenten 141 47 94 37 4 6 43 12 25 Summe 221 63 125 Daneben besteht eine Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber Frau Müller-Remer in Höhe von rd. 304 T€ (anteilig).
5 0 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U • 5.3.1 HCGK: „Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Diese dienen der Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte. Die jeweiligen Aus- schussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse oder versenden zeitnah die Protokolle der Ausschusssitzungen an alle Aufsichtsratsmitglieder.“ Die Aufsichtsräte der ATG, der FFG, der HADAG und der TEREG haben keine Ausschüsse gebildet, da aufgrund der jeweils geringen Unternehmensgröße und der geringen Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern die Bildung von Ausschüssen als nicht erforderlich erscheint. • 5.3.2 HCGK: „Der Aufsichtsrat größerer Unternehmen (Unternehmen, die gemäß § 267 (3) HGB als große Kapital- gesellschaften einzustufen wären) soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten oder einen Finanzausschuss beauftragen, der sich mit der Überwachung des Rechnungslegungs- prozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängig- keit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, befasst. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses / Finanzausschusses soll über besondere Kennt- nisse in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren ver fügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses / Finanzausschusses soll kein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung der Gesellschaft und nicht der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende sein.“ Die Aufsichtsräte der FFG und der TEREG haben keinen Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerich- tet und keinen Finanzausschuss beauftragt, da dies aufgrund der jeweils geringen Unternehmensgröße und der geringen Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern als nicht erforderlich erscheint.
• 6.2 HCGK: „Von der Gesellschaft veröffentlichte Informationen über das Unternehmen sollen auch über die Inter- netseite der Gesellschaft zugänglich sein. Hierzu zählen u. a. der Gesellschaftsvertrag, der Lage- bericht, der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss und die Entsprechenserklärung zum HCGK.“ Die Veröffentlichung von Informationen über die Gesellschaften erfolgt über das nach dem Hambur- gischen Transparenzgesetz (HmbTG) im Oktober 2014 geschaffene Transparenzportal, insbesondere über den dort wiedergegebenen Beteiligungsbericht der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH). 5 1 E N T S P R E C H E N S E R K L Ä R U N G Hamburg, den 28. März 2018 H. Falk Vorstand, Vorsitzender Hamburg, den 19. März 2018 F. Horch Aufsichtsrat, Vorsitzender C. Güsken H. König J.-G. Lang
5 2 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U Übersicht Tochter- und Beteiligungsgesellschaften agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG (www.agilis.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 51 %, BeNEX GmbH 49 % I Geschäftszweck: Betrieb von Schienenpersonennahverkehr in Bayern: Regensburger E-Netz inkl. Donautalbahn I Triebwagen: 26 I Mitarbeiter: 182 ATG Alster-Touristik GmbH (www.alstertouristik.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Schiffsverkehr zum Zwecke der Touristik, vorwiegend auf der Alster und ihren Kanälen I Schiffe: 18 I Mitarbeiter: 48 BeNEX GmbH (www.benex.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 51 %, INPP Public lnfrastructure Germany GmbH & Co. KG 49 % I Geschäftszweck: Leitung einer Unternehmensgruppe, die Verkehrsleistungen aller Art außer- halb der Freien und Hansestadt Hamburg erbringt, unabhängig ob schienen- oder straßengebunden, sowie der Kauf, das Halten und die Veräußerung solcher Beteiligungen in vorstehendem Tätigkeits- bereich inklusive aller damit einhergehenden Finanzierungs-, Vermittlungs-, Beratungs- und sons- tigen Dienstleistungen (soweit diese nicht KWG-rechtlich genehmigungs- oder erlaubnispflichtig sind) I Mitarbeiter: 26 (Jahresdurchschnitt) FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH (www.ffg-hamburg.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Instandhaltung von Nutzfahrzeu- gen aller Art, insbesondere von Bussen; technisches und kaufmännisches Flottenmanagement für die Busflotte der HOCHBAHN; Instandhaltung verschiedener Haltestelleneinrichtungen der U-Bahn; Bau und Umbauten von Sonderfahrzeugen I Mitarbeiter: 285 Friedr. Jasper Rund- und Gesellschaftsfahrten GmbH (www.jasper.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Linien- und Gelegenheitsverkehr, Linienverkehr im Auftrag der HOCHBAHN, InsiderTouren durch Hamburg I Stadtbusse: 68 eigene (davon 10 Dieselhybridbusse) und 23 gemietete; Reisebusse: 4; Gelenkbusse: 6 gemietete und 20 gestellte I Mitarbeiter: durchschnittlich 386 (ohne 5 Azubis) HADAG Seetouristik und Fährdienst AG (www.hadag.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Personenverkehr mit Schiffen im Hamburger Hafen und auf der Elbe I Schiffe: 25 I Mitarbeiter: 93 HHW Hamburger Hochbahn-Wache GmbH Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Gewährleistung der Sicherheit der Fahrgäste und Betriebsangehörigen, Schutz der Fahrzeuge, Anlagen und Einrichtungen. Durch- führung von Fahrkartenprüfungen, Erhebung des erhöhten Beförderungsentgeltes I abgesandte Mitarbeiter: 405
5 3 W E I T E R E I N F O R M A T I O N E N Ü B E R S I C H T T O C H T E R - U N D B E T E I L I G U N G S G E S E L L S C H A F T E N HSF Hamburger Schnellbahn-Fahrzeug-Gesellschaft mbH Anteilseigner: 100 % Hamburger Hochbahn AG, Hamburg I Geschäftszweck: Gegenstand des Unter- nehmens ist die Beschaffung und Finanzierung von Schienenfahrzeugen sowie deren Vermietung an Eisenbahnverkehrsunternehmen, insbesondere zum Einsatz im S-Bahn Netz im Großraum Hamburg, ferner im gleichen örtlichen Bereich der Bau, die Finanzierung und die Vermietung von Fahrzeug- werkstätten und Abstellanlagen an Eisenbahn- und S-Bahn-Verkehrsunternehmen I Mitarbeiter: Bei der Gesellschaft sind keine Mitarbeiter beschäftigt HSG Hanseatische Siedlungs-Gesellschaft mbH Anteilseigner: Hambuger Hochbahn AG über die HOCHBAHN-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 100 % I Geschäftszweck: Bereitstellung von gesellschaftseigenen Wohnungen an Mitarbeiter des HOCHBAHN-Konzems I Wohnungen: 2.041 I Mitarbeiter: 46 HVW Hamburger Verkehrsmittel-Werbung GmbH Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 24,9 %, DSM Deutsche Städte-Medien GmbH 75,1 % I Geschäftszweck: Aufbau, Bewirtschaftung, Vermietung von Werbeflächen auf Bahnhöfen, Vermark- tung und Gestaltung der Werbung an und in Bussen und Bahnen I Mitarbeiter: 1 hySOLUTIONS GmbH (www.hysolutions-hamburg.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 56 %, Vattenfall Europe 12,5 %, Stromnetz Hamburg 12,5 %, DNV GL SE 6 %, VHH Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein 5 %, Handelskammer Hamburg 4 %, Hand- werkskammer Hamburg 4 % I Geschäftszweck: Förderung, Betreuung und Einsatz der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sowie innovativer elektrischer Antriebs-und Versorgungs systeme in Hamburg I Mitarbeiter: 10 SBG Süderelbe Bus GmbH Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 100 % I Geschäftszweck: Bus-Linienverkehre im Auftrag der HOCHBAHN, Stadtbusse: 36 eigene (davon 7 Dieselhybridbusse) und 15 gemietete; I Mitarbeiter: durchschnittlich 139 (ohne 2 Azubis) TEREG Gebäudedienste GmbH (www.tereg.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG über die HOCHBAHN-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 56 %, Vattenfall Europe 44 % I Geschäftszweck: Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Reinigung von Grundstücken, Gebäuden, Verkehrsanlagen und Verkehrsmitteln, öffentlichen Einrichtungen sowie Industrieanlagen, Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Grundstücken, Gebäudebewirtschaftung sowie Übernahme von Sicherungs- und Serviceaufgaben im Verkehrs- bereich I Mitarbeiter: 1.697 Zentral-Omnibus-Bahnhof „ZOB“ Hamburg GmbH (www.zob-hamburg.de) Anteilseigner: Hamburger Hochbahn AG 69,2 %, Autokraft 11,7 %, VHH 11,5 %, Jasper 2,9 %, sechs weitere Anteilspakete 4,6 % I Geschäftszweck: Betrieb des Zentralen Omnibusbahnhofs, Vermietung von Ladenflächen, Gaststätten I Mitarbeiter: Die Gesellschaft führt kein eigenes Personal, es ist nur abgeordnet durch die HOCHBAHN und 1 MA von der VHH
5 4 7 1 0 2 N H A B H C O H T H C I R E B S N E M H E N R E T N U HOCHBAHN IM ÜBERBLICK Finanzinformationen (in Mio. €) Umsatzerlöse Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme durch die HGV Kostendeckungsgrad (in %) Anlagevermögen Bilanzsumme Bruttoinvestitionen Mitarbeiter 1 Busverkehr Fahrgäste (in Mio.) 2, 3 Personen-Kilometer (in Mio.) 2, 3 Investitionen (in Mio. €) Busse Busse inklusive Tochtergesellschaften Linien Haltestellen spez. CO2-Emissionen (in g pro Personen-km) 2, 4, 5, 6 spez. Stickoxide (NOx)-Emissionen (in g pro Personen-km) 2, 4, 7 spez. Feinstaub (PM2,5 )-Emissionen (in g pro Personen-km) 2, 4, 7 spez. Dieselverbrauch (in l pro Personen-km) 2, 4, 5 Schienenverkehr Fahrgäste (in Mio.) 2, 3 Personen-Kilometer (in Mio.) 2, 3 Investitionen (in Mio. €) U-Bahn-Wagen Linien Haltestellen spez. CO2-Emissionen (in g pro Personen-km) 2, 4, 6 spez. Energieverbrauch (in kWh pro Personen-km) 2, 4 2017 2016 2015 525,1 508,6 44,9 92,9 1.069,1 1.156,6 243,0 50,9 91,6 946,4 1.038,3 225,2 435,4 60,2 89,6 832,2 915,4 224,9 5.083 4.996 4.977 213,3 663,6 57,1 849 990 110 1.329 80,29 211,2 657,0 27,3 820 974 111 1.327 80,19 208,6 648,9 29,6 797 953 111 1.327 78,38 0,18787 0,27395 0,30393 0,00066 0,03291 242,5 1.447,4 172,2 929 4 91 39,90 0,07485 0,00134 0,03286 235,4 1.405,3 187,9 890 4 91 42,72 0,08014 0,00157 0,03212 228,9 1.366,8 182,5 873 4 91 43,92 0,0824 1 2 3 4 5 6 7 Stand am 31.12.2017 inkl. Vorstand und Auszubildende 2017: vorläufige Zahlen 2016: aktualisierte Zahlen bezogen auf den Fahrzeugantrieb ohne Betrachtung der Vorkette Gründe für zunehmende CO2-Emissionen aus Dieselverbrauch sind neben der Verkehrssituation u. a. Einsatz von Klimaanlagen sowie Filteranlagen (aufgrund höherer Immissionsschutzanforderungen), die einen höheren Abgasdruck bzw. leistungsstärkere Motoren erfordern. Emissionsfaktoren für die Berechnung der Reduktion von CO2-Emissionen im Rahmen des Hamburger Klimaplans. Zur Verfügung gestellt durch: Behörde für Umwelt und Energie, Leitstelle Klimaschutz. Stand: Oktober 2017. Emissionsfaktoren gemäß Umweltbundesamt (2018), TREMOD-Transport Emission Model 5.72
Impressum Herausgeber Hamburger Hochbahn AG Steinstraße 20, 20095 Hamburg Telefon: 040/32 88-0 Telefax: 040/32 64 06 E-Mail: info@hochbahn.de hochbahn.de Redaktion Bereich Marketing Stabsbereich Politik und Stra te gie Bereich Finanzen und Controlling Konzept und Design Silvester Group, silvestergroup.com Jutta Gathmann, Marlene Schlund, Nils Christopher Kemter

References: § 42
 § 265
 § 291
 § 253
 § 253
 § 249
 § 253
 § 249
 § 249
 § 45
 § 148
 § 253
 § 254
 § 317
 § 267