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Timestamp: 2018-01-24 05:57:02+00:00

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Rechtsprechung: 5/01 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: LVerfG Sachsen-Anhalt, 15.01.2002 | BGH, 30.03.2001 | OLG München, 10.10.2001 | LG Düsseldorf, 16.04.2003 | RG, 26.01.1901 | LG Düsseldorf, 28.03.2001 | RG, 13.04.1901 | KG, 10.01.2001
Im Übrigen sprechen gute Gründe dafür, dass bei sich unter Umständen lange hinziehenden Delikten wie Organisations- oder Dauerstraftaten sowie Bewertungseinheiten auch dann mehrere prozessuale Taten anzunehmen sind, wenn nur einzelne Betätigungen Gegenstand der früheren Anklage und gerichtlichen Untersuchung waren und der Angeklagte nicht darauf vertrauen durfte, dass durch das frühere Verfahren alle strafbaren Handlungen erfasst wurden (BGH, Beschluss vom 30. März 2001 - StB 4 und 5/01, BGHR StGB § 129a Strafklageverbrauch 1).
Die von § 129 StGB umfassten weiteren Betätigungsakte stellen gegenüber dem bereits rechtskräftig abgeurteilten oder anderweitig anhängigen Betätigungsakt prozessual eine selbstständige Tat i. S.v. § 264 I StPO dar (Anschluss an BGH, Beschluss vom 30.03.2001 - StB 4/01 = BGHSt 46, 349 = NJW 2001, 1734 = StraFo 2001, 234 = BGHR StGB § 129a Strafklageverbrauch 1 = JR 2002, 210 = NStZ 2002, 328).
b) Der insoweit als Staatsschutzsenat zuständige 3. Strafsenat des BGH hat sich mit der Problematik des Strafklageverbrauchs bei Organisationsdelikten in 2 Entscheidungen aus den Jahren 1980 (…vgl. BGH, Urt. v. 11.06.1980 - 3 StR 9/80 = BGHSt 29, 288 = BGH NJW 1980, 2718 = MDR 1980, 859 = NStZ 1981, 72) und 2001 (vgl. BGH, Beschl. v. 30.03.2001 - StB 4/01 u. a. = BGHSt 46, 349 = NJW 2001, 1734 = StraFo 2001, 234 = BGHR StGB § 129a Strafklageverbrauch 1 = JR 2002, 210 = NStZ 2002, 328) rechtsgrundsätzlich befasst:.
Soweit es nämlich - wie hier - auf den genauen Tathergang ankommt, unterliegen die entsprechenden Feststellungen den Regeln des Strengbeweises (BGHSt 46, 349 - bei Juris Tz. 10;… SenE v. 18.08.1987 - Ss 293/87;… Löwe/Rosenberg-StPO- Stuckenberg , 26. Auflage 2008, § 206a Rz. 64 aE;… s. a. SK-StPO- Velten , 5. Auflage 2016, § 267 Rz. 64 f.).
Zudem hat der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in den beiden Entscheidungen vom 30.3.2001 (Az. 342/00 = NStZ 2001, 346 und StB 4/01 und 5/01 = NStZ 2002, 328) ausgeführt, er neige dazu, auch bei einem Organisationsdelikt mehrere prozessuale Taten anzunehmen, wenn nur einzelne Betätigungen des Beschuldigten als Mitglied einer solchen Organisation Gegenstand der früheren Anklage und der früheren gerichtlichen Untersuchung war und der Angeklagte nicht darauf vertrauen durfte, dass durch das zuerst eingeleitete Verfahren alle Betätigungsakte für die Vereinigung erfasst wurden.
LVerfG Sachsen-Anhalt, 15.01.2002 - LVG 3/01, LVG 5/01
LVerfG Sachsen-Anhalt, 12.11.2001 - LVG 3/01
NVwZ 2003, 202 (Ls.)
Eine durch einen Interpretationskonflikt zwischen Gesetzgeber und Rechtsprechung ausgelöste Normsetzung ist nicht anders zu beurteilen als eine durch sonstige Gründe veranlasste rückwirkende Gesetzesänderung (vgl. LVerfG des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15. Januar 2002 - LVG 3/01, LVG 5/01 -, juris, Rn. 60).
Die kommunale Selbstverwaltung in Form der Finanzhoheit aus Art. 2 Abs. 3, Art. 87 Abs. LVerf beinhaltet die Befugnis der Gemeinden zur eigenverantwortlichen Einnahmen- und Ausgabenwirtschaft im Rahmen eines gesetzlich geordneten Haushaltswesens (vgl. LVerfG, Urt. v. 15.01.2002 - LVG 3/01 und 5/01 -, LVerfGE 13, 343 [352 ff.]).
Die Behauptung, nichts Neues regeln, sondern durch eine Änderung des Wortlauts (lediglich) "klarstellen" zu wollen, wie die frühere Gesetzesfassung von Anfang an zu verstehen gewesen sei, entbindet den Gesetzgeber nicht von der Beachtung des Verbots der echten Rückwirkung (…BVerfG vom 31. März 1965, BVerfGE 18, 429, 439 = SozR Nr. 5 zu Art. 28 GG;… zu § 22b FRG vgl bereits Senatsurteil vom 11. März 2004, BSGE 92, 248 = SozR 4-5050 § 22b Nr. 1 RdNr 24 ff;… ausführlich zur "authentischen Interpretation" zB BSG vom 27. September 1989, SozR 4100 § 168 Nr. 22 S 55 f mwN; ferner LVerfG Sachsen-Anhalt vom 15. Januar 2002 - LVG 3/01, RdNr 45 ff).
Ohne weiteres möglich ist eine solche Änderung mit Wirkung für die Zukunft, soweit kein verfassungsrechtlich verankerter Vertrauensschutz entgegensteht; strengeren Anforderungen unterliegt demgegenüber eine auch in die Vergangenheit zurückwirkende Regelung (vgl. hierzu: Landesverfassungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15. Januar 2002 - LVG 3/01 u.a. - juris Rn. 60).
Eine durch einen Interpretationskonflikt zwischen Gesetzgeber und Rechtsprechung ausgelöste Normsetzung ist nicht anders zu beurteilen als eine durch sonstige Gründe veranlasste rückwirkende Gesetzesänderung (BVerfG, Beschluss vom 21.07.2010, 1 BvL 11/06, 1 BvL 12/06, 1 BvL 13/06, 1 BvR 2530/05, BVerfGE 126, 369; LVerfG des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15.01.2002 LVG 3/01, LVG 5/01, juris, Rn. 60).
Das vorlegende Gericht ist von der Verfassungswidrigkeit der zur Prüfung gestellten Normen überzeugt (vgl. zu diesem Erfordernis: LVerfG, Urt. v. 15.01.2002 - LVG 3/01 und 5/01 -, LVerfGE 13, 343 <350>; BVerfG, Beschl. v. 20.02.2002 - 2 BvL 5/99 -, BVerfGE 105, 61 [67]; Beschl. v. 18.06.2008 - 2 BvL 6/07 -, BVerfGE 121, 241 [253]; Beschl. v. 04.05.2010 - 2 BvL 8, 9/07 -, 126, 77 [97 f.], jeweils m.w.N.).
Die Rückwirkungsanordnungen in § 16 StrAB 2004 zum 17. März 1997 bzw. in § 17 der StrAB 2004 i.d.F. der Änderungssatzung vom 21. Februar 2005 zum 16. April 1997 sind wegen Verstoßes gegen die Beitragserhebungspflicht des § 6 Abs. 1 Satz 1 KAG LSA i. V. m. § 91 Abs. 1 und GO LSA (vgl. dazu LVerfG LSA, Urt. v. 15. Januar 2002 - LVG 3/01 - OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 8. Dezember 2009, a.a.O.;… Urt. v. 17. Oktober 2002 - 2 L 119/01 - Beschl. v. 3. September 1998 - B 2 S 337/98 - jeweils zit. nach JURIS) nichtig.
Insoweit wird auf die genannten Entscheidungen Bezug genommen (vgl. auch LVerfG LSA, Urt. v. 15. Januar 2002 - LVG 3/01 -, zit. nach JURIS;… Driehaus, a.a.O., § 37 Rdnr. 10, 19, § 30 Rdnr. 5 ff. ).
Der vorliegenden Fall bietet keine Veranlassung für eine abschließende Klärung der Frage, ob das Rückwirkungsverbot nach den vorstehenden Maßstäben überhaupt Schutzwirkungen zu Gunsten einer selbst nicht grundrechtsfähigen Körperschaft des öffentlichen Rechts und deren Einrichtungen entfalten kann (vgl. zur verfassungsrechtlich gewährleisteten kommunalen Selbstverwaltungsgarantie Landesverfassungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15. Januar 2002 - LVG 3/01 -, LVG 5/01 -, [...]; zum Rückwirkungsverbot im Verhältnis zu den Mitgliedern eines Versorgungswerks BVerwG…, Urteil vom 26. September 2001 - BVerwG 6 C 5/01, 1 C 19/00 -, [...], Rn. 19 ff.).
Die Bestimmung dieser Grenzen ist jedoch eigenständig unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalles zu entwickeln (Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15. Januar 2002, a.a.O., Rn. 62).
OVG Sachsen-Anhalt, 03.07.2006 - 4 M 246/06
Zur Auslegung des § 6 Abs. 6 Satz 1 KAG LSA für (Straßenausbau)Maßnahmen, die …
BGH, 30.03.2001 - 2 StE 1/01, StB 4/01, StB 5/01
BGH, 30.03.2001 - STB 5/01
BGH, Beschl. vom 30. März 2001 - StB 4 und 5/01 - Kammergericht Berlin.
2 StE 1/01 StB 4 und 5/01.
OLG München, 10.10.2001 - W 4/01 Bau, W 5/01 Bau, W 6/01 Bau
NVwZ-RR 2003, 78
DÖV 2002, 486
LG Düsseldorf, 16.04.2003 - X 5/01
OLG Düsseldorf, 22.05.2003 - 1 Ws 191/03
b) den Beschluss des Landgerichts Düsseldorf vom 16. April 2003 - X 5/01 -.
Durch rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 13. August 2003 - X 5/01 - ist der Angeklagte xxx wegen Betruges in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, wobei die Vollstreckung der Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wurde.
RG, 26.01.1901 - Rep. V. 5/01
RGZ 47, 202
2 Z 29/78">MittBayNot 1979, 6, 8; OLG Köln, NJW-RR 1999, 239; Staudinger/Frank, BGB [2009], § 1030 Rn. 33; Soergel/Stürner, BGB, 12. Aufl., § 1030 Rn. 3; MünchKomm-BGB/Pohlmann, 5. Aufl., § 1030 Rn. 22; Erman/Michalski, BGB, 12. Aufl., § 1030 Rn. 6; RGRK/Rothe, BGB, 12. Aufl., § 1030 Rn. 5; Palandt/Bassenge, BGB, 70. Aufl., § 1030 Rn. 3; NK-BGB/Lemke, 2. Aufl., § 1030 Rn. 63; Bamberger/Roth/Wegmann, BGB, 2. Aufl., § 1030 Rn. 12; PWW/Eickmann, 6. Aufl., § 1030 Rn. 9; Wieling, Sachenrecht, Bd. 1, 2. Aufl., § 1 II 3 b; Baur/Stürner, Sachenrecht, 18. Aufl., § 32 I 3 c; Weitnauer, DNotZ 1958, 352; 1964, 716; v. Lübtow, NJW 1962, 275; Harder, DNotZ 1970, 267, 269 f.; aA noch die ältere Judikatur: RGZ 47, 202, 208 ff.; KGJ 51, 291, 292; OLG Düsseldorf, NJW 1961, 561; vgl. aber auch RGZ 142, 231, 235).
(vgl. dazu OVG des Saarlandes,Beschluss vom 14.8.2001 - 2 V 5/01 -, SKZ 2002, 153 Leitsatz Nr. 4, im Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 26.1.1993, 2 BvR 1058/92 und 2 BvR 1059/92 -, NVwZ 1993, 465).
BVerwG, 05.02.2008 - 9 B 14.08
Anliegergrundstück; Baulast; Berufungsgericht; Erschließung; Grundsatzbedeutung; …
Die Beschwerde verkennt zum einen, dass der Senat in dem zitierten Urteil diese Frage nicht wie sie meint im bejahenden Sinne und damit im vermeintlichen Widerspruch zu einer von der Beschwerde angeführten Entscheidung des Reichsgerichts (Beschluss vom 26. Januar 1901 V.5/01 RGZ 47, 202 ) und weiterer Kommentarliteratur entschieden hat (a); zum anderen wäre die Rechtsfrage in dem angestrebten Revisionsverfahren auch nicht entscheidungserheblich (b).
OLG München, 20.05.1994 - 21 U 5483/90
Abgeltungspflicht des Verpächters für eine durch den Pächter errichtete …
Zwar haftet jedem Pachtvertrag, selbst wenn er sich über Jahrzehnte hin erstreckt, der Charakter des Vorübergehenden an, wenn er nur überhaupt eine zeitliche Begrenzung gefunden hat (…RGZ 66, 188); aber eine Benutzung im Rahmen eines Pachtverhältnisses ist dann nicht als vorübergehend zu betrachten, wenn grundsätzlich nach Ablauf der jeweiligen Pachtzeit eine automatische Verlängerung des Vertragsverhältnisses vorgesehen war (RGZ 47, 202).
LG Düsseldorf, 28.03.2001 - I 5/01
StV 2001, 635
RG, 13.04.1901 - Rep. I. 5/01
Einrede der Rechtshängigkeit.
RGZ 49, 340
Dies entspricht der für den innerstaatlichen Bereich geltenden Regelung des § 261 Abs. 3 Nr. 1 ZPO und auch den Grundsätzen, die nach deutscher Rechtsauffassung im internationalen Verfahrensrecht allgemein gelten (BGH, Urteile vom 2. Oktober 1957 - IV ZR 95/57 -, NJW 1958, 103 und vom 20. März 1964 - V ZR 34/62 -, WM 1964, 617; Senatsurteil vom 16. Juni 1982 - IVb ZR 720/80 -, FamRZ 1982, 917 m.w.N.; ebenso schon RGZ 49, 340, 344 f.).
BGH, 02.10.1957 - IV ZR 95/57
Wie das Reichsgericht schon in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen hat (vgl. insbes. RGZ 49, 340 ff [344] und 158, 145 ff [147]), kann einer im Inland erhobenen Klage auf Grund eines im Ausland anhängigen Rechtsstreits die Einrede der Rechtshängigkeit entgegengesetzt werden, wenn das in diesem Rechtsstreit ergehende Urteil im Inland anzuerkennen ist.
BGH, 18.09.1975 - X ZR 43/74
Einschlägige Rechtsnormen bei einem Zuständigkeitsstreit im Zusammenhang mit der …
Die durch diese Vorschrift getroffene Regelung unterscheidet sich dadurch von den inländischen Rechtsgegebenheiten, denn bei Anwendung der allgemeinen Bestimmung des § 263 ZPO ist eine ausländische Rechtshängigkeit grundsätzlich nur dann zu beachten, wenn alle Voraussetzungen für die Anerkennung der im Ausland ergehenden Entscheidung nach inländischem Verfahrensrecht (§ 328 ZPO) gegeben sind (RGZ 49, 340, 344;… 158, 145, 147; BGH NJW 1958, 103, 104; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO § 263 Anm. 2 B;… Stein/Jonas ZPO 19. Aufl. § 263 Anm. 3 Ziff. 5;… Rosenberg/Schwab a.a.O. § 101 II Ziff. 1;… Habscheid RabelsZ 1967, 255 ff.;… a.A. Schütze RabelsZ 1967, 233 ff.).
KG, 10.01.2001 - 1 AR 1, 5/01 - 5 Ws 16-17/01, 1 AR 1 und 5/01, 5 Ws 16-17/01, 1 AR 1/01, 1 AR 5/01

References: § 129
 § 129
 § 264
 § 129
 BGH 
 BGH 
 § 129
 § 206
 § 267
 Art. 2
 Art. 87
 Art. 28
 § 22
 § 22
 § 168
 § 16
 § 17
 § 6
 § 91
 § 37
 § 30
 § 6
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1030
 § 1
 § 32
 § 261
 § 263
 BGH 
 § 263
 § 263
 § 101