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Timestamp: 2020-04-01 05:57:41+00:00

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BGH, 04.05.2005 - VIII ZR 5/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2219
BGH, 04.05.2005 - VIII ZR 5/04 (https://dejure.org/2005,2219)
BGH, Entscheidung vom 04.05.2005 - VIII ZR 5/04 (https://dejure.org/2005,2219)
BGH, Entscheidung vom 04. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 (https://dejure.org/2005,2219)
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Zulässigkeit einer Zahlungsklage im Berufungsverfahren bei Verbindung der Klage des Vermieter auf Zustimmung zu einer Mieterhöhung mit einer Klage auf Zahlung der erhöhten Miete; Geltung der zweimonatigen Kündigungssperre für den Wohnraumvermieter
Fristlose Kündigung nach Mieterhöhung
BGB § 558b § 569; ZPO § 259 § 524
Klage auf Zustimmung zur Mieterhöhung und Zahlung derselben
Mieterhöhung - Verzugszinsen erst ab Rechtskraft
NJW-RR 2005, 1169
MDR 2005, 1098
NZM 2005, 582
ZMR 2005, 697
DB 2005, 2577 (Ls.)
a) Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Zulässigkeit der Klage durch das Berufungsgericht ist der der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht (BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - zu II 1 der Gründe mwN) .
Das Berufungsgericht hätte über diese bereits fälligen Ansprüche entscheiden können, ohne dass es einer Änderung des Antrags bedurfte (vgl. BAG 28. Januar 2009 - 4 AZR 904/07 - Rn. 40; BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - aaO; Zöller/Greger ZPO 30. Aufl. § 259 Rn. 4, § 257 Rn. 7) .
Nachdem dies nicht geschehen ist, ist das Berufungsurteil wegen des zuerkannten Betrags von 500 EUR rechtskräftig geworden (…vgl. BGH, Urt. v. 1.12.1993 - VIII ZR 41/93, NJW 1994, 657, 659; Urt. v. 4.5.2005 - VIII ZR 5/04, NJW-RR 2005, 1169;… Musielak/Lackmann, ZPO, 6. Aufl., § 706 Rdn. 7;… Wieczorek/Schütze/Büscher, ZPO, 3. Aufl., § 322 Rdn. 9).
Ist dies der Fall, können im Wege eines Anschlussrechtsmittels auch Teile der erstinstanzlichen Entscheidung angegriffen werden, die solche prozessualen Ansprüche betreffen, welche nicht Gegenstand des Hauptrechtsmittels sind (vgl. BGH Urteile vom 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - NJW-RR 2005, 1169 und vom 1. Dezember 1993 - VIII ZR 41/93 - NJW 1994, 657, 659).
Die rechtzeitige Einlegung der Beschwerde hemmt den Eintritt der formellen Rechtskraft gemäß § 45 Satz 2 FamFG auch für solche Teile der Entscheidung, die der Beschwerdeführer nicht angefochten hat, solange für einen anderen Beteiligten noch die Möglichkeit besteht, sich der Beschwerde anzuschließen und dadurch die mit dem Hauptrechtsmittel nicht betroffenen Teile der Entscheidung in das Beschwerdeverfahren einzubeziehen (vgl. BGH Urteile vom 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - NJW-RR 2005, 1169 und vom 1. Dezember 1993 - VIII ZR 41/93 - NJW 1994, 657, 659).
Nur hier sei die Befristung der Anschlussberufung erforderlich, weil mit dem Fristablauf Teilrechtskraft eintrete (dazu BGH, Urt. v. 4. Mai 2005, VIII ZR 5/04, MDR 2005, 1098, 1099).
Denn zum Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht am 28. September 2007, der für die Beurteilung der Zulässigkeit der Klage durch das Berufungsgericht maßgeblich gewesen ist (BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - zu II 1 der Gründe mwN, WuM 2005, 458), war die Klage für diesen Zeitraum nicht mehr auf eine zukünftige Leistung gerichtet.
Ohne dass es einer Änderung des Antrags bedurft hätte (BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - aaO), konnte das Berufungsgericht über diese bereits fälligen Ansprüche entscheiden.
Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei zeitlich gestaffelter Anrechnung von …
Der Umstand, dass die Ansprüche für Dezember 2006 bis September 2007 zum Zeitpunkt der Klageerhebung noch in der Zukunft lagen und im Lauf des Verfahrens zu Ansprüchen aus der Vergangenheit wurden, gebot hinsichtlich dieser Ansprüche keine Änderung des Klageantrags (vgl. BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - mwN, NJW-RR 2005, 1169).
In einem solchen Fall kann das Gericht ohnehin über bereits fällige Ansprüche entscheiden, ohne dass es einer Änderung des Antrags bedurft hätte (BAG 22. Oktober 2014 - 5 AZR 731/12 - Rn. 15, BAGE 149, 343; BGH 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 - zu II 1 der Gründe mwN) .
Zum Zeitpunkt der mündlichen Berufungsverhandlung am 16. Oktober 2007, der für die Beurteilung der Zulässigkeit der Klage durch das Berufungsgericht maßgeblich ist (vgl. BGH, Teilversäumnis- und Endurteil v. 4. Mai 2005 - VIII ZR 5/04 = NJW-RR 2005, S. 1169), war die Klage für diesen Zeitraum nicht mehr auf eine künftige Leistung gerichtet.
Ohne dass es einer Änderung des Klageantrags bedarf, kann über bereits entstandene und fällige Zahlungsansprüche entschieden werden (vgl. BGH, Teilversäumnis- und Endurteil v. 4. Mai 2005, a.a.O.;… Zöller/Greger, ZPO, § 257 Rn. 7;… Thomas/Putzo/Reichhold, ZPO, § 257 Rn. 1).

References: § 558
 § 569
 § 259
 § 524
 BGH 
 § 259
 § 257
 § 706
 § 322
 BGH 
 § 45
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 257
 § 257