Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2008/08'4'10.htm
Timestamp: 2018-01-22 00:23:54+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 4 vom 18. März 2008, S. 40
Fachspezifische Bestimmungen für das Studienfach Psychologie (Ergänzungsfach)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit 7 Abs. 6 der Verordnung über die erste Staatsprüfung für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt (1. LPVO) vom 19.06.1992 (GVBl. LSA S. 488), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27.10.2005 (GVBl. LSA S. 666) und der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die grundständigen und berufsbegleitenden Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (AStPOLS) vom 10.10.2007 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Fachspezifische Bestimmungen für das Studienfach Psychologie (Ergänzungsfach) Lehramt an Gymnasien beschlossen.
§ 4 Aufbau des Studienfachs 3
§ 5 Arten von Lehrveranstaltungen 3
§ 6 Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen 3
§ 7 Anmeldung zum Modul und Voraussetzung für Modulleistungen 4
§ 8 Studien- und Prüfungsausschuss 5
§ 9 Inkrafttreten 5
Anlage: Studienfachübersicht 6
(1) Diese Fachspezifischen Bestimmungen regeln in Verbindung mit der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die grundständigen und berufsbegleitenden Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienfachs Psychologie (Ergänzungsfach) im Studiengang Lehramt an Gymnasien.
(2) Diese Fachspezifischen Bestimmungen gelten für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Psychologie (Ergänzungsfach) im Studiengang Lehramt an Gymnasien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Der Studiengang im Studienfach Psychologie (Ergänzungsfach) ist eine Weiterbildung für Lehrkräfte an Gymnasien. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sollen ein Grundverständnis für Fragestellungen, Arbeitsweisen und Ergebnisse der Psychologie erwerben, das sie dazu befähigt, geeignete Themenbereiche für den Unterricht auszuwählen und mit Schülerinnen und Schülern zu bearbeiten.
(2) Ziel des Studienprogramms ist es insbesondere:
a. einen Überblick über Inhalte, Aufbau und grundlegende empirische Methoden der Psychologie zu vermitteln,
b. ausgewählte Teilbereiche der Grundlagendisziplinen soweit zu vertiefen, dass ein Unterricht in diesen Bereichen ermöglicht wird,
c. einen selbständigen Zugang zur Fachliteratur zu erleichtern sowie
d. Techniken für klassische experimentelle Versuchsanordnungen zu vermitteln, die für den Unterricht in der Schule geeignet sind.
(1) Eine Beratung vor Studienbeginn zu Fragen der Studieneignung sowie insbesondere die Unterrichtung über Studienmöglichkeiten, Studienziele und -aufbau, über Zulassungsvoraussetzungen, das Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie über weitere spezifische Zulassungskriterien und Auswahlbestimmungen zum Studienfach erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Zentralen Universitätsverwaltung und die Geschäftsstelle des Zentrums für Lehrerbildung. Die zuständigen Studienfachberaterinnen und Studienfachberater geben weiterführende Informationen über den Aufbau des Studienganges sowie über Studieninhalte und Studienanforderungen im Studienfach.
(1) Der Aufbau des Studienfachs ergibt sich aus der Anlage „Studienfachübersicht“ zu dieser Ordnung. Darin sind aufgeführt Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistung/en, Formen der Modulleistung/en und Modulteilleistungen, sowie Teilnahmevoraussetzungen. Die Studienfachübersicht regelt zudem, welche Module für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung als erforderliche Studienleistung gemäß § 29 AStPOLS erbracht werden müssen.
Das Kontaktstudium im Studienfach Psychologie wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a. Vorlesungen bieten zusammenhängende Darstellungen größerer Stoffgebiete;
b. Übungen dienen der Verfestigung von Kenntnissen, die z.B. in Vorlesungen vermittelt oder im Selbststudium erworben wurden;
c. Seminare dienen der gezielten Bearbeitung fachwissenschaftlicher Fragestellungen und behandeln spezielle Lehrstoffe;
d. Empiriepraktika dienen der Einübung empirischer bzw. experimenteller Methoden und beinhalten die Vorbereitung, Durchführung, Auswertung, Dokumentation und Präsentation von empirischen bzw. experimentellen Untersuchungen;
e. Kolloquia dienen der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsprojekte;
f. Tutorien begleiten Vorlesungen, Übungen, Seminare oder Empiriepraktika und unterstützen die Studierenden bei der Bearbeitung der behandelten Stoffgebiete in Arbeitsgruppen unter studentischer Anleitung.
a. Mündliche Prüfung: Sie dauert ca. 30 Minuten. Die Note soll der Kandidatin bzw. dem Kandidaten im Anschluss an die Prüfung mitgeteilt werden;
b. Klausur: Die Klausur ist eine schriftliche Prüfung, deren Dauer im Falle einer Modulleistung 60 Minuten nicht unterschreiten und 240 Minuten nicht überschreiten soll. Klausuren können Aufgaben enthalten, bei denen mehrere Antworten zur Wahl stehen (Multiple-Choice-Aufgaben);
c. Projektbericht: Schriftliche Dokumentation einer eigenen empirischen Untersuchung (ca. 30.000 Textzeichen);
d. Präsentation eigener empirischer Untersuchungen: Bericht über ein durchgeführtes Projekt in der Form eines Referats oder Posters. Die Präsentation soll einschließlich einer eventuellen Diskussion nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen.
a. Referat: ein mündlicher Vortrag von in der Regel 15 - 30 Minuten Dauer;
b. Schriftliche Ausarbeitung: eine im Anschluss an einen mündlichen Vortrag schriftlich fixierte Arbeit von ca. 30.000 Textzeichen;
c. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von ca. 45.000 Textzeichen;
d. Testat: eine schriftliche Bearbeitung von Aufgaben von in der Regel 60 Minuten Dauer unter Aufsicht;
e. Projektbericht: ein Bericht über eine eigene empirische Untersuchung von ca. 15.000 Textzeichen;
f. Kurzbericht: eine kurze schriftliche Arbeit von ca. 7.500 Textzeichen (z.B. als Vorbereitung der Diskussion in einer Arbeitsgruppe);
g. Kurzreferat: ein mündlicher Bericht von maximal 15 Minuten Dauer;
h. Lösungen von Übungsaufgaben als Hausarbeit;
i. Sitzungsprotokoll: ein schriftlich verfasstes Protokoll über den Verlauf eines Lehrveranstaltungstermins von ca. 7.500 Textzeichen;
j. Mitwirkung an empirischen Untersuchungen als Versuchsperson (Versuchspersonenstunden);
k. Teilnahme an forschungsorientierten Vorträgen oder Lehrveranstaltungen.
(3) Vorleistungen können bewertet werden. In diesem Fall dient die Bewertung ausschließlich der Information der Studierenden über den Erfolg ihrer Studienleistung. Eine Anrechnung von Vorleistungsbewertungen auf die Noten von Modulleistungen ist ausgeschlossen.
(5) Eine nicht bestandene Modulleistung oder Modulteilleistung ist innerhalb von zwei Semestern ab Nichtbestehen zu wiederholen. Die Folgen nicht-bestandener Wiederholungsprüfungen regelt § 21 Abs. 5 AStPOLS.
(6) Bei nichtbestandenen Modulleistungen bzw. Teilleistungen soll die erste Wiederholungsprüfung in der Regel vor Beginn der darauf folgenden Vorlesungszeit ermöglicht werden.
(1) Für das Studienfach Psychologie wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern des Instituts für Psychologie ein Fachspezifischer Studien- und Prüfungsausschuss gebildet, der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
Diese Fachspezifischen Bestimmungen wurden vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I am 21.11.2007 beschlossen; der Akademische Senat hat am 13.02.2008 hierzu Stellung genommen.
Eing. in die Abschlussnote
Tutorium 2 SWS
Experimentalpsychologisches Praktikum für die Schule (Fachdidaktik)
ein abgeschlossenes Grundlagenmodul
1 aus diesen fünf Modulen müssen drei gewählt werden, darunter mindestens eines der beiden allgemeinpsychologischen Module (Grundlagen der Allgemeinen Psychologie I oder II); zwei der drei Modulleistungen sind staatsexamensrelevant.

References: § 77

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 § 29
 § 21