Source: http://www.internationales-steuerrecht.de/29107.htm
Timestamp: 2020-07-06 02:59:06+00:00

Document:
In der aktuellen Ausgabe der ISR (Heft 3, Erscheinungstermin: 10. November 2012) lesen Sie folgende BeitrÃ¤ge und Entscheidungen.
Kraft, Gerhard / Moser, Till, Zur AbzugsfÃ¤higkeit von Betriebsausgaben und Werbungskosten im Zusammenhang mit dem Hinzurechnungsbetrag i.S.d. Â§ 10 AStG, ISR 2012, 77-81
Im Rahmen der Hinzurechnungsbesteuerung nach Â§Â§ 7â€“14 AStG stellt sich die Frage, wie Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten i.Z.m. der Beteiligung an einer auslÃ¤ndischen Zwischengesellschaft auf Ebene ihrer inlÃ¤ndischen Anteilseigner zu behandeln sind. Die diesbezÃ¼glichen Regelungen sind alles andere als geglÃ¼ckt, insbesondere der Verweis des Â§ 10 Abs. 2 S. 4 AStG auf Â§ 3c Abs. 2 EStG wirft einige Zweifelsfragen auf. Nachfolgender Beitrag illustriert die Problembereiche sowie LÃ¶sungsmÃ¶glichkeiten fÃ¼r die Beratungspraxis.
There is an ongoing controversial debate if and to what extent expenses incurred in connection with a shareholding in a Controlled Foreign Corporation (â€�CFC") may be deducted at the level of the German tax resident shareholder. Respective provisions, especially Section 10 para. 2 4th sentence of the German Foreign Tax Act (â€�AStG") have been heavily criticised. The provision has been accused to be vague and ambiguous and, as a consequence, implies serious application problems in practical terms both for the fiscal authorities and the tax payer. Given this background, the following article revisits the most challenging problem areas and offers possible solution approaches.
Pinkernell, Reimar, EuGH-Urteil im Fall UsedSoft gegen Oracle klÃ¤rt steuerlichen Teilaspekt des grenzÃ¼berschreitenden Online-Softwarevertriebs, ISR 2012, 82-85
Der EuGH hat in einem urheberrechtlichen Rechtsstreit zwischen UsedSoft und Oracle entschieden, dass der Softwarehersteller den Weiterverkauf einer per Internet-Download gekauften Standardsoftware nicht untersagen kann, weil sich sein Verbreitungsrecht wie im Fall des Verkaufs eines DatentrÃ¤gers mit dem erstmaligen Inverkehrbringen der Software erschÃ¶pft (Â§ 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG). Der Verfasser zieht daraus den Schluss, dass der Online-Vertrieb einer Standardsoftware nicht zu inlÃ¤ndischen EinkÃ¼nften gem. Â§ 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f bzw. Nr. 6 EStG fÃ¼hren kann. Denn der wirtschaftliche Gehalt der Leistung besteht auch in den Download-FÃ¤llen in der VerÃ¤uÃŸerung einer Programmkopie, nicht aber in der EinrÃ¤umung eines urheberrechtlichen Nutzungsrechts. Der Online-Vertrieb einer Standardsoftware ist daher ebenso wie der Verkauf von Standardsoftware auf DatentrÃ¤gern als â€œDirektgeschÃ¤ftâ€� einzuordnen.
The ECJ held in a copyright case (UsedSoft v. Oracle) that a software company must not stop a customer from reselling a downloaded program copy as its right of distribution is exhausted under the same rules that govern the first sale of a program copy stored on a physical storage medium (Â§ 69c no. 3 sentence 2 Copyright Act). The author concludes from the ECJ&rsquor;s decision that inbound software sales via Internet download do not result in income from sources within Germany under Â§ 49 paragraph 1 no. 2 lit. f or no. 6 Income Tax Act. The economic objective of these transactions is to transfer a program copy to the buyer, not to grant a license under copyright law. Consequently, inbound online software sales should be treated as â€�direct sales" similar to shipments of software on physical storage media.
LÃ¼dicke, Jochen, StÃ¤rken und SchwÃ¤chen des Abkommens zwischen Deutschland und der Schweiz Ã¼ber Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt, ISR 2012, 85-91
Der Autor plÃ¤diert fÃ¼r die Annahme des schweizerisch- deutschen Steuerabkommens betreffend in der Schweiz angelegtem Schwarzgeld. Durch die Annahme des Abkommens wird die kÃ¼nftige Besteuerung auf einer gleichheitsgerechten Basis mit zumindest gleich hoher (oder hÃ¶herer) Einkommen-, Erbschaft- und Schenkungsteuer sichergestellt. Dies lÃ¤sst erwarten, dass im Zeitverlauf die Gelder aus der AnonymitÃ¤t herausgelÃ¶st werden. Weiter zu begrÃ¼ÃŸen ist, dass schweizerische Banken keine Strukturen anbieten oder individuell beraten dÃ¼rfen, die vermutlich als missbrÃ¤uchlich oder steuervermeidend eingeschÃ¤tzt werden kÃ¶nnen. Damit sollte Deutschland die Chance ergreifen, die Besteuerung auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen.
The author pleas for an acceptance of the negotiated treaty between Switzerland and Germany regarding the taxation of undisclosed moneys invested in Switzerland. By implementing the treaty rules, future income whether declared or undeclared and assets donated or inherited will be taxed at the same (or even higher) rates than disclosed assets and income. This makes it attractive to disclose the income and the assets at least over time. Further Swiss Banks are legally prohibited to participate in any schemes or individual advice for German taxpayers that are likely to be considered as abusive or tax evasive. Germany should use the opportunity to assess taxes on a legalized basis.
BFH v. 6.6.2012 - I R 6/11, I R 8/11, Schachtelprivileg fÃ¼r brasilianische Eigenkapitalzinsen, ISR 2012, 91-93
Johannemann, Ulf / , / Herr, Stefan, Europarechtswidrigkeit der deutschen Dividendenbesteuerung und Drittstaatensachverhalte, ISR 2012, 94-100
Am 20.10.2011 hat der EuGH die deutsche Kapitalertragbesteuerung von Streubesitzdividenden, die an EU/EWR-ansÃ¤ssige Kapitalgesellschaften gezahlt werden, fÃ¼r europarechtswidrig erklÃ¤rt. Der folgende Beitrag stellt ausgehend von der deutschen Dividendenbesteuerung die Entscheidung des EuGH dar. AnschlieÃŸend wird aufgezeigt, dass die Rechtsprechung des EuGH Ã¼ber den entschiedenen Fall hinaus Bedeutung fÃ¼r Anteilseigner in Drittstaaten sowie fÃ¼r Anleger anderer Rechtsformen haben kann.
On 20/10/2011 the ECJ decided that the German withholding taxation of portfolio dividends distributed to EU/EEA-resident corporations infringes European law. The following article outlines the decision of the ECJ against the background of the German dividend taxation. After that it will be shown that the judicature of the ECJ can be of significance beyond the decided case for shareholders in third countries and for investors of other legal forms.
EuGH v. 6.9.2012 - Rs. C-18/11, BerÃ¼cksichtigung inlÃ¤ndischer BetriebsstÃ¤ttenverluste einer auslÃ¤ndischen Gesellschaft beim Konzernsteuerabzug, ISR 2012, 101-103
Henze, Thomas, EuGH-Rechtsprechung: Aktuelle Entwicklungen zu den direkten Steuern, ISR 2012, 103-108
Der Beitrag gibt einen Ãœberblick Ã¼ber aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung des EuGH zu den direkten Steuern. Er konzentriert sich auf die Bereiche Wegzugssteuer, Besteuerung von KapitalertrÃ¤gen und Besteuerung von Konzernen. Nach Ansicht des Verfassers hat der Gerichtshof in den ersten beiden Bereichen gut vertretbare LÃ¶sungen gefunden, die die Grundfreiheiten und das Interesse der Mitgliedstaaten an einer Beibehaltung ihres Besteuerungsrechts zu einem angemessenen Ausgleich bringen. Dagegen sind bei der Definition und der steuerlichen Behandlung â€œfinaler Verlusteâ€� auslÃ¤ndischer Tochtergesellschaften und BetriebsstÃ¤tten noch viele Fragen offen.
This article gives an overview over recent developments in the case law of the ECJ on direct taxation. It focuses on three areas, i.e. exit tax, taxation of capital income and group taxation. According to the author the Court adopted sound solutions in the first two fields reconciling the Treaty freedoms and the interests of the Member States in maintaining their taxing rights. By contrast, as regards the definition and the fiscal treatment of â€�final loses" of foreign subsidiaries and branches many questions are still open.
Verlag Dr. Otto-Schmidt vom 05.11.2012 13:52

References: EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 

EuGH 
 EuGH