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Timestamp: 2019-10-21 06:27:32+00:00

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BGH, 21.04.2009 - VI ZR 304/07 - dejure.org
BGH, 21.04.2009 - VI ZR 304/07
https://dejure.org/2009,723
BGH, 21.04.2009 - VI ZR 304/07 (https://dejure.org/2009,723)
BGH, Entscheidung vom 21.04.2009 - VI ZR 304/07 (https://dejure.org/2009,723)
BGH, Entscheidung vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07 (https://dejure.org/2009,723)
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Vorliegen einer sittenwidrigen Schädigung i.S.d. § 826 BGB bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur risikolosen Kreditgewährung an den Lastschriftgläubiger unter Abwälzung des Kreditrisikos auf die Gläubigerbank - Prüfung der objektiven Voraussetzungen eines ...
Sittenwidrige Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur risikolosen Kreditgewährung anden Lastschriftgläubiger
Zur Annahme einer sittenwidrigen Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur risikolosen Kreditgewährung an den Lastschriftgläubiger unter Abwälzung des Kreditrisikos auf die Gläubigerbank
Bankrecht: BGH: Zur Annahme einer sittenwidrigen Schädigung i.S.d. § 826 BGB bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens
BGB § 254 Abs. 1; BGB § 826
Vorliegen einer sittenwidrigen Schädigung i.S.d. § 826 BGB bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur risikolosen Kreditgewährung an den Lastschriftgläubiger unter Abwälzung des Kreditrisikos auf die Gläubigerbank; Prüfung der objektiven Voraussetzungen eines ...
Zwangskredit per Lastschrift
BGB § 826 B, C
Sittenwidrige Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur risikolosen Kreditgewährung an den Lastschriftgläubiger
Sittenwidrige Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens
Missbrauch des Lastschriftverfahrens zur Kreditgewährung
Sittenwidrige Schädigung durch Missbrauch des Lastschriftverfahrens
LG Würzburg, 14.09.2006 - 14 O 1895/05
OLG Bamberg, 05.12.2007 - 8 U 83/06
BGH, 14.10.2008 - VI ZR 304/07
LG Würzburg, 24.02.2010 - 14 O 1895/05
OLG Bamberg, 20.04.2010 - 8 W 40/10
NJW-RR 2009, 1207
ZIP 2009, 1151
NZI 2009, 624 (Ls.)
VersR 2009, 942
WM 2009, 1073
DB 2009, 1291
Für das Vorliegen eines haftungsausschließenden Rechtsirrtums ist der Anspruchsgegner darlegungs- und beweispflichtig (vgl. Senat, Urteil vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, NJW-RR 2009, 1207 Rn. 23; BGH, Urteil vom 16. Juni 1977 - III ZR 179/15, BGHZ 69, 128, 143 f.).
Das Berufungsgericht hat darüber hinaus nicht beachtet, dass eine Haftung der Beklagten aus §§ 831, 826 BGB zusätzlich zu den objektiven und subjektiven Voraussetzungen eines Sittenverstoßes einen Schädigungsvorsatz erfordert und Sittenwidrigkeit und Vorsatz getrennt festzustellen sind (vgl. Senatsurteil vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, VersR 2009, 942 Rn. 24).
In einer solchen Situation ist lediglich ein Fahrlässigkeitsvorwurf gerechtfertigt (vgl. Senatsurteile vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, VersR 2009, 942 Rn. 24;… vom 20. Dezember 2011 - VI ZR 309/10, VersR 2012, 454 Rn. 10;… vom 20. November 2012 - VI ZR 268/11, VersR 2013, 200 Rn. 32; BGH…, Urteil vom 12. April 2013 - V ZR 266/11, VersR 2013, 916 Rn. 13).
Die Annahme der - vorliegend allein in Betracht kommenden - Form des bedingten Vorsatzes setzt voraus, dass der Handelnde die relevanten Umstände jedenfalls für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat (vgl. Senatsurteile vom 11. Februar 2003 - VI ZR 34/02, BGHZ 154, 11, 20; vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, VersR 2009, 942 Rn. 24;… vom 23. November 2010 - VI ZR 244/09, VersR 2011, 216 Rn. 20; BGH, Urteil vom 26. August 2003 - 5 StR 145/03, BGHSt 48, 33, 346 f.; Beschluss vom 16. April 2008 - 5 StR 615/07, NStZ-RR 2008, 239, 240 jeweils mwN).
Für die Annahme eines Sittenverstoßes in subjektiver Hinsicht ist grundsätzlich die Feststellung erforderlich, dass der Schädiger Kenntnis von den Tatumständen hatte, die sein Verhalten als sittenwidrig erscheinen lassen (Senatsurteil vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, VersR 2009, 942 Rn. 20 mwN; BGH, Urteile vom 24. November 1952 - III ZR 164/51, BGHZ 8, 83, 87 f.; vom 30. Januar 1953 - I ZR 88/52, BGHZ 8, 387, 393; vom 15. Juni 1987 - II ZR 301/86, BGHZ 101, 153, 159).
OLG Köln, 26.10.2009 - 13 U 132/09
Zu den subjektiven Voraussetzungen einer sittenwidrigen Schädigung i.S. des § 826 …
Es ist dem Lastschriftverfahren grundsätzlich immanent, trägt dem notwendigen Schutz des Schuldners im Einzugsermächtigungsverfahren Rechnung und wurde von den Kreditinstituten mit der Einführung des Lastschriftverfahrens im Interesse der Erleichterung des massenhaften Zahlungsverkehrs übernommen (vgl. zum Ganzen: BGH WM 2009, 1073 = NJW-RR 2009, 1207; BGHZ 177, 69, 73 f.; BGH NJW 1985, 847; BGHZ 74, 300; BGHZ 161, 49;… van Gelder, in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 3. Aufl., § 57 Rn. 5-56d).
Es erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Widerspruchs erheblich, was für die beteiligten Kreditinstitute mit besonderen, deutlich über das mit dem Lastschriftverfahren zwangsläufig verbundene Risiko hinausgehenden Gefahren verbunden ist (vgl. BGH WM 2009, 1073; BGHZ 74, 300;… van Gelder, aaO, § 56 Rn. 38;… Staub/Canaris, HGB, 4. Aufl., Fünfter Band, Rn. 604).
Denn der Inhaber eines Kontos, das von seiner Bank wegen einer Lastschrift belastet worden ist, muss sich vor einem Missbrauch des Verfahrens durch den Auftraggeber schützen können (BGH NJW 2005, 675; WM 2009, 1073).
Ein Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB erfordert nämlich nicht nur das Vorliegen der objektiven Voraussetzungen sittenwidrigen Verhaltens des Anspruchsgegners in dem dargestellten Sinne, sondern darüber hinaus die Feststellung, dass der Schädiger Kenntnis von den Tatumständen hatte (oder sich dieser Kenntnis bewusst verschlossen hat), die sein Verhalten als sittenwidrig erscheinen lassen (so ausdrücklich BGH in WM 2009, 1073, Tz. 15 des juris-Ausdrucks) und entspricht den allgemein zu den subjektiven Voraussetzungen einer Haftung nach § 826 BGB entwickelten Grundsätzen (…dazu Staudinger/Oechsler, Neubearbeitung 2003, § 826 BGB Rdn. 61;… Wagner in Münchener Kommentar zum BGB, 5. Auflage, § 826 BGB Rdn. 26;… Palandt/Sprau Kommentar zum BGB, 68. Auflage 2009 § 826 BGB Rdn. 10).
Auf die Entscheidung des BGH vom 21.4.2009 (WM 2009, 1073) kann sich die Klägerin schon deshalb nicht berufen, weil ihr die mit der vorliegenden nicht vergleichbare Konstellation einer abgesprochenen Lastschriftreiterei zugrunde lag.
Vielmehr genügt es, wenn er dies für möglich hielt und billigend in Kauf nahm (vgl. Senatsurteile vom 17. September 1985 - VI ZR 73/84, VersR 1986, 158, 159; vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, VersR 2009, 942 Rn. 24 m.w.N.;… Bamberger/Schmidt-Kessel, BGB, 2. Aufl., § 276 Rn. 6;… Palandt/Heinrichs, BGB, 69. Aufl., § 276 Rn. 10).
Dieser muss auch darauf gerichtet sein, dass der Schädiger mindestens mit der Möglichkeit einer Schädigung durch sein Handeln gerechnet und sie billigend in Kauf genommen hat (BGH, Urteil vom 21. April 2009, VI ZR 304/07, NJW-RR 2009, 1207, Rn. 24).
Übergeht der Betroffene vorsätzlich eine gleichsam auf der Hand liegende Kenntnisnahmemöglichkeit, die jeder andere in seiner Lage wahrgenommen hätte, so ist sein Berufen auf Unkenntnis rechtsmissbräuchlich und verstößt gegen Treu und Glauben (…vgl. BGH, NJW 1993, S. 1596 ;… NJW 1995, S. 332 ;… BAG, NZA 2003, S. 453, jeweils zu § 586 ZPO; BGHZ 129, 136 ; BGHZ 176, 281 ; BGH, WM S. 1989, 1047 ; BGH, NJW-RR 2009, S. 1207 , jeweils zu § 826 BGB; BGHZ 133, 192 ;… BGH, NJW 1998, S. 988;… BAG, NZA 2003, S. 453;… OLG Celle, NJW 1996, S. 2660;… vgl. ferner für Fälle einer sogenannten Zugangsvereitelung BGH, NJW 1998, S. 976;… BAG, NZA 2006, S. 204).
Dem steht es gleich, dass er sich der Erkenntnis dieser Tatsachen "bewusst verschlossen" hat (BGH, Urt. v. 21.04.2009 - VI ZR 304/07-, NJW-RR 2009, 1207, Rn. 20).
OLG Düsseldorf, 30.04.2010 - 17 U 51/09
Anspruch auf Schadensersatz wegen sittenwidriger Schädigung i.R.v. Verlusten mit …
ArbG Essen, 04.05.2017 - 1 Ca 3319/16
Schadenersatzansprüche in Höhe einer entgangenen Vergütung aus einem beendeten …

References: § 826
 § 826
 § 254
 § 826
 § 826
 § 826
 § 826
 BGH 
 BGH 
 § 57
 BGH 
 § 56
 § 826
 BGH 
 § 826
 § 826
 § 826
 § 826
 BGH 
 § 276
 § 276
 § 586
 § 826