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Timestamp: 2017-12-17 09:21:40+00:00

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PPT - Abfallwirtschaft PowerPoint Presentation - ID:552541
Abfallwirtschaft PowerPoint Presentation
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Abfallwirtschaft - PowerPoint PPT Presentation
Abfallwirtschaft . Geschichte Abfallpolitik Abfallentsorgung Instrumente der Fachplanung Instrumente der Raumplanung Zwischen- und Endlagerung nach Atomgesetz. 1. Geschichte. Muschelhalden Antike Müllschlucker Cloaca maxima	Gassenmeister. Quelle . Quelle . Quelle . Geschichte.
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abfallwirtschaft kaiserslautern
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Instrumente der Fachplanung
Zwischen- und Endlagerung nach Atomgesetz
1	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Muschelhalden
Antike Müllschlucker
Gassenmeister
2	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
3	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Bis 1972: keine Regelung für Abfallbeseitigung (Ofenverbrennung, oder Mülltonnenverbrennung; Pfandsysteme: Milchflasche, kaum Verpackungen)
Hausmüllbeseitigung Aufgabe der Gemeinden:
Anfang der 1970er Jahre: Ca. 50. 000 Müllkippen (BRD)
4	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Jüngere Geschichte in 5 Schritten
1. Schritt 1972: geordnete Beseitigung
Grundgesetzänderung Bund-Befugnis zu konkurrierender Gesetzgebung bei Abfallbeseitigung Art. 74 Nr. 24 GG
Abfallbeseitigungsgesetz 7.6.1972, Übertragung der Aufgabe auf öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (Landkreise und kreisfreie Städte bzw. deren Zweckverbände)
2. Schritt 1986: Einstieg in Verwertung
Gesetz über Vermeidung und Entsorgung von Abfällen, Recycling Glas, Papier, Metall (Kernforderung Umweltbewegung/BI)
1991 Verpackungsverordnung: Duales Systems. Handel und Industrie zur Rücknahme und stofflichen Verwertung von Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen verpflichtet. Abfallvermeidung, -verminderung bzw. Rückführung der Verpackungswertstoffe in den Stoffkreislauf.
5	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Geschichte in 5 Schritten
3. Schritt 1994
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz: Verhaltensbeeinflussung von Produzenten und Konsumenten, abfallarmes, ressourcenschonendes Produzieren und Konsumieren (Vermeidung)
4. Schritt 2005
Restabfallbehandlung (AbfallablagerungsVO): keine Deponierung ohne Vorbehandlung. Stillegung der „Bioreaktoren“ bzw. „Reaktordeponien“, keine biolog. Umsetzungsprozesse mehr in Deponien; Ende des Vergrabens und Vergessens von Abfällen, Rückgang der Methanemissionen um 85 % 1990 – 2004; Methan 21-mal schädlicher als CO2,)
Graphik: BMU,
-30 Mio. t CO2 = 12 % Anteil am deutschen Reduktionsziel gem. Kyoto
5. Schritt 2020?
Ende oberirdischer Deponierung – vollständige Verwertung von Siedlungsabfällen
6	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Vorbereitung zur Wiederverwendung („2. Hand“)
Recycling - Verwertung (stofflich)
sonstige Verwertung (z. B. energetisch)
Art. 4 Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRl) EU
7	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Müllnotstand ausgeblieben:Verwertung überwiegt Deponierung
Wiederverwertungsanteil 1990: 15 %, 2003: 58 % http://www.destatis.de/basis/d/umw/umwtab20.php
Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Abfallmenge
rechts: BMU http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/abfallstatistik_diagramme.pdf
8	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
„Geschichte“ mit Zukunft
Biokunststoff aus Guben
Entsorgung verpackter Tomaten aus Supermärkten kein Problem: Verpackung verrottet in 40 Tagen, durchlässig für Luft und Wasserdampf, kein Schwitzen mehr, Faulgefahr geringer
Keine Verdrängungskonkurrenz: Korn für Brot, Stroh für Biokunststoff
Standortentscheidung, weil Randbedingungen stimmten: Bahnanschluss, ausgebaute Straßen, Versorgung mit Strom und Medien
9	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
2. Abfallpolitik
„Die Abfälle von heute sind die Bergwerke der Zukunft“ (BMU)
umweltfreundlich beseitigen
Leitgesetz KrW-/AbfG
Von öffentlicher Abfallentsorgung zur verursacherorientierten privaten Kreislaufwirtschaft
Verwertung: stofflich oder energetisch? Vor- oder Gleichrangigkeit?
Energetische Verwertung = Energieüberschuss (sonst Müllverbrennung „zur Beseitigung“)
Langlebig, für Verwertung und umweltverträgliche Beseitigung geeignet
Einsatz von verwertbaren Abfälle u. sekundären Rohstoffen
Kennzeichnung von Schadstoffen
Kennzeichnung auf Rückgabe, Verwertung
Rücknahme, Verwertung, Beseitigung
11	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Verursacherprinzip, Produktverantwortung:
Erzeuger oder Besitzer von Abfällen ist zur Verwertung und Beseitigung verpflichtet
Ausnahme (§ 13 KrW-/AbfG):
Abfälle aus privaten Haushalten (Siedlungsabfälle), für die keine Rücknahmesysteme oder Sammlungen zur Verwertung bestehen (s. private Entsorger)
Abfälle zur Beseitigung aus anderen Herkunftsbereichen
Überlassungspflicht ggü
(Daseinsvorsorge) > Kreise und kreisfreie Städte
gem § 24 KrW-/AbfG
Einzelhandel (Einwegpfandflaschen)
Sammlungen zur Verwertung
(gemeinnützig o. gewerblich)
Einrichtungen der Selbstverwaltungskörperschaften der Wirtschaft (Kammern)
12	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Bsp. freiwillige Rücknahme
Freiwillige Selbstverpflichtung der Bauindustrie (1996) zur Rücknahme erfolgreich:
Verwertungsraten mehr als erfüllt
(Statt Halbierung der Ablagerung > 70 % Recycling)
13	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
3. Abfallentsorgung
Abfälle aus privaten Haushalten (Siedlungsabfälle)
Pflichtaufgabe der Landkreise, Kreisfreien Städte
Umfang der Abfallentsorgung
(gem. kommunaler Abfallsatzung mit Anschluss- und Benutzungszwang, Bsp. Rhein-Sieg-Kreis)
1. Bereitstellen von Abfallbehältern
Sammlung und Entsorgung von
2. Restmüll
4. Bioabfällen
5. Grünabfällen
6. Sperrmüll
7. Elektroaltgeräten
8. Sonderabfällen
9. Abfallberatung
10. Sammlung von wildem Müll
11. Aufstellen, unterhalten, entleeren: Straßenpapierkörbe
gem. GewerbeabfallVO
Gem. VerpackungsVO
Verpackungen: Gelbe Tonne/Sack (örE = Verpackungen aus Papier und Pappe)
14	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Abfallentsorgung - Bsp. Hanau
Bringsystem zur Verwertung
(zentrale Sammelbehälter)
a) Altglasb) Papier und Kartonagenc) kompostierbare Pflanzenabfälled) Sperrmülle) Bauschutt (bis maximal 1 m³).f) Gerätebatterien und Autobatterien
g) Gasentladungslampen (z.B. Leuchtstoffröhren)h) Styropori) Korkj) Elektro- und Elektronikgeräte (priv. Haushalte)k) CD/DVD-Scheiben
Holsystem zur Verwertung
Holsystem zur Beseitigung
http://www.hanau.de/lebeninhanau/pbw/bauen/ver_entsorg/artikel/01705/
15	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Gebühren für Grundstückseigentümer bei Holsystemen
(lt. kommunaler Gebührensatzung bzw. Teil II der Abfallsatzung):
Keine Gebühren für gelbe Tonne:
Rücknahmesystem Grüner Punkt
Geld sparen durch MülltrennungBsp. Mainz: „Die Leerung der Bio-, Papier- und Glastonnen ... ist in der o.g. Jahresgebühr enthalten.“ (Restmüll)
16	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
4. Instrumente der Fachplanung
1. Planfeststellung: Deponie (oberste Abfallwirtschaftsbehörde)
2. Genehmigung nach BimSchG: Abfallbeseitigungsanlage (Ämter für Immissionsschutz)
3. Planungsgebiete (max. 4 Jahre, Ablösung durch Veränderungssperre ab Planauslegung im Planfeststellungsverfahren, § 19 Abs. 3 BbgAbfG)
4. Abfallwirtschaftsplan (Land, oberste Abfallwirtschaftsbehörde) § 29 KrW/AfG Abfallwirtschaftsplanung (AbfallgesetzBB § 17)
5. Abfallbeseitigungskonzept (Kreis)
17	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Abfallwirtschaftspläne - Land
§ 29 KrW/AfG Abfallwirtschaftsplanung (BbgAbfallgesetz § 17)
Planungsverantwortung des Landes
Abfallwirtschaftsplan nach überörtl. Gesichtspunkten für 10 Jahre, Fortschreibung alle 5 Jahre:
Zugelassene und erforderliche A-Beseitigungsanlagen
Flächen für Deponien und A-Beseitigungsanlagen (nicht Voraussetzung für Planfeststellung oder Genehmigung)
Raumordnungsklausel
Vermeidung, Verwertung,Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle möglichst inNähe ihres Entstehungsortes (Festlegung von Einzugsbereichen nach § 21 AbfallGBB möglich, Entsorgungssicherheit)
Schonung natürl. Ressourcen, Förderung Produktverantwortung bei Entwicklung, Herstellung u. Vertrieb von Produkten
Bekanntmachung Amtsblatt
sachliche oder regionale Teilpläne möglich
Planungsgebiete § 19 BbgAbfG (Dauer: max. 4 Jahre, Wirkung einer Veränderungssperre, Bekanntmachung)
Veränderungssperre anordnen schon bei Auslegung für ROV (betrifft lt. RoV nur Deponie-Flächen und Standortalternativen)
18	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Entsorgungsträger im Sinne der §§ 15, 17 und 18 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes,
Gemeinden, Landkreise, kommunale Spitzenverbände,
Verbände der abfallerzeugenden und der abfallentsorgenden Wirtschaft,
nach § 29 des BNatSchG anerkannte Verbände,
benachbarte Länder (§ 29 Abs. 6 KrW/AbG)
Sonstige TÖB.
Verbindlicherklärung möglich: Rechtsverordnung des Fachministers
Gemeinsame Pläne benachbarter Bundesländer möglich (Bsp. Berlin)
19	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Abfallwirtschaftskonzept – Landkreis § 19 KrW/AbG
Kreis = öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger mit Abfallbeseitigungspflicht, Beauftragung Dritter unter Vorbehalt ausreichender Überwachungs- und Weisungsbefugnisse möglich
Brandenburgisches Abfallgesetz § 6 Abfallwirtschaftskonzepte :
1. Inhalt u.a.: Art, Menge, Herkunft der Abfälle gegenwärtig und in 10 Jahren, ihre Verwertung, Beseitigung sowie Ziele und Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung, Maßnahmen zur Behandlung nicht verwertbarer Abfälle, Verminderung ihrer Menge und Schädlichkeit; erforderliche Abfallentsorgungsanlagen; Nachweis zehnjähriger Entsorgungssicherheit für Abfallbeseitigung
2. Beteiligung: Berührte Behörden und Einrichtungen sowie Öffentlichkeit zu beteiligen. Entwurf einen Monat öffentlich auszulegen (eine Woche vorher öffentlich bekannt zu machen, dass Einwendungen und Stellungnahmen während der Auslegungsfrist vorgebracht werden können.)
3. Wirksamkeit durch Beschluss des Kreistages bzw. Vertretungsorgan des Entsorgungsträgers
4. Fortschreibung nach 5 Jahren
5. Einsichtnahme für jedermann möglich
20	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
1999: 510 Deponien (440 Kreise und kreisfr. Städte)
376 Hausmülldeponien (Siedlungsabfall)
5 ha - 200 ha
(Mittelwert 50 ha entspricht insgesamt 180 km², Flächenanteil von 0,05 %
21	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Oberirdische Deponien
a) Haldendeponie (gängigste Deponieform)
b) Hangdeponie
c) Grubendeponie
d) Schacht- und Untertagedeponie (im Bereich inaktiven Grundwassers, für toxische und radioaktive Abfälle geeignet, Stoffaustrag in Biosphäre nur minimal möglich.
http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/englmeier/deponiebau/arten.htm
22	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Juni 2005: Restabfallbehandlung
(Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen - Abfallablagerungsverordnung AbfAblV)
Halbierung Deponie-Abfallmenge
keine biologischen Prozesse in Deponien („Die Halde von heute lebt“: Methan, Deponiewasser, Grundwassergefahr, „Bioreaktoren“). Alles, was gären kann, wird aussortiert, 30-40 % in Rotte, erst wenn nicht mehr aktiv, Deponierung
Verheizen der „hochkalorischen“ Fraktionen: Holz, Plastik im Heizkraftwerk; weitere Abnehmer: Zementwerke (Bsp. Rüdersdorf), Kraftwerke (Bsp. Jänschwalde)
Anforderung für Deponien: Bodenabdichtung, geologisch stabiles Gebiet
Höhere Müllgebühren wg. Mehraufwand bei Sortierung und Deponierung (Cottbus 2005: ca. + 25 %; LR 18.11.04)
Bsp. Brandenburg: deponierte Siedlungsabfälle (Hausmüll):
1992: 4 Mio. t
2003: 1,2 Mio. t
Deponieschließungen: von 36 schließen 31 (Quelle: Mopo 13.11.2004)
http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/ltberi04.pdf
23	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdfhttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
24	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Brandenburghttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Abfallwirtschaftsplan –
http://www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2318/awpsied06.pdf
Deponiestandorte http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf– TA Siedlungsabfall
Grundsatz: „Multibarrierenkonzept“ (TASi Nr. 10.1)
Deponien sind so zu planen, zu errichten und zu betreiben, dass durch
geologisch und hydrogeologisch geeignete Standorte,
geeignete Deponieabdichtungssysteme,
geeignete Einbautechnik für die Abfälle,
Einhaltung der Zuordnungswerte nach Anhang B
mehrere … unabhängig wirksame Barrieren geschaffen und die Freisetzung und Ausbreitung von Schadstoffen nach dem Stand der Technik verhindert werden.
kein Deponiegas
sehr geringe organische Sickerwasserbelastung
nur geringfügige Setzungen als Folge eines biologischen Abbaus von organischen Anteilen in abgelagerten Abfällen
TA Siedlungsabfall, Abschnitt 10 Besondere Anforderungen an Deponien
http://www.abfallberatung.de/gesetze/tasiedl1.htm
http://www.abfallberatung.de/gesetze/tasiedl4.htm
http://www.deponie-stief.de/deponie/dstandorttasi.htm#standortintasi
Keine Deponien der Klasse I und II in
Karstgebieten und bei stark klüftigem, wasserwegsamem Untergrund
Trinkwasser-, Heilquellenschutz-, Wasservorrang-, Überschwemmungsgebieten,
Gruben, aus denen Ableitung von Sickerwasser im freien Gefälle nicht möglich ist,
Naturschutz- oder in Vorranggebieten für Wald- und Naturschutz sowie in besonders geschützten Biotopflächen
27	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Bei Eignungsprüfung zu beachten:
geologische, hydrogeologische, bodenkundliche und geotechnische Verhältnisse am Deponiestandort und Grundwasserabstrombereich,
Schutzabstand zwischen Deponiekörper und Siedlungen von > 300 m(Ausnahme: Einzelbebauungen)
Lage in Gebieten, wo Hangrutsche und Erdfälle noch nicht abgeklungen sind bzw. wo Bergsenkungen und Tagesbrüche noch stattfinden können (in Folge ehemaligen Bergbaus)
Setzungsverhalten verfüllter Tagebaue und sonstiger verfüllter Restlöcher.
Untergrund muss solche Steifigkeit besitzen, dass Belastungen aus Deponie keine Schäden am Deponiebasisabdichtungssystem verursachen und Stabilität des Deponiekörpers nicht gefährdet wird. Unterschiedliche Schüttphasen des Deponiekörpers zu berücksichtigen.
28	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Geologische Barriere:
unter und im weiteren Umfeld der Deponie anstehender natürlicher Untergrund, der aufgrund seiner Eigenschaften und Abmessungen die Schadstoffausbreitung maßgeblich behindert.
natürlich anstehende, schwach durchlässige Locker- bzw. Festgesteine (DIN 18130) von mehreren Metern Mächtigkeit und hohem Schadstoffrückhaltepotential, die über den Ablagerungsbereich hinausgehen. Unter dem Ablagerungsbereich soll geologische Barriere homogen ausgebildet sein. Sollte die Anforderung bis zu einer Tiefe von drei Metern unter dem Deponieplanum nicht erfüllt sein, ist sie in diesem Bereich durch den Einbau einer homogenen Ausgleichsschicht von kf <=1 x 10-7 m/s zu gewährleisten.
29	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
1 m Abstand zum Grundwasser
Deponieplanum muss nach Abklingen der Untergrundsetzungen unter Auflast der Deponie mindestens einen Meterüber der höchsten zu erwartenden Grundwasseroberfläche bzw. Grundwasserdruckfläche bei freiem oder gespanntem Grundwasser nach DIN 4049, Teil 1 (Ausgabe September 1979) liegen.
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/depverwv_entwurf.pdf
30	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
5. Instrumente in der Raumplanunghttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
(2) Die Raumordnungspläne sollen Festlegungen zur Raumstruktur enthalten, insbesondere zu: ...
3.	den zu sichernden Standorten und Trassen für Infrastruktur, hierzu können gehören ...
(3) Raumordnungspläne sollen auch Festlegungen ...enthalten, die ... zur Koordinierung von Raumansprüchen erforderlich sind und durch Ziele oder Grundsätze der Raumordnung gesichert werden können. Neben den Darstellungen in Fachplänen des Verkehrsrechts sowie des Wasser- und Immissionsschutzrechts gehören hierzu insbesondere:
3.	die raumbedeutsamen Erfordernisse und Maßnahmen der Abfallwirtschaftsplanung nach den Vorschriften des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes,
31	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Instrumente in der Raumplanunghttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Kreislaufwirtschaftsgesetz (Bund) wie auch Landesabfallgesetze enthalten Raumordnungsklausel für Abfallbeseitigung (ZdRO zu beachten, GdRO zu berücksichtigen)
Beispiele für die raumordnerische Festlegung von Vorrangstandorten:
32	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Raumordnungsverordnung:
1. §-4-BImSch-Anlage im Außenbereich (§ 35 BauGB), die unter 1 bis 10 Anlage 1 UVPG aufgeführt ist (Nr. 8: Abfallverwertungs- und Beseitigungsanlagen)
3. Anlage zur Endlagerung radioaktiver Abfälle, die einer Planfeststellung nach § 9 b AtomG bedarf
4. Deponie, die der Planfeststellung gem. § 31 Abs. 2 KrW/AG bedarf
33	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
BauGB § 5 FNP, dargestellt werden können...
4. die Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung,
34	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Rechtsgrundlagenhttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Europa: Abfallrahmenrichtlinie, AbfallverbringungsVO, div. RL
Bund: Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz, div. VO
"Vermeidung vor Verwertung vor Beseitigung".
Länder: Abfallgesetze
Kreise, Zweckverbände:
Abfallsatzung mit Anschluss- und Benutzungszwang Bsp. Rhein-Sieg-Kreis
35	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
6. Zwischen- und Endlagerung http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdfnach AtG
14 Atomkraftwerke in Deutschland
19 Anlagen (je Block eine Anlage) in Betrieb (22.500 MW elektrische Leistung)
15 Anlagen außer Betrieb
36	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
AKWhttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
37	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Geschichte Atomenergie http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Atomminister 1955: Franz-Josef-Strauß; Atomgesetz 1959
militärisch oder zivil? „Göttinger Achtzehn“ 1957
Atomreaktoren und Wiederaufarbeitungsanlagen zur Plutoniumherstellung für Atombomben; Stromerzeugung nur Nebenprodukt.
Staaten mit komplettem Atomtechnikinventar einschließlich Wiederaufbereitung sind Atomwaffenmächte: Großbritannien, Frankreich
Parteien in ihrer Einstellung zur Atomkraft
Ausbau nach der Ölkrise
Anzahl, Anteil an Stromproduktion 30 %
Tschernobyl 1986: SPD-Parteitag Nürnberg 1986: Ausstiegsbeschluss
Atomkompromiss von Rot-Grün 1999: geordneter Ausstieg mit Restlaufzeiten
38	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
39	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Zwischen- und Endlagerunghttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Problem: sichere Endlagerung (nicht wasserleitend: Salz und Ton)
Halbwertzeit: 6 Stunden bis 15,7 Mio.Jahre: Plu: 24.000, Jod-129: 16 Mio. Jahre
Abfall deutscher Atomkraftwerke pro Jahr: 450 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente. Gesamtabfall 16.000 Tonnen
40	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Werner Heisenberg 1955: "Was schließlich den Atommüll betrifft, so genügt es durchaus, ihn in einer Tiefe von drei Metern zu vergraben, um ihn vollkommen unschädlich zu machen."
Carl Friedrich v. Weizsäcker 1969: "Dieses ist, soweit ich sehen kann, wenn man es ernstlich behandeln will, überhaupt kein Problem... Ich habe mir in Karlsruhe sagen lassen, dass der gesamte Atommüll, der in der Bundesrepublik im Jahr 2000 vorhanden sein wird, in einen Kasten hineinginge, der ein Kubus von 20 m Seitenlänge ist. Wenn man das gut versiegelt und verschließt und in ein Bergwerk steckt, dann wird man hoffen können, dass man damit dieses Problem gelöst hat."
Quelle: BMU, Wolfram König, Bundesamt für Strahlenschutz in ENERGIEWENDE: ATOMAUSSTIEG UND KLIMASCHUTZ, DOKUMENTATION DER FACHTAGUNG VOM 15. UND 16. FEBRUAR 2002, BERLIN, http://www.bmu.de/files/fachtagung_020215.pdf
41	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Problem: Widerstand gegen Atommülltransporte
7/2005: Schluss mit Transporten in Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien
Zwischenlagerung für max. 40 Jahre: "Standort-Zwischenlager" bei dreizehn Atomkraftwerken geplant. Verzicht auf Transporte von abgebrannten Brennelementen zu zentralen Zwischenlagern
42	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Genehmigung für dezentrale wie auch zentrale Zwischenlager gem. § 6 AtG (1)
atomrechtliches Genehmigungsverfahren (oft mit Teilerrichtungsgenehmigungen); Merkmale wie bei Planfeststellung: UVP, öffentliche Auslegung, Erörterung (event. sonstige Verfahren mit den Rechtswirkungen der Planfeststellung)
Planfeststellung: Landessammelstellen und Endlager
Zwischen- und Endlagerung, § 9a Abs. 3 und § 9b Abs. 1 AtomG (Ausstieg und Mengenregelung, § 7 Atomgesetz)
http://www.endlagerung.de/extern/gnsendlager/resource.nsf/common/attach/$file/index3.html
http://www.dbe.de/morsleben_1.0.htm
43	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Endlagerunghttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
geologisch stabile Lagerstätten, die kein Wasser führen
(Salz und Ton)
schlechte Wasserleiter verhindern Ausbreitung von Radioaktivität in Grundwasser
kein betriebsbereites Endlager für radioaktive Abfälle in Deutschland:
Konzept der Endlagerung im tiefen geologischen Untergrund
Bund für Errichtung und Betrieb des Endlagers zuständig (AtmG)
Morsleben (Sachsen-Anhalt, Stilllegungsverfahren)
Schacht Konrad (Salzgitter, Niedersachsen, soll in Betrieb gehen)
Gorleben (Niedersachsen, Moratorium bis min. 2003)
44	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Morsleben http://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf(Sachsen-Anhalt)
Bergwerk der ehemaligen Burbach-Kali AG (Orte Morsleben und Beendorf, Nähe der Stadt Helmstedt in Sachsen-Anhalt).
Salzlagerstätte von 40 - 50 km Länge und durchschnittlich 2 km Breite, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen wurde. 70 Jahre lang Kali- und Steinsalzförderung.
1969: Auswahl der Doppelschachtanlage Marie/Bartensleben zur Entsorgung schwach- und mittelaktiver Abfälle (bis 1998)
1971 bis 1981: Einlagerungsversuchsphase.
1981 Betriebsaufnahme Endlager
1986 unbefristete Dauerbetriebsgenehmigung des Staatlichen Amtes für Atomsicherheit und Strahlenschutz (SAAS) der DDR.
1990: Einigungsvertrag befristet Betriebsgenehmigung auf den 30. Juni 2000
1997: Antrag des BfS auf Stilllegung (Planfeststellungsverfahren)
http://www.bfs.de/bfs/druck/broschueren/morsleben.html
45	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Planfeststellungsverfahren Stilllegung
Problem: „Lösungszutritt im Einlagerungsbereich“ http://www.bfs.de/bfs/druck/broschueren/morsleben.html/br_morsleben_10.pdf
endgültige Stilllegung bedarf Planfeststellungsbeschluss
Planfeststellungsunterlagen werden erstellt (Verfüll- und Verschließkonzept, belastbarer Nachweis der Langzeitsicherheit)
Antrag auf Planfeststellung 13. Okt. 1992,
Beschränkung des Antrags auf Stilllegung am 9. Mai 1997
Prüfung der Vorhabensbeschreibung für die Stilllegung im 3. Quartal 1997
Einreichung der Planunterlagen gem. § 6 AtVfV in 2002
Auslegung der Planunterlagen nicht vor 2004 und
Abschluss des Verfahrens frühestens im Jahr 2006
http://www.bmu.de/download/dateien/morsleben.pdf
46	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Schacht Konradhttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
ehemaliges Eisenerz-Bergwerk bei Salzgitter (Niedersachsen)
Zwischen 1965-1976 Förderung von 6,6 Millionen Tonnen Eisenerz.
mächtige wasserundurchlässige Tonschichten über Erzhorizont
1982: Antrag Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Endlagerung
1991: Auslegung der Unterlagen, 290.000 Einwendungen
2001: neue Strahlenschutzverordnung
2002: Planfeststellungsbeschluss durch Niedersächsisches Umweltministerium (atomrechtliche Planfeststellungsbehörde), vier Klagen anhängig
2013: nach Entscheidung für Inbetriebnahme 6 bis 8 Jahre Planungs- und Bauarbeiten, Einlagerung ab 2010 bis 2013
http://www.mu1.niedersachsen.de/master/0,,C743277_N11475_L20_D0_I598,00.html
http://www.bfs.de/endlager/konrad.html
47	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Gorlebenhttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Salzstock in Lüchow-Dannenberg, Untersuchung seit 1979:
übertägige Erkundung (Bohrungen von der Oberfläche aus) von 1979-1983:
geologisches und hydrogeologisches Untersuchungsprogramm, Aufbau des Salzstocks, Einbettung in geologische Formationen, hydrogeologische Verhältnisse des Deckgebirges.
Ergebnis: potenzielle Eignung des Salzstockes
Erkundung untertägig ab 1986: zwei (840 bzw. 930 m tief) Schächte, horizontale Verbindung
(Moratorium: Erkundungsarbeiten des Salzstocks Gorleben seit 2000 für max. 10 Jahre unterbrochen: „sicherheitstechnische und konzeptionelle Fragen der Endlagerung klären.“ http://www.bmu.de/files/atomenergie/downloads/application/pdf/2nationaler_bericht_atomenergie.pdf
http://www.bfs.de/endlager/gorleben
48	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Bundesrathttp://www.mlur.brandenburg.de/cms/media.php/2322/depokarte.pdf
Beschluss und Entschließung vom 14.05.2004:
Entsorgung auf der Grundlage eines gemeinsam erarbeiteten Entsorgungsplans nationale Aufgabe
Ablehnung eines Ein-Endlager-Konzeptes: Trennung von schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen (geringe Wärmeentwicklung) von abgebrannten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen (Wärme entwickelnd)
Schacht Konrad als Endlager für Abfälle mit geringer Wärmeentwicklung in Betrieb nehmen
Entwicklungsarbeiten für Endlagerbereitstellung zügig durchführen
Moratorium zur Erkundung des Salzstockes als Endlager für Wärme entwickelnde Abfälle aufheben
Erkundungsbergwerk Gorleben als Forschungs- und Kompetenzzentrum für Fachwelt und Öffentlichkeit öffnen – Akzeptanz und Vertrauen bilden
Bund-Länder-Vereinbarung zum Lastenausgleich beim Endlager
http://www3.bundesrat.de/coremedia/generator/Inhalt/Drucksachen/2004/0279_2D04B,property=Dokument.pdf
49	„Sektorale Planung I“ - TU Berlin - ISR - SoSe 2007
Stoffflussanalyse als Instrument zur Optimierung der Abfallbehandlung
Abfallwirtschaft in Freistaat Sachsen
Baustellenkontrollen im Kanton Bern

References: Art. 74

Art. 4
 § 24
 § 19
 § 29
 § 17

§ 29
 § 17
 § 21
 § 19
 § 29
 § 19
 § 6
 § 9
 § 31
 § 5
 § 6
 § 9
 § 9
 § 7
 § 6