Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl%20I%202015,%201938
Timestamp: 2019-04-24 07:09:18+00:00

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BGBl. I 2015 S. 1938 - Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes - dejure.org
BGBl. I 2015 S. 1938
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2015 Teil I Nr. 45, ausgegeben am 20.11.2015, Seite 1938
Zum Einsatz von Verdeckten Mitarbeitern und von Vertrauensleuten auf Grundlage der neu geschaffenen §§ 9a und 9b BVerfSchG (StA Dr. Jochen Bader; HRRS 2016, 293-299)
15.04.2015 BT Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes (in: Diese Woche im Plenum des Bundestages)
16.04.2015 BT Bundestag berät über Verfassungsschutzreform
21.04.2015 BT Reform des Verfassungsschutzes
24.04.2015 BT Opposition kritisiert Verfassungsschutzreform
22.05.2015 BT Anhörung zu Reform des Verfassungsschutzes
05.06.2015 BT Bundesratseinwand zur Geheimdienstreform
08.06.2015 BT Streit um Reform des Verfassungsschutzes
08.06.2015 BT Verfassungsschutzreform kontrovers eingeschätzt
24.06.2015 BT Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes (in: Diese Woche im Plenum des Bundestages)
25.06.2015 BT Bundestag stimmt ab über Verfassungsschutzreform
03.07.2015 BT Reform des Verfassungsschutzes beschlossen (in: Bundestagsbeschlüsse vom 1. bis 3. Juli)
03.07.2015 BT Bundestag beschließt Verfassungsschutzreform
25.09.2015 BR Verbesserte Zusammenarbeit beim Verfassungsschutz - Bundesrat billigt Gesetz zur besseren Kooperation
24.11.2015 BReg Schutz vor Extremismus und Terrorismus - Reform des Verfassungsschutzes
Kurznachricht zu "Das Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes" von MinR Dietmar Marscholleck, original erschienen in: NJW 2015, 3611 - 3616.
Die aus Gründen des Geheimnisschutzes weit auszulegende Zuständigkeitsregelung (vgl. BVerwG…, Urteil vom 23. Januar 2008 - 6 A 1.07 - BVerwGE 130, 180 Rn. 25) erfasst nicht nur Klagen gegen die vom Bundesnachrichtendienst nach § 9 Abs. 2 Nr. 4 des Gesetzes zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10-Gesetz - G 10) vom 26. Juni 2001 (BGBl. I S. 1254), hier anwendbar in der seit dem 21. November 2015 geltenden Fassung des Gesetzes vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938), beantragten Anordnungen von Maßnahmen der strategischen Fernmeldeüberwachung nach § 5 und § 10 G 10. Vielmehr zählen hierzu auch die Klagen eines zur Mitwirkung an einer derartigen Überwachungsmaßnahme verpflichteten Telekommunikationsunternehmens gegen die Anordnung seiner Inpflichtnahme sowie gegen die Auswahl der tatsächlich überwachten Übertragungswege durch den Bundesnachrichtendienst.
Der Gesetzgeber hat in der Begründung des Gesetzes zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes vom 17. November 2015 bekräftigt, dass die planmäßige und systematische Informationsbeschaffung insbesondere durch V-Leute ein unverzichtbares Mittel zur Aufklärung extremistischer Bestrebungen sei (vgl. BTDrucks 18/4654, S. 25).
Der Bundesnachrichtendienst ist gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über den Bundesnachrichtendienst (BND-Gesetz - BNDG) vom 20. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2954, 2979), zuletzt geändert durch Art. 3 des Gesetzes vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938) eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundeskanzleramts.
Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und 2 des Gesetzes über die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in Angelegenheiten des Verfassungsschutzes und über das Bundesamt für Verfassungsschutz (Bundesverfassungsschutzgesetz - BVerfSchG) vom 20. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2954, 2970), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938) ist es eine Bundesoberbehörde und untersteht dem Bundesministerium des Inneren.
Denn wie bei der Erteilung einer Auskunft nach § 7 des Gesetzes über den Bundesnachrichtendienst (BND-Gesetz - BNDG) vom 20. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2954), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938) i.V.m. § 15 des Gesetzes über die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in Angelegenheiten des Verfassungsschutzes und über das Bundesamt für Verfassungsschutz (Bundesverfassungsschutzgesetz - BVerfSchG) vom 20. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2954), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938; vgl. dazu nur BVerwG…, Urteil vom 28. November 2007 - 6 A 2.07 - BVerwGE 130, 29 Rn. 13), ist auch vor einer Auskunft auf der Grundlage des vom Kläger aus dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung hergeleiteten Anspruchs auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über das Auskunftsbegehren eine Entscheidung der zuständigen Behörde erforderlich, die sich am Zweck der gesetzlichen Regelung zu orientieren hat (zu Letzterem s. BVerwG…, Urteil vom 28. November 2007 - 6 A 2.07 - BVerwGE 130, 29 Rn. 13).
BVerfG - 1 BvR 1743/16 (anhängig)
19/12 1 BvR 1743/16 Verfassungs- I. des Herrn Prof. H., 1 BvR 2539/16 beschwerden gegen § 5 Abs. 1 Satz 3 Nr. 8 Artikel 10-Gesetz - G 10, neu eingefügt durch das Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes vom 17. November 2015 (BGBl I S. 1938 ff.).
gegen 1. § 5 Absatz 1 Satz 3 Nummer 8, Absatz 2 Sätze 3 und 6, § 5a Satz 7, § 6 Absatz 1 Satz 5, § 7 Absatz 2, Absatz 4, Absatz 4a, Absatz 5 Satz 4, § 7a Absatz 1 Satz 1, Absatz 2, Absatz 3 Satz 4, § 12 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Absatz 2 Satz 1, § 15 Absatz 5 Satz 2 des Gesetzes zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (G 10) in der Fassung des Gesetzes zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes vom 17. November 2015 (BGBl I S. 1938),.
Erst nach der ab dem 21.11.2015 geltenden Neufassung des § 16 BVerfSchG, mit der der Gesetzgeber explizit auf diese Rechtsprechung reagiert hat, darf ausdrücklich auch über bloße Verdachtsfälle berichtet werden (vgl. Bundestags-Drucksache 18/4654, S. 32).
In der Gesetzesbegründung heißt es dazu, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz alle gewaltorientierten Bestrebungen bei der Informationssammlung einer erweiterten Beobachtung unterziehe (vgl. BT-Drs. 18/4654, S. 20).

References: § 9
 § 5
 § 10
 § 1
 Art. 3
 § 2
 Art. 1
 § 7
 § 15
 § 5
 § 5
 § 5
 § 6
 § 7
 § 7
 § 12
 § 15
 § 16