Source: https://www.hessischer-jugendring.de/corona/allgemeine-hinweise-fuer-die-jugendarbeit-in-hessen
Timestamp: 2020-07-06 03:47:48+00:00

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Startseite > Infobereich Corona > Allgemeine Hinweise für die Jugendarbeit in Hessen
Die Hinweise wurden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Hessische Jugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten. Da die Situation sehr dynamisch ist und viele Kriterien sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, müssen die jeweils aktuelle Lage und damit verbundene Änderungen beachtet werden. Wir werden die Hinweise, wenn nötig und so schnell wie es möglich ist, aktualisieren.
Hinweise zur Aktualisierung: Bisher wurden schrittweise die Kontaktregeln geöffnet und machen mehr Begegnung von Menschen möglich. Die hier zusammengestellten Informationen basieren auf den Lockerungen, die bis zum 22. Juni in Kraft getreten sind. Danach kam es zu keinen Lockerungen mehr, die die Jugendarbeit betreffen. Sollten Verschärfungen eintreten, würden wir an dieser Stelle dezidiert darauf hinweisen.
Für Hessen gilt aktuell die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“. In ihr sind auch wesentliche Regelungen für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und die Vereinsarbeit zu finden. Im engen Austausch mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) stellen wir hier die einschlägigen Regelungen zusammen und erklären sie für:
1. Öffentlicher Raum: Kinder- und Jugendgruppen im öffentlichen Raum
2. Häuser, Gärten, Zeltplätze, private Grundstücke: Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen
3. Bildungsangebote: Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen und unterrichtsähnlicher Form
4. Freizeiten und Zeltlager: Überblick und Leitfaden
4.1 Freizeiten und Zeltlager: Gemeinnützige Übernachtungsbetriebe für Kinder und Jugendliche
4.2 Freizeiten und Zeltlager: Zeltlager- Freizeit- und Ferienspielgruppen
5. Gelegenheitsverkehr: Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen
6. Vereinstreffen: Gremien und Arbeitsgruppen
Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Stand: 28.6.2020)
Auslegung der Corona Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung vom 7. Mai 2020 für Angebote der Kinder und Jugendarbeit (Quelle: HMSI 11.6.2020)
1. Kinder- und Jugendgruppen im öffentlichen Raum
Treffen sind zulässig: Hier gilt § 1 Absatz 2 Nr.1. Das bedeutet, dass für solche Versammlungen "aus betreuungsrelevanten Gründen" nicht die Beschränkung der Personenzahl nach Abs. 1 gilt.
Hygiene: Nach § 1 Abs. 5 sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen.
Abstand: Das bedeutet, dass bei einer solchen Versammlung "aus betreuungsrelevanten Gründen" die Personen innerhalb der Gruppe keinen Abstand voneinander halten müssen, auch wenn sie aus mehr als zwei Haushalten kommen. Trotzdem ist eine Verhaltensweise zu empfehlen, die sich an den allgemein gültigen Abstands- und Hygieneanforderungen orientiert. Zudem muss die Gruppe bei Begegnungen mit anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
Mobilität: Im öffentlichen Nahverkehr sowie im Gelegenheitsverkehr ist nach § 1 Absatz 6 eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hierzu zählt auch der Transport einer Kinder- und Jugendgruppe mit einem (gemieteten) Bus.
(1) Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Abstandsgebot des Satz 2 zu gefährden, wie etwa gemeinsames Grillen oder Picknicken, sowie Tanzveranstaltungen sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.
1.Zusammenkünfte von Personen, die aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen,
2. Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen
Treffen sind zulässig: Für alle Zusammenkünfte außerhalb des öffentlichen Raumes gelten die Bestimmungen des § 1 Absatz 2b. Dies gilt insbesondere für offene Angebote mit einem unspezifischen Teilnehmendenkreis ohne vorherige Anmeldung sowie einmalige Veranstaltungen mit spezifischem Teilnehmendenkreis wie beispielsweise eine Tagung. Als nicht-öffentlicher Raum gelten Gebäude einschließlich ihrer Gärten und Höfe, Zeltplätze, private und Vereins-Grundstücke sowie Gruppenhäuser.
Hygiene und Abstand: Das bedeutet, dass die in § 1 Abs. 2b genannten Bedingungen umzusetzen sind. Mitglieder einer festen Gruppe von 10 Personen müssen keinen Abstand zueinander halten – zu Mitgliedern einer anderen Gruppe sind Abstände zu wahren. Die Bestimmungen in § 1 Abs. 2a zur gemeinsamen Nutzung und Weitergabe von Gegenständen gelten nur noch für Religionsausübungen. Das bedeutet, dass in der Jugendarbeit ansonsten Gegenstände gemeinsam genutzt werden dürfen.
Gruppengröße:Die maximale Personenzahl ist auf 250 Personen begrenzt. Dabei sind je nach Raumnutzung max. 1 - 2 Personen pro 10 qm zulässig.
a) der nach Abs. 1 gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind,
d) Name, Anschrift und Telefonnummer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Veranstalterin oder dem Veranstalter erfasst werden; diese haben die Daten für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist zu löschen oder zu vernichten; die Bestimmungen der Art. 13, 15, 18 und 20 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung per-sonenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) vom 27. April 2016 (ABl. EU Nr. L 119 S.1, Nr. L 314 S. 72, 2018 Nr. L 127 S. 2) zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten finden keine Anwendung,
3. Kinder und Jugendarbeit in Einrichtungen und unterrichtsähnlicher Form
Beispiele: Erste-Hilfe-Kurs über mehrere Abende; Juleica-Ausbildungen, Konfirmanden-Unterricht etc.
Treffen sind zulässig: Für Kursangebote, die in Einrichtungen stattfinden, gelten die Bestimmungen des § 5. Dies sind beispielsweise mehrtägige Seminare/Kurse für Gruppen.
Abstand und Hygiene: Dies bedeutet, dass die in § 5 Abs. 1 genannten Bedingungen umzusetzen sind (Abstand von 1,5 Metern und die Empfehlungen des Robert Koch-­Instituts zur Hygiene sind einzuhalten).
Gruppengröße: Die maximale Personenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
(1) Bei Bildungsangeboten außerhalb von Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutz-gesetzes, beispielsweise in Volkshochschulen, Musik- und Kunstschulen oder nicht staatlich anerkannten Ersatzschulen, hat der Unterricht in zahlenmäßig reduzierten Gruppen zu erfolgen, sodass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die Gruppengröße darf in der Regel 15 Personen nicht überschreiten. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind einzuhalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die krankheitsbedingt, aufgrund ihres Alters oder des Stands ihrer geistigen, körperlichen und motorischen oder emotionalen und sozialen Entwicklung nicht in der Lage sind, den Mindestabstand einzuhalten, können nur einzeln unterrichtet werden.
Bei der Planung und Durchführung von Freizeiten und Zeltlagern (und auch Ferienspielen) müssen verschiedene Bereiche und Regelungen berücksichtigt werden. Um hier einen besseren Überblick zu bekommen, haben wir in einem Leitfaden zentrale Regelungen zusammengestellt, die für solche Maßnahmen gelten.
Leitfaden „Corona – Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele (Stand: 25.6.2020)
4.1 Gemeinnützige Übernachtungsbetriebe für Kinder und Jugendliche
Treffen sind zulässig: Hier gelten die Bestimmungen des § 4 Absatz 2.
Abstand und Hygiene: Die Einrichtungen haben dafür Sorge zu tragen, dass in gemeinschaftlich genutzten Sanitär- und Schlafbereichen die allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die Regelungen des § 4 Abs. 2 gelten auch für die Durchführung von Jugendfahrten und -freizeiten auf Zeltplätzen.
Für ein Einhalten der Abstandsregeln von mindestens 1,5 m in allen Sanitärräumen ist durch organisatorische oder technische Maßnahmen zu sorgen. Erläuterung: Eine organisatorische Maßnahme wäre z. B. die Begrenzung der Personenzahl; technische Maßnahmen wären z. B. die Sperrung jedes zweiten Waschplatzes oder Abstandsmarkierungen auf dem Fußboden an Waschplätzen und Waschgelegenheiten.
Die Belegung von Zimmern oder Zelten erfolgt im Rahmen der zulässigen Kontakte nach § 1 Absatz 1, das bedeutet in Gruppen von höchstens zehn Personen. Grundsätzlich ist empfohlen, die Belegung so zu reduzieren, dass Abstände von mindestens 1,5 m zwischen den Personen eingehalten werden können.
4.2 Zeltlager-, Freizeit- und Ferienspielgruppen
Gruppenangebote sind zulässig: Ferienmaßnahmen (Ferienspiele, Kinder- und Jugendfreizeiten, Stadtranderholungen, Ausflüge, Zeltlager) sind gestattet, auch mit Übernachtung. Hierbei sind die Regeln für den Aufenthalt im öffentlichen Raum (siehe 1.) und im nicht-öffentlichen Raum (siehe 2.) zu berücksichtigen.
Abstand und Hygiene im öffentlichen Raum: Mitglieder einer betreuten Gruppe im öffentlichen Raum müssen entsprechend § 1 Absatz 2 Nr.1 keine Abstände zueinander wahren. Zu anderen Gruppen oder Einzelpersonen ist Abstand zu wahren.
Abstand und Hygiene im nicht-öffentlichen Raum: Mitglieder einer festen Gruppe von max. 10 Personen inklusive Betreuer_innen müssen (§ 1 Absatz 2b) keine Abstände zueinander wahren. Dies gilt sowohl für Spielsituationen, beim Essen als auch beim Schlafen in Räumen oder Zelten. Zu anderen Gruppen (der Freizeit, des Zeltlagers, …) oder Einzelpersonen ist Abstand zu wahren.
Gruppengröße: Im öffentlichen Raum ist die Gruppengröße nicht begrenzt. Im nicht-öffentlichen Raum darf die Gesamt-Gruppengröße 250 inklusive Betreuer_innen nicht überschreiten. Begrenzt wird die Gruppengröße aber außerdem durch die verfügbare Fläche (entspr. § 1 Abs. 2b).
5. Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen
Mobilität von Gruppen ist zulässig: Im öffentlichen Nahverkehr sowie im Gelegenheitsverkehr ist nach § 1 Absatz 6 eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hierzu zählt auch der Transport einer Kinder- und Jugendgruppe mit einem (gemieteten) Bus. Zum Gelegenheitsverkehr gehören Taxen, Ausflugsfahrten, Ferienziel-Reisen mit Mietwagen oder Mietomnibus.
Gruppengröße: Die Gruppengröße ist nicht beschränkt.
Abstand: Die allgemeinen Abstandsgebote von 1,5 Meter nach § 1 Abs. 1 müssen nicht eingehalten werden.
(6) In den Fahrzeugen des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs, sowie des Gelegenheitsverkehrs nach § 46 Abs. 2 des Personenbeförderungsgesetzes sowie des freigestellten Schülerverkehrs und in Bürgerbussen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne des Satz 1 ist jede Bedeckung vor Mund und Nase, die aufgrund ihrer Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Satz 1 gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.
6. Gremien und Arbeitsgruppen
Treffen sind zulässig: Für Vereinstreffen (z.B. Gremien und Arbeitsgruppen) gelten die Bestimmungen des § 1 Absatz 2b.
Abstand und Hygiene: Der Abstand von 1,5 Meter ist einzuhalten. Ein Hygiene-Konzept entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen muss umgesetzt werden.
Gruppengröße: Die maximale Personenzahl ist auf 250 Personen begrenzt. Dabei sind je nach Raumnutzung max. 1 - 2 Personen pro 10 qm zulässig.
Überblick über die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: www.corona.hessen.de
Hinweise zur Juleica
Hinweise zu Freistellungen

References: § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 Art. 13
 § 5
 § 5
 § 33
 § 4
 § 4
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 46
 § 1