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Timestamp: 2020-01-23 23:23:52+00:00

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BGH, 09.12.1991 - NotZ 19/90 - dejure.org
BGH, 09.12.1991 - NotZ 19/90
https://dejure.org/1991,587
BGH, 09.12.1991 - NotZ 19/90 (https://dejure.org/1991,587)
BGH, Entscheidung vom 09.12.1991 - NotZ 19/90 (https://dejure.org/1991,587)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 1991 - NotZ 19/90 (https://dejure.org/1991,587)
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Der Senat hat die Frage, nach welchem Gesichtspunkt sich im Verfahren nach § 111 BNotO die für die Entscheidung Maßgebliche Sach- und Rechtslage bestimmt, wenn die Ablehnung der Bestellung zum Notar angefochten wird, unterschiedlich beantwortet (…vgl. Beschl. v. 9. Mai 1988, NotZ 1/88, BGHR BNotO § 111 - Zeitpunkt maßgeblicher 1 m.w.N.; Beschl. v. 9. Dezember 1991, NotZ 19/90).
Der Senat hat die Frage, nach welchem Gesichtspunkt sich im Verfahren nach § 111 BNotO die für die Entscheidung maßgebliche Sach- und Rechtslage bestimmt, wenn die Ablehnung der Bestellung zum Notar angefochten wird, unterschiedlich beantwortet (…vgl. Beschl. v. 9. Mai 1988, NotZ 1/88, BGHR BNotO § 111 - Zeitpunkt, maßgeblicher 1 m.w.N.; Beschl. v. 9. Dezember 1991, NotZ 19/90).
Entscheidung ausnahmsweise dann zugrundezulegen, wenn die Bewerbung bei ordnungsgemäßer Handhabung des bisherigen Rechts bis zum Inkrafttreten der neuen Vorschriften hätte Erfolg haben müssen (BGHZ 37, 179, 181 f, Beschluß vom 9. Dezember 1991 - NotZ 19/90 = BGHR BNotO § 1 Notarzulassung 3).
Entgegen der Meinung des Antragstellers bedeutet es keinen Verstoß gegen den Gesetzesvorbehalt in Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG, daß der Gesetzgeber dies der Regelung durch Verwaltungsvorschriften der Landesjustizverwaltungen überlassen hatte (st. Rspr. des Senats, z.B. BGHZ 37, 183, 185 [BGH 28.05.1962 - NotZ 1/62]; Beschluß vom 9. Dezember 1991 aaO).
Vor einer Ausschreibung ist eine Bewerbung unstatthaft (Senatsbeschlüsse vom 9. Dezember 1991 - NotZ 19/90 und NotZ 2/91 - sowie vom 13. Juli 1992 - NotZ 16/91NotZ 16/91 = NJW 1993, 131, st. Rspr.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ist in diesem Fall über den Verpflichtungsantrag des Notarbewerbers grundsätzlich nach dem im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung geltenden Recht zu erkennen; das im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Bescheides geltende Recht ist der gerichtlichen Entscheidung jedoch ausnahmsweise dann zugrundezulegen, wenn die Bewerbung bei ordnungsgemäßer Handhabung des bisherigen Rechts bis zum Inkrafttreten der neuen Vorschriften hätte Erfolg haben müssen (u.a. Beschlüsse vom 28. Mai 1962 - NotZ 1/62 - BGHZ 37, 179, 181 f und vom 9. Dezember 1991 - NotZ 19/90 - BGHR BNotO § 1 Notarzulassung 3).
Die Wartezeiten (allgemeine und örtliche) waren nach ständiger Rechtsprechung des Senats grundsätzlich ein taugliches Mittel, um den Zugang zum Beruf des Anwaltsnotars so zu steuern, daß eine geordnete Rechtspflege im Sinne des § 4 Abs. 1 BNotO a.F. gewährleistet war (Beschlüsse vom 5. November 1962 - NotZ 10/62 - BGHZ 38, 221, 224 f und vom 9. Dezember 1991 a.a.O., BGHR BNotO § 4 Abs. 2 Wartezeit 4).
Daß der Gesetzgeber die nähere Ausgestaltung des in § 4 Abs. 1 BNotO a.F. festgelegten Maßstabs in § 4 Abs. 2 BNotO a.F. der Regelung durch Verwaltungsvorschriften der Landesjustizverwaltungen überlassen hatte, begründete keinen Verstoß gegen den sog. Gesetzesvorbehalt in Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG (…st.Rspr. des Senats, u.a. Beschlüsse vom 28. Mai 1962 a.a.O. S. 185 f und vom 9. Dezember 1991 a.a.O.).
Vor einer Ausschreibung, an der es hier fehlt, ist eine Bewerbung unstatthaft (Senatsbeschlüsse vom 9. Dezember 1991 - NotZ 19/90 und NotZ 2/91 - a.a.O., insoweit in BGHR nicht abgedruckt, und vom 13. Juli 1992 - NotZ 16/91 = NJW 1993, 131;… zum Verfahren der Antragsgegnerin vgl. deren Allgemeine Verfügung über Angelegenheiten der Notare vom 1. Juli 1991 a.a.O., Abschn. II und III).

References: § 111
 § 111
 § 111
 § 111
 § 1
 Art. 12
 § 1
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 Art. 12