Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=03.02.2003&Aktenzeichen=1%20BvL%2011%2F02
Timestamp: 2019-02-18 19:41:35+00:00

Document:
BVerfG, 03.02.2003 - 1 BvL 11/02, 1 BvL 12/02, 1 BvL 13/02, 1 BvL 16/02, 1... - dejure.org
BVerfG, 03.02.2003 - 1 BvL 11/02, 1 BvL 12/02, 1 BvL 13/02, 1 BvL 16/02, 1 BvL 17/02
Unzulässige Richtervorlage zur Verfassungsmäßigkeit der Restschuldbefreiung nach der InsO
Antrag auf Regel- oder Verbraucherinsolvenzverfahren und Restschuldbefreiung - Konkrete Normenkontrolle eines Gerichts - Darlegung der näheren Überzeugung des Gerichts von der Verfassungswidrigkeit der Norm im Vorlagebeschluss - Verfassungsmässigkeit der §§ 286 ff. Insolvenzordnung (InsO) - Verletzung der Eigentumsrechte der Gläubiger bei Erteilung der Restschuldbefreiung - Konkreter Bezug der Verfassungswidrigkeit eines Gesetzes mit dem Klageverfahren
InsO §§ 286 ff.; GG Art. 14 Abs. 2, Art. 19 Abs. 1, Art. 103 Abs. 1
Unzulässigkeit der Vorlagen zur Verfassungsmäßigkeit der RSB wegen mangelnder Darstellung der Erheblichkeit für Zwischenentscheidungen
Unzulässigkeit einer Vorlage an das Bundesverfassungsgericht zur Frage der Vereinbarkeit der Restschuldbefreiung nach der Insolvenzordnung mit Art. 14 Abs. 1 und Art. 103 Abs. 1 GG
InsO § 4a Abs. 1 §§ 290 291 Abs. 1
InsO §§ 286, 4a; GG Art. 14, 19, 100; BVerfGG § 80
Unzulässigkeit einer Vorlage zur Verfassungswidrigkeit der Restschuldbefreiungsvorschriften wegen fehlender Erheblichkeit für Ankündigungsbeschluss
Verfassungsmäßigkeit der Restschuldbefreiung
AG München, 30.08.2002 - 1506 IN 1343/02
AG München, 30.08.2002 - 1506 IN 656/02
AG München, 30.08.2002 - 1506 IN 953/02
AG München, 20.11.2002 - 1502 IN 1944/00
AG München, 20.05.2003 - 1506 IN 748/02
BVerfGK 1, 11
NJW 2003, 1929 (Ls.)
NVwZ 2003, 466
NZI 2003, 162
FamRZ 2003, 836
WM 2003, 844
Im ersten Beschluss vom 3.2.2003 ( 1 BvL 11, 12, 13, 16,, 17/02, ZVI 2003, 79 ) wurde eine eingehende Rechtsprechung und Schrifttum einbeziehende Darlegung des Meinungsstands zur verfassungsrechtlichen Beurteilung von Bestimmungen des RSB Verfahrens als unverzichtbares formales Erfordernis einer Vorlage bezeichnet.
Im Beschluss vom 3.2.2003 (BVerfG ZVI 2003, 79 ) wurden für die (später nicht mehr aufrechterhaltene) Behauptung, die Ankündigung sei eine nicht vorlagefähige Zwischenentscheidung, drei Gründe angeführt.
Keines der vom vorlegenden Gericht genannten Argumente hat irgendeinen Bezug zu den in den Ausgangsverfahren anstehenden Entscheidungen, die durch die Aussetzung des Verfahrens nur unberechtigterweise hinausgeschoben werden (vgl. Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Februar 2003 - 1 BvL 11/02, 12/02, 13/02, 16/02 und 17/02 -, NVwZ 2003, S. 466 f.).
BGH, 29.06.2004 - IX ZB 30/03
Dieses sieht jedoch die von der Rechtsbeschwerde angestrebte Vorlage aus Anlaß einer Entscheidung über die Ankündigung der Restschuldbefreiung als unzulässig an (BVerfG, ZInsO 2003, 176, 177).
Die dem Gesetzgeber insoweit zuzubilligende Übergangsfrist umfasst deshalb ebenfalls noch das Streitjahr 1996, weil die Frage des gleichheitswidrigen Vollzugsdefizits in der Fachwelt für die Vorschrift des § 20 EStG (vgl. die Nachweise in BVerfGE 84, 239 , BStBl. II 1991, 654 unter C. II. 1. b dd der Gründe) deutlich früher aufgeworfen worden sind, als für § 23 EStG (vgl. dazu die Nachweise im Urteil des BVerfG vom 09.03.2004, 2 BvR 17/02, BVerfGE 110, 94, BStBl. II 2005, 56 unter A. I. 4. der Gründe).

References: Art. 14
 Art. 19
 Art. 103
 Art. 14
 Art. 103
 § 4
 Art. 14
 § 80
 § 20
 § 23