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Timestamp: 2017-04-30 20:43:52+00:00

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Ausgabe 17/2017	Sonntag, der 30.04.2017	/ Staatsexamen	Wieviele Vorpunkte braucht man, um zur Mündlichen geladen zu werden?
Als ob das Öffnen des Briefes mit den Klausurergebnissen nicht schon aufregend genug wäre, müssen dann manche der Referendare erst einmal rechnen, ob sie zur mündlichen Prüfung geladen werden. Die Regelungen der Länder hierzu weichen voneinander ab. Daher haben wir uns mal die Regelungen hierzu näher angeschaut und in diesem Artikel eine Liste gemacht, wie viele Punkte man in den Klausuren nun braucht, um anschließend zur Mündlichen geladen zu werden.
Gemäß § 52 JAPrO wird mündlich geprüft, wer zum einen in der schriftlichen Prüfung eine Durchschnittspunktzahl von mindestens 3,75 Punkten und zum anderen in mindestens vier Aufsichtsarbeiten 4,0 oder mehr Punkte erreicht hat. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, ist von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen und hat die Prüfung nicht bestanden.
Nach § 17 JAG Berlin gilt folgende Regelung: “Zur mündlichen Prüfung wird zugelassen, wer
bei Erreichen eines Punktdurchschnitts von 3,50 Punkten in der schriftlichen Prüfung in mindestens vier Aufsichtsarbeiten jeweils mindestens 4 Punkte erhalten hat oder bei Erreichen eines Punktdurchschnitts von 4,00 Punkten in der schriftlichen Prüfung in mindestens drei Aufsichtsarbeiten jeweils mindestens 4 Punkte erhalten hat.
Die Brandenburger Regelung ist identisch mit der Berliner Regelung. § 17 Abs. 1 des Brandenburger JAG lautet: ” Zur mündlichen Prüfung wird zugelassen, wer
bei Erreichen eines Punktdurchschnittes von 3,50 Punkten in der schriftlichen Prüfung in mindestens vier Aufsichtsarbeiten jeweils mindestens 4 Punkte erhalten hat oder
bei Erreichen eines Punktdurchschnittes von 4,00 Punkten in der schriftlichen Prüfung in mindestens drei Aufsichtsarbeiten jeweils mindestens 4 Punkte erhalten hat;
Kandidaten, die keine dieser Voraussetzungen erfüllen, sind von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen und haben die Prüfung nicht bestanden.”
Richtig kompliziert ist die Regelung in den Nordländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. § 15 Abs. 1 der Länderübereinkunft lautet:
“Von der mündlichen Prüfung ist ausgeschlossen, wer in den Aufsichtsarbeiten nicht eine durchschnittliche Punktzahl von mindestens 3,75 und in mindestens vier Aufsichtsarbeiten, von denen eine aus dem Bürgerlichen Recht stammen muss, nicht mindestens die Punktzahl 4,0 erreicht hat. Satz 1 gilt nicht, wenn der Referendar in mindestens sechs Aufsichtsarbeiten, von denen eine jeweils eine aus dem Bürgerlichen Recht, Strafrecht und Öffentlichen Recht stammen muss, mindestens die Punktzahl 4,0 erreicht hat.”
In Hessen regelt § 49 des JAG die Zulassungsvoraussetzungen für die mündliche Prüfung: “Fertigt eine Rechtsreferendarin oder ein Rechtsreferendar sechs oder mehr Aufsichtsarbeiten an, die mit einer Durchschnittspunktzahl von weniger als 4 Punkten bewertet werden oder liegt die Durchschnittspunktzahl aller Aufsichtsarbeiten unter 3,1 Punkten, so ist sie oder er von der weiteren Prüfung ausgeschlossen und hat die Prüfung nicht bestanden.”
Nach § 14 NJAG ist Voraussetzung fürs Bestehen der 2. Juristischen Staatsprüfung, dass drei Aufsichtsarbeiten mindestens mit „ausreichend“ bewertet worden sind und die Summe der Bewertungen der Aufsichtsarbeiten mindestens 28 Punkte ergibt. Sofern eine der beiden Voraussetzungen nach dem Schriftlichen nicht erfüllt sind, wird man demnach auch nicht mehr zur mündlichen Prüfung geladen.
Nach § 39 Abs. 3 der JAPO Rheinland-Pfalz gilt: “Sind mehr als vier Aufsichtsarbeiten geringer bewertet als mit 4,00 Punkten oder ist die Summe der Einzelbewertungen geringer als 32,00Punkte, so ist die Rechtsreferendarin oder der Rechtsreferendar von der weiteren Prfung ausgeschlossen; die zweite juristische Staatsprfung ist nicht bestanden.”
§ 28 Abs. 2 des JAG des Saarlands lautet: “Beträgt die Durchschnittspunktzahl der schriftlichen Prüfung weniger als 3,50 Punkte oder sind mehr als drei Aufsichtsarbeiten mit weniger als 4,00 Punkten bewertet worden, so ist die Rechtsreferendarin/der Rechtsreferendar von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen; sie/er hat die Prüfung nicht bestanden.”
In Sachsen findet sich die Regelung zur Zulassung zur mündlichen Prüfung in § 48 Abs. 3 der JAPO: “Wer im schriftlichen Teil der Prüfung eine Durchschnittspunktzahl von mindestens 3,60 Punkten erreicht und in wenigstens vier Prüfungsarbeiten mindestens eine Einzelpunktzahl von 4,00 erhalten hat, ist zur mündlichen Prüfung zugelassen.”
Nach § 48 der JAPrO ist die mündliche Prüfung erreicht, wenn entweder mindestens fünf Aufsichtsarbeiten mit wenigstens 4,00 Punkten bewertet worden sind oder vier Aufsichtsarbeiten mit wenigstens 4,00 Punkten bewertet worden sind und die Summe der Einzelbewertungen nicht geringer als 28,00 Punkte ist.
§ 48 der ThürJAPO lautet: “Wer im schriftlichen Teil der Prüfung einen Gesamtdurchschnitt von mindestens 3,75 Punkten erreicht und in mindestens vier Aufsichtsarbeiten die Punktzahl 4,0 oder mehr erhalten hat, ist zur mündlichen Prüfung zugelassen.”
Viele weitere Informationen zur mündlichen Prüfung findest Du beim umfassenden Portal http://www.protokolle-assessorexamen.de/!
E-MailFacebookTwitterGoogleLinkedIn	Der Artikel wurde am 17. Februar 2015 von Michael veröffentlicht. Michael ist ein ehemaliger Referendar aus NRW.
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References: § 52
 § 17
 § 17
 § 15
 § 49
 § 14
 § 39

§ 28
 § 48
 § 48

§ 48