Source: http://jataka.nibbanam.com/Band_IV/j475.htm
Timestamp: 2019-05-20 07:37:42+00:00

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475. Die Erzählung von dem Phandana-Baum (Phandana-Jataka) [1]
§A. Dies erzählte der Meister am Ufer des Rohini-Flusses mit Beziehung auf den Streit seiner Verwandten.
§D. Die Begebenheit wird im Kunala-Jataka [Jataka 536] erzählt werden.
Damals aber redete der Meister seine Verwandten auf folgende Weise an: „O Großkönig,
§2. „O Löwe, du streifst durch die Wälder,
die eb'nen und unebenen.
§3. „Der Sala-Baum nicht, noch Akazien,
nicht Pferdsohr [4] oder gar ein Strauch [5]:
von diesem Baum, dem Phandana,
das Holz ist fest für einen Radkranz.“
§4. „Wie sehen seine Blätter aus
und wie beschaffen ist sein Stamm?
wie man den Phandana erkennt.“
der Phandana heißt dieser Baum,
an dessen Fuße ich jetzt stehe.
§6. Für Radspeichen und für die Naben,
auch für die Deichsel und den Kranz,
für alles dies wohl zu benützen
§7. Es redete der Phandana
den Mann folgendermaßen an:
„Auch ich hab dir ein Wort zu sagen;
drum, Bharadvaja [6], höre mich.
§9. So äußerte der Phandana
den Hass, der ihn erfüllte. Dadurch
§10. So hat der Phandana den Löwen,
der Löwe auch den Phandana
durch ihren gegenseit'gen Streit
§11. „So geht es auch unter den Menschen.
Wenn unter ihnen Streit entsteht,
so tanzen sie den Pfauentanz [8],
wie der Phandana und der Löwe.
§13. Die Eintracht solltet ihr erlernen,
dies hat der Buddha euch geraten;
der Fromme, der sich freut der Eintracht,
wird des Nirvanas nicht beraubt.“
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals war ich eine Gottheit in diesem Walde, die diese Geschichte mit ansah.“
[6] Nach dem Kommentator der Name des Zimmermanns.
[7] Dadurch, dass er dem Zimmermann von der Stärke der Löwenhaut erzählte, hat er auch über andere Löwen Unglück gebracht.
[8] Wie sich der Pfau beim Tanzen entblößt (vgl. Jataka 32), so verraten einander die Menschen im Streit.

References: §2

§3

§4

§6

§7

§9

§10

§11

§13