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Timestamp: 2016-10-27 13:12:15+00:00

Document:
9C_337/2015 (07.04.2016)
9C_337/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 7. April 2016
vom 31. M�rz 2015.
Mit Verf�gung vom 29. November 2011 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich der 1958 geborenen, als selbst�ndige Podologin erwerbst�tigen A.________ mit Wirkung ab Oktober 2011 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu. Im Oktober 2012 leitete die Verwaltung eine Rentenrevision ein und hob in der Folge unter Hinweis auf die am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente auf Ende April 2013 hin ersatzlos auf (Verf�gung der IV-Stelle vom 13. M�rz 2013). Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die von A.________ dagegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 31. Oktober 2013 gut, hob die Renteneinstellungsverf�gung vom 13. M�rz 2013 auf und verpflichtete die IV-Stelle zur Weiterausrichtung der halben Invalidenrente. Auf Beschwerde der IV-Stelle in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hin verneinte das Bundesgericht die M�glichkeit einer voraussetzungslosen Neupr�fung der Rente nach der genannten Schlussbestimmung zum IVG, hob den vorinstanzlichen Entscheid auf und wies die Sache an das kantonale Gericht zur�ck, damit dieses die Wiedererw�gungserfordernisse pr�fe und der Versicherten vorg�ngig die M�glichkeit einr�ume, zur Frage der substituierten Begr�ndung Stellung zu nehmen (Urteil 9C_31/2014 vom 5. September 2014).
Nach Gew�hrung des diesbez�glichen rechtlichen Geh�rs hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde mit Entscheid vom 31. M�rz 2015 wiederum gut und sprach A.________ die bisher bezogene halbe Invalidenrente �ber Ende April 2013 hinaus zu.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich f�hrt erneut Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Best�tigung der Renteneinstellung auf Ende April 2013, eventuell sei die Sache zur erg�nzenden Abkl�rung an die Verwaltung zur�ckzuweisen. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
W�hrend A.________ unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres Hausarztes Dr. C.________ vom 8. September 2015 auf Abweisung der Beschwerde schliesst, hat sich das Bundesamt f�r Sozialversicherungen dazu nicht vernehmen lassen.
1.2.�Im Rahmen der Invalidit�tsbemessung - namentlich bei der Ermittlung von Gesundheitsschaden, Arbeitsf�higkeit und Zumutbarkeitsprofil sowie bei der Festsetzung von Validen- und Invalideneinkommen - sind zwecks Abgrenzung der (f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlichen) Tatsachenfeststellungen von den (letztinstanzlich frei �berpr�fbaren) Rechtsanwendungsakten der Vorinstanz weiterhin die kognitionsrechtlichen Grunds�tze heranzuziehen, wie sie in BGE 132 V 393 E. 3 S. 397 ff. f�r die ab 1. Juli bis 31. Dezember 2006 g�ltig gewesene Fassung von Art. 132 des nunmehr aufgehobenen OG entwickelt wurden. Soweit die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gest�tzt wird, geht es um eine�
Rechtsfrage; dazu geh�ren auch Folgerungen, die sich auf medizinische Empirie st�tzen. Beispiel hief�r bildete die vom Bundesgericht mit BGE 141 V 281 E. 3.4 und 3.5 S. 291 ff. aufgegebene Vermutung, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder ein vergleichbarer �tiologisch unklarer syndromaler Zustand bzw. deren Folgen mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbar seien (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 und nachfolgende Urteile). Im Zusammenhang mit den diesbez�glich massgebenden sog. Foerster-Kriterien z�hlten zu den vom Bundesgericht nur eingeschr�nkt �berpr�fbaren Sachverhaltsfragen vorinstanzliche Tatsachenfeststellungen, wonach eine psychische Komorbidit�t vorliegt (oder nicht) oder weitere Umst�nde gegeben sind (oder nicht), welche die Schmerzbew�ltigung behindern. Als Rechtsfrage frei �berpr�fbar war hingegen, ob eine festgestellte psychische Komorbidit�t hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in gen�gender Intensit�t und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbare Schmerzst�rung und somit auf eine invalidisierende Gesundheitssch�digung zu gestatten (BGE 137 V 64 E. 1.2 S. 65).
Wie eingangs erw�hnt (lit. A hievor), verneinte das Bundesgericht im Urteil 9C_31/2014 die M�glichkeit eines R�ckkommens auf die am 29. November 2011 verf�gte halbe Rente unter dem Titel von lit. a Abs. 1 SchlBest. IV 6/1. Und zwar, weil diese Leistung bereits in Beachtung der damals einschl�gigen Rechtsprechung zu den pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage (BGE 130 V 352 und seitherige) gesprochen worden war (BGE 140 V 8). Da indessen bei einer fehlgeschlagenen Anwendung der SchlBest. zur 6. IV-Revision die Rechtsprechung zur allf�lligen substituierten Begr�ndung des R�ckkommens auf einen laufenden Rentenanspruch (BGE 125 V 368 E. 2 S. 369) zum Tragen kommt (SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137, 9C_121/2014 E. 3.2.2), wies das Bundesgericht die Sache zur Pr�fung der Wiedererw�gungserfordernisse an die Vorinstanz zur�ck.
Die IV-Stelle kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG auf formell rechtskr�ftige Verf�gungen zur�ckkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererw�gung dient der Korrektur einer anf�nglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Tatsachenfeststellung im Sinne der Sachverhaltsw�rdigung (Ulrich Meyer, Die Ab�nderung formell rechtskr�ftiger Verwaltungsverf�gungen in der Sozialversicherung, in: Ausgew�hlte Schriften, 2013, S. 117 ff., 133 f.). W�hrend das Erfordernis der erheblichen Bedeutung einer Berichtigung bei periodischen Leistungen (wie hier) regelm�ssig gegeben ist (BGE 140 V 85 E. 4.4 S. 87; 119 V 475 E. 1c S. 480 mit Hinweisen), setzt zweifellose Unrichtigkeit voraus, dass kein vern�nftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verf�gung aufkeimt, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis ist in der Regel erf�llt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falscher oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der Sach- und Rechtslage, wie sie sich bei Erlass der Verf�gung pr�sentierte, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; 140 V 77 E. 3.1 S. 79; 138 V 324 E. 3.3 S. 328).
4.1.�Die urspr�ngliche Rentenverf�gung vom 29. November 2011 st�tzte sich ausschliesslich auf den Untersuchungsbericht des RAD-Psychiaters Dr. D.________ vom 11. August 2011. Befunderhebung und Krankheitsanamnese wurden darin folgendermassen zusammengefasst:
"Im kognitiven Bereich war die Konzentration leichtgradig eingeschr�nkt. Im affektiven Bereich war[en] die Hoffnung, wieder vollst�ndig zu gesunden, und das Selbstwertgef�hl leichtgradig vermindert. Das Gef�hl f�r Kraft, Energie und Vitalit�t war leicht bis mittelgradig reduziert. Es konnten Zukunfts- und Existenz�ngste eruiert werden. Anamnestisch sind wegen unklaren rezidivierenden Diarrh�en ausgedehnte Abkl�rungen mittels Gastro- und Koloskopie, wiederholte Laborbestimmungen, Hormonbestimmungen endokrinologische Untersuchungen, gyn�kologische Abkl�rungen und eine Lymphozytentypisierung durchgef�hrt worden. S�mtliche Untersuchungen fielen negativ aus. Mehrfach wurde die Diagnose eines Reizdarmsyndroms gestellt, das sehr gut im Anschluss an eine bakterielle Diarrh� auftreten kann."
�Dr. D.________ diagnostizierte eine Somatisierungsst�rung mit u.a. unklaren rezidivierenden Diarrh�en (ICD-10 F45.0), ein Chronic Fatigue Syndrome (chronisches M�digkeitssyndrom; ICD-10 G93.3) sowie eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und f�hrte weiter aus:
"Bei der Betrachtung der Erwerbsbiographie f�llt auf, dass die jetzt 53-j�hrige Versicherte von 1980 bis 1998 [bereits damals als selbst�ndige Podologin] ein konstant hohes Leistungsniveau mit einem 100%-Pensum halten konnte. 1998 kam es nach Angaben der Versicherten ohne erkennbare Ursache zu einem Leistungsknick, nach dem sie bis im M�rz 2008 nur noch mit einem 70%-Pensum habe arbeiten k�nnen. Seit April 2008 k�nne sie nur noch im Umfang von 10 % arbeiten. �rztlich dokumentierte AUF-Zeugnisse liegen uns nicht vor und sind nach Angaben der Versicherten auch nie ausgestellt worden. Gem�ss Arztbericht von [Hausarzt] Dr. C.________ vom 07.06.2011 sei die Versicherte nach einer Stunde podologischer Arbeit v�llig ersch�pft und m�sse mindestens eine Stunde schlafen. Es sei ihr in diesem Rahmen m�glich, ein bis maximal drei Stunden pro Tag zu arbeiten. Wenn sie mehr als 3 Stunden arbeite, sei sie meistens f�r 2 bis 3 Tage ganz arbeitsunf�hig. Zu einer somatoformen St�rung w�rde auch gut passen, dass die Versicherte noch bis vor kurzem die M�glichkeit einer psychischen Ursache f�r ihre Beschwerden und eine psychiatrische Behandlung kategorisch abgelehnt hat."
4.2.�Der RAD-Psychiater trug den normativen Leitlinien der erw�hnten fr�heren Rechtsprechung zu den unklaren syndromalen Beschwerdebildern (BGE 130 V 352 und seitherige, namentlich 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 S. 67 f.) insofern Rechnung, als er die sog. Foerster-Kriterien pr�fte. Mit Ausnahme des Merkmals eines "mehrj�hrigen, chronifizierten Krankheitsverlaufs mit unver�nderter oder progredienter Symptomatik ohne l�ngerdauernde R�ckbildung" verneinte Dr. D.________ s�mtliche Kriterien. Dennoch bescheinigte er der Beschwerdegegnerin eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit in der bisherigen wie auch in einer andern leidensangepassten T�tigkeit. Die IV-Stelle machte sich diese Einsch�tzung ohne weiteres zu eigen und sprach der Versicherten gest�tzt darauf eine halbe Invalidenrente zu.
4.3.�Nach der fr�heren Rechtsprechung war dem hievor erw�hnten, vom RAD-Psychiater einzig bejahten Foerster-Kriterium keine ausschlaggebende Bedeutung beizumessen, weil der angesprochene Verlauf bei Somatisierungsst�rungen als diagnosespezifisch (ICD-10 F45.0) zu gelten hat (Urteile 8C_195/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 7.3 und I 937/06 vom 30. November 2007 E. 4.3). So gesehen hat die IV-Stelle die von ihr (und nicht von den �rzten) zu beantwortende Rechtsfrage, ob ein mit zumutbarer Willensanstrengung nicht �berwindbares unklares Beschwerdebild und somit eine invalidisierende Gesundheitssch�digung gegeben sei, bejaht, obwohl sie kein einziges der nach damaliger Gerichtspraxis relevanten Morbidit�tskriterien als erf�llt erachtete. Die seinerzeitige Zusprechung der halben Invalidenrente beruhte mithin auf einer rechtsfehlerhaften Invalidit�tsbemessung und muss daher als zweifellos unrichtig im Sinne der Voraussetzung f�r eine Wiedererw�gung bezeichnet werden.
4.4.�Die Vorinstanz pr�fte ihrerseits die Foerster-Kriterien und bejahte diese mit Ausnahme des unter E. 4.2 und 4.3 angef�hrten sowie des Merkmals des prim�ren Krankheitsgewinns ("Flucht in die Krankheit"). Es mag hier offen bleiben, ob das Vorgehen des kantonalen Gerichts unter wiedererw�gungsrechtlichem Blickwinkel �berhaupt zul�ssig ist. Selbst wenn einer eigenen vorinstanzlichen Kriterienpr�fung als solcher nichts entgegenst�nde, l�sst sich - wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt - das im angefochtenen Entscheid gewonnene konkrete Pr�fungsergebnis rechtlich nicht halten (zur diesbez�glichen Kognitionsbefugnis des Bundesgerichts vgl. E. 1.2 hievor in fine) :
4.4.1.�Mit Blick auf die von Dr. D.________ diagnostizierte leichte depressive Episode gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, es sei von einer - "allerdings eher leichtgradig[en]" - psychischen Komorbidit�t auszugehen. Klar hervorzuheben ist indessen, dass eine leichte depressive Episode nach der Gerichtspraxis nie eine Komorbidit�t von hinreichender Erheblichkeit im Sinne der fr�heren Rechtsprechung zu den unklaren syndromalen Beschwerdebildern darstellte (SVR 2012 IV Nr. 1 S. 1, 9C_1040/2010 E. 3.4.2.1 mit Hinweisen). Sie ist auch grunds�tzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidit�t zu begr�nden (Urteil 9C_506/2014 vom 10. November 2014 E. 4.2). Leichte bis h�chstens mittelschwere psychische St�rungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem als therapeutisch angehbar (Urteil 9C_302/2012 vom 13. August 2012 E. 4.3.2, nicht publ. in: BGE 138 V 339; SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 5.3.4; Urteil 8C_759/2013 vom 4. M�rz 2014 E. 3.6.1).
4.4.2.�Weiter stellt die Vorinstanz unter Hinweis auf Probleme des Verdauungstraktes und der Atemwege sowie eines Asthma bronchiale fest, das Vorhandensein einer chronischen k�rperlichen Begleiterkrankung k�nne "nicht mit Klarheit ausgeschlossen werden". Da jedoch diese Beschwerden f�r sich alleine betrachtet keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit zur Folge haben, fehlt es rechtsprechungsgem�ss auch diesem Merkmal an der erforderlichen Auspr�gung (SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73, 9C_662/2009 E. 3.1).
4.4.3.�Das kantonale Gericht macht einen "gewissen sozialen R�ckzug" aus, weil sich die Beschwerdegegnerin nur mehr mit einem sehr beschr�nkten Personenkreis austausche und gegenw�rtig keine Hobbys mehr aus�be, w�hrend sie fr�her gerne getanzt, einer Trachtengruppe angeh�rt und Handarbeiten verfertigt habe. Dabei �bersieht die Vorinstanz, dass es bei diesem Morbidit�tskriterium um den sozialen R�ckzug "in allen Belangen des Lebens" ging (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67 in fine). Davon kann nicht gesprochen werden, wenn eine versicherte Person - wie hier - angibt, sie habe noch Leute, die zu ihr hielten, zum einen die ganze Familie (mit ihr im gemeinsamen Haushalt lebender Vater; zwei Schwestern, jeweils mit ihren Angeh�rigen) und drei bis vier Kolleginnen, welche sich regelm�ssig bei ihr meldeten.
4.4.4.�Mit Bezug auf das Kriterium "Scheitern einer konsequent durchgef�hrten ambulanten oder station�ren Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person" zitiert das kantonale Gericht zun�chst RAD-Psychiater Dr. D.________. Dieser hatte in seinem Untersuchungsbericht vom 11. August 2011 ausgef�hrt, da bisher s�mtliche somatischen Abkl�rungen ergebnislos geblieben seien, habe (diesbez�glich) auch keine gezielte Therapie durchgef�hrt werden k�nnen; eine psychiatrische Behandlung habe die Beschwerdegegnerin bis vor kurzem vehement abgelehnt und die im Fr�hjahr 2011 begonnene sei nach bloss vier Konsultationen eigenm�chtig abgebrochen worden. Angesichts dieser Umst�nde kann weder von einer konsequenten Behandlung noch von einer kooperativen Haltung der Versicherten die Rede sein. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz �ndert daran nichts, dass im Ingress der ICD-10-Klassifikation der WHO zu den somatoformen St�rungen (F45) ausgef�hrt wird, charakteristisch sei die wiederholte Darbietung k�rperlicher Symptome in Verbindung mit hartn�ckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der �rzte, dass die Symptome nicht k�rperlich begr�ndbar seien. Aus den medizinischen Unterlagen ergeben sich jedenfalls keinerlei Hinweise, wonach es der Beschwerdegegnerin krankheitsbedingt verunm�glicht w�re, sich einer ad�quaten psychiatrischen Behandlung zu unterziehen. Daher ist die vorinstanzliche Schlussfolgerung, das Fehlen einer derartigen Therapie k�nne gerade dem Nachweis der Diagnose (einer Somatisierungsst�rung) und einer "damit verbundenen Einschr�nkung in der Leistungsf�higkeit dienen", schlechterdings unhaltbar.
War nach dem Gesagten die leistungszusprechende Verf�gung vom 29. November 2011 nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig, ist die Rentenaufhebungsverf�gung vom 13. M�rz 2013 mit der substituierten Begr�ndung der Wiedererw�gung zu sch�tzen, sofern die zwischenzeitliche Entstehung eines Rentenanspruchs bis zum letztgenannten Zeitpunkt zu verneinen ist (SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137, 9C_121/2014 E. 3.4; Urteil I 859/05 vom 10. Mai 2006 E. 2.3). Wie es sich damit verh�lt, ist ebenfalls auf der Grundlage des Untersuchungsberichts des RAD-Psychiaters Dr. D.________ vom 11. August 2011 zu beurteilen, sind doch gem�ss den Angaben des Hausarztes Dr. C.________ vom 27. November 2012 und 24. Juli 2013 seit der Rentenzusprache in gesundheitlicher Hinsicht keine wesentlichen �nderungen eingetreten. Nichts anderes erg�be sich aus dem nachgereichten haus�rztlichen Bericht vom 8. September 2015, welcher indes zufolge des Novenverbots von Art. 99 Abs. 1 BGG ohnehin ausser Betracht zu bleiben hat. Die freie (vgl. BGE 140 V 514 E. 5 und 6 S. 519 ff.) Pr�fung der Rentenberechtigung ex nunc et pro futuro hat allerdings im Lichte der mit Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 (publ. in BGE 141 V 281) in der Zwischenzeit grundlegend �berdachten und teilweise ge�nderten Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung somatoformer Beschwerdebilder zu erfolgen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309; 137 V 210 E. 6 Ingress am Anfang S. 266).
6.1.�Nach neuer Gerichtspraxis hat die Invalidit�tsbemessung bei psychosomatischen Leiden (anhaltende somatoforme Schmerzst�rung und vergleichbare unklare Beschwerdebilder) st�rker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu ber�cksichtigen, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunf�higkeit wird an der �berwindbarkeitsvermutung nicht festgehalten. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes Beweisverfahren ersetzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG - ausschliessliche Ber�cksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeintr�chtigung und objektivierte Zumutbarkeitspr�fung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person - �ndert sich dadurch nichts. An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (hievor erw�hnte Foerster-Kriterien) treten im Regelfall Standardindikatoren (vgl. BGE 141 V 281 E. 6 S. 307 f.).
Hervorzuheben ist, dass auch die fachgerecht gestellte Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung oder eines vergleichbaren psychosomatischen Leidens nur dann zur Feststellung einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeintr�chtigung f�hrt, wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgr�nde nach BGE 131 V 49 standh�lt (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287, E. 4.2 S. 298). Besteht im Einzelfall Klarheit dar�ber, dass solche Ausschlussgr�nde die Annahme einer Gesundheitsbeeintr�chtigung verbieten, so besteht von vornherein keine Grundlage f�r eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzst�rung oder eines vergleichbaren psychosomatischen Leidens gegeben sein sollten (BGE 141 V 281 E. 2.2.2 S. 288 mit Hinweis auf Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG).
6.2.�Mit Blick auf die Indikatoren "Behandlungserfolg" und "behandlungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" sticht ins Auge, dass s�mtliche �rzte, welche sich seit 2009 mit der Beschwerdegegnerin befasst haben, psychotherapeutische Massnahmen als (dringend) angezeigt erachteten. Wie bereits erw�hnt (E. 4.4.4 hievor), hat die Versicherte eine solche Therapie mit Ausnahme von vier Konsultationen im Medizinischen Zentrum E.________ bisher strikte abgelehnt. Auf der andern Seite geht aus den �rztlichen Unterlagen hervor, dass sie nicht nur verschiedenste somatische Abkl�rungen angestrengt hat, sondern auch diverse komplement�rmedizinische Angebote nutzte ("Psychokapseln" eines fr�her behandelnden Naturarztes, hom�opathische und kinesiologische Therapien). Hausarzt Dr. C.________ f�hrte im Bericht vom 27. November 2012 aus, die Beschwerdegegnerin suche ihn alle ein bis drei Monate auf; das Feld der Schulmedizin habe sie (weitgehend) verlassen. Angesichts der materiellen Beweislast der die Invalidenrente beanspruchenden versicherten Person (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295 f. und E. 6 in fine S. 308) f�llt indessen die Anerkennung einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t nur in Betracht, wenn die Aktenlage ein stimmiges Gesamtbild zeichnet, das auf eine therapeutisch nicht angehbare erhebliche funktionelle Behinderung schliessen l�sst (Konsistenz; BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303), was bei Vorliegen medizinisch-psychiatrisch nicht begr�ndbarer Selbsteinsch�tzungen und Selbstlimitierungen ohne weiteres zu verneinen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 in fine S. 295). Von einer leistungsrelevanten Erwerbseinbusse der Beschwerdegegnerin ist jedenfalls solange nicht auszugehen, als die zumutbare therapeutische Option einer fach�rztlich angeordneten intensiven Psychotherapie nicht konsequent und motiviert verfolgt wurde (vgl. SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73, 9C_662/2009 E. 3.2.2). Ist demnach eine rentenbegr�ndende Invalidit�t zu verneinen, hat die IV-Stelle die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente f�r die Zukunft zu Recht aufgehoben.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. M�rz 2015 wird aufgehoben und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 13. M�rz 2013 wird best�tigt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen���schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 132
 BGE 
 Art. 53
 Art. 1
in fine
 BGE 
in fine
 Art. 99
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
in fine
 BGE 
in fine