Source: https://hartz.info/index.php?amp;action=printpage;topic=117039.0
Timestamp: 2019-04-26 15:39:59+00:00

Document:
Seite drucken - Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - Haushaltsgemeinschaft
Hilfebereich => Fragen und Antworten zu anderen Sozialleistungen => Thema gestartet von: Versagender am 28. Dezember 2018, 14:00:41
Titel: Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - Haushaltsgemeinschaft
Beitrag von: Versagender am 28. Dezember 2018, 14:00:41
momentan beziehe ich noch ALG2, nach längerer Zeit des hin und hers ist nun die Prüfung anscheinend beim Rententräger durch und ich erhielt vom Sozialamt hier einen Brief, dass ich unverzüglich einen Antrag stell soll.
Ich habe den Antrag ausgedruckt und nun will ich fragen ob ich die Familienverhältnisse inklusive Einkommen und Vermögen angeben muss? Beim ALG2 musste ich das nicht machen, da ich keine Bedarfsgemeinschaft mit meiner Mutter und Schwester führe und auch nicht gemeinschaftlich wirtschaften.
Ich lebe zur Untermiete/Kostenbeteiligungsvereinbarung bei meiner Mutter, die momentan selber arbeitslos ist und Arbeitslosenversicherung bezieht. Meine Schwester ist in Ausbildung. Ich bin weit über 25 Jahre alt.
Wie soll ich da verfahren? Namen erwähnen aber ansonsten nichts angeben? Meine Mutter kann ja auch ein Schreiben aufsetzen, in der Sie schreibt, dass nicht gemeinschaftlich gewirtschaftet oder sonstiges wird.
Und wie sieht das mit der Mietübernahme aus?
Beim Jobcenter gab es nie Probleme, es wurde einfach der Hauptmietvertrag meiner Mutter kopiert sowie eine Vereinbarung zwischen mir und meiner Mutter mit der Kostenbeteiligung.
Wenn ich den Antrag noch in diesem Jahr in den Briefkasten einwerfe, zählt dann noch der Dezember oder erst im Januar? Laut Jobcenter werde ich noch solange ALG2 bekommen bis mir Grundsicherung gewährt wird.
Ich habe nun Angst und das ist schon alles sehr belastend für mich.
Was ich vergessen habe, was grundsätzlich wichtig ist.
HzL oder Grundsicherung?
Laut Brief wurde ich auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft durch den Rententräger, und da steht dass ich dann auf Leistungen nach 3.Kapitel SGBXII Anspruch hätte.​
Aber das wäre ja Hilfe zum Lebensunterhalt?
Im letzten Absatz schreiben die dann, dass ich umgehend Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen solle, das ist aber nicht das Gleiche?
Bei HzL hätte ich eine vielfach höhere Belastung, weil ich gelesen habe, dass auch Angehörige geprüft werden.
Wie soll ich fortfahren, soll ich trotzddem Grundssicherung ankreuzen und wenn es abgelehnt wird, wird weiter ALG2 bezahlt?
Titel: Re: Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - Haushaltsgemeinschaft
Beitrag von: Norbert am 28. Dezember 2018, 16:02:16
Es entscheidet der tatsächliche Eingang bei der jeweiligen Behörde. N i c h t das "Datum des Poststempels" !
Brief also am 31.12 in den Postkasten werfen wird wohl nicht mehr funktionieren. Im Streitfall mußt Du den rechtzeitigen Zugang beim Amt beweisen können.
Der 31. ist ein Montag. Der 31. ist kein gesetzlicher Feiertag. Gleichwohl wird Dein Sozialamt wohl ganztätig geschlossen sein.
Sollte es vormittags noch Sprechzeit haben, würde ich sie nutzen.
Du hast den Antrag vorliegen? Fülle ihn aus, soweit Du es ohne Probleme kannst. Wo Du unsicher bist laß die Fragen erst einmal offen. Dazu gehören sicherlich auch die Fragen nach der Miete und den Vermögensverhältnissen - insbesonderer Deiner Angehörigen.
Hast Du schon den Rentenbescheid von der Rentenversicherung? Kopiere ihn und gebe/sende ihn mit. Kopiere für Dich auf alle Fälle den gesamten Antrag. Du mußt damit ja noch weiterarbeiten.Kannst Du den Antrag am 31.12 nicht mehr persönlich abgeben, dann spätestens morgen 29.12 mit der Post senden. Einschreiben geht wg. Wochenende auch nicht mehr also einfacher Brief und "Augen zu".
Am 02 Januar rufst Du dann beim Sozialamt an - erklärst die Sachlage und fragst wie Du nun weiterverfahren sollst, und ob die Antragsfrist Dez. 2018 gewahrt werden konnte. Du hast im Moment nichts zu verlieren, mehr kannst Du jetzt glaube ich auch nicht machen.
Auf Deine anderen Fragen komme ich später (morgen?) nochmal zurück. Eine Frage noch, was ist das genau für ein Antrag - Was steht oben drüber? Im Moment ging es mir hier nur um die schnellstmögliche (Not-) Antragsabgabe.
Beitrag von: Sheherazade am 28. Dezember 2018, 16:29:00
Zitat von: Versagender am 28. Dezember 2018, 14:00:41
Also keine Panik, das Jobcenter zahlt weiter bis zur Bewilligung vom Sozialamt, eventuelle Überzahlungen verrechnen die Ämter untereinander. Ich sehe da für eine Notantragstellung keinen Grund.
Grundsätzlich sollten die Voraussetzungen hinsichtlich deiner Familie und deren Vermögensverhältnisse erst einmal so sein wie beim Jobcenter, mit anderen Worten: Geht die nichts an. Du bist erst einmal alleine für dich der Antragsteller und genauso füllst du auch den Antrag aus. Sinnvoll wäre ggf. eine Art Kostenbeteiligungsvereinbarung in Höhe deines Mietanteils, dann musst du den Mietvertrag deiner Mutter (normalerweise) nicht vorlegen.
Der Rentenversicherungsträger hat dich erwerbsunfähig geschrieben? Befristet oder unbefristet? Sofern das nicht mit einem Antrag auf Erwerbsminderungsrente gekoppelt sein sollte, mach umgehend einen Termin beim Rentenversicherungsträger, damit du den Antrag auf EM-Rente stellen kannst.
Beitrag von: cherrylady18 am 28. Dezember 2018, 16:49:55
EM Rente ist immer befristet. Meistens auf 3 Jahre. 6 Monate vor Ablauf einen neuen Antrag stellen. Das geht insgesamt 3 Mal. Dann wird die EM Rente auf Dauer gewährt.
Beitrag von: Turbo am 28. Dezember 2018, 17:28:25
Laut Brief wurde ich auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft durch den Rententräger,
Im letzten Absatz schreiben die dann, dass ich umgehend Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen solle
Wie passt das zusammen? Wie willst du vom Rententräger eingestuft worden sein, wenn du noch gar keinen Antrag auf EMR gestellt hast?
Zitat von: cherrylady18 am 28. Dezember 2018, 16:49:55
Nein, nicht immer. Meine beispielsweise wurde direkt beim 1. Antrag auf Weiterbewilligung unbefristet gewährt.
Beitrag von: Versagender am 28. Dezember 2018, 17:45:30
Ich habe vom Rententräger noch nichts bekommen, also eine Entscheidung. Da wissen wohl die Sozialämter/Jobcenter mehr.
Ich habe aber schon seit Mitte dieses Jahres einen Antrag gestellt mit Allem, danach kam dann wieder etwas, dass ich doch noch nicht alle Anträge eingereicht hätte, wobei ich das schon eigentlich gemacht habe.
Nochmals abgeschickt, und seitdem kam nichts mehr.
Fehlkommunikation zwischen den Ämtern? Ich fühle mich hier etwas außen vorgelassen.
Also vom Sozialamt habe ich paar Tage vor Weihnachten diesen Brief bekommen, in dem eben steht, dass ich durch den Rententräger erwerbsunfähig auf Zeit eingestuft wurde, aber es steht auch nicht da für wie lange.
Oder missverstehe ich etwas?
Den Antrag auf Grundsicherung/Sozialhilfe wird ja beim lokalen Sozialamt eingereicht und nicht beim Rententräger?
Aber was mich dann wieder stutzig macht ist der letzte Absatz, ich zitiere.
Beantragen Sie bitte umgehende Erwerbsunfähigkeitsrente und legen uns einen Nachweis über die Antragstellung vor.
Wieso sollte ich nochmals EM Rente stellen, wenn ich schon beim Rententräger etwas abgegeben habe, was alles etwa ein halbes Jahr gedauert hat und die haben mich nun eingestuft?
Oder war das nur die Einstufung seitens des Rententrägers und ich muss nochmals was beantragen?
Ich verstehe jetzt gar nichts mehr.
Ebenso sollte ich 2 Merkblätter unterschreiben und zusammen mit Kopie meines Personalausweises ans Sozialamt schicken.
Edit: Sind etwa EM Rentenantrag und Antrag auf Grundsicherung/Sozialhilfe beides etwas Anderes? Sprich ich muss gleichzeitig beide Anträge stellen? Ich bekomme noch kaum Schlaf und kann mich kaum konzentrieren bei 1 Antrag, weil das mich so sehr belastet.
Und wo bekomme die EM Renten Formulare her? Ich finde nur Formulare für die Beantragung einer Festellung der Erwerbsfähigkeit, was ja schon geschehen ist.
Sie sind mindestens 5 Jahre versichert, wovon Sie in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre im Rahmen einer Beschäftigung oder Tätigkeit Pflichtbeiträge bezahlt haben müssen.
Das ist bei mir nicht der Fall, habe ich dann grundsätzlich keinen Anspruch auf EM Rente?
Beitrag von: Versagender am 28. Dezember 2018, 18:56:38
Es tut mir Leid, wenn alles verwirrend klingt, aber ich bin wirklich verwirrt und zugleich auch stark mental belastet durch die ganze Situation. Das verschlimmert die Krise nur noch.
Habe den Antrag R0100 für EM-Rente gefunden und dazu einen Haufen anderer Formulare. Benötige ich die wirklich oder kann man das nicht beschleunigen, weil ich ja grundsätzlich nicht mal die Voraussetzung für die Mindestversicherungszeiten erfülle?´
Bei der Suche nach Beratungsstellen gibt es eine direkt im örtlichen Sozialamt. Dieses hat aber über die Tage nun sowieso geschlossen.
Soll ich dort einen Termin machen und die Sache erklären? Werden die mir beim Prozess helfen und mich etwas entlasten?
Letztlich beantrage ich ja nur EM Rente formell, damit ich einen Ablehnungsbescheid bekomme, den das Sozialamt benötigt, weil die Sozialhilfen nachrangig gewährt werden.
Habe ich oder meine Mutter/Schwester Nachteile, wenn ich statt Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen muss, weil ich für die Grundsicherung ebenso nicht die Voraussetzung der dauerhaften Erwerbsminderung erfülle?
Edit: Online Terminvereinbarung geht nicht, da ist laut System alles ausgebucht bis März 2019.
Das wird mir alles zuviel...
Beitrag von: cherrylady18 am 28. Dezember 2018, 20:00:19
Du musst nicht zu Deiner örtlichen Beratungsstelle. Ergoogle mal ob es weiter entfernt von Deinem Wohnort Beratungsstellen der Rentenversicherung gibt. Da kannst Du evtl. auch ohne Termin erscheinen. Wenn Du mobil bist oder jemanden hast mit dem Du dahinfahren kannst, solltest Du das machen.
Die Formulare müssen leider alle ausgefüllt werden. Dabei helfen sie Dir dort auch. Sie können Dir auch sagen wie hoch die EM Rente ungefähr ausfällt und ob Du wirklichen einen Anspruch hast. Bei meinem Sohn haben wir auch gedacht er hätte keinen Anspruch. Hatte er aber doch.
Nachdem mein Sohn seinen EM Rentenbescheid erhalten hatte, wurde er vom JC angeschrieben. Das JC hat mit sofortiger Wirkung die Zahlung eingestellt. Mit diesem Schreiben vom JC gehst Du dann zum Amt für Soziales. Die kennen das schon und ärgern sich jedes mal über die JC. Weil man Überzahlungen auch intern abhandeln kann, ohne das dem LE ein Schaden entstehen würde.
Wir haben also mit dem Antrag auf Leistungen, alle Unterlagen (Schreiben JC, Mietvertrag, Kontoverbindung etc.) dort hin geschickt. Anschließend haben wir bei dem Amt angerufen. Die waren sehr kooperativ und haben umgehend gehandelt. Mein Sohn hatte das fehlende Geld nach 3 oder 4 Tagen auf seinem Konto. Somit konnte er auch seine Miete bezahlen.
Mach Dich nicht verrückt und lass es auf Dich zukommen.
Beitrag von: Versagender am 28. Dezember 2018, 20:28:18
Danke für die ermunternde Worte, aber diese Sache macht mich einfach fertig, bin ja sowieso nicht belastungsfähig.
Es gibt eine Beratungsstelle im lokalen Landratsamt, aber die haben nur 1 mal die Woche einen Termin und dort steht man muss ich sich auch vorher einen Termin vereinbaren, ebenso steht. dass "- eine Rentenantragstellung oder ein Antrag auf Kontenklärung etc. werden dort nicht aufgenommen."
Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund der hohen Nachfrage 10 bis 12 Wochen auf einen freien Termin bei den Sprechtagen im Landratsamt warten müssen. In der Zentrale der Deutschen Rentenversicherung X hingegen beträgt die Wartezeit auf einen freien Termin maximal 2 Wochen:
Also ohne Termin geht gar nichts. Und ich muss eine längere Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen inklusive saftigem Ticketpreis zusätzlich zum Problem der mentalen Belastung in Öffentlichkeit und großer Menschenmenge.
Und woher die Anträge? Meine Druckerpatrone ist momentan fast leer. Kann ich einen formlosen Antrag stellen und hoffen, dass die mir alle Unterlagen schicken?
Beitrag von: cherrylady18 am 29. Dezember 2018, 12:49:29
Den Antrag kannst Du leider nicht formlos stellen.
Hast Du niemanden der Dich fahren kann? Wenn ja solltest Du Dir in einem anderen Ort oder auch Bundesland eine Beratungsstelle der Rentenversicherung suchen.
Bekannte von mir, die in Hamburg wohnen, sind z. B. ohne Termin nach Neumünster gefahren und haben dort ihren Rentenantrag gestellt.
Beitrag von: Turbo am 29. Dezember 2018, 13:35:14
Zitat von: cherrylady18 am 29. Dezember 2018, 12:49:29
Auch hier: doch, den Antrag kann man durchaus formlos stellen. Dann bekommt man den Stapel Formulare zugeschickt und das Ganze dauert eben länger.
Man kann den Antrag aber auch online stellen.
www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/.../ihr_rentenantrag_so_gehts.pdf
Wenn man Hilfe braucht, kann man auch Mitglied im VdK werden. Ist so ähnlich wie der Mieterverein. Kostet etwa 60 Euro im Jahr und die Geschäftsstellen sind bundesweit recht gut verteilt. Die helfen beim Antrag, beim Durchsetzen und auch bei Fragen.
Zitat von: Versagender am 28. Dezember 2018, 17:45:30
Kann es sein, dass du da was verwechselst? Dass es da nicht um einen Antrag auf EMR ging, sondern um die Feststellung deiner Leistungsfähigkeit durch den Amtsarzt?
Beitrag von: Versagender am 29. Dezember 2018, 14:47:38
Ich bin momentan einfach in Panikmodus und habe nun pure Existenzängste, fühle mich komplett paralysiert. Ja, ich verwechselte viele Sachen.
Wieso erfahre ich indirekt über das Sozialamt, dass der Rententräger entschieden hat, dass ich auf Zeit erwerbsunfähig bin?
Vom Rententräger habe ich bisher nichts bekommen, auch nichts weiter von Jobcenter gehört.
Die Geschichte mit DRV hat damit angefangen, dass meine Psychiaterin ein Attest geschrieben hat, dass ich auf nicht absehbarer Zeit arbeitsfähig bin.
Dann musste ich beim DRV etwas beantragen, veranlasst durch das JC. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber es müsste wohl die Prüfung auf Erwerbsfähigkeit gewesen sein, das dauerte nun etwa ein halbes Jahr und jetzt vor etwa 1 Woche kam dann eben der Brief des Sozialamts.
Das Jobcenter schrieb vor einigen Monaten, dass ich bis ich woanders unterkomme, weiterhin Leistungen gezahlt werden, stimmt das nun jetzt auch, wenn ich jetzt angeblich offiziell auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft wurde?
Das Sozialamt würde mir dann wohl aber auch keine Grundsicherung gewähren, da nur auf Zeit erwerbsunfähig.
Wie stelle ich nun am besten den Antrag bei der DRV, was dann wohl abgelehnt wird wegen fehlenden Beitragszahlungen?
Online, oder einfach erstmal formlos mit der Bitte um die Sendung aller Formulare? (Mein Tintendrucker ist fast leer).
Muss ich online etwas einscannen oder auch etwas am Ende drucken? Ich habe gelesen, die benötigen Originale von Nachweisen, bekommt man die zurück?
Werden die nicht wieder ärtzliche Atteste und so weiter verlangen, oder werden die schon im System haben, dass die Erwerbsfähigkeit geprüft wurde von DRV?
Beratungstermine sind hier und in der nächsten Stadt mit mehreren Wochen Wartezeit verbunden.
Sozialamt klingt drohend, dass ich umgehend eine EM-Rente beantragen soll und einen Nachweis liefern muss.
Ich weiß nicht ob ich das alles packe und wie lange das so weitergehen kann. :heul:
Das ist nicht alles gut für meine psychische Gesundheit. Hätte ich das alles gewusst, hätte ich damals meine Psychiaterin gestoppt dieses Attest auszustellen.
Beim Jobcenter hatte ich bis dahin keine größeren Probleme gehabt.
Nun ist meine Existenz ein Spielball mehrerer Institutionen und ich fühle mich komplett machtlos.
Edit: Ich kann das alles alleine nicht packen. Ich werde das Sozialamt mitteilen, sobald ich einen Termin bei einer Beratungsstelle bekomme, dass ich dort den Antrag stelle, weil ich mich mental überfordert fühle und das alles zu belastend ist.
Was für Konsequenzen kann das für mich haben? Ich beziehe ja noch nicht Leistungen von Sozialamt oder soll das heißen, dass ich ab Feststellung der Erwerbsunfähigkeit durch DRV nichts mehr bekomme vom Jobcenter?
Weiterbewilligung läuft bis Mai und bis jetzt habe kein Schreiben durch das JC bekommen.
Beitrag von: Sheherazade am 29. Dezember 2018, 15:02:37
Nun komm mal wieder runter. Du bekommst ausreichend Zeit, die notwendigen Dinge zu erledigen. Du hast selbst geschrieben:
Laut Jobcenter werde ich noch solange ALG2 bekommen bis mir Grundsicherung gewährt wird.
Beitrag von: cherrylady18 am 29. Dezember 2018, 22:03:08
Das JC stellt erst die Zahlung ein wenn Du den Rentenbescheid hast. Solltest Du aber keine Rente bekommen zahlt nur noch das Sozialamt. Da geht es auf jeden Fall entspannter und freundlicher zu als beim JC.
Beitrag von: Ottokar am 30. Dezember 2018, 12:32:28
Normalerweise erhälst du von der RV den Bescheid, teilst das dem JC mit und das JC fordert dich dann auf, Grundsicherung zu beantragen. Dass das Sozialamt vor dir darüber Bescheid weis, ist eigentlich unmöglich, da die RV das dem Sozialamt gar nicht mitteilen darf.
Selbstverständlich kann man auch einen Antrag auf Grundsicherung oder Sozialhilfe beim Sozialamt formlos stellen.
Zitat von: Sheherazade am 28. Dezember 2018, 16:29:00
Grundsätzlich sollten die Voraussetzungen hinsichtlich deiner Familie und deren Vermögensverhältnisse erst einmal so sein wie beim Jobcenter,
Nicht ganz. Hier ist aufgrund § 39 SGB XII unbedingt erforderlich, dass die anderen Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft schriftlich erklären, dass sie den Antragsteller nicht finanziell oder materiell unterstützen (Widerlegung der Vermutung des gemeinsamen Wirtschaftens).
Beitrag von: Versagender am 31. Dezember 2018, 01:12:03
Ja, ich weiß selber nichts, bin doch nur wertloser Wicht, und es erfolgt sicherlich intern zwischen DRV, Sozialamt und Jobcenter irgendeine Kommunikation.
Jobcenter hat das alles losgetreten. Mitte des Jahres musste ich dann beim DRV einen Antrag auf Prüfung der Erwerbsfähigkeit stellen und selbst da war die Kommunikation miserabel.
Das ganze zog sich hin beim DRV, vor paar Monaten schrieben die mich erneut an, dass ich bitte die Unterlagen einreiche, obwohl ich dies schon davor getan habe und seitdem habe ich nichts mehr gehört.
...Bis vor 2 Wochen dann eben der Brief vom Sozialamt kam.
Bis vor kurzem dachte ich sogar, dass Ewerbsminderungsrente das Gleich sei wie Grundsicherung. Wie ihr seht und liest, ich bin nicht die hellste Birne und zusätzlich lässt man mich weitesgehend im Dunkeln.
Ich denke nicht, dass das Sozialamt lügen wird und sich etwas ausdenkt.
Erwerbsunfähigkeit auf Zeit ist wohl die offizielle Einstufung des DRVs, aber garantiert erfülle ich nicht die Mindestbeitragszeiten und andere Bedingungen für die EM-Rente.
Von daher wäre es in meinem Sinne, wenn man den Prozess etwas beschleunigen könnte und das ganze hin und her und das Papier mit Tinte irgendwie sparen könnte.
Das kann meine Mutter (als auch meine Schwester) machen. Das musste ich schon beim Jobcenter machen damals. Aber so wie ich das verstanden habe wird das bei HzL nicht funktionieren und meine Mutter und Schwester müssen auch alles offenlegen und sich das antun.
Die sind selber an der Belastungsgrenze mit ihren eigenen Problemen im Leben, wirtschaftlich auch unten, ich kann denen nicht zumuten sich auch noch mit dem Sozialamt auseinanderzusetzen.
Wenns hart auf hart kommt, werde ich auf die Straße ziehen und gleich ins Grab.
Zunächst versuche ich aber zu kämpfen, und werde mich zwingen einen Termin bei der Beratungsstelle machen und den Fall schildern.
Den Termin teile ich dem Sozialamt mit, mehr kann ich mir selber nicht zumuten.
Kann kaum noch einigermaßen schlafen und fange an mir die Haare zu reißen.
Solltest Du aber keine Rente bekommen zahlt nur noch das Sozialamt. Da geht es auf jeden Fall entspannter und freundlicher zu als beim JC.
Das kommt mir aber nicht so vor. Der Brief liest sich bedrohlich für mich und mich großartig weiter aufzuklärem und ich male mir schon alle Endzeitszenarien durch.
Sorry, wenn das alles weinerlich ist.
Beitrag von: coolio am 31. Dezember 2018, 01:17:32
Umso erhebender wird das Gefühl sein, wenn Du Dich abschliesend gegen diesen versuchten "Verschiebebahnhof" durchgesetzt hast!
Beitrag von: eder am 31. Dezember 2018, 01:44:15
Zitat von: Versagender am 31. Dezember 2018, 01:12:03
aber garantiert erfülle ich nicht die Mindestbeitragszeiten und andere Bedingungen für die EM-Rente.
Mach mal, im neuen Jahr wirds besser also könnte es durchaus gar nicht so schlecht aussehen mit deiner EM
https://www.vdk.de/deutschland/pages/rente/76030/zurechnungszeiten_bei_der_erwerbsminderungsrente
Beitrag von: Versagender am 31. Dezember 2018, 08:18:31
Würde das aber überhaupt für mich nicht noch mehr ein Nachteil sein?
Weil, für vielleicht ein zweistelligen Betrag müsste ich dann trotzdem noch zusätzlich zum Sozialamt und wäre dann aber gleichzeitig auch noch dem DRV verpflichtet allerlei Sachen zu machen?
Beitrag von: Sheherazade am 31. Dezember 2018, 08:47:51
Was muss man denn für die DRV für Sachen machen, ausser vielleicht alle paar Jahre einen Verlängerungsantrag stellen?
Beitrag von: cherrylady18 am 31. Dezember 2018, 11:25:30
und diesen Verlängerungsantrag muss man auch nur 2 Mal beantragen, weil er dann bis zum Rentenalter gilt.
Beitrag von: Ottokar am 31. Dezember 2018, 11:52:35
Das denke ich auch nicht, aber das hier läuft nicht so wie es sollte.
Aber so wie ich das verstanden habe wird das bei HzL nicht funktionieren und meine Mutter und Schwester müssen auch alles offenlegen und sich das antun.
Das läuft ganz genau so wie beim ALG II, siehe § 39 S. 2 SGB XII:
Soweit nicht gemeinsam gewirtschaftet wird oder die nachfragende Person von den Mitgliedern der Haushaltsgemeinschaft keine ausreichenden Leistungen zum Lebensunterhalt erhält, ist ihr Hilfe zum Lebensunterhalt zu gewähren.
siehe auch: https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/haushaltsgemeinschaft/ unter "Vermutensvoraussetzungen im SGB XII bei der Hilfe zum Lebensunterhalt"
Beitrag von: Versagender am 02. Januar 2019, 15:34:42
Ich habe es geschafft etwas zu machen, aber die Anspannung löst sich nicht bis alles geklärt wird. Die werden mir es sicherlich schwer machen. Für die Ämter/Institutionen bin ich doch nur ein Spielball/Akte, die sie hin und herschieben. Aber das hat schon Auswirkungen auf meine Existenz.
Habe zig mal versucht anzurufen bei der Beratungsstelle der DRV um einen Termin zu machen, aber nie bin ich durchgekommen, nicht mal in einer Wartschleife. Telefonverbindung wurde einfach aufgelegt mit der Begründung, dass alles überlastet ist.
Online ist dann plötzlich diesen Monat dann doch ein paar Termine frei geworden.
Habe den Termin gemacht, ausgedruckt und samt den 2 Merkblättern, die ich unterschreiben musste, beim Sozialamt in den Briefkasten geworfen.
Mehr kann ich ich moment nicht machen.
Beitrag von: Sheherazade am 02. Januar 2019, 15:48:50
Zitat von: Versagender am 02. Januar 2019, 15:34:42
Ich kann mir vorstellen, dass bei der DRV in dieser Woche niemand arbeitet, wenn noch nicht mal Zahnärzte ihre Praxis öffnen.
Beitrag von: Norbert am 02. Januar 2019, 20:21:03
Siehst Du, schon hast Du was geschafft, schon agierst Du und reagierst nicht nur negativ!!
Du hast das Sozialamt jetzt über den Termin informiert und 2 Merkblätter unterschrieben zurückgesandt. Die werden sich bald wieder melden – im Moment kannst Du da nicht mehr machen.
Du hast von der DRV den Antrag R0100 für EM-Rente gefunden/bekommen und dazu einen Haufen anderer Formulare. Du wirst nicht darum herum kommen das alles auszufüllen und Du wirst noch eine Menge Dokumente zusammensuchen müssen. Die DRV akzeptiert nur Originaldokumente!
Du solltest versuchen die Fragebogen vor Deinem Termin schon einmal auszufüllen – notfalls erst einmal dünn mit Bleistift. Du bist dann für Deinen Termin besser vorbereitet und besorg Dir Druckertinte!
Du brauchst übrigends keine Existenzangst o.ä. haben. Es ist auch sinnlos Dir Gedanken darüber zu machen ob Du EM Rente ( wg. der „Zeiten“) bekommst oder sonstwas. Du brauchst/must jetzt nur den vorgeschriebenen Verwaltungsweg gehen/einhalten.
Wenn Du möchtest kann ich Dir vielleicht mit einer „Schritt für Schrittanleitung“ beim Antrag helfen. Dann wäre es aber besser direkt zu kommunizieren- über PM (Privatnachricht – keine Ahnung wie das geht) ?
Mach auf alle Fälle so positiv weiter!
Beitrag von: Turbo am 02. Januar 2019, 20:40:27
Zitat von: Norbert am 02. Januar 2019, 20:21:03
Die DRV akzeptiert nur Originaldokumente!
Du willst doch jetzt hoffentlich nicht dazu raten, Originaldokumente aus der Hand zu geben?
Und nein, die DRV akzeptiert auch Kopien. Ob die beim Beratungsgespräch selber Kopien machen, weiss ich nicht. Auf jeden Fall aber wird von der DRV eine Kopie akzeptiert, wenn man mit Original und Kopie zur Krankenkasse geht und von denen die Kopie "beglaubigen" lässt.
Beitrag von: Greywolf08 am 02. Januar 2019, 21:08:56
... Du hast von der DRV den Antrag R0100 für EM-Rente gefunden/bekommen und dazu einen Haufen anderer Formulare. Du wirst nicht darum herum kommen das alles auszufüllen und Du wirst noch eine Menge Dokumente zusammensuchen müssen. ...
Ich stand damals auch wie der "Ochs vor'm Tor" mit meinem Antrag. Letztendlich brauchte ich nur die aktuellen Nachweise des Arbeitsamtes und der KK, da Beschäftigungsverhältnisse und Löhne in meinem Rentenverlauf ersichtlich waren. Die Dame von der DRV hat dann den Antrag mit mir zusammen ausgefüllt. Musste dann halt nur noch unterschreiben und das war's. Dauerte ungefähr ne Stunde.
Ich hatte damals Originale mitgenommen. Die wurden gesichtet, ne Kopie gemacht und mir wieder ausgehändigt.
Beitrag von: Norbert am 02. Januar 2019, 21:13:37
> @Turbo
Ich habe nichts davon geschrieben, das Originalkopien aus der Hand gegeben werden sollen!
Es kommt auch ein bisschen auf den Inhalt des Dokumentes an.
"Beglaubigte Kopien" werden selbstverständlich akzeptiert.
Legt man persönlich ein Original vor, kopieren sie das und beglaubigen sich das Dokument praktisch selber.
Wieviele Rentenanträge hast Du schon gemacht?
Aber eigentlich wollte ich nur dezent darauf hinweisen, das TE noch so manches Dokument suchen und vielleicht sogar beschaffen muß.
Beitrag von: Norbert am 02. Januar 2019, 21:35:16
> @Greywolf08
Glückwunsch, daß hast Du doch gut gemacht.
Beim TE wäre ich mir wg. der ganzen Vorgeschichte und seiner Labilität nicht so sicher.
Titel: Re: Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - WEGFALL ALG2
Beitrag von: Versagender am 03. Januar 2019, 17:51:56
HILFE! HILFE! :help: :help:
Ich bekam heute 2 Briefe vom Jobcenter, mir werden die ALG2 Leistungen aufgehoben, ab dem 01.02.2019, komplett.
Begründung ist, dass die Erwerbsfähigkeit weggefallen ist. Dazu dann etliche Blätter an Gesetzestexte von §7 SGB II
Normalerweise wäre der Bewilligungsantrag vom letzten Jahr bis Mai gegangen.
Im 2.Brief dann nochmalige Erinnerung an den neuen Ablauf des Bewilligungszeitraumes, mit einem Weiterbewillungsantrag? Was soll das?
Beide Briefe sind ohne Namen eines Sachbearbeiters sogar.
Was mache ich nun? In einem früheren Schreiben hieß es, dass ich solange ALG2 bekomme, bis ich Sozialhilfe stattdessen gewährt bekomme.
Arbeitslosengeld II wird bis zur Bewilligung der Sozialhilfe weitergewährt
Wie gehe ich vor? Kurzes Widerspruchsschreiben mit Kopie des Schreibens damals? Wie kann es sein, dass das Jobcenter auf einmal so ihre Entscheidung ändert?
Was muss ich nun befürchten?
Die 2 neuen Briefe sind vom 28.12.2019, und heute erst angekommen, schönes neue Jahr.
Beitrag von: cherrylady18 am 03. Januar 2019, 22:09:08
Schick die Schreiben vom JC an das Sozialamt und bitte um Grundsicherung. Die schicken Dir dann die Unterlagen um Grundsicherung zu beantragen.
Beitrag von: coolio am 03. Januar 2019, 22:11:21
lass doch mal Brief #1 lesen....
Beitrag von: Versagender am 03. Januar 2019, 22:28:19
Ich habe auch folgendes gefunden.
https://sozialberatung-kiel.de/2018/02/01/jobcenter-muss-nahtlosen-uebergang-in-die-grundsicherung-sicherstellen/ (https://sozialberatung-kiel.de/2018/02/01/jobcenter-muss-nahtlosen-uebergang-in-die-grundsicherung-sicherstellen/)
@cherrylady18:
Geht ja nicht, ich habe dort schon mal Sozialhilfe beantragt, aber die haben erstmal das ganze mit der DRV eingeleitet und nun wollen die wohl erstmal, dass ich EM-Rente beantrage und warten dann auf die Entscheidung des Rententrägers ab.
@coolio:
Den #1 Brief vom Jobcenter?
Ich lade ihn mal mit Balken hoch, und den Brief zuvor.
Entschuldigung für die schwarzen Flecken, aber momentan bin ich mental wirklich am Ende, bin überbelastet.
Beitrag von: Versagender am 03. Januar 2019, 23:14:22
Und hier der Brief vom Sozialamt, den ich kurz vor Weihnachten erhalten habe.
Beitrag von: coolio am 03. Januar 2019, 23:24:08
dieser die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Zuständigkeit zu prüfen.
Hierzu war das Jobcenter Kiel nicht berechtigt. Denn aus § 43 Abs. 1 Satz 2 SGB I und § 44a SGB II folgt, dass der zuerst angegangene Sozialleistungsträger vorläufig so lange Leistungen zu erbringen hat, bis der eigentlich zuständige Träger die Leistungsgewährung tatsächlich aufnimmt. Die Verpflichtung, die lückenlose Gewährung existenzsichernder Leistungen sicherzustellen, traf damit das bisher zuständige Jobcenter Kiel. Etwas anders galt auch nicht deswegen, weil der Hilfebedürftige um die Feststellung seiner Erwerbsunfähigkeit durch den Rentenversicherungsträger wusste, denn das Jobcenter Kiel traf die Verpflichtung, den lückenlosen Übergang der Leistungsgewährung sicherzustellen und die Stadt Kiel hätte die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit auch anzweifeln können.
Genau das wäre auch mein Ansatz gewesen (obiger Link) ==> LÜCKENLOS!
Was die untereinander treiben(verrechnen), sollte eigentlich dem eLB egal sein können.
Genauso undifferenziert sieht auch die Begründung des JC aus. :nea:
Beitrag von: Versagender am 03. Januar 2019, 23:36:52
Ich dachte ich gehe morgen zum Sozialamt und versuche ohne Termin als Notlage die Sache mit der Bearbeiterin kurz zu klären.
Zwischen Sozialamt und Jobcenter herrscht wohl auch keine richtige Absprache?
Ich habe keine Energie mich mit irgendeinem Amt auseinanderzusetzen. Soll ich einfach kurz ein Widerspruchsschreiben an das Jobcenter schicken, hat das überhaupt Wirkung?
Beitrag von: coolio am 03. Januar 2019, 23:44:19
Steht im Schreiben des JC irgendwo eine Rechtsfolgen bzw. Rechtsbehelfsbelehrung (habs hier nicht gefunden)???
("Gegen blablabla"...).
Ich bin leider mit der Geschichte hier und dem Wechselspiel zwischen den Ämtern/DRV usw. auch nicht so sattelfest.
Das geht ja schon bald ein Jahr, aber ich versuchs nochmal nachzuvollziehen.
Die pure Einstellung darf aber in jedem Fall nicht sein, bzw. erst dann, wenn Du einen geforderten Antrag schuldhaft nicht gestellt hast (Mitwirkung)! Dann aber müsste die Einstellung auf §66 SGB I fussen, den habe ich hier nicht gelesen.
Beitrag von: Turbo am 03. Januar 2019, 23:54:32
Da will ja auch niemand pur einstellen.
TE soll 2 Merkblätter unterschreiben und zusammen mit einer Kopie seines Persos an das Landratsamt schicken und einen Antrag auf EMR Rente stellen (geht auch online oder formlos, hatten wir hier schon geschrieben), um dann Grunsicherung zu bekommen.
Das alles hätte schon diese Woche erledigt werden können, wäre also früh genug gewesen, damit die Grundsicherung ab Februar übernimmt.
Beitrag von: coolio am 03. Januar 2019, 23:59:52
neee - mit "hätte" geht da garnix - siehe nochmal Kontinuitäts-Verpflichtung mit eben der genannten Ausnahme (die nicht vorliegt).
Beitrag von: Versagender am 04. Januar 2019, 00:01:30
Rechtsbehelfsbelehrung ist 1.Foto.
Ich habe das ja nun gemacht, den Antrag auf EMR stelle ich anfang nächster Woche in der Beratungsstelle beim Termin.
Aber auf EMR habe ich keine Chance, da Mindestbeitrags/versicherungszeiten nicht erfüllt.
Grundsicherung über das Sozialamt bekomme ich nicht, da voll erwerbsgemindert auf Zeit und nicht auf unbestimmte Zeit.
Ich bekomme höchstens Hilfe zum Lebensunterhalt.
Und bis die DRV über den Antrag entscheidet, wird das Sozialamt mir nichts gewähren beziehungsweise nicht mal meinen Antrag auf Sozialhilfe anschauen.
Ich bin immer den Auffoderungen der ganzen Institutionen nach meinen Möglichkeiten nachgegangen, aber ich habe das Gefühl, dass die mich eben als wertlosen Abfallmensch los werden wollen und dabei untereinander nicht richtig kommunizieren.
Ich fühle mich im Dunkeln gelassen über die ganze Prozedur und nicht aufgeklärt.
Beitrag von: coolio am 04. Januar 2019, 00:19:37
Kannst Du mal Deinen Nick ändern (lassen) - der macht ja sogar mich depri! :empathy:
Kein Mensch ist weniger Wert, als ein Anderer!!!!
Manchmal brauchts halt ein helfendes Händchen - na und? (geht mir beim Gemüsekauf oder einer KFZ Reparatur oder oder auch nicht anders)
Ich lese mir nu erstmal Deinen Thread nochmal komplett durch (zur Qualitätsscherung meiner Ansagen).
Habe aber schon eine Idee.
Beitrag von: Versagender am 04. Januar 2019, 00:35:31
Es tut mir Leid, aufgrund meiner mentalen Verfassung und den Lebensumständen einfach der sinnvollste Nick.
Ich werde ihn ändern, versprochen, wenn ich das ganze Spiel zwischen den Ämtern schadlos überstehe, ich muss aufpassen, dass keine existenzgefährdende Gedanken bei mir auftreten, was schwer genug ist unter den Umständen.
Gute Nacht, ich versuche nun schlafen zu gehen. Bin extrem angespannt und habe auch große Angst vor dem Gang zum Sozialamt und eventuell Jobcenter. Ich weiß nicht ob ich das packe und das überhaupt etwas bringt und die mich nicht abschmettern und ich kaputter nach Hause gehe.
Beitrag von: Ruhrgebieter am 04. Januar 2019, 07:54:44
hast du hier schon gelesen.....http://www.erwerbsunfähigkeitsrente.net/
oder hier......https://www.vdk.de/deutschland/pages/rente/76030/zurechnungszeiten_bei_der_erwerbsminderungsrente
da stehen nützliche Infos die dir vielleicht weiter helfen
Grüße und lass den Kopf nicht hängen :bye:
Beitrag von: Versagender am 04. Januar 2019, 13:19:34
Ich habe heute wieder einen Brief vom Jobcenter bekommen, ein Infobrief, dass man beim Sozialamt etliche Beiträge rückwirkend letztens Jahres zurückfordert.
Damit hat wohl das Jobcenter endgültig mit mir abgeschlossen.
War heute beim Sozialamt, erst mal eine halbe Stunde durch windigen Schneefall, um dann zu erfahren, dass die Sachbearbeiterin erst nächste Woche wieder da ist und wieso ich keinen Termin gemacht habe.
Die Stellvertretung hat nur gesagt, dass alles in Ordnung sei und der Sozialhilfe-Antrag ja in Bearbeitung ist. Auf die Frage hin, ob die Sozialhilfe erst gewährt wird, wenn die DRV dann endgültig entschieden hat ob ich EM-Rente erhalte oder nicht, kam keine eindeutige Antwort.
Natürlich nichts Schriftliches erhalten, alles mündlich, ich bin auch zu kaputt um nachzuhaken und alles klar zu kommunizieren.
Beitrag von: Norbert am 04. Januar 2019, 18:17:29
1. Baustelle das Sozialamt
Ich würde Dienstag/Mittwoch bei Deiner Sachbearbeiterin (telefonisch) einmal nett nachfragen
welche Dokumente sie evtl noch von Dir oder Deinen Angehörigen benötigen.
2. Baustelle ist die DVR
Hast Du Deinen EWR-Antrag vorausgefüllt – wenigstens mal geschaut welch Dokumente Du da vorlegen mußt? Es wäre gut, wenn Du beim Termin wenigstens etwas vorbereitet wärest.
Ich habe Dir eine (PN) Privatnachricht gesandt.
Beitrag von: Ottokar am 04. Januar 2019, 18:49:01
Lege Widerspruch gegen Aufhebungsbescheid ein. Begründung: Das JC hat gemäß § 43 SGB I die Leistung so lange weiterzuzahlen, bis das Sozialamt die Leistungszahlung übernommen hat.
Beitrag von: Versagender am 08. Januar 2019, 21:13:18
Puh, ich bin so müde.
Heute war ich beim Rentenberater, der zusammen mit mir den Antrag gestellt hat. Habe zuvor alle nötigen Dokumente bereitgestellt, aber er hat nicht alles benötigt.
Er hatte Zugriff auf meine Akte und den ganzen Rentenverlauf. Es ist in der Tat so, dass ich nicht mal die Mindestversicherung/beitragszeiten erfülle, also ist dieser Antrag nur dazu da, dass man halt der Aufforderung des Sozialamts nachkommt.
Und in der Tat wurde ich durch den Rententräger als erwerbsunfähig auf Zeit eingestuft. Auf die Frage wieso ich nichts davon mitbekomme, sondern nur indirekt erfahre, hat er nicht geantwortet.
Er sagte nur, dass ich dann irgendwann mal einen Bescheid über die EM-Rente bekomme inklusive der Bestätigung der Erwerbsunfähigkeit.
Und er sagte mir zudem, dass das Sozialamt mir trotzdem Sozialhilfe gewährleisten muss, auch wenn der Antrag noch nicht entschieden ist, das läuft parallel.
Habe dann auch die Bestätigung, sowie den Aufhebungsbescheid von ALG2, am späten Nachmittag in den Briefkasten des Sozialamts geworfen.
Ich habe noch etwas mehr als 2 Wochen Zeit um einen Widerspruch gegen die Aufhebung beim Jobcenter einzureichen, falls bis dahin noch kein Sozialhilfe-Bescheid kommt.
Wie ist es eigentlich mit der Krankenversicherung? Über das Jobcenter bin ich ja pflichtversichert, muss ich mich dann bei Sozialhilfe freiwillig versichern und die Beiträge werden dann vom Sozialamt übernommen?
Bin immer noch angespannt/gestresst, so lange ich noch keinen Bescheid bekommen habe, dass meine Existenz weiter gesichert ist, aber zumindest habe ich das mit der Rentensache hinter mir.
Danke für die Unterstützung der Leute hier, da fühlt man sich zumindest nicht so allein gelassen.
Beitrag von: coolio am 08. Januar 2019, 21:18:02
Ein Widerspruch kann jederzeit zurückgezogen werden, bringt Dir aber (rechtliche) Sicherheit, solange er besteht.
Ich würde hier zwischen den Ämtern nicht pokern oder gar hoffen....
Folge Ottokars Rat in jedem Fall!
Beitrag von: Versagender am 09. Januar 2019, 00:20:18
Ok, werde ich machen in der nächsten Woche, bis dahin hoffe ich, dass ich etwas von der Sachbearbeiterin des Sozialamts lese.
Und die Rentensache ist doch nicht wirklich abgeschlossen. Der Rentenberater hat einen relativ unvollständigen/falschen Antrag abgegeben, habe eben durch die Kopie für meine Unterlagen durchgeblättert.
Weiß aber nicht, ob das jetzt einen großen Unterschied macht.
Z.B. hat er den ALG2 Bezug auf 2018 an getippt, da würden fast 3 Jahre fehlen, jedoch wurde da ab 2011 eh kein Rentenbeitrag bezahlt als ALG2-Empfänger, und das hätte nur höchstens Einfluss auf die Wartezeiten.
Außerdem hat er nicht geschrieben, dass ich einen Behindertenausweis habe.
Aber bei der medizinischen Feststellung zur Erwerbsfähigkeit, habe ich damals alles angegeben und Kopien mitgeschickt.
Nun, es klappt bei mir wie immer nichts fehlerfrei. Ich muss dann wieder abwarten.
Beitrag von: Ottokar am 09. Januar 2019, 10:11:35
Zitat von: Versagender am 08. Januar 2019, 21:13:18
Wie ist es eigentlich mit der Krankenversicherung? Über das Jobcenter bin ich ja pflichtversichert
Das bist du beim Sozialamt auch.

References: § 39
 § 39
 §7
 § 43
 § 44
 §66
 § 43