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Timestamp: 2019-12-08 20:38:49+00:00

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Rechtsprechung: 10 UF 179/11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Brandenburg, 06.12.2011
OLG Celle, 18.08.2011 - 10 UF 179/11
https://dejure.org/2011,24831
OLG Celle, 18.08.2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,24831)
OLG Celle, Entscheidung vom 18.08.2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,24831)
OLG Celle, Entscheidung vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,24831)
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Familiensache: Ermessensspielraum durch den in den Kostenvorschriften enthaltenen Rechtsbegriff der Billigkeit; Begriffsbestimmung durch tatrichterliches Beurteilungsermessen; Nachprüfungsumfang bei isolierter Anfechtung der Kostenentscheidung; Prüfungsgegenstand der ...
Auslegung des Begriffs der Billigkeit i.S.v. § 81 Abs. 1 S. 1 FamFG; Grundsätze zur Überprüfung der Kostenentscheidung durch die Beschwerdeinstanz
FamFG § 81 Abs. 1 S. 1
Begriff der Billigkeit i.S. von § 81 Abs. 1 S. 1 FamFG; Überprüfung der Kostenentscheidung durch die Beschwerdeinstanz
AG Hannover, 19.05.2011 - 621 F 3293/10
FamRZ 2011, 1894
Die nach den besonderen Bestimmungen des FamFG zu treffenden Kostenentscheidungen gemäß § 81 FamFG (bzw. entsprechend §§ 150, 243 FamFG) beruhen durchwegs auf einer ausdrücklich dem Tatrichter übertragenen Ermessensausübung und unterliegen daher hinsichtlich dieser Ausübung des Ermessens allein einer eingeschränkten Überprüfung des Beschwerdegerichtes (vgl. etwa bereits ausführlich Senatsbeschlüsse vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 - JAmt 2012, 40 f. = ZKJ 2012, 28 f. = FamRB 2012, 281 f. = FamFR 2011, 472 = BeckRS 2011, 21941 = juris = FamRZ 2011, 1894 [Ls] und vom 4. Mai 2012 - 10 UF 69/12 - FamRZ 2012, 1896 f. = ZKJ 2012, 321 ff. = FamFR 2012, 301 = juris = BeckRS 2012, 10144).
Bei - wie hier gegebenem - Vorliegen eines der Regelbeispiele des § 81 Abs. 2 FamFG sind die Verfahrenskosten im Regelfall ("soll") dem entsprechenden Beteiligten aufzuerlegen, soweit dem nicht ausnahmsweise gewichtige gegenläufige Ermessengründe entgegenstehen (vgl. bereits Senatsbeschluß vom 18. August 2011, aaO, Tz. 14).
Der Senat hat bereits in zwei Entscheidungen (Senatsbeschlüsse vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 - JAmt 2012, 40 f. = ZKJ 2012, 28 f. = FamFR 2011, 472 = BeckRs 2011, 21941 = juris = FamRZ 2011, 1894 [Ls] und vom 20. Februar 2012 - 10 UF 23/12 - zur Veröffentlichung vorgesehen) betont, daß dem Beschwerdegericht im Rahmen der nunmehr eröffneten isolierten Anfechtung der auf einer Ermessensausübung beruhenden Kostenentscheidung nur eine eingeschränkte Überprüfung obliegt.
Das kann namentlich dann der Fall sein, wenn es für die Ermessensentscheidung maßgebliche Tatsachen verfahrensfehlerhaft nicht ermittelt oder sonst unberücksichtigt gelassen oder von seinem Ermessen auf Grund fehlerhafter Gesetzesanwendung nicht oder nicht in gesetzlicher Weise Gebrauch gemacht hat (BGH, FamRZ 2007, 893; OLG Celle, JAmt 2012, 40; OLG Saarbrücken, B. v. 19.07.2012 - 6 WF 360/12 -, zit. n. juris, mit zust. Anm. Többen, jurisPR-FamR 25/2012, Anm. 7).
OLG Celle, 20.02.2012 - 10 UF 23/12
Familiensache: Rechtsfolge bei fehlenden Ermessenserwägungen im Rahmen einer …
Vielmehr obliegt die Ermessensentscheidung hinsichtlich der Frage der Kostenauferlegung und ihrer Verteilung auf die Beteiligten dann dem Beschwerdegericht (Fortführung der Senatsentscheidung vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 - JAmt 2012, 40 f. = ZKJ 2012, 28 f. = FamFR 2011, 472 = BeckRs 2011, 21941 = juris = FamRZ 2011, 1894 [Ls]).
Vielmehr ist mangels Niederlegung der im Rahmen der Kostenentscheidung anzustellenden Ermessenserwägungen in den Gründen der Entscheidung nunmehr der Senat dazu berufen, seinerseits das durch § 81 Abs. 1 Satz 1 FamFG eingeräumte tatrichterliche Ermessen (vgl. hierzu den Senatsbeschluss vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 - JAmt 2012, 40 f. = ZKJ 2012, 28 f. = FamFR 2011, 472 = BeckRs 2011, 21941 = juris = FamRZ 2011, 1894 [Ls]) auszuüben.
OLG Stuttgart, 07.06.2019 - 8 W 131/19
Beschwerde gegen die isolierte Kostenentscheidung in Erbscheinverfahren
Bei Ausübung des Ermessens ist von dem Grundsatz auszugehen, dass im Bereich des FamFG - abweichend vom starren Erfolgsprinzip des § 91 ZPO - der Gesetzgeber bewusst davon abgesehen hat, das Obsiegen und Unterliegen zum alleinigen oder auch nur überwiegend maßgeblichen Kriterium für die Kostenverteilung zu machen und dass es statt dessen auf die konkreten Umstände des Einzelfalls ankommt (vgl. hierzu BGH Beschluss vom 19.02.2014 - XII ZB 15/13; OLG Schleswig Beschluss vom 31.03.2015 - 3 Wx 77/14 und Beschluss vom 17.08.2012 - 3 Wx 137/11; OLG Celle Beschluss vom 18.08.2011 - 10 UF 179/11).
OLG Celle, 13.08.2014 - 10 UF 162/14
Kostenentscheidung im Versorgungsausgleichsverfahren: Offenkundiges Fehlen der …
Einer vollständigen inhaltlichen Überprüfung unterliegt sie dagegen, soweit dabei das tatsächliche Vorliegen von Regelbeispielen für eine Einschränkung oder einen Wegfall des Ermessens angenommen wird (vgl. etwa Senatsbeschluß vom 18. August 2011 - 10 UF 179/11 - Jamt 2012, 40 f. = ZKJ 2012, 28 f. = FamRB 2012, 281 f. = FamFR 2011, 472 = BeckRs 2011, 21941 = juris = FamRZ 2011, 1894 [Ls]).
Es kann daher dahinstehen, ob der Senat im Rahmen der Kostenbeschwerde die erstinstanzliche Entscheidung nur auf Ermessensfehler überprüfen kann (vgl. hierzu BGH NJW 2011, 3654 Rn 26 ff;… Verfahrenshandbuch Familiensachen - FamVerf -/Weidemann, 2. Aufl., § 2 Rn 256;… Hahne/Munzig/Gutjahr, aaO., § 69 Rn 31 einerseits und BGH NJW-RR 2007, 1586 Rn 15; OLG Celle, Beschluss vom 18.8.2011 - 10 UF 179/11, BeckRS 2011, 21941 andererseits).
OLG Frankfurt, 08.08.2012 - 1 WF 164/12
Überprüfbarkeit einer Kostenentscheidung nach § 81 FamFG
6 Ungeachtet dessen, dass im Falle einer Anfechtung einer nach Billigkeitsgesichtspunkten zu treffenden Kostenentscheidung nach § 81 FamFG die Überprüfbarkeit durch das Beschwerdegericht ohnehin eingeschränkt ist, weshalb das Beschwerdegericht lediglich prüfen darf, ob das Gesetz eine Ermessensausübung eröffnet und ob das Familiengericht die Grenzen des ihm eingeräumten Ermessens überschritten (vgl. OLG Celle, ZKJ 2012, 28, im Leitsatz auch veröffentlich in FamRZ 2011, 1894), teilt der Senat hier auch ausdrücklich die Auffassung des Familiengerichts, dass es bei den vorliegenden Umständen der Billigkeit entspricht, die Kosten des Verfahrens dem Antragsteller aufzuerlegen, was auch die Erstattung notwendiger Auslagen der Beteiligten zu 2) umfasst.
OLG Naumburg, 01.08.2014 - 8 UF 121/14
Kostenentscheidung in Familiensachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit: …
OLG Brandenburg, 06.12.2011 - 10 UF 179/11
https://dejure.org/2011,6653
OLG Brandenburg, 06.12.2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,6653)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 06.12.2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,6653)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 06. Dezember 2011 - 10 UF 179/11 (https://dejure.org/2011,6653)
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Zugewinnausgleich: Auskunftsanspruch bei Verdacht auf illoyale Verfügungen
Illoyale Vermögensminderungen als Teil der Auskunftspflicht über das Anfangs- und Endvermögen
BGB § 1379 Abs. 1 S. 1 Nr. 2; BGB § 1375 Abs. 2
Umfang des Auskunftsanspruchs hinsichtlich des Anfangs- und Endvermögens
AG Frankfurt/Oder, 20.04.2011 - 5.3 F 461/07
FamRZ 2012, 1714

References: § 81
 § 81
 § 81
 § 81
 § 81
 § 81
 § 91
 BGH 
 BGH 
 § 2
 § 69
 BGH 
 § 81
 § 81
 § 1379
 § 1375