Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Dresden&Datum=06.11.2008&Aktenzeichen=2%20Ws%20103/08
Timestamp: 2020-04-03 21:29:09+00:00

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OLG Dresden, 06.11.2008 - 2 Ws 103/08 - dejure.org
OLG Dresden, 06.11.2008 - 2 Ws 103/08
https://dejure.org/2008,7836
OLG Dresden, 06.11.2008 - 2 Ws 103/08 (https://dejure.org/2008,7836)
OLG Dresden, Entscheidung vom 06.11.2008 - 2 Ws 103/08 (https://dejure.org/2008,7836)
OLG Dresden, Entscheidung vom 06. November 2008 - 2 Ws 103/08 (https://dejure.org/2008,7836)
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Vorbem. 4 Abs. 1 VV RVG
Zeugenbeistand; Abrechnung der erbrachten Tätigkeiten; Einzeltätigkeit
Zeugenbeistand; Abrechnung der erbrachten Tätigkeiten; Einzeltätigkeit;
RVG -VV Vorbemerkung 4 Abs. 1; StPO § 68b
Anspruch eines als Beistand bestellten Rechtanwaltes auf die Grundgebühr gem. § 68b Strafprozessordnung (StPO) und auf die Terminsgebühr gem. Teil 4 Abschnitt 1 Unterabschnitt 3 Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (VV RVG) ; Auslegung und ...
LG Dresden, 07.02.2008 - 3 KLs 424 Js 52527/06
NJW 2009, 455
OLG Hamm, 14.07.2009 - 2 Ws 159/09
Zeugenbeistand; Beiordnung; Tätigkeit; Abrechnung; Einzeltätigkeit
Er stellt sich damit auf die Seite des dortigen 1. Strafsenats (vgl. Beschluss v. 17.09.2007 -1 Ws 173/07-, Hinweis in RVGreport 2008, 266) und gegen den 2. Strafsenat des OLG Dresden (vgl. Beschluss v. 06.11.2007-2 Ws 495/06-, www.iuris.de, und später fortführend mit Beschluss v. 06.11.2008 - 2 Ws 103/08, www.iuris.de, www.burhoff.de).
Zeugenbeistand, Abrechnung, Tätigkeit
Diese reichen von einer uneingeschränkten vergütungsrechtlichen Gleichstellung mit einem Verteidiger (vgl. z.B. OLG Hamm, StraFo 2008, 45; OLG Köln StraFo 2008, 350; OLG Stuttgart NStZ 2007, 243; OLG München AGS 2008, 120 und 448; KG StraFo 2007, 41; OLG Dresden AGS 2008, 126 und StraFo 2009, 42; OLG Koblenz NStZ-RR 2006, 254; OLG Schleswig NStZ-RR 2007, 126;… Burhoff, RVG Straf- und Bußgeldsachen, 2. Aufl. Vorbem. 4.1 Rn. 6 ff.;… LR-Ignor/Berthenau, StPO, 26. Aufl., § 68b Rn. 33) über differenzierende Betrachtungsweisen, die zum Teil die Grundgebühr und die Terminsgebühr, zum Teil die Verfahrens- und die Terminsgebühr zusprechen oder die Anwendung des ersten Abschnitt davon abhängig machen, ob der nach § 68b StPO beigeordnete Rechtsanwalt tatsächlich mehr als eine Einzeltätigkeit entfaltet hat (vgl. z.B. OLG Brandenburg NStZ-RR 2007, 287), bis hin zu einer Beschränkung des Gebührenanspruchs auf die Verfahrensgebühr wegen einer Einzeltätigkeit nach Nr. 4301 Ziffer 4 VV RVG (vgl. OLG Düsseldorf Rpfl 2009, 122; OLG Stuttgart NStZ-RR 2008, 328; OLG Bamberg DAR 2008, 493; OLG Zweibrücken StRR 2008, 163; OLG Frankfurt NStZ-RR 2008, 264; OLG Hamm NStZ-RR 2008, 96; OLG Oldenburg NdsRPfl 2007, 351; OLG Dresden, RVGreport 2008, 265; KG NStZ-RR 2009, 327; OLG Celle NdsRPfl 2007, 351; Thüring.
Die mit der Verfahrensgebühr im vorbereitenden sowie im gerichtlichen Verfahren abgegoltenen Tätigkeiten (Betreiben des Geschäfts einschließlich der Information) werden von einem Zeugenbeistand grundsätzlich nicht erbracht, so dass ihr Anfall von vornherein ausscheidet (s.a. OLG Dresden, Beschluss vom 6. November 2008, Az.: 2 Ws 103/08 und Thüring. OLG a.a.O., zit. jeweils nach juris).
Diese reichen von einer uneingeschränkten vergütungsrechtlichen Gleichstellung mit einem Verteidiger (vgl. z.B. OLG Hamm, StraFo 2008, 45; OLG Köln StraFo 2008, 350; OLG Stuttgart NStZ 2007, 243; OLG München AGS 2008, 120 und 448; KG StraFo 2007, 41; OLG Dresden AGS 2008, 126 und StraFo 2009, 42; OLG Koblenz NStZ-RR 2006, 254; OLG Schleswig NStZ-RR 2007, 126;… Burhoff, RVG Straf- und Bußgeldsachen, 2. Aufl. Vorbem. 4.1 Rn. 6 ff.;… LR-Ignor/Berthenau, StPO, 26. Aufl., § 68b Rn. 33) über differenzierende Betrachtungsweisen, die zum Teil die Grundgebühr und die Terminsgebühr, zum Teil die Verfahrens- und die Terminsgebühr zusprechen oder die Anwendung des ersten Abschnitt davon abhängig machen, ob der nach § 68b StPO beigeordnete Rechtsanwalt tatsächlich mehr als eine Einzeltätigkeit entfaltet hat (vgl. z.B. OLG Brandenburg NStZ-RR 2007, 287), bis hin zu einer Beschränkung des Gebührenanspruchs auf die Verfahrensgebühr wegen einer Einzeltätigkeit nach Nr. 4301 Ziffer 4 W RVG (vgl. OLG Düsseldorf Rpfl 2009, 122; OLG Stuttgart NStZ-RR 2008, 328; OLG Bamberg DAR 2008, 493; OLG Zweibrücken StRR 2008, 163; OLG Frankfurt NStZ-RR 2008, 264; OLG Hamm NStZ-RR 2008, 96; OLG Oldenburg NdsRPfl 2007, 351; OLG Dresden, RVGreport 2008, 265; KG NStZ-RR 2009, 327; OLG Celle NdsRPfl 2007, 351; Thüring.
OLG Dresden, 16.12.2011 - 2 Ws 555/11
Zeugenbeistand, Abrechnung, Einzeltätigkeit, Teil 4 Abschnitt 1 VV RVG
Diese Ausführungen sind nur dann verständlich, wenn der Gesetzgeber die Gebührentatbestände des ersten Abschnitts für den Zeugenbeistand hätte rechtfertigen wollen." (OLG Dresden, Beschluss vom 06. November 2008, 2 Ws 103/08 = NJW 2009, 455).
LG Chemnitz, 10.08.2010 - 2 Qs 129/10
Abrechnung der Tätigkeit eines gerichtlich bestellten Zeugenbeistandes als …
Die Einarbeitung sei durch die Grundgebühr gedeckt, das Absprechen einer Verteidigungsstrategie mit dem Zeugen dürfe nicht zu Lasten des in die Kosten verurteilten Angeklagten gehen (vgl. OLG Dresden, 2. Senat, Beschluss v. 6.11.2007, 2 Ws 495/06, AGS 2008, 126 und vom 06.11.2008, 2 Ws 103/08, StraFo 2009, 42; KG Berlin 5. Senat, StraFo 2007, 41).
OLG Jena, 09.02.2009 - 1 Ws 370/08
Die mit der Verfahrensgebühr im vorbereitenden sowie im gerichtlichen Verfahren abgegoltenen Tätigkeiten (Betreiben des Geschäfts einschließlich der Information) werden von einem Zeugenbeistand grundsätzlich nicht erbracht, so dass ihr Anfall von vornherein ausscheidet (so auch OLG Dresden, Beschluss vom 06.11.2008, Az.: 2 Ws 103/08, zit. nach juris).
LG Dresden, 27.10.2009 - 5 Qs 39/08
Allerdings hat der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts Dresden unter Fortführung seiner die Ansicht der Kammer stützenden Rechtsprechung (AGS 2008, 126ff.) zu Recht hervorgehoben, dass der Gesetzgeber ausweislich der Entwurfsbegründung zum RVG ganz offensichtlich in erster Linie den 1. Teil in den Blick genommen hat, da die Vorschriften des 3. Teils, den die auch vom 1. und 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Dresden geteilte Gegenansicht anwenden will, gerade nicht einen Verteidiger betreffen (OLG Dresden, NJW 2009, 455f. [OLG Dresden 06.11.2008 - 2 Ws 103/08]).
OLG Dresden, 30.08.2019 - 1 Ws 220/19
Soweit in der Rechtsprechung und insoweit auch vom 2. Senat des Oberlandesgerichts (vgl. Beschluss vom 06. November 2008 - 2 Ws 103/08) eine andere Auffassung vertreten wird, folgt dieser der Senat nicht.

References: § 68
 § 68
 § 68
 § 68
 § 68
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