Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/frachtfuehrerhaftung
Timestamp: 2019-12-08 02:54:39+00:00

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Frachtführerhaftung | Rechtslupe
Der Anspruch­stel­ler, der vom Fracht­füh­rer Scha­dens­er­satz mit der Begrün­dung bean­sprucht, Tief­kühl­wa­re sei wäh­rend des Trans­ports nicht aus­rei­chend gekühlt wor­den, muss dar­le­gen und bewei­sen, dass er dem Fracht­füh­rer das Trans­port­gut in ord­nungs­ge­mäß gekühl­tem Zustand über­ge­ben hat. Unter­zeich­net der Fracht­füh­rer vor­be­halt­los einen Lie­fer­schein, in dem eine aus­rei­chen­de Vor­küh­lung der zu trans­por­tie­ren­den Ware
LKW- statt Luft­trans­port
Führt der auf­grund eines Luft­fracht­ver­trags beauf­trag­te Fracht­füh­rer den Trans­port auf einer Teil­stre­cke mit dem LKW durch, obwohl eine Luft­be­för­de­rung tech­nisch und ver­bin­dungs­mä­ßig grund­sätz­lich mög­lich wäre, hat die Ober­flä­chen­be­för­de­rung kei­ne Hilfs­funk­ti­on mehr, son­dern einen die Luft­be­för­de­rung erset­zen­den eigen­stän­di­gen Cha­rak­ter, so dass nicht mehr von einem Zubrin­ger­dienst im Sin­ne von Art. 18
Luft­trans­port über dieb­stahl­ge­fähr­de­te Flug­hä­fen
Erfolgt die Luft­be­för­de­rung des Guts über einen Flug­ha­fen, an dem es in der Ver­gan­gen­heit zu Dieb­stäh­len an Sen­dun­gen gekom­men ist, recht­fer­tigt dies für sich allein nicht den Vor­wurf eines qua­li­fi­zier­ten Ver­schul­dens des Fracht­füh­rers im Sin­ne von § 435 HGB. Der Fracht­füh­rer haf­tet gemäß § 425 Abs. 1 HGB für den Scha­den,
Fracht­füh­rer­haf­tung – und die unter­las­se­ne Wert­de­kla­ra­ti­on
Eine unter­las­se­ne Wert­de­kla­ra­ti­on oder ein nicht erteil­ter Hin­weis auf die Gefahr eines unge­wöhn­lich hohen Scha­dens recht­fer­tigt grund­sätz­lich den Mit­ver­schul­dens­ein­wand des Fracht­füh­rers. Der Ver­sen­der setzt dadurch eine für den ein­ge­tre­te­nen Scha­den ursäch­li­che Bedin­gung, dass er sei­ne aus dem Grund­satz von Treu und Glau­ben fol­gen­de Oblie­gen­heit nicht recht­zei­tig und damit nicht ord­nungs­ge­mäß
Fracht­füh­rer­haf­tung – und die Scha­dens­mit­ver­ur­sa­chung durch den Absen­der
Der für die Beja­hung einer Mit­ver­ur­sa­chung des Scha­dens durch den Absen­der erfor­der­li­che Zurech­nungs­zu­sam­men­hang fehlt, wenn die von die­sem zuerst gesetz­te Ursa­che für den ein­ge­tre­te­nen Scha­den von völ­lig unter­ge­ord­ne­ter Bedeu­tung gewe­sen ist, weil das nach­fol­gen­de Ver­hal­ten des Fracht­füh­rers dem zum Scha­dens­ein­tritt füh­ren­den Gesche­hen eine völ­lig neue Wen­dung gege­ben hat . Im
Das ver­lo­ren gegan­ge­ne Trans­port­gut – und die Über­zeu­gungs­bil­dung des Gerichts
Der Tatrich­ter hat sich die Über­zeu­gung von der Rich­tig­keit des vom Anspruch­stel­ler behaup­te­ten Umfangs einer ver­lo­ren­ge­gan­ge­nen Sen­dung anhand der gesam­ten Umstän­de des Ein­zel­falls zu bil­den. Dabei sind nicht nur vor­ge­leg­te Lie­fer­schei­ne und dazu kor­re­spon­die­ren­de Rech­nun­gen, son­dern alle Umstän­de, die für oder gegen den vom Klä­ger vor­ge­tra­ge­nen Umfang spre­chen gege­be­nen­falls nach
Wird ein Unter­fracht­füh­rer von dem ihn beauf­tra­gen­den Haupt­fracht­füh­rer im Wege eines Rück­griffs aus dem Unter­fracht­ver­trag auf Scha­dens­er­satz in Anspruch genom­men, bestimmt sich der Ort der Über­nah­me des Gutes im Sin­ne von Art. 31 Abs. 1 Satz 1 Buchst. b CMR danach, wo der Unter­fracht­füh­rer das Fracht­gut über­nom­men hat . Nach Art. 31 Abs.
Wenn der Fracht­füh­rer beim Bela­den hilft…
Wird der Fracht­füh­rer (oder eine von ihm ein­ge­setz­te Hilfs­per­son) vor Been­di­gung des gemäß § 412 Abs. 1 Satz 1 HGB allein dem Absen­der oblie­gen­den Ver­la­de­vor­gangs ohne des­sen Kennt­nis und Bil­li­gung beim Ver­la­den des Trans­port­gu­tes tätig, folgt dar­aus nicht, dass der Fracht­füh­rer das Gut schon zu Beginn sei­ner eigen­mäch­ti­gen Mit­wir­kung bei der Ver­la­dung
Haf­tungs­be­gren­zung des Fracht­füh­rers bei Güter­schä­den
Die Vor­schrift des § 433 HGB schließt Güter­schä­den unab­hän­gig vom Zeit­punkt ihrer Ent­ste­hung gene­rell von ihrem Anwen­dungs­be­reich aus. Nach § 433 HGB ist die Haf­tung des Fracht­füh­rers auf das Drei­fa­che des Betrags begrenzt, der bei Ver­lust des Gutes zu zah­len wäre, wenn der Fracht­füh­rer wegen der Ver­let­zung einer mit der
Das Abstel­len eines mit Sam­mel­gut bela­de­nen Trans­port­fahr­zeugs (Zug­ma­schi­ne nebst Kas­ten­auf­lie­ger) am Wochen­en­de in einem unbe­wach­ten Gewer­be­ge­biet einer deut­schen Groß­stadt recht­fer­tigt nicht ohne wei­te­res den Vor­wurf eines qua­li­fi­zier­ten Ver­schul­dens im Sin­ne von § 435 HGB. Dies gilt auch dann, wenn dem Fracht­füh­rer bekannt ist, dass sich unter dem Sam­mel­gut eine Palet­te
Die unzu­rei­chen­de Kon­trol­le einer von einem Unter­neh­mer ent­gelt­lich erbrach­ten Leis­tung begrün­det regel­mä­ßig kein Mit­ver­schul­den des Gläu­bi­gers, wenn der Schuld­ner den ent­stan­de­nen Scha­den nach dem Inhalt des Ver­trags hät­te ver­hü­ten müs­sen und der Gläu­bi­ger zu eige­nen Kon­­troll- und Über­wa­chungs­maß­nah­men nicht ver­pflich­tet war. Im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Auf­trag­ge­be­rin
Die (ein­jäh­ri­ge) Ver­jäh­rung eines Anspruchs gegen den Fracht­füh­rer wird durch eine schrift­li­che Erklä­rung des Absen­ders oder Emp­fän­gers, mit der die­ser Ersatz­an­sprü­che erhebt, bis zu dem Zeit­punkt gehemmt, in dem der Fracht­füh­rer die Erfül­lung des Anspruchs schrift­lich ablehnt, § 439 Abs. 3 Satz 1 HGB. Eine sol­che Erklä­rung der Haft­bar­hal­tung nach § 439
Es ist Sache des Fracht­füh­rers, unmit­tel­bar nach Bekannt­wer­den eines Ver­lust­falls kon­kre­te Nach­for­schun­gen anzu­stel­len und die­se zu doku­men­tie­ren, um sie in einem nach­fol­gen­den Rechts­streit bele­gen zu kön­nen. Sub­stan­ti­ier­ter Vor­trag zu den durch­ge­führ­ten Recher­chen ist vor allem des­halb von beson­de­rer Bedeu­tung, weil allein zeit­na­he Nach­fra­gen sowohl bei den eige­nen Mit­ar­bei­tern als auch
Luft­fracht per LKW
Für den Beginn des Haf­tungs­zeit­raums gemäß § 425 Abs. 1 HGB ist es nicht erfor­der­lich, dass der Fracht­füh­rer unmit­tel­bar nach Erlan­gung des Besit­zes am Trans­port­gut mit der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Beför­de­rung beginnt. Lagert der Fracht­füh­rer das Gut zunächst aus Grün­den vor, die sei­ner Sphä­re zuzu­rech­nen sind bei­spiels­wei­se wegen feh­len­der Trans­port­ka­pa­zi­tät , so

References: Art. 18
 § 435
 § 425
 Art. 31
 Art. 31
 § 412
 § 433
 § 433
 § 435
 § 439
 § 439
 § 425