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Timestamp: 2019-03-21 15:10:27+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 1996, 499 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 05.01.1996
FGG § 68b Abs. 3, § 33, § 69i
Anfechtbarkeit von nicht die Instanz abschließenden Beschlüssen ( Zwischenverfügungen ); Vorliegen oder Nichtvorliegen der Anfechtbarkeit einer Drohung bezüglich der Vorführung durch Polizei im Falle des nicht freiwilligen Erscheinens beim Gutachter
AG Landsberg/Lech, 07.11.1994 - XVII 244/92
LG Augsburg, 22.12.1994 - 5 T 5430/94
FamRZ 1996, 499
BayObLGZ 1995 Nr. 40
BayObLGZ 1995, 222
bb) Demgegenüber lehnen andere Autoren und Gerichte die Anwendung von Zwang durch den Betreuer außerhalb des Unterbringungsrechts und der dort geregelten Grundlagen in § 1906 BGB und § 70 g Abs. 5 FGG ab (Arnold/Kloß FUR 1996, 263, 265 f;… wohl auch Damrau in Damrau/Zimmermann § 1901 BGB Rdn. 3 b; Dodegge, BtPrax 1996, 173;… Pardey, Betreuung Volljähriger: Hilfe oder Eingriff, 1989, S. 140 f.;… differenzierend Bienwald, § 1904 BGB Rdn. 24; zur zwangsweisen Verbringung eines Betreuten in ein Altenpflegeheim: LG Offenburg FamRZ 1997, 899, 900; BayObLG BtPrax 1995, 182, 183).
Die weitere Beschwerde ist zulässig, weil das Landgericht die (Erst-)Beschwerde als unzulässig verworfen hat (BayObLGZ 1995, 222 und 1993, 253, 255).
Vorbereitende Zwischenverfügungen sind zwar grundsätzlich ebenfalls nicht anfechtbar (BayObLG NJW-RR 1998, 437, 438 und 1987, 136, 137; BayObLGZ 1995, 222, 224;… Keidel aaO § 68 b Rdnr. 13;… Bienwald, Betreuungsrecht, 3. Aufl. § 68 b Rdnr. 45).
OLG Hamm, 21.10.2002 - 15 W 189/02
Diesem rechtlichen Standpunkt des BGH, der auch im übrigen verbreitet vertreten wird (vgl. etwa LG Offenburg FamRZ 1997, 899 f. für den hier vorliegenden Fall einer zwangsweisen Verbringung in ein Altenheim; BayObLGZ 1995, 222 = BtPrax 1995, 182 - Vorführungsanordnung außerhalb des Anwendungsbereichs des § 68 b Abs. 3 FGG - BayObLG NJW-RR 2001, 1513 = FamRZ 2002, 348 -zwangsweises Betreten der Wohnung des Betroffenen - Soergel/Zimmermann, BGB, 13. Aufl., § 1906, Rdnr. 16) schließt sich der Senat entsprechend der Funktion des § 28 Abs. 2 FGG, eine einheitliche Rechtsprechung zu gewährleisten, uneingeschränkt an, mag der Senat auch in seinem bereits erwähnten Vorlagebeschluß für einen Teilbereich (zwangsweise Zuführung zu einer ambulanten medizinischen Behandlung) noch eine abweichende Auffassung vertreten haben.
LG Offenburg, 08.07.1996 - 4 T 88/96
In einem vergleichbaren Zusammenhang formuliert das BayObLG (BtPrax 1995, 182, 183), dass Zwangsmittel nur zulässig sind, wenn dafür eine besondere gesetzliche Grundlage gegeben ist.
Gleiches gilt hinsichtlich § 33 FGG, da diese Bestimmung eine gesetzliche Ermächtigung voraussetzt und nicht schafft (BayObLG, BtPrax 1995, 182, 183).
OLG München, 09.06.2006 - 33 Wx 124/06
Unanfechtbare Androhung der Vorführung des Betroffenen zur psychiatrischen …
Anders läge es allenfalls, wenn das Verfahren ausschließlich auf die Aufhebung der Betreuung oder einen Betreuerwechsel gerichtet wäre (vgl. BayObLG BtPrax 1995, 182 = FamRZ 1996, 499).
Der Betroffene braucht sich einer Untersuchung nur mit seiner Einwilligung zu unterziehen (BayObLGZ 1995, 222/223).
Der Senat sieht deshalb in ständiger Rechtsprechung in der Anordnung der Gutachtenseinholung keine anfechtbare Zwischenverfügung (BayObLGZ 1995, 222/223; BayObLG FamRZ 2000, 249/250; Rpfleger 1981, 401; ebenso OLG Brandenburg FamRZ 1997, 1019; vgl. auch BayVerfGH BtPrax 1995, 179; BayObLG NJWE-FER 1998, 43).
BayObLG, 07.09.2000 - 3Z BR 254/00
Die Beschwerde des Betroffenen gegen den Beschluß vom 28.5.1999 ist schon deshalb unzulässig, weil die bloße Anordnung der Einholung eines Sachverständigengutachtens eine nicht anfechtbare Zwischenverfügung darstellt (vgl. BayObLG FamRZ 1996, 499 [LS]; 2000, 249; OLG Brandenburg FamRZ 1997, 1019).
Sie verpflichtet den Betroffenen insbesondere nicht, sich untersuchen und/oder explorieren zu lassen (vgl. BayObLGZ 1995, 222/223;… OLG Brandenburg aaO).
BayObLG, 01.07.1999 - 3Z BR 182/99
Der beanstandete Beschluß erlegt der Betroffenen keine Handlungs- oder Duldungspflicht auf, verpflichtet sie insbesondere nicht, sich von dem Sachverständigen untersuchen und/oder explodieren zu lassen (vgl. BayObLGZ 1995, 222, 223).
BayObLG, 05.01.1996 - 3Z BR 366/95
Verlängerung der Bestellung eines Betreuers
Die bloße gerichtliche Anordnung, das Gutachten einzuholen, bewirkt noch nicht die Verpflichtung der Betroffenen, sich begutachten und untersuchen zu lassen (BayObLGZ 1995, 222, 223).
BayObLG, 21.03.2001 - 3Z BR 55/01
BayObLG, 06.10.2000 - 3Z BR 313/00
FGG § 19, § 69i Abs. 6, § 68b Abs. 1
Verlängerung der Bestellung eines Betreuers; Anfechtung einer Zwischenverfügung
AG Nürnberg - XVII 888/93
LG Nürnberg-Fürth - 13 T 12095/96 13 T 1063/97
LG Nürnberg-Fürth, 06.11.1995 - 13 T 9666/95
LG Nürnberg-Fürth, 05.02.1997 - 13 T 1063/97
LG Nürnberg-Fürth, 05.02.1997 - 13 T 12095/96
BayObLG, 13.08.1997 - 3Z BR 118/97
FamRZ 1996, 499 (Ls.)
Zutreffend hat das Landgericht dargelegt, daß die Anordnung allein der Erholung eines Sachverständigengutachtens zu den Voraussetzungen der Verlängerung einer Betreuung und der Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts als Zwischenverfügung nicht anfechtbar ist (BayObLG FamRZ 1996, 499 LS; 1998, 436;… Bassenge/Herbst FGG/RPflG 8. Aufl. § 19 FGG Rn. 13).
Für die Anordnung der Begutachtung im Betreuungsverfahren nach § 68 b Abs. 1, S. 1 FGG entspricht dies herrschender Meinung (… vgl. beispielsweise Damrau/ Zimmermann, Betreuung und Vormundschaft, 2. Aufl., § 68 b FFG Rz. 30; Bumiller/Winkler, FGG, 6.Aufl., § 68 b Anm. 4; BayObLG v. 6.7.87, FamRZ 87, 966; FamRZ 94, 50 (LS); v. 5.1.96 FamRZ 96, 499 (LS); v. 7.9.2000, FamRZ 01, 255 f; OLG Hamm, FAmRZ 97, 440; OLG Brandenburg v. 18.7.1996, FAmRZ 97, 1019; Senat vom 20.11.2000 - 16 Wx 167/00 - nicht veröffentlicht).

References: § 68
 § 33
 § 69
 § 1906
 § 70
 § 1901
 § 1904
 § 68
 § 68
 § 68
 § 1906
 § 28
 § 33
 § 19
 § 69
 § 68
 § 19
 § 68
 § 68
 § 68