Source: https://dejure.org/Drucksachen/Bundesrat/BR-Drucks_423/02
Timestamp: 2019-07-24 01:46:45+00:00

Document:
Bundesrat: BR-Drs. 423/02 - dejure.org
Bundesrat - Drucksache 423/02
BGBl. I 2002 S. 3366
https://dejure.org/2002,44013
BGBl. I 2002 S. 3366 (https://dejure.org/2002,44013)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,44013) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 60, ausgegeben am 27.08.2002, Seite 3366
Der Senat kann deshalb offen lassen, ob und inwieweit das Prüfprogramm der Baurechtsbehörde nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und 2 BImSchG (vgl. BVerwG, Urteil vom 03.04.1987 - 4 C 41.84 - NVwZ 1987, 884) nähere Angaben zu den Antennen eines Funkmastes - etwa nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 10, § 7 Abs. 1 Nr. 1 oder Abs. 2 Nr. 3 und 6 LBOVVO - erfordert oder ob solche Angaben jedenfalls für standortbescheinigungspflichtige Funkanlagen i. S. der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder vom 20.08.2002 (BGBl. I S. 3366) - BEMFV - im Hinblick auf die Anzeigepflicht nach § 7 der 26. BImSchV entbehrlich sind, zumal auch die Vorlage der Standortbescheinigung keine Rechtmäßigkeitsvoraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung sein dürfte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10.12.2003 - 9 A 73.02 - NVwZ 2004, 613).
Hierauf beruht die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) vom 20. August 2002 (BGBl I S. 3366).
etwa 1 m unterhalb des Firstes und überragt diesen um 4, 45 m. Mit Bescheid vom 3. September 2003 hat die Klägerin für die Mobilfunkanlage von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die ,,Standortbescheinigung" gemäß § 5 der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder vom 20. August 2002 (BEMFV - BGBl I 2002, 3366) erhalten.
Denn nur bei einer Aufstockung um mehr als 3, 09 m ab Firsthöhe wäre der durch die Standortbescheinigung vorgegebene Sicherheitsabstand unterschritten; in diesem Falle würde sich allerdings die Frage nach dem Erlöschen der Standortbescheinigung wegen Umfeldveränderung stellen (§ 7 Abs. 2 Alt. 2 der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder in der Fassung vom 20.8.2002, BGBl. I S. 3366).
Grundlage für die der Beigeladenen erteilte Standortbescheinigung ist § 5 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 4 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder vom 28. August 2002 (BGBl. I, 3366, geändert durch Gesetz vom 7. Juli 2005, BGBl. I, 1970) - im Folgenden: BEMFV -.
Diese Regelung erlaubt es, den Bereich, in dem die Grenzwerte noch bzw. nicht mehr eingehalten werden, rechnerisch oder erforderlichenfalls messtechnisch (vgl. § 5 Abs. 1 BEMFV) je nach der konkreten Anlagenkonfiguration und den örtlichen Gegebenheiten entsprechend den Erfordernissen des Einzelfalls mehr oder weniger exakt zu ermitteln (vgl. die amtliche Begründung zu § 5 Abs. 1 BEMFV, BR-Drs. 423/02, S. 18).
Hierauf beruht die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) vom 20. August 2002 (BGBl. I S. 3366) in der Fassung des Gesetzes vom 7. Juli 2005 (BGBl. I S. 1970, 2013).
Rechtsgrundlage für die Erteilung der Standortbescheinigung sind die Vorschriften der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) vom 20.8.2002 (BGBl. I S. 3366) in der bei Erlass des Widerspruchsbescheides geltenden Fassung der Verordnung vom 14.8.2013 (BGBl. I S. 3259), die aufgrund des § 12 des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen vom 31.1.2001 (BGBl. I S. 170), FTEG (gleichlautend jetzt: § 32 Funkanlagengesetz, FuAG), ergangen ist.
Hierauf beruht die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) vom 20.08.2002 (BGBl. I S. 3366) in der Fassung des Gesetzes vom 07.07.2005 (BGBl. I S. 1970, 2013).
Dabei kann offen bleiben, inwieweit es dem Plangeber überhaupt zukommt, durch Bauleitplanung im Rahmen etwa von § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB über die Anforderungen der insoweit maßgeblichen (vgl. BVerfG v. 28.2.2002 NJW 2002, 1638 ) 26. BImSchV (v. 16.12.1996 BGBl I S. 1916) und § 3 BEMFV (v. 20.8.2002 BGBl I S. 3366) hinausgehende Vorsorge zu treffen, die in diese Vorschriften ausdrücklich keinen Eingang gefunden hat (vgl. § 4 26. BImSchV und die amtl. Begründung hierzu, BR-Drs. 393/96).

References: § 22
 § 4
 § 7
 § 7
 § 5
 § 5
 § 4
 § 5
 § 5
 § 12
 § 32
 § 1
 § 3
 § 4