Source: http://www.frauenhelpline.at/?fbclid=IwAR17ciBQmrQSAyI2Cw3FqJLn3IpUALAfIxbulRXEI6okuhF34O-rP5g0oIg
Timestamp: 2020-04-07 10:38:09+00:00

Document:
Willkommen bei der FRAUEN-HELPLINE Österreich | FRAUENHELPLINE – Gegen Gewalt
0800 | 222 555
Willkommen bei der FRAUEN-HELPLINE Österreich
Was ist im Falle von akuter Gewalt zu tun?
Nummer Polizei: 133 oder 112
SMS Polizei: 0800 | 133 133
(auch Notruf für Gehörlose)
Frauenhelpline: 0800 | 222 555
Frauenhäuser: zu den Frauenhäusern
Wenn Sie Opfer von Gewalt sind, rufen Sie um Hilfe!
Häusliche Gewalt ist kein privates Problem. Das Gesetz schützt alle Gewaltopfer und stellt klar: Jede Form von Gewaltanwendung ist verboten!
Die Beratungs- und Hilfsangebote der Frauenhelpline sind kostenlos und wir sind rund um die Uhr erreichbar. Die Beraterinnen sind zur absoluten Vertraulichkeit verpflichtet. Auf Wunsch können Sie auch anonym bleiben.
Wenn Sie gerade akut von Gewalt betroffen sind, rufen Sie die Polizei!
Wenn Sie zu Hause nicht mehr sicher sind, haben Sie auch die Möglichkeit vorrübergehend in einem Frauenhaus Schutz zu suchen: Frauenhäuser
Hier finden Sie Informationen in Gebärdensprache zu den Themen Häusliche Gewalt und Stalking sowie ein Video zu den Hilfseinrichtungen für Frauen.
Wenn Sie als Mann von Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Männerberatungsstellen in Österreich bzw. an den Männernotruf Steiermark: 0800 246 247.
Ich bin von Gewalt betroffen – was kann ich tun?
Jeder Frau* kann Gewalt widerfahren. Sie betrifft Frauen* aller Altersstufen, aller Schichten und Kulturen, Religionen in verschiedensten Lebensumständen und Situationen: in der Familie, in Beziehungen, am Arbeitsplatz, im Freundes- und Bekanntenkreis …
Wenn Sie von Gewalt betroffen sind, ist es wichtig, dass Sie Hilfe suchen, auch wenn es schwerfällt, das Schweigen zu durchbrechen und viel Mut erfordert, sich an eine Beratungsstelle zu wenden.
Dieser Schritt birgt die Chance, Verständnis, Sicherheit und Auswege zu finden.
Je früher Sie Hilfe suchen, desto besser.
Hilfe ist möglich! – Kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.
Das Gesetz schützt alle Gewaltopfer und stellt klar: Jede Form von Gewaltanwendung ist verboten! Manche sind auch strafbar. Siehe unten: Welche Formen der Gewalt sind strafbar? Sie haben als Betroffene von Gewalt ein Recht und einen Anspruch auf Schutz, Sicherheit und Hilfe. Siehe unten: Welche Rechte haben Opfer von Gewalt?.
Gewalt ist nicht nur, wenn Sie geschlagen, misshandelt oder vergewaltigt werden. Gewalt ist auch kontrolliert und verfolgt werden, erniedrigt werden, gedemütigt und beschimpft werden. Aber es gibt immer Wege aus der Gewalt.
Ich kenne eine Frau*, die von Gewalt betroffen ist – was kann ich tun?
Falls Sie als Angehörige oder Vertrauensperson von Gewaltübergriffen auf eine verwandte oder bekannte Person erfahren haben, finden Sie hier Tipps für die nächsten Schritte, die Sie mit der betroffenen Person setzen können.
Wenn Sie von Gewalttaten in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis erfahren oder Hinweise auf Gewalt wahrnehmen, dann kann das sehr belastend für Sie sein.
Ermutigen Sie die Betroffene, Schritte gegen die Gewalt zu setzen. Unternehmen Sie jedoch nichts ohne Wissen oder Zustimmung der betroffenen Person. Zu Ihrer eigenen Entlastung und zur Orientierung, können Sie sich in einer Frauenberatungsstelle oder bei der Frauenhelpline selbst Tipps holen.
Vermitteln Sie der betroffenen Frau* das Gefühl, dass Sie sie bei den Schritten unterstützen, die sie selbst machen will.
Drängen Sie sie zu nichts. Gerade nach einer erlebten Gewalttat, bei der die Betroffene nichts bestimmen konnte und bei der ihr „Nein“ nicht akzeptiert wurde, ist es besonders wichtig, Wünsche und Entscheidungen der Betroffenen zu akzeptieren und ihr somit wieder Kontrolle über ihr Handeln zu geben.
Planen oder unternehmen Sie nichts, was die Betroffene nicht will. Entscheidungen müssen mit ihr gemeinsam erarbeitet werden.
Ermutigen Sie sie jedoch, Hilfe anzunehmen und geben Sie die Adresse und Telefonnummer von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern weiter bzw. vermitteln und begleiten Sie die Frau* zu einem Gespräch dorthin.
Bei Gewalt in der Familie und im sozialen Nahraum unterscheiden wir zwischen diesen Formen der Gewalt. Viele kommen auch in Kombination vor.
Richtet sich gegen das körperliche Wohlbefinden eines anderen Menschen.
das Überschütten mit Flüssigkeiten
festes Zupacken
mit Zigaretten verbrennen
mit dem Kopf gegen die Wand schlagen
Angriffe mit einem Gegenstand (Messer, Gürtel etc.)
bis hin zu Morddrohung, Mordversuch oder Mord
Misshandlungen in der Schwangerschaft, erste Misshandlungen an Kindern
Richtet sich gegen das seelische Wohlbefinden eines anderen Menschen, mit dem Ziel, das Selbstwertgefühl zu beeinträchtigen.
Beleidigung und Demütigung
Herabminderung
Herunterspielen ausgeübter körperlicher Gewalt
soziale Isolation: wie Kontrolle von sozialen Kontakten zu Freund*innen, Familie und Arbeitskolleg*innen, Kontakt zu Verwandten, Freund*innen und/oder Bekannten unterbinden, sowie Unterbindung der Freizeitaktivitäten
oder das Zerstören wertvoller persönlicher Dinge
Sind alle sexuellen Handlungen, die gegen den Willen der Betroffenen geschehen. Sexualisierte Gewalt stellt einen massiven Gewaltakt sowohl gegen das physische als auch das seelische Wohlbefinden der Betroffenen dar.
sexuelle Belästigung und Nötigung
sowie alle Formen sexueller Bedrohung
alle sexuellen Handlungen gegen den eigenen Willen
Dient der finanziellen Abhängigkeit der Betroffenen von Partner*innen.
Verweigerung des Zugangs zum Geld
Zuteilung des Geldes
sowie Einsetzen des Geldes als Mittel der Belohnung und/oder Bestrafung
Verbot Arbeiten zu gehen und berufstätig zu sein.
Verbot eines eigenen Bankkontos
Belästigung und Stalking
Diese Form der Gewalt wird häufig von Ex-Partner*innen ausgeübt, welche die Trennung nicht akzeptieren wollen.
häufige und unerwünschte Anrufe, SMS, Briefe, E-Mails, Faxe
unerwünschte Bestellungen auf den Namen der Betroffenen
ständiges Beobachten und Verfolgen
anhaltende Beschimpfung und Bedrohung
Hinterlassen unerwünschter Nachrichten
oder die Kontaktaufnahme über Dritte
Neue Formen der Gewalt: Internetgewalt
Gewalt im Internet und in sozialen Medien (Facebook und Blogs): Stalking kommt auch im Internet vor, wird Cyberstalking genannt und ist nach §107c StGB strafbar.
Welche Rechte haben Opfer von Gewalt?
Opfer von Gewalt haben in Österreich ein Recht auf Schutz und Hilfe.
In Österreich wurde am 1. Mai 1997 das Bundesgesetz zum Schutz vor Gewalt in der Familie eingeführt und laufend verbessert.
Die Gesetze umfassen polizeilichen und zivilrechtlichen Schutz sowie strafrechtliche Maßnahmen und Opferschutz. Schutz vor Gewalt erhält jede Person, die sich in Österreich aufhält unabhängig von Herkunft und Staatsbürgerschaft.
Recht auf Prozessbegleitung:
Opfer von Gewalt haben zur Wahrung ihrer Rechte Anspruch auf kostenlose psychosoziale und juristische Prozessbegleitung im Strafverfahren. Die Gewährung erfolgt rasch und unbürokratisch. Durchgeführt wird die Prozessbegleitung durch die beauftragten Opferschutzeinrichtungen in dem jeweiligen Bundesland. Als Betroffene können Sie sich an eine dieser Einrichtungen wenden und Prozessbegleitung erhalten. Interventionsstellen und Gewaltschutzzentren bieten in allen Bundesländern Prozessbegleitung an. Die psychosoziale Prozessbegleitung umfasst z.B. die Begleitung zur Polizei, um Anzeige zu erstatten, Information über und Vorbereitung auf das Strafverfahren, Begleitung zu Einvernahmen und zur Hauptverhandlung. Die juristische Prozessbegleitung umfasst die rechtliche Vertretung im Strafverfahren durch eine*n Rechtsanwält*in zur Wahrung aller Rechte und Ansprüche des Opfers.
Opfer, die im Strafverfahren psychosoziale Prozessbegleitung erhalten, können diese auch im Zivilverfahren in Anspruch nehmen; Voraussetzung ist, dass das Verfahren in sachlichem Zusammenhang mit dem Strafverfahren steht (z.B. Scheidungsverfahren, Verfahren zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung, Obsorge-Verfahren). Im Zivilverfahren besteht kein Anspruch auf kostenlose juristische Prozessbegleitung. Im Rahmen von Verfahrenshilfe kann jedoch die Beigebung einer Rechtsanwältin/eines Rechtsanwaltes beantragt werden.
In der Gewaltschutzbroschüre erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Gewaltschutzgesetz verständlich zusammengefasst. Diese ist in 20 Sprachen erhältlich, sowie auch in Blindenschrift und für gehörlose Frauen.
Was bedeutet Wegweisung und Betretungsverbot? (Polizeilicher Schutz)
Wenn die Polizei annehmen muss, dass Sie und/oder ihre Kinder gefährdet sind, kann sie eine Wegweisung des Gewalttäters*der Gewalttäterin verfügen und ihm*ihr verbieten, die Wohnung und deren unmittelbare Umgebung zu betreten (Wegweisung und Betretungsverbot nach §38 SPG)
Wer erhält Schutz durch die polizeiliche Wegweisung?
Jede Person hat das Recht, in ihrem Wohnbereich frei von Gewalt zu leben und erhält Schutz durch das Gesetz.
Wie lange gilt das Betretungsverbot?
Das Betretungsverbot gilt 2 Wochen. Wenn Sie danach weiteren Schutz benötigen, können Sie beim Bezirksgericht Ihres Wohnsitzes einen Antrag auf einstweilige Verfügung (EV) stellen. Damit verlängert sich das Betretungsverbot auf 4 Wochen. Anschließend können Sie längerfristigen Schutz durch die einstweilige Verfügung erhalten (siehe „Einstweilige Verfügung“).
Spielen Eigentumsverhältnisse eine Rolle für die Wegweisung?
Nein, es spielt keine Rolle, wem die Wohnung oder das Haus gehört. Die Polizei kann jede Person, von der eine Gefahr ausgeht, wegweisen – auch den Eigentümer.
Das Betretungsverbot gilt für die Wohnung/das Haus sowie für die unmittelbare Umgebung der Wohnstätte. Die Polizei hat den räumlichen Schutzbereich im Einzelfall festzulegen und dem Weggewiesenen mitzuteilen.
Was passiert, wenn der Gefährder nicht freiwillig geht?
In diesem Fall kann die Polizei Zwangsgewalt anwenden.
Darf der Weggewiesene zurückkommen, wenn er sich wieder beruhigt hat?
Nein. Solange das Betretungsverbot aufrecht ist, darf der Weggewiesene nicht zurückkommen, er macht sich dadurch strafbar. Daher ist es für alle empfehlenswert, sich daran zu halten. Sollte er dringend aus der Wohnung etwas benötigen, dann muss er sich an die Polizei wenden und darf dies auch nur in Begleitung der Polizei holen.
Was passiert, wenn das Betretungsverbot missachtet wird?
Wenn der Gefährder trotz Betretungsverbots zur Wohnung oder deren Umgebung kommt, sollten Sie sofort die Polizei rufen. Die Missachtung des Betretungsverbotes ist strafbar
(bis zu € 360,– pro Übertretung). Im Wiederholungsfall kann der Gefährder sogar in Haft genommen werden.
Ein Betretungsverbot kann nur von der Behörde aufgehoben werden. Dies ist jedoch selten der Fall. Wird ein Betretungsverbot aufgehoben, muss das Opfer unverzüglich verständigt werden.
Wird die Einhaltung des Betretungsverbotes kontrolliert?
Ja. Die Einhaltung des Betretungsverbotes wird von der Polizei mindestens einmal kontrolliert.
Im Falle einer Wegweisung werden Sie von der Interventionsstelle bzw. vom Gewaltschutzzentrum ihres Bundesland kontaktiert, diese bieten kostenlose Beratung und Begleitung an. Unter anderem auch kostenlose psychosoziale und juristische Prozessbegleitung im Strafverfahren (siehe „Welche Rechte haben Opfer?“).
Was ist eine Einstweilige Verfügung? (Zivilrechtlicher Schutz)
Eine Einstweilige Verfügung muss am Bezirksgericht beantragt und vom Bezirksgericht bewilligt werden und bietet eine Möglichkeit für einen längerfristigen Schutz vor dem Gewalttäter. Diese Einstweilige Verfügung muss innerhalb von 2 Wochen nach dem polizeilichen Betretungsverbot beantragt werden, damit das Betretungsverbot lückenlos verlängert wird. Ein Antrag auf einstweilige Verfügung kann auch ohne vorheriges Einschreiten der Polizei gestellt werden. Sie gilt dann ab dem Zeitpunkt, wo sie vom Gericht bewilligt wird. Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Beantragung einer EV beraten lassen. Interventionsstelle/Gewaltschutzzentren bieten Beratung, helfen bei der Antragstellung und begleiten Sie als Vertrauensperson bei Gericht. Auch Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen können Sie bei der Antragstellung unterstützen.
Wo und wie kann eine EV beantragt werden?
Die EV muss am Bezirksgericht Ihres Wohnsitzes beantragt werden. Sie können den Antrag schriftlich oder am Amtstag mündlich einbringen. In dringenden Fällen muss der Antrag auch außerhalb des Amtstages angenommen werden.
In welchen Fällen kann eine EV beantragt werden?
Wer erhält Schutz durch eine EV?
Alle Personen, die in ihrem Wohnbereich und/oder in ihrem persönlichen Lebensbereich Gewalt erleiden, z.B. durch den Ehemann, Lebensgefährten, Ex-Partner, Freund oder Ex-Freund, Vater oder durch eine andere Person. Ein Familienverhältnis mit dem Gefährder ist nicht Voraussetzung.
Für welche Bereiche kann Schutz beantragt werden?
Der Schutz umfasst mehrere Bereiche:
1. Schutz im Wohnbereich (nach § 382b Exekutionsordnung – EO)
Spielen die Eigentums- oder Mietverhältnisse eine Rolle?
Nein, diese spielen für die Erlassung einer EV keine Rolle, ausschlaggebend ist die Gewalt. Die Gewalt ausübende Person kann auch weggewiesen werden, wenn sie Eigentümer der Wohnung ist.
2. Allgemeiner Schutz vor Gewalt (nach § 382e Exekutionsordnung - EO)
Gleichzeitig mit dem Schutz im Wohnbereich kann auch beantragt werden, dass sich der Gefährder an bestimmten Orten (z.B. Arbeitsstelle, Schule, Kindergarten) nicht aufhalten darf und ihm jede Kontaktaufnahme (persönliche, telefonische, per E-Mail, etc.) untersagt wird.
Eine EV zum Schutz vor Gewalt an verschiedenen Orten kann für 1 Jahr erlassen werden.
*Mit 1. Juni 2009 ist in Österreich der neue Straftatbestand „Fortgesetzte Gewaltausübung“
(§ 107b StGB) in Kraft getreten. Wiederholte Gewaltausübung gegen eine Person wird damit
strafbar und höher bestraft als einzelne Gewalttaten.
Stalking ist in Österreich seit 01.07.2006 unter dem Begriff „Beharrliche Verfolgung“ (§ 107a StGB) unter Strafe gestellt, Cyber-Stalking seit 01.01.2016 unter "Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems" (§ 107c StGB).
Was wird unter Stalking verstanden?
Stalking ist dann gegeben, wenn eine Person eine andere Person gegen deren Willen über einen längeren Zeitraum beharrlich verfolgt und dadurch die betroffene Person in ihrer Lebensführung unzumutbar beeinträchtigt wird. Dazu gehören z.B. wiederholte Verfolgung, Belästigung durch Telefonanrufe, per e-mail oder auf andere Weise. Auch wenn Bestellungen unter Verwendung der Daten einer Person getätigt werden oder eine Kontaktaufnahme mit dem Opfer durch Dritte veranlasst wird, ist dies strafbar.
Seit 01.01.2016 ist die Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems (z.B. über soziale Medien) als eigener Straftatbestand im Strafgesetzbuch § 107c verankert. Es gibt auch Stalking im Internet und in sozialen Medien (z.B. Facebook). In diesen Fällen spricht man von Cyber-Stalking.
Was kann ich gegen Stalking tun?
4 Aktionen gegen die Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut haben sich bewährt, um Stalker*innen das Interesse an Ihnen zunehmen:
Ad: 1. Abstinenz
Machen Sie der*dem Täter*in nur EINMAL und UNMISSVERSTÄNDLICH klar, dass Sie keinen weiteren Kontakt mehr wollen. Keine Aussprache „unter vier Augen“!
Ignorieren Sie dann die Person konsequent.
Nehmen Sie keine Pakete und Geschenke der Täterin/des Täters oder mit unbekanntem Absender entgegen.
Bei Telefonterror informieren Sie sich über die technischen Schutzmöglichkeiten Ihres Telefonbetreibers (z.B. Nummer wechseln und als Geheimnummer beantragen).
Werden Sie mit dem Auto verfolgt, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeistation.
Ad: 2. Transparenz
Informieren Sie Ihr privates und berufliches Umfeld darüber, dass Sie „gestalkt“ werden und bitten Sie die betreffenden Personen keine Informationen über Sie herauszugeben. Das stärkt Sie und schwächt die*den Täter*in.
Ad: 3. Dokumentation
Durch die Dokumentation kann der Stalking-Verlauf besser nachvollzogen werden. Die Dokumentation kann bei rechtlichen Schritten als Beweismittel dienen.
Führen Sie „Tagebuch“ über die Vorfälle. Wichtig sind Angaben über Datum, Uhrzeit, Ort, Art des Vorkommnisses, mögliche Zeug*innen,... (WANN, WO, WAS ist passiert, WER hat es gesehen)
Bewahren Sie Briefe, SMS, E-Mails, etc. auf und speichern Sie Anrufe auf dem Anrufbeantworter (bzw. Einzelgesprächsnachweis anfordern).
Ad: 4. Konsequenz
Auch wenn es Ihnen schwer fällt auf die Belästigungen der Täter*in nicht zu reagieren, ist es doch notwendig, dass Sie alle oben genannten Aktionen KONSEQUENT und AUSDAUERND befolgen.
Damit Sie geschützt sind und damit Sie dennoch den Kontaktabbruch konsequent durchhalten können, sollten Sie sich auf jeden Fall an die Polizei wenden und eine Anzeige erstatten. In einem akuten Fall von Stalking soll sofort die Polizei gerufen werden. Diese kann gegen den Stalker ein Betretungsverbot aussprechen (§ 38a Sicherheitspolizeigesetz).
Einstweilige Verfügung gegen Stalking (nach § 382g Exekutionsordnung)
Zum sofortigen Schutz vor Stalking können sie auch eine einstweilige Verfügung beantragen. Der Antrag ist am Bezirksgericht des Wohnsitzes des Opfers einzubringen. Folgende Maßnahmen können beantragt werden:
Verbot der persönlichen Kontaktaufnahme und Verfolgung
Verbot brieflicher, telefonischer oder sonstiger Kontaktaufnahme
Verbot des Aufenthalts an bestimmten Orten
Verbot der Weitergabe und Verbreitung von persönlichen Daten und Fotos
Verbot, Waren oder Dienstleistungen unter Verwendung personenbezogener Daten des Opfers zu bestellen
Verbot, einen Dritten zur Aufnahme von Kontakten mit dem Opfer zu veranlassen
Die Stalking EV kann von der Polizei vollzogen werden. Dies muss jedoch ausdrücklich beantragt werden. Bei Missachtung der EV sollten Sie sofort die Polizei verständigen und bei Gericht eine Beugestrafe beantragen.
WICHTIGE AKTUELLE INFOS rund um Corona und zur derzeitigen Situation!
1.) Wir, die Frauenhelpline, sind trotz Krise rund um die Uhr für Sie da!
2.) Zusätzlich haben wir aktuell unsere Onlineberatung ausgebaut. Wir sind für SIE täglich von 15-22 Uhr online erreichbar unter http://www.haltdergewalt.at
und das in mehreren Sprachen! Hier können Sie in Ruhe Ihre Situation schildern und wir suchen gemeinsam nach Lösungen!
3.) Wenn Sie Probleme damit haben, dass Gefährder die Obsorgeregelungen und das Kontaktverbot nicht einhalten, können Sie sich an das Jugendamt wenden, dass hier aktiv werden muss: https://www.gewaltinfo.at/recht/mitteilungspflicht/
4.) Nähere Informationen finden Sie zu Fragen rund um die Obsorge auch unter: https://www.aoef.at/index.php/obsorge
5.) Könnten Bekannte / Familienmitglieder / FreundInnen von Ihnen von Zwangsverheiratung betroffen sein, gibt es in Österreich Schutzplätze und eine anonyme Unterstützung: https://www.orientexpress-wien.com/schutzeinrichtungen
6.) Weiters gibt es den 24 Stunden Frauennotruf der Stadt Wien unter 01/71 71 9. Auch die Beratungsstelle "Frauen beraten Frauen" bietet online-Beratung an.
7.) Und Männer, die zu Gewalt neigen, können sich an den http://www.maennernotruf.at/hilfestellung.html Männernotruf Steiermark unter 0800 246 247 oder an die Männerberatungsstellen in Österreich wenden. Natürlich auch, wenn sie selber von Gewalt betroffen sind.
Bald finden wieder viele Aktivitäten rund um den internationalen Frauentag statt. Unter www.aoef sind zahlreiche Veranstaltungstipps aufgelistet.
Zum Thema "Gewalt gegen ältere Frauen wird aktuell ein EU-Projekt durchgeführt, an dem die AÖF beteiligt sind. Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.aoef.at/index.php/16-tage-gegen-gewalt
https://www.aoef.at/ Bei näherem Interesse können Sie unseren Film „Unsichtbare Gewalt an älteren Frauen“ (Schrittweise - Folge 4) bestellen.
Der neue Jahresbericht ist da! Insgesamt 8.581 AnruferInnen wurden im Vorjahr in vertraulichen Gesprächen beraten.
http://www.frauenhelpline.at/sites/default/files/jahresbericht__frauenhelpline__2018_.pdf
Die österreichische Rock/Pop Band SOLARJET setzt mit ihrer neuen Single „HELLWACH“ ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern.
Der Song und das Video soll Menschen ermutigen, zusammen „hellwach“ beim Thema "Gewalt gegen Frauen und Kinder" zu sein und konkrete Schritte dagegen setzen.
Jeder Klick und jeder Download kommt der Arbeit der autonomen österreichischen Frauenhäuser zugute. Der Song ist auf allen gängigen Download-Plattformen erhältlich. https://www.youtube.com/watch?v=dZtzEIWgPEM
Mascha Fans aufgepasst: Mascha singt für die Frauenhelpline und leistet einen Beitrag für ein Ende der Gewalt!
https://www.youtube.com/watch?v=j3tLc4nGzLU
Der Verein AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser hat 2019 das Nachbarschaftsprojekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ im 5. Bezirk Margareten gestartet. StoP ist ein Gemeinwesen orientiertes Projekt, um gewaltfreie Beziehungen zu erreichen. Ziel ist, gute Nachbarschaften zu entwickeln, um häusliche Gewalt, Partnergewalt und schwere Gewalt an Frauen und Kindern zu verhindern. Nachbarinnen und Nachbarn sollen gestärkt und ermutigt werden, Gewalt nicht zu verschweigen und zu dulden.
Neue Factsheets: Erste Warnzeichen von Gewalt und Täterstrategien
Der AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser stellt zahlreiche, regelmäßig aktualisierte Statistiken und Factsheets mit Zahlen und Daten zu Gewalt an Frauen und Mädchen zum Download zur Verfügung.
Aktuell (Jänner 2019) gibt es zwei neue Informationsblätter zu https://www.aoef.at/images/04_news/news_2019/Warnzeichen_Gewaltbeziehungen.pdf und Informationen über Gewalttäter und Täterstrategien.
Hier finden Sie einen Ausschnitt aus den Lesungen von der Matinee in der Wiener Staatsoper mit der engagierten Künstlerin Ursula Strauss. Weitere Künstler waren Gabriele Schuchter, Manuel Rubey und Maria Bill und die grossartige Ildiko Raimondi mit dem Pianisten Thomas Lausmann.
https://www.youtube.com/watch?v=OAkuiMhl3zk
Anfang November waren die Gewaltschutzexpertinnen Angelika Eisterer (u.a. Traumatherapeutin und Mitarbeiterin der Frauenhelpline) und Karin Magrutsch (ebenfalls Psychotherapeutin) im Radio UFF zu Gast, um Gewaltdynamiken zu analysieren. Musikalisch untermalt wurde die Sendung von der Gruppe "Folly or Resistance". Machen Sie sich selbst einen Eindruck von der gelungenen Radiosendung:
40 Jahre "Erfolgsstory" der autonomen österreichischen Frauenhäuser sind im Dokumentarfilm "Home Sweet Home" zu sehen.
http://www.aoef.at/index.php/news/371-frauenhausbewegung-in-oesterreich-40-jahre-erfolgsstory-als-dokumentarfilm
Eindrücke der Premiere des wunderbar geglückten Films, der im Herbst in die Kinos kommt, finden Sie hier:
https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/13979700/Film-ueber-40-Jahre-Frauenhausbewegung/14315276
Neuer Kurzfilm zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
Keine Ausreden bei Gewalt!
Der neue Frauenhelpline-Spot ist unter TV-Spots zu finden.
Folgendes Video zum Internationalen Tag gegen Gewalt ist in Gebärdensprache.
Unser Online-Beratungsangebot, das Frauen und Mädchen jeden Montag zur Verfügung steht, hat ein neues "Gesicht". Genauere Informationen finden Sie unter: HELPCHAT
BARRIEREFREIHEIT FÜR GEHÖRLOSE: Uns ist wichtig, dass die Frauenhelpline gegen Gewalt für gehörlose Menschen barrierefrei zugänglich ist.
Gemeinsam mit ÖGS.barrierefrei wurden folgende unterstützende und informative Videos erstellt. Diese finden Sie hier.
Wir bieten ein breit gefächertes Angebot an Unterlagen an, die jederzeit bestellt werden können: INFOSHOP
Frauen* beinhaltet Frauen jeglicher Herkunft, sexueller Orientierung, Religion und in allen Lebenssituationen.

References: §107
 §38
 § 382
 § 382
 § 107
 § 382