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Timestamp: 2016-10-28 14:22:19+00:00

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8C_812/2012 (12.03.2013)
8C_812/2012
vom 30. August 2012.
Der 1966 geborene K.________ arbeitete vollzeitlich als Plattenleger bei der ihm geh�renden Q.________ GmbH und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen nach UVG versichert. Am 11. Dezember 2009 prallte ein nachfolgendes Fahrzeug in das Heck des von ihm gelenkten, verkehrsbedingt abgebremsten Personenwagens. Der am folgenden Tag aufgesuchte Dr. med. G.________, FMH Innere Medizin (vgl. Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 12. Dezember 2009), diagnostizierte - unter Beilage eines Berichts des Dr. med. I.________, Facharzt f�r diagnostische Radiologie, vom 17. Dezember 2009 - ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) mit traumatisch aktivierter Kieferosteomyelitis (Bericht vom 21. Januar 2010). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Wegen "mouches volantes" auf dem linken Auge veranlasste Dr. med. G.________ eine ophthalmologische Abkl�rung in der Augenklinik des Spitals X.________, die unauff�llige Befunde ergab (Bericht vom 17. Juni 2010). Laut einem neurologischen Konsilium des Dr. med. H.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, lag bei radiologisch nachweisbarer, leichter rotatorischer Fehlstellung auf H�he der Halswirbelk�rper (HWK) C2 und C3 eine massiv eingeschr�nkte Beweglichkeit der HWS vor allem nach rechts vor, ohne Hinweise auf zerviko-kraniale Instabilit�t (Bericht vom 12. April 2010). Aufgrund dieser und eigener Untersuchungen empfahl Dr. med. M.________, FMH f�r Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt SUVA, eine dreiw�chige station�re Rehabilitation (Bericht vom 12. Mai 2010), die jedoch nicht durchgef�hrt wurde. Eine erneute radiologische Abkl�rung bei Dr. med. A.________, Facharzt f�r Radiologie FMH, Klinik Y.________, ergab als Hauptbefund eine breitbasige Diskushernie auf H�he der HWK C6/C7 (Bericht vom 6. September 2010). Am 15. November 2010 konstatierte Dr. med. M.________, er k�nne bei der Palpation keine eigentlichen Pathologien im Bereich der HWS mehr finden, die auf den Unfall zur�ckzuf�hren seien; von zus�tzlichen Behandlungen sei keine Verbesserung der aktuellen Situation mehr zu erwarten (vgl. auch dessen Stellungnahme vom 27. Januar 2011 zu verschiedenen Ausk�nften des Dr. med. G.________ [u.a. dessen Bericht vom 17. Dezember 2010]).
Mit Verf�gung vom 9. Mai 2011 stellte die SUVA die gesetzlichen Leistungen mangels rechtserheblichen Kausalzusammenhangs der geltend gemachten Beschwerden mit dem Unfall vom 11. Dezember 2009 auf den 20. Mai 2011 ein. Eine Einsprache, mit welcher u.a. der Bericht des Dr. med. G.________ vom 18. Mai 2011 aufgelegt wurde, lehnte sie nach bei Dr. med. M.________ zus�tzlich eingeholten Ausk�nften vom 21. Juni und 8. August 2011 ab (Einspracheentscheid vom 8. September 2011).
Hiegegen liess K.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern einreichen und beantragen, ihm seien eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen; eventualiter seien die Akten mit zus�tzlichen medizinisch-therapeutischen und/ oder diagnostischen Abkl�rungen (polydisziplin�re Begutachtung) zu erg�nzen. Er liess mit weiteren Eingaben u.a. die Berichte des Dr. med. G.________ vom 29. Februar 2012 sowie des Prof. Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie Gesichtschirurgie, vom 27. M�rz 2012 auflegen. Die SUVA brachte u.a. die von der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallgegners veranlassten Begutachtungen des Observationsmaterials durch Dr. med. C.________, FMH f�r Rechtsmedizin (Berichte vom 26. Juli, 15. Oktober und 26. November 2010), ins Verfahren ein. Mit Entscheid vom 30. August 2012 hat das kantonale Gericht die Beschwerde abgewiesen.
K.________ l�sst mit Beschwerde die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren wiederholen.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Es ist unbestritten und steht aufgrund der Akten fest, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (20. Mai 2011) von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des (unfallbedingt beeintr�chtigten) Gesundheitszustands mehr erwartet werden konnte (vgl. Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und E. 5 S. 115). Zu pr�fen ist, ob die dar�ber hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 11. Dezember 2009 und dessen Folgen standen. Zu den dabei zu beachtenden Rechtsgrundlagen wird auf die zutreffende Darstellung im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen.
3.1 Die vom kantonalen Gericht in einl�sslicher W�rdigung der vorhandenen medizinischen Dokumente gezogene Schlussfolgerung, der Versicherte leide unfallbedingt an den Folgen eines HWS-Schleudertraumas ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle, ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass Dr. med. G.________ im Bericht vom 21. Januar 2010 davon ausging, die Osteomyelitis im rechten Kieferbereich sei durch den Unfall aktiviert, nicht aber verursacht worden. Daher ist die vorinstanzliche Erw�gung, mangels einer nachgewiesenen Fraktur liege kein auf den Unfall zur�ckzuf�hrendes objektives Korrelat im Sinne der Rechtsprechung vor, ohne Weiteres nachvollziehbar. Sodann ist wenig wahrscheinlich, dass Dr. med. I.________ anl�sslich der von Dr. med. G.________ unmittelbar nach dem Unfall vom 11. Dezember 2009 in Auftrag gegebenen, eingehenden radiologischen Untersuchung vom 17. Dezember 2009 die fast zehn Monate sp�ter von Dr. med. A.________ als Hauptbefund festgestellte Diskusprotrusion auf H�he der HWK C6/C7 (Bericht vom 6. September 2010) entgangen sein sollte. Jedenfalls konnte auch der konsiliarisch beigezogene Dr. med. H.________ laut Bericht vom 12. April 2010 anl�sslich der von ihm durchgef�hrten Explorationen keine Beschwerden eruieren, die mit einer Diskusprotrusion oder gar -hernie im Bereiche der HWS in Zusammenhang h�tten stehen k�nnen. Die Auffassung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. M.________ (Bericht vom 15. November 2010), es handle sich dabei um ein unfallfremdes Geschehen, ist daher ohne Weiteres plausibel. Schliesslich ist hinsichtlich der von Prof. Dr. med. S.________ (Bericht vom 27. M�rz 2012) als "kombinierte Gleichgewichtserkrankung" diagnostizierten Befunde festzuhalten, dass diese zwar mit einem Trauma vereinbar waren, sie aber nicht tel quel auf den Unfall vom 11. Dezember 2009 zur�ckgef�hrt werden konnten. Wie das kantonale Gericht richtig erwogen hat, erbrachten die von diesem Arzt durchgef�hrten Tests, worauf dessen Befunde beruhten, nicht den Nachweis eines organischen Schadens im Sinne der Rechtsprechung. Im �brigen �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass - entgegen seinen Angaben gegen�ber Prof. Dr. med. S.________ - objektiv nachweisbar "das erhobene H�rverm�gen beidseits besser als altersentsprechend" war. Auch daraus kann implizit geschlossen werden, dass f�r die "kombinierte Gleichgewichtserkrankung" mit Schwindel kein organisch objektivierbares Korrelat bestand.
3.2 Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit (vgl. Art. 6 ATSG) ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass ausweislich der Akten keine Anhaltspunkte auszumachen waren, die am 27. Januar 2009 erlittene Verletzung an der linken Hand sei beim Auffahrunfall erneut traumatisiert worden. Selbst wenn dem so w�re, resultierte daraus sp�testens bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine Minderung der Arbeitsf�higkeit mehr. Dr. med. M.________ ging anl�sslich der Untersuchung vom 11. November 2010 (Bericht vom 15. November 2011) davon aus, dass unfallbedingt keine die Arbeitsf�higkeit wesentlich beeintr�chtigenden Befunde mehr vorlagen und der Versicherte daher voll einsatzf�hig war (vgl. auch dessen Berichte vom 27. Januar, 21. Juni und 8. August 2011). Das kreis�rztliche Ergebnis wurde von Dr. med. C.________, der in Kenntnis des Aktendossiers der SUVA und unter detaillierter Analyse der von der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung bestellten Observationsvideos zum Schluss gelangte, eine leistungseinschr�nkende k�rperliche Behinderung sei praktisch auszuschliessen, weitgehend best�tigt (Berichte vom 26. Juli, 15. Oktober und 26 November 2010). Die anderslautenden Ausf�hrungen des Dr. med. G.________ (vgl. vor allem Berichte vom 18. Mai 2011 und 29. Februar 2012) �berzeugen nicht und verm�gen keine auch nur geringe Zweifel (vgl. dazu Urteil 8C_439/2009 vom 25. November 2009 E. 4.4, publ. in: Pl�doyer 2010 S. 54) am Ergebnis des SUVA-Kreisarztes zu begr�nden. Dr. med. G.________ stellte die Kieferosteomyelitis in den Vordergrund ohne anzugeben, inwieweit daraus eine Arbeitsunf�higkeit abzuleiten w�re. Weiter finden sich in den �brigen medizinischen Akten keine �rztlichen Ausk�nfte, die seine Annahme, der Versicherte sei praktisch vollst�ndig arbeitsunf�hig, auch nur ann�hernd st�tzten. Schliesslich ist nicht zu �bersehen, dass Dr. med. G.________ mehr und mehr die Funktion eines Vertreters �bernahm; so begleitete er den Versicherten bspw. zu einer Besprechung beim zust�ndigen Sachbearbeiter der SUVA (Bericht vom 1. Dezember 2010). Daher ist nicht zu beanstanden, wenn sich das kantonale Gericht auf die beweisrechtliche Regel berufen hat, behandelnde Haus�rzte w�rden im Zweifelsfall eher zu Gunsten des Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit Hinweisen).
4.1 Streitig ist schliesslich die Frage des ad�quaten Kausalzusammenhangs, die nach der f�r Schleudertraumen der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle entwickelten Rechtsprechung (BGE 134 V 109, 117 V 359) zu pr�fen ist.
4.2.1 Das kantonale Gericht hat in �bereinstimmung mit der Praxis zu vergleichbaren F�llen erwogen, die Auffahrkollision vom 11. Dezember 2009 sei als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegendes Ereignis einzustufen. Von den weiter zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, die als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f., 117 V 359 E. 6a S. 367 f.), sei allenfalls dasjenige der erheblichen Beschwerden erf�llt, allerdings ohne besondere Auspr�gung. Insgesamt betrachtet sei der ad�quate Kausalzusammenhang somit zu verneinen.
4.2.2 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers ersch�pfen sich im Wesentlichen in der R�ge, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt in Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) nicht gen�gend abgekl�rt, weshalb ihre Ad�quanzbeurteilung auf unvollst�ndigen Beweisgrundlagen beruhe. Er verkennt, dass der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs auch bei denjenigen Gesundheitssch�den die Funktion einer Haftungsbegrenzung zukommt, die aus �rztlicher Sicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als nat�rliche Unfallfolge gelten k�nnen (BGE 125 V 456 E. 5c S. 462, 123 V 98 E. 3b S. 102 mit Hinweisen). Daher ist das Vorgehen des kantonalen Gerichts, in antizipierender Beweisw�rdigung von weiteren medizinischen Abkl�rungen abzusehen, nicht zu beanstanden. Im �brigen h�lt seine einl�ssliche Ad�quanzbeurteilung einer �berpr�fung ohne Weiteres stand. Es wird auf die diesbez�glichen Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen, welchen nichts beizuf�gen ist.
Luzern, 12. M�rz 2013

References: Art. 95
 Art. 19
 BGE 
 Art. 6
 BGE 
 Art. 61