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Timestamp: 2017-08-21 02:45:22+00:00

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Es gibt ein Leben nach dem Studium | UniDAZ
23. September 2011 Drucken Empfehlen
Tipps für das Praktische Jahr
Ich kann mich noch gut an mein eigenes Studium erinnern – und eine stets latent vorhandene Ahnungslosigkeit… Man kämpfte sich so von Schein zu Schein, von Semester zu Semester und irgendwo in der Ferne stand das zweite Staatsexamen und das darauf folgende Praktische Jahr. Um ein halbes Jahr in der Industrie zu praktizieren, wählte ich für die Bewerbungen die Semesterferien nach dem 6. Semester, und das hat gut geklappt. In der eigenen Studienstadt Würzburg das halbe Jahr in der öffentlichen Apotheke erst nach dem 7. Semester zu arrangieren, war jedoch denkbar knapp. Als ich bei der letzten von damals knapp über 40 Apotheken angekommen war, fragte mich meine spätere Ausbilderin: „Praktisches Jahr? Und was mache ich da mit Ihnen?“. Das fand ich doch recht lustig und wir beide haben das dann wie ich meine auch ganz gut miteinander hinbekommen.
Ich erzähle dies zu Beginn dieses Artikels, da man daran erkennen kann, dass eine gewisse Unsicherheit manchmal auf beiden Seiten, beim Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) wie beim Apotheker, vorhanden ist. Inzwischen arbeite ich seit beinahe 12 Jahren bei der Bayerischen Landesapothekerkammer, bin dort seit fast 10 Jahren u.a. für das Thema Ausbildung zum Apotheker / Praktikumsbegleitender Unterricht verantwortlich und werde daher in steter Regelmäßigkeit zu vielen Punkten befragt, die jetzt folgen. Diese kurze persönliche „Vorgeschichte“ soll Ihnen meine Motivation aufzeigen, ein wenig mehr Licht in das Leben nach dem Pharmaziestudium zu bringen.
Tipps für das Praktische Jahr – Checkliste
Viele Kammern, der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V., die Apotheker in Wissenschaft, Industrie und Verwaltungen, die pharmazeutische Fachzeitschriften u.e.m. bieten in immer wieder Vorträge mit „Tipps für das Praktische Jahr“. So können Sie sich einen ganz aktuellen Vortrag des Autors auf www.wipig.de | Institut herunterladen. Es gibt viele Informationen für die angehenden Pharmazeuten im Praktikum, die erst einmal sortiert werden wollen. Dazu kann die im Folgenden vorgestellte, von der UniDAZ angeregte Checkliste eine Hilfe sein.
Maßgebliche Rechtsgrundlage für die Ausbildung ist die Approbationsordnung für Apotheker (AAppO). Wenn ich Rahmen der Vorträge im Begleitenden Unterricht die Frage stelle, wer sie denn schon kennt, gehen einige wenige, aber selten mehr als ein Viertel der Hände hoch. Für mich nicht verwunderlich, ich habe sie als Student wahrscheinlich auch nicht gelesen. Aber: Schauen Sie sich diese ruhig einmal an, eine halbe Stunde genügt. Nicht weil sie eben auch zum Prüfungsstoff für das Examen gehört, sondern weil sie die Ausbildungssystematik erklärt und schon im Vorfeld sehr viele Fragen zu allen drei Ausbildungsabschnitten beantworten kann. Sie ist nicht nur in den Büchern zur Pharmazeutischen Gesetzeskunde (mit denen man sich i. d. R. erst zur Vorbereitung auf das 3. Examen beschäftigt), sondern auch leicht zugänglich im Netz zu finden (s. Checkliste).
Darin lassen sich auch die Ziele der praktischen Ausbildung und die dabei zu erwerbenden Kenntnisse und Fertigkeiten nachlesen. Und so stellt sich also spätestens während des Hauptstudiums die Frage, wo kann und möchte ich alle diese Fähigkeiten denn idealerweise erwerben? Die praktische Ausbildung beginnt nach dem abgeschlossenen Hochschulstudium. Das Zeugnis über den bestandenen Zweiten Prüfungsabschnitt ist dem ausbildenden Apotheker vorzulegen.
Die Bewerbungsphase sollte natürlich schon deutlich früher abgeschlossen sein. Während Bewerbungen für ein mögliches halbes Jahr in Industrie, Krankenhausapotheke, Arzneimitteluntersuchungsstellen, wissenschaftlichen Instituten, in geeigneten Einrichtungen im Ausland oder bei der Bundeswehr rechtzeitig vorbereitet sein wollen (meine Empfehlung: spätestens nach dem 6. Semester anpacken), kann man die Bewerbung für die öffentliche Apotheke evtl. auch noch nach dem 7. Semester organisieren (wenn Sie allerdings, wie ich, in einer kleinen Universitätsstadt praktizieren möchten, kann das je nach Anzahl der Mitbewerber und jeweils aktueller berufspolitischer Lage knapp werden!).
Für alle Bereiche gilt es unisono, sich das „wie“ und „wo“ gut zu überlegen und zügig anzupacken. Wichtig sind dabei u.a. folgende Überlegungen: Was will ich eigentlich lernen? Möchte ich lieber in eine große Stadtapotheke mit viel Laufkundschaft oder eher aufs Land in eine kleinere Apotheke mit mehr Stammkundschaft? Gibt es besondere Schwerpunkte, die mich interessieren, wie Ernährungsberatung, Homöopathie und Naturheilverfahren, Alten- und Pflegeheimversorgung oder die Herstellung von Zytostatika? Werden Aktionswochen in der Apotheke veranstaltet? Einige Tipps zur Bewerbung können Sie auch der Checkliste entnehmen.
…in der öffentlichen Apotheke
Für ein Praktikum in der öffentlichen Apotheke empfehle ich die persönliche Anfrage/Vorstellung. Wenn Sie genügend Zeit eingeplant haben, ist es sicherlich besser, sich gleich persönlich vorzustellen. Natürlich können Sie im ersten Schritt auch erst einmal anrufen und fragen, ob Sie vorbei kommen können. Eine schriftliche Bewerbung vorab ist i. d. R. nicht zu empfehlen. Wenn Sie optimal vorbereitet sein möchten, empfiehlt es sich gleich zur ersten Anfrage einige Unterlagen bereit zu halten, die Sie der Apothekenleitung bei Interesse zur Verfügung stellen können.
Kommt es zum ausführlichen Gespräch, ist es Zeit für einige der folgenden Fragen: Wie viele Mitarbeiter sind in der Apotheke beschäftigt? Wer ist für meine Ausbildung verantwortlich? Arbeite ich von früh bis spät im Handverkauf oder bietet sich auch Gelegenheit zur Literaturrecherche? Wie ist die Apotheke mit Fachliteratur, Datenbanken, Internetzugang ausgestattet? Sind eigene kleine Projekte möglich? Können Arbeitsbogen für die praktische Ausbildung bearbeitet werden?
Wichtig ist, auch im Hinblick auf das dritte Staatsexamen, dass man wirklich in allen Bereichen, die in der Apotheke vorhanden sind, Erfahrungen sammeln kann. Gegebenenfalls sollte man darauf pochen, da in der Prüfung vorausgesetzt wird, dass man alles kennen gelernt hat, was in der jeweiligen Ausbildungsapotheke gemacht wird, so z. B. auch – wenn vorhanden – die Herstellung von Zytostatika.
Krankenhausapotheken informieren sehr oft über ihren Internetauftritt über Praktikumsplätze. Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e.V. bietet auf www.adka.de eine entsprechende Stellenbörse an. Oft werden die Praktikantenplätze schon ein Jahr zuvor vergeben, so dass man rechtzeitig aktiv werden muss. Meist genügt als erster Schritt eine telefonische Anfrage in der Krankenhausapotheke, der dann in der Regel eine schriftliche Bewerbung folgen sollte.
…in der Industrie
Ein Praktikum in der Industrie sollte geplant werden, wenn man sich vorstellen kann, in diesem Aufgabenfeld auch später einmal als Apotheker zu arbeiten. PJ-Stellen der Industrie werden meist in pharmazeutischen Fachzeitschriften, bei den Fachschaften sowie im Internetauftritt der Firmen ausgeschrieben. Selbstverständlich sind auch Blindbewerbungen möglich. Für diese Stellen ist immer eine schriftliche Bewerbung (online oder postalisch) der erste Schritt. Beachten Sie bei Online-Bewerbungen und im E-Mail-Schriftverkehr, dass Form und Ausdruck auf dem gleichen hohen Niveau wie im postalischen Bewerbungsverfahren erforderlich ist. Die zunehmende Digitalisierung unserer Kommunikation, Blogs, Chats und so genannte soziale Netzwerke verführen auch bei Bewerbungen zu einem lockeren Umgangston (z.B. „Hallo“ statt „Sehr geehrte…“). Hiervor kann nur dringend abgeraten werden, es verschlechtert Ihre Chancen.
Sie haben eine Zusage erhalten? Herzlichen Glückwunsch, jetzt ist es Zeit für den Ausbildungsvertrag. Dieser sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden und wird heutzutage auch von den meisten Ausbildern angeboten. Da in früheren Zeiten sehr häufig der „Handschlag“ galt, kann es Ihnen aber auch passieren, dass ein Apothekenleiter einen Vertrag als nicht erforderlich erachtet. Sie sollten jedoch darauf bestehen, einen Mustervertrag findet man z.B. auf www.blak.de | Praktikum.
Ausbildungsvertrag: Die wichtigsten Punkte in aller Kürze
In der Regel ist der Gehaltstarifvertrag bzw. Bundesrahmentarifvertrag für Apothekenmitarbeiter (aktueller Stand: 1.1.2011) die Grundlage. (Der Tarifvertrag ist eigentlich nur verpflichtend, wenn der Apotheker im Arbeitgeberverband (ADA) und der Praktikant in der Gewerkschaft (ADEXA) ist.) Ausbildungsvergütung lt. Tarifvertrag: in den ersten sechs Monaten 670 €, danach: 880 €. Wöchentliche Arbeitszeit: 40,0 h. Urlaub: 33 Werktage / Jahr (in der öffentlichen Apotheke – Samstage werden mit eingerechnet!). Eine Abweichung von dieser Vergütung ist zwar möglich, allerdings ist eine völlige Unterbezahlung nicht rechtens.
Unterricht – Vergütung – Freistellung
Unabhängig davon, ob das PJ in einer Apotheke, der pharmazeutischen Industrie oder einer sonstigen nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 AAppO genannten Einrichtung absolviert wird, handelt es sich beim berufsbegleitenden Unterricht um einen obligatorischen Teil der pharmazeutischen Ausbildung, da er in § 4 Abs. 4 AAppO ausdrücklich genannt wird.
Nach § 15 Satz 2 BBiG ist der Auszubildende für Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte freizustellen. Beim berufsbegleitenden Unterricht handelt es sich um eine Ausbildungsmaßnahme im Sinne dieser Vorschrift. Durch den Begleitenden Unterricht wird die Dienstpflicht in der jeweiligen Woche voll umfänglich erfüllt. Für weitergehende Dienstverpflichtungen in diesen Wochen (z. B. Samstag) ist daher kein Raum. Für Pharmazeuten, die die eine Hälfte ihres Praktikums im Ausland absolvieren, bedeutet dies grundsätzlich, dass sie – falls sie einen Blockunterricht von vier Wochen besuchen können – für die Dauer von vier Wochen von der deutschen Ausbildungsapotheke freizustellen sind.
Der in § 17 BBiG gesetzlich normierte Vergütungsanspruch des Auszubildenden besteht trotz der durch den Arbeitgeber zu erfolgenden Freistellung fort. Dies ist in § 19 Abs. 1 Nr. 1 BBiG geregelt. Danach ist dem Auszubildenden die Vergütung auch dann zu zahlen, wenn dieser durch den Arbeitgeber freizustellen ist.
Da die genannten Vorschriften des BBiG vom Anwendungsbereich des § 25 BBiG erfasst sind, spielt es im Einzelfall keine Rolle, welche vertragliche Regelung der Ausbildende mit dem Auszubildenden geschlossen hat. Nach § 25 BBiG ist eine Vereinbarung, die zu Ungunsten des Auszubildenden von den Vorschriften dieses Teils des Gesetzes abweicht, nichtig.
Denken Sie an die rechtzeitige Anmeldung zum Unterricht und kümmern Sie sich frühzeitig um eine Unterkunft. Informationen erhalten Sie von der jeweils zuständigen Apothekerkammer. Ein Anmeldeformular für den Unterricht erhält man in vielen Bundesländern postalisch mit dem Zeugnis des zweiten Staatsexamens. Die von der Apothekerkammer ausgestellte Bestätigung über die Teilnahme an den begleitenden Unterrichtsveranstaltungen muss dem ausbildenden Apotheker vorgelegt werden.
Auch Regelungen zum unerfreulichen Thema Kündigung müssen sein: Da es sich um ein Ausbildungsverhältnis handelt, ist eine Kündigung nach Ablauf der Probezeit gesetzlich grundsätzlich ausgeschlossen, wegen der Befristung zum Ende der Ausbildungszeit aber auch nicht erforderlich. Unberührt davon bleibt die Möglichkeit der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund oder die einvernehmliche Auflösung des Ausbildungsverhältnisses (durch Abschluss eines schriftlichen Aufhebungsvertrages). Ist eine Kündigung unumgänglich, kann das Praktikum in einer anderen Ausbildungsstätte fortgesetzt werden. Der bisherige Ausbilder muss dennoch die „Bescheinigung über die praktische Ausbildung“ (gemäß AAppO, Anlage 5), dann eben entsprechend der tatsächlichen Praktikumsdauer, ausstellen, und die Summe der Ausbildungsbescheinigungen (es können also z.B. auch drei verschiedene sein) muss volle 12 Monate ergeben. Das Landesprüfungsamt soll über den Wechsel informiert werden.
Obschon das PJ noch zur Ausbildung gehört, wird der PhiP sozialversicherungsrechtlich wie ein ganz normaler Arbeitnehmer behandelt. Es sind Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zu entrichten. Pharmazeuten im Praktikum sind kraft Gesetzes Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse. In Bayern werden Pharmazeuten im Praktikum kraft Gesetzes auch Mitglieder der Bayerischen Apothekerversorgung (in anderen Bundesländern i.d.R. entsprechend in der für diese zuständigen Apothekerversorgung). Um eine doppelte Beitragszahlung (zur Deutschen Rentenversicherung Bund sowie zur Apothekerversorgung) zu vermeiden, ist eine sofortige Anmeldung der Praktikantentätigkeit bei der entsprechenden Apothekerversorgung wichtig.
Ausbildungsstatus des PhiP
Sobald das 2. Examen bestanden ist, endet die Zeit als eingeschriebener Student. Das führt häufig zu Verwirrung. Ich bin noch in der Ausbildung, aber nicht mehr Student? Bin ich jetzt schon Pflichtmitglied bei der für mich zuständigen Apothekerkammer? Gerade die Frage nach dem Ausbildungsstatus führt auch bei Behördengängen immer wieder zu Verunsicherungen. Häufig können Sachbearbeiter nichts mit dem Status des „Pharmazeuten im Praktikum“ anfangen. Kurz und gut: Sie sind zwar nicht mehr Student, Ihre Karriere an der Universität ist mit dem erfolgreichen Bestehen der fünf Examensfächer beendet, und dennoch sind Sie immer noch Auszubildender. Also stehen Ihnen nach wie vor ggf. BAföG und Kindergeld, vergünstigte Fahrkarten u.e.m. zu. Zur Vereinfachung bestätigen die meisten Apothekerkammern diesen Status. Kammern wie Baden-Württemberg oder Westfalen-Lippe, bei denen Sie schon als PhiP Kammermitglied werden können, stellen entsprechende Ausweise zur Verfügung, Kammern wie Bayern, bei denen man erst als Apotheker Mitglied werden kann, stellen entsprechende Bestätigungen aus, z. B. „Stellungnahme Pharmaziepraktikum ist Teil der Ausbildung“, vgl. www.blak.de | Praktikum.
Und dann geht es los, welche Pflichten habe ich? Der Pharmazeut im Praktikum hat seine Arbeitskraft zu regelmäßiger Mitarbeit zur Verfügung zu st
ellen (ganztägig, Vollzeitstelle) und sich auf den Dritten Prüfungsabschnitt vorzubereiten. Er darf nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, die seine Ausbildung nicht fördern. Der Ausbilder ist verpflichtet, seinen PhiP den Anforderungen der Approbationsordnung entsprechend auszubilden. Hierzu empfehle ich Ihnen unter anderen die Lektüre entsprechender Leitfäden für die Ausbildung. Die bayerische Version wurde in diesem Jahr aktualisiert und kann auf www.blak.de | Praktikum heruntergeladen werden. Eine wertvolle Hilfe stellen Ausbildungspläne dar. Fragen Sie im Bewerbungsgespräch danach oder regen Sie alternativ beim Ausbilder die Erstellung eines solchen an.
Erkrankung während des PJ
Häufig stellt sich die Frage, wie zu verfahren ist, wenn der PhiP im Laufe des Jahres erkrankt. Hierzu kann man oft folgendes lesen: „Nach § 4 Abs. 5 der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) werden auf die praktische Ausbildung Unterbrechungen bis zu den durch den Bundesrahmentarifvertrag für Apothekenmitarbeiter festgelegten Urlaubszeiten (33 Tage) angerechnet. Jede über den tariflich zulässigen Erholungsurlaub hinausgehende Unterbrechung, also z. B. Krankheit oder Beurlaubung führt zu einer entsprechenden Verlängerung der Ausbildung.“
Aus Sicht des Autors ist diese Formulierung nicht praxisgeeignet, da sie immer wieder zu Fragen der Betroffenen führt. Einige wenige Tage Krankheit pro Jahr sind statistisch gesehen oftmals „unausweichlich“. Wird vom Ausbilder aber im Musterformular nach AAppO eine Fehlzeit von nur einem Tag eingetragen, muss diese vom PhiP, wenn man das Gesetz wörtlich auslegt, nachgearbeitet werden. Achtung Ausbilder: der PhiP muss auch für diesen Zeitraum bezahlt werden! Selbstverständlich hat die Regelung ihren Sinn, da eine längere Krankheit die Gefahr mit sich bringt, dass die zum Bestehen des Examens erforderlichen Erfahrungen und Kenntnisse nicht ausreichend erlangt werden können. Im Grenzbereich einiger weniger Tage wird es aber eben kompliziert. Es kann an dieser Stelle daher nur geraten werden, bei „Unklarheiten“ das jeweils zuständige Landesprüfungsamt zu befragen.
Praktikumsende – Prüfung – Approbation
Nach dem PJ bereiten Sie sich i.d.R. noch einige wenige Wochen auf das dritte Staatsexamen vor. Dieses muss normalerweise in dem Bundesland, in welchem man studiert hat, abgelegt werden. Eine etwaige Ausnahmeregelung muss rechtzeitig mit den beiden Landesprüfungsämtern der Bundesländer, zwischen denen man wechseln möchte, geklärt werden.
Da man als Apotheker erst arbeiten darf, wenn man seine Approbationsurkunde in Händen hält, kann es sinnvoll sein, die erforderlichen Unterlagen bereits zur Prüfung mitzubringen oder im Vorfeld einzureichen, um die Ausstellung der Approbationsurkunde zu beschleunigen.
Und wenn Sie Ihre Approbation in den Händen halten:
Herzlichen Glückwunsch, ich wünsche Ihnen viel Freude im Beruf!
Von Dr. Helmut Schlager, bei der Bayerischen Landesapothekerkammer u.a. zuständig für den Begleitenden Unterricht
Tab. 1 Checkliste für das Praktische Jahr und seine Vorbereitung
Maßnahme Zeitpunkt Bemerkungen Erledigt?
Approbationsordnung lesen jetzt Zum Download z.B. auf www.bphd.de |Downloads |Approbationsordnung für Apotheker oder www.abda.de | Die Apotheke | Apotheke und Recht
Selbstcheck PJ: wo ab sofort - Apotheke: ½ oder 1 Jahr;- Industrie: Lektüre „Pharmazeutische Tätigkeitsfelder außerhalb der Apotheke“ www.wiv-apotheker.de| Service und Mitgliederbereich | Dokumente oder www.dphg.de| Fachgruppen | Industriepharmazie;- Krankenhausapotheke: www.adka.de| Angebote | Stellenbörse;- Auslandspraktika Erfahrungsberichte: www.blak.de | Praktikum
Selbstcheck PJ: wie ab sofort z. B. BPhD-Checkliste: www.bphd.de | Downloads | Praktisches Jahr | Checkliste PJ und PJ-Ratgeber mit dem Kapitel „Die richtige Apotheke“
Bewerbung Ab 6. / 7. Semester PJ-Börse des BPhD (www.bphd.de| Praktisches Jahr | PJ-Börse)Pharmazeutische FachpresseListen bei den FachschaftenBlindbewerbungen vor OrtFamulaturapothekePersönliche EmpfehlungListen von Ausbildungsstätten z.B. www.blak.de | Praktikum
Ausbildungsvertrag Stellenzusage Muster z.B. unter www.blak.de | Praktikum
Leitfaden für die Ausbildung von Pharmazeuten im Praktikum Jederzeit, zur Wiederholung spätestens mit Praktikumsantritt Zum Download z.B. auf www.blak.de | Praktikum
Kontaktaufnahme Rentenversicherung Am besten 1 – 3 Wochen vor Praktikumsbeginn Apothekerversorgung, Befreiung von der Deutschen Rentenversicherung Bund – ich muss mich selbst darum kümmern und der Arbeitgeber muss sich darum kümmern, dass die Beiträge vom Praktikantengehalt abgeführt werden (Beitragsschuldner ist jedoch der Praktikant!)Bsp. Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen: www.versorgungskammer.de/bapv – Adresse: Bayerische Apothekerversorgung, Bayerische Versorgungskammer, 81921 München, ( 089 / 92 35 6).
Sozialversicherung Praktikumsbeginn GKV, Pflege- und Arbeitslosenversicherung – der Arbeitgeber muss sich darum kümmern, dass die Beiträge vom Praktikantengehalt abgeführt werden
Begleitender Unterricht Erste Woche während des PJ Anmeldefristen erfragen, rechtzeitig bei Apothekerkammer anmelden, mit Ausbildungsbetrieb abstimmen
Anmeldung zum 3. Staatsexamen 2. Halbjahr Anmeldefristen erfragen, rechtzeitig bei Regierung/Landesprüfungsamt anmelden
Zeit zwischen Praktikumsende und Antritt einer Arbeitsstelle als Apotheker/in Spätestens 3 Monate* vor Praktikumsende Entscheidung: Melde ich mich beim Arbeitsamt arbeitssuchend und stehe für die Vermittlung einer Stelle zur Verfügung (Meldepflicht* bei der Agentur für Arbeit gemäß SGB III) oder überbrücke ich die Zeit bis zum Erhalt der Approbation, indem ich mich freiwillig selbst versichere?
Approbation beantragen Empfehlung: Spätestens am Tag der Prüfung alle Unterlagen einreichen Die Antragsstellung auf Erteilung der Approbation ist in vielen Bundesländern auch schon vor Erhalt des Prüfungszeugnisses möglich. Alle Unterlagen rechtzeitig vorbereiten, Behördengänge im Vorfeld planen. Beachten Sie, dass bspw. die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses i.d.R. nicht von heute auf morgen erfolgen kann.
Weitere Links jederzeit www.apothekerkammer-nds.de/apotheker.phpwww.apothekenberufe.de und die Ausbildungsseiten vieler anderer Apothekerkammern!

References: § 4
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 § 15
 § 17
 § 19
 § 25
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