Source: https://www.ergo.de/de/Service/Ratgeber-Tipps/Lebensversicherung-ABC
Timestamp: 2020-08-08 19:07:01+00:00

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Lebensversicherung-ABC | ERGO
Sie haben Fragen zu einem Fachbegriff in Ihren Versicherungsunterlagen? Dann sind Sie hier richtig. Denn genau für diesen Fall gibt es das ABC der Lebensversicherung. Hier finden Sie jede Menge Begriffe zum Thema Lebensversicherung mit einfachen und verständlichen Erklärungen.
Wenn ein Mitarbeiter sein Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet, gilt: Er kann für Ansprüche aus seiner betrieblichen Altersversorgung (bAV) eine einmalige Abfindung erhalten. Bei Ausscheiden aus dem Unternehmen behält er seinen Anspruch auf die Leistungen aus der bAV. Dies gilt jedoch nur nach Ablauf bestimmter Fristen. Näheres dazu finden Sie unter Unverfallbarkeit.
Diese sogenannten unverfallbaren Anwartschaften können ohne Zustimmung des Mitarbeiters an ihn abgefunden werden. Ob die bAV durch den Arbeitgeber oder durch eine Gehaltsumwandlung finanziert wurde, ist dabei unerheblich. Allerdings darf die erreichte Höhe der unverfallbaren Anwartschaft eine gesetzlich festgelegte Höhe nicht überschreiten. Diese Höhe ist in § 18 Sozialgesetzbuch IV geregelt. Die dort genannte Bezugsgröße unterscheidet zwischen Renten- und Kapitalleistungen. Die Bezugsgröße kann der Gesetzgeber jährlich neu festsetzen.
Hat der Arbeitgeber eine Rentenleistung zugesagt, gilt: Eine Abfindung ist möglich, wenn die monatliche Rente max. 1 % der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreitet. Dieser Wert liegt derzeit bei ca. 25 €. Eine zugesagte Kapitalleistung darf 12/10 der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreiten. Dies sind derzeit und 3.000 € (Stand2015).
Allerdings ist die Abfindung der unverfallbaren Anwartschaften ausgeschlossen, wenn der Mitarbeiter von seinem Recht auf Übertragung Gebrauch macht.
Mitarbeiter können vorzeitig Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung erhalten. Das ist in § 6 Betriebsrentengesetz geregelt. Voraussetzung dafür ist, dass der Mitarbeiter die Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht.
Bei Arbeitnehmern ohne einen Leistungsanspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteht dieses Recht dann, wenn sie
aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und
die gleichen altersmäßigen Voraussetzungen erfüllen, wie sie für den Bezug vorzeitiger Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erforderlich wären.
Eine vorzeitig beginnende Altersrente heißt bei ERGO auch Abrufrente. Weil die Rente früher fällig ist, fällt sie niedriger aus als die Rente zum ursprünglichen Ablauftermin.
Die Abschlusskosten und Vertriebskosten sind ein Teil der Kosten Ihrer Versicherung. Sie sind in den Versicherungsbeitrag einkalkuliert. Diese Kosten stehen in engem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss. Zu diesen Kosten zählen insbesondere:
Provisionen an die Vermittler. Bei sogenannten Honorartarifen oder Nettopolicen enthalten die Abschlusskosten und Vertriebskosten keinen Provisionsanteil für den Vermittler. Stattdessen zahlt der Kunde ein Honorar direkt an den Vermittler.
Kosten für die Prüfung von Anträgen und Risiken
Kosten für die Bearbeitung des Antrags
Kosten für die Ausfertigung der Versicherungsurkunde
Kosten für Werbeaufwand
Aktivierung, Aktivwert
Bilanzierende Unternehmer müssen in ihrer Bilanz u. a. das Betriebsvermögen angeben. Das Betriebsvermögen steht auf der Aktivseite der Bilanz. Zum Betriebsvermögen gehört auch die Rückdeckungsversicherung. So nennt z. B. der Staat eine Versicherung, die Ansprüche auf Versorgungsleistungen gegen den Unternehmer abdeckt. Und zwar für den Fall einer Leistung aus einer betrieblichen Direktzusage an seine Mitarbeiter.
Die Versicherung ist als Forderung zu bilanzieren. Die Bewertung erfolgt in Höhe der Anschaffungskosten der Versicherung. Das ist der Aktivwert der Versicherung.
Eine Altersrentenversicherung ist eine Lebensversicherung. Die Versicherungsleistung erfolgt durch regelmäßig wiederkehrende Zahlungen. Das ist die Rente. Diese Rente zahlt ERGO, solange die versicherte Person lebt.
Bei vielen Verträgen ist es möglich, statt der Rente eine einmalige Kapitalleistung zu erhalten. Das bedeutet: Zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt zahlt ERGO das gesamte Kapital Ihrer Versicherung auf einmal. Wie bei einer Kapitallebensversicherung.
Achtung: In einigen Fällen ist das nicht möglich. Etwa, wenn Ihre Versicherung bestimmte steuerliche Förderungen erhält. Die Riester-Rente ist ein Beispiel dafür.
Der Staat fördert verschiedene Formen der privaten Altersvorsorge. Z. B. die Riester-Rente. Diese fördert er durch staatliche Zuschüsse, die sogenannten Altersvorsorgezulagen. Die Zuschüsse kommen dem Riester-Vertrag zugute.
Wichtig: Diese Zulagen müssen Sie beantragen.
Die Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsrente muss in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen stehen. ERGO überprüft das und berücksichtigt dabei bereits bei ERGO, anderen Gesellschaften und berufsständischen Versorgungswerken bestehende Versicherungen.
Bei der Angemessenheitsprüfung der Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsrente ist jedoch nur das berufliche Einkommen der versicherten Person relevant. Das heißt, ERGO berücksichtigt nur das durch die berufliche Tätigkeit erzielte Einkommen. Folgende Einkünfte gehören nicht zum beruflichen Einkommen, weil sie keiner beruflichen Tätigkeit entstammen:
Für die Angemessenheitsprüfung kann ERGO gesonderte Nachweise verlangen. Beispielsweise Gehaltsnachweise oder Verdienstbescheinigungen über das Bruttojahresarbeitseinkommen.
Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung legt ERGO einen wesentlichen Teil eines jeden Beitrags an. Das ist der sogenannte Sparbeitrag. Aus dem Sparbeitrag baut ERGO das Kapital auf, aus dem später die Rente wird.
Anders als bei einer klassischen Rentenversicherung gilt: ERGO legt den Sparbeitrag bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung für Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers an. Das gesamte Guthaben, das dadurch angespart wurde, ist das Anlageguthaben.
Das Sicherungsvermögen deckt die Ansprüche der Versicherten auf die Versicherungsleistung ab.
Es gibt Versicherungsleistungen, die direkt an die Wertentwicklung von Fonds oder anderen Bezugswerten gekoppelt sind. Für diese Versicherungsleistungen gilt: Sie werden innerhalb des Sicherungsvermögens getrennt von den übrigen Ansprüchen abgesichert. Dazu bildet ERGO nach Art des Bezugswerts jeweils eine selbstständige Abteilung im Sicherungsvermögen.
Eine solche Abteilung heißt Anlagestock. Dafür gelten besondere aufsichtsrechtliche Anlagegrundsätze. Regelungen zum Anlagestock finden Sie in § 125 Absatz 5 und § 124 Absatz 2 Versicherungsaufsichtsgesetz.
Der Arbeitgeber muss die Höhe einer laufenden Rente alle 3 Jahre prüfen. So regelt es § 16 Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Dabei muss er prüfen, ob eine Anpassung nötig ist. Solche Anpassungen sollen den wegen der Inflation sinkenden Wert der laufenden Renten abmildern. Es gibt Ausnahmen von der Prüfungspflicht:
Der Arbeitgeber erhöht jährlich die laufenden Leistungen um mindestens 1 %.
Der Arbeitgeber vereinbart eine Direktversicherung oder die Versorgung durch eine Pensionskasse. Dieser Vertrag muss für die Überschussanteile folgende Regelung enthalten: Die auf die Rente entfallenden Überschussanteile werden zur Erhöhung der laufenden Leistungen verwendet.
Finanziert der Arbeitgeber die Altersversorgung, gilt: Der Arbeitgeber entscheidet nach eigenem Ermessen über die Anpassung. Dabei muss er die Bedürfnisse des Rentenempfängers berücksichtigen, z. B. steigende Lebenshaltungskosten. Aber er muss auch seine wirtschaftliche Lage berücksichtigen.
Im Fall einer Gehaltsumwandlung muss die jährliche Anpassung mindestens 1 % betragen. Finanziert die Gehaltsumwandlung eine Direktversicherung oder Pensionskasse, gilt: Die auf die Rente entfallenden Überschussanteile müssen zur Erhöhung der laufenden Leistungen verwendet werden.
Bei der Direktzusage, der Unterstützungskasse oder dem Pensionsfonds gilt: Die jährliche Anpassung muss mindestens 1 % betragen.
Anwartschaften sind zugesagte, aber noch nicht fällige Leistungen. Gegenstand der Anwartschaft kann eine einmalige oder auch wiederkehrende Leistung sein. Wiederkehrende Leistungen sind z. B. monatliche Renten.
Die Fälligkeit der Leistung kann auch vom Eintritt gewisser Ereignisse abhängen. In der gesetzlichen Rentenversicherung und in der betrieblichen Altersversorgung werden die jeweils erworbenen Rentenansprüche als Anwartschaft bezeichnet.
Arbeitgeberleistungen zahlt der Arbeitgeber. Es handelt sich dabei nicht um eine Umwandlung des Gehalts. Sondern um Leistungen, die der Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt für die Rente seines Mitarbeiters erbringt.
Die aufgeschobene Rentenversicherung ist die gängigste Form der Lebensversicherung. Sie heißt deshalb so, weil die Rente über einen längeren Zeitraum angespart und erst ab dem vereinbarten Rentenbeginn ausgezahlt wird.
Zwischen Vertragsabschluss und Rentenzahlung können viele Jahre liegen. Ab dem vereinbarten Rentenbeginn zahlt ERGO die Rente so lange, wie die versicherte Person lebt.
Das Gegenstück zur aufgeschobenen Rentenversicherung ist die Sofortrente. Dabei zahlt ERGO für ein einmalig eingezahltes Kapital – z. B. einen höheren Betrag aus einer Erbschaft – sofort eine Rente.
Sie können für Ihre Versicherung eine automatische Anpassung vereinbaren. Die Beiträge erhöhen sich dann jährlich zu einem vereinbarten Stichtag. Dadurch erhöhen sich auch die Leistungen Ihrer Versicherung. Die Leistungen steigen aber nicht im gleichen Verhältnis wie die Beiträge. Es gibt 2 Möglichkeiten:
Die Beiträge erhöhen sich um einen festgelegten Prozentsatz. Diesen legen Sie beim Abschluss des Vertrags fest.
Die Beiträge erhöhen sich im selben Verhältnis wie der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung. Mindestens aber um einen festgelegten Prozentsatz.
Den einzelnen Erhöhungen können Sie widersprechen.
Das Automatische Ablaufmanagement kann zu einer Fondsgebundenen Rentenversicherung vereinbart werden. Ziel ist es, dem Fondsguthaben mehr Sicherheit zu geben. Über einen festgelegten Zeitraum wird das Guthaben der vom Kunden gewählten risikoreicheren Fonds in weniger risikobehaftete Anlageinstrumente umgeschichtet. Dies können Fonds mit geringeren Kursschwankungen sein. Je nach Produkt kann es aber auch in klassisches Deckungskapital umgewandelt werden.
Das Basisinformationsblatt (BIB) beruht auf einer EU-Verordnung und ist gesetzlich vorgeschrieben. Das BIB gibt es nur für Versicherungsanlageprodukte. Zu Versicherungsanlageprodukten gehören z.B. Rentenversicherungen und Kapitallebensversicherungen. Es enthält Informationen zu Chancen und Risiken des Produktes auf einer allgemeinen Ebene. Speziell sind dort Kosten und verschiedene Rendite-Szenarien dargestellt. Auch gibt es eine kurze Übersicht über die Leistungsmerkmale des Produktes. Die Basisinformationsblätter sind auch auf der ERGO-Homepage zu finden: http://www.ergo.de/basisinformationsblaetter
Der Sparanteil Ihres Versicherungsbeitrags baut das sogenannte Deckungskapital auf. Der Sparanteil ist bei Lebensversicherungen üblich. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen erwirbt ERGO davon für Ihre Versicherung Anteile an Investmentfonds. Näheres dazu finden Sie unter Anlageguthaben.
Den Risikoanteil des Beitrags verwendet ERGO beispielsweise für die versicherte Leistung im Todesfall oder bei Berufsunfähigkeit.
Der Kostenanteil deckt die Kosten für den Abschluss und die Verwaltung des Vertrags.
ERGO übernimmt die Beiträge für die gesamte Versicherung in folgenden Fällen: Ihre Arbeitskraft geht durch Krankheit oder Unfall ganz oder teilweise verloren.
Für diese unterschiedlichen gesetzlichen Sozialversicherungen müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Beiträge zahlen. Die Beiträge werden prozentual vom Bruttolohn erhoben. Ab einer bestimmten Höhe des Bruttolohns des Arbeitnehmers müssen auf den übersteigenden Teil keine Beiträge mehr gezahlt werden. Das ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG).
Sie ist für die einzelnen Zweige unterschiedlich hoch. Den jeweiligen Beitrag zahlt der Arbeitnehmer also nur auf denjenigen Teil des Einkommens, der unterhalb der BBG liegt.
Der Gesetzgeber prüft die BBG jeweils zum Januar eines Jahres. Bei Bedarf passt er sie an die allgemeine Entwicklung des Einkommens an. In der betrieblichen Altersversorgung hat die BBG der gesetzlichen Rentenversicherung (West) für die steuerliche Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG eine wesentliche Bedeutung.
Bei einem Riester-Vertrag gilt: Zum vereinbarten Rentenbeginn stehen für die garantierte lebenslange Altersrente zur Verfügung:
Mindestens alle eingezahlten Beiträge
Das ist die Beitragserhaltungsgarantie.
Ob wegen Krankheit, finanziellen Engpässen oder Arbeitslosigkeit: Möglicherweise können Sie irgendwann die Beiträge zur Lebens-, Renten- oder Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr zahlen.
Dann können Sie die Versicherung beitragsfrei stellen. Das heißt, für den vereinbarten Zeitraum brauchen Sie oder der Beitragszahler keine Beiträge mehr zu zahlen. Das vermindert allerdings den Versicherungsschutz.
Die Höhe der garantierten Leistung errechnet sich u. a. aus dem zu leistenden Beitrag und einer zugesagten Verzinsung des Kapitals. Bei einer Direktversicherung ist das die garantierte Rente.
Die Verzinsung richtet sich maximal nach dem gesetzlich vorgegebenen Höchstrechnungszins. Die beitragsorientierte Leistungszusage ist in allen Durchführungswegen möglich.
Die Beitragsrückgewähr ist bei Rentenversicherungen eine mögliche Leistung für den Todesfall. Ist sie vereinbart, gilt bei Tod der versicherten Person vor Rentenbeginn: ERGO zahlt die eingezahlten Beiträge zuzüglich eventueller Überschussanteile zurück. Von der Beitragsrückgewähr ausgenommen sind Beiträge für ggf. vereinbarte Zusatzversicherungen.
In der betrieblichen Altersversorgung gilt für die Direktversicherung und Pensionskasse: ERGO zahlt die Leistungen i. d. R. nur an versorgungsberechtigte Hinterbliebene. Dazu gehören z. B.:
Gibt es keine versorgungsberechtigten Hinterbliebenen, zahlt ERGO ein Sterbegeld von bis zu 8.000 € an die Erben aus. Dieser vom Gesetzgeber festgelegte Betrag soll als Ausgleich für die Bestattungskosten dienen.
Nimmt der Arbeitnehmer bzw. der Arbeitgeber die steuerliche Förderung nach § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz in Anspruch, gilt: ERGO zahlt die Beitragsrückgewähr grundsätzlich in Form einer Rente. Das Sterbegeld wird in diesen Fällen weiterhin einmalig gezahlt.
Vielleicht können Sie einmal Ihre Beiträge nicht zahlen. Dann haben Sie die Möglichkeit einer Beitragsüberbrückung. Das heißt, Sie können die Zahlung der Beiträge für einen gewissen Zeitraum unterbrechen, z. B. für 3 Monate.
Den Zeitraum, für den Sie keine Beiträge zahlen, überbrückt ERGO mit einer Verlegung des Versicherungsbeginns. Die neue Versicherungs- bzw. Beitragszahlungsdauer errechnet ERGO nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Ist das aufgrund des Vertragsinhalts nicht möglich, kürzt ERGO die Laufzeit.
Ändert sich das Jahr des Versicherungsbeginns, erhöhen sich wahrscheinlich die Beiträge. Ebenso, wenn die Laufzeit kürzer wird.
Bei Versicherungen mit festgelegten Beiträgen setzt ERGO ggf. die Versicherungssumme herab. Nach dem festgelegten Zeitraum nehmen Sie die Zahlung der Beiträge wieder auf. Eine Beitragsüberbrückung muss der Versicherungsnehmer beantragen.
Die Beitragszahlung einer Altersrentenversicherung kann vor dem Beginn der Verfügungsphase unterbrochen werden. Dies erfolgt für einen fest definierten Zeitraum. Je nach Produkt ist dies vollständig oder aber auch teilweise möglich.
Vollständige Beitragsunterbrechung: Es werden gar keine Beiträge für die Versicherung mehr gezahlt. Teilweise Beitragsunterbrechung: Die Beiträge werden lediglich reduziert. Nach Ablauf der Beitragsunterbrechung werden die Beiträge wieder in gleicher Höhe wie vor Unterbrechung gezahlt.
Zusatzversicherungen enden gegebenenfalls mit Beginn der Beitragsunterbrechung.
Der Beitrag ist der zu zahlende Preis für eine Versicherung. Sie vereinbaren mit ERGO, wie Sie ihn zahlen möchten:
In der betrieblichen Altersversorgung bestimmt der Arbeitgeber, welchen Beratungsaufwand er von seinem Vertriebspartner tatsächlich in Anspruch nimmt. Diesen Beratungsaufwand ordnet ERGO in 3 verschiedene Kategorien ein. Diese heißen Beratungsstufen.
Je nach Beratungsaufwand ändern sich die Abschlusskosten, die in die Versicherungstarife einkalkuliert sind. Je höher der Beratungsaufwand, desto höher die Abschlusskosten. Das bedeutet: Der Preis für die Versicherung wird teurer, wenn der Beratungsaufwand hoch ist.
Eine Berufsunfähigkeit im Sinn der Versicherungsbedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person nicht mehr in der Lage ist, ihrem Beruf nachzugehen. Mögliche Gründe dafür:
Dieser Zustand muss voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen andauern. Die Berufsunfähigkeit muss die versicherte Person ärztlich nachweisen.
Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist bei den einzelnen Berufen unterschiedlich groß. Darum teilt ERGO die Berufe in Gruppen ein. Diese Gruppen heißen Berufsgruppen.
Bei der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung sind es 5. Bei der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung sind es 8.
In der Berufsgruppe 1 ist das Risiko immer am geringsten und nimmt dann in jeder höheren Berufsgruppe weiter zu.
Eine Berufsunfähigkeitsrente ist eine versicherbare Leistung einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung.
ERGO zahlt die Rente im Fall der Berufsunfähigkeit, solange die Berufsunfähigkeit andauert. Längstens bis zum vereinbarten Ablauf der Versicherung.
Dabei handelt es sich um eine Zusatzversicherung zu einem Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag. Sie sichert das Risiko der Berufsunfähigkeit ab.
In der Bescheinigung nach § 92 EStG wird u. a. erläutert, in welcher Höhe und für welches Kalenderjahr Zulagen gezahlt worden sind. Nach Erhalt dieser Bescheinigung können Sie innerhalb eines Jahres die bescheinigten Zulagen überprüfen lassen, wenn für ein bestimmtes Jahr die Zulagen von der Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) nicht oder nicht in erwarteter Höhe bezahlt wurden.
Das Recht auf eine solche Überprüfung heißt Festsetzung. Diese Festsetzung müssen Sie schriftlich in freier Form an ERGO richten. ERGO leitet die Anfrage an die ZfA weiter. Die ZfA nimmt die gewünschte Prüfung vor. Anschließend wird die Zulage ggf. neu festgesetzt.
Die betriebliche Altersversorgung ist eine zusätzliche Sozialleistung des Arbeitgebers. Die bAV erhält der Mitarbeiter aufgrund seines Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitgeber erteilt dazu eine Versorgungszusage. Sie kann Folgendes vorsehen:
Es gibt 2 Möglichkeiten, die bAV zu finanzieren:
Der Mitarbeiter finanziert die bAV. In diesem Fall wandelt der Mitarbeiter Teile seines Gehalts in Ansprüche auf eine Leistung der bAV um. Das wird auch Gehaltsumwandlung bzw. Entgeltumwandlung genannt. Mitarbeiter haben einen Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung.
Die Bewertungsreserve ist die Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert einer Kapitalanlage und ihrem Buchwert. Der Buchwert ist dabei der Wert, den die Kapitalanlage in der Bilanz hat. Bewertungsreserven bestehen also, wenn der aktuelle Marktwert einer Kapitalanlage höher als der Wert der Kapitalanlage in der Bilanz ist.
Beispiel: ERGO hat eine Aktie gekauft und sie mit einem Buchwert von 100 erfasst. Inzwischen wird die Aktie aber mit 120 an der Börse gehandelt. Der Unterschied dieser Werte bildet die Bewertungsreserve.
Grundsätzlich beteiligt ERGO alle Verträge an den Bewertungsreserven. Ausnahme: die rein fondsgebundenen Rentenversicherungen, weil der Wert der Fonds dabei direkt den Wert der Versicherung bestimmt.
Der letzte Börsenhandelstag eines Monats ist der Stichtag für die Bewertung. An diesem Tag ermittelt ERGO die Höhe der Bewertungsreserven. Gleichzeitig ermittelt ERGO einen eventuell vorhandenen Sicherungsbedarf. Dieser könnte bei Versicherungsverträgen mit Zinsgarantie entstehen.
Das Bezugsrecht ist das Recht, die Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen. Der Versicherungsnehmer legt fest, wer die Leistung aus der Versicherung erhalten soll. Der Empfänger der Leistung ist der Bezugsberechtigte. Er erhält die Leistung entweder im Erlebensfall oder bei Tod.
Im Erlebensfall zahlt ERGO meist an den Versicherungsnehmer selbst. Bei Tod des Versicherten geht die Leistung an denjenigen, der als Berechtigter festgelegt wurde.
Das Bezugsrecht kann der Versicherungsnehmer widerruflich oder unwiderruflich gestalten. Der Versicherungsnehmer kann das widerrufliche Bezugsrecht jederzeit ändern. Ein unwiderrufliches Bezugsrecht kann der Versicherungsnehmer nur ändern, wenn der unwiderruflich Bezugsberechtigte einverstanden ist.
In der betrieblichen Altersvorsorge gilt: Bei Direktversicherungen und Pensionskassen ist immer der Mitarbeiter bezugsberechtigt.
Bei einer Gehaltsumwandlung vereinbart ERGO ein unwiderrufliches Bezugsrecht. Damit hat der Bezugsberechtigte einen direkten Leistungsanspruch gegen das Versicherungsunternehmen.
Bei einer Arbeitgeberleistung wird i. d. R. ein eingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht vereinbart. Die Leistungen aus einer Rückdeckungsversicherung bezieht der Versicherungsnehmer. In diesem Fall kann der Versicherungsnehmer die Firma oder eine Unterstützungskasse sein.
Um die Zulage für eine Riester-Rente zu bekommen, müssen Sie jährlich einen Zulagenantrag stellen. Sie können aber auch Ihren Versicherer beauftragen. Dann beantragt er jährlich für Sie die Zulage bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen.
Ihr Vorteil bei diesem Dauerzulageverfahren: Sie müssen nicht jedes Jahr erneut einen Antrag auf Zulagen an den Versicherer senden.
Die Grundlage für das Dauerzulageverfahren sind die einmal angegebenen Daten. Ändern sich Ihre Daten, müssen Sie den Versicherer informieren.
Nicht alle können vom Dauerzulageverfahren profitieren. Bestimmte Personengruppen müssen jedes Jahr Angaben zum Einkommen machen:
Das Deckungskapital ist der Wert eines Versicherungsvertrags zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Dauer des Versicherungsvertrags. Dieser Wert ergibt sich aus:
deren laufender Verzinsung
Das Deckungskapital dient dazu, die vereinbarten Leistungen aus dem Vertrag zu erbringen. Das kann z. B. eine laufende Rentenzahlung sein. Das Deckungskapital baut sich durch die laufende Zahlung einer Rente allmählich ab.
Deckungsrückstellung ist ein Begriff aus der Bilanz eines Versicherungsunternehmens: Der Versicherungsnehmer zahlt seine Versicherungsbeiträge. Dafür erhält er nach Ablauf der Versicherung oder im vorzeitigen Leistungsfall (z. B. bei Berufsunfähigkeit, Todesfall) seine vertraglich vereinbarte Leistung. Damit der Versicherer diese Leistung jederzeit zahlen kann, muss er dafür eine Deckungsrückstellung bilden.
Eine Dienstobliegenheitserklärung ist eine vereinfachte Risikoprüfung. Diese kann der Arbeitgeber im Rahmen des Gruppengeschäfts für die versicherten Mitarbeiter abgeben. Er bescheinigt darin Folgendes:
Der Mitarbeiter war in den vergangenen 2 Jahren nicht länger als 2 Wochen ununterbrochen arbeitsunfähig. Für Mitarbeiter, die weniger als 2 Jahre im Betrieb arbeiten, gilt: Der Arbeitgeber muss dies für die gesamte bisherige Beschäftigungsdauer bescheinigen.
In Einzelfällen reicht eine Dienstobliegenheitserklärung nicht aus. In diesen Fällen kann ERGO eine Gesundheitserklärung verlangen. Dies tut sie, wenn der Umfang oder die Höhe der Leistung es erforderlich machen. Z. B., wenn der Mitarbeiter eine besonders hohe Berufsunfähigkeitsrente versichern möchte.
Die Direktversicherung ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Sie funktioniert so: Der Arbeitgeber schließt für seinen Mitarbeiter eine Rentenversicherung ab. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer. Er zahlt auch die Beiträge. Der Mitarbeiter ist die versicherte Person und Bezugsberechtigter. Deshalb bekommt er die Leistungen aus der Versicherung.
Stirbt der Mitarbeiter, erhalten seine versorgungsberechtigten Hinterbliebenen die Leistung. Als Versicherungsleistungen kommen Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenleistungen in Betracht.
Die Direktzusage ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Sie funktioniert so: Der Arbeitgeber sagt seinem Mitarbeiter eine Versorgung in vereinbarter Höhe zu. Tritt ein Versorgungsfall ein, zahlt er die vereinbarte Leistung aus eigenen Mitteln. Ein Versorgungsfall liegt vor, wenn der Mitarbeiter
in Rente geht,
berufs- oder erwerbsunfähig ist,
Die Leistungen zahlt der Arbeitgeber im Versorgungsfall direkt an seinen Mitarbeiter. Stirbt der Mitarbeiter, zahlt er an die versorgungsberechtigten Hinterbliebenen.
Das Unternehmen bildet für die spätere Erfüllung der Direktzusage Rückstellungen in der Bilanz. Diese mindern den Gewinn. Damit der Arbeitgeber das Geld für die Versorgung zur Verfügung hat, kann er eine Rückdeckungsversicherung abschließen. Die Beiträge dafür sind Betriebsausgaben. Unverfallbare Anwartschaften und fällige Leistungen muss er gegen Insolvenz absichern.
Als Durchführungsweg bezeichnet man die die verschiedenen Formen der betrieblichen Altersversorgung. Es gibt 5 Durchführungswege:
Sie haben unterschiedliche Rahmenbedingungen: Die Direktversicherung, die Pensionskasse und der Pensionsfonds sind versicherungsförmig. Ihre Finanzierung erfolgt über ein rechtlich selbstständiges Unternehmen. Man nennt das "mittelbare Durchführung der bAV".
Eine unmittelbare Durchführung erfolgt über die Direktzusage.
Die Entscheidung über den Durchführungsweg trifft der Arbeitgeber.
Das Produktinformationsblatt kann Angaben zu den sogenannten Effektivkosten enthalten. Daraus geht hervor, in welchem Maß sich die Kosten eines Vertrags auf die Rendite auswirken. Dabei werden die Effektivkosten in Prozentpunkten dargestellt.
Das deutsche Einkommensteuergesetz (EStG) bildet die Grundlage der Besteuerung des Einkommens. Es regelt die Besteuerung natürlicher Personen. Dazu gehören z. B. Arbeitnehmer und Rentner.
Die Besteuerung der Einkommen juristischer Personen regelt ein eigenes Steuergesetz, das Körperschaftsteuergesetz. Das EStG bildet aber auch dort eine Grundlage. Zu juristischen Personen gehören z. B. Firmen und Vereine.
Der § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG) regelt die staatliche Förderung zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung (bAV). Bis zu den dort geregelten Höchstbeträgen sind die Beiträge steuerfrei.
Der § 3 Nr. 63 EStG gilt für:
Bis zum 1.1.2018 galt: Die Beiträge bis zur Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West) waren steuer- und sozialabgabenfrei. Zusätzlich konnten Mitarbeiter bis zu 1.800 Euro pro Kalenderjahr für die bAV aufwenden. Auch diese Zahlung war steuerfrei. Dies ging nur, wenn der Mitarbeiter eine Versorgungszusage hatte, die nach dem 31.12.2004 erteilt wurde.
Seit dem 1.1.2018 gilt: Beiträge sind bis zur Höhe von 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuerfrei. Der bisherige jährliche Zusatzbeitrag von 1.800 Euro entfällt komplett. Beiträge für eine bestehende pauschalversteuerte Versorgungszusage werden nun in der tatsächlichen Höhe angerechnet.
Steuerfrei sind die Beiträge zur bAV jedoch nur im Rahmen eines Hauptarbeitsverhältnisses. Das nennt man auch erstes Dienstverhältnis. Die spätere Auszahlung aus der bAV erfolgt grundsätzlich als Rente. Möglich sind auch ein Auszahlungsplan oder eine Einmalzahlung. Im Rahmen des Auszahlungsplans werden Raten gezahlt und anschließend der Rest des Kapitals verrentet. Eine Einmalzahlung ist nur möglich, wenn das Kapitalwahlrecht innerhalb des letzten Jahres vor Beginn der Auszahlungsphase ausgeübt wird.
Die Versorgung kann z. B. sein:
Ist in dem Vertrag eine automatische Anpassung vereinbart, erhöht ERGO die Beiträge maximal bis zum steuerfreien Höchstbetrag.
Wie die Leistung versteuert wird, finden Sie unter „Nachgelagerte Besteuerung“.
Arbeitnehmer erhalten für ihre Arbeitsleistung ein Arbeitsentgelt bzw. ein Gehalt. Es umfasst das laufende Gehalt, aber auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Einen Teil seines Gehalts kann der Arbeitnehmer für seine Altersvorsorge verwenden. Dann wandelt er diesen Teil in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) um. Der Fachbegriff lautet Entgeltumwandlung.
Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Gehaltsumwandlung. Das steht in § 1a Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Damit hat der Arbeitnehmer das Recht, zugunsten seiner Altersvorsorge auf Teile seines Gehalts zu verzichten.
Vertragliche Grundlage ist eine schriftliche Vereinbarung über die Gehaltsumwandlung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren darin Folgendes: Einen Teil des zukünftigen Gehalts zahlt der Arbeitgeber nicht aus. Dieser Teil des Gehalts "finanziert" die betriebliche Altersversorgung. Er fließt z. B. als Beitrag in die Direktversicherung oder in den Pensionskassenvertrag. Eine Umwandlung tariflicher Bestandteile des Gehalts ist nur möglich, wenn es der jeweils gültige Tarifvertrag zulässt.
Die Regelung des Ertragsanteils steht in § 22 Einkommensteuergesetz. Er ist abhängig vom Alter (vollendetes Lebensjahr) zu Beginn der Rentenzahlung. Wie hoch der Ertragsanteil in Ihrem Fall ist, steht in einer Tabelle im Einkommensteuergesetz. Sie gibt je nach vollendetem Lebensjahr des Rentenberechtigten einen Prozentwert für den zu versteuernden Anteil an.
Es gibt auch Renten, die nicht ein Leben lang gezahlt werde. Zum Beispiel Berufsunfähigkeitsrenten. Hier wird der Ertragsanteil nach der Dauer der Rentenzahlung ermittelt. Das ist in § 55 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) geregelt.
Für Leistungen aus einer pauschalversteuerten bAV gilt: Sie sind grundsätzlich sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 5 Satz 2 EStG. Rentenleistungen werden mit dem Ertragsanteil versteuert. Kapitalleistungen sind i.d.R. einkommensteuerfrei, wenn der Vertrag vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurde.
Begriff der Erwerbsunfähigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen:
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person nicht mehr in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit von mehr als 3 Stunden täglich nachzugehen. Gründe dafür können Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall sein. Dieser Zustand muss voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen andauern. Die Erwerbsunfähigkeit muss die versicherte Person ärztlich nachweisen.
Eine Erwerbsunfähigkeitsrente ist eine versicherbare Leistung einer Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung. ERGO zahlt die Rente im Fall der Erwerbsunfähigkeit. Und zwar, solange die Erwerbsunfähigkeit andauert – längstens bis zum vereinbarten Ablauf der Versicherung.
Dabei handelt es sich um eine Zusatzversicherung zu einem Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag. Sie sichert das Risiko der Erwerbsunfähigkeit ab.
Man spricht im Privatrecht von Fahrlässigkeit, wenn jemand in einer bestimmten Situation nicht so sorgfältig handelt, wie es erforderlich wäre.
Beispiel: Im Straßenverkehr ist es zur Vermeidung von Verkehrsunfällen erforderlich, einen Mindestabstand zum Vorausfahrenden einzuhalten. Verstößt ein Fahrer gegen diese Regel und fährt zu dicht auf, handelt er also fahrlässig.
Von grober Fahrlässigkeit spricht man, wenn die Verletzung der Sorgfalt besonders schwer ist. Etwa, wenn jemand in einer bestimmten Situation etwas nicht beachtet, was jedem einleuchten muss.
Beispiel: Sie fahren über eine Kreuzung, obwohl Sie sehen, dass die Ampel rot ist, und verursachen dadurch einen Unfall.
Anhand der Bescheinigung nach § 92 Einkommensteuergesetz können Sie innerhalb eines Jahres die bescheinigten Zulagen überprüfen lassen. Das Recht auf eine solche Überprüfung heißt Festsetzung. Diese Festsetzung müssen Sie schriftlich an ERGO richten. Dafür gibt es keine vorgeschriebene Form. ERGO leitet die Anfrage an die ZfA weiter. Die ZfA führt die gewünschte Prüfung durch. Anschließend wird die Zulage ggf. neu festgesetzt.
Ein Firmen-Gruppenvertrag ist ein vertraglicher Rahmen für den Abschluss einer größeren Anzahl von einzelnen Versicherungen in der betrieblichen Altersversorgung. Durch den Gruppenvertrag spart ERGO bei der Verwaltung.
ERGO wendet ein vereinfachtes Aufnahmeverfahren an. Versicherungsnehmer des Firmen-Gruppenvertrags und der einzelnen Versicherung ist jeweils der Arbeitgeber. Er hat damit alle Gestaltungsrechte. Der Arbeitnehmer ist die versicherte Person.
Die flexible Altersgrenze bietet Versicherten folgende Möglichkeit: Sie können ihre Altersversorgung vorzeitig in Anspruch nehmen. Das bedeutet, Versicherte können vor Erreichen der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung eine Leistung beziehen. Die flexible Altersgrenze gibt es
Fondsanteile, Fondsguthaben
Bei der fondsgebundenen Versicherung erwirbt ERGO mit einem Teil der Beiträge Anteile an Investmentfonds, sogenannte Fondsanteile. Dadurch entsteht ein Fondsguthaben.
Bei der fondsgebundenen Versicherung investiert ERGO die Sparbeiträge in Investmentfonds. Den Schwerpunkt der Anlage bilden Aktien und festverzinsliche Wertpapiere.
Abhängig von den gezahlten Beiträgen entfällt auf jede Versicherung eine bestimmte Anzahl von Investmentanteilen. Die Versicherungsleistung besteht aus dem Zeitwert des Deckungskapitals. Dieser entspricht dem Wert der erworbenen Anteileinheiten.
Das Fondsportfolio enthält alle Investmentfonds, die ERGO für die Kapitalanlage zur Verfügung stehen.
Freizeitzuschläge werden erhoben, wenn die versicherte Person Sport- bzw. Freizeitaktivitäten nachgeht, die zu einem erhöhten Risiko führen. Auch bestimmte Auslandsaufenthalte können einen Zuschlag erforderlich machen.
Zur Berücksichtigung eines sportlichen Risikos können Risikozuschläge zwischen 25 und 150 % veranschlagt werden. Ob und in welcher Höhe ein Risikozuschlag erforderlich ist, wird von Fall zu Fall geklärt.
Die Fünftelungsregelung ist eine gesetzliche Sonderregelung. Sie soll die übermäßige Steuerbelastung von außerordentlichen Einkünften verhindern. Sie gilt auch für "Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit". Das sind Vergütungen, die in mehreren Jahren erwirtschaftet wurden und jetzt zusammengeballt in einem Jahr steuerlich zufließen. Hierbei kann es sich zum Beispiel auch um Kapitalzahlungen aus einer Direktzusage handeln. Diese muss der Arbeitnehmer grundsätzlich in voller Höhe versteuern. Und zwar im Jahr der Auszahlung. Die einmalige Auszahlung würde aber aufgrund der Steuerprogression zu einer sehr hohen Steuerbelastung führen. Denn der Steuersatz ist deutlich höher als bei einer Verteilung auf mehrere Jahre. Die außerordentlichen Einkünfte werden für die steuerliche Berechnung so behandelt, als bekämen Sie diese gleichmäßig auf die nächsten fünf Jahre verteilt. Dazu wird bei der Berechnung der Steuer ein Fünftel der einmaligen Einnahme zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Die Differenz zwischen diesem Betrag und dem (normalen) Steuerbetrag ohne einmalige Einnahme wird mit fünf multipliziert und ergibt den Steuerbetrag für die gesamte einmalige Einnahme. So kann die endgültige Steuerbelastung gemindert werden. An der Besteuerung des normalen Einkommens ändert sich nichts. Weitere Informationen hierzu finden Sie in § 34 Absatz 1 und 2 EStG.
Die garantierten Leistungen werden bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Sie sind damit garantiert, z. B. eine Altersrente, eine Versicherungssumme oder ein Todesfallkapital.
Diese Leistungen sind unabhängig von Kapitalmarktschwankungen. Garantierte Leistungen hebt ERGO in der Versicherungsurkunde durch Fettdruck hervor.
Bei den fondsgebundenen Produkten ERGO Rente Garantie und ERGO Betriebs-Rente Garantie garantiert ERGO ein Mindestvertragsguthaben. Daraus wird die garantierte Altersrente gebildet, abhängig von der Höhe des zum Rentenbeginn vorhandenen Fondsguthabens.
Das garantierte Mindestvertragsguthaben ergibt sich wie folgt: Die Summe der Beiträge zur Hauptversicherung werden mit einem bestimmten Prozentsatz multipliziert. Das ist das Garantieniveau. Das Garantieniveau zu Vertragsbeginn ist abhängig von:
Der Art der Beitragszahlung (laufender Beitrag oder Einmalbeitrag)
Bei der ERGO Betriebs-Rente Garantie hängt das Garantieniveau auch vom gewählten Tarif ab. Bei der ERGO Betriebs-Rente Garantie kann der Versicherungsnehmer zwischen einem Tarif mit einem 100%igen Garantieniveau und einem Tarif mit einem 80%igen Garantieniveau wählen.
Ist das Fondsguthaben höher als das garantierte Mindestvertragsguthaben, berechnet ERGO die Altersrente aus dem Fondsguthaben.
In den Regelungen zu Riester-Verträgen und teilweise auch bei der betrieblichen Altersversorgung spricht man vom gebildeten Kapital. Das ist das Guthaben, das aus Ihren Beiträgen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt angespart wurde. Dieses Guthaben steht für die Altersversorgung zur Verfügung. Aus dem Guthaben bildet ERGO die Rente.
Dem Deckungskapital der Versicherung. Bei fondsgebundenen Riester-Verträgen aus dem Wert der Fondsanteile und der im sonstigen Vermögen angelegten verzinsten Beitrags- und Zulagenteile abzüglich der tariflichen Kosten
Dem Wert der Schlussüberschussanteile, der bei einem Anbieterwechsel übertragen werden würde
Wenn bei einem Wechsel des Arbeitgebers ein anderer Versicherer die betriebliche Altersversorgung fortführen soll, gilt: ERGO zahlt das gebildete Kapital an den Versicherer aus, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr.
Gebundenes Vermögen ist ein Begriff aus dem früheren Aufsichtsrecht. Er bezeichnet die Kapitalanlagen, die zur Deckung von Ansprüchen aus Versicherungsverträgen dienen.Für das gebundene Vermögen galten besondere Anlagevorschriften.
Das seit dem 1.1.2016 geltende Aufsichtsrecht verzichtet auf diesen Begriff. Die gesamten Vermögenswerte des Versicherungsunternehmens sind nun nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht anzulegen. Dies regelt § 124 Absatz 1 Versicherungsaufsichtsgesetz. Für fondsgebundene Lebensversicherungen gelten abweichende Regelungen. Siehe Anlagestock.
Siehe "Entgeltumwandlung"
Um eine entstehungsgerechte Überschussbeteiligung zu gewährleisten, sind gleichartige Tarife in Bestandsgruppen oder Abrechnungsverbänden zusammengefasst. Innerhalb dieser Bestandsgruppen und Abrechnungsverbände sind die Tarife weiter in Gewinnverbände unterteilt. Unterschieden wird im Wesentlichen nach:
Risikoart (z. B. kapitalbildende Lebensversicherung, Risikolebensversicherung, Rentenversicherung)
Geschäftsbereich (Einzel- oder Kollektivversicherung)
Siehe "Fahrlässigkeit"
Jeder Zulagenberechtigte erhält eine Grundzulage. Diese beträgt jährlich 154 €. Zudem wird Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ein Berufseinsteigerbonus in Form einer einmaligen Grundzulage von 200 € gewährt. Er muss nicht separat beantragt werden. Die Zahlung erfolgt automatisch für das erste Beitragsjahr, für das eine Altersvorsorgezulage beantragt wird.
ERGO unterscheidet zwischen Hauptversicherungen und Zusatzversicherungen. Rentenversicherungen sind Hauptversicherungen. Eine Zusatzversicherung ist z. B. eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung.
Die Hauptversicherung ist der zentrale Bestandteil einer Versicherung. Das heißt, sie existiert eigenständig für sich. Das ist bei Zusatzversicherungen nicht möglich. Denn sie sind an die Hauptversicherung gekoppelt.
Eine Zusatzversicherung besteht höchstens so lang wie die Hauptversicherung. Zusatzversicherungen können Sie auch nachträglich noch beantragen. Dazu ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich.
Eine Hinterbliebenenversorgung ist eine Leistung bei Tod der versicherten Person. Sie wird an die Hinterbliebenen gezahlt. In der betrieblichen Altersversorgung erhalten diese Leistungen nur versorgungsberechtigte Hinterbliebene. Anderenfalls wird die betriebliche Altersversorgung steuerlich nicht anerkannt.
Der eingetragene Lebenspartner, mit dem der Versicherte zum Zeitpunkt seines Todes in einer Partnerschaft nach § 1 Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft gelebt hat.
Kindergeldberechtigte Kinder. Dazu gehören z. B. auch Enkel-, Pflege- und Stiefkinder. Auch bei nichtehelichen Gemeinschaften. Spätestens bei Tod des Versicherten muss ERGO eine schriftliche Versicherung des Mitarbeiters vorliegen, die sein Verhältnis zum Kind schriftlich bestätigt. Gleiches gilt für Enkelkinder, die dauerhaft im Haushalt der Großeltern leben.
Der Arbeitgeber bzw. Versorgungsträger prüft zum Zeitpunkt der Auszahlung, ob es solche Hinterbliebenen gibt.
Seit dem 1. Januar 2015 beträgt der Höchstzillmersatz bei Lebensversicherungen 25 Promille. Das bedeutet, dass die Unternehmen in den ersten 5 Jahren der Vertragslaufzeit Abschlusskosten von max. 25 Promille der Beitragssumme eines Lebensversicherungsvertrags bilanziell anrechnen können. Dadurch wird eine Verringerung des Deckungskapitals um die noch nicht getilgten Abschlusskosten einer Lebensversicherung erlangt.
Diese sogenannte Zillmerung ist nach dem Versicherungsmathematiker August Zillmer (1831-1893) benannt. Die Bundesregierung verspricht sich davon höhere Rückkaufwerte bei vorzeitiger Beendigung des Vertrags.
Bei der ERGO Rente Balance besteht die Möglichkeit, den Index Plus einzuschließen. Dann wird zu Beginn eines jeden Indexjahrs ein fester Prozentsatz des aktuellen überschussberechtigten Deckungskapitals entnommen. Mit diesem Betrag wird eine erhöhte Beteiligungsquote der Indexbeteiligung finanziert.
Ein Index ist eine Kennzahl für die Entwicklung von zuvor ausgewählten Finanzkursen, z. B. Aktienkurse oder Fondskurse. Der Index soll deren Entwicklung repräsentativ dokumentieren.
Den Ausgangspunkt für die Berechnung eines Index bildet stets ein bestimmter Zeitpunkt. Die nachfolgenden Änderungen des Index im Zeitablauf spiegeln die Wertentwicklung (Performance) der in diesem hypothetischen Portfolio enthaltenen Aktien oder Fonds wider.
Dieses Informationsblatt gibt es für alle Lebensversicherungsprodukte, die keine Auswahl der gewünschten Kapitalanlage vorsehen. Dazu gehören im Lebensversicherungsbereich:
Inhalt des IPID sind grundlegende Informationen über das Produkt. Dazu gehören die versicherten aber auch die nicht versicherten Leistungen. Ferner werden Rechte und Pflichten des Kunden erläutert. Zudem gibt es einen Abschnitt über Beiträge und Kosten. Es beruht auf einer gesetzlichen Verpflichtung aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) heraus.
Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit. Sie liegt beispielsweise vor, wenn ein Unternehmen seine fälligen Schulden nicht begleichen kann. Bei juristischen Personen liegt Insolvenz auch vor, wenn sie überschuldet sind.
Auch natürliche Personen können zahlungsunfähig sein. Man nennt dies Privatinsolvenz. Die Privatinsolvenz ist ein vereinfachtes Insolvenzverfahren zur Abwicklung der Insolvenz einer natürlichen Person. Es soll den Gläubigern eines zahlungsunfähigen Schuldners gleichmäßige forderungsanteilige Befriedigung bringen.
In der Invalidisierungstafel sind Wahrscheinlichkeiten hinterlegt, nach denen jemand berufs- oder erwerbsunfähig werden könnte. Diese Informationen benötigt der Versicherer, um den Beitrag und die Leistung z. B. für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu ermitteln.
Die Rechtssprache unterscheidet zwischen natürlicher und juristischer Person. Der Mensch ist eine natürliche Person. Eine juristische Person ist eine Organisation, die ähnlich wie eine natürliche Person handeln kann. Sie hat auch Rechte.
Eine juristische Person ist z. B. eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Aktiengesellschaft (AG).
Kapitalabfindung, Kapitalwahlrecht
Das Kapitalwahlrecht bzw. die Kapitalabfindung ist ein Wahlrecht bei einer Rentenversicherung. Sie können es bei Vertragsabschluss mit ERGO vereinbaren. Dann können Sie zum vereinbarten Rentenbeginn wählen: ERGO zahlt entweder eine Rente oder eine einmalige Summe. Diese einmalige Summe nennt man Kapitalabfindung.
Kapitaldeckungsverfahren, kapitalgedeckte bAV
In der betrieblichen Altersversorgung ist das Kapitaldeckungsverfahren üblich bei der Finanzierung von
Versorgungen über die Pensionskasse
Das Kapitaldeckungsverfahren ist eine Art der Finanzierung. Die gezahlten Beiträge werden zu einem Vermögensbestand angespart. Das ist das Deckungskapital oder der Kapitalstock.
Dieses Vermögen legt ERGO zinsbringend an. Damit unterscheidet sich das Kapitaldeckungsverfahren vom Umlageverfahren in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dort finanzieren sich die Renten mit den Geldern eingehender Beitragszahlungen.
Bei der fondsgebundenen Rentenversicherungen ERGO Rente Garantie haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihre Rentenversicherung an Ihre Lebenssituation anzupassen.
Eine Möglichkeit ist die Kapitalentnahme nach Rentenbeginn: Sie können während des Rentenbezugs 2 Mal eine Kapitalauszahlung beantragen. Nähere Informationen finden Sie in den allgemeinen Versicherungsbedingungen, die Sie anfordern können.
Die ERGO Rente Garantie gibt Ihnen verschiedene Möglichkeiten, Ihre Rentenversicherung an Ihre Lebenssituation anzupassen. Eine Möglichkeit: Sie können vor Beginn der Rente Kapital entnehmen. Das ist bis zu 2 Mal jährlich aus dem vorhandenen Vertragsguthaben möglich. Dafür berechnet ERGO keinen Stornoabschlag.
Es müssen mindestens 1.000 € sein.
Nach der Entnahme müssen noch mindestens 2.500 € Guthaben vorhanden sein.
Die Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen folgenden Ereignissen: dem Eintritt der Berufsunfähigkeit und dem Zeitpunkt, ab dem deswegen ein Anspruch auf Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente entsteht.
Der Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente entsteht mit dem Ablauf des Monats, in dem die Karnezzeit endet.
Kindergeldberechtigte Kinder sind versorgungsberechtigte Hinterbliebene der betrieblichen Altersversorgung. Als kindergeldberechtigte Kinder bezeichnet ERGO in diesem Zusammenhang Kinder im Sinne des § 32 Abs. 3, 4 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Abs. 5 EStG.
Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die leiblichen, ehelichen oder ihnen gesetzlich gleichgestellten Kinder der versicherten Person, die zum Zeitpunkt des Todes der versicherten Person
das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und in einer Berufsausbildung stehen oder diese mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen können
behindert sind, wenn die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahrs eingetreten ist und sie außerstande sind, sich selbst zu unterhalten
Zusätzlich zu den im ersten Grad mit der versicherten Person verwandten Kindern gelten auch Pflege- oder Stiefkinder als versorgungsberechtigte Hinterbliebene.
Diese müssen im Einzelfall steuerlich anerkannt sein. Das bedeutet, sie müssen namentlich benannt sein. Sie müssen auf Dauer im Haushalt der versicherten Person aufgenommen worden sein und die Voraussetzungen des § 32 Abs. 3, 4 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Abs. 5 EStG erfüllen.
Das gilt auch, wenn die genannten Voraussetzungen des § 32 EStG für diese Kinder nur beim ebenfalls im Haushalt der versicherten Person lebenden Ehegatten oder Lebenspartner erfüllt sind.
Eine Kinderzulage gibt es bei Riester-Verträgen. Die Kinderzulage besteht für jedes kindergeldberechtigte Kind. Bei verheirateten und nicht dauerhaft getrennt lebenden Ehepartnern gilt: Die Kinderzulage steht der Mutter zu. Die Kindergeldzulage kann aber auch dem Vertrag des Vaters zustehen. Dafür muss die Ehefrau bzw. die Mutter zustimmen.
Um die Kinderzulage zu bekommen, müssen Sie die Kindergeldnummer bzw. das Aktenzeichen und die Kindergeldkasse angeben.
Kundeninformationsblatt (KIB)
Das Kundeninformationsblatt (KIB) beruht auf einer gesetzlichen Verpflichtung aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) heraus. Das KIB gibt es für alle Lebensversicherungsprodukte. Es enthält wesentliche Informationen über den Versicherer selber und das gewählte Produkt. Unter anderem sind Beiträge, Leistungen, Kosten und Überschussbeteiligung thematisiert. Aber auch Optionen wie Beitragsfreistellung oder Kündigung werden angesprochen.
Bei Kündigung einer Versicherung zahlt ERGO, falls vorhanden, den Kündigungsbetrag aus. So wird er ermittelt:
Den Rückkaufswert vermindert ERGO um einen Abzug, wenn ein solcher vereinbart ist.
Nähere Informationen finden Sie in den Versicherungsbedingungen zu Ihrer Versicherung.
Lebensversicherungen sind Personenversicherungen. Dabei liegt das versicherte Risiko direkt in der Person. Es gibt unterschiedliche Formen der Lebensversicherung. Wesentliche Lebensversicherungen sind:
Risikolebensversicherung: ERGO zahlt die Versicherungsleistung nur im Todesfall.
Fondsgebundene Versicherung: Die Höhe der Versicherungsleistung hängt von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Fonds ab.
Eine Leistung der Versicherung kann fällig sein, wenn die versicherte Person
einen bestimmten Zeitpunkt erlebt
zu einem bestimmten Zeitpunkt stirbt
Siehe "Garantierte Leistungen"
Wenn ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter eine Versorgung über eine Unterstützungskasse (U-Kasse) einrichtet, gilt: Er tritt dieser U-Kasse bei. Damit ist er ein Trägerunternehmen der U-Kasse.
Die Mitarbeiter erhalten einen Leistungsplan, wenn die Versorgung über eine U-Kasse eingerichtet wird. Dieser beschreibt die Leistungen, die sie bekommen. Darüber hinaus enthält er die Rechte und Pflichten für Arbeitgeber und Mitarbeiter.
Für die Gewährung der vollen Zulage für einen Riester-Vertrag gilt: Sie hängt von der Höhe des eingezahlten Beitrags ab. Der sogenannte Mindesteigenbeitrag beträgt 4 % des sozialversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahrs. Davon sind die Zulagen, die im laufenden Jahr erwartet werden, abzuziehen.
Der Mindesteigenbeitrag beträgt max. 2.100 € pro Jahr. Zahlen Sie weniger als Ihren individuellen Mindestbeitrag, gilt: Die Zulagen werden anteilig gekürzt.
Sie müssen mindestens den Sockelbetrag von 60 € jährlich einzahlen.
Siehe "Garantiertes Mindestvertragsguthaben"
Die mitversicherte Person ist im Rahmen einer Hinterbliebenen-Zusatzversicherung die begünstigte Person. Stirbt die versicherte Person, erhält die mitversicherte Person die versicherte Leistung. Die Leistung variiert je nach Art der Zusatzversicherung. Es kann eine einmalige Kapitalzahlung oder eine lebenslange Hinterbliebenenrente vereinbart werden.
Die Zusatzversicherung kann zu unseren Rentenversicherungen abgeschlossen werden.
In der betrieblichen Altersversorgung kann die die Auswahl eingeschränkt sein. Bei manchen Produkten ist nur der Ehepartner oder Lebenspartner der versicherten Personals Mitversicherte Person zulässig.
Mitarbeiter behalten nach Eintritt der gesetzlichen Unverfallbarkeit auch dann Ansprüche auf Versorgungsleistungen, wenn sie vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheiden.
Bei Direktzusagen errechnet sich die Höhe des unverfallbaren Anspruchs bei Ausscheiden aus dem Unternehmen mit dem Quotierungsverfahren. Dabei wird das Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit bis zum Ausscheiden (m) zu der Zeit der möglichen Dauer der Betriebszugehörigkeit bis zur Vollendung des Lebensjahrs der festgesetzten Altersgrenze (n) gebildet. Normalerweise ist das das 65. bzw. 67. Lebensjahr.
Das Quotierungsverfahren wird auch m/n-tel-Verfahren genannt.
Beispiel: Ein Mitarbeiter tritt mit 37 Jahren in ein Unternehmen ein. Er hat eine Zusage über 300 € Altersrente bekommen. Mit 47 Jahren verlässt er das Unternehmen nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Mit 67 Jahren kann er in Rente gehen. Er hätte also bis zum Renteneintritt 30 Jahre im Unternehmen bleiben können. Daraus ergibt sich im Quotierungsverfahren ein Verhältnis von 10/30. Damit hat er ein Anrecht auf ein Drittel seiner Betriebsrente, also 100 €.
Wenn die eingezahlten Beiträge in private (Riester) oder betriebliche Altersversorgungsverträge einkommensteuerfrei waren, gilt: Rentenzahlungen müssen in voller Höhe versteuert werden. Näheres dazu finden Sie unter § 22 Nr. 5 EStG. Dies nennt man nachgelagerte Besteuerung. Das ist für die Arbeitnehmer von Vorteil. In der Regel ist davon auszugehen, dass sie im Rentenalter einen niedrigeren Steuersatz als im Arbeitsleben haben. Somit fällt die Steuerbelastung zu einem späteren Zeitpunkt an. Der zu versteuernde Gesamtbetrag ist dann meistens geringer. Die nachgelagerte Besteuerung ist innerhalb des steuerlichen Förderrahmens in der betrieblichen Altersversorgung die Regel. Für den Durchführungsweg Direktversicherung gilt sie jedoch erst für Versorgungszusagen, die ab dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden.
Bei Vertragsabschluss erhält der Versicherungsnehmer eine Versicherungsurkunde. Bei Vertragsänderungen erstellt ERGO einen Nachtrag zur Versicherungsurkunde, z. B. bei der automatischen Anpassung.
Sie können bei privaten Versicherungen Ihren Versicherungsschutz erhöhen. Zu bestimmten Ereignissen geht das ohne Prüfung Ihrer Gesundheit. Die genauen Regelungen für die einzelnen Versicherungen können Sie bei ERGO anfordern.
Siehe "Juristische Person"
Obliegenheiten sind die Pflichten des Versicherungsnehmers. Dazu gehören z. B. Informationspflichten. Verletzt er diese Pflichten, kann das zur Kürzung seines Versicherungsschutzes führen. Im schlimmsten Fall verliert er ihn ganz.
Pauschalbesteuerung nach § 40 b EStG a. F.
§ 40b Einkommensteuergesetz (EStG) in der bis zum 31.12.2004 geltenden Fassung regelt die Besteuerung der Beiträge für Direktversicherungen und an Pensionskassen. Die Weiteranwendung der Pauschalbesteuerung der Beiträge für Direktversicherungen und an Pensionskassen ist aber nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:
Die Pauschalbesteuerung ist bis zu einem Beitrag von 1.752 € im Kalenderjahr zulässig. Übersteigen die eingezahlten Beiträge den für die Pauschalierung zulässigen Höchstbetrag, gilt: Der übersteigende Betrag unterliegt der normalen Lohnsteuer. Bei Abschluss eines Gruppenvertrags erfolgt eine Durchschnittsberechnung. Dabei werden alle Mitarbeiter mit einem Beitrag bis zu 2.148 € pro Kalenderjahr einbezogen. Liegt der Durchschnittsbeitrag über dem Höchstbetrag von 1.752 €, gilt: Die Pauschalbesteuerung ist nur individuell bei jedem Arbeitnehmer bis zu diesem Betrag zulässig.
Es handelt sich das erste Dienstverhältnis des Mitarbeiters.
Der Pensionsfonds ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. Er erbringt betriebliche Versorgungsleistungen.
Ein Vorteil gegenüber den anderen Durchführungswegen: Der Pensionsfonds darf sein Vermögen in höherem Maß am Aktienmarkt anlegen als Lebensversicherer und Pensionskassen. So kann er die Renditechancen nutzen. Allerdings ergeben sich daraus auch höhere Risiken. Denn die Kurse am Aktienmarkt können zum Teil stark schwanken.
Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. Der Arbeitgeber schließt dort für seine Mitarbeiter eine Rentenversicherung ab. Er ist Versicherungsnehmer. Der Mitarbeiter ist die versicherte Person. Der Versicherte hat einen rechtlichen Anspruch auf die vereinbarte Leistung. Die Pensionskasse zahlt sie an die Mitarbeiter, bei dessen Tod an seine Hinterbliebenen.
Die Pensionskasse von ERGO unterliegt den Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Die Aufsicht über die Pensionskasse hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen.
Die Pensionsrückstellung ist immer dann notwendig, wenn ein Unternehmen eine Direktzusage erteilt. Die Pensionsrückstellung ist ein Bestandteil der Bilanz eines Unternehmens. Sie wird bei Eigen- und Fremdkapital ausgewiesen, also auf der Passivseite der Bilanz. Das gilt für die Handels- und für die Steuerbilanz.
Das Unternehmen darf die Rückstellung erstmals in der Bilanz des Wirtschaftsjahrs bilden, in dem es die Direktzusage erteilt hat.
Die versorgungsberechtigte Person hat bis zur Mitte des Wirtschaftsjahrs das 27. Lebensjahr vollendet oder
Das Unternehmen bildet die Rückstellung in der Zeit zwischen Erteilung der Zusage und Erreichen der Altersgrenze. Diese Regelung ist verpflichtend für die Steuerbilanz in § 6a Abs. 2 Nr. 1 Einkommensteuergesetz festgeschrieben.
Vielfach nutzen Unternehmen diese Regelung auch für Zwecke der Handelsbilanz. Denn die erstmalige Bildung der Rückstellung und ihre späteren Erhöhungen können sie als Aufwand verbuchen. Sie mindern den Gewinn des Unternehmens.
Wenn man eine Lebensversicherung beleiht, nennt man das Policendarlehen. Manchmal wird auch der Begriff Vorauszahlung verwendet.
Sie können Ihren Vertrag maximal bis zur Höhe des Rückkaufswerts beleihen. Das ist aber nur bei bestimmten Verträgen möglich. Bei Riester- und Basis-Renten sowie in der betrieblichen Altersversorgung geht es nicht.
Portabilität heißt Übertragbarkeit. In der betrieblichen Altersversorgung beschreibt sie die Möglichkeit, eine Anwartschaft auf einen neuen Arbeitgeber zu übertragen.
Wechselt ein Mitarbeiter den Arbeitgeber, kann er die beim alten Arbeitgeber gebildeten Anwartschaften mitnehmen. Dann übernimmt der neue Arbeitgeber die Versorgungszusage unverändert. Vorausgesetzt, er stimmt der Übertragung zu.
Die Übertragung bezieht sich auf alle Pflichten im Vertrag des alten Arbeitgebers. Die rechtliche Haftung für Inhalt und Umfang dieser Zusage geht auf den neuen Versorgungsträger über.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit der Übertragung. Dabei wird nicht die Versorgungszusage selbst, sondern deren Wert übertragen. Der neue Arbeitgeber erteilt dann eine wertgleiche Zusage. Diese kann andere Versorgungsleistungen vorsehen als die Zusage des alten Arbeitgebers.
Siehe "m/n-tel-Verfahren"
Der Rentenbeginn ist der Termin, zu dem die Leistungen einer Rentenversicherung fällig werden. Ab diesem Tag wird die Rente gezahlt.
Der Rentenfaktor wird nach Grundsätzen der Versicherungsmathematik ermittelt. Er bildet unter anderem die Grundlage für die Berechnung der monatlichen Altersrente bei fondsgebundenen Rentenversicherungen. Von ihm hängt die Höhe der Rentenauszahlung ab. Er gibt an, wie hoch die zu erwartende Rente pro 10.000 € des zum Rentenbeginn vorhandenen Kapitals sein wird.
Hier ein Beispiel, wie viel Rente ein Versicherter zu Beginn der Auszahlungsphase erhält: Bei einem Rentenfaktor von 40 und einem Kapital von 120.000 € beträgt die lebenslange monatliche garantierte Altersrente 480 € (120.000 : 10.000 x 40 = 480).
Die Rentengarantiezeit ist die Mindestdauer der Rentenzahlung. Sie legt den Zeitraum fest, in dem ERGO die vereinbarte Altersrente ab Rentenbeginn mindestens zahlt.
Für die Dauer der Rentengarantiezeit wird die Leistung auch bei Tod der versicherten Person gezahlt. Auch wenn die versicherte Person in diesem Zeitraum stirbt, endet die Rentenzahlung erst zum Ende der Rentengarantiezeit.
In der betrieblichen Altersversorgung gibt es Verträge, bei denen ERGO die Rente nur an die versorgungsberechtigten Hinterbliebenen zahlt.
Die Rentenversicherungsnummer ist ein Kennzeichen zur Identifikation von versicherten Personen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie besteht aus Buchstaben und Ziffern. Jeder, der ein Versicherungskonto in der gesetzlichen Rentenversicherung erhält, bekommt eine solche Nummer. Er behält diese grundsätzlich ein Leben lang.
Für Personen, die eine Zulage zur Altersvorsorge beantragen, gilt: Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) verwaltet sie unter dieser Nummer. Sie wird auch Zulagennummer genannt.
Beamte ohne Zulagennummer beantragen ihre Nummer bei ihrer Personalabteilung oder Besoldungsstelle.
Der Staat fördert die Riester-Rente durch jährliche Zulagen. Die Zulagen zahlt er beim Anbieter in den Vertrag ein. Damit beteiligt sich der Staat direkt am Aufbau der Altersvorsorge.
Mit einer Rückdeckungsversicherung kann der Arbeitgeber die Risiken finanzieren. Die Versicherung schließt der Arbeitgeber auf das Leben des Mitarbeiters ab. Dieser ist Versicherungsnehmer. Die Leistungen aus der Versicherung erhält der Arbeitgeber. Er ist bezugsberechtigt.
Tritt ein Versorgungsfall ein, kann er mit der Versicherungsleistung die Verpflichtung aus der Direktzusage an den Mitarbeiter erfüllen. Ganz oder teilweise – je nachdem, wie viel er abgesichert hat. Eine wertgleiche Versicherung sichert das gesamte Risiko.
Auch Unterstützungskassen können Rückdeckungsversicherungen abschließen.
Wenn Sie Ihre Lebens- oder Rentenversicherung kündigen, zahlt ERGO häufig einen Geldbetrag aus. Das ist der Rückkaufswert oder die Rückvergütung.
Der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital einer Versicherung. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen entspricht er dem Fondsguthaben. Bei vielen Versicherungen zieht ERGO von dem Deckungskapital bzw. Fondsguthaben bei der Auszahlung etwas ab. Die Höhe dieses Abzugs ist in der Versicherungsurkunde festgelegt.
In der Anfangszeit der Versicherung ist der Rückkaufswert häufig gering. Der Grund: ERGO zieht meist die ersten Beiträge zur Tilgung eines Teils der Abschluss- und Vertriebskosten heran. Dieser wertmindernde Effekt auf den Rückkaufswert ist aber beschränkt: Der Rückkaufswert muss mindestens so hoch sein, wie er sich bei einer Verteilung der Abschlusskosten auf die ersten 5 Vertragsjahre für die Berechnung ergibt. Maximal jedoch bis zum Vertragsablauf bzw. Rentenbeginn.
Die Pensionsrückstellung ist ein Bestandteil der Bilanz eines Unternehmens. Sie wird neben Eigenkapital und Verbindlichkeiten unter den Rückstellungen ausgewiesen, also auf der Passivseite der Bilanz. Das gilt für die Handels- und für die Steuerbilanz.
Pensionsrückstellungen sind immer dann notwendig, wenn ein Unternehmen eine Direktzusage erteilt. Das Unternehmen darf die Rückstellung erstmals in der Bilanz des Wirtschaftsjahrs bilden, in dem es die Direktzusage erteilt hat. Die steuerlichen Vorschriften zu Pensionsrückstellungen sind in § 6a EStG geregelt.
Die versorgungsberechtigte Person hat bis zur Mitte des Wirtschaftsjahrs das 23. Lebensjahr vollendet oder
Das Unternehmen bildet die Rückstellung in der Zeit zwischen Erteilung der Zusage und Erreichen der Altersgrenze. Diese Regelung ist in § 6a Abs. 2 Nr. 1 Einkommensteuergesetz verpflichtend für die Steuerbilanz festgeschrieben.
Die Vorschriften zur Bildung einer Pensionsrückstellung in der Handelsbilanz finden Sie im Handelsgesetzbuch (HGB). Die erstmalige Bildung der Rückstellung und ihre späteren Erhöhungen können Sie als Aufwand verbuchen. Sie mindern den Gewinn des Unternehmens.
Der Versicherungsnehmer schließt einen Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft ab. Dies ist der Erstversicherer. Rückversicherer versichern den Erstversicherer. Dabei werden Risiken auf einen Rückversicherer übertragen, entweder ganz oder teilweise. Rückversicherer von ERGO sind die Munich Re und die New Reinsurance Company Ltd.
Bei der ERGO Rente Garantie und der ERGO Betriebs-Rente Garantie legt ERGO einen Teil der Beiträge in einen Rückversicherungsvertrag an. Das minimiert das Risiko für die Kunden.
Das Rückversicherungsguthaben entsteht so: ERGO legt einen festgelegten Teil der Beiträge zur Hauptversicherung in einem Rückversicherungsvertrag an. Diesen hat ERGO mit ihrem Rückversicherer geschlossen.
Das Rückversicherungsguthaben hat während der gesamten Laufzeit einen aktuellen Marktwert. Dieser schwankt, abhängig von den Entwicklungen am Kapitalmarkt.
Ein Rückversicherungsguthaben entsteht nur bei folgenden Produkten:
Ein Großteil der Versicherungen erhält bei Vertragsbeendigung einen Schlussüberschussanteil. Damit beteiligt ERGO die Kunden an Überschüssen, die nicht schon durch die laufenden Überschussanteile zugeteilt werden.
Die Schlussüberschussanteilsätze legt der Vorstand jedes Jahr neu fest. Bei Fälligkeit einer Versicherungsleistung vor Ablauf oder Rentenübergang erhält der Kunde keinen oder einen ggf. reduzierten Schlussüberschussanteil.
Weitere Informationen finden Sie unter „Überschuss“ und „Überschussbeteiligung“.
Eigenständige Versicherung, die das Berufsunfähigkeitsrisiko absichert.
Überschussberechtigte Versicherungsverträge werden seit 1.1.2008 an den Bewertungsreserven beteiligt. Diese Beteiligung ist bei Beendigung der Versicherung fällig.
Wird bei Vertragsbeendigung ein Schlussüberschussanteil fällig, gilt: Der Kunde erhält im Regelfall auch eine Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Diese wird jährlich durch den Vorstand deklariert und ist eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven.
Weitere Informationen finden Sie unter „Bewertungsreserven“.
Solvabilität bezeichnet die Zahlungsfähigkeit eines Versicherers. Wichtig ist dafür die Ausstattung mit ausreichenden Eigenmitteln. Je höher sie sind, desto höhere Rücklagen besitzt der Versicherer.
Die Eigenmittel dienen dazu, Leistungen für Versicherungsfälle abzudecken. Sie sichern so die Ansprüche der Versicherungsnehmer – auch bei ungünstigen Entwicklungen.
Siehe "Rentenversicherungsnummer"
Sozialversicherungsrechtliche Behandlung einer nach § 3 Nr. 63 EStG geförderten bAV
Für die Beitragszahlungen des Arbeitgebers zu einer nach § 3 Nr. 63 EStG geförderten bAV gilt:
Sie unterliegen bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze nicht der Beitragspflicht in der Sozialversicherung.
Für die späteren Leistungen der bAV gilt: Sie unterliegen bei gesetzlich Versicherten der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner.
Handelt es sich um eine riestergeförderte bAV, so sind die Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei.
Sozialversicherungsrechtliche Behandlung einer nach § 40b EStG in der am 31.12.2014 geltenden Fassung (alte Fassung) geförderten bAV
Für die Beitragszahlungen des Arbeitgebers zu einer nach § 40b EStG alte Fassung (Lohnsteuerpauschalierung) geförderten bAV gilt:
Beiträge, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, unterliegen nicht der Beitragspflicht in der Sozialversicherung. Dies gilt auch für darin enthaltene Beiträge, die aus einer Entgeltumwandlung (§ 1 Abs. 2 Nr. 3 des Betriebsrentengesetzes) stammen.
Für eine fondsgebundene Rentenversicherung teilt Ihnen ERGO jeweils den aktuellen Wert der dazugehörigen Fondsanlage mit, den sogenannten "Stand der fondsgebundenen Rentenversicherung". Falls vorhanden, enthält er auch den Stand des garantierten Mindestkapitals.
In der betrieblichen Altersversorgung gilt: In einigen Fällen zahlt ERGO statt einer Hinterbliebenenversorgung ein Sterbegeld. Und zwar dann, wenn der Mitarbeiter bei seinem Tod keine versorgungsberechtigten Hinterbliebenen hat. Das Sterbegeld erhalten die benannten Sterbegeldberechtigten oder die Erben. Dies gilt für die:
Bei Direktversicherungen und Pensionskassen beträgt das Sterbegeld derzeit max. 8.000 €. Bei der Unterstützungskasse beträgt es derzeit 7.669 €.
Das Bundeszentralamt für Steuern vergibt die Steueridentifikationsnummer. Sie identifiziert die steuerpflichtige Person. Diese Nummer braucht ERGO für gesetzlich geforderte Meldungen an das Finanzamt, z. B. für die Meldung der von Ihnen gezahlten Beiträge für einen Riester-Vertrag. Nur deshalb kann der steuerliche Sonderausgabenabzug gewährt werden. ERGO muss aber auch die ausgezahlten Renten melden.
Die Beiträge für Riester- und Basis-Renten sind für Sie steuerlich Sonderausgaben laut §§ 10 und 10a EStG. Daraus kann sich für Sie ein Steuervorteil ergeben. Sie müssen ERGO aber erlauben, die von Ihnen gezahlten Beiträge jährlich an das Finanzamt weiterzuleiten. Und Sie müssen die Höhe der Beiträge in Ihrer Steuererklärung angeben.
Für den Riester-Vertrag durch die jährliche Bescheinigung von ERGO nach § 92 EStG
Für den Vertrag zur Basis-Rente durch eine gesonderte Information bez. der Höhe der gemeldeten Beiträge
Das Sicherungsvermögen ist ein bestimmter Teil der Vermögenswerte eines Versicherungsunternehmens. Im Insolvenzfall eines Versicherers gilt: Aus diesen Vermögenswerten sind insbesondere die Leistungsansprüche der Versicherten zu erfüllen – vor allen anderen Ansprüchen. Näheres finden Sie in § 315 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).
Daher entspricht das Sicherungsvermögen mindestens den Leistungsansprüchen der Versicherten. ERGO muss es gesondert vom sonstigen Vermögen verwalten.
Die Vermögenswerte des Sicherungsvermögens sollen insgesamt mindestens den Anforderungen an die gesamten Kapitalanlagen von ERGO entsprechen. Dies gilt im Hinblick auf Sicherheit, Liquidität, Rentabilität und Qualität.
Ein Treuhänder überwacht die vorschriftsmäßige Anlage. Er überwacht auch die Verwahrung des Sicherungsvermögens sowie dessen Mindestumfang. Siehe §§ 124-131 Versicherungsaufsichtsgesetz.
Der Teilwert ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Die Berechnung des Teilwerts der Pensionsanwartschaft ist in § 6a EStG geregelt. Sie unterliegt den Regeln der Versicherungsmathematik. Der Rechnungszins muss 6 % betragen.
Die Todesfallleistung ist der versicherte Betrag bei Tod der versicherten Person. Stirbt diese, geht die Zahlung an die Bezugsberechtigten. Die Leistung besteht aus
einer eventuell bis zum Todestag aufgebauten Überschussbeteiligung.
Trägerunternehmen führen ihre betriebliche Altersversorgung über eine Unterstützungskasse durch. Sie zahlen Beiträge an die Unterstützungskasse, sogenannte Zuwendungen. Das heißt, sie "tragen" die Unterstützungskasse. Diese wiederum zahlt an die Mitarbeiter der Trägerunternehmen die zugesagte Leistung.
Der Arbeitgeber kann seine Verpflichtung aus einer Direktzusage auf den Pensionsfonds übertragen. Das gilt auch für Versorgungen über Unterstützungskassen. Damit lagert der Arbeitgeber seine Verpflichtungen aus seiner Bilanz aus. Er überträgt sie auf den Pensionsfonds.
Die Beiträge an den Pensionsfonds sind für den Mitarbeiter steuerfrei. Beim Arbeitgeber sind die Beiträge gleichmäßig auf die dem Wirtschaftsjahr der Übertragung folgenden 10 Jahre zu verteilen. Dort sind die Beiträge dann jeweils Betriebsausgaben.
Für Direktzusagen gelten noch weitere Sonderregelungen.
Zusätzlich zu den garantierten Leistungen können je nach Marktlage auch Leistungen aus der laufenden Überschuss- sowie der Schlussüberschussbeteiligung anfallen.
Diese Überschüsse stammen im Wesentlichen aus den Erträgen von Kapitalanlagen. Weitere Überschüsse entstehen, wenn beispielsweise die Kosten für die Versicherung niedriger sind, als bei der Tarifkalkulation angenommen.
Diese Erträge gibt ERGO im Rahmen der laufenden Überschuss- und der Schlussüberschussbeteiligung an die Versicherungsnehmer weiter. Ihrem Vertrag wird dann ein Anteil an den Überschüssen gutgeschrieben. Die Höhe entspricht dem Anteil, den Ihr Vertrag an der Entstehung der Überschüsse hatte.
Siehe "Transformation"
Das Übertragungsabkommen wurde von der Versicherungswirtschaft geschlossen. Es regelt Übertragungen zwischen den Durchführungswegen
Das Abkommen erleichtert es bei einem Wechsel des Arbeitgebers, eine Anwartschaft auf Versorgung auf den Versorgungsträger des neuen Arbeitgebers zu übertragen. Im Vergleich zur gesetzlichen Regelung bietet es viele Vorteile für Arbeitgeber und Mitarbeiter. Dies sind insbesondere:
Bei einem Wechsel des Arbeitgebers kann eine betriebliche Altersversorgung auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden. Der Übertragungswert ist der Wert einer unverfallbaren Anwartschaft. Der neue Arbeitgeber muss dabei eine Zusage über den gleichen Wert erteilen. Diese Vereinbarung müssen der ehemalige Arbeitgeber, der neue Arbeitgeber und der Mitarbeiter treffen. Das Vorgehen ist in § 4 Abs. 2 Nr. 2 BetrAVG geregelt.
Direktzusagen und Zusagen von Unterstützungskassen: Der Übertragungswert entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert. Dieser wird aus den Raten der künftigen Versorgungsleistungen zum Zeitpunkt der Übertragung berechnet, siehe § 4 Abs. 5 BetrAVG.
Die Unterstützungskasse (U-Kasse) ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. Sie wird von einem oder mehreren Arbeitgebern getragen. Der Arbeitgeber tritt der U-Kasse als Trägerunternehmen bei.
Die Trägerunternehmen führen der U-Kasse Mittel zu. Diese nennt man Zuwendungen. Die U-Kasse übernimmt dann die komplette Verwaltung und Durchführung der bAV. Sie zahlt die späteren Versorgungsleistungen an die versorgungsberechtigten Mitarbeiter.
Die U-Kasse sichert die Versorgungsleistungen bei ERGO über Rückdeckungsversicherungen ab. Das nennt man rückgedeckte U-Kasse.
Die Zuwendungen des Arbeitgebers entsprechen genau dem Versicherungsbeitrag für die Rückdeckungsversicherung. Sie sind für den Arbeitgeber Betriebsausgaben. Diese mindern den Gewinn.
Die U-Kasse darf keinen Rechtsanspruch auf die Leistungen gewähren. Kann die U-Kasse nicht leisten, haftet der Arbeitgeber für die Versorgungsleistungen. Bei einer kongruent rückgedeckten U-Kasse ist dieses Risiko aber ausgeschlossen.
Der Versicherer zahlt die Leistungen aus der Versicherung an die U-Kasse. Dadurch kann auch die U-Kasse die Versorgungsleistung zahlen. Wichtig ist dafür, dass der Arbeitgeber die Zuwendungen regelmäßig in der vereinbarten Höhe zahlt. Die U-Kasse eignet sich besonders für hohe Versorgungen.
Bei Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Betrieb vor Eintritt eines Versorgungsfalls gilt: Ein Mitarbeiter behält seinen Anspruch auf Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung (bAV) innerhalb bestimmter Fristen. Die Fristen regelt das Betriebsrentengesetz.
Die Zusage besteht bei Ausscheiden mindestens 5 Jahre.
Die Zusage besteht bei Ausscheiden mindestens 3 Jahre.
Für Altzusagen gilt eine Übergangsregelung: Wenn die Zusage ab dem 1. Januar 2018 mindestens drei Jahre bestanden hat und bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses das 21. Lebensjahr vollendet ist, ist auch eine Altzusage unverfallbar - geregelt in § 30f III BetrAVG n.F
Siehe "Unverfallbarkeit"
Siehe "Bezugsrecht"
Siehe "Aktuar"
Diese fondsgebundenen Produkte haben eine Verfügungsphase:
Die Verfügungsphase ist der Zeitraum, in dem der Kunde die Altersrente in Anspruch nehmen kann. Dies kann er zu jedem Monatsersten.
Der Kunde gibt den Beginn der Verfügungsphase bei Abschluss des Vertrags vor. Die Beitragszahlung endet mit dem Beginn der Verfügungsphase. Sie können allerdings bei der ERGO Betriebs-Rente Garantie unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Verfügungsphase Beiträge zahlen. Die Voraussetzungen finden Sie in der Versicherungsurkunde.
Bei Abschluss des Vertrags erhält der Versicherungsnehmer eine Versicherungsurkunde. Darin ist der Verlauf der Leistungen bei einer Beitragsfreistellung während der Vertragslaufzeit dargestellt. Auch die Rückkaufswerte sind dort aufgeführt, der Wert bei einer möglichen Kündigung. Durch eine automatische Anpassung erhöhen sich diese Werte.
Die versicherte Person ist die Person, auf deren Leben der Versicherungsvertrag abgeschlossen ist. Die versicherte Person ist damit derjenige, dessen Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand als Grundlage für die Kalkulation der Versicherung dient.
Die Fälligkeit von Leistungen hängt allein von der versicherten Person ab. So zahlt ERGO z. B. eine lebenslange Rente so lange, wie die versicherte Person lebt. Eine vereinbarte Todesfallleistung wird gezahlt, wenn die versicherte Person stirbt.
Siehe "Beitrag"
Besteht ein Versicherungsvertrag über die Direktversicherung oder Pensionskasse, kann der Arbeitgeber dem Mitarbeiter den Vertrag mitgeben, wenn der Mitarbeiter den Betrieb des Versicherungsnehmers vor Eintritt des Versorgungsfalls verlässt. Diese Vorgehensweise wird als "versicherungsvertragliche Lösung" bezeichnet.
Der Anspruch ist dadurch auf den aktuellen Wert der Versicherung begrenzt. Wird diese Lösung gewählt, muss Folgendes erfüllt sein:
Der Arbeitgeber muss innerhalb von 3 Monaten nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters diesem und dem Versicherer mitteilen, dass er die Versicherung übertragen möchte.
Spätestens 3 Monate nach dem Ausscheiden muss das Bezugsrecht unwiderruflich sein.
Die fondsgebundenen Produkte ERGO Rente Garantie und ERGO Betriebs-Rente Garantie haben ein Vertragsguthaben.
Es besteht aus dem Fondsguthaben und dem Rückversicherungsguthaben. Das bedeutet: ERGO legt den zur Kapitalanlage bestimmten Teil der Beiträge an. Dadurch entsteht ein Fondsguthaben. Den festgelegten verbleibenden Teil der Beiträge legt ERGO in einen Vertrag mit dem Rückversicherer an. Und zwar bis zum Beginn der Verfügungsphase. Dadurch entsteht ein Rückversicherungsguthaben.
Die Abschlusskosten und Vertriebskosten sind ein Teil der Kosten Ihrer Versicherung. Sie sind in den Versicherungsbeitrag einkalkuliert. Diese Kosten stehen in engem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss. Dazu zählen insbesondere:
Die Verwaltungskosten entstehen z. B.
durch den Schriftwechsel mit den Kunden
durch Änderungen am Vertrag
bei der Bearbeitung von Leistungsfällen
Sie sind in den Beitrag eingerechnet.
Bei einem Riester-Vertrag bekommen Sie eine Bescheinigung nach § 7 AltZertG. Sie zeigt die Entwicklung Ihres Vertrags auf und enthält z. B.:
Wenn man eine Lebensversicherung beleiht, nennt man das Policendarlehen. Manchmal wird auch der Begriff "Vorauszahlung" dafür verwendet.
Sie können Ihren Vertrag maximal bis zur Höhe des Rückkaufswerts beleihen. Dies ist bei bestimmten Verträgen möglich, aber nicht bei Riester- und Basis-Renten sowie in der betrieblichen Altersversorgung.
Der vorläufige Versicherungsschutz beginnt mit dem Ablauf des Tages, an dem die Annahmeerklärung des Kunden bei ERGO eingegangen ist. Er erstreckt sich auf die in der Versicherungsurkunde des Hauptvertrags aufgeführten Leistungen, sofern die versicherte Person
Vor einem Vertragsabschluss muss der Versicherer die Risiken beurteilen, die damit verbunden sind, wenn er den Vertrag eingeht. Deshalb kann ERGO beispielsweise Fragen zur Gesundheit der versicherten Person stellen.
Es kann also sein, dass Sie vor Vertragsabschluss einen Fragenkatalog beantworten müssen. Alle enthaltenen Fragen müssen Sie klar und vollständig beantworten. Sonst können Ihnen Nachteile entstehen, und zwar bis hin zum Verlust des Versicherungsschutzes.
Siehe "Abrufrente"
Der Zeitwert beschreibt den Wert eines Fonds zu einem festgelegten Zeitpunkt. Denn Fondskurse sind Schwankungen unterworfen.
Daten mit anderen Ämtern abgleichen, um die gezahlte Zulage zu prüfen; z. B. Familienkassen
Dafür hat der Gesetzgeber ein elektronisches Verfahren eingeführt. So stehen die Versicherer in ständigem Kontakt mit der Zulagenstelle.
Eine Zertifizierung weist nach, dass ein Produkt der Altersvorsorge bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllt. Auch der Anbieter muss bestimmte Vorgaben erfüllen.
Riester- und Basis-Renten müssen zertifiziert werden. Denn nur zertifizierte Produkte erhalten die steuerliche Förderung. Das Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert die Produkte.
Zulagenberechtigung, Zulagenbegünstigung
Bestimmte Personen haben im Rahmen eines Riester-Vertrags Anspruch auf eine Zulage. Dies hat der Gesetzgeber im Einkommensteuergesetz (§ 10a EStG) festgelegt. Er unterscheidet zwischen 2 Personengruppen:
1. Unmittelbar zulagenberechtigte Personen
Sie sind direkt zulagenberechtigt, z. B.:
Beamte, Richter, Berufs- und Zeitsoldaten. Sie müssen bei ihrem Dienstherrn ihr Einverständnis erklären. Erst dann darf dieser die Einkommensdaten an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen weitergeben. Ohne diese Einwilligung erhält ein Beamter keine Zulagen.
Geringfügig Beschäftigte, die auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet haben oder ein Beschäftigungsverhältnis ab dem 1. Januar 2013 rentenversicherungspflichtig begonnen haben.
Kindererziehende für die ersten 36 Kalendermonate nach dem Monat der Geburt (sogenannte Kindererziehungszeiten)
2. Mittelbar zulagenberechtigte Personen
Auch sie haben Anspruch auf Zulage, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschließen, z. B.:
Der Ehepartner einer unmittelbar zulagenberechtigten Person
Der eingetragene Lebenspartner einer unmittelbar zulagenberechtigten Person
Siehe "Arbeitgeberleistung"
Siehe "Hauptversicherungen und Zusatzversicherung"
Eine Zuzahlung ist ein Betrag, den Sie zusätzlich zu den laufenden Beiträgen zu Ihrer Versicherung zahlen können. Die Zuzahlung müssen Sie vor Beginn der Rentenzahlung beantragen.
Eine Zuzahlung fließt in die Hauptversicherung. Sie erhöhen damit die garantierten Leistungen. Zuzahlungen sind nur bei folgenden Produkten möglich:

References: § 18
 § 6
 § 125
 § 124
 § 16
 § 3
 § 3
 § 92
 § 3
 § 3
 § 1
 § 22
 § 55
 § 22
 § 92
 § 34
 § 124
 § 1
 § 32
 § 32
 § 32
 § 22
 § 40

§ 40
 § 6
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 § 3
 § 3
 § 40
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 § 92
 § 315
 § 6
 § 4
 § 4
 § 30
 § 7