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Timestamp: 2017-11-23 09:11:48+00:00

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Nahtlosigkeit auch bei LTA Antrag oder nur EM Antrag? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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27.02.2017, 13:27 #1
Nahtlosigkeit auch bei LTA Antrag oder nur EM Antrag?
bin neu, habe hier aber schon vieles über die Nahtlosigkeitsregelung gelesen.
Allerdings habe ich folgendes Problem: Meine SB von der AfA meinte, mir stünde ALG I Nahtlosigkeit nur zu, wenn ich einen EM Antrag stellen würde und nicht bei einem LTA Antrag.
Bin seit Mitte Februar vom Krankengeld ausgesteuert, seit 1,5 Jahren wegen chronischer Schmerzen durchgehend AU. Hatte im Januar bereits einen Antrag auf LTA bei der DRV gestellt. Wurde abgelehnt, weil mein Gesundheitszustand das noch nicht zuließe und eine tagesklinische Behandlung vorrangig sei (diese war im Herbst letzten Jahres von der med. Reha empfohlen worden. Schmerzen werden ja schnell mal auf die "Psycho Schiene" geschoben...). In der Tagesklinik war ich aber bereits (psych. voll "normal", aber eben schmerzgeplagt), als ich den LTA Antrag stellte (sprich Januar). Habe entsprechend Widerspruch eingelegt, in der Hoffnung, dass mir nun doch eine LTA bewilligt wird. So weit, so gut.
Aber die SB der AfA meint, dass in meinem Fall keine Nahtlosigkeitsregelung greife. Ich sei laut ÄD arbeitsfähig. Habe mit RV telefonisch gesprochen und die haben mir bestätigt, dass das Quatsch sei. Sonst hätte ich ja die LTA bekommen. Wenn die AfA das unbedingt will, solle ich eben zusätzlich zum LTA Widerspruch einen EM Antrag stellen, auch wenn der dann abgelehnt wird. Eben pro forma, um ALG zu bekommen. Jetzt habe ich aber gesehen, wie umfangreich dieser Antrag ist und sehe gar nicht ein, mir das anzutun, wo ich das doch eh nur "pro forma" mache. Zumal im Internet steht, dass die Nahtlosigkeit auch bei einem Antrag auf LTA greife.
Wie bringe ich das meiner SB von der AfA bei?
Sie hat mit mir gemeinsam den Gesetzestext gelesen, interpretiert ihn aber anders! Sie meint, dass das mit der berufl. Reha nur greift, wenn der EM Antrag abgelehnt und in einen LTA Antrag UMGEWANDELT wurde.
Wie überzeuge ich sie vom Gegenteil, falls sie bisher Quatsch erzählt hat?
Und falls die LTA bewilligt würde, gäbe es das Übergangsgeld doch nur während der Maßnahme, oder? Was ist mit dem Zeitraum bis zum Antritt der Maßnahme? Wer zahlt da? Oder zahlt da überhaupt wer?
Übrigens ist mein befristeter Arbeitsvertrag während meiner AU ausgelaufen, sodass ich aktuell keinen AG habe.
Die machen mich echt wahnsinnig mit diesem ganzen Kram!
Wäre wirklich dankbar, wenn ihr mir helfen könntet!
Lg Andrasta
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27.02.2017, 19:14 #2
AW: Nahtlosigkeit auch bei LTA Antrag oder nur EM Antrag?
Wenn die AfA das unbedingt will, solle ich eben zusätzlich zum LTA Widerspruch einen EM Antrag stellen
Also bei mir war es so, dass ich bereits eine Rehabilitationsmaßnahme beantragt hatte und trotzdem nochmal einen Antrag stellen musste. Da hat die AfA auch gesagt, es muss halt sein. Ich hab es nicht weiter hinterfragt, sondern einfach gemacht.
27.02.2017, 19:58 #3
Meinst du damit, du musstest nochmal einen LTA Antrag stellen oder zusätzlich einen EM Antrag?
Den LTA Antrag doppelt stellen, ist natürlich auch unlogisch, aber immerhin wesentlich unkomplizierter als der EM Antrag.
Falls du den LTA Antrag doppelt stellen musstest, hast du dann trotzdem ALG I im Sinne der Nahtlosigkeit bekommen?
27.02.2017, 20:00 #4
Ich konnte mir nach der Aussteuerung selbst aussuchen, ob ich einen Antrag auf Reha oder auf Rente stelle. LTA wurde in dem Schreiben damals nicht explizit erwähnt, aber meines Wissens fällt ein LTA-Antrag da auch mit rein.
In diesem Fall ist glaube ich das Problem eher, dass es bereits ein Gutachten durch den ÄD der AfA gegeben hat, dass besagt, dass du arbeitsfähig bist. In diesem Fall greift die Nahtlosigkeitsregelung natürlich nicht, aber du würdest dann "normal" ALG I bekommen (und der Vermittlung zur Verfügung stehen).
Hast du ALG I den schon schriftlich beantragt? Hast du die Forderung, dass du einen EM-Rentenantrag stellen musst, obwohl bereits ein LTA-Verfahren läuft, schriftlich?
Mir scheint, die auskunftgebende AfA-SB hat schlicht keine Ahnung von dem, was sie redet. Oder streut mehr oder weniger bewusst Unwahrheiten, um dich von der Antragstellung abzuhalten. Regel das alles nur noch schriftlich.
27.02.2017, 20:02 #5
hast du deinen ALG1-antrag denn wenigstens gestellt?
dann muss es auch einen bescheid geben, gegen den du dann notfalls widerspruch und nachfolgend klage einreichen kannst.
der antrag MUSS angenommen werden, egal was SB´chen sagt...
27.02.2017, 20:42 #6
Hallo Andrasta,
irgendwie kann ich jetzt dein Problem nicht verstehen.
Was ist denn an einem EMR-Antrag so schlimm.
Wenn die AfA SB sich so bl... anstellt, dann stell einfach einen EMR-Antrag.
Oder ist dein Gesundheitszustand so gut, daß du in kürze wieder Vollschichtig (8 Std./tägl.) arbeiten kannst.
Ich gehe mal davon aus, daß du doch offensichtlich selbst nicht daran glaubst in deine alte Arbeit Vollschichtig zurück zu gehen, warum wohl sonst hast du bei der DRV schon frühzeitig den LTA-Antrag gestellt.
Irgendwie komm ich da was nicht so zurecht.
Da wäre ja auch die Frage wie das Rehabilitationsergebnis ausviel, ggf. weiterhin AU und wohlmöglich erhebliche gesundheitliche Einschränkungen im Bezug auf die bisherige berufliche Tätigkeit.
Aber mal ganz ab davon, der äD der AfA sieht dich doch eh als arbeitsfähig (Vollschichtig, uneingeschränkt ?) und dein LTA-Antrag wurde doch zuerst schon mal abgelehnt. Du willst nun aber nach der Aussteuerung bei der KK die Nathlosigkeit nach § 145 SGB III.
(2) 1Die Agentur für Arbeit hat die leistungsgeminderte Person unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. 2Stellt sie diesen Antrag fristgemäß, so gilt er im Zeitpunkt des Antrags auf Arbeitslosengeld als gestellt.
Dann hast du Grundsätzlich den Anforderungen nach § 145 SGB III mit deinem frühzeitigen Antrag und jetzigem Widerspruch zuerst mal ja voll entsprochen.
Im Endeffekt würde hier aber auch nichts dagegen sprechen, wenn du einen Rentenantrag stellen würdest, denn dank deinem bei der DRV in deiner Akte bereits vorliegenden LTA-Antrag könnte es dir durchaus passieren, das die DRV nun doch ganz schnell die LTA bewilligt - je nach Ausgang des Rehaergebnisses. An der mangelnden Zeit dürfte es doch nicht liegen.
Nur solltest du da nicht vergessen, daß es dir ggf. auch zum Nachteil gereichen könnte, da 1.) dich der äD der AfA ja für Arbeitsfähig eingestuft hat (je nach welchem Umfang), 2.) man dich dadurch mangels Rentenantrag für so gesund hält das man dich jetzt schnellstmöglich zu vermitteln versucht. Das ganze könnte dann ggf. auch so ausgehen, daß du vor einer entgültigen Klärung über deinen LTA Widerspruch durch die DRV ein Arbeitsangebot der AfA hättest. Was machst du dann?
Die AfA muß dir ja nur solange ALG-I leisten bist man dich erfolgreich nach Feststellung des äD-Gutachens vermitteln kann/hat, nicht bis die DRV mal eine Entscheidung gefunden hat.
27.02.2017, 20:45 #7
§ 145 SGB III ist da ziemlich eindeutig:
Die Aufforderung einen Rentenantrag zu stellen sieht das Gesetz nicht vor. Es gibt keine rechtliche Grundlage für die Forderung der SB.
Also den ALG I – Antrag habe ich natürlich trotzdem gestellt gehabt und letzte Woche kam auch eine Bewilligung. Komischerweise steht in der Bewilligung „für 1 Jahr“. So wurde das in Lüneburg-Uelzen entschieden. Aber meine SB in meinem Wohnort druckst immer noch herum und will mich immer Richtung „arbeitsfähig“ schubsen und ich müsse mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, sonst bekäme ich kein ALG usw.
Wenn ich aber als „arbeitsfähig“ gelte, habe ich doch aber bestimmt kein Anrecht mehr auf LTA, oder?
Und ja, sie hängt sich an diesem Gutachten vom ÄD auf. Daher haben wir uns jetzt darauf geeinigt, dass sie ein Zweitgutachten anfordert (das heißt wohl „Divergenzverfahren“). Allerdings soll das im Gegensatz zum ersten Gutachten deutlich schneller gehen, weil die quasi nur mal eben bei der RV anfragen, ob es neue Erkenntnisse gibt. Ich hoffe also, dass bis dahin überhaupt schon mein Widerspruch bei dem SB von der RV auf dem Tisch liegt… Die SB von der AfA hat sich auch nur nach langer Diskussion und wegen der Aussage der RV zum EM Antrag auf das Zweitgutachten eingelassen. Kampfrunde 1 ging an mich.
Allerdings besteht sie eben darauf, dass der LTA Antrag generell nicht ausreicht für die Nahtlosigkeitsregelung.
Die Forderung der AfA bezüglich des EM Antrages habe ich aber tatsächlich (noch) nicht schriftlich. Der Tipp ist aber gut! Ich werde darauf bestehen, dass ich das erstmal schriftlich haben will.
Ich hoffe auf die LTA, weil ich ohne AG keine stufenweise Wiedereingliederung machen kann. Als LTA soll es ja ähnliche Möglichkeiten der Arbeitserprobung geben. Ich weiß halt nicht, ob ich überhaupt in meinen Beruf zurück kann und wenn ja, in welchem Umfang. Jedenfalls kann ich nicht mal eben einfach wieder anfangen zu arbeiten. Ich weigere mich daher, mich einfach so „dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen“. Denn das geht garantiert nach hinten los und dann bin ich demnächst definitiv weiter AU. Meine Ärzte und Therapeuten sehen das auch so, dass ich erstmal vorsichtig ausprobieren soll, wieviel und was eigentlich geht. Nur woher das Geld solange beziehen?
27.02.2017, 22:17 #9
Der Text, in dem das mit dem Reha-Antrag steht, bezieht sich aber darauf, dass die AfA MICH DAZU AUFFORDERT. Und das hat sie nicht getan, weil ja der ÄD (bisher) sagt, ich sei arbeitsfähig.
Mein Problem besteht darin, dass ich keine EMR haben will. Ich will wieder arbeiten! Aber eben langsam wieder einsteigen. Und ich kann nicht einfach Teilzeit ausprobieren, denn wenn es schief geht (sprich: meine Schmerzen wieder massiv schlimmer werden), bekomme ich danach ALG usw. nur anhand meines Teilzeitgehaltes. Und davon kann frau ja weder leben noch sterben. Will ich also vermeiden.
Und den EMR-Antrag „einfach stellen“ ist ja eben gar nicht einfach! Das sind ja zig Seiten und Rennerei wegen Unterlagen. Warum soll ich mir den Stress antun, wenn es nicht nötig ist? Zumal EMR ja auch nicht mega viel sein soll, selbst wenn das bewilligt werden würde.
Ich will eben wissen, ob der LTA-Antrag wirklich nicht ausreicht und der EMR-Antrag zwingend nötig ist im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung. Und an dem Punkt streiten meine SB und ich.
27.02.2017, 23:26 #10
nach welchem paragrafen hast du denn die bewilligung ALG1 bekommen? § 145 SGBIII ?
ein noch nicht abschliessend entschiedener LTA-antrag (auch im widerspruchsverfahren) reicht dafürt aus.
soweit ich weiss kann man LTA auch kriegen, wenn die erwerbsfähigkeit/arbeitsfähigkeit "nur" eingeschränkt bzw. gefährdet ist. NOCH arbeitsfähig zu sein schliesst LTA nicht aus.
27.02.2017, 23:44 #11
Also die Bewilligung ALG ist gemäß § 136 SGB III. Also wahrscheinlich das „normale“ ALG, richtig?
Ich warte wohl am besten erstmal ab, was bei dem Zweitgutachten und dem Widerspruch herauskommt. Ich stelle mich mal „doof“ und warte noch mit dem EMR-Antrag, bis ich etwas Schriftliches in der Hand habe, wo das gefordert wird.
Nochmal eine Frage zur LTA: Wenn sie genehmigt werden sollte, wie läuft das dann mit dem ALG? Läuft das weiter, bis die Maßnahme begonnen wird oder wie wird die Zeit finanziell überbrückt? Gibt es da schon das Übergangsgeld oder bekommt man das „nur“ während der Maßnahme?
28.02.2017, 06:12 #12
LTA gibt es in der Regel, wenn man seinen letzten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Man muss aber erwerbsfähig sein, denn warum sollte die DRV eine Umschulung oder sonst irgend etwas bezahlen, wenn der Betroffene anschließend nicht arbeiten kann.
Nochmal eine Frage zur LTA: Wenn sie genehmigt werden sollte, wie läuft das dann mit dem ALG?
Warte doch erst einmal ab, ob und wenn ja welche Form LTA genehmigt wird. Es gibt da einen breiten Rahmen von Umschulung bis Zuschüssen für den Arbeitgeber.
Es kann bei dem Antrag auch heraus kommen, dass die DRV keine Möglichkeit für den Erfolg einer LTA-Maßnahme sieht. In dem Fall kann die DRV den LTA-Antrag in einen Rentenantrag umdeuten ( § 116 Abs. 2 SGB VI ).
28.02.2017, 07:32 #13
du bekommst doch Geld was willst du denn noch? Das gutachten der BA hat eben ergeben dass du arbeitsfähig bist, das ist eben auch voraussetzung für LTA. Bin selber auch Schmerzpatient, und mache dafür auch psychische Rehas.
Das heisst aber nicht dass es auf die psychische Schiene geschoben wird, meine Diagnose ist dahingehend gesichert dass es vom Körper kommt und nicht vom Kopf, die Behandlung allerdings ist die gleiche, eben dass man besser damit zurecht kommt.
Mein LTA ist schon seit 7 Jahren genehmigt und bin auch arbeitsfähig, aber solange ich eben nicht belastbar genug bin gibts auch keine angestrebte umschulung.Was mir nur recht ist......ich habe meine Ruhe vorm Amt.
Und die SB hat recht, wenn du laut Gutachten arbeitsfähig bist (und sei es nur 8Std. Knöpfchen drücken) bist es eben, dass es dafür keine Stellen gibt ist hier uninteressant.Man muss sich eben dem markt zur Verfügung stellen sonst kein Geld.Da es beii uns keine leidensgerechte Stellen gibt habe ich in 7 Jahren NULL Stellenvorschläge bekommen.Und bewerben muss ich mich auch nicht da aussichtslos......und bin trotzdem vollschichtig arbeitsfähig laut DRV.Und wenn ich das nicht wäre, gäbe es logischerweise auch keine Umschulung.
deine Ausführungen in #7 sind so leider nicht korrekt.
Das sieht das Gesetz in den von dir sogar Zitierten §§ vor, du mußt da nur etwas weiter lesen.
...bis zum Tag, an dem sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben oder einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellt.
Vom Grundsatz ist es eh gleich zu stellen, ob man einen Renten-Antrag oder Reha-Antrag stellt, denn Reha geht dem Grundsatz nach immer vor Renten. Da aber die DRV und nur die DRV per Gutachten gemäß Auftrag eines anderen Leistungsträgers überhaupt über die Rente entscheiden zu hat, ist eben der Renten-Antrag zu stellen.
siehe hierzu § 44a SGB II
28.02.2017, 11:45 #15
Lies Dir das von Dir zitierte selber noch einmal durch. Da steht nichts davon, dass die AfA zur Rentenantragstellung auffordern darf, sondern dass die AfA es auch gelten lassen muss, wenn der Betroffene statt einem Reha-Antrag, zu dem er aufgefordert wurde, einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellt.
Vom Grundsatz ist es eh gleich zu stellen, ob man einen Renten-Antrag oder Reha-Antrag stellt, denn Reha geht dem Grundsatz nach immer vor Renten.
Die Rente kann auch abgelehnt werden, ohne dass dem Betroffenen eine Reha anheim gestellt wird. Genauso liegt es im Ermessen der DRV, ob eine abgelehnte Reha als Rentenantrag gewertet wird. Es ist also nicht gleich, erst Recht nicht vom Grundsatz. Wer davon ausgeht, durch eine Reha wieder arbeitsfähig zu werden, der sollte daher auch nur einen Reha-Antrag stellen.
Wir sind aber hier nicht im SGB II sondern im SGB III. Im SGB II gibt es auch einen § 12a, der einen Leistungsempfänger zur Beantragung vorrangiger Leistungen verpflichtet. Etwas derartiges gibt es meines Wissens im SGB III nicht.
28.02.2017, 12:43 #16
könnte es sein, daß da bei deinem Antrag auf ALG-I nicht richtig gelaufen ist.
Also grundsätzlich ist ja mal festzustellen das alle eigentlich nur 1 Jahr ALG-I Anspruch haben, ausgenommen sie hätten noch an anzurechnenden Altanspruch oder aber sie haben die Altersgrenzen erreicht (ü50=15Mon., ü55=18Mon., ü58=24Mon.), da aber können wir bei dir ja nicht beurteilen.
Des weiteren dürfte dir ja wohl bekannt sein, daß du dich auch als von der KK ausgesteuerter bzw. gerade als solcher, der AfA im Antrag auf ALG-I immer mit deinem Restleistungsvermögen zur Vermittlung stellen mußt (ALG-I Antrag Seite 1 u. 2 Nr. 2e bis 2f. Machst du dies nicht, dann kann man dich nicht vermitteln und dann gibt es im Regelfall auch kein ALG-I.
Nochmals, hier lediglich stur auf etwas herum reiten (alter LTA-Antrag), bringt dich doch nicht weiter. Wenn die SB halt so dumm ist, dann ist sie es und bleibt wohl auch so.
Wie gesagt, nach dem § 145 SGB III gibt es eben die drei Möglichkeiten und die SB besteht bei dir jetzt auf einen Renten-Antrag. Da die DRV von dir bereits einen alten LTA-Antrag vorliegen hat, kannste den Renten-Antrag doch nachschieben. Sofern du für die DRV Gesund genug bist für eine LTA wird sie diesen mit Sicherheit den Vorang geben, denn der kostet in der Summe weniger.
Dieses Theater wäre mir den Stress mit der SB nicht wert.
Die Vordrucke für den EMR-Antrag (R100, R210, R215, R240) kannst du bei der DRV Online holen und auch am Computer direkt ausfüllen.
Mein Problem besteht darin, dass ich keine EMR haben will.
Ach, so nun gut.
Doch, das ist es. Den kannst du zuhause am Computer ausfüllen. Na ja, kommt halt darauf an wieviel du bisher mit deiner Arbeit verdient hast. Aber du kannst dir ja auch jederzeit eine Rentenauskunft bei der DRV anfordern sofern du noch keine bekommen hast, dann siehst du ganz genau wieviel es für was gibt. Und den Stress hast du nun doch auch schon mit der AfA.
Aber eben langsam wieder einsteigen. Und ich kann nicht einfach Teilzeit ausprobieren, denn wenn es schief geht (sprich: meine Schmerzen wieder massiv schlimmer werden), bekomme ich danach ALG usw. nur anhand meines Teilzeitgehaltes. Und davon kann frau ja weder leben noch sterben. Will ich also vermeiden.
Tja, die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht und die AfA ist für sowas nicht zuständig. Das hätten deine Ärzte eben schon früher mal ausprobieren müßen. Übrigens beim Hamburger Modell gibt es kein Teilzeitgehalt, da zahlt die KK. Da haste dich also falsch Informiert.
Ich hoffe auf die LTA, weil ich ohne AG keine stufenweise Wiedereingliederung machen kann. Als LTA soll es ja ähnliche Möglichkeiten der Arbeitserprobung geben.
Also eine Arbeitserprobung seitens der DRV sollte es eigentlich bereits aus der Rehabilitation heraus geben, so war es damals zumindest bei mir. Wenn du jetzt einen EMR-Antrag stellen würdest, könnte es auch passieren das du ggf. zuerst einmal in ein Arbeitserprobungscentrum kommst, wo man dich dann mehrere Wochen testet hinsichtlich welcher Beruf in Frage käme und ob du dafür geistig u. gesundheitlich geeignet wärst.
Ich weiß halt nicht, ob ich überhaupt in meinen Beruf zurück kann und wenn ja, in welchem Umfang. Jedenfalls kann ich nicht mal eben einfach wieder anfangen zu arbeiten.
Wenn du nicht weißt ob du in deinen Beruf zurück kannst, nun dafür gibt es wenn du noch einen AG hast ja das Hamburger Modell der KV. Da wird man dich dann schrittweise (Stundenweise gestaffelt) wieder in Arbeit zurück bringen. Hat dir die KV bzw. deine Ärzte das damals dann nicht angeboten?
Ich weigere mich daher, mich einfach so „dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen“. Denn das geht garantiert nach hinten los und dann bin ich demnächst definitiv weiter AU.
Tja, genau das dürfte bei dir jetzt dann wohl auch das eigentliche Problem sein. Wenn du dich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stellst (zumindest mit deinem Restleistungsvermögen nach äD-Gutachten wo du ja arbeitsfähig bsein sollst), dann gibt es kein Geld von der AfA und zwar zu Recht. Die AfA ist nicht die KK, sie soll in Arbeit vermitteln und nicht deine Genesung absichern.
Meine Ärzte und Therapeuten sehen das auch so, dass ich erstmal vorsichtig ausprobieren soll, wieviel und was eigentlich geht. Nur woher das Geld solange beziehen?
Schön und gut, nur dann hätten deine Ärzte auch entsprechend handeln sollen und zwar schon viel früher z.B. während der Reha oder unmittelbar danach. Es ist mir auch unverständlich warum man dir während der Reha vom dortigen Sozialdienst keine ABE (Arbeitsbelastungserprobung) unterbreitet hat. Aber deine Ärzte hätten es auch mit dem Hamburger Modell versuchen können und das hätte schon viel früher geschehen müssen. Das Geld wäre ja seitens der KK da gewesen.
Ich gehe mal mangels Informationen davon aus, daß du ja auch aus der Reha mit entsprechenden Befund entlassen wurdest. Da dich der äD-Gutachter ja als arbeitsfähig eingestufte hat (vermute mal nach dem Rehabericht) gehe ich davon aus das du aus der Reha auch nicht AU bzw. besonders eingeschränkt entlassen wurdest. Oder hat man dich da dann als weiterhin AU entlassen, steht da was von einer Rentenempfehlung oder Umschulung.
Mir ist aber immer noch nicht verständlich weshalb du im Januar einen LTA-Antrag gestellt hast, denn dafür müßte es doch eine mediz. Einschätzung (Befürwortung) geben, wer hat die abgegeben.
Nee hier ist so einiges verkehrt gelaufen bzw. läuft verkehrt.
Ich möchte dir ja deine Hoffnungen nicht trüben, aber wenn das neuerliche Gutachten (worauf soll es sich denn Stützen) zu keinem anderen Ergebnis kommt als das vorliegende des äD-Gutachters (voll arbeitsfähig) dann bliebe dir nur noch der EMR-Antrag als letzter Ausweg um das ganze wieder einigermaßen zu ordnen und sich dann der Arbeitsvermittlung mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung zu stellen. Machst du es nicht, dann kann die AfA das ALG-I einstellen (Mangels mitarbeit) und dann bliebe nur noch ALG-II. Nur bei letzterem sollte dir schon jetzt klar sein, daß die dich zu jeder Arbeit (gem. äD-Gutachten) verdonnern können - abgesehen von der verringerten Leistung.
28.02.2017, 13:17 #17
Hallo AndreasB.,
hast du den § 44a SGB II gelesen, ich gehe davon aus das du den kennst.
Die Agentur für Arbeit ist an die gutachterliche Stellungnahme gebunden.
Im Bezug auf den § 44a SGB II spielt dies eine untergeordnete Rolle, denn dort ist die Stellung der gutachterlichen Stellungnahme der DRV festgelegt und die gilt für alle Leistungsträger.
Wer den Arbeitsablauf einigermaßen kennt, der weiß z.B. das im Regelfall die KV bzw. behandelnden Ärzte bzw. der MDK zu einem Reha-Antrag auffordern der dann über die KK an die DRV weitergeleitet wird.
Genauso wissen wir, daß die AfA den § 145 SGB III nur äußerst ungerne anwendet und da mit allen Tricks arbeitet. (Lebensrealität)
Und ich erlaube mir auch zu sagen, daß es egal ist ob jetzt ein Antrag auf LTA oder EMR gestellt wird/wurde, die SB will keinen Fall nach § 145 SGB III deshalb hat man jetzt auch die Leistung nach § 136 SGB III für ein Jahr bewilligt.
Ich will mich hier auch nicht mehr über so was auseinander setzen.
Für mich hat der TE eh so einiges falsch gemacht und die Gründe dafür kann man aus den Aussagen schon entnehmen.
Um hier ggf. wieder in richtiges Fahrwasser zu gelangen, bleibt nach meiner Auffassung nur ein EMR-Antrag (der die SB zufrieden stellen würde) zu stellen und diesen mit den Begutachtungen bzw. ärztlichen Attesten der behandelnden Ärzte zu untermauern, sofern diese denn auch voll hinter ihm stehen.
Er kann natürlich auch den Versuch starten, dies vor Gericht zu erstreiten (Anerkenung des § 145 SGB III mit LTA-Antrag), nur wird das zu keinem Erfolg führen, denn er bekommt ja schon ALG-I nach § 136 SGB III. Nur wird er da dann Probleme bekommen, wenn er sich nicht mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt, weil er will ja nicht in Arbeit vermittelt werden, er will ja seine Arbeitsleistung testweise erproben.
Übrigens bei mir versuchte man damals auch mit der psyschichen Schiene zu kommen, was bei allen Schmerzpatienten von unqualifizierten Ärzten so gerne praktiziert wird. Das war erst zu Ende als im Rentenprozeß der Gerichtsgutachter und Schmerztherapeut aber auch die psychologischen Aussagen aus der ABE vorlagen.
28.02.2017, 15:23 #18
Noch ein letztes Mal: Das SGB II trifft für einen Leistungsempfänger nach SGB III nicht zu. Der § 44a regelt unter welchen Bedingungen ein Empfänger von Grundsicherungsleistungen von SGB II nach SGB XII wechselt. Das die Rentenversicherung entscheidet, wer erwerbsfähig ist und wer nicht, das regelt für das SGB III der § 145 SGB III.
Vom TE wurde nach meinem dafürhalten gar nichts falsch gemacht. Da ALG I nach § 136 SGB III bewilligt wurde, kannst Du davon ausgehen, dass die Häkchen auf dem Antrag richtig gesetzt wurden und Andrasta sich der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt hat.
Nur weil ein SB es so will, würde ich keinen EM-Rentenantrag stellen. Auch würde der Antrag nichts an der Begutachtung des ÄD ändern, der Andrasta für erwerbsfähig eingeschätzt hat.
Da ALG I bewilligt wurde besteht überhaupt kein Anlass irgend etwas vor Gericht zu erstreiten. Der ÄD sollte in seinem Gutachten festgestellt haben, zu welchen Arbeiten Andrasta in der Lage sein soll. Falls noch nicht geschehen, dann ist anzuraten, Einsicht in das Gutachten zu nehmen.
Selbst wenn der SB dann Bewerbungen auf eventuelle Stellenausschreibungen fordert - dann schreibt man halt die Bewerbungen. Eine Bewerbung zu schreiben heißt doch nicht, dass man tatsächlich auch eingestellt wird. Spätestens wenn man im Vorstellungsgespräch auf die gesundheitlichen Einschränkungen und die beantragte Reha zu sprechen kommt, dann fällt man in der Regel aus dem Bewerberpool heraus.
28.02.2017, 19:03 #19
Ich hatte eine berufliche Rehabilitation beantragt, die auch eine medizinische Reha beinhaltete. Da die Bewilligung noch nicht vorlag, bestand die AfA darauf, dass ich noch einen Rehaantrag abgeben müsse.
28.02.2017, 22:10 #20
Also erstmal ist „Er“ eine „Sie“. Und ich bin 27 Jahre jung. Was wohl erklärt, warum ich nicht so scharf bin auf Rente. Aber das nur am Rande.
Wenn ich einige von euch richtig verstanden habe, habe ich jetzt im Grunde die Wahl, mir den Stress mit dem EMR-Antrag oder den Stress mit der SB der AfA anzutun?! Quasi Pest oder Cholera? Heilige Bürokratie… Ich will doch nur stufenweise wieder zurück ins Arbeitsleben. Menno.
Aber dass das Leben leider kein Ponyhof ist, wissen wir wohl alle.
Ich warte jetzt erstmal ab, was bei dem Zweitgutachten herauskommt und lasse mir eine Kopie geben. Denn ob und welche Einschränkungen im Erstgutachten stehen, hat mir die SB nicht gesagt und ich war letztens von ihren Kommentaren zu Reha/ Rente so geschockt und „überfahren“, dass ich da auch nicht nachgefragt hatte. Hole ich nach. Danke für den Hinweis!
Hamburger Modell konnte ich damals nicht machen, weil ich erst 1 Jahr nach dem Auslaufen des Arbeitsvertrages überhaupt rehafähig war! Insofern hatte ich schon bei Beginn der Reha keinen AG mehr und somit auch gar keine Chance auf Hamburger Modell. Bei der Reha sagte man mir, ich hätte eben nur die Chance, mit Teilzeit bei einem AG anzufangen und dann in Absprache mit AG die Stunden aufzustocken. Wenn ich aber bei Teilzeit dann schon scheitern würde, hätte ich halt das Pech, dass ALG dann danach nur anhand des Teilzeitgehaltes berechnet würde… Also nicht die idealste Lösung.
Aus der Reha bin ich übrigens AU entlassen worden mit der Empfehlung, in ½ Jahr (sprich im Frühjahr) eine Arbeitserprobung durchzuführen. Vorher sollte ich aber noch in die Tagesklinik, wo ich ja nun im Dezember/ Januar war. In besagter Tagesklinik hat man mir dann den Antrag auf LTA in die Hand gedrückt.
Für mich geht es jetzt darum, meine berufliche Perspektive zu klären. Und das geht schlecht mit Pförtner-Jobs. Dafür habe ich ja nun doch noch „zu viele“ Arbeitsjahre vor mir bis zur Altersrente. Ich brauche etwas, wo ich endlich (auch langfristig) durchstarten kann. Meine bisherigen 3 Jahre Berufserfahrung vor der durchgehenden AU waren ja gerade mal ein Anfang. Der Anfang vom Ende sollte das nicht sein!
Hoffnung stirbt zuletzt, ´ne?
Ich bin aber eben etwas mit der Umsetzung überfordert. Also wie ich das jetzt am geschicktesten löse, um geld-und versicherungstechnisch gut abgedeckt zu sein und mir trotzdem die Chance auf die LTA nicht zu verbauen. Vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Gedanken. Daher warte ich jetzt wohl am besten erstmal auf die nächsten schriftlichen Mitteilungen/ Forderungen und grübele dann über den nächsten Schritt nach. Denn ihr habt ja recht: Vorerst bekomme ich ALG I. Nach welcher Regelung auch immer. Und wenn dann aufgrund des Zweitgutachtens doch noch der EMR-Antrag sein muss, kann ich ihn immer noch abschicken, richtig?
01.03.2017, 02:32 #21
Und wenn dann aufgrund des Zweitgutachtens doch noch der EMR-Antrag sein muss, kann ich ihn immer noch abschicken, richtig?
Solange Du im ALG I - Bereich bist, kann Dich niemand zu einem Rentenantrag zwingen, egal was irgendwelche Gutachten aussagen.
Auch kann ich in Deiner Schilderung keinen Grund erkennen, warum die DRV nicht der Einschätzung der Rehaklinik folgen sollte. In Deinem Alter stehen Dir auch bei LTA noch viele Wege offen.
Annahme Antrag ALG1 Nahtlosigkeit nur nach Vorlage Gesundheitsfragebogen DieElla Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 49 21.04.2017 22:32
ALG 1 als Nahtlosigkeit bei EU Antrag ahexe81 ALG I 1 31.03.2014 05:00

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