Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/278
Timestamp: 2020-02-21 16:19:12+00:00

Document:
§ 278 ZPO: Gütliche Streitbeilegung, Güteverhandlung, Vergleich
BGH, URTEIL vom 2.6.2015, Az. VI ZR 326/14 Das gilt auch für den Prozessvergleich im Sinne des § 278 Abs.6 ZPO (vgl. BT-Drucks. 14/4722, S. 82; BAGE 120, 251 Rn. 15; OLG Hamm, NJW-RR 2012, 882; Assmann in Wieczo-rek/Schütze, ZPO, 4. Aufl., § 278 Rn. 79; Seiler in Thomas/Putzo, ZPO, 36. Aufl., §794 Rn. 2f.).
LArbG München, Beschluss vom 5.0.2015, Az. 1 Ta 282/13 Daher geht auch die obergerichtliche Rechtsprechung als selbstverständlich davon aus, dass die 1,2-Terminsgebühr nach Nr. 3104 VV-RVG bei einem Vergleich nach § 278 Abs.6 ZPO über einen rechtshängigen Anspruch entsteht (vgl. BGH BRAKMitt. 2006, 287) und mitverglichene Ansprüche nur einbezogen werden können, wenn sie bereits rechtshängig waren (vgl. so: BAG vom 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 = . 3. d. Gr.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2007, Az. VII ZB 101/06 RVG VVNr. 3104; ZPO § 278 1)	Wird über einen rechtshängigen Anspruch ein schriftlicher Vergleich nach §278 Abs.6 ZPO geschlossen, entsteht für die Prozessbevollmächtigten auch eine Terminsgebühr (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 3. Juli 2006 - II ZB 31/05, NJW-RR 2006, 1507).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2006, Az. II ZB 31/05 4	1. Das Beschwerdegericht hat unter Bezugnahme auf den Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg (OLGR 2005, 179) die Ansicht vertreten, aus dem Wortlaut von Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 W ergebe sich, dass bei Abschluss eines Vergleichs nach § 278 Abs.6 ZPO ohne mündliche Verhandlung eine Terminsgebühr nur anfalle, wenn es sich um ein Verfahren handele, das nach § 128 Abs. 2 ZPO oder § 495 a ZPO keine mündliche Verhandlung erfordere.
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2006, Az. II ZB 31/05 Danach fällt die Terminsgebühr z. B. an, wenn die Prozessbevollmächtigten fernmündlich oder persönlich den Inhalt des Vergleichs besprechen und den Vergleichstext sodann dem Gericht zur Feststellung nach § 278 Abs.6 Satz 2 ZPO mittei-len (OLG Koblenz NJW-RR 2006, 358; NJW 2005, 2162; OLG Nürnberg NJOZ 2005, 4039 f.; LAG Schleswig-Holstein NZA-RR 2006, 268; Goebel BGH-Report 2006, 66).
LG Wuppertal, Beschluss vom 4.5.2005, Az. 6 T 338/05 Demgegenüber hat der BGH unter Geltung der BRAGO entschieden, daß eine Erörterungsgebühr für den Fall eines Vergleichsabschlusses gemäß § 278 Abs.6 ZPO außerhalb einer mündlichen Verhandlung nicht anfalle (BGH, NJW 2004, Seite 2311).
LG Wuppertal, Beschluss vom 4.5.2005, Az. 6 T 338/05 Auch ist der Arbeitsund Zeitaufwand für den Rechtsanwalt bei einem gerichtlichen Termin wesentlich höher als bei einem Vergleichsabschluß nach § 278 Abs.6 ZPO, was gegen eine Anwendung von Nr. 3104 VV spricht (vgl. OLG Nürnberg, NJW-RR 2005, Seite 655).
BGH, URTEIL vom 3.11.1987, Az. VIII ZR 374/86 Dasselbe gilt für den Fall, daß das Landgericht einen nach § 278 Abs.3 ZPO gebotenen Hinweis unterlassen hat, der der Klägerin Gelegenheit gegeben hätte, weitere Ausführungen zur Frage der Verwirkung zu machen (vgl. für die Zurückverweisung durch das Revisionsge-rieht BGH, Urteil vom 3. Juli 1986 - VII ZR 284/85, NJW 1987, 781).
BGH, Urteil vom 3.6.1972, Az. VIII ZR 157/71 32 hätte das Berufungsgericht bei dieser Sachlage gemäß § 278 Abs.3 ZPO auf seine Absicht hinweisen müssen, den Pkw des Ehemannes voll, denjenigen der Ehefrau aber nicht in den Ausgleich einzubeziehen (vgl. etwa BGH, Urteil vom 13. März 1981 - I ZR 65/79 - MDR 1982, 29).

References: § 278
 § 278
 §794
 § 278
 BGH 
 § 278
 §278
 § 278
 § 128
 § 495
 § 278
 BGH 
 § 278
 § 278
 § 278
 § 278