Source: https://www.arv.ch/de/1081/Ressourcentrialog.htm?Article=39030
Timestamp: 2020-02-20 17:10:22+00:00

Document:
Ressourcentrialog
Der arv ist im Ressourcen-Trialog involviert und operationalisiert dessen Leitsätze
Der arv arbeitet konstant an der Operationalisierung von 6 der 11 Leitsätzen – Lesen Sie weiter unten die Details dazu.
Konkretisierte Leitsätze Kreislaufwirtschaft, Effizienz+Effektivität, Primär-/Sekundärrohstoffe.
Erfolgreiche Premiere des interaktiven Schulungsmoduls „Baustoffkreislaufwirtschaft“ an der HSR.
Kommunikation der elf Leitsätze durch arv.
Plenumsveranstaltung und Verabschiedung der elf Leitsätze.
Lancierung durch Kt. AG, BAFU, economiesuisse, Swiss Recycling und VBSA.
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 1 per Ende Januar 2020
Im Sinne der Eigenverantwortlichkeit engagieren sich Wirtschaft und Gesellschaft für einen schonenden Umgang mit Ressourcen.
Mit 5 weiteren nationalen Verbänden (USIC, SBV, INFRA, SIA, FSKB) arbeitet der arv zusammen, um eine digitale Plattform als nationale Baustoffbörse mit dem Ziel einer optimale Kreislaufwirtschaft aufzubauen. 8 Kantone in den drei Landessprachen unterstützen in einem ersten Schritt den nationalen Ansatz. Im April 2020 wird die Lancierung der Webplattform zelebriert.
Am 28. Januar 2020 wurde der Inhalt der Branchenvereinbarung zur Umsetzung von Art. 8 und 27 Abs. 1 lit. f VVEA in einem Workshop der OdA Abfall- und Rohstoffwirtschaft und der Vertreter des Cercle Déchets partnerschaftlich erarbeitet. Bis Juni 2020 nach einer Konsultationsphase bei allen betroffenen Akteuren soll diese offiziell freigegeben werden. Der Cercle déchets und die OdA A&R sind bestrebt, gemeinsam mit den Kantonen ein gesamtschweizerisches Verständnis zu erarbeiten, wie der Nachweis über die erforderlichen Fachkenntnisse zur fachgerechten Betreibung einer Anlage gemäss Art. 27 Abs. 1 lit. f VVEA erbracht werden kann.
Die Kantone wollen mit dieser Rahmen-Vereinbarung die kantonalen Vollzugsunterschiede vermeiden und gleichzeitig gemeinsam eine durch das USG und die VVEA übertragene Aufgabe kostengünstig und effizient lösen. Weiter ist es das Ziel, den Aufwand der Kantone und der Inhaber von Abfallanlagen zur Umsetzung von Art. 8 und Art. 27 Abs. 1 lit. f VVEA zu minimieren.
Die der OdA A&R angeschlossenen Verbände wollen mit dieser Vereinbarung eine Lösung „von der Branche für die Branche“, mit praxisgerechten und kostengünstigen Ausbildungen anbieten. In dieser Vereinbarung wird festgelegt, welche Kriterien Aus- und Weiterbildungen erfüllen müssen, damit deren Absolvieren als Nachweis des Vorhandenseins der erforderlichen Fachkenntnisse für den fachgerechten Betrieb einer Anlage i.S.v. Art. 27 Abs. 1 lit. f VVEA (nachfolgend «anerkannte Ausbildung») dient und welches die Voraussetzungen sind, damit eine anerkannte Ausbildung ihren Status beibehalten kann.
Am 29. August 2019 wurde die Absichtserklärung durch die Vertreter des Cercles Déchets Martin Moser und Thierry Pralong und beide Co-Präsidenten der OdA Abfall- und Rohstoffwirtschaft Laurent Audergon und Patrik Geisselhardt zur Erarbeitung einer Branchenvereinbarung zur Umsetzung von Art. 8 und 27 Abs. 1 lit. f VVEA.
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 2 per Anfangs Januar 2020
Bei der Verwertung von Abfällen wird ein fairer Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern angestrebt.
Am 6. Januar 2020 haben die Branchenverbände und die Organisation der Schweizer Bauwirtschaft in einer Medienmitteilung bekanntgegeben, dass eine gemeinsame Erklärung gegen Korruption und kartellrechtliche Verstösse verabschiedet wurde.
Der arv Baustoffrecycling Schweiz verurteilt illegale Preis-, Mengen- und Gebietsabsprachen in aller Deutlichkeit und sorgt für eine gebührende Beachtung der Unschuldsvermutung, solange noch kein rechtskräftiges Urteil ergangen ist. In unseren gültigen Statuten (Fassung 6.4.2017) ist ein möglicher Ausschluss von Mitgliedern vorgesehen.
Die Bauwirtschaft bekennt sich zu fairem Wettbewerb
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 3 per Ende Januar 2020
Die Entstehung von Abfällen wird wenn möglich vermieden.
Eine Entkoppelung der Abfallmenge vom BIP-Wachstum wird angestrebt und Abfallvermeidung darf nicht zur Erhöhung der Gesamtumweltbelastung führen. Der arv-Vizepräsident Kurt Morgan macht aktiv in der BAFU-Begleitgruppe zur Erarbeitung einer Abfallvermeidungsstrategie mit.
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 4 per Ende Januar 2020
Rohstoffe zirkulieren optimal in Kreisläufen.
Die Optimierung der Kreislaufwirtschaft erfolgt vorrangig durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Seit 2 Jahren hat der arv eine breitere Allianz an Wirtschafsakteuren, Motorkantonen und Bundakteure auf den Beinen gestellt, um die Verwertungs- und Entsorgungskonzepte fest zu verankern, die Qualität der Schadstoffdiagnose durch Unterstützung der Anstrengungen von VABS und FAGES zu erhöhen, die Schadstoffe aus dem Kreislauf konsequent auszuschleusen und somit die Baustoffkreisläufe systemisch zu schliessen.
Bzgl. Bauweise wird im Sinne eines Eco-Designs dem ‚Strategy für Disassembly‘ durch Zusammenarbeit mit Architekten und Knowhow-Transfer anhand eines interaktiven Schulungsmoduls für Baustoffkreislaufwirtschaft Rechnung getragen. In Fachhochschulen wie auch in Berufsschulen werden diesbezüglichen Schulungen für eine optimale Kreislaufwirtschaft angeboten.
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 6 per Ende Januar 2020
Die Primär- und Sekundärrohstoffe in der Schweiz werden nachhaltig bewirtschaftet.
Rückbaustoffe werden aufbereitet und in den Kreislauf zurückgeführt. Normgerechte mineralische Baustoffe werden aus primären und sekundären Quellen hergestellt.
Hier setzt nochmals der arv: Einen Support für einen pragmatischen WPK-Aufbau will der arv erarbeiten und seinen Mitgliedern näherbringen. Damit sollen alle Hersteller eine werkseigene Produktionskontrolle bis Ende 2021 eingeführt haben. Die hohe Qualität der Sekundärrohstoffe und der Produktionsprozesse ist für unsere junge Branche ein wichtiges Ziel, damit die Gleichwertigkeit der Sekundärrohstoffe mit den Primärrohstoffen voll etabliert ist, mit dem Vorteil der Förderung der Nachhaltigkeit und der Schonung der knappen Deponievolumen und der wertvollen Primarkies- und Sandvorräte.
Parallel hat der arv den Vorsitz des Studienauftrags ‚Guideline: Best Practices‘ zur Erhöhung der Anteile an Recyclingasphalt und zur Förderung von Niedertemperaturasphalt im Strassenbau übernommen, mit 7 mitwirkenden Kantonen (AG, BE, LU, ZH, GE, VD, VS), dem ASTRA und dem TBA der Stadt Zürich. Anschliessend sollen die VSS-Normen prompter revidiert werden und der der Einsatz möglichst hoher Anteile an Aufbruchasphalt in den Strassen gepuscht werden. Mit der USIC hat der arv eine Partnerschaft im 2018 zelebriert, um gemeinsam an der Operationalisierung einer schweizweiten Recyclingstrategie zu arbeiten.
Stand Umsetzung Leitsatz Nr. 9 per Ende Januar 2020
Bei der Verwertung und Behandlung von Abfällen werden hohe Standards eingehalten.
Seit 1996 führt der arv ein erfolgreiches Brancheninspektorat. Agil durften wir im 2017 unseren Inspektoratsprozess komplett straffen, im 2018 ARVIS 4.0 erfolgreich lancieren und unser Inspektorat kontinuierlich professionalisieren, um den erhöhten Anforderungen der Kantone erfüllen zu können und für Investitionssicherheit in der Branche durch die Erarbeitung und Implementierung schweizweiter Standards zu sorgen. Der arv engagiert sich zudem dafür, dass bei der Entsorgung von Schweizer Abfällen im Ausland vergleichbare Standards wie in der Schweiz eingehalten werden.
Die energetische Verwertung von PAK-haltigen Aufbruchasphalt soll vorrangig in der Schweiz stattfinden. Wir würden eine solche überregionale Investition – zusammen mit Wirtschaftsakteuren, dem BAFU und den Kantonen – durch entsprechende Rahmenbedingungen befürworten.

References: Art. 8
 Art. 27
 Art. 8
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 8