Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/land-ak-berufsjaeger-t-ang
Timestamp: 2019-03-24 02:41:52+00:00

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Land-AK / Berufsjäger T
Ang. Land-AK / Berufsjäger T / Rahmen - 01.04.2018
http://oegb-delivery1.go.intern.3sit.at/kv/land-ak-berufsjaeger-t-ang/land-ak-berufsjaeger-t-rahmen/200438 Ang. Land-AK / Berufsjäger T / Rahmen - 01.04.2018
Land-AK / Berufsjäger T / Rahmen
für die im Land Tirol tätigen
für alle Jagdbetriebe im Sinne des § 5 der Landarbeitsordnung 2000 (LAO 2000) in der jeweils geltenden Fassung;
für alle Berufsjäger (Dienstnehmer).
Als solche gelten Jäger mit abgelegter Berufsjägerprüfung, die ausschließlich als Jagdschutzorgan hauptberuflich im Jagddienst tätig sind;
für Berufsjägerlehrlinge, soweit dies in den einzelnen Bestimmungen dieses Kollektivvertrages ausdrücklich bestimmt ist.
(2) Dieser Kollektivvertrag gilt nicht für Dienstnehmer (Lehrlinge) der Österreichischen Bundesforste AG, soweit diese Dienstnehmer (Lehrlinge) der Bundesforste-Dienstordnung, BGBl. Nr. 201/1969, oder dem Kollektivvertrag für ab 1. Jänner 1997 in ein Dienstverhältnis zu den Österreichischen Bundesforste AG eingetretene Angestellte in der jeweils gültigen Fassung, unterliegen.
Er kann von beiden Vertragsteilen mittels eingeschriebenen Briefes unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von acht Wochen gekündigt werden. Das gleiche gilt für die Kündigung von Teilen dieses Kollektivvertrages.
(2) Im Falle einer Kündigung bleiben bis zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrages die alten Bestimmungen voll in Kraft.
(1) Ein Dienstverhältnis auf Probe darf die Höchstdauer von sechs Monaten nicht überschreiten und kann während dieser Zeit sowohl vom Dienstgeber als auch vom Dienstnehmer unter Einhaltung einer vierwöchigen Kündigungsfrist, die nur am Letzten eines Kalendermonats enden darf, jederzeit gelöst werden.
(2) Läuft die Probezeit ab, ohne dass von einem der beiden Dienstvertragspartner das Dienstverhältnis durch schriftliche Kündigung (Abs. 1) gelöst wurde, so schließt sich, wenn nichts anderes vereinbart wird, an die Probezeit ein auf unbestimmte Zeit abgeschlossenes Dienstverhältnis an.
(2) Wird ein Dienstvertrag schriftlich abgeschlossen, so ist dem Dienstnehmer das Original des Dienstvertrages auszufolgen.
(3) Wird ein Dienstvertrag mündlich abgeschlossen, so ist dem Dienstnehmer eine schriftliche und vom Dienstgeber gefertigte Aufzeichnung über die getroffenen Vereinbarungen auszufolgen.
(4) Die bei Abschluss des Dienstvertrages entstehenden Gebühren und Kosten trägt der Dienstgeber.
(1) Der Dienstnehmer hat Anspruch auf 8 dienstfreie Tage im Monat, wovon höchstens die Hälfte in halben Tagen gewährt werden kann. Über den Zeitpunkt der Gewährung der dienstfreien Tage (Halbtage) ist das Einvernehmen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer herzustellen, wobei auf die jagdlichen und dienstlichen Belange Rücksicht zu nehmen ist.
(2) Im Einvernehmen zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer können nicht gewährte dienstfreie Tage in Geld abgefunden werden; soferne nicht mehr als vier dienstfreie Tage abzugelten sind, gebührt für jeden nicht gewährten dienstfreien Tag ein Sechsundzwanzigstel des monatlichen Bruttogehaltes, für jeden weiteren nicht gewährten dienstfreien Tag jedoch ein Fünfzehntel des monatlichen Bruttogehaltes.
(1) Ist der Dienstnehmer nach Antritt des Dienstverhältnisses durch Krankheit oder Unglücksfall an der Leistung seiner Dienste verhindert, ohne dass er die Verhinderung vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat, so behält er seinen Anspruch auf das Entgelt bis zur Dauer von sechs Wochen. Beruht die Dienstverhinderung jedoch auf einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit im Sinne der Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung, so verlängert sich die Frist von sechs Wochen um die Dauer dieser Dienstverhinderungen, höchstens jedoch um zwei Wochen. Der Anspruch auf das Entgelt beträgt, wenn das Dienstverhältnis fünf Jahre gedauert hat, jedenfalls acht Wochen, es erhöht sich auf die Dauer von zehn Wochen, wenn es fünfzehn Jahre, und auf zwölf Wochen, wenn es fünfundzwanzig Jahre ununterbrochen gedauert hat. Durch je weitere vier Wochen behält der Dienstnehmer den Anspruch auf das halbe Entgelt.
(3) Im Falle des Todes des Dienstnehmers durch einen Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit gehen die Ansprüche gemäß Abs. 1 und 2 auf die gesetzlichen Erben, zu deren Erhaltung der Dienstnehmer gesetzlich verpflichtet war, über, jedoch nur dann, wenn kein Anspruch auf Abfertigung gemäß § 20 dieses Kollektivvertrages besteht und nur insoweit, als diese Ansprüche nicht schon dem Dienstnehmer zugekommen sind.
Niederkunft der Gattin oder der Lebensgefährtin, sofern der gemeinsame Haus- halt seit mindestens sechs Monaten besteht;
(7) Wird der Dienstnehmer während einer Dienstverhinderung gemäß Abs. 1 und 2 gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen oder trifft den Dienstgeber ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Dienstnehmers, so bleibt der Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts gemäß Abs. 1 und 2 bestehen, wenngleich das Dienstverhältnis früher endet.
wegen der notwendigen Betreuung seines Kindes (Wahl- oder Pflegekindes) infolge Ausfalles einer Person, die das Kind ständig betreut hat, aus den Gründen des § 15 b Abs. 2 Zif. 1 bis 4 des Mutterschutzgesetzes in der jeweils geltenden Fassung
Das Gehalt wird am Monatsende im Nachhinein ausbezahlt. Fällt dieser Tag auf einen Sonn- oder Feiertag, so ist das Gehalt am vorhergehenden Werktag auszuzahlen. Bei der Gehaltsauszahlung ist eine schriftliche Abrechnung auszufolgen, aus der die Lohnsumme samt Zuschlägen und Abzügen zu ersehen ist.
§ 9 Einteilung der Dienstnehmer
Berufsjäger;
Revierjäger;
Revieroberjäger;
Wildmeister.
Zu a): Berufsjäger ist jener Dienstnehmer, der die Berufsjägerprüfung mit Erfolg abgelegt hat oder der vom Tiroler Jägerverband entweder zum Berufsjäger ernannt oder als solcher anerkannt wurde. Er leistet entweder selbständig oder unter Aufsicht und Leitung eines Revierjägers, Revieroberjägers oder Wildmeisters jagdliche Dienste.
Zu b): Revierjäger ist jener Dienstnehmer, der vom Tiroler Jägerverband zum Revierjäger entweder ernannt oder als solcher anerkannt wurde. Er leistet entweder selbständig oder unter Aufsicht und Leitung eines Revieroberjägers oder Wildmeisters jagdliche Dienste.
Zu c): Revieroberjäger ist jener Dienstnehmer, der vom Tiroler Jägerverband mit Dekret zum Revieroberjäger ernannt wurde und entweder selbständig oder unter einem Wildmeister jagdliche Dienste leistet.
Zu d): Wildmeister ist jener Dienstnehmer, der vom Tiroler Jägerverband mit Dekret zum Wildmeister ernannt wurde und in selbständiger Funktion jagdliche Dienste leistet.
Voraussetzung für die kollektivvertragsmäßige Entlohnung aller vier Gruppen ist die hauptberufliche Ausübung der diesen Gruppen entsprechenden Tätigkeiten.
§ 10 Gehaltsbestimmungen (I)
(2) Die Dienstnehmer werden in folgende Verwendungsgruppen eingereiht:
Berufsjäger im Sinne des § 9 lit. a);
Revierjäger im Sinne des § 9 lit. b);
Dienstnehmer nach einer 10-jährigen Berufstätigkeit in Verwendungsgruppe II;
Dienstnehmer nach einer 8-jährigen Berufstätigkeit in Verwendungsgruppe III;
(3) Als Berufsjahre, die bei der Berechnung des Gehaltes anzurechnen sind, gelten:
die durch schriftliche Zeugnisse belegten Dienstzeiten als geprüfter oder anerkannter Berufsjäger;
Zeiten der Ausübung einer Berufsjägerlehre;
Zeiten der hauptberuflichen Ausübung des Dienstes als hauptberuflicher Jagdaufseher;
Zeiten der für die Ausbildung zum Berufsjäger laut Ausbildungsordnung der Tiroler Berufsjäger erforderlichen forstlichen Ausbildung;
Zeiten des Grundwehrdienstes beim österreichischen Bundesheer;
andere in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft zurückgelegte pflichtversicherte Beschäftigungszeiten, höchstens jedoch 5 Jahre.
Weitere Anrechnungen unterliegen der freien Vereinbarung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer.
(4) Das monatliche Gehalt beträgt brutto für:
im 1. Berufsjahr 1.704,00 — — —
im 2.+ 3. Berufsjahr 1.765,00 — — —
im 4.+ 5. Berufsjahr 1.824,00 1.894,00 — —
im 6.+ 7. Berufsjahr 1.875,00 1.953,00 — —
im 8.+ 9. Berufsjahr 1.933,00 2.009,00 — —
im 10.+11. Berufsjahr 1.990,00 2.064,00 2.161,00 —
im 12.+13. Berufsjahr 2.044,00 2.126,00 2.217,00 —
im 14.+15. Berufsjahr 2.099,00 2.181,00 2.281,00 2.356,00
im 16.+17. Berufsjahr 2.161,00 2.236,00 2.347,00 2.416,00
im 18.+19. Berufsjahr 2.217,00 2.294,00 2.403,00 2.475,00
im 20.+21. Berufsjahr 2.274,00 2.347,00 2.446,00 2.528,00
im 22.+23. Berufsjahr 2.337,00 2.405,00 2.508,00 2.581,00
im 24.+25. Berufsjahr 2.396,00 2.468,00 2.568,00 2.640,00
im 26.+27. Berufsjahr 2.446,00 2.526,00 2.621,00 2.705,00
im 28.+29. Berufsjahr 2.508,00 2.581,00 2.681,00 2.768,00
im 30.+31. Berufsjahr 2.568,00 2.643,00 2.742,00 2.819,00
im 32.+33. Berufsjahr 2.621,00 2.705,00 2.810,00 2.884,00
im 34.+35. Berufsjahr 2.681,00 2.768,00 2.866,00 2.947,00
im 36.+37. Berufsjahr 2.739,00 2.818,00 2.922,00 3.015,00
im 38.+39. Berufsjahr 2.794,00 2.865,00 2.975,00 3.080,00
im 40.+41. Berufsjahr 2.850,00 2.915,00 3.027,00 3.143,00
im 42.+43. Berufsjahr 2.903,00 2.965,00 3.082,00 3.209,00
im 44.+45. Berufsjahr 2.964,00 3.014,00 3.137,00 3.273,00
(5) Lehrlinge erhalten monatlich folgende Entschädigung:
im 1. Lehrjahr € 671,00
vom Beginn des 2. Lehrjahres bis zur Ausfolgung der Ernennungsurkunde zum Berufsjäger € 900,00
(6) Über das monatliche Gehalt hinaus erhalten alle Dienstnehmer (Lehrlinge) zur teilweisen Deckung des mit dem Beruf zusammenhängenden erhöhten Aufwandes eine Dienstaufwandsentschädigung in der Höhe von Euro 163,00 monatlich. Diese beinhaltet eine Vergütung für die Dienstgänge im Außendienst, einschließlich der erhöhten Abnutzung von Kleidung und Schuhen sowie der Mehrauslagen für die getrennte Verpflegung.
(7) Die unmittelbar vor dem Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages bestehenden überkollektivvertraglichen Entlohnungen bleiben mit dem Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages in ihrer euromäßigen Höhe aufrecht.
§ 11 Gehaltsbestimmungen (II)
(1) Gilt für alle Berufsjägerlehrlinge, deren Lehrverhältnis nach dem 31.3.2016 beginnt und für alle Dienstnehmer mit abgeschlossener Berufsjägerausbil-dung, die nach dem 31.3.2016 erstmalig in Österreich als Jagdschutzorgan hauptberuflich im Jagddienst tätig sind.
(2) Die Bezüge der Dienstnehmer richten sich nach Berufsjahren.
(3) Die Dienstnehmer werden in folgende Verwendungsgruppen eingereiht:
Berufsjäger im Sinne des § 9 lit. a;
Revierjäger im Sinne des § 9 lit. b;
(4) Als Berufsjahre, die bei der Berechnung des Gehaltes anzurechnen sind, gelten:
(5) Das monatliche Gehalt beträgt brutto für:
im ersten Berufsjahr 2.100,00 —
im 2.+ 3. Berufsjahr 2.135,00 —
im 4.+ 5. Berufsjahr 2.170,00 2.303,00
im 6.+ 7. Berufsjahr 2.205,00 2.349,00
im 8.+ 9. Berufsjahr 2.241,00 2.392,00
im 10.+11. Berufsjahr 2.276,00 2.438,00
im 12.+13. Berufsjahr 2.311,00 2.482,00
im 14.+15. Berufsjahr 2.347,00 2.527,00
im 16.+17. Berufsjahr 2.381,00 2.571,00
im 18.+19. Berufsjahr 2.416,00 2.616,00
im 20.+21. Berufsjahr 2.452,00 2.659,00
im 22.+23. Berufsjahr 2.487,00 2.705,00
im 24.+25. Berufsjahr 2.523,00 2.748,00
im 26.+27. Berufsjahr 2.557,00 2.793,00
im 28.+29. Berufsjahr 2.593,00 2.837,00
im 30.+31. Berufsjahr 2.628,00 2.882,00
im 32.+33. Berufsjahr 2.663,00 2.926,00
im 34.+35. Berufsjahr 2.700,00 2.971,00
im 36.+37. Berufsjahr 2.733,00 3.014,00
im 38.+39. Berufsjahr 2.768,00 3.060,00
im 40.+41. Berufsjahr 2.805,00 3.103,00
im 42.+43. Berufsjahr 2.839,00 3.148,00
im 44.+45. Berufsjahr 2.875,00 3.192,00
(6) Lehrlinge erhalten monatlich folgende Entschädigung:
im 1. Lehrjahr € 834,00
vom Beginn des 2. Lehrjahres bis zur Ausfolgung der Ernennungsurkunde zum Berufsjäger € 1.063,00
(1) Übernimmt der Dienstnehmer (Lehrling) im Einvernehmen mit dem Dienstgeber oder in dessen Auftrag die Hundeführung, so hat er Anspruch auf Ersatz der Kosten, die monatlich mit Euro 128,00 pro Hund festgelegt werden sowie auf den Rückersatz der Hundesteuer. Der Ersatz für diese Hundehaltung und der Rückersatz der Hundesteuer gebühren jedenfalls vom Tage der Anschaffung des Hundes an und nicht erst ab dem Zeitpunkt, in dem der Hund die erste Prüfung mit Erfolg abgelegt hat. Ab dem Zeitpunkt der abgelegten Hauptprüfung beträgt der Kostenersatz Euro 191,00 monatlich.
Wenn der Hund bis zur Vollendung des 4. Lebensjahres die Hauptprüfung nicht mit Erfolg abgelegt hat, entfällt die Verpflichtung zur Zahlung jedes Kostenersatzes. Ein Kostenersatz gebührt grundsätzlich nur für Hunde, die in das Österreichische Hundezuchtbuch eingetragen sind.
(2) Die Beistellung von Arbeitsgeräten zum Bau von Steigen, Hochständen usw. muss durch den Dienstgeber erfolgen.
(3) Dem Dienstnehmer (Lehrling) gebührt das „kleine Jägerrecht“ bei selbst erlegtem Wild sowie bei solchem, das unter seiner Führung erlegt wird.
Für die im Auftrag des Dienstgebers vom Dienstnehmer (Lehrling) durchgeführten Abschüsse von Schalenwild gebührt dem Dienstnehmer (Lehrling) eine Vergütung für verwendete Patronen in der Höhe von Euro 7,50 je Stück Schalenwild.
Raubwild gehört dem Erleger. Der Dienstnehmer (Lehrling) ist verpflichtet, dem Dienstgeber über dessen Verlangen das erlegte Raubwild gegen Vergütung der handelsüblichen Preise zu überlassen.
Der Dienstnehmer (Lehrling) hat Anspruch auf ein Schussgeld für erfolgreiche Führung eines vom Dienstgeber geladenen Jagdgastes bzw. eines Abschussnehmers in nachfolgendem Ausmaß:
a) Rotwild: Hirsch € 116,00
Tier und Kalb € 54,00
b) Steinwild: Bock € 107,00
Geiß € 84,00
Kitz € 54,00
c) Gams: Bock € 82,00
Geiß € 82,00
Kitz € 41,00
d) Reh: Bock € 68,00
Geiß € 35,00
e) Muffel: Widder € 82,00
Schaf € 50,00
Lamm € 38,00
e) Murmeltier: € 36,00
f) Auer- und Birkhahn: € 68,00
(4) Dem Dienstnehmer gebührt jährlich als Deputat Wildbret vom Schalenwild im Mindestgewicht von 50 kg in der Decke. Lehrlingen gebührt jährlich als Deputat Wildbret vom Schalenwild im Mindestgewicht von 25 kg in der Decke. Einvernehmlich kann dieser Anspruch zur Gänze oder teilweise durch Abfindung zum jeweiligen Tagespreis abgegolten werden.
(5) Verwendet der Dienstnehmer ein eigenes Kraftfahrzeug für dienstliche Zwecke, so gebührt ihm hiefür eine Entschädigung in der Höhe der vom ÖAMTC jeweils errechneten Kilometergelder. Im Einvernehmen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer kann die Abgeltung auch in einem monatlichen Pauschale erfolgen.
(6) Der Dienstnehmer (Lehrling) hat Anspruch auf Ersatz der Kosten der nach dem Tiroler Jagdgesetz vorgeschriebenen Jagdkarte.
(1) Jeder Dienstnehmer (Lehrling) hat pro Kalenderhalbjahr Anspruch auf eine Sonderzahlung in der Höhe eines Monatsbruttogehaltes (der Lehrlingsentschädigung).
(2) Die Sonderzahlung für das 1. Kalenderhalbjahr ist am 30. Juni, die Sonderzahlung für das 2. Kalenderhalbjahr am 1. Dezember auszuzahlen.
(3) Bei Ein- oder Austritt während des Kalenderhalbjahres gebührt der aliquote Teil der Sonderzahlung, wobei entgeltfortzahlungsfreie Zeiträume bei Krankheit oder Unfall während aufrechtem Dienstverhältnis zu keiner Minderung des Anspruches führen.
§ 15 Reise- und Umzugskostenersatz
(1) Der Dienstgeber hat dem Dienstnehmer die Auslagen für die vereinbarten Reisen zum Zwecke der Vorstellung wie für die Reisen, die im Interesse der Jagd über Auftrag durchgeführt werden, gegen nachträgliche Rechnungslegung zu ersetzen. Der Dienstnehmer hat Anspruch auf Bahnfahrt zweiter Klasse, notwendigenfalls Eil- oder D-Zug.
(2) Kommt es während des aufrechten Bestandes des Dienstverhältnisses aus dienstlichen Gründen zu einer Übersiedelung des Dienstnehmers, so hat der Dienstgeber dem Dienstnehmer die persönlichen und sachlichen Kosten zu ersetzen.
(2) Der Anspruch auf Urlaub entsteht in den ersten sechs Monaten des ersten Arbeitsjahres im Verhältnis zu der im Arbeitsjahr zurückgelegten Dienstzeit, nach sechs Monaten in voller Höhe. Ab dem zweiten Arbeitsjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Arbeitsjahres.
(3) Alle Zeiten, die der Dienstnehmer in unmittelbar vorangegangenen Dienst-(Lehr)verhältnissen zum selben Dienstgeber zurückgelegt hat, gelten für die Erfüllung der Wartezeit, die Bemessung des Urlaubsausmaßes und die Berechnung des Urlaubsjahres als Dienstzeiten.
(6) Wenn das Dienstverhältnis bei demselben Dienstgeber mindestens zwei Jahre ununterbrochen gedauert hat, sind die in einem anderen Dienstverhältnis im Inland zugebrachten Dienstzeiten, sofern sie mindestens je 6 Monate gedauert haben, für die Bemessung des Urlaubsausmaßes jedoch zur Gänze anzurechnen. Zeiten des Wehrdienstes und der Kriegsgefangenschaft sind für die Bemessung des Urlaubsausmaßes, ohne Rücksicht auf die bisherige Dauer des Dienstverhältnisses, zur Gänze anzurechnen.
§ 20 Beendigung des Dienstverhältnisses, Kündigung und Entlassung
(1) Ist das Dienstverhältnis ohne Zeitbestimmung eingegangen oder fortgesetzt worden, so kann es durch Kündigung gelöst werden.
(2) Der Dienstgeber kann jedoch ein Dienstverhältnis, das ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat, nur schriftlich und mit Angabe des Grundes kündigen.
(3) Ein Grund, der den Dienstgeber nach Ablauf der im Abs. 2 genannten Frist zur Kündigung berechtigt, liegt vor, wenn
der Dienstnehmer seine Dienstpflichten gröblich verletzt;
der Dienstnehmer wiederholt gegen Bestimmungen des Tiroler Jagdgesetzes verstößt oder gesetzliche Befugnisse zum Nachteil des Dienstgebers absichtlich nicht wahrnimmt;
der Dienstnehmer zur Ausübung des Dienstes unfähig wird;
das Jagdpachtverhältnis endet;
der Dienstnehmer das 65. Lebensjahr vollendet hat.
(4) Mangels einer für den Dienstnehmer günstigeren Vereinbarung kann der Dienstgeber das Dienstverhältnis unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen mit Ablauf eines jeden Kalendervierteljahres kündigen. Die Kündigungsfrist erhöht sich nach dem vollendeten 2. Dienstjahr auf drei Monate und nach dem vollendeten 5. Dienstjahr auf sechs Monate.
(5) Die Kündigungsfrist kann durch Vereinbarung nicht unter die im Abs. 4 bestimmte Dauer herabgesetzt werden; jedoch kann vereinbart werden, dass die Kündigungsfrist am 15. oder am Letzten eines Kalendermonats endet.
(6) Mangels einer für ihn günstigeren Vereinbarung kann der Dienstnehmer das Dienstverhältnis mit dem letzten Tag eines Kalendermonats unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist lösen. Diese Kündigungsfrist kann durch Vereinbarung bis zu einem halben Jahr ausgedehnt werden, doch darf die vom Dienstgeber einzuhaltende Frist nicht kürzer sein als die mit dem Dienstnehmer vereinbarte Kündigungsfrist.
(7) Ist das Dienstverhältnis nur für die Zeit eines vorübergehenden Bedarfes vereinbart, so kann es während des ersten Monats von beiden Teilen jederzeit unter Einhaltung einer einwöchigen Kündigungsfrist gelöst werden.
(8) Ein für länger als fünf Jahre vereinbartes Dienstverhältnis kann vom Dienstnehmer nach Ablauf von fünf Jahren unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden.
(9) Während der Kündigungsfrist sind dem Dienstnehmer auf sein Verlangen wöchentlich zwei, im ganzen jedoch nicht mehr als 21 Werktage zum Aufsuchen eines neuen Dienstpostens ohne Schmälerung des Entgelts freizugeben. Der Dienstnehmer hat die Wahl, ob ihm die Tage einzeln oder bis zum Höchstausmaß von sechs Werktagen innerhalb sechs Wochen in unmittelbarer Aufeinanderfolge zu gewähren sind.
(10) Das Dienstverhältnis kann vom Dienstnehmer vor Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist, sonst aber ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus wichtigen Gründen sofort aufgelöst werden, wenn
der Dienstgeber das dem Dienstnehmer gebührende Entgelt schmälert oder vorenthält oder sonstige wesentliche Vertragsbestimmungen vom Dienstgeber nicht eingehalten werden;
der Dienstgeber sich Tätlichkeiten, eine Verletzung der Sittlichkeit, erhebliche Ehrverletzungen gegen den Dienstnehmer oder dessen Familienangehörige zuschulden kommen lässt, oder sich weigert, den Dienstnehmer oder dessen Familienangehörige gegen solche Handlungen eines Familienangehörigen des Dienstgebers oder eines Mitbeschäftigten zu schützen;
(11) Von Seiten des Dienstgebers kann das Dienstverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus wichtigen Gründen gelöst werden.
Als ein wichtiger Grund ist insbesondere anzusehen, wenn der Dienstnehmer
sich trotz mehrmaliger Ermahnung während der Dienstzeit dem Trunke ergibt;
sich Tätlichkeiten oder erhebliche Ehrverletzungen gegen den Dienstgeber, dessen Beauftragte, Familienangehörige, Jagdgäste oder gegen Mitbeschäftigte zuschulden kommen lässt;
Eigentum des Dienstgebers oder seiner Familienangehörigen oder in deren Gewahrsam befindliche Sachen vorsätzlich oder grob fahrlässig beschädigt oder wenn aus Fahrlässigkeit des Dienstnehmers beträchtlicher Schaden entstanden ist;
den Dienst beharrlich verweigert oder im Dienst untreu ist;
wegen Verbüßung einer Freiheitsstrafe durch eine den Umständen nach erhebliche Zeit an der Leistung seiner Dienste verhindert ist.
(1) Hat das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert, so gebührt dem Dienstnehmer bei Auflösung des Dienstverhältnisses eine Abfertigung. Diese beträgt das Zweifache des dem Dienstnehmer für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Entgelts und erhöht sich für jedes weitere vollendete Dienstjahr um ein halbes des dem Dienstnehmer für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Entgelts, höchsten jedoch auf das Zwölffache des monatlichen Entgelts. Hiebei sind, soweit das Entgelt Naturalbezüge umfasst, diese bei Dienstnehmern, die zur Zeit der Auflösung des Dienstverhältnisses verheiratet sind, nur mit der Hälfte, bei anderen Dienstnehmern mit einem Viertel ihres Wertes in Anschlag zu bringen.
(2) Wenn das Dienstverhältnis durch den Tod des Dienstnehmers aufgelöst wird, so gebührt die Abfertigung den gesetzlichen Erben, zu deren Erhaltung der Dienstnehmer gesetzlich verpflichtet war.
(3) Die Abfertigung wird, soweit sie den Betrag des Zweifachen des Monatsentgelts nicht übersteigt, mit der Auflösung des Dienstverhältnisses fällig, der Rest kann vom dritten Monat an in monatlichen im voraus zahlbaren Teilbeträgen abgestattet werden.
(4) Der Anspruch auf Abfertigung besteht, vorbehaltlich der Abs. 5 und 6 nicht, wenn der Dienstnehmer kündigt, wenn er ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder wenn ihn ein Verschulden an der vorzeitigen Entlassung trifft.
(5) Der Anspruch auf Abfertigung besteht auch dann, wenn das Dienstverhältnis nach Vollendung der für eine Alterspension maßgeblichen Altersgrenze (§§ 253, 253 a, 253 b ASVG) oder wegen der Inanspruchnahme einer Pension aus dem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit aus einer gesetzlichen Pensionsversicherung durch Kündigung seitens des Dienstnehmers endet.
(6) Geht die „Jagd“ auf einen anderen über so besteht Anspruch auf Abfertigung gegenüber dem Übergeber (Dienstgeber) nur dann, wenn der Übernehmer es ablehnt, dem Dienstnehmer die Fortsetzung des Dienstverhältnisses unter den bisherigen Bedingungen anzubieten und sich zu verpflichten, die bei seinem Vorgänger geleistete Dienstzeit als bei ihm selbst verbracht zu betrachten.
(7) Für Dienstnehmer, die nach dem 31.3.2005 erstmals in ein Dienstverhältnis zum Betrieb eintreten, gelten die Bestimmungen des Mitarbeitervorsorgegesetzes in der jeweils gültigen Fassung.
§ 22 Dienstzeugnis
Der Dienstgeber ist verpflichtet, bei Beendigung des Dienstverhältnisses dem Dienstnehmer auf Verlangen ein schriftliches Zeugnis über Dauer und Art der Dienstleistung auszustellen. Eintragungen und Anmerkungen im Zeugnis, durch die dem Dienstnehmer die Erlangung einer neuen Dienststelle erschwert wird, sind unzulässig.
(2) Soweit in diesem Kollektivvertrag nichts anderes bestimmt ist, gelten die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die Bestimmungen des Gutsangestelltengesetzes vom 26. September 1923, BGBl. Nr. 538/1923, in der jeweils geltenden Fassung, sowie der Landarbeitsordnung 2000 (LAO 2000), LBGl. Nr. 27/2000, in der jeweils geltenden Fassung.
Innsbruck, den 15. März 2018

References: § 5
 § 20
 § 15

§ 9

§ 10
 § 9
 § 9

§ 11
 § 9
 § 9

§ 15

§ 20

§ 22