Source: https://www.bundesimmobilien.de/11391068/ausschreibung?vid=274347
Timestamp: 2019-08-26 01:10:29+00:00

Document:
Offenes Verfahren (EU-weit) zur Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen für eine Bundesliegenschaft in Bonn (Bundesrechnungshof) - VOEK 172-19 -
Nationale Identifikations-Nr.: DE
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=274347
VOEK 172-19
Bewachungsdienste (79713000)
Sicherheitsdienstleistungen für den Bundesrechnungshof (BRH) in Bonn
Adresse der Liegenschaft: Adenauerallee 81, 90, 86 (3.-5. OG) in 53113 Bonn
Näheres regeln die Vertragsbedingungen und die Leistungsbeschreibung.
Dienstleistungen von Sicherheitsdiensten (79710000)
Der Auftragnehmer hat folgende Dienstleistungen zu erbringen:
- Grundleistung:
* Stationäre Sicherheitsdienstleistungen: Pfortendienst
- Bedarfsleistung:
* Mobile Sicherheitsdienstleistungen: Revierdienst, Interventionsdienst, Kontrolldienst
* Veranstaltungsdienst bei Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen
Es ist eine Start-Up-Phase für den Übergang der vertraglich geschuldeten Leistungen vom bisherigen Dienstleister auf den Auftragnehmer vorgesehen. Sie beginnt am 22.06.2020 (00.00 Uhr) und endet mit der Aufnahme des Regelbetriebs durch den Auftragnehmer am 01.07.2020 (00.00 Uhr). Weitere Regelungen zur Laufzeit des Vertrags sind der Ziffer II.2.7) zu entnehmen.
Der Vertrag hat eine feste Laufzeit von zwei Jahren bis zum 30.06.2022 24:00 Uhr. Der Vertrag verlängert sich, sofern die AG einer Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht mit einer Frist von sechs Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer schriftlich widerspricht, um jeweils ein weiteres Jahr. Die maximale Vertragsdauer beträgt sechs Jahre. Der Vertrag endet spätestens am 30.06.2026 um 24:00 Uhr.
2.1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen (im Vordruck Anhang II der Vergabeunterlagen (VU) enthalten): Name, Sitz, Postanschrift, Rechtsform, Gegenstand des Unternehmens, Nummer der Eintragung in einem öffentlichen Register oder Geschäftsnummer der Genehmigungsbehörde, Registergericht oder Genehmigungsbehörde, gesetzlicher Vertreter, Ansprechperson, Telefon, Telefax, E-Mail-Adresse, ggf. zuständige Niederlassung bzw. Standort.
2.2. Zusätzliche Angaben, sofern das Unternehmen ein Einzelunternehmen oder ein Freiberufler ist (Angaben zur Inhaberin / zum Inhaber bzw. zu dem nach Satzung oder Gesetz Vertretungsberechtigten): Vorname, Name, ggf. abweichender Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit.
3. Eigenerklärung über zwingende und fakultative Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB (im Vordruck Anhang II der VU enthalten)
- Eigenerklärung nach § 124 Abs. 2 GWB zu Verstößen gegen weitere Gesetze; Verstöße gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) und das Mindestlohngesetz (MiLoG).
Personenschäden 1,5 Mio. €, Sachschäden 1 Mio. €, Vermögensschäden 250.000 €, Schlüsselschäden 50.000 € und Schäden durch den Verlust bewachter Sachen 250.000 €.
Sollte die Betriebshaftpflichtversicherung die vorgenannten Deckungssummen derzeit nicht erreichen oder noch keine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen sein, so ist der Bieter verpflichtet, im Falle der Zuschlagserteilung die Deckungssummen entsprechend zu erhöhen bzw. abzuschließen (im Vordruck Anhang II der VU enthalten).
5. Eigenerklärung zum Gesamtumsatz des Unternehmens sowie zum Umsatz bezüglich der ausgeschriebenen Leistungsart, jeweils bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (im Vordruck Anhang II der VU enthalten).
6.1 Eigenerklärung Leistungserbringung (Vordruck Anhang II VU), dass das Unternehmen spätestens bei Leistungsbeginn ausreichend qualifiziertes Personal zur Erfüllung der ausgeschriebenen Leistung beschäftigt, um die ausgeschriebene Leistung sachgerecht und unter Einhaltung notwendiger Sicherheitsbestimmungen ausführen zu können.
Erklärung, dass dem Unternehmen spätestens bei Leistungsbeginn auch die notwendigen Maschinen, Werkzeuge und Materialien zur Verfügung stehen, um die ausgeschriebene Leistung sachgerecht und unter Einhaltung notwendiger Sicherheitsbestimmungen ausführen zu können.
Im Übrigen Ziffer 6.2 und 6.3: s. Mindeststandards.
7. Leistungsbezogene Angaben zum Unternehmen: Angabe seit wann das Unternehmen in der ausgeschriebenen Leistungsart tätig ist, Angabe der Beschäftigtenzahl des gesamten Unternehmens, Angabe der Anzahl der Beschäftigten bezogen auf die ausgeschriebene Leistungsart, Angabe der Anzahl der geringfügig Beschäftigten bezogen auf die ausgeschriebene Leistungsart (Vordruck Anhang II VU).
8. Eigenerklärung zu mind. 3 vergleichbaren Referenzen zur ausgeschriebenen Leistung aus dem Zeitraum der letzten drei Jahre mit Angabe von: Art des Referenzobjektes, Ausführungsort (Anschrift) des Referenzobjektes, jährlicher Leistungsumfang in €, Leistungszeitraum, Leistungsart, Name AG und Ansprechperson (deutschsprachig) mit Telefonnummer (Vordruck Anhang II VU).
9. Angaben und Eigenerklärungen bei Bietergemeinschaften: Bietergemeinschaften sind bereits bei Angebotsabgabe verpflichtet, alle Mitglieder der Bietergemeinschaft sowie Art und Umfang des Leistungsteils des jeweiligen Mitglieds zu benennen sowie ein Mitglied als bevollmächtigten Vertreter. Bietergemeinschaften müssen sich verpflichten, i.F.d. Auftragserteilung die Vertragsleistung mit den namentlich benannten weiteren Mitgliedern der Bietergemeinschaft als Arbeitsgemeinschaft auszuführen und für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten gesamtschuldnerisch zu haften. Für die Abgabe der vorgenannten Erklärungen ist die Bietergemeinschaftserklärung zu verwenden (Vordruck Anhang III VU). Erst auf gesonderte Anforderung der AG ist von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft die Bieterauskunft (Vordruck Anhang II VU) mit Eigenerklärungen zu Ziff. 2.1 Allg. Angaben zum Unternehmen, 2.2 zusätzliche Angaben bei Einzelunternehmen, 3. Zwingende u. fakultative Ausschlussgründe, 4. Betriebshaftpflichtversicherung, 6. Eigenerklärung über die Leistungserbringung und 7. Leistungsbezogene Angaben zum Unternehmen einzureichen und sind etwaige Nachweise vorzulegen. Von dem bevollmächtigten Vertreter der Bietergemeinschaft ist hingegen eine vollumfänglich ausgefüllte Bieterauskunft zu erteilen.
10. Eigenerklärung zu Unterauftragnehmerleistungen: Beschreibung der Teilleistungen mit Umfang, für die der Einsatz von Unterauftragnehmern geplant ist (Vordruck Anhang II VU). Erst auf gesonderte Anforderung der AG ist der Bieter verpflichtet, die zur Auftragsdurchführung vorgesehenen Unterauftragnehmer zu benennen und Verpflichtungserklärungen der Unterauftragnehmer vorzulegen (Vordruck Anhang IV VU). Der Bieter hat dann für jeden der zu beauftragenden Unterauftragenhmer die Bieterauskunft mit Eigenerklärungen zu den Ziff. 2.1 Allg. Angaben zum Unternehmen, 2.2 zusätzliche Angaben bei Einzelunternehmen, 3. Zwingende und fakultative Ausschlussgründe und etwaige Nachweise vorzulegen.
11. Eignungsleihe: s. Ziffer VI.3) der Bekanntmachung.
6.2 Eigenerklärung über die Bewachungserlaugnis, Zuverlässigkeit und Sachkunde
- Erklärung, dass der Inhaber / die Leitungsperson des Unternehmens zuverlässig und sachkundig i.S.v. § 34a Abs. 1 Gewerbeordnung (GewO) ist und auch die weiteren dort genannten Anforderungen erfüllt.
- Erklärung, dass die gewerberechtlichen Voraussetzungen (insbesondere die Erlaubnis für das Bewachungsgewerbe gem. § 34a GewO) für die Ausführung der ausgeschriebenen Leistung für das Unternehmen vorliegen.
- Erklärung, dass die für die Durchführung der Bewachungsaufgaben vorgesehenen Personen die gem. § 34a Abs. 1 a GewO und Bewachungsverordnung erforderliche Zuverlässigkeit und Sachkunde besitzen (§ 128 Abs. 2 GWB).
- Erklärung, dass eine Woche vor Beginn der Start-Up-Phase für das gesamte einzusetzende Personal inklusive Vertretung folgende Nachweise und Unterlagen zur Verfügung gestellt werden (vgl. § 128 Abs. 2 GWB):
a) Personaleinsatzliste: Name, Vorname, Funktion / Tätigkeitszuordnung, Geburtsdatum, Geburtsort und Wohnort,
- Objektverantwortlicher (Objektleiter)
* geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft mit IHK-Prüfung oder vergleichbar,
- Stationäre Sicherheitsdienstleistungen – Pfortendienst
* Unterrichtungsverfahren nach § 34 a GewO (40 Stunden) oder vergleichbar,
* Qualifikation zum Ersthelfer,
* Qualifikation zum Brandschutz- / Evakuierungshelfer,
c) Schichtplan / Dienstanweisung gem. Punkt 5 der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 zum Vertrag),
d) unterschriebene Verschwiegenheitsverpflichtung (Anlage 3 zum Vertrag)
- Erklärung, dass das im Pfortendienst einzusetzende Personal bereit ist, sich die Befähigung zur Personenbefreiung aus Aufzügen gem. TRBS 3121 anzueignen.
- Erklärung, dass das einzusetzende Personal über Deutschkenntnisse mindestens analog B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (selbstständige Sprachverwendung, gute Mittelstufe) verfügt.
- Erklärung, dass das im Pfortendienst einzusetzende Personal über Englischkenntnisse mindestens analog A1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (elementare Sprachverwendung) verfügt.
6.3. Eigenerklärung betreffend Sicherheitsüberprüfung, dass bei dem auf den Liegenschaften einzusetzenden Personal die SÜG-Überprüfung (Ü2, vorbeugender personeller Sabotageschutz) erfolgreich durchgeführt worden ist. Im Falle der Zuschlagserteilung wird der Nachweis der erfolgreich durchgeführten SÜG-Überprüfung (Ü2, vorbeugender personeller Sabotageschutz) innerhalb von einer Woche nach Zuschlagserteilung vorgelegt.
Erklärung, dass das auf den Liegenschaften einzusetzende Personal bereit ist, sich der SÜG-Überprüfung (Ü2, vorbeugender personeller Sabotageschutz) rechtzeitig vor dem Leistungsbeginn zu unterziehen (Vordruck Anhang II VU).
Unterlage, die zusätzlich bei Angebotsabgabe einzureichen isst: Nachweis der Erlaubnis für das Bewachungsgewerbe gem. § 34a GewO.
Der Bieter hat zum Nachweis seiner Fachkunde und Leistungsfähigkeit sowie zum Beleg, dass keine Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB vorliegen, Eigenerklärungen und etwaige Nachweise vorzulegen. Für die Eigenerklärungen ist gundsätzlich der als Anhang II den VU beigefügte Vordruck "Bieterauskunft" zu verwenden. Der Bieter kann alternativ zur "Bieterauskunft" nach § 50 Abs. 1 VgV die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) verwenden. Die Vergabestelle fordert die nicht mit der EEE eingereichten Unterlagen gem. § 50 Abs. 2 VgV nach. Liegen bei einem Unternehmen Ausschlussgründe gem. § 42 Abs. 1 VgV i.V.m. §§ 123, 124 GWB vor, wird es nicht vom Verfahren ausgeschlossen, sofern es nachweist, dass es zureichende Maßnahmen der Selbstreinigung gem. § 125 GWB ergriffen hat. Werden von der AG Eignungskriterien als Mindestanforderungen definiert so führt der fehlende Nachweis zum Ausschluss aus dem Verfahren. Kann ein Bieter aus berechtigtem Grund geforderte Urkunden oder Bescheinigungen nicht beibringen, genügt die Vorlage anderer Dokumente, sofern sie ebenso geeignet sind, die Eignung des Bieters und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen zu belegen.
Bei ausländischen Bietern genügen gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes. Werden solche Bescheinigungen in dem betreffenden Land nicht ausgestellt, können sie duch eine Versicherung an Eides statt ersetzt werden. In Staaten, in denen es keine Versicherung an Eides statt gibt, kann diese durch eine förmliche Erklärung ersetzt werden. Nicht in deutscher Sprache verfassten Dokumenten ist eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche beizufügen.
Die Bieter haben zum Nachweis, dass sie die zur ordnungsgemäßen Ausführung des Auftrags von der AG festgelegten Eignungskriterien erfüllen, und zum Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen den ausgefüllten Vordruck "Bieterauskunft" (Vordruck Anhang II VU) zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Der Nachweis der Eingung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen kann ganz oder teilweise durch die Teilnahme an Präqualifizierungssystemen erbracht werden.
Noch zu Ziffer III.1.3) der Bekanntmachung:
11. Eignungsleihe: Bezeichnung der Eignungskriterien, auf die sich die Eignungsleihe bezieht, und der Mittel und Kapazitäten, die von dritter Seite zur Verfügung gestellt werden (Vordruck Anhang II VU). Erst auf gesonderte Anforderung der AG ist der Bieter verpflichtet, die Unternehmen zu benennen, deren Kapazitäten in Anspruch genommen werdern sollen, und Verpflichtungserklärungen dieser Unternehmen vorzulegen (Vordruck Anhang IV VU). Der Bieter hat für jedes Unternehmen, auf dessen Kapazitäten zurückgegriffen werden soll, die Bieterauskunft mit Eigenerklärungen zu den Ziff. 2.1. Allg. Angaben zum Unternehmen, 2.2. zusätzliche Angaben bei Einzelunternehmen, 3. Zwingende u. fakultative Ausschlussgründe und ggf. weitere Eigenerklärungen und etwaige Nachweise vorzulegen.
Sonstige einzureichende Angebotsunterlagen:
-Angebotsschreiben
-Preisblatt
-Nachweis der Erlaubnis für das Bewachungsgewerbe gem. § 34a GewO
Für die Angebotsabgabe ist eine Ortsbesichtigung freiwillig möglich. Sie erfolgen nur nach Absprache. Besichtigunstermine sind vorab mit der in den Vergabeunterlagen benannten Person zu vereinbaren. Die Besichtigungstermine müssen bis spätestens 03.09.2019 vereinbart werden. Die Zuweisung eines Termins erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Nur von der AG bestätigte Termine werden durchgeführt. Die Vertreter des Bieters müssen bei der Ortsbesichtigung ein gültiges Ausweisdokument mit sich führen.
Ende der Anforderungsfrist für zusätzliche Auskünfte: 09.09.2019 (12.00 Uhr). Die Beantwortung der Fragen erfolgt ausschließlich über die e-Vergabe-Plattform.

References: § 123
 § 124
 § 124
 § 34
 § 34
 § 34
 § 128
 § 34
 § 34
 § 50
 § 50
 § 42
 § 125
 § 34