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Timestamp: 2017-11-17 23:02:16+00:00

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Bedingungsloses Grundeinkommen - Veranstaltungsreihe im Juni | FSR Psychologie Leipzig
Bedingungsloses Grundeinkommen - Veranstaltungsreihe im Juni
Veröffentlicht am 20.05.2016 um 14.19 Uhr
Was würdest du studieren, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Was würde sich auf politischer und gesellschaftlicher Ebene verändern, wenn alle dasselbe Grundeinkommen erhalten würden? Was würde es für jeden einzelnen Menschen bedeuten, auf einmal keine Existenzsorgen mehr zu haben? Diese und viele weitere Fragen sollen während einer dreiwöchigen Veranstaltungsreihe erörtert und diskutiert werden.
Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ ist ein sozialpolitisches Konzept, nach dem alle Bürger/innen ein finanzielles Einkommen erhalten sollen, das ihre Existenz absichert. Der Ansatz wird mittlerweile weltweit diskutiert – in der Schweiz wird am 05.06.2016 darüber abgestimmt, ob das Grundeinkommen eingeführt werden soll.
Passend zu diesem großen Datum erwarten euch drei spannende Abendvorträge von Professoren und Aktivisten, die das Thema Grundeinkommen aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachten, sei es aus politischer, soziologischer, wirtschaftspsychologischer, aktivistischer oder künstlerischer Sicht!
Für diejenigen, die sich mit dem spannenden Thema gerne praktisch auseinandersetzen wollen, werden darüber hinaus zwei spannende Workshops zu detaillierteren Fragestellungen rund ums Grundeinkommen angeboten.
Donnerstag, 09.06.2016: Abendvortrag vom Schweizer Maler, Autor und Aktivist Enno Schmidt
Titel: „Was würdest du studieren, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Das Bedingungslose Grundeinkommen als Impuls für Verantwortung, Kunst und Kultur“
Ort und Zeit: Hörsaalgebäude, HS3, 19.00 Uhr
Enno Schmidt gehört zu den bekanntesten Verfechtern der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens. Der Künstler, der gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmer Daniel Häni 2006 die „Initiative Grundeinkommen“ gegründet hat, lebt und arbeitet in Basel.
In seinem Vortrag wird der charismatische Aktivist einen Einblick in das Entstehen und Bestehen dieser und anderer Initiativen geben sowie darüber erzählen, was das BGE im Menschen selbst verändern kann: Wie Menschen miteinander umgehen oder wie sich die Bedeutung der Kunst und Kultur für Menschen verändern kann.
Dienstag, 14.06.2016: Abendvortrag von Prof. Dr. Sascha Liebermann (Alanus Hochschule)
Titel: „Aus dem Geist der Demokratie: Bedingungsloses Grundeinkommen“
Prof. Dr. Liebermann ist Professor für Soziologie an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn. Er beschäftigt sich vor allem mit der politischen Gemeinschaft in Deutschland, besonders im Vergleich zur Schweiz. Außerdem ist er Mitbegründer der Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“, die sich für eine öffentliche Diskussion ums BGE einsetzt.
Prof. Liebermann wird sich damit befassen, den Zusammenhang zwischen BGE und Demokratie deutlich zu machen und von anderen Zugängen abzugrenzen. Es wird also um die Frage gehen, was eine politische Gemeinschaft ausmacht, welchen Status ihre Angehörigen haben und welche Brücke das zum BGE schlägt. Hierbei wird Liebermann auch auf die direkte Demokratie in der Schweiz eingehen.
Donnerstag, 23.06.2016: Abendvortrag von Prof. em. Dr. Wehner (ETH Zürich)
Titel: „Bedingungsloses Grundeinkommen - Von der Erwerbsarbeitspsychologie zur Psychologie des Tätigseins. Ein Denkanstoß oder (k)eine Lösung?“
Prof. em. Dr. Wehner war von 1997 bis 2014 Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie der ETH Zürich. Er befasst sich vor allem mit den Themen der Freiwilligenarbeit, des Ehrenamts, der Sinnfindung durch Arbeit sowie Arbeit als psychosozialer Ressource.
Er wird das Thema BGE von einer psychologischen Seite her beleuchten: Was bedeutet Erwerbsarbeit für jede/n Einzelne/n, welche psychologischen Konsequenzen entstehen daraus? Prof. Wehner wird sich mit der Frage beschäftigen, wie das BGE die Arbeitswelt und die Einstellungen der Menschen zu Arbeit verändern könnte.
Samstag, 25.06.2016: Workshops, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (mit Pausen)
Workshop 1, Prof. Dr. Georg Vobruba, Leipzig: „Grundeinkommen: Zwischen Idee und Politik“
Mit Prof. Dr. Vobruba werdet ihr in diesem Workshop technische Gestaltungsvarienten eines Grundeinkommens und unterschiedliche Argumentationen hierfür erarbeiten. Außerdem wird er euch einen Überblick über die tatsächliche Entwicklung der Sozialpolitik in Europa geben und mit euch über Akzeptanzprobleme eines Grundeinkommens diskutieren
Workshop 2, Hanna Ketterer, Kolleg Postwachstumsgesellschaften, Jena: „Grundeinkommen und Transformation(en) der Arbeitsgesellschaft“
Hanna Ketterer promoviert beim Kolleg Postwachstumsgesellschaften und stellt sich mit euch die Frage, wie das BGE die Organisation von gesellschaftlich notwendiger Arbeit verändern würde. Ihr erarbeitet in diesem Workshop, welche Folgen das BGE für Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit (Sorge-, Pflege-, Haus- und ehrenamtliche Arbeit) haben würde. Außerdem beantwortet ihr die Frage, welche Art von Gesellschaft mit dem BGE entstehen könnte – von einer Gesellschaft der Erwerbsarbeit zur politischen Gemeinschaft, zur Postwachstumsgesellschaft?
Ort: Institut für Psychologie, ZG Seminarräume Z001 – Z004, Uni Leipzig
Anmeldung für die Workshops mit Name, Studiengang und kurzer Motivation per Mail an:
grundeinkommen.leipzig@gmail.com
- Anmeldung im Windhundverfahren (begrenzt auf 30 Plätze)
- nach erfolgreicher Anmeldung erhaltet ihr eine Mail mit allen weiteren Infos (inkl. Literaturliste, siehe auch unten)
Die Veranstaltungsreihe wird präsentiert vom FSR Psychologie in Kooperation mit:
StuRa Uni Leipzig - Referat für Soziales
FSR Soziologie
FSR PoWi
FaBiPP - Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie
Anhang: Literaturliste zum Workshop - Ketterer, Literaturliste zum Workshop - Vobruba

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