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Timestamp: 2019-10-20 01:08:18+00:00

Document:
Erlaubnis zum gewerbsmäßigen Erwerb und Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen beantragen: Gemeinde Erlenbach
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Sie benötigen eine Erlaubnis, wenn Sie
gewerbsmäßig mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen oder
gewerbsmäßig explosionsgefährliche Stoffe vertreiben und
selbständig tätig sind in einem
wirtschaftlichen Unternehmen oder
land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb oder
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen
Die Erlaubnis für den Umgang oder Verkehr mit explosionsgefährlichen Stoffen im gewerblichen Bereich müssen Sie beantragen.
Inhaber oder Inhaberinnen einer Erlaubnis können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein (Aktiengesellschaften (AG), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Genossenschaften, Vereine, Länder und Gemeinden).
Offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften (KG und GmbH Co KG) sind den juristischen Personen gleichgestellt und somit erlaubnisfähig.
Bei Gesellschaften des Bürgerlichen Rechts (GbR) wird die Erlaubnis den zur Vertretung berechtigten oder zur Geschäftsführung befugten Gesellschaftern oder Gesellschafterinnen erteilt.
Es können mehrere Gesellschafter oder Gesellschafterinnen zur Geschäftsführung befugt sein. Dann müssen alle Personen, die dort für explosivstoffrelevante Geschäftsbereiche zuständig sind, in einer gesellschaftsbezogenen Erlaubnis aufgeführt werden.
Sie müssen die Tätigkeit innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Erlaubnis beginnen, ansonsten erlischt die Erlaubnis. Die Erlaubnis erlischt auch, wenn Sie die Tätigkeit über zwei Jahre nicht mehr ausgeübt haben. Aus besonderen Gründen kann die zuständige Behörde diese Fristen verlängern.
Kreispolizeibehörde ist
in Großen Kreisstädten die Stadtverwaltung oder
das Landratsamt des Ortes, in dem sich Ihr Betrieb befindet
Die persönliche Zuverlässigkeit ist beispielsweise nicht gegeben, wenn
Sie wegen vor weniger als 10 Jahren für ein Verbrechen rechtskräftig verurteilt wurden,
Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass Sie explosionsgefährliche Stoffe missbräuchlich oder leichtfertig verwenden werden,
Sie Mitglied in einem nach dem Vereinsgesetz unanfechtbar verbotenen Verein waren und
seit dem Ende der Mitgliedschaft noch keine zehn Jahre verstrichen sind oder
Sie innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als einmal wegen Gewalttätigkeit mit richterlicher Genehmigung in polizeilichem Präventivgewahrsam waren.
Tipp: Ausführliche Angaben zur erforderlichen Zuverlässigkeit finden Sie in § 8a Sprengstoffgesetz.
Diese Anforderung entfällt, wenn die Personen nicht eigenhändig mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen.
Den Nachweis der notwendigen Fachkunde können Sie durch erfolgreiche Teilnahme an speziellen Lehrgängen erbringen. Dies müssen staatliche oder staatlich anerkannte Lehrgänge sein.
Den Nachweis der Fachkunde können Sie auch erbringen durch
eine mindestens dreijährige praktische Tätigkeit, in der Sie die erforderliche Fachkunde erwerben konnten oder
Abschluss einer Ausbildung an einer Hochschule, einer Fachhochschule oder einer Technikerschule und eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit, wenn Sie dadurch die erforderliche Fachkunde erwerben konnten oder
in begründeten Ausnahmefällen durch Prüfung vor der zuständigen Behörde ohne den Besuch eines Lehrgangs.
In Baden-Württemberg ist das Regierungspräsidium Tübingen (Referat 54.4) für die Abnahme der Prüfung sowie für die Anerkennung von Lehrgängen zuständig.
Hinweis: Die drei oben genannten Möglichkeiten für den Nachweis der Fachkunde sind dann nicht möglich, wenn die Erlaubnis zur Ausführung von Sprengarbeiten oder zum Umgang mit Explosivstoffen im Rahmen der Kampfmittelbeseitigung erteilt werden soll.
Persönlich geeignet bedeutet, dass Sie weder
für die Tätigkeit körperlich ungeeignet,
geschäftsunfähig noch
alkohol- oder drogenabhängig beziehungsweise psychisch krank sind.
Persönlich geeignet bedeutet außerdem, dass
es keine in Ihrer Person liegenden Gründe gibt, aufgrund derer
Sie mit explosionsgefährlichen Stoffen nicht vorsichtig oder unsachgemäß umgehen oder
diese nicht sorgfältig aufbewahren können oder
eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung besteht.
Hinweis: Die Behörde kann bei Zweifeln an Ihrer persönlichen Eignung verlangen, dass Sie zusätzliche Gutachten vorlegen. Das können amts- oder fachärztliche oder fachpsychologische Gutachten sein. Diese müssen Sie innerhalb einer festgesetzten Frist vorlegen. Wenn Sie die Untersuchung verweigern oder das Gutachten nicht fristgerecht vorlegen, kann die Behörde auf Nichteignung schließen.
mindestens 21 Jahre
Die oben genannten Voraussetzungen gelten für
Sie als Antragstellerin beziehungsweise als Antragsteller,
die mit der Leitung des Betriebes beauftragten Personen und
die mit der Leitung einer Zweigniederlassung oder einer unselbständigen Zweigstelle beauftragten Personen
Staatsangehörigkeit und Wohnsitz
Die gleichen Voraussetzungen wie für deutsche Staatsangehörige oder wie für Antragsteller beziehungsweise Antragstellerinnen mit einer gewerblichen Niederlassung in Deutschland gelten für:
Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) und
Gesellschaften, die nach den Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaates der EU gegründet sind.
wenn die Personen eigenhändig mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen wollen, auch Nachweise der Fachkunde (z.B. Zeugnisse von besuchten Lehrgängen oder Nachweise über die berufliche Tätigkeit).
Bei Wohnsitz im Ausland benötigen Sie Dokumente aus Ihrem Heimatland, die Ihre persönliche Zuverlässigkeit belegen.
Bei juristischen Personen (GmbH, Unternehmensgesellschaften, AG, eingetragene Genossenschaften) müssen Sie das Antragsformular lediglich für die juristische Person ausfüllen. Alle personenbezogenen Unterlagen müssen Sie für jede der zur Geschäftsführung berechtigten natürlichen Personen einreichen (z. B. Personalpapiere). Für die juristische Person benötigen Sie außerdem einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister.
Personengesellschaften (KG, OHG, PartG, GmbH Co. KG) sind hier gleichgestellt.
Die GbR sind als solche nicht erlaubnisfähig. Daher benötigt jeder geschäftsführende Gesellschafter und jede geschäftsführende Gesellschafterin die Erlaubnis. Für jede dieser Personen müssen Sie ein ausgefülltes Antragsformular und sämtliche persönliche Unterlagen einreichen.
Die Erlaubnis müssen Sie beantragen. Wenden Sie sich an die für Sie zuständige Stelle.
Je nach Angebot der Stadt oder des Landratsamtes steht Ihnen das Antragsformular zum Download zur Verfügung.
Sollte die zuständige Stelle kein Formular anbieten, können Sie das vom Umweltministerium zur Verfügung gestellte Formular "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 7 des Sprengstoffgesetzes" benutzen. Möglicherweise müssen Sie das zugehörige "Beiblatt A" ausfüllen. Geben Sie den vollständigen Antrag bei der zuständigen Behörde ab.
Die Behörde überprüft das Vorliegen der Voraussetzungen anhand der eingereichten Unterlagen. Darüber hinaus muss sie Stellungnahmen anderer Behörden (z. B. der örtlichen Polizeidienststelle oder der Verfassungsschutzbehörde in Bezug auf die persönliche Zuverlässigkeit) einholen und kann Gutachten verlangen.
Die Erlaubnis kann inhaltlich beschränkt oder mit Auflagen verbunden werden. Damit sollen das Leben und die Gesundheit sowie Sachgüter Beschäftigter und Dritter geschützt werden. Auflagen können auch nachträglich ergänzt oder geändert werden. Normalerweise erhalten Sie eine unbefristete Erlaubnis. In Einzelfällen kann diese jedoch auch befristet werden.
Rahmengebühr: EUR 102,26 - 2.812,11 oder
wenn vorhanden: Gebühren nach Gebührensatzung der Kommune zum Sprengstoffrecht
Erteilung einer Erlaubnis nach § 7 des Sprengstoffgesetzes - Antrag
§ 7 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Erlaubnis)
§ 8 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Versagung der Erlaubnis)
§ 8a Sprengstoffgesetz (SprengG) (Zuverlässigkeit)
§ 8b Sprengstoffgesetz (SprengG) (Persönliche Eignung, Begutachtung)
§ 9 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Fachkunde)
§ 32 Abs. 5 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) (Pflicht zum Besuch von Wiederholungslehrgängen)
§§ 38, 39 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) (Verfahren für Bürger der Europäischen Union, eines EWR-Vertragsstaaten oder der Schweiz)
§ 10 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Inhalt der Erlaubnis)
§ 11 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Erlöschen der Erlaubnis)
Tel:07131/994-524
Fax:07131/994-199
http://www.landkreis-heilbronn.de
Ordnungsamt(@)Landratsamt-Heilbronn.de
Selbständigkeit online | Gewerblicher Umgang mit Sprengstoff
Sicherheit und Gefahrenabwehr | Explosionsgefährliche Stoffe
Gemeindeverwaltung Erlenbach
Klingenstraße 2
07132 9335-21
07132 9335-14
07132 9335-0
Montag: 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Mittwoch: 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

References: § 8
 § 7
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§ 7

§ 8

§ 8

§ 8

§ 9

§ 32

§ 10

§ 11