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Timestamp: 2019-02-17 05:36:04+00:00

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BMF v. 16.05.2013 - IV C 5 – S 2334/07/0011 - NWB Datenbank
BMF v. 16.05.2013 - IV C 5 – S 2334/07/0011 BStBl 2013 I S. 729
Verhältnis von § 8 Absatz 2 und Absatz 3 EStG bei der Bewertung von Sachbezügen; Anwendung der Urteile des BFH vom 26. Juli 2012 – VI R 30/09 – (BStBl 2013 II Seite 400) und – VI R 27/11 – (BStBl 2013 II Seite 402)
Zu den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 26. Juli 2012 – VI R 30/09 – (BStBl 2013 II Seite 400) und – VI R 27/11 – (BStBl 2013 II Seite 402) gilt im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Folgendes:
1 Der BFH bestätigt in seinen Urteilen vom 26. Juli 2012 – VI R 30/09 – und – VI R 27/11 – die in seiner Entscheidung vom 5. September 2006 – VI R 41/02 – (BStBl 2007 II S. 309) vertretene Rechtsauffassung, dass der Arbeitnehmer im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung den geldwerten Vorteil wahlweise nach § 8 Absatz 2 EStG ohne Bewertungsabschlag und ohne Rabattfreibetrag oder mit diesen Abschlägen auf der Grundlage des Endpreises des Arbeitgebers nach § 8 Absatz 3 EStG bewerten lassen kann.
2 Nach Auffassung des BFH ist bei Anwendung des § 8 Absatz 2 EStG Vergleichspreis grundsätzlich der „günstigste Preis am Markt“. Endpreis i. S. d. § 8 Absatz 3 EStG ist nach Auffassung des BFH der am Ende von Verkaufsverhandlungen als letztes Angebot stehende Preis und umfasst deshalb auch Rabatte (Änderung der Rechtsprechung).
7 Endpreis i. S. d. § 8 Absatz 3 Satz 1 EStG ist der Preis, zu dem der Arbeitgeber oder der dem Abgabeort nächstansässige Abnehmer die konkrete Ware oder Dienstleistung fremden Letztverbrauchern im allgemeinen Geschäftsverkehr am Ende von Verkaufsverhandlungen durchschnittlich anbietet. Auf diesen Angebotspreis sind der gesetzliche Bewertungsabschlag von 4 Prozent und der gesetzliche Rabattfreibetrag von 1.080 Euro zu berücksichtigen (§ 8 Absatz 3 Satz 2 EStG).
8 Bei der Ermittlung des tatsächlichen Angebotspreises ist es nicht zu beanstanden, wenn als Endpreis i. S. d. § 8 Absatz 3 EStG der Preis angenommen wird, der sich ergibt, wenn der Preisnachlass, der durchschnittlich beim Verkauf an fremde Letztverbraucher im allgemeinen Geschäftsverkehr tatsächlich gewährt wird, von dem empfohlenen Preis abgezogen wird.
10 Der Arbeitnehmer kann den geldwerten Vorteil im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung nach § 8 Absatz 2 Satz 1 EStG (vgl. Rdnr. 4) bewerten. Der Arbeitnehmer hat den im Lohnsteuerabzugsverfahren der Besteuerung zu Grunde gelegten Endpreis i. S. d. § 8 Absatz 3 Satz 1 EStG und den Endpreis i. S. d. § 8 Absatz 2 Satz 1 EStG nachzuweisen (z. B. formlose Mitteilung des Arbeitgebers, Ausdruck eines günstigeren inländischen Angebots im Zeitpunkt des Zuflusses).
BMF v. 16.05.2013 - IV C 5 – S 2334/07/0011
BayLfSt 12.8.2015 - S 2334
BayLfSt 7.7.2015 - S 2334
BMF 28.3.2007 - S 2334
BStBl 2013 I Seite 729
[LAAAE-36107]
NWB-Nachricht v. 27.12.2013, Lohnsteuer | Teilnahme an einer Schiffskreuzfahrt (FG)
Weber, Geldwerte Vorteile bei Arbeitgeberdarlehen, BBK 13/2015 S. 595
Hilbert, Lohnsteuerliche Behandlung einer „Strom-Tankstelle“ beim Arbeitgeber, NWB 6/2014 S. 376
LStR 2013 R 8.2
BMF v. 16.05.2013 - IV C 5 – S 2334/07/0011 ablegen in?

References: § 8
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