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Timestamp: 2018-06-22 09:08:48+00:00

Document:
Landesrecht TH ThürBildLbVO | Landesnorm Thüringen | Gesamtausgabe | Thüringer Verordnung über die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung (Thüringer Bildungsdienstlaufbahnverordnung -ThürBildLbVO -) vom 21. Februar 2017 | gültig ab: 01.01.2017
Thüringer Verordnung über die Laufbahnen der Fachrichtung...
§ 5 - § 21 Zweiter Abschnitt - Laufbahnzweige des Dienstes...
§ 22 - § 22 Dritter Abschnitt - Sonstiger Erwerb einer Befähigung...
§ 23 - § 25 Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen
Amtliche Abkürzung: ThürBildLbVO
Ausfertigungsdatum: 21.02.2017
Fundstelle: GVBl. 2017, 37
über die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung
(Thüringer Bildungsdienstlaufbahnverordnung -ThürBildLbVO -)
Thüringer Verordnung über die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung (Thüringer Bildungsdienstlaufbahnverordnung -ThürBildLbVO -) vom 21. Februar 2017 01.01.2017
Erster Abschnitt - Allgemeines 01.01.2017
§ 1 - Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen 01.01.2017
§ 2 - Einrichtung von Laufbahnzweigen 01.01.2017
§ 3 - Zu durchlaufende Ämter 01.01.2017
§ 4 - Grundsatz 01.01.2017
Zweiter Abschnitt - Laufbahnzweige des Dienstes in der Bildung 01.01.2017
§ 5 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen 01.01.2017
§ 6 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen 01.01.2017
§ 7 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers an Grundschulen 01.01.2017
§ 8 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen 01.01.2017
§ 9 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Regelschullehrers 01.01.2017
§ 10 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers 01.01.2017
§ 11 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Sonderpädagogischen Assistenten 01.01.2017
§ 12 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten 01.01.2017
§ 13 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Förderschullehrers 01.01.2017
§ 14 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers 01.01.2017
§ 15 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen 01.01.2017
§ 16 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen 01.01.2017
§ 17 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Gymnasiallehrers 01.01.2017
§ 18 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers 01.01.2017
§ 19 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Berufsschullehrers 01.01.2017
§ 20 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers 01.01.2017
§ 21 - Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen zu einem Laufbahnzweig 01.01.2017
Dritter Abschnitt - Sonstiger Erwerb einer Befähigung für bestimmte Laufbahnzweige 01.01.2017
§ 22 - Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung 01.01.2017
Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen 01.01.2017
§ 23 - Übergangsbestimmungen 01.01.2017
§ 24 - Gleichstellungsbestimmung 01.01.2017
§ 25 - Inkrafttreten 01.01.2017
§ 1 Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen
§ 2 Einrichtung von Laufbahnzweigen
§ 3 Zu durchlaufende Ämter
Laufbahnzweige des Dienstes in der Bildung
§ 5 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen
§ 6 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen
§ 7 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers an Grundschulen
§ 8 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen
§ 9 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Regelschullehrers
§ 10 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers
§ 11 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Sonderpädagogischen Assistenten
§ 12 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten
§ 13 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Förderschullehrers
§ 14 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers
§ 15 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen
§ 16 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen
§ 17 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Gymnasiallehrers
§ 18 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers
§ 19 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Berufsschullehrers
§ 20 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers
§ 21 Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen zu einem Laufbahnzweig
Sonstiger Erwerb einer Befähigung
für bestimmte Laufbahnzweige
§ 22 Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung
§ 24 Gleichstellungsbestimmung
Aufgrund des § 51 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 Nr. 1 bis 3 und 5 sowie Abs. 3 des Thüringer Laufbahngesetzes (ThürLaufbG) vom 12. August 2014 (GVBl. S. 472 -498-), geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 2. Juli 2016 (GVBl. S. 229), verordnet das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales:
Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen
(1) Diese Verordnung regelt die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung im Sinne des § 9 Abs. 2 Nr. 11 ThürLaufbG.
(2) Eine Laufbahn der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung wird in der Laufbahngruppe des gehobenen und höheren Dienstes eingerichtet.
(3) Die Fachrichtung des Dienstes in der Bildung umfasst
den Dienst als Lehrkraft an staatlichen Schulen einschließlich des Dienstes in der Schulleitung,
den Schulaufsichtsdienst einschließlich des Schulaufsichtsdienstes in dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium und
den Dienst in der Aus-, Fort- und Weiterbildung an Studienseminaren und dem Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien,
soweit der Dienst dem Geschäftsbereich des für das Schulwesen zuständigen Ministeriums zugeordnet ist.
(1) In der Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Bildung werden folgende Laufbahnzweige eingerichtet:
Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen,
Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen,
Laufbahnzweig des Regelschullehrers,
Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten,
Laufbahnzweig des Förderschullehrers und
Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen.
(2) In der Laufbahn des höheren Dienstes in der Bildung werden folgende Laufbahnzweige eingerichtet:
Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers und
Laufbahnzweig des Berufsschullehrers.
Zu durchlaufende Ämter
(1) Die den Laufbahnzweigen zugeordneten Ämter der Besoldungsordnung A sind regelmäßig zu durchlaufen.
(2) Es sind nur die in der Besoldungsordnung A für den jeweiligen Dienst nach § 1 Abs. 3 ausgewiesenen Beförderungsämter zu durchlaufen, in dem der Beamte verwendet wird.
(3) Bei einem Wechsel des Laufbahnzweiges sind Ämter, die den in dem bisherigen Laufbahnzweig durchlaufenen Ämtern der Laufbahngruppe entsprechen, nicht mehr zu durchlaufen.
(1) Die Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in einem der Laufbahnzweige nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 wird durch die Ableistung des Vorbereitungsdienstes und den erfolgreichen Abschluss der Zweiten Staatsprüfung nach der Thüringer Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter vom 26. April 2016 (GVBl. S. 180) in der jeweils geltenden Fassung erworben, soweit in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist.
(2) Eine in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland erworbene Befähigung für ein Lehramt, die nach § 28 des Thüringer Lehrerbildungsgesetzes (ThürLbG) vom 12. März 2008 (GVBl. S. 45) in der jeweils geltenden Fassung als Zweite Staatsprüfung des entsprechenden Lehramtstyps in Thüringen gilt, steht einer nach Absatz 1 erworbenen Laufbahnbefähigung gleich.
(3) Eine außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossene Lehrerausbildung, die nach § 30 Abs. 1 ThürLbG in Verbindung mit § 2 Abs. 5 Satz 2 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung vom 28. April 2008 (GVBl. S. 115) in der jeweils geltenden Fassung als gleichwertig mit einer vollständig in Thüringen abgeschlossenen Lehramtsausbildung anerkannt wurde, steht einer nach Absatz 1 erworbenen Laufbahnbefähigung gleich. Die §§ 14 und 16 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bleiben hiervon unberührt.
Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers
an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen
Zum Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen gehören
als Eingangsamt:
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 9) sowie
als Beförderungsämter:
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 10) und
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 11).
Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des
Fachlehrers an allgemein bildenden und
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen erfüllt, wer
eine Meisterprüfung oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung und Prüfung
in Bereichen verfügt, wie sie für den Unterricht in Fächern, die in den Stundentafeln für allgemein bildende oder berufsbildende Schulen des Landes enthalten sind, benötigt wird,
danach mindestens zwei Jahre hauptberuflich tätig gewesen ist und
eine pädagogische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, soweit dies in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 des Thüringer Schulgesetzes (ThürSchulG) in der Fassung vom 30. April 2003 (GVBl. S. 238) in der jeweils geltenden Fassung zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt wird.
Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers
Zum Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen gehören
das Amt des Lehrers (Besoldungsgruppe A 12) sowie
die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.
Lehrers an Grundschulen
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen nach § 4 besitzt.
Ausgestaltung des Laufbahnzweigs
Zum Laufbahnzweig des Regelschullehrers gehören
das Amt des Regelschullehrers (Besoldungsgruppe A 12) sowie
das Amt des Regelschullehrers (Besoldungsgruppe A 13) und
Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Regelschulen nach § 4 besitzt.
Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des
Sonderpädagogischen Assistenten
Zum Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten gehören
das Amt des Sonderpädagogischen Assistenten (Besoldungsgruppe A 9) sowie
als Beförderungsamt:
das Amt des Sonderpädagogischen Oberassistenten (Besoldungsgruppe A 10).
des Sonderpädagogischen Assistenten
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten erfüllt, wer über die in § 18 Abs. 3 des Thüringer Förderschulgesetzes in der Fassung vom 30. April 2003 (GVBl. S. 233) in der jeweils geltenden Fassung vorgeschriebene Berufsausbildung und jeweils die anerkannte abgeschlossene sonderpädagogische Zusatzausbildung in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen nach der Thüringer Verordnung über die Nachqualifizierung zur Sonderpädagogischen Fachkraft an Förderschulen vom 3. Februar 2004 (GVBl. S. 205) in der jeweils geltenden Fassung verfügt.
Zum Laufbahnzweig des Förderschullehrers gehören
das Amt des Förderschullehrers (Besoldungsgruppe A 13) sowie
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt für Förderpädagogik nach § 4 besitzt.
Zum Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen gehören
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 11) sowie
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 12) und
Fachlehrers an berufsbildenden Schulen
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen erfüllt, wer:
über ein Diplom, einen Bachelor- oder Masterabschluss einer Hochschule oder eine von dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium als gleichwertig anerkannte Ausbildung in Bereichen verfügt, wie sie für den berufstheoretischen Unterricht in Fächern, die in den Stundentafeln für berufsbildende Schulen des Landes enthalten sind, benötigt wird,
eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit nachweist und
eine pädagogische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, soweit dies in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 ThürSchulG zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt wird.
Zum Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers gehören
das Amt des Studienrats (Besoldungsgruppe A 13) sowie
das Amt des Oberstudienrats (Besoldungsgruppe A 14) und
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien nach § 4 besitzt.
Zum Laufbahnzweig des Berufsschullehrers gehören
Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen nach § 4 besitzt.
Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen,
Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen
zu einem Laufbahnzweig
Für die an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen tätigen Lehrkräfte gelten die §§ 7 bis 20. Die Zuordnung zu dem jeweiligen Laufbahnzweig richtet sich nach ihren fachlichen Voraussetzungen und ihrem den jeweiligen fachlichen Voraussetzungen entsprechenden Einsatz.
Sonstiger Erwerb einer Befähigung für bestimmte
Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und
(1) Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 erwirbt auch ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik, wer
die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, Regelschulen und Gymnasien bestanden hat oder über einen gleichwertigen Abschluss nach § 4 Abs. 2 oder 3 verfügt,
die Erste Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik bestanden hat oder über einen als gleichwertig anerkannten Abschluss verfügt und
erfolgreich eine hauptberufliche Tätigkeit von mindestens zwei Jahren als Förderschullehrer an einer staatlichen Schule abgeleistet hat.
Das Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 wird auf Antrag durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium festgestellt. Lehrkräften, die eine Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien bestanden haben oder über einen diesem Abschluss gleichwertigen Abschluss nach § 4 Abs. 2 oder 3 verfügen, erkennt das für das Schulwesen zuständige Ministerium zudem auf Antrag die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Bildung nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG an.
(2) Die Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in den Laufbahnzweigen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 wird auf Antrag ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium nach § 12 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG anerkannt, wenn der Antragsteller
einen Abschluss nach § 22 Abs. 1 ThürLbG nachweist, der nach § 22 Abs. 2 ThürLbG einer Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt gleichgestellt worden ist,
erfolgreich an einer pädagogisch-praktischen Nachqualifizierung für an staatlichen Schulen eingestellte Lehrkräfte teilgenommen hat, die die entsprechenden für die Laufbahn in den einzelnen Laufbahnzweigen vorgeschriebenen Zugangsvoraussetzungen vermittelt, und
nach Abschluss der Nachqualifizierung mindestens erfolgreich ein Jahr als Lehrkraft an einer staatlichen Schule in der entsprechenden Schulart in Thüringen unterrichtet hat.
Mit der Anerkennung nach Satz 1 stellt das für das Schulwesen zuständige Ministerium fest, für welchen Laufbahnzweig die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Einzelheiten der pädagogisch-praktischen Nachqualifizierung nach Satz 1 Nr. 2 regelt das für das Schulwesen zuständige Ministerium in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 ThürSchulG zu erlassenden Rechtsverordnung. Für die an staatlichen berufsbildenden Schulen eingestellten Lehrkräfte, die vor dem Inkrafttreten der Rechtsverordnung nach Satz 3 eine vom Ministerium anerkannte pädagogisch-praktische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.
(3) Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossene Lehrerausbildungen, die nach § 30 Abs. 1 ThürLbG in Verbindung mit § 2 Abs. 5 Satz 1 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung in einem Fach einer Lehramtsausbildung in Thüringen als gleichwertig anerkannt wurden, wird ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung auf Antrag durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium eine Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in den Laufbahnzweigen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 anerkannt, wenn der Antragsteller
eine Prüfung in einem weiteren Fach in dem Lehramt, auf das sich die Anerkennung nach § 2 Abs. 5 Satz 1 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bezieht, abgelegt oder ein vom Ministerium als gleichwertig anerkanntes weiterbildendes Studium absolviert hat und
daran anschließend mindestens ein Jahr erfolgreich als Lehrkraft an einer staatlichen Schule in der entsprechenden Schulart in Thüringen unterrichtet hat; die §§ 14 und 16 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bleiben hiervon unberührt.
Mit der Anerkennung nach Satz 1 stellt das für das Schulwesen zuständige Ministerium fest, für welchen Laufbahnzweig die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
über eine Ausbildung als Lehrer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik verfügen,
sich am 31. Dezember 2016 in einer Laufbahn für Lehrer mit einer Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nach § 3 Nr. 1, 2 Buchst. a oder Nr. 3 bis 6 der Thüringer Schuldienstlaufbahnverordnung (ThürSchuldLbVO) vom 11. Oktober 2000 (GVBl. S. 317) in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung befanden und
nach § 53 Abs. 1 ThürLaufbG in eine Laufbahn der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung übergeleitet wurden,
verbleiben in den ihnen übertragenen Ämtern.
(2) Für die Beamten nach Absatz 1 finden hinsichtlich
des Erwerbs der Befähigung für ein anderes Amt der Besoldungsordnung A nach der Anlage 1 Abschnitt I Nr. 3 Abs. 4 der Vorbemerkungen zu den Besoldungsordnungen A und B des Thüringer Besoldungsgesetzes (ThürBesG) in der Fassung vom 18. Januar 2016 (GVBl. S. 1, 166, 202) in der jeweils geltenden Fassung,
der Übertragung eines anderen Amtes der Besoldungsordnung A und
der erreichbaren Beförderungsämter
die bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Bestimmungen für die jeweiligen Laufbahnen nach § 3 Nr. 1, 2 Buchst. a oder Nr. 3 bis 6 ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung weiter Anwendung. § 3 findet insoweit entsprechend Anwendung. Die für den Erwerb der Befähigung für ein anderes Amt nach Satz 1 Nr. 1 erforderliche Anerkennung erfolgt nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium.
(3) Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 findet für Beamte nach Absatz 1, die sich vor dem 1. Januar 2017 entweder in der Laufbahn des Lehrers an Grundschulen nach den §§ 10 und 11 ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung oder in der Laufbahn des Lehrers an Förderschulen nach den §§ 20 und 21 ThürSchuldLbVO in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung befanden, mit der Maßgabe Anwendung, dass nach § 67 ThürBesG in der am 1. Januar 2017 geltenden Fassung als Eingangsamt das Amt des Lehrers (Besoldungsgruppe A 12) gilt. Zu den Beförderungsämtern gehören die in § 10 Nr. 2 Buchst. b oder § 20 Nr. 2 Buchst. b ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung genannten Beförderungsämter.
Erfurt, den 21. Februar 2017
Der Minister für Kultur, Bundes-

References: § 5
 § 21

§ 22
 § 22

§ 23
 § 25

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 1

§ 2

§ 3

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 24
 § 51
 § 9
 § 1
 § 2
 § 28
 § 30
 § 2
 § 60
 § 1
 § 4
 § 4
 § 18
 § 4
 § 60
 § 4
 § 4
 § 2
 § 4
 § 4
 § 11
 § 2
 § 12
 § 11
 § 22
 § 22
 § 60
 § 30
 § 2
 § 2
 § 2
 § 3
 § 53
 § 3
 § 3
 § 11
 § 67
 § 10
 § 20