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Timestamp: 2019-10-23 01:21:09+00:00

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BGH, 12.05.1958 - II ZR 103/57 - dejure.org
BGH, 12.05.1958 - II ZR 103/57
https://dejure.org/1958,70
BGH, 12.05.1958 - II ZR 103/57 (https://dejure.org/1958,70)
BGH, Entscheidung vom 12.05.1958 - II ZR 103/57 (https://dejure.org/1958,70)
BGH, Entscheidung vom 12. Mai 1958 - II ZR 103/57 (https://dejure.org/1958,70)
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BGHZ 27, 241
NJW 1958, 1232
MDR 1958, 583
WM 1958, 776
DB 1958, 710
(1) Nach ganz herrschender Meinung in Rechtsprechung und Literatur bezieht sich das Bankgeheimnis nur auf kundenbezogene Tatsachen und Wertungen, die einem Kreditinstitut aufgrund, aus Anlass bzw. im Rahmen der Geschäftsverbindung zum Kunden bekannt geworden sind (BGHZ 27, 241, 246; OLG Karlsruhe WM 1971, 486, 487 f.;… Bruchner, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 2. Aufl. § 39 Rdn. 1;… Sichtermann/Feuerborn/Kirchherr/Terdenge, Bankgeheimnis und Bankauskunft 3. Aufl. S. 38; Nobbe WM 2005, 1537, 1538).
Solange Ersatzanspruch und Vorteil - wie hier bis zum Schluss der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz - nicht gleichartig sind, muss der Schädiger Schadensersatz nur Zug um Zug gegen Herausgabe des Vorteils leisten (st. Rspr.;… vgl. Senatsurteil vom 13. November 2012 aaO; BGH, Urteile vom 12. Mai 1958 - II ZR 103/57, BGHZ 27, 241, 248 f. …und vom 15. Januar 2009 aaO mwN).
Darauf, ob der Schädiger die Herausgabe des Vorteils verlangt, kommt es nicht an (vgl. schon BGH, Urteil vom 12. Mai 1958 - II ZR 103/57, BGHZ 27, 241, 248 f.).
Insbesondere bedarf es keines besonderen Antrags oder einer Einrede des Schädigers (vgl. BGH, Urteile vom 12. Mai 1958 aaO, vom 18. Dezember 1981 - V ZR 207/80, WM 1982, 428, 429 …und vom 15. Januar 2009 - III ZR 28/08, WM 2009, 540 Rn. 14).
aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs besteht das Bankgeheimnis in der Pflicht des Kreditinstituts zur Verschwiegenheit über kundenbezogene Tatsachen und Wertungen, die ihm aufgrund, aus Anlass oder im Rahmen der Geschäftsverbindung zum Kunden bekannt geworden sind und die der Kunde geheim zu halten wünscht (vgl. BGHZ 27, 241, 246; Senatsurteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, WM 2006, 380, 384 m.w.Nachw., zur Veröffentlichung in BGHZ 166, 84 vorgesehen).
Darüber hinaus hat der Bankkunde die Möglichkeit, bei Sorgfalts- oder Warnpflichtverletzungen durch vertraglich mit ihm nicht verbundene Banken Schadensersatzansprüche aus abgetretenem Recht seiner Bank nach den Grundsätzen der Drittschadensliquidation geltend zu machen (vgl. BGHZ 27, 241, 247 und Urteil vom 11. März 1976 - II ZR 116/74, WM 1976, 904, 906 f.;… Erman/Westermann, BGB 12. Aufl. § 328 Rdn. 24;… Nobbe, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechtshandbuch 3. Aufl. § 61 Rdn. 126;… Hadding, in: Festschrift Werner S. 165, 195 ff.; van Look WuB I D 1.-7.95; a.A. Langenbucher, Die Risikozuordnung im bargeldlosen Zahlungsverkehr S. 111 ff.).
die Zwangsvollstreckung uneingeschränkt für unzulässig zu erklären, enthalten (BGHZ 27, 241, 249).
Denn die Zug-um-Zug-Verurteilung ist gegenüber der unbeschränkten Verurteilung ein Weniger (BGHZ 27, 241, 249; 107, 142, 147;… BGH, Urt. v. 2. Februar 1951 - V ZR 15/50, NJW 1951, 517, 518 = LM § 497 BGB Nr. 1; OLG Kiel JW 1933, 1537 m.Anm. Jacobi;… Staudinger/Selb, § 274 BGB Rdn. 4;… MünchKomm/Keller, BGB 2. Aufl. § 274 Rdn. 1;… Palandt/Heinrichs, § 274 BGB Rdn. 2;… Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 14. Aufl. § 134 I 1 b;… Schellhammer, aaO. Rdn. 903; Münzberg, NJW 1961, 540, 541 [BGH 21.12.1960 - VIII ZR 214/59]; Melissinos, Die Bindung des Gerichts an die Parteianträge nach § 308 Abs. 1 ZPO 1982 S. 140 ff).
Bei fehlender Gleichartigkeit muss der Schädiger Schadensersatz nur Zug um Zug gegen Herausgabe des Vorteils leisten (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 12. Mai 1958 - II ZR 103/57, BGHZ 27, 241, 248 f.; BGH…, Urteil vom 15. Januar 2009 - III ZR 28/08, WM 2009, 540 Rn. 14 mwN).
Wenn Ersatzanspruch und Vorteil nicht gleichartig sind, muss der Geschädigte den Vorteil aber lediglich Zug um Zug gegen Erfüllung des Ersatzanspruchs herausgeben bzw. vorhandene Ansprüche abtreten (BGH, Urt. v. 12.05.1958 - II ZR 103/57 - BGHZ 27, 248;… Senat, Urt. v. 04.05.2011 - 5 U 502/10 - VersR 2011, 1441).
Fehlerhafte Anlageberatung - Zum Schadensersatz wegen Abschlusses eines …
Der Anspruch der Kläger ist von vornherein nur mit der Einschränkung begründet, dass gleichzeitig die Vorteile, die ihnen aus dem aufgrund der fehlerhaften Beratung geschlossenen Kaufvertrag erwachsen sind, herausgegeben werden; dazu bedarf es keines besonderen Antrags oder einer Einrede des Schuldners (vgl. BGHZ 27, 241, 248 f ; Senatsurteile BGHZ 158, 188, 200 sowie vom 21. Oktober 2004 - III ZR 323/03 - NJW-RR 2005, 170, 171 ;… Schiemann, in: Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2005, § 249, Rn. 143).
BGH, 21.10.2004 - III ZR 323/03
Verzinsung eines Zug um Zug gegen Vorteilsausgleichung zu erfüllenden …
Dazu bedarf es keines besonderen Antrags oder einer Einrede des Schuldners (BGHZ 27, 241, 248 f;… Staudinger/Schiemann, BGB 13. Bearb. [1998] § 249 Rn. 143).
BGH, 11.03.1976 - II ZR 116/74
BGH, 13.03.1975 - VII ZR 69/74
Klagebefugnis des Scheinzedenten
BGH, 01.12.1960 - II ZR 158/59
Pflicht einer Bank zum Tätigwerden für die Rechnung eines Bankenkonsortiums auf …
BayObLG, 23.07.1987 - BReg. 2 Z 41/87
OLG München, 20.04.1999 - 25 U 4876/98
Aufklärungspflicht der Bank bei Geldanlangen
BGH, 04.12.1958 - II ZR 60/57
LG Freiburg, 02.02.1978 - 3 S 216/77

References: § 39
 § 328
 § 61
 § 497
 § 274
 § 274
 § 274
 § 134
 § 308
 § 249
 § 249