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Timestamp: 2020-05-31 19:43:48+00:00

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Ermittlung der Gewerbesteuer / 8.3 Begriff der Arbeitslöhne für die Zerlegung (§ 31 GewStG) | Haufe Finance Office Premium | Finance | Haufe
Arbeitslöhne sind
die Vergütungen i. S. d. § 19 Abs. 1 Nr. 1 des EStG, soweit sie nicht durch andere Rechtsvorschriften von der Einkommensteuer befreit sind.
Zuschläge für Mehrarbeit und für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit gehören unbeschadet der einkommensteuerlichen Behandlung zu den Arbeitslöhnen.
Zu den Arbeitslöhnen gehören nicht
Vergütungen, die an Personen gezahlt worden sind, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt werden.
Nach dem Gewinn berechnete einmalige Vergütungen (z. B. Tantiemen, Gratifikationen).
Sonstige Vergütungen, soweit sie bei dem einzelnen Arbeitnehmer 50.000 EUR übersteigen.
Die gesetzliche Regelung bedeutet, dass grundsätzlich für die übrige Vergütung (nach dem vollständigen Wegfall von Vergütungen nach § 31 Abs. 4 Satz 1 GewStG) eine Begrenzung bei der Berücksichtigung bei 50.000 EUR eintritt. Dies zielt zwar grundsätzlich auf die Vergütung der Geschäftsführung ab, ist aber nicht auf diese beschränkt.
Begrenzte Berücksichtigung von Vergütungen
Betriebsstätte A Arbeitnehmer A1 40.000 EUR
Arbeitnehmer A2 60.000 EUR
Geschäftsführer 120.000 EUR
Zwischensumme 220.000 EUR
Betriebsstätte B Arbeitnehmer B1 35.000 EUR
Arbeitnehmer B2 45.000 EUR
Arbeitnehmer B3 (Prokurist) 70.000 EUR
Zwischensumme 150.000 EUR
Summe Löhne und Gehälter nach § 19 EstG 370.000 EUR
Kürzung entsprechend § 31 Abs. 4 Satz 2 GewStG
Betriebsstätte A Arbeitnehmer A1 0 EUR
Arbeitnehmer A2 10.000 EUR
Geschäftsführer 70.000 EUR
Betriebsstätte B Arbeitnehmer B1 0 EUR
Arbeitnehmer B2 0 EUR
Arbeitnehmer B3 (Prokurist) 20.000 EUR
Lohnsumme Betriebsstätte A 140.000 EUR
Lohnsumme Betriebsstätte B 130.000 EUR
Bei Unternehmen, die nicht von einer juristischen Person betrieben werden (Einzelfirmen, Personengesellschaften), erfolgt ein Ansatz für die im Betrieb tätigen Unternehmer (Mitunternehmer) von insgesamt 25.000 EUR.
Die R KG hat ihren Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Freiburg. Weitere Betriebsstätten im Inland bestehen in Karlsruhe und Mannheim. Für 01ergibt sich ein Messbetrag von 11.075 EUR. Gesellschafter der KG sind:
Hans R (Komplementär) mit einem Festkapital von 150.000 EUR,
Clemens R (Kommanditist) mit einem Festkapital von 50.000 EUR.
Der Lohnaufwand lt. GuV der Handelsbilanz beträgt 1.900.000 EUR und verteilt sich auf Freiburg 1.000.000 EUR (einschl. Lohn Gesellschafter mit 120.000 EUR); Karlsruhe 500.000 EUR; Mannheim 400.000 EUR. Am Sitz der Gesellschaft in Freiburg sind 5 Auszubildende beschäftigt. Ihr Lohnaufwand beträgt 55.000 EUR. Die Gesellschafter sind ebenfalls ausschließlich in Freiburg tätig.
Ermittlung der anteiligen Messbeträge im Rahmen der Zerlegung:
Löhne und Gehälter lt. GuV 1.900.000 1.000.000 500.000 400.000
abzgl. gebuchter Lohnaufwand Gesellschafter (kein Arbeitslohn nach § 19 EStG) ./. 120.000 ./. 120.000 0 0
abzgl. Vergütungen Auszubildende ./. 55.000 ./. 55.000 0 0
zzgl. Vergütung Mitunternehmer § 31 Abs. 5 GewStG 25.000 25.000 0 0
Maßgebender Arbeitslohn 1.750.000 850.000 500.000 400.000
Anteil in % 100 48,6 28,6 22,8
Einheitlicher Messbetrag 11.075 5.383 3.167 2.525

References: § 19
 § 31
 § 19
 § 31
 § 19
 § 31