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Timestamp: 2020-08-05 18:32:30+00:00

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Kryptowährung Steuer: Steuern auf Krypto umgehen
Der Handel mit Bitcoin, Litecoin und anderen Kryptowährungen wird deutschlandweit noch nicht durch eigene Gesetze steuerlich geregelt. Es gibt zwar eine Information zur Kryptowährung Steuer durch das Bundesfinanzministerium aus dem Jahr 2018, allerdings fehlt bislang das entsprechende Gesetz, welches speziell auf die Versteuerung der Kryptowährungen ausgerichtet ist. In der Praxis zeigt sich, dass es für private Händler legal möglich ist, die Steuern auf Krypto ohne großen Aufwand zu umgehen. Was nötig ist, um die Krypto Steuern zu sparen, verraten wir.
Keine einheitliche Steuerregelung für Kryptowährungen deutschlandweit
Private Trader können die Steuern für Krypto-Trading umgehen
Steuerliche Freigrenze von 600 Euro für private Anleger
Bei Krypto-Haltedauer über ein Jahr fallen keine Steuern auf Veräußerungsgewinn an
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Bitcoin und Co. sind als Anlage- und Investitionsmittel zunehmend beliebter, denn die konventionellen Finanzinstrumente bieten kaum noch echte Gewinnmöglichkeiten. Viele Trader glauben, dass die bislang fehlende eindeutige Regulierung der Kryptowährungen dazu führt, dass sie auch Steuerfreiheit genießen und für die Gewinne keine Krypto Steuern zahlen müssen. Theoretisch wäre dies schön, in der Praxis ist es aber leider nicht so. Auch wenn bislang in Deutschland in anderen Staaten Uneinigkeit zur (steuerlichen) Behandlung zu Bitcoin und andere Kryptowährungen herrscht, gibt es dennoch Richtlinien, wie die Finanzämter die Versteuerung realisieren sollten.
Steuern auf Krypto richtig handhaben
Bei der Einführung von Bitcoin 2009 hatte wohl kaum jemand daran gedacht, dass sich daraus solch ein Hype entwickelt und noch dazu mehr als 2.900 verschiedene weitere Kryptowährungen in den nächsten Jahren entstehen. Die Auswahl am Krypto-Markt ist für Anleger enorm, sodass sich immer mehr Trader dazu entschließen, tatsächlich direkt in die Coins zu investieren oder beim Broker mit CFDs zu handeln. Wie die steuerliche Handhabung dafür aussieht, war lange ungeklärt, aber seit einem Schreiben von 2018 herrscht deutlich mehr Klarheit. Das Bundesfinanzministerium hat sich in diesem Schriftstück am 27. Februar 2018 zu den Kryptowährung Steuern geäußert und macht damit den Weg für mehr Steuer Klarheit und Wege zur Steuerersparnis frei. Allerdings richtet sich dieses Schreiben an die Umsatzsteuer. Was bedeutet das für private Händler? Wir bringen Licht ins Dunkel.
Um die Grundzüge der Kryptowährung Steuern zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit der Kategorisierung von Bitcoin und Co. befassen. Sie gelten nicht als tatsächlich zugelassenes Zahlungsmittel, sodass es bei der Steuerbehandlung einen Unterschied gibt. Stattdessen erfolgt die Kategorisierung als immaterielle Wirtschaftsgüter, wenn es um das Ertragsteuerrecht geht.
Gewinne und Verluste: die Kryptowährung Steuern erklärt
Grundsätzlich wird bei der steuerlichen Behandlung stets zwischen privaten und professionellen Händlern unterschieden. Die Kryptowährung verkaufen Steuer für Privatpersonen unterscheidet sich deshalb von der Steuer ambitionierter Profi-Trader. Handeln die Anleger als Privatperson, wird das EStG angewandt. Das Rechtsgeschäft dahinter ist das private Veräußerungsgeschäft der (laut Gesetz definierten) anderen Wirtschaftsgüter. Deshalb muss der Anschaffungspreis vom Veräußerungspreis abgezogen werden. Besser noch, denn die Gebühren für die Handelsaktivitäten an den Börsen können die Trader als Werbungskosten geltend machen und in Abzug bringen.
Freigrenze nutzen
Das Steuerrecht beinhaltet sogar eine Freigrenze in Höhe von 600 Euro laut § 23 Abs. 3 Satz 5 EStG. Für private Trader bedeutet das: Sämtliche Veräußerungsgeschäfte im Veranlagungszeitraum (meist innerhalb eines Kalenderjahres) werden bis zu dieser Grenze ohne steuerliche Belastung berücksichtigt. Wer allerdings die Grenze von 600 Euro überschreitet, muss die Versteuerung bereits ab dem ersten Euro vornehmen.
1-Jahres-Frist
Die Kryptowährung Steuer Deutschland bietet den privaten Anlegern viele Möglichkeiten, um die Steuern legal zu umgehen. Eine dieser Optionen ist beispielsweise die 1-Jahres-Frist. Erwerben die Trader beispielsweise am 1. Mai 2018 eine Kryptowährung und möchten sie am 3. Mai des Folgejahres verkaufen, fällt darauf keine Steuer an. Als gesetzliche Grundlage ist die Haltefrist vom § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG dafür verantwortlich, denn nur, wenn die Kryptowährung innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkauft wird, wird die Steuer fällig. Andernfalls ist der Veräußerungsgewinn nach dem Verkauf bei Haltefristen über einem Jahr gänzlich steuerfrei.
Was passiert eigentlich, wenn die Steuer tatsächlich fällig wird? Dann müssen natürlich die Anschaffungskosten sowie der Veräußerungsgewinn ermittelt werden. Zur Anwendung kommen verschiedene Methoden, wobei die FIFO-Methode am häufigsten von den Finanzbehörden zurate gezogen wird. Festgehalten ist sie in § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 EStG. Was besagt die gesetzliche Grundlage? Die First-In-First-Out-Methode ist nicht explizit für Kryptowährungen vorgesehen, wird jedoch erfahrungsgemäß in der Praxis primär genutzt. Einige Finanzämter ziehen für die Berechnung auch die LIFO-Methode zurate.
Kryptowährung Steuern bei Profi-Anlegern unterscheiden sich
Handeln die Anleger als Profi-Trader, sodass sie ihren hauptsächlichen Lebensunterhalt mit ihren Trading-Aktivitäten bestreiten, gibt es eine andere gesetzliche Grundlage. Denn sie müssen die Erträge aus einem Gewerbebetrieb nach dem Steuergesetz § 15 EStG geltend machen. Die Haltefristen entfallen in diesem Fall, sodass es die 1-Jahres-Frist mit der Option auf Steuerfreiheit nicht gibt. Zu beachten ist außerdem die Zahlung der Gewerbesteuer, die zur Einkommensteuer noch dazu kommt. Die Profi-Trader dürfen sich hier aber freuen, denn es gibt einen Freibetrag, der in § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG festgesetzt ist. Dessen Höhe beträgt 24.500 Euro. Erst, wenn auch diese Grenze überschritten ist, werden tatsächlich Gewerbesteuern zusätzlich fällig. Um sich jedoch gegen vermeintliche Steuervergehen durch Unkenntnis der Gesetze zu wappnen, empfehlen wir, sich beim zuständigen Finanzamt konkret nach den Kryptowährung Steuern zu informieren.
Neben dem Handel mit Kryptowährungen wird auch die Aktivität als Miner für viele Anleger immer interessanter, um damit lukrative Gewinne zu erzielen. Doch wie sieht eigentlich die Besteuerung in solch einem Fall aus? Auch hier herrscht keine eindeutige Richtlinie zur Besteuerung, wobei eine bisherige parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung ergab, dass die privaten Miner nach den Steuergrundlagen für Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG geschaffen sind. Ob damit überhaupt die erhaltenen Transaktionsgebühren und/oder die Block-Belohnungen inkludiert sind oder nicht, bleibt offen. Auch in diesem Sonderfall für Miner kann es durchaus hilfreich sein, sich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen, um Klarheit zu schaffen.
Mining – gewerblich oder privat?
Das Mining als privat oder gewerblich einzustufen, ist oftmals gar nicht so leicht, da die Schwelle zu den Erträgen und Aufwendungen häufig fließend ist. Das wissen ebenfalls die Finanzämter, sodass vor allem bei der Steuerangabe zum Mining meist etwas genauer hingeschaut wird. Möchten die Miner beispielsweise die Anschaffungskosten für Hardware oder Software steuerlich geltend machen oder sogar die Stromrechnungen in Abzug bringen, sollten nicht nur sämtliche Belege sorgfältig aufbewahrt und auf Verlangen vorgelegt werden können, sondern die Miner sollten sich außerdem auf zusätzliche Gespräche mit dem Finanzamt vorbereiten. Da gerade das Mining nach wie vor eine Grauzone bei der Versteuerung darstellt, sind die einzelnen Finanzämter verunsichert. Deshalb kann es in der Praxis durchaus dazu kommen, dass häufige Nachfragen auftreten. Wer jedoch die benötigten Belege und Einnahmen nachweisen kann, hat meist nicht zu befürchten.
Haben sich die User mit den steuerlichen Grundlagen auseinandergesetzt, geht es darum, die Angaben auf der jährlichen Steuererklärung so genau wie möglich vorzunehmen. Wichtig ist es, dass sämtliche Belege vorhanden sind (bestenfalls sogar elektronisch) und auf Nachfrage dem Finanzamt nachgereicht werden können. Um die Steuererklärung abzugeben, nutzen die Trader die Anlage SO, denn darin werden die Überschüsse aus Veräußerungsgeschäft eingetragen. Die Ermittlung des eigentlichen Überschusses erfolgt durch Abzug der Anschaffungskosten vom Veräußerungspreis und den Veräußerungskosten. Das Ergebnis wird dann steuerlich berücksichtigt. Wie hoch der Steuersatz ist, hängt von der individuellen Lebenssituation ab. Dieser kann erfahrungsgemäß zwischen null Prozent und bis zu 45 Prozent betragen.
Verluste zum abzubringen?
Ist es möglich, bei den Veräußerungsgeschäft auch die Verluste anrechnen zu lassen und damit Steuern zu sparen? Natürlich wäre dies schön, aber die Verluste bei Veräußerungen können nicht auf die Einkünfte angerechnet werden. Die Verluste können nur mit den Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften angerechnet werden, sodass sie erst am Jahresende tatsächlich ins Gewicht fallen.
Veräußerungen steuerfrei, trotzdem Erklärung abgeben?
Die Steuererklärung abzugeben ist in Deutschland nicht immer verpflichtend. Auch wenn beispielsweise die Trader innerhalb der Freigrenze bleiben, kann es hilfreich sein, die Steuererklärung abzugeben. Bestenfalls wird das Finanzamt selbst die Steuerfreiheit feststellen und damit haben die Trader eine abgesicherte rechtliche Grundlage, wenn beispielsweise das Finanzamt innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahre noch einmal nachfragt. Nach Ablauf der einzelnen Jahre können die möglichen Steuerhinterziehungen nämlich nicht mehr verfolgt werden.
Viele private Trader nutzen tatsächlich den Handel mit Bitcoin und Co., um sich abseits vom Tagesgeld- oder Festgeldkonto einen lukrativen Nebenverdienst aufzubauen. Da mittlerweile am Krypto-Markt unzählige Möglichkeiten bestehen und die Trading-Plätze immer vielseitiger werden, haben die Händler sämtliche Chancen dieser Welt. Damit der Gewinn tatsächlich auch beim Händler bleibt und nicht als Steuerzahlung abwandert, müssen die Trader einiges richtig machen.
Coins mindestens ein Jahr im Wallet halten
Da grundsätzlich die Kryptowährungen nach einem Jahr steuerfrei veräußert werden können, ist es ratsam, Geduld aufzubringen. Die Händler können beispielsweise Bitcoin und Co. günstig zum aktuellen Marktpreis erwerben und diese am Wallet speichern. Wichtig ist es, mindestens zwölf Monate bis zum Verkauf zu warten, sodass dann der Veräußerungsgewinn steuerfrei ist. Damit die Trader auch sicher über diesen langen Zeitraum ihre Coins verwaltet wissen, empfehlen wir, ein Hardware oder Paper Wallet zu nutzen. Beide bieten ein maximales Maß an Sicherheit und Hackern keine Angriffsfläche, um die Coins zu entwenden. Deutlich weniger sicher sind die online Wallets, sodass wir von ihnen für die lange Speicherperiode abraten.
Es gibt für die Händler eine Freigrenze von 600 Euro, innerhalb derer die Gewinne ebenfalls nicht steuerpflichtig für private Trader sind. Wer allerdings diese Grenze überschreitet, muss bereits ab dem ersten Euro Steuern zahlen. Natürlich will kein Trader so tief in die Tasche greifen. Deshalb empfehlen wir, genau zu kalkulieren sowie innerhalb des Kalenderjahres in dieser Grenze zu bleiben.
Die Trader haben mittlerweile Zugriff auf mehr als 2.900 verschiedene Kryptowährung und über 20.000 Märkte. Dominierend ist dabei vor allem natürlich Bitcoin, denn die Kryptowährung hat eine Dominanz von mehr als 60 Prozent. Doch auch andere Internetwährungen, wie beispielsweise Ripple, Dash oder Litecoin, können für die Handelsaktivitäten interessant sein. Vor allem, wenn die Preise sich im Abwärtstrend befinden, gibt es für Trader gute Chancen, zum günstigen Preis viele Coins zu erwerben. Möglich machen es die Trading-Plätze, bei denen die Trader mit einem kostenlosen Konto und häufig sogar mit einem gratis online Wallet aktiv werden können.
Einzahlung mit Fiat-Geld oder Kryptowährungen
Der Kauf von Bitcoin und Co. kann mit wenig Eigenkapital stattfinden, wobei die Einzahlung mit Fiat-Geld oder oft sogar Kryptowährungen möglich ist. Damit haben Händler eine große Auswahl, um sich nicht nur bei den globalen Krypto Börse umzuschauen, sondern auch jene Zahlungsart zu wählen, welche ihnen entgegenkommt. Wer beispielsweise bereits Bitcoin in seinem Wallet besitzt, kann diese einsetzen, um Litecoin oder andere Kryptowährungen zu erwerben. Ob sich dieses Investment tatsächlich lohnt, hängt vom gegenwärtigen Bitcoin Kurs ab. Deshalb sollten die Trader vorab genau vergleichen, wie die Lage gegenwärtig am Krypto-Markt aussieht und ob sich die Einzahlung mit Fiat-Geld oder doch tatsächlich mit Kryptowährungen mehr rentiert.
Tipp: Abwärtstrends ausnutzen
Für den optimalen Kaufzeitpunkt empfehlen wir, gezielt nach Abwärtstrends im Kursbild zu schauen. Mithilfe der technischen Analyse ist die Prognose auch für weniger erfahrene Trader leichter möglich.
Die Kryptowährung Steuer Deutschland ist mit einigen geschickten Schachzügen sogar legal zu umgehen. Dafür müssen die Händler noch nicht einmal über Steuerbetrug nachdenken, sondern sich einfach an die gesetzlichen Grundlagen des Einkommensteuergesetzes halten. Vor allem für private Anleger bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten, um sich die Steuern zu sparen. Wer beispielsweise eine Freigrenze von 600 Euro innerhalb eines Kalenderjahres nicht erreicht, kann die Gewinne noch ohne Steuerzahlungen behalten. Erwerben die Trader eine Kryptowährung und verkaufen sie nach über einem Jahr wieder, müssen ebenfalls keine Steuern gezahlt werden, denn bei einer Haltedauer von über einem Jahr findet die Steuerberücksichtigung nicht statt. Für professionelle Anleger gelten allerdings andere Gesetze, denn sie müssen unter anderem auch mit einer Zahlung der Gewerbesteuer oder der Umsatzsteuer rechnen. Da die steuerliche Regelung für den Handel mit Kryptowährungen nach wie vor in Deutschland noch keiner einheitlichen Rechtsgrundlage folgt, empfehlen wir, sich an das zuständige Finanzamt zu wenden, um dort die Informationen zur korrekten Besteuerung bzw. Abgabe der Steuererklärung aus erster Hand rechtssicher zu erhalten.

References: § 23
 § 23
 § 23
 § 15
 § 11
 § 22