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ZKBW-Dialog Nr. 82 vom 19.05.2015 [BSZ Wiki]
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fl-team:publikationen:dialog82-html
Mediathek der DFG ist online
Erstes rechtswissenschaftliches Fachrepositorium freigeschaltet
Nachhaltige O(pen)J(ournal)S(ystems)-Infrastruktur zur elektronischen Publikation wissenschaftlicher Zeitschriften
Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation
Perspektiven für die buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fachinformation
IFLA-Weltkongress 2015 in Kapstadt
Urheberrecht – Open Access – Open Data
MARE (Museen, Archive, REpositorien)
Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken und Archiven des SWB-Verbundes
SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe
SWB-Online-Fernleihe
Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion
Protokoll des Anwendertreffens Fernleihe vom 29.01.2015 veröffentlicht
Nächstes Anwendertreffen Fernleihe
Einstellung der Weiterleitung an den ZKBW ab 01.06.2015
Empfehlungen zur Erfassung von Fernleihdaten zu E-Zeitschriften der AG Leihverkehr der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme
Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen
ZKBW-Dialog Nr. 82 vom 19.05.2015
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Das audio-visuelle Informationsangebot der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) rund um die Themenblöcke Wissenschaft und Forschung ist online. Die Mediathek der DFG mit dem Titel „DFG bewegt“ ist unter http://mediathek.dfg.de erreichbar. Sie bietet über 800 Filme und Audiodateien in deutscher und englischer Sprache über DFG-geförderte Forschung und die DFG selbst. Bei dem Angebot erleichtert eine umfassende Suchfunktion die Orientierung: NutzerInnen können auf der Webseite die Inhalte nach verschiedenen Kriterien wie beteiligten Institutionen, Wissenschaftsdisziplinen oder Themen filtern und in die eigenen Web-Angebote einbinden.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Open-Access-Publizierens wurde der mit Unterstützung der DFG an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelte Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung <intR²Dok> (http://intr2dok.vifa-recht.de/) (sprich: Inter-zwei-Dok) freigeschaltet: das erste rechtswissenschaftliche Fachrepositorium in Deutschland. Künftig haben alle Angehörigen von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre qualitätsgesicherten Originalbeiträge oder aber ihre zuvor bereits an anderer Stelle erschienenen Zweitveröffentlichungen aus allen Bereichen der internationalen und interdisziplinären Rechtsforschung auf <intR²Dok> zu publizieren und damit dauerhaft zu archivieren. Zugleich wird <intR²Dok> die HochschullehrerInnen und WissenschaftlerInnen bei der Erfüllung sowohl ihrer Berichtspflichten als auch jener Open-Access-Mandate entlasten, wie sie insbesondere im Kontext der Forschungsförderprogramme der Europäischen Kommission festgeschrieben sind. <intR²Dok> ermöglicht die Publikation von multimedialen Inhalten und ist außerdem für die Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten optimiert. Alle auf <intR²Dok> veröffentlichten Inhalte werden mit einer persistenten Adresse (URN) versehen und über die wissenschaftlichen Suchmaschinen Google Scholar, BASE, OAIster, CORE sowie StaBiKat+ und ViFa Recht International Discovery Service recherchierbar gemacht. In Übereinstimmung mit der Open-Access-Politik von DFG und Stiftung Preußischer Kulturbesitz versteht sich <intR²Dok> als Beitrag zur Beförderung des offenen Zugangs zu rechtswissenschaftlichem Wissen im Sinne der Berliner Erklärung von 2003.
In den Jahren 2015-2017 hat die DFG den Aufbau folgender Fachinformationsdienste (FID) mit insgesamt 5,87 Millionen Euro bewilligt: • FID Darstellende Kunst: UB Frankfurt/Main, • FID Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung Frankfurt, Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Berlin, UB Erlangen-Nürnberg, Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung Braunschweig und UB der Humboldt-Universität zu Berlin, • FID Mathematik: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und TIB Hannover, • FID Pharmazie: UB Braunschweig und Institut für Informationssysteme der TU Braunschweig, • FID Theologie: UB Tübingen. In 2015 stehen in der letzten Runde der Überführung die ehemaligen Sondersammelgebiete mit den Schwerpunkten „Regionen“, „Sprache/Literatur“ und „historische Fächer“ an.
Auf http://www.OJS-de.net finden sich sämtliche Informationen zum DFG-Projekt „Nachhaltige OJS-Infrastruktur zur elektronischen Publikation wissenschaftlicher Zeitschriften„, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein Netzwerk für Open-Access-Journals im deutschsprachigen Raum aufzubauen. An dem Projekt beteiligt sind das Center für Digitale Systeme der FU Berlin, die UB Heidelberg und das KIM der Universität Konstanz. Das Projekt läuft bis ins Jahr 2016. Aufgabe des DFG-Projekts ist es, ein Netzwerk von OJS-Akteuren zu errichten, das Dienste zum E-Publishing mit OJS anbietet und die elektronische Publikation wissenschaftlicher Zeitschriften an deutschen Hochschulen auf Basis von OJS erleichtert, ausbaut und langfristig sichert. Während der Projektlaufzeit wird die Software weiter optimiert und angepasst, wobei die Ergebnisse allen Nutzerinnen und Nutzern frei zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ist der Aufbau eines umfangreichen deutschsprachigen Informationsportals geplant. Es richtet sich an WissenschaftlerInnen, die mithilfe von OJS Zeitschriften publizieren, aber auch an Dienstleister, die OJS-Hosting anbieten, darunter viele Bibliotheken. Open Journal Systems (OJS) ist eine kostenfreie Software zur Verwaltung und Veröffentlichung von wissenschaftlichen Zeitschriften. Sie wird international von mehr als 7.000 Journals genutzt, davon mehr als 200 im deutschsprachigen Raum. OJS wurde vom nordamerikanischen Public Knowledge Project entwickelt, um den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen weltweit zu verbessern. Hauptsächlich wird es zur uneingeschränkten Veröffentlichung im Sinne von Open Access verwendet. Als Open-Source-Software wird OJS kontinuierlich von verschiedenen Institutionen und Einzelpersonen weiterentwickelt und angepasst. Der Code ist frei zugänglich. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der DFG-Förderlinie „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme“.
Seit Mitte der 1990er-Jahre bietet die DFG mit einem eigenen Förderprogramm die Möglichkeit, Infrastruktur-Anträge einzureichen, in denen technische oder organisatorische Innovationen im Bereich elektronischer Publikationen initiiert oder neue Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt werden können. Das Merkblatt zum Förderprogramm „Elektronische Publikationen“ wurde unlängst einer gründlichen Revision unterzogen, das Programm selbst in „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“ umbenannt. Das Förderprogramm zielt darauf ab, Forschungsergebnisse im Open Access so zu präsentieren, dass sie leicht zugreifbar und möglichst umfassend nachnutzbar sind. Der neue Name trägt ebenso wie die inhaltliche Zielsetzung des Programms der Tatsache Rechnung, dass sich die Formen der Darstellung von Forschungsergebnissen wandeln und der Begriff der Publikation daher in weitem Sinne zu verstehen ist. In fachlich unterschiedlicher Ausprägung und Geschwindigkeit werden zum Beispiel Zeitschriftenartikel durch audiovisuelle Materialien, Forschungsdaten oder Elemente der „Social Media“ angereichert oder gezielt für eine computerbasierte Auswertung und Nachnutzbarkeit aufbereitet. Im Rahmen des Förderprogramms können insbesondere Vorhaben unterstützt werden, in denen fachspezifische Infrastrukturen für die Produktion, die Verbreitung oder die komfortable Nutzung offen zugänglicher Publikationen entwickelt und etabliert werden. Zugleich wurde das Förderprogramm „Wissenschaftliche Zeitschriften“ in das Programm „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“ überführt. Damit können der Auf- oder Ausbau wissenschaftlicher Zeitschriften oder ihre Transformation in den Open Access auch weiterhin gefördert werden. Anträge im Rahmen des Programms „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“ werden jederzeit entgegengenommen. Das Merkblatt „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“ ist unter http://www.dfg.de/formulare/12_11/12_11_de.pdf abrufbar.
2004 hat die DFG im Förderbereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme erstmals Nationallizenzen für Zeitschriftenarchive und Datenbanken gefördert. Daraus hat sich die Förderung der sogenannten Allianz-Lizenzen entwickelt, das sind überregionale Lizenzen für Zeitschriften-, E-Book-Pakete sowie Datenbanken aus allen Wissenschaftsbereichen. Die Förderung erfolgte bislang im Rahmen jährlich sich wiederholender Ausschreibungen. Der Hauptausschuss der DFG hat nun beschlossen, dieses Förderangebot fest im Portfolio der DFG zu verankern.
Eine Aufgabe von wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen ist, WissenschaftlerInnen den Zugriff auf elektronische Ressourcen zu wirtschaftlich günstigen Bedingungen zu ermöglichen. Mit dem Förderprogramm „Überregionale Lizenzierung“ (Allianz-Lizenzen) unterstützt die DFG die Informationseinrichtungen dabei, im Sinne dieser Aufgabenerfüllung angemessene Standards und Instrumente zu entwickeln sowie zu erproben. Die Förderung zielt darauf ab, die Versorgung in der Breite zu verbessern, den Zugriff auf die lizenzierten Inhalte abzusichern, eine Nutzung über den lesenden Zugriff hinaus zu ermöglichen sowie gängige technische Standards zu etablieren. Das Ziel der Förderung besteht nicht zuletzt darin, die Standards der Allianz-Lizenzen zu einem Referenzstandard für die Lizenzierung in Deutschland zu machen. Anträge im Rahmen des Programms „Überregionale Lizenzierung (Allianz-Lizenzen)“ werden jeweils zum 05. Mai eines Jahres entgegengenommen. Das Merkblatt „Überregionale Lizenzierung“ steht unter http://www.dfg.de/formulare/12_18/12_18_de.pdf zum Abruf bereit.
Nachdem die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) den Ausstieg aus dem Informationsportal b2i zum 31.12.2014 erklärt hat, traf sich am 07.01.2015 unter Moderation von Bibliothek und Information Deutschland e.V. (BID) und der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA) in Berlin ein Round-Table mit Fachvertretern aus Bibliotheken, Hochschulen und Verbänden unter Beteiligung der BSB, um die weitere Zukunft von b2i zu beraten. Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die UB Leipzig entwickelten Vorstellungen zu einer Neubeantragung eines Fachinformationsdienstes für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften bei der DFG. Ziel ist es, für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ein zentrales Nachweisinstrument in einem Fachportal zu gewährleisten. Eine Antragstellung bei der DFG zur Einrichtung eines Fachinformationsdienstes ist allerdings erst Anfang Juni 2015 möglich; die anschließende Begutachtung wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.
Der 81. IFLA-Weltkongress findet in diesem Jahr vom 15. bis 21.08. in Kapstadt statt. Das vollständige Programm des Kongresses ist mittlerweile online verfügbar. Es kann entweder komplett als PDF heruntergeladen (http://www.professionalabstracts.com/iflawlic2015/programme-iflawlic2015.pdf) oder über den eigens eingerichteten „iPlanner“ (http://www.professionalabstracts.com/iflawlic2015/iplanner/) konsultiert werden, der auch die gezielte Suche nach einzelnen Veranstaltungen sowie die Zusammenstellung eines individuellen Kongressprogramms ermöglicht.
BGH entscheidet abschließend im Rechtsstreit Ulmer Verlag – TU Darmstadt
Der Bundesgerichtshof hat am 16.04.2015 die Klage des Eugen Ulmer Verlags gegen die TU Darmstadt endgültig abgewiesen. Der Verlag hatte gegen die Universität geklagt, weil sie Werke eingescannt und Nutzern an elektronischen Leseplätzen sowohl die Ansicht als auch den Ausdruck und das Abspeichern von Werken auf USB-Sticks ohne Zustimmung des Verlages ermöglicht hatte. Eine explizite Zustimmung sei stets dann notwendig, wenn die Verlage kein entsprechendes E-Book zum Kauf bzw. zur Lizenzierung anbieten. Die TU Darmstadt bzw. ihre Bibliothek hatten ihren Nutzern auf der Grundlage des 2008 neu geschaffenen Rechts (§ 52b UrhG) die Möglichkeit eingeräumt, Teile des Werks auszudrucken bzw. abzuspeichern. Wäre das Urteil zugunsten des Verlags ausgefallen, wäre die „Novellierung [von 2008] bedeutungslos geworden, da zu einem wissenschaftlichen Arbeiten mit Texten unter anderem auch deren genaues Zitieren gehört, was nur auf Grundlage einer Kopie oder Abschrift des Textes möglich ist.“ Der BGH hat festgestellt, „dass das Recht der Bibliotheken nicht von der Zustimmung der Verlage abhängt, dass es keinen sogenannten Vorrang eines Verlagsangebotes gibt und dass den Nutzern die Möglichkeit, sich Kopien (Ausdrucke oder Downloads) zu ziehen, nicht verwehrt werden muss“ (nach der Pressemitteilung der TU Darmstadt vom 17.04.2015). Das Urteil des BGH (I ZR 69/11 – Elektronische Leseplätze II) ist noch nicht veröffentlicht. Eine Mitteilung der Pressestelle des BGH zur Entscheidung liegt vor.
Seit April 2014 ist es Bibliotheken gestattet, vergriffene Werke bis Erscheinungsjahr 1966 zu digitalisieren und online zugänglich zu machen (UrhWahrnG §13d http://www.gesetze-im-internet.de/urhwahrng/__13d.html). Voraussetzung dafür ist, dass im Buchhandel kein aktives verlegerisches Angebot mehr verfügbar ist, die nutzungswillige privilegierte Institution (Bibliothek) das Medium in ihrem Bestand hat, einen entsprechenden Lizenzierungsvertrag mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft (VG WORT/VG Bild-Kunst) schließt und die vergriffenen Werke in das Register beim Deutschen Marken- und Patentamt (DPMA) eingetragen werden. Die Kosten der Lizenzierung und weitere konkrete Bedingungen wurden kürzlich zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und den Verwertungsgesellschaften in einer Rahmenvereinbarung geklärt, die Vereinbarung liegt nun von allen Seiten unterzeichnet vor.
• Vergriffene Werke gemäß Rahmenvertrag sind solche, die nicht mehr lieferbar sind und vor 1966 in Deutschland in Büchern veröffentlicht wurden.
• Der Vertrag umfasst nur solche Werke, die in den Tätigkeitsbereich der beiden Verwertungsgesellschaften fallen: Schriftwerke (Texte), Illustrationen und Fotografien; nicht einbezogen sind vergriffene Fachzeitschriften, Zeitungen und Periodika sowie Musiknoten.
• Das Vervielfältigungsrecht und das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung gelten nur für öffentliche Einrichtungen (Bibliotheken, Museen, Archive etc.), die dem Vertrag beitreten und „ausschließlich zum Zweck der Nutzung im Rahmen von digitalen Bibliotheken“.
• Die Rechte gelten nur für Werke, die sich im Bestand der Einrichtungen befinden.
• Die Nutzung darf keinen gewerblichen Zwecken dienen.
• Eine Eintragung in das „Register vergriffener Werke“ beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) ist obligatorisch. Die Einrichtungen übermitteln ihre Anträge an die Deutsche Nationalbibliothek, die sie an die VG Wort weitergibt, die wiederum die Anträge beim DPMA einreicht.
• Paragraf 5 formuliert das Verfahren bei einem Widerspruch der Rechteinhaber gegen die Wahrnehmung ihrer Rechte durch die Verwertungsgesellschaft, der jederzeit möglich ist.
• Paragraf 7 regelt die angemessene Vergütung an die Verwertungsgesellschaft für die Nutzung von vergriffenen Werken, so etwa 5 Euro (zzgl. Umsatzsteuer) für Bücher, die bis zum 31. Dezember 1920 erschienen sind.
• Gemeinfreie Werke sind von der Vergütung ausgenommen.
Angesichts ihres Bestandsschwerpunkts im 20. Jahrhundert hat die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) ein großes Interesse an der Nutzung dieser neuen, vom Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeit. Die DNB arbeitet derzeit am Aufbau eines Dienstes, der privilegierten Institutionen (Bibliotheken) die Recherche und Beantragung vergriffener Druckwerke über die zuständigen Verwertungsgesellschaften erleichtern soll. Die DNB übernimmt dabei Entgegennahme, Prüfung und Weiterleitung der Lizenzierungsanträge. Der Dienst soll ab Juli 2015 zur Verfügung stehen (nach: Börsenblatt online vom 18.02.2015).
EU-Kommission legt Pläne zur Schaffung eines digitalen Binnenmarktes vor
Die EU-Kommission hat am 06.05.2015 ihre Strategie für einen digitalen Binnenmarkt vorgelegt, die bis Ende 2016 umgesetzt werden soll. Im Rahmen ihrer Strategie plant die EU-Kommission 16 zentrale Maßnahmen. Maßnahme 6 sieht die Schaffung eines modernen europäischen Urheberrechts vor: Die Kommission wird noch vor Ende 2015 Rechtsetzungsvorschläge unterbreiten, um – auch im Wege weiterer Harmonisierungsmaßnahmen – die Unterschiede zwischen den nationalen Urheberrechtssystemen zu verringern und den Nutzern EU-weit einen umfassenderen Online-Zugang zu geschützten Werken zu ermöglichen. Auf diese Weise soll der Zugang der Menschen zu kulturellen Inhalten über das Internet verbessert und somit auch die kulturelle Vielfalt gefördert werden. Zugleich eröffnen sich dadurch neue Chancen für Urheber und Anbieter von Inhalten. Insbesondere möchte die Kommission sicherstellen, dass Nutzern, die daheim Filme, Musik oder Artikel kaufen, auch unterwegs überall in Europa auf diese zugreifen können. Die Kommission wird sich außerdem die Rolle von Online-Mittlern in Bezug auf urheberrechtlich geschützte Werke näher anschauen. Sie wird die Ahndung gewerbsmäßiger Schutzrechtsverletzungen verschärfen (zitiert nach der Pressemitteilung der EU-Kommission vom 06.05.2015).
Zweitveröffentlichungsrecht: Allianz der Wissenschaftsorganisationen erläutert Bedingungen
Seit Beginn des Jahres können UrheberInnen wissenschaftlicher Beiträge aufgrund des im Rahmen der erfolgten Novellierung des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) in § 38 Absatz 4 geschaffenen Zweitveröffentlichungsrechts unter bestimmten Bedingungen ihre Werke als Zweitveröffentlichung elektronisch veröffentlichen. Hierzu hat die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen Erläuterungen in Form von „Frequently Asked Questions“ (FAQ) veröffentlicht, die unter folgendem Link zur Verfügung stehen: http://www.allianzinitiative.de/handlungsfelder/rechtliche-rahmenbedingungen/faq-zvr.html.
In ihrem aktuellen Jahresgutachten kritisiert die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), von der die Bundesregierung in den Themenbereichen Bildung, Forschung und Innovation beraten wird, das bestehende Urheberrecht als zu wenig innovationsorientiert und fordert zudem die Einführung einer „allgemeinen Wissenschaftsschranke“. Das komplette Jahresgutachten, das auch Themen wie neue Entwicklungen in der Wissenschafts- und Forschungspolitik, die deutsche Hightech-Strategie, die Digitale Agenda der Bundesregierung, Moocs als Innovation im Bildungsbereich (= Massive Open Online Courses, das sind Kurse mit meist sehr großen Teilnehmerzahlen, die online angeboten werden und interessierten Nutzern offen stehen) sowie additive Fertigung („3-D-Druck“) behandelt, steht als PDF-Dokument unter http://www.e-fi.de/fileadmin/Gutachten_2015/EFI_Gutachten_2015.pdf zum Abruf bereit.
Zum Themenbereich Urheberrecht meint die Expertenkommission: Aus volkswirtschaftlicher Sicht können weitreichende Schutzrechte nachteilig sein, wenn sie kreative Nutzer einschränken und somit die Schaffung neuer Werke durch Nutzer verhindern. Sie empfiehlt daher, kreativen Nutzern größere Freiräume zu geben. So sollten Umgestaltungen von Werken erlaubt sein, sofern sie einen ausreichenden inneren Abstand zum Original wahren und nicht kommerziell sind. Die Expertenkommission bemängelt, dass die bestehenden Regelungen im Urheberrecht sehr komplex gehalten sind und damit der Rechtsakzeptanz in breiten Schichten der Bevölkerung entgegenstehen. Ein Großteil der Internetnutzer weiß nicht, welche Angebote im Internet legal und welche illegal sind.
Um den Zugang zu Wissen zu erleichtern, fordert die Expertenkommission die Einführung einer „allgemeinen Wissenschaftsschranke“. Derzeit bestehende Barrieren beim Zugang zu Wissen könnten damit reduziert werden. Eine praxistaugliche Neuregelung würde Wissenschaftlern und Studierenden unter anderem den digitalen Zugang zu Forschungsergebnissen in Zeitschriften und anderen Medien erleichtern.
Positionspapier der Kulturstaatsministerin zum Urheberrecht
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat für die Novellierung des Urheberrechts einen nachhaltigen Schutz des geistigen Eigentums gefordert. „Technische Machbarkeit, Bequemlichkeit und Gratis-Mentalität dürfen nicht die Maßstäbe einer zeitgemäßen Urheberrechts- und Netzpolitik sein“, heißt es in einem am 10.03.2015 veröffentlichten Positionspapier mit dem Titel „Kulturpolitische Forderungen für das Urheberrecht im digitalen Umfeld“. Nach der Koalitionsvereinbarung soll das zuletzt 2007 überarbeitete Urheberrecht an die neuen digitalen Bedingungen im Netz angepasst werden. Die Kulturstaatsministerin spricht sich in dem Papier dafür aus, illegale Angebote im Netz durch eine Selbstverpflichtung der Internet-Wirtschaft zu verbannen. Ein „ungebändigter digitaler Internet-Kapitalismus“ sei mit der sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar. Grütters zufolge ist die Lage der Urheber eher zu verbessern, indem die Position der Verwertungsgesellschaften gestärkt werde, etwa gegenüber Geräte- und Leermedienherstellern bezüglich der Privatkopie-Vergütungen. So sollten die Verwertungsgesellschaften zum einen die Möglichkeit bekommen, „Tarife einseitig aufzustellen, wenn die Verhandlungsparteien nach einem Jahr nicht zu einem einvernehmlichen Abschluss gekommen sind“. Zum anderen spricht sich Grütters für verpflichtende Abschlagszahlungen unstrittiger Beträge sowie für eine Pflicht der Hersteller aus, strittige Beträge zu hinterlegen.
Londoner Manifest für eine faire EU-Urheberrechtsreform
Das vom Chartered Institute of Library and Information Professionals (CILIP), dem bibliothekarischen Berufsverband Großbritanniens, initiierte Londoner Manifest fordert eine faire Urheberrechtsreform für Bibliotheken und Archive in Europa. Es wird bereits von zahlreichen Organisationen und Institutionen unterstützt, die durch eine solche Reform Forschung, Innovation und Wachstum gefördert und gestärkt sehen wollen. Auch der Deutsche Bibliotheksverband gehört zu den Erstunterzeichnern des Manifests, das unter http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/Londoner_Manifest_deutsch_dbv.pdf zum Abruf in deutscher Sprache bereit steht.
Aktualisiertes Skript zum Internetrecht
Das aktualisierte Skript zum Internetrecht mit dem Stand April 2015 von Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) steht unter http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/Skript/Skript_Internetrecht_April_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit.
Das Europäische Parlament hat am 19.01.2015 den Entwurf eines Initiativberichtes zur Reform des europäischen Urheberrechts vorgelegt. Untersucht wird darin die Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie (InfoSoc-Richtlinie) von 2001. Der Berichtsentwurf fordert einheitliche Schutzfristen und Urheberrechtsschranken in ganz Europa. Auch für Bibliotheken und WissenschaftlerInnen sollen im digitalen Zeitalter bessere Regelungen gelten, wie z.B. eine Wissenschaftsschranke.
Ad-hoc-AG veröffentlicht Papier zum Thema Open Access
Die Ad-hoc-AG Open-Access-Gold in der Schwerpunktinitiative "Digitale Information" der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat ein Positionspapier mit dem Titel „Positionen zur Schaffung eines wissenschaftsadäquaten Open-Access-Publikationsmarktes" veröffentlicht. Das Positionspapier richtet sich an wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit dem Open-Access-Publizieren befassen. Es bündelt und bewertet die Anforderungen an Verträge nach dem Publikationskostenmodell. Darüber hinaus greift es die Verknüpfung von Subskription und Open Access auf und gibt den adressierten Institutionen Anregungen zur Gestaltung ihrer Open-Access-Strategien.
Open-access.net (http://www.open-access.net/startseite/) ist seit 2007 die zentrale Informationsquelle für Open Access für Bibliotheken, Forschung und Wissenschaft im deutschsprachigen Raum. Durch eine Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg war es möglich, die ursprünglich im Rahmen eines DFG-Projekts aufgebaute Informationsplattform grundlegend zu überarbeiten. Die Überarbeitung wurde durch die Universität Konstanz koordiniert. Die Struktur der Webseite wurde beibehalten, so dass neben umfassenden Informationen zum Thema Open Access weiterhin zielgruppenorientierte und fachspezifisch aufbereitete Inhalte angeboten werden, die den Nutzern einen übersichtlichen und schnellen Zugang zu relevanten Themen ermöglichen.
Max Planck Digital Library legt Studie zur flächendeckenden Umstellung auf Open Access vor
Die Max Planck Digital Library hat Ende April 2015 eine Analyse zur Open-Access-Transformation des Subskriptionswesens veröffentlicht. Der Artikel „Disrupting the subscription journal's business model for the necessary large-scale transformation to open access“ kommt zu dem Ergebnis, dass Bibliotheksmittel, die bisher für den Erwerb von Zeitschriftenlizenzen und Subskriptionen eingesetzt werden, ausreichen, um Open-Access-Publikationsgebühren zu finanzieren. Anhand von Berechnungsbeispielen auf globaler, nationaler und institutioneller Ebene wird aufgezeigt, dass die kostenneutrale Umstellung des wissenschaftlichen Publikationswesens auf Open Access möglich ist. Der Artikel ist zugänglich unter http://dx.doi.org/10.17617/1.3.
OpenAIRE 2020 gestartet
Die Europäische Kommission (EC) und der Europäische Forschungsrat (ERC) verfolgen das Ziel, eine möglichst weite Verbreitung und einen weltweiten Zugang zu den EU-geförderten Publikationen sicher zu stellen. Für alle wissenschaftlichen Publikationen, die aus Projekten im neuen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 entstehen, ist die Open-Access-Veröffentlichung verpflichtend. Ein unverzichtbarer Baustein der Umsetzung dieses Ziels ist das Netzwerk OpenAIRE (https://www.openaire.eu/): Bisher wurden mehr als 100.000 Veröffentlichungen über digitale Repositorien öffentlich zugänglich gemacht. Das Anschlussprojekt OpenAIRE2020 setzt die Initiative fort und baut die Unterstützung aus. Das Projekt wird von 50 Partnern aus allen EU-Mitgliedsstaaten getragen und durch ein EU-Budget in Höhe von 13 Millionen EUR unterstützt. Hiervon sind 4 Millionen EUR als Publikationsfonds reserviert. Nationale Kontaktstelle für Deutschland ist das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz (Frau Anja Oberländer: E-Mail open.access@uni-konstanz.de oder Anja.Oberlaender@uni-konstanz.de). Weitere Projektpartner in Deutschland sind die SUB Göttingen als wissenschaftlicher Projektkoordinator, die UB Bielefeld, die Universität Bonn und die Universität Bremen.
Helmholtz Open Science Newsletter vom 18.03.2015
Der 52. Helmholtz Open Science Newsletter ist online (http://oa.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-52-vom-18032015.html). Darin wird u.a. berichtet vom Positionspapier zum Open-Access-Gold-Markt, geowissenschaftlichen Datenpublikationen und der Förderung von Open Journal Systems in Deutschland.
Literaturhinweise (in Auswahl)
Brandt, Sebastian. „Open Access-Monographien in den Geisteswissenschaften: Ein Praktikumsprojekt an der SLUB Dresden“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 8 (2015) H.1. S.54-56.
Sühl-Strohmenger, Wilfried (Einführung). „Open Access-Zeitschriften ersetzen die traditionellen Verlagszeitschriften! (Pro: Markus Putnings; Kontra: Alice Keller)“. b.i.t.online. Bibliothek. Information. Technologie 18 (2015) Nr.2. S.143-146.
Walger, Nadine. „Et kütt wie et kütt: Ein Konferenzrückblick zu den Open-Access-Tagen 2014“. b.i.t.online. Bibliothek. Information. Technologie 18 (2015) Nr.1. S.62-63.
Metadaten der DNB und Normdaten der GND zur freien Nachnutzung verfügbar
Ab 01.07.2015 sind alle Metadaten der Deutschen Nationalbibliothek und die Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND) kostenfrei unter Creative Commons Zero-Bedingungen (CC0 1.0) zur freien Nachnutzung verfügbar. Für den kostenfreien Datenbezug gilt grundsätzlich, dass die Daten über Online-Schnittstellen (Datenshop, SRU- oder OAI-Schnittstelle) in den von der DNB standardmäßig angebotenen Formaten selbstständig heruntergeladen werden. Die Nutzung der Online-Schnittstellen ist nach einmaliger kostenfreier Anmeldung und Autorisierung möglich.
OpenAPC - Open-Access-Publikationskosten als Open Data
Im Laufe des Jahres 2014 haben Bibliotheken unter Federführung der UB Bielefeld begonnen, ihre Zahlungen für Open-Access-Publikationsgebühren als Open Data verfügbar zu machen. In Zusammenarbeit mit der DINI AG Elektronisches Publizieren beteiligen sich mittlerweile 14 Einrichtungen an der Initiative, welche Publikationsgebühren für 2.166 kostenpflichtige Open-Access-Zeitschriftenartikel im Umfang von rund 2,6 Millionen EURO dokumentiert. Der Umzug des Vorhabens wurde unlängst vom privaten Account auf die GitHub-Organisation https://github.com/openapc vollzogen. Ein Blog berichtet zudem regelmäßig über Ergänzungen des Datensatzes unter http://openapc.github.io/. Im Sinne der internationalen Sichtbarkeit der Open-Access-Förderaktivitäten in Deutschland und ihrer standardisierten Berichterstattung wird die Dokumentation des Meldeprozesses im Wiki sukzessive ins Englische übertragen. Alle weiteren Inhalte stehen bereits jetzt im Englischen zur Verfügung. Folgende Einrichtungen beteiligen sich an der OpenAPC-Initiative:
Universitäten - * Freie Universität Berlin, * KIT Karlsruhe, * Leibniz Universität Hannover, * Technische Universität Clausthal, * Universität Bamberg, * Universität Bielefeld, * Universität Duisburg-Essen, * Universität Göttingen, * Universität Konstanz, * Universität Leipzig, * Universität Regensburg.
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen - * Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich, * GFZ Potsdam, * Max Planck Digital Library.
Eine Archivversion des Datensatzes sichert die GitLab-Instanz der UB Bielefeld, die unter http://dx.doi.org/10.4119/UNIBI/UB.2014.18 erreichbar ist.
Technologien, Trends und Herausforderungen in wissenschaftlichen Bibliotheken
Der NMC Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken liegt jetzt auch auf Deutsch vor. Forschungs- und Hochschulbibliotheken sind Thema der renommierten Horizon-Reihe, die zukünftige Technologien in verschiedenen Bereichen von Lehre, Lernen und akademischer Bildung identifiziert. Experten sehen als Trends unter anderem einen verstärkten Fokus auf Forschungsdaten, die Priorisierung mobiler Informationsbereitstellung, den erleichterten Zugang zu Forschungsinhalten sowie neue Formen multidisziplinärer Forschung. Erstellt wurde der Bericht vom New Media Consortium unter Beteiligung der ETH-Bibliothek Zürich, der HTW Chur und der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover. Der Bericht kann unter http://blogs.tib.eu/wp/horizon/wp-content/uploads/sites/10/2014/12/2014-nmc-horizon-report-library-DE-final.pdf heruntergeladen werden.
Zum Thema „Semantisches Web und Linked Data“ ist in dem Bericht zu lesen: „Semantikbezogene Anwendungen erschließen die Bedeutung – beziehungsweise. die Semantik – von Informationen im Internet anhand von Metadaten, um Verbindungen herzustellen und Antworten geben zu können, die sonst nicht greifbar oder vollkommen unsichtbar wären. In der Bibliothekswelt wurde ein ähnliches Teilen von Metadaten nahezu 50 Jahre lang über ein maschinenlesbares Katalogisierungsformat erreicht. Es existiert jedoch ein Trend zur Verbindung der Metadaten aus Bibliothekskatalogsystemen mit dem Internet. Hierzu ist der Einsatz einer Variation von Linked Data angedacht. Die semantische Suche wird bei wissenschaftlichen Untersuchungen angewandt. Sie ermöglicht den Forscherinnen und Forschern, relevante Information zu finden, ohne mit scheinbar ähnlicher, aber irrelevanter Information umgehen zu müssen. Semantische Anwendungen und Linked Data haben das Potenzial, ungeheuer leistungsstarke Bildungsressourcen zu entwickeln, die Studierenden und Forschenden ermöglichen, das Material effektiver zu sichten, abzufragen und relevante Information zu sammeln“. Als Beispiele für die Nutzung in der bibliothekarischen Praxis werden Hathi Trust Digital Library (http://www.hathitrust.org/), das AV-Portal der TIB Hannover (https://av.getinfo.de/) und die Ebsco Discovery Services der Lamar University genannt (vgl. dazu Rudolf Mumenthaler. „Der Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken als Bonusmaterial für b.i.t.online Leser“. b.i.t.online. Bibliothek. Information. Technologie 18. 2015. Ausgabe 1. S.11-14).
Bundesregierung erleichtert Nutzung von Behördendaten im Sinne von Open Data
Die Bundesregierung beabsichtigt, die Nutzung von Behördeninformationen im Sinne von Open Data zu vereinfachen. Sie hat dazu Mitte Februar 2015 einen Entwurf auf den Weg gebracht, mit dem das Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG) von 2006 geändert werden soll. Die Bundesregierung will damit Daten öffentlicher Stellen künftig zur Weiterverwendung ohne spezielle Genehmigung freigeben. Der Bundestag muss der Initiative noch zustimmen. Mit der Initiative will das Bundeskabinett die 2013 überarbeitete EU-Richtlinie über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors umsetzen. Öffentliche Stellen sollen geeignete Daten demnach künftig in „maschinenlesbaren, offenen Formaten“ bereitstellen, nicht mehr auf Papier oder in schwer auswertbaren PDFs. Im Einklang mit den Vorgaben aus Brüssel will auch die Bundesregierung den Anwendungsbereich des IWG auf staatliche Bibliotheken, Museen und Archive ausweiten. Ausgenommen bleiben sollen aber Werke, die von Urheberrechten oder gewerblichen Schutzrechten Dritter erfasst werden. Behördeninformationen müssen nicht zwangsläufig kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, die Gebühren sollen aber nicht die Kosten für Reproduktion und Bereitstellung überschreiten. Mit dem Vorhaben möchte die Bundesregierung auch das Open-Data-Portal GovData ausbauen. Die Plattform soll Nutzern dabei helfen, staatliche Informationen leichter aufzufinden. Soweit öffentliche Stellen über Metadaten für entsprechende Dokumente verfügen, sollen sie diese künftig auch an GovData möglichst in Form „anerkannter, offener Standards“ übermitteln (nach: heise online vom 11.02.2015).
Zur Eröffnung ihres neuen Open-Data-Portals https://open.nrw hat die nordrhein-westfälische Landesregierung 456 Datensätze online gestellt – von detaillierten Wahlergebnissen über eine Auflistung der kommunalen Schulden bis hin zu einer Aufstellung von Todesursachen in dem Bundesland.
Europaweites Open-Data-Portal wird im Herbst 2015 eröffnet
Die EU-Kommission hat ein internationales Konsortium damit beauftragt, in einem dreijährigen Projekt eine Plattform für offene Daten aus 39 europäischen Ländern aufzubauen. Den Zuschlag für das IT-Großprojekt hat ein Konsortium erhalten, an dessen Spitze der französische Beratungs- und Dienstleistungskonzern Capgemini Consulting steht. Aus Deutschland ist das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme Fokus (http://www.fokus.fraunhofer.de/) in Berlin dabei. Das Institut entwickelte auch das Datenportal GovData (https://www.govdata.de/) von Bund und Ländern mit. Das Fokus-Institut soll Kernkomponenten des Portals wie das Datenregister und Harvesting-Mechanismen entwerfen. Ein geplantes übergeordnetes Verzeichnis soll einen zentralen Zugang zu Datensätzen zahlreicher europäischer Informationssysteme schaffen (nach: heise online vom 13.02.2015).
Abedjan, Ziawasch. Improving RDF data with data mining - Verbessern von RDF-Daten durch Data-Mining. Diss., Univ. Potsdam 2014 http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2014/7133
„In seiner Dissertation hat Nachwuchsforscher Abedjan untersucht, wie im Internet frei verfügbare und verknüpfbare Daten, so genannte Linked Open Data, besser genutzt werden können. Es handelt sich um große Mengen sehr unterschiedlicher Informationen, die oft automatisch aus Texten generiert werden. Sie müssen gründlich „gereinigt“ werden, bevor man sie für bestimmte Zwecke nutzen kann. Der Absolvent der internationalen HPI Research School entwickelte dafür eine neue Technik. Sie hilft Zusammenhänge zu entdecken, die in anderer Form schon in Datenbanken für Vertriebsanalysen verwendet werden. Abedjans neu entwickelte Methode erlaubt es, in der Struktur verknüpfbarer offener Daten auf unterschiedliche Weise Beziehungen und Muster zu erkennen. Je nach Konfiguration werden automatisch Möglichkeiten vorgeschlagen, welche die Informationen leichter anreichern, ergänzen, zuordnen und auffinden lassen oder automatisch korrekte Fakten generieren. Der mit dem Dissertationspreis ausgezeichnete Potsdamer Informatiker entwickelte zudem ein Verfahren, das Linked Open Data und zugrunde liegende Ontologien - das sind Systeme logisch zuzuordnender Informationen - zusammenführt. Für jede vorgestellte Anwendung präsentiert Ziawasch in seiner ausgezeichneten Dissertation viele Experimente mit realen Datensätzen“ (nach der Pressemitteilung des Hasso-Plattner-Instituts vom 29.01.2015).
Münch, Vera. „SWIB 14: Bibliotheken bauen das vertrauenswürdige semantische Web“. b.i.t. online. Bibliothek. Information. Technologie 18 (2015) H.1. S.55-61.
Vera Münch berichtet über die Fachkonferenz „Semantic Web in Libraries“ (kurz SWIB), die 2014 in Bonn stattfand. hbz und die ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften organisieren die Konferenz im jährlichen Wechsel. Zur SWIB14 kamen 165 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Ländern. Die Konferenz wurde per Livestream übertragen, die Vorträge als Videomitschnitt aufgezeichnet. Links zu Folien und Konferenzbeiträgen können unter http://swib.org/swib14/programme.php abgerufen werden.
Niesner, Stefan. „Die Nutzung bibliothekarischer Normdaten im Web am Beispiel von VIAF und Wikipedia – Offene Daten: Wichtig und gut einsetzbar / Erleichterung bei der Informationssuche“. Buch und Bibliothek 67 (2015) H.2. S.143-145.
Der Artikel über den Einsatz bibliothekarischer Normdaten im Rahmen von Linked Open Data ist eine gekürzte Fassung einer Abschlussarbeit, die im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ der FH Köln entstanden ist.
Das BSZ wird auf dem 104. Bibliothekartag vom 26. bis 29. Mai 2015 "Bibliotheken - von Anfang an Zukunft" im Nürnberg Convention Center (NCC) Ost am Partnerstand Nr. 63 vertreten sein, gemeinsam mit den Partnern DNB, HeBIS, GBV und ZDB. Aus dem BSZ stehen folgende Vorträge auf dem Programm:
Themenkreis 2: Kooperation in Verbünden; Zwischen institutioneller Profilbildung und Kooperation: Fokus Bibliotheksstrategie und Bibliothekspolitik (Moderator: Volker Conradt) am 26.05.2015, 16:00 - 18:00 (Raum „Sydney“):
Reiner Diedrichs (VZG), Ralf Goebel (BSZ): Kooperation GBV-BSZ (16:00 - 16:30 Uhr)
Stefan Winkler, Clemens Elmlinger: Mischen possible! Ranking und Facettierung heterogener Datenquellen (17:00 - 17:30)
Katrin Fischer: Open Source All Inclusive - Betriebs- und Entwicklungsmodelle für das Bibliothekssystem Koha mit Praxisbeispiel aus der Hochschule für Gesundheit Bochum (17:30 - 18:00)
Themenkreis 4: Medien dauerhaft nutzen; Von Approved Plan bis RDA: Fokus Erschließung und Bestandsmanagement am 27.05.2015 (Raum „Seoul“):
Stefan Wolf: E-Books als Pflichtexemplare. Die Realisierung in Baden-Württemberg (16:30 - 17:00)
RDA-Workshop, 28.05.2015, 13:30 - 15:30 (Raum „Seoul“): Beteiligung von Silke Horny und Cornelia Katz: Werkstattbericht zur technischen Implementierung / Schulungen
Das 16. BSZ-Kolloquium findet am Dienstag, 22.09.2015, an der Universität Stuttgart statt.
Die Ausgabe 2015 des BSZ-Kompakt ist erschienen und online als PDF-Version verfügbar. Auf 39 Seiten gibt das BSZ-Kompakt einen Überblick über das gesamte Dienstleistungsspektrum des BSZ; die Serviceleistungen für Bibliotheken, Museen und Archive werden ausführlich vorgestellt.
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende April 2015 rund 66,7 Mio. Bestandsnachweise und fast 21 Mio. Titelnachweise.
Seit 13.04.2015 werden die ZDB-Titel- und Lokaldaten in das SWB-Katalogisierungssystem über OAI (= Open Archives Initiative Protocol) im 5-Minuten-Takt importiert.
Insgesamt 15 Koha-Installationen werden bis Ende Mai 2015 auf die aktuelle Koha-Version 3.18 umgestellt. Die auffälligste Änderung ist das komplett überarbeitete OPAC-Layout im Responsive Design, das die einfache Bedienung des OPACs auf mobilen Oberflächen und mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen erlaubt. Weitere Modifikationen betreffen u.a. automatische Verlängerungen (entwickelt durch die Hochschule für Gesundheit Bochum), Lesesaal-Ausleihe, Modul zur Verwaltung von Semesterapparaten, Shibboleth-Authentifizierung. Infos zu Koha gibt es unter http://www.bsz-bw.de/bibliothekssysteme/koha.html.
Das diesjährige Anwendertreffen der vom BSZ betreuten Koha-Bibliotheken fand am 11.03.2015 in der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg statt. Der Themenschwerpunkt lag auf den mit dem Update auf die Version 3.18 neu verfügbaren Funktionen und Verbesserungen. Außerdem wurden optionale Zusatzfunktionen wie die Anzeige von BibTip-Empfehlungen und Links zur Verfügbarkeitsabfrage mit Journals Online & Print (JOP) präsentiert. Neu ist ebenfalls die Möglichkeit, Desi (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=l-team:desi:start), die vom BSZ entwickelte Bestellwunscherfassung, gemeinsam mit Koha zu nutzen. Die Veranstaltung war mit 23 Teilnehmern aus 14 unterschiedlichen Institutionen gut besucht.
Am 16./17.03.2015 fand im BSZ in Konstanz das 16.MusIS-Nutzertreffen statt. Neben dem schon traditionellen Einblick in die neuesten Entwicklungen um imdas pro durch den Software-Hersteller Joanneum Research stand dieses Jahr der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit im Fokus der Vortragsthemen: die Kooperation des Landesarchivs Baden-Württemberg und des BSZ beim LEO-BW-Portal, die Zusammenarbeit zwischen dem MusIS-Verbund und der digiCULT-Verbund eG in Fragen der Entwicklung von Museumsvokabular, der fachliche Austausch zwischen der Kooperationsinitiative Museen Baselland und MusIS sowie die Kooperation der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und der Klassik Stiftung Weimar im Rahmen eines Ausstellungsprojekts mit Hilfe des neu umgesetzten BSZ-Leihmoduls in imdas pro. Am zweiten Tag fanden erstmals anwenderbezogene Workshops im Handling von imdas pro in den Bereichen Recherche, Datenbereinigung und Import/Export statt, die bei allen Teilnehmern großen Anklang fanden. Die Vorträge der Tagung sind im BSZ-Wiki zugänglich.
Das BSZ plant eine Kooperation mit der Freiburger Akademie für Ausstellungs-, Museums- und Sammlungswissen (FRAMAS). FRAMAS (http://www.framas.uni-freiburg.de/) wird im Rahmen des BMBF-Programms „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ gefördert und entwickelt derzeit ein berufsbegleitendes, flexibles und modular aufgebautes Weiterbildungsangebot, das sich an Museumsfachleute richtet. Knapp 1,2 Millionen Euro stehen für eine Laufzeit von zunächst dreieinhalb Jahren zur Verfügung, um das Programm zu entwickeln. Für die zweite Förderphase sind zweieinhalb Jahre vorgesehen. Das Weiterbildungsangebot bietet unterschiedliche Abschlüsse. Je nachdem, welche Module die Studierenden kombinieren, können sie entweder eine einfache Teilnahmebescheinigung, das akademisch anerkannte Certificate of Advanced Studies (CAS) oder ein Diploma of Advanced Studies (DAS) erwerben. Das BSZ plant, seine Kompetenz im Bereich der Museumsdokumentation sowie der Internet-Präsentation mit Digitalen Katalogen in das Weiterbildungsprojekt einzubringen.
InfoDesk Pro wird seit dem 01.01.2015 in allen deutschen Kundeneinrichtungen produktiv eingesetzt und löst die bisherige Software InfoDesk ab. Informationsmaterial und Anwendungshilfen zu InfoDesk Pro stehen im BSZ-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=mare-team:virtuelle_auskunft:infodesk_info_hilfe zur Verfügung.
Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien hat ihren produktiven Betrieb mit InfoDesk Pro aufgenommen. Es kommen fünf Module zum Einsatz, welche neben der Virtuellen Auskunft auch deutsch- und englischsprachige Formulare für weitere Benutzeranfragen sowie zur internen Steuerung von Verwaltungsabläufen vorhalten. Durch die Inbetriebnahme von InfoDesk Pro in der ÖNB ist die Ablösung des früheren Dienstes InfoDesk vollständig abgeschlossen.
Literaturhinweise zum BSZ
Gabler, Hannah. Die Erschließung historischer Bucheinbände in Deutschland und Europa – unter besonderer Berücksichtigung des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB). Bachelorarbeit, Hochschule der Medien Stuttgart, 2013. 72 S. http://opus.bsz-bw.de/hdms/volltexte/2014/3311/
Granser, Teresa. Analyse von Ausgabebezeichnungen am Beispiel des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) – Aussagekraft, Normierung und Nutzungsmöglichkeiten. Bachelorarbeit, Hochschule der Medien Stuttgart, 2013. 49 S. http://opus.bsz-bw.de/hdms/volltexte/2014/3979/
Wiesenmüller, Heidrun; Horny, Silke. Basiswissen RDA: eine Einführung für deutschsprachige Anwender. Berlin [u.a.]: De Gruyter Saur, 2015. 300 S. (auch als lizenzpflichtige Online-Ausgabe)
Landesarchiv Baden-Württemberg veröffentlicht Jahresbericht 2014
Das Landesarchiv Baden-Württemberg hat den Jahresbericht und die statistische Übersicht für das Jahr 2014 im Internet veröffentlicht (http://www.landesarchiv-bw.de/web/46744). Danach hat sich die Anzahl an Digitalisaten im Online-Findmittelsystem im Lauf des Jahres fast verdoppelt (von 2,2 Mio. auf über 4,2 Mio. Images).
Landesarchiv Baden-Württemberg digitalisiert Akten zu Georg Elser
Anlässlich des Starts des neuen Spielfilms zu Georg Elser in den deutschen Kinos hat das Landesarchiv Baden-Württemberg - Staatsarchiv Ludwigsburg - Akten zu Georg Elser digitalisiert und im Internet zur Einsicht freigegeben (via http://archiv.twoday.net/stories/1022416289/).
Zugriffe auf Digitale Sammlungen der SLUB Dresden steigen
Die Online-Zugriffe auf die digitalen Angebote der SLUB Dresden <14> nehmen rapide zu: Die Nachfrage nach den Digitalen Sammlungen, dem digitalisierten historischen Bestand der SLUB, fiel im ersten Quartal dieses Jahres mit 1.017.523 Zugriffen erneut deutlich höher aus als im Vergleichszeitraum 2014 mit 771.116 Zugriffen. Die Digitalen Sammlungen der SLUB enthalten derzeit über 90.000 Bände sowie über 1,5 Millionen Fotos, Karten und Zeichnungen. Daneben hat die SLUB aktuell rund 80.000 E-Books von Verlagen und anderen Anbietern fest lizenziert und bietet in ihrem Katalog weitere Titel zur Auswahl an. Im ersten Quartal 2015 verzeichnete die Bibliothek ca. 570.000 E-Book Downloads (nach dem SLUBlog vom 23.04.2015).
SLUB Dresden veröffentlicht Digitale Sammlungen unter freier Lizenz
Die SLUB Dresden <14> unterhält eines der führenden Digitalisierungszentren in öffentlicher Hand und ist einer der wichtigsten Inhaltslieferanten für die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europäische Digitale Bibliothek - Europeana. Sowohl die Deutsche als auch die Europäische Digitale Bibliothek sind frei im Internet verfügbar. Die Bibliothek selbst profitiert bei der Entwicklung neuer Dienste auch von offenen Lizenzen, zum Beispiel bei SLUBsemantics (http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/projekte/infrastruktur-und-softwareentwicklung/slubsemantics/) oder bei der Datenmanagementplattform d:swarm (http://www.dswarm.org/). Die SLUB veröffentlicht daher ihre Digitalen Sammlungen (http://digital.slub-dresden.de/kollektionen/) einschließlich der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek (http://www.deutschefotothek.de/) so weit als möglich unter einer Lizenz, die der Definition für Offenes Wissen (http://opendefinition.org/od/1.1/de/index.html) entspricht und verwendet die Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0, die bei Weitergabe unter gleichen Bedingungen auch Veränderungen sowie die kommerzielle Nutzung der Werke erlaubt (nach dem SLUBlog vom 13.01.2015).
Bonte, Achim; Georgi, Simone. „Größtmögliche Offenheit: SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte“. BIS. Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 8 (2015) H.1. S.22-23.
Digitales Langzeitarchiv der SLUB Dresden
Das Digitale Langzeitarchiv der SLUB Dresden hat im Januar 2015 den Produktivbetrieb aufgenommen. Die retrodigitalisierten Daten, die im Dresdner Digitalisierungszentrum aus Digitalisierungsprojekten der SLUB entstehen, werden nach der Produktion automatisch für die langfristige Verfügbarkeit vorbereitet und in das Langzeitarchiv übernommen. Bei der Übernahme wird u.a. eine Formaterkennung und -prüfung vorgenommen. Die Informationen, die die Daten beschreiben, werden in einer Datenbank abgelegt, um das Veralten der Datenformate regelmäßig und systematisch prüfen zu können. Bei einem erkannten Risiko wird eine Migration in ein aktuelles Datenformat geplant und durchgeführt. Zusätzlich zur traditionellen Archivierung, die bis Ende 2014 durchgeführt und bei der die Daten gesichert, aber nicht aktiv „gepflegt“ wurden, wird bei einem Digitalen Langzeitarchiv auch die langfristige Benutzbarkeit systematisch sichergestellt (nach dem SLUBlog vom 18.02.2015).
Montanportal der UB Freiberg/Sachsen
Die UB Freiberg/Sachsen <105> hat anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der Bergakademie Freiberg Anfang 2015 ein montanhistorisches Portal ins Netz gestellt. Das Montanportal (http://tu-freiberg.de/ub/montanportal) enthält neben historischen Aufsätzen zur sächsischen Bergbau- und Hüttengeschichte, darunter bislang unveröffentlichte Arbeiten, auch aktuelle Veröffentlichungen zum Bergbau.
Newsletter Masala (Jg. 10. Nr. 1. Januar 2015) veröffentlicht
Die erste Ausgabe des Jahrgangs 2015 des Newsletters Masala (Jg. 10. Nr. 1. Januar 2015) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien, ist auf der Zeitschriftenplattform der UB Heidelberg veröffentlicht worden (http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/masala/issue/view/1957). Der Newsletter wird von der Bibliothek des Heidelberger Südasien-Instituts <16/77> herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe bietet nicht nur Artikel für Fachwissenschaftler, sondern auch nützliche Informationen für Bibliothekare (u. a. zur Video-Sammlung des Südasien-Instituts und zur Fragestellung „Wie werden Bücher in südasiatischen Schriften in Bibliothekskatalogen erfasst?“). Außerdem werden Neuerscheinungen auf SavifaDok (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/), dem Repositorium der Virtuellen Fachbibliothek Südasien, und „Literatur zu Südasien – digital“ sowie Neuerwerbungen der Bibliothek des Südasien-Instituts vorgestellt.
Themenportal CARICATURE
Das Themenportal CARICATURE im Fachinformationsdienst arthistoricum.net, den die UB Heidelberg <16> in Zusammenarbeit mit der SLUB Dresden aufgebaut hat, bietet Wissenschaftlern, die sich mit Karikaturen und Satiremagazinen beschäftigen, ein breites Spektrum an Informationen. Neueste Aktivitäten und Veranstaltungshinweise werden in der Rubrik “Aktuell” angekündigt. Speziell für das Themenportal hat die UB Heidelberg die Bibliographie CARICATURE (http://biblio.ub.uni-heidelberg.de/caricature/) erstellt, die internationale und interdisziplinäre Forschungsliteratur erfasst und regelmäßig ergänzt. Die Titel werden im SWB unter Nutzung von Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND) angelegt und sachlich erschlossen. Die Präsentation erfolgt mittels des als Open Source Software entwickelten Discovery Systems VuFind. In der rechten Spalte des Themenportals CARICATURE werden aktuelle Blogbeiträge der Kategorie “Karikatur” eingeblendet. Das Konzept des Themenportals ist aus der Absicht heraus entstanden, den Fundus an Wissen, der durch die langjährige Arbeit in den Heidelberger DFG-Projekten zur Digitalisierung und Erschließung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften erworben wurde, weiterzugeben.
HeiDATA, das Forschungsdatenrepositorium der Universität Heidelberg
Heidelberger Wissenschaftlern, die ihre Forschungsdaten langfristig archivieren und ihrer Fachcommunity zugänglich machen wollen, steht mit HeiDATA ein institutionelles Forschungsdatenrepositorium für die Veröffentlichung zur Verfügung. HeiDATA ist ein Angebot des Kompetenzzentrums Forschungsdaten, einer gemeinsamen Serviceeinrichtung des Rechenzentrums und der UB Heidelberg. HeiDATA basiert auf einer Open-Source-Software und bietet eine persistente, zitierfähige Adressierung aller Datenpublikationen über DOIs, individuelle Berechtigungs- und Lizenzmodelle für den Zugriff, die Verknüpfung von Forschungsdaten mit zugehörigen Veröffentlichungen, Archivierungsmöglichkeiten für unterschiedliche Dateiformate, ein flexibel konfigurierbares Erschließungsschema mit Unterstützung von kontrollierten Vokabularen sowie die Bereitstellung von Erschließungsinformationen für externe Nachweisinstrumente. Alle in HeiDATA publizierten Datensätze werden u.a. in Thomson Reuters Data Citation Index sowie weiteren nationalen und internationalen Datenbanken nachgewiesen. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 16.04.2015) enthält das Forschungsdatenrepositorium vierzig Datensätze aus acht Fakultäten der Universität (nach dem UBLOG vom 13.04.2015).
Digital Classics Online ist ein für Autoren und Nutzer kostenfreies E-Journal, das Beiträge aus dem Gebiet der Alten Geschichte und angrenzender Gebiete der Altertumswissenschaften in Verbindung mit Methoden aus den Digital Humanities veröffentlicht. Alle Artikel des E-Journals werden nach dem Open-Access-Prinzip unter einer CC-BY-SA Lizenz von den Autoren frei verfügbar bereitgestellt. Der erste Band von Digital Classics Online wird im Mai 2015 erscheinen. Er wird u. a. Beiträge zu den Themen Archäologische Datenbanken als virtuelle Museen (Martin Langner) und Auf den Spuren von Julius Euting durch den Orient – eine virtuelle Forschungsreise (Manuel Abbt / Gerlinde Bigga / Kevin Körner / Matthias Lang / Fabian Schwabe / Dieta Frauke Svoboda) enthalten. Die Zeitschrift wird von der UB Heidelberg gehostet, eine Reihe renommierter Kooperationspartner zeichnet verantwortlich.
Informationspraxis auf dem Server der UB Heidelberg veröffentlicht
Informationspraxis ist eine neue Open Access-Zeitschrift der Fachcommunity aus Bibliothek, Archiv und Informationswesen, die der Idee der freien Verbreitung von Information und Wissen verpflichtet ist. In einer Begutachtungsphase werden Beiträge online veröffentlicht und sind zur Kommentierung unter http://informationspraxis.de/zeitschrift-informationspraxis/ freigegeben. Die akzeptierten Beiträge werden anschließend auf dem Server für Open-Access-Journals der UB Heidelberg veröffentlicht (https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ip/).
BLB Karlsruhe digitalisiert Lautenschlager
Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe <31> hat bereits im Frühjahr letzten Jahres den „Lautenschlager“, die Bibliographie der badischen Geschichte (http://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/nav/classification/1591342), komplett digitalisiert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Literaturhinweise zur Geschichte Badens in Karlsruhe gesammelt und zwischen 1930 und 1984 als Bibliographie der badischen Geschichte herausgegeben. Als Vorläufer der Online-Datenbank Landesbibliographie Baden-Württemberg (http://129.143.97.131/LABI/home.asp) ist sie wie diese ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die über das Land, seine Ortschaften oder seine Persönlichkeiten wissenschaftlich arbeiten oder sich allgemein für den deutschen Südwesten interessieren. Die Landesbibliographie weist alle Veröffentlichungen nach, die ab 1973 über bestimmte Landesteile, einzelne Städte und Gemeinden und über Personen, die aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Wirkens mit Baden-Württemberg in Verbindung stehen, erschienen sind. Literaturnachweise zur Geschichte Badens von den Anfängen bis heute stehen jetzt für den freien Zugriff zur Verfügung (nach: ABI Technik 34. 2014. H. 2).
Neue Datenbanken im KVK
Über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) kann seit Mitte März 2015 im Directory of Open Access Books (DOAB) und in der OAPEN Library recherchiert werden. Im DOAB (http://www.doabooks.org/) werden frei zugängliche Open Access-Monographien (analog zum Directory of Open Access Journals) nachgewiesen. Es verzeichnet zurzeit 2.770 E-Books aus 96 akademischen Verlagen im Volltext. OAPEN Library (http://oapen.org/home) ist die Abkürzung für das von der Europäischen Union geförderte Projekt “Open Access Publishing in European Networks”, das aus der Zusammenarbeit mehrerer Universitätsverlage hervorging. Im gemeinsamen Katalog, der OAPEN Library, werden Open Access-verfügbare digitale und qualitätsgeprüfte Monographien aus den Geistes- und Sozialwissenschaften nachgewiesen. Mit dem DOAB und der OAPEN Library können jetzt insgesamt 71 Nachweissysteme über den KVK abgefragt werden.
HTWK Leipzig führt ALMA ein
Die Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig <L 189> hat als erste Bibliothek in Deutschland das Bibliotheksmanagementsystem ALMA eingeführt. ALMA ist vollständig cloudbasiert und ermöglicht erstmals die Verwaltung verschiedener Medien wie Bücher, Online-Ressourcen und Datenträger aus einer Hand. Die Systemumstellung wurde am 12.01.2015 abgeschlossen. Der neue Katalog „KaPri“, der von der Homepage der Hochschulbibliothek aus erreichbar ist, steht seitdem allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. Ab Frühjahr 2015 werden fünf weitere Bibliotheken im deutschsprachigen Raum das System ebenfalls einführen. Mit dem neuen Bibliotheksmanagementsystem der Firma Ex Libris werden erstmals alle Medientypen der Hochschulbibliothek zusammengeführt, unter einer einheitlichen Oberfläche verwaltet und recherchierbar gemacht. Das BSZ ist seit April 2015 für die Betreuung und den Support von Alma zertifiziert.
Tagungsberichte zu Veranstaltungen in Ludwigsburg und Stuttgart in o-bib
Zwei Tagungsberichte zu Veranstaltungen in Ludwigsburg und Stuttgart sind in der aktuellen Ausgabe des vom VDB herausgegebenen offenen Bibliotheksjournals o-bib veröffentlicht worden: Carlheinz Rolf Straub (Trier) berichtet über die Fortbildungsveranstaltung des VDB-Regionalverbandes Südwest zum Thema „Datenschutzrecht und bibliothekarische Praxis“ am 20.11.2014 in der PH Ludwigsburg (https://www.o-bib.de/article/view/2015H1S64-67); Cornelia Vonhof, Richard Stang, Heidrun Wiesenmüller (Hochschule der Medien Stuttgart) berichten über das Fachsymposium, das anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudes der HdM auf dem Hochschul-Campus in Stuttgart-Vaihingen am 05./06.12.2014 stattfand (https://www.o-bib.de/article/view/2015H1S68-74).
Bände 1961-1990 der Saarländischen Bibliographie digitalisiert
Die Bände 1961-1990 der gedruckten Ausgabe der Saarländischen Bibliographie liegen seit Ende März 2015 in digitalisierter Form vor. Die einzelnen Bände der Saarländischen Bibliographie digital (http://swb2.bsz-bw.de/DB=2.306/) sind jeweils durch ein Inhaltsverzeichnis erschlossen. Eine Volltextrecherche ist über den gesamten digitalisierten Bestand der SB möglich.
Das Ministerium für Bildung und Kultur in Saarbrücken hat eine Übersicht der Bibliotheken des Saarlandes auf seiner Website zur Verfügung gestellt. Saarländische Bibliotheken sind über die alphabetisch geordnete Liste der Gemeindenamen sowie in den Übersichten nach Landkreisen und Bibliothekstypen zu finden (http://www.saarland.de/19771.htm).
Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) Saarbrücken <291> hat nach 50 Jahren die Entscheidung getroffen, das Sondersammelgebiet Psychologie aufzugeben. Grund: Die DFG gibt die Förderung der Sondersammelgebietsbibliotheken zugunsten eines neuen Förderprogramms auf. In Zukunft werden in vielen Fächern sogenannte Fachinformationsdienste die Informationsversorgung übernehmen. Die Änderung ist tiefgreifend, da sie nicht nur eine Bevorzugung elektronischer Medien bedeutet, sondern vor allem eine Abkehr von der antizipativen und somit vollständigen Erwerbung, d.h. die Erwerbungen werden auf den aktuellen Forschungsbedarf ausgerichtet, so dass aus der Sicht der SULB Saarbrücken Lücken im zukünftigen Bedarf vorprogrammiert sind. Dienstleistungen, die zum SSG-Angebot gehörten, wurden ebenfalls eingestellt, z.B. der Blog, der OLC-Dienst des GBV und die Portalseite ViFaPsy. Der Open-Access-Server der Virtuellen Fachbibliothek Psychologie PsyDok wird im Laufe des Jahres 2015 am Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) in Trier weitergeführt werden.
ifa stellt Linkliste zu Charlie Hebdo ins Netz
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart hat auf seiner Internetpräsenz eine umfangreiche Linksammlung zu internationalen Veröffentlichungen, Reaktionen und Pressemeldungen zum Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 in Paris zusammengestellt (http://www.ifa.de/kultur-und-aussenpolitik/nachrichten-presse/respekt-und-toleranz/next/1.html). Das ifa engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch und vernetzt als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.
Stadtbibliothek Stuttgart veröffentlicht Jahresbericht 2014
Die Stadtbibliothek Stuttgart <480> hat auf ihrer Website den Jahresbericht 2014 veröffentlicht (http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/564260/106330.pdf). Demnach hatte die Bibliothek einen Bestand von fast 1,3 Mio. Medieneinheiten, über 2,6 Mio. Besucher, circa 6,24 Mio. Entleihungen und fast 1,9 Mio. virtuelle Besucher. Insgesamt fanden 4.770 Veranstaltungen/Führungen/Ausstellungen statt.
WLB Stuttgart veröffentlicht Übersichtsseiten zu Provenienzen
Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart <24> hat auf ihrer Homepage Übersichtsseiten eingestellt, auf denen sie die wichtigsten Institutionen und Personen als Vorbesitzer alter Drucke aus ihrem Bestand auflistet (Provenienzen). Sie sind verknüpft mit den Titelaufnahmen der zugehörigen Bände im SWB bzw. im Inkunabelkatalog INKA (http://www.inka.uni-tuebingen.de/) der UB Tübingen. Der Nachweis der Provenienzen ist nicht vollständig und auf Ergänzung angelegt.
WLB Stuttgart und ihre Projekte
Die WLB Stuttgart gibt auf ihrer Website (http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/projekte/) einen Überblick über ihre zahlreichen Projekte (u.a. im Bereich der Digitalisierung und der Konversion).
Bibliothek für Zeitgeschichte stellt Plakate für LEO-BW zur Verfügung
Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek besitzt seit ihrer Gründung im Ersten Weltkrieg, neben dem umfangreichen Bücher- und Zeitschriftenbestand zu Politik und Geschichte des 20. Jahrhunderts, auch zahlreiche Sondersammlungen, insbesondere eine umfangreiche Plakatsammlung. 30.000 Bild- und Schriftdrucke von der Kaiserzeit bis ins Jahr 2005 zählt heute die Plakatsammlung der BfZ. 4.500 Plakate davon sind online in einer Datenbank (http://avanti.wlb-stuttgart.de/bfz/plakat/) recherchierbar. Ein für das landeskundliche Portal LEO-BW (http://www.leo-bw.de/) zusammengestellte Ausschnitt aus der Plakat-Datenbank umfasst eine Auswahl von 3.400 Plakaten und Anschlägen mit Bezug zu Baden-Württemberg sowie Aushänge von überregionalem Interesse.
Landesbibliographie Baden-Württemberg schließt Konversionsprojekt ab
Mit der abschließenden Eingabe von 6.745 Titeln aus dem ersten (gedruckten) Band der Landesbibliographie von Baden-Württemberg mit den Erscheinungsjahren 1973/74 konnte das Konversionsprojekt der Landesbibliographie zum Abschluss geführt werden. Während der zehnjährigen Bearbeitungszeit wurden insgesamt 72.884 Titelnachweise aus den ersten sechs gedruckten Bänden (Berichtszeitraum 1973 bis 1985) in die Datenbank eingebracht. Die Landesbibliographie Baden-Württemberg ist damit komplett online recherchierbar (ab Erscheinungsjahr 1973 bis heute).
UB Tübingen richtet FID Theologie ein
Die UB Tübingen <21> richtet einen Fachinformationsdienst (FID) Theologie ein. Die DFG hat einen Antrag der Universitätsbibliothek bewilligt und fördert das Projekt für zunächst drei Jahre mit knapp einer Million Euro. Von insgesamt zwölf Anträgen bundesweit hatten sich nur fünf für verschiedene Fachbereiche durchgesetzt, darunter auch die Kriminologie, die bislang ebenfalls zu den Sondersammelgebieten der UB Tübingen gehörte. Der neue Fachinformationsdienst baut die bestehende Aufsatzdatenbank Index Theologicus zu einer umfassenden Bibliographie für alle Disziplinen der Theologie aus. Mit Hilfe moderner Suchmaschinentechnologien ermöglicht er zukünftig eine mehrsprachige Suche. Zudem erleichtert er den Zugang zu kompletten digitalen Texten, auf die aus der Datenbank verlinkt wird. Der Index Theologicus löst damit weitgehend die Virtuelle Fachbibliothek Theologie und Religionswissenschaft ab, die bislang von der UB Tübingen betrieben wurde. Für Open-Access-Publikationen steht ein Fachrepositorium zur Verfügung, in das Autoren ihre Publikationen einstellen können. Darüber hinaus wird die Gründung von Open-Access-Zeitschriften unterstützt, indem der FID ein Zeitschriften-Publikationssystem bereitstellt. Der Tübinger Fachinformationsdienst kooperiert mit anderen theologischen Forschungs- und Dokumentationseinrichtungen in Deutschland und weltweit. Die Katholisch-Theologische und die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen übernehmen als Mitherausgeber des neuen FID Verantwortung für die fachwissenschaftliche Qualität des Index Theologicus.
UB Tübingen gibt Überblick über ihre aktuellen Projekte
Die UB Tübingen gibt auf der Web-Seite http://www.ub.uni-tuebingen.de/ueber-uns/projekte.html einen Überblick über ihre aktuellen Projekte: Dazu zählt u. a. das Projekt „Erschließung der Tübinger Universitäts-Programmata“. Das Projekt, das von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg finanziell unterstützt wird, hat zum Ziel, die umfangreiche Sammlung von zumeist gedruckten Ankündigungen und Einladungen von Rektor, Senat und Dekanen verschiedener Fakultäten zu akademischen Trauerfeiern, Antrittsvorlesungen und Neuberufungen einzelner Professoren, Doktor- bzw. Magisterpromotionen sowie anderen akademischen Anlässen vorwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert näher zu erschließen und zu digitalisieren (Laufzeit 2014-2016). Außerdem arbeitet die UB an den Projekten DigiTheo – Theologie digital, der von der DFG geförderten Digitalisierung zentraler theologischer Zeitschriften und Monographien des 19.Jahrhunderts (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/digitue/theo/), und DigiTü, der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützten Digitalisierung von unikalen Altbeständen (Handschriften und alten Drucken). Darüber hinaus leistet die UB Tübingen im Rahmen von Propyläum, der Virtuellen Fachbibliothek für die Altertumswissenschaften, Aufbauarbeit am Fachportal Altorientalistik (http://www.propylaeum.de/altorientalistik/).
Derzeit (Stand: 31.03.2015) nehmen insgesamt 359 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (114 gebend und nehmend, 245 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Gemeindebücherei Aldingen <2254> und die Stadtbücherei Esslingen <2062> (nur nehmend).
Die Bibliothek der Hochschule für Telekommunikation Leipzig <L 226> wurde zum 02.03.2015 mit der Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig <L 189> zusammengelegt. Aus diesem Grund hat sich die Bibliothek von der Fernleihe abgemeldet.
Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.
Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliotheken zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:
• Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Bibliothek <16/300>, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim
Die Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.
• Kreis- und Fahrbibliothek Hainichen <2275>, Falkenauer Straße 15, 09661 Hainichen, Tel. (037207) 99320, Fax (037207) 99322, E-Mail fahrbibliothek@kultur-mittelsachsen.de ISIL DE-2275 SAX SWB
Das Protokoll und die Präsentationsfolien des 16. Anwendertreffens Fernleihe, das am 29.01.2015 in der WLB Stuttgart stattfand, wurden im BSZ-Fernleih-Wiki veröffentlicht (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliothe-ken:anwendertreffen:protokolle).
Das nächste Anwendertreffen Fernleihe findet am Mittwoch, dem 15.07.2015, in der UB Stuttgart statt.
Die Zusammenstellung „Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken“ steht im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:nachrichten:schliesszeitenliste zum Abruf bereit.
Elektronische Ressourcen werden immer stärker in den Leihverkehr der Bibliotheken einbezogen, wenn die Lizenzbedingungen dies gestatten. Dazu müssen entsprechende Lizenzinformationen zur Steuerung der Fernleihabläufe verfügbar gemacht werden. Die Erfassung dieser Informationen wird zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Lizenzverwaltung in den Katalogisierungssystemen.
Die AG Leihverkehr der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme hat Empfehlungen zur Erfassung von Fernleihdaten zu E-Zeitschriften erarbeitet, die in das BSZ-Fernleih-Wiki eingestellt wurden. Die in den Lizenzverträgen enthaltenen fernleihrelevanten Regelungen sind dabei strikt zu beachten. Falls kein schriftlicher Lizenzvertrag für die Nutzung von E-Zeitschriften eines Verlages bzw. Anbieters vorliegt, empfiehlt die AG Leihverkehr, die Erlaubnis für die Fernleihe nachträglich beim Verlag/Anbieter einzuholen. Dafür ist dem Empfehlungspapier ein Abfrageformular in deutscher und englischer Sprache beigefügt, dessen Formulierungen exakt auf die Erfassungsmerkmale in EZB und ZDB abgestimmt sind.
Weitere Informationen zu Elektronischen Ressourcen im Leihverkehr sind unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:elektronischedokumentlieferung:start verfügbar. Einzelheiten zur Erfassung der Fernleihindikatoren in der ZDB sind der Formatbeschreibung ZETA (http://www.zeitschriftendatenbank.de/erschliessung/arbeitsunterlagen/zeta/7100-7109/) zu entnehmen.
<neuer Name und Webauftritt:> Hochschulbibliothek Düsseldorf <Dü 62>, URL http://bib.hs-duesseldorf.de; entsprechend: Hochschule Düsseldorf (HSD), URL http://www.hs-duesseldorf.de. Die persönlichen E-Mail-Adressen wurden in vorname.nachname@hs-duesseldorf.de geändert.
<neues Sigel:> Stadtbücherei Eppingen <2285>, Wilhelmstraße 9, 75031 Eppingen, Tel. (07262) 60917-34, E-Mail buecherei@eppingen.de, URL http://www.bibliotheken.bw-online.de/wwwopac-eppingen/index.asp?DB=Eppingen ISIL DE-2285 BAW
<gelöschtes Sigel>: Hochschule Fellbach i. Gr., Bibliothek <1864>. Bibliothek und Hochschule wurden aufgelöst
<neue Anschrift:> UB Hildesheim – Fernleihe -, Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim, Tel. (05121) 883-93050, E-Mail fernleih@uni-hildesheim.de
<neues Sigel:> Fachbibliothek der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe (FBD) <90/8>, Erzbergerstraße 121, 76133 Karlsruhe, Tel. (0721) 608-42154, URL http://www.bibliothek.kit.edu ISIL DE-90-8 BAW
<neue Anschrift:> Stadtbibliothek Kreuztal <1072>, Siegener Straße 5, 57223 Kreuztal, Tel. (02732) 51 412, Fax (02732) 51 419, E-Mail W.Dimtsos@Kreuztal.de, URL http://www.stadtbibliothek-kreuztal.de/ ISIL DE-1072 NRW
<gelöschtes Sigel:> WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Bibliothek <1164> - Standort wurde aufgelöst
<neue E-Mail-Adresse:> Bibliothek der PH Schwäbisch Gmünd <752>, E-Mail fernleihe@ph-gmuend.de
<neues Sigel:> Stadtbibliothek Sigmaringen <2302>, Schulhof 4, 72488 Sigmaringen, Tel. (07571 10 62 60, E-Mail bibliothek@sigmaringen.de, URL http://www.sigmaringen.de/k4cms/de/buerger/schule-und-bildung/stadtbibliothek.html ISIL DE-2302 BAW
<gelöschtes Sigel:> Universität Stuttgart, Institut für Kernenergetik und Energiesysteme, Bibliothek <93/101>
<neues Sigel:> Gemeindebücherei Winterlingen <2270>, Schreinerstraße 9, 72474 Winterlingen, Tel. (07434) 2 79 52, E-Mail buecherei@winterlingen.de, URL http://www.winterlingen.de/,Lde/1278234.html ISIL DE-2270 BAW
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References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 §13
 § 38