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Timestamp: 2019-10-22 05:07:57+00:00

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BSG, 31.07.2002 - B 4 RA 24/01 R - dejure.org
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BSG, 31.07.2002 - B 4 RA 24/01 R (https://dejure.org/2002,1157)
BSG, Entscheidung vom 31.07.2002 - B 4 RA 24/01 R (https://dejure.org/2002,1157)
BSG, Entscheidung vom 31. Juli 2002 - B 4 RA 24/01 R (https://dejure.org/2002,1157)
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nomos.de , S. 62
§ 307b Abs. 5 u. 6 nF SGB VI; Art 3 Abs 1, 14 Abs. 1 GG
Rentenüberleitung/Sonder- und Zusatzversorgte/Bestandsrentner/Feststellung des Rentenwerts/Vergleichsberechnung/Dynamisierung/Eigentumsgarantie/Gleichheitssatz
Erwerbsunfähigkeitsrente - Deutsche Demokratische Republik (DDR) - Freiwillige Zusatzrentenversicherung - Dynamisierung des besitzgeschützten Zahlbetrages
SG Potsdam, 30.06.1993 - S 1 (3,2 SG) An 281/91
SG Potsdam, 30.06.1993 - S 1 An 281/91
BSGE 90, 27
NJ 2003, 277
Dieser durch die Sonderrechtsnachfolge kraft Gesetzes herbeigeführte Beteiligtenwechsel ist keine Klageänderung iS der §§ 99, 168 Satz 1 SGG, sondern führt lediglich von Amts wegen zu einer Berichtigung des Rubrums (…vgl BSGE 110, 93 = SozR 4-3500 § 19 Nr. 3 RdNr 13 mwN; BSGE 90, 27, 28 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 92;… Schmidt in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer/Schmidt, SGG, 12. Aufl 2017, § 99 RdNr 7a mwN) und ist deshalb auch im Revisionsverfahren zulässig (…BSG SozR 4-3500 § 77 Nr. 3 RdNr 11 mwN) .
Dieser durch die Sonderrechtsnachfolge kraft Gesetzes herbeigeführte Beteiligtenwechsel ist keine Klageänderung iS der §§ 99, 168 Satz 1 SGG, sondern führt lediglich von Amts wegen zu einer Berichtigung des Rubrums (…vgl BSGE 110, 93 RdNr 13 mwN = SozR 4-3500 § 19 Nr. 3; BSGE 90, 27, 28 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 92;… Leitherer in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl 2014, § 99 RdNr 7a mwN) und ist deshalb auch im Revisionsverfahren zulässig (…jeweils zum Beklagtenwechsel im Rahmen der Funktionsnachfolge: BSGE 107, 217 RdNr 9 = SozR 4-4200 § 26 Nr. 1;… BSGE 102, 248 RdNr 14 = SozR 4-5050 § 15 Nr. 6;… BSG SozR 4-4200 § 37 Nr. 5).
Die Zahlbetragsgarantie des Einigungsvertrages begründet nach der verfassungsrechtlich nicht zu beanstandenden Rechtsprechung des Bundessozialgerichts einen sozialrechtlichen Anspruch eigener Art (vgl. BSGE 90, 27 ).
Die Zugrundelegung des aktuellen Rentenwertes (Ost) bei der Dynamisierung des Zahlbetrages hätte zumindest auf lange Sicht eine Fortsetzung dieser rentenversicherungsfremden Leistung (vgl. BSGE 90, 27 ) zur Folge gehabt.
Zutreffend hebt im Übrigen das Bundessozialgericht (vgl. BSGE 90, 27 ) hervor, dass sich, bezogen auf den den Wert der SGB VI-Rente übersteigenden Teil des besitzgeschützten Zahlbetrages, der Abstand zwischen den genannten Gruppen zugunsten der Bezieher von besitzgeschützten Zahlbeträgen vergrößern würde, käme auf die Anpassung ihrer Leistungsansprüche gleichermaßen der aktuelle Rentenwert (Ost) zur Anwendung.
Diese Rentenformel gilt seit der Überleitung des SGB VI zum 1. Januar 1992 auch im Beitrittsgebiet, wobei nach den übergangsrechtlichen Sonderbewertungsvorschriften "Ost" (§§ 254b, 254d, 255a SGB VI) besondere EP (Ost) und ein besonderer aktueller Rentenwert (Ost) einzustellen sind (…vgl BSG SozR 3-2600 § 256a Nr. 2 S 6 f;… BSGE 90, 11, 26 = SozR 3-2600 § 255c Nr. 1 S 17; BSGE 90, 27, 32 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 97;… BSG SozR 4-8570 § 8 Nr. 2 RdNr 18;… BSG SozR 4-2600 § 307b Nr. 4 RdNr 17 ff).
Dessen Regelungen seien, wie das BSG im Urteil vom 30. Juli 2002 (B 4 RA 24/01 R) dargelegt habe, nicht verfassungswidrig.
Der Kläger verfolgt sein Begehren zulässig (vgl zum teilbaren Streitgegenstand: Urteil des Senats vom 30. Juli 2002, B 4 RA 24/01 R, BSGE 90, 27, 30 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9) in Kombination von Anfechtungs-, Verpflichtungs- und Leistungsklage (sog unechte Leistungsklage, § 54 Abs. 4 SGG).
Nach § 307b SGB VI idF des 2. AAÜG-ÄndG ergibt sich für Bestandsrentner des Beitrittsgebiets, also für solche, für die am 31. Dezember 1991 Anspruch auf eine nach dem AAÜG überführte Rente des Beitrittsgebiets bestand (§ 307b Abs. 1 Satz 1 SGB VI), der monatliche Wert des Rechts auf Rente auf Grund eines Vergleichs zwischen vier jeweils eigenständig festgesetzten Entgeltwerten, von denen der höchste dieser Werte im jeweiligen Bezugsmonat maßgeblich ist (vgl dazu Urteil des Senats vom 30. Juli 2002, B 4 RA 24/01 R, BSGE 90, 27 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9).
Hierzu hat der Senat im Urteil vom 30. Juli 2002 (B 4 RA 24/01 R; vgl BSGE 90, 27, 35 ff = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 100 ff) wie folgt ausgeführt:.
Die Beteiligten streiten über die Höhe dieses "besitzgeschützten Zahlbetrages" ab Januar 1992 und damit über die Feststellung eines der maßgeblichen Werte des Rechts auf RAR gemäß § 307b Abs. 4 Satz 1 Regelung 2, Abs. 5 und 6 SGB VI idF des 2. AAÜG-ÄndG und somit über einen von vier möglichen (maßgeblichen) Geldwerten, also über einen prozessual teilbaren Streitgegenstand (vgl hierzu BSGE 90, 27, 30 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9).
Das Urteil des LSG - soweit es revisionsgerichtlicher Überprüfung unterliegt - verletzt Bundesrecht; es ist mit § 307b Abs. 4 Satz 1 Regelung 2, Abs. 5 und 6 SGB VI nF nicht vereinbar, soweit der nach EV Art. 9 Abs. 2 iVm Anlage II Kapitel VIII Sachgebiet F Abschnitt III Nr. 8 sowie Sachgebiet H Nr. 9 Buchst b Satz 5 "besitzgeschützte Zahlbetrag", der bei der Festsetzung des Geldwertes des Rechts auf RAR ab 1. Januar 1992 als einer der vier zu vergleichenden Werte zu Grunde zu legen ist, fehlerhaft festgestellt worden ist (vgl hierzu BSGE 90, 27 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9;… vgl hierzu auch BSG SozR 3-8570 § 4 Nr. 3 und 4).
Infolgedessen hat er Anspruch darauf, dass bei der Entscheidung über den monatlichen Wert seiner RAR von den drei nach § 4 Abs. 4 AAÜG nF jeweils eigenständig festzusetzenden Werten in jedem Bezugsmonat der höchste Wert als maßgeblicher Wert des Rechts auf Rente festzustellen ist (näher dazu Senatsurteile vom 30. Juli 2002, B 4 RA 24/01 R, zur Veröffentlichung vorgesehen, und B 4 RA 13/01 R sowie B 4 RA 27/01 R).
Zutreffend hebt im Übrigen das BSG (vgl BSGE 90, 27 ) hervor, dass sich, bezogen auf den Wert des die SGB VI-Rente übersteigenden Teils des besitzgeschützten Zahlbetrages, der Abstand zwischen den genannten Gruppen zugunsten der Bezieher von besitzgeschützten Zahlbeträgen vergrößern würde, käme auf die Anpassung ihrer Leistungsansprüche gleichermaßen der aktuelle Rentenwert (Ost) zur Anwendung.
Ein solcher Beteiligtenwechsel kraft Gesetzes enthält keine Klageänderung iS der §§ 99, 168 S 1 SGG (…BSGE 110, 93 = SozR 4-3500 § 19 Nr. 3, RdNr 13 mwN) , sondern führt von Amts wegen zu einer Berichtigung des Rubrums (vgl BSGE 90, 27, 28 = SozR 3-2600 § 307b Nr. 9 S 92;… vgl auch Leitherer in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 10. Aufl 2012, § 99 RdNr 7a) .

References: § 307
 § 19
 § 307
 § 99
 § 77
 § 19
 § 307
 § 99
 § 26
 § 15
 § 37
 § 256
 § 255
 § 307
 § 8
 § 307
 § 307
 § 54
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 Art. 9
 § 307
 § 4
 § 4
 § 19
 § 307
 § 99