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Vorräte: 1000 Sorten Hopfen und Malz - hobbybrauer.de
Vorräte: 1000 Sorten Hopfen und Malz
Beitrag von christianf » Donnerstag 10. November 2016, 16:22
ich habe mir mal eine Liste von einigen Bieren (Alt, IPA, Stout) gemacht, die ich in den nächsten Monaten brauen will und die Zutaten zusammengeschrieben. Ich habe keine Lust für jeden einzelnen Sud von mehreren Anbietern die Zutaten zusammenzubestellen. Da ist ja das Porto fast teurer als Hopfen und Malz ;). Also lieber jetzt ein oder zwei gesammelte Bestellungen.
Dabei habe ich festgestellt (ok, ich habe bisher zum Eingewöhnen erstmal mit Fertigmischungen gebraut), wie viele unterschiedlche Sorten Malz es gibt. In meiner Liste erscheinen z.B:
Amber (Fawcett)
Black (Fawcett)
Brown (Fawcett)
Cara Münch Typ 1
Caradunkel
Carafa spezial® II
Carafa Typ 3
Caramünch® II
Carapils (Dextrin) Malt
Crystal 45 malt
Haferflocken (leicht getoastet)
Münchner Malz Typ 1
Pale Chocolate (Fawcett)
Was mich interessieren würde: Welche Malze kann man gegeneinander austauchen, um die Vorratshaltung etwas zu vereinfachen. Und gibt es irgendwo eine Übersicht über die verschiedenen Malzsorten und ihre Eigenschaften?
Mit Hopfen ist es ähnlich, aber da dürften keine Vereinfachungen möglich sein, da deutsche, englische und US-Hopfen einfach ganz unterschiedlich sind, besonders, wenn sie zum Stopfen verwendet werden:
Columbus Tomahawk Zeus (austauschbar?)
Die in den Rezepten verwendeten Hefen finde ich nicht weniger unübersichtlich:
1056 American Ale/1272 American Ale
Re: Vorräte: 1000 Sorten Hopfen und Malz
Beitrag von Blancblue » Donnerstag 10. November 2016, 17:10
Also man kann schon viel zusammenfassen, gerade für den Anfang. Wenn Du mehr Erfahrung hast, kannst Du an den Stellschrauben besser schrauben und den Unterschied zwischen Marris Otter und normalen Pale Malt rausschmecken. Für den Anfang gehts erstmal um die ganzen Brauprozesse zu verstehen und zu optimieren. Ich würde wie folgt Deine Liste zusammen streichen, da sich viele z.B. viele Malzsorten wiederholen:
Basismalze:
Pale Ale oder Wiener (oder einfach Pils und Münchner mischen)
Röstmalze für Stouts und dunkle Biere:
Hier genügt erstmal:
Röstgerste oder Blackmalt
Karamellmalze:
Hefe: (Basisausstattung, aber da müsste man konkreter schauen was Du brauen willst)
Fermentis Safale K97
Für typische amerikanische Pale Ales / IPAs
Cascade oder Centennial
Citra oder Mosaic (würde ich noch ergänzen)
Für allgemeine Bitterung:
Columbus Tomahawk Zeus (austauschbar - yes, findet man oft auch unter dem Namen CTZ) - setzt man oft für Bitterung ein, kannst Du aber auch durch Simcoe oder andere Hoch Alpha Sorten ersetzen.
alternativ: Herkules, Taurus oder Magnum
Für englisch Bierstile:
Deutsche Bierstile:
Beitrag von koenigsfeld » Donnerstag 10. November 2016, 17:35
Bezüglich der Malzsorten und deren Eigenschaften schau Dir bitte die Tabelle im wiki an.
wiki/doku.php/malzuebersicht?s[]=malzsorten
Beitrag von koenigsfeld » Donnerstag 10. November 2016, 17:39
Bezüglich der Hopfensorten bzw deren Austauschbarkeit gibt es diese Tabelen:
Bitterhopfensorten:
wiki/doku.php/bitterhopfen
Aromahopfensorten:
wiki/doku.php/aromahopfen
Welchen Hopfen kann ich durch welche Sorte ersetzen ?
wiki/doku.php/hopfenersatz
Beitrag von reib » Donnerstag 10. November 2016, 18:05
Bei Hopfen der Welt stehen meist Alternativen bei der Artikelbeschreibung.
Beitrag von christianf » Donnerstag 10. November 2016, 18:21
Danke, das ist alles sehr hilfreich (und wird mich eine Weile beschäftigen). Tolles Forum :)
Jetzt bräucht ich nur noch EINEN Anbieter, wo ich ALLES bestellen kann (Scherz).
Beitrag von Sura » Donnerstag 10. November 2016, 18:49
Ich finde die Liste nicht schlimm. Mein Kühlschrank sieht bezüglich Hopfen und Hefe auch so aus, und mein Malzlager ist auch ordentlich gemischt. Trotzdem fehlt immer irgendwas :)
Ich empfehle dir ganz einfach, das du alles versuchst genauso zu bestellen wie es da steht. Auch in der Menge. Natürlich ungeschrotet, damit es sich ein wenig hält. Das erfordert ein wenig Recherche bei den verschiedenen Anbietern, und bei einigen Sachen musst du vielleicht ersetzen. Interessanterweise gibts einige Versender aus England, die nur unwesentlich mehr Porto nehmen als deutsche Versender und dafür einiges spezielles in der Auswahl haben. Ich würde da auf jeden Fall mal über den Tellerand schauen!
Das substituieren.... kann man machen, aber es gibt schon Unterschiede zwischen verschiedenen Mälzereien..... wenn du dann noch verschneidest, dann hast du ganz sicher irgendwas, aber nicht das was im Rezept zu finden ist. Ich finde Pils, Pale Ale und Wiener schon unterschiedlich, und Pils und Wiener ist sicher kein Pale Ale. Die Farbe ist nur eine Komponente. Nur weil Himbeeren und Erdbeeren beide Rot sind schmecken sie ja auch nicht gleich.
Macht auch bei einer großen Bestellung sowieso keinen Sinn. Du sparst weder Platz, noch Versandkosten, noch irgendwas anderes....
Bei Flüssighefen solltest du dir allerdings überlegen wie lange du dir die "auf Halde" legen willst... da würde ich eine ähnliche Trockenhefe als Backup gleich mitbestellen.
Und wenn du schon bestellst: Bestell gleich mal Verschleissteile mit: Dichtungen, Spindeln, Braumineralien, usw. ... ansonsten hast du alles rumliegen, und musst wegen Kleinkram doch noch nachbestellen.
Ansonsten mach liebern Schritt für Schritt... ich hatte am Anfang ein paar Rezepte für diesen tollen C-Hopfen, und hab gleich ne Packung mehr bestellt gehabt. Ich persönlich hab dann schnell rausgefunden, daß ich diese Zitronenlimo-Hopfen für mich garnichts sind...... es gibt auch Versender die Hopfen in 25g Packs schicken. Nutze das!
Beitrag von §11 » Donnerstag 10. November 2016, 18:51
Ich moechte euch ja den Spass nicht verderben, aber es ist etwa einfach gedacht das man beim Malz Sorten gegeneinander so einfach austauschen kann. Das haut unter Umstaenden mit dem ein oder anderen Malz hin, bei anderen aber leider uberhaupt nicht.
Oft warden einfach nur die Farbwerte angeschaut und verglichen. Damit brauechte man aber eigentlich nur noch PiMa und ein sehr dunkles Roestmalz. Damit bekomme ich wahrscheinlich alle Farben hin. Allerdings entspricht der Geschmack halt ueberhaupt nicht dem was ich will.
So ist zum Beispiel ein typisches Brown Malt nicht durch ein anderes zu ersetzen. DIeses Malz ist komplett anders hersgestellt worden als z.B. ein Wiener oder Muenchner Malz. So kommen z.B. bei den Englischen "Farbmalzen" andere Rohstoffqualitaeten zum Einsatz als das in Deutschland der Fall ist.
In der Ubersetzung sind zwar Crystal Malze unsere Karamalze, aber da hoert die Gemeinsamkeit auf. Ein Crystalmalz mit den selben Farbwerten wie ein Karamalz, erzeugt ein anderes Bier. Das muss nicht schlechter sein, aber es ist definitive anders.
Beitrag von christianf » Donnerstag 10. November 2016, 19:59
Ich bin auch etwas misstrauisch mit dem Austauschen. Ich habe da zum Beispiel zwei Pliny-Clone Rezepte, ein vermutlich authentisches mit Two-Row Pale Malt, Crystal 45 und Carapils (dextrin) und das andere (von MMuM) mit Pilsener und Cara dunkel. Da traue ich dem amerikanischen eher über den Weg (hier: https://www.homebrewersassociation.org/ ... bleIPA.pdf). Aber das Crystal 45 muss ich wohl ersetzen. Die andere Frage ist, ist Two-Row Pale Malt dasselbe wie Pale Ale Malz oder austauschbar. Die Angabe (dextrin) hinter Carapils verstehe ich auch nicht, vielleicht ein Ersatz, wenn nicht zur Hand.
Zuletzt geändert von christianf am Donnerstag 10. November 2016, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von §11 » Donnerstag 10. November 2016, 20:36
Carapils zumindest das von Bries ist ein Dextrinmalz. D.h. die Verzuckerung des Korns findet bei höheren Temperaturen statt und damit ist das Malz dextrinreich was gut für den Schaum ist.
Beitrag von Blancblue » Donnerstag 10. November 2016, 21:04
Die Malze, insbesondere die Spezialmalze, schmecken schon alleine von Hersteller zu Hersteller verschieden. Auch beim Hopfen gibt es Unterschiede und dann kommen noch Faktoren wie Gärführung, Wasser, Brauanlage usw. dazu. Von daher ist eh unmöglich, Rezepte 1:1 nachzubrauen. Ob ich da jetzt 2Row Pale Malt oder normales nehme, ist da Wurscht, zumal ich in der Regel das Bier aus dem Rezept nicht zum Vergleich habe.
Daher muss sich der TO festgelegen, was denn das Ziel ist: Das Rezept 1:1 nachbrauen um sicher zu gehen oder ein dennoch leckeres Bier brauen, auch wenn eine Komponente leicht abweicht. Ein Stout schmeckt erstmal wie ein Stout, egal ob ich Röstgerste, Röstmalz, Carafa Spezial oder Blackmalt nehme. Also bevor man sich 5 Röstmalze anschafft, erstmal mit 1-2 anfangen, Erfahrungen sammeln, eigenen Geschmack entwickeln und trainieren und dann experimentieren. Ich habe mich wie Sura auch zu Beginn der Braukarriere mit 1000 Rohstoffe eingedeckt, mit der Folge, das hier jetzt mehrere Jahre altes CaraWheat und Co. rumfliegen.
Aufpassen muss man bei einzigartigen Sorten wie Jan schon sagte bei z.B. Brownmalt. Das lässt sich nicht so einfach substituieren wie CaraYyz. Das gilt vor allem auch für bestimmte Hopfen und Hefesorten.
Beitrag von Shenanigans » Donnerstag 10. November 2016, 21:55
Blancblue hat geschrieben: Die Malze, insbesondere die Spezialmalze, schmecken schon alleine von Hersteller zu Hersteller verschieden. Auch beim Hopfen gibt es Unterschiede und dann kommen noch Faktoren wie Gärführung, Wasser, Brauanlage usw. dazu. Von daher ist eh unmöglich, Rezepte 1:1 nachzubrauen. Ob ich da jetzt 2Row Pale Malt oder normales nehme, ist da Wurscht, zumal ich in der Regel das Bier aus dem Rezept nicht zum Vergleich habe.
Hier is was für unsere Carawheat
http://www.brew365.com/beer_rogue_brutal_bitter.php
Ich wird es bald brauen auch um mein Mount Hood, Strisslespalt und Mittlefrüh los zu werden.
Beitrag von christianf » Freitag 11. November 2016, 11:35
christianf hat geschrieben: Brewferm TOP
Um noch mal auf die Hefen zurückzukommen. Trockenhefen sind für mich als relativen Anfänger sicher sicherer, außerdem kann man sie sich im Gegensatz zu Flüssighefen ganz gut auf Lager legen. Das die 1056 American Ale der selbe Stamm ist, wie die US-05 habe ich durch fleißiges Studium des Forums inzwischen herausgefunden. Die Frage ist: Kann ich auch die WYeast1010 oder WYeast1007 (Uerige Clone) oder die Wyeast 1084 Irish Ale (Stout, viel Plato) durch Trockenhefen substituieren?
Beitrag von Ladeberger » Freitag 11. November 2016, 11:56
Naja, für eine German Ale könnte man über die Fermentis K-97 nachdenken. Irish Ale ist schwierig. Stouts werden mit der S-04 (esterig, leichter Säurebiss, etwas niedriger AVG), US-05 (clean, frisch/spritzig) und Nottingham (Mittelding) gut. Aber das sind alles keine Substitute. Schau doch einfach bei einem konkreten Rezept bzw. eigenen Rezeptidee welche Rohstoffe dafür (lt. Herstellern, lt. Forum, etc.) gut geeignet sind.
Allgemein halte ich die ganze Rohstoffbunkerei im Hobby mittlerweile für Quatsch. Das einzige was dabei herumkommt ist zu alter Hopfen, zu alter Hefe und zu altes Speziamalz. (Und diese fürchterlichen Resteverwertungs-Threads.)
Ich lege mir nur noch die gut haltbaren Basismalze sackweise auf Halde und bestelle den Rest für 2-3 Sude im Voraus.
Beitrag von christianf » Freitag 11. November 2016, 16:24
Blancblue hat geschrieben: Also man kann schon viel zusammenfassen, gerade für den Anfang
Wie sieht es mit dem Unterschied zwischen Carafa Spezial 2 und 3 aus. Kann man da mehr von Typ 2 nehmen, wenn man Typ 3 nicht da hat und umgekehrt?
Beitrag von koenigsfeld » Freitag 11. November 2016, 16:37
Unterscheidungsmerkmal EBC bzw Röstgrad.
Substituierbarkeit ist eingeschränkt von unten nach oben möglich, umgekehrt wäre ich vorsichtig mit dem Dosieren.
Beitrag von Ladeberger » Freitag 11. November 2016, 16:39
Kommt drauf an. Wenn wir von 0,5 % Carafa spezial III in der Schüttung reden und dies durch 0,6 % Carafa spezial II ersetzt wird, würde mich wundern, wenn das einen erkennbaren Unterschied macht. Bei einem Schwarzbier o.ä. mit 5 % vs. 6 % wäre ich mir da schon nicht mehr so sicher.
Wenn es dir nur um die Farbe geht, nimm Typ III.
Beitrag von §11 » Freitag 11. November 2016, 16:46
Ich bin gerade dabei mich (wieder) sehr im Detail mit Malz zu beschaeftigen. Es gibt eine Grundlage bei der sich (ausnahmsweise) die Malzmeister einig zu sein scheinen.
Bei Farbmalzen (nicht bei Karamalzen) ist die Regel moeglichst das Malz mit dem hoechsten Farbwert zu nehmen und dafuer die geringste moegliche Menge einzusetzten. Bei einem Malz wie CaraFa, wuerde ich das aehnlich sehen.
So, nun hat aber auch diese Regel eine Ausnahme. Sie ziehlt vor allem darauf ab den verbrannten "Aschenbecher" Geschmack so gering wie moeglich zu halten. Das heist aber auch, will ich bewusst ein "Aschenbecher" Aroma haben, dann versuche ich natuerlich die Menge des eingesetzten Malzes hoch zu halten.
Beitrag von Boludo » Freitag 11. November 2016, 18:07
Ganz meine Meinung. Man braut doch meist nur einmal im Monat. Das sind dann an Versandkosten umgerechnet 20 Cent Porto pro Tag. Oder eine Schachtel Zigaretten (igitt) oder nicht mal zwei Bier in der Kneipe pro Monat. Dafür hat man nicht ein riesen Lager am Hals, spart Platz und hat alles frisch da und zwar genau das, was man braucht.
Das Geld, das man mit übertriebener Lagerhaltung an Versandkosten spart, macht man mit abgelaufenen Hefen oder Hopfen wieder kaputt.
Wenn man 2-3 Sude im Vorraus plant und zudammen bestellt, rechtfertigen die Versandkosten pro Sud die Lagerhaltung kaum noch. Und man ärgert sich nicht über alte Rohstoffe, die ablaufen und einen zwingen, etwas zu brauen, was man gerade gar nicht will.
Beitrag von gulp » Freitag 11. November 2016, 19:58
An Basismalzen habe ich grad Wiener-, Pale Ale- und Münchner Malz. Dazu geringe Mengen Carahell, Carared, Caraamber und Caraaroma. Das wars. Hopfen hält eingefroren ein paar Jahre, Trockenhefe hält auch eine Weile. Ich habe noch nie ein Restebier, oder etwas gebraut, was ich nicht wollte. Wenn etwas ausgeht wird nachgekauft. Manchmal braue ich 3 oder 4 mal im Monat, manchmal 2 Monate gar nicht. Launisch halt, und dafür brauche ich Vorräte.
Ich plane doch keine drei Sude im Voraus, das lähmt doch jegliche Spontaneität.
Beitrag von Boludo » Freitag 11. November 2016, 20:02
Ich plane auch keine drei Sude im Vorraus sondern bestell halt was ich brauche. Basismalz hol ich vom Kumpel mit Sackware. Hab selber kaum Platz.
Beitrag von christianf » Freitag 11. November 2016, 21:25
Ich plane jetzt halt ein paar Sude voraus, weil ich bei den meisten interessanten Rezepten Sachen von 2 - 3 verschiedenen Anbietern brauche. Für jeden Sud dreimal Porto zu zahlen finde ich blöd 8-)
Beitrag von fg100 » Freitag 11. November 2016, 21:48
christianf hat geschrieben: Ich plane jetzt halt ein paar Sude voraus, weil ich bei den meisten interessanten Rezepten Sachen von 2 - 3 verschiedenen Anbietern brauche. Für jeden Sud dreimal Porto zu zahlen finde ich blöd 8-)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir geht wie den meisten anderen Hobbybrauern. Irgend eine Zutat fehlt dir immer oder ist gerade aus. Auch wenn du ein paar Sude vorausplanst. Man ändert doch sehr schnell seine Planungen.
Entweder du hast jemanden in der Nähe von dem du dir auch spontan was besorgen kannst, oder du musst dann doch wieder bestellen. Wobei das jetzt auch nicht so schlimm ist. Eine Kostenrechnung darf man beim Heimbrauen eh nicht aufmachen, was auch den Spaß am Hobby verderben würde.
Ich hab nur noch PaleAle Malz, CaraHell und CaraDunkel auf Lager sowie drei Hefen und den Hopfen den ich brauche. Ist bei mir auch ganz einfach, da ich eigentlich fast nur noch IPA bzw. PA mache. Das restliche Bier das ich probieren möchte kauf ich mir einfach. Auch wenn eine Flasche davon manchmal seehr teuer ist. Aber ich möchte jetzt nicht unbedingt z.B. 20l BarleyWine selbstgebraut und auf Lager haben.
Aber die Erkenntnis dauert üblicherweise ein wenig.
Beitrag von Ladeberger » Freitag 11. November 2016, 22:12
Du machst dir das Leben unnötig schwer. Was du hier gefragt hast, ist ob man die von dir benannten Rohstoffe irgendwie zusammenfassen kann. Der Tenor hier ist "Nein" und anders kann man das seriöserweise auch nicht beantworten.
Das bedeutet aber nicht, dass man die Rezepte nicht mit anderen Malzen brauen könnte. Wenn du statt eines amerikanischen Caramalzes mit 45 °L eben Caramünch II nimmst, dann ist das deine Interpretation. Ich würde da nicht so an den Vorgaben kleben, der Rezeptersteller packt meistens auch nur das in die Schüttung, was gerade da ist. Blancblue hat eine sehr ausgewogene Liste an Rohstoffen zusammengestellt, die alle mit einer Bestellung bei jedem Braushop zu bekommen sein sollte. Schon damit kann man wohl jahrelang brauen ohne etwas zu vermissen.
Beitrag von fg100 » Freitag 11. November 2016, 22:27
Ladeberger hat geschrieben: Ich würde da nicht so an den Vorgaben kleben, der Rezeptersteller packt meistens auch nur das in die Schüttung, was gerade da ist.
Ich denke eher viele Rezepteersteller meinen immer mehr Zutaten verbessern das Ergebnis.
Ich bin mittlerweile (auch beim Kochen) der Meinung, dass genau das Gegenteil besser ist. Weniger ist oftmals viel mehr. Bei zu vielen Zutaten kommt die Charakteristik der einzelnen Zutat nicht heraus und alles wird irgendwie zum "Einheitsallesmitdringeschmack". Das gilt auch analog bei den Hopfengaben. Sowohl hinsichtlich der Zugabezeit und der Anzahl. Deshalb braue (und koche) ich mittlerweile auch nach dem Motto "weniger ist mehr".
Beitrag von hyper472 » Freitag 11. November 2016, 23:00
Dann bleibe ich doch gleich OT:
Habe neulich nach einem interessanten Kochbuch gekocht - SIMPLISSIME – DAS EINFACHSTE KOCHBUCH DER WELT
RICHTIG GUT KOCHEN MIT MAXIMAL 6 ZUTATEN (sorry, will Euch nicht anbrüllen, hab´s kopiert). War sehr einfach und sehr lecker!
Um die Kurve zum Bier zu kriegen: Da bin ich gerade dabei, mit einfachsten Rezepten zu brauen, die ich dann nach und nach und nur bei Bedarf gerne etwas komplexer gestalten kann. Heute war mal wieder SMaSH angesagt. In 8 Wochen wissen wir mehr.
Beitrag von Sura » Freitag 11. November 2016, 23:46
Wurde hier schonmal verlinkt, keine Ahnung wer das war. Ist zum Thema "Weniger ist mehr" aber sehenswert:
https://www.youtube.com/watch?v=0sSKHzmhrzY
Beitrag von Boludo » Samstag 12. November 2016, 00:17
100% PiMa mit Magnum und Nottingham stell ich mir jetzt aber auch nicht so toll vor.
Man darf es halt in keine Richtung übertrieben.
Beitrag von gulp » Samstag 12. November 2016, 00:35
Wie wäre es denn mit 100 % Wiener Malz, Saazer und der Diamond Lager? Oder den Sud aufteilen, Brewferm Lager, Diamond Lager und 34/70. Sicher hochinteressant.
Beitrag von §11 » Samstag 12. November 2016, 00:39
Die Diskussion geht ja auch so in die falsche Richtung. Ich unterschreibe sofort das weniger mehr ist. Ein gutes Bier braucht selten mehr als 3-4 Malze in der Schüttung. Das heißt aber nicht das es immer die gleichen Malze sind. Auch wenn ein kochrezept mit 6 Zutaten auskommt, heißt das ja nicht das das komplette Kochbuch mit 6 Zutaten auskommt, oder?
Die Auswahl ist wie die Palette eines Malers, auch wenn er für sein Bild weniger Farben verwendet als die Palette hergibt.
Beitrag von Enfield » Samstag 12. November 2016, 08:43
Ich sehe das mit dem Bunkern wie ihr, allzuviel macht keinen Sinn, da manche Dinger einfach ablaufen.
Hopfen ist bei mir aber so ein zweischneidiges Schwert:
Gängige Sorten bunkere ich nicht, leider sind manche "exotische" Sorten aber nicht immer verfügbar. Als ich anfing mit brauen habe ich viele englische Rezepte probiert und mich schnell in die Sorte "Northdown" verliebt. Die war aber dann bis auf ein 100 g Päckchen überall vergriffen.
Erst jetzt habe ich gesehen, dass ein Versender sie wieder im Programm hat. Ergo: manchmal muss man auch ein wenig Bunkern.
Gut, dass das Zeugs vakuumiert und tiefgefroren auch ein wenig hält. Gute Lagerung ist einfach alles. Mein Admiral aus 2013 ist noch immer taufrisch.
Als abschreckendes Gegenbeispiel:
Am Anfang meiner Karriere habe ich 3 kg (!) Röstgerste bestellt, keine Ahnung, was mich da geritten hat. Damit werde ich wohl noch eine Weile brauen können. Vor allem da ich eher selten Stouts braue...
Und eine Packung 250 g Herkules Pellets mit über 15 % Alphasäure hab ich auch noch aus der Anfangszeit. Obwohl ich nun fast jede Grundbittere sofern es nur irgendwie passt mit Herkules einstelle, hab ich noch immer über 200 g davon rumliegen...
Beitrag von Seed7 » Samstag 12. November 2016, 09:09
§11 hat geschrieben: Ich moechte euch ja den Spass nicht verderben, aber es ist etwa einfach gedacht das man beim Malz Sorten gegeneinander so einfach austauschen kann. Das haut unter Umstaenden mit dem ein oder anderen Malz hin, bei anderen aber leider uberhaupt nicht.
Ok, jetzt mahl ohne nuance, mann kann jedes malz durch jedes andere malz ersetzen solange mann genuegend enzyme hat damit alles noch konvertiert.
Mann kann kein malz durch ein anderes ersetzen, nicht mal durch den gleichen typus von einer anderen maelzerei.
Dass gleiche fuer Hopfen und Hefe. Wasser?
Beitrag von Sura » Samstag 12. November 2016, 13:24
Es gibt kein Schwarz und Weiß. Was einem wichtig ist muss jeder selbst entscheiden. Die Aussagen das man das und das problemlos ersetzen oder sogar selbst mischen kann, ist aber einfach falsch.
Beitrag von Blancblue » Samstag 12. November 2016, 14:20
Sura hat geschrieben: Die Aussagen das man das und das problemlos ersetzen oder sogar selbst mischen kann, ist aber einfach falsch.
Ersteres hat ja auch niemand hier behauptet. Selbst mischen hingegen geht mit viel Erfahrung aber schon, viele Brauereien z.B. haben gar nicht da Kapazitäten für eine riesige Malzauswahl. Wiener/Pale Ale Malz wird da sehr gerne mit einem bestimmten Verhältnis Pilsner zu Müchner substituiert. Auch wenn es hier wohl vor allem um kosten- und aufwand relevante Gründe geht, glaube ich das 9 von 10 Biertrinkern keinen relevante Unterschied schmecken werden, Brauanfänger schon gar nicht. Nichts für ungut, ich habe auch Wiener Malz Zuhause, aber nach dem Reduce to the Max Prinzip gehts auch ohne.
Das gleiche gilt für den Unterschied zwischen Wiener und Pale Ale Malz. Bei Weyermann ist laut einem Mitarbeiter das Wiener und Pale Ale Malz ein und da selbe.
Beitrag von der_dennis » Samstag 12. November 2016, 17:24
Blancblue hat geschrieben: Das gleiche gilt für den Unterschied zwischen Wiener und Pale Ale Malz. Bei Weyermann ist laut einem Mitarbeiter das Wiener und Pale Ale Malz ein und da selbe.
Uh, und wenn Weyermann rausbekommt wer das gesagt hat, ist er seinen Job los
Beitrag von Boludo » Samstag 12. November 2016, 17:46
Vor allem stimmt das gar nicht. Genau so wenig wie das Gerücht, dass Pale Ale Malz von Weyermann eine Mischung aus verschiedenen Malzen sei. Einfach mal mit den Leuten auf einer Messe direkt reden ist besser als Gerüchte weiterverbreiten.
Beitrag von inem » Samstag 12. November 2016, 18:17
Boludo hat geschrieben: Einfach mal mit den Leuten auf einer Messe direkt reden ist besser als Gerüchte weiterverbreiten.
Weil die Marketing Mitarbeiter so viel zuverlässigere Informationen hergeben als ein Mitarbeiter der aus dem Nähkästchen plaudert?
Beitrag von Ladeberger » Samstag 12. November 2016, 18:44
In welcher Hinsicht sollen "Wiener und Pale Ale Malz ein und da selbe" sein? Ohne den konkreten Bezug ist die Aussage nicht sehr informativ.
Beitrag von der_dennis » Samstag 12. November 2016, 19:18
Ladeberger hat geschrieben: In welcher Hinsicht sollen "Wiener und Pale Ale Malz ein und da selbe" sein? Ohne den konkreten Bezug ist die Aussage nicht sehr informativ.
1 Charge, die eine Hälfte als Wiener Malz verkaufen, die andere als Pale Ale Malz? Wir driften übrigens immer mehr ins OT ab....
Beitrag von §11 » Samstag 12. November 2016, 19:33
Und damit bekommt man zwei verschiedene Spezifikationen hin? Ja und Kaiserdom hat seinen Tiefbrunnen unterm Friedhof. Hat noch jemand ne Räuberpistole?
Beitrag von Sura » Samstag 12. November 2016, 21:34
Natürlich, nur das beim Wiener Malz die Temperatur höher war.....
Welcher "Mitarbeiter" war das denn? Wir haben auch Mitarbeiter die von meinem Arbeitsplatz grade mal wissen das sie nicht in meinen Tisch beissen dürfen. Die werden dir sicherlich ähnlich fachkundig über meinen Arbeitsbereich und die "Endprodukte" Auskunft geben können.
Ne ehrlich, mit einem "Mitarbeiter der nicht genannt werden will" seriös zu argumentieren ist ein wenig ..... dünn.
Beitrag von GregorSud » Samstag 12. November 2016, 21:51
§11 hat geschrieben: Und damit bekommt man zwei verschiedene Spezifikationen hin? Ja und Kaiserdom hat seinen Tiefbrunnen unterm Friedhof. Hat noch jemand ne Räuberpistole?
Ja, ich! Schlenk schmeckt wegen des Schinkens nach Rauch
Beitrag von Sura » Sonntag 13. November 2016, 09:53
Ich finde es ehrlich gesagt etwas anmaßend davon auszugehen, das es für einen Anfänger sowieso egal ist was er für ein Malz nimmt, solange das in die Richtung passt. Das unterstellt ja, er würde es entweder sowieso versauen oder garnicht erst schmecken. Perlen vor die Säue, sozusagen.
Wenn man sich ein Rezept vornimmt und das genauso machen möchte, warum denn nicht? Ich sehe halt einfach keine Grund auszutauschen. Wenn du weisst was du für Rezepte brauen möchtest, dann kaufe einfach das was drinsteht und gut. Vielleicht nicht für ein halbes Jahr im voraus, aber wenn du ein-zwei Monate im voraus planst und kaufst.... da wird keine der Zutaten schlecht werden. Und da du ja teilweise aufs Gramm das Malz kaufen kannst, gibts eben keinen Grund zum substituieren.
Beitrag von christianf » Sonntag 13. November 2016, 10:18
Ich habe jetzt mein Zeug zusammenbestellt und werde es wohl in der nächsten Woche kriegen. Für die meisten Malze habe ich Anbieter gefunden, die die benötigte Menge abwiegen, einige Spezialmalze musste ich allerdings im Kg-Mengen nehmen. Einzige Substitution Carafa Spezial III durch etwas mehr vom Typ II, sonst hätte ich noch ein fünftes Mal Porto zahlen müssen (ok, und kein spezielles zweireihiges Pale-Ale-Malz, da muss das normale reichen). Die nächsten 5 Sude sollten damit klargehen :)
Ich fand diesen Faden bei der Entscheidungsfindung hilfreich.
Beitrag von chaos-black » Sonntag 13. November 2016, 10:25
Und jetzt die positive Überraschung: zweizeilige Sommergerste ist in den meisten Fällen der Rohstoff des Malzes, die 6er sind das Besondere. Also bist du wahrscheinlich auch genau bei deinem gewünschten Pale Ale Malz gelandet :) (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Braugerste#Sorten )
Zuletzt geändert von chaos-black am Sonntag 13. November 2016, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von Ladeberger » Sonntag 13. November 2016, 11:16
Sura hat geschrieben: Ich finde es ehrlich gesagt etwas anmaßend davon auszugehen, das es für einen Anfänger sowieso egal ist was er für ein Malz nimmt, solange das in die Richtung passt. Das unterstellt ja, er würde es entweder sowieso versauen oder garnicht erst schmecken. Perlen vor die Säue, sozusagen.
Irgendwie schlecht gefrühstückt heute? Du kannst ja deine Meinung zum Thema hier in aller Ausführlichkeit vertreten, aber diese Unterstellung ist doch nun wirklich unnötig. Der TE hat nach Substitutionen gefragt und unter mehrfachem Hinweis auf deren grundsätzliche Problematik einige praxisnahe Tipps bekommen.
Beitrag von Frudel » Donnerstag 17. November 2016, 13:09
Sura hat geschrieben: Wurde hier schonmal verlinkt, keine Ahnung wer das war. Ist zum Thema "Weniger ist mehr" aber sehenswert:
Habe endlich geschafft das Video anzusehen , lohnt sich auf jeden Fall , witziger Typ.

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