Source: http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2013/08/29/mitteilung-kaupthing-vom-16-08-13-notification-of-a-priority-claim/
Timestamp: 2017-12-14 17:07:52+00:00

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Mitteilung Kaupthing vom 16.08.13-Notification of a Priority Claim | Kaupthing Edge Deutschland - Fragen & Antworten / Hilfe- und Infoportal - nicht DAS Forum
20 Reaktionen zu “Mitteilung Kaupthing vom 16.08.13-Notification of a Priority Claim”
# Jan am 29. August 2013 um 15:30 Uhr
Es wäre hilfreich, den Inhalt der besagten Mitteilung (anonymisiert) hier mitzuteilen.
So kann ich nur vermuten, dass es um ein Schreiben geht, das vor kurzem an eine größere Gruppe Sparer gegangen ist.
Hast du am 16.08.13 oder danach eine Zahlung von Kaupthing aus Island bekommen?
Oder ist aus deiner Sicht (nur) noch ein Betrag offen, den du für Zinsen nach dem 22.04.09 gefordert hast?
Da du von ,,weiterer“ Auszahlung sprichst, gehe ich davon aus, dass du am 16.08.13 oder danach eine Auszahlung von Kaupthing aus Island erhalten hast.
In diesem Fall handelt es sich wohl um den weiteren Nachgang dieser Aktion unserer Nachbarn im Forum:
Aus deiner Sicht fehlt vermutlich ein Betrag, den du für Zinsen nach dem 22.04.09 gefordert hast? Dagegen hast du vermutlich Ende November/Anfang Dezember 2011 (erneut) Einspruch („objection“) eingelegt und diesen bis heute nicht zurück genommen ?
# k.o.pthing am 30. August 2013 um 02:11 Uhr
Sollte im Rahmen des Winding-Up-Verfahrens ein Einspruch gegen die Nichtannerkennung unserer Forderung für Bestandteile des vertragsgemäß zu bildenden Kontoabschlussguthabens, welche aus Zinsansprüchen für Zeiträume nach dem 22.04.2009 resultierten eingelegt worden sein, muss dieser jetzt zurückgenommen werden, sofern es nicht riskiert werden soll, dass z.T. umfängliche Kosten entstehen.
Weitere Infos sowie Musterschreiben wie gehabt bei kaupthingforum.de
# Jan am 30. August 2013 um 11:05 Uhr
Wie gesagt, Herbert. Einige (anonymisierte) Infos zu deiner Kaupthing-Situation und zum Schreiben braucht man schon, um dir sinnvoll helfen zu können.
# Dinslaken1941 am 31. August 2013 um 17:08 Uhr
zunächst einmal ein herzliches „Dankeschön“, dass Du dich meines Problems angenommen hast.
Ich muss aber etwas richtigstellen:
1) Ich habe mit Buchungsdatum vom 16.08.13 eine Zahlung von Kaupthing für die bis zum 22.04.2009 aufgelaufenen Zinsen gem. Priority Art 112 erhalten. Danach ist nur noch ein Betrag offen, für den Zeitraum ab dem 22.04.2009.
2) In der mir unter dem 16.08.13 zugegangenen “ Notification of a priority claim payment into segregated account under the Winding-Up proceedings of Kaupthing HF“ geht es offensichtlich nur um den Zinsbetrag, welcher nach dem 22.04.09 aufgelaufen ist. Der macht aber nur ca ein fünftel des bereits gezahlten Betrages aus und ist vernachlässigbar.
Es ist richtig, dass ich Anfang 2012 für diese Zinsen Einspruch eingelegt habe. Dieser ist auch bis heute nicht zurückgenommen.
Ich könnte mir denken, dass andere Forumsmitglieder auch dieses Schreiben erhalten haben und hätte gerne gewußt, ob und was man hierzu unternehmen muss. Für Eure Unterstützung im voraus schon einmal besten Dank.
# k.o.pthing am 31. August 2013 um 18:08 Uhr
Da durch zwischenzeitlich rechtsgültiges Urteil festgestellt wurde, dass das WuC für diesen Betrag in keinem Falle aufkommen muss, d.h. auch nicht als Schadenersatzforderung als Rechtsnachfolger für das Resolution Committee, welches das Weiterlaufen unserer Konten billigend in Kauf genommen hatte, empfehlen wir die Widerspruchrücknahme.
Ansonsten wird es hier Einladungen zu sogenannten Settlement Meetings und in Folge zur Weiterleitung an das Bezirksgericht Reykjavik geben, womit dann (mit der Einleitung des gerichtlichen Verfahrens) nicht unbeträchtliche Kosten auf alle zukommen, die hier nicht aktiv werden und die Dinge einfach nur weiter laufen lassen.
http://kaupthingforum.de/viewtopic.php?f=54&t=8457
# Jan am 1. September 2013 um 18:31 Uhr
vielen Dank für deine Ergänzungen. Die bringen deine Lage sehr gut auf den Punkt!
Solltest du an dieser kaupthingforum.de-Aktion hier teilgenommen haben, zeigt dir k.o.pthing den weiteren Weg ihrer Aktion. Sein Link geht allerdings nicht – da musst du dir gegebenenfalls weitere Infos dort selbst zusammen suchen.
Solltest du an der genannten Aktion nicht teilgenommen haben, muss ich für eine gute Antwort noch wissen, ob du folgendes Schreiben bekommen hast?
# Jan am 1. September 2013 um 18:32 Uhr
NOTIFICATION OF A PRIORITY CLAIM PAYMENT INTO SEGREGATED ACCOUNT UNDER THE WINDING-UP PROCEEDINGS OF KAUPTHING HF.
This letter is sent to you in relation to your priority claim (“Priority Claim“) as defined under Article 112 of the lcelandiC Act on Bankruptcy etc. No. 21/1991, as amended (the “Bankruptcy Act“) or your Disputed Priority Claim (as defined below) (as applicable). Your claim has the reference number [XXX] in the winding-up proceedings of Kaupthing hf (“Kaupthing“).
You are receiving this letter because:
(a) you have a finally accepted Priority Claim but have failed to return a properly completed priority claim entitlement letter (available on Kaupthing‘s secure website) (a “Priority Claim Entitlement Letter“) to Kaupthing or
(b) the priority status and/or amount of your claim is disputed (a “Disputed Priority Claim“) and Kaupthing is unable to accept your Priority Claim Entitlement Letter until your claim has been finally accepted as provided tor in the Bankruptcy Act.
With this letter you are notified that the Winding-up Committee of Kaupthing has made a payment of EUR [XXX] into a segregated account in the name of Kaupthing (the “Priority Claim Payment Account“). The payment is made in accordance with Paragraph 6 ot Article 102 of the Act on Financial Undertakings No. 161 /2002, as amended (the “Financial Undertakings Act“).
By placing the aforementioned amount of your Priority Claim or Disputed Priority Claim (as applicable) into the Priority Claim Payment Account, the Winding-Up Committee of Kaupthing is considered to have fully discharged your Priority Claim or Disputed Priority Claim (as applicable), in accordance with paragraph 6 of Article 102 of the Financial Undertakings Act.
Payments to your bank account will be made from the Priority Claim Payment Account when:
(i) in the case of (a) above, you have returned a properly completed Priority Claim Entitlement Letter to Kaupthing or
(ii) in the case of (b) above, your Disputed Priority Claim becomes finally accepted as a priority claim in accordance with the Bankruptcy Act and Kaupthing has recevied a completed Priority Claim Entitlement Letter.
Due to currency restrictions in Iceland, non-residents are not allowed to receive Icelandic krona into their bank accounts. Creditors with finally accepted priority claims can elect in their Priority Claim Entitlement Letter to receive their payment in euros. See the Frequently Asked Questions section of Kaupthing‘s secure website for further information.
Kaupthing intends to make payments from the Priority Claim Payment Account once a month following the initial distribution on or around 16 August 2013.
If you have a query in relation to this letter, please contact Kaupthing at the details below:
# Jan am 1. September 2013 um 23:19 Uhr
ich habe gerade gesehen, dass du in deinem zweiten Kommentar den von mir geposteten Brief namentlich erwähnt hast.
In dem Fall kann ich jetzt auch vollständig antworten.
Meine Antwort macht für dich v.a. Sinn, wenn dein Einspruch von Anfang 2012 nichts mit einer Aktion des kaupthingforum zu tun hatte.
Der Brief ist ein Hinweis für zwei Gruppen von Gläubigern, dass gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des isländischen Insolvenzrechts ein Betrag für dich auf ein separates Sperrkonto gebucht wurde. Der Betrag entspricht deiner noch offenen Forderung. Einerseits geht es um Sparer, die am 16.08.13 eine Zahlung erhalten sollten, aber auf der gesicherten Kaupthing-Gläubiger-Website das Berechtigungsschreiben nicht oder falsch ausgefüllt haben. Andererseits geht es um Sparer, die eine Forderung haben, die umstritten ist (d.h. Kaupthing erkennt die Forderung nicht als vorrangig an, der Sparer beharrt aber – mittels Einspruch – auf eben dieser Anerkennung).
In deinem Fall wird dir der Betrag ausgezahlt, sobald deine noch offene Forderung als vorrangiger Anspruch anerkannt ist und dann (ein weiteres Mal) das Berichtigungsschreiben ausgefüllt wird. Da du nur noch einen Anspruch auf Zinsen nach dem 22.04.2009 offen hast bekommst, du diesen Brief, da du deinen diebezüglichen Einspruch noch laufen hast. Dieser Brief enthält erstmal nur eine Information, du musst also erstmal nichts machen. Da aber in Island das von k.o.pthing genannte Gerichtsurteil ergangen ist (siehe den Link aus meinem ersten Kommentar hier), ist die Anerkennung von Zinsen nach dem 22.04.2009 unwahrscheinlich. Vermutlich wird Kaupthing dich daher demnächst zu einem Schlichtungstermin in Island einladen. Spätestens dann solltest du reagieren! Denn wenn du dann nicht in Island erscheinst und deinen Einspruch trotzdem weiter aufrecht erhälst, werden die Insolvenzverwalter der Kaupthing deinen Fall an das Bezirksgericht Reykjavik abgeben und es können Gerichtskosten auf dich zukommen!
# Dinslaken1941 am 2. September 2013 um 17:31 Uhr
ich darf mich sehr herzlich bedanken für Deine tätige Hilfe, welche ich zu schätzen weiß. Ich sehe jetzt klar und kann entsprechend reagieren. Ansonsten wünsche ich eine gute Zeit.
# k.o.pthing am 2. September 2013 um 19:39 Uhr
[Es fehlt(e) ein .de hinter kaupthingforum]
Wenn man zu einem Schlichtungstermin in Island einladen wird und nicht reagiert, werden die Insolvenzverwalter der Kaupthing deinen Fall an das Bezirksgericht Reykjavik abgeben und es WERDEN Gerichtskosten auf dich zukommen!
# k.o.pthing am 2. September 2013 um 19:40 Uhr
das .de wird im Übrigen beim Veröffentlichen automatisch herausgenommen…
# Dirk am 2. September 2013 um 20:10 Uhr
Korrekt. Wie in DEM Forum automatisch die Adresse dieser Seite durch Web Portal ersetzt wird.
# Press am 4. September 2013 um 13:10 Uhr
Ich bin offenbar in einer ähnlichen Situation wie Herbert Dinslaken.
Zahlung meiner Zinsen (bis 22.04.2009) erfolgte im August – die von mir ebenfalls eingeforderten aufgelaufenen Zinsen nach dem 22.04.2009 wurden von Island auf ein separates Konto gebucht bis entschieden ist, ob (auch) diese Zinsen als vorrangig angesehen werden oder nicht.
Am 31. August schrieb k.o.phting, dass diese „zweite“ Zinsrate sehr wahrscheinlich nicht mehr gezahlt werden aufgrund des von ihm genannten rechtsgültigen Urteils.
Eine Verständnisfrage: Dieses Urteil hat doch DAS Forum herbeigeführt, unter großer Beteiligung von k.o.phting, oder nicht?
Falls ja, darf ich mich dann also bei DEM Forum und DEM k.o.phting herzlich dafür bedanken, dass ich nunmehr meine zweite Zinsrate in der Vulkanasche des Eyjafjallajökull rauchen kann? 🙁
# Dirk am 5. September 2013 um 22:49 Uhr
Mal gespannt was DER k.o.thing dazu sagt…
# k.o.pthing am 9. September 2013 um 17:43 Uhr
nein so ist das sicherlich nicht.
Die noch offen stehende Restforderung (die du fälschlicher Weise „Rate“ nennst), ist im Insolvenzverfahren rechtsgültig als §114-Forderung eingestuft worden. Dieses gehörte überprüft sowie ebenso die Frage, ob nicht das Winding-Up Committee aufgrund des Weiterlaufenlassens unserer Kontenverträge als Rechtsnachfolger des Resolution Committee für diesen Fall schadenersatzpflichtig ist Dann nämlich wäre die Forderung entweder prioritär, hilfsweise als allgemeine Forderung anzuerkennen gewesen.
Die Richterin hat diese Sicht leider nicht geteilt und sich hierbei auf EWR-Gesetzgebung (Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes) bezogen, weil wir ansonsten eine bessere Einstufung als andere Gläubiger mit (nicht einlagengesicherten) fortlaufenden Verträgen bekommen hätten.
Unsere Sachdarstellung in der Hauptverhandlung hat jedoch zu einer deutlichen Rüge von Kaupthing durch die Richterin geführt, dass Kaupthing uns die im Mai 2012 zuerkannten priorisierten Teilbeträge bislang nicht ausgezahlt hatte.
Weil die Richterin vor allem hierin ein berechtigtes Interesse an der Weiterleitung des Falles an das Gericht gesehen hat, durfte Kaupthing trotz Obsiegens in der Sache seine eigenen Kosten im mittleren vierstelligen Euro-Bereich selber tragen.
Ursprünglich war vom WuC geplant, uns erst im Zuge einer gemeinsamen Auszahlungsrunde mit den §113 beschiedenen Ansprüchen
im Umfeld einer Composition-Lösung auszuzahlen. Diese Linie konnten sie nun durch unser Verfahren nicht durchhalten und Du hast das, was Dir aus dem Winding-up Verfahren zusteht nun etwa vermutlich anderthalb bis zwei Jahre früher (wird man dann sehen) in voller Höhe bekommen.
Dafür darfst Du Dich also wirklich bedanken.
# Press am 11. September 2013 um 18:02 Uhr
Kann es sein, dass Du einen Bruder namens „Profalla“ (stellvertretend für alle MdBs) hast? Der (die) redet/reden sich auch alles, inklusive jeder Wahl-Niederlage, schön. Wenn ich Dich richtig verstehe dann soll ich mich also bei Dir/euch bedanken, dass ihr den Rechtsstreit in Island verloren habt? Ist das so? Heißt das im Umkehrschluss, ihr habt die Niederlage vor Gericht ganz bewusst herbeigeführt – sonst hätte ich ja nach Deinen Worten auf mein Zins-Geld noch bis zu zwei Jahre länger warten müssen? Und noch etwas: Einerseits schreibst Du, die Restforderung sei im Insolvenzverfahren „RECHTSGÜLTIG als §114-Forderung eingestuft“ worden. Und dann schreibst du, dass „dieses überprüft gehörte“. Wenn es doch gültiges Recht war/ist – wieso habt ihr dann das noch einmal überprüfen lassen? Traut ihr nicht mal euren eigenen vier Buchstaben? Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, ihr habt vor Gericht keinen wahren Schimmer gehabt – und münzt nun eure Niederlage in einen vermeintlichen Sieg um, weil sich im Regen schlecht steht. Ich gehe jede Wette ein, auch ohne euren glorreichen Gerichtsauftritt hätten wir unsere (erste) Zinsforderung im August 2013 erhalten. Ganz einfach deshalb, weil Jan & Stefan M. GANZE ARBEIT geleistet haben… Ihnen gilt der Dank.
# k.o.pthing am 15. September 2013 um 17:43 Uhr
ich mag es etwas missverständlich formuliert haben, aber die Rechtsgültigkeit der Einstufung der Restforderung nach §114 ist natürlich erst NACH und MIT unserem Gerichtsverfahren festgestellt worden (sonst hätte man in der Tat nicht klagen brauchen).
Ich denke nicht, dass Du die Feinheiten unserer Argumentation vor Gericht, die Ansprüche nach §108 ersatzweise §112 hilfsweise §113 einzustufen, wirklich lesen möchtest, ich kann Dir nur versichern, dass letztlich nur die Bezugnahme auf EWR-Recht den Ausschlag gegeben hat und die
Kompetenz unseres Anwaltes sicherlich nicht in Frage zu stellen ist; das ist gelinde gesagt unangebracht und gehört sich nicht.
Es ist imer leicht eine jede Wette einzugehen, wenn der Beleg nicht möglich ist. Da musst der geneigte Leser dann schon selbst entscheiden, ob er meiner begründeten Erläuterung Glauben schenkt oder eher Deiner pauschalen Behauptung, die im Gegensatz zu dem steht was Jan hier an anderer Stelle selbst geschrieben hat.
Wnn Du Dich traust, kannst Du ja mal eine jede Wette eingehen, ob es für die §113 einen hohen De-Minimis-Sockelbetrag geben wird, wie von uns in informelle Gesprächen mit dem Winding-up Committee vor Ort angeregt.
Sag eine Quote, die Du denkst, die dabei rauskommt und ich halte dagegen. (Zu Deiner Info: Kaupthing hat derzeit die Mittel, um über alles in etwa eine Quote von 23 bis 27% zu garantieren)
Ich wette auch gerne, dass es noch mindestens zwei Jahre dauert, bevor es eine Composition gibt.
Falls ich letztere Wette verlieren würde, würde ich mich nämlich freuen…
# Jan am 16. September 2013 um 08:13 Uhr
Ja, dieses Urteil hat DAS Forum, unter großer Beteiligung von k.o.pthing herbeigeführt.
Ob du dich für die entgangenen Zinsen bei k.o.pthing und DEM Forum aber ,,bedanken” kannst, ist schwer zu sagen. Ich habe ein Vorgehen gegen den Stichtag 22.04.09 von Anfang an für praktisch aussichtslos gehalten (siehe hier). Ich sehe es daher eher so, dass k.o.pthing samt Aktionskomitee von Anfang an kaum Chancen mit ihrer Klage hatten und der Misserfolg schon fast zwangsläufig war. k.o.phting brauchte offenbar noch das Amtsgericht Reykjavik, um sich sagen zu lassen, dass ein für alle geltender Stichtag wirklich für alle gilt. Um beim Vorgehen gegen einen für alle Kaupthing-Gläubiger geltenden, gesetzlich festgelegten Insolvenz-Stichtag nicht schon vor dem Amtsgericht Reykjavik zu scheitern (wie es passierte), hätte man jedenfalls bessere Argumente auffahren müssen, als einen unterbliebenen Kontoabschluss nach deutschen AGB einzufordern.
Ich frage mich immer noch, warum man sich keine Kenntnisse über die Pflicht zur Auszahlung anerkannter vorrangiger Forderungen verschafft hat. Dann hätte man gleich den erfolgversprechenden Klage-Weg gehen und die Auszahlung der vorrangig anerkannten Forderungen viel früher erreichen können. So musste der Zufall Regie führen.
# Press am 16. September 2013 um 13:02 Uhr
Du schreibst: „Die Rechtsgültigkeit der Einstufung der Restforderung nach §114 ist natürlich erst NACH und MIT unserem Gerichtsverfahren festgestellt worden…“ Folgt man Deiner Behauptung, dann war die Einstufung nach § 114 VOR eurem Gerichtsverfahren noch nicht rechtsgültig gewesen, richtig? Ist es jedoch nicht eher so, dass IHR die Rechtsgültigkeit angezweifelt habt und deshalb geklagt habt (wie schreibst Du so schön: „Sonst hätte man ja nicht klagen brauchen…“), das Gericht jedoch eurer Auffassung NICHT gefolgt ist, sondern die Rechtsgültigkeit nur bestätigt hat? Wieso hat übrigens Rechtsexperte JAN in diesem Forum hier früher immer und immer wieder auf die Rechtsgültigkeit hingewiesen hat – ihr euch aber taub, oder noch schlimmer: dumm – gestellt habt? Ich bleibe dabei und Du kannst es verbal wenden wie Du möchtest: Ihr habt euch eine blutige Nase geholt, wollt es jedoch einfach nicht wahrhaben. Feinheiten eurer (kruden) Argumentation hin oder her. Die Kompetenz eures Anwaltes wird hier übrigens nicht in Frage gestellt, höchstens und einzig und allein eurer juristischer Sachverstand.
Was das Thema „Wette“ anbelangt: Fakt ist, dass viele hier in diesem Forum einzig und allein den Begründungen von Jan und Stefan M. gefolgt ist (ich auch), keinerlei Infos seitens eures Forums hatten, geschweige denn genutzt haben – und trotzdem die BASIS-Zinsen, wie es einer formuliert hat (ich bevorzuge: die erste Zins-Rate), erhalten haben. Trotz eurer Gerichts-Niederlage. Eine Kontroverse zu Jans Ausführungen kann ich im übrigen derzeit nicht erkennen. Jan hielt und hält noch heute meines Wissens euren juristischen Gang vor die Schranken des Gerichts für, gelinde gesagt: überflüssig. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.
Was Dein Wettangebot anbelangt: Das Angebot kannst Du in der Pfeife rauchen. Meine Begründung: Ich bin glücklich, und sehr, sehr dankbar, dass ich meine erste Zins-Rate überhaupt erhalten habe. Wenn ich weitere Zinsen bekommen sollte, schön. Wenn nicht, mich juckt es nicht mehr. Diese Haltung habe ich hier übrigens schon vor vielen Monaten geschrieben, ist also nicht neu. Von daher: ob 20%, 23%, 35% – wen interessiert das (noch)? Das ist der Unterschied zwischen euch und mir: Ich bin mit dem Ausgang der Kaupthing-Geschichte sehr zufrieden und habe abgeschlossen. Wenn irgendwann noch ein Euro nachfließt: egal, schön, durchlaufender Posten. Ihr jedoch macht weiter und weiter. Ist es Gier? Warum könnt – oder wollt – ihr nicht einfach mal die Sache abschließen? Angst vor dem schwarzen Loch…?
P.S. Auf das Thema „Wette“ komme ich noch einmal später zurück. Versprochen.
# Jan am 10. Oktober 2013 um 21:37 Uhr
nun scheinen die Insolvenzverwalter (Winding-up Committee) der Kaupthing Bank Ernst zu machen. Offenbar wollen sie die deutschen Sparer (insbesondere noch laufende Einsprüche) nun möglichst bald loswerden. Letzte Woche wurde eine weitere Massenmail verschickt, in der die Insolvenzverwalter unter der Überschrift „Final reminder to withdraw objection“ (= „Letzte Erinnerung zur Rücknahme des Einspruchs”) mitteilen, dass der laufende Einspruch des Gläubigers bis spätestens zum 01.11.2013 zurückgezogen werden solle. Ansonsten werde ein Termin für ein Schlichtungstreffen in Island angesetzt (und damit das o.g. Verfahren in Gang gesetzt, das zum isländischen Gericht führt).
Das Schreiben findet sich hier im Original.
a) Jeder, der noch einen Einspruch gegen die Entscheidung der Insolvenzverwalter laufen hat, der sich auf die abgelehnte Zahlung von Zinsen nach dem 22.04.2009 bezieht, sollte angesichts der klaren Rechtslage (siehe hier) nun daran denken, den Einspruch zurückzuziehen.
b) Bezieht sich der noch laufende Einspruch dagegen auf etwas anderes als auf Zinsen nach dem 22.04.2009 und passt die Massenmail somit gar nicht auf den Fall, sollte gründlich darüber nachgedacht werden, was man mit dem Einspruch macht.

References: §114
 §113
 §114
 §114
 §108
 §112
 §113
 §113
 §114
 § 114