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Timestamp: 2019-08-25 02:13:40+00:00

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BGH, 22.06.1976 - VI ZR 167/75 - dejure.org
BGH, 22.06.1976 - VI ZR 167/75
https://dejure.org/1976,1330
BGH, 22.06.1976 - VI ZR 167/75 (https://dejure.org/1976,1330)
BGH, Entscheidung vom 22.06.1976 - VI ZR 167/75 (https://dejure.org/1976,1330)
BGH, Entscheidung vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75 (https://dejure.org/1976,1330)
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Schmerzensgeldanspruch - Zustellung der Klageschrift - Rechtshängigkeit - Vererblich
NJW 1976, 1890
VersR 1976, 1045
VersR 1977, 354
DB 1976, 2464
Grund für den Ausschluss von Abtretbarkeit und Vererblichkeit dieser Ansprüche war, dass sie der Gesetzgeber aufgrund ihres an die Person des Berechtigten gebundenen Charakters für höchstpersönlich erachtete (vgl. für § 847 Abs. 1 Satz 1 BGB aF: Senatsurteile vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75, NJW 1976, 1890; vom 14. März 1961 - VI ZR 146/60, NJW 1961, 1575;… für § 1300 Abs. 2 BGB aF: Palandt/Lauterbach, BGB, 28. Aufl. 1969, § 1300 unter 1).
Der Senat hat aus diesem Grunde im Rahmen des § 847 BGB eine entsprechende Anwendung des § 270 Abs. 3 ZPO (= § 261 b Abs. 3 ZPO a. F.) abgelehnt und so nicht schon die Einreichung einer Klageschrift bei Gericht für die Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs ausreichen lassen (Senatsurteile vom 14. März 1961 - VI ZR 146/60 - VersR 1961, 661 und vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75 - VersR 1976, 1045 ff.).
Bei den Schmerzensgeldansprüchen nach § 847 Abs. 1 Satz 1 BGB a.F. und nach § 1300 Abs. 1 BGB in der bis zum 30.06.1998 gültigen Fassung (fortan: a.F.) beruhte deren grundsätzlich fehlende Übertragbarkeit und Vererblichkeit nach § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB a.F. und § 1300 Abs. 2 BGB a.F. ebenfalls nach gängigem Verständnis darauf, dass sie seinerzeit noch für höchstpersönlich erachtet wurden (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 22.06.1976, VI ZR 167/75, Juris Rn. 16).
Bei der Prüfung dieser Frage ist nach der Auffassung des Senats (Urteile vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75 - VersR 1976, 1045 und vom 25. Januar 1977 - VI ZR 47/76 - VersR 1977, 452 sowie vom 8. März 1977 - VI ZR 111/76 - VersR 1977, 189) die Vorschrift des § 270 Abs. 3 ZPO (früher § 261 b ZPO) nicht anwendbar; daran hält der Senat entgegen der Kritik im Schrifttum fest (Peters VersR 1976, 1005; Behr, VersR 1976, 1106; Pecher, MDR 1977, 191; Langerhans, ZRP 1977, 132).
Der Zweck der Regelung, insoweit einen jeden Zweifel ausschließenden Tatbestand zu schaffen (Senatsurteil vom 22. Juni 1976 - aaO), wird durch die Anrufung des sachlich unzuständigen Gerichts - dessen Zuständigkeit im übrigen nachträglich durch Prorogation (§ 38 ZPO) begründet werden könnte - nicht in Frage gestellt.
BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
Angehörige und noch viel weniger Erben haben keinen eigenen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen der von einem nachträglich verstorbenen Verletzten erlittenen immateriellen Schäden (vgl. Senatsurteil vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75 - VersR 1976, S. 1045 f m.w.Nachw.).
Die Bestimmung des § 847 BGB knüpft die Herbeiführung der Vererblichkeit (und der Übertragbarkeit) nicht allein an den prozessualen Eintritt der Rechtshängigkeit des Schmerzensgeldanspruchs an; das ist nur einer der "zur Vermeidung von Streitigkeiten" formalisierten beiden Tatbestände, in denen sich der Wille des Verletzten zur Geltendmachung des Anspruchs niedergeschlagen haben muß (vgl. Mot. II S. 802; Weyer VersR 1971, 993, 997; Senatsurteil vom 22. Juni 1976 a.a.O.).
OLG Düsseldorf, 20.03.2001 - 1 UF 92/00
Sein Verweis auf die Rechtsprechung des BGH zur (inzwischen aufgehobenen) Regelung des § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB, die eine Übertragbarkeit und Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs erst ab Rechtshängigkeit betraf (BGH NJW 1977, 696; NJW 1976, 1890), ist insofern nicht einschlägig, als es dort um rechtsstärkende oder rechtsmehrende materielle Wirkungen (Übertragbarkeit/Vererblichkeit des grundsätzlich höchstpersönlichen Schmerzensgeldanspruchs) ging, die an den Eintritt der Rechtshängigkeit knüpften.
Andererseits sollte die Leistung des Arbeitgebers nicht den Schädiger entlasten, der auf Grund rechtswidrigen und schuldhaften Verhaltens (oder Gefährdungshaftung) für die Folgen eines Schadens einzustehen hat (BVerfGE 21, 362, 376 [BVerfG 02.05.1967 - 1 BvR 578/63]; BGH NJW 1953, 821; 1976, 1892 [BGH 22.06.1976 - VI ZR 167/75] ; 1981, 1843 [BGH 14.05.1981 - VI ZR 233/79] - alle zu § 116 SGBX).
LG Marburg, 13.03.1985 - I O 217/84
Als die Vorschrift des § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB geschaffen wurde, sollte für die Vererblichkeit nicht das einfache Verlangen der Geldentschädigung genügen, sondern es sollte eine wenigstens passive Mitwirkung des Schädigers Voraussetzung sein (BGH, NJW 1976, 1890).".

References: § 847
 § 1300
 § 1300
 § 847
 § 270
 § 261
 § 847
 § 1300
 § 847
 § 1300
 § 270
 § 261
 § 847
 BGH 
 § 847
 BGH 
 § 116
 § 847