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Timestamp: 2019-09-21 03:31:14+00:00

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Titan Stauchung nach Autounfall [Archiv] - Tour Magazin Forum
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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Titan Stauchung nach Autounfall
ich habe meinen ersten Radunfall mit einem Auto hinter mir. Der Autofahrer hat mit seinem Tiguan eine Vollbremsung vollzogen nachdem eine Katze auf die Straße gelaufen ist.
Ausweichen war nicht mehr möglich, ich bin mit rund 20 bis 25 kmh mit dem Helm in die Heckscheibe gerasselt nachdem mein Vorderrad an die Stoßstange geknallt ist. Das Vorderrad hat komischerweise keinen Höhenschlag. Am Ende wurden meine Platzwunden mit rund 20 Stichen im Gesicht genäht. Ich habe einen Schutzengel gehabt, denn es sind keine Knochen gebrochen oder sonstiges.
Jedoch ist der Titan Rahmen gestaucht und gedellt worden. Könnt ihr mit anhand der Bilder eine erste Einschätzung geben, ob der Rahmen weiter verwendet werden kann oder ob man ihn "retten kann" ? :heulend:
Hier der Auslieferungszustand.
Frankenstein Akiba
Ich würde anhand der Bilder stark vermuten, dass sich der Lenkwinkel verändert hat, steiler geworden ist. Ich würde damit nicht mehr fahren. Auch wenn ich dem Material vertrauen würde (weiß nicht, ob ich das tue), wird es sich beim Fahren vermutlich deutlich anders anfühlen und eben nicht mehr so, wie es sein sollte.
Der is tot. Beim Fahren wird das Vorderrad zum Unterrohr hin wandern. Mit sowas kann man nach dem Unfall heimfahren, aber mehr nicht. Schade, aber das wird nix nehr.
Kriegst du da was von der Versicherung? Ich glaub wegen Tieren darf man nicht bremsen. Andererseits muss man genug Abstand halten um stets zum Stehen zu kommen. Schwierig.
Ich denke ich werde nix bekommen da mein Abstand als zu wenig eingestuft wird.
Gut dann muss ich wohl in den sauren Apfel beißen.
Weiß nicht was für ein Rahmen das ist, aber er ist zu retten. Dazu muß jedoch ein neues Steuer-, Ober- und Unterrohr eingechweißt werden. Beim Hersteller anfragen, ansonsten macht Rewel so etwas auch für Fremdrahmen, Marwis wäre auch noch ne Idee. Die Gabel ist übrigens nach so etwas ebenfalls reif für die Tonne und nicht leicht gebraucht bei ebay einstellen...
Ob das lohnt? Was bleibt dann noch, wenn Gabel, Steuerrohr, Ober- und Unterrohr für die Tonne sind?
Stadtrad oder Entsorgen.
Sitzrohr, Tretlager, Bremssteg, jeweils zwei Sitz-, Kettenstreben und Ausfallenden und ja das kann sich lohnen, wenn der Rahmen jetzt kein China-Teil ist.
Planetx Rahmenset. Ich werde wohl nach Ersatz suchen.
Danke für eine Einschätzungen.
ich bin sonst nicht der freund von gleich klagen...aber ich habe zumindest teilschuld herausholen können damals, weil in der stvo ein unnotweniges vollbremsen (und eine katze ist nicht notwendig!) verboten ist. wennst rechtsschutzversichert bist würde ich mich da mit der versicherung bzw. anwalt meines vertrauens mal kurzschließen...
vielleicht hilft es...kopf hoch!
Betrifft §4 Abs 1 StVO
Zitat: Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.
Danke sheep für deinen Tipp.
Bei einem Planet X Rahmenset würde ich aufgrund des Wiederbeschaffungswertes echt kein Fass aufmachen.
Meine Meinung. Kann mich da nur Medias anschließen: Stadtrad oder entsorgen, auch, wenn es schade ist. :ü
Kann mich absolut nicht anschließen!
Auch mit Stadt-geschwindigkeit kann man schwer Stürzen.
MIR ist meine Gesundheit zu lieb, als dass ich Sie mit so einem Rahmen ls Stadtrad aufs Spiel setzen würde.
Ich täte ihn bei eBay verticken
Was seht ihr eher als Ersatz ?
Diesen Rahmen oder
https://www.bike24.de/p1271891.html?q=Alr
https://www.bike24.de/p1243886.html?q=C3+cervelo
Bei 700 Pfund lohnt der Stress mit vermeintlichen Brexit und Planetx wohl nicht für das exakt gleiche Rahmenset.
Dir gute Besserung - dem Rahmen ist nicht mehr zu helfen...
Ich glaub wegen Tieren darf man nicht bremsen.
Ich glaube man darf für Kleintiere nicht bremsen. Wenn eine Kuh auf der Straße steht, dann muss man natürlich bremsen. Ich habe aber keine Ahnung, wo die Grenze zwischen Klein- und Großtier ist.
Klar, muss man selber wissen. Ich bin bei so was auch immer eher auf der sicheren Seite. Die Gabel würde ich z.B. keinesfalls mehr fahren - und damit hat sich die Sche eigentlich schon erledigt.
Ich täte ihn bei eBay verticken"Fast neu, geringe Gebrauchsspuren. Geometrie optimiert." :D:D:D
Selbst wenn er riskant überholt und ausgebremst worden wäre, ist es schwer sowas zu beweisen ohne Zeugen.
Ich habe 20 Stiche im Gesicht. Dir Metallbrille hat für einen ordentlichen Cut gesorgt.
Ich habe einen Zeugen der diese unnötige Bremsung bezeugt.
Ich habe mich mit dem Fahrer aber vorher gestritten und bin nach gefahren. Unnötig. Daher wird die Schuld wohl bei mir landen
Ja, kenn ich. Hinterher denke ich auch oft, "Mist, so was kann auch mal schief gehen", wenn ein Autofahrer mal richtig austickt. Im Zweifelsfall hat der dann halt seinen Blechkäfig um sich... :ü
sicher, dass da überhaupt eine Katze war? :confused: Wenn der dich möglicherweise absichtlich ausgebremst hat, würde ich nämlich doch einen Beratungstermin beim RA ausmachen.
So was geht gar nicht, egal, was vorher war!
War da dann wirklich ne Katze?
Und die Katze hast du auch tatsächlich gesehen oder sagt er das nur?
Nach der Aussage des Fahrers war dort etwas wodurch er einen Bremsvorgang einleiten musste. Der Zeuge verneint dies aber ausdrücklich.
Ich habe keine Erinnerung daran, vl wegen des Sturzes.
Ich will einfach keinen Stress vor Gericht haben. Eine Schuld werde ich durch das hinterherfahren bekommen. Habe ich auch so ausgesagt.
Kann ich gut verstehen, dass man sich den Stress des Rechtsweges ersparen will. Wenn man finanziell nicht super knapp aufgestellt ist und für den Ersatz auf jeden Euro von der Versicherung angewiesen ist, würde ich selbst es wohl auch eher als Lernerfahrung sehen - beim nächsten mal die vierrädrigen Meckerköppe mit Ignoranz bestrafen. Ich war auch schon mal kurz davor, einem Cabrio ne Flasche Wasser zu spendieren. Habs nicht gemacht und das hätte auch nur Ärger bedeutet. Aber da muss ich auch noch an mir arbeiten.
Ich wünschte ich hätte so reagiert. Und hätte besonnenen reagiert. Es wird mir eine Lehre sein
Sorry, meiner Meinung nach das letzte, selber nicht mehr fahren wollen aber noch bei eBay verticken
Das klingt für mich in Kombination mit dem Streit vorher nicht mehr nach einer auf den Weg gelaufenen Katze, sondern eher nach provozierendem Ausbremsen – und das »etwas« sollte auch präzisiert werden können ...
Wenn man den Rahmen korrekt beschreibt und und als defekten Unfallrahmen bezeichnet, spricht finde ich nichts dagegen. Gibt sicher Zweckentfremder, die vielleicht nur das Material brauchen oder was weiß ich damit machen wollen.
Ist verständlich, manchmal für einen selbst am besten, wenn man so mit einer Sache einfach abschließen kann.
Wenn der Zeuge tatsächlich explizit bestätigt, daß es keinen Grund zum Bremsen gab, verstärkt sich jedoch der Verdacht eines vorsätzlichen Handelns durch den Autofahrer und zwar gerade wegen des vorangegangenen Streits.
Da geht es dann nicht nur um eventuelle Versicherungsleistungen, sondern um eine Straftat. Wenn dem Fahrer das bewußt gemacht wird, ermöglicht das vielleicht einen Vergleich auch ohne die Mühen einer Gerichtsverhandlung.
Ich würde daher zumindest eine Beratung beim Anwalt in Betracht ziehen. Womöglich wirkt auch das für Dich schon als Entlastung (die Sache in andere Hände zu geben) und hilft bei der Bewältigung des Geschehenen. Ist aber freilich allein Deine Entscheidung und soll nur eine Anregung sein, denn letztlich solltest Du jetzt vor allem das tun, womit Du Dich selbst am besten fühlst.
Den Rahmen + Gabel wollte ich nicht mehr fahren wollen.
Wie sieht es mit den Kosten vom PKW aus?
Wer übernimmt die Krankenkosten? (die Regressabteilung der Krankenkasse fragt nach)
Ich täte zum Anwalt gehen. Das riecht nach Ärger.
Wenn ich keine Ansprüche Stelle und nichts forciere, bleibt dann ein Gerichtstermin aus ?
Ich bin da leider zu unerfahren.
Anwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht suchen und beraten lassen, ein Zeuge hilft hier sehr. Anwälte mögen allerdings einen Rechtsstreit, daher vor weiteren Massnahmen noch einmal drüber schlafen.
Vielen Dank Kathrin. Ich habe den Schaden am Pkw meiner Haftpflicht gemeldet. Dort sind die Stoßstange und der Spoiler platt.
Ein Schreiben der Polizei habe ich noch nicht erhalten.
Ohne Details zu kennen/ vorbehaltlich dieser Details -
sofern es einen Zeugen gibt, würde ich das bei dieser Schilderung aber def. weiter (anwaltlich) verfolgen lassen - zumind. eine (sog. Erst)beratung beim (Fach)anwalt wäre mMn nicht verkehrt.
Dein etwaiger Mitverursachungsbeitrag tritt da ganz schnell - ggf. sogar vollständig - zurück, wenn sich ein grundloses "Ausbremsen" als "überzeugender" darstellen sollte... (strafrechtl. Beurteilung außen vor - anderer "Maßstab"... - hier kann man aber ggf. parallel vorgehen).
So oder so gute Besserung!
So oder so gute Besserung!.
Ich nehme eure Ratschläge zu Kenntnis und wende mich mit den schreiben der Polizei an meinen Anwalt. Vielen Dank.
kommt da überhaupt was von der Polizei ?
ich würde gleich zum Anwalt gehen.
Sie haben meine Aussage aufgenommen und leiten das an einen Sachverständigen der Polizei weiter. Von dem soll ich etwas bekommen.
Zugegeben habe ich den Streit und das ich hinterher gefahren bin. Bis es gerumpst hat.
auf das Schreiben der Polizei würde ich nichts geben – da ärgert man sich am Ende immer nur drüber was da verzapft wird. Aus der Aussgae »ich hab gedacht der Abständ hätte ausgereicht« hat die Polizei bei einer Bekannten ein »Fahrer hat die Radfahrerin übersehen« gemacht. (Sie wurde von hinten mit Beschleunigung umgefahren)
Offizialdelikte werden von der Staatsanwaltschaft zwar ohne Strafantrag verfolgt. Aber hier müßtest Du erst einmal darauf aufmerksam machen, daß ein Verdacht auf eine Straftat besteht. Das weiß die Polizei (wenn sie nicht gerade selbst etwas beobachtet) schließlich nicht. Ob ein Strafverfahren dann tatsächlich eingeleitet wird, ist damit aber nicht festgelegt. Eine Anzeige müßtest Du auf jeden Fall machen, es handelt sich ja auch um eine komplett andere Geschichte als der mögliche Verstoß gegen Die StVO wegen des plötzlichen Bremsens.
Aber wie schon geschrieben, würde ich zunächst eine unverbindliche Beratung bei einem Anwalt empfehlen.
Das sind auch 2 Paar Schuhe: Strafrecht und Zivilrecht.
Beim Strafrechtsprozess ist es im Grunde genommen für dich egal, was da raus kommt. Evtl. kann man da die Ermittlungsergebnisse der Polizei für seine Zivilrechtsansprüche "benutzen". Der Fahrer wird aber mindestens polizeilich aktenkundig. Beim zweiten, oder dritten... oder fünfundvierzigsten Vergehen, bekommt er von der Justiz vielleicht dann doch einmal ordentlich etwas auf den Deckel.
Wichtig für dich (im materiellen Sinne), ist die zivilrechtliche Auseinandersetzung. Hier musst du unbedingt(!!! wie auch von allen empfohlen) erstmal zum Anwalt und ein Beratungsgespräch führen (da klären sich auch schnell die Kosten und die Aussichten auf Erfolg. Manche machen sogar das Erstgespräch kostenlos, das geht auch fix telefonisch).
Selbst wenn es aus der eigenen Sicht (und evtl. der Sicht anderer) nix zu holen gibt... Geh zum Anwalt! Manchmal stecken da nämlich noch Beträge drin, die das eigene Vorstellungsvermögen übertreffen (Spätfolgen des Unfalls, usw.)
In solchen Fällen immer RA (Verkehrsrecht) hinzuziehen. Wenn Aussage gegen Aussage steht (z. B. Zeuge vs. Unfallbeteiligtem), bedeutet die polizeiliche Unfallaufnahme vor Gericht erst einmal gar nichts.
Dein Unfallgegner will doch seinen Schaden von deiner Versicherung ersetzt haben. Der würde ich mal schreiben, dass es einen Streit gab. Dann eine Vollbremsung und du, sowie ein Zeuge kein Hindernis gesehen haben.
Dann muss der Unfallgegner dir (gerichtlich) nachweisen das da eine Katze war - gegen 2 Aussagen.
Vollkommen richtig! Die PHV hat in erster Linie erstmal eine Rechtsschutzfunktion. Die prüft, ob überhaupt ein Anspruch für den geschädigten besteht.
Die mussten dir mit 20 (!!!) Stichen das Gesicht zusammen nähen, da würde ich nicht so einfach nachgeben, wenn ein Zeuge bestätigen würde, dass da kein Grund für eine Vollbremsung bestand. Wer weiß, was da noch gesundheitlich auf dich zukommt. Lass dich beraten!
Kann zwar verstehen, dass man auf die ganze Sache nicht stolz ist und man am liebsten einen Abschluß hätte, aber in dem Fall würde ich auf jeden Fall den Termin beim RA wahrnehmen!
Dass RA grundsätzlich drauf erpicht sind, auch aussichtslose Prozesse unbedingt führen zu wollen, ist ein Märchen.
Das mag es geben, ist aber sicher nicht die Regel!
ich sag nur Gute Besserung :)
Ich persönlich finde das schäbig und unverantwortlich. Aber das muss jeder selber mit seinem Gewissen aus machen.
Wenn du meine Katze anfahren oder töten würdest - kannst du dir sicher sein das ich nicht so einfach hinnehmen würde (nett ausgedrückt)
Es könnte aber auch sein das eine Katze nicht vorhanden war sondern es nur ein Vorwand ist - um eine Straftat des Autofahrers zu vertuschen. Das müsste der Treaderöffner sich überlegen ob dieser Autofahrer einen solchen Eindruck machte.
Ist ja nicht whitesheeps Meinung, dass man einfach drüber fahren könne, sondern da gibt´s Urteile, wann ein Ausweichen oder Abbremsen bei Tieren auf der Fahrbahn als zwingend notwendig angesehen wird und wann nicht.
Das fließt in die Bewertung der Schuldfrage ein, sofern eine Katze da gewesen ist...
Definitiv zum Anwalt. Wenn es wirklich keine Katze gab ist das auch viel mehr. Den Autofahrern muss klar sein in einer potentiell tödlichen Waffe zu sitzen. Und offenbar hat der ein Charakterproblem. Zwischen schimpfen und hinter fahren und jemandem das Gesicht zu zertrümmern besteht schon ein Unterschied. Und solche Typen schieben beim nächsten Mal den provozierenden Teenager mit der Stoßstange vom Zebrastreifen....
Ich habe heute auf nur 115 km Radtour 1 Ente 1 Reh 1 Wildschwein gesehen ..alle totgefahren ..
Der Sachverhalt legt nahe, dass der Streit einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und eine daraus resultierende Körperverletzung provoziert hat. Wenn es einen Zeugen gibt, der bestätigt, das da keine Katze war, hast Du sehr gute Chancen auf Schadenersatz. Aber vor allem: dann wird es für den Autofahrer strafrechtlich relevant und ich finde, dass er das vollkommen verdient hätte in diesem Fall ...
Und das ..
... kommt noch dazu. Ein vorschnelles Schuldeingeständnis könnte dazu führen, dass der Autofahrer Ansprüche an Dich stellt. Weil er plötzlich Schrammen entdeckt und seine Karre lackieren lässt z.B. ...
Das ist definitiv ein Fall für einen Anwalt ...
Anwalt ist auf jeden Fall sinnvoll. Aber wenn man nach so einem Unfall auch mal vorschnell Blödsinn erzählt, kann man das auch nicht immer für voll nehmen. Sowas wissen natürlich auch Anwälte.
Ich hatte vor ein paar Jahren auch einen ähnlichen Unfall und war auch beim Anwalt. Allerdings war bei mir die Schuldfrage eindeutig, nämlich bei der gegnerischen Partei. Die erste Frage vom Anwalt war, ob ich eine Rechtsschutzversicherung habe. Hatte ich nicht, hätte ich eine gehabt, hätte er direkt Klage eingereicht, denn das beschleunigt die ganze Sache ungemein. So hat es sich über ein Jahr hingezogen, bis ich meinen Schadensersatz hatte. Und das obwohl die Schuldfrage eindeutig war.
Ansprüche werden schon deine Versicherungen stellen: HP und KV. Gerade mit KV ist nicht zu spaßen.
Eventuell hast hier gerade noch etwas gelernt: man macht NIE, NIE, NIE irgendwelche Angaben gegenüber der Polizei - außer den Personalien - wenn man von juristischen Dingen keine Ahnung hat, also nicht erfolgreich Jura studiert hat.
Hinterherfahren ist doch unerheblich. Du bist halt in die gleiche Richtung gefahren, wie der PKW-Fahrer, nach dem Streit. Worum ging es denn dabei überhaupt? Das ist ein freies Land und man darf dahin fahren, wohin man möchte. Sicherheitsabstand bei 25 km/h sind 7 - 8 m, die hast du bestimmt eingehalten. Also alles easy für dich.
Wenn du jetzt den Verdacht hast, dass unnötig und scharf gebremst wurde, soll doch die Staatsanwaltschaft ermitteln, was war. Das bist du auch der Solidargemeinschaft der Krankenversicherten schuldig und so ein Gerichtsverfahren ist immer überaus lehrreich. Da du scheinbar ziemlich 'grün' hinter den Ohren bist, bleibt dir nichts anderes übrig als einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Frage vorher bei deiner HP nach, ob die einen speziellen Anwalt beauftragen wollen oder ob du da frei bist.
Der blöde Rahmen ist doch echt wumpe, das ist ein Stück Metall für ein paar Euro. Deine Krankenbehandlung dürfte ein vielfaches gekostet haben und obendrein steht eine Straftat im Raum. Wenn der dich wirklich ausgebremst hat, dann dürfte der kein unbeschriebenes Blatt sein, dann fahren die mit dem Schlitten.
Es steht im übrigen niemals 'Aussage gegen Aussage'. Das ist BS. Du bist eventuell Zeuge einer Straftrat und zur Wahrheit verpflichtet - deine Aussage hat also einiges Gewicht. Wenn du lügst, bist du dran: falsche Verdächtigung. Der Autofahrer ist eventuell Straftäter und darf ungestraft lügen, dass sich die Balken biegen. Es gibt hier also nicht nur einen Zeugen, dass es keine Katze gegeben haben soll, sondern sogar zwei: den Zeugen von oben und DICH!
Wenn die Schuldfrage eindeutig war, wozu braucht der feine Rechtsanwalt noch eine RSV? Die Kostenübernahme ist doch dann geklärt: die Gegenseite und höchstwahrscheinlich die HP. Sowas geht dann doch gar nicht erst vor Gericht, so blöd sind Versicherungen auch nicht. Der hatte wohl keine Lust auf den wenig lukrativen Fall. Dass das Einreichen einer Klage einen Rechtsstreit beschleunigen soll, halte ich für ein modernes Märchen.
Das müsste der Treaderöffner sich überlegen ob dieser Autofahrer einen solchen Eindruck machte.
Nein. Er muss sich überlegen wer welche Behauptung ggf. wie beweisen kann.
Sitzen im KFZ zwei (nicht verwandte) Personen?
Habe ich einen Zeugen?
ja, das ist klar – mir ging es drum, dass man auf den Bericht nix geben kann und vermutlich eher frustriert ist, weil Bullshit geschrieben wurde. Oft ist dann auch der eigene Name falsch geschrieben obwohl man ihn korrekt diktiert hat ... oder Nachname mit Vorname trotz Eindeutigkeit verwechselt.
Keine Ahnung. Bin kein Jurist und auch als Laie in dem Bereich wenig kundig. Wurde mir nur so gesagt.
Unabhängig vom Streit vorher: Wenn der plötzlich bremst (hart) und ein Zeuge sieht keine Katze, dann würde ich sogar auf vorsätzliche Körperverletzung hin klagen wollen.
Von der rechtlichen Theorie her mag es so sein, ethisch ist eine Katze sicherlich jedes Bremsen wert!
Denke auch jeder, der etwas Seelenbildung besitzt, bremst dann.
Natürlich eingedenk der Gesamtsituation, irgendwann wird es natürlich irre, wenn ich dadurch eine Massenkarambolage verursachen würde.
Das Trolley-Problem halt.
Aber das muss man dann erstmal vor Gericht einschätzen lassen.
ich hab ja nie behauptet man soll wegen der katze nicht bremsen :eek:
ich bin ganz bei dir @avis...aber die stvo kennt den begriff ethisch nicht und auch vor gericht (je nach richter) spielt das überhaupt kein thema...
nicht desto trotz dem threadersteller Alles Gute und möge es für Ihn ohne Dauerfolgen bleiben!
Denke auch jeder, der etwas Seelenbildung besitzt, bremst dann.Genau, Katzen sind mehr wert als Menschen.
Nein, ist nicht so. Katzenhalter müssen halt schauen, dass die Tiere nicht auf die Strasse kommen.
Mir tut jedes Tier leid, dass ich plattgefahren auf der Strasse sehe. Aber Menschen gefährden, nur damit möglicherweise eine Katze nicht erwischt wird, geht natürlich überhaupt nicht.
Kann ja vielleicht hier weiter gehen: Katzen und Hunde und Menschen (https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?393496-Katzen-und-Hunden-und-Menschen&p=5901116#post5901116) Finde ich nämlich längst regulierenswert das Thema Bevölkerungsdichte von Tieren.
Ich kenne mittlerweile mehrere Radfahrer die durch Hunde zum Sturz gekommen sind. Eine Katzenleben gegen Verkehrsunfälle mit Menschen aufzuwiegen finde ich ethisch nicht fragwürdig. Wenn dann nur in eine Richtung: Ich möchte keine gebrochenen Knochen haben weil ein anderer Mensch meint ein Hobby ausüben zu müssen (Katze halten) das mich gefährdet.
Weiterer Punkt: Seitdem ich kleine Kinder habe, merke ich erstmal wie viel Lebensqualität verloren geht, weil Parkflächen von Hunden zugesch* sind. Das gilt nicht nur für meinen Stadtteil (der als familienfreundlich gilt), sondern auch für andere Stadtteile sowie andere Städte. Man nimmt es halt erst wahr, wenn man die Kinder aus der Sch* im Seitenstreifen zieht
Und da es hier eigentlich um Katzen geht: Die ka* besonders gern in die Sandkästen auf Spielplätzen.
Ich denke die Städte werden zu voll für Tiere und Menschen. Wer Tiere haben will soll auf's Dorf ziehen. Würde vielleicht auch einer Landflucht entgegen wirken. (habe gerade keinen besonders sozialen Vormittag )
Genau, Katzen sind mehr wert als Menschen.
Nur weil man für eine Katze bremst, hat man ja nicht immer direkt einen Fahrradfahrer auf der Heckscheibe.
Ich bin selber Katzenbesitzer, mir ist aber auch schon eine Katze vors Auto gelaufen ohne dass ich die Chance hatte zu bremsen.
Wenn was auf die Straße huscht (Egal ob Hund, Katze, Reh), ist es denke ich die normale Reaktion in die Bremsen zu gehen. Auch wenn der normale Menschenverstand und die StVO was anderes sagen. Ob man in der 1000/1 Sek immer direkt an den Radfahrer hinter einem Denkt mag ich mal zu bezweifeln.
Trotzdem sollte das aber ein RA prüfen.
Was die grundlegende Wertefrage angeht, bin ich da öfter mal unentschlossen...
Aber dass dem Tier immer der Vorzug gegeben werden soll habe ich auch nicht geschrieben.
Siehe auch Beitrag über mir.
Eine Katze ist kein Hase oder Meerschwein - die Sache ist manchmal nicht so einfach, wie auf's Papier geschrieben.
Vor 2 Jahre ist uns eine Katze zugelaufen, um die wir uns seither kümmern. Ist ein Wildfang und Freigänger, wenn wir die nachts ins Haus sperren, dreht sie am Rad und keiner machte mehr ein Auge zu. Hatten wir ein paar Mal nach schweren Verletzungen mit nachfolgenden OPs, das hält man nicht mehr als eine schlaflose Nacht durch.
Alternative lautet dauerhaft aussperren in der Hoffnung, sie findet ein anderes zuhause (Problem wäre dann nicht gelöst, nur verlagert) oder Tierheim (quillt bei uns über!) oder sie am nächsten Bach ersäufen :eek: war nur Spaß ;)
Schau mal in südliche Länder, dort sind ungezählte streunende und herrenlose Katzen unterwegs, das Problem kann bei uns also nicht so groß sein. Einzelfälle wie hier (sofern es überhaupt eine Katze gab!) gibt es immer und sind nicht schön.
M. W. ist eine Katze (oder ein Hund etc.) juristisch gesehen eine "Sache". Das (unabsichtliche) Überfahren einer Katze demzufolge "Sachbeschädigung" (im Unterschied zu absichtlichem Überfahren - ja, das gibt es...). Das schliesst die Güterabwägung ein, ob ich als Fahrer eines KFZ für die "Sache" eine verkehrsgefährdende Vollbremsung vornehmen will/verantworten kann oder eben nicht.
Im übrigen ist der nachfolgende Verkehr natürlich gehalten, stets so zu fahren, dass er bei plötzlich stockendem Verkehrsfluß anhalten kann. Das ist bei den üblichen Auffahrunfällen i. d. R. hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung entscheidend: Du musst auch auf einer BAB bei fliessendem Verkehr mit plötzlichem Stocken rechnen und das Fahrzeug zum Stehen bringen können.
Eine möglicherweise mit voller Absicht ohne äusseren Grund vorgenommene Vollbremsung ist eine Sache, die ein Richter beurteilen sollte. Dabei sind Zeugen für das Fehlen des äusseren Grundes entscheidend.
Ist etwas komplizierter. § 90 a BGB bestimmt explizit, das Tiere keine Sachen sind. Das heißt, eine rein wirtschaftlichge Betrachtung ist ausgeschlossen, etwa, wenn ein Tier schuldhaft verletzt wurd und die Tierarztkosten den "Wert" des Tieres um ein Vielfaches übersteigen.
Bei Unfällen wie diesem hier geht es aber - mal unterstellt, eine Katze wäre da gewesen – immer um eine Güterabwägung.
Hier war ein Radfahrer hintendran - und da bringt jedes harte Bremsmanöver, das einen Auffahrunfall provozieren kann automatisch eine Gefährdung an Leib & Leben mit sich. Schon aus diesem Grund würde dem Bremser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Teilschuld zugesprochen.
Anders z.B. in einer 30 Zone mit einem Auto im Rückspiegel. Da darf der Bremser davon ausgehen, dass maximal ein kleiner Blechschaden zustande kommt, was auch das Bremsen für eine Katze voll und ganz rechtfertigen kann.
Gibts Zeugen, dass da eine Katze war oder könnte es eine reine Schutzbehauptung sein, um dem dicht auffahrenden Radfahrer mit einer Vollbremsung einfach mal "anständiges Fahrverhalten" beizubringen?
Das ist alles komplett irrelevant. Man darf halt einfach keine unbegründeten Vollbremsungen machen. Und eine Katze gilt (zurecht) nicht als Grund.
Na, das sehe ich grundsätzlich wirklich völlig anders.
Wenn hinter dir ein paar Meter Platz sind, und Tempo 40, würdest du doch wohl auch Bremsen?!
Fährt man 100km/h sieht das anders aus.
Ja, der Punkt, an dem es für die anderen Verkehrsteilnehmer unmöglich wird noch entsprechend zu bremsen, ist eben auch nicht so völlig eindeutig.
Jeder ist ja anders aufmerksam, fähig, etc.
Wer bei einer Vollbremsung nicht halte konnte, hatte zuwenig Abstand. Basta.
Dazu ist man nämlich auch ganz wesentlich angehalten.
Umgekehrt soll man alles plattbügeln, weil ja ggfs. irgendwer hinter einem pennt und/oder viel zu nah dran ist und somit auffährt?! :rolleyes:
Wegen dem Rahmen, wurde mal in eine Metallverarbeitungsfima gehen, die mit Maschinen "biegen". Angst hätte ich nicht, wegen einem spontanen Versagen bezüglich der Materialstabilität von Titan. Anders als bei Alu (oder eventuell Stahl).
[...] Die Revision sei teilweise erfolgreich. Soweit das Landgericht das Ausbremsen von N als fahrlässigen Eingriff in den Straßenverkehr gewertet habe, werde der Schuldspruch von den Feststellungen nicht getragen. Ein vorschriftswidriges Verhalten im fließenden Verkehr sei dann von § 315 b StGB erfasst, wenn ein Fahrzeugführer das von ihm gesteuerte Kfz in verkehrsfeindlicher Einstellung bewusst zweckwidrig einsetze, er mithin in der Absicht handele, den Verkehrsvorgang zu einem Eingriff in den Straßenverkehr zu „pervertieren“, (1) und es ihm darauf ankomme, durch diesen in die Sicherheit des Straßenverkehrs einzugreifen. Darüber hinaus setze die Strafbarkeit voraus, dass durch den Eingriff Leib und Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert konkret gefährdet werden. (2) Schließlich müsse das Fahrzeug mit Schädigungsvorsatz – etwa als Waffe oder Schadenswerkzeug – missbraucht werden.
(Q: https://www.anwalt.de/rechtstipps/bgh-kein-gefaehrlicher-eingriff-in-den-strassenverkehr-allein-durch-scharfes-ausbremsen_095884.html)
Meiner Meinung nach könnte man einen Anfangsverdacht einer Straftat schon wegen (1) unterstellen, so wie der Fall vom TE geschildert wurde. Ursprünglich war es wohl eine "Verkehrs-erzieherische Maßnahme" des Autofahrers, der mal dem Radfahrer die "Stärke seiner Argumente" darlegen wollte. Bei (2) wird es "schwammig" für den TE.
Wenn "kein" Abstand oder "zu wenig" Abstand vorhanden war und der Autofahrer vorsätzlich sich dazu entschließt, den Radfahrer, den er im Spiegel hinter sich sieht (und mit dem er einen Streit hatte) auszubremsen ... Auch als Radfahrer einem Autofahrer die Vorfahrt zu nehmen, ist ein Grund, eine solche "Verkehrs-erzieherische Maßnahme" gegenüber einem Radfahrer anzuwenden. Dann kam das große Programm mit Notarzt, Polizei, Krankenhaus ...
Ist etwas komplizierter. § 90 a … Bei Unfällen wie diesem hier geht es aber .. immer um eine Güterabwägung.
Stimmt einerseits - andererseits: So entspannt Zuhause im Sessel oder vorm PC lässt sich die Sache natürlich seelenruhig von allen Seiten beleuchten.
Wenn man im Auto unterwegs ist und sieht irgendwas vor´s Auto zischen, dann hat man üblicherweise nur Sekundenbruchteile Zeit um auf die Bremse zu latschen. Da ist jedenfalls keine Zeit noch mal in die Spiegel zu gucken oder sich über die Schulterhöhe des beweglichen Hindernisses Gedanken zu machen oder oder oder.
Der idealtypische Autofahrer beobachtet aber schon, was sich im Rückspiegel tut und auf den wird auch abgestellt. Aber, dass das schwierig ist und nicht immer gelingt, wird ja berücksichtigt.
"Basta" deckt sich aber nicht mit der Rechtsauffassung. Und ich finde zu Recht: denn die oberste Regel heißt: man soll keinen anderen gefährden - auch wenn der vielleicht selbst einen Fehler gemacht hat. Unnötige / Unsinnige Bremsmanöver werden deshalb zwangsläufig und richtig mit einer Teilschuld belegt, wenn es eine ungefährlichere Alternative gab.
Das Vorderrad hat komischerweise keinen Höhenschlag.
Wie steht es denn um die Carbongabel? Normalerweise sollte die den Hauptteil der Energie auffangen und, letztlich dann, brechen, um den Rahmen zu schuetzen. Wenn die Gabel unversehrt ist wie dein VR, wuerde ich soweit gehen und die Titanrohre in Frage stellen. Dass 3/2 Titanrohr sich so stark verformt ohne zu brechen ist allein schon komisch, wenn gleichzeitig dann noch Gabel und VR intakt bleiben, ist das mehr als merkwuerdig.
Bei einem 90er SLX-Rohr/Gabel hatte ich mal so ein Schadensbild, aber das hat weder die Gabel noch das VR ueberlebt. Kann sich jetzt jeder vorstellen wie butterweich der SLX im Vergleich zum 3/2 ist. (sein sollte)
Fishy 3/2 Rohr. Hier stinkt was.
-TE hat aus ungeklärten Gründen einen Streit mit einem Autofahrer (meist geht hier bereits ein provokantes/rücksichtsloses Verhalten des Autofahrers voraus).
-TE fährt dem Auto nach
-der Autofahrer bremst aus ungeklärter Ursache scharf, der TE knallt ins Auto, stürzt schwer und muss mit 20 Stichen im Gesicht genäht werden
-der Rahmen ist Schrott
-Der Autofahrer will denn Schaden an seinem KFZ über TEs Haftpflicht regulieren
Da es aufwändig wäre und man es als Lehrgeld ansehen könnte sollte TE jetzt nichts machen, weil es sich eventuell um einen günstigen Rahmen handelt? Hallo? Finde nur ich es ein wenig unterwürfig da die Schuld auch nur ansatzweise bei sich zu suchen?
Nein, du bist nicht allein. Ich sage sogar ausdrücklich, ich würde auf Gefechtsgeschwindigkeit gehen und den Typ vor den Kadi zerren und zwar mithilfe eines RA, der Erfahrungen im Verkehrsrecht hat und der zubeissen kann. Und ich behaupte: Diese ominöse Katze kam so seltsam "rechtzeitig" für das Bremsmanöver, dass ich schon deshalb annehme, es gab sie gar nicht. Und das Schöne ist: Auch ein Zeuge ist wortwörtlich davon überzeugt, dass da gar keine Katze war.
Aber die Empfehlung, sich zu ducken und den Schaden als "Lehrgeld abzuschreiben" hört man hier ja oft.
Dafür wird es schon Gründe geben.
Was man sollte und in so einer Situation dann wirklich tut sind aber zwei komplett andere Dinge...
Immer noch vorausgesetzt, dass es wirklich eine Katze gab
Jetzt mal langsam!;)
Du und auch Zeta werfen da eine Menge durcheinander, glaube ich!
"Haken dran machen, Rahmen verschrotten" war ein Rat von vielen, so lange sich noch nicht abgezeichnet hatte, dass hier evtl. ein strafrechtlich Relevantes Verhalten des Autofahrers vorliegt!
Nicht immer alles so hinbiegen, damit es ins eigene Bild passt, Zeta...
Man sollte auch bremsen, wenn Tiere über die Straße rennen, natürlich!
Alleine schon aus ethischen Erwägungen, oder bremst du nicht, wenn Hund und Katze vors Auto rennen?!
Natürlich idealerweise in Abwägung dazu, was das hinter mir auslöst.
Aber auch da besteht eben die Pflicht angemessenen Abstand zu halten und ganz ehrlich, um bei ~23km/h nicht mehr rechtzeitig Bremsen zu können, muss man schon ordentlich eng drauf gehangen haben, Vorderrad nahe an der Stoßstange..was irgendwo auch nicht im Sinne des Erfinders ist...
Ich glaube nicht, dass ich da was durcheinanderwerfe: Die Zitate sind zu Beginn des Threads nachzulesen.
Ob der Autofahrer tatsächlich strafrechtlich belangt werden kann, wird sich ggf. erst noch herausstellen.
Hoffentlich nicht! Andernfalls - wenn du im Strassenverkehr bei wirklich relevanten Sachen nicht tust, was zu tun ist - dann solltest du den Fahrausweis zurückgeben und auch nicht mehr Rad fahren.
Darum gibt es ja typischerweise bei sehr scharfen Bremsmanövern (Vollbremsung) ja auch eine Schuldaufteilung. Und eine Katze oder ein Hund sind halt kein Grund für eine Vollbremsung, bei der ein Auffahrunfall und möglicherweise Personenschaden riskiert werden muss.
Egal, wie gerne man Tiere hat: sie bleiben Tiere und sind nicht nur rechtlich, sondern auch ethisch und moralisch im Sinne eines Wertes den Menschen unterlegen. Aber es ist mir schon klar, dass in Zeiten, wo Frauchen versucht, den Fiffi offiziell zu ehelichen, diese Werte nicht mehr allen bekannt sind. Allerdings erstaunt es mich, dass man dies in einem Rennvelo-Forum diskutieren muss. Oder habt ihr etwa schon offiziell beantragt, eure Rennmaschine zu heiraten?
Oder habt ihr etwa schon offiziell beantragt, eure Rennmaschine zu heiraten?
Wie denn, Polygamie ist ja nicht erlaubt :(
Du sagst es: zu Beginn des Threads. Nichts anderes sage ich auch.
Als klar würde, dass da womöglich mehr hinter steckt, kam klar von allen Seiten der Rat, die Sache vom Anwalt klären zu lassen.
Man sieht, dass man selbst getätigte Aussagen so verknüpfen kann, dass am Ende ein nicht zutreffendes Bild von den anderen Diskutanten gezeichnet werden kann, das freilich nicht zutrifft.
Nicht sympathisch, vor allem, wenn es dann noch in Unterstellungen mündet, wie im letzten Absatz deines Posts.
Ich kann es nur noch einmal betonen: es gab nach den bisherigen Schilderungen ZWEI Zeugen für diese 'Katze': den schon bekannten Zeugen und den TE. Eventuell war es ja eine Katze der Rasse Schrödinger, die sind auch nie da, wo man sie wähnt.
Ich bräuchte hier keinen Anwalt: eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft kann man immer kostenlos stellen. Man schildert den Vorgang wahrheitsgemäß, so weit er einem erinnerlich ist und beantragt 'die Ermittlung wegen aller in Frage kommender Straftaten'. Dann müssen die tätig werden und ermitteln. Wenn die dann keine Straftat erkennen können, wird eingestellt und das war's. Wenn einem das nicht gefällt, kann man noch zur Generalstaatsanwaltschaft, bringt aber nix.
Das alles kostet den Anzeigenerstatter nix, der Service ist kostenlos. Also, warum Geld beim Rechtsanwalt lassen?
Über die Anzeige informiert man die Versicherung, damit die solange die Regulierung einstellt.
Man darf nur nicht lügen. Lügen bedeutet hier, dass man bewusst die Unwahrheit schildert. Das ist strafbar. Falsche Wahrnehmung, Sinnestäuschung usw ist natürlich nicht strafbar.
Der Autofahrer hat mit Sicherheit schon andere Verfahren an der Backe gehabt, wenn der so eine kurze Zündschnur hat. Dann wird der zum Fußgänger.
Naja, das mit der kategorischen ethisch-moralischen Unterlegenheit sehe ich deutlich differenzierter.
Es wäre weiterhin wirklich toll, wenn du mal zwei Postings lang ohne das übliche ad hominem Gestichel auskommen könntest, wirklich!
Brauchst du doch gar nicht, wieso also dauernd?
Und nach wie vor, wer bei ~20km/h mit dem Rennrad nicht mehr bremsen kann, sondern in die Heckscheibe segelt, der fährt einfach viel zu eng auf.
Zumal der vorne ja demzufolge auch nicht viel mehr gefahren sein kann. Und da ist schon die Frage, ob man bei 20 km/h überhaupt noch von Gefahrenbremsungen in diesem Sinne sprechen kann ? Es steht auch nirgends geschrieben, dass ich wegen einer Katze nicht bremsen darf, ich muß nur abwägen- bei 20 kann die Wahl schon mal für die Bremse fallen, bei 140 auf 0 sicher nicht ;).
Danke, eben das meine ich! :)
Der zentrale Punkt dürfte die Frage sein, ob da nicht nur eine "politische" Katze "war" - sprich: ein vorgeschobener Grund, den Radfahrer zu einer Vollbremsung zu zwingen. Wenn kein Zeuge in entsprechender Beobachterposition eine Katze gesehen hat, liegt hier - auch vor Gericht - ein ganz anderer Fall vor als eine "Notbremsung".
Habe ich schon vor Tagen geschrieben. Zuwenig Abstand.
Und das mit der Rechtssprechung ist auch nicht so Glasklar.
... Der Autofahrer hat mit Sicherheit schon andere Verfahren an der Backe gehabt, wenn der so eine kurze Zündschnur hat. ...
Das mit der kurzen Zündschnur könnte die Gegenseite aber genauso gut als Argument heranziehen, wenn man nach einem Streit wie wild einem Auto hinterherjagt. ;) Wissen wir eigentlich, um was es in dem Streit ging? Auch das könnte von beiden Seiten als Argumentation verwendet werden.
Ehrlich gesagt, verstehe ich das ganze Ding nicht. Zunächst spricht er selbst von einer Katze. Dann kommt ein Zeuge ins Spiel, der das verneint. Und obwohl ich nun sonst eher von Mund abputzen spreche - Polizei? Hier wäre es wirklich zwingend gewesen, um die Zeugenaussage zu protokollieren. Jetzt muss man umgedreht nachweisen, dass er ohne Grund vorsätzlich gebremst hat. Wochen später über einen Zeugen? Der Zeuge kann maximal aussagen, dass er selbst kein Hinderniss gesehen hat! Was der Autofahrer mit Anwalt aussagt, dürfte demgegenüber auch klar sein.;) Die Katze wird keiner finden und befragen. So oder so nicht.
Ja natürlich, der Verdacht, dass das Ganze eigentlich andere Ursachen hatte drängt sich ziemlich auf.
Ging mir hier nur grundsätzlich um die Frage, ob man ein Tier überfahren soll, nur weil -mit Verlaub- Leute sich höchst fahrlässig verhalten.
Wie Martinek1977 schrieb, trete ich bei 140km/h brutal auf die Bremse, weil ein Reh quert und löse damit einen schweren Massenunfall aus, ist das eine Sache.
Aber bei ~20km/h, also sehr geringes Wohngebiet-Bushaltestellen-Kindergärten Tempo, sollte, zumindest normativ, wohl jeder für ein Tier bremsen!
Fahren die Leute hinter mir auch nur annähernd korrekt, zieht das auch keine Probleme nach sich.
Aber wer, das Auto ja wohl offenbar strikt beobachtend, bei dem Tempo nicht mehr bremsen kann, sondern durch die Scheibe fliegt, der muss mit dem Vorderreifen wirklich die Stoßstange gekitzelt haben - Steherrennen.
Und das ist -mit Verlaub- höchst fahrlässig.
Mir geht es einfach gehörig gegen den Strich, dass auch dann, wie so oft, Tiere für die Dummheit der Menschen herhalten müssen - den Hund/die Katze töten, nur weil Mancher halt ******* baut.
Ist faktisch leider oft so, sollte aber nicht so sein.
Aber ja, ich vermute auch, dass es keine Katze gab und das ganze Teil eines Streites war.
Dann ist derartig enges Auffahren immer noch Unsinn, aber folgend wohl mutwilliges Bremsen des Autofahrers natürlich seinerseits strafbar und reichlich irre, keine Frage!
~20kmh ist aber deutlich über Fußgängerzonentempo.
Ja natürlich, hast Recht, meinte Tempo-30 Zonen, wie an Bushaltestellen oder Kindergärten, habs korrigiert.
Wenn dem tatsächlich so ist, wie zuletzt beschrieben, Zeta, sprechen wir nicht mehr von einem Verkehrsunfall sondern von einer gefährlichen Körperverletzung vs. Nötigung. Nur dafür braucht es schon ein wenig Futter. Die objektive Spurenlage geht jetzt gegen 0. Anzeigen kann man alles, welche Versicherungen da aufkommen, keine Ahnung? Mich wundert ja auch, dass die Krankenkasse und vorher der Notarzt gar nicht gezuckt hat... .
Hat der Sohn eines guten Freundes auch gemacht.......und ist deswegen tödlich verunglückt.
Und zweitens wie schon geschrieben: mit einem dicht auffahrenden Fahrradfahrer im Rückspiegel ergibt sich auch bei niedriger Geschwindigkeit eine objektiv erkennbare Gefährdung zumindest der körperlichen Unversehrtheit.
Das ist in dieser Hinsicht ein glasklarer Fall einer unverhältnismäßigen Vollbremsung. Übrigens bei einer wie hier angenommenen niedrigen Eigengeschwindigkeit würde das sehr sicher auch noch gelten, wäre es statt der Katze ein Wildschwein gewesen ...
So ohne jeden Kontext kann man da mehr nicht zu sagen.
Schlimm ist sowas, aber es ist auch schon mal jemand durch eine Haustür gegangen und wurde vom herabfallenden Blumentopf erschlagen. Will sagen, dass es immer Ausnahmesituationen mit negativem Ausgang geben kann. Die Alternative hieße vorsorglich alles platt fahren, könnte ja wer auffahren. Auch nicht ideal ... bin kein Verkehrsexperte, ich würde annehmen dass das Verkehrsrecht so ausgelegt ist, dass es nicht zum Auffahrunfall kommen kann, wenn die Regeln eingehalten werden und jeder Verkehrsteilnehmer ausreichend aufmerksam ist. Heile Welt ...
Ich hab gerade mal spaßeshalber eine Bremsung von ca 20km/h auf 0 durchgeführt. Gefühlter Anhalteweg mit dem Pkw 1m ( geplant, dafür nicht mit vollem Druck ). Da kommen dann auch dumme Fragen an den Radfahrer, wo er sich dort befunden hat? Fraglich auch, ob ich dafür zwangsläufig alle 3 Rückspiegel bemühen muß, bei langsamer Geradeausfahrt und Bremsung ? Das er ihn gesehen hat, ist bis dato eine Mutmaßung. Nun gibt es das Indiz des vorangegangenen Streites, sicher nicht positiv für den Kfz Führer, aber eben auch nicht für den Radler. Wird das aufgegriffen, können wir Katzen, Schweine oder sonst etwas weglassen, dann sind wir im Bereich von Vorsatzhandlungen ! Aber eben von beiden begangen! Nun wiegt die des Kfz Führers sicher schwerer, aber ob man das Faß jetzt nochmal aufmachen sollte, wo die Krankenkasse offensichtlich anstandslos bezahlt hat ?
Unter den ,,Gefahren'' kann sich ja auch mal ein Kind befinden, was hinter Parkern hervorkommt. Dort wünscht man sich doch auch ein schnelles Bremsen, ohne großes Tamtam ;). Und bei einer Gefahr kann man auch nicht immer sofort unterscheiden, was da kommt. Das Bremsen bei unvorhergesehenen Hindernissen ist meines Erachtens nach auch instinktiv. Sinn und Zweck ist es dabei nicht, den menschlichen Instinkt abzutrainieren, weil es sich ja nur um Sachsen handelt, sondert lediglich unter Extrembedingungen ( z.B. Autobahn) ein wenig die Verhältnismäßigkeit zu beachten.
U... weil es sich ja nur um Sachsen handelt, sondert lediglich unter Extrembedingungen ( z.B. Autobahn) ein wenig die Verhältnismäßigkeit zu beachten.
Also ich bremse auch bei Sachsen …
… wenn es denn sein muss :D:drinken2:;)
Aber auch grundsätzlich, gewissermaßen als antrainierte Reflexhaltung kann ich dieses "ist bloß ein Tier, also immer drüber, damit die Leute hinter mir fahren können wir irre" nur massiv ablehnen!
Eben weil Tiere, für mich jedenfalls, ethisch betrachtet keinesfalls Sachen sind.
... Wird das aufgegriffen, können wir Katzen, Schweine oder sonst etwas weglassen, dann sind wir im Bereich von Vorsatzhandlungen ! Aber eben von beiden begangen! ...
Zumal der Vorsatz dem Autofahrer erstmal nachgewiesen werden muss, beim TO steht er schon fest (da er das so bereits ausgesagt hat). Also sicher keine optimalen Voraussetzungen für ihn.
Ich sehe da kein ad-hominem-Argument, ausser man würde das abschliessend "ihr" so auslegen wollen, was aber eine Frage und kein "ihr seid so doof" ist; bezüglich dem Spott über den Zeitgeist, nun, da muss man sich schon angesprochen fühlen wollen:
Zur zwischenzeitlichen Diskussion: bei 36 km/h fährt man pro Sekunde 10 m. Eine Sekunde ist auch die ungefähre Reaktionszeit. Begreifen, dass man reagieren muss, kann man hinten aber erst, wenn der vorne schon zu bremsen begonnen hat. Dann fährt der nur noch meinetwegen 25 km/h und wird innert null komma plötzlich (= vielleicht 2 m) zum Stand kommen.
Wenn man nun 15 m hinterher fährt - durchaus üblich, bei 36 km/h (man sieht Autos allenthalben enger hintereinender) - dann verliert man von den 15 m 10 m durch die Reaktionszeit, verliert eine halbe Sekunde, bist man überhaupt begreift, dass der vorne gebremst hat (also bis der ca 25 km/h fährt), das sind dann nochmals 5 m, gewinnt 2 m dadurch, dass der vodere dabei auch noch nicht steht. Das macht dann Summa summarum:
15 m Anfangsabstand - 10 m Reaktionszeit - 5 m Begreifzeit, dass man überhaupt reagieren sollte + 2 m. D.h., die Kollisionsgeschwindigkeit entsprchicht 36 km/h - der Geschwindigkeitsreduktion, die man selber innert 2 m hinbringt (das sind dann locker 25 bis 30 km/h, da die Bremswirkung am Anfang noch gering ist).
Natürlich kann man mit den Zahlen hin und her spielen und wird v.a. für langsame Tempi feststellen, dass der hintere zunehmend bessere Karten kriegt um zu Bremsen. Aber es wird bei normalem, heute üblichen und leider nicht grosszügigem Abstand wirklich schwierig bei einer Vollbremsung des vorderen Fahrzeuges nicht aufzufahren.
Ich fürchte, die Fraktion "wer auffährt war zwingend zu nahe dran (oder passte nicht gut genug auf)" ist sich dessen nicht bewusst.
Disclaimer: selber ich hatte noch nie eine Auffahrtskollision und bin auch nie - *an den Kopf fass* - in ein Tier, Kind oder überhaupt in einen anderen Verkehrsteilnehmer gefahren (ausser im Rennsport).
Och ehrlich jetzt?
"Aber es ist mir schon klar, dass in Zeiten, wo Frauchen versucht, den Fiffi offiziell zu ehelichen, diese Werte nicht mehr allen bekannt sind. Allerdings erstaunt es mich, dass man dies in einem Rennvelo-Forum diskutieren muss. Oder habt ihr etwa schon offiziell beantragt, eure Rennmaschine zu heiraten?"
Reine Polemik und somit ganz stark in der Schneise des ad hominem.
Zudem suggerieren rhetorische Fragen sehr wohl oft eine deskriptive Aussage.
Wie auch ganz eindeutig der Bezug zwischen den hundeheiratenden Menschen und uns -heiraten wir Rennräder?!- aufgestellt wird.
Aber das weißt du auch selber alles genau, ist wirklich albern. :rolleyes:
:eek:Auweh - muss ich jetzt ins Schwein einzahlen oder bekomme ich was raus? :confused::D
Darauf wird es wohl hinauslaufen, wenn sonst nichts Konkretisierbares vorliegt.
Das ist ja letztlich der Sinn der Abstandsregel.
Letzten Endes ist es bitteres Lehrgeld für den TE, aber möglicherweise hilfreich für uns alle: nämlich, um sich selber mal wieder klar zu machen, wie schnell es schief gehen kann, wie wichtig es ist, genügend Abstand zu halten.
Es ist doch, wenn man sich eigene Fahrten (vor allem in der Stadt) ansieht, immer wieder mal der Fall, dass man zu dicht hinter Autos her fährt. Fast immer geht es gut. Aber halt nur fast... Erstaunlich, wie oft man solche Grundregeln auf dem Rad "vergisst", wenn es ewig lang gut gegangen ist.
Wirklich nicht böse gemeint, aber wer derartig eng auffährt ist irgendwo selber schuld.
Da dann zu verlangen lieber das Tier zu töten, nur damit demjenigen, der so ein fahrlässiges Verhalten zeigt, nichts geschieht, das kann ich auch nicht verstehen! Hauptsache dem sehr dumm handelnden Menschen passiert nichts...ähm, nee!
Also, haltet Abstand!
Wir müssen auch erkennen dass Titan nicht alles wegflexen kann.
Ich habe sowas in milderer Form auch mal erlebt und dabei einen Autofahrer vor Gericht gebracht. Das ist fahrlässige Körperverletzung geworden und nicht nur Eingriff in den Straßenverkehr. Mein Abstand hat dabei keine Rolle gespielt.
Mein Gedankengang war eher, dass das nicht wegen Schmerzensgeld, Rahmenersetzung usw. einen Anwalt nehmen, sondern dass der Autofahrer nicht auf einmal seinen Wagen auf meine Kosten wieder Instand setzt. Für mich riecht es Ärger vom PKW Fahrer aus kommend. Dass der einen noch an den Karren p.issen will.
Interessant! In welcher Region Schlands war das?
Ein relativ krasser Fall von "Belehrung" in der Altmark hat kürzlich, trotz eines schwerverletzten Rennradlers, nur zu einem Verfahren wegen "Gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr" geführt. Der KFZ-Fahrer hat sich vor die beiden RR gesetzt und vollgebremst. Einer der RR ist dabei auf das KFZ aufgelaufen. Ich kenne die örtlichen Gegebenheiten - und ich kenne die lokalen Befindlichkeiten...
Mein Gedankengang war eher, dass das nicht wegen Schmerzensgeld, Rahmenersetzung usw. einen Anwalt nehmen, sondern dass der Autofahrer nicht auf einmal seinen Wagen auf meine Kosten wieder Instand setzt. ...
Davon kannst Du ziemlich sicher ausgehen, dass der seinen Schaden ersetzt haben will. Hatte der TO diesbezüglich nicht auch schon mit seiner Haftpflicht gesprochen?
Also ich finde die Lehre daraus sollte eher sein in so einem Fall, bei dem es nicht glimpflich abgelaufen ist, die Polizei zu rufen und sofort einen Anwalt einzuschalten.
Ausreichend Abstand einhalten schadet natürlich trotzdem nicht.
Ich würde dem TE nach wie vor zu Anwalt und Anzeige raten. Je nachdem wie das Ganze von Anfang bis zum Schluss abgelaufen ist, glaubt dem Autofahrer die Katze kein Mensch. Der wird sicher nichts draus lernen, wenn er mit so einer Nummer durchkommt. Wichtiger wäre nämlich, dass der Täter etwas daraus lernt, nicht der Geschädigte.
Oh ja, ich erinnere mich an den Fall! :(
Sind halt auch wieder zwei verschiedene Dinge: Das weitere Vorgehen des TE in dem Fall und die möglichen Konsequenzen, die man vielleicht selber für den eigenen Rennrad-Alltag daraus ziehen kann. ;)
Ich habe das im TV eher zufällig gesehen. War es im Mittagsmagazin, Leute heute??? Weiß nicht mehr, irgendso eine Sendung.
Ist aber noch nicht so lange her.
Vielleicht hat Zeta ja einen Link?!
Ich habe das auf der MDR-Seite gelesen, den Text (Kurzmeldung) herauskopiert und im "Die Zusammenstösse häufen sich-"Thread gepostet - mehr habe ich leider bisher auch nicht.
Sachsen-Anhalt ist leider ein Fall für sich, was derartige Vorkommnisse und ihre Ahndung angeht. Deshalb wüsste ich gerne, in welcher Region ein Gericht so etwas als Körperverletzung wertet.
In so einem Fall erstaunt mich das schon, Revision würde ich als Geschädigter anstreben.
Habs gefunden, das hier?
https://www.volksstimme.de/lokal/kloetze/unfall-rennradfahrer-schwer-verletzt
Aber das geht ja erst los, kann noch mehr draus werden.
Der §315B StGB ist aber höherwertiger, als der § 229 StGB!
Da wird juristisch sogar derart argumentiert:
n einer neueren Entscheidung stellt der BGH fest, dass er an dieser Rechtsprechung im Grundsatz festhält, jedoch müsse berücksichtigt werden, dass zu dem bewusst zweckwidrigen Einsatz eines Fahrzeugs in verkehrsfeindlicher Einstellung hinzukommen müsse, dass das Fahrzeug mit (mindestens bedingtem) Schädigungsvorsatz - etwa als Waffe oder Schadenswerkzeug - missbraucht wird. Erst dann läge eine - über den Tatbestand des § 315 c StGB hinausgehende - verkehrs-atypische "Pervertierung" des Verkehrsvorgangs zu einem gefährlichen "Eingriff" in den Straßenverkehr im Sinne des § 315 b Abs. 1 StGB vor (BGH 4 StR 228, 02 v. 20.02.2003).
Als vielmehr geht nicht ! Hier möchtest du dich revidieren, zeta .;)
Es ist noch nicht klar, was dann tatsächlich zur Verhandlung kommt. "Fahrzeug als Waffe" wird es nicht werden, da bin ich ganz sicher. Und selbst wenn: So wie ich die Justiz in Haseloffs kleiner DDR kenne, wird sie auch dann versuchen, den Fall herunterzurechnen, wo irgend möglich. Immerhin wird die Sache nicht in Dessau verhandelt - man kann also von der Anwendung geltenden Rechts ausgehen. Ich wäre am Fortgang der Geschichte interessiert - der MDR wird aber mit Gewissheit nicht weiter darüber berichten: Schliesslich trug das Opfer einen Helm... Und ein "Volksstimme"-Abo werde ich mir deshalb nicht zulegen :D.
Und: In Sachsen-Anhalt ist es mir schon passiert, dass ich wild angehupt worden bin aus dem einzigen Grund, dass ich auf der Strasse gefahren bin - ich war sozusagen einfach "da" (nein, kein "Radweg" und, natürlich, Kennzeichen MER). Im Falle dieses Bundeslandes neige ich zu ausführlichem OT, deshalb höre ich mal sofort wieder auf. SAH ist jedenfalls vollkommen und uneingeschränkt zu recht das Schlußlicht in Schland - jeder andere Status wäre unverdient.
Ich hoffe das, bezweifle aber, dass es so kommen wird.
Du, ich schätze ja deine rhetorischen Fähigkeiten. Hier haben du und ein Vorschreiber schlicht einen fachlichen Fehler verarbeitet. Die Kollegen haben zunächst ordentlich angezeigt, keinesfalls schlechter, als jene im Altbundesgebiet. Da musst nicht gleich das nächste Faß aufmachen ;).Im Westen gibt es diesbezüglich auch himmelweite Unterschiede, als das man hier mit derartigen Begriffskalibern schießen müsste.
Ich sage dir voraus: Der Kerl wird billig davonkommen.
Ja, es gibt auch in den Altbundesländern derartige Erscheinungen - vor allem in Ballungsgebieten.
Aber das ist ja keine Entschuldigung.

References: §4
 § 90
 § 315
 § 90
 §315
 § 229
 BGH 
 § 315
 § 315