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Timestamp: 2020-07-08 14:53:05+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 2002, 20 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 15.09.2000
https://dejure.org/2001,613
BGH, 07.06.2001 - I ZR 49/99 (https://dejure.org/2001,613)
BGH, Entscheidung vom 07.06.2001 - I ZR 49/99 (https://dejure.org/2001,613)
BGH, Entscheidung vom 07. Juni 2001 - I ZR 49/99 (https://dejure.org/2001,613)
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BGB §§ 133 B, 157 Ga
Führungsklausel - Transportversicherungsvertrag - Ermächtigung - Gewilkürte Prozeßstandschaft - Mitversicherte
HGB, Klagebefugnis, Prozessstandschaft
Zur Frage, ob einer Führungsklausel in einem Transportversicherungsvertrag die Ermächtigung zu entnehmen ist, die mehreren Mitversicherern zustehenden Ansprüche im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft einzuklagen
Verfahrensrecht - Prozessstandschaft
BGB §§ 133, 164 Abs. 1, § 185; VVG § 67
Geltendmachung der den Mitversicherern zustehenden Ansprüchen durch den in einer Führungsklausel bezeichneten Versicherer im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft im eigenen Namen
NJW-RR 2002, 20
MDR 2002, 216 (Ls.)
VersR 2002, 117
WM 2002, 85
Vertragsangebote sind als empfangsbedürftige Willenserklärungen so auszulegen, wie sie der Empfänger nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste (BGHZ 36, 30, 33 ; 103, 275, 280 ; BGH, Urt. v. 7.6.2001 - I ZR 49/99, NJW-RR 2002, 20, 22).
aa) Allerdings kann die Auslegung der Erklärungen der Parteien durch das Berufungsgericht vom Revisionsgericht nur darauf überprüft werden, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (BGH, Urt. v. 7.6.2001 - I ZR 49/99, NJW-RR 2002, 20, 21).
Bei der Auslegung einer empfangsbedürftigen Willenserklärung (§§ 133, 157 BGB) kommt es darauf an, wie ein objektiver Betrachter in der Lage des Erklärungsempfängers unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls nach Treu und Glauben und mit Rücksicht auf die Verkehrssitte die Erklärung verstehen musste (ständige Rechtsprechung, z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 7. Juni 2001 I ZR 49/99, Wertpapier-Mitteilungen/Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht 2002, 85, unter II.3.a, m.w.N.;… MünchKommBGB/Schramm, 4. Aufl., § 164 BGB Rdnr. 21 ff.).
Im Falle der gewillkürten Prozessstandschaft tritt die Verjährungshemmung erst in dem Augenblick ein, in dem diese prozessual offen gelegt wird oder offensichtlich ist (…Senatsurteil vom 5. Mai 2011 - III ZR 305/09, NVwZ 2011, 1150 Rn. 35; BGH, Urteile vom 7. Juni 2001 - I ZR 49/99, NJW-RR 2002, 20, 22; vom 16. September 1999 - VII ZR 385/98, WM 2000, 77, 78; vom 3. Juli 1980 - IVa ZR 38/80, BGHZ 78, 1, 6 und vom 30. Mai 1972 - I ZR 75/71, NJW 1972, 1580, noch zur Verjährungsunterbrechung nach § 209 Abs. 1 BGB a.F.).
BSG, 17.12.2014 - B 8 SO 19/13 R
Sozialhilfe - stationäre Unterbringung - örtliche Zuständigkeit - letzter …
Doch hat L diese Befugnis prozessual wirksam dem Kläger übertragen (gewillkürte Prozessstandschaft;… zu den Zulässigkeitsvoraussetzungen vgl nur Baumbach/Lauterbach/Albers/ Hartmann, ZPO, 72. Aufl 2014, Grdz § 50 RdNr 29 f;… Zöller, ZPO, 30. Aufl 2014, vor § 50 RdNr 42 ff, insbesondere RdNr 49) und diesem unter Berücksichtigung des Inhalts der Erklärung auch das Recht eingeräumt, Zahlung an sich selbst zu verlangen (vgl dazu nur BGH, Urteil vom 7.6.2001 - I ZR 49/99).
Das reicht zur Annahme eines eigenen schutzwürdigen Interesses an der Geltendmachung eines fremden Rechts im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft aus (vgl. BGH, Urt. v. 7.6.2001 - I ZR 49/99, TranspR 2001, 479, 480).
Die verjährungshemmende Wirkung tritt im Fall der gewillkürten Prozessstandschaft aber erst in dem Augenblick ein, in dem diese prozessual offengelegt wird oder offensichtlich ist (BGH Urteil vom 7.6.2001 - I ZR 49/99, NJW-RR 2002, 20 mwN) .
Die Ermächtigung zur gewillkürten Prozessstandschaft kann sich aus schlüssigem Verhalten (BGHZ 25, 250, 260; 94, 117, 122; 145, 383, 386) und auch im Wege der Auslegung ergeben (vgl. BGH, Urt. v. 7. Juni 2001 - I ZR 49/99, NJW-RR 2002, 20, 21).
Bei einer einseitigen Erledigungserklärung ist die Rückkehr zur ursprünglichen Leistungsklage als eine nach § 264 Nr. 2 ZPO zu behandelnde Klageänderung zulässig, solange über den Antrag noch nicht entschieden worden ist (BGH TranspR 2001, 479;… Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl. 2010, § 264 Rn. 3 b).
Die materielle Berechtigung ist nicht nur beim gesetzlichen oder gewillkürten Prozessstandschafter zu bejahen (BGH NJW 1999, 2110; BGH NJW 1980, 2461;… Grothe in Münchener Kommentar, a.a.O., § 204 BGB Rn. 17), sondern auch beim Einziehungsermächtigten, der berechtigt ist, ein fremdes Recht im eigenen Namen geltend zu machen, also Zahlung an sich zu verlangen (BGHZ 78, 5 = NJW 1980, 2461; BGH NJW-RR 2002, 20).
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass im Falle einer gewillkürten Prozessstandschaft die Hemmung der Verjährung erst in dem Augenblick eintritt, in dem diese prozessual offen gelegt wird oder offensichtlich ist (BGHZ 94, 117 = NJW 1985, 1826; BGH NJW-RR 2002, 20 zu § 209 Abs. 1 BGB a.F.;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., vor § 50 ZPO Rn. 47).
BGH, 28.11.2001 - IV ZR 309/00
Haftung eines Frachtführers bei Abhandenkommen des Transportguts während …
OLG Köln, 13.09.2005 - 3 U 40/05
Transportrecht - Prozessführungsbefugnis Hamburger Assekuradeure; …
OLG Braunschweig, 20.02.2020 - 3 W 22/19
Teil-Aussetzung von Verfahren nach § 8 KapMuG im Hinblick auf Feststellungsziele …
LG Darmstadt, 24.09.2002 - 18 O 68/01
Prozessführungsbefungis im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft; …
OLG Köln, 13.06.2007 - 13 U 173/06
Bank als gewillkürte Prozessstandschafterin
OLG Düsseldorf, 15.12.2011 - 24 U 99/11
OLG Hamm, 25.07.2002 - 18 U 182/01
Rechtsnatur einer Führungsklausel in der Transportversicherung; Haftung des …
LG Köln, 22.12.2003 - 24 O 497/01
OLG Düsseldorf, 15.09.2000 - 22 U 35/00
https://dejure.org/2000,4237
OLG Düsseldorf, 15.09.2000 - 22 U 35/00 (https://dejure.org/2000,4237)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 15.09.2000 - 22 U 35/00 (https://dejure.org/2000,4237)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 15. September 2000 - 22 U 35/00 (https://dejure.org/2000,4237)
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BGB §§ 635 638; HOAI § 15
Übertragung von Architektenarbeiten durch mündlichen Auftrag - Objektbeteuung - unzulässiger Verjährungseinwand des Architketen gegenüber mängelrügenden Bauherrn - pflichtwidriges Unterlassen
Haftung - Keine Verjährung bei unterlassener Mängelprüfung
Vermutungswirkung; Beauftragung eines Architekten; Objektbetreuung; Verjährung; Ablauf der Verjährungsfrist; Architektenleistung
Vertragsrecht - Mündlicher Auftrag reicht nicht bis Objektbetreuung
Keine Vermutung für Beauftragung mit der Objektbetreuung (IBR 2001, 206)
LG Krefeld, 07.01.2000 - 5 O 319/99
NJW-RR 2002, 20 (Ls.)
NZBau 2001, 449
BauR 2001, 672
BauR 2002, 531 (Ls.)
Allerdings geht die Rechtsprechung hier erst dann von einer Abnahme aus, wenn eine angemessene Prüffrist verstrichen ist, innerhalb derer der Besteller keine Mängel der "Planung" rügt (vgl. BGH-Urteile vom 20.9.1984 VII ZR 377/83, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1985, 731; vom 25.2.2010 VII ZR 64/09, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 2010, 566; vgl. ferner Urteil des OLG Düsseldorf 15.9.2000 22 U 35/00, BauR 2001, 672).
a) Soweit es die Leistungsphase 9 betrifft, besteht keine Vermutung dahin, dass der Architekt auch hiermit beauftragt worden ist (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2001, 672;… ebenso Locher/Koeble/Frik, HOAI , 9. Aufl., Einleitung Rdnr. 23 a. E.;… vgl. auch OLG Hamm, BauR 1990, 636 - juris-Rdnr. 13 m. w. N.: keine Vermutung für eine "Vollarchitektur").
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH (z. B. NJW 1978, 1311; NJW 1985, 328, 330; NJW-RR 1986, 182, 183; NJW 1996, 1278, 1279; NJW-RR 2002, 1531, 1532;… ebenso OLG Bamberg, Urt. v. 19.07.2005, 5 U 236/04, zit. nach IBR-online;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 11. Aufl., Rdnrn. 1508, 2398 und 2404) und des Oberlandesgerichts Düsseldorf (z. B. Senat, NZBau 2001, 449, 450; 23. Zivilsenat, NZBau 2004, 454, 456) obliegt dem umfassend beauftragten Architekten auch noch nach Beendigung seiner eigentlichen Tätigkeit im Rahmen seiner Betreuungsaufgaben nicht nur die Wahrung der Auftraggeberrechte gegenüber den Bauunternehmen, sondern auch und zunächst die objektive Klärung der Mängelursachen, selbst wenn zu diesen eigene Planungs- oder Aufsichtsfehler gehören.
OLG Oldenburg, 27.08.2019 - 2 U 102/19
Bindungswirkung eines Feststellungsurteils wegen Planungsmängeln?
Auch wenn die Objektbetreuung entsprechend der Leistungsphase 9 lediglich eine Zusatzleistung darstellt, die allein zum Zwecke einer einheitlichen Darstellung des Architektenhonorars an das normale Leistungsbild angekoppelt worden ist (vgl. OLG Düsseldorf, NZBau 2001, 449, 450), stellt sie dennoch eine "Architektenleistung auf Grundlage der HOAI" im Sinne des abgeschlossenen Vertrages dar.
Geschieht dies nicht, kann der Architekt sich nicht auf den Eintritt der Verjährung hinsichtlich seines mangelhaften Architektenwerkes berufen (…vgl. Werner/Pastor, Der Bauprozess, 11. Aufl. 2005, Rn. 2404, BGH NJW-RR 1986, 182; OLG Düsseldorf, BauR 2001, 672).

References: § 185
 § 67
 § 164
 § 209
 § 50
 § 50
 § 264
 § 264
 BGH 
 § 204
 BGH 
 BGH 
 § 209
 § 50
 § 8
 § 15
 BGH 
 BGH