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Timestamp: 2017-02-22 04:17:58+00:00

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Entfernungspauschale Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeiner Überblick 2. Die Regelungen zur Entfernungspauschale im Einzelnen 2.1. Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte bzw. erster Tätigkeitsstätte 2.1.1. Regelmäßige Arbeitsstätte (bis VZ 2013) 2.1.2. Erste Tätigkeitsstätte (ab VZ 2014) 2.2. Berücksichtigung des Grenzbetrages von 4 500 € 2.3. Zur Nutzung überlassener Pkw 2.4. Ermittlung der Entfernung 2.5. Benutzung verschiedener Verkehrsmittel 2.5.1. Mischfälle 2.5.2. Fährverbindung 2.6. Entfernungspauschale pro Arbeitstag und Arbeitsstätte 2.7. Mehrere Dienstverhältnisse und mehrere Arbeitsstätten (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) 2.8. Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale 2.8.1. Unfallkosten und Leasingsonderzahlungen 2.8.2. Diebstahl des Pkw 2.9. Sammelbeförderungen und Flüge 2.9.1. Allgemeiner Überblick 2.9.2. Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 32 EStG 2.9.3. Die Berücksichtigung von Sammelbeförderungen bei der Entfernungspauschale 2.9.4. Umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Sammelbeförderungen 2.10. Behandlung der Fahrtkostenzuschüsse 2.10.1. Kein verbilligter Sachbezug 2.10.2. Verbilligte Sachbezüge 2.10.3. Minderung der Entfernungspauschale 2.11. Weitere Anrechnungen von Arbeitgeberleistungen 3. Nichtanwendung der Entfernungspauschale 3.1. Fahrten zwischen mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten in demselben Dienstverhältnis 3.2. Besonderheiten bei Einsatzwechseltätigkeiten 4. Besonderheiten bei Fahrgemeinschaften 5. Besonderheiten für behinderte Menschen 6. Entfernungspauschale für Familienheimfahrten 7. Überblick über die Behandlung der Kfz-Aufwendungen bei Arbeitnehmern 8. Literaturhinweise 9. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »E« 1. Allgemeiner Überblick
Die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale beträgt ab dem ersten Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) 0,30 €. Die Entfernungspauschale ist jedoch grundsätzlich auf höchstens 4 500 € im Kj. begrenzt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG). Auf die Höhe der tatsächlichen Aufwendungen kommt es nicht an.
Durch die Entfernungspauschale sind sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) und Familienheimfahrten entstehen. Dies gilt z.B. auch für Parkgebühren für das Abstellen des Kfz während der Arbeitszeit, für Finanzierungskosten im Zusammenhang mit dem Kfz-Kauf, Beiträge für Kraftfahrzeugverbände, Versicherungsbeiträge für einen Insassenunfallschutz. Verwendet ein ArbN einen geleasten Pkw auch für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte), ist die Leasingsonderzahlung durch die Entfernungspauschale abgegolten. Dies hat der BFH mit Urteil vom 15.4.2010 (VI R 20/08, BStBl II 2010, 805) entschieden. Mit der Entfernungspauschale sind sämtliche, durch die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte veranlassten Kosten abgegolten, also auch die anteilige Leasingsonderzahlung. Unfallkosten (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) sind als außergewöhnliche Aufwendungen neben der Entfernungspauschale (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG) zu berücksichtigen (BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 1.1 und 4; » Unfallkosten).
Nach der bisherigen Rspr. konnte ein ArbN, der in mehreren betrieblichen Einrichtungen des ArbG tätig war, auch mehrere regelmäßige Arbeitsstätten nebeneinander innehaben. Hieran hält der VI. Senat des BFH jedoch nicht länger fest und begründet dies damit, dass der ortsgebundene Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit des ArbN nur an einem Ort liegen könne, selbst wenn der ArbN fortdauernd und immer wieder verschiedene Betriebsstätten seines ArbG aufsuche. Weitere ausführliche Erläuterungen zur regelmäßigen Arbeitsstätte und zur neuen BFH-Rspr. s. unter » Auswärtstätigkeit.
Ausführliche Erläuterungen zum Begriff »erste Tätigkeitsstätte« enthält das Stichwort » Auswärtstätigkeit.
2.2. Berücksichtigung des Grenzbetrages von 4 500 €
bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, soweit keine höheren Aufwendungen glaubhaft gemacht oder nachgewiesen werden (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG; BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 1.3). Mit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 (BGBl I 2011, 2131) haben sich Änderungen zu den Entfernungspauschalen ergeben. Demnach ist bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Beschränkung auf 4 500 € vorzunehmen, soweit im Kalenderjahr insgesamt keine höheren Aufwendungen glaubhaft gemacht oder nachgewiesen werden (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).
Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel kann ein höherer Betrag als 4 500 € angesetzt werden, wenn die tatsächlichen Aufwendungen höher sind (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Ein ArbN kann für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014 erster Tätigkeitsstätte) die höheren Aufwendungen für die an einzelnen Tagen benutzten öffentlichen Verkehrsmitteln auch dann in voller Höhe als Werbungskosten abziehen, wenn er für die übrigen Arbeitstage die Entfernungspauschale geltend macht. Die Günstigerprüfung ist tagesgenau und nicht jahresbezogen vorzunehmen (BFH Urteil vom 11.5.2005, VI R 40/04, BStBl II 2005, 712; BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 1.1 Abs. 2).
220 Tage × 25 km × 0,30 € = 1 650 €
144 € × 12 Monate = 1 728 €
Lösung 4:Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt: 220 Arbeitstage × 73 km × 0,30 €=4 818 €Da teilweise öffentliche Verkehrsmittel benutzt worden sind, ist die anzusetzende Entfernungspauschale wie folgt zu ermitteln:Von der kürzesten Straßenverbindung von 73 km entfallen 70 km auf die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Es ergibt sich somit für diese Teilstrecke folgende Entfernungspauschale:220 Arbeitstage × 70 km × 0,30 € =4 620 €Eine Begrenzung auf 4 500 € ist nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG nicht vorzunehmen.Für die Teilstrecke, die mit der Straßenbahn zurückgelegt wird, ergibt sich eine Entfernungspauschale von220 Arbeitstagen × 3 km × 0,30 € =198 €198 €Die tatsächliche Aufwendungen dafür betragen 220 Arbeitstage × 4 €880 €Die Entfernungspauschale übersteigende Kosten für öffentliche Verkehrsmittel:682 €Die Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 880 € können angesetzt werden, soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 198 übersteigen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).682 €Zu berücksichtigende Entfernungspauschale insgesamt5 500 €
Lösung ab 2012:Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt: 220 Arbeitstage × 73 km × 0,30 €=4 818 €Da teilweise öffentliche Verkehrsmittel benutzt worden sind, ist die anzusetzende Entfernungspauschale wie folgt zu ermitteln:Von der kürzesten Straßenverbindung von 73 km entfallen 70 km auf die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Es ergibt sich somit für diese Teilstrecke folgende Entfernungspauschale:220 Arbeitstage × 70 km × 0,30 € =4 620 €Eine Begrenzung auf 4 500 € ist nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG nicht vorzunehmen.Für die Teilstrecke, die mit der Straßenbahn zurückgelegt wird, ergibt sich eine Entfernungspauschale von220 Arbeitstagen × 3 km × 0,30 € =198 €Die tatsächlichen Aufwendungen dafür betragen 220 Arbeitstage × 4 €880 €Die Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 880 € können angesetzt werden, soweit sie den im Kj. insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 4 818 € übersteigen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).198 €Zu berücksichtigende Entfernungspauschale insgesamt4 818 €
2.3. Zur Nutzung überlassener Pkw
Ein Kfz ist dem ArbN zur Nutzung überlassen, wenn es dem ArbN vom ArbG unentgeltlich oder teilentgeltlich überlassen worden ist (R 8.1 Abs. 9 LStR, » Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer) oder wenn es der ArbN von dritter Seite geliehen, gemietet oder geleast hat. Wird ein Kfz von einer anderen Person als dem ArbN, dem das Kfz von seinem ArbG zur Nutzung überlassen ist, für Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (seit VZ 2014 erster Tätigkeitsstätte) benutzt, kann die andere Person die Entfernungspauschale nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG geltend machen; Entsprechendes gilt für den ArbN, dem das Kfz von seinem ArbG überlassen worden ist, für Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (seit VZ 2014 erster Tätigkeitsstätte) im Rahmen eines anderen Dienstverhältnisses (R 9.10 Abs. 2 LStR 2011).
Die Aufwendungen können auch nicht unter dem Gesichtspunkt des sog. Drittaufwands (» Drittaufwand) geltend gemacht werden. Der Gesetzgeber wollte mit § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und 5 EStG gerade nicht zum Ausdruck bringen, Drittaufwand sei steuerlich zu berücksichtigen. Der BFH hat zudem in seiner Entscheidung vom 23.8.1999 (GrS 2/97, BStBl II 1999, 782) die Abziehbarkeit von Drittaufwand grundsätzlich abgelehnt.
2.4. Ermittlung der Entfernung
Beispiel:Erkenntnisse darüber, welche Kriterien zur Entscheidung, wann eine verkehrsgünstigere Straßenverbindung maßgebend sind, ergeben sich aus dem BFH-Urteil vom 16.11.2011 (VI R 19/11, BStBl II 2012, 520). In dem Urteil widerspricht der BFH der bei den Finanzgerichten mittlerweile verbreiteten Entscheidungs- und Typisierungspraxis, die eine Straßenverbindung nur dann als offensichtlich verkehrsgünstiger qualifiziert, wenn damit eine Zeitersparnis von mindestens 20 Minuten verbunden war (z.B. FG Düsseldorf Urteil vom 18.7.2005, 10 K 514/05 E). Einer Mindestzeitersparnis steht nun die jüngste Rspr. des BFH entgegen. Nach Ansicht des BFH lässt sich eine Zeitgrenze aus dem Gesetz nicht entnehmen. Das folgt schon daraus, dass § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 4 EStG für alle Arbeitswege also auch für kurze Strecken gilt. Forderte man für solche Kurzstrecken, die ohnehin 20 Minuten Wegedauer nicht überschreiten, eine absolute Mindestzeitersparnis, liefe die Norm insoweit leer. Und man wird auch nicht – wie etwa bei beruflich bedingten Umzugskosten – eine zeitliche Mindestgrenze aus der Notwendigkeit der Abgrenzung beruflichen und privaten Aufwands fordern können. Denn Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014 erster Tätigkeitsstätte) sind noch immer insgesamt beruflich veranlasster Aufwand. Das heißt: Zeitliche Erfordernisse können allenfalls relativ, nämlich im Verhältnis zur Gesamtdauer der Fahrten Bedeutung haben. Der BFH gibt für diese Relationen auch einen ersten Anhalt: Eine geringfügige relative Verkürzung von unter 10 % ist eine solche minimale Zeitersparnis, dass sie für einen objektiven Dritten – der BFH spricht insoweit von dem verständigen Verkehrsteilnehmer – keinen ausschlaggebenden Anreiz darstellen dürfte, eine von der kürzesten Verbindung abweichende Route zu wählen. Auf der anderen Seite steht die relativ große Zeitersparnis: Die sieht jetzt der BFH regelmäßig als Indiz dafür, eine Verbindung als »offensichtlich verkehrsgünstiger« zu qualifizieren (vgl. hierzu ausführlich Schneider, NWB 2012, 638).
Die wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache zugelassene Revision ist vor dem BFH unter dem Az. VI R 49/13 anhängig.
2.5. Benutzung verschiedener Verkehrsmittel
2.5.1. Mischfälle
Die anzusetzende Entfernungspauschale ist sodann für die Teilstrecke und Arbeitstage zu ermitteln, an denen der ArbN seinen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Pkw eingesetzt hat. Anschließend ist die auf 4 500 € begrenzte anzusetzende Entfernungspauschale für die Teilstrecke und Arbeitstage zu ermitteln, an denen der ArbN öffentliche Verkehrsmittel benutzt (s.a. BMF vom 31.8.2009, BStBl I 2009, 891, Beispiele in Tz. 1.6 sowie BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Beispiele in Tz. 1.6 für die Rechtslage ab VZ 2012).Abb.: Prüfungsschema für Park & Ride-Fälle bis VZ 2011Abb.: Prüfungsschema für Park & Ride-Fälle ab VZ 2012
Ein ArbN fährt an 230 Arbeitstagen im Jahr mit dem eigenen Pkw 10 km zur nächsten Bahnstation und von dort 80 km mit der Bahn zur Arbeitsstätte (seit VZ 2014: ersten Tätigkeitsstätte). Die kürzeste maßgebende Entfernung (Straßenverbindung) beträgt 70 km. Die Aufwendungen für die Bahnfahrten betragen (monatlich 150 € × 12 =) 1 800 € im Jahr.
Lösung 6:1. Schritt:Ermittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 70 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich:230 Arbeitstage × 70 km × 0,30 € =4 830 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 230 Arbeitstage × 10 km (von insgesamt 70 km) × 0,30 € =690 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 230 Arbeitstage × 60 km (70 km abzgl. 10 km mit dem Pkw) × 0,30 € =4 140 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen1 800 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn bleiben unberücksichtigt, weil sie unterhalb der Entfernungspauschale von 4 140 € liegen.Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt4 830 €
S. Sachverhalt Beispiel 6. Die Aufwendungen für die Bahnfahrten betragen 4 350 € im Jahr.
Die tatsächlichen Aufwendungen für den öffentlichen Nahverkehr i.H.v. 4 350 € sind höher als die anzusetzende Entfernungspauschale für die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegte Teilstrecke i.H.v. 4 140 €. Der Mehrbetrag von 210 € ist zusätzlich zu berücksichtigen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt (690 € + 4 350 € =) 5 040 €.
S. Sachverhalt Beispiele 6 und 7. Die Aufwendungen für die Bahnfahrten betragen 4 530 € im Jahr.
Die tatsächlichen Aufwendungen für den öffentlichen Nahverkehr i.H.v. 4 530 € sind höher als die anzusetzende Entfernungspauschale für die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegte Teilstrecke i.H.v. 4 140 €. Bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind die über den abziehbaren Betrag der Entfernungspauschale hinausgehenden tatsächlichen Aufwendungen des ArbN zu berücksichtigen. In diesem Fall kann auch ein höherer Betrag als 4 500 € angesetzt werden (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Der Mehrbetrag von 390 € ist zusätzlich zu berücksichtigen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt (690 € + 4 530 € =) 5 220 €.
Lösung 9(für Rechtslage 2011):1. Schritt:EntfernungspauschalenTatsächliche Aufwendungen für andere VerkehrsmittelErmittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 110 Tage × 49 km und 110 Tage × 175 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich:110 Arbeitstage × 49 km × 0,30 € =1 617 €110 Arbeitstage × 175 km × 0,30 € =5 775 €insgesamt7 392 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 49 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 9 km (49 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =297 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen296 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn bleiben unberücksichtigt, weil sie unterhalb der Entfernungspauschale von 297 € liegen.2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 175 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 135 km (175 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =4 455 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen4 450 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn bleiben unberücksichtigt, weil sie unterhalb der Entfernungspauschale von 4 455 € liegen.Summen2 640 €4 752 €4 746 €Die Entfernungspauschalen für die Teilstrecken der öffentlichen Verkehrsmitteln sind auf 4 500 € zu begrenzen4 500 €Nach § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG können die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 4 746 € angesetzt werden, soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 4 500 € übersteigen.Entfernungspauschale für die Teilstrecken mit dem Pkw2 640 €Entfernungspauschale insgesamt7 386 €
Lösung 2012:1. Schritt:EntfernungspauschalenTatsächliche Aufwendungen für andere VerkehrsmittelErmittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 110 Tage × 49 km und 110 Tage × 175 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich:110 Arbeitstage × 49 km × 0,30 € =1 617 €110 Arbeitstage × 175 km × 0,30 € =5 775 €insgesamt7 392 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 49 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 9 km (49 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =297 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen296 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 175 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 135 km (175 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =4 455 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen4 450 €Summen2 640 €4 752 €4 746 €Die Entfernungspauschalen für die Teilstrecken der öffentlichen Verkehrsmitteln sind auf 4 500 € zu begrenzen.4 500 €Nach § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG können die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 4 746 € angesetzt werden, soweit sie den im Kj. insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 7 140 € übersteigen.Anzusetzender Betrag als Entfernungspauschale somit7 140 €
Sachverhalt s. Beispiel 9. Die Bahnfahrkarten kosten 384 € und 4 620 €.
S.a. Harder-Buschner Beispiel 4 in NWB 2010, 3020; Lösung nach der Rechtslage bis VZ 20111. Schritt:EntfernungspauschalenTatsächliche Aufwendungen für andere VerkehrsmittelErmittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 110 Tage × 49 km und 110 Tage × 175 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich:110 Arbeitstage × 49 km × 0,30 € =1 617 €110 Arbeitstage × 175 km × 0,30 € =5 775 €insgesamt7 392 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 49 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 9 km (49 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =297 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen384 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn werden berücksichtigt, weil sie höher als die Entfernungspauschale von 297 € sind.2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 175 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 135 km (175 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =4 455 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen4 620 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn werden berücksichtigt, weil sie höher als die Entfernungspauschale von 4 455 € liegen.Summen2 640 €4 752 €5 004 €Die Entfernungspauschalen für die Teilstrecken der öffentlichen Verkehrsmitteln sind auf 4 500 € zu begrenzen4 500 €Nach § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG können die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 5 004 € angesetzt werden, soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 4 500 € übersteigen.Entfernungspauschale für die Teilstrecken mit dem Pkw2 640 €Entfernungspauschale insgesamt7 644 €
Lösung 2012:1. Schritt:EntfernungspauschalenTatsächliche Aufwendungen für andere VerkehrsmittelErmittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 110 Tage × 49 km und 110 Tage × 175 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich:110 Arbeitstage × 49 km × 0,30 € =1 617 €110 Arbeitstage × 175 km × 0,30 € =5 775 €insgesamt7 392 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 49 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 9 km (49 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =297 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen384 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 110 Arbeitstage × 40 km (von insgesamt 175 km) × 0,30 € =1 320 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 110 × 135 km (175 km abzgl. 40 km mit dem Pkw) × 0,30 € =4 455 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen4 620 €Summen2 640 €4 752 €5 004 €Die Entfernungspauschalen für die Teilstrecken der öffentlichen Verkehrsmitteln sind auf 4 500 € zu begrenzen4 500 €Nach § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG können die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel i.H.v. 5 004 € angesetzt werden, soweit sie den im Kj. insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag i.H.v. 7 140 € übersteigen.Anzusetzender Betrag als Entfernungspauschale insgesamt7 140 €
Ein ArbN fährt an 220 Arbeitstagen im Jahr mit dem eigenen Kfz 25 km zu einer verkehrsgünstig gelegenen Straßenbahnstation und von dort noch 5 km mit der Straßenbahn zur regelmäßigen Arbeitsstätte (seit VZ 2014: ersten Tätigkeitsstätte). Die kürzeste maßgebende Entfernung (Straßenverbindung) beträgt 29 km. Die Monatskarte für die Straßenbahn kostet 44 € (× 12 = 528 €).
S. BMF vom 31.8.2009 (BStBl I 2009, 891, Beispiel 2 in Tz. 1.6); gültig bis VZ 2011.1. Schritt:Ermittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 29 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich: 220 Arbeitstage × 29 km × 0,30 € =1 914 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 220 Arbeitstage × 25 km (von insgesamt 29 km) × 0,30 € =1 650 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 220 Arbeitstage × 4 km (29 km abzgl. 25 km mit dem Pkw) × 0,30 € =264 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen528 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Bahn sind anzusetzen.Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt2 178 €
Lösung ab 2012:1. Schritt:Ermittlung der maßgeblichen Entfernung für die kürzeste Straßenverbindung. Lt. Sachverhalt 29 km. Die Entfernungspauschale beträgt grundsätzlich: 220 Arbeitstage × 29 km × 0,30 € =1 914 €2. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 220 Arbeitstage × 25 km (von insgesamt 29 km) × 0,30 € =1 650 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.3. Schritt:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 220 Arbeitstage × 4 km (29 km abzgl. 25 km mit dem Pkw) × 0,30 € =264 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Die tatsächlichen Aufwendungen für Bahnfahrten betragen528 €Die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel können angesetzt werden, soweit sie den im Kj. insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen. Die tatsächlichen Aufwendungen i.H.v. 528 € übersteigen nicht den Betrag von 1 914 €.Die Entfernungspauschale beträgt insgesamt1 914 €
S.a. Beispiel 21.
Die Entfernungspauschale beträgt bei 220 Arbeitstagen × 120 km × 0,30 € = 7 920 €. Da jedoch für einen Zeitraum von neun Monaten öffentliche Verkehrsmittel benutzt worden sind, ist hier die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4 500 € zu beachten. Die anzusetzende Entfernungspauschale ist deshalb wie folgt zu ermitteln:Entfernungspauschale Bahn:220 Arbeitstage : 12 Monate × 9 Monate = 165 Arbeitstage × 120 km × 0,30 € = 5 940 € (max. 4 500 €)4 500 €Entfernungspauschale Pkw:55 Arbeitstage × 120 km × 0,30 €1 980 €Entfernungspauschale insgesamt6 480 €
Ein ArbN benutzt von Januar bis September (an 165 Arbeitstagen) für die Wege von seiner Wohnung zur 90 km entfernten regelmäßigen Arbeitsstätte und zurück den eigenen Kraftwagen. Dann verlegt er seinen Wohnsitz. Von der neuen Wohnung aus gelangt er ab Oktober (an 55 Arbeitstagen) zur nunmehr nur noch 5 km entfernten regelmäßigen Arbeitsstätte mit dem öffentlichen Bus. Hierfür entstehen ihm tatsächliche Kosten i.H.v. (3 × 70 € =) 210 €.
Für die Strecken mit dem eigenen Kraftwagen ergibt sich eine Entfernungspauschale von 165 Arbeitstagen × 90 km × 0,30 € = 4 455 €. Für die Strecke mit dem Bus errechnet sich eine Entfernungspauschale von 55 Arbeitstagen × 5 km × 0,30 € = 83 €. Insoweit sind die tatsächlichen Aufwendungen von 210 € anzusetzen, so dass sich eine insgesamt anzusetzende Entfernungspauschale von 4 665 € ergibt.
Für die Strecken mit dem eigenen Kraftwagen ergibt sich eine Entfernungspauschale von 165 Arbeitstagen × 90 km × 0,30 € = 4 455 €. Für die Strecke mit dem Bus errechnet sich eine Entfernungspauschale von 55 Arbeitstagen × 5 km × 0,30 € = 83 €. Die im Kj. insgesamt abziehbare Entfernungspauschale beträgt 4 538 €. Da die Aufwendungen für den Bus diesen Betrag nicht übersteigen, ist insgesamt eine Entfernungspauschale von 4 538 € anzusetzen.
2.5.2. Fährverbindung
Fallen die Hin- und Rückfahrt zur Arbeitsstätte (seit VZ 2014: ersten Tätigkeitsstätte) auf verschiedene Arbeitstage, so kann aus Vereinfachungsgründen unterstellt werden, dass die Fahrten an einem Arbeitstag durchgeführt wurden; ansonsten ist H 9.10 [Fahrtkosten – bei einfacher Fahrt] LStH zu beachten.
2.6. Entfernungspauschale pro Arbeitstag und Arbeitsstätte
2.7. Mehrere Dienstverhältnisse und mehrere Arbeitsstätten (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte)
Die Gesamtentfernung beträgt 30 + 40 + 50 km = 120 km, die Entfernung zwischen der Wohnung und den beiden Arbeitsstätten 30 + 50 km = 80 km (seit VZ 2014: beiden ersten Tätigkeitsstätten). Da dies mehr als die Hälfte der Gesamtentfernung ist, sind (120 km : 2 =) 60 km für die Ermittlung der Entfernungspauschale anzusetzen.
2.8. Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale
2.8.1. Unfallkosten und Leasingsonderzahlungen
Nach § 9 Abs. 2 Satz 1 EStG sind durch die Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) und Familienheimfahrten entstehen. Dies gilt z.B. auch für Parkgebühren, für das Abstellen des Kfz während der Arbeitszeit, für Finanzierungskosten, für Aufwendungen infolge eines Diebstahls (s.u.) sowie für die Kosten eines Austauschmotors anlässlich eines Motorschadens auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) oder einer Familienheimfahrt. » Unfallkosten sind als außergewöhnliche Kosten auch weiterhin neben der Entfernungspauschale zu berücksichtigen (BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 4). Allerdings hat das FG Nürnberg mit rkr. Urteil vom 4.3.2010 (4 K 1497/2008, EFG 2010, 1125, LEXinform 5010049) entgegen H 9.10 [Unfallschäden] LStH entschieden, dass Aufwendungen infolge eines Verkehrsunfalls nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden können, da gem. § 9 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG sämtliche Aufwendungen eines ArbN für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) durch die Entfernungspauschale abgegolten werden.
2.8.2. Diebstahl des Pkw
In seinem Urteil vom 18.4.2007 (XI R 60/04, BStBl II 2007, 762) vergleicht der BFH die Kosten eines Kfz-Unfalls mit denen eines Kfz-Verlustes und behandelt beide Fälle gleich (» Verlust von Wirtschaftsgütern). Wird der zum Betriebsvermögen gehörende Pkw eines selbstständig tätigen Arztes während des privat veranlassten Besuchs eines Weihnachtsmarkts auf einem Parkplatz abgestellt und dort gestohlen, ist der Vermögensverlust der privaten Nutzung zuzurechnen und nicht gewinnmindernd zu berücksichtigen.
2.9. Sammelbeförderungen und Flüge
2.9.1. Allgemeiner Überblick
2.9.2. Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 32 EStG
Damit die Finanzverwaltung die Fälle der steuerfreien Sammelbeförderung erkennen kann, muss der ArbG in der » Lohnsteuerbescheinigung den Großbuchstaben F bescheinigen (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 EStG).
2.9.3. Die Berücksichtigung von Sammelbeförderungen bei der Entfernungspauschale
Die Nichtberücksichtigung der Entfernungspauschale gilt sowohl für die unentgeltliche als auch für die verbilligte Sammelbeförderung. Im Fall der verbilligten Sammelbeförderung sind die Aufwendungen des ArbN jedoch nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG als Werbungskosten abzugsfähig, wobei die Abzugsfähigkeit nicht auf die Höhe der Entfernungspauschale beschränkt ist (H 9.1 [Sammelbeförderung] LStH).
Die Aufwendungen für die Fahrten zu dem gleichbleibenden Treffpunkt sind keine Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte). Es fehlt hier der Bezug zu ortsfesten betrieblichen Einrichtungen des ArbG. Da die Fahrt zwar an der Wohnung beginnt, nicht aber an der regelmäßigen Arbeitsstätte endet, handelt es sich insgesamt um eine Fahrt im Rahmen einer Auswärtstätigkeit. S.a. » Auswärtstätigkeit).
Nach den BFH-Urteilen vom 9.6.2011 (VI R 55/10, BFH/NV 2011, 1764, LEXinform 0927975; VI R 36/10, BFH/NV 1763, LEXinform 0927971 und VI R 58/09, BFH/NV 2011, 1761, LEXinform 0927651) zur regelmäßigen Arbeitsstätte, insbesondere nach dem Urteil VI R 58/09, ist der Betriebssitz des ArbG, den der ArbN zwar regelmäßig, aber lediglich zu Kontrollzwecken aufsucht, ohne dort seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit nachzugehen, nicht die regelmäßige Arbeitsstätte i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG. Für Fahrten zum Betriebssitz seines ArbG, der nicht die regelmäßige Arbeitsstätte ist, ist die Entfernungspauschale nicht anzusetzen. Werbungskosten sind nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG zu berücksichtigen, soweit dem ArbN dafür Aufwendungen entstehen (» Auswärtstätigkeit).
2.9.4. Umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Sammelbeförderungen
Die Vfg. der OFD Hannover vom 23.7.2008 (S 7100 – 431 – StO 172, LEXinform 5231613) enthält ein Schema zur Überprüfung der Steuerbarkeit von Sammelbeförderungen.Abb.: Prüfungsschema der Steuerbarkeit einer Sammelbeförderung
2.10. Behandlung der Fahrtkostenzuschüsse
2.10.1. Kein verbilligter Sachbezug
2.10.2. Verbilligte Sachbezüge
2.10.2.1. Anwendung der 44 €-Freigrenze
Überlässt der ArbG seinen ArbN solche Job-Tickets für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) mit öffentlichen Verkehrsmitteln unentgeltlich oder verbilligt, so kommt die Anwendung von § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG in Betracht (» Sachbezüge). Bei der monatlichen Freigrenze i.H.v. 44 € sind allerdings auch alle anderen Sachbezüge zu berücksichtigen, die nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten sind.
2.10.2.2. Anwendung des Rabattfreibetrages
2.10.2.3. Pauschalierung der Lohnsteuer
Der ArbG kann die LSt für die stpfl. Fahrtkostenzuschüsse nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG mit 15 % pauschal erheben (» Pauschalierung der Lohnsteuer, » Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer). Allerdings ist der pauschalierbare Arbeitslohn betragsmäßig auf den möglichen Werbungskostenabzug i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und Abs. 2 EStG beschränkt. Aus Vereinfachungsgründen kann davon ausgegangen werden, dass monatlich an 15 Arbeitstagen Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte) erfolgen (BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 5.1).
220 Tage × 30 Entfernungskilometer × 0,30 € = 1 980 €, maximal aber der geldwerte Vorteil i.H.v. 800 €.
2.10.3. Minderung der Entfernungspauschale
Die nach § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG (Job-Tickets innerhalb der 44- €-Freigrenze) oder nach § 8 Abs. 3 EStG (Job-Tickets an ArbN von Verkehrsträgern) steuerfreien geldwerten Vorteile sowie die nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG pauschal besteuerten ArbG-Leistungen sind auf die Entfernungspauschale anzurechnen (§ 3c EStG, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 5 EStG, § 40 Abs. 2 Satz 3 EStG; R 40.2 Abs. 6 Satz 2 LStR). Aus diesem Grund sind die steuerfreien Bezüge ebenso wie die pauschal besteuerten ArbG-Leistungen in der » Lohnsteuerbescheinigung zu übermitteln (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und 7 EStG). S.a. das Einführungsschreiben Lohnsteuer zum Steueränderungsgesetz 2003 und Haushaltsbegleitgesetz 2004 vom 27.1.2004 (BStBl I 2004, 173).
Der ArbN kann zunächst eine Entfernungspauschale von 2 070 € ermitteln (230 Tage × 30 km × 0,30 €). Hiervon muss er den Sachbezugswert von 800 € absetzen, so dass er Werbungskosten i.H.v. 1 270 € geltend machen kann. Unzulässig wäre es hingegen, die Jahreskarte nur mit einem Wert von 504 € abzuziehen, nämlich mit dem auf 230 Arbeitstage entfallenden Wert (800 € × 230/365 = 504 €).
2.11. Weitere Anrechnungen von Arbeitgeberleistungen
Die Fahrten zwischen mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten (seit VZ 2014: ersten Tätigkeitsstätten) in demselben Dienstverhältnis gelten als Dienstreisen (H 9.5 [Allgemeines, 1. Aufzählungsstrich Nr. 2] und H 9.10 [Fahrtkosten] LStH).
Nach der BFH-Rspr. vom 9.6.2011, insbesondere nach dem Urteil VI R 55/10 (BFH/NV 2011, 1764, LEXinform 0927975) kann ein ArbN nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte innehaben, auch wenn er fortdauernd und immer wieder verschiedene Betriebsstätten seines ArbG aufsucht. In einem solchen Fall ist der ortsgebundene Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit (regelmäßige Arbeitsstätte) zu bestimmen (Fortentwicklung der BFH-Urteile vom 11.5.2005, VI R 25/04, BStBl II 2005, 791 und vom 14.9.2005, VI R 93/04, BFH/NV 2006, 53). Hierbei ist insbesondere zu berücksichtigen, welcher Tätigkeitsstätte der ArbN vom ArbG zugeordnet worden ist, welche Tätigkeit er an den verschiedenen Arbeitsstätten im Einzelnen wahrnimmt oder wahrzunehmen hat und welches konkrete Gewicht dieser Tätigkeit zukommt. Allein der Umstand, dass der ArbN eine Tätigkeitsstätte im zeitlichen Abstand immer wieder aufsucht, reicht für die Annahme einer regelmäßigen Arbeitsstätte jedenfalls nicht aus. Ihr muss vielmehr zentrale Bedeutung gegenüber den weiteren Tätigkeitsorten zukommen (Anschluss an BFH Urteil vom 4.4.2008, VI R 85/04, BStBl II 2008, 887). Zur Anwendung der BFH-Rspr. vom 7.6.2011 s. BMF vom 15.12.2011 (LEXinform 5233686). Nach der neuen Rspr. sind Fahrten zwischen mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten in demselben Dienstverhältnis nicht mehr möglich.
Mit der Entfernungspauschale sind die Kosten für Umwegfahrten, die aus beruflichen Gründen auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte durchgeführt werden müssen, nicht abgegolten (H 9.10 [Dienstliche Verrichtung auf der Fahrt] LStH). Keine Umwegfahrt liegt vor, wenn der ArbN von der Wohnung aus zu Kundenbesuchen aufbricht und später auch noch den Betriebssitz anfährt. Dann liegt insgesamt keine Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vor, sondern eine Auswärtstätigkeit (H 9.10 [Fahrtkosten – bei einfacher Fahrt] LStH; FG München Urteil vom 27.4.2010, 13 K 912/07, LEXinform 5011065).
Der Stpfl. kann die Entfernungspauschale (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG nur für die Wege zwischen seiner Wohnung und dem Betriebssitz als regelmäßige Arbeitsstätte, nicht jedoch für die Wege zwischen dem Betriebssitz und den wechselnden Baustellen in Anspruch nehmen (BFH Urteil vom 11.5.2005, VI R 25/04, BStBl II 2005, 791). Für die Wege eines ArbN zwischen Wohnung und ständig wechselnden Tätigkeitsstätten ist die Entfernungspauschale nicht anzusetzen. Die Aufwendungen für solche Fahrten sind in der nachgewiesenen oder glaubhaft gemachten Höhe abziehbar (» Auswärtstätigkeit). Bei Sammelbeförderung durch den ArbG scheidet mangels Aufwands ein Werbungskostenabzug für diese Fahrten aus (BFH Urteil vom 11.5.2005, VI R 70/03, BStBl II 2005, 785).
Ein ArbN, der typischerweise an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten tätig ist und dabei am Ort einer solchen auswärtigen Tätigkeitsstätte vorübergehend eine Unterkunft bezieht, kann die Entfernungspauschale weder für die Wege zwischen seiner Wohnung und dem Tätigkeitsort noch – unabhängig von der Entfernung – für die Wege zwischen auswärtiger Unterkunft und Tätigkeitsstätte ansetzen (BFH Urteil vom 11.5.2005, VI R 34/04, BStBl II 2005, 793). Die Aufwendungen für solche Fahrten sind unabhängig von der Entfernung (ab dem ersten Kilometer) in der nachgewiesenen oder glaubhaft gemachten tatsächlichen Höhe als Werbungskosten zu berücksichtigen. Die frühere Rspr. zur Anwendung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG bei Fahrten zu ständig wechselnden Tätigkeitsstätten im Einzugsbereich (sog. 30 km-Grenze) ist aufgrund geänderter Rspr. des BFH überholt (BFH Urteil vom 18.12.2008, VI R 39/07, BStBl II 2009, 475, » Auswärtstätigkeit).
Bei Fahrgemeinschaften kann jeder Teilnehmer die Entfernungspauschale für sich in Anspruch nehmen. Maßgebend für die Ermittlung der Entfernungspauschale ist für jeden Teilnehmer der Fahrgemeinschaft in diesem Fall die Entfernung zwischen seiner Wohnung und seiner Arbeitsstätte (seit VZ 2014: erster Tätigkeitsstätte). Umwegstrecken, insbesondere zum Abholen von Mitfahrern, sind nicht in die Entfernungsermittlung einzubeziehen (BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 1.5).
Bei einer wechselseitigen Fahrgemeinschaft greift der Höchstbetrag für die Entfernungspauschale von 4 500 €, und zwar für die Mitfahrer der Fahrgemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihren Pkw nicht einsetzen.
230 Tage × 40 km × 0,30 € = 2 760 €
Die Werbungskosten für A und B betragen:Mitfahrer an jeweils 160 Arbeitstagen160 Tage × 90 km × 0,30 € =4 320 €Selbstfahrer an 80 Arbeitstagen80 Tage × 90 km × 0,30 € =2 160 €Zusammen6 480 €Höchstbetrag:4 500 €
Die Werbungskosten für C betragen:Mitfahrer an jeweils 160 Arbeitstagen160 Tage × 120 km × 0,30 €5 760 €Höchstbetrag:4 500 €Ein höherer Betrag als 4 500 € ist anzusetzen, soweit der ArbN ein eigenes Kfz benutzt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG). Von dem Höchstbetrag ist der ArbN lediglich als Mitfahrer betroffen. Die Werbungskosten dafür liegen über dem Höchstbetrag, so dass dafür eine Kappung stattfindet. Die abzugsfähigen Werbungskosten als Mitfahrer betragen für C 4 500 €.Selbstfahrer an 80 Arbeitstagen80 Tage × 120 km × 0,30 €2 880 €zusammen:7 380 €
Behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung mindestens 70 beträgt oder deren Grad der Behinderung weniger als 70, aber mindestens 50 beträgt und die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, können anstelle der Entfernungspauschale die tatsächlichen Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und für die Familienheimfahrten geltend machen (§ 9 Abs. 2 Satz 3 Nr. 1 und 2 EStG). Ohne Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen kann der Kilometersatz von 0,30 € angesetzt werden. Die Fahrtkosten können somit wie bei einer » Auswärtstätigkeit angesetzt werden (R 9.10 Abs. 3 LStR). Seit VZ 2014 können somit die Fahrtkosten aus Vereinfachungsgründen auch mit den pauschalen Kilometersätzen gem. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a EStG angesetzt werden. Unfallkosten, die auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte entstanden sind, können neben dem pauschalen Kilometersatz berücksichtigt werden.
Der Sachverhalt und die Lösung ergeben sich aus der Vfg. der OFD Koblenz vom 3.3.2004 (LEXinform 0578206).Entfernungspauschale:200 Tage × 45 km × 0,30 € =2 700 €Tatsächliche Kosten:80 Tage × 30 km × 0,30 € =720 €120 Tage × 90 km × 0,30 € =3 240 €Summe der tatsächlichen Kosten3 960 €
Ermittlung der Entfernungspauschale:Entfernungspauschale Pkw:55 Arbeitstage × 120 km × 0,30 €1 980 €Tatsächliche Aufwendungen:55 Arbeitstage × 240 km × 0,30 €3 960 €Für die Arbeitstage, an denen der ArbN ausschließlich den Pkw nutzt, ist der Betrag der tatsächlichen Kosten günstiger und wird daher wohl auch immer angesetzt.Entfernungspauschale Bahn:165 Arbeitstage × 120 km × 0,30 € = 5 940 € (max. 4 500 €)4 500 €Die tatsächlichen Kosten sind geringer.3 500 €Entfernungspauschale insgesamt8 460 €
Für die Arbeitstage, an denen der ArbN ausschließlich den Pkw nutzt, ist der Betrag der tatsächlichen Kosten günstiger.Entfernungspauschale Pkw:165 Arbeitstage × 90 km × 0,30 €4 455 €Tatsächliche Aufwendungen:165 Arbeitstage × 180 km × 0,30 €8 910 €Für die Arbeitstage, an denen der ArbN ausschließlich den Pkw nutzt, ist der Betrag der tatsächlichen Kosten günstiger und wird daher wohl auch immer angesetzt.
Ermittlung der Entfernungspauschale:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 55 Arbeitstage × 10 km (von insgesamt 40 km) × 0,30 € =165 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 55 × 30 km (40 km abzgl. 10 km mit dem Pkw) × 0,30 € =495 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung; eine verkehrsgünstigere Strecke kann nicht berücksichtigt werden.Summe der Entfernungspauschale für 55 Arbeitstage660 €Ermittlung der tatsächlichen Kosten:Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 55 Arbeitstage × 10 km (von insgesamt 40 km) × 2 × 0,30 € =330 €Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt wird: Aufwendungen für die Fahrkarte300 €Summe der tatsächlichen Aufwendungen für 55 Arbeitstage630 €Die Entfernungspauschale führt bei diesen 55 Arbeitstagen zu einem günstigeren Ergebnis.660 €Zu dieser Entfernungspauschale sind noch die tatsächlichen Kosten für die Arbeitstage mit ausschließlicher Pkw-Nutzung hinzuzurechnen.8 910 €Entfernungspauschale insgesamt9 570 €
Lösung 24:Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 183 Arbeitstage × 17 km × 0,30 € =933 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung nicht und es kann auch die verkehrsgünstigere Strecke berücksichtigt werden.Ermittlung der anteiligen Entfernungspauschale für die verbleibende Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird: 183 × 82 km × 0,30 € =4 502 €Für diese Teilstrecke gilt die 4 500 €-Begrenzung.4 500 €Summe der Entfernungspauschale für 183 Arbeitstage5 434 €Ermittlung der tatsächlichen Kosten:Teilstrecke, die mit dem Pkw zurückgelegt wird: 37 Arbeitstage × 17 km × 2 × 0,30 € =378 €Teilstrecke, die mit öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt wird: Aufwendungen für die Fahrkarte (= 240 € × 12 Monate = 2 880 € : 220 Tage × 37 Tage)484 €Summe der tatsächlichen Aufwendungen für 37 Arbeitstage862 €862Für 37 Tage tatsächliche Kosten ergibt sich ein Betrag von 862 €. Zu diesem Betrag ist noch der Betrag aus 183 Tagen Entfernungspauschale hinzuzurechnen:6 296 €Entfernungspauschale insgesamt6 296 €
Der Begriff der Familienheimfahrt ist definiert in § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 3 EStG. Es handelt sich danach um Wege vom Beschäftigungsort zum Ort des eigenen Hausstands und zurück. Es handelt sich dabei um Fahrten und dementsprechend um Aufwendungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4 500 € gilt bei Familienheimfahrten nicht (s. BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 2). Zur Berücksichtigung der Aufwendungen s. » Doppelte Haushaltsführung. Zur Berücksichtigung von Familienheimfahrten im Rahmen der » Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer s. unter diesem Stichwort.
Zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Familienheimfahrten s. » Pkw-Nutzung.
7. Überblick über die Behandlung der Kfz-Aufwendungen bei Arbeitnehmern
Mit Urteil vom 27.4.2010 (13 K 912/07, LEXinform 5011065) nimmt das FG München Stellung zum Umfang der Aufwendungen für ein Kfz, die bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten abziehbar sind.Abb.: Umfang der Werbungskosten für Pkw-Nutzung
Albert, Vereinfachung bei der Auswärtstätigkeit durch die neue Rechtsprechung des BFH, FR 2006, 302; Niermann, Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie für Familienheimfahrten, DB 2007, 17; Schmidt-Troschke, Werkstorregelung und Nettoprinzip, FR 2007, 906; Werner, Fahrausweisüberlassung durch den Arbeitgeber, NWB Fach 6, 4711; Eismann, Lohnsteuerrechtliche Behandlung der Fahrten zwischen Home Office und weiterer Arbeitsstätte, DStR 2008, 1083; Harder-Buschner, Fortführung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale, NWB 2009, 3102; Harder-Buschner, Berechnung der Entfernungspauschale bei Nutzung verschiedener Verkehrsmittel ab 2007, NWB 2010, 3020; Geserich, Regelmäßige Arbeitsstätte bei mehreren Tätigkeitsstätten, NWB 2011, 3531; Schmidt, Anzahl der Arbeitstage bei der Entfernungspauschale, NWB 2011, 1000; Schneider, Neues vom BFH zur Entfernungspauschale, NWB 2012, 638; Schmidt, Problemfelder bei der Entfernungspauschale, NWB 2013 2853.
Autor(en): David Jauch Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Weiterführende Informationen Mehr Infos zur Kilometerpauschale Erfahren Sie noch mehr zur Entfernungs- bzw. Kilometerpauschale im Unternehmerlexikon. Entfernungspauschale bei der Reisekostenabrechnung Hier erhalten Sie alle Informationen zur Anwendung der Entfernungspauschale, lesen Sie zum Beispiel ob die Entfernungspauschale auch im Bereich der Reisekostenabrechnung Anwendung findet. Verwandte Lexikonartikel Auswärtstätigkeit Behinderte Doppelte Haushaltsführung Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer GmbH-Gesellschafter Pauschalierung der Lohnsteuer Pkw-Nutzung Sachbezüge Unfallkosten Weitere Lexikonartikel mit »E« EHUG, Gesetz über das elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister Ehegatten-Miteigentumsanteile bei der Eigenheimzulage Ehegattengemeinschaft Eheliches Güterrecht Ehrenamtliche Tätigkeit: Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 26 UStG Eidesstattliche Versicherung Eigenheimrentengesetz Eigenheimzulage Eigenheimzulage bei Tod eines Ehegatten Eigenkapital Interessante Steuertipps Haftpflichtversicherung Spende und Ehrenamt Alte Pendlerpauschale gilt wieder! Strafverfolgung bei Steuerhinterziehung Pkw-Vermietung an den Arbeitgeber Warengutscheine statt Urlaubsgeld? smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©

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