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Timestamp: 2018-05-27 09:57:18+00:00

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Falsch berechnet?? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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03.01.2013, 10:16 #1
heike29->Emailproblem
Falsch berechnet??
Hallo, guten Morgen und ein gutes neues Jahr an alle. Ich habe mal eine Frage. Ich habe mir gerade meinen letzten Bescheid angesehen und bin auf ein großes Fragezeichen bezgl. der Miete gestoßen. Erst mal kurz ein paar Daten:
Ich lebe seit Januar 2012 alleine in einer 2 Zi Küche Diele Bad Wohnung. DIe Wohnung ist ca. 60 qm groß. Ich zahle hier 440 Netto + 125 Nebenkosten. Habe Zentralheizung und das heiße Wasser kommt im Bad über Durchlauferhitzer und in der Küche über ein elektr. Untertischgerät. Mein Bad hat keine Heizung; dort muss ich (zumindest in den Wintermonaten) elektrisch heizen.
Vom Jobcenter erhalte ich monatlich 311 € für Unterkunft und Heizung. Das setzt sich zusammen aus 186 € für Grundmiete und 125 € für die Nebenkosten.
Aber ist das richtig so??
Im Netz habe ich als Info, dass mir als Einzelperson mind. 362,50 € als Grundmiete zustehen. Und bei Warmwasser über Durchlauferhitzer sogar noch einen Mehrbedarf von 8,60 €.
Kann ich da irgendwas tun???
Vielen Dank schon mal im voraus. Bin für jeden Tipp dankbar
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03.01.2013, 10:42 #2
AW: Falsch berechnet??
Wichtig wäre herauszufinden, wie hoch die örtliche angemessene KdU für eine Einzelperson beträgt. Kann man z.B. hier machen
Die 60qm sind nicht das Problem. Das BSG hat mit Urteil vom 16.5.2012 bestätigt, dass auf die Richtlinien des sozialen Wohnungsbau abzustellen ist d.h. WNB. Nach § 18 WNB sind bis zu 55 (50qm + 5qm geringfügige Überschreitung) als zulässig anzusehen.
Wenn du also den Kaltmietpreis pro qm kennst, dann multiplizierst du diesen Wert mit 55qm und bekommst die maximal zulässige Kaltmiete. Hat der Ort, in dem du lebst, kein sog. schlüssiges Konzept, dann sind die KdU nach WoGG + 10% zu gewähren
==> http://www.elo-forum.org/alg-ii/9727...lung-wogg.html
Das Warmwasser ist bei dezentraler Aufbereitung wie bei dir durch Boiler separat als Mehrbedarf nach § 21 Abs. 7 SGB II zu gewähren.
Beim Unterbaugerät in der Küche könnte es Probleme geben, denn wie willst du einen der Pauschale übersteigenden Verbrauch nachweisen? Das taucht ja nicht in der Rechnung des Energielieferanten separat auf. Man könnte höchstens die Verbrauchswerte des Gerätes nehmen und versuchen das durchzuklagen.
03.01.2013, 10:59 #3
Danke Paolo_Pinkel. Die angemessenen kosten für die Unterkunft liegen in Köln bei 7,25/qm, das wären also bei 50qm die 362,50, die ich oben auch angegeben habe. Also kann ich ja eigentlich davon ausgehen, dass ich das ganze Jahr 2012 zu wenig bekommen habe, oder? Ich werde jetzt einfach mal eine nachträgliche Neuberechnung verlangen, oder was meint Ihr?
03.01.2013, 11:02 #4
Falsch! 55qm! Und wenn Köln kein schlüssiges Konzept hat, dann nach WoGG + 10%. Ob du an die 410 Euro kalt damit ran kommst bleibt damit offen. Zumindest würde ich gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Nicht großartig begründen, sondern einfach mitteilen, das du die Berechnung nicht verstehst. Wenn der Widerspruchsbescheid dann kommt, kann man noch immer klagen.
03.01.2013, 11:14 #5
Ich würde aber schon begründen...nicht immer ist eine Klage erforderlich. Einem gut begründeter Widerspruch wird auch ab und an mal abgeholfen.Ich habs auch schon so gemacht, daß ich fristwahrend Widerspruch eingelegt habe und geschrieben habe, daß ich den Widerspruch erst begründen kann, wenn man mir eine Berechnung zugeschickt hat.
03.01.2013, 11:15 #6
Widerspruch gegen den Bescheid von 2012 wäre doch zu spät. Und selbst gegen den aktuellen Bescheid (24.11.2012) wäre es zu spät. Aber einen Antrag auf Neuberechnung für 2012 kann ich ja auf jeden Fall noch stellen.
03.01.2013, 11:16 #7
Zitat von heike29
Wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, stellt man einen Überprüfungsantrag für das ganze Jahr 2012.
03.01.2013, 11:16 #8
Wenn verfristet, dann mittels Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X angreifen. Danach ist Widerspruch und Klage möglich.
03.01.2013, 11:16 #9
Danke Paolo_Pinkel. Die angemessenen kosten für die Unterkunft liegen in Köln bei 7,25/qm, das wären also bei 50qm die 362,50, die ich oben auch angegeben habe. Also kann ich ja eigentlich davon ausgehen, dass ich das ganze Jahr 2012 zu wenig bekommen habe, oder? Ich werde jetzt einfach mal eine nachträgliche Neuberechnung verlangen*, oder was meint Ihr?
Hallo Heike, *das nützt nichts.
gegen einen aktuellen Bescheid (nicht älter als 4 Wochen) musst Du Widerspruch einlegen.
Bei älteren Bescheide aus 2012 musst Du Überprüfungsantrag stellen
03.01.2013, 12:20 #10
ja das meinte ich ja auch eigentlich :-) dann mache ich mich direkt mal an die arbeit und bin gespannt, was dabei rauskommt. vielen dank für die hilfe. ich werde berichten, was weiter passiert
muss ich bei dem antrag irgendwas besonderes beachten oder erwähnen???
03.01.2013, 13:09 #11
soooo, das hier habe ich jetzt geschrieben:
hiermit stelle ich einen ÜBERPRÜFUNGSANTRAG bezüglich meiner Kosten für Unterkunft und Heizung rückwirkend ab dem 01.01.2012.
Seit dem 01.01.2012 erhalte ich monatlich 311,- € Kosten für Unterkunft und Heizung. Dies ist meiner Meinung nach nicht richtig.
Eine Kaltmiete (Grundmiete einschl. Nebenkosten ohne Heizkosten) von 7,25/qm ist generell angemessen (örtliche Richtlinien Köln). Als angemessene Wohnungsgröße sind 50 qm bei einer Person angegeben. Nach § 18 WNB sind bis zu 55 qm (50 qm + 5 qm geringfügige Überschreitung) als zulässig anzusehen.
Somit berechnet sich die Miete wie folgt:
55 qm x 7,25 € = 398,75 €
Hinzu kommen dann noch die Heizkosten:
55 qm x 1,30 € = 71,50 €
Dies ergibt Gesamtkosten für Unterkunft und Heizung in Höhe von 470,25 €. Dieser Betrag weicht deutlich von den 311,- € ab, die ich tatsächlich erhalte.
Aufgrund der dezentralen Warmwasseraufbereitung durch einen Durchlauferhitzer würde mir ebenfalls ein monatlicher Mehrbedarf nach § 21 ABs. 7 SGB II zustehen. Diesen habe ich auch nicht erhalten.
Mein Badezimmer verfügt über keine Heizung und ich muss dort elektrisch heizen. Ob mir diesbezüglich ein Mehrbedarf zusteht, mag ich nicht zu beurteilen.
Aufgrund einer massiven Existenzgefährdung meinerseits bitte ich Sie, meinen Antrag innerhalb einer Frist bis zum 01. Februar 2013 zu bearbeiten.
Ebenfalls bitte ich Sie um eine kurze Bestätigung des Erhalts dieser eMail.
03.01.2013, 13:13 #12
Eine Deckelung der Heizkosten ist sowieso rechtswidrig- Dazu gibt es BSG-Urteile. Aber warte erst mal ab, was die Deppen dir antworten. Innerlich würde ich mich sowieso schon mal auf eine Klage einstellen, was aber nicht schlimm ist
03.01.2013, 13:20 #13
ich lasse mich auch mal überraschen. vor meinem umzug hatte ich eine miete in höhe von 580 euro (inkl. nebenkosten ohne heizung) für eine 3 zimmer 70 qm wohnung. da habe ich 450 euro bekommen. die kürzung auf 311 euro (mietrichtwert für eine person nennt es das jobcenter) begründen sie damit, dass ich ohne absprache umgezogen bin. aber das war ich vorher auch schon mal und dennoch haben sie 450 euro übernommen.
03.01.2013, 13:22 #14
Egal ob der Umzug erforderlich war oder nicht, sind die angemessenen Kosten (örtliche Richtlinien) zu gewähren. Auch dazu gibt es BSG-Urteile. Die Zusicherungserfordernis ist nur wichtig, wenn du die Umzugskosten usw. vom JC bezahlt haben möchtest.
03.01.2013, 13:25 #15
eben, so weiß ich das auch. na ja, abwarten und tee trinken
03.01.2013, 23:08 #16
Was mich stutzig macht, ist, dass es genau 311 € sind, die Du bekommst, denn Du hattest ja damals vor dem Umzug eine unangemessene Wohnung und bestimmt keine Miete plus Nebenkosten plus Heizkosten von 311 € (§ 22 SGB II: "Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt"), wenn von der vorherigen Wohnung (580 € ohne Heizung) 450 € (ohne Heizung? mit Heizung?) vom JC übernommen wurden.
Die 311 € entsprechen nämlich genau den "alten" 6,90 €/qm (5,10 €/qm Grundmiete + 1,80 €/qm Nebenkosten ohne Heizkosten), die früher in Köln galten:
45 qm * 6,90 € = 310,50 €, gerundet 311 €
Das sagte ja auch Dein Jobcenter damals:
311 euro (mietrichtwert für eine person nennt es das jobcenter
Allerdings ohne Heizkosten, nur für Grundmiete und kalte Nebenkosten waren es 311 €.
Was ist denn laut Mietvertrag in den 125 € Nebenkosten alles enthalten?
311 € für Unterkunft und Heizung. Das setzt sich zusammen aus 186 € für Grundmiete und 125 € für die Nebenkosten
In den neuen Berechnungsbögen des Jobcenters (hab' ich schon letztes Jahr erhalten = Änderungsbescheid bzgl. der neuen Regelbedarfshöhe ab 2013) ist doch jetzt der "Bedarf für Unterkunft und Heizung" aufgesplittet in "Grundmiete X €", "Heizung X €" und "Nebenkosten X €" - was steht denn da in diesen 3 Positionen?
Sind die Heizkosten gar nicht aufgelistet?
04.01.2013, 00:04 #17
Das mit den 55qm ist und bleibt falsch und bleibt es solange, bis ein Grundsatzurteil das richtig macht.
04.01.2013, 00:15 #18
Heike, wie kommst du auf mindestens 362,50.
Lies bitte nochmal genau nach, wo das steht.
Mindestens----
Und überleg mal, was das bedeuten würde.
04.01.2013, 00:24 #19
Bist du innerhalb von Köln umgezogen in 2012?
04.01.2013, 08:36 #20
Ich würde schreiben: Mein Badezimmer verfügt über keine Heizung und ich muss dort elektrisch heizen.
Strom gehört zu den Kosten der Unterkunft, wenn ich damit heize. Und wie hoch genau der Anteil meines Stromverbrauchs für Heizung ist, kann ich nicht ermitteln.
Deshalb meine ich, ist meine Stromrechnung abzüglich des im Regelsatz enthaltenen Betrages für Strom zu übernehmen.
07.01.2013, 15:39 #21
also. damals wurden mir 455,- euro für unterkunft und heizung bewilligt. im bescheid ist das aber nicht aufgesplittet. steht also nur 455,- euro. in meiner damaligen miete von 580 waren nebenkosten enthalten, heizung aber nicht. aufgrund meines damaligen einkommens wurden mir dann letztendlich 419,- euro für unterkunft und heizung gezahlt. (455 abzüglich 36,- einkommensberücksichtigung)
umgezogen bin ich im januar 2012 in meine jetzige wohnung. innerhalb von köln.
in meinem jetzigen mietvertrag sind die nebenkosten nur als summe von 125 euro aufgeführt, aber keine einzelnen positionen erwähnt. da steht nur drüber, dass die nebenkosten mit ausnahme von heiz- und warmwasserkosten monatlich als pauschale entrichtet werden. wobei das ja auch nicht stimmt, denn ich zahle keine sep. heizkosten, die sind in den 125 euro enthalten.
@ silka: die summe von 362,50 ergibt sich aus den örtlichen richtlinien für köln. also die mir als einzelperson zustehenden 50 qm x 7,25/qm. wenn ich da dann noch die 5 qm kulanz dazu rechne, sind es sogar 398,75 grundmiete inkl. nk ohne heizkosten
11.01.2013, 10:34 #22
@ BIDDY: ich habe mir meinen letzten aktuellen bescheid (vom 24.11.12 berechnung für den zeitraum 01.01.13-31.03.13) rauf und runter gelesen. beim bedarf für heizung und unterkunft stehen nur die positionen gundmiete und nebenkosten. und die bekomme ich in der höhe wie oben geschrieben 186,- € + 125,- €. heizung ist nicht aufgelistet
11.01.2013, 11:06 #23
Ok, verstehe, dann sind die Heizkosten pauschal in den 125 € Nebenkosten enthalten. Und werden also nicht extra abgerechnet nach einem Jahr, so dass es keine Nachzahlung oder Rückzahlung geben kann? Seltsamer Mietvertrag, wenn doch darin von der "Ausnahme Heiz- und Warmwasserkosten" die Rede ist, die eben lt. Vertrag nicht pauschale zu zahlen sind.
Egal wie jetzt: Die 311 € sind m. E. falsch, denn sie gelten nach den alten Richtlinien für Köln ohne Heizkosten (6,90 € * 45 qm) ... ich vermute, dass das JC so gerechnet hat, weil halt gerundet genau 311 € herauskommen - kann ja kein Zufall sein, finde ich. Ansonsten wüsste ich nicht, wie die 311 € hergeleitet wurden.
Du hättest also m.M.n. (auch wenn das hier auf Dich zutrifft: "Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt" - § 22 Abs. 1 SGB II) seit Januar 2012 (Umzug innerhalb Kölns) mehr erhalten müssen als 311 € ... weil ja die Heizkosten fehlen und Köln eh doch mit 47 qm statt 45 qm gerechnet hat meines Wissens nach (47 * alte 6,90 € = 324,30 € und dazu noch Heizkosten).
Hattest Du damals in der alten Wohnung (580 € zuzüglich noch Heizkosten und das Jobcenter hat Dir 455 € als KdU-Bedarf gewährt) eigentlich eine Kostensenkungsaufforderung bekommen?
Wenn ja, in diesem Schreiben steht in der Regel der KdU-Bedarf, der als angemessen angesehen wird (unabhängig davon, ob das Jobcenter bzw. die für KdU-Senkung zuständige Abteilung dort mit Dir aufgrund Deines Einkommens später dann eine abweichende Regelung getroffen hat - das gibt's nämlich ... also dass man aus dem eigenen Einkommen/Freibetrag dazuzahlt und trotzdem immer noch höhere als angemessene KdU gewährt werden).
11.01.2013, 14:32 #24
hallo biddy, nein ich habe keine aufforderung bekommen.
07.02.2013, 09:35 #25
Kleine Zwischenmeldung: also mein antrag ist noch nicht abschließend bearbeitet. es hat sich insofern was getan, dass ich zum 01.02. KEINE zahlung erhalten habe. ich hatte dann am 02.02. angerufen und nachgefragt. man konnte mir lediglich sagen, dass keine zahlung raus ist, aber nicht erklären warum. ich bat um rückruf. der kam natürlich erst mal nicht. montag den 04.02. hab ich dann noch mal angerufen. da stand meine februar-zahlung in der pipeline, heißt sie war zu sehen, aber noch nicht freigegeben. es stünde irgendwas von "wasser" im system. was immer das bedeuten mag. nachmittags kam dann auch endlich ein anruf. die dame erklärte mir, dass man die zahlung für februar jetzt erst mal angewiesen habe der antrag aber immer noch nicht komplett bearbeitet sei. heute habe ich das geld für februar bekommen und es sind 60 euro mehr als sonst. einen bescheid dazu habe ich noch nicht. aber wenn ich mal grob rechne, dann kommt das hin. ich habe ca. 50 zu wenig miete bekommen und keinen mehrbedarf für das heisswasser. und wenn ich dann weiter rechne, dann müsste ich eine nachzahlung erhalten. zumindest für die monate ab mai 2012 bis einschl. januar 2013. ich lasse mich überraschen und werde berichten
berechnet, falsch
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