Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20C%2020.04
Timestamp: 2020-01-17 23:55:46+00:00

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BVerwG, 25.08.2005 - 6 C 20.04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2463
BVerwG, 25.08.2005 - 6 C 20.04 (https://dejure.org/2005,2463)
BVerwG, Entscheidung vom 25.08.2005 - 6 C 20.04 (https://dejure.org/2005,2463)
BVerwG, Entscheidung vom 25. August 2005 - 6 C 20.04 (https://dejure.org/2005,2463)
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Sprungrevision; Zustimmung des Rechtsmittelgegners; Schriftform; Telefax; Kopie des Telefax.
Sprungrevision; Zustimmung des Rechtsmittelgegners; Schriftform; Telefax; Kopie des Telefax
Bestimmung der Anforderunen an eine ordnungsgemäße Einlegung einer Sprungrevision; Erfordernis der Erteilung einer Zustimmungserklärung des Rechtsmittelgegeners in schriftlicher Form; Wirksamkeit einer als Telefax empfangenen Zustimmungserklärung des Rechtsmittelgegners
Verfahrensrecht - Zustimmung zur Sprungrevision
NVwZ 2006, 219 (Ls.)
Nach der Rechtsprechung des Senats (Beschluss vom 25. August 2005 - BVerwG 6 C 20.04 - NJW 2005, 3367) ist die Sprungrevision nicht formgerecht eingelegt, wenn der Revisionsschrift lediglich eine unbeglaubigte Ablichtung der Zustimmungserklärung beigefügt ist.
Das ist nur dann der Fall, wenn eine dazu ermächtigte Stelle (z.B. Gericht oder Notar) die Übereinstimmung der Abschrift oder der Ablichtung mit dem Original beglaubigt hat; der Beglaubigungsvermerk des Anwalts reicht nicht aus (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Juli 1984, - IZR 102/83 - BGHZ 92, 76; Beschluss des Senats vom 25. August 2005, a.a.O., m.w.N.).
Eine vor Erlass des verwaltungsgerichtlichen Urteils erklärte Zustimmung zur Zulassung der Sprungrevision stellt zwar für sich genommen nicht die nach dem Gesetzeswortlaut erforderliche Zustimmung zur Einlegung des Rechtsmittels dar und kann regelmäßig auch nicht dahin ausgelegt werden (Urteil vom 3. November 1992 - BVerwG 9 C 6.92 - BVerwGE 91, 140 = Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 48;… Beschlüsse vom 25. November 1992 a.a.O. und vom 25. August 2005 - BVerwG 6 C 20.04 - Buchholz 310 § 134 Nr. 52).
Soweit es sich dabei wogegen allerdings die Kopierstreifen sprechen um das Original des Telefaxes der Prozessbevollmächtigten des Klägers handeln sollte, hat die Beklagte dies ebenfalls nicht nach § 173 VwGO in Verbindung mit § 294 ZPO glaubhaft gemacht (Beschluss vom 25. August 2005 BVerwG 6 C 20.04 Buchholz 310 § 134 VwGO Nr. 52).
Auf zivilprozessuale Beglaubigungsbefugnisse (derzeit nach mehrfachen Änderungen des Zustellungsrechts nur noch §§ 169 Abs. 2 Satz 2, 317 Abs. 5 Satz 2 ZPO) kann eine Beglaubigungsbefugnis in diesem Zusammenhang nicht gestützt werden; dem Rechtsanwalt wird damit keine allgemeine öffentliche Beglaubigungsfunktion oder Beurkundungsfunktion verliehen, sondern er wird nur zur Beglaubigung aus Anlass der Zustellung von Abschriften im Verfahren nach der ZPO befugt (vgl. BGH, Beschl. v. 5.7.1984 - I ZR 102/83 -, BGHZ 92, 76 = NJW 1984, 2890;… BSG, Urt. v. 4.5.1994 - 6 RKa 20/92 -, NVwZ 1996, 104; BVerwG, Beschl. v. 25.8.2005 - 6 C 20/04 -, NJW 2005, 3367 u. Beschl. v. 18.1.2006 - 6 C 21.05 -, NVwZ 2006, 599;… Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 134 Rdnr. 42).
Bei einem Vorbescheid muss der Inhalt der vorgezogenen Zulässigkeitsprüfung vollständig, klar und eindeutig zum Ausdruck kommen (vgl. BVerwG v. 3.12.2003 - 6 C 20/04 - juris, Kopp/Ramsauer, VwVfG, § 37 Rn. 5).

References: § 1
 § 134
 § 173
 § 294
 § 134
 § 134
 § 37