Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/325
Timestamp: 2019-09-15 10:34:20+00:00

Document:
§ 325 ZPO: Subjektive Rechtskraftwirkung
§ 325a ZPO
BGH, URTEIL vom 2.4.2016, Az. TEIL XZR 28/14 Die Rechtskraft des vorangegangenen, die Klage im Wesentlichen abweisenden Nichtigkeitsurteils hätte einer Klage des Klägers weder nach § 325 Abs. 1 ZPO noch aufgrund anderer - materiellrechtlicher - Vorschriften entgegengestanden (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 2011 - X ZR 23/11, GRUR 2012, 540 Rn. 11 f. - Rohrreinigungsdüse I).
OLG München, Beschluss vom 2.2.2016, Az. 31 Wx 386/15 Bereits das BayObLG hat entschieden, dass „verbindliche Klarheit zwischen den Beteiligten darüber, wer von ihnen als Erbe anzusehen ist, nur im Feststellungsrechtstreit geschaffen werden [kann]..., das im Feststellungsrechtstreit ergehende Urteil [erwächst] in Rechtskraft zwischen den Parteien (§ 325 ZPO).“
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2015, Az. III ZB 61/15 Sie soll insoweit die Fälle erfassen, in denen die Abtretung entweder von vorneherein oder aufgrund späterer Umstände, z.B. einer zukünftigen Anfechtung durch den Zedenten, unwirksam ist, sodass bei einer Klageabweisung gegenüber dem (Schein-)Zessionar im Fall der Erklärung der Rückabtretung § 325 Abs. 1 ZPO nicht eingreift (BGH aaO Rn. 34).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.11.2015, Az. 7 UF 1399/15 § 325 Abs. 1 ZPO verdrängt § 407 Abs. 1 BGB nicht; der Schuldner kann sich dem neuen Gläubiger gegenüber also nicht mit Erfolg auf eine an den früheren Gläubiger (als Titelgläubiger) nach Kenntnis von dem gesetzlichen Forderungsübergang erbrachte Zahlung berufen (BGH NJW 2001, 231).
BGH, URTEIL vom 2.10.2015, Az. II ZR 446/13 Diesem Rechtsstreit ist aber, was das Berufungsgericht möglicherweise verkennt, schon deshalb keine allgemeinverbindliche Klärung dieser Frage Vorbehalten, weil ein Urteil gemäß § 325 ZPO grundsätzlich nur zwischen den jeweiligen Prozessparteien Rechtskraftwirkung entfaltet (vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 249/09, ZIP 2011, 1143 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 2.10.2015, Az. II ZR 270/14 Die Erstreckung der Rechtskraft eines klageabweisenden Urteils auf den Zedenten nach § 325 Abs. 1 Satz 1 ZPO greift aber dann nicht, wenn die Abtretung von vornherein nichtig gewesen oder rückwirkend unwirksam geworden ist, was vom Standpunkt der beklagten Partei nicht ausgeschlossen werden kann, zu demal sie die Umstände der Abtretung nicht kennt (BGH, Urteil vom 13. Juni 2008 -VZR 114/07, WM 2008, 1590 Rn. 32 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.10.2015, Az. II ZR 443/13 -12- allgemeinverbindliche Klärung dieser Frage Vorbehalten, weil ein Urteil gemäß § 325 ZPO grundsätzlich nur zwischen den jeweiligen Prozessparteien Rechtskraftwirkung entfaltet (vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 249/09, ZIP 2011, 1143 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2015, Az. I-ZB 3/14 -7- die nur zwischen den Parteien wirkende Rechtskraft des § 325 Abs. 1 ZPO hinaus für und gegen alle Gesellschafter und Gesellschaftsorgane wirken, auch wenn sie an dem Verfahren nicht als Partei teilgenommen haben (vgl. BGHZ 132, 278, 285 - Schiedsfähigkeit I).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. III ZB 99/13 Dieser, der formellen und materiellen Rechtskraft fähige Beschluss wirkt nach Eintritt der Rechtskraft gemäß § 325 Abs. 1 ZPO für die Erben der Klägerin als die Personen, die Rechtsnachfolger der Klägerin geworden sind (zur formellen und materiellen Rechtskraft von Kostenfestsetzungsbeschlüssen vgl. BGH, Beschluss vom 16. Januar 2003 - V ZB 51/02, NJW 2003, 1462; Zöller/Herget aaO § 104 Rn. 21 'Rechtskraft' mwN; Hk-ZPO/Gierl aaO § 104 Rn. 23; zu dem Geltungsbereich von § 325 ZPO vgl. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 72. Aufl., § 325 Rn. 2; Prütting/Gehrlein/Völzmann-Stickelbrock, ZPO, § 325 Rn. 4).
BGH, URTEIL vom 2.9.2013, Az. XI ZR 42/12 -7- lungsantrags sei nicht mit dem Streitgegenstand des rechtskräftigen Urteils des Landgerichts Mannheim vom 23. Januar 2008, das gemäß § 325 Abs. 1 ZPO für und gegen die Klägerin wirkt (vgl. BGH, Urteil vom 29. Mai 1991 -VIII ZR 214/90, BGHZ 114, 360, 364), identisch.
OLG Bamberg, Urteil vom 1.7.2011, Az. 4 U 38/09 Dagegen ist es der Klägerin wegen der Rechtskraftwirkung nach § 325 I ZPO verwehrt, einen übergeleiteten Anspruch i.S. d. § 426 II BGB geltend zu machen (vgl. dazu jetzt BGH VersR 2009, 1688 = NJW-RR 2010, 831, dort Rdn.12).
BGH, URTEIL vom 2.2.2011, Az. II ZR 249/09 Zwar kann eine über § 325 ZPO hinausgehende Erstreckung der Rechtskraft auf Dritte auch dann anzunehmen sein, wenn sie nicht ausdrücklich angeordnet ist; vielmehr genügt es, wenn sie nach dem Sinn einer Vorschrift geboten ist (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1995 - V ZR 263/94, WM 1996, 184, 186).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.1.2005, Az. 8 Ca 6862/03 Die Rechtskraft dieses Urteils wirkt nur zwischen den Parteien des seinerzeit entschiedenen Prozesses (vgl. nur BGHZ 124, 86, 95) und erstreckt sich allenfalls noch auf ihre Rechtsnachfolger nach dem Eintritt der jeweiligen Rechtshängigkeit (vgl. § 325 Abs. 1 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.2.2003, Az. IV ZR 233/01 Bei einer erfolgreichen Feststellungsklage ist in einem solchen Fall zugunsten des Geschädigten im Verhältnis zu dem Prozeßgegner, dem Haftpflichtversicherer, rechtskräftig festgestellt, daß ein solcher Anspruch besteht (vgl. BGH, Urteil vom 30. März 1953 - IV ZR 241/52 - LM Nr. 4 zu § 325 ZPO).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.1.2003, Az. 2 Ca 2953/01 Deren Rechtskraft wirkt nur zwischen den Parteien des jeweils rechtskräftig entschiedenen Prozesses (vgl. z. B. BGHZ 123, 33 f.; 124, 95) und erstreckt sich allenfalls noch auf ihre Rechtsnachfolger nach dem Eintritt der jeweiligen Rechtshängigkeit (vgl. § 325 Abs. 1 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.0.1998, Az. X ZR 82/94 Solche Umstände hat die Rechtsprechung unter anderem dann angenommen, wenn über die Patentfähigkeit bereits rechtskräftig entschieden ist, der unterlegene Nichtigkeitskläger diese gleichwohl weiterbekämpfen will und deshalb in Anbetracht der nach allgemeinen prozessualen Regeln (insbesondere § 325 Abs. 1 ZPO) zu beachtenden Wirkungen der Rechtskraft des ersten Urteils ein Dritter als Strohmann des früheren Klägers erneut Nichtigkeitsklage erhebt (BGH, Urt. v. 10.01.1963 - la ZR 174/63, GRUR 1963, 253 f. - Bürovorsteher).
BGH, URTEIL vom 4.10.1988, Az. VII ZR 272/87 Der weiteren Klage eines anderen Wohnungseigentümers stünde der Einwand der anderweitigen Rechtshängigkeit (S 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO) oder der materiellen Rechtskraft (§ 325 ZPO) entgegen (BGHZ 78, 1, 7 m.w.N.; 94, 117, 123).
BGH, Urteil vom 3.4.1988, Az. VIII ZR 148/87 .<rO a) Unstreitig sind sämtliche Pfändungsund Überweisungsbeschlüsse erst 'nach Beginn des Rechtsstreits' zwischen den Parteien erlassen worden (der früheste in der Formel des Berufungsurteils aufgeführte Beschluß datiert vom 7. August 1984); daher wirkt ein in diesem Streit ergehendes Urteil gemäß § 325 Abs. 1 ZPO auch für und gegen die Gläubiger (Senat in BGHZ 86, 337, 339).
BGH, URTEIL vom 3.6.1979, Az. VIII ZR 183/78 Es ist schon zweifelhaft, ob § 325 Abs. 1 ZPO Überhaupt auf Fälle der von § 322 Abs. 2 ZPO erfaßten Art anwendbar ist, weil hinsichtlich eines nur zur Aufrechnung gestellten, also verteidigungsweise geltend gemachten Anspruchs keine Rechtshängigkeit ein-tritt (BGHZ 57, 242; 60, 85, 87» Senatsurteile vom 20. Dezember 1972 - VIII ZR 113/71 = WM 1973, 174 und vom 15. Juni 1977 - VIII ZR 20/76 « LM ZPO § 599 Nr. 4), § 325 Abs. 1 ZPO aber die Rechtshängigkeit des abgetretenen Anspruchs voraussetzt.
BGH, URTEIL vom 2.4.1972, Az. I ZR 75/71 Auch dies gilt jedoch nur dann, wenn sich der Ermächtigte im Rechtsstreit auf die Ermächtigung gestützt hat (BGH LM Nr. 4 zu § 325 ZPO).
BGH, Urteil vom 2.0.1970, Az. V ZR 43/84 Soweit sie unter Hinweis auf das BGH Urteil vom 30. März 1953, IV ZR 241/52, LM Nr. 4 zu § 325 ZPO meint, die Zustimmung des Miteigentümers müsse nach außen hin erteilt sein und außerdem müsse der klagende Miteigentümer sich auf diese Zustimmung auch im Rechtsstreit berufen haben (woran es hier fehle), kann ihr nicht gefolgt werden.
BGH, Urteil vom 1.11.1954, Az. II ZR 32/55 V7enn die Revision diese Frage nunmehr erneut aufgreift und dabei auf zwei Entscheidungen des BGH (Lind-Möhr. § 325 ZPO Nr 4 und § 989 BOB Nr 3) verweist, so will sie damit offenbar nur geltend machen, daß der Kläger auf Grund der ihm erteilten Ermächtigung die von ihm abgetretenen Versicherungsansprüche nur dann im eigenen Namen gerichtlich geltend machen könne, wenn, er daran ein eigenes rechtliches Interesse habe, Ein solches Interesse des Klägers läßt sich hier aber schon deswegen nicht verneinen, weil der Kläger selbst der Versicherungsnehmer ist und diese Eigenschaft auch durch die Abtretung der Versicherungsansx>rüche nicht verloren hat (Prölss, WG 8. Aufl § 15 Anm 6).
BGH, Urteil vom 5.4.1953, Az. V ZR 111/52 Diese Bedenken der Revision bestehen nicht» Denn § 325 ZPO enthält, ebenso wie § 265 ZPO, einen allgemeinen Rechtsgedanken (RGZ 148, 166 /T737» Stein-Jonas-Schönke § 325 Bern I; Baumbach-Lauterbach § 325 Bern 1; OLG Freiburg in RechtdLand'w 1950, 168; BGH in RechtdLandw 1952, 321), und es ist nicht einzusehen, warum dieser nicht auch gegenüber einer durch das Landwirtschaftsgericht erlassenen Entscheidung gelten sollte»

References: § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 407
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 104
 § 104
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 426
 BGH 
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 322
 § 599
 § 325
 § 325
 BGH 
 § 325
 BGH 
 § 325
 § 989
 § 15
 § 325
 § 265
 § 325
 § 325
 BGH