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Timestamp: 2019-11-21 17:06:17+00:00

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Tatbestandsberichtigung | Rechtslupe
Schlagwort: Tatbestandsberichtigung
Revi­si­ons­ur­teil – und der Tat­be­stands­be­rich­ti­gungs- und ‑ergän­zungs­an­trag
Über einen Antrag auf Tat­be­stands­be­rich­ti­gung hat der Spruch­kör­per in der Beset­zung aller Rich­ter zu ent­schei­den, die an dem Urteil mit­ge­wirkt haben, soweit sie dem Gericht noch ange­hö­ren, auch wenn sie zwi­schen­zeit­lich den Spruch­kör­per gewech­selt haben. Der Tat­be­stand eines Revi­si­ons­ur­teils unter­liegt der Tat­be­stands­be­rich­ti­gung gemäß § 119 Abs. 1 VwGO nur bezüg­lich eige­ner
Ein Tat­be­stands­be­rich­ti­gungs­an­trag ist man­gels Rechts­schutz­be­dürf­nis­ses abzu­leh­nen, wenn die zu berich­ti­gen­de Fest­stel­lung nicht ent­schei­dungs­er­heb­lich war. Das für einen Tat­be­stands­be­rich­ti­gungs­an­trag erfor­der­li­che Rechts­schutz­be­dürf­nis ist man­gels Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit nicht gege­ben, wenn die betrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen für die Vor­ent­schei­dung nicht ent­schei­dungs­er­heb­lich waren und eben­so wenig für das vor­lie­gen­de Revi­si­ons­ver­fah­ren ent­schei­dungs­er­heb­lich sind. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 30. März 2017
Tat­be­stands­be­rich­ti­gung – und die Rüge unzu­tref­fen­der Tat­sa­chen- und Beweis­wür­di­gung
Soweit die Klä­ger eine (ver­meint­lich) unzu­tref­fen­de Tat­­sa­chen- und Beweis­wür­di­gung sowie eine (ver­meint­lich) feh­ler­haf­te Rechts­an­wen­dung rügen, kön­nen sie im Rah­men eines Tat­be­stands­be­rich­ti­gungs­an­trags nicht gehört wer­den. Nach § 108 Abs. 1 FGO kann, wenn der Tat­be­stand des Urteils ande­re Unrich­tig­kei­ten oder Unklar­hei­ten ent­hält, die Berich­ti­gung bin­nen zwei Wochen nach Zustel­lung des Urteils bean­tragt
Lücken im Urteils­tat­be­stand – und die Bezug­nah­me auf Par­tei­vor­trag
Zwar ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aner­kannt, dass dem Tat­be­stand kei­ne Beweis­kraft zukommt, wenn und soweit er Wider­sprü­che, Lücken oder Unklar­hei­ten auf­weist . Sol­che Män­gel müs­sen sich aller­dings aus dem Urteil selbst erge­ben . Die­sem Erfor­der­nis ist genügt, wenn ein Wider­spruch zwi­schen den tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen und einem kon­kret in
Der erst­in­stanz­lich nicht ent­schie­de­ne Fest­stel­lungs­an­trag
Hat das Erst­ge­richt über einen vom Klä­ger gestell­ten Fest­stel­lungs­an­trag nicht ent­schie­den und die­sen Antrag auch nicht in den Tat­be­stand sei­nes (unvoll­stän­di­gen) Urteils auf­ge­nom­men und hat der Klä­ger weder Tat­be­stands­be­rich­ti­gung noch Urteils­er­gän­zung bean­tragt, ist die Rechts­hän­gig­keit der Kla­ge, soweit sie Gegen­stand des über­gan­ge­nen Antrags gewe­sen ist, mit dem Ablauf der Antrags­frist
Die Berich­ti­gung einer Ent­schei­dung gemäß § 319 ZPO, die unab­hän­gig von einer Aus­schluss­frist von Amts wegen vor­zu­neh­men ist, kommt allein hin­sicht­lich offen­kun­di­ger Unrich­tig­kei­ten in Betracht, die sich grund­sätz­lich bereits aus der Ent­schei­dung selbst erge­ben müs­sen. Eine Berich­ti­gung des Tat­be­stan­des gemäß § 320 ZPO, die auch einen unrich­tig wie­der­ge­ge­be­nen Sach­an­trag zum
Tat­be­stand­li­che Fest­stel­lun­gen in Fami­li­en­sa­chen
Tat­be­stand­li­che Fest­stel­lun­gen des Beschwer­de­ge­richts in einer Fami­li­en­streit­sa­che kön­nen nicht mit der Ver­fah­rens­rüge aus §§ 74 Abs. 3 Satz 3, 71 Abs. 3 Nr. 2 lit. b FamFG oder mit einer ent­spre­chen­den ver­fah­rens­recht­li­chen Gegen­rü­ge des Rechts­be­schwer­de­geg­ners ange­grif­fen wer­den, son­dern allein mit einem Antrag auf Tat­be­stands­be­rich­ti­gung nach § 113 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 320 ZPO
Tat­be­stands­be­rich­tung und die Wer­tun­gen des Gerichts
Nach § 119 VwGO kön­nen nur die im Ur­teil ent­hal­te­nen tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen be­rich­tigt wer­den, nicht die dar­auf be­zo­ge­nen Wer­tun­gen des Ge­richts. Daher wird eine auf ak­ten­wid­ri­gen Fest­stel­lun­gen be­ru­hen­de Ver­let­zung des Über­zeu­gungs­grund­sat­zes nach § 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO nicht da­durch ge­heilt, dass die Ak­ten­wid­rig­keit im Wege der Tat­be­stands­be­rich­ti­gung be­ho­ben wird. Die
Eine Unrich­tig­keit tat­be­stand­li­cher Fest­stel­lun­gen im Beru­fungs­ur­teil kann in der Revi­si­ons­in­stanz mit einer Ver­fah­rens­rüge nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b ZPO gel­tend gemacht wer­den, soweit eine Berich­ti­gung des Tat­be­stan­des nach § 320 ZPO bean­tragt wor­den ist und sich aus der den Berich­ti­gungs­an­trag zurück­wei­sen­den Ent­schei­dung des Beru­fungs­ge­richts ergibt, dass sei­ne tat­be­stand­li­chen

References: § 119
 § 108
 § 319
 § 320
 § 113
 § 320
 § 119
 § 108
 § 551
 § 320