Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/savigny_system07_1848?p=92
Timestamp: 2019-08-21 03:06:30+00:00

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haben soll (dd). -- Auch bei dem Eide, wie bei dem
Urtheil, sind folgende Umstände für den Einfluß auf den
späteren Rechtsstreit gleichgültig:
1. die Verschiedenheit des äußeren Gegenstandes (ee).
2. Die Verschiedenheit der Klage (ff). Wer also, bei einer
angestellten furti actio, schwört, daß er nicht gestohlen
habe, ist dadurch auch gegen eine künftige condictio
furtiva gesichert, und umgekehrt.
3. Die Verschiedenheit der Parteirollen, so daß der ge-
leistete Eid künftig eben sowohl für den Schwörenden
bindend ist, als für seinen Gegner (gg).
Surrogate des Urtheils. -- II. Eid. -- Besondere
Wirkungen je nach der verschiedenen Lage des Streites.
Es ist schon oben bemerkt worden, daß die Zuschiebung
des Eides während drei verschiedener Zustände des Streites
vorkommen kann: außergerichtlich, in jure, in judicio
(§ 309). Es ist nun noch festzustellen, welche eigenthüm-
liche Wirkungen der Zuschiebung in jedem dieser drei Fälle
anzunehmen sind. Voraus muß bemerkt werden, daß die,
im vorhergehenden Paragraphen angegebenen, gemeinsamen
Wirkungen von dieser Verschiedenheit unabhängig sind.
(dd) L. 28 § 4. 7 eod.
(ee) L. 11 §. 3. 7 eod.
(ff) L. 28 § 4. 6--9. L. 13
§ 2. L. 30 § 4 eod.
(gg) L. 13 § 3. 5 eod.
haben ſoll (dd). — Auch bei dem Eide, wie bei dem
Urtheil, ſind folgende Umſtände für den Einfluß auf den
ſpäteren Rechtsſtreit gleichgültig:
1. die Verſchiedenheit des äußeren Gegenſtandes (ee).
2. Die Verſchiedenheit der Klage (ff). Wer alſo, bei einer
angeſtellten furti actio, ſchwört, daß er nicht geſtohlen
habe, iſt dadurch auch gegen eine künftige condictio
furtiva geſichert, und umgekehrt.
3. Die Verſchiedenheit der Parteirollen, ſo daß der ge-
leiſtete Eid künftig eben ſowohl für den Schwörenden
bindend iſt, als für ſeinen Gegner (gg).
Surrogate des Urtheils. — II. Eid. — Beſondere
Wirkungen je nach der verſchiedenen Lage des Streites.
VIII. Beſondere Wirkungen.
Es iſt ſchon oben bemerkt worden, daß die Zuſchiebung
des Eides während drei verſchiedener Zuſtände des Streites
(§ 309). Es iſt nun noch feſtzuſtellen, welche eigenthüm-
liche Wirkungen der Zuſchiebung in jedem dieſer drei Fälle
anzunehmen ſind. Voraus muß bemerkt werden, daß die,
im vorhergehenden Paragraphen angegebenen, gemeinſamen
Wirkungen von dieſer Verſchiedenheit unabhängig ſind.
(ff) L. 28 § 4. 6—9. L. 13
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[70/0092] Buch II. Rechtsverhältniſſe. Kap. IV. Verletzung. haben ſoll (dd). — Auch bei dem Eide, wie bei dem Urtheil, ſind folgende Umſtände für den Einfluß auf den ſpäteren Rechtsſtreit gleichgültig: 1. die Verſchiedenheit des äußeren Gegenſtandes (ee). 2. Die Verſchiedenheit der Klage (ff). Wer alſo, bei einer angeſtellten furti actio, ſchwört, daß er nicht geſtohlen habe, iſt dadurch auch gegen eine künftige condictio furtiva geſichert, und umgekehrt. 3. Die Verſchiedenheit der Parteirollen, ſo daß der ge- leiſtete Eid künftig eben ſowohl für den Schwörenden bindend iſt, als für ſeinen Gegner (gg). §. 312. Surrogate des Urtheils. — II. Eid. — Beſondere Wirkungen je nach der verſchiedenen Lage des Streites. VIII. Beſondere Wirkungen. Es iſt ſchon oben bemerkt worden, daß die Zuſchiebung des Eides während drei verſchiedener Zuſtände des Streites vorkommen kann: außergerichtlich, in jure, in judicio (§ 309). Es iſt nun noch feſtzuſtellen, welche eigenthüm- liche Wirkungen der Zuſchiebung in jedem dieſer drei Fälle anzunehmen ſind. Voraus muß bemerkt werden, daß die, im vorhergehenden Paragraphen angegebenen, gemeinſamen Wirkungen von dieſer Verſchiedenheit unabhängig ſind. (dd) L. 28 § 4. 7 eod. (ee) L. 11 §. 3. 7 eod. (ff) L. 28 § 4. 6—9. L. 13 § 2. L. 30 § 4 eod. (gg) L. 13 § 3. 5 eod.
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Zitationshilfe: Savigny, Friedrich Carl von: System des heutigen Römischen Rechts. Bd. 7. Berlin, 1848, S. 70. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/savigny_system07_1848/92>, abgerufen am 21.08.2019.

References: § 4
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§ 2
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 § 3
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