Source: http://femko.blogsport.de/2019/01/24/219a-und-218-wegstreiken/
Timestamp: 2019-02-23 10:51:18+00:00

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§ 219a und § 218 wegstreiken! «
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Erinnern in Zeiten des Rechtsrucks »
#wegmit218, #wegmit219, 8. März Bündnis Göttingen, §219a, Abbrüche legalisieren, Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Frauen*streik, Kundgebung, Nora Szász, offener Brief
Wir möchten euch über die Bundesweite Aktion gegen §219a und §218 am Samstag, den 26. Januar aufmerksam machen. Auch in Göttingen findet am Marktplatz, beim Gänseliesel ab 13 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „§ 219a und § 218 wegstreiken!“ vom Göttinger Bündnis für Selbstbestimmung statt:
§ 219a ist unzeitgemäß und muss abgeschafft werden! Ein „Kompromiss“ wie ihn die Verhandlungsgruppe der Bundesregierung vorgelegt hat, ist nicht hinnehmbar und muss verhindert werden. Deshalb gehen wir heute auf die Straße. – In Göttingen und in 25 weiteren Städten in Deutschland.
§ 219a stammt aus einer Zeit, in der das Internet als primäre Informationsquelle noch keine Rolle gespielt hat. Heute wird er instrumentalisiert, um Stimmung gegen gebärfähige Personen und ihr Selbstbestimmungsrecht zu machen. Deshalb: § 219a wegstreiken! Statt zu warten, bis der Bundestag einem „Kompromiss“ zustimmt, bei dem der Straftatbestand der Information über den Schwangerschaftsabbruch bestehen bleibt und darüber hinaus den Abtreibungsgegner*innen nach dem Mund geredet wird, indem eine Studie zu seelischen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen vorgenommen werden soll. Die Studie ist ein Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht und die Würde aller gebärfähigen Personen und muss dringend verhindert werden.
Eingeladen und sprechen werden unter anderem Nora Szasz (angeklagte Ärztin aus Kassel), Ute Wiese-Hast (ProFa Göttingen) und Vertreter*innen vom feministischen 8. März-Bündnis Göttingen.
Die Reformierung des Paragraphen 219a wird auf Bundesebene aktuell diskutiert, ein seit dem 12.12.2018 vorliegenden Papier der Verhandlungsgruppe der Großen Koalition lässt erahnen, dass es kaum um Verbesserung oder sogar Abschaffung geht. Daher wird im Anschluss an die Kundgebung ein offener Brief an die Göttinger Bundestagsabgeordneten versendet werden, um den Druck zu erhöhen sich gegen den §219a StGB auszusprechen. Während der Kundgebung werden dafür vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung weitere Unterstützungsunterschriften gesammelt.
Kommt also Samstag vorbei und macht euch Stark gegen §219a und §218!!
Informationen zu den bundesweiten Aktionen am 26. Januar gibt es unter anderem auf der Seite: Solidarität mit den nach §219a StGB angeklagten Ärzt*innen
Allein machen sie dich ein - kommt zur Kundgebung am Donnerstag!

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