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Timestamp: 2018-01-16 07:36:40+00:00

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520 Archiv - 1 Theol. Prüfungsordnung I (ThPrO I) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
520 Archiv - 1 Theol. Prüfungsordnung I (ThPrO I)
§ 18 Praktisch-theologische Hausarbeit
§ 19 Fachprüfungen
§ 22 Vorgezogene Prüfungsleistungen
§ 26 Wiederholung
§ 29 Beschwerdeweg
§ 30 Anrufung der Verwaltungskammer
§ 31 Inkrafttreten, Übergangsbestimmungen
Geltungszeitraum von: 01.04.2000
(KABl. 2002 S. 106)
Auf Grund von § 10 des Kirchengesetzes der Evangelischen Kirche von Westfalen zur Ausführung des Pfarrer-Ausbildungsgesetzes (PfAusbG) der Evangelischen Kirche der Union vom 11. November 1983 (KABl. S. 215)1#, zuletzt geändert durch Kirchengesetz vom 15. November 1990 (KABl. S. 204) – AGPf-AusbG –, hat die Kirchenleitung folgende Ordnung erlassen:
Ändernde Ordnung
2003 S. 104
Dritte Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung
2008 S. 228
Vorgezogene Prüfungsleistung
( 2 ) In der Prüfung wird festgestellt, ob die Kandidatin oder der Kandidat während des Studiums die Fähigkeit entwickelt hat, selbstständig theologisch zu arbeiten, und ob sie oder er die hierzu nötigen Kenntnisse in den einzelnen Prüfungsfächern erworben hat.
1 Die Regelstudienzeit beträgt für den Studiengang Evangelische Theologie mit dem Abschluss Erste Theologische Prüfung 9 Studien- und 1 Prüfungssemester. 2 Zusätzlich sind für den Erwerb der vorgeschriebenen Sprachprüfungen zwei Semester zur Regelstudienzeit hinzuzurechnen2#.
( 1 ) 1 Der mündliche Teil der Ersten Theologischen Prüfung findet in der Regel im Frühjahr (Frühjahrstermin) und im Herbst (Herbsttermin) eines jeden Jahres statt. 2 Die Meldung zum Termin der mündlichen Prüfung im Frühjahr muss bis zum 10. Juli des Vorjahres, die Meldung zum Termin der mündlichen Prüfung im Herbst bis zum 10. Januar des Jahres beim Landeskirchenamt eingehen.
( 2 ) 1 Wird die Wissenschaftliche Hausarbeit gemäß § 16 Abs. 2 in das Hauptstudium vorgezogen, so müssen der entsprechende Antrag und die erforderlichen Nachweise gemäß § 10 Abs. 2 und 3 bis zum 10. Januar des Jahres bzw. bis zum 10. Juli des Jahres im Landeskirchenamt eingehen. 2 Die Anfertigung der Arbeit erfolgt in diesem Fall in dem jeweils laufenden Examensdurchgang.
( 1 ) Die Durchführung der Prüfung liegt in der Verantwortung des gemäß § 2 AVOPfAusbG gebildeten Theologischen Prüfungsamtes.5#
( 4 ) Die Sitzungen des Theologischen Prüfungsamtes sind nichtöffentlich.
( 1 ) Die Prüfungen werden von Prüfungskommissionen abgenommen, die nach Bedarf aus den Mitgliedern des Theologischen Prüfungsamtes gebildet werden; für den Vorsitz gilt § 4 Absatz 2 entsprechend.
( 2 ) 1 Die Prüfungskommissionen bestehen aus mindestens sieben Mitgliedern.
2 Die Zahl der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer beträgt in der Regel die Hälfte der Mitglieder ausschließlich der oder des Vorsitzenden.
( 3 ) Die Sitzungen der Prüfungskommissionen sind nichtöffentlich.
( 1 ) 1 Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt, wenn sie an einer Theologischen Fakultät oder einer Kirchlichen Hochschule im Bereich der EKD erbracht wurden. 2 Ebenso wird die Zwischenprüfung ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt.
( 1 ) 1 Ein Rücktritt von der Prüfung ist gegenüber der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes unter Darlegung der Gründe schriftlich zu erklären.
2 Über das weitere Verfahren und die Anrechnung bereits erbrachter Prüfungsleistungen entscheidet die oder der Vorsitzende des Theologischen Prüfungsamtes.
( 2 ) 1 Studierende, die die Zwischenprüfung bestanden haben, können einmal als Zuhörerin oder Zuhörer bei mündlichen Prüfungen zugelassen werden, sofern die betroffenen Kandidatinnen und Kandidaten ihr Einverständnis erteilt haben. 2 An jeder Einzelprüfung dürfen nur bis zu zwei Zuhörerinnen oder Zuhörer teilnehmen. 3 Die Zulassung als Zuhörerin oder Zuhörer muss bei der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes im Frühjahr bis zum 10. Januar des Jahres und im Herbst bis zum 10. Juli des Jahres schriftlich beantragt werden.
( 1 ) 1 Zur Ersten Theologischen Prüfung kann zugelassen werden, wer
in die Liste der Theologiestudierenden der Evangelischen Kirche von Westfalen eingetragen ist,
ein ordnungsgemäßes Studium der Evangelischen Theologie nachweist. 2 Das ordnungsgemäße Studium umfasst mindestens acht Semester Evangelische Theologie, von denen sechs nach der letzten Sprachprüfung und insgesamt in der Regel sechs, mindestens jedoch vier, an einer deutschen staatlichen Universität abzulegen sind.
3 In besonders begründeten Einzelfällen kann das Theologische Prüfungsamt Ausnahmen zulassen.
2 das Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung im Studiengang Evangelische Theologie (Pfarramt) an einer Evangelisch-Theologischen Fakultät oder an einer Kirchlichen Hochschule entsprechend der EKD-Rahmenordnung vom 8./9. Dezember 1995;
3 der Nachweis darüber, dass im Rahmen der Zwischenprüfung oder zu einem anderen Zeitpunkt während des Theologiestudiums die mündliche Prüfung im Fach Bibelkunde und im Fach Philosophie mit Erfolg abgelegt wurde. 4 Für die Anerkennung gilt Buchst. a) entsprechend.
Teilnahme an jeweils mehreren Vorlesungen in den fünf Prüfungsfächern Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Praktische Theologie;
Teilnahme an je einem Pro- und Hauptseminar in den fünf Prüfungsfächern Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Praktische Theologie;
drei benotete Scheine auf der Grundlage von Hauptseminararbeiten aus drei verschiedenen der folgenden Fächer: Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie. In jedem der vier genannten Fächer ist eine Pro- oder Hauptseminararbeit zu schreiben;
je ein benoteter Schein auf der Grundlage einer Predigtarbeit und eines Unterrichtsentwurfes bzw. einer religionspädagogischen Abhandlung;
ein benoteter Schein auf der Grundlage einer Seminararbeit, eines Referates, einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung über die Beschäftigung mit einer lebenden nicht christlichen Religion im Rahmen einer Lehrveranstaltung.
( 4 ) Weitere Voraussetzungen für die Zulassung sind:
die Durchführung eines landeskirchlich organisierten Gemeindepraktikums im Rahmen des Grundstudiums;
die Durchführung eines weiteren landeskirchlichen Praktikums während des Grund- oder Hauptstudiums;
die Teilnahme an zwei Tagungen der westfälischen Theologiestudierenden.
( 1 ) Die Meldung zur Ersten Theologischen Prüfung ist unter Verwendung des dafür vorgesehenen Vordrucks an das Landeskirchenamt zu richten.
( 2 ) Mit der Meldung sind folgende Unterlagen einzureichen, soweit sie nicht schon im Landeskirchenamt vorliegen:
Studienbücher im Original;
ausführlicher Studienbericht;
Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung im Studiengang Evangelische Theologie gemäß § 10 Abs. 2 Buchst. a;
ein nach Vordruck des Landeskirchenamtes aufgestelltes Verzeichnis über die belegten Vorlesungen und Seminare;
Nachweise über die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen gemäß § 10 Abs. 3 Buchst. a bis b und e;
Nachweise über die Anfertigung der Pro- oder Hauptseminararbeiten sowie einer Predigtarbeit und eines Unterrichtsentwurfs bzw. einer religionspädagogischen Abhandlung gemäß § 10 Abs. 3 Buchst. c und d;
Mitteilung über die Durchführung von landeskirchlichen Praktika gemäß § 10 Abs. 4 Buchst. a und b;
Mitteilung über die Teilnahme an Tagungen für Theologiestudierende der Evangelischen Kirche von Westfalen gemäß § 10 Abs. 4 Buchst. c;
eine Erklärung darüber, ob bereits anderwärts die Meldung zu einer theologischen Prüfung erfolgt ist und ggf. Ergebnisnachweise;
ggf. gesonderte Zeugnisse über die erfolgreich abgelegten Prüfungen in Bibelkunde und Philosophie gemäß § 10 Abs. 2 Buchst. b;
Angabe der Hauptdisziplin (Altes Testament, Neues Testament, Systematische Theologie, Kirchengeschichte, Praktische Theologie), in der die Wissenschaftliche Hausarbeit geschrieben werden soll, soweit sie nicht in das Hauptstudium vorgezogen wurde;
Mitteilung, ob als Praktisch-theologische Hausarbeit eine Predigtarbeit oder ein Unterrichtsentwurf bzw. eine religionspädagogische Abhandlung angefertigt werden soll;
eine Erklärung darüber, in welchen Fächern (§ 14) die Klausuren geschrieben werden sollen;
( 3 ) Sofern ein Antrag auf vorgezogene Anfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit gestellt wird, sind die Nachweise nach Abs. 2 mit Ausnahme der Nachweise nach den Buchstaben a bis c, j, k und o bis q einzureichen.
( 1 ) 1 Das Landeskirchenamt entscheidet auf Grund der eingereichten Unterlagen über die Zulassung zur Ersten Theologischen Prüfung. 2 Vor der Zulassung wird das Benehmen mit dem Theologischen Prüfungsamt hergestellt.
2 Hilft das Landeskirchenamt der Beschwerde nicht ab, so steht der Bewerberin oder dem Bewerber die Beschwerde bei der Kirchenleitung zu. 3 Sie ist innerhalb einer Woche nach Zustellung der Entscheidung zu erheben. 4 Die Entscheidung der Kirchenleitung über die Beschwerde ist endgültig.
5 Für die Wahrung der Fristen ist der Zugang beim Landeskirchenamt maßgeblich.
Die Kirchenleitung erlässt im Benehmen mit dem Theologischen Prüfungsamt Stoffpläne und Richtlinien für die schriftlichen und mündlichen Prüfungen.7#
einer Wissenschaftlichen Hausarbeit (§ 17),
einer Praktisch-theologischen Hausarbeit (Predigtarbeit oder Unterrichtsentwurf bzw. religionspädagogische Abhandlung; § 18),
den Fachprüfungen (§ 19).
( 1 ) 1 Für die Anfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit und der Praktischtheologischen Hausarbeit stehen insgesamt zwölf Wochen zur Verfügung.
2 Werden die Hausarbeiten getrennt voneinander angefertigt, so stehen für die Anfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit zehn Wochen, für die Anfertigung der Praktisch-theologischen Hausarbeit zwei Wochen zur Verfügung.
( 2 ) Sofern die Zulassungsvoraussetzungen nach § 10 Abs. 2 und 3 vorliegen, kann die Wissenschaftliche Hausarbeit auf Antrag als vorgezogene Prüfungsleistung während des Hauptstudiums erbracht werden.
( 2 ) 1 Sie wird in einem der fünf Prüfungsfächer gemäß § 14 geschrieben. 2 Die Kandidatin oder der Kandidat wählt bei der Meldung zur Ersten Theologischen Prüfung bzw. beim Antrag auf vorgezogene Anfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit das Prüfungsfach.
3 Das Theologische Prüfungsamt bestimmt für dieses Prüfungsfach zwei Themen zur Auswahl, in Dringlichkeitsfällen die oder der Vorsitzende. 4 Der Auswahl liegen Themenvorschläge von Mitgliedern des Theologischen Prüfungsamtes zu Grunde.
5 Die Kandidatin oder der Kandidat muss dem Theologischen Prüfungsamt innerhalb einer gesetzten Frist das gewählte Thema mitteilen.
( 3 ) Die Hausarbeit darf den Umfang von 40 Seiten (ohne Anmerkungen) zu je 60 Anschlägen pro Zeile, 40 Zeilen pro Seite, 96.000 Zeichen insgesamt nicht überschreiten.
( 4 ) 1 Aufgrund einer von einem Evangelisch-Theologischen Fachbereich oder einer deutschen Kirchlichen Hochschule angenommenen Dissertation oder Magisterarbeit kann das Theologische Prüfungsamt die Wissenschaftliche Hausarbeit auf Antrag erlassen. 2 Die Note einer solchen Arbeit wird nicht in das Zeugnis übernommen und bleibt bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses der Prüfung außer Betracht.
( 5 ) Absatz 4 findet entsprechende Anwendung, wenn im Falle einer von einer ausländischen Hochschule angenommenen Dissertation oder Magisterarbeit deren Gleichwertigkeit durch das Theologische Prüfungsamt festgestellt worden ist.
( 1 ) Die Praktisch-theologische Hausarbeit soll zeigen, dass die Kandidatin oder der Kandidat in der Lage ist, innerhalb eines begrenzten Zeitraumes eine Praxisaufgabe (Predigt oder Unterrichtsentwurf bzw. religionspädagogische Abhandlung) selbstständig zu bearbeiten.
( 2 ) 1 Die Aufgabe der Examenspredigt umfasst alle erforderlichen Schritte und deren Begründung sowie die ausgeführte Predigt.
2 Der Unterrichtsentwurf umfasst die Darlegung der theologisch-didaktischen Überlegungen zum Gegenstand der Unterrichtseinheit sowie eine Skizze des geplanten Unterrichtsverlaufs.
3 Das Theologische Prüfungsamt kann anstatt des Unterrichtsentwurfs auch ein Thema für eine religionspädagogische Abhandlung stellen.
4 Näheres regelt die Kirchenleitung durch Richtlinien.9#
5 Bei der Meldung zur Prüfung teilt die Kandidatin oder der Kandidat mit, für welche der Möglichkeiten sie oder er sich entschieden hat.
( 4 ) Der Gesamtumfang der Arbeit darf einschließlich der Vorarbeiten den Umfang von 20 Seiten (ohne Anmerkungen) zu je 60 Anschlägen pro Zeile, 40 Zeilen pro Seite, 48.000 Zeichen insgesamt nicht überschreiten.
( 5 ) 1 Das Theologische Prüfungsamt bestimmt, welche Wörterbücher und ob weitere Hilfsmittel benutzt werden dürfen.
2 Bei Klausuren im Alten Testament und im Neuen Testament ist der Urtext zu Grunde zu legen.
( 5 ) 1 Die mündlichen Prüfungen erfolgen im Rahmen von Einzelprüfungen, die jeweils von mindestens zwei Mitgliedern der Prüfungskommission als Fachprüferinnen oder Fachprüfer abgenommen werden. 2 Gemeinschaftsprüfungen finden nicht statt.
( 1 ) Wird die Wissenschaftliche Hausarbeit nach § 16 Abs. 2 als vorgezogene Prüfungsleistung erbracht, geht sie als Teil der Ersten Theologischen Prüfung in das Gesamtergebnis der Prüfung ein.
( 2 ) Eine Neuanfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit ist nur im Rahmen der Wiederholung der Ersten Theologischen Prüfung möglich.
( 3 ) § 24 Abs. 6 bleibt unberührt.
( 1 ) Die Prüfungsleistungen (§ 15) und die Einzelleistungen (§ 19) werden nach folgenden Maßstäben bewertet:
( 2 ) 1 Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden von je zwei Mitgliedern des Theologischen Prüfungsamtes begutachtet.
2 Stimmen deren Bewertungen um einen Punkt nicht überein, so wird die bessere Punktzahl als Note zu Grunde gelegt. 3 Stimmen die Bewertungen um zwei Punkte nicht überein, wird der mittlere Punktwert festgelegt. 4 Stimmen die Bewertungen um drei oder mehr Punkte nicht überein, so wird die Prüfungsarbeit von einem dritten Mitglied des Theologischen Prüfungsamtes im Rahmen der beiden Gutachten abschließend bewertet.
( 1 ) 1 Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungsarbeiten stellt die oder der Vorsitzende auf Grund der vorliegenden Bewertungen nach § 23 Abs. 2 fest. 2 Die Ergebnisse der mündlichen Prüfungen werden nach Bericht und Vorschlag der Fachprüferinnen oder Fachprüfer durch die Prüfungskommission festgestellt. 3 Anschließend stellt die Prüfungskommission die Fachnote der Fachprüfungen nach den in § 23 Abs. 1 genannten Maßstäben fest. 4 Besteht eine Fachprüfung aus zwei Einzelleistungen, errechnet sich die Fachnote aus dem Mittel der beiden Punktwerte. 5 Dabei werden Dezimalstellen nicht berücksichtigt.
( 2 ) 1 Die Prüfungskommission stellt das Gesamtergebnis fest. 2 Das Gesamtergebnis errechnet sich aus dem Durchschnitt der Punktwerte aller Prüfungsleistungen gemäß § 15. 3 Dabei zählt die Note der Wissenschaftlichen Hausarbeit zweifach. 4 Dezimalstellen werden bis zur zweiten Stelle hinter dem Komma ohne Rundung berücksichtigt.
15,00–12,50 = sehr gut
12,49– 9,50 = gut
9,49– 6,50 = befriedigend
6,49– 4,00 = ausreichend.
2 Das Gesamtergebnis kann lauten: sehr gut, gut, befriedigend oder ausreichend. 3 Entspricht das Gesamtergebnis nicht den Anforderungen, ist die Prüfung für nicht bestanden zu erklären. 4 § 24 Abs. 5 bleibt unberührt.
( 4 ) 1 Die Erste Theologische Prüfung ist bestanden, wenn nicht mehr als eine Prüfungsleistung (§ 15) mit weniger als 4,00 Punkten bewertet worden ist. 2 Davon bleiben Abs. 6 Buchstaben a und c unberührt.
( 5 ) 1 Wenn zwei Prüfungsleistungen mit weniger als 4,00 Punkten bewertet wurden, entscheidet die Prüfungskommission, ob und welche Prüfungsleistungen im Rahmen einer Nachprüfung wiederholt werden können; davon bleibt Abs. 6 Buchstabe b unberührt. 2 Die Nachprüfung findet im nachfolgenden Prüfungsdurchgang statt. 3 Wird nicht in jeder Prüfungsleistung der Nachprüfung mindestens eine Bewertung von 4,00 Punkten erreicht, so ist die Gesamtprüfung nicht bestanden.
beide Hausarbeiten oder mehr als zwei Prüfungsleistungen (§ 15) mit weniger als 4,00 Punkten bewertet wurden
der rechnerische Durchschnitt der Bewertungen aller Prüfungsleistungen weniger als 4,00 Punkte ergibt.
( 7 ) Schließt bereits die Bewertung der schriftlichen Hausarbeiten das Bestehen der Ersten Theologischen Prüfung aus (Abs. 6), so stellt die oder der Vorsitzende des Theologischen Prüfungsamtes vor Beginn der mündlichen Prüfung das Ergebnis fest und erklärt die Prüfung für nicht bestanden.
( 1 ) 1 Legt eine Kandidatin oder ein Kandidat, die oder der ein ordnungsgemäßes Studium der Evangelischen Theologie nach § 10 Abs. 1 Buchstabe c nachweist, die Erste Theologische Prüfung innerhalb der Regelstudienzeit zu dem in der Prüfungsordnung vorgesehenen Zeitpunkt nach ununterbrochenem Studium ab und besteht diese Prüfung erstmals nicht, so gilt sie als nicht unternommen (Freiversuch). 2 Ein zweiter Freiversuch ist ausgeschlossen. 3 Satz 1 gilt nicht, wenn die Prüfung auf Grund eines ordnungswidrigen Verhaltens, insbesondere eines Täuschungsversuchs, für nicht bestanden erklärt wurde.
( 2 ) 1 Bei der Berechnung des in Absatz 1 genannten Zeitpunktes bleiben Fachsemester unberücksichtigt und gelten nicht als Unterbrechung, während denen die Kandidatin oder der Kandidat nachweislich wegen längerer schwerer Krankheit oder aus einem anderen zwingenden Grund am Studium gehindert war. 2 Ein Hinderungsgrund ist insbesondere anzunehmen, wenn mindestens vier Wochen der Mutterschutzfrist in die Vorlesungszeit fallen. 3 Für den Fall einer Erkrankung ist erforderlich, dass unverzüglich eine amtsärztliche Untersuchung herbeigeführt und mit der Meldung das amtsärztliche Zeugnis vorgelegt wird, aus dem sich die Studienunfähigkeit ergibt.
( 4 ) Ferner bleiben Fachsemester in angemessenem Umfang, höchstens jedoch bis zu zwei Semestern unberücksichtigt, wenn die Kandidatin oder der Kandidat nachweislich während dieser Zeit als gewähltes Mitglied in gesetzlich vorgesehenen Gremien, satzungsgemäßen Organen der Universität oder Kirchlichen Hochschule oder im Vorstand der westfälischen Theologiestudierendenschaft tätig war.
( 5 ) 1 Wer die Erste Theologische Prüfung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 4 bestanden hat, kann zur Verbesserung der Note die Prüfung einmal wiederholen. 2 Der Antrag ist zum nächsten Prüfungstermin zu stellen. 3 Dabei zählt das bessere Ergebnis.
( 6 ) Für vorgezogene Prüfungsleistungen gelten die Absätze 1 bis 5 entsprechend, sofern sie innerhalb der Regelstudienzeit erbracht worden sind.
( 2 ) Über die Anrechnung bereits erbrachter, mindestens mit ausreichend bewertete Prüfungsleistungen entscheidet die Prüfungskommission, im Falle von § 24 Absatz 6 die oder der Vorsitzende des Theologischen Prüfungsamtes.
( 3 ) Fehlversuche vor Prüfungsämtern anderer EKD-Gliedkirchen sind anzurechnen.
( 4 ) 1 Wer die Erste Theologische Prüfung mit der Note „ausreichend“ bestanden hat, kann zur Verbesserung des Gesamtergebnisses die Prüfung einmal wiederholen. 2 Der Antrag ist zum nächsten Prüfungstermin zu stellen. 3 Dabei zählt das bessere Ergebnis.
( 1 ) Die Bewertung von vorgezogenen schriftlichen Prüfungsleistungen wird der Kandidatin oder dem Kandidaten durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden schriftlich bekannt gegeben.
( 2 ) 1 Die Bewertung der übrigen Einzelleistungen und die Entscheidung über das Gesamtergebnis der Prüfung werden unmittelbar nach der Feststellung durch die Prüfungskommission verkündet und der Kandidatin oder dem Kandidaten alsbald mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zugestellt. 2 Die Zustellung erfolgt in der Regel durch Aushändigung am Prüfungstag.
( 3 ) 1 Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. 2 Das Zeugnis enthält die Gesamtnote und die Durchschnittspunktzahl sowie die Benotung und die Punktzahl der Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen.
( 4 ) Bei schriftlichen Hausarbeiten kann der Kandidatin oder dem Kandidaten auf Antrag die Zusammenfassung des Gutachtens zugänglich gemacht werden.
1 Die Kandidatin oder der Kandidat hat das Recht, innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Prüfungsergebnisses auf Antrag bei der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes seine schriftlichen Prüfungsleistungen im Theologischen Prüfungsamt persönlich einzusehen. 2 War die Kandidatin oder der Kandidat ohne ihr oder sein Verschulden verhindert, die Frist einzuhalten, ist die nachträgliche Einsichtnahme innerhalb einer angemessenen Frist zu gestatten. 3 Der Antrag ist von der Kandidatin oder dem Kandidaten binnen vier Wochen nach Wegfall des Hindernisses an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes zu richten.
§ 2912#
zwei nach § 2 Absatz 1 Nr. 3 AVOPfAusbG13# beauftragten Mitgliedern des Theologischen Prüfungsamtes,
2 Die Kandidatin oder der Kandidat kann gegen die Zurückweisung innerhalb von vier Wochen mit schriftlicher Begründung weitere Beschwerde bei dem Beschwerdeausschuss einlegen, wenn Rechtsverstöße geltend gemacht werden, die das Gesamtergebnis der Prüfung bestimmt haben. 3 Hierauf ist in dem Bescheid der oder des Vorsitzenden hinzuweisen.
( 7 ) 1 Hält der Beschwerdeausschuss die Beschwerde für zulässig und begründet, hebt er die Bewertung des davon betroffenen Prüfungsvorgangs und wenn es erforderlich ist, die daraus resultierende Bewertung der Gesamtprüfungsleistung ganz oder teilweise auf. 2 Er kann die Bewertung gemäß § 24 neu festsetzen oder anordnen, dass bestimmte schriftliche oder mündliche Teile der Prüfung von dieser Kandidatin oder diesem Kandidaten zu wiederholen sind. 3 Dabei können auch andere Fachprüferinnen und Fachprüfer zur Bewertung herangezogen werden.
( 1 ) Gibt der Beschwerdeausschuss der Beschwerde nicht statt, so ist gegen den die Beschwerde zurückweisenden Bescheid innerhalb eines Monats nach Zustellung die Anfechtung vor der Verwaltungskammer nach dem Verwaltungsgerichtsgesetz14# zulässig.
( 3 ) § 29 Absatz 4 gilt entsprechend.
( 1 ) Die Ordnung tritt am 1. April 2002 in Kraft15#.
( 2 ) 1 Unbeschadet der Möglichkeit des Freiversuchs nach § 25 verbleibt es für die Kandidatinnen und Kandidaten, die die Erste Theologische Prüfung bis zum Herbsttermin 2005 (Meldeschluss: 10. Januar 2005) absolvieren, beim bisherigen Recht.16# 2 Dies gilt auch für eine ggf. notwendige Wiederholungsprüfung.
3 ↑ § 3 Abs. 2 neu gefasst durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung (Theol. Prüfungsordnung I – ThPrO I) vom 20. Februar 2003.
4 ↑ § 4 Abs. 1 geändert durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung vom 22. September 2005.
5 ↑ Nr. 516
6 ↑ § 11 Abs. 3 geändert durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung vom 22. September 2005
7 ↑ Nr. 521 und 523
8 ↑ § 16 Abs. 2 neu gefasst durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung (Theol. Prüfungsordnung I – ThPrO I) vom 20. Februar 2003.
9 ↑ Nr. 523
10 ↑ § 22 neu gefasst durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung (Theol. Prüfungsordnung I – ThPrO I) vom 20. Februar 2003.
11 ↑ § 26 Abs. 4 angefügt durch Dritte Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung vom 14. August 2008.
12 ↑ § 29 Abs. 2 Buchstabe b) geändert durch die Verordnung zur Änderung der Ordnung für die Erste Theologische Prüfung vom 22. September 2005
13 ↑ Nr. 516
15 ↑ Die Vorschrift betrifft das Inkrafttreten in der ursprünglichen Fassung.
16 ↑ Nr. 520

References: § 18

§ 19

§ 22

§ 26

§ 29

§ 30

§ 31
 § 10
 § 16
 § 10
 § 2
 § 4
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 18
 § 10
 § 14
 § 16
 § 24
 § 23
 § 23
 § 15
 § 24
 § 10
 § 24

§ 2912
 § 2
 § 24
 § 29
 § 25
 § 3
 § 4
 § 11
 § 16
 § 22
 § 26
 § 29