Source: http://www.der-chronist.de/kleinste-karnevalsgesellschaft.html
Timestamp: 2020-04-04 14:30:00+00:00

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Karnevalsgesellschaft Kinner Jlövet - Der Chronist
Chronist Karneval MKV KG Kinner Jlövet
Karnevalsgesellschaft Kinner Jlövet
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* Gladbachs kleinste Karnevalsgesellschaft "Kinner jlövet"
* Prinzenempfang 2011
KG Kinner Jlövet n.e.V. - Entwurf: Willi Wirtz
12. Feb. 2015: leider der letzte Empfang
Die KG „Kinner jlövet“ ist ab 2011 offizielles Mitglied im
„Mönchengladbacher-Karnevals-Verband“ (MKV)
WICHTIGE INFORMATIONEN DER KG KINNER JLOEVET:
Nach unserer Versammlung möchten wir Euch einige wichtige Änderungen mitteilen. Unser Mitglied Marcel Klinken ist bei uns aus beruflichen und persönlichen Gründen vor der neuen Session ausgetreten. Es ist ihm zeitlich nicht mehr möglich das volle Programm zu stemmen.
Wir werden aber die KG Kinner Jloevet mit einigen Einschränkungen weiterführen und den Kontakt zu unseren vielen in den Jahren liebgewonnenen Freunden und Vereinen aufrecht erhalten.
Die KG Kinner Jloevet wird jedoch in Zukunft auf alle eigenen Veranstaltungen verzichten. Der Empfang am Freitagmorgen nach Altweiber und am Karnevalssonntag finden nicht mehr statt. Daher hier auch unser Dank an die Wirtsehepaare Marita und Rolf Zingsem (ALT EICKEN) und Priya und Dhushi (HAUS SCHÜRKENS) für jahrelange Unterstützung.
Auch die Sammelaktionen und den Verkauf der passiven Mitgliedskarten zu Gunsten der Kinderkliniken in Mönchengladbach werden wir ab sofort einstellen. Jedoch führen wir nach Absprache mit dem Rheydter Kinderarzt Ralph Köllges in der neuen Session ein Sparschwein mit. Der Inhalt geht dann nach Aschermittwoch an die Elternakademie Mönchengladbach. Dort werden Kurse und Seminare zur Unfallverhütung und Reanimationsmaßnahmen angeboten um Kindern und Jugendlichen eine Erstversorgung gewährleisten zu können.
Wer diese Aktion unterstützen möchte kann sich bei uns durch einen Flyer informieren und einen Obolus in das Sparschwein stecken.
Auch an alle Künstler die unsere Veranstaltungen über viele die Jahre durch einen BENEFIZAUFTRITT unterstützt haben einen lieben Dank. Herauszuheben sind da die Band ECHT LEKKER und JOZEF OGAZA.
Wir sind ja nicht weg aber finden es für unsere Pflicht euch allen dieses vor der neuen Session 2015/16 mitzuteilen und hoffen auf euer Verständnis.
Mit einem 3fachen KINNER JLOEVET und ein Bierchen bei der ein oder anderen Veranstaltung verbleiben wir.
Kurt Peters & Ralf Kremer
Die kleinste Karnevalsgesellschaft „Kinner jlövet“, bestehend aus Ralf Kremer, Marcel Klinken und Kurt Peters, waren auch in der Karnevalssession 2012/2013 wie immer unterwegs, um Gelder für einen guten Zweck zu sammeln. Jetzt konnte der stolze Betrag von 11.000 Euro an Prof. Dr. Wolfgang Kölfen, Chefarzt der Kinderklinik im Elisabeth-Krankenhaus und an Dr. Wolfgang Müller, Chefarzt der Kinderklinik Neuwerk übergeben werden.
Ralf Kremer konnte wegen Krankheit nicht dabei sein. Für das Geld soll in der Kinderklinik Rheydt ein Überwachungsgerät für Herz und Lunge angeschafft werden, in Neuwerk wird dieses Geld für die Bezahlung der Honorarkräfte verwendet, die die Betreuung der Kinder übernehmen.
Die Gesellschaft besuchte im letzten Jahr 40 Veranstaltungen, um auf diese Weise Geld einzusammeln. Weiter wird einmal im Jahr zum sogenannten „Prinz läßt einen fahren“, eingeladen. Dieses war früher im Hauptbahnhof Mönchengladbach, wo auf Gleis 3 um 13:11 Uhr ein Zug in Richtung Aachen abfuhr. Dies durfte der Prinz machen. Aus organisatorischen Gründen findet das jetzt in der Gaststätte Alt Eicken statt. Die Leute stehen zum Teil Schlange, um ihren Beitrag, der jährlich freiwillig gezahlt wird, zu bezahlen. In diesem Jahr waren es ca. 450 passive Mitglieder, die einen Beitrag zwischen 3,33 Euro und 200 Euro bezahlten.
Die Gesellschaft wurde 1992 gegründet und hat in dieser Zeit ca. 165.000 Euro für die gute Sache eingenommen. Außerdem findet Karnevalssonntag eine Benefiz-Veranstaltung statt. Dort spiel die Band Echt Lecker kostenlos und auch die Techniker von „Jogaza Veranstaltungstechnik“, arbeiten kostenlos. Zu dieser Veranstaltung kommen um die 200 Personen, die sich mit der guten Sache identifizieren.
► 95 Fotos von der Veranstaltung 2013 ◄
Die kleinste Karnevalsgesellschaft von Mönchengladbach „Kinner jloevet n.e.V.“, bestehend aus drei Vorstandsmitgliedern und zwar Ralf Kremer, Marcel Klinken und Kurt Peters, sammelt in der fünften Jahreszeit für die Kinderklinik Neuwerk und die Kinderklinik Elisabeth-Krankenhaus Rheydt. Sie richtet keine eigene Sitzung aus.
Nur einmal im Jahr wird zum Abfahren eines Zuges auf Gleis 1 durch das amtierende Prinzenpaar eingeladen. Da Bauarbeiten im HBF Mönchengladbach diese Tradition dort unmöglich machten, wurde diese Veranstaltung kurzerhand in die Gaststätte „Alt Eicken“ verlegt.
Auf einer Tischplatte ist ein Zug auf Schienen aufgebaut, die Lothar Erbers, Chef der Volksbank Mönchengladbach, extra aus seinem Garten geholt, gereinigt und „Kinner jloevet“ zur Verfügung gestellt hat. Dafür bekam er einen der seltenen Orden verliehen.
Marcel Klinken, zum ersten Mal als Moderator, machte seine Sache sehr gut. Er begrüßte die anwesenden Gäste und Karnevalsgesellschaften sowie das Prinzenpaar Lothar und Petra Pöstges mit Gefolge aus Waat – “Waat Parat”.
Außerdem die Ex-Prinzenpaare, die an ihren roten Mützen zu erkennen waren, wenn sie nicht vergessen wurden. Zur Auflockerung des kleinen Programms startete die Funkengarde der KG Stadtmitte mit einem Tanzpaar- sowie einem Gardetanz.
In seiner Begrüßungsrede dankte Oberbürgermeister Norbert Bude der Gesellschaft dafür, daß sie die jahrelange Tradition des „Zugabfahrens“ nicht aufgegeben haben und den Bahnhof immer dahin bringen, wo diese Veranstaltung stattfinden kann. Er sprach den Dreien Dank und Anerkennung aus, die für das Gesundheitswohl der Kinder in unserer Stadt sammeln.
Dann folgte der Höhepunkt: das Prinzenpaar Rolf III. und Niersia Dagmar mit ihren Adjutanten Dieter Lichtenhahn und Norbert Amend sowie der 2. Vorsitzendes des MKV, Hans-Peter Jansen, wurden auf die Bühne gebeten.
Der Prinz richtete seine Worte an die Anwesenden und auf die Frage, ob er wisse, was auf ihn zukomme meinte er, ich habe gehört, ich darf einen „Fahren“ lassen.
Er wurde zum Ehrenaufsichtsbeamten ernannt und erhielt die obligatorische rote Mütze sowie eine Pfeife und eine Signalkelle. Ihm wurde auferlegt, diese Mütze bei jeder Veranstaltung der KG zu tragen. Die Prinzessin erhielt ebenfalls eine rote Mütze und wurde zur Ehrenzugbegleiterin ernannt.
Dann ging es los. Der Prinz gab mit seiner Kelle das grüne Signal und dazu einen lauten Pfiff. Dann setzte sich der Zug in Bewegung. Auf die anschließende Frage wie er das „Fahren lassen“ empfunden habe meinte er: „es war befreiend und ein einschneidendes Erlebnis“. Die Prinzessin fügte noch hin: „endlich konnte ich mal sehen, daß du gearbeitet hast“. Natürlich durfte auch das Prinzenlied nicht fehlen, das von den Gästen lautstark mitgesungen wurde.
Für den MKV sprach dann Hans-Peter Jansen, der die rote Mütze schon seit 23 Jahren trägt. Damals hatte man nicht so eine vornehme Kelle, sondern eine einfache und ohne Licht. Er führte noch an, daß dieses „Zug abfahren“ seinerzeit die Idee der (echten) Eisenbahner war und die KG Kinner Jloevet es übernommen habe.
Damit das, was auf der Bühne gesagt wird, auch im Saal verständlich ist, stellte die Firma „Jogaza Veranstaltungstechnik“ die benötigten Geräte zur Verfügung.
Einen ganz besonderen Dank ging an das Wirtepaar von „Alt Eicken“ und an die Wirtin ihrer Stammkneipe in Neuwerk.
Unter den Gästen befand sich auch Michaele Schneider, die zusammen mit ihrer Schwester Uschi für die Gisela-Remus-Stiftung als ehrenamtliche Repräsentantinnen unterwegs sind. Gisela Remus, Inhaberin der Getränkefirma Robert Reichert, hatte ihr Vermögen dieser Stiftung vermacht. Diese Gelder fließen in das heimatliche Brauchtum und gehen an Familien mit an Krebs erkrankten Kindern, die durch diese Krankheit in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.
Die „Rheer Knöpkes“, von der Großen Rheydter Prinzengarde zeigten, daß sie auch auf einer kleinen Bühne sehr gut ihre Tänze umsetzen können. Sie werden von Petra Beckers trainiert.
Den Schlußpunkt unter dieser kleinen, aber sehr guten Veranstaltung machte die Band Echt Lekker. Marcel Klinken dankte der Band, die immer für die KG da ist und sang mit ihr zusammen das Schlußlied.
Am 22. Juni 2012 war es soweit. Die gesamte Karnevalsgesellschaft hat es doch noch geschafft, einen gemeinsamen Termin mit den beiden Chefärzten der Kinderkliniken des „Elisabethkrankenhauses“ (Rheydt) und des Krankenhauses „Maria von den Aposteln“ (Neuwerk), Prof. Wolfgang Kölfen und Dr. Wolfgang Müller zu bekommen.
Die Aktiven der kleinsten Karnevalsgesellschaft „Kinner Jlövet“ (Kurt Peters, Marcel Klinken und Ralf Kremer) hatten zwei Umschläge mit je 5450 Euro in der Tasche. Dies ist das Ergebnis der Sammelaktionen und den Mitgliedsbeiträgen der passiven Mitglieder der Session 2011/12.
Diese Drei, die auch gleichzeitig den Vorstand bilden, (wobei keiner so genau weiß, wer welchen Posten hat) betonten aber, daß der Dank jedem einzelnen Spender gebührt, unabhängig von der Höhe der Summe.
Einen besonderen Dank sprachen sie der Mönchengladbacher Band „Echt Lekker“ aus, die viele Aktionen der Drei Jecken begleiten. Mit etlichen Benefizveranstaltungen halfen die fünf Musiker, daß so eine hohe Summe zusammen kam.
Diesen drei & fünf Jecken gebührt ein ganz großes Lob!
Die gesamte „KG Kinner Jlövet n.e.V“ versprach, auch in der nächsten Session wieder zu kommen.
Das Ergebnis der Sammelaktion 2011
Dank, auch einiger höherer Einzelspenden, konnte die Karnevals-Gesellschaft Kinner Jloevet n.e.V. 13.500 Euro an die beiden Chefärzte der Neuwerker Kinderklinik und der Kinderklinik des Elisabeth-Krankenhauses übergeben.
Jedes Haus erhält 6750,00 Euro.
Ralf Kremer, Marcel Klinken und Kurt Peters (Gesamtvorstand) bedanken sich bei Allen, die dazu beigetragen haben.
INFO: Die KG Kinner Jloevet n.e.V. stammt aus Mönchengladbach-Neuwerk. Alle aktiven Mitglieder, drei an der Zahl, bilden auch den Vorstand der Gesellschaft, die im Vereisregister nicht eingetragen ist (n.e.V.). Es besteht Aufnahmestopp für aktive Mitglieder, da sonst die Bierrunde für die Truppe zu teuer wird.
Vom 11.11. eines jeden Jahres bis kurz nach Aschermittwoch verkauft die KG ihre passiven Mitgliedskarten (für eine Session) auf Ihrer Tour durch die karnevalistischen Veranstaltungen in und um Mönchengladbach. Die gesamten Einnahmen werden zu 100% und ohne Abzug an die beiden Chefärzte die Kinderkliniken in Mönchengladbach übergeben.
Am Aschermittwoch findet das 1. Fischessen von „Echt Lekker“ und der „KG Kinner Jloevet“ in der Gaststätte Hoppenkamps, Hansastr / Ecke Von Groote Str. mit „Echt Lekker“ und der Oldie-Band „Sunny Pipers“ statt. Auch diese Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Hier wird natürlich auch wieder „Kurt, der Kassierer“ seines Amtes walten. Dazu trifft auch wieder das oben gesagte zu.
Prinzenempfang bei „Kinner Jloevet n.e.V.
Die Kleinste ist die Größte!
Da der Gladbacher Hauptbahnhof umgebaut wird und die alte Kantine nun Baubüro ist, mußten Ralf Kremer, Marcel Klinken und Kurt Peters nach Eicken (Alt Eicken) ausweichen. Das hätten sie sowieso gemußt, denn wegen des Streikes fuhr kein Zug am Hauptbahnhof.
Ob Bahnhof oder Alt Eicken, alle Freunde, die hier natürlich zu passiven Mitglieder wurden, nachdem sie den (Papier-) Beitrag geleistet hatten, trafen sich wieder. Natürlich waren auch sehr viele rot bemützte Ex-Prinzen und Prinzessinnen da.
Da der Prinz aber mangels Zug und Bahnhof keinen fahren lassen konnte (nur böse Köpfe denken hierbei falsch), mußte ein Ersatzzug her. Den brachte die Brauchtumsfreundin Frauke Bruckes in Form eines elektrischen Lego-Zuges mit und baute den auch eigenhändig auf und ab.
Als erstes Gastgeschenk traten zwei Tanzmariechen der KG Stadtmitte auf. Sie boten einen hervorragenden Tanz. Nun wurde der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Norbert Bude auf die Bühne gerufen. Das war der erste Einmarsch mit passender Musik.
In den vorangegangenen Jahren war das immer fehlgeschlagen, sehr zum Leidwesen von Josef Ogaza, dem Chef der Firma JOGAZA-Veranstaltungstechnik, der es sich nicht nehmen ließ, auch in diesem Jahr die aufwendige Ton-Anlage persönlich und natürlich kostenlos zu bedienen. Dafür wurde er später mit einem der seltenen Orden ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Norbert Bude lobte den „nicht eingetragener Verein“, die aber neuerdings Mitglied im MKV ist. Ohne diese „Drei Verrückten“ würde in der Stadt etwas fehlen. Sammeln sie doch jedes Jahr im fünfstelligem Bereich und führen die gesamte Spende ab. Taxifahrten, Blumen o.ä. zahlen sie aus eigener Tasche.
Bedanken wollten sie sich natürlich auch bei ein paar Sponsoren. Frauke Bruckes bekam einen Blumenstrauß für die Lego-Bahn, ohne die der Prinz ja keinen hätte fahren lassen können. Ebenso bekam Alt-Eicken-Wirtin Marita Zingsem einen Blumenstrauß und Wirt Rolf einen Orden. Besonderen Dank ging an Gabi Rommerskirchen, der Inhaberin von Hotel-Gaststätte-Klosterhof in Neuwerk, da sie die Drei mit ihren Gästen immer ertragen mußte.
Prinz Guido I. und Prinzessin Niersia Monika bekamen je eine rote Mütze und eine Urkunde überreicht. Der Prinz bekam noch eine Trillerpfeife, mit der er den Zug abfahren ließ.
Hofmarschall Heinz Kleef, 15 Jahre in diesem Amt gewählt, ein Jahr kommissarisch und davor ab 1993 Adjutant, bekam als Dankeschön für jedes Dienstjahr eine Tüte Gummibärchen.
Für die musikalische Unterhaltung kam die Band „Echt Lecker“ und heizte den Karnevalisten über eine halbe Stunde richtig ein. Danach kam auch noch der MKV-Boß Bernd Gothe, der vorher noch in der Wagenhalle sein mußte. Auch er lobte die einsatzfreudigen „Verrückten“. Fürs Auge kamen dann die „Rheer Knöppkes“, die Jugendshowtanzgruppe der Großen Rheydter Prinzengarde. Als Gäste kamen in alter Freundschaft verbunden, der Kurze und sein Betreuer von Remmi & Demmi.
Die kleinste Karnevalsgesellschaft in Mönchengladbach ...
... und eine der kleinsten in Deutschland/Europa!
KG „Kinner Jloevet“ n.e.V. ist nun auch Mitglied im Mönchengladbacher Karnevals-Verband e.V.
Am 23. Februar 1992, dem Karnevalssonntag, saßen fünf Neuwerker Jecken bei einem Glas Bier zusammen und ereiferten sich über den organisierten Karneval. Der paßte ihnen schon lange nicht mehr, denn alles war geregelt, organisiert und uniformiert, es hatte für sie manchmal den Anschein, als sei Karneval eine sehr ernste Sache. Die Fünf sprachen sich eher für den ursprünglichen Straßenkarneval aus, wo man mit Gleichgesinnten einfach durchs Dorf zog und so ganz spontan jede Menge Spaß bekam. Hierfür brauchte man keine teure Uniform, etwas Selbst genähtes, oder en „dolle Mötz“ [t(d)olle Mütze] genügten vollkommen.
So schritt man denn zur Tat und kam auf die Idee eine neue KG zu gründen. Zunächst wurde ein Name gesucht, aber der ergab sich wie von selbst. Die Bemerkung: „Dat jlöv os Kenner, dat wer he en Karnevalsjesellschaft jründe...“ (das glaubt uns Keiner, daß wir hier eine Karnevalsgesellschaft gründen) war Ausschlag gebend. "Kenner jlöv et" war ab sofort gleichzeitig Name und Schlachtruf der neuen KG.
Typisch für die neue KG ist bis heute, daß sie sich nun wirklich nicht in irgendeine Form oder Regel pressen läßt oder sich sonst wie bindet.
Aus einigen persönlichen Gründen und Situationen der jetzt irgendwann nur noch drei aktiven Mitglieder heraus entwickelte sich die Idee: "Warum sollte man, bei allem Spaß an der Freud, nicht auch an die denken, denen es nicht so gut geht?" So gaben sie sich ein eigenes neues Motto: " Freud und Leid liegen nah beieinander." Mit diesem Motto sollte die kleine Karnevalsgesellschaft noch bis weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt werden.
In der Generalversammlung 1997 beschlossen die auf drei aktiven Mitglieder abgeschmolzene „Gesellschaft“ zunächst einen sofortigen Aufnahmestopp und um dem Gesellschaftsnamen etwas mehr Würde und Wichtigkeit zu verleihen, hängte man an den Vereinsnamen ein n.e.V. an. Dieses besagt einfach nur: "nicht eingetragener Verein".
Wie es sich für einen richtigen Verein gehört, gab man sich auch gleich eine Satzung, hier ein Auszug daraus:
§ 1 - Die KG "Kinner Jloevet" Neuwerk n.e.V. darf nur aus drei aktiven Mitgliedern bestehen, (Begründung: Bei drei Mitgliedern kostet eine Runde nicht mehr als 10,– DM (5,– Euro) Bei mehr Mitgliedern würde dieser Rahmen gesprengt.)
§ 2 - Die Gesellschaft wird durch den Vorstand vertreten und muß von den aktiven Mitgliedern in geheimer Abstimmung während der jährlichen Klausurtagung gewählt werden.
§ 3 - Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dessen Vertreter und dem Kassierer.
§ 4 - Der Vorstand kann nur von aktiven Mitgliedern gewählt werden. Alle passiven Mitglieder haben kein Stimmrecht.
§ 5 - Nach dem Besuch einer Veranstaltung hat das "Fitteste, aktive Mitglied" den reibungslosen und sicheren Transport nach Hause zu gewährleisten.
§ 6 - Eigene Veranstaltungen werden bis zur Einhaltung der nachstehend beschriebenen Kriterien nicht durchgeführt.
Die erste Großveranstaltung ist geplant: 11 Tage nach der ersten Deutschen Meisterschaft und dem DFB Pokalsieg von Borussia Mönchengladbach, die im Nordparkstadion in einer Saison gewonnen werden (aberkannte Titel wegen Doping zählen nicht). Einladungen dazu werden rechtzeitig verschickt.
Das Motto der KG „Kinner Jloevet“ Neuwerk n.e.V. der Wahlspruch: „Freud und Leid liegen nah beieinander.“ Dieses wird in jeder Session auch in die Tat umzusetzen. Die KG „Kinner Jloevet“ Neuwerk n.e.V. hat zwar in der örtlichen Presse den Beinamen „kleinste Karnevalsgesellschaft Deutschlands“, und das stimmt auch von den Aktiven her, jedoch sind die Aktiven darum bemüht, so viele passive Mitglieder wie möglich zu bekommen.
Für mindestens 10,– DM, heute 5,– Euro kann man passives Mitglied der kleinsten Karnevalsgesellschaft Deutschlands werden. Den Erlös dieser Aktion ist für die Kinderklinik in Neuwerk vorgesehen.
Nachdem die Leute über den Verbleib des Geldes aufgeklärt waren, traten sie freudig der KG "Kinner Jloevet" Neuwerk n.e.V. als passive Mitglieder bei und die Aktion ist ein voller Erfolg. In jedem Jahr wird ein nennenswerter Betrag für die Kinderklinik gesammelt.
Der erste Erfolg beflügelte die drei Akteure und mit Feuereifer stürzten sie sich in die nächsten Sessionen. So kann die KG „Kinner Jloevet“ Neuwerk n.e.V. zum Beginn der 11. Karnevals-Session 2002 auf eine fast unglaublich positive Bilanz zurückschauen: In jeder Session kommen somit fast 5-stellige Beträge zusammen. Freunde und Gönner ergänzen jeweils den Betrag auf eine nächst jecke Summe. Dann werden diese Gelder in jedem Jahr, ohne einen Pfennig oder Cent Abzug, voll Stolz an die Neuwerker Kinderklinik weiter gegeben – mittlerweile wird auch die Kinderklinik des Elisabethkrankenhauses bedacht.
Einmal im Jahr verleiht die KG „Immer Lustig“ Holt zusammen mit der Volksbank Mönchengladbach die Auszeichnung „Mensch (en) der guten Tat“ an Leute, die sich besonders in sozialem Bereich innerhalb der Stadt einsetzen.
Eine Jury, bestehend aus Lothar Erbers (Volksbank), Günther Claßen (KG „Immer Lustig“ Holt), Ex-Oberbürgermeisterin Monika Bartsch und Horst Thoren (Bezirksbundesmeister), hatte im Jahr 2002 entschieden, den Preis in diesem Jahr an die KG „Kinner Jloevet“ Neuwerk n.e.V. zu vergeben.
Eines Tages rief der Chef der Volksbank, Lothar Erbers an. Er lud die KG „Kinner Jloevet“ Neuwerk n.e.V. für Sonntag den 13.01.2002 zu einer festlichen Stunde in die Filiale der Volksbank in Holt ein. Die Drei machten sich also auf den Weg, hatten es aber gar nicht eilig; „wir müssen ja nicht unbedingt die Ersten sein“ sagten sie sich. Als sie dann die Bank betraten wunderten sie sich über die viele Prominenz und daß die so guckten! Bald wurde ihnen klar, daß sie die Hauptpersonen dieser Feierstunde waren.
Im Beisein des Prinzenpaares der Stadt, sowie zahlreichen Gästen aus dem Karneval und dem öffentlichen Leben, wurde der oben genannte Preis an die KG "Kinner Jloevet" Neuwerk n.e.V. übergeben. Auch diese Auszeichnung, die mit einer Spende an die Preisträger verbunden ist, wurde für die Kinderkliniken in Mönchengladbach verwendet.
Mittlerweile ist es auch Tradition geworden, da die Gesellschaft eine weitere "Karnevals-Veranstaltung" neben der Jahreshauptversammlung und der Scheckübergabe an die Kinderkliniken durchführt. Die aktiven Mitglieder der Gesellschaft laden das jeweils amtierende Prinzenpaar, Gefolge und auch einige Jecken des Mönchengladbacher Karnevals zu einem besonderen Ereignis ein. Das Prinzenpaar läßt während dieser Veranstaltung auf dem Bahnhof einen Nahverkehrszug abfahren. (Sie geben das Fahrsignal, damit der Zug weiterfährt.
In der kommenden Session hat das Bahnhofsmanagement diese Veranstaltung abgesagt. In der bisherigen Kantine auf Gleis 1 wird das Baubüro, für den anstehenden Umbau des HBF Mönchengladbach einziehen, und daher gibt es zumindest in 2011 dort keinen Prinzenempfang mit Zugabfahrt mehr.
Erstmalig gibt es ein Fischessen der KG Kinner Jloevet n.e.V. und der Band Echt Lekker . Am Aschermittwoch 2011 findet dieses in der Gaststätte Hoppenkamps in Bettrath auf der Hansastr. statt. Echt Lekker spielt dort auf und die KG Kinner Jloevet bittet dort dann zum letzten Mal in der Session um Spenden.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6