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Timestamp: 2019-07-23 21:25:00+00:00

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BVerwG, 19.03.1991 - 9 B 56.91 - dejure.org
BVerwG, 19.03.1991 - 9 B 56.91
https://dejure.org/1991,318
BVerwG, 19.03.1991 - 9 B 56.91 (https://dejure.org/1991,318)
BVerwG, Entscheidung vom 19.03.1991 - 9 B 56.91 (https://dejure.org/1991,318)
BVerwG, Entscheidung vom 19. März 1991 - 9 B 56.91 (https://dejure.org/1991,318)
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Sachverhaltsaufklärungspflicht - Verletzung der Mitwirkungspflicht - Aufklärungsmaßnahmen - Wiedereröffnung
VG Saarlouis, 15.12.1988 - 6 K 78/86
NVwZ-RR 1991, 587
Die Rüge, das rechtliche Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO) sei verletzt, erfordert regelmäßig die substantiierte Darlegung dessen, was die Prozeßpartei bei ausreichender Gehörsgewährung noch vorgetragen hätte und inwiefern der weitere Vortrag zur Klärung des geltend gemachten Anspruchs geeignet gewesen wäre (vgl. Beschluß vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25 (S. 12) m.w.N.).
§ 104 Abs. 3 Satz 2 VwGO steht damit in enger Beziehung zu dem Anspruch der Verfahrensbeteiligten auf rechtliches Gehör mit der Folge, dass Bedeutung und Tragweite dieses Grundrechts die Ermessensfreiheit des Gerichts zu einer Wiedereröffnungspflicht verdichten kann (Urteil vom 11. April 1989 - BVerwG 9 C 55.88 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 23 S. 6 und Beschluss vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25 S. 10).
Grundsätzlich liegt diese Entscheidung im revisionsgerichtlich nicht nachprüfbaren Ermessen des Tatsachengerichts (vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25, S. 10).
Die Rüge, das rechtliche Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO) sei verletzt, erfordert regelmäßig die substanziierte Darlegung dessen, was die Prozesspartei bei ausreichender Gehörsgewährung noch vorgetragen hätte und inwiefern der weitere Vortrag zur Klärung des geltend gemachten Anspruchs geeignet gewesen wäre (vgl. Beschluss vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25 S. 12 m.w.N.).
So besteht im Asylrechtsstreit Anlaß zu weiterer Sachaufklärung generell dann nicht, wenn der Asylbewerber unter Verletzung der ihn treffenden Mitwirkungspflichten seine guten Gründe für eine ihm drohende politische Verfolgung nicht unter Angabe genauer Einzelheiten schlüssig schildert (vgl. z.B. BVerwG, Beschluß vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25; Urteil vom 10. Mai 1994 - BVerwG 9 C 434.93 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 170).
Gemäß § 93 Abs. 3 Satz 2 FGO kann das Gericht, solange ein von ihm beschlossenes (End-)Urteil noch nicht durch Verkündung oder Zustellung wirksam geworden ist (vgl. z.B. BVerwG-Beschluß vom 19. März 1991 9 B 56/91, Buchholz, a.a.O., 310, § 104 VwGO Nr. 25), auf Antrag eines Prozeßbeteiligten oder von Amts wegen die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung beschließen.
So besteht im Asylrechtsstreit Anlass zu weiterer Sachaufklärung generell dann nicht, wenn der Asylbewerber unter Verletzung der ihn treffenden Mitwirkungspflichten seine guten Gründe für eine ihm drohende politische Verfolgung nicht unter Angabe genauer Einzelheiten schlüssig schildert (vgl. BVerwG, Urteil vom 29.06.1999 - 9 C 36.98 - unter Hinweis auf BVerwG, Beschluss vom 19.03.1991 - 9 B 56.91 - und Urteil vom 10.05.1994 - 9 C 434.93 -, jeweils juris-online).
Kein weiterer Anlass zur Sachaufklärung besteht generell dann, wenn der Asylbewerber unter Verletzung der ihn treffenden Mitwirkungspflichten seine guten Gründe für eine ihm drohende politische Verfolgung nicht unter Angabe genauer Einzelheiten schlüssig schildert (vgl. BVerwG, Urteil vom 29.06.1999 - 9 C 36.98 - unter Hinweis auf BVerwG, Beschluss vom 19.03.1991 - 9 B 56.91 - und Urteil vom 10.05.1994 - 9 C 434.93 -, jeweils juris-online).
Die Pflicht des Gerichts zur Aufklärung des Sachverhalts findet ihre Grenze dort, wo das Klagevorbringen des Asylsuchenden keinen tatsächlichen Anlaß zu weiterer Sachaufklärung bietet; dies ist dann der Fall, wenn der Asylsuchende unter Verletzung der ihn treffenden Mitwirkungspflicht (vgl. für das Asylverfahren § 15 AsylVfG) seine guten Gründe für eine ihm drohende Verfolgung nicht unter Angabe genauer Einzelheiten und in sich stimmig schildert (vgl. dazu etwa Bundesverwaltungsgericht, Beschluß vom 19. März 1991 - BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 Nr. 25).
BVerwG, 29.06.2007 - 4 BN 22.07
Entscheidung; Ermessen; mündliche Verhandlung; nachgelassener Schriftsatz; …
VGH Baden-Württemberg, 15.07.1999 - A 14 S 2413/98
Erheblicher Grund für Terminsverlegung - Teilnahme an einer Gemeinderatssitzung
BVerwG, 27.08.2003 - 6 PKH 9.03
BVerwG, 04.06.2009 - 5 B 16.09
Wahrnehmung herausgehobener Funktionen in der NSDAP als Indizwirkung für ein …
BVerwG, 11.02.2003 - 2 B 7.03
Bestimmung der Anforderungen an eine Bezeichnung eines Verfahrensmangels wegen …
VGH Bayern, 23.05.2018 - 1 ZB 18.257
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör als Verfahrensmangel
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.09.2005 - 5 A 3242/05
Berufungszulassungsantrag, grundsätzliche Bedeutung, Iran, exilpolitische …
BVerwG, 24.06.1993 - 11 B 33.92
BVerwG, 11.08.1993 - 8 B 134.93
BVerwG, 24.03.1994 - 8 B 40.94
VG Ansbach, 19.10.2010 - AN 1 K 10.01678
Erfolgloser Antrag auf Wiedereinsetzung in den versäumten Termin
OVG Schleswig-Holstein, 02.02.1994 - 4 L 39/94

References: § 108
 § 104

§ 104
 § 104
 § 104
 § 104
 § 108
 § 104
 § 104
 § 1
 § 93
 § 104
 § 15
 § 104