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Timestamp: 2016-10-24 18:29:28+00:00

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2A.496/2004 (20.12.2004)
Ausweisung, Aufenthaltsbewilligung, Wiedererw�gung,
Am 25. August 2000 verf�gte das Kantonale Amt f�r Ausl�nderfragen Zug die Ausweisung des italienischen Staatsangeh�rigen X.________ (geb. 1965) f�r die Dauer von zehn Jahren. Die dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde schrieb die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug am 10. Dezember 2000 als erledigt ab, weil X.________ den verlangten Kostenvorschuss nicht einbezahlt hatte. Dieser Entscheid blieb unangefochten. Am 12. Juni 2001 verurteilte ihn das Obergericht des Kantons Zug in Best�tigung des Urteils des Strafgerichts des Kantons Zug vom 28. M�rz 2001 zu 32 Monaten Gef�ngnis. Dem per 30. Juli 2001 vorgesehenen Strafantritt entzog sich X.________ zun�chst, indem er sich nach Italien absetzte. Im April 2002 wurde er in der Schweiz verhaftet und in den Strafvollzug (bis zu seiner Entlassung am 4. Februar 2004) �berf�hrt.
Am 20. Februar 2003 reichte X.________ beim Kantonalen Amt f�r Ausl�nderfragen Zug einen "Wiedererw�gungsantrag" ein. Er bat um eine "allerletzte Chance"; seit seinem Strafantritt habe er viel gelernt, um nach seiner Haftentlassung ein straffreies Leben zu f�hren; die Beh�rde m�ge daher auf ihren Ausweisungsentscheid vom 25. August 2000 zur�ckkommen. Das Kantonale Amt f�r Ausl�nderfragen verf�gte am 6. Mai 2003, dass X.________ keine neue Aufenthaltsbewilligung erteilt und der genannte Ausweisungsentscheid nicht widerrufen werde. Die dagegen beim Regierungsrat des Kantons Zug erhobene Beschwerde blieb erfolglos (Beschluss vom 29. Januar 2004). Auch das anschliessende Rechtsmittel wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug (im Folgenden: Verwaltungsgericht) mit Urteil vom 29. Juni 2004 ab.
X.________ hat mit Postaufgabe vom 6. September 2004 beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und sein "Wiedererw�gungsgesuch [...] gutzuheissen".
Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug schliesst f�r den Regierungsrat auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht sowie das Bundesamt f�r Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES) beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
1.1 Die Vorinstanzen haben im Ergebnis zun�chst das Vorliegen der Voraussetzungen f�r eine Wiedererw�gung des Ausweisungsentscheids als solchen verneint. Sodann haben das Kantonale Amt f�r Ausl�nderfragen sowie das Verwaltungsgericht die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (Freiz�gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) gepr�ft und allenfalls insoweit f�r die Zukunft die Aufhebung der auf 10 Jahre befristeten Ausweisung in Betracht gezogen. Mit Blick auf die deliktische Vergangenheit des Beschwerdef�hrers haben sie die Bewilligung jedoch verweigert. Der Regierungsrat ist sogar davon ausgegangen, dass �berhaupt kein Grund vorliege, erneut �ber den Aufenthalt des Beschwerdef�hrers in der Schweiz zu befinden.
Der Antrag des Beschwerdef�hrers zielt zun�chst darauf ab, die Ausweisungsverf�gung vom 25. August 2000 vollst�ndig aufzuheben. Damit allein w�re ihm jedoch noch nicht geholfen, da er (zuletzt) nicht �ber eine Niederlassungsbewilligung verf�gte, die allenfalls mit der Aufhebung der Ausweisung wieder aufleben k�nnte. Vielmehr war er im Besitz einer (zeitlich befristeten) Aufenthaltsbewilligung, die heute infolge Zeitablaufs l�ngst erloschen w�re (vgl. Art. 9 Abs. 1 lit. a ANAG). Der Fortbestand der Ausweisung kann indes Auswirkungen auf den Entscheid �ber die Erteilung einer neuen Anwesenheitsbewilligung haben, die der Beschwerdef�hrer mit seinem Antrag implizit begehrt (vgl. unten E. 3.3.2).
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition Art und Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels (BGE 129 II 225 E. 1 S. 227, 453 E. 2 S. 456).
1.2 Ausgangspunkt der vorliegenden Streitigkeit ist die ausl�nderrechtliche Ausweisung vom 25. August 2000, die gest�tzt auf Bundesrecht (Art. 10 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder, ANAG, SR 142.20) verf�gt wurde. Gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Ausweisungsentscheid kann grunds�tzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden, da insoweit keiner der Ausschluss-Tatbest�nde nach Art. 99-102 OG gegeben ist (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG e contrario; BGE 114 Ib 1 E. 1a S. 2). Gegenstand des angefochtenen Urteils bildet hier jedoch nicht der - bereits in Rechtskraft erwachsene - Ausweisungsentscheid als solcher, sondern der Entscheid �ber die Frage, ob die Fremdenpolizei auf ihre urspr�ngliche Verf�gung h�tte zur�ckkommen und sie in Wiedererw�gung ziehen m�ssen. Massgeblich daf�r ist in erster Linie kantonales (Prozess-)Recht. Das angefochtene Urteil st�tzt sich insoweit nicht auf �ffentliches Recht des Bundes. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich im Weiteren von Bundesverfassungs wegen ein Anspruch auf Anpassung eines Dauerrechtsverh�ltnisses ergeben (vgl. BGE 124 II 1 E. 3a S. 6; 120 Ib 42 E. 2b S. 46 f., mit Hinweisen). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gem�ss Art. 97 Abs. 1 OG aber nur zul�ssig gegen Verf�gungen im Sinne von Art. 5 VwVG, also gegen beh�rdliche Anordnungen, die sich auf �ffentliches (Verwaltungs-)Recht des Bundes st�tzen.
Durch die Weigerung, eine in bundesrechtlicher Materie erlassene Verf�gung in Wiedererw�gung zu ziehen, k�nnte die richtige Anwendung des Bundesrechts allerdings vereitelt werden. Daher kann die R�ge, das kantonale Verfahrensrecht sei in bundesverfassungswidriger oder bundesrechtswidriger Weise angewendet worden, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Verletzung von materiellem Bundesverwaltungsrecht behauptet wird. Dies entspricht der Rechtsprechung zur Anfechtung von kantonalen Nichteintretensentscheiden (BGE 127 II 264 E. 1a S 267, mit Hinweisen). Es rechtfertigt sich, diese Rechtsprechung analog anzuwenden, wenn ein Entscheid angefochten wird, mit welchem die Wiedererw�gung einer auf Bundesrecht gest�tzten Verf�gung abgelehnt worden ist (Urteile 2A.524/2002 vom 4. November 2002, E. 1, und 2A.383/2001 vom 23. November 2001, E. 1 b/bb; vgl. auch Urteile 6A.87/2003 vom 3. Februar 2004, E. 1.4; 2A.416/2003 vom 12. M�rz 2003, E. 1). Soweit es um die Anwendung von kantonalem Verfahrensrecht geht, ist freilich auch im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, gleich wie im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, bloss zu pr�fen, ob dieses in einer gegen Bundes(verfassungs)recht verstossenden Weise gehandhabt worden ist (vgl. erw�hntes Urteil 2A.383/2001, E. 2b).
1.3 Soweit der Beschwerdef�hrer sinngem�ss eine (neue) Bewilligung erteilt haben will, ist zu pr�fen, ob ihm das Bundesrecht einen solchen Anspruch einr�umt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist n�mlich gem�ss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG auf dem Gebiet der Fremdenpolizei gegen die Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einr�umt, ausgeschlossen. Aus dem Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG) kann der ledige Beschwerdef�hrer keinen Anspruch ableiten. Er kann sich aber grunds�tzlich auf Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA berufen, wonach ihm ein Recht auf Aufenthalt und Zugang zu einer Erwerbst�tigkeit vorbeh�ltlich des Art. 10 FZA einger�umt ist, da er in der Schweiz erwerbst�tig sein und sogar schon eine Arbeitsstelle in Aussicht haben will. Insoweit ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenfalls an die Hand zu nehmen (vgl. dazu unten E. 3).
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet nach dem in Erw�gung 1.2 Gesagten nicht der materielle Entscheid �ber die Ausweisung als solche, sondern die verfahrensrechtliche Frage, ob das Verwaltungsgericht den Antrag, die Ausweisungsverf�gung in Wiedererw�gung zu ziehen, zu Unrecht abgewiesen hat (vgl. BGE 113 Ia 146 E. 3c S. 153 f.).
2.1 Das Verwaltungsgericht hat erwogen, dass die entscheidende Beh�rde gem�ss � 29 des Gesetzes vom 1. April 1976 �ber den Rechtsschutz in Verwaltungssachen des Kantons Zug (VRG/ZG) "aus wichtigen Gr�nden ihre Entscheide ausserhalb eines Revisionsverfahrens von Amtes wegen oder auf Gesuch hin �ndern oder aufheben [kann], soweit nicht besondere Vorschriften, der Grundsatz von Treu und Glauben oder andere allgemein anerkannte Rechtsgrunds�tze dies ausschliessen oder einschr�nken". Auf einen urspr�nglich fehlerhaften, aber rechtskr�ftigen Entscheid sei zur�ckzukommen, wenn ein eigentlicher Revisionsgrund vorliege, d.h. wenn auf dem Wege des Strafverfahrens erwiesen worden sei, dass durch ein Verbrechen oder Vergehen zum Nachteil des Gesuchstellers eingewirkt worden sei, oder wenn der Gesuchsteller nachtr�glich neue erhebliche Tatsachen erfahre oder entscheidende Beweismittel auffinde, die er trotz zumutbarer Sorgfalt im fr�heren Verfahren nicht rechtzeitig habe beibringen k�nnen (� 87 VRG/ZG). Das Verwaltungsgericht hat das Vorliegen eines solchen Revisionsgrundes verneint.
2.2 Das ist nicht zu beanstanden. Weder ist ein Revisionsgrund ersichtlich noch ist ein solcher vom Beschwerdef�hrer geltend gemacht worden. Die Einwendungen, die der Beschwerdef�hrer erhebt, h�tte er bereits in einem ordentlichen Rechtsmittelverfahren gegen die Ausweisungsverf�gung vom 25. August 2000 vorbringen k�nnen. Das Wiedererw�gungsverfahren darf nicht dazu dienen, rechtskr�ftige Entscheide immer wieder in Frage zu stellen und die Folgen eigener Unsorgfalt im urspr�nglichen Verfahren nachtr�glich zu beseitigen (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 138; 103 Ib 87 E. 3 S. 89 f.; erw�hntes Urteil 2A.383/2001, E. 2e). Fehl geht daher insbesondere das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, der Ausweisungsentscheid sei auch auf Delikte gest�tzt worden, f�r die er erst sp�ter strafrechtlich verurteilt wurde. Ungeachtet der Frage der Wiedererw�gung w�rde dem Beschwerdef�hrer dieser Einwand materiell ohnehin nicht weiterhelfen (vgl. BGE 130 II 176 E. 4.3.3 S. 189, mit Hinweisen).
2.3 Die von der Bundesverfassung (Art. 29 BV) gew�hrten Garantien geben keinen weiter gehenden Anspruch auf Wiedererw�gung (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137; 124 II 1 E. 3a S. 6; 120 Ib 42 E. 2b S. 46 f., je mit Hinweisen).
3.1 Sowohl das Verwaltungsgericht als auch das Kantonale Ausl�nderamt Zug haben gepr�ft, ob der Beschwerdef�hrer mit Blick auf das seit Ergehen der Ausweisungsverf�gung in Kraft getretene Freiz�gigkeitsabkommen in der Schweiz bleiben d�rfe. Damit haben sie das urspr�ngliche Ausweisungsverfahren jedoch nicht wieder aufgerollt. Vielmehr haben sie nur untersucht, ob dem Beschwerdef�hrer aufgrund einer seit dem Ausweisungsentscheid ge�nderten Rechtslage eine neue Bewilligung zu erteilen ist. Auch dieses Vorgehen verst�sst nicht gegen Bundes(verfassungs)recht (vgl. die in E. 2.3 erw�hnten Urteile des Bundesgerichts). Es wird gemeinhin als Anpassung an nachtr�glich eingetretene Ver�nderungen verstanden, da bei Gutheissung die auf zehn Jahre festgesetzte Befristung der Ausweisung entsprechend abzu�ndern w�re (vgl. zur Anpassung allgemein: Alfred K�lz/Isabelle H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl. 1998, S. 157 ff., insbes. N. 426 und 438; Alfred K�lz/J�rg Bosshart/Martin R�hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich, 2. Aufl. 1999, N. 24 der Vorbem. zu �� 19-28 und N. 13 der Vorbem. zu �� 86a-86d; Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/ Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz �ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, N. 3 und N. 19-24 zu Art. 56; Ursina Beerli-Bonorand, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Diss. Z�rich 1985, insbes. S. 59 ff. und 98; Bernard Kroug, La demande de reconsid�ration des d�cisions administratives, Diss. Freiburg 1974, insbes. S. 92 und 158). Das Inkrafttreten des Freiz�gigkeitsabkommens kann ein Grund sein, einen Bewilligungsanspruch f�r die Zukunft trotz fr�herer abschl�giger Entscheidung neu zu pr�fen (vgl. Urteile 2A.7/2004 vom 2. August 2004, E. 1.2, und 2A.114/2003 vom 23. April 2004, E. 1.1 und 3.3).
3.2 Wie in Erw�gung 1.3 ausgef�hrt, hat der Beschwerdef�hrer als (lediger) italienischer Staatsangeh�riger, der in der Schweiz eine unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit aufnehmen will, gest�tzt auf das Freiz�gigkeitsabkommen grunds�tzlich einen Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis. Nach Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA d�rfen die auf Grund des Freiz�gigkeitsabkommens einger�umten Rechte nur durch Massnahmen, die aus Gr�nden der �ffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschr�nkt werden. Im Weiteren verweist Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA auf die Richtlinie 64/221/EWG des Rates der Europ�ischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 25. Februar 1964 zur Koordinierung der Sondervorschriften f�r die Einreise und den Aufenthalt von Ausl�ndern, soweit sie aus Gr�nden der �ffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit gerechtfertigt sind (kurz: RL 64/221/EWG, publ. in ABl. 1964, Nr. 56, S. 850). Bei der Auslegung dieser Regelungen ist unter anderem die einschl�gige Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europ�ischen Gemeinschaften zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 16 FZA; BGE 130 II 176 E. 2.1 S. 178).
Die Verweigerung der (Neu-)Erteilung einer gest�tzt auf das Freiz�gigkeitsabkommen anbegehrten Aufenthaltsbewilligung kommt bei Vorliegen von Ausweisungsgr�nden gem�ss Art. 10 Abs. 1 ANAG in Betracht (vgl. BGE 130 II 176 E. 3.2 und 3.3.1 S. 181). Dar�ber hinaus ist eine Fernhaltemassnahme entsprechend Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG denkbar, wenn das Verhalten des Ausl�nders Anlass zu schweren Klagen gibt. Diese Regelung dient wie Art. 10 ANAG der Aufrechterhaltung der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit (BGE 98 Ib 85 E. 2b S. 89; 97 I 530 E. 3b S. 536; 93 I 1 E. 3a S. 7). Ein Verhalten, das die Ausweisung (Art. 10 ANAG) oder den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung (Art. 9 Abs. 1 lit. b ANAG) zur Folge haben kann, rechtfertigt erst recht die Verweigerung der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. In beiden F�llen und auch mit Blick auf das Freiz�gigkeitsabkommen ist aber eine Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung unter Ber�cksichtigung der Umst�nde des Einzelfalles vorzunehmen (BGE 130 II 176 E. 3.3.4 und 3.4.2 S. 182 und 184, mit Hinweisen; zu Art. 9 ANAG: BGE 98 Ib 85 E. 2c S. 90; 93 I 1 E. 3a S. 8; Urteil 2A.194/1995 vom 20. November 1995, in RDAT 1996 I Nr. 56 S. 161, E. 3). Im Gegensatz zu den erw�hnten Entscheiden BGE 98 Ib 85 und BGE 93 I 1 spielt der Gesichtspunkt der Abwehr der �berfremdung im Rahmen des Freiz�gigkeitsabkommens allerdings keine Rolle; er w�rde dessen Sinn widersprechen (vgl. auch BGE 97 I 530 E. 3b S. 536).
3.3 Das Verwaltungsgericht hat eine solche Pr�fung vorgenommen. Diese ist nicht zu beanstanden, weshalb im Wesentlichen auf die Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts verwiesen werden kann. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Schluss zu f�hren.
3.3.1 Der Beschwerdef�hrer mag zwar keine Gewaltdelikte begangen haben. Fernhaltemassnahmen setzen dies jedoch weder nach dem Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder noch nach dem Freiz�gigkeitsabkommen voraus. Im Lichte des Freiz�gigkeitsabkommens ist zwar im Sinne einer hinreichend schweren Gef�hrdung eines Grundinteresses der Gesellschaft zu fordern, dass das hier dem Ausl�nder vorgeworfene (deliktische) Verhalten im Inland auch gegen�ber Schweizern strafrechtlich geahndet wird (vgl. BGE 130 II 176 E. 3.4.1 S. 182 f., mit Hinweisen). Zudem muss nach dem Freiz�gigkeitsabkommen eine gegenw�rtige Gef�hrdung, d.h. eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass der Ausl�nder auch k�nftig die �ffentliche Ordnung oder Sicherheit st�ren wird, gegeben sein (BGE 130 II 176 E. 3.4.1, 4.2 und 4.3.1 S. 184 ff., mit Hinweisen). Insofern bestehen strengere Voraussetzungen als bei Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG oder Art. 10 Abs. 1 lit. a-d ANAG (vgl. BGE 98 Ib 85 E. 2c S. 89; Art. 16 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz 1949 zum ANAG [ANAV; SR 142.201]). Aus einer strafrechtlichen Verurteilung allein ist nicht bereits automatisch auf eine schwere und gegenw�rtige Gef�hrdung zu schliessen (vgl. Art. 3 Abs. 2 RL 64/221/EWG). Die nach dem Freiz�gigkeitsabkommen f�r Entfernungs- bzw. Fernhaltemassnahmen geforderte Gef�hrdung ist hier allerdings gegeben:
Der Beschwerdef�hrer hat �ber Jahre hinweg fortw�hrend verschiedenste Delikte begangen (u.a. Diebstahl und Betrug, beides teils gewerbsm�ssig, Urkundenf�lschung, Hausfriedensbruch). Auch wenn er sich keine Gewaltdelikte hat zuschulden kommen lassen, handelt es sich doch nicht um Bagatellen. Er hat unter anderem vors�tzlich Rechtsg�ter von Drittpersonen gef�hrdet und diesen teilweise erhebliche Verm�genssch�den zugef�gt. Mit dem Strafgericht (im Urteil vom 28. M�rz 2001) ist hervorzuheben, dass er eine grosse kriminelle Energie an den Tag gelegt hat. Mehrfache strafrechtliche Verurteilungen und fremdenpolizeiliche Massnahmen (z.B. Androhungen von Fernhaltemassnahmen) haben ihn nicht davon abgehalten, mit seinen deliktischen Aktivit�ten fortzufahren.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seine Delinquenz sei auf seinen damaligen Drogenkonsum zur�ckzuf�hren, von dem er heute Abstand genommen habe. Der Drogenkonsum betrifft, wie auch der psychiatrische Sachverst�ndige in seiner Begutachtung - auf die der Beschwerdef�hrer verwiesen hat - festh�lt, nur wenige Jahre. Ein Grossteil der Taten standen in keinem zeitlichen Zusammenhang mit dem Drogenkonsum. Zudem hat nie eine Rauschgiftsucht bestanden. Laut Sachverst�ndigen war die Zurechnungsf�higkeit ebenso wenig herabgemindert. Insbesondere hatte der Beschwerdef�hrer keine kleptomanische Veranlagung. Im seinem Urteil vom 28. M�rz 2001 hat das Strafgericht ausgef�hrt, der Beschwerdef�hrer habe aus egoistischen, geldwerten Motiven gehandelt; ihm sei es einzig darum gegangen, seine Konsumw�nsche zu befriedigen und einen aufwendigen Lebensstil pflegen zu k�nnen. Er habe das ihm von seinen Arbeitgebern entgegengebrachte Vertrauen stets von Neuem schamlos ausgenutzt. Eine Vielzahl von Delikten habe er planm�ssig und nach entwickelter, erprobter Methode begangen.
Schliesslich hat der Beschwerdef�hrer - wie Regierungsrat und Verwaltungsgericht festgehalten haben und vom Beschwerdef�hrer nicht bestritten worden ist - noch w�hrend des Strafvollzugs im April und Mai 2003 zum Nachteil von Mith�ftlingen erneut wiederholt delinquiert. Dies zeigt, dass er sich gegen�ber fr�her kaum gebessert haben d�rfte. Er beging diese neuerlichen Straftaten trotz Abkehr von Drogen, empfindlicher Verurteilung zu 32 Monaten Gef�ngnis und h�ngigem Wiedererw�gungsgesuch, in welchem er um eine "allerletzte Chance" gebeten hatte. Nach dem Gesagten kann dem Beschwerdef�hrer keine g�nstige Prognose gestellt werden.
3.3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass er als Ausl�nder der sog. zweiten Generation zu behandeln sei. Er ist in der Tat in der Schweiz geboren und hat hier seine Schulzeit sowie den �berwiegenden Teil seines Lebens verbracht. Das Bundesgericht hat jedoch bereits fr�her festgehalten, dass weder aus dem Freiz�gigkeitsabkommen noch aus sonstigen verbindlichen Rechtsquellen ein absolutes Verbot von Fernhaltemassnahmen gegen Ausl�nder der zweiten Generation abzuleiten ist (BGE 130 II 176 E. 4.4 S. 189-191, mit Hinweisen). Wesentlich ist zudem, dass der Beschwerdef�hrer bereits mit Verf�gung vom 25. August 2000 rechtskr�ftig ausgewiesen worden ist. Damit ist sein damaliger Aufenthaltstitel gem�ss Art. 9 Abs. 1 lit. d ANAG erloschen; entgegen seiner Ansicht ist dabei unerheblich, ob und wie lange er das Land danach verlassen hat und ob die Beh�rden die Ausweisung tats�chlich vollzogen haben (vgl. Urteil 2A.320/2003 vom 16. September 2003, E. 3). Wie in Erw�gung 2 ausgef�hrt, ist auf diese Ausweisung nicht mehr zur�ckzukommen. Damit kann sich der Beschwerdef�hrer nicht mehr auf einen ununterbrochenen rechtm�ssigen Aufenthalt im Inland berufen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156, 153 und 153a OG). Parteientsch�digungen werden nicht geschuldet (Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht, Verwaltungsrechtliche Kammer, des Kantons Zug, sowie dem Bundesamt f�r Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 9
 Art. 99
 Art. 100
e contrario
 BGE 
 BGE 
 Art. 97
 Art. 5
 Art. 100
 Art. 4
 Art. 2
 Art. 10
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 56
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 16
 BGE 
 Art. 10
 BGE 
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 9
 Art. 10
 BGE 
 Art. 16
 Art. 3
 Art. 9