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Timestamp: 2018-09-24 21:45:58+00:00

Document:
Verbandstag in NRW? - Bouleforum.de
Geändert von GerhardB. (24.02.2013 um 15:27 Uhr)
so einiges habe ich nun schon per Telefon und Mail erfahren. Dem Verbandstag lagen umfangreiche Anträge zur Finanz- und Sportordnung vor.
Die Anträge zur Finanzordnung waren ausgelegt auf umfangreiche Erhöhung der Einnahmen. Es waren alle Bereiche betroffen, wie: Lizenz-, Meldegebühren und Strafzahlungen. Wenn alle Erhöhungen durch gegangen wären, wäre eine Erhöhung der Einnahmen weit über EUR 20.000,- gekommen.
Die wichtigsten Anträge zur Sportordnung liefen darauf hinaus Nachrücker zu DMs stark einzuschränken. Der Verband sollte ein umfangreiches Recht bekommen Teams zu setzen und unvollständige Teams selbst zu kompletieren, auch wenn ein Teil eines Teams Tage vor der DM ausfallen. Die restlichen Anträge zur Sportordnung waren Kamellen.
Der Verbandstag verlief NRW-untypisch, jedenfalls wenn man die letzten 12 Jahre betrachtet. Der Ton und die Äußerungen des Vorstandes wurden im Verlauf zunehmend aggressiver und selbstmitleidig.
Die wesentlichen Anträge zur Finanzordnung sind ALLE durchgefallen. Einzig zwei Anträge zu Strafzahlungen - die sicherlich nicht mehr einbringen als einen Betrag im oberen 3-stelligen Bereich - sind durch gekommen.
Die Anträge zur Sportordnung betreffend den Setzplätzen und der Nachrückerregelung sind ebenfalls durchgefallen.
Der Verbandstag endete erst nach Mitternacht. Es sieht so aus als wäre unter dem neuen Präsidenten - der bei seiner Wahl übrigens eine gehörige Stimmenzahl an Enthaltungen hatte - die lange Periode der Harmonie und des Abnickens zu Ende. Soll man ihm danken dafür oder es bedauern?!
Ist schon einige Zeit (über ein Jahr) her, dass ich mich hier verabschiedet habe, da entweder nix los war oder (eher unterirdische, aber typische) Forumsplänkeleien stattfanden.
Ich muss natürlich gestehen, dass ich als "fauler Mitleser" ab und an gelauert habe.
Nun ist es ja rund um den DPV-Verbandstag wieder etwas interessanter geworden.
Für meine Neuanmeldung als "MeinSenf" ist aber dieser Thread ausschlaggebend.
Denn "verschlossen wie eine Auster" kann man dem BPV NRW e.V. nun beim besten Willen nicht vorwerfen (im Gegensatz zum DPV).
Tagesordnung, Rechenschaftsbericht und alle Anträge waren und sind für alle öffentlich zu lesen.
Lediglich Finanzbericht, Vermögensverzeichnis und Etatantrag sind nur für die Vereinsvorsitzenden zugänglich (durch Passwort geschützt). Das finde ich auch unbedingt richtig, denn Internet ist nicht nur die "interessierte Bouleöffentlichkeit". Inwieweit diese Informationen in den Vereinen weitergegeben werden, ist - natürlich und leider - ein anderes Thema. Mir als "einfachem Vereinsmitglied" sind jedenfalls auch diese Informationen bekannt.
Da nicht persönlich anwesend wage ich auch keinen Bericht und schon gar keine Bewertung vom Verbandstag in NRW.
Was GerhardB. so alles vom HörenSagen weiß und meint, auch noch bewerten zu können, . . . kein Kommentar.
Aber eine Einschätzung habe ich schon:
Wenn sich ein Verband(svorstand) zu weit von seiner Basis entfernt, kann er auch zurückgepfiffen werden. Das ist wohl in NRW geschehen.
MeinSenf - alias LuigiAix - in echt: Ludger Roloff
Geändert von LuigiAix (25.02.2013 um 17:17 Uhr) Grund: Tippfehler
Noch was Lesenswertes:
http://bouleclubkoeln.de/index.php?p...eigentlich-ich
Hallo MeinSenf, alias LuigiAix, in echt: Ludger,
wenn ich vom BPV NRW als Auster sprach / schrieb, dann meinte ich folgendes: der BPV NRW informiert zwar vorab recht vorbildlich, aber Ergebnisse - wie Länderpokal, wie Verbandstag, etc. pp - werden recht stiefmütterlich auf den Verbandsseiten wieder gegeben.
"Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man keine Zeit, sie zu übertreten!" (J.W.v. Goethe)
also inhaltlich stimmt das schon was Gerhard schreibt, ob aggressiv und mitleidig korrekte Attribute sind muss jeder selbst beurteilen. Was ich allerdings feststellen muss, ein derartiges Kommunikationsdisaster habe ich selten erlebt. Der Vorstand hat sich um seinen eigenen Kopf geredet.
Beispiel 1: als der Etat im Zuge der Finanzordnung vorgestellt wurde (man hat auf meinen Antrag schon während der FinO auch über den Etat gesprochen), sagte der Schatzmeister "es könne nicht angehen das wir Jahr für Jahr ein Minus machen". Ich habe ihn dann gefragt ob ich das richtig verstanden habe das wir Jahr für Jahr ein Minus gemacht haben in den vergangenen Jahren. Daraufhin hat er abgestritten das so gesagt zu haben. Leider musste er sich vom Rest der Versammlung sagen lassen das er das genau so gesagt hat. Ich habe ihn dann darüber aufgeklärt, dass wir Jahr für Jahr (in Zeiten von Winni als Schatzmeister) ein Minus eingeplant haben, aber jedes Jahr ein Plus gemacht haben (außer in den Jahren BPV 25 und Suisse NRW). Selbst das Minus im letzten Jahr wäre mit einem Plus von ca. EUR 5000,- ausgegangen wenn es eben nicht Suisse NRW gegeben hätte.
Beispiel 2: als die Vereinsanträge dran kamen, wollte Daniel Schmitz die von PUR Lintorf vortragen, als der Präsident ihn unterbrach und ihm mitteilte das seine Anträge alle ungültig seien, weil nicht unterschrieben. Pikanterweise war ein Großteil der Anträge auf Themen gerichtet in denen sich PUR im Rechtsstreit mit dem BPV NRW oder sogar in Berufung befindet. Ein Schelm wer Böses denkt!. Daniel verwies dann darauf das seine Anträge am 20.12.2012 an den Verband geschickt worden sind, und der Vorstand ihm doch diesen Mangel hätte mitteilen müssen. Die Antwort des Präsidenten war "man habe das erst Heute um 15:00 gemerkt und müssen, müssen wir gar nichts". Auf meine Nachfrage warum das denn nicht aufgefallen sei, antwortete der Vize "wir sind davon ausgegangen, dass Didier die Unterschrift unleserlich gemacht hat". Auf meinen Einwand, dass Didier zum Unleserlichmachen immer eine schwarze Ellipse benutzt, und auf den PUR-Anträgen eine solche nicht vorhanden sei, antwortete der Vize, man sei davon ausgegangen das Didier es diesmal eben anders gemacht habe. Ich brauche wohl nicht hinzu fügen, dass bei alle anderen, unterschriebenen Anträge die Unterschrift mit einer schwarzen Ellipse unkenntlich gemacht worden ist. Der Hammer kam dann aber noch, als der Präsident sagte "wir lesen nicht alle Vereinsanträge vollständig durch". Was soll ich da noch sagen.
Ich habe dann um 23:30 den Verbandstag verlassen weil ich mir diese Farce einfach nicht mehr ansehen wollte.
Ich könnte noch zig solcher Beispiel bringen. Aber symptomatisch ist noch eine Situation. Unserem Vize waren nach einiger Zeit die Gesichtszüge versteinert, als dann ein weiterer Einwand kam war seine Antwort mit überhöhter Stimme "ich habe keine Lust mehr auf dieses Eh-bäh-bäh-bäh" (das kann man schriftlich überhaupt nicht wieder geben).
Dieser Verbandstag war einfach unterste Schublade. Kannst Du Dich noch den DPV-Delegiertentag in Mannheim erinnern, als der DPV mehr Geld wollte um seine Wünsche umzusetzen, und wir geantwortet haben das wir den Weg sehen wollen, und nichts kam, so war das am Samstag in Düsseldorf auch.
Nach der ersten Pause ergriff der Präsident erneut das Word und sagte etwa "ich habe eingesehen, dass wir euch zu wenig Informationen gegeben haben" und teilte uns mit das seine Vision sei "in den nächsten drei Jahren so viele Setzplätze für NRW zu holen wie BaWü hat", er hat das auch konkret mit Zahlen unterfüttert, d.h. er sprach in einem Bespiel von 43 Setzplätzen. Da wir unsere Lizenz ja nicht adhoc verdoppeln können, müssen demnach die Qualitätsplätze also in den nächsten 3 Jahren etwa verdreifacht werden.
Was soll man dazu sagen? Bei mir habe ich gedacht, dass man Visionen doch von Halluzinationen trennen muss.
Geändert von Vladel (25.02.2013 um 18:42 Uhr)
zugegeben bei solcherlei Anträgen fällt man leicht über die Antragszeit hinaus ,äh ,hinunter
Antrag des Vorstandes auf Änderung der Sportordnung des BPV NRW
hier: § 38 (alt 3, 4 und 5) wird gelöscht § 38 (4) neu
Der Verbandstag stimmt der folgenden Änderung zu:
§ 38 (alt 3, 4 und 5) werden gelöscht:
§ 38 (3) Dieses Team bestimmt die Anforderungen und Verpflichtungen, die an die KaderspielerInnen gestellt und denen die KaderspielerInnen unterliegen.
§ 38 (4) Dieses Team bestimmt im Rahmen der für die Kaderarbeit zur Verfügung stehenden Mittel geeignete Maßnahmen zur Förderung der Spielerinnen(weiblich) und Spielerinnen(männlich).
§ 38 (5) Dieses Team bestimmt die Mannschaften, die den BPV NRW bei offiziellen Veranstaltungen (insbesondere beim Länderpokal) vertreten.
§ 38 (4) neu soll zukünftig lauten:
§ 38 (4) Das Team nach § 38 (2) bestimmt jeweils, wer für das laufende Jahr in die Liste der Kaderspielerinnen(männlich /weiblich) aufgenommen wird. Grundsätzlich kann die Aufnahme nur
erfolgen, wenn die Person an den Kaderinnensichtungsmaßnahmen aktiv teilgenommen hat.
Bei der Auswahl von SpielerInnen(männlich /weiblich) in den Kader des jeweiligen Jahres ist das Team gehalten, entsprechende Informationen bei den Verantwortlichen für die sportlichen Belange des BPV NRW (Sportausschuss,BezirkskoordinatorInnen,Ligakoordi natorInnen)einzuholen. Vor der Aufnahme von Espoirs in den Kaderinnen-Kader ist dasTeam zudem gehalten, entsprechende Informationen beim der Jugendwartin( männlich/weiblich) einzuholen.
- Die Konkretisierungen sind im Hinblick auf eine Verbesserung der Kaderinnen-Kaderarbeit unverzichtbar und auch im Hinblick auf den tatsächlich gegebenen Verantwortungsbereich des Vorstandes.
§ 38 (5) soll zukünftig lauten:
§ 38 (5) Das Team bestimmt zudem, wer aus der Liste der KaderInnenspielerInnen(männlich/weiblich) zu einem bestimmten Ereignis als Vertreterinnen des BPV NRW entsandt wird.
- Die Konkretisierungen sind im Hinblick auf eine Verbesserung der KaderInnenkaderarbeit unverzichtbar und auch im Hinblick auf den tatsächlich gegebenen Verantwortungsbereich des Vorstandes.
hier: § 38 (6) neu
§ 38 (6) soll zukünftig lauten:
§ 38 (6) Dem Vorstand steht hinsichtlich der unter § 38 (4) und (5) beschriebenen Maßnahmen jeweils ein Vetorecht zu, für das es eines Vorstandsbeschlusses bedarf.
- Die Konkretisierungen sind im Hinblick auf eine Verbesserung der KaderInnenarbeit unverzichtbar und auch im Hinblick auf den tatsächlich gegebenen Verantwortungsbereich des Vorstandes.
Anmerkung zur Korrektur: bei Streichung und Neuformulierung der Anträge ist nach §31/7d 4 Abschnitt 2.Halbsatz der DOSB-Gender Gleichstellungsrichtlinie für „Nicht olympische Verbände) auf entsprechende Sprachstellung zu achten.
noch etwas, man hat schon sehr früh am Verbandstag angekündigt das im Oktober ein außerordentlicher Verbandstag statt finden wird, ohne zu sagen wozu und warum. Auf diesem Verbandstag will man auch die durchgefallenen Anträge zur Finanzordnung nochmals einbringen.
Re: Verbandstag in NRW?
ich glaube der Verlauf des Verbandstages ist vor allen Dingen der Unerfahrenheit unseres neuen Präsidenten geschuldet.
Spätestens den "alten Hasen" hätte klar sein müssen, dass das Argument zu den vielen Erhöhungen: "Ohne die Erhöhungen ist eine sachangemessene Verbandsarbeit zukünftig nicht mehr realisierbar." nicht zieht.
Das ist genauso eine Erklärung wie bei der Deutschen Bahn: "Der Zug hat 40 Minuten Verspätungen - wegen Verzögerungen im Betriebsablauf." Da kann man dann auch vermelden: "Der Zug hat 40 Minuten Verspätung - basta!"
Besagter Daniel Schmitz vom PUR Lintdorf war ausgezeichnet vorbereitet. Er hat sehr ruhig und sachlich - und "leider" völlig richtig - dargestellt, warum es keine Argumente für eine Beitrags- oder sonstige Erhöhung gibt.
Wenn so ein junger, engagierter Mann dann "um die Ohren gehauen" bekommt, dass seine Anträge ja nicht unterschrieben waren und deshalb nicht verhandelt werden, dann haben seine Gedanke an die Stunden, in denen er sich mit ALLEN Anträgen auseinander gesetzt hat, natürlich hohes Frust-Potenzial. Das hätte dem Präsidium in Gänze klar sein müssen!
Wir haben in NRW eine Regelung, die besagt, dass Vereine, die keinen Schiedsrichter in ihren Reihen haben, ersatzweise eine Gebühr von 50,- Euro im Jahr zahlen müssen. Es sollte verhandelt werden, diese Gebühr auf 150,- Euro zu erhöhen.
Ich habe auf dem Verbandstag dann vorgetragen, dass es nur einen Umstand gibt, der schlimmer ist als KEINEN Schiedsrichter auf einer offiziellen Sportveranstaltung zu haben. Nämlich der, einen SCHLECHTEN Schiedsrichter zu haben.
Es ist doch naheliegend, habe ich versucht zu erklären, dass Verein XY dann "Opa Jupp" mit seinen 74 Jahren zur Schiri-Ausbildung schickt (der hat die meiste Zeit) und fertig ... Nix gegen Opas, nix gegen Jupps - und vor allen Dingen nichts gegen 74jährige, ich hoffe (fürchte) ich werde so alt!
Ich habe also meine Sicht der Dinge dargestellt - und dafür aus dem Auditorium Anerkennung in Form von Applaus geerntet.
Anschließend wurde dann seitens des Vorstands weiter darüber verhandelt, die Strafgebühr auf 150,- Euro zu erhöhen.
"Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben!"
Aber wie gesagt: unser Präsident war nicht zuletzt deshalb mit dem ganzen Szenario überfordert, weil er von den "Alt-Vorderen" auf diese Reise geschickt wurde. Ob bewusst (er hat nicht nur Befürworter im BPV-Vorstand) oder unbewusst, sei einmal dahin gestellt ...
Ich hoffe trotz dieser leider jämmerlichen Vorstellung, dass er uns als Präsident erhalten bleibt und bin mir sicher, dass er diese Chance nutzt um dazu zu lernen. Seine eigenen Erfahrungen im Rahmen dieser Sitzung sind allerdings absolut dazu geeignet, dass er die Brocken hinschmeisst ...
Gerne würde ich ergänzen "...und das kann ja keiner wollen!" - aber meine Beobachtungen auf dem Verbandstag lassen eine so naive Bewertung nicht zu.
Geändert von Roderig (25.02.2013 um 21:02 Uhr)

References: § 38
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