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Timestamp: 2016-10-23 20:39:32+00:00

Document:
Veterin�ramt des Kantons Aargau,
X.________ h�lt seit Jahren einen Leoparden. Er besitzt hierf�r eine entsprechende, auf zwei Jahre befristete und seit 1982 jeweils verl�ngerte Wildtierhaltebewilligung. Ein- bis dreimal pro Woche unternimmt er Waldspazierg�nge mit seinem Tier, wobei er dieses mit einer Halskette und einem rund 3,3 Meter langen Seil sichert, das er sich um den K�rper wickelt und an einem Gurt befestigt. Anl�sslich eines solchen Spaziergangs kam es am 5. Dezember 1998 zu einem Zwischenfall, bei dem ein nicht an der Leine gef�hrter Hund schwer verletzt wurde, worauf das Veterin�ramt des Kantons Aargau am 20. Januar 1999 die Erneuerung der Bewilligung mit der Auflage verband, dass "das Bewegen des Leoparden an einer Leine ausserhalb des f�r die Haltung bestimmten Geheges [...] verboten" sei (Ziffer 6.2 der Bewilligung).
Eine hiergegen bzw. sinngem�ss gegen die gleich lautende Regelung in den nachfolgenden Bewilligungen gerichtete Beschwerde wiesen sowohl der Regierungsrat (Beschluss vom 14. M�rz 2001) als auch das Verwaltungsgericht (Urteil vom 26. August 2002) des Kantons Aargau ab. Beide Instanzen kamen aufgrund von Augenscheinen und dem Gutachten einer Zoologin zum Schluss, dass die umstrittenen Spazierg�nge mit einem nicht vertretbaren (Rest-)Risiko f�r die Bev�lkerung und andere Tiere verbunden seien; im �brigen erschienen sie "nur bedingt" artgerecht.
"in Gutheissung der eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 26.August 2002 (Art. Nr. 2001/3/027) sowie die Auflage Nr. 6.2. der Wildtierhaltebewilligung des Veterin�ramtes des Kantons Aargau Nr.99.003 vom 20. Januar 1999 bzw. Nr. 00.060 vom 19. Dezember 2000 bzw. Nr. 02.091 vom 23. Dezember 2002 f�r einen Leoparden aufzuheben, wonach dem Beschwerdef�hrer 'das Bewegen des Leoparden an einer Leine ausserhalb des f�r die Haltung bestimmten Geheges verboten ist'"; "eventuell sei die Sache dem aargauischen Verwaltungsgericht zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen (fehlende Legitimation des kantonalen Veterin�ramtes, Verletzung der Gemeindeautonomie u.dgl.) zur�ckzuweisen."
"in Gutheissung der staatsrechtlichen Beschwerde sei der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 26.August 2002 (Art.Nr.2001/3/027) aufzuheben"; und "das Veterin�ramt des Kantons Aargau anzuweisen, das Verbot in den Ziffern 6.2. der Wildtierhaltebewilligungen des Veterin�ramtes des Kantons Aargau Nr. 99.003 vom 20. Januar 1999 bzw. Nr. 00.060 vom 19. Dezember 2000 bzw. Nr. 02.091 vom 23. Dezember 2002 aufzuheben".
Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und das Eidgen�ssische Volkswirtschaftsdepartement haben auf Vernehmlassungen verzichtet. Das Veterin�ramt und der Regierungsrat verweisen auf die kantonalen Entscheide, "deren �berlegungen [...] heute noch unver�ndert g�ltig und sachgerecht" seien.
Mit Verf�gung vom 30. Januar 2003 hat der Abteilungspr�sident die beiden Verfahren vereinigt und das mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verbundene Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Am 26. Februar 2003 erg�nzte der Kanton Aargau � 11 der Verordnung vom 7. Juni 1982 �ber den Vollzug der eidgen�ssischen Tierschutzgesetzgebung (kTschV) mit einem Absatz 6, wonach das Veterin�ramt mit der Tierhaltebewilligung "sicherheitspolizeiliche Auflagen" verbinden k�nne. Den Parteien wurde am 9. Mai 2003 Gelegenheit gegeben, sich zur Frage zu �ussern, ob und wieweit diese Verordnungs�nderung geeignet erscheine, die h�ngige Streitsache zu beeinflussen. Der Kanton Aargau machte geltend, dass mit der entsprechenden Erg�nzung "lediglich im Interesse der Rechtssicherheit und der Transparenz die bereits aus dem h�heren Recht ableitbare Zust�ndigkeit des Kantons und des kantonalen Veterin�ramtes explizit normiert werden" sollte. Nach Ansicht von X.________ belegt die Verordnungs�nderung, dass bei Erlass der umstrittenen Auflage keine hinreichende gesetzliche Grundlage f�r diese bestanden habe.
1.1 Nach Art. 97 ff. OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Verf�gungen im Sinne von Art. 5 VwVG zul�ssig, falls sie von einer der in Art. 98 OG genannten Vorinstanzen ausgehen und kein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99 - 102 OG oder gem�ss Spezialgesetzgebung besteht. Eine Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG liegt vor, wenn sich der Entscheid auf Bundesrecht st�tzt oder richtigerweise h�tte st�tzen sollen. Dasselbe gilt, wenn er auf einer kantonalen Ausf�hrungsvorschrift zum Bundesrecht beruht, der keine selbst�ndige Bedeutung zukommt, oder wenn die auf kantonalem Recht basierende Anordnung anderweitig einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit einer Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweist (BGE 126 II 171 E. 1a S. 173; 124 II 409 E. 1d/dd S. 414; 123 I 275 E. 2b S. 277; 122 II 274 E. 1a S. 277).
1.2 Dies ist hier der Fall: Der angefochtene Entscheid erging gest�tzt auf das Tierschutzgesetz vom 9. M�rz 1978 (TSchG; SR 455) bzw. die bundesr�tliche Verordnung dazu (Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981, TSchV; SR 455.1). Gegen entsprechende kantonale Verf�gungen steht der Rechtsweg nach den allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege offen (Art. 26 Abs. 2 TSchG). Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die einschl�gigen bundesrechtlichen Normen seien falsch angewandt worden. Das f�r die Erteilung der Wildtierhaltebewilligung zust�ndige Veterin�ramt k�nne gest�tzt auf das Bundesrecht mit dieser nur tierschutzrechtliche, hingegen keine sicherheitspolizeilichen Auflagen verbinden, weshalb die angefochtene Verf�gung gesetz- und kompetenzwidrig ergangen sei. Im Kanton Aargau fehle eine gesetzliche Grundlage, welche die Anordnung entsprechender Massnahmen erlaube; im �brigen w�ren hierf�r gegebenenfalls ausschliesslich die Gemeinden zust�ndig. Die Beurteilung dieser Fragen h�ngt weitgehend von der Auslegung des einschl�gigen Bundesrechts bzw. des hierzu erlassenen kantonalen Ausf�hrungsrechts ab. Auch soweit eingewendet wird, das beanstandete Verbot h�tte auf kantonalem Recht statt auf Bundesrecht zu beruhen, besteht ein enger Sachzusammenhang zu diesem, da die Haltung eines Leoparden unbestrittenermassen einer bundesrechtlichen Wildtierhaltebewilligung bedarf (Art. 6 Abs. 2 TSchG), im Kanton Aargau hierf�r das Veterin�ramt zust�ndig ist (� 11 Abs. 2 kTschV) und mit der angefochtenen Auflage auch ein Aspekt der artgerechten Tierhaltung (Spaziergang an der Leine) zur Diskussion steht. Die einzelnen Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind deshalb im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen, und auf die staatsrechtliche Beschwerde ist wegen deren (absoluten) Subsidiarit�t (Art. 84 Abs. 2 OG) bzw. mangels eines praktischen Interesses an ihrer Beurteilung (Art. 88 OG) nicht einzutreten.
1.3.1 Gem�ss Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt wird und ein aktuelles praktisches Interesse an ihrer Aufhebung oder �nderung hat. Der Beschwerdef�hrer muss �ber ein solches nicht bloss bei Einreichen der Beschwerde, sondern auch noch im Urteilszeitpunkt verf�gen (BGE 111 Ib 56 E. 2a S. 58 f. mit Hinweisen).
1.3.2 Gegenstand des urspr�nglichen kantonalen Verfahrens bildete die bis zum 31. Dezember 2000 g�ltige Bewilligung vom 20. Januar 1999, welche erstmals die umstrittene Auflage enthielt, wonach der Beschwerdef�hrer seinen Leoparden nicht mehr an einer Leine ausserhalb des f�r die Haltung bestimmten Geheges bewegen darf. Die entsprechende Bewilligung ist inzwischen zwar abgelaufen, doch wurde sie mit der gleichen Auflage w�hrend der verschiedenen Beschwerdeverfahren jeweils erneuert (letztmals am 23. Dezember 2002 bis zum 31. Dezember 2004). Mit Blick hierauf hat der Beschwerdef�hrer nach wie vor ein aktuelles schutzw�rdiges Interesse an der �berpr�fung von deren Rechtm�ssigkeit. Anfechtungsobjekt bildet jedoch ausschliesslich der vorinstanzliche Entscheid des Verwaltungsgerichts, welcher die Ausgangspunkt des Verfahrens bildende Verf�gung des Veterin�ramts ersetzt hat (Devolutiveffekt). Die Antr�ge, die umstrittene Auflage jeweils in den einzelnen Bewilligungen des Veterin�ramts aufzuheben, sind deshalb unzul�ssig (vgl. BGE 125 II 29 E. 1c S. 33).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich der �berschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens bzw. der Beeintr�chtigung in verfassungsm�ssigen Rechten (BGE 122 IV 8 E. 2a; 121 II 219 E. 1 S. 221), sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt, ist das Bundesgericht an deren tats�chliche Feststellungen gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG). Es wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an, ist an die von den Parteien vorgebrachten Begr�ndungen nicht gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG) und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 34 E. 1c S. 36 f. mit Hinweis).
3.1 Nach Art. 6 Abs. 2 TSchG bedarf das private Halten von Wildtieren einer kantonalen Bewilligung, wenn diese - wie das bei einem Leoparden offensichtlich der Fall ist - besondere Anspr�che an Haltung und Pflege stellen (vgl. Art. 39 lit. a TSchV). Die Bewilligung kann die F�tterung, Pflege und Unterkunft n�her regeln und mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden (Art. 43 Abs. 4 TSchV). Dies ist im vorliegenden Fall insofern geschehen, als das Veterin�ramt den Beschwerdef�hrer verpflichtet hat, seinen Leoparden "allzeit in einem ausbruchsicheren und geeigneten Gehege zu halten" (Ziff. 6.1) und ihn nicht ausserhalb des f�r die Haltung bestimmten Geheges an einer Leine zu bewegen (Ziff. 6.2) oder frei laufen zu lassen (Ziff. 6.3).
3.2 Entgegen der Kritik des Beschwerdef�hrers ist die umstrittene Auflage in Ziffer 6.2 der Bewilligung nicht zu beanstanden: Zu Recht weist er zwar darauf hin, dass die durch den Bund gest�tzt auf Art. 80 BV erlassenen Vorschriften dem Schutz des Tieres dienen, der sicherheitspolizeiliche Aspekt des Schutzes des Menschen vor den von Tieren allenfalls ausgehenden Gefahren hingegen an sich in den Zust�ndigkeitsbereich der Kantone f�llt (BBl 1977 I 1088, vgl. auch Antoine F. Goetschel, Kommentar zum eidgen�ssischen Tierschutzgesetz, Bern 1986, S. 15 u. S. 228; Brigitta Rebsamen-Albisser, Der Vollzug des Tierschutzrechts durch Bund und Kantone, Bern 1994, S. 136; Thomas Fleiner-Gerster, in: Kommentar aBV, Art. 25bis, Rz. 9). Der Kanton Aargau hat inzwischen denn auch eine selbst�ndige Regelung erlassen, wonach das kantonale Veterin�ramt Wildtierhaltebewilligungen mit "sicherheitspolizeilichen Auflagen" verbinden kann (� 11 Abs. 6 kTschV, in Kraft seit 27. April 2003). Ber�hrungspunkte zwischen den beiden Regelungsbereichen sind indessen nicht ausgeschlossen, soweit bei einer Auflage - wie hier - der sicherheitspolizeiliche und der tiersch�tzerische Aspekt eng miteinander verkn�pft sind (vgl. Steiger/ Schweizer, in: Ehrenzeller/Mastronardi/Schweizer/Vallender, Die schweizerische Bundesverfassung, Z�rich/Basel/Genf 2002, Rz. 9 zu Art. 80 BV). Die Tierschutzgesetzgebung gebietet eine artgerechte Haltung, was implizit voraussetzt, dass dies im Rahmen des von der Sicherheit her M�glichen und Zul�ssigen geschehen kann, ansonsten die Bewilligung zu verweigern ist. Insofern k�nnen auf Art. 80 BV abgest�tzte Vorschriften zum Schutz der Tiere mittelbar auch zu jenem des Menschen beitragen (Gutachten des Bundesamtes f�r Justiz vom 5. September 2000 zur Frage der Grundlage f�r eine Bundesgesetzgebung �ber das Halten von Kampfhunden, in: VPB 65/2001 Nr. 1 S. 26). Nach Art. 42 Abs. 1 TSchV m�ssen R�ume, Gehege und Einrichtungen der Art und Zahl der Tiere sowie dem Zweck des Betriebs entsprechen und so gebaut sein, "dass die Tiere nicht entweichen k�nnen". Dabei geht es nicht nur darum, die Tiere vor Verletzungen bei einer Flucht zu sch�tzen, andernfalls nicht einzusehen w�re, warum Art. 5 Abs. 2 TSchV, welcher die allgemeinen Anforderungen an die Gehege umschreibt, seinerseits davon spricht, dass diese so gebaut und eingerichtet sein m�ssen, dass die Verletzungsgefahr gering ist und die Tiere nicht entweichen k�nnen. Die Beurteilung, ob die Haltung hinsichtlich der Unterkunft und des Geheges artgerecht erfolgt, h�ngt auch von den von der entsprechenden (Wild-)Tierart ausgehenden Gefahren ab und bedarf einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise. Eine Auflage, die - aufgrund eines konkreten, durch die Haltung eines Wildtieres ausserhalb des K�figs verursachten Zwischenfalls mit einem anderen Tier (vgl. Goetschel, a.a.O., S. 15 unten) - eine weitere Gef�hrdung von Mensch und Tier zu verhindern bezweckt, ist deshalb durch Art. 43 Abs. 4 TSchV gedeckt; sie sch�tzt letztlich das Wildtier selber, best�nde doch sonst die Gefahr, dass dieses aufgrund seines (unkontrollierten) Verhaltens unter Umst�nden abgetan werden m�sste. Nach Art. 43 Abs. 4 TSchV kann die Bewilligung "F�tterung, Pflege und Unterkunft n�her festlegen" und "mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden". Wie sich bereits aus dem Wortlaut dieser Regelung ergibt, beziehen sich die m�glichen Nebenbestimmungen dabei nicht nur - wie der Beschwerdef�hrer meint - auf die "F�tterung, Pflege und Unterkunft", sondern auf die artgerechte Haltung bzw. Unterbringung und auf das in deren Rahmen Zul�ssige und Gebotene schlechthin, sofern zwischen Halter und Bewilligungsbeh�rde dar�ber divergierende Ansichten herrschen, was hier hinsichtlich der Notwendigkeit und Artgerechtigkeit der Spazierg�nge der Fall war.
3.3 Das Verbot, den Leoparden ausserhalb des Geheges an der Leine spazieren zu f�hren, ist entgegen den Einwendungen des Beschwerdef�hrers auch sachlich gerechtfertigt:
3.3.1 Wie die Gutachterin festgestellt hat, sind die Reaktionen eines in Gefangenschaft lebenden Leoparden bei sehr guter Kenntnis des Tieres zwar bis zu einem bestimmten Grad vorhersehbar, doch gibt es immer wieder Situationen - insbesondere bei schnell eintretenden Ereignissen, auf die der Leopard instinktiv mit viel gr�sserer Geschwindigkeit reagiert als der Mensch -, in denen sein Verhalten unberechenbar bleibt. Es sei bekannt, dass als Haustier gehaltene Leoparden aus meist unerkl�rlichen Gr�nden auch nach vielen Jahren ohne Zwischenfall ihre eigenen Besitzer angriffen und zum Teil schwer verletzten. Trotz des Seils, welches sich der Beschwerdef�hrer um den K�rper binde, bleibe im konkreten Fall f�r die Umwelt ein Restrisiko bestehen, sofern ein Mensch oder Tier �berraschend den Radius von 3,30 m �bertrete, zumal ein in Freiheit lebender Leopard in der Lage sei, eine Beute von bis zu 300 kg an eine gesch�tzte Stelle zu schleppen. Ein gewisses Restrisiko m�sse deshalb auch ausserhalb dieser Distanz bejaht werden, da das Tier bei einem unvorhersehbaren Reiz den Beschwerdef�hrer f�r kurze Zeit zumindest aus dem Gleichgewicht bringen und damit seinen Handlungsradius vergr�ssern k�nne. Gest�tzt auf diese - von der Vorinstanz �bernommenen und f�r das Bundesgericht damit verbindlichen - Feststellungen (vgl. E. 2) besteht ein gewichtiges �ffentliches Interesse daran, dem Beschwerdef�hrer die Spazierg�nge mit seinem Leoparden zu untersagen, zumal diese f�r das Tier zwar abwechslungsreich und interessant sein m�gen, von der Expertin jedoch als "nur bedingt" artgerecht bezeichnet werden. Nach ihrer Einsch�tzung k�nnte diesbez�glich mit einer Bereicherung des Geheges wesentlich mehr erreicht werden.
3.3.2 Was der Beschwerdef�hrer hiergegen einwendet, �berzeugt nicht: Die kantonalen Beh�rden haben die entsprechende Auflage 1999 nicht aus "heiterem Himmel" in die Bewilligung aufgenommen, sondern nachdem es im Dezember 1998 zu einem ernsten Zwischenfall mit einem freilaufenden Hund gekommen war. Bereits 1980 hatte der damalige Leopard des Beschwerdef�hrers im Rahmen eines Spaziergangs eine Frau angesprungen und deren Bluse zerrissen. Auch wenn diese Vorkommnisse zeitlich weit auseinander liegen, belegen sie doch, dass es immer wieder heikle Situationen geben kann, die der Beschwerdef�hrer bei aller Fachkenntnis nicht zu kontrollieren vermag. Hieran �ndert nichts, dass an solchen Situationen nach seiner Einsch�tzung nicht er, sondern jeweils die anderen Waldben�tzer schuld sein sollen. Weder Radfahrer, Reiter, Fussg�nger noch wandernde Familien mit Kindern oder Hunden m�ssen damit rechnen, im Wald einen Leoparden anzutreffen, den sein Halter wie ein Haustier ausf�hrt. Nicht die anderen Waldbenutzer haben in erster Linie auf sein Wildtier R�cksicht zu nehmen, sondern er als dessen Halter auf sie. Die von ihm vorgeschlagenen milderen Massnahmen (auff�llige Kleidung, Warnpfeife, Warntafeln usw.) sind nicht geeignet, die Recht- und Verh�ltnism�ssigkeit der Auflage in Frage zu stellen, nachdem diese Vorkehrungen - gem�ss den Ausf�hrungen der Expertin - nicht sicher zu verhindern verm�chten, dass es nicht dennoch zu Vorf�llen mit gravierenden Folgen kommen k�nnte. Dieses Risiko l�sst sich letztlich nur durch das angeordnete Verbot mit der erforderlichen Sicherheit ausschliessen. Der Beschwerdef�hrer verharmlost die bisherigen Zwischenf�lle und untersch�tzt die von der Art der Haltung seines Leoparden ausgehende Gefahr; nichts garantiert, dass ein weiterer Vorfall eben so glimpflich verliefe wie die bisherigen. Dabei geht es nicht - wie er meint - um "hypothetische Schwarzmalereien mit ausserordentlich geringer Eintretenswahrscheinlichkeit", sondern mit Blick auf die Unberechenbarkeit des Leoparden als Wildtier und die m�glichen schwerwiegenden Auswirkungen eines (weiteren) Zwischenfalls auf die k�rperliche Unversehrtheit Dritter und anderer Tiere um eine vern�nftige Gefahrenpr�vention im Rahmen einer artgerechten Haltung. Es n�tzt wenig, wenn das Bundesrecht f�r Wildtiere ein ausbruchsicheres Gehege vorschreibt, der Tierhalter das durch diese Massnahme auszuschliessende Risiko aber dadurch fortbestehen l�sst, dass er sein Wildtier ein- bis dreimal pro Woche an einer Leine mit den damit verbundenen Gefahren und Unvorhersehbarkeiten ausserhalb des Geheges spazieren f�hrt.
3.3.3 L�sst sich die umstrittene Auflage nach dem Gesagten auf Art.43 Abs. 4 TSchV - und heute zus�tzlich auf � 11 Abs. 6 kTschV - st�tzen, geht der Einwand der Unzust�ndigkeit des Veterin�ramts und einer Verletzung der Gemeindeautonomie zum Vornherein fehl; ebenso ist die Kritik unbegr�ndet, die kantonalen Beh�rden verhielten sich widerspr�chlich, indem sie die Spazierg�nge, die sie nun verb�ten, w�hrend Jahren geduldet h�tten. Nichts hinderte das kantonale Veterin�ramt daran, aufgrund des Vorfalls vom Dezember 1998 die Frage der artgerechten und sicheren Haltung des Leoparden durch den Beschwerdef�hrer anders zu beurteilen als bisher und ihm gest�tzt hierauf im Rahmen einer Auflage das Spazierenf�hren des Tieres an einer Leine ausserhalb des Geheges zu untersagen. Hierin liegt kein unzul�ssiger Eingriff in die pers�nliche Freiheit bzw. in die Eigentumsgarantie. Soweit das Verbot des Spazierenf�hrens eines Leoparden �berhaupt als Beeintr�chtigung einer elementaren Erscheinungsform der Pers�nlichkeitsentfaltung gelten k�nnte und das Halten von Wildtieren in den Anwendungsbereich der pers�nlichen Freiheit fallen w�rde (ablehnend Tanja Katharina Gehrig, Struktur und Instrumente des Tierschutzrechts, Diss. Z�rich 1999, S.118), beruht die beanstandete Massnahme auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage, liegt sie mit Blick auf die bestehenden Sicherheitsbed�rfnisse im �ffentlichen Interesse und ist sie - wie dargelegt - auch verh�ltnism�ssig (vgl. Art. 36 BV). Dem Beschwerdef�hrer wird nicht der Besitz seines Tieres generell untersagt, sondern es wird lediglich die Art von dessen Haltung im �ffentlichen Interesse an eine Auflage von relativ geringer Eingriffstiefe gekn�pft. Eigent�merbefugnisse am (Wild-)Tier stehen ihm nur im Rahmen der Bewilligungsordnung zu; diese kann seine Rechte im Interesse des Tieres und der Umwelt zul�ssigerweise beschr�nken.
4.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der unterliegende Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (vgl. Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Veterin�ramt, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, sowie dem Eidgen�ssischen Volkswirtschaftsdepartement schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 97
 Art. 5
 Art. 98
 Art. 99
 Art. 5
 Art. 103
 BGE 
 Art. 6
 Art. 39
 Art. 80
 Art. 25
 Art. 80
 Art. 80
 Art. 42
 Art. 5
 Art. 43
 Art. 43
 Art.43
 Art. 36
 Art. 153
 Art. 153
 Art. 159