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Timestamp: 2016-10-22 08:54:48+00:00

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Fahrl�ssige schwere K�rperverletzung; Verletzung von Verkehrsregeln,
Am Samstagabend, 3. September 2005, um ca. 20.10 Uhr fuhr X.________ mit seinem Toyota auf einem langen, geraden und leicht abfallenden Abschnitt der Pr�ttigauerstrasse in Klosters Richtung Davos. Unmittelbar vor dem Hotel Cresta wurde er von einem seiner Beifahrer auf ein langsam vor ihm fahrendes Motorrad aufmerksam gemacht. X.________ leitete sofort eine Vollbremsung ein, konnte aber eine leichte Kollision nicht mehr vermeiden. Gem�ss Anklageschrift bog der Lenker des Motorrads, A.________, kurz zuvor vom Vorplatz des Hotels Cresta auf die Pr�ttigauerstrasse in Richtung Davos ein, um mit seinem Motorrad auf den 30 Meter entfernten rechtsseitig an der Strasse gelegenen Parkplatz zu fahren. Er fuhr deshalb langsam die Strasse herunter und schwenkte leicht nach links �ber die Strassenmitte, um nach rechts in die Einfahrt einzubiegen. Bei diesem Man�ver vernahm er das Quietschen der Reifen des heranfahrenden Fahrzeugs. Bei der folgenden Kollision wurde sein rechtes Bein eingeklemmt. Er erlitt einen Tr�mmerbruch am Knie sowie einen Bruch des Waden- und Schienbeins.
Mit Urteil vom 7. Dezember 2006, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Pr�ttigau/Davos X.________ der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) sowie der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 31 Abs. 1; Art. 32 Abs. 1; Art. 90 Ziff. 1 SVG) f�r schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 1'000.--. Eine gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Kantonsgericht Graub�nden am 21. Februar 2007 ab.
Dagegen f�hrt X.________ Beschwerde in Strafsachen, mit der er unter anderem die Aufhebung des angefochtenen Urteils verlangt.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Willk�rverbots und des "in dubio pro reo"-Grundsatzes. Die Feststellung, er habe seine gesamte Aufmerksamkeit nur auf die Fussg�ngergruppe auf der rechten Strassenseite und nicht auch auf den �brigen Verkehr gerichtet, sei eine unbewiesene Behauptung. Ebenso ungekl�rt sei, ob er den Motorradfahrer bei pflichtgem�sser Aufmerksamkeit h�tte erkennen k�nnen.
1.1 F�r die R�ge der offensichtlich unrichtigen und damit im Sinne von Art. 9 BV willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung sowie f�r die behauptete Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gelten die strengen Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. zur amtlichen Publikation vorgesehenes Bundesgerichtsurteil 6B_178/2007 vom 23. Juli 2007, E. 1.4). Die Entscheidrelevanz des Mangels ist zu belegen (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.2 Der Beschwerdef�hrer legt lediglich seine Interpretation des Unfallgeschehens dar. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Annahme, dass er den unmittelbar links von der Fahrbahnmitte langsam einherfahrenden Motorradfahrer auch fr�her h�tte sehen k�nnen, schlichtweg unhaltbar sein soll. Vielmehr ist die versp�tete Wahrnehmung des Motorradfahrers gerade die Folge seiner - von der Vorinstanz willk�rfrei festgestellten - einseitigen Konzentration auf die Fussg�nger rechter Hand. Die Beanstandung der vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen erweist sich daher als rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil. Mangels ausreichender Begr�ndung ist auf die Sachverhaltsr�gen nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 31 und Art. 26 SVG. Zu Unrecht gehe die Vorinstanz von einem Grundmass an Aufmerksamkeit aus, das unabh�ngig vom Vertrauensgrundsatz in jedem Fall geschuldet sei.
2.1 Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgem�ssen Ben�tzung der Strasse weder behindert noch gef�hrdet (Art. 26 Abs. 1 SVG). Aus dieser Bestimmung leitet die Rechtsprechung den Vertrauensgrundsatz ab, wonach jeder Strassenben�tzer, der sich selbst verkehrsgem�ss verh�lt, darauf vertrauen darf, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer ordnungsgem�ss verhalten (BGE 129 IV 282 E. 2.2.). Gem�ss Art. 31 Abs. 1 SVG hat der Lenker sein Fahrzeug st�ndig so zu beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Er muss jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils erforderliche Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust zweckm�ssig zu reagieren. Er muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden (Art. 3 Abs. 1 VRV; BGE 127 II 302, E. 3c).
2.2 Die Vorinstanz kommt in tats�chlicher Hinsicht zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer seine gesamte Aufmerksamkeit den Fussg�ngern auf dem rechten Trottoir zuwandte, obwohl keine Anzeichen daf�r bestanden, dass diese die Strasse �berqueren wollten. H�tte er seine Aufmerksamkeit auch nach vorne gerichtet, so h�tte er den leicht links von der Strassenmitte fahrenden Motorradfahrer bemerkt. Es steht somit fest, dass die Aufmerksamkeit des Beschwerdef�hrers einseitig fokussiert und damit nicht situationsangemessen war. Das Ausserachtlassen der �brigen Verkehrsteilnehmer verunm�glichte ihm eine rechtzeitige Reaktion. Selbst wenn man mit dem Beschwerdef�hrer davon ausginge, dass er sich nicht nur auf die Fussg�nger, sondern vor allem auf seine Fahrbahnh�lfte konzentrierte, entlastet ihn dies - wie die Vorinstanz zutreffend hervorhebt - nicht. Der Motorfahrzeugf�hrer hat auch Gefahrenquellen auf der Gegenfahrbahn im Auge zu behalten. Zusammenfassend steht fest, dass der Beschwerdef�hrer sein Fahrzeug nicht in dem von Art. 31 Abs. 1 SVG vorgeschriebenen Umfang beherrschte. Die Annahme einer Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG verletzt kein Bundesrecht. Weil sich die eingetretenen Verletzungsfolgen im �brigen zweifelsfrei direkt auf die geschilderte Sorgfaltspflichtverletzung zur�ckf�hren lassen, ist die vorinstanzliche Verurteilung wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung nach Art. 125 Abs. 2 StGB nicht zu beanstanden.
2.3 Auch die Mitber�cksichtigung des Vertrauensgrundsatzes f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dieser besagt, dass bei der Bemessung der aufzubringenden Sorgfalt grunds�tzlich von verkehrsregelkonformem Verhalten der �brigen Verkehrsteilnehmer ausgegangen werden darf, auch wenn verkehrsregelwidriges Verhalten h�ufig genug ist, um vorhersehbar zu sein (BGE 129 IV 282 E. 2.2; s.a. Guido Jenny, Basler Kommentar zu Art. 18 StGB N 78 und 89 ff.). Doch auch der Vertrauensgrundsatz erlaubt es einem Verkehrsteilnehmer nicht, sich in Situationen zu man�vrieren, in denen er zur ad�quaten Erfassung drohender Gefahren nicht mehr in der Lage ist. Insofern verletzt die Vorinstanz mit dem von ihr geforderten 'Grundmass an Aufmerksamkeit' kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegr�ndet.

References: Art. 32
 Art. 90
in dubio
 Art. 9
 Art. 106
 Art. 31
 Art. 26
 Art. 31
 BGE 
 Art. 31
 Art. 90
 Art. 125
 Art. 18