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Timestamp: 2020-08-04 17:32:08+00:00

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BFH Urteil vom 17.12.2009 - VI R 63/08 (veröffentlicht am 17.02.2010) | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BFH Urteil vom 17.12.2009 - VI R 63/08 (veröffentlicht am 17.02.2010)
Studiengebühren sind keine außergewöhnlichen Belastungen; keine isolierte Betrachtung der Verfassungsmäßigkeit des § 33a Abs. 2 EStG
EStG § 33a Abs. 2, 5, §§ 33, 32 Abs. 6; GG Art. 6 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1; BGB § 1610
FG Bremen (Urteil vom 16.07.2008; Aktenzeichen 4 K 205/06 (4); EFG 2009, 128)
Die Kläger und Revisionskläger (Kläger) werden als Eheleute zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. In ihrer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2004 machten sie die für das Studium des am 11. Juni 1982 geborenen Sohnes an die Akademie …, einer privaten Hochschule, entrichteten Studiengebühren in Höhe von 7.080 € steuermindernd als außergewöhnliche Belastungen geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt --FA--) anerkannte die Aufwendungen nicht, gewährte jedoch den Sonderbedarfsfreibetrag nach § 33a Abs. 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in Höhe von 924 €.
Die Kläger beantragen,das Urteil des FG Bremen vom 16. Juli 2008 4 K 205/06 (4) und die Einspruchsentscheidung vom 26. April 2006 aufzuheben und unter Abänderung des Einkommensteuerbescheids 2004 vom 22. November 2005 weitere außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 7.080 € für das Jahr 2004 zu berücksichtigen, hilfsweise das Urteil des FG Bremen vom 16. Juli 2008 4 K 205/06 (4) aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zurückzuverweisen.
b) Bei Kindern in Ausbildung dient der Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung der Abdeckung des allgemeinen Ausbildungsbedarfs (Jachmann, in: Kirchhof/Söhn/ Mellinghoff, EStG, § 32 Rz A 91), zu dem der erkennende Senat auch den Ausbildungsunterhalt i.S. von § 1610 BGB und damit gegebenenfalls auch Studiengebühren zählt. Da sich der Gesetzgeber bei der Quantifizierung dieses einheitlichen Freibetrags an der Höhe des bisherigen höchstmöglichen Ausbildungsfreibetrags (§ 33a Abs. 2 EStG a.F.) orientiert hat (BTDrucks 14/6160, 13), ist dadurch die bei den Eltern entstehende Minderung der finanziellen Leistungsfähigkeit durch ein Kind in Ausbildung in genügender Höhe berücksichtigt (Jachmann, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, EStG, § 32 Rz A 91). Eine weitergehende steuerliche Berücksichtigung des allgemeinen Ausbildungsbedarfs außerhalb des Familienleistungsausgleichs ist damit --jedenfalls im Streitjahr-- nicht erforderlich (vgl. Jachmann, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, EStG, § 32 Rz A 91; Kanzler, Finanz-Rundschau 2001, 921 ≪938≫).
Haufe-Index 2295883
BFH/NV 2010, 735
BFH/PR 2010, 166
BStBl II 2010, 341
BFHE 2010, 487
BFHE 227, 487
DB 2010, 482
DStR 2010, 314
DStRE 2010, 315
HFR 2010, 368
FR 2010, 527
NJW 2010, 1839
NWB 2010, 568
FuR 2010, 288
EStB 2010, 95
SteuerStud 2010, 148
StuB 2010, 202
ZAP 2010, 530
FamRB 2010, 145
NWB direkt 2010, 174
RdW 2010, 329
StBW 2010, 204
StX 2010, 120
GmbH-Stpr. 2010, 9
STFA 2010, 25
SteuK 2010, 191

References: § 33
 § 33
 Art. 6
 Art. 3
 § 1610
 § 33
 § 32
 § 1610
 § 32
 § 32