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Timestamp: 2019-12-11 17:28:50+00:00

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BFH, 05.06.2002 - I R 81/00 - dejure.org
BFH, 05.06.2002 - I R 81/00
https://dejure.org/2002,1352
BFH, 05.06.2002 - I R 81/00 (https://dejure.org/2002,1352)
BFH, Entscheidung vom 05.06.2002 - I R 81/00 (https://dejure.org/2002,1352)
BFH, Entscheidung vom 05. Juni 2002 - I R 81/00 (https://dejure.org/2002,1352)
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EStG 1990/1994 § 4, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1, Nr. 2, Nr. 5 Satz 1, § 17 Abs. 2, § 23 Abs. 3, § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f und Nr. 6, § 52 Abs. 1 Satz 1
Revision - Einkommensteuer - Körperschaftsteuer - Variables Kapitalkonto - Gewinnbuchung - Verlustbuchung - Verdecktes Darlehenskonto - Veräußerung - Entgeltlichkeit - Veräußerungsgewinn - Absetzung für Abnutzung - Wirtschaftsgut - Wertzuwachs - Gewinnermittlung
Ermittlung des Veräußerungsgewinns bei Grundstücksveräußerung durch beschränkt Steuerpflichtige
Ermittlung des Veräußerungsgewinns bei Grundstücksverkauf
§ 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f EStG
Einkommensteuer; Abgrenzung zwischen Kapitalkonto und Darlehenskonto und Ermittlung des Veräußerungsgewinns
Gewinnermittlung - Variables Kapitalkonto
FG Hessen, 16.05.2000 - 4 K 2965/98
BFHE 199, 300
BB 2002, 1849 (Ls.)
BB 2002, 800
DB 2002, 2138
BStBl II 2004, 344
und 5.b; vom 27. Juni 1996 IV R 80/95, BFHE 181, 148, BStBl II 1997, 36 unter 3.a; vom 4. Mai 2000 IV R 16/99, BFHE 191, 539, BStBl II 2001, 171 unter 2.b; vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344 unter II.1.c aa), so kann sich diese Aussage nur auf das variable Kapitalkonto II im Zwei-Konten-Modell beziehen.
Die Verzinslichkeit des Kontos ist kein geeignetes Abgrenzungskriterium für die Unterscheidung zwischen Kapital- und Darlehenskonto, weil eine Verzinsung von Fremdkapital (§§ 110 Abs. 2, 111 Abs. 1 HGB) und eine Verzinsung des Kapitalanteils im Rahmen der Gewinnverteilung gleichermaßen üblich und typisch sind (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551 unter II.4.e, und in BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344 unter II.1.c cc).
Der Senat hat dies zu der bis 2008 geltenden Fassung des § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Satz 2 EStG entschieden, welcher bereits eine der heutigen Regelung entsprechende Umqualifizierung von Einkünften aus der Veräußerung inländischen unbeweglichen Grundvermögens in gewerbliche Einkünfte angeordnet hatte (Urteile vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344, und I R 105/00, BFH/NV 2002, 1433).
Veräußerungsgewinn im Sinne der vorgenannten Vorschrift ist der Veräußerungspreis abzüglich Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Veräußerungskosten (vgl. Senatsurteile in BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344, und in BFH/NV 2002, 1433, sowie vom 22. August 2006 I R 6/06, BFHE 215, 103, BStBl II 2007, 163).
Ausreichend ist vielmehr, dass sie durch den Betrieb der Personengesellschaft veranlasst und zivilrechtlich wirksam (bindend) vereinbart worden sind (vgl. auch die BFH-Urteile in BFHE 120, 239, BStBl II 1977, 145, und in BFHE 197, 411, BStBl II 2002, 420, Anerkennung ohne Prüfung eines Fremdvergleichs; ebenso zu sog. verdeckten Darlehenskonten BFH-Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344).
Die Wertbegrenzung auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 Halbsatz 2 Buchst. a EStG 1997 ist nicht anzuwenden (Anschluss an Senatsurteile vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344, sowie I R 105/00, BFH/NV 2002, 1433).
Zugrunde gelegt wurde dabei auf der Basis der Senatsurteile vom 5. Juni 2002 I R 81/00 (BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344) sowie I R 105/00 (…BFH/NV 2002, 1433) hinsichtlich des in 1991 erworbenen Grundstücks statt der Anschaffungs- und Herstellungskosten dessen Teilwert auf den 1. Januar 1994 und damit auf den Eintritt in die Steuerpflicht aufgrund der erstmaligen Anwendung des seinerzeit neu in das Gesetz eingefügten § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f EStG 1997.
Das FG hat den Veräußerungsgewinn auf der Grundlage der einschlägigen Senatsrechtsprechung (BFH-Urteile in BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344, und in BFH/NV 2002, 1433) zutreffend in der Weise berechnet, dass es hinsichtlich des im Jahr 1991 angeschafften Grundstücks nicht von den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern von dem Verkehrswert (Teilwert) des Grundstücks zum 1. Januar 1994 ausgegangen ist und hiervon die ab 1. Januar 1994 von der Klägerin vorgenommene AfA abgezogen hat.
Hieraus ergibt sich zwar, dass auch diese gewerblich fingierten Einkünfte nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 4 ff. EStG über die Bestimmung des Gewinns zu ermitteln sind (Senatsurteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344 zu § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Satz 2 EStG 1990/1994); auch mag es zutreffen, dass dieser Einkunftsermittlung ein inländisches gewerbliches Betriebsvermögen zugrunde liegt (…vgl. zum Streitstand Gosch in Kirchhof, a.a.O., § 49 Rz 47).
Abgrenzung zwischen Kapitalkonto oder Darlehenskonto bei einer GmbH & Co. KG
a.) Die Abgrenzung richtet sich hierbei nicht nach der Kontenbezeichnung, sondern im Grundsatz danach, ob Zu- und Abgänge auf dem Konto gesellschafts- oder schuldrechtlicher Natur sind (vgl. BFH, Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BStBl II 2004, 344 (HFR 2002, 986)).
Danach ist vor allem dann von einem Kapitalkonto auszugehen, wenn auf diesem Verlustanteile des Gesellschafters verbucht werden, denn mit dem Begriff des Darlehens ist eine Verlustbeteiligung nicht vereinbar (vgl. BFH, Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, a.a.O.; Urteil vom 4. Mai 2000 IV R 16/99, BStBl II 2001, 171).
Nicht zwingendes aber mögliches Indiz für ein Darlehenskonto kann eine etwaige Einschränkung der Gewinnentnahmemöglichkeiten sein, mit der Folgerung, dass Gewinne in der Gesellschaft verbleiben sollen (vgl. BFH, Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, a.a.O).
Eine Fremdforderung kann aber auch dann eine solche sein, wenn keine gesonderten Abmachungen über Zins und Fälligkeit getroffen werden, sie aber im Grundsatz jederzeit entnahmefähig ist (vgl. BFH, Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, a.a.O.).
Es kommt vielmehr entscheidend darauf an, ob das Konto der Buchung gesellschafts- oder schuldrechtlich veranlasster Zu- oder Abgänge dient (vgl. BFH-Urteile vom 3. November 1993 II R 96/91, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1994, 88, und vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BStBl II 2004, 344).
b) Unerheblich ist ferner, ob der jeweilige Kontostand verzinst wird; denn eine Verzinsung von Fremdkapital und von Eigenkapital ist gleichermaßen üblich und typisch (vgl. BFH-Urteile vom 3. November 1993 II R 96/91, BStBl II 1994, 88; vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BStBl II 2004, 344, und vom 16. Oktober 2008 IV R 98/06, BStBl II 2009, 272).
Ebenso ist die Rechtsprechung bei sog. verdeckten Darlehenskonten verfahren (BFH-Urteil vom 5. Juni 2002 I R 81/00, BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344).
FG Hamburg, 20.10.2006 - 7 K 151/04
Einkommensteuergesetz: Feststellung des ausgleichsfähigen Verlustes nach § 15a …
Ist - wie im vorliegenden Fall - durch Gesellschaftsvertrag die Führung von mehreren Gesellschafterkonten vorgesehen, so ist durch Auslegung des Gesellschaftsvertrags unter Berücksichtigung der beabsichtigten zivilrechtlichen Folgen sowie an Hand der gesamten Umstände des Einzelfalls zu entscheiden, inwieweit es sich bei diesen Konten um ein Kapitalkonto oder um ein Darlehenskonto (Forderung oder Verbindlichkeit) handelt (vgl. BFH…, Urteil vom 17.5.1995, II R 46/92, BFH/NV 1996, 14; Urteil vom 5.6.2002, I R 81/00, BStBl II 2004, 344).
Von Bedeutung kann schließlich sein, ob für die Kapitalüberlassung Höchstbeträge festgelegt, Sicherheiten gestellt und Tilgungsvereinbarungen getroffen worden sind (BFH, Urteil vom 5.6.2002, I R 81/00, BStBl II 2004, 344 m.w.N.).
FG Düsseldorf, 20.03.2003 - 15 K 7099/00
Beschränkte Steuerpflicht; StMBG; Veräußerung; Inländischer Grundbesitz; Fiktiver …
Den BFH-Urteilen vom 5.6.2002 I R 105/00 u. I R 81/00, BFH/NV 2002, 1433 u. 1383 könne deshalb nicht gefolgt werden.
Angesichts des Umstandes, dass das Gesetz keine entsprechenden Regelungen wie in § 17 Abs. 2 und § 23 Abs. 3 EStG enthält und auf gesonderte Gewinnermittlungsvorschriften verzichtet, ist davon auszugehen, dass die allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften uneingeschränkt anwendbar bleiben sollen (BFH-Urteil in BFH/NV 2002, 1383 mit weiteren Nachweisen unter 2 a).
Entgegen der Auffassung des Beklagten ist den BFH-Urteilen in BFH/NV 2002, 1383 und 1433 eindeutig zu entnehmen, dass lediglich die AfA-Beträge Berücksichtigung finden können, die nach dem 1.1.1994 angefallen sind.
FG Berlin-Brandenburg, 12.11.2014 - 12 K 12320/12
Körperschaftsteuer 2011; gesonderter Feststellungen zur Körperschaftsteuer
FG Baden-Württemberg, 28.09.2005 - 3 K 181/00
Beschränkte Steuerpflicht nach § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Satz 2 EStG: …
FG Düsseldorf, 20.05.2003 - 15 K 7099/00
Ermittlung des Gewinns bezüglich der Veräußerung eines inländischen Grundstücks …
FG München, 06.11.2012 - 13 K 943/09
Zuführung eines im Privatvermögen entdeckten Kiesvorkommens zum Betriebsvermögen …
FG Nürnberg, 24.10.2013 - 6 K 830/12
((Inhaltsgleich mit FG Nürnberg, Urt. v. 24.10.2013 6 K 822/12 - KG mit …
FG Nürnberg, 24.10.2013 - 6 K 822/12
KG mit Drei-Konten-Modell: Zinszahlungen wegen Überziehung des Darlehenskontos …

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 § 49
 § 52

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 § 49
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