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Timestamp: 2016-10-25 21:13:03+00:00

Document:
4C.222/2004 (14.09.2004)
4C.222/2004 /mks
Bundesrichter Favre, Bundesricherin Kiss,
Beklagte und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Felix Hunziker-Blum,
Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Sidler,
Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung, vom 4. Mai 2004.
Am 1. Februar 1995 prallte B.________ mit seinem Personenwagen in das Heck des von A.________ (Kl�gerin) gelenkten, vor einem Fussg�ngerstreifen in der Stadt Zug still stehenden Fahrzeugs. Die Kl�gerin versp�rte nach ihrer eigenen Darstellung am Folgetag starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindelgef�hl und Ohrensausen. Sie begab sich, nach Anmeldung am Montag 6. Februar, am 8. Februar 1995 in �rztliche Behandlung. Der Arzt diagnostizierte eine Distorsion der Halswirbels�ule nach Auffahrkollision. Die X.________ Versicherung (Beklagte) ist die Haftpflichtversicherung von B.________ und die Insassenversicherung des Halters des von der Kl�gerin gelenkten Fahrzeugs.
Am 8. September 2000 gelangte die Kl�gerin an das Kantonsgericht Zug mit dem Begehren,0 die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 1'303'747.90 f�r den erlittenen Schaden zu bezahlen. Das Kantonsgericht des Kantons Zug verpflichtete die Beklagte mit Urteil vom 1. Juli 2002, der Kl�gerin Fr. 1'287'673.-- nebst Zins zu 5% seit dem 1. Juli 2002 auf Fr. 1'227'673.-- und 5% Zins seit dem 1. Februar 1995 auf Fr. 60'000.-- zu bezahlen. Das Gericht kam insbesondere gest�tzt auf ein Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) an die IV-Stelle Zug vom 20. Dezember 1999 und die erg�nzenden Antworten an die Beklagte vom 14. und 26. April 2000 zum Schluss, dass die gesundheitliche Beeintr�chtigung der Kl�gerin auf den Unfall vom 1. Februar 1995 zur�ckzuf�hren sei. Die Beeintr�chtigung der Kl�gerin im Haushalt bemass das Kantonsgericht mit 50% und setzte den Haushaltsschaden bis zum erstinstanzlichen Urteil auf Fr. 347'748.--, den k�nftigen Haushaltsschaden auf Fr. 387'854.-- fest. Das Kantonsgericht ging sodann davon aus, die Kl�gerin h�tte - nachdem ihr im Zeitpunkt des Unfalls zweij�hriges Kind ein gewisses Alter erreicht h�tte - ohne den Unfall wieder eine Erwerbst�tigkeit aufgenommen. Die restliche Arbeitsf�higkeit der Kl�gerin im beruflichen Bereich von 30% erachtete das Kantonsgericht als nicht mehr verwertbar; deshalb sei haftpflichtrechtlich von einer vollen Erwerbsunf�higkeit auszugehen. Das Gericht setzte den vor�bergehenden Erwerbsschaden auf Fr. 119'179.-- und den k�nftigen auf Fr. 739'225.-- fest, wovon es jeweils die IV-Leistungen (Fr. 138'105.-- und Fr. 318'547.--) abzog. Ausserdem ber�cksichtigte es einen Rentenschaden aufgrund der AHV-Beitr�ge des Arbeitgebers von Fr. 5'934.-- (vor�bergehend bis zum Kantonsgerichtsurteil) und von Fr. 64'885.-- (als k�nftigen Rentenschaden). Schliesslich sprach das Gericht der Kl�gerin eine Genugtuung von Fr. 60'000.--, eine Leistung aus Insassenversicherung von Fr. 15'280.-- sowie vorprozessuale Anwaltskosten von Fr. 4'220.-- zu.
Mit Urteil vom 4. Mai 2004 hob das Obergericht des Kantons Zug in teilweiser Gutheissung der Berufung der Beklagten und in Abweisung der Anschlussberufung der Kl�gerin das erstinstanzliche Urteil auf. Es verpflichtete die Beklagte, der Kl�gerin Fr. 1'310'157.-- zuz�glich Zins zu 5% seit 1. Februar 1995 auf Fr. 32'000.--, seit 9. September 2000 auf Fr. 17'096.-- sowie seit 4. Mai 2004 auf Fr. 1'261'061.-- zu bezahlen. Das Obergericht wies den Antrag der Beklagten auf Einholung eines Obergutachtens ab und ging gest�tzt auf das MEDAS-Gutachten davon aus, dass der krankhafte Vorzustand der Kl�gerin den Eintritt des Schadens in nicht unerheblicher Weise beg�nstigt habe; da ausserdem das Verschulden des Kollisionsverursachers als gering einzustufen sei, reduzierte es den Anspruch der Kl�gerin um 20%, was diese an der Berufungsverhandlung anerkannte. Der vor�bergehende Haushaltsschaden bis zum Urteil des Obergerichts wurde mit Fr. 353'886.--, der k�nftige mit Fr. 274'820.-- bemessen, wobei der zeitliche (monatliche) Aufwand auf der Basis der schweizerischen Arbeitskr�fteerhebung 1997 (SAKE) und einem Stundenlohn von Fr. 27.-- erfolgte. Den vor�bergehenden Erwerbsschaden setzte das Obergericht auf Fr. 182'510.--, den zuk�nftigen auf Fr. 396'007.-- fest. Den Rentenschaden berechnete es aufgrund der Arbeitgeber-AHV-Beitr�ge und sprach einen vor�bergehenden Schaden von Fr. 6'474.-- und einen k�nftigen von Fr. 47'364.-- zu. Schliesslich setzte das Gericht die um 20% gek�rzte Genugtuung auf Fr. 32'000.-- fest und sprach aus Autoinsassenversicherung Fr. 14'000.-- sowie f�r vorprozessuale Anwaltskosten Fr. 3'096.-- zu. Das Obergericht best�tigte sodann die Aufrechnung der Schadenzinsen bis zum Urteilstag.
Die Beklagte hat gegen das Urteil des Obergerichts sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Berufung eingereicht. In der Berufung beantragt sie, es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen. Sie r�gt, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, den ad�quaten Kausalzusammenhang zu Unrecht bejaht, die konstitutionelle Pr�disposition der Kl�gerin ungen�gend ber�cksichtigt, den Haushaltsschaden nicht konkret ermittelt und zu Lasten der Kl�gerin falsch kapitalisiert; zudem habe die Vorinstanz den Erwerbsschaden zu Unrecht nicht aufgrund des Netto-Einkommens ermittelt, zu Unrecht ein Quotenvorrecht bei voller Schadendeckung durch die IV angenommen, den k�nftigen Erwerbsschaden falsch kapitalisiert, den Rentenschaden nicht praxisgem�ss berechnet, die Genugtuung zu hoch festgesetzt, mangels ad�quater Kausalit�t zu Unrecht Leistungen aus Autoinsassenversicherung zugesprochen und zus�tzlich zum Schadenszins zu Unrecht Verzugszins aufgerechnet.
Die Kl�gerin stellt das Begehren, die Berufung sei abzuweisen.
Das Obergericht des Kantons Zug stellt den Antrag, es sei in teilweiser Gutheissung der Berufung Ziffer 2 des angefochtenen Urteils aufzuheben und die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin Fr. 1'103'268.-- zuz�glich Zins zu 5% seit 1. Februar 1995 auf Fr. 32'000.--, seit 9. September 2000 auf Fr. 17'096.-- und seit 4. Mai 2004 auf Fr. 1'054'172.-- zu bezahlen. Die Kl�gerin hat sich dazu ge�ussert, die Beklagte hat auf Stellungnahme verzichtet.
Die Berufung setzt wie jedes Rechtsmittel ein Rechtsschutzinteresse voraus, das in einer materiellen und formellen Beschwer besteht (BGE 126 III 198 E. 2b; 120 II 5 E. 2a) . Die Beklagte r�gt unter anderem, der Haushaltsschaden sei zu Lasten der Kl�gerin falsch kapitalisiert worden. Die Kl�gerin verzichtet in der Antwort ausdr�cklich auf eine allf�llige Neuberechnung zu ihren Gunsten. Inwiefern die Beklagte - die nach ihrer eigenen Darstellung durch die angebliche Fehlberechnung nicht beschwert ist - ein Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der angefochtenen Kapitalisierung des Haushaltsschadens haben sollte, ist nicht erkennbar. Zur Beurteilung abstrakter Rechtsfragen steht die Berufung nicht zur Verf�gung. Die R�ge ist nicht zu h�ren, was immerhin - da ansonsten die Berufung zul�ssig ist - der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht entgegen steht (unten E. 6.1).
Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, jene Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet. Dabei ergibt sich grunds�tzlich aus dem anwendbaren materiellen Bundesrecht, wer die Folgen der Beweislosigkeit einer behaupteten Tatsache zu tragen hat (BGE 128 III 271 E. 2a/aa, mit Verweisen). Beweislosigkeit liegt vor, wenn die anspruchsbegr�ndenden oder anspruchsvernichtenden Tatsachen nicht dem bundesrechtlichen Beweismass entsprechend von der beweisbelasteten Partei nachgewiesen sind, die ihrerseits aus Art. 8 ZGB einen bundesrechtlichen Beweisf�hrungsanspruch ableiten kann (BGE 122 III 219 E. 3c, mit Verweisen). Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht von der Richtigkeit einer Sachbehauptung so �berzeugt ist, dass allf�llige Zweifel als unerheblich erscheinen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa, mit Verweisen). Ausnahmen von diesem Regelbeweismass der vollen �berzeugung nach objektiven Gesichtspunkten ergeben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Rechtsprechung und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht m�glich oder nicht zumutbar ist (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2). Nach dem Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt ein Beweis als erbracht, wenn f�r die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gr�nde sprechen, dass andere denkbare M�glichkeiten vern�nftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325). Das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt nach st�ndiger Rechtsprechung namentlich f�r den nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhang (BGE 107 II 269 E. 1b; 128 III 271 E. 2b/aa S. 276).
2.1 Die Vorinstanz ist zutreffend und unbestritten davon ausgegangen, dass ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen der Auffahrkollision und den gesundheitlichen Sch�den der Kl�gerin zu bejahen ist, wenn die Kollision nicht weggedacht werden kann, ohne dass die eingetretene Sch�digung entfiele oder anders ausgefallen w�re (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337). Sie hat in W�rdigung der medizinischen Befunde im MEDAS-Gutachten geschlossen, dass die Auffahrkollision vom 1. Februar 1995 mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest eine Teilursache f�r die gesundheitlichen St�rungen der Kl�gerin bildete und dass diese ohne das Unfallereignis nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmass eingetreten w�ren. Sie hat insbesondere festgestellt, das Unfallereignis habe das f�r HWS-Verletzungen typische Zervikalsyndrom (Halswirbels�ulensyndrom) im Sinne einer "condicio sine qua non" verursacht. Die Vorinstanz hat aus den gutachterlichen Feststellungen ausserdem geschlossen, dass das Unfallereignis auch f�r die weiteren Beschwerden zumindest eine Teilursache bildete. Die Vorinstanz hat grunds�tzlich ausgef�hrt, es d�rften an den von der Ansprecherin zu erbringenden Beweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden; der Richter m�sse im Rahmen der freien Beweisw�rdigung zur �berzeugung gelangen, dass der behauptete nat�rliche Kausalzusammenhang mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei, wof�r die blosse M�glichkeit nicht ausreiche. Damit hat die Vorinstanz ihrer Beurteilung das zutreffende bundesrechtliche Beweismass zugrunde gelegt. Die Beklagte vermag auch nichts daf�r anzuf�hren, dass die Vorinstanz bei der konkreten W�rdigung der Beweise das Beweismass verkannt und etwa den nat�rlichen Kausalverlauf trotz gewichtiger Bedenken bejaht h�tte, da andere Ursachen als genauso m�glich in Betracht zu ziehen gewesen w�ren. Die Vorinstanz hat das bundesrechtliche Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zutreffend angewendet.
2.2 Die Vorinstanz hat auch das Recht der Beklagten, zum Gegenbeweis zugelassen zu werden, nicht verletzt. Sie hat insbesondere geschlossen, dass die von der Beklagten eingereichten bzw. beantragten unfallanalytischen und biomechanischen Berechnungen nicht geeignet seien, die in W�rdigung der medizinischen Beweislage gewonnene �berzeugung �berwiegender Wahrscheinlichkeit zu ersch�ttern. Sie hat insofern ber�cksichtigt, dass ein Arzt kurz nach dem Unfall eine Distorsion der Halswirbels�ule nach Auffahrkollision diagnostiziert hatte, was durch sp�tere medizinische Untersuchungen nicht in Frage gestellt worden sei; sie hat zudem - wenn auch im Rahmen der Beurteilung der Ad�quanz unter Verweis auf die sozialversicherungsrechtliche Praxis - festgehalten, dass auch leichte Auffahrkollisionen zur Distorsion der Halswirbels�ule f�hren k�nnen und die Kausalit�t zu bejahen ist, wenn wie hier die unmittelbaren Unfallfolgen feststehen (vgl. Urteil U 193/2001 vom 24. 6. 2003, RKUV 2003 S. 357; HAVE 2004 S. 49). Sie hat die beantragten Gegenbeweise - teilweise in vorweggenommener Beweisw�rdigung - verworfen. Art. 8 ZGB ist entgegen der Ansicht der Beklagten nicht verletzt (vgl. BGE 120 II 393 E. 4b S. 397; 129 III 18 E. 2.6 S. 24 f.).
Ein Ereignis gilt als ad�quate Ursache eines Erfolgs, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt des Erfolgs also durch das Ereignis als allgemein beg�nstigt erscheint. Rechtspolitischer Zweck der Ad�quanz bildet die Begrenzung der Haftung; es soll aufgrund s�mtlicher Umst�nde im Einzelfall (Art. 4 ZGB) entschieden werden, ob eine Sch�digung billigerweise noch dem Haftpflichtigen zugerechnet werden kann (BGE 123 III 110 E. 3a, mit Verweisen). W�hrend der nat�rliche Kausalverlauf als Tatfrage grunds�tzlich - unter Vorbehalt der in Art. 63 Abs. 2 OG genannten Ausnahmen - im Berufungsverfahren nicht zu �berpr�fen ist, handelt es sich bei der Ad�quanz um eine Rechtsfrage (BGE 123 III 110 E. 2). Nach der Rechtsprechung unterbricht eine vom Gesch�digten gesetzte Ursache den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen der vom Sch�diger gesetzten Ursache und dem Schaden nur, wenn sie einen derart hohen Wirkungsgrad aufweist, dass die vom Sch�diger gesetzte Ursache nach wertender Betrachtungsweise als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint (BGE 116 II 519 E. 4b; vgl. auch BGE 130 III 182 E. 5.4, mit Verweisen).
Die Beklagte h�lt daf�r, die Schwere des Unfallereignisses sei im Rahmen der Ad�quanz in dem Sinne zu w�rdigen, dass auch die tats�chlich feststehenden unmittelbaren Unfallfolgen dem Sch�diger �berhaupt nicht zuzurechnen seien, wenn es sich wie hier bloss um eine geringf�gige, bagatell�re Kollision handle. Sie verkennt dabei nicht, dass die Rechtsprechung die Haftung f�r tats�chlich feststehende unmittelbare Unfallfolgen unter dem Gesichtspunkt der Ad�quanz in der Regel bejaht (BGE 123 III 110 E. 3c; Urteil 4C.79/2001 vom 21. Juni 2001 E. 3a; vgl. auch Urteil 4C.59/1994 vom 13. Dezember 1994 E. 1d, Pra 1995 Nr. 172 S. 548; JdT 1996 I 728). Es besteht denn auch f�r die von der Beklagten bef�rwortete Begrenzung der Haftung kein ersichtlicher Grund. Die konstitutionelle Pr�disposition bildet zudem, wie erw�hnt, nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz entgegen der Ansicht der Beklagten tats�chlich nicht die eigentliche Ursache des aktuellen Gesundheitszustandes der Kl�gerin. Die gesundheitliche Sch�digung ist vielmehr durch die - leichte - Auffahrkollision zum Teil verursacht, jedenfalls teilweise ausgel�st worden, indem vorbestehende Sch�den reaktiviert worden sind.
Die konstitutionelle Pr�disposition der gesch�digten Person kann nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als mitwirkender Zufall zu einer K�rzung des Ersatzanspruchs f�hren und insofern die Schadensberechnung (Art. 42 OR) oder die Bemessung des Schadenersatzes (Art. 43/44 OR) beeinflussen (BGE 113 II 86 E. 1b). Eine vorbestehende Gesundheitssch�digung, die sich auch ohne das sch�digende Ereignis ausgewirkt h�tte, ist bei der Schadensberechnung gem�ss Art. 42 OR zu ber�cksichtigen; dem Haftpflichtigen ist nur der tats�chlich auf das Ereignis zur�ckzuf�hrende Schaden zurechenbar, f�r das er haftet. Daher sind die verm�gensrechtlichen Folgen vorbestehender Schw�chen, die sich mit Sicherheit oder doch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ohne das sch�digende Ereignis (z.B. in einer verk�rzten Lebens- oder Aktivit�tsdauer) ausgewirkt h�tten, von der Schadensberechnung anteilsm�ssig auszuscheiden (BGE 113 II 86 E. 3b). W�re der Schaden dagegen ohne den Unfall voraussichtlich �berhaupt nicht eingetreten, so bleibt der Haftpflichtige daf�r auch dann voll verantwortlich, wenn der krankhafte Vorzustand den Eintritt des Schadens beg�nstigt oder dessen Ausmass vergr�ssert hat. Dem Anteil der Pr�disposition kann in diesem Fall im Rahmen von Art. 44 OR Rechnung getragen werden (BGE 113 II 86 E. 3b S. 94). An dieser Praxis hat das Bundesgericht auch in neueren Entscheiden festgehalten (Urteil 4C.215/2001 vom 15. Januar 2002, Pra 91/2002 Nr. 151 S. 816; vgl. dazu Dettwiler, Best�tigung der Rechtsprechung zur konstitutionellen Pr�disposition, HAVE 2002 S. 304 Ziff. 4; Urteil 4C.416/1999 vom 22. Februar 2000, Pra 89/2000, Nr. 154 S. 920; vgl. dazu Porchet, Die konstitutionelle Pr�disposition - hat das Urteil 4C.416/1999 des Bundesgerichts vom 22. Februar 2000 etwas ge�ndert?, HAVE 2002 S. 382; vgl. dazu auch Stephan Weber, Zurechnungs- und Berechnungsprobleme bei der konstitutionellen Pr�disposition, SJZ 85/1989 S. 73; Brehm, Berner Kommentar, N. 54 ff. zu Art. 44 OR; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 3. Aufl. Z�rich 2003, N. 422 ff., 584 ff., je mit weiteren Hinweisen). Die Unterscheidung ist praktisch relevant f�r das so genannte Quotenvorrecht der gesch�digten Person, das diese vor den nachteiligen Folgen eines ungedeckten Schadens bewahren will (BGE 113 II 86 E. 3; vgl. auch BGE 120 II 58 E. 3c S. 62).
4.1 Im vorliegenden Fall ist den Feststellungen der Vorinstanz nicht zu entnehmen, dass sich die vorbestehenden Sch�digungen der Kl�gerin mit an Sicherheit grenzender oder doch mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne den Unfall ganz oder teilweise auf ihre Erwerbsf�higkeit oder ihre F�higkeit zur Haushaltsf�hrung ausgewirkt h�tten. Die Beklagte f�hrt denn auch keinerlei Umst�nde an, die nach allgemeiner Erfahrung den Schluss zuliessen, dass sich bestimmte der nicht unmittelbar auf die Kollision zur�ckzuf�hrenden Sch�den mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin fr�her oder sp�ter ausgewirkt h�tten. Die Vorinstanz hat daher zu Recht keinen Anteil des aktuellen Schadens wegen des vorbestehenden Gesundheitszustandes der Kl�gerin bei der Berechnung ausgeschieden. Die konstitutionelle Pr�disposition der Kl�gerin hat vielmehr nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz den Eintritt des Schadens beg�nstigt und dessen Ausmass vergr�ssert. Die vorbestehende gesundheitliche Sch�digung der Kl�gerin ist somit im Rahmen der Ersatzbemessung nach Art. 44 OR zu ber�cksichtigen; da der gesamte Schaden durch die Auffahrkollision (mit-)verursacht ist, ist bei der Anrechnung der Leistung anderer Haftpflichtiger oder von Sozialversicherungen das Quotenvorrecht der Kl�gerin zu ber�cksichtigen.
4.2 Die Vorinstanz hat der vorbestehenden Gesundheitssch�digung der Kl�gerin durch eine Reduktion des Schadenersatzes um 20% Rechnung getragen. Sie hat dabei insbesondere das sehr leichte Verschulden des Unfallverursachers ber�cksichtigt, dem bloss eine geringf�gige Unaufmerksamkeit zur Last f�llt. Die Beklagte h�lt daf�r, dadurch werde dem Ausmass der Vorbelastung der Kl�gerin nicht hinreichend Rechnung getragen. Damit verkennt sie, dass Art. 44 OR dem Richter einen breiten Ermessensspielraum hinsichtlich der Reduktion des Schadenersatzes zubilligt (BGE 127 III 453 E. 8c, mit Hinweis). Ermessensentscheide �berpr�ft das Bundesgericht zwar im Berufungsverfahren grunds�tzlich frei. Es �bt aber Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen. Ausserdem greift das Bundesgericht in Ermessensentscheide ein, falls sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 129 III 380 E. 2). Die Beklagte gesteht ein, dass sich die Reduktion im Rahmen der Praxis h�lt und sie vermag keinerlei Gesichtspunkte zu nennen, die zu Unrecht ber�cksichtigt oder nicht ber�cksichtigt worden w�ren; solche Punkte sind im �brigen auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat mit der Reduktion des Schadenersatzes um 20% kein Bundesrecht verletzt.
Der Schaden aus eingeschr�nkter oder entfallener Arbeitsf�higkeit zur F�hrung des Haushalts wird nach der Rechtsprechung nicht bloss ersetzt, wenn konkret Kosten f�r Haushalthilfen erwachsen; zu ersetzen ist vielmehr der wirtschaftliche Wertverlust, der durch die Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit im Haushalt entstanden ist, unabh�ngig davon, ob dieser Verlust zur Anstellung einer Ersatzkraft, zu vermehrtem Aufwand der Teilinvaliden, zu zus�tzlicher Beanspruchung von Angeh�rigen oder zur Hinnahme von Qualit�tsverlusten f�hrt. Der Wertverlust bemisst sich nach dem Aufwand, den eine entgeltlich eingesetzte Ersatzkraft verursachen w�rde (BGE 127 III 403 E. 4b S. 405 f., mit Verweisen). Den f�r die Erledigung des Haushalts erforderlichen Aufwand kann das Sachgericht entweder ausschliesslich gest�tzt auf statistische Daten festlegen oder konkret ermitteln; st�tzt es sich auf statistische Daten, kann der Aufwand im Berufungsverfahren als Rechtsfrage �berpr�ft werden, wobei sich das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung auferlegt (BGE 129 III 135 E. 4.2.1 S. 152).
5.1 Die Beklagte vertritt die Ansicht, die Ermittlung des Aufwands aufgrund statistischer Erfahrungswerte widerspreche dem Prinzip der konkreten Schadensbemessung (vgl. BGE 129 III 135 E. 4.2.1 S. 153, mit Verweisen). Sie �bersch�tzt damit die M�glichkeiten, die typischerweise der beweisbelasteten Gesch�digten zur Verf�gung stehen, um den von ihr ohne das sch�digende Ereignis geleisteten Arbeitsaufwand im Haushalt nachzuweisen und �bersieht, dass mit repr�sentativen statistischen Werten gerade ausgeschlossen werden soll, dass auf blosse Behauptungen der Ansprecherin abgestellt werden muss. Nicht erkennbar ist sodann, inwiefern mit den von der Beklagten bef�rworteten Beweismassnahmen eines Augenscheins im Haushalt der Kl�gerin unter Beizug einer gerichtlich bestellten Haushaltgutachterin und eines hauswirtschaftlichen Gutachtens verl�sslichere Feststellungen zum erforderlichen Aufwand im Haushalt der Kl�gerin h�tten erhoben werden k�nnen; denn es ist nicht allein der aktuelle, sondern auch der k�nftige Aufwand festzustellen. Entgegen der Ansicht der Beklagten ist daran festzuhalten, dass die Schweizerische Arbeitskr�fteerhebung (SAKE) eine repr�sentative Grundlage f�r die Ermittlung des Zeitaufwandes im Haushalt bildet (BGE 129 III 135 E. 4.2.2.1 S. 155 f.).
5.2 Das Obergericht hat im vorliegenden Fall auf die Berechnung des zeitlichen Aufwands durch das Kantonsgericht verwiesen. Dieses hatte die tabellarischen Mittelwerte beigezogen, die in einer Abhandlung auf der Grundlage der SAKE-Daten von 1997 nach Haushaltsgr�sse und -zusammensetzung ermittelt worden waren (Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, Die Bestimmung des Haushaltsschadens auf der Basis der SAKE, HAVE 2002 S. 37). Die Autoren begr�nden im Einzelnen nachvollziehbar, wie sie auf der Basis der SAKE-Erhebungen zu den Haushaltsarbeiten (Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, a.a.O., S. 25) die Tabellen aufgrund der zentralen vier Parameter Haushaltsgr�sse, Erwerbsstatus und Geschlecht sowie Alter allf�lliger Kinder nach Mittelwerten errechnet haben (Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, a.a.O., S. 28 f.). Die kantonalen Gerichte haben kein Bundesrecht verletzt, indem sie f�r die Bemessung des erforderlichen Aufwands zur F�hrung des Haushalts der Kl�gerin auf diese Tabellen abgestellt haben.
5.3.1 Die kantonalen Gerichte haben in W�rdigung der Umst�nde angenommen, die Kl�gerin h�tte ab Eintritt ihrer im Zeitpunkt des Unfalls (Februar 1995) zweij�hrigen Tochter in den Kindergarten, d.h. ab September 1997 eine halbt�gige Erwerbst�tigkeit aufgenommen. Die Vorinstanz nahm weiter an, die Kl�gerin werde bis zum Urteilsdatum (4. Mai 2004) mit der Betreuung ihrer zu jenem Zeitpunkt zw�lfj�hrigen Tochter dermassen besch�ftigt sein, dass bis dahin eine 100%ige Erwerbst�tigkeit ausgeschlossen sei. Die Vorinstanzen haben zudem in W�rdigung der konkreten Sachlage die Hypothese aufgestellt, dass die Tochter der Kl�gerin angesichts der H�he der Lehrlingsl�hne nicht nur bis zur Vollj�hrigkeit im Juni 2010, sondern bis zum 20. Altersjahr bei der Kl�gerin wohnen werde.
5.3.2 Die Beklagte bringt vor, sie habe entgegen den Feststellungen der Vorinstanz die Einteilung bis Juni 2012 anl�sslich der Hauptverhandlung vom 4. Mai 2004 bestritten. Dabei verweist sie auf ihre einschl�gigen Pl�doyernotizen, wonach davon auszugehen sei, die Tochter der Kl�gerin werde nach Erreichen der Vollj�hrigkeit im Jahre 2010 nicht mehr im selben Haushalt wohnen; daher sei der Vorinstanz ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d OG unterlaufen. Die Beklagte verkennt damit das Wesen der Versehensr�ge (Art. 63 Abs. 2 OG). Offensichtlich auf Versehen beruht eine tats�chliche Feststellung nur dann, wenn sie darauf zur�ckzuf�hren ist, dass die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle �bersehen oder unrichtig (nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut) wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2a, mit Hinweis). Vom offensichtlichen Versehen ist indessen die W�rdigung von Beweisen zu unterscheiden (BGE 109 II 159 E. 2b). Sobald eine Feststellung �ber tats�chliche Verh�ltnisse auf der W�rdigung von Beweisen beruht, ist ein Versehen ausgeschlossen (Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bd. II 1990, N 5.4 zu Art. 63 OG). Die Versehensr�ge steht somit f�r die Beanstandung der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung und der gest�tzt darauf getroffenen tats�chlichen Annahme, die Tochter der Kl�gerin werde �ber die Vollj�hrigkeit hinaus im Haushalt der Kl�gerin wohnen, nicht zur Verf�gung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 127 III 73 E. 6a). Die entsprechende vorinstanzliche Feststellung ist f�r das Bundesgericht gem�ss Art. 63 Abs. 2 OG verbindlich.
5.4 Zur Bemessung des Stundenlohns haben sich die kantonalen Gerichte an der bundesgerichtlichen Rechtsprechung orientiert, wonach vom Lohnansatz einer Hausangestellten auszugehen und dieser durch einen Qualit�tszuschlag zu erh�hen ist (BGE 129 II 145 E. 3.2.1, mit Verweisen). Sie haben den Stundenansatz ermessensweise auf Fr. 27.-- festgesetzt, was die Beklagte als unangemessen hoch kritisiert. Die Beklagte h�lt dabei die alternative Berechnungsweise, die von Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser (a.a.O., S. 34) f�r die Festlegung des Stundenansatzes vertreten wird, f�r eine blosse These; sie bemerkt, es sei noch nie entschieden worden, ob danach ein Generalistenansatz oder ein sog. gewichteter Spezialistenlohn zu verwenden sei. Da die Beklagte somit keine Festlegung des Stundenansatzes nach anderen Grunds�tzen verlangt, besteht auch im vorliegenden Verfahren kein Anlass, die bisherige Praxis - die insbesondere in Bezug auf den Qualit�tszuschlag mit beachtlichen Gr�nden kritisiert worden ist - zu �berpr�fen. Soweit die Beklagte eine Verletzung von Art. 8 ZGB und Art. 42 Abs. 2 OR darin erblickt, dass die kantonalen Gerichte den Stundenansatz von Fr. 27.-- f�r die Agglomeration Zug-Baar-Cham festgesetzt haben, ohne wie das Handelsgericht Z�rich entsprechende Abkl�rungen durchzuf�hren, verkennt sie die Tragweite von Art. 8 ZGB. Die Sch�tzung der Vorinstanzen h�lt sich im Rahmen dessen, was in der Praxis bisher zugesprochen wurde und widerspricht Art. 42 Abs. 2 OR nicht. Im �brigen ist nach der bisherigen Praxis nicht von Bedeutung, ob Ausgangspunkt der durch einen Qualit�tszuschlag erh�hten Stundenans�tze die �blichen Brutto- oder Nettol�hne von Hausangestellten bilden; sie werden ermessensweise im Rahmen einer vertretbaren Bandbreite festgesetzt. Davon sind die Vorinstanzen nicht abgewichen.
5.5 Die Vorinstanzen haben sodann die Behinderung der Kl�gerin im Haushalt insgesamt auf 50% gesch�tzt. Gest�tzt darauf hat die Vorinstanz den Haushaltsschaden auf drei Zeitabschnitte unterteilt wie folgt festgelegt:
- Februar 1995-August 1997 (31 Monate � 283 Stunden):
8'773 Stunden � Fr. 27.-- = Fr. 236'871, davon 50%: Fr. 118'435
- September und Oktober 1997 (2 Monate � 262 Std.):
524 Stunden � Fr. 27.-- = Fr. 14'148, davon 50%: Fr. 7'074
- November 1997 bis April 2004 (78 Monate � 222 Std.):
17'316 Stunden � Fr. 27.-- = Fr. 467'532, davon 50%: Fr. 233'766
Gesamter vor�bergehender Haushaltsschaden: Fr. 359'275
Den k�nftigen j�hrlichen Haushaltsschaden hat die Vorinstanz f�r zwei Abschnitte wie folgt festgelegt:
- Urteilsdatum bis Auszug Tochter im Juni 2012 (120 Monate):
163 Stunden pro Monat � Fr. 27.-- = Fr. 4'401
oder j�hrlich Fr. 52'812.--, davon 50%: Fr. 26'406.--
- Ab Auszug der Tochter: 83 Stunden pro Monat �
Fr. 27.-- = Fr. 2'241.--
oder j�hrlich Fr. 26'892.--, davon 50%: Fr. 13'446.--
Die kantonalen Gerichte sind davon ausgegangen, dass die Kl�gerin ohne Unfall eine Erwerbst�tigkeit ab September 1997 zu 50% und sp�ter ab einem gewissen Alter der Tochter zu 100% aufgenommen h�tte. Die Vorinstanz hat den Zeitpunkt der Aufnahme einer vollen Erwerbst�tigkeit mit dem Urteilsdatum anfangs Mai 2004 angenommen, als die Tochter elfj�hrig war. Die H�he des Erwerbseinkommens haben die Vorinstanzen aufgrund eines vom Kantonsgericht eingeholten Gutachtens mit einem j�hrlichen Bruttolohn von Fr. 45'257.-- f�r 1997 und einer j�hrlichen Reallohnerh�hung von 1% gesch�tzt. Die Beklagte r�gt, die Vorinstanz habe ihrer Berechnung bundesrechtswidrig den Bruttolohn statt den Nettolohn zugrunde gelegt und sie habe zu Unrecht als Rentenschaden einen Rentenverk�rzungsschaden addiert.
6.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht - von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen - an den Sachverhalt gebunden, den die letzte kantonale Instanz festgestellt hat (Art. 55 Abs. 1 lit. c, Art. 63 Abs. 2 OG). Dagegen wendet es das massgebende Bundesrecht von Amtes wegen an, ohne an die Vorbringen der Parteien oder die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden zu sein (BGE 130 III 136 E. 1.4). Soweit die Vorinstanzen in W�rdigung der konkreten Sachlage hypothetisch geschlossen haben, welche Erwerbst�tigkeiten die Kl�gerin ohne den Unfall aufgenommen h�tte und - gest�tzt auf das von der ersten Instanz eingeholte Gutachten - festgestellt haben, welchen Lohn die Kl�gerin mutmasslich mit den hypothetischen Erwerbst�tigkeiten erzielt h�tte, haben sie f�r das Bundesgericht verbindliche Feststellungen getroffen (BGE 129 III 135 E. 2.2). Es ist dagegen zu pr�fen, ob die Vorinstanz bei ihrer Berechnung bundesrechtskonform vorgegangen ist und zutreffende Kriterien verwendet hat (vgl. BGE 128 III 22 E. 2e, mit Hinweisen).
6.2 Nach einer �lteren Praxis wurde der Rentenschaden aus Gr�nden der Vereinfachung in der Weise festgelegt, dass die kapitalisierten Sozialversicherungsleistungen in die Berechnung einbezogen wurden (BGE 113 II 345 E. 1b/aa). In BGE 126 III 41 E. 3 hat das Bundesgericht die Entwicklung der Rechtsprechung hin zu einer konkreten Berechnung des Rentenschadens aufgezeigt und eine m�gliche Praxis�nderung angek�ndigt. Im Urteil 4C.197/2001 vom 12. Februar 2002 berechnete das Gericht in �nderung seiner Praxis den Rentenschaden konkret durch einen Vergleich der hypothetischen, ohne das sch�digende Ereignis dem Gesch�digten ausbezahlten Versicherungsleistungen einerseits und den k�nftig mutmasslich ausgerichteten Altersleistungen anderseits (E. 4b/c, Pra 2002 Nr. 152 S. 821). In diesem Urteil wurde der Schaden aus Verlust des Erwerbseinkommens trotzdem entsprechend der bisherigen Praxis aufgrund des Brutto-Einkommens berechnet, was in der Lehre als nicht folgerichtig kritisiert wurde. Das Bundesgericht folgte in einem Urteil vom 19. Dezember 2002 der kritischen Lehrmeinung (BGE 129 III 135 E. 2.2 S. 142 f.). Nach der geltenden Praxis ist daher der Erwerbsschaden aufgrund der entgangenen Netto-Eink�nfte festzulegen; der k�nftige Rentenschaden ist dagegen durch einen Vergleich der hypothetisch ohne das sch�digende Ereignis erzielten Versicherungsleistungen mit den mutmasslich nach der Sch�digung noch anfallenden Renten festzulegen.
6.3 Die Vorinstanz hat den entgangenen Lohn und den Rentenschaden der Kl�gerin mit Verweis auf das Kantonsgerichtsurteil aufgrund des erstinstanzlich eingeholten Gutachtens festgelegt. Danach war der Gutachter von dem fr�her im Jahre 1992 erzielten Brutto-Erwerbseinkommen der Kl�gerin von Fr. 45'257.-- ausgegangen und hatte eine j�hrliche Reallohnerh�hung von 1% ber�cksichtigt. Auf dieser Grundlage hatte der Experte folgenden Lohn ermittelt, wovon die Vorinstanz - unter Weiterf�hrung der Rechnung bis 2004 - aufgrund der eingeschr�nkten Erwerbst�tigkeit der Kl�gerin 50% ber�cksichtigte:
- von September bis Dezember 1997: Fr. 18'294 / 50%: 9'147.--
- 1998 Fr. 48'041 / 50%: 24'021.--
- 1999 Fr. 48'522 / 50%: 24'261.--
- 2000 Fr. 49'007 / 50%: 24'504.--
- 2001 Fr. 49'497 / 50%: 24'748.--
- 2002 Fr. 49'992 / 50%: 24'996.--
- 2003 Fr. 50'492 / 50%: 25'246.--
- 2004: 50'997 : 2 = Fr.25'498; 1/3 davon (4 Monate): 8'500.--
Vor�bergehender Erwerbsschaden total (gerundet): Fr. 165'423.--
F�r die Ermittlung des k�nftigen Erwerbsschadens bis zur Pensionierung der Kl�gerin mit 64 Jahren ging die Vorinstanz wiederum gest�tzt auf das erw�hnte Gutachten von einem durchschnittlichen Jahreslohn von brutto Fr. 53'567.-- aus. Auf dieser Basis berechnete die Vorinstanz einen Rentenschaden im Umfang von 4,2% der Arbeitgeberbeitr�ge sowohl auf dem vor�bergehenden Erwerbsausfall wie auf dem kapitalisierten k�nftigen Erwerb.
6.4 Die R�ge der Beklagten, die Vorinstanz habe gegen Bundesrecht verstossen, indem sie sowohl beim vor�bergehenden als auch beim k�nftigen (kapitalisierten) Erwerbseinkommen Arbeitgeberbeitr�ge in H�he von 4,2% als Rentenschaden berechnet habe, ist begr�ndet. Da die Kl�gerin nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz die tats�chlichen Grundlagen f�r einen mutmasslichen Rentenschaden im kantonalen Verfahren nicht rechtzeitig nachwies, ist die Position des zugesprochenen Rentenschadens ersatzlos aufzuheben. Die Kl�gerin missachtet das Novenverbot (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), wenn sie die Ber�cksichtigung der kantonal versp�tet vorgebrachten Tatsachenbehauptungen begehrt. Die Beklagte r�gt sodann zutreffend als Bundesrechtsverletzung, dass die Vorinstanz f�r die Ermittlung des Lohnausfalls vom Brutto-Lohn ausgegangen ist, also die von der Kl�gerin auf ihrem hypothetischen Brutto-Lohn zu entrichtenden Sozialversicherungsbeitr�ge nicht ber�cksichtigt hat. Die Beklagte geht von Sozialversicherungsbeitr�gen von 6,5% aus, die vom hypothetischen Brutto-Lohn in Abzug h�tten gebracht werden m�ssen, somit von den obligatorischen Sozialversicherungsabgaben ohne zweite S�ule, die vom mutmasslichen Brutto-Lohn abzuziehen sind. Auf der Grundlage der vorinstanzlichen Feststellungen ergibt sich daher folgender Netto-Erwerbsschaden:
1997: 9'147 ./. 6.5% (Fr. 595) Fr. 8'552.--
1998: 24'020 ./. 6.5% (Fr. 1'561) Fr. 22'459.--
1999: 24'261 ./. 6.5% (Fr. 1'577) Fr. 22'684.--
2000: 24'505 ./. 6.5% (Fr. 1'593) Fr. 22'912.--
2001: 24'748 ./. 6.5% (Fr. 1'609) Fr. 23'139.--
2002: 24'996 ./. 6.5% (Fr. 1'624) Fr. 23'372.--
2003: 25'246 ./. 6.5% (Fr. 1'640) Fr. 23'606.--
2004: 8'500 ./. 6.5% (Fr. 552) Fr. 7'948.--
(6.5% von Fr. 165'423: Fr.10'752)
Vor�bergehender Netto-Erwerbsschaden total: Fr. 154'672.--
F�r den k�nftigen Erwerb ging die Vorinstanz von einem durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen von Fr. 53'567.-- aus. Nach Abzug der obligatorischen Sozialversicherungsleistungen von 6.5% (Fr. 3'482) ergibt sich ein durchschnittliches j�hrliches Netto-Einkommen von Fr. 50'085.--.
Der Kl�gerin wurde mit Verf�gung vom 13. April 2000, auf welche die Vorinstanz �ber den Verweis auf das erstinstanzliche Urteil Bezug nimmt, mit Wirkung ab 1. Mai 1997 eine ganze IV-Rente ausgerichtet. Darauf, dass der Kl�gerin danach bei rechtzeitiger Anmeldung ein Anspruch bereits ab 1. Februar 1996 zugestanden h�tte, hat sich die Beklagte nicht berufen; deshalb hat dieser Umstand ausser Betracht zu bleiben. Es ist zu pr�fen, wieweit die Leistungen der eidgen�ssischen Invalidenversicherung an die von der Beklagten zu bezahlenden Leistungen anzurechnen sind. Das Quotenvorrecht ist zugunsten der Kl�gerin zu ber�cksichtigen (E. 4.1).
7.1 Das Privileg des Quotenvorrechts soll die gesch�digte Person vor ungedecktem Schaden bewahren; es dient nicht dazu die Gesch�digte zu bereichern (BGE 117 II 609 E. 11c, mit Hinweisen). Das Bereicherungsverbot ist im Haftpflichtrecht seit jeher als allgemeines Prinzip anerkannt (BGE 71 II 86 E. 4 S. 89; Brehm, Berner Kommentar, N. 27 zu Art. 42 OR; Roberto, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Z�rich 2002, N. 29 u. 784 ff.; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 3. Aufl. 2003, N. 211, je mit weiteren Hinweisen). Insbesondere soll eine �berentsch�digung vermieden werden. Eine �berentsch�digung liegt vor, wenn derselben Person verschiedene schadenausgleichende Leistungen w�hrend derselben Zeitspanne f�r das gleiche Schadensereignis ausgerichtet werden und die Summe der Leistungen den Schaden �bertrifft (vgl. Beck, Zusammenwirken von Schadenausgleichsystemen in: M�nch/Geiser [Hrsg.], Schaden - Haftung - Versicherung, Basel 1999 S. 242; vgl. f�r das Sozialversicherungsrecht Art. 69 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht [ATSG; SR 830.1] sowie etwa BGE 130 V 78 E. 1.2, mit Hinweisen). Anzurechnen sind daher Leistungen Dritter, die ereignisbezogen, sachlich, zeitlich und personell kongruent sind und f�r welche daher auch Subrogations- oder Regressanspr�che in Frage kommen (vgl. BGE 126 III 41 E. 2 mit Hinweisen). Da das Quotenvorrecht der Gesch�digten zu ber�cksichtigen ist, liegt eine �berentsch�digung nur vor, soweit derartige kongruente Leistungen zusammen mit der reduzierten Ersatzleistung der Beklagten den gesamten (unfallkausalen) Schaden �bersteigen.
7.2 Eine ereignisbezogene Kongruenz ist im vorliegenden Fall ohne weiteres zu bejahen. Deshalb kann offen bleiben, ob und unter welchen Voraussetzungen sie f�r die finale Invalidenversicherung gegen�ber dem Haftpflichtanspruch �berhaupt verlangt werden kann (vgl. Beck, a.a.O., S. 242 f.). Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Kollision, f�r deren Folgen der Verursacher bei der Beklagten versichert ist, die praktisch vollst�ndige Erwerbsunf�higkeit der Kl�gerin ebenso wie die festgestellte 50%ige Beeintr�chtigung f�r die Bet�tigung im Haushalt bewirkt hat. Dieses Ereignis l�ste aber auch die in der IV-Verf�gung vom 13. April 2000 festgestellte langdauernde Krankheit aus. Die Verf�gung h�lt fest, es bestehe seit 2. Februar 1995 eine 70%ige Arbeits- respektive Erwerbsunf�higkeit im angestammten Beruf als B�roangestellte sowie bei jeder andern ausserh�uslichen T�tigkeit. Anzuf�gen ist zur personellen Kongruenz, dass die Zusatzrenten der IV f�r Kinderunterhalt der Kl�gerin zuzurechnen sind, da sie wegen ihrer eigenen Invalidit�t von ihrer familienrechtlichen Unterhaltspflicht entlastet wird, die sie sonst aus ihrem Erwerbseinkommen und durch pers�nliche F�rsorge gew�hren m�sste (Art. 35 Abs. 4 IVG, Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB).
7.3 Die sachliche Kongruenz der Rente der eidgen�ssischen Invalidenversicherung mit den hier strittigen Haftpflichtanspr�chen ist sowohl f�r den Erwerbs- als auch f�r den Haushaltsschaden zu bejahen. Renten der eidgen�ssischen Invalidenversicherung werden im Falle der Invalidit�t (Art. 4 IVG, Art. 8 ATSG) nach Art. 28 IVG sowohl erwerbst�tigen wie nicht erwerbst�tigen Versicherten ausgerichtet. Dabei bemisst sich der Rentenanspruch f�r Erwerbst�tige durch einen Einkommensvergleich, f�r nicht Erwerbst�tige durch einen T�tigkeitsvergleich im Aufgabenbereich (des Haushalts); bei Teilerwerbst�tigkeit wird der Rentenanspruch nach der gemischten Methode berechnet (BGE 125 V 146 E. 2a; best�tigt im zur Ver�ffentlichung bestimmten Urteil I 634/03 vom 15. Juni 2004 E. 3.3). Diese gemischte Methode beruht auf einer rentenausl�senden T�tigkeit von stets 100%, so dass auch bei Teilzeiterwerb und teilweiser Bet�tigung im Haushalt eine Kumulation nicht m�glich ist, sondern die zu beachtenden Valident�tigkeiten stets nur alternativ in Betracht kommen. Die Invalidenrente ersetzt im Ergebnis unausgeschieden sowohl den Erwerbsausfall wie die beeintr�chtigte T�tigkeit im Haushalt durch einen bestimmten Geldbetrag. Es kann nicht massgebend sein, ob die zust�ndigen IV-Beh�rden f�r die Rentenberechnung von einer (zumutbaren und vollen) Erwerbst�tigkeit ausgehen, w�hrend die kantonalen Gerichte bei der Beurteilung der Haftpflichtanspr�che annehmen, die Gesch�digte w�re ohne das sch�digende Ereignis aus invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlichen Gr�nden nicht (voll) erwerbst�tig gewesen. F�r die sachliche Kongruenz entscheidend ist vielmehr, dass die Renten der Invalidenversicherung ihrer Natur nach die Invalidit�tsfolgen sowohl des Erwerbsausfalls als auch der Beeintr�chtigung der Haushaltst�tigkeit entsch�digen. Die Haftpflichtige hat f�r dieselben Folgen aufzukommen. Da eine betragsm�ssige Ausscheidung im Rahmen der Invalidenversicherung nicht erfolgt und eine Koordination in Bezug auf die Art und den Umfang der mutmasslichen T�tigkeit nicht gew�hrleistet ist, ist die sachliche Gleichartigkeit der Erwerbst�tigkeit und der Bet�tigung im Haushalt zu bejahen.
7.4 F�r die zeitliche Kongruenz ist davon auszugehen, dass sowohl die IV-Renten wie die Haftpflichtentsch�digungen den Erwerbsausfall und den Haushaltsschaden ersetzen, die fortdauernd bzw. w�hrend der massgebenden Zeitdauer immer wieder entstehen. Denkbar w�re daher, die IV-Leistungen f�r einzelne Zeitabschnitte (z.B. monatlich oder j�hrlich) an die f�r dieselben Zeitabschnitte geschuldeten Haftpflichtanspr�che anzurechnen. F�r die Berechnung einer �berentsch�digung ist auch denkbar, aus praktischen Gr�nden eine Globalrechnung vorzunehmen, die freilich mit dem Grundsatz der zeitlichen Kongruenz nicht ohne weiteres vereinbar ist (BGE 117 V 394 E. 3). In der Lehre wird vorgeschlagen, f�r den bisherigen und den k�nftigen Schaden je eine Periode zu bilden, wobei vorg�ngig eine allf�llige sozialversicherungsrechtliche �berentsch�digungsberechnung durchzuf�hren und nicht schadensad�quate Leistungen auszuscheiden seien (Weber/Schaetzle, Zeit ist Geld oder der untersch�tzte Einfluss des Rechnungstages auf die Schadensberechnung, HAVE 2004 S. 110). Dieser Auffassung steht aus Gr�nden der Praktikabilit�t dann nichts entgegen, wenn den Parteien die M�glichkeit offen steht, bei allf�lligen erheblichen Ver�nderungen w�hrend der Perioden eine detailliertere Berechnung zu verlangen. Im vorliegenden Fall rechtfertigt es sich, auf der Grundlage der von den Vorinstanzen festgestellten Ver�nderungen in den Verh�ltnissen der Kl�gerin monats- bzw. jahresweise zu berechnen, wieweit der (volle) Schaden ersetzt worden ist, um in Ber�cksichtigung des Quotenvorrechts den Restschaden zu ermitteln, f�r den die Beklagte haftet.
7.5 F�r den (bisherigen, vor�bergehenden) Schaden der Kl�gerin aus Erwerbsausfall und Beeintr�chtigung in der Haushaltsf�hrung ist vom vollen Schaden auszugehen, es sind die IV-Leistungen anzurechnen und der Restschaden ist von der Beklagten zu decken, soweit er 80% des Gesamtschadens nicht �bersteigt. Es ergibt sich daher folgende Berechnung:
- Februar 1995 bis August 1997: Keine Erwerbst�tigkeit:
Monatlicher Haushaltsschaden 50% von 283 Std. �
Fr. 27.-- : 7'641: 2 = Fr. 3'820.50/Mt.:
Bis 1. Mai 1997 : 27 Monate � Fr. 3'820.50:
Fr. 103'153.--; davon 80%: Fr. 82'523.--
Rente mit Wirkung ab 1. Mai 1997:
Haushaltsschaden 4 Monate �
Fr. 3'820.50: Fr. 15'282.--
./. Rente f�r 4 Monate Fr. 8'648.--
Restschaden Fr. 6'634.-- Fr. 6'634.--
- September 1997 und Oktober 1997:
Haushaltsschaden (Fr. 7'074.--)
Erwerbsschaden (oben E. 6.4) (Fr. 4'276.--)
Total Fr. 11'350.--
./. Rente f�r 2 Monate Fr. 4'324.--
Restschaden Fr. 7'026.-- Fr. 7'026.--
- November 1997 und Dezember 1997:
Haushaltsschaden (Fr. 5'994.--)
Erwerbsschaden (Fr. 4'276.--)
Total Fr. 10'270.--
Restschaden Fr. 5'946.-- Fr. 5'946.--
Haushaltsschaden (Fr. 35'964.--)
Erwerbsschaden (Fr. 22'459.--)
Total Fr. 58'423.--
./. Rente (12x2'162) Fr. 25'944.--
Restschaden Fr. 32'479.-- Fr. 32'479.--
Erwerbsschaden (Fr. 22'684.--)
Total Fr. 58'648.--
./. Rente (12X2'184) Fr. 26'208.--
Restschaden Fr. 32'440.-- Fr. 32'440.--
Erwerbsschaden (Fr. 22'912.--)
Total Fr. 58'876.--
./. Rente (12X.2'184) Fr. 26'208.--
Restschaden Fr. 32'668.-- Fr. 32'668.--
Erwerbsschaden (Fr. 23'139.--)
Total Fr. 59'103.--
./. Rente (12X2'238) Fr. 26'856.--
(Kantonsgerichtsurteil S.28)
Restschaden Fr. 32'247.-- Fr. 32'247.--
Erwerbsschaden (Fr. 23'372.--)
Total Fr. 59'336.--
Restschaden Fr. 32'480.-- Fr. 32'480.--
Erwerbsschaden (Fr. 23'606.--)
Total Fr. 59'570.--
(Obergerichtsurteil S.19)
Restschaden Fr. 32'714.-- Fr. 32'714.--
- 2004 (4 Monate)
Haushaltsschaden (Fr. 11'988.--)
Erwerbsschaden (Fr. 7'948.--)
Total Fr. 19'936.--
./. Rente (4X2'238) Fr. 8'952.--
Restschaden Fr. 10'984.-- Fr. 10'984.--
Total des ungedeckten Haushalts- und Erwerbsschadens bis zum Urteil der Vorinstanz: Fr. 308'141.--
(vom 1. Mai 1997 bis Ende April 2004: Fr. 225'618.--)
Die IV-Rente hat stets mehr als 20% des Schadens betragen. Daher kann ab 1. Mai 1997 auch der Gesamtbetrag der nach den Feststellungen der Vorinstanzen ausbezahlten IV-Renten von Fr. 185'176.-- (Fr. 135'940.-- plus Fr. 49'236.--) vom Gesamtbetrag des Schadens (vor�bergehender Gesamterwerbsschaden von Fr. 154'672.-- plus Gesamthaushaltsschaden von Fr. 256'122.- seit 1. Mai 1997) bis zum vorinstanzlichen Urteil abgezogen werden. Dies ergibt insgesamt seit 1. Mai 1997 Fr. 225'618.-- (Fr. 410'794.-- abz�glich der Rente von Fr. 185'176.--). Da die Kl�gerin vom Unfallzeitpunkt im Februar 1995 bis 1. Mai 1997 keine kongruenten Leistungen erhalten hat, ist der Schaden bis zu diesem Zeitpunkt von der Beklagten zudem zu 80% zu ersetzen. Dieser Schaden betr�gt Fr. 103'153.--, womit Fr. 82'523.-- (80%) hinzu zu rechnen sind. Der gesamte Haushalts- und Erwerbsschaden bis zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils betr�gt Fr. 308'141.--.
7.6 Den k�nftigen Haushaltsschaden hat die Vorinstanz in zwei Zeitabschnitte unterteilt (oben E. 5.5):
Bis zum Auszug der Tochter im Juni 2012 hat sie einen j�hrlichen Haushaltsschaden von Fr. 26'406.--, ab Auszug der Tochter einen solchen von Fr. 13'446.-- errechnet.
Den k�nftigen Erwerbsschaden bis zum Pensionsalter der Kl�gerin (64 Jahre) hat die Vorinstanz auf Fr. 53'567.-- brutto festgelegt (oben E. 6.4), was ein j�hrliches Netto-Einkommen von Fr. 50'085.-- ergibt.
Nach den Feststellungen der Vorinstanz wird die Kl�gerin k�nftig mit IV-Leistungen von j�hrlich Fr. 19'188.-- rechnen k�nnen. Die j�hrliche Zusatzrente f�r die Tochter von Fr. 7'668.-- hat die Vorinstanz bis zum 18. Altersjahr der Tochter (Juni 2010) ber�cksichtigt. Da sie jedoch den Auszug der Tochter mit der Begr�ndung eines notorisch geringen Lehrlingslohns erst mit 20 Jahren festgelegt hat, ist f�r die in Ausbildung befindliche Tochter auch die Zusatzrente bis zu deren Auszug im Juni 2012 zu ber�cksichtigen (Art. 35 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 25 Abs. 5 AHVG; vgl. zu Art. 25 Abs. 2 aAHVG: BGE 108 V 54 E. 1).
Haushaltsschaden Fr. 26'406.--
Erwerbsschaden Fr. 50'085.--
Total Fr. 76'491.--
./. IV Rente Fr. 26'856.--
J�hrlicher ungedeckter Schaden Fr. 49'635.--
Die heute 47-j�hrige Kl�gerin erleidet bis zum Altersjahr 55 einen j�hrlichen Schaden von Fr. 49'635.--, was multipliziert mit Faktor 6.97 (vgl. Tafel 3y bei Stauffer/Schaetzle, Barwerttafeln, 5. Aufl., S. 27 ff.) ein Kapital von Fr. 345'956.-- ergibt.
Haushaltsschaden Fr. 13'446.--
Total Fr. 63'531.--
./. IV-Rente Fr. 19'188.--
J�hrlicher ungedeckter Schaden: Fr. 44'343.--
Ab Alter 55 bis 64 erleidet die Kl�gerin einen j�hrlichen Schaden von Fr. 44'343.--. Dies ergibt multipliziert mit Faktor 5.76 (Stauffer/ Schaetzle, a.a.O., Tafel 3y: [47-64:] 12.73 - [47-55:] 6.97; vgl. auch Schaetzle/Weber, Kapitalisieren, Handbuch zur Anwendung der Barwerttafeln, 5. Aufl., Beispiel 5b) ein Kapital von Fr. 255'415.--.
- Ab 2021 wird die IV-Rente durch eine AHV-Altersrente abgel�st und es entf�llt der Erwerbsschaden. Den j�hrlichen Haushaltsschaden haben die Vorinstanzen unbestritten weiterhin mit Fr. 13'446.-- bemessen. Zur Altersrente besteht keine sachliche Kongruenz, weshalb diese Leistungen nicht zu ber�cksichtigen sind. Die Beklagte hat 80% des Haushaltsschadens nach dem Pensionsalter der Kl�gerin von 64 Jahren zu ersetzen, somit Fr. 10'757.-- j�hrlich. Der Schaden ist solange zu ber�cksichtigen, als die Kl�gerin mutmasslich ohne den Unfall einen eigenen Haushalt gef�hrt h�tte, d.h. auf Aktivit�t zu kapitalisieren (BGE 129 III 135 E. 4.2.2.3 S. 159; Schaetzle/Weber, a.a.O., N 3.137, 3.141). Die aufgeschobene Aktivit�tsrente berechnet sich f�r eine 47-j�hrige Frau bei einem Aufschub um 17 Jahre mit dem Faktor 6.46 (vgl. Tafel 14y bei Stauffer/Schaetzle, a.a.O., S. 168), was einen Kapitalbetrag von Fr. 69'490.-- ergibt.
Der k�nftige, von der Beklagten zu ersetzende Schaden aus Erwerbsausfall und Beeintr�chtigung in der Haushaltsf�hrung betr�gt Fr. 670'861.--.
Die Vorinstanz hat eine Genugtuung von Fr. 40'000.-- als angemessen erachtet und diese aufgrund des nur leichten Verschuldens des bei der Beklagten versicherten Unfallverursachers auf Fr. 32'000.-- herabgesetzt. Die Beklagte beanstandet die H�he der zugesprochenen Genugtuung, ohne zu begr�nden, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen fehlerhaft ausge�bt h�tte (vgl. BGE 129 III 380 E. 2 S. 382; oben E. 4.2). Im �brigen kann der Beklagten nicht gefolgt werden, wenn sie bestreitet, dass die Genugtuung seit dem Unfalltag zu verzinsen sei (BGE 129 IV 149 E. 4.1). Da zudem die ad�quate Kausalit�t zu bejahen ist (oben E. 3), ist der Einwand der Beklagten gegen den Anspruch der Kl�gerin aus Insassenversicherung von Fr. 14'000.-- unbegr�ndet. Schliesslich stellt die Beklagte die vorprozessualen Anwaltskosten von Fr. 3'096.-- nicht in Frage. Auf dieser Grundlage sind der Kl�gerin folgende Kapitalbetr�ge zuzusprechen:
vorinstanzlichen Urteil vom 4. Mai 2004: Fr. 308'141.--
K�nftiger Haushalts- und Erwerbsschaden Fr. 670'861.--
Genugtuung Fr. 32'000.--
Insassenversicherung Fr. 14'000.--
Vorprozessuale Anwaltskosten Fr. 3'096.--
Total Fr. 1'028'098.--
Die Vorinstanz hat den Schadenszins bis zum Urteil aufgerechnet und f�r den gesamten Betrag einen Verzugszins ab Urteilsdatum zugesprochen. Die Beklagte beanstandet dieses Vorgehen. Das Bundesgericht hat die Frage, ob ein solches Vorgehen sachlich gerechtfertigt ist, ausdr�cklich offen gelassen (BGE 122 III 53 E. 4c S. 57). Sie ist zu pr�fen.
9.1 Zum Schaden geh�rt nach konstanter Rechtsprechung der Zins vom Zeitpunkt an, in dem das sch�digende Ereignis sich finanziell ausgewirkt hat. Er l�uft bis zum Tag der Zahlung des Schadenersatzes (BGE 118 II 363). Dieser Schadenszins bezweckt, den Anspruchsberechtigten so zu stellen, wie wenn er f�r seine Forderung am Tag der unerlaubten Handlung bzw. f�r deren wirtschaftliche Auswirkungen mit deren Entstehung befriedigt worden w�re (BGE 81 II 512 E. 6). Er setzt im Gegensatz zum Verzugszins weder eine Mahnung des Gl�ubigers noch den Verzug des Schuldners voraus, erf�llt jedoch denselben Zweck. Er soll den Nachteil ausgleichen, der dadurch entsteht, dass ein Kapital nicht genutzt werden kann (BGE 122 III 53 E. 4a/b). Der Schadenszins wurde nach der �lteren bundesgerichtlichen Praxis im Deliktsrecht linear zugesprochen bzw. ab kantonalem Urteil als Verzugszins bezeichnet und nicht aufgerechnet (BGE 122 III 53 E. 4c S. 56, mit Verweis auf BGE 33 II 124/133; 81 II 213 E. 5). In BGE 97 II 123 (E. 9 S. 134) sch�tzte das Gericht die Aufrechnung des Schadenszinses bis zum Urteil der letzten kantonalen Instanz und die zus�tzliche Berechnung eines Verzugszinses ab Urteilsdatum mangels Bestreitung durch die Beklagte. Dabei verwies es auf BGE 81 II 38 (E. 5 u. 6), der das Abgehen von der bisherigen Praxis nicht begr�ndet. Sp�ter hat das Bundesgericht das Urteilsdatum der letzten kantonalen Instanz bei eigener Berechnung unbeachtet gelassen und nach Verrechnung der jeweils aufgelaufenen Schadenszinsen mit den Zinsen f�r Vorauszahlungen den Zeitpunkt des letztmals berechneten Kapitalbetrags als Beginn der Verzinsung festgelegt (BGE 113 II 323 E. 8).
9.2 In der Lehre wird BGE 97 II 123 teilweise als aktuelle Rechtsprechung dargestellt (vgl. Roberto, Schweizerisches Haftpflichtrecht, � 30 N. 821; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 5. Aufl., Bd. I, S. 257 N. 25 bei Fn. 34); zum Teil wird die Kumulation des auf den Urteilszeitpunkt der letzten kantonalen Instanz kapitalisierten Schadenszinses mit dem Verzugszins ausdr�cklich bef�rwortet und die gegenteilige Ansicht abgelehnt (Brehm, Berner Kommentar, N. 99 zu Art. 41 OR; Keller, Haftpflicht im Privatrecht, Bd. II, 2. Aufl., S. 48; vgl. auch Weber/Schaetzle, HAVE 2004 S. 98 Fn. 5, S. 110). Die Ansicht, dass sich Schadenszins und Verzugszins ihrer Natur nach wesentlich unterscheiden sollen, wird in der Lehre bloss von einer Minderheit vertreten (Brehm, a.a.O., N. 99 zu Art. 41 OR; vgl. auch Gauch/Schluep/ Rey, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, Bd. II 8. Aufl., N. 2998). Mehrheitlich werden Begriff und Funktion der Zinsen insbesondere im vertraglichen und im ausservertraglichen Bereich gleichgesetzt, w�hrend allein die Modalit�ten der Entstehung unterschieden werden (Engel, Trait� des obligations en droit suisse, 2. Aufl., S. 647 f.; Guhl/ Koller, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl., S. 92 N. 15/17; von Tuhr/Peter, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obligationenrechts, Z�rich 1979, Bd. I, S. 71/74; Schraner, Z�rcher Kommentar, N. 37 zu Art. 73 OR; Weber, Berner Kommentar, N. 11 zu Art. 104 OR; Honsell, Schweizerisches Haftpflichtrecht 3. Aufl., S. 80 N. 27; Oftinger/Stark, a.a.O., S. 257 Fn. 35; Schenker, Die Voraussetzungen und die Folgen des Schuldnerverzugs, Diss. Fribourg 1987, N. 396 f.). Die herrschende Lehre steht im Einklang mit der gemeinrechtlichen Tradition. Danach kommt der Schuldner grunds�tzlich erst durch Mahnung in Verzug, wobei es Ausnahmen gibt, unter anderem bei Forderungen aus Delikt nach der Regel "fur semper in mora" (vgl. dazu Reinhard Zimmermann, The Law of Obligations, S. 793 unter Verweis [Fn. 68] auf D.13.1.8.1, D 13.1.17, D. 13.1.20; Windscheid/Kipp, Lehrbuch des Pandektenrechts, 8. Aufl., � 278 S. 120 ff.).
9.3 Mit der herrschenden Lehre ist davon auszugehen, dass die eigentlichen Zinsen unbesehen ihrer Entstehung derselben Natur sind und demselben Zweck dienen. Eine Kumulation von Schadenszinsen mit Verzugszinsen f�hrt daher zu einer Bereicherung, weshalb sie in der Regel ausgeschlossen ist (Schraner, a.a.O., N. 37 zu Art. 73 OR; Weber, a.a.O., N. 11 zu Art. 104 OR; Schenker, a.a.O., N. 396 f.; Oftinger/Stark, a.a.O., S. 257 Fn. 35; vgl. auch BGE 122 III 53 E. 4a). Die Aufrechnung laufender Zinsen f�hrt zu einer Verzinsung von Zinsen, das heisst zu Zinseszinsen. F�r Verzugszinsen gilt das Zinseszinsverbot, das Verbot des Anatozismus; Verzugszinsen d�rfen gem�ss Art. 105 Abs. 3 OR auch nach einer Betreibung und Klage keine weiteren Zinsen tragen (BGE 58 II 411 E. 6 S. 421). Das Verbot von Zinseszinsen f�hrt im Ergebnis dazu, dass der Schaden f�r die vorenthaltene Nutzung des Kapitals mit zunehmender Zeitdauer bloss linear, nicht exponentiell berechnet wird und der entgangene Nutzen f�r die aufgelaufenen Zinsen grunds�tzlich unbeachtet bleibt. W�hrend eine andere als eine lineare Zinsberechnung schon aus praktischen Gr�nden kaum denkbar ist, wird die Aufrechnung von Zinsen unter gewissen Voraussetzungen in anderen Rechtsordnungen durchaus zugelassen (vgl. Weber, a.a.O., N. 26 zu Art. 105 OR insbesondere unter Verweis auf das franz�sische und italienische Recht). Das Verbot des Art. 105 Abs. 3 OR gilt denn auch nicht generell und schliesst insbesondere die Vereinbarung der Parteien nicht aus, bereits f�llige Zinsen zum Kapital zu schlagen mit der Folge gesamter Verzinsung auch auf dem Zins-Anteil (vgl. Weber, a.a.O., N. 149 zu Art. 73 OR; Wiegand, Basler Kommentar, N. 6 zu Art. 105 OR; Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 2. Aufl., S. 362 Fn. 130). Es fragt sich jedoch, ob es sachgerecht ist, die laufenden Zinsen auf dem Schadensbetrag im Zeitpunkt des Urteils der kantonalen Instanz aufzurechnen, vor welcher letztmals noch neue Tatsachen vorgebracht werden k�nnen.
9.4 Die Aufrechnung des Schadenszinses und dessen kumulative Verzinsung im Zeitpunkt eines kantonalen Urteils steht im Gegensatz zum vertraglichen Verzugszins (BGE 122 III 53 E. 4a, best�tigt im zur Publikation bestimmten Urteil 4C. 96/2004 vom 13. August 2004, E. 3) und zum Genugtuungszins (BGE 122 III 53 E. 4c mit Hinweis), ohne dass f�r die unterschiedliche Behandlung eine Begr�ndung erkennbar w�re. Ein Teil der Lehre, der die kumulative Verzugs-Verzinsung des auf den Urteilstag aufgerechneten Schadenszinses bef�rwortet, kritisiert denn auch die bloss lineare Weiterverzinsung der Genugtuung (Brehm, a.a.O., N. 99 zu Art. 41; Keller, a.a.O., S. 48; vgl. allerdings Weber/Schaetzle, HAVE 2004 S. 105 f.). Der Urteilszeitpunkt ist f�r die Aufrechnung bisheriger Zinsen sachlich nicht einsichtig - die Zinsen wachsen laufend an und werden allenfalls periodisch definiert. Der haftpflichtigen Person kann nicht zugemutet werden, den Schaden zu bezahlen, solange sie ihre Haftung bestreitet und dar�ber nicht rechtskr�ftig entschieden ist - sei es aus tats�chlichen oder rechtlichen Gr�nden. Das Argument, dass die gesch�digte Person nicht voll entsch�digt werden k�nnte, wenn ihr �ber l�ngere Zeit nicht nur der Geldersatz f�r ihren Schaden, sondern auch die aufgelaufenen Zinsen vorenthalten werden, ist zwar nicht zu vernachl�ssigen. Es rechtfertigt jedoch nicht die Wahl eines zuf�lligen Zeitpunktes f�r die Aufrechnung der Zinsen; denn der pauschalierte Zinssatz - der nach der Praxis in Analogie zu Art. 73 OR mit 5% bemessen wird (BGE 122 III 53 E. 4b S. 54) - stellt eine widerlegbare Vermutung dar und der gesch�digten Person steht der Nachweis h�heren Schadens offen (vgl. Weber/Schaetzle, HAVE 2004 S. 98 Fn. 2, mit Verweis auf BGE 121 III 176 E. 5a). Der Grundsatz, dass Zinsen linear auf dem Kapital bis zur Bezahlung anwachsen und grunds�tzlich auch im Prozess keine Zinseszinsen zuzusprechen sind, muss nicht nur f�r das Vertragsrecht, sondern auch f�r die ausservertragliche Haftung gelten. Soweit in der Rechtsprechung ohne ausdr�ckliche Begr�ndung davon abgewichen wurde, kann daran nicht festgehalten werden.
9.5 Dabei ist selbstverst�ndlich, dass bei einer Kapitalisierung des k�nftigen Schadens der Kapitalbetrag ab dem Zeitpunkt der Kapitalisierung verzinst werden muss, um die Diskontierung auszugleichen (Weber/ Schaetzle, HAVE 2004 S. 100/104 mit Verweis auf BGE 123 III 115). Der bis zum massgebenden Zeitpunkt entstandene, tats�chlich berechnete Schaden ist dagegen ohne Aufrechnung der bisherigen Zinsen ab Entstehung bis zur Bezahlung mit 5% zu verzinsen, wobei der Nachweis eines h�heren Schadens vorbehalten bleibt. Bei periodisch anfallendem Schaden rechtfertigt sich aus Praktikabilit�tsgr�nden, einen mittleren Verfall anzunehmen, soweit die Schadensh�he konstant bleibt, oder den Verfalltag aufgrund der gewichteten Schadensh�he festzulegen (Brehm, La r�paration du dommage corporel en responsabilit� civile, Bern 2002, N. 17/464; zustimmend Weber/Schaetzle, HAVE 2004 S. 99 Fn. 9). Im vorliegenden Fall ist der fortlaufend entstehende Haushaltsschaden vom Zeitpunkt des Unfalls (1. Februar 1995) bis zur Entstehung der IV-Rente (1. Mai 1997) mit einem monatlichen, konstanten Betrag bemessen worden. Der von der Beklagten zu bezahlende Betrag von insgesamt Fr. 82'523.-- ist auf den mittleren Verfall ab 15. M�rz 1996 zu verzinsen. Ab Entstehung der anzurechnenden IV-Rente hat der Haushalts- und Erwerbsschaden zun�chst wegen der mutmasslichen Aufnahme einer halben Erwerbst�tigkeit und wegen des Alters des Kindes in den ersten Monaten etwas geschwankt und sich sp�ter wegen der kontinuierlichen Erh�hung des mutmasslichen Verdienstes tendenziell erh�ht. Wird ber�cksichtigt, dass der Kl�gerin die IV-Renten (ohne Zins) erst ab April 1998 ausbezahlt wurden, rechtfertigt es sich f�r die tendenziell progressiven Schadensbetr�ge zwischen dem 1. Mai 1997 bis Ende April 2004 von insgesamt Fr. 225'618.--, einen mittleren Verfalltag zu w�hlen und den Gesamtbetrag ab 1. November 2000 zu verzinsen. Der k�nftige Schaden von Fr. 670'861.-- ist auf der Basis der tats�chlichen vorinstanzlichen Grundlagen auf 1. Mai 2004 kapitalisiert worden und daher ab diesem Datum zu verzinsen. Zins f�r die Genugtuung von Fr. 32'000.-- ist mit der Vorinstanz ab dem Unfalltag, d.h. ab 1. Februar 1995 zuzusprechen; f�r die Betr�ge aus Insassenversicherung sowie die vorprozessualen Anwaltskosten von insgesamt Fr. 17'096.-- hat die Vorinstanz unbestritten einen Zins von 5% ab Klageeinreichung, das heisst ab 9. September 2000, zugesprochen.
10. Die Berufung ist teilweise gutzuheissen und das angefochtene Urteil im Sinne der Erw�gungen abzu�ndern. Die Beklagte hat die Best�tigung des angefochtenen Entscheides, das heisst eines Kapitalbetrages von Fr. 1'310'157 nebst Zins verlangt. Zuzusprechen ist ihr ein Kapital von Fr. 1'028'098.--. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass der bis zum vorinstanzlichen Urteil auf dem vor�bergehenden Haushalts- und Erwerbsschaden aufgelaufene Zins von insgesamt rund Fr. 73'000.-- (ganzer Schaden Fr. 308'141.--: Zins rund Fr. 33'000.-- auf den Fr. 82'523.-- sowie rund Fr. 40'000.-- auf den Fr. 225'618.--) im Unterschied zum vorinstanzlichen Urteil nicht inbegriffen ist. Sieht man im �brigen von der abweichenden Verzinsung zu Lasten der Kl�gerin ab, so dringt die Kl�gerin mit ihren Begehren zu etwa 11/13 durch. Es rechtfertigt sich, die Gerichtsgeb�hr der Kl�gerin zu 1/6, der Beklagten zu 5/6 zu auferlegen (Art. 156 Abs. 3 OG). Die Beklagte hat der Kl�gerin �berdies eine reduzierte Parteientsch�digung von gerundeten 2/3 zu bezahlen (Art. 159 Abs. 3 OG). Geb�hr und Entsch�digung bemessen sich nach dem Streitwert.
Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil wird aufgehoben.
Ziffer 2 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zug vom 4. Mai 2004 wird wie folgt neu gefasst:
" Die Beklagte hat der Kl�gerin Fr. 1'028'098.-- zuz�glich Zins zu 5%
seit 15. M�rz 1996 auf Fr. 82'523.--
seit 1. November 2000 auf Fr. 225'618.--
seit 1. Mai 2004 auf Fr. 670'861.--
seit 1. Februar 1995 auf Fr. 32'000.--
seit 9. September 2000 auf Fr. 17'096.--
Ziffer 1 wird best�tigt.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 9'000.-- wird im Umfang von Fr. 1'500.-- der Kl�gerin und im Umfang von Fr. 7'500.-- der Beklagten auferlegt.
Die Beklagte hat der Kl�gerin eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 6'700.-- zu bezahlen.

References: Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 Art. 63
 BGE 
 Art. 42
 Art. 44
 Art. 44
 BGE 
 Art. 44
 Art. 44
 BGE 
 Art. 55
 Art. 63
 BGE 
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 42
 Art. 63
 BGE 
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 Art. 42
 Art. 69
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 Art. 276
 Art. 8
 Art. 28
 Art. 25
 Art. 25
 BGE 
 BGE 
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 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 41
 Art. 41
 Art. 73
 Art. 104
 Art. 73
 Art. 104
 BGE 
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 73
 Art. 105
 Art. 41
 Art. 73
 BGE 
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