Source: http://www.juraexamen.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=17088&start=15
Timestamp: 2018-01-21 14:14:45+00:00

Document:
Aktuelle Zeit: 21. Jan 2018, 15:14 Uhr
Beitrag von Lulu89 erstellt am: 11. Sep 2016, 19:07 Uhr
Also ich fand Strafrecht etwas verwirrend, insbesondere die Geschehensabläufe.
Was habt ihr bei U geprüft?
Beitrag von Vanille92 erstellt am: 12. Sep 2016, 15:57 Uhr
Also der Diebstahl geht nicht durch, insofern gibt's auch kein Regelbeispiel dazu. Da gibt's ja Rechtsprechung dazu, die Sache ist zwar nicht herrenlos, weil ihr ursprünglicher Eigentümer, der sie hergestellt hat Eigentümer bleibt, man kann aber aufgrund des Schwarzkaufes wegen 134 kein Eigentum daran erwerben. Deshalb kann der "Dieb" auch keinen Enteignungsvorsatz haben. Dann den Versuch prüfen. Hab dann noch Körperverletzung, die aber gerechtfertigt ist. Und beim anderen versuchter Mord, Gefährliche Körperverletzung , 315b,Sachbeschädigung , Raub nicht, es steht ja im bearbeitervwrmerk dass er wusste, dass er kein Eigentum erwerben kann, also kann er auch keine Zueignungsabsicht haben. Nötigung hab ich noch und eben Rücktritt mit Argumentation Gesambetrachtungslehre, Einzelaktstheorie. Und ihr ? Wie fandet ihr die Klausur heute?
Beitrag von quivis ex populo erstellt am: 12. Sep 2016, 16:32 Uhr
Also soweit ich weiß, hat der BGH schon vor längerem Delikte gegen das Eigentum bejaht, wenn es sich um Drogen handelt. Zwar stimmt es, dass man daran kein Eigentum erwerben kann, diebstahlsfähig sind sie aber in jedem Fall. Sonst hätte der räuberische Diebstahl, der im Sachverhalt angelegt war, auch weniger Sinn gemacht. Ansonsten auch die gleichen Delikte geprüft, aber Rücktritt verneint, da nur aus heteronomen Gründen (Fallenlassen des Drogenpäckchens).
Heute ist schwierig einzuschätzen. Rechtsprechung lässt eigentlich weder § 38 BPolG, noch die Generalklausel § 14 BPolG als Rechtsgrundlage für ein "Betretensverbot" zu, wie ich kurz nachgelesen habe. War zeitlich auch relativ knapp bemessen fand ich. Was habt ihr zu den Rechtsgrundlagen geschrieben und zu den Grundrechtseingriffen?
Beitrag von TobiasG erstellt am: 12. Sep 2016, 16:52 Uhr
Das mit der Verneinung der Eigentumsdelikte aufgrund fehlender Eigentumsbegründung klingt wirklich etwas zweifelhaft. Objektiv ist ja nur Gewahrsam erforderlich und die Absicht der "Aneigung" erfordert nur Anmaßung einer eigentümerähnlichen Verfügungsmacht. Lediglich muss die Sache im Eigentum von irgendwem stehen und man muss daran grundsätzlich Eigentum begründen können, nicht auch zwangsläufig dürfen. Aber der konkrete Fall wurde hier ja nicht geschildert, also alles unter Vorbehalt ...
Beitrag von Bra erstellt am: 12. Sep 2016, 18:59 Uhr
Ich habe bei U 259, 22, 23 I und 123 geprüft.
Im übrigen noch 142 bei G.
Ich fand es heute vom Umfang her wieder sportlich, aber das ist ein grundsätzliches Problem
Habe 8, 9, 11, 3 GG angesprochen
Beitrag von Vanille92 erstellt am: 12. Sep 2016, 19:53 Uhr
http://www.fanrechtefonds.de/download/u ... nnover.pdf . Wie des mit der Zeit heute hätte klappen sollen ist mir ein Rätsel, bei uns gabs wirklich wenige die es geschafft haben. Hab es nicht geschafft alle Grundrechte zu prüfen,9 GG fand ich aber nicht einschlägig. Man oh man, morgen Europarecht?
Beitrag von Skoalgetter erstellt am: 12. Sep 2016, 19:57 Uhr
War wieder recht viel heute, stimmt. Habe zudem prozessual eine Streitgenossenschaft angenommen und bin bzgl. F bei der Adressatenauswahl rausgeflogen. Noch jemand?
Beitrag von quivis ex populo erstellt am: 12. Sep 2016, 20:05 Uhr
Daran habe ich gar nicht gedacht. Weiß auch nicht wie es richtig zu machen war
Habe persönlich einfach nur kurz dargestellt, dass gem. § 93 VwGO das Gericht die beiden Klagen zu einem Verfahren verbinden kann, da es sich um den gleichen Gegenstand handelt.
Würde mich auch interessieren, wie andere es gemacht haben.
Beitrag von Skoalgetter erstellt am: 12. Sep 2016, 20:14 Uhr
Habe das über §64 VwGO i.V.m. § 60 ZPO gemacht. Ob das stimmt, keine Ahnung
Beitrag von Bra erstellt am: 13. Sep 2016, 12:55 Uhr
6 mal hemmer Volltreffer
Ab Samstag Wiesn!
Beitrag von Lulu89 erstellt am: 13. Sep 2016, 23:47 Uhr
@Bra Ironie ???
Beitrag von quivis ex populo erstellt am: 14. Sep 2016, 03:34 Uhr
Nee, glaube das war sein voller Ernst!
Jetzt mal ehrlich: Schon ne richtig tödliche Klausur, aber solange man rumgelabert hat, wird es wohl einigermaßen passen
Beitrag von Vanille92 erstellt am: 14. Sep 2016, 18:30 Uhr
Die letzte war Ja mal anders krass
Beitrag von MrWatkins erstellt am: 15. Nov 2016, 17:28 Uhr
Bra hat geschrieben: 6 mal hemmer Volltreffer
Und so bezeichnet es Hemmer im Examensreport in der Life and Law 11/16
Beitrag von rechtschlecht erstellt am: 16. Nov 2016, 12:07 Uhr
Na dann kann man ja den Hemmer-Kursteilnehmern nur gratulieren, dass das Examen so ein Klacks war,
rechtschlecht

References: BGH 
 § 38
 § 14
 § 93
 §64
 § 60