Source: http://www.jurablogs.com/2011/03/28/rundschreiben-rechtsanwalts-fondsgesellschafter-wettbewerbswidrig
Timestamp: 2016-10-25 10:47:18+00:00

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Blogskanzlei.bizMärz 2011Rundschreiben eines Rechtsanwalts an Fondsgesellschafter nicht wettbewerbswidrigEigener Leitsatz:Wendet sich ein Rechtsanwalt in einem Rundschreiben gezielt an die Gesellschafter einer bestimmten Fondsgesellschaft und wirbt dabei mit seinen Diensten, bewegt er sich zwar an der Grenze der wettbewerbsrechtlich zulässigen Anwaltswerbung. Die Grenze zulässiger Anwaltswerbung wird jedoch nicht überschreiten, sofern die betroffene Fondsgesellschaft nicht notleidend ist, lediglich auf zu erwartende steuerrechtliche Nachteile hingewiesen wird, eine darauf bezogene Verjährungsfrist noch mehrere Monate läuft und das Rundschreiben mit einer Einladung zu einer Informationsveranstaltung des Rechtsanwalts verbunden ist. Ein solches Rundschreiben stellt keine gegen § 43b BRAO verstoßende Werbung dar und ist daher nicht wettbewerbswidrig.Kammergericht BerlinBeschluss vom 31.08.2010Az.: 5 W 198/10Tenor:1. Die sofortige Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluss der Zivilkammer 52 des Landgerichts Berlin vom 22. Juli 2010 - 52 O 168/10 - wird zurückgewiesen. 2. Die Antragstellerin hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen. 3. Der Wert des Beschwerdeverfahrens beträgt 7.000 �.Entscheidungsgründe:I.Die gemäß § 567 Abs. 1 Nr. 2, § 569 ZPO zulässige sofortige Beschwerde der Antragstellerin ist nicht begründet, §§ 935, 940 ZPO. Zutreffend hat das Landgericht Unterlassungsansprüche der Antragstellerin gegen den Antragsgegner aus dessen Rundschreiben vom 17.3.2010 wegen einer unlauteren Werbung für rechtsanwaltliche Dienstleistungen verneint. 1. Die streitgegenständliche Werbung ist nicht wettbewerbsrechtlich unlauter "auf die Erteilung eines Auftrages im Einzelfall gerichtet", § 3 Abs. 1, § 4 Nr. 11 UWG in Verbindung mit § 43 b Alt. 2 BRAO. a) Vor der Einführung des § 43 b in die Bundesrechtsanwaltsordnung wurde zu dem aus § 43 BRAO hergeleiteten Verbot berufswidriger Werbung auch das unaufgeforderte direkte Herantreten an potentielle Mandanten als gezielte Werbung um Praxis gerechnet ...Zum vollständigen Artikel73 LeserDatenschutzbeauftragter:Datenschutzverstoß durch unzulässige Anwaltswerbung81 LeserBurhoff online Blog:„Hereinspaziert, hereinspaziert, hier wird Ihr Unfallschaden vorfinanziert!“, aber: Zul...189 LeserVerkehrsrecht Blog:BGH: Keine Vorfinanzierung von Reparatur- und Sachverständigenkosten durch den Rechtsan...7 verwandte ArtikelDatenschutzverstoß durch AnwaltswerbungWerbung: Rechtsanwalt darf potenzielle Mandanten gezielt anschreibenKommanditistenbriefMandatierung aufgrund der Direktwerbung eines DrittenBGH: Rechtsanwalt darf potentielle Mandanten in Kenntnis eines konkreten Beratungsbedarfs zu Werbezweclen per Brief anschreiben -
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References: § 43
 § 567
 § 569
 § 3
 § 4
 § 43
 § 43
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