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Timestamp: 2018-09-23 21:40:01+00:00

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PwC Accounting Aktuell Blog
Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat auf seiner Sitzung am 17.7.2018 DRS 26 „Assoziierte Unternehmen“ und DRS 27 „Anteilmäßige Konsolidierung“ verabschiedet und wird diese in Kürze an das BMJV zur Veröffentlichung nach § 342 Abs. 2 HGB weiterleiten. DRS 26 und DRS 27 sind nach ihrer Bekanntmachung durch das BMJV verpflichtend auf handelsrechtliche Konzernabschlüsse anzuwenden, die aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung (§§ 290 ff. HGB bzw. §§ 11 ff. PublG) oder freiwillig für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31.12.2019 aufgestellt werden. Eine vorzeitige vollumfängliche Anwendung der Standards ist zulässig, eine rückwirkende Anwendung jedoch nicht.
DRS 26 konkretisiert die Vorschriften gem. §§ 311 und 312 HGB zur Behandlung assoziierter Unternehmen im Konzernabschluss. Darunter fallen insbesondere die Kriterien für das Bestehen eines assoziierten Unternehmens, auf das durch ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sowie die Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss und die im Konzernanhang zu machenden Angaben. Ausweislich der öffentlich zugänglichen Sitzungsunterlagen beschränken sich die Änderungen im finalen Standard gegenüber dem am 12.2.2018 veröffentlichten Entwurf (E-DRS 34, siehe dazu HGB direkt 5/2018) – neben redaktionellen Änderungen – auf die folgenden zwei Aspekte:
E-DRS 34.16 sah bei einem Stimmrechtsanteil von weniger als 20% noch eine negative Assoziierungsvermutung vor, die nicht widerlegt zu werden braucht. Nach DRS 26 handelt es sich bei der negativen Assoziierungsvermutung nur noch um einen Indikator. Zusätzlich ist nun zu prüfen, ob unter Berücksichtigung der Gesamtumstände auch bei einem Stimmrechtsanteil von weniger als 20% nicht doch ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird.
Kapitalmaßnahmen beim assoziierten Unternehmen, die zu einer anlassbezogenen, nicht periodischen Fortschreibung des Equity-Werts führen, sind nach DRS 26 bei der Anwendung der Equity-Methode auch dann zu berücksichtigen, wenn sie erst nach dem Stichtag des der Equity-Methode zugrundeliegenden Abschlusses, jedoch bis zum Konzernabschlussstichtag erfolgen, sofern dem Mutterunternehmen alle bilanzierungsrelevanten Informationen vorliegen. Dabei kommt es im Unterschied zu E-DRS 34 nicht mehr auf die Auslösung der Kapitalmaßnahme, sondern auf die Kenntniserlangung an.
Regelungsinhalt von DRS 27 ist insbesondere die Konkretisierung der Kriterien für das Bestehen eines Gemeinschaftsunternehmens, was Voraussetzung für das Wahlrecht zur anteilmäßigen Konsolidierung ist (§ 310 Abs. 1 HGB). Ferner konkretisiert DRS 27 neben den Angaben im Konzernanhang, was die entsprechende Anwendung der Vorschriften der Vollkonsolidierung bedeutet (§ 310 Abs. 2 HGB). Ausweislich der öffentlich zugänglichen Sitzungsunterlagen gab es am finalen DRS 27 im Vergleich zum am 12.2.2018 veröffentlichten Entwurf (E-DRS 35, siehe dazu HGB direkt 6/2018) lediglich redaktionelle Änderungen.
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat heute das Discussion Paper DP/2018/1 „Financial Instruments with Characteristics of Equity“ veröffentlicht.
Im Fokus des Projekts „Financial Instruments with Characteristics of Equity“ (FICE-Projekt) des IASB steht die Klassifizierung von Finanzinstrumenten als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital aus Sicht des Emittenten, die gegenwärtig m Standard IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ geregelt ist.
Mit dem FICE-Projekt reagiert der IASB insbesondere auf in der Praxis zunehmend auftretende Zweifelsfälle bei der praktischen Anwendung der Klassifizierungsgrundsätze des IAS 32 auf Finanzinstrumente, die Merkmale klassischer Anleihen (Fremdkapital) mit Merkmalen von Stammaktien (Eigenkapital) vereinen. Darüber hinaus waren insbesondere auch die Darstellung und der Umfang der Angaben zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitalcharakter in der Vergangenheit Gegenstand von Fragestellungen an IASB und IFRS IC.
Das Discussion Paper enthält Ausführungen zu Zielsetzung, Umfang und Herausforderungen des FICE-Projekts und skizziert die vorläufige Sichtweise des IASB zur Anpassung der aktuell in IAS 32 enthaltenen Eigenkapitalkriterien.
Die Kommentierungsfrist für das Discussion Paper endet am 7. Januar 2019.
Am letzten Freitag hat das IDW bekannt gegeben, dass die überarbeitete Fassung einer Verlautbarung vom Hauptfachausschuss des IDW in seiner Sitzung am 8. Juni 2018 verabschiedet worden ist. Dabei handelt es sich um den Rechnungslegungshinweis zu den Anhangangaben nach § 285 Nr. 18, 19 und 20 HGB zu bestimmten Finanzinstrumenten bzw. zu den entsprechenden Angaben im Konzernanhang (IDW RH HFA 1.005).
Im Rahmen der Überarbeitung wurde insbesondere ein neuer Abschnitt zur Auslegung des durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz geänderten § 285 Nr. 20 HGB (Anhangangaben zu Finanzinstrumenten, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind) eingefügt und dessen sachlicher Anwendungsbereich von den Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB (Anhangangaben zu derivativen Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind) abgegrenzt. Danach fallen unter die Angabepflicht nach Nr. 20 ausschließlich Finanzinstrumente, für die sich der Bewertungsmaßstab „beizulegender Zeitwert“ ausdrücklich aus dem HGB ergibt, z.B. Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens. Demgegenüber fallen unter die Angabepflicht nach Nr. 19 sämtliche derivativen Finanzinstrumente, die handelsrechtlich nach anderen Maßstäben bewertet werden, z.B. nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Derivate, für die eine Drohverlustrückstellung zu passivieren ist.
Darüber hinaus wurden die Anhangangaben zu mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten inhaltlich konkretisiert, die Anforderungen an die übrigen, in der Verlautbarung behandelten Anhangangaben geringfügig überarbeitet sowie redaktionelle Änderungen vorgenommen.
Die überarbeitete Verlautbarung wird in Heft 7/2018 der Zeitschrift „IDW Life“ abgedruckt. Im Mitgliederbereich der Website des IDW ist eine Änderungsfassung im Vergleich zur bisherigen Fassung des IDW RH HFA 1.005 (Stand 24. November 2010) verfügbar.
Das DRSC hat am 12.2.2018 E-DRS 34 „Assoziierte Unternehmen“ und E‑DRS 35 „Anteilmäßige Konsolidierung“ auf seiner Homepage veröffentlicht. Bis zum 11.5.2018 besteht die Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme zu den beiden Standardentwürfen.
Nach einer Finalisierung und der Bekanntmachung durch das BMJV nach § 342 Abs. 2 HGB soll E‑DRS 34 den bisherigen DRS 8 „Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss” und E-DRS 35 den bisherigen DRS 9 „Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss” ersetzen. Die neuen Regelungen sollen verpflichtend in (handelsrechtlichen) Konzernabschlüssen, die aufgrund gesetzlicher Verpflichtung (§ 290 HGB oder § 11 PublG) oder freiwillig aufgestellt werden, angewendet werden und branchenübergreifend gelten. Die erstmalige, verpflichtende Anwendung der neuen Standards wird erst bei ihrer Finalisierung durch das DRSC festgelegt werden. Eine vorzeitige Anwendung in Geschäftsjahren, die nach der Bekanntmachung durch das BMJV und vor einer verpflichtenden Erstanwendung beginnen, wird empfohlen.
Regelungsinhalt des E-DRS 34 ist die Konkretisierung der Kriterien für das Vorliegen eines assoziierten Unternehmens gem. § 311 HGB, auf dessen Geschäfts- und Finanzpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes (Mutter- oder Tochter-)Unternehmen tatsächlich einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Ferner werden die Regelungen zur Anwendung der Equity-Methode gem. § 312 HGB zur Bewertung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im handelsrechtlichen Konzernabschluss sowie damit in Zusammenhang stehende Zweifelsfragen in E‑DRS 34 behandelt. Der Standardentwurf enthält darüber hinaus Ausführungen zu den Angaben im Konzernanhang, die für assoziierte Unternehmen bzw. bei Anwendung der Equity-Methode gemacht werden müssen.
E-DRS 35 konkretisiert die Voraussetzungen für das Vorliegen eines Gemeinschaftsunternehmens i.S.v. § 310 Abs. 1 HGB. Darüber hinaus wird die entsprechende Anwendung der Vorschriften über die Vollkonsolidierung gem. § 310 Abs. 2 HGB spezifiziert, wenn für ein Gemeinschaftsunternehmen von dem (Methoden-)Wahlrecht zur Quoten- bzw. anteilmäßigen Konsolidierung Gebrauch gemacht wird. Festgelegt werden auch die damit in Zusammenhang stehenden Angaben im Konzernanhang.

References: § 342
 § 285
 § 285
 § 285
 § 342
 § 11
 § 311
 § 312
 § 310
 § 310