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Timestamp: 2019-07-21 03:46:32+00:00

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BVerwG, 21.11.1994 - 7 B 91.94 - dejure.org
https://dejure.org/1994,550
BVerwG, 21.11.1994 - 7 B 91.94 (https://dejure.org/1994,550)
BVerwG, Entscheidung vom 21.11.1994 - 7 B 91.94 (https://dejure.org/1994,550)
BVerwG, Entscheidung vom 21. November 1994 - 7 B 91.94 (https://dejure.org/1994,550)
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Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision - Enteignung von Grundstücken an der innerdeutschen Grenze - Möglichkeit der Bewertung einer Enteignungen für die Errichtung von Sperranlagen als unlautere Machenschaften im Sinne des Vermögensgesetzes (VermG)
Kein vermögensrechtlicher Rückübertragungsanspruch nach Enteignung für DDR-Sperranlagen ("Mauergrundstücke")
Ausschlussgrund; Ausschließungsgrund; Restitutionsausschlußgrund; Rückübertragungsausschluss; Verteidigungsgrundstück; Mauergrundstück
Vermögensgesetz; Enteignung von ,,Mauergrundstücken''
VG Berlin, 14.02.1994 - 31 A 11.93
NJW 1995, 608
ZIP 1995, 164
NVwZ 1995, 386 (Ls.)
NJ 1995, 218
BGH, 16.12.2005 - V ZR 83/05
Voraussetzungen einer Enteignung nach dem VerteidigungsG-DDR
In diesem Sinne bildete der Abriss der Häuser entlang der Mauer, die Westberlin umgab, eine Maßnahme zur Sicherung der Staatsgrenze (vgl. BVerwG VIZ 1995, 161; 1996, 206).
Ob der besatzungsrechtliche Status von Berlin die Inanspruchnahme zuließ, ist insoweit ohne Bedeutung (BVerwG VIZ 1995, 161; 1996, 206; ferner BVerfG VIZ 1998 372, 373).
So verhält es sich bei den Enteignungen nach dem Verteidigungsgesetz nicht (st. Rechtspr., vgl. BVerwG VIZ 1995, 161; 1996, 206; 1997, 684, 685).
Die Vorschrift des § 1 Abs. 3 VermG betrifft solche Vorgänge, bei denen im Einzelfall in manipulativer, sittlich vorwerfbarer Weise unter Verstoß gegen die Rechtsordnung der DDR auf bestimmte Vermögenswerte zugegriffen wurde (vgl. BVerwG, Beschluß vom 2. April 1993 - BVerwG 7 B 22.93 - ZOV 1993, 193; Urteil vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 14.92 - VIZ 1993, 450; Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - NJW 1995, 608 = VIZ 1995, 161).
BVerwG, 29.02.1996 - 7 C 59.94
Offene Vermögensfragen: Vermutung unlauterer Machenschaften bei ausreisebedingten …
Diese Bestimmung betrifft solche Vorgänge, bei denen im Einzelfall in manipulativer, sittlich vorwerfbarer Weise unter Verstoß gegen die Rechtsordnung der DDR auf bestimmte Vermögenswerte zugegriffen wurde (vgl. BVerwG, Beschluß vom 2. April 1993 - BVerwG 7 B 22.93 - ZOV 1993, 193; Urteil vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 14.92 - VIZ 1993, 450; Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - NJW 1995, 608 = VIZ 1995, 161; Urteil vom 27. Juli 1995 - BVerwG 7 C 12.94 -, VIZ 1995, 652; Urteil vom 31. August 1995 - BVerwG 7 C 39.94 -, VIZ 1995, 708).
Die Enteignungen hat der Senat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG VIZ 1995, 161, VIZ 1996, 206) nach der Staatspraxis der DDR beurteilt und nach diesem Maßstab als wirksam angesehen (…Urt. v. 16. Dezember 2005, V ZR 83/05, NJW-RR 2006, 884, 885).
Die Rückgängigmachung staatlicher Zugriffe, die nach der Rechtswirklichkeit der DDR als wirksam - jedenfalls aber als faktisch nicht mehr umkehrbar - angesehen werden, ist danach nur auf Grund eines besonderen Gesetzes zulässig (BVerwG VIZ 1995, 161).
An diesen Grundsätzen hält das Bundesverwaltungsgericht seither in ständiger Rechtsprechung fest (vgl. z.B. Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - ZIP 1994, 1482 = VIZ 1994, 601; Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - NJW 1995, 606 = VIZ 1995, 161).
Diese Bestimmung betrifft solche Vorgänge, bei denen im Einzelfall in manipulativer, sittlich vorwerfbarer Weise unter Verstoß gegen die Rechtsordnung der DDR auf bestimmte Vermögenswerte zugegriffen wurde (vgl. BVerwG, Beschluß vom 2. April 1993 - BVerwG 7 B 22.93 - ZOV 1993, 193; Urteil vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 14.92 - VIZ 1993, 450; Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - NJW 1995, 608 = VIZ 1995, 161; Urteil vom 27. Juli 1995 - BVerwG 7 C 12.94).
Die vom Vermögensgesetz bezweckte Wiedergutmachung bestimmter Unrechtsmaßnahmen des nationalsozialistischen Staates und der DDR knüpft an den Geltungsanspruch der jeweiligen Rechtsordnung an und will deshalb auch solche Vermögenswerte erfassen, die dem Rechtsinhaber ungeachtet etwaiger Rechtsmängel jedenfalls faktisch entzogen worden sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Juni 1994 - BVerwG 7 C 24.93 - NJW 1994, 2713; Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - NJW 1995, 608 [BVerwG 21.11.1994 - 7 B 91/94]; vgl. auch BVerwG, Beschluß vom 10. März 1994 - BVerwG 4 B 46.94 - DÖV 1994, 611).
Demzufolge wird bei der Enteignung von Mauergrundstücken auf der Grundlage von § 10 des DDR-Verteidigungsgesetzes für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffes "im Interesse der Verteidigung der Republik" die seinerzeit in der DDR herrschende Rechtsauffassung zugrunde gelegt (Beschluss vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 33).
BVerwG, 26.06.1997 - 7 C 57.96
§ 10 Abs. 1 des Verteidigungsgesetzes der DDR erlaubte die Enteignung von Grundstücken "im Interesse der Verteidigung der Republik" und diente namentlich als Grundlage für die Enteignung der sog. Mauergrundstücke, die für die Errichtung der Grenzsicherungsanlagen der DDR benötigt wurden (vgl. Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - Buchholz 112 § 1 VermG Nr. 33).
Da § 10 Abs. 1 des Verteidigungsgesetzes der DDR nach der Auslegung, die die Vorschrift in der Rechtspraxis der DDR gefunden hat, die Enteignung der sog. Mauergrundstücke zuließ (vgl. dazu näher Beschluß vom 21. November 1994 - BVerwG 7 B 91.94 - a.a.O.), war auch die Veräußerung eines solchen Grundstücks im Vorfeld der Enteignung von der Rechtsordnung der DDR gedeckt.
Auch wenn der Zweck der Enteignung der Mauergrundstücke nach bundesdeutschen Rechtsvorstellungen schweres Unrecht darstellte, ist zu berücksichtigen, dass die Enteignung gemäß § 10 des Verteidigungsgesetzes der DDR von der Rechtsordnung der DDR gedeckt war (vgl. BVerwG, VIZ 1995, 161; VIZ 1997, 684; ZOV 2001, 55).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. VIZ 1995, 161; ZOV 2001, 55) sind Enteignungen für die Errichtung der Sperranlagen auf der Grundlage des § 10 des Verteidigungsgesetzes von 1961 generell nicht als unlautere Machenschaften im Sinne des § 1 Abs. 3 VermG anzusehen, auch wenn die Sperranlagen "sinnfälliger Ausdruck des Unrechtsregimes in der früheren DDR" waren.
BVerwG, 23.01.1996 - 7 B 4.96
Offene Vermögensfragen: Anfechtung eines auf die Vorschriften des …
BVerwG, 23.11.2006 - 7 B 70.06
Enteignung; Grenzsicherungsstreifen; Grundlagenvertrag; Mauergrundstück; …
OLG Brandenburg, 04.08.2004 - 5 U 78/03
Zur Grundbuchberichtigungsklage wegen Sittenwidrigkeit des Verkaufs eines …
BVerwG, 31.08.2009 - 8 B 37.09
Enteignung; Grenze; Manipulation; Mauergrundstück; Rechtswirklichkeit; …
BVerwG, 19.05.2008 - 8 B 109.07
DDR; Enteignung; Grenze; Grundstück; Machtmissbrauch; Mauer; Sperranlage; …
VG Frankfurt/Oder, 19.07.2007 - 4 K 2485/01
Enteignung von Grundstücken für dienstliche Zwecke des Ministeriums für …
BVerwG, 19.12.2001 - 8 B 130.01
Einordnung von Enteignungen für die Errichtung von Sperranlagen an der …
BVerwG, 11.02.2003 - 3 B 4.03
Revisionsgerichtliche Klärungsbedürftigkeit von Rechtsfragen hinsichtlich des …
BVerwG, 29.02.1996 - 7 C 49.94
Rückübertragung des Eigentums an Ackerflächen nach den Vorschriften des Gesetzes …
BVerwG, 20.06.2001 - 7 B 172.00
Verstoß gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör - Anforderungen an die Darlegung …
BVerwG, 18.11.1999 - 7 B 136.99
VG Potsdam, 29.08.2007 - 6 K 215/02
Schädigung aufgrund unlauterer Machenschaften; Enteignung von "Mauergrundstücken"
BVerwG, 28.12.2000 - 8 B 250.00
Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision - Voraussetzung für …
BVerwG, 04.03.2002 - 7 B 24.02
Zum Bestehen vermögensrechtlicher Ansprüche wegen der Inanspruchnahme eines …
VG Berlin, 28.11.2002 - 29 A 195.96
Inanspruchnahme von Einfamilienhausgrundstücken im "Sondergebiet" …
VG Schwerin, 17.12.1998 - 3 A 301/95
Anspruch auf die vermögensrechtliche Rückübertragung eines Grundstücks; …

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