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Timestamp: 2019-08-23 00:44:30+00:00

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EnEV 2009 - 2
EnEV 2009 Seite 2
Dach (soweit nicht unter Zeile 1.5), oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten
g⊥ = 0,63
UW = 2,4 W/(m²⋅K)
g⊥ = 0,55
g⊥ = 0,64
UW = 1,90 W/(m²⋅K)
U = 2,90 W/(m²⋅K)
Zeile Bauteil / System Eigenschaft
(zu Zeilen 1.1 bis 1.13)
Bauteile in Zeilen 1.1 und 1.3 bis 1.10
ΔUWB = 0,05 W/(m² K)
ΔUWB = 0,1 W/(m² K)
Kategorie I (nach Tabelle 4 der DIN V 18599-2 : 2007-02)
Tageslichtversorgung bei Sonnen- und/oder Blendschutz
Tageslichtversorgungsfaktor CTL,Vers,SA nach DIN V 18599-4 : 2007-02
• kein Sonnen- oder Blendschutz vorhanden: 0,70
Sonnenschutz-vorrichtung
Für das Referenzgebäude ist die tatsächliche Sonnenschutzvorrichtung des zu errichtenden Gebäudes anzunehmen; sie ergibt sich ggf. aus den An-forderungen zum sommerlichen Wärmeschutz nach Nr. 4.
Soweit hierfür Sonnenschutzverglasung zum Einsatz kommt, sind für diese Verglasung folgende Kennwerte anzusetzen:
- Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g⊥ g⊥ = 0,35
- Lichttransmissionsgrad der Verglasung τD65 τD65 = 0,58
- Lichttransmissionsgrad der Verglasung τD65 τD65 = 0,62
- in Zonen der Nutzungen 6 und 71): wie beim ausgeführten Gebäude
- ansonsten: direkt/indirekt
jeweils mit elektronischem Vorschaltgerät und stabförmiger Leucht-stofflampe
Regelung der Beleuch-tung
Präsenzkontrolle:
- in Zonen der Nutzungen 4, 15 bis 19, 21 und 311) mit Präsenzmelder
- ansonsten manuell
tageslichtabhängige Kontrolle: manuell
Konstantlichtregelung (siehe Tabelle 3 Zeile 5)
- in Zonen der Nutzungen 1 bis 3, 8 bis 10, 28, 29 und 311): vorhanden
- ansonsten keine
Heizung (Raumhöhen ≤ 4 m)
Brennwertkessel „verbessert“ nach DIN V 18599-5 : 2007-02, Gebläse-brenner, Heizöl EL, Aufstellung außerhalb der thermischen Hülle, Wasser-inhalt > 0,15 l/kW
- bei statischer Heizung und Umluftheizung (dezentrale Nachheizung in RLT-Anlage):
Zweirohrnetz, außen liegende Verteilleitungen im unbeheizten Bereich, innen liegende Steigstränge, innen liegende Anbindeleitungen, System-temperatur 55/45 °C, hydraulisch abgeglichen, Δp konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, Pumpe mit intermittierendem Betrieb, keine Über-strömventile, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslänge mit 70 vom Hundert der Standardwerte und die Umgebungstemperaturen gemäß den Standardwerten nach DIN V 18599-5 : 2007-02 zu ermitteln.
Zweirohrnetz, Systemtemperatur 70/55 °C, hydraulisch abgeglichen, Δp konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslänge und die Lage der Rohrleitungen wie beim zu errich-tenden Gebäude anzunehmen.
- Wärmeübergabe
- bei statischer Heizung:
freie Heizflächen an der Außenwand mit Glasfläche mit Strahlungs-schutz, P-Regler (1K), keine Hilfsenergie.
Heizung (Raumhöhen > 4 m)
Heizsystem: Warmluftheizung mit normalem Induktionsverhältnis,
Luftauslass seitlich, P-Regler (1K) (nach DIN V 18599-5 : 2007-02)
- zentrales System
Solaranlage nach DIN V 18599-8 : 2007-02 Nr. 6.4.1, mit
- Flachkollektor: Ac = 0,09 · (1,5 · ANGF )0,8
- Volumen des (untenliegenden) Solarteils des Speichers:
- Vs,sol = 2 · (1,5 · ANGF)0,9
- bei ANGF > 500 m² „große Solaranlage“
(ANGF: Nettogrundfläche der mit zentralem System versorgten Zonen)
Restbedarf über den Wärmeerzeuger der Heizung
indirekt beheizter Speicher (stehend), Aufstellung außerhalb der ther-mischen Hülle
mit Zirkulation, Δp konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslänge und die Lage der Rohrleitungen wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen.
- dezentrales System
elektrischer Durchlauferhitzer, eine Zapfstelle und 6 m Leitungslänge pro Gerät
spezifische Leistungsaufnahme Ventilator PSFP = 1,0 kW/(m³/s)
- Zu- und Abluftan-lage ohne Nach-heiz- und Kühl-funktion
Zuschläge nach DIN EN 13779 : 2007-04 (Abschnitt 6.5.2) können nur für den Fall von HEPA-Filtern, Gasfiltern oder Wärmerückführungsklassen H2 oder H1 angerechnet werden.
- Wärmerückgewinnung über Plattenwärmeübertrager (Kreuzgegenstrom), Rückwärmzahl ηt= 0,6
- Zu- und Abluftan-lage mit geregelter Luftkonditionierung
Zuschläge nach DIN EN 13779 : 2007-04 (Abschnitt 6.5.2) können nur für den Fall von HEPA-Filtern, Gasfiltern oder Wärmerückführungsklassen H2 oder H1 angerechnet werden
- Wärmerückgewinnung über Plattenwärmeübertrager (Kreuzgegenstrom), Rückwärmzahl ηt= 0,6,
Zulufttemperatur: 18°C
für den Referenzfall ist die Einrichtung zur Luftbefeuchtung wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen
- Nur-Luft-Klimaanlagen
als Variabel-Volumenstrom-System ausgeführt: Druckverhältniszahl fP = 0,4
- Kältesystem:
Kaltwasser Fan-Coil, Brüstungsgerät Kaltwassertemperatur 14/18°C;
Überströmung 10%;
spezifische elektrische Leistung der Verteilung Pd,spez = 30 Wel/kWKälte
hydraulisch abgeglichen, geregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenendabschaltung
- bei mehr als 5000 m² mittels Raumkühlung konditionierter Nettogrund-fläche, für diesen Konditionierungsanteil 14/18 °C
- ansonsten 6/12°C
Kaltwasserkreis Erzeuger inklusive RLT Kühlung:
Überströmung; 30% spezifische elektrische Leistung der Verteilung Pd,spez = 20 Wel/kWKälte
hydraulisch abgeglichen, ungeregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenendabschaltung, Verteilung außerhalb der konditionierten Zone.
Der Primärenergiebedarf für das Kühlsystem und die Kühlfunktion der raumlufttechnischen Anlage darf für Zonen der Nutzungsarten 1 bis 3, 8, 10, 16 bis 20 und 31 1) nur zu 50 % angerechnet werden.
1) Nutzungen nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
1.2 Flächenangaben
Bezugsfläche der energiebezogenen Angaben ist die Nettogrundfläche gemäß § 2 Nr. 15.
1.3 Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten
Die Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eines zu errichtenden Nichtwohngebäudes dürfen die in Tabelle 2 angegebenen Werte nicht überschreiten. Satz 1 ist auf Außentüren nicht anzuwenden.
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche von Nichtwohngebäuden
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten, bezogen auf den Mittelwert der jeweiligen Bauteile
Zonen mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall > 19 °C
Zonen mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C
Opake Außenbauteile, soweit nicht in Bauteilen der Zeilen 3 und 4 ent-halten U = 0,35 W / (m²⋅K) U = 0,50 W / (m²⋅K)
Transparente Außenbau-teile, soweit nicht in Bau-teilen den Zeilen 3 und 4 enthalten U = 1,90 W / (m²⋅K) U = 2,80 W / (m²⋅K)
Vorhangfassade U = 1,90 W / (m²⋅K) U = 3,00 W / (m²⋅K)
Glasdächer, Lichtbänder, Lichtkuppeln U = 3,10 W / (m²⋅K) U = 3,10 W / (m²⋅K)
2 Berechnungsverfahren für Nichtwohngebäude (zu § 4 Absatz 3 und § 9 Ab-satz 2 und 5)
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Qp für Nichtwohngebäude ist nach DIN V 18599-1 : 2007-02 zu ermitteln. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 18599-1 : 2007-02) anzusetzen. Anlage 1 Num-mer 2.1.1 Satz 3 bis 6 ist entsprechend anzuwenden.
2.1.2 Als Randbedingungen zur Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs sind die in den Tabellen 4 bis 8 der DIN V 18599-10 : 2007-02 aufgeführten Nutzungs-randbedingungen und Klimadaten zu verwenden. Die Nutzungen 1 und 2 nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02 dürfen zur Nutzung 1 zusammengefasst werden. Darüber hinaus brauchen Energiebedarfsanteile nur unter folgenden Vor-aussetzungen in die Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs einer Zone einbe-zogen zu werden:
a) Der Primärenergiebedarf für das Heizungssystem und die Heizfunktion der raumlufttechnischen Anlage ist zu bilanzieren, wenn die Raum-Solltemperatur des Gebäudes oder einer Gebäudezone für den Heizfall mindestens 12° C be-
trägt und eine durchschnittliche Nutzungsdauer für die Gebäudebeheizung auf Raum-Solltemperatur von mindestens vier Monaten pro Jahr vorgesehen ist.
b) Der Primärenergiebedarf für das Kühlsystem und die Kühlfunktion der raum-lufttechnischen Anlage ist zu bilanzieren, wenn für das Gebäude oder eine Ge-bäudezone für den Kühlfall der Einsatz von Kühltechnik und eine durch-schnittliche Nutzungsdauer für Gebäudekühlung auf Raum-Solltemperatur von mehr als zwei Monaten pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vorge-sehen sind.
c) Der Primärenergiebedarf für die Dampfversorgung ist zu bilanzieren, wenn für das Gebäude oder eine Gebäudezone eine solche Versorgung wegen des Ein-satzes einer raumlufttechnischen Anlage nach Buchstabe b für durchschnittlich mehr als zwei Monate pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vorgesehen ist.
d) Der Primärenergiebedarf für Warmwasser ist zu bilanzieren, wenn ein Nutz-energiebedarf für Warmwasser in Ansatz zu bringen ist und der durchschnitt-liche tägliche Nutzenergiebedarf für Warmwasser wenigstens 0,2 kWh pro Person und Tag oder 0,2 kWh pro Beschäftigtem und Tag beträgt.
e) Der Primärenergiebedarf für Beleuchtung ist zu bilanzieren, wenn in einem Gebäude oder einer Gebäudezone eine Beleuchtungsstärke von mindestens 75 lx erforderlich ist und eine durchschnittliche Nutzungsdauer von mehr als zwei Monaten pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vorgesehen ist.
f) Der Primärenergiebedarf für Hilfsenergien ist zu bilanzieren, wenn er beim Heizungssystem und der Heizfunktion der raumlufttechnischen Anlage, beim Kühlsystem und der Kühlfunktion der raumlufttechnischen Anlage, bei der Dampfversorgung, bei der Warmwasseranlage und der Beleuchtung auftritt. Der Anteil des Primärenergiebedarfs für Hilfsenergien für Lüftung ist zu bilan-zieren, wenn eine durchschnittliche Nutzungsdauer der Lüftungsanlage von mehr als zwei Monaten pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vor-gesehen ist.
2.1.3 Abweichend von DIN V 18599-10 : 2007-02 Tabelle 4 darf bei Zonen der Nut-zungen 6 und 7 die tatsächlich auszuführende Beleuchtungsstärke angesetzt wer-den, jedoch für die Nutzung 6 mit nicht mehr als 1 500 lx und für die Nutzung 7
mit nicht mehr als 1 000 lx. Beim Referenzgebäude ist der Primärenergiebedarf für Beleuchtung mit dem Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2007-02 zu be-rechnen.
2.1.4 Abweichend von DIN V 18599-2 : 2007-02 darf für opake Bauteile, die an Außen-luft grenzen, ein flächengewichteter Wärmedurchgangskoeffizient für das ganze Gebäude gebildet und bei der zonenweisen Berechnung nach DIN V 18599-02 : 2007-02 verwendet werden.
2.1.5 Werden in Nichtwohngebäude bauliche oder anlagentechnische Komponenten eingesetzt, für deren energetische Bewertung keine anerkannten Regeln der Tech-nik oder gemäß § 9 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 3 bekannt gemachte gesicherte Erfah-rungswerte vorliegen, so sind hierfür Komponenten anzusetzen, die ähnliche ener-getische Eigenschaften aufweisen.
2.1.6 Bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes und des Nichtwohngebäudes sind ferner die in Tabelle 3 genannten Randbedingungen zu verwenden.
Verschattungsfaktor FS
Verbauungsindex IV
IV = 0,9 Eine genaue Ermittlung nach DIN V 18599-4 : 2007-02 ist zulässig.
Heizunterbrechung
- Heizsysteme in Raumhöhen ≤ 4 m:
Absenkbetrieb mit Dauer gemäß den Nutzungs-randbedingungen in Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
Abschaltbetrieb mit Dauer gemäß den Nutzungs-randbedingungen in Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
Solare Wärmegewinne über opake Bauteile
- Emissionsgrad der Außenfläche für Wärme-strahlung: ε = 0,8
Wartungsfaktor der Be-leuchtung
Der Wartungsfaktor WF ist wie folgt anzusetzen:
- in Zonen der Nutzungen 14,15 und 22 1)mit 0,6
- ansonsten mit 0,8
Dementsprechend ist der Energiebedarf für einen Berechnungsbereich im Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2007-02, Nr. 5.4.1 Gleichung (10) mit dem folgenden Faktor zu multiplizieren:
- für die Nutzungsarten 14,15 und 22 1) mit 1,12
- ansonsten mit 0,84
Berücksichtigung von Konstantlichtregelung
Bei Einsatz einer Konstantlichtregelung ist der Energiebedarf für einen Berechnungsbereich nach DIN V 18599-4 : 2007-02, Nr. 5.1 Gleichung (2) mit dem folgenden Faktor zu multiplizieren:
- für die Nutzungsarten 14,15 und 221) mit 0,8
- ansonsten mit 0,9.
1) Nutzungsarten nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
2.2 Zonierung
2.2.1 Soweit sich bei einem Gebäude Flächen hinsichtlich ihrer Nutzung, ihrer tech-nischen Ausstattung, ihrer inneren Lasten oder ihrer Versorgung mit Tageslicht wesentlich unterscheiden, ist das Gebäude nach Maßgabe der DIN V 18599-1 : 2007-02 in Verbindung mit DIN V 18599-10 : 2007-02 und den Vorgaben in Nr. 1 dieser Anlage in Zonen zu unterteilen. Die Nutzungen Nr. 1 und 2 nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02 dürfen zur Nutzung Nr. 1 zusammengefasst wer-den.
2.2.2 Für Nutzungen, die nicht in DIN V 18599-10 : 2007-02 aufgeführt sind, kann
a) die Nutzung 17 der Tabelle 4 in DIN V 18599-10 : 2007-02 verwendet werden oder
b) eine Nutzung auf der Grundlage der DIN V 18599-10 : 2007-02 unter Anwen-dung gesicherten allgemeinen Wissensstandes individuell bestimmt und ver-wendet werden.
In Fällen des Buchstabens b sind die gewählten Angaben zu begründen und dem Nachweis beizufügen.
2.3 Berechnung des Mittelwerts des Wärmedurchgangskoeffizienten
Bei der Berechnung des Mittelwerts des jeweiligen Bauteils sind die Bauteile nach Maßgabe ihres Flächenanteils zu berücksichtigen. Die Wärmedurchgangs-koeffizienten von Bauteilen gegen unbeheizte Räume oder Erdreich sind zusätz-
lich mit dem Faktor 0,5 zu gewichten. Bei der Berechnung des Mittelwerts der an das Erdreich angrenzenden Bodenplatten dürfen die Flächen unberücksichtigt bleiben, die mehr als 5 m vom äußeren Rand des Gebäudes entfernt sind. Die Be-rechnung ist für Zonen mit unterschiedlichen Raum-Solltemperaturen im Heizfall getrennt durchzuführen. Für die Bestimmung der Wärmedurchgangskoeffizienten der verwendeten Bauausführungen gelten die Fußnoten zu Anlage 3 Tabelle 1 ent-sprechend.
3 Vereinfachtes Berechnungsverfahren für Nichtwohngebäude (zu § 4 Absatz 3 und § 9 Absatz 2 und 5)
3.1 Zweck und Anwendungsvoraussetzungen
3.1.1 Im vereinfachten Verfahren sind die Bestimmungen der Nr. 2 nur insoweit anzu-wenden, als Nr. 3 keine abweichenden Bestimmungen trifft.
3.1.2 Im vereinfachten Verfahren darf der Jahres-Primärenergiebedarf des Nichtwohn-gebäudes abweichend von Nr. 2.2 unter Verwendung eines Ein-Zonen-Modells ermittelt werden.
3.1.3 Das vereinfachte Verfahren gilt für
a) Bürogebäude, ggf. mit Verkaufseinrichtung, Gewerbebetrieb oder Gaststätte,
b) Gebäude des Groß- und Einzelhandels mit höchstens 1 000 m² Nettogrund-fläche, wenn neben der Hauptnutzung nur Büro-, Lager-, Sanitär- oder Ver-kehrsflächen vorhanden sind,
c) Gewerbebetriebe mit höchstens 1 000 m² Nettogrundfläche, wenn neben der Hauptnutzung nur Büro-, Lager-, Sanitär- oder Verkehrsflächen vorhanden sind,
d) Schulen, Turnhallen, Kindergärten und -tagesstätten und ähnliche Einrich-tungen,
e) Beherbergungsstätten ohne Schwimmhalle, Sauna oder Wellnessbereich und
f) Bibliotheken.
In Fällen des Satzes 1 kann das vereinfachte Verfahren angewendet werden, wenn
a) die Summe der Nettogrundflächen aus der Hauptnutzung gemäß Tabelle 4 Spalte 3 und den Verkehrsflächen des Gebäudes mehr als zwei Drittel der ge-samten Nettogrundfläche des Gebäudes beträgt,
b) in dem Gebäude die Beheizung und die Warmwasserbereitung für alle Räume auf dieselbe Art erfolgt,
c) das Gebäude nicht gekühlt wird,
d) höchstens 10 vom Hundert der Nettogrundfläche des Gebäudes durch Glüh-lampen, Halogenlampen oder durch die Beleuchtungsart „indirekt“ nach DIN V 18599-4 : 2007-02 beleuchtet werden und
e) außerhalb der Hauptnutzung keine raumlufttechnische Anlage eingesetzt wird, deren Werte für die spezifische Leistungsaufnahme der Ventilatoren die ent-sprechenden Werte in Tabelle 1 Zeilen 5.1 und 5.2 überschreiten.
Abweichend von Satz 2 Buchstabe c kann das vereinfachte Verfahren auch ange-wendet werden, wenn
a) nur ein Serverraum gekühlt wird und die Nennleistung des Gerätes für den Kältebedarf 12 kW nicht übersteigt oder
b) in einem Bürogebäude eine Verkaufseinrichtung, ein Gewerbebetrieb oder eine Gaststätte gekühlt wird und die Nettogrundfläche der gekühlten Räume jeweils 450 m² nicht übersteigt.
3.2 Besondere Randbedingungen und Maßgaben
3.2.1 Abweichend von Nr. 2.2.1 ist bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs die entsprechende Nutzung nach Tabelle 4 Spalte 4 zu verwenden. Der Nutz-energiebedarf für Warmwasser ist mit dem Wert aus Spalte 5 in Ansatz zu bringen.
Randbedingungen für das vereinfachte Verfahren für die Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfs
Nutzung (Nr. gemäß DIN V 18599-10 : 2007-02, Tabelle 4)
Nutzenergiebedarf Warmwasser1)
Einzelbüro (Nr. 1) Gruppenbüro (Nr. 2) Großraumbüro (Nr. 3)Besprechung, Sitzung, Seminar (Nr. 4)
Einzelbüro (Nr. 1)
Bürogebäude mit Verkaufseinrichtung oder Gewerbebetrieb
wie Zeile 1
Bürogebäude mit Gaststätte
1,5 kWh je Sitzplatz in der Gaststätte und Tag
Gebäude des Groß- und Einzelhandels bis 1 000 m² NGF
Groß-, Einzelhandel / Kaufhaus
Einzelhandel / Kaufhaus (Nr. 6)
Gewerbebetriebe bis 1 000 m² NGF
Werkstatt, Monta-ge, Fertigung (Nr. 22)
1,5 kWh je Beschäf-tigten und Tag
Schule, Kindergarten und -tagesstätte, ähnliche Einrichtun-gen
Klassenzimmer, Aufenthaltsraum
Klassenzimmer / Gruppenraum (Nr. 8)
ohne Duschen:
85 Wh/(m2·d)
mit Duschen:
250 Wh/(m2·d)
Turnhalle (Nr. 31)
1,5 kWh je Person und Tag
Beherbergungsstätte ohne Schwimmhalle, Sauna oder Well-nessbereich
Hotelzimmer (Nr. 11)
Lesesaal, Freihandbe-reich
Bibliothek, Lese-saal (Nr. 28)
30 Wh/(m²·d)
1) Die flächenbezogenen Werte beziehen sich auf die gesamte Nettogrundfläche des Gebäudes.
3.2.2 Bei Anwendung der Nr. 3.1.3 sind der Höchstwert und der Referenzwert des Jah-res-Primärenergiebedarfs wie folgt zu erhöhen:
a) in Fällen der Nr. 3.1.3 Satz 3 Buchstabe a pauschal um 650 kWh/(m²·a) je m² gekühlte Nettogrundfläche des Serverraums,
b) in Fällen der Nr. 3.1.3 Satz 3 Buchstabe b pauschal um 50 kWh/(m²·a) je m² gekühlte Nettogrundfläche der Verkaufseinrichtung, des Gewerbebetriebes oder der Gaststätte.
3.2.3 Der Jahres-Primärenergiebedarf für Beleuchtung darf vereinfacht für den Bereich der Hauptnutzung berechnet werden, der die geringste Tageslichtversorgung auf-weist.
3.2.4 Der ermittelte Jahres-Primärenergiebedarf ist sowohl für den Höchstwert des Refe-renzgebäudes nach Nr. 1.1 als auch für den Höchstwert des Gebäudes um 10 vom Hundert zu erhöhen.
4 Sommerlicher Wärmeschutz (zu § 4 Absatz 4)
4.1 Als höchstzulässige Sonneneintragskennwerte nach § 4 Absatz 4 sind die in DIN 4108-2 : 2003-07 Abschnitt 8 festgelegten Werte einzuhalten.
4.2 Der Sonneneintragskennwert des zu errichtenden Nichtwohngebäudes ist für jede Gebäudezone nach dem dort genannten Verfahren zu bestimmen. Wird zur Be-rechnung nach Satz 1 ein ingenieurmäßiges Verfahren (Simulationsrechnung) an-gewendet, so sind abweichend von DIN 4108-2 : 2003-07 Randbedingungen an-zuwenden, die die aktuellen klimatischen Verhältnisse am Standort des Gebäudes hinreichend gut wiedergeben.“
30. Anlage 3 wird wie folgt geändert:
a) In der Überschrift wird die Angabe „§§ 8, 9 Abs. 2 und 3, § 18 Abs. 2“ durch die An-gabe „§§ 8 und 9“ ersetzt.
aaa) Die Buchstaben c und f werden gestrichen.
bbb) Der bisherige Buchstabe d wird Buchstabe c, und am Ende des neuen Buch-stabens c wird das Komma durch das Wort „oder“ ersetzt.
ccc) Der bisherige Buchstabe e wird Buchstabe d, und das Wort „oder“ wird durch ein Komma ersetzt.
bb) In Satz 2 wird die Angabe „Buchstabe d“ durch die Angabe „Buchstabe c“ ersetzt.
cc) Nach Satz 2 werden folgende Sätze angefügt:
„Beim Einbau von innenraumseitigen Dämmschichten gemäß Buchstabe c gelten die Anforderungen des Satzes 1 als erfüllt, wenn der Wärmedurchgangskoeffizient des entstehenden Wandaufbaus 0,35 W/(m²·K) nicht überschreitet. Werden bei Außenwänden in Sichtfachwerkbauweise, die der Schlagregenbeanspruchungs-gruppe I nach DIN 4108-3 : 2001-06 zuzuordnen sind und in besonders geschütz-ten Lagen liegen, Maßnahmen gemäß Buchstabe a, c oder d durchgeführt, gelten die Anforderungen gemäß Satz 1 als erfüllt, wenn der Wärmedurchgangskoeffi-zient des entstehenden Wandaufbaus 0,84 W/(m²·K) nicht überschreitet; im Übri-gen gelten bei Wänden in Sichtfachwerkbauweise die Anforderungen nach Satz 1 nur in Fällen von Maßnahmen nach Buchstabe b. Werden Maßnahmen nach Satz 1 ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,040 W/(m·K)) eingebaut wird.“
aa) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:
„2 Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer“
bb) In Satz 1 werden die Wörter „Fenstertüren oder Dachflächenfenster“ durch die Wörter „Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer“ ersetzt.
„Werden Maßnahmen nach Buchstabe c ausgeführt und ist die Glasdicke im Rah-men dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforde-rungen als erfüllt, wenn eine Verglasung mit einem Wärmedurchgangskoeffizien-ten von höchstens 1,30 W/(m²·K) eingebaut wird.“
d) Nummer 4 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 4.1 wird wie folgt geändert:
aaa) In Satz 2 wird nach dem Wort „Bekleidung“ das Wort „und“ durch das Wort „oder“ ersetzt.
bbb) Nach Satz 2 wird folgender Satz angefügt:
„Die Sätze 1 und 2 gelten nur für opake Bauteile.“
bb) In Nummer 4.2 werden folgende Sätze angefügt:
„Werden Maßnahmen nach Satz 1 ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die An-forderungen als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchst-mögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,040 W/(m·K)) eingebaut wird. Die Sätze 1 bis 4 gelten nur für opake Bautei-le.“
e) Nummer 5 wird wie folgt gefasst:
„5 Wände und Decken gegen unbeheizte Räume, Erdreich und nach unten an Außenluft
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 5 einzuhalten, wenn die Änderung nicht von Nr. 4.1 erfasst wird. Werden Maßnahmen nach Satz 1 ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungs-wert der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,040 W/(m·K)) eingebaut wird.“
f) Nummer 6 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Vorhangfassaden in der Weise er-neuert werden, dass das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird, sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2d einzuhalten.“
g) In Nummer 7 wird die Tabelle 1 wie folgt gefasst:
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen
Wohngebäude und Zo-nen von Nichtwohnge-bäuden mit Innentem-peraturen > 19°C
Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19°C
Höchstwerte der WärmedurchgangskoeffizientenUmax 1)
Außen liegende Fenster, Fenstertü-ren
Nr. 2a und c
Außen liegende Fenster, Fenstertü-ren, Dachflächen-fenster mit Son-derverglasungen
Sonderverglasun-gen
Vorhangfassaden mit Sondervergla-sungen
Decken und Wän-de gegen unbeheiz-te Räume oder Erdreich
Fußbodenaufbau-ten
1) Wärmedurchgangskoeffizient des Bauteils unter Berücksichtigung der neuen und der vorhandenen Bauteil-schichten; für die Berechnung opaker Bauteile ist DIN EN ISO 6946 : 1996-11 zu verwenden.
2) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters; der Bemessungswert des Wärmedurch-gangskoeffizienten des Fensters ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestim-men. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen so-wie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegun-gen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.
3) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung; der Bemessungswert des Wärme-durchgangskoeffizienten der Verglasung ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassun-gen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Fest-legungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.
4) Wärmedurchgangskoeffizient der Vorhangfassade; er ist nach anerkannten Regeln der Technik zu ermit-teln.“
h) Nummer 8 wird wie folgt gefasst:
„8 Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohn-gebäude (zu § 9 Absatz 2)
Die Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nr. 2 sind bei bestehenden Wohn-gebäuden mit folgenden Maßgaben anzuwenden:
8.1 Wärmebrücken sind in dem Falle, dass mehr als 50 vom Hundert der Außen-wand mit einer innen liegenden Dämmschicht und einbindender Massivdecke versehen sind, durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ΔUWB = 0,15 W/(m²⋅K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche zu berücksichtigen.
8.2 Die Luftwechselrate ist bei der Berechnung abweichend von DIN V 4108-6 : 2003-06∗) Tabelle D.3 Zeile 8 bei offensichtlichen Undichtheiten, wie bei Fens-
tern ohne funktionstüchtige Lippendichtung oder bei beheizten Dachgeschossen mit Dachflächen ohne luftdichte Ebene, mit 1,0 h-1 anzusetzen.
8.3 Bei der Ermittlung der solaren Gewinne nach DIN V 18599 : 2007-02 oder DIN V 4108-6 : 2003-06∗) Abschnitt 6.4.3 ist der Minderungsfaktor für den Rahmenanteil von Fenstern mit FF = 0,6 anzusetzen.“
i) Nummer 9 wird gestrichen.
31. In Anlage 4 werden in Nummer 2 nach dem Wort „Wird“ die Wörter „bei Anwendung des § 6 Absatz 1 Satz 3“ eingefügt und die Angabe „3 h-1“ durch die Angabe „3,0 h-1“ er-setzt.
32. Nach Anlage 4 wird folgende Anlage 4a eingefügt:
„Anlage 4a (zu § 13 Absatz 2)
Anforderungen an die Inbetriebnahme von Heizkesseln und sonstigen Wärmeerzeugersystemen
In Fällen des § 13 Absatz 2 sind der Einbau und die Aufstellung zum Zwecke der Inbe-triebnahme nur zulässig, wenn das Produkt aus Erzeugeraufwandszahl eg und Primär-energiefaktor fp nicht größer als 1,30 ist. Die Erzeugeraufwandszahl eg ist nach DIN V 4701-10 : 2003-08, Tabellen C.3-4b bis C.3-4f zu bestimmen. Soweit Primärenergiefakto-ren nicht unmittelbar in dieser Verordnung festgelegt sind, ist der Primärenergiefaktor fp für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, zu bestimmen. Werden Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel als Wärmeerzeuger in Systemen der Nahwärmeversorgung eingesetzt, gilt die Anforderung des Satzes 1 als erfüllt.“
33. Die Anlage 5 wird wie folgt gefasst:
„Anlage 5 (zu § 10 Absatz 2, § 14 Absatz 5 und § 15 Absatz 4) Anforderungen an die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen
1 In Fällen des § 10 Absatz 2 und des § 14 Absatz 5 sind die Anforderungen der Zei-len 1 bis 7 und in Fällen des § 15 Absatz 4 der Zeile 8 der Tabelle 1 einzuhalten, so-weit sich nicht aus anderen Bestimmungen dieser Anlage etwas anderes ergibt.
Leitungen und Armaturen nach den Zeilen 1 bis 4 in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Leitungen, an Lei-tungsverbindungsstellen, bei zentralen Lei-tungsnetzverteilern
Leitungen von Zentralheizungen nach den Zeilen 1 bis 4, die nach dem 31. Januar 2002 in Bauteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer verlegt werden
2 In Fällen des § 14 Absatz 5 ist Tabelle 1 nicht anzuwenden, soweit sich Leitungen von Zentralheizungen nach den Zeilen 1 bis 4 in beheizten Räumen oder in Bauteilen zwi-schen beheizten Räumen eines Nutzers befinden und ihre Wärmeabgabe durch frei liegende Absperreinrichtungen beeinflusst werden kann. In Fällen des § 10 Absatz 2 und des § 14 Absatz 5 ist Tabelle 1 nicht anzuwenden auf Warmwasserleitungen bis zu einer Länge von 4 m, die weder in den Zirkulationskreislauf einbezogen noch mit elektrischer Begleitheizung ausgestattet sind (Stichleitungen).
3 Bei Materialien mit anderen Wärmeleitfähigkeiten als 0,035 W/(m·K) sind die Min-destdicken der Dämmschichten entsprechend umzurechnen. Für die Umrechnung und die Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials sind die in anerkannten Regeln der Tech-nik enthaltenen Berechnungsverfahren und Rechenwerte zu verwenden.
4 Bei Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Kälteverteilungs- und Kalt-wasserleitungen dürfen die Mindestdicken der Dämmschichten nach Tabelle 1 inso-weit vermindert werden, als eine gleichwertige Begrenzung der Wärmeabgabe oder der Wärmeaufnahme auch bei anderen Rohrdämmstoffanordnungen und unter Berück-sichtigung der Dämmwirkung der Leitungswände sichergestellt ist.“
34. Die Anlagen 6 bis 10 werden wie folgt gefasst:
Anlage 6 (zu § 16) Muster Energieausweis Wohngebäude 1 ENERGIEAUSWEISfür Wohngebäudegemäßden §§16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV)LüftungErneuerbare Energien
Nevelle 2010

References: § 2
 § 4
 § 9
 § 9
 § 4
 § 9
 § 4
 § 4
 § 18
 § 9
 § 6
 § 13
 § 13
 § 10
 § 14
 § 15
 § 10
 § 14
 § 15
 § 14
 § 10
 § 14
 § 16