Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/1983/BGH/Geht-der-Angeklagte-irrig-davon-aus-dass-von-ihm-angekaufte-Ware-aus-einer-strafbaren-Vortat-herruehrt-so-macht-er-sich-des-am-untauglichen-Objekt-begangenen-Versuchs-der-Hehlerei-schuldig-der-strafbar-ist
Timestamp: 2019-11-17 00:13:22+00:00

Document:
Geht der Angeklagte irrig davon aus, daß von ihm angekaufte Ware aus einer strafbaren Vortat herrührt, so macht er sich des am untauglichen Objekt begangenen Versuchs der Hehlerei schuldig, der strafbar ist. / BGH / 1983 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
BGH (4 StR 491/99) | Datum: 23.11.1999
1. Hehlerei setzt voraus, daß die Vortat vollendet ist, es sei denn, die Sache wurde schon durch nur eine versuchte Tat erlangt.2. Für die Versuchsstrafbarkeit muß der Täter unmittelbar zu einer der Tatmodalitäten des § 259 StGB ansetzen; dies ist nicht der Fall, wenn das Handeln sich darauf bezieht, daß eine Sache erst noch erlangt werden soll. Dann liegt aber Tatbeteiligung an der Vortat vor.3. Hielt der Täter für möglich und billigte er, daß die Sache gestohlen war, liegt - selbst wenn dies nicht der Fall war - ein untauglicher Versuch der Hehlerei vor.4. Ein Zeuge, der eindeutig ankündigt, umfassend von seinem Auskunftsverweigerungsrecht nach § 55 StPO Gebrauch zu machen, ist ein aus Rechtsgründen ungeeignetes Beweismittel.
BGH (1 StR 523/94) | Datum: 07.03.1995
BGH (5 StR 151/93) | Datum: 08.06.1993
BGH (2 StR 682/82)
Fundstelle: NStZ 1983, 264
NStZ 1983, 264 [...]

References: BGH 

BGH 
 § 259
 § 55

BGH 

BGH 

BGH