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Timestamp: 2020-07-13 18:46:34+00:00

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Grunderwerbsteuer, Rückerwerb - und die gesonderte Feststellung des steuerbaren Vorgangs | Rechtslupe
§ 16 Abs. 2 und 5 GrEStG gel­ten sinn­ge­mäß auch bei der geson­der­ten Fest­stel­lung von Besteue­rungs­grund­la­gen für die Grund­er­werb­steu­er nach § 17 GrEStG (§ 179 Abs. 1 i.V.m. § 181 Abs. 1 Satz 1 AO) [1].
Nach § 17 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GrEStG wer­den die Besteue­rungs­grund­la­gen in den Fäl­len des § 1 Abs. 2a GrEStG durch das Finanz­amt, in des­sen Bezirk sich die Geschäfts­lei­tung der Gesell­schaft befin­det, geson­dert fest­ge­stellt, wenn ein außer­halb des Bezirks die­ses Finanz­amts lie­gen­des Grund­stück betrof­fen wird.
Gegen­stand der geson­der­ten Fest­stel­lung nach § 17 Abs. 3 GrEStG ist u.a. die ver­bind­li­che Ent­schei­dung über die Steu­er­pflicht dem Grun­de nach [2]. Dies erfor­dert in den Fäl­len des § 1 Abs. 2a GrEStG die Fest­stel­lung, dass ein steu­er­ba­rer Gesell­schaf­ter­wech­sel i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG vor­liegt.
Die Fest­stel­lung des steu­er­ba­ren Erwerbs­vor­gangs beinhal­tet zugleich, dass ein Rück­erwerb i.S. des § 16 GrEStG nicht vor­liegt. Inso­weit bedarf es kei­ner geson­der­ten (nega­ti­ven) Fest­stel­lung zum Rück­erwerb. Der Steu­er­pflich­ti­ge kann einen auf § 16 GrEStG gestütz­ten Auf­he­bungs­an­spruch mit dem Ein­spruch gegen die Fest­stel­lung des steu­er­ba­ren Erwerbs­vor­gangs gel­tend machen. Das Finanz­amt ist ver­pflich­tet, einen ggf. bestehen­den Auf­he­bungs­an­spruch aus § 16 GrEStG spä­tes­tens in der Ein­spruchs­ent­schei­dung zu berück­sich­ti­gen, wenn ein Erwerbs­vor­gang noch vor der Ent­schei­dung über den Ein­spruch gegen den Fest­stel­lungs­be­scheid rück­gän­gig gemacht wur­de [3].
Erwirbt der Ver­äu­ße­rer das Eigen­tum an dem ver­äu­ßer­ten Grund­stück zurück, so wird nach § 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG auf Antrag sowohl für den Rück­erwerb als auch für den vor­aus­ge­gan­ge­nen Erwerbs­vor­gang die Steu­er nicht fest­ge­setzt oder die Steu­er­fest­set­zung auf­ge­ho­ben, wenn der Rück­erwerb inner­halb von zwei Jah­ren seit der Ent­ste­hung der Steu­er für den vor­aus­ge­gan­ge­nen Erwerbs­vor­gang statt­fin­det. Die­se Vor­schrift betrifft über ihren Wort­laut hin­aus nicht nur den Rück­erwerb des Eigen­tums an einem ver­äu­ßer­ten Grund­stück, son­dern auch Erwerbs­vor­gän­ge nach § 1 Abs. 2a GrEStG [4]. Sie ist auf einen Erwerbs­vor­gang nach § 1 Abs. 2a GrEStG anzu­wen­den, wenn Antei­le am Gesell­schafts­ver­mö­gen vom neu­en Gesell­schaf­ter auf den alten Gesell­schaf­ter ganz oder teil­wei­se zurück­über­tra­gen wer­den und infol­ge­des­sen ein Über­gang von min­des­tens 95 % der Antei­le am Gesell­schafts­ver­mö­gen im Ergeb­nis nicht mehr gege­ben ist [5].
vgl. BFH, Urteil vom 09.07.2014 – II R 50/​12, BFHE 246, 222, BStBl II 2015, 399, Rz 11, 12[↩]
vgl. BFH, Urteil vom 12.05.2016 – II R 26/​14, BFHE 254, 71, BStBl II 2016, 748, Rz 17[↩]
vgl. BFH, Urteil vom 16.02.2005 – II R 53/​03, BFHE 209, 158, BStBl II 2005, 495, Rz 14, zum Ver­hält­nis zwi­schen Steu­er­fest­set­zungs­ver­fah­ren und Ände­rungs­ver­fah­ren nach § 16 GrEStG[↩]
vgl. BFH, Urteil vom 18.04.2012 – II R 51/​11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830[↩]
BFH, Urteil in BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830[↩]
gesonderte FeststellungGrundbesitzgesellschaftGrunderwerbsteuerRückerwerbRückübertragung

References: § 16
 § 17
 § 181
 § 17
 § 1
 § 17
 § 1
 § 1
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 1
 § 1
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