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Timestamp: 2020-08-12 03:55:20+00:00

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18.07.2019 11:30 Alter: 1 year
Kategorie: Newsteaser
Wer sich wegen seines Eintritts in den Ruhestand informieren möchte, findet unter Profil - Information - Versorgungsleistungen oder unter Für Teilnehmer - Versorgungsleistungen viel Wissenswertes zu den verschiedenen Formen des Altersruhegeldes und den Voraussetzungen:
In einem Zeitraum von 10 Jahren, vom Erreichen Ihrer vorgezogenen Altersgrenze bis zum Erreichen Ihrer Altershöchstgrenze, können Sie den Beginn Ihres Altersruhegeldes frei wählen.
Voraussetzung für die Gewährung eines Altersruhegeldes ist eine rechtzeitige Antragstellung. Der Antrag ist spätestens im Monat vor dessen gewünschtem Bezug zu stellen.
Im Folgenden werden Ihnen die verschiedenen Altersruhegeldformen mit den entsprechenden Altersgrenzen vorgestellt, ab denen Sie die jeweilige Altersrente beziehen können.
Vorgezogenes Altersruhegeld (Frühestmöglicher Rentenbeginn ab Erreichen Ihrer vorgezogenen Altersgrenze)
Das vorgezogene Altersruhegeld können Sie ab Erreichen der vorgezogenen Altersgrenze beantragen. Voraussetzung für die Gewährung des vorgezogenen Altersruhegeldes als Vollrente ist zudem die dauernde vollständige Berufsaufgabe. Sofern Sie das vorgezogene Altersruhegeld als Teilrente beantragen, steht es Ihnen frei, den Beruf weiter auszuüben.
Durch das Vorziehen des Altersruhegeldes wird dieses bei Berufsaufgabe je nach Jahrgang um 0,3 bis 0,34 % (vgl. §29 Abs. 5 der Satzung) und im Fall der Teilrente mit weiterer Berufsausübung um 0,45 % für jeden ab dem folgenden Monatsersten bis zum Erreichen der Altersgrenze fehlenden angefangenen Monat gekürzt. Diese Kürzung bleibt auch nach Erreichen der regulären Altersgrenze und auch für alle abgeleiteten Leistungen (Kinderzuschlag, Hinterbliebenenversorgung) bestehen.
Altersruhegeld (Rentenbeginn mit Erreichen Ihrer Altersgrenze)
Das Altersruhegeld erhalten Sie auf Antrag, wenn Sie die Altersgrenze erreicht haben. Die Berufsaufgabe ist für den Bezug des Altersruhegeldes nicht erforderlich.
Hinausgeschobenes Altersruhegeld (Spätest möglicher Rentenbeginn mit Erreichen Ihrer Altershöchstgrenze)
Alternativ können Sie den Bezug des Altersruhegeldes um bis zu 60 Monate hinausschieben. In diesem Fall ist erst vor Bezug des hinausgeschobenen Altersruhegeldes ein entsprechender Antrag erforderlich.
Sollten Sie auch für das hinausgeschobene Altersruhegeld keinen Antrag stellen, erhalten Sie dieses in jedem Fall mit Erreichen Ihrer Altershöchstgrenze.
Durch das Hinausschieben des Altersruhegeldes über die Altersgrenze hinaus erhöhen sich alle Ihre bis zum Ruhegeldbeginn erreichten Jahresleistungszahlen um einen Zuschlag von 0,45 % für jeden vollen Monat des Hinausschiebens.
Sie können alle Altersruhegeldformen als Teilrente zu 30 %, 50 % oder 70 % beantragen. Die Rente lässt sich in maximal 2 Beträge aufteilen. Wird z. B. mit Vollendung des 63. Lebensjahres ein vorgezogenes Altersruhegeld als Teilrente 1 in Höhe von 50 % beantragt, so wird zur Rentenberechnung die bis zu diesem Zeitpunkt erreichte Summe der Jahresleistungszahlen hälftig geteilt. Für das Vorziehen eines Teils der Rentenanwartschaft wird der für die Berechnung der Teilrente 1 herangezogene hälftige Teil der Jahresleistungszahlen mit einem versicherungs-
mathematischen Abschlag belegt. Wird während des Bezugs der Teilrente 1 dann der Beruf weiter ausgeübt, so werden durch die weitere Abgabepflicht zusätzliche Jahresleistungszahlen erreicht, welche die 2. Hälfte der noch nicht verrenteten Summe der Jahresleistungszahlen erhöhen; die Summe aus den während des Bezugs der Teilrente 1 zusätzlich erreichten Jahresleistungszahlen und der bei Bezug der Teilrente 1 nicht verrenteten 2. Hälfte an Jahresleistungszahlen bildet dann die Grundlage der Berechnung für die Teilrente 2. Die 2. Teilrente kann ein weiteres vorgezogenes, ein reguläres oder ein hinausgeschobenes Altersruhegeld sein.
Versorgungsabgaben während des Bezugs der Teilrente 1
Bezieher einer Teilrente 1 sind bei weiterer Berufsausübung weiterhin abgabepflichtig zur Versorgungsanstalt. Dabei besteht die Gefahr, dass bei einer abhängigen Beschäftigung und gleichzeitigem Bezug einer Vollrente von der gesetzlichen Rentenversicherung keine Befreiung nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 SGB VI mehr möglich ist - eine Rechtsprechung hat sich hierzu noch nicht gebildet. In diesem Fall wäre der Arbeitgeberanteil nach § 172 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI an die gesetzliche Rentenversicherung abzuführen.
Versorgungsabgaben während des Bezugs der Teilrente 2 bzw. einer Vollrente
Mit dem Bezug von Altersruhegeld als Teilrente 2 bzw. als Vollrente erlischt die Abgabepflicht zur Versorgungsanstalt, auch wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit fortsetzen. Überzahlte Abgaben werden zurücküberwiesen. Rückständige Abgaben sind spätestens bis zur Gewährung des vollen Ruhegeldes zu begleichen.
Mit Ihrem Antrag auf Altersruhegeld als Vollrente oder Teilrente benötigen wir einen beglaubigten Auszug aus Ihrem Familienbuch, das am Ort Ihrer Eheschließung geführt wird. Alternativ genügen eine beglaubigte Kopie oder das Original Ihrer Geburtsurkunde.
Hat sich Ihr Familienname geändert, bitten wir Sie, dies durch einen Auszug aus dem Familienbuch oder eine Heiratsurkunde zu belegen.
Von Ihren Kindern benötigte Unterlagen
Zu Ihrem Altersruhegeld können Sie gegebenenfalls zusätzlich einen Kinderzuschlag erhalten. Der Kinderzuschlag kann längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gewährt werden. Zur Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen nach § 25a der Satzung benötigen wir
-für minderjährige Kinder eine beglaubigte Kopie oder das Original deren Geburtsurkunde sowie zusätzlich eine Lebensbescheinigung oder ggf. einen Nachweis über deren Ausbildung.
- für volljährige Kinder eine beglaubigte Kopie oder das Original deren Geburtsurkunde sowie zusätzlich den aktuellen Nachweis über eine Schul- oder Berufsausbildung oder die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres bzw. eines Bundesfreiwilligendienstes. Eine Semesterbescheinigung muss das Studienfach und die laufende Semesterzahl ausweisen.
-für volljährige Kinder, die infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen außerstande sind sich selbst zu unterhalten, bitten wir Sie um eine Fotokopie des aktuellen Schwerbehindertenausweises sowie um den Nachweis der Höhe der Einkünfte und Bezüge des behinderten Kindes.
Hat sich die Schul- oder Berufsausbildung des Kindes durch die Erfüllung des gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes verzögert, so wird der Kinderzuschlag auch für einen der Zeit des Dienstes entsprechenden Zeitraum über das 25. Lebensjahr hinaus gewährt. In diesem Fall bitten wir Sie, entsprechende Nachweise beizulegen.
Für die Auszahlung Ihrer Ansprüche benötigen wir Ihre Bankverbindung. Gebühren für Überweisungen in Länder außerhalb der Europäischen Union werden vom Kreditinstitut direkt vom Zahlbetrag abgezogen.
Die Versorgungsanstalt hat nach den §§ 202, 256 SGB V und nach § 50 SGB XI zu ermitteln, ob sie aus den Versorgungsleistungen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung einzubehalten und abzuführen hat. Wir bitten daher bei Antragstellung um Angabe Ihrer Krankenversicherung.
Bei einer bestehenden Krankentagegeldversicherung teilen Sie bitte Ihrer Krankenversicherung den Bezug des Altersruhegeldes mit. Diese prüft, ob das Versicherungsverhältnis aufgrund des Leistungsbezugs endet.
Anrechnung von Versicherungszeiten nach Europarecht
Bei der Berechnung Ihrer Rentenhöhe sind unter Umständen nach dem Europarecht Versicherungszeiten aus anderen Mitgliedstaaten mit einzubeziehen. Ausländische Zeiten können sich positiv auf die Höhe des Ruhegeldes bei der Versorgungsanstalt auswirken.
Steuerbarer Anteil Ihres Ruhegeldes
Den steuerbaren Anteil Ihres Ruhegeldes können Sie der Ihnen jedes Jahr zugehenden Abgabe- und Anrechteinformation entnehmen.
Steueridentifikations-Nummer (IdNr)
Nach § 22a Absatz 1 Satz 1 und 2 EStG hat die Versorgungsanstalt Ihre Versorgungsleistungen durch Datenfernübertragung an die zentrale Stelle bei der Deutschen Rentenversicherung Bund zu übermitteln. Hierzu wird Ihre Steueridentifikations-Nummer benötigt. Die Steueridentifikations-Nummer besteht aus insgesamt elf Ziffern und ist nicht zu verwechseln mit der Steuernummer. Sollten Sie Ihre Steueridentifikations-Nummer verlegt haben, kann sie beim örtlich zuständigen Finanzamt oder über ein Web-Formular beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erfragt werden.
Die Versorgungsleistungen können erst nach rechtzeitiger Antragstellung und Vorlage aller benötigten Unterlagen sowie Erklärungen ausgezahlt werden. Bitte beachten Sie die Antragsfrist.
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References: §29
 § 6
 § 172
 § 25
 § 50
 § 22