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Timestamp: 2020-02-21 10:43:28+00:00

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BGH, 16.10.1989 - II ZR 2/89 - dejure.org
BGH, 16.10.1989 - II ZR 2/89
https://dejure.org/1989,1234
BGH, 16.10.1989 - II ZR 2/89 (https://dejure.org/1989,1234)
BGH, Entscheidung vom 16.10.1989 - II ZR 2/89 (https://dejure.org/1989,1234)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 1989 - II ZR 2/89 (https://dejure.org/1989,1234)
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BGB § 157; GmbHG § 35
Wettbewerbsverbot für einen GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
Ausdehnung eines gesellschaftsvertraglichen Wettbewerbsverbots für einen kündigenden Gesellschafter einer GmbH auf den Fall der vorzeitigen Niederlegung seines Geschäftsführeramtes unter Beibehaltung seiner Gesellschafterstellung - Wettbewerbsverbot aus dem Gesichtspunkt ...
Geltung eines gesellschaftsrechtlichen Wettbewerbsverbots auch bei Aufgabe der Geschäftsführertätigkeit unter Beibehaltung der Gesellschafterstellung
Mandatsschutzklausel, Nachvertragliches Wettbewerbsverbot, Sittenwidrigkeit hinsichtlich Ort Zeit und Gegenstand, Treuepflicht in der GmbH, Vertragliches Wettbewerbsverbot, Wettbewerbsverbot der Gesellschafter
NJW-RR 1990, 226
ZIP 1990, 586
MDR 1990, 515
WM 1990, 13
BB 1990, 11
DB 1990, 213
Denn eine Auslegung darf sich jedenfalls bei einem - wie hier - Individualangebot, auf das § 305c Abs. 1 BGB mit dem darin geregelten Schutz vor überraschenden Klauselinhalten keine Anwendung findet, nicht auf einzelne Aussagen gründen, sondern hat die im Wortlaut des Angebots getroffenen Aussagen in ihrer Gesamtheit zu berücksichtigen und darf sich nicht nur auf die einem Anspruchsteller günstigen Erklärungsbestandteile stützen (vgl. BGH, Urteile vom 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13 unter 2; vom 13. März 2003 - IX ZR 199/00, NJW 2003, 2235 unter II 1;… vom 28. Mai 2014 - VIII ZR 179/13, BGHZ 201, 271 Rn. 23, 34).
aa) Es darf zeitlich in der Regel höchstens auf 2 Jahre ausgedehnt sein, denn es ist davon auszugehen, dass der Geschäftsführer nach Ablauf dieser Zeit nicht mehr über besondere Kenntnisse verfügt, die er zum Nachteil der Gesellschaft nutzen könnte (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 29.10.1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121; Urteil vom 29.01.1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741).
Hierin liegt die gebotene gegenständliche und räumliche Begrenzung, denn der Geschäftsführer darf alle anderen denkbaren Kunden bzw. Mandanten am Ort der Gesellschaft wie auch anderenorts betreuen, ohne seine nachvertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft zu verletzen (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 08.05.2000 - II ZR 308/98, WM 2000, 1496).
BAG, 07.08.2002 - 10 AZR 586/01
Im Zusammenhang mit Mandantenschutzklauseln nimmt der Bundesgerichtshof regelmäßig eine zeitliche Begrenzung von zwei Jahren an, da sich bis dahin die Beziehungen zum Mandantenkreis so stark verflüchtigt hätten, daß die Konkurrenz danach für den Berechtigten keine wesentliche Einbuße mehr bedeute (vgl. BGH 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89 - BB 1990, 11 f. mwN).
a) Grundsätzlich ist die Satzung eines eingetragenen Vereins einer ergänzenden Auslegung zugänglich, soweit sie Lücken aufweist, die durch das dispositive Recht nicht geschlossen werden können (…Staudinger/Günter Weick BGB [2005] § 25 Rn. 16; vgl. BGH Urteil vom 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89 - NJW-RR 1990, 226, 227 zur Satzung einer GmbH).
Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglichen Konkurrenzverbots für einen …
Zwar kann eine statutarische Kunden- bzw. Mandantenschutzklausel gegenüber einem Minderheitsgesellschafter für die Zeit nach dessen Ausscheiden als Geschäftsführer oder - wie hier - als leitender Angestellter durch das Interesse der Gesellschaft am Schutz vor einer illoyalen Verwertung der Erfolge der gemeinsamen Arbeit gerechtfertigt sein (vgl. BGH, Urteil vom 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, NJW-RR 1990, 226 juris Rn. 7).
Hier muß dann entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts die Ausschaltung des Verpflichteten ihre zeitliche Grenze finden (vgl. BGHZ 91, 1, 6 f. [BGH 26.03.1984 - II ZR 229/83];… Sen.Urt. v. 19. November 1973 - II ZR 52/72, WertpMitt 1974, 74, 76; v. 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, WertpMitt 1990, 13, 16 = ZIP 1990, 586;… BGH, Urt. v. 13. März 1979 - KZR 19/79, NJW 1979, 1605, 1606 mit Anm. Ulmer, NJW 1979, 1585, 1986).
Dabei wird regelmäßig eine Schutzfrist von zwei Jahren noch als angemessen angesehen (Sen.Urt. v. 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89 a.a.O.;… BGH, Urt. v. 19. Oktober 1993 - KZR 3/92 a.a.O., je m.w.N.).
Zwar kann eine statutarische Kunden- bzw. Mandantenschutzklausel gegenüber einem Minderheitsgesellschafter für die Zeit nach dessen Ausscheiden als Geschäftsführer oder - wie hier - als leitender Angestellter durch das Interesse der Gesellschaft am Schutz vor einer illoyalen Verwertung der Erfolge der gemeinsamen Arbeit gerechtfertigt sein (vgl. BGH, Urteil vom 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, NJW-RR 1990, 226).
In gleicher Weise hat auch der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes bei der Prüfung nachvertraglicher Wettbewerbsverbote bei Ausscheiden eines Gesellschafters oder Geschäftsführers eine Schutzfrist von zwei Jahren als angemessen angesehen (vgl. BGHZ 96, 1, 7 [BGH 19.09.1985 - III ZR 71/83];… BGH, Urt. v. 19.11.1973 - II ZR 52/72, WM 1974, 74, 76; Urt. v. 16.10.1989 - II ZR 2/89, ZIP 1990, 586, 588; vgl. auch Hirte, ZHR 154, 443, 447 ff.).
LAG Köln, 24.08.2007 - 11 Sa 241/07
Wirksamkeit von Honorarabführungsklauseln
OLG Düsseldorf, 10.03.2000 - 17 U 133/99
Nachträgliches Wettbewerbsverbot eines GmbH-Geschäftsführers
AG Duisburg, 24.04.2019 - 52 C 3753/17
Anspruch eines Vereins auf Anerkennung als Landesverband
OLG Köln, 03.06.2004 - 18 U 101/03
Zulässigkeit einer vor Ablauf der Vorkaufsfrist erfolgten Abtretung von …
OLG Rostock, 19.07.1995 - 2 U 22/95
Abschluss eines Gesellschaftsvertrages zur Gründung einer GmbH; Durchsetzung …

References: § 157
 § 35
 § 305
 BGH 
 § 25
 BGH