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Timestamp: 2020-01-27 15:20:20+00:00

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BVerwG, 26.10.1967 - II C 22.65 - dejure.org
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BVerwG, 26.10.1967 - II C 22.65 (https://dejure.org/1967,32)
BVerwG, Entscheidung vom 26.10.1967 - II C 22.65 (https://dejure.org/1967,32)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Januar 1967 - II C 22.65 (https://dejure.org/1967,32)
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Umfang der Fürsorgepflicht gegenüber Beamten - Erfordernis der Ernennung für die Annahme eines Beamtenverhältnisses - Voraussetzungen der Beendigung eines Beamtenverhältnisses
BVerwGE 28, 155
BVerwGE 28, 156
DVBl 1968, 641
DÖV 1968, 419
Der Folgenbeseitigungsanspruch, der seine Wurzel im - nunmehr in § 113 Abs. 1 Satz 2 VwGO positivierten - Anspruch auf Rückgängigmachung der Folgen eines vollzogenen und danach auf eine Anfechtungsklage hin aufgehobenen Verwaltungsakts hat, ist auf die Beseitigung der Folgen rechtswidrigen Verwaltungshandelns gerichtet (BVerwG, Urteile vom 26. Oktober 1967 - 2 C 22.65 - BVerwGE 28, 156 und vom 19. Juli 1984 - 3 C 81.82 - BVerwGE 69, 366 ).
Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht den Folgenbeseitigungsanspruch zunächst als Bestandteil der Grundsätze des allgemeinen Verwaltungsrechts angesehen und ihn unter Hinweis auf § 113 Abs. 1 Sätze 1 und 2 VwGO als einen Anspruch auf Rückgängigmachung der Folgen eines vollzogenen und danach auf eine Anfechtungsklage hin aufgehobenen Verwaltungsakts aufgefaßt (so noch Urteil vom 26. Oktober 1967 - BVerwG 2 C 22.65 - in BVerwGE 28, 155 [BVerwG 25.10.1967 - IV C 19/67] = Buchholz 232 § 32 Nr. 15).
Maßgebend für die Art des jeweiligen Beamtenverhältnisses ist ferner nicht, ob und in welcher Weise eine Ernennung bei fehlerfreier Gesetzesanwendung ausgesprochen worden wäre oder hätte ausgesprochen werden müssen, sondern allein, ob und in welcher Weise der Dienstherr eine Ernennung rechtswirksam ausgesprochen hat (BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/157 f.).
Der Schutz, den das Gesetz dem Beamten auf Lebenszeit bzgl. seiner Entlassung bzw. dem Beamten auf Probe bei Bewährung gewährt, ist deshalb untrennbar mit dem Bestehen eines Beamtenverhältnisses auf Lebenszeit bzw. auf Probe verbunden; er setzt voraus, dass ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit bzw. auf Probe rechtswirksam durch Ernennung begründet worden ist (vgl. BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/158 zum Beamtenverhältnis auf Probe).
Der Gesetzgeber hat hierdurch erkennbar die Möglichkeit ausgeschlossen, dass ein Angehöriger des öffentlichen Dienstes mit der Berufung darauf, dass er Rechtens in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit bzw. auf Probe hätte berufen werden müssen, die Rechtsstellung eines Beamten auf Lebenszeit bzw. auf Probe oder einzelne mit dieser Rechtsstellung verbundenen Rechte oder Schutzvorschriften für sich in Anspruch nehmen könnte (BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/158 f. zum Beamtenverhältnis auf Probe).
Aus seinem Anspruch auf Fürsorge kann ein Beamter auf Zeit daher keinen Anspruch auf Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit herleiten, weil ihm dieser Anspruch nach den Spezialvorschriften über die Begründung des Beamtenverhältnisses - wie oben dargelegt - nicht zusteht (vgl. BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/162 zum Anspruch auf Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe).
Ein derartiger Anspruch ergibt sich auch nicht unter dem Gesichtspunkt der Folgenbeseitigung (BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/163;… B.v. 3.8.1987 - 2 B 32/87 - juris Rn. 3).
Der Folgenbeseitigungsanspruch kann daher nur auf die Wiederherstellung des ursprünglichen, durch hoheitlichen Eingriff veränderten Zustands gerichtet sein, dagegen mangels gesetzlicher Vorschriften nicht zu einem darüber hinausgehenden Erfolg führen (st. Rspr. BVerwG, U.v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/163 ff.; U.v. 12.6.1979 - 2 C 19.75 - Buchholz 237.5 § 92 HessBG Nr. 5;… B.v. 5.2.1998 - 2 B 56/97 - juris Rn. 3).
Diese strenge Formbindung nach dem Urkundenprinzip dient der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit im Hinblick auf die besonders starke Rechtsbeständigkeit des beamtenrechtlichen Status (vgl. Urteil vom 26. Oktober 1967 - BVerwG 2 C 22.65 - BVerwGE 28, 155 = Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 15, Beschluss vom 17. März 2005 - BVerwG 2 B 100.04 - juris).
Eine Umdeutung eines Beamtenverhältnisses auf Zeit in ein solches auf Lebenszeit ist daher nicht möglich (…VG Saarland, U. v. 6.11.2012 - 2 K 303/11 - juris Rn. 41; vgl. BVerwG, U. v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/157 ff.).
Denn die Art des Beamtenverhältnisses (auf Widerruf, auf Probe, auf Zeit, auf Lebenszeit), in dem sich ein Beamter befindet, wird grundsätzlich nicht durch die Art der tatsächlichen Verwendung des Beamten und auch nicht durch die Absichten des Dienstherrn bezüglich der weiteren Verwendung, sondern durch den rechtsgestaltenden Ernennungsakt bestimmt (BVerwG, U. v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/157 f.).
Aus der Fürsorgepflicht des Dienstherrn kann der Beamte keinen Anspruch auf Berufung in ein Beamtenverhältnis auf Probe (oder auf Lebenszeit) herleiten (BVerwG, U. v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/162).
Es kann nicht als "Folgenbeseitigung" die Einräumung einer Rechtsstellung beansprucht werden, die nie zuvor besessen wurde (BVerwG, U. v. 26.10.1967 - II C 22.65 - BVerwGE 28, 155/165).
Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß weder Art. 33 Abs. 2 GG noch die zu seiner Konkretisierung ergangenen beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder einen Anspruch auf Übernahme in ein öffentliches Amt gewähren (vgl. BVerfGE 39, 334 [BVerfG 22.05.1975 - 2 BvL 13/73] [354]; BVerwGE 28, 155 [BVerwG 25.10.1967 - IV C 19/67] [160 f.]).
Der in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anerkannte Folgenbeseitigungsanspruch ist auf die Wiederherstellung des ursprünglichen, durch einen rechtswidrigen hoheitlichen Eingriff in die Rechte des Klägers veränderten Zustandes gerichtet (BVerwGE 28, 155 [BVerwG 25.10.1967 - IV C 19/67] [165]; 38, 336 [346]; Urteile vom 25. August 1971 - BVerwG 4 C 23.69 - NJW 1972, 269 [270]; vom 30. August 1972 - BVerwG 8 C 2.72 - NJW 1973, 261 [262]; vom 12. Juni 1979 - BVerwG 2 C 19.75 - Buchholz 237.5 § 92 HessBG Nr. 5…, vom 17. Januar 1980 - BVerwG 7 C 42.78 - a.a.O.).
Ob der II. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in seinem Urteil vom 26. Oktober 1967 - BVerwG II C 22.65 - (BVerwGE 28, 155 [164]) mit dem Hinweis darauf, daß der Folgenbeseitigungsanspruch "eng mit der Anfechtungsklage verbunden und seit dem Jahre 1960 in § 113 Abs. 1 Satz 1 und 2 VwGO geregelt" sei, den materiallrechtlichen Tatbestand des Grundsatzes der (Folgen-)Beseitigung abschließend hat umschreiben wollen, unterliegt Zweifeln.
Zutreffend haben die Vorinstanzen ausgeführt, daß weder Art. 33 Abs. 2 GG noch die zu seiner Konkretisierung ergangenen beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder einen Anspruch auf Übernahme in ein öffentliches Amt gewähren (vgl. BVerfGE 39, 334 [354]; BVerwGE 2, 151 [153]; 28, 155 [160 f.]).
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 § 32
 § 92
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 Art. 33
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