Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2001/01'7'01.htm
Timestamp: 2018-01-22 00:18:21+00:00

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11. Jahrgang, Nr. 7 vom 20. November 2001, S. 2
Prüfungsordnung für den englischsprachigen Bachelor-Studiengang in Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 3. April 2001 (GVBl. LSA S. 141) hat die Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang in Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erlassen:
(1) Die Bachelor-Prüfung bildet einen berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Betriebswirtschaftslehre. Durch die Bachelor-Prüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zusammenhänge des Faches überblickt und über die Fähigkeit verfügt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Aufgrund der bestandenen Bachelor-Prüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den akademischen Grad „Bachelor of Science in Business Studies“.
(2) Der Fakultätsrat bestellt auf Vorschlag seiner Mitgliedergruppen die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter für den Verhinderungsfall für die Amtszeit gemäß Abs. 1 Satz 3. Wiederbestellung ist zulässig. Ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied ist durch Nachbestellung zu ersetzen. Der Prüfungsausschuss wählt aus dem Kreis der ihm angehörenden Professorinnen bzw. Professoren die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden und deren bzw. dessen ständige Vertreterin bzw. ständigen Vertreter.
(2) Die Dauer der mündlichen Prüfungen beträgt in der Regel 15 bis 20 Minuten, bei einer mündlichen Fachprüfung gemäß § 13 Abs. 2 etwa 30 Minuten. Zu den mündlichen Prüfungen können Studierende als Zuhörerinnen und Zuhörer zugelassen werden, sofern die Kandidatinnen bzw. Kandidaten nicht widersprechen und die räumlichen Verhältnisse dies erlauben. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an die Kandidatinnen und Kandidaten.
(4) Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat, die bzw. der den ordnungsgemäßen Ablauf einer Prüfung stört, kann von der jeweiligen Prüferin bzw. von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden in der Regel nach Abmahnung von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit 0 Fachpunkten bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss die Kandidatin bzw. den Kandidaten darüber hinaus von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Die Gründe für den Ausschluss sind aktenkundig zu machen.
Betriebswirtschaftslehre (94 Leistungspunkte, d. h. etwa 47 Semesterwochenstunden),
Grundzüge der Volkswirtschaftslehre und der Europäischen Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (34 Leistungspunkte, d. h. etwa 17 Semesterwochenstunden),
Grundzüge der Mathematik, der Statistik und der Ökonometrie (30 Leistungspunkte, d. h. etwa 15 Semesterwochenstunden),
Eine Fremdsprache im Umfang von 48 Leistungspunkten (d. h. etwa 24 Semesterwochenstunden).
(2) Ab dem Ende des vierten Fachsemesters, spätestens aber zum Ende des sechsten Fachsemesters findet eine mündliche Fachprüfung im Umfang von 20 bis 30 Minuten statt, deren Gegenstand der Inhalt der betriebswirtschaftlichen Lehrveranstaltungen in den ersten vier Fachsemestern ist. Zu dieser Prüfung wird nur zugelassen, wer mindestens 75 % der in den ersten vier Fachsemestern zu erreichenden Leistungspunkte gemäß § 10 erworben hat.
(4) Zusätzlich zu den in Abs. 1 genannten Fächern ist eine Bachelor-Arbeit anzufertigen. Näheres regelt § 17.
(7) Über die in Abs. 1 genannten Fächer hinaus müssen 4 Leistungspunkte (d. h. in einer Veranstaltung von etwa zwei Semesterwochenstunden) auch in der Buchführung erworben werden.
(1) Zur Bachelor-Prüfung wird nur zugelassen, wer an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg für den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben ist.
(1) Die Bachelor-Arbeit soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb der vorgegebenen Frist das ihr bzw. ihm gestellte Problem selbständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema muss betriebswirtschaftlicher Natur sein. Es muss so beschaffen sein, dass die Bachelor-Arbeit innerhalb der vorgegebenen Frist abgeschlossen werden kann. Die Bachelor-Arbeit soll erst nach Abschluss des fünften Fachsemesters begonnen werden. Sie ist in englischer Sprache abzufassen.
(6) Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat der Arbeit ein Verzeichnis der von ihr bzw. ihm benutzten Quellen und sonstigen Hilfsmittel beizufügen und eine Versicherung abzugeben, dass sie bzw. er die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus den benutzten Quellen entnommen worden sind, als solche kenntlich gemacht hat. Darüber hinaus ist von der Kandidatin bzw. von dem Kandidaten eine schriftliche Erklärung abzugeben darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo sie bzw. er bereits eine Bachelor-Prüfung im Studiengang Betriebswirtschaftslehre oder eine vergleichbare oder höherwertige berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht bestanden hat, ob sie ihren bzw. er seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Frist verloren hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß § 14 Abs. 2 Ziffer 3 befindet.
(2) Die Fachbewertung der nach § 13 eingebrachten studienbegleitenden Teilleistungen in einem Prüfungsfach gemäß § 13 Abs. 1 Ziffern 2 bis 4 ergibt sich gemäß § 9 Abs. 2.
(3) Die Fachbewertung im Fach „Betriebswirtschaftslehre“ gemäß § 13 Abs. 1 Ziffer 1 ergibt sich gemäß § 9 Abs. 2 aus den Bewertungen der studienbegleitenden Teilleistungen und der Bewertung der mündlichen Fachprüfung gemäß § 13 Abs. 2. Dabei sind für die bestandene mündliche Fachprüfung gemäß § 13 Abs. 2 achtzehn Leistungspunkte anzusetzen. Die Fachnote ergibt sich gemäß § 9 Abs. 3.
Ungültigkeit der der Bachelor-Prüfung
(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung die Kandidatin bzw. der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären. § 18 Abs. 9 Satz 1 und 2 gelten entsprechend.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass die Kandidatin bzw. der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Erteilung der Zulassung bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuss. § 18 Abs. 10 Satz 1 und 2 gelten entsprechend. Die Kandidatin bzw. der Kandidat ist vor einer Entscheidung zu hören.

References: § 17
 Art. 2
 § 13
 § 10
 § 17
 § 14
 § 13
 § 13
 § 9
 § 13
 § 9
 § 13
 § 13
 § 9
 § 18
 § 18