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Timestamp: 2019-07-22 07:36:46+00:00

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Fusg.ch — § 1 Einführung > III. Bewertungsgrundsätze > 3. Methodenpluralismus
III. Bewertungsgrundsätze1. Mitgliedschaftliche Kontinuität2. Vermögen3. Methodenpluralismus
4. Bewertung nach Discounted-Cashflow-Methode5. Ersatz oder Plausibilisierung der DCF-Bewertung6. Weitere Bewertungsgrundsätze7. Austauschverträge/Verhandlungen8. Information und Prüfung9. Transaktionssicherheit und Geschäftsgeheimnis
Der bereits vor Inkrafttreten des Fusionsgesetzes vom Bundesgericht vertretene Ansatz des Methodenpluralismus bei der Unternehmensbewertung34 wird in Art. 15 Abs. 4 lit. c und d FusG ausdrücklich festgehalten. In seinem Prüfungsbericht muss sich der Revisionsexperte darüber äussern, nach welcher Methode das Umtauschverhältnis bestimmt worden und warum die angewandte Methode angemessen ist sowie welche relative Bedeutung gegebenenfalls verschiedenen angewendeten Methoden für die Bestimmung des Umtauschverhältnisses beigemessen wurde.35
Die Bewertungsmethode oder gegebenenfalls die Gewichtung verschiedener angewendeter Methoden ist angemessen, wenn sie betriebswirtschaftlichen Bewertungsgrundsätzen entspricht, nachvollziehbar, plausibel und anerkannt ist. Sie muss überdies einen konkreten, nachvollziehbaren Bezug zum Charakter des Unternehmens aufweisen, das es zu bewerten gilt.36 Die Tatsache, dass sich der zugelassene Revisionsexperte zur Bewertungsmethode äussern muss, zeigt, dass den obersten Leitungs- und Verwaltungsorganen bei der Bestimmung der Bewertungsmethoden ein gewisses Ermessen zusteht, von dem sachgerecht Gebrauch gemacht werden muss. Es liegt also in der Kompetenz – aber auch in der Verantwortung – der Leitungsorgane der beteiligten Gesellschaft(en), die den jeweiligen Gegebenheiten angemessene Bewertungsmethode oder eine Kombination von mehreren Bewertungsmethoden anzuwenden.37
BGer 4C.363/2000 vom 3. April 2001.
Gleiches gilt gemäss Art. 40 FusG für die Spaltung und gemäss Art. 62 FusG für die Umwandlung. Bei der Vermögensübertragung ist hingegen keine Prüfung vorgesehen.
BGer 4C.363/2000 vom 3. April 2001, E. 3b; von Salis-Lütolf, 37.
Vgl. Übersicht bei Hail/Meyer, 575.

References: § 1
 Art. 15

BGer 
 Art. 40
 Art. 62

BGer