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Timestamp: 2017-10-20 16:05:15+00:00

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Veröffentlicht am 8. Mai 2013 von Lars — 119 Kommentare ↓
- für Neu- und Umbauten: ab 01.04.2013
- für bestehende Wohnungen: bis 31.12.2016
- Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 04.12.2012 die Änderung der Landes-bauordnung beschlossen.
Am 20.03.2013 wurde im Landtag beschlossen, den §49 der Landesbauordnung NRW durch den folgenden Absatz 7 zu ergänzen:
(7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen.
Die Änderung wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW (Ausgabe 2013 Nr. 8 vom 28.3.2013, S. 142) veröffentlich und tritt am 01. April 2013 in Kraft.
Im Gegensatz zu Formulierungen in den Bauordnungen anderer Länder muss der Eigentümer (Vermieter) die Verpflichtung zur “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung (also bis zum 31.03.2013) übernehmen, wenn er nicht will, dass der Besitzer (Mieter) für diese zuständig sein soll. In anderen Bundesländern kann der Vermieter die Verpflichtung auch zu einem späteren Zeitpunkt freiwillig übernehmen (zum Beispiel wenn er feststellt, dass der Mieter der Aufgabe nur unzureichend nachkommt). Warum das in NRW ausgeschlossen wird, ist den Begründungen zur Gesetzesänderung nicht nachvollziehbar zu entnehmen.
Gesetzentwurf (DRS 16/1624)
119 Kommentar auf “Rauchmelderpflicht Nordrhein-Westfalen”
31. März 2017 um 00:02
Ich würde mich gerne erkundigen, was passiert, wenn man bis heute noch keine Rauchmelder in der Wohnung hat.
Ich bin Mieter und mein Vermieter hat sich bis jetzt noch nicht gemeldet, zwecks Installation der Rauchmelder.
Soll ich mich an Ihn wenden und Ihn auf die Pflicht hinweisen ?
Mach ich mich strafbar, bzw. Er ?
Die Kosten trägt doch der Vermieter, richtig?
Danke und einen schönen Gruss
3. April 2017 um 15:52
Bitte lesen Sie weiter unten die Antwort auf eine ähnliche Frage von Elke.
16. März 2017 um 07:01
Ihre § Angabe zur Rauchwarnmelderpflicht ist nicht aktuell.
In der Fassung vom 15.12.2016 steht die RWM-Pflicht im § 48,(8)
Gruß, I.Meyer
16. März 2017 um 10:04
Die im Dezember 2016 verkündete Änderung der Landesbauordnung NRW tritt erst 12 Monate nach Verkündung (also Ende Dezember 2017) in Kraft, zumindest was die hier angesprochenen Paragraphen betrifft.
Ich bin nicht sicher, ob ein Hinweis darauf zum jetzigen Zeitpunkt nicht eher verwirrend ist, zumal der Inhalt des § 48 Abs. 8 (neue Fassung) mit der des § 49 Abs. 7 in der gültigen Fassung inhaltlich identisch ist.
Bernd Schürmann sagt:
3. März 2017 um 07:44
Ich bin Raucher und meine Kellerwohnung hat eine Raumhöhe von 2 m. Nun will mein Vermieter mich zwingen, im Wohn-und im Arbeitszimmer Rauschmelder anzubringen. Das Arbeitszimmer hat dabei nur eine Grösse von 10 qm.
Ich befürchte also, dass hier bereits nach wenigen Ztgaretten der Alarm ausgelöst wird. Muß ich das hinnehmen, oder kann ich mich weigern, in diesen beiden Räumen derartige Geräte anbringen zu lassen?
4. März 2017 um 16:24
Bei kleinen Räumen mit geringen Höhen sind tatsächlich häufige Fehlalarme zu befürchten, wenn dort extensiv geraucht wird.
Vielleicht können Sie sich mit Ihrem Vermieter darauf einigen, nur das Schlafzimmer und (falls vorhanden) den Flur mit Rauchwarnmeldern auszurüsten, so wie es die Landebauordnung fordert.
Wenn das Arbeitszimmer allerdings als Durchgangsraum benutzt werden muss, ist auch dort ein Rauchwarnmelder erforderlich.
Ich nehme an, es handelt sich um eine Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus. Ansonsten entspricht die Raumhöhe von 2,0 m nicht ganz den Anforderungen an einen Aufenthaltsraum.
28. Februar 2017 um 09:36
Wir wohnen in einer Mietwohnung, in der Rauchmelder in allen Räumen installiert sind. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses befinden sich keine Rauchmelder. Aussage der Vermieterin: Die Rauchmelderpflicht bezieht sich nur auf Schlaf- und Fluchträume innerhalb der Wohnung. Ich lese den Gesetzestext auch so. Aber ist das wirklich so? Das wäre ja völlig hirnrissig.
28. Februar 2017 um 16:02
Rauchwarnmelder sollen “lediglich” Personen in der Wohnung warnen, so dass diese sich in Sicherheit bringen können. Das ist nämlich meistens nur in den ersten Minuten nach Entstehung eines Brandes ohne Verletzungen möglich.
Brennt es dagegen im Keller oder Treppentraum eines Mehrfamilienhauses, dann ist die Wohnung der sicherste Platz. Eine “Flucht” ist nicht erforderlich, weil die Wohnungseingangstür Feuer und Rauch ausreichend lange zurückhält. Meist ist die Flucht sogar nicht möglich, weil sich im Treppenrauch Rauch befindet.
Der Rauchwarnmelder im Keller oder Treppenraum eines Mehrfamilienhauses bring also nichts – im Gegenteil – er könnte sogar dafür verantwortlich sein, dass Bewohner ihre “sichere” Wohnung verlassen.
10. Februar 2017 um 05:58
die Hausverwaltung in unserem Haus möchte nun ebenfalls Rauchmelder von der Techem einbauen lassen. Obwohl ich einen alten Mietvertrag habe, wo von Rauchwarnmeldern nichts drinsteht, soll ich alle Kosten tragen, auch die einer in meinen Augen sinnlosen Fernwartung. Daß ich selbst bereits qualitativ gute Rauchwarnmelder installiert habe, interessiert die Verwaltung nicht.
Störende Blinklichter möchte ich zudem auf gar keinen Fall, ich habe das mal im Urlaub in einem Hotel erlebt, daß der Rauchwarnmelder auf meinem Zimmer etwa alle 30 Sekunden geblinkt hat (damals sagte man mir an der Rezeption, das sei normal und bedeute nur, daß er betriebsbereit sei). Ich konnte da jedenfalls nur sehr schlecht schlafen, hatte insbesonder ebeim Einschlafen große Probleme, da ich durch das angeblinkt werden immer wieder wach wurde. Sonst habe ich für gewöhnlich keine Schlafprobleme. Die von mir angebrachten Rauchwarnmelder blinken nicht.
Kann mir die Hausverwaltung nun das Schlafen im eigenen Schlafzimmer unmöglich machen??? Und ich soll das auch noch bezahlen?
Bitte um Hilfe/infos.
29. Januar 2017 um 17:40
wir wohnen in einer Mietwohnung. Unsere Vermieterin hat sich bis heute nicht um die Installation bzw. um deren Anschaffung gekümmert. Welche Möglichkeiten haben wir?
30. Januar 2017 um 10:39
Weisen Sie Ihren Vermieter noch mal auf seine gesetzliche Verpflichtung hin! Vielleicht können Sie das PDF (auf der Seite Rauchmelderpflicht in NRW im Kasten oben rechts) ausdrucken und ihm übergeben. Falls das auch nichts bringt, können Sie bei der Bauordnungsbehörde den Mangel anzeigen. (Das Verhältnis zu Ihrem Vermieter wird dadurch aber sicher nicht besser.) Die Behörden kontrollieren zwar den Einbau von Rauchwarnmeldern nicht von sich aus, wenn aber ein Verstoß gegen geltendes Baurecht angezeigt wird, müssen sie reagieren.
Josimobahn sagt:
29. Januar 2017 um 15:15
1. Ist der Vermieter gesätzlich verpflichtet, den Einbau von Rauchmeldern seiner Gebäudeversicheung mit zu teilen.
2. Wie weit besteht der Anspruch bei einer Gebäudeversicherung auf die volle Leistungs im Brandfall wenn keine Rauchmelder vorhanden sind.
29. Januar 2017 um 16:22
Zu 1. muss der Vermieter prüfen, ob sein Versicherungsvertrag oder eine sonstige Vereinbarung mit der Sachversicherung eine solche Meldung erforderlich machen. In der Regel interessieren sich Sachversicherer nicht dafür, ob Rauchwarnmelder eingebaut wurden.
Zu 2. gibt es ganz aktuell eine Umfrage bei verschiedenen Sachversicherern: Feuer, Rauchmelder fehlt – zahlt die Versicherung?
Fazit: Fast alle Versicherungen zahlen, auch wenn keine Rauchwarnmelder vorhanden sind. Lediglich die Nürnberger behält sich Kürzungen vor. Die Allianz und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. haben das bereits vor längerer Zeit bestätigt.
27. Januar 2017 um 22:12
es wurde wahrscheinlich hier schon einige Male gefragt/beantwortet aber ich finde es einfach nicht.
Wie ist die genaue Definition von “Wohnung” ? Zählt ein Einfamilienhaus auch dazu? Wenn ich Abs.1 richtig verstehe dann nicht, oder?
28. Januar 2017 um 10:15
Ja natürlich. Ein Einfamilienhaus ist ein Gebäude mit einer Wohnung. Es gibt darüber hinaus Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, in Doppelhäusern, in Reihenhäusern usw.
Wikipedia definiert eine Wohnung so:
Im Bewertungsgesetz (BewG) findet sich eine Allgemeine Definition im § 181 Abs. 9:
Eine Wohnung ist die Zusammenfassung einer Mehrheit von Räumen, die in ihrer Gesamtheit so beschaffen sein müssen, dass die Führung eines selbständigen Haushalts möglich ist. Die Zusammenfassung einer Mehrheit von Räumen muss eine von anderen Wohnungen oder Räumen, insbesondere Wohnräumen, baulich getrennte, in sich abgeschlossene Wohneinheit bilden und einen selbständigen Zugang haben. Außerdem ist erforderlich, dass die für die Führung eines selbständigen Haushalts notwendigen Nebenräume (Küche, Bad oder Dusche, Toilette) vorhanden sind. Die Wohnfläche muss mindestens 23 Quadratmeter (m²) betragen.
theresa kemper sagt:
27. Januar 2017 um 12:46
Bei mir wurden Rauchmelder angebracht von der Firma Techem Jetzt soll ich ungefähr 22 € im Jahre für die Wartung und Montage der drei Rauchmelder bezahlen. Obwohl ich schon eigene Rauchmelder hatte.
Laut Gesetz ist es so das 11% der Kosten für die Anschaffung und Montage der Rauchmelder vom Vermieter als Modernisierungskosten vom Vermieter verlangt werden können. Gute Rauchmelder Kosten 22 € mal drei ist 66 € plus Montage ist das 100 € Die Wartung muß durch den Mieter durchgeführt werden. Das heißt ab und zu einmal im Monat eine Knöpfchen drücken. Die meisten neuen Melder haben Langzeitbatterien für 10-12 Jahre und die Melden sich bei Störungen. Die Firma Techem hat wieder eine Einnahmequelle entdeckt. In vier Jahren habe ich die Melder bezahlt. Die Wartung wir außerhalb vom Haus durchgeführt. Mit einem Notebook über Funk für alle Rauchmelder. Es werden nur Störungen ausgelesen über Wlan
Ist das Rechtmäßig ? Alle Kosten auf den Mieter abwälzen ?
27. Januar 2017 um 19:03
Mit der Umlegung der Kosten für den Einbau und auch mit den Kosten für den Betrieb liegen Sie grundsätzlich richtig.
Falls die genannten Kosten auch Miet- oder Leasingkosten für Rauchwarnmelder enthalten, würde ich den Vermieter darauf hinweisen, dass dies keine Betriebskosten sind (mehr dazu siehe hier).
Prüfen Sie doch bitte außerdem mal, ob ggf. aus Ihrem Mietvertrag oder einer zusätzlichen Vereinbarung mit Ihrem Vermieter hervorgeht, dass die Kosten für eine von ihm veranlasste Wartung der Rauchwarnmelder als Betriebskosten abgerechnet werden dürfen.
Bitte denken Sie daran: Unabhängig von der Kostenfrage sind Sie als Mieter/in für die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” der Rauchwarnmelder gesetzlich verantwortlich.
23. Januar 2017 um 01:25
ich hab mal eine frage ob ich wirklich 3 rauchmelder in meiner wohnung brauche ???
meine wohnung ist fast 43m² groß und ist eine gerade linie !!
schlafzimmer ca 10m²
wohnzimmer ca 16m²
dann kommt der flur der ganze 5 schritte lang ist !!
dann kommt küche und balkon !!
und ich soll jetz einen rauchmelder im schlaf- wohnzimmer und flur bekommen !!
ist das wirklich nötig ??
24. Januar 2017 um 09:35
Ich nehme an, es handelt sich um eine gemietete Wohnung.
In dem Fall kann der Vermieter als Wohnungseigentümer entscheiden, in welche Räume Rauchwarnmelder eingebaut werden. Die “Grundausstattung” (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur = Rettungsweg) ist natürlich immer erforderlich.
Ich als Mieter würde mich allerdings darüber freuen, wenn mir mein Vermieter einen zusätzlichen Rauchwarnmelder einbaut. Was stört Sie daran?
ja es ist eine miet wohnung und nein es stört mich nicht was der vermieter macht !!
was ich befürchte ist das ich dann 3 rauchmelder gleichzeitig in meiner wohnung heulen habe wenn ich rauche oder in der küche der dampf mal zu stark ist !!
So werden die hier ca hängen :
____ . _____ _____ . _____ _____ . ______ Küche !!
Schlaf- Rauchmelder Wohnzimmer Rauchmelder Flur Rauchmelder Ein-/Ausgang
wie du siehst wird das eine gerade linie werden !!
ich hab keine ahnung wie schnell so ein rauchmelder los geht oder funktioniert !!
vielleicht kann man mir die mal erklären !!
sonst sind mir die dinger egal !!
und danke das du mir geantwortet hast u.hoffentlich noch mal antwortest !!
4. Februar 2017 um 08:11
Zigarettenrauch aktiviert den Rauchwarnmelder üblicherweise nur, wenn man den Rauch direkt in den Melder hineinbläst. Solange Sie nicht Pfeife oder Zigarre rauchen, dürfe das kein Problem sein.
Der Kochdampf aus der Küche sollte ebenfalls keinen Alarm auslösen. Falls das dennoch öfter vorkommt, muss für den betroffenen Rauchwarnmelder eine bessere Position gefunden werden. Das weiß aber die Fachkraft, die mit der Montage der Rauchwarnmelder in Ihrer Wohnung beauftragt ist.
17. Januar 2017 um 07:11
Guten Tag meine Frage bezieht sich auf meine Pflicht als Vermieter. Mein Mieter hat mir geschrieben, dass er bereits alle nötigen Rauchmelder angebracht hat. Reicht dies als Nachweis für mich aus oder muss ich mich noch anders absichern? Viele Grüße Udo
17. Januar 2017 um 09:28
Sie sind als Eigentümer zum Einbau der Rauchwarnmelder verpflichtet. Falls Rauchwarnmelder bereits vorhanden sind (vom Mieter oder auch bereits vom vorherigen Eigentümer eingebaut), müssen Sie überprüfen, ob die Geräte zugelassen sind (CE-Kennzeichnung auf dem Gerät), ob sie nach Montageanleitung des Herstellers eingebaut wurden (Räume, Lage im Raum, Befestigung) und ob die Geräte betriebsbereit sind. Sie sollten das dokumentieren und von den Mietern unterschreiben lassen.
Eventuell besorgen Sie einen Gerätepass und Wartungsheft für Rauchwarnmelder und übergeben diesen den Mietern. In dem enthaltenen Einbau- und Inbetriebnahmeprotokoll können Sie die für Sie erforderlichen Daten erfassen und das Protokoll zu Ihren Unterlagen nehmen.
Frank Wichtrup sagt:
Meine Freundin bewohnt derzeit eine kleine Dachgeschoßwohnung über zwei Etagen. Vom Eingang gelangt man direkt in das Schlafzimmer. In diesem Schlafzimmer befindet sich eine offene Treppe in die obere Etage, in der sich der Wohnraum, die Küche und das Bad befindet.
Die Vermieterin hat einen Rauchmelder im Schlafzimmer angebracht.
Meine Frage ist, ob das in diesem Fall rechtlich ausreichend ist, oder zwangsläufig auch ein zweiter Melder in der oberen Etage angebracht werden muss.
16. Januar 2017 um 21:18
In § 49 Abs. 7 der Landesbauordnung NRW heißt es:
“In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.”
Falls die obere Ebene der Wohnung keinen eigenen Ausgang in den Treppenraum des Gebäudes hat, ist die innere Treppe der “erste Rettungsweg” für die Aufenthaltsräume der oberen Ebene. Ein Rauchwarnmelder auf der obere Ebene (nach Möglichkeit in der Nähe des Treppenlochs) ist nach DIN 14676 erforderlich und sehr zu empfehlen. Die DIN 14676 ist allerdings rechtlich nicht verbindlich.
Die Rettung aus Maisonette-Wohnungen mit nur einem Anschluss an den Treppenraum ist oft problematisch. Falls es in der unteren Ebene brennt, kann der erste Rettungsweg in den Treppenraum von den Aufenthaltsräumen der oberen Ebene nicht mehr benutzt werden. Es muss dort nach Landesbauordnung ein Fenster vorhanden sein (im Lichten mindestens 0,90 m breit x 1,20 m hoch und nicht höher als 1,20 m über der Fußbodenoberkante), über das die Feuerwehr Personen mit entsprechenden Geräten (z. B. Leiter) retten kann. Dieses Fenster muss sich natürlich in einem Raum befinden, in den sich die Bewohner bei einem Brand zurückziehen und vor Brandrauch schützen können.
Meine Empfehlung: Überlegen Sie sich in Ruhe, was Sie im Falle eine Brandes zu tun haben!
- Wo sind die Fluchtwege?
- Wann können Sie diese noch benutzen und wann nicht? (Beachten Sie dabei unbedingt, dass Brandrauch giftig ist und nicht eingeatmet werden darf. Nach zwei bis drei Atemzügen Brandrauch können Sie bereits bewusstlos werden.)
- Wohin können Sie sich zurückziehen und auf die Feuerwehr warten, wenn Sie die Fluchtwege nicht benutzen können?
- Haben Sie in dem “sicheren” Rückzugsraum die Möglichkeit, die Feuerwehr telefonisch zu alarmieren und auf sich aufmerksam zu machen?
Rauchwarnmelder verschaffen Ihnen vielleicht die notwendigen Sekunden, um sich unverletzt in Sicherheit bringen zu können.
Falls Ihre Vermieterin darauf besteht, nur einen Rauchwarnmelder in der unteren Ebene einzubauen, sollten Sie selbst mindestens ein weiteres Gerät in der oberen Ebene montieren, notfalls auf eigene Kosten.
Patric Nusch sagt:
11. Januar 2017 um 18:49
wir haben diesen Monat 2 “billige” Rauchmelder für unsere 95qm 3ZKDB Wohnung in die Hand gedrückt bekommen, welche rechte habe ich als Mieter zusätzliche und bessere Rauchmelder(Wartungsfreie) zu bekommen?
Wir Bräuchten ja 3 Rauchmelder für die Schlaf und Kinderzimmer plus 2 Rauchmelder im Flur da dieser 1. sehr lang und 2. durch Fachwerk geteilt ist.
Wo finde ich genaue Gesetzestexte, welche ich meinem Vermieter vorhalten kann.
Patric Nusch
12. Januar 2017 um 17:32
Die Wohnungseigentümer sind für den fachgerechten Einbau der Rauchwarnmelder verantwortlich – nicht nur für die Beschaffung der Geräte. Allerdings müssen die Rauchwarnmelder leidglich eine CE-Kennzeichnung haben. Das trifft auf “billige” Rauchwarnmelder ebenso zu, wie auf Qualitätsrauchwarnmelder. Ein Anspruch auf einen bestimmten Qualitätsstandard besteht (leider) nicht.
Die Verpflichtung zum Einbau und Betrieb von Rauchwarnmeldern finden Sie in der Landesbauordnung für Ihr Bundesland. Wenn Sie auf dieser Seite oben in dem Kästchen “Downloads” auf “Druckversion als PDF” klicken, können Sie einen Auszug aus der Landesbauordnung NRW mit dem entsprechenden Absatz herunterladen. Mit dem Link darunter (Gesetzentwurf …) laden Sie das amtliche Dokument herunter.
9. Januar 2017 um 15:36
meine Mutter ist Eigentümerin der Wohnung in der Sie allein lebt. Es handelt sich um eine drei Zimmerwohnung. Das ehemalige Kinderzimmer wird als Esszimmer / Büro genutzt. Es ist keine Schlafmöglichkeit darin (weder Couch noch Bett) muss auch da ein Rauchmelder angebracht werden ??? Im Flur und auch im Schlafzimmer wurde einer angebracht. Jetzt haben die Nachbarn Sie verunsichert, da Sie drei angebracht haben, allerdings wohnt da auch der jüngste Sohn noch in der Wohnung. Das Kinderzimmer wird also zum schlafen genutzt.
Wenn es in einer Wohnung keine Kinder gibt, dann gibt es auch kein Kinderzimmer. Entscheidend ist die Nutzung des Raums.
Das gleiche gilt für Schlafräume, und zwar in beide Richtungen. Steht zum Beispiel in einem Raum, den der Architekt im Bauplan als “Arbeitszimmer” vorgesehen hat, ein Bett und der Raum wird (wenn auch nur gelegentlich) als Gästezimmer benutzt, dann ist das ein Schlafraum, in dem nach Landesbauordnung ein Rauchwarnmelder eingebaut werden muss.
Hallo als erstes einmal ein Frohes Neues Jahr !
Ich habe eine Frage bzgl. der Rauchmelderpicht in Bezug zu Eigentumswohnungen:
Wir leben mit vier anderen Eigentümern in einem Haus. Davon bewohnen (bis auf einen Fall) alle Eigentümer Ihre Wohnungen.
Auf der letzten Eigentümerversammlung wurde uns von unsere Hausverwaltung mitgeteilt, dass wir gesetzlich dazu verpflichtet sind bis zum 31.12.2016 Rauchmelder zu installieren.
Weiterhin wurde uns mitgeteilt, dass es zwingen notwendig ist, eine Firma mit der Installation und insbesondere der Wartung der Rauchmelder zu beauftragen. Ansonsten würden wir hier unseren Versicherungsschutz riskieren.
Da die Frist mittlerweile abgelaufen und die Firma die Rauchmelder noch immer nicht installiert hat, haben nun einige Eigentümer bereits selbst Rauchmelder installiert.
Meine Frage: Müssen die Rauchmelder jährlich von einer Fachfirma gewarteter werden, um den Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten ? Laut Aussage unserer Hausverwaltung haftet die Eigentümergemeinschaft und daher ist es zwingend notwendig, dass die Eingentümergemeinschaft sicherstellt, dass alle Rauchmelder professionell gewartet sind.
Nach meinem Verständnis verhält es sich dich so, wenn ich als Eigentümer in meiner eigenen Eigentumswohnung wohne, ich alleine die Rauchmelder installieren und mich um die Wartung (Batterie etc.) kümmern muss; vgl. als wäre ich der Mieter.
Und diese Wartung muss nach meinem Verständnis nicht von einer externen Firma, sondern von mir mit bestem Wissen und Gewissen erfolgen. Sehe ich das so korrekt ?
Vielen lieben Dank im Voraus, viele Grüße,
9. Januar 2017 um 15:12
In NRW sind die “Eigentümer der Wohnung” zum Einbau der Rauchwarnmelder verpflichtet. (Anders als zum Beispiel in Banden-Württemberg; da sind es die Eigentümer des Gebäudes.)
Zur “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” sind die “unmittelbaren Besitzer” verpflichtet – das sind die Bewohner, egal ob Mieter oder Eigentümer. Die Verpflichtung, eine jährliche Prüfung durch einen Dritten durchführen zu lassen, gibt es nach Baurecht nicht.
Zum Versicherungsschutz bei nicht vorhandenen Rauchwarnmeldern wurde ganz aktuell eine Umfrage veröffentlicht: Feuer, Rauchmelder fehlt – zahlt die Versicherung?
Fazit: Die Sachversicherer zahlen nach eigenen Angaben, auch wenn keine Rauchwarnmelder vorhanden sind. Es kann natürlich dennoch sein, dass gerade Ihre Gebäudeversicherung im Versicherungsvertrag auf dem Einbau von Rauchwarnmeldern besteht. Lassen Sie sich von Ihrem Hausverwalter doch mal die Stellungnahme der Gebäudeversicherung zu der genannten Anforderung des einheitlichen Einbaus und der jährlichen Wartung durch eine Fachfirma zeigen.
Aber: Wenn Sie als Wohnungseigentümergemeinschaft ein Beschluss gefasst haben, dass die Rauchwarnmelder von einer Fachfirma eingebaut und gewartet werden sollen, dann ist dieser Beschluss gültig und die Eigentümer müssen sich daran halten.
8. Januar 2017 um 10:35
Ich habe ein Zweifamilienhaus,die obere Wohnung ist und bleibt unbewohnt.Muß ich oben trotzdem Rauchmelder
8. Januar 2017 um 13:35
Wenn die Wohnung nicht bewohnt ist, können keine Bewohner vor Brandrauch gewarnt werden. Deshalb müssen auch keine Rauchwarnmelder vorhanden sein.
Bei Einzug neuer Bewohner müssen die Rauchwarnmelder vorhanden sein.
6. Januar 2017 um 12:01
hier Wurde bereits ein Gerät von Ei-Electronics empfohlen ().
Laut Hersteller enthält Ei650 eine fest eingebaute Batterie die ~10 Jahre halten soll. Außerdem geht der Hersteller davon aus, dass nach 10 Jahre so ein Rauchmelder eh nicht eingesetzt werden sollte.
Wer trägt die Kosten für die Rauchmelder in den nächsten Jahren wieder der Vermieter oder dann der Mieter?
6. Januar 2017 um 19:01
Wenn der Rauchwarnmelder am Ende seiner Lebenszeit (von üblicherweise 10 Jahren) ersetzt wird, ist das Sache des Eigentümers.
Das gleiche gilt, wenn der Rauchwarnmelder zwischenzeitlich kaputt geht und nicht die Mieter dafür verantwortlich sind.
S.B sagt:
4. Januar 2017 um 08:34
reicht eine bereits installierte Brandmeldeanlage aus oder müssen trotzdem zusätzlich Rauchmelder installiert werden?
Für die Rückmeldung vielen Dank im Voraus!
4. Januar 2017 um 11:19
Eine “zugelassene” Brandmeldeanlage (nach DIN 14675 / VDE 0833) ist in Wohnungen äußerst selten. Falls eine solche Anlage vorhanden ist, muss sichergestellt sein, dass die lokale Alarmierung der Bewohner in der jeweiligen Wohnung ausreichend ist.
Die Landesbauordnung NRW klärt das allerdings nicht eindeutig. Lediglich in den Sächsischen Bauordnung findet man den Zusatz “[...] sind jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten, soweit nicht für solche Räume eine automatische Rauchdetektion und angemessene Alarmierung sichergestellt sind.”
Bei nicht zugelassenen, “selbstgebauten” Gefahrenmeldeanlagen müssen die verwenden Rauchwarnmelder der DIN EN 14604 entsprechen und eine CE-Kennzeichnung haben. Der Hinweis auf die Norm und die CE-Kennzeichnung sind an dem Rauchwarnmelder angebracht. Fehlt dieser Hinweis, sind die Geräte nicht geeignet.
Frank Hermans sagt:
3. Januar 2017 um 21:57
gilt die Rauchmelderpflicht auch für ein Ladenlokal? Wir betreiben ein Schuhreparaturgeschäft.
4. Januar 2017 um 11:06
Wenn es sich um eine Gewerbeeinheit handelt, trifft die Verpflichtung zur Ausstattung mit Rauchwarnmeldern nicht zu, denn diese gilt nur für Wohnungen (und Wohnhäuser).
In gewerblich genutzten Räumen gibt es aber Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung. Die Anforderungen an den Brandschutz finden Sie in der Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 – Maßnahmen gegen Brände.
3. Januar 2017 um 21:33
Ich bin ziemlich verunsichert wegen den Meldern und habe da ein paar Fragen, hoffe das diese jetzt nicht blöd rüberkommen:
Ich wohne in einer Wohnung von 55 qm und alle Zimmer gehen vom Flur ab. Mein Vermieter ist der Ansicht, dass ein Feuermelder reicht, diesen soll ich selbst anbringen. Ich habe gelesen, dass bei einem Brand in einer Wohnung ohne Melder, der Mieter den entstandenen Schaden von der Versicherung nicht ersetzt bekommt, wäre dies hier auch der Fall, wegen evtl. Fehler ber Anbringung?
Gibt es eine Regelung bezgl. der im Treppenhaus zu installierenden Feuermeldern?
4. Januar 2017 um 11:01
Die Sachversicherung interessiert sich in der Regel nicht für Rauchwarnmelder, denn diese Geräte haben ausschließlich das Schutzziel, Menschenleben zu retten. Das Märchen von der “Versicherung, die Leistungen kürzt, wenn keine Rauchwarnmelder vorhanden sind” wurde in die Welt gesetzt von Geschäftemachern und wird nach wie vor verbreitet von Ahnungslosen.
In NRW ist nach Landesbauordnung der Eigentümer (Vermieter) für die Anschaffung UND sachgemäße Anbringung der Rauchwarnmelder in der Wohnung verantwortlich – und zwar in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungswege dienen.
Vermieter sollten das im eigenen Interesse ordentlich machen oder von einer Fachkraft machen lassen und gut dokumentieren. Denn falls es bei einem Brand Verletze oder Schlimmeres gibt, kommt der Staatsanwalt und stellt unangenehme Fragen. Den tatsächlichen Schaden an Leben und Gesundheit haben aber natürlich die Bewohner.
Falls ein Vermieter auch nach eindringlicher Aufforderung seiner Verpflichtung nicht nachkommt, können die Mieter die Bauaufsichtsbehörde informieren. Voraussichtlich wird ein saftiges Bußgeld fällig.
14. Januar 2017 um 17:11
“Das Märchen von der “Versicherung, die Leistungen kürzt, wenn keine Rauchwarnmelder vorhanden sind” wurde in die Welt gesetzt von Geschäftemachern und wird nach wie vor verbreitet von Ahnungslosen.” Tatsächlich?
Sorry, aber da stellt sich schon die Frage, wer nun tatsächlich der Ahnungslose ist.
Nach Auskunft meiner Versicherung (HUK) besteht zwar kein direkter Zusammenhang zwischen den durch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgedeckten Risiken und der Anbringung von Rauchwarnmeldern.
ABER: die Versicherungsbedingungen verpflichten den Versicherten in beiden Fällen zur Einhaltung ALLER jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften – völlig unabhängig davon, ob sie eine Auswirkung auf die versicherten Risken haben oder nicht.
Werden die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten, kann die Versicherung die Leistung im Schadensfall nicht nur kürzen, sondern sogar komplett verweigern, je nachdem, was in den Bedingungen geregelt ist.
Also erst die Bedingungen lesen bzw. die Versicherung fragen, bevor ein “Märchen” das andere ersetzt.
15. Januar 2017 um 17:18
Es gibt dazu ganz aktuell eine Umfrage bei verschiedenen Sachversicherern: Feuer, Rauchmelder fehlt – zahlt die Versicherung?
Sie haben allerdings Recht damit, dass der Versicherungsvertrag besondere Auflagen enthalten kann. Das gab es aber auch schon, bevor die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern in die Landesbauordnungen aufgenommen wurde.
Davon unabhängig: Rauchwarnmeldern können das Leben der Bewohner im Brandfall retten. Das steht außer Frage und sollte Grund genug sein, die Geräte unbedingt einzubauen und betriebsbereit zu halten.
Christian Weyert sagt:
1. Januar 2017 um 20:54
Nach Abs. 7 § 49 Landesbauordnung NRW muss der Rauchmelder “so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.”
Frage: Was heißt “angebracht” im Gegensatz zu “eingebaut”? Genügt für “angebracht” das Ablegen auf einem Schrank? Die Problemlage stellt sich insbesondere für Deckenhöhen etwa in Altbauten, die selbst für schwindelfreie Normalmenschen auf hoher Leiter nicht erreichbar sind.
2. Januar 2017 um 08:24
Meistens wird im Zusammenhang mit der Montage von Rauchwarnmeldern von “Einbau” gesprochen. Wahrscheinlich hat man das um die “Anbringung” ergänzt, da die meisten Rauchwarnmelder ja tatsächlich nur an der bestehenden Decke angebracht werden. Ich nehme an, die Verfasser wollten vermeiden, dass jemand auf dem Begriff “eingebaut” herumreitet.
Die weitere Formulierung “…, dass Brandrauch frühzeitig erkannt wird” schließt allerdings aus, dass der Rauchwarnmelder einfach auf einen Schrank gelegt wird. Denn dort erkennt der Melder Brandrauch deutlich später, als an der Decke, wo sich der Rauch eines Brandes in einem beliebigen Teil des Raumes zuerst ausbreitet.
30. Dezember 2016 um 01:41
Schönen Guten Abend/Morgen,
Ab 2017 müssen wir Bürger NRW’S in den Wohnungen und Häusern Rauchmelder hab. Mein Vater hat meinen vor 14 Tagen installiert und bekomme seitdem kein Auge mehr zu da das Gerät blinkt und ich das Gefühl das Gerät schlägt gleich Alarm,das macht mir zunehmend Angst. Kann ich mir das vom Arzt diagnostizieren lassen,sodass ich zumindest meinen Rauchmelder wieder abnehmen kann und auch wieder in ruhe schlafen kann oder gibt es noch einen Weg diesen Geräten aus dem Weg zu gehen.
30. Dezember 2016 um 09:13
Das regelmäßige Blinken in Intervallen > 1 Minute zeigt in der Regel lediglich die Betriebsbereitschaft des Rauchwarnmelders an. Das ist oft störend aber nicht bedenklich. Es scheint hier die Regel zu gelten: Je billiger der Rauchwarnmelder, umso heller die LED.
Ich würde den vorhandenen Melder gegen ein Qualitäts-Rauchwarnmelder austauschen, der nicht blinkt. Empfehlen kann ich Ihnen da zum Beispiel den Ei650 von Ei-Electronics.
Veronika Diegel sagt:
29. Dezember 2016 um 22:04
Ich hätte gerne gewusst,ob ich als Vermieter die Rauchmelder selber kaufen und einbauen kann.
29. Dezember 2016 um 22:56
Es gibt kein Gesetz und keine Verordnung, die den Einbau von Rauchwarnmeldern durch die Eigentümer verbietet – unabhängig davon, ob die Wohnung/das Haus vermietet oder selbst genutzt ist.
Wer Rauchwarnmelder anbringt, sollte allerdings die Betriebsanleitung des Gerätes intensiv studiert haben und die Anweisungen darin genau befolgen.
Eine qualifizierte “Fachkraft für Rauchwarnmelder” hat sich mit dem Thema beschäftigt und Sie können sicher sein, dass die Melder am richtigen Platz sind und funktionieren.
Lina, Roswitha sagt:
27. Dezember 2016 um 20:13
Wir wurden im Oktober 2016 darauf aufmerksam gemach, dass die Rauchmelder in der Zeit vom 01.-14.02.2017 installiert werden sollen. (Meines Erachtens zu spät). Gleichzeitig wurde für den Einbau eine Kostenpauschale von ca. 80,– EURO angekündigt.
Weiterhin eine Mieterhöhung angezeigt, da es sich ja um eine “Modernisierung” handelt.
Vermieter: eine Verwaltungsgesellschaft für Sozialeinrichtungen (im Dienst der freien Wohlfahrtspflege). Hat das so seine Richtigeit?
Da hat sich Ihr Vermieter wirklich Zeit gelassen und die mehr als dreijährige Übergangsfrist gut ausgenutzt. So lange bis zum Einbau der Rauchwarnmelder nichts passiert, ist das (für den Vermieter) kein Problem. Bei einem Wohnungsbrand in Österreich wurden 2012 die Beteiligten wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, weil keine Rauchwarnmelder eingebaut warden. Der Brand ereignete sich übrigens nur etwa eine Woche nach dem Ende der dortigen Übergangsfrist.
Die Kosten für den Einbau trägt zu 100 Prozent der Eigentümer. Er kann als Modernisierungsmaßnahme 11 Prozent pro Jahr der Kosten für Anschaffung + Einbau auf die Kaltmiete umlegen. Das macht dann etwa 2ct pro Quadratmeter und Monat. Den meisten Vermietern ist da der Aufwand zu hoch.
Andere Kosten gibt es für Mieter nicht, wenn sie nicht vereinbart wurden. Für den Betrieb der Rauchwarnmelder sind nach Landesbauordnung die Mieter verantwortlich. Folglich fallen für den Vermieter dafür keine Kosten an, die er als Betriebskosten umlegen kann.
Manche Vermieter mieten die Rauchwarnmelder und versuchen, die Mietkosten als Betriebskosten umzulegen. Das ist natürlich nur eine andere Finanzierungsform und die Umlage ist nicht zulässig. Mehr dazu: Mietkosten für Rauchwarnmelder
Hans-Joachim Biskup sagt:
24. Dezember 2016 um 19:06
Ich habe in meiner Wohnung selbst Rauchmelderangebracht, die selbstklebend sind. Die Batterien muessen regelmäßig ausgetauscht werden. Ist das zulässig? Es handelt sich um eine Mietwohnung. Mfg Grüßen, Hans-Joachim Biskup
25. Dezember 2016 um 12:36
Alle Rauchwarnmelder mit CE-Kennzeichnung sind geprüft und dürfen verwendet werden, wenn Sie nach Betriebsanleitung des Herstellers montiert und betrieben werden. In dem Zusammenhang zweifele ich daran, dass der Hersteller die Klebemontage in der Betriebsanleitung erwähnt hat. Sie sollten das prüfen und ggf. den Sockel zusätzlich mit einer Schraube befestigen.
unser Rauchmelder wurde gestern eingebaut, aber es klingelt und das stört uns. Ich habe die Nachbarn gefragt aber bei ihnen es klingelt nicht. Bitte sagen Sie mir was kann ich tun. Danke!
Können Sie sicherstellen, dass es wirklich der Rauchwarnmelder, der diese Geräusche von sich gibt?
2. Januar 2017 um 15:40
Evt.die Batterie mal wechseln
22. Dezember 2016 um 11:25
wann müssen die Rauchmelder angebracht werden: Schon während der Renovierung eines Hauses oder erst mit Einzug?
22. Dezember 2016 um 15:16
Die Rauchwarnmelder müssen betriebsbereit sein, wenn die Nutzung der Wohnung beginnt.
Bei Renovierungsarbeiten fallen meist Staub und Schmutz an, die sich in der Rauchkammer festsetzen können. Um die Funktion der Rauchwarnmelders nicht zu beeinträchtigen, sollen diese erst nach Abschluss der Arbeiten montiert werden.
Wenn Rauchwarnmelder bereits vorhanden sind, sollten diese für die Dauer Arbeiten in dem jeweiligen Raum abgenommen und (ggf. in einer Plastiktüte) staubfrei gelagert werden. Bitte vergessen Sie nach Abschluss der Arbeiten nicht, die Geräte wieder in Betrieb zu nehmen. Moderne Rauchwarnmelder mit fest eingebauter Batterie können übrigens durch leichte Drehung ganz einfach aus dem an der Decke montierten Sockel entnommen werden. Die Geräte sind dann abgeschaltet, verbrauchen also keinen Strom und können keinen Fehlalarm auslösen.
19. Dezember 2016 um 20:45
“[...]Im Gegensatz zu Formulierungen in den Bauordnungen anderer Länder muss der Eigentümer (Vermieter) die Verpflichtung zur “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung (also bis zum 31.03.2013) übernehmen, wenn er nicht will, dass der Besitzer (Mieter) für diese zuständig sein soll. In anderen Bundesländern kann der Vermieter die Verpflichtung auch zu einem späteren Zeitpunkt freiwillig übernehmen (zum Beispiel wenn er feststellt, dass der Mieter der Aufgabe nur unzureichend nachkommt).[...]”
Was soll das alles für ein Blödsinn ? Ich habe 3 Miethäuser 2016 in NRW gekauft, statte diese Häuser jetzt noch bis Ende des Jahres mit Rauchwarnmeldern aus und möchte SELBER als VERMIETER die jährliche Wartung übernehmen – darf ich das jetzt – oder nicht ?
Alternativ müsste ich die Wartung dem Mieter übertragen, bzw. einem Dienstleister (wovon ich derzeit aber absehe). Wenn ich jetzt allerdings meinen Mietern die Wartung übertrage, besteht für mich in so weit aber immer noch eine Sekundärhaftung, so zumindest im Internet auf anderer Seite zu finden:
“Nachteil: Der Vermieter bleibt dennoch in der Haftung (sogenannte Sekundärhaftung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht). Insoweit haftet der Vermieter dafür, dass er nur solchen Mietern die Installations- und Wartungspflicht übertragen hat, die dazu technisch, physisch und geistig in der Lage sind. Einem Mieter, der z. B. wegen Alters oder körperlicher Gebrechen wahrscheinlich nicht auf eine Leiter steigen und/oder keine Bohrmaschine bedienen kann, kann der Vermieter die Installation und Wartung eines Rauchwarnmelders nicht mit für sich selbst haftungsbefreiender Wirkung übertragen.”
Quelle: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/vermieter/einbau-und-wartung/
Also muss ich, wenn ich auf Nummer ganz sicher gehen will, einen Dienstleister beauftragen ?
20. Dezember 2016 um 10:07
Der Begriff “Wartung” wird in der Landebauordnung nicht erwähnt. Es gibt lediglich die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” und zu der gehört weit mehr, als den Rauchwarnmelder einmal jährlich auf Beschädigungen und Verschmutzungen zu prüfen und die Prüftaste zu drücken.
Technisch sind Sie als Vermieter gar nicht in der Lage, die Betriebsbereitschaft eines Rauchwarnmelders sicherzustellen. Sie müssen sich beispielsweise mehrere Tage vorher und mit gutem Grund ankündigen, wenn Sie die Wohnung überhaupt betreten wollen. Wie wollen Sie da zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, dass der Rauchwarnmelder noch an seiner Stelle hängt und der Mieter ihn nicht einfach abmontiert hat?
Schon alleine aus diesem Grund hat der Gesetzgeber – zumindest in NRW und einigen anderen Bundesländern – die Verantwortung für den Betrieb denjenigen Personen zugeordnet, die tatsächlich in der Lage sind, diesen sicherzustellen. Und das sind nur die “unmittelbaren Besitzer”, also die Personen, die dort wohnen.
Warum Sie eine “jährliche Wartung” durchführen wollen ist mir nicht klar. Technisch ist sie nutzlos – zumindest bei Qualitätsrauchwarnmeldern mit fest eingebauter Batterie. Die Kosten für so eine Wartung werden sie wahrscheinlich selbst tragen müssen, denn warum sollten ihre Mieter die Kosten für eine nutzlose Maßnahme übernehmen? Rechtlich bringen Sie sich ggf. in die Haftung – zumindest dann, wenn Sie Ihren Mietern den Eindruck vermitteln, dass mit der “jährlichen Wartung” alles erledigt sei. Welches Ziel steckt also dahinter, wenn nicht mal der Gesetzgeber Ihnen das zumutet?
Zu der so genannten “Sekundärhaftung”:
Den Gebäude-/Wohnungseigentümer treffen einige Rechtspflichten, die als “Verkehrssicherungspflichten” zusammengefasst werden. Eine allgemeine Definition finden Sie hier: JuraForum – Lexikon: Verkehrssicherungspflicht
Wenn Sie eine Verpflichtung (zum Beispiel die “Streupflicht”) vertraglich Ihrem Mieter delegieren, so können Sie als Vermieter trotzdem haftbar gemacht werden, wenn Ihr Mieter die Wege nicht oder nur unzureichend streut und dadurch ein Dritter einen Schaden erleidet. Das könnte man als “sekundäre Verkehrssicherungspflicht” bezeichnen. Sie können einer Haftung ggf. entgehen, wenn Sie die delegierte Streupflicht überwachen.
Bei der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern haben Sie aber gar keine Rechtspflicht, denn die ist in NRW per Gesetzt Ihrem Mieter zugeordnet. Folglich müssen Sie auch die Durchführung nicht delegieren und somit auch nicht überwachen. (In Bundesländern, in denen die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft nicht den unmittelbaren Besitzern zugeordnet ist, kann das anders sein. Insofern ist der Hinweis auf der o. g. Seite nicht ganz falsch.)
12. Dezember 2016 um 21:45
in meiner Mietwohnung in NRW führt der Fluchtweg aus dem Schlafzimmer über das Wohnzimmer in den Flur, wo sich die Wohnungstür befindet. Rauchmelder müssen vom Gesetz nach meinem Verständnis im Schlafzimmer und dem Flur installiert sein, im Wohnzimmer nicht. Richtig? Gibt es hier keine gesetzliche Lücke? Denn wenn z. B. in der Nacht im Wohnzimmer ein Feuer ausbrechen würde, bis der Rauch im Schlafzimmer den Rauchmelder erreicht, um mich warnen zu können, kann der Fluchtweg über das Wohnzimmer versperrt sein. Ich bitte um eine schnelle Antwort.
13. Dezember 2016 um 08:00
Die Landesbauordnung verlangt, dass Rauchwarnmelder in Fluren der Wohnung eingebaut werden müssen, weil diese zur Flucht aus einem brennenden Raum benutzt werden. Für Wohnzimmer gibt es keine Anforderung zum Einbau von Rauchwarnmelder – allerdings ist es auch nicht verboten.
Die Bauordnung selbst enthält keine Definition für “Flur”. Die DIN 14676 erklärt den Begriff so:
Verbindung zwischen Räumen und dem Ausgang der Nutzungseinheit, die als Fluchtweg genutzt werden muss
ANMERKUNG Hierzu zählen auch Treppenräume eines Einfamilienhauses und als Durchgang genutzte Räume.
Damit ist klar, dass im Wohnzimmer ein Rauchwarnmelder eingebaut werden MUSS, wenn dieses als Fluchtweg von einem Aufenthaltsraum benutzt werden muss.
14. Dezember 2016 um 11:34
Vielen Dank für Ihre Antwort. Zur weiteren Klärung folgendes.
Sie schreiben: “Damit ist klar, dass im Wohnzimmer ein Rauchwarnmelder eingebaut werden MUSS, wenn dieses als Fluchtweg von einem Aufenthaltsraum benutzt werden muss.”
Begriff ‘Aufenthaltsraum’: Gilt das Schlafzimmer bei mir vor dem Gesetzgeber als Aufenthaltsraum?
UND: Reichen vor dem Gesetzgeber ein großes Fenster in meinem Schlafzimmer über das ich mich im Brandfall aus dem 4. OG auf den Balkon im 3. OG abseilen könnte ODER die Balkontür, die ich im Wohnzimmer habe, um im Brandfall auf den Balkon zu gelangen, aus, um einen Rauchmelder im Wohnzimmer NICHT installieren zu MÜSSEN? Es soll eine Installation eines Rauchmelders in meinem Wohnzimmer nur erfolgen, wenn es laut Gesetzgeber sein MUSS.
Ich bitte Sie um eine weitere Antwort.
14. Dezember 2016 um 12:27
“Aufenthaltsräume” sind alle Räume einer Wohnung, in denen sich Personen länger als nur für einen ganz kurzen Zeitraum aufhalten können. Ausgenommen sind neben Bad und WC in einer Wohnung zum Beispiel ein Abstellraum oder ein Lagerraum und ähnliches.
Der so genannten “ersten Rettungsweg” einer Wohnung, der mit Rauchwarnmeldern überwacht werden muss, ist immer der Weg von einem Aufenthaltsraum zur (Haupt-)Ausgangstür der Wohnung. Die Bewohner müssen sich auf diesem Weg selbst (ohne Hilfe der Feuerwehr o. ä.) retten können.
Aber auch bei einer erdgeschossigen Wohnung gilt eine Terrassentür oder ein Fenster nicht als erster Rettungsweg. Die Tür oder das Fenster ist im Notfall eventuell verschlossen oder die Rollläden sind heruntergelassen, was die kurze Zeit, die zur Selbstrettung bei einem Wohnungsbrand zur Verfügung steht, unnötig verkürzt.
Ich würde an Ihrer Stelle nicht zögern und zur eigenen Sicherheit einen Rauchwarnmelder im Wohnzimmer einbauen, vor allem, wenn dies der einzige Weg ist, über den Sie sich im Falle eines Brandes retten können.
Linzer sagt:
14. Dezember 2016 um 14:40
Ich finde es auch äusserst befremdlich,dass ausgerechnet das Wohnzimmer von dieser Pflicht ausgenommen sein soll….
Die Gefahr eines Brandes ist,zumindest aus meiner subjektiven Sicht, doch in Wohnzimmern durch z.B. Geräte,höher,als in Schlafzimmern.
Wer diese Vorschrift erlassen hat,ist in meinen Augen realitätsfremd.
21. Dezember 2016 um 00:01
Ich schlafe oft im Wohnzimmer vor der Glotze ein also kommt da auch ein Rauchmelder rein.
21. Dezember 2016 um 01:54
Empfohlen ist ein Rauchwarnmelder im Wohnzimmer allemal – aus dem genannten Grund und weil das Wohnzimmer einer der Räume ist, in denen ein Brand leicht entstehen kann (z. B. durch Elektrogeräte, Kerzen usw.).
Die Landesbauordnung verlangt allerdings den Einbau nur in Räumen, in denen Personen “bestimmungsgemäß” schlafen. Das ist neben dem Schlafzimmer und Kindezimmer auch zum Beispiel ein Gästezimmer.
10. Dezember 2016 um 02:43
Reicht ein Rauchmelder im Flur einer Wohnung aus oder müssen es mehr sein und wenn ja wo noch? Gruß, Kerstin
11. Dezember 2016 um 12:49
In den meisten Bundesländern müssen Rauchwarnmelder in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren in der Wohnung eingebaut und betrieben werden.
Drewer sagt:
9. Dezember 2016 um 10:10
Hallo bei uns wurden noch keine Rauchmelder installiert. Sollte dies bis ende 2016 nicht passieren kann ich die Miete mindern. Wenn ja um wieviel Prozent?
LG Drewer
9. Dezember 2016 um 17:45
In NRW läuft die Frist zur Nachrüstung am 31.12.2016 ab. Ihr Vermieter sollte also in den nächsten drei Wochen reagieren. Weisen Sie ihn noch mal darauf hin!
Als Druckmittel können Sie ab 01.01.2017 die Bauaufsichtsbehörde über die fehlenden Rauchwarnmelder informieren. Das führt dann zu einem Bußgeld gegen Ihren Vermieter.
Ob Sie die Miete mindern können und um welchen Betrag, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Mir ist kein entsprechender Fall aus der Rechtsprechung bekannt.
3. Dezember 2016 um 11:05
Muss ich als Eigentümer in dem von Mir genutzten Haus(Wohnung), auch Rauchmelder installieren. Wenn Ja wo steht dieses.
3. Dezember 2016 um 16:16
In der Landesbauordnung wird nicht zwischen vermieteten und vom Eigentümer selbst genutzten Wohnungen unterschieden.
Den entsprechenden Artikel der Landesbauordnung finden Sie für Ihr Bundesland über den Menüpunkt Rauchmelderpflicht.
29. November 2016 um 15:14
Bei Mietwohnungen ist der Einbau verpflichtend bei Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren. Warum aber nicht im Wohnbereich? Gerda e im Wohnzimmer kann doch durch vergessene Kerzen, Weihnachtsbaum, etc. ein Brand ausbrechen?
29. November 2016 um 18:01
Die Rauchmelderpflicht betrifft nicht nur Mietwohnungen, sondern alle Wohnungen und Wohnhäuser, egal ob selbstgenutzt oder vermietet.
Ein Rauchwarnmelder hat das Ziel, schlafende Personen zu wecken, so dass diese die Wohnung/das Haus möglichst schnell verlassen können. Deshalb beschräkt sich der Gesetzgeber auf Schlafräume und Fluchtwege in der Wohnung. Ein Rauchwarnmelder im Wohnzimmer erhöht die Sicherheit natürlich und ist auch empfohlen – aber nicht gesetzlich gefordert.
28. Dezember 2016 um 22:03
“Ein Rauchwarnmelder hat das Ziel, schlafende Personen zu wecken”
Das stimmt, aber was nutzt mir ein bescheuerter Rauchmelder in meinem Schlafzimmer. Wenn der Anschlägt, dann ist es doch schon zu spät. Entweder das Feuer ist schon bis vor die Schlafzimmertür vorgedrungen und ich kann je nach Lage des Zimmers nicht mehr fliehen, oder aber das Feuer ist sogar schon IM Schlafzimmer selber. Für mich eine absolut bescheuerte Regelung. Meine Melder die in meinem Haus verbaut sind höre ich auch im obersten Stock, wenn sie im Keller losgehen.
Einbau empfehle ich demnach nicht in den Schlafräumen, sondern in den Wohnräumen. Das diese von der Regelung ausgeschlossen sind ist für mich absoluter Quatsch. Gerade in der Küche: Angelassener Ofen, Herd oder sonstige Geräte. Was da alles in Brand gesetzt werden kann. Aber stimmt, da einen einbauen ist ja Blödsinn…..wer sich den Scheiß schon wieder ausgedacht hat….
29. Dezember 2016 um 10:04
Wie gesagt: Sie können Rauchwarnmelder in jedem Raum einbauen. Das wird sogar von Brandschützern empfohlen.
Nach Landesbauordnung gibt es die Mindestausstattung in Kinderzimmern, Schlafzimmern und Fluren.
Heike Müller sagt:
27. November 2016 um 14:16
Ich wohne in einem Wohnheim, uns wurde vor kurzem Rauchmelder Installiert. Ich Rauche und mache auch schon mal eine Kerze an, ist das jetzt alles verboten? In öffentlichen Bereichen würde ich es ja verstehen, aber in jedem Zimmer finde ich übertrieben. Man hat uns schon alles verboten. was Rauchen anbelangt nun das. Ich finde es scheisse, die Politiker können machen mit uns was die wollen, dann sollen die in ganz Deutschland dieses Verbot aussprechen.
Zigarettenrauch und Kerzen lösen üblicherweise einen Rauchwarnmelder nicht aus. Zu den Aufgaben eines verantwortlichen, mit dem Einbau von Rauchwarnmeldern beauftragen Dienstleisters gehört u. a. die Information der Bewohner über die Ursachen von so genannten “Täuschungsalarmen” und wie damit umzugehen ist. Hat Ihnen der Monteur keine Betriebsanleitung oder zumindest ein Infoblatt dagelassen?
Edy fragt: 16.9.2016 sagt:
16. September 2016 um 12:39
Viele ältere Menschen können bis ca.800 Hz gut hören, aber über 1000 Hz so gut wie gar nicht. Ein Rauchgas-
Melder mit einer Tonfrequenz von 2000 – 4000 Hz sind also für ältere Menschen sinnlos. Ich suche seit einer
Zeit einen normalen Rauchgasmelder mit einem Signalton von 400 bis 800 Hz. Wer kann mir helfen. Es sollte
aber auch ein Gerät sein, zu normal erschwinglichen Preisen.
17. September 2016 um 11:55
Der Alarmton wird bei nahezu allen Rauchwarnmeldern über eine Piezoelektrische Membran erzeugt und hat in der Regel eine feste Frequenz von etwas über 3.000 Hz. Nach Norm darf die Nennfrequenz nicht höher als 3.500 Hz sein.
Die einzige mir bekannte Ausnahme sind die Genius-Rauchwarnmelder von Hekatron. Bei diesem Gerät sind bei Alarm alternierend zwei Töne mit etwa 3.100 und 3.250 Hz zu hören.
Für schwerhörige Personen gibt es von FireAngel neben einer Blitzleuchte auch eine Tieftonsirene mit 500 Hz. Beide Geräte können über die Funkvernetzung mit einem oder mehreren funkvernetzten FireAngel ST-630-Rauchwarnmeldern gekoppelt werden.
4. Februar 2015 um 00:12
Die Rauchmelderpflicht ist völliger Blödsinn. Da haben unsere Politiker mal wieder etwas zum Schaden der Bürger beschlossen. Entweder haben die Lobbyisten der Rauchmelderhersteller gut “geschmiert” oder da wechselt jetzt mal wieder ein Politiker zu den Rauchmelderproduzenten.
Jeder der schon mal mehr als einen Rauchmelder von verschiedenen namhaften Firmen installiert und ausprobiert hat wird das schnell erkennen.
Falls es mal irgendwann wesentlich bessere Rauchmelder geben sollte, so würde so ein Rauchmelderpflicht nur Sinn machen, wenn die Rauchmelder Netzanschluß hätten und unsichtbar in den Deckenlampen intergriert wären.
Aber am liebsten hätten unsere Politiker ja dann auch noch Web-Cams in den Wohnungen installiert, damit sie die Daten der NSA übermitteln können.
Orwell läßt grüssen !!!
5. Februar 2015 um 13:24
Ich bin nicht ganz sicher, ob Sie da mit dieser Meinung nicht ziemlich alleine sind. Rauchwarnmelder in Wohnungen tragen nachweislich dazu bei, die Bewohner vor Brandrauch zu schützen. Sie brauchen sich nur mal die Polizeimeldungen mit dem Suchbegriff ‘Rauchmelder’ anzuschauen.
Dass bei der Umsetzung der “Rauchmelderpflicht” auch wirtschaftliche Interessen von Herstellern, Händlern und Dienstleistern eine Rolle spielen, ist klar. Aber nennen Sie mir einen Bereich des öffentlichen Lebens – außer den Freiwilligen Feuerwehren, THW und anderen Freiwilligen-Hilfsdiensten – in dem das nicht der Fall ist.
Robert Pecks sagt:
21. Februar 2015 um 01:19
So *ganz* alleine steht er mit seiner Meinung da sicherlich nicht. Das Problem ist weniger die Technik der Rauchwarnmelder, sondern die (wie in so vielen Bereichen, siehe bspw. die “Energiewende” selbstherrliche aber nichtsdestotrotz stümperhafte Umsetzung des “Pflichtgedankens”.
Ich versuche mal, das zu konkretisieren:
1. Vorschriften im privaten Bereich stehen dem Gesetzgeber (weitgehend, siehe GG) nicht zu.
1.1. Im Rahmen einer *Pflicht*, insbesondere im Bestand, sollte das Verursacherprinzip gelten
aka “Wer die Musik bestellt, der bezahlt”.
2. *Empfehlungen* sollten die aktuelle Technik berücksichtigen und kein “Minimalprinzip” mit
zweifelhaftem Nutzen propagieren.
3. Es ist kontraproduktiv, aus ideologischen Gründen die oftmals bessere Technologie
(Ionisationsmelder) zu unterdrücken.
4. Brandschutz ist ein *Konzept*, nicht ein paar Spielzeuge an der Decke. *Zumindest* das gehört
kommuniziert, *bevor* man einen wie auch immer gearteten Zwang ausübt.
Fazit: Rauchwarnmelder sind keine Antwort auf fahrlässigen Umgang mit “dem Feuer”. Sie *können* helfen, Menschenleben zu retten. Alleine diese Aussicht ist eine Empfehlung!; daraus eine “Pflicht” zur Installation in privat! genutztem Wohungsraum abzuleiten ist allerdings recht anmaßend, da es die These des “mündigen Bürgers” – wie so oft in der letzten Zeit – ad absurdum führt.
21. Februar 2015 um 13:57
Man kann hier leider nicht auf “Like” klicken, sonst würde ich das bei diesem Kommentar tun.
Scaver sagt:
27. Dezember 2016 um 14:48
Robert Pecks, sie haben in einigen Punkten schlicht und nachweislich unrecht.
Punkt 1: Der Gesetzgeber hat dieses Recht! Ihnen mag dies nicht passen, aber kein Gesetz und und auch das GG verbieten dem Gesetzgeber dies nicht. Aber es gibt einige Gesetze, die dies betreffen.
Zumal ein Brand in niemals eine Private Sache ist. Er betrifft immer auch andere und sei es nur durch die verursachten Kosten von Rettungskräften, Krankenkassen usw. Das sind Gelder der Allgemeinheit!
Mal von Dritten (Nachbarn z.B.) die ebenfalls geschädigt werden können, mal ganz zu schweigen.
Punkt 1.1: Also soll der Staat zahlen? Ihre Meinung! Ist aber nicht das Maß der Dinge (zum Glück)!
Kann er ja machen und erhöht die Steuern und holt es sich so wieder? Sinnvoll? Nein!
Denn die Steuer wird ja nicht nur einmalig erhoben, sondern dann kontinuierlich und alle zahlen permanent auch alle anderen “neuen” mit! Dann doch lieber einmalig.
Und rechtlich greift hier eh ein anderes Prinzip: “Eigentum verpflichtet!”
Punkt 2: Es MUSS immer das empfohlen oder vorgeschrieben werden, was MINDESTENS notwendig ist. Sonst liegen welche nachher drunter. Und mehr zu empfehlen oder vorzuschreiben, als absolut notwendig, würde weiteren Stoff zu deinem Punkt 1.1 liefern.
Punkt 3: Es wird gar nichts unterdrückt. Hier greift Punkt 2. Nur weil etwas besser ist, ist es noch lange nicht notwendig… zudem kostet es meist auch mehr… siehe wieder dein Punkt 1.1.
Punkt 4: Es geht NICHT um Brandschutz! Es geht darum, dass im Falle eines Brandes schalfende Personen schnell und wirksam gewarnt werden und die Wohnung/das Haus rechtzeitig verlasen können.
Dein Fazit ist absurd! Wieso? Weil es Jahrzehnte der Toten durch Feuerrauch beweisen! Nur wenige Leute sterben am Feuer selber. Die meisten sterben an den Folgen des Rauches.
Und ein Großteil derer die doch durch das Feuer an sich sterben… da liegt es auch am Rauch (z.B. vorher das Bewusstsein verloren aber dann verbrannt). Und aktuelle Untersuchungen die zu diesem Gesetz geführt haben zeigen, dass der “mündige Bürger” in seiner Mündigkeit nur eines tut… nämlich GAR NICHTS! Gerade Mietwohnungen sind so gut wie nie mit Rauchmeldern oder anderem ausgestattet. Und auch im Wohneigentum sind sie eher selten anzutreffen.
Wenn der “mündige Bürger” selber nichts tut und nachweislich und wissentlich das eigene Leben, das Leben Dritter (Familie, Nachbarn, Einsatzkräfte u.a.) und das Geld der Allgemeinheit aufs Spiel setzt, dann muss der Gesetzgeber halt eingreifen!
Denn Mündigkeit verpflichtet auch!
Peter Wert sagt:
12. Februar 2015 um 16:15
Ich habe letztes Wochenende zusammen mit 5 anderen Bewohnern überlebt DANK mehrerer Rauchmelder !!!
2 Bewohner einer Mietwohnung hatten nicht soviel Glück, die Rauchmelder waren wohl installiert, aber deaktiviert.
Höchste Zeit, das Vernünftiges Pflicht wird.
Übrigens, Orwell hat sich schon lange überholt dank Facebook und Generation Blöd mit Wischfinger.
Tatsache ist, ohne diese Melder wär es das gewesen.
Die erste Lobbyarbeit, die ich gut finde )))
Frank Kowalczyk sagt:
26. Februar 2015 um 17:26
Diese Rauchmelder sind nicht ausgereift. Sie geben Fehlalarm.
Türen sind schon aufgemacht worden von der Feuerwehr wegen des Fehlalarms.
Das Kontrolllicht nervt.
Wenn die Batterie leer wird schrillt ein schlimmer Piepton im Intervall.
Dann mal schnell in der Nacht die Batterie wechseln.
So ein Schwachsinn von nicht wissenden Politikern.
Teure Batterien dürfen wir wieder Zahlen.
Einigen dummen Bürgern kann man es ja als lebenrettend vorgaukeln.
27. Februar 2015 um 08:15
Die beschriebenen Rauchwarnmelder gibt es tatsächlich. Die Dinger kosten etwa 3 – 10 Euro und landen nach wenigen Monaten im Müll – spätestens wenn nach einem Jahr die Batterie leer ist. (Bitte daran denken: Elektrogeräte, auch schlechte, gehören nicht in den Hausmüll.)
Die technische Entwicklung ist aber auch hier in den letzten Jahren fortgeschritten. Mittlerweile verwendet man Rauchwarnmelder mit fest eingebauter Batterie, ausgereifter Sensorik und intelligenter Elektronik zur Auswertung der Messung und Vermeidung von Fehlalarmen. Dies Geräte kosten etwa 25 – 30 Euro. Dafür muss man sich aber mindestens 10 Jahre nicht darüber ärgern und schützt sich und seine Familie vor den oft tödlichen Folgen des Brandrauchs.
Lars U. sagt:
7. März 2015 um 17:33
Rauchmelderpflicht hin oder her. GG hin oder her, der Gesetzgeber versucht uns hier nur auf etwas aufmerksam zu machen. Unsere Gesundheit. Wie im Fallbeispiel bereits dargestellt. Ich bin leidensxhaftlicher Feuerwehrmann im Beruf sowohl auch in der Freizeit. An 365 Tagen im 24 Stunden rund um die Uhr. Die Bilder von Bewohner die es nicht geschafft haben weil sie es ablehenen Rauchmelder zu installieren nimmt uns keiner. Ist ein Menschenleben weniger Wert als 15-20 €? Ist ein Leben weniger aufwendig als einen Rauchmelder zu installieren und ihn zu warten? Ist es weniger bedeutsam einen geliebten Familienangehörigen zu verlieren als ein mal im Jahr eine Batterie zu wechseln oder sich über das alle paar Minuten blinkende Licht an der Decke aufzuregen? Ich glaube wohl eher nicht. Dumm ist der der dummes tut. Viel Spaß dabei. Schaut eure liebsten an und überlegt ob es die Diskussion wert ist das da etwas an der Decke hängt was nicht mal ansatzweise im Alltag auffällt. Nur Mut, ein Rauchmelder beißt nicht, er kann Leben retten wenn es soweit ist.
20. Juni 2013 um 10:35
Es besteht über die LBO noch eine Verkehrssicherungspflicht für den Gebäude/Wohnungseigentümer.
Wenn also keine Rauchmelder installiert sind und Personen werden z.B. durch Brandrauch verletzt so muss er sich fragen ob er denn alles mögliche getan hat um dies zu verhindern (z.B. Rauchmelder installiert). Hier stellt sich dann die Frage, “wer haftet im Schadensfall”? Und zum Thema Wartung, ich möchte die 80jährigen Mieter sehen, die die Rauchmelder selber regelmäßig warten und dies auch noch rechtssicher dokumentieren.
Frau Schmitz sagt:
30. November 2013 um 12:14
Meine Erachtens ist es hier wie bei allem Mieterpflichten: Der Mieter muss dafür Sorge tragen, dass die Aufgaben in seinem Namen erfüllt werden.
Die 80jährige Mieterin muss zB auch nicht selber Schnee räumen, aber sie muss dafür Sorge tragen, dass zB der Enkel das für sie erledigt oder auf ihre Kosten einen entsprechenden Dienstleister beauftragen.
Adam S. sagt:
20. Juni 2013 um 10:14
Montage oder Nachrüstung der Rauchmelder ist immer eine sinvolle Investition.
Gibt es Vorschriften oder Richtlinien, die sich mit Rauchmeldern in Kurzzeitpflegeeinrichtungen befasst?
Was für mich eine wichtige Frage ist: Müssen die Rauchmelder (z.B. Gira,Hager, o.ä.) untereinander vernetzt, verbunden oder möglicherweise an eine Telefonanlage gekoppelt sein (Feuerwehrnotruf)?
20. Juni 2013 um 14:53
Die “Rauchmelderpflicht”, die in vielen Landes-Bauordnungen ergänzt wurde, betrifft ausschließlich Wohnungen. Für so genannte “Sonderbauten”, bei denen eine besondere Brandgefahr zu erwarten ist oder ein Brand außergewöhnliche Folgen haben kann, werden in der Regel Brandschutzmaßnahmen von der Baubehörde bereits in der Baugenehmigung festgelegt. Diese beinhalten nicht nur eine Überwachung, sondern auch die Festlegung von Fluchtwegen, Verminderung der Brandgefahr, Ausstattung mit Feuerlöschgeräten usw.
Wenn keine Maßnahmen festgelegt wurden (zum Beispiel weil das Gebäude nicht besonders groß ist oder bereits vor langer Zeit bauaufsichtlich genehmigt wurde), können Rauchwarnmelder einen gewissen Schutz der Bewohner vor den Folgen von Brandrauch bieten.
Zwischen einem “stand-alone-Rauchwarnmelder”, der lediglich die Personen in dem Raum vor Brandrauch warnt, in dem er eingebaut ist, und einer Brandmeldeanlage mit automatischer Alarmierung der Notrufzentrale gibt es viele Möglichkeiten.
Ich empfehle, die baulichen Gegebenheiten mit eine Brandschutzexperten zu besichtigen. Nur unter Berücksichtigung der Örtlichkeit können sinnvolle Maßnahmen zum Brandschutz festgelegt werden. Der zuständige Brandinspektor der Stadt oder des Landkreises hilft hier sicher weiter.
21. Juni 2013 um 11:11
Rauchmelder sollen vor Brandrauch warnen/alarmieren, insbesondere dann wenn der Mensch schläft. Rauchmelder sind keine Brandmeldeanlagen.
Heinz - Werner Meier sagt:
4. Juni 2013 um 11:17
Kein Kommentar, aber Frage wie müssen die Rauchmelder in NRW für Blinde oder Gehörlose beschaffen sei,
und stellt die Industrie so etwas her?
4. Juni 2013 um 22:52
Für gehörlose Bewohner kann ein Rauchwarnmelder mit einer Zusatzeinrichtung verbunden werden, die bei Alarmierung ein Lichtsignal abgibt.
Konkrete gesetzliche oder bauaufsichtliche Anforderungen an solche Zusatzeinrichtungen sind mir nicht bekannt. Der Rauchwarnmelder, der den Alarm feststellt, muss natürlich DIN EN 14604 entsprechen.
Möglich wäre zum Beispiel dieses Produkt: Alarmierungsmodul für Hörgeschädigte
17. Dezember 2016 um 13:28
Diese Anlagen gibt es über den Akustiker und Krankenkasse.
H. Dederichs sagt:
5. April 2013 um 17:29
wir haben im Sept.2011 eine Eigentümswohnung gekauft. In der Baubeschreibung von 2011 sind keine Rauchmelder zum Einbau aufgeführt. Die Fertigstellung der Wohnanlage durch den Bauträger sowie Abnahme des Allgemeineigentum und unserer Eigentumswohnung erfolgt am 12.04.13 und 16.04.13.
Frage ist: Wer muss die Rauchmelder einbauen, Bauträger oder der jeweils beurkundete Eigentümer der Wohnung.
So weit ich weiß, ist der “offizielle Baubeginn” maßgebend. Das würde bedeuten, die gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern trifft denjenigen, der am Ende der Übergangsfrist (in NRW 31.12.2016) Eigentümer der Wohnung ist.
Ein früherer Einbau ist natürlich zum Schutz der Bewohner sinnvoll.
Petra Zurnieden sagt:
27. März 2013 um 16:39
Mein Mann und ich liegen im Streit. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus in unserer Eigentumswohnung.
Jetzt meint mein Mann, was er in seiner Wohnung einbaut oder nicht kann ihm keiner Vorschreiben. Abgesehen davon das dann die Versicherung nicht für entstehende Kosten aufkommt und er selbst wahrscheinlich dann tot im Bett liegt. Er besteht darauf, das diese Einbaupflicht nur für vermietete Wohnungen besteht. Hat er recht? Und wenn er recht hat, wofür gibt`s dann überhaupt ein Gesetz?
Freue mich auf schnelle Antwort
Petra Zurnieden
28. März 2013 um 17:40
Die Landesbauordnung NRW wurde um den Absatz zur Rauchmelderpflicht im § 49 ergänzt. Letzterer trägt die Überschrift “Wohnungen”.
Der ergänzte Absatz lautet:
Wenn also die Änderung der Landesbauordnung am 1. April in Kraft tritt, sind Eigentümer von Wohnungen (Mietwohnungen wie auch Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw.) nach einem Landesgesetzt verpflichtet, Rauchwarnmelder bis zum Ende der Übergangsfrist (31.12.2016) einzubauen.
Diese gesetzliche Verpflichtung trifft Eigentümer genauso wie zum Beispiel Autofahrer, die auch auf die Idee kommen könnten, sich im eigenen Auto nicht anschnallen zu müssen.
Allerdings wird die Rauchmelderpflicht nicht kontrolliert und es sind keine Bußgelder festgelegt. Auch die Versicherungen werden nach eigenen Aussagen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft e.V. die Schadensregulierung nicht davon abhängig machen, ob ein Rauchwarnmelder eingebaut war oder nicht.
Rauchwarnmelder schützen Leben für einen überschaubaren Preis. In den allermeisten Fällen werden Sie nicht gebraucht – gleiches trifft aber auch auf den Airbag im Auto zu.
Markus Heinemann sagt:
4. März 2013 um 21:27
Hallo zusammen, mich interessiert wie die Umsetzung der Rauchmelderpflicht kontrolliert werden soll, vor allem bei Wohnungen im Bestand! Was geschieht bei nicht Installation? Wie werden die Versicherungen in einem Schadenfall reagieren wenn keine Rauchmelder Installiert sind oder defekt bzw. ohne Funktion sind ?
4. März 2013 um 22:10
Die Bauordnungen sehen keine Kontrolle des Einbaus und der regelmäßigen Wartung von Rauchwarnmeldern vor. Es sind auch bisher keine Durchführungsverordnungen bekannt, in denen etwas in der Richtung festgelegt ist.
Die unterbliebene Installation von Rauchwarnmeldern oder die unzureichenden “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” werden vermutlich erst nach einem Brand relevant. Kommen Personen zu Schaden – genau das soll ein funktionierender Rauchwarnmelder verhindern – wird sich die Staatsanwaltschaft dafür interessieren, ob Rauchwarnmelder eingebaut wurden gewartet wurden und diese den Schaden hätten verhindern oder verringern können.
Ob die Gebäude- oder Hausratversicherung zu Leistungskürzungen berechtigt sind, hängt wohl vom Versicherungsvertrag ab. Ist im Versicherungsvertrag die Ausrüstung mit Rauchwarnmeldern vereinbart, kann es zu einer Leistungskürzung im Schadensfall kommen, wenn die Geräte nicht funktionsbereit waren. Der Zweck eines Rauchwarnmelders ist jedoch vordergründig, Personen frühzeitig vor einem Brand in der Entstehungsphase zu warnen, so dass diese sich in Sicherheit bringen können. Die Geräte sind nicht für den Schutz des Gebäudes oder von Sachwerten ausgelegt. Allerdings besteht bei rechtzeitiger Feststellung eines Brandes auch die Möglichkeit, diesen mit einfachen Mitteln (zum Beispiel einem Lösch-Spray) zu bekämpfen.
Albert Jacobs sagt:
4. März 2013 um 14:30
Guten Tag, ich bin Architekt im Ruhestand. bin jedoch immer noch -vor allem in Altbau- speziell im Denkmalschutzbereichen – beratend tätig. Insofern ist es für mich wichtig, über den aktuellen Stand der einschlägigen behördlichen Vorschriften auf dem Laufenden zu sein.
2. März 2013 um 13:20
Wird das Gesetz zu den Rauchwarnmeldern wie geplant zum 1.4.2013 in Kraft treten, oder sind mit Verzögerungen zu rechnen. In der Anfrage im Januar von Frau Geiger sprach bisher noch nichts dagegen, aber bisher ist wieder einige Zeit vergangen.
3. März 2013 um 21:26
Bisher gibt es keine neuen Erkenntnisse.
Der auf der Informations-Seite des Landtags dargestellte Status ist seit Dezember unverändert.
26. Februar 2013 um 21:40
Kann mein Vermieter jetzt meine Wohnunge mit Rauchmeldern,
die für 10 Jahre gemietet werden,ausstatten lassen.
Muss er die Miete tragen und ich die Servicekosten?
Oder muss ich beides bezahlen?
Könnte ich verlangen, dass er mit der Anbringung der Geräte
wartet bis 2016, wenn Rauchmelder in NRW überall Pflicht sind.
27. Februar 2013 um 12:36
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in NRW noch keine Rauchmelderpflicht. Wahrscheinlich wird diese zum 1. April in Kraft treten. Vielleicht aber auch erst etwas später.
Der Vermieter kann und muss vor dem Ende der Übergangsfrist Rauchmelder auf seine Kosten in den Wohnungen einbauen lassen. Ein verantwortungsbewusster Vermieter wird den Einbau so früh wie möglich in die Wege leiten. Das Landgericht Magdeburg hat in einem Urteil vom 27.09.2011 festgestellt, dass “keine Veranlassung besteht, die Anmietkosten für Rauchmelder anders zu behandeln, als die Mietkosten für Kaltwasserzähler, Wärmeerfassungsgeräte und Warmwasserzähler.” Danach können die Mietkosten als Nebenkosten abgerechnet werden.
Die Kosten für die Wartung durch eine beauftragte Fachfirma können unter bestimmten Umständen auf die Nebenkosten umgelegt werden. Der Mietvertrag muss das hergeben, oder es muss Zusatz zum Mietvertrag vereinbart werden, der das regelt.
Wir sprechen bei den Kosten für die Wartung von etwa 2 bis 3 Euro pro Jahr und Gerät. Falls tatsächlich Mietkosten umgelegt werden, können das für hochwertige Rauchwarnmelder nicht mehr als 4,- Euro pro Jahr sein – ein höherer Betrag wäre nicht gerechtfertigt. Bei einer normalen Wohnung mit drei Rauchwarnmeldern (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur) kommen hier nicht mal 20,- Euro im Jahr zusammen. Das ist weniger als 2,- Euro im Monat – meiner Meinung nach kein Insolvenzgrund. Vor allem dann nicht, wenn es um Ihre Sicherheit geht.
Athur sagt:
23. Februar 2013 um 14:31
kennt jemand einen Referenztext, wie er als Zusatzklausel zum Mietvertrag aussehen sollte?
I.Grupe sagt:
Können Sie etwas zum Sachstand sagen ?
Kann ich die Installation der Rauchmelder vom Vermieter notfalls einklagen?
21. Februar 2013 um 17:01
Nach derzeitiger (mir bekannter) Rechtslage muss der Eigentümer bestehende Wohnungen erst bis zum Ablauf der Übergangsfrist mit Rauchwarnmeldern ausrüsten.
Weitere Details finden Sie hier im Abschnitt “Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?”.
Thomas Kube sagt:
15. Februar 2013 um 15:18
ich habe mal eine sehr wichtige Frage, sind mit der neuen Rauchmelderpflicht in NRW auch Rauchmelder in Kindergärten vorgeschrieben? Sicher macht das Sinn, aber ist das gesetzlich vorgeschrieben?
Bitte antworten Sie mir wenn möglich so schnell wie möglich.
gruß, Thomas Kube
15. Februar 2013 um 17:46
Die vorgesehene Änderung der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen betrifft in Bezug auf die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern ausschließlich Wohnungen im Sinne der Bauordnung (also auch Wohnhäuser, Villen usw.).
Für Sonderbauten, zu denen auch Kindergärten gehören, werden in der Regel von der Bauaufsichtsbehörde individuelle Brandschutzmaßnahmen festgelegt.
Ob Rauchwarnmelder vorgeschrieben sind, geht aus der Baugenehmigung bzw. dem Brandschutzkonzept für den jeweiligen Kindergarten hervor. Die geplante “Rauchmelderpflicht” in Nordrhein-Westfalen ändert daran nichts.
10. Februar 2013 um 08:35
Ich sehe die Sache eher kritisch, ein Gesetz erlassen ist eine Sache, die Umsetzung zu kontrollieren die andere. Es ist in Deutschland vieles vorgeschrieben wenn jedoch nur Stichprobenartig kontrolliert wird oder gar nicht. Wird der gewuenschte Effeckt ausbleiben. Wie z.B. Handyverbot am Steuer, Parken usw. Wo soll das Personal herkommen die die Rauchmelderpflicht ueberpruefen? Ich selber habe mein Haus mit Rauch und Gasmeldern ausgestattet, gehoere zu denen die fuer sowas kein Gesetz brauchen. Jedoch die resistenten Vermieter die ihren Mietern selbst kleine Instandsetzungen verwehren werden sich von einer Rauchmelderpflicht wohl nicht beeindrucken lassen.
Susanne Geiger sagt:
25. Januar 2013 um 10:54
Guten Tag., sehr geehrte Damen und Herren,
mich interessiert, ob das Gesetz zum geplanten Termin, 01. 04.2013, rechtskräftig sein wird. Oder muss man mit einer Verzögerung rechnen?
25. Januar 2013 um 20:56
Nach derzeitigem Stand spricht nichts gegen ein Inkrafttreten der Änderung zum 01.04.2012.
Zum Gesetzgebungsverfahren siehe: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung
Nico Reifferscheidt sagt:
uns als Bauträger interessiert die Frist für Neu- und Umbauten – ist hier der Bauantrang oder die Bezugsfertigkeit maßgeblich?
Für eine kurze Rückantwort danken wir und verbleiben
Hecker + Partner
gez. N. Reifferscheidt
10. Januar 2013 um 10:28
Die Übergangfrist bis zum 31.12.2017 gilt für neue Wohnungen und Gebäude mit offiziellem Baubeginn vor dem 01.01.2013. Ausnahme sind Sonderbauten, wie zum Beispiel Hochhäuser, für die das Datum der Baugenehmigung als Stichtag zählt. Dies wurde in den “Hinweisen zur Rauchwarnmelderpflicht für Wohnungen” der Obersten Baubehörde im Bayrischen Staatsministerium des Innern vom Januar 2013 klargestellt.
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