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Timestamp: 2017-08-23 23:25:39+00:00

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Anlage 1 MarkschBergV (zu § 6 ) Meßgenauigkeiten Markscheider-Bergverordnung
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Anlage 1 - Markscheider-Bergverordnung (MarkschBergV)
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Anlage 1 (zu § 6) Meßgenauigkeiten
1 Vermessungen über Tage
Anschlußmessungen an Festpunktnetze
Anschlußmessungen an Festpunkte der Landesvermessung oder des Liegenschaftskatasters
Übertägige Anschlußmessungen sind so durchzuführen, daß bei den Punkten des übertägigen Festpunktnetzes eine innere Punktlagegenauigkeit von ± 7 cm eingehalten wird.
Anschlußmessungen an Höhenfestpunkte der Landesvermessung oder des Leitnivellements
Übertägige Anschlußmessungen sind so durchzuführen, daß bei den Punkten des übertägigen Höhenfestpunktnetzes eine Höhengenauigkeit von ± 2 cm eingehalten wird.
Messungen im Festpunktnetz
Winkel- und Längenmessungen
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen eines Brechungswinkels darf den Betrag 2 mgon nicht überschreiten. Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen einer Länge darf den folgenden Betrag nicht überschreiten:
d = 1,5 • √s[cm].
Hierin ist s die Meßstrecke in hm.
Höhenmessungen
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen für die nachstehend aufgeführten Zwecke darf die folgenden Beträge nicht überschreiten:
Meßzweck Betrag
a) Höhenfestpunktriß,
Festlegung des Grenzwinkels nach § 5 Abs. 1 der Einwirkungs-
bereichs-Bergverordnung vom 11. November 1982
(BGBl. I S. 1558) d = 3 • √R[mm]
b) Nachweis eines anderen Einwirkungswinkels nach § 4 Abs. 1
der Einwirkungsbereichs-Bergverordnung d = 5 • √R[mm]
c) allgemeiner Art d = 10 • √R[mm]
Hierin ist R der einfache Meßweg in km.
Vermessungen in übertägigen Gewinnungsbetrieben geringer Ausdehnung
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen darf das Zweifache der Werte nach den Nummern 1.2.1 und 1.2.2 Buchstabe c betragen, wenn die vom Betrieb in Anspruch genommene Fläche 0,1 km² nicht übersteigt.
2 Vermessungen unter Tage
Punktlageübertragung
Nach Abseigerung ist für den Anfangspunkt des untertägigen Hauptzugnetzes eine innere Punktlagegenauigkeit von ± 10 cm einzuhalten.
Richtungsübertragungen
Richtungsübertragungen sind so genau durchzuführen, daß die Differenz zwischen zwei unabhängigen Richtungsbestimmungen den Betrag 10 mgon nicht überschreitet.
Hauptzugnetz
Im Hauptzugnetz darf die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen eines Brechungswinkels den Betrag 3 mgon nicht überschreiten.
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen einer Länge darf den folgenden Betrag nicht überschreiten:
d = 2 • √s[cm].
Wenn ein Hauptzug eine Gesamtlänge von 4 km, gemessen vom Anfangspunkt des untertägigen Hauptzugnetzes, überschreitet, sind am Anfangspunkt und nach den in der folgenden Tabelle festgelegten Entfernungen weitere Richtungsbestimmungen durchzuführen:
Hauptzuges
bis Richtungsbestimmungen
km 1 und 2 km 2 und 3 km 3 und 4 km 5 und 6 km 7 und 8 km
Bei der Fortführung des Hauptzugnetzes darf die Differenz der Kontrollwinkel und der Kontrollängen gegen die frühere Messung die Beträge nach den Nummern 2.3.1.1 und 2.3.1.2 nicht überschreiten.
In Nebenzügen darf die Differenz zwischen der ersten und der zweiten Messung eines Brechungswinkels den Betrag 20 mgon nicht überschreiten.
d = 4 • √s[cm].
Bei der Fortführung eines Nebenzuges darf die Differenz der Kontrollwinkel gegen die frühere Messung die folgenden Beträge nicht überschreiten:
voraussichtliche Gesamtlänge Betrag
300 m 40 mgon
600 m 30 mgon
1.000 m 20 mgon
Die Gesamtlänge ist vom Anschlußpunkt an das Hauptzugnetz zu bestimmen.
Die Differenz der Kontrollängen gegen die frühere Messung darf den Betrag nach Nummer 2.3.2.2 nicht überschreiten.
Teufenmessungen
Bei Teufenmessungen in seigeren Grubenbauen darf die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen den folgenden Betrag nicht überschreiten:
D = 5 + 0,125 • L[mm].
Hierin ist L die Meßstrecke in m.
Bei Höhenmessungen darf die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen für die nachstehend aufgeführten Zwecke die folgenden Beträge nicht überschreiten:
Höhenfestpunktnetz d = 75 • √R[mm]
Höhenmessungen allgemeiner Art d = 300 • √R[mm]
Vermessungen in untertägigen Gewinnungsbetrieben geringer Ausdehnung
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen darf das Zweifache der Werte nach den Nummern 2.1 bis 2.5 betragen, wenn die Entfernung der Grubenbaue vom Anfangspunkt des untertägigen Hauptzugnetzes nicht mehr als 1 km beträgt.
3 Genauigkeiten für Messungen nach § 125 Abs. 1 des Bundesberggesetzes
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen bei den nachstehend aufgeführten Klassen darf die folgenden Beträge nicht überschreiten:
Klasse Betrag
I d = 2 • √R[mm]
II d = 3 • √R[mm]
III d = 10 • √R[mm]
Längenmessungen
I d = 0,3 • √s[cm]
II d = 0,7 • √s[cm]
III d = 1,2 • √s[cm]
Die Differenz zwischen zwei unabhängigen Messungen eines Brechungswinkels bei den nachstehend aufgeführten Klassen darf die folgenden Beträge nicht überschreiten:
I 1 mgon
II 3 mgon
III 10 mgon
Punktlagebestimmungen
Bei Lagemessungen in der Klasse III ist eine innere Punktlagegenauigkeit von ± 8 cm und eine Höhengenauigkeit von ± 4 cm einzuhalten.
Zuordnung der Messungen zu Klassen
Für die Zuordnung der Messungen zu den Klassen I bis III ist die Genauigkeit maßgebend, mit der Veränderungen der Lage und Höhe durch Einwirkungen auf die Oberfläche mit Auswirkungen auf bauliche Anlagen in Abhängigkeit von deren Empfindlichkeit zu erfassen sind.
Messungen insbesondere für Klasse
räumlich eng begrenzte und besonders empfindliche bauliche Anlagen I
empfindliche bauliche Anlagen II
räumlich ausgedehnte und weniger empfindliche bauliche Anlagen III
Zitierungen von Anlage 1 MarkschBergV
Sie sehen die Vorschriften, die auf Anlage 1 MarkschBergV verweisen. Die Liste ist unterteilt nach Zitaten in MarkschBergV selbst, Ermächtigungsgrundlagen, anderen geltenden Titeln, Änderungsvorschriften und in aufgehobenen Titeln.
§ 6 MarkschBergV Meßgenauigkeiten
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References: § 6
 § 6
 § 5
 § 4
 § 125

§ 6