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Timestamp: 2019-04-22 05:32:22+00:00

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BVerwG, 11.01.2001 - 4 A 13.99 - dejure.org
FStrG § 17 Abs. 1; BNatSchG § 8 Abs. 3, Abs. 9; 16. BImSchV § 3
Planfeststellung; Planrechtfertigung; Netzverknüpfung; Ersatzland; Lärmschutz; Beurteilungspegel; Lkw-Anteil; Geschwindigkeit; Straßenoberfläche
Planfeststellung; Planrechtfertigung; Netzverknüpfung; Ersatzland; Lärmschutz; Beurteilungspegel; Lkw-Anteil; Geschwindigkeit; Straßenoberfläche.
Planfeststellung - Planrechtfertigung - Netzverknüpfung - Ersatzland - Lärmschutz - Beurteilungspegel - Lkw-Anteil - Geschwindigkeit - Straßenoberfläche
Einstellung des Verfahrens nach Zurücknahme eines Rechtsmittels
Umweltrecht - Bereitstellen von Ersatzland in Planfeststellung zu erörtern?
NVwZ 2001, 1154
BauR 2001, 900
ZfBR 2001, 501 (Ls.)
Parteiverrat, wenn der Rechtsanwalt gegen die ausdrückliche Weisung des Mandanten …
nicht von vornherein verwehrt sein, die Frage nach der Erforderlichkeit aktiven Schallschutzes auch unter Rückgriff darauf zu beantworten, ob unter Berücksichtigung der damit verbundenen Kosten noch ein signifikanter Nutzen gegenüber Maßnahmen passiven Schallschutzes hervorgebracht wird (vgl. etwa: BVerwG NVwZ 2001, 1154/1159; nach BVerwG, Beschluss vom 9. Januar 2006, Az.: 9 B 21.05 - juris und Beschluss vom 3. April 2007, Az.: 9 PKH 2.06 u.a. - juris ist davon auszugehen, dass ein offensichtliches Missverhältnis zwischen den Kosten für aktiven und passiven Schallschutz ein "Indiz" für die Unverhältnismäßigkeit im Sinne des § 41 II BImSchG ist).
Im Rahmen ihrer Abwägung, insbesondere bei der Neuplanung von Wohngebieten, hat sie auch die Abwägungsdirektive des § 50 BImSchG zu berücksichtigen, wonach bei raumbedeutsamen Planungen die für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Flächen einander so zuzuordnen sind, dass schädliche Umwelteinwirkungen soweit wie möglich vermieden werden (vgl. BVerwG, Urteile vom 28. Januar 1999 - BVerwG 4 CN 5.98 - BVerwGE 108, 248, 253 und vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16 S. 7, 11).
Derzeit existieren weder bundesrechtliche Vorgaben noch anerkannte wissenschaftliche Methoden für die Bewertung und den Umfang von Verlust- und Ausgleichsflächen; deshalb ist es nicht zu beanstanden, wenn Verwaltungsvorschriften eine gleichmäßige Verwaltungspraxis sicherstellen sollen (…vgl. Urteile vom 15. Januar 2004 - BVerwG 4 A 11.02 - juris Rn. 56 und vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16 S. 13 f.).
Es gebietet nicht, die Eingriffsintensität anhand standardisierter Maßstäbe oder in einem bestimmten schematisierten und rechenhaft handhabbaren Verfahren zu beurteilen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. April 1997 - BVerwG 4 NB 13.97 - Buchholz 406.401 § 8 a BNatSchG Nr. 4; Urteil vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16; vgl. zur UVP auch Urteile vom 8. Juni 1995 - BVerwG 4 C 4.94 - BVerwGE 98, 339 und vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 19.94 - BVerwGE 100, 370).
Eine solche Verkennung der Bedeutung betroffener Belange oder ein solcher unangemessener Ausgleich ist bei Straßenplanungen nicht bereits dann anzunehmen, wenn eine von der Gemeinde oder der Planfeststellungsbehörde verworfene Trassenführung ebenfalls mit guten Gründen vertretbar gewesen wäre, sondern erst dann, wenn sich ihr diese Lösung als die vorzugswürdigere hätte aufdrängen müssen (BVerwG, Urt. v. 11.01.2001 - 4 A 13.99 -, NVwZ 2001, 1154 ff, 1155 m.w.N.).
Dazu hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urt. v. 11. Januar 2001 - 4 A 13.99 - a.a.O., S. 1157, folgendes ausgeführt:.
Das Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 11.01.2001 - 4 A 13.99 - a.a.O., S. 1158 f) hat in einem vergleichbaren Fall einen solchen Abschlag bzw. die Berücksichtigung eines solchen Korrekturwerts für unbedenklich gehalten.
Diese Vorschrift ist hier - unmittelbar - anwendbar, weil - wie dargelegt - die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung im Rahmen der Bauleitplanung in die Abwägung nach § 1 Abs. 6 BauGB eingebunden ist (§ 1 a Abs. 2 Nr. 2 BauGB; vgl. auch BVerwG, Urt. v. 27.10.2000 - 4 A 18.99 -, a.a.O., S. 682, und v. 11.01.2001 - 4 A 13.99 -, a.a.O., S. 1157, das die dem § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB entsprechende Vorschrift des § 17 Abs. 6 c FStrG "nur" analog anwendet).
Im Gegenteil: Wenn sie sich trotz des Ausgleichsdefizits im oberen L.tal, das das - aus naturschutzrechtlicher Sicht - Wesentlichste war und das ihr - weil es immer wieder Gegenstand naturfachlicher Untersuchungen und Bewertungen (im landschaftspflegerischen Begleitplan und vorangegangenen Umweltverträglichkeitsstudien, in der zusammenfassenden Darstellung gemäß § 11 UVPG usw.) gewesen ist - auch von seinem Umfang her bekannt war (vgl. S. 61 bis 65 der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 213, 1. Änderung), gegen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege entschieden hat, hätte sie das auch bei noch präziserer Kenntnis des Umfangs des Ausgleichdefizits an anderer Stelle oder des Umfangs des Gesamtausgleichsdefizits getan (ähnlich auch: BVerwG, Urt. v. 11.01.2001 - 4 A 13.99 -, a.a.O., S. 1157).
Auch dieser Einwand bleibt erfolglos: Die Zugrundelegung eines entsprechenden Erlasses bei der Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich hat das Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 11.01.2001 - 4 A 13.99 - a.a.O., S. 1156) "als nicht zu beanstanden" beurteilt.
Der Senat hat es bereits gebilligt, wenn eine Planfeststellungsbehörde die Hilfestellung durch diese Verwaltungsvorschrift nutzt (BVerwG, Urteil vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16, S. 13 f.).
Allerdings dürfen die Vorbelastung und die zusätzliche Lärmbeeinträchtigung nicht zu einer Gesamtbelastung führen, die eine Gesundheitsgefährdung darstellt (Urteil vom 11.01.2001 - 4 A 13.99 -, BauR 2001, 900 und Urteil vom 21.03.1996 - 4 C 9.95 -, BVerwGE 101, 1).
Ein solcher bestünde nur, falls die Pegelwerte der rein planbedingten Lärmimmissionen die maßgeblichen Grenzwerte der 16. BImSchV überstiegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.01.2001, a.a.O.).
Maßgebend ist vielmehr allein der von der neuen Straße ausgehende Verkehrslärm (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.01.2001, a.a.O.).
Für die A 72 ist der LKW-Anteil - wie es nach § 3 der 16. BImSchV i.V.m. Anlage 1 der Verordnung zulässig ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 21. März 1996 - BVerwG 4 A 10.95 - Buchholz 406.25 § 41 BImSchG Nr. 13 , vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - und vom 23. November 2001 - BVerwG 4 A 46.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16 und Nr. 19 ) - projektbezogen, nämlich durch Auswertung der Verkehrszählungen an den automatischen Dauermessstellen im sächsischen Verkehrsnetz, ermittelt worden.
Sie gebieten nicht, die Eingriffsintensität anhand standardisierter Maßstäbe oder in einem bestimmten schematisierten und rechenhaft handhabbaren Verfahren zu beurteilen (vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16; Beschluss vom 23. April 1997 - BVerwG 4 NB 13.97 - Buchholz 406.401 § 8 a BNatSchG Nr. 4).
Hiergegen sind rechtliche Bedenken nicht ersichtlich (vgl. BVerwG, Urteile vom 21. März 1996 - BVerwG 4 A 10.95 - Buchholz 406.25 § 41 BImSchG Nr. 13 , vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - und vom 23. November 2001 - BVerwG 4 A 46.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16 und Nr. 19 ).
Die Planfeststellungsbehörde hat nicht verkannt, dass § 50 Satz 1 BImSchG bereits unterhalb der in § 41 BImSchG bezeichneten Lärmschwelle im Rahmen der nach § 17 Abs. 1 FStrG gebotenen Abwägung unter Lärmschutzgesichtspunkten die Funktion einer Abwägungsdirektive zukommt (vgl. BVerwG, Urteile vom 28. Januar 1999 - BVerwG 4 CN 5.98 - BVerwGE 108, 248 und vom 11. Januar 2001 - BVerwG 4 A 13.99 - Buchholz 406.25 § 43 BImSchG Nr. 16 ).
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1. Das Einschreiten gegen rechts- oder ordnungswidrige Zustände oder das …

References: § 17
 § 8
 § 3
 § 41
 § 50
 § 43
 § 43
 § 8
 § 43
 § 1
 § 214
 § 17
 § 11
 § 43
 § 3
 § 41
 § 43
 § 43
 § 8
 § 41
 § 43
 § 50
 § 41
 § 17
 § 43