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Timestamp: 2019-09-19 02:44:10+00:00

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I R 21/06 - Urteil BFH vom 03.02.2010
BFH 03.02.2010 - I R 21/06
(Schlussurteil "Glaxo Wellcome": § 50c EStG a.F. verstößt nicht gegen das Gemeinschaftsrecht - mittelbarer Sperrbetrag bei Aufwärtsverschmelzung - Ermittlung des Übernahmegewinns/Übernahmeverlusts bei formwechselnder Umwandlung - Einräumung einer Nachweismöglichkeit über die sperrbetragsmindernde Differenzierung des Anteilskaufpreises - Passivierung zu erwartender Mehrsteuern)
vorgehend FG München, 10. Februar 2006, Az: 8 K 5285/02, Urteilvorgehend BFH, 23. Januar 2008, Az: I R 21/06, EuGH-Vorlagevorgehend EuGH, 17. September 2009, Az: C-182/08, Urteilnachgehend FG München, 25. Mai 2012, Az: 8 K 1509/10, Urteilnachgehend BFH, 2. Juli 2014, Az: I R 57/12, Urteil
§ 50c Abs 1 EStG 1990 vom 13.09.1993
§ 50c Abs 4 EStG 1990 vom 13.09.1993
§ 50c Abs 7 EStG 1990 vom 13.09.1993
§ 50 Abs 1 Nr 1 KStG 1991
§ 50 Abs 1 Nr 2 KStG 1991
§ 51 KStG 1991
§ 4 Abs 4 UmwStG 1995
§ 4 Abs 5 UmwStG 1995
§ 4 Abs 6 S 1 UmwStG 1995
§ 5 Abs 3 S 1 UmwStG 1995
§ 13 Abs 4 UmwStG 1995
§ 6 S 1 GewStG 1991
Art 52 EGVtr
Art 73b EGVtr
Art 18 Abs 1 Buchst b DBA GBR
1. Kommt es im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung zum Erwerb einer Beteiligung an einer inländischen GmbH I von der ausländischen Muttergesellschaft durch die inländische Tochterkapitalgesellschaft II (GmbH II), wird durch diesen Erwerb ein sog. Sperrbetrag nach § 50c Abs. 1 EStG 1990 ausgelöst; wird die GmbH I alsdann auf die GmbH II verschmolzen (sog. Aufwärtsverschmelzung), geht der Sperrbetrag nicht unter, er setzt sich vielmehr --als mittelbarer Sperrbetrag-- an den Anteilen der GmbH II gemäß § 50c Abs. 7 EStG 1990 (i.d.F. des StandOG) fort (Bestätigung des Senatsurteils vom 7. November 2007 I R 41/05, BFHE 219, 549, BStBl II 2008, 604). Kommt es schließlich zu einer formwechselnden Umwandlung der GmbH II in eine GmbH & Co. KG, sind bei der Ermittlung des Übernahmegewinns/Übernahmeverlusts (§ 4 Abs. 4 und 5 UmwStG 1995) sowohl der mittelbare Sperrbetrag an den Anteilen der GmbH II als auch ein etwaiger unmittelbarer Sperrbetrag an den Anteilen der GmbH II zu berücksichtigen, der aus einem Anteilserwerb an der GmbH II durch eine weitere inländische Tochtergesellschaft von der ausländischen Muttergesellschaft herrührte (Bestätigung des Senatsurteils vom 12. November 2008 I R 77/07, BFHE 224, 32, BStBl II 2009, 831) .
2. Dass danach eine Wertminderung von Anteilen durch Gewinnausschüttungen bei der Gewinnermittlung nicht zu berücksichtigen ist (§ 50c EStG 1990), verstößt im Grundsatz nicht gegen Gemeinschaftsrecht. Dem Steuerpflichtigen ist jedoch im Wege einer sog. geltungserhaltenden Reduktion des Wortlauts des § 50c Abs. 4 Satz 1 EStG 1990 die Möglichkeit einzuräumen, den Nachweis zu erbringen, dass die Anschaffungskosten der Anteile eine Abgeltung eines Körperschaftsteuerguthabens an den nicht anrechnungsberechtigten Veräußerer der Anteile nicht einschließen (Anschluss an das Urteil des EuGH vom 17. September 2009 C-182/08 "Glaxo Wellcome", IStR 2009, 691) .

References: § 50

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§ 51

§ 4

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§ 5

§ 13

§ 6
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 EuGH