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Timestamp: 2020-02-22 04:43:02+00:00

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LAG Hamm, 30.05.1996 - 4 Sa 2342/95 - dejure.org
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LAG Hamm, 30.05.1996 - 4 Sa 2342/95 (https://dejure.org/1996,2048)
LAG Hamm, Entscheidung vom 30.05.1996 - 4 Sa 2342/95 (https://dejure.org/1996,2048)
LAG Hamm, Entscheidung vom 30. Mai 1996 - 4 Sa 2342/95 (https://dejure.org/1996,2048)
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Verhaltensbedingte Kündigung - Negative Zukunftsprognose
Verhaltensbedingte Kündigung; Negative Zukunftsprognose; Pflichtverletzung; Verschulden
ArbG Bochum, 27.10.1995 - 3 Ca 1893/95
NZA 1997, 1056 (Ls.)
Die negative Verhaltensprognose für die Zukunft lässt sich zum Einen aus der Beharrlichkeit vergangener Pflichtverletzungen und dem Grad des Verschuldens des Arbeitnehmers ableiten (LAG Hamm, 30.05.1996, 4 Sa 2342/95, NZA 97, 1056) wobei jedoch ohne den Objektivierungsfaktor einer erfolglos gebliebenen Abmahnung (BAG 12.01.2006, 2 AZR 21/05) selbst bei nur einmaligem vergangenem Fehlverhalten die Prognose wiederholter Vertragsverletzungen durchaus zulässig sein kann (LAG Nürnberg, 09.01.2007, 7 Sa 79/06, DB 2007, 636 = NZA-RR 2007, 357).
Bei der Prüfung des Kündigungsgrundes ist von großer Bedeutung, dass nach heute überwiegender Ansicht der Kündigungsgrund (auch der Grund für eine außerordentliche Kündigung) seiner Natur nach zukunftsbezogen ist (z.B. BAG, DB 92, 2447; BB 95, 1090; NZA 97, 487; DB 97, 2387; NZA 06, 917; Urt. v. 19.04.2007 - 2 AZR 180/06; LAG Hamm, NZA 97, 1056; LAG Berlin, MDR 98, 786; LAG Köln , ZTR 99, 274; Herschel, in: Festschrift für G. Müller, Seite 202 f.; Münchner Kommentar zum BGB, Anm. 217 ff. vor § 620; Preis, Prinzipien des Kündigungsrechts bei Arbeitsverhältnissen, Diss.
Von besonderer Bedeutung sind Art, Schwere und Häufigkeit der Pflichtverletzung sowie der Grad des Verschuldens (BAG v. 27.4.2006 - 2 AZR 415/05 - NZA 2006, 1033; BAG v. 12.1.2006 - 2 AZR 179/05 - NZA 2006, 981; BAG v. 21.1.1999 - 2 AZR 665/98 - AP Nr. 151 zu § 626 BGB; LAG Hamm v. 30.5.1996 - 4 Sa 2342/95 - NZA 1997, 1056).
Sie sind jedenfalls nicht von vornherein von der Berücksichtigung ausgeschlossen, wenn sie auch im Einzelfall in den Hintergrund treten und im Extremfall sogar völlig vernachlässigt werden können (BAG v. 27.4.2006 - 2 AZR 415/05 - NZA 2006; BAG v. 12.1.2006 - 2 AZR 179/05 - NZA 2006, 981; BAG v. 16.12.2004 - 2 ABR 7/04 - EzA § 626 Nr. 7; BAG v. 20.1.2000 - 2 ABR 378/99 - BAGE 93, 255; LAG Hamm v. 30.5.1996 - 4 Sa 2342/95 - NZA 1997, 1056; Stahlhacke/Preis/Vossen, Kündigung und Kündigungsschutz, Rz.1184; ErfK/Ascheid, 1 KSchG Rz.323;… Hueck/v. Hoyningen-Huene, § 1 Rz. 278).
Bei der Prüfung des Kündigungsgrundes ist von großer Bedeutung, dass nach heute überwiegender Ansicht der Kündigungsgrund (auch der Grund für eine außerordentliche Kündigung) seiner Natur nach zukunftsbezogen ist (z.B. BAG, DB 92, 2447; BB 95, 1090; NZA 97, 487; DB 97, 2387; NZA 2006, 917; Urteil vom 19.04.2007 - 2 AZR 180/06; LAG Hamm, NZA 97, 1056; LAG Berlin, MDR 98, 785; LAG Köln, ZTR 99, 274; Herschel, in Festschrift für G. Müller, Seite 202 f.; Münchner Kommentar zum BGB, Anm. 217 ff. vor § 620; Preis, Prinzipien des Kündigungsrechts bei Arbeitsverhältnissen, Diss.
Zunächst stellt sich die erforderliche Zukunftsprognose (vgl. BAG NZA 1997, 1056) im Hinblick auf das Verhalten des Klägers nicht als eindeutig positiv dar.
In der Regel wird erst nach einer vergeblichen Abmahnung die erforderliche Wahrscheinlichkeit dafür bestehen, dass sich der Arbeitnehmer auch in Zukunft nicht vertragstreu verhalten wird (LAG Hamm v. 30.05.1996, NZA 1997, 1056; LAG Hamm v. 12.09.1996, LAGE § 626 BGB Nr. 105 = EzBAT § 54 BAT Nr. 45 = RzK I 6a Nr. 141).

References: § 620
 § 626
 § 626
 § 1
 § 620
 § 626
 § 54