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Timestamp: 2018-01-21 16:43:30+00:00

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Alg2 Teilzeitstudium
12.1.2018 Thema abonnieren Zum Thema: ALG2
Frage vom 12.1.2018 | 13:30
Ich werde ab dem Sommersemester in Teilzeit studieren und werde auf ALG2 angewiesen sein. Das Studium ist ein Präsenzstudium kein Fernstudium. Ein Teilzeitstudium ist ja soweit nicht Bafög-förderfähig. Da es sich um ein Lehramtsstudium im Master handelt wird auch eine nicht geringe Anzahl an Praktika erforderlich sein die vor allem Vor- und nachmittags stattfinden. Schule halt. Muss ich das genehmigen lassen?
Ich habe auch irgendwo gelesen dass der Workload unter 15 Stunden/Woche liegen sollte. Ein Teilzeitstudium ist laut Uni aber bis 21 Creditpoints zulässig. 1 CP = 30 Arbeitsstunden. Rechnet man das auf einen Wochenschnitt fur ein Semester liegt man über 20 Stunden in der Woche.
Wie das natürlich bei Präsenzstudien so ist kann man da nicht einfach mal beliebig fehlen. Kurzum ich erhöhe mit dem Studium meine Arbeitsmarktchancen rapide wegen dem grassierenden Lehrermangel insbesondere ab 2020. Kann mich die Arge in irgendeiner Form dazu zwingen mich in Weiterbildungsmaßnahmen zu stecken, obwohl das Teilzeitstudium mit Praxisanteilen gar eine ist? Kann Sie das fördern? Ich meine ich verfüge über ein wenig aussichtsreichen Master und wenn ich meinen zweite habe bin ich schnell weg von der Arge. Nur gibt es irgendwo rechtliche Möglichkeiten zu sagen alles was weiterbildungstechnisch unter "Masterniveau" liegt ist nicht sinnvoll?
Schlussendlich ich bekomme kein Bafög und stehe dem Arbeitsmarkt nicht wirklich zur Verfügung kann mir jemand das irgendwie so auslegen dass ich wenn ich nicht verhungern will das Studium begraben muss?
-- Editiert von Raider2013 am 12.01.2018 13:32
-- Editiert von Raider2013 am 12.01.2018 13:41
Antwort vom 12.1.2018 | 23:31
In der Regel kein ALG II für Studierende und Schüler. Da muss man nichts auslegen, das steht so im Gesetz: § 7 Abs. 5 SGB II
Ausnahmen bestätigen die Regel, diese finden sich unter § 7 Abs. 6 SGB II.
Dann gibt es noch Härtefälle, diese werden aber meist nur mit Darlehen bedacht § 27 Abs. 3 Satz 1 SGB II.
Jetzt wäre die Frage, "warum Teilzeitstudium und kein Vollzeitstudium"?
Antwort vom 12.1.2018 | 23:56
Weil ich mich finanzieren muss und kein Bafög mehr bekomme. Es steht vielleicht nicht im SGB II aber im Bafög Gesetz das einTeilzeitstudium dem Grunde nach nicht förderfahig ist also kommt alg 2 in betracht
Man dachte bitte den Paragraph 2 Bafög der ein Teilzeitstudium nicht erfasst nämlich nur Vollzeitstudierende. Somit ist es sachlich falsch auf das SGB II abzustellen, das dem Grunde nach nicht förderfahig und die nächste Sicherungsinstanz ALG 2 greift. Soll auch oft eine Fehlannahme von Sachbearbeitern der Arge sein.
-- Editiert von Raider2013 am 13.01.2018 00:15
Antwort vom 13.1.2018 | 00:50
Weil ich mich finanzieren muss
Soll bedeuten man arbeitet gegen Entgelt, es handelt sich also um ein "echtes" Teilzeitstudium?
Es steht vielleicht nicht im SGB II
Doch, ich habe den § entsprechend genannt.
Somit ist es sachlich falsch auf das SGB II abzustellen,
Nö, denn genau da ist ja die Ausnahme genannt.
Antwort vom 13.1.2018 | 00:53
Ich möchte nochmal orthografisch auch richtig Ihre Argumentationsstruktur aufgreifen mit den dazugehörigen Gesetzen:
Zunächst Paragraf 7 Abs.5 SGB II:
"(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben über die Leistungen nach § 27 hinaus keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Satz 1 gilt auch für Auszubildende, deren Bedarf sich nach § 61 Absatz 2 und 3, § 62 Absatz 3, § 123 Absatz 1 Nummer 2 und 3 sowie § 124 Absatz 1 Nummer 3 und Absatz 3 des Dritten Buches bemisst."
Die Förderfähigkeit dem Grunde nach ist entscheidend und der § 2 Abs. 5 BAföG regelt das eindeutig, dass ein Teilzeistudium nicht förderfähig ist:
"(5) Ausbildungsförderung wird nur geleistet, wenn der Ausbildungsabschnitt mindestens ein Schul- oder Studienhalbjahr dauert und die Ausbildung die Arbeitskraft des Auszubildenden im Allgemeinen voll in Anspruch nimmt. Ausbildungsabschnitt im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit, die an Ausbildungsstätten einer Ausbildungsstättenart einschließlich der im Zusammenhang hiermit geforderten Praktika bis zu einem Abschluss oder Abbruch verbracht wird. Ein Masterstudiengang nach § 7 Absatz 1a gilt im Verhältnis zu dem Studiengang, auf den er aufbaut, in jedem Fall als eigener Ausbildungsabschnitt."
Man beachte den Passus "(5) Ausbildungsförderung wird nur geleistet, wenn der Ausbildungsabschnitt mindestens ein Schul- oder Studienhalbjahr dauert und die Ausbildung die Arbeitskraft des Auszubildenden im Allgemeinen voll in Anspruch nimmt.(...)"
Die Arbeitskraft wird nicht voll also 40 Stunden pro Woche höchstens rechnerisch 24 h in Anspruch genommen.
Also Anspruch auf ALG 2
-- Editiert von Raider2013 am 13.01.2018 01:04
Antwort vom 13.1.2018 | 01:09
Und das mit dem "echten Teilzeitstudium" es handelt sich um ein Studium was nicht nur vorgeschoben ist. Am Ende soll eine wirkliche Ausbildung stehen, wenn man das Referendariat erstmal bei Seite lässt, die dazu befähigt den Lehrerberuf professionell auszuüben. Also das folgt einem ehrlichen wirklichen beruflichen Plan.
Ich studiere nicht nur an der Uni ich arbeite auch als Hiwi da, zum Leben reicht das Geld nicht. Nur im Sommer sind es mehr als 450€ und da auch nur 490€ sonst 220€
-- Editiert von Raider2013 am 13.01.2018 01:19
-- Editiert von Raider2013 am 13.01.2018 01:20
Antwort vom 13.1.2018 | 21:34
Keine weiteren Meinungen dazu aus der Community?
Antwort vom 14.1.2018 | 11:29
Mangels BAföG-Anspruch gibt es Anspruch auf ALG2 bei einem Teilzeitstudium, steht auch in den fachlichen Hinweisen. Ganz so einfach wird man jedoch nicht davon ausgehen können, in Ruhe gelassen zu werden. Man wird alles zu tun haben, um die Hilfebedürftigkeit zu verringern: Teilnahme an Maßnahmen, Bewerbungen schreiben, geeignete Jobs annehmen. Rücksicht auf das Zweitstudium (Master) wird da sicher genommen.
-- Editiert von Tasti123 am 14.01.2018 11:29
Antwort vom 14.1.2018 | 11:38
Rein hypothetisch ich würde jeden Monat etwas mehr als 450€ verdienen durch Hilfskraftjobs = Sozialversicherungspflicht entsprechend dann Aufstockung. Eigentlich muss man mich dann in Ruhe lassen oder?
-- Editiert von Raider2013 am 14.01.2018 11:40
Antwort vom 14.1.2018 | 21:19
Nein, erst bei Wegfall dee Hilfebedürftigkeit ist davon auszugehen.
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References: § 7
 § 7
 § 27
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 § 61
 § 62
 § 123
 § 124
 § 2
 § 7