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Timestamp: 2019-06-17 09:12:10+00:00

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Begriffe und Fachausdrücke in der Mediation
Es geht darum, eine Auswahl von Fachbegriffen vorzuhalten, die einen direkten Bezug zur Mediation aufweisen. Bitte beachten Sie, dass weitere Fachbegriffe im --Lexikon beschrieben und definiert werden. Über das Glossar haben Sie Zugang zu den Beiträgen, die dem Fachbegriff zugeordnet werden und seine Verwendung in der Mediation belegen.
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Lösungspentagramm Das Lösungspentagramm beschreibt den inneren Zusammenhang von Mangel, Bedürfnis, Motiv, Interesse, Lösung, Nutzen in einem Pentragramm.
Kindeswohl Kriterium für Entscheidungen das Kind betreffend. Grob umschrieben kann unter Kindeswohl die Herstellung eines förderlichen Ausgleichs zwischen den Bedürfnissen eines Kindes und seinen Lebensbedingungen verstanden werden.
Kinderrecht Die Kinderrechte sind in einer UN-Konvention festgelegt und in das nationale Gesetz überführt. Die Kinderrechte sind von den Kindschaftssachen zu unterscheiden, wo sie im Idealfall zur Geltung kommen.
3p-Modell (People, Process, Product)
Das PPP Modell ist ein Verhandlungskonzept, das problem, people, und process (also Problem, Mensch und Prozess) in eine heuristische Dreiecksbeziehung setzt.
Konfliktmotor Bei mehreren aufeinandertreffenden Konflikten trägt die Konfliktanalyse dazu bei, den treibenden Konflikt zu identifizieren. Der treibende Konflikt ist der Konfliktmotor. Er kann mit der Frage ausfindig gemacht werden, was von der Konfliktlandschaft übrig bleibt, wenn der ein oder andere Konflikt gelöst ist.
Mediationsfelder Anwendungsfelder der Mediation. Z.B.: Familienmediation, Wirtschaftsmediation.
Mediationssystematik Systematische Einordnung der verschiedenen Erscheinungsformen der Mediation.
Triadische Verfahren Verfahren der dritten Streitinstanz. Bei den triadischen Verfahren wenden sich die Parteien an eine neutrale Adresse.
Dyadische Verfahren
Verfahren der zweiten Streitinstanz. Bei den dyadischen Verfahren ziehen die Parteien einen Berater und Vertreter hinzu.
Monadische Verfahren
Verfahren der ersten Streitinstanz. Bei den monadischen Verfahren macht die Partei den Streit mit sich alleine aus.
Metaverfahren
Das Metaverfahren soll den Überblick über das Zusammenspiel mehrerer Verfahren ermöglichen, die in einem Konflikt angestrengt werden. Die Übersicht ist erforderlich, um Doppelungen und Endlosschleifen zu vermeiden. Die Integrierte Mediation schlägt vor, die Mediation als ein virtuelles Verfahren einzusetzen, an dem sich die im Verlauf eines Konfliktes angerufenen Verfahren ausrichten können. So kann sichergestellt werden, dass die Verfahren alle das gleiche Ziel verfolgen und sich nicht gegenseitig behindern.
Verhandlungslogik Die Verhandlungslogik ist ein Teil der Mediationslogik, weil sie in der Prozesslogik aufgeht. Obwohl die Mediation selbst eine Form des Verhandelns darstellt, beginnt das eigentliche Verhandeln erst in der Phase 4. Die Verhandlungslogik setzt sich mit den Merkmalen auseinander, die das Verhandeln in der Mediation ermöglichen.
Mediationscheck Bei dem Mediationscheck geht es darum, herauszuarbeiten, ob es sich bei der Fallbearbeitung überhaupt um eine Mediation handelt. Der Mediationscheck stellt die Kriterien zusammen, anhand sich eine Fallbearbeitung als Mediation identifizieren lässt.
Die Prozessanalyse (oder Mediationsanalyse) hilft dem Mediator dabei, sich im Prozess der Mediation zu bewegen und die anstehenden, prozessrelevanten Fragen zu beantworten.
divergentes Denken Das divergente Denken ist ein umkreisendes Denken. Es verleitet zu Abschweifungen.
lineares Denken Das lineare Denken ist ein gradliniges Denken. Ein Ziel wird auf direktem Weg angesteuert, bis es erreicht ist.
intuitives Verhandeln Das intuitive Verhandeln beschreibt ein drauflos Verhandeln, so wie man es gewöhnt ist. Alle die Verhandlung betreffenden Entscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen.
Impostor phenomenon Das Impostor phenomenon wird im Deutschen auch als Hochstapler-Syndrom bezeichnet. Es handelt sich um ein psychologisches Phänomen, bei dem jemand die eigenen (beruflichen) Erfolge auf äußere Umstände zurückführt statt auf eigene Fähigkeiten und Kompetenzen.
Komplexitätsbewältigung Die Fähigkeit, die Komplexität zu erkennen, zu akzeptieren und aufzulösen. Die Mediation ist ein komplexes Verfahren, das in der Lage ist alle Aspekte des Streites (mithin die gesamte Komplexität des Falles) abzuwickeln. Die Komplexitätsbewältigung ist deshalb eine wichtige Kompetenz des Mediators.
Komplexität Die Komplexität bezeichnet die Vielschichtigkeit eines Problems oder einer Situation. Es gibt keine monokausalen Begründungen (obwohl der Mensch sich ständig versucht, sich das einzureden), weshalb die Menschen verschiedenste Methoden (bewusst oder unbewusst) anwenden, um die Komplexität zu reduzieren. Dabei wird übersehen, dass viele Komponenten auf verschiedenste Weise miteinander interagieren. Die Komplexität spielt in der Mediation eine wichtige Rolle, weil sie selbst komplex ist und weil sie die Fähigkeit besitzt, die Komplexität zu bewältigen (siehe Komplexitätsbewältigung).
Funktionsmediator Der Begriff wurde eingeführt, um die Doppelbedeutung Mediator als Funktion und Mediator als Beruf aufzulösen. Der Funktionsmediator ist der Mediator den §1 Abs. 2 Mediationsgesetz beschreibt.
UNCITRAL UNCITRAL ist das Akronym für die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (United Nations Commission on International Trade Law). Sie verfolgt den Zweck, die Vereinheitlichung des internationalen Handelsrechts zu fördern. Als solches befasst sie sich auch mit Arbitration und Mediation
Framing Frame kommt aus dem Englischen und bedeutet Rahmen. In der Kommunikationswissenschaft wird der Begriff verwendet, wo Themen in einen Kontext eingebettet werden, um beim Empfänger bestimmte Assoziationen hervorzurufen.
Streitkultur Streitkultur ist die Kultur des Streitens und der verbalen Auseinandersetzung. Die Mediation soll zur Verbesserung der Streitkultur beitragen.
Double Bind Die Kommunikation enthält zwei widersprüchliche Botschaften
Konfliktzuweisungsprinzip Das Prinzip der differenzierten Konfliktzuweisung erwartet, dass für jeden Konflikt das passende Verfahren bereitgestellt wird.
getrennte Gespräche Das Gesetz spricht in §2 Abs. 3 Mediationsgesetz richtigerweise von getrennten Gesprächen. In der Fachwelt hat sich der Begriff Einzelgespräch herausgebildet, der aber weniger präzise ist. Bei getrennten Gesprächen spricht der Mediator mit nur einer Partei oder einer Parteigruppe, ohne dass die Gegenseite bei dem Gespräch anwesend ist.
Lösung Der gefundene Weg bzw. die Entscheidung, wie der Konflikt beigelegt wird. Die Lösung grenzt sich von der Position ab, die als die verdichtete Lösungsvorgabe angesehen werden kann.
Mediationsmodell Gemeint ist die Mediationsweise. Eigentlich die Mediationsart. Der Begriff Mediationsmodell wurde eingeführt, weil der Gesetzgeber die Fachmediationen als Mediationsarten beschrieben hat. Die Modelle dienen der Kategorisierung verschiedener Anwendungsmethoden der Mediation wie sondierende, evaluative, facilitative, transformative, integrierte Mediation.
Donator Der Begriff kommt aus dem Lateinischen donare = schenken. Im Zusammenhang mit der Mediation wird damit die Person (oder Institution) bezeichnet, die eine Mediation sponsert (bezahlt) ohne selbst Mediand zu sein. Siehe auch Donatormediation.
Interkulturelle Kompetenz Wie auch in der Mediation setzt sich die interkulturelle Handlungskompetenz aus dem Wissen, der Fertigkeit (also der Fähigkeit das Wissen anzuwenden) und der Einstellung zusammen. Die soziale Kompetenz spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie die Einstellung.
Alternativen Die Parteien sollen die Lösungen unter mehreren Alternativen auswählen können. Die im Harvard-Konzept entwickelte Methode wird WATNA/BATNA genannt. BATNA bedeutet: Best Alternate to Negotiated Agreement (Siehe Lösung)
Harmonieagenten Der Begriff wird synonym mit Streitschlichern verwendet (im konkreten Fall an einer Schule)
Themenvereinbarung Eine zutreffendere Bezeichnung der 2.Phase, die oft als Bestandsaufnahme oder Themensammlung bezeichnet wird. Die Themenvereinbarung legt den Verfahrensgegenstand fest.
grobe Zielvereinbarung Festlegung des Ziels der Mediation in der 1.Phase. Die grobe Zielvereinbarung legt den Zweck fest, den die Mediation verfolgen soll und stellt den Nutzen heraus.
Zielvereinbarung Methode zur Festlegung der Gesprächsziele. Bei der Mediation ist die grobe Zielvereinbarung von der Themenvereinbarung zu unterscheiden.
Respekt Coach Respekt Coaches sind Anti-Mobbing-Profis, die zur Prävention gegen Mobbing eingesetzt werden.
Querulant Ein Querulant beschwert sich um der Beschwerde willen. Die Beschwerde erscheint überflüssig und unnötig.
Selbstbehauptung Siehe Selbstoffenbarung
Leitsatz Leitender Grundsatz, Theoreme, Lehr- und Merksätze. In der Mediation sollen Leitsätze helfen, den richtigen Weg durch die Mediation zu finden. Leitsätze dienen dem Verständnis. Regeln sind zu befolgen.
Mediationsergebnisvereinbarung Diesen Begriff verwendet die Evaluierung zum Mediationsgesetz anstelle des im Gesetzes gebrauchten Begriffes der Abschlussvereinbarung.
Bias Faktoren Verzerrungen bei der Wirkungsprognose im Entscheidungsprozess lassen sich durch Verzerrungsfaktoren darstellen.
Instrumentalziele Ziele im Entscheidungsprozess ohne eigenständigen Wert. Sie werden benutzt, um Wirkungen auf ein fundamentales Ziel zu entfalten.
Fundamentalziele Ziele im Entscheidungsprozess mit einem eigenständigen Wert.
Nutzwertanalyse Die Nutzwertanalyse ist ein Bewertungsverfahren bei dem nicht monetäre Ziele verglichen werden.
Value Focused Thinking Das wertebezogene Denken soll den Entscheider über seine Fundamentalbedürfnisse bewusst werden lassen. Es findet sich in der Mediation im Windows 1 und der Interessenerhellung wieder.
Entscheidungshilfe Hilfe bei der Entscheidung (Finden und Auswählen von Lösungsalternativen). Wer die Mediation als ein Informationsmanagement begreift, sieht in ihr eine Entscheidungshilfe bei Widersprüchen usw.
Kompromissvergleich Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis im Wege gegenseitigen (resignativen) Nachgebens beseitigt wird. Es ist der von § 779 BGB geregelte Fall.
Konsensvergleich Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis NICHT im Wege gegenseitigen Nachgebens, sondern basierend auf Einsicht und voller Interessenbefriedigung beseitigt wird.
Informationsgespräch Das kostenfreie Informationsgespräch über Mediation kann nach §135 FamFG vom Richter angeordnet werden.
Verfahrenskategorien Einteilung der Verfahren nach typischen, miteinander korrespondierenden Merkmalen. Die Systematik unterscheidet bei den triadischen Verfahren: Gerichtsverfahren, Schiedsgerichtsverfahren, Schlichtung, Mediation
Verfahrensaspekte Als Verfahrenseffekte werden die Ausprägungen der Verfahrenskriterien und die Spielarten der Verfahren beschrieben. Sie erlauben eine graduelle Gegenüberstellung und somit eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit für die unterschiedlichen Verfahrenskategorien.
Verfahrenskriterien Als Verfahrenskriterien werden die Aspekte beschrieben, die den Charakter des Verfahrens ausbilden. Der Verfahrenscharakter hilft bei der Identifikation der Verfahren, in dem die Prägung herausgestellt wird.
Werkzeuge der Mediation Im Verständnis der Mediation bezeichnen Werkzeuge die Gesamtheit aller Hilfsmittel und Vorgehensweisen, die zur Verwirklichung der Mediation beitragen.
Scheidungsfolgenvereinbarung Mit der Scheidungsfolgenvereinbarung regeln Eheleute die Folgen einer Trennung oder Scheidung.
Ehevertrag Mit einem Ehevertrag können Eheleute Regeln für die Ehe und Regeln für den Fall der Trennung oder Scheidung vorgeben. Dann ist von einer Scheidungsfolgenvereinbarung die Rede. Der Ehevertrag ist gegebenenfalls an eine Form gebunden.
Vielredner Jemand der viel redet. In der Mediation können sich aus dem Verhalten Probleme ergeben.
Metainformation Metainformation ist die Information über die Information
Verhandlungsklima Stimmung und Atmosphäre der Verhandlung
Vorgespräch Ein Vorgespräch ein dem eigentlichen, offiziellen Gespräch vorangehendes Gespräch. Bei der Mediation wäre es ein der Mediation vorausgehendes Gespräch, das wir ein Einzelgespräch zu behandeln ist.
Bewertung Den Wert oder die Qualität von etwas abschätzen bzw. aus einer Sache eine bestimmte Bedeutung herauslesen.
Handhabung Die Handhabe bzw. die Handhabung beschreibt üblicherweise ein Mittel, um etwas zu erreichen. Hier beschreibt sie das maßgebliche Arbeitsmittel oder den Arbeitsschwerpunkt des Verfahrens.
mediative Techniken Techniken, die typischerweise in der Mediation verwendet werden
Mediationsverfahren Der Begriff ist ein Pleonasmus, weil er den Verfahrensbegriff der schon mit dem der Definition des Begriffs Mediation vorgegeben ist, nochmals aufgreift und an den Begriff Mediation anhängt.
Elevator Pitch Ein Elevator Pitch simuliert das kurze Zeitfenster einer Aufzugsfahrt in dem ein Produkt oder eine Idee zu beschreiben ist. Er beschreibt die Notwendigkeit, die Mediation in so kurzer Zeit zuverlässig zu beschreiben, dass beim Zuhörer ein Interesse geweckt wird.
Dreierschritt der Entscheidung
Analog dem 3-er Schritt der Wahrnehmung setzt sich auch die Entscheidung aus mindestens drei Schritten zusammen. Die Schritte sind:
Die Optionen der Wahl werden erkannt
Es gibt eine Vorstellung über die Auswirkungen (Nutzen, Konsequenzen)
Darauf bezogen wird die Wahl getroffen
Dreierschritt der Wahrnehmung Die Wahrnehmung erfolgt in drei Schritten: der objektiven Wahrnehmung, der subjektiven Zuschreibung und der emotionalen Zuschreibung.
AIDA-Prinzip AIDA ist eine Akronym, das die Phasen beschreibt, die ein potenzieller Kunde (Klient) durchlaufen muss, um sich letztendlich für den Auftrag (den Kauf) zu entscheiden. Die Abkürzung steht für Attention,(Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Wunsch), Action (Entschluss)
Rechtshängigkeit Die Rechtshängigkeit eines Zivilprozesses beginnt mit der Zustellung der Klage. Sie bewirkt beispielsweise, dass ein Verfahren mit gleichem Gegenstand bei keinem anderen Gericht anhängig gemacht werden kann.
Konfliktreife Die Konfliktreife bezeichnet den Grad der Entwicklung (Ausbildung) eines Konfliktes und den Moment, wann der Konflikt bereit ist, in einer bestimmten Art und Weise behandelt zu werden.
Authentizität Die Authentizität (auch als Echtheit oder Kongruenz bezeichnet) ist neben der Empathie und der Akzeptanz eine der drei grundsätzlichen Bedingungen für eine gelingende Kommunikation.
Flow Der Flow ist ein Begriff aus der Psychologie. Er bezeichnet einen Selbstläufer. In der Mediation bezeichnet er das erkennbare Phänomen, wenn die Parteien sich im Gedankenfluss der Mediation bewegen,
Pleonasmus Eine Wortverdoppelung, die im Begriff Mediationsverfahren aufgegriffen wird. Die Mediation ist in §1 Mediationsgesetz bereits als ein Verfahren definiert.
homöostatisches Motivationsmodell Homöostase bedeutet physiologisches Gleichgewicht. das homöostatische Motivationsmodell geht davon aus, dass ein Mangelzustand auszugleichen ist. Das Modell findet eine Analogie im Lösungspentagramm und damit auch einen Bezug zur Mediation.
Bedürfnis Das Bedürfnis beschreibt den Zustand oder das Erleben eines Mangels, verbunden mit dem Wunsch, ihn zu beheben.
Mediationsbarometer Trendanalysen für die Mediation
Symptomträger
Der Symptomträger zeigt Probleme, die im System verborgen sind.
Direktionsbefugnis Direktionsbefugnis bezeichnet die Berechtigung Anweisungen und Verfügungen zu erlassen, etwa zur Verfahrensdurchführung. Der Mediator hat keine originäre Direktionsbefugnis.
Trial and Error-Prinzip Trial and Error bedeutet Versuch und Irrtum. Als Prinzip legt es die Möglichkeit nahe, sich zu irren zu dürfen. Damit wird der Willkür jedoch nicht Tür und Tor geöffnet. Der Irrtum ist ein Teil des Lernprozesses, an dessen Ende ein Gelingen der Versuch steht. Die Mediation hat mit Menschen zu tun, sodass dieses Prinzip auch in der Mediation zum Tragen kommt.
Denkfehler Unter einem Denkfehler versteht die Psychologie eine Fehleinschätzung, einen Irrtum oder eine falsche Schlussfolgerung. Der Mediator muss Denkfehler erkennen und selbst vermeiden.
CAVE CAVE ist ein Akronym, das einen Charakter des Widerstands bei Aktivisten beschreibt. Das Akronym steht für Citizens against virtually everything. Bürger gegen eigentlich alles.
St. Floriansprinzip Das St. Floriansprinzip entspricht dem NIMBY-Konflikt. Das Prinzip beschreibt ein Konfliktverhalten, mit dem Bedrohungen auf andere abgewälzt werden.
Kompromiss Einigung durch gegenseitiges Nachgeben.
Konsens Übereinstimmung von Meinungen und Zielen. Im Juristischen ist die Übereinstimmung von Willenserklärungen angesprochen. Den Gegensatz bildet der Dissens. Die Mediation zielt darauf ab, Konsens zu erwirken.
Dissens Uneinigkeit, Meinungsverschiedenheit. Im Juristischen kann ein Dissens zu nicht übereinstimmenden Willenserklärungen führen, sodass der Vertrag ggfalls nicht zustandekommt. Den Gegensatz bildet der Konsens.
Screening Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen und Disziplinen nicht immer einheitlich verwendet (zB im Beitrittsverfahren der EU, zur Erkennung von Vorerkrankungen und Krankheitsanreizen, zur Beurteilung von Produktideen). Grundsätzlich handelt es sich um ein Testverfahren, das darauf abzielt, alle einflussnehmenden Faktoren innerhalb einer Problemstellung zu identifizieren und gegeneinander abwägen zu können. (Siehe auch Konfliktscreening)
Helfersyndrom Das Helfersyndrom bezeichnet ein Phänomen, das auch bei professionellen Helfern anzutreffen ist. Das mit dem Helfen verbundene gebraucht werden wollen, wird zu einem suchtartigen, vordringlichen Motiv im Hilfsangebot. Es kommt zu einer Vermischung der Hilfsbedürftigkeit des Helfers und der Person die Hilfe nachfragt.
Geistberater Geistberater oder auch Mediationsgeister genannt, sind die meist im Hintergrund wirkenden, unerkannten Personen, die als Laien- oder Pseudo-Berater Einfluss auf das Verhalten und Verhandeln der Parteien nehmen.
Konflikthindernis Konflikthindernisse sind die Hürden, die es den Parteien erschweren, sich dem Konflikt zu stellen. Die Hindernisse müssen gegebenenfalls überwunden oder aus dem Weg geräumt werden, damit eine Konfliktbearbeitung möglich wird.
Triebreduktion Die Triebreduktionstheorien gehen von einem physiologisch oder psychologisch erzeugten Spannungsverhältnis aus (Trieb), der das Verlangen auslöst, die Spannung abzubauen also den Antrieb zu reduzieren. Die Triebreduktion wird im Zusammenhang mit der Motivation und den Motiven in der Mediation erwähnt.
Konfliktdynamik Die Konfliktdynamik beschreibt den Prozess, der durch auslösende und verändernde Einflüsse eine konflikttypische Entwicklung nimmt. Die Einflüsse zu kennen heißt, sich die Dynamik nutzbar machen zu können.
Konfliktlogik Die Konfliktlogik beschreibt den inneren Zusammenhang der Konflikte und der Konfliktbehandlung im Prozess.
Bedeutung Die Bedeutung verkörpert den Sinn der sich hinter allem verbirgt, dem eine Aussage zugeschrieben werden kann. Die Bedeutungswirklichkeit ist von der Faktenwirklichkeit zu unterscheiden. Die Unterscheidung spielt in der Mediation eine wichtige Rolle, weil sie verschiedene Sichten erlaubt und gegenüberstellen kann.
Trieb Triebe bezeichnen einen psychischen oder physiologischen Antrieb, der aus einem Spannungsverhältnis entsteht und zur Befriedigung (Ausgleich der Spannung) motiviert. Triebe werden in der Mediation im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Motiven und Motivationsmöglichkeiten angesprochen.
Konfliktbotschaft Die hinter dem Konflikt verborgene Botschaft. Was will der Konflikt uns sagen?
Big Five siehe Fünf-Faktoren-Modell . Der Begriff wurde auch in der Mediation als Die Big Five der Mediation verwendet, wo die korrelative Beziehung der Prinzipien thematisiert wird.
Fünf-Faktoren-Modell Das auch als Big Five bezeichnete Fünf-Faktoren-Modell versucht die kennzeichnenden Merkmale der Persönlichkeit eines Menschen auf einer Skala abzubilden. Unterschieden werden: Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Geselligkeit, Verträglichkeit und Verletzlichkeit.
Schwarmintelligenz Die kollektive Intelligenz beschreibt die gemeinsame, konsens­basierte Entscheidungs­findung.
Supervision Supervision ist eine Form der Beratung, die Einzelne, Teams, Gruppen und Organisationen bei der Reflexion und Verbesserung ihres privaten, beruflichen oder ehrenamtlichen Handelns begleitet.
Rechtsfriede Kein wirklicher Friede aber Ausschöpfung des Instanzenweges. D.h.: Es gibt keine Gerichtsinstanz mehr.
Richtermediator ersetzt durch Güterichter
Mentoren Ein Mentor ist eine erfahrene Personen, die ihr fachliches Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrene Person (Mentee) weitergibt.
Charakter Der Charakter beschreibt die typischen Eigenschaften eines Menschen. Die bewussten oder unbewussten Zuschreibungen der Parteien könnten auch in der Mediation eine Rolle spielen.
Persönlichkeit Die Persönlichkeit kommt in den charakteristischen, individuellen Eigenschaften eines Menschen zur Geltung. Der Begriff wird auch für Menschen mit ausgeprägten individuellen Eigenarten verwendet.
Faktor-D Beim Faktor-D handelt es sich um den "dunklen Faktor" der Persönlichkeit, der sich durch einen übertriebenen Egoismus auszeichnet und negative Auswirkungen auf Andere oder die Gesellschaft im Allgemeinen hat. Das Verhalten wird von Überzeugungen genährt, die Schuldgefühle, Gewissensbisse und moralische Skrupel verhindern.
Spiegelgesetze Leitsätze, die auf dem Sichtwechsel beruhen, dass die Umwelt des Menschen der Spiegel seiner Persönlichkeit ist.
Variablen der Kommunikation
Mit den Kommunikationsvariablen werden die von Carl Rogers ermittelten Elemente der einfühlsamen Haltung angesprochen:
Akzeptanz: Der Mediator kann das entgegennehmen was gesagt und gemeint ist, auch wenn es ihm ethisch bedenklich erscheint.
Empathie: Die Fähigkeit des emotionalen Nachvollziehens (Einfühlungsvermögen).
Authentizität auch Echtheit, Kongruenz: Der Mediator denkt und fühlt wie ein Mediator und spielt nicht lediglich eine Rolle.
Laut Gabler Wirtschaftslexikon ist Führung die "durch Interaktion vermittelte Ausrichtung des Handelns von Individuen und Gruppen auf die Verwirklichung vorgegebener Ziele; beinhaltet asymmetrische soziale Beziehungen der Über- und Unterordnung". Der Begriff hat in der Mediation einen Bezug in §1 Abs. 2 Mediationsgesetz wo es heisst, dass der Mediator eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis ist, die die Parteien durch die Mediation führt.
Verhandlungsbereitschaft Die Verhandlungsbereitschaft ergibt sich aus dem Motiv, an der Verhandlung teilnehmen zu können. Auf die Mediation bezogen, wird die Mediationsbereitschaft angesprochen.
Mediationsbereitschaft Die Mediationsbereitschaft wird oft mit der Freiwilligkeit verwechselt. Die Freiwilligkeit ist ein Kontrollrecht. Die Mediationsbereitschaft ist ein Motiv. Sie stellt sich oft erst im Verlauf der Mediation her, wenn die Parteien absehen können, dass die Mediation für sie zielführend ist. Die Mediationsbereitschaft beschreibt das Motiv und den Wunsch, an der Mediation teilzunehmen und eine einvernehmliche Lösung zu finden (siehe auch Verfahrensmotiv).
Lösungsmotiv Motive verdeutlichen die Interessen, mit denen sich die Kriterien für die Lösung erschließen lassen. Siehe auch Verfahrensmotiv
Verfahrensmotiv Die Motivation, die die Verfahrensbereitschaft (Mediationsbereitschaft) ergibt.
Krankheit Die Krankheit wird im Duden einmal als körperliche, geistige oder psychische Störung angesehen, die an bestimmten Symptomen erkennbar ist und zum Anderen als die Zeit des Krankseins.
Gesundheit Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.
Kommunikation Kommunikation ist die Verständigung zwischen Menschen mithilfe von Sprache oder Zeichen. Es ist mehr als nur miteinander zu reden. Die Kommunikation ist ebenso komplex wie die Menschen und die Situationen, in denen sie geschieht. Psychologen sagen deshalb: die Kommunikation ist die Anleitung zur Rekonstruktion einer Wirklichkeit. Mit jeder Kommunikation sagt der Mensch etwas über sich und die Art wie er die Welt sieht.
Axiome der Kommunikation
Watzlawick hat in einer Kommunikationstheorie 5 Axiome herausgearbeitet:
Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär
Kommunikationsaxiome Siehe Axiome der Kommunikation
Interpunktion Die Interpunktion der Kommunikation (genauer der Kommunikationsabläufe) definiert die Natur einer Beziehung. Jeder meint, auf den anderen zu reagieren, wobei der Ausgangspunkt (also die Aktion, die zur Reaktion führt) nicht feststellbar ist.
Konfliktdiagnose Die Mediation erfordert eine Konfliktanalyse, die mitunter auch als Diagnose bezeichnet wird. Einer Konfliktdiagnose bedarf es jedoch nicht, weil der Konflikt (zumindest nicht vom Mediator) zu beurteilen ist.
Konfliktumleitungstheorie
Konfliktanlass und -austrag fallen auseinander. Die Theorie der Konfliktumleitung beschreibt, warum und wie es zu einer Konfliktverschiebung kommt, indem sich der Konfliktaustrag gegen andere Inhalte oder Personen richtet, die mit dem ursprünglichen Konfliktanlass nichts zu tun haben.
Bereitschaftsritual Vorgegebenes Handlungsformat für die Frage, wer als Erster sprechen darf.
Verfahrensritual Vorgegebenes Handlungsformat für die Initialisierung der Mediation in der 1.Phase.
Abschlussritual Vorgegebenes Handlungsformat für die Durchführung der Abschlussvereinbarung.
Ritual Der Begriff stammt vom Lateinischen ritualis ab und bedeutet, den Ritus betreffend. Ritus ist eine in den wesentlichen Grundzügen vorgegebene Ordnung für die Durchführung zumeist zeremonieller Handlungen. Rituale können auch in der Mediation sinnvoll eingesetzt werden.
Integrale Mediation Nicht zu verwechseln mit der Integrierten Mediation. Die integrale Mediation ist KEINE Mediation, sondern eine Methode der integralen Energetik zur Persönlichkeitsbildung. Sie ist darauf angelegt, um mit seinen höheren Bewusstseins-Ebenen in Kontakt zu kommen.
Schmetterlingseffekt Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen. Der Schmetterlingseffekt beschreibt den Zusammenhang zwischen kleiner Maßnahme und großer Wirkung
Kopfmensch Ein Mensch, der in seinem Verhalten überwiegend von seinem Verstand gesteuert wird. Der Kopfmensch ist vom Gefühlsmensch und vom Bauchmensch abzugrenzen.
Bauchmensch Der Bauchmensch wird überwiegend von seinen Instinkten und manchmal auch spontanen Intuitionen gesteuert. Er unterscheidet sich vom Kopfmensch und vom Gefühlsmensch.
Gefühlsmensch Ein Mensch, der im Denken und Verhalten überwiegend von den Gefühlen geleitet wird. Der Gefühlsmensch ist vom Kopfmensch und vom Bauchmensch abzugrenzen. In der Mediation kann es wichtig sein, die Unterschiede herauszuarbeiten.
Bedarfsphasen Phasen der Nachfrage. Siehe monadische Phase, dyadische Phase und triadische Phase
Lösungsbedarf Was benötigt wird, um den Konflikt aufzulösen. Der Lösungsbedarf ist von dem auf die Dienstleistung gerichteten Streitbedarf (Bedarf auf der Verfahrensebene) zu unterscheiden. Der Lösungsbedarf beschreibt den Bedarf in der Sache (Bedarf auf der Fallebene). Er orientiert sich an dem zu erwartenden Nutzen, also daran, was gebraucht wird, um eine maximale Befriedigung (nachhaltiger Nutzen) zu erzielen.
Unterstützungsbedarf Der Unterstützungsbedarf beantwortet die Frage nach der idealen Unterstützung für eine vollständige Konfliktbeilegung.
Konfliktbedarf
Was benötigt wird, um den Konflikt zu überwinden.
Siehe auch Streitbedarf, Lösungsbedarf und Dienstleistungsbedarf
Verhandeln Das Verhandeln beschreibt eine Tätigkeit, die durch eingehendes Erörtern und Besprechen zu einem abgestimmten Ergebnis kommt oder kommen soll.
Kommunikationslandkarte Stellt man sich die Kommunikationsmöglichkeiten in einem System als eine Landkarte vor, ergeben die Kommunikationswege die Verbindungen, wer mit wem wie kommunizieren kann und soll, aber nicht notwendigerweise kommuniziert.
Kommunikationswege Kommunikationswege sind im wahrsten Sinne des Wortes die Wege der Kommunikation. Sie ergeben sich aus dem Bezug zu einem Kontext und die Rahmenbedingungen. Dann beschreiben sie die Wege, die eine Kommunikation zwischen Personen nimmt oder nehmen kann.
Dialogische Führung Die dialogische Führung hat sich zu einem Führungskonzept nicht nur in Unternehmen herausgearbeitet. Es geht darum, Mitarbeiter einer Organisation oder eines Unternehmens in unternehmerische Entscheidungen so einzubeziehen, dass sie konstruktiv zusammenarbeiten können.
Zeugen Zeuge ist eine Person, die zur Bekundung von Tatsachen in einem Verfahren herangezogen wird.
Containertheorie Die Containertheorie erlaubt sowohl eine juristische wie eine psychologische Sicht auf das Verfahren. Die juristische Sicht ergibt den rahmen, die psychologische Sicht führt in die Methode. Die Containertheorie beschreibt, was wie zusammenpasst.
Kompetenz Kompetenz beschränkt sich nicht auf das Know how. Der Begriff bezieht sowohl die Erfahrung wie die Fertigkeit mit ein, das Wissen korrekt anzuwenden. In einem professionellen Kontext kommen noch die Effizienz und die Reproduzierbarkeit hinzu, die in der Qualität und der Nachvollziehbarket zum Ausdruck kommen.
Mediatorenkompetenz Die Mediatorenkompetenz grenzt sich von der Mediationskompetenz ab. Beide Kompetenzen zusammengenommen sind erforderlich, um eine Mediation durchzuführen. Die Mediatorenkompetenz beschreibt dabei die Kompetenzen des Mediators zur Verwirklichung der Mediation.
Mediationskompetenz Die Mediationskompetenz grenzt sich von der Mediatorenkompetenz ab. Beide Kompetenzen zusammengenommen sind erforderlich, um eine Mediation durchzuführen. Die Mediationskompetenz beschreibt dabei die Kompetenzen des Verfahrens zur Selbstregulierung.
Informationsmanagement Der Begriff bezeichnet den Umgang mit und das Verwalten von Informationen
alternative Konfliktlösungsverfahren
Abgekürzt durch das Akronym AKL. Der Begriff Alternative Konfliktlösungsverfahren wurde von Greger (Recht der Konfliktlösung) Rdnr. A 1) eingeführt, nachdem der Gesetzgeber die Begriffe Streitbeilegungsverfahren durch Konfliktbeilegungsverfahren ersetzt hat.
Helfersystem Bei einem Konflikt stehen oft mehrere Helfer zur Verfügung. Die Gesamtheit der möglichen, angebotenen und verfügbaren Hilfen drückt sich in einem Helfersystem aus. Das Helfersystem beschreibt die wechselseitigen Auswirkungen und die Kompatibilität der Hilfsangebote.
Gerichtsmediation Oberbegriff für die Beziehung und Anwendung der Mediation im Gericht. Zu unterscheiden sind gerichtsnahe Mediation, gerichtsintegrierte Mediation und gerichtsinterne Mediation.
Qualität Die Qualität der Mediation beschreibt, wie das optimalste Ergebnis mit geringstem Aufwand bei vorgegebenen Arbeitsbedingungen zuverlässig zu erzielen ist.
Empathie Empathie ist eine Voraussetzung des Verstehens und eine Variable der Kommunikation
Meinung Die persönliche Sichtweise auf die Dinge
Kolonialisierung Kolonialisierung bedeutet,dem Anderen seine Weltsicht, seine Werte und Erleben überzustülpen. Er soll den eigenen Erwartungen entsprechen.
Streitvermittler Oberbegriff für die Personen, die ein Streitvermittlungsverfahren (Mediation oder Schlichtung) durchführen.
Konflikttypen Der Versuch, Konflikte zu typologisieren erwartet die Unterscheidung von Konfliktarten und Konfliktpersonen. Für beide Fälle wird der Begriff Konflikttypen jedoch synonym verwendet.
Rumpelstilcheneffekt Die Parteien werden dazu gebracht, selbst den richtigen Namen des Konfliktes zu nennen. Der Rumpelstilzcheneffekt führt oft zu einer Konfliktlösung.
Wirklichkeit Die Wirklichkeit will die Realität oder Fakten, also was tatsächlich existiert beschreiben.
Interpretation Anders als die Bewertung handelt es sich bei der Interpretation um eine Auslegung. Sie schreibt dem Gesagten oder dem Beobachteten eine Bedeutung zu.
Gefangenendilemma Berühmtes Beispiel für ein strategisches Dilemma, das entsteht, wenn die Kooperation nicht möglich ist.
Paradoxie Die Paradoxie wird synonym zu dem Begriff Paradoxon verwendet. Sie beschreibt ein unerwartetes Ereignis oder eine unerwartete Aussage, die wie ein Widerspruch erscheint. Die Mediation selbst ist paradox.
Legaldefinition in § 1 Mediation
Die Klassifizierung erwartet eine Unterscheidung zwischen: formeller Mediation iSd MediationsG, formeller und materieller Mediation
Interessenkollision Ein Rechtsanwalt darf nicht tätig werden, wenn er eine andere Partei in derselben Rechtssache im widerstreitenden Interesse bereits beraten oder vertreten hat. Die Vorschrift will eine Interessenkollision verhindern.
assoziatives Denken Der Mensch denkt in erster Linie assoziativ, indem das Unterbewusstsein für ihn scheinbar willkürliche gedankliche Verknüpfungen herstellet. In der Mediation wird ein psychologienahes assoziatives Denken ebenso ermöglicht wie ein juristennahes logisches Denken.
Assoziation Im psychologischen Verständnis beschreibt die Assoziation die (un)willkürliche gedankliche Verknüpfung, wobei kognitive Elemente, Emotionen oder Sinneseindrücke bedingungsabhängig miteinander verknüpft werden.
Freiberufler Jemand der einen freien Beruf, also kein Gewerbe ausübt. Der Mediator ist ein Freiberufler.
Pseudologia Phantastica Krankhaftes Lügen. Meist um sich in den Mittelpunkt zu stellen (z.B. Münchhausen)
Lüge Eine Lüge ist eine bewusst falsche Aussage, die auf eine Täuschung oder Irreführung angelegt ist.
Hilfe zur Selbsthilfe Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Prinzip, das uns aus der sozialen Arbeit bekannt ist. Es geht darum, einen Not leidenden Menschen zu befähigen, sich selbst zu helfen. Siehe auch Empowerment
Problem Ein Problem ist eine schwierige Frage oder Aufgabe, die gelöst wird, indem ein Ist-Zustand durch in einen Sollzustand geführt wird.
Nullsummenspiel Die Summe der Gewinne aller Spieler ist immer 0. Die Verteilungsmasse lässt sich nicht erweitern. Den Gegensatz bilden sogenannte Nicht-Nullsummenspiele.
Gehirn Das Gehirn ist ein Teil des zentralen Nervensystems, in dem Sinneswahrnehmungen verarbeitet und zu Verhaltens­weisen koordiniert werden. Das bewusste Denken wird im Gehirn angesiedelt. In der Mediation gehen wir von drei Intelligenzzentren des Menschen aus, die unterschiedlich kommunizieren und interagieren.
Kindesunterhalt Unterhaltsansprüche bedürftiger Kinder gegen die Eltern. Geregelt in §§ 1601 ff. BGB
Trennungsunterhalt Unterhaltsansprüche getrennt lebender Ehegatten. Geregelt in § 1361 BGB.
Trauma In der Psychologie bezeichnet ein Trauma eine seelische Verletzung. In der Medizin ist es die Verletzung eines Gewebes.
Verletzung Medizinisch und psychologisch bedeutet Verletzung eine Wunde. Verletzung bedeutet auch die Beschädigung eines Gegenstandes oder der Bruch einer Regel.
Schaden Schaden ist jede durch ein Handeln oder ein Ereignis verursachte Beeinträchtigung einer Person oder einer Sache.
Schuld Schuld ist ein vorwerfbares Verhalten, das als Vergehen gegen eine geschriebene oder ungeschriebene Regel gesehen wird. Schuld verlangt nach Sühne, Vergeltung oder Wiedergutmachung.
Attribution bedeutet die Zuschreibung von Eigenschaften. Sie führt zu einem Wahrnehmungsphänomen, das als fundamentaler Attributionsfehler bekannt ist. Das Phänomen zeigt sich darin, dass der Beobachtende das was er beobachtet dem Menschen (beobachteten Objekt) stets als Eigenschaft zuschreibt.
Heilung Das Wort Mediation liegt nah bei der Meditation und der Medizin. In der Antike ist die Mitte ein Ausdruck von Balance und diese wiederum ein Ausdruck von Gesundheit. Viele meinen deshalb, die Mediation, die ja eine (innere) Mitte sucht, sei zugleich ein Prozess der Heilung. Tatsächlich kann die Heilung nicht das Ziel eines ergebnisoffenen Verfahrens sein, das auf eine Diagnose verzichtet und lediglich eine erkenntnisbasierte Entscheidung erwartet. Allerdings stellt sich die Heilung oft als ein Nebeneffekt her.
Autonomisierung Der Begriff Autonomisierung kommt aus der Regelungstechnik. Er beschreibt aber auch genau, worum es bei der Trennung geht. In der Regelungstechnik ist die Autonomisierung ein Verfahren, durch das eine gegenseitige Beeinflussung (der Regelkreise) beseitigt werden soll1 .
PAS Das Akronym steht für Parentel Alienation Syndrom, das Elternentfremdungssyndrom. Es beschreibt ein Phänomen, wo ein Elternteil das Kind gegen den anderen aufhetzt oder den anderen Elternteil entwertet.
Mediationslogik Die Mediationslogik beschreibt das Zusammenwirken der Schritte und Elemente in der Mediation. Sie ergibt sich aus der Zusammenführung der Prozesslogik, der Themenlogik, der Phasenlogik, der Konfliktdynamik und der Suchlogik.
Mediationsanalyse Analyse zur Identifikation eines Prozesses (Vorgehens) als Mediation.
Prozessorientierung Bei der Fallbearbeitung wird der Fokus nicht auf die Inhalte und Lösungen gerichtet, sondern darauf, ob und wie sich der Prozess (die Mediation) verwirklicht oder nicht. Der Fokus des Mediators ist prozessorientiert.
mediative Kompetenz Die meditative Kompetenz ist das Wissen, die Erfahrung und Fertigkeit die Vermittlung in der Logik des Mediierens zu verwirklichen.
strukturelle Kopplung Die strukturelle Kopplung beschreibt in der Psychologie die wechselseitige Beeinflussung wenn die Interaktionen dazu führen, dass die interagierenden Systeme eine Passung erreicht haben.
Unmittelbarkeitsprinzip Das kommunikative Unmittelbarkeitsprinzip erwartet, dass die Parteien unter Leitung und Gesprächsführung des in der Sache neutralen und allparteilichen Mediators gemeinsam ihre Interessen erörtern und Verständnis füreinander herstellen.
Justizprojekt
Der vollständige Name des Projektes lautete: „Integrierte Mediation in Familiensachen im Bezirk des OLG Koblenz“. Es geht um Modelle, wie das Meditieren und letztlich die Mediation in gerichtliche Erkenntnisverfahren implementiert werden kann.
Mediationsschema Schematische Darstellung der Mediationsphasen zum Nachweis des Zusammenspiels der Elemente.
Vollstreckbarkeit Die Vollstreckbarkeit bezeichnet die legale Möglichkeit, eine für vollstreckbar erklärte Entscheidung oder Vereinbarung mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Die Vollstreckbarkeit ist in den §§ 794 ff ZPO geregelt.
Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie gründet auf eine innere allgemeine Haltung anderen gegenüber. De Wertschätzung betrifft den Menschen als Ganzes (Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wertschätzung). Der Gegensatz ist die Geringschätzung.
a) Verstehensvermittler: Eine neutrale, unabhängige Person, die mit den Parteien die Mediation durchführt. Sie hilft den Parteien selbst eine Lösung zu finden, ohne Entscheider zu sein. Siehe Alt-Mediator-Funktion
b) Berufsmediator: Eine Person, die professionell Mediationsdienstlöeistungen anbietet Mediator-Beruf
Mediatoreffekt Ein statistisches Modell, bei dem die Beziehung zweier Korrelationen X und Y durch einen Mediator Z vermittelt wird.
alternative Streitbeilegung Kurz mit dem Akkronym ADR abgekürzt. Die Verfahren der alternativen Streitbeilegung werden auch als alternative Konfliktbeilegungsverfahren bezeichnet. Die ADR (Alternative Dispute Resolution) bildet den Gegensatz zur DR (Dispute Resolution). Der Gesetzgeber übersetzt ADR mit außergerichtlicher Streitbeilegung.
Verfahrensrecht ist das Recht, das ein Verfahren regelt. In der Mediation wird das Verfahrensrecht - anders als in allen anderen Verfahren - vereinbart.
Gerichtsverhandlung Verhandlung vor einem staatlichen Gericht. Der Verhandlungsgang ist abhängig von der Gerichtsbarkeit (also dem statthaften Verfahren) in Verfahrensvorschriften (z.B. ZPO) festgelegt.
Selbstzertifikat Ein Selbstzertifikat ist ein Zertifikat, das man sich selbst ausstellt. Der zertifizierte Mediator wird als Beispiel für eine Selbstzertifizierung genannt. Bei genauer Betrachtung ist diese Einschätzung jedoch nicht korrekt. Die Selbstzertifizierung setzt ein Zertifikat voraus, das sich der Mediator nicht selbst erteilen kann.
Kündigung Die Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung. Sie ist an Voraussetzungen geknüpft und meist an Fristen gebunden. Lediglich die Fristlose Kündigung kann eine sofortige Wirkung erzielen. In der Mediation ist eine Kündigung des MV oder der MDV wegen des Grundsatzes der Freiwilligkeit jederzeit möglich.
Widerruf Grundsätzlich ist der Widerruf eine (Willens-)Erklärung, die eine zuvorige Erklärung außer Kraft setzen soll. Eine rechtlich bindende Erklärung kann nicht widerrufen werden. Ausnahmsweise gesteht der Gesetzgeber Verbrauchern ein Widerrufsrecht ein, das In bestimmten Fällen auch von Mediatoren zu beachten ist.
self-fulfilling Prophecy Was das englische Wort self-fulfilling prophecy besagt bedeutet übersetzt eine selbsterfüllende Prophezeiung. Es handelt sich um eine Vorhersage, die ihre Erfüllung selbst bewirkt. Die Interaktion beschreibt einen Mechanismus, der das Phänomen erklären kann.
Interaktion Die Interaktion bezeichnet das agierende oder reagierende Einwirken von Akteuren oder Systemen, aus dem sich eine Wechselwirkung ableiten lässt.
De-Konstruktion De-Konstruktion beschreibt das Zerstören von Gewissheiten und Verwendungszusammenhängen bei der Konfliktarbeit, um sie in einer neuen Form wieder aufzubauen.
Kreativität Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und nützlich oder brauchbar ist. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreativit%C3%A4t. In der Mediation bezieht sich die Kreativität auf die Lösungssuche. Abgesehen von der Verfahrensstruktur stellt die Mediation verschiedene Techniken zur Verfügung, die den kreativen Prozess unterstützen.
Vertragstreue Die Vertragstreue ist ein Phänomen das Juristen bekannt ist. Die Partei schließt einen Vertrag. Ist im Nachhinein wird ihr bewusst, wozu sie sich verpflichtet hat. Sie bereut den Vertragsabschluss und überlegt, wie sie sich der Verpflichtung entziehen kann. Die mögliche Vertragstreue ist ein Aspekt, der bei der Abschlussvereinbarung auch vom Mediator zu beachten ist, wenn die Parteien an einer nachhaltigen Lösung interessiert sind.
Anwaltsmediator Ein Mediator, der im Quellberuf Anwalt ist, also zugleich eine Anwaltszulassung besitzt.Auch wenn der Begriff des Anwaltsmediators keine Berufsbezeichnung darstellen soll und nur auf den Ursprungsberuf hinweist, haben Anwälte wegen des Rechtsdienstleistungsgesetzes und der Anwendung des Berufsrechts eine Sonderstellung in der Mediation,
Speziell die Konfliktangst kann Einfluss auf das Konfliktverhalten auslösen. Die Angst kann zu ganz unterschiedlichen Reaktionen führen, die sich nicht immer vorteilhaft auf das Konfliktgeschehen auswirken. Die Angst kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Sie zeigt sich in körperlichen Symptomen wie z.B. Herzrasen, Herzklopfen oder schneller unregelmäßiger Herzschlag, Schweißausbrüche, Zittern, Mundtrockenheit, Atemnot, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühl, Beklemmungsgefühl, Schmerzen in der Brust.
Sinne Sinne sind die „Organe“ des Menschen, mit denen er die Umwelt wahrnimmt. Die Sinnesfähigkeit des Menschen ist eingeschränkt, sodass es zu Täuschungen kommt, die unbemerkt bleiben und für real gehalten werden.
Ein Akronym das beim NLP zur Identifikation der 5 Sinne verwendet wird. VAKOG steht für:
V–Visuell (Sehen)
A-Auditiv (Hören)
K-Kinästetisch und Haptisch (Tasten)
O-Olfaktorisch (Riechen)
G-Gustatorisch (Schmecken)
Streit Streit bezeichnet die heftige Auseinandersetzung, das Zanken mit heftigem Wortwechsel, die zum Schlagabtausch führen. Ein Streit kann auch in Handgreiflichkeiten enden. In allen Fällen wird eine Handlung beschrieben. Dafür spricht, dass Streiten ein Verb kennt, Konflikt jedoch nicht.
Konfliktauflösung Auch: Konfliktlösung. Die Konfliktlösung ist von der Streitbeilegung zu unterscheiden. Sie beschreibt eine Situation, in der der Konflikt vollständig, also auch emotional, aufgelöst ist.
Streitbeilegung Der Streit wird beigelegt, sodass nicht mehr gestritten wird oder gestritten werden kann. Der Streit betrifft das Handeln im Konflikt. Die Tatsache, dass nicht mehr gestritten wird erlaubt nicht die zwingende Schlussfolgerung, dass damit der Konflikt gelöst ist und auch emotional erledigt ist.
Konfliktkosten Kosten, die durch einen Konflikt verursacht werden einschließlich der dadurch gebundenen Ressourcen.
Selbstwert Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwert Im Konflikt hat der Selbstwert Einfluss auf die Einschätzung der Lösungsoptionen und Sichtweisen.
analoge Kommunikation Die sinnlich wahrnehmbare, non-verbale Kommunikation. Sie wird in der Mediation mit dem Spiegeln bzw. mit der Technik des Verbalisierens digitalisiert (also ansprechbar gemacht).
Suchstrategie Die Mediation ist stets eine SUCHE nach Lösungen. Die Strategie ist, was das Verfahren (die Vorgehensweise) anbelangt, im Groben durch die Phasenlogik vorgegeben. Gesucht werden Erkenntnisse, die zu einer allseits akzeptablen Lösung führen. Die Mediation beschreibt eine gemeinsame Suche, die möglich ist, wenn von einer Gemeinsamkeit ausgegangen wird. Wichtig ist die Dimensionierung,
Navigation Eckdaten zur Beschreibung des Kognitionsprozesses in der Mediation
Berufsmediator Der Begriff hat sich (noch) nicht etabliert. Der Berufsmediator wird kurz als Mediator bezeichnet. Ein Berufsmediator übt die Mediation professionell als honorierte Dienstleistung aus.
Abbruch Der Abbruch der Mediation führt zu ihrer Beendigung. Der Grundsatz der Freiwilligkeit stellt sicher, dass die Mediation jederzeit abgebrochen werden kann. Juristisch handelt es sich um eine fristlose Kündigung des MV oder der MDV, die jederzeit und ohne Angabe von Gründen möglich ist.
Aussenwahrnehmung Alle menschlichen Sinne sind auf Außenwahrnehmung gerichtet. Die Parteien sind deshalb nur bedingten der Lage, sich und das Streitsystem vollständig wahrzunehmen. Der Mediator vermittelt diese Sicht aus der Metaebene, sodass eine Außenwahrnehmung (über den Mediator) möglich wird.
Partei Parteien sind die Gegner im Prozess. Das Mediationsgesetz bezeichnet die Medianden als Parteien. In der Mediation ist zwischen den Streitparteien, den Konfliktparteien, den Vertragsparteien (= Parteien des Mediationsvertrages) und den Verhandlungsparteien (= Medianden) zu unterscheiden.
Akzeptanz Unbedingte Variable für eine gelingende Kommunikation. Die Akzeptanz ist einer der von Carl Rogers herausgearbeiteten Elemente der personenzentrierten Gesprächstherapie.
gewaltfreie Kommunikation Die gewaltfreie Kommunikation (GFK) wurde von Marshal Rosenberg entwickelt. Sie beschreibt eine deeskalierende Kommunikationsweise, die Streit vermeidet und es trotzdem ermöglicht, ein Anliegen zu vermitteln.
Abschlussvereinbarung Vereinbarung zur Manifestation der in der Mediation gefundenen Lösung.
Blended Learning Gemischtes Lernen, bei dem mehrere didaktische Methoden und Medien miteinander kombiniert werden.
Mediationsphilosophie Der Begriff bezeichnet die Kenntnis über die hinter der Mediation verborgenen Gedankengänge und Erkenntnisprozesse, die sich mit der Kognitionstheorie beschreiben lassen.
Sorgerecht Siehe elterliche Sorge
elterliche Sorge Im Volksmund ist vom Sorgerecht die Rede. Die rechtlich korrekte Bezeichnung heisst: elterliche Sorge, weil es sich um ein Recht der Eltern und der Kinder handelt, das Rechte und Pflichten auslöst. Die Sorge umfasst die Personen- und die Vermögenssorge.
Altenkirchener Modell Ein Verfahrensmodell für die Lösung von Familienkonflikten unter Einbeziehung der Mediation als Methode und Verfahrensbestandteil. Das Modell verwertet die Erkenntnis der Kognitionstheorie und erlaubt die Lösung hoch eskalierter Konflikte mit Mediation. Es ist der Ursprung der gerichtsintegrierten Mediation und Auslöser der integrierten Mediation.
Bedarf Der Bedarf beschreibt ein zur Nachfrage führendes Bedürfnis. Der auf eine Hilfestellung bei der Konfliktlösung gerichtete Bedarf soll durch die Mediation befriedigt werden, indem die Mediation als Dienstleistung das dazu passende Angebot beschreibt.
Ablauf Der Gesetzgeber spricht vom Ablauf der Mediation in § 2 Abs. 2 Mediationsgesetz. Gemeint sind die Phasen der Mediation.
Landkarte Grafische Darstellung als Werkzeug zur Verstehens- und Orientierungshilfe. In der Mediation werden folgende Landkarten verwendet: Mediationslandkarte, Konfliktlandkarte, Verfahrenslandkarte, Familienlandkarte.
Position Positionen sind Standpunkte. In der Mediation sind sie die auf Standpunkten beruhende Forderungen, die dem Gegner gegenüber erhoben werden. Die Positionen grenzen sich von der zu findenden Lösung ab.
Verstehensvermittlung Verstehensvermittlung ist ein Leistungsmerkmal der Mediation, das sich von der Lösungsvermittlung der Schlichtung unterscheidet.
Konfrontation Die Konfrontation basiert auf einer Gegenüberstellung von sich widersprechenden Sachverhalten oder Belangen, die in einer Auseinandersetzung aufgelöst werden.
Kooperation Strategische Grundform, die das Zusammenwirken mehrerer Personen zur gemeinsamen Zweckerreichung beschreibt. Die Kooperation grenzt sich von der Konfrontation ab.
Gedanken Gedanken ist alles was jemandem in den Sinn kommt. Einfälle, Ideen, Assoziationen, Ansichten, Meinungen, .... in der Mediation werden sie zu Erkenntnissen geführt, die das Verfahren (die Vorgehensweise bei der Konfliktlösung) und den Fall betreffen
Verfahren Grundsätzlich beschreibt ein Verfahren die Art und Weise eines Vorgehens. Im juristischen Verständnis sind Rechtshandlungen gemeint. Im psychologischen Verständnis steht die durch den Ablauf bewirkte Entwicklung im Vordergrund. In der Mathematik ist es eine Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems.
Phasen Die Mediation wird als ein strukturiertes Verfahren bezeichnet, das sich in Phasen einteilen lässt. Die Phasen geben dem Mediator den Auftrag was zu tun ist in Form von Etappenzielen vor und steuern den Prozess der Erkenntnis.
Coopetition Die Coopetition ist ein Kunstwort, das ein modernes Wettbewerbsverhalten bezeichnet. Es setzt sich aus Cooperation und Competition zusammen. Die Coopetition könnte deshalb auch als kooperativer Wettbewerb bezeichnet werden.
Fristen Ein abgegrenzter Zeitraum zur Vornahme einer Maßnahme. Fristen sind von Terminen zu unterscheiden, die einen konkreten Zeitpunkt zur Vornahme einer Handlung nennen.
reglementierter Beruf Ein „reglementierter Beruf“ ist nach Art. 3 der Richtlinie 2005/36/EG eine berufliche Tätigkeit oder eine Gruppe beruflicher Tätigkeiten, bei der die Aufnahme oder Ausübung oder eine der Arten der Ausübung direkt oder indirekt durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen gebunden ist. Mediator ist kein reglementierter Beruf im Sinne dieser Vorschrift.
Mediationsrecht Das Recht der Mediation betrifft die Rechtsverhältnisse, die durch die Mediation begründet und gestaltet werden. Sie beziehen sich auf die Herleitung, die Gestaltung und die Folgen des Verfahrens. Das Mediationsrecht beschreibt die Rechtsgrundlagen der Mediation und stellt den Rahmen für die rechtsgetreue Durchführung der Mediation her.
Parallelprozesse Prozesse, die optional oder real neben dem gewählten Verfahren ablaufen und darauf Einfluss nehmen.
Gütesiegel Eine meist grafisch oder schriftlich sichtbare Qualitätsbekundung über eine Dienstleistung oder ein Produkt.
Ratschlag Eine meist unverbindliche Information als Hilfe zur Informationsverarbeitung, Entscheidungsfindung oder zum Verhalten. Mediatoren weisen gerne daraufhin, dass das Wort den Schlag beinhaltet, was darauf hindeutet, dass der Rat gegeben und nicht erarbeitet wird.
Gerechtigkeit Ein gefühlt idealer Zustand, in dem ein Interessen- und Chancenausgleich als angemessen wahrgenommen wird.
funktionale Einheit Die funktionalen Einheiten stellen Verbindungen zwischen den Navigationspunkten der Mediation her, indem sie den inneren Zusammenhang des Mediierens oder dessen beschreiben, was eine Mediation ausmacht.
Mediationsfachsprache Die Mediation verwendet Termini aus verschiedenen Disziplinen. Im Kontext der Mediation bekommen Sie eine andere Konnotation, sodass sich eine eigene Fachsprache der Mediation herausbildet.
Gender Der Begriff steht für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu für das biologische Geschlecht definiert. In der Mediation kann die unterschiedliche Geschlechtszugehörigkeit Einfluss auf das Verhandeln nehmen.
Wirksamkeit Vereinbarungen kommen durch übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Ihre Rechtswirksamkeit erfordert mitunter eine Form- und Inhaltskontrolle.
Rolle Eine Rolle im soziologischen Verständnis beschreibt die dem Status einer Person zugeschriebenen Verhaltens- und Bedeutungsmerkmale.
Prozesskostenhilfe Um die Rechtsverfolgung zu gewährleisten, erhalten bedürftige Parteien eine Finanzierungshilfe durch den Staat. Die Prozesskostenhilfe ist grundsätzlich ein Darlehen, das zurückzuzahlen ist, falls die Partei leistungsfähig wird.
Rechtsschutzversicherung Versicherung zur Übernahme der Kosten im Falle einer Rechtsverfolgung.
Gedankenbausteine Gedanken sind die Bausteine im Erkenntnisprozess der Mediation.
Ausstiegsszenario Die WATNA-BATNA-Instanz wird dann als Ausstiegsszenario beschrieben, wenn die parteiliche Beratung etwa zu dem Ergebnis führt, dass die gerichtliche Entscheidung einer Partei bessere Verhandlungsergebnisse einbringt.
Selbstoffenbarung Bewusste oder unbewusste Selbstdarstellung oder Selbstenthüllung. Ist sie erfolgt und wechselseitig verstanden, kann die Phase drei abgeschlossen werden.
Widerspruch Der Widerspruch bezeichnet zum einen die ablehnende Haltung gegenüber einer Aussage. Zum anderen bezeichnet der Widerspruch den Gegensatz. Die Mediation (die übrigens selbst ein scheinbarer Widerspruch ist) will dazu beitragen, den Widerspruch aufzulösen und in eine Lösung zu überführen.
Gedankenwelten Die Gedankenwelten beschreiben die unterschiedlichen gedanklichen Räume, die die Medianden während einer Mediation zu durchlaufen haben. Unterschieden werden die kaputte Welt, die heile Welt und die reale Welt.
Motivation Die Gesamtheit aller Motive lassen eine Handlungsausrichtung erkennen oder in eine solche überführen.
Motiv Der Begriff wird vom Lateinischen "Motos" abgeleitet, was so viel wie Antrieb bedeutet. Über das Motiv erschließt sich die Bedeutung des Handelns.
Erfolgskriterien Die Erfolgskriterien der Mediation sind mit den Lösungskriterien identisch, die in Phase drei erarbeitet werden.
Wohlfahrtsanalyse Eine volkswirtschaftliche Bewertung von staatlichen Eingriffen.
Eigenschaften der Mediation Die Merkmale eines Verfahrens grenzen sich von den Bedingungen ab. Sie ergeben sich aus dem Verfahrenscharakter, dem Wesen.Die Bedingungen Prinzipien orientieren sich an den Eigenschaften, diese wiederum ergeben sich aus dem Verfahrenscharakter.
Konfliktfaktoren Die Stellschrauben einer Konfliktbearbeitung
externe Berater Rechtlich gesehen sind es Dritte, wenn sie Zugang zur Mediation haben. Sie sind von externen Beratern zu unterscheiden, die zwar Einfluss haben, aber nicht direkt an den Verhandlungen teilnehmen.
Experten Fachleute, die bei Bedarf als Berater, Sachverständiger oder Gutachter zur Mediation hinzugezogen werden.
Verhandlungsanalyse Ziel der Verhandlungsanalyse ist es, Verhandlung zu strukturieren und Entscheidungsoptionen sichtbar zu machen.
Migrationsstrategie Die von der integrierten Mediation angewendete Migrationsstrategie erlaubte schrittweise Überführung aus einem Konfrontationsverfahren in ein kooperatives Verfahren und letztlich in eine Mediation.
Themenlogik Die Themenlogik beschreibt den inneren logischen Zusammenhang der Themen und ihre Vernetzung mit dem Konflikt und dem Prozess.
Prozesslogik Die Prozesslogik beschreibt den inneren logischen Zusammenhang des Prozesssystems bezogen auf die Mediation.
Selbstregulierung Selbstregulierung bedeutet, dass der Prozess oder der Vorgang alle Mechanismen zur Verfügung stellt, um sich selbst zu verwirklichen. Die Mediation besitzt eine Kompetenz zur Selbstregulierung.
Informelle Kommunikation Die informelle Kommunikation ist eine nicht durch Regelungen vorgegebene, freie Kommunikation.
Intervention In der Mediation sind Interventionen gleichbedeutend mit Maßnahmen, die der Mediator ergreifen kann, um den mit dem Verfahren zu verfolgenden Zweck zu verwirklichen oder zu unterstützen.
Konträres Denken Das Denken wird auf ein gegensätzliches Ziel ausgerichtet, so dass alle Teilnehmer in unterschiedliche Richtungen denken. Das konträre Denken grenzt sich vom parallelen Denken ab, das von de Bono beschrieben wurde.
Dimensionen Dimensionen beschreiben die Abmessungen, die Ausrichtung, das Ausmaß und den Zusammenhang von Merkmalen. Im hier verstandenen Sinne sind Dimensionen die Einheiten, auf die sich der Mediator konzentrieren muss, wenn er die Komplexität des Verfahrens einerseits und des Falles andererseits vollständig erfassen will. Die Dimensionierung beschreibt den Vorgang, wie welche Dimensionen herausgebildet werden.
Verhandlungsfähigkeit Die Verhandlungsfähigkeit grenzt sich von der Mediationsfähigkeit ab und betrifft die Frage, ob es der Partei möglich ist auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln.
Mediationsformat Mediationsformate sind von den Mediationsmodellen, den Fachmeditationen und den Mediationsstilen zu unterscheiden. Die Mediationsformen beschreiben die äußere Erscheinungsform der Mediation. Die Mediationsform bildet einen Oberbegriff, unter dem sich Mediationszuschnitte (Mediationsformate) erfassen lassen. Es geht um die Frage, wie die Mediation gestaltet wird.
Mediationskonzept Aus der Herleitung der Mediation lässt sich das Konzept für ihre Ver- und Anwendung ableiten.
Argumente Ein Argument ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine Begründung oder ein Begründungszusammenhang. In der Mediation soll das Argument eine Position oder Lösung verhärten. Das Argumentieren könnte ein Indiz sein, dass die Mediation nicht verstanden wurde.
Hypothese Eine Hypothese ist eine Annahme, die noch nicht bewiesen ist. In der Mediation spielen Hypothesen eine wichtige Rolle. Einmal dienen sie als Hilfe zur Konfliktbearbeitung und zur Navigation durch das Verfahren, zum anderen verhindern sie vorschnelle Bewertungen und Interpretationen des Mediators.
Augenhöhe Augenhöhe ist nicht nur der Augenstand im Gesicht, sondern meint im übertragenen Sinne als gleiche Augenhöhe auch auf gleichem Rang oder gleicher Verhandlungsposition befindlich.
Prinzipien der Mediation Grundlegende Regeln für die Durchführung der Mediation. Das Mediationsgesetz spricht von Grundsätzen der Mediation.
Grundsätze der Mediation Grundlegende Regeln für die Durchführung der Mediation. Der Mediator kennt diese Regeln als die Prinzipien der Mediation.
Grundsatz des sichersten Weges Ein Grundsatz aus dem Anwaltshaftungsrecht. Wenn mehrere Maßnahmen in Betracht kommen, muss der Anwalt diejenige nahelegen (treffen), die die sicherste und gefahrloseste ist.
Allparteilichkeit Sie wird oft mit der Neutralität gleichgesetzt. Die Neutralität ist ihre Bedingung. Der Zweck der Allparteilichkeit ist es jedoch, Balance herzustellen. Die Allparteilichkeit ist deshalb ein Instrument für den Mediator gleiche Augenhöhe herzustellen, wo die Parteien dazu nicht in der Lage sind.
Du-Botschaften
Du-Botschaften enthalten gemachte oder gedachte Aussagen über den anderen. Sie beruhen oft auf fehlerhaften Attributionen und erschweren eine konstruktive Problemlösung.
Entscheidungsprozess Der übliche Entscheidungsprozess verläuft laut Gabler Wirtschaftslexikon in fünf Phasen: Problemformulierung, Präzisierung des Zielsystems, Erforschung von Alternativen, Auswahl einer Alternative, Entscheidungen in der Realisationsphase. Ziel ist das Herbeiführen einer Entscheidung.
Nutzenorientierung Bei nutzerorientierten Verfahren orientiert sich die Lösung an der Nützlichkeit des Ergebnisses (der Lösung).
Lösungsorientierung Als lösungsorientierte Verfahren werden Verfahren bezeichnet, die ein Interesse an der Lösung fokussieren. Spezifischer ist es die Mediation als nutzerorientiertes Verfahren zu bezeichnen.
Beleidigung Eine herabwürdigende Aussage. Für die Mediation könnten die damit einhergehenden Selbstoffenbarungen interessant sein.
Killerphrasen Killerphrasen sind Aussagen, die darauf angelegt sind, ein Gespräch schnell und ohne Ergebnis zu beenden. Killerphrasen verfügen über keinen wirklichen Informationsgehalt. Meistens beinhalten sie eine Abwertung.
Akkreditierung Die Akkreditierung bezeichnet einen Vorgang zur Begutachtung bestimmter Eigenschaften und zur Sicherstellung von Qualitätsmerkmalen.
Waffenstillstand In einem hoch eskalierten Konflikt hindern die ständigen Angriffe und Einflüsse von außen daran, ein vernünftiges Gespräch zu führen und Regelungen zu treffen, an denen sich die Parteien halten können. Die Vereinbarung eines Waffenstillstandes ist eine Möglichkeit, die Mediation abzusichern. Ein Waffenstillstand beendet keine Konfrontation. Er bietet allerdings eine Verschnaufpause, in der die Kooperation eine Chance bekommt. Der Waffenstillstand kann durch eine Waffenstillstandsvereinbarung sichergestellt werden.
Gemeinsamkeiten Die Mediation baut Lösungen auf Gemeinsamkeiten auf nicht auf Widersprüchen.
Sympathie Das Gefühl jemanden zu mögen. Die Nähe zu dem Anderen wird als angenehm empfunden
Wegweiser Die Mediation ist ein Wegweiser in einem informellen Verfahren. Der Nutzen ist der Wegweiser für die Lösung. Der Umgang mit den Intelligenzzentren und ein korrektes Verständnis des Konfliktes gibt dem Mediator (und den Parteien) die notwendige Orientierung.
Verwirrung Die Verwirrung beschreibt eine Dissonanz im Denken der Partei. Je nach Thema und Tiefe führt nur eine Neuorientierung denken zu einer attraktiven Lösung. Die Verwirrung ist also nicht etwas das der Mediator vermeiden wollte. Sie ist ein Teil des Spiels. Der Mediator sollte aber helfen die Verwirrung zu überwinden, sodass die Parteien damit zurechtkommen können. Siehe auch Widerspruch.
Herz Organisch betrachtet ist das Herz ein Muskel den Blutkreislauf sicherstellt. Metaphorisch betrachtet, ist es der Träger der Gefühle. Das Herz ist neben dem Bauch der heimliche Entscheider im Menschen. Es sollte in der Mediation also zur Sprache kommen.
Intelligenzzentren Der Mensch besitzt drei Intelligenzzentren. Sie wurden bereits im Zusammenhang mit der Darstellung der Konfliktdimensionen erwähnt. Dort wurde unterschieden zwischen der sachlich-intellektuellen Dimension, der sozio-emotionalen Dimension und der wertmäßig-kulturellen Dimension. In diesen Dimensionen finden wir die Intelligenzzentren Kopf, Herz, Bauch wieder. Sie sind beim Menschen unterschiedlich ausgeprägt und treten ebenso unterschiedlich in den Vordergrund.
Augen Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgane des Menschen. Es steuert seine Wahrnehmung. Gleichzeitig sagt man ihm nach, dass es einen Blick in die Seele erlaubt. Für den Mediator ist das Auge ein Äußerungsmerkmal des Menschen, dass neben der Mimik Gestik und Körpersprache helfen kann, den Menschen besser zu verstehen.
Scheidungszyklus Im Zusammenhang mit der Scheidung (Trennung) werden drei Phasen durchschritten, die die Parteien oft unterschiedlich erleben. Die Phasen heißen: Vorscheidungsphase (Ambivalenzphase), Scheidungsphase, Nachscheidungsphase.
Strafrecht Das Strafrecht besagt nicht nur was strafbar ist, sondern auch wie gegebenenfalls die Bestrafung zu erfolgen hat. Unterfälle bilden das Strafprozessrecht unter Strafvollstreckungsrecht. In der Mediation gibt es verschiedene Berührungspunkte (Vertraulichkeit, Täter Opfer Ausgleich)
Konfliktkompetenz Die Fähigkeit mit Konflikten umzugehen und sich im Konflikt zu bewegen.
Freiwilligkeit Das Recht die Mediation jederzeit und fristlos zu kündigen (abzubrechen) ohne Angabe von Kündigungsgründen.
Personalvertretung Organisiert als Personalrat, Bezirkspersonalrat, Hauptpersonalrat oder Gesamtpersonalrat ist die Vertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, vergleichbar mit dem Betriebsrat im privaten Unternehmen.
Implementierung Die Implementierung beschreibt die Einbindung von Prozess­abläufen wie der Mediation in einem System wie der Gesellschaft.
EU-Portals zur Online-Streitschlichtung. Die Plattform wurde aufgrund der Verordnung ODR-Verordnung”) eingerichtet, um ein eine unabhängige, unparteiische, transparente, effektive, schnelle und faire außergerichtliche Online-Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmern zu ermöglichen.
Setting Das Setting (englisch für „Konfiguration“) bezeichnet die Gestaltung der Arbeitsbedingungen in der Mediation (von den Rahmenbedingungen zu unterschieden).
zirkuläre Kommunikation Die zirkuläre Kommunikation erkennen Sie daran, dass sich das Gespräch im Kreis dreht. Die Gesprächspartner kommen immer wieder auf bestimmte Punkte zurück. Es ist ein Zeichen dafür, dass diese Punkte nicht abgearbeitet wurden.
Hase und Igel Kommunikation Ein Phänomen der Kommunikation, wenn ständig die Kommunikationsebenen und die Denkmodelle gewechselt werden und das Gespräch nicht auf einer Ebene und in einem Modell gehalten wird
juristische Kommunikation Die juristische Kommunikation ist eine formale Kommunikation, die am gesetzlichen Tatbeständen ausgerichtet wird (Subsumtion).
internationales Recht Das internationale Recht beantwortet die Frage des anwendbaren Rechts bei einem internationalen Bezug des Falles bzw. der Mediation
Geeignetheit Die Geeignetheit beschreibt die Prüfung der Einschlägigkeit der Mediation. Sie entspricht der Prüfung der Standhaftigkeit und der Zulässigkeit im Gerichtsprozess
Zeitverständnis Neben dem Zeitmanagement spielt die Zeit bei er gedanklichen Ausrichtung des Mediators eine Rolle. Die Mediation ist zukunftsorientiert, heisst es. Trotzdem knüpft sie an die Vergangenheit an - manchmal zumindest.
Mediatorenfähigkeit
Die Fähigkeit des Mediators mit dem vorliegenden Konflikt zurechtzukommen. Sie wird mit der subjektiven Geeignetheit geprüft.
Mediationsfähigkeit Analog zur Prozessfähigkeit die Fähigkeit der Partei an einer Mediation teilzunehmen
Emotion Emotionen komplexe, in weiten Teilen genetisch präformierte Verhaltensmuster, die sich im Laufe der Evolution herausgebildet haben, um bestimmte Anpassungsprobleme zu lösen und dem Individuum ein schnelles und der Situation adäquates Handeln zu ermöglichen.
Fremdsprachen Die Verwendung von Fremdsprachen erschwert das Verstehen in der Mediation. Der Mediator muss Vorkehrungen treffen, um die Übersetzungsverluste gering zu halten. Anwendungsfälle ergeben sich in der internationalen Onlinemediation, bei der CrossBordeMediation und der interkulturellen Mediation
grenzüberschreitende Streitigkeit In Art. 2 der Richtlinie wird eine grenzüberschreitende Streitigkeit als gegeben definiert, wenn mindestens eine der Parteien zu einem auf den Beginn der Mediation fallenden Zeitpunkt ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat als dem einer der anderen Parteien hat. Wenn also die EU Richtlinie von grenzüberschreitenden Fällen spricht, dann ist damit in jedem Fall ein internationaler Bezug hergestellt.
Geschichte der Mediation Angeblich gibt es die Mediation schon seit mehr als 2000 Jahren. Gemeint ist aber die Streitvermittlung. Die Mediation wäre dazu ein Unterfall.
Widerstand Widerstand bedeutet Abwehr und drückt sich in einer Handlung aus, mit der sich die Person widersetzt. Der Begriff Widerstand wird als Herausforderung in der ZMediatAusbV erwähnt.
schwierige Situationen Tatbestandsmerkmal in der ZMediatAusbV (Anhang Ziff. 4e). Als Beispiel werden Blockaden, Widerstände, Eskalationen, Machtungleichgewichte genannt. Der Mediand macht nicht was er soll.
Kultur Kultur ein Ausdruck von erlebter Gemeinsamkeit. Zwischen den Kulturen ist sie ein Ausdruck der Abgrenzung und ein Mittel der Identifizierung.
Krise Im logischen Verständnis ist die Krise ein schmerzhafter seelischer Zustand, der einen inneren Konflikt darstellt.
psychosoziale Entwicklung In seiner Entwicklung ist der Mensch verschiedenen Krisensituationen (Auseinandersetzungen mit sich selbst) bewusst oder unbewusst ausgesetzt. Erik H. Erikson beschreibt in einem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 8 Entwicklungsstufen.
Konfliktevolution Das strategische Handeln im Konflikt entspricht einer evolutionären Entwicklung, wo die eine Strategie (Konfrontation) erst einsetzt, wenn sich die andere Strategie (Kooperation) als nicht zielführend erweist.
Kommunikationsachsen Die Kommunikationsachsen beschreiben die Fixpunkte einer Kommunikation
Verstehen Verstehen ist das zentrale Element der Mediation. Alles was in der Mediation passiert basiert auf einem Verstehen. Methodisch fließende Arbeit von Phase drei, wird aber nur dadurch ermöglicht, dass die Phase drei Bestandteil eines umfassenden Verstehensprozesses ist. Das Verstehen ist ein Teil der Konfliktarbeit und der Konfliktklärung.
Bestandsaufnahme Die Phase zwei der Mediation wird auch als Bestandsaufnahme bezeichnet. Es geht darum den Streit der Parteien genau zu identifizieren.
Kognitionsprozess Die Mediation lässt sich als ein Kognitionsprozess beschreiben, dessen Mittelpunkt das Verstehen bildet. Das Verstehen wird durch Erkenntnisschritte herbeigeführt, die die gesamte Komplexität des Falles in Betracht ziehen können und sich in der inneren Logik an den Phasen orientiert.
Ich-Botschaften Selbst Offenbarung des Senders in einer Kommunikation. Eine der Ebenen im Kommunikationsquadrat.
Bearbeitungstiefe Die Frage wie tief der Mediator in die Konfliktbearbeitung eindringen kann und soll
Themen Die zur Konfliktbeilegung anzusprechenden Themen ergeben sich aus der Neutralisation der Positionen und nehmen auf die Konfliktdimensionen bezug
Systemik Das Verhältnis von Streitparteien, Streit, Verfahrens und Umwelteinflüssen in und auf die Mediation systematisch betrachtet.
Streitsystem Das Streitverhältnis und die Streitparteien systematisch betrachtet. Der Mediator wird nicht zum operativen Teil des Streitsystems (anders als der Richter und der Schlichter)
Mediationssystem
Bei systemischer Betrachtung ist der Mediator ein Teil des Mediationssystems, nicht aber des Streitsystems.
Phasennavigation Die Phasenaufträge erlauben eine gedankliche Strukturierung, über die der Mediator im Verfahren navigieren kann. Jetzt erlangt die Unterscheidung von Positionen, Interessen und Lösungen eine ausschlaggebende Bedeutung.
WATNA Worst Alternate to Negotiated Agreement (Siehe Lösung)
Anwendungsfelder Siehe Fachmediation. Die Mediation in fallbezogenen Anwendungsfeldern. Beispiel: Mediation in einer Familienangelegenheit, Mediation eine Abanico, ...
Fachmediation Die Mediation in fallbezogenen Anwendungsfeldern (zum Beispiel Familienmediation, Wirtschaftsmediation)
Mediationsstil Die individuelle, auf den Mediator bezogene Art und Weise, wie er die Mediation durchführt
Kommunikationsmodell Das mit dem Verfahren verbundene Kommunikationskonzept. Es orientiert sich an der Rolle des neutralen Dritten.
Interdisziplinarität Interdisziplinarität beschreibt den Bezug und die Nutzung des Wissens und der Methodik verschiedener Fachrichtungen.
Die Gruppendynamik befasst sich mit der Beziehung zwischen den drei Systemen Individuum, Gruppe und Organisation und deren Interaktionen.
Konfliktkongruenz Verfahrensdeckung - Theorie von der Übereinstimmung von Konflikt und Verfahren
Konflikttheorie Auseinandersetzung mit der Entstehung von Konflikten und ihre Wirkungen
Güterichter Richter, der für ein Güterichterverfahren abgestellt ist und in der Sache nicht entscheidungsbefugt ist.
Eigenverantwortlichkeit Eigenverantwortlichkeit ist die Übernahme der Sorge für und durch sich selbst.
Wirtschaftsmediation Mediation bei Streitigkeiten mit wirtschaftlichem Bezug
Streitmittler Nach der Legaldefinition in § 6 VSBG ist der Streitmittler die Person in einer Verbraucherschlichtungsstelle, die mit der außergerichtlichen Streitbeilegung betraut und für die unparteiische und faire Verfahrensführung verantwortlich ist.
Streitkontinuum Festlegung der Dimensionen des Streifens wie: Fakten, Emotionen, Positionen, Interessen und Zeit
Mediationsklausel Die Mediationsklausel ist eine in einem Vertrag eingearbeitete Vereinbarung, die im Falle eines Streites (über den Vertrag) vorsieht, diesen Streit (zunächst) im Wege der Mediation zu klären.
Konfliktbeilegungsverfahren Oberbegriff (des Gesetzgebers) über alle Streitbeilegungsverfahren
a) Oberbegriff für alle Streitbeilegungsverfahren (der Gesetzgeber verwendet als Oberbegriff Konfliktbeilegungsverfahren)
b) Verfahren der Verbraucherschlichtungsstelle
Mediand Verhandlungspartei in einer Mediation
Interesse Der erwartete Nutzen
Selbstreferenzialität Die Selbstreferenzialität beschreibt, wie ein Symbol, eine Idee, ein System oder Aussage auf sich selbst Bezug nimmt.
kognitive Dissonanz Ein mentaler Widerspruch. Viele Menschen neigen dazu den Widerspruch dadurch aufzulösen, dass der Gegensatz (die widersprechende Position) geleugnet oder abgelehnt wird.
Machtgefälle Ein Machtgefälle ist ein Machtungleichgewicht. Es wird in der Mediation als ein mögliches Hindernis gesehen, obwohl es in der Mediation kein Machtgefälle geben sollte.
Machtdreieck Siehe Konfliktpyramide
Konfliktpyramide Die Konfliktpyramide beschreibt das hierarchische Verhältnis von Macht, Regeln/Recht und Interessen.
Paralleles Denken Das Denken wird auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet, so dass alle Teilnehmer (parallel) in die gleiche Richtung denken. Die Methode wurde von de Bono beschrieben.
Denkhüte Denkhüte von Edward de Bono (englisch Six Thinking Hats) ist eine Kreativitätstechnik, die es als Hut-Technik erlaubt verschiedene Rollen einzunehmen oder Gedankenräume zu betreten. Jeder Hut steht für eine anderen gedanklichen Kontext.
Vergleich Ein Vertrag gem. § 779 BGB, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis im Wege gegenseitigen Nachgebens beseitigt wird.
Dramadreieck Das Dramadreieck beschreibt das Beziehungsmuster zwischen Täter Opfer und Verfolger.
Verfahrenscharakter Der Verfahrenscharakter lässt sich auch die Wissenschaftlichkeit der Verfahren ein, indem er die Eigenschaftsmerkmale herausstellt, an denen sich die Grundsätze und Verhaltensweisen orientieren.
SWOT-Analyse Das Akronym steht für: Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats-Analyse. Die SWOT-Analyse ist also eine Stärken-, Schwächen-, Chancen- und Gefahreneinschätzung.
Blockade Die Blockade bezeichnet eine Absperrung oder Hinderung. Der Gesetzgeber verwendet den Begriff im Anhang zur ZMediatAusbV, wo die Überwindung von Blockaden ein Ausbildungsinhalt für Mediatoren ist.
Bürgerbeteiligung Einbindung der Bürger in politische Entscheidungen wie z.B. Städtebaumaßnahmen, ohne dass es sich um eine förmliche Mediation handelt.
Kommunikationsquadrat Das 4-Ebenen-Modell von Schulz von Thun. Jeder Mensch braucht 4 Ohren und 4 Münder, um alle Informationen einer Nachricht zu verarbeiten
Körpersprache Körpersprache ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, die sich in Form von Gestik, Mimik, Habitus und anderen bewussten oder unbewussten Äußerungen des menschlichen Körpers ausdrückt.
Metaebene Die Metaebene bezeichnet eine Ebene aus der heraus eine übergeordnete Sichtweise möglich ist. Sie erlaubt eine Reflexion ihres Systems oder ihrer Struktur und der darin vorkommenden Verhaltensweisen, so dass diese als Objekte (von außen betrachtet) behandelt werden können.
Mediationsmetaebene Die Metaebene (Reflexionsebene) für den Prozess (die Mediation). In der Mediation wird sie durch den Mediator hergestellt und repräsentiert, der nicht nur über den fall, sondern auch über den Prozess, mithin über sich eine Reflexionsebene abbilden muss.
Fallmetaebene Die Metaebene (Reflexionsebene) für den Fall. In der Mediation wird sie durch den Mediator hergestellt und repräsentiert.
Konfliktmoderation Moderation einer Konfliktbeilegung
DR Dispute Resolution
Identitätskonflikt Das Wort deutet auf einen inneren Konflikt hin, wo die Identität mit sich im Widerspruch steht. Identitätskonflikte sind aber auch als soziale Konflikte denkbar, wo mehrere Individuen über die Identität der Gruppe oder einzelner Mitglieder streiten.
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Worte genügen nicht mehr
Die Wunderfrage in der Mediation
Nicht genehmigte bauliche Veränderungen

References: §1
 §2
 § 779
 §135
 §1
 §1
 § 1
 § 1361
 § 2
 Art. 3
 Art. 2
 § 6
 § 779