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Timestamp: 2020-02-25 09:31:57+00:00

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BVerwG, 15.12.2010 - 8 C 37.09 - dejure.org
BVerwG, 15.12.2010 - 8 C 37.09
https://dejure.org/2010,3518
BVerwG, 15.12.2010 - 8 C 37.09 (https://dejure.org/2010,3518)
BVerwG, Entscheidung vom 15.12.2010 - 8 C 37.09 (https://dejure.org/2010,3518)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 (https://dejure.org/2010,3518)
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FinDAG § 4 Abs. 4; KWG § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, § 32 Abs. 1 Satz 1, § 37 Abs. 1 Satz 1, § 44 Abs. 1 Satz 1; VwVfG § 40; BGB § 134
Abwicklungsanordnung; Anlegerinteressen; Anlegerpublikum; Anlegerschutz; Bankgeschäft; Darlehen; Darlehensvertrag; Einlagengeschäft; Erlaubnispflicht; Ermessen; Ermessensausübung; Fälligkeitsabrede; gewerbsmäßig; Gewinnerzielungsabsicht; Nichtigkeit; Regelungszweck; ...
FinDAG § 4 Abs. 4
§ 4 Abs 4 FinDAG, § 1 Abs 1 S 2 Nr 1 KredWG, § 32 Abs 1 S 1 KredWG, § 37 Abs 1 S 1 KredWG, § 44 Abs 1 S 1 KredWG
Zweck des Anlegerschutzes; Rechtscharakter der Abwicklungsanordnung
Sicherung des subjektiven Interesses eines einzelnen Anlegers durch den von § 37 Abs. 1 S. 1 Kreditwesengesetz (KWG) bezweckten Anlegerschutz; Abwicklungsanordnung des KWG als von zivilrechtlichen Bestimmungen im Vertragsverhältnis zwischen dem der Aufsicht unterworfenen ...
Sicherung des subjektiven Interesses eines einzelnen Anlegers durch den von § 37 Abs. 1 S. 1 KWG bezweckten Anlegerschutz; Abwicklungsanordnung des KWG als von zivilrechtlichen Bestimmungen im Vertragsverhältnis zwischen dem der Aufsicht unterworfenen Unternehmen und ...
Die nicht anlegerschützende Bankenaufsicht
VG Frankfurt - 1 E 5085/06
VG Frankfurt/Main, 21.02.2008 - 1 E 5085/06
VGH Hessen, 20.05.2009 - 6 A 1040/08
DÖV 2011, 617
GWR 2011, 138
BGH, 17.09.2013 - XI ZR 332/12
Bankenhaftung aus Anlageberatung: Aufklärungspflicht über eigene Gewinnspanne bei …
Zudem bestimmt § 4 Abs. 4 FinDAG, dass die Bundesanstalt ihre Aufgaben ausschließlich im öffentlichen Interesse wahrnimmt (vgl. hierzu auch EuGH, Slg. 2004, I-9425 Rn. 33 ff. sowie BVerwG, BKR 2011, 208 Rn. 17 ff.).
Dieser ist lediglich reflexartig betroffen (vgl. auch BVerwG, BKR 2011, 208 Rn. 18).
Das Ziel des Anlegerschutzes kann auch - und zwar ausschließlich - durch öffentlich-rechtliche Normen verfolgt werden (vgl. BVerwG, BKR 2011, 208 Rn. 17 ff.;… Wolf in Grabitz/Hilf, Das Recht der Europäischen Union, 40. Aufl., A 1. Rn. 12).
Dabei handelte es sich um Gelder des Publikums; die Klägerin ist offensichtlich kein mit der F. GmbH verbundenes Unternehmen (vgl. BVerwG, BKR 2011, 208 Rn. 12; BT-Drucks. 73/7142, S. 63).
BVerwG, 23.11.2011 - 8 C 18.10
Abwicklungsanordnung; Anlegerschutz; Bankgeschäft; Einlagengeschäft; …
Bei der Abwicklungsanordnung nach § 37 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 32 Abs. 1 Satz 1, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Maßnahme, die unabhängig von zivilrechtlichen Bestimmungen im Vertragsverhältnis zwischen dem der Aufsicht unterworfenen Unternehmen und dessen Kunden (Anlegern) ergehen kann (Bestätigung von BVerwG 8 C 37.09 - Urteil vom 15. Dezember 2010).
Daneben bezwecken die Vorschriften auch den Ein- und Anlegerschutz (Urteil vom 15. Dezember 2010 - BVerwG 8 C 37.09 - GWR 2011, 138 = juris Rn. 16 m.w.N.).
Er dient vielmehr ausschließlich dem öffentlichen Interesse und ist auf einen objektivierten Schutz des Anlegerpublikums angelegt (Urteil vom 15. Dezember 2010 a.a.O. Rn. 14).
Es kommt damit auch nicht darauf an, ob zivilrechtlich gemäß § 134 BGB wegen Verstoßes gegen § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG - gegebenenfalls i.V.m. § 54 Abs. 1 Nr. 2 KWG - von einer Gesamtnichtigkeit der Einlagengeschäfte auszugehen ist, ob eine Teilnichtigkeit anzunehmen ist oder ob die Verträge vollumfänglich wirksam sind (so schon Urteil vom 15. Dezember 2010 a.a.O. Rn. 26 m.w.N.).
Der Senat hat bereits entschieden, dass die durch § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG eingeräumte Ermächtigung der Beklagten, das der Aufsicht unterworfene Unternehmen öffentlich-rechtlich zur sofortigen Rückzahlung der Einlagen zu verpflichten, den Bestand der zivilrechtlichen Vereinbarungen des Unternehmens mit den Anlegern unberührt lässt (Urteil vom 15. Dezember 2010 a.a.O. Rn. 27).
BVerwG, 13.12.2011 - 8 C 24.10
Dauerverwaltungsakt; Auskunftspflicht; Vorlagepflicht; Geschäftsunterlagen; …
Daneben bezwecken die Vorschriften den Ein- und Anlegerschutz (Urteil vom 15. Dezember 2010 - BVerwG 8 C 37.09 - GWR 2011, 138 m.w.N.).
VGH Hessen, 13.09.2011 - 6 A 226/11
Abwicklung von unerlaubten Einlagengeschäften
Bei der Abwicklungsanordnung nach § 37 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 32 Abs. 1 Satz 1 und § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Maßnahme, die unabhängig von zivilrechtlichen Bestimmungen im Vertragsverhältnis zwischen dem der Aufsicht unterworfenen Unternehmen und dessen Kunden ergehen kann (Aufgabe der Rechtsprechung des Senats im Urteil vom 20. Mai 2009 - 6 A 1040/08 - [WM 2009, 1889] im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 2010 - BVerwG 8 C 37.09 - [BKR 2011, 208]).
Da die Rückabwicklung bereits stattgefunden habe, sei die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 5. Dezember 2010 (BVerwG 8 C 37.09) nicht einschlägig.
51 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - (BKR 2011, 208) ist der von § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG (auch) bezweckte Anlegerschutz nicht darauf ausgerichtet, dass konkrete subjektive Interesse des einzelnen Anlegers zu berücksichtigen, sondern dient ausschließlich dem öffentlichen Interesse bzw. einem objektivierten Schutz des Anlegerpublikums.
Rechtsgrundlage für das Berichts- und Nachweisgebot (V b des Bescheids) ist zwar nicht - wie im Bescheid angegeben - § 44 c Abs. 1 KWG, sondern § 44 Abs. 1 Satz 1 KWG (vgl. dazu: BVerwG, Urteil vom 22. September 2004 - 6 C 29.03 -, BVerwGE 122, 29, vom 22. April 2009 - 8 C 2.09 -, BVerwGE 133, 358, und vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 -, a.a.O., Rdz. 29).
VGH Hessen, 01.08.2014 - 6 B 470/14
Abwicklung von Einlagengeschäften
Aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, insbesondere in den Urteilen vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - und vom 23. November 2011 - 8 C 18.10 -, schließt der Senat, dass zivilrechtliche Vereinbarungen zwischen den Anlegern und dem ohne Erlaubnis tätigen Unternehmen zur Abwicklung der unerlaubten Geschäfte generell nicht als Alternative zur Rückzahlung der angenommenen Einlagengelder berücksichtigt werden dürfen.
Einer Pflicht der Antragsgegnerin zur Prüfung und ggfs. Berücksichtigung der von der Antragstellerin vorgeschlagenen "alternativen Abwicklung" steht indessen die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, insbesondere in den Urteilen vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - (Buchholz 451.61 KWG Nr. 28) und vom 23. November 2011 - 8 C 18.10 - (Buchholz 451.61 KWG Nr. 31) entgegen.
§ 37 Abs. 1 Satz 1 KWG verfolge den Zweck, zur Sicherung der Stabilität des Finanzmarkts und zum Schutz des Anlegerpublikums den gesetzwidrigen Zustand unerlaubt betriebener Geschäfte nicht zu perpetuieren, sondern schnellstmöglich einen gesetzmäßigen Zustand wiederherzustellen (BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 -, a.a.O.).
Unabhängig davon hat das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - (…a.a.O.) darauf hingewiesen, dass der Erlaubnisvorbehalt in § 32 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG und die daran anknüpfende Befugnisnorm des § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG dazu dienen, die Funktionsfähigkeit sowie die Integrität des Kredit- und Finanzmarkts zu schützen und damit die Stabilität des Finanzsystems zu wahren.
VGH Hessen, 19.09.2017 - 6 A 510/16
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - (BKR 2011, 208 = Buchholz 451.61 KWG Nr. 28) ist der von § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG (auch) bezweckte Anlegerschutz nicht darauf ausgerichtet, das konkrete subjektive Interesse des einzelnen Anlegers zu berücksichtigen, sondern dient ausschließlich dem öffentlichen Interesse bzw. einem objektivierten Schutz des Anlegerpublikums.
Rechtsgrundlage für das Auskunfts- und Vorlegungsersuchen (III. des Bescheids) ist zwar nicht - wie im Bescheid vom 14. November 2013 angegeben - § 44c Abs. 1 KWG, sondern § 44 Abs. 1 Satz 1 KWG (vgl. dazu: BVerwG, Urteil vom 22. September 2004 - 6 C 29.03 -, BVerwGE 122, 29, Urteil vom 22. April 2009 - 8 C 2.09 -, BVerwGE 133, 358, und Urteil vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 -, a. a. O.).
VGH Hessen, 01.11.2013 - 6 B 1876/13
Bei der Abwicklungsanordnung nach § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG handelt es sich um eine gesetzlich vorgezeichnete öffentlich rechtliche Maßnahme im aufsichtsrechtlichen Verhältnis der Behörde zu den betroffenen Unternehmen, die unabhängig von zivilrechtlichen Vereinbarungen mit den Anlegern ergehen kann (BVerwG, Urteil vom 23. November 2011 8 C 18.10 , BKR 2011, 208).
Die öffentlichen Belange sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Wortlaut des § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG die Maßnahme darauf gerichtet ist, die Geschäftstätigkeit schnellstmöglich zu beenden und eine umgehende Abwicklung der getätigten Geschäfte zu bewirken (BVerwG, Urteil vom 15.12.2010 - 8 C 37/09 -, juris, Rdnr. 15 = BKR 2011, 208 ff.).
Ein weniger einschneidendes Mittel als die sofortige Rückzahlung der Darlehenssummen zur Behebung des gesetzwidrigen Zustandes ist nicht ersichtlich; ein Zuwarten und Dulden der weiteren Vertragsdurchführung ist zudem mit der Gefahr einer Intensivierung des Ausfallrisikos behaftet (so auch: BVerwG, Urteil vom 15.12.2010, a.a.O., juris, Rdnr. 24).
VGH Hessen, 25.06.2015 - 6 B 224/15
Rückzahlung von angenommenen Geldern
Einer Pflicht der Antragsgegnerin zur Prüfung und ggfs. Berücksichtigung des von der Antragstellerin vorgeschlagenen Rückzahlungsplans steht im Übrigen die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, insbesondere in den Urteilen vom 15. Dezember 2010 - 8 C 37.09 - (Buchholz 451.61 KWG Nr. 28) und vom 23. November 2011 - 8 C 18.10 - (Buchholz 451.61 KWG Nr. 31) entgegen.
§ 37 Abs. 1 KWG ermächtigt die Aufsichtsbehörde, die Abwicklung der ohne Erlaubnis getätigten Geschäfte zu veranlassen - also insbesondere die Rückzahlung der vereinnahmten Gelder vorzunehmen - und dazu Weisungen zu erteilen sowie die Dokumentation und den Nachweis der Abwicklungshandlungen zu verlangen (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.12.2010 - 8 C 37.09 -, GWR 2011, 138; Hess. VGH, Beschluss vom 13.09.2011 - 6 A 226/11 -).
LG Hamburg, 16.01.2013 - 332 O 72/12
Anspruch auf Auskunft über und Auszahlung von Rückkaufwerten einer …
Die höchstgerichtliche Rechtsprechung hat die umstrittene Frage, ob es sich bei § 32 KWG um ein Verbotsgesetz im Sinne des § 134 BGB handelt, bislang offen gelassen (vgl. zuletzt BVerwG, BKR 2011, 208, 211, Rn. 26 m.w.N.; siehe auch BGH, NJW 2005, 1784, 1785).
OLG Schleswig, 21.12.2011 - 9 U 57/11
Begriff des erlaubnispflichtigen Einlagengeschäfts i.S. von § 1 Abs. 1 KWG; …
VG Frankfurt/Main, 11.07.2011 - 9 K 646/11
VGH Hessen, 30.01.2012 - 6 B 2183/11
VG Frankfurt/Main, 16.02.2012 - 9 L 2445/11
Untersagung gegenüber einem Finanzdienstleistungsinstitut, mit vertraglich …
VG Frankfurt/Main, 27.09.2011 - 9 L 1814/11
Untersagung eines unerlaubten Einlagengeschäfts
VG Frankfurt/Main, 30.05.2014 - 7 L 1326/14
VG Frankfurt/Main, 23.11.2015 - 7 L 4648/15

References: § 4
 § 1
 § 32
 § 37
 § 44
 § 40
 § 134
 § 4

§ 4
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 § 32
 § 37
 § 44
 § 37
 § 37
 § 4
 § 37
 § 32
 § 1
 § 134
 § 32
 § 54
 § 37
 § 37
 § 32
 § 1
 § 37
 § 44
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§ 37
 § 32
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 § 37
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 § 44
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