Source: https://www.bag-urteil.com/19-08-2010-8-azr-466-09/
Timestamp: 2020-06-06 11:02:11+00:00

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BAG – 8 AZR 466/09
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – ungünstigere Behandlung in „vergleichbarer Lage“
8 AZR 466/09 > Rn 1
8 AZR 466/09 > Rn 2
8 AZR 466/09 > Rn 3
Mit Stellenanzeige vom 30. November 2006 suchte der Beklagte für die Zeit vom 1. Februar bis 31. Dezember 2007 für den Vorstandsbereich Soziales und Ökumene / Fachbereich Migration und Existenzsicherung eine/-n Sozialpädagogin/-en (halbe Stelle) für das Teilprojekt „Integrationslotse Hamburg“ der Equal-Entwicklungspartnerschaft NOBI – Norddeutsches Netzwerk zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten. Die Stellenausschreibung lautete auszugsweise:
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aa) Das Vorliegen einer vergleichbaren Situation setzt voraus, dass die Klägerin objektiv für die Stelle einer Sozialpädagogin in dem Teilprojekt „Integrationslotse Hamburg“ geeignet war, denn vergleichbar (nicht: gleich!) ist die Auswahlsituation nur für Arbeitnehmer, die gleichermaßen die objektive Eignung für die zu besetzende Stelle aufweisen (BAG 18. März 2010 – 8 AZR 77/09 – Rn. 22, AP AGG § 8 Nr. 2 = EzA AGG § 8 Nr. 2). Im überwiegenden Schrifttum zum AGG, aber auch in der Rechtsprechung des Senats wird für das Vorliegen einer Benachteiligung verlangt, dass eine Person, die an sich für die Tätigkeit geeignet wäre, nicht ausgewählt oder schon nicht in Betracht gezogen wurde (BAG 5. Februar 2004 – 8 AZR 112/03 – BAGE 109, 265 = AP BGB § 611a Nr. 23 = EzA BGB 2002 § 611a Nr. 3; Däubler/Bertzbach/Däubler AGG 2. Aufl. § 7 Rn. 9; Adomeit/Mohr KommAGG § 22 Rn. 27; ErfK/Schlachter 10. Aufl. § 6 AGG Rn. 3; aA: vgl. Schiek/Kocher AGG § 22 Rn. 25, § 3 Rn. 7; LAG Berlin-Brandenburg 26. November 2008 – 15 Sa 517/08 – LAGE AGG § 22 Nr. 1). Könnte auch ein objektiv ungeeigneter Bewerber immaterielle Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG verlangen, stünde dies nicht im Einklang mit dem Schutzzweck des AGG. Das AGG will vor ungerechtfertigter Benachteiligung schützen, nicht eine unredliche Gesinnung des (potentiellen) Arbeitgebers sanktionieren. Die objektive Eignung ist also keine ungeschriebene Voraussetzung der Bewerbereigenschaft, sondern Kriterium der „vergleichbaren Situation“ iSd. § 3 Abs. 1 AGG (BAG 18. März 2010 – 8 AZR 77/09 – aaO).
8 AZR 466/09 > Rn 36
8 AZR 466/09 > Rn 37
8 AZR 466/09 > Rn 38
8 AZR 466/09 > Rn 39
8 AZR 466/09 > Rn 40
8 AZR 466/09 > Rn 41
8 AZR 466/09 > Rn 42
8 AZR 466/09 > Rn 43
8 AZR 466/09 > Rn 44
8 AZR 466/09 > Rn 45
Brückmann Schulz
Das Urteil BAG – 8 AZR 466/09 wird zitiert in:

References: § 8
 § 8
 § 611
 § 611
 § 7
 § 22
 § 6
 § 22
 § 3
 § 22
 § 15
 § 3