Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202009,%20864
Timestamp: 2018-04-20 06:40:50+00:00

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BGH, 20.05.2009 - I ZR 239/06 - dejure.org
CAD-Software - Zu den Sorgfaltsanforderungen beim Einstellen eines fremden, urheberrechtlich geschützten Computerprograms zum Herunterladen ins Internet.
Sorgfaltspflicht beim Einstellen von Softwareversionen ins Internet
Freier Download von Software im Internet
Schadensersatz wegen Verletzung urheberrechtlicher Nutzungsrechte an einem Computerprogramm; Anforderungen an die Einstellung eines fremden, urheberrechtlich geschütztes Computerprogramms zum Herunterladen ins Internet
CAD-Software / CAD Software
Nutzungsbefugnis - Sorgfältige Prüfung bei Download-Produkten
Urheberrecht - Anbieten eines fremden Computerprogramms zum Download
Auch leichte Fahrlässigkeit bei Begehung einer Urheberrechtsverletzung begründet einen Anspruch auf Schadensersatz
§ 839 BGB, 97 Abs. 1 UrhG
Kostenlose Light-Version einer Software berechtigt nicht dazu, die Voll-Version im Internet zum Download anzubieten
Wer urheberrechtlich geschützte Software zum Download ins Internet einstellt, kann sich nicht darauf berufen, dass er die Software für eine Testversion gehalten hat
CAD-Software im Internet
Fahrlässige Verbreitung geschützter Software
Haftung für sorgfaltswidriges Bereitstellen fremder Software ins Internet
gewrs.de , S. 28 (Kurzinformation)
CAD-Software - Sorgfaltsmaßstab im Urheberrecht
Sorgfaltsmaßstab beim Upload fremder Software
Internetrecht - Urheberrecht - Nutzungsrechte an einem Computerraum
Sorgfältige Prüfung bei Download-Produkten hinsichtlich der Nutzungsbefugnis erforderlich
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 20.05.2009, Az.: I ZR 239/06 (Strenger Sorgfaltsmaßstab bei Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke - CAD-Software" von RA Dr. Noogie C. Kaufmann, original erschienen in: MMR 2009, 756 - 758.
LG Frankenthal, 30.11.2004 - 6 O 437/02
OLG Zweibrücken, 28.09.2006 - 4 U 299/04
NJW 2009, 3509
GRUR 2009, 864
MMR 2009, 756
MIR 2009, Dok. 159
K&R 2009, 586
Ein Zugänglichmachen im Sinne dieser Vorschrift setzt nur voraus, dass Dritten der Zugriff auf das sich in der Zugriffssphäre des Vorhaltenden befindende geschützte Werk eröffnet wird (…vgl. BGH, Urt. v. 22.4.2009 - I ZR 216/06, GRUR 2009, 845 Tz. 27 = WRP 2009, 1001 - Internet-Videorecorder; Urt. v. 20.5.2009 - I ZR 239/06, GRUR 2009, 864 Tz. 16 = WRP 2009, 1143 - CAD-Software;… Dreier in Dreier/Schulze, UrhG, 3. Aufl., § 19a Rdn. 6;… Schricker/v. Ungern-Sternberg, Urheberrecht, 3. Aufl., § 19a UrhG Rdn. 43).
Wer ein fremdes Werk nutzen will, muss sich sorgfältig Gewissheit über seine Befugnis dazu verschaffen (…vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1991 - I ZR 147/89, GRUR 1993, 34, 36 = WRP 1992, 160 - Bedienungsanweisung; Urt. v. 20.5. 2009 - I ZR 239/06, GRUR 2009, 864 Tz. 22 = WRP 2009, 1143 - CAD-Software).
Die Vorschrift des § 19a UrhG, die Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG ins nationale Recht umsetzt, erfordert nach der Rechtsprechung des Senats, dass Dritten der Zugriff auf ein urheberrechtlich geschütztes Werk eröffnet wird, das sich in der Zugriffssphäre des Vorhaltenden befindet (vgl. BGH…, Urteil vom 22. April 2009 - I ZR 216/06, GRUR 2009, 845 Rn. 27 = WRP 2009, 1001 - Internet-Videorecorder I; Urteil vom 20. Mai 2009 - I ZR 239/06, GRUR 2009, 864 Rn. 16 = WRP 2009, 1143 - CAD-Software;… Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 69/08, GRUR 2010, 628 Rn. 19 = WRP 2010, 916 - Vorschaubilder I;… Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 39/08, GRUR 2011, 56 Rn. 23 = WRP 2011, 88 - Session-ID).
Dieser Anspruchsübergang erfasst auch den urheberrechtlichen Schadensersatzanspruch nach § 97 Absatz 2 UrhG (BGH MMR 2009, 756 [BGH 20.05.2009 - I ZR 239/06] ;… von Wolff, in: Wandtke/Bullinger, UrhR, 4. Aufl., § 97 UrhG Rnr. 20).
Der Bundesgerichtshof hat zwar in Amtshaftungssachen den Grundsatz entwickelt, dass einen Beamten in der Regel kein Verschulden trifft, wenn ein mit mehreren Berufsrichtern besetztes Kollegialgericht die Amtstätigkeit als objektiv rechtmäßig angesehen hat (st. Rspr.; vgl. nur BGH…, Urteil vom 4. November 2010 - III ZR 32/10, BGHZ 187, 286 Rn. 36 mwN; vgl. auch BGH, Urteil vom 20. Mai 2009 - I ZR 239/06, GRUR 2009, 864 Rn. 20 = WRP 2009, 1143 - CAD-Software).
Wie auch sonst ist es Sache des Käufers, bei Verwertungsakten mit geschützten Werken (etwa Büchern) nicht gegen das Gesetz zu verstoßen und sich insoweit selbst um die Grenzen des Erlaubten zu kümmern (vgl. hierzu BGH GRUR 2009, 864 [Tz. 19 bis 22] - CAD-Software ).
An die Sorgfaltspflicht eines Werknutzers ist grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen; leichte Fahrlässigkeit reicht aus (vgl. BGH GRUR 2009, 864/866 - CAD-Software - Rdn. 22 m.w.N.).
Weiter ist zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des BGH (vgl. GRUR 2009, 864, Rz 17 - "Festbetragsfestsetzung") das Heilmittelwerbegesetz in erster Linie Gefahren begegnen soll, die der Gesundheit des Einzelnen und den Gesundheitsinteressen der Allgemeinheit durch unsachgemäße Selbstmedikation unabhängig davon drohen, ob sie im Einzelfall wirklich eintreten.
Die Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes sollen insbesondere verhindern, dass kranke Menschen durch eine unangemessene Werbung zu Fehlentscheidungen beim Arzneimittelgebrauch verleitet werden (vgl. BGH GRUR 2009, 864, Rz 17 - "Festbetragsfestsetzung";… Köhler a.a.O., § 4 Rz. 11.133).

References: § 839
 BGH 
 § 19
 § 19
 § 19
 Art. 3
 § 97
 § 97
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 4