Source: http://kbv-limburg-weilburg.de/11.html
Timestamp: 2020-06-01 13:04:47+00:00

Document:
Aktuell - Kreisbauernverband Limburg-Weilburg e.V.
Plattformen für Saisonarbeitskräfte:
Hessenweite Vermittlungsplattform – von Nachbarschaftshilfe bis zur Unterstützung der Landwirtschaft.
Auch Hessen hat mit http://www.hessen-helfen.de/ eine Plattform für freiwillige und hier insbesondere für ehrenamtliche Helfer gestartet.
SinD GmbH, GLFA:
Maschinenringe in Kooperation mit BMEL:
Private Initiative mit Hintergrund im Öko-Landbau:
Vor allem Schüler und Studenten bieten Ihre Unterstützung über folgende Plattform an:
https://coronaconnect.de
Von Studenten initiierte Vermittlungsplattform:
Aehrenmann, Startup:
https://erntehelfer-gesucht.de/
Karrero by topagrar, LV digital GmbH:
https://www.karrero.com/ernte-retten/
Informationen aus den Verbandsrundschreiben:
KBV-RS 15-2020
HBV stellt Normenkontrollantrag zur Ausführungsverordnung der Düngeverordnung am VGH Kassel
Der Hessische Bauernverband setzt sich bereits seit Beginn der Diskussion um die Verschärfung der Düngeverordnung (DüV, Bundesrecht) und die hessische Umsetzung in der Ausführungsverordnung zur DüV (AVDüV, Landesrecht) politisch für fachlich fundierte Regelungen ein. Auf die aus Sicht der Landwirtschaft problematischen Sachverhalte im Zusammenhang mit der Düngeverordnung und deren Umsetzung hat der HBV vielfach hingewiesen.
Die aktuelle Ausweisung sogenannter „Roter Gebiete“ hat bei vielen Landwirten Unverständnis hervorgerufen. Insbesondere mangelnde Transparenz bei der Ausweisung der Gebiete stand in der Kritik.
Ein hydrogeologisches Fachbüro erstellt seit Dezember letzten Jahres im Auftrag des HBV ein Gutachten, inwiefern die der Einstufung der Grundwasserkörper in den schlechten chemischen Zustand zugrundeliegenden Daten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) messstellenbezogen plausibel nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse des Gutachtens werden noch im zweiten Quartal 2020 erwartet.
Aufgrund dieser ersten Einschätzungen unterstützt der HBV nun ein erstes Normenkontrollantragsverfahren, mit dem die hessische AVDüV mit ihrer Ausweisung roter Gebiete einer Überprüfung durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel zugeführt wird. Voraussichtlich werden sich weitere Verfahren anschließen.
Befristete Anpassungen im Öko-Kontrollverfahren
Für Hessen gelten zu den in Anlage 1 aufgeführten Regelungen weitere Regelungen.
Bezüglich der Ziffern 3. und 4. (Anlage 1) gilt:
Bescheinigungen gemäß Artikel 29 VO (EG) Nr. 834/2007, die ausschließlich auf Basis von Fernkontrollen, d.h. ohne Kontrollen vor Ort, ausgestellt werden, sind für
1. Neubetriebe und Betriebe mit wesentlichen Änderungen im Zertifizierungsbereich sowie
2. Unternehmer, bei denen im Vorjahr Unregelmäßigkeiten und/oder Verstöße im Sinne von § 5 Abs. 3 ÖLG festgestellt wurden und/oder bei denen der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten und/oder Verstöße im Sinne von § 5 Abs. 3 ÖLG besteht,
auf maximal sechs Monate zu befristen.
Sobald die Pandemie-Situation und die damit in Zusammenhang stehenden seuchenrechtlichen Verordnungen es zulassen, ist bei diesen Unternehmern eine Vor-Ort-Kontrolle nachzuholen und die Bescheinigung entsprechend des Kontrollergebnisses anzupassen.
Eckpunktepapier des HBV zur Novelle 2020 der Düngeverordnung
Mit dem Beschluss des Bundesrates vom 27.03.2020 wurde über die erneute Verschärfung der Düngeverordnung (DüV) positiv entschieden. Damit kommt es ab dem Inkrafttreten der Verordnung (voraussichtlich Ende April) zu Änderungen in der Dokumentation und der Umsetzung der Düngung.
Sobald die neue Düngeverordnung in Kraft getreten ist und der Text der Verordnung vorliegt, werden wir Sie über den aktuellen Sachstand informieren!
KBV-RS 14-2020
Das Portal https://saisonarbeit2020.bauernverband.de ist freigeschaltet und steht allen Betrieben zur Verfügung.
Weitere Informationen und Merkblätter in verschiedenen Sprachen finden Sie im Download-Bereich des Portals.
Bitte beachten Sie vor allem die „FAQ - Häufige Fragen“ zu den Einreisebeschränkungen unter 1.!
Weitere Informationen zu aktuellen Reisebeschränkungen von und nach Deutschland finden Sie auf der Website des Bundesinnenministerium unter https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelkerungsschutz/coronavirus/coronavirus-faqs.html#doc13738352bodyText3
oder auf der Website der Bundespolizei unter https://www.bundespolizei.de/Web/DE/04Aktuelles/01Meldungen/2020/03/200317_faq.html
Die Unternehmen Bohr, Eurowings und FLYCAR (www.fly-car.de, in Anlage 2 nicht enthalten) bieten die vorgeschriebenen Gesundheitschecks an.
Eurowings gewährt 10 % Rabatt bei Angabe der Mitgliedsnummer im Bauernverband!
Übertragungswege des Corona-Virus
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat am 06. April 2020 eine neue Einschätzung zur Übertragung des Virus auf bzw. über Lebensmittel, Tiere und Gegenstände veröffentlicht. Bisher sind keine Übertragungen des Corona-Virus über Lebensmittel und Gegenstände bekannt. Das BfR hält eine Übertragung über Oberflächen durch Schmierinfektionen für möglich, jedoch aufgrund der relativ geringen Stabilität der Coronaviren nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination.
Erste Ergebnisse von Infektionsstudien des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zeigen, dass Schweine und Hühner nicht für eine SARS-CoV-2 Infektion empfänglich sind, Flughunde und Frettchen hingegen schon. Insbesondere die Empfänglichkeit von Frettchen ist ein wichtiger Befund, da sie als Modelltiere für die Infektion des Menschen zur Erprobung von Impfstoffen oder Medikamenten eingesetzt werden könnten. Weitere Informationen unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/
Information Fachdienst Veterinärwesen zu ASP – vorbeugende Maßnahmen
Im gemeinsamen Interesse ist zur Vorbeugung der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland eine gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägern nötig. Neueste Funde von auf ASP positiv getestetem Fallwild befanden sich auf polnischer Seite nur noch 10 km von der Grenze zu Brandenburg entfernt.
Frau Dr. Herfen (FD Veterinärwesen) und Herr Mascus (Amtsleiter ALR) bitten um Unterstützung und eine gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Jägerschaft und Amt um die Schwarzwildbejagung effektiver zu gestalten. Nur gemeinsam können effektive Maßnahmen gegen die ASP und ansteigende Schwarzwildbestände erarbeitet und umgesetzt werden.
Deshalb bittet das Amt für ländlichen Raum darum Kontakt mit den örtlichen Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern aufzunehmen und gemeinsam gut umsetzbare und wirksame Maßnahmen zu erarbeiten.
Die Fachdienste Veterinärwesen & Verbraucherschutz und Landwirtschaft rufen dazu auf bei der anstehenden Aussaat von Sommergetreide, Leguminosen und vor allem Mais folgende Punkte zu beachten, um eine effektive Bejagung des Schwarzwildes zu gewährleisten:
· Die Aussaat von Mais sollte mittels Einzelkornsaat in den üblichen Reihenabständen erfolgen, um das Drücken von Sauen aus dem Mais nicht zusätzlich zu erschweren und Treiber und Jagdhunde nicht unnötig zu gefährden.
· Bei der Aussaat sollten Schussschneisen zur Jagderleichterung angelegt werden. Zum einen spart dies Saatgut, zum anderen gewöhnt sich das Schwarzwild an diese Abschnitte und sieht sie nicht als Gefahrenbereich an.
· Schussschneisen können mit Klee oder einer niedrig wachsenden, geeigneten Saatmischung eingesät werden. Klee ist auch dann noch für Schwarzwild attraktiv, wenn Mais und Sommergetreide in der Milchreife sind. Gerade in der trockenen Jahreszeit bietet das Angebot oben erwähnten Saftfutters eine gute Möglichkeit, Schwarzwild auf die Schneisen zu locken.
· Bei Anlage der Schussschneisen sollte beachtet werden, dass
o die Kopfseiten des Schlages durch Mais blickdicht eingesät sind, um Störungen von außen und Wind fernzuhalten,
o die Hauptwindrichtung berücksichtigt wird, sodass die Jagdausübungsberechtigten möglichst oft auf Schwarzwild mit Erfolgsaussichten ansitzen können und ein vereinfachtes Angehen möglich ist,
o diese sich vorzugsweise in der Nähe eines Hauptwechsels befinden, um unnötigen Wildschaden durch häufiges Ein- und Auswechseln zu vermeiden.
· Die Schussschneisen sollten eine Breite von mindestens 10 m aufweisen. Sinnvollerweise entwickelt man die Größe aus der Arbeitsbreite der zur Verfügung stehenden Bodenbearbeitungsgeräte und der Geometrie der Ackerfläche. Insgesamt soll die Fläche so groß sein, dass die Sauen sich als ganze Rotte auf dem Streifen aufhalten, um Fehlschüsse weitgehend auszuschließen.
· Innerhalb der landwirtschaftlichen Schläge wird für die Bejagungsschneise, ebenfalls, wie für den betroffenen Schlag selbst, die Betriebsprämie gewährt, sofern die Größe der Schneise 20% der Gesamtfläche des Schlages nicht übersteigt. Es ist somit nicht erforderlich, für die Bejagungsschneise einen eigenen Schlag zu bilden. Darüber hinaus ist es auch möglich, eine Bejagungsschneise als gesonderten Schlag anzulegen und diesen dann als Ökologische Vorrangfläche oder aber im Rahmen des Agrarumweltprogramms bei der Förderbehörde anzumelden.
Nach aktuellen Kenntnisstand von EFSA, Robert-Koch-Institut und Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es keine Hinweise, dass Lebensmittel eine Quelle oder einen möglichen Übertragungsweg für das Coronavirus darstellen. Daher ist davon auszugehen, dass Milch und Milchprodukte unbedenklich sind.
Die Molkereien bereiten sich mit einzelbetrieblichen Pandemieplänen vor. Dadurch soll unter anderem die Milchabholung und -verarbeitung solange wie möglich aufrechterhalten werden.
Sollten der Landwirt selbst, seine Familie oder Mitarbeiter unter Krankheitsverdacht stehen oder erkrankt sein, muss die Molkerei telefonisch oder per E-Mail davon in Kenntnis gesetzt werden.
Generell gilt, dass der Kontakt zum Sammelwagenfahrer vermieden werden soll.
Die Fahrer werden bei Krankheitsfall oder –verdacht seitens der Molkerei informiert, dass kein direkter Kontakt zu diesen Personen stattfinden darf.
Da nach aktuellem Wissenstand eine Übertragung des Coronavirus auf Lebensmittel unwahrscheinlich ist, kann davon ausgegangen werden, dass Milch, die unter Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen gewonnen wurde, weiter abgeholt werden kann.
KBV-RS 13-2020
Mit einer Pressemitteilung (Nr. 62) vom 02.04.2020 informiert das BMEL über die begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften und gibt Vorgaben zur Umsetzung für die Betriebe bekannt. Die Presseerklärung finden Sie im Anhang als HBV-RS Nr. 70-2020.
Die Meldung der für die Einreise benötigten Daten für die Einreise nach Deutschland, u.a. Name des Betriebes, der Arbeitnehmer, Flugnummer etc., wird über ein Internetportal erfolgen. Dieses Portal https://saisonarbeit2020.bauernverband.de befindet sich im Aufbau und wird zu Beginn 15. Kalenderwoche freigeschaltet. Dort finden Sie weiter Informationen zum Verfahrensablauf.
GAP-Antragsverfahren 2020 – Keine Verlängerung der Antragsfrist
Die WI-Bank weist darauf hin, dass die Abgabefrist 15.05.2020 für den Gemeinsamen Antrag nicht verlängert wird. Diese Entscheidung beruht auf einem Beschluss der Länder, nachdem die EU-Kommission die Möglichkeit einer Verschiebung der Antragsfrist den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eingeräumt hatte, der Antragsfrist eingeräumt hatte.
Dies ist ein willkommenes Signal, dass auch die Länder eine planmäßige
Auszahlung im Dezember als erste Priorität sehen, bei einer Verschiebung wäre dies nicht gewährleistet gewesen.
Eine großzügige Handhabung der Regelung „außergewöhnlicher Umstand", der eine bis zu 25 Tage verspätete Abgabe des Antrages ermöglicht, wenn der Antragsteller durch Krankheit, Unfall etc. daran gehindert ist, wird mit Ländern, Bund und EU abgestimmt.
BTV8 - Blauzunge: Erleichterung des Verbringens von Kälbern
Am 30.03.2020 haben sich die Länder auf erleichterte innerstaatliche Verbringungsregelungen für Kälber geeinigt, da das Risiko einer Verschleppung der BTV8 durch das Verbringen ungetesteter Kälber vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) aktuell auf gering heruntergesetzt wurde.
Das FLI weist aber darauf hin, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei Kälbern wieder erhöhen kann. Dem kann jedoch durch eine ordnungsgemäße Grundimmunisierung von weiblichen Rindern vor der Belegung entgegengewirkt werden.
Der Länderbeschluss gilt seit dem 31.03.2020:
Das innerstaatliche Verbringen weniger als drei Monate alter Kälber ist unter folgenden Bedingungen möglich:
1. Muttertier mit abgeschlossener BTV8-Grundimmunisierung mindestens 28 Tage vor der Geburt
a. Die Grundimmunisierung hat nach Angaben des Impfstoffherstellers zu erfolgen.
b. Die Impfungen sind in die HIT-Datenbank einzutragen.
c. Wiederholungsimpfungen (Auffrischung) sind jeweils innerhalb eines Jahres erforderlich.
2. Das Kalb/die Kälber sind mit der Biestmilch des eigenen Muttertieres unmittelbar nach der Geburt getränkt worden und die Biestmilchgabe ist durch eine unterschriebene Tierhaltererklärung nachgewiesen.
3. Die Regelung gilt ab dem 31.03.2020 und kann jederzeit widerrufen werden, sollte sich das Risiko einer Verschleppung der BTV8 erhöhen.
Die Tierhaltererklärung wird durch das HMUKLV bereitgestellt (Anlage 2 KBV-RS 14-2020).
Afrikanische Schweinepest – Statuserlangung für Schweine haltende Betriebe
Der Status nach Artikel 3, Nummer 3 des Durchführungsbeschlusses
2014/709/EU erleichtert das Verbringen von Schweinen aus Teil-II-Restriktionsgebieten
im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland (siehe auch LW 11/2020 S.13.).
Die Erlangung des Status ist in Hessen nach Mitteilung des HMUKLV an den Hessischen Bauernverband unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Besonders die Voraussetzung „Der Betrieb muss gewährleisten, dass wöchentlich zumindest die ersten 60 Tage alten, in jeder Produktionseinheit verendeten Schweine auf das Virus der ASP untersucht werden.“ ist zu hinterfragen, da diese Größenordnung in Hessen nicht praxistauglich ist. Nach entsprechenden Angaben müssten pro Betrieb oder Produktionseinheit 104 tote Schweine >60 Tage alt untersucht werden (52 Wochen pro Jahr * 2 tote Schweine)
Die Bedenken des HBV, die auch den enormen Aufwand und die Untersuchungskosten für die Betriebe umfassen, wurden dem HMUKLV in einem weiteren Schreiben mitgeteilt. Gleichzeitig wurde eine Durchführungserleichterung nach Artikel 3, Nummer 3 des Durchführungsbeschlusses 2014/709/EU und Kostenbeihilfe durch das Land Hessen gefordert.
Im Folgenden werden die wesentlichen Inhalte der Antwort seitens des HMUKLVs zusammengefasst:
Die Summe von 104 zu untersuchenden Schweinen pro Produktionseinheit und Jahr fällt selbstverständlich nur dann an, wenn jede Woche auch tatsächlich zwei über 60 Tage alte Schweine verenden. Verenden in der Produktionseinheit weniger über 60 Tage alte Tiere, dann verringert sich die Untersuchungszahl entsprechend. Es ist dabei allerdings zu beachten, dass es in den Fällen, in denen verendete, untersuchungspflichtige Schweine nicht zur Untersuchung eingeschickt werden, zu einer sofortigen Aberkennung des Status kommt. Da die Teilnahme am „Statusverfahren“ für die Schweine haltenden Betriebe keine Verpflichtung ist und die Untersuchungen alleine der Erfüllung der Verbringungsbedingungen und damit den wirtschaftlichen Interessen der Tierhalter und des Viehhandels dienen, stehen hierfür derzeit keine Mittel zur Verfügung.
Nach Artikel 3 Nr. 2 Buchstabe b des Durchführungsbeschlusses 2014/709/EU obliegt laut HMUKLV jedem Tierhalter individuell, welches Verfahren im Einzelfall für den jeweiligen Betrieb sinnvoll ist.
Trotz allem werden momentan Hinweise zur Durchführung des „Statusverfahrens“ in Hessen erarbeitet. Zusätzlich wird überprüft in welcher Form eine Probenentnahme auf dem Haltungsbetrieb erfolgen kann, sodass anstelle des gesamten Tierkörpers nur die Proben an das Hessische Landeslabor verschickt werden müssen, um die Kosten für die Tierhalter in Statusbetrieben zu verringern.
KBV-RS 12-2020
Für Hessen gilt Absatz 2.3 Förderberechtigte desCorona-Virus Soforthilfsprogramm Hessen 2020 vom 27.03.2020:
„Zuschussempfängerinnen und Zuschussempfänger können in der Fortführung ihres Betriebes gefährdete Unternehmen sein, die
1. Steuerpflichtige mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) […] sind.“
Die Soforthilfen des Bundes in einem Umfang von bis zu 50 Milliarden Euro gelten auch für Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Produktion und bis zu zehn Beschäftigten. Daneben gelten die Soforthilfen für kleine Unternehmen, Freiberufler und Soloselbständige. Die Umsetzung und Auszahlung der Mittel erfolgt über die Länder, in Hessen über das Regierungspräsidium Kassel.
Beantragung in Hessen ab 30.03.2020 online über das RP Kassel möglich
https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/Ausf%C3%BCll-hilfe%20zum%20Corona-Soforthilfe-Antrag_RPK_20-03-29_0.pdf
Die Anträge auf Soforthilfe können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden.
Hinweis: Die Soforthilfen sind nur zur Hilfe bei aktuellen, durch Corona verursachten Liquiditätsengpässen zu beantragen.
Umsetzung im Förderjahr 2020
Das HMUKLV verweist darauf, dass für die Umsetzung des EFP im Förderjahr 2020 weiterhin die mit vorangegangenen Einführungserlassen erfolgten Festlegungen bzw. Präzisierungen (u a. zu Regelungen zu Lagerstätten für Wirtschaftsdünger, Ausschluss bestimmter Vorhaben, sonstige Beschränkungen) gelten.
Änderung der GAK-Fördergrundsätze im Förderbereich 2A „Einzelbetriebliche Förderung“ ab dem Förderjahr 2020 (vgl. ANLAGE A)
Für die Förderjahre ab 2020 wurden folgende Änderungen in der Maßnahme 1.0 Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) beschlossen:
· Klarstellung der Förderung von Frostschutzberegnungsanlagen für Sonderkulturen als „agrotechnische Maßnahmen" zur Vorbeugung von Schaden durch Naturkatastrophen gleichzusetzende widrige Witterungsverhältnisse.
· Das öffentliche Interesse ist im Rahmen der Gewährung von Zuwendungen insgesamt stets zu prüfen ist.
· Verlängerung der Regelung für einen Aufschlag in Höhe von 20 Prozentpunkten auf Regelzuschusshöhe (20%) bei einer Förderung von Investitionen, die nach ihrer Durchführung zu einer deutlichen Minderung von Emissionen bei der Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern beitragen bis 31. Dezember 2023.
ANLAGE B „Bauliche Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung“:
Anpassung von Regelungen zur Verwendung von Beschäftigungs- bzw. Nestbaumaterial bei der Haltung von Absatzferkeln, Zuchtläufern und Mastschweinen sowie der Haltung von Jung- und Zuchtsauen und Zuchtebern.
Aufnahme der Anforderung bei Stallneubauten das Güllesystem derart auszugestalten, dass es durch langfaserige, organische Materialien insgesamt nicht beeinträchtigt werden kann.
Aufnahme einer Konkretisierung zu Schalen- und Beckentränken‚ die eine Wasseraufnahme aus offener Fläche ermöglichen (zulässig bis zu 12 Tiere) und im Falle der Haltung von Absatzferkeln, Zuchtläufern und Mastschweinen sowie der Haltung von Jung- und Zuchtsauen und Zuchtebern‚ über die nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung hinaus vorgeschriebenen Tränken vorzuhaltenden sind.
Die Regelung zur Übernahmegarantie des Bundes in Höhe von 60 % für GAK-Bürgschaften bei Neubewilligungen im Rahmen des AFP wurde befristet bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.
Die neu in den GAK-Förderbereich 2A aufgenommenen Inhalte sind zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten und werden für die AFP-Förderung in Hessen vollständig übernommen. Der geänderte Fördergrundsatz ist auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung und. Landwirtschaft (BMEL) abrufbar und diesem Rundschreiben als ANLAGE A (mit Änderungen) beigefügt.
Die geänderte Anlage B ist für Neubewilligungen anzuwenden, die ab dem zweiten Auswahlstichtag 2020 (8. Juni 2020) ausgewählt wurden.
Förderobergrenzen
Für Neubewilligungen ab dem 1. April 2020 führt das HMUKLV auf nachstehende Förderobergrenzen ein:
Förderobergrenze für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft gemäß Anlage 5 der Richtlinien EFP 2019:
- Aufbringung von Wirtschaftsdüngern (Anlage 5, Nr. 1 RL-EFP): 130.000 €
- Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (Anlage 5, Nr. 2 RL-EFP): 100.000 €
Die jeweilige Förderobergrenze für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft darf im Zeitraum von 2016 bis Ende 2020 nur einmal ausgeschöpft werden. In diesem Zeitraum sind maximal zwei Anbaugeräte zur Ausbringung von Wirtschaftsdüngern förderfähig.
Geräte zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln werden nur gefördert, wenn im Rahmen der Investition auch eine an dem Gerät befindliche Außenreinigungsanlage vorgesehen ist.
Förderobergrenze für neue Lagerstätten für flüssige Wirtschaftsdünger
- nur Lagervolumen: 70 €/m³
- für Abdeckung mit Zeltdach: 135 €/m²
- für feste Abdeckung: 155 €/m²
Förderobergrenze für neue Lagerstätten für Festmist, Kompost & Substrate
- nur Festmistlagerstätte oder Kompost-/Substrat-/Champostlager: 100 €/m³
- für Überdachung der Festmistlagerstätte oder Kompost/Substratlager: 155 €/m²
Förderung von Lagervolumen und jeweiliger Abdeckung kann kumulieren!
Förderobergrenze für neue Fahrsiloanlagen
- Lagervolumen: 90 €/m³
Förderobergrenze für neue stallbauintegrierte Abluftreinigungsanlagen (Nachrüstung)
- 100 €/Mastplatz
Für das Förderjahr 2020 gelten folgende Termine für Auswahlstichtage:
1. Auswahlstichtag: 16. März 2020
2. Auswahlstichtag: 08. Juni 2020
3. Auswahlstichtag: 07. September 2020
4. Auswahlstichtag: 23. November 2020
Für die Umsetzung der rein national finanzierten Fördertatbestände außerhalb des EPLR Hessen erfolgt auch weiterhin die monatliche Auswahl der gemeldeten Vorhaben.
Wichtiger Hinweis zur Tierkörperbeseitigung
Aufgrund der aktuellen Lage nimmt die Tierkörperbeseitigungsanstalt derzeit bei der Abholung verendeter Tiere keine Rinderpässe mit.
Senden Sie die entsprechenden Rinderpässe bitte mit dem Vermerk, dass das betreffende Rind verendet ist, an den Hessischen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. (HVL, An der Hessenhalle 1, 36304 Alsfeld).
Bestehen Sie bei Abholung der Tiere auf die Ausstellung eines Abholbelegs durch den betreffenden TBA-Mitarbeiter!
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des HVL unter https://www.hvl-alsfeld.de/service/aktuell/news.html
Modell- und Demonstrationsvorhaben "Blühende Untersaat in Getreide"
Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) sucht in Kooperation mit dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) landwirtschaftliche Betriebe für das Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Erhaltung und innovativen Nutzung der Biologischen Vielfalt.
Ziel eines Modell- und Demonstrationsvorhabens ist es, den Anbau von Winterweizen und Sommergerste in weiter Reihe mit blühender Untersaat und dessen Bestandsführung zu erproben und wissenschaftlich zu begleiten. Schwerpunkt sind die ökonomischen und ökologischen Bewertungen der Auswirkungen des Anbauverfahrens gegenüber Dichtsaat.
Sofern Interesse an einer Projektteilnahme besteht, kann die Betreuung der neuen Demofläche hinsichtlich des Gewässerschutzes durch das Ingenieurbüro für Ökologie und Landwirtschaft (IfÖL) GmbH erfolgen.
Martini-Markt in der Hessischen Landesvertretung in Berlin vom 11.-13.11.2020
Im vergangenen Jahr fand die Premiere des Martini-Markts auf dem Außenbereich der Landesvertretung mit einer täglichen Fluktuation von rund 2.000 Besuchern statt.
Es werden noch weitere Akteure aus Hessen gesucht, die Ihre Produkte im Rahmen dieses Marktes in der Bundeshauptstadt präsentieren (und auch verkaufen) möchten.
Falls Sie sich beteiligen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 30. April 2020 direkt in der Hessischen Landesvertretung bei Frau Judith Milbredt, Tel.: 030-726200761 oder per E-Mail: Judith.Milbredt@lv.hessen.de
Bei Fragen steht Ihnen Frau Milbredt zur Verfügung.
Sollte Interesse an einer gemeinsamen Teilnahme mehrerer Betriebe bestehen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des KBV.
KBV-RS 11-2020
Corona-Paket der Bundesregierung – Hilfen für die Land- und Ernährungswirtschaft
In der Sitzung vom 23.03.2020 hat das Bundeskabinett weitreichende Hilfen für Bürger und Unternehmen beschlossen, die durch die Corona-Krise betroffen sind. Auch für die Land- und Ernährungswirtschaft konnten dabei wichtige Erleichterungen erreicht werden.
In einer Presseerklärung fasst das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wesentliche Punkte zusammen:
v Land- und Ernährungswirtschaft = systemrelevante Infrastruktur
Die Wirtschaftszweige werden anerkannt, wodurch deren Infrastrukturen unter Berücksichtigung des notwendigen Gesundheitsschutzes in jedem Fall aufrecht erhalten bleiben können.
v Ausweitung der „70-Tage-Regelung“
Saisonarbeitskräfte dürfen bis zum 31.10.2020 eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage (bisher 70 Tage) sozialversicherungsfrei ausüben. Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland und auch dazu bereit sind, können so länger hier arbeiten. Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt dabei weiterhin.
v Flexibilisierung der Arbeitnehmerüberlassung
Das Bundesarbeitsministerium wird eine Auslegungshilfe vorlegen, wonach die Arbeitnehmerüberlassung in der Corona-Krise zwischen verschiedenen Wirtschaftszweigen ohne Erlaubnis möglich ist und das streng auszulegende Kriterium „nur gelegentlich" dem nicht entgegensteht.
v Kurzarbeitergeld: Erleichterungen bei Einkommen aus Nebentätigkeiten
Um finanzielle Anreize zur Aufnahme einer Nebenbeschäftigung als Saisonarbeitskraft zu erhöhen, werden Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung übergangsweise bis Ende Oktober 2020 bis zur Höhe des Nettolohns aus dem eigentlichen Beschäftigungsverhältnis nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Die Hinzuverdienstgrenze bei Vorruheständlern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich angehoben und in der Alterssicherung der Landwirte vollständig aufgehoben. Die Regelung gilt für die gesamte Dauer des Jahres 2020, wodurch Anreize für eine vorübergehende Beschäftigung in der Landwirtschaft geschaffen werden.
v Arbeitszeitflexibilisierung
Das Bundesarbeitsministerium erhalte eine Verordnungsermächtigung, um in außergewöhnlichen Notfällen mit bundesweiten Auswirkungen, insbesondere in epidemischen Lagen von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes, angemessene arbeitszeitrechtliche Regelungen zu erlassen. Im Rahmen der Verordnung werden die landwirtschaftliche Erzeugung, Verarbeitung, Logistik und der Handel mit Lebensmitteln ausdrücklich berücksichtigt. Die bisher im Arbeitszeitgesetz vorgesehenen Ausnahmeregelungen (10 Stunden Grenze/ 6-Tage Woche) reichen nicht aus, um auf außergewöhnliche Notfälle, insbesondere epidemische Lagen von nationaler Tragweite, schnell, effektiv und bundeseinheitlich reagieren zu können.
v Kündigungsschutz
Der Bund stellt finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen bereit, die für alle Wirtschaftsbereiche einschließlich Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten gelten. Vorgesehen sind bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten und bis zu bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten.
Die Rahmenbedingungen für die "Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige" des Bundes stehen fest, die Antragsdetails für Hessen befinden sich in der Finalisierung. Sobald die betreffenden Informationen vorliegen, informiert die WI-Bank auf der Seitewww.wibank.de/corona.
Unternehmen können Soforthilfe spätestens ab Montag online beantragen. "Wir wollen das über das Regierungspräsidium Kassel abwickeln, und zwar nur online. Es soll nur ein Antrag erforderlich sein für die Bundes- und Landesmittel", so Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.
· 0 bis 5 Arbeitnehmer: 10.000 EUR
· 6 bis 10 Arbeitnehmer: 20.000 EUR
· 11 bis 50 Arbeitnehmer: 30.000 EUR
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten vom Land Hessen
Hessen setzt bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zunächst auf bewährte Mittel zur Entlastung der hessischen Unternehmen. So werden in diesen Tagen beispielsweise Finanzämter dafür sensibilisiert, etwaige Anträge auf Steuerstundungen oder geringere Vorauszahlungen zügig zu prüfen. Auch so könnten die hessischen Unternehmen entlastet werden.
Darüber hinaus bietet das Land Hessen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) und die Bürgschaftsbank Hessen ein breites Spektrum geförderter Finanzierungsprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen.
www.wibank.de/corona
Die Förderkredite müssen (zurzeit noch) im Hausbankverfahren beantragt werde, d. h. Sie benötigen eine Bank Ihres Vertrauens, welche für Sie den Antrag bei der WI-Bank stellt. Anträge, die direkt bei der WI-Bank eingereicht werden, dürfen nicht angenommen werden.
Corona-Virus – Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Der Hessische Bauernverband stellt Informationen über Corona und Landwirtschaft in einem News-Feed zur Verfügung. Unter folgendem Link finden Sie weitere Infos zur aktuellen Situation: https://www.hessischerbauernverband.de/corona-aus-lw-12-2020
Durchführung von QS- & QM-Audits
Durchführung von QS-Audits
QS empfiehlt dringend, bedingt durch das Corona-Virus, innerhalb der kommenden beiden Monate auf die Durchführung sämtlicher QS-Audits zu verzichten. Zuvor hatte QS bereits alle Partner im QS-Verbund auf die Möglichkeit hingewiesen, anstehende Audittermine nach Rücksprache mit der jeweiligen Zertifizierungsstelle zu verschieben. Um eine für alle Wirtschaftsbeteiligten tragbare Vorgehensweise zu erzielen, prüft QS aktuell, die Lieferberechtigung für alle im QS-System zertifizierten Standorte um 2 Monate zu verlängern. Sobald die zuständigen Gremien hierzu eine Entscheidung getroffen haben, wird QS alle Unternehmen im QS-Verbund umgehend informieren.
Quelle: QS Qualität und Sicherheit GmbH, Stand 23.03.2020
Durchführung von QM-Audits
Das Coronavirus (SARS- CoV-2) breitet sich weiter aus und etliche Maßnahmen zur Eindämmung werden derzeit zur Umsetzung gebracht. In diesem Zusammenhang weist der QM-Milch e.V. bezüglich der Durchführung anstehender Audits auf die bestehenden Regelungen innerhalb des QM-Standards 2020 hin. Den Zertifizierungsstellen bietet sich auf dieser Basis eine gewisse Flexibilität, die Terminierung von Audits je nach den Umständen vor Ort vorzunehmen. Reguläre Folgeaudits zur Verlängerung der QM-Zertifikatslaufzeit sind rechtzeitig durchzuführen (3 Monate vor/nach Ende der Zertifikatslaufzeit). Auf begründete Antragstellung des Milcherzeugers kann aufgrund besonderer betrieblicher Gegebenheiten eine spätere Auditierung durch die Zertifizierungsstelle genehmigt werden.
Bezüglich ggf. notwendiger Nachaudits weisen wir darauf hin, dass diese grundsätzlich innerhalb von einem Monat durchzuführen sind. Sonderkontrollen genießen auch aktuell aufgrund ihrer Dringlichkeit oberste Priorität und werden wie bisher zeitnah durchgeführt.
Der QM-Milch e.V. hat die Zertifizierungsstellen darauf hingewiesen, dass bei der Durchführung der Audits besonders auf die üblichen und zusätzlich auf die aktuell angezeigten Hygienemaßnahmen geachtet werden sollte. Hierzu gehören unter anderem:
- umfängliche Nutzung der Möglichkeiten des Händewaschens
- Verzicht auf Handschlag bei der Begrüßung
- Abstand von 2 Metern zu den jeweiligen Kontaktpersonen
- Einstellen der Audittätigkeit bei Auftreten von Krankheitssymptomen
Quelle: QM-Milch e.V., Stand 18.03.2020
Landwirtschaft und Versorgungssicherheit - Werbekampagne
Der Artikel des Spiegels vom 24.03.2020 (https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-bauern-drohen-mit-produktionsstopp-a-deac2f2c-aa92-43db-8eb6-468ca0b3bbd0) sollte seitens der Landwirtschaft nicht schweigend zur Kenntnis genommen werden.
Gerade in den Zeiten einer Corona-Pandemie haben viele Menschen auf die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort in Hofläden, Milchtankstellen und an Eierautomaten zurückgegriffen und lernen regionale Produkte wieder mehr wertzuschätzen. Was passiert nach der Corona-Krise? War diese Änderung im Einkaufsverhalten nur ein Strohfeuer?
Mit einer kleinen Kampagne möchte der Kreisbauernverband in den Social-Media Werbung für die Landwirtschaft im Kreis Limburg-Weilburg machen.
Nachfolgend ein paar Vorschläge zu Slogans:
„Wir sind für euch da – in guten wie in schlechten Zeiten!“
„Sag ja zu Qualität und Regionalität – Produkte aus der Region nicht nur in Krisenzeiten“
„Qualität vom Bauern – sicher die Versorgung nicht nur in der Krise!“
„Wir arbeiten für Euch – Engagement 7 Tage die Woche“
Ohne Bilder nützt jedoch der beste Slogan nichts!
Wir brauchen Eure Unterstützung und Kreativität: Bittet sendet Bilder aus eurem Alltag, Hofladen, vom Acker usw. und eure Ideen an info@kbv-limburg-weilburg.de!
Arbeitskräftemangel & Saisonarbeit
Zurzeit erreichen die Geschäftsstelle Anfragen, welche Betriebe in der Region Aushilfen benötigen. Falls Bedarf besteht, bitten wir um Rückmeldung, um Kontakt zwischen Interessierten und Betrieben herstellen zu können.
Vor allem in Gemüsebaubetrieben fehlen Saisonarbeitskräften für Ernte- und Pflanzarbeiten. Eine Einreise ist aufgrund des Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte nicht mehr möglich. Dieses wurde durch das Bundesministerium des Innern auf unabsehbare Zeit für Charterflüge und den Grenz- sowie Transitverkehr verhängt und trat am 25.03.2020 um 17:00 Uhr in Kraft.
Um den überregionalen Mangel an Arbeitskräften zu mindern wurden zur Vermittlung freiwilliger Erntehelfer verschiedene Plattformen bereitgestellt:
SinD GmbH, GLFA: https://www.saisonarbeit-in-deutschland.de
Von Schülern und Studenten: https://coronaconnect.de
Von Studenten initiierte Vermittlungsplattform: https://www.erntehilfe.org/
Aehrenmann, Startup: https://erntehelfer-gesucht.de/
Karrero by topagrar, LV digital GmbH: https://www.karrero.com/ernte-retten/
ASP- Zulassung von Nachtsichtgeräten zur Bejagung von Schwarzwild
In seiner Sitzung am 24.03.2020 hat der hessische Landtag Maßnahmen für eine Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch gezielte Bejagung beschlossen. Dies soll mit der Schaffung der gesetzlichen Grundlage zur Nutzung von Nachtsichtgeräten bei der Bejagung von Schwarzwild ermöglich werden. Die waffenrechtliche Möglichkeit schafft im Bundesrecht § 40 Abs. 3 Satz 4 des Waffengesetzes. Zusätzlich ermöglicht die Gesetzesänderung durch ministerielle Verordnung jagdrechtliche Verbote und Bestimmungen, die die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest erschweren, weitgehend aufzuheben. Hierdurch sollen die massiven Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Hessen für das Schwarzwild und die Schweine haltenden landwirtschaftlichen Betriebe abgemildert werden.
Durch diese Regelungen können die vielerorts sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich untragbaren Schwarzwildbestände reduziert und in einer verträglichen Anzahl effizient reguliert werden.
Im Fall des ASP-Ausbruchs kann von den sachlichen Verboten des § 19 Absatz 1 BJagdG durch Verordnung fast vollständig abgewichen werden.
Krisenhotline der SVLFG in Notsituationen (24 Stunden und 7 Tage die Woche):
Tel.: 0561 785 – 10101 & https://www.svlfg.de/krisenhotline
Telefonseelsorge (kostenfrei & vertraulich) unter Tel.: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116123 auch online unter https://www.telefonseelsorge.de/ erreichbar
Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Familie und Betrieb:
Die BAG ist ein Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone der Kirchen. Die Beratung ist absolut vertraulich!
Pferde- & Reitsport
Der Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht setzt sich dafür ein, dass Pferdebetriebe und Reitvereine unter bestimmten Vorgaben im Sinne der Gesundheit von Menschen und Tieren agieren können. Eine Anfertigung von Notversorgungsplänen wird allen Betrieben und Reitvereinen empfohlen.
Weitere Informationen finden Sie im Newsticker des Verbands unter: https://www.pferd-aktuell.de/fn/newsticker/fei---fn---dokr/coronavirus-fn-setzt-sich-auf-politischer-ebene-fuer-pferdesportler-ein-
Betriebs und Haushaltshilfe bei Corona?
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) teilt mit, dass der Anspruch der Versicherten auf Betriebs- und Haushaltshilfe nur im Fall einer diagnostizierten Infektion mit Corona (UCD-Diagnose 07.1) erfolgt, sofern alle weiteren Voraussetzungen vorliegen.
Im Quarantänefall auf bzw. bei unter Quarantäne-Stellung einer im landwirtschaftlichen Betrieb tätigen Person auf Anordnung des Gesundheitsamtes ohne Diagnose einer möglichen Viruserkrankung besteht kein Anspruch auf Betriebs- und Haushaltshilfe gegenüber der SVLFG.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unterhttps://www.svlfg.de/bhh-corona.
In der Ausgabe 12/2020 des Landwirtschaftlichen Wochenblatts wurde umfangreich zu Einschränkungen für landwirtschaftliche Betriebe durch CoViD-19 berichtet. Fast stündlich erreichen uns neue Nachrichten, Zahlen und Pressemitteilungen zur aktuellen Situation des Corona-Virus (CoViD-19). Der Hessische Bauernverband berichtet in einem News-Feed laufend über Corona und Landwirtschaft. Dort finden Sie Infos zu Einreise von Saisonarbeitskräften, Anspruch auf Kinderbetreuung und die Auswirkungen auf die Düngeverordnung.
NEWS-FEED https://www.hessischerbauernverband.de/corona-aus-lw-12-2020
Aktion „Hessens Landwirtschaft blüht für Bienen“ – Blühflächensaatgut 2020
Die Mischung des Hessichen Bauernverbands erfüllt die Anforderungen für Greening (Honigbrache einjährig) und HALM (Blühfläche einjährig C.3.1).
Zur Anerkennung der Blühflächen als HALM- oder Greeningflächen muss die Aussaat bis zum 30.04.2020 erfolgen!
Sollte eine Aussaat witterungsbedingt nicht möglich sein, kann eine Ausnahmegenehmigung auf Fristverschiebung bis zum 31.05.2020 bei der zuständigen Bewilligungsstelle (Fachdienst Landwirtschaft Hadamar) beantragt werden.
Änderungen Abgabe Agrarantrag 2020
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus ist das Amt für den Ländlichen Raum in Hadamar als Außenstelle der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen!
Persönliche Vorsprachen sind nur noch nach Terminvereinbarung möglich.
Alle Termine, die im Zusammenhang mit dem Gemeinsamen Antrag vergeben wurden, sind hinfällig, ebenso die ortsteilbezogenen Abgabetermine.
Sie haben folgende Möglichkeiten Ihren Gemeinsamen Antrag bei uns einzureichen:
1. Auf dem Postweg: Alle Seiten des unterschriebenen Datenträgerbegleitscheines (DBS) und Stick oder CD mit der dazugehörigen ZIP-Datei o d e r
2. Per E-Mail: Übersendung der ZIP-Datei mit eingescanntem DBS.
Wichtig: Bitte senden Sie das unterschriebene Original des DBS zusätzlich auf dem Postweg an uns o d e r
3. Per Fax: Sendung des unterschriebenen DBS und zusätzlich ZIP-Datei per E-Mail.
Wichtig: Bitte senden Sie das unterschriebene Original des DBS zusätzlich auf dem Postweg an uns.
Das Team der Flächenförderung bittet um eine zeitnahe Abgabe des Agrarantrages, da evtl. vorhandene Unstimmigkeiten oder Fehler nur so mit Ihnen vor Fristablauf am 15. Mai 2020 abzuklären sind.
Für Fragestellungen und Beratungen bittet der Fachdienst und Nutzung der vorhandenen, elektronischen Infrastruktur (Telefon, E-Mail oder Fax).
Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Ansprechpartner im Fachdienst Landwirtschaft:
Herr Jung 06431/296-5814 b.jung@limburg-weilburg.de
Herr Ackermann 06431/296-5816 t.ackermann@limburg-weilburg.de
Frau Brockmann 06431/296-5801 m.brockmann@limburg-weilburg.de
Frau Diehl 06431/296-5806 b.diehl@limburg-weilburg.de
Frau Hofmann 06431/296-5810 j.hofmann@limburg-weilburg.de
Frau Korbach 06431/296-5804 v.korbach@limburg-weilburg.de
Frau Walther 06431/296-5807 a.walther@limburg-weilburg.de
Pflanzenschutz: Verbot von Prochloraz in Gerste
Die nachfolgend aufgeführten Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Prochloraz zur Spritzanwendung in Gerste sind ab sofort nicht mehr zulässig. Andere Anwendungen bleiben von dieser Entscheidung unberührt. Der Widerruf gilt auch für zugehörige Pflanzenschutzmittel des Parallelhandels.
Anwendungsnummern
006462-00/00-005
006462-00/00-006
006462-00/00-007
006462-00/00-008
007025-00/00-007
007025-00/00-008
006798-00
006798-00/00-004
006798-00/00-005
006798-00/00-006 006798-00/00-007
026798-00
026798-00/00-004
026798-00/00-005
026798-00/00-006
026798-00/00-007
024216-00/00-004
024216-00/00-007
Als Begründung wird ein von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA identifiziertes Verbraucherrisiko angeführt. Mit der EU-Verordnung 2020/192 vom 12.02.2020 wurde deshalb der Rückstandshöchstgehalt u.a. für Gerste auf 0,03 mg/kg abgesenkt. Die Verordnung tritt ab dem 4. September 2020 in Kraft.
Die Prüfung des BVL ergab, dass eine Einhaltung des Rückstandshöchstgehalts bei einer Spritzanwendung von Pflanzenschutzmitteln mit den Wirkstoff Prochloraz nicht möglich ist. Um ein Risiko für die Verbraucher zu vermeiden, hat das BVL solche Anwendungen ab sofort, noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung widerrufen.
Mit dem Widerruf dieser Anwendungen kann die Verfütterung bereits behandelter Gerste nicht geregelt werden. Das BVL empfiehlt, behandelte Gerste aus Verbraucherschutzgründen nicht mehr zu verfüttern, da die Möglichkeit einer Überschreitung der Rückstandshöchstgehalte bei Lebensmitteln tierischer Herkunft nicht ausgeschlossen werden kann.
Anforderungen an Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
Dicht schließende Fahrerkabinen können Anwender während der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wirksam vor einer Exposition insbesondere durch Spritznebel schützen. Die Schutzwirkung ist abhängig von der technischen Ausgestaltung und Handhabung der verschiedenen Kabinentypen, die in Kategorien mit unterschiedlichem Schutzniveau eingeteilt werden. Die bisherige Ausnahmeregelung der Auflage SB199 zur Eignung von Traktorkabinen als Ersatz für persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird um den Kabinentyp Kategorie 2* erweitert.
Nach aktuellem Stand geht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) davon aus, dass auch entsprechend definierte, geschlossene Traktorkabinen, die nicht den Kategorien 3 oder 4 gemäß EN15695-1 & -2 zuzuordnen sind, eine ausreichend hohe Abschirmwirkung gegen Spritznebel ausüben. In diesem Sinne können Kabinen der Kategorie 2* zunächst befristet auf eine Übergangsphase von 4 Jahren PSA zum Schutz der Haut und der Augen ersetzen. Die Regelung gilt für Anwendungen in Flächen- und Raumkulturen mit Kabinen, die o.g. Kriterien entsprechen und in Kombination mit angebauten, gezogenen oder selbstfahrenden Geräten eingesetzt werden.
Die erweiterte Regelung gilt ab sofort für alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel, bei denen für die Ausbringung des Mittels PSA (Schutzanzug, Schutzhandschuhe, Augen- und Gesichtsschutz oder Atemschutz) vorgeschrieben ist. Der Verzicht auf PSA in geeigneten Fahrerkabinen ist nur zulässig, wenn Fenster, Türen und weitere Lüftungsöffnungen während der Anwendung geschlossen sind.
Bitte um Teilnahme an Umfragen:
1. „Anforderungen von Landwirten an den digitalen Betriebsmitteleinkauf“
2. „Einschätzung der Medienberichterstattung über die Landwirtschaft“
Im Zuge von Abschlussarbeiten werden anonyme Umfragen durch das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung (DARE) der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt. Die folgenden Links leiten direkt zu den jeweiligen Umfragen weiter:
1. https://ww3.unipark.de/uc/Team_Theuvsen/85f4/
Ansprechpartner: Stefan Spanderen
stefan.spanderen@stud.uni-goettingen.de
2. https://www.soscisurvey.de/medienberichte_landwirtschaft/
Ansprechpartner: Alina Rosien
lauraalina.rosien@stud.uni-goettingen.de
Die Angaben werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken an der Georg-August-Universität Göttingen verwendet. Bei Fragen und weiteren Anliegen können Sie sich gerne per Mail an die genannten Ansprechpartner wenden.
Corona-Virus – Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe
Im Anhang des Rundschreibens erhalten Sie mit dem Rundschreiben Nr. 38/2020 des Hessischen Bauernverbands vom 18.03.2020 Informationen des Deutschen Bauerverbands zur aktuellen Situation.
Das Saatgut wird in den nächsten Tagen an die Geschäftsstelle des KBV zugestellt.
Sobald wir mit der Ausgabe beginnen, werden Sie informiert. Bitte haben Sie Verständnis, dass sich Ausgabe des Saatguts aufgrund der aktuellen Lage und aus Infektionsschutzgründen etwas verzögert.
Wir bitten alle Teilnehmer der Saison 2019 um Zusendung von Bildern der Blühflächen zur Verwendung in der Öffentlichkeitsarbeit des KBV!
FÄLLT AUS! Hessischer Bauerntag in Melsungen FÄLLT AUS! Dienstag, 19. Mai 2020
Antrag auf Rückvergütung Agrardiesel 2019
Der Antrag auf „Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft 2019“ kann seit Anfang Januar gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Generalzolldirektion unter
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verbrauchsteuern/Energie/Steuerbeguenstigung/Steuerentlastung/Betriebe-Land-Forstwirtschaft/Antragsverfahren/antragsverfahren.html
Bitte beachten Sie, dass Online-Anträge bevorzugt bearbeitet werden!
In der Regel ist der vereinfachte Antrag (Vordruck 1142) zu verwenden. Bei Veränderungen (Änderung der Rechtsform, Ablehnung des Antrags im Vorjahr etc.) ist das Antragsformular 1140 zu verwenden.
Erste Nmin-Werte aus 2020 sind auf der Website des LLH unter https://llh.hessen.de/pflanze/boden-und-duengung/n-duengung/nmin-wert-zu-vegetationsbeginn/ verfügbar.
Wir erinnern an die fristgerechte Anfertigung des betrieblichen Nährstoffvergleichs (zum 31.03.) sowie die schriftliche Düngebedarfsermittlung vor dem Ausbringen wesentlicher Nährstoffmengen.
Checklisten für QS und Cross Compliance
Den tierhaltenden Betrieben im QS-System stehen jetzt online überarbeitete Checklisten für ihre betriebliche Eigenkontrolle zur Verfügung, wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH in einer Pressemeldung mitteilt.
Unter den folgenden Links steht das Material zum Download zur Verfügung:
Rinderhalter: https://www.q-s.de/dokumentencenter/dc-lw-rinderhaltung.html
Schweinehalter: https://www.q-s.de/dokumentencenter/dc-lw-schweinehaltung.html
Geflügelhalter: https://www.q-s.de/dokumentencenter/dc-lw-gefluegelmast.html
In der Anlage des Rundschreibens ist der Leitfaden „Verhalten bei Cross Compliance Kontrollen“ des Hessischen Bauernverbands angefügt.
Betriebe, Direktvermarkter, Züchter und alle, die an einer Teilnahme am Sonntag, 01.11.2020 interessiert sind, bitten wir um frühzeitige Rückmeldung an die Geschäftsstelle.
Die bundesweite Aktion findet am Wochenende des 13./14. Juni 2020 statt. Auch an den Wochenenden danach bis in den Herbst hinein sind Hoftage erwünscht.
Interessierte Betriebe werden gebeten, sich spätestens bis 13. März 2020 bei ihrem Kreisverband anzumelden.
Aktion „Hessens Landwirtschaft blüht für Bienen“
Bestellungen sind weiterhin möglich, da wir eine begrenzte Menge Saatgut als Puffer vorhalten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Team der Geschäftsstelle!
Rechtsberatung im Kreisbauernverband
Ab März 2020 wird die Geschäftsstelle in Limburg regelmäßig (jeder erste Dienstag im Monat) durch die Rechtsanwältin Frau C. Klimmer-Berres vom Hessischen Bauernverband (Referat VIIc Zivilrecht & Öffentliches Recht) unterstützt.
Wir bitten um telefonische Anmeldung unter Tel.: 06431-54221!
!NEU! Ökologisches Saatgut für Blühflächen !NEU!
Aufgrund hoher Nachfrage bietet der Hessische Bauernverband e.V. in diesem Jahr auch erstmalig eine Blühmischung mit ökologischem Saatgut an.
Die Mischungszusammensetzung entspricht der konventionellen Mischung:
Rotklee (6 %), Alexandrinerklee (10 %), Persischer Klee (4 %), Esparsette (12 %), Inkarnatklee (9 %), Serradella (7 %), Saatwicke (8 %), Phazelie (5 %), Sonnenblume (13 %), Dill (5 %), Ringelblume (2 %), Koriander (10 %), Fenchel (5 %), Schwarzkümmel (4 %).
Der Preis des HBV liegt bei 6,50 € pro kg, zzgl. 7% MwSt.
Korrektur Preis KBV: ca. 5,00 €/kg ökologisches Saatgut durch Zuschuss des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Bestellfrist: Donnerstag, 06.02.2020
Bestellung von Saatgut für Blühflächen
Der Preis des HBV liegt bei 4,90 € pro kg, zzgl. 7% MwSt.
Korrektur Preis KBV: ca. 3,00 €/kg konventionelles Saatgut durch Zuschuss des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Bestellfrist: Dienstag, 28.01.2020
Wir bitten alle Interessenten um Rückmeldung an die Geschäftsstelle mit Name, Anschrift, E-Mail und der gewünschten Menge Saatgut (kg) bis zum
28.01.2020 (konventionell) bzw. 06.02.2020 (ökologisch)!
Hinweis: Die Saatgutmischung erfüllt die Anforderungen für Greening – Honigbrache (einjährig) und HALM – Blühfläche (einjährig).
Am Freitag, 24.01.2020 um 20.00 findet im Bürgerhaus in Lindenholzhausen der Ball der Landwirtschaft statt.
Mit der Band TAKE TWO & SUSANNE wollen wir ein paar gesellige Stunden mit Ihnen verbringen.
Karten sind im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des KBV und bei VlF Nassauer Land zum Preis von 9,00 € und an der Abendkasse (10€) erhältlich. Jede Eintrittskarte nimmt an einer Verlosung teil!
HBV-Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)
Der Hessische Bauernverband lädt am Montag, 10. Februar 2020 um 10.00 Uhr in die Stadthalle Alsfeld (Jahnstraße 14, 36304 Alsfeld) zur Informationsveranstaltung Afrikanische Schweinepest ein.
10:00 Uhr Begrüßung durch Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes e.V.
10:15 Uhr „Bedrohung durch die ASP – Was heißt das für die landwirtschaftlichen Betriebe?“
Dr. Ursula Planz, RP Gießen, Task Force Tierseuchenbekämpfung
11:30 Uhr „Was leistet die Hessische Tierseuchenkasse im Seuchenfall?“
Dr. Frank Jäger, Hessische Tierseuchenkasse, Wiesbaden
12:00 Uhr „Informationen zur Ertragsschadenversicherung“
Wolfram Laub, MS Management-Service GmbH, Gießen
gg. 13:00 Uhr Ende der Veranstaltung mit anschließendem Mittagessen
Die Unkostenpauschale beläuft sich pro Teilnehmer für Mitglieder auf 15 Euro (Nichtmitglieder 25 €) und wird vor Ort erhoben. Das Mittagessen (Schnitzel) und die Tagungsgetränke sind in der Pauschale inbegriffen.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und richtet sich nach dem Datum der erfolgten Anmeldung.
Bitte melden Sie sich bis zum 3. Februar 2020 per E-Mail veranstaltung@agrinet.de oder Telefax 06172-7106-10, beim Hessischen Bauernverband e.V., Sekretariat I, an.
Aktionen von Land schafft Verbindung am 17.01.2020:
Märkte besuchen – Konvoi durch Limburg – Mahnfeuer – seid dabei!!!
Los geht es um 14:00h an derzeit fünf Einkaufsmärkten rund um Limburg.
Edeka Linter
Rewe Limburg (B8/Frankfurter Straße)
Edeka Lindenholzhausen
Märktezentrum Obertiefenbach
Edeka Dorchheim
Wir stehen dort für rund anderthalb Stunden den Verbrauchern zum Dialog und zur Aufklärung zur Verfügung – zusätzlich haben wir diverses Infomaterial zum Aushändigen dabei.
Die Schlepper stehen dabei nicht im Vordergrund und dürfen gerne abseits geparkt werden, um das Marktgeschehen nicht zum Erliegen zu bringen.
Gebraucht werden sie aber in jedem Fall – und noch viele Weitere mehr!
Denn um 16:00 Uhr treffen wir uns mit weiteren Teilnehmern zum geschlossenen Konvoi durch Limburg, um auch dort, inmitten der Stadt, unsere Anliegen in gewohnter Form zum Ausdruck zu bringen!
Startpunkt ist zwischen Lindenholzhausen und Limburg an der B8, der Feldweg kurz hinter der Abfahrt nach Eschhofen – „alte Zufahrt Bördner“.
(Info: gute Zufahrt über Landstraße nach Eschhofen-> Zubringer Lindenholzhausen->nach erster Ackerfläche rechts in Teerweg è über die Brücke und immer dem Teerweg links haltend folgen). Ihr alle wisst wie nass die Böden derzeit sind – achtet bitte bei der Aufstellung darauf, dass wir die B8 nicht in eine Schlammbahn verwandeln!
Die Polizei wird uns dann durch Limburg begleiten. Der Weg wird uns vor dem Schiedetunnel rechts weg, durch die Grabenstraße führen, um an deren Ende wieder auf die B8 Richtung Dehrn zu fahren.
Zielpunkt ist eine Ackerfläche an der K521 (Zufahrt Dehrner Schloss), wo dann zum Abschluss ein Mahnfeuer in Sichtweite der B49 entzündet werden soll.
Wie immer bei den Konvois:
v Sicherheit geht vor, es gelten die gleichen Regeln wie bei allen vorherigen Schlepperaktionen.
v Den Weisungen der Polizei ist in jedem Fall Folge zu leisten!
v Es sind keine Anbaugeräte / Anhänger erlaubt, auch Fahrzeuge über 3m sind nicht zulässig!
v Wir stehen für friedliche, respektvolle und ordentliche Aktionen – genau so soll uns auch Limburg erleben!
Bei weiteren Fragen folgt dem Link zur WhattsAppGruppe LsV-Limburg Weilburg:
https://chat.whatsapp.com/GUlMKOMR56F3i4vIOxdKnk
oder meldet euch bei Olaf Pöhlmann unter 0160/94661427.
Helft alle mit, dass wir am 17.1. eine weitere Erfolg bringende Aktion erleben können!
Weihnachtsgrußwort 2019 Vorsitzender KBV Limburg-Weilburg
das Jahr 2019 geht zu Ende und ich möchte in guter Tradition als Vorsitzender unseres Kreisverbandes ein paar Worte an Sie richten.
2019 war ein bewegtes Jahr, für die Landwirtschaft allgemein, aber auch speziell für unseren Verband.
Seit geraumer Zeit scheint eine Änderung im Umweltbewusstsein in Teilen der Bevölkerung eingesetzt zu haben. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch die sozialen Medien, wo jedermann eine riesige Plattform für die Verbreitung von Nachrichten aller Art vorfindet, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Gerade Umwelt- und Naturschutzverbände nutzen diese Plattformen sehr intensiv, um mit emotionalen Botschaften für ihre Ziele zu werben und Spenden zum Erreichen derselben zu generieren. Gerade diese Organisationen werden in der breiten Masse der Bevölkerung und in besonderem Maß auch in den Medien als „die Guten“ wahrgenommen, da ihre Anliegen durchweg positiv besetzt sind: „Mehr Tierschutz, weniger Gift, keine Überdüngung, mehr Gewässerschutz…“
Wer kann da eigentlich widersprechen? Das ist das Dilemma, gerade für unsere Dachorganisationen Hessischer Bauerverband und Deutscher Bauernverband. Hier kann nicht einfach nur dagegen argumentiert werden, da man sonst in einer Diskussion automatisch als „der Böse“ abgestempelt wird. Nur durch geduldig vorgetragene und sachliche Argumente auf wissenschaftlicher Basis ist es mittlerweile überhaupt noch möglich, ab und an Gehör für unseren Berufsstand zu finden.
Überlagert wurde die gesamte Diskussion im Jahr 2019 durch die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“, die richtigerweise ein Umdenken in der weltweiten Klimapolitik fordert. Allerdings ist nicht im Ansatz erkennbar, wie das geschehen und umgesetzt werden soll. Doch der gesellschaftliche Druck (medial zumindest so vermittelt) auf die Politik steigt.
In diese Situation hinein haben nun Bundeslandwirtschafts- und Umweltministerium in einem Akt der Verzweiflung ein unausgegorenes und wissenschaftlich fragwürdiges Agrarpaket installiert, ohne vorher auch nur ihre Fraktionen unterrichtet zu haben. Gerade die Regelungen zum Insektenschutz sind willkürlich und in ihrer Wirkung fragwürdig.
Eines haben die beiden Ministerien damit aber erreicht: Die Landwirtschaft hat genug und demonstriert lautstark und solidarisch für ihr Ansehen und gegen gesetzliche Willkür. Und das ist gut so, denn in dieser Art und Weise können und dürfen die politischen Akteure die Landwirtschaft nicht länger als Spielball parteipolitischer Interessen missbrauchen.
Wer am 10. Dezember in Wiesbaden dabei war, hat erlebt wie mittels geschlossenem Auftreten aller landwirtschaftlichen Betriebe bei diesen Demonstrationen Gehör für unsere Sache erzeugt und gefunden wird. Daher möchte ich auch auf diesem Weg den Organisatoren ein herzliches Dankeschön aussprechen.
Nun ist es an uns der Gesellschaft unsere Vision der zukünftigen Landwirtschaft darzulegen. Eine gewaltige Aufgabe, der sich jede einzelne Landwirtin und jeder einzelne Landwirt auf regionaler Ebene stellen muss. Gemeinsam mit Ihnen wird der KBV Limburg- Weilburg auch in 2020 versuchen, in dieser Diskussion in Ihrem Sinne zu argumentieren und Lösungen aufzuzeigen.
Unsere Arbeit brachte im Jahr 2019 sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Während sich der Futterbau nach der Trockenheit und Hitze in 2018 erholte und einen vielversprechenden ersten Schnitt ermöglichte, relativierte die große Hitze im Sommer dann aber manch optimistische Ertragserwartungen.
Getreide und Raps liefen im Herbst 2018 sehr unterschiedlich auf, was in Verbindung mit der Trockenheit und Hitze ab Juni zu sehr unterschiedlichen Erträgen und Qualitäten führte. Und auch die Erntebedingungen waren nicht alltäglich: Brennende Mähdrescher und Ballenpressen und unter 10 % Feuchtigkeit im Erntegut – es ging im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“ her.
Zur Mais- und Zuckerrübenernte sowie zur Herbstaussaat musste sich manch einer dann erst wieder daran gewöhnen, dass es auch mal regnen kann. Blickt man auf die vergangenen zwei Jahre zurück sollten wir hoffen, auch im kommenden Jahr die ein oder andere Regenpause während der Feldarbeit einlegen zu müssen.
Auch in der Tierhaltung war einiges los: Rindfleisch und Milch konnten nur schwer kostendeckend produziert werden. Beschränkungen und Auflagen durch die Blauzungenkrankheit machen den Betrieben das Leben schwer. Zusätzlich stellt die kommende Verschärfung der Düngeverordnung eine große Hürde dar – es fehlt nicht an Herausforderungen für unsere Rinderhalter.
Dasselbe gilt auch für die Betriebe mit Schweinehaltung: Verschärfung der Nutztierhaltungsverordnung, Tierwohl, Kastrierverbot, Kupierverzicht, Schweinepest, die Liste der (oft ungelösten) Fragen ist zu lang. Immerhin lassen die Erlöse der zweiten Jahreshälfte die Betriebe endlich wirtschaftlich ein wenig durchatmen.
Auch für den KBV Limburg-Weilburg war 2019 ein besonderes Jahr:
Nach 35 Jahren an der Spitze unseres Verbandes wurde Armin Müller im Juli zum Ehrenvorsitzenden gewählt, seine Dienste für die heimische Landwirtschaft sind beispielhaft. An dieser Stelle an Armin einen großen Dank für seinen außergewöhnlichen Einsatz.
Mit den zwei zusätzlichen Stellvertretern Jürgen Engel und Jan Höhler wurde der geschäftsführende Vorstand erweitert, sodass die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden.
Neben der Umstrukturierung des Vorstands musste zusätzlich die Vakanz in der Geschäftsführung aufgefangen werden. Durch den außergewöhnlichen Einsatz von Annette Dauksch und Sylke Weckmann sowie viele Zusatzstunden der stellvertretenden Vorsitzenden Bernd Schäfer und Manfred Lommel ist dies auch sehr gut gelungen – vielen Dank für diesen nicht selbstverständlichen Einsatz im Dienste unseres Verbandes.
Nicht unerwähnt bleiben darf hier auch die Unterstützung unseres ehemaligen Geschäftsführers, Herrn Rechtsanwalt Manfred Heep, welcher unserem Verband und seinen Mitgliedern in rechtlichen Fragen unterstützend zur Seite stand. Auch hierfür vielen Dank.
Wir möchten auch weiterhin den Verband im Sinne seiner Mitglieder erhalten und voranbringen. Ich freue mich, zusammen mit unserem Nachbarverband Rheingau-Taunus schon nach kurzer Zeit einen Geschäftsführer gefunden zu haben. Herr Bachmann hat sich schnell und umfassend eingearbeitet, so dass zum Jahresende 2019 ein komplettes und motiviertes Team in der Geschäftsstelle für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung steht.
So ist Ihr Kreisbauernverband auch in 2020 für alle betrieblichen Belange Ihr Ansprechpartner. Für unsere Mitglieder und deren Anliegen betreiben wir auch weiterhin einen regen Austausch mit Politik, Behörden und der Gesellschaft.
Unterstützen Sie uns hierbei durch offenen, unvoreingenommenen und informierenden Umgang mit der Bevölkerung, denn wir alle können stolz auf unser Tun und unsere Betriebe sein. Und dies sollten wir auch den Menschen zeigen.
Ich bedanke mich im Namen der Geschäftsstelle und des Vorstandes für Ihre Arbeit und Ihre Unterstützung im abgelaufenen Jahr und wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche und gesegnete Weihnachtszeit sowie Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Gottes Segen für das neue Jahr.
Am 22. Oktober haben in vielen Städten Deutschlands Bäuerinnen und Bauern gegen Auflagenflut und für mehr gesellschaftliche Akzeptanz demonstriert. Das Bündnis „Land schafft Verbindung“ hatte zu diesen Kundgebungen aufgerufen und sich vom Bauernverband bewusst keine aktive Unterstützung erbeten.
Unser Kreisverband ist daher bewusst nicht organisatorisch aktiv geworden, hat aber im Vorfeld seine Solidarität mit der Aktion unterstrichen.
Im Folgenden ein Kommentar des Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Limburg-Weilburg e.V.:
Liebe Bäuerinnen und Bauern, sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
tausende Bauern haben sich bundesweit zusammengefunden, sind früh morgens aufgebrochen und wollten sich so für ihre Anliegen Gehör verschaffen, bewusst verbandsneutral und über alle Produktions- und Betriebsausrichtungen hinweg.
Und tatsächlich, die lokale, die überregionale Presse, ja sogar das Fernsehen berichtet darüber, wenn auch natürlich nicht direkt an erster Stelle, mehr eine Kurzmeldung nach Mietendeckel und vor dem Wetter. Dies alleine sagt schon etwas über die Bedeutung aus, die unserem Beruf in der Öffentlichkeit noch zugestanden wird.
Doch wurden wir Landwirte wirklich gehört, unsere Botschaft verstanden? Ich denke nicht.
Ja, die Aktion richtete sich gegen immer mehr Bürokratie, und ja, als Beispiele wurden hier Reglementierungen im Pflanzenschutzbereich und in der Düngung aufgeführt. Aber wie der Gemütszustand an der landwirtschaftlichen Basis wirklich ist, ist leider noch nicht im Ansatz durchgedrungen. Es ist nicht der mangelnde Willen oder die Furcht vor Veränderungen, es ist auch nicht das Ablehnen dieses oder jenes neu geplanten Gesetzes. Frust und Depression machen sich breit. „WIE soll das noch weitergehen?“ und „WO soll das hinführen?“ sind die Fragen, die wir Bauern uns stellen. Doch warum ist das so?
Nun, wie entsteht denn z.B. ein neues Gesetz zum Insektenschutz, eine Neuregelung der Dünge- oder der Tierhaltungsverordnung?
Hierzu forschen in Lehr- und Versuchsanstalten und in weiteren Landes- und Bundeseinrichtungen jahrelang hochdekorierte und anerkannte Wissenschaftler des jeweiligen Fachgebiets, Studenten tragen in unzähligen Arbeitsstunden die notwendige Datenbasis zusammen. Am Ende eines solchen Prozesses gibt die jeweilige Einrichtung/Behörde dann eine wissenschaftlich hinterlegte Empfehlung ab. Und dann heißt es im zuständigen Ministerium: „Wir nehmen das zur Kenntnis, aber Deutschland/Hessen muss Vorreiter sein/wir verdoppeln den Grenzwert lieber nochmal/ein höherer Wert klingt - beim Grenzwert für die Helligkeit in Schweineställen wirklich so passiert (!) - einfach besser. Nicht wissenschaftsbasierte Regulierungen, welche aus handelspolitischen Gründen natürlich nicht für ausländische Waren gelten, werden uns Bauern regelmäßig aufgezwungen, um der eigenen Politik einen grünen Anstrich zu verleihen und damit beim Wähler besser dazustehen.
Unsere Gesellschaft strebt nach Wachstum, Wachstum und nochmal Wachstum, überall werden Einkaufszentren, Industriegebiete, Logistikzentren, Flughafenerweiterungen, Windkraftanlagen, Umgehungsstraßen und natürlich auch „bezahlbarer Wohnraum in Stadtnähe“ errichtet und für all dies enorme Flächen versiegelt, jeder lädt täglich Handy Laptop und Tablet, seine Smartwatch und vielleicht sein E-Auto, zum Einkaufen geht’s gerne mit dem Flugzeug ins Ausland, der Kaffee kommt „to go“, die Haare brauchen täglich Shampoo und Spülung, und gekaufte Produkte müssen spätestens alle 2 Jahre getauscht werden, sonst ist man nicht mehr im Trend.
Und die Umwelt , die Zugvögel, die Insekten ja sogar das Klima allgemein belastet - die Landwirtschaft, die sich erdreistet, auf den immer knapper werdenden Flächen möglichst rationell, effektiv und kostengünstig zu produzieren, damit am Ende des Tages ein Arbeitserlös übrig bleibt. Dies ist in vielen Köpfen verankert, das merkt man als Landwirt im Gespräch mit Verbrauchern immer wieder.
Und daher wollen viele einfach nicht mehr. Gerade die eigentlich gewünschten kleineren Familienbetriebe. 365 Tage im Jahr arbeiten, 60 Wochenstunden oder mehr? Investieren für die nächsten 20 Jahre, aber in 2 Jahren kommt die nächste Verordnung? Motiviert aufstehen, nachdem abends der eigene Berufsstand im Fernsehen mal wieder als raffgieriger Tierquäler und Umweltverschmutzer dargestellt wurde?
Sollen doch andere machen, denken täglich Landwirte. Und schließen Ihren Hof. Daran können wahrscheinlich auch die Leser dieser Zeilen nichts ändern. Aber sie sollen es wenigstens wissen.
Marco Hepp, Vorsitzender Kreisbauernverband Limburg-Weilburg e.V.

References: § 5
 § 5
 § 2
 § 5
 § 40
 § 19