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Timestamp: 2018-06-18 00:13:26+00:00

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„Gute Beratung kostet nur ein Honorar,
eine schlechte Beratung Ihr Vermögen!“
Es gibt viele Momente im Leben, in welchen man externen Rat oder Hilfe für Vorsorge- und Finanzfragen benötigt.
Der § 34 d GewO sagt zur Honorarberatung: „Die einem Versicherungsmakler erteilte Erlaubnis beinhaltet die Befugnis, Dritte, die nicht Verbraucher sind, bei der Vereinbarung, Änderung oder Prüfung von Versicherungsverträgen gegen gesondertes Entgelt rechtlich zu beraten.“ Somit ist der Versicherungsmakler im unternehmerischen Bereich einem Versicherungsberater gemäß § 34 e GewO nunmehr quasi gleichgestellt und ausdrücklich von den Restriktionen des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) ausgenommen. Aber wie verhält es sich mit der Verbraucher-Beratung gegen Honorar? Dies ergibt sich aus einem Umkehrschluss zu § 34 d Abs. 1 GewO. Danach ist eine gesonderte Vergütung für eine rechtliche Beratung dann nicht zulässig, wenn diese vollkommen unabhängig von einer tatsächlich erfolgten oder auch nur angestrebten Abschlussvermittlung von Versicherungsverträgen gewährt wird. Umkehrschluss: Bei einer angestrebten Versicherungsvermittlung ist ein gesondertes Honorar zulässig.
Eine rechtliche Beratung des Verbrauchers gegen Entgelt ist gem. § 34 d GewO mit Blick auf das RDG unzulässig. Das RDG hat zum 1. Juli 2008 das zuvor geltende Rechtsberatungsgesetz (RBG) abgelöst. Aus § 5 RDG geht jedoch nunmehr klarer als bisher hervor, dass sogenannte Annextätigkeiten, also die im Zusammenhang mit der Haupt- und Maklertätigkeit stehende Rechtsberatung, zulässig ist. Eine umfassende Beratungstätigkeit, die unter anderem Inhalt und Umfang des Versicherungsschutzes, Abschluss und Kündigung von Versicherungsverträgen und die Kundenvertretung gegenüber den Versicherern betrifft, gehört zum Berufsbild des Versicherungsmaklers.
Makler investieren ihre Zeit, um den Mandanten mit dem Ziel eines Abschlusses optimal zu beraten. Hierfür kann ein Honorar vereinbart werden. Jeder Rechtsanwalt, Steuerberater und auch Arzt stellt für seine Analyse und Beratung dem Mandanten eine Rechnung. Alternative Vergütungsmodelle heißt das Zauberwort, das vielfach mit Honorarberatung gleichgesetzt wird. Dabei ist Beratung gegen Honorar nur ein Teil eines breiten Spektrums, das bereits viele Vermittler und Berater umsetzen. Der Finanzdienstleister selbst entscheidet unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte und des Klientels also, ob er bei diesem Mandanten eine Courtage oder ein Honorar nehmen kann und will.
Vergütungen für gewerbliche Mandanten
Der Sachverhalt stellt sich wie oben dar. Allerdings regelt § 34 d GewO zusätzlich, dass Versicherungsmakler künftig zudem die isolierte Versicherungsberatung gegen Entgelt (eine nicht auf die Vermittlung gerichtete Beratung) bei Nicht-Verbrauchern erbringen dürfen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung stellt diese Regelung keine Beschränkung dergestalt dar, dass entgeltliche Beratung nur bei Nicht-Verbrauchern erbracht werden dürfte, sondern sie erweitert ausdrücklich den Tätigkeitsbereich des Versicherungsmaklers auf die isolierte Versicherungsberatung. Somit ist es möglich, fürden bestehenden Versicherungsschutz eines Unternehmens Gutachten zu erstellen und sich dafür separat vergüten zu lassen. Hier stehen vielfältige Ansätze zur Verfügung. Es können Stundensätze, Pauschalen oder eine Beteiligung an dem zu erwartenden Einsparungspotenzial vereinbart werden.
Vergütung für private Mandanten
Wenn das Ziel die Vermittlung eines Versicherungsvertrages ist (dies gilt auch für Kapitalanlagen und ähnliche Produkte), dann durfte schon immer die damit zusammenhängende Beratung separat vergütet werden. Auch Beratungen im Zusammenhang mit bestehenden Verträgen, die aufgrund eines bestehenden Maklermandates an den Mandanten erfolgen, können separat vergütet werden, wenn für diese Anlässe eine Vergütungsvereinbarung getroffen wird. In diesem Zusammenhang gibt es zudem keinerlei Bedenken seitens des Rechtsdienstleistungsgesetzes. So vereinbaren zum Beispiel bereits Versicherungsmakler Beratungsvergütungen für Altersvorsorgeberatungen zwischen 500 € und 1.500 €.
Immer mehr Versicherungsmakler gehen dazu über, Betreuungspauschalen mit ihren Kunden zu vereinbaren. Durch die geänderte Gesetzgebung und damit einhergehende Beratungs- und Dokumentationspflicht dem Mandanten gegenüber ist eine qualifizierte Beratung wirtschaftlich oftmals nicht mehr darstellbar. Der Mandant hat durchaus Verständnis dafür, dass dieser erhöhte Aufwand nicht ohne Weiteres hingenommen beziehungsweise kostenlos erbracht werden kann, und ist deshalb bereit, eine Betreuungsvergütung zu entrichten. Insbesondere wenn der Mandant langjährig die qualifizierte Dienstleistung genossen hat, ist er dazu bereit. Die Höhe der Betreuungspauschale ist sehr unterschiedlich. Nach unserer Kenntnis liegt sie im Allgemeinen bei 35 € bis 150 € im Jahr. Es gibt natürlich auch Versicherungsmakler, die Monatspauschalen von 20 € bis 40 € oder mehr, je nach Dienstleistungspaket, mit ihren Kunden vereinbaren.
Auch wir bieten ab sofort alternative Vergütungsmodelle an, haben aber auch aufgrund der neuen Verordnungen Beratungspauschalen entwickelt. Hier haben Sie einen kurzen Überblick.
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