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Timestamp: 2019-11-14 19:23:31+00:00

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Der Economic Value Added - Einsatzmöglichkeiten des EVA Konzeptes ... | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
79 Seiten, Note: 1,7
C C Christian Chrubasik (Autor)
2. Banken als Untersuchungsobjekt
2.1 Struktur des Bankensystems
2.2 Zielsetzung und Ausrichtung der Bankengruppen
2.3 Aspekte der Banksteuerung
3. Economic Value Added als Untersuchungsmethodik
3.1 Konzeptionelle Grundlagen des EVA
3.2 Definition und Berechnung des EVA
3.2.1 Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)
3.2.2 Net Operating Assets (NOA)
3.2.3 Gesamtkapitalkosten (WACC)
3.2.4 Anpassungen des EVA
3.2.5 Kritische W ürdigung desEVA
3.2.6 Beispielrechnung desEVA
3.3 Anwendungsfelder im Überblick
4. Verknüpfung der Untersuchungstatbestände - Praktische Anwendung des EVA Konzeptes in Banken
4.1 Besonderheiten wertorientierter Banksteuerung
4.2 Ermittlung des EVAB
4.2.1 Ermittlung der Gewinngröße
4.2.2 Ermittlung des Kapitals
4.2.3 Ermittlung der Eigenkapitalko sten
4.3 Anwendung des EVA in Banken
4.3.1 EVA als Konzept zur Bankbewertung
4.3.2 EVA als Maßstab für die Performance
4.3.3 EVA als Entlohnungsinstrument
4.3.4 EVA als Konzept zur Banksteuerung
4.4 Bewertung der Einsatzmöglichkeiten
Abbildung 1: Handlungsfelder der Gesamtbanksteuerung
Abbildung 2: Maßgrößen für die Banksteuerung
Abbildung 3: EVA und Shareholder Value
Abbildung 4: Berechnung des NOPAT nach dem 'financing approach'
Abbildung 5: Berechnung des NOA nach dem 'operating approach'
Abbildung 6: Einflussgrößen des WACC
Abbildung 7: Accounting Model vs. Economic Model
Abbildung 8: Besonderheiten der Performancemessung und Steuerung in Banken
Abbildung 9: Unterschiedliche Erfassung der Kapitalkosten
Abbildung 10: Der Zusammenhang von EVA und MVA
Abbildung 11: EVA Vergütungssystem vs. Traditionelles Vergütungssystem
Abbildung 12: EVA als Basis zur einheitlichen Ausrichtung und Wertsteigerung
Abbildung 13: Bestimmungsgrößen des EVA von Geschäftsbereichen
Abbildung 14: Stärken und Schwächen des EVA
Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich in Deutschland steht vor vergleichbaren Verände­rungen wie der Bankenmarkt. Das klassische Universalbankensystem ist erodiert und neue Geschäftsmodelle, neue Anbieter, Fusionen, strategische Neuausrichtungen oder die Fokussierung auf Kerngeschäftsfelder zeugen vom strategischen Umbruch, der die gesamte Bankenlandschaft in Deutschland erfasst hat.1 Die Erlöse aus dem Provisions­und Zinsgeschäft sind eingebrochen, gleichzeitig steigen Abschreibungsbedarf sowie Rückstellungen für notleidend gewordene Kredite aufgrund der dramatisch zunehmen­den Zahl von Insolvenzen deutlich an. Darüber hinaus drücken neben der Ertragskrise hohe und weiter steigende Kosten auf das Geschäftsergebnis. Dies alles erfolgt in einem Bankenmarkt, der als 'overbanked' gilt.2 Verluste im Kapitalmarktgeschäft haben schließlich die Ertragskrise nochmals verschärft.
Im Ergebnis führen diese Effekte zu unbefriedigenden Kosten-Ertrags-Relationen und wenig zufriedenstellenden (Eigen-) Kapitalrenditen.3
Die aktuelle Situation erfordert fürjedes Bankinstitut, stets einen transparenten Einblick in die Struktur und Herkunft von Ergebnis- und Risikobeiträgen zu erhalten und darauf aufbauend Maßnahmen für die strategische Ausrichtung eines Institutes sowie die ope­rative Steuerung im täglichen Geschäft zu ergreifen. Diesem Zweck dienen der Aufbau und die Implementierung von Systemen zur (Gesamt-) Banksteuerung. Der Aufbau um­fassender Steuerungssysteme zählt für Banken deshalb zu den derzeit größten Heraus­forderungen. Sich weiter verschärfender Wettbewerb, zunehmender Margendruck und stetig stärker regulierendes Aufsichtsrecht machen eine effiziente und effektive Bank­steuerung unverzichtbar. Für Betsch stellt die „Implementierung geeigneter Instrumente zur Gesamtbanksteuerung“4 eines von mehreren Grundproblemen dar, die zwingend gelöst werden müssen, um den Strukturwandel in der Finanzbranche erfolgreich zu ge­stalten.
Vor diesem Hintergrund werden schon seit den neunziger Jahren neue Instrumente der Banksteuerung entwickelt und in der Praxis angewendet. Die Ertragsorientierung als Kernelement der Banksteuerung aus den neunziger Jahren wird von einer wertorientier­ten Banksteuerung abgelöst. Sie betrachtet ihrerseits Ertrag und Kapital bzw. Risiko als eine Einheit. Intention wertorientierter Steuerungssysteme ist die effiziente Verwendung des eingesetzten Eigenkapitals. Der Kapitaleinsatz soll so erfolgen, dass ein möglichst hoher Wertbeitrag erreicht, ein zu hohes Risiko aber vermieden wird.
Den Kern aller wertorientierten Steuerungssysteme bilden wertorientierte Kennzahlen. Solche Kennzahlen sind kapitalmarktorientierte, am Shareholder Value ausgerichtete, quantitative Beurteilungsgrößen der Geschäftstätigkeit. Im Rahmen einer wertorientier­ten Unternehmensführung messen sie unter explizierter Berücksichtigung der gesamten Kapitalkosten (Fremd- und Eigenkapital) den Gesamtwert einer Unternehmens bzw. einer Unternehmenseinheit, den Marktwert des Eigenkapitals und den in einer Periode geschaffenen Wert.5
Die in der Praxis gängigsten wertorientierten Kennzahlen lassen sich in Cash-Flow ori­entierte und ergebnisorientierte Kalküle unterteilen. Prominenter Vertreter des ergeb­nisorientierten Kennzahlentyps ist das Konzept des Economic Value Added (EVA).6 Er erfreut sich seit geraumer Zeit steigender Popularität. Dies sowohl in der theoretischen Diskussion7 als auch in der praktischen Umsetzung .8
Die zunehmende Beliebtheit darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Residualge­winnkonzepte im Allgemeinen und das EVA Konzept im Speziellen nicht unbesehen auf Banken überführt werden können. Dies ergibt sich aus einigen Besonderheiten des Bankgeschäftes, durch die sich diese Branche von anderen Wirtschaftssektoren unter­scheidet und die dazu führen, dass das EVA Konzept „im Bereich der Industrie bereits zur Anwendung kommt, als Instrument des Wertmanagements von Banken bisher aber kaum Beachtung gefunden hat.“9 Vor diesem Hintergrund legt diese Arbeit - aufbauend auf dem Basiskonzept des EVA Ansatzes - ihren Fokus auf eine Übertragung des Kon­zeptes auf den deutschen Bankensektor. Dabei stehen die Anpassungsnotwendigkeiten einerseits und die Einsatzmöglichkeiten in ausgewählten Themenbereichen anderseits im Vordergrund.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Einsatzes des Economic Value Added in der Bankwirtschaft aufzuzeigen.
Dabei werden im Wesentlichen folgende Hauptziele verfolgt:
- Beschreibung und Erläuterung des deutschen Bankensystems sowie der vorhan­denen Bankengruppen
- Darstellung der grundlegenden Ziele und Ermittlung des Economic Value Added
- Beurteilung des grundsätzlichen Handlungsbedarfs bei einer Übertragung auf den Bankensektor
- Erarbeitung einer bankspezifischen Ermittlung des EVA
- Darstellung und Wertung des EVA in ausgewählten Anwendungsfeldern
Die Arbeit selbst gliedert sich unter Berücksichtigung der aufgeführten Hauptziele in folgender Weise.
Im ersten Kapitel wurde vorab schon die aktuelle Situation der Bankwirtschaft be­schrieben und auf vorhandene Probleme hingewiesen. Daran schließt sich die Erläute­rung der Vorgehensweise an.
Das zweite Kapitel enthält eine umfassende Beschreibung der Struktur des deutschen Bankensystems, ergänzt um die Zielsetzungen sowie Ausrichtung der einzelnen Ban­kengruppen. Abgeschlossen wird dieses Kapitel durch die Erläuterung der wesentlichen Inhalte und Herausforderungen einer modernen wertorientierten Banksteuerung.
Das sich anschließende Kapitel beschreibt das Konzept des Economic Value Added in allgemeiner Form. Hierbei stehen insbesondere die Berechnungsmethodik sowie eine Erläuterung der einzelnen Komponenten dieser Kennzahl im Mittelpunkt. Abgerundet wird dieses Kapitel durch eine kurze Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten des Kon- zeptes in der Praxis sowie ein Zahlenbeispiel zur Verdeutlichung der konzeptionellen Darstellung.
Das vierte Kapitel bildet den Kern dieser Arbeit. Es beschäftigt sich mit der Anwen­dung des Economic Value Added in der Praxis, insbesondere im Bereich der Bankwirt­schaft. Auf Basis einer Beschreibung der Besonderheiten der Konzeptübertragung auf die Bankwirtschaft sowie einer Erläuterung der daraus resultierenden notwendigen An­passungen erfolgt die Ermittlung eines bankspezifischen EVA. Darauf aufbauend wer­den im Anschluss die vier Anwendungsformen des Economic Value Added bei Banken aufgezeigt.
Eine kritische Diskussion des Economic Value Added, eine Zusammenfassung der dar­gestellten Aussagen sowie ein Ausblick auf die Zukunftsfähigkeit dieses Konzeptes im Bereich der Bankwirtschaft bilden das Schlusskapitel dieser Arbeit.
Um sie auch durch einen praktischen Bezug abzurunden, wird die theoretische Darstel­lung an ausgewählten Textstellen um Ergebnisse aus einem persönlichen Gespräch mit einem Vertreter der DZ Bank zum Einsatz von EVA in diesem Institut ergänzt.
Das Erfahrungsobjekt Bank lässt sich aus mehreren Perspektiven betrachten. In der Li­teratur kommt es zu einer Unterscheidung zwischen einer formal-juristischen (aufsichts­rechtlichen) und einer ökonomisch-orientierten Betrachtungsweise.10 Im Rahmen der formal-juristischen Betrachtungsweise spricht der Gesetzgeber in Anlehnung an § 1 Abs. 1 KWG jedoch nicht von Banken, sondern von Kreditinstituten, definiert diese als Unternehmen, die Bankgeschäfte - eines oder mehrere - gewerbsmäßig betreiben11 und beschreibt Bankgeschäfte durch Aufzählung konstituierender Elemente.
Im ökonomisch-orientierten Kontext werden Banken im Rahmen einer sortimentsorien­tierten Abgrenzung als Anbieter von Dienstleistungen klassifiziert. Die bankseitig an­gebotenen Dienstleistungen umfassen dabei Geld- und Kapitalanlagen, Finanzierungen, Zahlungsabwicklungen sowie sonstige Leistungen wie z.B. Beratung, Vermittlung und Verwaltung. Da diese Begriffsbestimmung, die Banken als Anbieter von Dienstleistun- gen definiert, jedoch auf grundsätzliche Kritik stößt,12 kommt es in der Literatur zu ei­ner Abkehr von dieser Sichtweise hin zu einer funktionsorientierten Betrachtung. Hier­bei werden Banken als Finanzintermediäre beschrieben, die sich als effiziente Trans­formationseinrichtungen „in einer Art Mittlerfunktion zwischen die divergierenden Ka­pitalangebotsstrukturen sowie Kapitalnachfragestrukturen schalten.“13 Diese Mittler­funktion erfolgt auf den Ebenen der Informations-, Liquiditäts- sowie Risikotransforma­tion.14 Auf der Grundlage dieser Definitionen befasst sich das Kapitel im Weiteren mit der Struktur des deutschen Bankensystems sowie den Charakteristika und Zielsetzungen der einzelnen Bankengruppen.
Das deutsche Bankensystem ist zweistufig aufgebaut und subsumiert die Deutsche Bundesbank sowie das System der Geschäftsbanken, das sich aus einer Vielzahl von unterschiedlichen und rechtlich selbstständigen Banken zusammensetzt. Die deutsche Bundesbank, welche gemäß § 2 KWG kein Kreditinstitut darstellt,15 fungiert in diesem Zusammenhang als Zentralbank für die Bundesrepublik Deutschland, Bank der Banken sowie als Währungsbank mit dem Ziel der Sicherung der nationalen Währung.
Die wesentliche Grundlage der Geschäftsbanken in der Bundesrepublik Deutschland ist das Gesetz über das Kreditwesen (KWG), dass in § 1 KWG den Begriff der Kreditinsti­tute „als Unternehmen“ definiert, „die Bankgeschäfte betreiben, wobei der Umfang die­ser Geschäfte einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfor­dert“16. Mit ihnen hat es die Arbeit bei der weiteren Betrachtung zu tun.
Das System der Geschäftsbanken basiert auf zwei Säulen, den Universalbanken und den Spezialbanken. Nach § 1 KWG stellen sie Kreditinstitute dar. Daneben existieren als 'dritte Säule' Unternehmen mit banknaher Geschäftstätigkeit. Nach § 2 KWG sind sie aber keine Kreditinstitute.
Da in der Bundesrepublik Deutschland aktuell eine Dominanz der Universalbanken be­steht, spricht man in diesem Zusammenhang häufig von einem Universalbankensystem.
Als Universalbank wird in diesem Zusammenhang ein Finanzintermediär bezeichnet, der grundsätzlich sämtliche im Kreditwesengesetz festgeschriebenen Bankleistungen anbietet und darüber hinaus auch Ansprechpartner für Leistungen ist, die traditionell nicht zu den Bankleistungen zählen wie die Versicherungsleistungen oder die Bereitstel­lung von Eigenkapital aus dem Nichtbankensektor.17 Als Beispiele hierfür gelten neben Sparkassen und Genossenschaftsbanken vor allem die privatwirtschaftlich organisierten Kreditbanken.
Als Gegenbegriff zum Universalbankensystem ist das Trennbankensystem zu nennen, welches aktuell in den angelsächsischen Ländern sowie den USA vorherrschend ist. Dieses Bankensystem unterscheidet zwischen Commercial Banking und Investment Banking.18 Banken spezialisieren sich demnach auf Commercial oder Investment Ban­king. Eine Vermischung ist nicht gestattet.
Die 'dritte Säule' stellen die Unternehmen mit banknaher Geschäftstätigkeit dar. Hie­runter fallen z.B. Versicherungen oder Leasinggesellschaften, die nicht rechtlich, aber aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der Kreditinstitute angesiedelt sind.19
Die letzten Jahre, besonders die Krisen der jüngsten Vergangenheit im Ausland haben gezeigt, dass die drei Säulen des deutschen Bankensystems ihre Berechtigung und ihren festen Platz in der deutschen Kreditwirtschaft haben und dass durch diesen Dreiklang ein stabiles Bankensystem entstanden ist.
Auf der Basis der in Kapitel 2.1 beschriebenen Struktur des Bankensystems werden nun bestimmte charakteristische Merkmale der einzelnen Bankengruppen aufgezeigt. Die Gruppe der Universalbanken lässt sich hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Ziel­setzung in gemeinwirtschaftliche (Sparkassen), genossenschaftliche (Genossenschafts­banken) und erwerbswirtschaftliche (Privat- und Geschäftsbanken) Banken unterteilen. Eine andere Systematisierungsmöglichkeit besteht in der Unterscheidung nach dem ge­ographischen Geschäftsfeld sowie der Rechtsform. Sie führt ebenfalls zu den drei ge­nannten Bankengruppen.
Die Privat- bzw. Kreditbanken verfolgen eine erwerbswirtschaftliche Zielrichtung und sind vor allem durch ihre Rechtspersönlichkeit gekennzeichnet. Nach den Ausprägun­gen Einzelkaufmann, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften lassen sich vier verschiedene Untergruppen bestimmen, die Großbanken, die Regionalbanken, die sons­tigen Kreditbanken sowie die Zweigstellen ausländischer Banken. Sie verfolgen eine Strategie der dauerhaften und stetigen Gewinnerzielung. Art, Menge und Zeitpunkt der im Markt abzusetzenden Produkte haben nur Mittelcharakter.20
Die zweite Gruppe der Universalbanken bilden die Sparkassen. Charakteristisch für diese Bankengruppe ist das Gemeinnützigkeitsprinzip. Sie sind an der Leitmaxime des öffentlichen Auftrags ausgerichtet und begründen ihre Existenz auf dem Prinzip der staatlichen Daseinsvorsorge. Die Geschäftstätigkeit dieser Kreditinstitute ist auf die Förderung des Sparsinns, d.h. eine sichere Geldanlage sowie die Vermögensbildung breiter Bevölkerungsgruppen ausgerichtet. Bei diesen Banken kommt es also zu einer Dominanz der Gemeinnützigkeit gegenüber der Gewinnmaximierung. Bankgeschäfte sollen (nur) die entstehenden Kosten decken, also keine Gewinnmaximierung anstreben. Gegenüber den Privat- und Kreditbanken unterscheidet sich dieser Bankentypus neben seiner strategischen Ausrichtung vor allem durch seine besonderen Haftungsverhältnis- se sowie die Beschaffung des nach KWG erforderlichen Eigenkapitals.21
Genossenschaftsbanken stellen die dritte Gruppe der Universalbanken dar. Die generelle Aufgabe dieser Bankengruppe besteht nach § 1 GenG in der Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder. Sie sind damit formal dem sogenannten 'Förder­auftrag' verpflichtet. Genossenschaften werden dabei als „Gesellschaften mit einer nicht geschlossenen Mitgliederzahl, die durch den gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb und die Abwicklung aller üblichen Bankgeschäfte den Erwerb und die Wirtschaft ihrer Mit­glieder fördern wollen“, verstanden.22 Gerade aufgrund dieser Definition und der heut­zutage vorherrschenden Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen Mitgliedern und 'Nurkunden' ist der Förderauftrag aktuell nur noch schwer begründbar. Die DZ Bank als Spitzeninstitut dieser Bankengruppe hilft Gelder innerhalb des Verbundes aufzu­nehmen und anzulegen und unterstützt die Genossenschaftsbank bei erhöhter Kredit­nachfrage oder überschüssiger Liquidität. Im Unterschied zu den Privat- und Kredit­banken sowie Sparkassen bestimmen sich die Genossenschaftsbanken neben ihrer be-triebswirtschaftlichen Zielsetzung insbesondere durch die Zusammensetzung ihres Ei­genkapitals.
Die Formalziele einzelner Bankengruppen zeigen damit - auf oberster Ebene - grund­sätzlich erhebliche Unterschiede auf. Ein für alle Bankengruppen gleichermaßen gülti­ges Zielsystem existiert damit nicht.23 Letztlich können aber sowohl öffentlich­rechtliche als auch genossenschaftliche Bankengruppen zur Sicherstellung der Leis­tungsziele nicht auf eine Verfolgung von (langfristigen) Gewinnzielen verzichten.24 In der heutigen Zeit steht deshalb auch in diesen Bankengruppen „die Gewinnerzielung als praktisches,jedoch oft nicht offen geäußertes Geschäftsziel im Vordergrund.“25 Die aus der Rechtspersönlichkeit resultierenden gemeinnützlichen bzw. genossenschaftlichen Formalziele treten somit in den Hintergrund.
Neben Universalbanken existieren in Deutschland auch die Spezialbanken.26 Hierbei sind insbesondere die Bausparkassen als bekannteste Ausprägungsform zu erwähnen. Bausparkassen definieren sich in diesem Zusammenhang als Kreditinstitute, die sich durch Einlagen von Bausparern finanzieren und im Gegenzug anderen Bausparern für wohnungswirtschaftliche Vorhaben Bauspardarlehn zu Verfügung stellen.27 Neben Bausparkassen treten in der Praxis in diesem Bereich noch Realkreditinstitute, Direkt­banken, Kapitalanlagegesellschaften, Wertpapiersammelbanken sowie Kreditinstitute mit Sonderaufgaben auf, zu denen etwa Unternehmen wie die Kreditanstalt für Wieder­aufbau (KFW) sowie die deutsche Industriebank (IKB) zählen.
Unternehmen mit banknaher Geschäftstätigkeit, auch als 'near banks'28 bezeichnet, komplettieren das deutsche Kreditgewerbe. Als bedeutendste Form dieser Bankengrup­pe gelten die Versicherungen. Eine ebenfalls große Bedeutung in dieser Gruppe erfah­ren Leasinggesellschaften. Um der Konkurrenz zu begegnen, die ihnen in der Vergan­genheit durch diese Unternehmensformen erwachsen sind, haben Banken ebenso wie Verbundunternehmen des Sparkassen- und Genossenschaftssektors Versicherungs- oder Leasinggesellschaften erworben oder als Tochterunternehmen gegründet. So etwa die VR-Leasing oder R&V Versicherung im Konzern der DZ Bank als Genossenschafts­bank.
Die übergreifende Ausrichtung auf Gewinn bzw. Ertrag wird in jüngster Vergangenheit aber immer stärker durch das Postulat einer ertragsorientierten Risikosteuerung abge­löst.29 Hierauf wird im nächsten Abschnitt zur Gesamtbanksteuerung näher eingegan­gen.
Der Aufbau und die Implementierung geeigneter Instrumente zur Gesamtbanksteuerung zählen für Banken zu den derzeit größten Herausforderungen.30 Sowohl marktspezifi­sche und geschäftspolitische Umbrüche als auch aufsichtsrechtliche Veränderungen machen eine angepasste Gesamtbanksteuerung unverzichtbar.
Während in den 70er Jahren die geschäftspolitischen Entscheidungen der Banken pri­mär von Wachstumsorientierung und Geschäftsvolumen geprägt waren (Bilanzfokussie­rung), folgte in den 80er Jahren eine stärkere Hinwendung zu ertragsorientierten Steue­rungskonzepten (Gewinn-/Rentabilitätsfokus). In jüngster Zeit kam es zu einer Weiter­entwicklung in Richtung integrierter Ertrags- und Risikosteuerung (Wertschöpfungsfo­kus)31. Für Rolfes stellt eine integrierte ertrags- und risikoorientierte Geschäftspolitik von Kreditinstituten den Inbegriff einer Gesamtbanksteuerung dar.32 Den Kern dieser Geschäftspolitik bildet eine zentrale Ergebnis-, Kapital- und Risikosteuerung. Struktu­rell lassen sich dabei die Kundenergebnissteuerung, die Risikosteuerung sowie die Pro­duktivitätssteuerung separieren.33 Alle drei Steuerungsfelder müssen aufeinander abge­stimmt und zusammengeführt werden. Zur Umsetzung dienen Planungs-, Lenkungs- sowie Allokationsmechanismen, die im Sinne der Gesamtbanksteuerung die Verzah­nung der einzelnen Steuerungsfelder unterstützen sollen.
Die folgende Grafik dient dazu, diesen Zusammenhang zu verdeutlichen.
Quelle: in Anlehnung an Hortmann/Kaninke (2007), S. 20
Das primäre Ziel einer modernen Gesamtbanksteuerung ist es, das Vermögen der Bank nachhaltig zu vergrößern und bei den dazu durchgeführten Bankgeschäften vorab defi­nierte Risikolimite einzuhalten. Die Gesamtbanksteuerung soll sicherstellen, dass das verfügbare Kapital der Kreditinstitute nach Rendite- und Risikogesichtspunkten optimal eingesetzt wird.34 Um einen optimalen Einsatz des beschränkt zur Verfügung stehenden Kapitals zu erreichen, sind eine Erfassung und Steuerung sämtlicher Risiken einer Bank sowie eine Ergebnissteuerung zwingend nötig. Sie setzt die erwarteten Erträge explizit in Beziehung zu den dafür eingegangenen Risiken setzt.35 Mittels einer Gesamtbank­steuerung sollen durch Risikobegrenzung existenzgefährdende Gesamtrisiken vermie­den werden. Darüber hinaus sollen nur die Risiken eingegangen werden, deren korres­pondierende Geschäfte mindestens die vom Kapitalmarkt geforderte Risikoprämie er­wirtschaften und damit letztlich den Unternehmenswert der Bank steigern. Schierenbeck spricht in diesem Zusammenhang von einer ertragsorientierten Risikopolitik und opera- tionalisiert die o.a. Bedingungen im Risiko-Tragfähigkeits-Kalkül sowie im Chancen- Risiko-Kalkül.36 Im Verständnis der dargestellten Zielsetzung liefert die Gesamtbank­steuerung Transparenz der Risikostruktur und der Ergebnismessung der Geschäftstätig­keit der Bank. Außerdem werden die Angemessenheit des Verhältnisses aus identifizier­tem Risiko und verfügbaren Mitteln zur Deckung der Risiken (Risikodeckungsmasse) sowie die risikoadjustierte Performance der Bankgeschäfte erkennbar. Neben der aufge­führten Zielsetzung hat die Gesamtbanksteuerung auch sicherzustellen, dass die Risi­ken aufsichtsrechtliche Normen und Anforderungen nicht überschreiten. Die wichtigs­ten dieser Anforderungen finden sich in den Mindestanforderungen an das Risikomana­gement (MaRisk), den Baseler Conventionen (Basel I & Basel II) sowie für global täti­ge Kreditinstitute im Sarbanes Oxley Act.
Um dem primären Ziel einer integrierten Gesamtbanksteuerung gerecht zu werden, be­darf es in der Praxis folgender Voraussetzungen:
- der Existenz einer klaren, widerspruchsfreien Zielgröße auf oberster Bankebene, die der Verknüpfung von Ertrags- und Risikogrößen Rechnung trägt,
- der Möglichkeit, diese Zielgröße für die einzelnen Steuerungsebenen zu formu­lieren
- der Existenz eines steuerungsadäquaten Führungssystems
- der Verfügbarkeit der steuerungsrelevanten Informationen sowie
- eines klaren prozessualen Ablaufschemas, das, aufbauend auf einer Planung kontinuierlich Messung, Soll-Ist-Vergleiche und Steuerung durchführt.
Die Verknüpfung von Ertrag und Risiko bzw. von Profitabilität und eingegangenem Risiko erfolgt über die Bildung risikobereinigte Messgrößen, den sogenannten Risiko- Ertrags-Kennzahlen, die sich in barwertige und periodenbezogene Maße einteilen las­sen. Letztgenannte können weiter in relative Renditegrößen und Maße mit absolutem Charakter unterteilt werden und bilden neben den traditionellen Kennzahlen ein um­fangreiches Angebot an Kennzahlen zur Banksteuerung. Die am weitesten verbreiteten Kennzahlen sind als relative Maße der Risk Adjusted Return on Capital (RAROC), Re­turn on Risk Adjusted Capital (RORAC) sowie der den Gegenstand dieser Arbeit bil­dende Economic Value Added (EVA) als absolutes, vorwärtsgerichtetes Performance Maß.37
Die folgende Grafik liefert einen zusammenfassenden Überblick über die vorhandenen Maßgrößen des Wertmanagements in Banken.
Quelle: Steiner/Rathgeber (2006), S. 477
Inwieweit die Maßgröße EVA die Zielsetzung einer modernen Banksteuerung unter­stützt, wird im Weiteren dieser Arbeit aufgezeigt. Dazu sind aber zunächst das EVA Konzept in allgemeiner Form darzustellen, die Einsatzmöglichkeiten dieses Konzeptes aufzuzeigen sowie eine Bewertung von EVA in seiner allgemeinen Form vorzunehmen. Erst kann eine Übertragung auf die Bankwirtschaft vorgenommen werden.
„Man wird nur dann reicher, wenn man Geld so investiert, dass man mehr dafür erhält, als man selbst dafür bezahlen muss.“38 Dieses Zitat verdeutlicht die grundlegende Idee der wertorientierten Unternehmensführung, die in den 80er Jahren entwickelt wurde. Um eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen, bedarf es der Generierung wertorientierter Unternehmensstrategien, die ihrerseits eine Festlegung wertorientierter Zielgrößen erfordern. Eine solche Zielgröße, die in der Theorie ausführ­lich - aber auch kritisch39 - diskutiert wird, die sich in der Praxis mittlerweile aber gro­ßer Beliebtheit erfreut40, ist der Economic Value Added, „die zur Zeit heißeste Finanz­idee, die ständig noch heißer wird“41, urteilt Ehrbar. Nach Ansicht vieler Fachleute stellt sie den Schlüssel zur Wertsteigerung dar.
Das Konzept des Economic Value Added (EVA) wurde Anfang der Q0er Jahre von der Unternehmensberatung Stern Stewart & Co. für Industrieunternehmen vorgestellt und hat sich inzwischen zu einer speziellen Wertsteigerungskonzeption für alle Unterneh­menstypen entwickelt. Das Konzept soll dabei nicht nur als Performancemaß dienen, sondern ein umfassendes Führungsinstrument an die Hand geben, das von der Perfor­mancebeurteilung über Investitions- und Planungsentscheidungen bis hin zum Incentivesystem alle Anforderungen abdeckt. „Unternehmen profitieren allerdings nur dann wirklich von EVA, wenn sie es als Grundlage des Managementsystems und als Entscheidungsfaktor bei allen geschäftsspezifischen Entscheidungen benutzen.“42
Grundidee des Economic Value Added ist es, der Unternehmensführung Informationen darüber bereitzustellen, welche Strategien wertsteigernd bzw. wertorientiert sind. Auch wenn es bis heute in der wissenschaftlichen Literatur und im praktischen Einsatz eine Vielzahl unterschiedlicher Operationalisierungen gibt, ist die Kernidee eindeutig. Sie lautet: Ermittlung einer periodenbezogenen Differenz zwischen dem durch das einge­setzte Kapital erwirtschafteten operativen Geschäftsergebnis und den mit dem Kapital­einsatz (Eigen- und Fremdkapital) verbundenen Kosten.
Stewart definiert den Economic Value Added als:
“operating profit less the cost of capital employed to produce those earnings”.43
Wertsteigernd sind in diesem Verständnis diejenigen Strategien, deren Geschäftsergeb­nis die Kosten des eingesetzten Kapitals übersteigen.
Die folgende Formel verdeutlicht die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Ermittlung der EVA:
(1) Economic Value Added (EVA) = Geschäftsergebnis - Kapitalkosten
Übersteigt das Geschäftsergebnis des Unternehmens in seiner betrieblichen Sphäre die Kapitalkosten für das investierte Kapital, so wird ein absoluter Übergewinn bzw. eine Überrendite - der sogenannte Spread - erwirtschaftet. Das Unternehmen erzielt dann eine interne Rendite auf das eingesetzte Kapital, die über einer Mindestverzinsung liegt. Als Zielgröße zur Beurteilung von Geschäftstätigkeiten und Strategien muss der EVA positiv sein. Sonst wird ein Teil des Geschäftsvermögens, also des eingesetzten Kapi­tals, vernichtet.
Das Konzept des Economic Value Added baut auf folgenden Komponenten einperiodischer Wertmanagementkonzepte auf:
- der Gewinngröße,
- der Vermögensgröße sowie
- dem Kapitalkostensatz.
Die Operationalisierung erfolgt dabei:
- für den Gewinn über den Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)
- für das Vermögen (Kapital) über die Net Operating Assets (NOA)
- und für den Kapitalkostensatz als Verzinsungsanspruch für das Gesamtkapital über den Weighted Average Cost of Capital (WACC).
Die Kapitalkosten werden durch Multiplikation des Geschäftsvermögens - NOA -, das zur Erwirtschaftung des NOPAT notwendig ist, mit dem gewichteten Kapitalkostensatz für Eigen- und Fremdkapital - WACC - errechnet. Aus den aufgeführten Elementen setzt sich die Ermittlungsformel des Economic Value Added nach dem sogenannten Entity Ansatz zusammen.
Dabei lässt sich zwischen einer Ermittlung nach:
- der Capital-Charge-Formel und
- derValue-Spread-Formel
unterscheiden. Entsprechend lauten die ineinander überführbaren Berechnungsformeln:
In der Capital-Charge-Formel errechnet sich der Economic Value Added aus der Diffe­renz zwischen Betriebsergebnis und Kapitalkosten. Hier wird die Konzeption des EVA als betriebliches Ubergewinnverfahren deutlich.44 In der Value-Spread-Darstellung ergibt sich der Economic Value Added durch Multiplikation des eingesetzten Kapitals mit der betrieblichen Uberrendite. Dabei beschreibt der sogenannte 'value spread' die Qualität eines Geschäftes bzw. einer Geschäftstätigkeit.45
Die Value Spread Formel bietet den Vorteil, dass der Zusammenhang zwischen Rendite auf das investierte Kapital, Kapitalkosten und Uberrendite direkt sichtbar wird: Der EVA ist immer dann positiv, wenn die Kapitalkosten kleiner als die Vermögensrenditen sind. Zusammenfassend gilt:
Die nachstehende Abbildung zeigt die Basiselemente des Economic Value Added und seine Berechnung nach der Capital-Charge-Formel.
Quelle: Hostettler (1995), S. 309
Das Geschäftsergebnis (NOPAT) beschreibt den betrieblichen Gewinn abzüglich adjus­tierter Steuern - vor Berücksichtigung von Finanzierungskosten - und wird aus den Daten des externen Rechnungswesens (Gewinn- und Verlustrechnung) abgeleitet. Da EVA die betriebliche Leistung eines Unternehmens unabhängig von der jeweiligen Fi­nanzierungsstruktur messen soll, muss die Gewinngröße NOPAT um die Finanzie­rungsaufwendungen (Zinsen) berichtigt werden. „Insofern ist es folgerichtig, dass die effektiven Steuerzahlungen um die Steuerersparnis durch die Abzugsfähigkeit der Fi­nanzierungsaufwendungen korrigiert werden.“46 In diesem Kontext wird von adjustier­ten Steuern gesprochen werden. Mit der so vorgenommenen Steueranpassung wird ein Steueraufwand berechnet, der bei angenommener vollständiger Eigenkapitalfinanzie­rung entstehen würde. Die Berücksichtigung des steuerlichen Vorteils der Fremdfinan­zierung, erfolgt nicht in der Gewinngröße, sondern im Rahmen des Kapitalkostensatzes, durch das Tax-Shield. Im NOPAT spiegeln sich damit die operativen Entscheidungen des Managements wieder. Ausgehend vom Umsatz kann der NOPAT über den 'opera­ting approach' ermittelt werden, indem vom Umsatz sämtliche operativen Aufwendun­gen abgezogen sowie die im Folgenden dargestellten Anpassungen durchgeführt werden und das so ermittelte Ergebnis um die Steuern korrigiert wird. Sowohl der NOPAT wie auch die im Weiteren dargestellte Vermögensgröße NOA kann neben dem 'operating approach' auch über den 'financing approach' ermittelt werden.
Die folgende Grafik zeigt ein mögliches Berechnungsschema zur Ermittlung des NOPAT über den 'financing approach'. Jahresübers chums + Steuern
Quelle: Fischer (2000), S. 10
Das Geschäftsvermögen umfasst das betriebliche bzw. betriebsnotwendige Vermögen, das zur Erzielung der Betriebsergebnisse (NOPAT) braucht. Möglich ist dabei sowohl ein Wertansatz für das gebundene Kapital zu Beginn der Periode (Stichtagsgröße) als auch für das durchschnittlich gebundene Kapital während einer Periode (Zeitraumgrö­ße). Im 'operating approach' setzt sich das Vermögen im Wesentlichen aus dem Anla­gevermögen und dem Umlaufvermögen zusammen. Die Vermögenspositionen werden um alle nicht betriebsnotwendigen Vermögensbestandteile, wie z.B. Anlagen im Bau, Wertpapiere des Umlaufvermögens oder eigene Aktien korrigiert. Darüber hinaus sind noch Anpassungen über sogenannte 'Equity Equivalents'47 durchzuführen. Diese be­ziehen sich auf die Vermögenspositionen, die zwar betriebsnotwendig sind, wegen gel­tender Bilanzierungsvorschriften jedoch nicht aktiviert werden können. Mit Hilfe der 'Equity Equivalents' soll der ,, standard accounting book value into something I call economic book value”48 transformiert werden. Zu den 'Equity Equivalents' gehören z.B. Aufwendungen für Forschung & Entwick­lung.
1 Vgl. Weinrich/Jacobs (2008), S.493.
2 Vgl. Harms (2003), S. 71 ff.
3 Vgl. dazu Rolfes (1998), S. 1ff. sowie Kirmße (2006), S. 11 ff.
4 Betsch (2003), S. 420.
5 Vgl. Langguth (2008), S. 138.
6 EVA ist ein von Stern Stewart & Co. geschütztes Markenzeichen.
7 Vgl. dazu Aminimehr (2008), S. 12 ff. sowie Grant (2003), S. 1ff.
8 Vgl. dazu unter anderem Kauffmann/Götzenberger (2006), S. 181ff.
9 Steiner/Tebroke (1997), S. 132.
10 Vgl. Büschgen/Börner (2003), S.7ff.
11 Siehedazu §1KWG.
12 Siehe dazu Büschgen/Börner (2003), S. 18ff.
13 Büschgen/Börner (2003), S. 20.
14 Zur Vertiefung dieses Sachverhalts vgl. Büschgen/Börner (2003), S.16 - 24.
15 Vgl. Davidson (2002), S. 22.
16 Betge (1996), S. 34.
17 Vgl. Hartmann - Wendels/Pfingsten/Weber (2004), S. 23.
18 Vgl. Schmeisser/Geißler/Schütz (2008), S. 3.
19 Zu einer genaueren Untersuchung der verschiedenen Ausprägungsformen dieser Unternehmensform siehe Büschgen/Börner (2003), S. 90ff.
20 Vgl. Büschgen/Börner (2003), S. 51.
21 Zur weiteren Vertiefung siehe Büschgen/Börner (2003), S. 70ff.
22 Betge (1996), S. 76.
23 Vgl. Betge (1996), S. 467ff.
24 Vgl. Betge (1996), S. 462ff.
25 Hartman - Wendels/Pfingsten/Weber (2004), S. 31.
26 Dies sind Kreditinstitute, die ihr Dienstleistungsangebot in der Regel auf ganz bestimmte Bankge­schäfte ausgerichtet haben.
27 Vgl. Hartmann - Wendels/Pfingsten/Weber (2004), S. 36.
28 Siehe dazu Büschgen (1998), S. 119.
29 Vgl. Schierenbeck/Lister/Kirmße (2008), S. 2ff.
30 Vgl. Betsch (2003), S. 420.
31 Vgl. Schierenbeck/Kirmße/Tegeder (2007), S. 3ff.
32 Vgl. Rolfes (2006), S. 660.
33 Vgl. Schierenbeck/Kirmße/Tegeder (2007), S. 7ff.
34 Vgl. Herzog/Lüders/Gürntke (2007), S. 19.
35 Vgl. Rolfes (2008), S. 3.
36 Vgl. Schierenbeck/Lister/Krimße (2008), S. 2ff.
37 Vgl. Spielberg/Sommer/Dankenbring, (2004), S. 339ff.
38 Zitat von Robert Goizueta, ehemaliger CEO von Coca Cola, Stern/Shiely/Ross (2002), S. 35.
39 Vgl. Schneider (2001), S. 250Qff.
40 Vgl. KPMG Studie 'Eine Untersuchung der DAX100 Unternehmen' (2003), S. 15.
41 Ehrbar (1QQQ), S. 25.
42 Ehrbar(1QQQ), S.146.
43 Stewart (1QQ1), S. 2.
44 Siehe dazu Ehrbar (1999), S. 9ff.
45 Vgl. Hostettler (2000), S. 45ff.
46 Franz/Winkler (2006), S. 43.
47 Siehe dazu Nowak (2003), S. 141.
48 Stewart (1991) S. 91.
Christian Chrubasik (Autor)
V151917
9783640636785
Economic, Value, Added, Einsatzmöglichkeiten, Konzeptes, Bankwirtschaft
Christian Chrubasik (Autor), 2010, Der Economic Value Added - Einsatzmöglichkeiten des EVA Konzeptes in der Bankwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151917
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