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Timestamp: 2019-10-20 20:30:14+00:00

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BSG, 27.05.2003 - B 7 AL 4/02 R - dejure.org
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BSG, 27.05.2003 - B 7 AL 4/02 R (https://dejure.org/2003,1375)
BSG, Entscheidung vom 27.05.2003 - B 7 AL 4/02 R (https://dejure.org/2003,1375)
BSG, Entscheidung vom 27. Mai 2003 - B 7 AL 4/02 R (https://dejure.org/2003,1375)
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Arbeitslosengeld - Sperrzeit - Arbeitsaufgabe - wichtiger Grund - Zuzug zum Ehegatten - Obliegenheitsverletzung - Vermeidung von Arbeitslosigkeit - Beschäftigungssuche - Verschulden
Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld nach Verhängung einer Sperrzeit ; Zuzugs zum Partner vor Eheschließung als wichtiger Grund für den Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung über ein bestehenden Arbeitsverhältnisses, soweit die Ehe vor Ende des ...
SGB III § 144 Abs. 1 Nr. 1 § 2 Abs. 3 Nr. 1
SG Dortmund, 15.03.2000 - S 35 AL 64/99
LSG Nordrhein-Westfalen, 04.10.2001 - L 9 AL 70/00
BSGE 91, 90
NZS 2004, 275
Letzteres folgert der Senat aus der Regelung zur geringfügigen Beschäftigung (§ 27 Abs. 2 Satz 1 SGB III iVm § 8 Abs. 1 Nr. 2 Sozialgesetzbuch Viertes Buch) und der Drei-Monats-Grenze, die der Gesetzgeber - allerdings erst mit Wirkung ab 1. Juli 2003 - für die Meldepflicht bei befristeten Arbeitsverhältnissen in § 37b Satz 2 SGB III in der Fassung des Gesetzes vom 23. Dezember 2002 (BGBl I 4607), ab 31. Dezember 2005 in § 37b Satz 1 SGB III in der geänderten Fassung des Gesetzes vom 22. Dezember 2005 (BGBl I 3676) angesprochen hat (vgl BT-Drucks 15/25, S 27 und BT-Drucks 16/109, S 6 sowie zu dieser Vorschrift BSGE 91, 90, 93 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3;… SozR 4-4300 § 37b Nr. 2 mwN).
Das LSG, nach dessen Feststellungen der Kläger keine konkreten Aussichten auf einen Anschlussarbeitsplatz hatte und dies wusste, ist zu Recht davon ausgegangen, dass der Kläger durch seine Zustimmung zum Aufhebungsvertrag sein Beschäftigungsverhältnis gelöst und dadurch die spätere Arbeitslosigkeit wenigstens grobfahrlässig herbeigeführt hat (vgl ua BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3 RdNr 7).
Im vorliegenden Fall, in dem realistische Vermittlungschancen nicht bestehen, kann dem Kläger der Zeitpunkt der Arbeitslosmeldung ohnehin nicht entgegengehalten werden (vgl auch BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3, wonach allenfalls eine grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten von Bedeutung sein kann).
Dies gilt - im Sinne einer Obliegenheit (…vgl zu Obliegenheitsverletzungen im Sperrzeitrecht BSG, SozR 4-4300 § 144 Nr. 9 S 41; SozR 4-4300 § 144 Nr. 3 S 10 ff) - auch dann, wenn es sich bei der Bewerbung um die bloße Befolgung eines Vermittlungsvorschlags des ArbA (jetzt: Agentur für Arbeit) handelt.
Bindende Feststellungen liegen ebenfalls vor, soweit der Begriff des wichtigen Grundes auch den Zeitpunkt der Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses umfasst, bzw soweit darüber hinaus auch bei Vorliegen eines wichtigen Grundes davon auszugehen ist, dass den Arbeitslosen weitere Obliegenheiten treffen, einen möglichst nahtlosen Übergang in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu ermöglichen (vgl umfassend das Urteil des Senats BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3).
Weitere schuldhafte (das bedeutet zumindest grob fahrlässige vgl BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3) Obliegenheitsverletzungen der Klägerin im Zusammenhang mit der Kündigung ihres Beschäftigungsverhältnisses zum 31. Oktober 1999 und dem Eintritt der nachfolgenden Arbeitslosigkeit sind nicht festgestellt oder ersichtlich.
Insofern hat das BSG bezogen auf die Ausgestaltung der versicherungsrechtlichen Obliegenheiten im Arbeitsförderungsrecht bereits betont, dass dem Leistungsberechtigten eine Obliegenheitsverletzung mit nachteiligen Auswirkungen auf seinen Leistungsanspruch - auch unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten (…s dazu BVerfG vom 10.2.1987 - 1 BvL 15/83 - BVerfGE 74, 203, 216 f = SozR 4100 § 120 Nr. 2 S 4) - nur entgegengehalten werden kann, wenn er gegen diese subjektiv vorwerfbar verstößt (…vgl BSG vom 11.5.2000 - B 7 AL 54/99 R - BSGE 86, 147, 150 = SozR 3-4300 § 156 Nr. 1 S 5; BSG vom 27.5.2003 - B 7 AL 4/02 R - BSGE 91, 90, 94 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3 S 12;… BSG vom 25.5.2005 - B 11a/11 AL 81/04 R - BSGE 95, 8 = SozR 4-4300 § 140 Nr. 1, RdNr 11;… BSG vom 20.10.2005 - B 7a AL 18/05 R - BSGE 95, 176 = SozR 4-4300 § 119 Nr. 3, RdNr 33) .
Der 7. Senat ist dieser Rechtsprechung für die Fälle der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses aus persönlichen Gründen gefolgt (…BSG SozR 3-4100 § 119 Nr. 15;… SozR 3-4300 § 144 Nr. 12; vgl auch BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3).
Dies erfordert lediglich, "naheliegende Möglichkeiten" der Beschäftigungssuche wahrzunehmen (…so bereits BSG SozR 3-4100 § 119 Nr. 14; ähnlich BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3).
Da die Klägerin die hiernach erforderlichen Anstrengungen unternommen hat, bedarf es keiner weiteren Entscheidung darüber, ob ihr angesichts der Beratung durch eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes ein Verschulden (zu dieser Anforderung BSGE 91, 90 = SozR 4-4300 § 144 Nr. 3) vorzuwerfen wäre.
Dabei wird das LSG zu beachten haben, dass nach der Rechtsprechung des Senats eine solcher Vorwurf dann jedenfalls nicht gerechtfertigt ist, wenn der Arbeitnehmer nicht mindestens grob fahrlässig gehandelt hat (Senatsurteil vom 27. Mai 2003 - B 7 AL 4/02 R -, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Der Senat lässt offen, ob diesem Gedanken beizutreten ist (vgl zu den Obliegenheitsverletzungen im Sperrzeitenrecht zuletzt auch das Urteil des Senats vom 27. Mai 2003 - B 7 AL 4/02 R -, SozR 4-4300 § 144 Nr. 3 mwN).
§ 37b SGB III geht jedoch von einem subjektiven Fahrlässigkeitsmaßstab aus, wobei die Norm keinen gesteigerten Fahrlässigkeitsvorwurf (…BSG aaO) verlangt, wie ihn der Senat in einem anderen Fall der Obliegenheitsverletzung angenommen hat, weil dort die Obliegenheit selbst nicht im Gesetz vorgesehen war (BSG SozR 4-4300 § 144 Nr. 3).
BSG, 05.05.2003 - B 13 SF 5/02 S
Neues Kostenrecht im sozialgerichtlichen Verfahren
Die Erinnerung der Erinnerungsführerin gegen die Feststellung der Pauschgebühr in der Streitsache B 7 AL 4/02 B (G. ... ./. Bundesanstalt für Arbeit) durch den Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des Bundessozialgerichts wird zurückgewiesen.
Im Ausgangsverfahren B 7 AL 4/02 B (G. ... ./. Bundesanstalt für Arbeit) wegen Rückforderung von Lohnkostenzuschüssen nach § 97 des Arbeitsförderungsgesetzes war die am 9. Januar 2002 vom Kläger eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts (LSG) vom 15. November 2001 mit Schriftsatz vom 13. Februar 2002, bei Gericht eingegangen am 14. Februar 2002, zurückgenommen worden.
Mit Schreiben vom 10. Juli 2002 übersandte der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle (UdG) des Bundessozialgerichts (BSG) der Erinnerungsführerin einen Auszug aus dem Gebührenverzeichnis, wonach ua für das Verfahren über die Nichtzulassungsbeschwerde zum Az: B 7 AL 4/02 B unter laufender Nr. 1355 gemäß §§ 184, 185, 186 des Sozialgerichtsgesetzes (SGG) eine halbe Gebühr in Höhe von 150, 00 EUR zu entrichten war.
LSG Schleswig-Holstein, 15.02.2019 - L 3 AL 5/17
LAG Berlin, 29.04.2005 - 13 SHa 724/05
Schadensersatz; Hinweispflichten des Arbeitgebers
SG Aachen, 08.05.2008 - S 9 AL 74/07
Anspruch auf Arbeitslosengeld, Sperrzeit wegen verspäteter Arbeitssuchendmeldung, …
LSG Bayern, 10.05.2005 - L 10 AL 134/02
Folgen einer unbegründeten Ablehnung einer durch das Arbeitsamt angebotenen …
SG Düsseldorf, 22.12.2004 - S 7 AL 169/04
SG Aachen, 30.07.2004 - S 11 AL 4/04
SG Aachen, 13.04.2005 - S 11 AL 1/05
SG Aachen, 12.01.2005 - S 11 AL 69/04

References: § 144
 § 2
 § 8
 § 37
 § 37
 § 144
 § 37
 § 144
 § 144
 § 144
 § 144
 § 144
 § 144
 § 120
 § 156
 § 144
 § 140
 § 119
 § 119
 § 144
 § 144
 § 119
 § 144
 § 144
 § 144

§ 37
 § 144
 § 97