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Was in einem Betrieb passieren kann und was mit einem Betriebsrat vielleicht besser laufen könnte - Einige Beispiele - - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Ägidius Dumler Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "Was in einem Betrieb passieren kann und was mit einem Betriebsrat vielleicht besser laufen könnte - Einige Beispiele -"— Präsentation transkript:
1 Was in einem Betrieb passieren kann und was mit einem Betriebsrat vielleicht besser laufen könnte - Einige Beispiele -
2 Diskriminierung und Mobbing
Beispiel 1 Einer 22-jährigen Verkäuferin in einem Einzelhandelsunternehmen mit 24 MitarbeiterInnen ... werden spöttische Blicke und hämische Bemerkungen von ihren älteren Kolleginnen nachgeworfen, weil sie sich ungewöhnlich kleidet. wurde vom Filialleiter eine mündliche Abmahnung erteilt, weil sie im Sommer mit einem bauchfreien Top zur Arbeit erschien und sich ohne Genehmigung ein Tattoo auf dem Oberarm anfertigen ließ. wurde ihr Antrag auf Erteilung von drei Tagen Urlaub wegen Wunsch der Teilnahme an der „Love Parade“ in Berlin vom Filialleiter mit der Begründung abgelehnt, dass „man so einen Quatsch ja nicht noch unterstützen könne“. ... könnte geholfen werden, wenn es einen Betriebsrat gäbe ! September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
3 Welche Grundrechte gelten wie im Betrieb ?
Die freie Entfaltung der Persönlichkeit der Arbeitnehmer ist sicherzustellen. Das gilt z.B. bei der Wahl der Kleidung und bei der Gestaltung des Arbeitsumfeldes (z.B. Fotos). Eine Beschränkung kann es nur geben, wenn betriebliche Interessen vorrangig sind, Sicherheitsbestimmungen zu beachten sind oder eine Störung anderer Arbeitnehmer eintritt (z.B. Rauchen). Schutz der Würde der AN sowie ihrer Privatsphäre Der Betrieb muss die Vertraulichkeit im Umgang mit personenbezogenen Daten sicherstellen ---> Datenschutzgesetz B R BV Durch eine Betriebsvereinbarung kann der BR nähere Regeln zum Verhalten der Arbeitnehmer im Betrieb festlegen §87 Abs. 1 Zif.1 BetrVG Freiheit der Meinungsäußerung und politische Betätigung Politische Diskussionen sind im Betrieb erlaubt. Auch Kritik am AG ist erlaubt. Grenzen liegen da, wo eine Störung des Betriebsfriedens eintritt. NGG September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
4 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
Mitbestimmung des BR bei allen Fragen der Ordnung des Betriebes und des Verhaltens der Arbeitnehmer § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 1 z.B. Alkoholverbot Alkoholtest Rauchverbot Taschenkontrollen Radio hören Telefonbenutzung Parkplatzordnung Kleiderordnung Anwesenheitslisten Krankengespräche Firmenausweise etc. Alle Anweisungen des Arbeitgebers, die die Ordnung des Betriebes und das Verhalten der Beschäftigten regeln sollen, sind nur dann wirksam, wenn sie schriftlich mit dem Betriebsrat vereinbart werden. Ausnahme: Umsetzung von Sicherheits- und Hygienebestimmungen STOP September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
5 Anhörungsrecht des Arbeitnehmers
§ 82 BetrVG Der Arbeitnehmer hat das Recht, in betrieblichen Angelegenheiten, die seine Person betreffen ... gehört zu werden. Er ist berechtigt, zu Maßnahmen ... , die ihn betreffen, Stellung zu nehmen sowie Vorschläge für die Gestaltung des Arbeitsplatzes und des Arbeitsablaufs zu machen. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen Entwicklung im Betrieb erörtert werden. Er kann ein Mitglied des Betriebsrats hinzuziehen. Das ... hat über den Inhalt ... Stillschweigen zu bewahren ... September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
6 Beschwerderecht des Arbeitnehmers
§§ 84 / 85 BetrVG Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, sich ... zu beschweren, wenn er sich ... benachteiligt oder ungerecht behandelt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt fühlt. Er kann ein Mitglied des Betriebsrats zur Unterstützung oder Vermittlung hinzuziehen. Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer über die Behandlung der Beschwerde zu bescheiden ... Wegen der Erhebung einer Beschwerde dürfen dem Arbeitnehmer keine Nachteile entstehen. Der Betriebsrat hat Beschwerden ... entgegenzunehmen und ... beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken. Bestehen ... Meinungsverschiedenheiten über die Berechtigung der Beschwerde, so kann der Betriebsrat die Einigungsstelle anrufen ... September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
7 Bereitschaftsregelung für Fahrer
Beispiel 2 Einem 35-jährigen Versandmitarbeiter in einer Druckerei mit 28 MitarbeiterInnen wird häufig über die tägliche Arbeitszeit (7.00 bis 16.00) hinaus zugemutet, in der Abendzeit bis Uhr Auslieferungsfahrten durchzuführen, wird kaum Mitsprache eingeräumt bei der Aufstellung des sog. „Bereitschaftsplans“, nach dem die abendlichen Auslieferungsfahrten auf mehrere MitarbeiterInnen verteilt werden sollen, wird häufig erst kurzfristig mitgeteilt, dass sich der „Bereitschaftsplan“ geändert habe, weil jemand anderes ausgefallen sei, wird eine Verwarnung erteilt, weil er sich an einem Abend weigert, eine Auslieferung zu übernehmen. Er geht statt dessen ins Krankenhaus, um seine dort wegen Kreislaufproblemen eingelieferte Mutter zu besuchen. ... könnte geholfen werden, wenn es einen Betriebsrat gäbe ! September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
8 Mitbestimmung des BR bei Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit
Der Betriebsrat kann einzuhaltende Spielregeln und die Klärung von Konflikten verbindlich regeln, z.B. bei Gleitzeit Rahmenzeiten, Gleitspannen Kernzeiten, Plus- und Minusstunden Gleittage (Stunden / Tage / Wochen) bei Jahresarbeitszeiten Arbeitszeitspannbreite Ausgleichsmodelle, Ampelkonto bei variabler Teilzeit Mindestbeschäftigungsdauer Ankündigungsfrist bei Schichtarbeit den Wechselrhythmus Ankündigungsfristen Freizeitregelungen § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 2 Die Mitbestimmung dient dem Gesundheitsschutz, der Sicherung der Arbeitszeitsouveränität und sie erfasst alle Formen variabler Arbeitszeit Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen Lage und Dauer der Pausen sowie Verteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
9 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
Mitbestimmung des BR bei Verkürzung oder Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 3 Überstunden nur mit BR-Zustimmung gilt auch für freiwillige Überstunden und bei Teilzeitbeschäftigten MA BV-Regelungen Überstunden Ankündigungsfristen Notfälle regeln (§ 14 Abs. 1 ArbZG) Bestimmung von Obergrenzen Belastungs- u. Flexibilitätszuschläge Ausgleich - Geld oder Freizeit Kurzarbeit (statt Entlassungen) Abbau von Überstunden Arbeitsbereiche festlegen Stunden, Tage und Wochen definieren Mitbestimmung gilt bei Verkürzung oder Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit 1. im Betrieb 2. in der Abteilung am einzelnen Arbeitsplatz 3. Es muss sich um eine vorübergehende Verlängerung (Überstunden) oder Verkürzung der (Kurzarbeit) betriebsüblichen Arbeitszeiten handeln September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
10 Mitbestimmung des BR bei der Urlaubsgestaltung
Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze Betriebsferien Urlaubssperren Eintrag in Urlaubslisten Urlaubsaufteilung Richtlinien für unbezahlten Urlaub für Sonderurlaub für Urlaubsgewährung Aufstellung des Urlaubsplans Regelung der Urlaubsvertretung Planveränderungen Festsetzung der zeitlichen Lage des Urlaubs auch wenn AN u. AG sich nicht einigen auch für einzelne Arbeitnehmer § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 5 Die Mitbestimmung bezieht sich auf jede Form des Urlaubs und die Festlegung des Urlaubs in jedem Einzelfall Jahresurlaub Zusatzurlaub von Schwerbehinderten bezahlte und unbezahlte Freistellung September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
11 Gesundheit und Verdienst
Beispiel 3 Einer 43-jährigen Helferin in einer Apotheke mit 18 MitarbeiterInnen wird Arbeit in einem neu eingerichteten Lagerraum zugewiesen, der im Keller einer Altbauvilla untergebracht ist, wo nur 1,90 m Raumhöhe und ganz kleine Fenster mit Tageslicht verfügbar sind, wird die Bedienung einer Pack-, Sortier- und Etikettieranlage für Medikamente zugewiesen, die erheblichen Lärm verursacht und mit einer undefinierbaren Klebeflüssigkeit gefüllt werden muss, wird im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung ein Verdienst gewährt, das nach ihrem Eindruck geringer ist als branchenüblich und auch im Vergleich mit ihren Kolleginnen nicht nachvollziehbar wird, wird eine Monatsabrechung des Gehalts vorgelegt, die für sie nicht nachvollziehbar ist. Unter anderem enthält sie keine Gegenüberstellung der geleisteten Stunden im laufenden Monat mit denen des Vormonats. ... könnte geholfen werden, wenn es einen Betriebsrat gäbe ! September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
12 Arbeits- und Gesundheitsschutz Verhütung von Berufskrankheiten
§ 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 7 Mitbestimmungsaufgaben Verhütung von Arbeitsunfällen Verhütung von Berufskrankheiten Verhütung von Gesundheitsgefahren Humanisierung der Arbeitswelt Arbeitsräume Arbeitsplatzgestaltung Arbeitsorganisation Der BR muss zustimmen bei der Berufung bzw. Abberufung von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit (§ 9 Abs. 3 ASiG) Er hat ein Initiativrecht bei der Erweiterung bzw. Beschränkung der Arbeitsaufgaben von Betriebsarzt und FASi Zweck der Mitbestimmung ist eine effektive Umsetzung des gesetzlichen Arbeitsschutzes im Betrieb Sie bezieht sich auf alle Maßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften oder der Unfallverhütung Gesundheitsschutz umfasst technische Gefahren konkrete körperliche Probleme allgemeine medizinische Erkenntnisse mentale und psychische Belastungen September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
13 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
Mitbestimmung bei der betrieblichen Lohngestaltung und Festsetzung von Akkord- und Prämiensätzen § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 10 § 87 BetrVG Abs.1 Ziff. 11 Mitbestimmung bei der Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen, Einführung und Anwendung neuer Verfahren der Entlohnung sowie deren Änderung Gestaltung aller Entgeltformen, bei denen eine unmittelbare Beziehung zwischen Leistung und Entgelt besteht Geldakkord Zeitakkord Einzel- oder Gruppenakkord andere leistungsbezogene Entgelte wie Zulagen Prämienlohn Provisionen Lohn = alle Leistungen mit Entgeltcharakter übertarifliche Zulagen (auch freiwillige) Ergebnisbeteiligung Prämien sonstige Geld- und Sachleistungen September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
14 Arbeitsplatzsicherung beim Betriebsübergang
Beispiel 4 Einem 39-jährigen Programmierer beschäftigt in einem erfolgreichen Softwarehaus mit 24 MitarbeiterInnen, das vor 21 Jahren als GmbH von einem Programmierer selbst gegründet und aufgebaut wurde, betreut seit 10 Jahren als Hauptverantwortlicher eine medizinische Software, die er selbst mit entwickelt hat, ein Kernprodukt des Hauses, für das es einen festen Kundenstamm und lukrative Wartungsverträge gibt, droht nun die Entlassung, weil das Unternehmen vom Eigentümer (für einen zweistelligen Millionenbetrag) an einen großen Konzern verkauft wird, der ein Konkurrenzprodukt herstellt und seine Marktposition verbessern will ... könnte geholfen werden, wenn es einen Betriebsrat gäbe ! September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
15 Kündigung – nicht ohne den Betriebsrat
§ 102 BetrVG Abs. 1: Der Betriebsrat ist vor jeder Kündigung zu hören. Der Arbeitgeber hat ihm die Gründe für die Kündigung mitzuteilen. Eine ohne Anhörung des Betriebsrates ausgesprochene Kündigung ist unwirksam. Abs. 2: Hat der Betriebsrat gegen eine ordentliche Kündigung Bedenken, so hat er diese unter Angabe der Gründe dem Arbeitgeber spätestens innerhalb einer Woche schriftlich mitzuteilen. Der Betriebsrat soll ... vor seiner Stellungnahme den betroffenen Arbeitnehmer hören. Abs. 3: Der Betriebsrat kann der Kündigung widersprechen, wenn... Anhörung ist unverzichtbar ! Anhörungsfrist eine Woche (drei Tage) Anhörung des AN Widerspruchsgründe für den BR stehen in § 102 BetrVG B R STOP September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
16 Kündigung – nicht ohne den Betriebsrat
§ 102 BetrVG Abs. 4: Kündigt der Arbeitgeber, obwohl der Betriebsrat ... widersprochen hat, so hat er dem Arbeitnehmer ... eine Abschrift der Stellungnahme des Betriebsrats zuzuleiten. Abs. 5: Hat der Betriebsrat einer ordentlichen Kündigung frist- und ordnungsgemäß widersprochen, und hat der Arbeitnehmer ... (rechtzeitig) Kündigungsschutzklage ... erhoben muss der Arbeitgeber auf Verlangen ... diesen nach Ablauf der Kündigungsfrist bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtsstreits bei unveränderten Arbeitsbedingungen weiterbeschäftigen. Schriftliche Stellungnahme des BR Widerspruch liegt vor Fristgerechte Klageerhebung Anspruch auf Weiterbeschäftigung Gericht September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
17 Der Begriff einer Betriebsänderung
BetrVG § 111 Der Unternehmer hat in Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern den Betriebsrat über geplante Betriebsänderungen, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft oder erhebliche Teile der Belegschaft zur Folge haben können, rechtzeitig und umfassend zu unterrichten und die geplanten Betriebsänderungen mit dem Betriebsrat zu beraten. 1 Einschränkung oder Stilllegung (auch teilweise) 2 Verlegung des Betriebs (auch teilweise) 3 Zusammenschluss mit anderen oder Spaltung von Betrieben 4 Änderungen von Betriebsorganisation, des Betriebszwecks oder Betriebsanlagen ! Einführung neuer Arbeitsmethoden u. Fertigungsverfahren B R 5 September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
18 Arbeitgeber- Pflichten beim Betriebsübergang
Ein neuer Inhaber tritt mit Betriebsübernahme in alle bestehenden Rechte und Pflichten gegenüber den Arbeitnehmern ein Eine durch den bisherigen Arbeitgeber oder den neuen Inhaber bewirkte Kündigung oder Auflösung des Arbeitsvertrags aus Anlass des Betriebsübergangs ist unwirksam Die kündigungsrechtliche Stellung von Arbeitnehmern darf sich zwei Jahre nach einer Unternehmensumwandlung nicht verschlechtern Der Arbeitgeber darf (speziell bei einer Betriebsspaltung) die Arbeitnehmer nicht willkürlich oder selektiv auf alte und neu gebildete Firmen zuordnen Arbeitgeber- Pflichten beim Betriebsübergang Der Betriebsrat hat nach § 80 und § 111 BetrVG Anspruch auf Einsichtnahme in die Verträge, die den Betriebsübergang regeln Bei der Eintragung im Handelsregister muss nachgewiesen werden, dass die AN-Vertreter informiert worden sind In einem Interessenausgleich mit dem BR kann genau geregelt werden, unter welchen Bedingungen welche AN in den Nachfolgebetrieb übergehen. September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
19 Bewältigung einer Unternehmenskrise
Beispiel 5 Einem 48-jährigen Möbeltischler in einem Ladenbauunternehmen mit 68 MitarbeiterInnen ... dem wegen Finanzproblemen gekündigt wurde (weil das Unternehmen sich bei einer Expansion übernommen hatte) obwohl er selbst in einer erfolgreichen Filiale arbeitet, wo es noch unbearbeitete lukrative Aufträge gibt obwohl er bereits seit über 20 Jahren dort tätig ist und zwei schulpflichtige Kinder hat obwohl es noch jüngere MitarbeiterInnen gibt, die nach ihm angefangen haben ... könnte geholfen werden, wenn es einen Betriebsrat gäbe ! September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
20 Der Wirtschaftsausschuss
Ein Informationsgremium zur frühzeitigen Abklärung wirtschaftlicher Entwicklungen zur rechtzeitigen Vorbereitung von anstehenden Entscheidungen In Betrieben bzw. Unternehmen über 100 Beschäftigten muss der Betriebsrat oder GesamtBR einen Wirtschaftsausschuss einrichten Der Wirtschaftsausschuss zählt zwischen drei und sieben Personen, die dem Unternehmen angehören müssen, darunter mindestens ein Betriebsratsmitglied Siehe dazu §§ 106 und 107 BetrVG In Betrieben oder Unternehmen unter 100 AN kann der Betriebsrat sich um wirtschaftliche Informationen kümmern September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
21 Pflichten des Unternehmers gegenüber dem Wirtschaftsausschuss
Pflichten nach §§ 106 und 108 BetrVG In der Beratung mit dem Betriebsrat beantwortet der Unternehmer Fragen, hört sich die Meinungen und Stellungnahmen der WiA-Mitglieder an. Er begründet seine Ansichten und Einschätzungen unter Hinweis auf Unterlagen näher. Er kann bei Bedarf sachkundige Angestellte als Berichterstatter hinzuziehen z.B. Buchhalter, Finanzexperten, Vertriebsleiter. Ansprechpartner des WiA ist der "Unternehmer", der die wirtschaftlichen Prozesse leitet und verantwortet. Die Unterrichtung des WiA erfolgt durch sachkundige Erläuterungen zu vorher festgelegten Themen unter Vorlage von Unterlagen. September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
22 Der Wirtschaftsausschuss welche Informationen kann er verlangen?
1 "Wirtschaftliche Angelegenheiten" im Sinne von § 106 BetrVG sind unter anderem: Wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens rückwirkend und zukunftsbezogen: Planung Analyse der Kostenstruktur Produktions- und Absatzlage Produktions- und Investitionsprogramm September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
23 Der Wirtschaftsausschuss welche Informationen kann er verlangen?
2 "Wirtschaftliche Angelegenheiten" im Sinne von § 106 BetrVG sind unter anderem: Rationalisierungsvorhaben (Insbesondere: neue) Fabrikations- und Arbeitsmethoden Einschränkung / Stilllegung von Betrieben / Betriebsteilen Verlegung von Betrieben oder Betriebsteilen Zusammenschluss / Spaltung von Unternehmen / Betrieben Änderung der Betriebsorganisation oder des Betriebszwecks September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
24 Der Wirtschaftsausschuss welche Informationen kann er verlangen?
3 "Wirtschaftliche Angelegenheiten" im Sinne von § 106 BetrVG sind unter anderem: Sonstige Vorgänge oder Projekte, welche die Interessen der ArbeitnehmerInnen wesentlich berühren können, z.B. Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen äußere Rahmenbedingungen des Geschäftsverlaufs z.B. Finanz-, Steuer- und Umweltpolitik auf Arbeitnehmer bezogene Statistiken: Personalbestand und -kosten Sozialaufwendungen geleistete Arbeitsstunden September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
25 Was geschieht bei einer Insolvenz ?
Viele Fragen, die im Rahmen eines Vergleichs oder einer Insolvenz zu regeln sind, sind Betriebsänderungen und können über einen Interessenausgleich und Sozialplan gestaltet werden. Aber: Der rechtliche Vorgang der Insolvenzabwicklung selbst bedeutet keine Betriebsänderung. Die materiellen Gestaltungsmöglichkeiten des Sozialplans (u.a. Abfindungshöhe) sind im Insolvenzrecht eingeschränkt Bei Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens tritt auf Beschluss des zuständigen Gerichts ein Vergleichs- oder Konkursverwalter in die Rolle des Arbeitgebers ein. Der Betriebsrat als Belegschaftsorgan rückt im Rahmen eines Vergleichs- oder Insolvenzverfahrens als Partner des Konkursverwalters in eine verantwortliche Rolle. B R September 2009 "Gute Arbeit - kannst Du wählen"
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Brauchen wir einen Betriebsrat ?

References: §87
 § 87

§ 82
 § 87
 § 87
 § 87

§ 87
 § 87
 § 87

§ 102
 § 102

§ 102
 § 111
 § 80
 § 111
 § 106
 § 106
 § 106