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Timestamp: 2019-07-15 21:17:10+00:00

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BGH, 15.01.1981 - VII ZR 147/80 - dejure.org
BGH, 15.01.1981 - VII ZR 147/80
https://dejure.org/1981,1266
BGH, 15.01.1981 - VII ZR 147/80 (https://dejure.org/1981,1266)
BGH, Entscheidung vom 15.01.1981 - VII ZR 147/80 (https://dejure.org/1981,1266)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 (https://dejure.org/1981,1266)
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Berufung - Prozeßförderungspflicht - Verspätetes Vorbringen
NJW 1981, 1378
Erst recht besteht eine Hinweispflicht dann, wenn das Gericht erster Instanz der Klage - wenn auch als Feststellungsklage - stattgegeben hat (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 - NJW 1981, 1378; vom 25. Mai 1993 - XI ZR 141/92 - NJW-RR 1994, 566, 567).
Nachdem die Klägerin im ersten Rechtszuge obsiegt hatte, durfte sie darauf vertrauen, daß das Berufungsgericht auf seine abweichende Beurteilung rechtzeitig hinwies und, falls dies unterblieb, ihr erstinstanzliches Vorbringen berücksichtigte und, soweit erforderlich, Gelegenheit zur Ergänzung gab (§§ 139, 278 Abs. 3 ZPO; vgl. BGH, Urt. v. 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80, NJW 1981, 1378; v. 13. März 1981 - I ZR 65/79, MDR 1982, 29).
Wie in Rechtsprechung und Schrifttum anerkannt ist, darf eine in erster Instanz siegreiche Partei darauf vertrauen, daß das Berufungsgericht ihr rechtzeitig einen Hinweis nach §§ 139, 278 Abs. 3 ZPO gibt, wenn es der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will und insbesondere aufgrund seiner abweichenden Ansicht eine Ergänzung des Vorbringens oder einen Beweisantritt für erforderlich hält (vgl. BVerfG NJW 1992, 678, 679; BGH, Urteil vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 - NJW 1981, 1378;… Zöller/Schneider aaO. § 528 Rdn. 3;… Thomas/Putzo ZPO 18. Aufl. § 278 Rdn. 10).
Er darf sich vielmehr darauf verlassen, dass ihm das Berufungsgericht, soweit es dem Erstrichter nicht folgen will, nach § 139 Abs. 2 ZPO einen entsprechenden Hinweis erteilt und danach hinreichend Gelegenheit zur Äußerung gibt (vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 15.1. 1991 - 1 BvR 1635/89, NJW 1992, 678, 679; BGH, Urt. v. 15.1. 1981 - VII ZR 147/80, NJW 1981, 1378 f.;… Zöller/Gummer/Heßler, ZPO, 28. Aufl., § 531 Rdn. 3;… MünchKomm. ZPO/Rimmelspacher, 3. Aufl., § 531 Rdn. 19).
Freilich kann es in bürgerlich-rechtlichen Rechtsstreitigkeiten, die vom Beibringungsgrundsatz geprägt sind, nach Lage der Dinge geboten sein, dass das Berufungsgericht der in erster Instanz siegreichen Partei rechtzeitig einen Hinweis gibt, wenn es der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will und deswegen eine Ergänzung des Vorbringens oder einen Beweisantritt für erforderlich hält (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 15. Januar 1991 - 1 BvR 1635/89 - NJW 1992, 678; BGH, Urteile vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 - NJW 1981, 1378 und vom 27. April 1994 - XII ZR 16/93 - LM Nr. 19 zu § 286 ZPO; ebenso zur Notwendigkeit der Bestellung eines Ergänzungsbetreuers: BGH, Beschluss vom 15. März 2006 - IV ZR 32/05 - MDR 2006, 1250).
Erst recht besteht eine Hinweispflicht dann, wenn das Gericht erster Instanz - wie hier - die Bedenken des Berufungsgerichts nicht geteilt, der Klage vielmehr stattgegeben hat (BGH, Urteil vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 = NJW 1981, 1378 unter 2 c; Urteil vom 25. Mai 1993 - XI ZR 141/92 = NJW-RR 1994, 566 unter II 2).
BGH, 19.04.1983 - VI ZR 253/81
Zustimmungsbedürftigkeit der Verwertung einer Zeugenaussage aus einem anderen …
KG, 03.11.1989 - 21 U 3040/89
Notwendigkeit zur Wiederholung unerledigter erstinstanzlicher Beweisantritte in …

References: § 528
 § 278
 § 139
 § 531
 § 531
 § 286