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Ist nach der Teilungserklärung jeder Wohnungseigentümer - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Engelram Kattner Geändert vor über 4 Jahren
Präsentation zum Thema: "Ist nach der Teilungserklärung jeder Wohnungseigentümer"— Präsentation transkript:
1 Ist nach der Teilungserklärung jeder Wohnungseigentümer
Ist nach der Teilungserklärung jeder Wohnungseigentümer verpflichtet, nach beispielhafter Anführung einzelner Betriebskosten sonstige, mit der Bewirtschaftung des Grundstücks unmittelbar zusammenhängende und notwendige Betriebskosten bzw. Kosten für die Instandhaltung anteilig zu tragen, so fallen die Kosten für einen Aufzug auch dann darunter, wenn nur ein Gebäude aus mehreren Gebäuden bestehenden Wohnungseigentumsanlage mit einem Aufzug ausgestattet ist. Beschluss vom , VII ZB 15/83 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 1
2 Sieht die Gemeinschaftsordnung keinen anderen Maßstab vor, ent-spricht die Verteilung von Kabelanschlusskosten nach Miteigentumsan-teilen auch dann ordnungsgemäßer Verwaltung, wenn der Kabelnetz- betreiber diese Kosten gegenüber der Wohnungseigentümergemein-schaft nach einem anderen Schlüssel bemisst. Beschluss vom , V ZB 83/07 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 2
3 1. Die Wohnungseigentümer sind zu einer Änderung der Teilungserklärung durch eine Mehrheitsentscheidung grundsätzlich nicht in der Lage. Anders verhält es sich nur, wenn die Teilungserklärung eine Öffnungsklausel aufweist, wenn Gegenstand der Beschlussfassung die Verteilung von Betriebskosten nach Verursachung ist, § 16 Abs. 3 WEG, oder wenn über die Kostenverteilung in einem Einzelfall entschieden werden soll, § 16 Abs. 4 WEG Urteil vom , V ZR 33/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 3
4 1. Auch ein durch Vereinbarung festgelegter Umlageschlüssel kann durch Mehrheitsbeschluss nach § 16 Abs. 3 WEG geändert werden Die Abänderung eines Umlageschlüssels nach § 16 Abs. 3 WEG muss transparent gestaltet werden; hierfür genügt es nicht, dass einer Abrechnung oder einem Wirtschaftsplan lediglich der neue Schlüssel zugrunde gelegt wird Eine rückwirkende Änderung des Umlageschlüssels nach § 16 Abs. 3 WEG entspricht in der Regel nicht den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Verwaltung. 4. § 16 Abs. 4 WEG weist den Wohnungseigentümern nicht die Kompetenz zu, einen die Ansammlung von Instandhaltungsrücklagen betreffenden Verteilungsschlüssel zu ändern. Urteil vom , V ZR 202/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 4
5 1. Eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer, Heizkosten ausschließ-lich nach Verbrauch abzurechnen, kann durch Mehrheitsbeschluss geändert werden Ob eine Änderung des Verteilungsschlüssels für Heizkosten mit der Heizkostenverordnung vereinbar ist, bestimmt sich nach der Fassung der Verordnung, welche bei erstmaliger Geltung des neuen Schlüssels in Kraft ist. BGH, Urteil vom 16. Juli 2010, V ZR 221/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 5
6 1. Besondere Nutzungen im Sinne von § 21 Abs
1. Besondere Nutzungen im Sinne von § 21 Abs. 7 WEG sind solche, die mit einer gesteigerten Inanspruchnahme des Gemeinschaftseigentums einhergehen und zumindest bei typisierender Betrachtung den Anfall besonderer Kosten wahrscheinlich machen Die Festsetzung einer maßvoll bemessenen Umzugskostenpauscha-le durch Mehrheitsbeschluss nach § 21 Abs. 7 WEG entspricht nur dann den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Verwaltung, wenn die Rege-lung nicht zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung der Woh-nungseigentümer führt. BGH, Urteil vom 1. Oktober 2010, V ZR 220/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 6
7 3. Für die Entscheidung über das Verlangen eines Wohnungseigentümers nach einer vom Gesetz abweichenden Vereinbarung oder der Anpassung einer Vereinbarung (§ 10 Abs. 2 Satz 3 WEG) fehlt den Wohnungseigentümern die Beschlusskompetenz; die auf Zustimmung zu der Änderung gerichtete Leistungsklage ist deshalb ohne vorherige Befassung der Wohnungseigentümerversammlung zulässig Die Regelung in § 16 Abs. 4 WEG zur Änderung zur Änderung eines Kos-tenverteilungsschlüssels im Einzelfall schließt nicht die Geltendmachung des auch denselben Einzelfall betreffenden Anspruchs auf Zustimmung zur generellen Änderung der Kostenverteilung nach § 10 Abs. 2 Absatz 3 WEG aus. 5. Der Anspruch eines Wohnungseigentümers, nach § 16 Abs. 4 Satz 1 WEG im Einzelfall eine abweichende Kostenverteilung durchzusetzen, besteht nicht schon dann, wenn sie dem in der Vorschrift genannten Gebrauchsmaßstab Rechnung trägt; die in § 10 Abs. 2 Satz 3 genannten Voraussetzungen für die generelle Änderung eines Kostenverteilungsschlüssels müssen ebenfalls vorliegen. Urteil vom , V ZR 114/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 7
8 1. Für den Änderungsanspruch nach § 10 Abs
1. Für den Änderungsanspruch nach § 10 Abs. 2 Satz 3 WEG ist die Kostenmehrbelastung des Wohnungseigentümers maßgebend, der eine Änderung des Kostenverteilungsschlüssels verlangt. 2. An der durch ergänzende Auslegung der Gemeinschaftsordnung zu schließenden Regelungslücke zur Anpassung des Kostenverteilungsschlüssels an veränderte Verhältnisse fehlt es in der Regel, weil - abweichend von der früheren Rechtslage der gesetzliche Anspruch jedes Wohnungseigentümers auf Änderung des vereinbarten Kostenschlüssels nach § 10 Abs. 2 Satz 3 WEG eine angemessene und interessengerechte Regelung für diese Fälle bereitstellt. Urteil vom , V ZR 174/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 8
9 1. Die Wohnungseigentümer haben bei der Bestimmung eines abweichenden Kostenverteilungsschlüssels nach § 16 Abs. 4 WEG ein nur eingeschränkt überprüfbares Gestaltungsermessen; das ist überschritten, wenn der Kostenverteilungsschlüssel nicht durch den in der Vorschrift genannten Gebrauchsmaßstab, sondern von anderen Gesichtspunkten bestimmt wird. 2. Ein Beschluss nach § 16 Abs. 4 WEG muss den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Verwaltung genügen. Daran fehlt es, wenn die für den Einzelfall beschlossene Änderung des Kostenverteilungsschlüssels einen Anspruch der betroffenen Wohnungseigentümer auf Gleichbehandlung in künftigen Fällen auslöst und so den allgemeinen Kostenverteilungsschlüssel unterläuft. Ein solcher Verstoß führt zur Anfechtbarkeit, nicht zur Nichtigkeit des Beschlusses, Urteil vom , V ZR 164/09 12. Kölner Verwalterforum Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs – Dr. Michael Klein 26. Februar 2011 9
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