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Timestamp: 2020-03-29 04:09:26+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ-RR 2012, 919 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OVG Mecklenburg-Vorpommern, 12.07.2012 | OVG Saarland, 21.06.2012
https://dejure.org/2012,28074
VGH Baden-Württemberg, 03.09.2012 - 3 S 2236/11 (https://dejure.org/2012,28074)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 03.09.2012 - 3 S 2236/11 (https://dejure.org/2012,28074)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 03. September 2012 - 3 S 2236/11 (https://dejure.org/2012,28074)
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Umwandlung eines Sexkinos und einer Spielothek in eine Großspielhalle; Nutzungsänderung; Bestandsschutz
Art 14 Abs 1 S 2 GG, § 29 Abs 1 BauGB, § 1 Abs 6 BauGB, § 1 Abs 5 BauNVO, § 50 Abs 2 Nr 1 BauNVO, § 1 Abs 12 Nr 1 BauNVO, § 33i GewO, § 3 Abs 2 SpielV
Aus Sexkino wird Großspielhalle: Nutzungsänderung!
VG Karlsruhe, 07.06.2011 - 1 K 3957/09
VG Karlsruhe, 07.07.2011 - 1 K 3957/09
NVwZ-RR 2012, 919
Dies lässt sich jedoch mit der einschlägigen Rechtsprechung (…vgl. BVerwG, Urt. v. 14.1.1993 - 4 C 19.90 - DVBl. 1993, 652 = juris Rn. 27;… Urt. v. 30.8.2012 - 4 C 1.11 - BVerwGE 144, 82 = juris Rn. 26; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 11;… Beschl. v. 25.10.2012 - 8 S 869/12 - ZfBR 2013, 60 = juris Rn. 8, zuletzt auch VG Gelsenkirchen, Beschl. v. 30.9.2015 - 10 L 1877/15 - juris Rn. 15) nicht vereinbaren.
Allein die Tatsache, dass im Bebauungsplan "Erweiterung / Änderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Straße l - Planbereich 01.10" sowohl Einzelhandelsbetriebe mit dem Sortiment Nahrungs- und Genussmittel als auch solche, die Drogeriewaren führen, ausgeschlossen wurden, ändert nichts daran, dass durch einen Wechsel der in Ziff. 1.1.4 der textlichen Festsetzungen bezeichneten Sortimente bodenrechtliche Belange, wie sie sich aus § 1 Abs. 6 BauGB ergeben, neu berührt werden und daher neu zu prüfen sind (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 11, 14).
Die hiervon abweichende Auffassung der Beigeladenen geht von einem fehlerhaften Verständnis hinsichtlich des Bestandsschutzes einer genehmigten baulichen Anlage aus und findet in der Rechtsprechung keine Stütze (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 16).
Der bauplanungsrechtliche Begriff der Nutzungsänderung hingegen erweist sich als enger, weil er bodenrechtlichen Bezug hat (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 03.09.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 (920 f.)).
Dies würde eine Nutzungsänderung darstellen, die eine Berufung auf Bestandsschutz aus früheren Baugenehmigungen, auch wenn sie noch fortbestehen, ausschließt (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 03.09.2012 - 3 S 2236/11 - juris m.w.N.).
Dem steht nicht entgegen, dass verschiedene andere Einrichtungen mit sexuellem Bezug (Sex-Kinos, Stripteasebars, Peep-Shows o.ä.) als Betriebe, in denen der Sexualtrieb angesprochen wird, in denen es aber nicht zu sexuellen Handlungen am Besucher oder durch den Besucher kommt, als Vergnügungsstätten im Sinne des § 7 Abs. 2 Nr. 2 BauNVO 1990 angesehen werden (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 3.9.2012, NVwZ-RR 2012, 919; VGH München, Beschl. v. 4.1.2011, 22 ZB 10.2880, juris).
Der bauplanungsrechtliche Begriff der Nutzungsänderung hingegen erweist sich als enger, weil er bodenrechtlichen Bezug hat (VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 03.09.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919).
Denn nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann Bestandsschutz nicht unmittelbar aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG hergeleitet werden, sondern findet grundsätzlich nur im Umfang und nach Maßgabe der einfach gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG statt (…grundlegend BVerwG, Urt. v. 27.08.1998 - 4 C 5.98 -, NVwZ 1999, 523; sowie hierzu VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 03.09.2012 - 3 S 2236/11 -, NVwZ-RR 2012, 919).
Der Betrieb des "..." stellt sich im Vergleich hierzu als aliud dar, für das insbesondere im Hinblick auf die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit grundlegend andere Anforderungen gelten, so dass sich die Genehmigungsfrage insoweit neu stellt (vgl. hierzu Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg , Beschluss vom 03.09.2012 - 3 S 2236/11, Rdnrn. 11 ff. ).
Insbesondere im Hinblick auf die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit ergeben sich insoweit grundlegend andere Anforderungen (vgl. hierzu Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg , Beschluss vom 03.09.2012 - 3 S 2236/11, Rdnr. 11 ).
https://dejure.org/2012,25462
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 12.07.2012 - 1 L 110/09 (https://dejure.org/2012,25462)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 12.07.2012 - 1 L 110/09 (https://dejure.org/2012,25462)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 12. Juli 2012 - 1 L 110/09 (https://dejure.org/2012,25462)
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§ 1 Abs 2 RGebStV, § 3 Abs 1 RGebStV, § 5 Abs 1 Nr 1 RGebStV, § 426 Abs 1 S 1 BGB
Rundfunkempfangsgerät im Pkw des Partners einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft als rundfunkgebührenbefreites Zweitgerät
VG Schwerin, 06.05.2009 - 6 A 2252/05
OVG Saarland, 21.06.2012 - 3 A 348/10
https://dejure.org/2012,19006
OVG Saarland, 21.06.2012 - 3 A 348/10 (https://dejure.org/2012,19006)
OVG Saarland, Entscheidung vom 21.06.2012 - 3 A 348/10 (https://dejure.org/2012,19006)
OVG Saarland, Entscheidung vom 21. Juni 2012 - 3 A 348/10 (https://dejure.org/2012,19006)
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RGebStV § 5; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1
VG Saarlouis, 21.10.2010 - 6 K 322/10
OVG NRW, Beschlüsse vom 11. Mai 2007 - 19 A 1550/05 - (zum Umzug infolge Heirat) und vom 30. April 2009 - 8 E 1301/07 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 28. September 2010 - 2 S 356/10 -, juris; zum "umgekehrten Fall" des Auszuges aus der ehelichen Wohnung: OVG Saarland, Beschluss vom 21. Juni 2012 - 3 A 348/10 -, juris.

References: § 29
 § 1
 § 1
 § 50
 § 1
 § 33
 § 3
 § 1
 § 7
 Art. 14
 Art. 14

§ 1
 § 3
 § 5
 § 426
 § 5
 § 124