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Timestamp: 2019-10-22 18:03:07+00:00

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Rechtsprechung: NJW 2008, 2993 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.06.2008
https://dejure.org/2008,1569
BGH, 11.06.2008 - XII ZB 11/06 (https://dejure.org/2008,1569)
BGH, Entscheidung vom 11.06.2008 - XII ZB 11/06 (https://dejure.org/2008,1569)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 2008 - XII ZB 11/06 (https://dejure.org/2008,1569)
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RVG § 2 Abs. 2 Satz 1 Anl. 1 Nr. 3202
Inansatzbringen einer durch außergerichtliche Verhandlungen entstandenen Terminsgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren bei unstreitigem Vorliegen der tatbestandlichen Voraussetzungen des Gebührentatbestandes
Vergütung - Durch außergerichtliche Verhandlungen entstandene Terminsgebühr
RVG § 2 Abs. 2 S. 1 Anl. 1 Nr. 3202
Terminsgebühr durch außergerichtliche Verhandlungen
Nr. 3104 VV RVG, §§ 91, 103, 104,138, 288 ZPO
Festsetzung der Besprechungs- und Terminsgebühr
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 11.06.2008, Az.: XII ZB 11/06 (Anfall und Festsetzbarkeit der Terminsgebühr für Besprechungen)" von H. Hansens, original erschienen in: RVGreport 2008, 348 - 349.
AG Böblingen, 11.11.2005 - 14 F 879/04
OLG Stuttgart, 22.12.2005 - 8 WF 168/05
MDR 2008, 1126
FamRZ 2008, 1610
Rpfleger 2008, 597
Zwar kann auch eine solche für eine außergerichtliche Besprechung entstandene Terminsgebühr Gegenstand des prozessualen Kostenerstattungsanspruchs sein und demnach im Kostenfestsetzungsverfahren nach §§ 103 f. ZPO festgesetzt werden, sofern die tatbestandlichen Voraussetzungen für den Anfall der Gebühr unstreitig oder glaubhaft gemacht sind (BGH, Beschlüsse vom 11. Juni 2008 - XII ZB 11/06, NJW 2008, 2993 Rn. 7;… vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493 Rn. 9;… vom 27. Februar 2007 - XI ZB 38/05, NJW 2007, 2858 Rn. 6;… vom 14. Dezember 2006 - V ZB 11/06, NJW-RR 2007, 787 Rn. 8;… vom 20. November 2006 - II ZB 6/06, NJW-RR 2007, 286 Rn. 6).
c) Aus den Beschlüssen des Bundesgerichtshofs vom 20. November 2006 (…II ZB 6/06, aaO), vom 14. Dezember 2006 (V ZB 11/06, NJW-RR 2007, 787) und 11. Juni 2008 (XII ZB 11/06, in Juris dokumentiert) ergibt sich nichts Gegenteiliges.
Entgegen der Auffassung der Klägerin lösen die außergerichtlichen Gespräche der anwaltlichen Vertreter, die die Klägerin in der Beschwerdeschrift zugestanden hat (§ 288 ZPO), diese Gebühr aus (so zutreffend BGH Beschluss vom 11.06.2008 - XII ZB 11/06 - ferner BGH NJW-RR 2007, 787; 2007, 286).
Darüber hinaus werden auch telefonische Besprechungen erfasst (BGH, Beschluss vom 11. Juni 2008 XII ZB 11/06, NJW 2008, 2993; Finanzgericht Baden-Württemberg, Beschluss vom 13. Oktober 2009 14 KO 1/07, EFG 2010, 670; Niedersächsisches Finanzgericht, Beschluss vom 8. Juni 2009 11 KO 8/09, EFG 2009, 1218; Hessisches Finanzgericht, Beschluss vom 22. April 2008 12 Ko 3799/06, EFG 2008, 1152, jeweils m. w. N.).
Die Terminsgebühr kann im Kostenfestsetzungsverfahren geltend gemacht werden, wenn die tatsächlichen Voraussetzungen des Gebührentatbestandes unstreitig sind (BGH NJW-RR 2007, 286; NJW-RR 2007, 787 und NJW 2008, 2993) oder gemäß § 104 Abs. 2 Satz 1 ZPO glaubhaft gemacht werden (BGH NJW 2007, 2493).
Für den Anfall der Terminsgebühr ist es ohne Bedeutung, ob es tatsächlich zu einer gütlichen Einigung gekommen ist (BGH NJW-RR 2007, 286; 787, 788; NJW 2008, 2993, 2994).
Im Gegensatz zur Einigungsgebühr ist es nämlich für die Entstehung der Terminsgebühr ohne Bedeutung, ob es tatsächlich zu einer gütlichen Einigung gekommen ist (BGH NJW 2008, 2993; NJW-RR 2007, 286 = FamRZ 2007, 464; NJW-RR 2007, 787; NJW-RR 2007, 1578; NJW-RR 2007, 789).
Ebenso ist zu entscheiden, wenn der Gegner sich zu dem den Gebührentatbestand begründenden, ihm zur Stellungnahme überreichten Vortrag nicht erklärt und dieser daher gem. § 138 Absatz 3 ZPO als unstreitig anzusehen ist (BGH NJW 2008, 2993; NJW-RR 2007, 787).
Entgegen der Sichtweise des Landgerichts kann eine außergerichtlich entstandene Terminsgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren nach §§ 103 ff ZPO nicht nur in Ansatz gebracht werden, wenn - wie in der im angefochtenen Kostenfestsetzungsbeschluss herangezogenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 2008 - XII ZB 11/06 (MDR 2008, 1126) der Fall - die Voraussetzungen des Gebührentatbestandes unstreitig sind, weil der Gegner die maßgeblichen Tatsachen im Wege eines Geständnisses nach § 288 ZPO eingeräumt oder sich zu dem den Gebührentatbestand begründenden Vortrag nicht erklärt hat und dieser daher gemäß § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden anzusehen ist (BGH, NJW-RR 2007, 787; NJW-RR 2007, 268).
Ebenfalls nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (11.06.2008 - XII ZB 11/06; 14.12.2006 V ZB 11/06; 20.11.2006 II ZB 6/06 - sämtliche in juris; Entscheidung vom 14.12.2006 in NJW-RR 2007, 787) kann eine durch außergerichtliche Verhandlungen entstandene Terminsgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren dann in Ansatz gebracht werden kann, wenn die tatbestandlichen Voraussetzungen des Gebührentatbestandes unstreitig sind.

References: § 2
 § 2
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 104
 § 138
 § 288
 § 138