Source: https://dejure.org/Drucksachen/Bundestag/BT-Drs.%2016/12257
Timestamp: 2019-02-21 02:57:06+00:00

Document:
Bundestag - Drucksache 16/12257
Dass Empfänger im Sinne des § 19 S. 2 TabakStG auch eine Person sein kann, die den Besitz an den Tabakwaren erst nach Beendigung des Verbringungs- bzw. Versendungsvorgangs erlangt, zeigt im Übrigen ein Blick auf die Vorschrift des § 23 TabakStG vom 15.7.2009 (BGBl. I S. 1870), die der Bestimmung des vorliegend in Rede stehenden § 19 TabakStG nachfolgt.
Ausweislich der Begründung des Gesetzentwurfs soll aber die Vorschrift des § 23 Abs. 1 TabakStG n.F. im Wesentlichen der bisherigen Regelung entsprechen (vgl. BT-Drucks. 16/12257 vom 16.3.2009), was den Senat in seinem Normverständnis bestärkt, dass als Steuerschuldner im Sinne des § 19 Satz 2 TabakStG jeder Empfänger der Ware gilt, sofern und sobald er nur Besitz an den Tabakwaren erlangt hat.
Dieser Auffassung schließt sich der erkennende Senat für § 23 Abs. 1 S. 2 TabStG an (…siehe bereits FG Hamburg, Beschl. v. 18.11.2016, 4 V 142/16, EFG 2017, 182 = juris Rn. 23), weil zwischen dem Wortlaut dieser Norm und § 19 S. 2 TabStG 1993 keine wesentlichen Unterschiede bestehen (BR-Drs. 169/09 v. 20.02.2009, S. 144: "[§ 23] Absatz 1 entspricht im Wesentlichen der bisherigen Regelung"; so auch Weidemann, ZfZ 2015, 111).

References: § 19
 § 23
 § 19
 § 23
 § 19
 § 23
 § 19