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Timestamp: 2019-07-18 14:13:18+00:00

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BVerfG, 19.10.1983 - 2 BvR 485/80, 2 BvR 486/80 - dejure.org
BVerfG, 19.10.1983 - 2 BvR 485/80, 2 BvR 486/80
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BVerfG, 19.10.1983 - 2 BvR 485/80, 2 BvR 486/80 (https://dejure.org/1983,5)
BVerfG, Entscheidung vom 19.10.1983 - 2 BvR 485/80, 2 BvR 486/80 (https://dejure.org/1983,5)
BVerfG, Entscheidung vom 19. Januar 1983 - 2 BvR 485/80, 2 BvR 486/80 (https://dejure.org/1983,5)
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Art. 20 Abs. 3 GG, Richterrecht, § 61 Abs. 1 Nr. 1 KO
Abfindungsansprüche aus Sozialplan keine bevorrechtigten Konkursforderungen mit Rang vor § 61 Abs. 1 Nr. 1 KO
Zur Einordnung von Sozialplanabfindungen im Konkurs
ArbG Kiel, 27.05.1975 - 1a Ca 340/75
ArbG Stuttgart, 14.08.1975 - 5 Ca 133/75
LAG Schleswig-Holstein, 17.10.1975 - 1a Ca 340/75
LAG Schleswig-Holstein, 17.10.1975 - 4 Sa 270/75
LAG Baden-Württemberg, 29.10.1975 - 3 Sa 82/75
BAG, 25.05.1977 - 5 AZR 96/76
BAG, 20.07.1977 - 5 AZR 96/76
BAG, 19.12.1979 - 5 AZR 743/75
BAG, 19.12.1979 - 5 AZR 96/76
BAG, 30.04.1984 - 1 AZR 35/84
BVerfGE 65, 182
NJW 1984, 475
ZIP 1984, 78
MDR 1984, 285
BB 1984, 141
BB 1984, 296
Rpfleger 1984, 109
Dagegen sind bei einer Verkürzung von Rechtspositionen des Einzelnen durch die von der Rechtsprechung gewählte Lösung die Grenzen für richterliche Rechtsfortbildung deutlich enger gesteckt (vgl. BVerfGE 65, 182 ; 71, 354 ) und die Verantwortung des Bundesverfassungsgerichts für die Wahrung der Gesetzesbindung entsprechend gesteigert.
Die durch den Grundsatz der Rechts- und Gesetzesbindung nach Art. 20 Abs. 3 GG gezogenen Grenzen (dazu BVerfG 19. Oktober 1983 - 2 BvR 485/80 und 486/80 - zu II 1 der Gründe, BVerfGE 65, 182) stehen einer solchen Rechtsfortbildung entgegen.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Fragwürdigkeit jedes Privilegienkatalogs in seinem Beschluss zum Vorrecht für Sozialplanforderungen (BVerfGE 65, 182) nachdrücklich herausgearbeitet.".
(2) In der angeführten Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht die Einordnung von Sozialplanabfindungen als Konkursforderungen im Range vor § 61 Abs. 1 Nr. 1 KO kraft Richterrechts als mit der Verfassung (Art. 20 Abs. 3 GG) unvereinbar beanstandet (BVerfGE 65, 182, 190 ff.).
Deshalb ist zu betonen, dass jede Bevorzugung einzelner Forderungen zwangsläufig zu Lasten anderer Gläubiger geht und regelmäßig auch zu neuen Unstimmigkeiten bei der Verfahrensabwicklung führt (BVerfGE 65, 182, 192).
Das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes enthält infolge seiner Weite und Unbestimmtheit keine unmittelbaren Handlungsanweisungen, die durch die Gerichte ohne gesetzliche Grundlage in einfaches Recht umgesetzt werden könnten (BVerfGE 65, 182, 193).
Muss sich ein Arbeitnehmer mangels eines Vorrechts nach Verfahrenseröffnung ohne Rücksicht auf die Befriedigung seines Existenzminimums mit der Quote abfinden, so leuchtet nicht ein, dass er eine anfechtbar erworbene Zahlung unter dem Gesichtspunkt des Existenzminimums behalten darf (vgl. BVerfGE 65, 182, 194).
Für diese Rechtsfortbildung lässt sich - jedenfalls mit Bezug auf den vorliegenden Fall - allerdings nicht anführen, dass durch sie verpflichtende Vorgaben der Verfassung konkretisiert werden (vgl. dazu BVerfGE 34, 269 ; 65, 182 ).
Die damit verbundene Aufgabe und Befugnis der Gerichte zu richterlicher Rechtsfortbildung haben Gesetzgeber (vgl. etwa § 132 Abs. 4 GVG; § 45 Abs. 4 ArbGG) und Bundesverfassungsgericht innerhalb der durch Art. 20 Abs. 3 GG gezogenen Grenzen anerkannt (vgl. BVerfG 19. Oktober 1983 - 2 BvR 485/80 und 2 BvR 486/80 - BVerfGE 65, 182, zu B II 1 der Gründe).
Sie geht auf den Konkursverwalter über (vgl. BVerfGE 65, 182 ).
Eine derartige »Anwendung« der Vorschrift wäre mit dem Grundsatz der richterlichen Rechts- und Gesetzesbindung (vgl. dazu BVerfGE 65, 182, 190 f., 194 f.; 69, 315, 371 f. m. w. Nachw.) unvereinbar.
Der Befugnis der Gerichte zur Rechtsfortbildung werden durch den rechtsstaatlichen Grundsatz der richterlichen Rechts- und Gesetzesbindung Schranken gezogen (BVerfGE 65, 182, 190 f., 194 f.; 69, 315, 371 f. m. w. Nachw.).
BAG, 06.12.1984 - 2 AZR 348/81
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References: Art. 20
 § 61
 § 61
 Art. 20
 § 61
 § 132
 § 45
 Art. 20