Source: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/10/asylantraege-september-2015.html
Timestamp: 2017-02-28 03:07:18+00:00

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BMI - Nachrichten - Sehr hoher Asyl-Zugang im September 2015
Migration und Integration Asyl und Flüchtlingsschutz Pressemitteilung 07.10.2015 Sehr ho­her Asyl-Zu­gang im Sep­tem­ber 2015
Im September 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 43.071 Asylanträge gestellt
Dies bedeutet einen Anstieg von 126,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat September 2014.
Entschieden hat das Bundesamt im September 2015 über die Anträge von 22.983 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 166,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat September 2014 (8.615 Entscheidungen). 8.690 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (37,8 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 262 Personen (1,1 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 154 Personen (0,7 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Zahl der tatsächlichen Einreisen von Asylsuchenden nach Deutschland lag im September 2015 deutlich höher, da die formale Asylantragstellung teilweise erst zeitlich verzögert möglich ist. So sind im EASY-System im Monat September 2015 bundesweit etwa 164.000 Zugänge von Asylsuchenden registriert worden. Von Januar bis September 2015 waren es insgesamt ca. 577.000. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Doppelerfassungen wegen fehlender erkennungsdienstlicher Behandlung und fehlender Erfassung der persönlichen Daten nicht ausgeschlossen. Die Zahlen im Einzelnen: I. Aktueller Monat
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben 43.071 Personen im September 2015 einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 40.487 als Erstanträge und 2.584 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 24.028 Personen (+126,2 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 6.649 Personen (+18,3 Prozent) gestiegen.
Insgesamt 11.712 Anträge wurden von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 27,2 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.
Hauptherkunftsländer im September 2015:Zum Vergleich:Juli 2015August 2015September 2015 1.Syrien9.41310.44016.838 2.Albanien7.6338.3066.741 3.Afghanistan2.1392.3042.751 4.Irak2.0861.8012.544 5.Serbien2.3772.4791.982 6.Mazedonien1.9611.4701.381 7.Eritrea1.2199831.122 8.Pakistan6916251.078 9.Kosovo1.39578179610.Ungeklärt705857730Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im September 2015:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt43.07140.4872.584davon:Syrien16.83816.544294Albanien6.7416.624117Afghanistan2.7512.72427Irak2.5442.45490Serbien1.9821.201781Mazedonien1.381879502Eritrea1.1221.1139Pakistan1.0781.05919Kosovo796622174Ungeklärt73070327
Die Zahl der Asylerstanträge im September 2015 (40.487) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (16.214) um 149,7 Prozent und gegenüber dem Vormonat (33.447) um 21,1 Prozent an. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Albanien und Afghanistan.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im September 2015 (2.584) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.829) um -8,7 Prozent und gegenüber dem Vormonat (2.975) um -13,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Syrien.
Im September 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 22.983 Personen (Vorjahresmonat: 8.615, Vormonat: 16.769) entschieden. 8.690 Personen (37,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. September 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 105 Personen (0,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes aner-kannt wurden, sowie 8.585 Personen (37,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten. Im September 2015 erhielten 262 Personen (1,1 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt im September 2015 bei 154 Personen (0,7 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 10.195 Personen (44,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 3.682 Personen (16,0 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 10.195 Personen (44,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 3.682 Personen (16,0 Prozent). II. Laufendes Jahr 2015
In der Zeit von Januar bis September 2015 haben insgesamt 303.443 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 274.923 als Erstanträge und 28.520 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (136.039 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 123,1 Prozent. Die Hauptherkunftsländer von Januar bis September 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:Jan.-Sept. 2014Jan.-Sept. 20151.Syrien24.80473.6152.Albanien5.65145.1253.Kosovo4.14234.7234.Serbien16.93622.9585.Irak6.68416.5666.Afghanistan7.00216.3607.Mazedonien6.25111.6918.Eritrea9.6357.4039.Bosnien-Herzegowina5.7706.05510.Pakistan3.1895.290Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis September 2015:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt303.443274.92328.520davon:Syrien73.61570.5013.114Albanien45.12544.431694Kosovo34.72331.4463.277Serbien22.95814.3908.568Irak16.56615.2681.298Afghanistan16.36015.999361Mazedonien11.6917.3854.306Eritrea7.4037.32182Bosnien-Herzegowina6.0553.8372.218Pakistan5.2905.069221
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (274.923) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (116.659) um 135,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Albanien und Kosovo.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2015 (28.520) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (19.380) um 47,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Kosovo.
Von Januar bis September 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 174.545 Entscheidungen getroffen, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (86.978). Insgesamt 65.714 Personen (37,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. September 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.576 Personen (0,9 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 64.138 Personen (36,7 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Weitere 1.183 Personen (0,7 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis September 2015 bei 1.404 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 67.034 Personen (38,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 39.210 Personen (22,5 Prozent).
Ende September 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 300.531, davon 273.719 als Erstanträge und 26.812 als Folgeanträge (Vormonat: 276.617 anhängige Verfahren, davon 251.036 Erst- und 25.581 Folgeanträge; zum 30. September 2014 waren 144.832 Verfahren anhängig, davon 129.178 Erst- und 15.654 Folgeanträge).
Im Monat September 2015 wurden im EASY-System 163.772 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Die Hauptherkunftsländer waren:
September 20151Syrien85.4552Irak19.1923Afghanistan18.3874Albanien5.9235Pakistan5.092
Von Januar bis September 2015 wurden im EASY-System 577.307 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Die Hauptherkunftsländer waren:
Januar bis September 20151Syrien197.8432Albanien66.3113Afghanistan51.6434Irak46.7905Kosovo32.258
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References: § 60
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