Source: https://www.lecturio.de/jura/erpressung.vortrag
Timestamp: 2018-10-17 11:48:34+00:00

Document:
Erpressung, Räuberische Erpressung | Lecturio
Erpressung, Räuberische Erpressung von RA Wolfgang Bohnen
Der Vortrag „Erpressung, Räuberische Erpressung“ von RA Wolfgang Bohnen ist Bestandteil des Kurses „Strafrecht Besonderer Teil - Vermögensdelikte“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Verhältnis §§ 253, 255 zu § 249
Umsetzung und Stellungnahme
Ist i.R.d. §§ 253, 255 eine vis absoluta als Gewaltmittel möglich?
Nach BGH ja, nach h.L. nein
Nach BGH nein, nach h.L. ja
Nach BGH und h.L. nein
Nach BGH und h.L. ja
Was muss ich bei offenen Tatbeständen beachten?
Die Rechtswidrigkeit muss mithilfe der Zweck-Mittel-Relation positiv festgestellt werden.
Die qualifizierten Merkmale indizieren die Rechtswidrigkeit.
Der Tatbestand benötigt eine normative Auslegung.
Offene Tatbestände sind eben keine abschließende Aufzählung, sodass die Rechtsprechung nicht geregelte Fälle in den Tatbestand mitaufnehmen kann.
Wieso muss bei § 255 die Rechtswidrigkeit nicht positiv festgestellt werden?
Weil die qualifizierten Nötigungsmittel die Rechtswidrigkeit indizieren.
Weil § 255 eine Ausnahme des Erfordernisses der Rechtswidrigkeit darstellt.
Weil die rechtswidrige Bereicherungsabsicht die Rechtswidrigkeit indiziert.
Aufgrund der Verwerflichkeitsklausel ist die positive Feststellung der Rechtswidrigkeit nicht mehr erforderlich.
Wie ist das Verhältnis zwischen §§ 253, 255 zu § 249 laut der Rspr.?
§§ 253, 255 und § 249 schließen sich nicht aus, sondern stehen im Verhältnis der lex specialis - lex generalis.
§§ 253, 255 ist lex generalis und § 249 ist lex specialis.
§§ 253, 255 ist lex specialis und § 249 ist lex generalis.
Zwischen §§ 253, 255 und § 249 besteht eine absolute Exklusivität, es kann nur das eine oder das andere vorliegen.
Wie ist das Verhältnis zwischen §§ 253, 255 zu § 249 laut der h.L.?
Zwischen §§ 253, 255 und § 249 besteht eine absolute Exklusivität.
Die Abgrenzung zwischen §§ 253, 255 und § 249 erfolgt über die innere Willensrichtung.
§ 249 ist ein Fremdschädigungsdelikt (Gewahrsamsbruch) und §§ 253, 255 ist ein Selbstschädigungsdelikt (Vermögensverfügung als willentliches Verhalten).
Kann eine Räuberische Erpressung nach §§ 253, 255 sowohl bei vis absoluta, als auch bei vis compulsiva vorliegen?
Nach Rspr. kann bei beiden Gewaltformen eine Räuberische Erpressung vorliegen. Nach h.L. kann sie nur bei einer vis compulsiva vorliegen.
Nach Rspr. kann bei beiden Gewaltformen keine Räuberische Erpressung angenommen werden, es liegt immer ein Raub vor. Nach h.L. kann nur bei einer vis compulsiva eine Räuberische Erpressung vorliegen.
Nach Rspr. kann bei beiden Gewaltformen eine Räuberische Erpressung vorliegen. Nach h.L. kann bei beiden Gewaltformen nur ein Raub vorliegen.
Nach Rspr. kann nur bei vis compulsiva eine Räuberische Erpressung angenommen werden, während nach h.L. bei beiden Gewaltformen eine Räuberische Erpressung angenommen werden kann.
Der BGH benutzt als Argument gegen das Erfordernis einer Vermögensverfügung bei der Erpressung einen Wortlautvergleich. Welche Normen vergleicht er?
Er vergleicht § 240 mit § 253 und § 249 mit § 255.
Er vergleicht § 242 mit § 249 und § 263 mit § 255.
Das Wortlautargument wird von der Lit. benutzt.
Er vergleicht §§ 253, 255 mit § 249 und § 239 mit § 255.
Worin liegt nach BGH der Vermögensschaden der Räuberischen Erpressung im Opel Insignia Werkstattfall?
Im Verlust des Unternehmerpfandrechts
Im Verlust des Werklohnanspruchs
Die Erpressung scheitert nach BGH, weil kein Vermögensschaden vorliegt.
Im Verlust des Eigentums
Wonach erfolgt die Abgrenzung zwischen Raub und Räuberische Erpressung nach BGH?
Nur nach dem äußeren Erscheinungsbild
Nach der Sicht eines objektiven Dritten
Wann liegen nach BGH §§ 249, 253, 255 vor, wann nur §§ 253, 255?
Wenn ein Nehmen vorliegt, ist §§ 249 und §§ 253, 255 gegeben. (Im Wege der Gesetzeskonkurrenz werden die §§ 253, 255 anschließend verdrängt.) Wenn ein Geben von Seiten des Opfers vorliegt, ist nur §§ 253, 255 gegeben.
Wenn ein Geben von Seiten des Opfers vorliegt, ist §§ 249 und §§ 253, 255 gegeben. (Im Wege der Gesetzeskonkurrenz wird § 249 anschließend verdrängt.) Wenn ein Nehmen vorliegt, ist nur §§ 253, 255 gegeben.
Wenn ein Nehmen vorliegt, ist §§ 249 und §§ 253, 255 gegeben. (Im Wege der Gesetzeskonkurrenz wird § 249 anschließend verdrängt.) Wenn ein Geben von Seiten des Opfers vorliegt, ist nur §§ 253, 255 gegeben.
Dozent des Vortrages Erpressung, Räuberische Erpressung
... 1. Gewalt/Drohung. 2. Handeln, Dulden, Unterlassen (Inhalt umstr.). 3. Vermögensschaden ...
... 255 = qualifizierte Nötigung. Bestrafung gleich einem Räuber § 249 = lex specialis, § 255 = lex generalis. Abgrenzung: Äußeres Erscheinungsbild in ...
... zu § 249 1. Rspr.: Abgrenzung: Äußeres Erscheinungsbild "nehmen" = § 249 (+) ...
... § 249 Fremdschädigungsdelikte, § 263 Vermögensverfügung = willentliches Verhalten ...
... Erpressung ist wie auch Betrug ein selbstschädigendes Vermögensverschiebungsdelikt = Vermögensverfügung erforderlich. Umstritten aber Anforderungen ...
... auf § 255 führt zu Strafschärfungen der Gebrauchsanmaßung nach §§ 248b, 289, die das Gesetz dort nicht vorsieht. ...
... 1 1. Dulden der Wegnahme. Für M 2: (5) Für Erfordernis spricht die gleiche Struktur zwischen den Bereicherungs- und ...

References: § 249
 BGH 
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 § 255
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 § 249
 § 249
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 § 253
 § 249
 § 255
 § 242
 § 249
 § 263
 § 255
 § 249
 § 239
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 § 249
 § 249
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