Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202005,142
Timestamp: 2019-11-20 07:22:48+00:00

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BayObLG, 22.06.2004 - 1Z BR 40/04 - dejure.org
BayObLG, 22.06.2004 - 1Z BR 40/04
https://dejure.org/2004,3151
BayObLG, 22.06.2004 - 1Z BR 40/04 (https://dejure.org/2004,3151)
BayObLG, Entscheidung vom 22.06.2004 - 1Z BR 40/04 (https://dejure.org/2004,3151)
BayObLG, Entscheidung vom 22. Juni 2004 - 1Z BR 40/04 (https://dejure.org/2004,3151)
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BGB §§ 134, 1937; HeimG § 14 Abs. 5
Unwirksamkeit der Erbeinsetzung eines Heimmitarbeiters durch notarielles Testament
BGB § 134 § 1937; HeimG § 14 Abs. 5
Wirksamkeit einer letztwilligen Verfügung im Falle der Einsetzung eines Heimmitarbeiters von einer Heimbewohnerin zum Erben; Auswirkungen der Verlegung einer Heimbewohnerin auf eine außerhalb der Geschäftsaufgabe des Heimmitarbeiters liegende Pflegestation auf die ...
Altenpfleger als Erben eingesetzt - Das ist im Heimgesetz verboten - Verwandte gehen trotzdem leer aus
AG Ingolstadt - VI 1294/02
LG Ingolstadt - 1 T 190/04
NJW-RR 2004, 1591
FamRZ 2005, 142
Rpfleger 2004, 699
BayObLGZ 2004, 162
Dieses Verbot erfasst auch testamentarische Zuwendungen (Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts --BayObLG-- vom 22. Juni 2004 1Z BR 40/04, Neue Juristische Wochenschrift - Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 2004, 1591, m.w.N.).
Für die Widerlegung der Vermutung ist der Beweis des Gegenteils erforderlich (…BGHZ 110, 235 aaO; BayOblG FamRZ 2005, 142, Rn 29).
Ob in Ausnahmefällen - im Rahmen des § 242 BGB - ein endgültiger Verzicht möglich ist (vgl. Münch, FamRZ 2004, 1329/1333 bei FN 57) kann schon deswegen offen bleiben, da hierzu irgendwelche Umstände weder vorgetragen, geschweige denn in grundbuchmäßiger Form (§ 29 GBO) dargetan sind.
Bei fehlender Kenntnis des Bedachten ist das Testament stets wirksam (…BVerfG a.a.O.;… BayObLG, NJW 1992, S. 55 ff.;… NJW 1993, S. 1143 ff.; BayObLG…, Beschluss vom 13.09.2000 - 1Z BR 69/00 -, Rn. 19 zitiert nach juris; BayObLG, Beschluss vom 22.06.2004 - 1Z BR 40/04 -, unter II2a, FamRZ 2005, 142; KG, Beschluss vom 14.05.1998 - 1 W 3540/97 -, FamRZ 1998, 1542, 1544).
Ein solcher Zusammenhang wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet; dies rechtfertigt der Verbotszweck, der verhindern soll, dass alte und pflegebedürftige Menschen, die in einem Heim leben, in ihrer Hilf- und Arglosigkeit ausgenutzt werden (…BGH a.a.O., Rn. 16; vgl. auch BayObLG…, Beschluss vom 13.09.2000 - 1Z BR 68/00 -, Rn. 41 zitiert nach juris; BayObLG, Beschluss vom 22.06.2004 a.a.O., unter IIb.cc; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 12. Mai 2015 - 21 W 67/14 -, Rn. 9 zitiert nach juris ).
Zwar können Treuhandanweisungen an den Notar durchaus mündlich wirksam erteilt werden, weil die §§ 125, 126 BGB auf Verwahranweisungen, die nach § 54 a Abs. 4 BeurkG der Schriftform bedürfen, nicht anwendbar sind (BGH DNotZ 2005, 56, 57).
Entwicklung im Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungsrecht seit 2000, Rpfleger 2004, 69 [BayObLG 22.06.2004 - 1 Z BR 40/04] [8.1]; Haarmeyer/Wutzke/Förster/Hinze, Zwangsverwaltung, § 24 ZwVerwVO, Rdn. 19, 28; LG Potsdam, LG Stralsund Rpfleger 2002, 473; LG Mainz Rpfleger 2000, 288; LG Gera ZIP 2002, 1496; AG Syke Rpfleger 2003, 39; AG Demmin Rpfleger 2003, 39).

References: § 14
 § 134
 § 1937
 § 14
 § 242
 § 54
 § 24