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Timestamp: 2020-05-27 15:11:37+00:00

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Strafrecht an der Universität Bochum | Karteikarten und Zusammenfassungen
Strafrecht an der Universität Bochum
Karteikarten und Zusammenfassungen für Strafrecht an der Universität Bochum
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Beispielhafte Karteikarten für Strafrecht an der Universität Bochum auf StudySmarter:
Schließt Tötungsvorsatz den Körperverletzungsvorsatz aus?
E.A. Exklusivitätstheorie
Vosatz bezieht sich nur auf die Tötung nicht auf die Kösperverletzung
h.M. Einheitstheorie
Beides liegt vor
Wann tritt der Täter gem. §24 I s.1 Alt.2 zurück?
Wenn er zumindest mitursächlich für die Verhinderung war.
Wann liegt unmittelbares Ansetzen bei den Giftfällen oder Fallen vor?
Problematisch ist die Mitwirkungshandlung des Opfers, bei der eine Parallele zur Mittelbaren Täterschaft vorliegt. Daher kann auf die dort geltenden Grundsätze des unmittelbaren Ansetzens zurückgegriffen werden.
->Wenn der Täter den Eintritt des Erfolgs außer Hand gibt und der Eintritt im Bereich des Normalen liegt. Außerdem muss nach seiner Vorstellung eine Gefährdung vorliegen.
Wann liegt ein Warndelikt vor und wann ein untauglicher Versuch
1. Warndelikt: Täter tut etwas strafloses, geht aber davon aus, dass dies strafbar ist
-> rein falsche rechtliche Einschätzung
2. untauglicher Versuch
Irrige Annahme von Tatumständen, welche den objektiven Tatbestand erfüllen würden
h.M. strafbarer Versuch
Wann ist ein Irrtum gem. § 17 unvermeidbar?
->juristischer Ausnahmefall
1. Pflicht zur Gewissensanstrengung
2. Pflicht zur intellektuellen Hinterfragung
3. Pflicht zur Erkundung
Nenne die Meinungen und Folgen des ETBI
Unrechtsbewusstsein sei Teil des Vorsatzes, sodass dieser entfalle.
->Widerspricht §17
Rechtfertigung als negativer Tatbestand, sodass § 16 direkt anwendbar sei.
-> §32 unterscheidet zwischen Tat und rechtswidrig
3. strenge Schuldtheorie
Direkte Anwendung des §17
-> Täter erkennt das tatsächliche Geschehen und bewertet diese rechtlich falsch; liegt nicht vor, da reines Aufmerksamkeitsdefizit und muss Täter zugute kommen
Folge: Regelungslücke
4. reine eingeschränkte Schuldtheorie
Analoge Anwendung des § 16 I, sodass Vorsatz entfällt
-> Täter handelt im Wissen und Wollen um den Tatbestand, sodass das Ergebnis unpassend ist.
5. rechtsfolgenverweisende eingeschränkte Schuldtheorie
§ 16 I nur in der Rechtsfolge analog, sodass der tatbestandliche Vosatz bestehen bleibt, aber der Vorsatzschuldvorwurf entfällt.
Bestrafung des irrtumsfreien Teilnehmers möglich
Fahrlässige Strafbarkeit bzgl. der Tathandlung unmöglich, da Vorsatz
Aber Fahrlässigkeit bzgl. des Irrtums ist prüfbar! -> Liegt vor, wenn Irrtum aufgrund von Fahrlässigkeit vermeidbar gewesen ist
Ist ein Tatverdacht für § 127 1 S.1 StPO ausreichend?
e.A. Es reicht ein dringender Tatverdacht aus
Aufklärung ist in der Situation unzumutbar
h.M. Nur bei einer Tat
Wortlaut „Tat“
sonst Eingreifen des ETBI
Notwehrrecht der anderen Person entfällt
Polizei ist bei Verdacht zuständig -> §§ 127; 112 ->Systematik
Aufbau § 127 I S.1 StPO
I. Objektive Rechtfertigungselemente
a) Betreffen oder Verfolgen auf frischer Tat (P)
-> wer während der Tat oder unmittelbar danach am Tatort oder in dessen unmittelbarer Nähe angetroffen wird
b) Festnahmegrund: Fluchtverdacht oder Sicherung der sofortigen Identitätsvorstellung
Erforderlichkeit und Grenzen
Alle Mittel die unmittelbar mit der Festnahme verbunden sind
h.M. dolus direktus 1. Grades bezüglich der Übergabe an die Strafverfolgung
Ist ein subjektives Rechtfertigungselement Verteidigungswille erforderlich?
Gibt es einen Unterschied zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeitsdelikten?
e.A. Objektives Vorliegen der Notwehr reicht aus. Kein Grund zur Annahme eines subjektiven Elements.
h.M. Subjektives Rechtfertigungselement erforderlich-> Wortlaut „um“ § 32 II
Außerdem beseitige das objektive Vorliegen auch nur das Erfolgsunrecht nicht jedoch das Handlungsunwert
-> Folge in der Strafzumessung:
e.A. Bestrafung wegen Vollendung
h.M. Bestrafung nur wegen Versuchs §§ 23, 49 analog, sodass Haftungsmilderung in Frage kommt. Täter ist im objektiven Tatbestand gerechtfertigt, sodass nur der subjektive Handlungsunwert zu bestrafen ist.
Fahrlässigkeit: Genereller Wille rechtfertigend zu handeln reicht.
P: Mehraktiges Geschehen bei der Abgrenzung des fehlgeschlagenen Versuchs
e.A. Einzelaktstheorie
Getrenntes Betrachten des Tatgeschehens, wenn ein erfolgstauglicher Versuch unternommen wird, der fehlschlägt, wird direkt ein Fehlgeschlagener Versuch angenommen. Z.B. Messerstich oder Schuss
-> Kritik §24 I s.1 2.Var. bei dem der Rücktritt sogar beim beendeten Versuch möglich ist; Künstliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs
h.M. Gesamtbetrachtungslehre
Es wird ein einheitliches Geschehen betrachtet, da ein weiterer einzelner Versuch kein neuer Tatentschluss darstellt. Außerdem Opferschutz, da Anreiz zum Rücktritt höher ist
P: Einheitliches Geschehen muss bestimmt werden
-> Bei einer natürlichen Handlungseinheit § 52-> Bestimmen
P: Welcher Zeitpunkt ist zur Bestimmung des beendeten/ unbeendeten Versuchs ausschlaggebend?
Es kommt auf die Vorstellung nach der letzten Ausführungshandlung an. Dabei kann auch eine korrektur erfolgen, wenn sich das Vorstellungsbild verändert, sofern dies in einem einheitlichen Geschehen liegt. Z.B. Täter geht unmittelbar nach dem Stich von einem Harmlosen aus, erkennt aber aufgrund der nachträglichen Reaktion des Opfers, dass der Stich lebensgefährlich ist.
a.A. Tatplantheorie
Stellt auf den Plan des Täters am Anfang ab.
->Begünstigung des planenden Täters
Rücktritt bei Denkzettelfällen
Ausschluss des Rücktritts aufgrund Erreichung des außertatbestandlichen Ziels?
e.A. Keine honorierbare Leistung des Täters, außerdem auch der Opferschutzgedanke nicht zutreffend, da der Täter bereits seine Ziele erreicht hat.
h.M. Der Täter mit direktem Tötungsvorsatz wird privilegiert, außerdem genügt es von der Tat zurückzutreten. Konsequent gedacht tut dies der Täter, er muss nicht von seinen außertatbestandlichen Zielen zurücktreten.
Auch bei der Freiwilligkeit kommt es nicht auf ethische Motive an.
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References: §24
 § 17
 §17
 § 16
 §32
 §17
 § 16

§ 16
 § 127
 § 127
 § 32
 §24
 § 52