Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/werkstoffprausbv
Timestamp: 2020-01-28 17:38:38+00:00

Document:
WerkstoffPrAusbV
Fachrichtungsspezifische Vorschriften
§ 6 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Metalltechnik
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Metalltechnik
§ 8 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Metalltechnik
§ 9 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Metalltechnik
§ 10 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofftechnik
§ 11 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofftechnik
§ 12 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofftechnik
§ 13 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Kunststofftechnik
§ 14 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 15 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 16 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 17 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 18 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Systemtechnik
§ 19 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Systemtechnik
§ 20 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Systemtechnik
§ 21 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Systemtechnik
Anlage 1: Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin
Anlage 2: Regelung zur Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten bezüglich der Zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) nach DIN EN ISO 9712
Der Ausbildungsberuf des Werkstoffprüfers und der Werkstoffprüferin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Wärmebehandlungstechnik,
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Hierbei sind die in Anlage 2 enthaltenen Entsprechungen zu berücksichtigen. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin gliedert sich in:
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Metalltechnik,
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Kunststofftechnik,
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik,
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemtechnik sowie
Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Werkstoffen,
Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren für metallische Werkstoffe und deren Anwendungsmöglichkeiten,
Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren für nicht metallische Werkstoffe und deren Anwendungsmöglichkeiten,
Grundlagen der Prüfverfahren,
Planen und Vorbereiten von Prüfaufträgen, Auswählen und Überprüfen von Prüfmitteln,
Einrichten von Prüfarbeitsplätzen,
Durchführen von Prüfungen,
Bewerten von Prüfergebnissen,
Dokumentieren von Prüfungsverlauf, Messwerten und Prüfergebnissen.
(4) Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Metalltechnik sind:
Ändern und Beurteilen von Werkstoffeigenschaften,
Ermitteln mechanisch-technologischer Werkstoffeigenschaften,
Durchführen metallografischer Untersuchungen,
Anwenden zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren,
Ermitteln sonstiger Werkstoff- und Produkteigenschaften,
Analysieren von Fehlerursachen.
(5) Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Kunststofftechnik sind:
Einordnen von Aufbau und Struktur von Kunststoffen,
Beurteilen der Eigenschaften von Kunststoffen,
Unterscheiden und Anwenden von Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe,
Ermitteln mechanisch-technologischer Eigenschaften von Kunststoffen,
Ermitteln thermischer, physikalisch-chemischer und morphologischer Eigenschaften von Kunststoffen,
(6) Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik sind:
Beurteilen von Änderungen der Werkstoffeigenschaften,
Planen und Festlegen betrieblicher Arbeits- und Prüfabläufe,
Auswählen von Wärmebehandlungsverfahren,
Vorbereiten und Bedienen von Wärmebehandlungsanlagen,
Nachbehandeln und Freigeben wärmebehandelter Teile,
Prüfen und Bestimmen von Werkstoffeigenschaften,
(7) Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemtechnik sind:
Unterscheiden von Beanspruchungen und Fehlerarten in technischen Systemen,
Vorbereiten von Prüfeinsätzen in technischen Systemen,
Vorbereiten von Prüfarbeitsplätzen in technischen Systemen,
Durchführen von Prüfverfahren und -prozessen im Einsatzgebiet und Umsetzen von Anforderungen des Qualitätsmanagements,
Analysieren von Prüfergebnissen,
Durchführen von Maßnahmen nach Prüfungen,
Dokumentieren des technischen Systemzustandes,
(8) Gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Handhaben von Arbeits- und Gefahrstoffen,
Betriebliche und technische Kommunikation; Qualitätsmanagement,
Bearbeiten von Werkstücken aus unterschiedlichen Werkstoffen,
Warten und Pflegen von Werkzeugen, Messgeräten und Betriebseinrichtungen.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in Prüfungen nach den §§ 6 bis 21 nachzuweisen.
Teil 2 Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.1 Fachrichtung Metalltechnik
Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung nach § 38 des Berufsbildungsgesetzes erforderlich ist.
(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich Prüfverfahren.
(4) Für den Prüfungsbereich Prüfverfahren bestehen folgende Vorgaben:
Prüfunterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen,
Prüf-, Mess- und Hilfsmittel auszuwählen und deren Einsatzfähigkeit festzustellen,
Prüfteile werkstoff- und verfahrensspezifisch vorzubereiten und zu kennzeichnen,
Prüfarbeitsplätze einzurichten; Prüfbedingungen sicherzustellen,
Prüfverfahren durchzuführen, Messwerte und Ergebnisse zu erfassen und zu dokumentieren,
Prüfprotokolle zu erstellen,
fachliche Berechnungen durchzuführen,
die fachlichen Hintergründe seiner Vorgehensweise und technologische Sachverhalte zu erläutern sowie
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einzubeziehen;
Eindringprüfung,
Präparation eines Mikroschliffs und
messmikroskopische Auswertung;
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen, die ein situatives Fachgespräch und schriftlich zu bearbeitende Aufgabenstellungen beinhaltet, wobei die schriftlich zu bearbeitenden Aufgabenstellungen mit einem Drittel zu gewichten sind;
die Prüfungszeit beträgt acht Stunden; innerhalb dieser Zeit sind das situative Fachgespräch in insgesamt höchstens 20 Minuten und die schriftlich zu bearbeitenden Aufgaben in 90 Minuten durchzuführen.
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Werkstoff- und Produktprüfung,
Eigenschaften metallischer Werkstoffe,
(3) Für den Prüfungsbereich Werkstoff- und Produktprüfung bestehen folgende Vorgaben:
Art und Umfang von Prüfaufträgen zu klären, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen und zu nutzen,
Auftragsdurchführung unter Berücksichtigung technischer, normativer, wirtschaftlicher, sicherheitsrelevanter und ökologischer Gesichtspunkte zu planen und mit vor- und nachgelagerten Bereichen abzustimmen,
Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anzuwenden,
Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen, anzuwenden und zu beurteilen, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen,
Prüfpläne, Prüfanweisungen und Prüfvorschriften anzuwenden,
Prüfergebnisse zu kontrollieren und zu beurteilen,
eine Freigabeentscheidung zu treffen oder Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen,
einen zusammenfassenden Bericht zu erstellen;
für den Nachweis nach Nummer 1 sind vier der folgenden Gebiete auszuwählen, wobei die Gebiete a bis c in der Auswahl enthalten sein müssen:
mechanisch-technologische Prüfverfahren,
qualitative und quantitative metallografische Untersuchungen,
Senkrechtprüfungen mit Ultraschall und
Analyse von Fehlerursachen an Produkten;
Prüfvariante 1
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen, mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren und darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen,
die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen Auftrags einschließlich Dokumentation beträgt 18 Stunden und für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten;
Prüfvariante 2
der Prüfling soll ein Prüfungsprodukt, das einem betrieblichen Auftrag entspricht, erstellen, mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren und darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen,
die Prüfungszeit für die Erstellung des Prüfungsproduktes einschließlich Dokumentation beträgt zwölf Stunden und für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten;
der Ausbildungsbetrieb wählt die Prüfvariante nach Nummer 3 oder 4 aus und teilt sie dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit der Anmeldung zur Prüfung mit.
(4) Für den Prüfungsbereich Schadensanalyse bestehen folgende Vorgaben:
Schadensbeschreibungen zu erstellen,
Vorgehensweisen zur systematischen Untersuchung von Schadensfällen an Produkten aus metallischen Werkstoffen festzulegen,
Prüfumfang und -verfahren festzulegen,
Qualitätsmanagement anzuwenden,
Einzelergebnisse zusammenfassend auszuwerten,
Ursachen für schadhafte Veränderungen zu ermitteln;
(5) Für den Prüfungsbereich Eigenschaften metallischer Werkstoffe bestehen folgende Vorgaben:
Zusammenhänge zwischen Struktur- und Werkstoffeigenschaften zu bewerten,
Zusammenhänge zwischen Fertigungsprozessen, Werkstoffeigenschaften und Werkstoffeinsatz zu beurteilen,
Wärmebehandlungen zu planen,
Langzeitversuche und dynamische Prüfverfahren hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs zu bewerten,
themenbezogene Berechnungen durchzuführen;
Prüfverfahren mit 30 Prozent,
Werkstoff- und Produktprüfung mit 30 Prozent,
Schadensanalyse mit 10 Prozent,
Eigenschaften metallischer
Werkstoffe mit 20 Prozent,
im Prüfungsbereich Eigenschaften metallischer Werkstoffe mit mindestens „ausreichend“,
in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend“ und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Schadensanalyse, Eigenschaften metallischer Werkstoffe oder Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Teil 2.2 Fachrichtung Kunststofftechnik
Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung nach § 38 des Berufsbildungsgesetztes erforderlich ist.
Prüf-,Mess- und Hilfsmittel auszuwählen und deren Einsatzfähigkeit festzustellen,
Eigenschaften polymerer Werkstoffe,
für den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuwählen:
physikalisch-chemische Prüfverfahren und
rheologische Prüfverfahren;
die Prüfungszeit für die Erstellung des Prüfungsproduktes einschließlich Dokumentation beträgt acht Stunden und für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten;
Vorgehensweisen zur systematischen Untersuchung von Schadensfällen an Produkten aus polymeren Werkstoffen festzulegen,
(5) Für den Prüfungsbereich Eigenschaften polymerer Werkstoffe gelten folgende Vorgaben:
Alterungsbeständigkeit und Langzeitverhalten hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffes zu bewerten,
Eigenschaften polymerer
im Prüfungsbereich Eigenschaften polymerer Werkstoffe mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Schadensanalyse, Eigenschaften polymerer Werkstoffe oder Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Teil 2.3 Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
die fachlichen Hintergründe seiner Vorgehensweise und technologische Sachverhalte zu erläutern,
Wärmebehandlungsprozesse,
Wärmebehandlungsfähigkeit von Bauteilen,
(3) Für den Prüfungsbereich Wärmebehandlungsprozesse bestehen folgende Vorgaben:
Art und Abwicklung der Wärmebehandlung zu klären, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen und zu nutzen,
Wärmebehandlungsverfahren auszuwählen, anzuwenden und Ergebnisse zu kontrollieren und zu beurteilen,
Wärmebehandlungsanlagen zu chargieren und zu bedienen,
eine Freigabeentscheidung zu treffen oder Korrekturmaßnahmen einzuleiten,
arbeitsbegleitende Dokumentationen zu erstellen,
materialografische Gefügeuntersuchungen und
Analyse von Fehlerursachen;
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen, mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren und darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;
der Prüfling soll ein Prüfungsprodukt, das einem betrieblichen Auftrag entspricht, erstellen, mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren und darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen;
Vorgehensweisen zur systematischen Untersuchung von Schadensfällen an wärmebehandelten Werkstoffen festzulegen,
(5) Für den Prüfungsbereich Wärmebehandlungsfähigkeit von Bauteilen bestehen folgende Vorgaben:
den Zusammenhang zwischen Metallurgie, Fertigungsprozessen, den nachfolgenden Wärmebehandlungsprozessen und den daraus resultierenden Werkstoffeigenschaften zu analysieren und zu beurteilen,
Wärmebehandlungsparameter werkstoffbezogen auszuwählen und festzulegen,
Wärmebehandlungsanlagen zu überwachen,
Wärmebehandlungsergebnisse zerstörend, zerstörungsfrei und materialografisch zu überprüfen,
Wärmebehandlungsprozesse mit 30 Prozent,
Wärmebehandlungsfähigkeit von
Bauteilen mit 20 Prozent,
im Prüfungsbereich Wärmebehandlungsfähigkeit von Bauteilen mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Schadensanalyse, Wärmebehandlungsfähigkeit von Bauteilen oder Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Teil 2.4 Fachrichtung Systemtechnik
Zerstörungsfreie Prüfprozesse,
Beanspruchungen technischer Systeme,
(3) Für den Prüfungsbereich Zerstörungsfreie Prüfprozesse bestehen folgende Vorgaben:
Prüfaufträge zu klären, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen, Auftragsdurchführung zu planen und abzustimmen,
Freigabeentscheidungen zu treffen oder Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen,
der Ausbildungsbetrieb wählt die Prüfvariante nach Nummer 2 oder 3 aus und teilt sie dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit der Anmeldung zur Prüfung mit.
(4) Für den Prüfungsbereich Prüfanweisungen bestehen folgende Vorgaben:
Prüfanweisungen für zerstörungsfreie Oberflächenprüfverfahren zu verfassen,
Prüftechnik, Art und Umfang der Oberflächenprüfung festzulegen,
system- und verfahrensbezogene Regelwerke zu identifizieren,
Prüf-, Mess- und Hilfsmittel und deren Kontrolle festzulegen,
Mindestanforderungen an das Prüfpersonal festzulegen,
Ablauf der Oberflächenprüfung, Vor- und Nachbereitung zu beschreiben,
Kriterien zur Anzeigenbewertung und Maßnahmen bei unzulässigen Anzeigen festzulegen,
Hinweise zur Prüfdokumentation zu geben;
(5) Für den Prüfungsbereich Beanspruchungen technischer Systeme bestehen folgende Vorgaben:
verfahrenstechnisch bestimmte Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen zerstörungsfreien Prüfverfahren zu unterscheiden,
spezifische werkstoff-, herstellungs- und betriebsbedingte Inhomogenitäten zu unterscheiden,
Schwachstellen in technischen Systemen und Strukturen zu identifizieren,
Bereiche, die durch Bauteilform, Konstruktion, Werkstoff, Betriebs- und Umgebungsbeanspruchung besonders belastet werden, zu identifizieren,
themenbezogene Berechnungen durchzuführen,
Auftragsdurchführung unter Berücksichtigung technischer, normativer, wirtschaftlicher, sicherheitsrelevanter und ökologischer Gesichtspunkte zu planen und mit vor- und nachgelagerten Bereichen abzustimmen;
Zerstörungsfreie Prüfprozesse mit 30 Prozent,
Prüfanweisungen mit 15 Prozent,
Beanspruchungen technischer
Systeme mit 15 Prozent,
in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend“ und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Prüfanweisungen, Beanspruchung technischer Systeme oder Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Diese Verordnung tritt am 1. August 2013 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer/zur Werkstoffprüferin vom 29. Mai 1996 (BGBl. I S. 773) außer Kraft.
Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1 Satz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 1704 - 1715)
Monat 19. bis 42.
1 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Werkstoffen
strukturellen Aufbau von Werkstoffen unterscheiden
Werkstoffe nach physikalischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften beurteilen
Eigenschaften von Werkstoffen qualitativ ermitteln
Beanspruchungsarten von Bauteilen qualitativ bewerten
2 Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren für metallische Werkstoffe und deren Anwendungsmöglichkeiten
Herstellungsverfahren, insbesondere Gießen, Sintern, Schmieden, Walzen und spanende Verfahren, unterscheiden
Wärmebehandlungen und andere Veredelungsverfahren zur Erzielung spezifischer Werkstoffeigenschaften einordnen
verfahrensspezifische Eigenschaften beurteilen
Fügeverfahren, insbesondere Schrauben, Kleben, Löten und Schweißen, zwischen gleichen und unterschiedlichen Werkstoffen unterscheiden
3 Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren für nicht metallische Werkstoffe und deren Anwendungsmöglichkeiten
Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe, insbesondere Spritzgießen und Extrudieren, unterscheiden
Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren für Keramik, insbesondere Pressen, Sintern und Schleifen, unterscheiden
Fügeverfahren für Kunststoffe, insbesondere Kleben und Schweißen, unterscheiden
4 Grundlagen der Prüfverfahren
physikalische Zusammenhänge zerstörender Prüfverfahren, insbesondere Zugversuch, Härteprüfung und Kerbschlagbiegeversuch, unterscheiden
physikalische Grundlagen zerstörungsfreier Prüfverfahren, insbesondere Ultraschall-, Durchstrahlungs-, Eindring-, Magnetpulver-, Wirbelstrom- und Sichtprüfung, unterscheiden
physikalische Zusammenhänge lichtmikroskopischer Prüfverfahren unterscheiden
gerätetechnische Analyseverfahren, insbesondere Spektrometrie, unterscheiden und anwenden
Stoffeigenschaften, insbesondere Dichte, ermitteln
physikalische Grundlagen der Messtechnik und Sensorik unterscheiden
manuelle, automatisierte und computergestützte Prüfungen unterscheiden
5 Planen und Vorbereiten von Prüfaufträgen, Auswählen und Überprüfen von Prüfmitteln
Prüfunterlagen auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen
Prüfeinrichtungen, Verbrauchsmaterialien, Mess- und Hilfsmittel auswählen, überprüfen und bereitstellen
Prüfteile, Prüfbereiche und Proben unter Berücksichtigung der Untersuchungsziele, Prüfvorschriften und Vorgaben festlegen und kennzeichnen
Prüfverfahren auswählen
6 Einrichten von Prüfarbeitsplätzen
Prüfteile, Prüfbereiche und Proben für die Prüfung vorbereiten
Umgebungsbedingungen und Prüfparameter überprüfen und berücksichtigen; Einhaltung der Prüfbedingungen sicherstellen
Prüfvorbereitungen und -bedingungen dokumentieren
Prüfeinrichtung unter Berücksichtigung der Untersuchungsziele, Prüfvorschriften und Vorgaben einrichten, Funktionstüchtigkeit überprüfen; Prüfeinrichtung einstellen
7 Durchführen von Prüfungen
zerstörende Prüfverfahren, insbesondere Zugversuch, Härteprüfung und Kerbschlagbiegeversuch, durchführen
zerstörungsfreie Prüfverfahren, insbesondere Oberflächenverfahren, durchführen
materialografische Präparation und lichtmikroskopische Prüfverfahren durchführen
Toleranzgrenzen für die zu messenden Eigenschaften und Größen überwachen
Prüfablauf überwachen, Abweichungen und Störungen erkennen und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung einleiten
mobile Prüfverfahren, insbesondere Härteprüfung sowie Bauteilmaterialografie, anwenden
produktbezogene Prüfverfahren auswählen und durchführen
8 Bewerten von Prüfergebnissen
Prüfergebnisse nach Arbeits- oder Prüfanweisung, Regelwerk oder technischer Spezifikation mit Vergleichsmustern oder -katalogen vergleichen, beschreiben, bewerten und protokollieren
Prüfobjekte aufgrund Prüfergebnis nach Spezifikation kennzeichnen und die geforderten Maßnahmen, insbesondere Nachprüfungen und Korrekturen, einleiten
Freigabeentscheidung mit Verantwortlichen oder Kunden abstimmen
9 Dokumentieren von Prüfungsverlauf, Messwerten und Prüfergebnissen
Prüf- und Arbeitsabläufe, Geräte und Hilfsmittel, Messwerte und Ergebnisse dokumentieren
computergestützte Verfahren zum Erstellen von Protokollen, Untersuchungsberichten, Tabellen und Grafiken sowie digitale Bilddokumentation anwenden
Prüfergebnisse auf Plausibilität prüfen
Messwerte statistisch darstellen und auswerten
Prüfergebnisse zu Berichten zusammenfassen und präsentieren
Messunsicherheiten, insbesondere an einem Härteprüfverfahren, bestimmen
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Metalltechnik
1 Ändern und Beurteilen von Werkstoffeigenschaften
Wärmebehandelbarkeit von metallischen Werkstoffen beurteilen
Behandlungsmittel zur Erwärmung und Abkühlung sowie Schutzmittel der Wärmebehandlung unter Berücksichtigung der Werkstoffe und Verfahren festlegen
Glühverfahren, insbesondere Grobkorn-, Normal-, Weich-, Spannungsarm- und Rekristallisationsglühen, durchführen
Wärmebehandlungen, insbesondere Anlassen, Altern, Aushärten, Vergüten und Tiefkühlen, durchführen
thermochemische Wärmebehandlungen zum Ein- und Ausdiffundieren von Elementen durchführen
Zeit-Temperatur-Verläufe zur Erzielung vorgegebener Werkstoffeigenschaften festlegen
unter Nutzung von Zeit-Temperatur-Austenitisier-Schaubildern und Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Schaubildern wärmebehandeln, insbesondere härten
Durchhärtbarkeit von Eisenbasislegierungen durch Stirnabschreckversuch bestimmen
Beeinflussung der Werkstoffeigenschaften von metallischen Werkstoffen durch Wärmebehandlung, Fügen, Kalt- und Warmumformungen beurteilen
2 Ermitteln mechanisch-
technologischer Werkstoffeigenschaften
Festigkeits- und Verformungskennwerte von Werkstoffen durch Zug- und Druckversuche ermitteln
Härte von Werkstoffen, insbesondere nach den Verfahren Brinell, Rockwell und Vickers, ermitteln
Zähigkeit von Werkstoffen durch Kerbschlagbiegeprüfung ermitteln
Umformungsverhalten durch Biege- und Faltversuche prüfen
weitere mechanisch-technologische Untersuchungsverfahren, insbesondere Schwing-, Zeitstand- und Kriechversuche, auswählen, veranlassen und Ergebnisse bewerten
3 Durchführen metallografischer Untersuchungen
Proben für metallografische Untersuchungen durch Beizen und Ätzen von Oberflächen vorbereiten
makroskopische Untersuchungen, insbesondere zur Beurteilung von Reinheitsgrad und Seigerung, durchführen
Gefüge metallischer Werkstoffe lichtmikroskopisch untersuchen
Gefügebestandteile in Stahl, insbesondere Korn- und Zwillingsgrenzen, Ferrit, Perlit, Martensit und nichtmetallische Einschlüsse, identifizieren
Ferrit, Perlit, Martensit, Graphit und Ledeburit in Eisengusswerkstoffen identifizieren
Ausscheidungen in einer Aluminiumgusslegierung identifizieren
Gefügebestandteile, insbesondere Korn- und Zwillingsgrenzen, alpha- und beta-Phase, in einer Kupfer-Zink-Legierung identifizieren
Gefüge metallischer Werkstoffe mittels Richtreihen, insbesondere zu Korngröße und Reinheitsgrad, quantifizieren
Flächenanteil einzelner Gefügebestandteile und Schichtdicken an metallischen Werkstoffen bildanalytisch ermitteln
weitere Untersuchungsverfahren, insbesondere Rasterelektronenmikroskopie, auswählen, veranlassen und Ergebnisse bewerten
Untersuchungen an fehlerhaften Werkstoffen und Produkten durchführen
4 Anwenden zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren
visuelle Kontrollen an Werkstücken durchführen
Oberflächen, insbesondere mit Magnetpulver- und Eindringverfahren, prüfen
Senkrechtprüfungen mit Ultraschall durchführen
zerstörungsfreie Prüfverfahren auswählen und bewerten
5 Ermitteln sonstiger Werkstoff- und Produkteigenschaften
Oberflächenrauheit messen und bewerten
Ergebnisse chemischer Analytik bewerten
Thermoanalysen an Ein- und Mehrstoffsystemen zur Bestimmung von Ausscheidungs- und Umwandlungsprozessen durchführen und bewerten
6 Analysieren von Fehlerursachen
Vorgehensweise zur systematischen Untersuchung von Schadensfällen festlegen
Änderungen von Eigenschaften durch werkstoff-, verarbeitungs-, konstruktions- sowie betriebsbedingte Einwirkungen beurteilen
umgebungsbedingte Veränderungen der Eigenschaften von metallischen Werkstoffen identifizieren und bewerten, insbesondere durch Einwirkung von Temperatur, Feuchtigkeit und Chemikalien
auf der Grundlage von Untersuchungsergebnissen auf Fehlerursachen schließen
Vorschläge zur Fehlervermeidung entwickeln
Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Kunststofftechnik
1. bis 18. Monat 19. bis 42. Monat
1 Einordnen von Aufbau und Struktur von Kunststoffen
Werkstoffeigenschaften amorpher und teilkristalliner Kunststoffe ausgehend vom molekularen Aufbau unterscheiden
Beeinflussung der Funktionalität von Kunststoffen durch Additive, insbesondere Gleitmittel, Stabilisatoren, Weichmacher, Füllstoffe und Kunststoffrecyclate, bewerten
Verstärkung von Kunststoffen durch den Einsatz von Pulvern, Kurzfasern, Langfasern und Endlosfasern unterscheiden und im Hinblick auf ihre Anwendung bewerten
2 Beurteilen der Eigenschaften von Kunststoffen
Duroplaste, Thermoplaste und Elastomere durch systematische Prüfungen unterscheiden sowie Verarbeitungsverfahren und Einsatzgebieten zuordnen
thermomechanische Eigenschaften, insbesondere thermische Ausdehnung und Phasenübergang, bewerten
mechanische Eigenschaften in Abhängigkeit von Temperatur und Beanspruchungsgeschwindigkeit, insbesondere Relaxation und Kriechen, beurteilen
werkstoff- und anwendungsspezifische Alterungsmechanismen beurteilen
3 Unterscheiden und Anwenden von Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe
Zusammenhang zwischen Werkstoffeigenschaften, Verarbeitungsverfahren und Produktanforderungen beurteilen; Compounds und Masterbatches bewerten
Verarbeitung von Thermoplasten durch Spritzgießen und Extrudieren unterscheiden
Verarbeitung von Duroplasten durch Gießen, Pressen und Tränken unterscheiden; Aushärtungsvorgänge bewerten
Verarbeitung von Elastomeren, insbesondere durch Spritzgießen und Extrudieren, unterscheiden; Vulkanisierungsvorgänge bewerten
Herstellung und Bearbeitung von Verbundwerkstoffen mit Kunststoffmatrix unterscheiden, insbesondere faserverstärkte Verbundwerkstoffe
im Rahmen von Anwendungs- und Verfahrensentwicklung oder Qualitätssicherung betriebsspezifische Verarbeitungsverfahren anwenden
4 Ermitteln mechanisch-
technologischer Eigenschaften von Kunststoffen
Festigkeits- und Verformungskennwerte durch Zug-, Biege- und Druckversuche ermitteln
Härte stationär und mobil ermitteln
Schlagzähigkeitsprüfung durchführen
Zeitstandfestigkeits-, Relaxations- und Kriechversuche auswählen, veranlassen und Ergebnisse bewerten
Orientierungsabhängigkeit der Eigenschaften ermitteln und im Zusammenhang mit der Prozesskette bewerten
5 Ermitteln thermischer, physikalisch-chemischer und morphologischer Eigenschaften von Kunststoffen
Thermoanalysen, insbesondere DSC-Verfahren und DMA-Analyse, durchführen
Infrarotspektroskopie, TGA-Analyse und Glühversuche auswählen, veranlassen und Ergebnisse bewerten
produktspezifische Analyseverfahren, insbesondere physiologische Prüfungen, Emissionsprüfungen oder Migrationsmessungen, auswählen, veranlassen und bewerten
rheologische Prüfverfahren auswählen, veranlassen und bewerten
Probenpräparation für mikroskopische Verfahren durchführen
auf- und durchlichtmikroskopische Verfahren, insbesondere zur Beurteilung der Morphologie, Verteilung und Orientierung von Füllstoffen und Fasern, auswählen, veranlassen und bewerten
6 Anwenden zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren
zerstörungsfreie Oberflächenverfahren, insbesondere zur Ermittlung von Glanzgrad, Farbmetrik und Schichtdicke, durchführen
zerstörungsfreie Volumenverfahren auswählen, veranlassen und bewerten
7 Analysieren von Fehlerursachen
umgebungsbedingte Veränderungen der Eigenschaften von Kunststoffen identifizieren und bewerten, insbesondere durch Einwirkung von Temperatur, Licht im sichtbaren und im UV-Bereich, Feuchtigkeit und Chemikalien
Änderungen von Produkteigenschaften durch Werkstoffauswahl, verarbeitungs-, konstruktions- sowie betriebsbedingte Einwirkungen beurteilen
Abschnitt D: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
1 Beurteilen von Änderungen der Werkstoffeigenschaften
Wärmebehandelbarkeit von Stählen und Eisengusswerkstoffen beurteilen
Wärmebehandelbarkeit von Nichteisenmetallen, insbesondere von Kupfer und Aluminium sowie deren Legierungen, beurteilen
Beeinflussung der Werkstoffeigenschaften durch Wärmebehandlung, Kalt- und Warmumformungen beurteilen
Zeit-Temperatur-Verläufe zur Erzielung von vorgegebenen Werkstoffeigenschaften unter Nutzung von Zeit-Temperatur-Austenitisierungs-Schaubildern und Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Schaubildern festlegen
Ergebnisse von Stirnabschreckversuchen beurteilen und bei der Planung von Wärmebehandlungen berücksichtigen
2 Planen und Festlegen betrieblicher Arbeits- und Prüfabläufe
Arbeits- und Prüfabläufe unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Arbeitssicherheit, Betriebsabläufen und zeitlichen Vorgaben festlegen
Machbarkeit der Kundenvorgaben überprüfen und beurteilen, bei Abweichungen Maßnahmen vorschlagen und einleiten
3 Auswählen von Wärmebehandlungsverfahren
zur Erzielung bestimmter Bauteileigenschaften Wärmebehandlungsverfahren, insbesondere Glühen, Vergüten, Oberflächenhärten, Härten und Nitrieren, auswählen
Wärmebehandlungsverfahren unter Berücksichtigung von Anlagentypen und Abschreckmedien, Werkstoffauswahl, Bauteilgeometrie, Verzug, Maß- und Formänderungen einsetzen
Wärmebehandlungsanlagen, insbesondere Kammeröfen, Vakuumöfen, Schacht- und Topföfen, Salzbadöfen, Durchlaufanlagen, Induktions- und Flammhärteanlagen sowie Tiefkühleinrichtungen, nach Einsatzmöglichkeit auswählen
4 Vorbereiten und Bedienen von Wärmebehandlungsanlagen
Werkstücke und Proben reinigen
Werkstücke und Proben für örtlich begrenzte Wärmebehandlungen vorbereiten
Chargiermittel und Chargierhilfsmittel auswählen
Werkstücke und Proben unter Berücksichtigung von Verzugs- und Maßänderungsverhalten und Wirtschaftlichkeit chargieren
Wärmebehandlungsanlagen vorbereiten, insbesondere Parameter einstellen und Wärmebehandlungsprogramme auswählen
Wärmebehandlungen durchführen
Wärmebehandlungsprozesse überwachen und steuern, insbesondere Temperaturverlauf, Temperaturverteilung und Ofenatmosphäre bestimmen
5 Nachbehandeln und Freigeben wärmebehandelter Teile
Ofenfahrten mit Hilfe von Ofendiagrammen bewerten
Zwischenprüfungen durchführen, Prozesse optimieren, weitere Wärmebehandlungsschritte festlegen
Endkontrollen durchführen, erforderliche Nacharbeiten veranlassen, Teile freigeben und dechargieren
Oberflächenbehandlung nach der Wärmebehandlung durchführen
6 Prüfen und Bestimmen von Werkstoffeigenschaften
Proben für metallografische Untersuchungen, insbesondere durch Beizen und Ätzen von Oberflächen, vorbereiten
mikroskopische und makroskopische Untersuchungen durchführen und bewerten
Gefügebestandteile in Eisenwerkstoffen, insbesondere Korngrenzen, Ferrit, Perlit, Martensit, Restaustenit und nichtmetallische Einschlüsse, identifizieren
Gefüge metallischer Werkstoffe mittels Richtreihen, insbesondere zu Korngröße und Karbidverteilung, quantifizieren
Härtetiefen ermitteln; Randschichten metallografisch auswerten
Schichtdicken an metallischen Werkstoffen ermitteln
7 Anwenden zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren
(§ 4 Absatz 6 Nummer 7)
Oberflächenverfahren anwenden und bewerten
Verwechslungsprüfung durchführen
8 Analysieren von Fehlerursachen
(§ 4 Absatz 6 Nummer 8)
die Beeinflussung der Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen durch Verarbeitungs- und Bearbeitungsverfahren sowie vor- und nachgeschaltete Prozesse beurteilen
Abschnitt E: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemtechnik
1 Unterscheiden von Beanspruchungen und Fehlerarten in technischen Systemen
herstellungs- und verarbeitungsbedingte Anzeigen unterschiedlicher Werkstoffe interpretieren, insbesondere Fehler in Schweißnähten, Gussstücken, Schmiedeteilen, Walzprodukten und Verbundwerkstoffen, identifizieren
Beanspruchung von Prüfbereichen in branchenspezifischen technischen Anlagen und Systemen im Kontext der Anlage oder Komponente unterscheiden
2 Vorbereiten von Prüfeinsätzen in technischen Systemen
Prüf- und Hilfsmittel zusammenstellen und bevorraten, Funktionsprüfungen durchführen und Prüfaufträge umsetzen
Prüfanweisungen für zerstörungsfreie Prüfungen unter Berücksichtigung der kundenspezifischen, normativen und gesetzlichen Anforderungen erstellen und anwenden
vor Ort prüftechnisch relevante branchen- und kundenspezifische Prüf- und Qualitätsmanagementanforderungen beschaffen, bewerten und berücksichtigen
Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Bereich Prüfmittelbeschaffung, Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorkehrungen und Qualitätsmanagementanforderungen am Prüfort ermitteln; Einsatzgenehmigungen einholen
Dokumentation für Anzeigen-Protokollierung erstellen
Prüfungen in betriebliche Abläufe einpassen, mit Kunden, Auditoren, Prüfaufsichtspersonal und Prüfbeteiligten abstimmen und optimieren
3 Vorbereiten von Prüfarbeitsplätzen in technischen Systemen
vor- und nachgelagerte Bereiche im Einsatzgebiet ermitteln, Verantwortungsbereiche und Prüfdurchführung abstimmen, Kunden auf spezifische Prüfbedingungen und Prüfdurchführungen hinweisen und beraten
prüfungsrelevante Komponenten und Bereiche im Einsatzgebiet ermitteln; Zugänglichkeit und Prüfbarkeit nach den geforderten Vorgaben beurteilen
örtliche Arbeitssicherheitsmaßnahmen und Strahlenschutzmaßnahmen berücksichtigen; Fremdleistungen veranlassen, überwachen und prüfen
Prüfgeräte und -mittel unter Berücksichtigung der anlagenspezifischen Gegebenheiten und unter Einbeziehung der Belastungsbedingungen positionieren
4 Durchführen von Prüfverfahren und -prozessen im Einsatzgebiet und Umsetzen von Anforderungen des Qualitätsmanagements
wiederkehrende Prüfungen, Zwischen- und Abnahmeprüfungen hinsichtlich Prüfmittel, Prüfdurchführung und Dokumentation unterscheiden
Bauteile und Komponenten auf Dimensionen, Werkstoffeigenschaften und Materialfehler prüfen
Prüfanweisungen für zerstörungsfreie Prüfung von Oberflächenfehlern und oberflächennahen Fehlern in unterschiedlichen technischen Anlagen, unterschiedlichen Werkstoffen und Bauteildimensionen erstellen
Prüftechniken verfahrensspezifisch und prüfproblemabhängig auswählen, Anwendungsbereiche abgrenzen
umgebungs- und anlagenbedingte Einflüsse des Einsatzgebietes auf die Prüfdurchführung und die Prüfergebnisse berücksichtigen
Bauteile und Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen mit zerstörungsfreien Prüfverfahren, durch Sichtprüfung, Eindringprüfung, Magnetpulverprüfung, Ultraschallprüfung und Durchstrahlungsprüfung untersuchen
5 Analysieren von Prüfergebnissen
(§ 4 Absatz 7 Nummer 5)
Filmbewertungen in der Durchstrahlungsprüfung durchführen
Zulässigkeitsgrenzen in der Schweißnahtprüfung bei Stumpf- und Kehlnähten ermitteln
Prüfungen unter Beachtung der Registrier- und Zulässigkeitsgrenzen in der Durchstrahlungs-, Ultraschall-, Eindring-, Sicht- und Magnetpulverprüfung nach Vorgaben bewerten
Prüfergebnisse verschiedener Prüfverfahren unter Beachtung der Zulässigkeitsgrenzen miteinander vergleichen.
6 Durchführen von Maßnahmen nach Prüfungen
(§ 4 Absatz 7 Nummer 6)
Arbeitsbereiche für den regulären Anlagenbetrieb freigeben; Prüfaufsichtspersonal benachrichtigen
Nachbehandlungs- und Nachbearbeitungsverfahren nach Vereinbarung oder Absprache mit Verantwortlichen festlegen und durchführen
Nachprüfungen nach Vereinbarung oder Absprache mit Verantwortlichen festlegen und durchführen
Nachbehandlungsmaßnahmen nachvollziehbar dokumentieren
Arbeitsleistungen vertragsgemäß abrechnen, Abrechnungsdaten erstellen, Nachkalkulationen durchführen
Vergleich mit ursprünglicher Prüfplanung durchführen, Prüfergebnisse und Prüfdurchführung mit Auftraggeber bewerten
7 Dokumentieren des technischen Systemzustandes
(§ 4 Absatz 7 Nummer 7)
Rohrleitungspläne, isometrische Zeichnungen und Baupläne anwenden
Inspektionsbefunde und Instandhaltungsmaßnahmen dokumentieren und visualisieren
kundenspezifische Dokumentationsanforderungen einhalten; komponenten- und systemspezifische Dokumentation erstellen
(§ 4 Absatz 7 Nummer 8)
unterstützende zerstörungsfreie Prüfverfahren zur Fehleranalyse festlegen und durchführen
(§ 4 Absatz 8 Nummer 1)
(§ 4 Absatz 8 Nummer 2)
(§ 4 Absatz 8 Nummer 3)
(§ 4 Absatz 8 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
5 Handhaben von Arbeits- und Gefahrstoffen
(§ 4 Absatz 8 Nummer 5)
Arbeits- und Gefahrstoffe kennzeichnen, lagern und bereitstellen
Arbeitsstoffe trennen, vereinigen und reinigen
Säuren, Laugen, Salze und deren Lösungen sowie Wärmebehandlungsmedien handhaben
Lösungen, Emulsionen und Suspensionen herstellen
Arbeitsstoffe auf Veränderungen überprüfen
mit Gasen, Aerosolen und Lösemitteln umgehen
6 Betriebliche und technische Kommunikation; Qualitätsmanagement
(§ 4 Absatz 8 Nummer 6)
technische Unterlagen, auch englischsprachige, insbesondere technische Zeichnungen, Prüfanweisungen, Spezifikationen, Skizzen, Normblätter, Stücklisten, Tabellen und Bedienungsanleitungen, auswählen, anwenden und archivieren
Prüfskizzen und Bemaßungen von Werkstücken und Prüfobjekten erstellen
auftragsbezogene Daten und Dokumente unter Berücksichtigung des Datenschutzes, insbesondere Computer gestützt, pflegen, sichern und archivieren
Gespräche mit Kunden, Vorgesetzten und im Team führen
Konflikte im Team erkennen und zur Lösung beitragen
Methoden des betrieblichen Qualitätsmanagements anwenden
7 Bearbeiten von Werkstücken aus unterschiedlichen Werkstoffen
(§ 4 Absatz 8 Nummer 7)
Längen, Winkel, Flächen und Formen messen und überprüfen
Oberflächenqualität beurteilen
Werkstücke durch Feilen, Bohren, Sägen, Schleifen und Polieren bearbeiten und verfahrensgerecht kennzeichnen
Verbindungen form-, kraft- und stoffschlüssig herstellen
8 Warten und Pflegen von Werkzeugen, Messgeräten und Betriebseinrichtungen
(§ 4 Absatz 8 Nummer 8)
Werkzeuge, Messgeräte und prüftechnische Einrichtungen pflegen
Funktionsfähigkeit von Werkzeugen, Messgeräten und prüftechnischen Einrichtungen überprüfen
Anlage 2 (zu § 4 Absatz 1 Satz 2)Regelung zur Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten bezüglich der Zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) nach DIN EN ISO 9712
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 1716 - 1728)
In dieser Liste sind die zerstörungsfreien Prüfverfahren aufgeführt, die in der Berufsschule in der Theorie und im Betrieb in der Praxis entsprechend den Anforderungen der Stufe 1 oder 2 der DIN EN ISO 9712 vermittelt werden. Bei der Ultraschallprüfung (UT) und der Durchstrahlungsprüfung (RT) sind die höheren Anforderungen an die Schulungszeiten aus der DIN EN 473, die durch die Norm DIN EN ISO 9712 ersetzt wurde, berücksichtigt.
Nach DIN EN ISO 9712 (Anhang A.2) handelt es sich bei den Produktsektoren um Gussstücke, Schmiedestücke, geschweißte Produkte, Rohre, Rohrleitungen und Walzerzeugnisse.
Zuordnung der ZfP-Verfahren und Qualifizierungsstufen zu den Fachrichtungen:
ZfP-Verfahren Werkstoffprüfer/in
Metalltechnik Wärmebehandlungstechnik Kunststofftechnik Systemtechnik
Sichtprüfung Stufe 1 X X X X
Sichtprüfung Stufe 2 X
Eindringprüfung Stufe 1 X X X X
Eindringprüfung Stufe 2 X
Magnetpulverprüfung Stufe 1 X X X X
Magnetpulverprüfung Stufe 2 X
Ultraschallprüfung Stufe 1 X X X X
Durchstrahlungsprüfung Stufe 1 X
Abgleich der Fachtheorie nach DIN EN ISO 9712 gegenüber Ausbildungsrahmenplan (ARP) und Rahmenlehrplan (RLP)
Abgleich der Fachpraxis nach DIN EN ISO 9712 gegenüber Ausbildungsrahmenplan
Abgleich der Fachtheorie nach DIN EN ISO 9712
gegenüber Ausbildungsrahmen- und Rahmenlehrplan
Zerstörungsfreie Oberflächen- und Volumenverfahren
1. Entsprechungen für Sichtprüfung (Visual Testing, VT)
ZfP-Personalzertifizierung nach DIN EN ISO 9712 Berufsausbildung Werkstoffprüfer/in
Qualifizierungsinhalte und Mindestunterrichtseinheiten (UE)
nach DIN EN ISO 9712 Ausbildungsjahr ARP RLP
Anforderungen der Stufe 1 Mindestdauer
(UE) 1 2 3/4 Berufsbildposition Lernfeld
Physikalische, geometrische und physiologische Grundlagen der Sichtprüfung 3 X Abschnitt A
A4b 5
Arbeitstechniken nach Stand der Technik
– Direkte/indirekte (Videoskopie) Sichtprüfung 3 X Abschnitt A
A6b 5
Prüfgeräte, Messtechnik, Hilfsmittel und deren Handhabung nach Stand der Technik 5 X Abschnitt F
F5a-c/F8a,b
A5b 5
Anwendungsbereiche, Merkmals- und Objektkunde bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 6 X Abschnitt A
A1/A2/A3/A4b 5
Genereller Prüfablauf und Prüfbericht nach Stand der Technik 3 X Abschnitt F
A5/A6/A8/A9 5
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 20
Anforderungen der Stufe 2 Mindestdauer (UE) 1 2 3/4 Berufsbildposition Lernfeld
Übersicht über Regelwerke in der Sichtprüfung 1 X Abschnitt F
F6a 17d
Fehlerkunde in der Sichtprüfung bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 2 X Abschnitt A
E1 17d
Erstellen von Prüfanweisungen für die Prüfung von Schweißverbindungen nach Stand der Technik
– Direkte Sichtprüfung
– Indirekte Sichtprüfung
– Genereller Prüfablauf
– Interpretation und Bewertung der Ergebnisse
– Prüfberichte 2 X Abschnitt F
E1a,b/E2b,e,f/E3a/E4c/E5b,c 17d
Erstellen von Prüfanweisungen für die Prüfung von Schmiedeteilen nach Stand der Technik
– Prüfbericht 2 X Abschnitt F
Erstellen von Prüfanweisungen für die Prüfung von Gussstücken nach Stand der Technik
Erstellen von Prüfanweisungen für die Prüfung an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 1 X Abschnitt F
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 10
2. Entsprechungen für Eindringprüfung (Penetrant Testing, PT)
Anforderungen der Stufe 1 Mindestdauer (UE) 1 2 3/4 Berufsbildposition Lernfeld
Physikalisch-chemische Grundlagen der Eindringprüfung 4 X Abschnitt A
Eigenschaften und Kontrolle der Prüfmittelsysteme nach Stand der Technik 4 X Abschnitt F
F3b/F4/F5a,e,f
Arbeitssicherheit und Umweltschutz 2 X Abschnitt F
F4/F5a,e,f 5
Anwendungsbereiche, Merkmals- und Objektkunde bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 3 X Abschnitt A
Genereller Prüfablauf und Prüfbericht nach Stand der Technik 2 X Abschnitt F
A5/A6/A8a/A9 5
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 15
Übersicht über Regelwerke in der Eindringprüfung 1 X Abschnitt F
Fehlerkunde in der Eindringprüfung bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 2 X Abschnitt A
– Prüfbericht 3 X Abschnitt F
– Erstellen von Prüfanweisungen
X Abschnitt F
– Interpretation und Bewertung der Ergebnisse nach Regelwerken und Prüfanweisung
– Prüfbericht Abschnitt E
E1a,b/E2b,e,f/E3a/E4c/E5b,c
Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 2 X Abschnitt F
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 12
3. Entsprechungen für Magnetpulverprüfung (Magnetic Testing, MT)
Physikalische Grundlagen der Magnetpulverprüfung 4 X Abschnitt A
Prüfmittel für die Magnetpulverprüfung nach Stand der Technik 1 X Abschnitt F
F3b/F5a,e,f,g 5
Arbeitssicherheit und Umweltschutz 1 X Abschnitt F
F3/F4/F8a,d-f 5
Prüfgeräte, Magnetisierungstechniken und Entmagnetisierung nach Stand der Technik 4 X Abschnitt F
F8a,b
A4b/A5b 5
Anwendungsbereiche, Merkmals- und Objektkunde bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 2 X Abschnitt A
Genereller Prüfablauf und Prüfbericht nach Prüfanweisung 3 X Abschnitt F
Übersicht über Regelwerke in der Magnetpulverprüfung 1 X Abschnitt F
Fehlerkunde in der Magnetpulverprüfung bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 2 X Abschnitt A
A1/A2/A3/A4b
Erstellen von Prüfanweisungen für die Prüfung an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 2 X Abschnitt F
4. Entsprechungen für Ultraschallprüfung (Ultrasonic Testing, UT)
Physikalische Grundlagen der Ultraschallprüfung 10 X Abschnitt A
A4b,f,g 10
Ultraschallprüfköpfe und Prüfkopfeigenschaften nach Stand der Technik 4 X Abschnitt F
F6c/F8
A4b,f 10
Digitale Ultraschallprüfgeräte und Justierung nach Stand der Technik 4 X Abschnitt A
Ultraschallprüftechniken nach Stand der Technik
– Impuls-Echo und Durchschallungs-Verfahren
– Kontakttechnik
– Senkrechteinschallung
– Schrägeinschallung
– Tauchtechnik
– Wanddickenmessung 14 X Abschnitt F
F6c/F8a-c
Anwendungsbereiche, Merkmals- und Objektkunde bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 8 X Abschnitt F
A1/A2/A3/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9 10
Generelle Prüfdurchführung und Prüfbericht nach Prüfanweisung 5 X Abschnitt F
A5/A6/A8a/A9 10
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 45
5. Entsprechungen für Durchstrahlungsprüfung (Radiographic Testing, RT)
5.1 Stufe 1
Physikalische Grundlagen der Durchstrahlungsprüfung 8 X Abschnitt F
F5a,b
A4b 14
Prüfgeräte, Messtechnik, Hilfsmittel und deren Handhabung nach Stand der Technik 6 X Abschnitt F
F7a,b/F8a
A4b,f,g 14
Röntgenfilme, Folien, Filmeigenschaften und Filmverarbeitung nach Stand der Technik 5 X Abschnitt F
F7a,b/F8a,d,e
Grundlagen der Abbildungstechnik nach Stand der Technik 6 X Abschnitt A
Anwendungsbereiche, Merkmals- und Objektkunde bezüglich der prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik 10 X Abschnitt F
F8a-c
A1/A2/A3/A4b/A5/A6/A7b,d,f,g/A8/A9 14
Filmbetrachtung nach Stand der Technik 5 X Abschnitt A
Vorbereitung von Durchstrahlungsprüfungen nach Prüfanweisung und nach Stand der Technik 7 X Abschnitt A
E1a/E2b,e,f/E3a-c/E4b-d/E5b-d
Generelle Prüfdurchführung und Prüfbericht nach Prüfanweisung 7 X Abschnitt F
F5a-c,f/F8a/F9a,c,d
A5/A6/A8/A9
E5a 14
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 54
6. Entsprechungen für Prüfanweisungen
6.1 Oberflächenprüfverfahren Stufe 2
Prüfanweisungen –
Anforderungen der Stufe 2 für Oberflächenverfahren Mindestdauer (UE) 1 2 3/4 Berufsbildposition Lernfeld
Umsetzen von Verfahrensanweisungen
Inhalte von Prüfanweisungen für Oberflächenverfahren nach Stand der Technik 4 X Abschnitt F
F5a-d,f
A5a/A8a,b/A9
E2b/E4c 17d
Übersicht über Grundlagennormen zur zerstörungsfreien Oberflächen- und oberflächennahen Prüfung
– Begriffe der ZfP
– Personalqualifizierung
– Eindringprüfung
– Magnetpulverprüfung 4 X Abschnitt F
A4b/A7b,d-g
E1a,b 17d
Objektspezifische Herstellungs- und Bearbeitungsfehler und deren Anzeigen nach Stand der Technik 2 X Abschnitt A
A1a,b/A2a,c,d
Grenzen und Abgrenzung der Oberflächenverfahren 2 X Abschnitt A
A4b,g
E1/E4c 17d
zur Umsetzung der DIN EN ISO 9712 Berufsausbildung Werkstoffprüfer/in
Praktische Anforderungen der Stufe 1 Mindestdauer
UE Ausbildungsjahr Berufsbildpositionen
1 2 3–4
1) Direkte Sichtprüfung an Schmiedeteilen und Gesenkschmiedeteilen nach Prüfanweisung 3 X Abschnitt F
F5a-c,f/F6a,b/F7a,b
A1a/A2a/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9
2) Bestimmung von Oberflächenrauheiten 2 X Abschnitt F
3) Direkte Sichtprüfung an Schweißnähten, Klassifizierung der Schweißfehler nach Prüfanweisung, Umgang mit Schweißnahtlehren 3 X Abschnitt F
A1a/A2d/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9a-d
4) Direkte Sichtprüfung mit dem Endoskop an geschweißten Rohrleitungen nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
A1a/A2d/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9
5) Direkte Sichtprüfung an Druckgussteilen aus Aluminium nach Prüfanweisung durchführen und Ermittlung von Oberflächenrauheit 2 X Abschnitt F
Praktische Anforderungen der Stufe 2 Mindestdauer
6) Erstellen von Prüfanweisungen für die direkte Sichtprüfung nach Stand der Technik an ebenen Schweißnähten und Kehlnähten; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 6 X Abschnitt F
E1a/E2a-c,e,f/E3c/E4b,c,e/E5b,c/E6b-d,f/E7a-c
7) Erstellen von Prüfanweisungen für die Sichtprüfung mit Endoskopen nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 4 X Abschnitt F
E1a,b/E2a-f/E3a,b/E4a-f/E5c,d/E6a-f/E7a-c
8) Erstellen von Prüfanweisungen für die direkte Sichtprüfung an weiteren Prüfobjekten aus den prüfbaren Produktsektoren nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 4 X Abschnitt F
9) Erstellung von Prüfanweisungen für die Durchführung von Sichtprüfungen an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 4 X Abschnitt F
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 18
1) Eindringprüfung an Schweißnähten mit dem Farb- und fluoreszierendem Eindringverfahren nach Prüfanweisung 6 X Abschnitt F
F5a-c,f/F6a,b/F7a,b/F8a,e,f
2) Eindringprüfung an Gussstücken nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
F5a-c,f/F6a,b/F7a-c/F8a,e,f
3) Eindringprüfung an Schmiedestücken nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
4) Erstellung von Prüfanweisungen für die Eindringprüfung an Schweißnähten nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 6 X Abschnitt F
E1a/E2a-c,e,f/E3c/E4b,c,e/ E5b,c/E6b-d,f/E7a-c
5) Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung von Schmiedestücken nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 4 X Abschnitt F
6) Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung von Gussstücken nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 4 X Abschnitt F
7) Erstellung von Prüfanweisungen für die Durchführung von Eindringprüfungen an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 4 X Abschnitt E
E1a/E2a-c,e/E3c/E4b,c,e/E5b,c/E6b-d,f/E7a-c
1) Prüfen von Bauteilen mit der Universalprüfbank nach Prüfanweisung 4 X Abschnitt F
E1a/E2a-c,e/E4b,c,e/E5c/E6b-d,f/E7a-c
2) Prüfung von Schweißnähten nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
E1a/E2a-c,e/E3c/E4b,c,e/E5b,c/E6b-d,f/E7a,b,c
3) Prüfung von Gussstücken nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
4) Prüfung von Schmiedestücken nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
5) Erstellung von Prüfanweisungen für die Magnetpulverprüfung an Schweißnähten nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 5 X Abschnitt F
6) Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung von Schmiedestücken nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 5 X Abschnitt F
E1a,b/E2a-d,e,f/E3a,b/E4a-f/E5c,d/E6a--f/E7a,b,c
7) Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung von Gussstücken nach Stand der Technik; Prüfdurchführung; Bewertung der Unregelmäßigkeiten; Prüfbericht 5 X Abschnitt F
E1a,b/E2a-d,e,f/E3a,b/E4a-f/E5c,d/E6a-f/E7a,b,c
8) Erstellung von Prüfanweisungen für die Prüfung an komplexen Bauteilen nach Stand der Technik 5 X Abschnitt E
Praktische Anforderungen Stufe 1 Mindestdauer
1) Prüfköpfe und Gerätetechniken 4 X Abschnitt F
2) Senkrechteinschallung
– Berechnung von Schallwegen 1 X Abschnitt F
3) Schrägeinschallung
– Bestimmen des X-Maßes und wahren Winkels 2 X Abschnitt F
4) Messung und Berechnung von Schallbündeldurchmesser 2 X Abschnitt F
F6a/F7a-c
A5/A7b,d-g/A8a/A9
5) Messung von Schallgeschwindigkeiten mit Zweipunktjustierung 2 X Abschnitt F
F3a-c/F4a-d/F5f/F6a-f/F8a-c
A1a/A2a,c/A3c/A4b/A5/A6/A7b,d,e,g/A8/A9
6) Messung von Längen und Wanddicken nach Prüfanweisung 8 X Abschnitt F
A1a/A2a,d/A3c/A4b/A5/A6/A7b,d,e,g/A8/A9
7) Blechprüfung nach Prüfanweisung 3 X Abschnitt F
A1a/A2a,d/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9
8) Prüfung von Schmiedestücken nach Prüfanweisung 3 X
9) Prüfung von Gussstücken nach Prüfanweisung 3 X Abschnitt F
A1a/A2a,d/A3c,d/A4b/A5/A6/A7b,d,e,g/A8/A9
10) Prüfung von Schweißnähten nach Prüfanweisung 4 X
11) Ermittlung von Nebenechos und Zusatzechos nach Prüfanweisung 2 X Abschnitt F
12) Diverse Übungen zur Senkrecht- und Schrägeinschallung an unterschiedlichen Prüfteilen unterschiedlicher Werkstoffe nach Prüfanweisung 11 X Abschnitt F
A1a/A2a,d/A3c,d/A4b/A5/A6/A7b,d-g/A8/A9
5. Entsprechungen für Durchstrahlungsprüfung (Radigraphic Testing, RT)
1) Aufbau und Bedienung von Röntgenanlagen und Gammaarbeitsgeräten; Strahlenschutz 4 X Abschnitt F
F3a-c/F5a/F7a,b/8a
A6b,d
2) Filmentwicklung, Protokollierung und Auswertung 4 X Abschnitt F
F4a,b,d/F5a/F8a,d-f
A1a/A2a,c,d/A8a
3) Maßnahmen gegen Streustrahlung 2 X Abschnitt F
F3b,c/F4a,b/F5a,b
4) Betrachtung vorliegender Durchstrahlungsaufnahmen hinsichtlich Verarbeitungs- und aufnahmetechnischer Fehler 4 X Abschnitt F
F5a/F7a-c
5) Durchstrahlung von Schweißnähten nach Prüfanweisung 8 X Abschnitt F
F3a-c/F4a,b,d/F5a-c,f/F6a,b/F7a-c/F8a,d-f
E1a/E2a-f/E3a,c,d/E4a,d/E5a-c/E6a-f/E7a-c
6) Anfertigen von Zentral- und Ellipsenaufnahmen von Rohrleitungsabschnitten nach Prüfanweisung 10 X
7) Anfertigen von Doppelwandaufnahmen an Schweißnähten nach Prüfanweisung 10 X
8) Erstellen von Übersichtsaufnahmen von Gussteilen nach Prüfanweisung 6 X Abschnitt F
E1a/E2a-f/E3a,c,d/E4a,d/E5b-c/E6a-f/E7a-c
9) Durchstrahlung von Gussteilen mit Hilfe der Mehrfilmtechnik nach Prüfanweisung 4 X Abschnitt F
Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten 52
Die DIN-Norm, Ausgabe Dezember 2012, ist über den Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin, zu beziehen. Sie ist archivmäßig gesichert niedergelegt beim Deutschen Institut für Normung e. V., 10787 Berlin, und wurde im DIN-Anzeiger für technische Regeln (DIN-Mitteilungen) Ausgabe Dezember 2012 bekannt gegeben.
Stand: Geändert durch Art. 3 V v. 27.1.2014 I 90
2013, 1693: BGBl I

References: § 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21
 § 4
 § 1
 § 38
 § 38
 § 4
 § 4
 Art. 3