Source: https://www.viantro.com/zusatzbezeichnung-homoeopathie/
Timestamp: 2020-08-06 13:37:51+00:00

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Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Homöopathie? | Karriere
Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Homöopathie?
So kannst Du Homöopath werden
Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung für Homöopathie zu absolvieren?
Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Homöopathen zur Verfügung stehen.
Stellenangebote Homöopathie
Überblick Zusatzbezeichnung Homöopathie
Im Fachgebiet der Homöopathie wird der Körper als Ganzes begriffen. Daher werden Krankheiten auch nicht isoliert, sondern in Wechselwirkung mit dem gesamten Körper und Geist betrachtet. In den Symptomen einer Krankheit erkennen Homöopathen bereits den Versuch des Körpers, die gestörte Ordnung selbst zu beheben. Diese Lebenskraft nutzen sie, um die Heilung durch das richtige homöopathische Mittel zu unterstützen.
Als Facharzt erlernt man während der Zusatzweiterbildung die konservative Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln, die aufgrund individueller Krankheitszeichen als Einzelmittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip angewendet werden.
In den Landesärztekammern, die sich in ihren Weiterbildungsordnungen meist an der, der Bundesärztekammer orientieren, steigt wegen der umstrittenen Wirksamkeit des Faches Homöopathie die Skepsis hinsichtlich der Zusatzweiterbildung. Nach Bremen und Sachsen-Anhalt wird auch die Ärztekammer Nordrhein die Zusatzbezeichnung Homöopathie aus dem Weiterbildungskatalog streichen.
Voraussetzung Zusatzweiterbildung Homöopathie
Die Zusatzweiterbildung Homöopathie kann in den meisten Ärztekammern von allen Fachärzten und in einigen Ärztekammern von Fachärzten der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert werden. In Bayern und Berlin genügen auch 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung.
Weiterbildungsinhalte: Facharzt für Homöopathie
Philosophische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen der homöopathischen Lehre
Therapieansatz der Homöopathie
Verständnis von Krankheit und Gesundheit
Krankheitslehre und Anamnese:
Konzept der Homöopathie zu akuten und chronischen Krankheiten und ihrer Entstehung
Analyse, Repertorisation und Arzneimittelvergleich von vorgegebenen homöopathischen Fällen
Aufbau der strukturierten homöopathischen Anamnese, Erst- und Folgeanamnese
Besonderheiten der homöopathischen Anamnese in speziellen Fällen, z. B. bei Kindern
Erhebung der homöopathischen Anamnese
im akuten Krankheitsfall
im chronischen Krankheitsfall
Symptomenlehre und Gewichtung der Symptome
Kriterien für ein vollständiges Symptom (Lokalisation, Empfindung, Modalität, Begleitsymptom, Causa)
Erhebung der vollständigen Symptome der Hauptbeschwerde
Bestimmung der Symptome zur Mittelwahl und zur Verlaufskontrolle
Arzneimittel- und Dosierungslehre:
Herstellung, Prüfung und Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln
Bewertung von homöopathischen Arzneimittelinformationen
Leitsymptome der fünfzig häufigsten homöopathischen Arzneimittel
Differenzierung von ähnlichen Arzneimitteln
Verwandtschaftsbeziehungen von homöopathischen Arzneimitteln
Kriterien für die Auswahl des angemessenen Arzneimittels
Vergleich der charakteristischen Symptome des Krankheitsfalles mit den spezifischen Symptomen des Arzneimittels
Indikationen, Potenz, Dosierungs- und Applikationsformen von homöopathischen Arzneimitteln
Nicht-homöopathische Behandlungskonzepte mit potenzierten Arzneimitteln, z. B. Komplexmittel, Schüsslersalze
Homöopathische Therapiekonzepte zur Behandlung akuter und chronischer Krankheiten
Simileprinzip
Indikationsstellung und Durchführung homöopathischer Therapien
Auswahl geeigneter Symptome für die Repertorisation
Nutzung verschiedener Repertorien
Kriterien der Verlaufsbeurteilung
Reaktionen auf die erste Verschreibung und Konsequenzen für die Folgeverschreibung
Beurteilung des Verlaufs der Behandlung einschließlich Mittelwiederholungen oder Mitteländerungen sowie Prognoseabschätzungen
Gesetzmäßigkeiten des Heilungsverlaufes, Differenzierung von Heilung, Unterdrückung und Symptomverschiebung
Reflexion von Heilungshindernissen und eigenen Behandlungsfehlern
Beachtung von Therapiehindernissen, z. B. notwendige Behandlung von Störherden oder Störfeldern
Homöopathische Begleitung bei schweren chronischen Krankheiten, Palliation
Dokumentation der Fallaufnahme, Analyse und Verlaufsbeobachtung von eigenen Krankheitsfällen, davon
chronische Fälle mit einjähriger Nachbeobachtung bzw. mindestens zwei Folgeanamnesen
Grenzen homöopathischer Behandlung
Begleittherapie, z. B. geeignete Maßnahmen zur Lebensführung und Diätetik
Ablauf der Zusatzweiterbildung Homöopathie
Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Homöopathie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervisio,n
160 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Homöopathie
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbilder gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2.
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbilder für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1.
18 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2, davon können
12 Monate während der Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin oder in Allgemeinmedizin oder Kinder- und Jugendmedizin bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 abgeleistet werden
jeweils 6 Monate Weiterbildung können durch den Nachweis der Teilnahme an 100 Stunden Fallseminaren einschließlich Supervision ersetzt werden
160 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Absatz 8 in Homöopathie
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
(voraussichtlich nur noch bis Sommer 2020 gültig)
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
Weiterbildungszeit: 24 Monate Mindestweiterbildungszeit
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbe-fugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 (Weiterbildungsabschnitte von mindestens 3 Monaten können angerechnet werden) oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare einschließlich Supervision
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Homöopathie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision nach Ableistung der Kurs-Weiterbildung
160 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 9 in Homöopathie
6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsermächtigten für Homöopathie an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 oder anteilig ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare, einschließlich Supervision
Anerkennung Zusatzbezeichnung Homöopathie
Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Homöopathie musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.
Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Homöopathie geht es hier.
Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Homöopathie.
Stellenangebote für Homöopathen
Marie Mueller2020-07-07T15:30:06+02:00

References: § 5
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