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Timestamp: 2018-11-15 14:49:34+00:00

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Sachkundeprüfung Friseure, Ausnahmebewilligung Friseure, Gerichtgutachten Friseure, Gutachten Friseure,
Als kompetenter Gutachter biete ich Ihnen ein umfangreiches Leistungsangebot. Ich unterstützte Sie gerne bei der Umsetzung Ihrer Wünsche und begleitet Sie auch gerne schon bei der Planung Ihres Projekts.
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Mein größtes Tätigkeitsfeld umfasst sowohl die begutachtung von fachlichen Mängeln und Fehlern wie z. B. Haarschnitten, Dauerwellen, Farben und Strähnen und insbesondere auch Haarverlängerungen (Extensions) als auch Qualitätsdefizide im Zweithaarbereich egal ob als klassisches Zweithaar im Perücken, Toupet und Haarteilbereich, als auch in der Haarverlängerung und Verdichtung mittels Extensions.
Neuentwicklungen aus technischen Bereichen
Ein menschliches Haar nach einem Scherenschnitt
Rastermikroskopische Aufnahme eines menschlichen Haares nach dem Schnitt mit CARECUT
Auszug aus dem Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf vom 21.04.2015 Aktenzeichen: 54 C 13491/14
Die Klage ist zulässig. Soweit die Feststellung beantragt wird, dass sich die Beklagte mit der rücknahme des Echthaar-Haar-Integrationssystems in Verzug befindet, folgt das Feststellungsinteresse aus §§ 756, 765 ZPO.
Der Kläger hat gegen die Beklagte einen Anspruch auf Rückzahlung des Preises von € 1.795,50 Zug-um-Zug gegen Rückgabe des Haarteils aus §§ 346, 323,437 Nr. 2, 434, 348 BGB.
Der Kläger ist wirksam vom Vertrag zurückgetreten.
Kaufvertragsrecht findet Anwendung. Sofern das Haarteil noch angefertigt werden musste, findet das Kaufrecht über § 651 S. 1 BGB Anwendung. Dem steht nicht entgegen, dass es sich um einen typengemischten Vertrag, der wegen der vereinbarten Anbringung des Haarteils am Kopf und wegen des Einschnitts auch werkvertragliche Elemente enthielt, handelt. Nach sämtlichen Auffassungen, die zur Behandlung von typengemischten Verträgen vertrten werden (vgl. dazu Gehrlein/Sutschet, in: Beck´scher Onlinekommentar BGB, Stand: 1.2.2015, § 311 Rn. 20), ist im vorliegenden Fall Kaufrecht (ggf. über § 651 BGB) anwendbar. Die Hauptleistung (ebenso der Schwerpunkt des Vertrags) besteht hier in der Übereignung und Übergabe des bestellten Haarteils und nicht in der Befestigung am Kopf. Auch gerade für den hier streitgegenständlichen Vertragsbestandteil - die mangelhafte Qualität des Haarteils, nicht die mangelhafte Anpassung an den Kopf- sind (§ 651 i. V. m.) §§ 433 ff BGB anwendbar und ist nicht Werkvertragsrecht einschlägig. Auch Parteiwille, Sinn und Zweck des Vertrages gebieten es nicht, den Vertrag einem anderen Recht als Kaufrecht bzw. Werklieferecht zu unterstellen.
Ein Streitentscheid hinsichtlich der vertretenen Auffassungen zum Typengemischten Vertrag erübrigen sich.
Der Kläger hat den Rücktritt erklärt, § 349 BGB.
Das Haarteil ist mangelhaft.
Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergabe die vereinbarte Beschaffenheit hat, § 434 S. 1 BGB. Die vereinbarte Beschaffenheit lag nicht vor. Beschaffenheit i. S. d. § 434 BGB meint jede Eigenschaft der Sache (Weidenkaff, in Palandt, 2014, § 434 Rn. 14). In den AGB der Beklagten war festgehalten, dass das für das Haarteil verwendete Echthaar dieselben physikalischen Eigenschaften wie lebendiges Echthaar hat, vgl. Ziff. 3 Abs. 2 AGB (Anlage K2, Bl. 11).
Mit Einbeziehung der AGB wurde eine Vereinbarung hinsichtlich der Beschaffenheit getroffen. Vereinbart ist die Beschaffenheit, wenn der Inhalt des Kaufvertrags die Pflicht des Verkäufers bestimmt, die Sache in dem Zustand zu übergeben, wie Ihre Beschaffenheit im Vertrag festgelegt ist (Weidenkaff, in Palandt, 2014, § 434 Rn.15). Der Inhalt der AGB bestimmte den Vertragsinhalt denn die AGB wurden wirksam in den Vertrag einbezogen, § 305 Abs. 2 BGB. In dem Vertrag (Anlage K1, Bl. 9) wurde ausdrücklich erwähnt: "Die rückseitigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden gelesen". Eine gemäß § 305b BGB vorrangige Individualvereinbarung liegt nicht vor. Eine solche wird von der Beklagten bereits nicht behauptet. Dass der Kläger das System anhand einer handtellergroßen Basis und von entsprechenden Haarsträhnen geprüft hat, ist stellt keine abweichende Vereinbarung dar. Selbst wenn die Beklagte, was offen bleiben kann, dem Kläger bei Vertragsabschluss erläutert haben sollte, dass das Haarsystem aus behandeltem Echthaar bestehe und warum es daher besonderer Pflege bedürfe, so wäre damit nicht zugleich vereinbart, dass das behandelte Echthaar nicht dieselben physikalischen Eigenschaften wie unbehandeltes Echthaar hat. Was "behandelt"bedeutet, bleibt dabei unklar. Dass die Beklagte dem Kläger mitgeteilt hat, dass das behandelte Echthaar mehr reflektiere und glänze als natürliches Haar und anderes Verhalten in Bezug auf statische Aufladung und Feuchtigkeitsaufnahme zeige, hat die Beklagte damit bereits nicht vorgetragen. Selbst wenn die Beklagte bei den nachfolgenden Terminen den Kläger darauf und auf den Umstand, dass die Schuppenschicht entfernt wurde, hingewiesen hätte, so wäre dies unerheblich, da nach dem erfolgten Vertragsabschluss keine nachträgliche einseitige Vertragsänderung möglich war. Dass das Haarteil andere Eigenschaften hat als unbehandeltes Haar (bzgl. Statik, Feuchtigkeit usw.), hat die Beklagte zudem auch damit nicht vorgetragen.
Auf die übliche Beschaffenheit bei Haarteilen gleicher Art kommt es vor diesem Hintergrund nicht an, vgl. 434 Abs. 1 S. 1 i. V. m. S 2 ("Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist,.....") BGB
Das Haarteil wies entgegen der Vereinbarung nicht dieselben physikalischen Eigenschaften wie lebendiges Echthaar auf.
Nach den plausiblen und überzeugenden Sachverständigengutachten bestehen gravierende Unterschiede zwischen einem unbehandelten und einem behandelten Echthaar.
Die physikalischen Eigenschaften des unbehandelten Haares sind mit den Eigenschaften eines Haares, dessen Schuppenschicht abgetragen wurde und auf das eine Silikomummantelung aufgebracht wurde, nicht vergleichbar. Die Silikomschicht versiegelt das Haar un macht es undurchlässig. Das behandelte Haar nimmt dadurch keine Feuchtigkeit mehr aus der Luft auf. Dagegen dringt Feuchtigkeit durch die Schuppenschicht in das nicht behandelte Haar ein. Bei einem natürlichen Haar sorgt Reibung für statische Aufladung. Das sorgt dafür, dass sich Haare gegenseitig abstoßen. Das Silikon des behandelten Haares schafft dagegen eine Barriere, das Haar kann sich nicht statisch aufladen. Das behandelte Haar reflektiert das Licht deutlich intensiver. Es entsteht ein optisch stärkerer, fast unrealistischer Glanz. Die Silikonschicht vermindert auch die Elastizität des Haares. Ein nicht behandeltes Haar kann im trockenen Zustand bis zu einem Drittel gedehnt werden. Das mit Silikon versehene Haar ist kaum dehnbar. Ein Haa, bei dem die Schuppenschicht entfernt und durch Silikon ersetzt wurde, fühle sich fremd und unnatürlich an. Es ist kein Widerstand zu spüren, egal in welche Richtung man mit Daumen und Zeigefinger an dem Haar entlang fährt. Dagegen spürt man den Widerstand der Schuppenschicht, wenn man an einem unbehandelten Haar von der Spitze zur Haarwurzel entlang fährt. Umwelteinflüsse, z. B. Sonne und Salzwasser, sind unbehandeltem Echthaar anzusehen. Es wird heller und trockener. Das mit Silikon versehene Haar ist unempfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen.
Fazit: Wenn Echthaar versprochen wird darf nicht behandeltes (veredeltes) Haar geliefert werden.
Mediationsdienste
Gerne helfe ich den Parteien bei der Lösung ihrer Probleme. Da ich der Meinung bin, das es im menschlichen miteinander immer mal wieder zu Missverständnissen kommen kann, biete ich meine fachmännische Hilfe bei der Konfliktlösung an. Hierbei kommt es erfahrungsgemäß erst einmal auf die fachlische Klarstellung der Ist-Situation an auf welcher ich dann versuche mit beiden Parteien eine einvernehmliche Lösung zu finden. Bitte schauen Sie einmal in die abgegebenen Kommentare. Ich denke, hier ist herauszulesen, das ich dies sehr oft, auch für beide Seiten zufriedenstellend schaffe.
Abnahme der Sachkundeüberprüfung für Verfahren zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäß § 8 / § 9 oder Ausübungsberechtigung gemäß § 7a
Abnahme einer Sachkundeüberprüfung praktischer, fachtheoretischer sowie kaufmännischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Bereich inklusive Arbeitsprobe und Fachgespräch.
Sachkundeüberprüfung zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle gemäß § 8 HwO für die Teiltätigkeit Herrenfriseur - Barbier, ohne chemische Arbeiten wie Färben oder Dauerwellen.
Sachkundeüberprüfung zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle gemäß § 8 HwO für die Teiltätigkeit Haarverlängerung und Verdichtung.
Sachkundeüberprüfung zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle gemäß § 8 HwO für die Teiltätigkeit Hochzeitsfrisuren.

References: § 651
 § 311
 § 651
 § 349
 § 434
 § 434
 § 434
 § 434
 § 305
 § 305
 § 8
 § 9
 § 7
 § 8
 § 8
 § 8