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Timestamp: 2020-03-31 10:33:46+00:00

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BGH, 19.09.1985 - III ZR 55/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,1107
BGH, 19.09.1985 - III ZR 55/84 (https://dejure.org/1985,1107)
BGH, Entscheidung vom 19.09.1985 - III ZR 55/84 (https://dejure.org/1985,1107)
BGH, Entscheidung vom 19. September 1985 - III ZR 55/84 (https://dejure.org/1985,1107)
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Persönliche Verpflichtung zur Erfüllung einer dem Rechtsvorgänger gemachten Gewinnzusage - Grundsatz von Treu und Glauben - Unzulässigkeit von Gewinnabsprachen
NJW 1986, 1104
NJW-RR 1986, 449 (Ls.)
MDR 1986, 649
BauR 1986, 115
Betrifft das Verbot hingegen nur eine der vertragschließenden Parteien, so ist ein solcher Vertrag in der Regel wirksam (vgl. Senatsurteil vom 19. September 1985 - III ZR 55/84 = BGHWarn 1985 Nr. 241 m.w.N.).
Es soll verhindert werden, daß Baugeld zu fremden Zwecken verwendet wird, insbesondere zu privaten Zwecken des Baugeldempfängers oder zur Bezahlung anderer Schulden (BGH, Urteil vom 19. September 1985 - III ZR 55/84 = BauR 1986, 115 = ZfBR 1986, 80).
Aus dem jeweiligen Darlehensvertrag kann sich vielmehr ergeben, daß das Geld teilweise nicht zur Bestreitung der Baukosten dienen, sondern andere Zwecke erfüllen soll (BGH BauR 1986, 115, 117).
Sollte eine entsprechende Vereinbarung mit der Sparkasse G. bestanden haben, wäre der von der W. GbR zur Erfüllung dieser Vergütungsvereinbarung benötigte Geldbetrag von Anfang an nicht als Zahlungsmittel für Baugläubiger der H. KG anzusehen, sondern als Entgelt für die Generalübernehmerin selbst bestimmt gewesen (BGH BauR 1986, 115, 117; 370, 372; 1990, 244, 245).
Ob verbotswidrige Rechtsgeschäfte nach § 134 BGB nichtig sind, ist aus dem Sinn und Zweck der jeweiligen Verbotsvorschrift zu beantworten, wobei entscheidend ist, ob das Gesetz sich nicht nur gegen den Abschluss des Rechtsgeschäfts wendet, sondern auch gegen seine privatrechtliche Wirksamkeit und damit gegen seinen wirtschaftlichen Erfolg (BGH NJW 1986, 1104 [BGH 19.09.1985 - III ZR 55/84] m.w.N.).
Selbst die Tatsache, dass eine Handlung unter Strafe gestellt oder als Ordnungswidrigkeit mit Buße bedroht ist, bewirkt nicht unabweislich die Nichtigkeit des zivilrechtlichen Geschäfts, vor allem dann nicht, wenn das Verbot nur eine der vertragsschließenden Parteien betrifft; im Allgemeinen ist ein solcher Vertrag vielmehr wirksam (BGH NJW 1986, 1104 [BGH 19.09.1985 - III ZR 55/84] ).
Ergibt sich dagegen aus dem Darlehensvertrag, daß das Geld teilweise nicht zur Bestreitung der Baukosten dienen, sondern andere Zwecke erfüllen soll, insbesondere auch solche, die mit dem jeweiligen Grundstückserwerb in Zusammenhang stehen, so handelt es sich insoweit nicht um Baugeld im Sinne des § 1 GSB (BGH Urteil vom 19. September 1985 - III ZR 55/84 - NJW 1986, 1104, 1105 = BauR 1986, 115, m.w.N.; Glaser DJZ 1909, 1362, 1363; Hagelberg, Kommentar zum GSB, 1911, § 1 Anm. 12, 24, 26, 51; Hillig/Hartung, GSB, 1911, § 1 Anm. II 5; Mügel in Gruchot Beitr. Bd. 54 (1910) S. 1, 7 f.;… Schulz, Die Baugeldverwendungspflicht, 1912, S. 69; abweichend: Breit JW 1909, 349, 352).
§ 1 GSB stellt ein Schutzgesetz nach § 823 Abs. 2 BGB dar (RGZ 91, 72, 76; BGH NJW BauR 82, 193; 86, 115, 116;… Palandt/Thomas, BGB , 57. Aufl., § 823 , Rn. 146).
Mit dem GSB war zwar - vor dem Hintergrund, dass Bauhandwerker bei den sich infolge "moderner Bauspekulation" und "verwerflichen Geschäftsgebahrens" häufenden Zwangsversteigerungen ausfielen, weil die Grundstücke mit vorrangigen Grundpfandrechten zu Gunsten der das Vorhaben finanzierenden Banken belastet waren, die sich auf die von den Handwerkern errichteten Bauwerke erstreckten (…Auszug aus dem Gesetzesentwurf, a.a.O., S. 212, 213) - beabsichtigt, eine möglichst vollständige Befriedigung aller am Bau beteiligter Handwerker, Lieferanten und Arbeiter zu gewährleisten (BGH vom 19.09.1985, Az.: III ZR 55/84, NJW 1986, 1104).
OLG München, 13.11.1989 - 26 U 2877/89
GSB: Finanzierende Bank als Baugeldempfängerin
Im übrigen fehlt jeglicher detaillierte Vortrag der Klägerin zur täterschaftlich vorsätzlichen Zuwiderhandlung der Beklagten gegen § 1 GSB Vgl. dazu BGH, NJW 1986, 1104, 1105 = BauR 1986, 115., etwa dergestalt, daß die Beklagte etwaige gegen die Firma T. GmbH bestehende Forderungen mit ,,Baugeld[ verrechnet hätte Vgl. BGH, NJW 1988, 263 = BauR 1988, 107.
Da es aber der Zweck dieses Gesetzes ist, Bauhandwerker, Bauarbeiter und andere Baugläubiger gegen den Verlust des Lohnes für ihre Leistungen zu schützen, ist das GSB mit seinen hier einschlägigen Vorschriften ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB (so schon RGZ 84, 188; 91, 72; 138, 156 und nunmehr BGH NJW 1982, 1037; NJW 1985, 134; NJW 1986, 1104; BB 1987, 437).
BGH, 30.01.1986 - III ZR 166/85
Bemessung des Schmerzensgeldes wegen eines Verkehrsunfalls bei der Festsetzung …

References: § 134
 § 1
 § 1
 § 1

§ 1
 § 823
 BGH 
 § 823
 § 1
 § 823
 BGH