Source: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=RealSchulPrV+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2017-06-27 07:11:08+00:00

Document:
Landesrecht BW RealSchulPrV BW | Landesnorm Baden-Württemberg | Gesamtausgabe | Verordnung des Kultusministeriums über die Abschlußprüfung an Realschulen (Realschulabschlussprüfungsordnung) vom 4. August 1994 | gültig ab: 01.08.1995
Verordnung des Kultusministeriums über die Abschlußprüfung...
§ 1 - § 9 ERSTER ABSCHNITT - Ordentliche Abschlußprüfung
§ 10 - § 16 ZWEITER ABSCHNITT - Abschlußprüfung für Schulfremde
InhaltAktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-ListeÄnderungshistoriejuris-Abkürzung:RealSchulPrV BWAusfertigungsdatum:04.08.1994Gültig ab:01.08.1995
VerordnungQuelle:Fundstelle:GBl. 1994, 417,K.u.U. 1994, 460Gliederungs-Nr:2214-1Verordnung des Kultusministeriums über die
Abschlußprüfung an Realschulen
(Realschulabschlussprüfungsordnung)
Vom 4. August 1994Zum 27.06.2017 aktuellste verfügbare Fassung der GesamtausgabeNichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelGültig abVerordnung des Kultusministeriums über die Abschlußprüfung an Realschulen (Realschulabschlussprüfungsordnung) vom 4. August 199401.08.1995Eingangsformel01.08.1995ERSTER ABSCHNITT - Ordentliche Abschlußprüfung01.08.1995§ 1 - Zweck der Prüfung01.08.1995§ 2 - Ort und Zeit der Prüfung01.08.2007§ 3 - Teilnahme an der Prüfung01.08.2007§ 4 - Schriftliche Prüfung01.08.2007§ 5 - Mündliche Prüfung, Kompetenzprüfung21.05.2016§ 5a - EuroKomPrüfung01.08.2007§ 6 - Notengebung und Ergebnis der Prüfung01.08.2007§ 7 - Wiederholung der Prüfung01.08.1995§ 8 - Nichtteilnahme, Rücktritt01.01.2016§ 9 - Täuschungshandlungen, Ordnungsverstöße01.08.2007ZWEITER ABSCHNITT - Abschlußprüfung für Schulfremde01.08.1995§ 10 - Zweck der Prüfung01.08.1995§ 11 - Zeitpunkt der Prüfung01.08.1995§ 12 - Meldung zur Prüfung02.08.2007§ 13 - Zulassung zur Prüfung01.08.2007§ 14 - Prüfungsgegenstände01.08.2007§ 15 - Durchführung der Prüfung01.08.2007§ 16 - Inkrafttreten01.08.1995
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 5 geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 19. April 2016 (GBl. S. 308, 316)
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Auf Grund von § 35
des Schulgesetzes für Baden-Württemberg (SchG) in der Fassung vom 1. August 1983 (GBl. S. 397) wird verordnet:
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht ERSTER ABSCHNITT Ordentliche Abschlußprüfung
In der Abschlußprüfung soll nachgewiesen werden, daß das Ziel der Realschule erreicht ist.
(1) Die Abschlußprüfung wird an den öffentlichen und an den staatlich anerkannten Realschulen abgehalten.
(2) Die Abschlußprüfung findet einmal jährlich statt.
(1) An der Abschlußprüfung nehmen alle Schüler der Klasse 10 der Realschule teil.
(4) Als Prüfungsaufgaben sind eine oder mehrere Aufgaben aus verschiedenen Stoffgebieten zu fertigen. Die Bearbeitungszeit beträgt in Deutsch mindestens 180 Minuten und höchstens 240 Minuten, in Mathematik und in der Pflichtfremdsprache jeweils mindestens 120 Minuten und höchstens 180 Minuten.
(5) Jede Prüfungsarbeit wird vom Fachlehrer der Klasse und anschließend von einem von der unteren Schulaufsichtsbehörde bestellten Fachlehrer einer anderen Schule (Zweitkorrektor) beurteilt und bewertet; hierbei kennt der Zweitkorrektor die vorangegangene Beurteilung und Bewertung. Weichen die Bewertungen bis zu zwei Noten voneinander ab, gilt der Durchschnitt. Weichen die Bewertungen um mehr als zwei Noten voneinander ab und können sich die Prüfer nicht einigen, wird die Note vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Rahmen der Bewertungen festgelegt.
(6) Über den Verlauf der schriftlichen Prüfung ist vom aufsichtsführenden Lehrer eine kurze Niederschrift zu fertigen.
(7) Die Noten der schriftlichen Prüfung in den einzelnen Fächern werden den Schülern etwa zwei Wochen vor der mündlichen Prüfung bekanntgegeben.
1. als Vorsitzender ein von der unteren Schulaufsichtsbehörde beauftragter Schulaufsichtsbeamter oder Schulleiter einer anderen Schule,
3. die Fachlehrer der Prüfungsklassen,
1. der Vorsitzende oder ein vom ihm bestelltes Mitglied des Prüfungsausschusses als Leiter,
1. der Vorsitzende oder ein vom ihm bestelltes Mitglied des Prüfungsausschusses, das an einer anderen Schule tätig ist, als Leiter,
2. die beiden vom Schulleiter nach Absatz 7 zugewiesenen Lehrer, von denen einer zugleich Protokollführer ist.
(3) Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf Wunsch des Schülers auf die Fächer der schriftlichen Prüfung. Die Fächer sind spätestens am zweiten Unterrichtstag nach der Bekanntgabe der Noten der schriftlichen Prüfung gegenüber dem Schulleiter zu benennen. Ob sich die Prüfung zusätzlich auf weitere Fächer erstreckt, die Gegenstand der schriftlichen Prüfung waren, entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Diese Prüfungsfächer werden dem Schüler etwa zwei Wochen vor der mündlichen Prüfung bekanntgegeben.
(6) Die Kompetenzprüfung besteht aus einer Präsentation zu einem bestimmten Thema und einem daran anknüpfenden Prüfungsgespräch. Das Thema bezieht sich auf die Bildungsstandards mindestens zweier Fächer oder Fächerverbünde. Die Präsentation kann schriftliche, mündliche und praktische Leistungen enthalten. Das Prüfungsgespräch bezieht sich über das Thema hinaus auf weitere, vorwiegend aus den Klassen 9 und 10 stammende Inhalte der betroffenen Fächer oder Fächerverbünde.
(12) Der Prüfungsvorsitzende kann darüber hinaus weitere Lehrkräfte oder Referendare als Zuhörer bei der Prüfung und Beratung zulassen, sofern der Prüfling sein Einverständnis erteilt hat.
(1) Im ersten Schulhalbjahr der Klasse 10 der Realschule wird in der ersten Fremdsprache eine mündliche Prüfung durchgeführt, für die das Kultusministerium zentrale Prüfungsmaßstäbe vorgibt (EuroKomPrüfung).
(1) Bei der Bewertung der Jahresleistungen in den Prüfungsfächern sowie bei der Bewertung der schriftlichen Prüfungsarbeiten, der Leistungen in der mündlichen Prüfung, und der Leistungen in der EuroKomPrüfung werden Zehntelnoten erteilt. Der Durchschnitt der Prüfungsergebnisse aus den schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen sowie der Durchschnitt der Prüfungsergebnisse aus den Leistungen der EuroKomPrüfung und dem übrigen Teil der Prüfung in der ersten Fremdsprache (Absatz 2 Satz 2) wird bis zu einem Zehntel berechnet. Im Übrigen werden nur ganze Noten erteilt.
(2) Die Endergebnisse in den einzelnen Prüfungsfächern ermittelt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Endergebnisse errechnen sich jeweils aus dem Durchschnitt der Jahres- und der Prüfungsleistung, wobei die Leistungen der schriftlichen und der mündlichen Prüfung gleich zählen; in der ersten Fremdsprache gilt die EuroKomPrüfung als Teil der Prüfungsleistung und zählt gegenüber dem übrigen Teil der Prüfung zur Hälfte. Der Durchschnitt wird bis zu einem Zehntel berechnet, wobei in der üblichen Weise gerundet wird (Beispiel: 2,5 bis 3,4 befriedigend). In den Fächern, in denen nicht geprüft wurde, gelten die Jahresleistungen als Endergebnisse. In der Kompetenzprüfung gilt die Prüfungsleistung als eigenständiges Endergebnis, das die Endergebnisse der hierbei einbezogenen Fächer oder Fächerverbünde (§ 5 Abs. 6 Satz 2) unberührt lässt.
1. § 1 Abs. 3 findet keine Anwendung;
2. in die Berechnung des Durchschnitts aus den Noten der maßgebenden Fächer nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 und der Kernfächer nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 wird die Prüfungsleistung der Kompetenzprüfung einbezogen. In die übrigen Bestehens- und Ausgleichsregelungen nach § 1 Abs. 2 wird die Kompetenzprüfung nicht einbezogen.
(1) Die Teile der Prüfung, an denen der Schüler ohne wichtigen Grund nicht teilnimmt, werden jeweils mit »ungenügend« bewertet. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet bei der schriftlichen Prüfung der Leiter, bei der mündlichen Prüfung und der Kompetenzprüfung der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Der wichtige Grund ist der Schule unverzüglich mitzuteilen.
(2) Als wichtiger Grund gilt insbesondere Krankheit. Ist eine prüfungsrelevante gesundheitliche Beeinträchtigung nicht offenkundig, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen, das eine konkrete Beschreibung dieser Beeinträchtigung beinhaltet. Lassen sich Zweifel am Vorliegen einer prüfungsrelevanten gesundheitlichen Beeinträchtigung auf andere Weise nicht ausräumen, kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch die Vorlage eines Satz 2 entsprechenden amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Wer sich in Kenntnis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eines anderen wichtigen Grundes der Prüfung unterzogen hat, kann diese Gründe nachträaglich nicht mehr geltend machen. Der Kenntnis steht die fahrlässige Unkenntnis gleich; fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere dann vor, wenn bei Vorliegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde.
(4) Vor Beginn der Abschlußprüfung ist auf diese Bestimmungen hinzuweisen.
(2) Wird während der Prüfung festgestellt, daß eine Täuschungshandlung vorliegt, oder entsteht ein entsprechender Verdacht, ist der Sachverhalt von einem aufsichtsführenden Lehrer festzustellen und zu protokollieren. Der Schüler setzt die Prüfung bis zur Entscheidung über die Täuschungshandlung vorläufig fort.
(3) Wer eine Täuschungshandlung begeht, wird von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlußprüfung. In leichten Fällen kann stattdessen die Prüfungsleistung mit der Note »ungenügend« bewertet werden. Die Entscheidung trifft bei der schriftlichen Prüfung der Leiter, bei der mündlichen Prüfung und der Kompetenzprüfung der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(5) Wer durch sein Verhalten die Prüfung so schwer stört, daß es nicht möglich ist, die Prüfung ordnungsgemäß durchzuführen, wird von der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlußprüfung. Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend.
(6) Vor Beginn der Abschlußprüfung ist auf diese Bestimmungen hinzuweisen.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht ZWEITER ABSCHNITT Abschlußprüfung für
Die Prüfung dient dem Erwerb des Abschlußzeugnisses der Realschule für Bewerber, die keine öffentliche oder staatlich anerkannte Hauptschule, Realschule oder kein öffentliches oder staatlich anerkanntes Gymnasium besuchen (Schulfremde).
Die Abschlußprüfung findet in der Regel einmal jährlich zusammen mit der ordentlichen Abschlußprüfung statt.
(1) Die Meldung zur Abschlußprüfung ist bis zum 1. März jeden Jahres an die für den Wohnsitz des Bewerbers zuständige untere Schulaufsichtsbehörde zu richten; dieses kann eine öffentliche Realschule mit der Durchführung der Abschlußprüfung beauftragen.
1. die Abschlußprüfung nicht eher ablegt, als es bei normalem Schulbesuch möglich wäre und
2. nicht bereits die ordentliche Abschlußprüfung oder die Abschlußprüfung für Schulfremde nach dieser Prüfungsordnung mit Erfolg abgelegt hat und
3. nicht mehr als einmal erfolglos an der ordentlichen Abschlußprüfung oder der Abschlußprüfung für Schulfremde nach dieser Prüfungsordnung teilgenommen hat und
3. die Abgangs- bzw. Abschlußzeugnisse der besuchten Schulen (beglaubigte Abschriften),
4. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Erfolg schon einmal an der Abschlußprüfung an Realschulen teilgenommen wurde,
(1) Die untere Schulaufsichtsbehörde oder die von ihr mit der Durchführung der Abschlußprüfung beauftragte Realschule entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und unterrichtet den Bewerber über die getroffene Entscheidung. Die Versagung der Zulassung ist schriftlich zu begründen.
(1) Für die Prüfung gelten im übrigen § 4 Abs. 1, 3 bis 7, § 5 Abs. 1, 2, 4, 5, 10 und 11 sowie §§ 6, 8 und 9 entsprechend mit folgenden Maßgaben:
1. Fachlehrer im Sinne von § 4 Abs. 5 Satz 1 sind die von der unteren Schulaufsichtsbehörde, im Sinne von § 5 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Fachlehrer einer öffentlichen Realschule, in der Regel der Realschule, der der Bewerber zur Ablegung der Prüfung zugewiesen ist;
4. alle Prüfungsfächer sind maßgebende Fächer, die schriftlichen Prüfungsfächer und der Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten Kernfächer im Sinne der Realschulversetzungsordnung;
Diese Verordnung tritt am 1. August 1995 in Kraft mit der Maßgabe, daß abweichend von § 11 im Jahr 1995 für die Abschlußprüfung für Schulfremde ein zweiter Termin nach den Sommerferien durchgeführt wird. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Kultusministeriums über die Abschlußprüfung für Realschulen vom 30. Juni 1982 (K.u.U. S. 809), zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. Juli 1994 (GBl. S. 375) außer Kraft.
Stuttgart, den 4. August 1994

References: § 1
 § 9

§ 10
 § 16
 § 5
 § 35
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 4
 § 5
 § 4
 § 5
 § 11