Source: http://www.i-u-e.de/hp_iue43.htm
Timestamp: 2018-07-18 23:47:09+00:00

Document:
IUE-Info: Gefahrstoffe
[hp_iue43.htm , Rev. 12, 2018-07-16] Gefahrstoffe, Gefahrstoffverzeichnis, Gefahrstoff-Verordnung
In Ihrem Unternehmen werden Gefahrstoffe eingesetzt.
Gemäß §6 ("Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung") der Gefahrstoff-Verordnung (GefStoffV) hat ein Arbeitgeber festzustellen, ob mit Gefahrstoffen umgegangen wird. Das Ergebnis der Ermittlung ist der zuständigen Behörde auf Verlangen darzulegen. Sofern Gefahrstoffe eingesetzt werden, ist der Arbeitgeber verpflichtet, gemäß §6 Abs. 10 GefStoffV ein Verzeichnis aller Gefahrstoffe (Gefahrstoffverzeichnis) zu führen.
Hierzu gehört auch die Beschreibung des Arbeitsbereiches, die auch bei weiteren gesetzlichen Anforderungen eine Rolle spielt.
Gemäß GefStoffV sind sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und hygienische Regeln einschließlich der Regeln über Einstufung, Sicherheitsinformation und Arbeitsorganisation (z.B. Beschreibung eines Arbeitsplatzes hinsichtlich gehandhabter Materialien) zu beachten.
Ist das Auftreten verschiedener gefährlicher Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz nicht auszuschließen, so ist zu ermitteln, ob die ArbeitsplatzGrenzWerte (früher: Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen, die Technische Richtkonzentration oder der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert) unterschritten werden, d.h. es sind Messungen durch Sachkundige durchzuführen.
Was sich hier sehr theoretisch anhört, trifft z.B. bei der Verwendung von Kühlschmierstoffen oder beim Schweißen mit Cr-Ni-Elektroden zu.
Die Ergebnisse der Messungen sind aufzuzeichnen und im Falle von krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fruchtbarkeitsgefährdenden Gefahrstoffen der Kategorie 1 oder 2 mindestens vierzig (!) Jahre aufzubewahren (wg. Regress-Ansprüchen, Anerkennung als Arbeitskrankheit u.ä.).
Sofern ein Problem mit Gefahrstoffen besteht, sind Schutzmaßnahmen (Maschinen / Verfahren nach Stand der Technik, Absaugungen / Entlüftungen) einzuleiten. Nach § 14 GefStoffV hat der Arbeitgeber eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung zu erstellen, in der auf die mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbundenen Gefahren für Mensch und Umwelt hingewiesen wird und in der Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln festgelegt werden.
Mit diesen gesetzlichen Anforderungen ergibt sich in den meisten Unternehmen ein Handlungsbedarf hinsichtlich des Erstellens
Gefahrstoffverzeichnisses
(§ 6 GefStoffV)
(§§ 7-11 GefStoffV)
(§ 14 GefStoffV)
Angebote für diese Dienstleistungen geben wir Ihnen auf Anfrage.
Kontaktieren Sie uns z.B. unter unserer E-Post-Adresse
- Einteilung in Arbeitsbereiche
Der Betrieb wird auf der Grundlage von räumlichen und organisatorischen
Gegebenheiten in geeignete Arbeitsbereiche eingeteilt.
- Ermitteln der Arbeitsmaterialien
Die eingesetzten Materialien und deren Verbrauchsmengen werden ermittelt
und auf ihre Gefährdung hin beurteilt.
Dabei werden Einstufung und gefährliche Eigenschaften der verwendeten
Materialien sowie die bei der Verwendung entstehenden Gefahrstoffe erfasst.
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in einem Gefahrstoffverzeichnis
gemäß § 6 GefStoffV. abgelegt.
Die verwendeten Materialien werden ermittelt und auf ihre Gefährdungen hin
Sollte ein Gefahrstoffverzeichnis vorliegen, kann dieses als Grundlage dienen
und dieser Schritt entfallen.
- Erstellen von Rohbetriebsanweisungen
Für alle gefährlichen Materialien werden Informationen (insbesondere aktuelle
Sicherheitsdatenblätter) beschafft und ausgewertet.
Anhand dieser Daten werden materialspezifische, allgemeingültige
Rohbetriebsanweisungen erstellt.
- Erfassen der lokalen Daten
Die spezifischen Gegebenheiten und Sicherheitseinrichtungen am jeweiligen
Verwendungsort werden erfasst.
Die Rohbetriebsanweisungen werden durch die lokalen Daten vervollständigt
und auf diese Weise arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen
gemäß § 14 GefStoffV erstellt.
Erstellung von Arbeitsbereichsanalysen
Der Betrieb wird in geeignete Arbeitsbereiche eingeteilt
(vgl. Gefahrstoffverzeichnis).
Es werden die in den Arbeitsbereichen verwendeten gefährlichen Materialien
und deren Verbrauchsmengen sowie die Gefahrstoffe, die im Prozess entstehen,
Sollte ein Gefahrstoffverzeichnis vorliegen, kann dieses als Grundlage dienen und
diese Schritte würden entfallen.
- Erfassen der Prozessbedingungen
Die arbeitsorganisatorischen, baulichen und lüftungstechnischen Begebenheiten in
den Arbeitsbereichen werden festgestellt; der Prozessablauf und die Bedingungen
beim Materialeinsatz erfasst.
Unter Berücksichtigung der gefährlichen Eigenschaften und der Luftgrenzwerte
der verwendeten Materialien bzw. der entstehenden Gefahrstoffe und den
vorliegenden Prozessbedingungen werden die Gefährdungen für die Mitarbeiter
Zur Lösung der erkannten Gefahrstoffprobleme werden zielgerichte Ansätze entwickelt.
- Erstellung von Kontrollmessplänen
Die gemäß § 6-10 GefStoffV geforderten Messungen werden festgelegt und in
einem Kontrollmessplan dokumentiert.
Die gemäß § 6-10 GefStoffV geforderten Messungen können bspw. mittels Dräger-Prüfröhrchen
durchgeführt werden; die Ergebnisse können als Orientierung bzw. Bestimmung von
"Hausnummern" für weitere Maßnahmen dienen.
Die vollständige Dokumentation der durchgeführten Arbeitsbereichsanalysen gemäß
TRGS 402/403 wird in einem Gefahrstoffverzeichnis durchgeführt
Wenn Sie weitergehende Fragen haben, kontaktieren Sie uns z.B. unter unserer E-Post-Adresse.
Eine ähnliche Aufgabenstellung erhält man, wenn im Unternehmen wassergefährdende Stoffe einsetzt.
URL: http://www.i-u-e.de/IUE/hp_iue43.htm
Anforderungen gemäß Gefahrstoffverordnung, Erklärung: Gefahrstoffverzeichnis, Arbeitsbereichsanalysen, Betriebsanweisungen, Messungen, Schutzmaßnahmen, Dokumentation
Gefahrstoffe, Gefahrstoffverordnung, Gefahrstoffverzeichnis, Arbeitsbereichsanalysen, Betriebsanweisungen, Messungen, Schutzmaßnahmen, Dokumentation, Dr.-Ing. Lückoff

References: §6
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 § 14
 § 6
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 § 6
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