Source: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8335/der-energiespar-minister-gibt-bekannt
Timestamp: 2015-07-05 07:45:47+00:00

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Der Energiespar-Minister gibt bekannt » Spiegelfechter
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Der Energiespar-Minister gibt bekannt geschrieben am
27. Juni 2012 von Gastautor ein Gastartikel von Lutz Hausstein
In Deutschland breitet sich eine neue Form der Armut aus: Stromarmut. Laut einer Hochrechnung des Bundes der Energieverbraucher von Februar 2012 wurde allein im Jahr 2010 800.000 Haushalten der Strom abgeschaltet, weil die Stromrechnungen nicht mehr beglichen werden konnten. Weitere Tendenz: steigend.
Die Ursachen hierfür sind ebenso offensichtlich wie unerträglich. Einerseits stagnieren oder sinken seit Jahren die Einkommen der Geringverdiener, also gerade derjenigen, die den höchsten Anteil ihres Einkommens für Strom ausgeben müssen. Auf der anderen Seite erhöhen die Stromanbieter beinahe jährlich ihre Preise um teilweise bis zu 10 Prozent. Aus diesem Grund müssen viele Haushalte einen immer größer werdenden Teil ihres Einkommens für ihre Stromrechnung aufwenden. So ist es zwangsläufig, dass immer mehr Menschen in Zahlungsschwierigkeiten kommen.
Mit immer neuen blumigen Formulierungen begründen die Energiekonzerne zwar regelmäßig aufs Neue, aus welchen, von ihnen nicht beeinflussbaren Ursachen sie die Strompreise erhöhen müssten: Gestiegene Beschaffungspreise, Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage, Kosten für den Umbau auf erneuerbare Energien, erhöhte Sicherheitsanforderungen, Bau neuer Energietrassen. Dessen ungeachtet sind jedoch die Gewinne nur allein der drei größten deutschen Energieversorger im Jahr 2002 mit 5,7 Milliarden Euro auf sagenhafte 23 Milliarden Euro im Jahr 2009 explodiert. Innerhalb von nur sieben Jahren haben diese demzufolge ihre Gewinne vervierfacht.
Jahrelang wurde in offiziellen Stellungnahmen von Politikern als auch in den Medien die Phrase gedroschen, „der mündige Verbraucher“ müsse ja nur zu einem billigeren Anbieter zu wechseln und schon könne er sogar noch „sparen“. Dies ist selbstverständlich hanebüchener Unsinn. Denn trotz Anbieterwechsel bei Preiserhöhungen stiegen die Preise für den Stromverbraucher unter dem Strich immer noch. Auch lässt das jährliche Ritual der Empfehlung eines Wechsels viele Menschen nur noch zynisch mit den Schultern zucken. Wer einmal von einem teureren zu einem billigeren Stromanbieter gewechselt ist, kann dies nicht jährlich wiederholen, da man ja inzwischen bei letzterem Vertragskunde ist.
Doch nun glaubt der neue Umweltminister Peter Altmaier das Ei des Kolumbus gefunden zu haben. Abseits der alten Rhetorik des Anbieterwechsels schlägt er doch allen Ernstes vor, dass die gestiegenen Strompreise einfach von den Verbrauchern mit einer Senkung ihres Verbrauchs im gleichen Umfang zu kompensieren seien. Mit diesem Argument begründet er gleichzeitig die Ablehnung von Aktivitäten, welche insbesondere den unter der Stromarmut leidenden Ärmsten in der Gesellschaft helfen könnten.
Stattdessen schlägt er eine „fachkundige Energieberatung“ vor, um die (exemplarischen) drei Prozent Strompreiserhöhung, welche im Durchschnitt eher nichtrepräsentativ sind, mit Verbrauchseinsparungen in gleicher Höhe zu kompensieren. Gerade die Haushalte mit niedrigen Einkommen, deren Anzahl in den letzten Jahren erheblich angestiegen ist und die aus diesem Grund größtenteils ohnehin schon länger sparsam mit Strom umgegangen sein dürften, können auf die Vorschläge zu weiteren Maßnahmen zur Verbrauchssenkung gespannt sein. Erste Vorschläge für signifikante Einsparungen könnten die stundenweise Außerbetriebnahme des Kühlschranks, die Rückkehr zum Waschbrett sowie Kochbücher zur Kaltzubereitung von Warmspeisen sein.
Die zynischen Ratschläge des neuen Energiespar-Ministers, welche er jedoch meint, in aller Ernsthaftigkeit verkünden zu müssen, sind an Absurdität kaum zu überbieten. In völliger Missachtung der Realitäten weist er den Armen in dieser reichen Gesellschaft die Verantwortung zu, während er die Milliardengewinne der Energiekonzerne keinerlei Beachtung schenkt. Anstatt nach Wegen zur Beseitigung der Stromarmut zu suchen, bietet Peter Altmaier nur ein wenig rhetorischen Theaterdonner. Zur Lösung des immer dramatischer werdenden Problems trägt er nicht einen Jota bei, sondern gibt nur seine Bankrotterklärung bekannt.
Tags: Energie Menschenrechte Neoliberalismus 181 Kommentare:	DJ Doena schrieb am 27. Juni 2012 um 10:04	- Permalink Ich möchte die Erfahrungen ander keinesfalls anzweifeln. Aber ich wundere mich trotzdem, warum ich von diesen 10% jedes Jahr nie was mitbekomme? Ich zahl seit 3 Jahren alle 2 Monate den gleichen Abschlag und auch bei der Jahresendrechnung ist es ziemlich genau eine Punktlandung.
Ich bekomme meinen Strom ganz normal aus der Steckdose vom Stadtwerk. Sind die nur so viel besser?
unbequemer schrieb am 27. Juni 2012 um 10:24	- Permalink Dann veröffentlichen Sie doch einmal ihre Strompreise in den letzten Jahren!
Jahr / Grundpreis / Arbeitspreis
2005 / 43,10 € / 14,06 Cent
2006 / 46,22 € / 14,90 Cent
2007 / 46,22 € / 17,20 Cent
2008 / 46,22 € / 17,20 Cent
2009 / 60,00 € / 19,40 Cent
2010 / 60,00 € / 20,30 Cent
2011 / 60,00 € / 20,30 Cent
Grundpreis – Steigerung um 39,2 %
Arbeitspreis – Steigerung um 44,4 %
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 15:59	- Permalink “Das will doch keiner hör’n …” -> Die Ärzte, “Junge”. Mit Zahlen bist Du stets unbequem und DU machst Deinem Nick Ehre ;-)
unbequemer schrieb am 27. Juni 2012 um 17:17	- Permalink Ich bin Organisationsprogrammierer und muss rechnen können.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 17:20	- Permalink “Guter Mann!” *g*
Very Serious Sam schrieb am 27. Juni 2012 um 16:45	- Permalink So ungefähr sieht das bei mir auch aus. Den Stromverbrauch habe ich in diesen Jahren allerdings von einst ~2600 auf ~1900 kWh gedrosselt. Ein AA+-Kühlschrank statt der uralten Stromschleuder hat um die 250kWh gebracht, eine neue Spülmaschine noch mal ca. 200kWh. Die beiden Geräte sparen mir also anfänglich (Kühlschränke legen beim Verbrauch recht schnell zu mit der Alterung der Dämmung) pro Jahr ca. 110€ – bei einem Anschaffungspreis von zusammen ca. 1200€. Die werden wohl vor ihrer Amortisation das Zeitliche segnen. Schlechtes Geschäft…
Noch merkbar weniger Stromverbrauch ist realistischerweise nicht mehr drin, ob mit oder ohne ‘Beratung’.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 17:23	- Permalink Das ist doch schon was! Da rechnen leider nur wenige genauer nach und gerade die, die rechnen müssen, können es nicht vorfinanzieren.
P.s.: Bist Du der Nachfolger von “serious sam”?
unbequemer schrieb am 27. Juni 2012 um 17:23	- Permalink Tja, mein Stromverbrauch ist leider gestiegen.
Von 2005 (als ich kaum Stromfresser hatte) 1.651 kWh
bis 2011 (inzwischen Waschmaschine, Kühl-Gefrier-Kombi, TV, PC) 2.206 kWh
Darunter auch ein Ergometer, aus Gesundheitsgründen, der mit Strom läuft.
Andreas Moser schrieb am 27. Juni 2012 um 10:06	- Permalink Es muß aber wirklich nicht den ganzen Tag der Computer oder die Heizung laufen.
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 10:29	- Permalink ´´der Computer oder die Heizung laufen.´´
Naja,mein Computer verbraucht nur 30 Watt.
Und wer heizt denn heutzutage noch mit Strom?
Da kann ich mit Euroscheinen auch gleich ein Lagerfeuer machen.^^
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 11:05	- Permalink Moin, Leslie :-)
Aus reiner Neugier: Was nutzt Du für einen Computer? Mein Notebook schluckt auch mindestens 100 Watt, der Standrechner sogar über 400 :-(
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 11:11	- Permalink @Frank Benedikt
Ich nutze mittlerweile ausschließlich ein Net/Subnotebook (Lenovo Ideapad mit 12′ Bildschirm). Das reicht für meine Anwendungen völlig aus und frisst deutlich weniger als 30 Watt.
Ich verdiene zwar gut, aber dennoch ärgere ich mich jeden Tag über jeden Cent, den die privatisierten Strommafioso von mir wegschmarotzen.
Perspektivisch werde ich einige Systeme autark versorgen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 11:47	- Permalink Gutes Konzept, das sich aber halt auch nicht jeder leisten kann. Bspw. meine Notebooks stammen in der Regel vom Gebrauchthändler meines Vertrauens und haben mindestens 5 Jahre auf dem Buckel.
Hans Dampf schrieb am 2. Juli 2012 um 16:19	- Permalink @Frank Benedikt:
Ich benutze ein IBM Thinkpad T40 von 2005 (oder 2004)? Das ist sicherlich heutzutage an der Grenze der Benutzbarkeit (mit einer älteren Linux Distribution gehts noch ;)), aber der Stromverbrauch von dem Tei liegt bei 23 Watt trotz eigentlich nicht besonders stromsparendem Pentium M.
30 Watt müßten dann auch bei 5 Jahre alten Notebooks drin sein, zumindest bei den Business-Modellen. Und letztere sind nach 5 Jahren auch schoon recht preiswert.
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 12:51	- Permalink ´´Was nutzt Du für einen Computer?´´
Das Teil–> http://www.teltarif.de/medion-akoya-mini-e2076-d/news/35013.html
Dazu einen Led Monitor und man bleibt unter 60 Watt. :-))
COPOKA schrieb am 27. Juni 2012 um 14:50	- Permalink Frank, wenn Dein Laptop oder PC ein N-Watt Netzteil hat, bedeutet es keinesfalls, dass das Ding N-Watt verbraucht ;)
Handelsüblicher PC verbraucht ‘normal’ (d.h. ohne 3D-Spiele mit leistungsfähigen Grakas) so zw. 60 und 120W. Laptop – zw. 25 und 60.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 15:57	- Permalink Die Abwärme eines alten, fetten Prozessors, alter Freund. Die aktiv gekühlte Graka zieht auch, das drumherum (diverses via USB angeflanschtes Zeugs) ebenfalls. Könnte mir mal ein Messgerät dafür leihen, aber meine Stromrechnung in dem Jahr, als ich nur noch mit Notebook arbeiten konnte, spricht schon Bände.
COPOKA schrieb am 27. Juni 2012 um 22:57	- Permalink @Frank
Die Abwärme eines alten, fetten Prozessors, alter Freund. Die aktiv gekühlte Graka zieht auch, das drumherum …
Ich kann wetten, dass das ganze Zeug bei Vollast nicht mehr als 250W verbraucht. Ich schraube schon öfters PC’s zusammen, auch mit fetten CPU’s und Grakas, keiner hat mehr als 350W gesogen! Und der mit 350W Spitzen(!)verbrauch (Netzteil 750W) hatte 2 parallel geschaltete ATI-4850. Sogar der hat bei ‘normalen’ Anwendungen nur 125W gesogen und kam auf 350W nur bei 3D-Tests.
Es sei denn mein Messgerät zeigt was falsches an, wonach es aber nicht aussieht.
Andreas F. schrieb am 27. Juni 2012 um 18:35	- Permalink Ein Asrock Ion 330 verbraucht auch nur ein paar Watt.
alter Sack schrieb am 27. Juni 2012 um 12:16	- Permalink @ leslie
Das könnte Dich interessieren. Es geht auch ohne Strom und Öl:
Ein Mann afghanischer Mann transportiert Gras
Sparen ist schon gut und notwendig – allerdings nicht kostenlos oder billig zu haben. Da macht es sich der Minister zu leicht.
Konkretes Beispiel: LED-Lampen. Ich würde gerne alle Leuchten damit ausstatten, doch bei den Preisen kann ich mir das sparen (noch) nicht leisten.
schiaparelli schrieb am 27. Juni 2012 um 19:04	- Permalink Mit Strom heizen?
Wenn man zB. in einer Wohnung wohnt, in der ab 10:30 Uhr abends die Heizung komplett abgestellt wird. “Nachtabsenkung” nennt das die Wohnbaugenossenschaft, in der sich die Spezialdemokraten die Posten aufteilen, im derem typischen Neusprech. Durch diese Nacht-Abschaltung hatte das Haus sogar fast den Energie-Pass eines Niedrigenergiehauses. Morgens 13° im Winter ist ja auch niedrig.
Bei Billigwohnungen für den Pöbel kann mans ja machen.
Optionskommune, SPD-OB und SPD-Fraktionschef leiten die WBG, was sagt da das Jobcenter zur vorgeschlagenen Mietminderung? Richtig, nüsse.
Man könnte ja auch nachts einfach schlafen, wenn da nicht die paranoid-schizophrene, drogenabhängige Nachbarin wäre, die tagelang ohne Schlaf auskommt, weil sie auf Speed ist.
Wenn man nachts wach ist, möchte man es auch halbwegs hell und warm haben. Also fängt der Stromzähler an zu glühen….
Was sagt da das Jobcenter zum Umzug? Richtig, nüsse.
Was sagt das Jobcenter zum Umzug, wenn man mit Dienstaufsichtsbeschwerde, Klage wegen Untätigkeit und Körperverletzung* im Amt und der Presse droht? Richtig, kein Problem.
(*Permanente Randale, Morddrohungen, Möbel die einem fast auf den Kopf fallen, wenn man aus dem Haus geht, jede 2te Nacht Polizei im Haus, Brandstiftung, fast eingetretene Wohnungstür: das Amt sieht keinen gewichtigen Grund für einen Wohnungswechsel.)
Soziale Eiszeit im Land der Weltmeister der Herzen
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:18	- Permalink Es ist deutsch in Kaltland, Du Nickbesetzer :-D
Hannzi schrieb am 17. Juli 2012 um 02:00	- Permalink Jo, wer heizt noch mit Strom?
Genau diejenigen, denen der Preis die Bequemlichkeitsgewinne durch Stromheizung wert ist – Der Preis also egal. Oder jene, die es sich kaum aussuchen können wo sie wohnen und in den Stromspeicher bzw. Nachtspeicherbeheizten Wohnraum ziehen müssen. Und nein. Beim Heizen mit Strom zieht der Grundgesicherte immer den Kürzeren: Viele Kosten werden nicht erstattet, vieles läuft über Kostenanteile, die häufig durch Einzählermessungen falsch abgerechnet werden. Das machen die Ämter seit Jahrzehnten so, keine Erfindung Neumodischer-Sozialstaatlicher-Richtlinien.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:01	- Permalink Es muß aber wirklich nicht den ganzen Tag der Computer oder die Heizung laufen.
In einer “vernetzten”/hochkommunikativen Gesellschaft? Mach mir das mal vor und verrate den Trick nicht(!) an Bill Gates :-D
Vogel schrieb am 27. Juni 2012 um 20:34	- Permalink Tach Frank,
leise Kritik zum vorstehenden Kommentar: Nahe beim Zirkelschluss!
Ansonsten: Weiter so unn alles Gude, gell?
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 21:00	- Permalink Ach, olle Vogel – das Leben ist oft genug auch selbst dran (am circulus vitiosus). Ändert das was? Ich glaube nicht. Was (vielleicht, aber auch nur sehr vielleicht!) was bewegt sind Menschen, die ihre Meinung kundtun. Solltest auch Du schon wissen ;-)
P.s.: Bin demnäx wieder in Deiner Ecke – meld Dich halt mal und komm gerne ganz spießermäßig auf Kaffee und Kuchen vorbei :-D
unbequemer schrieb am 27. Juni 2012 um 10:06	- Permalink Dazu eine Anmerkung. Es läuft eine Klage vor einem Sozialgericht, bei der ich als Beistand aktiv bin. Mündliche Verhandlung am 20.07.
Deutscher Bundestag: Drucksache 14/527 vom 15.03.1999
Wie hoch waren die Regelsätze des Bundessozialhilfegesetzes für einen alleinstehenden Haushaltsvorstand (“Eckregelsatz”) jeweils am 1.Juli der Jahre 1991 bis 1998 in den einzelnen Bundesländern?
Antwort = 1998 für Niedersachsen 539,- DM (umgerechnet 275,59 €)
Wie hoch ist — absolut und relativ — der Anteil für Haushaltsenergie, der aus dem Eckregelsatz finanziert werden soll?
Um welche Energiemenge (Kilowattstunden) handelt es sich dabei? Die Regelsätze umfassen die laufenden Leistungen für Ernährung, hauswirtschaftlichen Bedarf einschließlich Haushaltsenergie sowie für persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens. Auf Ernährung entfallen rd. 50 % des Regelsatzes, auf hauswirtschaftlichen Bedarf einschließlich Haushaltsenergie rd. 15 % und die restlichen 35 % auf persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens.
Nach dem Gutachten des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge von 1989 zum neuen Bedarfsbemessungssystem für die Regelsätze (Einführung des Statistikmodells) ist auf der Grundlage der Haushaltskundenbefragung 1986 des VDEW (Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke e. V.) ein Verbrauch von 148 kWh für Haushaltsenergie (ohne Heizkosten) berücksichtigt.
Nun ist zu berechnen, wie viel im Jahr 1998 ein Stromverbrauch von 1.776 kWh kostete. Hier habe ich in meinen Unterlagen aus dem Jahr folgende Werte: Grundpreis 66,- DM und pro kWh = -,22 DM. Nun kann der im Regelsatz enthaltene Betrag für die Haushaltsenergie berechnet werden. (1.776 kWh * -,22 DM) 290,72 DM + Grundpreis 66,- DM = 456,72 DM + 15 % Mehrwertsteuer 68,51 DM = 525,23 DM (268,55 €) im Jahr, 43,77 DM (22,- €) pro Monat
Der Anteil vom Regelsatz in Höhe von 539,- DM beträgt 8,12 % nur für die Haushaltsenergie, denn Heizkosten sind darin nicht enthalten. Diese wurden damals zusätzlich in voller Höhe übernommen, wenn sie angemessen waren. Es erfolgte kein Abzug für eine Warmwasserbereitung. Auch wurde kein Thermenstrom gesondert übernommen, der ist dann in dem berechneten Bedarf von 148 kWh monatlich enthalten gewesen. Der Regelsatz 1998 in Höhe von 539,– DM entspricht 275,59 €. Es war im Regelsatz für den Strom somit ein höherer Betrag (22,- €) enthalten, als ab 1.1.2005 im ALG-2 zur Verfügung steht. Steigerung der Energiepreise:
Jahr	Grundpreis	pro kWh
1998 66,- DM -,22 DM
umgerechnet 33,75 € -,1124 €
2005 43,10 € + 27,7% -,1406 € + 25,1 % Im Jahr 2005 kostete im Vergleich mit 1998 die gleiche Strommenge von 1.776 kWh:
1998 = 268,55 €
2005 = 339,66 € (43,10 € + 249,71 € + 16 % MWST 46,85 €) Eine Steigerung um 26,5 % bei gleicher Strommenge.
Wenn ich nun wie 1998 die Position für Haushaltsenergie mit 8,12 % ansetze, wäre die Regelleistung mit 353,88 € plus 16 % Ansparleistung 56,62 € = 411,- € (gerundet) notwendig gewesen. Es wurde aber nur ein Betrag von 297,- € plus 16 % 47,52 € = 345,- € (gerundet) durch willkürliche Abzugsbeträge errechnet. Die Abzüge „ins Blaue hinein“ wurden ja als verfassungswidrig erkannt.
Steigerung der Energiepreise:
2005 43,10 € -,1406 €
2009	60,- €	+ 39,2 %	-,194 € + 38 %
Im Jahr 2009 kostete im Vergleich mit 2005 die gleiche Strommenge von 1.776 kWh:
2005 = 339,66 €
2009 =	483,40 €	(60,- € + 344,54 € + 19 % MWST 76,86 €)
Eine Steigerung um 42,3 % bei gleicher Strommenge.
Für diesen Zeitraum waren im Regelsatz aber nur (6 * 14,46 € (21,09 € – 6,63 € Abzug) + 6 * 14,78 € (21,57 € – 6,79 € Abzug) = 175,44 € enthalten
Notwendig wären aber pro Monat (483,40 € / 12) 40,28 € gewesen. (Mein Abschlag = 32,- €) Wenn ich nun wie 1998 die Position für Haushaltsenergie mit 8,12 % ansetze, wäre die Regelleistung mit 496,06 € plus 16 % Ansparleistung 79,37 € = 575,- € (gerundet) notwendig gewesen.
Eine Anpassung die nicht an die Preisentwicklung ausgerichtet ist, führt bei Preissteigerungen eben zur Unterdeckung des Existenzminimum.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:07	- Permalink Rechnen können anscheinend die wenigsten … Danke für Deine “Fleißarbeit” – Jens, Lutz, vielen anderen und auch mir fehlt leider längst die Zeit dafür, obwohl ich es für meinen Teil für nötig halte, anhand von unabweisbaren Fakten zu argumentieren. Jens mag ich sogar teilweise “freisprechen”, denn noch immer verblüfft er mich öfter mit neuen Zahlen/Fakten. Bin halt derzeit weitgehend raus aus dem “Geschäft” (Politik/Leben: Zutreffendes bitte ankreuzen) …
unbequemer schrieb am 27. Juni 2012 um 17:08	- Permalink Nun, ich musste mich damit befassen. Denn das ALG-2 reicht eben nicht.
Wie schon geschrieben, am 20.07. bin ich vor dem Sozialgericht als Beistand aktiv.
Dann werde ich mal sehen, wie das Gericht sich zum Beweis eines Rechtsbruchs äußert. Denn:
nachdem ich die Einladung zur Verhandlung erhalten hatte, bat ich Herrn UNBEQUEMER mich auch bei diesem Termin als Beistand zu unterstützen. Nachdem ich ihn über die Verschiebung der Verhandlung informiert habe, erklärte er mir, dass vom Sozialgericht bei der Klage AKTENZEICHEN ein Rechtsbruch begangen wurde. Er wollte dieses Argument während der mündlichen Verhandlung vortragen. Hier die Begründung:
Nachdem das BVerfG beim ersten Verhandlungstermin bestätigt hat, dass doch der Regelsatz an sich auf dem Prüfstand steht, habe ich mit Schreiben vom 17.11.2009 beantragt, VOR der Entscheidung des BVerfG. die Arge zu verurteilen, meinen Überprüfungsantrag bis zur Entscheidung ruhend zu stellen. Mindestens ab diesem Zeitpunkt war dem Sozialgericht bekannt, dass meine Klage begründet war. Auch meine entstandenen Kosten in Höhe von 36,25 € hätte die Arge erstatten müssen. Durch das Unterlassen eines Urteils wurde mir der weitere Rechtsweg verweigert. Nach der Entscheidung des BVerfG hätte die Arge dann erst meinen Überprüfungssantrag bearbeiten müssen, dagegen wäre ein Widerspruch möglich geswesen. Gegen den Widerspruchsbescheid hätte ich dann erneut eine Klage einreichen können, in der ich dann die Argumente aus dem Schreiben vom 01.03.2010 vorgetragen hätte. Argumente, die dem BVerfG noch nicht vorgetragen wurden, die seit meiner Klage AKTENZEICHEN bekannt sind. Ein vorsätzlicher Betrug der Bundesregierung bei der Berechnung des Anteils für den Strom im Regelsatz. Da die Klage AKTENZEICHEN über einen höheren Betrag zur Deckung der Thermenstromkosten nur notwendig war, um die Deckungslücke für die Stromkosten bis zur Entscheidung der Klage AKTENZEICHEN zu verringern, können diese drei Klagen durchaus zusammengefasst werden.
Ich wäre einverstanden, den Rechtsbruch des Sozialgericht ORT derart zu „heilen“, indem über die drei Klagen mit meinen Argumenten aus dem Schreiben vom 01.03.2010 eine Vorlage an das BVerfG erstellt und eingereicht wird. Soweit das Schreiben. Somit besteht aus meiner Sicht noch die Chanche sich gegen den Regelsatz ab 2005 zu wehren! Denn meine Argumente gegen die Verweigerung des BVerfG auf eine rückwirkende Neuberechnung:
Um den vom Bundesverfassungsgericht unter den Aktenzeichen 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09 und 1 BvL 4/09 im Urteil vom 09.02.2010 aufgestellten Randnotizen zu widersprechen, weise ich Sie auf folgende Sachverhalte hin, die meines Erachtens im Rahmen der Willkürkontrolle beachtet und geprüft werden müssen.
Nach dem Gutachten des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge von 1989 zum neuen Bedarfsbemessungssystem für die Regelsätze (Einführung des Statistikmodells) ist auf der Grundlage der Haushaltskundenbefragung 1986 des Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke e. V. ein Verbrauch von 148 kWh für Haushaltsenergie (ohne Heizkosten) berücksichtigt.
Wenn also von der Bundesregierung erklärt wurde, für die Berechnung der Regelleistung sei von einem Haushaltsenergieverbrauch von 1.776 kWh für ein Jahr ausgegangen, ist mit dem von mir berechneten finanzierbaren Umfang nicht zu vereinbaren. Somit ist die Unterdeckung der Regelleistung eindeutig belegt. Aktuell (Anmerkung – die Zahlen sind aus dem Jahr 2010) kann ich für den im Regelsatz enthaltenen Betrag von 14,78 € (177,36 € im Jahr) bei einem Grundpreis von 60,- € und einem Arbeitspreis von -,194 € nur 604,948 kWh Strom im Jahr oder 50,412 kWh Strom im Monat finanzieren. Bei 148 kWh pro Monat ohne Heizung liegt eine Unterdeckung der Stromversorgung von 97,588 kWh (65,9%) vor.
Gerade die Willkürkontrolle ist ein Instrument der Soziagerichte dem Gesetzgeber auf die Finger zu schauen. Dieses Instrument muss benutzt werden. Gerade wenn nachgewiesen wird, dass vom Gesetzgeber bei der Berechnung vorsätzlich falsch gerechnet wurde. Was durch meine Gegenrechnung bewiesen ist. Im Rahmen der Willkürkontrolle obliegt es durchaus dem Sozialgericht, einen Nachweis zu überprüfen, ob die Beiträge hinreichend bedarfsdeckend sind, wenn Zweifel an der Bedarfsdeckung bestehen und rechnerisch aufgezeigt werden. Dieses wurde auch vom Landessozialgericht ( LSG) Sachsen berücksichtigt. Das Bundessozialgericht (BSG) hat diesen Beweis verworfen. Deswegen hat das LSG Hessen den Vorlagebeschluss an das Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Die Verweigerung einer rückwirkenden Anpassung müsste meines Erachtens bei rechtskonformer Auslegung des Urteil doch erfolgen. Es steht in dem Urteil unter anderem: Randnotiz 211:
Da nicht festgestellt werden kann, dass die gesetzlich festgesetzten Regelleistungsbeträge evident unzureichend sind, ist der Gesetzgeber nicht unmittelbar von Verfassungs wegen verpflichtet, höhere Leistungen festzusetzen. Meine Folgerung: wenn also das Gericht festgestellt hätte, das die Regelleistungsbeträge unzureichend sind, wäre der Gesetzgeber verurteilt worden, eine höhere Leistung festzusetzen. Die nun folgenden Betrachtung sind also ein Schritt um das Urteil „auf die Füße der Randnotiz 211 zu stellen“.
Randnotiz 123: cc) Zu den Regelungen über die Höhe der Regelleistung zählt ferner § 20 Abs. 1 SGB II a.F., weil er den Bedarf definiert, der von ihr gedeckt werden soll. Auch von dieser Bestimmung des Bedarfs hängt die Höhe der Regelleistung ab. Sie ist zudem Grundlage für die Prüfung, ob die Beträge des § 20 Abs. 2 1. Halbsatz und Abs. 3 Satz 1 SGB II a.F. und des § 28 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 1. Alt. SGB II a.F. hinreichend bedarfsdeckend sind.
Meine Berechnung zeigt, dass der Regelsatz durchaus unzureichend ist. In dem Fall wäre die in Randnummer 211 aufgestellte Erklärung, dass deswegen keine höhere Leistung festzusetzen sei, weil der Regelsatz Augenscheinlich nicht zu beanstanden sei, widerlegt.
Die in Randnotiz 123 aufgestellte „Prüfung“, ob die Beiträge hinreichend bedarfsdeckend ist, kann ich so nicht erkennen.
Auch wenn das Gericht erklärt, dem Leistungsbezieher sei zuzumuten, innerhalb seiner Regelleistung „umzuschichten“, ist das unrealistisch. So muss ich die Praxisgebühr und weitere zusätzliche Kosten zum Erhalt meiner Gesundheit, die ebenfalls nicht in der Berechnung enthalten sind, da die Grundlage der Regelleistung auf der EVS von 1998 beruht, schon aus anderen Bedarfspositionen decken. Löcher mit Löchern stopfen hört sich zwar schön an, funktioniert aber nicht auf Dauer. Das zeigt auch die geplatzte Blase der Bankenkrise. Dafür waren Milliarden über Nacht verfügbar. Menschen sind systemrelevant, nicht Spekulanten. Ein Existenzminimum ist keines mehr, wenn ich andere Bedarfe nicht mehr decken kann.
Unter dem Aktenzeichen B 14/7b AS 50/06 R wurde vom BSG folgende Aussage getroffen:
Zwar ist die Regelleistung nach dem Willen des Gesetzgebers nicht als Summe einzelner Leistungsposten, sondern als pauschalierte Geldleistung zu verstehen. Dennoch können die der Bildung der Regelleistung zugrundegelegten anteiligen Bedarfe einen Anhaltspunkt für die Wertigkeit einzelner Bereiche geben.
Gerade diese „Wertigkeit“ muss auch auf den Betrag für die Haushaltsenergie berücksichtigt werden. Aus diesem Grund weise ich auch auf die Randnotiz 206 hin:
Sowie auf die Randnotiz 135: b) Der unmittelbar verfassungsrechtliche Leistungsanspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums erstreckt sich nur auf diejenigen Mittel, die zur Aufrechterhaltung eines menschenwürdigen Daseins unbedingt erforderlich sind. Er gewährleistet das gesamte Existenzminimum durch eine einheitliche grundrechtliche Garantie, die sowohl die physische Existenz des Menschen, also Nahrung, Kleidung, Hausrat, Unterkunft, Heizung, Hygiene und Gesundheit (vgl. BVerfGE 120, 125 ), als auch die Sicherung der Möglichkeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und zu einem Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben umfasst, denn der Mensch als Person existiert notwendig in sozialen Bezügen (vgl. BVerfGE 80, 367 ; 109, 279 ; auch BVerwGE 87, 212 ). Auch Randnoziz 136:
c) Die Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums muss durch einen gesetzlichen Anspruch gesichert sein. Dies verlangt bereits unmittelbar der Schutzgehalt des Art. 1 Abs. 1 GG. Ein Hilfebedürftiger darf nicht auf freiwillige Leistungen des Staates oder Dritter verwiesen werden, deren Erbringung nicht durch ein subjektives Recht des Hilfebedürftigen gewährleistet ist.
Zu einem menschenwürdigen Existenzminimum gehört eine ausreichende Versorgung mit Haushaltsenergie. Dieses ist bei dem Anteil für die Haushaltsenergie nicht der Fall. Eine hinreichende Bedarfsdeckung kann nicht angenommen werden, wenn nur ca. 50 % der notwendigen Kosten im Regelsatz enthalten sind. Denn da eine Aufklärung und Beratung nach SGB I §§ 14 und 15 durch die Arge nicht erfolgt ist, werden viele nicht wissen das sie einen Anspruch auf Übernahme der Thermenstromkosten haben, da dieser auch auf meinen Antrag hin abgewiesen wurde. Erst ein Widerspruch führte zur rechtskonformen Bewilligung. Der angemessene Stromverbrauch ist ein Bedarf, der für ein menschenwürdiges Leben erforderlich ist. Die bestehende und von mir berechnete und so nachgewiesene Unterdeckung ist meines Erachtens verfassungswidrig, weil das Existenzminimum nicht ausreichend ist. Somit besteht indirekt ein Anspruch, da vom BVerfG. zwar dem Augenschein nach keine unzureichende Beträge zu erkennen waren, ich aber mit meiner Berechnung mittelbar belegt habe, das ein unzureichender Betrag für die Haushaltsenergie bereitgestellt wurde. Niemand wird mir den fehlenden Betrag zum notwendigen Verbrauch der Haushaltsenergie bezahlen, und auch der Energieversorger wird mir nicht das notwendige Volumen von bis zu 1.776 kWh zum Preis von 600 kWh liefern. Dabei hat das BVerfG. ausdrücklich unter Randnotiz 141 erklärt:
2. a) Dem Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der Bemessung des Existenzminimums entspricht eine zurückhaltende Kontrolle der einfachgesetzlichen Regelung durch das Bundesverfassungsgericht. Da das Grundgesetz selbst keine exakte Bezifferung des Anspruchs erlaubt, beschränkt sich – bezogen auf das Ergebnis – die materielle Kontrolle darauf, ob die Leistungen evident unzureichend sind (vgl. BVerfGE 82, 60 ).
Das LSG Hessen darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Willkürkontrolle vom LSG Sachsen bewiesen wurde, dass im Regelsatz kein Geld für die Warmwasserbereitung enthalten sein kann. Randnotiz 137: Der gesetzliche Leistungsanspruch muss so ausgestaltet sein, dass er stets den gesamten existenznotwendigen Bedarf jedes individuellen Grundrechtsträgers deckt (vgl. BVerfGE 87, 153 ; 91, 93 ; 99, 246 ; 120, 125 ). Wenn der Gesetzgeber seiner verfassungsmäßigen Pflicht zur Bestimmung des Existenzminimums nicht hinreichend nachkommt, ist das einfache Recht im Umfang seiner defizitären Gestaltung verfassungswidrig. Das der Leistungsanspruch eben NICHT den gesamten existenznotwendigen Bedarf deckt, dürfte so offensichtlich sein. Somit also ist der Regelsatz verfassungswidrig, weil Randnotiz 211 mit diesen Argumenten „auf die Füße“ gestellt werden muss. Auch Randnotiz 170:
So kann das Existenzminimum nicht allein durch die Regelleistung, sondern durch andere soziale Leistungen, zum Beispiel zur Kostendeckung von Unterkunft und Heizung, gesichert werden
Die Kosten der Unterkunft bestehen nicht nur aus der Miete und den Heizkosten. Gerade die Haushaltsenergie ist ein wichtiger Posten um eine Wohnung bedarfsgerecht zu nutzen. Der dazu notwendige Strombedarf ist nicht gedeckt. Wenn also schon bei diesem einen wichtigen Posten der Haushaltsenergie im Regelsatz derartig falsch gerechnet wurde, darüber hinaus nachweislich Abzüge die in keiner Weise begründet waren vorgenommen wurden, die auch vom BVerfG gerügt wurden. Randnotiz 171:
Schätzungen „ins Blaue hinein“ laufen jedoch einem Verfahren realitätsgerechter Ermittlung zuwider und verstoßen deshalb gegen Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG. Damit geprüft werden kann, ob die vom Gesetzgeber getroffenen Wertungen und Entscheidungen der verfassungsrechtlichen Garantie eines menschenwürdigen Existenzminimums entsprechen, trifft den Normgeber die Obliegenheit, sie nachvollziehbar zu begründen; das ist vor allem zu fordern, wenn er von seiner selbst gewählten Methode abweicht.
Diese Schätzungen sind der Grund, den Regelsatz für die Zukunft auf den Prüfstand zu stellen. Da aber bei der Position der Haushaltsenergie keine realitätsgerechte Ermittlung durch die Bundesregierung erfolgte, muss meines Erachtens auch für die Vergangenheit der Regelsatz neu berechnet werden.
(Nur ein Auszug aus den Argumenten) Leider will sich kein Fachanwalt für Sozialrecht mit der Materie befassen. Ist zu Arbeitsaufwändig. also muss ich es selber machen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 17:18	- Permalink Gut das (was da von Dir kommt), aber es sollte sich dennoch ein Anwalt finden lassen. Schreib mich da bitte mal an und ich kucke, wen ich da kenne und wer das machen mag.
leser schrieb am 27. Juni 2012 um 10:16	- Permalink Wer einmal von einem teureren zu einem billigeren Stromanbieter gewechselt ist, kann dies nicht jährlich wiederholen, da man ja inzwischen bei letzterem Vertragskunde ist.
Diesen Satz verstehe ich nicht. Auch beim neuen Anbieter kann man doch unter Wahrung von Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist wieder kündigen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt aber in der Regel nicht mehr als ein Jahr (manchmal, vor allem im Öko-Strom-Bereich, auch nur einen Monat).
gerhardq schrieb am 27. Juni 2012 um 10:30	- Permalink Bist Du schon einmal richtig überschuldet gewesen?
Dann kann es Dir sehr leicht passieren, daß Du entweder abgewiesen wirst oder aber daß Du eine hohe Vorauskasse leisten mußt. Im Extremfall kann Dir sogar ein Münzzähler eingebaut werden.
Es ist oft nicht das Problem des Energiesparens, sondern der Bonität. Wer genug Geld hat, der kann sich billige Tarife kaufen. Ein HartzIV-ler, der am Existensminimum in Saus und Braus vor sich hinlebt, der hat gar nicht die Möglichkeit, sich einen billigen Tarif zu kaufen. Hier wird der Vorschlag von Herrn Altmaier zynisch, weil dieser Mensch in seinem Elfenbeinturm sich solche Situationen nicht vorstellen kann!
Mod schrieb am 27. Juni 2012 um 10:49	- Permalink Die Kündigung oder Kündigungsfristen sind evt. Unterschiedlich und Unübersichtlich gestaltet und von Bund, Land, oder von Kommune zu Kommune verschieden? Vielleicht klärt sich das im Laufe der Diskussion noch auf? Meine eigenen Versuche möglichst wenig Strom zu verbrauchen sind nie von Erfolg gekrönt, egal was ich anstelle..im wahrsten Sinne des Wortes!
http://www.toptarif.de/strom/stromanbieter-kuendigen
Der folgende Satz ist m E von enormer Bedeutung, die Versorgungsposten für Politiker bei Energiekonzernen oder die Mischung aus Korruption und Begünstigung im Amt lassen wohl keine andere Alternativen, wie den Gebrauch von Waschbrett und Stundenweise abstellen des Kühlschranks zu? Wenn Profit in Politik zum Selbstzweck wird, hört sich das dann so an:
“Erste Vorschläge für signifikante Einsparungen könnten die stundenweise Außerbetriebnahme des Kühlschranks, die Rückkehr zum Waschbrett sowie Kochbücher zur Kaltzubereitung von Warmspeisen sein.(..) In völliger Missachtung der Realitäten weist er den Armen in dieser reichen Gesellschaft die Verantwortung zu, während er die Milliardengewinne der Energiekonzerne keinerlei Beachtung schenkt.”
Am Ende dürfen durch erhöhten Verwaltungsaufwand bzw. Verwaltungskosten Hartz IV Empfänger oder sonstige Empfänger staatlicher “Leistungen” den Anbieter gar nicht wechseln?
OAlexander schrieb am 27. Juni 2012 um 11:38	- Permalink Ich empfehle in der kalten Jahreszeit den Kühlschrank auf den Balkon zu stellen, sofern vorhanden. Dass ein Kühlschrank aber auch eine gewisse Heizwirkung hat ist gesondert zu berücksichtigen.
Da Hartz IV Empfänger in der Regel auch keine besonders große Lebensmittelbevorratung durchführen ist auch der Tausch eines größeren Kühlschrankes gegen einen kleineren anzudenken.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 12:00	- Permalink War das nun satirisch oder Dein Ernst?
Jedenfalls: Zweimal jährlich umstellen und in drei Jahren kannst Du Dir einen neuen kaufen. Die Dinger mögen es meiner Erfahrung nach nicht besonders, wenn man sie dauernd bewegt. Zudem – was, wenn ich zwar einen Balkon, aber keinen Stromanschluss dort habe? Soll ich dann durch eine dauergeöffnete Balkontür ein Kabel legen? Was ist dann mit dem Wärmeverlust?
Zu Punkt II.: Ein kleinerer Kühlschrank kostet auch Geld für die Neuanschaffung. Und – was weißt Du über das Bevorratungsverhalten von ALG-II-Empfängern? “Unsereins” ist nämlich auch auf Sonderangebote angewiesen und kauft dann gerne schon mal mehr auf Vorrat, so das Geld dafür reicht.
Soweit mal aus dem “wahren Leben”.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:47	- Permalink @ schwitzig:
Hm … also mittlerweile solltest Du bei OAlexander doch gut einschätzen können, was Sarkasmus ist und was die eigene Meinung darstellt :-).
Nö. Wir haben uns schon öfter “gekabbelt” und er wich nie zurück oder zeigte eine Spur von Humor. Daher denke ich, ich sollte ihn ohne ernstnehmen. Sein unbestrittener Esprit gibt ihm nicht das Recht … blah :-D
JETZT ist er “tot” und das weiß er auch.
Vogel schrieb am 27. Juni 2012 um 20:42	- Permalink Frank,
ei wo iss den der Kommentar von schwitzig aus dem du zitierts und antwortest? (nur der Vollständgkeithalber)
Mod schrieb am 27. Juni 2012 um 12:47	- Permalink Das bringt mich auf eine Idee?, werde meiner Stadt vorschlagen das die Kühlung von Lebensmitteln gerade in den Wintermonaten als Überflüssig zu betrachten ist, die Versorgung mit Kälte in den Sommermonaten übernimmt dann meine Firma, die Kostengünstig und Effizient nicht nur auf optimale Voraussetzungen für die Lagerung von Lebensmitteln achtet, sondern auch das leidige Thema zwecks Überprüfung der Erreichbarkeit, bzw. die Umsetzung der Erreichbarkeitsanordnung (SGB X-XI-XIV) deren Anwendung wir mit der Lieferung von Kälte zu einem Gesamt gesellschaftlichen Nutzen bilanzieren. mfg usw usf
Für eine weitere und erfolgreiche Zusammenarbeit entnehmen sie bitte aus dem Kühlschrank ihrer Teeküche einen Umschlag, JETZT!
fast vergessen, wir arbeiten im Sommer mit Biologisch wertvollem Trockeneis!
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:10	- Permalink Na dann – Zeit für die Privatisierung der Kälte :-D
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 12:57	- Permalink Wozu überhaupt ein Kühlschrank?
Bei unseren mitteleuropäischen Wintern (Meist zwischen -5 – +10 Grad kann man sich da was aus Styropor basteln.
Musst halt nur dafür sorgen das da im innern eine konstante Temperatur gehalten wird.
Was einem Bastler nicht allzuschwer fallen dürfte. ;-)
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:14	- Permalink Jeder sein eigener kleiner Jean Pütz, nicht wahr, Leslie? *g* McGyver würde sicher da auch keine Probleme haben, denn der baut eine Kühlvorrichtung auch nur aus Kaugummi, Bindfaden und einer Taschenlampenbatterie …
Vielleicht ja auch die alte Methode mit Salz und Kavernen/Kühlkellern?
Fernab von jeglicher Paranoia oder Panik: Mad Max ist soo weit nicht mehr entfernt und wir reden, reden, reden …
Gast schrieb am 27. Juni 2012 um 16:47	- Permalink Ne leslie, Styropor ist doof!
Wenn man zu den glücklichen “Du bist Deutschland” gehört und demnach mindestens über einen Quadratmeter dieses, an sich sehr schönen Landes verfügt (sonst ergibt dieser blöde Spruch ja überhaupt keinen Sinn), ist ein Erdloch – am besten unter einem schattigen Baum – die mit Abstand beste Lösung.
So wie z.B. hier, sogar mit Bastelanweisung: http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/858/
Balkon ist noch doofer! Da ein Loch rein zu machen ist gefährlich und bringt mir zudem nichts. Außer, dass die da unten gratis futtern können und das widerspricht ungemein der von uns allen so geliebten Doktrin des Neoliberalismus´. Nein, da schmeiß ich lieber weg, so wie z.B. Lidl das, in unser aller Namen, täglich mit seinen Containern exerziert.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:59	- Permalink @ “gast”: Du bist “Keuschland”? Stets tugendhaft und arbeitsfreudig bis zum Endsieg? Ich mach jedenfalls demnächst Ferien auf Balkonien (mehr gibt H-IV nicht her) und grabe mir nicht selbst meine Gruben dort ;-) Beste Grüße
P.s. @ all: “This is the Rock ‘n’ Roll-generation!” Inzwischen meist schon in der zweiten (Generation), also denkt mal an unser Erbe ;-)
Gast schrieb am 28. Juni 2012 um 01:15	- Permalink @Frank
Nein, im Moment ist es bei mir so wie es aus Millionen Kehlen klingt: Nicht “Keuschland” sondern “Täuschland, Täuschland …” hallt es von nah und fern. Und ich halle mit! Das funktioniert, man glaubt es kaum, auch ohne Vuvuzela ;-)
Im übrigen bin ich so was von präker, dass, bis Du so weit bist, noch viel Wasser die Fulle runner fließen muss, wie die Döspaddel in meiner Gegend zu sagen pflegen.
Holdger Platta schrieb am 27. Juni 2012 um 18:59	- Permalink Lieber OAlexander,
zunächstmal: auch ich habe nicht kapiert, ob Du mit Deinen beiden Ratschlägen nur scherzen wolltest. Aber nehmen wir’s mal ernst:
1. Du weißt, daß ALG-II-BezieherInnen nur begrenzten Wohnraum beanspruchen dürfen? Eine ‘Bedarfsgemeinschaft’ mit 2 Personen maximal 60 qm. Bist Du sicher, daß da immer der von Dir offenbar als selbstverständlich unterstellte Balkon dabei ist? Und was machen die anderen?
2. Du weißt, daß gerade ALG-II-BezieherInnen oft auf größere Lebensmittelbevorratung angewiesen sind – deshalb nämlich, weil sie sonst zu viel Fahrtkosten aufbringen müßten, die ihrerseits aus dem Regelsatz nicht zu decken sind? Konkret: im derzeit gültigen Regelsatz stehen für Verkehrkosten pro Person/pro Monat rund 20,42 Euro zur Verfügung. In Göttingen kostet aber die Monatskarte bereits 35,- Euro, in Dresden 42,50 Euro, im Landkreis Northeim 99,90 Euro. Folge: nix da mit Monatskarte, man reduziert die unvermeidbaren Fahrten auf ein Minimum – ergo Einzelfahrscheine – und kauft bei seinem Einkauf gleich so viel wie möglich ein. 3. Und da weiter oben die Fünffachdefinition des Existenzminimums durch das Bundesverfassungsgericht erwähnt worden ist (= Sicherung des phyischen Existenzminimums, Gewährleistung eines Mindestmaßes an sozialer Teilhabe, an kultureller Teilhabe, an politischer Teilhabe sowie Gewährleistung der “Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen”): was ist mit den Verkehrskosten, die anfallen, wenn man seine allernächsten Verwandten besuchen will, diese aber leider die Frechheit besitzen, nicht im selben Ort zu wohnen wie man selber, sondern – sagen wir mal, von Essen aus betrachtet – in München, in Berlin, in Hamburg? Woher das Geld für diese Fahrkosten nehmen, obwohl doch die “Pflege” (by the way: nicht nur “Aufrechterhaltung”, hat das Bundesverfasungsgericht gesagt!) zwischenmenschlicher Beziehungen ausdrücklich vom Bundesverfassungsgericht unter den Schutz der Menschenwürde gestellt worden ist (daraufgründend hat es in Randnummer 135 die Fünffachdefiniton des Existenzminimums vorgelegt). Keine Besuche von Eltern, Kindern, Geschwistern mehr bis zum Lebensende: dieses “Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen”? – Achso: diese alle, die Eltern, Kinder, Geschwister, können ja die Arbeitslosen besuchen kommen? Mist bloß, daß im Regelsatz für Bewirtungskosten kein einziger Cent eingerechnet worden ist.
3. Zu der technischen Absurdität will ich mich gar nicht äußern, den Kühlschrank zum Beispiel allen Witterungsbedingungen auszusetzen. Falls Du’s nicht weißt: nicht alles am Kühlschrank ist rostfrei. Sagen wir mal so: wenn’s ein Scherz gewesen sein soll, Dein Beitrag, hat tatsächlich das Ironie-Zeichen gefehlt, das vor vielen Jahrzehnten bereits Tucholsky gefordert hat (ironisch natürlich!). Auf jeden Fall kann man streiten, ob dieser Witz besonders lustig gewesen ist.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:11	- Permalink Lieber Holdger,
danke für Deinen ausführlichen Beitrag, für den mir längst Zeit noch Nerv fehlen. Um ein kurzes Fazit zu ziehen aus Deiner Replik auf “OAlexander”: Auch mir fehlte das “Ironie-Tag” bzw. ein Smilie. Leider äußert sich der Urheber des Disskussionsstrangs bisher nicht, was eine weitere Einschätzung schwierig macht. An dieser Stelle aber mal danke für all Dein Engagement, Holdger.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 19:37	- Permalink @Frank Benedikt
Leider äußert sich der Urheber des Disskussionsstrangs bisher nicht, was eine weitere Einschätzung schwierig macht. Hm … also mittlerweile solltest Du bei OAlexander doch gut einschätzen können, was Sarkasmus ist und was die eigene Meinung darstellt :-).
Gast schrieb am 28. Juni 2012 um 00:59	- Permalink @schwitzig
… aber echt jetzt! Manno … wo treiben die sich denn die ganze Zeit ´rum, dass die unser (meine Wenigkeit sehr ansprechenden) OAlexander nicht kennen?
Granado schrieb am 28. Juni 2012 um 22:32	- Permalink Auch von einer zuständigen “Tafel” kann man sich gewöhnlich nur einmal die Woche Lebensmittel besorgen.
Berlingonaut schrieb am 27. Juni 2012 um 11:38	- Permalink @Leser:
du kannst das nicht jährlich wiederholen, weil du in der Regel schon beim ersten Wechsel den billigsten Anbieter ausgewählt hast, der aller Wahrscheinlichkeit nach selbst nach Preiserhöhungen aller Anbieter im Folgejahr immer noch der billigste Anbieter sein wird.
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 12:20	- Permalink Damit ist der Hauptsinn dieses Gedanken korrekt interpretiert.
Grammatikalisch übersetzt, würde dies bedeuten, dass jemand einmal versuchen sollte, die Steigerungsform von “der Billigste” zu finden. Superlative lassen sich bekanntlich nicht steigern. Außer, jemand käme auf die “innovative” Idee, “den Billigsteren” zu erfinden. :-))
R_Winter schrieb am 27. Juni 2012 um 13:22	- Permalink @Lutz Hausstein
Die Steigerungsform von “der Billigste” ist “die Bild-Zeitung”. Da hättest Du selber drauf kommen können.
leser schrieb am 27. Juni 2012 um 22:26	- Permalink Danke für die Erklärung! Jetzt verstehe ich, was gemeint war.
BTW: Regelmäßig Preise vergleichen sollte man trotzdem. Sonst tappt man unter Umständen Unternehmen in die Falle, die mit günstigen Preisen Neukunden locken und dann später überdurchschnittlich die Preise erhöhen.
Carlo schrieb am 28. Juni 2012 um 01:07	- Permalink Nee, Lutz, das hier, obwohl das ja nicht mehr erlaubt ist…
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 10:25	- Permalink Dazu mal das…
Wir werden von der Mafia ausgenommen. :-(
gerhardq schrieb am 27. Juni 2012 um 10:26	- Permalink Das ist doch das altbekannte Prinzip, die die Strom verbrauchen und es sich nicht leisten können, “leben über ihre Verhältnisse”. Altmaier macht nichts anderes als den Armen die Schuld für ihre Armut zu geben. Oder, wie es ein Europolitiker ausdrückte, wir haben in Europa kein Recht auf den Sozialstaat. Ich werde demnächst meinen eigenen Generator anschaffen. Diesen betreibe ich über eine DryCell, so daß keine schädlichen Abgase erzeugt werden. Dazu habe ich mich darüber informiert, wie ich meine eigene Windkraftanlage bauen kann. Da gibt es hochinteressante Ansätze, die beispielsweise mit geänderten Lichtmaschinen arbeiten.
Als ich das Buch von Bernd Senf – Die Wiederentdeckung des Lebendigen – gelesen hatte, formulierte ich ein paar Regeln, wie sich die Zwänge des Kapitalismus abschwächen oder beseitigen lassen. Wir brauchen, jeweils für unseren persönlichen Bedarf:
1. Freiheit der Energie
Jeder Mensch muß die Möglichkeit haben, frei und kostenlos über Energie zu verfügen, bzw. sie zu erzeugen.
Stichworte dazu: DryCell, Freie Energie, Erneuerbare Energie
2. Freiheit der Nahrungsmittel
Jeder Mensch muß die Möglichkeit haben, frei und kostenlos Nahrungsmittel zu verfügen, bzw. sie erzeugen.
Stichworte: Terra Preta, Urban Farming, Effektive Mikroorganismen
3. Freiheit der Gesundheit
Jeder Mensch muß die Möglichkeit haben, frei und kostenlos sich und andere zu heilen.
Stichworte: Alternative Medizin, Zapper, Quickzap, MMS
4. Freiheit der Produktion
Jeder Mensch muß die Möglichkeit haben, frei und kostenlos sich Produkte zu beschaffen und erschaffen.
Stichworte: Nanotechnologie, 3D-Drucker, KI
Selbstverständlich ist das Ganze noch nicht ausgereift, was es wahrscheinlich auch nicht werden wird. Aber es sollte eine Diskussionsgrundlage bieten.
Wenn wir Bürger nämlich anfangen, unseren eigenen Strom für unseren eigenen Bedarf selbst zu erzeugen, dann bekommen die Stromkonzerne ab einer kritischen Menge von Bürgern ein ziemliches Problem. Zum einen können sie ihre Gewinne mit ihren Melkkühen nicht mehr halten und zum anderen entsteht eine dezentrale Stromversorgung, die die Macht aus den Händen der Anbieter in die Hände der Verbraucher legt. Wir sollten uns nicht mehr auf die Politikdarsteller verlassen, sondern einfach selbst machen.
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 10:56	- Permalink ´´DryCell´´
http://www.youtube.com/watch?v=vz6PnPTW5Ds
COPOKA schrieb am 27. Juni 2012 um 23:07	- Permalink “Ich werde demnächst meinen eigenen Generator anschaffen. Diesen betreibe ich über eine DryCell, so daß keine schädlichen Abgase erzeugt werden.”
Wenn du schon Strom hast um DryCell zu betreiben, dann nutze ihn doch direkt.
Erzeugtes Knallgas liefert nicht mehr Energie als in DryCell dafür verbraucht wird.
ppp schrieb am 27. Juni 2012 um 23:43	- Permalink Oha, der QuickZap Gold zum Selberheilen kostet ja ein kleines Sümmchen….
http://www.g-versand.de/QuickZap/PowerTube-Gold.html
Da wäre der Umstieg auf Lichtnahrung wahrscheinlich kostengünstiger.
Und ich wusste gar nicht, das Zinsgott Bernd Senf ja sogar sich so intensiv mit allerei “Themen”beschäftigt hat.
http://www.berndsenf.de/WiederentdeckungLebendigen.htm Wenn das mal kein schlechtes Licht auf die Zinskritik wirft!!!
Frank Schenk schrieb am 27. Juni 2012 um 10:32	- Permalink S’ils n’ont plus de pain, qu’ils mangent de la brioche!
Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!
Immer das Selbe mit den Feudalisten/Monarchisten.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 11:06	- Permalink Peter Altmaier
Merkels Walze
(nicht ohne Grund fett geschrieben)
Irgendwie erinnert mich immer mehr an das, was ich über 1789 gehört habe.
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 13:02	- Permalink Um mal die Titanic zu zitieren.
Wo beginnt menschliches Leben.
http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/card_1875217056.jpg
http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2012/KW21/altmaier_fitwidth_420.jpg
Jacques Roux schrieb am 27. Juni 2012 um 13:19	- Permalink “Irgendwie erinnert mich immer mehr an das, was ich über 1789 gehört habe.”
In der Tat gibt es da frappierende Parallelen, eine jahrelang schwelende Finanzkrise, missglückte Liberalisierungs/Deregulierungsexperimente (Durch die Freigabe des bis dahin staatlich regulierten Getreidehandels im Herbst 1774 steigt der Mehlpreis rapide an, Folge – Mehlkrieg 1775), immer weiter fortschreitende Massenverelendung, während die feudale Oberschicht gleichzeitig ihre Privilegien mit Zähnen und Krallen verteidigt.
Gast schrieb am 27. Juni 2012 um 14:15	- Permalink “… immer weiter fortschreitende Massenverelendung, während die feudale Oberschicht gleichzeitig ihre Privilegien mit Zähnen und Krallen verteidigt.”
Die anschließende Kopflosigkeit der damaligen (französisch)-feudalen Obersicht scheint der heutigen wohl nicht mehr so gut in der Erinnerung behaftet zu sein. Oder sie verlassen sich auf z.B. Mikrowellensysteme, die es damals noch nicht gab und die jetzt ihre Erfüllungsgehilfen entwickeln und bald wahrscheinlich auch einsetzen werden.
Wenn die sich mal nicht täuschen …
Wie jemand hier schon irgendwo sinngemäß schrieb: Vorsichtshalber (falls man es noch erlebt) alle Namen merken, auch die der schreibenden Zunft …
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 11:29	- Permalink Kurz noch was zu den Wechselmöglichkeiten bei den Stromanbietern: Eben wies mich eine Freundin darauf hin, daß man bspw. nach einem geleisteten “Offenbarungseid” (eidesstattliche Versicherung im Rahmen einer Zwangsvollstreckung) meist nicht mehr von einem anderen Anbieter genommen wird. Somit bleibt man im Zweifel an den teureren Anbieter gefesselt.
Carlo schrieb am 27. Juni 2012 um 11:33	- Permalink Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, dass der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 13:49	- Permalink Sehr schön :-) Danke, olle Carlo!
Carlo schrieb am 28. Juni 2012 um 00:02	- Permalink Na, so olle bin ich wohl auch nich, Frauchen sagt, ich soll wieder Sport treiben, anstatt…..da siehste mal wie’s mir geht….
Sonst alles Gute
Bonsaibäumchen schrieb am 27. Juni 2012 um 11:46	- Permalink Weiterhin sollte nicht unterschlagen werden das ärmere Menschen mehr Strom verbrauchen da sie sich keine neueren energiesparsameren Geräte leisten können.
Gerade da tritt wieder diese Paradoxon auf, “Reiche” Menschen geben mehr für ein neugerät aus womit sie dann geringere laufende Kosten generieren.
Die Ärmeren hingegen kaufen für kleineres Geld (oder gar umsonst) die alten Stromfresser und generieren aus Ihrer zwangslage heraus weit mehr laufende Kosten.
Dadurch sind die ärmeren natürlich durch ehöhung der kw/h Preise schlimmer betroffen…
Peleo schrieb am 27. Juni 2012 um 12:01	- Permalink Die Strom-Preise für Privathaushalte sind u. a. deshalb so hoch, weil stromfressende (“energieintensive”) Betriebe von der EEG-Umlage ausgenommen sind. Mit der Streichung dieser Subvention könnte man gleich gegen die Ungleichgewichte in der Euro-Zone angehen. Allerdings müsste Frankreich mitziehen, und dort wird fast nur elektrisch geheizt. Das wird auch Hollande nicht schaffen.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 12:36	- Permalink @Peleo
Allerdings müsste Frankreich mitziehen, und dort wird fast nur elektrisch geheizt.
Das ist gar kein Problem. Die erzeugen den Großteil des Stromes mit Atomkraftwerken und haben daher sowohl im Sommer als auch im Winter große Probleme, den Bedarf zu decken, weshalb sie regelmäßig Strom importieren müssen. Wir sagen denen einfach, dass sie von uns nichts mehr kriegen, wenn sie nicht mitziehen. Mit ihren Gammelmeilern haben die keine Chance, sich zu wehren.
Erwin schrieb am 27. Juni 2012 um 12:04	- Permalink Ohne das ich den Konzernen zum Vorteil reden möchte, aber mir scheint der gewählte Zeitraum SEHR zum Vorteil der Kritiker gewählt. Das wirkt dann nicht sonderlich überzeugend.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:26	- Permalink Ach, “Erwin”: Das ist allein die Schuld des Lektors :-D
HHarlekin schrieb am 27. Juni 2012 um 12:24	- Permalink @ Erwin
Wieso? Gibt es einen “richtigen” und einen “falschen” Zeitraum für berechtigte Kritik?
Und was an der berechtigten Kritik wird denn hier durch den “gewählten Zeitraum” unglaubwürdig? Und warum sollten Kritiker verpflichtet sein, ihre berechtigte Kritik auf eine Weise vorzubringen, die ihnen und ihrem Anliegen zum Nachteil, und den Kritisierten zum Vorteil gereicht? Ich bitte um Substantiierung. ;-)
Erwin schrieb am 27. Juni 2012 um 14:18	- Permalink OKi.
Ist meiner Meinung nach ganz einfach. Wer die Tabelle sieht, erkennt, daß 2002 extrem niedrig angesetzt war. 2003-2009 hat “nur” zu einer Verdoppelung der Erträge geführt. Natürlich muss man sich nicht selbst zum Nachteil argumentieren. Dann aber hätte die Tabelle mit 2003 beginnen sollen. SO macht man es seinem Gegenüber SEHR einfach und wird man von jedem Anfänger niederargumentiert. MEINER MEINUNG NACH. Mehr nicht.
Edit: ich schrieb davon, nicht sonderlich Überzeugend zu sein. Und nicht von Unglaubwürdigkeit. GGAAANNNZ Wichtig!!! :-)
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:17	- Permalink Aha – ein echt “subversiv Subversiver” :-D
HHarlekin schrieb am 27. Juni 2012 um 17:20	- Permalink @ Erwin
“…hätte die Tabelle mit 2003 beginnen sollen. SO macht man es seinem Gegenüber SEHR einfach und wird man von jedem Anfänger niederargumentiert.”
Das sehe ich anders, und begründe es sogleich. Aber erstmal danke für die Klarstellung, die doch einiges verdeutlicht. ;-)Darf ich die geschätzte Aufmerksamkeit auf einige weitere in dieser Tabelle dargestellte Fakten lenken?
http://www.energieverbraucher.de/de/Umwelt-Politik/Politik/Deutschland/Gewinne-im-Vergleich__2137/
Wenn, wie Sie es darstellen, es argumentativ unredlich sei, aufgrund der niedrigen Profitzahlen der Energiewirtschaft in 2002 diese in die Tabelle aufzunehmen, möchte ich nach Ihrer Logik festhalten, daß es von 2008 zu 2009 eine Quasi-verdopplung der Konzerngewinne gab, also hätte die Zahl von 2009 nicht in die Tabelle gehört, zumal die Konzerngewinne in 2008 im Vergleich zu 2007 um rund ein Drittel einbrachen, also die Tabelle verfälschen. Man hätte also nur 2003 – 2006 darstellen dürfen, um seine Glaubwürdigkeit nicht zu reduzieren. Oder man hätte nur die Zahlen von 2003 und 2008 nehmen dürfen, die zweifelsfrei belegten, daß die Konzerngewinne ja garnicht gestiegen sind? (Dürfte den Konzernen gefallen ;-)) Die Sprünge dazwischen würden dann unter den Tisch fallen. Wenn man 2002, wie von Ihnen verlangt, wegliesse, würden der damalige drastische Profitsprung unter den Tisch fallen, den es aber tatsächlich gegeben hat. Und EnBW hätte man für 2003 weglassen sollen, da die damals keinen Gewinn, sondern einen fetten Verlust einfuhren, also in einer “GEWINN”-Tabelle nichts zu suchen haben. ;-)
Überhaupt: Mit welcher Berechtigung wird der tatsächliche Profit aufgelistet, und nicht ein Mittelwert zwischen 2002 und 2009 berechnet? Wäre das nicht ehrlicher? (Ok, nicht ganz ernst gemeint ;-))
Sie sehen, Erwin, wer will kann eine Menge aus dieser Tabelle herauslesen, ich stoppe hier aber die Auflistung, um meinen Kommentar nicht endlos werden zu lassen. Tatsache ist jedenfalls, und ich denke, das habe ich auch nachvollziehbar dargestellt, daß sowohl die Tabelle als auch der Artikel mitnichten von einem Anfänger niederargumentiert werden kann.
Journalistische Redlichkeit gebietet, daß die Zahlen stimmen, und der Zeitraum nachvollziehbar erscheint, beides sehe ich sowohl bei der Tabelle als auch bei Lutz Hausstein gewahrt. Nichts für ungut. ;-)
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 18:34	- Permalink Die Entwicklung der Gewinne sind ein Punkt, der beachtenswert ist, aber keinesfalls der einzige.
Die absoluten Zahlen sind der andere. Oder sind etwa Gewinne von 11,8 Milliarden Euro der “großen Drei” allein im “schwachen” Jahr 2008 nun schon “Peanuts”?
Und kumuliert über diese 8 Jahre kommt man auf sagenhafte 107,707 Milliarden Euro Gewinn! Das liest sich nun nicht unbedingt wie eine drohende Insolvenz wegen eines ungünstigen Umsatz-/Kosten-Verhältnisses.
Und da ist nun die einzige Idee des “Ich-sag-mal-Anderen-wie-sie-sparen-sollen”-Ministers, diejenigen zum Energiesparen anzuhalten, die mangels Masse gar nicht weiter sparen können? So, wie sich jetzt auch erst wieder Schäuble hingesetzt hat und erneut erklärt hat, dass die Ergebnisse ja zeigen würden, dass sich Griechenland eben nicht ausreichend bemüht hat, zu sparen. Scheinbar sind diese Herren erst dann zufrieden, wenn sich die Opfer ihrer Politik zu Hunderttausenden in den Selbstmord stürzen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Darunter tun sie es erst gar nicht.
Überall sitzen diese Rapunzels in ihren Türmen und erklären in die bereitstehenden Kameras, wie die Welt funktioniere und wie sich Andere zu verhalten hätten. Obwohl sie selbst nie aus ihrem Turm herausgekommen sind.
HHarlekin schrieb am 27. Juni 2012 um 19:13	- Permalink @ Lutz Hausstein
flurdab schrieb am 27. Juni 2012 um 12:26	- Permalink Wenn den gewählten Volksvertretern das Wohl des Volkes ein Anliegen wäre, würde es eine Verstaatlichung geben.
Also verstaatlichen und dann die Unternehmen auf ein gesundes Mass verkleinern.
Wenn dies nicht geschieht muss die Bevölkerung zu eigenen geeigneten Mittel greifen.
Und vielleicht gehört Gewalt mit zu diesen Mitteln.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:19	- Permalink Und vielleicht gehört Gewalt mit zu diesen Mitteln.
(Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, denn diese Diskussion führen wir über 30 Jahre.)
unbequemer schrieb am 28. Juni 2012 um 10:07	- Permalink Nun, grundsätzlich bin ich gegen Gewalt. Aber nur, so lange der Rechtsweg funktioniert.
Sonst würde ich mich auf Artikel 20 (4) berufen. Ein Generalstreik wäre auch eine Art Gewalt. Da würde ich wie Gandhi vorschlagen, offiziell einen Zeitraum des “Beten und Fasten” zu befolgen.
Mein Über-Ich schrieb am 27. Juni 2012 um 16:51	- Permalink @flurdab (12:26)
Ein Herr Mappus hat doch ein bisschen verstaatlicht, und schon war es auch wieder nicht recht. Es war ja auch Pech, dass Fukushima direkt vor der Wahl passierte.
Und Gewalt: erst werden die Protestierer ignoriert, dann bekämpft, und wenn sie einfach zu wütend werden und Gewalt ausüben, dann können Staat und Medien uns erzählen: “seht, das sind doch nur Asoziale, die dürfen keinen Erfolg haben”.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 17:02	- Permalink Wobei die Frage, wer da denn nun Gewalt ausgeübt hat, und ob sie noch “verhältnismäßig” war, durchaus weiter ungeklärt ist. Viele von uns bloggten/schrieben dazu und ich bin nur zu müde im Moment, da ein paar Stimmen und Aussagen von Beteiligten zu verlinken.
flurdab schrieb am 27. Juni 2012 um 18:37	- Permalink Das was der Herr Mapus da getrieben hat wird wohl niemand als Verstaatlichung bezeichnen wolllen.
Falls doch würde ich dem jenigen empfehlen sein Demokratieverständnis zu hinterfragen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:03	- Permalink Gewalt mag ein Mittel eines Mappus’ und Konsorten sein – “unseres” kann und darf es nicht sein! Über “Notwehr” – und zwar nicht in der Putativ-Form – kann man aber imho diskutieren. Noch ist es aber nicht soweit …
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 19:31	- Permalink @Frank Benedikt
Noch ist es aber nicht soweit …
Das würde ich nicht so pauschalisieren. In Heiligendamm und Stuttgart war es eigentlich schon mal so weit.
Und die Politikerkaste rüstet seit knapp 2 Jahren rapide auf, um sich vor ihren Wählern zu schützen – im IT-Bereich bekomme ich das leider mit. Aber auch die (klammheimliche) Drohnenzulassung und die darauffolgende Bestellung sprechen Bände.
Da gibt es eine Elite, die sehr genau weiß, dass man gut vorbereitet sein muss, wenn der Zeitpunkt kommt, dass man sich wehren muss.
Da wird der Michel aber dumme Gesichter machen, wenn er den Testcase für die neuen super-duper Schmerzwaffen liefert. “Non-lethal” natürlich :-)).
In Stuttgart durften einige schon die Vorstellungen ihrer Volksvertreter sehen. OK – einer nur noch mit einem Auge.
Da war die Empörung groß. Als in Heiligendamm einem Studenten das Auge H2O-entfernt wurde, war ein Großteil der Bürger, die in Stuttgart auch mal einen in die Fresse kriegen konnten, wahrscheinlich der Meinung, dass die das schon “provoziert” und “verdient” haben.
Ich bin mittlerweile völlig desillusioniert. Die Stuttgarter haben die Behandlung verdient, sowie der überwiegende Teil der Deutschen die Versklavung und Verarmung verdient haben.
Spätestens bei der nächsten Wahl verdient sich ein Großteil der Deutschen wieder genau das, worüber er sich schon in der folgenden Tagen aufregen wird.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:41	- Permalink @ “schwitzig”: Ihr ALLE werdet hier bluten und seid Euch dessen meist nicht bewußt. Es ist EUER Leben und EURE Entscheidung und gut ist. Für meinen Teil registriere und reagiere ich nur.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 19:48	- Permalink @Frank Benedikt
@ “schwitzig”: Ihr ALLE werdet hier bluten und seid Euch dessen meist nicht bewußt. Es ist EUER Leben und EURE Entscheidung und gut ist. Für meinen Teil registriere und reagiere ich nur.
Ich denke, Du verstehst mich falsch. Ich halte das nicht für gut, sondern ich gehe davon aus, dass es zwangsläufig so kommen wird, da unsere Elite die Gewaltspirale bis zum Exitus verschärfen wird.
Ich halte es für illusorisch, dass diese Eliten sich ohne Gewalt bekehren oder ersetzen lassen. Ich persönlich werde keine Gewalt anwenden, aber ich bin mir 100% sicher, dass es auch hier bald griechische Zustände und schlimmer geben wird.
Jedes Terrorregime konnte bisher ausschließlich durch Gewalt abgesetzt werden und in Deutschland gehen wir mit Riesenschritten auf ein totalitäres System – ein Terrorregime – zu. Schritte, für die es derzeit keine einzige Kraft gibt, um sie aufzuhalten.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 20:53	- Permalink @ schwitzig:
Okay, aber die Gewalt darf niemals(!) von “uns” ausgehen, sind wir uns da einig? Sonst diskreditieren wir uns nicht nur, sondern verraten auch unsere Ideale. Die Folgen tragen letztendlich auch “wir”.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 21:28	- Permalink @Frank Benedikt
aber die Gewalt darf niemals(!) von “uns” ausgehen
Sicher sind wir uns da einig – habe ich jemals etwas anderes gepredigt? :-)
Im Gegenteil – immer wieder habe ich hier geschrieben, dass der Zweck eben niemals die Mittel heiligt, weil man sich dann irgendwann nicht mehr von dem unterscheidet, was man ändern möchte.
Aber wie gesagt – für die Zukunft sehe ich hier echt schwarz und ich überlege das seit kurzem das erste Mal ernsthaft, ob ich mich mit Auswandern anfreunden kann. Das einzige, was mich hier hält, sind meine Freunde und die Musik. Freundschaften gehen zwar durch Entfernungen nicht kaputt, aber sie verlieren an Intensität :-(.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 22:29	- Permalink @ schwitzig:
… weil man sich dann irgendwann nicht mehr von dem unterscheidet, was man ändern möchte.
Exakt. Und Auswandern ist da imo keine Lösung. Bleib, wo Du bist und kämpfe!
DerFlaschengeist schrieb am 27. Juni 2012 um 12:39	- Permalink Imo hilft hier nur, was DieLinke schon seit einigen Jahren fordert. Re-Verstaatlichung der Stromkonzerne. Sie hatten ihre Chance mit Wettbewerb…sie haben es vergeigt indem sie Deutschland feudalistisch unter sich aufgeteilt haben und die Leipziger Strombörse ins Leben riefen, an der die Preise künstlich hoch getrieben werden. Aber DerLinken wird ja Kommunismus vorgeworfen, wenn sie soetwas fordert…schon seltsam, denn vor der Privatisierung in den 80/90ern, als der Strom noch aus der staatlichen Steckdose kam, waren zu hohe Stromkosten, fehlende Stromtrassen oder schlechte Wartung der Netze nie ein Thema.
Wacht auf Leute…der hohe Strompreis liegt nicht an gestiegenen Produktionskosten…was ein Unsinn. Jahrzehntelang hat man uns ja auch weiss gemacht, dass die Atomkraft so billig ist. Trotzdem stiegen die Preise munter weiter. Wir werden abgezockt…thats it…nix anderes passiert. Solange Wucherpreise brav bezahlt werden, warum dann freiwillig weniger verlangen? Gesetzlich wird auch nix gedeckelt…so what? Es wird eingesackt was geht solange es geht. Das ist alles.
Es glaubt doch niemand wirklich, dass ein privater profitorientierter Stromkonzern freiwillig mal die Preise senken wird, oder? Neee…so naiv ist doch hier niemand.
DerFlaschengeist
Rakshasa schrieb am 27. Juni 2012 um 12:51	- Permalink Erste Vorschläge für signifikante Einsparungen könnten [...] die Rückkehr zum Waschbrett [..] sein.
Auch wenn da ein “kleiner” Hauch Sarkasmus mitzuschwingen scheint, möchte ich darauf hinweisen, dass eine Waschmaschine sehr viel energieeffizienter ist als Handwäsche, ganz besonders natürlich bei modernen Geräten. Genauso bei Spülmaschine/Handspülen und so ziemlich jeder anderen Haushaltsarbeit, die man eine Maschine erledigen lassen kann.
Ob das die Investition auf die Lebensdauer gerechnet lohnt ist natürlich von Maschine zu Maschine unterschiedlich, aber bei so ausgereiften Geräten wie Wasch- oder Spülmaschinen habe ich da keine Zweifel. Und die Preissteigerung bei den Geräten ist nicht so groß wie bei der Energie …
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 13:12	- Permalink ´´Genauso bei Spülmaschine/Handspülen´´
Spülmaschinen(Ausgenommen Gastronomie) sind der grösste Blödsinn den gibt.
1.Sie brauchen ewig lange…
2.Schaffen sie auch nicht hart verkrustetes oder Käse an Gabeln,
wie uns die Werbung weissmachen will.
3.Für Singlehaushalte absolut überflüssig.
4.Glas wird stumpf.(Wieder so eine Sache wo uns die Werbung falsche Tatsachen vorgaukelt)
5. Man hat nie Geschirr weil der Kram dreckig in der Spülmaschine steht.
In jede Wohnung wo ich einzog,gabs ne Spülmaschine die ich nie benutzt hab.
Gleiche übrigens mitm Ofen.
Dafür gibts n Miniofen der seine Arbeit nun seit 7 Jahren bestens verrichtet.
R_Winter schrieb am 27. Juni 2012 um 13:31	- Permalink @leslie
Wo für gibt es Frauen?
Meine Frau wäscht “perfekt” ab
(dank einer gut funktionieren Geschirrspülmaschine).
Frank Benedikt schrieb am 28. Juni 2012 um 01:20	- Permalink Wo für gibt es Frauen?
Damit sie Deine Sprache korrigieren? *lol*
schwitzig schrieb am 28. Juni 2012 um 05:29	- Permalink @R_Winter
Cool. Du hast gleich zwei Spülmaschinen.
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 13:48	- Permalink Bei mir verrichten Geschirrspülmaschinen nun seit ca. 15 Jahren ihren Dienst. Und wenn ich ehrlich sein soll, muss ich sagen, dass ich mich bisher kaum beschweren musste.
Die meisten Deiner Einwände sind dennoch berechtigt. Da muss man sich darauf einrichten und dies beachten. Zum Beispiel groben Schmutz vorher beseitigen (auch sinnvoll, um die Filter nicht zuzusetzen). Bestimmte Gläser trotzdem noch per Hand waschen. Bestimmtes Geschirr verträgt ebenfalls keine Geschirrspüler. Da ist immer noch Handwäsche angesagt.
Aber in Bezug auf Verbrauch (ganz besonders Wasser) ist ein Geschirrspüler selbst der sparsamsten Handwäsche deutlich überlegen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 13:50	- Permalink Nun – Strom benötige ich beim Handspülen aber nicht, lieber Lutz.
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 14:10	- Permalink Du wäschst mit kaltem Wasser ab? ;-)
Jaja, ich weiß. “Warmes Wasser kommt bei mir aus der Wand.” :-))
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 14:47	- Permalink Das ist auch ein Argument :-D Allerdings sähe ich gerne mal eine Energiebilanz für handgespült mit je max. 5 Liter warmen Wasser und einen Spülgang in einer durchschnittlichen Spülmaschine. Dabei kommt ja auch hinzu, daß bei der Herstellung der Maschine Unmengen von Strom und Materialen verbraucht werden.
TrooperCooper schrieb am 27. Juni 2012 um 19:42	- Permalink Und für die Herstellung deiner Heizung (welche dein Wasser erwärmt) wurden keine “Unmengen von Strom und Materialien verbraucht”? :D
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:50	- Permalink @ “TrooperCooper”
Natürlich, aber Warmwasser und Heizung gehören in der “zivilisierten Welt” eh zum Inventar und müssen nicht extra besorgt und betrieben werden. Oder bist Du da anderer Ansicht?
TrooperCooper schrieb am 27. Juni 2012 um 20:01	- Permalink Warmwasser und Heizung gehören in der “zivilisierten Welt” eh zum Inventar und müssen nicht extra besorgt und betrieben werden.
…ist auch eine schöne Beschreibung für…
Warmes Wasser kommt bei mir aus der Wand.
Mod schrieb am 27. Juni 2012 um 14:01	- Permalink Genau, das Preis-Leistungsverhältnis muss stimmen und da gibt es nur eine Möglichkeit bei groben Unfug durch die Politik oder Schmutz, der gehört entsorgt und das schnell, dabei ist es nicht von Bedeutung ob Energiesparend oder Verschwendend, denn Amortisieren wird sich das immer!
alter Sack schrieb am 27. Juni 2012 um 14:12	- Permalink Aber in Bezug auf Verbrauch (ganz besonders Wasser) ist ein Geschirrspüler selbst der sparsamsten Handwäsche deutlich überlegen.
Das ist alles nur eine Frage der Technik.
siehe ZDF Mediathek verpasste Sendungen 37 Grad
(ich hätte gerne einen Link gebastelt, doch die ZDF-Seite ist für meine Verbindung zu Bandbreitenhungrig – diese Verschwender!
Jedenfalls wird da gezeigt, wie es geht: Abschlecken, abspülen mit kaltem Wasser mit etwas Molke. Und darüber hinaus jede Menge gute Anregungen zum Umgang mit den begrenzten Ressourcen.
Im übrigen bin ich sehr erfreut, dass auch beim Spiegelfechter mal ernsthaft diskutiert wird, über die wichtigen Themen ;-)
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 14:28	- Permalink Im übrigen bin ich sehr erfreut, dass auch beim Spiegelfechter mal ernsthaft diskutiert wird, über die wichtigen Themen ;-)
Da ja selbst die F.D.P. vor knapp einem Jahr hoch und heilig versprochen hatte, sich ab dem Zeitpunkt mehr der Lebenswirklichkeit und der Alltagssorgen der Menschen annehmen zu wollen, können wir dem hier natürlich nicht nachstehen. Weil
Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz.
alter Sack schrieb am 28. Juni 2012 um 00:08	- Permalink Mensch Gottfried – der Energieminister lebt vor.
Nun also doch noch ;-)
danielmite schrieb am 27. Juni 2012 um 16:14	- Permalink Wasche schon seit Jahren mit der Hand (Singlehaushalt) und weiß ehrlich gesagt nicht, wie da eine Spülmaschine effizienter sein soll. Hab gerade mal nachgeschaut, wenn die 13 Liter (+ Strom) je Waschgang verbrauchen, finde ich das schon ne ganze Menge. Naja vllt. hat sich die Effizienz bei mir in den Jahren zu weit perfektioniert und deshalb brauche ich so wenig ^^
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:24	- Permalink Jou, ist ne Frage der “Technik”. Kurz warm drüber/rein laufen lassen, abschrubben, kalt abspülen. Braucht wenig warmes und auch nicht viel kaltes Wasser im Singlehaushalt. Ein Erfahrungswert, den ich gerne durch eine erneute Nachmessung bestätigen werde. (Wobei meine Gefährtin meint, ich wäre da “verschwenderisch” *lol*).
leslie schrieb am 27. Juni 2012 um 13:25	- Permalink Übrigens gibts bei mir auch bald Strom.
Ein Strom von Informationen. http://www.alternate.de/html/product/Seagate/GoFlex_Satellite_500_GB/877300/?
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 13:55	- Permalink Nettes (und teures!) Gadget, aber wo ist der Anwendungsvorteil/Nutzen im Alltag?
Truvor schrieb am 27. Juni 2012 um 14:10	- Permalink Ich hätte nichts gegen Strom- und Gaspreise, die wir in der Sowjetunion hatten ;-)
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:26	- Permalink Menno, Truvor :-( Ich hätte aber was gegen Meinungs- und Bewegungsfreiheit, wie “Ihr” sie in der vormaligen SU hattet!
Truvor schrieb am 27. Juni 2012 um 17:48	- Permalink @ Frank Benedikt
Frank, mußt Du mich unbedingt an das negative aus der Sowjetzeit erinnern ? ;-)
Bin heute gut gelaunt, deshalb möchte ich mich nur an das Gute erinnern.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 18:24	- Permalink “Muß” ich nicht ;-)
Carlo schrieb am 28. Juni 2012 um 00:26	- Permalink Definitiv hatte die BRD zu den Zeiten des Kalten Krieges auch diese Konditionen.
Warum soll jetzt Wladimir Putin mein persönlicher Feind sein?
Solche Ideotien laufen nur im Westen, weil, wie der oberste Chef sagt, wir zu doof dazu seien, solche Zusammenhänge zu begreifen.
COPOKA schrieb am 29. Juni 2012 um 17:52	- Permalink @Truvor
Ich hätte nichts gegen Strom- und Gaspreise, die wir in der Sowjetunion hatten ;-)
Mensch Truvor, du machst dir wieder was vor.
Es hört sich zwar so toll an, 0.04 Rubel für kWh (1985, später wurde noch teurerer), aber nicht bei den Einkommen in gleichen Jahren. Ich kannte in den Jahren ‘ne Menge Leute, die nur 100-150 Rubel im Monat verdient hatten.
Wenn du ggw. Strompreise in BRD mit den Durchschnittseinkommen in Deutschland vergleichst, wirst du feststellen, dass du jetzt günstiger wegkommst.
Gleiches gilt für Gas. Wir hatten damals pauschal so um die paar Rubel/Monat für Gas bezahlt, aber darauf wurde nur gekocht. Was ich ggw. für Gas zahle, das zum Kochen verbraucht wird, kostet mir auch nicht mehr als 20€/Monat.
Man muss alles in Relation sehen. Stell dir vor, du würdest jetzt 100€ pro Pfund Kaffee, 70€ für ‘ne Flasche Wodka oder 3€ für ‘ne Flasche Bier zahlen ;)
Das Problem liegt woanders. Was in meinem Haushalt ggw. monatlich(!) an Strom verbraucht wird, wurde mir in SU locker für ein Jahr reichen. Liegt schlicht daran, dass bei mir Heißwasser mit Strom zubereitet wird. Dazu kommen noch paar Gerätschaften im Haushalt, die auch Strom verbrauchen. Tja, und mit Gas wird meine Bude im Winter beheizt. DAS kostet!
Truvor schrieb am 29. Juni 2012 um 18:52	- Permalink @ COPOKA
Ich habe in meinem vorherigen Beitrag was anderes gemeint.
Ich kannte auch viele Menschen, die sogar weniger als 100 Rubel zum Leben (insbesondere in Platten-Mikrorajons) hatten, aber es hat sich kein einziger beklagt, daß seine Strom-, Gas- oder Heizkosten zu hoch wären und daß er/sie nicht imstande wäre diese Kosten zu bewältigen.
Die echte Problemen (insbesondere in den Städten) waren die Nahrung, Kleidung und einige anderen.
Deine Berechnung ist sicherlich richtig, aber für normale Bürger ist das alles (dunkler Wald) viel zu kompliziert.
Sie leben nach ihrem eigenen Gefühl.
PS. “…. 70 Euro für eine Flasche Wodka oder 3 Euro für eine Flasche Bier ?”
Willst Du, daß ich einen Schlaganfall kriege ? ;-)
COPOKA schrieb am 29. Juni 2012 um 20:04	- Permalink @Truver
… aber es hat sich kein einziger beklagt, daß seine Strom-, Gas- oder Heizkosten zu hoch wären und daß er/sie nicht imstande wäre diese Kosten zu bewältigen.
Das ist was Anderes. Mittlerweile hat sich auch das dramatisch verändert.
PS. “…. 70 Euro für eine Flasche Wodka oder 3 Euro für eine Flasche Bier ?” Willst Du, daß ich einen Schlaganfall kriege ? ;-)
Aber im Verhältnis zu den Einkommen damals haben wir diese Preise bezahlt. Wodka kostete ende 80-er sogar 10 Rubel bei denselben 150-200 Rubel Monatsgehalt. Da viel es einem gar nicht so schwer, sein Monatslohn zu versaufen ;)
Mücke schrieb am 27. Juni 2012 um 14:12	- Permalink Hinzu kommt noch das die energieintensive Industrie Teile ihres Stromverbrauchs gar nicht zahlen muss. Die Kosten werden stattdessen auf den normalen Verbraucher umgewälzt.
COPOKA schrieb am 27. Juni 2012 um 14:14	- Permalink Der fette Sack meint: Wenn der Preis um drei Prozent steigt, bleibt die Rechnung die alte, wenn man gleichviel Strom einspart
Was sachlich bereits falsch ist – Grundpreis! Die ggf. eingesparten kWh sind deswegen die billigsten in der Rechnung. Verbraucht man weniger, steigt der Preis pro kWh, bezogen auf die Monats- oder Jahresrechnung.
Tja, der Typ ist genauso kompetent wie die sonstigen “Experten” und “Berater” aus der Politik. Muss man IQ unter 75% haben um Minister zu werden?
Das Gleiche geschieht bei Wasser und Müll. Und bei Müllentsorgung darf man gar nicht darauf verzichten.
Christian Himberger schrieb am 27. Juni 2012 um 14:21	- Permalink Wie hoch ist Dein IQ?
Truvor schrieb am 27. Juni 2012 um 14:29	- Permalink @Christian Himberger
Hättest Du nur 10 % seines IQs gehabt, dann hätte ich Dich für einen klugen Menschen gehalten.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 15:24	- Permalink @Truvor
Ein schönes Kompliment an COPOKA, dessen Beiträge auch ich sehr schätze :-).
Truvor schrieb am 27. Juni 2012 um 16:06	- Permalink @schwitzig
” …….dessen Beiträge auch ich sehr schätze ….”
Ich auch, insbesondere in Bereichen wie “Finanzen und Wirtschaft”.
Wir sind hier beim Spiegelfechter nicht nur um miteinander zu diskutieren, sondern auch voneinander zu lernen und von COPOKA kannst Du bestimmt einiges lernen (nichts für ungut) Christian Himberger.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:29	- Permalink Von Deinem auf COPOKAs IQ zu schließen, ist der Weisheit letzter Schluß nicht :-P Den kenne ich im Gegensatz zu Dir und kann aus vielen Gesprächen und einem gemeinsamen versoffenen Abend nötigenfalls testieren, daß er äußerst intelligent ist. Und was ist nun DEINE Entschuldigung?
Truvor schrieb am 27. Juni 2012 um 20:56	- Permalink @Frank Benedikt
Ist Dein Beitrag an mich gerichtet ???????????
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 21:02	- Permalink Wie das? Ist ne klare Antort auf “die Himbeere” :-D
Pippi schrieb am 27. Juni 2012 um 14:16	- Permalink Ein jährlicher Wechsel bringt oftmals keine Einsparung mehr, sondern hält den Preis dank neuer Boni auf dem gewohnten Niveau. Als Erwerbsminderungsrentnerin mit Grundsicherung ist die Aussicht noch viele Jahre an der Grenze zum Nichts leben zu müssen keine schöne.
Bei Hartz IV wird immer von einem vorübergehenden Bezug geredet, wenn man aber als schwerbehinderter junger Mensch von den Arbeitgerbern entsorgt wird, dann gibt es kein Entkommen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:32	- Permalink Hartz fo(u)r(ever)! Kaum Auswege, zumal wenn Du chronisch krank bist. Böse gesagt: “Arschkarte gezogen” Organisiere Dich, denn wir sind viele!
Carlo schrieb am 27. Juni 2012 um 23:48	- Permalink Irgendwie hast Du leider recht. Wir sind gefordert, und zwar für das was eigentlich in den fünfzigern Normalität war.
S T R E I K mehr noch
G E N E R A L S T R E I K Frank Benedikt schrieb am 28. Juni 2012 um 01:25	- Permalink Fight for your right(s)!
Gast schrieb am 28. Juni 2012 um 01:53	- Permalink Generalstreik? Ist leider verboten in Täuschland. Revolution? Erst ´mal ´ne Bahnsteigkarte einlösen, oder?
Chrise schrieb am 27. Juni 2012 um 14:26	- Permalink Moin
1. dass die Erhöhung von Strompreisen mit einer Explosion des Gewinns der Konzerne einhergeht, ist eigentlich wirklich ein Unding. Dürfte es auf einem freien Markt aber nicht geben. Dass Verstaatlichung was bringt, glaube ich nicht.
2. Machen wir uns nix vor. Ist dasselbe wie mit dem Benzin: Strom ist eben nicht umsonst, und die einzige Möglichkeit, Strom zu vergeuden, wäre, ihn zu 100 Prozent erneuerbar herzustellen. machen wir aber nicht, nocht nicht. Daher macht es schon Sinn, aufs Stromsparen zu pochen. Gibt genug Möglichkeiten: Kühlschrank über Nacht aus, Heizung nur wenn nötig (man braucht sehr wohl Strom, um zu heizen), Wasser mit Wasserkocher anstatt Herd aufkochen, Resthitze nutzen, Steckerleisten, Computer öfters mal ausschalten, ein paar Minuten weniger heiß bzw. ein paar Grad weniger heiß duschen, Energiesparlampen etc. Das macht gar nicht so wenig aus. 3. Selbsterzeugung sollte man fordern. Wer ein Haus hat, schraubt sich Solarzellen aufs Dach, etc.
gerhardq schrieb am 27. Juni 2012 um 14:37	- Permalink Denk einfach mal darüber nach, was passiert, wenn alle Bürger Strom sparen.
Die Energiekonzerne haben eine gewisse Gewinnerwartung und die wirklichen Energievergeuder wie die energieintensive Industrien können, bzw. dürfen politisch gewollt, nicht belastet werden. Also wird der Preis für elektrische Energie steigen. Und je mehr Du sparst, desto teurer wird sie. Und das ist das Zynische an der Äußerung von Altmaier.
Granado schrieb am 27. Juni 2012 um 18:10	- Permalink “Die Energiekonzerne haben eine gewisse Gewinnerwartung”
In Berlin haben die privaten Wasserbetriebeanteilseigner sogar eine Gewinngarantie – die soll nach Wassersparen ausdrücklich durch Preisanstieg eingelöst werden.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 15:21	- Permalink @Chrise
1. dass die Erhöhung von Strompreisen mit einer Explosion des Gewinns der Konzerne einhergeht, ist eigentlich wirklich ein Unding. Dürfte es auf einem freien Markt aber nicht geben
Dass Verstaatlichung was bringt, glaube ich nicht.
Erkläre die Basis Deines Glaubens/Deiner Religion.
(“Einsparen”)Das macht gar nicht so wenig aus.
Und macht es für Dich auch nicht günstiger, weil einfach der Preis erhöht wird. Der einzige Unterschied ist, dass Deine Versorgung schlechter ist.
Selbsterzeugung sollte man fordern. Wer ein Haus hat, schraubt sich Solarzellen aufs Dach, etc.
Offensichtlich wurde das Gefahrenpotential dieser Forderung erkannt, die auch eine Dezentralisierung der Energieversorgung und damit einhergehend Entmachtung der Energiekonzerne beinhaltet. Denn es wird aktiv dagegen Politik gemacht und jeder Versuch mit Vehemenz seitens der Politik sabotiert.
Chrise schrieb am 27. Juni 2012 um 17:09	- Permalink ich verstehe nicht ganz …
Gibt es ein Land, in dem staatliche Stromversorgung funktioniert? Mir ist grade keines bekannt. Alles was mir bekannt ist, sind Länder, in denen es eine staatliche Stromversorgung gegeben hat, die aber nicht funktioniert hat bzw. erhebliche Umweltlasten nach sich gezogen hat. Dass Menschen in Deutschland der Strom abgeklemmt wird, halte ich übrigens für ein gigantisches Armutszeugnis. Da sollte der Staat eingreifen und das subventionieren. Ändert aber nichts daran, dass Strom-Sparen an sich der richtige Weg ist.
Nur verstehe ich nicht, weshalb dann der Preis weiter erhöht werden sollte. Gehst du davon aus, dass der Umsatz der Stromkonzerne ein Fixwert ist, der für alle Ewigkeiten bestehen bleibt?
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 18:25	- Permalink @Chrise
Gibt es ein Land, in dem staatliche Stromversorgung funktioniert? Mir ist grade keines bekannt. Du kennst Deutschland nicht? Deutschland war bis zur Privatisierung geradezu vorbildlich.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 18:26	- Permalink @chrise
Nein, ich weiß, dass sie es tun, weil sie es können.
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 16:08	- Permalink Verflixt! Jetzt hat auch bei mir das Blog geklemmt und meinen gesamten Kommentar verschluckt. Also, ich versuche es nochmal zusammenzukratzen.
Kühlschrank über Nacht aus
Dann befrage mal einen ernsthaften Energieexperten zu diesem Thema. Das dürfte wenig positiv ausfallen. Erstens dürfte dadurch die Haltbarkeit der Lebensmittel erheblich vermindert werden. Zweitens wird der so scheinbar eingesparte Strom mit einem erhöhten Stromverbrauch nach dem Wiederanschließen des Kühlschranks bezahlt. Denn der TK muss erst einmal wieder auf die Normtemperatur heruntergekühlt werden. Und drittens bin ich stark im Zweifel, ob Kühlschränke für ein permanentes Aus- und Einschalten konzipiert sind. Ich gehe stark davon aus, dass sie dies mit einem frühzeitigen Good-bye quittieren.
Heizung nur wenn nötig (man braucht sehr wohl Strom, um zu heizen), Wasser mit Wasserkocher anstatt Herd aufkochen, Resthitze nutzen, Steckerleisten, Computer öfters mal ausschalten, ein paar Minuten weniger heiß bzw. ein paar Grad weniger heiß duschen, Energiesparlampen etc.
Ähnliche Argumente hatte schon der nicht Beachtenswerte hervorgezaubert. Der meinte auch, dass Arme die Raumtemperatur ausschließlich mit dem Fenster regeln und dass Kaltduschen ihm auch nicht geschadet hätte. Was angesichts seiner sonstigen Äußerungen reichlich in Zweifel gezogen werden muss. Deshalb hoffe ich einfach mal, dass dies Deinerseits nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge waren. Nicht, weil sie falsch wären, sondern weil sie einfach an der Realität vorbeigehen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:45	- Permalink Lutz – Du bist ein alter Klemmie ;-)
Lutz Hausstein schrieb am 27. Juni 2012 um 16:55	- Permalink *räusper*
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 17:05	- Permalink loch, äh … lach :-D soo bestimmt? dann weißt du sicher mehr als ich ;-)
COPOKA schrieb am 27. Juni 2012 um 23:56	- Permalink Kühlschrank über Nacht aus
Dann befrage mal einen ernsthaften Energieexperten zu diesem Thema. Das dürfte wenig positiv ausfallen. Erstens dürfte dadurch die Haltbarkeit der Lebensmittel erheblich vermindert werden. Zweitens wird der so scheinbar eingesparte Strom mit einem erhöhten Stromverbrauch nach dem Wiederanschließen des Kühlschranks bezahlt.
Nicht nur das. Man darf nicht vergessen, dass der Kühlschrank am Winter die Bude Heizt. Stromheizung ist zwar nicht die billigste, dafür hat man bei dem Kühlschrank einen netten Nebeneffekt – Erhalt der Nahrungsprodukte. Das mit dem KS-Abschalten ist mit Abstand der schwachsinnigste Stromsparvorschlag. So eine lichte Idee ist bestimmt einem Politiker eingefallen.
Im Übrigen lohnt sich auch Stromsparen durch Anschaffung eines stromsparenden Computers kaum. Auch wenn er 100W weniger verbraucht (realistischer sind 50-60W) und man damit täglich 8 Stunden verbringt (realistisch sind ca. 4 Stunden), spart man dadurch max. 20 Cent am Tag (realistisch eher 5 bis 10 Cent). Nun kann jeder ausrechnen wie lange es dauern wird bis die Investition sich amortisiert. So lange hält kein “moderner” Rechner mit eingebauter Obsoleszenz durch ;)
Lutz Hausstein schrieb am 28. Juni 2012 um 11:06	- Permalink Das mit dem KS-Abschalten ist mit Abstand der schwachsinnigste Stromsparvorschlag. So eine lichte Idee ist bestimmt einem Politiker eingefallen.
Nicht, dass da etwas falsch verstanden wird. Die drei aufgeführten “Vorschläge” stammen allesamt aus meiner Feder. Ich bin davon ausgegangen, dass dies aufgrund ihrer offensichtlichen Absurdität auch deutlich wird, weil es eigentlich absolute Nonsense-Vorschläge sind. Die aber gerade deshalb den Unsinn dieses ministeriellen Geschwafels unterstreichen.
alter Sack schrieb am 28. Juni 2012 um 12:08	- Permalink Nicht, dass da etwas falsch verstanden wird. Die drei aufgeführten “Vorschläge” stammen allesamt aus meiner Feder. Ich bin davon ausgegangen, dass dies aufgrund ihrer offensichtlichen Absurdität auch deutlich wird, weil es eigentlich absolute Nonsense-Vorschläge sind.
Ja sicher, da muss man schon arg übertreiben, damit es deutlich wird. Absolute Nonsense-Vorschläge sind im Politik-Theater doch längst Gewohnheit, da wundert sich doch keiner mehr. Ein großes Problem für die Satire-Fraktion.
Lutz Hausstein schrieb am 28. Juni 2012 um 11:16	- Permalink P.S.
Mein persönlicher Favorit ist sind aber die
Kochbücher zur Kaltzubereitung von Warmspeisen
Da musste ich selbst drüber lachen, als mir dies einfiel.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:44	- Permalink Selbsterzeugung sollte man fordern.
“Chrise”: Du forderst imo gerade nicht weniger als eine “Revolution”. Das wirft doch die Marktwirtschaft endgültig um und darauf fußt doch “unsere Gesellschaft”. Ist es wirklich “unsere”? Falls ich mal wieder Zeit für öffentliche Diskussion finde, werde ich für meinen Teil versuchen, was dazu zu schreiben und zur Debatte zu stellen. Kritik ist (zunehmend) da, Ideen auch und wir sollten imho mal aktiv was angehen, statt uns in endlosen “man sollte” zu ergehen. Anpacken, Nachbarn!
Hartz IV ist nur ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird und DANN wird es alle Gesellschaftsschichten betreffen. Wir kleinen “Hartzies” sind ja nun wenigstens “gestählt” für den sich abzeichnenden Kampf um die letzten Ressourcen ;-) Klingt nach Darwin, mir bewußt, aber es gibt für mich einen wesentlichen Unterschied: Begriffe wie “Moral” und “Kooperation” hat er in seiner wissenschaftlichen(?) Denkweise nicht eingebunden – “wir” aber können und müssen das. Nur Dummköpfe sind weiterhin auf ihren eigenen Vorteil bedacht …
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 16:48	- Permalink [off topic]
Und ich bitte um Entschuldigung, daß ich eben mal wieder “laut” bin – mir wär’s lieber, es ginge ohne. Jens, ein guter Freund, hat was von einem weiteren meiner Freunde gebracht und ich verfolge die – teilweise recht fruchtbare – Diskussion mit Freude und Engagment. Die nächsten Monate bin ich dann wieder still, okay?
schiaparelli schrieb am 27. Juni 2012 um 18:31	- Permalink 1789 reloaded:
Als ich vor einigen Jahren an einer Umschulungmaßnahme teilnehmen sollte, konnte vom BFW gerade noch eben mühsam die Vorgabe der Leistungsträger, Kopfnoten auf “Äußeres”(!!!) und Betragen zu vergeben, abgewendet werden. Kosten für Zahnreinigung, Friseur und Bürodress zahlt der Umschüler, der aus HIV-Bezug kommt, ja ganz einfach aus Schwarzarbeit.
Die Fahrtkosten, ca. 70€/m, zur vorgeschalteten, mehrmonatigen Berufsfindung und Arbeitserprobung sollte ich vorstrecken*,
“…da die Hartz IV- Empfänger ja alle mehr Geld haben, als sie angeben. Das sehe ich ja schon an den Handy-Vorwahlen, wenn die bei mir anrufen, um sich zu beschweren. Die haben alle teure Handys.” So der Leiter(!) der Reha-Abteilung der LVA.
Als ich darauf sagte, dass man sich ein Handy auch leihen oder gebraucht erwerben kann und man rein Schufa-technisch u.U. gar keinen Festnetzvertrag* bekäme:
“Wenn sie so schlau sind, so zu argumentieren, werden sie schon einen Weg finden. Andernfalls könnte sich der Zeitplan ihrer Reha ja nach hinten verzögern.”
Machen wir uns nichts vor, die Lust an der Bösartigkeit gepaart mit naiver Dekadenz regiert und bestimmt den Diskurs. Und Gejammer wollnwer nicht hören:
Wenn jemandem der Strom abgestellt wird, war er halt faul oder verschwenderisch, ganz einfach. Soll er halt Kuchen essen!
(* unbedingt mit dem kostenlosen Mittagessen verrechnen, man hat ja auch sonst keinerlei Mehraufwand, liebes Milchmädchen, und die Telekom verlangt niemals Sicherheiten, wenn es in der Vergangenheit mit dem Bezahlen nicht geklappt hat und DSL braucht auch kein Mensch für Projektarbeiten – im Internetkaffee hat man ja Platz seine Unterlagen auszubreiten und kost ja auch nüscht, die Stadtbibliothek hätte ja sonst auch 24h auf. Und überhaupt reißen sich alle Kostenträger darum, einem die Therapie für die Dyskalkulie zu zahlen, ein Haushaltsbuch mit “Zahlensuppe” bringt da wohl auch nichts, betrifft ja nur irrelevante, überflüssige 5-7% der Bevölkerung, und falls man sich zufällig mal verrechnet hat man es ja auch trotz Regelsatzkürzung üppig über wegen der Ansparverpflichtung. Harrrharrr)
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 18:57	- Permalink Hättste jetzt auch noch nen Lektor, wäre ich hingerissen :-)
Christian Himberger schrieb am 27. Juni 2012 um 18:58	- Permalink Wer beim Strom nicht spart, muss woanders sparen.
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:12	- Permalink Du sparst am Hirn?
Christian Himberger schrieb am 27. Juni 2012 um 19:28	- Permalink Was ist falsch an meiner Aussage?
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:37	- Permalink “Sparen”, Du Nase :-P Wenn Du Dir mal Kommentare (und damit auch Energie) sparen würdest, wäre allen schon etwas geholfen. Falls Du dadrüber hinaus auch noch Energie und Ressourcen sparst, wäre es toll. Oder ist dies nur DEIN Planet?
Und wo der Fehler in Deiner Denke liegt – wie wärs mal mit Lesen/Zuhören und Lernen? Sollen “wir” sparen, damit Du auch nachts unter der Bettdecke lesen kannst?
Menschen wie Du sparen doch wohl kaum und lies bitte mal das treffende Tschechow-Zitat oben – das könnte auch Dir eventuell weiterhelfen.
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 19:33	- Permalink Wo nichts ist, kann man nichts einsparen. Er spart am Rückenmark.
Carlo schrieb am 28. Juni 2012 um 00:48	- Permalink Wer beim Strom nicht spart, muss woanders sparen.
Lieber Christian Himberger,
bist Du in Deinem wahrscheinlich noch nicht so langem Leben
mal in der Wirklichkeit angekommen? Wenn ich nämlich Deinem
Papa die Geschichte mit dem Ökostrom streiche, seht ihr alle, auch
Du doch ganz gelassen ramdösig aus.
Schreib doch sowas besser an Deinen unmittelbaren Tutor im Gymnasion, (pardon, das war die griechische Turnhalle)
der kann dann Deine Karriere auch besser planen.
Apropos…vielleicht fällst Du ja vom Gaul, und wer von den neoliberal gestörten Menschen soll Dir dann helfen?
Cheops schrieb am 27. Juni 2012 um 19:20	- Permalink Altmaier riskiert eine dicke Lippe, weil er davon genug hat. Ahnung hat er keine, aber das ist in einer Regierung Merkel auch keine Bedingung. Da wird ein Jurist mal eben Umweltminister und ein Arzt Minister für Wirtschaft. Entsprechend sind auch die Ergebnisse ihres Treibens!
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 19:28	- Permalink @ Cheops:
Sach- wie Fachkompetenz war noch nie die Voraussetzung für ein Ministeramt. Noch Fragen? *lol*
P.s.: Sry, habe keine Adminrechte mehr hier und kann das nicht mehr einrücken. Die Helferlein von Jens waren wohl etwas zu übereifrig …
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 21:10	- Permalink So, Thema wohl “abgefrühstückt”. Wird persönlich, die Ideen sind raus – auf ein Neues?
Bin ja eh weg, habe mir aber heute noch mal Zeit (die ich nicht mehr habe) für zwei Freunde genommen. Über meine vermeintliche Arroganz dabei könnz Ihr gerne rätseln, Euch aufregen oder mir (auf gut Boarisch) an Schua aufblosn. Ist Euer Leben, nicht meines.
Um manche tuts mir leid, umd die meisten aber nicht. Auch hier bin ich dann weg, denn zumindest ICH habe wieder so etwas wie ein Leben.
Wer sich angep***t fühlt – nur zu: Es juckt mich nicht mehr, denn ich habe twas auch von jüngeren Freunden gelernt. Eines davon ist, daß man nie ein “Hannilein” sein sollte …
Balls to ya all!
schwitzig schrieb am 27. Juni 2012 um 21:30	- Permalink Freunde sind zu wertvoll, um sie zu vernachlässigen :-).
Frank Benedikt schrieb am 27. Juni 2012 um 22:32	- Permalink Klares Ja!
Carlo schrieb am 27. Juni 2012 um 23:36	- Permalink Frank, es geht weiter……trotz alledem wenn das auch mal nicht so direkt sichtbar ist….
Dir auf jedenfall alles Gute
Frank Benedikt schrieb am 28. Juni 2012 um 01:29	- Permalink Immer noch “mitten unter Euch”, Carlo :-) Danke aber für die Ermunterung.
Gabi schrieb am 28. Juni 2012 um 08:37	- Permalink Und was da z.T. für wirre Vorschläge von Politikern gemacht werden:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/06/17/spd-will-energiekosten-fur-geringverdiener-senken/
Leuten den das Wasser sowieso schon bis zum Hals steht, oder die bereits abgegluggert sind noch einen Kredit aufschwatzen zu wollen, finde ich genauso besch…. Viele Einsparmöglichkeiten hat man/Frau bei solch einem knappen Budget nämlich nicht, um dann noch einen Kredit zu tilgen.
Und der Herr Altmaier diskutiert meiner Meinung nach auch völlig an der Realität vorbei, denn aus meinem Umfeld weiß ich, dass die Leute Strom sparen wo es nur irgendwie geht, aber irgendwann ist einfach finito. Da die Preise für Strom aber seit Jahren stetig steigen, habe ich dann wohl nur noch die Alternative jedes Jahr ein Elektrogerät abzuschaffen, um meine Strommenge zu reduzieren. Also doch zurück zum “Waschbrett” wie eingangs schon angemerkt. “Augenroll”
Der Doctor schrieb am 28. Juni 2012 um 13:24	- Permalink Altmaier ist ein enger Merkel-Vertrauter,insofern war von ihm auch nichts anderes zu erwarten,zumal er ja auch die wohlfeilen,aber unverbindlichen Absichtserklärungen des Umweltgipfels als großen Erfolg feiert.
M.E. geht es Merkel darum ,sich bis zur nächsten Bundestagswahl durchzulavieren,um bei einer Wiederwahl den Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt zu vollziehen und plötzlich die Atomenergie wieder für notwendig zu erklären(und glaube niemand ,das ein evtl. Koalitionspartner SPD nicht mitmachen würde,die kriechen ihr beim Fiskalpakt doch auf den Leim).Fukushima wird ja bereits in keiner unserer Medien mehr erwähnt und wenn ,dann nur am Rande.Übrigens dringt in die Asse verstärkt Salzlauge ein.
Die Energiepolitik der Regierung Merkel richtet sich nur an den Profit-Interessen der Energiekonzerne aus.Darum auch die Kürzung der Solar-Förderung,denn RWE,EON u.Co investieren ja in OffShore -Windenergie,also muß das Geld dorthin.Außerdem erschwert die Solar-Kürzung die autarke Energieversorgung,die natülich den Konzernen ein Dorn im Auge ist.
Sparsamer Umgang mit Strom ,wie mit anderen Ressourcen ist ja durchaus richtig aber nicht die Lösung ,sondern nur ein Teil von ihr.
Zur Lösung der Energieprobleme bedarf es auch auch Struktureller Reformen(nein ,keine Kürzungen etc.).
1.Rückführung der Stromnetze in öffentliches Eigentum
2.Dezentralisierung der Stromversorgung von der sich selbst versorgenden Stadt,bis zum Hausbesitzer ,der sich Solarzellen aufs Dach montiert.Energiequellen gibt es ja genug,von erneuerbaren zur Kraft-Wärme-Kopplung.Im Prinzip könnten sich auch Firmen auf diese Weise selbst versorgen.Statt großer Konzerne hätte man dann entweder Selbstverwaltung oder kommunale Stadtwerke und Zweckgemeinschaften.
Hauptlasten in Spitzenzeiten könnten von Gaskraftwerken aufgefangen werden.Diese sind effizienter und Flexibler händelbar als Kohle oder Atom.Durch den weitgehenden Wegfall dann Überflüssiger Überlandleitungen(natürlich nicht aller) könnten weitere Kosten eingespart werden.Wie weiter oben von gerhardq bemerkt, würde das die Großen Energiekonzerne treffen,deren Monopolstellung dann verloren ginge.Daher ist es leider auch unwarscheinlich ,das solche Reformen in absehbarer Zeit umgesetzt werden,da auch Sozen und grünlackierte FDP im Zweifel nach der Pfeife von RWE,EON,etc. tanzen werden und die Linke ausgegrenzt wird.Ausserdem verfügen die Konzerene über starke PR-Macht.
Ein Verbot der Unterbrechung von Stromleistungen für Hartz IV-Empfänger und andere in Armut lebender die nicht gleich ihre Rechnung bezahlen können,wie von DER Linken gefordert unterstütze ich,denn eine Versorgung mit Strom und Wasser gehört mit zu einem Menschenwürdigen Leben entspr.Art.1 GG.Und kommt mir jetzt nicht mit Afrika oder so.Wir sind ihr in Deutschland und dieses Land ist reich genug ,dafür zu sorgen,das die Grundbedürfnisse ,und dazu gehören Strom und Wasser,aller Menschen gedeckt werden.
Beobachter schrieb am 28. Juni 2012 um 19:48	- Permalink Was mir hier noch ein bißchen abgeht ist dann noch der Hinweis auf die legale Praxis der Stromanbieter “Stromfresser”, also Kunden die es “haben” besser zu stellen.
Gerade aktueller Test auf der Vergleichsseite Verivox.de :
Bei einem fiktiven Verbrauch von 700 kw/h pro Jahr (Ich weiß nicht mal theoretisch, wie so etwas geht) zahlt man 155,54 € pro Jahr beim günstigsten Anbieter, also 22,22 ct pro Kilowattstunde.
Bei einem Verbrauch von 4500 kw/h pro Jahr sind es dann 950,81 € pro Jahr also 21,13 ct pro kw/h.
Und falls ich dann richtig zuschlage als Privater mit 12000 kw/h pro Jahr sind es dann 2.503,40 € pro Jahr also 20,86 ct.
Ich habe übrigens vor fast 2 Jahren den Anbieter gewechselt, von den einen Stadtwerken zu den anderen, denn es gab das Onlineangebot “Kein Grundpreis”. Wermutstropfen: Würde ich weniger als 900 kw/h pro Jahr verbrauchen, stiege der Kilowattstundenpreis von 21,19 auf 42, irgendwas. Ist aber für mich eh eine Illusion.
Nur das Thema Stromsparen ist bei mir durch, nur der Verbrauch lohnt sich.
Hannzi schrieb am 17. Juli 2012 um 02:32	- Permalink Was für eine beschränkte Sichtweise…
Wer viel Kauft kriegt halt öfter mal einen Rabatt. Ist überall so und wenn jeman mehr als 3000 KWH verbraucht ist er gewerblich oder heizt mit Strom – Alternativ ist es eine große Familie.
So gesehen kann man den Verbrauchs-Rabatt auch als aktive Familienförderung der Stromkonzerne bezeichnen … 1600 KWH sind für einen Singlehaushalt afaik etwa durchschnitt.
Tidaltree schrieb am 29. Juni 2012 um 20:41	- Permalink Mal ein kleiner Tip für Leute mit gutem Verhältnis zum Vermieter:
Bittet euren Vermieter, den Vertrag auf eine Strompauschale als Teil der Nebenkosten hin umzustellen. Seit November gilt ein Rechtsurteil, welches dem Jobcenter vorschreibt, die Stromkosten in diesem Fall komplett zu übernehmen und nicht vom Regelsatz abzuziehen. So asozial, wie die Leute vom Jobcenter sind, werden sie sich natürlich wahrscheinlich erstmal weigern, weshalb man einen Gang zum Sozialgericht mit einkalkulieren muss.
Wer bereits einen Mietvertrag hat, bei dem die Stromkosten als Pauschalbetrag in den Nebenkosten vermerkt sind, kann den vom Regelsatz abgezogenen Betrag auh Rückwirkend bis incl. November zurückerhalten. Hierzu am Besten erstmal einen Überprüfungsantrag gegen den Bewilligungsbescheid stellen und die Arbeitslosenberatungsgruppe seines Vertrauens zum Beistand zu weiteren Schritten ziehen. (Auch hier ist mit einem nötigen Gang vor das Sozialgericht zu rechnen, bis man sein Recht bekommt.)
unbequemer schrieb am 29. Juni 2012 um 21:39	- Permalink Ein entsprechendes Urteil ist schon älter.
BSG-Urteil vom 27.2.08 – B 14/7b AS 64/06 R:
d) Dem Kläger stehen keine höheren KdU nach § 22 Abs. 1 SGB II zu. Danach werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind. Als KdU hat die Beklagte einen Betrag in Höhe von 261,54 EUR berücksichtigt, weil sie von der Pauschalmiete in Höhe von 280,84 EUR 20,74 EUR für die in der Miete enthaltenen Kosten für Haushaltsenergie abgezogen hat. Dieser Abzug ist der Höhe nach gerechtfertigt. Der Senat verweist insoweit auf die Ausführungen im Urteil vom 27. Februar 2008 – B 14/11b AS 15/07 R. Da die Pauschalmiete des Klägers sämtliche Stromkosten umfasste, konnte der für Haushaltsenergie anzusetzende Betrag insgesamt abgezogen werden.
27. Februar 2008 – B 14/11b AS 15/07 R:
Die Beklagte hat insofern die Kaltmiete in Höhe von monatlich 200,00 EUR in vollem Umfang als angemessen betrachtet und ist von Heizkosten in Höhe von 40,00 EUR ausgegangen. Von diesen Heizkosten hat die Beklagte allerdings zu Unrecht einen Abschlag für die Warmwasserbereitung in Höhe von 11,76 EUR (8,18 EUR als Grundbetrag und 3,58 EUR je weiterer Angehöriger) in Abzug gebracht. Richtigerweise sind im vorliegenden Fall die Heizkosten nur um den in der Regelleistung enthaltenen Anteil für Warmwasserbereitung in Höhe von 10,74 EUR (2 x 5,37 EUR) zu kürzen. Ein Berechnungsbeispiel:
Bei einer Pauschalmiete von 350 € (z.B. 250 € Miete, 35 € Strom 65 € Gas) darf die Arge nur 20,74 € einbehalten, zahlt also 329,26 € als Kosten der Unterkunft. Ein Mieter der bei gleichen Kosten den Strom selber bezahlt erhält dagegen an Kosten der Unterkunft (250 € + 65 € Gas minus Warmwasserpauschale damals 6,26) nur 308,74 €. Diese Argumentation ist in der von mir als Beistand tätigen Klage von 2009 enthalten, über die am 20.07.2012 vor dem SG verhandelt wird.
Michael Sonntag schrieb am 1. Juli 2012 um 17:37	- Permalink Ich möchte hier weder Hartz IV verteidigen, noch in Abrede stellen, dass die steigenden Energiekosten (insbesondere für Familien) grundsätzlich ein soziales Problem darstellen. Die Dramatik, mit der hier teilweise “argumentiert” wird, kann ich allerdings nicht nachvollziehen.
Ich war in den letzten Jahren phasenweise immer wieder auf ALG II angewiesen und bin gerade seit ein paar Monaten erneut im Bezug. Ich habe auch dazwischen keine Jobs mit hohem Einkommen gehabt, weshalb ich keine Unsummen ansparen konnte. Ich weiß also, was Hartz IV & eine prekäre Existenz bedeutet. Das nur zur Klarstellung.
MEINER Erfahrung nach sind die Stromkosten wirklich ein Nebenkriegsschauplatz wenn es um finanzielle Probleme geht (wenn man nicht gerade mit Strom heizt, obwohl das dann mWn auch das Jobcenter anteilig übernimmt). Ich beziehe Ökostrom von Naturstrom (also nicht den allerbilligsten, obwohl der Unterschied zum günstigsten Vattenfalltarif nicht groß ist), mein 6 Jahre alter PC inkl. Flachbild-Monitor läuft momentan mindestens 5 Stunden täglich (eher deutlich mehr) und meine alte, große Röhrenglotze ist ebenfalls täglich länger in Betrieb da ich mich als Filmfan bezeichnen würde. Dazu steht in meiner Küche ein mindestens 10 Jahre alter, recht großer Kühlschrank (aufgrund schlechter Wärmedämmung des Hauses & da ich nur meinen Wohnraum heize ist es dort jedoch im Winter nur knapp über 0 Grad, also fast wie auf meinem imaginären Balkon). Was die Beleuchtung angeht, habe ich fast alles auf Energiesparlampen umgestellt. So, mein monatlicher Abschlag für Strom beträgt ca. 39€ und es ist mir rätselhaft, wieso nun ausgerechnet dieser Posten so ruinös sein soll. Wenn ich vor einer Abrechnung zittere, dann ist das nicht Strom sondern Gas (also Heizkosten) da hier aufgrund der exorbitanten Preissprünge wirklich extreme Summen von mehreren hundert Euro Nachzahlung zusammen kommen können und man den Verbrauch auch schlechter beeinflussen kann (außer über Nichtheizen bzw. frostige Temperaturen in der Wohnung) als beim Strom. Nochmal: mir ist klar, dass die Lage bei Familien mit Kindern etc. anders aussehen kann aber hier wird ja konstant so getan, als ob nahezu sämtliche Alg II-Empfänger durch die Stromrechnung und die Energiewende finanziell ruiniert würden. Das habe ich weder bei mir noch bei anderen mir bekannten Alg-II-Empfängern beobachten können und das sollte vielleicht bei aller berechtigten Kritik berücksichtigt werden. Die Probleme beim Alg II liegen mMn ganz woanders und zwar in der Stigmatisierung und entwürdigenden Behandlung von Bedürftigen, die ständig unter den Generalverdacht der Faulheit gestellt und mit Repressionen in unwürdige Jobs mit Hungerlöhnen gedrückt werden.
unbequemer schrieb am 1. Juli 2012 um 23:51	- Permalink Die Heizkosten werden übernommen, sind also KEIN Problem.
Ihr Unwissen bei dem Punkt erweckt den Verdacht, der Rest des Beitrages ist auch falsch.
Die unzureichenden Deckung der Stromkosten belegt den Betrug der Bundesregierung bei der Berechnung der Regelleistung, das ist der wichtige Punkt.
hannzi schrieb am 17. Juli 2012 um 11:19	- Permalink Ich war in den letzten Jahren phasenweise immer wieder auf ALG II angewiesen und bin gerade seit ein paar Monaten erneut im Bezug.
Man weiß erst nach konstantem Bezug über längere Zeit wie hart Hartz4 sein kann. Nämlich dann, wenn einem langsam nach und nach die Reserven wegschmelzen. Kleidung, Haushaltsgeräte, Computer, Waschmaschine, Telefon. Wenn das alles nach und nach kaputt geht, dann wird es erst hart.
Das ist auch ein Grund, wieso solche “Hartz4-Tester” keine Ahnung haben. Es sei denn man zieht in eine zugige Altbauwohnung mit Nachtspeicherheizung. Da kommen dann nämlich leicht bis zu 140 Euro Stromkosten zusammen, weil die Abrechnungspraxis der Jobcenter Sozialämter und Co einen dicken Batzen der Kosten für die Heizung einfach unterschlagen. Ausserdem sind solche Wohnungen oft über Durchlauferhitzer zum Duschen ausgestattet, die auch eine Menge Strom fressen und in der Stromrechnung landen, die der Leistungsempfänger selbst zahlen muss, weil es ja nach Sichtweise des Amtes in den Hochtarif fällt, während die Nachtspeicherheizung ja nur Nachts Kosten verursacht. Das ist falsch, weil die Nachtspeicherheizung tagsüber durch Konvektoren ergänzt ist, die entweder in der Speicherheizung integriert sind oder zusätzlich geschaltet werden. Dann kommen noch meistens im Bad Konvektoren hinzu, die auch den teuren Strom verpulvern. Das Problem ist, das die Ämter nicht diese Kosten übernehmen, weil es nicht technisch eingerichtet werden kann es zu zählen (Wer etwas anderes weiß, möge mir das bitte belegen!) bzw. nur wenn mehrere Zähler angeschlossen sind. Diese sind aber in aller Regel dann dafür da, die Nachtspeicherstromkosten, den Niedrigtarif vom Hochtarif zu trennen, was dazu führt, daß wieder nicht die Konvektionsverbräuche erfasst werden, die ja logisch sind: Nachts die Heizung speichert Wärme und gibt sie in einer abfallenden Leistungskurve über den Tag ab. Dabei kann es sein, das nicht genug Speicherwärme da ist und mit dem Konvektor nachgeholfen werden muss. Lange Rede kurzer Sinn: Unglaublich viele Hartz4 Empfänger wohnen ausgerechnet in Wohnraum mit solchen Heizanlagen. Nach einer statistischen Information sind 20% der Haushalte damit ausgestattet, vor allem preiswerter Wohnraum. Das führt dazu, das übermäßig viele Leistungsempfänger vor diesem Problem stehen. Genaue Zahlen habe ich nicht, tippe aber darauf wenn die Verteilung der Gesamtbevölkerung mit 20% läge, sind wir für Hartz4 Bezieher und anderen auf niedrigMieten angewiesenen bei durchaus 30-50%. Das heißt: Für einen Großteil der Leistungsbezieher ist ein Strompreis von 60-140 Euro MONATLICH real und da schließe ich die Niedrigtarifkosten schon aus! Das ist eine ganz andere Dimension als mit Gas sein WarmWasser zu erhitzen und eine saubere Heizkostentrennung zu haben. Nochmal: mir ist klar, dass die Lage bei Familien mit Kindern etc. anders aussehen kann aber hier wird ja konstant so getan, als ob nahezu sämtliche Alg II-Empfänger durch die Stromrechnung und die Energiewende finanziell ruiniert würden. Das habe ich weder bei mir noch bei anderen mir bekannten Alg-II-Empfängern beobachten können und das sollte vielleicht bei aller berechtigten Kritik berücksichtigt werden. Es ist eben nicht nachvollziehbar wie es abläuft wenn der Wurm drin ist. Und genau das ist das Problem, das auch die Macher solcher Regelungen oft haben: Aus einem theoretischen Blickwinkel entscheiden sie über die Lebensausrichtung und -realität von Millionen Menschen. Ich kann da nur einen Hans-Werner-Sinn zitieren, der meinte: “4 Euro sind noch zuviel für manche Jobs.” Das ist auch so ein theoretisiertes Herangehen wie es die Sozialleistungsbezüge mit sich bringen und wie Sie es hier zeigen. Sicher, es gibt hier und dort Leute die können mit wenig auskommen weil sie damit auskommen müssen. Zuviel zum sterben sind die modernen Hartz4 Leistungen allemal. Aber darum geht es nicht alleine. Sie übersehen in ihrer Sichtweise das es nicht nur Stromkosten sind, die zu knapp sind. Es sind ALLE Bereiche die sehr sehr knapp gehalten werden und durch Inflation und Umschichtungen in der Hartz4 Gesetzgebung immer weiter gekürzt werden.
Für die Preissteigerungen der Grundnahrungsmittel, für die Preissteigerungen bei Kleidung, bei Strom, bei allen möglichen Kosten des alltäglichen Lebens wovon Familien noch viel viel mehr zu tragen haben, von ALL DIESEN sind die Berechnungen viel zu knapp. So eine Situation und die Machtlosigkeit führt dann zu einem Stellvertreterkampf an einer Stelle, an der die Betroffenen vielleicht einmal die Chance haben einen Stein aus der Blockademauer herauszuhauen, die die Regelsätze lieber im Keller sehen will, warum auch immer. Noch ein Beispiel dann hör ich auf :D Wer richtig dick ist, bekommt in aller Regel heute keinen Euro mehr Geld für Kleidung. Ausserdem: Kleidungspauschalen waren einst in der Sozialleistung nur für die Nebenkosten der Bekleidung gedacht nicht durchweg für ALLES. Anzug, Krawatte, Schuhe, Stiefel, Jacke, Mantel, Winterpullis, Schneeanzug also spezielle Kleidungsstücke konnte man immer einzeln gesondert beantragen. Die Pauschalen, die dann aber als Kleidungsgeld in die Monatspauschale floß, die waren nur für Kleinkrams wie Wäsche, Gürtel, Socken gedacht. Wenn wir jetzt noch daran denken das die Kaufkraft massiv nachgelassen hat, Kleidungsgeld seit Hartz4 nie gestiegen ist… Was läßt das für einen Schluß übrig?
Schauen Sie doch einmal was ein hübscher Pullover so kostet. Eine gute schöne Jacke etc. Welcher Hartzer hat mal eben 60 Euro oder gar 120 für seine Garderobe? Und Kleidung ist etwas, das kauft man normal einfach so im Laufe der Zeit ohne Planung, wenn es nötig ist oder mal etwas gefällt oder eben günstig ist. Guggen Sie sich mal die Preise für Übergrößen-Kleidung an. Selbst schon bei Männern ist das nicht mehr zu stemmen. Da laufen viele dann in Jogginhose und Mützenjacke herum, sieht total bescheiden aus, kostet durch Übergrößenabzocke aber trotzdem schon 80 bis 120 Euro. Nein, Hartz4 ist selbst wenn man sagt: Ok, die Anpassungen an das Marktgeschehen, den Druck auf die Betroffenen kann ich irgendwie nachvollziehen. Aber: Wieso ist Hartz4 nicht dynamischer und läßt alle jene, die nicht stromlinienförmig gleichartig normgeeicht sind auf der Strecke? Hartz4 fehlt die individuelle dynamische Anpassbarkeit an die Lebenswirklichkeiten der Betroffenen und erst das macht es so ultimativ hart. Genau daran scheitern so viele und nicht einfach nur an den Stromkosten. Brille kaufen? Seit Jahren nicht möglich. Schuhe kaufen wegen schwieriger Füße? Teuer, alle Jubelmonate nur möglich. Fahrtkosten? Gibts keine, die jämmerlichen Beiträge im Regelsatz reichen für eine Hin u. Rück Karte. Über Möbelneukauf, Renovierungen und ähnlichem haben wir noch gar nicht geredet. Nein, Sie liegen falsch. Wenn wir beide mit Hartz4 nicht so große Probleme haben, ist das nur für uns richtig. Wenn Sie aber nicht verstehen was Hartz4 so bitter macht, brauchen Sie mehr Demut einfach zu sehen, das Sie die Lebenswirklichkeit der Betroffenen unzureichend kennen können. MFG
Sry für Überlänge :0)
Very Serious Sam schrieb am 17. Juli 2012 um 12:25	- Permalink “Das heißt: Für einen Großteil der Leistungsbezieher ist ein Strompreis von 60-140 Euro MONATLICH real”
Man bedanke sich bei den Grünen und ihrem als EEG euphemisiertes Gewinngarantie- und -maximierungsgesetz für die Hersteller und Betreiber von Solaranlagen.
“Wer richtig dick ist, bekommt in aller Regel heute keinen Euro mehr Geld für Kleidung.”
Da sieht man mal. Früher waren die Armen noch dünn.
Lutz Hausstein schrieb am 2. Juli 2012 um 12:47	- Permalink Die sehr starke Fixierung einiger Kommentatoren auf die Kombination Arbeitslosigkeit-Stromschulden wurde von mir bewusst nicht gewählt, da dies so nicht korrekt ist. Denn es sind rund 200.000 Haushalte im Hartz-IV-Bezug, denen 2011 der Strom wegen Schulden abgeschaltet wurde, d.h. der weitaus größere Teil der Abschaltungen betraf andere Haushalte.
Wobei es natürlich in der Logik der Sache liegt, dass es sich um Haushalte handeln dürfte, deren Einkommen nicht deutlich höher liegt, sprich also ebenfalls arme Haushalte. Das können ebenso Renter mit Niedrigrenten sein oder Niedriglöhner, deren Einkommen nur wenig über dem Regelsatz liegt. Oder was es sonst noch für Möglichkeiten gibt.
Eines allerdings sollte Allen klar sein. Die Ausstattung der Haushalte ist heutzutage so ausgestaltet, dass de facto niemand mehr, vor allem längerfristig, auf Energie verzichten kann. Demzufolge kann davon ausgegangen werden, dass die Betreffenden alles Menschenmögliche versuchen, um einer Stromabschaltung zu entgehen. Dass es dennoch, und dann sogar in einem solch erschreckenden Ausmaß, dazu kommt, sollte doch Nachweis genug sein, um feststellen zu können, in welch katastrophaler, auswegloser Situation sie sich befinden.
Und da stellt sich nun ein Minister hin und erklärbärt, dass die Betroffenen sich nur einmal ein kleinwenig anstrengen müssten und ein bisschen sparen und alles ist in Ordnung. Aber, die Not anderer Menschen kleinzureden, verlangt nunmal weder Sachkenntnis noch Selbstdisziplin. Da kann man munter drauflos salbadern.
unbequemer schrieb am 2. Juli 2012 um 13:30	- Permalink Das BVerfG hat nicht erkennen wollen, dass eine Unterdeckung beim ALG-2 besteht. Und nun lässt es sich aus Sicht eines ALG-2-Beziehers eben gerade bei der Unterdeckung der Kosten für den Strom belegen, durch die Aussage der Bundesregierung auf eine Anfrage, dass eine augenscheinliche Unterdeckung durchaus vorhanden ist.
Deswegen ist der Punkt so wichtig. Und da ich als Beistand vor dem SG aktiv bin, dort findet am 20.07. eine Verhandlung statt, steht dieser Punkt durch eine noch immer offene Klage aus dem Jahr 2009 auf der Agenda. Wenn das SG negativ entscheidet, geht der Weg weiter.
Hannzi schrieb am 17. Juli 2012 um 02:23	- Permalink Stromspartips Tip für Stromheizer: Kein “Gebläse” Nutzen, nur Nachts mit dem günstigen Nachtstrom heizen, der auch tatsächlich in die Abrechnung des NT (Niedrigtarifs bzw. Nachtstromes) fällt den das Amt dann als KDU übernimmt. Grenzen von u 1,4 Euro pro Quadratmeter beachten wenn möglich. Anderfalls halt klagen: Pauschalierung von Heizkosten sind definitiv Gesetzwidrig.
Noch ein Hinweis für Nachtstrom/niedrigtarifheizer: Die Grundgebühren für Niedrigstromtarife vor allem mit Tagnachladungen sind höher als für normale Stromanschlüsse. Diese Grundgebühr muss das Amt zahlen! Machen die aber nicht von sich aus. Also müsst Ihr beantragen. Sucht am besten schon vorher selbst die Tarifvergleichsinformationen heraus (HP des Anbieters z.B.)
Für Sparsame Niedrigtarifbezieher der Klassiker: Einfach alle Aufwändigen Dinge wie den Braten im Ofen schmoren lassen für 4 Stunden, aufwändiges Baden, längere Heißduschen in die Nacht verlegen. Auch Wäsche waschen/trocknen wenn möglich Nachts. Kühltruhe abschaffen, evtl. auch den Kühlschrank abschaffen – Es gibt genug Geschäfte in Laufnähe, die über ausreichend Warenvorrat verfügen, es geht wirklich ohne diese lieb gewonnenen Geräte nach ner Eingewöhnung und Umstellung. Vieles ist auch so haltbar genug. Einsparungen sind hier aber mäßig. Zock-Pcs abschaffen und durch stromsparsame Laptops ersetzen.
Vorsicht vor AMD Schlachtschiffrechnern mit MehrfachGrakasystemen in der Hand ihrer Kinder – Die verursachen durchaus zwischen 250-400 Euro Stromkosten!
Ein sparsames Notebook, das heute gar nicht mehr langsam sein muss, zwischen 60-125 Euro (Betriebszeiten um 6 Std. Tag aufs Jahr)
Leuchtmittel im Wohnraum auf einen sinnvollen Rahmen reduzieren – Nicht zuviel Licht für teuren Strom verpulvern aber auch nicht zu wenig installieren. Ist schlecht fürs Gemüt :-)
Abschaltbare Stromdosen, Ladegeräte oder Netzteile nicht einfach eingestöpselt lassen und nicht zig Kleinkrams-Geräte wie Wecker Radio Verstärker/Receiver etc betreiben!
Fernseher und billige Röhrenmonitore dringend mindestens durch TFT oder noch besser LED Geräte ersetzen!
Wenn man alles richtig macht, kann man die monatliche Stromlast durchaus drücken.
der Herr Karl schrieb am 17. Juli 2012 um 13:10	- Permalink Hannzis “Stromspartips”
Ich erinnere mich nur zu gut an Hannzis Spartipps:
Hannzi schrieb am 18. August 2011 at 13:26 – Permalink
“2,10 Euro für ein STÜCK Kuchen und EINE TASSE Kaffee IST überteuert für jeden von Armut betroffenen.
Wer nun so blöde ist und unbedingt in ein Cafe gehen muss, während fünf Meter weiter eine öffentliche Park-Bank oder kreativ-öffentliche Sitzgelegenheit auf einem Stein zu haben ist und der mitgebrachte Kuchen EIN BLECH und eine KANNE Kaffee grade mal 2 Euro kostete, der ist schlicht dumm.
Es wird oft gesagt, daß Hartz4 Empfänger immer wieder auch selbst Schuld seien wenn sie nicht auskämen. So ganz kann man dieses Argument aus diesem Grunde nicht abweisen. In diesen Dingen kann jeder sein Glück schmieden. 360 Euro im Jahr gespart durch Nichtrauchen (30 Euro Monat)
520 Euro im Jahr gespart durch Nichtsaufen (Noch-Nicht-Pathologisches saufen kost ca. soviel pro Jahr ca. 10 Euro Woche)
34 Euro im Jahr gespart Einkaufstaschen mitbringen (Plastiktüte groß 15 cent 2a Einkauf, 120 Einkäufe pro jahr-2 Euro für 2 Jutetaschen pro Jahr)
Nicht-Fast-Food
96 Euro im Jahr McDonalds einsparen (1 x im Monat 8 Euro pro Besuch)
260 Euro im Jahr Pizza kaufen einsparen (1x Woche bei der Pizzaria Pizza kaufen)
156 Euro im Jahr sparen statt Kurzstrecke mit Bus, einfach laufen (1,50 pro Fahrt 2 Fahrten die Woche für Strecken von unter 1,5 Km)
180 Euro sparen statt Jamba Musikdownloadportal – Mp3 von zuhaus benutzen (15 Euro Monat für Jamba Musikflat)
600 Euro einsparen mit Verzicht aufs Handy (50 Euro mtl. Kosten für Handy)
400 Euro einsparen mit Verzicht aufs Festnetz (40 Euro mtl. Kosten für Festnetz)
1040 Euro einsparen!!! mit Verzicht auf Brötchen unterwegs einkaufen (5 tage woche, 300 arbeits-Tage Jahr 2Brötchen a 2,5Euro(- 1 euro zwei Brötchen von zuhaus mitnehmen)”
(aus “…sollen sie doch Kuchen essen!“
geschrieben am 18. August 2011 von Frank Benedikt)

References: § 20
 § 20
 § 28
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 20
 § 22