Source: http://www.schure.de/22410/32,81023,1,hs.htm
Timestamp: 2017-04-23 19:39:06+00:00

Document:
Hauptschule - Übersicht ---
Die Arbeit in der Hauptschule Die
Arbeit in der HauptschuleRdErl. d. MK v. 27.4.2010 - 32-81 023/1
(SVBl. 6/2010 S.173), geändert durch RdErl. vom
9.4.2013 (SVBl. 6/2013 S.220) -
Arbeit in der Hauptschule v. 3.2.2004 (SVBI. S.94) - VORIS 22410 -
Hauptschule innerhalb des öffentlichen Schulwesens Aufgaben und
von Lernprozessen und Maßnahmen der Berufsorientierung und Berufsbildung
der Schülerinnen und Schüler in der Schule Schlussbestimmungen 1. Stellung der Hauptschule
innerhalb des öffentlichen Schulwesens 1.1 Die Hauptschule ist nach den §§ 5 und 9
des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) eine Schulform im
Sekundarbereich I. Die Hauptschule umfasst die Schuljahrgänge 5 bis 9, an
ihr kann eine 10. Klasse eingerichtet werden. Der Besuc h einer 10. Klasse an
der Hauptschule ist freiwillig. 1.2 Die Hauptschule baut auf der Grundschule auf. Der
Übergang der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule in die
Hauptschule ist durch Bezugsverordnung zu b) und Bezugserlass zu c) geregelt.
1.3 Die Zügigkeit der Hauptschule oder einer nach
§ 106 Abs. 5 NSchG zusammengefassten Schule mit Hauptschulzweig bestimmt
sich nach der vom Kultusministerium nach § 106 NSchG zu erlassenden
Verordnung. 1.4 Die Zusammenarbeit einer Hauptschule mit anderen
Schulformen des Sekundarbereichs I mit geeignetem Unterrichtsangebot am selben
Standort ermöglicht ein ausreichend differenziertes Unterrichtsangebot.
Grundlage für die Zusammenarbeit ist § 25 NSchG. 1.5 In einer nach § 106 Abs. 5 NSchG
zusammengefassten Haupt- und Realschule wird der Unterricht grundsätzlich
schulformspezifisch erteilt. Die Schulzweige arbeiten pädagogisch und
organisatorisch zusammen. 1.5.1 In den Schuljahrgängen 5 bis 8 kann in allen
Fächern und Fachbereichen mit Ausnahme der Kernfächer (Deutsch,
Mathematik und 1. Fremdsprache) gemeinsamer Unterricht nach Entscheidung der
Schule erteilt werden. 1.5.2 Der gemeinsame Unterricht sollte für
mindestens zwei aufeinander folgende Schuljahrgänge eingerichtet werden.
1.5.3 Zur Vermeidung jahrgangsübergreifenden
Unterrichts in einem Schulzweig kann gemeinsamer Unterricht in den
Schuljahrgängen 5  10 in allen Fächern und Fachbereichen nach
Genehmigung durch die Landesschulbehörde durchgeführt werden. Dabei
sind die schulformspezifischen Schwerpunkte in den Schuljahrgängen 9 und
10 einzuhalten. Anträge sind der Landesschulbehörde bis zum 1.2.
eines Jahres zur Genehmigung vorzulegen. 1.5.4 Die Schülerinnen und Schüler der
zusammengefassten Haupt- und Realschule werden im gemeinsamen Unterricht auf
der Grundlage der schulformspezifischen Kerncurricula unterrichtet und in ihren
Leistungen schulformbezogen beurteilt. Der Unterricht in den
Kernfächern mit grundlegenden Anforderungen (G-Kurs) erfolgt nach den
Kerncurricula für die Hauptschule; der Unterricht in Kernfächern mit
erhöhten Anforderungen (E-Kurs) nach den Kerncurricula für die
Realschule. Im gemeinsamen Unterricht werden bei der Erarbeitung der
schuleigenen Arbeitspläne die Kerncurricula beider Schulformen zugrunde
gelegt. 1.5.5 Förder- und Differenzierungsmaßnahmen
Leistungsbewertung. 1.5.6 Leistungsstarke Hauptschülerinnen und
-schüler können nach Beschluss der Klassenkonferenz in einzelnen
Kernfächern am Unterricht mit erhöhten Anforderungen teilnehmen. 1.6 Bei Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an
Förderschwerpunkts. 2. Aufgaben und Ziele 2.1 Die Hauptschule erfüllt den im § 2 NSchG
festgelegten Bildungsauftrag. 2.2 Die Hauptschule vermittelt ihren Schülerinnen
und Schülern eine grundlegende Allgemeinbildung und eine individuelle
Berufsorientierung sowie eine individuelle Schwerpunktbildung in der
beruflichen Bildung bis hin zur Vermittlung der Anforderungen des
1.Ausbildungsjahres einer Berufsausbildung. Nach Maßgabe der
Abschlüsse können die Schülerinnen und Schüler ihren
Bildungsweg berufsbezogen fortsetzen, haben aber auch Zugang zu
studienbezogenen Bildungswegen. 2.3 Die Arbeit in der Hauptschule zielt neben der
Vermittlung einer grundlegenden Allgemeinbildung und einer beruflichen Bildung
vorrangig auf die Bildung der Gesamtpersönlichkeit ihrer Schülerinnen
und Schüler und darf nicht einseitig auf Leistungen im kognitiven Bereich
ausgerichtet sein. Sie muss sich zugleich um die Herausbildung sozialer und
humaner Verhaltensweisen und Einstellungen bei den Schülerinnen und
Schülern bemühen und die soziale Integration fördern.
Außerdem muss sie die Förderung emotionaler und kreativer
Kräfte sowie Hilfen zu immer größerer Selbstständigkeit
der Heranwachsenden umfassen. Mitmenschliche Begegnungen zwischen Lehrkräften und
Schüler untereinander machen die Hauptschule zu einem Übungs-,
Erprobungs- und Erfahrungsraum für Formen und Möglichkeiten
individueller Lebensgestaltung und humanen Umgangs miteinander. Eine wesentliche Aufgabe der Hauptschule besteht darin,
die Schülerinnen und Schüler zunehmend zu befähigen, sich
gesundheitsbewusst zu verhalten und sich sachgerecht und aktiv für die
Erhaltung der natürlichen Umwelt einzusetzen. Ihre Bereitschaft soll
gestärkt werden, für gute Beziehungen unter den Menschen
verschiedener Nationen, Religionen und Kulturkreise einzutreten. Die
Gleichberechtigung der Geschlechter ist durch eine Erziehung zu
Rollenorientierungen in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft
entgegenwirken kann. 2.4 Diesen Zielen dient neben dem Unterricht sowie der
projektorientierten Arbeit bis hin zu Projektwochen vor allem ein Schulleben,
das durch das tägliche Zusammenleben und die Art des Umgangs miteinander
geprägt wird. Die aktive Teilnahme am politischen, kulturellen und
sportlichen Leben der Gemeinde leistet einen wesentlichen Beitrag zur
das erzieherische Bemühen. 2.5 Die Hauptschule stimmt ihre Lehr- und Lernmethoden
und ihre Anforderungen auf das Leistungsvermögen und auf die Interessen
der Schülerinnen und Schüler ab und richtet diese an lebensnahen
Sachverhalten und den Anforderungen einer Berufstätigkeit aus. Sie
befähigt ihre Schülerinnen und Schüler, eine begründete
Berufswahlentscheidung zu treffen. Hierzu arbeitet die Hauptschule eng mit
berufsbildenden Schulen zusammen. Berufsorientierung und Berufsbildung werden
zum integralen Bestandteil der Arbeit in der Hauptschule. Die Hauptschule
fördert Kernkompetenzen, die für eine sinnvolle, eigenverantwortlich
gestaltete Lebensführung in persönlicher und wirtschaftlicher
Hinsicht sowie für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
notwendig sind. Sie entwickelt ein Erziehungskonzept und setzt es im
Zusammenwirken von Lehrkräften mit Erziehungsberechtigten und
Schülerinnen und Schülern konsequent um. 2.6 Ein besonderes Ziel der Hauptschule ist es, dass
ihre Schülerinnen und Schüler die Grundfertigkeiten in den
Kulturtechniken sicher beherrschen. Den Schülerinnen und Schülern
werden grundlegende Kenntnisse in den Informations- und
Kommunikationstechnologien sowie im Umgang mit Medien vermittelt. Sie erhalten
damit eine wesentliche Voraussetzung, Lernprozesse selbstständig zu
organisieren, zu reflektieren und werden befähigt, lebenslang zu lernen.
Alle Fächer der Hauptschule leisten hierzu ihren
Beitrag. Die Fächer Deutsch und Mathematik weisen hohe Stundenanteile auf,
um durch übendes und wiederholendes Lernen die Grundfertigkeiten zu
festigen. 2.7 Die Hauptschule entwickelt die
Ausbildungsfähigkeit und Berufswahlkompetenz ihrer Schülerinnen und
Schüler. Die Jugendlichen sollen sich ihrer persönlichen
Fähigkeiten zunehmend bewusst werden und ihr Leistungsvermögen
realistisch einschätzen können. Hierzu werden praxisorientierte
Lernphasen in den Fachunterricht einbezogen sowie Angebote der beruflichen
Bildung, vorrangig in Kooperation mit berufsbildenden Schulen, aber auch mit
Betrieben oder anderen Einrichtungen in den Unterricht aufgenommen. 2.8 Im Einzelnen sollen die
Schülerinnen und Schüler - ein tragfähiges Grundwissen erwerben und anwenden; - die Kulturtechniken beherrschen und über elementare
Entscheidungsprozessen altersgemäß beteiligen; - auch durch Erfahrungen in der Berufs- und Arbeitswelt das komplexe
Wirtschaftsgeschehen in seinen Grundstrukturen verstehen können; - sich Kenntnisse für eine bewusste Berufswahl aneignen; - familiäre, berufliche und gesellschaftliche Aufgaben auch
über sie zu reflektieren. Auf diese Weise soll die Hauptschule die in § 2 des
NSchG geforderte Selbstständigkeit ihrer Schülerinnen und
Schüler fördern. Sie soll eine sichere Grundlage für den
im gesellschaftlichen Leben vermitteln. Die Aufgaben und Zielsetzungen der
Hauptschule können nur verwirklicht werden, wenn die Schule die
Erziehungsberechtigten über die schulischen Belange informiert und an
Entscheidungsprozessen beteiligt. 2.9 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
unterstützen Schülerinnen und Schüler der Hauptschule gezielt
bei Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung. Sie stärken
und fördern die Schülerinnen und Schüler und tragen so dazu bei,
dass diese den Anforderungen und Erwartungen der Berufs- und Arbeitswelt
gewachsen sind. Sie bringen sich aktiv in die Zusammenarbeit mit
berufsbildenden Schulen und Betrieben sowie allen Einrichtungen ein, die am
Übergang in das Berufsleben beteiligt sind. 3. Stundentafel (siehe Anlage) 3.1 In der Stundentafel nicht mindestens
zweistündig ausgewiesene Fächer sind in der Regel epochal oder
halbjährlich zu unterrichten. Entsprechendes gilt für die in den
Fachbereichen ausgewiesenen Stunden sowie für den
fächerübergreifenden Unterricht. Dabei ist sicherzustellen, dass die
vorgesehenen Anteile jedes einzelnen Faches gewahrt bleiben. 3.2 Die Entscheidung darüber, welche
Wahlpflichtkurse und Arbeitsgemeinschaften eingerichtet werden, trifft die
Schule. Das Angebot soll sich an den Interessen und Neigungen der
Erziehungsberechtigten orientieren. Wahlpflichtkurse und Arbeitsgemeinschaften können
jahrgangs-, schul- und schulformübergreifend durchgeführt werden. Sie
können auch in flexiblen Zeiteinheiten (z.B. durch Blockung von Stunden)
durchgeführt werden, damit Unterricht an außerschulischen Lernorten
begünstigt wird. Die Schule kann im Rahmen der Pflichtstundenzahl ab dem
6. Schuljahrgang in einzelnen oder allen Schuljahrgängen einen
eingeräumt oder ein auf vier Stunden erweitertes Wahlpflichtangebot
ermöglicht. Die dritte Sportstunde wird im Rahmen der
Arbeitsgemeinschaften bereitgestellt. 3.3 Schülerinnen und Schüler können im 6.
Schuljahrgang am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilnehmen, wenn ihre
Leistungen einen erfolgreichen Wechsel in das Gymnasium nach dem 6.
Schuljahrgang erwarten lassen. Ihnen ist die Teilnahme am Unterricht in der
zweiten Fremdsprache an einer benachbarten Realschule oder am Realschulzweig
einer zusammengefassten Haupt- und Realschule zu ermöglichen. 3.4 Die Teilnahmeverpflichtung am Religionsunterricht
oder am Unterricht Werte und Normen ergibt sich aus den §§ 124 und
128 NSchG. Einzelheiten regelt der Bezugserlass zu h). 3.5 Unterricht nach dem Curriculum "Mobilität" ist
Bestandteil des Pflichtunterrichts. 3.6 Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer soll
mindestens acht Stunden in ihrer oder seiner Klasse unterrichten.
Erzieherische Aufgaben, die Förderung der Klassengemeinschaft und die
gemeinsame Besprechung des Unterrichts sind Aufgaben aller in einer Klasse
unterrichtenden Lehrkräfte, wobei die Klassenlehrerin oder der
Klassenlehrer eine koordinierende Funktion übernimmt. Klassenlehrerinnen oder Klassenlehrer und
Fachlehrerinnen oder Fachlehrer sollen in der Regel ihre Klassen mindestens in
zwei aufeinander folgenden Schuljahren unterrichten. Der Unterricht in einer Klasse ist von wenigen
Lehrkräften zu erteilen; die Fächer eines Fachbereichs sollen
möglichst von einer Lehrkraft erteilt werden, um epochalen Unterricht zu
erleichtern. 3.7 Zu Beginn des 5. Schuljahrgangs können freie
Unterrichts- und Arbeitsformen im Vordergrund stehen. Die Einhaltung der
Stundenanteile der Fächer und Fachbereiche ist in dieser Zeit nachrangig.
Damit sollen der Übergang aus der Grundschule in die Hauptschule und die
Bildung einer Klassengemeinschaft erleichtert werden. Darüber hinaus
sollen Maßnahmen zur Stärkung der Persönlichkeit der
Schülerinnen und Schüler sowie die Feststellung der Lernstände
zur Erarbeitung einer Förderplanung erfolgen, um frühzeitig eine
zielgerichtete Förderung einleiten zu können. 3.8 In der Verfügungsstunde des 5. Schuljahrgangs
nimmt die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer erzieherische sowie
organisatorische Aufgaben wahr. In den Schuljahrgängen 6 bis 10 kann eine
können nicht beansprucht werden. 3.9 Zur Durchführung von besonderen
Unterrichtsangeboten nach Nr. 5.4.3 können im Pflichtbereich zeitlich
begrenzt klassenübergreifende Lerngruppen gebildet werden. In den
Schuljahrgängen 7 - 9 / 10 kann die Bildung von klassenübergreifenden
Lerngruppen zur Durchführung von Maßnahmen zur Berufsorientierung
und Berufsbildung vorgenommen werden. 3.10 Zur Förderung der Schülerinnen und
Schuljahrgängen 5 bis 9/10 einzuhalten. Die Schülerpflichtstundenzahl
unterschritten werden. 3.11 Bei der Durchführung berufsorientierender und
insbesondere berufsbildender Maßnahmen ist im erforderlichen Umfang
Unterricht in einzelnen Fächern und Fachbereichen zu kürzen. Die
Fächer Deutsch und Mathematik können in den Schuljahrgängen 9
und 10 um jeweils eine Stunde gekürzt werden, wenn sich Fachinhalte dieser
beiden Fächer in den jeweiligen berufsorientierenden und berufsbildenden
Maßnahmen angemessen abbilden. Wöchentliche Praxistage sind so zu organisieren,
dass die Erteilung des Religionsunterrichts sichergestellt ist. Der Beschluss der Kultusministerkonferenz
Vereinbarung über die Schularten und Bildungsgänge im
Sekundarbereich I vom 03.12.1993 i.d.F. vom 02.06.2006 zum Erwerb der
Schulabschlüsse des Sekundarbereichs I ist unter Einbeziehung der mit der
berufsbildenden Schule abgestimmten Arbeitspläne zu beachten. 4. Organisation von
Lernprozessen und Maßnahmen der Berufsorientierung und Berufsbildung 4.1 Lernprozesse sind so zu gestalten, dass die unter
Nr. 2 genannten Aufgaben erfüllt und die vorgegebenen Ziele erreicht
werden. In diese Verpflichtung sind alle Fächer und Unterrichtsangebote
einbezogen. 4.2 Die unterschiedliche Lernausgangslage, die Breite
der individuellen Begabungen und Neigungen sowie die unterschiedlichen
Lernsituationen und das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler
erfordern angemessene Lehr- und Lernverfahren. Die Lernprozesse müssen sicherstellen, dass
geschlechtsspezifische Rollenzuweisungen und strukturelle Benachteiligungen
vermieden werden. Dabei sind unterschiedliche Formen gleichberechtigten
Zusammenlebens von Mädchen und Jungen zu fördern. 4.3 Der Unterricht ist so zu planen und zu gestalten,
dass selbstständiges und kooperatives Lernen sowie handlungsorientiertes
und problembezogenes Arbeiten der Schülerinnen und Schüler angeregt
und unterstützt werden. Daher kommt der Auswahl geeigneter Sozialformen
und offener Unterrichtsverfahren sowie unterschiedlicher Unterrichtszeitmodelle
große Bedeutung zu. 4.4 In den
Schuljahrgängen 5 bis 10 sollen die Schülerinnen und Schüler
insbesondere in den folgenden Bereichen fachübergreifende methodische
- Textverarbeitung und Tabellenkalkulation; - mündlich strukturierter Vortrag; - mediengestützte Präsentationsverfahren. Hierzu entwickelt die Schule ein
Methodenkonzept und bestimmt je Schuljahrgang ein Fach, in dem die
entsprechende Methode eingeübt wird. 4.5 Intensive Übungs-, Wiederholungs-, Anwendungs-
und Übertragungsphasen sowie die Einübung altersgemäßer
Formen selbstständiger Ergebnissicherung ermöglichen die Integration
des Neugelernten und befähigen die Schülerinnen und Schüler,
anzuwenden. Die in den Kulturtechniken erworbenen Kompetenzen werden
durch regelmäßige Übung und Anwendung gesichert und
kontinuierlich weiterentwickelt. Hausaufgaben dienen u.a. der Übung, Wiederholung
und Ergebnissicherung. Die Lehrkräfte würdigen durch
Weitere Einzelheiten regelt der Bezugserlass zu i). 4.6 Schülerinnen und Schüler sollen in
zunehmendem Maße an der Unterrichtsplanung und gestaltung Anteil
haben. Zu Beginn einer Unterrichtseinheit sind diese mit den Schülerinnen
und Schülern zu erörtern. In den Unterricht oder in projektbezogene
Arbeit sollen Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern eingebracht
und auch zunehmend selbstständig bearbeitet werden. 4.7 Es ist sicherzustellen, dass die verbindlich
erwarteten Kompetenzen, die sich auf Inhalte, Ziele und die Organisation von
Lernprozessen beziehen, erworben werden und somit zwischen den Klassen eines
Schuljahrgangs ein annähernd gleicher Leistungsstand gewährleistet
ist. Hierzu ist eine enge
Zusammenarbeit der Lehrkräfte insbesondere im Rahmen von
Klassenkonferenzen, Fachkonferenzen und Fachbereichskonferenzen erforderlich.
Diese dienen u. a. der - Planung von Unterricht, - Abstimmung didaktischer und methodischer Grundsätze, - Abstimmung von Fördermaßnahmen und Maßnahmen zur
inneren Differenzierung, - Absprachen zur Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung, - Koordinierung der Hausaufgaben, - Hilfestellung bei fachfremd erteiltem Unterricht. 4.8 Die Konferenzen erstellen auf der Grundlage der
Vorgaben schuleigene Arbeitspläne. In ihnen sind die für jede
Lehrkraft verbindlichen Inhalte und Kompetenzen, deren Erwerb im Unterricht
angelegt werden soll, aufzunehmen. Dabei sind fachbereichsbezogene und
fachbereichsübergreifende Inhalte angemessen zu berücksichtigen.
Hinweise auf Arbeitsformen und Medien, computergestütztes Lernen,
außerschulische Lernorte und zur Leistungsbewertung sollen einbezogen
werden. Die Erstellung, regelmäßige
Überarbeitung und ständige Weiterentwicklung der Arbeitspläne
erfolgt in Abstimmung mit den Grundschulen sowie bei schul- oder
schulformübergreifenden Angeboten mit den anderen Schulen. 4.9 Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte darf sich
nicht auf Absprachen über den Unterricht beschränken. Sie soll auch
die Betreuung der einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der
Grundlage einer gezielten Förderplanung und die Gestaltung des Schullebens
insgesamt einbeziehen. Gegenseitige Unterrichtsbesuche der Lehrkräfte und
Konsensbildung zu fördern. 4.10 In jedem Schuljahr soll Projektunterricht
durchgeführt werden, der klassenbezogen, jahrgangsbezogen,
jahrgangsübergreifend sowie schul- oder schulformübergreifend
organisiert werden kann. Für den Projektunterricht können insgesamt
bis zu fünf Unterrichtstage berücksichtigt werden. Die Erziehungsberechtigten sind über die mit dem
Projektunterricht verbundenen pädagogischen und organisatorischen Fragen
zu informieren und bei der Planung und Vorbereitung sowie nach Möglichkeit
an der Durchführung zu beteiligen. 4.11 Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und
beruflichen Bildung sind Praxistage, zu denen u.a.
Schülerbetriebspraktika, Erkundungen, Unterricht in Kooperation mit den
berufsbildenden Schulen, berufspraktische Projekte, praxisorientierte
Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts und andere Lernangebote gehören,
die der Sicherung der Ausbildungsfähigkeit und Berufswahlkompetenz in
einem umfassenden Sinne dienen. Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und
Arbeitsagenturen, einer berufsbildenden Schule, den Kammern, Betrieben oder
anderen Einrichtungen sind Teil des fächerübergreifenden schulischen
Konzepts zur Berufsorientierung und Berufsbildung. Insbesondere im Ganztagsunterricht können
Hauptschulen vielfältige Angebote zur Durchführung
berufsorientierender und berufsbildender Maßnahmen unterbreiten. 4.11.1 Für Hauptschülerinnen und
schüler werden berufsorientierende und berufsbildende
Maßnahmen in der Hauptschule an mindestens insgesamt 80, in
zusammengefassten Haupt- und Realschulen nach Nr. 1.5.1 und 1.5.3 an mindestens
insgesamt 60 Schultagen durchgeführt. Die Schwerpunktsetzung erfolgt in
den 9. und 10. Schuljahrgängen. Die Gesamtzahl der Praxistage
gemäß Konzept liegt in der Entscheidung der Schule. Dabei sind die
Vorgaben der KMK (s. Nr. 3.11) zur Erteilung des fachbezogenen Unterrichts zum
Erwerb des Hauptschulabschlusses und der Sekundarabschlüsse I zu beachten.
Praxistage können insbesondere in berufsbildenden Schulen, in Betrieben,
in anderen geeigneten Einrichtungen oder in der Schule durchgeführt
werden. 4.11.2 Die Vorbereitung auf die stärker
berufsorientierende und berufsbildende Beschulung in den Schuljahrgängen 9
und 10 auf der Grundlage des von der Schule zu erarbeitenden
fächerübergreifenden Konzepts erfolgt vorrangig ab dem 7.
Schuljahrgang. In dieses Konzept ist die Vorbereitung der Schülerinnen und
Schüler auf eine ihren Kompetenzen, Leistungen und Neigungen entsprechende
individuelle Schwerpunktbildung einbezogen. Die Vorbereitung kann u.a. im
Fachunterricht, Wahlpflichtunterricht, in Projekten, durch Erkundungen oder die
Zusammenarbeit mit berufsbildenden Schulen oder mit der Arbeitsverwaltung
erfolgen. 4.11.3 Jede Schülerin und jeder Schüler
führt einen Nachweis, in dem die Teilnahme an berufsorientierenden bzw.
berufsbildenden Maßnahmen dokumentiert wird. 4.11.4 Ab dem 9. Schuljahrgang kann in der
Zusammenarbeit zwischen Hauptschule und berufsbildender Schule insbesondere die
inhaltliche Verzahnung der Fächer Deutsch, Mathematik und des Fachbereichs
Naturwissenschaften mit den berufsbezogenen Rahmenlehrplänen der
berufsbildenden Schulen umgesetzt werden. Dabei müssen die Anforderungen
sowohl des jeweiligen Curriculums der Hauptschule als auch die Vorgaben des
1.Ausbildungsjahres einer Berufsausbildung erfüllt werden. Die berufliche Qualifizierung in Kooperation mit der
berufsbildenden Schule umfasst 14 Wochenstunden an zwei Schultagen in den
Schuljahrgängen 9 und 10. Damit können die Schülerinnen und
Schüler eine berufliche Bildung erwerben, die den Inhalten des
1.Ausbildungsjahres eines Ausbildungsberufes entspricht. Die Vorgaben der KMK
(s. Nr. 3.11) für die Vergabe der Abschlüsse im Sekundarbereich I
sowie die Vorgaben der Abschlussverordnung sind einzuhalten. Einzelheiten
regelt die Bezugsverordnung zu d). In einem Zertifikat ist der Ausbildungsberuf
zu benennen, für den berufsbezogene Kompetenzen erworben wurden. Unterricht in Kooperation mit der berufsbildenden Schule
findet als Fachpraxisunterricht in der Regel in einer Gruppenstärke bis
zur Hälfte der Schülerhöchstzahl, im Fachtheorieunterricht
Fachrichtung wird ab dem 7. Schuljahrgang vorbereitet und berücksichtigt
möglich. 4.11.5 Die Zusammenarbeit zwischen Hauptschule und
berufsbildender Schule erfolgt auf der Grundlage des § 25 NSchG.
Können durch die Zusammenarbeit sächliche Kosten im Sinne von §
113 Abs. 1 NSchG entstehen, so bedarf die Vereinbarung der Zustimmung der
Schulträger sowie der Träger der Schülerbeförderung der
beteiligten Schulen. 5. Individuelle
Förderung und Differenzierung 5.1 Aufgrund der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen
und des individuellen Lernverhaltens der Schülerinnen und Schüler
sind differenzierende Lernangebote und Lernanforderungen sowie eine
individuelle Förderplanung erforderlich. Förder- und
Differenzierungsmaßnahmen haben das Ziel, dass die Schülerinnen und
Schüler die in den Lehrplänen verbindlich vorgeschriebenen
Grundanforderungen oder Kompetenzen unter Berücksichtigung des
bei entsprechenden Leistungen einen Schulformwechsel zu ermöglichen. 5.2 Zur individuellen Förderung der
Schülerinnen und Schüler beschließt die Schule ein
Förderkonzept. Wesentliche Bestandteile des Förderkonzepts sind
Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung. Die von
der Grundschule dokumentierte individuelle Lernentwicklung wird in der
Hauptschule für die Schülerinnen und Schüler in den
Schuljahrgängen 5 bis 9 (10) fortgeschrieben. Die Dokumentation
enthält Aussagen - zur Lernausgangslage, - zu den im Planungszeitraum angestrebten Zielen, - zur Maßnahme, mit deren Hilfe das Ziel erreicht werden soll
durch die Lehrkraft und durch die Schülerin oder den Schüler. Die Klassenkonferenz
erörtert die individuelle Lernentwicklung und beschließt die sich
daraus ergebenden Arbeitsschritte. Die dokumentierte individuelle
Lernentwicklung ist mit Grundlage der Information und Beratung der
Erziehungsberechtigten über die schulische Entwicklung ihrer Kinder. 5.3 Innere Differenzierung ist wegen der
unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und des individuellen Lernverhaltens der
Schülerinnen und Schüler unerlässlich. Sie erfordert einen
angemessenen Einsatz verschiedener Lernformen und -methoden. 5.4 Durch äußere
Differenzierung werden die Schülerinnen und Schüler nach ihrer
individuellen Leistungsfähigkeit in klassen- oder
jahrgangsübergreifenden Lerngruppen gefördert. Formen der
äußeren Differenzierung sind - Fachleistungskurse, - Wahlpflichtkurse, - Arbeitsgemeinschaften sowie - Förderunterricht und besondere Förderprojekte. 5.4.1 Fachleistungskurse sind in den Fächern
Englisch und Mathematik mit zwei Kursstufen (A und B) vom 9. Schuljahrgang an
einzurichten. Die Anforderungen in den Fachleistungskursen B entsprechen den
Grundanforderungen. In den Fachleistungskursen A werden über die
Grundanforderungen hinaus gehende erhöhte Anforderungen gestellt. Auch in
Fachleistungskursen sind binnendifferenzierende Maßnahmen notwendig. Kurszuweisungen und -umstufungen sind pädagogische
Maßnahmen. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz auf Vorschlag der
Fachlehrerin oder des Fachlehrers. Hierbei ist über die Noten der
zu berücksichtigen. Die Erziehungsberechtigten sowie die Schülerinnen
und Schüler sind über beabsichtigte Kurszuweisungen und -umstufungen
vor den entsprechenden Klassenkonferenzen zu unterrichten. Zur Vermeidung
jahrgangsübergreifender Kursbildung kann gemeinsamer Unterricht in den
Fachleistungskursen eingerichtet werden. 5.4.2 Neben dem Pflichtunterricht werden
Wahlpflichtkurse angeboten. Dadurch wird den Schülerinnen und
Schülern die Bildung von Lernschwerpunkten ermöglicht. Die
zunächst für ein Schuljahr. Die Leistungen in den Wahlpflichtkursen
werden benotet und sind versetzungs- oder abschlusswirksam. 5.4.3 Die Förderung von Schülerinnen und
Schülern erfolgt auf der Grundlage der Förderplanung und der
dokumentierten individuellen Lernentwicklung. Die Schule kann entsprechend Nr. 3.9 klassen- und
jahrgangsübergreifende Lerngruppen zur Durchführung besonderer
Förderprojekte bilden. Diese sind zeitlich längstens auf die Dauer
eines Schulhalbjahres begrenzt. Gegenstand der besonderen Förderprojekte
sind Lernaufgaben mit Werkstattcharakter, die einen Bezug zu den
Unterrichtsfächern der Hauptschule aufweisen (z.B. Lese-, Schreibprojekte
zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten). Die Teilnahme an besonderen Förderprojekten
beschließt die Klassenkonferenz auf der Grundlage der Förderplanung.
Zielsetzung ist, die Schülerinnen und Schüler so zu fördern,
dass sie wieder erfolgreich im Fachunterricht mitarbeiten können. Die Klassenkonferenz legt auf Vorschlag der in den
Lerngruppen unterrichtenden Lehrkräfte fest, wie die erbrachten Leistungen
während dieser zeitlich befristeten Maßnahme benotet werden und
welche Form der Leistungsbewertung oder des Leistungsnachweises vorgenommen
wird. 5.4.4 Arbeitsgemeinschaften berücksichtigen die
Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler und geben
Anregungen für die Freizeitgestaltung. Unterrichtsangebote für Sport,
zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens, Chor, Musiziergruppen,
berücksichtigen. Arbeitsgemeinschaften können klassen-, jahrgangs-
und schul- oder schulformübergreifend gebildet werden. Sie werden in der
Regel für den Zeitraum eines Schulhalbjahres eingerichtet. Arbeitsgemeinschaften, die geeignet sind,
Benachteiligungen von Mädchen oder Jungen im Unterricht zu verringern,
können für einen begrenzten Zeitraum für Mädchen und Jungen
getrennt angeboten werden. Schülerinnen und Schüler, die sich für
eine Arbeitsgemeinschaft entschieden haben, sind zur regelmäßigen
Abschlüsse 6.1 Jede Schülerin und jeder Schüler hat einen
Anspruch auf Anerkennung des individuellen Lernfortschritts. Die Feststellung
und Bewertung der Lernergebnisse haben für sie die Funktion der
Bestätigung und Ermutigung, der Lernförderung,
die Terminregelungen gemäß Bezugserlass zu c). 6.2 Die Leistungsbewertung darf sich nicht in
punktueller Leistungsmessung erschöpfen, sondern muss den Ablauf eines
Lernprozesses einbeziehen. Bei allen Entscheidungen, die für den weiteren
Bildungsweg von Bedeutung sein können, müssen auch die verschiedenen
Bedingungen beachtet werden, von denen der Lernerfolg einer Schülerin oder
eines Schülers abhängt. 6.3 Um eine kontinuierliche Förderung der einzelnen
Schülerin oder des einzelnen Schülers zu gewährleisten, sind im
ersten Halbjahr des 5.Schuljahrgangs die in der Grundschule über die
in die Hauptschule. 6.4 Die Bewertung von Leistungen erfolgt aufgrund der
durch kontinuierliche Beobachtung der Lernprozesse. Andere fachspezifische Leistungen sind solche, die nicht
oder nicht vorrangig mündlich oder schriftlich erbracht werden. Dazu
zählen u.a. der Praktikumsbericht, die Erstellung eines Produkts oder
Planung, Aufbau und Durchführung von Versuchen in den
naturwissenschaftlichen Fächern. In allen Fächern haben
mündliche und andere fachspezifische Leistungen eine große
Bedeutung. Lernkontrollen informieren über den Lernstand und
Lernzuwachs der Schülerinnen und Schüler. Ihre Auswertung bildet in
Verbindung mit den Ergebnissen der Schülerbeobachtung eine Grundlage
für Maßnahmen der individuellen Förderung, für
Maßnahmen der Differenzierung und für Zeugnisse. Sie geben der
Lehrkraft Auskunft über den Erfolg ihres Unterrichts und damit zugleich
Hinweise für die weitere Gestaltung des Unterrichts. Die Benotung der Schülerleistungen in
Fachleistungskursen und Wahlpflichtkursen erfolgt kursbezogen. 6.5 In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
sind pro Schuljahr fünf bis sieben, im B-Kurs Englisch drei bis fünf
zu benotende schriftliche Lernkontrollen verpflichtend. In der Regel ist von
der mittleren Zahl auszugehen. Die schriftlichen Lernkontrollen sollen in der
Regel nicht länger als zwei Unterrichtsstunden, im Fach Deutsch in den
Schuljahrgängen 9 und 10 nicht länger als drei Unterrichtsstunden
dauern. In allen übrigen Fächern sind bis zu drei
schriftliche zu benotende Lernkontrollen im Schuljahr - bei epochalem
Unterricht bis zu zwei im Schulhalbjahr - zulässig; sie dauern in der
Regel nicht länger als 45 Minuten und beziehen sich auf eine für die
Schülerinnen und Schüler überschaubare Unterrichtseinheit. 6.6 An die Stelle einer der schriftlichen Lernkontrollen
kann nach Beschluss der Fachkonferenz eine andere Form von Lernkontrolle
zu präsentieren ist. Die Lernkontrolle kann sich auf Inhalte
berufsorientierender oder berufsbildender Maßnahmen oder auf Inhalte
einzelner Fächer beziehen. 6.7 In einem Schuljahrgang können fachbezogene
verbindliche schriftliche Lernkontrollen auf der Grundlage landesweit
einheitlicher Aufgabenstellungen und Bewertungsvorgaben geschrieben und
bewertet werden. Das Nähere regelt die oberste Schulbehörde. 6.8 Die Schülerinnen und Schüler können
in Ergänzung zum Zeugnis oder Abschlusszeugnis am Ende des 9. oder 10.
Schuljahrgangs Zertifikate erhalten, die die im Unterricht
erworbenen berufsbezogenen Kompetenzen hervorheben. Die an mindestens 40 Tagen
in den Schuljahrgängen 9 und 10 erworbenen berufsbezogenen Kompetenzen
sind zu zertifizieren. 6.9 Weitere Einzelheiten zu den schriftlichen
Lernkontrollen sowie zu den Zeugnissen sind durch die Bezugserlasse zu g) und
f) geregelt. 6.10 Für Versetzungen, Aufrücken,
Übergänge, Überweisungen und Abschlüsse gelten die
Bezugsverordnungen zu b) und d) sowie die Bezugserlasse zu c) und e). 7. Zusammenarbeit mit anderen
Schulen Eine enge Zusammenarbeit der Hauptschule mit den
Grundschulen und weiterführenden Schulen in ihrem Einzugsgebiet sind
Voraussetzung für einen kontinuierlichen Bildungsgang der
Schülerinnen und Schüler. 7.1 Zur Koordinierung des Übergangs von der
Grundschule in die Hauptschule findet eine regelmäßige
Zusammenarbeit zwischen Hauptschulen und Grundschulen statt. Zur Gestaltung
der Zusammenarbeit finden regelmäßig Schulleiterdienstbesprechungen
sowie Dienstbesprechungen der Fachlehrkräfte der 4. und
5.Schuljahrgänge insbesondere in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen
und Mathematik statt. Die Grundschulen informieren die Hauptschulen über
die am Ende des 4.Schuljahrgangs erreichten Lernstände. Zur
von den Hauptschulen am Ende des 6.Schuljahrgangs eine Rückmeldung an die
fördern. 7.2 Wegen des Wechsels von Schülerinnen und Schülern zwischen
Unterrichtsangebots kann es sich als notwendig erweisen, dass eine Hauptschule
sowie in den Fächern Religion, Werte und Normen sowie Sport erteilt
werden. Die Zensierung erfolgt jeweils schulformspezifisch. Grundlage für
gemeinsame Unterrichtsangebote ist § 25 NSchG. Die Teilnahme von
Schülerinnen und Schülern der Hauptschule am Unterricht einer
Realschule oder eines Realschulzweigs in den Fächern Englisch und
Mathematik ersetzt im 9. und 10. Schuljahrgang die Teilnahme am entsprechenden
A-Kurs des Hauptschulzweigs. Die Beurteilung der Leistungen erfolgt in diesem
Fall nach den Anforderungen der Realschule. Wenn Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an
sonderpädagogischer Unterstützung die Hauptschule zielgleich oder
zieldifferent besuchen, arbeitet die Hauptschule mit der Förderschule des
Hospitationen und gemeinsame Veranstaltungen gefördert werden. 8. Zusammenarbeit mit den
Erziehungsberechtigten 8.1 Das Erziehungsrecht der Eltern und die
Wechselwirkung von schulischen und außerschulischen Erziehungs- und
Lerneinflüssen erfordern eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit
zwischen Schule und Elternhaus. Die Lehrkräfte beziehen die
Erziehungsberechtigten ins besondere bei der Umsetzung des Erziehungsauftrags
und bei den Maßnahmen zur individuellen Förderung in ihre Arbeit
ein. Sie informieren die Erziehungsberechtigten über Inhalte, Planung und
Gestaltung des Unterrichts sowie über Kriterien der Leistungsbewertung.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus fördert die
gemeinsame Verantwortung für das Arbeits- und Sozialverhalten und für
die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler. 8.2 Die Erziehungsberechtigten müssen über die
Entwicklung ihres Kindes in der Schule, über das Lern- und Sozialverhalten
ebenso wie über Lernerfolge und Lernschwierigkeiten unterrichtet werden.
Andererseits benötigt auch die Schule Informationen der
Erziehungsberechtigten über ihre Kinder. Die Ergebnisse der gemeinsamen
Beratungen sollten in Form einer Erziehungsvereinbarung in die dokumentierte
individuelle Lernentwicklung aufgenommen werden. 8.3 Die Zusammenarbeit zwischen Schule und
Erziehungsberechtigten ist notwendig, um die Schülerinnen und Schüler
über ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu beraten. Die
Erziehungsberechtigten sind über die mit dem Schulabschluss ihres Kindes
verbundenen Berechtigungen zu unterrichten. Dabei sind sie insbesondere auf die
Möglichkeit hinzuweisen, dass alle allgemein bildenden
Schulabschlüsse auch in den berufsbildenden Schulen erworben werden
können. 8.4 Der gegenseitigen Information und Beratung dienen
Elternabende, Elternsprechtage, Sprechnachmittage, besondere
Informationsveranstaltungen zur Berufsorientierung und Berufsbildung sowie
informieren und zu beraten. 8.4.1 Informationsveranstaltungen finden zu Beginn des
5.Schuljahrgangs und im 8.Schuljahrgang statt. Im 5.Schuljahrgang dienen
Sie der Information über Aufgaben und Ziele der Hauptschule, über die
Organisation des Unterrichts, über Inhalte und Arbeitsweisen und über
ihr Erziehungskonzept. Gleichzeitig werden Hinweise über mögliche
Bildungswege im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulwesen und in der
beruflichen Ausbildung gegeben. Im 8.Schuljahrgang werden die Angebote
berufsorientierender Maßnahmen und beruflicher Bildung im 9. und 10.
Schuljahrgang sowie mögliche Bildungsgänge und Abschlüsse im
allgemein bildenden und berufsbildenden Schulwesen und in der beruflichen
Ausbildung dargestellt. An diesen Veranstaltungen nehmen Vertreter der
berufsbildenden Schulen und der Berufsberatung der Arbeitsagenturen teil; an
diesen Informationsveranstaltungen sollten auch die Schülerinnen und
Schüler teilnehmen. 8.4.2 Einzelberatungen erstrecken sich u.a. auf
Auskünfte über die Lernsituation einer Schülerin oder eines
Schülers, über Fragen der Schullaufbahn und die im Zusammenhang damit
zu planenden Fördermaßnahmen. Für die Einzelberatungen im Rahmen der
Förderplanung ist vor allem die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer
zuständig. Sie sind in der Regel zeitlich so anzusetzen, dass sie nicht in
die normale tägliche Arbeitszeit der Erziehungsberechtigten fallen. 8.5 Einzelheiten über die Elternvertretung ergeben
sich aus den Bestimmungen des NSchG in den §§ 88 - 100. 9. Mitwirkung der
Schülerinnen und Schüler in der Schule 9.1 Zu den Aufgaben und Zielen der Arbeit in der
Hauptschule gehört es, den Schülerinnen und Schülern die
Mitwirkung und die Mitgestaltung in der Schule zu ermöglichen. Die Schule muss deshalb
entsprechende Rahmenbedingungen für eine altersgemäß
angemessene Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an schulischen
Entscheidungsprozessen und Fragen schaffen. Zu diesen Rahmenbedingungen
gehören unter anderem: - die Sicherstellung der Wahl der Schülervertretung sowie der
Schülerschaft. 9.2 Ein regelmäßiger Informationsaustausch,
insbesondere vor grundsätzlichen Entscheidungen, die die Schule betreffen,
ist Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule
und Schülerschaft. Grundsätzlich bestehen ein Informationsrecht der
Lehrkräfte. 9.3 Die Durchführung von eigenen Veranstaltungen,
die die Schülervertretung organisiert, sowie Mitteilungen der
Schülervertretung stellen nach dem Bildungsauftrag des NSchG für die
Schülerinnen und Schüler einen Erfahrungsraum zur freien Gestaltung
dar. Derartige Aktivitäten sind von der Schule anzuregen, zu
unterstützen und zu fördern. 9.4 Das Flugblatt, die Schülerzeitung, die v on der
10. Schlussbestimmungen 10.1 Schulen können mit Genehmigung der obersten
Schulbehörde von den Regelungen dieses Erlasses abweichende Modelle
erproben. 10.2 Dieser Erlass tritt am 1.8.2010 in Kraft. Er gilt
erstmals für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die zum
1.8.2010 in den 5., 6., 7. und 8.Schuljahrgang eintreten. Der Bezugserlass zu
a) wird vorbehaltlich der in Satz 2 getroffenen Übergangsregelung
aufgehoben. Anlagezu Nr. 3 Stundentafel FachbereichFach Schuljahrgänge Gesamt- stunden 5 6 7 8 9 10 5-10 Fachbereich Sprachen Deutsch 5 5 5 5 5 5 30 1. Fremdsprache 4 4 4 4 4 4 24 2. Fremdsprache - - - - - - Fachbereich
Mathematik-Naturwissenschaften Mathematik 5 5 5 5 5 5 30 Physik 3 4 4 3 4 4 22 Chemie Biologie Informatik - + + + + + Fachbereich
Arbeit/Wirtschaft - Technik Wirtschaft - - 2 3 2 2 9 Technik + + + Hauswirtschaft Fachbereich musisch -
kulturelle Bildung Musik 4 3 1 1 1 1 11 Kunst Gestaltendes Werken + + + + Textiles Gestalten Religion / Werte und Normen 2 2 2 2 2 2 12 Sport 2 2 2 2 2 2 12 Verfügungsstunden 1 - - - - - 1 Pflichtunterricht 29 28 28 28 28 28 169 Wahlpflichtunterricht - 2 2 2 2 2 10 Pflichtstundenpro Schülerin

References: § 106
 § 106
 § 25
 § 106
 § 2
 § 2
 § 25
 §
113
 § 25