Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?nid=4&showdoccase=1&doc.id=jlr-WesterNatSchGebVHAV4P3&st=lr
Timestamp: 2020-07-08 04:17:07+00:00

Document:
Verordnung über das Naturschutzgebiet Westerweiden vom 25. April 1989
§ 1 - Naturschutzgebiet
§ 2 - Gebote
§ 3 - Verbote
§ 4 - Ordnungswidrigkeiten
§ 5 - Schlussbestimmung
Anlage - Anlage zur Verordnung über das Naturschutzgebiet Alte Süderelbe
Pflanzen oder einzelne Teile von ihnen abzuschneiden, abzupflücken, aus- oder abzureißen, auszugraben, zu entfernen oder sonst zu beschädigen,
wild lebenden Tieren nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Eier, Larven, Puppen oder sonstige Entwicklungsformen oder Nester wegzunehmen, zu zerstören oder zu beschädigen oder sie durch sonstige Handlungen zu stören,
die Jagd auszuüben,
Pflanzen, Tiere oder andere Organismen anzusiedeln oder auszusetzen,
das Gebiet außerhalb dafür bestimmter Wege zu betreten,
zu reiten,
das Gebiet mit Fahrzeugen jeglicher Art zu befahren,
zu angeln,
zu baden,
Hunde oder Katzen auf andere Weise als an kurzer Leine mitzuführen, baden oder im Gebiet laufen zu lassen,
Feuer zu machen oder brennende oder glimmende Gegenstände wegzuwerfen oder zurückzulassen,
zu zelten oder zu lagern,
Fahrzeuge abzustellen,
das Gebiet durch Abfälle, Abwässer oder auf sonstige Weise zu verunreinigen,
auf Grünland Pflanzenschutzmittel anzuwenden,
bauliche Anlagen jeder Art, Frei- und Rohrleitungen sowie Wege oder Treppen zu errichten, anzulegen oder zu verändern,
Einfriedungen, Brücken oder Stege zu errichten, anzulegen oder zu verändern,
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen,
Aufschüttungen oder Bohrungen vorzunehmen, die Bodengestalt, die Gestalt der Gewässer und ihrer Ufer durch Grabungen, den Abbau oder das Einbringen von Bodenbestandteilen oder auf sonstige Weise zu verändern,
die Kulturart zu verändern,
den Wasserhaushalt zu verändern,
mit Ballonen oder sonstigen Luftfahrzeugen zu starten oder zu landen, Feuerwerkskörper, Drachen, Drohnen oder Flugmodelle jeglicher Art fliegen oder Schiffsmodelle auf den Gewässern fahren zu lassen.
(2) Von den Verboten des Absatzes 1 gelten nicht:
die Nummern 1, 2, 5, 7, 13, 17, 18 und, soweit gentechnisch nicht veränderte Organismen angesiedelt oder ausgesetzt werden, die Nummer 4 für die landwirtschaftliche Bodennutzung sowie die Nummer 10 für das Freilaufenlassen von Hunden bei der Bullenhaltung und die Nummer 21 für die obstbauliche Nutzung, soweit jeweils hierdurch keine Veränderungen oder Störungen ausgelöst werden, die den Schutzzweck nach § 1 Absatz 2 erheblich beeinträchtigen könnten,
die Nummern 1, 2, 4, 5, 7 und 13 bis 22 für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch die zuständige oder im Einvernehmen mit der zuständigen Behörde,
die Nummern 1, 2, 5, 7, 13 und 19 für Maßnahmen im Rahmen der Gewässerunterhaltung, soweit hierdurch keine Veränderungen oder Störungen ausgelöst werden, die den Schutzzweck nach § 1 Absatz 2 erheblich beeinträchtigen könnten,
die Nummern 2, 5, 7 und 18 für Maßnahmen zur Bekämpfung des Bisam und der Wanderratte,
die Nummer 3 für die Einzeljagd auf Haarwild und Fasan in der Zeit vom 16. Juli bis 14. März eines jeden Jahres,
die Nummer 14, soweit es sich um abfließendes Niederschlagswasser von bebauten oder befestigten Flächen handelt,
die Nummer 18 für Bild- oder Schrifttafeln, die auf den Schutz des Naturschutzgebietes hinweisen oder als Ortshinweise dienen,
die Nummern 1, 2, 4, 5, 7, 13 und 18 für die mechanische oder biologische Schädlingsbekämpfung mit einheimischen Nematoden durch die für die Gesundheit der Bevölkerung zuständige Behörde oder für den Pflanzenschutz zuständige Behörde im Einvernehmen mit der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde, soweit ein Auftreten des Eichenprozessionsspinners zu einer gesundheitlichen Gefährdung der Bevölkerung führen könnte und soweit hierdurch keine Veränderungen oder Störungen ausgelöst werden, die den Schutzzweck nach § 1 Absatz 2 erheblich beeinträchtigen könnten.
(3) Von den Verboten des Absatzes 1 Nummer 15 erteilt die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Form einer Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung, wenn Kreuzkraut-Arten der Gattung Senecio oder andere die Grünlandbewirtschaftung gefährdende Arten auf landwirtschaftlich genutztem Grünland vorkommen und eine manuelle oder mechanische Entfernung nicht zumutbar oder nicht praktikabel ist.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5
 § 1
 § 1
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