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Timestamp: 2020-01-18 22:21:47+00:00

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DETA MED Wissenswertes - DETA MED
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1995 ist in Deutschland die Pflegeversicherung in Kraft getreten.
Ambulante Hauskrankenpflege §36 (Körperpflege, Einkäufe, Hauswirtschaftliche Versorgung, Begleitung zum Arzt, Wäschepflege, Essen vorbereiten, Sozialberatung, Psychosoziale Betreuung)
Tagespflege § 41
Pflegeheim § 43
Betreuung der Demenz-Patienten § 45b
Als „pflegebedürftig“ gelten Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder höherem Maße Hilfe benötigen. Das elfte Buch des Sozialgesetzbuches erfasst damit unabhängig vom Lebensalter Personen, die wegen einer solchen Krankheit oder Behinderung auf Dauer – voraussichtlich für mindestens sechs Monate – in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen im Bereich
der Mobilität und
Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und einem neuen Begutachtungsverfahren (NBA)sollen alle wesentlichen Aspekte der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden: Neben körperlichen Einschränkungen werden jetzt auch solche Einschränkungen einbezogen, die bei Demenzkranken häufig vorkommen.
Antrag auf Pflege SGB XI
1. Die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).
2. Die Gutachter des MDK sind Pflegefachkräfte oder Ärzte mit Pflegeerfahrung.
3. Der Patient kann sich aussuchen, ob er Geldleistungen, Sachleistungen oder die Kombinationspflege beanspruchen möchte.
4. Den Antrag auf Pflegeleistungen wird formlos oder telefonisch bei der Pflegekasse gestellt.
5. Die Pflegekasse schickt zwei Antragsformulare: Das eine ist für Pflegeleistungen, und das andere ist für die Rentenbeitragszahlung der Pflegeperson.
6. Die Leistungen werden bei Bewilligung grundsätzlich ab dem Tag des Antrags gewährt und rückwirkend gezahlt.
7. Ein MDK-Termin für die Begutachtung wird schriftlich mitgeteilt.
1. Personen, die keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben, beantragen „Hilfe zur Pflege“ bei dem Bezirksamt (Sozialamt), in dessen Bereich sie wohnen, um die Kostenübernahme für die notwendige Pflege zu übernehmen.
3. Personen, bei denen das „Pflegegeld“ für die Pflege nicht ausreicht und die selbst nicht in der Lage sind, die Kosten teilweise oder vollständig zu übernehmen, können Antrag auf „Hilfe zur Pflege“ beim Bezirksamt (Sozialamt) stellen, damit die restlichen Kosten der Pflege durch das Bezirksamt übernommen wird
4. Der Sozialhilfeantrag „Hilfe zur Pflege“ wird beim zuständigen Bezirksamt (Sozialamt) gestellt.
Vorteile der ambulanten Versorgung SGB V, SGB XI, SGB XI
Sie bleiben in ihrem gewohnten Umfeld/Haushalt.
Sie erhalten Einzelversorgung wie ein Privat- patient.
Der Familienzusammenhalt wird gefördert.
besserer Heilungsprozess
Die Lebensqualität wird verbessert.
Pflegende Angehörige werden entlastet und lernen dazu.
Von Beginn bis Ende der Erkrankung ist die Versorgung gesichert.
36 SGB XI – Sachleistungen Sachleistungen an Pflegeeirichtungen
Stufe 0 = 231,00€
Stufe 1 = 468,00€ mit Demenz 689,00€
Stufe 2 = 1.144,00€ mit Demenz 1.298,00€
Stufe 3 = 1.612,00€
Stufe 3+ Härtefall 1.995,00€
Zusätzlich zu § 36 SGB XI werden die Kosten für die
Tagespflege in gleicher Höhe übernommen
37 SGB XI – Pflegegeld Geldleistung
Stufe 0 = 123,00€
Stufe 1 = 244,00€
Stufe 1 = mit Demenz = 316,00€
Stufe 2 = 458,00€
Stufe 2 = mit Demenz = 545,00€
Stufe 3 = 728,00€
Stufe 4 = 728,00€
Ab 2015 kann die Tagespflege ohne Anrechnung auf
das Pflegegeld in Höhe der Pflegestufe bezogen
Pflegestufe 0 SGBXI
Nach dem Gutachten vom MDK wird ein Hilfebedarf
unterhalb der Pflegstufe 1 festgestellt
Sie benötigen mehrfach in der Woche Hilfe bei der
Körperpflege, Ernährung oder Mobilisierung. Der
überwiegende Teil der Hilfe betrifft die
Wenn die Kosten nicht gedeckt werden und die
hilfebedürftige Person selbst finanziell nicht in der
Lage ist, die Pflege ganz oder teilweise zu zahlen, kann
man beim Bezirksamt Antrag auf „Hilfe zu Pflege“
Ab 2015 erhalten Personen auch ohne Demenzkranke
eine Pflegestufe 0. Pflegegeld 123,00€
Sachleistung 231,00€
Pflegestufe 1 SGBXI und SGBXII
Mindestens 1-mal täglich ist Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität erforderlich
Mehrfach in der Woche ist Hilfe in der Hauswirtschaft erforderlich
Gesamtbedarf: mindestens 90 min pro Tag, davon mindestens 45 min für die Körperpflege und 45 min für den Haushalt Geldleistung in Höhe von 244,00C EUR/ Sachleistung in Höhe von 468,00C monatlich
NEU: Demenzpatienten profitieren durch höhere Leistungen:
Geldleistung in Höhe von 316,00€ Sachleistung in Höhe von 689,00€ wenn § 45b vorliegt!
Pflegestufe 2 SGBXI und SGBXII
Mindestens 3-mal täglich zu verschiedenen Tageszeiten ist Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität erforderlich
mehrfach in der Woche ist Hilfe in Hauswirtschaft erforderlich
Gesamtbedarf: mindestens 180 min pro Tag, davon mindestens 120 min für die Körperpflege und 60 min für den Haushalt
Geldleistung in Höhe von 458,00€ Sachleistung in Höhe von 1144,00€ monatlich
NEU: Demenzpatienten profitieren durch höhere Leistungen
Geldleistung in Höhe von 545,00€ Sachleistung in Höhe von 1298,00€ monatlich, wenn § 45b vorliegt
Pflegestufe 3SGBXI und SGBXII
Hilfebedarf besteht rund um die Uhr, auch nachts, in
den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität
mehrfach in der Woche ist Hilfe in der Hauswirtschaft
Gesamtbedarf: mindestens 300 min
pro Tag, davon mindestens 240 min für die Körperpfleg und 60 min für den HaushaltBei Pflegestufe 3 muss der nächtliche Hilfebedarf von 22:00 bis 06:00 Uhr regelmäßig vorliegen
Geldleistung in Höhe von 728,00€ Sachleistung in Höhe von 1612,00€ monatlich
Pflegestufe 4 (Härtefall) SGBXI und SGBXII
Die Härtefallreglung bekommen Personen, die schon
die Pflegestufe 3 haben.
Der Pflegebedürftige braucht mindestens täglich 360
min Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität, davon mindestens 3-mal in der Nacht.
Die Pflege muss von zwei Personen zeitgleich erbracht
Geldleistung 728,00€ Sachleistung in Höhe von 1995,00€ monatlich.
Beratungseinsatz nach § 37.3 SGB XI bei Pflegegeldbezug SGB XI
Pflegebedürftige die das Pflegegeld beziehen:
bei Pflegestufe I und II muss alle 6 Monate und bei
Pflegestufe III alle 3 Monate ein Beratungseinsatz
Sinn und Grund des Beratungseinsatz:
Es werden Pflegeprobleme angesprochen, der Einsatz
von Hilfsmitteln oder Umbaumaßnahmen zur
Erleichterung der Pflege beraten, Pflegetechniken
gezeigt oder auch weiterführende Dienste, wie
Tagespflege, Begleitdienste usw., empfohlen.
Es wird überprüft, ob die Pflege im ausreichenden
Maße sicher gestellt ist und keine Überforderung der
Pflegepersonen vorliegt.
Wenn der Beratungseinsatz §37,3 nicht in Anspruch
genommen wird, kann das Pflegegeld gekürzt oder
auch gestrichen werden.
39 SGB XI – Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
Kostenerstattung an Pflegeeinrichtungen und Privatpersonen
36 Häusliche Krankenpflege
37 Pflegeperson
39 Pflegeperson der nicht Verwand und Verschwägert ist (2 Grad)
41 Tagespflege
42 Kurzzeitpflege Pflegestufe 0-4 haben Anspruch auf Verhinderungspflege und können alle Leistungen
miteinander kombinieren, bis zu 3.224,00e im Jahr.
Wer nur § 39 in Anspruch nimmt, kann bis zu
418,00€ erstattet bekommen. Das Pflegegeld wird 50% weiterbezahlt
Voraussetzung für die Zahlung
Person, die sich seit mindestens sechs Monaten in der häuslichen Pflege befindet
bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr, kann bis zu 1.612.00C bezahlt werden
Wird die Kurzzeitpflege nicht vollständig genutzt, so kann der Rest, maximal 806 Euro, ebenso für die
Verhinderungspflege genutzt werden.
Das heißt: bis zu 2.418,00€ jährlich für die Ersatz- Pflegeperson
40 Abs. 2 SGB XI – für die Pflege- Hygieneartikel
Alle Personen mit einer Pflegestufe haben monatlich einen Anspruch auf Hilfsmittel bis zu 40,00€
Einmalhandschuhe Waschbare Bettunterlage
Inkontinenzmaterial: Vorlagen, Windelhosen
Schutzbekleidung: Fingerlinge, Mundschutz, Schutzschürzen
Sonstiges: Hände- und Flächendesinfektionsmittel
40 Abs.2 SGB XI Technische Pflegehilfsmittel auf Rezept
Rollator, Krücken
Bettpfannen, Urinflaschen Urinflaschenhalter
Kopfwaschsysteme, Ganzkörper- waschsysteme
Duschwagen, Toilettenstuhl, mit oder ohne Rollen
BadenwannenlifterPflegebetten
Treppen Lifter,Bettnachttisch verstellbarer
Mehrfunktionsliegestühle, manuell verstellbar
40 Abs. 4 SGB XI Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
Technische Pflegehilfsmittel werden leihweise den Pflegebedürftigen überlassen, nach Pflegeende werden sie der Pflegeversicherung zurück gegeben.
Der Zuschuss zu Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes wird auf 4.000,00€ erhöht.
Leben mehrere Pflegebedürftige in der Wohnung, so ist der Gesamtzuschuss auf 16.000 EUR begrenzt.
41 SGB XI – Tages- und Nachtpflege
Stufe 0 (neu) = 231,00 €
Stufe 1 = 468,00€
mit Demenz 689,00€
Stufe2 = 1.144,00
mit Demenz 1.298,00
Damit gibt es ab 2015 zwischen der Sachleistung nach § 36 SGB XI (Hauskrankenpflege} und der Tagespflege nach § 41 SGB XI keinen Unterschied mehr bezüglich der Leistungshöhe. Somit können die Pflegebedürftigen beide Leistungen gleichzeitig in Anspruch nehmen.
42 SGB XI – Kurzzeitpflege
Jährlich steht den Pflegebedürftigen 4 Wochen Kurzzeitpflege zu.
Es kann unter Anrechnung auf die Verhinderungspflege zustehenden Leistungsbetrag um bis zu 1.612 EUR auf dann 3.224 verdoppelt werden, soweit Verhinderungspflege noch nicht in Anspruch genommen wurde.
Die zeitliche Beschränkung erv/eitert sich in diesem Falle ebenfalls um das Doppelte auf 8 Wochen pro Kalenderjahr.
Wenn Kurzzeitpflege in einem Kalenderjahr nicht in Anspruch genommen wird, kann dafür bis zu 806,00C Verhinderungspflege beantragt werden.
43 SGB XI – Vollstationäre Pflege
Ein Anspruch auf Pflege in vollstationären Einrichtungen besteht, wenn häusliche Pflege oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist.
Die Pflegekosten des Heimaufenthalts wird nur teilweise von der Pflegeversicherung übernommen.
Die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung müssen von den Pflegebedürftigen vollständig selbst getragen werden. Die müssen ihr eigenes Einkommen und Vermögen einsetzen. Ergänzend können Leistungen der Sozialhilfe in Anspruch genommen werden.
Die Investitionskosten, die nicht vollständig durch öffentliche Förderung gedeckt werden, müssen von den Pflegebedürftigen abgedeckt werden.
Zahlung der Pflegeversicherung
45 SGB XI Voraussetzung Eingeschränkte Alltagskompetenz
Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder gefährdenden Substanzen
Tätlich oder verbal aggressives Verhalten und Verkennen der Situation
Störungen der höheren Hirnfunktionen, Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen
Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen
labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit auf
Zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI SGBXI
Die Voraussetzungen des §45a zu erfüllen, bedarf ein höheren Betreuungsbedarfs zusätzliche um Betreuungsleistungen in des § 45b Anspruch zu Die Höhe des jeweiligen Anspruchs wird von MDK im Einzelfall festgelegt und dem Versicherten mitgeteilt.
Grundbetrag monatlich bis zu 104,- Cerhöhter Betrag monatlich bis zu 204,- €
01.01.2015 können alle pflegebedürftigen Personen die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Kosten hierfür werden bis zu einem Betrag in Höhe von 104 EUR monatlich ersetzt.

References: §36
 § 41
 § 43
 § 45
 § 36
 § 45
 § 45
 § 37
 §37
 § 39
 § 36
 § 41
 § 45
 §45
 § 45