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Timestamp: 2016-10-27 12:53:28+00:00

Document:
U 579/06 (14.11.2007)
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard, Werdstrasse 36, 8004 Z�rich,
�Z�rich� Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz, 8085 Z�rich, Beschwerdegegnerin,
Die 1955 geborene S.________ war ab Juni 2002 als Raumpflegerin in der Firma X.________ AG t�tig und dadurch bei der �Z�rich� Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: �Z�rich�) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Am 28. November 2002 wurde sie als Fussg�ngerin von einem Personenwagen, der r�ckw�rts aus einer Garage fuhr, angefahren. Im gleichentags zur ambulanten Behandlung der erlittenen Verletzungen aufgesuchten Spital Y.________ wurden Kontusionen an beiden Knien ohne oss�re L�sionen diagnostiziert und elastische Binden sowie Schmerzmittel verordnet. Bei einer am 10. Januar 2003 durchgef�hrten MRI-Untersuchung wurden �berdies linksseitig eine nicht dislozierte Fraktur des Fibulak�pfchens und ein Zustand nach Zerrung des medialen Seitenbandes festgestellt. Es entwickelte sich zudem eine ausgepr�gte psychische Problematik. Nachdem anf�nglich die Zust�ndigkeit eines anderen UVG-Versicherers zur Diskussion gestanden hatte, anerkannte die �Z�rich� ihre Leistungspflicht f�r die Unfallfolgen. Sie �bernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Mit Verf�gung vom 5. Juli 2004 er�ffnete sie der Versicherten die Einstellung der Leistungen auf Ende Dezember 2003. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die noch geklagten Beschwerden seien nicht ad�quat unfallkausal. Daran hielt die �Z�rich� auf Einsprache der Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 9. Juni 2005).
S.________ erhob hiegegen Beschwerde. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich zog die Akten der Invalidenversicherung, bei der sich S.________ im Dezember 2003 zum Leistungsbezug angemeldet hatte, bei. Mit Entscheid vom 28. Oktober 2006 hiess es die Beschwerde in dem Sinne teilweise gut, dass es die Leistungspflicht der �Z�rich� �f�r die Auswirkungen des auch nach Ende Dezember 2003 noch vorhandenen Restbefundes in den beiden Knien� bejahte und die Sache an den Unfallversicherer zur�ckwies, damit dieser die geschuldeten Leistungen festlege. Im �brigen wurde die Beschwerde abgewiesen. Es betrifft dies die Frage einer Leistungsberechtigung aufgrund der psychischen Problematik und des zudem bestehenden R�ckenleidens.
S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid, soweit auf Verneinung eines Leistungsanspruchs f�r die bestehende psychische Problematik lautend, aufzuheben und die �Z�rich� zu verpflichten, hief�r Leistungen auszurichten.
Die �Z�rich� schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Der Krankenversicherer von S.________ und das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet je auf eine Vernehmlassung.
Die R�ckweisung der Sache an den Unfallversicherer im Zusammenhang mit den Kniebeschwerden sowie die Verneinung eines Leistungsanspruchs aufgrund der R�ckenprobleme sind letztinstanzlich nicht umstritten und geben aufgrund der Akten zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Streitig und zu pr�fen ist die Frage der Leistungspflicht der �Z�rich� aus dem Unfall vom 28. November 2002 f�r die bestehende psychisch bedingte Beeintr�chtigung.
Das kantonale Gericht hat die hief�r massgeblichen Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies namentlich den f�r einen Leistungsanspruch aus der obligatorischen Unfallversicherung vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen; zum Gen�gen einer Teilurs�chlichkeit: BGE 123 V 43 E. 2b S. 45 mit Hinweis, 121 V 326 E. 2 S. 329 mit Hinweisen) sowie den dar�ber hinaus erforderlichen ad�quaten Kausalzusammenhang im Allgemeinen (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) und bei einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, wie sie hier zur Diskussion steht, im Besonderen (BGE 115 V 133).
3.1 Es steht unbestritten fest, dass die psychische Problematik nat�rlich (teil-)kausal auf den Unfall vom 28. November 2002 zur�ckzuf�hren ist. Das kantonale Gericht hat sodann im Rahmen der Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs erwogen, dass das Ereignis vom 28. November 2002 aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs entgegen dem Einspracheentscheid vom 9. Juni 2005 nicht den leichten, sondern den mittelschweren Unf�llen zuzuordnen ist. Dies ist letztinstanzlich nicht umstritten.
Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), m�ssten demnach f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Zu betonen ist, dass die Beurteilung dieser Kriterien, anders als nach der sog. Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359 und seitherige Entscheide), unter Ausschluss psychischer Komponenten erfolgt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; vgl. auch BGE 117 V 359 E. 6a in fine S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.).
3.2 Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, es seien einzig und nicht in besonders ausgepr�gter Weise die beiden Kriterien der k�rperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit erf�llt.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrerin l�sst zun�chst einwenden, die Ad�quanzpr�fung sei zu fr�h erfolgt. Dieses Vorbringen ist unbegr�ndet, waren doch sp�testens im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 9. Juni 2005 s�mtliche Ad�quanzkriterien zuverl�ssig beurteilbar.
3.2.2 Weiter wird f�r den Fall, dass dem ersten Einwand nicht gefolgt werden sollte, geltend gemacht, der ad�quate Kausalzusammenhang sei in Anwendung von BGE 115 V 133 zu bejahen. Denn �ber die von der Vorinstanz anerkannten Kriterien hinaus seien auch diejenigen der besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls, der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung und der �rztlichen Fehlbehandlung erf�llt.
Gem�ss den medizinischen Akten war die Heilbehandlung indessen schon bald nach dem Unfall in erster Linie auf unfallfremde R�ckenbeschwerden und auf die psychische Problematik gerichtet, wobei Physiotherapie und Medikamente eingesetzt wurden. Eine l�nger dauernde regelm�ssige und zielgerichtete �rztliche Behandlung der bei der Pr�fung der Ad�quanzkriterien einzig zu ber�cksichtigenden unfallkausalen Beinverletzungen ist nicht ausgewiesen. Das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung ist daher mit der Vorinstanz zu verneinen. Hieran w�rde entgegen der von der Versicherten vertretenen Auffassung nichts �ndern, wenn sich im Rahmen der vom kantonalen Gericht angeordneten R�ckweisung der Sache an den Unfallversicherer ein erneuter Behandlungsbedarf bez�glich der Beinverletzungen ergeben sollte.
Entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gen�gt sodann der Umstand, dass die Fraktur des Fibulak�pfchens und die Zerrung des Seitenbandes erst nach der medizinischen Erstversorgung im Spital Y.________ diagnostiziert wurden, nicht, um das Kriterium der �rztlichen Fehlbehandlung als erf�llt zu betrachten, zumal mit der Vorinstanz auch keine Anhaltspunkte daf�r gesehen werden k�nnen, dass sich die Unfallfolgen deswegen verschlimmert h�tten.
Selbst wenn schliesslich das umstrittene Kriterium der besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls - ohne n�here Pr�fung - bejaht w�rde, w�re es jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise gegeben. Es l�ge zudem gesamthaft keine H�ufung von Kriterien vor, welche die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs gestatten w�rde. Dies gilt erst recht, wenn ber�cksichtigt wird, dass die Erf�llung des Kriteriums von Grad und Dauer der durch die unfallbedingten Beinverletzungen bedingten Arbeitsunf�higkeit nach Lage der Akten eher fraglich erscheint und grunds�tzlich n�herer Betrachtung bed�rfte. Darauf muss aber nicht weiter eingegangen werden. Denn nach dem zuvor Gesagten ist unabh�ngig von der Bejahung oder Verneinung dieses Kriteriums der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. Dezember 2003 und der psychischen Beeintr�chtigung nicht gegeben. Die Beschwerdegegnerin ist somit hief�r nicht leistungspflichtig.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
in fine
 BGE