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Timestamp: 2019-10-17 01:24:03+00:00

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Copyright : Mehrfachansässigkeit im Ertragsteuerrecht
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Mehrfachansässigkeit im Ertragsteuerrecht
Dieses Buch untersucht eines der wichtigsten Ziele im internationalen Steuerrecht: die Vermeidung der doppelten oder mehrfachen Besteuerung von natürlichen oder juristischen Personen. Um eine solche zu verhindern, vereinbaren Staaten im Regelfall so genannte Doppelbesteuerungsabkommen miteinander. Diese orientieren sich regelmäßig am OECD-Musterabkommen. Wenn eine Person in mehr als zwei Staaten ansässig ist, müssen mehrere, jeweils bilateral vereinbarte Abkommen «zusammenwirken», um eine doppelte oder mehrfache Besteuerung zu vermeiden. Der Autor untersucht unter Einbeziehung des OECD-Musterkommentars, inwieweit dies gelingt. Er hinterfragt kritisch die im OECD-Musterkommentar seit dem Jahr 2008 vorgesehene, «neue» Vorgehensweise. Durch spezielle Interpretation des Artikel 4 Absatz 1 Satz 2 des OECD-Musterabkommens soll sowohl eine doppelte oder mehrfache Besteuerung vermieden als auch eine Nichtbesteuerung von Einkünften verhindert werden.
978-3-653-96154-6
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06510-7
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. XLII, 220 S., 8 Graf.
B. Begründung der Ansässigkeitserkmale in Deutschland und anderen Ländern
C. Vorgehensweise bei Doppelansässigkeit nach dem OECD-MA
D. Steuerliche Wirkungen der Doppelansässigkeit
E. Mehrfachansässigkeit
F. Steuerliche Wirkungen der Mehrfachansässigkeit
D 739 ISSN 1863-141X ISBN 978-3-631-67301-0 (Print) E-ISBN 978-3-653-06510-7 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-06510-7 © Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 2016 Alle Rechte vorbehalten. PL Academic Research ist ein Imprint der Peter Lang GmbH. Peter Lang – Frankfurt am Main · Bern · Bruxelles · New York · Oxford · Warszawa · Wien Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Diese Publikation wurde begutachtet. www.peterlang.com
1. Auslegung des Merkmals im deutschen Recht
2. Auslegung des Merkmals in anderen Ländern
a) Beispiel Österreich
b) Beispiel Schweiz
c) Beispiel Frankreich
d) Beispiel USA
e) Beispiel Großbritannien
3. Einschränkungen nach Doppelbesteuerungsabkommen
III. Ort der Geschäftsleitung
1. Begriff nach deutschem Recht
2. Sonderproblem der Personengesellschaften
a) Situation mit zwei Staaten
b) Involvierung von drei Staaten
3. Auslegung des Merkmals in anderen Ländern
IV. „Anderes ähnliches Merkmal“
1. Fiktive unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 II EStG
2. Fiktive unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 III EStG
3. Weitere Merkmale
5. Weitere Merkmale in anderen Staaten
d) Beispiel USA und Großbritannien
I. Art. 4 II OECD-MA
5. Regelung im gegenseitigen Einvernehmen
II. Art. 4 III OECD-MA
2. Unterschiedliche Auslegung des Art. 4 III OECD-MA
a) Unterschiedliches nationales Verständnis
b) Autonome Auslegung
c) Frühere Änderungsvorschläge zu Art. 4 III OECD-MA
d) Änderung des OECD-Musterkommentars 2008 und deren Folgen
3. Alternativformulierung: Art. 4 Tz. 24.1 OECD-Musterkommentar
4. Sonderproblem: Tatsächlicher Ort der Geschäftsleitung in Drittstaat
5. Mehrfache Ansässigkeit einer Gesellschaft
6. Keine Situation der Doppelansässigkeit
I. Veränderungen der Steuerlast
a) Grundsätzliche Betrachtungen
aa) Untersuchung zu den Überschusseinkünften
bb) Vergleich von beschränkter und unbeschränkter Steuerpflicht
b) Konkrete Einzelfälle
aa) Situation 1 (Vergleich bei einfachem Fall)
bb) Situation 2 (Quelleneinkünfte aus Drittstaaten)
cc) Situation 3 (Fall mit Außensteuergesetz)
2. Kapitalgesellschaften
a) Keine Betrachtung von Personengesellschaften
b) Konkrete Einzelfälle (z.B. „Dreiecksverhältnisse“)
aa) Situation 1
cc) Situation 3 (Dividendenzahlung an Person im Drittstaat)
dd) Situation 4 (keine drei Abkommen)
II. Spezialbegriff „Treaty Shopping“
1. Verschiedene Gestaltungsformen
a) Treaty Shopping im engeren Sinne
b) Directive Shopping
c) Rule Shopping
2. Abkommensrechtliche Klauseln zur Missbrauchsbekämpfung
a) „subject-to-tax“ Klauseln
b) „channel approach“
c) Aktivitätsklauseln
d) „switch over“ Klauseln
e) „Limitation on Benefits“ Klauseln
f) Spezielle Anti Treaty Shopping Regelungen
3. Nationale Maßnahmen zur Missbrauchsbekämpfung
a) § 42 AO
b) § 50d III EStG
c) § 50d IX EStG
d) § 50g IV EStG
I. Bisheriges Vorgehen bei der Mehrfachansässigkeit
1. Nicht natürliche Personen
a) Ansicht des niederländischen Finanzministeriums
b) Entscheidung des Hoge Raad vom 28. Februar 2001
d) Beispielhafte Konstellation mit Dreifachansässigkeit
2. Natürliche Personen
a) Meinung des niederländischen Finanzministeriums
c) Vorgehen bei Dreifachansässigkeit
d) Beispielsfall mit vierfacher Ansässigkeit
3. Kritische Punkte zu dieser Auslegung
II. Vorgehen nach der Änderung des OECD-Musterkommentars 2008
1. Erläuterung der neuen Kommentierung im Musterkommentar
2. Kritische völkerrechtliche Betrachtung der „neuen Kommentierung“
3. Grundsätze der Auslegung von völkerrechtlichen Verträgen
a) Art. 31 WVK
b) Art. 32 WVK
c) Art. 33 WVK
d) Weitere völkerrechtliche Regeln der Vertragsauslegung
4. Besonderheiten bei der Auslegung der DBA
a) Bedeutung des OECD-Musterkommentars für die Auslegung
aa) Rechtliche Verbindlichkeit des Musterkommentars
bb) Bindung an den Musterkommentar kraft rechtlicher Prinzipien
(1) Abkommen zwischen OECD-Mitgliedstaaten
(2) Abkommen zwischen einem OECD-Mitgliedstaat und einem Nichtmitgliedstaat
(3) Abkommen zwischen Nichtmitgliedstaaten
cc) Subsumtion unter Art. 31 II WVK
(1) Begründung
(2) Stellungnahme zur Subsumtion unter Art. 32 II lit. a WVK
(3) Stellungnahme zur Subsumtion unter Art. 31 II lit. b WVK
dd) Subsumtion unter Art. 31 I WVK
ee) Subsumtion unter Art. 31 IV WVK
ff) Beachtung über Art. 32 WVK
(2) Stellungahme
gg) Differenzierte Ansichten
(1) Abgrenzung nach Version des Musterkommentars
(3) Abgrenzung nach Art der Aussagen im Musterkommentar
(5) Berücksichtigung des Musterkommentars im Rahmen teleologischer Auslegung
(6) Stellungnahme
hh) Bedeutendes Auslegungsmittel außerhalb der WVK
ii) Rechtsprechung
(1) Kanadischer Supreme Court
(2) Bundesfinanzhof
(3) Conseil d’Etat in Frankreich
(4) Hoge Raad in den Niederlanden
(5) Verwaltungsgerichtshof in Österreich
(6) USA
jj) Ergebnis
b) Dynamische oder statische Auslegung
aa) Aspekte für dynamische Auslegung
(1) Art. 31 III lit. a WVK
(2) Art. 31 III lit. b WVK
(3) Art. 31 III lit. c WVK
(4) Art. 32 WVK
(5) Anderweitige Berücksichtigung
bb) Aspekte für statische Auslegung
cc) Differenzierte Ansichten
dd) Rechtsprechung
5. Folge für die Kommentierung zu Art. 4 I 2 OECD-MA
6. Kritik und Problemfälle der „neuen Kommentierung“
a) Fehlerhafte Auslegung des Art. 4 I 2 OECD-MA
b) Nachteile dieser Interpretation
c) Schwierigkeiten durch „frühere“ Abkommen
d) Verfahren bei Dreifachansässigkeit
e) Verfahren bei Vierfachansässigkeit
f) Sichtweise des Bundesfinanzhofes
II. „Treaty Shopping“ durch Mehrfachansässigkeit
I. Auszüge des OECD-Musterabkommens 2014 (in englischer Sprache)
II. Auszüge des OECD-Musterkommentars 2014 (in englischer Sprache)

References: § 1
 § 1
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 § 42
 § 50
 § 50
 § 50
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 33
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 4
 Art. 4