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Timestamp: 2019-07-20 19:21:48+00:00

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Rechtsprechung: 1 A 4/83 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 08.04.1983 | OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 13.09.1984
BVerwG, 18.09.1984 - 1 A 4.83
https://dejure.org/1984,50
BVerwG, 18.09.1984 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1984,50)
BVerwG, Entscheidung vom 18.09.1984 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1984,50)
BVerwG, Entscheidung vom 18. September 1984 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1984,50)
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Ausländer - Nachzug - Ehegatten - Aufenthaltserlaubnis - Wartefrist - Abhängigmachung - Verfassungsmäßigkeit
AuslG § 2
Grundgesetz, Art. 6 ; Ausländergesetz, § 2 Abs. 1
BVerwG, 08.04.1983 - 1 A 4.83
BVerwGE 70, 127
NJW 1984, 2775
DVBl 1984, 1020
DÖV 1984, 975
In der verfassungsrechtlichen Würdigung der dreijährigen Ehebestandszeit schließe sich die Bundesregierung dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. September 1984 (BVerwGE 70, 127; NJW 1984, S. 2775) an.
In seinen Urteilen vom 18. September 1983 (BVerwGE 70, 127; NJW 1984, S. 2775;… VBlBW 1984, S. 411) habe der Senat die baden-württembergischen Wartezeitregelungen nicht als Konkretisierung der Negativschranke, sondern als eine das ausländerbehördliche Ermessen nach § 2 Abs. 1 Satz 2 AuslG bindende Verwaltungsvorschrift beurteilt.
Das hat der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft bereits ausgesprochen (…Urteil vom 30. September 1987 "Demirel", Slg. 1987, 3719 (3753) Rn. 22; vgl. auch BVerfGE 76, 1 (80) und Urteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 62 (S. 158)).
Die Vorschriften des Abkommens sind daher innerstaatlich nicht unmittelbar anwendbar (vgl. auch BVerwGE 66, 268 (274) [BVerwG 30.11.1982 - 1 C 25/78]; Urteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 62 S. 159).
Auch wenn in der Versagung der Aufenthaltserlaubnis ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens liegt, ist er aufgrund der dargelegten gesetzlichen Grundlagen im Sinne des Art. 8 Abs. 2 EMK gerechtfertigt (vgl. auch Urteil vom 18. September 1984 - a.a.O. S. 159 f.).
BVerwG, 29.07.1985 - 1 C 24.84
Anspruch eines Ausländers auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis - …
Es ist grundsätzlich nicht rechtswidrig, wenn die Ausländerbehörden die Verwaltungsvorschrift Nr. 2.5.8 des baden-württembergischen Ausländererlasses vom 20. Oktober 1981 (GABl. S. 1613) i.d.F. vom 30. März 1982 (GABl. S. 383) über die Wartefrist für den Ehegattennachzug entsprechen auf solche Ausländer anwenden, die sich zur Durchführung eines Asylverfahrens im Bundesgebiet aufhalten durften und diesen Aufenthalt nach bestandskräftiger Ablehnung des Asylantrags unter Berufung auf eine inzwischen erfolgte Eheschließung mit einem im Bundesgebiet ansässigen Ausländer der sog. 2. Generation fortsetzen möchten (Ergänzung zu BVerwGE 70, 127).
Zu Recht hat das Berufungsgericht befunden, daß es grundsätzlich nicht rechtswidrig ist, den Ehegattennachzug zu Ausländern der sogenannten zweiten Generation vor Ablauf einer dreijährigen Wartezeit seit Eingehung der Ehe auszuschließen, wie der erkennende Senat u.a. in seinemUrteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - (BVerwGE 70, 127) bereits entschieden hat.
Auch das hat der erkennende Senat in dem erwähnten Urteil vom 18. September 1984 im einzelnen näher dargelegt (vgl. BVerwGE 70, 127 [131 ff.]).
Zu diesen Angriffen hat der Senat in dem Urteil vom 18. September 1984 ebenfalls Stellung genommen und sie nicht für durchgreifend befunden (vgl. BVerwGE 70, 127 [133 ff.]).
Die Wartezeitregelung soll die Ehegatten anregen, die eheliche Lebensgemeinschaft möglichst in ihrem Heimatstaat herzustellen, indem sie den zum Aufenthalt im Bundesgebiet nicht befugten und um den Zuzug nachsuchenden Ehegatten erst nach Ablauf der Frist gegenüber der allgemeinen Verwaltungspraxis begünstigt, die einen Daueraufenthalt von Ausländern grundsätzlich nicht zuläßt (vgl. BVerwGE 70, 127 [133 f., 137]).
Diese einwanderungspolitischen Ziele, die einem gewichtigen öffentlichen Interesse entsprechen und sich im Rahmen des Ermächtigungszwecks halten (BVerwGE 66, 268 [270 f.]; 70, 127 [134]), sind hier nicht etwa deswegen gegenstandslos, weil sich der Kläger als Asylbewerber im Bundesgebiet hat aufhalten dürfen, denn dabei handelte es sich nur um einen vorläufigen Aufenthalt, dessen Zweck mit dem negativen Abschluß des Asylverfahrens entfallen ist.
Namentlich ist es nicht fehlerhaft, daß der Beklagte eine Ausnahme nicht schon deswegen anerkennt, weil aus der Ehe ein Kind hervorgegangen ist (BVerwGE 70, 127 [141 f.]).
Sie reicht grundsätzlich nicht so weit, dass sie nicht erlauben würde, wesentlichen Besonderheiten des Einzelfalles Rechnung zu tragen (vgl. BVerwGE 70, 127 ).
Die durch eine Verwaltungsvorschrift bewirkte Ermessensbindung der Behörde geht zwar nicht soweit, daß wesentlichen Besonderheiten des Einzelfalls nicht mehr Rechnung getragen werden könnte; Ausnahmen dürfen aber auf atypische Sachverhalte beschränkt bleiben (BVerwGE 70, 127 ).
Das Erfordernis des Einvernehmens mit dem Bundesministerium des Innern dient zwar der Wahrung der Bundeseinheitlichkeit, soll aber lediglich verhindern, dass einzelne Bundesländer sich durch Erlass entsprechender Anordnungen zu weit von einer bundeseinheitlichen Rechtsanwendung entfernen (vgl. auch zum AuslG 1965: Urteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - BVerwGE 70, 127 ).
vgl. BVerwG, Urteile vom 19. März 1996 - 1 C 34.93 -, BVerwGE 100, 335 (340 f.) = juris, Rn. 22, und vom 18. September 1984 - 1 A 4.83 -, BVerwGE 70, 127 (142) = juris, Rn. 41, sowie Beschlüsse vom 22. Mai 2008 - 5 B 36.08 -, juris, Rn. 4, und vom 25. September 1998 - 5 B 24.98 -, juris, Rn. 4; OVG NRW, Beschluss vom 28. Oktober 2016 - 13 B 905/16 -, juris, Rn. 37; Gerhardt, in: Schoch/Schneider/Bier/Gerhardt, VwGO, Kommentar, Loseblatt-Sammlung (Stand: September 2018), § 114 Rn. 22; Wolff, in: Sodan/Ziekow, VwGO, Kommentar, 5. Auflage 2018, § 114 Rn. 86 ff., 93 ff., m. w. N.
Die durch die allgemeine Verwaltungsvorschrift bewirkte Ermessensbindung tritt zurück, soweit einer relevanten Entspannung des Wohnungsmarktes als einer wesentlichen Besonderheit des Einzelfalles Rechnung getragen werden muß (vgl. Urteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - BVerwGE 70, 127 [BVerwG 18.09.1984 - 1 A 4/83] m.weit.Nachw.; Beschluß vom 18. Juli 1989 - BVerwG 1 B 105.89 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 100 S. 31 ).
Das entspricht dem Zweck der ermessensbindenden Verwaltungsvorschrift, die zur Wahrung des Gleichheitssatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) gebotene größtmögliche Gleichbehandlung bei der Festsetzung von Geldleistungen sicherzustellen (vgl. auch Urteil vom 18. September 1984, a.a.O.).
Denn die Verwaltung kann ihre Entscheidungspraxis generell für die Zukunft aus sachgerechten Gründen jederzeit ändern (vgl. BVerwG vom 20.3.1973 BVerwGE 46, 89/90 f.; vom 18.9.1984 BVerwGE 70, 127/136).
Art. 3 Abs. 1 GG gebietet die Gleichbehandlung nur innerhalb der jeweiligen Rechtssetzung (vgl. z. B. BVerfGE 10, 354 (371); 32, 346 (360); 42, 20 (27); Beschluß vom 19. Mai 1993 - BVerwG 1 B 191.92 - Buchholz 431.1 Architekten Nr. 12) und nur gegenüber dem jeweils konkret zuständigen Verwaltungsträger (vgl. BVerfGE 76, 1 (73); BVerfG, Vorprüfungsausschuß, Beschluß vom 27. November 1984 - 2 BvR 1127, 1130/84 - NVwZ 1985, 259; BVerwGE 70, 127 (132); 78, 192 (205)).
Anforderungen an den Nachzug ausländischer Ehegatten von im Bundesgebiet lebenden …
BVerwG, 14.01.1991 - 1 B 174.90
BVerwG, 24.04.1989 - 1 A 36.89
Voraussetzung für den Zuzug ausländischer Ehegatten zu im Wege des …
BVerwG, 11.02.1986 - 1 B 27.86
Behördliches Ermessen für eine Entscheidung über eine Aufenthaltsberechtigung …
VerfGH Bayern, 16.07.1993 - 55-VI-92
Entscheidung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien über die Beteiligung …
BVerwG, 22.02.1989 - 1 B 20.89
Minderjähriger Ausländer - Aufenthaltserlaubnis - Beschränkungsverfügung - …
BVerwG, 04.10.1988 - 1 A 93.88
Ausländer - Ehegattennachzug - Aufenthaltsdauer - Aufenthaltserlaubnis - …
OVG Berlin-Brandenburg, 21.03.2019 - 3 S 9.19
Einstweilige Anordnung; Vorabzustimmung zu Visumerteilung; Verwaltungsinternum; …
VGH Bayern, 14.11.1997 - 10 CS 97.559
Ermessensbindende Weisung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern über die …
BVerwG, 20.09.1984 - 1 A 53.84
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.09.1997 - 18 A 7549/95
Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung in der Form des Visums für …
BVerwG, 09.08.1990 - 1 B 103.90
BVerwG, 24.01.1994 - 1 B 2.94
BVerwG, 19.09.1994 - 11 B 40.94
Förderausschluss aufgrund der Abstimmungspflicht aus einem konkurrierenden …
BVerwG, 12.02.1990 - 1 A 133.89
Ausländerrecht - Einwanderungspolitische Erwägungen - Negativschranke - …
BVerwG, 07.05.1985 - 1 B 47.85
Versagung der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis aus allgemeinen …
VG Gera, 10.02.2005 - 6 K 605/04
; Familienfreizeit; Familienerholung; Richtlinie; Verwaltungsvorschrift; …
BVerwG, 15.08.1986 - 1 A 42.86
Zuzug ausländischer Ehegatten zu selbst im Wege des Familiennachzugs eingereisten …
BVerwG, 24.11.1999 - 5 B 122.99
GKG § 14 § 13 Abs. 1 S. 1; VwGO § 132 Abs. 2 S. 1 § 154 Abs. 2
BVerwG, 02.07.1986 - 1 B 95.86
Aufenthaltsschutz eines mit einer Deutschen verheirateten Ausländers nach der …
VG München, 26.11.2012 - M 3 K 11.1409
Schülerbeförderung; nächstgelegene Schule
VG Münster, 01.09.2008 - 5 K 246/06
VG Karlsruhe, 17.11.2003 - 3 K 1642/03
Erstattung von Sachverständigenkosten bei sicherheitstechnischer Überprüfung
VG Frankfurt/Main, 24.04.2003 - 1 G 1482/03
Visumsverfahren Zustimmung
BVerwG, 25.11.1992 - 1 B 83.91
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Zurückverlegung …
BVerwG, 27.03.1986 - 1 ER 303.86
Ladung eines Oberstadtdirektors zum Verfahren
BVerwG, 25.06.1985 - 1 A 94.83
Erledigung eines Rechtsstreits in der Hauptsache - Entscheidung über die Kosten - …
BVerwG, 06.02.1985 - 1 A 10.85
Verweisung einer Sache - Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Abwägung …
BVerwG, 01.10.1984 - 1 A 8.83
BVerwG, 01.10.1984 - 1 A 86.83
BVerwG, 20.09.1984 - 1 A 44.84
VG Augsburg, 15.01.2010 - Au 3 K 09.48
Verwaltungsvorschrift; Ermessen
VG Gelsenkirchen, 22.09.2006 - 11 K 3083/04
Gewährung von Blindengeld nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und …
BVerwG, 18.01.1989 - 1 A 118.88
BVerwG, 06.11.1986 - 1 B 180.86
BVerwG, 31.07.1986 - 1 A 43.86
BVerwG, 01.10.1984 - 1 B 97.84
Grundsätzliche Bedeutung der Frage nach dem Ehegattennachzug - Erteilung einer …
BVerwG, 05.12.1984 - 1 A 82.83
VGH Baden-Württemberg, 21.09.1984 - 13 S 1494/84
Ehegattennachzug in der zweiten Generation
OVG Schleswig-Holstein, 04.02.1992 - 4 M 5/92
https://dejure.org/1983,5734
BVerwG, 08.04.1983 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1983,5734)
BVerwG, Entscheidung vom 08.04.1983 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1983,5734)
BVerwG, Entscheidung vom 08. April 1983 - 1 A 4.83 (https://dejure.org/1983,5734)
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OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 13.09.1984 - 1 A 4/83
https://dejure.org/1984,24701
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 13.09.1984 - 1 A 4/83 (https://dejure.org/1984,24701)
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 13.09.1984 - 1 A 4/83 (https://dejure.org/1984,24701)
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 13. September 1984 - 1 A 4/83 (https://dejure.org/1984,24701)
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BVerwG, 22.11.1984 - 4 B 253.84
Außergewöhnliche Umstände des Einzelfalls, denen ungeachtet der ermessensbindenden Verwaltungsvorschrift Rechnung getragen werden müßte (vgl. etwa Urteil vom 18. September 1984 - BVerwG 1 A 4.83 - BVerwGE 70, 127 [BVerwG 18.09.1984 - 1 A 4/83]) und deren Nichtberücksichtigung ermessensfehlerhaft sein könnte (vgl. Urteile vom 5. Juli 1985 - BVerwG 8 C 22.83 - Buchholz 454.32 § 5 WoBindG 1974 Nr. 1 S. 1 …und vom 1. Oktober 1986, a.a.O. S. 15), sind nicht ersichtlich.

References: § 2
 Art. 6
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 Art. 8
 § 114
 § 114
 § 2

Art. 3
 § 14
 § 13
 § 132
 § 154
 § 5