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Timestamp: 2016-10-26 17:27:52+00:00

Document:
8C_393/2013 (18.07.2013)
8C_393/2013 {T�0/2} � � Urteil vom 18. Juli 2013
vertreten durch Rechtsanwalt Stephan K�bler, Beschwerdef�hrerin,
Unfallversicherung Stadt Z�rich, Stadelhoferstrasse 33, 8001 Z�rich,
vom 26. M�rz 2013.
Die 1981 geborene S.________ war ab 1. August 2010 als Assistenz�rztin beim Spital X.________ angestellt und dadurch bei der Unfallversicherung Stadt Z�rich (im Folgenden: UVZ) obligatorisch f�r die Folgen von Unf�llen versichert. Am 3. Oktober 2010 machte sie beim Treppensteigen einen Fehltritt mit dem rechten Fuss (Unfallmeldung UVG vom 19./20. November 2010). Nach umfangreichen medizinischen Abkl�rungen stellte die UVZ die seither erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) auf den 18. August 2011 ein (Verf�gung vom 22. August 2011), woran sie auf Einsprache hin festhielt (Einspracheentscheid vom 24. November 2011).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 26. M�rz 2013).
Mit Beschwerde l�sst S.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die UVZ zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen �ber den 18. August 2011 hinaus zu erbringen; eventualiter sei die Sache an diese zur�ckzuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt rechtskonform abkl�re und hernach �ber die Leistungspflicht nach dem 18. August 2011 neu verf�ge.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden�(BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389 mit Hinweisen).
1.2.�Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Den R�gen der Beschwerdef�hrerin, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt teilweise in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Willk�rverbotes (Art. 9 BV) festgestellt, kommt daher keine eigenst�ndige Bedeutung zu.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die UVZ die gesetzlichen Leistungen �ber den 18. August 2011 hinaus zu erbringen hat. Zu diskutieren ist dabei einzig der (nat�rliche) Kausalzusammenhang des von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten complex regional pain syndrom (CRPS) im Bereich des rechten Fusses mit dem Unfall vom 3. Oktober 2010 und allenfalls mit einer erneuten, Mitte/Ende November 2010 erlittenen Distorsion oder Prellung.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG) vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (vgl. auch BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.) richtig dargelegt. Zu erg�nzen ist, dass die vom Versicherer einmal anerkannte Leistungspflicht erst entf�llt, wenn dieser nachweist, dass der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f., U 180/93 E. 3b mit Hinweisen).
4.1.�Das kantonale Gericht hat erwogen, es k�nne offen bleiben, ob der Versicherten aus dem geltend gemachten, der UVZ nicht gemeldeten Ereignis von Mitte/Ende November 2010 Anspr�che aus der obligatorischen Unfallversicherung zust�nden. Aus den fachmedizinisch interpretierten radiologischen Abkl�rungen vom 15. November 2010 (Medizinisch Radiologisches Institut), 9. Dezember 2010 (Bericht des Spitals Y._______ vom 22. Dezember 2010) und 10. Februar 2011 (Medizinisch Radiologisches Institut) sei zu schliessen, dass keine strukturelle Sch�digung des rechten oberen Sprunggelenkes (OSG) bzw. Fusses habe nachgewiesen werden k�nnen, die mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 3. Oktober 2010 oder ein sp�teres Ereignis zur�ckzuf�hren sei. Weiter hat die Vorinstanz die umfassend zitierten medizinischen Aktenst�cke einl�sslich gew�rdigt und gest�tzt darauf erkannt, auch klinisch h�tten die �rzte verschiedenster, insbesondere orthop�discher, rheumatologischer, neurologischer und angiologischer Fachrichtung jedenfalls in den ersten Monaten nach dem Unfall vom 3. Oktober 2010 keine Befunde erheben k�nnen, mit welchen die geltend gemachten Beschwerden (massive Schmerzen und Empfindungsst�rungen selbst bei geringer Ber�hrung) bezogen auf ein Unfallereignis zuverl�ssig zu erkl�ren seien. Der aufgrund der klinischen Untersuchung vom 20. Dezember 2010 von der Praxisklinik Z.________ erstmals erw�hnte und danach von anderen �rzten verschiedener Fachrichtung wiederholte Verdacht auf ein im Rahmen eines CRPS zu deutenden Krankheitsgeschehens habe sich allenfalls im August oder September 2011 erh�rtet (vgl. Berichte des Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH vom 29. August 2011, des Prof. Dr. med. P.________, Spital B.________, vom 29. August 2011 sowie des M.D. K.________, Institut A.________, vom 12. September 2011). Insgesamt betrachtet sei davon auszugehen, dass sich das anzunehmende CRPS allenfalls nach mehreren Monaten, nicht jedoch innerhalb von sechs bis acht Wochen nach den geltend gemachten Unf�llen manifestierte, weshalb der nat�rliche Kausalzusammenhang zu verneinen sei.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt unter anderem vor, das kantonale Gericht habe die ihm obliegende Beweisf�hrungspflicht verletzt, indem es den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Bericht der Klinik D.________ vom 31. August 2011 nicht in die Beweisw�rdigung einbezogen habe. Sie �bersieht, dass die unterlassene Pr�fung einzelner angerufener Beweismittel zu einer behaupteten Tatsache, hinsichtlich der keine Beweislosigkeit besteht, allenfalls den Anspruch auf rechtliches Geh�r oder das Willk�rverbot, nicht aber den Beweisf�hrungsanspruch des Rechtsuchenden verletzen kann (vgl. Urteil 4A_22/2008 vom 10. April 2008 E. 7 in fine mit Hinweisen). Die Klinik D.________ hielt zum fraglichen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 3. Oktober 2010 und dem danach aufgetretenen CRPS einzig fest, dieser sei "aus hiesiger Sicht eindeutig" zu bejahen. Sie legte nicht dar, weshalb von der medizinischen Erfahrungstatsache abzuweichen war, wonach ein unfallbedingtes CRPS nur anzunehmen ist, wenn unter anderem die daf�r typischen Symptome ausweislich der echtzeitlichen medizinischen Akten innerhalb von sechs bis acht Wochen nach einem Unfall aufgetreten sind (vgl. dazu SVR 2010 UV Nr. 18 S. 69, 8C_384/2009 4.2.1 mit Hinweisen auch auf die medizinische Literatur). Diese Voraussetzung lag hier, wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat, weder bezogen auf den Unfall vom 3. Oktober 2010 noch demjenigen von Mitte/Ende November 2010 vor. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern von weiteren Abkl�rungen zu diesem Punkt neue Erkenntnisse zu erwarten w�ren, so dass darauf mit der Vorinstanz zu verzichten ist (antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. dazu BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Der angefochtene Entscheid ist daher in allen Teilen zu best�tigen. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass der Unfallversicherer grunds�tzlich nur f�r die Folgen von Verletzungen und Beschwerden haftet, die unmittelbar nach dem Unfall feststellbar waren (vgl. zitiertes Urteil 8C_384/2009 E. 4.2.2 in fine mit Hinweis).
Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 96
 Art. 105
 Art. 4
 BGE 
in fine
 BGE 
in fine