Source: http://www.vatican.va/archive/DEU0036/_P5H.HTM
Timestamp: 2019-02-17 20:30:38+00:00

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GERICHTSORDNUNG (Cann. 1446 – 1475)
§ 3. Wenn der Rechtsstreit um das private Wohl der Parteien geht, soll der Richter erwägen, ob der Streit nützlicherweise durch Vergleich oder Schiedsspruch gemäß ⇒ cann. 1713—1716 beendet werden kann.
Can. 1449 — § 1. Enthält sich der Richter in den Fällen des ⇒ can. 1448 nicht von sich aus seines Amtes, so kann ihn eine Partei ablehnen.
§ 2. Prozeßhandlungen, die der Richter vor der Ablehnung vorgenommen hat, sind gültig;
Prozeßhandlungen jedoch, die nach Erhebung der Ablehnung von ihm vorgenommen worden sind, müssen aufgehoben werden, wenn eine Partei dies innerhalb von zehn Tagen nach Stattgabe der Ablehnung verlangt.
§ 2. Darüber hinaus aber kann der Richter, unbeschadet der Bestimmungen von ⇒ can.1600, bei Nachlässigkeit der Parteien beim Beschaffen von Beweisen oder beim Vorbringen von Einreden ergänzend tätig werden, wann immer er dies zur Vermeidung eines schwer ungerechten Urteils für notwendig erachtet.
§ 2. Sie sind immer auch zur Geheimhaltung verpflichtet bezüglich der Erörterung, die zwischen den Richtern eines Kollegialgerichtes vor der Urteilsfällung stattfindet, und auch bezüglich der verschiedenen Stimmabgaben und der dabei vertretenen Auffassungen unter Wahrung der Vorschrift des ⇒ can.1609, §4.

References: § 3
 § 1

§ 2

§ 2

§ 2
 §4