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Timestamp: 2017-11-20 20:47:17+00:00

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Entwurf_einer_Promotionsordnung_fuer_die_TU Berlin,_Stand 12.Sept.2005
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Entwurf einer Promotionsordnung für die Technische Universität Berlin
Stand 12.09.2005
Die Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis der Fakultäten I bis VIII zur Änderung der Promotionsordnungen der Technischen Universität Berlin hat gemäß den §§ 74 Abs.4 und 71 Abs.1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz  BerlHG) in der Fassung vom 13. Februar 2003 (GVBl. S.82), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 21.April 2005 (GVBl. S. 254) die folgende Promotionsordnung beschlossen:
§ 13 Ehrenpromotion
Diese Promotionsordnung gilt für die Verleihung der akademischen Grade Doktorin bzw. Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.), Doktorin bzw. Doktor der Naturwissenschaften ( doctrix bzw. doctor rerum naturalium;abgekürzt: Dr.rer.nat.), Doktorin bzw. Doktor der Philosophie (Dr.phil.) und Doktorin bzw. Doktor der Wirtschaftswissenschaften (doctrix bzw. doctor rerum oeconomicarum;abgekürzt:Dr.rer.oec.) an der Technischen Universität Berlin. Die Zuständigkeiten der Fakultäten für die Vergabe der Doktorgrade sind in der Anlage 1 festgelegt.
Die einzelnen Fakultäten können dem Akademischen Senat Vorschläge für die Verleihung eines Grades gemäß Abs. 1 Ehren halber (E.h.) / honoris causa (h.c.) als Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche Leistungen unterbreiten.
Die in Abs.1 genannten Grade dürfen, abgesehen von einer Ehrenpromotion nur einmal verliehen werden.
Durch die Promotion soll nachgewiesen werden, daß die Antragstellerin oder der Antragsteller die Fähigkeit besitzt, einen selbständigen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung zu leisten. Dieser Nachweis wird durch die Annahme einer schriftlichen Dissertation und durch eine erfolgreiche wissenschaftliche Aussprache erbracht.
Die Dissertation ist eine von der Antragstellerin oder dem Antragsteller verfasste wissenschaftliche Abhandlung, die einen Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis darstellt. Der Schwerpunkt der Dissertation liegt bei einer Promotion zur/zum Dr.-Ing. auf ingenieurwissenschaftlichem Gebiet, zur/zum Dr.rer.nat auf mathematischem oder naturwissenschaftlichem Gebiet, zur/zum Dr.phil auf geistes- oder sozialwissenschaftlichem Gebiet und zur/zum Dr.rer.oec. auf wirtschaftswissenschaftlichem Gebiet. Die Dissertation ist in der Regel in deutscher oder in englischer Sprache abzufassen. Sie kann auch mit Zustimmung des Fakultätsrates in einer anderen Fremdsprache abgefasst werden. In diesem Fall ist eine Zusammenfassung der Dissertation in deutscher Sprache erforderlich. Das Gebiet der Dissertation muss in der Fakultät durch eine Professorin oder einen Professor oder durch eine Juniorprofessorin oder einen Juniorprofessor vertreten sein. Die Dissertation kann bereits teilweise oder, in besonders begründeten Ausnahmefällen, auch ganz vorveröffentlicht worden sein, wobei jedoch nicht auf das beabsichtigte bzw. laufende Promotionsverfahren hingewiesen worden sein darf.
In der wissenschaftlichen Aussprache soll die Antragstellerin oder der Antragsteller den methodischen Ansatz der Dissertation und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen darlegen sowie zeigen, daß sie oder er die Problemstellungen und die Ergebnisse der Dissertation angemessen zu bewerten und in die zugehörigen Fachgebiete einzuordnen vermag.
Voraussetzung für die Zulassung zu einem Promotionsverfahren ist in der Regel der erfolgreiche Diplom- oder Masterabschluss eines wissenschaftlichen Hochschulstudiums und zwar: bei einer Promotion zur/zum Dr.-Ing. ein ingenieurwissenschaftlicher Abschluss, bei einer Promotion zur/zum Dr.rer.nat. ein mathematischer oder naturwissenschaftlicher Abschluss, bei einer Promotion zur/zum Dr.phil. ein geistes- oder sozialwissenschaftlicher Abschluss und bei einer Promotion zur/zum Dr.rer.oec. ein wirtschaftswissenschaftlicher Abschluss.
Der Fakultätsrat soll in der Regel Nachweise über zusätzliche Studien- und Prüfungsleistungen verlangen, wenn die Abschlussprüfung nicht zur Führung des akademischen Grades gem. Abs. 1 berechtigt.
Ist der Hochschulabschluss an einer Fachhochschule erworben worden, ist zusätzlich die entsprechende Befähigung nachzuweisen. Dies geschieht im Rahmen der Prüfung einer Anmeldung der Promotionsabsicht
durch ein Fachhochschuldiplom oder einen Masterabschluss mit dem Gesamturteil sehr gut oder besser und
durch das Bestehen von bis zu drei Feststellungsprüfungen auf dem Gebiet der beabsichtigten Dissertation und angrenzenden Gebieten.
In einer Feststellungsprüfung wird geprüft, ob die Kandidatin oder der Kandidat
die in diesem Prüfungsfach im Rahmen einer Diplom- oder Masterprüfung zu fordernden
Kenntnisse besitzt; Studienleistungen werden dazu nicht verlangt. Der
Fakultätsrat kann zu Anzahl und Auswahl der Prüfungsfächer und zur Art der
besonderen Leistungen Ausführungsbestimmungen erlassen. Ein erfolgloser
Versuch zum Nachweis der entsprechenden Befähigung kann nicht wiederholt
werden, auch nicht an einer anderen Fakultät.
Bei Antragstellerinnen und Antragstellern, die im Ausland studiert und dort ihre Prüfungen abgelegt haben, kann der Fakultätsrat unter Berücksichtigung eines Gutachtens, das bei der Präsidentin oder dem Präsidenten einzuholen ist, die Gleichwertigkeit des Hochschulabschlusses mit einem deutschen Universitätsabschluss anerkennen. Sofern der Fakultätsrat die Gleichwertigkeit nicht anerkennt, kann er zusätzliche Studien- und Prüfungsleistungen verlangen oder den Antrag ablehnen.
Die in den Absätzen 2 und 4 verlangten zusätzlichen Leistungen und der in Absatz 3 verlangte Nachweis sind vor der Stellung des Antrages auf Eröffnung des Promotionsverfahrens zu erbringen.
Die Zulassung zum Promotionsverfahren ist vom Fakultätsrat zu versagen, wenn die vorgelegte Arbeit oder eine ähnliche Arbeit der Antragstellerin oder des Antragstellers bereits im Rahmen eines Promotionsverfahrens an einer wissenschaftlichen Hochschule mit nicht ausreichend bewertet wurde.
(1) Die Antragstellerin oder der Antragsteller sollen die Absicht zu promovieren zum frühestmöglichen Zeitpunkt der gewählten Fakultät durch eine schriftliche Anmeldung bekanntgeben.Der Anmeldung beizufügen sind eine Beschreibung des in Aussicht genommenen Dissertationsthemas, ein Arbeits- und Zeitplan sowie die Unterlagen
nach § 5 Abs.1 Nr. 1  3, bei Fachhochschulabsolventinnen und Fachhochschulabsolventen die Diplomarbeit sowie etwaige weitere wissenschaftliche Arbeiten. Wünschen die Antragstellerin oder der Antragsteller die Betreuung der Arbeit durch eine Professorin oder einen Professor ,oder eine Juniorprofessorin oder einen Juniorprofessor der Fakultät, so ist deren oder dessen Einverständnis vorzulegen. Die Dekanin oder der Dekan prüft die Anmeldung und teilt der Antragstellerin oder dem Antragsteller die Annahme sowie mögliche Auflagen oder die Ablehnung schriftlich mit.
Im Falle der Annahme der Anmeldung hat die Antragstellerin oder der Antragsteller einen Anspruch auf angemessene Unterstützung ihrer oder seiner Arbeit durch die Fakultät im Rahmen der dieser zur Verfügung stehenden Sach- und Personalmittel. Ein Rechtsanspruch auf einen Arbeitsplatz in der Universität besteht nicht. Hat die Betreuerin oder der Betreuer ihr oder sein Einverständnis erklärt ,ist sie oder er zur Beratung verpflichtet, sofern sie oder er nicht triftige Gründe für die Beendigung der Betreuung beim Fakultätsrat geltend machen kann.
Der Fakultätsrat kann die Anmeldung nur zurückweisen, wenn
das Gebiet eines für die Beurteilung bedeutenden Teiles des beabsichtigten Dissertationsthemas nicht durch eine hauptamtliche Professorin oder einen hauptamtlichen Professor in der Fakultät vertreten ist,
die Arbeit im Rahmen der zur Verfügung stehenden Sach- und Personalmittel oder vom Thema her nicht durchführbar erscheint oder
die Erfüllung der Voraussetzungen nach § 3 voraussichtlich nicht gewährleistet werden kann.
Diese Zurückweisung ist der Antragstellerin oder dem Antragsteller schriftlich zu
begründen. § 11 Abs. 4 gilt entsprechend.
(4) Mit der Annahme der Promotionsabsicht wird die Antragstellerin oder der Antragsteller automatisch Mitglied der Gruppe der Studierenden, sind aktiv und passiv wahlberechtigt und haben die Berechtigung der Nutzung der Einrichtungen der Universität in vollem Umfang, es sei denn, sie bzw. er ist bereits hauptamtlich an der Universität beschäftigt. Unabhängig hiervon steht es ihnen frei, sich an der Technischen Universität Berlin zu immatrikulieren. Die Fakultäten sind verpflichtet, über diesen Personenkreis Listen zu führen.
Der Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren ist schriftlich an die zuständige Fakultät zu richten. Ein Promotionsantrag ist auch dann zulässig, wenn die Promotionsabsicht nicht vorher gemäß § 4 Abs. 1 angemeldet oder wenn die Anmeldung vom Fakultätsrat zurückgewiesen worden ist.
Dem Promotionsantrag sind beizufügen:
eine Erklärung, daß die geltende Promotionsordnung bekannt ist,
Unterlagen zu § 3,
vier Ausfertigungen der Dissertation in Maschinen- oder Druckschrift. Sofern mehr als zwei Gutachterinnen oder Gutachter vorgesehen sind, muß die entsprechende Anzahl eingereicht werden,
eine eidesstattliche Versicherung, daß die Dissertation selbständig verfaßt wurde. Die benutzten Hilfsmittel und Quellen sind aufzuführen und, sofern die Arbeit in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern entstanden ist, sind deren Namen anzugeben,
Angaben darüber, inwieweit die Dissertation oder Teile davon schon veröffentlicht worden sind, gegebenenfalls eine Liste dieser Veröffentlichungen und jeweils ein Exemplar,
eine Erklärung, ob bereits früher oder gleichzeitig die Promotionsabsicht gemäß § 4 oder ein Promotionsverfahren bei einer anderen Hochschule oder bei einer anderen Fakultät beantragt wurde, gegebenenfalls nebst vollständigen Angaben über dessen Ausgang (siehe auch § 7 Abs. 4 Satz 4)
Dem Antrag kann ein begründeter Vorschlag für zwei Gutachterinnen oder Gutachter über die Dissertation beigefügt werden.
Der Promotionsantrag und die Unterlagen verbleiben bei der Fakultät.
Die Dekanin oder der Dekan der Fakultät prüft den Promotionsantrag und stellt fest, ob alle geforderten Voraussetzungen erfüllt sind. Bei erfüllten Voraussetzungen ist der Promotionsantrag unverzüglich dem Fakultätsrat zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Im Falle der Ablehnung durch den Fakultätsrat ist gemäß § 11 Abs. 4 zu verfahren.
Die Mitglieder des Fakultätsrates sowie die weiteren Professorinnen und Professoren, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren,die Mitglieder der Fakultät sind, haben das Recht, in die eingereichten Unterlagen Einsicht zu nehmen.
Stimmt der Fakultätsrat dem Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren zu, so bestellt er einen Promotionsausschuß. Dieser besteht aus einer oder einem Vorsitzenden und mindestens zwei Gutachterinnen oder Gutachtern.
Die oder der Vorsitzende des Promotionsausschusses und mindestens eine Gutachterin oder ein Gutachter müssen hauptberufliche Professorinnen oder Professoren der Fakultät sein. Im Falle des § 4 Abs. 1 Satz 3 erfüllt auch eine pensionierte oder emeritierte Professorin oder ein pensionierter oder emeritierter Professor die Anforderungen des Satzes 1. Die weiteren Gutachterinnen und Gutachter können auch entpflichtete oder in Ruhestand befindliche Professorinnen und Professoren sowie Privatdozentinnen oder Privatdozenten oder außerplanmäßige Professorinnen und Professoren oder Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren der Fakultät sein. Gutachterinnen oder Gutachter können auch Professorinnen oder Professoren einer anderen Fakultät der Universität oder einer anderen Universität angehören. In besonders zu begründenden Fällen können sie auch aus dem Kreis anderer promovierter Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler gewählt werden.
Die Dekanin oder der Dekan der Fakultät unterrichtet die Doktorandin oder den Doktoranden von der Eröffnung des Promotionsverfahrens und teilt ihr oder ihm die Zusammensetzung des Promotionsausschusses mit.
Lehnt der Fakultätsrat den Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren ab, so benachrichtigt die Dekanin oder der Dekan unverzüglich die Antragstellerin oder den Antragsteller. Die Ablehnung ist vom Fakultätsrat schriftlich zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Die Dekanin oder der Dekan benachrichtigt die Präsidentin oder den Präsidenten.
Die Gutachterinnen und Gutachter prüfen einzeln und unabhängig voneinander, ob die vorgelegte Dissertation als Promotionsleistung anerkannt oder nicht anerkannt werden kann, und beurteilen sie dabei in schriftlichen Gutachten mit
Die Gutachterinnen und Gutachter sollen der Doktorandin oder dem
Doktoranden ihre etwaigen Einwände vor der Erstellung ihrer Gutachten zur
Kenntnis bringen, um ihr oder ihm Gelegenheit zu Ergänzungen oder kleineren
Änderungen der Dissertation zu geben.
Die Gutachten sollen nicht später als drei Monate nach Eröffnung des Promotionsverfahrens oder nach Abgabe der geänderten Fassung der Dissertation der Dekanin oder dem Dekan der Fakultät vorgelegt werden. Kopien der Gutachten werden der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses durch die Dekanin oder den Dekan übermittelt. Fristüberschreitungen sind der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses zu begründen.
Beurteilt die Mehrheit der Gutachterinnen und Gutachter die Dissertation positiv, schlägt der oder die Vorsitzende des Promotionsausschusses der Dekanin oder dem Dekan die Fortführung des Promotionsverfahrens vor.
Beurteilt die Mehrheit der Gutachterinnen oder Gutachter die Dissertation als nicht ausreichend, so ist die Dissertation abgelehnt, und das Promotionsverfahren wird eingestellt. Die Dekanin oder der Dekan der Fakultät erteilt der Doktorandin oder dem Doktoranden einen schriftlichen Bescheid über die Einstellung des Promotionsverfahrens(vgl. § 11 Abs.4). Der Doktorandin oder dem Doktoranden ist in diesem Fall Einsicht in die Akten zu gewähren. Eine abgelehnte Dissertation darf auch bei einer anderen Fakultät der Technischen Universität Berlin nicht mehr als Promotionsarbeit vorgelegt werden.
Beurteilt nur eine der Gutachterinnen oder einer der Gutachter die Dissertation mit nicht ausreichend, so ist vom Fakultätsrat im Benehmen mit dem Promotionsausschuß und der Doktorandin oder dem Doktoranden eine weitere Gutachterin oder ein weiterer Gutachter nach Möglichkeit von auswärts zu bestellen. Über die Weiterführung oder die Einstellung des Promotionsverfahrens entscheidet sodann die Mehrheit der Gutachterinnen oder Gutachter.
Wird das Promotionsverfahren weitergeführt, so vereinbart die Dekanin oder der Dekan mit dem Promotionsausschuß und der Doktorandin oder dem Doktoranden den Termin der wissenschaftlichen Aussprache. Hierzu lädt die Dekanin oder der Dekan mindestens 14 Tage vor dem angesetzten Termin
die Mitglieder des Promotionsausschusses, die weiteren Gutachterinnen und Gutachter und die Doktorandin oder den Doktoranden,
die Mitglieder des Fakultätsrates, die weiteren Professorinnen und Professoren, die Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die Privatdozentinnen und Privatdozenten ,die außerplanmäßigen Professorinnen und Professoren, die Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren und die promovierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Mitglieder der Fakultät sind, die Präsidentin oder den Präsidenten und
auf begründeten Vorschlag einer Gutachterin oder eines Gutachters, der Doktorandin oder des Doktoranden oder eines Mitglieds des Fakultätsrates weitere Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler ein, die nicht Mitglieder der Technischen Universität Berlin sein müssen.
Die wissenschaftliche Aussprache ist darüber hinaus universitätsöffentlich. Die
Dissertation liegt für die oben genannten Personen wenigstens für die
Dauer von 14 Tagen vor der wissenschaftlichen Aussprache in der
Fakultätsverwaltung aus. Zusätzlich können die Gutachten für die Mitglieder des
Promotionsausschusses und für die hauptamtlichen Hochschullehrerinnen
und Hochschullehrer eingesehen werden. Die Dekanin oder der Dekan
kann auch unter Buchstabe c)genannten Personen die Einsichtnahme in die
Gutachten gestatten.
(2)Die wissenschaftliche Aussprache findet in deutscher Sprache statt; Ausnahmen können in besonders begründeten Fällen von der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses zugelassen werden, sofern alle Mitglieder des Promotionsausschusses zustimmen. Während der ganzen Aussprache ist die Anwesenheit aller Mitglieder des Promotionsausschusses erforderlich. Eine gleichzeitige wissenschaftliche Aussprache mit mehreren Doktorandinnen und Doktoranden ist ausgeschlossen.
(3)Die wissenschaftliche Aussprache besteht aus einem Vortrag der Doktorandin oder des Doktoranden über die Dissertation von etwa 20 Minuten und danach einer Diskussion mit den Gutachterinnen oder Gutachtern über das Fachgebiet der Dissertation. Abschließend können auch  mit Zustimmung der oder des Vorsitzenden des Promotionsausschusses  die geladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen zum Gegenstand der Dissertation an die Doktorandin oder den Doktoranden stellen. Die Aussprache dauert mindestens eine Stunde.
bestanden hat oder ob die Promotion nach dem Ergebnis der wissenschaftlichen Aussprache nicht vollzogen werden kann. Außerdem faßt der Promotionsausschuss die Urteile der Gutachterinnen oder Gutachter über die Dissertation zu einem gemeinsamen Urteil
ausreichend zusammen.
Aufgrund der gemeinsamen Urteile über die Dissertation und die wissenschaftliche Aussprache entscheidet der Promotionsausschuss, ob das Promotionsverfahren insgesamt
bestanden (oder rite) ist.
Das Gesamturteil mit Auszeichnung bestanden darf nur vergeben werden, wenn sämtliche Gutachterinnen oder Gutachter die Dissertation uneingeschränkt mit sehr gut und die wissenschaftliche Aussprache ebenfalls uneingeschränkt mit sehr gut beurteilt haben.
(5) Über die wissenschaftliche Aussprache ist ein schriftliches Protokoll anzufertigen, das mindestens die folgenden Informationen enthalten muss:
Bemerkungen zur Veröffentlichung (Abs.6 Satz 2) und die
Das Protokoll wird von der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses und den anwesenden Gutachterinnen oder Gutachtern unterzeichnet.
(6)Die oder der Vorsitzende des Promotionsausschusses teilt das Ergebnis unverzüglich der Doktorandin oder dem Doktoranden mit und stellt ihr oder ihm darüber eine vorläufige Bescheinigung aus. Stilistische oder kleinere sachliche Änderungen der Dissertation können im Einvernehmen zwischen der Doktorandin oder dem Doktoranden und dem Promotionsausschuss vereinbart werden. Die Dekanin oder der Dekan werden über das Gesamtergebnis der Promotion informiert und unterrichten den Fakultätsrat im öffentlichen Teil seiner nächsten Sitzung ohne Bekanntgabe der Note über die Promotion.
(7)Kann die Promotion nach dem Ergebnis der wissenschaftlichen Aussprache nicht vollzogen werden, so kann diese spätestens nach 12 Monaten noch einmal wiederholt werden, wenn die Doktorandin oder der Doktorand die Wiederholung innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Ergebnisses beantragt hat.
Hat die Doktorandin oder der Doktorand nach nicht bestandener wissenschaftlicher Aussprache keine Wiederholung beantragt, oder hat sie oder er die wiederholte wissenschaftliche Aussprache nicht bestanden, wird das Promotionsverfahren eingestellt. Die Doktorandin oder der Doktorand wird entsprechend benachrichtigt.
Bevor die Promotion nach erfolgreich abgeschlossener wissenschaftlicher Aussprache vollzogen werden kann, muß die Dissertation in angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit durch Vervielfältigung und Verbreitung zugänglich gemacht werden.
In angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist die Dissertation dann, wenn die Verfasserin oder der Verfasser neben dem für die Prüfungsakten der Fakultät erforderlichen Exemplar unentgeltlich an die Universitätsbibliothek abliefert:
40 Exemplare in Buch- oder Fotodruck zum Zwecke der Verbreitung oder
3 Exemplare, wenn die Veröffentlichung ungekürzt in einer Zeitschrift erfolgt oder
3 Exemplare, wenn eine gewerbliche Verlegerin oder Verleger die Verbreitung über den Buchhandel übernimmt und eine Mindestauflage von 150 Exemplaren nachgewiesen wird und auf der Rückseite des Titelblatts die Veröffentlichung als Dissertation unter Angabe der Technischen Universität Berlin als Dissertationsort ausgewiesen wird oder
3 Exemplare in kopierfähiger Maschinenschrift zusammen mit der Mutterkopie und 40 weiteren Kopien in Form von Mikrofiches oder
3 Exemplare in kopierfähiger Maschinenschrift und die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind.
Im Fall 1 ist die Universitätsbibliothek verpflichtet, die überzähligen Tauschexemplare vier Jahre lang in angemessener Stückzahl aufzubewahren. In den Fällen 1,4 und 5 muß die Doktorandin oder der Doktorand der Universität das Recht übertragen, weitere Kopien der Dissertation herzustellen bzw. in Datennetzen zur Verfügung zu stellen.
Außerdem ist eine von einer Gutachterin oder einem Gutachter genehmigte Zusammenfassung (Abstract) der Dissertation im Umfang von nicht mehr als einer Seite zum Zweck der Veröffentlichung anzufertigen. Je ein Exemplar erhalten die Fakultät, die Mitglieder des Promotionsausschusses und die Universitätsbibliothek, die die Zusammenfassung verbreiten darf.
Wird eine Dissertation von einer gewerblichen Verlegerin oder einem gewerblichen Verleger vertrieben und wird dazu ein Druckkostenzuschuß aus öffentlichen Mitteln gewährt, ist eine angemessene Anzahl von Exemplaren der Universitätsbibliothek für Tauschzwecke zur Verfügung zu stellen.
In dem der Universität zur Verfügung gestellten Exemplar der Dissertation und in der Zusammenfassung sind der Tag der wissenschaftlichen Aussprache, die Gutachterinnen und die Gutachter und das Zeichen der Technischen Universität Berlin im Bibliotheksverkehr (D83) anzugeben.Der Vermerk D 83 soll in der Regel auch in allen Exemplaren einer Dissertation, die als Verlagspublikation erscheint, enthalten sein.
Die Dekanin oder der Dekan vollzieht die Promotion durch Aushändigung der Promotionsurkunde, sobald die Doktorandin oder der Doktorand die Dokumentation nach § 9 erstellt und bei der Universitätsbibliothek eingereicht hat.
Die Urkunde enthält Thema, Gesamturteil des Promotionsverfahrens, das Datum der wissenschaftlichen Aussprache, die Unterschriften der Präsidentin oder des Präsidenten und der Dekanin oder des Dekans sowie das Siegel der Technischen Universität Berlin. Ein Muster der Urkunde wird der Ordnung als Anlage 2 beigefügt.
Mit der Aushändigung der Promotionsurkunde erhält die Doktorandin oder der Doktorand das Recht, den jeweils verliehenen Grad zu führen.
In der Fakultätsverwaltung ist eine Liste oder Kartei über die Promotionsanmeldungen, die gestellten Promotionsanträge und die abgeschlossenen Promotionen zu führen.
Einem Antrag der Doktorandin oder des Doktoranden auf Zurücknahme des Promotionsantrages kann die Fakultät nur entsprechen, solange kein schriftliches Gutachten abgegeben wurde.
Wenn die Doktorandin oder der Doktorand es ohne einen vom Fakultätsrat anerkannten Grund versäumt oder ablehnt, einer zum Promotionsverfahren an sie ergangenen Aufforderung der Dekanin oder des Dekans nachzukommen oder wenn sie oder er die endgültige Fassung der Dissertation ohne eine von der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses als triftig anerkannten Grund nicht innerhalb von sechs Monaten nach einer positiv beurteilten wissenschaftlichen Aussprache in der vorgeschriebenen Form abgibt, wird das Promotionsverfahren durch eine schriftliche Feststellung des Promotionsausschusses eingestellt. Dies gilt auch, wenn die Doktorandin oder der Doktorand, nachdem ein schriftliches Gutachten abgegeben worden ist, mitteilt, daß sie oder er auf die Fortsetzung des Promotionsverfahrens verzichtet.
Wird vor der Aushändigung der Promotionsurkunde festgestellt, daß die Doktorandin oder der Doktorand wissentlich irreführende Angaben gemacht haben, so entscheidet der Fakultätsrat, ob das Promotionsverfahren einzustellen ist. Im Zweifelsfall wird das Verfahren bis zur Klärung ausgesetzt. Der Doktorandin oder dem Doktoranden ist Gelegenheit zu geben, zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Bescheide, mit denen die Einstellung des Promotionsverfahrens mitgeteilt wird, sind von der Dekanin oder dem Dekan schriftlich zu erteilen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Die Präsidentin oder der Präsident ist zu benachrichtigen.
Endet das Promotionsverfahren mit einer Ablehnung oder wird es eingestellt, so benachrichtigt die Dekanin oder der Dekan die Präsidentin oder den Präsidenten der Technischen Universität Berlin, und diese nach Eintritt der Rechtskraft der Bescheide- alle anderen deutschsprachigen Universitäten.
Zur Förderung der internationalen Kooperation kann die Fakultät mit ausländischen Universitäten oder vergleichbaren Bildungseinrichtungen, die das Promotionsrecht besitzen, ein gemeinsames Promotionsverfahren durchführen.
Der Rahmen für das gemeinsame Promotionsverfahren ist für den Einzelfall in einer vertraglichen Vereinbarung festzulegen, in der zu regeln ist, daß die Bestimmungen dieser Promotionsordnung für das gemeinsame Promotionsverfahren gelten. In der Vereinbarung kann im Sinne der nachstehenden Vorschriften eine Abweichung von dieser Promotionsordnung bestimmt werden.
Es muß sichergestellt sein, dass in dem Land, in welchem die ausländische Universität oder vergleichbare Bildungseinrichtung, mit der der Vertrag geschlossen werden soll, ihren Sitz hat, der erworbene Grad geführt werden kann.
Für die gemeinsame Promotion ist die Vorlage einer Dissertation und eine mündliche Promotionsleistung erforderlich. Im Falle der Abfassung der Dissertation oder/und der Durchführung der mündlichen Promotionsleistung in der Landessprache der ausländischen Universität/vergleichbaren Bildungseinrichtung oder anderen als der deutschen Sprache ist/sind eine schriftliche Zusammenfassung bzw. ein Resümee in deutscher Sprache zu erbringen. Ein wesentlicher Teil der Erarbeitung der Dissertation muß an der Technischen Universität Berlin stattfinden.
Zur Beurteilung der gemeinsamen Promotion wird von jeder Universität oder vergleichbaren Bildungseinrichtung neben der oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses jeweils die gleiche Anzahl von Gutachterinnen und Gutachter eingesetzt.
Die Promotionsunterlagen werden an der Universität oder vergleichbaren Bildungseinrichtung, an der die mündliche Promotionsleistung erbracht werden soll, geführt; die andere Universität oder vergleichbare Bildungseinrichtung erhält Kopien davon.
Es wird eine zweisprachige Promotionsurkunde unter Hinweis auf das gemeinsame Promotionsverfahren und Angabe des in dem jeweiligen, betreffenden Lande zu führenden Doktorgrades von der Universität oder vergleichbarer Bildungseinrichtung, an der die mündliche Promotionsleistung erbracht wurde, ausgefertigt und von beiden Universitäten oder vergleichbaren Bildungseinrichtungen unterzeichnet und gesiegelt.
Die Technische Universität Berlin kann auf Antrag einer Fakultät durch Beschluß des Akademischen Senats die akademischen Würden  Doktorin oder Doktor der Ingenieurwissenschaften Ehren halber(Dr.-Ing. E.h.),Doktorin oder Doktor der Naturwissenschaften Ehren halber(Doktrix oder Doktor rerum naturalium honoris causa; abgek. Dr.rer.nat h.c), Doktorin oder Doktor der Philosophie( Dr. phil h.c. ) und Doktorin oder Doktor der Wirtschaftswissenschaften honoris causa( Doktorin oder Doktor rerum oeconomicarum honoris causa;abgek. Dr. rer.oec.h.c.)als Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Verdienste auf einem zu ihren Aufgaben gehörenden Gebiet verleihen. Die oder der zu Ehrende darf nicht aktives Mitglied der Technischen Universität Berlin sein.
Die Beschlussfassung im Fakultätsrat erfordert zwei Lesungen. Beide Abstimmungen sind geheim.
Der Akademische Senat muß ebenfalls über die Ehrenpromotion beschließen. Näheres regelt die Geschäftsordnung des Akademischen Senats.
Eine weitere Verleihung der akademischen Ehrenwürde gem. Abs. 1 ist nur möglich, wenn vorausgegangene Verleihungen durch eine andere Hochschule und aus anderen Gründen erfolgt sind.
Die Ehrenpromotion wird durch Aushändigung einer von der Präsidentin oder dem Präsidenten und der jeweiligen Dekanin oder des jeweiligen Dekans unterzeichneten und mit dem Universitätssiegel versehenen Urkunde vollzogen, in der die Verdienste der oder des Promovierten hervorzuheben sind.
Alle deutschsprachigen Hochschulen werden durch die Präsidentin oder den Präsidenten der Technischen Universität Berlin von der Verleihung dieser Würde informiert.
Die Entziehung der akademischen Grade gem. § 1 erfolgt nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften.
Die Präsidentin oder der Präsident der Technischen Universität Berlin teilt die Entziehung allen deutschsprachigen Hochschulen und dem für Hochschulen zuständigen Mitglied des Senats von Berlin mit.
Die vorstehenden Vorschriften gelten sinngemäß für die Verleihung von Ehrenwürden.
Promotionsverfahren, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung eröffnet worden sind, werden nach den bisher geltenden Ordnungen abgeschlossen. Antragstellerinnen und Antragsteller, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Ordnung bereits einen Antrag auf Annahme der Promotionsabsicht gestellt haben, können innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Ordnung auf Antrag nach den bisher für sie gültigen Ordnungen ihre Promotion abschließen. Die Wahl ist mit dem Antrag auf Eröffnung des Promotionsverfahrens unwiderruflich zu treffen.
Diese Ordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Amtlichen Mitteilungsblatt der Technischen Universität Berlin in Kraft.
Gleichzeitig treten die Ordnung für die Promotion zur Doktorin oder zum Doktor der Ingenieurwissenschaften in der Neufassung vom 20. Mai 1993(AMBl.TU Nr. 12 vom 29. Dezember1993), zuletzt geändert am 26. 1.2000 ( AMBl. TU S. 31), die Ordnung für die Promotion zur Doktorin/zum Doktor der Naturwissenschaften an der Technischen Universität Berlin in der Neufassung vom 8.12.1993 (AMBl. TU Nr. 2 vom 28.2.1994), zuletzt geändert am 29.11.2000 (AMBl. TU 2001 S. 111), die Ordnung für die Promotion zur Doktorin/zum Doktor der Philosophie in der Neufassung vom 9.7.1996 (AMBl.TU Nr. 6 vom 2.September 1994), zuletzt geändert am 14.Juni 2000 (AMBl.TU 2001 S. 115) und die Ordnung der Fachbereiche Wirtschaft und Management sowie Informatik der Technischen Universität Berlin für die Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften vom 11. Mai und 29. Juni 1998 (AMBl. TU S. 141), zuletzt geändert am 9. Dezember 1997 und 15. Februar 2000 (AMBl. TU. 2002 S. 82) außer Kraft.
Anlage 1 zur Promotionsordnung der Technischen Universität Berlin
Der Grad  Doktorin oder Doktor der Ingenieurwissenschaften wird von den Fakultäten II, III, IV, V, VI, VII und VIII vergeben.
Der Grad  Doktorin oder Doktor der Naturwissenschaften  wird von den Fakultäten II, III, IV,V, VI, VII und VIII vergeben.
Der Grad  Doktorin oder Doktor der Philosophie wird von den Fakultäten I, V und VII vergeben.
Der Grad Doktorin oder Doktor der Wirtschaftswissenschaften wird von der Fakultät VIII vergeben.

References: § 13
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 § 7
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