Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20140624_OGH0002_0040OB00071_14S0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2018-06-20 09:26:13+00:00

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RIS - Rechtssätze für 4Ob71/14s - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob546/57 3Ob8/79 3Ob10...
RS0000994
2Ob546/57; 3Ob8/79; 3Ob106/89; 3Ob174/97b; 3Ob7/99x; 4Ob71/14s
EO §37 Ak
EO §353 Abs1 IA
EO §353 Abs1 VII
EO §357
Wird der Betreibende nach § 353 EO zur Vornahme einer dem Verpflichteten obliegenden Handlung ermächtigt, richtet sich diese Ermächtigung nur gegen den Verpflichteten und kann sich niemals auf eine Handlung beziehen, die der Verpflichtete selbst mangels eines Exekutionstitels gegen einen Dritten nicht vornehmen könnte. Der Dritte, dessen Rechtssphäre durch eine solche Ermächtigung, die die rechtliche Möglichkeit der Brechung eines allfälligen Widerstandes in sinngemässer Anwendung des § 357 EO in sich schließt (SZ 6/171), verletzt wird, kann gemäß § 37 Abs 1 EO gegen die Exekution Widerspruch erheben.
2 Ob 546/57
Entscheidungstext OGH 29.01.1958 2 Ob 546/57
MietSlg 6859
3 Ob 8/79
Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 8/79
3 Ob 106/89
Entscheidungstext OGH 15.11.1989 3 Ob 106/89
nur: Wird der Betreibende nach § 353 EO zur Vornahme einer dem Verpflichteten obliegenden Handlung ermächtigt, richtet sich diese Ermächtigung nur gegen den Verpflichteten und kann sich niemals auf eine Handlung beziehen, die der Verpflichtete selbst mangels eines Exekutionstitels gegen einen Dritten nicht vornehmen könnte. (T1)
3 Ob 174/97b
Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 174/97b
Auch; nur: Der Dritte, dessen Rechtssphäre durch eine solche Ermächtigung verletzt wird, kann gemäß § 37 Abs 1 EO gegen die Exekution Widerspruch erheben. (T2)
3 Ob 7/99x
Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 7/99x
Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 2014/59
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0000994
JJR_19580129_OGH0002_0020OB00546_5700000_001
Rechtssatz für 3Ob142/64 3Ob60/70 3Ob7...
Entscheidungstext OGH 08.06.1972 3 Ob 56/72
Entscheidungstext OGH 08.06.1972 3 Ob 64/72
Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 198/74
Beisatz: Dem endgültigen Erfolg darf nicht vorgegriffen werden; Prüfung auf Grund der Klagebehauptung in Verbindung mit den Ergebnissen des dem Exekutionstitel vorangegangenen Verfahren. (T2)
Veröff: EvBl 1975/190 S 404
Entscheidungstext OGH 01.06.1976 3 Ob 62/76
Entscheidungstext OGH 31.08.1976 3 Ob 88/76
Entscheidungstext OGH 27.07.1978 3 Ob 102/78
Entscheidungstext OGH 28.09.1983 3 Ob 92/83
Entscheidungstext OGH 09.04.1986 3 Ob 28/86
Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 13/86
Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 93/88
Entscheidungstext OGH 18.01.1989 3 Ob 1047/88
Entscheidungstext OGH 22.02.1989 3 Ob 185/88
Entscheidungstext OGH 29.11.1989 3 Ob 135/89
Entscheidungstext OGH 25.04.1990 3 Ob 43/90
Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 7/91
Entscheidungstext OGH 25.11.1992 3 Ob 112/92
Entscheidungstext OGH 03.02.1993 3 Ob 1003/93
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 4/97b
Auch; Beisatz: Dass bei der Beurteilung eines Aufschiebungsantrages (neben weiteren Voraussetzungen) nicht nur die Einbringung eines der in § 42 Abs 1 EO genannten Rechtsmittel und Rechtsbehelfe, sondern auch dessen Erfolgsaussichten zu prüfen sind, ergibt seit der WGN 1983 ein zwingender Umkehrschluss aus § 44 Abs 3 EO. (T9)
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 3 Ob 32/00b
Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 248/03x
Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 143/04g
6Ob55/65; 1Ob54/65; 5Ob258/67; 7Ob215/68; 1Ob91/69; 1Ob209/69; 7Ob51/70; 8Ob254/70; 5Ob23/71; 4Ob580/74; 8Ob105/75; 3Ob576/76; 7Ob562/77; 6Ob673/77; 1Ob17/78; 6Ob772/79; 5Ob776/81; 1Ob556/82; 1Ob31/82; 1Ob658/82; 1Ob6/83; 1Ob702/83; 3Ob595/85 (3Ob596/85); 1Ob618/87; 3Ob634/86; 3Nd511/87; 1Ob1/88; 1Ob10/88; 2Ob656/87; 6Ob708/88; 5Ob49/89; 4Ob522/89; 5Ob615/89; 1Ob35/89; 1Ob652/90; 8Ob635/92; 7Ob636/94; 1Ob16/95; 6Ob1679/95; 1Ob512/96; 4Ob2347/96t; 1Ob2003/96g; 6Ob40/97v; 1Ob144/97a; 6Ob109/98t; 8Ob255/98b; 1Ob6/00i; 3Ob201/99a; 5Ob153/00m; 1Ob284/00x; 1Ob42/01k; 7Ob182/02v; 1Ob92/02i; 5Ob65/03z; 5Ob261/03y; 6Ob15/04f; 3Ob266/03v; 6Ob243/06b; 4Ob250/06b; 8Ob135/06w; 4Ob196/07p; 2Ob167/07h; 1Ob47/08f; 6Ob227/07m; 2Ob194/08f; 5Ob133/09h; 8Ob128/09w; 5Ob2/11x; 4Ob25/11x; 9Ob29/11x; 10Ob52/11m; 5Ob138/11x; 4Ob43/11v; 4Ob99/12f; 9Ob48/12t; 4Ob71/14s; 2Ob1/16k; 4Ob123/16s; 6Ob98/17f
3Ob136/81; 3Ob11/82; 3Ob101/81; 3Ob27/83; 3Ob162/83; 3Ob77/84; 3Ob1012/86; 3Ob110/87; 3Ob149/88; 3Ob186/88; 3Ob77/91; 4Ob109/91; 4Ob137/91; 3Ob85/99t; 3Ob298/99s; 3Ob161/00y; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob153/03a; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob270/05k; 3Ob13/06t; 3Ob257/08b; 3Ob223/10f; 3Ob226/10x; 3Ob8/11i; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob74/16b; 3Ob191/16h
Rechtssatz für 3Ob113/95 3Ob111/05b 3O...
RS0079250
3Ob113/95; 3Ob111/05b; 3Ob288/08m; 3Ob29/09z; 3Ob48/11x; 4Ob71/14s
EO §9 A
Wird gegen eine juristische Person Exekution nach § 355 EO geführt, so sind Geldstrafen gegen die verpflichtete juristische Person selbst und nicht gegen deren Organwalter zu verhängen.
3 Ob 113/95
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 3 Ob 113/95
3 Ob 111/05b
Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 111/05b
Auch; Beisatz: Der erkennende Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass bei der Exekution nach § 355 EO die im Gesetz vorgesehenen Zwangsmittel und Beugemittel nur gegen die juristische Person - die von der titelmäßigen Verpflichtung unmittelbar getroffen wird- selbst und nicht gegen deren Organwalter zu verhängen sind. (T1)
3 Ob 288/08m
Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 288/08m
3 Ob 29/09z
Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 29/09z
3 Ob 48/11x
Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 48/11x
Vgl; Beisatz: Hier: Exekution nach § 354 EO. (T2); Beisatz: Die Verhängung der Haft (§ 360 EO) über den Geschäftsführer einer GmbH zur Erzwingung einer unvertretbaren Handlung der Gesellschaft (hier Rechnungslegung) ist zulässig. (T3); Veröff: SZ 2011/62
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079250
JJR_19951221_OGH0002_0030OB00113_9500000_001
Rechtssatz für 3Ob135/97t 7Ob150/97b 3...
RS0107694
3Ob135/97t; 7Ob150/97b; 3Ob91/98y; 3Ob92/98w; 3Ob254/03d; 3Ob261/03h; 3Ob54/04v; 7Ob261/04i; 10Ob119/05f; 3Ob159/06p; 3Ob107/07t; 3Ob129/08d; 3Ob272/09k; 3Ob120/10h; 3Ob133/10w; 3Ob151/10t; 3Ob190/11d; 3Ob220/11s; 3Ob19/12h; 3Ob11/12g; 3Ob115/13b; 4Ob71/14s; 3Ob12/14g; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob74/16b; 3Ob129/16s; 3Ob132/17h; 3Ob1/18w; 3Ob219/17b
EO §355 VIb
EO §355 VIIa
Der Verpflichtete kann die Aufhebung eines Strafbeschlusses mit Impugnationsklage unter anderem dann erreichen, wenn er im Prozess dartut, ein Unterlassungsgebot ohne jedes Verschulden verletzt zu haben (so schon SZ 68/151).
3 Ob 254/03d
Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 254/03d
Auch; Beisatz: Oder wenn er geltend macht, er habe dem Exekutionstitel überhaupt nicht zuwider gehandelt. (T1)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das Urteilsbegehren hat auf Unzulässigerklärung der Anlassexekution zu lauten. (T2)
Vgl; Beisatz: Bei jedem einzelnen vorgeworfenen Verstoß kann geltend gemacht werden, es liege wegen Änderung der Umstände kein Verstoß gegen den Exekutionstitel vor. (T3)
7 Ob 261/04i
Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 261/04i
10 Ob 119/05f
Entscheidungstext OGH 24.10.2006 10 Ob 119/05f
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Geltendmachung nur im Impugnationsprozess. (T4)
3 Ob 129/08d
Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 129/08d
Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Behauptungen des Klägers. (T5)
3 Ob 151/10t
Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 151/10t
3 Ob 190/11d
Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 190/11d
3 Ob 19/12h
Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 19/12h
Beisatz: Die Vertretbarkeit der Titelauslegung durch die verpflichtete Partei selbst bildet keinen Impugnationsgrund, denn sie vermag nicht das „Verschulden“ zu beseitigen. (T6)
3 Ob 1/18w
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 1/18w
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107694
JJR_19970423_OGH0002_0030OB00135_97T0000_001
Rechtssatz für 3Ob342/99m 3Ob22/05i 3O...
RS0114378
3Ob342/99m; 3Ob22/05i; 3Ob151/06m; 17Ob11/08d; 3Ob268/08w; 3Ob29/09z; 4Ob71/14s
EO §43 Abs2
EO §44 A
Voraussetzung für die Aufschiebung einer Unterlassungsexekution ist, dass die Weiterführung der Exekution trotz Möglichkeit der Rückzahlung der Strafen mit Nachteilen verbunden wäre, deren Ersatz die verpflichtete Partei von der betreibenden Partei nicht erlangen könnte, falls die Exekutionsführung zu Unrecht erfolgt. Solche Umstände können etwa darin gelegen sein, dass die verpflichtete Partei geschäftliche Nachteile erleiden würde, deren Ersatz sie von der betreibenden Partei nicht erlangen kann (RPflSlgE 1989/70).
3 Ob 342/99m
Entscheidungstext OGH 25.10.2000 3 Ob 342/99m
3 Ob 22/05i
Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 22/05i
Auch; nur: Voraussetzung für die Aufschiebung einer Unterlassungsexekution ist, dass die Weiterführung der Exekution trotz Möglichkeit der Rückzahlung der Strafen mit Nachteilen verbunden wäre, deren Ersatz die verpflichtete Partei von der betreibenden Partei nicht erlangen könnte. (T1); Beisatz: Unzureichende Tatsachenbehauptungen zum Aufschiebungsinteresse lassen sich auch nicht durch die Auferlegung einer Sicherheitsleistung ersetzen. (T2)
3 Ob 151/06m
Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 151/06m
Auch; Veröff: SZ 2008/68
3 Ob 268/08w
Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 268/08w
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114378
JJR_20001025_OGH0002_0030OB00342_99M0000_001
Rechtssatz für 3Ob12/06w 4Ob71/14s
RS0120687
3Ob12/06w; 4Ob71/14s
EO §36 F
EO §42 F
EO §42 I5
GEG 1962 §6 Abs1
GEG 1962 §11 Abs1
Die wegen einer Impugnationsklage (§36 EO) gegen eine rechtskräftige Exekutionsbewilligung und den damit verbundenen Strafbeschluss erwirkte Aufschiebung der Exekution nach §355 EO bildet die Grundlage für einen Aufschiebungsantrag in jenem Exekutionsverfahren, das aufgrund eines Zahlungsauftrags nach §6 Abs 1 GEG 1962 zur Hereinbringung der Geldstrafe gemäß §11 Abs 1 GEG 1962 geführt wird (§42 Abs 1 Z 5 EO im Wege der Analogie).
3 Ob 12/06w
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 12/06w
Veröff: SZ 2006/46
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120687
JJR_20060329_OGH0002_0030OB00012_06W0000_001
3Ob205/07d; 3Ob172/09d; 3Ob206/09d; 3Ob195/09m; 3Ob127/10p; 3Ob235/10w; 3Ob237/10i; 3Ob236/10t; 3Ob100/11v; 4Ob88/11m; 3Ob240/11g; 3Ob75/12v (3Ob87/12h); 3Ob201/12y; 3Ob115/13b; 4Ob71/14s; 3Ob12/14g; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob262/15y; 3Ob263/15w; 4Ob30/17s; 3Ob132/17h; 3Ob162/17w; 3Ob219/17b
3 Ob 162/17w
Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 162/17w
Rechtssatz für 4Ob6/12d 4Ob71/14s
RS0128000
4Ob6/12d; 4Ob71/14s
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art2
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art3
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art5 Abs1
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art5 Abs2
UrhG §41a
UrhG §42 Abs4
1. Ist Art 8 Abs 3 RL 2001/29/EG (Info‑RL) dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Internet zugänglich macht (Art 3 Abs 2 Info‑RL), die Dienste der Access-Provider jener Personen nutzt, die auf diese Schutzgegenstände zugreifen?
Ist es mit dem Unionsrecht, insbesondere mit der danach erforderlichen Abwägung zwischen den Grundrechten der Beteiligten, vereinbar, einem Access-Provider ganz allgemein (also ohne Anordnung konkreter Maßnahmen) zu verbieten, seinen Kunden den Zugang zu einer bestimmten Website zu ermöglichen, solange dort ausschließlich oder doch weit überwiegend Inhalte ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht werden, wenn der Access‑Provider Beugestrafen wegen Verletzung dieses Verbots durch den Nachweis abwenden kann, dass er ohnehin alle zumutbaren Maßnahmen gesetzt hat?
Beisatz: Der EuGH entschied mit Urteil vom 27.3.2014, C‑314/12 wie folgt:
1.	Art 8 Abs 3 Info-RL ist dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Sinne von Art 3 Abs 2 dieser Richtlinie auf einer Website öffentlich zugänglich macht, die Dienste des als Vermittler im Sinne von Art 8 Abs 3 der Richtlinie anzusehenden Anbieters von Internetzugangsdiensten der auf diese Schutzgegenstände zugreifenden Personen nutzt.
2.	Die durch das Unionsrecht anerkannten Grundrechte sind dahin auszulegen, dass sie einer gerichtlichen Anordnung nicht entgegenstehen, mit der einem Anbieter von Internetzugangsdiensten verboten wird, seinen Kunden den Zugang zu einer Website zu ermöglichen, auf der ohne Zustimmung der Rechteinhaber Schutzgegenstände online zugänglich gemacht werden, wenn die Anordnung keine Angaben dazu enthält, welche Maßnahmen dieser Anbieter ergreifen muss, und wenn er Beugestrafen wegen eines Verstoßes gegen die Anordnung durch den Nachweis abwenden kann, dass er alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat; dies setzt allerdings voraus, dass die ergriffenen Maßnahmen zum einen den Internetnutzern nicht unnötig die Möglichkeit vorenthalten, in rechtmäßiger Weise Zugang zu den verfügbaren Informationen zu erlangen, und zum anderen bewirken, dass unerlaubte Zugriffe auf die Schutzgegenstände verhindert oder zumindest erschwert werden und dass die Internetnutzer, die die Dienste des Adressaten der Anordnung in Anspruch nehmen, zuverlässig davon abgehalten werden, auf die ihnen unter Verletzung des Rechts des geistigen Eigentums zugänglich gemachten Schutzgegenstände zuzugreifen, was die nationalen Behörden und Gerichte zu prüfen haben.(T1)
Bem: Siehe auch RS0129498 (T2); Veröff: SZ 2014/59
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128000
JJR_20120511_OGH0002_0040OB00006_12D0000_001
Rechtssatz für 4Ob71/14s 4Ob22/15m
RS0129498
4Ob71/14s; 4Ob22/15m
Im Fall einer Exekution nach § 355 EO kann der Provider mit Impugnationsklage geltend machen, dass er alle zumutbaren Maßnahmen zur Verhinderung des Zugang gesetzt habe. Wird eine solche Klage erhoben, ist das Exekutionsverfahren ohne Prüfung von deren Erfolgsaussichten und ohne Vorliegen einer Gefährdung iSv § 44 Abs 1 EO aufzuschieben.
4 Ob 22/15m
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 22/15m
Auch; Beisatz: Hier: Access-Provider. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129498
JJR_20140624_OGH0002_0040OB00071_14S0000_001

References: §37
 §353
 §353
 §357
 § 353
 § 357
 § 37
 OGH 
 OGH 
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 § 353
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 § 37
 OGH 
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 OGH 
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 OGH 
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 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 42
 § 44
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §9
 § 355
 OGH 
 OGH 
 § 355
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 354
 §355
 §355
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §43
 §44
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §36
 §42
 §42
 §6
 §11
 §355
 §6
 §11
 OGH 
 OGH 
 §41
 §42
 EuGH 
 § 355
 § 44
 OGH