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Timestamp: 2019-04-18 22:58:32+00:00

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Stationäre Hilfen zur Erziehung - Heimerziehung | Hausarbeiten publizieren
Stationäre Hilfen zur Erziehung - Heimerziehung
13 Seiten, Note: Schein
1. Definition der Heimerziehung
2.1. BRD
2.1.1. Heimkampagne
2.1.2. (resultierende) Entwicklungen
3. rechtliche Grundlagen & Finanzierung
4. Angebotsformen
Definition der Heimerziehung
„Heimerziehung bedeutet eine erwünschtermaßen – und gesetzlich festgelegte – zeitlich begrenzte stationäre, meist heilpädagogisch-psychologisch ausgerichtete Erziehung außerhalb des ursprünglichen und natürlichen familiären Lebensfeldes durch pädagogische Fachkräfte, wobei die betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Regel in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen in einer Art Lebensgemeinschaft zusammengeschlossen sind. […] Heimerziehung sollte in solchen Fällen vermieden werden, in denen eine alternative Vorgehensweise erfahrungsgemäß erfolgversprechend ist, wie etwa das Angebot ambulant-mobiler therapeutischer Maßnahmen – und sie sollte dann ohne Zögern realisiert werden, wenn es eine solche Perspektive nachweislich nicht gibt.“ (Schauder, S. 7f)
- Heimerziehung = „älteste Form gesellschaftlich organisierter Kinder- und Jugendfürsorge“ (Bürger, S. 632)
- Wurzeln: Mittelalter (Findel- und Waisenhäuser[1], Klosterschulen, Hospitäler und Armenhäuser) ➔ Folie Findelhaus ➔ geringer pädagogischer Anspruch, sondern vorrangig Sicherung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Wohnraum, medizinische Versorgung etc.), Erziehung zur „Arbeitsamkeit, Gottesfurcht und Demut“ (Günder 2003, S. 12)
- vor 16. Jahrhundert: verwaiste Kinder in Familien untergebracht ➔ billige Arbeitskräfte für Haus und Hof, kaum Erziehung oder Bildung
- 30-jähriger Krieg führte zu Überflutungen von Kinderanstalten (vgl. Günder 2003, S. 13)
- schon früher sprachen ökonomische Gründe für Familienpflege und gegen Heimunterbringung[2] ➔ 1862: Waisenhauskosten 3mal höher als Familienpflege ➔ gleichzeitige Forderung nach „gehörig ausgewählten“ (vgl. Günder 2003, S. 14) Pflegeeltern ➔ Abschaffung erster Waisenhäuser mancherorts ➔ geringere Kosten und verminderte Mortalität
- Anfang 19. Jahrhundert: „Rettungshausbewegung“ ➔ Zielsetzungen: „Seelenheil der verwaisten Kinder durch religiöse Bildung und Hinführung zu Gott“ retten + Kinder „zu brauchbaren Mitgliedern der Gesellschaft heranzubilden“ (Günder 2003, S. 15)
- bedeutendster Vertreter: Johann Hinrich Wichern ➔ 1833 Gründung „Rauhe Haus“ ➔ christliche Liebe und Zuwendung, keine Massenanstalten, sondern kleinere Gruppen ➔ führte zu ersten pädagogischen Einsichten
- Drittes Reich: ideologisch ausgerichtete Erziehungsziele; Unterteilung der Kinder in 3 Kategorien: „gute Elemente“ = erbgesund, normalbegabt, rassisch wertvoll, erziehungsfähig und -würdig und eingliederungsfähig ➔ Unterbringung in Jugendheimstätten; „halbgute Elemente“ ➔ Fürsorgeerziehung; „bösen Elemente“ = schwersterziehbare ➔ ab 1940 in polizeilichen Jugendschutzlagern untergebracht, bei Volljährigkeit Überführung in Arbeitshäuser oder Konzentrationslager
2.1 Nachkriegsentwicklung in BRD:
- zunächst „Beherbergung und Versorgung entwurzelter, […] elternloser Kinder und Jugendlicher“ (Bürger, S. 633), teilweise durch unqualifiziertes Personal wie ehemalige Soldaten (vgl. Günder 2003, S. 19)
- angewandte Disziplinierungsmaßnahmen: Strafisolation in Einzelzellen, Haarescheren, militärischer Drill und Arbeitszwang
➔ bis in 70er Jahre protokolliert! Ausnahmen beispielsweise „Münchener Waisenhaus“ oder Anfänge der SOS-Kinderdorfbewegung
- aber auch humanitäre, sozialpädagogisch orientierte Konzepte, z.B. Kinderdörfer (Gründung in 40er Jahren)
➔ Zielsetzung: dauerhafte Beheimatung elternloser unversorgter Kinder in familiärem Rahmen mit „unqualifizierten“ Kinderdorfmüttern
- ab 50er Jahren teilweise familienorientierte Heimerziehung, z.B. durch Andreas Mehringer ➔ weiterhin Dominanz der klassischen, anstaltsmäßigen Heimerziehung
- 60er Jahre: Schaffung kleiner Einrichtungen durch Initiativen engagierter Sozialpädagogen ➔ keine breite Veränderung der Heimerziehung ➔ Heime = „Institutionen sozialer Kontrolle“ (Bürger, S. 635)
2.1.1 Ende der 60er Jahre: Heimkampagne
➔ Studentenbewegung[3] machte auf unhaltbare Zustände aufmerksam; vor allem in Hessischen Heimen Aktionen, z.B. Massenentweichungen, die auf autoritären Erziehungsstil, Missachtung grundgesetzlich verankerter Rechte, unzureichende Bildungs- und Ausbildungschancen, unzureichende Entlohnung, unzureichend ausgebildetes Personal und Isolation abgelegener Heime aufmerksam machten ➔ „Staffelberg-Kampagne“[4]
- Forderung nach Demokratie und Mitgestaltungsrechten der „Insassen“ (Bürger, S. 636)
- „Verringerung der Gruppengröße“ (Günder 2003, S. 21)
- „tarifgerechte Entlohnung sowie Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten für Erzieher(innen)“ (Günder 2003, S. 21) ➔ verhindern von unüberschaubaren und unverlässlichen Bezugssystemen durch verstärkte Mitarbeiterfluktuation ➔ Beziehungsverluste und Desorientierung bei Kindern und Jugendlichen
- „Abschaffung von Stigmatisierungsmerkmalen, etwa Anstaltskleidung, Heime in abgelegener Lage etc.“ (Günder 2003, S. 21)
- Abschaffung zum Teil langer Heimaufenthalte bei gleichzeitigem Fehlen einer Erziehungsplanung
- Abkehr von willkürlichen Einweisungskriterien wie „Verwahrlosung“ (vgl. Münder, S. 321)
- Abkehr von geschlossener Unterbringung in Heimen
➔ Entrüstung und Proteste in Gesellschaft, wegen zunehmendem Stellenwert von Partizipation und Chancengleichheit sozial benachteiligter Gruppen
- Aktionen führten zu Legitimations- und Veränderungsdruck ➔ Aktivitäten auf Seiten der Jugendämter, der Landesjugendämter und freien Trägerverbänden ➔ Träger erarbeiteten „Grundsatzpapiere zur Lage und zu den Entwicklungserfordernissen der Heimerziehung“ (Bürger, S. 636) ➔ Vorschläge zu konkreten Veränderungen
- 70er Jahre: kaum nachlassender Legitimations- und Innovationsdruck auf Heimträger; Heim = Konkurrenz zu Pflegefamilien ➔ verstärkte Alternativnutzung
- „Zwischenbericht der Kommission Heimerziehung“ formulierte fachliche Standards in Bezug auf Binnenstrukturen, Standortfragen, pädagogisch-konzeptionelle und personelle Erfordernisse ➔ Umsetzung in 80er Jahren, aber nicht zeitgleich in allen Einrichtungen und auch heute noch erhebliche Unterschiede in Leistungs- und Angebotsprofilen von Heimen; trotzdem Verbesserungen in Qualitätsstandards im breiten Praxisfeld erkennbar ➔ Auflösung von Großheimen, Reduktion von Platzkapazitäten und Dezentralisierung von Heimanlagen; statt Zentraleinrichtungen autonom arbeitende Wohngruppen und Wohngruppenverbünde
- Mitte der 70er Jahre: Entstehung von Kleinstheimen und Kinderhäusern
- gravierende Veränderungen der Gruppengrößen ➔ 60er Jahre: 25+ Plätze ➔ variable Gruppengrößen 5-10 Plätze
- Verbesserung der räumlichen Rahmenbedingungen ➔ individualisierte Raumprogramme, häufig mit Einzelzimmern
- Verbesserung der personellen Ausstattung ➔ höhere Betreuungsdichte, verbesserte pädagogische Qualifikation der Mitarbeiter
- Ausbau psychologischen und therapeutischen Personals ➔ Einrichtung von „Spezialdiensten“ (Bürger, S. 638) zur Begutachtung von Verhaltensauffälligkeiten und zur Diagnostik
- Gegenposition zu den therapeutisierenden Ansätzen: Konzept der Alltagsorientierung
- veränderte Beurteilung der Problemlagen betreuter junger Menschen ➔ Abkehr vom versagenden, gestörten Kind/Jugendlichen ➔ Betrachtung familiärer und sozialstruktureller Kontexte und Lebensbedingungen ➔ Perspektivwechsel = Wegbereiter für lebensweltorientiertes Konzept der Jugendhilfe
2.1.2 (resultierende) Entwicklungen
- „Ausdifferenzierung von Einrichtungen der Heimerziehung i.S. einer Einbeziehung von teilstationären und ambulanten Angeboten,
- Milieunaher Auf- und Ausbau von Kleinstheimen (Kinderhäusern) und familienähnlichen Betreuungsformen mit dem Ziel einer beziehungsintensiven Ausgestaltung des pädagogischen Milieus,
- Ausbau und Verbesserung der Nachbetreuung von heimentlassenen Jugendlichen,
- Entwicklung von Alternativen zur geschlossenen Unterbringung in der Heimerziehung,
- Dezentralisierung von Einrichtungen der Heimerziehung, Bildung von Wohngemeinschaften,
- Betreutes Einzelwohnen, mobile Betreuung.“ (Münder, S. 321f)
2.2 Heimerziehung in der DDR und Entwicklungen nach dem Beitritt zur BRD
- 1947: Jugendhilfe auf sowjetischen Befehl aus Sozialwesen ausgegliedert und Volkswesen zugeordnet
- 1950: Auflösung der Jugendämter ➔ bestehende Heime an Volksbildung zugeordnet ➔ Jugendhilfe Bildungsgedanken untergeordnet, weil Überzeugung, dass Persönlichkeitsentwicklung steuerbar ist ➔ Zurücktreten sozialpädagogischer Aspekte und Bedürfnisse ➔ Entwicklung = Systemkonkurrenz beider deutscher Staaten ➔ „Jugendverwahrlosung“ = kapitalistisches Problem; Erziehungsschwierigkeiten, Kriminalität und staatsfeindliche Tendenzen (vgl. Bürger, S. 639)
- 50er Jahre: Sozialisation innerhalb der Kleinfamilie = oberste Priorität ➔ Kleinfamilie = „Grundkollektiv der sozialistischen Gesellschaft“ (Bürger, S. 640) ➔ Familienerziehung Vorrang ggü. Fremdunterbringung
- Jugendfürsorger sollen bei Erziehungsschwierigkeiten Familie festigen ➔ Prävention vor Heimeinweisung
- „Handlungsbedarf zur Einweisung von Kindern und Jugendlichen in Heime […] wenn Eltern sozialistische Erziehung ihrer Kinder aus objektiven oder subjektiven Gründen nicht gewährleisten konnten“ (Bürger, S. 640) ➔ Heimeinweisung nach gescheiterter Republikflucht
- bis 60er Jahre: vorrangige Kontroll- und Disziplinierungsfunktion
- häufige Einweisungsgründe:
- Schulbummelei / Arbeitsbummelei
- Jugendkriminalität ➔ Straftaten = „subversive Handlungen gegen die im Aufbau befindliche sozialistische Gesellschaft“ (Bürger, S. 640) ➔ Delinquenz = „psychosoziale Defizite in der sozialistischen Aufbaugesellschaft definiert“ (Bürger, S. 641) ➔ „noch nicht überwundene bürgerlicher Tendenzen“ + „westzonale Einflüsse auf die Jugend“ (z.B. Medien)
- „subkulturelle Lebensformen Jugendlicher“ (Bürger, S. 640)
➔ Heimerziehung = „pädagogische und […] politische Bedeutung für […] Umerziehung straffälliger und subkulturell orientierter Kinder und Jugendlicher“ (Bürger, S. 641)
- Beschreibung der Erziehungssituation in Herkunftsfamilien: „asoziale Lebensweise“, „arbeitsscheu“, „parasitäre Lebensweise“
- Unterteilung der Einrichtungen in
Normalheime
➔ Heime ausschließlich für Jugendfürsorge; Jugendstrafanstalten = Jugendhäuser ➔ Strafvollzugsbehörde unterstellt
- Fremdunterbringung in Pflegefamilien nur zu ca. 10%
- institutionelle Rahmenbedingungen überwiegend ungünstig
- räumliche Bedingungen: Nutzung von nicht mehr benötigten Gebäuden ➔ geringe Eignung durch Standort, Größe und Raumkonzept
- ab 70er Jahre: Neubauten für Heime ➔ bis zu 250 Plätze!
- hohe Mitarbeiterfluktuation + ungünstige personelle Bedingungen ➔ 2,8 Stellen auf 16-20 Kinder
- weitere Strukturprobleme: starre Regelkonzepte, mangelnde Beachtung individueller Problemlagen der Kinder/Jugendlichen, „militaristische“ Spezialheime, permanenter Personalmangel
- § 34 KJHG: Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform
3. eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten und auf ein selbstständiges Leben vorbereiten.
Jugendlichen sollen in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.
- Unterbringung, Betreuung und Erziehung außerhalb des Elternhauses in einer Einrichtung
- ergänzend §§ 36[5], 37[6], 38[7], 39[8], 40[9], 91ff[10] KJHG
- Formulierung „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ verweist auf alternative Institutionen
- „Wenn eine Hilfe außerhalb der eigenen Familie erforderlich ist, so sind die Erziehungsberechtigten und (!) der junge Mensch bei der Auswahl der Einrichtung oder der Pflegestelle zu beteiligen.“ (Günder 2003, S. 42) ➔ § 37 KJHG
- Hilfeplanentwicklung zwischen Fachkräften, Personensorgeberechtigten und Kind/Jugendlichen bei Hilfe zur Erziehung über längeren Zeitraum ➔ § 36 KJHG
- § 27 KJHG = Förderungsanspruch auf Hilfen zur Erziehung ➔ theoretische Möglichkeit der Einklagung von Heimerziehung
- § 5 KJHG ➔ Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten (Eltern) hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe (Einrichtung, Träger etc.)
- § 8 KJHG ➔ Partizipationsrecht der Kinder/Jugendlichen entsprechend dem Entwicklungsstand
- § 36 KJHG ➔ Personensorgeberechtigte und Kind/Jugendlicher müssen vor Inanspruchnahme beraten werden bezüglich Folgen für die Entwicklung des Kindes/Jugendlichen
- § 80[11] KJHG ➔ Kontakte zu Familie und sozialem Umfeld müssen möglich sein ➔ Einrichtung in erreichbarer Nähe ➔ Folie (Tabellen 8 & 9)
- Ziele: Rückkehr in die Herkunftsfamilie, Vorbereitung auf Vollzeitpflege oder Adoption, Vorbereitung auf später selbständige Lebensführung
- § 1666 BGB ➔ Hilfe zur Erziehung gegen der Wunsch/Willen der Eltern = keine Jugendhilfeleistung sondern „hoheitlicher Eingriff in die Elternrechte zum Schutz des Kindes“ (Bürger, S. 645)
- Ende 60er Jahre: Tagespflegesatz ca. 20 DM; heute[12]: ca. 230 DM = 7000 DM[13] ➔ Personalkosten bei ca. 70-80%
- Kind/Jugendlicher und Eltern werden zu den Kosten der Hilfe herangezogen ➔ §§ 92[14], 93[15] KJHG
- Höhe: häusliche Ersparnis ➔ § 94[16] Abs. 2 KJHG ➔ Durchschnitt ca. 300 DM, max. 600-800 DM (vgl. Bürger, S. 655)
(vgl. Münder, S. 748)
- Heranziehung nur im Rahmen der Bundessozialhilfebestimmungen ➔ Beachtung der Zielgruppe!
- „Restkosten“ tragen örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) ➔ Folie (Tabelle Öffentliche Ausgaben)
- starke Differenzierung der herkömmlichen Heimunterbringung als Folge der Heimkampagne ➔ „Monopolstellung der Heimerziehung […] überwunden“ (Bürger, S. 650)
- meist kleine überschaubare Gruppen ➔ Folge der Heimkampagne
- Gruppen = ähnlich wie Familien (kochen, essen, spielen, lernen etc.)
- Ein- bis Zweibettzimmer (vgl. Günder 2003, S. 46)
- Betreuung im Schichtdienst
Außenwohngruppen und Wohngruppen
- Entstehung zu Beginn der 70er Jahre
- kleinere Heimgruppen (5-8 Kinder/Jugendliche) wohnen in Einfamilienhäusern oder in einer Etagenwohnung
- Zielgruppe meist Jugendliche ➔ erfordert und fördert Selbständigkeit
- Bedarf größer als Angebot ➔ Ende 2000 = 12%[17] der jungen Menschen in Institutionen in Wohngruppen (vgl. Günder 2003, S. 75)
- vorrangig für Jugendliche/junge Volljährige ➔ meist Jugendliche/junge Volljährige die in Heim oder Wohngruppe Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit unter Beweis stellen konnten ➔ wohnen allein oder mit anderen Jugendlichen/jungen Volljährigen (ohne ständige Anwesenheit von Personal)
- 1.1.1991 = 991 junge Menschen im Betreuten Wohnen ➔ 31.12.2000 = 3889
- „Familien, in denen sich Kinder auf Grund der familiären oder anderer Lebensbedingungen momentan oder auf längere Sicht nicht ausreichend entwickeln können“ (Günder 2000, S. 45)
- mögliche Gründe für Heimaufenthalt: Verhaltensstörungen[18], Schulprobleme, psychische Störungen, Umhertreiben und Weglaufen, Neigung zu Straftaten, Auffälligkeiten im sexuellen Bereich etc. ➔ Folie (Tabelle 5)
- häufig Alkoholprobleme oder andere Suchterkrankungen in der Familie, Scheidungswaisen, Partnerschaftskonflikte, psychische Störungen der Eltern, unterprivilegierte Bevölkerungsschichten[19], gescheiterte Pflegeverhältnisse, Überforderungen der Eltern ➔ Folie (Tabelle 3, Hilfen z. Erziehung nach familiärem Hintergrund u. Hilfeart)
- Heimeinweisung selten bei Erstkontakt mit Jugendamt ➔ Jugendhilfekarriere ➔ Folie (Tabelle 6)
- vorrangig 16- bis 18jährige in Institutionen; kleine Kinder vorwiegend in Pflegefamilien untergebracht ➔ Hospitalismusgefahr!
- Aufenthaltsdauer zum Teil Geschlechtsabhängig, zum Teil kaum Differenzen ➔ Folie (Tabelle 10) ➔ Hilfedauer beeinflusst Entwicklung des Kindes/Jugendlichen ➔ Folie (Tabelle 13, 12)
- ➔ Folie Heimerziehung im Rückblick
- Bürger, U.: Heimerziehung. In: Birtsch, V., Münstermann, K., Trede, W. (Hrsg.) 2001: Handbuch Erziehungshilfen. Leitfaden für Ausbildung, Praxis und Forschung. Münster, S. 632-663
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) 1998: Leistungen und Grenzen von Heimerziehung. Bonn
- Chassé, K. A.: Heimerziehung. In: Chassé, K. A., Wensierski, H.-J. von (Hrsg.) 2002: Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Weinheim, München, S. 161-171
- Günder, R. 2000: Erziehungshilfen. Wissenswertes für Eltern. Freiburg im Breisgau
- Günder, R. 2003: Praxis und Methoden der Heimerziehung. Entwicklungen, Veränderungen und Perspektiven der stationären Erziehungshilfe. Freiburg im Breisgau
- Hansbauer, P. 1999: Traditionsbrüche in der Heimerziehung. Analysen zur Durchsetzung der ambulanten Einzelbetreuung. Münster
- Münder, J. u.a. 2003: Frankfurter Kommentar zum SGB VIII: Kinder- und Jugendhilfe. Weinheim, Berlin, Basel
- Schauder, T. 2003: Heimkinderschicksale. Falldarstellungen und Anregungen für Eltern und Erzieher problematischer Kinder. Weinheim, Basel, Berlin
- Wiesner, R. u.a. 2000: SGB VIII. Kinder- und Jugendhilfe. München
- http://129.217.205.15/akj/komdat/pdf/komdat12.pdf [03.01.2006, 13:00]
- http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/p3590082.htm [03.01.06, 16:10]
- http://www.klinge-seckach.de/download/kosten_nutzen_analyse.pdf [03.01.2006, 13:08]
- http://www.planger.de/hist02.htm [02.01.06, 15:29]
- http://www.vpk.de/mitteilungen/studien/jule.html [02.01.06, 17:25]
[1] 1546 in Lübeck, 1567 in Hamburg, 1572 in Augsburg; bekannteste Anstalt: Franckesche Stiftung
[2] „Heim“ erst seit Anfang 20. Jh. ➔ vorher „…anstalt“
[3] „linke Studentengruppen, die das vorherrschende kapitalistische Gesellschaftssystem anprangerten und sich für Randgruppen [z.B. Heimkinder], welche durch eben dieses System erzeugt seien, einsetzten“ (Günder, S. 20)
[4] studentische Heimrevolte im Juni 1969 von Frankfurter Studenten unter Beteiligung von Jugendlichen des Fürsorgeheimes Staffelberg/Hessen ausgelöst wurde
[5] Mitwirkung, Hilfeplan
[6] Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie
[7] Vermittlung bei der Ausübung der Personensorge
[8] Leistungen zum Unterhalt des Kindes oder des Jugendlichen
[9] Krankenhilfe
[10] Heranziehung zu den Kosten
[11] Jugendhilfeplanung
[12] 2001
[13] im Text: 6000 DM
[14] Formen der Kostentragung durch die öffentliche Jugendhilfe
[15] Umfang der Heranziehung
[16] Sonderregelungen für die Heranziehung der Eltern
[17] Außenwohngruppen wurden nicht erfasst!
[18] qualitative und/oder quantitative Abweichungen von der sozialen und statistischen Gruppennorm
[19] z.B. Arbeitslosigkeit, Einkommensarmut, Wohnungsnot
Hilfen zur Erziehung - Ein Überblick
Susanne Rehbein (Autor)
V109888
Hinweise auf nicht vorhandene Folien
Stationäre Hilfen Erziehung Heimerziehung
Susanne Rehbein (Autor), 2006, Stationäre Hilfen zur Erziehung - Heimerziehung , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/109888
Die Geschichte der Heimerziehung
Konzeptionsentwicklung im Kindergarten
Vergleich dreier Methoden
Bindungstheorie in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Das Leitbild als Kommunikationskonzept oder Kooperationsinstrument?
Entwicklung und Funktionen ...
Das Heim - eine Form der stationären Erziehung
Vollzeitpflege als Hilfe zur Erziehung
Welche Chancen bietet das A...
Traumapädagogik als Methode in den stationären Einrichtungen der K...
Führung- und Führungskontexte mit Blick auf die stationäre Jugend- ...
Vordiplomarbeit, 43 Seiten
Cannabispolitik in Deutschland
Der Paragraph 35a des Kinde...
Die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen in den Hilfen zur E...
Eine rechtliche und pädagog...
Heimerziehung - Hilfen zur Erziehung
Pflegefamilien- und Heimerziehung, Betrachtung zweier stationärer B...

References: § 34
 § 37
 § 36
 § 27
 § 5
 § 8
 § 36
 § 80
 § 1666
 § 94