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Timestamp: 2016-10-22 21:45:49+00:00

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122 II 44655. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 8. Oktober 1996 i.S. X. gegen Kantonales Steueramt Z�rich und Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Z�rich (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 21 al. 1 let. a et d AIFD; revenu provenant du commerce de titres. Le contribuable qui ach�te et vend des titres dans une mesure qui exc�de la simple gestion de la fortune priv�e, exerce une activit� lucrative dont le produit est imposable. Les crit�res pos�s en mati�re de commerce d'immeubles peuvent �galement servir � distinguer le commerce professionnel de titres de la simple gestion de la fortune priv�e (confirmation de jurisprudence; consid. 2, 3 et 5). Art. 4 Cst.; droit � l'�galit� de traitement dans l'ill�galit�. Le fait que l'imposition des gains r�sultant de la vente de titres n'est pas effectu�e dans d'autres cas, ne fonde aucun droit � ne pas devoir imposer de tels gains. Il n'existe aucun droit � b�n�ficier d'un avantage d�rogeant � la loi lorsque l'autorit� est dispos�e � proc�der � l'imposition pr�vue l�galement (consid. 4). Faits � partir de page 447
A.- X. ist Direktor der Bank Y. AG in Z�rich. In den Steuererkl�rungen f�r die direkte Bundessteuer 1987/88 und 1989/90 deklarierte er Wertschriftenertr�ge von durchschnittlich Fr. 77'832.-- (1985/86) und Fr. 226'071.-- (1987/88), die aus einem Wertschriften- und Guthabenverm�gen per Ende 1986 bzw. 1988 von Fr. 14'847'532.-- bzw. Fr. 15'288'550.-- resultierten. Er gab ein steuerbares Einkommen von Fr. 978'700.-- bzw. Fr. 1'249'900.-- an. Der Steuerkommiss�r betrachtete den Pflichtigen als gewerbsm�ssigen Wertschriftenh�ndler und unterstellte mit Veranlagung vom 5. Februar 1993 im Durchschnitt der genannten Steuerperioden Gewinne aus Wertschriftenhandel in H�he von Fr. 4'880'625.-- bzw. Fr. 824'073.-- der Steuer. Daraus resultierte f�r die Veranlagungsperioden 1987/88 und 1989/90 ein steuerbares Einkommen von Fr. 5'868'800.-- bzw. Fr. 2'086'000.--.
B.- Am 18. Januar 1994 wies der Steuerkommiss�r die Einsprache von X. und seiner Ehefrau ab. X. erhob dagegen Beschwerde bei der Bundessteuer-
Rekurskommission des Kantons Z�rich. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 31. August 1995 (zugestellt am 1. bzw. 9. November 1995) ab.
C.- Gegen diesen Entscheid hat X. am 4. Dezember 1995 Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben. Er beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit mit der Auflage an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, beim Chef des Kantonalen Steueramts Z�rich vorg�ngig einen Amtsbericht �ber die z�rcherische Veranlagungspraxis f�r nebenberuflich aus Wertschriftentransaktionen erzielte Gewinne einzuholen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und das steuerbare Einkommen f�r 1987/88 auf Fr. 988'200.-- und f�r 1989/90 BGE 122 II 446 S. 448auf Fr. 1'261'900.-- festzusetzen. Er verlangt namentlich, dass auf die Besteuerung der Wertschriftengewinne in seinem Fall nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung im Unrecht verzichtet bzw. die Rechtsprechung zur Besteuerung nebenberuflich erzielter Wertschriftengewinne ge�ndert wird.
2. Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdef�hrer habe in ungew�hnlich grossem Umfang sowohl von der St�ckzahl wie auch vom jeweiligen Wert her die verschiedensten Arten von Wertpapieren in- und ausl�ndischer Provenienz (Aktien, Partizipations- und Genusscheine, Notes und Anleihen, Warrants, Optionen usw.) sowie Devisen gekauft und verkauft. Er habe 1985 rund 180, 1986 �ber 260 und 1987 mehr als 300 Transaktionen vorgenommen. Er habe oft bestimmte Titel auf einmal oder �ber mehrere Monate verteilt erworben, um sie kurze Zeit sp�ter in bis zu acht und mehr Tranchen w�hrend weniger Tage oder Wochen bzw. Monate wieder zu ver�ussern. Ein solches, als aggressiv zu bezeichnendes Vorgehen, das eine dauernde und rasche Umschichtung des Portefeuilles mit sich bringe, setze eine t�gliche Marktbeobachtung und ein jederzeitiges aktives Reagieren am Markt voraus. Dieses Verhalten lasse auf ein anhaltendes und planm�ssiges, auf Erfolg gerichtetes Vorgehen schliessen. Ob der Pflichtige nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilgenommen habe, spiele keine Rolle. Es gen�ge, wenn er die Entwicklung des Marktes wie ein Selbst�ndigerwerbender zur Gewinnerzielung ausn�tze, was beim Beschwerdef�hrer eindeutig zu bejahen sei. Die Vorinstanz kam daher zum Schluss, der Beschwerdef�hrer habe gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandel betrieben, und unterstellte die dabei erzielten Gewinne als Einkommen aus einer T�tigkeit nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt der Einkommenssteuer.
3. a) Gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt unterliegt der direkten Bundessteuer jedes Einkommen aus einer auf Erwerb (Verdienst) gerichteten T�tigkeit. Kapitalgewinne, d.h. bei der Ver�usserung oder Verwertung von Verm�gensst�cken erzielte Gewinne (wie Liegenschaftsgewinne, Mehrerl�s aus Wertschriften, Liquidationsgewinne bei Aufgabe oder Ver�usserung eines Unternehmens usw.), sind nach Art. 21 Abs. 1 lit. d BdBSt nur zu versteuern, wenn sie im Betrieb eines zur F�hrung kaufm�nnischer B�cher verpflichteten Unternehmens erzielt werden. Private Kapitalgewinne BGE 122 II 446 S. 449sind steuerfrei. Damit sind Gewinne aus der Ver�usserung von Verm�genswerten gemeint, die bei der privaten Verwaltung eigenen Verm�gens oder in Ausn�tzung einer zuf�llig sich bietenden Gelegenheit erzielt werden. Beruht der Gewinn dagegen auf einer T�tigkeit, die in ihrer Gesamtheit auf Erwerb (Verdienst) gerichtet ist, muss er nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt als Erwerbseinkommen versteuert werden. Erwerbseinkommen unterliegt nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt der Einkommenssteuer unabh�ngig davon, ob die T�tigkeit im Haupt- oder Nebenberuf, regelm�ssig, wiederkehrend oder nur einmal ausge�bt wird. Dementsprechend sind nach st�ndiger Praxis Gewinne auf Liegenschaften und - nach grunds�tzlich gleichlautender neuerer Rechtsprechung - Gewinne aus Wertpapier-, Gold- und Devisengesch�ften beim Einkommen nicht nur steuerbar, wenn sie hauptberuflich oder im Betrieb eines buchf�hrungspflichtigen Unternehmens erzielt werden. Die Steuerfreiheit von Ver�usserungsgewinnen ist streng auf den Bereich der blossen Verwaltung eigenen Verm�gens beschr�nkt. Beruht der Gewinn auf einer dar�ber hinausgehenden T�tigkeit des Pflichtigen, ist er nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt als Einkommen aus einer Erwerbst�tigkeit zu versteuern (ASA 63 43 E. 3a, mit Hinweisen).
Die Praxis hatte sich vorwiegend mit Liegenschaftsgewinnen zu befassen, die auf eine Erwerbst�tigkeit des Pflichtigen im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt zur�ckzuf�hren sind. Wie das Bundesgericht mehrfach erkannt hat, kommt eine Besteuerung von Ver�usserungsgewinnen als Erwerbseinkommen aber auch bei der Ver�usserung anderer Verm�gensgegenst�nde in Betracht, so bei Komptant- und Termingesch�ften mit Gold (nicht ver�ffentlichtes Urteil vom 19. Dezember 1984 i.S. B.), bei Termingesch�ften mit Devisen (ASA 56 366 E. 2c), beim Handel mit Wertpapieren (Anleihensobligationen) (ASA 58 666 E. 2), bei Gold- und Devisentransaktionen (ASA 59 709 E. 5c) sowie B�rsengesch�ften mit Wertpapieren (ASA 63 43 E. 3b).
b) Ob einfache Verm�gensverwaltung oder auf Erwerb gerichtete T�tigkeit vorliegt, ist immer unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde des Einzelfalles zu beurteilen. Als Indiz f�r eine �ber die blosse Verm�gensverwaltung hinausreichende Erwerbst�tigkeit f�llt nach der vorab f�r Liegenschaftsgewinne entwickelten Rechtsprechung etwa die systematische oder planm�ssige Art und Weise des Vorgehens in Betracht, namentlich dass die steuerpflichtige Person aktiv wertvermehrend t�tig wird (z.B. durch Parzellierung, �berbauung, Werbung usw.), dass sie ein Verm�gensobjekt nicht BGE 122 II 446 S. 450
bloss zum Zweck der privaten Verm�gensanlage oder in Ausn�tzung einer zuf�llig sich bietenden Gelegenheit, sondern in der offenkundigen Absicht erwirbt, es m�glichst rasch mit Gewinn weiterzuver�ussern (vgl. ASA 39 267; 42 551), oder dass sie sich bem�ht, wie eine haupt- oder nebenberuflich selbst�ndig erwerbst�tige Person die Entwicklung eines Marktes zur Gewinnerzielung auszun�tzen (vgl. BGE 104 Ib 164 E. 1b S. 167). F�r eine Erwerbst�tigkeit spricht auch der enge Zusammenhang eines Gesch�fts mit der beruflichen T�tigkeit der steuerpflichtigen Person, die H�ufung von Gesch�ften, die kurze Besitzdauer, der Einsatz spezieller Fachkenntnisse oder erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der Gesch�fte und die Wiederanlage des erzielten Gewinnes in gleichartige Verm�gensgegenst�nde (vgl. ASA 56 366 E. 2b; 58 666 E. 2; 59 709 E. 5b; 63 43 E. 3a). Auch wenn sich die pflichtige Person (soweit es um Gesch�fte mit Liegenschaften geht) mit einer hauptberuflich im Liegenschaftenhandel oder im Baugewerbe t�tigen Person zu einem Baukonsortium verbindet, f�llt dies zugunsten einer Erwerbst�tigkeit ins Gewicht (vgl. BGE 96 I 655 E. 2 S. 658). Ob die steuerpflichtige Person Wertschriftengesch�fte selber oder �ber einen bevollm�chtigten Dritten abwickelt, ist nicht von entscheidender Bedeutung, da das Wertschriftengesch�ft in der Regel ohnehin den Beizug fachkundiger Personen (Bankfachleute, Treuh�nder usw.) erfordert, deren Verhalten - als Hilfspersonen - der pflichtigen Person zugerechnet wird (ASA 63 43 E. 3c). Nicht n�tig ist schliesslich nach der Praxis, dass die steuerpflichtige Person nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt (ASA 56 366 E. 2c).
c) F�r die Annahme einer Erwerbst�tigkeit ist entscheidend, dass die pflichtige Person eine T�tigkeit entfaltet, die aufgrund des Gewichts eines oder mehrerer solcher Indizien bzw. Umst�nde in ihrer Gesamtheit auf Erwerb ausgerichtet erscheint (vgl. BGE 104 Ib 164 E. 1; BGE 112 Ib 79 E. 2a S. 81; ASA 58 666 E. 2; 63 43 E. 3a S. 46 f.; StE 1991 B 23.1 Nr. 24 E. 3b; vgl. auch DANIELLE YERSIN, Les gains en capital consid�r�s comme le revenu d'une activit� lucrative, in: ASA 59 S. 137 ff., und die dort umfassend dargestellte Praxis).
d) Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht ernsthaft, dass die fraglichen Wertschriftengewinne in seinem Fall auf eine �ber die ordentliche Verm�gensverwaltung hinausgehende Erwerbst�tigkeit zur�ckzuf�hren sind. Daf�r sprechen vorab der enge Zusammenhang der fraglichen Wertschriftengesch�fte mit der T�tigkeit des Beschwerdef�hrers als Direktor einer Privatbank und die hohe Zahl sowie der wertm�ssige Umfang der Transaktionen. Der Beschwerdef�hrer BGE 122 II 446 S. 451
hat j�hrlich zwischen 180 und mehr als 300 Transaktionen get�tigt. Es ist ein klares planm�ssiges Vorgehen beim An- und Verkauf zu erkennen. Die Besitzdauer war teilweise sehr kurz. Der Wertschriften- und Devisenbestand betrug ca. 15 Millionen Franken. Die Gesch�fte wurden nach den Feststellungen der Vorinstanz in einem erheblichen Umfang fremdfinanziert. Die daf�r gew�hrten Bankkredite betrugen per Ende 1986 und 1988 Fr. 6'490'700.-- bzw. Fr. 3'824'800.-- und Fr. 2'000'000.--. Unter diesen Umst�nden kann nicht angenommen werden, der Beschwerdef�hrer habe mit seiner Aktivit�t einzig sein Privatverm�gen angelegt und ordentlich verwaltet. Vielmehr lag eine Erwerbst�tigkeit im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt vor.
4. Der Beschwerdef�hrer macht zur Hauptsache geltend, der Kanton Z�rich unterlasse es, allgemein die nebenberuflich erzielten Gewinne aus Wertschriftentransaktionen insbesondere bei Mitgliedern der Direktion und der h�heren Kader von Banken zu besteuern. Die Vorinstanz hat es abgelehnt, einen Amtsbericht �ber die Veranlagungspraxis einzuholen und nach dem Grundsatz der "Gleichbehandlung im Unrecht" auf die Besteuerung der Wertschriftengewinne zu verzichten. Der Beschwerdef�hrer verlangt, die Wertschriftengewinne nach dem Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 4 BV) abweichend vom Gesetz ebenfalls nicht versteuern zu m�ssen, und beantragt erneut, dass zur Veranlagungspraxis ein Amtsbericht beim Chef des Kantonalen Steueramts Z�rich eingeholt wird. Er r�gt eine unrichtige und unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs und die Verletzung bundesrechtlicher Beweisregeln.
a) Der Grundsatz der Gesetzm�ssigkeit der Verwaltung geht dem Rechtsgleichheitsprinzip in der Regel vor. Hat eine Beh�rde in einem Fall eine vom Gesetz abweichende Entscheidung getroffen, so gibt dies dem B�rger, der sich in der gleichen Lage befindet, grunds�tzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend von der Norm behandelt zu werden (BGE 117 Ib 266 E. 3f S. 270, 414 E. 8c S. 425). Weicht die Beh�rde jedoch nicht nur in einem oder in einigen F�llen, sondern in st�ndiger Praxis vom Gesetz ab, und gibt sie zu erkennen, dass sie auch in Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden werde, so kann der B�rger verlangen, gleich behandelt, d.h. ebenfalls gesetzwidrig beg�nstigt zu werden. Nur wenn eine Beh�rde nicht gewillt ist, eine rechtswidrige Praxis aufzugeben, �berwiegt das Interesse an der Gleichbehandlung der Betroffenen gegen�ber demjenigen an der Gesetzm�ssigkeit. �ussert sich die Beh�rde nicht BGE 122 II 446 S. 452
�ber ihre Absicht, so ist anzunehmen, sie werde aufgrund der Erw�gungen des bundesgerichtlichen Urteils zu einer gesetzm�ssigen Praxis �bergehen (BGE 115 Ia 81 E. 2 S. 82 f., mit Hinweisen; GEORG M�LLER, Kommentar BV, N. 45 zu Art. 4 BV; ARTHUR HAEFLIGER, Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich, Bern 1985, S. 73 f.; J�RG PAUL M�LLER, Die Grundrechte der schweizerischen Bundesverfassung, 2. Aufl. 1991, S. 223 f.). Das Bundesgericht ist an eine bundesrechtswidrige Praxis der Kantone allerdings nicht gebunden. Im Interesse der Durchsetzbarkeit des Bundesrechts muss es Anspr�che auf gesetzwidrige Beg�nstigung verweigern und der gesetzeskonformen Rechtsanwendung zum Durchbruch verhelfen (BGE 116 Ib 228 E. 4 S. 234 f., mit Hinweisen).
b) Das Kantonale Steueramt Z�rich und die Vorinstanz verneinen, dass sie eine gesetzwidrige Nichtbesteuerung von Wertschriftengewinnen in anderen F�llen dulden. Der Beschwerdef�hrer belegt keine solchen F�lle. Es ist Aufgabe der kantonalen Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung, f�r die einheitliche Anwendung des Gesetzes zu sorgen (Art. 72, 93 und 94 BdBSt) und damit die Veranlagungsbeh�rden auf die Besteuerungspraxis hinzuweisen. Es bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, dass die Z�rcher Steuerbeh�rden und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung nicht gewillt w�ren, die Praxis zur Besteuerung von Wertschriftengewinnen, die auf einer Erwerbst�tigkeit beruhen, durchzusetzen. Dass eine Besteuerung in einzelnen F�llen unterbleiben mag, spricht nicht dagegen. Der im Rechtsgleichheitsgebot mitenthaltene Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht kommt daher im vorliegenden Fall nicht zur Anwendung. Der Beizug eines Amtsberichts des Chefs des kantonalz�rcherischen Steueramts �ber die Veranlagungspraxis in anderen F�llen er�brigt sich jedenfalls im vorliegenden Steuerjustizverfahren. Die R�gen der unrichtigen und unvollst�ndigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, der Verweigerung des rechtlichen Geh�rs und der Verletzung bundesrechtlicher Beweisregeln sind nicht stichhaltig.
5. Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, die Rechtsprechung zur Besteuerung der Gewinne auf Wertschriften nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt sei zu �ndern.
a) Er beanstandet vor allem, dass das Bundesgericht f�r die Besteuerung von Ver�usserungsgewinnen nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt nicht verlangt, dass die steuerpflichtige Person nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt (ASA 56 366 E. 2c S. 370; vgl. dazu u.a. die Kritik von PETER SPORI, Einkommenssteuerrechtliche BGE 122 II 446 S. 453
Aspekte privater Portfolio-Anlagen, ASA 59 S. 355 f., sowie von JACQUES-ANDR� REYMOND, Distinction entre gain en capital et revenu d'activit�, in: Festschrift zum 70. Geburtstag von Ferdinand Zuppinger, Bern 1989, S. 253 f.). Diese Kritik ist unbegr�ndet. Art. 21 Abs. 1 Ingress BdBSt erkl�rt "das gesamte Einkommen des Steuerpflichtigen", lit. a dieser Bestimmung "jedes Einkommen aus einer T�tigkeit (namentlich aus Handel, Gewerbe, Industrie, Land- oder Forstwirtschaft, aus freien Berufen, aus Beamtung, Anstellung oder Arbeitsverh�ltnis und aus der Erf�llung einer Dienstpflicht)" f�r steuerbar. Diese Vorschrift definiert demnach - entgegen SPORI, a.a.O., S. 359 f. - nicht nur das Einkommen aus einer nach aussen wirksamen unternehmerischen oder gewerblichen, sondern aus jeder auf Erwerb gerichteten T�tigkeit als steuerbares Erwerbseinkommen. Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt gestattet somit nicht, einzig Einkommen aus einer T�tigkeit zum Erwerbseinkommen zu rechnen, das jemand erzielt, der selbst�ndig am Markt auftritt. Auch Personen, die nicht nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnehmen, k�nnen f�r sich selber durch eine �ber die blosse Verm�gensverwaltung hinausgehende T�tigkeit Einkommen erzielen. Ein Unternehmen, Gewerbe oder Gesch�ft brauchen sie nicht zu betreiben, damit eine nebenberufliche selbst�ndige Erwerbst�tigkeit vorliegt, insbesondere wenn eine enge Beziehung zur Haupterwerbst�tigkeit besteht.
Ein externer Marktauftritt wird f�r die Besteuerung von Einkommen aus Wertschriftenhandel von gewissen kantonalen Rechtsmittelinstanzen bei den kantonalen Einkommenssteuern verlangt, z.B. in Z�rich (StE 1994 B 23.1 Nr. 28 E. 2c; vgl. auch JOSEPH K�NG, Neue Einsichten bei der Besteuerung privater Kapitalgewinne auf Wertschriften?, StR 1995 S. 47 ff.; J�RG PLATTNER, Private Verm�gensverwaltung als gewerbsm�ssiger Wertschriftenhandel, StR 1990 S. 116 ff.). F�r die Besteuerung nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt spielt das Kriterium keine Rolle.
b) Weiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, die f�r den Liegenschaftenhandel entwickelten Kriterien seien f�r den Wertschriftenhandel untauglich, wenn nicht noch zus�tzlich das Auftreten am Markt gefordert werde. Es ist zwar nicht zu verkennen, dass Wertschriften oder Devisenguthaben einer h�ufigeren Umschichtung als Liegenschaften unterliegen. Auch eine ordentliche, auf periodischen Ertrag ausgerichtete Verwaltung eigenen Wertschriftenverm�gens kann im Hinblick auf einen hohen Kapitalertrag gelegentlich den BGE 122 II 446 S. 454
Verkauf von Wertschriften und die Wiederanlage in andere Wertschriften erfordern. Anders als beim Liegenschaftenhandel ist eine wertvermehrende T�tigkeit des Anlegers selber beim Wertschriftenhandel in der Regel nicht m�glich. Der Erfolg h�ngt beim Wertschriftengesch�ft weniger als beim Liegenschaftenhandel vom pers�nlichen Arbeitseinsatz ab, daf�r mehr vom Informationsstand �ber den Wirtschaftsverlauf, aber auch von zuf�lligen (spekulativen) Entwicklungen (vgl. u.a. Spori, a.a.O., S. 360 ff.; JOHANNES S�UBERLI, Die Besteuerung der Transaktionen an den schweizerischen Effektenb�rsen und an der Soffex nach dem Recht der direkten Bundessteuer, der Verrechnungssteuer und der Stempelabgaben, insbesondere aus der Sicht der privaten Anleger, Diss. Bern 1989, S. 109; V. F�GLISTER, Besteuerung des beweglichen Verm�gens von nat�rlichen Personen nach k�nftigem Bundessteuerrecht, StR 1990 S. 368). Doch f�hrt dies nicht zum Schluss, dass die prim�r f�r den Liegenschaftenhandel entwickelten Kriterien des planm�ssigen, auf Erfolg gerichteten Verhaltens, der Vielzahl von Transaktionen, des engen Zusammenhangs der Gesch�fte mit der beruflichen T�tigkeit der steuerpflichtigen Person, des Einsatzes erheblicher Fremdmittel, der kurzen Besitzdauer oder der Wiederanlage in gleichartige G�ter bei der Pr�fung, ob eine Erwerbst�tigkeit vorliegt, einzeln oder insgesamt untauglich sind, sondern dass die f�r eine Erwerbst�tigkeit sprechenden Indizien beim Wertschriftenhandel besonders deutlich erf�llt sein m�ssen. Der Einsatz bedeutender Fremdmittel kann beim Wertschriftenhandel in besonderem Masse auf eine Erwerbst�tigkeit hinweisen. W�hrend der Einsatz gewisser Fremdmittel zum Erwerb von Liegenschaften in der Regel unumg�nglich ist, spricht die Aufnahme von gr�sseren Krediten zur Finanzierung von Wertschriftengesch�ften angesichts der dabei zufolge der h�ufigen B�rsenschwankungen bestehenden Verlustrisiken eher gegen die Annahme, dass der Anleger bloss sein eigenes Verm�gen verwalten will und dass f�r ihn die auf Ertrag gerichtete Verm�gensanlage im Vordergrund steht (vgl. auch S�UBERLI, a.a.O., S. 110 f.).
c) Im vorliegenden Fall stellt sich weder die Frage der Verlustverrechnung noch diejenige der Besteuerung von "Kapitalgewinn-Aussch�ttungen" von Anlagefonds oder der internationalen Besteuerung der Gewinne aus Wertschriftenhandel. Es er�brigt sich daher, zu den diesbez�glichen Vorbringen des Beschwerdef�hrers hier Stellung zu nehmen.
d) An der Rechtsprechung ist demnach grunds�tzlich festzuhalten.
117 IB 266 suite... ,
Art. 72, 93 und 94 BdBSt

References: Art. 21
 Art. 4
 BGE 
 Art. 21
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Art. 72