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Timestamp: 2016-10-22 11:51:48+00:00

Document:
1C_250/2011 (21.07.2011)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Scheuber,
Bundesamt f�r Migration, Direktion Zuwanderung und Integration, Abteilung B�rgerrecht, Quellenweg 6, 3003 Bern.
X.________ ist 1969 geboren und stammt aus Afghanistan. Er reiste am 4. September 1996 in die Schweiz ein. Sein Asylgesuch blieb ohne Erfolg: Das Bundesamt f�r Fl�chtlinge wies das Ersuchen am 15. September 1997 ab und die Asylrekurskommission trat auf seine Beschwerde am 8. November 1997 nicht ein.
Am 25. Februar 2000 heiratete X.________ die 1962 geborene Schweizer B�rgerin Y.________. Er erhielt im Wohnsitzkanton eine Aufenthaltsbewilligung.
X.________ stellte am 3. Februar 2003 ein Gesuch um erleichterte Einb�rgerung nach Art. 27 des Bundesgesetzes vom 29. September 1952 �ber Erwerb und Verlust des Schweizer B�rgerrechts (B�rgerrechtsgesetz, B�G; SR 141.0).
Die Eheleute unterzeichneten am 19. Januar 2004 die gemeinsame Erkl�rung, wonach sie in einer tats�chlichen, ungetrennten und stabilen ehelichen Gemeinschaft zusammenlebten und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten best�nden. Sie nahmen davon Kenntnis, dass die erleichterte Einb�rgerung nicht m�glich sei, wenn vor oder w�hrend des Einb�rgerungsverfahrens die Trennung oder Scheidung beantragt werde und die eheliche Gemeinschaft nicht mehr bestehe, und dass die Verheimlichung solcher Umst�nde zur Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung gem�ss Art. 41 B�G f�hren k�nne.
Am 27. Februar 2004 wurde X.________ gest�tzt auf Art. 27 B�G erleichtert eingeb�rgert. Nebst dem Schweizer B�rgerrecht erwarb er das B�rgerrecht von Rothrist, Gaiserwald und Waldkirch.
X.________ zog am 1. August 2004 aus der ehelichen Wohnung aus. Mit gemeinsamem Begehren vom 21. Oktober 2004 leiteten die Eheleute beim zust�ndigen Zivilgericht unter Bezugnahme auf eine vollst�ndige Vereinbarung �ber die Scheidungsnebenfolgen vom 7. Oktober 2004 das Scheidungsverfahren ein. Das Scheidungsurteil erging am 22. Februar 2005.
Das Bundesamt f�r Migration (BFM) leitete gest�tzt auf Art. 41 B�G ein Verfahren auf Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung ein und informierte X.________ am 24. M�rz 2006 �ber die Verfahrenser�ffnung. Dieser konnte sich zur Sache sowie zu einem Schreiben seiner ehemaligen Ehefrau �ussern. Die Kantone Aargau und St. Gallen erteilten ihre Zustimmung zur Nichtigerkl�rung der erleichterten Einb�rgerung. Schliesslich erkl�rte das BFM die erleichterte Einb�rgerung am 28. Januar 2009 f�r nichtig.
Gegen diesen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts hat X.________ beim Bundesgericht am 30. Mai 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und den Widerruf der Nichtigerkl�rung der erleichterten Einb�rgerung; ferner ersucht er um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung. Er r�gt eine offensichtlich unrichtige oder auf einer Rechtsverletzung beruhende Feststellung des Sachverhalts und eine Verletzung des B�rgerrechtsgesetzes.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts betrifft eine auf Art. 41 B�G gest�tzte Nichtigerkl�rung einer erleichterten Einb�rgerung nach Art. 27 Abs. 1 B�G. Es kann mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG). Die Ausnahme der ordentlichen Einb�rgerung gem�ss Art. 83 lit. b BGG erstreckt sich nicht auf die Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung. Der Beschwerdef�hrer hat sich am Verfahren vor der Vorinstanz beteiligt und ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde kann eingetreten werden.
Der Beschwerdef�hrer r�gt als Erstes, das Bundesamt f�r Migration bzw. das Bundesverwaltungsgericht habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder rechtsverletzend festgestellt. Er bezieht sich auf ein Schreiben der ehemaligen Ehefrau, macht eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geltend und bringt vor, die Beh�rden h�tten zu Unrecht angenommen, dass im Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der erleichterten Einb�rgerung keine intakte Ehe mehr bestanden habe.
2.1 Der Beschwerdef�hrer legt ein nicht unterschriebenes, an das BFM gerichtetes Schreiben der ehemaligen Ehefrau vor. Es stammt vom 3. April 2006, mithin von einem Zeitpunkt, in dem das Bundesamt die Verfahrenser�ffnung dem Beschwerdef�hrer eben erst erkl�rt (24. M�rz 2006) und bevor sich das Bundesamt an die ehemalige Ehefrau gewandt hat (2. Juni 2006). Soweit ersichtlich, findet sich dieses Schreiben nicht in den Akten des BFM. Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht, sich bereits im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht oder vor dem Bundesamt auf dieses Schreiben berufen zu haben. Er belegt nicht, wann und auf welche Weise er in den Besitz dieses Schreibens gelangt ist.
Die R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung ist unbegr�ndet. Sie kann nach Art. 97 Abs. 1 BGG nur erhoben werden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann. Dies trifft nicht zu. Im genannten Schreiben �ussert sich die ehemalige Ehefrau nicht grunds�tzlich anders als in ihrer Fragebeantwortung vom 8. August 2008. Daran �ndert der Umstand nichts, dass sie darin beteuerte, sie sei zur Zeit der Unterzeichnung der Erkl�rung und der erleichterten Einb�rgerung im Januar/Februar 2004 von einer stabilen, ungetrennten ehelichen Gemeinschaft ausgegangen und es h�tten keine Trennungs- und Scheidungsabsichten bestanden. Wie es sich damit verh�lt, ist gest�tzt auf die Gesamtheit der Akten zu pr�fen, ohne dass dem genannten Schreiben f�r sich allein entscheidendes Gewicht zukommt.
2.2 Die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erblickt der Beschwerdef�hrer im Umstand, dass sich das BFM vorerst am 2. Juni 2006 im Hinblick auf eine Befragung an die ehemalige Ehefrau wandte und ihr zwei Jahre danach am 31. Juli 2008 lediglich eine Reihe von Fragen zur schriftlichen Beantwortung unterbreitete.
Es ist den Akten nicht zu entnehmen, warum das Schreiben des BFM vom 2. Juni 2006 unbeantwortet blieb. Der f�r die Beh�rde geltende Untersuchungsgrundsatz gem�ss Art. 12 VwVG erlaubt die Sachverhaltsermittlung u.a. aufgrund von Ausk�nften der Parteien sowie von Ausk�nften und Zeugnissen von Drittpersonen. Er verlangt keine m�ndliche Anh�rung. Wie im angefochtenen Entscheid festgehalten, f�llt eine f�rmliche Zeugenbefragung nur ausnahmsweise in Betracht. Es ist nicht ersichtlich, dass mittels der schriftlichen Befragung der ehemaligen Ehefrau der Sachverhalt in dieser Hinsicht nicht hinreichend ermittelt werden k�nnte. �berdies hatte der Beschwerdef�hrer Gelegenheit, zu den Antworten der ehemaligen Ehefrau Stellung zu nehmen.
Vor Bundesgericht beanstandet der Beschwerdef�hrer nicht, dass das Bundesverwaltungsgericht in antizipierter Beweisw�rdigung von der Erhebung weiterer Beweise absah, und ersucht nicht (mehr) um Befragung von Z.________.
Die R�ge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erweist sich als unbegr�ndet.
2.3 Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer geltend, das Bundesverwaltungsgericht habe ebenso wie das BFM zu Unrecht angenommen, im Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der erleichterten Einb�rgerung sei der gemeinsame Wille zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft nicht mehr intakt gewesen. Mit dieser R�ge �bersieht er, dass die Frage des Vorliegens einer tats�chlichen ehelichen Gemeinschaft im fraglichen Zeitpunkt zur materiellen Beurteilung geh�rt, auf die nachfolgend einzugehen ist.
Gem�ss Art. 27 Abs. 1 B�G kann ein Ausl�nder nach der Eheschliessung mit einer Schweizer B�rgerin ein Gesuch um erleichterte Einb�rgerung stellen, wenn er insgesamt f�nf Jahre in der Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit der Schweizer B�rgerin lebt. Das Bundesgericht geht davon aus, dass eine eheliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 27 B�G nicht nur das formelle Bestehen einer Ehe, sondern das Vorliegen einer tats�chlichen Lebensgemeinschaft voraussetzt. Eine solche Gemeinschaft kann nur bejaht werden, wenn der gemeinsame Wille zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft intakt ist (BGE 130 II 169 E. 2.3.1). Gem�ss konstanter Praxis muss sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch im Zeitpunkt des Einb�rgerungsentscheids eine tats�chliche Lebensgemeinschaft bestehen, die Gew�hr f�r die Stabilit�t der Ehe bietet. Zweifel bez�glich eines solchen Willens sind angebracht, wenn kurze Zeit nach der erleichterten Einb�rgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird. Der Gesetzgeber wollte dem ausl�ndischen Ehegatten einer Schweizer B�rgerin die erleichterte Einb�rgerung erm�glichen, um die Einheit des B�rgerrechts der Ehegatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu f�rdern (BGE 130 II 482 E. 2 S. 484).
Nach Art. 41 Abs. 1 und Abs. 1bis B�G (in der Fassung vom 25. September 2009, in Kraft seit 1. M�rz 2011 [AS 2010 347]) bzw. nach Art. 41 Abs. 1 B�G (in der urspr�nglichen Fassung [AS 1952 1087]) kann die Einb�rgerung vom Bundesamt mit Zustimmung der Beh�rde des Heimatkantons nichtig erkl�rt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen worden ist. Das blosse Fehlen der Einb�rgerungsvoraussetzungen gen�gt nicht. Die Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung setzt voraus, dass diese "erschlichen", das heisst mit einem unlauteren und t�uschenden Verhalten erwirkt worden ist (BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 115). Arglist im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbestands ist nicht erforderlich. Immerhin ist notwendig, dass der Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die Beh�rde bewusst in einem falschen Glauben l�sst und so den Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Beh�rde �ber eine erhebliche Tatsache zu informieren (BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 115).
In verfahrensrechtlicher Hinsicht richtet sich die erleichterte Einb�rgerung nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Danach gilt der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Beh�rde den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat (Art. 12 VwVG). Bei der Nichtigerkl�rung einer erleichterten Einb�rgerung ist deshalb von der Beh�rde zu untersuchen, ob die Ehe im massgeblichen Zeitpunkt der Gesuchseinreichung und der Einb�rgerung tats�chlich gelebt wurde. Da es dabei im Wesentlichen um innere Vorg�nge geht, die der Verwaltung oft nicht bekannt und schwierig zu beweisen sind, darf sie von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) schliessen. Es handelt sich dabei um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die aufgrund der Lebenserfahrung gezogen werden (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.). Der Betroffene ist bei der Sachverhaltsabkl�rung mitwirkungspflichtig (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486).
Die tats�chliche Vermutung betrifft die Beweisw�rdigung und bewirkt keine Umkehrung der Beweislast (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486). Der Betroffene muss nicht den Beweis des Gegenteils erbringen. Vielmehr gen�gt der Nachweis von Zweifeln an der Richtigkeit der Indizien und der daraus gezogenen Schlussfolgerung (vgl. dazu allgemein OSCAR VOGEL/KARL SP�HLER/MYRIAM GEHRI, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl. 2006, S. 263, Rz. 51; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 283 f.). Dem Gesagten zufolge liegt die Beweislast daf�r, dass eine eheliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 27 B�G im massgeblichen Zeitpunkt der Gesuchseinreichung und der Einb�rgerung nicht oder nicht mehr besteht, bei der Verwaltung. Es gen�gt deshalb, dass der Betroffene einen oder mehrere Gr�nde angibt, die es plausibel erscheinen lassen, dass er im Zeitpunkt seiner Erkl�rung mit der Schweizer Ehepartnerin in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft lebte und dass er diesbez�glich nicht gelogen hat. Ein solcher Grund kann entweder ein ausserordentliches Ereignis sein, das zum raschen Zerfall des Willens zur ehelichen Gemeinschaft im Anschluss an die Einb�rgerung f�hrte, oder der Betroffene kann darlegen, aus welchem Grund er die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannte und im Zeitpunkt, als er die Erkl�rung unterzeichnete, den wirklichen Willen hatte, mit der Schweizer Ehepartnerin auch weiterhin in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft zu leben (Urteile 1C_167/ 2010 vom 21. Juni 2010 E. 3; 5A.22/2006 vom 13. Juli 2006 E. 2.3; 5A.18/2006 vom 28. Juni 2006 E. 2.3).
Das Bundesverwaltungsgericht ging von der unbestrittenen Chronologie der Ereignisse aus: Es hielt fest, dass der Beschwerdef�hrer seine ehemalige Ehefrau im Jahre 1997 in der Asylunterkunft kennen lernte, nach dem Austritt aus der Asylunterkunft mit ihr eine Beziehung aufnahm und am 25. Februar 2000 die Ehe einging. Er stellte am 3. Februar 2003 ein Gesuch um erleichterte Einb�rgerung und wurde im Anschluss an die gemeinsame Erkl�rung der Ehegatten vom 19. Januar 2004 am 27. Februar 2004 eingeb�rgert. Der Beschwerdef�hrer unternahm im Mai 2004 eine Reise nach Pakistan und Afghanistan. Am 1. August 2004 zog er aus der ehelichen Wohnung aus. Die Ehegatten unterzeichneten am 7. Oktober 2004 eine vollst�ndige Vereinbarung �ber die Scheidungsnebenfolgen, reichten das Scheidungsbegehren am 21. Oktober 2004 ein, wurden am 13. Dezember 2004 vom Richter angeh�rt, best�tigten am 15. Februar 2005 ihren Scheidungswillen und wurden mit Urteil vom 22. Februar 2005 geschieden.
Diese Chronologie zeigt zum einen, dass die Ehe bis zur erleichterten Einb�rgerung rund vier Jahre gedauert hat, der Beschwerdef�hrer ab dem f�nften Monate nach der Einb�rgerung (die Zeitspanne der Reise nach Pakistan und Afghanistan eingerechnet) von seiner Ehefrau getrennt lebte und die Ehegatten sieben Monate nach der Einb�rgerung eine Scheidungskonvention unterzeichneten und das Scheidungsverfahren einleiteten. Zum andern geht aus der Chronologie hervor, dass die Ereignisse eine ausserordentlich rasche Abfolge aufwiesen. Dies begr�ndet, wie das Bundesverwaltungsgericht ohne Verletzung von Bundesrecht schliessen durfte, ohne Weiteres die tats�chliche Vermutung, dass schon im Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der erleichterten Einb�rgerung keine stabile eheliche Gemeinschaft mehr bestand. Daran verm�gen weder die Erkl�rungen der Eheleute, die Darstellung der ehemaligen Ehefrau in ihren Berichten vom 3. April 2006 und 8. August 2008 noch die im Vorfeld der erleichterten Einb�rgerung eingeholten Bezeugungen von Bekannten, wonach der Beschwerdef�hrer und seine damalige Ehefrau als Paar auftraten, etwas zu �ndern.
Es ist daher zu pr�fen, ob der Beschwerdef�hrer diese Vermutung durch ein ausserordentliches Ereignis, das zum raschen Zerfall des Willens zur ehelichen Gemeinschaft im Anschluss an die Einb�rgerung f�hrte, umstossen kann. Wie dargetan, gen�gt hierf�r, dass der Betroffene einen oder mehrere Gr�nde angibt, die es plausibel erscheinen lassen, dass er im Zeitpunkt seiner Erkl�rung mit der Schweizer Ehepartnerin in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft lebte.
Der Beschwerdef�hrer weist auf seine Reise nach Pakistan und den Aufenthalt in Afghanistan hin. Das Bundesverwaltungsgericht anerkennt, dass ihn die Eindr�cke in den beiden L�ndern stark ersch�ttert und ihn dazu veranlasst h�tten, seine eigene Lebensf�hrung zu hinterfragen. Die ehemalige Ehefrau best�tigte, dass ihr damaliger Ehemann von dieser Reise stark ver�ndert zur�ckgekehrt sei, seine Lebensweise durch Hingabe an Religion und Gebete ge�ndert und sich seinen Kopf rasiert habe und von da an abwesend und zur�ckgezogen lebte.
Diese Ereignisse sind nicht isoliert f�r sich allein zu betrachten, sondern vor dem Hintergrund der bisherigen ehelichen Verh�ltnisse zu w�rdigen. Die Ver�nderungen des Beschwerdef�hrers hinterliessen ohne Zweifel ihre Spuren. Sie allein verm�gen indessen die Ereignisse nach der R�ckkehr aus Pakistan und Afghanistan nicht zu erkl�ren. Zum einen erscheint kaum glaubhaft, dass die genannten Ver�nderungen eine Lebensgemeinschaft so grundlegend und nachhaltig ersch�ttern k�nnten, wenn diese von einem stabilen gemeinsamen Willen getragen w�re. Vielmehr liegt auf der Hand, dass eine tats�chlich gelebte Lebensgemeinschaft in schwierigen Zeiten einen gewissen Halt h�tte vermitteln k�nnen. Zum andern f�llt auf, dass sich die Ereignisse - Auszug aus der ehelichen Wohnung, Scheidungskonvention, Scheidungsverfahren und Scheidungsurteil - innert k�rzester Zeit Schlag auf Schlag folgten. Der rasche zeitliche Ablauf von der Entfremdung �ber den Trennungswunsch bis zum Vollzug der Trennung ohne jegliche Besinnungsphase spricht nicht daf�r, dass davor eine stabile und intakte Lebensgemeinschaft tats�chlich bestanden h�tte.
Es zeigt sich denn auch, dass die Ehe des Beschwerdef�hrers schon l�ngere Zeit schwerwiegenden Belastungen ausgesetzt war. Sowohl der Beschwerdef�hrer wie auch seine ehemalige Ehefrau haben diese Schwierigkeiten angesprochen. Die Belastungen weisen vorab einen kulturellen und religi�sen Hintergrund auf. Das unterschiedliche Verst�ndnis von allgemeinen Werten, von der Rolle der Geschlechter im schweizerischen Kulturkreis und der Religion hat sich belastend auf die Beziehung ausgewirkt, wie der Beschwerdef�hrer und seine ehemalige Ehefrau �bereinstimmend bezeugen. Die unterschiedlichen Vorstellungen klafften immer weiter auseinander und f�hrten schliesslich zur Trennung. Gewisse therapeutische Bem�hungen, welche die ehemalig Ehefrau bezeugt, waren ohne nachhaltigen Nutzen. Es ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdef�hrer nach seiner R�ckkehr aus Pakistan und Afghanistan etwas Wesentliches zur Aufrechterhaltung der Ehe unternommen h�tte. Er hat die gemeinsame Wohnung am 1. August 2004 verlassen. Hernach hat er seine ehemalige Ehefrau nur noch ein paar Mal getroffen, im Wesentlichen zur Besprechung des weitern Vorgehens. Die vom Beschwerdef�hrer angesprochenen Bem�hungen von Z.________ waren kaum darauf ausgerichtet, das Gespr�ch unter den Eheleuten weiterzuf�hren. Es ist daher wenig glaubhaft, dass sich der Beschwerdef�hrer die definitive Aufl�sung der Ehe nicht gew�nscht hat. Es ist auch nicht ersichtlich, was der Beschwerdef�hrer zur Rettung der Ehe unternommen h�tte. Umgekehrt kann den Akten nicht entnommen werden, dass sich die ehemalige Ehefrau der raschen Trennung widersetzte.
Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, dass nicht er, sondern vielmehr seine ehemalige Ehefrau f�r die Trennung einzustehen habe. Diese habe seine Wesensver�nderungen nicht mitgetragen, habe sich von einer Trennungsphase keine Besserung versprochen und habe schliesslich die Scheidung eingeleitet. Der Beschwerdef�hrer �bersieht mit diesen Vorbringen, dass im vorliegenden Verfahren nicht in Frage steht, wer bzw. welcher Ehegatte f�r die Aufl�sung der Ehe die haupts�chliche Verantwortung tr�gt. Zu pr�fen ist einzig, ob aufgrund der gesamten Umst�nde f�r den Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der Einb�rgerung eine intakte und stabile Ehesituation angenommen werden kann. Dies scheint im Sinne der Vorbringen des Beschwerdef�hrers auch von Seiten seiner ehemalige Ehefrau als fragw�rdig.
Es zeigt sich gesamthaft, dass sich die Ehe des Beschwerdef�hrers aufgrund von unterschiedlichen kulturellen und religi�sen Vorstellungen schwierig gestaltete und die Ehe erheblichen Belastungen ausgesetzt war. Die Reise des Beschwerdef�hrers nach Pakistan und Afghanistan mag wesentliche Ver�nderungen in seiner Lebensweise mit sich gebracht haben, stellt indes f�r sich genommen kein ausserordentliches Ereignis dar, das schon kurz nach der Einb�rgerung allein zum raschen Zerfall des Willens zur ehelichen Gemeinschaft gef�hrt hat. Das Verhalten der beiden Ehepartner nach der genannten Auslandreise l�sst nicht darauf schliessen, dass vor der Auslandreise sowie im Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der Einb�rgerung noch eine tats�chliche stabile Lebensgemeinschaft bestanden h�tte. Vielmehr l�sst die Gesamtheit der Vorkommnisse den Schluss zu, dass im massgeblichen Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der Einb�rgerung keine stabile, intakte und auf die Zukunft ausgerichtete Beziehung (mehr) bestanden hat.
Demnach hat das Bundesverwaltungsgericht kein Bundesrecht verletzt, indem es in Best�tigung des Entscheids des Bundesamtes f�r Migration annahm, dass im massgeblichen Zeitpunkt der gemeinsamen Erkl�rung und der Einb�rgerung vom Januar/Februar 2004 keine tats�chliche, Gew�hr f�r Stabilit�t der Ehe bietende Lebensgemeinschaft bestand, die Einb�rgerung als erschlichen im Sinne von Art. 41 B�G bezeichnete und die Einb�rgerung als nichtig erkl�rte. Demnach erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegr�ndet.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Bundesamt f�r Migration sowie dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 27
 Art. 41
 Art. 27
 Art. 41
 Art. 41
 Art. 27
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 83
 Art. 45
 Art. 97
 Art. 12
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 41
 Art. 41
 Art. 27
 Art. 41