Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=10.04.2013&Aktenzeichen=I%20R%2045%2F11
Timestamp: 2018-03-18 09:43:18+00:00

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BFH, 10.04.2013 - I R 45/11 - dejure.org
Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation nach § 90 Abs. 3 AO ist unionsrechtmäßig; Annahme eines Nahestehens von Personen; Definition der Geschäftsbeziehung; Allgemeininteresse an einer wirksamen Steueraufsicht; Verhältnis von Amtshilfe und Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen; Bi
§ 90 Abs 2 AO, § 90 Abs 3 AO, § 97 Abs 1 AO, § 162 Abs 3 AO, § 162 Abs 4 AO
Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation nach § 90 Abs. 3 AO ist unionsrechtmäßig – Annahme eines Nahestehens von Personen – Definition der Geschäftsbeziehung – Allgemeininteresse an einer wirksamen Steueraufsicht – Verhältnis von Amtshilfe und Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen – Bindung des BFH an die Auslegung ausländischen Rechts – Anforderungen an eine schlüssige Aufklärungsrüge
Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation unionsrechtmäßig
Geschäfte mit dem Ausland sind für das Finanzamt zu dokumentieren: Aufzeichnungen dienen der Kontrolle
Pflicht zur Dokumentation von Verrechnungspreisen europarechtskonform
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 10.04.2013, Az.: I R 45/11 (Pflicht zur Verrechnungspreisdokumentation: europarechtskonform)" von RiFG Dr. Nils Trossen, original erschienen in: GmbH-StB 2013, 299 - 300.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 10.04.2013, Az.: I R 45/11 (Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation nach § 90 Abs. 3 AO ist unionsrechtmäßig)" von RA/StB Dr. Stefan Rogge, original erschienen in: BB 2013, 2468 - 2472.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 10.04.2013, Az.: I R 45/11 (Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation nach § 90 Abs. 3 AO ist unionsrechtmäßig)" von RA/WP/StB Dr. Frank Roser, original erschienen in: GmbHR 2013, 1057 - 1064.
Kurznachricht zu "Grenzenlose Pflicht zur Verrechnungspreisdokumentation? - Anmerkungen zum BFH-Urteil vom 10. 4. 2013, I R 45/11, IStR 2013, 710" von RA/StB Dr. Sven Christian Gläser und StB Michael Birk, original erschienen in: IStR 2014, 99 - 104.
BFHE 241, 332
BB 2013, 2468
DB 2013, 1942
BStBl II 2013, 771
NZG 2014, 275
aa) Eine schlüssige Aufklärungsrüge erfordert die genaue Bezeichnung der ermittlungsbedürftigen Tatsachen (präzise Angabe der Beweisthemen) sowie die substantiierte Darlegung, inwiefern das Urteil des FG --ausgehend von dessen materiell-rechtlicher Auffassung-- auf der unterlassenen Beweisaufnahme beruhen könne und was das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme gewesen wäre (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 4. Mai 2011 II R 55/09, BFH/NV 2011, 1702, Rz 9; vom 10. April 2013 I R 45/11, BFHE 241, 332, BStBl II 2013, 771, Rz 25).
An dem natürlichen Interessengegensatz, der eine entsprechende Überprüfung eines zivilrechtlichen Vertrags entbehrlich macht, fehlt es z.B. regelmäßig bei Verträgen zwischen dem gleichen Konzern zugehörigen Unternehmen (vgl. BFH-Urteile vom 10. April 2013 I R 45/11, BFHE 241, 332, BStBl II 2013, 771, Rz 33 f., und vom 23. Juni 1993 I R 72/92, BFHE 172, 51, BStBl II 1993, 801).
Die Zulässigkeit des Cum-ex-Verfahren ist jedoch für Zeiträume vor dem 1.1.2012 in Rechtsprechung (…vgl. FG Hamburg DStR 2013, 1116; Hess FG DStR 2012, 2381) und Fachliteratur (vgl. hierzu Seer/Krumm DStR 2013, 1757 und DStR 2013, 1824;… Klein BB 2013, 1054 jew. mit w. Nachw. zum Streitstand) sehr umstritten.
Steuerbescheinigung; Anrechnung; Kapitalverkehrsfreiheit
Rs. C-155/08 und C-157/08, X. und Passenheimvan Schoot, Slg. 2009, I-5093 Rn. 45; Urteil des BFH vom 10. April 2013 I R 45/11, BStBl II 2013, 771).
Sie stehen vielmehr grundsätzlich nebeneinander und dienen der Sachverhaltsaufklärung in unterschiedlichen Fallgestaltungen (BFH, Urteil vom 10.04.2013 I R 45/11, BFHE 241, 332, BStBl II 2013, 771, Juris Rz. 40 m. w. N.; EuGH…, Urteil vom 09.10.2014 C-326/12, IStR 2014, 808, Juris Rz. 55; BFH, Urteil vom 18.11.2008 VIII R 24/07, BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518).
Entscheidend ist in diesem Fall, ob die Kapitalgesellschaft dem Dritten einen Vermögensvorteil zugewendet hat, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einer Person, die dem betreffenden Gesellschafter nicht nahe steht, nicht gewährt hätte (BFH-Urteil vom 10.04.2013 I R 45/11, BFHE 241, 332, BStBl II 2013, 771).
Für den größten Teil der entschiedenen Fälle hat der BFH die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter oder einer diesem nahe stehenden Person einen Vermögensvorteil zuwendet, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gewährt hätte (BFH, Urteil vom 10. April 2013 I R 45/11, BFHE 241, 332, BStBl II 2013, 771, m.w.N.).

References: § 90

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 § 97
 § 162
 § 162
 § 90
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