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Timestamp: 2020-04-07 00:25:04+00:00

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Das bedingungslose Grundeinkommen - Seite 8 - Innenpolitik - Politopia - Das Europa-Forum
Knast. Notwehr. Wegen Amis und so.
Wir können unsere Ossis ja mal fragen, wie dort mit den "Arbeitsscheuen" so umgesprungen wurde.
Das waren -nach der Meinung des "Volkes" -ohnehin nur Asoziale,Penner, manchmal auch Feinde der Demokratie,immer aber auch Faulpelze.
So wurde es mir-Wessi -in den Jahren 90 u.91 von "eingeborenen" Kollegen in und um Potsdam und Neuruppin herum vermittelt.Verständnis für die Beweggründe dieser "Abweichler" war wenig bis nicht existent. In diesem überwiegend kleinbürgelichen Milieu waren krasse Ablehnung bis Hass vorherrschend.
[…] ein BGE ist zukünftig alternativlos. […]
Jedenfalls wird über dieses BGE gern und ausgiebig geredet… es gibt ja sogar ein Start-up, das per Crowdfunding die finanziellen Mittel gesammelt hat, um per Los ermittelten Zufallskandidaten tausend Euro monatlich für ein Jahr zuteilt, und nun gern berichtet, wie glücklich die Gewinner sind, und wie sie ihr Leben änderten… das Problem ist, dass viele Menschen ein derartiges Grundeinkommen wohl länger als ein Jahr beziehen müssten, um dauerhaft davon leben zu können, weil's vielleicht doch nicht klappt, sich beruflich zu verändern, selbstständig zu machen oder ungeplante Ausgaben anfallen…
Das BGE ist eine soziale Grundleistung von der Wiege bis zur Bahre, weil es zukünftig durch die Fortentwicklung in der Arbeitswelt Digitalisierung 5G Robotik und Industrie 4.0 nicht mehr ausreichend Sinn füllende Beschäftigung geben wird. Allerdings stehen der Kreativität des einzelnen keine Grenzen entgegen eine Person kann sich am Vormittag in einer Pflege/Altenresidenz einbringen am Nachmittag in einer Kindestagesstätte und am Abend als Musiker. Der Dienst am Menschen bleibt erhalten ebenso wie das Handwerk. Ein BGE befreit die Menschen vom Zwang ....
[…] eine Person kann sich am Vormittag in einer Pflege/Altenresidenz einbringen […] und am Abend als Musiker. […]
Das ungefähr entspräche der jetzigen Situation ohne BGE - nach flächendeckender Einführung eines solchen würde bestenfalls das Lohnniveau in der Altenpflege und die Gage für musikalische Darbietungen gen Null tendieren, weil die Einkommenssituation das BGE berücksichtigen würde.
Wer es sich leisten konnte, mußte nicht unbedingt arbeiten. Ererbtes Vermögen, gut verdienender Ehepartner, Sonderverträge für Freischaffende, es war einiges möglich. Nur wer sich öffentlich als arbeitsscheu erwies, konnte Probleme bekommen, waren aber eher seltene Fälle. In den letzten Jahren gab es auch nicht in Arbeit Vermittelbare, Alkoholkranke etc. die durften sich täglich im Amt einige Mark abholen und wurden sonst in Ruhe gelassen.
Das waren -nach der Meinung des "Volkes" -ohnehin nur Asoziale,Penner, manchmal auch Feinde der Demokratie,immer aber auch Faulpelze......................
Es waren eher arme Gestalten, die mit dem Leben nicht recht klarkamen. Hass wurde ihnen kaum entgegen gebracht, eher Mitleid, eventuell auch Verachtung. Zu befürchten hatten etwas nur Wenige, insbesondere Damen, die sich ihren Unterhalt mit Prostituition verdienten. Aber auch nur, wenn sie nicht noch einer regulären Arbeit nachgingen und ihr Gewerbe zu auffällig betrieben.
Ich bin wirklich ein BGE-Fan - aber zunächst einmal ist ein BGE nur ein ANDERES Konzept, um Soziale Umverteilung zu organisieren.
Mir gefällt dieses Konzept - weil es einfach, transparent, kostengünstig organisiert werden kann.
ABER: Auch ein BGE kann man schlecht organisieren! Würde man ein BGE heute beispielsweise in Höhe von 600€ ausgeben - für Kinder 250€ - dann wäre das kein Fortschritt, sondern Rückschritt.
Ein BGE befreit den Menschen nur dann vom Zwang, wenn es in ausreichender Höhe gewährt wird. Eine vernünftige Höhe wäre heute bei mindestens 1.200€ zu sehen - sinnvoll wäre wahrscheinlich sogar ein wenig mehr. Oberhalb von 1.500€ wird es umgekehrt schwer, ein BGE vernünftig zu finanzieren.
Ob man Kindern die gleiche Höhe gewährt oder weniger - das hängt davon ab, welche sonstigen gesellschaftlichen Rahmenbedinungen man schafft. Verzichtet man auf ALLE Sonstigen staatlichen Leistungen für Kinder und Jugendliche, dann sind 1.200€ auch für Kinder eher knapp (Kindergärten, Schulen, Univeritäten kosten dann wieder....)
OB ein konkretes BGE also die Heilsversprechungen erfüllt, oder ob es sich um ein Überlastungsszenario für die Gesellschaft handelt - das hängt vom KONKRETEN BGE-Modell ab.
Weil BGEs aber in der Organisation viele Vorteile haben, spricht aus meiner Sicht dennoch alles dafür, dass wir uns in Richtung einer BGE-Gesellschaft bewegen sollten!
IMHO wird das BGE keinen großen gesellschaftlichen Fortschritt mit sich bringen. Man sollte mal sich solche sozialen Errungenschaften wie die Krankenversicherung, Rentenversicherung anschauen - AFAIK hunderte Jahre alte Ideen bis hin zu Bismarck.
Und heute? Zu viel? Zu wenig? Bla Bla....
Dem BGE (ich rechne fest damit, dass es sich gesellschaftlich etabliert) wird es genauso ergehen. UND dann haben die Menschen wieder ganz andere Probleme.
Vielleicht sind die Deutschen dann schon ausgestorben, oder der Durchschnittsmensch beschwert sich über zu lange Reisezeiten zwischen Erde und Mond. Oder alle sind HIV-Ressistent genverändert und schwärmen über sie alte Zeit, als man noch an HIV gestorben ist.
Mir fällt nur schwer einzuschätzen, wann das BGE für JEDEN Menschen verwirklicht sein wird. 200-600 Jahre schätze ich.
Politisch könnten die USA wieder Vorreiter sein. BTW: Nein, keine Sorge! Wie wir bereits von der KV & RV her wissen, ein BGE kann alles richten - keine Debatten mehr zwischen Freiheit und Gleichheit.
Eine BGE-Gesellschaft hat das POTENTIAL vieles einfacher und gerechter organisieren zu können.
Eine Garantie aber gibt es nicht.
Das Potential entsteht dadurch, weil heute vorhandene systemische Brüche in einer BGE-Gesellschaft grundsätzlich vermieden werden können.
Unsere Sozialversicherungen sind schon ein wenig in die Jahre gekommen. Ab und an lohnt es sich genau deshalb mal zu überlegen, ob das, was mal irgendwann eingerichet wurde, heute noch zeitgemäß ist.
Im preußischen Landrecht wurde so ungefähr 1779 das Bedürftigkeitsprinzip eingeführt....DAS haben wir bis heute noch in unseren Gesetzen enthalten. Ist DIESE Form des Bedürftigkeitsprinzips noch zeitgemäß, wenn wir heute über eine hoch arbeitsteilige Wirtschaft sprechen?
Eine BGE-Gesellschaft kann hier eine Alternative anbieten, die mehr Transparenz schafft, und damit auch mehr Bürgern ermöglicht, die teilweise komplexen Gesamtzusammenhänge zu verstehen. DAS passt besser zu unserer Arbeitsteiligen Gesellschaft von 2019! Ob das bedeutet, dass man mehr Umverteilung vornimmt - das ist letzten Endes gestaltbar - und das ist auch gut so!
Mal kommen linkere Ideen zum Tragen - die mehr Umverteilung fordern - mal aber auch liberalere Ansätze, die weniger Staat fordern.....eine BGE-Gesellschaft bietet durchaus die Möglichkeit, dass man diese gesellschaftlichen Veränderungen in der Betrachtung der sozialen Umverteilung hinreichend einfach ermöglichen kann. GENAU DESHALB ist eine BGE-Gesellschaft eine vernünftige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit!
Und - wer nun meint, eine BGE-Gesellschaft würde MEHR umverteilen - der sei genauso desillusioniert wie der, der der Meinung ist, dass dann weniger Umverteilung stattfindet......
DAS ist unabhängig von der BGE-Gesellschaft und hängt mehr davon ab, wie es KONKRET realisiert wird.
Die Stärke der BGE-Idee ist, dass sie unterschiedliche Gesellschaftliche Ideen abbilden kann......deshalb sollte sie für Rechte wie Linke akzeptabel sein können.....
Ich habe bisher leider immer in der Praxis feststellen müssen, dass Ideen um den Sozialstaat zu verbessern, welche die Priorität hatten Bürokratie abzubauen, zuerst zu Ungerechtigkeiten geführt haben u. dann wieder zu mehr Bürokratie.
Ich bin da Skeptisch. Aber ich denke ein BGE kann neue Arbeitsplätze schaffen. Das verbinde ich mit der Idee.
Es gibt nicht die eine Idee für eine BGE-Gesellschaft.
Wenn wir uns konkret über ein Modell austauschen sollten, dann müsstest du das Modell kurz skizzieren.
Ich bin skeptisch, dass eine BGE-Gesellschaft Arbeitsplätze schafft - aber ich lasse mich gerne belehren.
Für mich wäre bei einer BGE-Gesellschaft nicht die Priorität die Bürokratie abzubauen - sondern systemische Brüche konsequent zu vermeiden, die zu Gerechtigkeitsproblemen führen. Gelingt dies, kann man mit hoher Akzeptanz auf einen Teil der Bürokratie verzichten. Das macht den Staat billiger 8und gleichzeitig besser).
Zumindest für die ältere Generation haben unsere westlichen Nachbarn etwas,was unserer Lösung meilenweit überlegen ist.
Geht doch!!!!
Wenn man nicht alles selber macht ...Hier das Wesentliche https://www.zeit.de/wirtschaft…-mindestrente-theo-kocken

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