Source: http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12039-Lehramtspruefungsordnung
Timestamp: 2015-10-05 03:57:39+00:00

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Lehramtsprüfungsordnung – LPO
LehramtsprüfungsordnungVollzitat: Lehramtsprüfungsordnung vom 30. Juni 2011 (SächsGVBl. S. 224)
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport über den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen für Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge sowie über den Anpassungslehrgang und die Eignungsprüfung nach dem Befähigungs-Anerkennungsgesetz Lehrer (Lehramtsprüfungsordnung – LPO) Vom 30. Juni 2011 Es wird verordnet aufgrund von
§ 40 Abs. 3 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SchulG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 298), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 10 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 144) geändert worden ist, 2.
§ 8 Nr. 1 des Gesetzes zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise für Lehrer aus dem europäischen Ausland (Befähigungs-Anerkennungsgesetz Lehrer – BefäAnG Lehrer) vom 23. Januar 1996 (SächsGVBl. S. 2, 1997 S. 541), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 11 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 144) geändert worden ist: Inhaltsübersicht Abschnitt 1 Vorbereitungsdienst § 1
Abschnitt 2 Staatsprüfung und Prüfung in einem weiteren Fach § 12
Abschnitt 3 Anpassungslehrgang und Eignungsprüfung § 24
Abschnitt 4 Schlussbestimmung § 30
Abschnitt 1 Vorbereitungsdienst § 1 Ziel der Ausbildung (1) Die Lehramtsanwärter für die Lehrämter an Grundschulen, Mittelschulen und Förderschulen (Lehramtsanwärter) sowie die Studienreferendare für die Höheren Lehrämter an Gymnasien und berufsbildenden Schulen (Studienreferendare) sollen die pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie während des Studiums an der Hochschule erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis so erweitern und vertiefen, dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkräfte wahrnehmen können.
§ 2 Zugang zum Vorbereitungsdienst (1) Der Zugang zum Vorbereitungsdienst für die Lehrämter setzt den Abschluss eines akkreditierten Bachelorstudiengangs an einer Universität mit mindestens 6 Semestern Regelstudienzeit sowie den Abschluss eines akkreditierten Masterstudiengangs an einer Universität zum „Master of Education“ mit mindestens 4 Semestern Regelstudienzeit voraus. In den Fächern Kunst und Musik können die Abschlüsse nach Satz 1 auch an Kunst- und Musikhochschulen erworben sein. Der Mindestumfang der für den Zugang zum Vorbereitungsdienst insgesamt im Studium zu erbringenden fachwissenschaftlichen, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Leistungen beträgt für alle Lehrämter 300 Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System.
§ 3 Zulassungsvoraussetzungen (1) Zum Vorbereitungsdienst wird zugelassen, wer
eine nach den §§ 26, 31, 59, 88 oder 109 LAPO I zulässige Fächerkombination oder das Doppelfach Musik studiert hat, 3.
§ 4 Zulassungsantrag (1) Für den Zulassungsantrag ist der bei der Sächsischen Bildungsagentur erhältliche Vordruck zu verwenden. Der Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst ist jeweils bis zum 1. September des Jahres bei der Sächsischen Bildungsagentur zu stellen, das dem Jahr, in dem der Vorbereitungsdienst aufgenommen werden soll, vorausgeht. Dem Antrag sind beizufügen:
eine schriftliche Erklärung des Bewerbers, dass er von dem Regelungsinhalt der §§ 33 bis 35, 42 und 43 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 20. Juni 2011 (BGBl. I S. 1114, 1122) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, Kenntnis genommen hat,
gegebenenfalls ein Antrag auf zusätzliche Ausbildung nach § 25 Abs. 5 LAPO I sowie das Zeugnis über das Bestehen der entsprechenden Erweiterungsprüfung nach § 25 Abs. 4 LAPO I . Die Unterlagen sind im Original, als amtlich beglaubigte Kopie oder Abschrift vorzulegen. Bei der Entscheidung über den Zulassungsantrag muss ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a Abs. 1, § 30 Abs. 5 des Gesetzes über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz – BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1984 (BGBl. I S. 1229, 1985 I S. 195), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 23. Mai 2011 (BGBl. I S. 898, 915) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, vorliegen.
§ 5 Zulassung zum Vorbereitungsdienst, Versagungsgründe (1) Über den Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst entscheidet die Sächsische Bildungsagentur.
aufgrund einer Rechtsverordnung des Staatsministeriums für Kultus und Sport gemäß § 40 Abs. 3 Satz 1, 5 und 6 SchulG die Zulassung nicht möglich ist oder 4.
§ 6 Ausbildungsstätten (1) Ausbildungsstätten sind
§ 7 Ausbildungsverhältnis Der Vorbereitungsdienst wird in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis im Sinne des § 22 Abs. 1 Satz 2 des Beamtengesetzes für den Freistaat Sachsen (Sächsisches Beamtengesetz – SächsBG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Mai 2009 (SächsGVBl. S. 194), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 2 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 143) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, abgeleistet.
§ 8 Vorgesetzte, Dienstvorgesetzte (1) Der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur oder der von ihm hierzu beauftragte Bedienstete ist Vorgesetzter des Lehramtsanwärters oder Studienreferendars und als Ausbildungsleiter für die gesamte Ausbildung verantwortlich. Die Lehrbeauftragten, der Schulleiter der Ausbildungsschule und die den Lehramtsanwärter oder Studienreferendar betreuenden Lehrkräfte (Mentoren) sind in ihrem jeweiligen Teilbereich der Ausbildung gegenüber dem Lehramtsanwärter oder Studienreferendar weisungsberechtigt.
§ 9 Dauer des Vorbereitungsdienstes (1) Der Vorbereitungsdienst beginnt am 1. Februar und endet am 31. Januar des nächsten Jahres.
§ 10 Ausbildung an der Sächsischen Bildungsagentur (1) Die Ausbildung der Lehramtsanwärter oder Studienreferendare an der Sächsischen Bildungsagentur umfasst:
§ 11 Ausbildung an der Schule (1) Der Schulleiter bildet den Lehramtsanwärter oder Studienreferendar in Angelegenheiten der Schulorganisation aus. Er beauftragt einen Mentor, der auch in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Klassenlehrers einführt, und einen weiteren oder mehrere weitere Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, die sonderpädagogische Fachrichtung oder die beruflichen Fachrichtungen.
Abschnitt 2 Staatsprüfung und Prüfung in einem weiteren Fach § 12 Bestandteile und Zeitpunkt der Prüfungen (1) Die Staatsprüfung besteht aus den Prüfungslehrproben, den mündlichen Prüfungen und der Schulleiterbeurteilung. Die Prüfungslehrproben sollen in den letzten 11 Wochen, die mündlichen Prüfungen im letzten Monat des Vorbereitungsdienstes stattfinden. Die mündliche Prüfung nach § 15 Abs. 1 Nr. 5 kann bereits 6 Monate nach Beginn des Vorbereitungsdienstes durchgeführt werden.
§ 13 Prüfungskommissionen, Prüfer, Zuhörer (1) Die Sächsische Bildungsagentur richtet Prüfungskommissionen für die Abnahme der Prüfungslehrproben und der mündlichen Prüfungen ein. Die Mitglieder der Prüfungskommission müssen die Befähigung für das zu prüfende Lehramt oder eine mindestens gleichwertige Qualifikation besitzen.
§ 14 Prüfungslehrproben (1) Der Lehramtsanwärter oder Studienreferendar hat folgende Prüfungslehrproben abzulegen:
§ 15 Mündliche Prüfungen (1) Der Lehramtsanwärter oder Studienreferendar hat folgende mündliche Prüfungen abzulegen:
§ 16 Schulleiterbeurteilung (1) Der Schulleiter erstellt 4 Wochen vor dem letzten Unterrichtstag eine auf eigenen Beobachtungen und Unterrichtsbesuchen im Verlaufe des Vorbereitungsdienstes beruhende schriftliche Beurteilung des Lehramtsanwärters oder Studienreferendars und erteilt eine Note nach § 17. Er berücksichtigt dabei die Beurteilungen der Mentoren. Das Ergebnis der Schulleiterbeurteilung und deren tragende Gründe werden dem Lehramtsanwärter oder Studienreferendar vom Schulleiter bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes mündlich mitgeteilt. Die Beurteilungen sind der Sächsischen Bildungsagentur zuzuleiten.
§ 17 Bewertung der Prüfungsleistungen (1) Die einzelnen Prüfungsleistungen sind mit folgenden Noten zu bewerten:
§ 18 Bestehen der Prüfung, Gesamtnote (1) Die einzelnen Prüfungsbestandteile werden wie folgt gewichtet:
§ 19 Versäumnis, Nachholung (1) Versäumt ein Lehramtsanwärter oder Studienreferendar einen Prüfungsbestandteil, wird für den versäumten Prüfungsbestandteil die Note „ungenügend“ erteilt, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund für das Versäumnis vor. Der Lehramtsanwärter oder Studienreferendar hat den wichtigen Grund unverzüglich der Sächsischen Bildungsagentur durch Vorlage entsprechender Nachweise mitzuteilen. Ein wichtiger Grund ist insbesondere Krankheit, die unverzüglich durch ärztliches Attest, auf Verlangen auch durch amtsärztliches Attest nachzuweisen ist. Das Attest darf in der Regel nicht später als am Prüfungstag ausgestellt sein. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Sächsische Bildungsagentur.
§ 20 Täuschungsversuch Versucht ein Lehramtsanwärter oder Studienreferendar die Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder entspricht die Versicherung gemäß § 14 Abs. 4 Satz 3 nicht der Wahrheit, schließt ihn die Sächsische Bildungsagentur unter Berücksichtigung der Schwere des Verstoßes von der weiteren Teilnahme an der Staatsprüfung aus und erklärt die Prüfung für nicht bestanden oder bewertet die Leistung des betreffenden Prüfungsbestandteils mit der Note „ungenügend“.
§ 21 Wiederholung der Prüfung (1) Hat der Lehramtsanwärter oder Studienreferendar die Staatsprüfung nicht bestanden, kann er die Staatsprüfung oder die entsprechenden Prüfungsbestandteile einmal wiederholen. Die Wiederholung einer mündlichen Prüfung soll innerhalb des Vorbereitungsdienstes erfolgen. Ist die Gesamtnote der Staatsprüfung schlechter als 4,00 oder wurde die Prüfung nach § 20 für nicht bestanden erklärt, erstreckt sich die Wiederholungsprüfung auf alle Prüfungsbestandteile.
§ 22 Berufsbezeichnung, Zeugnis, Lehrbefähigung (1) Mit dem Bestehen der Staatsprüfung ist die Berechtigung verbunden, je nach studiertem Lehramt die Berufsbezeichnung
§ 23 Gleichstellungsregelung Eine Ausbildung und Prüfung nach der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über den Erwerb einer Lehrbefähigung in einem weiteren Fach, die zum Erwerb einer oder mehrerer Lehrbefähigungen geführt hat, ist der Ausbildung und Prüfung nach dieser Verordnung gleichgestellt.
Abschnitt 3 Anpassungslehrgang und Eignungsprüfung § 24 Zulassung zum Anpassungslehrgang (1) Anträge auf Zulassung zum Anpassungslehrgang nach § 5 BefäAnG Lehrer sind an die Sächsische Bildungsagentur zu richten. § 4 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 3 bis 10 und 12, Satz 4 und 5 dieser Verordnung gilt entsprechend.
§ 25 Inhalt und Durchführung des Anpassungslehrgangs Für den Inhalt des Anpassungslehrgangs ist der Ausgleich der nach § 3 Abs. 4 Satz 3 Nr. 2 BefäAnG Lehrer festgestellten wesentlichen Defizite maßgeblich. Für die Durchführung des Anpassungslehrgangs gelten die §§ 6, 8, 10 und 11 Abs. 1 bis 6 entsprechend.
§ 26 Bewertung und Wiederholbarkeit des Anpassungslehrgangs Am Ende des Anpassungslehrgangs erstellt die Sächsische Bildungsagentur eine zusammenfassende schriftliche Bewertung. Sie holt dafür je eine Stellungnahme jedes Mentors und des Schulleiters der Ausbildungsschule ein. Eine Wiederholung des Anpassungslehrgangs ist nicht möglich.
§ 27 Zulassung zur Eignungsprüfung (1) Anträge auf Zulassung zur Eignungsprüfung nach § 6 BefäAnG Lehrer sind an die Sächsische Bildungsagentur zu richten. § 4 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 3 bis 10 und 12, Satz 4 und 5 dieser Verordnung gilt entsprechend.
§ 28 Durchführung der Eignungsprüfung (1) Zur Vorbereitung der Lehrproben erhält der Antragsteller die Möglichkeit zur Hospitation und zur Erteilung von Unterricht. Der Zeitraum der Vorbereitung darf insgesamt 4 Wochen nicht überschreiten. Dem Antragsteller ist zur Vorbereitung seiner Eignungsprüfung die Gelegenheit zu geben, bis zu 4 Unterrichtsstunden in der Klasse, in dem Kurs oder in der Gruppe zu erteilen, in der oder in dem die jeweilige Lehrprobe stattfinden soll.
§ 29 Bestehen der Eignungsprüfung (1) § 13 Abs. 1 und 5 bis 7, § 14 Abs. 2 bis 6, § 15 Abs. 2 bis 4 sowie die §§ 17, 19 und 20 gelten entsprechend.
Abschnitt 4 Schlussbestimmung § 30 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

References: § 40

§ 8
 § 1
 § 12
 § 24
 § 30
 § 1

§ 2

§ 3

§ 4
 § 25
 § 25
 § 30
 § 30

§ 5
 § 40

§ 6

§ 7
 § 22

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11
 § 12
 § 15

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16
 § 17

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20
 § 14

§ 21
 § 20

§ 22

§ 23
 § 24
 § 5
 § 4

§ 25
 § 3

§ 26

§ 27
 § 6
 § 4

§ 28

§ 29
 § 13
 § 14
 § 15
 § 30