Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/cms/inspektorat/dokument.html?channel=CH3258&doc=CMS1452510369383
Timestamp: 2019-11-14 16:21:30+00:00

Document:
Die tägliche Arbeitszeit beträgt im Regelfall acht Stunden, die Wochenarbeitszeit 40 Stunden.
§ 11 Abs. 1 KJBG
Innerhalb einer Woche kann die tägliche Arbeitszeit auf bis zu neun Stunden ausgedehnt werden, wenn dadurch eine längere Wochenfreizeit, z.B. ein längeres Wochenende, erreicht wird.
§ 11 Abs. 2 und 3 KJBG
Durch passive Reisezeiten darf die Tagesarbeitszeit von mindestens 16-jährigen Jugendlichen in einem Lehr- oder sonstigen Ausbildungsverhältnis auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden.
§ 11 Abs. 3a KJBG
Manche Kollektivverträge lassen eine Wochenarbeitszeit bis zu 45 Stunden zu. In diesen Fällen darf jedoch die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 40 Stunden nicht überschreiten.
§ 11 Abs. 2a und 3 KJBG
Bei der Beschäftigung von Jugendlichen bei mehreren ArbeitgeberInnen gilt, dass
die Gesamtdauer der einzelnen Beschäftigungen die angeführten Höchstgrenzen der Arbeitszeit nicht überschreiten darf,
die Jugendlichen verpflichtet sind, allen ihren ArbeitgeberInnen mitzuteilen, in welchem Ausmaß sie jeweils in den einzelnen Betrieben beschäftigt werden.
§ 10 Abs. 2 und 3 KJBG
Überstunden sind nur für Jugendliche über 16 Jahren und nur für folgende Vor- und Abschlussarbeiten, höchstens eine halbe Stunde pro Tag und insgesamt höchstens 3 Stunden pro Woche zulässig:
Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung, soweit sich diese Arbeiten während des regelmäßigen Betriebes nicht ohne Unterbrechung oder erhebliche Störung ausführen lassen,
Arbeiten, von denen die Wiederaufnahme oder Aufrechterhaltung des vollen Betriebes arbeitstechnisch abhängt,
Arbeiten zur abschließenden Kundenbedienung einschließlich der damit zusammenhängenden notwendigen Aufräumarbeiten.
§ 12 KJBG
Besondere Bestimmungen bezüglich Arbeitszeit gibt es für Jugendliche im Lehrberuf BerufskraftfahrerIn.
§ 11 Abs. 9 und § 26a KJBG
Berufsschulzeit gilt als Arbeitszeit.
Beträgt die Unterrichtszeit an einem Schultag mindestens acht Stunden, so ist eine Beschäftigung im Betrieb nicht mehr zulässig. Ist die Unterrichtszeit kürzer, so ist eine Beschäftigung nur dann zulässig, wenn die Unterrichtszeit, die notwendige Wegzeit von der Schule zum Betrieb und die im Betrieb zu verbringende Zeit gemeinsam nicht die gesetzliche Arbeitszeit überschreiten.
Besucht ein Jugendlicher eine lehrgangsmäßige oder saisonmäßige Berufsschule, darf er während des tatsächlichen Besuchs des Lehrganges bzw. der saisonmäßigen Berufsschule nicht im Betrieb beschäftigt werden.
§ 11 Abs. 4 bis 8 KJBG
Ist die Tagesarbeitszeit länger als viereinhalb Stunden, haben Jugendliche Anspruch auf eine halbe Stunde Pause. Diese Ruhepause ist spätestens nach 6 Stunden zu konsumieren.
§ 15 Abs. 1 und 2 KJBG
Während der Ruhepause darf den Jugendlichen keinerlei Arbeit gestattet werden, sie dürfen auch nicht zur Arbeitsbereitschaft verpflichtet werden. Für den Aufenthalt während der Ruhepausen sind nach Möglichkeit besondere Aufenthaltsräume oder freie Plätze bereitzustellen. Der Aufenthalt in den Arbeitsräumen darf nur gestattet werden, wenn dadurch die notwendige Erholung nicht beeinträchtigt wird.
§ 15 Abs. 4 KJBG
Arbeitszeitaufzeichnung und -aushang
Letzte Änderung am: 05.10.2018

References: § 11

§ 11

§ 11

§ 11

§ 10

§ 12

§ 11
 § 26

§ 11

§ 15

§ 15