Source: http://www.friedhof-wolfhagen.de/gebuehr/gebuehr.php
Timestamp: 2018-09-20 13:05:50+00:00

Document:
I Gebührenpflicht
II Pflichtige
III Erwerb von Nutzungsrechten
an Grabstätten (Nutzungsgebühr)
IV Verlängerungsgebühr
V Bestattungsgebühr
VI Umbettungsgebühr
VII Genehmigungsgebühr / Abräumgebühr
VIII Entstehung und Fälligkeit
IX Säumniszuschläge, Kosten, Einziehung rückständiger Gebühren
X Verjährung der Gebühren
XI Kirchenaufsichtliche Genehmigung
XII Inkrafttreten
Friedhofsgebührenordnung für den Friedhof in Wolfhagen
Gemäß Art. 37 Abs. 2 der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 22. Mai 1967 (KABl. S. 19) in der jeweils geltenden Fassung und § 38 Abs. 2 in Verbindung mit § 39 der Ausführungsverordnung zum Vermögensaufsichtsgesetz (AVO-VAufsG) vom 04. Dezember 2009 in der jeweils geltenden Fassung hat der Friedhofsausschuss Wolfhagen folgende Friedhofsgebührenordnung erlassen:
I — Gebührenpflicht
Für die Inanspruchnahme (Benutzung) des Friedhofes oder seiner Einrichtungen sowie für damit zusammenhängende Amtshandlungen der Friedhofsverwaltung (gebührenpflichtige Leistungen) werden Gebühren nach Maßgabe dieser Gebührenordnung erhoben.
II — Pflichtige
Zur Entrichtung der Gebühren und Auslagen ist verpflichtet, wer
die Friedhöfe und deren Einrichtungen in Anspruch nimmt,
sich gegenüber der Friedhofsverwaltung zur übernahme der Kosten verpflichtet hat,
zur Bestattung verpflichtet ist oder war
oder eine gebührenpflichtige Leistung beantragt oder empfangen hat.
III — Erwerb von Nutzungsrechten an Grabstätten (Nutzungsgebühr)
Grabstätten für Erdbestattungen (Leichen):
Reihengrabstätten: (25jährige Nutzungsdauer)
Reihengrabstätten für Erwachsene und Kinder ab 13 Jahren: 400,00 Euro
Rasenreihengrab für Erwachsene: 400,00 Euro
Rasenpflege pro Jahr: 10,00 Euro 250,00 Euro
Reihengrabstätten für Kinder bis zu 12 Jahren 200,00 Euro
(50 % der Gebühren von a) oder b))
Wahlgrabstätten: (40jährige Nutzungsdauer)
Wahlgrabstätten pro Grabstelle: 625,00 Euro
Rasenwahlgrabstätte je Grabstelle: 625,00 Euro
Rasenpflege pro Jahr und Grabstelle: 10,00 Euro 400,00 Euro
Grabstätten für Urnenbestattungen (Asche)
Urnenreihengrabstätte: 350,00 Euro
Urnenrasenreihengrabstätte (auch anonym): 350,00 Euro
Rasenpflege pro Jahr und Grabstelle: 10,00 Euro 250,00 Euro
Urnenwahlgrabstätten mit 40jähriger Nutzungsdauer je Grabstelle: 560,00 Euro
Urnenrasenwahlgrabstätten mit 40jähriger Nutzungsdauer je Grabstelle: 560,00 Euro
Grabstätte auf Gemeinschaftsgrabanlage / Grabfeld Ic
Rasenreihengrab für Erwachsene mit 25jähriger Nutzungsdauer:	400,00 Euro
Urnenrasenreihengrabstätte mit 25jähriger Nutzungsdauer: 350,00 Euro
Rasenwahlgrabstätte mit 40jähriger Nutzungsdauer je Grabstelle: 625,00 Euro
Urnenrasenwahlgrabstätte mit 40jähriger Nutzungsdauer je Grabstelle: 560,00 Euro
Anlagenpflege 500,00 Euro
Schriftsteinfläche ohne Seitenbeschriftung: 650,00 Euro
Die Nutzungsgebühr ist für die gesamte Wahlgrabstätte, Rasenwahlgrabstätte, Urnenwahlgrabstätte bzw. Urnenrasenwahlgrabstätte im Zeitpunkt des Erwerbs des Nutzungsrechts und nicht erst im Zeitpunkt der Belegung fällig.
Die Rasenpflegegebühr wird vorab beim Graberwerb für die Dauer des Nutzungsrechts für die vorhandenen Grabstellen erhoben.
IV — Verlängerungsgebühr
Überschreitet bei Beisetzung die Ruhefrist (25 Jahre) das noch laufende Nutzungsrecht (vgl. § 13, 2 c der Friedhofsordnung), so ist die Verlängerungsgebühr gem. III. nach der Zahl der Jahre anteilig zu berechnen und bereits vor der erneuten Belegung fällig
V — Bestattungsgebühr
Sargbeisetzung: 400,00 Euro
Särge von Kindern: 200,00 Euro
Urnenbeisetzung: 200,00 Euro
Benutzung der Totenhalle und der Friedhofskapelle: 220,00 Euro
Trägergebühr: 150,00 Euro
Organistengebühr: 30,00 Euro
Samstagszuschlag bei Erdbestattungen: 50,00 Euro
Samstagszuschlag bei Urnenbestattungen: 30,00 Euro
VI — Umbettungsgebühr
Umbettung einer Leiche (auf einen anderen Friedhof): 520,00 Euro
Umbettung einer Leiche (innerhalb des Friedhofs): 850,00 Euro
Umbettung einer Aschenkapsel (auf einen anderen Friedhof): 200,00 Euro
Umbettung einer Aschenkapsel (innerhalb des Friedhofs): 400,00 Euro
VII — Genehmigungsgebühr / Abräumgebühr
Genehmigungsgebühr:
Pro Antrag: 20,00 Euro
Abräumgebühr:
Reihengrabstätten/Rasenreihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten/Rasenurnenreihengrabstätten:
für hölzerne und metallene Grabzeichen mit Ausnahme provisorischer Grabzeichen: 40,00 Euro
für stehende oder liegende Grabzeichen: 110,00 Euro
für Kindergräber 50 % der Gebühr von a) + b)
Wahlgrabstätten/Rasenwahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten/Urnenrasenwahlgrabstätten:
für hölzerne und metallene Grabzeichen: 80,00 Euro
für stehende oder liegende Grabzeichen: 190,00 Euro
für jede weitere Grabstelle, falls mehr als 2 Grabstellen belegt werden: 55,00 Euro
für Reihengrabstätten (auch Urne und Kindergrabstätten): 80,00 Euro
für Wahlgrabstätten (auch Urne): 130,00 Euro
VIII — Entstehung und Fälligkeit
Die Gebührenpflicht entsteht mit dem Beginn der Inanspruchnahme des Friedhofes oder seiner Einrichtungen. Bei Amtshandlungen entsteht die Gebührenpflicht mit dem auf den Beginn der Amtshandlung folgenden Monatsersten. In Härtefällen kann die Friedhofsverwaltung die Gebühren ermäßigen oder erlassen.
Gebühren sind innerhalb eines Monats nach Erhalt des Gebührenbescheides fällig.
Es gelten die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes und der Verwaltungsgerichtsordnung in der jeweils geltenden Fassung, soweit durch Kirchengesetz nichts anderes bestimmt ist.
IX — Säumniszuschläge, Kosten, Einziehung rückständiger Gebühren
Werden Gebühren nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des abgerundeten rückständigen Gebührenbetrages zu entrichten; abzurunden ist auf den nächsten durch 5 Euro teilbaren Betrag.
Für schriftliche Mahnungen sind die entstandenen Portokosten durch die Gebührenschuldnerin bzw. den Gebührenschuldner zu erstatten.
Rückständige Gebühren, Säumniszuschläge sowie Kosten nach Absatz 2 werden im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen (§ 64a Hessisches Verwaltungsvollstreckungsgesetz). Die Kosten der Vollstreckung hat die Vollstreckungsschuldnerin bzw. der Vollstreckungsschuldner zu tragen.
X — Verjährung der Gebühren
XI — Kirchenaufsichtliche Genehmigung
Diese Ordnung bedarf gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 des VAufsG in Verbindung mit § 39 AVO-VAufsG der kirchenaufsichtlichen Genehmigung.
XII — Inkrafttreten
Die vorstehende Friedhofsgebührenordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Mit dem gleichen Zeitpunkt tritt die bisher bestehende Friedhofsgebührenordnung außer Kraft.
Wolfhagen, den 13.Juni 2012

References: Art. 37
 § 38
 § 39
 § 13
 § 19
 § 39