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Timestamp: 2019-11-18 11:32:37+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1954, 600 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 03.02.1954
BGH, 19.12.1953 - II ZR 27/53
https://dejure.org/1953,131
BGH, 19.12.1953 - II ZR 27/53 (https://dejure.org/1953,131)
BGH, Entscheidung vom 19.12.1953 - II ZR 27/53 (https://dejure.org/1953,131)
BGH, Entscheidung vom 19. Dezember 1953 - II ZR 27/53 (https://dejure.org/1953,131)
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Nachholen eines blossen Bestreitens in der Berufungsinstanz - Zurückweisung eines Verteidigungsmittels wegen Verspätung - Rechtsbegriff der groben Nachlässigkeit
BGHZ 12, 49
NJW 1954, 600
Die Verweigerung der Zulassung neuen Vortrags kann vom Revisionsgericht überprüft werden (vgl. BGHZ 12, 49, 52; BGH, Urteil vom 9. März 1981 - VIII ZR 38/80 - NJW 1981, 2255;… Meyer-Seitz, aaO, § 531 Rdn. 26;… MünchKommZPO/Aktualisierungsband-Rimmelspacher, aaO, § 530 Rdn. 34;… Musielak/Ball, aaO, § 531 Rdn. 23, 25;… Zöller/Gummer/Heßler, aaO, § 531 Rdn. 37).
Ein substantiiertes Bestreiten kann vom Prozeßgegner nur gefordert werden, wenn der Beweis dem Behauptenden nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (BGHZ 86, 23, 29; 12, 49, 50;… BGH, Urt. v. 17. März 1987 - VI ZR 282/85, ZIP 1987, 865 = NJW 1987, 2008, 2009).
Sie kann aber dann in Betracht kommen, wenn der Beklagte alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (BGHZ 12, 49, 50; 86, 23, 30 [BGH 01.12.1982 - VIII ZR 279/81];… BGH Urteil vom 20. Januar 1961 - I ZR 79/59 - aaO; vom 28. Juni 1974 - I ZR 62/72 = NJW 1974, 1822 f. und vom 12. November 1979 - II ZR 174/75 - NJW 1980, 591 [BGH 12.11.1979 - II ZR 174/77] - insoweit in BGHZ 75, 321 [BGH 12.11.1979 - II ZR 174/77] nicht abgedruckt; vgl. auch Senatsurteil vom 12. Juli 1983 - VI ZR 280/81 - VersR 1983, 1035, 1037).
Der Zurückweisung nach dieser Bestimmung unterliegt auch eine im ersten und zunächst sogar im zweiten Rechtszug aus Nachlässigkeit nicht vorgebrachte Verteidigung; § 531 ZPO steht dem entgegen der Meinung der Revision nicht entgegen (BGHZ 12, 49).
Zuzustimmen ist dem Berufungsgericht schließlich darin, daß das Bestreiten eines Sachvortrages ohne die nach den Umständen zumutbare Substantiierung nicht wirksam ist und die Geständnisfiktion des § 138 Abs. 3 ZPO nach sich zieht (BGH Urteil vom 20. Januar 1961 aaO. sowie auch BGHZ 12, 49, 50;… Stein/Jonas/Leipold ZPO 20. Aufl. § 138 Rdn. 29).
Sie ist aber jedenfalls dann zu bejahen, wenn der Gegner der darlegungs- und beweisbelasteten Partei alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zuzumuten ist, nähere Angaben zu machen (vgl. BGHZ 12, 49, 50; 86, 23, 30 [BGH 01.12.1982 - VIII ZR 279/81]; 100, 190, 195/196 m.w.Nachw.).
Davon ist in der Regel auszugehen, wenn sich die behaupteten Vorgänge im Wahrnehmungsbereich des Bestreitenden abgespielt haben (vgl. BGHZ 12, 49, 50).
BGH, 11.06.1985 - VI ZR 265/83
Seine Befolgung setzt vielmehr voraus, daß der erklärungsbelasteten Partei ein substantiierter Gegenvortrag möglich ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn sich die behaupteten Vorgänge in ihrem Wahrnehmungsbereich abgespielt haben (vgl. BGH, Urteil v. 20. Januar 1961 - I ZR 79/59 - NJW 1961, 826, 828; BGHZ 12, 49, 50).
Zahlung der Maklerprovision an einen Dritten - Treuwidriges Verschweigen bei …
Wie weit indes eine Partei ihren Sachvortrag substantiieren muß, hängt von ihrem Kenntnisstand ab (vgl. dazu BGHZ 12, 49, 50; 86, 23, 30 [BGH 01.12.1982 - VIII ZR 279/81]; BGH Urteile vom 20. Januar 1961 - I ZR 79/59 - NJW 1961, 826, 828; vom 28. Juni 1974 - I ZR 62/72 - NJW 1974, 1822; vom 12. November 1979 - II ZR 174/75 - NJW 1980, 589, 591;… vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85 - BGHR ZPO § 138 Abs. 3 "Bestreiten, substantiiertes 2").
Eine solche Pflicht kann insbesondere dann in Betracht kommen, wenn die Partei alle wesentlichen Tatsachen kennt, weil sie sich in ihrem Wahrnehmungsbereich abgespielt haben, und es ihr zumutbar ist, nähere Angaben machen (BGHZ 12, 49, 50; 86, 23, 30; l00, 190, 195 mit weiteren Nachweisen).
AG Bremen, 08.05.2007 - 4 C 7/07
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BAG, 07.12.1989 - 6 AZR 129/88
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BGH, 07.05.1957 - VI ZR 19/56
BGH, 25.03.1958 - VI ZR 13/57
Vereinbarung einer Haftungsfreistellung durch Minderjährige
BGH, 24.04.1970 - I ZR 69/68
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OLG Koblenz, 31.03.1988 - 5 U 1156/87
Bestimmung des für das so genannte Schuldstatut maßgebenden Rechts; Ermittlung …
BGH, 01.07.1976 - VII ZR 294/74
Wirksamkeit eines einfachen Bestreitens bzw. bloßem Bestreitens einer Forderung - …
BGH, 18.12.1974 - VIII ZR 179/73
Fehlende Täuschung, bei fehlender Kenntnis des Vertreters von der Unwirksamkeit …
BGH, 14.04.1964 - Ia ZR 143/63
BGH, 12.07.1955 - V ZR 209/54
LAG Berlin, 05.11.1990 - 9 Sa 68/90
Kündigungsschutzgesetz : Anwendbarkeit - Darlegungs- und Beweislast
BGH, 21.03.1966 - VIII ZR 227/64
Aufhebung eines Mietvertrages bzw. Pachtvertrages - Rechtzeitigkeit einer …
BGH, 10.10.1973 - I ZR 7/73
Zurückbehaltungsrecht an Kommissionsware - Umfang der Darlegungs- und Beweislast …
BGH, 10.11.1959 - VI ZR 187/58
BGH, 18.10.1977 - X ZR 83/74
Befugnis zur Geltendmachung eines Klageanspruchs - Anforderungen an den Grundsatz …
BGH, 13.03.1975 - VII ZR 173/72
Verschleppungsabsicht - Begründung der Nichtzulassung im Berufungsverfahren
LG Trier, 15.02.1974 - 4 O 25/73
Androhung einer parteischädigenden Veröffentlichung; Widerruf ehrenrühriger …
BGH, 21.09.1970 - II ZR 1/69
Nachholung des Bestreitens in der Berufungsinstanz bei unterstelltem Geständnis …
BGH, 07.11.1968 - VII ZR 6/67
Klage auf Vergütung der Tätigkeit als Architekt - Errichtung von 400 …
BGH, 27.06.1968 - IX ZR 98/67
BGH, 18.12.1967 - VII ZR 100/65
Anspruch auf Rückzahlung im Rahmen eines unwirksamen Architektenvertrages …
BGH, 05.05.1966 - III ZR 242/64
Gleichzeitiges Bestreiten des Empfangs eines Darlehens und Behaupten eines …
BGH, 29.11.1965 - VII ZR 269/63
Berechnung einer Provisionsforderung - Ansehung einer Tatsache als zugestanden …
BGH, 29.10.1964 - VII ZR 85/63
BGH, 06.05.1963 - VIII ZR 27/62
BGH, 30.05.1956 - V ZR 215/55
BGH, 31.01.1956 - VI ZR 170/54
BGH, 15.12.1955 - II ZR 231/54
BGH, 27.06.1955 - II ZR 62/54
BGH, 17.05.1967 - VIII ZR 5/65
BGH, 05.05.1966 - II ZR 85/64
Bestehen eines Tantiemenanspruchs - Berechtigung eines Geschäftsführers zur …
BGH, 21.10.1958 - VI ZR 194/57
BGH, 13.06.1958 - VIII ZR 203/57
BGH, 03.02.1954 - VI ZR 40/53
https://dejure.org/1954,488
BGH, 03.02.1954 - VI ZR 40/53 (https://dejure.org/1954,488)
BGH, Entscheidung vom 03.02.1954 - VI ZR 40/53 (https://dejure.org/1954,488)
BGH, Entscheidung vom 03. Februar 1954 - VI ZR 40/53 (https://dejure.org/1954,488)
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NJW 1954, 600 (Ls.)
Allerdings liegt eine sittenwidrige Schädigung regelmäßig dann vor, wenn ein Schuldner planmäßig mit eingeweihten Helfern zusammenarbeitet, um sein wesentliches pfändbares Vermögen vor dem Zugriff von Gläubigern zu retten (RGZ 74, 224, 229 f; HRR 1928 Nr. 907; BGH, Urt. v. 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53, LM § 826 (Ge) BGB Nr. 2; v. 2. Dezember 1969 - VI ZR 259/67, FamRZ 1970, 188, 190; v. 30. Oktober 1973 - VI ZR 27/71, WM 1974, 99, 100 f; vgl. auch RG WarnR 1920 Nr. 103 S. 132 f) .
Entsprechend kann auch eine schon erhobene Anschlussberufung nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs später unter Bezug auf die schon vorliegende Begründung erweitert werden (Senatsurteil vom 6. Juli 2005 - XII ZR 293/02 - FamRZ 2005, 1538, 1539 f. ; BGH Urteile vom 29. September 1992 - VI ZR 234/91 - NJW 1993, 269 f. und vom 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53 - NJW 1954, 600).
Soweit es für möglich erachtet worden ist, eine Anschlußberufung in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht wirksam durch Einreichung einer Anschlußschrift ohne Beifügung einer schriftlichen Begründung (BGH, Urt. v. 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53, LM Nr. 2 zu § 826 (Ge) BGB) oder durch mündliche Antragstellung zu Protokoll (…BGH, Urt. v. 29. September 1992 - VI ZR 234/91, BGHR ZPO § 522 a Abs. 1 - Erweiterungsantrag 1) zu erheben, bezog sich die Anschlußberufung auf einen den Parteien nach Umfang und Bedeutung bereits bekannten und erörterten Punkt.
Es bedurfte entgegen § 522 a Abs. 2 ZPO auch keiner gesonderten Begründung, weil die Anschließung nur auf dem neuen Antrag, nicht aber auf einem (teilweise) neuen Sachverhalt fußt (vgl. BGH, Urt. v. 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53, LM BGB § 826 Ge Nr. 2).
BGH, 30.10.1973 - VI ZR 27/71
Übertragung eines Betriebes mit dem einzigen Zweck der Erfüllung von …
Indessen kann eine nach den Vorschriften des Anfechtungsgesetzes anfechtbare Rechtshandlung zugleich die Voraussetzungen einer unerlaubten Handlung erfüllen, wenn über den bloßen Anfechtungstatbestand hinaus Umstände vorliegen, die der Verhaltensweise der Beteiligten den Stempel der Sittenwidrigkeit aufdrücken (BGH Urteil vom 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53 = LM BGB § 826 [Ge] Nr. 2 = NJW 1954, 600; Urteil vom 2. Dezember 1969 - VI ZR 259/67 - FamRZ 1970, 188, 189 f.).
Seine Annahme, hierin liege eine von der Beklagten mitgewollte und mitverursachte Schädigung der Klägerin, die das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verletzt und sich daher als Verstoß gegen die guten Sitten im Sinne des § 826 BGB darstellt, ist rechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BGH Urt.v. 2. Dezember 1969 - VI ZR 259/67 - FamRZ 1970, 188; Urt.v. 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53 = LM BGB § 826 [Ge] Nr. 2 = NJW 1954, 600; Urt.v. 24. März 1964 - VI ZR 244/62 - VersR 1964, 642 = FamRZ 1964, 360).
BGH, 02.12.1969 - VI ZR 259/67
Klage auf Schadensersatz wegen Beihilfe zur Unterhaltsentziehung - Vornahme einer …
Indessen kann eine nach den Vorschriften des Anfechtungsgesetzes anfechtbare Rechtshandlung zugleich die Merkmale einer unerlaubten Handlung erfüllen und eine Schadensersatzpflicht aus § 826 BGB auslösen, wenn über den bloßen Anfechtungstatbestand hinaus Umstände vorliegen, die der Verhaltensweise der Beteiligten den Stempel der Sittenwidrigkeit aufdrücken (BGH Urteil vom 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53 = LM BGB § 826 [Ge] Nr. 2).
Mit Recht hat das Berufungsgericht hierin eine von der früheren Beklagten mitgewollte und mitverursachte sittenwidrige Schädigung der Klägerin erblickt (vgl. RGZ 74, 224, 227; Urteile des erkennenden Senats vom 3. Februar 1954 - VI ZR 40/53 = a.a.O. und vom 24. März 1964 - VI ZR 244/62 - VersR 1964, 642).
So hat der VI. Zivilsenat in dem Urteil vom 3. Februar 1954 (VI ZR 40/53 - NJW 1954, 600 = LM BGB § 826 (Ge) Nr. 2) die Erklärung einer Anschlußberufung durch Einreichung einer Anschlußschrift ohne Beifügung einer schriftlichen Begründung genügen lassen, die sich in einer mündlichen Verhandlung und nach Erörterung der Sach- und Rechtslage aufgrund der vom Gericht dargelegten Rechtsauffassung aus der Sicht des Berufungsbeklagten als nötig erwiesen hatte.
BGH, 30.06.1959 - VI ZR 122/58
Damit ist auch § 1380 BGB zu diesem Zeitpunkt unwirksam geworden (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29. Oktober 1953 - VI ZR 40/53 - MDR 1954, 95).
BGH, 10.11.1986 - II ZR 153/85
Schadensersatzanspruch aus abgetretenem Recht nach panamesischem Recht - …
Diese Bezugnahme genügte danach zur Begründung der Anschließung (vgl. auch BGH, Urt. v. 3.2.1954 - VI ZR 40/53, LM BGB § 826 (Ge) Nr. 2).
OLG Stuttgart, 28.05.1996 - 18 UF 459/95
Bemessung des Unterhalts bei Versorgung eines neuen Lebensgefährten durch den …
BGH, 06.03.1963 - VIII ZR 8/62
BGH, 28.01.1955 - V ZR 113/53
BGH, 10.12.1957 - VIII ZR 317/56
BGH, 09.12.1977 - V ZR 178/76
Rücknahme der Einrede der Verjährung auf Grund einer Vereinbarung der …

References: § 531
 § 530
 § 531
 § 531
 BGH 
 § 531
 § 138
 § 138
 BGH 
 § 138
 § 826
 BGH 
 § 826
 § 522
 § 522
 § 826
 § 826
 § 826
 BGH 
 § 826
 § 826
 § 826
 § 826
 § 1380
 § 826