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Timestamp: 2018-08-17 09:02:03+00:00

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FamRZ-Buch 29: Das familiengerichtliche Verfahren, 2. Aufl. (Febr. 2018) :: Gieseking Verlag
Rechtsanwalt/Fachanwalt f. Arbeits- und Familienrecht Schlünder, Rolf
Rechtsanwalt/Fachanwalt f. Familienrecht Nickel, Michael
FamRZ-Buch 29: Das familiengerichtliche Verfahren, 2. Aufl. (Febr. 2018)
2., völlig neu bearb. Auflage (Febr. 2018)
ISBN: 978-3-7694-1192-8
2018/02 | XX und 359 Seiten | Broschur
Das familiengerichtliche Verfahren ist des Praktikers "täglich Brot", aber immer wieder machen ihm neue Problemstellungen zu schaffen: Unklar formulierte Vorschriften, verwirrende Hin- und Herverweisungen zwischen FamFG und ZPO… wie soll man da den Überblick behalten?
Hier setzt das FamRZ-Buch mit seiner praxisorientierten Gliederung (Allgemeiner Teil - FG-Familiensachen - Familienstreitsachen - Ehe-/Scheidungssachen) zielgenau an: Samt Beispielen, Praxistipps und gebührenrechtlichen Hinweisen geht es systematisch und verständlich durch alle denkbaren Verfahrenskonstellationen! Die Autoren als langjährig spezialisierte Fachanwälte haben dabei stets im Blick, worauf es ankommt.
Stand Anfang 2018, d.h. mit allen aktuellen Gesetzesänderungen (z.B. Kenntnis der Abstammung / Durchsetzung der Ausreisepflicht / Bekämpfung von Kinderehen / "Ehe für alle").
Für (Fach-)Anwälte, Richter, Rechtspfleger, Mitarbeiter von Jugendämtern und Beratungsstellen, Verfahrensbeistände, Sachverständige, Vormünder, Pfleger. Ebenso eine exzellente Hilfe für Berufsanfänger, Studenten oder Referendare zum Einstieg in die komplizierte Materie!
Inhalt_Schlünder_Nickel.pdf
"(…) Das Werk stellt einen idealen Einstieg in die Beschäftigung mit dem familiengerichtlichen Verfahren dar. Wer sich neu in das Familienrecht einarbeiten möchte oder nur gelegentlich mit Fragestellungen aus dem familiengerichtlichen Verfahren konfrontiert ist, findet mit diesem Werk schnellen (und oftmals auch ohne weitere Vertiefung völlig ausreichenden) Zugang zu den maßgeblichen Fragen und deren Behandlung in der Praxis. Aber auch ein erfahrener Familienrechtler, der einen nicht täglich vorkommenden Verfahrensgegenstand zu bearbeiten hat, wird das Werk mit großem Gewinn für einen raschen Überblick und als Ausgangspunkt einer vertieften Bearbeitung nutzen."
(Richter am OLG Dr. Martin Maaß, FamRZ 2018, 1145)
" (…) Das Konzept des Buches, nämlich eine knappe, aber vollständige und verständliche Übersicht über die komplizierten Verfahrensregelungen zu geben, wird auch in der Neuauflage konsequent weiterverfolgt. Durch die fundierte, zugleich aber extrem kompakte Gesamtdarstellung ist es gelungen sowohl dem erfahrenen Praktiker einen schnellen Zugriff auf den aktuellen Meinungsstand mit den Nachweisen der zugehörigen Rechtsprechung zu liefern, als auch dem Einsteiger einen umfänglichen Überblick in das Thema zu geben. Das Werk bietet also Rechtsanwälten und Richtern, aber auch Mitarbeitern der Jugendämter, Rechtspflegern, Studierenden und Referendaren eine exzellente Hilfe sich schnell und präzise in der nicht unkomplizierten Materie zu orientieren. (...)
In beiden Teilen befinden sich diverse sinnvolle Praxistipps und einige aufschlussreiche Fallbeispiele, die praxisrelevante Fragen klären. Insbesondere für Rechtsanwälte interessant sind die Ausführungen zu den jeweiligen Verfahrenswerten und die Berechnungsbeispiele zu den anwaltlichen Gebühren.
Eben, weil hier das gesamte familiengerichtliche Verfahren aktuell, praxisnah, prägnant und dennoch fundiert dargestellt ist, ist dieses Buch eine wertvolle Arbeitshilfe, die in keiner Bibliothek fehlen sollte."
(RAin/FAin FamR Jessica Fuchs, NZFam 2018, 521)
"Wo immer das Gesetz der Erläuterung bedarf - und das ist leider häufig der Fall -, wird der Leser durchweg zuverlässig informiert. Wer beispielsweise das 21 Seiten um- fassende Kapitel "Kindschaftssachen" verinnerlicht hat, ist für ein anstehendes Umgangs- oder Sorgerechtsverfahren einschließlich der Kosten gut gerüstet. Gerade für Rechtspfleger von Interesse ist der ausführliche Abschnitt "Unterhaltsverfahren" mit einem Schwerpunkt bei dem "Vereinfachten Verfahren". Hier wie auch im Übrigen zeigt sich das Werk topaktuell. Gesetzesneuerungen (wie etwa § 214a FamFG, die EuGüVO oder die "Ehe für alle") sind berücksichtigt. Eingearbeitet ist auch die jüngere BGH-Rechtsprechung, beispielsweise zur Rückzahlung des bereits beigetriebenen Zwangsgeldes gemäß § 35 FamFG nach Erfüllung (FamRZ 2017, 1948).
In die Darstellungen eingebettet sind weiterführende Literaturhinweise und eine umfangreiche Rechtsprechungsübersicht. Diese Vertiefung ist auch vonnöten, denn diverse Ungereimtheiten des FamFG las- sen sich nur mit Hilfe von Analogien ausräumen, wobei meist ein bloßes "Redaktionsversehen" des Gesetzgebers angenommen wird. Es fehlt auch nicht an Beispielsfällen und taktischen Hinweisen, etwa zur Geltendmachung von Folgesachen im Scheidungsverbund (Rn. 969 ff.). (…)
Seine Stärke offenbart das Werk nicht zuletzt bei den auch für den Rechtspfleger wichtigen Themen Kosten und Verfahrenskostenhilfe. Die profunden Ausführungen mit zahlreichen Beispielen und Praxistipps weisen die Autoren als wirkliche Kenner dieser Rechtsmaterie aus. Alles in allem kann daher gesagt werden: Die Anschaffung dieses Wegweisers durch das FamFG lohnt sich für jeden, der mit dem Familienrecht befasst ist."
(Aufs. f. Richter am AG a.D. Dr. Michael Cirullies, Rpfleger 2018, 514)
"Nachdem vor gut drei Jahren die Erstauflage des Werks schon positive Rezeption fand, konnte das Werk nun um einige gesetzliche Neuerungen erweitert und die jüngste Rechtsprechung konnte eingepflegt werden. Gerade einmal 250 Seiten inklusive Verzeichnissen erwarten den Leser und Rechtsanwender, was ein hoher Anreiz ist, das Buch zügig durchzuarbeiten. Insbesondere kann dies gelingen, da die Gestaltung des Werks gut gelungen ist: ein übersichtlicher und sinnvoll untergliederter Fließtext wird von fett gedruckten Schlagworten geprägt. Echte Fußnoten lassen eine ungestörte Lektüre zu und die grau hinterlegten Praxistipps sowie die zahlreichen Muster ermöglichen den direkten Transfer in die praktische Rechtsanwendung. Ebenfalls lobend zu vermerken ist die interne Verweisungstechnik, die zum einen Doppelungen vermeidet, den Leser aber auch darauf hinweist, dass es anderenorts zu weiteren Rechtsfragen kommen kann.
(…) ganz hervorragenden Eindruck, den das Buch hinterlässt (…). Nach meinem Dafürhalten ist die Lektüre dieses Werks mit Nachdruck zu empfehlen."
(Richter am AG Dr. Benjamin Krenberger, http://dierezensenten.blogspot.com/2018/06/rezension-einstweiliger-rechtsschutz-in.html)
"Das am 1.9.2009 in Kraft getretene FGG-Reformgesetz (Gesetz zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, BGBl 2008 I 2585) stellt das familiengerichtliche Verfahren insgesamt auf eine neue Grundlage. Die beiden Autoren, Schlünder, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht, und Nickel, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht, haben einen Leitfaden für die Praxis erstellt, der sich auf dem aktuellsten Gesetzgebungsstand präsentiert und auch das letzte "Reparaturgesetz" (Gesetz zur Modernisierung von Verfahren im anwaltlichen und notariellen Berufsrecht, zur Einrichtung einer Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft sowie zur Änderung sonstiger Vorschriften v. 30.7.2009, BGBl 2009 I 2449) berücksichtigt, mit dem der Gesetzgeber in Art. 8 in über 40 Punkten Änderungen des FamFG noch vor dessen Inkrafttreten vorgenommen hat.
Das handliche Werk will in erster Linie Rechtsanwälten und Richtern, aber auch Mitarbeitern der Jugendämter, Rechtspflegern, Studierenden und Referendaren eine schnelle und präzise Orientierung bieten. Dieses Ziel wird vollauf erreicht, verstehen beide Autoren es doch aufs Verständlichste, die Neuregelungen des FamFG, auch unter vergleichender Bezugnahme auf die bisherigen gesetzlichen Regelungen, darzustellen.
Einem ersten Überblick über die zentralen Änderungen folgen Darstellungen zum allgemeinen Teil des FamFG, zu Verfahren in Ehesachen, Scheidungssachen mit Folgesachen und selbstständigen Familienstreitsachen sowie den einzelnen Familiensachen (Kindschafts-, Abstammungs-, Adoptions-, Ehewohnungs- und Haushalts-, Gewaltschutz-, Versorgungsausgleichs-, Unterhalts-, Güterrechts- und Sonstige Familiensachen). Auch das Vereinfachte Verfahren über den Unterhalt Minderjähriger und die Regelungen zu den Lebenspartnerschaftssachen werden dargestellt. Schließlich werden noch das neue Gerichtskostenrecht sowie das Übergangsrecht mit seinen besonderen Ausprägungen für Scheidung, einstweilige Anordnung, Versorgungsausgleich und Abänderungsverfahren besprochen. Abgerundet wird die Darstellung mit sechs instruktiven Fallbeispielen, die den Leser sogleich an die praxisrelevanten Fragen heranführen.
Besonders hervorzuheben sind die klaren Darstellungen zur Regelungstechnik im Bereich der Vollstreckung mit ihren Unterschieden, die sich aus der nach wie vor fortgeltenden Unterscheidung des Gesetzes zwischen zivilprozessualen Materien und Materien der freiwilligen Gerichtsbarkeit ergeben. Die Autoren widmen sich bei ihrer Bearbeitung auch wichtigen praxisrelevanten Fragestellungen, die sich dem nicht so versierten Praktiker, aber auch demjenigen, der dem Gesetzgeber, der Vereinfachung und mehr Transparenz versprochen hat, vorschnell vertraut, auftun können. Beispielhaft sei insoweit erwähnt: § 231 FamFG enthält nunmehr den Gesetzesbegriff der Unterhaltssachen und meint damit zunächst in Abs. 1 die sog. Unterhaltssachen im engeren Sinne, die die bisher bekannten Unterhaltsverfahren zusammenfassen. Neu hinzugefügt hat der Gesetzgeber im Zuge der Auflösung der Vormundschaftsgerichte und der erweiterten Zuständigkeit des "Großen Familiengerichts" dem an sich bekannten Gesetzesbegriff mit Abs. 2 jedoch auch die Regelungstatbestände, in denen es um die Bestimmung der für den Bezug des Kindergelds berechtigten Person nach §§ 3 Abs. 2 Satz 3 BKGG bzw. § 64 Abs. 2 Satz 3 EStG geht. Dass für die "klassischen" Unterhaltsverfahren als Familienstreitsachen nach § 112 Nr. 1 FamFG gemäß § 113 Abs. 1 FamFG anstelle der allgemeinen Bestimmungen des FamFG in den §§ 2 bis 37, 40 bis 45, 46 Sätze 1 und 2, 47 und 48 sowie 76 bis 96 die entsprechenden Regelungen der ZPO gelten, wohingegen es für die Kindergeldverfahren bei der Qualifizierung als echte Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit - mit der Folge der Anwendung der allgemeinen Vorschriften des FamFG - verbleibt, könnte im Einzelfall für den Rechtsuchenden zur Fallgrube werden, zumal in § 231 Abs. 2 Satz 2 FamFG schließlich insoweit auch die spezifischen unterhaltsrechtlichen Vorschriften der §§ 235 bis 238 FamFG für unanwendbar erklärt werden. Hier bringt die verständliche Darstellung Licht ins Dunkel. Zu loben sind die Autoren auch für die äußerst kompakte und übersichtliche Darstellung der Neuerungen, die sich für das familiengerichtliche Verfahren aus dem Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs ergeben haben.
Dabei dienen der Übersichtlichkeit des Buches zum einen die Beschränkung in den Fußnoten auf wirklich Wesentliches und die gesonderte Zusammenstellung der bislang vorliegenden Aufsätze zum FamFG, Stand: 1.8.2009 im Anhang II.
Insgesamt bietet das Buch eine wichtige Arbeitshilfe für jeden, der sich berufsbedingt mit dem Verfahren in Familiensachen zu befassen hat und hierbei rasche Orientierung sucht, ohne damit den Anspruch an ein großes Werk zur vertiefenden Einarbeitung erfüllen zu wollen."
(Vors. Richter am LG Martin Streicher in FamRZ 2010, 182)
"Bei dem vorliegenden, von zwei erfahrenen Fachanwälten für Familienrecht verfassten Werk handelt es sich um ein Erläuterungswerk zum neuen FamFG, durch das dem Nutzer der Einstieg in das neue Recht erleichtert werden soll. Der handliche, gut zu lesende Band stellt weder Lehrbuch noch Kommentar zum FamFG dar und ist auch keine Monografie zum Verfahrensrecht, sondern den beiden Autoren geht es darum, der Praxis einen Leitfaden an die Hand zu geben, der in verständlicher Form anhand von Beispielen, Schaubildern und Übersichten die Grundstrukturen des familiengerichtlichen Verfahrens darstellt. Zielgruppe des Werkes sollen in erster Linie Rechtsanwälte und Richter sein, aber beim genaueren Hinsehen kann der prägnant geschriebene, kompakte Band auch sehr gut von Rechtspflegern und Jugendamtsmitarbeitern sowie Verfahrensbeiständen oder Sachverständigen genutzt werden, um sich nicht nur einen ersten Überblick, sondern auch die notwendige Sicherheit im Umgang mit dem Familienverfahrensrecht zu verschaffen.
Der Aufbau des Werkes ist dabei durchaus "klassisch" und erlaubt ein effektives Arbeiten: Auf einen kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte des FamFG und die Gründe, die es aus Sicht des Gesetzgebers geboten erschienen ließen, das "altehrwürdige" FGG durch eine moderne Nachfolgeregelung zu ersetzen, folgt ein erster Überblick, in dem auf etwas mehr als zehn Seiten die wesentlichen Neuerungen des FamFG und - sehr lobenswert - des ebenfalls neu geschaffenen Kostenrechts in Familiensachen, dem FamGKG, kurz vorgestellt werden. Etwas breiter ausgeholt wird sodann im nächsten Abschnitt, der dem Allgemeinen Teil des FamFG gewidmet ist: Die Autoren stellen die Neuerungen unter Verweis auf die einschlägigen Stellen in den Gesetzesmaterialien im Einzelnen vor und erläutern deren Wirkweise im Gesamtzusammenhang der Kodifikation. Auch Punkte, wie etwa die sehr umstrittene Frage, inwieweit in Verfahren, wie beispielsweise in Kindschaftssachen, in denen eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht geboten ist, im Rahmen der gewährten Verfahrenskostenhilfe gleichwohl dem Beteiligten ein Rechtsanwalt beizuordnen ist (Rdnr. 302 f.), werden von Ihnen betont nüchtern dargestellt. Der Nutzer erhält auf diese Weise einen gediegenen Überblick, ohne mit unnötigem Detailreichtum überfrachtet zu werden. Im Anschluss an diesen "Einstieg" wird sodann auf etwa 170 Seiten das Verfahren in Ehesachen, Scheidungssachen und Familienstreitsachen sowie den anderen Familiensachen Schritt für Schritt, Verfahren für Verfahren, für den Leser aufbereitet und abgearbeitet. Abgerundet wird das Ganze durch einen gelungenen Überblick über das neue Gerichtskostenrecht, in dem mit kritischen Bemerkungen auf die aus Sicht der Autoren unzureichende Ausgestaltung der anwaltlichen Vergütung, etwa in den nicht selten sehr emotional geführten Kindschaftssachen, nicht gespart wird (vgl. beispielsweise Rdnr. 787, 812) sowie eine schöne Darstellung des Übergangsrechts nebst zwei umfangreichen Anhängen, in denen der Stoff anhand von einigen Fallbeispielen illustriert und exemplifiziert wird sowie einem Überblick über die wichtigsten Aufsätze und Zeitschriftenbeiträge zum FamFG - in dem im Übrigen sehr schön herauskommt, in welch' hohem Maße die Einführung des FamFG literarisch durch die ZKJ begleitet worden ist.
Betrachtet man sich die Ausführungen zu den einzelnen Familiensachen, etwa zu den Kindschaftssachen (Rdnr. 501-544), so fällt zunächst die unprätentiöse, betont klare und sachlich-distanzierte Darstellung auf, die es auch dem eiligen Leser bzw. dem Leser ohne große Vorkenntnisse rasch ermöglicht, den Stoff zu erfassen. Das wird natürlich auch ganz maßgeblich unterstützt durch die zahlreichen Skizzen, Übersichten sowie Schemata und Berechnungsbeispiele, etwa bei der Erläuterung des Kostenrechts, die mit dazu beitragen, dass die Materie gut nachvollzogen werden kann. Die Ausführungen haben stets die notwendige "Bodenhaftung"; auf unfruchtbare Auseinandersetzungen mit wissenschaftlichen Lehrmeinungen wird vollständig verzichtet und auch Literaturnachweise werden durchaus mit Augenmaß eingesetzt. Insgesamt betrachtet kann das Werk von Rolf Schlünder und Michael Nickel insbesondere denjenigen Leserkreisen empfohlen werden, die an einem raschen Überblick über die gesamte Breite des neuen Familienverfahrensrechts interessiert sind, ohne sich allzu sehr in den Einzelheiten verlieren zu wollen. Von daher hat der Band gerade Jugendamtsmitarbeitern, Verfahrensbeiständen oder Sachverständigen und den Mitarbeitern/innen von Beratungsstellen viel zu bieten."
(RiKG Dr. Martin Menne in ZKJ 2011, 73 f.)
"Die Autoren, beide Fachanwälte für Familienrecht, haben die letzten Änderungen und Korrekturen des Gesetzes zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reformgesetz) noch abgewartet, bevor sie ihren Leitfaden für die Praxis vorgelegt haben. Sie wollen damit eine Lücke zwischen umfangreichen Lehrbüchern und Kommentaren schließen, um eher Beispiele und Grundstrukturen darzustellen.
Dazu handeln sie nach einem "ersten Überblick" und dem allgemeinen Teil sämtliche Verfahrensarten ab. Die sich damit zwangsläufig ergebende Kürze der Darstellung wird positiv ausgeglichen durch verständliche Übersichten und Erläuterungen der weiterhin bestehenden uneinheitlichen bzw. unsystematischen verfahrensrechtlichen Regeln des Reformgesetzes.
Ein Kapitel wird dem neuen Gerichtskostenrecht gewidmet, in dem die neuen
Verfahrenswerte ausführlich dargestellt werden. Für den Praktiker eingängig sind dabei konkrete Berechnungen und der Vergleich mit der bisherigen Rechtslage.
Regelmäßig von Interesse bei umfassenden Rechtsänderungen sind die Übergangsregelungen, die übersichtlich zusammengestellt sind, so dass sie sich auch dem eiligen Leser erschließen.
Das Buch schließt mit Fallbeispielen und einer Übersicht einschlägiger Aufsätze in Fachzeitschriften.
Die Darstellung ist in ihrer Systematik etwas knapp, aber gelungen, die Übersichten und Schemata bringen die Materie jeweils "auf den Punkt". Davon hätte man sich fast noch mehr gewünscht."
(RA/FA FamR Dorothea Hecht in BerlAnwBl 2009, 474)
"Das `Gesetz zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reformgesetz)´ stellt das familiengerichtliche Verfahren auf eine neue Grundlage. Das in Art. 1 enthaltene FamFG umfasst allein neun Bücher und 491 Paragraphen. Hinzu kommt, dass das Reformgesetz bereits vor seinem Inkrafttreten mehrfach geändert wurde, u.a. durch das "Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs (VAStrRefG)" vom 3.4.2009.
In diesen "regelungsdichten Zeiten" bietet das vorliegende Buch Orientierung, indem es den Familienrechtspraktikern einen Leitfaden an die Hand gibt, der in verständlicher Form anhand von Beispielen, Schaubildern und Übersichten die Grundstrukturen des familiengerichtlichen Verfahrens darstellt. Wer sich vertieft mit der Materie zu befassen hat, findet wertvolle Hinweise in einem ausführlichen Literaturverzeichnis (Stand: Anfang August 2009)."
(BA 2009, 675)

References: § 214
 § 35
 Art. 8
 § 231
 § 64
 § 112
 § 113
 § 231
 Art. 1