Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=31.03.1987&Aktenzeichen=2%20BvM%202/86
Timestamp: 2020-08-11 07:26:22+00:00

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321 BGBl. 1969 I S.1065.322 BGBl. 1979 I S.1046; zur Zulässigkeit: Schönke/Schröder/Eser/Hecker § 2 Rn 6; NK/Hassemer/Kargl § 1 Rn 62.323 BGH v. 21.05.1954 - 2 StR 118/51, BGHSt 6, 176 (177); Schmidt-Bleibtreu/Hofmann/Hupfauf/ Schmähl Art. 103 Rn 44; v Mangoldt/Klein/Starck/Nolte Art. 103 Rn 189, 191; Leibholz/Rinck/Burghart Art. 103 Rn 1646; Maunz/Dürig/Schmidt-Assmann Art. 103 Rn 303; LK/Werle/Jessberger Vor § 3 Rn 341.324 Vgl. v.Mangoldt/Klein/Starck/Nolte Art. 103 Rn 192.325 BVerfG v. 31.03.1987 - 2 BvM 2/76, BVerfGE 75, 1, 18 ff., 24, 33; Schomburg, Strafrecht und Rechtshilfe im Geltungsbereich von Schengen II, NJW 1995, 1931 (1933); LK/Werle/Jessberger vor § 3 Rn 49; MK/Ambos vor §§ 3-7 Rn 73; Überblick über entsprechende völkerrechtliche Verträge in Sieber/Eser S.569.326 BGH v. 30.04.1969 - 4 StR 105/69, NJW 1969, 1542; Radtke/Busch, Transnationaler Strafklageverbrauch in den sog. Schengen-Staaten, EuGRZ 2000, 421.
Es gebietet damit zugleich, fremde Rechtsordnungen und -anschauungen grundsätzlich zu achten (vgl. BVerfGE 75, 1 ), auch wenn sie im Einzelnen nicht mit den deutschen innerstaatlichen Auffassungen übereinstimmen.
b) aa) In Anwendung dieser Maßstäbe hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Senatsbeschluss vom 31. März 1987 entschieden, dass ein Grundsatz ne bis in idem mit grenzüberschreitender Wirkung keine allgemeine Regel des Völkerrechts sei (vgl. BVerfGE 75, 1 ).
Das Bundesverfassungsgericht hat dies zum einen damit begründet, dass keines der beleuchteten universell oder regional geltenden völkerrechtlichen Menschenrechtsinstrumente den Grundsatz ne bis in idem auf vorangegangene Strafverfahren in einem anderen Staat ausdehne (vgl. BVerfGE 75, 1 ).
Dies gelte insbesondere für den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1966 (BGBl. 1973 II S. 1534 ff.) und die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (BGBl. 1952 II S. 686 ff.), und zwar auch dann, wenn deren 7. Zusatzprotokoll vom 22. November 1984 in Kraft getreten sei, weil dessen Art. 4 Abs. 1 das Verbot des ne bis in idem auf Doppelverurteilungen im selben Vertragsstaat beschränke (vgl. BVerfGE 75, 1 ).
Zum anderen hat das Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung darauf verwiesen, dass es zwar eine zunehmende Tendenz staatlicher Gesetzgebung zur Berücksichtigung einer im Ausland festgesetzten Strafe gebe, Auslandsstrafen aber keineswegs durchgängig als Verfahrenshindernis angesehen würden, sondern teils lediglich im Rahmen der Strafzumessung - sei es als Strafmilderungsgrund, sei es im Wege der Anrechnung einer bereits vollstreckten Auslandsstrafe - Berücksichtigung fänden (vgl. BVerfGE 75, 1 ).
Dabei fehle selbst dem weniger weit gehenden Grundsatz der zwingenden Berücksichtigung einer wegen derselben Tat verbüßten Auslandsstrafe die für eine allgemeine Regel des Völkerrechts erforderliche weltweite Breite (vgl. BVerfGE 75, 1 ).
Deren am 1. November 1988 in Kraft getretenes 7. Zusatzprotokoll (…vgl. Paeffgen, in: Systematischer Kommentar, StPO, Stand: Februar 2007, EMRK, Einleitung Rn. 35) schützt in Art. 4 Abs. 1 nur vor erneuter Strafverfolgung durch den gleichen Staat und entfaltet - wie das Bundesverfassungsgericht bereits in seinem Beschluss aus dem Jahre 1987 entschieden hat (BVerfGE 75, 1 ) - keine Wirkung zwischen den Vertragsstaaten (…vgl. Paeffgen, in: Systematischer Kommentar, StPO, Stand: August 2005, EMRK, Annex zu Art. 7 Rn. 24 m.w.N.).
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References: § 2
 § 1
 BGH 
 Art. 103
 Art. 103
 Art. 103
 Art. 103
 § 3
 Art. 103
 § 3
 BGH 
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 7