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ZRB 2015/1 - Heft 1 - 2015 - ZRB - Zeitschrift für Recht des Bauwesens - e-Journals
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Volltext Cover Download JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 23–25
Rinnerthaler, Eva | Seeber, Thomas Die Rangordnungserklärung zur Anmerkung/Verbücherung der Treuhänderrangordnung muss das Geburtsdatum des Treuhänders enthalten
Treuhänderrangordnung, Geburtsdatum, Urkunde, 46 R 479/13a, ZRB 2015, 23, § 27 GBG, § 53 GBG, § 57a GBG Das Geburtsdatum eines Treuhänders muss sich aus der Urkunde ergeben. Das Geburtsdatum eines Treuhänders muss sich aus der Urkunde ergeben. Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 26–29
Hayek, Günter Die leichte Abfragbarkeit von AGB im Internet genügt für eine Gerichtsstandsvereinbarung nach Art 23 EuGVVO nicht
AGB, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Einverständnis, Erfüllungsort, Gerichtsstand, Gerichtsstandklausel, Gerichtsstandsvereinbarung, internationale Zuständigkeit, Internet, Schriftform, Unzuständigkeit, Zuständigkeitsvereinbarung, Zustimmung, 4 Ob 161/14a, ZRB 2015, 26, Art 5 EuGVVO, Art 23 EuGVVO, Art 17 LGVÜ Die in Art 23 EuGVVO (Art 17 LGVÜ) aufgestellten Voraussetzungen für die Wirksamkeit von... Die in Art 23 EuGVVO (Art 17 LGVÜ) aufgestellten Voraussetzungen für die Wirksamkeit von Gerichtsstandklauseln sind angesichts der möglichen Folgen einer solchen Vereinbarung für die Stellung der Parteien im Prozess eng auszulegen. Nach der Zielsetzung der genannten Bestimmungen soll vor allem gewährleistet sein, dass Zuständigkeitsvereinbarungen nicht unbemerkt Inhalt des Vertrags werden.Der Oberste Gerichtshof vertritt in ständiger Rechtsprechung die Auffassung, dass zum Zustandekommen einer Gerichtsstandsvereinbarung nach den genannten Bestimmungen die eine Gerichtsstandklausel enthaltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen spätestens im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses den Vertragspartnern vorliegen müssen.Die leichte Abfragbarkeit der AGB im Internet ändert an dieser Beurteilung nichts, wenn das sich auf seine AGB berufende Unternehmen nicht davon ausgehen durfte, dass der Vertragspartner die AGB durch Interneteinsicht noch vor Zustandekommen des Vertrags zur Kenntnis genommen hat, weil es unter diesen Umständen keinesfalls von einer tatsächlichen Zustimmung des Vertragspartners zur Gerichtsstandklausel ausgehen durfte. Volltext	VeranstaltungsankündigungZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 42–42
ZRB 2015, 42 Veranstaltung der CBTR – Centrum für deutsches und internationales Baugrund- und Tiefbaurecht... Veranstaltung der CBTR – Centrum für deutsches und internationales Baugrund- und Tiefbaurecht e.V., 26. Juni 2015 in 1010 Wien;Vortragende: DI Dr. Georg-Michael Vavrovsky, DI Uwe Hinzmann, Prof. Dr. Rainer Schröder, DI Wolfgang Wiesner, Prof. Dr. Klaus Englert;nähere Informationen unter www.cbtr.de Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 15–16
Hagen, Christian Muss der Bauherr bzw seine Baustellenaufsicht auf die Einhaltung der Brandschutzvorschriften am Bau durch den Unternehmer achten?
Werkvertrag, Fürsorgepflicht des Werkbestellers, Mitverschulden durch die Anwesenheit des Werkbestellers oder die Beauftragung einer Bauaufsicht werden keine vertraglichen Haupt- oder Nebenpflichten auf den Werkbesteller übertragen, 9 Ob 54/14b, Pkt 7.2.2 ÖNORM B 2110, ZRB 2015, 15, § 1169 ABGB Den Werkbesteller trifft kein Mitverschulden bei der Unterlassung der Pflicht des Unternehmers,... Den Werkbesteller trifft kein Mitverschulden bei der Unterlassung der Pflicht des Unternehmers, für einen entsprechenden Brandschutz auf der Baustelle zu sorgen. Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 21–22
Das Fehlen einer Schutzleiterinstallation hindert die Brauchbarkeit einer Wohnung
Ausstattungsmerkmal, Brauchbarkeit, Einstufung, Gesundheitsgefährdung, Kategorie, Kategoriesystem, Mietzins, Mietzinsüberprüfung, Wohnung, Unbrauchbarkeit, 5 Ob 102/14g, ZRB 2015, 21, § 15a MRG, § 16 MRG Nach ständiger Rechtsprechung kann eine Wohnung nur dann in eine höhere Kategorie als D... Nach ständiger Rechtsprechung kann eine Wohnung nur dann in eine höhere Kategorie als D eingestuft werden, wenn sie sich – bezogen auf den Zeitpunkt der Anmietung – in einem brauchbaren Zustand befindet. Das setzt voraus, dass sie zum sofortigen Bewohnen geeignet ist, also keine gröberen, die Benützung behindernden Mängel aufweist und die vorgesehenen oder ortsüblichen Energieanschlüsse gefahrfrei zu verwenden sind.Die Gefährlichkeit einer elektrischen Anlage, insbesondere als Folge des Fehlens einer Schutzleiterinstallation, hindert die Brauchbarkeit einer Wohnung, wenn dieser Mangel nicht mit relativ einfachen Maßnahmen ohne größere Aufwendungen beseitigt werden kann.Die innerhalb der Frist des § 16 Abs 8 MRG gestellten Anträge auf Mietzinsüberprüfung sind nicht kleinlich nach ihrem Wortlaut, sondern so auszulegen, dass nach Möglichkeit – im Rahmen des äußersten Wortsinns und der Bedeutung des Begehrens – eine Überprüfung der gesetzlichen Zulässigkeit des vereinbarten Mietzinses im sachlich notwendigen Umfang gewährleistet werden kann. Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 30–32
Das Arbeitgeber-Haftungsprivileg gilt auch für den Baustellenkoordinator
Arbeitgeber-Haftungsprivileg, Arbeitnehmerschutz, Arbeitsunfall, Aufseher im Betrieb, Baustellenkoordinator, Fürsorgepflicht, Gehilfenhaftung, Koordinationspflichten, Sicherheitsvertrauensperson, 8 ObA 54/14w, ZRB 2015, 30, § 1169 ABGB, § 333 ASVG, § 7 AÜG, § 3 BauKG, § 5 BauKG, § 9 BauKG Aufgrund der Sonderregel des § 333 ASVG sind alle anderen Haftungsgründe für die Haftung des... Aufgrund der Sonderregel des § 333 ASVG sind alle anderen Haftungsgründe für die Haftung des Arbeitgebers (aus eigenem Verschulden), insbesondere jene nach dem ABGB, dem EKHG oder anderen Haftpflichtvorschriften, wie auch jede Haftung für fremdes Verschulden (vorsätzliches Verhalten von Erfüllungsgehilfen in Ansehung von delegierten Arbeitnehmerschutzvorschriften) ausgeschlossen.Den Bauherrn, der (wirksam) einen Baustellenkoordinator bestellt hat, trifft keine Gehilfenhaftung, weil der Baukoordinator – nach zulässiger Übertragung der schutzgesetzlichen Pflichten – eigenverantwortlich eigene gesetzliche Pflichten erfüllt.Das BauKG als lex specialis verdrängt die Bestimmung des § 1169 ABGB. Bestellt der Bauherr keinen Baustellenkoordinator, so trägt er selbst die Verantwortung für die nach dem BauKG dem Koordinator zugewiesenen Aufgaben. Im Regelungsbereich des BauKG bestehen allerdings keine darüber hinausgehenden Pflichten.Die Fürsorgepflicht des Bestellers (aus einer Schutzwirkung des Werkvertrags gegenüber dem Arbeitnehmer des Werkunternehmers) findet dort ihre Grenze, wo sich der fachkundige Unternehmer und seine Erfüllungsgehilfen in eine offensichtliche oder nach ihren Fachkenntnissen erkennbare Gefahr begeben, statt deren Beseitigung zu veranlassen oder ihr sonst aus dem Weg zu gehen. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 44–44
ZRB 2015, 44 Dr. Wolfgang Berger (ASFINAG), RA Dr. Wolfgang Breyer (RA in Stuttgart und Wien), Dr. Christian... Dr. Wolfgang Berger (ASFINAG), RA Dr. Wolfgang Breyer (RA in Stuttgart und Wien), Dr. Christian Hagen (ÖBB), Mag. Günter Hayek (ELIN), RA Dr. Christian W. Konrad, L.L.M. (RA in Wien), Dr. Diana Seeber-Grimm (BM für Justiz), Mag. Florian Skarics (Uni Innsbruck), Mag. Claudius Weingrill (BIG) Volltext	GedankensplitterZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 42–42
Wenusch, Hermann Irrtumsrechtliche Vertragsanpassung wegen Warnpflichtverletzung
ZRB 2015, 42 In 8 Ob 97/00y (veröffentlicht in SZ 73/109) ist es darum gegangen, dass ein Bauherr den... In 8 Ob 97/00y (veröffentlicht in SZ 73/109) ist es darum gegangen, dass ein Bauherr den Generalunternehmer auf Austausch des vereinbarten und an sich einwandfreien Parkettbodens gegen einen anderen Bodenbelag geklagt hat, weil der Parkettboden den Ansprüchen nicht gewachsen war und schnell verschlissen ist. Die einzig auf Gewährleistung gestützte Klage wurde abgewiesen, weil eine Mängelbehebung nicht dazu führen könne, dass etwas anderes als vereinbart zu liefern sei. Obiter hat der OGH damals unter Bezugnahme auf den RS0016258 ausgesprochen: „Daran muss [...] der Verbesserungsanspruch nicht scheitern; doch bedarf die begehrte Änderung des Vertragsgegenstandes einer auf Rechtsgestaltung abzielenden irrtumsrechtlichen Erklärung des Beklagten, weil die in Verletzung der vorvertraglichen Warnpflicht unterlassene Aufklärung des Bestellers zu dessen Geschäftsirrtum führte, das der Bestellung entsprechende Werk werde auch mängelfrei sein“.Das ist unproblematisch, wenn – wie in dem der Entscheidung zu Grunde liegenden Fall – die Warnung vor dem Vertragsabschluss abgegeben werden muss. In der Baubranche passiert es allerdings nicht selten, dass die Tatsachen, vor denen zu warnen ist, erst später – also nach Vertragsabschluss – „offenbar“ werden.Bemerkenswert an solchen Konstellationen wäre ein gewisser Widerspruch: Käme der Unternehmer seiner erst nach Vertragsabschluss entstehenden Warnpflicht nach, könnte ihm (wenn kein einseitiges Änderungsrecht des Bestellers vereinbart wurde) nicht abverlangt werden, ein anderes, als das vereinbarte Werk zu errichten – bei seiner Weigerung, etwas anderes herzustellen, bliebe dem Besteller nur die für diesen unangenehme Abbestellung (Fälligkeit des Werklohns, der bloß um die von ihm zu beweisenden Ersparnisse für den Unternehmer gekürzt wird). Verletzt der Unternehmer aber die Warnpflicht, so soll es zu einer irrtumsrechtlichen Vertragsanpassung kommen können. Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 35–41
Wenusch, Hermann Einzelansprüche, aus denen sich ein gesamter Schadenersatzanspruch zusammensetzt, müssen getrennt bewertet werden
Bestimmtheitsgebot, Teilschäden, 10 Ob 37/13h, ZRB 2015, 35, § 1489 ABGB, § 1497 ABGB, § 226 ZPO Werden aus einem rechtserzeugenden Sachverhalt mehrere Ansprüche abgeleitet und in einer Klage... Werden aus einem rechtserzeugenden Sachverhalt mehrere Ansprüche abgeleitet und in einer Klage geltend gemacht, dann muss in einem solchen Fall der objektiven Klagehäufung jeder der Ansprüche zumindest in der Begründung ziffernmäßig bestimmt und individualisiert sein.Werden in einer Klage mehrere Schadenersatzansprüche geltend gemacht, muss jeder ziffernmäßig bestimmt und individualisiert sein. Die teilweise Aberkennung eines Anspruchs kann nicht durch einen Mehrzuspruch bei einem anderen Anspruch ausgeglichen werden.Bei einem auf einen einheitlichen Anspruchsgrund gestützten aus zahlreichen Einzelforderungen zusammengesetzten Begehren wäre das Gebot nach der Präzisierung des Vorbringens überspannt, wollte man zu jeder Einzelforderung ein gesondertes detailliertes Vorbringen fordern.Macht ein Kläger nur einen Teil des von ihm angeblich erlittenen Gesamtschadens geltend, hat er – sofern dabei einzelne Schadenspositionen unterschieden werden können, die ein unterschiedliches rechtliches Schicksal haben – klarzustellen, welche Teile von seinem pauschal formulierten Begehren erfasst sein sollen.Die aufgetragene Verbesserung eines unbestimmten, aber bezifferten Klagebegehrens beseitigt die ursprüngliche Unterbrechungswirkung der Klage nicht. Um die Verjährung zu unterbrechen, reicht ein ergänzungsbedürftiges Vorbringen aus, wenn die Unvollständigkeit in der Folge behoben wird. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 44–44
Krejci, Heinz Herausgeber
ZRB 2015, 44 Em.o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Univ.-Prof. i.R. Dr. Manfred P. Straube, Univ.-Prof. Dr.... Em.o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Univ.-Prof. i.R. Dr. Manfred P. Straube, Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper, RA Ing. DDr. Hermann Wenusch Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 17–20
Stibi, Dieter Prüffähigkeit der Rechnung, Nachweispflichten des Unternehmers
Rechnungslegungspflicht, Fälligkeit, Prüffähigkeit der Rechnung, Beibringen von Unterlagen, Behauptungs- und Beweislast, Nachweis der tatsächlichen Erbringung, der Erforderlichkeit und der Ortsüblichkeit der Leistung bzw Preise, 1 Ob 161/14d, ZRB 2015, 17, § 1170 ABGB, § 1152 ABGB Wo die Ermittlung des Entgeltanspruchs nach der Natur des Geschäfts und den Umständen des... Wo die Ermittlung des Entgeltanspruchs nach der Natur des Geschäfts und den Umständen des Falls eine genaue Abrechnung der erbrachten Leistungen und aufgewendeten Kosten voraussetzt, ist die Fälligkeit des Entgelts mit der ordnungsgemäßen Rechnungslegung verknüpft.Es genügt, wenn der Unternehmer die von ihm erbrachten Leistungen einzeln anführt und für das Werk ein Gesamtentgelt berechnet, das der Bauherr auf seine Angemessenheit prüfen kann.Mit der Rechnung wird dem Bauherrn gegenüber aber nur klargestellt, was ihm für das Werk verrechnet wird. Davon ist zu trennen, dass ungeachtet der Prüffähigkeit einer Rechnung der Unternehmer, der Werklohn begehrt, den Nachweis für die tatsächliche Verrichtung der Werkleistung, die Erforderlichkeit der Maßnahmen und die Ortsüblichkeit der dafür verrechneten Preise zu erbringen hat. Volltext	EditorialZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 1–1
Wenusch, Hermann Und noch so eine heilige Kuh der Baupraxis
Die Geltungsreihenfolge der Vertragsbestandteile ZRB 2015, 1 Kaum jemals kommt die schriftliche Abfassung eines Bauwerkvertrages ohne einen Passus aus, in... Kaum jemals kommt die schriftliche Abfassung eines Bauwerkvertrages ohne einen Passus aus, in dem geregelt wird, in welcher Reihenfolge die einzelnen Vertragsbestandteile im Falle von Widersprüchen gelten sollen. Die sich vielleicht aufdrängende Frage, weshalb es denn so viele Vertragsbestandteile geben muss, dass die ganze Sache unübersichtlich wird, wird wohl stereotyp damit beantwortet, dass in der Baubranche laufend Prototypen hergestellt werden und dass das eben gewisse Besonderheiten bewirkt, die die Einmaligkeit des Bauwesens ausmachen. Dieser Stehsatz, der schon für sich nicht ganz richtig sein kann (immerhin steht auch am Beginn jeder Serienfertigung ein Prototyp) ist freilich in diesem Zusammenhang jedenfalls völlig verfehlt: Nur weil sich Gebäude und Baustellen unterscheiden, müssen dies nicht auch die jeweiligen Verträge tun. Tatsächlich verwenden die Baupraktiker immer die gleichen „Schimmel“, auch wenn diese durch laufendes „cut and paste“ mit der Zeit geradezu „aufdunsen“ – und schließlich als Wildwuchs jede Struktur vermissen lassen. Aber davon soll hier nicht weiter die Rede sein …Und natürlich kommt auch die ÖNORM B 2110:2013 nicht „ohne“ aus: Pkt 5.1.3 regelt die „Reihenfolge der Vertragsbestandteile“. Ganz oben steht zunächst „die schriftliche Vereinbarung [...], durch die der Vertrag zu Stande gekommen ist“. Vergeblich sucht man dann aber nach dem Rang der anderen Vereinbarungen – solche darf es nach der Auffassung der Autoren der ÖNORM B 2110 offensichtlich nicht geben – und nachdem nicht sein kann, was nicht sein darf, braucht man sich darüber keine Gedanken machen. So am Rande bemerkt passt es übrigens gut ins Bild, dass den Autoren der ÖNORM B 2110 bis zur Ausgabe 2009 der „in der ersten Stunde“ Privatrecht gelehrte Grundsatz, dass sich Vertragsparteien nicht „auf immer und ewig“ zu einer bestimmten Form der zwischen ihnen geschlossenen Rechtsgeschäfte verpflichten können, unbekannt war – bis dahin hat es nämlich geheißen: „Liegt ein schriftlicher Vertrag vor, bedürfen auch Änderungen der schriftlichen Form“. Aber auch davon soll hier nicht weiter die Rede sein ...Dass dann im Weiteren das Leistungsverzeichnis (LV) vor Plänen gereiht wird, ist wahrscheinlich historisch zu sehen: Pläne zu ändern war früher viel mehr Arbeit, als ein LV umzuschreiben (der Autor selbst hat als Schüler einen sehr großen Anteil der Zeit für das Erstellen von Plänen damit verbracht, Tusche zu „kratzen“ – für diejenigen, denen das erspart geblieben ist: „zu radieren“). Außerdem ist der Plan der Anfang und das LV das Ende der planerischen Tätigkeit – und dazwischen wird man eben häufig klüger. Volltext	JudikaturZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 32–34
Wenusch, Hermann „Ausreden“ des Bauunternehmers schieben den Beginn der Verjährungsfrist hinaus
Schadenersatz, Verjährung, Aufklärung des Ursachenzusammenhangs, 4 Ob 116/14h, ZRB 2015, 32, § 1489 ABGB Für den Beginn der Verjährungsfrist ist der Beklagte beweispflichtig.Derjenige, der die... Für den Beginn der Verjährungsfrist ist der Beklagte beweispflichtig.Derjenige, der die Verjährung einwendet, hat jene Tatsachen, die seine Einrede zunächst einmal schlüssig begründen, vorzubringen und zu beweisen.Die Behauptungs-und Beweislast dafür, dass die Kenntnis (vom Schadenseintritt) zu einem bestimmten Zeitpunkt schon bestanden hat, trifft den Schadenersatzpflichtigen. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 44–44
Hartmann, Gerhard Schriftleitung
ZRB 2015, 44 Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper (siehe oben), RA Ing. DDr. Hermann Wenusch (siehe oben),... Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper (siehe oben), RA Ing. DDr. Hermann Wenusch (siehe oben), Ass.-Prof. DDr. Thomas Ratka, LL.M. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 45–45
ZRB 2015, 45 Dipl.-Ing. Karl Grün, Dr. Dieter Stibi, LL.M., Dipl.-Ing. Margit Bammer (FCP ZT GmbH), Mag. Eva... Dipl.-Ing. Karl Grün, Dr. Dieter Stibi, LL.M., Dipl.-Ing. Margit Bammer (FCP ZT GmbH), Mag. Eva Rinnerthaler, Dr. Thomas Seeber Volltext	AufsätzeZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 3–14
Wenusch, Hermann ÖNORMen sind…
ÖNORM, Sorgfalt, Stand der Technik, Handelsbrauch, NormenG, ZRB 2015, 3 Für Baupraktiker sind sie gleichsam die Bibel. Behörden und Gerichte begründen ihre... Für Baupraktiker sind sie gleichsam die Bibel. Behörden und Gerichte begründen ihre Entscheidungen mit ihnen. Trotzdem ist weithin unbekannt, was ÖNORMen tatsächlich sind. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. 44–44
Hartmann, Gerhard Herausgeberbeirat
ZRB 2015, 44 Ing. Dr. Gerhard Hartmann, Prof. Horst Franke Ing. Dr. Gerhard Hartmann, Prof. Horst Franke Volltext	PraktischesZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. I–IV
Grün, Karl Wege, um Normen und Standards mitzugestalten
Zu Norm-Vorhaben und zu -Entwürfen Stellung zu nehmen, ist leicht. Welche Möglichkeiten es gibt und wie Normen entstehen, ist oft weniger bekannt. Ein Überblick. ZRB 2015, I Vielfach ist unklar, wer eigentlich ÖNORMen „schreibt“. Als der Präsident von Austrian... Vielfach ist unklar, wer eigentlich ÖNORMen „schreibt“. Als der Präsident von Austrian Standards, Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß, vor Jahren gefragt wurde, wie viele Normen er im vergangenen Jahr geschrieben hätte, war die Überraschung groß, dass die Antwort „Keine!“ lautete. Die Rolle von Austrian Standards bei der Normenwerdung ist vielen unklar. Deswegen sei hier vorausgeschickt, dass Normen bei und nicht von Austrian Standards erarbeitet werden. Das Institut ist, wie international üblich, eine nicht staatliche Organisation und seit seiner Gründung 1920 als Verein konstituiert. Es Volltext	PraktischesZRB 2015/1, Jahrgang 2015, Heft 1, S. V–VI
Bammer, Margit Ziegel
ZRB 2015, V Bezeichnet man „handliche“ quaderförmige Bausteine als Ziegel, so reicht die Geschichte des... Bezeichnet man „handliche“ quaderförmige Bausteine als Ziegel, so reicht die Geschichte des Ziegels weit zurück: In Ägypten wurde Nilschlamm mit etwas Kamelmist vermischt, in die gewünschte Form gebracht und in der Sonne getrocknet. In Mesopotamien wurden schon 4000 Jahre v. Chr. Ziegel in Öfen gebrannt. Im Abendland wurde die Ziegelherstellung von den Römern verbreitet. Der Ziegel fand von der Romanik über die Gotik bis zur Renaissance immer mehr Verbreitung. Die maschinelle Ziegelherstellung begann in England. Bahnbrechende Entwicklungen in der Ziegelindustrie erfolgten aber in Deutschland: Die erste brauchbare Strangpresse des Berliner Fabrikanten Schlickeysen (1854) und der 1858 als preußisches und österreichisches Patent angemeldete Ringofen des Baumeister Friedrich Hoffmann.Im Bauwesen werden heute als Ziegel gebrannte Bausteine verstanden, die aus Ton, Lehm oder tonischen Massen, Sand und allenfalls Zuschlagstoffen (Porosierungsstoffe wie zB Sägemehl oder Polystyrolkügelchen) bestehen. Nach dem Brennvorgang (ca 800° – 1000°) hinterlassen diese Porosierungsstoffe unzählige kleine, wärmedämmende Poren. Wird der Ziegel bei einer Temperatur von ca 1200° bis zum beginnenden Sinterprozess gebrannt, entsteht Klinker: die Poren schließen sich – das Produkt wird dadurch widerstandsfähiger bzw frostbeständig.Ziegel dienen nicht nur zum Bau von Wänden (sowohl innen, als auch außen), sondern werden auch zur Dachdeckung (Dachziegel), der Herstellung von Decken (Ziegeldecken) und Böden (Ziegelpflaster) eingesetzt. Volltext	Fachgebiete

References: § 27
 § 53
 § 57
 § 1169
 § 15
 § 16
 § 16
 § 1169
 § 333
 § 7
 § 3
 § 5
 § 9
 § 333
 § 333
 § 1169
 OGH 
 § 1489
 § 1497
 § 226
 § 1170
 § 1152
 § 1489