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Timestamp: 2019-08-26 08:15:48+00:00

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BGH, 29.07.2009 - I ZB 83/08 (2) - dejure.org
BGH, 29.07.2009 - I ZB 83/08 (2)
https://dejure.org/2009,2350
BGH, 29.07.2009 - I ZB 83/08 (2) (https://dejure.org/2009,2350)
BGH, Entscheidung vom 29.07.2009 - I ZB 83/08 (2) (https://dejure.org/2009,2350)
BGH, Entscheidung vom 29. Juli 2009 - I ZB 83/08 (2) (https://dejure.org/2009,2350)
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Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG, § 83 Abs. 3 Nr. 3 Markengesetz (MarkenG) durch die Verweigerung der Verfahrenkostenhilfe durch das Bundespatentgericht im markenrechtlichen Beschwerdeverfahren
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG , § 83 Abs. 3 Nr. 3 Markengesetz ( MarkenG ) durch die Verweigerung der Verfahrenkostenhilfe durch das Bundespatentgericht im markenrechtlichen Beschwerdeverfahren
Verfahrensrecht - Verfahrenskostenhilfe im markenrechtlichen Beschwerdeverfahren
GRUR 2010, 270
Er muss erkennen können, dass mit der Verwendung der Bezeichnung nicht nur der Geschäftsbetrieb benannt, sondern auch eine Dienstleistung bezeichnet wird, die aus ihm stammt (vgl. BGH…, Urteil vom 13. September 2007 - I ZR 33/05, GRUR 2008, 254 Rn. 22 = WRP 2008, 236 - THE HOME STORE; Beschluss vom 29. Juli 2009 - I ZB 83/08, GRUR 2010, 270 Rn. 17 = WRP 2010, 269 - ATOZ III;… BGH, GRUR 2008, 616 Rn. 13 - Akzenta; BGH…, Urteil vom 12. Mai 2011 - I ZR 20/10, GRUR 2011, 1140 Rn. 17 = WRP 2011, 1606 - Schaumstoff Lübke).
Der Verkehr muss im Allgemeinen aus der Benutzungshandlung als solcher ersehen können, auf welche konkreten Dienstleistungen sich der Kennzeichengebrauch bezieht (vgl. zu Domainnamen BGH…, Urteil vom 14. Mai 2009 - I ZR 231/06, GRUR 2009, 1055 Rn. 59 = WRP 2009, 1533 - airdsl;… Urteil vom 31. Mai 2012 - I ZR 135/10, GRUR 2012, 832 Rn. 19 = WRP 2012, 940 - ZAPPA; zu § 26 MarkenG BGH…, Urteil vom 18. Oktober 2007 - I ZR 162/04, GRUR 2008, 616 Rn. 13 = WRP 2008, 802 - AKZENTA; Beschluss vom 29. Juli 2009 - I ZB 83/08, GRUR 2010, 270 Rn. 17 = WRP 2010, 269 - ATOZ III).
Auch wenn die rechtsfehlerhafte Verweigerung von Verfahrenskostenhilfe eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bewirken kann (BGH, Beschl. v. 21. Juli 2009, I ZB 83/09, MarkenR 2010, 35, 38), so kann es dazu jedenfalls dann nicht kommen, wenn der Betroffene - wie hier - trotz Verweigerung von Verfahrenskostenhilfe in allen Instanzen anwaltlich vertreten ist.
Dies kann bei Dienstleistungsmarken eher anzunehmen sein, als bei Warenmarken, weil bei ihnen typischerweise eine körperliche Verbindung zwischen Marke und Produkt nicht möglich ist und der Verkehr daher daran gewöhnt ist, dass diese häufiger als Waren mit dem Unternehmensnamen gekennzeichnet werden (vgl. BGH GRUR 2010, 270 - ATOZ III; OLG Köln MarkenR 2008, 214, 215 f. - Schutzengel).
Dies setzt voraus, dass der Verkehr ersehen kann, auf welche konkrete Dienstleistung sich der Kennzeichengebrauch bezieht (…BGH GRUR 2008, 616 Rdnr. 13 - AKZENTA; MarkenR 2010, 35 Rdnr. 17 - ATOS III).
Eine solche Benutzung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn der angesprochene Verkehr unter Berücksichtigung der branchenüblichen Form der Verwendung von Marken die eingetragene und die benutzte Form trotz und gerade bei Wahrnehmung der Unterschiede dem Gesamteindruck nach als dieselbe Marke ansieht (BGH GRUR 2005, 515 - FERROSIL; GRUR 2009, 766 - Stofffähnchen; GRUR 2010, 270 - ATOZ III).
Stattdessen sind hier indirekte branchenübliche Verwendungsformen zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Anbringung der Marke am Geschäftslokal oder die Verwendung der Marke in Werbemaßnahmen, auf Geschäftspapieren sowie Gegenständen, die bei der Erbringung der Dienstleistung zum Einsatz gelangen, wie Verpackungsmaterial, Preislisten, Rechnungen, etc. (BGH…, Urteil vom 18. Oktober 2007 - I ZR 162/04 GRUR 2008, 616 Rn. 13 - AKZENTA; BGH, Beschluss vom 29. Juli 2009 - I ZB 83/08 GRUR 2010, 270 Rn. 17 - ATOZ III).
aa) Art. 103 Abs. 1 GG garantiert den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens, dass sie Gelegenheit haben, sich zu dem der gerichtlichen Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt und zur Rechtslage zu äußern, und dass das Gericht das Vorbringen zur Kenntnis nimmt und in Erwägung zieht (BVerfGE 86, 133, 145; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1712; BGH, Beschluss vom 29. Juli 2009 - I ZB 83/08, GRUR 2010, 270 Rn. 14 = WRP 2010, 269 - ATOZ III).
Der Verkehr ist daran gewöhnt, dass Dienstleistungen häufiger als Waren mit dem Unternehmensnamen gekennzeichnet werden, weil bei ihnen typischerweise eine körperliche Verbindung zwischen Marke und Produkt nicht möglich ist (…vgl. Senat, GRUR-RR 2014, 245, Rn. 26 - Beate Uhse II; BGH, GRUR 2010, 270 [BGH 29.07.2009 - I ZB 83/08] , Rn. 17 -ATOZ III;… GRUR 2008, 616Rn. 17 - AKZENTA).
Voraussetzung ist dabei, dass der Verkehr die konkrete Benutzung des Zeichens zumindest auch als Herkunftshinweis versteht; er muss erkennen können, dass mit der Verwendung der Bezeichnung nicht nur der Geschäftsbetrieb benannt, sondern auch eine Leistung bezeichnet wird, die aus ihm stammt (…BGH GRUR 2008, 616 Rn. 13 - AKZENTA; MarkenR 2010, 35 Rn. 17 - ATOS III).
der Verkehr ersehen kann, auf welche konkrete Dienstleistung sich der Kennzeichengebrauch bezieht (…BGH GRUR 2008, 616 Rn. 13 - AKZENTA; MarkenR 2010, 35 Rn. 17 - ATOS III).
BPatG, 23.07.2014 - 26 W (pat) 39/14
Markenbeschwerdeverfahren - Löschungsverfahren - zur Anwendbarkeit der …
BPatG, 23.07.2014 - 26 W (pat) 40/14

References: Art. 103
 § 83
 Art. 103
 § 83
 § 26
 BGH 
 Art. 103