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Timestamp: 2019-08-23 14:23:57+00:00

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BGH, 22.03.2012 - VII ZR 102/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,9529
BGH, 22.03.2012 - VII ZR 102/11 (https://dejure.org/2012,9529)
BGH, Entscheidung vom 22.03.2012 - VII ZR 102/11 (https://dejure.org/2012,9529)
BGH, Entscheidung vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11 (https://dejure.org/2012,9529)
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BGB § 145; WEG § 10 Abs. 6; KrW-/AbfG Berlin § 8 Abs. 1; StrReinG Berlin § 5 Abs. 1, § 7 Abs. 2
§ 145 BGB, § 10 Abs 6 WoEigG, § 8 Abs 1 KrW-/AbfG BE, § 5 Abs 1 StrReinG BE, § 7 Abs 2 StrReinG BE
Kosten der Abfallentsorgung und Straßenreinigung in Berlin: Haftung des Wohnungseigentümerverbandes für die Nutzungsentgelte im Rahmen eines privatrechtlichen Nutzungsverhältnisses bei bestehendem Anschluss- und Benutzungszwang
BGB § 145; WEG § 10 Abs. 6; KrW-/AbfG Berlin § 8 Abs. 1; StrReinG Berlin §§ 5 Abs. 1, 7 Abs. 2
Zustandekommen des privatrechtlichen Nutzungsverhältnisses bei durch Landesgesetz angeordnetem Anschluss- und Benutzungszwang hinsichtlich Abfallentsorgung und Straßenreinigung; Realofferte; Adressat des Angebots
Zustandekommen eines privatrechtlichen Nutzungsverhältnisses bei einem durch Landesgesetz angeordneten Anschluss- und Benutzungszwang hinsichtlich Abfallentsorgung und Straßenreinigung
Keine gesamtschuldnerische Haftung der Wohnungseigentümer bei privatrechtlich vereinbartem Nutzungsverhältnis von Abfallentsorgung und Straßenreinigung
Realofferte an Wohnungseigentümergemeinschaft bei Anschluss- und Benutzungszwang; Müllabfuhr; Straßenreinigung; keine gesamtschuld­ne­­rische Haftung des einzelnen Wohnungseigentümers
Zum Zustandekommen eines privatrechtlichen Nutzungsverhältnisses bei einem durch Landesgesetz angeordneten Anschluss- und Benutzungszwang hinsichtlich Abfallentsorgung und Straßenreinigung; zur Stellung der Wohnungseigentümergemeinschaft als Entgeltschuldnerin
Straßenreinigung u. Abfallbeseitigung: Verband ist Schuldner!
Anschluss- und Benutzungszwang - und die Berliner Wohnungseigentümer
Für Straßenreinigung und Abwasser haftet im Land Berlin die Eigentümergemeinschaft! (IMR 2012, 244)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.03.2012, Az.: VII ZR 102/11 (Keine gesamtschuldnerische Haftung der Wohnungseigentümer bei privatrechtlich vereinbartem Nutzungsverhältnis von Abfallentsorgung ...)" von RA Dr. Stefan Zajonz, original erschienen in: ZfIR 2012, 469 - 474.
AG Berlin-Spandau, 20.01.2010 - 13 C 91/09
LG Berlin, 15.03.2011 - 16 S 14/10
LG Berlin, 19.04.2011 - 16 S 14/10
BGHZ 193, 10
NJW 2012, 1948
MDR 2012, 699
NZM 2012, 461
ZMR 2012, 648
WM 2013, 241
Rpfleger 2012, 561
ZfBR 2012, 454
(2) Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer ist, soweit sie bei der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums am Rechtsverkehr teilnimmt, nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 2. Juni 2005 - V ZB 32/05, BGHZ 163, 154, 158 ff. mwN), die der Gesetzgeber in der Vorschrift des § 10 Abs. 6 WEG umgesetzt hat, rechtsfähig (…BGH, Urteile vom 20. Januar 2010 - VIII ZR 329/08, NJW 2010, 932 Rn. 12; vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11, BGHZ 193, 10 Rn. 19; BT-Drucks. 16/887, S. 56 ff.).
Diese zum 1. Juli 2007 in Kraft getretene Regelung gilt auch für vertraglich begründete Verbindlichkeiten aus Dauerschuldverhältnissen - insbesondere Energielieferungsverträge -, die vor dem 1. Juli 2007 entstanden und fällig geworden sind (…Bärmann/Klein, aaO Rn. 304;… vgl. BGH, Urteile vom 20. Januar 2010 - VIII ZR 329/08, aaO Rn. 15; vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11, BGHZ 193, 10 Rn. 26).
Ein Vertrag kann jedoch durch übereinstimmendes schlüssiges Verhalten (Realofferte und deren konkludente Annahme) zustande kommen (vgl. BGH 22. März 2012 - VII ZR 102/11 - Rn. 11, BGHZ 193, 10) .
aa) Ein Vertrag kann durch übereinstimmendes schlüssiges Verhalten (Realofferte und deren konkludente Annahme) zustande kommen (vgl. BAG 17. April 2013 - 10 AZR 272/12 - Rn. 13; BGH 22. März 2012 - VII ZR 102/11 - Rn. 11, BGHZ 193, 10) .
BGH, 19.07.2013 - V ZR 109/12
Wohnungseigentumssache: Benutzungszwang einer Wohnungseigentümergemeinschaft …
Denn die mit der Entscheidung des Senats vom 2. Juni 2005 geänderte Rechtsprechung zur Rechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft gilt grundsätzlich auch für früher begründete, noch nicht abgeschlossene Rechtsbeziehungen (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11, BGHZ 193, 10, 18 Rn. 21;… Klein in Bärmann, WEG, 12. Aufl., § 10 Rn. 277).
Ein Vertrag kann durch übereinstimmendes schlüssiges Verhalten (sog. Realofferte und deren konkludente Annahme) zustande kommen (vgl. BAG, Urteil vom 17.04.2013 - 10 AZR 272/12, NZA 2013, 903; ebenso die Rechtsprechung des BGH, vgl. BGH, Urteil vom 22.03.2012 - VII ZR 102/11, NJW 2012, 1948).
Auch in Fällen, in denen durch einen Anschluss- und Benutzungszwang ein Kontrahierungszwang besteht, muss der Vertragswillige der Gegenseite ein annahmefähiges Angebot unterbreiten, das diese annehmen muss; anderenfalls kommt kein Vertrag zustande (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11, zur Veröffentlichung in BGHZ 193, 10 vorgesehen, Rn. 11; KG…, Urteil vom 19. Dezember 2007 - 11 U 15/07, juris Rn. 11 m.w.N.).
Vergleichbares gilt für den Vertrag über Entwässerungsleistungen (BGH…, Urteil vom 30. April 2003 - VIII ZR 279/02, aaO unter II. 3.; vgl. auch BGH, Urteil vom 10. Oktober 1991 - III ZR 100/90, BGHZ 115, 311, 314 m.w.N.) und kommt entsprechend auch bei Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsleistungen in Betracht (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11, aaO).
Die Schmutzwasserentsorgung für ein im Miteigentum von Wohnungseigentümern stehendes Grundstück betrifft Verwaltungsangelegenheiten, so dass die Wohnungseigentümergemeinschaft insoweit als rechtsfähiges Subjekt am Rechtsverkehr teilnehmen kann (zu Straßenreinigung und Müllabfuhr: BGH, Urteil vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11 - Juris Rn 17).
Im Hinblick darauf, dass nach der Abwasserbeseitigungssatzung des AZV Laucha-Bad Bibra vom 06. Dezember 2000 in der Fassung der 3. Änderung vom 08. Juni 2005 die Grundstückseigentümer anschluss- und benutzungspflichtig sind (§ 3 Abs. 1, § 4) und die Vorhalteleistung des Beklagten bzw. seines Rechtsvorgängers für sämtliche Grundstückseigentümer, die zugleich Wohnungseigentümer sind, über einen gemeinschaftlichen Hausanschluss erbracht wird, wird die mit der Grundgebühr abzugeltende Leistung der Gesamtheit der Wohnungseigentümer - d.h. der Wohnungseigentümergemeinschaft - offeriert und von dieser in Anspruch genommen (siehe auch BGH, Urteil vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11 - Juris, zur Entgegennahme der Leistungen der Straßenreinigung und Abfallentsorgung durch die Wohnungseigentümergemeinschaft und und KG Berlin, Urteil vom 12. Februar 2008 - 27 U 36/07 - Juris, zur Entgegennahme der Wasserver- und -entsorgung).
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 22. März 2012 - VII ZR 102/11 - (NJW 2012, 1948) ist auf den vorliegenden Fall nicht übertragbar.

References: § 145
 § 10
 § 8
 § 5
 § 7

§ 145
 § 10
 § 8
 § 5
 § 7
 § 145
 § 10
 § 8
 BGH 
 § 10
 BGH 
 BGH 
 § 10
 § 4