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Juristische Fakultät Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im Sommersemester Besprechungsfall – München, ppt herunterladen
Juristische Fakultät Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im Sommersemester 2012 - 2. Besprechungsfall – München, 24.
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1 Juristische Fakultät Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im Sommersemester 2012 - 2. Besprechungsfall – München, 24. April 2013
2 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C Siehe BGH, Urt. v. 22.10.2011 – 3 StR 239/10 (NJW 2011, 1088 – Zitronensaftfall). A. Operation am 13.3.2011 1.§227 StGB Todeserfolg (+) Grunddelikt (§223 bis 226 StGB) a.§223 I StGB (?) Streitig ist die dogmatische Einordnung des ärztlichen Heileingriffs als körperliche Misshandlung Sog. Tatbestandslösung Tatbestandsausschließendes Einverständnis Sog. Einwilligungslösung Rechtfertigende Einwilligung Annäherung der beiden Positionen: Tatbestandsausschließendes Einverständnis muss Voraussetzungen der rechtf. Einwilligung genügen Im Ergebnis = strukturgleiche, dreistufige Prüfung: Objektiver TB – Einwilligung – Vorsatz
3 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C A. Operation am 13.3.2011 1.§227 StGB Todeserfolg (+) Grunddelikt (§223 bis 226 StGB) a. §223 I StGB (?) b. §224 I Nr. 1, 2, 5 StGB (?) Anästhetika und Skalpell tatbestandsmäßig? Str.! (+) / (-) Kann offen bleiben, falls wirksame Einwilligung vorlag.
4 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C A. Operation am 13.3.2011 1.§227 StGB Todeserfolg (+) Grunddelikt (§223 bis 226 StGB) a. §223 I StGB (?) b. §224 I Nr. 1, 2, 5 StGB (?) c. Einwilligung für OP am 13.3.2011 (?) Ist die Einwilligung wirksam? Hinreichende ärztliche Aufklärung (§630e BGB) als Wirksamkeitsvss. Hinsichtlich OP am 13.3.2011 Aufklärung hinreichend (+) Umstr., ob weitere Aufklärung hinsichtlich möglicher Folge-OP notwendig war BGH: Keine weitere Aufklärung erforderlich Folgt man dem BGH: Wirksame Einwilligung (+)
5 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C A. Operation am 13.3.2011 1.§227 StGB Todeserfolg (+) Grunddelikt (§223 bis 226 StGB) wegen wirksamer Einwilligung (-) §227 StGB mangels Grunddelikt (-) 2.§222 StGB Mangels Sorgfalswidrigkeit (-)
6 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C B. Nachoperation am 18.3.2011 1.§227 StGB (iVm §13 StGB ?) Todeserfolg (+) Kausalität (letztlich eine Art hypothetische Prüfung) Der Handlung (Nachoperation m. Zitronensaft) In dubi pro reo: (-) Des Unterlassens (Nachoperation de lege artis)? P: In dubio pro reo vs. Risikoerhöhungslehre? hM: Erfolgsdelikt / kein Gefährdungsdelikt in dubio pro reo gilt Nach h.M.: Kausalität (-) §227 StGB mangels Kausalität (-)
7 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C B. Nachoperation am 18.3.2011 1.§227 StGB (iVm §13 StGB ?) 2.§223 I, 224 I Nr. 2, 5 StGB Objektiver TB, da Zitronensaftbehandlung nicht lege artis (+) Wirksame (tatsächliche) Einwilligung (durch Kopfnicken)? Bei Behandlung mit nicht schulmäßigen Methoden Gesteigerte Aufklärungspflichten! Hier: Aufklärungspflichten verletzt Kopfnicken als Einwilligung daher unwirksam Mutmaßliche Einwilligung (NB:§630d I S. 4 BGB) eher (-) Hypothetische Einwilligung (NB: § 630h II BGB) (?)
8 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C B. Nachoperation am 18.3.2011 1.§227 StGB (iVm §13 StGB ?) 2.§223 I, 224 I Nr. 2, 5 StGB Objektiver TB, da Zitronensaftbehandlung nicht lege artis (+) Wirksame (tatsächliche) Einwilligung (durch Kopfnicken) (-) Mutmaßliche Einwilligung (NB:§630d I S. 4 BGB) eher (-) Hypothetische Einwilligung (NB: § 630h II BGB) (?) Rechtsfigur im Strafrecht im Grundsatz wie der dog. Einordnung umstritten, wobei der bloße Aufklärungsmangel als solcher straflos ist. Hier zusätzliche Komplikation: Tatsächliche Unsicherheit Anwendbarkeit des Grundsatzes in dubio pro reo? Kann dahingestellt bleiben, wenn hypothetische Einwilligung ohnehin gem. §228 StGB unwirksam ist. P: Noch zulässige Außenseitermethode? Positiv lebensgefahrerhöhend, daher eher (-)
9 Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im So/Se 2013 Prof. Dr. Joachim Vogel, RiOLG Strafbarkeit des Dr. C B. Nachoperation am 18.3.2011 1.§227 StGB (iVm §13 StGB ?) 2.§223 I, 224 I Nr. 2, 5 StGB Objektiver TB, da Zitronensaftbehandlung nicht lege artis (+) Tatsächliche, mutmaßliche und hypothetische Einwilligung (-) Vorsatz (dolus eventualis) bzw. Erlaubnistatbestandsirrtum (?) Rspr.: Vorsatz abhängig von Einwilligung bzw. bewusster Verletzung von Aufklärungspflichten. Obwohl Dr. C von Zitronensaftmethode überzeugt war, erkannte er, dass er tatsächlich nicht hinreichend aufgeklärt hat Aber: Dr. C könnte eine hypothetische Einwilligung angenommen haben. Vorsatz- oder schuldausschließender ETBI? Str. Oder nur kein Vorsatz bzgl. §224 I StGB? Str. Im Ergebnis alle Ansichten vertretbar: Vorsatz (+) oder (-)
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I. Einwilligung II. Überblick über Notrechte III. Notwehr

References: §223
 §224
 §223
 §224
 §227
 §13
In dubio
in dubio
 §227
 §13
 § 630
 §13
 § 630
in dubio
 §228
 §13
 §224