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Timestamp: 2016-10-22 13:36:19+00:00

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I 202/04 (11.10.2004)
I 202/04
Urteil vom 11. Oktober 2004
Pr�sident Borella, Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter R�edi, Meyer und Lustenberger; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
Schweizerische Bundesbahnen SBB, Zentralbereich Personal, Sozialversicherungen, Mittelstrasse 43, 3000 Bern 65 SBB, Beschwerdegegnerin,
betreffend D.________, 1944,
(Entscheid vom 24. M�rz 2004)
Der 1944 geborene, bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) angestellte D.________ meldete sich am 9. Oktober 2000 bei der Invalidenversicherung an und beantragte eine Rente. Die IV-Stelle des Kantons Aargau lehnte das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 20. Juni 2003 ab. Dagegen erhoben die SBB Einsprache, auf welche die Verwaltung mit Entscheid vom 4. September 2003 nicht eintrat. Zur Begr�ndung wurde erkl�rt, die Arbeitgeberin sei nicht legitimiert, die Verf�gung anzufechten.
In Gutheissung der hiegegen erhobenen Beschwerde hob das Versicherungsgericht des Kantons Aargau den Einspracheentscheid auf und wies die Sache zur weiteren Behandlung im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle zur�ck (Entscheid vom 24. M�rz 2004).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt die IV-Stelle das Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben.
Die SBB schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) deren Gutheissung beantragt.
Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob das kantonale Gericht den Entscheid der IV-Stelle, auf die gegen die Verf�gung vom 20. Juni 2003 erhobene Einsprache nicht einzutreten, zu Recht aufgehoben hat. Die strittige Verf�gung hat somit nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht pr�ft daher nur, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
Die Beschwerdegegnerin macht in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift sowie in ihrer Vernehmlassung und der zus�tzlichen Stellungnahme vom 12. August 2004 geltend, sie sei gem�ss Gesamtarbeitsvertrag verpflichtet, bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit oder Unfall den Lohn w�hrend einer Dauer von bis zu zwei Jahren weiterhin auszurichten. Taggeld- und Rentenleistungen von Sozialversicherungen w�rden jedoch angerechnet. Bei Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung reduziere sich daher der Lohnfortzahlungsanspruch. Sie als Arbeitgeberin habe damit ein schutzw�rdiges Interesse an der Ab�nderung der einen Rentenanspruch verneinenden Verwaltungsverf�gung und sei deshalb zu deren Anfechtung legitimiert. Die Vorinstanz gelangte zum gleichen Ergebnis. Sie erwog, die Lohnfortzahlung stelle eine Vorschussleistung im Hinblick auf allf�llige Anspr�che des Arbeitnehmers gegen�ber der Invalidenversicherung dar. Die Arbeitgeberin sei daher berechtigt, die direkte Auszahlung von Rentennachzahlungen an sich selbst zu verlangen. Denjenigen Personen, welche eine derartige Drittauszahlung beanspruchen k�nnen, sei Parteistellung (Art. 34 ATSG) einzur�umen, und mit dieser sei die Legitimation zur Erhebung von Rechtsmitteln verbunden. Die Beschwerde f�hrende IV-Stelle macht demgegen�ber geltend, die Frage einer Drittauszahlung habe sich vorliegend nicht gestellt. Die Arbeitgeberin werde daher durch die Verf�gung vom 20. Juni 2003 in ihren Rechten und Pflichten nicht ber�hrt. Dieselbe Auffassung vertritt das BSV.
3.1 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Dessen verfahrensrechtliche Neuerungen sind - sofern nicht bereits unter dem bisherigen Recht eine Rechtsmittelfrist zu laufen begonnen hat und soweit mit dem neuen Recht keine grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen wurde - prinzipiell mit dem Tag ihres In-Kraft-Tretens sofort und in vollem Umfang anwendbar (BGE 130 V 4 Erw. 3.2, 93 Erw. 3.2, 220 Erw. 3.2, 129 V 115 Erw. 2.2, je mit Hinweisen). Da die Verf�gung der IV-Stelle am 20. Juni 2003 und somit unter der Geltung des neuen Rechts erging, richtet sich das Verfahren vorbeh�ltlich abweichender spezialgesetzlicher Bestimmungen nach dem ATSG (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG).
3.2 Gem�ss Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verf�gungen, mit Ausnahme der prozess- und verfahrensleitenden Entscheide, Einsprache erhoben werden. Wer dazu legitimiert ist, l�sst sich der Norm nicht entnehmen. Aus dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens (BGE 122 V 375 mit Hinweisen; vgl. auch Art. 98a Abs. 3 OG) ergibt sich indessen, dass die entsprechenden Voraussetzungen nicht enger umschrieben werden k�nnen als im nachfolgenden gerichtlichen Beschwerdeverfahren. Mit Blick auf die mit der Einf�hrung des Einspracheverfahrens bezweckte nochmalige �berpr�fung der Sache durch die Verwaltung vor einer allf�lligen Inanspruchnahme der Gerichte (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Z�rich 2003, S. 518 f., Rz. 2 und 4 zu Art. 52) rechtfertigt es sich andererseits nicht, die Legitimationsvoraussetzungen f�r die Einsprache weiter zu fassen als im Beschwerdeverfahren. Die Befugnis zur Erhebung einer Einsprache ist daher in gleicher Weise zu bestimmen wie f�r das kantonale Beschwerdeverfahren nach Art. 59 ATSG (Kieser, a.a.O., S. 527, Rz. 29 zu Art. 52). Danach ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat. Diese Begriffe sind ebenso auszulegen wie f�r das bundesrechtliche Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren nach Art. 103 lit. a OG (noch nicht in der amtlichen Sammlung ver�ffentlichtes Urteil F. vom 12. M�rz 2004, C 266/03, Erw. 2.2; Urteil M. vom 18. Dezember 2003, C 221/03, Erw. 2).
3.3 Nach Art. 103 lit. a in Verbindung mit Art. 132 OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgen�ssische Versicherungsgericht berechtigt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzw�rdiges Interesse im Sinne von Art. 103 lit. a OG jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verf�gung betroffene Person an deren �nderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzw�rdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verf�gungsadressaten verschaffen w�rde, oder - anders ausgedr�ckt - im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die angefochtene Verf�gung mit sich bringen w�rde. Das rechtliche oder auch bloss tats�chliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der Beschwerde f�hrenden Person als verletzt bezeichnete Norm gesch�tzt wird, nicht �bereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch die angefochtene Verf�gung st�rker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht (BGE 127 V 3 Erw. 1b, 82 Erw. 3a/aa, 125 V 342 Erw. 4a, je mit Hinweisen). Diesem Erfordernis kommt dann eine ganz besondere Bedeutung zu, wenn nicht der Verf�gungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter den Entscheid anficht (BGE 127 V 82 Erw. 3a/aa mit Hinweisen).
3.4 Die Beschwerdegegnerin als Arbeitgeberin des Versicherten ist weder im formellen noch im materiellen Sinn Adressatin der streitigen Verf�gung. Ihre Legitimation ist daher nach den f�r eine Drittbeschwerde geltenden Regeln zu beurteilen. Die besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung zur Streitsache, welche als Umschreibung des in Art. 103 lit. a OG erw�hnten Erfordernisses des Ber�hrtseins verstanden werden kann (Isabelle H�ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, Z�rich 2000, S. 251 f. Rz 521), ist mit Bezug auf den oder die Verf�gungsadressaten regelm�ssig erf�llt, sodass ihm nur in Ausnahmef�llen selbstst�ndige Bedeutung zukommt. Dagegen sind Dritte durch die Verf�gung als solche definitionsgem�ss insofern nicht "ber�hrt", als diese ihnen nicht direkt Rechte einr�umt oder Pflichten auferlegt (BGE 125 V 343 Erw. 4a). Ihre Legitimation setzt neben dem Bestehen eines tats�chlichen, beispielsweise wirtschaftlichen Interesses am Inhalt der streitigen Verf�gung voraus, dass eine hinreichende Beziehungsn�he (Pierre Moor, Droit administratif, Volume II, Les actes administratifs et leur contr�le, 2. Auflage, Bern 2002, S. 630 Ziffer 5.6.2.1; Ren� Rhinow/Heinrich Koller/ Christina Kiss, �ffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, S. 243 Rz 1274) respektive eine Betroffenheit von gen�gender Intensit�t (H�ner, a.a.O., S. 254 Rz 527) vorliegt, was mit Bezug auf die konkrete Konstellation gepr�ft werden muss (vgl. BGE 125 V 343 Erw. 4a).
3.5 Bei der Beurteilung der Intensit�t der Betroffenheit ist danach zu unterscheiden, ob das Rechtsmittel gegen eine den Verf�gungsadressaten beg�nstigende Verf�gung gerichtet ist (Drittbeschwerde "contra Adressat", vgl. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 158 f.; H�ner, a.a.O., S. 327 Rz 711 ff.), oder ob es, wie vorliegend, zu dessen Gunsten erhoben werden soll (Drittbeschwerde "pro Adressat"; Gygi, a.a.O., S. 161 f.; H�ner, a.a.O., S. 351 Rz 761 ff.). Wenn im letzteren Fall der Verf�gungsadressat selbst kein Rechtsmittel ergreift, kommt die Legitimation des Dritten ausserhalb f�rmlicher gesetzlicher Anerkennung nur in Betracht, wenn der Dritte ein selbstst�ndiges, eigenes Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdef�hrung f�r sich in Anspruch nehmen kann (nicht ver�ffentlichtes Urteil C. des Bundesgerichts vom 26. Oktober 1995, 2A.309/1993; Rhinow/Koller/Kiss, a.a.O., S. 244 f. Rz 1277; Gygi, Vom Beschwerderecht in der Bundesverwaltungsrechtspflege, in: recht 1986 S. 10 f.; vgl. auch H�ner, a.a.O., S. 355 Rz 766 ff., mit weiteren Hinweisen).
Der Umstand, dass jemand Gl�ubiger des Verf�gungsadressaten ist, gen�gt bei der Drittbeschwerde "pro Adressat" nicht, um das schutzw�rdige Interesse und damit die Beschwerdelegitimation zu begr�nden (BGE 101 V 123 Erw. 1b; ZAK 1979 S. 123 Erw. 2b; nicht ver�ffentlichtes Urteil C. des Bundesgerichts vom 26. Oktober 1995, 2A.309/1993). Ein faktisches (wirtschaftliches) Interesse an einer Ab�nderung der Verf�gung ist diesfalls zwar gegeben. Die notwendige Beziehungsn�he liegt jedoch nur vor, wenn der Drittperson durch die streitige Verf�gung ein unmittelbarer Nachteil entsteht (BGE 125 V 343 Erw. 4a mit Hinweisen). Die Gl�ubigereigenschaft allein reicht daf�r nicht aus. Aus dem selben Grund verneinte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die Beschwerdebefugnis eines Privatversicherers gegen die Leistungen verweigernde Verf�gung der obligatorischen Unfallversicherung. Es erwog, der Umstand, dass der Privatversicherer durch einen Entscheid anderen Inhalts in die Lage versetzt w�rde, seine Leistungen zu k�rzen, stelle lediglich eine Reflexwirkung der an die versicherte Person gerichteten Verf�gung des Unfallversicherers dar. Die erforderliche unmittelbare nachteilige Auswirkung auf die Situation des Privatversicherers sei deshalb nicht gegeben (BGE 125 V 345 oben Erw. 4d).
3.6 Die Rechtsmittellegitimation des Arbeitgebers zu Gunsten des Arbeitnehmers wurde im Bereich der Arbeitslosenversicherung bejaht f�r den Fall, dass jener, wenn die streitige Verf�gung Bestand haben sollte, w�hrend einer Arbeitsunterbrechung zur Lohnzahlung verpflichtet w�re (ARV 1979 Nr. 22 S. 113, Nr. 25 S. 124). Mit Bezug auf die obligatorische Unfallversicherung erkannte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht, der Arbeitgeber, welcher einen Teil der Versicherungspr�mien bezahlt und nach einem Unfall den Lohn vorgeschossen habe, sei durch eine Verf�gung, welche dem verunfallten Arbeitnehmer die Versicherteneigenschaft abspricht oder einen Leistungsanspruch verneint, offensichtlich betroffen und habe ein schutzw�rdiges Interesse an ihrer Aufhebung (BGE 106 V 222 Erw. 1; RKUV 1989 Nr. U 73 S. 239 Erw. 1b). In BGE 120 V 39 Erw. 2b war die Frage zu entscheiden, ob die Arbeitgeberin befugt sei, den eine bei ihr angestellte Person betreffenden Entscheid anzufechten, mit welchem der Krankenversicherer die Ausrichtung von Taggeldern verweigert hatte. Das Gericht erwog, die Beschwerdef�hrerin sei Partei des Kollektivversicherungsvertrages und zumindest teilweise f�r die Pr�mien aufgekommen. Damit m�sse ihr zweifellos ein erhebliches Interesse an der korrekten Ausrichtung der versicherten Leistungen zugebilligt werden. Angesichts der aus Art. 324a OR folgenden, bei Ausbleiben der vereinbarten Versicherungsleistungen allenfalls aktuell werdenden Lohnfortzahlungspflicht sei ihr Interesse an der Aufhebung oder �nderung der angefochtenen Verf�gung auch als schutzw�rdig im Sinne von Art. 103 lit. a OG zu qualifizieren. Mit Bezug auf die Familienzulagen in der Landwirtschaft wurde der Arbeitgeber ebenfalls als zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert erachtet, dies in Analogie zur arbeitslosenversicherungsrechtlichen Praxis (BGE 120 V 498 Erw. 1b/bb am Ende). Nicht gegeben war dagegen die Legitimation der Arbeitgeberin zur Anfechtung einer Verf�gung, mit welcher die Versicherteneigenschaft einiger Angestellter verneint und die R�ckerstattung der bezahlten AHV/IV/EO-Beitr�ge angeordnet wurde. Die der Arbeitgeberin entstehenden Unannehmlichkeiten reichten nicht aus, um die Beschwerdelegitimation zu begr�nden (BGE 110 V 150 f. Erw. 2c).
4.1 Falls der Versicherte eine Rente der Invalidenversicherung zugesprochen erh�lt, wird die Beschwerdegegnerin von ihrer Pflicht zur Lohnfortzahlung teilweise befreit. Diese Rechtsfolge ist gesamtarbeitsvertraglich vorgesehen und w�rde (in anderem Rahmen) auch von Gesetzes wegen eintreten (Art. 324b OR ist bei Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung anwendbar, sofern die Erwerbseinbusse direkt auf die Invalidit�t zur�ckgeht [nicht ver�ffentlichtes Urteil S. des Bundesgerichts vom 28. April 1998, 4C.499/1997]). Laut der vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechung gen�gt dieses wirtschaftliche Interesse jedoch bei einer Drittbeschwerde "pro Adressat" f�r sich allein nicht, um die Legitimation zu begr�nden, sondern es ist zus�tzlich erforderlich, dass der Beschwerdegegnerin aus der streitigen Verf�gung ein unmittelbarer Nachteil erw�chst. Die zitierten, die Legitimation des Arbeitgebers bejahenden Urteile begr�ndeten dieses Ergebnis einerseits mit den direkten Auswirkungen des Entscheids auf seine Leistungspflicht gegen�ber der versicherten Person und andererseits mit dem engen Zusammenhang der jeweiligen Versicherung zum konkreten Arbeitsverh�ltnis. Ein solcher wurde neben der Arbeitslosenversicherung insbesondere f�r die obligatorische Unfallversicherung, welche ebenfalls eine Arbeitnehmerversicherung darstellt (vgl. Art. 1a UVG), sowie hinsichtlich einer von der Arbeitgeberin f�r ihr Personal abgeschlossenen Krankentaggeldversicherung bejaht. Diese Beurteilung l�sst sich jedoch nicht auf die Eidgen�ssische Invalidenversicherung �bertragen. Letztere ist als Versicherung f�r die gesamte Bev�lkerung konzipiert (Art. 1b IVG in Verbindung mit Art. 1a AHVG) und vom Bestehen eines Anstellungsverh�ltnisses unabh�ngig. Im bereits zitierten Entscheid BGE 110 V 150 f. Erw. 2c wurde denn auch die Legitimation des Arbeitgebers zur Anfechtung einer die Versicherteneigenschaft seiner Angestellten in der AHV/IV/EO betreffenden Verf�gung verneint und dies unter anderem, in bewusstem Gegensatz zur obligatorischen Unfallversicherung, mit der Rechtsnatur dieser Versicherungszweige begr�ndet. Das Gericht erwog, letztere seien einzig im Interesse der versicherten Personen geschaffen worden und dienten nicht dem Zweck, die Arbeitgeberin von irgendwelchen rechtlichen Verpflichtungen zu entlasten (BGE 110 V 151 Erw. 2c). Im Zusammenhang mit der Anfechtung einer Leistungsverf�gung ist die Legitimation nicht anders zu beurteilen. Die Verbindung zwischen der umstrittenen Verf�gung und dem der Beschwerdegegnerin entstehenden wirtschaftlichen Nachteil weist somit nicht bereits deshalb die praxisgem�ss erforderliche Unmittelbarkeit auf, weil das wirtschaftliche Interesse der Beschwerdegegnerin ihre Eigenschaft als Arbeitgeberin betrifft.
4.2 Die Vorinstanz erachtete es als entscheidend, dass die Beschwerdegegnerin Vorschussleistungen im Hinblick auf eine allf�llige Rente der Invalidenversicherung erbracht habe und deshalb gem�ss Art. 22 Abs. 2 ATSG sowie (f�r die Zeit bis Ende 2002) Art. 50 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 85bis IVV die direkte Auszahlung einer entsprechenden Nachzahlung verlangen k�nne. Denjenigen Personen, welche berechtigt sind, die Drittauszahlung zu verlangen, sei im Sinne von Art. 34 ATSG Parteistellung einzur�umen. Damit verbunden sei die Befugnis, einen Entscheid auf dem Rechtsmittelweg anzufechten.
Nach der Rechtsprechung ist ein Arbeitgeber, dessen Gesuch um Drittauszahlung einer Rente abgelehnt wurde, berechtigt, gegen den Entscheid �ber den Auszahlungsmodus Beschwerde und gegen den diesbez�glichen Entscheid Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben (nicht ver�ffentlichte Urteile S. vom 30. Dezember 1994, I 142/94, und E. vom 14. Mai 1986, I 350/85). Eine dar�ber hinausgehende, also nicht nur den Auszahlungsmodus, sondern den grunds�tzlichen und umfangm�ssigen Leistungsanspruch als solchen betreffende Beschwerdebefugnis wurde ihm dagegen im Bereich der Invalidenversicherung nicht zuerkannt. Die Nennung der im Sinne von Art. 20 oder Art. 22 Abs. 2 ATSG eine Drittauszahlung verlangenden Person als Partei gem�ss Art. 34 ATSG bei Kieser (ATSG-Kommentar, Z�rich 2003, S. 380, N 7 zu Art. 34), auf welchen sich die Vorinstanz beruft, d�rfte sich denn auch, wie die Beschwerdef�hrerin annimmt, auf die Situation beziehen, dass der Auszahlungsmodus streitig ist. Der Umstand, dass die Drittauszahlung der Rente an die Beschwerdegegnerin als Arbeitgeberin in Frage kommen k�nnte, begr�ndet daher deren Legitimation zur Anfechtung eines Entscheids, welcher den Rentenanspruch verneint, ebenfalls nicht.
4.3 Die Legitimation, einen bestimmten Anspruch auf dem Rechtsmittelweg geltend zu machen, steht in einem engen Zusammenhang mit der Befugnis, die versicherte Person bei der Verwaltung zum Bezug der entsprechenden Leistung anzumelden. Nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses vermittelt das im Rahmen von Art. 103 lit. a OG (und den damit inhaltsgleichen Normen) erforderliche Rechtsschutzinteresse auch bereits den Anspruch auf Erlass einer Verf�gung (Gygi, a.a.O., S. 153). Ist eine Person berechtigt, die Anmeldung vorzunehmen, kommt ihr deshalb regelm�ssig auch die Legitimation zu, den streitigen Anspruch im Verwaltungsprozess selbstst�ndig zu verfolgen (BGE 120 V 438 Erw. 2a mit Hinweisen). Gem�ss dem seit 1. Januar 1984 in Kraft stehenden Art. 66 Abs. 1 IVV sind zur Geltendmachung des Anspruchs befugt: Der Versicherte, sein gesetzlicher Vertreter sowie Beh�rden oder Dritte, die den Versicherten regelm�ssig unterst�tzen oder dauernd betreuen. Beh�rden und Dritte, welche diese Voraussetzungen erf�llen, k�nnen auch die entsprechenden Entscheide auf dem Rechtsmittelweg weiterziehen (nicht ver�ffentlichtes Urteil P. vom 22. August 1995, I 32/95). Die Erf�llung der gesamtarbeitsvertraglich statuierten Verpflichtung der Arbeitgeberin zur Lohnfortzahlung stellt jedoch keine regelm�ssige Unterst�tzung im Sinne von Art. 66 Abs. 1 IVV dar. Die Beschwerdegegnerin war demzufolge nach den invalidenversicherungsrechtlichen Bestimmungen nicht befugt, den Leistungsanspruch geltend zu machen. Dieser bereichsspezifischen, kompetenzgem�ss auf Verordnungsstufe erlassenen Regelung ist bei der Auslegung der Legitimationsbestimmungen Rechnung zu tragen. Sie bildet keine Grundlage f�r die Bejahung der Legitimation der Beschwerdegegnerin zur Anfechtung der Verf�gung vom 20. Juni 2003. Im Gegenteil steht sie - im Lichte der Einheit des Prozesses - einer solchen L�sung entgegen.
4.4 Wie das BSV zu Recht darlegt, erschiene die Bejahung einer generellen Rechtsmittellegitimation der zur Lohnfortzahlung verpflichteten Arbeitgeber im Rentenbereich der Invalidenversicherung auch mit Blick auf die damit verbundenen Parteirechte, etwa bez�glich Akteneinsicht, als problematisch. W�hrend der rechtserhebliche Sachverhalt in den Bereichen der Arbeitslosenversicherung, der obligatorischen Unfallversicherung - jedenfalls solange die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers andauert -, der Krankentaggeldversicherung und der Familienzulagen in der Landwirtschaft regelm�ssig vergleichsweise klar begrenzt ist, hat die Invalidenversicherung den Gesundheitszustand einer Person in seiner Gesamtheit zu ber�cksichtigen. Die damit verbundenen Untersuchungen und deren Ergebnisse weisen deshalb ein weit h�heres Mass an pers�nlichkeitsrechtlicher Sensibilit�t und Relevanz auf. Die einschr�nkende Regelung der Berechtigung zur Geltendmachung des Anspruchs in Art. 66 IVV tr�gt diesem Umstand Rechnung (vgl. BGE 120 V 438 Erw. 2b mit Hinweisen). Dieser Aspekt spricht ebenfalls dagegen, die Legitimation des Arbeitgebers im Rahmen der geltenden Normenlage generell zu bejahen. Falls eine Relativierung des pers�nlichkeitsschutzrechtlichen Gesichtspunktes zu Gunsten anderer Interessen als angezeigt erschiene, w�re es Sache der Organe von Gesetz- oder allenfalls Verordnungsgebung, die Rechtsgrundlagen entsprechend auszugestalten.
Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Legitimation der Beschwerdegegnerin zur Erhebung einer Einsprache gegen die Verf�gung vom 20. Juni 2003 zu Unrecht bejaht. Ihr Entscheid ist dementsprechend aufzuheben. Das Verfahren ist kostenpflichtig (Umkehrschluss aus Art. 134 OG). Die Gerichtskosten sind ausgangsgem�ss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 24. M�rz 2004 aufgehoben.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.- wird der Beschwerdef�hrerin zur�ckerstattet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherten, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 11. Oktober 2004

References: Art. 104
 Art. 105
 Art. 2
 Art. 52
 Art. 98
 Art. 52
 Art. 59
 Art. 52
 Art. 103
 Art. 103
 Art. 132
 Art. 103
 Art. 103
 BGE 
 BGE 
 Art. 324
 Art. 103
 Art. 1
 Art. 1
 BGE 
 Art. 22
 Art. 50
 Art. 85
 Art. 34
 Art. 20
 Art. 22
 Art. 34
 Art. 34
 Art. 103
 Art. 66
 Art. 66
 Art. 66
 BGE 
 Art. 134
 Art. 135