Source: https://www.peterlang.com/view/9783653956689/chapter5.xhtml
Timestamp: 2018-07-19 02:32:26+00:00

Document:
5. Sanierungsplattformen : Sanierung geschlossener Publikumsfonds
5. Sanierungsplattform...
Das Buch stellt die Möglichkeiten der Sanierung geschlossener Publikumsfondsgesellschaften im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung auf ein gesichertes rechtliches Fundament und berücksichtigt dabei auch das 2013 in Kraft getretene Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Der Autor analysiert die wirtschaftlichen Besonderheiten geschlossener Fonds und merkt an, dass die Zufuhr von frischem Eigenkapital durch neue Einlagen oder Rückforderung von Ausschüttungen von zentraler Bedeutung sind. Entscheidend ist dabei die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Mehrheitsbeschlüssen in der Fondsgesellschaft. Der Autor überprüft darüber hinaus neue Werkzeuge – insb. das Insolvenzplanverfahren (seit ESUG) sowie die sog. Sanierungsplattformen – auf ihre Tauglichkeit für geschlossene Fonds.
978-3-653-95668-9
https://doi.org/10.3726/978-3-653-07020-0
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 236 S.
5. Sanierungsplattformen
Einige typische Branchen für geschlossene Fonds, allen voran die Frachtschifffahrt, befinden sich seit vielen Jahren in einer schweren und dauerhaften Krise.576 Darunter leiden alle Beteiligten, also nicht nur die Anleger, sondern auch die Initiatoren und die finanzierenden Banken, die auf teils immensen Portfolios nicht werthaltiger – „fauler“ – Kredite sitzen.
Viele Restrukturierungen gehen bereits in die zweite oder dritte Runde, da angesichts des für viele Fonds so schwierigen Marktumfeldes und der schleppenden Erholung der Weltwirtschaft zahlreiche Sanierungskonzepte aus den ersten Krisenjahren nicht aufgegangen sind und nachgeschossenes Eigenkapital schon wieder aufgezehrt ist. Die Bereitschaft zu weiteren Eigenkapitalspritzen fällt daher im Kreise der Anleger vielfach noch geringer aus als dies ohnehin der Fall ist. Schließlich lag etwa bei Schiffsfonds der Sanierungsaufwand allein in den ersten Krisenjahren 2009 und 2010 schon bei rund 10 Prozent des zuvor eingesammelten Gesamtkapitals.
1.2 Geschlossene Fonds
1.2.1.1 Wirtschaftliche Merkmale
1.2.1.2 Steuerrechtliche Merkmale
1.2.1.3 Gesellschaftsrechtliche Merkmale
1.2.1.3.1 Allgemeines
1.2.1.3.2 Sonderrecht der Publikums-Gesellschaften
1.2.1.4 Kapitalanlagerechtliche Merkmale
1.2.1.4.1 Rechtslage seit dem AnSVG
1.2.1.4.2 Rechtslage seit dem KAGB
1.2.1.4.3 ELTIF-Verordnung
1.2.1.5 Fazit
1.2.2 Markt
1.2.2.1 Fondskategorien
1.2.2.2 Gegenwärtige Marktsituation und Ausblick
1.2.2.3 Zweitmarkt
1.3.1 Wirtschaftlichkeit
1.3.2 Sanierungsmöglichkeiten
1.3.2.1 Inhaltliche Sanierungsmöglichkeiten
1.3.2.1.1 Leistungswirtschaftliche Sanierung
1.3.2.1.1.1 Ertragswirtschaftliche Maßnahmen
1.3.2.1.1.2 Fremdkapitalkosten
1.3.2.1.2 Finanzwirtschaftliche Sanierung
1.3.2.1.2.1 Innenfinanzierung
1.3.2.1.2.2 Außenfinanzierung
1.3.2.2 Formelle Sanierungsmöglichkeiten
1.3.2.2.1 Begriffe / Abgrenzung
1.3.2.2.2 Vorteile freier Sanierung
1.3.2.2.3 Vorteile gerichtlicher Sanierung
1.4 Fazit / Gang der Darstellung
2. Vorfragen der Fondssanierung
2.1 Sanierungsfähigkeit
2.2 Sanierungswürdigkeit
2.2.2 Sanierungswürdigkeit aus Sicht der Anleger / Gesellschafter
2.2.2.1 Allgemein
2.2.2.2 Sonderfall: Mehrere Anlegerklassen
2.2.2.3 Sonderfall Schiffsfonds: Versteuerung des „Unterschiedsbetrages“
2.2.3 Sanierungswürdigkeit aus Sicht der Banken
2.2.3.1 Allgemein
2.2.3.2 Keine Rechtspflicht zu Sanierungsbeiträgen
2.2.4 Sanierungswürdigkeit aus Sicht der Initiatoren / Emissionshäuser
2.2.5 Exkurs: Spieltheorie
2.2.5.1 Sanierungssituation aus Sicht der Spieltheorie
2.2.5.2 Folgerungen
2.3 Alternativen zur Sanierung aus Anlegersicht
2.3.1 Notverkäufe
2.3.1.1 Liquidation
2.3.1.2 Veräußerung am Zweitmarkt
2.3.1.3 Sanierungsplattformen
2.3.2 Schadensersatzklage / Widerruf
2.4 Sanierung von Altgesellschaften und KAGB
2.5 Mittelbare Beteiligung
2.5.2 Haftung des Treugebers
2.5.3 Auskunft über Mitanleger
2.5.3.1 Problemstellung
2.5.3.2 Rechtsprechung des BGH
2.5.3.3 Stellungnahme
2.5.3.4 Datenschutzrecht
3. Eigenkapitalmaßnahmen zur Sanierung
3.1 Rückforderung von „Ausschüttungen“
3.1.2 Rechtliche Einordnung
3.1.3 Aussetzen zukünftiger Ausschüttungen
3.1.3.1 Aussetzen aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarung
3.1.3.2 Aussetzen wegen Treupflicht
3.1.3.3 Aussetzen wegen Pflichtenkollision der Geschäftsführer
3.1.3.4 Aussetzen wegen § 30 Abs. 1 S. 1 GmbHG analog
3.1.4 Rückforderung bereits erfolgter Ausschüttungen
3.1.4.1 Rückforderung aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarung
3.1.4.1.1 Explizite Rückforderungsklausel
3.1.4.1.2 Verbuchung auf „Darlehenskonto“
3.1.4.1.2.1 Rechtsprechung des BGH
3.1.4.1.2.2 Stellungnahme
3.1.4.1.3 Einschränkung durch § 152 Abs. 3 S. 1 KAGB
3.1.4.2 Rückforderung wegen Treupflicht
3.1.4.2.1 Treupflicht und Sanierung
3.1.4.2.2 Entgegenstehen des Belastungsverbotes / § 707 BGB
3.1.4.2.3 Überlagerung des § 707 BGB durch die Treupflicht?
3.1.4.2.3.1 Grundfall: Persönlich haftender Gesellschafter
3.1.4.2.3.2 Kommanditisten
3.1.4.2.3.3 Folgerung
3.1.4.2.4 Grenzen der Rückzahlungspflicht
3.1.4.2.5 Wiederaufleben des Ausschüttungsanspruches
3.1.4.2.6 Gläubigerinteressen
3.1.4.2.7 Übertragbarkeit auf Treuhandkonstellationen
3.1.4.2.8 Einschränkung durch § 152 Abs. 3 KAGB
3.1.4.2.9 Fazit
3.1.4.3 Rückforderung nach § 31 Abs. 1 GmbHG analog
3.1.4.3.1 Allgemeines
3.1.4.3.2 Anwendbarkeit auf Publikums-KG?
3.1.4.3.2.1 Problemstellung
3.1.4.3.2.2 Stellungnahme
3.1.4.3.3 Beweislast
3.1.4.3.4 Exkurs: Prospekthaftung
3.1.4.3.5 Fazit
3.2 Kapitalerhöhung / Kapitalschnitt
3.2.1 Exkurs: Kapitalgesellschaftsrecht
3.2.1.1 Kapitalerhöhung
3.2.1.2 Kapitalschnitt
3.2.2 Personengesellschaftsrecht
3.2.2.1 Kapitalanteil und Kapitalkonten
3.2.2.1.1 Gesetzliches Leitbild
3.2.2.1.2 Gestaltungspraxis: Feste Kapitalanteile
3.2.2.2 Begriffsbestimmung / Abgrenzung: Nachschuss – vereinbarter Beitrag – Kapitalerhöhung
3.2.3 Durchführung / Änderung des Gesellschaftsvertrags
3.2.4 Mehrheitsentscheidungen
3.2.5 Grenzen der Mehrheitsherrschaft
3.2.5.1 Unverzichtbare Rechte
3.2.5.2 Bestimmtheitsgrundsatz
3.2.5.3 Kernbereichslehre
3.2.5.3.1 Allgemeines
3.2.5.3.2 Umfang des Kernbereichs
3.2.5.3.3 (Antizipierte) Zustimmung
3.2.5.3.4 Zusätzliche Ausübungskontrolle
3.2.5.3.5 Kernbereichslehre und BGH
3.2.5.3.5.1 Überblick
3.2.5.3.5.2 Zustimmungspflicht / „Sanieren oder Ausscheiden“
3.2.5.3.5.3 Urteil vom 21.10.2014
3.2.5.3.6 Kernbereichslehre und sanierende Kapitalerhöhung / Kapitalschnitt
3.2.5.3.7 Stellungnahme
3.2.5.3.7.1 Zustimmungserfordernis wegen Individualschutz?
3.2.5.3.7.2 Zustimmungserfordernis aufgrund zwingenden Rechts?
3.2.5.3.7.3 Zustimmungserfordernis aus prozessualen Gründen?
3.2.5.3.7.4 Probleme der antizipierten Zustimmung
3.2.5.3.7.5 Folgerung
3.2.5.4 Ausübungskontrolle / Offene Inhaltskontrolle
3.2.5.5 Zweistufige Prüfung (BGH)
3.2.5.5.1 Überblick
3.2.5.5.2 Fehlerfolgen
3.2.5.5.3 Stellungnahme
3.2.5.6 Eigene Lösung
3.2.5.6.1 Grundsätze
3.2.5.6.2 Bedeutung gesellschaftsvertraglicher Klauseln
3.2.5.6.3 Fehlerfolgen
3.2.5.6.3.1 Erste Stufe
3.2.5.6.3.2 Zweite Stufe
3.2.5.7 Fazit / Folgerungen für die Sanierungspraxis
3.2.5.7.1 Sanierungsbeschlüsse allgemein
3.2.5.7.2 Nachschusspflicht
3.2.5.7.3 Kapitalerhöhung
3.2.5.7.4 Kapitalschnitt
3.2.5.7.5 Ausschluss
3.2.5.7.5.1 Allgemein
3.2.5.7.5.2 Ausscheiden durch Kapitalschnitt „auf Null“
3.2.6 Abstimmungspflicht
3.2.7 Mehrheitsentscheidung ohne (passende) Mehrheitsklausel
3.2.7.1 Absenkung Mehrheitserfordernis
3.2.7.2 Keine Mehrheitsklausel
3.2.7.2.1 Ansichten in Rechtsprechung und Literatur
3.2.7.2.2 Stellungnahme
3.2.8 Besonderheiten bei mittelbarer Beteiligung (Treuhandkonstellationen)
3.3 Sachkapitalerhöhung durch Tausch von Fremd- in Eigenkapital
3.3.2 Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital (Debt-Equity-Swap)
3.3.2.1 Wirtschaftliche Bedeutung
3.3.2.2 Praktische Anwendungsfälle
3.3.2.2.1 Abwendung der Überschuldung
3.3.2.2.2 Einstieg von Investoren
3.3.2.3 Außergerichtliche Umsetzung
3.3.2.3.1 Gesellschafterbeschluss
3.3.2.3.2 Haftung
3.3.2.3.2.1 Haftung im Innenverhältnis
3.3.2.3.2.2 Außenhaftung
3.3.2.3.2.3 Durchführung der Forderungsbewertung
3.3.2.3.3 Beteiligung der Altgesellschafter
3.3.2.3.3.1 Sacheinlagefähigkeit von Gesellschafterforderungen
3.3.2.3.3.2 Bezugsrecht
3.3.2.3.4 Debt-Equity-Swap und KAGB
3.3.2.3.4.1 Sacheinlageverbot des KAGB
3.3.2.3.4.2 Anwendbarkeit auf sanierenden Debt-Equity-Swap
3.3.2.4 Umsetzung im Insolvenzplanverfahren
4. Sanierung im Insolvenzverfahren
4.2 Die Fondsgesellschaft in der Insolvenz
4.2.1.1 Insolvenzfähigkeit
4.2.1.2 Antragsbefugnis / -pflicht
4.2.1.3 Insolvenzgründe
4.2.1.3.1 Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO)
4.2.1.3.2 Überschuldung (§ 19 InsO)
4.2.1.3.3 Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO)
4.2.1.4 Wirkungen der Insolvenzeröffnung
4.2.1.4.1 Allgemeine Wirkungen
4.2.1.4.2 GmbH & Co. KG in der Insolvenz
4.3 Übertragende Sanierung
4.4 Insolvenzplanverfahren
4.4.2 Ablauf des Insolvenzplanverfahrens
4.4.2.1 Formeller Ablauf
4.4.2.1.1 Planaufstellung
4.4.2.1.2 Abstimmungsverfahren
4.4.2.1.3 Bestätigungsverfahren
4.4.2.2 Verhandlungen mit Beteiligten
4.4.3 Mögliche Inhalte des Insolvenzplans
4.4.3.1 Abweichung von der Regelabwicklung
4.4.3.2 Anteils- und Mitgliedschaftsrechte
4.4.3.2.1 Rechtslage vor ESUG
4.4.3.2.2 Rechtslage seit ESUG
4.4.4 Wirkungen des bestätigen Insolvenzplans
4.4.4.2 Haftungsbefreiung
4.4.4.2.1 Grundsatz
4.4.4.2.2 Anwendbarkeit auf Kommanditisten?
4.4.5 Strategische Möglichkeiten
4.4.5.1 Disziplinierung der Gläubiger
4.4.5.2 Disziplinierung der (Alt-)Gesellschafter
4.4.6 Spezialfall: Debt-Equity-Swap
4.4.6.1 Allgemein
4.4.6.2 Differenzhaftung / § 254 Abs. 4 InsO
4.4.6.2.1 Grundsatz
4.4.6.2.2 Übertragbarkeit auf Kommanditistenhaftung / § 171 Abs. 1 HS. 2 HGB
4.4.6.3 Vollwertigkeitsprüfung durch Insolvenzgericht
4.4.6.4 Bezugsrecht der Altgesellschafter / § 225a Abs. 2 S. 3 Alt. 4 InsO
4.4.6.4.1 Grundsatz
4.4.6.4.2 Besonderheiten im Insolvenzplanverfahren
4.4.6.4.3 Herausdrängen der Altgesellschafter?
4.4.7 Fazit
4.5 Eigenverwaltung
4.5.1 Überblick
4.5.2 Änderungen durch das ESUG
4.5.3 Schutzschirmverfahren
4.5.4 Eignung zur Fondssanierung
5.2 Gängige Modelle
5.2.1 Operative Sanierungsplattform
5.2.2 Dach-KG-Modell
5.2.3 Operative-AG-Modell
5.2.4 Investoren-Plattform-Modell
5.3 Umsetzung und rechtliche Probleme
5.3.1 Tatsächliche Voraussetzungen
5.3.2 Generelle Erwägungen bei übertragenden Sanierungen
5.3.2.1 Erhalt öffentlich-rechtlicher Positionen
5.3.2.2 Erhalt privatrechtlicher Positionen
5.3.2.2.1 Finanzwirtschaftliche Vertragsverhältnisse
5.3.2.2.2 Operative Vertragsverhältnisse
5.3.2.2.2.1 Allgemein
5.3.2.2.2.2 Sonderregelungen
5.3.2.2.2.3 Haftung für Verbindlichkeiten nach § 419 BGB a.F
5.3.2.3 Erhalt steuerrechtlicher Positionen
5.3.2.3.1 Verlustvorträge
5.3.2.3.2 Tonnagegewinnermittlung
5.3.2.3.3 Haftung für Steuerschulden nach § 75 AO
5.3.2.4 Zwischenfazit
5.3.3 Durchführung außerhalb des Insolvenzverfahrens
5.3.3.1 Allgemeines
5.3.3.2 Notwendigkeit eines Gesellschafterbeschlusses
5.3.3.3 Mehrheitsbeschluss
5.3.3.3.1 Grundsatz
5.3.3.3.2 Einfluss des § 179a AktG
5.3.3.4 Auswirkungen der Treupflicht
5.3.3.4.1 Beschlusskontrolle / Minderheitenschutz
5.3.3.4.2 Zustimmungspflicht
5.3.4 Durchführung im Insolvenzverfahren
5.3.5 Fazit

References: BGH

 § 30
 BGH

 § 152
 § 707
 § 707
 § 152
 § 31
 BGH

 § 254
 § 171
 § 225
 § 419
 § 75
 § 179