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Timestamp: 2020-05-29 23:17:26+00:00

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Fassung § 125 SGB V a.F. bis 11.05.2019 (geändert durch Artikel 1 G. v. 06.05.2019 BGBl. I S. 646)
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Änderung § 125 SGB V vom 11.05.2019
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§ 125 SGB V a.F. (alte Fassung)
§ 125 SGB V n.F. (neue Fassung)
(nur bei geänderter Numerierung hier alte Norm auswählen)§ 4 Krankenkassen§ 5 Versicherungspflicht§ 6 Versicherungsfreiheit§ 7 Versicherungsfreiheit bei geringfügiger Beschäftigung§ 9 Freiwillige Versicherung§ 10 Familienversicherung§ 13 Kostenerstattung§ 14 Teilkostenerstattung§ 20i Primäre Prävention durch Schutzimpfungen§ 20j (neu) § 27a Künstliche Befruchtung§ 27b Zweitmeinung§ 28 Ärztliche und zahnärztliche Behandlung§ 29 Kieferorthopädische Behandlung§ 31 Arznei- und Verbandmittel, Verordnungsermächtigung§ 31a Medikationsplan§ 32 Heilmittel§ 33 Hilfsmittel§ 37b Spezialisierte ambulante Palliativversorgung§ 39 Krankenhausbehandlung§ 39a Stationäre und ambulante Hospizleistungen§ 39b Hospiz- und Palliativberatung durch die Krankenkassen§ 39c Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit§ 40 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation§ 44 Krankengeld§ 46 Entstehen des Anspruchs auf Krankengeld§ 47b Höhe und Berechnung des Krankengeldes bei Beziehern von Arbeitslosengeld, Unterhaltsgeld oder Kurzarbeitergeld§ 48 Dauer des Krankengeldes§ 49 Ruhen des Krankengeldes§ 50 Ausschluß und Kürzung des Krankengeldes§ 51 Wegfall des Krankengeldes, Antrag auf Leistungen zur Teilhabe§ 53 Wahltarife§ 57 Beziehungen zu Zahnärzten und Zahntechnikern§ 63 Grundsätze§ 64a Modellvorhaben zur Arzneimittelversorgung§ 64c Modellvorhaben zum Screening auf 4MRGN§ 64d Modellvorhaben zur Heilmittelversorgung§ 65c Klinische Krebsregister§ 67 Elektronische Kommunikation§ 73 Kassenärztliche Versorgung, Verordnungsermächtigung§ 73b Hausarztzentrierte Versorgung§ 74 Stufenweise Wiedereingliederung§ 75 Inhalt und Umfang der Sicherstellung§ 75a Förderung der Weiterbildung§ 76 Freie Arztwahl§ 77 Kassenärztliche Vereinigungen und Bundesvereinigungen§ 79 Organe§ 81a Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen§ 84 Arznei- und Heilmittelvereinbarung§ 85 Gesamtvergütung§ 87 Bundesmantelvertrag, einheitlicher Bewertungsmaßstab, bundeseinheitliche Orientierungswerte§ 87a Regionale Euro-Gebührenordnung, Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, Behandlungsbedarf der Versicherten§ 87b Vergütung der Ärzte (Honorarverteilung)§ 87d Vergütung vertragsärztlicher Leistungen im Jahr 2012§ 87e Zahlungsanspruch bei Mehrkosten§ 89 Schiedsamt§ 89a (neu) § 90 Landesausschüsse§ 91 Gemeinsamer Bundesausschuss§ 92 Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses§ 92b Durchführung der Förderung von neuen Versorgungsformen zur Weiterentwicklung der Versorgung und von Versorgungsforschung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss§ 94 Wirksamwerden der Richtlinien§ 95 Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung§ 96 Zulassungsausschüsse§ 101 Überversorgung§ 103 Zulassungsbeschränkungen§ 105 Förderung der vertragsärztlichen Versorgung§ 106 Wirtschaftlichkeitsprüfung§ 106a Wirtschaftlichkeitsprüfung ärztlicher Leistungen§ 106b Wirtschaftlichkeitsprüfung ärztlich verordneter Leistungen§ 106d Abrechnungsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung§ 114 Landesschiedsstelle§ 115 Dreiseitige Verträge und Rahmenempfehlungen zwischen Krankenkassen, Krankenhäusern und Vertragsärzten§ 115b Ambulantes Operieren im Krankenhaus§ 116b Ambulante spezialfachärztliche Versorgung§ 117 Hochschulambulanzen§ 118 Psychiatrische Institutsambulanzen§ 118a Geriatrische Institutsambulanzen§ 120 Vergütung ambulanter Krankenhausleistungen§ 124 Zulassung§ 125a (neu) § 125b (neu) § 126 Versorgung durch Vertragspartner§ 127 Verträge§ 129 Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung§ 130a Rabatte der pharmazeutischen Unternehmer§ 130b Vereinbarungen zwischen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmern über Erstattungsbeträge für Arzneimittel, Verordnungsermächtigung§ 132a Versorgung mit häuslicher Krankenpflege§ 132e Versorgung mit Schutzimpfungen§ 132g Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase§ 133 Versorgung mit Krankentransportleistungen§ 134a Versorgung mit Hebammenhilfe§ 135 Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden§ 136b Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Qualitätssicherung im Krankenhaus§ 136c Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses zu Qualitätssicherung und Krankenhausplanung§ 137b Aufträge des Gemeinsamen Bundesausschusses an das Institut nach § 137a§ 137c Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus§ 137e Erprobung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden§ 137f Strukturierte Behandlungsprogramme bei chronischen Krankheiten§ 137i Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern; Verordnungsermächtigung§ 140a Besondere Versorgung§ 140f Beteiligung von Interessenvertretungen der Patientinnen und Patienten§ 142 Unterstützung der Konzertierten Aktion; Sachverständigenrat§ 188 Beginn der freiwilligen Mitgliedschaft§ 190 Ende der Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger§ 197a Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen§ 217b Organe§ 217f Aufgaben des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen§ 219b Datenaustausch im automatisierten Verfahren zwischen den Trägern der sozialen Sicherheit und der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland§ 219c Dateien bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland§ 221 Beteiligung des Bundes an Aufwendungen§ 225 Beitragsfreiheit bestimmter Rentenantragsteller§ 228 Rente als beitragspflichtige Einnahmen§ 235 Beitragspflichtige Einnahmen von Rehabilitanden, Jugendlichen und Behinderten in Einrichtungen§ 237 Beitragspflichtige Einnahmen versicherungspflichtiger Rentner§ 240 Beitragspflichtige Einnahmen freiwilliger Mitglieder§ 270 Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds für sonstige Ausgaben§ 274 Prüfung der Geschäfts-, Rechnungs- und Betriebsführung§ 275 Begutachtung und Beratung§ 276 Zusammenarbeit§ 279 Verwaltungsrat und Geschäftsführer; Beirat§ 282 Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen§ 284 Sozialdaten bei den Krankenkassen§ 285 Personenbezogene Daten bei den Kassenärztlichen Vereinigungen§ 291 Elektronische Gesundheitskarte als Versicherungsnachweis§ 291a Elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur§ 291b Gesellschaft für Telematik§ 291c Schlichtungsstelle der Gesellschaft für Telematik§ 293 Kennzeichen für Leistungsträger und Leistungserbringer§ 295 Abrechnung ärztlicher Leistungen§ 295a Abrechnung der im Rahmen von Verträgen nach § 73b und § 140a sowie vom Krankenhaus im Notfall erbrachten Leistungen§ 297 Weitere Regelungen zur Datenübermittlung für Wirtschaftlichkeitsprüfungen§ 299 Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung für Zwecke der Qualitätssicherung§ 301 Krankenhäuser§ 305 Auskünfte an Versicherte§ 326 (neu)
(1) 1 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen auf Bundesebene sollen unter Berücksichtigung der Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 gemeinsam Rahmenempfehlungen über die einheitliche Versorgung mit Heilmitteln abgeben; es kann auch mit den für den jeweiligen Leistungsbereich maßgeblichen Spitzenorganisationen eine gemeinsame entsprechende Rahmenempfehlung abgegeben werden. 2 Vor Abschluß der Rahmenempfehlungen ist der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. 3 Die Stellungnahme ist in den Entscheidungsprozeß der Partner der Rahmenempfehlungen einzubeziehen. 4 In den Rahmenempfehlungen sind insbesondere zu regeln:
2. Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung sowie zur Qualitätssicherung, die die Qualität der Behandlung, der Versorgungsabläufe und der Behandlungsergebnisse umfassen,
5. Vorgaben für Vergütungsstrukturen einschließlich der Transparenzvorgaben für die Vergütungsverhandlungen zum Nachweis der tatsächlich gezahlten Tariflöhne oder Arbeitsentgelte.
5 Kommt eine Einigung nicht zustande, wird der Empfehlungsinhalt durch eine von den Empfehlungspartnern nach Satz 1 gemeinsam zu benennende unabhängige Schiedsperson festgelegt. 6 Einigen sich die Empfehlungspartner nicht auf eine Schiedsperson, so wird diese von der für den Spitzenverband Bund der Krankenkassen zuständigen Aufsichtsbehörde bestimmt. 7 Die Kosten des Schiedsverfahrens tragen der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen je zur Hälfte. 8 Die Inhalte der Rahmenempfehlungen nach Satz 4 Nummer 3a sind den Verträgen nach Absatz 2 zugrunde zu legen.
(2) 1 Über die Einzelheiten der Versorgung mit Heilmitteln, der erforderlichen Weiterbildungen, über die Preise, deren Abrechnung und die Verpflichtung der Leistungserbringer zur Fortbildung schließen die Krankenkassen, ihre Landesverbände oder Arbeitsgemeinschaften Verträge mit Leistungserbringern oder Verbänden oder sonstigen Zusammenschlüssen der Leistungserbringer; die vereinbarten Preise sind Höchstpreise. 2 Für die Jahre 2017 bis 2019 gilt § 71 für die Verträge nach Satz 1 nicht. 3 Für den Fall, dass die Fortbildung gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner nicht nachgewiesen wird, sind in den Verträgen nach Satz 1 Vergütungsabschläge vorzusehen. 4 Dem Leistungserbringer ist eine Frist zu setzen, innerhalb derer er die Fortbildung nachholen kann. 5 Soweit sich die Vertragspartner in den mit Verbänden der Leistungserbringer abgeschlossenen Verträgen nicht auf die Vertragspreise oder eine Anpassung der Vertragspreise einigen, werden die Preise von einer von den Vertragspartnern gemeinsam zu benennenden unabhängigen Schiedsperson innerhalb von drei Monaten festgelegt. 6 Die Benennung der Schiedsperson kann von den Vertragspartnern für das jeweilige Schiedsverfahren oder für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren erfolgen. 7 Einigen sich die Vertragspartner nicht auf eine Schiedsperson, wird diese von der für die vertragsschließende Krankenkasse oder den vertragsschließenden Landesverband zuständigen Aufsichtsbehörde innerhalb eines Monats nach Vorliegen der für die Bestimmung der Schiedsperson notwendigen Informationen bestimmt; Satz 6 gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass die Schiedsperson auch für nachfolgende Schiedsverfahren des Verbandes der Leistungserbringer mit anderen Krankenkassen oder Landesverbänden bestimmt werden kann. 8 Die Kosten des Schiedsverfahrens tragen die Verbände der Leistungserbringer sowie die Krankenkassen oder ihre Landesverbände je zur Hälfte. 9 Widersprüche und Klagen gegen die Bestimmung der Schiedsperson haben keine aufschiebende Wirkung. 10 Klagen gegen die Festlegung des Vertragsinhalts richten sich gegen eine der beiden Vertragsparteien, nicht gegen die Schiedsperson.
(3) 1 Untergrenze für die in den Jahren 2016 bis 2021 nach Absatz 2 zu vereinbarenden Höchstpreise ist der Betrag, der sich jeweils aus dem niedrigsten Preis zuzüglich zwei Drittel der Differenz zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Preis des betreffenden Landes ergibt. 2 Bei der Ermittlung der niedrigsten und der höchsten Preise sind diejenigen Höchstpreise zu berücksichtigen, die zwischen den Krankenkassen, ihren Landesverbänden oder Arbeitsgemeinschaften mit Verbänden der Leistungserbringer vereinbart wurden. 3 Die Vertragspartner auf Kassenseite melden dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen jährlich zum 1. April die zu diesem Zeitpunkt gültigen Preise. 4 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen ermittelt daraus für jedes Land die Untergrenze nach Satz 1 und teilt diese sowie den höchsten Preis den Vertragspartnern nach Absatz 2 Satz 1 auf Anfrage mit. 5 Preisanhebungen oberhalb der nach § 71 Absatz 3 festgestellten Veränderungsrate verletzen nicht den Grundsatz der Beitragssatzstabilität, wenn sie erforderlich sind, um die Untergrenze nach Satz 1 zu erreichen; Absatz 2 Satz 2 bleibt unberührt. 6 Die Sätze 1 bis 5 gelten nur für die am Risikostrukturausgleich teilnehmenden Krankenkassen.
(1) 1 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen schließt mit bindender Wirkung für die Krankenkassen mit den für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen auf Bundesebene für jeden Heilmittelbereich einen Vertrag über die Einzelheiten der Versorgung mit dem jeweiligen Heilmittel. 2 Die für den jeweiligen Heilmittelbereich zuständigen maßgeblichen Spitzenorganisationen haben den Vertrag gemeinsam zu schließen. 3 Die Verträge sind mit Wirkung ab dem 1. Juli 2020 zu schließen. 4 Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 ist zu berücksichtigen. 5 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat die Verträge sowie die jeweils geltenden Preislisten zu veröffentlichen.
1. die Preise der einzelnen Leistungspositionen sowie einheitliche Regelungen für deren Abrechnung,
2. die Verpflichtung der Leistungserbringer zur Fortbildung,
3. die erforderlichen Weiterbildungen der Leistungserbringer für besondere Maßnahmen der Physiotherapie,
4. der Inhalt der einzelnen Maßnahmen des jeweiligen Heilmittels einschließlich der Regelleistungszeit, die sich aus der Durchführung der einzelnen Maßnahme und der Vor- und Nachbearbeitung einschließlich der erforderlichen Dokumentation zusammensetzt,
5. Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Behandlung, der Versorgungsabläufe und der Behandlungsergebnisse,
6. der Inhalt und Umfang der Zusammenarbeit der Leistungserbringer mit dem verordnenden Vertragsarzt,
7. die notwendigen Angaben auf der Heilmittelverordnung durch den Leistungserbringer,
8. Maßnahmen der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung und deren Prüfung,
9. Vergütungsstrukturen für die Arbeitnehmer unter Berücksichtigung der tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelte; zum Nachweis der tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelte hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen auf dessen Anforderung eine Statistik über die im Rahmen von § 165 des Siebten Buches erfolgten Meldungen zu übersenden, die insbesondere die Anzahl der Arbeitnehmer, deren geleistete Arbeitsstunden sowie die geleisteten Entgelte enthalten soll, sowie
10. personelle, räumliche und sachliche Voraussetzungen, die eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung im Sinne des § 124 Absatz 1 Nummer 2 gewährleisten, wobei insbesondere im Hinblick auf die räumlichen Voraussetzungen Richtwerte vereinbart werden können.
3 § 71 findet keine Anwendung.
(5) 1 Kommt ein Vertrag nach Absatz 1 ganz oder teilweise nicht bis zum 1. Juli 2020 oder bis zum Ablauf einer von den Vertragspartnern vereinbarten Vertragslaufzeit zustande oder können sich die Vertragspartner nicht bis zum Ablauf dieser Fristen auf die Preise für die einzelnen Leistungspositionen oder eine Anpassung dieser Preise einigen, werden der Inhalt des Vertrages oder die Preise innerhalb von drei Monaten durch die Schiedsstelle nach Absatz 6 festgesetzt. 2 Trifft die Schiedsstelle erst nach Ablauf von drei Monaten ihre Entscheidung, sind neben der Festsetzung der Preise auch Zahlbeträge zu beschließen, durch die Vergütungsausfälle ausgeglichen werden, die bei den Leistungserbringern durch die verzögerte Entscheidung der Schiedsstelle entstanden sind. 3 Der bisherige Vertrag oder die bisherigen Preise gelten bis zur Entscheidung durch die Schiedsstelle fort.
(6) 1 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen auf Bundesebene bilden bis zum 15. November 2019 eine gemeinsame Schiedsstelle. 2 Sie besteht aus Vertretern der Krankenkassen und der Heilmittelerbringer in gleicher Zahl sowie aus einem unparteiischen Vorsitzenden und zwei weiteren unparteiischen Mitgliedern. 3 Auf Seiten der Heilmittelerbringer erfolgt die Besetzung der Schiedsstelle für jeden Leistungsbereich getrennt voneinander. 4 Die Amtsdauer der Mitglieder beträgt vier Jahre. 5 Für jedes Mitglied gibt es zwei Stellvertreter. 6 Über den unparteiischen Vorsitzenden und die zwei weiteren unparteiischen Mitglieder sowie deren Stellvertreter sollen sich die Vertragspartner einigen. 7 Kommt eine Einigung nicht zustande, gilt § 89 Absatz 6 Satz 3 entsprechend. 8 Für eine Abberufung der unparteiischen Mitglieder aus wichtigem Grund gilt § 89 Absatz 7 Satz 3 entsprechend. 9 Die Kosten der Schiedsstelle tragen die Vertragsparteien je zur Hälfte; die Kosten für die von ihnen bestellten Vertreter tragen die Vertragsparteien selbst. 10 § 129 Absatz 9 und 10 Satz 1 gilt entsprechend. 11 Das Bundesministerium für Gesundheit kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Nähere über die Zahl und die Bestellung der Mitglieder, die Erstattung der baren Auslagen und die Entschädigung für den Zeitaufwand der Mitglieder, das Verfahren sowie über die Verteilung der Kosten regeln. 12 Klagen gegen Entscheidungen der Aufsichtsbehörde nach diesem Paragraphen haben keine aufschiebende Wirkung. 13 Ein Vorverfahren findet bei Klagen gegen Entscheidungen der Schiedsstelle und der Aufsichtsbehörde nicht statt.
(7) 1 Die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen können mit den Leistungserbringern, deren Verbänden oder sonstigen Zusammenschlüssen Verträge über die Einzelheiten der Versorgung mit kurortspezifischen Heilmitteln schließen. 2 Die Absätze 2 und 3 gelten entsprechend.
Link zu dieser Seite: https://www.buzer.de/gesetz/2497/al70279-0.htm

References: § 125
 § 125
 § 125
 § 125

§ 125

§ 125
 § 27
 § 90
 § 125
 § 126
 § 137
 § 73
 § 140
 § 92
 § 71
 § 71
 § 92
 § 165
 § 124
 § 71
 § 89
 § 89
 § 129