Source: http://jagdblog.blogspot.com/2008/11/
Timestamp: 2017-12-16 05:14:23+00:00

Document:
Jagd Blog - das etwas andere Jagdtagebuch: 11/2008
Wenn der Jagdhund ein guter Jagdhund werden soll, ist das zeitintensive Schwerstarbeit. Für den angehenden Feinschliff kann es sinnvoll sein, sich der Hilfe erfahrener Hundeführer zu bedienen. Hiermit lässt sich vor allem verhindern, dass sich Fehler einschleichen und/oder sich Schritte zur Tortur auswachsen, weil einfach nicht der richtige Dreh gefunden wird.
Nach dem Hundetraining mit Stefan in Albrechts-Teerofen, Schocktherapie durch Berlin, etlichen Übungsstunden in Grunewald und Königsheide und zwei Tagen Treibjagd waren Ajax und ich mit Stefan ein paar Tage im Spessart, um bereits Erlerntes zu festigen und zu verfeinern.
Wir waren in der zweit-kleinsten Stadt Bayerns oberhalb des Maintals, in Rieneck. Rieneck schmiegt sich unterhalb von bewaldeten Bergrücken in drei Täler des Spessarts. Dominiert wird das Städtchen von einem herrschaftlichen Schloss über der Stadt. Von der hoch am Hang gelegenen Ferienwohnung aus waren es nur wenige Minuten in den Wald.
Ohne in den Tagen eine einzige Marschroute mehrfach zu laufen, ging es täglich mit Ajax an die Arbeit, ab in den Wald. Ob auf befestigten Waldstraßen oder von den Sauen gebrochenen Pfaden oder querfeldein, bergauf und bergab; bei Sonne, bei Regen oder durch den Schnee.
Nach der positiven Erfahrung, dass sich die konsequente Arbeit am Gehorsam gerade auch im jagdlichen Einsatz auszeichnet, legten wir auch jetzt noch den Arbeitsschwerpunkt auf Gehorsam und Konzentration. Der Hund soll nicht an mir kleben und willenlos hinter mir hertrotten, er soll aber auf jedes Signal in jeder Situation - auch wenn alles ganz aufregend und spannend ist - reagieren und jedem Befehl sofort Folge leisten.
Stefans Anwesenheit, Eingriff und Kontrolle war in mehrfacher Hinsicht von entscheidender Bedeutung: Natürlich kann man in Fachliteratur und Zeitschriften nachlesen, in welcher Form man - rein theoretisch - Leinenführigkeit, Apport und Konzentration am sinnvollsten einübt, arbeitet wie auch immer.
Die Autoren wissen aber nicht, können nicht wissen und können dementsprechend auch nicht berücksichtigen, wie das "Individuum" Hund auf Signale reagiert. Welchen Entwicklungsstand hat der Hund? Wie weit ist er schon gearbeitet? Wurden bisher grundlegende Fehler gemacht, die nun zu korrigieren sind, bevor es zu spät ist? Wie groß ist die Nähe zum Hundeführer? u.s.w.
Kennenlernen & aneinander Herantasten
So gesehen ist ein Titel "Hundeerziehung leicht gemacht" grober Unsinn. Sie ist nie leicht, schon weil man sich auf den jeweiligen Hund einstellen muss und weil es deshalb kein Patentrezept gibt. Ist der Hundebesitzer ein Anfänger, ein Erstlingsführer, kann und wird er sich erstmal auf die Nase legen und zig tausend Ehrenrunden drehen müssen, weil er in Ermangelung von Erfahrung und demzufolge auch Vergleichbarkeit regelmäßig noch nicht auf die Besonderheiten seines ersten Hundes eingehen kann. Ausnahmen bestätigen wie immer und überall die Regel.
Das gleiche Problem, aber aus der anderen Richtung, entsteht, wenn man den Hund zur Ausbildung weggibt. Man erreicht zwar, dass der Hund "alles" kann, gehorcht und seine Aufregung bezwungen werden kann. Auf diesem Weg ist es aber unmöglich, dass Hund und sein Hundeführer sich aufeinander einstellen. Die Ausbildung des Hundes läuft jenseits einer Hürde ab, die zwischen Hund und Herr verläuft. Irgendwann laufen die Wege wieder zusammen.
Ein Seminar, wie wir es absolviert haben, hat den schlichten Vorteil, dass die Erfahrung in die Arbeit des Unerfahrenen mit seinem Hund einfließt und dennoch die Arbeit auf der Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer basiert.
Ajax ist zum Beispiel ein Spätentwickler, der aber im wesentlichen ausgewachsen ist. Auf der anderen Seite hat er schon eine erhebliche Nähe zu mir entwickelt, was seiner schweren Erkrankung im ersten halben Jahr geschuldet sein könnte. Hiervon abgesehen ist er aber ein Stur- und Dickkopf, hart im Nehmen und reichlich neugierig .... . Ja, wie stellt man das als Anfänger fest und welche Konsequenzen hat das für die Ausbildungsschritte.
Sowohl der Einwirkungsgrad als auch die Art und Weise des Arbeitens, sind allein vom jeweiligen Hund abhängig. Wer dessen Besonderheiten nicht einschätzen kann - soviel Selbstkritik sollte man sich zumuten - sollte sich Unterstützung suchen.
Demgegenüber lassen sich aber einige Übungen allgemein anwenden, um mit Leinenführigkeit, Konzentration und Apport weiterzukommen. Das Hauptziel soll sein, dass der Hund immer und jederzeit seine Aufmerksamkeit auch bei mir hat: Mit einem Auge, mit den Spitzen des Bartes oder eben voran mit den nach hinten gerichteten Behängen.
Wenn ich stehen bleibe, hat auch der Hund nicht weiterzugehen. Also wird zunächst alle paar Schritte, dann nach mehreren Schritten, dann unregelmäßig angehalten, bis das sitzt.
Ohne Leine, wird man den Hund anfangs vielleicht noch anrufen oder mit der Wurfkette klimpern müssen. An der Leine kann je nach Hund eine Haselnussrute hilfreich sein.
Jede Unaufmerksamkeit des Hundes muss konsequent "geahndet" werden. D.h. nicht mehr oder weniger, als das Signal oder den Befehl in dem Moment zu geben, in dem der Hund unaufmerksam ist. Wenn der Hund grundsätzlich und immer sofort auf meine Aktio reagiert, ist das Ziel erreicht, ohne dass das hieße, dass der Hund nichts mehr um sich wahrnehmen könnte.
Weiter kann man den Hund fordern, in dem man ihm abverlangt, zwei Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen, wie z.B. die Apportel auch bei Fuß an der Leine wie selbstverständlich zu behalten.
Umgang mit Stresssituationen & Ruhe hereinbringen
Mit der Konzentrationsarbeit geht unmittelbar einher, die Reaktion des vor allem neugierigen Hundes auf Stress aufgrund neuartiger Umstände und Unruhe in den Griff zu bekommen. Was macht man, wenn der Hund bei Wildwitterung in helle Aufregung gerät? Er muss herangeführt werden. Das war oberhalb von Rieneck richtig klasse. Auf der Waldstraße nahm Ajax nur wenig Wildwitterung auf. Er ging sowohl an der Leine brav bei Fuß und behielt ohne Leine Kontakt zu uns. Auf den schmaleren Wegen war die Witterung schon stärker und wir kreuzten Fährten: "Nichts da, junger Freund, es bleibt alles so wie auf der Waldstraße." Dann querfeldein: Ajax war in heller Aufregung, die Nase hoch erhoben. Dann sahen auch wir die abspringenden Rehe. Soll es nicht so sein? Der Hund mit seiner phänomenalen Nase zeigt uns das Wild an, lang bevor wir es sehen. Das ist seine Aufgabe bei der Pirsch und nicht hinter den Rehen herzuhetzen. In dem Moment änderte sich für Ajax nichts daran, dass er an der Leine bei Fuß zu gehen hatte. Nach vier Tagen lässt sich wohl sagen, der Hund hat kapiert, dass an der Leine bei Fuß an der Leine bei Fuß gehen heißt und auch die schöne Witterung an der Fährte ihn erstmal nichts angeht. Das lässt sich frei auf alle für den Hund ungewohnten Situationen übertragen: In der Stadt, im Wald, durch Wiesen und Felder mit viel Geduld und Konsequenz, aber der Hund wird ruhiger und lässt sich nicht durch alles neue ablenken.
Haben Konzentrations- und Stressbekämpfungsmethoden schon ein wenig gefruchtet und kennt der Hund den Befehl "Bei Fuß", sollte es zunächst unproblematisch sein, dass der Hund artig neben einem herläuft und sich dem Tempo seines Herrn anpasst. Nun soll er aber am besten ohne Signale neben mir laufen, mit der Nase am Knie. Stehen bleiben, wenn ich halte; weiterlaufen, wenn ich weitergehe. Eben grundsätzlich meinen Bewegungen folgen, ohne dass er in die Leine rennt. Da es die Aufmerksamkeit des Hundes steigert, kann es ruhig querfeldein mitten durch ein Stangenholz gehen, über Baumstümpfe, um die Bäume nach links, nach rechts über jedes Hindernis, die Nase immer schön am Knie.
Für den Anfang eignen sich auch schmale Pfade, auf denen der Hund zwangsläufig nah am Führer bleiben muss.
Hilft alles nicht und will der Hund immer noch ab durch die Mitte, kann die Haselnussrute helfen. In der Regel reicht ein fuchteln vor der Nase, um den Hund zur Raison zu bringen.
Das Schlitzohr Ajax kriegte sehr schnell spitz, wer jeweils die Rute hatte. Wandt Stefan kurz seine Aufmerksamkeit ab, versuchte Ajax voranzukommen. Behielt Stefan den Hund im Auge, war er lammfromm. Sein Schwanzwedeln zeigte aber sehr deutlich, dass er wusste, wo der Hase langläuft.
Der Befehl "Platz" ist Ajax bestens bekannt und er befolgt ihn (fast) immer sofort. Mit dem "Down" war es allerdings immer noch so eine Sache. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, dass mein lieber Hund nicht so wirklich verstand, warum er einen Befehl sofort und in Entfernung befolgen soll. Meistens kam er freudestrahlend auf mich zugesprungen, um sich bei mir hinzulegen. Mit sehr viel Mühsal brachte ich ihn dazu, hin und wieder an Ort und Stelle sofort zu liegen.
Im Spessart haben wir die Geschichte umgedreht: Wir schickten Ajax direkt bei uns ins "Platz", dann weiter, erst nach zwei Metern und dann unter wachsender Distanz immer wieder der Befehl "Platz". Nach drei Tagen legte sich der Hund auf eine Entfernung von 20 m sofort hin.
Dampf-ablassen und Ausruhen
All diese Übungen auf ein paar Stunden verteilt lassen den Hund durchaus unter Strom stehen. Dementsprechend ist es wichtig, den Hund dann auch mal rennen, toben oder Unsinn machen zu lassen, damit er Dampf ablässt. Ebensowichtig sind die Ruhephasen nach solchen "Gewaltmärschen". Weiss der Hund nach wenigen Tagen Bescheid, rollt er sich auf seinem Platz zusammen und schläft erstmal.
Und bevor ich es dann doch noch vergesse: Auch am Verhalten beim Aussteigen des Hundes kann man arbeiten. Auch wenn die Türe aufgeht, hat der Hund liegen zu bleiben und nicht aus dem Auto zu stürzen. Sehr wirksam sind hier mehrmals hintereinander wieder zuschlagende Türen. Ajax bleibt nun brav liegen, bis der Befehl "Komm" kommt.
Zurück in Berlin haben Ajax und ich nun wiederum Zeit alles Erlernte, wie es uns gezeigt wurde, dauerhaft anzuwenden. Will man, dass alles auf Dauer sitzt und vor allem zwischen Hund und seinem Herrn, kommt man ums Üben nicht herum. Auf einem so absolvierten Seminar werden keine Wunder vollbracht: Man bekommt gezeigt, wie man es unter Berücksichtigung der Eigenheiten des Hundes richtig macht.
Weiterarbeiten - also üben - muss man selber. Dafür kommt der Hund gar nicht erst auf die Idee, er müsse bei jemandem anderen als seinem Ausbilder nicht gehorchen.
Jagdhundeseminar für Nichtjäger und Erstlingsführern von Jagdhunden
von Stefan am Donnerstag, November 27, 2008 3 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: DD Rüde Ajax, Gastbeiträge, Jagdhunde, Jägerinnen
Der Schulleiter Kurt Eicher, die Initiative zur Abschaffung der Jagd und die Sekte "Universelles Leben"
Zahlreich sind die Publikationen, in denen passionerte Jäger ihre Begeisterung für die Jagd mitteilen und ich selbst habe als Schüler die zahlreichen Bücher der Jagdliteraten Hermann Löns und Co. verschlungen.
Doch der großen Menge passionierter Jäger steht eine kleine, aber dafür um so besesseneren Jagdgegnerschaft gegenüber. Bei einigen dieser Jagdgegner muss man wohl richtigerweise von ideologisch vernagelten Fanatikern sprechen, liest man deren Veröffentlichungen im Internet.
ad personam "Kurt Eicher"
Einer dieser fanatischen Jagdgegner ist der Biologielehrer Kurt Eicher, im Hauptberuf Schulleiter des Justinius-Kerner-Gymnasiums in Heilbronn.
Nun hätte man hoffen können, dass die erschütternden Ergebnisse der PISA Studie dazu geführt hätten, dass der sprichwörtlichen Ruck durch Deutschlands Schulen gehen würde und unsere Lehrer mit frischer Tat an die Bewältigung der anstehenden Schulprobleme gehen würden.
Doch scheinbar interessieren den Schulleiter Kurt Eicher die Ergebnisse der PISA Studie und die daraus resultierenden notwendigen Maßnahmen einen Dreck.
Anders ist es nicht zu verstehen, dass er sich ausschließlich in seiner Freizeit, und davon hat er scheinbar genug, der Publikation von Hetzschriften gegen Jäger widmet und bundesweite Demonstrationen und Flugblattaktionen organisiert.
Recherchiert man den Namen Kurt Eicher im Internet, so kann man erstaunliches feststellen:
Auf seiner eigenen Homepage "Initiative zur Abschaffung der Jagd" publiziert er eifrig Hetzschriften gegen die Jägerschaft. Auch auf anderen Portalen findet man zahlreiche Schriften über die Abschaffung der Jagd des Herrn Kurt Eicher.
Doch was besonders auffällig ist:
Eine Publikation über seine Tätigkeit als Pädagoge und Schulleiter konnte ich trotz intensiver Recherche nicht finden!!
Zumindest publizistisch kann man davon ausgehen, dass Herr Eicher im Hauptberuf Jagdgegner ist, und nur im Nebenberuf, quasi zur Unterhaltssicherung, den Nebenjob des Schulleiters ausübt.
Fragt man, warum immer mehr Lehrer in die Politik streben und einige Parlamente mit fast 50% Lehrer besetzt sind, so erhält man immer die gleiche Antwort: Lehrer haben die meiste Freizeit.
Oder wie sagte so schön der FDP Politiker Otto Graf Lambsdorff:
aber immer voller Lehrer"
Die Sekte "Universelles Leben" und "Kurt Eicher"
Nun möchte ich auf keinen Fall dafür plädieren, unseren Lehrern zu verbieten, sich neben ihrem Beruf ehrenamtlich zu engagieren. Auch soll jedem Bürger frei stehen, für welche Ziele er sich ehrenamtlich einsetzt. Doch die Stellungnahmen, die Herr Kurt Eicher in der Tierschutzszene in den letzten Jahren abgab, geben zu denken.
Den Tierschützern und Jagdgegnern war nicht verborgen geblieben, dass die Sekte "Universelles Leben" immer mehr die Organisationen der Jagdgegner unterwanderte. Als das Presseorgan der Tierschützer, das Magazin "Voice" sich des Themas annahm, wurde es mittels Unterlassungserklärungen durch Anwälte, die der Sekte nahestehen, sogenanntem "law hunting" wirtschaftlich in den Ruin getrieben.
Es mag viele Jäger freuen, wenn den Jagdgegnern ihr Presseorgan verloren gegangen ist. Dass es Anwälte aber schaffen, durch ihre wirtschaftliche Macht die grundgesetzlich verbriefte Pressefreiheit zu unterlaufen, sollte auch uns Jägern zu denken geben. Wenn zudem vermutet wird, dass hinter diesen Machenschaften Mitglieder der Sekte "Universelles Leben" stehen, sollte das brutale Vorgehen gegen Kritiker der Sekte einen Aufschrei der Entrüstung nach sich ziehen.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte man von Herrn Kurt Eicher verlangen können, sich von seiner Zusammenarbeit mit der Sekte "Universelles Leben" zu distanzieren. Doch genau das Gegenteil trat ein. Trotz aller Kritik auch aus Kreisen der Tierschützer steht Herr Kurt Eicher bis heute zu seiner Zusammenarbeit mit der Sekte "Universelles Leben" und denkt gar nicht daran, sein Tun in Zweifel zu ziehen. Geleitet nach der Devise eines Fanatikers, die da lautet "Der Zweck heiligt die Mittel", ist er über jede Kritik erhaben und setzt bis heute auf die Zusammenarbeit mit der Sekte.
Sehr aufschlussreich ist hier die Urteilssammlung, mit denen sich die Sekte "Universelles Leben" gegen Kritiker zur Wehr setzt und die in diesem Zusammenhang verfassten offenen Briefe von Kurt Eicher
Das Internetportal "Initiative zur Abschaffung der Jagd"
In seiner scheinbar unbegrenzten Freizeit betreibt Herr Kurt Eicher die Internetseite "Initiative zur Abschaffung der Jagd", in der er ausschließlich seine eigenen Publikationen veröffentlicht.
Doch nicht nur das. Beim Klicken auf den Link "Unterricht " kommt man auf die Seite "Material für LehrerInnen und SchülerInnen". Hier wird für Unterrichtsmaterial geworben, das durch eine "Vermenschlichung" der Tiere ein völlig falsches Bild von der Natur wiedergibt. Eindeutig missbraucht Herr Eicher hier seine Stellung als Schulleiter, um seine ideologisch vernagelten und weltfremden Vorstellungen von Tier und Natur in die Schulen zu tragen!
Auch findet man zahlreiche Links von Tierschutzvereinen auf seiner Seite, denen man die Nähe zur Sekte "Universelles Leben " nachsagt.
Mit der fehlenden Distanzierung zu der Sekte "Universelles Leben" und dem Betreiben seiner Seite zu propagandistischen Zwecken eines fanatischen Tierschutzes hat Herr Kurt Eicher eindeutig die Grenzen als verantwortlich zu handelnder Lehrer in leitender Position überschritten.
Das Kultusministerium von Baden-Württemberg und Kurt Eicher
Nun stellt sich sofort die Frage, warum die aufsichtsführenden Dienststellen in den Schulbehörden diesem Treiben tatenlos zusehen. Dieser Frage wollte ich nachgehen und stellte nachfolgende Presseanfrage an das Kultusministerium und an das aufsichtsführende Schulamt.
"Von: Stefan Fügner Gesendet von: googlemail.com
Antwort an: JagdBlog@gmail.com Ja, das ist Ihre Adresse. Weitere Informationen)
An: poststelle@ssa-hn.kv.bwl.de
Cc: pressestelle@km.kv.bwl.de
Datum: 20.11.2008 18:28
Betreff: Nebentätigkeit des Schulleiters Kurt Eicher
Sehr geehrte Frau Buss-Mostofian,
das Jagdblog ist das führende Online-Medium für Jäger und Naturfreunde.
Immer wieder erreichen uns Anfragen über die Tätigkeit der "Initiative
zur Abschaffung der Jagd", die scheinbar als "Ein-Mann-Initiative" des
Schulleiters Kurt Eicher betrieben wird.
Eine demokratische Vereinsstruktur ist in der Initiative nicht erkennbar.
Bei der Organisation von Demonstrationen und Flugblattaktionen
arbeitet Herr Eicher eng mit der Sekte "universelles Leben" zusammen.
In zahlreichen Internetpublikationen des Herrn Eicher leugnet er diese
Nähe zur Sekte nicht.
Die Sekte "Universelles Leben" gilt als hierarchisch-totalitär und ist
verfassungsrechtlich als bedenklich eingestuft worden.
Zu der Nebentätigkeit von Herrn Eicher, der Schulleiter des
Justinius-Kerner-Gymnasiums in Heilbronn ist, hätten wir folgende
Fragen: Ist die Nebentätigkeit in der Initiative und rege
Publikations-Tätigkeit des Herrn Eicher mit seiner hauptberuflichen
Tätigkeit als Schulleiter noch vereinbar?
Bei der Recherche im Internet stößt man ausschließlich auf
Publikationen des Herrn Eicher über seine Aktivitäten gegen die
Jägerschaft, Publikationen über seine pädagogischen Leistungen sucht
man hingegen vergebens.
Können wir darauf schließen, dass Herr Eicher, wenn überhaupt, seine
Tätigkeit als Schulleiter und Pädagoge deutlich weniger engagiert
betreibt als seine Aktivitäten gegen die Jagd?
Ist die ideologische Nähe zu der Sekte "Universelles Leben", die
bereits mehrfach wegen faschistischer Äußerungen ihrer Mitglieder
aufgefallen ist (Kopie von Gerichtsakten senden wir Ihnen auf Wunsch
zu), mit der Tätigkeit von Herrn Eicher als Schulleiter noch
vereinbar, insbesondere durch seine verantwortungsvolle Position als
Lehrkörper?
Wir würden darum bitten, zu obigen Fragen Stellung zu nehmen,. da wir
beabsichtigen, einen Artikel über die "Initiative zur Abschaffung der
Jagd" und zur Biografie Herrn Eichers in Kürze zu veröffentlichen.
In der Hoffnung auf eine baldige Auskunft Ihrerseits verbleiben wir
Die Redaktion des Jagdblogs"
Vom aufsichtführenden Schulamt erhielt ich bis heute keine Stellungnahme. Doch das Kultusministerium gab folgende Stellungnahme ab:
"Von: Neib, Susanne (KM) Gesendet von: km.kv.bwl.de
An: jagdblog@googlemail.com
Datum: 25.11.2008 16:41
Betreff: Ihre Anfrage vom 20. November 2008
Sehr geehrter Herr Fügner,
auf Ihre E-Mail vom 20. November 2008 darf ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Das Kultusministerium ist über die außerunterrichtliche Betätigung der von Ihnen benannten Lehrkraft informiert. Sofern die außerunterrichtliche Betätigung der Lehrkraft dienstlich relevant werden würde, wenn also beispielsweise eine Einflussnahme auf Schülerinnen und Schüler vorläge, würden die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden.
Ministerium für Kultus Jugend und Sport
Telefon 0711/279-2518
Fax 0711/279-2550
E-Mail susanne.neib@km.kv.bwl.de"
Über diese Stellungnahme war ich dann doch sehr erstaunt. Entweder hat Frau Neib bis heute noch nicht recherchiert, was Herr Kurt Eicher so alles im Internet publiziert oder sie will es gar nicht wissen.
Deshalb wurde ich direkter und stellte eine weitere Anfrage:
An: "Neib, Susanne (KM)"
Datum: 26.11.2008 15:02
Betreff: Re: Ihre Anfrage vom 20. November 2008
Sehr geehrte Frau Neib,
dürfen wir Ihrer Stellungnahme entnehmen, dass das Kultusministerium
keinerlei Einwände gegen die Zusammenarbeit des Schulleiters Kurt
Eicher mit der Sekte "Universelles Leben" erhebt?
stefan fügner"
auf diese Nachfrage erhielt ich diese email:
An: JagdBlog@gmail.com
Datum: 27.11.2008 08:48
Betreff: AW: Ihre Anfrage vom 20. November 2008
Das Kultusministerium ist in Personalangelegenheiten zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet. Unserer Mitteilung vom 25.11.2008 ist deshalb nichts hinzuzufügen.
Susanne Neib"
Diese Antwort erstaunt mich dann doch. Was gibt es hier zu verschweigen?
Die außerdienstliche Hetzpropaganda des Schulleiters Kurt Eicher ist für jeden im Internet einsehbar. Ebenfalls offenkundig ist, dass Herr Eicher verklärende und nachweislich die Natur vermenschlichende Literatur über die eigene Internetseite vertreibt. Auch sind seine Sympathien im Bereich des Tierschutzes zur Sekte "Universelles Leben" als Stellungnahmen nachlesbar.
Aber wie heißt es so schön: Die Sprache verrät den Geist!
Frau Neib bürstet unangenehme Fragen mit der Verschwiegenheitspflicht ab. Es ist der pawlowsche Reflex der Behörden, die ihre Untätigkeit und Vertuschung mit Geheimhaltung rechtfertigen.
Liebe Frau Neib,
schon einmal haben die deutschen Bürger mit dem "Drei-Affen-Prinzip" des Wegsehens, des Nichtssagens und des Nichthörenwollens Fanatikern wie Herrn Kurt Eicher den Weg bereitet.
Herr Kurt Eicher erhält sein Gehalt aus Steuergeldern und Sie als Mitglied des aufsichtsführenden Ministeriums werden ebenfalls von Steuergeldern bezahlt. Deshalb hat der Bürger auch das Recht, zu erfahren, ob und wann sie dem Treiben des Herrn Kurt Eicher ein Ende setzen. Ich kann mich nicht erinnern, gelesen zu haben, dass das Land Baden-Württemberg durch herausragende pädagogische Leistungen in internationalen Vergleich (PISA) geglänzt hat.
Sorgen Sie dafür, dass sich unsere Lehrer mit aller Kraft für ein besseres Schulwesen einsetzen. Hier ist für Herrn Eicher genug zu tun.
Lehrer, die in ihrer Freizeit ihren Tierschutzfanatismus ausleben, haben im Schulwesen nichts zu suchen und schon gar nicht als Schulleiter.
Reinhold Pix, grüner Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag, lädt Jagdgegner Kurt Eicher wieder aus
Die Sekte "Universelles Leben": Ein Jagdgegner der besonderen Art
Offener Brief von Volker Wollny an den Jagdgegner Kurt Eicher
Was sind eigentlch Jagdgegner?
von Stefan am Donnerstag, November 27, 2008 6 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: Jagdgegner, Jägerschaft, PR
von Stefan am Dienstag, November 25, 2008 4 Kommentare Links zu diesem Post
Durch die Jagdmöglichkeit im Lehrrevier der Jagdschule Wiesensteig konnte ein Jungjäger im ersten Jagdjahr bereits mehrere Stücke Schwarzwild zur Strecke bringen.
Besonderes Waidmannsheil hatte er letzte Woche, am 8.11. abends, als er einen 138 Kilo-Keiler erlegte.
Er verdankt die Erlegung der Jagdmöglichkeit im Lehrrevier der Jagdschule Wiesensteig, die auch anderen Absolventen der Jagdschule die Jagd ermöglicht.
Das Jagdblog wünscht Waidmannsheil zum Lebenskeiler und noch möglichst vielen Jungjägern Jagdgelegenheit im Lehrrevier.
Keiler & Karl
berichteten die Göppinger Kreisnachrichten:
Kapitalen Keiler erlegt
Ein besonderes "Jägerglück" in Wiesensteig
Karl Holzinger hat im Wiesensteiger Lehrrevier einen Keiler erlegt, der sage und schreibe 138 Kilogramm auf die Waage brachte.
Wiesensteig Am Sonntagabend ist um 19 Uhr einem "Jungjäger" aus Neu-Ulm im Lehrrevier der Jägerschule Wiesensteig etwas gelungen, was vielen Jägern in Jahrzehnten verwehrt bleibt: Vom Hochsitz aus erlegte Karl Holzinger einen gewaltigen Keiler, der schon seit Wochen auf den Wiesen und Feldern der Landwirte sein Unwesen trieb. Der Keiler musste im steilen Hang von vier Männern geborgen werden und brachte am Ende ein Gewicht von 138 Kilogramm auf die Waage, was ansonsten nur in Ländern Osteuropas vorkommt.
Wie der Leiter des Jagd- und Naturschulzentrums Wiesensteig, Andreas Pohl, mitteilt, habe das Schwarzwild aufgrund der Klimaveränderung und der Umstellung in der Landwirtschaft eine nie zuvor dagewesene Nahrungsgrundlage erhalten. Vielerorts führe dies mittlerweile dazu, dass die Jäger nicht mehr gewillt seien, Reviere zu übernehmen, da es sich bei den Wildschäden um ein völlig unkalkulierbares Risiko handle. Zumal die Jäger für die Wildschäden aufkommen müssten und es auch keine Versicherung gebe, die ein solches Risiko übernehme.
Allein in Wiesensteig sind derzeit für die rund 2000 Hektar bejagbare Flächen zwei Berufsjäger im Einsatz, um die Schäden in der Landwirtschaft zu verhindern und das Schwarzwild gezielt von den Schadflächen fernzuhalten", weiß Pohl. Der Berufsjäger weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Begegnungen mit Wildschweinen nicht zu unterschätzen seien. "Eine Bache, die gerade Frischlinge aufzieht, oder solch ein Keiler, der in seiner Mittagsruhe gestört wird, wissen sich zu wehren", warnt Pohl.
von Stefan am Freitag, November 21, 2008 3 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: Nachhaltigkeit, Nachwuchs
Lokale Presse berichtet positiv über die Schwarzwildbejagung
In den letzten Monaten verging kaum ein Tag, an dem nicht in irgend einer lokalen Zeitung über die massiven Schäden der hohen Schwarzwildpopulationen in Stadtnähe berichtet wurde. Vielerorts wurde sogar das Problem auf die Tagesordnung von Stadt- und Gemeinderatssitzungen gesetzt, auf denen dann eine stärkere Bejagung durch die Jagdpächter gefordert wurde.
Seit nun in den letzten Wochen überall die Drückjagden abgehalten werden, berichtet die lokale Presse über den Erfolg dieser oft revierübergreifenden Drückjagden.
Viele Jagdpächter haben wohl auch erkannt, dass man das Bild der Jäger in der Öffentlichkeit verbessern kann, wenn man die lokale Presse an der öffentlich geforderte Bestandsregulierung teilnehmen lässt.
Diese offene Einstellung zur Presse zeigt Wirkung. Erstmals steht die Jägerschaft nicht mehr als "Bambimörder" in der Zeitung, sondern als eine für die Bestandregulierung notwendige Institution.
Besonders positiv wird berichtet, wenn die Presse und die Öffentlicheit am Verblasen der Strecke und dem anschließenden Schüsseltreiben teilnehmen können.
Bild: Jagdklub Limburg
Zwar wird allerorten von den Lokalredakteuren die doch sehr schwer verständliche Sprache der Jäger noch nicht fehlerfrei wiedergegeben, (den Unterschied zwischen Flinte und Büchse wird wohl kein Lokalredakteur jemals erlernen) aber das Erstaunen, dass Brauchtum und Geselligkeit ein wesentlicher Bestandteil der Jagd sind, wird erkennbar.
Durch die notwendige Reduzierung der hohen Schwarzwildbestände, die in den Sommermonaten in vielen Städten erhebliche Schäden verursacht haben, hat eine gute Seite. Wir Jäger werden als notwendige, den Bestand regulierende Institution wahrgenommen.
Die Revierpächter sollten diese Chance nutzen und auch die Öffentlichkeit durch Teilnahme am Streckelegen und dem anschließenden Schüsseltreiben teilnehmen lassen und einbeziehen. Die zahlreichen positiven Presseberichte in der Lokalpresse zeigen, dass diese Teilnahme unser Ansehen verbessert und wir dadurch den nichtjagenden Menschen die Möglichkeit geben, die Jagd zumindest teilweise praktisch miterleben zu können.
"Einbeziehen und nicht ausgrenzen" sollte hier das Leitmotiv der Jagdpächter bei der Öffentlichkeitsarbeit sein.
von Stefan am Dienstag, November 18, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
Jeder Jäger kennt sie: Militante Jagdgegner, die Hochsitze umstürzen oder Gesellschaftsjagden stören. Doch der erhoffte durchschlagende Erfolg, über eine breite Zustimmung in der Bevölkerung für diese militanten Aktionen die Jagd zu verbieten, blieb bisher aus.
Grund ist eine schlechte Organisation der militanten Szene der Jagdgegner. Zudem stoßen militante Aktionen schon wegen ihrer Rechtswidrigkeit in der Bevölkerung auf wenig breite Zustimmung.
Doch weitestgehend unbemerkt von der Jägerschaft und der Öffentlichkeit vollzieht sich zur Zeit eine Entwicklung bei den Jagdgegnern, die die Jägerschaft aufschrecken sollte:
Die Sekte "Universelles Leben" hat den Tierschutz und die dort zahlreich vorhandenen Jagdgegner als einen noch nicht bearbeiteten Markt für neue Mitglieder entdeckt. Sekten, und dazu gehört die Organisation "Universelles Leben", haben eines gemeinsam: Einen unstillbaren Hunger nach neuen Mitgliedern. Im Gegensatz zu Strukturvertrieben, die jeden nehmen, Hauptsache er bringt Umsatz, suchen Sekten ihre Mitglieder in wohlhabenden Gesellschaftsschichten. Sind diese wohlhabenden Menschen zudem noch weltfremd und vom reellen Leben völlig entrückt, werden diese schnell ein potentielles Opfer von Sekten. Geld, gepaart mit Naivität ist der beste Nährboden, auf dem Sekten gedeihen.
Hier bietet die oft von der Natur weit entrückte Tierschützerszene ein nahezu unerschöpfliches Betätigungsfeld!
Dass die "Initiative zur Abschaffung der Jagd" bereits massiv von der Sekte "Universelles Leben" unterwandert ist, darüber besteht in der Tierschutzszene schon lange kein Zweifel mehr.
Nun könnte man als Jäger sagen: "Was geht mich das an?"
Im Gegensatz zur finanziell schwachen und schlecht organisierten militanten Jagdgegnerszene haben es die Jäger nun mit einer Sekte zu tun. "Universelles Leben" ist aber nicht nur gut und straff wie ein Strukturvertrieb organisiert, sondern verfügt über die Akquisition von Mitgliedern in wohlhabenden Bevölkerungsschichten über große finanzielle Mittel. Auch rekrutiert man seine Mitglieder überwiegend aus der akademisch gebildeten und gutbetuchten Mittelschicht der Gesellschaft.
Dadurch läßt sich auch leicht erklären, warum diese Jagdgegner nun einen völlig anderen Weg eingeschlagen haben:
Im Gegensatz zu den militanten Jagdgegnern beschreitet die Sekte "Universelles Leben" den bisher von militanten Jagdgegnern vernachlässigten Rechtsweg. Durch die in großen Mengen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und zahlreich in der Sekte organisierten Juristen, die mit einem bedrohlichen Fanatismus die Sache betreiben, wächst hier ein Gegner der Jägerschaft heran, der bisher völlig unterschätzt wurde.
Der Beweis, mit welchem Fanatismus und mit welchem Ehrgeiz die Sekte versucht, das Jagen in Deutschland auf rechtlichem Wege verbieten zu lassen, beweist die Klage vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg mit dem Ziel, die Bejagung ihres Eigentums verbieten zu lassen. (Abschaffung der Zwangsbejagung).
Die Jagdverbände und die Jagdmedien verhalten sich in der Berichterstattung über die Aktivitäten der Sekte im Bereich "Abschaffung der Jagd" äußerst zurückhaltend. Auch in den Pressemitteilungen über den verlorenen Prozess vor dem Verwaltungsgericht Würzburg wird verschwiegen, dass es sich bei den Klägern aller Wahrscheinlichkeit nach um Mitglieder der Sekte "Universelles Leben" handelt.
Dies hat einen guten Grund: Bei der Klage gegen Publizisten und Presseorgane gilt die Sekte als äußerst brutal und rücksichtslos. Kritiker der Sekte werden mit Unterlassungsklagen und Verpflichtungen zu Gegendarstellungen überhäuft. Das sogenannnte "law hunting" scheint bei der auch so christlichen Gemeinschaft durchaus ein probates Mittel zu sein, Kritiker mundtot zu machen.
Es ist wohl die Ironie des Schicksals, dass man das law hunting auf deutsch auch als die "Hasenjagd im Internet" bezeichnet. Hierbei ist die mächtige Organisation der Jäger und der Mittels Unterlassungserklärungen gehetzte Internetpublizist symbolisiert den Hasen.
Dieser Jagdgegner hat scheinbar eine Strategie gegen die Jägerschaft entwickelt, der die Jagdverbände noch nichts adäquates entgegen zu setzen haben.
von Stefan am Sonntag, November 16, 2008 3 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: Jagdgegner, Jägerschaft, PR, Recht
Bayerisches Verwaltungsgericht bestätigt Zwangsbejagung und Zwangsmitgliedschaft
Der Versuch von Jagdgegnern, über eine Verwaltungsgerichtsentscheidung die Jagdausübung zu verhindern, ist vorerst gescheitert. Die 5. Kammer des Bayerischen Verwaltungsgerichts in Würzburg bestätigte die Rechtmäßigkeit der Zwangsmitgliedschaft eines Grundstückseigentümers in der Jagdgenossenschaft und somit die Duldung der Bejagung.
Über den Ausgang des Prozesses berichtet "The Associated Press"
Gericht lässt weiterhin Zwangsbejagung zu
Würzburg (AP)
Jagdgegner müssen nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts in Würzburg das Töten von Tieren auf ihren Grundstücken zulassen. Das Gericht lehnte am Freitag die Klagen zweier Besitzer von Wald- und Wiesengrundstücken auf eine Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft in sogenannten Jagdgenossenschaften ab. Eine Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.
Die 63-jährige Frau und der 50-jährige Mann hatten Klage gegen den Freistaat Bayern eingereicht. Als überzeugte Tierschützer und Vegetarier wollten sie es nicht weiter dulden, dass auf ihren Grundstücken in den unterfränkischen Landkreisen Bad Kissingen und Würzburg gejagt wird.
Der Anwalt der beiden, Dominik Storr, bezeichnete die Entscheidung des Verwaltungsgerichts als «Bankrotterklärung des Rechtstaats und der Demokratie». Er kündigte an, so schnell wie möglich beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München in Berufung zu gehen.
Storrs Angaben zufolge sind mindestens drei der fünf Richter selbst Hobbyjäger. Er hatte deshalb vor Beginn der Verhandlung am Donnerstag einen Antrag auf Ablehnung der Richter wegen Befangenheit gestellt, der abgewiesen worden war.
Storr beruft sich mit seiner Klage auch auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom Sommer 2007. Demnach verstoße es gegen die Menschenrechtskonvention, wenn Jäger gegen den Willen der Eigentümer auf deren Privatgrundstücken Tiere töten dürften. Eine Grundstücksbesitzerin aus Luxemburg hatte erfolgreich gegen eine Zwangsmitgliedschaft in einem sogenannten Jagdsyndikat geklagt.
von Stefan am Samstag, November 15, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: Jagdgegner, Jägerschaft, Recht
Als Verkehrsteilnehmer kennt man es: Beim Fahren durch die Stadt fällt einem ein extrem langsam und unsicher fahrendes Fahrzeug auf. Beim Überholen erkennt man einen schon in die Jahre gekommenen Fahrzeugführer oder -führerin. Auch bei Treibjagden trifft man immer wieder hochbetagte Waidmänner, bei denen man Zweifel bekommt, ob sie noch sicher einen gezielten Schuß abgeben können.
Schnell kommt der Gedanke, Führerschein oder Jagdschein einer Altersbegrenzung zu unterwerfen. Doch wo will man die Grenze ziehen? Viele der weit über 80 Jahre alten Jäger und Autofahrer sind oft noch fit und zudem ist die Bürokratie in Deutschland nun wirklich nicht unterentwickelt, um ihr hier ein neues Betätigungsfeld einzuräumen. Auch ist es dem mündigen Bürger wohl insbesondere im Alter zuzumuten, über den Schritt zur Abgabe des Führerscheins oder Jagdscheins selbst zu entscheiden, weshalb man der immer wieder aufkommenden Forderung einer Altersbegrenzung bei Führer- und Jagdschein eine klare Absage erteilen soll.
Natürlich fällt der Schritt nicht leicht, aber wenn dann der Weg in die jagdliche Rente feierlich begangen wird, bekommt das Ganze dann noch eine ganz besondere Note. Hier bietet sich eine Treibjagd an, an deren Ende beim Schüsseltreiben der "Jägerruhestand" feierlich eingeläutet wird.
Von der gelungenen feierlichen Verabschiedung zweier westfälischer Urgesteine in den jagdlichen Ruhestand berichten die Westfälischen Nachrichten aus Dülmen:
Alte Hasen geben ihre Flinten ab
Von Ludger Kötters
Zwei in Jägerkreisen als "alte Hasen" hoch geschätzte Grünröcke haben ihre Flinten zwar nicht ins sprichwörtliche Korn geworfen, die Waffen aber aus persönlicher Verantwortung für immer abgegeben: Heiner Püttmann und Rudolf Düppe, beide Jahrgang 1927 und mithin deutlich über 80, entschlossen sich nach einem erfüllten Jägerleben aus Altersgründen zu dem respektablen Schritt. Wie gelegentlich verantwortungsvolle Autofahrer das auch mit ihrem Führerschein handhaben, wenn sie sich nicht mehr so sicher fühlen.
Mit mehr als 30 anderen Schützen waren sie zum letzten Mal aktiv bei einer Treibjagd dabei. In ihr Revier Kirchspiel I hatten Antonius Preun, Werner Rüskamp und Otto Christian (Ocki) Specht dazu nach Welte eingeladen. Mit der Strecke waren sie bestens zufrieden, und die Grünröcke ließen den gelungenen Jagdtag mit einem fröhlichen Schüsseltreiben bei Wildschwein und Wildkaninchen ausklingen.
Jagen ist weit mehr als schießen, sagt Gastwirt Tönne Preun die Pflege und Bedeutung jagdlichen Brauchtums. Und so verabschiedete die brauchtumstreue Jagdgesellschaft zünftig und feierlich den vielen als "Fiete" bekannten Rudolf Düppe und Heiner Püttmann, die indes als jagdliche Beobachter zeitlebens eingeladen und willkommen bleiben.
Heinz Ludger Püttmann ist Amtsgerichtsdirektor i.R. und Vater von Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, der ebenfalls aktiver Jäger ist und mit von der Jagdpartie war. Und wenn der gelegentlich seinen Jagdhund mit ins Rathaus-Büro nimmt, könnte das so etwas wie eine Erblast sein: Schon Heiner Püttmann brachte in seiner aktiven Richter-Zeit häufig(er) seinen Jagdhund mit.
Angehende Jäger aus Dülmen haben Heiner Püttmann ohnehin von seiner juristischen Seite kennen gelernt. In den Kursen für Jägerprüfungen unterrichtete er bis vor einigen Jahren Jagdrecht. So rühmen sich viele sogar stolz damit, dem schlauen Richter buchstäblich durch die Finger gegangen zu sein. Und nicht vergessen mögen sie die beliebten und legendären Fünf-Minuten-Püttmann-Pausen für "ein Wasser und einen Wacholder".
Heute, sprach der weise Senior nicht ohne Wehmut zu den Kameraden, lebe er selbst mehr von den Erinnerungen als von der Gegenwart. Oft hätten sie gesaubeutelt, bereut der Bekennende nichts. Aber schön war es doch, "und für fünf Pils und Wacholder sind wir immer noch gut", schloss er unter zustimmendem Zuspruch der versammelten Jägerschaft seinen alten Freund Fiete Düppe ins künftige Jägerruhestandsleben ein. Der war bei aller Leidenschaft "Spätberufener" und trotzdem lange im Jagdgeschehen aktiv. Als ehemaliger Lehrer hatte der bodenständige Rudolf Düppe schon seinen heutigen Mitgastgeber Antonius Preun unterrichtet, als der Bengel von damals noch Grundschüler war.
Unter dem Leitwort "alles zu seiner Zeit" blickte Fiete Düppe jetzt in einem kurzen Streifzug durch seine Lebensgeschichte auf eine wunderschöne Vergangenheit als Jäger zurück und fand ebenfalls ungeteilte Zustimmung für die wichtige Entscheidung, aus Alters- und Gesundheitsgründen nie wieder eine Flinte führen zu wollen.
Wohl aber seine Video-Kamera. Rudolf Düppe - wie sein Freund Heinz Ludger Püttmann auch seit Jahrzehnten eingeschriebener Bürgerschütze und als 50jähriger dort König - hat nicht nur zahlreiche Jagden aufgenommen, sondern als filmender Chronist "schon ewig" auch die Bürgerschützenfeste begleitet.
von Stefan am Mittwoch, November 12, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
Nachdem das Eindringen des Schwarzwildes in das Stadtgebiet der südhessischen Stadt Raunheim vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt hatte, war der Druck auf die Jägerschaft so groß, dass eine revierübergreifenden Bejagung im Raunheimer Stadtwald durch die Untere Jagdbehörde angeordnet wurde.
Von der "städtnahen Drückjagd" berichtet die Rhein-Main-Zeitung:
Jäger erlegen 22 Wildschweine
Schwarzwild-Population im Raunheimer Wald weiter dezimiert / Ende November nächste Jagd
Vom 11.11.2008
mka. Im Raunheimer Wald wurde am Samstag scharf geschossen. Bei ihrer Jagd brachten die beteiligten Jagdpächter 22 Wildschweine zur Strecke.
Die Schüsse waren auch im Stadtgebiet nicht zu überhören und ließen keinen Zweifel darüber, dass Unbeteiligte den Wald aus Sicherheitsgründen besser meiden sollten. Dass trotz der Absperrungen dennoch immer wieder Spaziergänger beobachtet wurden, die sich nicht um das Zutrittsverbot kümmerten, machte die Bewegungs-Ansitzjagd deshalb nicht gerade einfach, wie einer der Teilnehmer erklärte.
Auf Veranlassung der Unteren Jagdbehörde stand bei dieser Jagd erneut vor allem das Schwarzwild im Visier der 35 Schützen und 16 Treiber. Nachdem es im Oktober in der Rüsselsheimer Innenstadt zur Wildschweinhatz gekommen war, wies Jagdpächter Peter Hof damit verbundene Kritik an den Raunheimer Jagdpächtern zurück. "Das Schwarzwild ist von einem Tümpel auf Rüsselsheimer Gemarkung angelockt worden, der mittlerweile vom zuständigen Revierförster zugeschüttet wurde, weil sich die Tiere davon angezogen fühlten". Von einer Überpopulation können nach den vorausgegangenen Jagden schon lange nicht mehr ausgegangen werden, sagte Hof.
Bei der Jagd am Samstag wurden 22 Wildschweine und ein Stück Damwild erlegt. Damit erhöhte sich die Zahl der in diesem Jahr im Raunheimer Wald getöteten Wildschweine auf 70.
Peter Hof kündigte für Samstag, 29. November, eine weitere Jagd an.
von Stefan am Dienstag, November 11, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
wenn der Tag noch ganz jungfräulich und
in eine fast weihvolle Stille
gewoben ist,
so, als läge
noch frisch auf Wald und Flur,
ahnt wohl auch der Jäger,
warum der Volksmund
von der „Herrgottsfrühe“ spricht.
von Stefan am Montag, November 10, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
Zwei Tage Treibjagd in Brandenburg: Eine Fotostrecke
Immer noch Frühstück
Vor dem ersten Treiben
Treiber im Schilf
Undurchdringbares, mannshohes Schilfrohr
Auf dem Jagdwagen
Rückzug der Treiber
Magere Strecke
Einträchtiges Abwarten der Wurfgeschwister Ajax und Anka
Immer noch Pause für die Treiber
Im Gegensatz zu Ajax hat Anka keine Probleme, an die Bache zu gehen
In wenigen Minuten ist die Bache aufgebrochen
Vor dem Abtransport
Ausführliche Beschreibungen beider Jagdtage sind diesmal hier und hier zu finden.
von Stefan am Sonntag, November 09, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: DD Rüde Ajax, Jagdhunde, Jägerinnen, Nachwuchs
Die heutige Wildschadensregulierung ist nicht mehr zeitgemäß
In der Jägerschaft brodelt es gewaltig. Die explodierten Schwarzwildbestände und die damit einhergehenden Wildschäden offenbaren eine höchst ungleiche Verteilung der Haftung bei auftretenden Wildschäden.
Über viele Jahre wurden immer mehr große Jagdbögen von den Jagdgenossenschaften zerschlagen und als kleine und kleinste Pachtflächen verpachtet. Dieser Idee lag zugrunde, nicht nur in der Summe höhere Pachteinnahmen zu erzeilen, sondern auch eine bessere Bejagung zu ermöglichen. Doch auch die Haftung des Jagdpächters für Wildschäden nur auf den gepachtete Flächen wurde fortgeschrieben.
Durch den exorbitanten Anstieg der Schwarzwildpopulation in den letzten Jahren zeigt sich nun, dass die bisherige Wildschadensregulierung der Jagdgenossenschaften einen entscheidenen Webfehler aufweist:
Kleine, reine Waldreviere brauchen keine Wildschäden zu fürchten, sind gut zu verpachten und die Pächter solcher Reviere können sich zudem erlauben, Kirrungen zu betreiben. Diese faktische Befreiung von der Wildschadensregulierung treibt zudem kroteske Blüten.:
Der Blog des ÖJV Rheinland-Pfalz veröffentlicht eine Tabelle in der den behördlich genehmigten Kirrungen und Kirrmengen in den Revieren den dort getätigte Abschussen an Sauen gegenüber gestellt wird.
Hier ergibt sich eine rein rechnerische Kirrmenge im Hegering Kirchen von sage und schreibe 780 kg/pro erlegter Sau!
Dieses krasse Mißverhältnis zwischen Kirrmenge und Abschuss beweist, dass der Pächter eines reinen Waldrevieres nicht nur die maximal zulässige Kirrstellenmenge ausnutzen kann, sondern sich auch keinerlei Gedanken über Wildschäden und der notwendigen Bejagung machen muss.
Völlig anders der Jagdpächter eines Revieres mit hohem Feld- und Waldanteil. Ihn trifft die volle Wucht der Schwarzwildpopulation. Schäden in großen Maisschlägen, die kaum zu bejagen sind, zerstörte Wiesen und auch das mittlerweile Vordringen der Sauen in Siedlungen lassen den Wildschaden nicht nur in noch nie dagewesene Höhen schnellen, sondern der Jagdpächter ist alleine dem den Zorn der Bürger und Landwirte ausgesetzt.
Wegen des enormen Anstiegs der Wildschäden sind viele Reviere mit hohem Feldanteil, die an große Waldreviere grenzen, kaum noch verpachtbar, da die Haftung für die Wildschäden nicht mehr kalkulierbar sind.
Die bisherige Wildschadensregulierung ist völlig überholt und belastet einseitig Jagdpächter mit Revieren mit hohem Feld- und Wiesenanteil. Zudem spaltet die bisherige höchst ungleiche Verteilung der Haftung bei Wildschäden die Jägerschaft.
Bei der Bewältigung der Schwarzwildüberpopulation steht mehr auf dem Spiel, als nur das Ansehen der Jägerschaft in der Öffentlichkeit. Auch die Jagdgenossenschaften müssen sich fragen, ob sie dieser ungleichen Haftungsverteilung tatenlos zusehen wollen. Doch auch den Kreisjägerschaften droht die Spaltung der Jägerschaft, wenn sie hier den durch Wildschaden gebeutelten Jagdpächtern keine Unterstützung anbietet.
Die momentane Schwarzwildpopulation und die daraus resultierene ungleiche Verteilung der Wildschäden beweist, dass die bisherige allgemeingültige Wildschaderegulierung in vielen Regionen nicht mehr zeitgemäß ist und dringend reformiert werden muss.
Die Jagdgenossenschaften und die Kreisjägerschaften sind aufgerufen, individuelle, den regionalen Gegebenheiten angepasste Sonderlösungen zu entwickeln. Hier müssen Jagdpächter mit reinen Waldrevieren, die bisher keine Wildschäden zu befürchten hatten, zumindest teilweise zur Wildschadensregulierung herangezogen werden. Dann würden sie auch ohne Zwangsbejagungsmaßnahmen einer revierübergreifenden Bejagungen zustimmen und sich nicht, wie es zur Zeit häufig der Fall ist, verweigern.
von Stefan am Freitag, November 07, 2008 2 Kommentare Links zu diesem Post
Labels: Jagdpacht, Jägerschaft, Reviereinrichtungen
Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland fordert Zwangsbejagung des Schwarzwildes
Fast täglich erscheinen in den Tageszeitungen Meldungen über die Schäden durch die Schwarzwildüberpopulation. Doch nicht nur der starke Anstieg der Wildunfälle und die Schäden auf Wiesen und Feldern fordern einen massive Bejagung. Eine bisher unter der Jägerschaft kaum wahrgenommene Gefahr durch die drohende Schweinepest fordert entschiedenes Handeln.
Wenn die Jägerschaft es allerdings nicht schafft, durch revierübergreifende großflächige Drückjagden der Überpoulation des Schwarzwildes Einhalt zu gebieten, muss sie sich gefallen lassen, wenn man ihr die Schuld für das Ausbreiten der Schweinepest gibt.
Ein einheitliches Vorgehen der Jägerschaft ist gefordert. Nur großflächig Drückjagden sind geeignet, der Überpopulation Herr zu werden. Jagdpächter, die sich gegen die revierübergreifenden Bejagung widersetzen, müssen mit Zwangsbejagung rechnen. Eine andere Lösung ist nicht erkennbar, da Einzelansitze kaum nennenswerte Erfolge bei der Eindämmung der Population gebracht haben.
Gefahr der Wildschweinepest steigt – Zwangsbejagung anordnen!
- Kommentar von August Rietfort -
ISN - Vorstandsmitglied und Schweinemäster
Auf uns Schweinehalter rollt eine neue Gefahr zu. Dieses Mal kommt sie nicht von den Behörden sondern aus dem Wald, und zwar nicht erst seit gestern: Deutschland hat eine echte Wildschweineplage. Fast täglich hört man neue Meldungen von überall her.
Ursache ist die dramatische, deutschlandweite Bestandsentwicklung des Schwarzwildes. Vor dem zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland insgesamt ca. 10.000 Sauen pro Jahr erlegt. In den Jahren 2001/2002 waren es etwa 520.000 Stück!
Das Ausmaß der Lage zeigt sich in der rasanten Entwicklung der Schwarzwildstrecken in veredlungsstarken Kreisen wie Vechta, Cloppenburg, Coesfeld oder Borken. Waren dort Wildschweine bis vor ca. 10 Jahren nahezu unbekannt, so breiten Sie sich heute explosionsartig aus. Und das inmitten der Zentren der Schweinehaltung! Eine Ursache liegt in dem starken Anbau von Mais für Biogasanlagen. Konventionelle Jagdmaßnahmen greifen hier nicht mehr!
Aus Sicht der Schweinehalter ergibt sich dabei eine ganz andere Bedrohung: das Risiko der Wildschweinepest. Das stellt eine enorme Gefahr da, denn der Export von Schweinefleisch boomt: Im ersten Halbjahr 2008 sind die Verkäufe von Schweinefleisch um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,04 Millionen Tonnen gestiegen! In diesem Jahr dürfte Deutschland Dänemark als Weltmeister im Schweinefleischexport überholen!
Exporte beruhen in der Regel auf Handelsabkommen, für deren Zustandekommen Deutschland seuchenfrei sein muss. Nur ein einziger Wildschweinepestfall würde sehr schnell zu einem Exportstop in viele wichtige Exportmärkte führen, wie beispielsweise China, Japan oder Südafrika. Da diese Handelsabkommen erst in jahrelanger Arbeit wieder aufgebaut werden müssen, würde der deutsche Schweinemarkt von heute auf morgen vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt mit finanziell unabsehbaren Folgen für die Schweinehalter. Und eine Epidemie käme einer Katastrophe biblischen Ausmaßes gleich!
Zur Erinnerung: Die Kosten der letzten Schweinepest im Jahr 2006 in NRW lagen laut MUNLV bei insgesamt rund 80 Mio. Euro!
In der Wertschöpfungskette Schwein gibt es ca. 500.000 Arbeitsplätze, diese dürfen wir nicht durch einen leichtfertigen Umgang mit der aktuellen Wildschweineplage gefährden!
Das Ziel ist es, eine Wildschweinepest zu verhindern. Wir müssen alles tun um diesen Heuschreckenschwarm deutlich einzugrenzen. Dafür reichen die heute zugelassenen Maßnahmen allerdings nicht aus:
Die ISN hat einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, in dem wichtige Forderungen der Schweinehalter zusammengetragen sind. Grundsätzlich müssen verbindliche Abschusspläne für den Mindestabschuss in den einzelnen Revieren erstellt, überprüft, angepasst und konsequent erfüllt werden. Sollten diese nicht eingehalten werden, muss es zur Zwangsbejagung kommen. Die Jagdzeiten für Schwarzwild sollten deutschlandweit gemäß dem niedersächsischen Beispiel geändert werden, d.h. eine Bejagung ist das ganze Jahr möglich außer bei führenden Bachen. Aber eine Änderung der Jagdzeiten alleine reicht nicht aus. Auch in den Köpfen einzelner Jäger muss sich etwas ändern. Frischlinge müssen zu jeder Zeit geschossen werden, auch wenn die Wildbrettausbeute gering ist. Es geht um massive Bestandsreduzierung in den Schweineveredlungshochburgen. So spannend und schön wie die Bejagung des Schwarzwildes auch ist, in diesem Fall müssen die Interessen der Schweinehalter eindeutig Vorrang haben – wir müssen das Schwarzwild bekämpfen, nicht nur bejagen!
Erforderlich ist auch eine Verpflichtung zur revierübergreifenden Drückjagd. Ansonsten muss eine Zwangsbejagung angeordnet werden. Außerdem sollte es endlich möglich sein, bei der Jagd Nachtsichtgeräte und Laservisiere einsetzen zu dürfen! Es müssen Saufänge eingerichtet werden!
Für die Veredlungszentren muss es Sonderregelungen geben. Auch als Schweinehalter sind wir besonders gefordert alle Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Wildschweinen und der Jagd einzuhalten:
· Auch wenn es auf Jagden leicht aufstoßen sollte, wenn Sie selbst keine Wildversorgung machen können. Erklären Sie Ihren Mitjägern die Gefahr und vermeiden Sie jeden Kontakt mit den Wildschweinen.
· Nehmen Sie als Schweinehalter an keinerlei Wildschweinejagden in Schweinepestgebieten teil.
· Konsequente Schwarz-Weißtrennung bei der Jagdkleidung: Kleidung zur Wildschweinejagd darf nicht mit normaler Jagdkleidung oder womöglich Stallkleidung in räumliche Nähe gelangen.
· Sorgen Sie für eine sichere Einfriedung Ihres Schweinebestandes. Wildschweine dürfen keinen Zugang zu Ihrer Futterlagerung oder Hofbereich erhalten!
Wir dürfen nichts unversucht lassen um die Wildschweine wieder in die Schranken und Gebiete zu weisen, in denen sie natürlich bis vor 10 Jahren vorkamen. Die Bedrohung der Schweinehalter ist enorm groß und die Bestandsreduzierung von öffentlichem Interesse. Da haben Einzelinteressen von Jagdrevierinhabern an hohen Bestandsdichten hinten anzustehen. Die Jägerschaft steht vor einer enorm großen Herausforderung mit einer äußerst hohen Verantwortung und gelingen kann das nur, wenn alle in eine Richtung wollen.
Jeder Jäger muss sich selbst aufraffen, denn ein warmes Federbett oder eine junge Frau haben schon so mancher Sau das Leben gerettet. Und wir müssen Jungjäger fördern – denn wir brauchen die Jagd von voll im Safte stehenden, engagierten, passionierten Jägern, nicht nur die Sitzstock-Schützen im knackigen Alter!
So sollte uns ein altes Deutsches Sprichwort zur Eile und Anstrengung anspornen:
„Wenn die Laus einmal im Pelze sitzt,
so ist sie schwer wieder herauszubringen.“
von Stefan am Donnerstag, November 06, 2008 1 Kommentare Links zu diesem Post
Bedroht das Internet die Allmacht der Jagdverbände?
Verfolgt man als Blogger aufmerksam die Meinung in unserer Gesellschaft zum Internet, und hier insbesondere das Verhältnis zum web 2.0 (Blogs, Foren), so kann man erstaunlich unterschiedliche Standpunkte feststellen.
Der einfache Bürger begrüßt es, dass er sich erstmalig in der Menschheitsgeschichte kostenlos mit Informationen versorgen kann. Zwar wird es immer schwieriger, sich im Datenmüll die benötigte Information zu besorgen und die vielschichtige Meinung ist oft verwirrend, aber wer sich in das web 2.0 einmal eingearbeitet hat, der will die Vorzüge der kostenlosen Informationsbeschaffung nicht mehr missen.
Völlig anders hingegen das Verhalten der ethablierten Verbände, Parteien und Großkonzerne. Bei ihnen diagnostiziert man einhellig, dass das Internet, insbesondere das web 2.0 bei den Funktionären und Vorständen auf große Skepsis, ja oft sogar Ängste hervorruft. Hier fragt man sich, was ist es, das diese diese Ängste auslöst?. Doch diese Ängste sind leicht erkärbar, wenn man genügend historische Kenntnisse über das Zustandekommen des urdeutschen Verbändewesens hat.
Deutschland ist ein traditioneller Verbändestaat. Monopolartig werden Bürger, Freiberufler und Firmen in Verbänden und Kammern oft zwangsweise zusammengefaßt. Diese Zwangsmitgliedschaften haben in der praktischen Umsetzung zu einer völligen Entmündigung des einzelnenen Bürgers geführt. Diese Verbände und Kammern sind willfährige Vollstrecker der Politiker, die mit Hilfe der monopolartigen Verbands- und Kammerstrukturen wichtige politische Entscheidungen umsetzen. Deshalb sprechen Politikwissenschaftler auch gerne über die deutsche Demokratie euphemistisch von einer "Demokratie von oben".
Mit Argusaugen wachen die Verbandsfürsten über aufkommenden Wettbewerb. Doch ein ganz besonderes Anliegen ist für sie eine gleichgeschaltete Presse, schließlich soll dem unmündigen Bürger vorgegaukelt werden, dass eine Demokratie von oben nicht nur die für ihn beste Demokratieform ist, sondern auch dazu führt, dass der gesellschaftliche Konsens gewahrt bleibt.
Und genau hier liegt der Grund für die aus Sicht der Funktionäre beängstigende Entwicklung des Web 2.0:
Eine nicht mehr kontrollierbare Presse und die freie Informationsbeschaffung des einfachen Bürgers, der sich dadurch aus seiner Unmündigkeit befreien kann.
Nun fragt sich der JagdBlogleser sicherlich , warum ich dies alles schreibe.
Seit 1 1/2 Jahren nun schreibe ich im Jagdblog. Ich mache dies ohne wirtschaftliches Interesse. Natürlich freue ich mich, wenn hübsche Frauen animiert durch die Jagdhundeseiten mit ihren Jagdhunden zu mir kommen und ich ihnen die Grundlagen der Jagdhundeausbildung beibringe. Auch zahlreiche emails, in denen Jägerinnen und Jäger sich über die regelmäßigen Beiträge freuen, ermuntern mich immer wieder, weiter zu schreiben und dies ist mein Lohn.
Aber auch pöbelnde emails von militanten Naturschützern treffen bei mir ein. Nach dem Durchlesen drücke ich schmunzelnd die Löschtaste - und schreibe weiter.
Eine Quote von 135 Besuchern/Tag beweist, dass das JagdBlog zu einem kleinen Teil der Internetmedienlandschaft geworden ist. Als ich nun einige Wochen nichts schrieb und eine schöpferische Pause einlegte, bekam ich sogar eine rührige email, in der sich eine Stammleserin um mein Wohlergehen sorgte.
Als ich letzte Woche eine Rundemail versendet habe, in der ich das Ende meiner schöpferischen Pause ankündigte, bekam ich eine Rückemail, in der das JagdBlog mit juristischen Schritten bedroht wurde. Eigentlich wollte ich sofort auch hier die Löschtaste drücken, doch als Internetpublizist googelte ich den Namen des Adressaten und wurde fündig: Der Absender, der mir mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung drohte, ist Herr Lutz Dolling, Mitglied des Präsidiums des LJV Brandenburg. Lange habe ich überlegt, ob ich die emails des Herrn Lutz Dolling hier im Blog veröffentliche sollte, doch da ich so viele aufmunternde emails bekomme und zudem noch nie mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung bedroht wurde, veranlaßte mich die email dazu, sie hier ins Blog zu stellen.
Mir stellte sich sofort die Frage, was einen Funktionär eines Jagdverbandes veranlasst, solch schwere Geschütze gegen ein so bedeutungsloses Blog aufzufahren. Es ist wohl auf die Angst unserer Funktionäre zurückzuführen, die durch das unkonrollierbare Internet ihre monopolistischen Machtstrukturen gefährdet sehen. Anders ist die aggressive Bedrohung durch einen Verbandsfunktionär nicht erklärbar.
Ich sehe der strafbewehrten Unterlassungserklärung übrigens mit großer Gelassenheit entgegen. Alle Begründungen der Unterlassungserklärung des Herrn Dolling beziehen sich auf Werbemails, die ich allerdings noch nie versandt habe. Das Blog ist ein Informationsportal, vertreibt keine Produkte oder Dienstleistungen und somit ist dem JagdBlog auch keine Gewinnerzielungsabsicht nachzuweisen. Herrn Dolling habe ich natürlich trotzdem aus meinem Verteiler gelöscht.
Die Aggression, mit der Funktionäre das neue Medium web 2.0 bedrohen, macht einen traurig, haben doch unsere Funktionäre immer noch nicht begriffen, dass das Internet unsere Gesellschaft bereits verändert hat und noch weiter verändern wird. Die Funktionäre unserer Verbände sind, das beweist der Emailverkehr des Herrn Dolling, die größten Besitzstandswahrer unserer Nation und tragen entscheidend zur erstarrten Gesellschaft bei. Ermöglicht aber wird diese Erstarrung durch den unmündigen Bürger, der immer noch treu und brav seine Beiträge an die Verbände überweist.
Deshalb heißt die Devise aller Jägerinnen und Jäger:
Die Profilneurose ewiggestriger Funktionäre ignorieren, und fleißig zur Jagd gehen, solange man es kann!!
Nachfolgend die stümperhaften Laienschriftsätze des Herrn Lutz Dolling vom LJV Brandenburg
From: lutz dolling
Date: 31.10.2008 15:38
Subject: Re: Finanzkrise und Förster
To: JagdBlog@gmail.com
Herr Fügner,
scheinbar versuchen Sie, meine Geduld zu testen.
Erneut habe ich von Ihnen UNVERLANGT eine E-Mail erhalten.
Ich habe Sie bereits zweimal gemahnt, dieses zu unterlassen.
Alle guten Dinge sind 3. (Jägerbonus!)
Bei der nächsten E-Mail von Ihnen geht der gesamte Schriftverkehr
automatisch zu meinem Anwalt und ich erwirke eine strafbewehrte
Wir sind inzwischen bei einem Streitwert von 15.000 EUR angelangt.
Lutz Dolling
PS: Gegen die Impressumspflicht (§5, TMG) verstoßen Sie übrigens auch.
Wie sich aus § 55, Rundfunkstaatsvertrag (RStV) ergibt, trifft einen
Anbieter nur dann keine Impressumspflicht, wenn sein Angebot
ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dient.
Ich habe eine Kopie Ihres Blogs gesichert. Wir verhandeln das dann gleich mit.
Date: 21.03.2008 21:53:37
Subject: Re: JagdBlog - Nachricht bei neuem Beitrag?
ich mache Sie darauf aufmerksam, dass lt. ständiger Rechtssprechung des
Landgerichtes Berlin bereits das einmalige unerwünschte Versenden einer E-Mail
einen strafbewehrten Unterlassungsanspruch bewirken kann. Als
Streitwert werden 5000,00 EUR angesetzt (Aktenzeichen 15 O 995/06)
Weiterhin verweise ich auf das BGH - Urteil vom 11.03.2004 - I ZR 81/01 (E - Mail-
Werbung - Spam)
a) Die Zusendung einer unverlangten E-Mail zu Werbezwecken verstößt grundsätzlich
gegen die guten Sitten im Wettbewerb. Eine solche Werbung ist nur dann
ausnahmsweise zulässig, wenn der Empfänger ausdrücklich oder konkludent sein
Einverständnis erklärt hat, E-Mail-Werbung zu erhalten, oder wenn bei der Werbung
gegenüber Gewerbetreibenden aufgrund konkreter tatsächlicher Umstände ein
sachliches Interesse des Empfängers vermutet werden kann.
b) Ein die Wettbewerbswidrigkeit ausschließendes Einverständnis des Empfängers der
E-Mail hat der Werbende darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen.
c) Der Werbende hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß es nicht zu
einer fehlerhaften Zusendung einer E-Mail zu Werbezwecken aufgrund des
Schreibversehens eines Dritten kommt.
In der Rechtsprechung ist die unverlangte Zusendung von E-Mails mit Werbung daher
ganz überwiegend unter dem Gesichtspunkt belästigender Werbung zu Recht als
unzulässig angesehen worden (vgl. zu § 1 UWG: LG Traunstein NJW 1998, 1648; LG
Hamburg WRP 1999, 250; LG Ellwangen MMR 1999, 675, 676; vgl. auch KG MMR
2002, 685 = CR 2002, 759; LG Berlin MMR 1999, 43; MMR 2000, 704).
Sollte ich von Ihnen weiterhin in jeglicher Form unverlangte Werbung erhalten, werde
ich die entsprechenden rechtlichen Schritte einleiten.
von Stefan am Samstag, November 01, 2008 4 Kommentare Links zu diesem Post
Nordrhein-Westfalen reduziert die Kaliberbegrenzung auf Schwarzwild
I. Hiermit wird im Hochsauerlandkreis nach § 19 Abs. 3 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen
(LJG-NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Dezember 1994 (GV. NRW.
S. 622), zuletzt geändert durch Artikel IV des Gesetzes vom 19. Juni 2007 (GV. NRW. S. 226), das
Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 2 b) Bundesjagdgesetz (BJG), auf Schalenwild mit Büchsenpatronen
unter 6,5 mm zu schießen, für Frischlinge bis zu einem Gewicht von 15 kg (aufgebrochen)
aufgehoben. Als Mindestkaliber wird das Kaliber .22 (5,6 mm) festgelegt. Im Kaliber .22 und
darüber müssen die Büchsenpatronen eine Auftreffenergie auf 100 m (E 100) von mindesten 450
Joule haben.
II. Diese Verfügung ist befristet bis zum 31.03.2013.
III. Diese Verfügung kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen für die
Einschränkung des Verbotes entfallen.
Die Schwarzwildbestände in Nordrhein-Westfalen haben im Hinblick auf die Wildschadenssituation
und die Gefahr neuer Ausbrüche von Schweinepest (ESP) ein Ausmaß erreicht, das effektive
Maßnahmen zur Verhinderung eines weiteren Anstiegs der Population bzw. zur lokalen Reduktion
notwendig macht. Die hierzu notwendigen Abschüsse müssen nicht nur zahlenmäßig ausreichen,
sondern auch richtig gegliedert sein. Der Anteil der Frischlinge an der Gesamtstrecke muss 80 %
betragen. Frischlinge müssen daher bei jeder sich bietenden Gelegenheit erlegt werden.
Um diese Vorgabe zu erreichen, ist der ganzjährige Abschuss auch von nicht verwertbaren
Frischlingen erforderlich. Dieser wird durch das Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 2 b) BJG unnötig
behindert. Die sog. Kleine Kugel reicht aus, um schwache Frischlinge tierschutzgerecht zu töten.
Die Regelung trägt dazu bei, Hemmungen beim Abschuss nicht verwertbarer Frischlinge
abzubauen; denn viele Jägerinnen und Jäger lehnen es aus ethischen Gründen ab, mit der sog.
Großen Kugel auf solche Frischlinge zu schießen.
Gem. § 19 Abs. 3 LJG-NRW kann die Obere Jagdbehörde in Einzelfällen die Verbote des § 19 Abs.
1 BJG mit Ausnahme der Nummer 16 im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen
Sicherheit, im Interesse der Sicherheit der Luftfahrt, zur Abwendung erheblicher Wildschäden, zum
Schutz der Pflanzen- und Tierwelt sowie zu Forschungs- und Versuchszwecken zeitweise
einschränken und damit auch das Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 2 b) BJG, auf Schalenwild mit
Büchsenpatronen unter einem Kaliber von 6,5 mm zu schießen.
Um eine intensivere Bejagung aufgrund der vorgenannten Gründe sicherzustellen, ist es
erforderlich, vom Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 2 b) BJG bis zum 31.03.2013 abzuweichen. Das
Abweichen ist vertretbar, weil die Wirkung von Patronen des Kalibers .22 Hornet oder stärker
ausreicht, um Frischlinge bis 15 kg (aufgebrochen) tierschutzgerecht zu töten.
Die Frist unter Ziffer II war auf den 31.03.2013 festzusetzen, da mit einer kurzfristigen
Entspannung der Schwarzwildsituation im Lande nicht zu rechnen ist.
von Stefan am Samstag, November 01, 2008 0 Kommentare Links zu diesem Post

References: § 55
 BGH 
 § 1
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19