Source: https://www.buzer.de/s1.htm?g=Altenpflege-Ausbildungs-+und+Pr%C3%BCfungsverordnung+(AltPflAPrV)&f=1
Timestamp: 2018-12-19 14:05:30+00:00

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AltPflAPrV Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
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V. v. 26.11.2002 BGBl. I S. 4418, 4429; zuletzt geändert durch § 62 V. v. 02.10.2018 BGBl. I S. 1572
Anlage 2 (zu § 3 Abs. 2) Bescheinigung über die Teilnahme an der Ausbildung
Anlage 3 (zu § 14 Abs. 2) Zeugnis über die staatliche Prüfung in der Altenpflege
Anlage 4 (zu § 20) Urkunde über die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
§ 21 hat 3 frühere Fassungen und wird in 3 Vorschriften zitiert
(1) 1Wer eine Erlaubnis nach § 1 des Altenpflegegesetzes beantragt, kann zum Nachweis, dass die Voraussetzung nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 des Altenpflegegesetzes vorliegt, eine von der zuständigen Behörde des Herkunftsstaats ausgestellte entsprechende Bescheinigung oder einen von einer solchen Behörde ausgestellten Strafregisterauszug oder, wenn ein solcher nicht beigebracht werden kann, einen gleichwertigen Nachweis vorlegen. 2Hat die für die Erteilung der Erlaubnis nach § 1 Absatz 1 des Altenpflegegesetzes zuständige Behörde berechtigte Zweifel, kann sie von der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaates eine Bestätigung verlangen, aus der sich ergibt, dass die antragstellende Person die Ausübung des Berufs, der dem der Altenpflegerin oder des Altenpflegers entspricht, nicht auf Grund eines schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens oder einer Verurteilung wegen strafbarer Handlungen dauerhaft oder vorübergehend untersagt worden ist. 3Hat die für die Erteilung der Erlaubnis zuständige Behörde in den Fällen der Sätze 1 und 2 von Tatbeständen Kenntnis, die außerhalb des Geltungsbereichs des Altenpflegegesetzes eingetreten sind und im Hinblick auf die Voraussetzung des § 2 Abs. 1 Nr. 2 des Altenpflegegesetzes von Bedeutung sein können, so hat sie die zuständige Stelle des Herkunftsstaats zu unterrichten und sie zu bitten, diese Tatbestände zu überprüfen und ihr das Ergebnis und die Folgerungen, die sie hinsichtlich der von ihr ausgestellten Bescheinigungen und Nachweise daraus zieht, mitzuteilen. 4Die in den Sätzen 1 bis 3 genannten Bescheinigungen und Mitteilungen sind vertraulich zu behandeln. 5Sie dürfen der Beurteilung nur zugrunde gelegt werden, wenn bei der Vorlage die Ausstellung nicht mehr als drei Monate zurückliegt.
(2) 1Wer eine Erlaubnis nach § 1 des Altenpflegegesetzes beantragt und einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum angehört, kann zum Nachweis, dass die Voraussetzung nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 des Altenpflegegesetzes vorliegt, einen entsprechenden Nachweis der zuständigen Behörde seines Herkunftsstaats vorlegen. 2Wird im Herkunftsstaat ein solcher Nachweis nicht verlangt, ist eine von einer zuständigen Behörde dieses Staates ausgestellte Bescheinigung anzuerkennen, aus der sich ergibt, dass die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 Nr. 3 des Altenpflegegesetzes erfüllt sind. 3Absatz 1 Satz 4 und 5 gilt entsprechend.
(3) Antragstellende Personen, die über einen Ausbildungsnachweis im Beruf der Altenpflegerin oder des Altenpflegers verfügen, der außerhalb des Geltungsbereichs des Altenpflegegesetzes erworben worden ist, führen nach der Anerkennung ihrer Berufsqualifikation die Berufsbezeichnung „Altenpflegerin" oder „Altenpfleger".
(4) 1Die zuständige Behörde bestätigt der antragstellenden Person binnen eines Monats nach Eingang des Antrags den Antragseingang und den Empfang weiterer Unterlagen und teilt ihr mit, welche Unterlagen fehlen. 2Die zuständige Behörde hat über den Antrag innerhalb kürzester Frist, spätestens jedoch vier Monate nach Einreichung der vollständigen Unterlagen zu entscheiden und ihre Entscheidung ordnungsgemäß zu begründen. 3Werden von der zuständigen Stelle des Herkunftsstaats die in Absatz 1 Satz 1 genannten Bescheinigungen nicht ausgestellt oder die nach Absatz 1 Satz 2 oder Satz 3 nachgefragten Mitteilungen innerhalb von zwei Monaten nicht gemacht, kann die antragstellende Person sie durch Vorlage einer Bescheinigung über die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung gegenüber der zuständigen Behörde des Herkunftsstaats ersetzen.
(5) 1Die zuständige Behörde hat den Dienstleistungserbringer bei der erstmaligen Anzeige einer Dienstleistungserbringung im Sinne des § 10 des Altenpflegegesetzes binnen eines Monats nach Eingang der Meldung und der Begleitdokumente über das Ergebnis ihrer Nachprüfung zu unterrichten und ihm dabei mitzuteilen, ob sie die Erbringung der Dienstleistung erlaubt oder von ihm verlangt, eine Eignungsprüfung abzulegen. 2Ist der zuständigen Behörde eine Nachprüfung innerhalb eines Monats nach Eingang der Meldung und der Begleitdokumente in besonderen Ausnahmefällen nicht möglich, unterrichtet sie den Dienstleistungserbringer innerhalb dieser Frist über die Gründe der Verzögerung; sie hat die der Verzögerung zugrunde liegenden Schwierigkeiten binnen eines Monats nach dieser Mitteilung zu beheben und spätestens innerhalb von zwei Monaten nach der Behebung der der Verzögerung zugrunde liegenden Schwierigkeiten über die Dienstleistungserbringung zu entscheiden. 3Erhält der Dienstleistungserbringer innerhalb der in den Sätzen 1 und 2 genannten Fristen keine Rückmeldung der zuständigen Behörde, darf die Dienstleistung erbracht werden.
Text in der Fassung des Artikels 35 Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2013/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2013 zur Änderung der Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen und der Verordnung (EU) Nr. 1024/2012 über die Verwaltungszusammenarbeit mit Hilfe des Binnenmarkt-Informationssystems („IMI-Verordnung") für bundesrechtlich geregelte Heilberufe und andere Berufe G. v. 18. April 2016 BGBl. I S. 886 m.W.v. 23. April 2016
1.1. Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen
- Pflegerelevante Grundlagen der Ethik 80
1.2. Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren
- Pflegedokumentation, EDV 120
1.3. Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
- Pflegerelevante Grundlagen, insbesondere der Anatomie, Physiologie, Geriatrie,
Gerontopsychiatrie, Psychologie, Arzneimittelkunde, Hygiene und Ernährungslehre
- Überleitungspflege, Casemanagement 720
1.4. Anleiten, beraten und Gespräche führen
- Anleitung von Pflegenden, die nicht Pflegefachkräfte sind 80
1.5. Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
- Mitwirkung an Rehabilitationskonzepten 200
2.1. Lebenswelten und soziale Netzwerke alter Menschen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen
- Menschen mit Behinderung im Alter 120
2.2. Alte Menschen bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung unterstützen
- Hilfsmittel und Wohnraumanpassung 60
2.3. Alte Menschen bei der Tagesgestaltung und bei selbst organisierten Aktivitäten unterstützen
- Seniorenvertretungen, Seniorenbeiräte 120
3.1. Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen
- Vernetzung, Koordination und Kooperation im Gesundheits- und Sozialwesen
- Betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit 120
3.2. An qualitätssichernden Maßnahmen in der Altenpflege mitwirken
- Fachaufsicht 40
4.1. Berufliches Selbstverständnis entwickeln
- Reflexion der beruflichen Rolle und des eigenen Handelns 60
4.2. Lernen lernen
- Zeitmanagement 40
4.3. Mit Krisen und schwierigen sozialen Situationen umgehen
- Gewalt in der Pflege 80
4.4. Die eigene Gesundheit erhalten und fördern
- Kollegiale Beratung und Supervision 60
Gesamtstundenzahl 2100
(siehe BGBl. I 2002 S. 4426)
(siehe BGBl. I 2002 S. 4427)
(siehe BGBl. I 2002 S. 4428)
Link zu dieser Seite: https://www.buzer.de/gesetz/1896/index.htm

References: § 62
 § 3
 § 14
 § 20

§ 21
 § 1
 § 2
 § 1
 § 2
 § 1
 § 2
 § 2
 § 10