Source: https://www.elo-forum.org/threads/spanischer-verwaltungsakt-statt-einer-eingliederungsvereinbarung.105669/
Timestamp: 2019-06-26 02:51:11+00:00

Document:
Spanischer "Verwaltungsakt" statt einer "Eingliederungsvereinbarung" | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter netti1
egv va bevormundung eingliederungsvereinbarung spanischer verwaltungsakt
Verwaltungsakt_statt_EGV 1.jpg
87,6 KB Aufrufe: 417
Verwaltungsakt_statt_EGV 2.jpg
184 KB Aufrufe: 365
Verwaltungsakt_statt_EGV 3.jpg
202,2 KB Aufrufe: 489
Verwaltungsakt_statt_EGV 4.jpg
205,1 KB Aufrufe: 284
Verwaltungsakt_statt_EGV 5.jpg
118,4 KB Aufrufe: 531
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Vorname Name[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Straße Nr.[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]PLZ Ort[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]JC XXXXXXX[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Widerspruch[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Sehr geehrte Damen und Herren,[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]gegen Ihren Bescheid vom XX.XX.2013 lege ich hiermit fristgerecht[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]W I D E R S P R U C H[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]ein.[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Begründung[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Ihr Bescheid enthält rechtswidrige Inhalte.[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Gleichzeitig mit Widerspruch an das JC stellst du den Antrag auf aW bei SG. Bedenke alles jeweils 2-fach einzureichen, d.h.:
- 2 x Antrag aw[/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]
- 2 x Widerspruch gegen [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]VA[/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]
- 2 x [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]EGV[/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif] als [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]VA[/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Der Antrag auf aW könnte so aussehen[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Die Ag erließ mit Schreiben vom XX.XX.2013 den in Rede stehenden Eingliederungsbescheid (VA). Die Ag hat es unterlassen, vor Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung (EGV) bzw. Erlass des ersetzenden VA, eine Potentialanaylse durchzuführen, was dem eigentlichen Zweck einer EGV bzw. des ersetzenden VA und seiner damit als Voraussetzung stehenden individuellen Eingliederungsstrategie widerspricht ( vgl. SG Leipzig vom 19.2.2007 – S 19 AS 392/06; SG Hamburg vom 8.5.2007 – S 12 AS 820/07 ER).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Ferner hat die Ag dem Ast keine ausreichende Bedenkzeit eingeräumt, um die komplexen Inhalte der zuvor angebotenen EGV von einer fachkundigen Stelle überprüfen zu lassen, sondern unverzüglich den ersetzenden VA erlassen, was rechtswidrig ist (vgl. LSG NRW vom. 7.2.2008 – L 7 B 201/07 AS ER; LSG Baden-Württemberg vom 16.4.2008 – L 7 AS 1398/08 ER-B; SG Koblenz 26.04.2010 – S 2 AS 411/10 ER, Belit in LPK-SGB II; 4. Aufl., § 15, Rz 43 - 44).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Des weiteren hat die Ag keine konkreten Aus- bzw. Zusagen in dem VA getroffen, was die individuellen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit betrifft z.B. bei der Erstattung von Bewerbungskosten, die im Zusammenhang mit den von der Ag im VA auferlegten Bemühungen jedoch gefordert werden. Eigenbemühungen können nur verlangt werden, wenn der Leistungsträger die Kostenerstattung verbindlich konkretisiert hat. (vgl. BSG vom 12.9.2011 – B 11 AL 17/10 R, LSG NRW vom 5.12.2011 – L 19 AS 1870/11; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27.06.2012,- L 19 AS 923/12 B; LSG Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17.01.2013 – L 7 AS 2045/12 B).[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Darüber hinaus hat die Ag die in Rede stehende Maßnahme "XXX" gem. § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB II. Es wird jedoch bezweifelt, dass diese Maßnahme dazu dient, den Ast dabei zu unterstützen, die im VA auferlegen Ziele zu erreichen. Da die dort vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten keineswegs mit dem Berufsbild des Ast harmonisieren, muss die Frage gestellt werden, ob und inwiefern diese Maßnahme überhaupt geeignet und zielführend ist bzw. in den 1. Arbeitsmarkt führen soll (vgl. Thie in Münder, 4. Aufl. 2012, Anh. § 16 Rz. 10ff. § 3 Abs. 1 Satz 3 u. 4 SGB II) Auch wurde diese Maßnahme weder durch die Ag im VA vom XX.XX.2012, noch in der Zuweisung vom hinreichend bestimmt. Die Bestimmung im Einzelnen kann jedoch nicht einem Maßnahmenträger überlassen werden. (vgl. BSG 16.12.2008 – B 4 AS 60/07 R – SozR 4-4200 § 16 Nr. 4; zum BSHG bereits BverGE 68, 97; 110, 297, Thie in LPK-SGB II, 4. Aufl., § 16d, Rz 24).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Dabei hat die Ag auch das Wunschrecht (§ 33 Satz 2 SGB I) des Ast nicht berücksichtigt und ebenfalls nicht darlegen können, ob diese Maßnahme überhaupt erforderlich ist, dafür eine Eignung besteht, die Individuelle Lebenssituation des Ast berücksichtigt, diese Förderung nachhaltig in existenzsichernde Arbeit eingliedert und/oder dem Gebot der Wirtschaftlichkeit gerecht wird (vgl. LSG Berlin-Brandenburg vom 25.7.2008 – L 14 B 568/08 ER,. § 3 SGB II, Thie in LPK-SGB II, 4 Aufl., Anh. zu § 16, Rz 10).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Die Ag hat bei der Festsetzung der zu leistenden Eingenbemühungen die individuelle Umstände des Ast nicht berücksichtigt. Dabei sind insbesondere die individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Hilfesuchenden, seine Vor- und Ausbildung, seine bisherigen beruflichen Erfahrung, seinen persönlichen und familiären Verhältnisse, der Grad der Flexibilität sowie die Lage auf dem örtlichen und regionalen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. Hiermit unvermeidbar wäre eine schematische Festlegung einer Mindestzahl monatlich vorzulegender Bewerbungen (SG Berlin 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05; s.a. Spellbrink in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rn 22, Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl., § 15, Rz 26).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Ebenfalls zweifelhaft ist die Tatsache, dass die Ag in dem ersetzenden Verwaltungsakt dem Ag aufgegeben hat, zu bestimmten Stichtagen Nachweise über Bewerbungsbemühungen vorzulegen, was unzulässig ist (vgl. SG Lübeck vom 25.05.2012 – S 19 AS 342/12 ER).[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Die aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs ist nach § 86b Abs.1 Satz 1 Nr. 2 SGG grundsätzlich ganz anzuordnen, wenn sich einzelne Regelungen eines Eingliederungs-verwaltungsakts nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II als rechtswidrig erwiesen (LSG Niedersachsen-Bremen vom 04.04.2012 – L 15 AS 77/12 B ER).
Anhand dieser zahlreichen Mängel wird beantragt, die aufschiebende Wirkung meines Widerspruchs vom XX.XX.2013 anzuordnen.[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Mit freundlichen grüßen[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Anlagen[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]X[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Gleichzeitig mit Widerspruch an das JC stellst du den Antrag auf aW bei SG. Bedenke alles jeweils 2-fach einzureichen, d.h.:[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]- 2 x Antrag aw[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]- 2 x Widerspruch gegen [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]VA[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]- 2 x [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]EGV[/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif] als [/FONT][FONT=Liberation Sans, sans-serif]VA[/FONT]
[FONT=Liberation Sans, sans-serif]Der Antrag auf aW könnte so aussehen[/FONT]Das sollte für Freude sorgen
netti1 meinte:
Warum Lügen die so ? :icon_eek:
Antwort vom Jobcenter an das Sozialgericht 1.jpg
82 KB Aufrufe: 254
Antwort vom Jobcenter an das Sozialgericht 2.jpg
132,5 KB Aufrufe: 1.102
Antwort vom Jobcenter an das Sozialgericht 3.jpg
Der Eingliederungsverwaltungsakt nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II unterliegt der sofortigen Vollziehbarkeit gem. § 39 SGB II. Du musst den auferlegten Pflichten Folge leisten bis das SG die aufschiebende Wirkung anordnet. :icon_kotz:
Beschluss Sozialgericht Seite 1.jpg
71,8 KB Aufrufe: 299
Beschluss Sozialgericht Seite 2.jpg
160,4 KB Aufrufe: 171
Beschluss Sozialgericht Seite 3.jpg
133,7 KB Aufrufe: 3.862
Beschluss Sozialgericht Seite 4.jpg
195,1 KB Aufrufe: 245
Beschluss Sozialgericht Seite 5.jpg
140,3 KB Aufrufe: 270
Dann nochmal der Hinweis auf den Beschluss des [FONT=Liberation Sans, sans-serif]LSG Niedersachsen-Bremen vom 04.04.2012 – L 15 AS 77/12 B ER.[/FONT]

References: § 15
 § 16
 § 45
 § 16
 § 3
 § 16
 § 16
 § 3
 § 16
 § 15
 § 15
 § 86
 § 15
 § 15
 § 39