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Timestamp: 2019-04-20 05:17:15+00:00

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(Ein-)Fünftelregelung - Einkommensteuergesetz § 34
(Ein-)Fünftelregelung – Einkommensteuergesetz § 34
Was heißt „(Ein-)Fünftelregelung“?
Mit (Ein-)Fünftelregelung wird das Verfahren bezeichnet, nach dem bestimmte außerordentliche Einkünfte wie beispielsweise Entlassungsabfindungen versteuert werden. Durch Anwendung der Fünftelregelung kann es zu einer ermäßigten Besteuerung kommen. Dabei wird vereinfacht so gerechnet, als würden Sie 5 Jahre lang 1/5 der außerordentlichen Einkünfte erhalten. Ein Rechenbeispiel dafür finden Sie unter abfindunginfo.de
Dieses Verfahren wird angewendet besonders bei
Veräußerungsgewinnen für Betriebe und
Entlassungsabfindungen.
Für Veräußerungsgewinne für Betriebe kann auf Antrag eine abweichende Steuerberechnung gewählt werden, wie sie im EStG § 34 Abs. 3 beschrieben wird.
„§ 34 Außerordentliche Einkünfte
(1) Sind in dem zu versteuernden Einkommen außerordentliche Einkünfte enthalten, so ist die auf alle im Veranlagungszeitraum bezogenen außerordentlichen Einkünfte entfallende Einkommensteuer nach den Sätzen 2 bis 4 zu berechnen. Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte. Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ und das zu versteuernde Einkommen positiv, so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer …
Veräußerungsgewinne im Sinne der § § 14, 14a Abs. 1, der § § 16 und 18 Abs. 3 mit Ausnahme des steuerpflichtigen Teils der Veräußerungsgewinne, die nach § 3 Nr. 40 Buchstabe b in Verbindung mit § 3c Abs. 2 teilweise steuerbefreit sind;
Entschädigungen im Sinne des § 24 Nr. 1;
Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten; mehrjährig ist eine Tätigkeit, soweit sie sich über mindestens zwei Veranlagungszeiträume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst.“
Einkommensteuergesetz (EStG) § 34
Welche Vorteile können Sie aus Ihrem Wissen um die (Ein-)Fünftelregelung ziehen?
Aufgrund der (Ein-)Fünftelregelung müssen Sie unter günstigen Umständen auf außerordentliche Einkünfte wie die begünstigten Veräußerungsgewinne und Abfindungen weniger Steuern zahlen, als auf normale Gewinne oder Einkünfte.
Jedoch hat die Finanzverwaltung für die genaue Anwendung der Fünftelregelung zusätzliche Bedingungen festgelegt, die in Anwendungsschreiben enthalten sind. So wurde deren Anwendung davon abhängig gemacht, dass es zu einer „Zusammenballung der Einkünfte„ kommt.
Was sollten Sie beachten, um keinen Schaden durch die Anwendung der (Ein-)Fünftelregelung zu erleiden?
Wenn möglich, soll bereits bei der Berechnung der Lohnsteuer auf die Entlassungsabfindung die Fünftelregelung berücksichtigt werden. Nicht nur Personalabteilungen sind dabei mitunter „überfordert“.
Deshalb sollten Sie spätestens vor der Steuererklärung genau die verschiedenen Varianten kalkulieren, um zu übersehen, ob Sie durch die (Ein-)Fünftelregelung tatsächlich einen Steuervorteil bekommen, oder nur eine Steuerstundung erhalten, vielleicht sogar mit einer Steuernachzahlung rechnen müssen. Hierzu finden Sie auch Hinweise im Abfindungs-Blog
Achtung: Falls Sie „negative Einkünfte“ im Jahr der Abfindung haben, weil Sie z. B. zuviel gezahlten Lohn zurückzahlen müssen, gilt für die Anwendung der Fünftelregelung EStG § 34 Abs. 1 Satz 3. Das bedeutet, zunächst ist der Negativbetrag von dem steuerpflichtigen Teil der Abfindung abzuziehen, dann zu Fünfteln usw. Mit dem Abfindungsrechner von abfindunginfo.de können Sie auch Ihre Steuerlast bei einem negativen zu versteuernden Einkommen kalkulieren.
Wie denken andere über Steuerbegünstigungen wie die „Fünftelregelung“?
Baron Amschel Meyer Rothschild: „Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig“
Franz Klein: „Wen, in bestimmten Einkommensbereichen das Steuerrecht ohne Vergünstigungen voll trifft, der kann nicht überleben.“
Rechenbeispiel für (Ein-)Fünftelregelung
„Zusammenballung der Einkünfte“
(Ein-)Fünftelregelung – Einkommensteuergesetz § 34: 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 2) abgegebenen Stimmen.
Progressionsvorbehalt – Einkommensteuergesetz § 32b
Einkommensteuergesetz § 24 – Entschädigungen
Markiert in: abfindung entlassungsentschädigung estg fünftelregelung steuerermäßigung steuern
Thomas Schulze 18. Mai 2015 8. September 2018 Einkommensteuergesetz 4 Kommentare
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4 Gedanken zu „(Ein-)Fünftelregelung – Einkommensteuergesetz § 34“
norisknofun sagt:
2. Januar 2016 um 15:03 Uhr
Mein Arbeitgeber hat für mich ein Lebensarbeitszeitkonto eingerichtet, auf das ich jahrelang Geld, Überstunden und Urlaubstage eingezahlt habe. Mit dem Renteneintritt in 2 Jahren werde ich mir dieses Geld als sog. Störfall auszahlen lassen. Dann kann ich steuerlich diese Zusatzzahlung in Sinne der Fünftelregelung versteuern !?
2. Januar 2016 um 16:32 Uhr
grundsätzlich wäre eine ermäßigte Besteuerung nach der Fünftelregelung möglich, wenn es sich um Einkünfte für mehrere Jahre handelt ( ist ja wohl der Fall) und eine „Zusammenballung der Einkünfte“ (siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-zusammenballung-von-einkunften.html) vorliegt.
IvyA sagt:
21. Mai 2015 um 13:09 Uhr
Sehr gelungener Inhalt, den ich bei meinen Abfindungsverhandlungen gut einsetzen konnte.
Weiter so, vielen Dank.
21. Mai 2015 um 20:26 Uhr
Vielen Dank, freut mich natürlich, wenn ich Ihnen – und vielleicht auch Ihren Freunden und Bekannten – weiterhelfen konnte. Sollten Sie noch weitere Anregungen oder Fragen haben, so lassen Sie es mich wissen.

References: § 34
 § 34
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 § 14
 § 16
 § 3
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 § 24
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 § 32
 § 24
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