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Timestamp: 2018-03-23 12:41:35+00:00

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Status - 380-kV-Freileitung Bertikow – Pasewalk - Leitungen an Land - Netzausbau - 50Hertz
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Status 380-kV-Freileitung Bertikow - Pasewalk
Bei der geplanten 380-kV-Freileitung Bertikow – Pasewalk handelt es sich um ein länderüberschreitendes Vorhaben, das die beiden Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern betrifft. Im Bundesbedarfsplangesetz ist die geplante 380-kV-Freileitung unter Nr. 11 „Höchstspannungsleitung Bertikow – Pasewalk, Drehstrom Nennspannung 380-kV“ und im Netzentwicklungsplan 2012 als Maßnahme 21 aufgeführt. Somit sind die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Vorhabens und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs gesetzlich festgestellt.
Die vorhandene 220-kV-Leitung
Steigende Strommengen aus erneuerbaren Energien aus der Region
Der Bedarf an Netzkapazitäten wird durch jährliche Prognosen ermittelt, die 50Hertz basierend auf einer Abfrage bei allen Verteilnetzbetreibern und der direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen EEG-Anlagenbetreiber erstellt. Der von 50Hertz errechnete Bedarf basiert auf folgenden EEG-Einspeiseleistungen bzw. EEG-Rückspeiseleistungen in das Höchstspannungsnetz.
in Jahr 2020
UW Bertikow
UW Pasewalk
UW Bertikow: Direktanschluss Windpark und Biomasseanlage
UW Pasewalk: gemeinsamer Standort mit dem zuständigen Verteilnetzbetreiber
In den kommenden Jahren wird die Leistung der Erneuerbare-Energien-Anlagen im Umkreis der geplanten Leitung auf fast zwei Gigawatt steigen. Das entspricht der Kapazität von zwei Großkraftwerken. Künftig wird darüber hinaus auch der Abtransport geplanter konventioneller Kraftwerksleistung notwendig. Wie sich die prognostizierten Einspeisungen des Leitszenarios B 2022 in den verschiedenen Bundesländern zusammensetzen, ist im bestätigten Netzentwicklungsplan 2012 (NEP) aufgeschlüsselt. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.netzausbau.de/vorhaben11
Bündelungsgebot als Planungsgrundsatz
Die geplante 380-kV-Freileitung Bertikow-Pasewalk hat eine Gesamtlänge von knapp 30 Kilometern, davon etwa 20 Kilometer im Leitungsabschnitt Brandenburg und 10 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Trassenplanung beachtet 50Hertz das Bündelungsgebot: Raumordnungs- und Naturschutzrecht verlangen, möglichst wenig Naturraum zu belasten. Der Verlauf orientiert sich daher an der bestehenden 220-kV-Leitung aus den 1950er-Jahren, der 110-kV-Leitung und der Autobahn. Abweichungen von der alten Trasse sind möglich, um Abstände zu Siedlungen zu erhöhen oder bestehende Belastungen für den Naturraum zu verringern. Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern ist der Startpunkt der Leitung, die dann Richtung Süden über die brandenburgische Grenze nach Bertikow bei Prenzlau geführt wird.
Nach Inbetriebnahme der 380-kV-Freileitung und einem angemessenen Probebetriebszeitraum wird die bestehende 220-kV-Leitung zurückgebaut.
Bundesfachplanung: Erörterungstermin am 10.-11. Januar 2018
Die Bundesnetzagentur als verfahrenführende Behörde hat am 10. und 11. Januar 2018 in Torgelow den Erörterungstermin zur Anhörung in der Bundesfachplanung durchgeführt. Dabei waren alle Träger öffentlicher Belange und Private Einwender eingeladen, ihre Stellungnahme mündlich zu erläutern und darüber mit Behörde und 50Hertz zu beraten. Insgesamt machten zwanzig Träger öffentlicher Belange, Institutionen und Privatpersonen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Zusammen waren 90 Stellungnahmen von 86 Stellungnehmenden eingegangen. Davon sind 51 Träger öffentlicher Belange, drei Umweltverbände und 32 Private Personen bzw. Institutionen.
In der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung legte die Bundesnetzagentur die vollständigen Unterlagen nach § 8 NABEG zwischen dem 4. September und 6. November 2017 öffentlich aus. Insgesamt gingen 90 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und privaten Einwendern ein.
Die vollständigen Unterlagen nach § 8 NABEG reichte 50Hertz im Juli 2015 ein. Sie beruhen auf den Maßgaben des Untersuchungsrahmens der Bundesnetzagentur. Die Vollständigkeit der Unterlagen stellte die Bundesnetzagentur am 21. August 2017 fest. Vorausgegangen waren verschiedene inhaltliche Ergänzungen und die Berücksichtigung neu entwickelter naturschutzfachlicher Untersuchungsmethoden.
Den Untersuchungsrahmen zur Vervollständigung der Unterlagen in der Bundesfachplanung veröffentlichte die Bundesnetzagentur am 14. November 2014. Die Grundlage dafür bildete die Antragskonferenz in Torgelow am 24. September 2014.
Bundesfachplanung: Antragskonferenz am 24. September 2014
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) als verfahrensführende Behörde hat am 24. September 2014 die Antragskonferenz zur Bundesfachplanung in der Stadthalle Torgelow durchgeführt. Die Antragskonferenz diente dazu, den Untersuchungsrahmen für den Antrag auf Bundesfachplanung (nach § 8 NABEG) zu bestimmen. 50Hertz hatte dafür Unterlagen erstellt (Antrag auf Zulassung nach § 6 NABEG), die durch die Bundesnetzagentur veröffentlicht worden sind.
In einer Übersicht aller Trassenkorridorvarianten mit Bündelungspotenzialen hat 50Hertz die ermittelnden Möglichkeiten für einen Trassenkorridor zusammengestellt. Aus der Analyse vorhandener Raumplanungsdaten ließen sich drei grundsätzliche Verläufe in Bündelung mit vorhandenen Infrastrukturen identifizieren: mit der Autobahn im Osten, entlang der bestehenden Höchstspannungsleitung in der Mitte und entlang einer bestehenden 110-kV-Freileitung im Westen.
Die Antragskonferenz war der erste Schritt im Zulassungsverfahren. Auf der Konferenz wurden die ermittelten Varianten für einen Trassenkorridor erläutert und diskutiert. Unter Beteiligung aller relevanten regionalen Institutionen und der Öffentlichkeit legt die Bundesnetzagentur fest, welche Unterlagen 50Hertz für eine abschließende behördliche Beurteilung erarbeiten soll. Nach Erstellung der Antragsunterlagen nach § 8 NABEG erhalten Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit, im Rahmen eines formalen Beteiligungsverfahrens noch einmal Einsicht in die finalen Planungsunterlagen zu nehmen und ihre Einwände und Anregungen zu äußern.
Zum Abschluss der Bundesfachplanung wird von der BNetzA ein raumverträglicher Korridor festgelegt, der in Abhängigkeit zu den örtlichen Gegebenheiten eine Breite von 500 bis 1.000 Meter hat. Der Verlauf des Korridors und der Länderübergabepunkt der Freileitung werden Bestandteil des Bundesnetzplans und sind somit verbindlich für das nachfolgende Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Eine Feintrassierung mit exakten Mastpositionierungen und Masthöhen erfolgt erst in der zweiten Stufe des Genehmigungsverfahrens, dem Planfeststellungsverfahren, das im Anschluss an die Bundesfachplanung eingeleitet wird. In dieser Planungs- und Genehmigungsphase spielt die Beteiligung direkt betroffener Grundstückseigentümer eine besonders wichtige Rolle, da im Zuge der Feintrassierung Grundstücksbelastungen bzw. die temporäre oder längerfristige Inanspruchnahme von Grundstücken konkret betrachtet und bewertet werden.
Die Vorschriften, nach denen der Bau der Freileitung beantragt wird, sind unter anderem im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) und im Bundesbedarfsplangesetz geregelt. Weitere Hinweise zum Verfahren finden Sie auf den Webseiten des NABEG und der Bundesfachplanung.
Unterlagen zur Bundesfachplanung nach § 8 NABEG
Erläuterungsbericht, Download als zip-Datei (27 MB)
Raumverträglichkeitsstudie, Download als zip-Datei (35 MB)
Umweltbericht, Download als zip-Datei (192 MB)
Beteiligung durch Bundesnetzagentur
Kartenmaterial (Stand 28.09.2017)
Trassenkorridorvarianten Bundesfachplanung

References: § 8
 § 8
 § 8
 § 6
 § 8
 § 8