Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=27.01.1982&Aktenzeichen=4%20ER%20401.81
Timestamp: 2019-07-17 23:48:30+00:00

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BVerwG, 27.01.1982 - 4 ER 401.81 - dejure.org
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BVerwG, 27.01.1982 - 4 ER 401.81 (https://dejure.org/1982,351)
BVerwG, Entscheidung vom 27.01.1982 - 4 ER 401.81 (https://dejure.org/1982,351)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Januar 1982 - 4 ER 401.81 (https://dejure.org/1982,351)
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Anfechtung - Planfeststellungsbeschluss - Flughafen - Aufschiebende Wirkung - Zuständigkeit
VwGO § 53 § 80 Abs. 5, 6
VG München, 24.11.1981 - MF 05770-3B
VGH Bayern, 26.11.1981 - 20 AS 81 D.110
VGH Bayern, 25.06.1982 - 20 AS 81 D.110
BVerwGE 64, 347
NVwZ 1982, 370
DVBl 1982, 836
Der verwaltungsgerichtliche Rechtsschutz ist entsprechend der Rechtsschutzgewährleistung des Art. 19 Abs. 4 GG in der Verwaltungsgerichtsordnung als subjektivrechtlicher Rechtsschutz ausgestaltet (§§ 42 Abs. 2, 113 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 4 Satz 1 VwGO; vgl. hier insbesondere BVerwG 64, 347 ).
Gegenüber Dritten, die nicht Klage erhoben haben, kann der Planfeststellungsbeschluss mit allen Konsequenzen bestandskräftig werden (BVerwG, Beschl. v. 27.01.1982 - 4 ER 401.81 - BVerwGE 64, 347 ).
Denn dem nachträglich als Feststellungsantrag formulierten Hauptantrag fehlt unabhängig von der Frage, ob bei Verwaltungsakten mit Drittwirkung die Folgen einer - behördlichen oder gerichtlichen - Vollziehbarkeitsanordnung nur gegenüber den Rechtsbehelfsführern eintreten, gegenüber denen die Anordnung vorgenommen wurde, mithin nur relativ wirken, so wohl OVG NRW, Beschluss vom 18. Dezember 2015 - 8 B 1108/15 -, juris, Rn. 35 f. unter Verweis auf BVerwG, Beschluss vom 27. Januar 1982 - 4 ER 401/81 -, juris, Rn. 16 sowie BayVGH, Beschluss vom 23. Dezember 1996 - 26 CS 96.2760 -, juris, Rn. 13, das erforderliche Rechtsschutzbedürfnis.
Soweit sich aus dem Senatsbeschluss vom 27. Januar 1982 - 4 ER 401.81 - (BVerwGE 64, 347 ) etwas Abweichendes ergeben sollte, hält der Senat hieran nicht fest.
Die Beteiligtenstellung im Änderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO entspricht der Stellung im Ausgangsverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO (wie BVerwG, Beschl. v. 27.1.1982 - 4 ER 401.81 -, juris Rn. 19 = BVerwGE 64, 347).
Eine solche Zuordnung, die allerdings auch der Senat in der Vergangenheit nichts stets einheitlich vorgenommen hat, dient der Übersichtlichkeit und vermeidet die gerade in diesem Verfahren offenkundig gewordenen Schwierigkeiten einer Neuzuordnung in Verfahren des Drittrechtsschutzes (wie hier BVerwG, Beschl. v. 27.1.1982 - 4 ER 401.81 -, juris Rn. 19 = BVerwGE 64, 347 = NVwZ 1982, 370; OVG Rl-Pf., Beschl. v. 23.9.2004 - 8 B.
Dieses Urteil entfaltet mit seinem feststellenden Ausspruch (vgl. Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 19.94 - BVerwGE 100, 370 ;… Beschluss vom 22. September 2005 - BVerwG 9 B 13.05 - juris Rn. 7) Wirkung nur zwischen den Beteiligten (§ 121 Nr. 1 VwGO), während dieser Ausspruch sich gegenüber anderen Planbetroffenen als bloßer Rechtsreflex erweist, der die einmal eingetretene Bestandskraft unberührt lässt (…Beschluss vom 22. September 2005 a.a.O.; zur differenzierenden Beurteilung der sofortigen Vollziehbarkeit von Planfeststellungsbeschlüssen im Verhältnis zu verschiedenen Betroffenen vgl. auch Beschluss vom 27. Januar 1982 - BVerwG 4 ER 401.81 - BVerwGE 64, 347 ).
Es ist daher möglich, daß die Anfechtungsklage eines Nachbarn wegen einer Verletzung seiner subjektiven Rechte begründet ist und wegen dieser Rechtsverletzung zur Aufhebung der Baugenehmigung führt, die Klage eines anderen Nachbarn gegen dieselbe Baugenehmigung aber unbegründet ist, weil es für diesen Kläger an einer Verletzung seiner subjektiven Rechte fehlt (in diesem Sinne bereits Senatsurteil vom 5. Juli 1974 - BVerwG 4 C 50.72 - NJW 1975, 70 (71) [BVerwG 05.07.1974 - IV C 50/72], insoweit in BVerwGE 45, 309 nicht abgedruckt; vgl. ferner Beschluß vom 27. Januar 1982 - BVerwG 4 ER 401.81 - BVerwGE 64, 347 (352) [BVerwG 27.01.1982 - 4 ER 401/81]).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Januar 1982 - 4 ER 401/81 -, BVerwGE 64, 347 = juris Rn. 15 ff:; Bay. VGH, Beschluss vom 23. Dezember 1996 - 26 CS 96.2760 -, NVwZ-RR 1998, 271 = juris Rn. 13; Schoch, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand März 2015, § 80 Rn. 266.
Sowenig in Fällen, in denen von ein und demselben Verwaltungsakt eine Mehrzahl von Personen betroffen ist, von einem Grundsatz der "Einheit der Unanfechtbarkeit und der sofortigen Vollziehung" die Rede sein kann (vgl. BVerwG, Beschluß vom 27. Januar 1982 - BVerwG 4 ER 401.81 - Buchholz 310 § 80 VwGO Nr. 39), sowenig bietet das geltende Recht Raum für den Grundsatz der "Einheit der Wirksamkeit".
Da es einen Grundsatz der "Einheit der sofortigen Vollziehung" nicht gibt, denn der verwaltungsgerichtliche Rechtsschutz ist entsprechend der Rechtsschutzgewährleistung des Art. 19 Abs. 4 GG in der Verwaltungsgerichtsordnung als subjektivrechtlicher Rechtsschutz ausgestaltet, tritt die aufschiebende Wirkung grundsätzlich immer nur zugunsten desjenigen Betroffenen ein, der den Rechtsbehelf eingelegt hat, und kann in zeitlicher wie inhaltlicher Hinsicht für mehrere Betroffene unterschiedliche Wege gehen (BVerwG, Beschl.v. 27.01.1982 - 4 ER 401.81 -, E 64, 347, 352;… vgl. Bader/Funke-Kaiser/Kuntze/v.Albedyll, Verwaltunsgerichtsordnung, § 80 Rdnr. 13).
OVG Sachsen, 28.12.2009 - 1 B 400/09
Eigenständigkeit des Verfahrens nach § 80 Abs. 7 Verwaltungsgerichtsordnung ( …
VG Minden, 04.09.2012 - 1 L 292/12
Antrag gem. § 80 Abs. 7 VwGO bei nachträglicher Änderung der Sach- und Rechtslage
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.01.1987 - 11 B 2968/86
Abänderungsverfahren; Aufhebung; Einstweilige Anordnung; Veränderte Umstände; …
VGH Baden-Württemberg, 05.10.1990 - 5 S 1828/90
Bezeichnung der Beteiligten im Verfahren nach VwGO § 80 Abs 6

References: § 53
 § 80
 Art. 19
 § 80
 § 80
 § 80
 § 80
 Art. 19
 § 80
 § 80
 § 80
 § 80