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Timestamp: 2019-11-15 08:46:13+00:00

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KVG sind Unternehmen mit satzungsmäßigem Sitz und Hauptverwaltung im Inland, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, inländische Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländische AIF zu verwalten.
Verwaltung eines Investmentvermögens liegt vor, wenn mindestens die Portfolioverwaltung oder das Risikomanagement für ein oder mehrere Investmentvermögen erbracht wird.
KVG ist der Oberbegriff für interne und externe Verwaltungsgesellschaften.
Interne KVG § 17 (2) 2 KAGB
Externe KVG § 17 (2) 1 KAGB
OGAW-KVG § 1 (15) KAGB
AIF-KVG § 1 (16) KAGB
EU-VG § 1 (17) KAGB
AIF-VG § 1 (18) KAGB
Interne KVG: das InvV selbst, wenn die Rechtsform des InvV eine interne Verwaltung zulässt und der Vorstand oder die Geschäftsführung des InvV entscheidet, keine externe KVG zu bestellen.
Externe KVG: ist KVG, die vom InvV oder im Namen des InvV bestellt ist und aufgrund dieser Bestellung für die Verwaltung des InvV verantwortlich ist.
OGAW-KVG: KVG, die mindestens 1 OGAW verwaltet oder zu verwalten beabsichtigt.
AIF-KVG: KVG, die mindestens 1 alternativen Investmentfonds (AIF) verwaltet oder zu verwalten beabsichtigt.
EU-Verwaltungsgesellschaft: Oberbegriff für externe als auch interne Verwaltungsgesellschaften mit Sitz in der EU oder in EWR-Staaten, die OGAW oder AIF verwalten.
Ausländische AIF-Verwaltungsgesellschaft: Oberbegriff für externe als auch interne Verwaltungsgesellschaften, die AIF verwalten und ihren Sitz in einem Drittstaat haben.
Die interne KVG ist das Investmentvermögen selbst.
Externe KVG & 17(2) 1 KAGB
Rechtsformen § 18 (1) KAGB
Organe 18 (2) KAGB
Zulässige Rechtsformen:
AG, GmbH und GmbH & Co.KG.
Aufsichtsrat bei AG und GmbH
Beirat bei GmbH & Co.KG
Diverse Verweise auf das Aktiengesetz; besondere Bestimmungen für Spezial-AIF
Meldepflicht an BaFin, sofern Einhaltung der Anforderungen aus dem KAGB nicht möglich.
BaFin fordert externe KVG zur Kündigung des Verwaltervertrages auf, dies hat zur Folge, dass der AIF zumindest EU und EWR-weit nicht mehr vertrieben werden darf.
Unter dem Geschäftszeichen WA 41-Wp 2137-2013/0036 veröffentlichte die BaFin am 4. Juli 2013 den Beitrag: „Häufige Fragen zum Thema Auslagerung gemäß § 36„. Ein Beitrag meinerseits hierzu folgt noch.
Die BaFin führt indirekt aus, dass sobald eine externe KVG bestellt wurde, ein extern verwaltetes Investmentvermögen keine Tätigkeiten – mit Ausnahme der per Gesetz vorgesehenen Aufgaben der Organe – mehr durchführen darf. Einzig und allein der bestellten KVG obliegt die kollektive Verwaltung des Investmentvermögens. Die BaFin schreibt auch, dass eine „Einlagerung“ der Aufgaben in die Investmentgesellschaft dann nicht mehr in Betracht kommt.
Zulassung bei BaFin
§ 20 ff. KAGB
Getrennte Behandlung von OGAW- und AIF-KVG
Bedingungen in §21 und 22 KAGB
Zulassung einer KVG
Mit Ausnahme der KVG, die Spezial-AIF und AIF verwalten, die unterhalb bestimmter Schwellenwerte liegen und nicht für die Unterwerfung optiert haben, sind alle KVG gemäß § 20 (1) KAGB erlaubnispflichtig.
Einer OGAW –KVG kann auf Antrag eine Erlaubnis als AIF-KVG erteilt werden. Umgekehrt auch.
§ 20 KAGB legt den möglichen zu erbringenden Leistungsumfang fest. Dieser umfasst unter anderem die Finanzportfolioverwaltung durch eine OGAW-KVG und die individuelle Vermögensverwaltung und Anlageberatung durch eine AIF-KVG. Die Pflicht zur kollektiven Vermögensverwaltung kann bei bestimmten Konstellationen bestehen.
Aufnahme der Tätigkeiten in Satzung bzw. Gesellschaftsvertrag erforderlich.
Generelles Verbot für interne KVG andere Tätigkeiten, als die Verwaltung ihrer Vermögenswerte auszuführen.
Bedingungen für den Erlaubnisantrag stehen in § 21/ 22 KABG.
Erlaubnisantrag KVG
§ 21 KAGB für OGAW-KVG
§ 22 KAGB für AIF-KVG
§ 25 KAGB Nachweis von Eigenmitteln (Teile des verlinkten Beitrags gehen darauf ein)
§ 36 KAGB Angaben zu vorgesehenen Auslagerungen (noch nicht fertig)
§ 37 KAGB Angaben zur Vergütung
§ 80 KAGB Angaben zur Verwahrstelle
Für die OGAW-KVG gilt § 21 und für die AIF-KVG § 22 KAGB.
Die erforderlichen Punkte für einen Antrag sind einzeln aufgelistet.
Es geht hier im wesentlichen um folgende Punkte:
Eigenmittelnachweise entsprechend § 25 KAGB,
Angaben zum Management (Person, Eignung, Zuverlässigkeit, Verflechtungen…)
Geschäftsplan mit Organisationsstruktur
Angaben über die Vergütungspolitik und Vergütungspraxis nach § 37 KAGB,
Angaben über Auslagerungsvereinbarungen nach § 36 KAGB,
Angaben zur Verwahrstelle nach § 80 KAGB
Die Berechnung ist beschrieben.
Verhaltensregeln einer KVG
Handelt unabhängig von Verwahrstelle und ausschließlich im Interesse der Anleger
nötigen Sachkenntnis, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit…
Ordnungsgemäßen Geschäftstätigkeit
Erfüllung aller regulatorischen Anforderungen etc.
Bei AIF-KVG darf es, wenn nicht vertraglich vereinbart, keine Vorzugsbehandlung einzelner Anleger geben.
Bei Finanzportfolioverwaltung oder individueller Vermögensverwaltung ist eine Anlage in ein von der KVG verwaltetes InvV nur mit allgemeiner Zustimmung des Anlegers möglich.
Hinweis auf Gebrauch missbräuchlicher Marktpraktiken.
Zum Erlaubnisantrag einer AIF-KVG nach § 22 KAGB gibt es einen eigenständigen Beitrag: KAGB – Merkblatt Erlaubnisverfahren für AIF-KVG nach §22 KAGB.
Kleiner Tipp: Möchtest Du Dir einen Überblick über das KAGB verschaffen, dann empfehle ich Dir meinen Beitrag: KAGB – Dschungel-Guide für AIFM. Ich versuche darin, für die schnelle Recherche, einen Weg durchs Paragraphendickicht zu bannen.
Für bestehende Gesellschaften empfehle ich insbesondere auch das Studium von Kapitel 7, welches Übergangsvorschriften enthält und auch konkrete Fristen für die Umsetzung vorgibt.
KategorienAlle, Fonds-Prozesse und -strukturen, KAGB SchlagwörterAIF-KVG, Anlagenstrategie, Auslagerungsvereinbarung, Eigenmittelnachweis, Erlaubnisfähigkeit, Erlaubnispflicht, externe KVG, interne KVG, KAGB, Kapitalanlagegesetzbuch, Kapitalverwaltungsgesellschaft, KVG, OGAW-KVG, Vergütung, Verhaltensregeln, Verwahrstelle
Eine Antwort auf „KAGB – Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)“
Nachtrag über der Überschrift ‚Zulassung bei BaFin‘ eingefügt!
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References: § 17
 § 17
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 18
 § 36

§ 20
 §21
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§ 22

§ 25

§ 36

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§ 80
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