Source: http://www.jurablogs.com/2013/02/01/bgh-zulaessigkeit-altmeldung-strafrechtliche-ermittlungsverfahren-namentlich-benannten
Timestamp: 2017-06-28 19:23:08+00:00

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BGH: Zur Zulässigkeit, eine Altmeldung über das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen einen namentlich benannten Manager in einem
Online-Archiv vorzuhalten
BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteFebruar 2013BGH: Zur Zulässigkeit, eine Altmeldung über das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen einen namentlich benannten Manager in einem
Online-Archiv vorzuhaltenBGH, Urteil vom 30.10.2012, Az. VI ZR 4/12 Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 5 Abs. 1 GG, § 823 Abs. 1 BGB, 1004 Abs. 1 S.2 BGBDer BGH hat entschieden, dass die Vorhaltung einer Pressemeldung, in dem über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen einen namentlich benannten Manager eines bedeutenden Energieversorgers wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung berichtet wird und die keinen Bezug mehr zu aktuellen Geschehnissen hat, gleichwohl in einem Online-Archiv weiter vorgehalten werden darf. Von Interesse dürfte die differenzierte Begründung des 6. Zivilsenats sein, insbesondere zum Bericht über Altstraftaten namentlich benannter Personen. Zum Volltext der Entscheidung:BundesgerichtshofUrteilDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 30.10.2012 durch … für Recht erkannt:Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 7. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 29.11.2011 aufgehoben.Die Berufung des Klägers gegen das Urteil der 24. Zivilkammer des Landgerichts Hamburg vom 12.08.2011 wird zurückgewiesen.Der Kläger hat die Kosten der Rechtsmittelverfahren zu tragen.Tatbestand:Der Kläger nimmt die Beklagte auf Unterlassung der individualisierenden Berichterstattung über ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren in Anspruch.Der Kläger ist “Direktor Finanzen und Controlling” der Gazprom Germania GmbH, der deutschen Tochter des russischen Gazprom-Konzerns. Das Unternehmen beschäftigt 520 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von 8 Milliarden Euro. In einer Präsentation zur Bilanzpressekonferenz 2008 wurde der Kläger auf der ersten Seite als “Direktor Finanzen” aufgeführt. Er ist auch im Internetauftritt der Gazprom Germania GmbH mit Foto und Lebenslauf vertreten. In dem Internetportal “XING” wird er als CFO der Gazprom Germania GmbH geführt ...Zum vollständigen Artikel165 LeserHerrmann IT & Media Law:Urteil des BGH: Unzulässige Verdachtsberichterstattung über Missbrauchsvorwürfe gegen b...10 verwandte ArtikelBGH stärkt Online ArchiveBGH: Internetportal darf über Stasi-Vergangenheit eines Gazprom-Managers berichten und den Artikel im „Online Archiv“ zum Abruf
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References: Art. 1
 Art. 2
 Art. 5
 § 823
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