Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.11.2015&Aktenzeichen=VII%20ZB%202/15
Timestamp: 2019-07-20 19:28:42+00:00

Document:
BGH, 18.11.2015 - VII ZB 2/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,37203
BGH, 18.11.2015 - VII ZB 2/15 (https://dejure.org/2015,37203)
BGH, Entscheidung vom 18.11.2015 - VII ZB 2/15 (https://dejure.org/2015,37203)
BGH, Entscheidung vom 18. November 2015 - VII ZB 2/15 (https://dejure.org/2015,37203)
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ZPO § 66 Abs. 1, § 71, § 485; BGB § 421
§ 15 Abs. 2 HOAI, § 426 BGB, § 71 ZPO, § 66 ZPO, §§ 66 ff. ZPO, § 66 Abs. 1, § 71 Abs. 1 ZPO, § 66 Abs. 1 ZPO, § 422 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 426 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 485 Abs. 2 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 66 Abs 1 ZPO, § 71 ZPO, § 485 ZPO, § 421 BGB
Zur Entscheidung über einen Antrag auf Zurückweisung einer Nebenintervention im selbständigen Beweisverfahren; zum rechtlichen Interesse des Nebenintervenienten am Beitritt in einem selbständigen Beweisverfahren
ZPO § 66 Abs. 1; ZPO § 71; ZPO § 485; BGB § 421
BGB § 421 ; ZPO § 66 Abs. 1 ; ZPO § 71
Zurückweisung einer Nebenintervention im selbständigen Beweisverfahren
Nebenintervention im selbständigen Beweisverfahren
Rechtliches Interesse des Nebenintervenienten entsprechend § 66 Abs. 1 ZPO am Beitritt in einem selbständigen Beweisverfahren
Zulässiger Streitbeitritt auf der Gegenseite!
Zulässigkeit des Streitbeitritts eines Fachplaners
Selbständiges Beweisverfahren: Wann ist ein Streitbeitritt auf der Gegenseite zulässig? (IBR 2016, 124)
Kurznachricht zu "Die Nebenintervention - ein missverstandenes Instrument, insbesondere nach vorausgegangener Streitverkündung" von RA/FABauArchR Dr. Hans-Joachim Wagner, original erschienen in: BauR 2016, 1692 - 1699.
Kurznachricht zu "Das rechtliche Interesse am Beitritt zum selbstständigen Beweisverfahren" von RA Hans Christian Schwenker, original erschienen in: NJW 2016, 989 - 992.
LG Chemnitz, 31.03.2014 - 2 OH 18/12
OLG Dresden, 05.01.2015 - 10 W 977/14
BGHZ 207, 378
NJW 2016, 1020
MDR 2016, 347
MDR 2016, 379
NZBau 2016, 156
BauR 2016, 705
ZfBR 2016, 249
Der Begriff des rechtlichen Interesses ist zwar grundsätzlich weit auszulegen (BGH, Beschluss vom 18.11.2015 - VII ZB 2/15).
Das ist nicht generell unzulässig, sondern dann zulässig, wenn der Streitverkündete sinnvollerweise auf ein Obsiegen des Gegners hofft (so auch BGH 18.11.2015, VII ZB 2/15).
Nach anderer Ansicht soll im selbständigen Beweisverfahren stattdessen durch Beschluss zu entscheiden sein; dazu führe eine "entsprechende" Anwendung von § 71 ZPO (BGH 18.11.2015, VII ZB 2/15 = NJW 2015, 1020).
Dle Kammer verkennt nicht, dass der Bundesgerichtshof zum Teil andere Lösungsansätze vertritt (18.11.2015, VII ZB 57/12 = NZBau 2016, 158 und 18.11.2015 VII ZB 2/15 = NJW 2016, 1020).
4.2.3.1 In dem vom BGH entschiedenen Fall VII ZB 2/15 ("Gesamtschuld-Fall") waren solche Folgewirkungen anzunehmen und der Beitritt zulässig:.
Dieser letzte Teil der BGH-"Formel" interessiert die Beitrittswillige hier insofern, als es vorliegend keine vertragliche Beziehung gibt zwischen der Beitrittswilligen und der Antragstellerseite, die sie jetzt unterstützen will - hier liegt der Unterschied zu den vorgenannten BGH-Entscheidungen (VII ZB 2/15 und VII ZB 57/12).
Der BGH (VII ZB 2/15) bekam sie vom Vorgericht geliefert und hat sie nicht kommentiert - sondern dürr bemerkt, "im Ergebnis" halte das der rechtlichen Überprüfung stand.
Dabei ist der Begriff des rechtlichen Interesses weit auszulegen (st. Rspr. BGH…, Urteil vom 17. Januar 2006 - X ZR 236/01, BGHZ 166, 18 Rn. 7; Beschluss vom 18. November 2015 - VII ZB 2/15, WM 2016, 532 Rn. 11).
Der bloße Wunsch eines Nebenintervenienten, der Rechtsstreit möge zugunsten einer Partei entschieden werden, stellt lediglich einen Umstand dar, der ein tatsächliches Interesse am Obsiegen einer Partei zu erklären vermag (BGH…, Beschluss vom 10. Februar 2011 - I ZB 63/09, NJW-RR 2011, 907 Rn. 10;… Beschluss vom 24. April 2006 - II ZB 16/05, ZIP 2006, 1218 Rn. 8, 12; Beschluss vom 18. November 2015 - VII ZB 2/15, BGHZ 207, 378 Rn. 11).
Wer zu einem Gläubiger in einem Rechtsverhältnis steht, aufgrund dessen er diesem möglicherweise als Gesamtschuldner mit einem weiteren Schuldner haftet, hat ein rechtliches Interesse daran, dass eine Klage des Gläubigers gegen den weiteren Schuldner Erfolg hat (BGH, Beschluss vom 18.11.2015, VII ZB 2/15).
Es kommt darauf an, ob der Nebenintervenient zu der unterstützten Partei oder dem Gegenstand des selbstständigen Beweisverfahrens in diesem Sinne in einem Rechtsverhältnis steht, auf welches das Ergebnis der in dem selbstständigen Beweisverfahren stattfindenden zulässigen Beweiserhebung unmittelbar oder mittelbar rechtlich einwirkt (Vgl. BGH Beschluss vom 18.11.2015 - VII ZB 2/15, NJW 2016, 1020).
Der BGH stellt stattdessen auf folgende Überlegung ab (…NJW 2016, 1018, Rz. 15 f.; NJW 2016, 1020, Rz. 20 f.): "Ein Antragsteller "obsiegt" in einem selbständigen Beweisverfahren vielmehr dann, wenn die von ihm behaupteten Mängel und deren Verursachung durch den Antragsgegner festgestellt werden.
Das Verfahren nach § 522 Abs. 2 ZPO als schriftliches Verfahren (…Heßler in: Zöller, ZPO, 31. Aufl., § 522 Rz. 33) ist zudem mit dem selbstständigen Beweisverfahren vergleichbar, bei dem eine Entscheidung gemäß § 71 Abs. 1 Satz 1 ZPO ohne mündliche Verhandlung durch Beschluss als zulässig angesehen wird (BGH, Beschluss vom 18.11.2015, Az. VII ZB 2/15, Leitsatz Ziff. 2; OLG Köln, Beschluss vom 13.10.2009, Az. 9 W 77/09, BauR 2010, 250, 251), zumal auch das Verfahren gemäß § 522 Abs. 2 ZPO der Beschleunigung dient (…vgl. Heßler in: Zöller, ZPO, 31. Aufl., § 522 Rz. 31).
Der BGH stellt stattdessen auf folgende Überlegung ab (…NJW 2016, 1018, Rz. 15 f.; NJW 2016, 1020, Rz.20 f.): "Ein Antragsteller "obsiegt" in einem selbständigen Beweisverfahren vielmehr dann, wenn die von ihm behaupteten Mängel und deren Verursachung durch den Antragsgegner festgestellt werden.
Dazu führt der BGH in seinem Beschluss vom 18.11.2015, VII ZB 2/15 (NJW 2016, 1020, Rz. 13) aus: "Zwar machen die Streithelfer in erster Linie geltend, ein Interesse daran zu haben, dass nur der Ag. für die geltend gemachten Mängel am Bauwerk hafte.
Allerdings muss das rechtliche Interesse im Sinne von § 485 Abs. 2 ZPO an der Feststellung des Zustandes einer Person oder der Ursache eines Personenschadens bestehen, für den eine Haftung gerade des Antragsgegners dem Antragsteller gegenüber in Betracht kommt (in diesem Sinne BGH, Beschluss vom 18.11.2015 - VII ZB 2/15, NJW 2016, 1020, 1021; KG, Beschluss vom 15.02.1999 - 25 W 6893/98, NJW-RR 2000, 513, 514; OLG Nürnberg, Beschluss vom 07.03.2011 - 12 W 456/11, NJW-RR 2011, 1216, 1217).
LG München I, 07.11.2016 - 18 OH 8632/13
Unzulässigkeit eines Streitbeitritts auf seiten der Antragsteller im …

References: § 66
 § 71
 § 485
 § 421

§ 15
 § 426
 § 71
 § 66
 § 66
 § 71
 § 66
 § 422
 § 426
 § 485
 § 97

§ 66
 § 71
 § 485
 § 421
 § 66
 § 71
 § 485
 § 421
 § 421
 § 66
 § 71
 § 66
 BGH 
 § 71
 BGH 
 BGH 
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 § 522
 § 522
 § 71
 § 522
 § 522
 BGH 
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 § 485