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Timestamp: 2019-11-21 03:32:46+00:00

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BVerwG, 15.09.1992 - 9 B 18.92 - dejure.org
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BVerwG, 15.09.1992 - 9 B 18.92 (https://dejure.org/1992,1242)
BVerwG, Entscheidung vom 15.09.1992 - 9 B 18.92 (https://dejure.org/1992,1242)
BVerwG, Entscheidung vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 (https://dejure.org/1992,1242)
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Vertriebenenrecht - Verwaltungsverfahrensrecht - Volkszugehörigkeit - Deutsches Volkstum - Spätgeborene
BVFG § 6; VwVfG § 51 Abs. 1 Nr. 2 § 5
Wiederaufgreifen des Verwaltungsverfahrens im engeren Sinne neue Beweismittel - Berücksichtigung sonstigen Verfahrensstoffes - Wiederaufgreifen im Ermessenswege - deutsche Volkszugehörigkeit von Spätgeborenen - Überlieferung deutschen Volkstums durch außerhalb des ...
VG Ansbach, 07.02.1990 - AN 15 K 89.00156
VGH Bayern, 22.10.1991 - 11 B 90.1424
NVwZ-RR 1993, 667
Allerdings kann der Beklagte, wie sich aus Art. 51 Abs. 5 BayVwVfG (§ 51 Abs. 5 VwVfG) ergibt, ein Verwaltungsverfahren nach pflichtgemäßem Ermessen auch dann wiederaufgreifen und über einen durch unanfechtbaren Verwaltungsakt beschiedenen materiellrechtlichen Anspruch auf Besoldung erneut sachlich entscheiden, wenn die Voraussetzungen für ein Wiederaufgreifen im engeren Sinne nach Art. 51 Abs. 1 BayVwVfG (§ 51 Abs. 1 VwVfG) nicht vorliegen (vgl. Beschluss vom 15. September 1992 - BVerwG 9 B 18.92 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 69 S. 68 und Urteil vom 27. Januar 1994 - BVerwG 2 C 12.92 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 31 S. 6 jeweils m.w.N.; stRspr).
Die Behörde kann unter Umständen nach Ermessen die bestandskräftige Ausnahme aufheben und ist dazu unter den Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG NW verpflichtet (vgl. zum Verhältnis des Wiederaufgreifens im engeren und im weiteren Sinne Beschluß vom 15. September 1992 - BVerwG 9 B 18.92 - NVwZ-RR 1993, 667).
Weitere Wiederaufgreifensgründe sind in Anwendung des § 51 Abs. 1 VwVfG NW nicht zu prüfen (vgl. Beschluß vom 15. September 1992, a.a.O.).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. August 1987 - 9 B 318.86 -, Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG (a. F.) Nr. 6, S. 1 (2 f.) = juris, Rn. 3, zum Umfang der erneuten Sachprüfung im Falle eines Asylfolgeantrags, und vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 -, NVwZ-RR 1993, 667 = juris, Rn. 3, zu einem vertriebenenrechtlichen Verfahren; Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, Kommentar, 8. Auflage 2014, § 51 Rn. 34, m. w. N.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 -, NVwZ-RR 1993, 667 = juris, Rn. 3; Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, Kommentar, 8. Auflage 2014, § 51 Rn. 36; W.-R. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, Kommentar, 23. Auflage 2017, § 153 Rn. 13.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 -, NVwZ-RR 1993, 667 = juris, Rn. 3.
auch BVerwG, Beschluss vom 15.9.1992 - 9 B 18.92 -, NVwZ-RR 1993, 667; Urteil vom 20.10.2004 - 1 C 15.03 - NVwZ 2005, 462.
Die Befugnis zu einer neuen Sachentscheidung reicht bei § 51 Abs. 1 VwVfG vielmehr nur so weit, wie der festgestellte Wiederaufnahmegrund dies rechtfertigt (vgl. BVerwG…, Urteil vom 27. September 2016 - 1 C 20.15 - juris Rn. 22; Beschlüsse vom 5. August 1987 - 9 B 318.86 - Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 6 S. 2 f. und vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 69 S. 67 f.).
8 Nach allgemeinem Verwaltungsverfahrensrecht kann mithin, soweit dies nicht durch eine nach § 1 Abs. 2 Satz 1 VwVfG entgegenstehende Vorschrift ausgeschlossen ist (vgl. BVerwGE 78, 332 ), eine an Gesetz und Recht gebundene Behörde aus Gründen der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung ein Verfahren jederzeit von Amts wegen wieder aufgreifen mit dem Ziel, einen möglicherweise rechtswidrigen Verwaltungsakt zugunsten des Betroffenen durch einen der Rechtslage entsprechenden zu ersetzen (vgl. etwa BVerwGE 10, 12 ; 78, 332 : s.a. BVerwG, Beschluss vom 15. September 1992 BVerwG 9 B 18.92 Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 69).
Eine Zweitentscheidung in der Sache setzt daher voraus, dass die Bestandskraft einer ablehnenden Entscheidung gemäß § 51 VwVfG überwunden wird (…vgl. BVerwG, Urteile vom 13. Dezember 2011 - 5 C 9.11 - BayVBl. 2012, 478 Rn. 18 ff. für den Fall einer durch rechtskräftiges Urteil bestätigten Ablehnung eines Aufnahmebescheides …und vom 27. September 2016 - 1 C 20.15 - juris Rn. 22 für einen Einbeziehungsbescheid; siehe ferner BVerwG, Beschluss vom 15. September 1992 - 9 B 18.92 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 69 S. 67 f.).
Soweit die Vorinstanz zur Begründung ihrer Rechtsauffassung, nur ein volksdeutscher Elternteil könne die deutsche Sprache als Bestätigungsmerkmal vermitteln, auf Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts aus den Jahren 1986 bis 1992 verweist, wonach ein deutsches Volkstumsbewusstsein in dem Sinne, Angehöriger des deutschen Volkes zu sein und keinem anderen Volkstum anzugehören, grundsätzlich nur durch einen volksdeutschen Elternteil, Verwandten oder in atypischen Fällen eine andere volksdeutsche Bezugsperson vermittelt werden könne (Urteil vom 2. Dezember 1986 BVerwG 9 C 6.86; Urteil vom 15. Mai 1990 BVerwG 9 C 51.89; Beschluss vom 15. September 1992 BVerwG 9 B 18.92), hat das Bundesverwaltungsgericht für die im zweitinstanzlichen Entscheidungszeitpunkt geltende Gesetzesfassung (Fassung der Bekanntmachung vom 2. Juni 1993) in seinen Urteilen vom 19. Oktober 2000 (BVerwG 5 C 44.99 u. a.) festgestellt, dass es nicht zulässig sei, § 6 Abs. 2 BVFG F. 1993 unter weitgehendem Rückgriff auf die Auslegung des § 6 BVFG a. F. (vor der Änderung durch das Kriegsfolgenbereinigungsgesetz vom 21. Dezember 1992, BGBl I S. 2094) auszulegen.
Auch die von der Vorinstanz angeführte ältere Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die als Grundlage der Zurechnung eines vermittelten Bekenntniszusammenhanges "unter atypischen Umständen" (Tod beider Elternteile) eine Vermittlung deutschen Volkstumsbewusstseins sogar durch außerhalb der Familie stehende Bezugspersonen nicht grundsätzlich ausschloss, diese bei nicht deutschen Bezugspersonen allerdings als "schwerlich vorstellbar" ansah (Beschluss vom 15. September 1992 BVerwG 9 B 18.92, a. a. O.), brachte mit eben dieser Formulierung zum Ausdruck, dass es sich bei der Feststellung einer Bewusstseinsvermittlung um ein Problem der Tatsachenfeststellung im Einzelfall handelte.
Das Verwaltungsverfahren wird dabei zunächst in die Lage zurückversetzt, in der es sich vor Erlass der letzten Verwaltungsentscheidung befunden hat (vgl. BVerwG, B.v. 15.9.1992 - 9 B 18.92 - NVwZ-RR 1993, 667).
Denn aufgrund des Verweises in Art. 51 Abs. 5 BayVwVfG auf die Art. 48 Abs. 1 Satz 1, Art. 49 Abs. 1 BayVwVfG, nicht aber auf die Vertrauenstatbestände der Art. 48 Abs. 1 Satz 2, Art. 49 Abs. 2, 3 und 6 BayVwVfG ist klargestellt, dass ihnen kein Vertrauensschutz nach Art. 48 und Art. 49 BayVwVfG zukommt (vgl. BVerwG, B.v. 15.9.1992 a.a.O.;… Falkenbach in Bader/Ronellenfitsch, VwVfG, 2. Aufl. 2016, § 51 Rn. 24).
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.03.2016 - 11 E 221/16
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References: § 6
 § 51
 § 5
 Art. 51
 Art. 51
 § 6
 § 51
 § 51
 § 51
 § 14
 § 51
 § 51
 § 153
 § 51
 § 14
 § 6
 § 1
 § 6
 § 51
 § 6
 § 6
 § 6
 Art. 51
 Art. 48
 Art. 49
 Art. 48
 Art. 49
 Art. 48
 Art. 49
 § 51