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Timestamp: 2016-10-26 13:39:30+00:00

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I 629/05 (16.03.2006)
I 629/05
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Borella und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
P.________, 1961, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Franz Fischer, Seehofstrasse 9, 6000 Luzern 6,
A.a Die 1961 geborene, geschiedene P.________, Mutter zweier 1980 und 1987 geborener S�hne, leidet an einem chronischen cervikocephalen und cervikoradikul�ren Syndrom C8 rechts bei Status nach zwei Auffahrkollisionen mit Distorsion der Halswirbels�ule vom 23. Januar und 15. Februar 1999, radiologisch leichtgradiger Osteochondrose C5/6, kernspintomographisch osteodisk�rer Protrusion C5/6 mit leichter Einengung der Foramina intervertebralia sowie an einer vorbestehenden chronischen Schmerzkrankheit mit multiplen Tendomyosen (Fibromyalgiesyndrom). Sie bezieht seit 1. M�rz 1983 eine halbe Invalidenrente nebst Kinderrenten. Diese Invalidenrente wurde mehrfach revisionsweise erh�ht oder herabgesetzt. Letztmals sprach ihr die IV-Stelle Luzern mit (Revisions-)Verf�gungen vom 5. und 26. Januar 2001 anstelle der bisher ausgerichteten halben ab 1. Januar 2000 eine ganze Invalidenrente nebst zwei Kinderrenten zu. Im betreffenden Revisionsverfahren hatte die IV-Stelle ein Gutachten des Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 6. September 2000 sowie einen Abkl�rungsbericht Haushalt vom 9. Oktober 2000 beigezogen und gest�tzt darauf einen Invalidit�tsgrad von 69 % ermittelt.
A.b Am 1. Februar 2002 leitete die Verwaltung erneut ein Revisionsverfahren ein und holte einen Verlaufsbericht des Hausarztes Dr. med. H.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 10. Juni 2002, Unterlagen �ber die teilzeitliche Erwerbst�tigkeit der Versicherten als Chauffeuse sowie einen neuen hauswirtschaftlichen Abkl�rungsbericht vom 7. April 2003 ein. Auf dieser Basis legte die IV-Stelle den Invalidit�tsgrad neu auf 54 % fest und setzte die bisherige ganze mit Wirkung ab 1. September 2003 auf eine halbe Rente herab (Verf�gung vom 16. Juli 2003). Die dagegen erhobene Einsprache wies sie nach Einholung von Ausk�nften der Firma X.________, bei welcher die Versicherte seit 1. Januar 2003 angestellt war, vom 1. April 2004 mit Einspracheentscheid vom 14. April 2004 ab.
Beschwerdeweise liess P.________ beantragen, es sei ihr �ber den 31. August 2003 hinaus eine ganze Invalidenrente zu gew�hren. Mit Entscheid vom 2. August 2005 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Beschwerde in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides teilweise gut und verpflichtete die IV-Stelle, der Versicherten entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 64 % ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelrente auszurichten.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst P.________ das Rechtsbegehren stellen, die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihr ab 1. September 2003 weiterhin eine ganze Rente auszurichten. Ferner ersucht sie um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
Mit Schreiben vom 15. Februar 2006 stellte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der IV-Stelle die Akten 9/D/7 (K�ndigungsschreiben der Firma X.________ vom 28. Juni 2004) sowie 17/2-12 (Abrechnungen der Arbeitslosenkasse des Kantons Luzern vom 1. und 13. Oktober 2004 sowie 20. Januar, 28. Februar, 27. April, 27. Mai, 6., 14. und 29. Juni, 27. Juli und 29. August 2005) zur Kenntnis- und allf�lligen Stellungnahme zu.
Nach st�ndiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzm�ssigkeit der Verwaltungsverf�gungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verf�gungserlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver�ndert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverf�gung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Ausnahmsweise kann das Gericht aus prozess�konomischen Gr�nden auch die Verh�ltnisse nach Erlass der Verf�gung in die richterliche Beurteilung miteinbeziehen und zu deren Rechtswirkungen �ber den Verf�gungszeitpunkt hinaus verbindlich Stellung beziehen, mithin den das Prozessthema bildenden Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Eine solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums ist indessen - analog zu den Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des durch die Verf�gung bestimmten Rechtsverh�ltnisses liegende spruchreife Frage (BGE 122 V 36 Erw. 2a; zum Begriff des Anfechtungsgegenstandes vgl. BGE 125 V 414 Erw. 1a) - nur zul�ssig, wenn der nach Erlass der Verf�gung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt f�hrende Sachverhalt hinreichend genau abgekl�rt ist und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren Anspruch auf rechtliches Geh�r, respektiert worden sind (BGE 130 V 140 Erw. 2.1).
Streitig und zu pr�fen ist, ob im massgeblichen Zeitraum zwischen dem Erlass der Verf�gungen vom 5. und 26. Januar 2001 (Erh�hung der bisherigen halben auf eine ganze Invalidenrente r�ckwirkend ab 1. Januar 2000) und dem Einspracheentscheid vom 14. April 2004 eine revisionsrechtlich bedeutsame �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Herabsetzung auf eine halbe Rente ab 1. September 2003 rechtfertigt (vgl. BGE 130 V 75 ff. Erw. 3.2.3, 109 V 265 Erw. 4).
3.1 Im vorinstanzlichen Entscheid wurden die f�r die Beurteilung massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig erkannt hat das kantonale Gericht insbesondere, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG hinsichtlich der invalidenversicherungsrechtlichen Rentenrevision keine substanziellen �nderungen gegen�ber der bis zum 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Normenlage brachte (BGE 130 V 349 ff. Erw. 3.5). Die zur altrechtlichen Regelung gem�ss Art. 41 IVG (aufgehoben durch Anhang Ziff. 8 des ATSG [SR 830.1]) ergangene Judikatur (z.B. BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis) bleibt deshalb grunds�tzlich anwendbar. Bei dieser Rechtslage kann, da materiellrechtlich ohne Belang, offen bleiben, ob die Revision einer Invalidenrente, �ber welche die Verwaltung nach dem 1. Januar 2003 zu befinden hat, dem ATSG untersteht, oder aber Art. 82 Abs. 1 ATSG, wonach materielle Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bei seinem In-Kraft-Treten laufenden Leistungen (und festgesetzten Forderungen) nicht zur Anwendung gelangen, dem Wortlaut entsprechend, dahingehend auszulegen ist, dass am 1. Januar 2003 laufende Dauerleistungen nicht nach Art. 17 ATSG, sondern nach den altrechtlichen Grunds�tzen zu revidieren sind.
3.2 Anzuf�gen bleibt, dass, wie in BGE 130 V 348 f. Erw. 3.4 mit Hinweisen erkannt wurde, Art. 16 ATSG keine Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten bewirkt hat, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b). Ebenfalls nicht von einer �nderung betroffen sind die f�r die Festsetzung der Invalidit�t von Nichterwerbst�tigen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG (je in der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen Fassung), insbesondere im Haushalt besch�ftigten Versicherten, anzuwendende spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs (BGE 125 V 149 Erw. 2a, 104 V 136 Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a; vgl. auch BGE 128 V 31 Erw. 1; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 82 f. Erw. 4 [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04]) sowie die im Falle von teilerwerbst�tigen Versicherten beizuziehende gemischte Methode (BGE 130 V 393 [mit Hinweis auf BGE 125 V 146]; zur Weitergeltung der rechtsprechungsgem�ss f�r die Beurteilung der Statusfrage relevanten Kriterien: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.2 in fine [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04, mit Hinweis u.a. auf BGE 117 V 194 ff. Erw. 3b]). Gleiches hat im �brigen f�r die im Rahmen der 4. IV-Revision per 1. Januar 2004 eingetretenen Anpassungen in diesem Bereich zu gelten. Damit wurden einzig die bisherigen Art. 27 Abs. 1 (spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs) und Art. 27bis Abs. 1 IVV (gemischte Methode) aus Gr�nden der formalen Gleichbehandlung erwerbs-, teilerwerbs- und nicht erwerbst�tiger Personen grossmehrheitlich auf Gesetzesstufe gehoben und in die Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG �berf�hrt (in Verbindung nunmehr mit Art. 27 und 27bis IVV sowie Art. 8 Abs. 3 und Art. 16 ATSG; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.1 [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04]: spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs; BGE 130 V 394 f. Erw. 3.2 sowie Urteil E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 5.3 in fine, je mit Hinweisen: gemischte Methode; zum Ganzen: Urteil M. vom 28. Februar 2005, I 380/04, Erw. 3.1 und 3.2, je mit Hinweisen).
4.1 Das kantonale Gericht und die Beschwerdegegnerin gehen davon aus, dass die Versicherte im massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. Erw. 2 hievor) ohne gesundheitliche Beeintr�chtigungen zu 80 % erwerbst�tig und zu 20 % im h�uslichen Aufgabenbereich besch�ftigt gewesen w�re. Hief�r haben sie entscheidend darauf abgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin dieses Verh�ltnis von erwerblicher und nicht erwerblicher T�tigkeit durch Unterzeichnung der Abkl�rungsberichte Haushalt vom 9. Oktober 2000 und 7. April 2003, in denen der Umfang der Erwerbst�tigkeit ohne Behinderung jeweils mit 80 % beziffert worden war, anerkannt habe.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, sie habe anl�sslich der am 28. M�rz 2003 durchgef�hrten Haushaltsabkl�rung angegeben, dass sie ohne Invalidit�t voll erwerbst�tig w�re. Bei der Unterzeichnung des fraglichen Formulars h�tten sie und ihre damalige Rechtsvertreterin �bersehen, dass es in diesem Punkt falsch ausgef�llt worden sei. Vorinstanz und Verwaltung h�tten sich ausserdem mit ihren Vorbringen, namentlich mit denjenigen betreffend ihre finanzielle Situation, das Alter ihrer beiden S�hne und die Regelung des nachehelichen Unterhaltes im Scheidungsurteil vom 13. Mai 1992, in keiner Weise auseinander gesetzt.
4.2 Ob eine versicherte Person als ganzt�gig oder zeitweilig erwerbst�tig oder als nicht erwerbst�tig einzustufen ist - was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invalidit�tsbemessung (Einkommensvergleich, Bet�tigungsvergleich, gemischte Methode) f�hrt -, ergibt sich aus der Pr�fung, was die versicherte Person bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgem�ss nach den Verh�ltnissen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu w�rdigen. F�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-)Erwerbst�tigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 194 ff. Erw. 3b mit Hinweisen).
Revisionsrechtlich ist zu beachten, dass ein Revisionsgrund nach altArt. 41 IVG bzw. Art. 17 Abs. 1 ATSG sich unter Umst�nden auch aus einer �nderung der anzuwendenden Invalidit�tsbemessungsmethode ergeben kann. So hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht wiederholt entschieden, dass die in einem bestimmten Zeitpunkt massgebende Methode der Invalidit�tssch�tzung die k�nftige Rechtsstellung der versicherten Person nicht pr�judiziert, sondern dass die alternativen Kriterien der Erwerbsunf�higkeit einerseits und der Unm�glichkeit der Bet�tigung im nicht erwerblichen Aufgabenbereich anderseits (im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 2 Satz 1 IVV [je in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung] bzw. Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 2 Satz 1 IVV [in den vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen Fassungen] bzw. Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2bis IVG sowie Art. 27 IVV [in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen Fassung]) im Einzelfall einander abl�sen k�nnen (BGE 117 V 199 Erw. 3b Hinweisen).
4.2.1 Die Beschwerdef�hrerin wurde mit Urteil des Amtsgerichtes Hochdorf vom 13. Mai 1992 geschieden. Die elterliche Sorge f�r die beiden am 26. Juli 1980 und 7. April 1987 geborenen S�hne wurde ihr zugeteilt und der geschiedene Ehemann zur Zahlung von (indexierten) Kinderunterhaltsbeitr�gen von Fr. 405.- monatlich nebst Kinderzulagen sowie eines nachehelichen Unterhaltsbeitrages an die Beschwerdef�hrerin von Fr. 200.- monatlich f�r die Dauer von sieben Jahren verpflichtet. Die Versicherte hatte nach der Geburt ihres zweiten Sohnes bereits im September 1988 wieder eine teilzeitliche Erwerbst�tigkeit als Chauffeuse aufgenommen, diese aber im Juli 1990 aus gesundheitlichen Gr�nden aufgegeben. In der Folge begann sie am 1. Oktober 1996 erneut teilzeitlich als Chauffeuse zu arbeiten und fand jeweils unmittelbar nach Aufl�sung eines Arbeitsverh�ltnisses durch den betreffenden Arbeitgeber wieder eine neue Stelle, bis ihr von ihrem letzten Arbeitgeber infolge betrieblicher "Umstrukturierung" auf den 31. August 2004 gek�ndigt wurde. Seither ist sie arbeitslos.
Im massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides vom 14. April 2004 waren die beiden S�hne der Beschwerdef�hrerin 24 und 17 Jahre alt, lebten aber beide noch in ihrem Haushalt. Betreuungsaufgaben hatte sie ihnen gegen�ber keine mehr. Ihr geschiedener Ehemann schuldete lediglich noch f�r den j�ngeren Sohn einen Kinderunterhaltsbeitrag, w�hrend die nacheheliche Unterhaltszahlungen f�r die Beschwerdef�hrerin selbst bereits im Juni 1999, also schon rund f�nf Jahre zuvor eingestellt worden waren. Ihre finanzielle Situation war desolat. Gem�ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes Y.________ vom 10. Mai 2004 wurden in der Zeit vom 1. Januar 2000 bis 10. Mai 2004 gegen die Versicherte 39 Betreibungsverfahren f�r Forderungen von insgesamt Fr. 60'440.85 durchgef�hrt. Allein von ihrer obligatorischen Krankenversicherung wurde die Beschwerdef�hrerin in dieser Zeit 17 Mal betrieben, wobei in 11 Betreibungsverfahren ein Verlustschein resultierte.
4.2.2 Eine Gesamtw�rdigung dieser erwerblichen, famili�ren, sozialen und finanziellen Verh�ltnisse lassen es als �berwiegend wahrscheinlich erscheinen, dass die Versicherte, wie von ihr geltend gemacht, sp�testens nachdem ihr j�ngerer Sohn im Fr�hjahr 2003 16 Jahre alt geworden war, wieder eine vollzeitliche Erwerbst�tigkeit aufgenommen h�tte, wenn sie nicht invalid w�re. Auch die scheidungsrechtliche Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt (Art. 125 Abs. 2 ZGB) geht davon aus, dass (gesunden) geschiedenen Frauen bis zum 45. Altersjahr zumutbar ist, sich wieder vollzeitlich ins Erwerbsleben einzugliedern, wenn das j�ngste Kind das 16. Altersjahr zur�ckgelegt hat (BGE 127 III 137 ff. Erw. 2, 115 II 10 Erw. 3c mit Hinweis; Gloor/Spycher, Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht [Basler Kommentar], Zivilgesetzbuch I, 2. Aufl., Basel 2002, N 10 zu Art. 125 ZGB).
4.3 Zusammenfassend haben Vorinstanz und Verwaltung Bundesrecht verletzt, indem die Beurteilung der Statusfrage nicht auf Grund der konkreten pers�nlichen, famili�ren, sozialen und finanziellen Verh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin erfolgt ist, sondern als in ausschlaggebender Weise f�r massgeblich erachtet wurde, dass die Versicherte zweimal einen Abkl�rungsbericht Haushalt unterzeichnet hat, in dem der Anteil ihrer Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall mit 80 % angegeben war. Obgleich diesem Umstand rechtsprechungsgem�ss erh�htes Gewicht beizumessen ist (AHI 2000 S. 197 Erw. 2d; Erw. 3 des in RKUV 2001 Nr. U 437 S. 342 ff. auszugsweise publizierten Urteils C. vom 18. Juli 2001, U 430/00; Urteil Z. vom 2. September 2003, I 77/03, Erw. 3.2.3; vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen), geht es im hier zu beurteilenden Fall aus den zuvor aufgef�hrten Gr�nden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nicht an, allein darauf abzustellen. Es kann somit dahingestellt bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin im Zuge der Haushaltsabkl�rung vom 28. M�rz 2003 tats�chlich davon abweichende Angaben gemacht hat oder nicht und ob die Verwaltung diesbez�glich ihrer Aufkl�rungspflicht (Art. 27 Abs. 1 ATSG) nachgekommen ist. Die Versicherte ist revisionsrechtlich so oder anders mit Wirkung ab Fr�hjahr 2003 als vollzeitlich Erwerbst�tige einzustufen. Demgem�ss ist ihre Invalidit�t nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zu bemessen.
5.1 F�r die Beurteilung der gesundheitlich zumutbaren Arbeitsf�higkeit ist von der Einsch�tzung des noch vorhandenen Leistungsverm�gens im Gutachten des Rheumatologen Dr. med. J.________ vom 6. September 2000 auszugehen. Dieser Arzt beurteilte die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin als Chauffeuse unter Ber�cksichtigung der Vorakten sowie auf Grund einer eingehenden Anamnese und klinischen Untersuchung dahingehend, dass sie nach den beiden im Januar und Februar 1999 erlittenen Auffahrunf�llen mit dem damals ausge�bten Arbeitspensum als Chauffeuse von 25 % "das zumutbare Limit erreicht" habe. In dem von der IV-Stelle eingeholten Formularbericht vom 10. Juni 2002 hat sich der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. H.________, nicht konkret zur Arbeitsf�higkeit der Versicherten im erwerblichen Bereich ge�ussert, sondern lediglich erw�hnt, dass ihre aktuelle Erwerbst�tigkeit als Chauffeuse w�hrend zwei Stunden pro Tag einer Arbeitsf�higkeit von 20 % entspreche und trotz ausgiebiger physiotherapeutischer Behandlung keine Verbesserung des Schmerzsyndroms habe erreicht werden k�nnen. In den beiden weiteren von den Rechtsvertretern der Beschwerdef�hrerin eingeholten und verurkundeten �rztlichen Berichten vom 23. M�rz 2003 und 30. April 2004 hat Dr. med. H.________ sodann die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch Dr. med. J.________ in dessen Gutachten vom 6. September 2000 als weiterhin "realistisch" bezeichnet und im Bericht vom 30. April 2004 ausserdem festgehalten, aus medizinischer Sicht nehme das Leiden der Versicherten einen chronischen Verlauf. Seit dem Bericht vom 23. M�rz 2003 sei "mit Sicherheit" keine Verbesserung eingetreten. Gest�tzt auf diese medizinischen Unterlagen bestehen somit keine Anhaltspunkte daf�r, dass sich die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin im erwerblichen Bereich in der revisionsrechtlich massgebenden Zeitspanne verbessert hat, sodass nunmehr von einer h�heren als der attestierten 25%igen Arbeitsf�higkeit auszugehen w�re.
5.2.1 Beim Einkommensvergleich hat die IV-Stelle f�r das Valideneinkommen auf den Tabellenlohn der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 des Bundesamtes f�r Statistik (Tabelle TA 1) abgestellt und diesen auf das Jahr 2002 aufindexiert. Das kantonale Gericht hat richtigerweise die Lohnentwicklung im Jahre 2003 mitber�cksichtigt und das auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (privater Sektor gem�ss LSE) in einer vollzeitlichen T�tigkeit mit Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Arbeiten von Frauen) sowie einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Wochenstunden erzielbare Valideneinkommen zutreffend auf Fr. 48'456.10 festgesetzt.
5.2.2 Mit Bezug auf das trotz gesundheitlicher Einschr�nkung zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) kann entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung nicht mehr an das von der Beschwerdef�hrerin im Jahre 2003 tats�chlich erzielte Erwerbseinkommen angekn�pft werden, nachdem ihr letzter Arbeitgeber das Arbeitsverh�ltnis infolge "Umstrukturierung" des Betriebes auf den 31. August 2004 aufgel�st hat und die Versicherte danach arbeitslos war. Auf Grund dieser erheblich ver�nderten tats�chlichen erwerblichen Situation ist f�r das Invalideneinkommen ebenfalls auf den Tabellenlohn abzustellen, der die Lohnverh�ltnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt widerspiegelt. Heranzuziehen ist auch hier der durchschnittliche monatliche Bruttolohn (Zentralwert) f�r einfache und repetitive T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) von Frauen gem�ss LSE.
5.2.3 Sind aber Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, er�brigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invalidit�tsgrad nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs unter Ber�cksichtigung des so genannten Behindertenabzuges (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 67 ff. Erw. 4 [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]) dem Grad der Arbeitsunf�higkeit (Urteil M. vom 15. April 2003, I 1/03, Erw. 5.2). Im vorliegenden Fall kann offen bleiben, ob und in welcher H�he den behinderungsbedingten Lohnnachteilen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durch einen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen ist. Denn die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin betrug im massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides vom 14. April 2004 - wie dargelegt - weiterhin lediglich 25 %, sodass ein Invalidit�tsgrad von mindestens 75 % resultiert. In dieser H�he liegt er sowohl �ber dem f�r den Anspruch auf eine ganze Rente bis 31. Dezember 2003 g�ltigen Grenzwert von 66 2/3 % (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen Fassung) als auch �ber dem ab 1. Januar 2004 hief�r relevanten Invalidit�tsgrad von 70 % (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen Fassung). Die Beschwerdef�hrerin hat daher ab 1. September 2003 weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente.
5.3 Da im Rahmen des Einkommensvergleichs die erwerblichen Verh�ltnisse der Versicherten, wie sie sich unmittelbar nach Erlass des - grunds�tzlich die Grenze der gerichtlichen �berpr�fungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen) - Einspracheentscheides vom 14. April 2004 entwickelt haben, ebenfalls ber�cksichtigt werden und hief�r auf Unterlagen abgestellt wird, welche die Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit ihren Gesuchen um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung im vorinstanzlichen Verfahren und im Prozess vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eingereicht hat, ist der Beschwerdegegnerin diesbez�glich im letztinstanzlichen Verfahren das rechtliche Geh�r gew�hrt worden (vgl. Erw. 1. hievor).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung ist gegenstandslos, da die Beschwerdef�hrerin obsiegt und Anspruch auf eine Parteientsch�digung hat (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 2 OG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichtes des Kantons Luzern vom 2. August 2005 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle Luzern vom 14. April 2004 mit der Feststellung aufgehoben, dass die Beschwerdef�hrerin ab 1. September 2003 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.
Die IV-Stelle Luzern wird verpflichtet, der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 41
 BGE 
 Art. 82
 Art. 17
 BGE 
 Art. 16
 Art. 5
 Art. 8
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in fine
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 Art. 27
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 Art. 28
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 Art. 27
 Art. 8
 Art. 27
 Art. 8
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 125
 BGE 
 BGE 
 Art. 159