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Timestamp: 2016-10-25 19:18:54+00:00

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Annahme einer Erbschaft, Nichtanmeldung einer Forderung im �ffentlichen Inventar,
Am 24. April 2001 beschloss die ausserordentliche Generalversammlung der finanziell angeschlagenen Q.________ AG eine Aktienkapitalerh�hung von mindestens 1 Mio. Franken. Am 23. Juni 2001 setzte P.________, Treuh�nder der X.________ Group, einfache Gesellschaft, bestehend aus Y.________ und Z.________, folgendes Schreiben auf:
- Ich, W.________, best�tige, dass ich sFr. 1,000,000.00 (eine Million) nom. Aktien Q.________ AG - welche aus der laufenden Kapitalerh�hung am 26. Juni 2001 gezeichnet werden - bis sp�testens am 1. Oktober 2001 gegen Aush�ndigung der sFr. 1 Mio. nom. Aktien Q.________ AG zum Preis von sFr. 1,000,00.-- unwiderruflich erwerben werde.
- Der Kaufpreis ist gegen Uebergabe der Aktien (oder eines rechtsg�ltig unterzeichneten Aktienzertifikates des Q.________) in Form eines Bankchecks der P.________ Treuhand, (zHd. ...) zu �bergeben.
- Unter dem Namen W.________ befindet sich eine Unterschrift. Am 26. Juni 2001 erwarben Y.________ und Z.________ 50'000 Inhaberaktien � Fr. 20.-- gegen Bezahlung von 1 Mio. Franken. Am 2. August 2002 verstarb W.________. Die Aktien befanden sich zu diesem Zeitpunkt immer noch im Eigentum von Y.________ und Z.________.
Am 19. Februar 2004 erhoben Y.________ und Z.________ Klage gegen die Erbengemeinschaft W.________ sel., bestehend aus R.________, S.________, T.________, U.________ und V.________ im Wesentlichen mit dem Begehren, die Beklagten seien zu verpflichten, den Kl�gern 1 Mio. Franken nebst Zins zu bezahlen Zug um Zug gegen �bergabe von 5 Aktienzertifikaten �ber je 10'000 Inhaberaktien der Q.________ AG, eventuell sei R.________ zu verpflichten, den Kl�gern 1 Mio. Franken nebst Zins zu bezahlen. Die Beklagten beantragten Abweisung der Klage. Mit Urteil vom 20. April 2005 wies das Kantonsgericht Nidwalden die Klage ab.
Die am 5. Juli 2005 erkl�rte Appellation der Gesellschafter der X.________ Group blieb ohne Erfolg. Das Obergericht des Kantons Nidwalden wies die Appellation am 19. Januar 2006 ab.
Gegen dieses Urteil f�hren Y.________ und Z.________ mit Eingabe vom 16. Mai 2006 eidgen�ssische Berufung und beantragen die Aufhebung des angefochtenen Urteils sowie Verurteilung der Beklagten zur Bezahlung von 1 Mio. Franken gegen �bergabe der Aktienzertifikate, wobei sie bez�glich der Beklagten R.________ und eventualiter auch bez�glich der �brigen Beklagten nur die Bereicherung aus dem Nachlass einklagen. Subeventualiter verlangen sie R�ckweisung der Sache im Sinne von Art. 64 OG.
Es ist keine Berufungsantwort eingeholt worden. Das Obergericht hat anl�sslich der Akten�berweisung auf Gegenbemerkungen verzichtet.
Die Streitsache, in der es um die Frage geht, ob sich die Erben in die Erbschaft eingemischt haben (Art. 571 Abs. 2 ZGB), ist eine Zivilrechtsstreitigkeit verm�gensrechtlicher Natur (vgl. BGE 119 II 281 E. 5b S. 288); das Gleiche gilt f�r die Frage, ob die Erben die Haftung ausser Inventar gem�ss Art. 590 ZGB trifft (vgl. BGE 79 II 362 ff.; 110 II 228 ff.). Der Streitwert �bersteigt die gem�ss Art. 46 OG erforderliche Summe und auf die rechtzeitig gegen ein kantonal letztinstanzliches Urteil eingelegte Berufung kann mit Blick auf Art. 54 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 OG eingetreten werden.
Gem�ss Art. 580 Abs. 1 ZGB ist jeder Erbe, der die Befugnis hat, die Erbschaft auszuschlagen, berechtigt, ein �ffentliches Inventar zu verlangen. Wird das Begehren von einem der Erben gestellt, so gilt es auch f�r die �brigen (Art. 580 Abs. 3 ZGB). Es ist nicht bestritten, dass die Erbin S.________ am 9. September 2002, mithin am letzten Tag der Monatsfrist, ein �ffentliches Inventar beantragt hat, welches am 26. September 2002 mit Rechnungsruf bewilligt worden ist. Bei dieser Sachlage gilt das Inventar nach dieser Bestimmung auch f�r die �brigen Erben. Tats�chlich lief der Rechnungsruf im November 2002 ab, so dass die Erben die Erbschaft nach dieser Bestimmung unter �ffentlichem Inventar annahmen.
Die Kl�ger machen geltend, die Beklagten, mit Ausnahme von S.________, h�tten die Erbschaft mit der Entgegennahme der Erbenbescheinigung am 19. August 2002 und mit andern Handlungen bereits vorher vorbehaltlos angenommen, indem sie sich damit in die Erbschaft im Sinne von Art. 571 ZGB eingemischt h�tten.
3.1 Gem�ss Art. 571 Abs. 2 ZGB kann ein Erbe die Erbschaft nicht mehr ausschlagen, wenn er sich vor Ablauf der Ausschlagungsfrist in die Angelegenheiten der Erbschaft eingemischt oder Handlungen vorgenommen hat, die nicht durch die blosse Verwaltung der Erbschaft und durch den Fortgang der Gesch�fte des Erblassers gefordert waren, oder wenn er die Erbschaftssachen sich angeeignet oder verheimlicht hat. Es w�rde gegen Treu und Glauben verstossen, wenn ein Erbe derartige Massnahmen treffen und gleichzeitig doch das Ausschlagungsrecht wahren k�nnte (BGE 54 II 416 E. 4 S. 422; Schwander, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 2. Aufl. 2003, N. 4 zu Art. 571 ZGB).
3.2 Es stellt sich die Frage nach dem Verh�ltnis zwischen Art. 580 Abs. 3 und Art. 571 Abs. 2 ZGB. Die Lehre ist sich darin einig, dass sich das Inventar auf die ganze noch ungeteilte Hinterlassenschaft erstreckt, woraus sie die Schlussfolgerung zieht, dass das von einem Erben gestellte Begehren notwendigerweise in dem Sinne alle angeht, dass sie die Inventarisierung gestatten und ihren Anteil an den Kosten tragen m�ssen. Nicht einig ist sich die Lehre �ber die rechtlichen Wirkungen des Inventars. Die herrschende Lehre nimmt an, nur dem Antragsteller stehe unter allen Umst�nden das Recht zu, sich nach Abschluss des Inventars �ber den Erwerb der Erbschaft zu erkl�ren (Art. 587 und 588 ZGB), w�hrend den weiteren Erben dieses Recht nur dann zustehe, wenn sie sich �ber den Erwerb noch nicht abschliessend ge�ussert haben. Einzelne Autoren vertreten demgegen�ber vorab unter Hinweis auf ein Votum von E. Huber im Nationalrat die Meinung, das Inventarbegehren komme auch dem zustatten, der bereits vorbehaltlos angenommen habe (zu dieser Diskussion Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, N. 14 zu Art. 580 ZGB und Escher, Z�rcher Kommentar, N. 14 zu Art. 580 ZGB, welche die herrschende Lehre vertreten, je mit Hinweisen). Der unwiderrufliche Charakter von Annahme und Ausschlagung (vgl. BGE 54 II 416 E. 6 S. 424), aber auch die Gefahr der Gl�ubigersch�digung und der Grundsatz von Treu und Glauben sprechen gem�ss Tuor/Picenoni (a.a.O., N. 14 zu Art. 580 ZGB) f�r die Unwiderruflichkeit dieses Gestaltungsrechts. Wie es sich damit letztlich verh�lt, kann indessen dahingestellt bleiben, weil aus dem bisherigen Verhalten der Miterben nicht geschlossen werden kann, diese h�tten die Erbschaft bereits vorbehaltlos angenommen.
3.3 Was die Erbenbescheinigung anbelangt, welche sich die Beklagten am 19. August 2002 ausstellen liessen, hat das Obergericht Folgendes festgestellt. R.________, die Witwe des Erblassers, sei gem�ss letztwilliger Verf�gung von W.________ sel. mit der Regelung des Nachlasses ihres verstorbenen Ehegatten beauftragt worden. Sie habe das Willensvollstreckermandat entsprechend dem Wunsch ihres verstorbenen Ehegatten mit Schreiben an die Gemeinde A.________ vom 14. August 2002 angenommen. Als Willensvollstreckerin habe sie sich am 19. August 2002 von der Teilungsbeh�rde A.________ eine Erbenbescheinigung zuhanden der Erben ausstellen lassen. Im vorliegenden Fall habe R.________ offensichtlich ausschliesslich als Willensvollstreckerin gehandelt. Zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz annehmen durfte, dass R.________ durch das Begehren der Erbenbescheinigung eine blosse Verwaltungshandlung vorgenommen habe.
3.3.1 In der �lteren Lehre wird die Meinung vertreten, die Erwirkung einer Erbenbescheinigung sei eine Handlung, aus der zwingend auf den Annahmewillen, d.h. auf den Willen, die Erbschaft endg�ltig zu behalten, geschlossen werden m�sse, weshalb sie zum Verlust der Ausschlagungsbefugnis f�hre (Escher, a.a.O., N. 9 zu Art. 571 ZGB; Tuor/Picenoni, a.a.O., N. 10 zu Art. 571 ZGB). Gest�tzt auf die kantonale Rechtsprechung, die zun�chst zur�ckhaltend (ZR 1986 Nr. 87 S. 218) und sp�ter entschiedener (SJ 1988 S. 336; ZR 1988 Nr. 43 S. 105; Rep 1996 Nr. 46 S. 160) die Meinung vertrat, dass das Ersuchen um Ausstellung einer Erbenbescheinigung allein kein schl�ssiges Verhalten darstellt, vertritt die j�ngere Lehre teilweise die Auffassung, dass das Einholen einer Erbenbescheinigung f�r sich allein keine Einmischung bedeutet (Druey, Grundriss des Erbrechts, 5. Aufl. 2002, � 15 Rz. 34 S. 220; Karrer, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 2. Aufl. 2003, N. 50 zu Art. 559 ZGB; in diesem Sinn Guinand/Stettler/Leuba, Droit des successions, 6. Aufl. 2005, Ziff. 466 Fn. 837 S. 226, mit Hinweis auf Karrer und ZR 1988 Nr. 43 S. 105; ferner Steinauer, Le droit des successions, Bern 2006, � 41 Rz. 978a S. 471, mit Betonung auf die kantonale Praxis; a.M. Schwander, a.a.O., N. 5 zu Art. 571 ZGB, mit Hinweis auf Tuor/Picenoni). So kann sich der Gesuchsteller als juristischer Laie �ber die Tragweite des Begehrens um Ausstellung eines Erbenscheins nicht im Klaren sein (so ZR 1986 Nr. 87 S. 219), oder dieser kann einzig den Zweck haben, die Erbeneigenschaft des Gesuchstellers zu kl�ren (SJ 1988 S. 336). Ein solches Begehren kann aber auch gestellt werden, um sich f�r Verwaltungshandlungen bei Dritten zu legitimieren oder um die notwendigen Ausk�nfte zu erlangen, die erlauben, sich ein Bild �ber den vorhandenen Nachlass zu machen (ZR 1988 Nr. 43 S. 106) und z.B. Informationen von Banken zu erhalten (Piotet, Erbrecht, Schweizerisches Privatrecht, Bd. IV/2, S. 720; Rep 1996 Nr. 46 S. 161 f.). Das Bundesgericht hat sich mit der Frage, ob das Verlangen einer Erbenbescheinigung die Verwirkung der Ausschlagungsbefugnis zur Folge habe, noch nie befassen m�ssen. Es hat jedoch in BGE 54 II 416 E. 3 S. 420 erwogen, dass im Allgemeinen die Grenze, wo eine Handlung �ber blosses Verwalten der Erbschaft hinausgeht bzw. f�r den Fortgang der Gesch�fte des Erblassers notwendig ist (Art. 571 Abs. 2 ZGB), von Fall zu Fall festgestellt werden muss. Diese �berlegungen legen nahe, nach dem Zweck des Gesuchs und den Umst�nden von Fall zu Fall zu entscheiden, ob sich der Gesuchsteller mit dem Einholen der Erbenbescheinigung als Erbe bet�tigt oder allenfalls bloss eine Verwaltungshandlung vorgenommen hat (vgl. BGE 70 II 199 E. 4 S. 206; 54 II 416 E. 3 und 4 S. 420 ff.). Daraus folgt, dass die Tatsache des Einholens einer Erbenbescheinigung f�r sich allein keine Einmischung bedeutet.
3.3.2 Im vorliegenden Fall hat das Obergericht f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass sich die Witwe des Erblassers in ihrer Eigenschaft als Willensvollstreckerin die Erbenbescheinigung zuhanden der Erben habe ausstellen lassen und daher ausschliesslich als Willensvollstreckerin gehandelt habe. Als Willensvollstreckerin hat sie die Verwaltung des Nachlasses zu besorgen, die laufenden Gesch�fte zu betreuen und f�r die Erhaltung und vorsichtige Mehrung der Erbschaftswerte besorgt zu sein (vgl. Art. 517 und Art. 518 ZGB). Willensvollstrecker ben�tigen zwar f�r ihre T�tigkeit nicht unbedingt eine Erbenbescheinigung, da sie ihre Kompetenzen aus eigenem Recht herleiten. Geht es allerdings darum, beim Grundbuch oder anderswo die Identit�t der Erben nachzuweisen, braucht der Willensvollstrecker eine Erbenbescheinigung (Karrer, a.a.O., N. 7 zu Art. 559 ZGB) oder kann bei Bedarf sogar verpflichtet sein, sich eine Erbenbescheinigung zu beschaffen (Karrer, a.a.O., N. 16 zu Art. 518 ZGB). Jedenfalls wird der Willensvollstrecker als berechtigt angesehen, die Ausstellung einer Erbenbescheinigung zu beantragen (Hansj�rg Bracher, Der Willensvollstrecker, Diss. Z�rich 1966, S. 36 Fn. 17). Wenn R.________ als zur Verwaltung der Erbschaft bevollm�chtigtes Organ des Nachlasses eine Erbenbescheinigung eingeholt hat, dann bedeutet dies f�r sich allein keine endg�ltige Annahme der Erbschaft und damit keine Einmischung im Sinne von Art. 571 Abs. 2 ZGB, sondern ist als Verwaltungshandlung zu betrachten (vgl. Karrer, a.a.O., N. 7 und 50 zu Art. 559 ZGB; Tuor/Picenoni, a.a.O., N. 12 zu Art. 571 ZGB), zumal nach den Tatsachenfeststellungen nichts darauf hindeutet, dass sie damit (noch) etwas anderes bezweckt h�tte, als ihr als Willensvollstreckerin oblag. Sie h�tte im Weiteren gar nicht die Befugnis gehabt, die Erbschaft f�r ihre Miterben anzunehmen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz kam die Witwe des Erblassers zudem normalerweise nicht mit dem Erbrecht in Ber�hrung. Sie wusste daher nicht, dass in der Lehre teilweise die Auffassung besteht, das Begehren um eine Erbenbescheinigung werde als Annahme der Erbschaft ausgelegt. Die Grenze, wo die Verwaltungshandlung aufh�rt, notwendig zu sein, soll nach der Rechtsprechung nicht eng gezogen werden (BGE 54 II 416 E. 3 S. 420); sie ist vorliegend nicht �berschritten.
3.4 Die Kl�ger f�hren weiter aus, sie h�tten bereits in der Klageschrift vom 19. Januar 2004 vorgebracht, dass sich die Witwe des Erblassers am 27. September 2002 als Pr�sidentin des Verwaltungsrats der H.________ AG und der G.________ AG habe w�hlen lassen, welche Unternehmungen zur Unternehmensgruppe des verstorbenen W.________ geh�rten. Zudem habe sich auch T.________ am 27. September 2002 als Mitglied des Verwaltungsrats der G.________ AG w�hlen lassen. Indem sich die beiden Beklagten als Verwaltungsratspr�sidentin bzw. Verwaltungsrat h�tten w�hlen lassen, h�tten sie den definitiven Entscheid, die Erbschaft anzunehmen, gef�llt. Im angefochtenen Entscheid fehlen Ausf�hrungen zu dieser Frage. Insbesondere fehlen dazu die erforderlichen tats�chlichen Feststellungen. Das Bundesgericht ist im Berufungsverfahren grunds�tzlich an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 43 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 2 OG; vgl. zu den Ausnahmen E. 6) und neue Vorbringen sind vor Bundesgericht unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Bei dieser Sachlage ist auf diesen Gesichtspunkt nicht n�her einzugehen.
3.5 Zusammenfassend ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass das Verhalten der Beklagten gest�tzt auf den f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt nicht als Einmischung in die Erbschaft im Sinne von Art. 571 Abs. 2 ZGB zu werten ist. Bei dieser Sachlage haben die Beklagten die Erbschaft unter �ffentlichem Inventar angenommen (Art. 588 Abs. 1 ZGB).
4.1 �bernimmt ein Erbe die Erbschaft unter �ffentlichem Inventar, so gehen ausschliesslich die Schulden des Erblassers, die im Inventar verzeichnet sind, und die Verm�genswerte auf ihn �ber (Art. 589 Abs. 1 ZGB). Von entscheidender Bedeutung f�r die Haftung der Erben gegen�ber den Gl�ubigern des Erblassers ist somit die Aufnahme bzw. Nichtaufnahme der Forderung im Inventar. Den Gl�ubigern des Erblassers, deren Forderung aus dem Grunde nicht in das Inventar aufgenommen worden ist, weil sie deren Anmeldung vers�umt haben, sind die Erben weder pers�nlich noch mit der Erbschaft haftbar (Art. 590 Abs. 1 ZGB). Haben die Gl�ubiger ohne eigene Schuld die Anmeldung zum Inventar unterlassen, oder ist deren Forderung trotz Anmeldung in das Verzeichnis nicht aufgenommen worden, so haften die Erben, soweit sie aus der Erbschaft bereichert sind (Art. 590 Abs. 2 ZGB; sog. Bereicherungshaftung). Die Bereicherungshaftung f�llt vorab in Betracht, wenn die Gl�ubiger vom Tod des Erblassers oder ohne eigene Schuld vom Rechnungsruf keine Kenntnis hatten (vgl. dazu Wissmann, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 2. Aufl. 2003, N. 6 ff. zu Art. 590 ZGB).
4.2 Es ist im vorliegenden Fall nicht bestritten, dass keine Forderung der Kl�ger in das Inventar aufgenommen worden ist. Grunds�tzlich gilt daher, dass die Erben nicht haften.
4.3 Die Kl�ger behaupten im bundesgerichtlichen Verfahren, die Nichtanmeldung der Forderung m�sse als unverschuldet qualifiziert werden, weil der Rechnungsruf nicht hinreichend ausgek�ndigt worden sei. Mit der Aufnahme des Inventars verbindet die Beh�rde einen Rechnungsruf, durch den auf dem Wege angemessener �ffentlicher Ausk�ndigung die Gl�ubiger und Schuldner des Erblassers mit Einschluss der B�rgschaftsgl�ubiger aufgefordert werden, binnen einer bestimmten Frist ihre Forderungen und Schulden anzumelden (Art. 582 Abs. 1 ZGB). Forderungen und Schulden, die aus �ffentlichen B�chern oder aus den Papieren des Erblassers ersichtlich sind, werden von Amtes wegen in das Inventar aufgenommen (Art. 583 Abs. 1 ZGB).
4.4 Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid zur Frage der Anmeldung der kl�gerischen Forderung im Inventar bzw. zur Frage, ob die Kl�ger die Anmeldung im Inventar ohne eigene Schuld unterlassen haben, vollumf�nglich auf die tats�chlichen und rechtlichen Ausf�hrungen der ersten Instanz verwiesen. Das Kantonsgericht von Nidwalden hat im erstinstanzlichen Urteil ausgef�hrt, gem�ss Art. 74 Abs. 2 des kantonalen Einf�hrungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch sei der Rechnungsruf im Amtsblatt und n�tigenfalls in weiteren Publikationsorganen zu ver�ffentlichen. Der Rechnungsruf �ber den Nachlass des W.________ sel. sei zweimal im Nidwaldner Amtsblatt vom Oktober 2002 und einmal im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) vom Oktober 2002 erfolgt. Diese Art der Ver�ffentlichung des Rechnungsrufes sei angemessen.
4.5 Die angemessene Ausk�ndigung dient dem Schutz der Gl�ubiger. In welchen Bl�ttern der Rechnungsruf publiziert werden soll, hat vorab das kantonale Recht und im Rahmen von dessen Vorschriften die zust�ndige Beh�rde zu bestimmen, der diesbez�glich ein Beurteilungsspielraum offen steht. Der Richter hat einzig zu pr�fen, ob die Ausk�ndigung, so wie sie vorgenommen wurde, gen�gende Gew�hr daf�r bot, dem klagenden Gl�ubiger bei der von ihm zu erwartenden Sorgfalt bekannt zu werden, oder ob der Gl�ubiger sie ohne Schuld unbeachtet lassen konnte. Der Kanton Nidwalden verlangt die Ausk�ndigung im Amtsblatt und n�tigenfalls in weiteren Publikationsorganen. Das Bundesgericht hat in einem �lteren Entscheid ausgef�hrt, es empfehle sich, den Rechnungsruf �berall dort in �ffentlichen Bl�ttern auszuk�ndigen, wo der Erblasser Gesch�ftsbeziehungen unterhielt (BGE 79 II 362 E. 2 S. 367). In der Lehre wird die Meinung vertreten, eine Publikation im Amtsblatt der Wohnsitzkantone des Erblassers w�hrend der letzten zehn Jahre sowie im SHAB m�sse in jedem Fall gen�gen (Wissmann, a.a.O., N. 8 zu Art. 583 ZGB). Die Kl�ger sind nach den Feststellungen der Vorinstanz erfahrene Gesch�ftsleute, beide sind an mehreren Gesellschaften beteiligt und haben zum Teil Einsitz in deren Verwaltungsr�ten. Das Bundesgericht hat in einem alten Entscheid ausgef�hrt (BGE 72 II 13 S. 16 f.), es sei den Gl�ubigern nicht zuzumuten, systematisch die Amtsbl�tter aller Wohnsitzkantone zu lesen. Gesch�ftsleuten ist es aber zuzumuten, das SHAB zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn sich die Publizit�tswirkung im Wesentlichen auf Eintragungen im Handelsregister und �ffentliche Bekanntmachungen im Konkurs beschr�nkt. Nach den verbindlichen Feststellungen der kantonalen Beh�rden war die geltend gemachte Forderung zudem aus den Papieren des Erblassers oder seiner Gesellschaften nicht ersichtlich, so dass ohnehin kein Anlass bestand, den Rechnungsruf am Wohnsitz der Kl�ger zu publizieren. Die Kl�ger brauchten auch nicht angeschrieben zu werden (vgl. BGE 79 II 362 E. 2 S. 367; Druey, a.a.O., � 15 Rz. 60 S. 225). Weiter hatten die Kl�ger Kenntnis vom Tod des Erblassers (vgl. dazu BGE 90 II 428 E. 2 S. 433); sie nahmen sogar an dessen Beerdigung teil. Wenn sie - wie sie behaupten - tats�chlich �ber eine Forderung von 1 Mio. Franken verf�gten, w�re es ihnen zuzumuten gewesen, selber aktiv zu werden und sich bei den Erben zu erkundigen, ob ein �ffentliches Inventar verlangt worden sei bzw. sie gegebenenfalls um entsprechende Benachrichtigung zu bitten. Jedenfalls haben vorliegend die kantonalen Beh�rden kein Bundesrecht verletzt, wenn sie den Rechnungsruf zweimal im Amtsblatt des Wohnsitzkantons des Erblassers sowie im SHAB ver�ffentlichten.
Die Kl�ger berufen sich auf Art. 581 Abs. 2 und 3 ZGB und machen geltend, R.________ habe Kenntnis gehabt von der Forderung der Kl�ger und w�re daher verpflichtet gewesen, den Inventarbeh�rden davon Mitteilung zu machen. Wovon die Witwe des Erblassers Kenntnis hatte und wovon nicht, ist eine tats�chliche Frage, die im Berufungsverfahren nicht entschieden werden kann. Das Obergericht ist nicht davon ausgegangen, die Witwe des Erblassers habe Kenntnis von dieser Forderung gehabt. Bei dieser Sachlage er�brigen sich Ausf�hrungen zu Art. 581 Abs. 2 und 3 ZGB.
Die Kl�ger verlangen schliesslich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und R�ckweisung zur Erg�nzung des Tatbestands im Sinne von Art. 64 OG. Nach dieser Bestimmung hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil auf und weist die Sache zu allf�lligen Aktenerg�nzungen zur�ck, wenn der von der kantonalen Instanz festgestellte Tatbestand der Vervollst�ndigung bedarf. Wer ein Verfahren nach Art. 64 OG verlangt, hat aufzuzeigen und mit Aktenhinweisen zu belegen, dass er im kantonalen Verfahren die Tatsachen, die zu Unrecht f�r unerheblich erkl�rt worden sein sollen, wirklich vorgebracht und zu deren Beweis form- und fristgerecht Antr�ge gestellt hat (BGE 115 II 484 E. 2a S. 485; 127 III 248 E. 2c S. 252; Messmer/Imboden, Die eidgen�ssischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Ziff. 101, S. 139). Die Kl�ger berufen sich in diesem Zusammenhang allerdings vorab auf eine Verletzung von Art. 8 ZGB und damit sinngem�ss auf Art. 63 Abs. 2 OG, wonach das Bundesgericht auf den festgestellten Sachverhalt dann nicht abzustellen hat, wenn dieser unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen ist.
6.1 Art. 8 ZGB gibt der beweispflichtigen Partei in allen Zivilstreitigkeiten einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, f�r rechtserhebliche Sachvorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Rechts entspricht. Die allgemeine Beweisvorschrift des Bundesrechts ist daher insbesondere verletzt, wenn der kantonale Richter Behauptungen einer Partei unbek�mmert darum, dass sie von der Gegenpartei bestritten worden sind, als richtig hinnimmt oder �ber rechtserhebliche Tatsachen �berhaupt nicht Beweis f�hren l�sst. Art. 8 ZGB ist auch dann verletzt, wenn der Richter taugliche und formg�ltig beantragte Beweismittel zu rechtserheblichen Tatsachen nicht abnimmt, obwohl er die Sachvorbringen dazu weder als erstellt noch als widerlegt erachtet (BGE 123 III 35 E. 2b S. 40). Wo der Richter dagegen in W�rdigung von Beweisen zur �berzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, ist die Beweislastverteilung gegenstandslos (BGE 128 III 22 E. 2d S. 25). Diesfalls liegt freie Beweisw�rdigung vor, die bundesrechtlich nicht geregelt ist, auch nicht durch Art. 8 ZGB. Diese Bestimmung schreibt dem Richter nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzukl�ren und wie das Ergebnis davon zu w�rdigen ist. Sie schliesst selbst vorweggenommene Beweisw�rdigung und Indizienbeweise nicht aus (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223). Eine beschr�nkte Beweisabnahme verletzt Art. 8 ZGB daher nicht, wenn der Richter schon nach deren Ergebnis von der Sachdarstellung einer Partei �berzeugt ist. Eine solche Beschr�nkung kann allenfalls willk�rliche Beweisw�rdigung bedeuten oder eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs darstellen, wenn einem Beweismittel zum vornherein jede Erheblichkeit oder Tauglichkeit abgesprochen wird, ohne dass daf�r sachliche Gr�nde angegeben werden k�nnen. Solche Verst�sse sind im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde zu pr�fen (zum Ganzen BGE 114 II 289 E. 2 S. 290 f.).
6.2 Es trifft zwar zu, dass die Kl�ger die Einvernahme mehrerer Zeugen beantragt haben. Das Obergericht hat dazu ausgef�hrt, die erste Instanz habe auf deren Einvernahme verzichtet, weil nicht anzunehmen sei, dass diese frei und unbeeinflusst aussagen k�nnten. Zudem sei nicht anzunehmen, dass die Zeugen anl�sslich einer Zeugenbefragung etwas anderes aussagen w�rden, als bereits in den Rechtsschriften festgehalten sei. Der Verzicht der ersten Instanz auf Anh�rung der kl�gerischerseits offerierten Zeugen sei einerseits aus Gr�nden der Glaubw�rdigkeit und andererseits im Sinne antizipierter Beweisw�rdigung nicht zu beanstanden. Der Sachverhalt sei hinl�nglich abgekl�rt worden, und es sei nicht davon auszugehen, dass die Zeugenaussagen der Herren E.________, C.________, B.________ und dessen Ehefrau am Ergebnis des Entscheids etwas �ndern k�nnten. Der offerierte Zeuge I.________ sei bereits im Jahre 2004 verstorben. Das Obergericht ist daher nicht von Beweislosigkeit ausgegangen, sondern ist in antizipierter Beweisw�rdigung zu seinen Schl�ssen gelangt, so dass die Anrufung von Art. 8 ZGB gegenstandslos ist. Es hat f�r die Ablehnung der Zeugen auch Gr�nde angef�hrt. Ob diese vor dem Willk�rverbot und allenfalls vor dem Anspruch auf rechtliches Geh�r standhalten, ist nicht im Berufungsverfahren zu pr�fen.
Aus diesen Gr�nden muss die Berufung abgewiesen werden, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Kl�ger die Verfahrenskosten solidarisch zu gleichen Teilen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet, weil keine Antwort eingeholt worden ist (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 9'000.-- wird den Kl�gern zu gleichen Teilen unter Solidarhaft auferlegt.

References: Art. 64
 BGE 
 Art. 590
 BGE 
 Art. 46
 Art. 54
 Art. 48
 Art. 580
 Art. 571
 Art. 571
 Art. 571
 Art. 580
 Art. 571
 Art. 580
 Art. 580
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 Art. 580
 Art. 571
 Art. 571
 Art. 559
 Art. 571
 BGE 
 BGE 
 Art. 517
 Art. 518
 Art. 559
 Art. 518
 Art. 571
 Art. 559
 Art. 571
 Art. 63
 Art. 571
 Art. 590
 Art. 74
 Art. 583
 BGE 
 BGE 
 Art. 581
 Art. 581
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 8
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8