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Timestamp: 2017-06-27 05:29:44+00:00

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6.540 Kirchliche Bestätigung von Religionslehrkräften – Kirchengesetz Konf. - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
6.540 Kirchliche Bestätigung von Religionslehrkräften – Kirchengesetz Konf.
.KirchengesetzderKonföderation evangelischer Kirchenin Niedersachsenüber die kirchliche Bestätigung vonReligionslehrkräftenvom 17. Juni 2006zuletzt geändert durch Verordnung des Rates der Konföderation vom 12. Dezember 2011(ABl. Hannover 2011 S. 260)(GVBl. Bd. 19 S. 52)Evangelischer Religionsunterricht in Niedersachsen wird in den öffentlichen Schulen gemäß Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Kirchen der Konföderation erteilt.Die damit gegebene Mitverantwortung der Kirchen der Konföderation für den evangelischen Religionsunterricht in Niedersachsen umfasst auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lehrkräften, die im Religionsunterricht tätig sind.Für die Organisation der Zusammenarbeit zwischen den Religionslehrkräften und den Kirchen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen beschließt die Synode das folgende Kirchengesetz:Inhaltsverzeichnis§ 1Kirchliche Bestätigung§ 2Formen der kirchlichen Bestätigung§ 3Vokation§ 4Befristete Unterrichtsbestätigung§ 5Widerrufliche Unterrichtsbestätigung§ 6Erlöschen, Widerruf der kirchlichen Bestätigung§ 7Verwaltungsbestimmungen§ 8Inkrafttreten; Übergangsbestimmungen####§ 1Kirchliche Bestätigung
Lehrkräfte, die nicht in einem kirchlichen Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehen, benötigen für die Erteilung von evangelischem Religionsunterricht eine kirchliche Bestätigung.
Mit der kirchlichen Bestätigung verpflichten sich die Kirchen der Konföderation die Lehrkräfte durch begleitende Fortbildungsangebote, durch das Angebot von persönlicher Begleitung und Beratung und durch Bereitstellung von didaktischen und methodischen Hilfen zu unterstützen.
Die Bestimmungen über die Beauftragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einem kirchlichen Dienst- oder Arbeitsverhältnis zur Erteilung von Religionsunterricht bleiben unberührt.#§ 2Formen der kirchlichen BestätigungDie kirchliche Bestätigung verleiht die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen auf Antrag schulformbezogen unbefristet als Vokation (§ 3), als befristete Unterrichtsbestätigung (§ 4) oder als widerrufliche Unterrichtsbestätigung (§ 5).#§ 3Vokation
Eine Vokation wird erteilt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland,eine abgeschlossene staatliche Ausbildung zum Lehramt mit Lehrbefähigung für das Fach evangelische Religion in der beantragten Schulform oder eine staatlich anerkannte Zertifikation oder ein abgeschlossener, von den beteiligten Kirchen anerkannter Weiterbildungslehrgang,die Bereitschaft, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Kirchen der Konföderation zu erteilen,in der Regel die Teilnahme an einer Einführungstagung, die von den Kirchen der Konföderation durchgeführt wird.
Lehrkräfte mit abgeschlossener staatlicher oder staatlich anerkannter Ausbildung zum Lehramt, die evangelischen Religionsunterricht fachfremd erteilen wollen und an einer kirchlichen Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen haben, wird eine Vokation erteilt, wenn die Voraussetzungen nach Absatz 1 Nrn. 1 und 3 vorliegen,wenn sie Mitglied einer Kirche nach Absatz 4 sind und die Voraussetzungen nach Absatz 1 Nr. 3 vorliegen.
Die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen erkennt eine von anderen Gliedkirchen der Evangelischen Kirchen in Deutschland erteilte Vokation in der Regel an.
Lehrkräfte, dieder Selbstständigen Evang.-Luth. Kirche – Sprengel Nord,der Evang.-methodistischen Kirche – Distrikt Hamburg,dem Bund evang.-reformierter Kirchen Deutschlands,der Evang.-altreformierten Kirche in Niedersachsen oderder Herrnhuter Brüdergemeine Neugnadenfeld angehörenwird eine Vokation erteilt, wenn die Voraussetzungen nach Absatz 1 Nrn. 2 bis 4 vorliegen.
Lehrkräfte, denen die Vokation erteilt worden ist, können in einem Gottesdienst eingeführt werden.#§ 4Befristete Unterrichtsbestätigung
Für die Dauer der praktischen Ausbildungsphase ist eine befristete Unterrichtsbestätigung erforderlich fürLehrkräfte, bei denen die Voraussetzungen nach § 3 Absatz 1 Nrn. 1 und 3 vorliegen,Lehrkräfte, die Mitglied in einer Kirche nach § 3 Absatz 4 sind und bei denen die Voraussetzung nach § 3 Absatz 1 Nr. 3 vorliegt.
Lehrkräfte, die einer christlichen Kirche angehören, aber die Voraussetzungen nach § 3 Absatz 1 Nr. 1 und 4 sowie Absatz 4 nicht erfüllen, kann die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen für die praktische Ausbildungsphase im Vorbereitungsdienst eine befristete Unterrichtsbestätigung auf Antrag erteilen.
Lehrkräften kann bei Aufnahme ihrer Tätigkeit im Dienst des Landes Niedersachsen eine befristete Unterrichtsbestätigung für maximal drei Jahre erteilt werden, wenndie Voraussetzungen nach § 3 Absatz 1 Nrn. 1, 2 und 3 vorliegen, die Lehrkräfte Mitglied einer Kirche nach § 3 Absatz 4 sind und die Voraussetzungen nach § 3 Absatz 1 Nrn. 2 und 3 vorliegen. #§ 5Widerrufliche Unterrichtsbestätigung 1 Lehrkräften, die Mitglieder einer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen angehörenden evangelischen Kirche sind oder einer anderen evangelischen Freikirche angehören, kann eine jederzeit widerrufliche Unterrichtsbestätigung erteilt werden, wenn siedie Voraussetzungen nach § 3 Absatz 1 Nrn. 2, 3 und 4 erfüllen undsich verpflichten, sich jeglicher Sonderlehren zu enthalten. 2 Besondere Vereinbarungen der Kirchen der Konföderation mit einzelnen Freikirchen über die Erteilung von Religionsunterricht bleiben unberührt.#§ 6Erlöschen, Widerruf der kirchlichen Bestätigung
1 Die kirchliche Bestätigung erlischt, wenndie Lehrkraft gegenüber der Schulleitung oder der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen erklärt, nicht mehr bereit zu sein, evangelischen Religionsunterricht zu erteilen, oderdie Kirchenmitgliedschaft der Lehrkraft durch Austritt oder Ausschluss endet. 2 Das Erlöschen ist gegenüber der Lehrkraft in einem schriftlichen, mit Gründen versehenen Bescheid festzustellen. 3 In diesem ist auch der Zeitpunkt des Erlöschens zu bestimmen.
Die kirchliche Bestätigung kann widerrufen werden, wenn festgestellt wird, dass der Unterricht nicht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Kirchen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen erteilt wird.
1 Das Erlöschen oder der Widerruf der kirchlichen Bestätigung werden der zuständigen Schulbehörde angezeigt. 2 Die betroffene Lehrkraft darf ab dem Zeitpunkt des Erlöschens oder der Bekanntgabe des Widerrufs keinen Religionsunterricht mehr erteilen.#§ 7VerwaltungsbestimmungenDie Geschäftsstelle der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen wird ermächtigt, die zu diesem Kirchengesetz erforderlichen Verwaltungsbestimmungen zu erlassen.#§ 8Inkrafttreten; Übergangsbestimmungen
Für Lehrkräfte, die die Voraussetzungen nach § 3 Nrn. 1 und 3 erfüllen, gilt die Vokation als erteilt, wenn siedie Lehrbefähigung für das Fach evangelische Religion in Niedersachsen vor dem 1. November 2006 erworben haben, odermit abgeschlossener staatlicher oder staatlich anerkannter Ausbildung zum Lehramt die Lehrbefähigung in Niedersachsen vor dem 1. November 2006 erworben und evangelischen Religionsunterricht in Niedersachsen fachfremd bis zum 31. Oktober 2006 länger als ein Jahr erteilt haben.
Vor dem 1. November 2006 erteilte unbefristete Unterrichtsbestätigungen sind von diesem Zeitpunkt an widerruflichen Unterrichtsbestätigungen gleichgestellt.

References: Art. 7
 § 3
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