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Timestamp: 2019-10-14 02:37:45+00:00

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BGH, 28.02.1984 - VI ZR 70/82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,299
BGH, 28.02.1984 - VI ZR 70/82 (https://dejure.org/1984,299)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1984 - VI ZR 70/82 (https://dejure.org/1984,299)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1984 - VI ZR 70/82 (https://dejure.org/1984,299)
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Zum Nachweis ausreichender Aufklärung des Patienten
Risikoaufklärung des Arztes - Vorbehandelnder Arzt - Schmerzensgeldklage - Bestimmtheit der Klage
LG Kempten, 12.03.1979 - 2 O 233/77
OLG München, 14.01.1982 - 14 U 316/79
NJW 1984, 1807
MDR 1984, 926
VersR 1984, 538
Fehlt es an hinreichenden Angaben zu Gegenstand und Grund des Anspruchs oder an einem bestimmten Antrag, ist nach allgemeiner Ansicht eine dennoch zugestellte Klage - nach vorangegangenem Hinweis - als unzulässig abzuweisen (vgl. BGH, Urteil vom 28. Februar 1984 - VI ZR 70/82, VersR 1984, 538 unter III 1;… Zöller/Greger, aaO, § 253 Rn. 23;… Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 33. Aufl., § 253 Rn. 20;… Hk-ZPO/Saenger, 4. Aufl., § 253 Rn. 31;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., § 253 Rn. 61;… BeckOK-ZPO/Bacher, Stand: 15. Juli 2012, § 253 Rn. 80;… vgl. auch Rosenberg/Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 17. Aufl., § 96 Rn. 52).
Erst eine nach vollständiger und gewissenhafter Aufklärung des Patienten wirksame Einwilligung ("informed consent") macht den Eingriff in seine körperliche Integrität rechtmäßig (vgl. Senatsurteil vom 28. Februar 1984 - VI ZR 70/82 - VersR 1984, 538, 539).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats entfällt eine solche Haftung, wenn feststeht, daß der Patient über das maßgebliche Risiko bereits anderweit aufgeklärt ist, da er dann weiß, in welchen Eingriff er einwilligt (vgl. Senatsurteile vom 28. Februar 1984 - VI ZR 70/82 - VersR 1984, 538, 539; vom 22. Januar 1980 - VI ZR 263/78 - VersR 1980, 428, 429; vom 23. Oktober 1979 - VI ZR 197/78 - VersR 1980, 68, 69).
Deutlicher wird im Urteil vom 28. Februar 1984 formuliert, es fehle an der von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO geforderten Bestimmtheit des unbezifferten Klageantrags, wenn der Kläger keine verbindlichen Angaben zur Größenordnung des begehrten Schmerzensgeldes mache; dann sei der Klageantrag unzulässig (VI ZR 70/82 - NJW 1984, 1807, 1809).
a) Zu der Vorgängerregelung über die Präklusion neuen Vorbringens in der Berufungsinstanz gemäß § 528 ZPO a.F. entsprach es der Rechtsprechung (BGH, Beschl. v. 26. Februar 1991, XI ZR 163/90, NJW 1991, 1896, 1897 m.w.N.;… vgl. auch Senat, Urt. v. 21. Mai 1954, V ZR 1/54, LM § 4 PreisüberwVO Nr. 3;… BGH, Urt. v. 21. Januar 1981, VIII ZR 10/80, NJW 1981, 928;… Urt. v. 26. Oktober 1983, IVb ZR 14/82, NJW 1984, 305; Urt. v. 28. Februar 1984, VI ZR 70/82, NJW 1984, 1807, 1808;… anders aber BGH, Urt. v. 29. März 1984, I ZR 230/81, NJW 1985, 743 für verzichtbare neue Rügen zur Zulässigkeit der Klage; BGHZ 134, 127, 131 für die Rüge der internationalen Unzuständigkeit) und der herrschenden Meinung in der Literatur (…vgl. etwa Stein/Jonas/Grunsky, ZPO, 21. Aufl., § 528 Rdn. 18;… Musielak/Ball, ZPO, 2. Aufl., § 528 Rdn. 27), daß eine fehlerhafte Berücksichtigung von neuem Tatsachenvortrag, der bei verfahrensfehlerfreiem Vorgehen des Berufungsgerichts hätte zurückgewiesen werden müssen, mit der Revision nicht mehr geltend gemacht werden konnte.
Zwar entfällt die Aufklärungspflicht, wenn der Patient der Aufklärung nicht bedarf, weil er von anderer Seite bereits hinreichend aufgeklärt worden ist (vgl. Senatsurteil vom 28. Februar 1984 - VI ZR 70/82 - VersR 1984, 538, 539 = AHRS 4475/5 m.w.N.).
Der behandelnde - hier: der operierende - Arzt, der nicht selbst aufklärt, hat aber entweder durch entsprechende Organisation dafür zu sorgen, dass die vollständige Aufklärung des Patienten anderweitig sichergestellt ist, oder sich im Einzelfall der vollständigen Aufklärung von anderer Seite zu vergewissern (OLG Karlsruhe NJW-RR 1998, 459; siehe auch BGH VersR 1984, 538).
OLG Hamm, 21.12.1995 - 6 U 78/95
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OLG Köln, 28.04.1993 - 27 U 201/92

References: § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 96
 § 253
 § 528
 § 4
 § 528
 § 528
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