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Timestamp: 2019-10-18 18:09:48+00:00

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BFH, 18.12.1990 - VIII R 17/85 - dejure.org
https://dejure.org/1990,546
BFH, 18.12.1990 - VIII R 17/85 (https://dejure.org/1990,546)
BFH, Entscheidung vom 18.12.1990 - VIII R 17/85 (https://dejure.org/1990,546)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 1990 - VIII R 17/85 (https://dejure.org/1990,546)
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EStG § 16 Abs. 1 und Abs. 3; EStDV § 7 Abs. 1; UmwStG 1977 § 20 Abs. 1
Einbringung eines Betriebes - Verdeckte Einlage - Neu gegründete GmbH - Stille Reserven - Geschäftswert
§ 16 EStG; § 7 Abs. 1 EStDV; § 20 Abs. 1 UmwStG
Einkommensteuer; Einbringung eines Einzelunternehmens in zuvor bar gegründete GmbH
BFHE 163, 352
BB 1991, 895
DB 1991, 994
BStBl II 1991, 512
Denn der verdeckten Einlage von einzelnen Wirtschaftsgütern aus dem Betriebsvermögen des einlegenden Gesellschafters geht grundsätzlich die vorherige Entnahme der nämlichen Wirtschaftsgüter aus dem Betriebsvermögen des Einlegenden voraus (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512, unter 3.; ferner z.B. Wassermeyer, Betriebs-Berater --BB-- 1994, 1, 3 f.).
Allerdings tritt in diesen Fällen an die Stelle der der verdeckten Einlage vorausgehenden Entnahme i.S. von § 4 Abs. 1 Satz 2 EStG der beim einlegenden Gesellschafter nach Maßgabe der §§ 16 Abs. 4, 34 Abs. 1 und 2 Nr. 1 EStG begünstigt zu versteuernde Tatbestand der Betriebsaufgabe, Teilbetriebsaufgabe oder Aufgabe eines Mitunternehmeranteils (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512, unter 2. der Gründe, betreffend Betriebsaufgabe).
c) Wie der BFH in seinem grundlegenden Urteil in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512 zutreffend ausgeführt hat, steht der Annahme einer zur Realisierung der im Betrieb vorhandenen stillen Reserven führenden Betriebsaufgabe grundsätzlich nicht die in § 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung --EStDV-- a.F. (vgl. nunmehr § 6 Abs. 3 EStG) getroffene Regelung entgegen: Diese Bestimmung, so heißt es dort, "findet keine Anwendung auf Fälle, in denen von dem beherrschenden Gesellschafter einer GmbH ein Betrieb dieses Gesellschafters auf die GmbH in der Form einer verdeckten Einlage übertragen wird.
ccc) Mit dieser Beurteilung weicht der Senat nicht i.S. von § 11 Abs. 2 FGO von entscheidungserheblichen Rechtssätzen des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. Dezember 1990 VIII R 17/85 (BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512) ab.
Daraus kann deshalb nicht abgeleitet werden, § 20 UmwStG 1977/1995 könne auf Sacheinbringungen im Wege von Aufgeldern nicht anwendbar sein; zu dieser --dort nicht entscheidungserheblichen-- Frage lässt sich dem BFH-Urteil in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512 keine Aussage entnehmen.
aa) Es kann dahinstehen, ob § 7 Abs. 1 EStDV schon deshalb nicht anwendbar ist, weil bei unentgeltlicher Übertragung auf eine eigene GmbH eine verdeckte Einlage mit der Folge vorliegt, dass vorrangig die Regelungen über die Betriebsaufgabe eingreifen (so BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 17/85, BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512, für den Fall, dass sich die GmbH-Anteile im Privatvermögen befinden;… kritisch: Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9. Aufl., § 22 IV, S. 791, und § 22 VIII, S. 838; Tiedtke, Der Betrieb --DB-- 1999, 2026, 2027).
Auch in der Folgezeit ist die Rechtsprechung des BFH davon ausgegangen, dass einer verdeckten Einlage aus dem Betriebsvermögen eine Entnahme zwangsläufig vorausgeht; denn es handele sich um eine Zuführung von Wirtschaftsgütern des (bisherigen) Betriebsvermögens zu außerbetrieblichen Zwecken, so dass die übergehenden stillen Reserven und ein übergehender (originärer) Geschäftswert versteuert werden müssten (vgl. BFH-Urteile vom 18. Dezember 1990 VIII R 17/85, BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512;… vom 10. August 1989 X R 98/88, BFH/NV 1990, 289;… vom 14. Januar 1993 IV R 121/91, BFH/NV 1993, 525, m.w.N.).
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 17/85 (BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512) entschieden, daß ein Betriebsaufgabegewinn u. a. dann realisiert wird, wenn alle wesentlichen Betriebsgrundlagen eines Einzelunternehmens dadurch betriebsfremden Zwecken zugeführt werden, daß sie im Wege einer verdeckten Einlage in eine Kapitalgesellschaft eingebracht werden.
Ein Nichtgesellschafter hätte bei Anwendung der Sorgfaltspflichten eines ordentlichen Kaufmannes der GmbH auch diesen Vermögensvorteil nicht unentgeltlich eingeräumt (vgl. BFH in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512; BFH-Urteile vom 24. März 1987 I R 202/83, BFHE 149, 542, BStBl II 1987, 705;… vom 2. September 1988 III R 117/86, BFH/NV 1990, 20).
Die darin liegende Verwendung zu betriebsfremden Zwecken (§ 4 Abs. 1 Satz 2 EStG) hat zur Gewinnrealisierung nach § 16 Abs. 3 Satz 3 EStG geführt (BFH in BFHE 149, 542, BStBl II 1987, 705; in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512).
Dieser Entscheidung, der der BFH auch in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512 und in BFH/NV 1990, 20 sowie mit Urteil vom 10. August 1989 X R 98/88 (…BFH/NV 1990, 289) gefolgt ist, schließt sich der erkennende Senat an.
Wie der BFH in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512 im einzelnen dargelegt hat, ist die Gewinnrealisierung weder nach § 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung noch nach dem Sinn und Zweck des § 16 Abs. 3 EStG ausgeschlossen; außerdem kommt eine unmittelbare oder analoge Anwendung des § 20 Abs. 1 des Umwandlungs-Steuergesetzes (UmwStG) nicht in Betracht.
Der Bundesfinanzhof (BFH) habe mit Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 17/85 (BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512) entschieden, dass es einer Betriebsaufgabe gleichstehe, wenn alle wesentlichen Betriebsgrundlagen eines Einzelunternehmens betriebsfremden Zwecken zugeführt würden, indem sie im Wege einer verdeckten Einlage in eine Kapitalgesellschaft eingebracht werden.
Dieser besteht darin, die Versteuerung der stillen Reserven sicherzustellen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 163, 352, BStBl II 1991, 512, m.w.N.).

References: § 16
 § 7
 § 20

§ 16
 § 7
 § 20
 § 4
 § 7
 § 6
 § 11
 § 20
 § 7
 § 22
 § 22
 § 16
 § 7
 § 16
 § 20