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Timestamp: 2019-06-25 19:38:12+00:00

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Sonderkündigungsrecht 489 | Besonderes Kündigungsrecht 489
Sonderkündigungsrecht 489
Gewöhnliches Kündigungsrecht des Kreditnehmers. Springen Sie zu § 489 BGB: Für Ihre Hypothek besteht ein Sonderkündigungsrecht! ist in § 489 BGB eingetragen:. Sonderkündigungsrecht bei Immobilienfinanzierungen nach §489 BGB.
489 Gewöhnliches Widerrufsrecht
seines Kreditnehmers
Der Kreditnehmer kann einen Kreditvertrag mit festem Fremdkapitalzinssatz ganz oder in Teilen beenden, wenn der feste Fremdkapitalzinssatz vor dem für die Tilgung vorgesehenen Zeitpunkt ausläuft und keine neue Einigung über den festen Fremdkapitalzinssatz erzielt wurde, mit einer Frist von höchstens einem Kalendermonat zum Auslaufen des Tags, an dem der feste Fremdkapitalzinssatz ausläuft; die Frist beträgt einen Jahr; die Fristverlängerungsfrist beträgt höchstens einen Jahr; die Frist beträgt einen Jahr; sie kann jedoch einen Jahr; sie kann nicht verlängert werden;
Wird eine Änderung des Darlehenszinses in gewissen Perioden bis zu einem Jahr beschlossen, so kann der Kreditnehmer nur bis zum Verfall des Tags kund tun, an dem der feste Darlehenszins abläuft; in jedem Falle nach dem Verfall von zehn Jahren ab dem Tag des vollen Eingangs unter Wahrung einer Frist von sechs Viertelmonaten; wird nach Erhalt des Kredits eine neue Übereinkunft über den Rückzahlungszeitpunkt oder den Darlehenszins zustande gekommen, so tritt das Datum dieser Übereinkunft an die Stelle des Eingangsdatum.
Die Kreditnehmerin kann einen variabel verzinslichen Kreditvertrag mit einer Frist von drei Kalendermonaten auflösen. Der Kreditnehmer ist nicht gekündigt, wenn er den fälligen Geldbetrag nicht innerhalb von zwei Kalenderwochen nach Inkrafttreten der gekündigten Frist zahlt. 2 Dies betrifft nicht Kredite an den Staat, einen Sonderfonds des Staates, ein Bundesland, eine Kommune, einen Gemeindeverbund, die Europäische Gemeinschaft oder fremde Kommunen.
2 Der Soll-Zinssatz ist fest, wenn für die Gesamtlaufzeit des Vertrages ein oder mehrere Soll-Zinssätze festgelegt sind, die in einem festen Prozentsatz angegeben sind. 3 Ist für die Gesamtlaufzeit des Vertrages keine Kreditzinsverpflichtung eingegangen, so ist der Kreditzinssatz nur für die Zeiten festgelegt, für die er durch einen festen Prozentsatz festgelegt ist.
Kreditnehmer - Erlass des Kündigungsrechts nach § 489 Abs. 1 BGB
I. Der Beklagte hat dem Kläger seit dem Beschluss vom 16. April 2007 268 114 EUR zuzüglich Zinsen in Hoehe von fuenf Prozentpunkten ueber dem Basiszinssatz zu zahlen.
Der Beklagte wird angewiesen, die Kosten zu tragen. Der Beklagte kann die Vollstreckung durch den Kläger abwenden, indem er eine Sicherheit in Hoehe von 120% des vollstreckbaren Betrages leistet, es sei denn, der Kläger leistet eine Sicherheit in Hoehe von 120% des vor der Vollstreckung zu vollstreckenden Betrages. Sachverhalt: I. Die klagende Hausbank verlangt von der beklagten Stadtverwaltung eine Entschädigung für einen Refinanzierungsverlust wegen Nichteinhaltung der Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag.
Der Rechtsvorgänger gewährte dem Kläger (künftig: Kläger) der Städtischen Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft mbH L. (künftig: GmbH) mit schriftlichem Darlehensvertrag vom 2./4. September 1996 (Anlage K 1) ein Darlehen in Höhe von 5 Mio. DEM mit einem Jahreszinssatz von 6,72% und einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren, für das der Beklagte bürgte.
Die Gesellschaft hat dem Antragsteller am 4. September 1996 eine "Zwischenbescheinigung" (Anlage K 5) ausgestellt, die den Erhalt des Darlehensbetrags bestätigt. In dieser Quittung ist der folgende Wortlaut vom Geschäftsführer der Gesellschaft und dem Bürgermeister des Beklagten unterzeichnet: Der beklagte hat mit Schreiben vom 11.05. 2006 das Darlehen vorzeitig zum 31.03.2007 gekündigt und den Eintritt in den Darlehensvertrag abgelehnt.
Die Klägerin verlangt mit ihrer Klageschrift eine Entschädigung für ihren Refinanzierungsverlust, den sie auf 269 409,31 EUR setzt. Der Beklagte macht geltend, dass er lediglich eine Mängelhaftung übernommen habe, der Mangel aber nicht erklärt worden sei. Insbesondere die Vereinbarung über den Zwischenbeleg erschwerte es der Gesellschaft jedoch, das Darlehen entgegen § 489 Abs. 4 Satz 1 BGB zu kündigen, weshalb es unwirksam war.
Der Beklagte bestreitet die von der Klägerin behauptete Schadenshöhe, soweit eingesparte Risikokosten in Hoehe von EUR 3900,27 in Abzug zu bringen sind. Mit der Begründung, dass die vom Beklagten übernommene Verpflichtung zur Übernahme der Schuld in Erfüllung im Falle der vorzeitigen Beendigung des Darlehensvertrags durch die Gesellschaft unwirksam sei, wies das Landgericht die Klageschrift zurück, da sie es der Gesellschaft zusammen mit der von der Gesellschaft gegenüber dem Beklagten im gleichen Dokument übernommenen Verpflichtung, das Darlehen nicht zu kündigen, erschwerte, das Darlehen zu kündigen.
Der Beklagte ist nicht losgelöst von der Verpflichtung der Gesellschaft, das Darlehen nicht zu kündigen, zu sehen. Aus dem Zwischenbescheid ging für den Antragsteller hervor, dass sich der Antragsgegner verpflichtet hat, das Darlehen im Falle einer vorzeitigen Kündigung durch die Gesellschaft zu übernehmen, nur weil sich die Gesellschaft wiederum gegenüber dem Antragsgegner verpflichtet hat, das Darlehen nicht zu kündigen.
Die Berufung der Klägerin ist dagegen gerichtet, mit der sie ihren Antrag in erster Instanz verfolgt. Er macht geltend, dass sich die von der Gesellschaft im Zwischenbescheid gemachte Zusage, das Darlehen nicht zu kündigen, ausschließlich auf das Innenverhältnis mit dem Beklagten bezieht und daher keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Verpflichtung des Beklagten zur Rückzahlung des Darlehens hat. Der Beklagte verteidigt das Urteil des Landgerichts.
Nach § 281 Abs. 1 S. 1 und 2 BGB hat der Kläger Anspruch auf Schadenersatz in Hoehe von 268 114 EUR, da der Beklagte gegen seine Verpflichtung aus dem am 4. September 1996 geschlossenen Vertrag zum Abschluss des mit der Gesellschaft geschlossenen Darlehensvertrages verstossen hat.
Das Bürgerliche Gesetzbuch in der seit dem 01.01.2002 geltenden Fassung ist nach Artikel 229 5 S. 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) auf den Vertrag vom 04.09.1996 anwendbar, mit dem sich der Beklagte verpflichtet hat, die Gesellschaft im Darlehensvertrag im Falle einer Kündigung des Darlehens zu ersetzen.
Der Kläger hat das Angebot des Beklagten in der Erklärung zum Zwischenbescheid mit Erhalt des Bescheids angenommen, ohne dass die Annahmeerklärung des Klägers eingegangen sein muss, 151 S. 1 BGB. Entgegen der Auffassung des Landgerichts ist diese Einreisepflicht nicht ungültig, da sich die Gesellschaft gegenüber dem Beklagten im gleichen Dokument verpflichtet hat, das Darlehen nicht zu kündigen.
Diese Unwirksamkeit ergibt sich insbesondere nicht aus 489 Abs. 4 S. 1 BGB. a) Die Verpflichtung des Beklagten, im Falle einer Kündigung durch die Gesellschaft den Darlehensvertrag im Namen der Gesellschaft abzuschließen, gibt an sich keinen Anlass zu Bedenken im Hinblick auf 489 Abs. 4 S. 1 BGB.
Der Beklagte ist eine Gemeinde, die von der Anwendung dieser Bestimmung nach 489 Abs. 4 S. 2 BGB ausgeschlossen ist, so dass sie über die in 489 Abs. 1 BGB genannten Fristen hinaus einen wirksamen Darlehensvertrag abschließen konnte. b) Die Unwirksamkeit ihrer Verpflichtung zum Abschluss eines Darlehensvertrags im Falle der Kündigung des Darlehens durch die Gesellschaft ergibt sich auch nicht aus den 489 Abs. 4 S. 1, 134, 139 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
Es stimmt, dass die beiden vom Beklagten im gleichen Dokument mit dem Kläger und mit der Gesellschaft abgeschlossenen Verträge ein einziges Rechtsgeschäft im Sinn von § 139 BGB darstellen, bei dem nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Beklagte einen Vertrag ohne den anderen abgeschlossen hätte (siehe zur Anwendung von § 139 BGB auf Verträge mit verschiedenen Personen, BGH NJW 1992, 3237; NJW-RR 1998, 1346; WM 1966, 899).
Die Vereinbarung mit der Gesellschaft, in der sich diese verpflichtet hat, das Darlehen des Klägers nicht zu kündigen, ist jedoch auch nach 489 Abs. 4 S. 1 und 134 BGB nicht unwirksam. Dies ändert nichts daran, dass die Gesellschaft zu 100 % im Besitz der beklagten Stadtverwaltung ist. Das in dieser Bestimmung aufgeführte Verzeichnis der öffentlichen Körperschaften ist nach einhelliger Meinung abschließend, die Gesellschaft gehört nicht dazu (Soergel/Häuser, BGB, Nr. 1. Dezember 2008).
bb) Für die Gültigkeit der Vereinbarung vom 4. September 1996 ist entscheidend, dass die Befugnis der Gesellschaft zur Kündigung des Darlehens nach zehn Jahren nach § 489 Abs. 1 Nr. 3 BGB gegenüber dem Kläger weder ausgeschlossen noch erschwert wurde durch die gegenüber dem Beklagten eingegangene Verpflichtung, das Darlehen nicht zu kündigen.
Die Verpflichtung, das in der Vereinbarung vom 4. September 1996 enthaltene Darlehen nicht zu kündigen, betrifft, wie sich aus ihrem Wortlaut ergibt, nur das Verhältnis zwischen der Gesellschaft und ihrem Eigentümer, der beklagten Großstadt. 489 Abs. 4 BGB hindert den Kreditnehmer grundsätzlich nicht daran, Verpflichtungen aus dem Darlehen gegenüber Dritten einzugehen, die über seine Darlehensverpflichtungen gegenüber dem Kreditgeber hinausgehen.
Es ist zwar denkbar, dass Fälle eintreten können, in denen eine Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber einem Dritten, das Darlehen auch nach den in 489 Abs. 1 BGB genannten Terminen nicht zu kündigen, eine Umgehung des durch 489 Abs. 4 S. 1 BGB gewährten Schutzes bedeuten kann und daher einen entsprechenden Antrag erfordert, z.B. wenn sich der Kreditnehmer gegenüber einem Dritten im Warenlager des Kreditgebers dazu verpflichtet.
Durch die Verpflichtung der Gesellschaft, den Darlehensvertrag nicht zu kündigen, verfolgte die Beklagte entsprechend ihren Interessen den Zweck, zu verhindern, dass sie im Kündigungsfall anstelle der Gesellschaft den Darlehensvertrag abschließen musste. Dagegen war es vom Antragsteller und der Gesellschaft eindeutig nicht beabsichtigt, die Interessen des Antragstellers bei der Aufrechterhaltung des Darlehens zu wahren.
Das Unternehmen und der Angeklagte befanden sich im selben Warenlager. Mit der Verpflichtung der Gesellschaft, den Darlehensvertrag nicht zu kündigen, wurde letztlich nur eine Bestimmung getroffen, die der Beklagte als alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft auch im Rahmen seiner satzungsmäßigen Weisungsbefugnis hätte durchsetzen können. Nach dem am 4. September 1996 wirksam geschlossenen Vertrag war der Beklagte nach der Kündigung durch die Gesellschaft verpflichtet, den Darlehensvertrag mit dem Kläger abzuschließen.
Weil der Beklagte dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist, kann der Antragsteller nach 281 Abs. 1 S. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Schadensersatz statt der Leistung für den dadurch entstandenen Schaden verlangen. Die Fristsetzung war nach § 281 Abs. 2 BGB entbehrlich, nachdem der Beklagte auf Antrag des Klägers vom 18. Januar 2007 den Abschluss des Darlehensvertrages abgelehnt hatte.
Der Betrag des dem Antragsteller entstandenen und vom Antragsgegner zu ersetzenden Schadens beträgt 268 114 EUR. Der dem Kläger durch die Pflichtverletzung des Beklagten entstandene und vom Kläger nach der Aktiv-Passiv-Methode berechnete Refinanzierungsverlust (BGHZ 136, 161; BGH WM 2001, 21; WM 1997, 1799) als Differenz zwischen den im Rahmen des Darlehensvertrages zu zahlenden Zinsen und dem Ertrag aus der Reinvestition der freigegebenen Beträge fristenkongruent ist grundsätzlich in der Größenordnung von EUR 269.419,31 unbestritten.
Der Beklagte hat geltend gemacht, dass die zur Bestimmung der Vorfälligkeitsentschädigung erforderlichen Barwerte in der vom Kläger vorgelegten Tabelle als Anlage K 8 nicht erkennbar seien. Gleichzeitig hat sie jedoch ausdrücklich nicht die Richtigkeit der Berechnung der Klägerin in Zweifel gezogen, auf die sie in der mündlichen Verhandlung vom 6. Mai 2008 hingewiesen wurde. b) Es ist auch zwischen den Parteien unbestritten, dass ein Abschlag von 315,04 EUR für eingesparte Verwaltungskosten vorgenommen wurde.
c ) Darüber hinaus waren eingesparte Risikokosten in Hoehe von 990,27 EUR zu berücksichtigen. aa) Die vorzeitige Rückzahlung der vom Beklagten eingegangenen Kreditzusage als Ausgleich ersparte dem Kläger das Risiko für die Restlaufzeit dieser Kreditzusage. a) In Anbetracht der mit dem konkreten Vertrag verbundenen Risiken war dieser Abschlag auf 0,01% des jeweiligen Restkapitals nach § 287 ZPO zu schätzen und damit auf der Grundlage der auch von der Beklagten angewandten Berechnungsmethode (AS I 69) auf insgesamt 990,27 EUR.
Weil es sich bei der Beklagten als Stadtkörperschaft um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts handelt, konnte der von ihr angenommene Risikoabschlag von 0,10 Prozent nicht angewendet werden, was noch höher ist als die Grundlage der Rechtsprechung des Obersten Gerichts für das Privatkundengeschäft (zwischen 0,014 und 0,06 Prozent, siehe Olympiahamm WM 1998, 1812; WM 2000, 1145; Olympiagymographisches Amt Köln WM 1999, 1661; Olympiagymastamt Schleswig WM 1998, 861).
Angesichts des geringen Zahlungsrisikos eines solchen Schuldners betrug der Risikoabschlag nach § 287 ZPO nur 0,01%. Nach 63 Abs. 2 GKG war der Streitwert für die Berufung zu ermitteln.

References: § 489
 § 489
 §489
 § 489
 § 489
 § 281
 § 139
 § 139
 BGH 
 § 489
 § 281
 BGH 
 § 287
 § 287