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Timestamp: 2019-11-16 01:16:10+00:00

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Frotscher/Geurts, EStG § 40a Pauschalierung der Lohnsteu ... / 3.2.1 Allgemeines | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Frotscher/Geurts, EStG § 40a Pauschalierung der Lohnsteu ... / 3.2.1 Allgemeines
In § 40a Abs. 2 und 2a EStG ist eine Pauschalierung für geringfügig Beschäftigte vorgesehen. Die Definition einer pauschalierungsfähigen geringfügigen Beschäftigung ergibt sich aus dem Verweis auf § 8 Abs. 1 Nr. 1 und § 8a SGB IV. Eine geringfügige Beschäftigung liegt danach vor, wenn das Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung regelmäßig 450 EUR pro Monat nicht übersteigt; bis zum 31.12.2012 lag diese Grenze bei 400 EUR. Für die Zulässigkeit der Pauschalierung kommt es nur auf die Geringfügigkeit des monatlichen Arbeitsentgelts an. Da die Einschränkung des § 40a Abs. 4 EStG für die Pauschalierung nach § 40a Abs. 2 und 2a EStG nicht gilt, besteht für den Stundenlohn keine Höchstgrenze (Rz. 47). Eine Mindestgrenze bildet gem. § 1 Abs. 2 S. 1 MiLoG seit dem 1.1.2015 der Mindestlohn i. H. v. 8,50 EUR je Zeitstunde, durch den der Umfang der pauschalierungsfähigen geringfügigen Beschäftigung auf weniger als 53 Stunden pro Monat eingeschränkt worden ist.
Für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, für die der Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Rentenversicherung und zur Krankenversicherung abzuführen hat, gilt nach § 40a Abs. 2 EStG eine einheitliche Pauschsteuer i. H. v. 2 %, die LSt, SolZ und KiSt des Arbeitnehmers einschließt. Verfahrensrechtliche Regelungen für die einheitliche Pauschsteuer sind in § 40a Abs. 6 EStG enthalten (Rz. 57ff.).
Für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die voll sozialversicherungspflichtig sind, ermöglicht § 40a Abs. 2a EStG die Pauschalierung zu einem Pauschsteuersatz von 20 %, der allein für die LSt gilt; zusätzlich hat der Arbeitgeber SolZ und KiSt zu entrichten.
Die in § 40a Abs. 2 und 2a EStG enthaltenen Pauschalierungen ersetzen die bis 2002 geltende Besteuerung geringfügiger Beschäftigungen, die im Wesentlichen eine Steuerbefreiung des Arbeitslohns von bis zu 325 EUR (bis 2001: 630 DM) vorsah (§ 3 Nr. 39 EStG a. F.); diese wurde durch die in § 40a Abs. 2 EStG a. F. geregelte Pauschalierung ergänzt, die der Regelung in § 40a Abs. 2a EStG entspricht (Rz. 6).

References: § 40
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 § 8
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 § 1
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