Source: http://www.igmetall-zoom.de/Forum/viewtopic.php?p=30574
Timestamp: 2020-01-29 05:17:47+00:00

Document:
Aktuelle Zeit: 29.01.2020, 06:17
Verfasst: 01.04.2012, 22:46
Nun ja, z. Z. mögen die Beschäftigungszahlen zumindest beim Marktführer stagnieren. Als Grund wird die Unsicherheit in den Kundenunternehmen über die öffentliche Diskussion und Verhandlungen der IGM zu EP genannt.
Und auch die BR Vorsitzende malt einen Rückgang der Beschäftigung für die Zukunft aus. Das ist allerdings ihre ganz persönliche Sicht der Dinge.
Verfasst: 02.04.2012, 11:53
Hat Sie in Düsseldorf auch getan.
Da andere Verleiher weiter expandieren halte ich es eher für ein Randstad Problem.
Einmal die fatale konzentration auf das Massengeschäft, diese Kunden rechnen jetzt natürlich, als auch das Image.
Monitor läßt grüßen und wir sind mit dem Thema auch noch nicht durch.
Der Hinweis auf einen Artikel eines Rechtsprof beseitigt keine Rechtsansprüche.
Schön wäre es gewesen wenn man noch geschrieben hätte dass der Prof. im Auftrag von R* ein Guachten geschrieben hat auf das dieser Artikel fusst.
Uns vorzuwerfen wir würden Falschinformationen verbreiten - wir vertreten eine gut begründete Rechtsauffassung - wird nur noch getoppt von der Behauptung das sie gegen die Gewerkschaften juristisch vorgehen würden. Es gab zwar Einschüchterungsversuche das war es aber auch schon.
Also "Finger weg von meinem Zeitkonto!
[url]http://www.igmetall-nrw.de/Nachricht.140.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=970&tx_ttnews[backPid]=139&cHash=a987c286d0[/url]
Im übrigen ist in unseren Augen nicht nur die Gesamtbetriebsvereinbarung nichtig - das haben wir bereits 2007 vertreten!
Wir sehen hier auch einen Bußgeldbewährten Verstoß gegen die Lohnuntergrenze nach §3a AÜG gegeben.
Bußgeld nach §16 AÜG - 500000€
Zuständig ist hier der Zoll und in Folge dann der Staatsanwalt.
Verfasst: 02.04.2012, 14:23
Na ja, nach kurzem Schlagabtausch zwiscnen euch Beiden war das Thema Zeitkonten vom Tisch. Bei Ihrer Argumentation (Beschäftigungssichrerung) hätten meine Fragen da auch nichts mehr gebracht.
Verfasst: 02.04.2012, 15:35
Wenn hier weitere Fragen gekommen wären hätte ich das breiter ausführen können. Warum die BV nichtig ist in unseren Augen,
was es im einzelnen mit §11 Abs. 4 AÜG auf sich hätte.
Das ist auch nicht die Meinung des geamten BRs. Hier gibt es einige Kolleginnen und Kollegen die unsere Auffassung teilen.
Beschäftigungssicherung ist eigentlich auch Thema in Tarifverträgen siehe IGZ.
Des weiteren gehören verleihfreie Zeiten zum normalen Geschäft in der Zeitarbeit. Das hat also nichts mit Beschäftigungssicherung zu tun sondern nur um Verlagerung des Betriebsrisikos auf den Arbeitnehmer.
Je nach Gericht 1 bis 3 Monate Verleihfreie Zeit sind zumutbar bevor der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt. Er uss nachweisen das er sich ernsthaft um einen neuen einsatz bemüht hat. Und dann kommt noch die Sozialauswahl dazu!
Was also soll die BV verbessern?
Zur BV
Entweder der Tarifvertrag ist abschließend, dann hat der BR gar kein Recht zu einer BV. Da der MTV die Verwendung des Zeitkontos klar regelt ist er in meinen Augen zu.
Und wenn es doch Regelungstatbestände geben sollte, dann ist das eine BV nach § 87 BetrVG also eine zwingende und niemals eine freiwillige. Vorraussetzung wäre auch das alle Regionalbetriebsräte ihre Regelungskompetenz an den GBR abgetreten hätten. Daran habe ich meine Zweifel, denn der Osten hat ja eine eigene BV wie dort immer betont wird.
Verfasst: 09.04.2012, 16:18
Man post auch bei Facebook:
https://www.facebook.com/profile.php?id=1836598237
Verfasst: 13.04.2012, 18:54
So ein fieses dreckiges S******:
Link - Stammkräfte wollen gleichen Lohn wie Zeitarbeitskräfte
Rechtsanwaltwernerstolz hat geschrieben:
Alle Fahrräder stehen still...Weil polnische Zeitarbeiter bei Deutschlands größtem Fahrradhersteller Mifa angeblich mehr Geld erhalten, streikte die Stammbelegschaft und setze kurzfristig Lohnerhöhungen beim Produktionsleiter durch....
Das es den Menschen in dieser Firma, an welcher Veronicas Maschmeyer im großen Stil beteiligt ist und mit seinen üblichen Maschen den Aktienkurs nach oben treibt, genau wie in vielen ostdeutschen Niedriglohnbetrieben dreckig geht ist schlimm. Schlimmer ist aber wenn ein Lobbyist der iGZ dieses Elend nutzt um seine Branche im hellen Licht scheinen zu lassen!
S****** = "Schlitzohr"
„In der Produktion gibt es viele Tätigkeiten, die durch angelernte Mitarbeiter erledigt werden“, sagt Meißner. Die würden weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienen.
Verfasst: 13.04.2012, 22:20
Die Mifaianer liegen weit unter 8,50 €/h. Die Polen bekommen ca. 1400 € brutto/Monat (mindestens 40h/Woche, drei Schichten) und lagen somit wahrscheinlich 150 € über den deutschen Monatsgehältern - den Stundenlohn kann sich daher jeder ausrechnen (Nachtschichtzuschläge beachten!). Der IGM-Meißner hat schon recht mit "unter 8,50€", nur wird der reale Mifa-Lohn auch noch weit unter E1 Ost (35 h/Woche iGZ/BZA) liegen.
Genau deshalb geht dem Stolz Werner doch so dermaßen einer ab!
Verfasst: 15.04.2012, 06:58
Kollege Stolz hat ein wirtschaftliches Interesse an hohen Löhnen in den Entleibtrieben.
Je Höher die Löhne sind, um so höher sind die Gewinnmargen pro Leiharbeitsstunde
Betreff des Beitrags: Re: Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde no. 9
Verfasst: 28.04.2012, 16:31
Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom 27.04.2012:
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen fand heute in Frankfurt in konstruktiver Atmosphäre statt, bei den kritischen Punkten gab es jedoch leider noch keine entscheidende Annäherung.
floskellink
Wer Rechtsanwaltwernerstolz schwimmen sehen will, klicke den Floskellink: Die schwarze Krähe Gerd B. pickt seiner Kumpelkrähe in die müden Äuglein.
Verfasst: 28.04.2012, 17:56
Dazu noch mehr:
‎... schlimmer als die völlig fehltgeschlagenen Anfängerschwimmversuche der Zeitarbeitsverbände im Haifischbecken der Tarifmächte kann die Ex-Familienministerin auch nicht mehr agieren ! - Wenigsten wird Sie keine 15 Monate brauchen, um festzustellen, dass man eine "technische Kommission" braucht. Dieses hat die Ministerin schon vor 4 Monaten angekündigt und personell und inhaltich auch schon in Ihrem Smartphone gespeichert! - Interessant, dass - ausnahmsweise - die Politiker mal schneller sind als die Wirtschaft und dann auch noch schneller als die - ach so flexiblen - Zeitarbeitsverbandsvertreter! - Hat da vielleicht eine Branche die falschen Köpfe ???
Verfasst: 30.04.2012, 18:31
http://www.operationuebernahme.de/detai ... .1021.html
Werner Stolz dazu:
Zu den (verschwiegenen) Erfolgen gehört insbesondere, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland auf rund 29 Millionen gestiegen ist. Sie liegt damit um 700.000 über dem Stand des Jahres 2000, als die „New Economy“ boomte. Dass der Niedriglohnsektor nach den Hartz-Reformen wuchs, ist richtig. Dies war ja gerade eine Strategie, um die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren – was auch gelang: Von über 5 Millionen Arbeitslosen ist die Zahl auf weniger als 3 Millionen gesunken.
Richtig ist auch, dass mit dem Ende der Krise die Zahl der Zeitarbeitnehmer wieder gestiegen ist – auf gut 900.000. Zeitarbeit bietet vor allem geringer Qualifizierten einen Weg in die Beschäftigung. Auch dieses Ziel der Hartz-Reformen wurde erreicht. Die Tarifparteien in der Branche sind nun gerade dabei, die Bezahlung der Zeitarbeitnehmer zu überprüfen. Verhandelt wird über Branchenzuschläge. Vor allem den in der Industrie eingesetzten Zeitarbeitnehmern könnten ordentliche Lohnerhöhungen winken. Es gibt also auch Erfolge zu vermelden..
Betreff des Beitrags: Werner, Gerd & Arnd
Verfasst: 08.05.2012, 11:25
...aber heute echauffiert er sich heftigst, der Stolz Werner:
Bitte unterstelle nicht ständig, dass in den Verbänden nur Deppen sitzen, die ihr Handwerk nicht verstehen
Schumacher Arnd mischt nun auch noch mit. Da haben sich drei gefunden!
Betreff des Beitrags: Werner Stolz und die VGZ
Verfasst: 23.05.2012, 19:39
Rechtanwaltwernerstolz schreibt aufgrund der Empörung vieler iGZ-Leiharbeitgeber über den neuen Tarifvertrag (pdf-Link):
Wir bearbeiten wie immer alle eingehenden Anfragen unserer iGZ-Mitglieder sorgfältig, bitten aber um Verständnis, dass öffentliche Foren für alle wie hier nicht der geeignete Ort sind, den Mehrwert einer Beitragszahlung im Arbeitgeberverband zu relativieren...
...und das ist diesmal ganz sicher keine Plattitüde. Die Mitgliedsunternehmen bekommen unter Ausschlüß der Öffentlichkeit dargelegt was sie in Zukunft zu befürchten haben, nämlich gar nichts. Auch der Kompagnon von Rechtsanwaltwernerstolz, Thomas Altmann, gibt sich bei Xing auffallend gelassen. Die beiden können ihr Glück über diesen bis 2017 laufenden Branchentarifvertrag noch gar nicht richtig fassen, gehen den betroffenen Leiharbeitern und der IG Metall doch erst die Augen auf, wenn der Vertrag von den Leihfirmen ab Ende des Jahres ausgenutzt und umgangen wird. Überrascht und betroffen sollte dann aber niemand sein - die Leihbranche findet immer einen Weg sich durchzumogeln. Abhilfe würden da ausschließlich knallharte Gesetze schaffen und die werden nach diesem Abschluß nicht kommen. Da hat der Bäumer Thomas (VGZ/BAP) für die iGZ einen Superjob gemacht. Glückwunsch!
Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und die VGZ
Verfasst: 23.05.2012, 20:01
...gehen den betroffenen Leiharbeitern und der IG Metall doch erst die Augen auf, wenn der Vertrag von den Leihfirmen ab Ende des Jahres ausgenutzt und umgangen wird. Überrascht und betroffen sollte dann aber niemand sein - die Leihbranche findet immer einen Weg sich durchzumogeln. Abhilfe würden da ausschließlich knallharte Gesetze schaffen und die werden nach diesem Abschluß nicht kommen.
schön das wir der selben Meinung sind
Betreff des Beitrags: Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde no. 10
Rechtsanwaltwernerstolzphrase vom 25.05.2012:
Wenn sich die großen Industriegewerkschaften IG Metall und IGBCE mit uns einigen, wird der Druck auch auf ver.di steigen nach dem Motto (aus deren Sicht): lieber den (Tarif)Spatzen in der Hand als die (Gesetzes)Taube auf dem Dach...
Geradezu locker und entspannt, der Rechtsanwaltwernerstolz.
Betreff des Beitrags: Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde no. 11
Verfasst: 03.08.2012, 21:24
Rechtsanwaltwernerstolzphrase vom 03.08.2012:
Es ist ja spätestens nach Einführung der neuen Branchenzuschlagstarife auch mit millionenschweren Anti-Zeitarbeitskampagnen nicht mehr (medial) zu vermitteln, dass Zeitarbeit immer noch generell eine prekäre Arbeitsform sein soll...also IG Metall: schnell umdenken und neue Prioritäten setzen. Der Zeitarbeitsknochen ist längst abgenagt
Betreff des Beitrags: Re: Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde no. 11
Verfasst: 04.08.2012, 15:00
[url=https://www.xing.com/net/igz/zeitarbeit-in-den-medien-429045/ig-metall-kampagne-gegen-schein-werkvertrage-41616625/]
"Es ist ja spätestens nach Einführung der neuen Branchenzuschlagstarife auch mit millionenschweren Anti-Zeitarbeitskampagnen nicht mehr (medial) zu vermitteln, dass Zeitarbeit immer noch generell eine prekäre Arbeitsform sein soll...also IG Metall: schnell umdenken und neue Prioritäten setzen. Der Zeitarbeitsknochen ist längst abgenagt "
von Kollege Stolz ist doch richtig.
In welcher andere Branche stehen praktisch 100% der Kollegen unter dem Schutz eines durch den DGB erkämpften Tarifvertrags?
Verfasst: 04.08.2012, 15:44
"Schutz" muß in Gänsepaddels.
PS: Oder Du schreibst "Schmutz" ... geht auch.
Verfasst: 11.08.2012, 10:03
Ok, künftig werde ich Sarkasmus deutlicher kennzeichnen.
Sarkasmus ein!
Nur dank der Leiharbeitstarifverträge konnte die IG Metall die Rechte der Leiharbeiter zum Gegenstand der letzten Metalltarifrunde machen
Nur dank der Leiharbeitstarifverträge können die einzelnen Gewerkschaften nun Tarifverträge über Branchenzuschläge aushandeln.
Ohne Leiharbeittarifverträge hätten die Leiharbeiter einen Lohnanstieg in Höhe der Metalltarifrunde.
Ohne Leiharbeittarifverträge hätten Leiharbeiter equal pay und trade vom ersten Tag
Verfasst: 23.09.2012, 07:30
Als Mitglied des BAP-Vorstandes sollte man doch Antworten von seinem Verband hierzu bekommen können - oder nicht, Herr Schumacher?
Premiere: Das ist die wahrscheinlich erste klare Ansage von Werner Stolz. Kein Wischiwaschi und keine seiner glitschigen Formulierungen. Hätte ich ihm in diesem Leben gar nicht mehr zugetraut...
Verfasst: 24.11.2012, 00:49
Bei aller Kritik an Herrn Stolz, aber immerhin hat er sich zum Thema des Streikbruchs durch (ehemalige) ZAN hier im Forum zu Wort gemeldet. Das verdient Respekt!
Link zum Thread: Holger Piening (iGZ) vermittelt Arbeiter in eine bestreikte Firma
Verfasst: 08.12.2012, 18:13
Verfasst: 18.12.2012, 00:05
http://www.b-republik.de/aktuelle-ausga ... ter-klasse
diskutiert der Geschäftsführer des IGZ mit Fr. Mast SPD (MdB).
Nehme mal nur einen Absatz heraus wie der Geschäftsführer des IGZ "zur sachlichen Aufklärung beiträgt:
Stolz: Equal Pay ist zunächst mal nur eine Parole. Europaweit gibt es zwei grundverschiedene Systeme, wie Zeitarbeit organisiert wird: In Frankreich oder in den Niederlanden verläuft Zeitarbeit synchronisiert. Equal Pay gilt vom ersten Tag des Einsatzes; in Frankreich wird für Zeitarbeiter und alle anderen befristeten Arbeitsverhältnisse sogar eine Unsicherheitsprämie von zehn Prozent gezahlt. Und das leuchtet auch ein: Die Zeitarbeitsfirmen sind reine Arbeitsvermittlungen. Wenn eine Firma für drei Monate einen Schlosser sucht, macht sich das Zeitarbeitsunternehmen auf die Suche. Hat der Schlosser seinen Auftrag erfüllt, steht er wieder auf der Straße – keine Entgeltfortzahlung, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld. Das zweite System ist das unsrige: Die Zeitarbeitnehmer sind fest unter Vertrag. Wenn die Mitarbeiter von den Kundenbetrieben abgemeldet werden, ist es die Aufgabe der Zeitarbeitsfirma, einen Anschlussjob zu finden. Dem Mitarbeiter darf mindestens drei Monate nicht gekündigt werden, auch wenn kein neuer Einsatz ansteht – so die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Das ist das Risiko der Zeitarbeitsunternehmen.
1. Den Artikel 5.1 (EU-Richtlinie) Grundsatz der Gleichbehandlung (equal pay und wesentliche Arbeitsbedingungen z.B. Urlaub etc.) bezeichnet er als "nur eine Parole".
2. Aus zwei Varianten ,Frankreich u. Deutschland - es gibt natürlich noch mehr - "Das zweite System ist das unsrige: Die Zeitarbeitnehmer sind fest unter Vertrag". Daraus leitet er ab, dass in Deutschland kein equal pay bezahlt werden muss.
In der Eu-Richtlinie Art. 5.2 ist erstens die Abweichung nur eine Kannbestimmung, der Gesetzgeber kann also auch ganz anders.
Und zweitens ist im 5.2 von unbefristeten Arbeitsverträgen sowie Bezahlung zwischen den Überlassungen die Rede.
Ergo befristete Verträge müssen grundsätzlich mit equal pay bezahlt werden. Das erwähnt er erst gar nicht.
3. Zur Kündigung eines unbefristet eingestellten LAN erwähnt er korrekterweise: "Dem Mitarbeiter darf mindestens drei Monate nicht gekündigt werden, auch wenn kein neuer Einsatz ansteht – so die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts".
Das eine ist die Theorie das andere die Praxis. Der IGZ tut so scheinheilig als ob von seinen 2700 Mitgliedern nur 11 oder 12 sich nicht an die Theorie halten.
Aber vielleicht ist es auch gar nicht scheinheilig sondern die glauben ihren eigenen Schmarren. Kann natürlich passieren wenn man die wenigen Beschwerden in ihrer Beschwerdestelle für den ganzen Eisberg hält und nicht nur für die Spitze desselben. (Dass die allermeisten LAN ihre Rechte nicht einklagen - Beispiel Tarifunfähigkeit der CGZP - spricht Bände).
Verfasst: 18.12.2012, 08:55
Warum hält sich da nur KEINE ZAF dran?
Auftragsende oder wie in meinem Fall Unterbrechung von ca. 4 Wochen ist Gleichbedeutend mit Kündigung.
Das ist auch kein bedauerlicher Einzelfall sondern das erlebte ich innerhalb eines Jahres bei 4 ZAF.
Verfasst: 18.12.2012, 09:14
Die EU-Richtlinie erkennt grundsätzlich den besonderen Wert des Flexibilisierungsinstruments Zeitarbeit an. Zeitarbeit "ist grundsätzlich eine erwünschte Erscheinung im Rahmen des Flexicurity-Ansatzes der EU". Die Richtlinie fordert mitnichten die Einführung von Equal Pay ohne Abweichungsmöglichkeit. Sie enthält wie das AÜG eine Tariföffnungsklausel. Die EU-Richtlinie fordert nur, dass Zeitarbeitstarifverträge den Gesamtschutz der Zeitarbeitnehmer zu achten haben. Dies ist jedoch in Deutschland sichergestellt. Die Richtlinie verfolgt sogar einen flexibleren Ansatz, da sie neben der Tariföffnungsklausel eine weitere Ausnahme vorsieht: So kann der nationale Gesetzgeber jene Arbeitnehmer vom "Equal-Pay" ausnehmen, die unbefristet eingestellt und in Nichteinsatzzeiten bezahlt werden. Mit den Branchenzuschlagstarifen wird aktuell das System durch die Sozialpartner noch gerechter und fairer austariert.
Verfasst: 18.12.2012, 10:04
Zeitarbeiter werden seltenst in Nichteinsatzzeiten bezahlt, sondern da werden die vorher erarbeiteten Stunden ausgeglichen. Sprich ich habe diese Stunden schon gearbeitet.
Es ist auch Makulatur von befristeten und unbefristeten Verträgen zu sprechen. Wer einen unbefristeten Vertrag hat kann genauso gekündigt werden und die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen bestenfalls das sind 151 Stunden im Durchschnitt und da meist ein Stundenkonto eh 150 Plusstunden vorsieht liegt auch hier das Risiko nur beim Arbeiter.
EQUAL PAY vom ersten Tag an plus Risikozuschlag sollte das Ziel sein, nur so kann die Zeitarbeitsbrache aus der Schmuddelecke geholt werden und ihr Ramschladenimage aufbessern, Rigeroser Umgang mit schwarzen Schafen z.B. Entzug der Überlassungserlaubnis und zwar sofort. Nicht nur Rausschmiss aus den verschiedenen Verbänden.
Die Branche handelt mit der menschlichen Arbeitskraft und sollte alles daran setzen damit und mit der Ware Menschenkraft sorgsam und vorrausschauend umzugehen. Ein Autoverleiher pflegt seine Autos auch vorrausschauend.
Verfasst: 18.12.2012, 15:57
Zeitarbeiter werden seltenst in Nichteinsatzzeiten bezahlt, ...
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Herr Stolz das nicht weiß.
Der Mann ist Akademiker, der kann nicht so blöd sein.
Verfasst: 19.12.2012, 00:41
Herr Stolz schreibt:
Die Richtlinie fordert mitnichten die Einführung von Equal Pay ohne Abweichungsmöglichkeit. Sie enthält wie das AÜG eine Tariföffnungsklausel.
Das hatte ich auch gar nicht behauptet. Siehe: "In der Eu-Richtlinie Art. 5.2 ist erstens die Abweichung nur eine Kannbestimmung, der Gesetzgeber kann also auch ganz anders".
Sie enthält wie das AÜG eine Tariföffnungsklausel. Die EU-Richtlinie fordert nur, dass Zeitarbeitstarifverträge den Gesamtschutz der Zeitarbeitnehmer zu achten haben.
Zum Argument Tarifköffnungsklausel:
Im Vorstand der IGM und im Fachbereich Tarifpolitik wurde in der Vergangenheit auch diskutiert, dass man einen Tarif mit der Branche abschließen kann der nur zuständig ist für Nichteinsatzzeiten und für Einsatzzeiten gilt ein gesetzliches equal-pay.
Also kreative Ideen zur Ausgestaltung der EU-Richtlinie Leiharbeit gibt es schon. Leider verwirft unser Vorstand seine besten Ideen anstatt sie offensiv in der DGB-TG zu diskutieren.
Zum Hartz IV - Kompromiss im Dez. 2010 hat der IGZ ein Papier herausgebracht:
http://www.ig-zeitarbeit.de/system/files/equal-pay.pdf
Dort kann man auf Seite 16 lesen:
Gestaltetes equal-pay durch Tarifvertrag
...Spagat zwischen richtiger Umsetzung der Zeitarbeitsrichtlinie (Equal Pay-Vorgabe) und wirtschaftsverträglicher Umsetzung der Richtlinie (Equal Pay deutscher Prägung/Unternehmermodell).
Von der hier zitierten "richtigen Umsetzung der Zeitarbeitsrichtlinie"will der IGZ heute nichts mehr wissen.
Zu meiner Aussage: "Ergo befristete Verträge müssen grundsätzlich mit equal pay bezahlt werden. Das erwähnt er erst gar nicht" habe ich leider noch immer nichts von Hr. Stolz vernommen.
(In der oben verlinkten IGZ-PDF wird der Punkt übrigens auf Seite 7 behandelt).
Betreff des Beitrags: Re: Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde no. 12
Verfasst: 21.12.2012, 17:25
Rechtsanwaltwernerstolzphrase vom 21.12.2012:
„Woher stammt nur der Aberglaube, daß die Wahrheit sich selber Bahn breche?“ Ernst Bloch (1885-1977), dt. Philosoph
Also: bohren wir weiter gemeinsam die dicken politischen (manchmal vernagelten) Bretter und sorgen für eine sachliche Aufklärung über unsere Branche.

References: §3
 §16
 §11
 § 87
 Art. 5
 Art. 5