Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2075/14
Timestamp: 2019-02-22 17:42:20+00:00

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BFH, 19.01.2017 - VI R 75/14 - dejure.org
§ 33 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § ... 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a, Abs. 3 Satz 5 EStG, Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung, § 33 Abs. 1 EStG, § 2 Abs. 3 EStG, § 13 Abs. 3 EStG, § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG, § 33 EStG, § 33 Abs. 3 EStG, § 33 Abs. 3 Satz 1 EStG, § 33 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG, § 10 Abs. 1 Nrn. 1, 1a, 4 bis 7 EStG, § 10b EStG, § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG, § 33a Abs. 1 EStG, § 19 Abs. 3 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes, § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG, § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG, § 2 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 EStG, §§ 8 bis 9a EStG, §§ 9 f. EStG, § 33 Abs. 1, Abs. 3 EStG, § 10 Abs. 1 Nrn. 2 und 3 EStG, § 2 Abs. 4 EStG, Art. 3 Abs. 1 GG, § 3 Nr. 11 EStG, § 100 Abs. 2 Satz 2 FGO, § 136 Abs. 1 FGO
Art 3 Abs 1 GG, § 10 Abs 1 Nr 2 Buchst a EStG 2002, § 33 Abs 1 EStG 2002, § 33 Abs 3 EStG 2002, EStG VZ 2006
Ermittlung der Belastungsgrenze für die Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen gem. § 33 EStG; Berücksichtigung von Beiträgen an eine berufsständische Versorgungseinrichtung; Verfassungsmäßigkeit der Anknüpfung an den Gesamtbetrag der Einkünfte
Ermittlung der Belastungsgrenze für die Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen gem. § 33 EStG
Zumutbare Belastung - und ihre stufenweise Ermittlung
Außergewöhnliche Belastungen - und die Berücksichtigung der Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken
Neuer Ansatz bei Ermittlung der zumutbaren Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG
Außergewöhnliche Belastungen: BFH zur Ermittlung der zumutbaren Belastung
Außergewöhnliche Belastungen steuerlich besser absetzbar
Stufenweise statt absolute Ermittlung der zumutbaren Eigenbelastung
sueddeutsche.de (Pressebericht, 24.04.2017)
Krankheitskosten: Finanzämter in die Schranken gewiesen
Umrechnung des Jahresfreibetrages in einen Monatsfreibetrag
EStG § 33 Abs 3, GG Art 3 Abs 1, EStG § 3 Nr 11, EStG § 10
Außergewöhnliche Belastung, Zumutbare Belastung, Krankheitskosten, Nettoprinzip, Verfassung
Kurznachricht zu "Stufenweise Berechnung der zumutbaren Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG - Kommentierung des BFH-Urteils vom 19.1.2017 - VI R 75/14" von StBin Dr. Marisa Baltromejus, original erschienen in: NWB 2017, 1940 - 1946.
BVerfG, 17.09.2018 - 2 BvR 1205/17
BFHE 256, 339
NJW 2017, 1500
BStBl II 2017, 684
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist entsprechend den Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) stufenweise zu ermitteln und demnach mit 1.044 EUR anzusetzen.
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist allerdings entsprechend den Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) zu berechnen und mit 1.063 EUR anzusetzen.
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist entsprechend den Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684 stufenweise zu ermitteln und demnach mit 1.063 EUR anzusetzen.
Ermittlung und Abzug der zumutbaren Belastung Die Bemessung des Betrags der zumutbaren Belastung sei nach dem BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339) unzutreffend.
Bei den typischen und unmittelbaren Krankheitskosten wird die Außergewöhnlichkeit letztlich unwiderleglich vermutet und die Zwangsläufigkeit dieser Aufwendungen weder dem Grunde nach (stets aus tatsächlichen Gründen zwangsläufig) noch der Höhe nach (Angemessenheit und Notwendigkeit im Einzelfall) geprüft (BFH-Urteile vom 14. April 2015 VI R 89/13, BFHE 249, 483, BStBl II 2015, 703, m.w.N.; in BFHE 256, 339).
Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat auf das BFH-Urteil in BFHE 256, 339, dessen Ausführungen er sich anschließt, Bezug.
Die vom VI. Senat des BFH entwickelte Berechnungsweise schließt Härten aufgrund von Progressionssprüngen aus (BFH-Urteil in BFHE 256, 339, Rz 19).
Bei den typischen und unmittelbaren Krankheitskosten wird die Außergewöhnlichkeit letztlich unwiderleglich vermutet und die Zwangsläufigkeit dieser Aufwendungen weder dem Grunde nach (stets aus tatsächlichen Gründen zwangsläufig) noch der Höhe nach (Angemessenheit und Notwendigkeit im Einzelfall) geprüft (Senatsurteile vom 14. April 2015 VI R 89/13, BFHE 249, 483, BStBl II 2015, 703, m.w.N., und vom 19. Januar 2017 VI R 75/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684).
Sie beantragen, das Urteil des FG Nürnberg vom 4. Mai 2016 3 K 915/15 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2013 vom 24. Juli 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 1. Juni 2015 unter Berücksichtigung der Grundsätze der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 dahin abzuändern, dass bei der Ermittlung der Heimunterbringungskosten als außergewöhnliche Belastungen für beide Ehegatten nur einmal eine zeitanteilige Haushaltsersparnis in Höhe von 3.952,08 EUR in Abzug gebracht wird.
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist allerdings entsprechend den Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) stufenweise zu ermitteln und entsprechend um 664 EUR zu mindern.
Des Weiteren begehrt der Kläger mit seiner Klage die Anerkennung weiterer außergewöhnlicher Belastungen unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Januar 2017 VI R 75/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684.
Ferner hat der Beklagte bei Berechnung der abziehbaren außergewöhnlichen Belastungen die Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) nicht berücksichtigt.
Nach dem BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684, Rz 15 ff.) ist § 33 Abs. 3 Satz 1 EStG so zu verstehen, dass nur der Teil des Gesamtbetrags der Einkünfte, der den jeweiligen im Gesetz genannten Grenzbetrag übersteigt, mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet wird.
Dieser Auffassung schließt sich der erkennende Senat an und nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Entscheidungsgründe des BFH-Urteils in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684, Rz 15 ff. Bezug.
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist demnach für die Streitjahre 2000 bis 2004 entsprechend dem Urteil des VI. Senats in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684 stufenweise zu ermitteln.
Die bislang vom FA berücksichtigte zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG ist allerdings entsprechend den Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats vom 19. Januar 2017 VI R 75/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) zu berechnen und lediglich mit 2.241 EUR anzusetzen.
FG Baden-Württemberg, 18.07.2018 - 7 K 1351/18
Hat das zur Einkommensteuer (außergewöhnliche Belastungen) ergangene Urteil des …
In entsprechender Anwendung der Grundsätze des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19.01.2017, VI R 75/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684 - ergangen zur Berechnung der zumutbaren Belastung im Sinne des § 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) - sei die Schenkungsteuer nach Ansicht des Kl bei Anwendung des § 19 Abs. 1 ErbStG wie folgt festzusetzen:.
Die daraus resultierenden unterschiedlichen Berechnungsweisen im Rahmen des § 33 Abs. 3 EStG und des § 19 ErbStG habe im Übrigen der BFH in Rn 20 des Urteils vom 19.01.2017 (VI R 75, 14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) explizit angesprochen.
Zudem ist er der Ansicht, dass in den Fällen, in denen der Härteausgleich des § 19 Abs. 3 ErbStG zu keiner Korrektur einer Steuerbelastung nach § 19 Abs. 1 ErbStG führe, jedenfalls die Grundsätze des BFH-Urteils vom 19.01.2017 (VI R 75, 14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) analog auf die Besteuerung des steuerpflichtigen Erwerbs bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer anzuwenden seien.
An diesem Ergebnis ändert auch die vom Kl ins Feld geführte analoge Anwendung des Urteils des Bundesfinanzhofs vom 19.01.2017 (VI R 75/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) nichts.
Der Gesetzeswortlaut lege es vielmehr nahe, dass sich der gesetzlich festgelegte Prozentsatz nur auf den Gesamtbetrag der Einkünfte in der Spalte beziehe, in der sich die jeweilige Prozentzahl befinde (BFH-Urteil vom 19.01.2017 VI R 75/14 Rn 18, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684).

References: § 33
 Art. 3
 § 126
 § 33
 § 2
 § 13
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 10
 § 10
 § 10
 § 33
 § 19
 § 10
 § 22
 § 2
 § 33
 § 10
 § 2
 Art. 3
 § 3
 § 100
 § 136
 § 10
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 3
 § 10
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 19
 § 33
 § 19
 § 19
 § 19