Source: https://www.gesis.org/missy/materials/MZ/definitionen
Timestamp: 2018-05-23 07:26:04+00:00

Document:
GESIS: Missy - Definitionen: MZ
Definitionen: Mikrozensus
Um die in den Mikrozensus Scientific Use Files erfassten Sachverhalte zu erschließen und für Auswertungen leichter nutzbar zu machen, werden im Folgenden ausgewählte Begriffe der amtlichen Statistik und die dazu gehörigen Variablen dargestellt. Die Definitionen sind den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes entnommen.
"Die Darstellung von Ergebnissen nach Altersgruppen erfolgt nach der sogenannten Altersjahrmethode. Das bedeutet, die Angaben beziehen sich auf das Alter in der Berichtswoche. Berichtswoche ist die Woche, die der Befragungswoche vorangeht. Ist die Berichtswoche bis zum Zeitpunkt einschl. des 20. eines Monats, wird das Alter der Person abgerundet. Ab dem 21. eines Monats erfolgt eine Aufrundung des Alters. Ursache hierfür ist, dass für jede Person im Fragebogen nur der Geburtsmonat und das Geburtsjahr erfragt wird."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 11. [.pdf]
"...Die Angaben beziehen sich auf die Berichtswoche. In den zu einer festen Berichtswoche durchgeführten Mikrozensen bis einschließlich 2004 war dies in der Regel die letzte feiertagsfreie Woche im April. Ab dem unterjährigen Mikrozensus 2005 mit gleitender Berichtswoche ist dies die Woche, die der Befragungswoche voran geht."
Statistisches Bundesamt 2007: Fachserie 13 Sozialleistungen, Reihe 1.1 Angaben zur Krankenversicherung. Wiesbaden. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF44
Mikrozensus 1996-2004 EF30
Mikrozensus 1985-1995 EF23
Mikrozensus 1973-1982 EF66
"Es wird unterschieden zwischen ledig, verheiratet zusammen lebend (Ehepaare), verheiratet getrennt lebend, geschieden und verwitwet. Personen, deren Ehepartner/-in vermisst wird, gelten als verheiratet und Personen, deren Ehepartner/-in für tot erklärt worden ist, als verwitwet. Verheiratet getrennt Lebende sind solche Personen, deren Ehepartner/-in sich zum Berichtszeitpunkt zeitweilig oder dauernd nicht im befragten Haushalt aufgehalten und für den der/die befragte Ehepartner/-in keine Auskünfte erteilt hat."
Erstmals ab 2006 werden im Mikrozensus auch eingetragene Lebenspartnerschaften erhoben.
Ab Mikrozensus 2005 EF49, EF765
Mikrozensus 1996-2004 EF35, EF575
Mikrozensus 1985-1995 EF38
Mikrozensus 1973-1982 EF21
Bevölkerung am Ort der alleinigen bzw. Hauptwohnung (kurz: "Bevölkerung")
"Grundlage für die Darstellung von Ergebnissen zur Erwerbsbeteiligung ist die Bevölkerung am Hauptwohnsitz. Hierzu gehören alle Personen mit nur einer Wohnung sowie Personen mit mehreren Wohnungen am Ort ihrer Hauptwohnung. Hauptwohnung ist die vorwiegend benutzte Wohnung einer Person. Für Verheiratete, die nicht dauernd getrennt von ihrer Familie leben, gilt die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie als Hauptwohnung. In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen der Person liegt. Personen mit weiterer Wohnung im Ausland (z. B. Arbeiter / -innen auf Montage) sind der Bevölkerung ihrer im Bundesgebiet gelegenen Heimatgemeinde zugerechnet. Soldaten / -innen im Grundwehrdienst oder auf Wehrübung sind der Wohngemeinde vor ihrer Einberufung, Patienten / -innen in Krankenhäusern sowie Personen in Untersuchungshaft ihrer Wohngemeinde zugeordnet. Berufssoldaten / -innen, Soldaten / -innen auf Zeit, Angehörige des Bundesgrenzschutzes und der Bereitschaftspolizei in Gemeinschaftsunterkünften gehören zur Bevölkerung der Gemeinde, in der die Gemeinschaftsunterkunft liegt, ebenso Strafgefangene sowie alle Dauerinsassen von Gemeinschaftsunterkünften und das in Gemeinschaftsunterkünften wohnende Personal."
Statistisches Bundesamt, 2015: Ergebnisse des Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Wiesbaden, S. 7. [.pdf]
Frühere Mikrozensen:
"Dagegen war im Mikrozensus bis 1982 für Personen mit mehreren Wohnungen bei der Zuordnung zur "Wohnbevölkerung", unabhängig vom Familienstand, diejenige Wohnung oder Unterkunft maßgebend, von der aus sie ihrer Arbeit oder Ausbildung nachgingen oder, soweit sie weder berufstätig waren noch in Ausbildung standen, in der sie sich überwiegend aufhielten. Abweichungen zwischen den beiden Bevölkerungsbegriffen ergeben sich insbesondere wegen der anderen Zuordnung von verheirateten, nicht dauernd von ihrer Familie getrennt lebenden Personen mit mehreren Wohnungen im Bundesgebiet. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung "Wohnbevölkerung" generell durch "Bevölkerung" ersetzt."
Statistisches Bundesamt 1998: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Fachserie 1, Reihe 3 Haushalte und Familien 1996 (Ergebnisse des Mikrozensus). Stuttgart: Metzler-Poeschel, S. 10
Ab Mikrozensus 2005 EF30>=1 & EF30<=2
Mikrozensus 1996-2004 EF505>=1 & EF505<=2
Mikrozensus 1985-1995 EF26=1
Mikrozensus 1973-1982 EF58=1
Bevölkerung am Haupt- und Nebenwohnsitz
"Zur Bevölkerung am Haupt- und Nebenwohnsitz, früher auch als wohnberechtigte Bevölkerung bezeichnet, zählen alle in der Gemeinde wohnhaften Personen, unabhängig davon, ob sie noch eine weitere Wohnung oder Unterkunft besitzen und von wo aus sie zur Arbeit oder Ausbildung gehen, beziehungsweise wo sie sich überwiegend aufhalten (Mehrfachzählungen). Ferner ist es unerheblich, ob eine Person in einem Privathaushalt lebt (siehe Bevölkerung in Privathaushalten) oder zur Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (siehe Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften) zählt, das heißt dort wohnt und keinen eigenen Haushalt führt. Zur Bevölkerung am Haupt- und Nebenwohnsitz zählen alle gemeldeten Ausländer/innen (einschließlich der Staatenlosen). Aus melderechtlichen Gründen werden Soldat(en)/innen im Grundwehrdienst oder auf Wehrübung der Wohngemeinde vor ihrer Einberufung zugeordnet. Entsprechend wird bei Patient(en)/innen in Krankenhäusern sowie bei Personen in Untersuchungshaft verfahren. Berufssoldat(en)/innen, Soldat(en)/innen auf Zeit, Angehörige der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei in Gemeinschaftsunterkünften werden ebenso wie die Strafgefangenen sowie alle Dauerinsassen von Gemeinschaftsunterkünften und das in diesen Unterkünften wohnende Personal sowohl in den Gemeinden, in denen diese Unterkünfte liegen, als auch in den Gemeinden, in denen sie eventuell einen weiteren Wohnsitz haben, erfasst. Angehörige der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen werden grundsätzlich nicht statistisch ermittelt."
Statistisches Bundesamt, 2017: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 16. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF30>=1 & EF30<=3
Mikrozensus 1996-2004 EF505>=1 & EF505<=3
Mikrozensus 1985-1995 EF26>=1 & EF26<=3
Mikrozensus 1973-1982 EF58=1 | EF58=2 | EF58=3
"Für die Darstellung der Haushalte und ihrer Struktur wird die Bevölkerung in Privathaushalten zu Grunde gelegt. Hierzu zählen alle Personen, die am Haupt- oder Nebenwohnsitz allein (Einpersonenhaushalt) oder zusammen mit anderen Personen (Mehrpersonenhaushalt) eine wirtschaftliche Einheit (Privathaushalt) bilden. Sie werden auch als Haushaltsmitglieder bezeichnet. Die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (siehe Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften) wird nicht berücksichtigt, wohl aber Privathaushalte im Bereich von Gemeinschaftsunterkünften. Standardmäßig wird bei der Bevölkerung in Privathaushalten nicht zwischen Haupt- und Nebenwohnsitz unterschieden. Da eine Person in mehreren Privathaushalten wohnberechtigt sein kann, sind entsprechend Mehrfachzählungen möglich. So ist zum Beispiel die abwesende Bezugsperson des Haushalts (siehe Bezugsperson des Haushalts), die in einer anderen Gemeinde arbeitet und dort als Untermieter eine zweite Wohnung hat, Angehörige von zwei Haushalten. Einmal zählt sie zum Haushalt ihrer Familie, zum anderen bildet sie als Untermieter einen weiteren Haushalt. Diese Regelung ist mit Blick auf Fragestellungen der Infrastrukturplanung dadurch gerechtfertigt, dass Haushalte an jedem Wohnsitz entsprechenden Wohnraum in Anspruch nehmen und die Einrichtungen der jeweiligen Gemeinde nutzen."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 14. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF31=1
Mikrozensus 1996-2004 EF506=1
Mikrozensus 1985-1995 EF27=1
Mikrozensus 1973-1982 EF60=1
Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften
"Gemeinschaftsunterkünfte [z.B. Altenheime, Anm. d. Verf.] gelten nicht als Haushalte, können aber Privathaushalte beherbergen (zum Beispiel den Haushalt des Anstaltsleiters)."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 16. [.pdf]
"Zur Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften zählen alle Personen, die dort wohnen und nicht für sich wirtschaften, das heißt keinen eigenen Haushalt führen. Vorübergehend Anwesende in Gemeinschaftsunterkünften, zum Beispiel Gäste in Hotels oder Ähnliches, Patient(en)/innen in Krankenhäusern, Heil-, Pflegeanstalten, Insassen von geschlossenen Heimen oder Mitbewohner/innen in Klöstern, die sich dort nur vorübergehend, d.h. weniger als drei Monate aufhalten, werden nicht in die Erhebung einbezogen. Kranke in Heil- und Pflegeanstalten oder Sanatorien oder Ähnliches werden nur dann in die Erhebung einbezogen, wenn sie wegen der Länge des Aufenthaltes dort gemeldet sind oder außerhalb der Einrichtung keinen weiteren Wohnsitz (Wohnraum) haben. Ausländische Arbeitnehmer/innen in Arbeitsunterkünften werden in die Befragung einbezogen."
"Im Gegensatz zu Privathaushalten werden im Mikrozensus nicht alle Bewohner/innen von Gemeinschaftsunterkünften befragt. Die Auswahl erfolgt in den ausgewählten Gemeinschaftsunterkünften über vorgegebene Buchstaben für Nachnamen. Dieser Auswahl liegen besondere Regeln zu Grunde. Für diese Personen gibt die Auswahlbezirksbeschreibung durch bestimmte Buchstabenkombinationen für die Nachnamen eine Auswahl vor (zum Beispiel alle Nachnamen beginnend mit „HET-PAP“ oder mit „GLELAT“). Nur diese Bewohner/innen werden befragt."
Pressebroschüre „Leben in Deutschland – Haushalte, Familien und Gesundheit, Ergebnisse des Mikrozensus 2005“. Wiesbaden [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF31=2
Mikrozensus 1996-2004 EF506=3
Mikrozensus 1985-1995 EF27=3
Mikrozensus 1973-1982 EF60=3
Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz
"Grundlage für die Darstellung von Familien/Lebensformen sowie ihrer Struktur ist die Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz. Sie wird von der Bevölkerung in Privathaushalten abgeleitet und ist zahlenmäßig geringer als diese. Zur Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz zählen – unabhängig vom eigenen Aufenthaltsort zum Berichtszeitpunkt (Haupt- oder Nebenwohnsitz) – alle Mitglieder einer Familie/Lebensform (zum Beispiel nichteheliche Lebensgemeinschaft mit Kindern), deren Bezugsperson am Ort der Hauptwohnung lebt. Insofern können einzelne Mitglieder der Familie/Lebensform selbst am Nebenwohnsitz leben, während sie gleichzeitig – entsprechend dem Wohnsitz der Bezugsperson ihrer Familie/Lebensform – zur Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz zählen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, Mehrfachzählungen von Personen mit mehreren Wohnsitzen zu vermeiden. Gleichzeitig kann die betrachtete Lebensform als eine geschlossene zusammengehörige Einheit abgebildet werden, auch wenn einzelne Mitglieder zeitweilig abwesend sind. Personen mit mehreren Wohnsitzen (Haupt- und ein oder mehrere Nebenwohnsitze) werden bei der Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz nur einmal erfasst. Nicht zur Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz gehört die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (z. B. Altenheime)."
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 | EF863=1
Mikrozensus 1996-2004 EF513>=1 & EF513<=2 | EF508>=1 & EF508<=2
Mikrozensus 1985-1995 EF28>=1 & EF28<=2
Mikrozensus 1973-1982 EF61=1
Bevölkerung nach Eurostat-Definition
Gültigkeit ab Mikrozensus 2005:
Die im EU Labour Force Survey relevante Bevölkerungsabgrenzung bezieht sich nur auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung in Privathaushalten, ohne Personen im freiwilligen Wehrdienst oder Freiwilligendienst.
Eurostat: Hauptaspekte und Umfang der Europäischen Arbeitskräfteerhebung. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF32=1
Ab Mikrozensus 2011:
"Die Gliederung der Ergebnisse nach Gemeindegrößenklassen richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinden am 30.06. des Erhebungsjahres."
Frühere Mikrozensen (bis einschließlich Mikrozensus 2010)
"Die Gliederung der Ergebnisse nach Gemeindegrößenklassen richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinden am 31.12. des Jahres vor der Erhebung."
Statistisches Bundesamt, 2007: Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden.
Für den Mikrozensus 1996 gilt der Stichtag 31.12.95. Im Zuge der Anonymisierung des Mikrozensus 1996 sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Zusammenfassungen des Gemeindegrößenklassentyps vorgenommen worden, so dass die Vergleichbarkeit im Scientific Use File eingeschränkt ist.
Ab Mikrozensus 2005 EF563
Mikrozensus 1996-2004 EF708
Mikrozensus 1985-1995 EF8
Mikrozensus 1973-1982 EF8
Unter Staatsangehörigkeit wird die rechtliche Zuordnung einer Person zu einem bestimmten Staat verstanden. Personen, die nach dem Grundgesetz (Artikel 116 Abs. 1) den Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit gleichgestellt sind, werden als Deutsche nachgewiesen. Personen, die sowohl die deutsche als auch eine ausländische Staatsangehörigkeit angeben, werden ebenfalls als Deutsche erfasst.
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 12. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF368, EF369, EF370, EF371
Mikrozensus 1996-2004 EF52, EF43, EF44, EF45
Mikrozensus 1985-1995 EF41
Mikrozensus 1973-1982 EF17
"Als Doppelstaatler werden Personen mit mindestens zwei Staatsangehörigkeiten bezeichnet. Dabei [wird unterschieden zwischen, Anm. d. Verf.] deutsche[n] und ausländische[n] Doppelstaatler[n]. Deutsche Doppelstaatler sind Personen, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch eine weitere ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Ausländische Doppelstaatler sind Personen, die zwei ausländische Staatsangehörigkeiten besitzen. Der Mikrozensus und der Zensus ermitteln deutlich abweichende Zahlen an Doppelstaatlern. Die Datenbasis des Zensus für die Ermittlung der Einwohnerzahl und der demografischen Angaben sind die Angaben aus den amtlichen deutschen Melderegistern. In den Melderegistern sind zu jeder Person die erste Staatsangehörigkeit sowie mögliche weitere Staatsangehörigkeiten gespeichert. Die Angaben zu weiteren Staatsangehörigkeiten sind jedoch nicht immer auf dem aktuellen Stand. Es ist daher davon auszugehen, dass die Zahlen zu den Doppelstaatlern im Zensus überhöht sind. Im Mikrozensus geben die Personen über ihre Staatsangehörigkeiten selbst Auskunft. Es ist zu vermuten, dass die gemachten Angaben zu zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigkeiten nicht immer korrekt sind. Denkbare Gründe sind, dass die Befragten die zusätzliche Staatsangehörigkeit vergessen oder fälschlicherweise annehmen, dass sie ihre ausländische Staatsangehörigkeit bei der Einbürgerung verloren haben. Die Zahlen zu den Doppelstaatlern sind im Mikrozensus daher wahrscheinlich zu gering. Es ist daher davon auszugehen, dass die korrekte Anzahl an Doppelstaatlern zwischen den Zahlen des Mikrozensus und des Zensus liegt."
Statistisches Bundesamt, 2017: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 17. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF370
Mikrozensus 1996-2004 EF45
"Hierzu gehören alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG sind, d.h. nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dazu zählen auch die Staatenlosen und die Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung und können somit nicht eingebürgert werden. Die Mitglieder der Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen in der Bundesrepublik Deutschland unterliegen mit ihren Familienangehörigen nicht den Bestimmungen des Ausländergesetzes und werden somit auch statistisch nicht erfasst. Hinsichtlich der statistischen Erfassung von Mitgliedern der Stationierungsstreitkräfte und ihrer Angehörigen gibt es jedoch außerhalb des Bereichs der Bevölkerungsstatistik Ausnahmeregelungen."
Statistisches Bundesamt 2017: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 2.1 Einbürgerungen. Wiesbaden, S. 7. [.pdf]
"...Angaben über Ausländer/innen in den neuen Ländern werden wegen der geringen Besetzungszahlen in den Tabellen und des dadurch bedingten größeren Stichprobenfehlers im Allgemeinen nicht nachgewiesen"
Im Mikrozensus ab 2005 werden im Abstand von vier Jahren (2005, 2009) eine Reihe neuer Zusatzfragen zur Migration und Einbürgerung gestellt, die 2006 nicht enthalten sind (siehe EF349 – EF365, EF382 im MZ 2005).
Durch Einbürgerung erwirbt ein Ausländer oder eine Ausländerin die deutsche Staatsangehörigkeit. Bis zur rechtlichen Neuregelung der Rechtsgrundlagen für die Einbürgerung in 2005 wurde zwischen Anspruchs- und Ermessenseinbürgerungen unterschieden. Bis August 1999 wurden Spätaussiedler als Statusdeutsche im Rahmen der Anspruchseinbürgerung eingebürgert; danach war dies nicht mehr der Fall.
Statistisches Bundesamt, 2017: Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 584. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF372, EF373, EF374
"Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehört die ausländische Bevölkerung – unabhängig davon, ob sie im Inland oder im Ausland geboren wurde – sowie alle Zugewanderten unabhängig von ihrer Nationalität. Daneben zählen zu den Personen mit Migrationshintergrund auch die in Deutschland geborenen eingebürgerten Ausländer sowie eine Reihe von in Deutschland Geborenen mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen sich der Migrationshintergrund aus dem Migrationsstatus der Eltern ableitet. Zu den letzteren gehören die deutschen Kinder (Nachkommen der ersten Generation) von Spätaussiedlern und Eingebürgerten und zwar auch dann, wenn nur ein Elternteil diese Bedingungen erfüllt, während der andere keinen Migrationshintergrund aufweist. Außerdem gehören zu dieser Gruppe seit 2000 auch die (deutschen) Kinder ausländischer Eltern, die die Bedingungen für das Optionsmodell erfüllen, d.h. mit einer deutschen und einer ausländischen Staatsangehörigkeit in Deutschland geboren wurden."
Statistisches Bundesamt, 2017: Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 586. [.pdf]
"[Es] wurde bereits bei der Veröffentlichung der Ergebnisse für 2005 der Tatsache Rechnung getragen, dass bestimmte Menschen mit Migrationshintergrund zwar mit den Daten des Mikrozensus 2005 als solche erkennbar waren, dass sie sich aber in den Jahren 2006 bis 2008, in denen die Zusatzangaben des Jahres 2005 nicht zur Verfügung stehen, nicht von Deutschen ohne Migrationshintergrund unterscheiden lassen. Dies ist bei in Deutschland geborenen Deutschen der Fall, deren Migrationshintergrund aus Eigenschaften der Eltern resultiert, sofern die Betroffenen nicht mit ihren Eltern in einem Haushalt zusammenleben. Deshalb wurde schon 2005 zwischen „Personen mit Migrationshintergrund im engeren Sinn“ und „Personen mit Migrationshintergrund im weiteren Sinn“ unterschieden. Im Rahmen der Zeitreihenanalyse werden die nur in 2005, 2009 und 2013 identifizierbaren „Menschen mit nicht durchgehend bestimmbarem Migrationsstatus“, die den Unterschied zwischen dem Migrationshintergrund im engeren und im weiteren Sinn ausmachen, der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund zugeordnet. Die „Personen mit Migrationshintergrund im engeren Sinn“ werden zusätzlich nach derzeitiger bzw. früherer Staatsangehörigkeit untergliedert nachgewiesen, wo immer dies methodisch unproblematisch möglich ist. Für Ausländer wird dabei die (erste) Staatsangehörigkeit, für Eingebürgerte die Staatsangehörigkeit vor Einbürgerung herangezogen. Für zugewanderte Deutsche (Aussiedler, ab 1999 auch die Statusdeutschen nach Art. 116 GG unter den Spätaussiedlern), die keine weitere Staatsangehörigkeit angegeben haben, sowie für im Inland geborene Deutsche mit beidseitigem Migrationshintergrund, deren Eltern nicht dieselbe derzeitige bzw. frühere Staatsangehörigkeit besitzen, ist dies nicht möglich (Nachweis als ‚ohne Angabe‘). Die Staatsangehörigkeiten werden standardmäßig nach Kontinenten und nach Ländergruppen innerhalb von Kontinenten (z.B. ‚Europäische Union‘ oder ‚Naher und Mittlerer Osten‘) dargestellt. Daneben werden auch einzelne besonders häufig vertretene Länder (z.B. Türkei, Polen, Russische Föderation etc.) gesondert nachgewiesen. Diese Gliederung wird als ‚detaillierter Migrationsstatus‘ bezeichnet. Die nachstehende Übersicht beschreibt den in den Tabellen verwendeten detaillierten Migrationsstatus als Kombination aus Migrationsstatus, Staatsangehörigkeit sowie ausgewählten weiteren Merkmalen."
Statistisches Bundesamt, 2017: Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]
Siehe darin auch die Zusammenstellung der migrationsrelevanten Fragen in den Mikrozensen 2005 und 2009 sowie 2006-2008 (mit bzw. ohne Angaben über die nicht im Haushalt lebenden Eltern); S. 406-407
Die Typisierung des Migrationshintergrundes in den Mikrozensus Scientific-Use-Files 2005-2007 kann nachträglich mithilfe von Mikrodaten-Tools erstellt werden; siehe dazu den Bericht "Typisierung des Migrationshintergrundes in den Mikrozensus Scientific-Use-Files 2005-2009" und die entsprechenden SAS-, SPSS- und Stata-Programme.
(siehe auch: Zur Abgrenzung der Migrationsbegriffe im Mikrozensus SUF 2008 [.pdf] und die Dokumentation und Datenaufbereitung zum SUF 2009 [.pdf]
Mikrozensus 2010 EF2001>=21 & EF2001<=64
Mikrozensus 2009 EF2001>=21 & EF2001<=79
Mikrozensus 2008 mig>=21 & mig<=64
Migrant(en)/innen
"Migrant(en)/innen sind Personen, die nicht auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik, sondern im Ausland geboren sind (‘foreign born’). Sie sind nach Deutschland zugezogen (Zuwanderer). Sie können je nach Staatsangehörigkeit Deutsche (z.B. Spätaussiedler) oder Ausländer/innen sein. Sie gehören zu den "Personen mit Migrationshintergrund“ (siehe Personen mit Migrationshintergrund)."
Ab Mikrozensus 2005 EF366=8
"Spätaussiedler sind im amtlichen Sprachgebrauch seit dem 1. Januar 1993 Menschen, die im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens als deutsche Volkszugehörige nach Deutschland übersiedelt sind. Vorher benannte man sie nach dem Bundesvertriebenengesetz als Aussiedler. Der Begriff umfasst vor allem die Angehörigen von deutschen Minderheiten, deren Familien teilweise seit Generationen in Ostmitteleuropa, Osteuropa, Südosteuropa und teilweise in Asien gelebt haben und die seit 1990 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Ab dem Mikrozensus 2009 sind die Spätaussiedler nach Herkunftsländern ausgewiesen."
Statistisches Bundesamt, 2017: Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Wiesbaden, S. 587. [.pdf]
Siehe zu Spätaussiedlern auch die vorherige Definition zur Einbürgerung.
Ab Mikrozensus 2007 EF372, EF373, EF374
Erwerbstätigkeit (ILO)
Die Ermittlung des Erwerbsstatus folgt dem Konzept der International Labour Organization (ILO), das auf Definitionen der internationalen Konferenz der Arbeitsstatistiker von 1982 und 1998 zurückgeht. Mit diesem volkswirtschaftlichen Konzept sollen alle Erwerbstätigkeiten erfasst werden, die zur gesamtwirtschaftlichen Produktion beitragen.
Vgl. zur Erfassung der Erwerbstätigkeit im Mikrozensus Körner / Puch (2009) und Kapitel 4 "Genauigkeit und Zuverlässigkeit" in den Qualitätsberichten zum Mikrozensus.
Um insbesondere die Erfassung des ILO-Erwerbsstatus zu verbessern, sind seit 2005 einige Fragen zur Arbeitsmarktbeteiligung und die Feldarbeit verändert worden. Bei Vergleichen mit früheren Erhebungen können deshalb Verteilungsunterschiede sowohl mit Veränderungen des Arbeitsmarktes als auch methodisch mit geänderten Fragen zusammenhängen (siehe hierzu auch "Die wichtigsten Veränderungen beim Mikrozensus 2006 in Stichworten").
Gauckler, Britta und Thomas Körner, 2011: Measuring the Employment Status in the Labour Force Survey and the German Census 2011. Insights from Recent Research at Destatis. Methoden — Daten — Analysen, 5 (2): 181-205.
Körner, Thomas und Katharina Puch, 2009: Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken - Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe, Wirtschaft und Statistik (6): 528-552.
Ab Mikrozensus 2005 EF29
Mikrozensus 1996-2004 EF504
"Erwerbstätige sind Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die im Berichtszeitraum wenigstens 1 Stunde für Lohn oder sonstiges Entgelt irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen (einschl. Soldaten und Soldatinnen sowie unbezahlt mithelfender Familienangehöriger), selbstständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen Freien Beruf ausüben. Die in dieser Veröffentlichung dargestellten Ergebnisse beziehen sich bei Vorliegen einer oder mehrerer Tätigkeiten auf die Haupterwerbstätigkeit. Nach diesem Konzept gelten auch alle Personen mit einer „geringfügigen Beschäftigung“ im Sinne der Sozialversicherungsregelungen als erwerbstätig. Die Versicherungspflicht dieser Beschäftigungsverhältnisse ist geregelt in § 7 SGB V. Wann eine geringfügige Tätigkeit vorliegt, ergibt sich aus § 8 SGB IV (u. a. bei einer Arbeitszeit von längstens zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres und einem Einkommen, das einen monatlichen Höchstbetrag nicht überschreitet). Die Geringfügigkeitsgrenze des monatlichen Arbeitsentgeltes ist seit dem 1. Januar 2013 für das gesamte Bundesgebiet einheitlich in Höhe von 450 EUR festgeschrieben. Als erwerbstätig gelten zudem Personen mit Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandvariante nach § 16 Satz 2 SGB II (sogenannte „Ein-Euro-Jobs“, „Aktivjobs“ oder „Zusatzjobs“)."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 13. [.pdf]
Geringfügigkeitsgrenze 1. April 2003 bis 31. Dezember 2012:
„Die Geringfügigkeitsgrenze des monatlichen Arbeitsentgeltes ist seit dem 1. April 2003 für das gesamte Bundesgebiet einheitlich in Höhe von 400 EUR festgeschrieben."
Statistisches Bundesamt, 2006: Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.
Änderungen ab Mikrozensus 1996:
Hinsichtlich der Neugestaltung der Fragen zur Ermittlung der Erwerbsbeteiligung im Mikrozensus 1996 sind folgende änderungen im System der Leitfragen [Fragen 32-35 in Selbstausfüllerbogen 1+E] zu erwähnen:
Der internationalen Praxis folgend wurde eine weitere neue Frage in das System aufgenommen, die vor allem darauf abzielt, jene Personen, die zwar in der Berichtswoche nicht gearbeitet [Frage 32/EF110] haben, bei denen jedoch eine Bindung zu einem Arbeitgeber besteht (z.B. bei Personen im Erziehungsurlaub), adäquat zu erfassen [Frage 33/EF96].
Das Schlagwort Gelegenheitstätigkeit wurde in die Fragestellung aufgenommen [Frage 34/EF97].
Die Mitarbeit als mithelfende(r) Familienangehörige(r) wurde über landwirtschaftliche Betriebe hinaus auf jeden Betrieb, der von einem Mitglied der Familie oder des Haushalts des/der Befragten geführt wird, ausgedehnt [Frage 34/EF97].
Der Begriff der geringfügigen Beschäftigung wurde insofern präzisiert, als in der Erläuterung zu dieser Frage ausgeführt wird, dass eine Beschäftigung auch dann als geringfügig gilt, wenn sie auf höchstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage während eines Jahres begrenzt ist [Frage 35/EF98].
Statistisches Bundesamt, 1998: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Fachserie 1, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit 1996 (Ergebnisse des Mikrozensus). Stuttgart: Metzler-Poeschel, S. 16-17
Änderungen ab Mikrozensus 2005:
Hinzugekommen ist die Leitfrage "Hinzuverdiener".
Des Weiteren wurden Fragen im Wortlaut verändert oder enthalten andere Antwortkategorien (Siehe hierzu insbes. Anhang 1: Veränderung der Leitfragen zur Erwerbstätigkeit im Zeitraum 1991 bis 2009; S. 548-549 in: Thomas Körner und Katharina Puch, 2009: Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken - Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe, Wirtschaft und Statistik (6): 528-552).
Ab Mikrozensus 2005 EF29=1
Mikrozensus 1996-2004 EF504=1
"Aktiv" Erwerbstätige
"Zu den „aktiv“ Erwerbstätigen zählen alle Erwerbstätigen, die in der Berichtswoche gearbeitet haben. In der Berichtswoche vorübergehend Beurlaubte (siehe Definition) zählen nicht zu den „aktiv“ Erwerbstätigen."
Ab Mikrozensus 2005 EF84=1
Mikrozensus 1996-2004 EF110=1
"Zu den vorübergehend Beurlaubten gehören alle Erwerbstätigen, die in der Berichtswoche nicht gearbeitet haben (unter anderem wegen Mutterschutz, Elternzeit, Krankheit, Kur, (Sonder-)Urlaub, Altersteilzeit, Dienstbefreiung, Streik, Schlechtwetterlage oder Kurzarbeit) und weniger als drei Monate, beispielsweise wegen Mutterschutz, vom Arbeitsplatz abwesend waren. Personen, die länger als 3 Monate abwesend vom Arbeitsplatz waren, gehören auch zu den vorübergehend Beurlaubten, sofern sie weiterhin mehr als die Hälfte ihres Gehaltes bzw. ihrer Bezüge beziehen (einschl. Elterngeld)."
Ab Mikrozensus 2005 EF84>=2 & EF84<=6
"Erwerbslose sind Personen ohne Erwerbstätigkeit, die sich in den letzten vier Wochen aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht haben und sofort, d. h. innerhalb von zwei Wochen, für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bei einer Arbeitsagentur als Arbeitslose gemeldet sind oder nicht. Zu den Erwerbslosen werden auch sofort verfügbare Nichterwerbstätige gezählt, die ihre Arbeitsuche abgeschlossen haben, die Tätigkeit aber erst innerhalb der nächsten drei Monate aufnehmen werden. Zu beachten ist, dass das Verfügbarkeitskriterium bei den veröffentlichten Erwerbslosenzahlen der Mikrozensen bis einschließlich 2004 nicht berücksichtigt wurde (vgl. Statistisches Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 4.1.1 und Reihe 4.1.2).
Die Unterschiede zwischen den Erwerbslosen und den Arbeitslosen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind erheblich. Einerseits können nicht bei den Arbeitsagenturen registrierte Arbeitsuchende erwerbslos sein. Andererseits zählen Arbeitslose, die eine geringfügige Tätigkeit ausüben, nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO - International Labour Organization) nicht als Erwerbslose, sondern als Erwerbstätige."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 12f. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF29=2
Mikrozensus 1996-2004 EF504=2 (Erwerbslose, sofort verfügbar (EU-Definition))
Arbeitsuchende Nichterwerbstätige
"Die Arbeit suchenden Nichterwerbstätigen setzen sich zusammen aus den Erwerbslosen und den Arbeit suchenden Nichterwerbspersonen."
Statistisches Bundesamt, 2011: Ergebnisse des Mikrozensus 2010, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF29>=2 & EF29<=3
"Nach dem im Mikrozensus zu Grunde liegenden Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO - International Labour Organization) gliedert sich die Bevölkerung nach ihrer Beteiligung am Erwerbsleben in Erwerbs- und Nichterwerbspersonen."
Mikrozensus 1996-2004 EF110
"Erwerbspersonen sind Erwerbstätige und Erwerbslose."
Ab Mikrozensus 2005 EF29>=1 & EF29<=2
Mikrozensus 1996-2004 EF504>=1 & EF504<=2
"Nichterwerbspersonen stellen nach dem ILO-Konzept neben den Erwerbspersonen den Rest der Bevölkerung dar, sind also nicht erwerbstätig oder erwerbslos, werden aber im Mikrozensus nochmals untergliedert in arbeitsuchende Nichterwerbspersonen sowie nicht aktive Nichterwerbspersonen."
Hinweis zum Mikrozensus ab 2009:
Im Erwerbsstatus nach Eurostat (EF39) werden Personen, die nicht arbeiteten und über keine Erwerbstätigkeit verfügen (EF38=9), ab 2009 als Erwerbslose klassifiziert (EF39 = 4). Bis 2008 wurde diese Gruppe zu den Nichterwerbspersonen [EF39 = 6] gerechnet.
Ab Mikrozensus 2005 EF29>=3 & EF29<=4
Mikrozensus 1996-2004 EF504>=3 & EF504<=4
Arbeitssuchende Nichterwerbspersonen
"Arbeitssuchende Nichterwerbspersonen sind Personen, die eine Arbeit suchen,
-> jedoch nicht innerhalb der letzten vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben,
-> nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen oder
-> die die Arbeitsuche erfolgreich abgeschlossen haben, die Tätigkeit aber erst nach mehr als drei Monaten aufnehmen."
Ab Mikrozensus 2005 EF29=3
Mikrozensus 1996-2004 EF504=3
Nicht aktive Nichterwerbspersonen
"Nicht aktive Nichterwerbspersonen sind Personen, die keine Erwerbstätigkeit suchen, jünger als 15 oder 75 Jahre oder älter sind."
Ab Mikrozensus 2005 EF29=4
Eurostat-Typologie
"The main statistical objective of the EU Labour Force Survey (EU-LFS) is to divide the population of working age (15 years and above) into three mutually exclusive and exhaustive groups — persons in employment, unemployed persons and inactive persons — and to provide descriptive and explanatory data on each of these categories. While demographic data are gathered for all population age groups, questions relating to labour market status are restricted to persons in the age group 15 years or older. Depending on the labour status of individuals (employed, unemployed, economically inactive) different variables are collected."
Eurostat: Main concepts. [Link]
Ab Mikrozensus 2008 EF39
"Personen in Unterbeschäftigung sind zwar erwerbstätig, haben aber den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden und sind für eine zusätzliche Arbeit innerhalb von zwei Wochen verfügbar." (Rengers 2012:300)
De la Fuente, Arturo, 2011: New measures of labour market attachment - 3 new Eurostat indicators to supplement the unemployment rate. Statistics in Focus 57/2011. Luxemburg. Eurostat [.pdf]
Rengers, Martina, 2012: Ungenutztes Arbeitskräftepotential in der Stillen Reserve. Ergebnisse für das Jahr 2010. Wirtschaft und Statistik (April): 299-319 [.pdf]
Rengers, Martina, 2006: Unterbeschäftigung als Teil des Labour-Force-Konzeptes. Wirtschaft und Statistik (März): 238-256 [.pdf]
Ab Mikrozensus 2008 EF29=1 & EF132>=1 & EF132<=4 & EF138=1
"Personen in Stiller Reserve haben überhaupt keine Arbeit, gelten nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation jedoch nicht als erwerbslos. Zur Stillen Reserve gehören Personen, die zwar Arbeit suchen, allerdings kurzfristig (innerhalb von zwei Wochen) für eine Arbeitsaufnahme nicht zur Verfügung stehen. Dazu zählen auch Personen, die aus verschiedenen Gründen aktuell keine Arbeit suchen, aber grundsätzlich gerne arbeiten würden und dafür auch verfügbar sind."
Rengers, Martina, 2015: Ungenutztes Arbeitskräftepotential im Jahr 2014: 6 Millionen Mneschen wollen (mehr) Arbeit. Pressemitteilung vom 21. Mai 2015 - 168/15. Statistisches Bundesamt Wiesbaden. [.pdf]
Kategorie A: arbeitssuchend, nicht verfügbar (Nichtverfügbarkeit implizit durch Bedingung EF29>2 enthalten): EF29>2 & EF44>=15 & EF44<=74 & (EF78<>1 & (EF231=1 | (EF231=8 & (EF233=1 | EF233=2))) | (EF78=1 & EF223=1))
Kategorie B: suchend, aber nicht verfügbar: EF29>2 & EF44>=15 & EF44<=74 & EF78<>1 & EF231=8 & EF233<>1 & EF233<>2 & EF235=1 & EF276=1
"Nach der Stellung im Beruf werden Erwerbstätige in Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und abhängig Beschäftigte gegliedert."
"Selbstständige (mit und ohne Beschäftigte) sind Personen, die ein Unternehmen, einen Betrieb oder eine Arbeitsstätte gewerblicher oder landwirtschaftlicher Art wirtschaftlich und organisatorisch als Eigentümer/-innen oder Pächter/-innen leiten (einschl. selbstständige Handwerker/-innen) sowie alle freiberuflich Tätigen, Hausgewerbetreibenden und Zwischenmeister/-innen."
"Unbezahlt mithelfende Familienangehörige im familieneigenen Betrieb: Familienangehörige, die in einem landwirtschaftlichen oder nichtlandwirtschaftlichen Unternehmen, das von einem Familienmitglied als Selbstständigem geleitet wird, mithelfen, ohne hierfür Lohn oder Gehalt zu erhalten und ohne dass für sie Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden. Der Begriff „Familie“ bzw. „Familienmitglied“ wird hier weiter gefasst: Er ist losgelöst vom Haushaltszusammenhang zu betrachten und bezieht z.B. auch Verwandte (Tante, Bruder etc.) mit ein."
"Abhängig Beschäftigte sind Beamte / -innen, Angestellte, Arbeiter / - innen sowie Auszubildende, die ihre Haupttätigkeit auf vertraglicher Basis für einen Arbeitgeber in einem abhängigen Arbeitsverhältnis ausüben und hierfür eine Vergütung (Arbeitnehmerentgelt: Lohn bzw. Gehalt) erhalten. Ein Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist gegeben, wenn zwischen beiden ein förmlicher oder auch formloser Vertrag besteht, der normalerweise von beiden Parteien freiwillig abgeschlossen worden ist und demzufolge der Arbeitnehmer für den Arbeitgeber gegen eine Geld- oder Sachvergütung arbeitet. Als abhängig Beschäftigte gelten auch Personen, die vorübergehend nicht arbeiten, sofern sie formell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind (z. B. Urlauber, Kranke, Streikende, Ausgesperrte, Mutterschafts- und Elternurlauber, Schlechtwettergeldempfänger usw.)."
"Beamte und Beamtinnen: Personen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des Bundes, der Länder, der Gemeinden und sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts (einschl. der Beamtenanwärter/-innen und der Beamten und Beamtinnen im Vorbereitungsdienst), Richter/-innen sowie Soldaten und Soldatinnen.
"Zu den Angestellten zählen alle nicht beamteten Gehaltsempfänger/-innen (...). Für die Zuordnung ist grundsätzlich die Stellung im Betrieb bzw. die Vereinbarung im Arbeitsvertrag entscheidend. Leitende Angestellte gelten ebenfalls als Angestellte, sofern sie nicht Miteigentümer/-innen sind."
"Arbeiter/-innen: Alle Lohnempfänger/-innen, unabhängig von der Lohnzahlungs- und Lohnabrechnungsperiode und der Qualifikation, ferner Heimarbeiter/-innen sowie Hausgehilfen und Hausgehilfinnen."
"Auszubildende in anerkannten Ausbildungsberufen sind Personen, die in praktischer Berufsausbildung stehen (...). Normalerweise führen kaufmännische und technische Ausbildungsberufe in einen Angestelltenberuf, gewerbliche Ausbildungsberufe in einen Arbeiterberuf."
Ab Mikrozensus 2005 EF117
Mikrozensus 1996-2004 EF127
Mikrozensus 1985-1995 EF94
Mikrozensus 1973-1982 EF39
Im Mikrozensus gibt es Angaben zu Berufen, die nach der jeweiligen nationalen Klassifikation der Berufe (KldB; zuletzt in der Fassung 2010) oder der internationalen Berufsklassifikation (International Standard Classification of Occupations (ISCO); zuletzt in der Fassung 2008) codiert sind.
Gemäß dem Berufsverständnis der Klassifikation der Berufe in der Ausgabe von 2010 sind die drei zentralen Eigenschaften von „Beruf“ (Bundesagentur für Arbeit 2011: 26):
"Der Berufsbegriff ist tätigkeits- und nicht personenbezogen.
"Beruf" zeichnet sich durch ein Bündel von Tätigkeiten aus.
"Beruf" wird durch zwei zentrale Dimensionen konstituiert: Berufsfachlichkeit und Anforderungsniveau."
Gegenüber der früheren Fassung der KldB 1992, die sich traditionell an Berufsbereichen und Wirtschaftszweigen (z. B. Berufe in der Land-, Tier-, Forstwirtschaft und im Gartenbau, ..., Dienstleistungsberufe) orientierte, bieten die Kriterien „Berufsfachlichkeit“ und „Anforderungsniveau“ eine größere Kompatibilität mit ISCO und den Qualifikationsniveaus als eines der Strukturmerkmale.
Die Angaben nach der Internationalen Standardklassifikation der Berufe, Ausgabe von 1988 für die Verwendung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (ISCO-88 COM), werden, nicht direkt vercodet, sondern auf Basis der KldB 92 recodiert. Dabei werden für bestimmte Berufe zusätzliche Bedingungen (z. B. berufliche Stellung und Betriebsgröße) berücksichtigt.
Bundesagentur für Arbeit (2011): Klassifikation der Berufe 2010 - Band 1: Systematischer und alphabetischer Teil mit Erläuterungen. Nürnberg [.pdf].
Ab Mikrozensus 2012 EF114 (KldB 2010)
Ab Mikrozensus 2005 EF119 (KldB 1992)
Mikrozensus 1996-2004 EF128 (KldB 1992)
Mikrozensus 1985-1995 EF93 (KldB 1975; ab 1993: KldB 1992)
Mikrozensus 1973-1982 EF42 (KldB 1970; ab 1976: KldB 1975)
Ab Mikrozensus 2005 EF517 (ISCO-88 COM; ab 2011: ISCO-08)
Mikrozensus 1996-2004 EF683 (ISCO-88 COM)
Gültig ab Mikrozensus 2009:
„Für die Gliederung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen wird ab 2009 die „Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)“, Tiefengliederung für den Mikrozensus (siehe Anhang) verwendet, die auf der international geltenden Systematik (NACE) gründet. (...) Bei der Verwendung von nach Wirtschaftszweigen gegliederten Zahlen des Mikrozensus ist zum einen zu berücksichtigen, dass die Erwerbstätigen den Wirtschaftszweigen nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt der örtlichen Einheit (nicht des Unternehmens), in der sie beschäftigt sind, zugeordnet sind. Zum anderen darf nicht übersehen werden, dass die Angaben des wirtschaftlichen Schwerpunktes des Betriebes bei Personenbefragungen nicht so genau sein können wie bei Betriebsbefragungen. Die Fälle ohne Angabe des Wirtschaftszweiges werden im Rahmen der Aufbereitung nach dem Hot-Deck-Verfahren (siehe auch Arbeitszeit) auf die einzelnen Wirtschaftszweige verteilt.“
Statistisches Bundesamt, 2015: Ergebnisse des Mikrozensus 2014, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Wiesbaden, S. 8. [.pdf]
Ab Oktober 1961 wurde für die Gliederung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen statt des früher verwendeten Schlüssels der Arbeitsstättenzählung von 1950 die aus der neuen Grundsystematik der Wirtschaftszweige abgeleitete "Systematik der Wirtschaftszweige für die Berufszählung 1961 bzw. 1970" verwendet.
Ab Mai 1975 wurde für die Gliederung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen statt des früher verwendeten "Systematik der Wirtschaftszweige für die Berufszählung 1961" die aus der Grundsystematik der Wirtschaftszweige abgeleitete "Systematik der Wirtschaftszweige, Fassung für den Mikrozensus ab April 1971" verwendet.
Ab Juni 1983 wurde für die Gliederung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen statt des früher verwendeten "Systematik der Wirtschaftszweige, Fassung für den Mikrozensus ab April 1971" die aus der Grundsystematik der Wirtschaftszweige abgeleitete "Systematik der Wirtschaftszweige, Fassung für den Mikrozensus ab April 1983" verwendet.
Für die Gliederung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen wird seit 1995 die "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 1993 (WZ 1993)", Tiefengliederung für den Mikrozensus verwendet, die auf der international geltenden Systematik (NACE) gründet. Insbesondere bei den Ergebnisdarstellungen nach Wirtschaftsbereichen ist zu beachten, dass die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen des Mikrozensus 1994 auch bei gleichlautenden Benennungen der einzelnen Kategorien nicht bzw. nur eingeschränkt gegeben ist.
Ab Mikrozensus 2003 bis 2008 wird die "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003)", Tiefengliederung für den Mikrozensus verwendet.
Statistisches Bundesamt 1975: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 6 Entwicklung der Erwerbstätigkeit, S.8-9;
Statistisches Bundesamt 1980: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit, S.11-12;
Statistisches Bundesamt 1985: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, S.8;
Statistisches Bundesamt 1998: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit, S.17/18
Ab Mikrozensus 2009 Wirtschaftszweig Betrieb (letzte Tätigkeit) (WZ08): EF105
Wirtschaftszweig Betrieb (gegenwärtige Tätigkeit) (WZ03): EF120
Wirtschaftszweig Betrieb (weitere Tätigkeit) (WZ08): EF214
Wirtschaftszweig Betrieb (vor einem Jahr) (WZ08) (FB): EF445
Mikrozensus 2005-2008 Wirtschaftszweig (Branche) (gegenwärtige Tätigkeit): EF120
Wirtschaftszweig (Branche) weitere Tätigkeit: EF214
Wirtschaftszweig (Branche) in der letzten Tätigkeit: EF105
Wirtschaftszweig vor 12 Monaten (freiwillige Beantwortung): EF445
Mikrozensus 1996-2004 Wirtschaftszweig (Branche) (gegenwärtige Tätigkeit): EF129
Wirtschaftszweig (Branche) weitere Tätigkeit: EF191
Wirtschaftszweig (Branche) in der letzten Tätigkeit: EF115
Wirtschaftszweig vor 12 Monaten (freiwillige Beantwortung): EF382
Mikrozensus 1985-1995 Wirtschaftszweig (Branche) (gegenwärtige Tätigkeit): EF92
Wirtschaftszweig (Branche) weitere Tätigkeit: EF113
Wirtschaftszweig (Branche) in der letzten Tätigkeit: EF92
Wirtschaftszweig vor 12 Monaten (freiwillige Beantwortung): EF162 (bis 1987)
Mikrozensus 1973-1982 Wirtschaftszweig (Branche) (gegenwärtige Tätigkeit): EF41
Wirtschaftszweig (Branche) weitere Tätigkeit: EF114
Wirtschaftszweig (Branche) in der letzten Tätigkeit: EF41
„Die Betriebsgröße bemisst sich nach der Zahl der im Betrieb arbeitenden Personen. Zu ihnen zählen auch Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende, tätige Firmeninhaber/-innen und mithelfende Familienangehörige. Bei bis zu zehn tätigen Personen ist die genaue Anzahl einzutragen. Im Weiteren gelten die folgenden Größenklassen: 11 bis 19 Personen, 20 bis 49 Personen, 50 und mehr Personen.“
Ab Mikrozensus 2005 EF122
Mikrozensus 1996-2004 EF131
Arbeitszeit, Arbeitsform (normalerweise)
"Im Mikrozensus wird die normalerweise geleistete Arbeitszeit je Woche (...) erhoben. Bei der normalerweise geleisteten Arbeitszeit je Woche werden gelegentliche oder einmalige Abweichungen nicht berücksichtigt (z. B. Urlaub, Krankheit, gelegentlich geleistete Überstunden). Die „normale“ Arbeitszeit kann von der tariflich vereinbarten Arbeitszeit abweichen, wenn regelmäßig wöchentlich Überstunden geleistet werden."
„Im Mikrozensus wird die normalerweise geleistete Arbeitszeit je Woche und die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in der Berichtswoche erhoben. Fehlende Werte bei den geleisteten Arbeitsstunden werden im Rahmen der Aufbereitung nach dem Hot-Deck-Verfahren geschätzt. Bei diesem maschinellen Imputationsverfahren wird in die Datensätze ohne Angabe zu den geleisteten Arbeitsstunden der Wert des letzten „richtigen“ und bezüglich anderer Merkmale gleichartigen Datensatzes, der zuletzt im Speicher (Deck) vorhanden war, eingesetzt.“
Ab Mikrozensus 2005 EF131
Mikrozensus 1996-2004 EF141
Mikrozensus 1985-1995 EF97
Mikrozensus 1973-1982 EF43
Arbeitszeit, Arbeitsform (tatsächlich)
"Im Mikrozensus wird die (...) tatsächlich geleistete Arbeitszeit in der Berichtswoche erhoben. Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in der Berichtswoche enthält z. B. auch unregelmäßig geleistete Überstunden."
Ab Mikrozensus 2005 EF134
Mikrozensus 1996-2004 EF143
Mikrozensus 1985-1995 EF99
Mikrozensus 1973-1982 EF44
"Die Trennung in Vollzeit- und Teilzeiterwerbstätige erfolgt im Mikrozensus anhand der Selbsteinschätzung der Befragten.“
„Die Ergebnisse zur Teilzeit beruhen zunächst auf einer Selbsteinstufung der Befragten. In Verbindung mit der Angabe zu den normalerweise geleisteten Wochenarbeitsstunden wird diese Angabe dahingehend korrigiert, dass Personen mit 1 bis einschl. 24 Wochenarbeitsstunden als teilzeitbeschäftigt in den Veröffentlichungen ausgewiesen werden. Bei Personen mit Angabe von 25 bis einschl. 36 Wochenarbeitsstunden bleibt der Originalwert, d.h. die vorgenommene Selbsteinstufung erhalten.“
„Liegen mehrere bezahlte Tätigkeiten bzw. Erwerbstätigkeiten vor, erfolgt die Zuordnung zu Vollzeit oder Teilzeiterwerbstätigen auf Basis der Haupterwerbstätigkeit."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 17. [.pdf]
Körner, Thomas & Katharina Puch, 2009: Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken. Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe. Wirtschaft und Statistik 6/2009. 528-592. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2007 EF129
Mikrozensus 1996-2004 EF138
Mikrozensus 1985-1995 EF96
Mikrozensus 1973 EF84
Die Korrektur der Selbsteinschätzung wurde im Zeitverlauf verändert:
MZ 1996-2005 1-24=Teilzeit; >=32 Vollzeit; 25-31 Übernahme Selbsteinschätzung
MZ2006-2012 1-31: Teilzeit; >=32 Vollzeit;
seit MZ 2013 1-24 Teilzeit, >=37 Vollzeit, 25-36 Übernahme Selbsteinschätzung
"Von besonderem Interesse sind von den Teilzeitbeschäftigten insbesondere diejenigen, die als Hauptgrund für ihre Teilzeittätigkeit angeben, „eine Vollzeittätigkeit nicht zu finden“. Diese Teilzeiterwerbstätigen werden als unfreiwillig teilzeitbeschäftigt bezeichnet. Die Unfreiwilligkeit bezieht sich dabei nur auf die Arbeitsmarktsituation, das heißt die Teilzeittätigkeit wurde angenommen, weil der bzw. die Betroffene auf dem Arbeitsmarkt keine Vollzeitbeschäftigung gefunden hat. Teilzeiterwerbstätige, die als Hauptgrund dagegen zum Beispiel die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen/behinderten Personen angeben, gelten in diesem Sinne als freiwillig teilzeitbeschäftigt."
Ab Mikrozensus 2007 EF129=2 & EF130=1
"Die Ergebnisse zur Vollzeit beruhen zunächst auf einer Selbsteinstufung der Befragten. In Verbindung mit der Angabe zu den normalerweise geleisteten Wochenarbeitsstunden wird diese Angabe dahingehend korrigiert, dass Personen mit 37 und mehr Wochenarbeitsstunden als vollzeitbeschäftigt in den Veröffentlichungen ausgewiesen werden. Personen mit Angabe von 25 bis einschl. 36 Wochenarbeitsstunden bleibt der Originalwert, d.h. die vorgenommene Selbsteinstufung erhalten (hier ist auch „keine Angabe“ möglich)."
Ab Mikrozensus 2005 EF129
Zeitbezogene Unterbeschäftigung
"Nach dem international vereinbarten Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization – ILO) wird Unterbeschäftigung als eine Untergruppe der Erwerbstätigkeit definiert. Es handelt sich dabei um die sogenannte zeitbezogene Unterbeschäftigung, die im Sinne des ILO-Konzeptes alle erwerbstätigen Personen umfasst, die „den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden“ haben, „für zusätzliche Arbeitsstunden verfügbar“ sind und gegebenenfalls „unterhalb eines Arbeitszeitschwellenwertes gearbeitet“ haben. Das ILO-Konzept der Unterbeschäftigung lässt sich somit weder auf Erwerbslose noch auf Nichterwerbspersonen anwenden. Insofern unterscheidet sich die Begriffsbestimmung der ILO von Definitionen der Unterbeschäftigung, wie sie zum Beispiel von der Bundesagentur für Arbeit oder dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) oder dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW Berlin) verwendet werden. Die Operationalisierung der zeitbezogenen Unterbeschäftigung (kurz: Unterbeschäftigung) im Mikrozensus 2008 erfolgt dabei über eine Abfrage zum „Wunsch, gegen entsprechend höheren Verdienst normalerweise mehr Stunden pro Woche als derzeit zu arbeiten“. Befragt werden alle Personen, die erwerbstätig sind, und zwar unabhängig von der zugrunde liegenden Erwerbsform, das heißt alle Arbeitnehmer, Beamten, geringfügig Beschäftigten, ebenso alle Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen. Erwerbstätige, die diese Frage mit „ja“ beantworten und gleichzeitig angeben, in der Lage zu sein, innerhalb der nächsten zwei Wochen zusätzliche Stunden zu arbeiten, wenn sich eine Gelegenheit zur zusätzlichen Arbeit ergibt, werden als unterbeschäftigt Erwerbstätige klassifiziert. Auf die Anwendung eines Arbeitszeitschwellenwertes wird dabei verzichtet, das heißt es ist irrelevant, wie hoch die aktuell (tatsächlich) geleistete Arbeitsstundenzahl der erwerbstätigen Person derzeit ist."
Ab Mikrozensus 2007 EF29=1 & EF138=1 & EF132 >=1 & EF132<=4
„Hinsichtlich der Sonderformen der Arbeitszeit wird der Betrachtungszeitraum auf die letzten 3 Monate vor der gleitenden Berichtwoche festgelegt. Die Angaben der Erwerbstätigen beziehen sich auf die (Haupt-) Erwerbstätigkeit. Die Arbeitsbedingungen einer ggf. neben der hauptsächlichen Erwerbstätigkeit ausgeübten zweiten Tätigkeit/ Nebentätigkeit sind unberücksichtigt (z. B. Aushilfskellner am Sonntag). Bei Personen, die ihre Tätigkeit in den letzten drei Monaten gewechselt hatten, sind die Angaben auf die jetzige Tätigkeit beschränkt.
ständig: normalerweise an jedem Samstag, normalerweise an jedem Sonn- und/oder Feiertag, normalerweise in jedem Abend, normalerweise in jeder Nacht, normalerweise nur (Wechsel-)Schicht.
regelmäßig: nicht ständig, aber in gleich bleibenden Zeitabständen.
gelegentlich: nicht regelmäßig (hin und wieder, in unregelmäßigen Zeitabständen, auch einmalig).
Bei den so definierten Häufigkeiten ist zu beachten, dass die einzelnen Sonderformen der Arbeitszeit (z.B. gelegentliche Wochenendarbeit) in dem hier relevanten 3-Monats-Bezugsrahmen gehäufter auftreten, als dies bei Einengung auf die Berichtswoche der Fall gewesen wäre. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass z.B. die Wochenendarbeit oder Schichtarbeit saisonalen Schwankungen unterliegt und zu anderen Jahreszeiten ein höheres oder tieferes Niveau aufweisen kann. Zu berücksichtigen ist schließlich, dass die zu den zeitlichen Arbeitsbedingungen gestellten Fragen ausschließlich auf die individuellen zeitlichen Arbeitsbedingungen abzielten; Rückschlüsse auf betriebs- oder unternehmensspezifische Systeme der Wochenend-, Nacht- und Schichtarbeit sind daher nicht möglich."
"Samstagsarbeit liegt vor, wenn die gesamte Arbeitszeit oder ein Teil auf den Samstag zwischen 0.00 und 24.00 Uhr fällt. Es ist unerheblich, ob es sich dabei um eine typische Arbeitsschicht oder um eine normale Arbeitszeit bei Betrieben mit 6-Tage-Woche handelt."
"Sonn-/und Feiertagsarbeit liegt vor, wenn eine Person an Sonntagen oder an Feiertagen oder sowohl an Sonn- als auch an Feiertagen arbeitet. Dabei kann die gesamte Arbeitszeit eines Tages oder auch nur ein Teil davon in die Zeit von 0.00 bis 24.00 Uhr am Sonn-/Feiertag fallen. Arbeitet eine Person z.B. von Samstag 22.00 bis Sonntag 6.00 Uhr, so liegt sowohl Samstags- als auch Sonn-/Feiertagsarbeit vor."
"Abendarbeit wird zwischen 18.00 und 23.00 Uhr geleistet. Abendarbeit ist auch dann zu bejahen, wenn nur ein Teil der Arbeitszeit innerhalb dieser Spanne liegt."
"Schichtarbeit: Eine Person leistet Schichtarbeit, wenn sie Ihre Arbeit zu wechselnden Zeiten ausübt (Wechselschicht)."
"Nachtarbeit ist jede Arbeit, die zwischen 23.00 und 6.00 Uhr geleistet wurde, gleichgültig, ob sie vorher begann, später endete oder ob Beginn oder Ende innerhalb der Zeitspanne von 23.00 bis 6.00 Uhr lag. Sowohl Abendarbeit als auch Nachtarbeit liegen vor, wenn die Arbeit vor 23.00 Uhr begann u. nach 23.00 Uhr endete.
Sofern die gesamte Abend- bzw. Nachtarbeit auf einen Samstag und/oder Sonn-/Feiertag fiel, so sind auch diese zu bejahen."
"Nachtarbeitsstunden sind die normalerweise auf den Zeitraum von 23.00 bis 6.00 Uhr entfallenen Arbeitsstunden (z. B. wurden bei einer Arbeitszeit von 17.00 bis 2.00 Uhr 3 Arbeitsstunden nachts geleistet). Wechselt jedoch die nachts geleistete Arbeitsstundenzahl (dies kann durch Wechselschicht bedingt sein), so gilt die durchschnittlich pro Nacht, in der die Person arbeitete, geleistete Stundenzahl. Arbeitetet z. B. eine Person im wöchentlichen Wechsel in einer Frühschicht von 4.00 bis 12.00 Uhr, Spätschicht von 12.00 bis 20.00 Uhr und Nachtschicht 20.00 bis 4.00 Uhr, so waren die Frühschicht mit 2 und die Nachtschicht mit 5 Nachtarbeitsstunden zu berücksichtigen. Der gerundete Durchschnitt von 4 Stunden ist herangezogen worden."
Arbeit zu Hause: "Diese Thematik wurde mit dem Mikrozensus 1996 erstmals erfragt. Erwerbstätige arbeiten zu Hause, wenn sie ihren Beruf ausschließlich oder teilweise zu Hause ausüben, wie etwa Telearbeiter, Handelsreisende, die ein auswärtiges Kundengespräch vorbereiten und Lehrer, die zu Hause Unterrichtsstunden vorbereiten und Klassenarbeiten korrigieren. Arbeit zu Hause liegt nicht vor, wenn Arbeitnehmer/innen unter Zeitdruck oder aus persönlichem Interesse in ihrer Freizeit unentgeltlich arbeiten. Auch ärzte/ärztinnen oder Steuerberater/innen üben keine Heimarbeit aus, wenn ihre Praxis oder ihr Büro an den Wohnraum angrenzt und mit einem separaten Eingang versehen ist. Die Antwortkategorie "hauptsächlich" bedeutet, dass im Jahresdurchschnitt an mindestens der Hälfte aller Arbeitstage zu Hause gearbeitet wurde. "Manchmal" bedeutet, dass im Jahresdurchschnitt mindestens einmal, aber an weniger als der Hälfte aller Arbeitstage zu Hause gearbeitet wurde."
Statistisches Bundesamt, 2016: Abend- und Nachtarbeit. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF149-EF154
& Mikrozensus 2010 EF155-EF159
Mikrozensus 1996-2004 EF147-EF163, für Substichprobe: EF738=1
Mikrozensus 1989-1995 EF104-EF107. EF111-EF112, EF126-EF129
"	Da die Berufsdefinition im Mikrozensus an die „gegenwärtige Tätigkeit“ (und nicht an die Berufsbezeichnung) anknüpft, sind auch Berufswechsel innerhalb der Firma sowie Berufswechsel ohne Umschulung oder Weiterbildung anzugeben."
Statistisches Bundesamt, 2006: Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.
Ab Mikrozensus 2005 EF123
Mikrozensus 1996-2004 EF133
Mikrozensus 1985-1995 EF103
Haupteinkommensbezieher des Haushalts
"Um Haushalte statistisch auswerten und darstellen zu können, ermittelt der Mikrozensus seit 2005 standardmäßig den Haupteinkommensbezieher im Haushalt. Dies ist die Person mit dem höchsten monatlichen Nettoeinkommen im Haushalt. Sofern mehrere Haushaltsmitglieder über das gleiche persönliche monatliche Nettoeinkommen verfügen, entscheidet die Reihenfolge, in der die Personen im Fragebogen eingetragen sind. Haupteinkommensbezieher ist dann – aus dem Kreis aller Personen mit höchster persönlicher Nettoeinkommensklasse im Haushalt – das Haushaltsmitglied mit der niedrigsten Personennummer. Hat kein Haushaltsmitglied Angaben zum persönlichen monatlichen Nettoeinkommen gemacht ist die Haushaltsbezugsperson (erste im Fragebogen eingetragene Person) gleichzeitig Haupteinkommensbezieher des Haushalts. Hat sich die Haushaltsbezugsperson als selbstständige/-r Landwirt/-in in der Haupttätigkeit (Vollzeit) eingestuft, wird sie ebenfalls Haupteinkommensbezieher des Haushalts. Die Erhebungsmerkmale des Haupteinkommensbeziehers des Haushalts (zum Beispiel Alter, Geschlecht, Familienstand) werden stellvertretend für die gesamte Einheit „Haushalt“ – in der Statistik nachgewiesen. Personen unter 15 Jahren sind als Haupteinkommensbezieher eines Haushalts ausgeschlossen."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 15. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF662>=1 & EF662<=4
"Der überwiegende Lebensunterhalt kennzeichnet die Unterhaltsquelle, aus welcher hauptsächlich die Mittel für den Lebensunterhalt bezogen werden. Bei mehreren Unterhaltsquellen wird auf die wesentliche abgestellt. Im Mikrozensus werden aktuell folgende Quellen des überwiegenden Lebensunterhalts erhoben: „Eigene Erwerbstätigkeit/ Berufstätigkeit“, „Arbeitslosengeld I (ALG I)“, „Leistungen nach Hartz IV (ALG II, Sozialgeld)“, „Sozialhilfe (nicht Hartz IV), z. B. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege, Hilfe zum Lebensunterhalt“, „Rente, Pension“, „Eigenes Vermögen, Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil“, „Elterngeld (früher Erziehungsgeld)“, „Einkünfte der Eltern, auch Einkünfte von dem/der Lebens- oder Ehepartner/-in oder von anderen Angehörigen“ und „Sonstige Unterstützung, z. B. BAföG, Vorruhestandsgeld, Stipendium, Pflegeversicherung, Asylbewerberleistungen, Pflegegeld für Pflegekinder oder -eltern“."
Ab Mikrozensus 2005 EF401
Mikrozensus 1996-2004 EF338
Mikrozensus 1985-1995 EF139
Mikrozensus 1973-1982 EF48
"Im Mikrozensus wird für jedes Haushaltsmitglied die Höhe des persönlichen Nettoeinkommens im letzten Monat (Summe aller Einkunftsarten ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) erfragt. Hierzu zählen zum Beispiel Erwerbseinkommen, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentliche Unterstützungen, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Arbeitslosengeld beziehungsweise -hilfe, Kindergeld, Wohngeld, Sachbezüge). Dazu stufen sich die Befragten in ein Raster vorgegebener Einkommensklassen ein."
„Bei unregelmäßigem Einkommen sowie bei Selbständigen, bei denen nur der Nettobetrag des gesamten Jahres bekannt ist, wird der Nettodurchschnitt im Jahr verwendet. Bei Personen, die in der Haupterwerbstätigkeit selbstständige Landwirte sind, wird das Nettoeinkommen nicht erfragt. Demgegenüber wird für Mithelfende Familienangehörige ab der Mikrozensuserhebung 1996 das Einkommen nachgewiesen.
Ab dem 1. Januar 2002 weist das Statistische Bundesamt Daten aus Erhebungen, die sich auf Berichtszeiträume vor dem 1. Januar 2002 beziehen, grundsätzlich in Euro nach. Die Ergebnisse des Mikrozensus 2001 und früher werden in ungerundeten, die ab dem Mikrozensus 2002 in gerundeten Euroklassen dargestellt."
Statistisches Bundesamt, 2007: Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.
Ab Mikrozensus 2005 EF436
Mikrozensus 1996-2004 EF372
Mikrozensus 1985-1995 EF146
Mikrozensus 1973-1982 EF55
"Neben dem persönlichen Nettoeinkommen der Haushaltsmitglieder wird für jeden Haushalt die Höhe seines Nettoeinkommens im letzten Monat (Summe aller Einkunftsarten ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) erfragt. Hierzu zählen zum Beispiel Erwerbseinkommen, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentliche Unterstützungen, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Arbeitslosengeld beziehungsweise -hilfe, Kindergeld, Wohngeld, Sachbezüge. Dazu stuft die Haushaltsbezugsperson (erste im Fragebogen eingetragene Person) das Haushaltsnettoeinkommen in ein Raster vorgegebener Einkommensklassen ein. Haushaltsbezugspersonen, die selbstständige/r Landwirt/in in der Haupttätigkeit sind, brauchen keine Angaben zur Höhe des Haushaltseinkommens machen (siehe persönliches Nettoeinkommen)."
"Bis 1995 wurde das Haushaltsnettoeinkommen aus dem Individualeinkommen der betreffenden Personen ermittelt. Ab 1996 wird die Höhe des Haushaltsnettoeinkommens direkt erfragt."
Statistisches Bundesamt, 1996: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden.
Ab Mikrozensus 2005 EF707
Mikrozensus 1996-2004 EF539
Mikrozensus 1985-1995 EF182
Mikrozensus 1973-1982 EF56
Nettoeinkommen der Familie/Lebensform
"Das Nettoeinkommen der Familie/Lebensform ist die Summe der persönlichen Nettoeinkommen aller Mitglieder der Familie/Lebensform. Für Familien/Lebensformen, die mit weiteren Familien/Lebensformen in einem Haushalt zusammenleben, kann gegebenenfalls auch kein Einkommen der Familie/Lebensform vorliegen. Wenn mindestens ein Mitglied der Familie/Lebensform selbstständige/r Landwirt/in in der Haupttätigkeit ist, wird kein Einkommen der Familie/Lebensform nachgewiesen."
Ab Mikrozensus 2005 EF806
Mikrozensus 1996-2004 EF586, EF641
Mikrozensus 1985-1995 EF208
Spitzes Einkommen (Hilfswert)
"In der Erhebung des Mikrozensus wird sowohl das persönliche als auch das Haushaltsnettoeinkommen klassifiziert in einer Staffelung von mindestens 150 Euro erhoben. Für Privathaushalte, die keine Angaben zum Haushaltsnettoeinkommen gemacht haben sowie für das Nettoeinkommen von Lebensformen, das im Mikrozensus nicht erfragt wird, werden aus den individuellen Nettoeinkommen die entsprechenden Informationen abgeleitet. Analog wird mit der Variablen EF806 „Nettoeinkommen (im letzten Monat): Lebensform“ verfahren. Der Hilfswert des Nettoeinkommens für die Lebensform wird dann in der Variablen EF807 „Nettoeinkommen (Hilfswert)(im letzten Monat): Lebensform“ hinterlegt und die aus dem Hilfswert generierte Einkommensklasse in der Variablen EF806 „Nettoeinkommen (im letzten Monat): Lebensform“."
Statistisches Bundesamt (2014): [.pdf]
Ab Mikrozensus 2011 Schätzwert des individuellen Nettoeinkommens EF438
Haushaltsnettoeinkommen EF708
Abschluss an einer allgemeinbildenden Schule
Abschluss nach höchstens 7 Jahren Schulbesuch
"Der Abschluss nach höchstens 7 Jahren Schulbesuch ist nunmehr nicht mehr als Hauptschulabschluss zu werten, sondern der Ausprägung ‚ohne allgemeinbildenden Schulabschluss’ zuzuordnen."
Statistisches Bundesamt, 2014: Mikrozensus 2013, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 14. [.pdf]
"Personen, die zwar eine Schule besucht und dabei einen Abschluss nach höchsten 7 Jahren Schulbesuch erreicht haben, dieser Abschluss aber nicht dem deutschen Hauptschulabschluss bzw. dem früheren Volksschulabschluss entspricht, werden den Personen ohne allgemeinbildenden Schulabschluss zugeordnet."
Ab Mikrozensus 2008 EF310=6
Haupt- (Volks-) schulabschluss
"Dieser Abschluss kann nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht von derzeit 9 bis 10 Schuljahren an Haupt- (Volks-)schulen, Förderschulen, Freien Waldorfschulen, Realschulen, Schulen mit integrierten Klassen für Haupt- und Realschüler, Schularten mit mehreren Bildungsgängen (Absolventen der 9. oder der 10. Klassenstufe mit Hauptschulabschluss), Gesamtschulen und Gymnasien sowie nachträglich auch an beruflichen Schulen sowie an Abendhauptschulen erworben werden. Früher konnte der Abschluss auch an „Schulen mit integrierten Klassen für Haupt- und Realschüler“ erworben werden."
Ab Mikrozensus 2005 EF310=1
Mikrozensus 1996-2004 EF287=1
Mikrozensus 1985-1995 EF121=1
Mikrozensus 1973-1982 EF78=1; außer 1978: EF49=1, 1980: EF158=1
Abschluss der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule in der ehemaligen DDR
"Abschlusszeugnis der 8., 9. oder 10. Klasse der allgemeinbildenden Oberschule in der DDR."
Ab Mikrozensus 2005 EF310=2
Mikrozensus 1996-2004 EF287=2
Mikrozensus 1991-1995 EF121=3
Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder gleichwertiger Abschluss
"Der Realschulabschluss (Mittlere Reife) wird erreicht mit einem Abschlusszeugnis der Realschule, der Abendrealschule, eines Realschulzweiges an Gesamtschulen, einer Freien Waldorfschule, einer Förderschule (Sonderschule), Schularten mit mehreren Bildungsgängen (Absolventen nach der 10. Klassenstufe mit Realschulabschluss) sowie mit Versetzungszeugnis in die 11. Klasse des Gymnasiums. In einigen Bundesländern kann der Realschulabschluss auch nach dem 10. Pflichtschuljahr an Hauptschulen erworben werden. Früher konnte der Abschluss auch an „Schulen mit integrierten Klassen für Haupt - und Realschüler“ erworben werden. Die Mittlere Reife oder gleichwertige Abschlüsse können auch an Berufsfachschulen oder durch den Abschluss einer Berufsaufbauschule erworben werden, außerdem an Berufsschulen, Fachschulen sowie im Berufsvorbereitungsjahr. Darüber hinaus konnte die Mittlere Reife in Nordrhein-Westfalen an Kollegschulen erworben werden."
Ab Mikrozensus 2005 EF310=3
Mikrozensus 1996-2004 EF287=3
Mikrozensus 1985-1995 EF121=2
Mikrozensus 1973-1982 EF78=2; außer 1978: EF49=2, 1980: EF158=2
"Sie kann durch Abschluss an einer beruflichen Schule (z.B. Fachschule, berufliches Gymnasium, Berufsfachschule), aber auch mit erfolgreichem ersten Jahr der Qualifizierungsphase der gymnasialen Oberstufe und einem, in der Regel einjährigen, gelenkten beruflichem Praktikum erworben werden. Die Praktikumsbestimmungen sind nicht bundeseinheitlich geregelt und variieren zwischen den Bundesländern."
Statistisches Bundesamt, 2014: Mikrozensus 2013, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 15. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF310=4
Mikrozensus 1996-2004 EF287=4
Mikrozensus 1985-1995 EF121=4
Mikrozensus 1973-1982 EF78=3; außer: 1978: EF49=3, 1980: EF158=3
"Die allgemeine Hochschulreife kann an einer allgemein bildenden Schule mit Abschluss eines Gymnasiums, dem Gymnasialzweig einer integrierten Gesamtschule oder konnte an der erweiterten Oberschule in der ehemaligen DDR erworben werden. Die fachgebundene Hochschulreife wird an einer entsprechenden beruflichen Schule erreicht (u. a. berufliches Gymnasium, Berufsfachschule; Fachakademie)."
Ab Mikrozensus 2005 EF310=5
Mikrozensus 1996-2004 EF287=5
Mikrozensus 1985-1995 EF121=5
Mikrozensus 1973-1982 EF78=4; außer 1978: EF49=4, 1980: EF158=4
Anlernausbildung oder berufliches Praktikum
"Anlernausbildung ist die Qualifizierung eines Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin im Rahmen einer betrieblichen Unterweisung am Arbeitsplatz. Als berufliches Praktikum gilt eine mindestens einjährige (früher sechsmonatige) praktische Ausbildung im Betrieb (z.B. technisches Praktikum)."
Mikrozensus 2006/2007 EF312=1
Mikrozensus 1996-2004 EF290=1
Mikrozensus 1985-1995 EF122=1
Mikrozensus 1982 und 1976 EF79=3
Mikrozensus 1980 EF160=1
Mikrozensus 1978 EF150=3
"Das Berufsvorbereitungsjahr bereitet Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag auf eine berufliche Ausbildung vor."
Ab Mikrozensus 2005 EF312=2
Mikrozensus 2003-2004 EF261=2
Mikrozensus 1999-2002 EF289=1
Mikrozensus 1996-1998 EF290=1
"Eine Berufsausbildung im dualen System kann nach mindestens 2 Jahren Dauer erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ausbildung findet dabei gleichzeitig in den Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen statt."
Ab Mikrozenus 2009 EF312=3
Lehrausbildung einschl. Berufsvorbereitungsjahr und berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule
"Die Lehrausbildung setzt den Abschluss einer mindestens zwei Jahre dauernden anerkannten Ausbildung voraus. Ein gleichwertiger Berufsfachschulabschluss wird erworben durch das Abschlusszeugnis einer Berufsfachschule für Berufe, für die nur eine Berufsfachschulausbildung möglich ist, z.B. Höhere Handelsschule, oder einer einjährigen Schule des Gesundheitswesens. Darüber hinaus waren die Abschlüsse in Nordrhein-Westfalen zusätzlich an Kollegschulen möglich."
"Durch einen berufsqualifizierenden Abschluss an einer Berufsfachschule, Kollegschule wird eine berufliche Qualifikation in einem schulischen Bildungsgang erworben. Es handelt sich entweder um Berufe, für die nur eine schulische Berufsausbildung möglich ist (z. B. an Höheren Handelsschulen), oder um Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung für die die Ausbildung überwiegend an Schulen stattfindet. In Nordrhein-Westfalen waren berufsqualifizierende Abschlüsse auch an Kollegschulen möglich. Der Abschluss qualifiziert zu Berufen wie z. B. Kinderpfleger/-in, Kaufmännische/-r Assistent/-in, Wirtschaftsassistent/-in, Technische/-r Assistent/in für Informatik, Europakorrespondent/in."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015. Fachserie 13 Sozialleistungen, Reihe 1.1 Angaben zur Krankenversicherung, Glossar. Wiesbaden, S. 3. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF312>=2 & EF312<=4
Mikrozensus 1996-2004 EF290=2
Mikrozensus 1985-1995 EF122=2
Mikrozensus 1982 und 1976 EF79=2
Mikrozensus 1980 EF160=3
Mikrozensus 1978 EF150=2
Ausbildungsstätten/Schulen für Gesundheits- und Sozialberufe
Wird differenziert nach einjähriger bzw. zwei- oder dreijähriger Schulzeit:
Der Abschluss einer einjährigen Schule für Gesundheits- und Sozialberufe qualifiziert zu medizinischen Hilfsberufen wie z. B. Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, Rettungsassistent/-in, Altenpflegehelfer/-in.
Der Abschluss einer zweijährigen Schule für Gesundheits- und Sozialberufe befähigt zu nichtakademischen Gesundheitsberufen wie z. B. Masseur/-in, Medizinische/-r Bademeister/-in, Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in, Podologe/Podologin.
Der Abschluss einer dreijährigen Schule für Gesundheits- und Sozialberufe befähigt zu nichtakademischen Gesundheitsberufen wie z. B. Physiotherapeut/-in (Krankengymnast/-in), Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in, Medizinisch-technische/-r Assistent/-in, Logopäde/Logopädin, Ergotherapeut/-in, Altenpfleger/-in.
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015. Fachserie 13 Sozialleistungen, Reihe 1.1 Angaben zur Krankenversicherung, Glossar. Wiesbaden, S. 4. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2011 EF312=6 | EF312=7
Mikrozensus 2005-2010 EF312=5 | EF312=6
Mikrozensus 2003-2004 EF261=5| EF261=6
Mikrozensus 1999-2002 EF289=5| EF289=6
"Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss umfasst in der Regel beruflicher Fortbildung nach einer ersten Berufsausbildung."
"Unter Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss fällt neben beruflicher Fortbildung u.a. auch die Ausbildung zum/-r Erzieher/-in an Fachschulen. Der Abschluss einer zwei- oder dreijährigen Schule des Gesundheitswesens befähigt z.B. zu Berufen wie Medizinisch-Technischer Assistent oder Krankenschwester/-pfleger. Weiterhin ist hier auch [bis Mikrozensus 2009] der Abschluss einer Fachakademie oder einer Berufsakademie nachgewiesen."
„Ein Meisterabschluss liegt vor, wenn der (oder die) Befragte eine Meisterprüfung vor einer Kammer (z.B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer usw.) abgelegt hat.“
Ab Mikrozensus 2011 EF312=8
Mikrozensus 2005-2010 EF312=5
Mikrozensus 1996-2004 EF290=3
Mikrozensus 1985-1995 EF122=4
Mikrozensus 1982 und 1976 EF79=4
Mikrozensus 1980 EF160=2
Mikrozensus 1978 EF150=4
Fachakademie (nur in Bayern)
"Der Abschluss einer Fachakademie kann nur in Bayern erworben werden."
Ab Mikrozensus 2011 EF312=10
"Den Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule haben Personen, die eine verwaltungsinterne Fachhochschule für den gehobenen nichttechnischen Dienst abgeschlossen haben."
Ab Mikrozensus 2011 EF312=12
Mikrozensus 2007-2010 EF312=7
Fachschulabschluss in der ehemaligen DDR
Diesen Abschluss haben Personen erworben, die dort eine Fach- und Ingenieurschule, z.B. für Grundschullehrer, ökonomen, Bibliothekare, Werbung und Gestaltung abgeschlossen haben.
"Der Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule beinhaltet das Studium an einer Verwaltungsfachhochschule zwecks Ausbildung von Nachwuchskräften für den gehobenen nichttechnischen Dienst des Bundes und der Länder.
Bedingt durch den gesonderten Nachweis der Kategorie „Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule“ ist das Merkmal „Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss, Abschluss einer 2- oder 3-jährigen Schule des Gesundheitswesens, Abschluss einer Fachakademie oder einer Berufsakademie“ nur in der Summe mit dem Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule mit den Jahren vor 2002 vergleichbar.
Zu beachten ist weiterhin, dass der Mikrozensus ab 2005 als kontinuierliche Erhebung mit gleitender Berichtswoche durchgeführt wird. Daher sind die Ergebnisse des 1. Quartals 2005 mit den Jahresergebnissen früherer Mikrozensen bis 2004 wegen der unterschiedlichen Referenzwochen nur bedingt vergleichbar.
Ab Mikrozensus 2011 EF312=9
Mikrozensus 2005-2010 EF312=6
Mikrozensus 1996-2004 EF290=4
Mikrozensus 1991-1995 EF122=5
Fachhochschulabschluss und Duale Hochschule
"Fachhochschulabschluss (auch Ingenieurschulabschluss) haben Personen, die das Studium an Fachhochschulen abgeschlossen haben. Weiterhin sind hier auch die früheren Ausbildungsgänge an höheren Fachschulen für Sozialwesen, Sozialpädagogik, Wirtschaft usw. und an Polytechniken sowie früheren Ingenieurschulen nachgewiesen."
bis einschließlich 2010 wurde auch der Abschluss einer Berufsakademie zum Fachhochschulabschluss gezählt. Seit 2011 wird der Abschluss an einer Berufsakademie und an einer Fachhochschule separat ausgegeben.
Ab Mikrozensus 2011 EF312=13 (Fachhochschule), EF312=11 (Berufsakademie)
Mikrozensus 2005-2010 EF312=8
Mikrozensus 1996-2004 EF290=5
Mikrozensus 1985-1995 EF122=6
Mikrozensus 1982 und 1976 EF79=5
Mikrozensus 1980 EF160=5
Mikrozensus 1978 EF150=5
Universitätsabschluss (wissenschaftliche Hochschule, auch Kunsthochschule)/Promotion
"Als Universitätsabschluss gelten Staatsexamen an Universitäten, Gesamthochschulen, Fernuniversitäten, technischen Hochschulen und pädagogischen sowie theologischen und Kunst- und Musikhochschulen. Promotion oder Doktorprüfung setzt in der Regel eine andere erste akademische Abschlussprüfung voraus, kann aber auch in einigen Fällen der erste Abschluss sein."
Hochschulabschluss ist ebenfalls gegeben bei Absolventen der früheren Lehrerseminare und Lehrerbildungsanstalten.
Ab Mikrozensus 2011 EF312=14 | EF312=15
Mikrozensus 2005-2010 EF312>=9 & EF312<=10
Mikrozensus 1996-2004 EF290=6
Mikrozensus 1982 und 1976 EF79=6
Mikrozensus 1980 EF160=6
Mikrozensus 1978 EF150=6
Lehrveranstaltungen, allgemeine oder berufliche Weiterbildung
Formen der Weiterbildung sind z. B. Kurse, Seminare, Lehrgänge, Tagungen, Privatunterricht, Studienzirkel, E-Learning-Fortbildungen.
Berufliche Weiterbildungen sind Umschulungen, Lehrgänge oder Kurse für einen beruflichen Aufstieg bzw. für neue berufliche Aufgaben, Fortbildungen ( z. B. Computer, Management, Rhetorik ).
Allgemeine Weiterbildungen haben meist einen privaten Zweck und dienen dem Erwerb oder der Erweiterung eigener Fähigkeiten und Kenntnisse (z. B. Musik, Sport, Erziehung, Gesundheit, Kunst, Politik, Technik, Kochen).
Fragebogen Grundprogramm - Mikrozensus und Arbeitskräftestichprobe der Europäischen Union 2015 (S.43).
Lehrveranstaltungen: "Lehrveranstaltungen können Kurse, Lehrgänge, Seminare, Tagungen, Vorträge, Lernzirkel, Fernunterricht oder Privatunterricht zum Zwecke der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung sein."
Allgemeine Weiterbildung: "Eine allgemeine Weiterbildung ist das Erwerben von Fähigkeiten und Kenntnissen für persönliche, häusliche, soziale oder gesellschaftliche Zwecke sowie für Freizeitaktivitäten."
Lehrveranstaltungen der allgemeinen Weiterbildung: "Beispiele kommen aus Themenbereichen wie Gesundheitsfragen, Haushalt, Erziehung, Familie, Sprachen, Naturwissenschaften, Technik, Umweltschutz/ökologie, Geisteswissenschaften, Geschichte, Literatur, Kunst, Religion und Gesellschaft, Renten-, Steuer-, Versicherungs- und andere Rechtsfragen, Freizeitgestaltung und Sport."
Berufliche Weiterbildung: "Die berufliche Weiterbildung sind Erhalt und Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten, Anpassen der technischen Entwicklung, Einarbeitung in neue berufliche Aufgaben, Möglichkeit eines beruflichen Aufstiegs bzw. Arbeitsplatzwechsels; Anknüpfen an bereits vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten.Die berufliche Weiterbildung umfasst auch die berufliche Umschulung. Der übergang in einen anderen Beruf wird somit ermöglicht, z.B. nach einem Unfall. Auch eine weitere Lehr-/Anlernausbildung kann eine Umschulungsmaßnahme sein."
Lehrveranstaltungen der beruflichen Weiterbildung: "Lehrveranstaltungen der beruflichen Weiterbildung sind Veranstaltungen zu EDV/Informationstechnik, Management, Kooperationstraining, Arbeitstechniken, Gesprächsführung, Verkaufstraining, Sprachkurse, Buchhaltung, Finanzwesen, Technik und Produktion, Sekretariats-/Büroarbeit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz."
Ab Mikrozensus 2005 EF323-EF329
Mikrozensus 1996-2004 EF293-EF302
Mikrozensus 1985-1995 EF125-EF145; 1985 und 1987 zusätzlich: EF153-EF155
Mikrozensus 1982 und 1976 EF67-EF68
Mikrozensus 1980 EF165-EF166
Mikrozensus 1978 EF51-EF52
Ab dem Mikrozensus 2003 sind die Angaben sind nach der Klassifikation von 2003 (HFR 2003) vercodet.
Bis 2000 bezieht sich die Frage zur Hauptfachrichtung nur auf Hochschulabsolventen: Personen, die als beruflichen Ausbildungsabschluss "Fachhochschule" oder "Hochschule" angegeben hatten, wurden auch nach der Hauptfachrichtung des entsprechenden letzten Abschlusses gefragt.
www.gesis.org/missy/files/documents/MZ/hfr03.pdf
Statistisches Bundesamt, 1995: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, S.15
Ab Mikrozensus 2005 EF313, EF328
Mikrozensus 1996-2004 EF291U1 (MZ96); EF307 (MZ2000); EF262 (MZ2003)
Mikrozensus 1982-1995 EF123
Mikrozensus 1980 EFU161U1, EF161U2
"Als (Privat)Haushalt zählt jede zusammen wohnende und eine wirtschaftliche Einheit bildende Personengemeinschaft (Mehrpersonenhaushalte) sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften (Einpersonenhaushalte, zum Beispiel auch Einzeluntermieter). Zum Haushalt können verwandte und familienfremde Personen gehören (zum Beispiel Hauspersonal). Gemeinschaftsunterkünfte gelten nicht als Haushalte, können aber Privathaushalte beherbergen (zum Beispiel den Haushalt des Anstaltsleiters). Haushalte mit mehreren Wohnsitzen (Wohnungen am Haupt- und einem oder mehreren Nebenwohnsitzen) werden mehrfach gezählt. In einem Haushalt können gleichzeitig mehrere Familien/Lebensformen (zum Beispiel ein Ehepaar ohne Kinder sowie eine alleinerziehende Mutter mit Kindern) leben."
„Die Zuordnung der Haushalte nach Haupt- und Nebenwohnsitz erfolgte in den Mikrozensen bis einschließlich 2004 über den Wohnsitz der Haushaltsbezugsperson (siehe Bezugsperson des Haushalts) und ab dem Mikrozensus 2005 über den Haupteinkommensbezieher des Haushalts (siehe Haupteinkommensbezieher des Haushalts). Zu den in Privathaushalten am Hauptwohnsitz (Nebenwohnsitz) lebenden Personen zählen entsprechend alle Haushaltsmitglieder mit Bezugsperson beziehungsweise Haupteinkommensbezieher des Haushalts am Ort der Hauptwohnung (Nebenwohnung). Insofern kann der persönliche Wohnsitz einzelner Mitglieder von Mehrpersonenhaushalten vom Wohnsitz der Einheit „Haushalt“ abweichen.“
Statistisches Bundesamt, 2006: Pressebroschüre „Leben in Deutschland – Haushalte, Familien und Gesundheit, Ergebnisse des Mikrozensus 2005“. Wiesbaden [.pdf] (eig. Hervorhebung).
"Zahl der Haushaltsmitglieder innerhalb eines Haushalts."
Ab Mikrozensus 2005 EF663
Mikrozensus 1996-2004 EF521
Mikrozensus 1985-1995 EF24
Mikrozensus 1973-1982 EF23=1
Bezugsperson des Haushalts / Haupteinkommensbezieher des Haushalts
Ab Mikrozensus 2005 EF31=1 & EF662>=1 & EF662<=4
Mikrozensus 1996-2004 EF507=1
Mikrozensus 1985-1995 EF33=1
"Die Familie im statistischen Sinn umfasst im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gemischtgeschlechtliche) und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen (Zwei-Generationen-Regel): Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder.
Kinder, die noch gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, sowie Kinder, die nicht mehr ledig sind oder mit eine(m)/-r Partner/-in in einer Lebensgemeinschaft leben, werden im Mikrozensus nicht der Herkunftsfamilie zugerechnet, sondern zählen statistisch als eigene Familie beziehungsweise Lebensform.
Nicht zu den Familien zählen im Mikrozensus Paare – Ehepaare und Lebensgemeinschaften – ohne Kinder sowie Alleinstehende. Hierzu gehören alle Frauen und Männer, 1) die noch keine Kinder haben, 2) deren Kinder noch im Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, 3) deren Kinder nicht mehr ledig oder Partner/-in einer Lebensgemeinschaft sind, 4) deren Kinder bereits aus dem elterlichen Haushalt ausgezogen sind sowie Frauen und Männer, 5) die niemals Kinder versorgt haben, also dauerhaft kinderlos waren. Ein Anstieg der Lebensformen ohne Kinder beziehungsweise ein Rückgang der Familien ist daher nicht automatisch mit einer Zunahme von dauerhaft Kinderlosen gleichzusetzen."
Als Familie im Sinne der amtlichen Statistik zählen - in Anlehnung an Empfehlungen der Vereinten Nationen - Ehepaare ohne und mit Kind(er) sowie alleinerziehende ledige, verheiratet getrenntlebende, geschiedene und verwitwete Väter und Mütter, die mit ihren ledigen Kindern im gleichen Haushalt zusammenleben.
In früheren Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes wurden auch verheiratet getrenntlebende, geschiedene und verwitwete Personen ohne Kinder zu den Familien (im Sinne von "Restfamilien") gerechnet und die Daten als "Familien/Alleinstehende ohne Kinder" dargestellt. In den Zeitreihen gilt die neue Familiendefinition auch für die Ergebnisse früherer Erhebungsjahre.
Statistisches Bundesamt 1995: Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S.12
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761>=2 & EF762=1 & EF809>=1 & EF809<=4
Mikrozensus 1996-2004 EF575-EF621, EF509=1
Mikrozensus 1985-1995 EF30=1
Mikrozensus 1973-1982 EF62=1
Familien / Lebensformen mit Migrationshintergrund
"Zu den Familien mit Migrationshintergrund zählen alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein im Haushalt lebender Elternteil Ausländer/in ist oder – vor der zwischenzeitlichen Einbürgerung – war. Der ausländische oder eingebürgerte Elternteil kann zugewandert oder im heutigen Bundesgebiet geboren sein. Ebenfalls dazu gehören diejenigen Familien, bei denen die/der im Haushalt lebende Mutter und/oder Vater nach 1949 als Aussiedler/in oder Spätaussiedler/in in das heutige Bundesgebiet zugewandert ist.
Nicht zu den Familien mit Migrationshintergrund zählen Paare mit Kindern, bei denen beide im Haushalt lebenden Elternteile als Deutsche auf dem heutigen Bundesgebiet geboren wurden. Auch Eltern-Kind-Gemeinschaften mit alleinerziehendem Elternteil, der mit deutscher Staatsangehörigkeit auf dem heutigen Bundesgebiet zur Welt kam, gehören nicht zu den Familien mit Migrationshintergrund…"
Statistisches Bundesamt, 2008: Familienland Deutschland. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 22. Juli 2008 in Berlin. Wiesbaden, S. 37. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2008 EF809>=1 & EF809<=3 & (mig_lf1>=11 & mig_lf1<=43) | (mig_lf2>=11 & mig_lf2<=43)
Bezugsperson der Familie/Lebensform
"Um Familien/Lebensformen statistisch auswerten und darstellen zu können, verwendet der Mikrozensus eine Bezugsperson der Familie/Lebensform. Seit dem Mikrozensus 2005 ist die Bezugsperson bei Ehepaaren der Ehemann, bei nichtehelichen (gemischtgeschlechtlichen) Lebensgemeinschaften der männliche Lebenspartner, bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften der/die ältere Lebenspartner/-in, bei Alleinerziehenden der alleinerziehende Elternteil und bei Alleinstehenden die Person selbst. Bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften gleichaltriger Partner entscheidet die Reihenfolge, in der die Lebenspartner/-innen im Fragebogen eingetragen sind. Bezugsperson dieser Lebensgemeinschaft ist dann der/die Lebenspartner/-in mit der niedrigeren Personennummer. Die Erhebungsmerkmale der Bezugsperson der Familie/Lebensform (z. B. Alter, Geschlecht, Familienstand) werden dann – stellvertretend für die gesamte Einheit „Familie/Lebensform“ – in der Statistik nachgewiesen. Personen unter 15 Jahren sind als Bezugsperson einer Familie/Lebensform ausgeschlossen. In den Mikrozensen 1996 bis einschließlich 2004 war bei Lebensgemeinschaften die Bezugsperson der Familie/Lebensform - abweichend von der o. g. Definition - die Bezugsperson des Haushalts."
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 14f. [.pdf]
Die Bezugsperson der Familie/Lebensform „ war in den Mikrozensen 1996 bis einschließlich 2004 bei Ehepaaren der Ehemann, bei Lebensgemeinschaften (siehe Lebensgemeinschaften) die Bezugsperson des Haushalts (siehe Bezugsperson des Haushalts), bei Alleinerziehenden der allein erziehende Elternteil und bei Alleinstehenden die Person selbst.
Ab Mikrozensus 2005 Bezugsperson in der Familie: EF34=1, Bezugsperson in der Familie/Lebensform (Lebensformenkonzept): EF35=1
Mikrozensus 1996-2004 Bezugsperson der Familie: EF509=1, Bezugsperson der Lebensgemeinschaft: EF514=1
Mikrozensus 1985-1995 EF30
Mikrozensus 1973-1982 EF62
"Unter einer nichtehelichen (gemischtgeschlechtlichen oder gleichgeschlechtlichen) Lebensgemeinschaft wird im Mikrozensus eine Lebenspartnerschaft verstanden, bei der zwei gemischt- oder gleichgeschlechtliche Lebenspartner ohne Trauschein beziehungsweise zwei gleichgeschlechtliche Lebenspartner mit Trauschein oder notarieller Beglaubigung in einem Haushalt zusammen leben und gemeinsam wirtschaften. Bis einschließlich zum Mikrozensus 2005 war es unerheblich, ob die Partnerschaft als eingetragene Lebenspartnerschaft nach dem im Jahr 2001 eingeführten Lebenspartnerschaftsgesetz (LpartG) registriert wurde. Ab dem Jahr 2006 werden im Mikrozensus auch eingetragene Lebenspartnerschaften erfragt. Zur Frage nach einer Lebenspartnerschaft im Haushalt siehe Lebensformenkonzept. "
Statistisches Bundesamt, 2006: Pressebroschüre „Leben in Deutschland – Haushalte, Familien und Gesundheit, Ergebnisse des Mikrozensus 2005“. Wiesbaden [.pdf]
Ab dem Mikrozensus 1996 wird den nicht mit der Haushaltsbezugsperson verwandten (verschwägerten) Haushaltsmitgliedern die Frage nach der Lebenspartnerschaft zur Haushaltsbezugsperson gestellt, die freiwillig zu beantworten ist.
Für den Zeitraum bis 1995 wurde auf der Grundlage von Mikrozensusergebnissen eine Schätzung der nichtehelichen Lebensgemeinschaften vorgenommen, da eine entsprechende unmittelbare Frage nicht im Rahmen des Mikrozensus gestellt wurde.
Statistisches Bundesamt 1998: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Fachserie 1, Reihe 3 Haushalte und Familien 1996 (Ergebnisse des Mikrozensus). Stuttgart: Metzler-Poeschel, S. 11
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & EF762=1 & (EF809=2 | EF809=6)
Mikrozensus 1996-2004 EF515, EF572, EF630
„Grundlage für die Bestimmung einer Lebensform sind soziale Beziehungen zwischen den Mitgliedern eines Haushalts. Eine Lebensform kann aus einer oder mehreren Personen bestehen. Die privaten Lebensformen der Bevölkerung werden im Mikrozensus grundsätzlich entlang zweier „Achsen“ statistisch erfasst: Erstens der Elternschaft und zweitens der Partnerschaft. Entsprechend dieser Systematik zählen zu den Lebensformen der Bevölkerung Paare mit ledigen Kindern und ohne ledige Kinder, allein erziehende Elternteile mit Kindern sowie allein stehende Personen ohne Partner/in und ohne ledige Kinder im Haushalt. Als Haushaltsbefragung konzentriert sich der Mikrozensus auf das Beziehungsgefüge der befragten Menschen in den „eigenen vier Wänden“, also auf einen gemeinsamen Haushalt. Eltern-Kind-Beziehungen, die über Haushaltsgrenzen hinweg bestehen, oder Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung, das so genannte „Living-apart-together“, bleiben daher unberücksichtigt. Lebensformen am Nebenwohnsitz sowie die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften werden aus der Betrachtung ausgeblendet.“
Ab Mikrozensus 2005 EF809
Mikrozensus 1996-2004 EF627
Lebensformenkonzept (Stellung innerhalb der Lebensform)
„Seit 1996 wird im Mikrozensus die Frage nach eine(m)/r Lebenspartner/in im Haushalt gestellt, deren Beantwortung freiwillig ist. Zwischen 1996 und 2004 richtete sie sich an alle nicht mit der Haushaltsbezugsperson (siehe Bezugsperson des Haushalts) verwandten oder verschwägerten Haushaltsmitglieder und lautete: „Sind Sie Lebenspartner(in) der ersten Person?“. 2005 wurde im Mikrozensus erstmals allen mindestens 16-jährigen Haushaltsmitgliedern ohne Ehepartner/in im Haushalt die Frage nach einer Lebenspartnerschaft gestellt. Sie hieß: „Sind Sie Lebenspartner, Lebenspartnerin einer Person dieses Haushalts?“. Damit können ab dem Mikrozensus 2005 erstmals mehrere Lebensgemeinschaften in einem Haushalt erhoben werden. In den Mikrozensen 1996 bis 2004 konnte dagegen jeder Haushalt höchstens eine Lebensgemeinschaft angeben, da die entsprechende Frage ausschließlich auf eine Lebenspartnerschaft mit der Bezugsperson des Haushalts abstellte. Die Frage nach einer Lebenspartnerschaft im Haushalt ist neutral formuliert und lässt bewusst das Geschlecht der Befragten außer Betracht. Damit können auch gleichgeschlechtliche Paare ihre Lebensgemeinschaft angeben. Unerheblich ist, ob die Partnerschaft als eingetragene Lebenspartnerschaft nach dem im Jahr 2001 eingeführten Lebenspartnerschaftsgesetz (LpartG) registriert wurde. Die seit dem Mikrozensus 1996 erhobenen Informationen zu Lebenspartnerschaften ermöglichen das so genannte Lebensformenkonzept. Es ist ab dem Berichtsjahr 2005 der Standard für die Veröffentlichung familienbezogener Ergebnisse aus dem Mikrozensus. Inhaltlich berücksichtigt das Lebensformenkonzept – neben den traditionellen Lebensformen, wie Ehepaaren – insbesondere alternative Lebensformen, wie nichteheliche (gemischtgeschlechtliche) und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften oder Alleinstehende. Grundlage für die Darstellung von Ergebnissen nach dem Lebensformenkonzept ist die so genannte Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz.“
Statistisches Bundesamt, 2016: Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Wiesbaden, S. 16f. [.pdf]
„Alleinerziehende sind Mütter und Väter, die ohne Ehe- oder Lebenspartner/in mit ihren minder- oder volljährigen Kindern (siehe Kinder) in einem Haushalt zusammenleben. Elternteile mit Lebenspartner/in im Haushalt zählen zu den Lebensgemeinschaften (siehe Lebensgemeinschaften) mit Kindern.“
Ledige, verheiratet getrenntlebende, geschiedene und verwitwete Väter und Mütter, die mit ihren minder- oder volljährigen ledigen Kindern zusammenleben. Es ist unerheblich, ob außer dem alleinerziehenden Elternteil und den Kindern noch weitere Personen in dem Haushalt leben (z.B. der Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft).
Statistisches Bundesamt 1998: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Fachserie 1, Reihe 3 Haushalte und Familien 1996 (Ergebnisse des Mikrozensus). Stuttgart: Metzler-Poeschel, S.12
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & EF762=1 & EF809=4
Mikrozensus 1996-2004 EF575=5 | EF575=6 | EF575=8
Mikrozensus 1985-1995 EF29=5 | EF29=6 | EF29=8
Mikrozensus 1973-1982 EF64=5 | EF64=6 | EF64=8
Alleinstehende (Alleinstehende am Hauptwohnsitz)
"Alleinstehende sind Personen, die ohne Ehe- oder Lebenspartner/-in und ohne ledige Kinder in einem Haushalt leben. Unbedeutsam ist hierbei der Familienstand der alleinstehenden Person. So können Alleinstehende als ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene oder verwitwete Personen in Ein- oder Mehrpersonenhaushalten wohnen. Sie können sich den Haushalt mit ausschließlich familienfremden Personen (Nichtverwandten) teilen, beispielsweise in einer Studenten-Wohngemeinschaft oder mit einem befreundeten Ehepaar. Ebenso können sie in einem Haushalt mit (nicht geradlinig beziehungsweise seiten-) verwandten Haushaltsmitgliedern leben, beispielsweise Onkel, Tante, Bruder, Schwester, Cousin oder Cousine. Alleinstehende in Einpersonenhaushalten werden als Alleinlebende bezeichnet."
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & EF809=8
"Alleinlebende sind ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene und verwitwete Personen, die in einem Einpersonenhaushalt leben. Die Alleinlebenden sind eine Untergruppe der Alleinstehenden."
"Als Alleinlebende gelten nach dem Lebensformenkonzept des Mikrozensus alle Personen, die allein in einem Einpersonenhaushalt wohnen. Der Familienstand ist dabei unerheblich. Partnerschaftliche Beziehungen, die über die Grenzen des eigenen Haushalts hinausgehen, können mit dem Mikrozensus nicht erfasst werden. Damit bleiben zum Beispiel Eltern-Kind-Beziehungen, die über die Haushaltsgrenzen hinweg bestehen, oder Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung (sogenannte „Living Apart Together“) unberücksichtigt."
"Die Zahl der Generationen im Haushalt richtet sich nach dem direkten, geradlinigen Abstammungsverhältnis der Haushaltsmitglieder zueinander. Dreigenerationenhaushalte sind zum Beispiel Haushalte, in denen drei in direkter Linie miteinander verwandte Personengruppen leben, zum Beispiel Großeltern, Eltern und Kinder. Haushalte, die nur aus Ehepaaren (ohne Kinder oder Enkel) bestehen, werden als Eingenerationenhaushalte bezeichnet. In Generationenhaushalten können außerdem noch andere verwandte, verschwägerte oder familienfremde Personen außerhalb der Generationenfolge leben.”
Statistisches Bundesamt, 2006: Pressebroschüre "Leben in Deutschland – Haushalte, Familien und Gesundheit, Ergebnisse des Mikrozensus 2005". Wiesbaden [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF725, EF722
Mikrozensus 1996-2004 EF512, EF520, EF542
„Ledige Personen ohne Lebenspartner/in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie (siehe Familien) zusammenleben. Als Kinder gelten im Mikrozensus – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder, sofern die zuvor genannten Voraussetzungen vorliegen. Eine Altersbegrenzung für die Zählung als Kind besteht prinzipiell nicht. Kinder, die noch gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, nicht mehr ledig sind oder mit eine(m)/r Partner/in in einer Lebensgemeinschaft leben, werden nicht der Herkunftsfamilie zugerechnet, sondern zählen statistisch als eigene Familie beziehungsweise Lebensform.“
Ab Mikrozensus 2005 (EF761>=1 & EF761<=2) & (EF763=2 | EF763=4 | EF763=6)
Mikrozensus 1996-2004 EF576-EF585, EF529-EF538, EF631-640
Mikrozensus 1985-1995 EF173-EF180, EF200-EF207
Mikrozensus 1982 EF105-EF110, EF133-EF138
Mikrozensus 1973-1980 EF106-EF111, EF134-EF139
„Zu den Ehepaaren gehören laut Mikrozensus nur verheiratet zusammen lebende Personen. Hält sich ein Ehegatte zum Zeitpunkt der Erhebung zeitweilig oder dauerhaft außerhalb des befragten Haushalts auf und erteilt der befragte Ehegatte für ihn keinerlei Angaben, so gelten die Ehepartner zwar als verheiratet, aber getrennt lebend.“
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & (EF763=1 | EF763=7)
Mikrozensus 1996-2004 EF575, EF627, EF629
Mikrozensus 1985-1995 EF29>=1 & EF29<=2
Mikrozensus 1973-1982 EF64>=1 & EF64<=2
Paare (Paare am Hauptwohnsitz)
„Zu den Paaren zählen im Mikrozensus alle Personen, die in einer Partnerschaft leben und einen gemeinsamen Haushalt führen. Im Einzelnen gehören dazu Ehepaare, nichteheliche (gemischtgeschlechtliche) Lebensgemeinschaften und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (einschl. eingetragener Lebenspartnerschaften).“
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & EF762=1 & ((EF809>=1 & EF809<=3) | (EF809>=5 & EF809<=7))
"Paare ohne Kinder: Zu den Paaren ohne Kinder zählen im Mikrozensus Ehepaare und Lebensgemeinschaften ohne Kinder im befragten Haushalt. Neben noch kinderlosen und dauerhaft kinderlosen Paaren fallen darunter auch Paare, deren Kinder die Herkunftsfamilie bereits verlassen haben, etwa um einen eigenen Hausstand zu gründen. Ferner zählen zu den Paaren ohne Kinder auch solche Paare, deren Kinder noch im gemeinsamen Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, nicht mehr ledig sind oder mit einem/-r Partner/-in in einer Lebensgemeinschaft leben."
Ab Mikrozensus 2005 EF761>=1 & EF761<=2 & EF762=1 & (EF809>=5 & EF809<=7)) & EF770=0
Fragenprogramm (Grund-und Zusatzprogramm)
"Das Frageprogramm des Mikrozensus ist hinsichtlich der in den einzelnen Jahren zu erhebenden Tatbestände und Periodizitäten in § 4 des Mikrozensusgesetzes festgelegt. Im Gegensatz zu dem bis 2004 gültigen Gesetz sind keine Unterstichproben mehr vorgesehen, d.h. der Auswahlsatz liegt für alle Merkmale einheitlich bei 1% der Bevölkerung. Wie schon im Zeitraum 1996 bis 2004 gibt es neben dem jährlichen Grundprogramm eine Reihe von Merkmalen, die nur im Abstand von vier Jahren zu erheben sind (vierjährliche Zusatzprogramme)."
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF6
Mikrozensus 1996-2004 EF738
Ad-hoc Modul (Zusatzerhebung zur Arbeitskräfteerhebung der EU)
"Darüber hinaus werden üblicherweise einer Substichprobe (10%-ige Unterstichprobe der gesamten Mikrozensusstichprobe) im Rahmen einer Zusatzerhebung zur Arbeitskräfteerhebung der EU zusätzliche (freiwillige) Fragen gestellt. Anders als in anderen Jahren wurde im Jahre 2015 jedoch im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung keine solche Zusatzerhebung durchgeführt."
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 4. [.pdf]
"Kennzeichnend für die Erhebungsform des Mikrozensus bis 2004 war das Konzept der festen Berichtswoche, d.h. die meisten Fragen bezogen sich auf die Gegebenheiten in einer einzelnen Berichtswoche im Jahr. In der Regel handelte es sich um die letzte feiertagsfreie Woche im April. Die Mikrozensusergebnisse bis 2004 lieferten somit eine Momentaufnahme der Verhältnisse im Frühjahr und waren – je nach Merkmal mehr oder weniger stark – durch saisonale Schwankungen beeinflusst.
Das neue Mikrozensusgesetz vom 24. Juni 2004 ordnet in § 3 eine unterjährige, kontinuierliche Erhebung an. Bei dieser Erhebungsform wird das gesamte Befragungsvolumen möglichst gleichmäßig auf alle Kalenderwochen des Jahres verteilt, wobei die letzte Woche vor der Befragung die Berichtswoche darstellt (sog. gleitende Berichtswoche). Damit ist es grundsätzlich möglich, den Nutzerinnen und Nutzern des Mikrozensus neben jährlichen auch vierteljährliche Durchschnittsergebnisse – also ein deutlich größeres und aktuelleres Informationsangebot mit höherem Aussagegehalt – zur Verfügung zu stellen. Bei den hier vorliegenden Ergebnissen des Mikrozensus handelt es sich somit um echte Jahresdurchschnitte."
Ab Mikrozensus 2005 EF12 (Berichtsquartal)
Gebäudegrößenklasse (Gebäudeschicht)
„Als Baustein für die Bildung der Auswahlbezirke wurden ganze Gebäude oder – bei größeren Gebäuden – Gebäudeteile verwendet. Die Gebäude wurden dabei nach der Zahl ihrer Wohnungen in drei Größenklassen bzw. Schichten eingeteilt: Zur ersten Schicht gehören die kleineren Gebäude mit 1 bis 4 Wohnungen. Sie wurden zu Auswahlbezirken mit dem Richtwert 12 Wohnungen zusammengefasst, in der Reihenfolge der Hausnummern innerhalb der Straße, falls erforderlich auch straßenübergreifend. In die zweite Schicht fallen die mittleren Gebäude mit 5 bis 10 Wohnungen. Diese Gebäude bilden jeweils eigene Auswahlbezirke. Die Gebäude der dritten Schicht mit 11 und mehr Wohnungen wurden in Auswahlbezirke mit der Richtgröße 6 Wohnungen zerlegt. Je Gebäudegrößenklassenschicht wurden also unterschiedliche Auswahlbezirksgrößen realisiert. Über die Schichten hinweg ergab sich ein Durchschnittswert von rund 9 Wohnungen. In einer weiteren Schicht 4, einer Sonderschicht, wurde die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften in Auswahleinheiten mit der Richtgröße 15 Personen unterteilt.
Diese fachlichen Schichten werden durch eine weitere Schicht zur Aktualisierung der Grundauswahl ergänzt. Die jährliche Aktualisierung der Auswahl erfolgt über die Meldungen zur Bautätigkeitsstatistik. Die dort gemeldeten Neubauten werden in die bereits erwähnten Größenklassen eingeteilt. Gegenüber der Auswahl auf der Basis der Volkszählung 1987 ergeben sich folgende Modifikationen: Die Gebäudegrößenklasse wird in der Neubauauswahl nicht zur Schichtung der Auswahl sondern lediglich zur Bildung der Auswahlbezirke herangezogen; die dritte Gebäudegrößenklasse beginnt dabei bereits ab 9 Wohnungen pro Gebäude. Die Zugehörigkeit eines Gebäudes zur Anstaltssonderschicht kann der Meldung direkt entnommen werden. Schließlich haben die Auswahlbezirke, die aus den Gebäuden mit 1 bis 4 Wohnungen gebildet werden, als Richtwert 6 statt 12 Wohnungen. Damit sind die neuen Auswahlbezirke aus allen Gebäudeklassen annähernd gleich groß. Pro regionaler Schicht werden sie in nur einer fachlichen Schicht ("Neubauschicht") zusammengefasst.“
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 5f. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF570
Mikrozensus 1996-2004 EF712
Auskunft (Selbstauskunft / Proxy-Auskunft)
"Die Befragung wird dezentral von den Statistischen Landesämtern mit Hilfe von Interviewern/-innen durchgeführt. Die Interviewer/-innen gehen mit Laptops ausgestattet in die Haushalte (CAPI – Computer Assisted Personal Interviewing). Die Haushaltsmitglieder haben auch die Möglichkeit, selbst einen Fragebogen auszufüllen (schriftliche Befragung) oder sich von den Mitarbeitern/-innen der Statistischen Landesämter telefonisch befragen zu lassen. Die Beantwortung unterliegt weitgehend der Auskunftspflicht. Nur für wenige Merkmale hat der Gesetzgeber die freiwillige Auskunftserteilung angeordnet. Merkmale, die ausschließlich Merkmale der EU-Arbeitskräfteerhebung darstellen, sind stets mit freiwilliger Auskunftserteilung verbunden. Im Rahmen des Mikrozensus sind so genannte Proxy-Interviews zulässig, d. h. ein erwachsenes Haushaltsmitglied darf stellvertretend für andere Haushaltsmitglieder antworten. Fremdauskünfte lagen [zum Beispiel, Anm. d. Verf.] [.pdf]
2015 für 26 % der Personen ab 15 Jahren vor."
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 6. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF17
Mikrozensus 1996-2004 EF51
„Die Interviews werden als face-to-face-Befragung mit Hilfe eines Laptops (CAPI) durchgeführt. Die Interviewer leiten die Daten der erfolgreich durchgeführten Interviews an die Statistischen Landesämter weiter. Die Haushalte haben auch die Möglichkeit, den Fragebogen selbst auszufüllen und auf postalischem Weg an das jeweilige Statistische Landesamt zurückzusenden. Von den Interviewern mehrfach nicht angetroffene Haushalte werden direkt von den Statistischen Landesämtern angeschrieben und in die schriftliche Befragung einbezogen.“
"Die Interviews werden überwiegend (71,7 %) persönlich mit einem Laptop (CAPI) durchgeführt. Die Interviewer/-innen leiten die Befragungsergebnisse an die Statistischen Landesämter weiter. Die Haushalte haben auch die Möglichkeit, den Fragebogen selbst auszufüllen und auf postalischem Weg an das jeweilige Statistische Landesamt zurückzusenden. Von den Interviewern/-innen mehrfach nicht angetroffene Haushalte werden direkt von den Statistischen Landesämtern angeschrieben und in die schriftliche Befragung einbezogen. Insgesamt nahmen 2015 25,4 % der Befragten an der schriftlichen Befragung teil. In geringem Umfang (unter 3 %) führen die Statistischen Landesämter auch Telefoninterviews durch, dies allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch des zu befragenden Haushalts."
Statistisches Bundesamt, 2007: Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.
[Computergestützte Befragungen finden seit den 1990er Jahren statt; seit dem Mikrozensus 2005 wird CAPI flächendeckend eingesetzt. Seit 2005 werden in geringem Umfang auch Telefoninterviews durchgeführt (2008: 3%)
Aufgrund von Problemen in den Originaldaten ist im Scientific Use File Mikrozensus 2005 keine Information zum Erhebungsinstrument enthalten.
Ab Mikrozensus 2005 EF7
Mikrozensus 1996-2004 EF9
Auswahlbezirk
"Der Stichprobenumfang beträgt 1 % der Auswahleinheiten. Auswahleinheiten sind Klumpen bzw. künstlich abgegrenzte Flächen (Auswahlbezirke), die sich aus ganzen Gebäuden oder Gebäudeteilen zusammensetzen. Die Bildung der Auswahlbezirke steht in einem engen Zusammenhang mit der Schichtung. Alle Personen bzw. Haushalte in einem Auswahlbezirk sind als Erhebungseinheiten zu erfassen."
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]
Ab Mikrozensus 2005 EF3
Mikrozensus 1996-2004 EF3
Mikrozensus 1985-1987 EF12
"Die Hochrechnung des Mikrozensus erfolgt in zwei Schritten:
Mit dem Ziel, die bei Stichproben unvermeidlichen stichprobenbedingten und nicht stichprobenbedingten Fehler auszugleichen, wird in einem ersten Schritt ein Ausgleich der bekannten Ausfälle vorgenommen (Kompensation). Dies geschieht durch Berechnung von Kompensationsfaktoren anhand von Informationen über die Haushalte, die nicht geantwortet haben.
In einer zweiten Stufe werden die mit dem Kompensationsfaktor gewichteten Stichprobenverteilungen ausgewählter Hilfsvariablen an Eckwerte aus der Laufenden Bevölkerungsfortschreibung (LBF) angepasst. Der Hochrechnungsrahmen beinhaltet drei Altersklassen (unter 15 Jahre, 15 bis 44 Jahre, 45 Jahre und älter) und vier Staatsangehörigkeiten bzw. Staatsangehörigkeitsgruppen (deutsch, türkisch, EU-25 und nicht EU-25), jeweils differenziert nach dem Geschlecht. Das Ausländerzentralregister liefert die Strukturen (Anteile) für die aus der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ermittelten nicht deutschen Bevölkerung.
Die Anpassung des Hochrechnungsrahmens erfolgt quartalsweise auf unterschiedlichen regionalen Ebenen (Bundesland, Regierungsbezirk, regionale Anpassungsschicht). Um zu schwach besetzte Anpassungsklassen zu vermeiden, werden die Kompensations- und Hochrechnungsfaktoren durch ein Kalibrierungsverfahren (Generalized Regression Estimation) berechnet. Damit ist eine Anpassung an getrennte Randverteilungen möglich. Die so ermittelten Gewichte werden für Auswertungen zu allen Merkmalsbereichen mit Ausnahme der Fragen zur Behinderung und Wohnsituation verwendet. (...) Die Hochrechnungsfaktoren für die Jahresergebnisse stellen das arithmetische Mittel der jeweiligen Quartalsfaktoren dar."
"Mit zunehmender zeitlicher Entfernung der laufenden Bevölkerungsfortschreibung (LBF) von der alten Fortschreibungsbasis (Volkszählung 1987 bzw. Bevölkerungsregister „Statistik“) war davon auszugehen, dass die Eckwerte der LBF immer weniger den "wahren" Werten in der Grundgesamtheit entsprachen. Mit den Ergebnissen des Zensus 2011 liegt eine neue Fortschreibungsbasis vor. Ab der Veröffentlichung der Jahresergebnisse für den Mikrozensus 2013 werden Bevölkerungseckwerte auf dieser Basis für die Hochrechnung genutzt. Um Vergleiche zu den Vorjahresergebnissen zu ermöglichen, wurden auch die Hochrechnungsfaktoren für die Ergebnisse der Jahre 2011 und 2012 neu berechnet."
Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 6f. [.pdf]
Afentakis, Anja & Wolf Bihler, 2005: Das Hochrechnungsverfahren beim unterjährigen Mikrozensus ab 2005. Wirtschaft und Statistik (10): 1039-1048. [.pdf]
Schimpl-Neimanns, Bernhard, 2011: Schätzung des Stichprobenfehlers in Mikrozensus Scientific Use Files ab 2005. AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv 5 (1): 19-38. [link] [link]
Seit 2005 liegen für alle Personen eines Haushalts gleiche Hochrechnungsfaktoren vor. Aufgrund der Änderungen des Hochrechnungsverfahrens (u.a. neue Anpassungsklassen und Eckwerte) sowie der Umstellung auf Unterjährigkeit ist die Vergleichbarkeit zu Ergebnissen bis einschließlich 2004 eingeschränkt. Zur Schätzung des Stichprobenfehlers mit Scientific Use Files des Mikrozensus 1996 – 2004 siehe hier.
Zur Hochrechnung der sogenannten AKE-Strukturvariablen (EF118, EF177, EF178, EF179) und des Ad-hoc-Moduls wird ab 2008 ein weitgehend zum oben für den Mikrozensus ab 2005 beschriebenes analoges Hochrechnungsverfahren angewendet. Für die AKE-Strukturvariablen beinhaltet der Hochrechnungsrahmen die Merkmale Erwerbstyp (Erwerbstätige, Erwerbslose, Nichterwerbspersonen) Geschlecht und Altersklassen (<15, 15-24, ..., 45-54, 55+). Die Anpassung erfolgt an getrennte Randverteilungen hochgerechneter Stichprobenwerte des Mikrozensus (Eckwerte) auf den regionalen Ebenen Bund (Erwerbstyp * Geschlecht * Altersklassen) und Bundesländer (Erwerbstyp * Geschlecht; Altersklassen). Für die Merkmale des Ad-hoc-Moduls werden im ersten Schritt neben den Kompensationsfaktoren (s. o.) zusätzlich Antwortwahrscheinlichkeiten des Ad-hoc-Moduls geschätzt. Als erklärende Merkmale des Unit-Nonresponse wurden beispielsweise 2008 die Erhebungsmethode (CATI, CAPI vs. schriftliche Auskunft) und vier Staatsangehörigkeitengruppen (s. o.) des Haupteinkommensbeziehers im Haushalt eingesetzt. Das bei der Anpassung verwendete Verfahren entspricht dem für die AKE-Strukturvariablen, wobei ergänzend für Ost- (ohne Berlin) und Westdeutschland (inkl. Berlin) an Eckwerte nach Staatsangehörigkeitengruppen angepasst wird.
Im Unterschied zu den Scientific Use Files bis 2005 enthält das SUF 2006 die bereits mit dem Kehrwert der Auswahlwahrscheinlichkeit der Substichprobe (100/70) multiplizierten Hochrechnungsvariablen des Mikrozensus-Originalfiles für Quartals- und Jahresauswertungen des Grundprogramms (EF951 bzw. EF952) und Jahresauswertungen des Ad-hoc-Moduls (EF955; ab 2008: EF956) und der AKE-Strukturvariablen (ab 2008: EF955) sowie des Zusatzprogramms zur Wohnsituation (EF960). Die Hochrechnungsfaktoren rechnen auf 1.000 der Population hoch. Bei der Hochrechnung der Ergebnisse der Zusatzerhebung zur Wohnsituation (EF960) werden die mit dem Kompensationsfaktor gewichteten Stichprobenverteilungen ausgewählter Hilfsvariablen an Eckwerte aus der laufenden Wohnungsfortschreibung angepasst. Die jeweils letzten Gebäude- und Wohnungszählungen, die kontinuierlich anhand der Bautätigkeitsstatistik fortgeschrieben werden, bilden die Basis für die laufende Wohnungsfortschreibung. Abweichend vom oben dargestellten Verfahren erfolgt dies nicht quartalsweise, sondern nur für Jahresergebnisse.
Frühere Mikrozensen
Deininger, Rolf, 1960: 3. Repräsentativstatistik der Bevölkerung und des Erwerbslebens (Mikrozensus), S. 135-175 in: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Stichproben in der amtlichen Statistik. Stuttgart: Kohlhammer.
Statistisches Bundesamt, o. J. : IV. Stichprobenplan des Mikrozensus und Genauigkeit der Ergebnisse. In: Statistisches Bundesamt (1999): Arbeitsunterlagen zum Mikrozensus. Das Erhebungsprogramm des Mikrozensus seit 1957. Wiesbaden (Loseblattsammlung).
Statistisches Bundesamt, 1967: Bevölkerung und Kultur, Reihe 6 Erwerbstätigkeit, I. Entwicklung der Erwerbstätigkeit, Ergebnisse des Mikrozensus, April 1964. Stuttgart: Kohlhammer. [S. 8-26 Abschnitt B, Stichprobenplan des Mikrozensus; S. 27-34 Abschnitt C, Fehlerrechnung zur 1%-Mikrozensusstichprobe].
Krug, Walter & Nourney, Martin, 1987: Wirtschafts- und Sozialstatistik. Gewinnung von Daten. München, Wien: Oldenbourg, 2., erw. Aufl.
Nourney, Martin, 1973: Stichprobenplan des Mikrozensus ab 1972. Wirtschaft und Statistik (11): 631-638.
Heidenreich, Hans-Joachim, 1994: Hochrechnung des Mikrozensus ab 1990. S. 112-123 in: Siegfried Gabler, Jürgen H.P. Hoffmeyer-Zlotnik, Dagmar Krebs (Hrsg.): Gewichtung in der Umfragepraxis. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Meyer, Kurt, 1994: Zum Auswahlplan des Mikrozensus ab 1990. S. 106-111 in: Gabler, Siegfried, Jürgen H.P. Hoffmeyer-Zlotnik und Dagmar Krebs (Hg.): Gewichtung in der Umfragepraxis. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Ab Mikrozensus 2005 Standardhochrechnungsfaktor Quartal (in 1000) EF951
Standardhochrechnungsfaktor Jahr (in 1000) EF952
Hochrechnungsfaktor Ad-hoc-Substichprobe und AKE-Strukturvariablen Jahr (in 1000) [bis 2007] EF955
Hochrechnungsfaktor Ad-hoc-Substichprobe Jahr (in 1000) [2008] EF956
Hochrechnungsfaktor AKE-Strukturvariablen jahr (in 1000) [2008] EF955
Hochrechnungsfaktor Wohnsituation: Jahr (in 1000) [2006] EF960
Hochrechnungsfaktor Personen mit Behinderung: Jahr (in1000) [2009] EF957
Mikrozensus 1996-2004 Personen-Hochrechnungsfaktor in der regionalen Anpassungsschicht EF750
Haushalts-/Familien-Hochrechnungsfaktor EF751
Hochrechnungsfaktor f. disprop. 0, 45%-Unterstichprobe (Personenfaktor) EF755
Mikrozensus 1989-1995 Hochrechnungsfaktor (Haushalts-, Familienfaktor in der regionalen Anpassungsschicht) EF254, EF257U4
Bis Mikrozensus 1989
Die Hochrechnung erfolgt durch Fallauswahl (Filterung) unter Verwendung der Merkmale zum Doppeln und Streichen (EF38, EF76) sowie durch Multiplikation mit den Kehrwerten der Auswahlsätze des Mikrozensus (1%) und der Substichprobe (70%).
Die Merkmale zum Doppeln und Streichen sind:
a) EF76 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1973 bis 1982]
EF4 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1980]
EF252 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1985, 1987]
b) EF38 2. Erwerbstätigkeit (Duplikat) [MZ 1973 bis 1982]
Die Hochrechnung erfolgt z.B. im Mikrozensus 1973 wie folgt:
select if (EF76=1 | EF76=3 | EF76=0) & (EF38=1 | EF38=0)
compute gewicht = 100/70
weight by gewicht
Jahresüberhang (aus dem Vorjahr)
Es kommt vor, dass auskunftspflichtige Personen im Befragungsjahr nicht mehr anzutreffen sind, so dass die Befragung des entsprechenden Jahres erst im Folgejahr stattfindet. Deshalb wird ab dem Mikrozensus 2006 differenziert, ob es sich bei den Haushalten um Haushalte aus dem Jahresüberhang (die erst im Folgejahr interviewt werden konnten) handelt oder nicht. Ist dies der Fall, wird ab 2012 zusätzlich unterschieden, ob die Erhebung mit dem Frageprogramm des Vorjahres oder dem Frageprogramm des aktuellen Jahres durchgeführt wurde. Entsprechend kann es vorkommen, dass bei neu eingeführten Fragen erhebungsbedingt für das aktuelle Jahr keine Angaben vorliegen.
Seit Mikrozensus 2006: EF5b Jahresüberhang aus dem Vorjahr
Last update of this page 18/04/2018

References: Art. 116
 Art. 116
 § 7
 § 8
 § 16
 § 4
 § 3