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Timestamp: 2019-01-20 19:20:55+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein SpSchachtNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Spülflächen Schachtholm" vom 17. Januar 1995 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Spülflächen...
juris-Abkürzung: SpSchachtNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1995, 92
Gliederungs-Nr: 791-4-161
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Spülflächen Schachtholm"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Spülflächen Schachtholm" vom 17. Januar 1995 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 2 sowie § 8:
(1) Teile der ehemaligen Spülflächen Schachtholm in der Gemeinde Hörsten, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ausgenommen sind die Flächen des Flugplatzes Schachtholm, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Spülflächen Schachtholm" unter Nummer 171 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 121 ha groß und umfaßt die Flurstücke 44, 46, 47 und 48 der Flur 3 in der Gemarkung Hörsten. Es gliedert sich in zwei Teilflächen. Diese werden wie folgt begrenzt:
Nördliche Teilfläche:
im Norden und Osten durch die Randverwallung des ehemaligen Spülfeldes;
im Süden und Westen durch die zum Flugplatz Schachtholm gehörenden Flächen.
Südliche Teilfläche:
im Norden durch die zum Flugplatz Schachtholm gehörenden Flächen;
im Osten, Süden und Westen durch die Randverwallung des ehemaligen Spülfeldes.
Amtsvorsteher des Amtes Jevenstedt, 24808 Jevenstedt,
(1) Das im Naturraum Eider-Treene-Niederung gelegene Naturschutzgebiet besteht aus ehemaligen Spülfeldern, die beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals entstanden sind, mit ausgedehnten Trockenrasen-, Niedermoor-, Wald- und Gebüschbiotopen sowie zwei Kleingewässern.
die kleinteilige Relief- und Bodensituation des Gebietes mit den natürlichen Veränderungen und standörtlichen Wechselwirkungen,
die Trocken- und Feuchtbiotope in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Entwicklungsmöglichkeiten für daran gebundene vielfältige Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaften und
die ungestörte Eigenentwicklung der Anflug-Gehölzbestände und der übrigen Sekundärbiotop-Flächen
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen; insbesondere auf der nördlichen Teilfläche haben die natürlichen Entwicklungsabläufe Vorrang;
geschlossene Hochsitze oder Jagdhütten zu errichten,
die ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Nutzung des auf dem Flurstück 46 der Flur 3 in der Gemarkung Hörsten befindlichen, in der Abgrenzungskarte dargestellten Gewässers unter Beachtung der Bestimmungen des § 15a des Landesnaturschutzgesetzes; Besatzmaßnahmen dürfen nur mit Zustimmung des Fischereiamtes im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege durchgeführt werden;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung des dem Naturschutzgebiet unmittelbar benachbarten, genehmigten Verkehrslandeplatzes Schachtholm einschließlich der erforderlichen und genehmigten Maßnahmen zur Anpassung an geltendes Luftverkehrsrecht, soweit hiervon Störungen auf das Naturschutzgebiet ausgehen können;
(1) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12, 13, 15 und 18 Ausnahmen zulassen, wenn die danach zulässigen Handlungen nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können. Sie ist auch zuständig für die Erteilung von Befreiungen nach § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes und kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b) in Verbindung mit § 4 Abs. 1 Nr. 5 zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.

References: § 17
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 15
 § 4
 § 54
 § 5
 § 4