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Timestamp: 2018-02-20 00:07:27+00:00

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Copyright : Altersdiskriminierung im Versicherungsprivatrecht?
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Altersdiskriminierung im Versicherungsprivatrecht?
Über die Berücksichtigung des Alters als Risikomerkmal in der Privatversicherung
Joachim Frhr. von Wrangel
Die Entscheidung des EuGH zu den Unisex-Tarifen im Versicherungsprivatrecht im März 2011 hat für viel Aufsehen gesorgt. Das Buch behandelt unter dem Blickwinkel des EuGH-Urteils das Risiko- und Diskriminierungsmerkmal «Alter» im deutschen Recht. Dabei spielen die europäischen Diskriminierungsrichtlinien und deren deutsche Umsetzung in § 20 AGG eine zentrale Rolle. Der Autor stellt die Frage, ob die derzeitige Fassung von § 20 Abs. 2 Satz 2 AGG mit europäischem Recht vereinbar ist. Er untersucht, ob mit einem dem Unisex-Urteil ähnlichen Urteil des EuGH hinsichtlich des Merkmals «Alter» zu rechnen und damit der Weg für Uniage-Tarife vorprogrammiert ist. Hierbei betrachtet er verschiedene Privatversicherungen und kommt zu einem innovativen Ergebnis.
9783653957808
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-06775-0
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 250 S.
D 700 ISSN 0531-7312 ISBN 978-3-631-67493-2 (Print) E-ISBN 978-3-653-06775-0 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-06775-0
§ 1 Einleitung, Gegenstand der Untersuchung
§ 2 Das Diskriminierungsmerkmal Alter
B. Das Diskriminierungsmerkmal Alter im Europarecht
I. Die politische Dimension
II. Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union
1. Art. 19 AEUV
b) Rechtsnatur von Art. 19 Abs. 1 AEUV
c) Ausgestaltung der Kompetenznorm
d) Anwendungsbereich von Art. 19 Abs. 1 AEUV
2. Art. 10 AEUV
III. Europäische Grundrechte-Charta
2. Rechtliche Einordnung der Grundrechte-Charta
3. Art. 21 Abs. 1 GRCh
a) Systematik und Wortlaut
b) Regelungsinhalt
i. Subjektives Recht
4. Art. 25 GRCh
IV. Richtlinie 2000/78/EG
V. Rechtsprechung des EuGH
1. Rechtssache „Mangold“
2. Weitere Entscheidungen
VI. Verhältnis der GRCh zur Rechtsprechung des EuGH
C. Das Diskriminierungsmerkmal Alter im nationalen Recht
I. Kodifiziertes Recht
2. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
3. Sonstiges einfaches Bundesrecht
II. Rechtsprechung der deutschen Gerichtsbarkeit
D. Das Diskriminierungsmerkmal Alter in völkerrechtlichen Verträgen
§ 3 Rechtsphilosophische Grundlagen des Diskriminierungsrechts
A. Der Begriff der Diskriminierung
I. Semantischer Ursprung des Begriffs
II. Umgangssprachliche Verwendung des Begriffs
III. Juristische Verwendung des Begriffs
B. Der Begriff der Gleichheit
II. Gleichheit und Menschenwürde
III. Gleichheit und Freiheit
IV. Gleichheit und Gerechtigkeit
C. Rechtsphilosophische Grundlagen des Begriffs Diskriminierung
1. Von Protagoras bis Aristoteles
2. Übertragung des aristotelischen Gleichheitskonzepts auf die Thematik der Arbeit
II. Naturrecht
1. Vom stoischen zum rationalistischen Naturrecht
2. Übertragung der naturrechtlichen Ansichten auf die Thematik der Arbeit
III. Immanuel Kant
1. Widerlegung der naturrechtlichen Ansätze
3. Übertragung des kategorischen Imperativs auf die Thematik der Arbeit
D. Ansichten der neueren Philosophie
I. John Rawls
1. Theorie der Gerechtigkeit
2. Übertragung der Theorie der Gerechtigkeit auf die Thematik der Arbeit
II. Ronald Dworkin
1. Inselsituation als Gedankenexperiment
2. Übertragung der Inselsituation auf die Thematik der Arbeit
III. Ernst Tugendhat
1. Differenzierung nach primärer und sekundärer Diskriminierung
2. Übertragung des Differenzierungsmodells auf die Thematik der Arbeit
IV. Prinzip eines Non-Egalitarismus
1. Etablierung eines absoluten Verteilungsmaßstabes
2. Übertragung des Non-Egalitarismus auf die Thematik der Arbeit
§ 4 Privatversicherungen
B. Die (Brutto-)Prämie
I. Segmente bzw. Kostenanteile der Prämie
C. Die allgemeine Prämienberechnung
II. Individuelle Berechnung bei Privatversicherungen
1. Verwendung von Risiko- und Diskriminierungsmerkmalen
2. Individuelles Äquivalenzprinzip
III. Berechnung der Prämiensegmente
1. Nettorisikoprämie
3. Verwaltungskostenbeitrag
4. Gewinnmarge
IV. Risikomerkmale
1. Bestimmung der Risikomerkmale
2. Relatives Verhältnis der Risikomerkmale zueinander
3. Einteilung in Risikogruppen
D. Ausgewählte Beispiele
I. Kfz-Haftpflichtversicherung
2. Prämienberechnung
II. Berufsunfähigkeitsversicherung
III. Private Unfallversicherung
IV. Private Krankenversicherung
V. Lebensversicherung
§ 5 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
A. Historische Grundlagen
B. Kompetenztitel
C. Europäische Vorgaben
I. Richtlinie 2000/43/EG
III. Richtlinie 2002/73/EG
IV. Richtlinie 2004/113/EG
D. Umsetzung
II. Deutsche Umsetzung der zivilrechtlichen Vorgaben
1. Vorgaben der Antirassismus-RL
2. Vorgaben der Gender-RL
3. Überschießende Umsetzung
§ 6 Das AGG im Hinblick auf Privatversicherungen
A. § 2 Abs. 1 Nr. 8 AGG
B. § 19 AGG
II. Erfasste Schuldverhältnisse
1. § 19 Abs. 1 Nr. 1 AGG
2. § 19 Abs. 1 Nr. 2 AGG
III. Erfasste Vertragsstadien
C. § 20 AGG
II. § 20 Abs. 1 AGG
III. § 20 Abs. 2 AGG
1. Ursprüngliche Konzeption
2. § 20 Abs. 2 S. 1 AGG a.F.
3. § 20 Abs. 2 S. 3 AGG a.F. bzw. § 20 Abs. 2 S. 2 AGG
4. Vergleichbarkeit von § 20 Abs. 2 S. 1 AGG a.F. mit § 20 Abs. 2 S. 2 AGG
b) Kalkulatorische Grundlagen
c) Maßgeblichkeit des Diskriminierungsmerkmals
5. Stufenmodell
IV. Urteil des EuGH in der Rechtssache „Test-Achats“
2. Dogmatische Folgerungen
3. Rechtsfolgen und Auswirkungen
4. Rückgriff auf § 20 Abs. 1 AGG?
§ 7 Vorschlag für eine neue Gleichbehandlungsrichtlinie
C. Bereits erfolgte Umsetzung?
I. Umsetzung auf Tatbestandsebene
II. Umsetzung auf Rechtfertigungsebene
2. Kalkulatorische Grundlagen
3. Maßgeblichkeit des Diskriminierungsmerkmals
D. Vergleich mit der Gender-RL
I. Vorabüberlegungen
II. Vergleichbarkeit von Art. 2 Abs. 7 RL-Vorschlag mit Art. 5 Abs. 2 S. 1 Gender-RL
1. Vergleichbarkeit der jeweiligen Grundregel
2. Vergleichbarkeit der jeweiligen Ausnahmeregelung
a) „proportionale Unterschiede“ – „verhältnismäßige Ungleichbehandlungen“
b) „bei Prämien und Leistungen“ – „bei der Bereitstellung von Finanzdienstleistungen“
c) „bestimmender Faktor“ – „zentraler Faktor“
III. Übertragbarkeit der EuGH-Rechtsprechung
§ 8 Vereinbarkeit von § 20 Abs. 2 S. 2 AGG mit höherrangigem Recht
I. Vereinbarkeit mit der GRCh
1. Art. 51 GRCh
a) Gesetzesintention
c) Bindung der Mitgliedstaaten an die Unionsgrundrechte bei der Umsetzung von Richtlinien
(1) Restriktive Ansicht
(3) Umfassende Ansicht
(1) Bundesverfassungsgericht
(a) Rechtssache „Cinéthèque“
(b) Rechtssache „Wachauf“
(c) Rechtssache „Saldanha und MTS“
(d) Rechtssache „Parlament/ Rat“
(e) Rechtssache „Bartsch“
(f) Rechtssache „Kücükdeveci“
d) Übertragung der Ansichten auf § 20 Abs. 2 S. 2 AGG
i. Übertragung der in der Rechtssache „Parlament/ Rat“ enthaltenen Aussagen
(1) Definition des BVerfG
(2) Mindestvorgaben als Ermessensspielraum?
(a) Wortlaut der Richtlinien
(b) Historischer Kontext im Zusammenhang mit der Implementierung
(3) Generelle Möglichkeit eines Handelns innerhalb einer Richtlinie bei überschießender Umsetzung
(a) Rechtssachen „IP“ und „Deponiezweckverband Eiterköpfe“
(4) Entgegenstehen der Rechtsprechung des BVerfG?
ii. Übertragung der in der Rechtssache „Bartsch“ enthaltenen Aussagen
(1) Enges Verständnis
(2) Weites Verständnis
(a) Rechtssache „Åkerberg Fransson“
(b) Literatur zur Rechtssache „Åkerberg Fransson“
2. Art. 21 Abs. 1 GRCh
i. Schlussanträge der Generalanwältin in der Rechtssache „Test-Achats“
ii. Würdigung der Aussagen der Generalanwältin
(1) Grundannahme
(2) Wechselseitiger Ausschluss der Diskriminierung
(3) Konflikt mit Privatautonomie
i. Anwendbarkeit des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit
ii. Verhältnismäßigkeitsprüfung
(b) Verwirklichung von Differenzierungsfreiheit
(c) Stärkung des individuellen Äquivalenzprinzips als genereller Gerechtigkeitsaspekt
(a) Altersstufen als milderes Mittel
(b) Erfahrung als milderes Mittel
(i) Kfz-Haftplichtversicherung
(ii) Verwendung des Merkmals Alter als Indiz für weitere gefahrerhöhende Ursachen
(iii) Übertragbarkeit auf die Personenversicherungen
(a) Erlebensfallversicherungen
(i) Grundlagen
(ii) Güterabwägung
(b) Übrige Personenversicherungen
(i) Verwirklichung des legitimen Ziels durch verstärkte Gewichtung anderer Risikomerkmale
(ii) Verwendung des Alters als Konterkarierung zum legitimen Ziel
(iii) Unternehmerische Freiheit als höherwertiges Grundrecht?
(c) Mögliche Inkonsistenz der Abwägungsergebnisse
(ii) Heranziehung der Gender-RL als Vergleichsmaßstab
(iii) Die Wirkung der Diskriminierung im Rahmen der Gender-RL
(iv) Beurteilung einer möglichen Inkonsistenz
(v) Auswirkungen aufgrund des EuGH-Urteils in der Rechtssache „Test-Achats“?
II. Vereinbarkeit mit den Antidiskriminierungsrichtlinien
III. Vereinbarkeit mit der EuGH-Rechtsprechung
1. Übertragbarkeit der Rechtsprechung?
B. Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz
I. Grundgesetz als Prüfungsmaßstab
1. Trennungsthese des BVerfG
2. These der Parallelgeltung
II. Verhältnis der Grundrechtsregime zueinander
III. Vereinbarkeit mit der Privatautonomie
§ 9 Rechtsfolgen
A. Verfahren vor dem EuGH
I. Nichtigkeitsklage gemäß Art. 263 AEUV
II. Vorabentscheidung gemäß Art. 267 AEUV
B. Unvereinbarkeit mit Unionsrecht
I. Ungültigkeit bzw. Nichtigkeit oder Unanwendbarkeit?
II. Abtrennbarkeit des unwirksamen Teils
III. Bindungswirkung
C. Zeitpunkt der Unanwendbarkeit
D. Künftige Regelungen
§ 10 Gesamtergebnis

References: EuGH 
 § 20
 § 20
 EuGH 

§ 1

§ 2
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 10
 Art. 21
 Art. 25
 EuGH

 EuGH

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6
 § 2
 § 19
 § 19
 § 19
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 EuGH 
 § 20

§ 7
 Art. 2
 Art. 5

§ 8
 § 20
 Art. 51
 § 20
 Art. 21

§ 9
 EuGH

 Art. 263
 Art. 267

§ 10