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Timestamp: 2019-10-22 17:46:34+00:00

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BAG, 23.01.2001 - 1 ABR 36/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,2948
BAG, 23.01.2001 - 1 ABR 36/00 (https://dejure.org/2001,2948)
BAG, Entscheidung vom 23.01.2001 - 1 ABR 36/00 (https://dejure.org/2001,2948)
BAG, Entscheidung vom 23. Januar 2001 - 1 ABR 36/00 (https://dejure.org/2001,2948)
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Mitbestimmung - Dienstplangestaltung - Rufbereitschaft - Personalvertretung - Mitbestimmungsrecht - Arbeitszeit
ArbG Krefeld, 01.03.2000 - 2 BV 2/00
NZA 2001, 741
BB 2001, 1477
DB 2001, 1371
Arbeitnehmerinteressen sind deshalb bei jeder Veränderung von Beginn und Ende der Arbeitszeit berührt (vgl. BAG 23. Januar 2001 - 1 ABR 36/00 - AP BPersVG § 75 Nr. 78 = EzA BPersVG § 75 Nr. 1).
Durch die Aufstellung eines Rufbereitschaftsplans werde der Schutzzweck des Mitbestimmungstatbestands berührt, die Interessen der Arbeitnehmer an der Lage ihrer Arbeitszeit und damit zugleich ihrer freien und für die Gestaltung ihres Privatlebens nutzbaren Zeit zur Geltung zu bringen (vgl. Beschlüsse vom 21. Dezember 1982 - 1 ABR 14/81 - BAGE 41, 200 , vom 23. Juli 1996 - 1 ABR 17/96 - AP Nr. 26 zu § 87 BetrVG 1972 Ordnung des Betriebes Bl. 320, vom 23. Januar 2001 - 1 ABR 36/00 - AP Nr. 78 zu § 75 BPersVG Bl. 963 …sowie vom 14. November 2006 - 1 ABR 5/06 - juris Rn. 26 und 30).
Von der Anordnung von Mehrarbeit bzw. Überstunden ist in solchen Fällen ein bestimmter Kreis von Angehörigen des öffentlichen Dienstes betroffen, nämlich die Lehrerinnen und Lehrer, für welche die Notwendigkeit der Vertretung kurzfristig verhinderter Kolleginnen und Kollegen berufstypisch ist (…vgl. in diesem Zusammenhang: Beschluss vom 28. März 2001 a.a.O. S. 377 f. m.w.N.; BAG, Beschluss vom 23. Januar 2001 - 1 ABR 36/00 - AP Nr. 78 zu § 75 BPersVG Bl. 964).
Beschlüsse vom 21. Dezember 1982 - 1 ABR 14/81 - BAGE 41, 200 , vom 23. Juli 1996 - 1 ABR 17/96 - AP Nr. 26 zu § 87 BetrVG 1972 Ordnung des Betriebes Bl. 320, vom 29. Februar 2000 - 1 ABR 15/99 - AP Nr. 81 zu § 87 BetrVG 1972 Arbeitszeit Bl. 1514, vom 23. Januar 2001 - 1 ABR 36/00 - AP Nr. 78 zu § 75 BPersVG Bl. 963 und vom 14. November 2006 - 1 ABR 5/06 - BAGE 120, 162 ).
Die letztgenannte Sondervorschrift wird allerdings im Allgemeinen nicht bei der Anordnung von Rufbereitschaft als solcher, sondern bei der Festsetzung der nicht im Vorhinein planbaren Arbeitseinsätze im Rahmen angeordneter Rufbereitschaft zum Zuge kommen (vgl. dazu im Einzelnen BAG, Beschluss vom 23. Januar 2001 a.a.O. Bl. 962 ff.).
Diesen Dissens zum Bundesverwaltungsgericht habe das Bundesarbeitsgericht auch in seinem Beschluss vom 23.01.2001 - 1 ABR 36/00 - erneut festgestellt.
Es ergibt sich auch weder aus den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs vom 03.10.2000 (NZA 2000, 1227; sog. SIMAP-Entscheidung) und vom 09.09.2003 - C 151/02 - (Jaeger) noch der des Bundesarbeitsgerichts vom 23.01.2001 (NZA 2001, 741 = PersR 2001, 350) ein Anlass zu einer nunmehr anderen Betrachtungsweise.
Rufbereitschaft zählt zwar als solche weder arbeitszeitschutzrechtlich (…Schliemann, § 2 ArbZG Rn. 31 = HzA a.a.O., Rn. 83) noch tarifrechtlich zur Arbeitszeit (BAG vom 23. Januar 2001 1 ABR 36/00 - EzA § 75 BPersVG Nr. 1 = NZA 2001, 741), jedoch nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelungen der Mitbestimmung bei der Arbeitszeit zu eben dieser Arbeitszeit.
Weil der Arbeitnehmer sich während der Rufbereitschaft nicht nur zur Arbeit bereitzuhalten habe, sondern verpflichtet sei und damit rechnen müsse, während der Zeit seiner Rufbereitschaft Einsätze und damit Arbeit zu leisten, hält das Bundesarbeitsgericht zu Recht die Einführung der Rufbereitschaft und die Einteilung zur Rufbereitschaft, also den Rufbereitschaftsplan, für mitbestimmungspflichtig (so zu § 75 Abs. 3 Nr. 1 BPersVG: BAG vom 23. Januar 2001 aaO), während das Bundesverwaltungsgericht annimmt, dass die Rufbereitschaft keine Arbeitszeit i.S. dieser Vorschrift und ihre Anordnung deshalb nicht mitbestimmungspflichtig sei, weil der Begriff der Arbeitszeit in § 75 BPersVG und entsprechenden landesrechtlichen Normen mit dem des Arbeitszeitschutzrechtes und dem in den Tarifregelungen übereinstimme (BVerwG vom 2. September 1988 - 6 P 23/86 - ZfPR 1989, 4; BVerwG vom 26. April 1988 - 6 P 19/86 - EzBAT SR 2a BAT 1 Rufbereitschaft).
Die eingeschränkte Mitbestimmung nach § 79 Abs. 1 Satz 2 LPVG setzt nämlich nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Mitbestimmungspflichtigkeit der zugrunde liegenden Maßnahme nach § 79 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 LPVG voraus (vgl. BVerwG, Beschluss vom 23.01.2001, NZA 2001, 741 = PersR 2001, 350 = BB 2001, 1477, zu dem vergleichbaren § 75 Abs. 4 BPersVG i.V.m. § 75 Abs. 3 Nr. 1 BPersVG).
Beschluss vom 23.Januar 2001 - 1 ABR 36/00 -.

References: § 75
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 § 87
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 § 2
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 § 79
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