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Timestamp: 2019-01-15 23:41:00+00:00

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12. 1972 62 folgert der BGH in dem Fall einer KG mit 500 Kommanditisten aus der Vertragsbestimmung, daß jeder Kommanditist mit der Folge seines Ausscheidens zur Kündigung mit einer Frist von 12 Monaten zum Schluß eines Geschäftsjahres berechtigt war, als "sachgerechte Vertragsauslegung", daß für den Kommanditisten in den Fällen arglistiger Täuschung ein außerordentliches Recht zur fristlosen Kündigung bestehe. In BGHZ 63, 338 ff. wird für eine KG mit einer "Vielzahl rein kapitalistisch beteiligter Gesellschafter", auch ohne daß ein vertragliches Kündigungsrecht mit der Rechtsfolge des Ausscheidens besteht, für den Fall, daß der Beitritt des Kommanditisten auf arglistiger Täuschung beruht, angenommen, eine "angemessene Lösung" könne "nur darin bestehen, daß dem getäuschten Gesellschafter in ergänzender Vertragsauslegung ein außerordentliches Kündigungsrecht zuerkannt wird".
Es wird hieran die Folgerung geknüpft: "Ein Vertrag, durch welchen ein Gesellschafter von der Beitragspflicht befreit, aber zur Teilnahme am gemeinsamen Zwecke, also insbesondere am Gewinne, berechtigt oder zwar am Verluste, nicht aber am Gewinne beteiligt sein soll, ist hiernach kein Gesellschaftsvertrag". Befreiung von der Beitragspflicht und ausschließliche Verlustbeteiligung sind nach Ansicht der ersten Kommission mit dem Gesellschaftsvertrag unvereinbar. Dies ist auch heute noch allgemeine Meinung.
BGHZ 49, 364 ff. und dazu ROBERT FISCHER, Anm. LM § 125 BGB Nr. 28; ferner bes. BGH 11 ZR 8/64 vom 17. 1. 1966, LM § 105 HGB Nr. 22 betreffend den Fall, daß entgegen dem Gesellschaftsvertrag vorbehalt- und widerspruchslos über zwanzig Jahre lang der Gewinn nach einem bestimmten, vom Gesellschaftsvertrag abweichenden Schlüssel verteilt worden war. - Siehe ferner ROBERT FISCHER, Kom. HGB § 105 Anm. 60; DuDEN, Kom. HGB § 105 Anm. 2 G; siehe auch allgemein zu der Problematik der formlosen Änderung eines Vertrags ungeachtet der rechtsgeschäfdichen Bestimmung des Formzwangs FLUME, Rechtsgeschäft § 15 III, 2.
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References: BGH 
 § 125
 BGH 
 § 105
 § 105
 § 105
 § 15