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Timestamp: 2017-04-26 17:34:36+00:00

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Thema: Kündigung bekommen (Gelesen 892 mal)
Ich habe eine Kündigung während meiner Krankheit bekommen. Ziemlich mies. Ich war in Probezeit.Folgendes steht drin: Wie werden ab sofort freigestellt unter der Fortzahlung von vertraglich vereinbarten Bezüge und unter Einbeziehung von Resturlaub. Während der Feristellung wird § 615 S.2 BGB angewendet.Wie darf ich das verstehen? Muss ich noch erscheinen oder bekomme ich das Geld? Was ist, falls ich weiter krankgeschrieben sein sollte?Frist ist 14 Tage.Danke für die Tipps... Gespeichert
Zitat von: Kaffeesäufer am 25. Februar 2017, 11:41:58du bist freigestellt, brauchst nicht mehr zu erscheinen. Wenn du weiterhin krank bist tritt nach dem Kündigungsdatum die KK ein, spätestens.Bist Du sicher wegen dem § 615? Ich würde Ihr zutrauen, dass sie mich austricksen will.....
Das sehe ich auch so - wenn du bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses krankgeschrieben bist oder keine Einnahmen aus einer anderweitigen Tätigkeit erzielst. Solltest du darüber hinaus AU sein, musst du Krankengeld beantragen. Und natürlich jetzt das Kündigungsschreiben beim JC bzw. bei der Arbeitsagentur nachweislich einreichen und dich arbeitslos melden. http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/annahmeverzug.html''3. Der Arbeitnehmer behält seinen Lohnanspruch, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein, soweit die Arbeitsleistung infolge des Annahmeverzugs unterbleibt (§ 615 Satz 1 BGB). Anzurechnen ist, was er infolge des Unterbleibens der Arbeitsleistung aufgrund anderweitiger Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt (§ 615 Satz 2 BGB). Böswillig handelt, wer untätig geblieben ist oder die Aufnahme einer Arbeit verhindert hat, obwohl die Möglichkeit zum Tätigwerden bestand und die Tätigkeit zumutbar war. Das kann auch eine vom Arbeitgeber angebotene Weiterbeschäftigung zu vertragswidrigen Bedingungen sein (BAG, 7.2.2007 - 5 AZR 422/06). Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen einseitig ändert, ohne dass er eine Änderungskündigung ausspricht.Über den anderweitigen Verdienst ist der Arbeitnehmer auskunftspflichtig.4. Im gekündigten Arbeitsverhältnis ist für den Annahmeverzug nicht § 615 BGB, sondern der im Wesentlichen inhaltsgleiche § 11 KSchG maßgeblich.''
Zitat von: SantanaAbraxas am 25. Februar 2017, 12:33:00Das sehe ich auch so - wenn du bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses krankgeschrieben bist oder keine Einnahmen aus einer anderweitigen Tätigkeit erzielst. Solltest du darüber hinaus AU sein, musst du Krankengeld beantragen. Und natürlich jetzt das Kündigungsschreiben beim JC bzw. bei der Arbeitsagentur nachweislich einreichen und dich arbeitslos melden. http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/annahmeverzug.html''3. Der Arbeitnehmer behält seinen Lohnanspruch, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein, soweit die Arbeitsleistung infolge des Annahmeverzugs unterbleibt (§ 615 Satz 1 BGB). Anzurechnen ist, was er infolge des Unterbleibens der Arbeitsleistung aufgrund anderweitiger Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt (§ 615 Satz 2 BGB). Böswillig handelt, wer untätig geblieben ist oder die Aufnahme einer Arbeit verhindert hat, obwohl die Möglichkeit zum Tätigwerden bestand und die Tätigkeit zumutbar war. Das kann auch eine vom Arbeitgeber angebotene Weiterbeschäftigung zu vertragswidrigen Bedingungen sein (BAG, 7.2.2007 - 5 AZR 422/06). Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen einseitig ändert, ohne dass er eine Änderungskündigung ausspricht.Über den anderweitigen Verdienst ist der Arbeitnehmer auskunftspflichtig.4. Im gekündigten Arbeitsverhältnis ist für den Annahmeverzug nicht § 615 BGB, sondern der im Wesentlichen inhaltsgleiche § 11 KSchG maßgeblich.''Das bedeutet also doch, dass ich erscheinen muss, sonst handle ich bösartig. Somit spekuliert meine Chefin, dass ich nicht erscheinen werde, weil ich davon ausgehe, dass ich nicht erscheinen muss. (Satz 2). In der Kündigung steht drin, dass Satz 2 Anwendung findet.
Wie du schreibst:"... werden ab sofort freigestellt unter der Fortzahlung von vertraglich vereinbarten Bezüge und unter Einbeziehung von Resturlaub."
Zitat von: SantanaAbraxas am 25. Februar 2017, 13:26:11Wie du schreibst:"... werden ab sofort freigestellt unter der Fortzahlung von vertraglich vereinbarten Bezüge und unter Einbeziehung von Resturlaub."Ja, und gleich danach steht, dass § 615 Satz 2 angewendet werden wird....
Zitat von: Terra am 25. Februar 2017, 13:43:15Du brauchst nicht mehr dort erscheinen. Entweder bist du bis Ende der Kündigungsfrist krankgeschrieben und erhältst den Urlaubsanspruch ausgezahlt oder du läßt dich nicht weiter krankschreiben, dann wird der Urlaub verrechnet.Demnach wäre es sinnvoll sich kranschreiben zu lassen, weil man dann noch den Urlaubsanspruch bekommt... Stimmts?
Zitat von: Terra am 25. Februar 2017, 13:51:59Das habe ich nicht gesagt. Wenn du krank bist, dann musst du weiter krankgeschrieben werden. Eine Alibikrankschreibung um eventuell mehr Geld rauszuholen ist damit nicht gemeint.meine ich doch... falls es mir nicht besser gehen sollte nächste woche.
Zitat von: mali123 am 25. Februar 2017, 11:39:02Folgendes steht drin: Wie werden ab sofort freigestellt unter der Fortzahlung von vertraglich vereinbarten Bezüge und unter Einbeziehung von Resturlaub. Während der Feristellung wird § 615 S.2 BGB angewendet.Ist das der exakte Wortlaut?Dann wäre die Urlaubsanrechnung möglicherweise unzulässig, wenn sich nicht aus dem Rest des Kündigungsschreibens noch was anderes ergibt.
Weil die Urlaubsanrechnung eine unwiderrufliche Freistellung voraussetzt.Das eine Wort fehlt mir.

References: § 615
 § 615
 § 615
 § 11
 § 615
 § 11
 § 615
 § 615