Source: https://www.flvbw.de/geschichte.html
Timestamp: 2020-01-18 14:21:27+00:00

Document:
Geschichte - Fahrlehrerverband Baden-Württemberg
Was in 60 Jahren geschah
Der Berufsstand der Fahrlehrer im Wandel der Zeit
Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens hat der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. im Jahr 2000 eine umfangreiche Jubiläumsschrift über sein Wirken und seine Bedeutung herausgebracht. Neben vielen Anekdoten, Geschichten und Begebenheiten aus einem halben Jahrhundert Verbandsarbeit wurden auch wesentliche Ereignisse des Berufsstandes und der den Beruf betreffenden Geschehnisse dieser Zeitspanne dargestellt.
Zum 60-jährigen Bestehen im Jahr 2010 setzte der Verband die Chronik fort und veröffentlichte die wichtigsten Ereignisse der Jahre 2000 - 2010 in einem Sonderheft der Fachzeitschrift FahrSchulPraxis im Mai 2010.
Die gesamte Chronik der Jahre 1950 - 2010 veröffentlichen wir nun an dieser Stelle. Tauchen Sie ein in ein Stück spannende Zeitgeschichte:
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Auf Einladung des Fahrlehrers Karl Rederer, Ulm, kommen am 1. Juli in Heilbronn im Gasthof Paulinenhof 46 Fahrlehrer zusammen und gründen den Verband der Kraftfahrlehrer Württemberg-Baden-Hohenzollern e.V. (heute: Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.)
Der Landesverband ist zunächst nur in den Bereichen Nord-Württemberg und Nord-Baden tätig. Sitz der Geschäftsstelle ist Stuttgart-Möhringen.
Vorstand: 1. Vorsitzender - Hermann Horlacher, Stuttgart, 2. Vorsitzender - Otto F. Henninger, Karlsruhe, Kassier - Hans Masset, Pforzheim, Schriftführer - Alexander Merkle, Stuttgart, Beisitzer - Karl Rederer, Ulm - Walter Lahr, Karlsruhe - Ewald Amelang, Seckach.
Bereits am 25. August wird die Gründung des Versicherungsvereins (heute Fahrlehrerversicherung VaG) durch den Vorstand des Verbandes der Kraftfahrlehrer Württemberg-Baden-Hohenzollern e.V. beschlossen. Am 13.10. wird Antrag auf Genehmigung des Versicherungsvereins beim Finanzministerium Württemberg-Baden gestellt.
Die Auflösung des Verbandes der Kraftfahrlehrer für Südwürttemberg-Hohenzollern (gegründet am 15. April 1950 in Riedlingen) erfolgt am 21. Oktober und am 11. November löste sich der Verband der Kraftfahrlehrer Südbaden (gegründet am 2. April in Freiburg) auf. Die Mitglieder beider Verbände schließen sich danach dem Landesverband der Kraftfahrlehrer e.V. Württemberg-Hohenzollern (heute: Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.) an.
Zahlen und Fakten: Der neue Verband zählt am Ende des Jahres bereits 396 Mitglieder.
Was gab's im Bund?
Die Bundesverkehrswacht e.V. wird am 13. Dezember in Bonn auf Anregung des Bundesministers für Verkehr, Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm, gegründet.
Zahlen und Fakten: 718.736 Führerscheine in den Klassen I, II, III und IV wurden 1950 im Bundesgebiet erteilt, das waren 53,5% mehr als noch 1949 (468.181). 6.369 Führerscheine wurden wegen Trunkenheit entzogen.
Die Fahrlehrer des Landes werden im März erstmals aufgerufen, sich am Gründungsstock für den Versicherungsverein (heute: Fahrlehrerversicherung) zu beteiligen (DM 200,00 pro Mitglied). Im Laufe des Jahres hält Hermann Horlacher in sämtlichen Bundesländern Informationsversammlungen ab, um die Fahrlehrerschaft von der Wichtigkeit eines eigenen Versicherungsvereins zu überzeugen.
Bei der Versammlung der Mitglieder des Bezirkes Ulm im Juni wurde die Festsetzung von Festpreisen für die Ausbildung und die Wiedereinführung der Bedürfnisfrage gefordert.
Es wurde erreicht, dass im Land Württemberg-Baden die Prüfungen der Klasse 4 nicht mehr durch die Polizeibehörden, sondern vom Technischen Überwachungsverein abgenommen wurden.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. wurde am 17. Februar in Bad Königstein (Taunus) gegründet. Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: 1. Vorsitzender - Dipl.-Ing. Ludwig Sporer, München, Landesverband Bayerischer Kraftfahrschulen, 1. stellv. Vorsitzender - Johannes Tevs, Kiel, Verband der Kraftfahrlehrer Britische Zone, 2. stellv. Vorsitzender - Hermann Horlacher, Stuttgart, Landesverband der Kraftfahrlehrer Württemberg-Hohenzollern-Baden.
Die heutige Fahrlehrerversicherung VaG nimmt am 20. März als Versicherungsverein a.G. der Kraftfahrlehrer im Bundesgebiet den Geschäftsbetrieb mit Sitz in Stuttgart auf.
Die erste reguläre Mitgliederversammlung des Verbandes findet am 26. April in Stuttgart, Killesberg, statt. Von 470 Mitgliedern sind 351 anwesend.
Das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts, dass Wehrmachtsfahrlehrerscheine ohne Ablegung einer Eignungsprüfung auf Antrag in Zivilfahrlehrerscheine umgeschrieben werden können, löst im Juni u.a. in Baden-Württemberg einen Fahrlehrerboom aus. Es gehen insgesamt 1.058 Anträge ein. Die Verbandsführung fordert die gesetzliche Abhilfe dieses "Missstandes" und erzielt unter Mitwirkung der maßgeblichen Stellen einen Erfolg. Das Bundesverkehrsministerium erlässt am 6. März 1953 eine Änderungsverordnung zu § 8 Abs. 2 der Fahrlehrerverordnung.
Zahlen und Fakten: Der Verband zählt nun 550 Mitglieder
Die Freiwillige Sterbekasse 'Stock' wird am 1. Januar ins Leben gerufen. Die Gründung der Sterbekasse geht auf eine Anregung des Fahrlehrers Karl Stock, Mannheim, zurück.
Die Mitgliederversammlung am 9. Mai in Stuttgart, Killesberg, ist gut besucht: von 550 Mitgliedern sind immerhin 300 anwesend. Themen waren: Wiedereinführung der Bedürfnisfrage, Umschreibung von Wehrmachtsfahrlehrerscheinen, Beitragserhöhung von DM 40,00 auf DM 60,00 pro Jahr.
Im Januar beschließen die Länderminister eine Verschärfung des Führerscheins der Klasse 4. Der Führerschein der Klasse 4 soll nur noch bis zu einem Hubraum von 100 ccm statt 250 ccm gelten, während darüber hinaus Klasse 1 erforderlich sein soll.
Das Verkehrs-Institut in Quelle bei Bielefeld wird auf privater Basis ins Leben gerufen.
Seit 3. Juni ist die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände unter neuer Führung. Dipl. Ing. Ludwig Sporer legt den Vorsitz der Bundesvereinigung aus Altersgründen nieder. Zum 1. Vorsitzenden wird Wilhelm Bramhoff, Gelsenkirchen, gewählt. Sporer wird zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Der Verband der Fahrrad- und Motorradindustrie lädt am 8. Juli zu einer Arbeitstagung "Lernführerschein (nach englischem Muster)" nach Frankfurt/Main ein. Anlass der Tagung ist die geplante Verschärfung des Führerscheins der Klasse 4, wogegen sich die Industrie wehrt. Im Rahmen der Diskussion wird auch über einen "Führerschein auf Probe" diskutiert.
Bei der Mitgliederversammlung am 24. Juli in Stuttgart, Killesberg, wird der gesamte Vorstand im Amt bestätigt. Die wichtigsten Themen: Politisches Scheitern der versuchten Wiedereinführung der Bedürfnisprüfung. Strengere Handhabung der Fahrlehrerprüfungen nach der Fahrlehrerverordnung. Die Umschreibung von Wehrmachtsführerscheinen ist nicht mehr ohne erneute Prüfung möglich. Ein Kampf-Fonds (DM 50,00/Mitglied) soll geschaffen werden, um damit Neuregelung der Fahrlehrerverordnung voran zu bringen (die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hatte ihr Ziel nicht erreicht).
Stuttgart: Ein tragischer Vorfall überschattet die Mitgliederversammlung des Versicherungsvereins a.G. der Kraftfahrlehrer: Hermann Erdniß, Vorsitzender des Aufsichtsrates, stirbt beim Vortrag seiner Schlussansprache.
Zahlen und Fakten: Im Laufe des Jahres wurden 1.964 Briefe und Anfragen durch die Geschäftsstelle des Verbandes beantwortet.
Der Verkehrsausschuss des Bundesrates hat am 24. September beschlossen, den Führerschein der Klasse 4 künftig auf 50 ccm zu beschränken. Die Motorradindustrie befürchtet schwerwiegende wirtschaftliche Schäden.
Die Führerscheinklassen werden im Dezember neu geregelt: Die Fahrerlaubnis der Klasse 4 wird künftig auf 50 ccm beschränkt.
In einer Sitzung des erweiterten Vorstandes des Verbandes im Mai wird ein Ausschuss gebildet, der die Vorarbeiten, die zur Durchführung von Fahrlehrerausbildungslehrgängen notwendig sind, leisten soll.
Am 23. Juli fand die Mitgliederversammlung in Fellbach, Stadthalle, statt.
Zahlen und Fakten: Der Landesverband zählt jetzt 580 Mitglieder. Im Bundesgebiet gibt es ca. 6.000 Fahrlehrer.
Bei einem Gespräch der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. mit dem Bundesverkehrsministerium im Juli ging es um die Neuordnung des Fahrschulwesens. Dabei wurden die Grundlagen für einen Regierungsentwurf erarbeitet, der eine neue Fahrlehrerausbildungsordnung und eine neue Fahrlehrerprüfordnung enthielt.
Zahlen und Fakten: 1955 wurden insgesamt 839.423 Führerscheine im Bundesgebiet ausgestellt, davon 134.232 an Frauen. Bundesweit wurden 588 neue Fahrlehrerscheine erteilt (in Baden-Württemberg 60). Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 21.454 Führerscheine eingezogen.
Ereignisse , Entwicklungen in Baden-Württemberg
Die Vorstandsneuwahlen bei der Mitgliederversammlung am 21. Juli in Fellbach, Stadthalle, ergaben: Herr Horlacher wird als 1. Vorsitzender einstimmig im Amt bestätigt, Herr Henninger wird als stellv. Vorsitzender ebenfalls im Amt bestätigt. Der neue Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Die Herren Hahn und Rederer werden im Amt bestätigt, die Herren Grünewald (neu für Herrn Stock), Mannheim, Appenzeller (neu für Herrn Rieker), Esslingen, Herr Lohse, Stuttgart und Herr Sieger werden neu gewählt. Zu Kassenprüfern werden die Herren Lohse, Adolf Wolfer, Nürtingen und Eugen Gromer, Pforzheim, gewählt. Themen waren u.a. die Altersversorgung, eine Finanzierungsgenossenschaft für die Anschaffung von Fahrzeugen, ein erster Kurs zur Ausbildung von Fahrlehreranwärtern.
Am 1. Mai tritt die geänderte Straßenverkehrs-Ordnung in Kraft. Neu ist u.a.: Fahren im Damensitz auf Motorrollern ist verboten, an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen dürfen in der Zeit von 0.00 bis 22.00 Uhr zur Beförderung von Gütern bestimmte Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht ab 7,5 t nicht mehr fahren, Fußgänger haben an Fußgängerübergängen Vorrang vor Fahrzeugen, Fahrräder mit Hilfsmotor sind auf Bundesautobahnen nicht zugelassen.
Die Sachverständigen der TÜV-Prüfstellen haben 1956 auf Grund eines Beschlusses der Verkehrssicherheitskonferenz vom 3. März 1955 begonnen, die Führerprüfungen wesentlich zu verschärfen.
Zahlen und Fakten: Es gibt ca. 6.000 Fahrlehrer im gesamten Bundesgebiet. Insgesamt 939.368 Führerscheine wurden im Bundesgebiet ausgestellt, davon 156.976 an Frauen. Bundesweit wurden 585 Fahrlehrerscheine erteilt (in Baden-Württemberg 96). Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 26.084 Führerscheine eingezogen.
Im September wurde der "Internationale Verband der Kraftfahrlehrer"(IVV) als Dachorganisation der europäischen Fahrlehrer mit Sitz in Amsterdam gegründet. Die Ziele der Organisation sind u.a. Schulung und Betreuung des beruflichen Nachwuchses, Festlegung des Umfanges der Lenkerprüfungen auf einheitlicher Basis, Durchführung verkehrserzieherischer Maßnahmen zum Wohle der Allgemeinheit in Zusammenarbeit mit bestehenden nationalen Verbänden gleicher Ziele.
In Belgien wird nunmehr auf Grund internationaler Abkommen ebenfalls der Führerschein eingeführt.
Auf der Mitgliederversammlung am 19. Oktober in Fellbach, Stadthalle, erklärt Herr Horlacher seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender des Verbandes. Ebenfalls tritt Herr Henninger von seinem Amt als stellv. Vorsitzender des Verbandes zurück. Die Mitgliederversammlung wählt einen kommissarischen Vorstand, der bis zur Mitgliederversammlung im Jahr 1958 die Geschäfte leiten soll ein. Er wird gebildet aus dem Vorsitzenden Arthur Lohse, Stuttgart, den Herren Heinz Appenzeller, Esslingen, und Johannes Richter, Stuttgart.
Zahlen und Fakten: Der Verband zählt inzwischen rund 700 Mitglieder.
Der Saarländische Fahrlehrerverband erklärt zum 1.1.1957 seinen Beitritt zur Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., nachdem das Saarland ab diesem Datum der Bundesrepublik angehört. Ferdinand Potdevin ist Vorsitzender des Verbandes.
Am 9. und 10. Februar wurde auf einer außerordentlichen Tagung des I.V.V. (Internationaler Verband für Verkehrsschulung und Verkehrserziehung) Herr Walter Römer, Wuppertal, zum Präsidenten gewählt. Er ist damit der Nachfolger des zurückgetretenen Präsidenten Bolaffio, Wien.
Bei der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 21. und 22. Juni in Berlin stand die zu erwartende Fahrlehrer-Verordnung und die ebenfalls zu erwartende Richtlinie für die Ausbildung von Fahrschülern, die in Zusammenarbeit des Bundesverkehrsministerium, dem TÜV und der Bundesvereinigung erarbeitet wurde, im Vordergrund der Beratungen.
Am 1. September tritt die neue Verordnung über Fahrlehrer im Kraftfahrzeugverkehr (Fahrlehrer-Verordnung) in Kraft. Die ersten Versuche, eine neue gesetzliche Regelung zu treffen, gehen bereits auf das Jahr 1948 zurück. Erst Ende 1954 wurde schließlich ein Entwurf vorgelegt, der für alle Beteiligten eine geeignete Ausgangsbasis war. Einer der Gründe für die Verzögerung die vehemente Forderung der Berufsvertreter nach "Wiedereinführung der Bedürfnisprüfung" (Regelung und Prüfung des Bedürfnisses der Zulassungen zum Fahrlehrerberuf) nach dem Muster der Verordnung aus dem Jahre 1921. Erst als auf diese Forderung verzichtet wurde, konnte die Verabschiedung der Fahrlehrer-Verordnung verwirklicht werden. Geregelt werden in der neuen Verordnung vor allem die Zulassung zum Beruf, die Ausübung des Berufs, das Ausscheiden aus dem Beruf und die damit im Zusammenhang stehende Tätigkeit der Aufsichtsbehörden.
Die NATO-Truppen stellen ihre eigenen Schilder auf. Alleine in Bayern müssen an 5.000 Brücken die gelben Schilder angebracht werden.
In der Sowjetzone tritt am 1. Januar 1957 eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft. Der wichtigste Punkt ist die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Innerhalb geschlossener Ortschaften darf 50 km/h gefahren werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h (Lkw und Busse 60 km/h) und auf den Autobahnen sind 100 km/h erlaubt. Außerdem wurde die Vorfahrt neu geregelt: Vorfahrt hat auf Straßen gleichen Ranges, wer von rechts kommt. Bisher hatten maschinengetriebene Fahrzeug vor mit Muskelkraft angetriebenen Vorfahrt.
Zwischen Hannover und Celle wird die erste Straße der Bundesrepublik mit reflektierenden Leitplanken ausgestattet.
Der Münchner Verleger Heinrich Vogel (Fachzeitschrift FAHRSCHULE) feiert am 18. Dezember seinen 50. Geburtstag.
Zahlen und Fakten: Gehaltsempfehlungen der Bundesvereinigung für angestellte Fahrlehrer für 1957: Bei 7 Stunden pro Tag und 175 Stunden pro Monat: Im 1. Berufsjahr: DM 400 im 2. Berufsjahr: DM 450, ab dem 3. Berufsjahr DM 500. Mehrzeitvergütung: Pro Arbeitsstunde über 175: DM 3,-- im 1. bzw. DM 3,50 ab dem 2. Berufsjahr.
Etwa jedes dritte Kraftfahrzeug wird in der BRD mit einem Autoradio ausgestattet.
Bei der am 1. Juni stattfindenden Mitgliederversammlung in Stuttgart-Bad Cannstatt wird ein neuer Vorstand und Beirat gewählt. Zum 1. Vorsitzenden wird Heinz Appenzeller, Esslingen, und zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden wird Herr Heinz Grünewald, Mannheim-Waldhof, gewählt. Herr Rederer, Ulm, wird im Amt des Kassierers bestätigt. Zu Mitgliedern des Beirats werden die Herren Richter, Stuttgart, Hahn, Reutlingen, Franz Kopp sen., Freiburg, und Gromer, Pforzheim, gewählt. Kassenprüfer werden die Herren Wolfer, Oberboihingen, und Jährling, Bruchsal.
Der Verbandsbeitrag wird ab 1. Juli auf DM 120,00/Jahr für Fahrschulinhaber und auf DM 60,00/Jahr für Angestellte festgesetzt.
Die Mitgliederversammlung beschließt eine Satzungsänderung, die u.a. eine Namensänderung des Verbandes in "Landesverband der Kraftfahrlehrer Baden-Württemberg" enthält.
Zahlen und Fakten: Der Verband hat 722 Mitglieder. Die Sterbekasse 'Stock' zählt 568 Mitglieder.
In Baden-Württemberg gibt es 977 Fahrlehrer, davon besitzen 717 eine Fahrschulerlaubnis.
Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg richtet im Januar die sogenannte „Verkehrssünder-Kartei“ ein.
Die Richtlinien für die Prüfung der Bewerber um eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen (Prüfungsrichtlinien) und die Richtlinien für die Ausbildung von Fahrschülern für den Kraftfahrzeugverkehr (Ausbildungsrichtlinien) wurden am 28. Januar erlassen.
Wichtige Themen der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung am 12. Juli in Koblenz waren: Die in verschiedenen Städten gegründeten Verkehrsübungsplätze des ADAC. Man war der einmütigen Auffassung, dass diese Plätze für das Vorüben unter Anleitung von Laien wenig Sinn hätten, da ein solches Vorüben ohne Fahrlehrer sich nach den bisherigen Erfahrungen als nachteilig erwiesen habe. Außerdem sei dadurch eine finanzielle Ersparnis keineswegs zu erreichen. Die Richtlinien für die Prüfung der Bewerber um eine Fahrlehrerlaubnis.
In Großbritannien trägt jeder zweite Motorradfahrer einen Schutzhelm.
Der Landesverband der Kraftfahrlehrer Baden-Württemberg wird Mitglied beim TÜV.
Auf der Mitgliederversammlung am 13. Juni im Kurhaus Baden-Baden wird eine "Ehrenratsordnung" verabschiedet. Der Ehrenrat hat die Aufgabe eines Schlichtungsgremiums, das bei Streitigkeiten zwischen Fahrlehrern vermittelnd tätig wird. Bei der Versammlung wird vom TÜV das neue System der "Schriftlichen Wissensprobe (SWP)" für die theoretische Führerscheinprüfung vorgestellt.
Auf Einladung des Verkehrsparlaments der Süddeutschen Zeitung diskutierten am 23./24. Juni über 100 Verkehrsexperten aus der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich, über die Frage, wie die Vorschriften über den Erwerb des Führerscheins reformiert werden können, um eine größere Verkehrssicherheit zu erreichen. Nach längerer Debatte über den propagierten "Lernführerschein" kam die Mehrzahl der Verkehrsexperten zu der Überzeugung, dass dieser nicht das geeignete Mittel sei, um das bestehende System der Fahrausbildung wesentlich zu verbessern. Man einigte sich deshalb auf den Vorschlag eines "Führerscheins auf Probe", der nach bestandener Prüfung erst dann in einen endgültigen Führerschein umgewandelt werden soll, wenn der Bewerber in einer Zeit von etwa 15 Monaten nachgewiesen hat, dass er unfallfrei fahren kann und sich die erforderlichen Fahrkenntnisse angeeignet hat.
Zahlen und Fakten: 1.429.000 Führerscheinprüfungen wurden im Bundesgebiet abgenommen.
Am 25. Juni fand die Mitgliederversammlung des Verbandes in Reutlingen in der Listhalle statt. Herr ORegRat Dr. Göbel informierte mit seinem Referat ausführlich über die anstehenden Änderungen des Straßenverkehrsrechts. Herr Volkmuth berichtete über die Arbeit der Bundesvereinigung im abgelaufenen Jahr.
Zahlen und Fakten: Der Verband hat inzwischen 803 Mitglieder.
Wilhelm Bramhoff, Gelsenkirchen, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., erklärt am 8. Juli aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt. Zum Nachfolger wird am 8. Juli Fritz Volkmuth, Köln, gewählt. Wilhelm Bramhoff verstirbt am 10. Juli im Alter von 71 Jahren.
Eine Änderung der StVZO tritt am 1. August in Kraft. U.a. wurde der Führerschein der Klasse 5 (Mopedführerschein) eingeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt benötigte man keinen Führerschein für Mopeds. Für die Klasse 2 Ausbildung muss ab 1. August ein Lehrfahrzeug mit mehr 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht verwendet werden. Dies bedeutet für viele Fahrlehrer eine große Härte, da ihre Lehrfahrzeuge oft nicht die 7,5 t z.G. erreichen.
Es geht die Nachricht durch die Presse, im Verkehrsministerium bestünden Pläne, das Mindestalter zum Erwerb des Führerscheins für Pkw auf 20 Jahre heraufzusetzen. Die Fahrlehrerschaft meldet dagegen Bedenken an.
Die Fachzeitschrift "Fahrschule" kann seit Januar von allen Fahrlehrern bezogen werden. Bisher war der Bezug nur den Mitgliedern der Verbände vorbehalten.
Die Verkehrswacht Köln hat versuchsweise ein Papierschild mit einem "L" und dem Zusatz "Man lernt nie aus" hergestellt und gibt es an die jungen Kraftfahrer nach bestandener Führerscheinprüfung aus.
Zahlen und Fakten: Im Laufe des Jahres wurden im Bundesgebiet 119.433 Kraftfahrzeugdiebstähle gemeldet. Lediglich 31.991 Fälle konnten von der Polizei bzw. der Justiz aufgeklärt werden.
Hermann Horlacher, Stuttgart, erster Vorsitzender des Verbandes von 1950 bis 1957, stirbt am 9. Mai im Alter von 62 Jahren.
Otto F. Henninger, Karlsruhe, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes von 1950 bis 1957, stirbt am 8. Juni im Alter von 63 Jahren.
Am 24. Juni fand die Mitgliederversammlung des Verbandes in Mannheim, Rosengarten, statt. Informiert wird u.a. darüber, dass ein neuer Bundesfragenkatalog mit 500 Fragen eingeführt werden soll und dass das Thema "Führerscheinprüfung ohne Fahrlehrer" endlich vom Tisch sei.
Diskutiert wird ausführlich darüber, ob der Verband eine "Fahrlehrer-Einkaufszentrale" (FEZ) gründen soll, mit dem Ergebnis, dass zwar prinzipiell nichts gegen eine solche Einrichtung spricht, aber diese unabhängig vom Verband sein müsse.
Karl Rederer legt sein Amt als Kassier ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode nieder, da er im Versicherungsverein als Vorstand stark beansprucht ist. Herr Gromer, Pforzheim, wird bis zur nächsten Mitgliederversammlung das Amt des Kassier kommissarisch übernehmen.
Auch 1961 wird darüber diskutiert, ob der Name des Prüfers dem Fahrlehrer vor der Prüfung bekannt gegeben werden soll oder nicht. Die Tendenz ging dahin, dass der Name nicht bekannt gegeben werden sollte.
Im Herbst wird der Prüfungsverein für Verkehrslehrmittel und Fahrschulbedarf e.V. (PVF) in Stuttgart gegründet.
Die Landesagentur des Versicherungsvereins für Baden-Württemberg wird auf den jeweiligen Geschäftsführer des Landesverbandes übertragen.
Auf Anregung des baden-württembergischen Innenministeriums haben sich am 6. November in Stuttgart das Deutsche Rote Kreuz, die Landesverkehrswacht und der Verband zu einer Arbeitsgemeinschaft "Erste Hilfe" zusammengeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft will einen möglichst großen Teil der Bevölkerung, insbesondere aber die Kraftfahrer, in Erster Hilfe ausbilden, um den Folgen von Verkehrsunfällen stärker als bisher entgegenzuwirken. Ein Erste Hilfe Kurs war zu dieser Zeit noch nicht notwendig, um den Führerschein zu erlangen.
Zahlen und Fakten: 898 Fahrlehrer gehören dem Verband an.
Heinz Appenzeller, erster Vorsitzender des baden-württembergischen Fahrlehrerverbandes, wird auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 30. Juni in Hamburg zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden der Bundesvereinigung gewählt.
Im Dezember verstirbt der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. und Aufsichtsratsvorsitzende des Versicherungsvereins, Herr Fritz Volkmuth, Köln.
Zahlen und Fakten: Am 1. Juli beläuft sich der Gesamtbestand an motorisierten Fahrzeugen im Bundesgebiet (einschl. Westberlin) auf nahezu 10,7 Mio.
Am 18. April eröffnet der TÜV Mannheim ein eigenes Prüfgelände in Mannheim-Neuostheim, das bei der Fahrprüfung zur Durchführung von Rangier- und Wendeaufgaben genutzt werden soll.
Bei der Mitgliederversammlung am 30. Juni in Göppingen, Stadthalle wird das tausendste Mitglied, Herr Klaus Weigelt aus Stuttgart, vorgestellt. Bei den Vorstandswahlen wird Herr Appenzeller als 1. Vorsitzender und Herr Grünewald als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt. Herr Gromer, der als Kassier und 3. Vorsitzender nach dem Rücktritt von Herrn Rederer kommissarisch dieses Amt ausgeübt hat, wird von der Versammlung gewählt. Die Beiratsmitglieder Hahn, Kopp und Richter werden im Amt bestätigt. Für Herrn Gromer kommt Herr Stephan, Neckarsulm, in den Beirat. Herr Wolfer kandidiert aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Rechnungsprüfers. Dafür wird Herr Gebhard L. Heiler, Stuttgart/Münchingen gewählt. Herr Jährling wird im Amt des Rechnungsprüfers bestätigt.
Das "Punktsystem für Mehrfachtäter im Straßenverkehr" wird eingeführt.
Vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands wurde ein Arbeitskreis "Auge und Verkehr" gegründet, der sich dafür einsetzt, dass alle Führerscheininhaber an einem einfachen Testgerät auf ihre Sehschärfe geprüft werden. Drei bis fünf Prozent aller Verkehrsunfälle seien auf mangelhaftes Sehvermögen zurückzuführen.
Am 17. Februar wählt die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, Herrn Johannes Tevs, Kiel, zum neuen Vorsitzenden und Herrn Leo Steinacker, Koblenz zum stellvertretenden Vorsitzenden. Heinz Appenzeller, Stuttgart, gehört weiterhin dem Vorstand an. Durch das plötzliche Ableben des bisherige Vorsitzenden, Fritz Volkmuth, wurde diese Neuwahl notwendig.
Zahlen und Fakten: Von 2850 Kilometern Bundesautobahn sind bisher insgesamt 685 Kilometer mit Leitplanken am Mittelstreifen ausgerüstet. 1962 wurden insgesamt 2.024.348 Fahrerlaubnisprüfung im Bundesgebiet (einschl. Westberlin) abgelegt. Davon 1.423.478 in der Klasse 3 und 216.011 in der Klasse 1.
Ein wichtiges Thema der Mitgliederversammlung des Verbandes am 29. Juni in Baden-Baden war die Absicht, "Berufskammern für Fahrschulen" zu gründen.
Bayern führt am 1. Januar als erstes Land der Bundesrepublik den Sehtest für Führerscheinbewerber ein. Andere Bundesländer wollen folgen, sobald in Bayern die ersten Erfahrungsberichte vorliegen.
Dipl. Ing. Ludwig Sporer, ehemaliger Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. (1951 - 1954) und langjähriger Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Bayern, verstirbt am 6. Januar.
Werner Hilff, Westfalen, wird Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.
Es gibt neue Richtlinien für die Prüfung der Bewerber um eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen. Sie beinhaltet u.a.: Jeder Bewerber um eine Fahrerlaubnis muss sich einem einfachen Sehtest unterwerfen.
Erstmals gibt es einen bundeseinheitlichen Fragenkatalog für die theoretische Prüfung.
Die Bestimmungen über Prüfungsfahrzeuge, Prüfungsorte, Prüfungsdauer und Prüfungsinhalte werden genauer gefasst.
Ab 1. Juli dürfen nur noch gelbe Blinkleuchten als Fahrtrichtungsanzeiger an der Vorderseite der Fahrzeug verwendet werden bis dahin waren die Blinkleuchten weiß.
Zahlen und Fakten: Der NSU Prinz 4 wird von der Redaktion "fahrschule" getestet (Heft 8, Seite 308). Der Prinz kostet DM 4.390 und fährt Spitze 120 km/h. 1963 wurden insgesamt 1.808.506 Fahrerlaubnisprüfung im Bundesgebiet (einschl. Westberlin) abgelegt. Davon 1.341.134 in der Klasse 3. Ebenfalls 1963 wurden 1.261 Fahrlehrerlaubnisprüfungen im Bundesgebiet (einschl. Westberlin) bestanden (3.224 Prüfungen wurden nicht bestanden).
Am 26. März verstarb Franz Kopp sen., Freiburg, im Alter von 70 Jahren. Bis zu seinem Tode war er Beiratsmitglied des Verbandes. Im April 1950 hat Franz Kopp sen. den Verband der Kraftfahrlehrer Südbaden mitbegründet, der sich im November dem Landesverband der Kraftfahrlehrer e.V. Württemberg-Hohenzollern anschloss.
Die Wahlen bei der Mitgliederversammlung am 27. Juni bestätigen den bisherigen Vorstand (1. Vorsitzender: Appenzeller, 2. Vorsitzender: Grünewald und Gromer als Kassierer) im Amt.
Der Beirat setzt sich aus den Herren Schorr, Lörrach, Heiler, Stuttgart/Münchingen, Wolfer, Nürtingen, und Hahn, Reutlingen, zusammen. Als Rechnungsprüfer werden die Herren Lutz, Stuttgart, und Jährling, Bruchsal, gewählt.
Der Verband führt Anfang Juli seine erste Fachstudienreise in Zusammenarbeit mit einem Heidelberger Reisebüro nach London durch.
Seit 1. Januar müssen in Frankreich alle neu in den Verkehr kommenden Personenkraftwagen mit Ausrüstungen zur Befestigung eines Sicherheitsgürtels für den neben dem Lenker sitzenden Fahrgast versehen sein, da dessen Platz bekanntlich der gefährlichste ist.
Am 3. Juli findet die Mitgliederversammlung in Heidelberg, Stadthalle, als reine Arbeitstagung statt. Dies war notwendig, da außer den üblichen Regularien einige wichtige Entscheidungen wie Satzungsänderung - Einrichtung von Kreisvereinen und Bezirksverbänden, Abstimmung über den Entwurf einer Wettbewerbsordnung und einer Satzung für die Schlichtungsausschüsse anstanden.
Der Verband gibt Beispiele für Kalkulationen für Fahrschulen heraus.
Ein Gruppenversicherungsvertrag für die Bereiche Kranken- und Krankenhaustagegeld wird ins Leben gerufen.
Am 14. Juli besuchten französische Kollegen den Verband in Stuttgart, um Einblicke in das deutsche Fahrschulwesen zu bekommen.
Auf seiner Sitzung vom 9. April stimmte der Bundesrat einer Änderung der StVZO zu, nach der man in der Bundesrepublik jetzt wieder ein führerscheinfreies motorisiertes Zweirad fahren kann. Dieses Fahrzeug besitzt einen 50-ccm-Motor, entwickelt eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und darf ab 16 Jahren gefahren werden - das MOFA.
Vom 25. Juni bis 3. Oktober findet auf dem Münchner Messegelände die offiziell als I. Weltausstellung anerkannte Internationale Verkehrsausstellung (IVA) statt.
Heinz Appenzeller legt sein Amt als 1. Vorsitzender des Verbandes am 22. Januar nieder. Er war seit 1958 1. Vorsitzender. Der 1. stellvertretende Vorsitzende Grünewald übernimmt die Geschäfte bis zur Mitgliederversammlung.
Am 4. Juni findet die Mitgliederversammlung in der Harmonie in Heilbronn statt. Bei den Vorstandsneuwahlen wird Heinz Grünewald, Mannheim, zum 1. Vorsitzenden, Gebhard L. Heiler zum stellvertretende Vorsitzenden und Eugen Gromer, Pforzheim, zum Kassierer gewählt. Zum Pressereferent wird Johannes Kalusche, Stuttgart-Weilimdorf, gewählt. Rechnungsprüfer werden die Herren Lutz und Hübler, beide Stuttgart.
Am 19. Oktober wurde auf einer Pressekonferenz in Stuttgart das Kennzeichen für Neulinge vorgestellt (weißes Kleeblatt und weißes "N" auf rotem Grund).
Der Verband führt in Zusammenarbeit mit der PVF-Fahrlehrer-Einkaufsgenossenschaft vom 26. Oktober bis 2. November die erste Fachstudienreise in die USA durch. U.a. beinhaltet das Programm - außer den touristischen Zielen - Besuche der Verkehrsbehörde New Yorks, einer Fahrschule in New York, des New York City Police Departements und der Associated Engineering Service Co., die Sicherheitsvorrichtungen im Personenkraftwagen anfertigt. 110 Fahrlehrer aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen daran teil.
Am 19. November findet in Stuttgart eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes statt. Es wurde berichtet, dass die über längere Zeit andauernden Auseinandersetzungen mit dem Verkehrspädagogischen Institut (VPI) und der PVF-Genossenschaft nun ausgeräumt waren und die angestrebte Zusammenarbeit vertieft werde. Weitere Themen waren die Einführung des Kennzeichens "Neuling", die Aktion "Treffpunkt Fahrschule" und die Annahme der von der Kartellbehörde nun genehmigten Wettbewerbsregeln.
Das Volkswagenwerk verteilt über die Fahrlehrerverbände die Broschüre "Fahren lernen mit VW". Bei der Broschüre, an deren Entwicklung u.a. auch die Bundesvereinigung beteiligt ist, handelt es sich um eine programmierte Lernmöglichkeit für den Fahrschüler, die es bisher nicht gab.
Ab 1. Juni müssen in der Sowjetzone alle Fahrer von Kraftfahrern außerhalb geschlossener Ortschaften Schutzhelme tragen. Nur für Fahrer von Kleinkrafträdern gilt vorerst die Verordnung nicht.
Zahlen und Fakten: Im Bundesgebiet und West-Berlin wurden 1.565.920 Fahrerlaubnisse erteilt. In der Klasse 3 waren es 1.197.090 und in der Klasse 1 waren es 93.831.
Der Verband startet die Aktion "Treffpunkt Fahrschule", die Autofahrer bewegen soll, in der "Fahrschule im die Ecke", ihre Kenntnisse aufzufrischen und neue zu erwerben. Es ist geplant, die Aktion mit wechselnden Themen, zum Beispiel "Fahren im Winter", als ständiges Angebot der Verbandsfahrschulen einzurichten.
Das Verkehrspädagogische Institut (VPI) in Schorndorf wird "Zentrales Ausbildungsinstitut" des Verbandes.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes findet am 3. Juni in Konstanz im Konziliumsgebäude statt.
Am 12. August verstirbt Ing. Christian Hahn, Reutlingen, im Alter von 71 Jahren. Er war Gründungsmitglied des Verbandes und des Versicherungsvereins. Im Beirat des Verbandes war er bis 1966 aktiv tätig.
Am 6. April wurden die neuen Räume des Verkehrspädagogischen Instituts (VPI) in Schorndorf der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der gesamte Vorstand wurde bei der Mitgliederversammlung am 20. April im Kurhaus in Freudenstadt im Amt bestätigt. Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Karl-Heinz Schmoll, Mannheim, und Günter Gruber, Pforzheim, neu gewählt.
Am 16. Mai tritt die Änderung der StVZO in Kraft, durch die das Mindestalter für das Führen eines "Mofa 25" von 16 auf 15 Jahre herabgesetzt wird.
Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., Werner Hilff, wird bei der Delegiertenversammlung des Internationalen Verbandes für Verkehrsschulung und Verkehrserziehung (IVV) am 13. November zum Präsidenten gewählt.
Auf der Mitgliederversammlung am 26. April in der Stadthalle Heidelberg stellte der Verband das neue Verbandszeichen "gut betreut - Verbandsfahrschule" vor. Das neue Zeichen soll für Qualität und hohes Ausbildungsniveau der Verbandsfahrschulen in der Öffentlichkeit werben.
Der Verband organisiert eine dreitägige Fahrt nach Holland mit einem Werksbesuch bei DAF.
Der Versicherungsverein bekommt neue Vorstände. Herr Dr. Hermann Hinderer verließ zum 30. Juni 1968 den Versicherungsverein. Er war seit 1. Januar 1958 Vorstandsmitglied. Herr Dr. Oskar Helberg, seit 1. Mai 1952 Vorstandsmitglied, beendete am 31. Dezember 1968 seinen aktiven Dienst. Als Nachfolger werden die Herren Dipl.-Kfm. Joachim Francke und Dr. jur. Hans Vogel per 1. Januar zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern bestellt. Außerdem gehört Herr Ing. Karl Rederer dem Vorstand an.
Der Bundesrat hat am 11. Juli das Fahrlehrergesetz verabschiedet, das an die Stelle der Fahrlehrerverordnung von 1957 tritt, die wegen einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 1. Juni 1965 in wesentlichen Teilen (Fahrschulerlaubnis) nicht gesetzlich gedeckt war. Das neue Fahrlehrergesetz enthält u.a. folgende Regelungen: Für die Ausbildung von Fahrlehreranwärtern werden amtlich anerkannte Ausbildungsstätten vorgesehen; die Fahrschulerlaubnis wird wieder eingeführt; die tägliche Gesamtdauer des praktischen Fahrunterrichts wird auf 8 Stunden beschränkt; die Unterrichtsentgelte müssen nach einem bestimmten Verfahren kalkuliert und durch Aushang veröffentlicht werden; die Fahrschule muss über den Unterricht und die Fahrstunden Aufzeichnungen führen; die behördliche Überwachung der Fahrschulen wird verstärkt.
Am 1. Juli tritt das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) mit dem Verwarnungsgeldkatalog in Kraft.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wurde für den 21. März auf den Stuttgarter Killesberg einberufen. Auf dieser Versammlung wurde der 1. Vorsitzende Heinz Grünewald abberufen. Zuvor hatten die Herren Heiler und Gromer ihre Vorstandsämter niedergelegt. Der daraufhin neu gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender - Gebhard L. Heiler, 1. stellvertretender Vorsitzender - Ernst von Baeckmann, Karlsruhe, Kassierer - Eugen Gromer, Pforzheim. Detlev F. Haug wird zum Pressereferenten gewählt.
Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Juni in der Stadthalle Sindelfingen beschließt die Versammlung auf Antrag des Kreisvereins Pforzheim, eine eigene Verbandszeitschrift herauszugeben. – Dies ist die Geburtsstunde der FahrSchulPraxis (zunächst mit dem Titel „Die Verbandsfahrschule“), die am 15. September zum ersten Mal erscheint.
Auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände wurde am 2. April ein neuer Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender, Werner Hilff, 1. Stellvertreter, Ernst Fröhling (bisher: Rolf Walther), 2. stellvertretender Vorsitzender, Fritz Rauscher (bisher: Friedel Merz).
Am 13. Januar erhält das Verkehrsinstitut in Quelle bei Bielefeld als erste deutsche Fahrlehrerausbildungsstätte die amtliche Anerkennung nach § 22 Fahrlehrergesetz.
Ab der Ausgabe 6 heißt „Die Verbandsfahrschule“ „FAHRSCHULPRAXIS“.
Die Mitgliederversammlung am 15. Mai brachte einige Neuerungen: Der Landesverband der Kraftfahrlehrer Baden-Württemberg e.V. heißt nun Landesverband der Fahrlehrer Baden-Württemberg e.V. Der Beirat wird sich ab Inkrafttreten der Kreisreform am 1. Januar 1973 aus den Vorsitzenden der von den Mitgliedern gewählten Kreisvorsitzenden zusammensetzten. Der Beirat ist nach der Mitgliederversammlung das höchste Gremium.
Am 2. Juni erklärt der Verband den Austritt aus der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. zum 31.12.1971. Grund für den Austritt waren "unerträgliche Stimmrechtsverhältnisse". Diese ermöglichten es einigen wenigen großen Verbänden, die anderen Verbände ständig zu überstimmen. Die Verbände der Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Pfalz, Rheinland und Saarland kündigen ebenfalls ihre Mitgliedschaft aus diesem Grund.
Auf Initiative des Innenministeriums wird der Arbeitskreis „Verkehrssicherheit Baden-Württemberg“ gegründet. Ihm gehören alle Organisationen und Verbände des Landes an, die auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit tätig sind.
Am 1. März tritt die neue StVO mit grundlegenden Änderungen in Kraft.
Die neue Prüfungsrichtlinie schreibt vor, dass ein Teil der Prüfungsfahrt außerhalb geschlossener Ortschaften abgehalten werden müssen.
Der Verband hielt seine diesjährige Mitgliederversammlung am 22. April im Kurhaus in Freudenstadt ab. Durch die im Jahr zuvor geänderte Satzung wurden Vorstandswahlen notwendig. Die Mitgliederversammlung bestätigt Gebhard Heiler für weitere drei Jahre im Amt des 1. Vorsitzenden, Ernst von Baeckmann für ein weiteres Jahr im Amt des 2. Vorsitzenden. Adolf Wolfer wird zum neuen dritten Vorsitzenden für drei Jahre gewählt.
Der Verband kündigt zum 30. Juni die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrspädagogischen Institut (DVPI) auf. Der Vorstand des DVPI hatte beschlossen, das dem Verband durch Satzung zustehende Einspruchsrecht in berufsständischen Fragen zu entziehen. Damit ist das DVPI nicht mehr berechtigt, als „zentrales Ausbildungsinstitut des Landesverbandes Baden-Württemberg e.V.“ zu firmieren.
Am 31. Juli führt der Verband das erste Perfektions- und Sicherheitstraining (Instruktoren-Kurse) auf dem Verkehrsübungsplatz Birkhau durch. Eigens dafür ließ der Verband eine ca. 300 qm große "Schleuderplatte" anlegen.
Der Verband veranstaltet am 30. September unter der Schirmherrschaft von Innenminister Schieß den ersten „Tag der Überlandfahrt“ auf dem Verkehrsübungsplatz Birkhau. Dem Aufruf zur Teilnahme folgen 120 Fahrlehrer aus allen Teilen Baden-Württembergs mit 365 Fahrschülern. Ein voller Erfolg!
Zu den Themen StVO und StVZO finden im Winter 72/73 erstmals Fortbildungskurse unter der Regie des Verbandes statt.
Die Fahrlehrerverbände Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Rheinland, Pfalz und Saar gründen am 9. Oktober eine neue Dachorganisation unter der Bezeichnung „Bundesverband deutscher Fahrlehrer-Verbände e.V.“. Auf der ersten Mitgliederversammlung am 25. November in Alsfeld/Hessen wurde der Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender - Gebhard L. Heiler, Korntal, 2. Vorsitzender - Rolf Walther, Hamburg, 3. Vorsitzender - Erwin Halenke, Berlin.
Am 27. Januar tritt der neue Beirat des Verbandes zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dem Beirat gehören außer dem dreiköpfigen Vorstand nun 38 Kreisvorsitzende an.
Die Mitgliederversammlung findet am 12. Mai im Kurhaus in Kirchzarten statt. Aktuelle Themen: "Kampf ums Berufsbild“ und "Höhere Anforderungen an die Fahrlehrer“.
Von Juni bis Dezember erscheinen die Mitteilungen des Verbandes der Kraftfahrlehrer Rheinland e.V. ebenfalls in der „FahrSchulPraxis“.
Der Beirat beschließt in seiner Sitzung am 6. Oktober im Hotel Eiss, Leonberg, die Gründung einer GmbH (heute: FSG/TTVA mbH).
Die „Baden-Württembergische Treuhandstelle für das Fahrschulüberwachungspersonal“ (heute: Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit) nimmt Ende Oktober ihre Tätigkeit auf. Wilhelm Burkart wird Geschäftsführer.
Mit Schreiben vom 26. November teilt das Innenministerium Baden-Württemberg mit: „...dass ab sofort auf die Vorhaltung des Verkehrsblattes in denjenigen Fahrschulen verzichtet wird, die die Fachzeitschrift „Fahrschulpraxis“ laufend beziehen und lückenlos vorrätig halten....“.
Ab 1. Januar ist das Mitführen eines Verbandskastens nach DIN-Vorschrift 13164 vorgeschrieben.
Zahlen und Fakten: Das Normalbenzin kostet 96,5 Pfennig, 98 Pfennig der Diesel und 99,9 Pfennig der Super.
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am 27. April in der Stadthalle Göppingen stand ein Referat von Bundesrichter Dr. Dr. Spiegel, Karlsruhe, zum Thema „Ausbildungsmängel in der Fahrschule als Unfallursache aus der Sicht des Verkehrsrichters“ mit anschließender Diskussion.
Der Verband gibt im Juni erstmalig „Richtlinien für die Begründung und Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen mit Fahrlehrern in Fahrschulen“ und „Empfehlungen für Gehaltsvereinbarungen“ heraus. Im Juli wird ein darauf abgestimmter Vorschlag eines Arbeitsvertrages in der „Fahrschulpraxis“ veröffentlicht.
Der Verband bietet im Rahmen der Fortbildung erstmalig ein Technik-Seminar bei der Firma Magirus-Deutz in Neu-Ulm an.
Am 19. Dezember wurde die Fahrschul-Service GmbH (heute: FSG/TTVA mbH) im Handelsregister eingetragen.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hat ihr Stimmrecht geändert. Das neue Stimmrecht berücksichtigt nun die Vertretungsansprüche der kleineren und der größeren Verbände in ausgewogener Weise. Damit ist diese Streitfrage, die zum Austritt von 7 Verbänden und zur Gründung des Bundesverbandes Deutscher Fahrlehrerverbände e.V. geführt hat, aus der Welt geschafft. Der Bundesverband beschließt seine Auflösung am 15. März. Der Beirat befürwortet, dass der Verband einen Wiederaufnahmeantrag an die Bundesvereinigung stellt. Alle ausgetretenen 7 Verbände sind seit 1. Juli wieder Mitglied der Bundesvereinigung.
Seit 1. Januar müssen alle neugefertigten Wagen an den beiden Vordersitzen mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sein.
Werner Hilff, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., scheidet am 31. Dezember aus persönlichen Gründen aus dem Amt aus. Hilff war seit 1963 Vorsitzender der Bundesvereinigung. Bis zur Durchführung von Neuwahlen am 10. Januar 1975 wird die Bundesvereinigung vom 2. Vorsitzenden, Ernst Fröhling, geleitet.
Seit 1. April gehört die Fahrschul-Service GmbH (FSG) zu 100% dem Verband. Da aus rechtlichen Gründen zwei Gesellschafter zur Gründung erforderlich waren, hielt Julius Bader als Geschäftsführer des Verbands bis dahin 2,5 % der Anteile. Julius Bader und Gebhard L. Heiler sind Geschäftsführer der FSG.
Der Verband feiert bei der Mitgliederversammlung am 26. April in Heilbronn sein 25-jähriges Bestehen. Die Mitglieder beschließen, in der Zeit von Oktober 1975 bis März 1976 Rundfunkwerbung zu machen. Dafür wird eine Umlage von DM 130,00 pro Mitglied erhoben. Der 1. Vorsitzende, Gebhard L. Heiler, und der 3. Vorsitzende, Adolf Wolfer, wurden einstimmig wiedergewählt. Der Vogel-Verlag, München, schenkte dem Verband zum Jubiläum ein quicklebendiges Ferkel, das beim Fahrlehrerball auf den Namen „Gebhard“ getauft wurde.
Der Verband führte auf dem Verkehrsübungsplatz Birkhau bei Kirchheim/Teck den ersten Fortbildungskurs für Klasse- 1-Fahrlehrer durch.
Zahlen und Fakten: Der Verband hat nun rund 1.600 Mitglieder.
Seit 1. Januar tritt die Volljährigkeit mit Vollendung des 18. Lebensjahres ein.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am 10. Januar in Kirchheim/Oberhessen stattfand, wählten die Delegierten der 13 Landesverbände der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände einen neuen Vorstand: 1. Vorsitzender – Ernst Fröhling, Niedersachsen, 2. Vorsitzender - Rolf Walther, Hamburg, 3. Vorsitzender - Gebhard Heiler, Baden-Württemberg.
Der Beirat hat in seiner Sitzung am 13. März einer Neufassung der Wettbewerbsregeln des Verbandes zugestimmt. Die Überarbeitung war notwendig, um die Wettbewerbsregeln den veränderten Gegebenheiten anzupassen.
Auf der Mitgliederversammlung am 1. Mai im Kongress-Zentrum „Rosengarten“ in Mannheim hielt der Abgeordnete des Deutschen Bundestags, Dr. Dieter Schulte, ein Referat zum Thema „Die berufsständische Situation des Fahrlehrers“. Dem Referat schloss sich eine angeregte Podiumsdiskussion an. Die Versammlung beschließt, dass von Oktober bis März 1977 wieder Rundfunkwerbung geschaltet wird.
Der Verband erhält mit Schreiben des Innenministeriums Baden-Württemberg vom 29. September die Anerkennung als Ausbildungsträger für die Durchführung von Fortbildungslehrgängen nach § 33 Abs. 2a Fahrlehrergesetz.
Der Beirat beschließt auf seiner Sitzung am 8./9. Oktober, dass die Teilnehmerzahl bei Fortbildungslehrgängen auf 40 begrenzt wird. Die ersten dreitägigen Lehrgänge nach dieser Regelung finden im Herbst statt.
Der Verband zieht ins "Eigenheim" um! Ab 25. Oktober befindet sich die Geschäftsstelle in Korntal-Münchingen, Stadtteil Korntal, in der Ludwigsburger Straße 14.
Ab 1. Januar müssen Fahrer und Beifahrer von Motorrädern Sturzhelme tragen.
Am 5. September tritt die Fahrschüler-Ausbildungsordnung (FahrschAusbO) in Kraft. Damit werden die Sonderfahrten als Pflicht eingeführt (mind. eine Überlandfahrt von mehr als 50 km, mind. 90 Min. Autobahn/Kraftfahrstraße und mind. 45 Min. Nachtfahrt). Auch wird der theoretische Unterricht zur Pflicht.
Seit 3. Dezember wird ein Modellversuch „Nachschulung zum Punkteabbau“ in Bayern’s Fahrschulen durchgeführt.
Der Verband entwickelt den Fahrschülerpass „Fahren lernen in Baden-Württemberg“ (das waren die Anfänge des späteren „Passport zum Führerschein“).
Die Mitgliederversammlung findet am 23. April in Kirchzarten statt. Innenminister Karl Schiess hält ein Referat zum Thema „Fragen zur weiteren Entwicklung der Verkehrssicherheit in unserem Bundesland“.
In seiner Sitzung am 22. Oktober bestellte der Beirat Bernd Wolfer, Nürtingen, zum Motorradreferenten des Verbandes.
Auf der Mitgliederversammlung am 13. Mai in Heilbronn, Harmonie, tritt der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ernst Haar (SPD), den Befürchtungen der Fahrlehrer entgegen, dass die vorgesehene verstärkte Verkehrserziehung an den Schulen dazu führen werde, die Fahrausbildung in die Schule zu verlegen (Projekt „EMS – Einführung in den modernen Straßenverkehr“ der BAST).
In einem bundesweiten Versuch will die Verkehrswacht ab dem Schuljahr 78/79 Mofakurse in Schulen durchführen.
Im September beginnt das erste Klasse-2-Seminar in Wörth bei der Fahrerinformation der Daimler-Benz AG.
Ab November wird nun auch in Baden-Württemberg ein Modellversuch für die Nachschulung auffälliger Kraftfahrer in Fahrschulen durchgeführt.
Vom 7. bis 21. November führt der Verband eine Amerika-Reise durch. Im Mittelpunkt stand die Teilnahme an der Annual National Convention, der Jahresversammlung des amerikanischen Fahrlehrer-Zentralverbandes (Driving School Association of America Inc.). George Hensel, Los Angeles, Alterspräsident des Verbandes, hatte die baden-württembergischen Fahrlehrer dazu eingeladen.
Ab November gilt auf Autobahnen und ähnlichen Straßen die Richtgeschwindigkeit 130 km/h.
Die Fahrschul-Service GmbH (FSG) eröffnet am 1. Februar ein Ladengeschäft in Korntal, Johannes-Daur-Str. 21.
Am 28. April beschließt die Mitgliederversammlung in Heilbronn, Harmonie, den Namen „Landesverband der Fahrlehrer Baden-Württemberg e.V.“ in „Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.“ zu ändern.
Der Beirat hat auf seiner Sitzung vom 26. Oktober Gelegenheit gehabt, sich mit Vertretern der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) über das Projekt „EMS“ zu unterhalten. Der Beirat geht als Ergebnis davon aus, dass eine Zusammenarbeit mit der BAST in Sachen "Mofa" unter bestimmten Voraussetzungen möglich wäre. Ein Fachausschuss wird gebildet, der Vorschläge für eine Verhandlungsbasis erarbeiten soll.
Im November wird in ganz Baden-Württemberg ein Modellversuch gestartet, bei dem die Akzeptanz und Resonanz auf „Dachschilder“ an Fahrschullehrfahrzeugen getestet wird.
Für nach dem 1. Mai erstmals zugelassene Pkw werden Rücksitzgurte Pflicht.
Der 3. Vorsitzende, Adolf Wolfer, scheidet an seinem 60. Geburtstag, am 18. Februar, aus seinem Amt aus. Für die Interrimszeit bis zur Mitgliederversammlung wählt der Beirat Emil Veser, Pforzheim, zum 3. Vorsitzenden.
Anfang des Jahres wird der „Gruppenvertrag Leben“ für Verbandsmitglieder mit der Albingia Lebensversicherungs-AG in Leben gerufen.
Ab 1. April müssen Jugendliche, die zu diesem Zeitpunkt oder später das 15. Lebensjahr vollenden, beim Führen eines Mofas eine Prüfbescheinigung nachweisen. In Baden-Württemberg wird dem Erwerb der Prüfbescheinigung in einem Modellversuch (Mofa 25) eine Ausbildung von sechs Doppelstunden vorgeschaltet. Die Ausbildung wird von den Fahrschulen nach dem EMS-Programm „50 Kubik“ durchgeführt. Die Prüfung wird von ACE, ADAC, Landesverkehrswacht und TÜV durchgeführt.
Der Verband feiert sein 30-jähriges Bestehen bei der Mitgliederversammlung am 12. April in Heilbronn, Harmonie. Der Vorsitzende, Gebhard L. Heiler, erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik. Staatssekretär Robert Ruder (Innenministerium Baden-Württemberg) überreicht die hohe Auszeichnung mit den Worten: „Sie haben sich um Leben und Gesundheit vieler Bürger unseres Landes verdient gemacht.“
Der durch den Beirat bestimmte „Interims-Dritte“ Emil Veser, Pforzheim, wurde durch die Versammlung im Amt des 3. Vorsitzenden für die Dauer der Amtsperiode, für die Adolf Wolfer gewählt war, bestätigt.
Im Mai fliegt der Verband mit 216 Teilnehmern in die USA. Hollywood und Disneyland, der IVV-Kongress in Las Vegas, San Francisco und Los Angeles und natürlich die „California Driving School“ von George Hensel stehen u.a. auf dem Programm.
Das Verbandbüro platzt schon wieder aus allen Nähten. Deshalb genehmigt der Beirat in einer außerordentlichen Sitzung am 9. Juni das Bauvorhaben des Vorstandes. Ein eigenes, größeres Bürogebäude wird in Korntal gebaut.
Themen der Beiratssitzung am 17./18. Oktober sind u.a.: Die Berufsständische Abrechnungszentrale für Fahrschulen (BAF), die eine Gründung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. und der Fahrlehrerversicherung mit Sitz in Stuttgart ist, und bereits die Arbeit aufgenommen hat.
Im Herbst bietet der Verband erstmalig einen 3-Tages-Kurs für die Fortbildung auf dem Gebiet der „Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“ -GGVS- an.
Der Verband bietet für Oktober erstmals eine „Fortbildungsveranstaltung unter südlicher Sonne“ auf Mallorca an.
Der „Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit“, seit 23. Oktober 1980 im Vereinsregister eingetragen, übernimmt ab 1. Januar die Aufgaben der bisherigen „Treuhandstelle für das Fahrschulüberwachungspersonal“.
Seit 1. Januar müssen Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse 4 neben der theoretischen auch eine praktische Prüfung ablegen.
„Steig ein auf Formel K“ wird erstmals kostenlos an alle Verbandsfahrschulen in Baden-Württemberg verteilt. Die Broschüre, die mit der finanzielle Hilfe des Innenministeriums erstellt werden konnte, erfreut sich großen Beliebtheit bei den Fahrschülern.
Jeden Freitag beantworten Hörer der Südfunk-Sendung „Im Auto unterwegs“ Gebhard Heilers Führerscheinfrage.
Der Verband und die FSG ziehen am 23. März in die neu erbauten eigenen Büroräume in Korntal, Johannes-Daur-Str. 21, Eingang: Zuffenhauser Str. 3, um.
Der langjährige Pressereferent (seit 1970) des Verbandes, Detlev F. Haug, steht aus persönlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung. Der Beirat bestellt in seiner Sitzung am 28. März den Stuttgarter Motorjournalisten Andreas Maier zum neuen Pressereferenten.
Bei der Mitgliederversammlung am 9. Mai in Ulm, Donauhalle, hielt u.a. der damalige Innenminister von Baden-Württemberg, Herr Prof. Dr. Roman Herzog, eine Ansprache. MinRat Dr. Hans-Peter Vogt vom Bundesverkehrsministerium hielt eine viel beachtete Rede zum Thema „Fahrlehrerverband – Fahrlehrerkammer“. Mit fundierten Argumenten erteilte er der Fahrlehrerkammer eine deutliche Absage, indem er sie als schwieriges, kostenträchtiges, unbewegliches, bürokratisches Instrument bezeichnete. Fast einstimmig (jeweils eine Enthaltung) wurden der 1. und 3. Vorsitzende, Gebhard Heiler und Emil Veser, im Amt bestätigt.
Vom 3. bis 17. Juni findet wieder eine USA-Reise des Verbandes statt Sie führt nach Kalifornien, Arizona und Nevada.
Am 23. September stirbt Karl Stock, Mannheim, im Alter von 75 Jahren. Er war Mitbegründer des Verbandes und Gründer der Sterbekasse „Stock“.
Nach dem Erfolg der ersten „Fortbildung unter südlicher Sonne“ im letzten Jahr, bietet der Verband im Oktober wieder eine Fortbildung auf Mallorca an.
Der Verband richtet einen Arbeitskreis Klasse 2 ein. Jede Klasse 2-Verbandsfahrschule ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Die erste Sitzung findet am 1. Dezember in den Räumen der Fahrinformation des LKW-Werkes der Daimler-Benz AG in Wörth statt.
Zahlen und Fakten: Der Verband zählt jetzt 1.830 Mitglieder. In der Zeit vom 1. April 1980 bis zum 30. Juni 1981 wurden 46.078 jugendliche Mofa-Fahrer in den Fahrschulen Baden-Württembergs ausgebildet.
Am 1. April tritt die Richtlinie für die Prüfung von Fahrerlaubnisbewerbern über die Beherrschung der Grundzüge der energiesparenden Fahrweise in Kraft. Ab diesem Termin muss bei der theoretischen Prüfung zusätzlich ein Fragebogen zu diesem Thema beantwortet werden.
Zahlen und Fakten: Nach einer Statistik des Kraftfahrtbundesamtes waren am 1. Juli noch 1.690.000 VW-Käfer im bundesdeutschen Straßenverkehr. Er ist damit nach wie vor das meistgefahrene Fahrzeug. An zweiter Stelle folgt der Opel Kadett und an dritter Stelle der VW-Golf.
Der Beirat bestellt in seiner Sitzung am 20. März in Korntal Emil Veser zum neuen Motorradreferenten. Der Amtsvorgänger Bernd Wolfer stand aus Gründen beruflicher Überlastung nicht mehr zur Verfügung.
Julius Bader, langjähriger Geschäftsführer des Verbandes und der FSG, tritt aus Altersgründen zum 31. März in den Ruhestand. Der 28jährige Bankkaufmann und Betriebswirt Dieter Gundermann, Waiblingen, übernimmt ab 1. April in der Funktion eines Geschäftsstellenleiters die Aufgabengebiete von Herrn Bader. Herr Gundermann ist nur einige Monate beim Verband und der FSG tätig.
Bei der Mitgliederversammlung am 17. April in Mannheim, Rosengarten, hält Ministerialrat Dr. Rolf Gall, Innenministerium Baden-Württemberg, ein mit Spannung erwartetes Referat, in dem es hauptsächlich um den Modellversuch „Mofa 25“ ging.
Diesmal geht die USA-Reise vom 20. April bis 5. Mai an die Ostküste (u.a. nach New York, Washington, New Orleans und Miami Beach).
Seit Mai ist Detlev F. Haug wieder als Redakteur für die FahrSchulPraxis tätig und ab Herbst auch als Geschäftsstellenleiter des Verbandes und der FSG.
Die „Fortbildung unter südlicher Sonne“ findet im Oktober wieder auf Mallorca statt.
In Baden-Württemberg wurde der Mofa-Prüfung (seit 1. April 1980) in einem Modellversuch „Mofa 25 Baden-Württemberg“ eine theoretischen Ausbildung von sechs Doppelstunden vorgeschaltet. Die Ausbildung wurde von den Fahrschulen nach dem EMS-Programm „50 Kubik“ durchgeführt. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit einigen Fahrlehrern, die vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim endeten, musste das Innenministerium den Modellversuch beenden. Ab dem 7. Juli besteht keine Pflicht mehr in Baden-Württemberg, eine Ausbildung in einer Fahrschule zu durchlaufen.
Ab 1. Januar erhöht sich die Mehrwertsteuer für Fahrschulen von bisher 6,5 % auf 13 %.
Der Beirat wählt Detlev F. Haug, auf seiner Sitzung am 22. Januar zum Pressereferenten.
Am 1. April werden neue Grundfahraufgaben für die Klassen 1 und 4 eingeführt.
Die erste Weiterbildung „Motorrad-Total“ führt vom 23. bis 30. April nach Mallorca/Spanien.
Bei der Mitgliederversammlung am 7. Mai in Heilbronn, Harmonie, werden zwei Anträge des Vorstandes mit großer Mehrheit angenommen. Der erste Antrag fordert den Vorstand auf, bei der Bundesvereinigung und allen hierfür in Frage kommenden Stellen darauf hinzuwirken, dass für die Fahrschulen eine Mindestgebührenordnung nach dem Regionalprinzip in Anlehnung an § 51 PBefG geschaffen wird. Der zweite Antrag beauftragt den Vorstand bei der Bundesvereinigung und allen hierfür in Frage kommenden Stellen darauf hinzuwirken, dass zukünftig als Voraussetzung für die Erteilung der Fahrschulerlaubnis oder die Zulassung zur Tätigkeit als Fahrschulleiter eine 2. Ausbildungsphase zu absolvieren ist.
Die Berufsständische Abrechnungszentrale für Fahrschulen (BAF) wird der Deutschen Verrechnungsstelle für Fahrschulen (DVF) angeschlossen.
Der Verband führt für interessierte Mitglieder im zweiten Halbjahr mehrere Video-Einweisungsseminare durch.
Am 1. September trifft sich der Arbeitskreis Klasse 2 zu einer außerordentlichen Sitzung in Korntal. Anlass sind die in den letzten Monaten eingetretenen Veränderungen auf dem Klasse-2-Sektor außerhalb der Fahrschule: Die Umschulungsmaßnahmen der Arbeitsämter und jetzt vor allem das Auftreten des TÜV Baden (und des DEKRA) als Maßnahmenträger für die Umschulung von Klasse-3-Inhabern zu Fahrern der Klasse 2. Die Versammlung kommt zu dem Entschluss, die Grundlagen für eine Arbeitsgemeinschaft zu erarbeiten, die flächendeckend in ganz Baden-Württemberg tätig werden kann und von erfahrenen, leistungsfähigen Klasse-2-Fahrschulen getragen wird. Am 1. Dezember wird die TTVA – Technik-Transport-Verkehr-Ausbildungs GmbH - gegründet.
Der Bau der Erweiterung des Verbandsgebäudes in Korntal ist fertiggestellt.
Die Fortbildung „Unter südlicher Sonne“ führt im Oktober an ein neues Ziel: Torremolinos/Spanien.
Am 8. Oktober stirbt Heinz Grünewald, Mannheim im Alter von 73 Jahren. Von 1966 bis 1970 bekleidete er das Amt des Verbandsvorsitzenden.
Die Umsetzung der 1. EG-Richtlinie über den Führerschein in die nationale Gesetzgebung ist abgeschlossen und steht am 1. Dezember 1982 im Bundesgesetzblatt. Entsprechende Änderungen des Straßenverkehrsgesetzes und der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung treten bereits am 1. Januar in Kraft. U.a. müssen sich ab diesem Zeitpunkt die Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse 2 einer„Überprüfung der geistigen und körperlichen Eignung“ durch einen Arzt unterziehen. Eine entsprechende ärztliche Bescheinigung ist dem Fahrerlaubnisantrag beizufügen.
Im November beginnt in Bayern ein Modellversuch zur "intensivierten Außerortsprüfung"
Einen Tag vor der Mitgliederversammlung, die am 10. März in Offenburg, Oberrheinhallen, stattfindet, tagen vier Arbeitskreise zu aktuellen Themen: 1. Überwachung von Fahrschulen, 2. Führerschein auf Probe, 3. Praktische Fahrprüfung und 4. Klasse-2 und KOM-Ausbildung. Gebhard L. Heiler wird mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Die Weiterbildungsveranstaltung „Motorrad Total“ findet vom 1. bis 8. Mai in Mugello/Italien, statt.
Vom 5. bis 20. Mai sind die Fahrlehrer wieder in Amerika (u.a. Los Angeles, San Diego, Phoenix, New York).
Am 15. September stirbt Eugen Gromer, Pforzheim, im Alter von 66 Jahren. Eugen Gromer war von Anfang an dabei und während 14 Jahren als Rechnungsprüfer bzw. Kassierer des Verbandes tätig gewesen.
„Fortbildung unter südlicher Sonne“ findet im Oktober wieder auf Mallorca statt.
Ministerialrat Dr. Rolf Gall, seit 28 Jahren in der Innenverwaltung des Landes Baden-Württemberg tätig, geht mit Vollendung seines 64. Lebensjahres am 31. Dezember in den Ruhestand. Seit 1964 leitete er das Referat „Verkehrssicherheit“ im Innenministerium Baden-Württemberg.
Am 24. und 25. April findet in Hamburg der 1. Europäische Fahrlehrer-Kongress der Europäischen Fahrlehrer-Assoziation statt.
Die Mitgliederversammlung findet am 27. April in Heilbronn, Harmonie, statt. Im Rahmen der Versammlung wurde der Nachfolger von Herrn Dr. Gall, Herr Regierungsdirektor Hans-Henner Kownatzki, vorgestellt.
Der Verband geht in die UdSSR: Vom 22. Mai bis 5. Juni führt die Fachstudienreise mit mehr als 260 Teilnehmern in die Städte Moskau, Leningrad, Kiew und Tiflis.
Das Klasse-1-Langstreckentraining „Gamsbock TOTAL“ führt im Juni in’s Grödner Tal.
Ein heftiger Konkurrenzkampf in Teilen Baden-Württembergs, der fast ausschließlich über den Preis geführt wird, veranlasste den Vorstand, eine außerordentliche Sitzung des Beirats einzuberufen, um Maßnahmen gegen den ruinösen Wettbewerb, einzuleiten. Der Beirat beschließt, die Aufklärungskampagne „Fahrausbildung ist Vertrauenssache“ in die Wege zu leiten. Anzeigenserien, Poster, Handzettel und Pressematerial sollen von einer Werbeagentur entwickelt werden.
Ab 1. Oktober wird eine obligatorische Ausbildung für Mofa-Aspiranten bundesweit eingeführt. In Baden-Württemberg darf die Ausbildung nur in Fahrschulen erfolgen.
„Fortbildung unter südlicher Sonne“ im Herbst wieder auf Teneriffa.
Mit Verfügung vom 13. November hat die Landeskartellbehörde die in der Mitgliederversammlung beschlossene Erweiterung der Wettbewerbsregeln des Verbandes anerkannt.
Ab April muss an Fahrzeugen mit Ottomotor jährlich eine Abgassonderuntersuchung (ASU) durchgeführt werden.
Am 19. April tagt die Mitgliederversammlung in Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus. Innenminister Dietmar Schlee referiert zum Thema „Anspruchsvolle Ausbildungsprogramme der Fahrschulen sind die Grundlage der Verkehrssicherheitsarbeit“.
Vom 28. Mai bis 10. Juni findet eine Fachstudienreise nach Kanada und in die USA statt.
Alle Verbandsfahrschulen erhalten im Juli eine Erstausstattung der neuen Verkehrssicherheitsbroschüre „Junge Fahrer in Baden-Württemberg – Cool im Verkehr“, die die bisherige Aktion „Formel K“ ablöst. Unterstützt wird die Aktion des Verbandes durch das Innenministerium Baden-Württemberg und den ADAC.
Das Klasse-1-Langstreckentraining „Motorrad TOTAL“ führt im September nach Istrien/Jugoslawien.
Und wieder geht’s zur Fortbildung im Oktober nach Mallorca.
Die 5. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften bringt einige Neuerungen mit sich. So z.B. wird ab 1. April der EG-einheitliche rosafarbene Führerschein eingeführt; Dachschilder sind bei allen Ausbildungsfahrten zugelassen; die Sonderfahrten werden erweitert und der sog. „Stufenführerschein“ für Motorradfahrer wird eingeführt. Hierzu wird die Einteilung der Fahrerlaubnisklassen um eine neue Klasse 1a ergänzt.
Seit 1. November müssen Fahrschüler kraft Gesetz am theoretischen Unterricht teilnehmen und der „Führerschein auf Probe“ ist da. Die Nachschulung bei Zuwiderhandlungen innerhalb der Probezeit wird von Fahrlehrern durchgeführt, die Inhaber einer Nachschulungserlaubnis sind.
Am 16. Mai findet die Mitgliederversammlung in Offenburg, Oberrheinhallen, statt. Die jüngste Novellierung des Wettbewerbsrechts zum 1. Januar betrifft auch das Fahrlehrerwesen und ist deshalb Anlass, die bestehenden Wettbewerbsregeln des Verbandes anzupassen. Die Versammlung verabschiedet die neuen Wettbewerbsregeln.
Vom 2. bis 17. Juni findet die Fahrlehrer-Fachstudienreise „Amerika rustikal“ mit den Zielen Arizona, Nevada und Kalifornien statt.
Am 29. Juli findet auf dem Stuttgarter Killesberg eine praktische Demonstration der neuen Grundfahraufgaben für die Klasse 1, die ab 1. April 1988 eingeführt werden, statt, zu der Vertreter der Presse eingeladen wurden. Bei der Vorführung der Aufgabe „Bremsen in Schräglage“ kam Gebhard Heiler mit dem Vorderrad seiner BMW auf eine rechts stehende Pylone und stürzte – bundesweite Schlagzeilen voller Häme waren damit gesichert.
Das Motorrad-Langstreckentraining „La France TOTAL“ führt in diesem Jahr vom 26. September bis 3. Oktober in die Französischen Seealpen.
In den Monaten Oktober/November wird über das 3. Programm des Süddeutschen Rundfunks im Rahmen eines Modellversuchs wieder (s. 1975) Rundfunkwerbung für die Verbandsfahrschulen ausgestrahlt. Eine finanzielle Belastung der Mitglieder ist mit dem Modellversuch nicht verbunden.
Im Oktober findet die Fortbildung bei Marbella an der Costa del Sol/Spanien statt.
Seit Oktober gibt es massive Prüfungsengpässe vor allem im Bereich des TÜV Stuttgart. Heiler appelliert an den Betriebsrat des TÜV, Samstagsprüfungen zuzulassen.
Zahlen und Fakten: Am 31. Dezember gibt es 1.858 Hauptstellen und 1.481 Zweigstellen von Fahrschulen in Baden-Württemberg.
Seit Beginn des Jahres gibt es im hessischen Regierungsbezirk Gießen einen Versuch, der der Preiswahrheit und Preisklarheit durch bessere Vergleichbarkeit der Fahrschulentgelte wieder auf die Sprünge helfen soll. Das „Gießener Modell“ wurde vom hessischen Minister für Wirtschaft und Technik mit Erlass vom 27. August 1986 genehmigt. Initiator des Modells ist Wolfgang Bega, der beim Regierungspräsidenten für die Überwachung der Fahrschulen verantwortliche Beamte.
Mit dem 1. Oktober gilt eine geänderte Prüfungsrichtlinie. U.a. wird die Dauer der Prüfungsfahrten verlängert und es gibt neue Fragebogen.
Zahlen und Fakten: Im Jahr 1987 wurden im Bundesgebiet 77.906 Führerscheine der Klasse 1 und 102.184 Führerscheine der Klasse 1a erteilt.
Auf der Beiratssitzung vom 30. Januar wird über zwei neue Fahrschülerausbildungs-Kontrollsysteme (FAKT – von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. und F.A.C.I.T – von der Deutschen Verrechnungsstelle für Fahrschulen –DVF-) berichtet.
1988 geht es bei der Fachstudienreise nicht nur auf den amerikanischen Kontinent, sondern auch nach Südafrika. Die Reise findet vom 23. März bis 8. April statt.
Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 30. April in Korntal als reine Arbeitstagung (ohne Fahrlehrerball und Rahmenprogramm) statt. U.a. wird das brennende Problem der Platzfrage für die Durchführung der Grundfahraufgaben der Klasse 1 diskutiert. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Praktische Fahrprüfung heute“ liefert viel Zündstoff.
In diesem Jahr werden auf Grund der großen Nachfrage zwei USA-Reisen angeboten. Eine im Mai mit den Zielen Phoenix, Grand Canyon, Las Vegas, San Francisco, Los Angeles und San Diego, und eine im Oktober mit den Zielen Phoenix, Grand Canyon, Las Vegas, Death-Valley, San Francisco, Los Angeles und Ft. Myers/Florida.
Im Juni erhalten alle Mitglieder des Verbandes die neue Broschüre „Alles über die praktische Prüfung“.
Der TÜV Baden-Württemberg wird durch den Zusammenschluss der bisher selbstständigen Überwachungsvereine Baden und Stuttgart am 2. September gegründet.
Im Herbst wird der Gesprächskreis „ Praktische Fahrerlaubnisprüfung“ eingerichtet. Im Arbeitskreis sind Vertreter des TÜV und des Verbandes vertreten.
„Motorrad TOTAL“ heißt in diesem Jahr „Hungaria TOTAL“ – es geht vom 24. September bis 1. Oktober nach Budapest/Ungarn.
Und wieder findet die „Fortbildung unter südlicher Sonne“ im Herbst auf Mallorca statt.
Mit Wirkung vom 15. November hat die Fahrschul-Service GmbH (FSG) die aus dem Arbeitskreis Klasse 2 hervorgegangene TTVA Ausbildungsgesellschaft mbH mehrheitlich übernommen. Die TTVA war wegen dem Ausbleiben von erwarteten Aufträgen der öffentlichen Hand infolge von Etatkürzungen bei der Arbeitsverwaltung in einen finanziellen Engpass gekommen.
Zahlen und Fakten: Der Verband zählt nun rund 2.100 Mitglieder. In Baden-Württemberg gibt es 1.860 Fahrschul-Betriebe und 1.390 Zweigstellen.
Der Stufenführerschein ist Wirklichkeit: Für die Klasse 1 kommen ab 1. April nur noch Bewerber in Frage, die seit mindestens 2 Jahren im Besitze der Fahrerlaubnis der Klasse 1a sind und das 20. Lebensjahr vollendet haben.
Am 8. Mai stirbt Werner Hilff im Alter von 76 Jahren. Hilff war in den Jahren 1963 bis 1974 Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
Die Reform der Fahrlehrerausbildung war das Thema des Symposiums, zu dem die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 09. und 10. Mai 1988 nach Bad Honnef eingeladen hatte. Dabei stellte sie ihre Vorstellungen von einer durchgreifenden Reform vor und gab Erziehungswissenschaftlern, Politikern und Ministerialbeamten sowie Interessengruppen Gelegenheit zur Stellungnahme.
Im Oktober werden neue Grundfahraufgaben für die Klasse 2 eingeführt.
Ebenfalls zum 1. Oktober treten eine Reihe von Änderungen der StVO in Kraft. Der Verband bietet dazu seinen Mitgliedern das Programmpaket „2 x 2 = 100“ als Nachschulungsprogramm an, das speziell für die Erwachsenenbildung entwickelt wurde. Die Mitglieder können damit Kurse für Erwachsene als besondere Leistung zur Hebung der Verkehrssicherheit anbieten.
Am 5. November stirbt Rolf J. Walther, Hamburg, im Alter von 63 Jahren. Walther war lange Jahre Erster Stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 15. Dezember in Kassel wird Gebhard L. Heiler zu ihrem 1. Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 1. Vorsitzender ist Ernst Fröhling, Niedersachsen und 2. Stellvertretender Vorsitzender ist Gerhard von Bressensdorf, Bayern.
Auf der Mitgliederversammlung am 22. April in Heilbronn, Harmonie, gibt es eine Änderung im Vorstand: Emil Veser stellt sich erneut zur Wahl um das Amt des 3. Vorsitzenden. Es bewirbt sich auch Peter Tschöpe, Willstätt, um dieses Amt. Bei der schriftlichen Wahl fallen 135 Stimmen auf Veser und 191 Stimmen auf Tschöpe. Damit ist Peter Tschöpe neuer 3. Vorsitzender des Verbandes. Emil Veser hatte das Amt seit 1980 bekleidet.
Die durch die Wahlen bei der Mitgliederversammlung eingetretenen Veränderung hat auch die Neubesetzung des Amtes des Motorradreferenten zur Folge; Emil Veser legt dieses nieder. Bis der Beirat über eine Neubesetzung entscheiden kann, wird mit Wirkung vom 1. Juni Günter Luppart zum kommissarischen Motorradreferenten des Verbandes bestellt.
Der Verband bietet im Juni erstmals ein "Damen-Seminar" unter dem Titel „Die Frau im Fahrschul-Management“ an.
Am 23. Juli stirbt der Gründungsinitiator unseres Verbandes und Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Fahrlehrerversicherung i.R., Karl Rederer, im Alter von 78 Jahren.
Vom 16. bis 23. September führt das Motorrad-Langstreckentraining mit dem Titel „Gamsbock TOTAL Nr. 2“ nach Italien.
Im Herbst geht’s wieder zur Fortbildung nach Mallorca.
Der Beirat bestellt in seiner Sitzung am 7. Oktober Günter Luppart zum neuen Motorradreferenten.
Am 14. Oktober fand für den ersten Wertungs-Zeitraum der Nachbetreuungsaktion des Verbandes und der ADAC-Gaue „Junge Fahrer in Baden-Württemberg – COOL im Verkehr“ auf dem Gelände des TÜV Stuttgart in Ludwigsburg das Endturnier um den Titel „Bester junger Fahrer in Baden-Württemberg“ statt. Den Sieg und damit verbunden einen neuen Ford Fiesta errang die zwanzigjährige Margit Kieninger aus St. Georgen.
Anfang des Jahres werden die von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. 1978 erstmals herausgegebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Fahrschulen (AGB) als Folge neuer Rechtsprechung neu gefasst.
Das „Gießener Modell“ findet vor Gericht sein Ende. Der Initiator Wolfgang Bega wurde vom Amtsgericht Gießen zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt, weil er Fahrschulen zur verbotenen Preisabsprache ermuntert hatte.
Vor kurzem noch belächelte Exoten auf unseren Straßen, jetzt hundertfache Realität: Die „Trabbis“ der Flüchtlinge und Aussiedler aus der DDR. Um eine schnelle und unbürokratische Umschreibung dieser Fahrzeuge zu ermöglichen, erlässt der Bundesminister für Verkehr die „Trabbi-Verordnung“.
Am Jahresbeginn nimmt der TÜV Südwest e.V. seine Arbeit auf. Der TÜV Baden und der TÜV Stuttgart wurden aufgelöst.
Im Februar findet das erste „Kontaktstudium“ an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd statt. Die Verbände von Bayern und Baden-Württemberg sind die Initiatoren dieses neuartigen Seminars.
Der Verband feiert sein 40-jähriges Bestehen anlässlich der Mitgliederversammlung am 28. April in Heilbronn. Staatssekretär Robert Ruder aus dem Innenministerium Baden-Württemberg hält eine viel beachtete Ansprache mit dem Titel „4 Jahrzehnte gemeinsames Streben nach Verkehrssicherheit“, und Frau Dr. Erika Emmerich, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, hält die Festrede „40 Jahre Fahrlehrerverband Baden-Württemberg – 40 Jahre Aufwind für die Verkehrssicherheit“.
Am 16. Mai wird die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. gegründet. Zum Vorsitzenden wird Dr. Rolf Gall gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wird Gebhard L. Heiler gewählt.
Das neue Nachschulungsprogramm „ASK – Aufbauseminare für Kraftfahrer“ wird in Baden-Württemberg eingeführt. Der Verband bietet ab August Einweisungslehrgänge an.
Im September heißt das Motorrad-Langstreckentraining „Wallis TOTAL“ und führt in die Schweiz. Das Langstreckentraining „Motorrad TOTAL“ ist längst eine feste Einrichtung des Verbandes geworden. Es findet regelmäßig einmal im Jahr statt und führt an immer neue und „kurvenreiche“ Ziele.
Die „Fortbildung unter südlicher Sonne“ findet im Herbst an einem neuen Reiseziel statt: in Antalya an der Türkischen Riviera.
Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. übernimmt die Patenschaft für den neu gegründeten Fahrlehrerverband Thüringen e.V.
Am 13. Oktober wird Emil Veser, Pforzheim, vom Beirat zum Umweltreferenten des Verbandes berufen.
Zum 1. Januar tritt die 10. Verordnung zur Änderung der StVO in Kraft. Die Änderungen enthalten in erster Linie Nachfolgeregelungen für die Zonen-Geschwindigkeits-Verordnung, Bestimmungen über verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche und die Numerierung der Ausfahrten und Knotenpunkte der Autobahn.
An den Bundeswehrstandorten Sigmaringen und München geht im November ein erster Modellversuch, Soldaten der Bundewehr in zivilen Fahrschulen zu Kraftfahrern der Klasse 2 auszubilden, mit der erfolgreich abgelegten Fahrprüfung zu Ende. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hatte mit der Bundeswehr einen entsprechenden Ausbildungsvertrag abgeschlossen.
Ab 1. November ist eine Ausbildungsbescheinigung nicht mehr nur für die Sonderfahrten sondern für die gesamte praktische und theoretische Ausbildung auszustellen.
Das „Kontaktstudium“ an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd wird durch das Innenministerium Baden-Württemberg nach § 33 Abs. 2a FahrlG anerkannt.
Am 4. Februar hat die Landesregierung von Baden-Württemberg die Geschäftsbereiche der Ministerien neu abgegrenzt. Zwischen dem Innenministerium und dem neu geschaffenen Verkehrsministerium wurde eine Neuaufteilung der Aufgaben auf dem Gebiet der Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr vereinbart. Danach ressortieren alle Aufgaben nach dem Fahrlehrergesetz und das Fahrerlaubniswesens beim Verkehrsministerium, das von Dr. Thomas Schäuble als dem ersten baden-württembergischen Verkehrsminister geleitet wird.
Am 12. April wird Frau Helga Lenz die Anerkennungsurkunde und der aaP-Ausweis durch Verkehrsminister Dr. Schäuble überreicht. Sie ist damit die erste Prüferin für Fahrerlaubnisprüfungen in der Bundesrepublik. Sie war übrigens 1979 auch die erste Vorsitzende eines Fahrlehrer-Kreisvereins in der Bundesrepublik.
Auf der 41. Mitgliederversammlung am 20. April in Friedrichshafen wird eine umfangreiche Modernisierung der Satzung des Verbandes beschlossen. Ernst von Baeckmann hatte bereits seit längerem verkündet, dass er mit Erreichen des 65. Lebensjahres nicht mehr für das Amt des 2. Vorsitzenden kandidieren wird. Von Baeckmann gehörte dem Vorstand 21 Jahre an. Die Neuwahlen ergeben: 2. Vorsitzender Peter Tschöpe, 3. Vorsitzender Günter Luppart, Stuttgart.
Die „Fahrlehrerfortbildung unter südlicher Sonne“ ist im Herbst auf Kreta. Auch in den folgenden Jahren findet die „Fortbildung unter südlicher Sonne“ regelmäßig einmal im Jahr an verschiedenen Reisezielen statt.
Seit Oktober finden Fortbildungsveranstaltungen im zentralen Institut der TTVA GmbH in Korntal statt.
Am 17. Dezember beantragt die Deutsche Verrechnungsstelle für Fahrschulen GmbH (dvf) beim Amtsgericht Stuttgart die Eröffnung des Konkursverfahrens. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg gründet für die geschädigten dvf-Kunden eine Interessengemeinschaft, die das ganze Bundesgebiet umfasst. Vertreten wird die IG durch die langjährigen Anwälte des Verbandes, die Sozietät Dr. Schelling und Partner, Stuttgart.
Zahlen und Fakten: Der Verband hat nun 1.994 Mitglieder.
Ende Juni wird die „Zweite EG-Führerschein-Richtlinie“ verabschiedet. Die darauf beruhenden nationalen Regelungen sollen zum 1. Juli 1994 in Kraft treten. (Anm.: In der Bundesrepublik Deutschland treten die neuen Regelungen erst am 1. Januar 1999 in Kraft!)
Mit Wirkung vom 1. Januar wird Matthias Wimpff in die Position des 1. Geschäftsführers der TTVA GmbH durch den Verwaltungsrat berufen. Wimpff war früher für die „dvf“ tätig.
Der Beirat bestellt in seiner Sitzung am 25. Januar Herbert Bühler zum Behindertenreferenten des Verbandes.
Der Geschäftsstellenleiter des Verbandes, Detlev F. Haug, scheidet aus Altersgründen aus dem aktiven Arbeitsleben aus. Er wird aber weiterhin in der Redaktion der „FahrSchulPraxis“ tätig sein. Ab 31. März übernimmt Matthias Wimpff zusätzlich die Position des Geschäftsstellenleiters des Verbandes.
Nach dem Verkauf des DVPI gründen ehemalige Mitarbeiter und Dozenten die Fahrlehreraus- und -weiterbildungsstätte Verkehrspädagogische Akademie (VPA) in Kirchheim/Teck.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. stiftet erstmalig den „Karl-Rederer-Preis“. Der Preis wird in regelmäßigen Abständen an natürliche und juristische Personen oder auch an Organisationen vergeben, die hervorragende neue Ideen oder Problemlösungen auf dem Gebiet der Verkehrspädagogik entwickelt haben, die eine Verbesserung der Verkehrserziehung und damit eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erwarten lassen. Die Stiftung des Preises wurde durch Frau Lilli Rederer, Ulm, der Witwe des verdienten Kollegen Karl Rederer, ideell und finanziell gefördert.
Der Verband veröffentlicht erstmals in der FahrSchulPraxis, Ausgabe Mai, den Wettbewerbskalender. Er enthält alle dem Verband bekannt gewordenen Verstöße und die jeweils eingeleiteten Maßnahme des Verbandes.
Bei der Mitgliederversammlung am 23. Mai in Offenburg, Oberrheinhallen, wird erstmalig ein „Arbeitnehmer-Vertreter“ nach § 8 Abs. 8 der Satzung gewählt. Die Versammlung wählt Frau Bettina Gehrig zur ersten Arbeitnehmer-Vertreterin des Verbandes.
Unter dem Motto „Dem Verbraucher müssen die Augen geöffnet werden“ findet am 20. Mai in Stuttgart eine gemeinsame Pressekonferenz des TÜV und des Verbandes statt, die in den Medien eine starke Resonanz findet.
Der langjährige Redakteur der FahrSchulPraxis, Detlev F. Haug „DFH“, geht im August endgültig in den Ruhestand. Ab der Ausgabe 12/92 ist der freie Journalist Rudolf Heitz, Holzgerlingen, Redakteur der FahrSchulPraxis.
Im Alter von 75 Jahren stirbt Julius Bader. Er war von 1958 bis 1982 als Geschäftsführer des Verbandes und später auch als Geschäftsführer der Fahrschul-Service GmbH tätig.
Am 17. und 18. September ist eine Israelische Regierungsdelegation zu Gast beim Verband. Die Experten aus Ministerien und Verwaltungen wollten das deutsche Fahrausbildungs- und Prüfungswesen kennenlernen.
In einer Sitzung am 10. Oktober beschließt der Beirat die Durchführung der Veranstaltung „Tag der Umweltfahrt“ und bestellt Dipl.Ing. Udo Wollenhaupt einstimmig zum neuen Umweltreferenten den Verbandes.
Die 43. Mitgliederversammlung findet am 24. April in Heilbronn, Harmonie, statt. Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann Schaufler rückt in seinem Referat die Verkehrssicherheit in den Vordergrund und bezeichnet die Fahrschulen als wichtige Vermittler und Multiplikatoren.
Ab 1. Mai werden für die Ausbildung und Prüfung der Motorradklassen neue Grundfahraufgaben eingeführt und die Prüfungszeit von 45 auf 60 Minuten erhöht.
Dank einer neuen Telefonanlage mit Durchwahlnummern sind ab 15. Mai alle Mitarbeiter des Verbandes, der FSG und der TTVA direkt zu erreichen.
Am 19. Juni findet der erste „Tag der Umweltfahrt“ unter der Schirmherrschaft des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg statt. Alle Verbandsmitglieder sind aufgefordert, mit ihren Fahrschülern eine Sternfahrt unter Umweltgesichtspunkten zum Verkehrsübungsplatz Vaihingen/Enz durchzuführen. Rund 120 Fahrlehrer mit 300 Fahrschülern folgen der Aufforderung.
Der Verband ermittelte erstmals die durchschnittlich erhobenen Ausbildungspreise der Fahrschulen in Baden-Württemberg. Das Ergebnis wird in der FahrSchulPraxis 10/93 veröffentlicht.
Im Vorgriff auf die Umsetzung der Zweiten EG-Führerscheinrichtlinie fällt ab April die Aufstiegsprüfung von Klasse 1a auf Klasse 1 weg.
Ebenfalls ab April werden ausländische Fahrerlaubnisse nicht mehr ohne weiteres „umgeschrieben“. Nur noch Inhaber einer Fahrerlaubnis aus einem EG-Staat oder einem der gleichgestellten Staaten bekommen die deutsche Fahrerlaubnis prüfungsfrei. Alle anderen müssen vor der Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis in einer theoretischen und praktischen Prüfung ihre Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen.
Am 8. Dezember stellt die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. einen „Curricularen Leitfaden Pkw Ausbildung“ der Öffentlichkeit vor.
Ab 1. Oktober unterliegen alle angehenden Busfahrer (Bewerber um eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung -FzF-) der Ausbildungspflicht.
Anfang des Jahres führt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg probeweise den Bußgeld- und Maßnahmenkatalog „Fahrlehrerrecht“ für die Ahndung von Verstößen gegen das Fahrlehrergesetz und die auf diesem beruhenden Verordnungen ein.
Die Redaktion der FahrSchulPraxis liegt seit Januar in den Händen von Frau Gabriele Fiorentino.
Die Mitgliederversammlung findet am 23. April im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen statt. Im Mittelpunkt stehen die Referate des Präsidenten der Deutschen Verkehrswacht, Dr. Günter Sabow, und des Unfallforschers, Dr. Klaus Langwieder. Die Aussprache stand ganz im Zeichen des Themas „Gebührenordnung für Fahrschulen“.
Am 2. Juli findet wieder ein „Tag der Umweltfahrt“ statt. Diesmal geht die Sternfahrt zum Verkehrsübungssplatz Birkhau.
Am 1. September findet erstmals in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz ein Fortbildungskurs für Klasse D-Fahrlehrer in Hockenheim statt.
Am 13. und 14. Mai findet in Hamburg die Jahresmitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. statt. Ernst Fröhling, langjähriger Vorsitzender, kandidierte aus Altersgründen nicht mehr für das Amt. Zum Nachfolger wird Gerhard von Bressensdorf, Bayern, gewählt. Gebhard L. Heiler, der ebenfalls für das Amt des Vorsitzenden kandidiert hatte und bisher stellvertretender Vorsitzender war, trat von seinem Amt zurück, so dass nun auch der 1. und 2. stellvertretende Vorsitzende zu wählen waren. Zum 1. Stellvertreter wurde Peter Glowalla, Berlin, und zum 2. Stellvertreter wurde Rudi Ebel, Pfalz, gewählt.
Die Mitgliederversammlung findet am 13. Mai in Heilbronn, Harmonie, statt. Das Referat von MinRat Christoph Rang, Bundesverkehrsministerium, zum Thema „Die Zukunft des Fahrlehrerberufs in Deutschland - Vernünftiges aus Bonn, Gefahren aus Brüssel? und die Podiumsdiskussion „Fahrlehrerberuf in der Krise?“ finden große Beachtung. Karen Maronde wurde zur neuen „Arbeitnehmer-Vertreterin“ gewählt.
Der dritte „Tag der Umweltfahrt“ findet am 1. Juli in Heilbronn auf dem Verkehrsübungplatz am Warthberg statt.
Der Beirat folgt im Herbst der Einladung der AITEK GmbH, Köln, um das neu eingerichtete Zentrum für Simulator gestützte Fahrausbildung kennen zu lernen.
Die zu jeweils 100 % dem Verband gehörende Fahrschul-Service GmbH und die TTVA GmbH fusionieren zum Jahresende. Die neue Gesellschaft firmiert: „Fahrschul-Service Gesellschaft für Tagungen, Technik, Versicherungsvermittlung und Ausbildung m.b.H. - kurz: FSG/TTVA mbH.
Seit 1. Januar erhebt die Bundesregierung Autobahngebühren für Lkw.
Ab 15. Januar kann bei der Neuzulassung oder Umschreibung eines Kraftfahrzeugs gewählt werden, ob man ein Euro-Kennzeichen oder ein Nummernschild der bisherigen Art an seinem Fahrzeug führen möchte.
Der für den 8. bis 10. Februar in Ulm geplante internationale Fachkongress „Behinderte lernen Autofahren - Mobilität ist Leben“ der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V., musste mangels Interesse abgesagt werden.
Im Februar startet die Aktion „Motorrad - aber sicher“. Eine Initiative des Verbandes und der Zeitschrift „Motorrad“, mit dem Ziel, jungen Motorradfahrern auch nach Abschluss ihrer Ausbildung mit Information und Rat zur Seite zu stehen.
Am 1. April führt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg ein bundesweit einheitliches Fahrprüfungs-Protokoll ein. Der Prüfer vermerkt darauf die wesentlichen Gründe für das Nichtbestehen einer Fahrprüfung und händigt es dem Prüfling aus.
Die Mitgliederversammlung findet am 11. Mai im MARITIM Hotel, Ulm, statt. Hermann Schaufler, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg hält eine Ansprache unter dem Motto „Verkehrspolitik im gesellschaftlichen Wandel - Perspektiven für das nächste Jahrzehnt“; Dr.-Ing. Heiner Kamm, Leiter der Technischen Prüfstelle des TÜV-Südwest, geht in seinem Referat auf die Frage ein: „Wird die Zweite EG-Führerscheinrichtlinie die Prüfung erschweren?“
Im Herbst beginnen im Rahmen der Fahrlehrerfortbildung die ersten Klasse-BE-Seminare des Verbandes.
Ab November finden sieben Regionalversammlungen des Verbandes statt. Die Mitglieder werden über die neuesten Entwicklungen und bevorstehenden Veränderungen auf den Gebieten der Gesetz- und Verordnungsgebung, der Fahrprüfung, der Kalkulation und der sozialen Sicherungssysteme informiert.
Zahlen und Fakten: Der Verband hat 44 Seminare mit 919 Teilnehmern durchgeführt. 1.924 Mitglieder hat der Verband Ende des Jahres.
Die Zweiundzwanzigste Verordnung zur Änderung der straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 22. Februar - Leichtkraftrad-VO - tritt in Kraft. Damit wird die Fahrerlaubnisklasse 1b für Leichtkrafträder den Bestimmungen der Zweiten Führerschein-Richtlinie angepasst. Die zulassungsrechtlichen Eckwerte sind: Höchstens 125 ccm Hubraum und eine Nennleistung von höchstens 11 kW (15 PS).
Die Abschaffung des Sprachtestes bei Ablegung der theoretischen Prüfung in einer Fremdsprache tritt zum 1. November in Kraft.
Die 47. Mitgliederversammlung findet am 26. April in Pforzheim, Stadthalle, statt. Nach 27 Jahren im Amt des Vorsitzenden kandidiert Gebhard L. Heiler nicht mehr. Mehr als 750 Besucher - ein bisher nie erreichter Rekord - bereiten Heiler einen eindrucksvollen Abschied. Das Bundesverkehrsministerium ist durch Staatssekretär Henke und eine Reihe hoher Beamter vertreten. Für die Landesregierung würdigte Ministerialdirektor Dr. Werner Classen das langjährige Wirken Heilers. Die Mitglieder wählen Peter Tschöpe, bisher 2. Vorsitzender, zum neuen Vorsitzenden des Verbandes. Günter Luppart, bisher 3. Vorsitzender, wird in das Amt des 2. Vorsitzenden gewählt. Jochen Klima, Freudenstadt, wird als 3. Vorsitzender neu in den Vorstand gewählt. Neuer Arbeitnehmervertreter wird Udo Warnecke-Laudes, Emmendingen.
Das 15. "Motorrad Total" führt vom 20. bis 27. September in die Toskana.
Die Fortbildung „Unter südlicher Sonne" ist im Herbst wieder auf Mallorca.
Der Beirat bestellt in seiner Herbst-Sitzung Rudi Gäbelein, Main-Tauber-Kreis, zum neuen Umwelt-Referenten und Heinz Künster, Ortenaukreis, zum neuen Motorrad-Referenten.
Zahlen und Fakten: In Baden-Württemberg gibt es 1.913 Fahrschul-Hauptstellen und 1.530 Zweigstellen. Der Verband hat im Laufe des Jahres 57 Seminare mit 962 Teilnehmern durchgeführt. 1.948 Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen sind Mitglied des Verbandes.
Unter dem Motto „Kundenorientierung und Kundengewinnung steht die 48. ordentliche Mitgliederversammlung am 25. April in Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus. Die Ansprachen „Die wirtschaftliche Situation der Fahrschulen - unternehmerische Wege aus der Krise“ von Ansgar Brendel, Dipl. Kaufmann, Wirtschaftprüfer und Steuerberater, und „Die wirtschaftliche Situation der Fahrschulen - Marketing-Strategien“ von Gerhard Märtterer, Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH) und Geschäftsführer einer Werbeagentur, finden viel Beachtung.
Am 22. Juli stirbt Eugen Schmid, Haigerloch, im Alter von 69 Jahren. Eugen Schmid war viele Jahre Vorsitzender des Verwaltungsrats der FSG/TTVA mbH und stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses des Verbandes.
Am 10. August findet auf dem Verkehrsübungsplatz Vaihingen/Enz eine Besprechung interessierter Mitglieder zum Thema „Gefahrenbremsung“ statt.
Der seit April 1982 geltende Kuvert-Erlass wird Ende August durch das baden-württembergische Verkehrsministerium aufgehoben.
Ab Oktober beantwortet der Verband Fragen zum neuen EG-Recht auch außerhalb der Bürozeiten. An drei Abenden in der Woche stehen die Vorstandsmitglieder für eine schnelle Auskunft genau dann zur Verfügung, wenn in den Fahrschulen der Theorieunterricht läuft. Die Hotline wird sehr gut angenommen.
Der Beirat bestellt in seiner Herbst-Sitzung Horst Krieg, Balingen, zum neuen Motorrad-Referenten.
Zu Jahresbeginn löst Ministerialrat Dietmar Enkel den Leiter des Referates „Verkehrssicherheit“ im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, Herrn MinRat Hans-Henner Kownatzki, ab.
Am Tag vor der Mitgliederversammlung, die am 24. April in Pforzheim, Stadthalle, stattfindet, finden drei Arbeitskreise zu aktuellen Themen statt: AK I - Neues Recht - Erfahrungen/Umsetzung/Notwendige Änderungen; AK II - Fahrschüler reklamieren; AK III - Fahrschule 2020 - Die Zukunft des Berufsstandes.
Am 25. August stirbt Dr. jur. Rolf Gall im Alter von 78 Jahren. Dr. Gall war lange Jahre Leiter des Referats Verkehrssicherheit im Innenministerium Baden-Württemberg und bei Gründung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. deren Vorsitzender.
Im September gründet der Verband mit den Partnern ADAC, ACE und dem TÜV eine Schlichtungsstelle für das Fahrschulwesen. Die Schlichtungsstelle hat die Aufgabe, Streitigkeiten aus Ausbildungsverträgen zwischen Fahrschülern und Fahrlehrer möglichst gütlich beizulegen oder zu entscheiden. Die Initiative zur Gründung kam aus dem Arbeitskreis II der letzten Mitgliederversammlung.
Zum 1. Januar tritt das neue Führerschein- und Fahrlehrerrecht in Kraft. Die Umsetzung der Zweiten EG-Führerscheinrichtlinie aus dem Jahr 1991 ist damit abgeschlossen. Das neue Führerscheinrecht beinhaltet u.a. die Neudefinierung aller Führerscheinklassen. Z.B. wird aus Klasse 3 die Klasse B, aus Klasse 2 wird Klasse C, Klasse T wird neu eingeführt. Das neue Fahrlehrerrecht bestimmt u.a., dass Fahrlehrer alle vier Jahre an einer Fortbildungsveranstaltung teilnehmen müssen. Fahrlehreranwärter müssen ein 5-monatiges Praktikum in einer Ausbildungsfahrschule absolvieren und Fahrlehrer, die sich selbstständig machen wollen, müssen an einem 70-stündigen Betriebswirtschaftsseminar teilnehmen.
Beruf und Verband:
Seit 15. Januar ist der Verband im Internet vertreten. Unter der Adresse www.fahrlehrerverband-bw.de finden Fahrschüler und Fahrlehrer Interessantes rund um den Führerschein und die Ausbildung.
Das 50-jährige Jubiläum des Fahrlehrerverbandes wird anlässlich der Mitgliederversammlung am 6. Mai 2000 in Ludwigsburg, Forum, gefeiert. Die Versammlung steht unter dem Motto "Dem Erfolg verpflichtet, für das Kommende gerüstet". Die Festansprache wird von Gebhard L. Heiler, der 27 Jahre Vorsitzender des Verbandes war, gehalten. Neben den vielen Mitgliedern und ihren Angehörigen erwiesen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung dem Verband Reverenz. An ihrer Spitze der baden-württembergische Minister für Umwelt und Verkehr, MdL Ulrich Müller, die Landtagsabgeordneten Herrmann (CDU) und Schmiedel (SPD), der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., Gerhard von Bressensdorf, der Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen, Prof. Dr. Lenz, vom Vorstand des TÜV Süddeutschland Prof. Dr. Schlagenhauf sowie Thomas C. Zell, Direktor der DaimlerChrysler AG, und Wolfram Klitzsch, Vorstandsvorsitzender der Fahrlehrerversicherung VaG.
Im internen Teil der Versammlung stellt der Leiter der Technischen Prüfstelle des TÜV Süddeutschland, Dr.-Ing. Kamm, die theoretische Prüfung am PC vor; ab Herbst 2000 läuft hierzu an der Prüfstelle Stuttgart ein Praxistest mit Freiwilligen. Außerdem wurde am Nachmittag Frau Karen Maronde zur Angestelltenvertreterin gewählt, nachdem Udo Warnecke-Laudes nicht mehr für dieses Amt kandidierte.
Der Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e.V. wird 20 Jahre alt.
Zum 11. Mal führt der Verband das Spezialtraining für 50 Motorradfahrlehrer am 7. Juni auf dem Hockenheimring durch.
Am 19. Juni wird bei einem Kawasaki-Training in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) Premiere gefeiert: Fahrlehrer aus der ganzen Republik kamen zu diesem Fahrertraining von Kawasaki. Eingefädelt hatten den Deal die Motorradexperten der Verbände Bayern und Baden-Württemberg, Hubert Müller und Günter Luppart.
Die FahrSchulPraxis, das südwestdeutsche Fahrlehrermagazin und offizielles Mitteilungsblatt des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wird 30! Die erste Ausgabe erschien am 15. September 1970 unter dem Titel "Die Verbandsfahrschule“, der allerdings bereits neun Monate später in "FahrSchulPraxis" geändert wurde.
Das Redaktionsbüro der FahrSchulPraxis wird im September von Maria Reufer, die seit 1995 für die FSG/TTVA mbH tätig ist, übernommen. Gabriele Fiorentino verlässt das Unternehmen, um in die von ihrem Mann gegründete Firma einzusteigen.
Das Spezialseminar Motorrad Total vom 24. bis 30. September 2000 führt mit 105 Teilnehmern nach Kroatien auf die Insel Krk. Glanzlicht dieser Fortbildung ist ein Training auf dem Autodrom in Rijeka.
Die Fortbildung “unter südlicher Sonne" findet auf der griechischen Insel Rhodos statt.
Ereignisse, Entwicklungen im Bund
Der Aufsichtsrat der Fahrlehrerversicherung hat zum 1. Februar 2000 Andreas Anft als Nachfolger von Wilfried Oberdorf in den Vorstand berufen. Anft tritt damit an die Seite von Wolfram Klitzsch, der am 30. März zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde.
Mehrere Fahrschul-Softwareanbieter können nun Gutachten über die Sicherheit der elektronischen Unterschrift ihres Programms vorlegen. Diese Systeme erfüllen damit die Voraussetzung, bei der Fahrschulüberwachung anerkannt zu werden.
Die Fahrlehrerversicherung startet unter www.fahrlehrerversicherung.de ihre Internetpräsenz.
PC-Prüfung: Nach einem Modellversuch in Nordrhein-Westfalen startet die Dresdner Niederlassung der DEKRA einen Pilotversuch mit zwei PC. Im Mai soll eine erste Zwischenbilanz gezogen werden.
Seit Mai liegt die erste Auflage des von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. für das Praktikum von Fahrlehreranwärtern entwickelten Berichtshefts vor.
Ihr 10-jähriges Jubiläum feiert die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. (DFA) am 16. Mai 2000 in der Stadthalle in Korntal. An der gut besuchten Mitgliederversammlung nehmen zum ersten Mal auch Mitglieder des Kuratoriums teil. Neben einem Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre standen richtungweisende Satzungsänderungen und Neuwahlen auf der Tagesordnung. Kern der Satzungsänderungen war, dass zukünftig die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. (BVF) “geborene“ Vorstandsmitglieder der DFA sind. Nach einstimmiger Billigung der Satzungsänderung wurde der Vorstand gewählt. Dr. Heiner Kamm wurde als Vorsitzender im Amt bestätigt. Die Herren Peter Glowalla (1. stellvertretender Vorsitzender der BVF) und Rudi Ebel (2. stellvertretender Vorsitzender der BVF) wurden als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand der DFA gewählt. Außerdem gehören die Herren Gerhard von Bressensdorf, Gebhard L. Heiler (Schatzmeister) und Prof. Gerd Sackmann dem Gremium als stellvertretende Vorsitzende an.
Die 50. Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. findet am 2. Juni in Potsdam statt. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe und Regierungsdirektor Christian Weibrecht, im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zuständig für das Fahrerlaubniswesen, sind Hauptredner der Tagung. Peter Glowalla wird als 1. stellvertretender und Rudi Ebel als 2. stellvertretender Vorsitzender der BVF einstimmig wiedergewählt. Außerdem beschloss der Vorstand die Auflösung der Studienstelle der BVF und gleichzeitig die Gründung einer Wirtschafts-GmbH (heute: Servicegesellschaft der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände mbH).
Vom 9. bis 11. Juni 2000 findet das erste bundesweite Tennisturnier der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. in Trier statt. Das Turnier wird vom Fahrlehrerverband Rheinland e.V. veranstaltet.
Am 30. Juni 2000 wählt die Mitgliedervertreterversammlung der Fahrlehrerversicherung VaG einen auf sechs Mitglieder verkleinerten Aufsichtsrat. Mitglieder des Aufsichtsrates unter dem Vorsitz von Gebhard L. Heiler sind nun die Herren Wolfgang Bentzien (bestätigt), Peter Glowalla (neu), Hubert Müller (bestätigt), Horst Richter (neu) und Arno Wymar (neu). Die Herren Ernst von Baeckmann, Helmut Beckermann, Hans-Detlef Engel, Willy Heisch, Achim Müller und Alfons Wahlich scheiden aus dem Gremium aus.
Der Verlag Heinrich Vogel feiert am 26. Juli 2000 das 50-jährige Bestehen der Fachzeitschrift FAHRSCHULE, die das offizielle Organ der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. ist.
Fahrschulen, die - auch nur aushilfsweise - einen Arbeitnehmer beschäftigen, sind ab 1. Oktober 2000 zur Bestellung eines Betriebsarztes und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit verpflichtet. Kleinbetriebe müssen keine eigenen Fachkräfte bestellen, sie können diese Aufgabe überbetrieblichen Einrichtungen übertragen. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. hat mit der TÜV Bau und Betrieb GmbH eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die den Verbandsfahrschulen im Verbandsgebiet eine kostengünstige und vor allem auch zeitsparende Betreuung gewährleistet.
Bereits seit 1999 gehört die ALBINGIA Versicherung AG zum AXA Colonia-Konzern. Im Oktober wurden die beiden Unternehmen ALBINGIA und AXA Colonia zusammengefügt.
Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt ist am 16. November zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Kurt Bodewig.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. stellt in der Vorstandssitzung im Dezember ein Plakat und einen Flyer vor, mit dem Verbandsfahrschulen deutlich machen können: „Wir arbeiten mit der Ausbildungsdiagrammkarte - check it out!“.
Außerdem wurden sämtliche Verbandsfahrschulen mit Unterstützung durch VW und der Fahrlehrerversicherung mit den grundlegend überarbeiteten Curricularen Leitfäden Pkw und Motorrad ausgestattet.
Zahlen und Fakten: Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erhöhte sich um zehn Prozent auf 1.702. Verletzt wurden rund 108.500 Personen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um vier Prozent. 11 der 18 Landesverbände empfangen bereits elektronische Post.
Das Bußgeld für schwerwiegende Verkehrsverstöße, namentlich extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen, wird deutlich angehoben. Die "Raser-Verordnung" tritt am 1. Mai 2000 in Kraft.
In Kraftfahrzeugen mitzuführende Verbandkästen müssen seit 1. Juli 2000 der DIN-Norm 13164 entsprechen.
Seit 1. Oktober ist es für alle Arbeitgeber gesetzliche Pflicht, die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Mitarbeiter sicherzustellen. Dies betrifft auch Betriebe, die nur einen Geringverdiener (400-Euro-Kraft) beschäftigen.
Am 23. Oktober hat das Bundesverkehrsministerium die Richtlinie für den 70-stündigen Lehrgang “Fahrschulbetriebswirtschaft” veröffentlicht, der Voraussetzung für die Fahrschulerlaubnis ist.
Fahrerlaubnisprüfung: Ab 1. November gelten zahlreiche Änderungen des amtlichen Fragenkatalogs.
Der viel befürchtete Zusammenbruch der Computersysteme infolge des Jahreswechsels von 1999 auf 2000 blieb aus.
In Deutschland wird in diesem Jahr mit 13 Millionen Internet-Nutzern gerechnet. 1998 waren es noch 5,7 Millionen. Mehr als ein Drittel der Bundesbürger ist im Besitz eines Computers.
Die Weltausstellung Expo 2000 findet vom 1. Juni bis zum 31. Oktober 2000 in Hannover unter dem Motto „Mensch, Natur und Technik - Eine neue Welt entsteht“ statt.
Die Spenden-Affäre der CDU weitet sich aus. Fast täglich werden neue Enthüllungen bekannt. Am 18. Januar 2000 tritt Altbundeskanzler Helmut Kohl als Ehrenvorsitzender der CDU zurück.
Seit 1. Januar 2001 ist die Karl-Rederer-Stiftung aktiv. Die Stiftung soll es bedürftigen Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, ihre Mitgliedschaft bei der Sterbekasse Stock aufrecht zu erhalten, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, die Umlage zu bezahlen.
Karl Rederer aus Ulm hat 1950 zur Vereinigung der Fahrlehrerverbände im Südwesten Deutschlands aufgerufen und war damit einer der bedeutendsten Initiatoren der Gründung des heutigen Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. Im Gedenken an ihren 1989 verstorbenen Mann hat Frau Lilli Rederer aus Anlass des 50-jährigen Gründungsjubiläums dem Verband einen namhaften Betrag gespendet, mit dem in sozialen Härtefällen geholfen werden soll.
Die Mitgliederversammlung findet am 28. April im Konzerthaus in Freiburg statt. Ein wichtiges Thema ist die Diskussion über die „Zweite Ausbildungsphase“. Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder hält das Referat „Neue Erkenntnisse zum Unfallrisiko junger Fahrer“. Peter Tschöpe, der 1. Vorsitzende, und Jochen Klima, der 3. Vorsitzende, wurden ohne Gegenstimme wiedergewählt. Dr. Heiner Kamm, Leiter der Technischen Prüfstelle des TÜV Süddeutschland (heute: TÜV SÜD Auto Service GmbH), Präsident der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. und Vizepräsident der Sachverständigen-Dachorganisation CIECA, erhält die goldene Ehrennadel mit Brillanten, die höchste Auszeichnung des Verbandes.
Am 1. Juli 2001 beginnt die Überwachung der Seminarleiter. In einer öffentlichen Ausschreibung werden Bewerber für die Tätigkeit als Sachverständiger gesucht. Die Auswahl wird vom Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e.V. getroffen, der die angenommenen Bewerber intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die Erlaubnisbehörden beauftragen für die Durchführung der Überwachungen der Aufbauseminare den Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e.V.
86 Fahrlehrer aus ganz Deutschland absolvierten vom 17. bis 19. Juli 2001 ein Fahrertraining auf dem Lausitzring. Die Fahrlehrerverbände Baden-Württemberg und Bayern organisierten mit dem Sponsor Kawasaki Deutschland die eindrucksvolle Veranstaltung.
Das jährliche Spezialseminar Motorrad Total findet mit der Rekordbeteiligung von 118 Teilnehmern im September 2001 im Trentino (Südtirol/Italien) statt.
Dr.-Ing. Heiner Kamm, seit 1975 TP-Leiter des früheren TÜV Baden e.V. und in dieser Position nach den Fusionen mit dem TÜV Stuttgart und TÜV Bayern bestätigt, geht am 31. Oktober 2001 in den Ruhestand. Nachfolger wird Dipl.-Ing. Marcellus Kaup, der vorher Leiter der TÜV-Niederlassung Öhringen war.
Verkehrsminister Müller unterschreibt im November einen Erlass, durch den ungeeignete Prüforte gestrichen, andere aber neu zugelassen werden. Neu ist auch, dass einige Prüforte nur noch für die Prüfung in bestimmten Klassen anerkannt sind.
Am 22. und 23. Januar 2001 trifft sich der Arbeitskreis „handicap“ der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. zu seiner konstituierenden Sitzung im Verkehrsinstitut Bielefeld. Der Arbeitskreis wurde hauptsächlich gegründet, um die Verbände und ihre Behinderten-Referenten in allen Fragen der Fahrausbildung mobilitätseingeschränkter Personen zu beraten.
Bei der 11. ordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. wird Prof. Karlheinz Schaechterle, Ulm, für seine besonderen Verdienste als Gründungsmitglied und seine erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt.
Im Anschluss an die Versammlung wird der Karl-Rederer-Preis in einem Festakt an den Leitenden Ministerialrat a. D. Dr. Wolfgang Bouska, München, und an den Ministerialdirigenten a.D. Dr. Franz Joachim Jagow aus Bonn verliehen.
In Husum wird am 25. Mai 2001 der 50. Geburtstag der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. mit interessanten Gästen aus Politik und Wirtschaft gefeiert. Die Zeitschrift FAHRSCHULE gibt anlässlich des Jubiläums ein Sonderheft „50 Jahre BVF“ heraus.
Mit der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. und dem Magazin „stern“ als Partner startet die Deutsche Renault AG unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig am 7. Juni 2001 ihre Verkehrssicherheitsaktion „Charakter im Fuß“. Führerscheinneulinge sollen per Fragebogen einen Test machen, der ihnen zeigt, welchem Typ Fahrer sie entsprechen. Unter den Einsendern der Fragebogen werden verschiedene Preise ausgelost. Außerdem darf eine Gruppe junger Fahrer mit ihren Fahrlehrern zu einem Geschicklichkeitswettbewerb nach Paris.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände und Ford haben gemeinsam ein „ECO-Driving für Fahrlehrer“ entwickelt. Wie man Fahrschülern sicheres, wirtschaftliches und umweltfreundliches Fahren in Theorie und Praxis beibringen kann, möchten die drei Partner in Fortbildungen der Fahrlehrerverbände vermitteln.
Ab September 2001 bekommen die Lkw-Ausbilder eine neue Option: Kurzzeitmiete über CharterWay. Die Dienstleistungstochter der DaimlerChrysler AG hält im Branchen-Informations-Center des Lkw-Werks in Wörth einen Fahrschul-Gliederzug bereit. Fahrschulen können diesen auch an Kollegen vermieten und damit besser auslasten.
Anfang November hat das Bundesverkehrsministerium den Entwurf für die „Verordnung über die freiwillige Fortbildung von Inhabern der Fahrerlaubnis auf Probe" (FreiwFortbV) vorgelegt. Mit dieser Verordnung werden die rechtlichen Voraussetzungen für Modellversuche in den Bundesländern zur Erprobung einer freiwilligen zweiten Ausbildungsphase für Fahranfänger der Klasse B geschaffen. Als Anreiz wird die Probezeit der Teilnehmer am Modellversuch um ein Jahr verkürzt.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. führt unter dem Motto „Das pädagogische Profil des Fahrlehrers - Anforderungen in Gegenwart und Zukunft“ am 14./15. November 2001 ein Symposion durch. Fast 200 Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer fordern eine höhere Vorbildung als Schlüsselqualifikation für die Ausbildung zum Fahrlehrer. In der verabschiedeten Resolution wird der Gesetzgeber dazu aufgerufen, die Hochschul- oder Fachhochschulreife gesetzlich zu verankern.
Zahlen und Fakten: In den östlichen Bundesländern hat die DEKRA Ende 2001 die sechsmillionste Fahrerlaubnisprüfung abgenommen. In Deutschland erwerben pro Jahr etwa zwei Millionen Menschen den Führerschein. Ein knappes Viertel davon entfällt auf die neuen Bundesländer.
Die 33. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften bringt hauptsächlich Änderungen und Ergänzungen der StVO. So soll zur besseren Nutzung des Verkehrsraumes das Reißverschlussverfahren künftig erst unmittelbar vor der Verengung angewendet werden. Eine neue Bestimmung - Paragraf 9a - schafft Klarheit für das Fahren in Kreisverkehren. Das lang diskutierte Verbot der Benutzung von Handys während der Fahrt (Verbot gilt auch für Fahrlehrer während der Ausbildungsfahrt) ist ebenso enthalten wie die Möglichkeit, Radfahrern das Fahren in Einbahnstraßen entgegen der für die anderen Fahrzeuge vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu gestatten. Die neuen Regelungen der StVO treten am 1. Februar 2001 in Kraft.
Der Bundesrat hat am 16. Februar 2001 dem Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVRÄndG) zugestimmt. Damit gilt ab 1. April 2001 die neue 0,5-Promille-Grenze. Der Bußgeldrahmen wird für solche Ordnungswidrigkeiten auf maximal 3.000 DM angehoben, ein Regelfahrverbot wird eingeführt und die Bepunktung im Verkehrszentralregister in Flensburg wird erhöht. Neu ist auch, dass das Bundesverkehrsministerium die „Verwendung technischer Einrichtungen am oder im Kraftfahrzeug, die dafür bestimmt sind, die Verkehrsüberwachung zu beeinträchtigen“ (z.B. Radarwarngeräte, Gegenblitzanlagen, Zielführungssystem mit integrierter Warnfunktion) durch Rechtsverordnung untersagen kann.
Am 26. Juli 2001 wird die Abschaffung des Rabattgesetzes verkündet. Die Abschaffung tritt am Tag danach in Kraft.
Die Berufskraftfahrerausbildung wird von zwei auf drei Jahre zur vollwertigen Facharbeiterausbildung erhoben. Damit wird diese Tätigkeit zum staatlich voll anerkannten Ausbildungsberuf. Die Berufsausbildung ist jedoch weiterhin keine zwingende Voraussetzung für die Ausübung der Kraftfahrertätigkeit; es genügt, eine entsprechende Fahrerlaubnis zu besitzen.
George W. Bush wird am 20. Januar 2001 als neuer Präsident der USA vereidigt.
Am 11. September 2001 steuern Terroristen zwei zivile Passagierflugzeuge in das World Trade Center (WTC) in New York und ein Flugzeug in das Pentagon in Washington. Ein viertes Flugzeug stürzt in der Nähe von Pittsburgh ab, ohne sein Ziel zu erreichen. Die beiden getroffenen Türme des WTC fallen nur wenig später in sich zusammen. Insgesamt sterben bei den Anschlägen etwa 3.000 Menschen.
Amerika bombardiert 26 Tage nach dem 11. September Afghanistan, weil die dort herrschenden Taliban dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, Unterschlupf gewähren. Die Nato ruft zum ersten Mal den Bündnisfall aus.
Die Mitgliederversammlung findet am 27. April in Ulm, MARITIM Hotel und Congress Centrum, statt. Evelyn Eckert, Physiotherapeutin, demonstriert ein Übungsprogramm für einen gesunden und schmerzfreien Rücken. Frau Ministerialrätin Christine Kramer aus dem Bundesverkehrsministerium hält ein Referat mit dem Titel „Deregulierung oder noch mehr Einzelfallgerechtigkeit - quo vadis StVO?“. Sie beschreibt damit das Vorhaben, die Straßenverkehrs-Ordnung zu aktualisieren und dabei gleichzeitig lesbarer und volksnaher zu gestalten. Christian Weibrecht, ebenfalls aus dem Bundesverkehrsministerium, berichtet im internen Teil der Versammlung über aktuelle Aufgaben seiner Abteilung. Diskussionen zu „Begleitetes Fahren mit 17“ und „Zweite Ausbildungsphase“ waren aktuelle Themen der Tagung.
Heinz Appenzeller, 1. Vorsitzender des Verbandes in den Jahren 1958 bis 1966, verstirbt am 30. April im Alter von 82 Jahren.
Zum 20. Mal findet Motorrad Total statt. Diesmal vom 22. bis 28. September in Andorra.
25 Jahre CE-Fortbildung: Die beliebten Lkw-Seminare finden üblicherweise im Werk Wörth der DaimlerChrysler AG statt. In diesem Jahr läuft vom 13. bis 15. November eines der Seminare auf dem Sachsenring in Verbindung mit einem Lkw-Sicherheitstraining.
Am 11./12. Oktober findet die konstituierende Sitzung des neuen Beirates des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. statt.
Seit Dezember 2002 bietet das Landratsamt Calw als erste Führerscheinstelle in Deutschland den Fahrschulen und den Führerscheinbewerbern die Möglichkeit, ihren Führerschein per Internet zu beantragen.
Im Januar lösen Referenten aus sechs norddeutschen Bundesländern, die sich auf Einladung von Rupert Schubert, Verantwortlicher des Referats Straßenverkehrsrecht der Hansestadt Hamburg für das Fahrerlaubniswesen, getroffen hatten, mit einer überraschenden gemeinsamen Presseerklärung eine Diskussion zum Thema „Begleitetes Fahren mit 17“ aus. Die Referenten der anderen Bundesländer waren darüber nicht informiert.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. stellt auf ihrer Mitgliederversammlung am 14. Juni 2002 den Curricularen Leitfaden Lkw der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. vor. Autor des Werkes ist Michael Fingskes; bei der Erstellung des Leitfadens wirkte auch eine Arbeitsgruppe der BVF mit. Im Übrigen waren das „Begleitete Fahren mit 17“ und die „Zweite Phase“ zentrale Themen der Versammlung.
Die Fahrlehrerversicherung VaG feiert am 28. Juni ihr 50-jähriges Bestehen. Am 27. Januar 1952 hatten 50 Fahrlehrer aus ganz Deutschland den „Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit der Kraftfahrlehrer im Bundesgebiet“ mit Sitz in Stuttgart gegründet.
Nach der Bundestagswahl 2002 wurde Manfred Stolpe am 22. Oktober 2002 als Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen.
Der Bundesrat stimmt am 12. Juli 2002 der „Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ (FeVÄndV) - auch „Reparatur-Verordnung“ genannt - zu. Zu den wichtigsten Änderungen für die Fahrlehrer zählen die Einführung der Grundfahraufgabe „Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung aus ca. 40 km/h“ als Prüfungsbestandteil der Klasse B, die Möglichkeit der theoretischen Unterrichtung in Einzelstunden (45 Min.) statt nur in Doppelstunden, Mofa-Aspiranten können theoretisch zusammen mit Bewerbern der Klassen A, A1 oder M unterrichtet werden und die Senkung des Mindestalters für Klasse D für angehende Berufskraftfahrer.
Fahrlehrerscheine nach altem Recht berechtigen nach dem 31. Dezember 2002 nicht mehr zur Ausbildung von Fahrschülern. Wer einen neuen Fahrlehrerschein beantragt, muss im Besitz des am 1.1.1999 eingeführten Kartenführerscheins sein.
Am 1. Januar wird der Euro in 12 Staaten der Europäischen Union sowie in Andorra, Monaco, Montenegro, San Marino und dem Vatikan als gemeinsame Währung eingeführt. Das Euro-Bargeld ist seitdem gesetzliches Zahlungsmittel.
Die britische Königsfamilie trauert um Queen Mum. Die Königinmutter stirbt am 30. März im Alter von 101 Jahren in Windsor.
Am 26. April richtet der 19-jährige Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein Blutbad an. Er erschießt 16 Menschen und danach sich selbst. Er war zuvor von der Schule verwiesen worden. An der Trauerfeier nehmen mehr als 100.000 Menschen teil.
Über Owingen und Überlingen ereignet sich am 1. Juli eines der schlimmsten Flugzeugunglücke der deutschen Luftfahrtgeschichte. Am späten Abend kollidiert eine russische Tupolev 154, zum größten Teil besetzt mit Schulkindern, mit einer Cargo-Maschine der Firma DHL. Bei dem Unglück sterben 71 Menschen.
Das Elbehochwasser im August 2002 war ein „Jahrhunderthochwasser“ mit schlimmen Folgen. Bereits in den ersten Augusttagen lösten starke Regenfälle in den Alpen, im Erzgebirge und Riesengebirge schwere Überschwemmungen und verheerende Schlammlawinen in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Italien aus. Da auch viele Verbandsfahrschulen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt von der Katastrophe betroffen waren, hat der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. bei seinen Mitgliedern einen Spendenaufruf gestartet. Zahlreiche Spenden bekundeten die Verbundenheit innerhalb des Berufsstandes.
Am 22. September 2002 wird die Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen für eine weitere Legislaturperiode gewählt. Gerhard Schröder wird am 22. Oktober zum Bundeskanzler gewählt. Neuer Bundesverkehrsminister wird Dr. Manfred Stolpe.
Im Oktober versetzt ein Heckenschütze die Region um Washington drei Wochen lang in Angst und Schrecken. Er tötet scheinbar völlig wahllos 10 Menschen, sechs weitere werden verletzt.
Auf der 53. ordentlichen Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. am 10. Mai 2003 in Pforzheim wird die Aktion „Patenschaft der Besonnenheit“ als ergänzende Maßnahme zur „Zweiten Phase“ vorgestellt. Mit ihrer Patenschaft sollen erfahrene Führerscheininhaber in freiwilliger Selbstverpflichtung schon während der Fahrausbildung und danach den jungen Fahranfängern als Partner mit gutem Beispiel vorangehen und ihnen mit wertvollen Tipps und tatkräftiger Hilfe über die kritische „Reifezeit“ nach dem Führerscheinerwerb hinweg helfen. Stefan Mappus, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, wird die Schirmherrschaft übernehmen und sagt die Unterstützung des Ministeriums zu.
Günter Luppart, 2. Vorsitzender des Verbandes und seit 1991 im Vorstand, kandidiert nicht mehr für eine weitere Amtszeit, weil er dem Nachwuchs Platz machen möchte. Wolfgang Fischer, seit 2000 Vorsitzender des Kreisvereins Heilbronn, wird sein Nachfolger.
Am Tag vor der Versammlung waren die Mitglieder eingeladen, in drei Arbeitskreisen zu den Themen „Kooperation von Fahrschulen“, „Ausbildung mit Funk“ und „Junge Fahrer - Hilfen für die Anfangszeit“ zu beraten. Die Empfehlungen der Arbeitskreise werden zur weiteren Verfolgung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. übermittelt.
Mit dem ersten „Tag der Patenschaft der Besonnenheit“ wird am 6. September 2003 in Pforzheim die neue Aktion der baden-württembergischen Fahrlehrer der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Beisein von Staatssekretär Stefan Mappus (MdL), der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, wird über Wesen und Inhalte der Aktion informiert.
Motorrad Total führt vom 28. September bis 4. Oktober nach Slowenien. Die neuen Anforderungen an die Prüfer, die der Annex II zur 2. EG-Führerscheinrichtline bringt, sowie die Arbeit mit dem Curricularen Leitfaden Krad sind Kernthemen des theoretischen Teils. Der Praxisteil umfasst u.a. das Fahren im Realverkehr, Fahrzeugtechnik und Fahrzeugpflege.
Im Dezember 2003 und Januar 2004 lädt der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg zu insgesamt sieben Regionalversammlungen an verschiedenen Orten des Landes ein. Der Verband informiert dabei seine Mitglieder umfassend und frühzeitig über viele anstehende Änderungen. Die Themen sind: Annex II - Konsequenzen für Ausbildung und Prüfung / Aktuelle Änderungen im Fahrerlaubnisrecht - Neue Fahrerlaubnisklasse? / Zweite Ausbildungsphase / Patenschaft der Besonnenheit / Energiesparende Fahrweise in der Ausbildung / Änderungen in der Sozialgesetzgebung, Krankenversicherung und Altersvorsorge / Änderungen im Steuerrecht, Gewerbesteuerpflicht für Fahrschulen usw. TÜV und ALLIANZ sind Partner bei den Veranstaltungen. Großer Erfolg, ausgezeichnete Bilanz: Rund 1.500 Besucher nehmen an den Regionalversammlungen teil.
449 Mitglieder und damit fast 25 Prozent Rücklaufquote brachte eine Umfrage des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. zur Mitgliederzufriedenheit. Die Ergebnisse waren in den Bereichen Image, Arbeit und Angebote des Verbandes mit jeweils rund 90 Prozent Zustimmung sehr erfreulich. Auch zum Fortbildungsangebot und der Arbeit der Geschäftsstelle gingen 70 bzw. 80 Prozent positive Rückmeldungen ein.
Der Arbeitskreis I des 41. Deutschen Verkehrsgerichtstages in Goslar hat sich fast einmütig für die zweiphasige Ausbildung und das „Begleitete Fahren mit 17“ ausgesprochen. Die Fahrlehrerverbände waren stark vertreten und nahmen aktiv an der Diskussion teil.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V., das „wissenschaftliche Forum der deutschen Fahrschulen“, ist unter www.deutsche-fahrlehrer-akademie.de nun auch im Internet vertreten.
Am 6. Februar 2003 treffen sich auf Einladung des Landesverbandes Sächsischer Fahrlehrer Motorrad-Referenten der Verbände aus dem ganzen Bundesgebiet zur ersten Motorrad-Referenten-Konferenz.
Die Ausstattungsrichtlinie, Vorgaben der EU für die Lkw- und Bus-Ausbildung sowie der Vorschlag, die Klasse M schon ab 15 Jahren freizugeben, bestimmen die Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. im März 2003.
Bundespräsident Johannes Rau ehrt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seinen Einsatz um die Verkehrssicherheit. Am 24. März findet die Verleihung durch den bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein statt.
Für den zweiten Aktionstag „Fahrausbildung“ auf der Leipziger Automesse AMI gibt der Landesverband der Sächsischen Fahrlehrer e.V. die Organisation in die Hände der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., da sich zukünftig unter dieser Führung auch die Fahrlehrerverbände anderer Bundesländer einbringen möchten. Fachvorträge, eine Podiumsdiskussion, praktische Übungen, interessante Fahrzeugpremieren und Gespräche mit Repräsentanten von Firmen und Institutionen machen den Aktionstag zu einem besonderen Ereignis für Fahrlehrer, Fahrschüler und junge Fahrer.
Bei den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen der Europäischen Fahrlehrerassoziation wird am 2. Mai Gerhard von Bressensdorf zum neuen Vorsitzenden gewählt. Sein Vorgänger, Georges van Aerschot, hat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert.
Am 11. Mai 2003 wird in München das Verkehrszentrum des Deutschen Museums eröffnet. Die Halle III „Mobilität und Technik“ ist der erste Teil - bis 2005 soll das Verkehrszentrum fertig gestellt sein.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. stößt bei ihrer Mitgliederversammlung am 5. Juni die Projekte „Qualitätssicherung in der Fahrausbildung“ und „Blickschulung in der Fahrausbildung“ an.
Prof. Bruno Heilig erhält den Karl-Rederer-Preis 2003.
Die Verordnung zur „Zweiten Phase“ tritt am 24. Mai 2003 in Kraft und ermöglicht damit den Modellversuch einer zweiphasigen Fahrausbildung.
Der Bund/Länder-Fachausschuss „Fahrlehrerwesen“ (BLFA) hat Mitte Juni 2003 eine neue Ausstattungsrichtlinie verabschiedet. Die Richtlinie besagt u.a., dass den Fahrschulen ab sofort freigestellt ist, welche Modelle sie im Unterricht einsetzen. Zudem dürfen Hard- und Software nun auch zur Zweigstelle mitgenommen werden und müssen so nicht doppelt vorhanden sein.
Die EU-Berufskraftfahrer-Ausbildungsrichtlinie (Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli 2003 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenverkehr) tritt am 10. September 2003 in Kraft. Für die Überführung der Richtlinie in nationales Recht ist eine Frist von drei Jahren vorgesehen. Sie sieht vor, dass Berufskraftfahrer als Voraussetzung für ihre Tätigkeit - neben der erforderlichen Fahrerlaubnis - die sogenannte Grundqualifikation erwerben müssen. Außerdem wird eine obligatorische Weiterbildung eingeführt.
Eigentlich sollte zum 1. September 2003 die Autobahnmaut für schwere Nutzfahrzeuge eingeführt werden. Schwierigkeiten aufseiten des Betreibers Toll-Collect verhindern den Start. Durch Bekanntmachung des Bundesverkehrsministeriums vom 1. August 2003 wird deshalb ein Teil des entsprechenden Gesetzes vorübergehend außer Kraft gesetzt. Damit entfällt die Autobahnmaut vorerst.
Der Bundesrat hat am 26. September 2003 die Änderungsverordnung zur Umsetzung von Annex II (offiziell: Richtlinie 2000/56/EG vom 14. September 2000 als Ergänzung zu Anhang II der EG-Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG vom 29. Juli 1991) in deutsches Recht beschlossen. Die Verordnung ändert u.a. § 4 DV-FahrlG sowie Vorschriften der Fahrerlaubnisprüfung, der Gebührenordnung, der Beladung und der Prüfungsfahrzeuge.
Nach dem Tod von Maurice Gibb am 12. Januar 2003 verkündeten die Brüder Barry Gibb und Robin Gibb, dass sie unter dem Namen Bee Gees nie wieder Musik machen werden.
Der Krieg der USA gegen den Irak beginnt am 20. März mit gezielten Bombardements auf Bagdad. In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003, das Ultimatum war gerade zwei Stunden abgelaufen, feuerten die USA 40 Marschflugkörper auf den Irak ab. Die Regierung Deutschlands und weite Teile der deutschen Bevölkerung stellten sich zusammen mit Frankreich im Irak-Konflikt gegen die Politik der USA und Großbritanniens.
Der FDP-Politiker Jürgen Wilhelm Möllemann stirbt am 5. Juni 2003 unter nicht vollständig geklärten Umständen bei einem Fallschirmsprung. Er war unter Bundeskanzler Helmut Kohl von 1987 bis 1991 Bundesminister für Bildung und von 1991 bis 1993 Bundesminister für Wirtschaft, ab Mai 1992 auch Vizekanzler. Im Januar 1993 trat er im Zuge der „Briefbogen-Affäre“ von seinen Regierungsämtern zurück. Nach einem Comeback in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000 war er durch umstrittene Aktionen und Projekte abermals in die Kritik geraten.
Baden-Württemberg gehört zu den 11 Bundesländern, die den Modellversuch „Zweite Ausbildungsphase“ zum 1. Januar 2004 einführen.
Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes, die am 24. April 2004 in Friedrichshafen stattfindet, macht der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, Ulrich Müller, klare Aussagen zu den aktuellen Modellversuchen. Er würde die obligatorische Einführung der „Zweiten Phase“ begrüßen, aber das „Begleitete Fahren mit 17“ findet nicht seine Zustimmung. Weitere wichtige Aussagen waren, dass der Beruf „Fahrlehrer“ ein Ausbildungsberuf werden müsse, und er sprach sich für die Einführung einer Qualitätssicherung (QS) aus. Außerdem sollen Fahrschulen, die sich an einem QS-System beteiligen, von der Überwachung befreit werden. Günter Rau aus Geislingen wurde als neuer Arbeitnehmervertreter gewählt. Zum ersten Mal bietet der Verband den Tagungsteilnehmern an, ihre Kinder im Alter von ca. 3 bis 12 Jahren während der Mitgliederversammlung von einem professionellen Team betreuen zu lassen.
Ende Juli 2004 kann die Internetseite www.fahrlehrerverband-bw.de den 1.390.000sten Besucher begrüßen.
Die 22. Veranstaltung Motorrad Total führt auf vielfachen Wunsch vom 19. bis 24. September 2004 zum zweiten Mal an den Gardasee. Das Quartier für die 87 Teilnehmer ist das Best Western Hotel Le Torri del Garda in Albisano -Torri del Benaco.
Im November 2004 schließt der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. einen Rahmenvertrag mit der Firma TeleCash, durch den die Kunden der Mitgliedsfahrschulen ihre Ausbildungsentgelte mittels EC- oder Kreditkarte bargeldlos bezahlen können.
Lkw-Maut: Der Vertrag mit Toll-Collect wird am 17. Februar 2004 von Verkehrsminister Stolpe gekündigt. Damit ist zunächst völlig offen, ob bzw. wann die Lkw-Maut eingeführt wird.
Am 2. April wird in Aschaffenburg ein Fahrschul-Denkmal enthüllt. Das Denkmal steht an der Ecke Dallberg-/Suicardusstraße, denn dort wurde vor 100 Jahren die erste Fahrschule Deutschlands von Rudolf Kempf gegründet. Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer e.V. und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., hält zur Enthüllung eine Festansprache.
Das Land Niedersachsen startet Mitte April quasi über Nacht im Alleingang mit dem Modellversuch „Begleitetes Fahren mit 17“. Selbst die Fahrlehrer des Landes wurden zuvor nicht informiert. Eine im April/Mai durchgeführte Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab, dass die Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands und Niedersachsens findet, der Führerschein mit 17 und dem anschließenden begleiteten Fahren sei keine gute Regelung (Deutschland: 62%, Niedersachsen: 64%). 55 Prozent der 16- bis 17-Jährigen finden die Regelung allerdings gut.
Das Qualitätssicherungs-Konzept des Teams um Prof. Bruno Heilig, die Mitarbeit beim EU-Projekt MERIT über Mindestanforderungen an die Fahrlehrer-Ausbildung in Europa und die Fertigstellung des Curricularen Leitfadens Bus sind die Hauptthemen der Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. am 11. Mai 2004.
Ohne Gegenstimme wurde Peter Tschöpe, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 18. Juni 2004 in Dortmund zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rudi Ebel, der dieses Amt zuvor 10 Jahre innehatte, verzichtete auf eine erneute Kandidatur.
Vorstand, Aufsichtsrat und Mitgliedervertreterversammlung der Fahrlehrerversicherung VaG beschließen, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussscheinen aufzustocken. Ab dem 15. September 2004 kann jedes Mitglied der Versicherung bis zu 5 Genussscheine im Wert von jeweils € 1.000 zeichnen.
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung wird Ende 2004 50 Jahre alt. Ihren Ursprung hatte die MPU in der Nachkriegszeit, als für Tausende von Kriegsverletzten die Frage zu klären war, ob sie trotz ihrer Behinderung sicher Auto fahren können. Bereits damals haben bei der Begutachtung der Fahreignung Mediziner und Psychologen zusammengearbeitet.
Im Dezember 2004 erhalten die Mitglieder der Fahrlehrerverbände das erste von drei „Blauen Heften“ mit den aktuellen Änderungen der Fahrschüler-Ausbildungsordnung.
Zum 1. April 2004 wird die Bußgeldkatalog-Verordnung geändert. Neben höheren Bußgeldern wird auch ein Punkt in Flensburg fällig, wenn Fahrer und auch Fahrlehrer während der Fahrt per Handy telefonieren.
Die Umsetzung von Annex II (Anhang II zur 2. EG-Führerscheinrichtlinie) bringt u.a. einschneidende Änderungen bei den Prüfungsfragen (z.B. rund 180 zusätzliche Prüfungsfragen, neu zusammengestellte Prüfbogen, Unterscheidung zwischen Ersterwerbsprüfung und Erweiterungsprüfung, Grundstoff wird bei Erweiterung nur in reduziertem Umfang geprüft). Außerdem werden ab 1. Juli 2004 Änderungen der Grundfahraufgaben eingeführt.
Die neue Prüfungsrichtlinie lässt ab 1. Juli 2004 zu, dass im Lieferumfang der Automobilhersteller enthaltene elektronische Fahrhilfen wie Park-Abstandswarnung, automatische Geschwindigkeitskontrolle und Monitore (bei Bussen) auch bei Fahrprüfungen benutzt werden können.
Ab Oktober 2004 müssen Prüfungsfahrzeuge der Klassen BE, C1E, C, CE, D1E und DE bestimmte Mindestanforderungen an das tatsächliche Gesamtgewicht erfüllen.
Am 11. März 2004 sterben 191 Menschen bei verheerenden Sprengstoffattentaten auf Vorortzüge der spanischen Hauptstadt Madrid.
Im Mai wird Horst Köhler zum Bundespräsidenten gewählt.
32 Terroristen nehmen am 1. September 2004 in der Schule von Beslan, Nordossetien/ Russland, mehr als 1.300 Geiseln. Nach einer Explosion im Gebäude stürmen am 3. September Anti-Terror-Einheiten das Gebäude. Dabei sterben über 300 Menschen, darunter 172 Kinder.
George W. Bush wird am 2. November zum zweiten Mal zum Präsidenten der USA gewählt.
Am 26.12.2004 finden ca. 230.000 Menschen in Asien den Tod. Ausgelöst durch ein Erdbeben im Indischen Ozean mit der Stärke 9,1 auf der Richterskala kommt es zu bis zu zehn Meter hohen Flutwellen (Tsunami), die in Indien, Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und Thailand starke Verwüstungen anrichten.
Die 55. ordentliche Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. findet in Freiburg statt. Hauptthemen sind die “Zweite Phase”, das “Begleitete Fahren mit 17” und ein Qualitätssicherungssystem für Fahrschulen. Außerdem referieren Brigitte Grotz und Rainer Wälde von der Firma TYP Akademie umfassend und engagiert über das „Image als Fahrschulbetrieb“. Neben Änderungen der Satzung wurden ohne große Diskussion Standesregeln für die Mitglieder des Verbandes eingeführt, die seitdem Bestandteil der Satzung sind.
Am 11. Juli 2005 stirbt Günter Luppart im Alter von 67 Jahren völlig unerwartet. Mehr als zwei Jahrzehnte hat er in den Positionen des Stuttgarter Kreisvorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des baden-württembergischen Fahrlehrerverbandes dem Berufsstand gedient. Seine besondere Zuwendung galt der Ausbildung angehender Motorradfahrer. Sein großes Engagement galt auch der Fortbildung von Motorradfahrlehrern.
Detlev F. Haug, langjähriger Redakteur der FahrSchulPraxis und Büroleiter der Geschäftsstelle des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg, verstirbt am 27. August 2005 im Alter von 78 Jahren. Haug hatte 1970 die Fachzeitschrift FahrSchulPraxis mit aus der Taufe gehoben und 22 Jahre als DFH und unter dem zu Lebzeiten sorgsam gehüteten Pseudonym „Alois Dreitonner“ Monat für Monat mit viel Einsatz für ihr Erscheinen gesorgt.
Motorrad Total führt 2005 nach Italien in die Toskana.
Der baden-württembergische Landtag lehnt am 14. Dezember 2005 die Einführung des Modellversuchs „Begleitetes Fahren mit 17“ ab.
Beruf und Verband: Ereignisse, Entwicklungen im Bund
Mit der Januar- und Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Fahrschule“ erhalten die Mitglieder der Fahrlehrerverbände die wichtigsten Änderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung und die aktualisierte Prüfungsrichtlinie als zweites und drittes „Blaue Heft“.
Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. am 22. Mai 2005 gibt es im Präsidium einige Neuerungen: Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder wird zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Präsident Dr.-Ing. Heiner Kamm wechselt auf die Position des Vizepräsidenten. Peter Tschöpe löst Rudi Ebel analog zum Wechsel im Geschäftsführenden Vorstand der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. als Vizepräsident ab. Prof. Gerd Sackmann wechselt auf eigenen Wunsch in den Beirat. Prof. Karlheinz Schaechterle und Dr.-Ing. Heiner Kamm werden mit dem Karl-Rederer-Preis ausgezeichnet.
Nach dem Ausscheiden des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gebhard L. Heiler auf eigenen Wunsch, seines langjährigen Stellvertreters Hubert Müller und des Aufsichtsratsmitglieds Wolfgang Bentzien werden Gerhard von Bressensdorf, Klaus Napierski und Peter Tschöpe am 24. Juni 2005 neu in das Gremium der Fahrlehrerversicherung VaG gewählt. Peter Glowalla, Horst Richter und Arnold Wymar werden von der Vertreterversammlung im Amt bestätigt.
669 Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen beteiligen sich im Oktober und November 2005 an der Fragebogen-Aktion der Fachzeitschrift FAHRSCHULE in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., in der nicht nur die Verbände beurteilt, sondern die Wünsche der Berufsgruppe an ihre Verbände abgefragt werden. Die Beteiligung wird mit 4,5 Prozent Rücklaufquote als gut bewertet.
Mit einem überarbeiteten Internetauftritt geht die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. unter www.fahrlehrerverbaende.de ans Netz.
Zum Jahresende 2005 wird das Qualitätssicherungssystem der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. fertig gestellt. Mit der Einführung der rechtlichen Grundlagen für die Befreiung von der behördlichen Regelüberwachung für Fahrschulen, die sich dem System anschließen, wird im Laufe des Jahres 2006 gerechnet.
Zum 1. Januar 2005 startet nach vielen Hindernissen die Lkw-Maut. Fahrschulen sind mit ihren Ausbildungsfahrzeugen von der Maut befreit. Sie können ihre zur Ausbildung eingesetzten Lkw bei dem Betreiber Toll-Collect registrieren lassen.
Am 1. Februar tritt die „Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ in Kraft. Damit ist der Weg frei für die neue Führerscheinklasse S für Leichtkraftfahrzeuge mit einer bbH von bis zu 45 km/h. Zu ihnen zählen insbesondere kleine vierrädrige Quads und die sogenannten Microcars.
Anstelle der dreitägigen Fortbildungsseminare können seit Anfang Juni 2005 Fahrlehrer ihre Fortbildungsverpflichtung auch durch Besuch von ein oder zweitägigen Seminaren erfüllen. Wer diese Möglichkeit nutzen will, muss innerhalb von vier Jahren insgesamt an vier Tagen zur Fortbildung.
Im August werden die bundesweit einheitlichen Regeln für das “Begleitete Fahren mit 17” im Bundesgesetzblatt verkündet. Die Länder können jetzt Modellversuche starten.
Ab Mitte August 2005 sind digitale Kontrollgeräte in Lkw und Bussen zugelassen.
Ab 1. Oktober 2005 wird der Fahrzeugschein in Zulassungsbescheinigung Teil I und der Fahrzeugbrief in Zulassungsbescheinigung Teil II umbenannt. Außerdem werden die Inhalte der Dokumente europäischen Vorgaben angepasst.
Die geplante Verabschiedung der 3. EU-Führerscheinrichtlinie scheitert am 5. Dezember in Brüssel. Damit wird es in absehbarer Zeit keinen Zwangsumtausch von Führerscheinen in ein EU-einheitliches Plastikmodell im Kreditkartenformat geben.
Ab 1. April 2005 fällt das Bankgeheimnis. Finanzämter, Sozialbehörden und Arbeitsämter haben Zugriff auf die finanziellen Verhältnisse jedes Bürgers - ohne Anfangsverdacht, ohne richterliche Erlaubnis und ohne, dass die Betroffenen je davon erfahren.
Papst Johannes Paul II. stirbt im Alter von 84 Jahren. Joseph Ratzinger wird am 19. April 2005 zum neuen Papst gewählt. Er nimmt den Namen Benedikt XVI. an. Die Bild-Zeitung titelt nach der Wahl des Deutschen: „Wir sind Papst!“
Erwin Teufel tritt am 19. April nach parteiinternen Querelen als Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Vorsitzender der Südwest-CDU zurück. Günther Oettinger wird sein Nachfolger.
Ende August richtet der Hurrikan Katrina im Süden der USA - besonders in New Orleans - gewaltige Schäden an. Zahlreiche Todesopfer sind zu beklagen.
Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 wird die CDU/CSU stärkste Fraktion. Am 10. Oktober bilden CDU/CSU und SPD eine große Koalition und wählen Angela Merkel zur ersten Bundeskanzlerin. Wolfgang Tiefensee wird in der neu gewählten schwarz-roten Regierung Bundesverkehrsminister.
Am 18. Januar 2006 veranstaltet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. den ersten KennenlernTag in der Geschäftsstelle in Korntal. Der Verband hatte alle Mitglieder eingeladen, ganz ungezwungen und ohne feste Tagesordnung mit dem Vorstand zu diskutieren und die Geschäftsstelle mit allen Mitarbeiterinnen kennenzulernen.
Zwei Beamte der Abteilung Straßenverkehr und Verkehrssicherheit des botswanischen Transportministeriums sind im Februar für vier Wochen Gäste des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., um das deutsche Fahrschulwesen kennenzulernen. Vermittelt wurde der Besuch durch den Deutschen Entwicklungsdienst (DED).
FIT IM VERKEHR, das neue Trainingsprogramm für Führerscheinbesitzer, wird bei der Mitgliederversammlung des Verbandes am 13. Mai 2006 in Ulm den Mitgliedern vorgestellt. Teilnehmer erhalten die Programm-CD zum Mitnehmen. Ministerialdirektor Max Munding berichtet über Aktuelles aus dem Innenministerium Baden-Württemberg, und Jörg Diehl, Management-Trainer, referiert zum Thema „Ich bin o.k. und du bist o.k!“ Außerdem wird der Vorschlag, dass der Gala-Abend nach der Mitgliederversammlung nur noch alle zwei Jahre stattfinden soll, bei einer stattlichen Anzahl von Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt.
Mit einer Fortbildungsveranstaltung, einer Podiumsdiskussion und einem Festakt feiert der Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit am 10. Juli 2006 sein 25-jähriges Bestehen.
Motorrad Total führt rund 100 Teilnehmer im September 2006 auf die Mittelmeerinsel Sardinien.
Verbandslogo in neuem Design: Nach 38 Jahren bekommt das „Markenzeichen“ des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., der auf der Spitze stehende Rhombus, ein leichtes Facelifting. Schriftbild und Hintergrund wurden modernisiert. Anstelle des grauen Schattens steht jetzt eine „Schale“, die die umfassende Betreuung und den Service des Verbandes symbolisiert. Die Geschichte des roten Parallelogramms geht auf das Jahr 1956 zurück. Damals gab es in Stuttgart noch zahlreiche durch Polizeibeamte geregelte Kreuzungen. Um ungeschickte Fahrschüler nicht deren Zorn auszusetzen, vereinbarten die Stuttgarter Verbandsfahrlehrer mit den Ordnungshütern, als Erkennungszeichen die Windschutzscheibe ihrer Autos mit einem 10 x 10 cm großen signalroten Rhombus zu schmücken. Das half. Und 1968, als der Verband die Wortmarke „Gut betreut - Verbandsfahrschule“ kreierte, lag nichts näher, als den Rhombus zu verwenden. Wenig später war er auch das Grundmotiv für das Verbandslogo.
In den ersten Oktobertagen 2006 wurde der neue Tagungs- und Seminarraum der FSG/ TTVA mbH im Haus der Geschäftsstelle des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. fertig gestellt.
Mit der konstituierenden Sitzung am 20. und 21. Oktober 2006 beginnt der Beirat des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. seine neue vierjährige Amtsperiode. In zehn Kreisvereinen trat der bisherige Amtsinhaber nicht mehr zur Wahl an. Karl-Heinz Hiller wird vom Beirat zum neuen Motorradreferenten gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Theodor Heinemann nach drei Jahren das Amt niedergelegt hatte.
Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. organisiert auf vielfachen Wunsch für seine Mitglieder eine gemeinschaftliche Reise mit Rahmenprogramm nach Berlin zum 1. Deutschen Fahrlehrerkongress.
Ereignisse, Entwicklungen im Bund und Europa
Im Januar 2006 stimmt der Arbeitskreis IV des Deutschen Verkehrsgerichtstages unter dem Titel „Reform des Fahrlehrerrechts“ mit überwältigender Mehrheit einer Resolution zu, in der eine deutliche Verlängerung der Fahrlehrerausbildung mit einem zusätzlichen Praktikum zu Beginn der Ausbildung gefordert wird und die Möglichkeiten zur Kooperation von Fahrschulen vereinfacht werden sollen. Außerdem wird der Berufsstand aufgefordert, Vorschläge für ein Qualitätssicherungssystem zu unterbreiten. Das Bundesverkehrsministerium soll die Rahmenbedingungen für die Zulassung eines solchen QS-Systems festlegen. Auch die Entbürokratisierung des Fahrlehrerrechts und die Ablehnung der geplanten Dienstleistungsrichtlinie werden gefordert.
Die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. findet am 23. Juni im Europa-Park im badischen Rust statt. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. ist Gastgeber der Tagung. Günther Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, nimmt in seiner Ansprache an die Delegierten zu aktuellen Themen Stellung. Gebhard L. Heiler wird in Gegenwart des Ministerpräsidenten mit der erstmalig verliehenen Ehrennadel des Dachverbandes für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Am 17. und 18. November 2006 veranstaltet die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. in Kooperation mit der Fachzeitschrift FAHRSCHULE den 1. Deutschen Fahrlehrerkongress, der unter dem Motto „In Europa bestehen“ steht. Das Tagungsprogramm mit interessanten Fachvorträgen, einer großen Fachausstellung und einem gesellschaftlichen Abend lockt mehr als 900 Teilnehmer und Gäste nach Berlin.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. entwickelt in Abstimmung mit dem Berufsstand einen aussagekräftigen Berufseingangstest und bietet diesen bundesweit den Leistungsträgern an.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. wurde von der Europäischen Kommission als Unterzeichner der EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit angenommen. Damit verpflichtet sich die BVF, sich aktiv für die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit einzusetzen.
Zahlen und Fakten: Mit insgesamt 5.091 Verkehrstoten hat die Unfallbilanz des Jahres 2006 einen neuen Tiefstand erreicht (1997 waren es noch 8.564). Unverändert stark gefährdet sind die Fahranfänger. 1.011 junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren ließen im Straßenverkehr ihr Leben.
Das neue Curriculum für die Klasse B wird eingeführt.
Norwegens Fahrlehrer werden ab diesem Jahr an der Universität ausgebildet. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und enthält theoretische und praktische Elemente. Wer ein drittes Jahr anhängt, kann den Master-Abschluss machen. Diese Möglichkeit wird vielfach genutzt.
Wichtige Änderungen der StVO treten am 1. Januar bzw. am 1. Mai 2006 in Kraft. Dazu gehört u. a. die Pflicht, die Ausstattung seines Fahrzeugs den Witterungsverhältnissen entsprechend anzupassen (umgangssprachlich als „Winterreifenpflicht“ bekannt geworden). Die 40. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften erhöht außerdem die Sanktionen für zu geringen Abstand.
Mit der 41. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften werden die Regelungen über die Hauptuntersuchung, die Abgasuntersuchung und die Sicherheitsprüfung zusammengefasst. Nach einer Übergangszeit von knapp vier Jahren wird ab 1. Januar 2010 die Abgasuntersuchung zusammen mit der Hauptuntersuchung durchgeführt.
Mit der 42. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften werden zwei neue Verkehrszeichen „Tunnel“ und „Nothalte- und Pannenbucht“ sowie Verhaltensvorschriften für das Fahren im Tunnel eingeführt.
Der Bundesrat verabschiedet am 7. Juli 2006 das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) und die Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV) zur Einführung der obligatorischen Grundqualifikation und Weiterbildung der Berufskraftfahrer. Damit wird die EG-Berufskraftfahrerrichtlinie 2003/59 aus dem Jahr 2003 fristgerecht in deutsches Recht umgesetzt.
Am 14. Dezember verabschiedet das Europäische Parlament die 3. EG-Führerscheinrichtlinie. Sie regelt u. a. mit einer Frist von maximal 26 Jahren die Umtauschpflicht für mehr als 110 unterschiedliche Führerscheinmuster, die in der EU und im EWR noch im Besitz von Fahrerlaubnisinhabern sind. Spätestens ab 19. Januar 2009 gilt eine wichtige Neuregelung zur Bekämpfung des Führerscheintourismus. Sie gibt den EU-Staaten das Recht, in anderen EU-Staaten ausgestellte Führerscheine nicht anerkennen zu müssen, wenn dem Fahrerlaubnisinhaber - insbesondere wegen des Konsums von Drogen und Alkohol - die Fahrerlaubnis im Inland entzogen worden war.
Die 18. Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 in Deutschland statt. Italien wird Weltmeister. Die deutsche Mannschaft wird mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann Dritter. Das durchweg schöne Sommerwetter und die gute Stimmung in den Stadien und beim zahlreichen „Public Viewing“ sorgen für eine gelungene Veranstaltung, die im Nachhinein als „Deutsches Sommermärchen“ bezeichnet wird.
Am 31. Juli 2006 werden in zwei herrenlosen Koffern im Dortmunder und Koblenzer Hauptbahnhof Sprengsätze gefunden. Durch DNA-Spuren können die Verdächtigen identifiziert und festgenommen werden. Die Sprengsätze sind wegen handwerklicher Fehler nicht explodiert.
Saddam Hussein, der ehemalige irakische Präsident, wird von einem Sondergericht im Irak zum Tode verurteilt. Das Urteil wird am 30. Dezember vollstreckt.
Beruf und Verband: Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Der Beirat des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wählt am 3. Februar 2007 den Vorsitzenden des Kreisvereins Sigmaringen, Karl-Heinz Schmid, zum neuen dritten Vorsitzenden. Wie schon auf der Herbstsitzung 2006 angekündigt, hatte zuvor der zweite Vorsitzende, Wolfgang Fischer, sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt.
Bei der Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. am 21. April 2007 wird Jochen Klima, zuvor 3. Vorsitzender, einstimmig zum 2. Vorsitzenden und Karl-Heinz Schmid zum 3. Vorsitzenden gewählt. Innenminister Heribert Rech verkündet, er stehe dem „Begleiteten Fahren mit 17“ (BF17) sehr aufgeschlossen gegenüber. Zwei Tage vor der Versammlung wurde bekannt, dass die in Baden-Württemberg für den 01.07. geplante Einführung von BF17 erneut verschoben wird. Am Vortag der Versammlung finden Arbeitskreise zu den Themen „BF17“ und „Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz“ statt. Zum ersten Mal werden die Teilnehmer gebeten, die Mitgliederversammlung zu benoten. Erfreuliche 90,48 Prozent bewerteten die Tagung mit gut oder sehr gut.
Vom 3. bis 5. Juli bietet die FSG/TTVA mbH zum ersten Mal eine Fortbildung „mit Entspannung“ an. Der Veranstaltungsort Europa-Park, Rust, bietet den Teilnehmern die Gelegenheit, sich nach dem Seminar bei einem Besuch in der vielfältigen Erlebniswelt des Parks zu entspannen.
Am 20. September 2007 startet die Fahrschulsuchmaschine der Verbandsfahrschulen auf der Internet-Plattform des Verbandes www.flvbw.de.
25 Jahre Motorrad Total - das Jubiläum des Spezialseminars des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. findet mit insgesamt 148 Teilnehmern und 95 Motorrädern am Gardasee statt.
Am 21. Oktober 2007 stirbt Rosemarie Oettinger, Prokuristin des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. und der FSG/TTVA mbH, im Alter von 50 Jahren. Sie war seit 1981 in den Unternehmen für das Finanzwesen verantwortlich. Ihr allzu früher Tod hinterlässt eine große Lücke in der Gemeinschaft der Geschäftsstelle.
Vom 24. bis 26. Oktober 2007 bietet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. in Zusammenarbeit mit der Mercedes-Benz Fahrerinformation des Lkw-Werkes in Wörth CE-Fahrlehrern zum ersten Mal im Rahmen der CE-Fortbildung die Gelegenheit, mit großen Lkw im Gelände, also „offroad“ zu fahren.
Im Januar erscheint zum ersten Mal der Newsletter „Wegweiser“ der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V.
Der TÜV Rheinland hat in Zusammenarbeit mit dem Fahrlehrer-Verband Berlin von der Impuls GmbH eine Studie zur Kundenzufriedenheit und den Erwartungen der Fahrschüler an ihre Fahrschule erstellen lassen. 271 Fahrschüler beteiligen sich an der Umfrage.
Bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. skizziert Präsident Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder ein neues Konzept integrierter Fahrausbildung. Die DFA baut mit diesem Ansatz auf die beiden Modellversuche „BF17“ und „FSF“ auf.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. stellt bei ihrer Mitgliederversammlung, die am 15. Juni 2007 in Köln stattfindet, das neu entwickelte Kompendium zur Grundqualifikation und Weiterbildung von Berufskraftfahrern vor. Das Kompendium soll interessierte Verbandsfahrschulen bei der Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes unterstützen. Außerdem verabschiedet die Versammlung eine einstimmige Resolution zum Thema „Null Toleranz bei Manipulationen in der Fahrerlaubnisprüfung“.
Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder, Präsident der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V., wird am 27. Juni für seine Verdienste um die Fahrzeugsicherheit sowie für sein Engagement in der Verkehrsunfallforschung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der bayerische Staatssekretär Georg Schmid überreicht die Auszeichnung.
Auf der Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 26./27. September 2007 wird die für Anfang 2008 geplante Einführung der PC-Prüfung eingehend diskutiert. Wolfram Klitzsch, Vorstandsvorsitzender der Fahrlehrerversicherung, kündigt einen neuen Pkw-Tarif an.
Auf seiner Sitzung am 12./13. Dezember beschließt der Vorstand der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände die dauerhafte Verlegung der BVF-Geschäftsstelle nach Berlin.
Die Mehrwertsteuer steigt zum 1. Januar von 16 auf 19 Prozent. Dies zieht u.a. eine entsprechende Erhöhung der TÜV-Gebühren nach sich.
Am 1. März 2007 tritt die neue Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in Kraft. Das neue Regelwerk ersetzt weitgehend die bisher in den Abschnitten II und IIa der StVZO enthaltenen Regelungen über die Zulassung, Kennzeichnung sowie die Pflichtversicherung von Kraftfahrzeugen und Anhängern.
Seit dem 11. April 2007 gelten neue Lenk- und Ruhezeiten. Mit der EG-Verordnung 561/ 2006 wird die höchstzulässige Lenkzeit EU-weit auf 56 Stunden pro Woche begrenzt. Die Maximallenkzeit innerhalb von zwei Wochen darf 90 Stunden nicht überschreiten und am Tag gelten 9 Stunden (2 x wöchentlich 10 Stunden).
Ab 1. August gilt das Alkoholverbot für Fahranfänger.
Seit 1. September 2007 müssen Fahrlehrer einer Änderung des Bundesjugendschutzgesetzes folgend jugendlichen Fahrschülern das Rauchen in Fahrschulräumen, in deren unmittelbaren Umgebung und bei Pausen der praktischen Ausbildung untersagen. Bei Unterlassung läuft man Gefahr, angezeigt und zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt zu werden.
Kyrill, der schwerste Orkan seit Lothar im Jahr 1999, fegt am 18. Januar 2007 über Europa hinweg und nimmt 34 Menschen das Leben.
Der VFB Stuttgart wird am 5. Mai zum fünften Mal deutscher Fußballmeister.
Nicolas Sarkozy wird am 6. Mai zum französischen Präsidenten gewählt.
Der G8-Gipfel findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen am 8. Juni 2007 in Heiligendamm statt.
Der Sicherheitsgurt wird 50. 1957 wurden die ersten Sicherheitsgurte serienmäßig in Pkw-Modelle von Porsche und Mercedes-Benz eingebaut.
Österreich leidet im Juli unter einer extremen Hitzewelle. Es herrschen Temperaturen bis fast 40 Grad Celsius.
Am 12. Dezember 2007 verkündet Innenminister Rech, dass das baden-württembergische Kabinett der Rechtsverordnung zur Einführung des “Begleiteten Fahrens mit 17” zugestimmt hat. Damit kann die Verordnung zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Baden-Württemberg ist damit das letzte Bundesland, das dem nun bundesweiten Modellversuch beitritt.
Die PC-Prüfung und die Zulassung ausländischer Fahrlehrer stehen bei der Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. am 26. April 2008 in Friedrichshafen im Mittelpunkt. Christian Freiherr von Stetten, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg, referiert über die Mittelstandspolitik der CDU; Kay Schulte, Referent des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, spricht über die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens.
Der bereits seit einigen Jahren von Mitgliedern des Kreisvereins Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald auf lokaler Ebene organisierte Sensomobiltag wird am 13. September erstmalig landesweit vom Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. und dem Landesverband der Blinden und Sehbehinderten Baden-Württemberg e.V. durchgeführt.
Vom 21. bis 27. September findet Motorrad Total auf Korsika statt.
Zum Arbeitskreis „Nutzfahrzeuge“ am 15. Oktober 2008 werden alle Mitglieder, die in der Lkw- und Bus-Ausbildung aktiv sind, eingeladen.
Die Herbstsitzung des Beirats am 17./18. Oktober erlebt eine Premiere: Frau Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg e.V., nimmt als Gast an der Sitzung teil. Mit dem Hamburger Verband werden Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Zum Beispiel werden sich die beiden Landesagenturen der Fahrlehrerversicherung künftig hinsichtlich der telefonischen Erreichbarkeit unterstützen.
Karl-Heinz Schmid teilt dem Gremium mit, dass er auf Grund persönlicher Verpflichtungen die hohen an ein Vorstandsmitglied gestellten Erwartungen nicht länger erfüllen kann und deshalb zum 30. Oktober 2008 vom Amt des 3. Vorsitzenden zurücktritt.
Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. organisiert für seine Mitglieder erneut eine Reise nach Berlin zum 2. Deutschen Fahrlehrerkongress, der am 14. und 15. November 2008 stattfindet. Wieder wird ein interessantes Beiprogramm angeboten, zu dem u. a. ein Besuch bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, eine Zeitreise durch Berlin mit dem “Alten Fritz” und der Besuch des Musicals „Mamma Mia“ gehören.
Im Oktober führt der Verband einen Workshop für angestellte Fahrlehrer durch, der leider nur auf geringes Interesse stößt.
Im November 2008 und Januar 2009 führt der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. insgesamt sieben Regionalversammlungen durch. Die Hauptthemen der Veranstaltungen, die in Karlsruhe, Freiburg, Ravensburg, Pfullingen, Korntal, Schwäbisch Gmünd und Neckarsulm stattfinden, sind: aktuelle Rechtsänderungen, Berufskraftfahrerqualifikation, Einführung der PC-Prüfung, FIT IM VERKEHR, Qualitätssicherung für Fahrschulen und die Meinungsbildung zu wichtigen berufspolitischen Fragestellungen.
Peter Tschöpe, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., wird am 5. Dezember 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Auszeichnung wird vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger überreicht. Gewürdigt wird das vielfältige Engagement Tschöpes für die Verkehrssicherheit. Besonders betont wird das Engagement für die Verkehrssicherheitsaktion „Gib Acht im Verkehr“ und die Entwicklung der Programme „Patenschaft der Besonnenheit“ sowie „FIT IM VERKEHR“.
Beruf und Verband: Ereignisse, Entwicklungen im Bund und Europa
Die Doppelkarte hat ausgedient. Ab März 2008 muss der Versicherer die Versicherungsbestätigung elektronisch an die Zulassungsstelle übermitteln. Der Versicherte erhält elektronisch oder postalisch einen siebenstelligen alphanumerischen Code als Versicherungsbestätigung mitgeteilt.
Neues aus Europa: Ungarn führt zum Jahresbeginn 2008 eine Eingangsprüfung für angehende Jungfahrlehrer ein. Sie besteht aus mündlichen, schriftlichen und praktischen Aufgaben.
Österreich hebt zum 1. Januar 2008 nach zwei Jahren die Tagfahrlichtpflicht wieder auf. Nach Anstieg der Unfallzahlen 2007 und heftigen politischen Diskussionen um die Wirkung des Tagfahrlichts wurde es zum Jahreswechsel abgeschafft. Zwar waren Autos besser erkennbar, das Risiko für Radfahrer und Fußgänger sei aber gewachsen.
Peter Glowalla und Peter Tschöpe werden auf der Mitgliederversammlung am 13. Juni 2008 in Prien am Chiemsee einstimmig in ihren Ämtern als 1. bzw. 2. stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. bestätigt.
Gebhard L. Heiler, 1. Vizepräsident, Schatzmeister und Mitgründer scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. aus. Bei der Mitgliederversammlung ernennt ihn die Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied. Zum neuen 1. Vizepräsidenten wird Peter Tschöpe gewählt. Die Aufgabe des Schatzmeisters übernimmt künftig Ansgar Brendel. Ministerialrat a. D. Dr. Hans-Peter Vogt wird mit dem Karl-Rederer-Preis ausgezeichnet.
Auf der Mitgliedervertreterversammlung der Fahrlehrerversicherung am 26. Juni 2008 wird durch eine Satzungsänderung der Kundenkreis erweitert. Lkw- und Busfahrer, die unter das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz fallen, können ihre privaten Risiken künftig bei der Fahrlehrerversicherung VaG versichern.
Wegen umfangreicher Änderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung gibt die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. wieder die „Blauen Hefte“ „FeV“ und „FeV Anlagen“ heraus. Neuerungen gab es z.B. in den Bereichen Fristen für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis, internationale Führerscheine, Verlängerung der Fahrerlaubnisse der Nutzfahrzeugklassen und Umschreibung ausländischer Führerscheine.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. hat den Bericht „Anforderungen an den Fahrlehrerberuf in Europa“ fertig gestellt und in drei Sprachen der Dachorganisation der Fahrprüfer in Europa (CIECA) übersandt. Außerdem wird der Bericht im Bundesverkehrsministerium vorgestellt. Die Zusammenfassung soll den Ländern bei der Anerkennung von ausländischen Fahrlehrerlaubnissen als Entscheidungsgrundlage dienen.
Nach dem Erfolg des ersten Fahrlehrerkongresses im Jahr 2006 wurde beschlossen, alle zwei Jahre einen Kongress durchzuführen. Der zweite Fahrlehrerkongress findet am 14. und 15. November 2008 wieder in Berlin statt. 1.030 Teilnehmer, zahlreiche Gäste und 48 Aussteller sind dabei.
Zahlen und Fakten: Die Anzahl der an Unfällen mit Personenschaden beteiligten alkoholisierten Fahranfänger zwischen 18 und 20 Jahren ist im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 um 11 Prozent zurückgegangen, während der durchschnittliche Rückgang dieses Unfalltyps bei allen Pkw-Fahrern nur bei 6,4 Prozent lag. 2008 verunglückten auf Deutschlands Straßen insgesamt 4.477 Menschen tödlich. Im Vorjahr waren es noch 472 oder 9,5 Prozent mehr. Zur Erinnerung: Im Jahr 1970 waren in Gesamtdeutschland 21.332 Verkehrstote zu beklagen.
Am 15. Februar 2008 stimmt der Bundesrat einer Änderung des Fahrlehrergesetzes zu. Fahrlehrer, die ihre Fahrlehrerlaubnis in einem Staat der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder in der Schweiz erworben haben, dürfen vorübergehend oder dauerhaft in Deutschland tätig werden. Sie müssen dazu die entsprechenden Sprachkenntnisse nachweisen. Unterscheiden sich die im Ausland erworbenen Qualifikationen wesentlich von den in Deutschland nach der Fahrlehrer-Ausbildungsordnung und der Prüfungsordnung für Fahrlehrer maßgebenden Kenntnissen und Fähigkeiten und können die Unterschiede nicht durch die bisherige Berufspraxis ausgeglichen werden, kann die Erlaubnisbehörde einen Anpassungslehrgang anordnen. Der Antragsteller kann stattdessen auch eine Eignungsprüfung ablegen. Mit dieser Regelung wird die „Berufsanerkennungsrichtlinie“ der EU (2005/36/EG) umgesetzt.
Am 29. Juli 2008 wird die vierte Änderungsverordnung zur FeV im Bundesgesetzblatt verkündet. Die geänderten Regelungen bei der Neuerteilung der Fahrerlaubnis und der Umschreibung ausländischer Führerscheine (Wegfall der Prüfung bzw. Ausbildungspflicht) sowie bei der Verlängerung der Fahrerlaubnisse der Nutzfahrzeugklassen treten am 30. Oktober 2008 in Kraft. Mit der Verordnung wird auch § 5 der DV-FahrlG geändert. Ab dem 30.06.2008 entfällt in den Lkw- und Busklassen die Aufbewahrungspflicht für Schaublätter.
Busfahrer unterliegen ab 10. September 2008 der gesetzlichen Pflicht zur Aus- und Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Das heißt, alle Busfahrer, denen nach dem Stichtag ihre Fahrerlaubnis erteilt wird, müssen zusätzlich zum Führerschein die sogenannte Grundqualifikation erwerben. Außerdem müssen Busfahrer, gleichgültig, wie lange sie den Führerschein bereits besitzen, alle fünf Jahre an einer 35-stündigen Weiterbildung teilnehmen.
Das Briefmonopol der Deutschen Post AG fällt zum 1. Januar 2008.
Das Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz tritt am 1. Januar in Kraft. Die stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 ist für die Jahre 2010 bis 2029 vorgesehen.
Das US-Finanzinstitut Lehman Brothers meldet am 15. September 2008 Insolvenz an. Fast alle Börsen reagieren darauf mit starken Kursverlusten. Die Insolvenz markiert einen der Höhepunkte der weltweiten Finanzkrise.
Am 4. November 2008 wird Barack Obama als erster Afro-Amerikaner zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
In seiner Sitzung am 7. Februar 2009 bestellt der Beirat den Vorsitzenden des Kreisvereins Ludwigsburg, Ralf Nicolai, zum neuen dritten Vorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.
Am 13. Februar veranstaltet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. einen Workshop für Arbeitgeber, bei dem die Ergebnisse des im Oktober 2008 durchgeführten Workshops mit angestellten Fahrlehrern diskutiert werden. Leider nehmen an diesem Workshop nur wenige Fahrschulinhaber teil.
Am 25. April 2010 findet die 59. ordentliche Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. in Freiburg statt. Mit seinem Referat „Profilierung durch Differenzierung - mit dem positiven Kontrastprogramm die Zukunft sichern“ und mit Headlines wie „Wer Preise sät, wird Pleite ernten“, „Menschmarketing statt Preismarketing“ und „Vergiss nie im Leben, wer die Rechnung bezahlt!“ zieht Joachim Bullermann, Verkaufstrainer und Marketingberater, die Zuhörer in seinen Bann und regt damit so manchen zum Nachdenken an.
Der Antrag des Kreisvereins Freiburg/ Breisgau-Hochschwarzwald, „die Versammlung möge sich dafür aussprechen, die Theorieprüfung solle, wie in Jahrzehnten ohne Beanstandung praktiziert, auch nach Einführung der PC-Prüfung unter Wahrung der Konditionen des TÜV weiterhin in Räumen der Fahrschulen stattfinden dürfen“, wird nach ausführlicher Debatte angenommen.
Wahlen: Peter Tschöpe wird mit nur einer Gegenstimme für weitere vier Jahre als Vorsitzender bestätigt. Ralf Nicolai, im Februar vom Beirat als Nachfolger von Karl-Heinz Schmid zum 3. Vorsitzenden bestellt, wird bei nur zwei Gegenstimmen für die nächsten vier Jahre gewählt. Beide Wahlen erfolgen durch Handzeichen. Es gibt keine Enthaltungen.
Ende Juni startet die PC-Prüfung als Pilotprojekt im Bereich der TÜV-Niederlassung Tübingen.
Trotz Prüfung anderer Varianten steht am 8. Juli 2009 fest, dass es mit Einführung der PC-Prüfung ab 2010 in Baden-Württemberg keine Theorieprüfungen mehr in Fahrschulräumen geben wird.
Die Teilnehmer von Motorrad Total sind vom 20. bis 26. September 2009 auf der kroatischen Adriainsel Krk. Neben einem Theorieteil und zwei Realverkehrseinheiten geht es zum instruktorgeführten Fahren auf die Rennstrecke des Automotodroms in Grobnik.
Die Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 4. und 5. März 2009 befasst sich mit drei neuen Geschäftsfeldern für Fahrlehrer. Diese sind: Aus- und Weiterbildung von Lkw- und Busfahrern, die Einweisung von Kraftfahrern in Fahrerassistenzsysteme und ein Programm für die Ansprache älterer bzw. erfahrener Verkehrsteilnehmer. Das Programm FIT IM VERKEHR, das der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. bereits seit 2006 seinen Mitgliedern anbietet, wird der Versammlung vorgestellt. Der Vorstand beschließt, dass die BVF die Rechte an dem Programm erwerben soll, damit dieses für Fahrlehrer leicht umsetzbare Programm den Mitgliedsfahrschulen aller Landesverbände zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Bundeswehr teilt im April 2009 mit, dass sie nach Auswertung der Erkenntnisse aus dem Interessenbekundungsverfahren, an dem sich auch die BVF beteiligte, weiterhin die Fahrausbildung der Soldaten selbst durchführen und diese Aufgabe nicht privaten Fahrschulen übertragen wird.
Im Mittelpunkt der Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. steht die von Politikern der CSU initiierte und mit Nachdruck geforderte Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), die den Weg für eine spezielle Fahrberechtigung für Mitglieder der Feuerwehren und der Hilfsdienste freimachen soll. Angehörige dieser Organisationen sollen nach einer organisationsinternen Ausbildung und Prüfung Einsatzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 bis 4,75 t mit der Fahrerlaubnis der Klasse B führen dürfen (Feuerwehrführerschein).
Ein weiteres Einsatzfeld für Fahrlehrer könnte die Schulung von Zivildienstleistenden werden. Die Anforderungen, die die Hilfsdienste an die Schulung ihrer Mitarbeiter haben, verlangen nicht zwingend ein Sicherheitstraining nach Maßstäben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).
Zum 13. Juli 2009 verlegt die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. dauerhaft ihre Geschäftsstelle von München nach Berlin. Bisher wanderte die Geschäftsstelle der BVF mit dem jeweiligen Bundesvorsitzenden von Landesverband zu Landesverband.
Dr. Peter Ramsauer wird im Oktober 2009 zum Verkehrsminister der neuen Regierung aus CDU/CSU und FDP ernannt.
Um ihre Mitglieder zukünftig in das Programm „Fahrtraining für Zivildienstleistende“ der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände einweisen zu können, nehmen am 20. Oktober Vertreter aller Fahrlehrerlandesverbände an einem eintägigen „Mutterseminar“ teil.
Am 19. Januar 2009 tritt eine Neuregelung der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in Kraft, die es den Fahrerlaubnisbehörden erleichtern soll, den sogenannten Führerscheintourismus zu bekämpfen. Fahrerlaubnisse, die ab diesem Tag in einem Staat der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellt werden, werden in Deutschland nicht mehr anerkannt, wenn deren Inhaber zuvor die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Diese Änderung setzt Artikel 11 Abs. 4 der 3. EG-Führerscheinrichtlinie in deutsches Recht um. Nach dem Auslaufen von Übergangsregelungen wird damit EU-konform von dem bisherigen Grundsatz abgewichen, dass ausnahmslos alle von EU-Mitgliedstaaten erteilten Fahrerlaubnisse gegenseitig anzuerkennen sind.
Im Februar werden durch Änderungen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) u. a. Bußgelder für einige sicherheitsrelevante Verkehrsverstöße, wie z.B. für Alkohol- und Drogenfahrten drastisch erhöht.
Der Bundesrat stimmt am 10. Juli der sogenannten Segway-Verordnung zu. Für das Fahren mit einem Segway (elektronische Mobilitätshilfe) ist mindestens die Mofa-Berechtigung erforderlich.
Am 23. Juli 2009 tritt das 5. Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, in dem die Grundlagen für den in den vergangenen Monaten viel diskutierten „Feuerwehrführerschein“ geregelt sind, in Kraft. Darin wird den Bundesländern das Recht eingeräumt, vom allgemeinen Fahrerlaubnisrecht abweichende Regelungen für die Erteilung einer Fahrberechtigung an Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, der anerkannten Rettungsdienste und der technischen Hilfsdienste zu treffen. Fraglich ist, ob der deutsche Alleingang mit dem europäischen Recht vereinbar ist. Möglicherweise steht der Bundesrepublik deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren ins Haus.
Ab September 2009 tritt die Neufassung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Kraft. Seit der ersten StVO von 1937 und der neuen StVO von 1970 hat das Verhaltensrecht keine derart umfassenden Änderungen mehr erfahren. So sind z.B. die Verkehrszeichen nicht mehr in den Paragrafen 39 bis 42, sondern in den Anlagen 1 bis 4 enthalten. Weitere Neuerungen sind u. a. in den Regelungen zum Kreisverkehr, zum Halten und Parken und zu Bahnübergängen enthalten.
Lkw-Fahrer unterliegen ab 10. September 2009 der gesetzlichen Pflicht zur Aus- und Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Das heißt, Lkw-Fahrer müssen zusätzlich zum Führerschein die sogenannte Grundqualifikation nachweisen. Außerdem müssen alle Lkw-Fahrer, gleichgültig, wie lange sie den Führerschein bereits besitzen, bis zum 10.9.2014 eine 35-stündige Weiterbildung belegen.
Seit 1. Oktober müssen Zivildienstleistende, die überwiegend im Fahrdienst eingesetzt werden, vor Dienstantritt ein fünf Zeitstunden umfassendes Fahrtraining absolvieren. Das von der BVF entwickelte Programm wird vom Bundesbeauftragten für den Zivildienst anerkannt. Dieses Training kann damit auch von Fahrlehrern durchgeführt werden.
Am 11. März 2009 erschoss ein Amokläufer in Winnenden in der Albertville-Realschule und in Wendlingen insgesamt 15 Menschen. Der 17-jährige Täter hatte bis 2008 die Albertville-Realschule besucht und dort den Realschulabschluss gemacht.
In Mexiko nimmt Ende März die sogenannte Schweinegrippe ihren Ausgang. Ende April warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer weltweiten Verbreitung (Pandemie) und setzt Anfang Juni die Warnung auf die höchste Alarmstufe. Die Bundesregierung bestellt im Juli 50 Millionen Impfdosen. Das Angebot der Schutzimpfung wird von der Bevölkerung nur mäßig angenommen. Gründe dafür sind der milde Verlauf der Krankheit in Deutschland und Warnungen vor den Nebenwirkungen des Impfstoffes.
Für das Versandhaus Quelle wird am 9. Juni Insolvenzantrag gestellt und Gläubigerschutz beantragt.
Michael Jackson stirbt am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren in Los Angeles, Kalifornien/USA. Die Fangemeinde trauert weltweit um den „King of Pop“.
Am 9. und 10. November 2009 wird der 20. Jahrestag des Mauerfalls in der Hauptstadt Berlin gefeiert.
Das gesamte Jahr 2009 belasten die Folgen der Finanzkrise die Weltwirtschaft.
Die 60. ordentliche Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wird am 24. April 2010 in Ulm stattfinden. Geplant ist ein Dialog zwischen Gebhard L. Heiler, Vorsitzender des Verbandes in den Jahren 1970 bis 1997, und Peter Tschöpe, derzeitiger Vorsitzender, zum Thema „60 Jahre Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.“ Außerdem wird Prof. Dr. Malte Mienert, Universität Bremen, ein Referat zum Thema „Der Übergang in die Automobilität als Entwicklungsaufgabe des Erwachsenwerdens“ halten.
Zum 1. Januar 2010 startet bundesweit die PC-Prüfung. Ab diesem Datum sind Prüfungen in allen in der Prüfungsrichtlinie genannten Sprachen möglich. Prüfungen mit Dolmetscher oder Mini-Disc sind nicht mehr zulässig.
Der TÜV SÜD gewährt ab 1. Januar 2010 allen Fahrschulen, die sich das ganze Jahr am Abbuchungsverfahren beteiligen, einen Zuschuss zu den Kontoführungsgebühren in Höhe von 25 Euro.
Rudi Ebel, 2. stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. in den Jahren 1994 bis 2004 und Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Pfalz e.V., ist am 23. Januar 2010 verstorben. Er feierte kurz zuvor seinen 70. Geburtstag.
Die Arbeitsgruppe VII des 48. Deutschen Verkehrsgerichtstages beschäftigte sich mit dem Thema „Unfallrisiko von Fahranfängern“ und stellte fest, dass man die jungen Fahranfänger in der schwierigen Phase zu Beginn nicht allein lassen darf, sondern sie sinnvoll, angemessen und effektiv begleiten muss. Aufgrund der aus den bundesweiten Modellversuchen gewonnenen Erkenntnisse mit dem “Begleiteten Fahren mit 17” und der “Zweiten Phase” sollen nun weitergehende Überlegungen angestellt werden, wie künftig alle Fahranfänger in risikosenkende Maßnahmen eingebunden werden können.
Für den 26. und 27. November 2010 ist der 3. Deutsche Fahrlehrerkongress - erneut im Estrel Hotel in Berlin - geplant.
Am 12. Januar 2010 erschüttert ein schweres Erdbeben Haiti und fordert ca. 300.000 Menschenleben. Ein weiteres Erdbeben am 27. Februar 2010 in Chile hat rund 800 Menschen das Leben gekostet. Außerdem meldet www.spiegel.de am 9. März, dass „das Beben auch geologisch immense Auswirkungen hatte. Es verpasste der Erde nicht nur einen Drall und verschob die Erdachse - die Erschütterung hat zudem Großteile des südamerikanischen Kontinents verrückt. Die Stadt Concepción etwa hat sich, dem Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut (DGFI) zufolge, knapp drei Meter nach Westen verschoben. Andere Ortschaften rückten ebenfalls nach Westen. Chiles Hauptstadt Santiago habe sich um fast 30 Zentimeter verschoben, berichten Experten der Ohio University. Auch das auf der anderen Seite des Kontinents gelegene Buenos Aires liege nun weiter westlich als zuvor - um zweieinhalb Zentimeter. Selbst die Falklandinseln im Atlantik und brasilianische Küstenstädte hätten sich bewegt ...“
Der Landtag von Baden-Württemberg wählt am 10. Februar 2010 Stefan Mappus (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten. Er ist damit Nachfolger von Günther Oettinger, der zukünftig als EU-Kommissar für Energiefragen nach Brüssel geht.
Abschließende Bemerkungen: Die Aufzeichnungen in dieser Chronik enden wenige Wochen vor der 60. Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg; Endstand ist der 9. März 2010.
Quellenhinweise und Bemerkungen
Quellenhinweis zu 1950 - 2000: Die Geschehnisse der Jahre 1950 - 2000 wurden zum Großteil bereits in der Jubiläumsschrift zum 50jährigen Bestehen des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. veröffentlicht.
Die Geschehnisse wurden mit freundlicher Genehmigung des Verlags Heinrich Vogel, München, der Zeitschrift "fahrschule", sowie dem Archiv des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. entnommen.
Copyright by Fahrlehrerverband Baden-Württemberg 2000
Quellenhinweis zu 2000 - 2010: Zum 60-jährigen Bestehen im Jahr 2010 setzt der Verband die Chronik fort und veröffentlichte die wichtigsten Ereignisse der Jahre 2000 - 2010 in einem Sonderheft der Fachzeitschrift FahrSchulPraxis im Mai 2010.
Quellen der Geschehnisse: Zeitschriften FAHRSCHULE und FahrSchulPraxis. Fakten weltweiter Geschehnisse wurden bei freier Auswahl und Fassung der Texte aus Wikipedia entnommen.
Bemerkungen: Die Aufzeichnungen in dieser Chronik enden wenige Wochen vor der 60. Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg; Endstand ist der 9. März 2010.

References: § 8
 § 22
 § 33
 § 51
 § 33
 § 8
 § 4
 § 5