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Timestamp: 2020-04-02 00:30:38+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1990, 144 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 07.07.1989 | BGH, 07.07.1989 | BGH, 03.10.1989 | OLG Düsseldorf, 25.10.1989
https://dejure.org/1989,379
BGH, 28.09.1989 - V ZB 17/88 (https://dejure.org/1989,379)
BGH, Entscheidung vom 28.09.1989 - V ZB 17/88 (https://dejure.org/1989,379)
BGH, Entscheidung vom 28. September 1989 - V ZB 17/88 (https://dejure.org/1989,379)
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ZPO § 800 Abs. 1; BGB §§ 1192 Abs. 1, 1142
Antrag auf Berichtigung des Grundbuchs - Eintragungsfähigkeit einer (Zwangsvollstreckungserklärung) Unterwerfungserklärung hinsichtlich des Teilbetrags einer Grundschuld - Bestimmtheit des entsprechenden Zahlungsanspruchs - Abgabe der Erklärung vor Eigentumserwerb - ...
Eintragungsfähigkeit der Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung wegen eines "zuletzt zu zahlenden Teilbetrages" einer Grundschuld
Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung wegen eines "zuletzt zu zahlenden Teilbetrages" einer Grundschuld
BGHZ 108, 372
NJW 1990, 258
NJW-RR 1990, 144 (Ls.)
ZIP 1989, 1449
MDR 1990, 142
DNotZ 1990, 586
DB 1990, 831
Rpfleger 1990, 16
JR 1990, 366
Soweit es die Zulässigkeit der Vorlage betrifft, ist der Bundesgerichtshof an die rechtliche Beurteilung des vorlegenden Gerichts, es könne ohne die Beantwortung der streitigen Rechtsfrage nicht über die weitere Beschwerde entscheiden, gebunden (Senat, BGHZ 108, 372, 374; Beschl. v. 2. Oktober 2003, V ZB 34/03, NJW 2003, 3550, 3551 zu § 28 Abs. 2 FGG;… Budde in: Bauer/von Oefele, aaO, § 79 Rdn. 16).
Der Anspruch auf Aushändigung der Urkunden gemäß § 1144 BGB - der auf Grundschulden entsprechend anwendbar ist - knüpft an das Befriedigungsrecht des Gläubigers gemäß § 1142 BGB an (…Herrler in: Palandt, BGB, 76. Aufl., § 1144 Rn. 2), das neben der Fälligkeit der Grundschuld deren Ablösung nach ihrem Nominalwert voraussetzt (BGH v. 28.9.1989 - V ZB 17/88 Rn. 26), sodass die Erfüllung der gesicherten schuldrechtlichen Verbindlichkeit den Anspruch aus § 1144 BGB nicht zu begründen vermag (…Wolfsteiner in: Staudinger, BGB (2015), § 1142, Rn. 27).
Verwertung der Grundschuld: Pflicht des Grundschuldgläubigers zur Ablösung nicht …
(4) Auch der Umstand, dass der Ersteher den Gläubiger bei einer Ablösung in der vollen Höhe der Grundschuld zu befriedigen hat (§ 266 BGB; vgl. Senat, Beschluss vom 28. September 1989 - V ZB 17/88, BGHZ 108, 372, 379; BGH, Urteil vom 11. Mai 2005 - IV ZR 279/04, NJW 2005, 2398), führt zu keinem anderen Ergebnis.
(1) Richtig ist allerdings, dass der Senat die Bestellung einer Grundschuld mit einer Vollstreckungsunterwerfung nach § 800 ZPO "wegen eines zuletzt zu zahlenden Teilbetrags" als zulässig anerkannt hat (BGHZ 108, 372, 376 ff.).
Es trifft auch zu, dass ein solcher Zusatz bedeutet, dass Teilzahlungen zuerst auf den nicht titulierten Teil der Grundschuld angerechnet werden sollen (Senat, BGHZ 108, 372, 377).
Der Senat hat ferner entschieden, dass ein solcher Zusatz weder den Eigentümer noch einen ablöseberechtigten Dritten daran hindert, die Grundschuld nach §§ 1142, 1150 BGB abzulösen, dazu aber vorbehaltlich eines Einverständnisses des Gläubigers eine vollständige Zahlung notwendig ist (BGHZ 108, 372, 379 f.).
(a) Mit der Zwangsvollstreckungsunterwerfung oder einer Verurteilung des Schuldners wegen eines zuletzt zu zahlenden Teilbetrags will der Gläubiger verhindern, dass der Schuldner gegen eine Vollstreckung mit der Vollstreckungsgegenklage frühere freiwillige Zahlungen einwendet (Senat, BGHZ 108, 372, 377).
Deshalb gilt die Verrechnungsregelung aus dem Zusatz "zuletzt zu zahlender Teilbetrag" ihrem Sinn nach nur bei Zahlungen außerhalb des Zwangsvollstreckungsverfahrens (Senat, BGHZ 108, 372, 378).
Aus diesem Grund hat der Senat einer Vollstreckungsunterwerfungsklausel wegen eines zuletzt zu zahlenden Teilbetrags auch die für die Vollstreckung notwendige Bestimmtheit zugebilligt (BGHZ 108, 372, 377).
Die Grundschuld erlischt in der Zwangsversteigerung insgesamt und nicht nur hinsichtlich des titulierten Teilbetrags (Senat, BGHZ 108, 372, 378; Deutsches Notarinstitut DNotI-Report 1998, 53, 54).
Die auf die Grundschuld gemäß § 1192 Abs. 1 BGB entsprechend anwendbare Vorschrift des § 1142 BGB räumt dem Eigentümer aber die Möglichkeit ein, die Grundschuld durch Zahlung (Absatz 1) oder durch Aufrechnung (Absatz 2) abzulösen, mithin eine Gegenforderung aus seinem sonstigen Vermögen zur Ablösung des Duldungsanspruchs einzusetzen (vgl. Senat…, Urteil vom 16. Juli 2010 - V ZR 215/09, NJW 2011, 451 Rn. 20; Beschluss vom 28. September 1989 - V ZB 17/88, BGHZ 108, 372, 379).
Die danach zur Ablösung der in Abteilung III Nr. 6 eingetragenen Grundschuld berechtigte Klägerin mußte die Beklagte in der vollen Höhe des dinglichen Rechts befriedigen (vgl. BGHZ 108, 372, 379 zum Ablösungsrecht des Eigentümers nach § 1142 BGB).
Im Vordergrund steht der Erhalt des Haftungsgegenstandes zugunsten des rangschlechteren Gläubigers, der zugleich die Gefahr abwenden möchte, mit seinem nachrangigen Grundpfandrecht auszufallen (vgl. BGHZ 108, 372, 379;… RGRK-BGB/Mattern, 12. Aufl. § 1150 BGB Rdn. 3).
Die Grundbucheintragung hat Bedeutung für die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen gegen den Erwerber des Grundstücks im Falle der Einzelrechtsnachfolge eine vollstreckbare Ausfertigung der Urkunde erteilt werden kann (Senat, Beschluss vom 28. September 1989 - V ZB 17/88, BGHZ 108, 372, 375).
BGH, 16.07.2010 - V ZR 215/09
Ablösung einer Grundschuld durch Aufrechnung mit einer Gegenforderung
BGH, 20.10.2005 - I ZB 3/05
Gerichtliche Zuständigkeit für die Zwangsvollstreckung aus einem …
Grundschuldeintragung im Erbbaugrundbuch: Entsprechende Anwendbarkeit der …
Zustimmungserfordernis eines Ehegatten zu einer Zwangsvollstreckungsunterwerfung …
LG Cottbus, 27.04.2007 - 7 T 144/07
Zwangsvollstreckung aufgrund einer vom bevollmächtigten Vertreter im …
KG, 14.01.2013 - 1 W 4/13
Unterwerfungserklärung durch Nichtberechtigten möglich?
BGH, 07.07.1989 - V ZR 76/88
https://dejure.org/1989,1121
BGH, 07.07.1989 - V ZR 76/88 (https://dejure.org/1989,1121)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1989 - V ZR 76/88 (https://dejure.org/1989,1121)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1989 - V ZR 76/88 (https://dejure.org/1989,1121)
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BGB § 928 Abs. 2
Aneignungsrecht des Fiskus - Wirksamer Verzicht - Herrenloses Grundstück - Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt - Eintragung im Grundbuch - Aneignung - Eigenbesitz - Aufgebotsverfahren - Eigentumserwerb
BGHZ 108, 278
NJW 1990, 251
MDR 1990, 141
DNotZ 1990, 291
DB 1989, 2533
Rpfleger 1989, 497
Nimmt er sein Recht nicht wahr, sondern verzichtet er darauf, kann sich jeder Dritte das herrenlose Grundstück durch Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt und Eintragung im Grundbuch aneignen (Senat, BGHZ 108, 278, 281 f.).
vgl. VG Freiburg, Urteil vom 14. November 2002 - 6 K 1763/01 -, juris, Rn. 23; dazu BGH, Urteil vom 7. Juli 1989 - V ZR 76/88 -, BGHZ 108, 278, 281.
Wenn der Fiskus auf sein Aneignungsrecht verzichtet, kann sich grundsätzlich jeder Dritte (…vgl. die Bedenken bei Reichard, a.a.O., S. 280), jedenfalls aber jeder der anderen Teilhaber den herrenlosen Anteil aneignen (BGHZ 108, 278;… darauf weisen auch Kanzleiter NJW 1996, 905 und Reichard, a.a.O. mit Recht hin).
Aneignungsberechtigt ist nur der Fiskus des Landes Baden-Württemberg (§ 928 Abs. 2 BGB); nur bei dessen Aneignungsverzicht können Dritte sich die Grundstücke nach § 927 BGB aneignen (BGH, Urteil vom 07.07.1989 - V ZR 76/88 -, BGHZ 108, 278 ff.).
Dies erfordert aber eine Erklärung des Dritten gegenüber dem Grundbuchamt und eine Eintragung ins Grundbuch (BGH, Urteil vom 07.07.1990 - V ZR 76/88, NJW 1990, 251, 252).
Überdies hat das beklagte Land auf sein Aneignungsrecht nicht verzichtet, wobei dahinstehen kann, ob für die Wirksamkeit eines solchen Verzichts nicht ohnehin eine Eintragung ins Grundbuch erforderlich wäre (str., offen gelassen von BGH, Urteil vom 07.07.1990 - V ZR 76/88, NJW 1990, 251, 252;… zum Streitstand m.w.N. BeckOGK-BGB/ Weber , Stand 01.02.2018, § 928 Rn. 33).
Maßgeblich ist hierfür die Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der Klageanspruch hergeleitet wird (GmS-OBG BGHZ 102, 280 (282) [BGH 29.10.1987 - GmS-OGB 1/86]; 108, 284 (287) [BGH 07.07.1989 - V ZR 76/88]).
OLG Naumburg, 15.01.2019 - 12 Wx 64/18
Grundbuchsache: Antrags- und Beschwerdeberechtigung aufgrund einer …
Eine gesetzliche Regelung zum über das in § 928 Abs. 1 BGB geregelte Aneignungsrecht des Fiskus fehlt (…Münchner Kommentar-Kanzleiter, BGB, 7. Aufl., § 928, Rn. 12;… Staudinger-Pfeifer/Diehn, BGB, 2017, § 928, Rn. 25; BGH, Urteil vom 7. Juli 1989 - V ZR 76/88 -, Rn. 26, juris).
Der originäre Eigentumserwerb an einem herrenlosen Grundstück setzt entsprechend den im Immobiliensachenrecht getroffenen Grundregeln (vgl. §§ 873, 900, 927 Abs. 2, 928 Abs. 2 Satz 2 BGB) neben der Aneignungserklärung die Eintragung in das Grundbuch voraus (…Münchner Kommentar-Kanzleiter, BGB, 7. Aufl., § 928, Rn. 12;… Staudinger-Pfeifer/Diehn, BGB, 2017, § 928, Rn. 25; BGH, Urteil vom 7. Juli 1989 - V ZR 76/88 -, Rn. 26, juris).
VG Köln, 23.12.2009 - 14 L 1619/09
Heranziehung des Zustandsstörers einer herrenlosen Parzelle für die Beseitigung …
Die Ausübung des Aneignungsrechts setzt gerade keinen Eigenbesitz des Fiskus voraus, vgl. BGH, Urteil vom 07.07.1989 - V ZR 76/88 -, BGHZ 108, 278.
VG Weimar, 08.06.2012 - 3 E 441/12
Keine Straßenbaubeitragspflicht für herrenloses Grundstück
Dieses bleibt herrenlos (vgl. BGH, Urteil vom 07.07.1989 - V ZR 76/88 - Juris Rdnr. 21; VG Köln…, Beschluss vom 23.12.2009 - 14 L 1619/09 - Juris Rdnr. 7).
vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 1989 - V ZR 76/88 -, BGHZ 108, 278.
VG Regensburg, 04.10.2010 - RO 8 K 09.02073
Bodenschutzrechtliche Inanspruchnahme eines zahlungsunfähigen Zustandsstörers
https://dejure.org/1989,227
BGH, 07.07.1989 - V ZR 21/88 (https://dejure.org/1989,227)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1989 - V ZR 21/88 (https://dejure.org/1989,227)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1989 - V ZR 21/88 (https://dejure.org/1989,227)
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Zur Beweislast bei arglistiger Täuschung des Käufers
Anspruch auf Schadensersatz - Darlegungslast - Beweislast - Arglistige Täuschung - Irrtum
Wie weit gehen die Aufklärungspflichten des Immobilienverkäufers bei fehlender Grundwasserisolierung? (IBR 1990, 29)
NJW 1990, 42
MDR 1990, 40
WM 1989, 1735
BB 1989, 1583
DB 1989, 2426
Neben der Kenntnis des Mangels setzt ein arglistiges Handeln des Verkäufers weiter voraus, dass dieser weiß oder doch damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, dass der Käufer den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (…st. Rspr. des BGH, vgl. nur Senat, Urt. v. 10. Juni 1983, V ZR 292/81, WM 1983, 990;… Urt. v. 20. März 1987, V ZR 27/86, NJW 1987, 2511; Urt. v. 7. Juli 1989, V ZR 21/88, NJW 1989, 42;… Urt. v. 7. März 2003, V ZR 437/01 NJW-RR 2003, 989, 990).
Zwar ist, wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, weitere Voraussetzung der Haftung, daß der Verkäufer zugleich weiß oder doch mit der Möglichkeit rechnet und billigend in Kauf nimmt, daß der Vertragsgegner den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt abgeschlossen hätte (…st. Rspr.: BGH Urt. vom 28. Juni 1978, VIII ZR 112/77, WM 1978, 1175, 1176; Senatsurteile vom 10. Juni 1983, V ZR 292/81, WM 1983, 990; vom 20. März 1987, V ZR 27/86, NJW 1987, 2511, 2512; zuletzt Urt. vom 7. Juli 1989, V ZR 21/88, WM 1989, 1735).
Ein arglistiges Verschweigen setzt voraus, daß der Verkäufer den Fehler kennt oder ihn zumindest für möglich hält und zugleich weiß oder doch damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, daß der Käufer den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (…st. Rspr. des Senats, vgl. nur Urt. v. 10. Juni 1983, V ZR 292/81, WM 1983, 990;… Urt. v. 20. März 1987, V ZR 27/86, NJW 1987, 2511; Urt. v. 7. Juli 1989, V ZR 21/88, NJW 1989, 42).
Dem Tatbestand liegt zwar die gesetzliche Vermutung zugrunde, daß die Täuschung für den Vertragsschluß ursächlich wurde (Senatsurt. v. 7. Juli 1989, V ZR 21/88, WM 1989, 1735), ist es dem Käufer aber nicht gelungen, diese zu widerlegen, ist der Haftungsumfang mit derjenigen bei Zusicherung (§ 463 Satz 1 BGB) identisch.
Es ist nämlich höchstrichterlich anerkannt, dass der Eintritt von Feuchtigkeit in die Wände einen regelmäßig für den Vertragsschluss maßgeblichen Mangel darstellt, den der Verkäufer nicht verschweigen darf (vgl. BGH NJW-RR 1992, 333; NJW 1990, 42;… OLG Celle, Urt. v. 10.05.2007 Az.: 8 U 11/07).
Bei einer Täuschung durch Verschweigen eines offenbarungspflichtigen Mangels handelt arglistig, wer einen Fehler mindestens für möglich hält und gleichzeitig weiß oder damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, dass der Vertragsgegner den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 07.07.1989, V ZR 21/88, WM 1989, 1735; BGHZ 117, 363/3682).
Bei der Täuschung durch Verschweigen eines offenbarungspflichtigen Mangels handelt arglistig, wer einen Fehler zumindest für möglich hält, gleichzeitig weiß oder damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, daß der Vertragspartner den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (st. Rspr., vgl. Senatsurt. v. 7. Juli 1989, V ZR 21/88, WM 1989, 1735 m.w.N.).
OLG Braunschweig, 14.02.1991 - 2 U 27/90
Lieferung fehlerhafter Pflasterklinker; arglistiges Verschweigen von Mängeln
OLG Düsseldorf, 28.10.2002 - 9 U 69/02
OLG Saarbrücken, 13.10.1999 - 1 U 157/99
Nichtigkeit des Gährleistungsausschlusses im Falle eines vom Verkäufer arglistig …
https://dejure.org/1989,1127
BGH, 03.10.1989 - VI ZR 310/88 (https://dejure.org/1989,1127)
BGH, Entscheidung vom 03.10.1989 - VI ZR 310/88 (https://dejure.org/1989,1127)
BGH, Entscheidung vom 03. Januar 1989 - VI ZR 310/88 (https://dejure.org/1989,1127)
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Zum Zeitpunkt des Übergangs der Streupflicht bei Veräußerung von Grundstücken
Schadensersatz - Übergang der Streupflicht - Eigentumswechsel
Wann geht die Streupflicht auf den Grundstückskäufer über? (IBR 1990, 78)
NJW 1990, 111
DNotZ 1991, 590
NZV 1990, 112 (Ls.)
ZMR 1989, 461
VersR 1989, 1209
"Lasten" im Sinn dieser Bestimmung sind die auf dem Grundstück liegenden Leistungsverpflichtungen, die aus dem Grundstück zu entrichten sind und dessen Nutzungswert mindern; persönliche Verpflichtungen privatrechtlicher oder öffentlich-rechtlicher Natur wie die Räum- und Streupflicht gehören jedoch nicht dazu (vgl. BGH vom 3.10.1989 NJW 1990, 111/112 m.w.N. aus der Rechtsprechung des RG und des BGH;… Palandt/Heinrichs, BGB, 67. Aufl. 2008, RdNr. 1 zu § 103;… Holch in Münchener Kommentar zum BGB, 5. Aufl. 2006, RdNr. 7 zu § 103).
Vom - vorstehend dargelegten - herkömmlichen Begriffsverständnis ausgehend hätte es nach Auffassung des Bundesgerichtshofs einer Klarstellung bedurft, wenn die formularmäßig verwendete Klausel im zu entscheidenden Fall die Anliegerstreupflicht hätte erfassen sollen (vgl. BGH vom 3.10.1989 a.a.O.).
Die im Wege öffentlich-rechtlicher Delegation (BGH, Urteil vom 03.10.1989, Az. VI ZR 310/88, VersR 1989, 1209) übertragene Verkehrssicherungspflicht in Form des Winterdienstes wandelt sich damit zu einer aus dem Eigentum an dem Grundstück fließenden Verkehrspflicht (…so wohl Bergmann/Schumacher, a.a.O., Rdn. 498).
Eine solche faktische Übernahme einer Sicherungsaufgabe kann den ursprünglich Verkehrspflichtigen entlasten (vgl. Senatsurteil vom 3. Oktober 1989 - VI ZR 310/88 = VersR 1989, 1209, 1210).
Dazu zählen nur die auf dem Grundstück liegenden Verpflichtungen zu Leistungen, die aus dem Grundstück zu entrichten sind und den Nutzungswert mindern (BGH NJW 1990, 111 f.; OLG Hamm NJW 1989, 839, 840 m.w.N.).
LG Tübingen, 31.01.1990 - 6 O 99/89
Ab wann haftet der Grundstückskäufer für Gebäudeschäden?
Hiergegen spricht auch nicht das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 3. Oktober 1989 - VI ZR 310/88 -, in dem der Bundesgerichtshof ausgesprochen hat, daß eine Vereinbarung, nach der die Nutzungen und Lasten aus einem Grundstück schon vor dem Eigentumserwerb auf den Grundstückskäufer übergehen, typischerweise dahin zu verstehen seien, daß die an das Grundstückseigentum geknüpfte Streupflicht des Anliegereigentümers aus öffentlich-rechtlicher Delegation noch nicht vor dem Eigentumswechsel auf den Erwerber übergeht.
https://dejure.org/1989,4098
OLG Düsseldorf, 25.10.1989 - 9 U 51/89 (https://dejure.org/1989,4098)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 25.10.1989 - 9 U 51/89 (https://dejure.org/1989,4098)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 25. Januar 1989 - 9 U 51/89 (https://dejure.org/1989,4098)
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Kein Abwehranspruch gegen Laubbefall vom Nachbargrundstück
Anspruch auf Entfernung von Bäumen, die an der Grundstücksgrenze stehen und das Nachbargrundstück durch herabfallendes Laub und Zweige verschmutzen
LG Kleve, 27.01.1989 - 3 O 373/88
NJW-RR 1990, 144
MDR 1990, 245
Teilweise wird insoweit schon eine nach § 1004 BGB abwehrbare Eigentumsbeeinträchtigung verneint (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1990, 144, 145; OLG Düsseldorf, NJWE-MietR 1996, 2, 3;… Staudinger/Gursky, BGB [2012], § 1004 Rn. 58;… Soergel/Münch, BGB, 13. Aufl., § 1004 Rn. 174; Dehner, Nachbarrecht [Dezember 2012], B § 16 S. 20).
Es kann dahinstehen, ob es sich bei Samenflug um eine Einwirkung oder gar Beeinträchtigung i.S. von § 906 BGB handelt (vgl. Senat, NJW-RR 1990, 144; OLGZ 93, 451 = OLG-Report Düsseldorf 1993, 151).
Für Schädigungen aus Naturereignissen, die sich nur über seine Grundstücke vollzogen haben, ohne dass er durch Eingriffe in das Grundstück diese Gefahr erhöht oder kanalisiert hat, hat der Bekl. aber nicht einzustehen (vgl. BGH, NJW 1985, 1773 (1774) = LM § 823 (Dc) BGB Nr. 145; zum Abwehranspruch insoweit auch Senat, NJW-RR 1990, 144; OLG-Report 1993, 151).
Denn jedenfalls haben die Beklagten diesen Baum wachsen lassen, so daß die Beeinträchtigung wenigstens mittelbar auf ihren Willen als Eigentümer zurückgeht, was ausreicht (…vgl. Palandt/Bassenge, § 1004 Rdnr. 6; Düsseldorf NJW-RR 1990, 144).
Der nachbarrechtliche Abwehranspruch »paßt« nicht auf die Fälle, in denen die Einwirkung auf ein Grundstück Folge des Wirkens von Naturkräften ist (ständ. Rechtspr. des Senats, NJW-RR 1990, 144 [Laub- und Blütenbefall vom Nachbargrundstück]).
Auch unter; Zugrundelegung der Auffassung des OLG Düsseldorf (Vgl. NJW-RR 1990, 144, 145) liegt insofern eine Beeinträchtigung des Grundstücks der Klägerin vor.

References: § 800
 § 28
 § 79
 § 1144
 § 1142
 § 1144
 § 1144
 § 1142
 § 800
 § 1192
 § 1142
 § 1142
 § 1150
 § 928
 § 927
 § 928
 § 928
 § 928
 § 928
 § 928
 § 928
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 103
 § 103
 BGH 
 § 1004
 § 1004
 § 1004
 § 16
 § 906
 § 823
 § 1004