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Timestamp: 2017-02-20 09:09:09+00:00

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§ 322 HGB, Bestätigungsvermerk | Gesetze auf anwalt24.de
§ 322 HGB, Bestätigungsvermerk Inhaltsübersicht
Handelsgesetzbuch Bundesrecht…§ 322 HGB, Bestätigungsvermerk§ 323 HGB, Verantwortlichkeit des Abschlussprüfers§ 324 HGB, Prüfungsausschuss§ 324a HGB, Anwendung auf den Einzelabschluss nach § 325 Abs. 2a§ 325 HGB, Offenlegung§ 325a HGB, Zweigniederlassungen von Kapitalgesellschaften mit Sitz im Ausland§ 326 HGB, Größenabhängige Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften und ...§ 327 HGB, Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften...§ 327a HGB, Erleichterung für bestimmte kapitalmarktorientierte Kapitalgesellsch...§ 328 HGB, Form und Inhalt der Unterlagen bei der Offenlegung, Veröffentlichung ...§ 329 HGB, Prüfungs- und Unterrichtungspflicht des Betreibers des Bundesanzeiger...§ 330 HGB, Formblätter für Jahresabschlüsse. Ermächtigung§ 331 HGB, Unrichtige Darstellung§ 332 HGB, Verletzung der Berichtspflicht§ 333 HGB, Verletzung der Geheimhaltungspflicht§ 333a HGB, Verletzung der Pflichten bei Abschlussprüfungen§ 334 HGB, Bußgeldvorschriften§ 335 HGB, Festsetzung von Ordnungsgeld§ 335a HGB, Beschwerde gegen die Festsetzung von Ordnungsgeld; Rechtsbeschwerde;...§ 335b HGB, Anwendung der Straf- und Bußgeld- sowie der Ordnungsgeldvorschriften...§ 335c HGB, Mitteilungen an die Abschlussprüferaufsichtsstelle…§ 619 HGB, Zustellungen an den Kapitän oder Schiffer
§ 322 HGBHandelsgesetzbuchBundesrechtZweiter Abschnitt – Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften → Dritter Unterabschnitt – PrüfungTitel: HandelsgesetzbuchNormgeber: BundRedaktionelle Abkürzung: HGBGliederungs-Nr.: 4100-1Normtyp: Gesetz(1) 1Der Abschlussprüfer hat das Ergebnis der Prüfung schriftlich in einem Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss oder zum Konzernabschluss zusammenzufassen. 2Der Bestätigungsvermerk hat Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung zu beschreiben und dabei die angewandten Rechnungslegungs- und Prüfungsgrundsätze anzugeben; er hat ferner eine Beurteilung des Prüfungsergebnisses zu enthalten. 3In einem einleitenden Abschnitt haben zumindest die Beschreibung des Gegenstands der Prüfung und die Angabe zu den angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen zu erfolgen.(1a) Bei der Erstellung des Bestätigungsvermerks hat der Abschlussprüfer die internationalen Prüfungsstandards anzuwenden, die von der Europäischen Kommission in dem Verfahren nach Artikel 26 Absatz 3 der Richtlinie 2006/43/EG angenommen worden sind.(2) 1Die Beurteilung des Prüfungsergebnisses muss zweifelsfrei ergeben, ob1. ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt,2. ein eingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt, 3. der Bestätigungsvermerk auf Grund von Einwendungen versagt oder 4. der Bestätigungsvermerk deshalb versagt wird, weil der Abschlussprüfer nicht in der Lage ist, ein Prüfungsurteil abzugeben. 2Die Beurteilung des Prüfungsergebnisses soll allgemein verständlich und problemorientiert unter Berücksichtigung des Umstandes erfolgen, dass die gesetzlichen Vertreter den Abschluss zu verantworten haben. 3Auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder eines Konzernunternehmens gefährden, ist gesondert einzugehen. 4Auf Risiken, die den Fortbestand eines Tochterunternehmens gefährden, braucht im Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss des Mutterunternehmens nicht eingegangen zu werden, wenn das Tochterunternehmen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist.(3) 1In einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk (Absatz 2 Satz 1 Nr. 1) hat der Abschlussprüfer zu erklären, dass die von ihm nach § 317 durchgeführte Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat und dass der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahres- oder Konzernabschluss auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse des Abschlussprüfers nach seiner Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung oder sonstiger maßgeblicher Rechnungslegungsgrundsätze ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens oder des Konzerns vermittelt. 2Der Abschlussprüfer kann zusätzlich einen Hinweis auf Umstände aufnehmen, auf die er in besonderer Weise aufmerksam macht, ohne den Bestätigungsvermerk einzuschränken.(4) 1Sind Einwendungen zu erheben, so hat der Abschlussprüfer seine Erklärung nach Absatz 3 Satz 1 einzuschränken (Absatz 2 Satz 1 Nr. 2) oder zu versagen (Absatz 2 Satz 1 Nr. 3). 2Die Versagung ist in den Vermerk, der nicht mehr als Bestätigungsvermerk zu bezeichnen ist, aufzunehmen. 3Die Einschränkung oder Versagung ist zu begründen; Absatz 3 Satz 2 findet Anwendung. 4Ein eingeschränkter Bestätigungsvermerk darf nur erteilt werden, wenn der geprüfte Abschluss unter Beachtung der vom Abschlussprüfer vorgenommenen, in ihrer Tragweite erkennbaren Einschränkung ein den tatsächlichen Verhältnissen im Wesentlichen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. (5) 1Der Bestätigungsvermerk ist auch dann zu versagen, wenn der Abschlussprüfer nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung des Sachverhalts nicht in der Lage ist, ein Prüfungsurteil abzugeben (Absatz 2 Satz 1 Nr. 4). 2Absatz 4 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. (6) 1Die Beurteilung des Prüfungsergebnisses hat sich auch darauf zu erstrecken, ob der Lagebericht oder der Konzernlagebericht nach dem Urteil des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss und gegebenenfalls mit dem Einzelabschluss nach § 325 Abs. 2a oder mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lage- oder Konzernlageberichts beachtet worden sind und der Lage- oder Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens oder des Konzerns vermittelt. 2Dabei ist auch darauf einzugehen, ob die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind.(6a) 1Wurden mehrere Prüfer oder Prüfungsgesellschaften gemeinsam zum Abschlussprüfer bestellt, soll die Beurteilung des Prüfungsergebnisses einheitlich erfolgen. 2Ist eine einheitliche Beurteilung ausnahmsweise nicht möglich, sind die Gründe hierfür darzulegen; die Beurteilung ist jeweils in einem gesonderten Absatz vorzunehmen. 3Die Sätze 1 und 2 gelten im Fall der gemeinsamen Bestellung von1.Wirtschaftsprüfern oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften,2.vereidigten Buchprüfern oder Buchprüfungsgesellschaften sowie3.Prüfern oder Prüfungsgesellschaften nach den Nummern 1 und 2.(7) 1Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk oder den Vermerk über seine Versagung unter Angabe des Ortes der Niederlassung des Abschlussprüfers und des Tages der Unterzeichnung zu unterzeichnen; im Fall des Absatzes 6a hat die Unterzeichnung durch alle bestellten Personen zu erfolgen. 2Der Bestätigungsvermerk oder der Vermerk über seine Versagung ist auch in den Prüfungsbericht aufzunehmen. 3Ist der Abschlussprüfer eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, so hat die Unterzeichnung zumindest durch den Wirtschaftsprüfer zu erfolgen, welcher die Abschlussprüfung für die Prüfungsgesellschaft durchgeführt hat. 4Satz 3 ist auf Buchprüfungsgesellschaften entsprechend anzuwenden.Zu § 322: Neugefasst durch G vom 4. 12. 2004 (BGBl I S. 3166), geändert durch G vom 17. 7. 2015 (BGBl I S. 1245) und 10. 5. 2016 (BGBl I S. 1142) (17. 6. 2016).
Zitierungen dieses DokumentsGesetze§ 209 AktG, Zu Grunde gelegte Bilanz§ 24 DMBilG, Ausgleichsforderungen§ 48 DMBilG, BußgeldvorschriftenArt. 23 EGHGB, Jahresabschluss, Lagebericht, Pflicht zur Offenlegung, Konzernabschluss, Konzernlagebericht, PrüfungArt. 46 EGHGB, Zeitliche Anwendung von Vorschriften des Handelsgesetzbuchs i. d. F. des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im UnternehmensbereichArt. 58 EGHGB, Anwendung des Handelsgesetzbuchs i. d. F. des Bilanzrechtsreformgesetzes vom 4. Dezember 2004Art. 75 EGHGBArt. 79 EGHGB§ 27 EigV, Pflicht zur Jahresabschlussprüfung§ 32 EigV, Prüfungsergebnis§ 26 EigV, Jahresabschlussprüfung§ 58 GenG, PrüfungsberichtUrteileBGH, 06.06.2013 - IX ZR 204/12 - Haftung eines Steuerberaters wegen der Folgen verspäteter Insolvenzantragsstellung seines MandantenBGH, 04.12.2012 - VI ZR 378/11 - Schadensersatzanspruch eines Anlegers gegen einen Wirtschaftsprüfer wegen pflichtwidrigen Bestätigungsvermerks i.S.d. § 322 HGB im Zusammenhang mit…BGH, 03.02.2015 - II ZR 105/13 - Verpflichtung zur Übersendung des Prüfungsberichts mit der Einladung zu der GesellschafterversammlungBGH, 21.02.2013 - III ZR 139/12 - Vertrauendürfen eines Anlegers auf Feststellungen in einem veröffentlichten Wirtschaftsprüfertestat bei Beziehen der Veröffentlichungen sich auf einen überholten…BGH, 04.12.2012 - VI ZR 379/11 - Höhe des Schadens beim Umtausch wertloser abgelaufener in neue Inhaberschuldverschreibungen auf Grund des fehlerhaften Bestätigungsvermerks eines WirtschaftsprüfersBGH, 04.12.2012 - VI ZR 380/11 - Schadensersatzanspruch eines Inhabers von Schuldverschreibungen gegen einen Wirtschaftsprüfer wegen dessen BestätigungsvermerksBGH, 04.12.2012 - VI ZR 381/11 - Höhe des Schadens beim Umtausch wertloser abgelaufener in neue Inhaberschuldverschreibungen auf Grund des fehlerhaften Bestätigungsvermerks eines WirtschaftsprüfersBGH, 21.01.2010 - Xa ZR 175/07 - Anspruch eines Abschlussprüfers auf Vergütung für die Durchführung einer Jahresabschlussprüfung; Wirksamkeit eines Vertrages über die Prüfung eines Jahresabschlusses…
§ 321a HGB, Offenlegung des Prüfungsberichts in besonderen Fällen§ 323 HGB, Verantwortlichkeit des Abschlussprüfers

References: § 322
 § 325

§ 322
 § 317
 § 325
 § 322
 § 322

§ 321