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Timestamp: 2016-10-27 20:46:01+00:00

Document:
2A.332/2006 (06.03.2007)
2A.332/2006 /ble
Prime Forestry Switzerland AG (in Konkurs), Uetlibergstrasse 132, 8045 Z�rich,
Prime Forestry Group AG (in Liquidation), Uetlibergstrasse 132, 8045 Z�rich,
Unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen / Konkurser�ffnung bzw. Liquidation,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verf�gung der Eidgen�ssischen Bankenkommission
A.a Die Prime Forestry Switzerland AG (PFS) wurde am 24. Januar 2003 ins Handelsregister des Kantons Z�rich eingetragen. Sie bezweckt unter anderem den Kauf sowie den nachhaltigen Aufbau und Betrieb von land- und forstwirtschaftlichen Plantagen, die Entwicklung und den Vertrieb von entsprechenden Finanzanlagen und Beteiligungsprodukten sowie den Handel mit und die Veredelung von land- und forstwirtschaftlichen Produkten, insbesondere im Zusammenhang mit tropischen Edelh�lzern. Aktion�re der Prime Forestry Switzerland AG sind zu je f�nfzig Prozent X.________ und W.________. Diese beherrschen im gleichen Verh�ltnis auch die am 6. Januar 2006 ins Handelsregister des Kantons Z�rich eingetragene Prime Forestry Group AG (PFG), unter deren Dach die verschiedenen Beteiligungen der "Prime Forestry"-Unternehmensgruppe vereinigt werden sollten. Nach Angaben ihrer Organe ist die Prime Forestry Group AG als solche bisher nicht aktiv geworden.
A.b Die Prime Forestry Switzerland AG vertrieb �ber rund 50 Telefonverk�ufer in Z�rich und deren 15 in Toronto das Produkt "TreeDirect". Bei diesem erwirbt der einzelne Kunde gem�ss den Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen �ber einen "Kauf- und Dienstleistungsvertrag" den "Teak"-Baumbestand einer "definierten, zertifizierten Plantagenfl�che" in Panama zu Eigentum (Ziff. 2.1), wobei der Baumbestand durch die Prime Forestry Switzerland AG (�ber ihre Tochtergesellschaften Prime Forestry Panama S.A. und Prime Forestry Supply & Trade S.A.) bewirtschaftet, ausgeforstet (im 7., 10. und 14. Jahr) und sukzessive bis zur Schlussernte im 20. Jahr verkauft wird. Die Prime Forestry Switzerland AG warb f�r dieses Produkt mit Jahresrenditen von bis zu 14 Prozent. Nach Zeitungsberichten sollen insgesamt mehrere Tausend Kunden als "Baumpartner" rund 60 Millionen Franken investiert haben.
B.a Anfangs 2004 pr�fte die Eidgen�ssische Bankenkommission (EBK), ob die Aktivit�ten der Prime Forestry Switzerland AG finanzmarktrechtlich bewilligungspflichtig sein k�nnten. Sie verneinte dies am 12. Mai 2004: Aufgrund der erteilten Ausk�nfte und der eingereichten Unterlagen gehe die Gesellschaft weder einer T�tigkeit als Effektenh�ndlerin nach, noch nehme sie in bewilligungspflichtiger Weise Publikumsgelder entgegen; f�r den Fall, dass neue Tatsachen eintreten oder sich die rechtlichen Grundlagen �ndern sollten, behielt sich die Bankenkommission vor, das Verfahren wieder aufzunehmen.
B.b Am 2. M�rz 2006 untersagte das Sekretariat der Eidgen�ssischen Bankenkommission der Prime Forestry Group AG und der Prime Forestry Switzerland AG jegliche weitere Entgegennahme von Publikumseinlagen in der Schweiz oder von der Schweiz aus und setzte zur genaueren Abkl�rung der Gesch�ftst�tigkeit die Rechtsanw�lte A.________ und B.________ als Untersuchungsbeauftragte ein. Gleichzeitig blockierte sie s�mtliche Verm�genswerte der Prime Forestry Group AG und der Prime Forestry Switzerland AG im In- und Ausland und untersagte deren Organen, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen zu t�tigen.
B.c Gest�tzt auf die entsprechenden Abkl�rungen stellte der Pr�sident der Eidgen�ssischen Bankenkommission am 4. Mai 2006 fest, dass die Prime Forestry Group AG und die Prime Forestry Switzerland AG gegen das Verbot der gewerbsm�ssigen Entgegennahme von Publikumseinlagen verstossen h�tten. Er er�ffnete ab Freitag, 5. Mai 2006 (08.00 Uhr), �ber die Prime Forestry Switzerland AG den bankenrechtlichen Konkurs und ordnete gegen�ber der Prime Forestry Group AG deren aufsichtsrechtliche Liquidation an. Als Liquidatoren setzte er die Untersuchungsbeauftragten ein; zudem regelte er verschiedene weitere konkurs- und aufsichtsrechtliche Fragen (Konkursort, Publikation, Handelsregistereintrag usw.). Die superprovisorische Verf�gung vom 2. M�rz 2006 hob er als mit Rechtskraft der Konkurs- bzw. der Liquidationsverf�gung "gegenstandslos" auf.
Am 3. Juni 2006 haben die Prime Forestry Switzerland AG, die Prime Forestry Group AG sowie W.________ und X.________ beim Bundesgericht hiergegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Sie beantragen, die Verf�gung des Pr�sidenten der Bankenkommission aufzuheben und festzustellen, dass die Prime Forestry Switzerland AG und die Prime Forestry Group AG keine Gesch�fte get�tigt haben, welche unter die Aufsicht der Bankenkommission fielen, weshalb deren Handeln jeglicher Grundlage entbehre. Auf jeden Fall seien die bezeichneten Konkursverwalter abzusetzen und durch unabh�ngige, "nicht mit einer Haftpflicht konfrontierte Konkursverwalter zu ersetzen". S�mtliche Kosten des Verfahrens, insbesondere jene der "eingesetzten Untersuchungsbeauftragten bzw. Konkursverwalter", seien "vollumf�nglich und vorbehaltlos" vom Staat bzw. von der Bankenkommission zu tragen; die bereits bezogenen Gelder seien "vorbehaltlos samt Zins" zur�ckzuerstatten.
Die Eidgen�ssische Bankenkommission beantragt, auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen. Die Parteien haben im zweiten Schriftenwechsel an ihren Antr�gen und Ausf�hrungen festgehalten. Die Prime Forestry Switzerland AG, die Prime Forestry Group AG sowie W.________ und X.________ konnten sich am 30. November 2006 zum Verfahren abschliessend �ussern.
Der angefochtene Entscheid erging am 4. Mai 2006 und damit vor Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juli 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110, AS 2006 1205 ff.). Die vorliegende Eingabe ist somit als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen und nach den Regeln des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) zu erledigen (vgl. Art. 132 Abs. 1 BGG; Mitteilungen des Bundesgerichts zum Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes, Ziff. I, publ. in: ZBl 108/2007 S. 56).
2.1 In Anwendung des Bankengesetzes ergangene Aufsichtsentscheide k�nnen beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen, Bankengesetz, BankG; SR 952.0; BGE 132 II 382 E. 1.1 mit Hinweisen). Nicht Gegenstand des bankenrechtlichen Unterstellungs- oder Liquidationsverfahrens bilden allf�llige Haftungs- oder Genugtuungsanspr�che gegen den Bund bzw. die Bankenkommission; diese sind im Staatshaftungsverfahren geltend zu machen; die Untersuchungsbeauftragten bzw. die Liquidatoren haften ihrerseits nach den Bestimmungen des Aktienrechts (vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. a BankG [in der Fassung vom 3. Oktober 2003]; BGE 132 II 382 E. 1.2.3); insofern ist auf die Antr�ge der Beschwerdef�hrer deshalb nicht einzutreten. Dies gilt auch f�r ihre verschiedenen Feststellungsbegehren: Das Ersuchen, die Entscheide der Bankenkommission aufzuheben, setzt die Beurteilung der betreffenden Fragen voraus; den Feststellungsantr�gen kommt - selbst im Hinblick auf ein allf�lliges Haftungs- oder Strafverfahren (vgl. Art. 46 Abs. 1 lit. f BankG) - keine eigenst�ndige Bedeutung zu (BGE 132 II 382 E. 1.2.2 mit Hinweisen).
2.2 Das Sekretariat der Bankenkommission setzte am 2. M�rz 2006 die Untersuchungsbeauftragten superprovisorisch ein. Dieser Entscheid war praxisgem�ss beim Bundesgericht nicht selbst�ndig anfechtbar (BGE 132 II 382 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Ob und wieweit die betreffende Verf�gung - etwa wegen der damit verbundenen Kosten - entgegen der Ansicht der Bankenkommission im vorliegenden Verfahren dennoch in Frage gestellt werden kann, obwohl keine entsprechende (anfechtbare) vorsorgliche Massnahme ergangen (vgl. BGE 126 II 111 ff.) und die Anordnung mit der Konkurser�ffnung bzw. der aufsichtsrechtlichen Liquidation dahingefallen ist, braucht nicht weiter gepr�ft zu werden; die EBK war - wie zu zeigen sein wird (E. 5.1) - berechtigt, weitere Abkl�rungen bez�glich der Aktivit�ten der Prime-Forestry-Gruppe anzuordnen und die Untersuchungsbeauftragten auf deren Kosten einzusetzen (vgl. BGE 132 II 382 E. 1.2.1 S. 385).
2.3.1 Die Organe einer durch die Bankenkommission in Liquidation bzw. Konkurs versetzten Gesellschaft sind trotz Entzugs bzw. Dahinfallens ihrer Vertretungsbefugnis befugt, die entsprechende Verf�gung in deren Namen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anzufechten (BGE 131 II 306 E. 1.2.1; 132 II 382 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. auch das Urteil des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte i.S. Capital Bank AD gegen Bulgarien vom 24. November 2005 [49429/99], Ziff. 86 ff., dort insbesondere Ziff. 88). Ein allf�lliges Haftungs- oder Strafverfahren bzw. der Entzug der Zeichnungsberechtigung verschafft ihnen praxisgem�ss jedoch kein pers�nliches schutzw�rdiges Interesse daran, dass der bankenrechtliche Unterstellungs- und Liquidationsentscheid richterlich �berpr�ft wird (BGE 131 II 306 E. 1.2.2 mit Hinweisen). Der Allein- oder Mehrheitsaktion�r und der wirtschaftlich Berechtigte sind zur Beschwerde in eigenem Namen nicht legitimiert, da und soweit sie �ber die beherrschte Gesellschaft selber an das Bundesgericht gelangen k�nnen (BGE 131 II 306 E. 1.2.2; Urteil 2A.575/2004 vom 13. April 2005 E. 1.2.1 mit Hinweisen, publ. in: EBK Bulletin 47/2005 S. 68 ff.).
2.3.2 Wie die Bankenkommission zu Recht geltend macht, liegen seitens der Organe der Prime Forestry Group AG und der Prime Forestry Switzerland AG keine rechtsg�ltigen Erm�chtigungen f�r das vorliegende Verfahren vor. Bez�glich der Prime Forestry Switzerland AG besteht lediglich eine Vollmacht vom 26. April 2006, welche von Y.________ und Z.________ unterschrieben ist. W�hrend letzterer gem�ss Handelsregisterauszug �ber keine Zeichnungsberechtigung verf�gt, ist Y.________ als Pr�sident des Verwaltungsrats nicht einzelzeichnungsberechtigt. Die weiteren Unterschriftsberechtigten sowohl der Prime Forestry Group AG als auch der Prime Forestry Switzerland AG haben davon abgesehen, die Entscheide der Bankenkommission anzufechten bzw. den Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer hiermit zu beauftragen. Die Aktion�re X.________ und W.________ waren im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung nicht erm�chtigt, f�r die beschwerdef�hrenden Gesellschaften zu handeln, und haben den Rechtsvertreter lediglich mit der Wahrung ihrer eigenen Interessen betraut. Soweit sie die Beschwerde in ihrem eigenem Namen erheben, kann darauf mangels Legitimation nicht eingetreten werden. Fraglich erscheint, ob sie ausnahmsweise zur Beschwerde im Namen ihrer Gesellschaften berechtigt sind, da sie das Bundesgericht nicht �ber deren Organe anrufen konnten und sie im Zeitpunkt der Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten f�r die Prime Forestry Switzerland AG zeichnungsberechtigt waren. Die Frage braucht nicht weiter gepr�ft zu werden, da sich die angefochtenen Verf�gungen in der Sache selber so oder anders als bundesrechtskonform erweisen (vgl. das Urteil 2A.575/2004 vom 13. April 2005, E. 1.2.2 mit Hinweisen, publ. in: EBK Bulletin 47/2005 S. 68 ff.).
2.4 Die Beschwerdef�hrer haben am 30. November 2006 auf eine �ffentliche Verhandlung verzichtet und sich abschliessend zur Sache ge�ussert. Von einer weiteren Anh�rung der Bankenkommission kann abgesehen werden, nachdem diese hinreichend Gelegenheit gehabt hat, ihren Standpunkt darzutun. Der Fall ist gest�tzt auf die vorliegenden Unterlagen spruchreif; weitere Instruktionsmassnahmen er�brigen sich.
Zu Unrecht machen die Beschwerdef�hrer geltend, die Bankenkommission habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt (vgl. zu dessen Inhalt: BGE 129 II 497 E. 2.2; 126 I 15 E. 2a/aa): Der Pr�sident der EBK hat sich - soweit wesentlich - in seinem Entscheid vom 4. Mai 2006 mit den verschiedenen Einwendungen der Beschwerdef�hrer auseinandergesetzt, sie jedoch ausdr�cklich oder implizit verworfen. Dabei musste er nicht auf jede Ausf�hrung im Einzelnen eingehen, sondern durfte sich praxisgem�ss auf die f�r den Entscheid wesentlichen �berlegungen beschr�nken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweis), zumal die Beschwerdef�hrer in ihrer Eingabe vom 1. Mai 2006 den Sachverhalt und die Zust�ndigkeit der Bankenkommission nur pauschal bestritten und sich damit begn�gt hatten, das Vorgehen der EBK und der Untersuchungsbeauftragten als willk�rlich und haltlos bzw. die unterstellungspflichtige T�tigkeit als nicht hinreichend erwiesen zu bezeichnen. Dass sich die Untersuchungsbeauftragten auf die Ermittlung des Sachverhalts beschr�nkten, ohne diesen rechtlich zu w�rdigen, entsprach ihrem Auftrag; dies ist grunds�tzlich der Inhalt jeglichen Sachverst�ndigengutachtens (vgl. Art. 12 VwVG); dessen rechtliche W�rdigung ist der Beh�rde bzw. dem Gericht �berlassen (Urteil 2A.360/2006 vom 12. September 2006, E. 3.2; vgl. BGE 130 II 351 E. 3.3.3 S. 359). Entgegen den Einwendungen der Beschwerdef�hrer k�nnen die Liquidatoren - soweit das Verwaltungsverfahrensgesetz auf sie �berhaupt Anwendung findet (vgl. BGE 130 II 351 E. 3.3.2) - auch nicht als befangen gelten, nur weil sie bereits als Untersuchungsbeauftragte t�tig geworden sind und in diesem Zusammenhang Kontakte zur Bankenkommission bzw. zu deren Sekretariat unterhielten (unpublizierte E. 3.4 von BGE 132 II 382 ff.). Soweit die Beschwerdef�hrer Schadenersatzanspr�che gegen die Untersuchungsbeauftragten geltend machen wollen, ist nicht ersichtlich, inwiefern diese dadurch daran gehindert w�rden, unter der Aufsicht der Bankenkommission die Liquidation der betroffenen Gesellschaften sachgerecht und gesetzeskonform durchzuf�hren (BGE 131 II 306 E. 3.4.1 und E. 4.3.3). Die Beschwerdef�hrer erhielten schliesslich im bundesgerichtlichen Verfahren Einsicht in alle relevanten Unterlagen und konnten sich zu s�mtlichen Punkten umfassend �ussern, so dass ihr rechtliches Geh�r auch insofern nicht verletzt ist (unpublizierte E. 3.2 von BGE 132 II 382 ff); sie haben dies denn auch in ihrer Replik zugestanden.
4.1 Die Eidgen�ssische Bankenkommission ist zur Beseitigung von Missst�nden und zur Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands befugt, alle "notwendigen Verf�gungen" zu treffen (Art. 23ter Abs. 1 BankG). Da sie allgemein �ber die Einhaltung der "gesetzlichen Vorschriften" zu wachen hat, ist ihre Aufsicht nicht auf die formell unterstellten Betriebe (Banken und diesen gleichgestellte Unternehmen) beschr�nkt. Zu ihrem Aufgabenbereich geh�rt ebenso die Abkl�rung der banken- oder finanzmarktrechtlichen Bewilligungspflicht einer Gesellschaft. Dabei kann sie praxisgem�ss die im Gesetz vorgesehenen Mittel auch gegen�ber Instituten (oder Personen) einsetzen, deren Unterstellungs- bzw. Bewilligungspflicht (noch) umstritten ist (vgl. BGE 131 II 306 E. 3.1.1 S. 314; 130 II 351 E. 2.1 S. 354 mit Hinweisen). Die Frage, wie sie die Aufsichtsfunktion im Einzelnen wahrnimmt, ist weitgehend ihrem "technischen Ermessen" anheim gestellt. Das Bundesgericht greift in dieses nur bei qualifizierten Ermessensfehlern, d.h. Rechtsverletzungen, korrigierend ein (BGE 132 II 382 E. 4.1 mit Hinweisen).
4.2 Bestehen hinreichend konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass eine bewilligungspflichtige Gesch�ftst�tigkeit vorliegen k�nnte, ist die Bankenkommission befugt und verpflichtet, die zur weiteren Abkl�rung erforderlichen Informationen einzuholen und die n�tigen Anordnungen zu treffen. Diese k�nnen bis zur Aufl�sung und Liquidation eines Unternehmens reichen, das unerlaubt einer zum Vornherein nicht bewilligungsf�higen T�tigkeit nachgeht bzw. das gegen das Verbot der gewerbsm�ssigen Entgegennahme von Publikumseinlagen verst�sst (BGE 131 II 306 E. 3.1.2 mit Hinweisen). Besteht eine �berschuldung, ist die EBK gehalten, die Liquidation nach den Sonderregeln des Bankenkonkurses (Art. 33 ff. BankG in der Fassung vom 3. Oktober 2003) anzuordnen; diese gelten auch f�r Betriebe, die unerlaubt einer bewilligungspflichtigen (Banken-)T�tigkeit nachgehen (BGE 131 II 306 E. 4 S. 319 ff.). F�r die Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten (vgl. Art. 23quater Abs. 1 BankG [Fassung vom 3. Oktober 2003]) ist nicht erforderlich, dass eine bestimmte Gesetzesverletzung bereits feststeht; es gen�gt, dass objektive Anhaltspunkte f�r eine solche sprechen, wobei der Sachverhalt nur durch eine Kontrolle vor Ort abschliessend gekl�rt werden kann. Der zu beseitigende Missstand liegt in diesem Fall in der unklaren Ausgangslage, die es �ber die Einsetzung des Untersuchungsbeauftragten zu bereinigen gilt (BGE 130 II 351 E. 2.2 S. 355; 126 II 111 E. 4c S. 118, je mit Hinweisen).
Vor diesem Hintergrund ist der angefochtene Entscheid - entgegen der Kritik der Beschwerdef�hrer - nicht zu beanstanden:
5.1.1 Ab anfangs 2006 lagen verschiedene Hinweise daf�r vor, dass die Prime-Forestry-Gruppe entgegen ihren Erkl�rungen vom 22. Januar bzw. 16. April 2004 und den eingereichten Unterlagen einer bewilligungspflichtigen T�tigkeit im Finanzbereich nachgehen k�nnte. Neben Anfragen in Bezug auf die Aktivit�ten der Gruppe aus dem Publikum und gewissen negativen Schlagzeilen in der Presse bzw. Publikumswarnungen von anderen Finanzmarktaufsichtsbeh�rden bez�glich der angebotenen Produkte gingen der Bankenkommission Informationen zu einem "Teak-Profit Programm" zu, worin j�hrliche Verzinsungen des "nicht in Teak-Baumbest�nde investierten Kapitals" zu 4,25 % r�ckwirkend "per Datum Zahlungseingang der Einmaleinlage" versprochen wurde. Gest�tzt hierauf erschien zweifelhaft, ob die Prime-Forestry-Gruppe, wie sie geltend gemacht hatte, tats�chlich ausschliesslich im Sinne eines "Ware-gegen-Geld-Gesch�fts" individualisierte Baumbest�nde verkaufte und diese im Rahmen eines Bewirtschaftungsmandats zu Gunsten der jeweiligen "Baumpartner" betreute; dies gilt um so mehr, als die Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen f�r das "TreeDirect"-Programm im Ergebnis eine proportionale Aufteilung eines allf�lligen Schadens und der erwirtschafteten Erl�se zwischen mehreren hundert Baumbest�nden vorsahen. Die Erkl�rung des Sekretariats der Bankenkommission vom 12. Mai 2004 stand ausdr�cklich unter dem Vorbehalt allf�lliger neuer Erkenntnisse; zudem wurde den Adressaten darin verboten, Publikumseinlagen im Sinne des Bankengesetzes entgegenzunehmen oder f�r deren Entgegennahme - insbesondere unter Hinweis auf das Schreiben vom 12. Mai 2004 - zu werben; dennoch erfuhr die EBK Mitte Januar 2006, dass Kopien dieses Briefes im Gesch�ftsverkehr mit Kunden verwendet worden waren. Es rechtfertigte sich deshalb, den Sachverhalt durch die Einsetzung von Untersuchungsbeauftragten an Ort und Stelle definitiv kl�ren zu lassen und sich nicht allein auf die diesbez�glichen �usserungen der Betroffenen zu verlassen.
5.1.2 Was die Beschwerdef�hrer hiergegen einwenden, �berzeugt nicht: Die angeordnete Massnahme war nicht unverh�ltnism�ssig, nachdem objektive Anhaltspunkte daf�r vorlagen, dass die Angaben der Beschwerdef�hrer unzutreffend sein k�nnten. Sie st�tzte sich auf Art. 23quater Abs. 1 BankG (in der Fassung vom 3. Oktober 2003) und damit auf eine klare gesetzliche Grundlage; zudem lag sie zum Schutz der Anleger und des hiesigen Finanzplatzes im �ffentlichen Interesse. Die Intervention war darauf ausgerichtet, wenn immer m�glich die Gesch�ftsaktivit�t, soweit sie nicht bewilligungspflichtig sein sollte, aufrechtzuerhalten; gleichzeitig hatte sie aber auch den berechtigten Interessen allf�lliger Anleger Rechnung zu tragen. Es ist nicht ersichtlich und wird nicht dargetan, inwiefern das Sekretariat der Bankenkommission oder die Untersuchungsbeauftragten in diesem Rahmen ihr Ermessen �berschritten h�tten. Der relativ grosse Aufwand der Abkl�rungen war Folge des internationalen Charakters der Aktivit�ten der Beschwerdef�hrer und der verschachtelten Struktur der Gruppe. Diese hat die mit der Untersuchung verbundenen Kosten deshalb zu tragen (vgl. Art. 23quater Abs. 4 in der Fassung vom 3. Oktober 2003; BGE 132 II 382 E. 5 S. 389 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrer kritisieren zwar deren H�he, legen aber nicht dar, dass und inwiefern die von den Untersuchungsbeauftragten erstellten Abrechnungen unzutreffend oder nicht markt�blich sein sollten, weshalb auf ihre Einwendungen nicht weiter einzugehen ist (BGE 132 II 382 E. 1.2.3).
5.1.3 Zwar trifft zu, dass die Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten nur superprovisorisch erfolgt ist und trotz der Bem�hungen der betroffenen Firmen um den Erlass einer definitiven Zwischenverf�gung (Eingabe des damaligen Rechtsvertreters vom 10. April 2006) nie durch eine solche ersetzt wurde (vgl. BGE 130 II 351 E. 3.2; 126 II 111 ff.). Dies erkl�rt sich jedoch mit Blick auf die Interessenlage der Beteiligten: Das Sekretariat der EBK gab den betroffenen Firmen in seiner superprovisorischen Verf�gung vom 2. M�rz 2006 Gelegenheit bis zum 3. April 2006, sich zur Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten zu �ussern, was ihr damaliger Rechtsvertreter am 24. M�rz 2006 getan hat; gleichentags unterbreiteten die Beauftragten indessen bereits ihren Zwischenbericht, der im Rahmen der �berlegungen zum weiteren Vorgehen eine (modifizierte) Weiterf�hrung des Betriebs nicht ausschloss. In der Folge wurde durch das Management ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet und von der Bankenkommission unter gewissen Auflagen genehmigt (vgl. das Schreiben der EBK vom 19. April 2006 "Prime Forestry Gruppe - Voraussetzungen f�r die Wiederaufnahme der Gesch�ftsaktivit�ten"). Im Hinblick hierauf war es vertretbar, mit dem Erlass der (beantragten) vorsorglichen Massnahme zuzuwarten, w�ren dadurch doch nur (unn�tige) weitere Kosten entstanden; zudem bildete die Frage, ob eine Bewilligungspflicht besteht, als solche im Zusammenhang mit der Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten gerade (noch) nicht Verfahrensgegenstand (BGE 130 II 351 E. 3.2.1 mit Hinweisen); schliesslich dr�ngten die beschwerdef�hrenden Gesellschaften ihrerseits auf eine m�glichst schnelle Wiederaufnahme einer nicht bewilligungspflichtigen Gesch�ftst�tigkeit.
5.2.1 Nat�rlichen und juristischen Personen, die nicht dem Bankengesetz unterstehen, ist es untersagt, gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegenzunehmen (Art. 1 Abs. 2 BankG). Das entsprechende bankenm�ssige Passivgesch�ft besteht darin, dass ein Unternehmen gewerbsm�ssig Verpflichtungen gegen�ber Dritten eingeht, d.h. selber zum R�ckzahlungsschuldner der entsprechenden Leistungen wird. Dabei gelten alle Verbindlichkeiten als Einlagen, soweit keine Ausnahmen im Sinne von Art. 3a der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen (BankV; SR 952.02) bestehen. Die Beschwerdef�hrer bestreiten, gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegengenommen zu haben; in ihrem "TreeDirect"-Modell seien individualisierte Baumbest�nde an die Baumpartner verkauft worden, die an den einzelnen B�umen Eigentum erworben h�tten; die B�ume st�nden in Plantagenw�ldern der Prime Forestry und w�rden im Rahmen einer zus�tzlichen Dienstleistungsvereinbarung von Prime Forestry f�r die Eigent�mer bewirtschaftet und sukzessive verwertet. Diese Ausf�hrungen �berzeugen nicht: Zwar gelten nicht als Einlagen im Sinne des Bankengesetzes "Gelder, die eine Gegenleistung aus einem Vertrag auf �bertragung des Eigentums oder aus einem Dienstleistungsvertrag darstellen oder als Sicherheitsleistung �bertragen werden" (Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV), womit ein Konzept wie dasjenige der Beschwerdef�hrer bewilligungsfrei betrieben werden kann, falls dem einzelnen Baumpartner tats�chlich das Eigentum an konkreten B�umen �bertragen wird und diese als Gegenleistung zum geleisteten Preis im Rahmen eines Bewirtschaftungsmandats f�r ihn gepflegt und verwertet werden. Das war bei den Aktivit�ten der Beschwerdef�hrer indessen, wie sich aus den Akten ergibt, nicht der Fall:
5.2.2 Der Baumpartner erh�lt nach Eingang seiner Zahlung ein Zertifikat, das ihm den "Erwerb von Teakholz-Baumbest�nden" bescheinigt und ihn als "Baumbesitzer" ausweist. Angegeben werden dabei die Nummer einer Serie, die Nummer einer Projekt-ID sowie der Name einer Plantage, wobei die Serie die Baumfl�che bezeichnet, die jeweils einer Projekt-ID zugeordnet wird. Nach den Abkl�rungen der Untersuchungsbeauftragten gen�gen diese Angaben nicht, um den Eigentumsnachweis der Baumpartner in Panama erbringen zu k�nnen; auf die Problematik der Eigentumsverh�ltnisse hatte bereits die Revisorin bei der Pr�fung der Jahresrechnung 2004 in ihrem Management-Letter vom 24. Februar 2005 hingewiesen, weshalb entgegen den Einwendungen der Beschwerdef�hrer keine Veranlassung besteht, die Sachverhaltsfeststellungen in diesem Punkt in Frage zu stellen. Gem�ss den Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen erwarb der Kunde nicht das Eigentum an bestimmten B�umen eines Plots (gekennzeichnet durch eine Seriennummer) und den Erl�s aus deren Verkauf abz�glich der vereinnahmten Geb�hren, sondern einen Anspruch auf einen proportionalen Anteil des Erl�ses einer gesamten "Projekt-ID" mit "Plots" von mehreren hundert Kunden, wobei der Netto-Ertrag jeweils durch deren Anzahl geteilt werden sollte (vgl. Ziff. 11.1 AGB).
5.2.3 Die durch die Prime Forestry Switzerland AG verkauften Baumbest�nde wurden durch die Prime Forestry Panama AG zwar mit den jeweiligen geographischen Daten in der Parzellen�bersicht der Datenbank "ArcView" erfasst und aufgrund des Buchhaltungssystems "Navision" der Prime Forestry Switzerland AG nachgef�hrt. Die durch die Akten erh�rteten Abkl�rungen der Untersuchungsbeauftragten haben jedoch ergeben, dass die beiden Datenbanken bei verschiedenen "Projekt-IDs" hinsichtlich der "verkauften" Baumbest�nde nicht �bereinstimmen. Mit der EBK ist damit davon auszugehen, dass in einer Vielzahl von F�llen keine Individualisierung der Baumbest�nde erfolgt ist; die entsprechenden Daten sind heute offenbar auch nicht mehr ohne Weiteres verf�g- bzw. rekonstruierbar (vgl. Zirkular Nr. 2 vom 4. August 2006 der Konkursliquidatoren an die Gl�ubiger der Prime Forestry Switzerland AG in Liquidation, Ziff. 6). Damit kommt Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV vorliegend nicht zur Anwendung; auch nicht insofern, als ein Bewirtschaftungsmandat vorliegen soll: Die entsprechenden Leistungen werden nicht �ber den "Kaufpreis" abgegolten, sondern in der H�he von 10% (Bewirtschaftungs- und Verarbeitungsgeb�hr) bzw. 5% (Managementgeb�hren) direkt "vom Brutto-Verkaufserl�s in Abzug gebracht" (Ziff. 17.1 bzw. 18.1 AGB; BGE 132 II 382 E. 6.3.4 S. 394). Die von den "Baumpartnern" einbezahlten Gelder haben deshalb als gewerbsm�ssig entgegengenommene Publikumseinlagen im Sinne des Bankengesetzes zu gelten.
5.2.4 Unter diesen Umst�nden war die Bankenkommission berechtigt und gehalten, den gesetzm�ssigen Zustand wiederherzustellen (Art. 23ter Abs. 1 BankG): Nachdem die Prime Forestry Switzerland AG unbestrittenermassen �berschuldet war (vgl. die Stellungnahme der Revisorin vom 19. April 2006: "Handlungsbedarf gem�ss Art. 725 OR") und die illegale Gesch�ftst�tigkeit mangels hinreichender Kooperation der Aktion�re bzw. Organe der Gesellschaften im Rahmen der Vorgaben der EBK (etwa Zuf�hrung neuer Mittel unter Nachweis von deren geldw�schereirechtlichen Unbedenklichkeit) nicht in eine legale Aktivit�t �berf�hrt werden konnte, kam f�r sie im Interesse aller Gl�ubiger nur die Liquidation in Anwendung der Bestimmungen �ber das Bankensanierungs- und -konkursrecht in Frage (BGE 132 II 382 E. 7). Hinter der Prime Forestry Group AG stehen die gleichen Personen wie hinter der Prime Forestry Switzerland AG; auch wenn die Prime Forestry Group AG selber (noch) nicht aktiv geworden sein sollte, trat die Prime-Forestry-Gruppe im Rahmen ihrer Werbung und Akquisition dennoch bereits als Einheit auf, weshalb auch sie in das bankenrechtliche Aufsichtsverfahren einzubeziehen war. Da sie nicht als �berschuldet gelten kann, musste ihre aufsichtsrechtliche Liquidation in analoger Anwendung von Art. 23quinquies BankG angeordnet werden (BGE 131 II 306 E. 4.1.3); der Entscheid der EBK ist auch insofern nicht zu beanstanden. Soweit die Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang erneut geltend machen, sie h�tten sich auf das Schreiben des Sekretariats der Bankenkommission vom 12. Mai 2004 verlassen d�rfen, verkennen sie, dass deren Erkl�rung nicht vorbehaltlos war und die Abkl�rungen ergeben haben, dass entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer und deren Einsch�tzung bzw. derjenigen ihrer juristischen Berater in Wirklichkeit keine "Sachwertgesch�fte" vorlagen. Der Hinweis auf die Schreiben der Kontrollstelle GwG vom 1. September 2004 bez�glich der geldw�schereirechtlichen Bewilligungspflicht bzw. der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 22. Januar bzw. 20. Dezember 2004 hinsichtlich der mehrwertsteuerrechtlichen Beurteilung ihrer Aktivit�ten �ndert hieran nichts; die entsprechenden Erkl�rungen erfolgten nicht im Hinblick auf eine bankenrechtliche W�rdigung der Gesch�fte und beruhten - soweit ersichtlich - wiederum ausschliesslich auf den eigenen Angaben der Beschwerdef�hrer.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nach dem Gesagten unbegr�ndet und deshalb abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (vgl. Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 15'000.-- wird den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern und der Eidgen�ssischen Bankenkommission schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 132
 BGE 
 Art. 39
 BGE 
 Art. 46
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 12
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 BGE 
 Art. 3
 Art. 3
 BGE 
 Art. 725
 Art. 23
 Art. 153
 Art. 153
 Art. 159