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Timestamp: 2019-07-23 22:50:30+00:00

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Die UG - Teil 03 - Abgrenzung zur GmbH
2.3 Abgrenzung zur GmbH
Die UG ist im Großen und Ganzen der GmbH gleich. Auch steuerlich wird sie wie die GmbH behandelt (ausführlich Ritterbach, Dibbelt, Bierstedt, Die Besteuerung von Kapitalgesellschaften, VMUR, 2017, 978-3-939384-66-3). Größter Unterschied ist die freie Gestaltung über die Haftungssumme. Diese muss bei der GmbH zwingend mindestens 25.000 Euro betragen. Eine UG hingegen kann schon mit einem Euro gegründet werden. Damit ist die Gründung der UG um einiges leichter als die der GmbH.
Zu beachten gilt hier allerdings, dass bei der Gründung der UG Sacheinlagen ausgeschlossen sind, § 5a II 2 GmbHG. Eine Sachgründung kann bei der Gründung der GmbH gewählt werden, wenn nicht ausreichend Bargeld vorhanden ist. Dann kann das Stammkapital oder ein Teil davon durch die Übertragung von Vermögensgegenständen an die Gesellschaft geleistet werden. Als Sacheinlagen kommen alle Gegenstände in Betracht, die einen messbaren Wert haben wie:
ein ganzes Unternehmen.
Gründer G betreibt als Einzelunternehmer unter dem Namen "A-Store UG" einen Onlinestore.
Dieses Unternehmen mit allen dazugehörigen Vermögensgegenständen (Warenlager, Forderungen gegen Kunden), Verbindlichkeiten (gegenüber Lieferanten) und Rechtsverhältnissen (offene Bestellungen) kann Gegenstand einer Sacheinlage bei einer GmbH sein.
Diese Sachgründung ist bei der UG nicht möglich. Die Gründung kann hier nur in Geld erfolgen, sog. Volleinzahlungsgebot.
Auch darf die Anmeldung erst erfolgen, wenn die gesamte Summe des Stammkapitals eingezahlt wurde, also auf dem Konto der Gesellschaft ist. Bei der GmbH hingegen kann unter bestimmten Voraussetzungen schon vorher angemeldet werden.
Ein weiterer bedeutender Unterschied ist der Rechtsformzusatz in der Firma. Bereits der Name muss den Zusatz der "Unternehmergesellschaft" bzw. "UG" haben. Er darf nicht die Bezeichnung "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" oder "GmbH" haben.
2.4 Die Gründung der UG
Bis die UG tatsächlich gegründet ist und mit der Geschäftstätigkeit beginnen kann, durchläuft sie verschiedene Gründungsphasen - angefangen vom Entschluss, eine UG zu gründen, über den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags bis hin zur Eintragung in das Handelsregister.
Da § 5a GmbHG über das Stadium vor der Eintragung in das Handelsregister nichts regelt, sind die Vorschriften der GmbH anwendbar. Dies ergibt sich wieder aus der Regelung, dass grundsätzlich die Regeln der GmbH auch für die UG gelten, mit Ausnahme des §5a GmbHG, der einzelne Sonderbestimmungen enthält. Findet sich aber für das Vorliegende keine Regelung in §5a GmbHG, ist auf die Vorschriften der GmbH zurückzugreifen.
2.4.1 Gründungsphasen
die Vorgründungsgesellschaft
die Vor-UG
und die UG.
Da § 5a GmbHG über das Stadium vor der Eintragung nichts regelt, sind die Vorschriften der GmbH anwendbar. Dies ergibt sich wieder aus der Regelung, dass grundsätzlich die Regeln der GmbH auch für die UG gelten, mit Ausnahme des § 5a GmbHG, der einzelne Sonderbestimmungen enthält. Findet sich aber für das Vorliegende keine Regelung in §5a GmbHG, ist auf die Vorschriften der GmbH zurückzugreifen.
Dieser Beitrag ist entnommen aus dem Buch „Die Unternehmergesellschaft“ von Harald Brennecke, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, und Monika Dibbelt, Rechtsanwältin, und Alice Hertel erschienen im Verlag Mittelstand und Recht, 2018, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-91-5.
Normen: § 5a GmbHG

References: § 5
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