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Timestamp: 2020-04-04 08:43:49+00:00

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BAG, 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,139
BAG, 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 (https://dejure.org/2001,139)
BAG, Entscheidung vom 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 (https://dejure.org/2001,139)
BAG, Entscheidung vom 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 (https://dejure.org/2001,139)
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Ungleiche tarifliche Vergütung - Tarifvertrag - Allgemeiner Gleichheitssatz - Übernommener Beschäftigter - Besitzstandswahrung - Eingruppierung - Stammbelegschaft
Arbeitslohn; Tarifrecht; Gleichbehandlung - Überleitungstarifvertrag; Eingruppierung von übernommenen Beschäftigten im Sinne von Besitzstandswahrung; Ungleichbehandlung von Stammbelegschaft und übernommenen Beschäftigten; Grundrechtsbindung der Tarifvertragsparteien, ...
Tarifvertragsrecht; Eingruppierung von übernommenen Beschäftigten
ArbG Köln, 13.01.1999 - 10 Ca 6094/98
LAG Köln, 15.03.2000 - 7 Sa 824/99
Soweit die Beklagte die Wertigkeit der von ihr angeführten Tätigkeiten im Entgeltsystem nicht zutreffend abgebildet findet, ist es nicht Aufgabe der Gerichte zu prüfen, ob die Tarifvertragsparteien die gerechteste und zweckmäßigste Lösung für das Regelungsproblem gefunden haben (ua. BAG 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - zu I 4 a der Gründe mwN, BAGE 99, 31) .
Bei der inhaltlichen Gestaltung der Regelung haben sie einen Beurteilungs- und Ermessensspielraum (BAG 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - BAGE 99, 31).
Es ist nicht Aufgabe der Gerichte zu prüfen, ob die Tarifvertragsparteien die gerechteste und zweckmäßigste Lösung für das Regelungsproblem gefunden haben (BAG 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - AP GG Art. 3 Nr. 291 = EzA GG Art. 3 Nr. 93).
Maßgebend für die verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit der Übergangsregelung ist daher nicht, dass sie in einzelnen Fällen möglicherweise zu Benachteiligungen rentennaher Versicherter gegenüber rentenfernen führt, vielmehr ist auf die generellen Auswirkungen der Regelung abzustellen (vgl. BAGE 99, 31, 38; 106, 374, 383).
Bei der inhaltlichen Gestaltung der Regelung haben sie einen Beurteilungs- und Ermessensspielraum (BAG 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - AP GG Art. 3 Nr. 291 = EzA GG Art. 3 Nr. 93;… ErfK/Dieterich 2. Aufl. GG Art. 3 Rn. 27).
Die Tarifvertragsparteien können im Interesse der Praktikabilität, Verständlichkeit und Übersichtlichkeit auch typisierende Regelungen treffen (BAG 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - aaO).
Nur so können Sinn und Zweck der Tarifnorm zutreffend ermittelt werden (BAG v. 05.10.1999 - 4 AZR 578/98 = AP-Nr. 15 zu § 4 TVG Verdienstsicherung; BAG v. 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 = AP-Nr. 291 zu Art. 3 GG).
Insbesondere ist noch offen, ob sich aus der vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Auffassung vom Schutzauftrag der Grundrechte (grundlegend BVerfG vom 28.5.1993 - 2 BvF 2/90, 4/92 und 5/92 - BVerfGE 88, 203) generell eine andere und geringere Bindung der Tarifvertragsparteien an die Grundrechte ergibt als für den Staat ( vgl. Dieterich, FS für Schaub, S. 117, 121: BAG vom 29.8.2001 - 4 AZR 352/00 - AP Nr. 291 zu Art. 3 GG).
Die Grenze der Willkür sei erst überschritten, wenn die Differenzierung unter keinem Gesichtspunkt, auch koalitionspolitischer Art, plausibel erklärbar ist (vgl. BAG vom 30.8.2000 - 4 AZR 563/99 - AP Nr. 25 zu § 4 TVG Geltungsbereich; BAG v. 29.11.2001 - 4 AZR 762/00 = AP-Nr. 296 zu Art. 3 GG, BAG v. 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 = AP Nr. 291 zu Art. 3 GG; BAG vom 24.6.2003 - 4 AZR 405/02).
Deshalb kann bei der Prüfung eines möglichen Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichheitssatz nicht auf die Einzelfallgerechtigkeit abgestellt werden, sondern auf die generellen Auswirkungen der Regelung (BAG v. 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 = AP Nr. 291 zu Art. 3 GG; BAG v. 29.11.2001 - 4 AZR 762/00 = AP Nr. 296 zu Art. 3 GG m.w.N.).
e.e.) Die in § 22 Abs. 2 TV SR getroffene Besitzstandsregelung ist ein im Arbeitsleben allgemein anerkanntes legitimes Regelungsziel (BAG v. 29.08.2004 - 4 AZR 352/00 = AP Nr. 251 zu Art. 3 GG).
Ein solcher Zwang zur Angleichung nach oben ist im Hinblick auf die damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen rechtlich nicht begründbar (BAG v. 29.08.2001 - 4 AZR 352/00 = AP Nr. 291 zu Art. 3 GG).
Die Entscheidung, ob, wann und wie die Differenzierung abgebaut werden soll, liegt in der Regelungskompetenz der Tarifvertragsparteien und kann rechtlich nicht vorgegeben werden ( BAG vom 29.8.2001 - 4 AZR 352/00 - AP Nr. 291 zu Art. 3 GG).
Kirche § 12 Nr. 2; zuletzt 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - BAGE 99, 31 = AP GG Art. 3 Nr. 291 = EzA GG Art. 3 Nr. 93 mzN).
Es ist nicht Aufgabe der Gerichte zu prüfen, ob die Tarifvertragsparteien die gerechteste und zweckmäßigste Lösung für das Regelungsproblem gefunden haben (ua. BAG 23. Juni 1994 - 6 AZR 911/93 - BAGE 77, 137 = AP TVG § 1 Tarifverträge: DDR Nr. 13; Senat 29. August 2001 - 4 AZR 352/00 - BAGE 99, 31 = AP GG Art. 3 Nr. 291 = EzA GG Art. 3 Nr. 93).
Demgegenüber hat das Bundesarbeitsgericht in weiteren Entscheidungen den Gestaltungsspielraum der Tarifvertragsparteien stärker betont; es ist davon ausgegangen, dass der Tarifautonomie der Vorrang vor dem allgemeinen Gleichheitssatz einzuräumen ist (vgl. BAG Urteil v. 25.07.2000 Az: 3 AZR 231/98; BAG Urteil v. 30.08.2000 Az: 4 AZR 563/99 AP Nr. 9 zu § 1 TVG Gültigkeit; BAG Urteil v. 04.04.2001 Az: 4 AZR 232/00 m.w.N.; BAG Urteil v. 28.06.2001 Az: 6 AZR 114/00; BAG Urteil v. 29.08.2001 Az: 4 AZR 352/00 NZA 2002, 862).
In der Entscheidung vom 29.08.2001 Az: 4 AZR 352/00 (abgedruckt in NZA 2002, 862) hat das Bundesarbeitsgericht die Auffassung vertreten, dass einiges dafür spreche, dass der Maßstab für die Überprüfung von Tarifverträgen wegen Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichheitssatz bei inhaltlich differenzierenden Regelungen in demselben Tarifvertrag bzw. Tarifwerk nicht prinzipiell anders sei als bei der Regelung des persönlichen Geltungsbereichs.
Seniorität; BAG Urteil v. 29. August 2001 Az: 4 AZR 352/00 NZA 2002, 862).
Deshalb könne bei der Prüfung eines möglichen Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichheitssatz nicht auf die Einzelfallgerechtigkeit abgestellt werden, sondern es müsse die generelle Auswirkung der Regelung betrachtet werden (vgl. BAG Urteil v. 06. September 1995 Az: 5 AZR 174/94 BAGE 81, 5; BAG Urteil v. 29. August 2001 Az: 4 AZR 352/00 NZA 2002, 862).
Es ist nicht Aufgabe der Gerichte zu prüfen, ob die Tarifvertragsparteien die gerechteste und zweckmäßigste Lösung für das Regelungsproblem gefunden haben (vgl. zum Ganzen: BAG Urteil v. 29.08.2001 Az: 4 AZR 352/00 NZA 2002, 862).
LAG Düsseldorf, 25.03.2003 - 16 (5) Sa 1504/02
LAG Saarland, 13.11.2002 - 1 (2) Sa 84/02
Grundrechtsbindung der Tarifvertragsparteien, Gleichbehandlungsgrundsatz, …
LAG Hamm, 24.01.2008 - 15 Sa 1950/07
Diskriminierung wegen Befristung des Arbeitsvertrages; Verstoß gegen …
LAG Hamburg, 28.01.2003 - 2 Sa 75/02
Besitzstandszulage nach Entgelttarifvertrag für Arbeiter
LAG Düsseldorf, 13.11.2002 - 1 (2) Sa 84/02
LAG München, 08.08.2002 - 4 Sa 1015/01
Wirksamkeit eines Gehaltstarifvertrages unter dem Prüfungsmaßstab des …

References: Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 § 4
 Art. 3
 Art. 3
 § 4
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 § 22
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 § 12
 Art. 3
 Art. 3
 § 1
 Art. 3
 Art. 3
 § 1