Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20BLw%203/52
Timestamp: 2019-07-22 15:00:38+00:00

Document:
BGH, 23.09.1952 - V BLw 3/52 - dejure.org
BGH, 23.09.1952 - V BLw 3/52
https://dejure.org/1952,681
BGH, 23.09.1952 - V BLw 3/52 (https://dejure.org/1952,681)
BGH, Entscheidung vom 23.09.1952 - V BLw 3/52 (https://dejure.org/1952,681)
BGH, Entscheidung vom 23. September 1952 - V BLw 3/52 (https://dejure.org/1952,681)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1952,681) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
NJW 1953, 25 (Ls.)
DB 1952, 884
Im übrigen wäre die Vorlegung auch mit Rücksicht auf die Entscheidung des V. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs - V BLw 3/52 - vom 23. September 1952 (JZ 1953, 179 = NJW 1953, 25 = DRpfl. 1953, 29) erforderlich gewesen (vgl. BGHZ 9, 181; BGH 1 StR 161/53 v. 26.3.1954; insbesondere BGH 1 StR 485/59 v. 18.12.1959).
Diese Frage, die sich nicht nur für das Strafverfahren, sondern auch für andere Rechtsgebiete in der gleichen Weise stellt, wird bejaht vom V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (JZ 1953, 179 = DRpfl. 1955, 29 = NJW 1955, 25 [AG Essen-Borbeck 25.05.1954 - 5 C 96/54] (L)), vom Bundesverwaltungsgericht (NJW 1954, 1155 [BGH 28.04.1954 - II ZR 8/53] und 1956, 605) und vom Bundesfinanzhof (BB 1954, 16 - BStBl, 1954 Teil 111, 27).
Teilt das Postamt im amtlichen Verkehr den Inhalt des Telegramms einem zuständigen Beamten (vgl. BGH JZ 1953, 179) des Gerichts fernmündlich mit, so wird dem Gericht auf zuverlässigem Wege die Person des Rechtsmittelführers und die Art des eingelegten Rechtsmittels bekanntgegeben.
Abänderung von Altenteilsleistungen
Nach der Entscheidung des erkennenden Senats vom 30. Januar 1951 (V BLw 57/49) genügt die telegraphische Einlegung der Rechtsbeschwerde zur Nahrung der Rechtsbeschwerdefrist (vgl. auch Beschluß des erkennenden Senats vom 23. September 1952, V BLw 3/52, NJW 1953, 25 [nur Leitsatz] = LM Nr. 1 zu § 5 LVR).
BVerwG, 08.04.1954 - I C 59.53
Der hier vertretene Standpunkt entspricht der herrschenden Meinung; vgl. den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. September 1952 (JZ 1953 S. 179) mit zustimmender Anmerkung von Schönke, das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 3. Dezember 1953 (Bundessteuerblatt 1954 III S. 27) sowie den Beschluß des Oberlandesgerichts Tübingen vom 30. Januar 1953 und die Anmerkung der Schriftleitung hierzu mit weiteren Nachweisen (MDR 1954 S. 109).
Diese Darlegungen werden auch mehr und mehr von Rechtsprechung und Schrifttum des bürgerlichen Rechts geteilt und haben vor allem in dem Beschluß des Bundesgerichtshofs - V BLw 3/52 - vom 23. September 1952 (Juristenzeitung 1953 S. 179, Betriebsberater 1952 S. 813) Anerkennung gefunden; des weiteren sei auf den Beschluß des Oberlandesgerichts Neustadt vom 6. August 1951, Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 1952 S. 271, und die Anmerkung zu dem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 4. Dezember 1951, NJW 1952 S. 276, hingewiesen.
Ihr ist zuzugeben, dass der Tatrichter, der einen Beweisantrag ablehnen will, weil er die Beweisbehauptung als für die Entscheidung bedeutungslos ansieht, in der Regel die Gründe für seine Ansicht im einzelnen darzulegen hat (u.a. BGHSt 2, 284, 286 [BGH 22.04.1952 - 1 StR 96/52], BGH NJW 1953, 25 Nr. 21).
Damit ist das Beschwerdegericht der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats gefolgt (vgl. z.B. den Beschluss vom 23. September 1952, V BLw 3/52, und die dort angeführten weiteren Entscheidungen).
BGH, 07.05.1954 - I ZR 168/52
Der gleiche Senat hat im Beschluß vom 23. September 1952 (V BLw 3/52, NJW 1953, 25 = LM Nr. 1 zu § 5 Abs. 1 LVR) darüber hinaus die Auffassung des OLG Neustadt a.d. Weinstraße (vgl. NJW 1952, 271 = MDR 1952, 113 [OLG Neustadt an der Weinstraße 06.08.1951 - 3 W 50/51] ) gebilligt, bei telegrafischer Einlegung des Rechtsmittels genüge zur Fristwahrung die fernmündliche Durchsage des Telegrammwortlauts vor Fristablauf durch das Zustellpostamt an eine zur Entgegennahme befugte Person, die über den Wortlaut eine Niederschrift aufzunehmen habe.

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 5
 BGH 
 § 5