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Timestamp: 2019-02-24 04:17:52+00:00

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Rechtsprechung: NStZ 1998, 478 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 07.05.1998
Straferlass, Nichtvorliegen eines Widerrufsgrundes, Zurückstellung der Entscheidung, Ermittlungen
Das Amtsgericht habe die Entscheidung über den Straferlass wegen des laufenden Strafverfahrens zurückgestellt (vgl. dazu auch OLG Hamm, NStZ 1998, S. 478), wodurch sich die Bewährungszeit bis zum Straferlass verlängert habe.
Auch die vom Landgericht in Bezug genommene Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm (NStZ 1998, S. 478), befasst sich zwar mit der Zurückstellung einer Entscheidung über den Straferlass, enthält für eine solche Ansicht aber keinerlei Anhaltspunkte.
Das Widerrufsgericht ist ungeachtet der Verpflichtung, nach Ablauf der Bewährungszeit sobald wie möglich zu entscheiden, nicht gehindert, die Entscheidung über den Straferlass auch noch weit über das Ende der Bewährungszeit hinaus zurückzustellen (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 7. Mai 1998 - 2 Ws 167/98 -, NStZ 1998, S. 478).
OLG Dresden, 12.10.2018 - 2 Ws 522/18
Unzulässig wird ein Widerruf erst dann, wenn die Entscheidung ohne sachliche Rechtfertigung ungebührlich lange hinausgezögert worden ist und der Verurteilte deswegen mit ihr nicht mehr zu rechnen braucht (vgl. nur OLG Hamm, Beschluss vom 7. Mai 1998 - 2 Ws 167/98 -, juris m.w.N.;… Fischer, StGB 65. Aufl. § 56g Rdnr. 2 m.w.N.).
Leipziger Kommentar zum StGB - Hubrach, § 56, 12 Auflage, § 56f, Rdnr. 51 m.w.N.; OLG Hamm NStZ 1998, 478).
Der Straferlass setzt nach ständiger Rechtsprechung des Senats (vgl. z.B. Beschl. v. 15.12.2003 - 3 Ws 1396/03 mwN) in Übereinstimmung mit Rechtsprechung und Literatur (BGH, NStZ 1993, 235; OLG Hamm, NStZ 1998, 478 mwN;… Tröndle/Fischer, StPO, 54. Aufl., § 56g Rn 1 -jew. mwN) voraus, dass sich das Gericht die Überzeugung verschafft hat, dass die Voraussetzungen für einen Widerruf der Strafaussetzung endgültig fehlen.
Die Frist des § 56g II 2 StGB ist auf § 56f StGB nicht anwendbar (…KG aaO; OLG Hamm, NStZ 1998, 478, 479 -jew. mwN).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Kammergerichts und anderer Oberlandesgerichte ist der Widerruf auch nach Ablauf der Bewährungszeit zulässig (vgl. BGH NStZ 1998, 586 ; OLG Zweibrücken JR 1991, 477; NStZ 1988, 501 ; OLG Celle StV 1987, 30; OLG Bremen StV 1986, 165 ; OLG Hamm NStZ 1998, 478, 479; StV 1985, 198; KG, Beschlüsse vom 25. April 2001 - 5 Ws 161 und 188/01 - …und vom 15. September 1999 - 5 Ws 499/99 - Gribbohm in LK- StGB 11. Aufl., § 56f Rdn. 47;… Tröndle/Fischer, StGB 50. Aufl., § 56f Rdn. 2a;… Stree in Schönke/Schröder, StGB 26. Aufl., § 56f Rdn. 13; jeweils mit weit.
Die Frist des § 56g Abs. 2 Satz 2 StGB ist auf § 56f nicht anwendbar (vgl. OLG Hamm NStZ 1998, 478, 479; OLG Düsseldorf NStZ-RR 1997, 254 ; VRS 90, 284 ; 89, 365; 85, 290;… Gribbohm a.a.O. mit weit. Nachw.); denn ihre Anwendbarkeit setzt voraus, dass die Strafe zuvor erlassen und damit ein gesetzlich vertypter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist.
Insbesondere gilt die Frist des § 56 g Abs. 2 S. 2 StGB insoweit nicht (zu vgl. Senatsbeschluss vom 07.05.1998, NStZ 1998, 478 f).
OLG Hamm, 30.01.2002 - 2 Ws 241/01
OLG Hamm, 30.01.2002 - 2 Ws 269/01

References: § 56
 § 56
 § 56
 § 56
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 § 56
 BGH 
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
 § 56
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