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Timestamp: 2017-07-25 10:40:01+00:00

Document:
Durchführung der APVO-Lehr
Schule --- Durchführung der
APVO-Lehr Durchführung
der APVO-Lehr RdErl. d. MK v. 26.
4. 2017 - 35-84110/413 (Nds. MBl. Nr. 20/2017 S. 595; SVBl. 7/2017 S. 377) -
VORIS 20411 - Bezug: RdErl. v. 29.9.2010 (Nds. MBl. S. 946, SVBl. S.
431), zuletzt geändert durch RdErl. v. 13.10.2014 (Nds. MBl. S. 714, SVBl.
2015 S. 97) - VORIS 20411 - 1. Bei der Durchführung der APVO-Lehr vom 13. 7. 2010 (Nds. GVBl.
S. 288), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. 3. 2017 (Nds. GVBl. S.
57), sind die in der
abgedruckten Durchführungsbestimmungen anzuwenden. 2. Dieser RdErl. tritt mit Wirkung vom 1.7.2016 in Kraft und mit Ablauf
des 31.12.2021 außer Kraft. Der Bezugserlass tritt mit Ablauf des
30.6.2016 außer Kraft. ____________________ Andie
Niedersächsische Landesschulbehördedas Niedersächsische
Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklungdie
Studienseminare aller Lehrämter Anlage
Durchführungsbestimmungen zur
APVO-Lehr Zu § 2 (Ziel des Vorbereitungsdienstes, Fächer): Am Ende der Ausbildung sollen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
Kompetenzen nachweisen, die professionelles Lehrerhandeln im Schulalltag
ermöglichen. Durch die Aufnahme der Kompetenzbereiche Unterrichten,
Erziehen, Beurteilen, Beraten und Fördern sowie Weiterentwicklung von
Schule und Berufskompetenz aus der Nds. MasterVO-Lehr i. d. F. vom 2.12.2015
(Nds. GVBl. S. 350) wird die kompetenzorientierte Lehramtsausbildung in der
APVO-Lehr konsequent weitergeführt. Mit der Aufnahme der Kompetenzbereiche Beurteilen, Beraten und
Unterstützen, Diagnostizieren und Fördern, Mitwirken bei
der Gestaltung der Eigenverantwortlichkeit der Schule und Weiterentwickeln der
eigenen Berufskompetenz sowie Personale Kompetenzen in die
Anlage zu § 2 Abs. 1 Satz 1 und § 9 Abs. 1 wird ein innovativer
Ansatz rechtlich verankert. Dazu gehören auch Kompetenzen zur Integration
von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte, hier kommt
insbesondere die Basisqualifikation Deutsch als Zweit- und Bildungssprache zum
Tragen. Die Ausbildung ist ferner auf ein Lehrerhandeln ausgerichtet, das sich
an den Erfordernissen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientiert
sowie auf Kompetenzen im Bereich der Berufsorientierung der Schülerinnen
und Schüler abzielt. Darüber hinaus werden Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf
die Erteilung von gemeinsamem Unterricht von Schülerinnen und
Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf
sowie mit und ohne Behinderung vorbereitet (Inklusion). Basis für professionelles Lehrerhandeln ist eine
wertschätzende Grundhaltung und das Verständnis für die eigene
Vorbildfunktion. Reflexionsvermögen, Urteilsfähigkeit und die
Bereitschaft zum berufslangen Lernen sind Voraussetzungen, Berufsethos zu
entwickeln. Die zu erwerbenden Kompetenzen sind Grundlage der Ausbildung und
formulieren vergleichbare Standards für einen Handlungsrahmen, der
für die Ausbildenden wie für die Lehrkräfte im
Vorbereitungsdienst in den Studienseminaren gilt. Zu § 3 (Zulassung zum Vorbereitungsdienst): 1. Bewerbung um Einstellung in den
Vorbereitungsdienst Die Bewerbung um Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist an die
für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zuständige Behörde zu
richten; diese führt das Auswahlverfahren durch und weist die zugelassenen
Bewerberinnen und Bewerber einem Studienseminar zu. 2. Vorliegen eines dem Abschluss für das
Lehramt an berufsbildenden Schulen gleichwertigen Abschlusses Ein für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen gleichwertiger Abschluss in Niedersachsen liegt vor, wenn a) der Abschluss als Diplom-Handelslehrerin
oder Diplom- Handelslehrer in Niedersachsen oder b) der Abschluss als Diplom-Handelslehrerin
oder Diplom- Handelslehrer der Studienrichtung II, die der Rahmenordnung der
Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (im Folgenden: KMK)
in der Bundesrepublik Deutschland in der jeweils geltenden Fassung entspricht,
und der NLSchB gegenüber nachgewiesen wird. 3. Zugang zum Vorbereitungsdienst in
Niedersachsen Der Zugang zum Vorbereitungsdienst wird gewährleistet, soweit die
Ausbildung in den entsprechenden Fächern und Lehrämtern in
Niedersachsen vorgesehen ist. Im Fall des Studiums von Unterrichtsfächern,
Fachrichtungen oder Fächerkombinationen, die in den niedersächsischen
Vorgaben nicht oder anders vorgesehen sind, gelten die Vereinbarungen der KMK
für die Anerkennung und den Zugang als Grundlage. 4. Überprüfung der erforderlichen
Kenntnisse der deutschen Sprache 4.1 Bestehen Zweifel an den erforderlichen deutschen Sprachkenntnissen
in Wort und Schrift auf dem Niveau C 2 des gemeinsamen europäischen
Referenzrahmens für Sprachen (GeR), so sind diese in einer
Überprüfung, orientiert an dem Verfahren und den Materialien des
Goetheinstitutes (Materialien zur Prüfung Goethe-Zertifikat C2),
nachzuweisen. Zur Durchführung der Überprüfung bestellt die
für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zuständige Behörde
einen Ausschuss, dem eine Leiterin oder ein Leiter eines Studienseminars oder
deren oder dessen Vertreterin oder Vertreter und eine Ausbildende oder ein
Ausbildender angehören. Beide Ausschussmitglieder müssen über
das Lehrbefähigungsfach Deutsch verfügen. 4.2 Einer Überprüfung der Sprachkenntnisse bedarf es nicht,
wenn die Bewerberin oder der Bewerber die erforderlichen Sprachkenntnisse auf
dem Niveau C 2 des GeR mit einem entsprechenden Zertifikat nachweisen kann.
4.3 Die Überprüfung der Sprachkenntnisse kann auch nach
Einstellung in den Vorbereitungsdienst angeordnet werden, wenn Sprachdefizite
sich erst nach der Einstellung herausstellen. Wird in der Überprüfung
festgestellt, dass die erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse nicht
ausreichen, ist ein Entlassungsverfahren von Amts wegen durchzuführen.
5. Ausbildung in einem weiteren Fach 5.1 Der Antrag auf Ausbildung in einem anderen Fach als den
Fächern, die Bestandteil der Ersten Staatsprüfung oder des
universitären Masterabschlusses nach Absatz 1 Nr. 1 waren, ist mit der
Bewerbung einzureichen; er kann auch innerhalb eines Monats nach der
Einstellung an das Studienseminar gerichtet werden. Ihm kann stattgegeben
werden, wenn das andere Fach durch einen Abschluss auf Niveau des Mastergrades
nachgewiesen ist und die Ausbildungssituation des Studienseminars einen Wechsel
der Ausbildungsfächer zulässt. 5.2 Der Antrag auf Ausbildung in einem dritten Fach bei dem Lehramt an
Grundschulen, dem Lehramt an Haupt- und Realschulen, dem Lehramt an Gymnasien
und dem Lehramt an berufsbildenden Schulen ist mit der Bewerbung einzureichen;
er kann auch innerhalb eines Monats nach der Einstellung an das Studienseminar
gerichtet werden. Ihm kann stattgegeben werden, wenn das dritte Fach durch
einen Abschluss auf Niveau des Mastergrades nachgewiesen ist und die
Ausbildungssituation des Studienseminars die Ausbildung in drei Fächern
zulässt. In diesem Fall erhöht sich der Ausbildungsunterricht um bis
zu vier Wochenstunden. Zusätzlich muss die Lehrkraft im
Vorbereitungsdienst an den entsprechenden Seminarveranstaltungen
teilnehmen. 5.3 Beim Lehramt für Sonderpädagogik kann auf Antrag die
Ausbildung in einem vierten Fach erfolgen. Einem solchen Antrag kann
stattgegeben werden, wenn das vierte Fach durch einen Abschluss auf Niveau des
Mastergrades nachgewiesen ist und die Ausbildungssituation des Studienseminars
die Ausbildung in vier Fächern zulässt. In diesem Fall ist der
Ausbildungsunterricht in beiden Fächern zu erteilen. Zusätzlich muss
die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst an den entsprechenden
Seminarveranstaltungen teilnehmen. 5.4 Beim Lehramt an berufsbildenden Schulen kann bei vorliegenden freien
Kapazitäten an dem ausbildenden Studienseminar auf Antrag die Teilnahme an
den entsprechenden Ausbildungsveranstaltungen ermöglicht werden. Für
das zusätzliche Fach muss mindestens ein entsprechender Bachelorabschluss
oder ein entsprechendes Fachhochschuldiplom nachgewiesen werden.
Zusätzlicher Ausbildungsunterricht ist nicht zu erteilen. 5.5 Über die Anträge nach den Nummern 5.1 bis 5.4 entscheidet
die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars und unterrichtet die NLSchB.
Entscheidungen nach den Nummern 5.1 und 5.2 bedürfen der vorherigen
Zustimmung der für die Zulassung zuständigen Behörde. 6. Berufspraktische Tätigkeiten Förderliche berufspraktische Tätigkeiten für die
jeweilige berufliche Fachrichtung sind in der Anlage 5 Nds. MasterVO-Lehr
angeführt. 7. Hochschulabschlüsse und Fächer
des besonderen Bedarfs Das MK kann einen Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst
grundsätzlich nur in solchen Fächern öffnen, für die zu
wenige grundständig ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung
stehen. Die Prüfung der Bewerbungsfähigkeit erfolgt durch die
für die Zulassung der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in den
Vorbereitungsdienst zuständige NLSchB. Diese stellt auch die
Gleichwertigkeit der Abschlüsse fest. Die Fächer des besonderen Bedarfs nach Absatz 3 werden vom MK
für das jeweilige Bewerbungsverfahren im SVBl. und im Internet
(www.mk.niedersachsen.de, Pfad: Schule > Lehrkräfte >
Vorbereitungsdienst) bekannt gegeben. Die Bewerbungsfähigkeit für den
Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen,
an Hauptund Realschulen, an Gymnasien und für das Lehramt für
Sonderpädagogik liegt vor, wenn der jeweilige Studiengang a) an einer Universität oder an einer
mit einer Universität gleichgestellten Hochschule mit einem Mastergrad
oder einem äquivalenten Abschluss (z. B. universitäres Diplom,
universitärer Magisterabschluss, Regelstudienzeit mindestens acht
Semester) absolviert worden ist und b) im Hauptfach einem Unterrichtsfach oder
beim Quereinstieg für das Lehramt für Sonderpädagogik einer
sonderpädagogischen Fachrichtung des besonderen Bedarfs zugeordnet werden
kann. Darüber hinaus muss für das Lehramt an Grundschulen, an Haupt-
und Realschulen und an Gymnasien ein weiteres Unterrichtsfach aus dem in Absatz
3 Buchst. a genannten Abschluss zugeordnet werden können. Für das Lehramt für Sonderpädagogik müssen eine
weitere sonderpädagogische Fachrichtung und ein weiteres Unterrichtsfach
aus dem in Absatz 3 Buchst. a genannten Abschluss zugeordnet werden
können. Die in der Fachwissenschaft der Fächer erbrachten Studienund
Prüfungsleistungen müssen im Hauptfach den quantitativen und
qualitativen Anforderungen der Fächer des jeweiligen Lehramtsstudiums im
Wesentlichen entsprechen, damit eine Zuordnung zu einem Unterrichtsfach
erfolgen kann. Die lehramtsspezifischen Unterrichtsfächer sind der Nds.
MasterVO-Lehr zu entnehmen. Je nach Lehramt sind Studienund
Prüfungsleistungen wie folgt nachzuweisen: Lehramt an Grundschulen: Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 75
Leistungspunkten (oder 50 Semesterwochenstunden) im Hauptfach; im Zweitfach
mindestens ein Drittel dieser Leistungspunkte; entweder das Haupt- oder das
Zweitfach muss dem Fach Deutsch oder dem Fach Mathematik zuzuordnen sein; Lehramt an Haupt- und Realschulen: Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 75
mindestens ein Drittel dieser Leistungspunkte; Lehramt an Gymnasien: Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 95
Leistungspunkten (oder 63 Semesterwochenstunden) im Hauptfach; im Zweitfach
mindestens ein Drittel dieser Leistungspunkte; Lehramt für Sonderpädagogik: Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 120
Leistungspunkten (oder 80 Semesterwochenstunden) in zwei
sonderpädagogischen Fachrichtungen sowie mindestens 40 Leistungspunkte
(oder 26 Semesterwochenstunden) in einem Unterrichtsfach, in der Regel in den
Fächern Deutsch oder Mathematik; Lehramt an berufsbildenden Schulen: Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 120
Leistungspunkten (oder 80 Semesterwochenstunden) in der beruflichen
Fachrichtung und mindestens 50 Leistungspunkten (34 Semesterwochenstunden) im
allgemeinen Unterrichtsfach. Die qualitativen Anforderungen an die Studien- und
Prüfungsleistungen richten sich nach den ländergemeinsamen,
inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken
in der Lehrerbildung (Beschluss der KMK vom 16.10.2008 in der jeweils geltenden
Fassung). Die Bewerberin oder der Bewerber legt der NLSchB für jedes ihrer
oder seiner Fächer eine Übersicht vor. Auf der Grundlage der in der
vorgelegten Übersicht enthaltenen Angaben erfolgt die Prüfung, ob und
inwiefern die nachweislich erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen den
qualitativen und quantitativen Anforderungen im Wesentlichen entsprechen. Die erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen sind durch ein
Transcript of Records oder eine äquivalente Übersicht der Studien-
und Prüfungsleistungen nachzuweisen. Studien- und Prüfungsleistungen
und die entsprechenden Leistungspunkte dürfen nur jeweils für eines
der Fächer herangezogen werden, eine Zuordnung zu mehr als einem Fach ist
nicht möglich. Die Bewerbungsunterlagen sind nur dann vollständig, wenn die
Übersicht als Anlage zur Bewerbung eingereicht wird und aus den Unterlagen
hervorgeht, auf welches konkrete Lehramt und auf welche der beiden Fächer
sich die Bewerbung bezieht. 8. Vorzeitige Beendigung des
Vorbereitungsdienstes Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst ist bei vorzeitiger Beendigung des
Vorbereitungsdienstes auf die rechtlichen Konsequenzen des Absatzes 4
schriftlich hinzuweisen. Zu § 5 (Struktur der Ausbildung, Ausbildungseinrichtungen,
Vorgesetzte, Ausbildende): 1. Wenn es die Ausbildung erfordert, können die Lehrkräfte im
Vorbereitungsdienst an mehreren Schulen unterrichten; ein Wechsel der Schule
ist aus diesem Grund zulässig. 2. Die Leiterin oder der Leiter des
Studienseminars hat insbesondere folgende Aufgaben: - Koordination der Ausbildung der
pädagogischen und der fachdidaktischen Seminare, - Vorbereitung der Durchführung der
Prüfung, soweit nicht das Niedersächsische Landesprüfungsamt
Maßnahmen trifft, - Kooperation mit den Schulen, an denen
Ausbildungsunterricht erteilt wird; auf Nummer 2 zu § 7 wird
verwiesen, - Kooperation mit anderen Studienseminaren,
insbesondere wenn es um Auszubildende geht, die gemäß § 4 Abs.
2 ZulassVO-Lehr vom 15. 3. 2010 (Nds. GVBl. S. 149) an zwei Studienseminaren
ausgebildet werden, - Beobachtung des Ausbildungsstandes der
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, - Durchführung regelmäßiger
Besprechungen mit den Ausbildenden und - Entwicklung eines Fortbildungskonzepts
für die Ausbildenden. Außerdem übernimmt sie oder er die Ausbildung in einem
pädagogischen Seminar. Im Hinblick auf die Teilnahme an Gremien, Sitzungen und Projekten der
lehrerbildenden Universitäten oder anderen Institutionen außerhalb
des Geschäftsbereichs des MK sind die einschlägigen dienstrechtlichen
Bestimmungen, insbesondere hinsichtlich der Genehmigung von Dienstreisen und
der Anzeigepflicht von Nebentätigkeit zu beachten. Der ständigen Vertreterin oder dem ständigen Vertreter werden
Teile der Aufgaben der Leiterin oder des Leiters des Studienseminars
übertragen. Außerdem übernimmt sie oder er die Ausbildung in
einem Seminar, in der Regel in einem pädagogischen Seminar. 3. Ausbildende sind a) für das Lehramt an Gymnasien und das
Lehramt an berufsbildenden Schulen die Fachleiterinnen und Fachleiter sowie die
für die Mitwirkung an der Ausbildung beauftragten Lehrkräfte; b) für das Lehramt an Grundschulen, das
Lehramt an Hauptund Realschulen sowie das Lehramt für Sonderpädagogik
die Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter. 3.1 Der Ausbilderin oder dem Ausbilder für besondere
Aufgaben können zur Entlastung der Seminarleitung weitere Aufgaben
übertragen werden. Außerdem übernimmt sie oder er die
Ausbildung in einem Seminar, in der Regel in einem pädagogischen Seminar.
3.2 Die Ausbildung in einem pädagogischen Seminar umfasst
Unterrichtsbesuche und Beratungen. Die oder der Ausbildende koordiniert die
Ausbildung des von ihr oder ihm geleiteten pädagogischen Seminars mit den
jeweiligen fachdidaktischen Seminaren. 3.3 Die Ausbildung in einem fachdidaktischen Seminar umfasst die
Didaktik und Methodik eines Fachs auch unter Berücksichtigung
fachübergreifender Aspekte. Die oder der Ausbildende berät die
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und besucht sie im Unterricht. 3.4 Ausnahmen i. S. des Absatzes 7 Sätze 3 und 4 können
insbesondere zugelassen werden, wenn die betreffenden Lehrkräfte für
das jeweilige Fach ein Erweiterungsstudium (Weiterbildungs- oder
Zertifikatsstudium an einer lehrerbildenden Universität) erfolgreich
absolviert oder eine für die Lehrbefähigung des Lehramtes
gleichwertige Ergänzungsqualifikation erworben haben. 3.5 Alle Ausbildenden müssen ihren jeweiligen Lehrkräften im
Vorbereitungsdienst mindestens in einem der drei Ausbildungshalbjahre
Gelegenheit zu Hospitationen im eigenen Unterricht geben. Auf die §§
15 und 17 Nds. ArbZVO-Schule vom 14.5.2012 (Nds. GVBl. S. 106), zuletzt
geändert durch Verordnung vom 7.12.2015 (Nds. GVBl. S. 340), wird
verwiesen. 3.6 Im Hinblick auf die Teilnahme an Gremien, Sitzungen und Projekten
der lehrerbildenden Universitäten oder anderen Institutionen
außerhalb des Geschäftsbereichs des MK sind die einschlägigen
dienstrechtlichen Bestimmungen, insbesondere hinsichtlich der Genehmigung von
Dienstreisen und der Anzeigepflicht von Nebentätigkeit zu beachten. Zu § 6 (Seminarlehrplan, Veranstaltungen des
Studienseminars): 1. Seminarlehrplan Die kompetenzorientierten Seminarlehrpläne sind kontinuierlich
weiterzuentwickeln sowie innerhalb des Studienseminars und in Kooperation mit
anderen Studienseminaren der jeweiligen Regionalabteilung der NLSchB
abzustimmen. Die Seminarlehrpläne sind den Auszubildenden von ihren
Ausbildenden auszuhändigen oder auf elektronischem Wege zugänglich zu
machen. 2. Organisation der Ausbildung im
Studienseminar 2.1 Die Ausbildungsveranstaltungen finden in der Regel an zwei
festgelegten Tagen in der Woche statt. Dafür sollen ein oder zwei Tage in
der Woche vom Ausbildungsunterricht frei gehalten werden. Studienseminare und
Schulen regeln dies einvernehmlich. 2.2 Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes findet eine Veranstaltung zur
Einführung in die Ausbildung und den Ablauf der Staatsprüfung sowie
eine Vorbereitung auf die Erteilung von eigenverantwortlichem Unterricht statt.
Die Einführung erfolgt in der Regel in einem Umfang von ca. einer Woche
unmittelbar nach der Einstellung. 2.3 Die Ausbildung im pädagogischen Seminar hat den
Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Hilfen für die Praxis unter
Bezugnahme auf die in der Anlage zu § 2 Abs. 1 Satz 1 und § 9 Abs. 1
genannten Kompetenzen zu geben. Dazu sollen die Zusammenhänge zwischen
bildungswissenschaftlicher Theorie und schulischer Praxis thematisiert werden,
insbesondere an übergreifenden Themen. Der Lehrplan des pädagogischen
Seminars ist mit denen der fachdidaktischen Seminare abzustimmen. Fragen zur
Stellung und Aufgabe der Schule in der Gesellschaft sind in die Ausbildung
einzubeziehen. Bestandteil des pädagogischen Seminars sind auch die
für das Berufsfeld der Lehrkräfte wichtigen Gebiete des Schul- und
Beamtenrechts. 2.4 In den fachdidaktischen Seminaren werden die Lehrkräfte im
Vorbereitungsdienst kompetenzorientiert unter den spezifischen Anforderungen
ihrer Fächer ausgebildet. Die im Lehramtsstudium in der Fachwissenschaft
und der Fachdidaktik des betreffenden Fachs erworbenen Kompetenzen sind in den
fachdidaktischen Seminaren zu erweitern und zu vertiefen. 2.5 Die Auszubildenden sind zur Teilnahme an den Seminarveranstaltungen
verpflichtet. Der in den Absätzen 3 bis 7 vorgegebene Stundenumfang
bezieht sich auf Zeitstunden und ist innerhalb der Unterrichtswochen der drei
Ausbildungshalbjahre grundsätzlich einzuhalten. Die Ausbildenden planen
die Seminarveranstaltungen und führen diese teilnehmerorientiert auf der
Grundlage aktueller Seminardidaktik und -methodik durch. In Ergänzung zu
den Lehrleistungen der Ausbildenden können Sequenzen der
Seminarveranstaltungen auch durch Auszubildende gestaltet werden. Des Weiteren
ist es im Einvernehmen mit der Leiterin oder dem Leiter des Studienseminars
möglich, dass zu einzelnen Seminarveranstaltungen Expertinnen und Experten
insbesondere aus der Schule, dem NLQ oder der NLSchB geladen werden. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an
Grundschulen und das Lehramt für Sonderpädagogik und den
Unterrichtsfächern Deutsch und Mathematik sind auch in der
Elementardidaktik und im Anfangsunterricht der Fächer Deutsch
und Mathematik (erstes Schuljahr) auszubilden. Hinsichtlich des
Ausbildungsunterrichts im ersten Halbjahr der Ausbildung wird auf Nummer 4.8 zu
§ 7 verwiesen. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit der Prüfung als Diplom-
Handelslehrerin oder Diplom-Handelslehrer ohne allgemeines Unterrichtsfach
werden in der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften und in einem
Ausbildungsschwerpunkt ausgebildet, der im Zeugnis nachgewiesen wird. 2.6 Weitere Veranstaltungen können u. a. übergreifende
Projekte sein. Veranstaltungen im Rahmen der Bildungsprogramme der EU sind
möglich, wenn sie der Ausbildung förderlich und von der NLSchB
genehmigt sind. Eine Teilnahme von Auszubildenden an Projekten und
Veranstaltungen, die als Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für
Lehrkräfte angeboten werden, ist während der Ausbildung
grundsätzlich nicht möglich. Auf die in Nummer 6 zu § 7
geregelte Ausnahme wird verwiesen. 3. Zusätzliche Maßnahmen im Rahmen
des Quereinstiegs in den Vorbereitungsdienst Zu Beginn der Ausbildung werden in einem Gespräch zwischen der
Leiterin oder dem Leiter des Studienseminars, den zuständigen Ausbildenden
und der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst nach § 3 Abs. 3 unter
Berücksichtigung der jeweiligen Vorbildung in einem Ausbildungsplan
zeitlich, inhaltlich und kompetenzorientiert gestaltete zusätzliche
Maßnahmen festgelegt. Als solche kommen in Betracht: a) zusätzliche Seminarveranstaltungen,
auch in Kooperation mehrerer Studienseminare, b) Veranstaltungen außerhalb der
Studienseminare, c) selbständiger Kenntniserwerb nach
Anleitung. 4. Zusätzliche Qualifikationen 4.1 Auf Antrag der Leiterin oder des Leiters des Studienseminars
können den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst zusätzliche
Qualifikationen vermittelt werden zu Themenbereichen, die für die Schul-
und Unterrichtspraxis bedeutsam sind. Zusätzliche Qualifikationen
können sowohl lehramtsübergreifend als auch lehramtsbezogen
konzipiert und durchgeführt werden. 4.2 Über den Antrag entscheidet die NLSchB. Das MK kann sich
Entscheidungen im Einzelfall vorbehalten. 4.3 Eine Bescheinigung über Inhalt und
Umfang der zusätzlichen Qualifikation wird ausgestellt, wenn folgende
Mindestanforderungen erfüllt werden: - ein aktenkundig gemachtes
Ausbildungskonzept über die Zusatzqualifikation, das den Bezug zum
Seminarprogramm des Studienseminars verdeutlicht, - mindestens 20 Stunden
Seminarveranstaltungen, - soweit vom Konzept geboten, Erprobung im
Ausbildungsunterricht und - ein erfolgreiches Kolloquium von
mindestens 20 Minuten Dauer. 4.4 An den Studienseminaren der Lehrämter für Grund-, Haupt-
und Realschulen und des Lehramts an Gymnasien können Zusatzqualifikationen
für Auszubildende angeboten werden, die insbesondere an Gesamtschulen
Ausbildungsunterricht in den Fächern Gesellschaftswissenschaften und
Naturwissenschaften erteilen. 4.4.1 Die Zusatzqualifikation Naturwissenschaft richtet sich
an Auszubildende, die mit mindestens einem der Fächer Biologie, Chemie
oder Physik zum Vorbereitungsdienst zugelassen worden sind, in einem
entsprechenden Fachseminar der drei Fächer am Studienseminar ausgebildet
werden, aber in der Ausbildungsschule das komplexe Fach Naturwissenschaften
unterrichten. Die Zusatzqualifikation ist fächerübergreifend,
teilnehmerorientiert und kompetenzorientiert so zu konzipieren, dass die
Zusatzqualifikation komplementär zu den Fachseminaren der drei Fächer
nach Satz 1 durchgeführt werden kann. Die Zusatzqualifikationen sind von
Lehrkräften durchzuführen, die über die Lehrbefähigung
mindestens eines der drei Fächer nach Satz 1 verfügen. Wenn dies aus
seminarorganisatorischen Gründen möglich ist, sollten die
Ausbildenden der drei Fächer nach Satz 1 die Zusatzqualifikation gemeinsam
konzipieren und durchführen. 4.4.2 Die Zusatzqualifikation Gesellschaftswissenschaft
richtet sich an Auszubildende, die mit mindestens einem der Fächer
Erdkunde, Geschichte oder Politik zum Vorbereitungsdienst zugelassen worden
sind, in einem entsprechenden Fachseminar der drei Fächer am
Studienseminar ausgebildet werden, aber in der Ausbildungsschule das komplexe
Fach Gesellschaftswissenschaften unterrichten. Die Zusatzqualifikation ist
fächerübergreifend, teilnehmerorientiert und kompetenzorientiert so
zu konzipieren, dass die Zusatzqualifikation komplementär zu den
Fachseminaren der drei Fächer nach Satz 1 durchgeführt werden kann.
Die Zusatzqualifikationen sind von Lehrkräften durchzuführen, die
über die Lehrbefähigung mindestens eines der drei Fächer nach
Satz 1 verfügen. Wenn dies aus seminarorganisatorischen Gründen
möglich ist, sollten die Ausbildenden der drei Fächer nach Satz 1 die
Zusatzqualifikation gemeinsam konzipieren und durchführen. 4.5 Weitere Zusatzqualifikationen können
an den Studienseminaren für das Lehramt für Sonderpädagogik
angeboten werden: - Basiskompetenzen inklusive
Mathematikdidaktik, - Basiskompetenzen inklusive
Deutschdidaktik. Sie richten sich an Auszubildende für das Lehramt für
Sonderpädagogik, deren Lehramtsstudium nicht die Fächer Deutsch oder
Mathematik umfasst hat. 4.6 Zusatzqualifikationen können Studienseminare grundsätzlich
auch in Kooperation mit anderen Studienseminaren anbieten. Dies gilt
insbesondere für lehramts- und fächerübergreifende Konzepte, die
sich auf die inklusive Schule, Deutsch als Zweit- und als Bildungssprache,
interkulturelle Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung,
Berufsorientierung sowie auf Digitale Bildung und Medienkompetenz beziehen.
4.7 Bei den Zusatzqualifikationen an den Studienseminaren ist eine
landesweit einheitliche Bezeichnung zu verwenden. In Zweifelsfällen
entscheidet die NLSchB. 5. Niederschrift Über jede Seminarveranstaltung wird eine Niederschrift angefertigt,
aus der Teilnehmende, Ort, Datum, Zeit und Dauer sowie der thematische
Schwerpunkt der Veranstaltung ersichtlich sind. Der Bezug zum Seminarlehrplan
des Fachs ist zu verschriftlichen. Die Niederschrift ist von der jeweiligen
Leitung des Fachseminars oder des pädagogischen Seminars zu unterschreiben
und zu den Akten des Seminars zu nehmen. Auf § 5 Abs. 6 wird
verwiesen. 6. Ausnahmefälle Ausnahmefälle i. S. des Absatzes 9 sind
Teilzeitbeschäftigungen nach § 62 Abs. 2 i. V. m. § 62 Abs. 1
Nr. 1 NBG vom 25.3.2009 (Nds. GVBl. S. 72), zuletzt geändert durch Artikel
8 des Gesetzes vom 20.12.2016 (Nds. GVBl. S. 308), nach § 81 NBG i. V. m.
§ 7 Abs. 1 MuSchEltZV vom 12.2.2009 (BGBl. I S. 320), zuletzt
geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 19.10.2016 (BGBl. I S. 2362),
nach § 81 Abs. 5 Satz 3 SGB IX vom 19.6.2001 (BGBl. I S. 1046), zuletzt
geändert durch Artikel 165 des Gesetzes vom 29.3.2017 (BGBl. I S. 3234),
sowie im Rahmen des Eingliederungsmanagements nach § 84 Abs. 2 SGB IX.
Darüber hinaus soll bei schwerbehinderten Lehrkräften im
Vorbereitungsdienst ein Nachteilsausgleich gewährt werden, sofern dies
beantragt wird. Über den Antrag entscheidet das MK. Zu § 7 (Ausbildungsunterricht, Unterrichtsbesuche): 1. Betreuter Unterricht Zum betreuten Unterricht gehören auch Hospitationen. Den
Lehrkräften im Vorbereitungsdienst soll Gelegenheit gegeben werden, durch
Hospitationen Unterricht in anderen Schulformen, auch unter dem Aspekt
gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit und ohne
Behinderungen sowie mit und ohne Migrationsgeschichte, kennenzulernen. 2. Organisatorische Regelungen 2.1 Die NLSchB legt für die Studienseminare und deren
Außenstellen einen regionalen und quantitativen Rahmen fest, innerhalb
dessen Schulen zur Ausbildung herangezogen werden sollen. Dabei können
Schulen bestimmt werden, die bei der Zuweisung von Lehrkräften im
Vorbereitungsdienst vorrangig zu berücksichtigen sind. Das Studienseminar
wählt dementsprechend die Ausbildungsschulen aus und schlägt sie im
Benehmen mit den Schulen der NLSchB vor. Der Vorschlag des Studienseminars kann
sich beim Lehramt für Sonderpädagogik sowohl auf Förderschulen
als auch auf allgemeine Schulen ohne Gymnasien beziehen. Auf § 5 Abs. 5
Satz 2 wird verwiesen. Die NLSchB weist die Lehrkräfte im
Vorbereitungsdienst unter Berücksichtigung sowohl der Ausbildungsbelange
als auch der Unterrichtsversorgung den Schulen zu. 2.2 Die Studienseminare entscheiden in Abstimmung mit den
Lehrkräften im Vorbereitungsdienst und den Ausbildungsschulen, wie der
eigenverantwortliche Unterricht über die 18 Monate verteilt werden kann.
Die Ausbildungsschule entscheidet einvernehmlich mit dem Studienseminar
über den Einsatz in den Fächern und in den Klassen/Lerngruppen im
eigenverantwortlichen Unterricht. 2.3 Die lehramtsbezogene Ausbildung der Lehrkräfte im
Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Haupt- und Realschulen, Schwerpunkt
Realschule, ist auch an einer organisatorisch zusammengefassten Haupt- und
Realschule möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildung
in einem Fach auch an einer Hauptschule erfolgen, sofern der überwiegende
Teil des Ausbildungsunterrichts an einer Realschule, Oberschule oder einer
Gesamtschule erfolgt. 2.4 Die lehramtsbezogene Ausbildung der Lehrkräfte im
Hauptschule, ist auch an einer organisatorisch zusammengefassten Haupt- und
in einem Fach auch an einer Realschule erfolgen, sofern der überwiegende
Teil des Ausbildungsunterrichts an einer Hauptschule, Oberschule oder einer
Gesamtschule erfolgt. 3. Allgemeine Grundsätze 3.1 Die Schulleiterin oder der Schulleiter oder eine von ihr oder ihm
beauftragte Lehrkraft macht die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit der
jeweiligen Schule vertraut. Die von der Schulleiterin oder dem Schulleiter
bestimmten betreuenden Lehrkräfte machen sie mit den besonderen
Bedingungen des jeweiligen Unterrichts vertraut. Im Zusammenhang mit dem
Ausbildungsunterricht sind die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in die
Aufgaben der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers und bei dem Lehramt an
Gymnasien und dem Lehramt an berufsbildenden Schulen zusätzlich in die
Aufgaben der Tutorin oder des Tutors einzuführen.
Außerunterrichtliche Aufgaben der Lehrkräfte und die Beteiligung an
der Schulentwicklung sind zu berücksichtigen. 3.2 Den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst darf die Verantwortung
für Aufsichten und Schulveranstaltungen wie z. B. Klassen- und
Studienfahrten nur in beschränktem, ihrer Ausbildung nicht
abträglichem Maße übertragen werden. Zu Vertretungsstunden
sollen sie nur in Klassen/Lerngruppen/ Fächern und an berufsbildenden
Schulen auch in Lernfeldern/ Lerngebieten und Modulen herangezogen werden, in
denen sie Ausbildungsunterricht erteilen. Die durchschnittliche Stundenanzahl
des Ausbildungsunterrichts soll hierdurch nicht überschritten werden. 3.3 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an
Haupt- und Realschulen können im Verlauf der Ausbildung auch für ca.
drei Monate betreuten Unterricht an der Schulform wahrnehmen, für deren
Schwerpunkt sie nicht regulär ausgebildet werden. 4. Ausbildungsunterricht 4.1 Ausbildungsunterricht ist in jedem Ausbildungshalbjahr zu erteilen.
Bei einer Dauer von 18 Monaten Vorbereitungsdienst ergibt sich dementsprechend
für diese drei Ausbildungshalbjahre ein eigenverantwortlicher Unterricht
im Umfang von 20 Stunden für das Lehramt an Grundschulen, das Lehramt an
Haupt- und Realschulen und für das Lehramt für Sonderpädagogik.
18 Stunden ergeben sich für das Lehramt an Gymnasien und das Lehramt an
berufsbildenden Schulen. Außerdem ergibt sich für diese drei
Ausbildungshalbjahre ein betreuter Unterricht von 16 Stunden für das
Lehramt an Grundschulen, das Lehramt an Haupt- und Realschulen, das Lehramt
für Sonderpädagogik und von 12 Stunden für das Lehramt an
Gymnasien und das Lehramt an berufsbildenden Schulen. 4.2 Eigenverantwortlicher Unterricht soll nur in den Fächern
erteilt werden, in denen die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst im Seminar
ausgebildet wird. Der eigenverantwortliche Unterricht darf nur gekürzt
werden, wenn dies aus Gründen der Ausbildung oder der Schulorganisation
erforderlich ist; die Gründe hierfür sind aktenkundig zu machen. Kann
aus Gründen der Ausbildung oder aus schulischen Gründen
eigenverantwortlicher Unterricht nur eingeschränkt oder nicht erteilt
werden, so erhöht sich der Umfang des betreuten Unterrichts entsprechend.
4.3 Der eigenverantwortliche Unterricht kann
in geringem Umfang von Anfang an beginnen. Grundlagen für die Festlegung
der Stundenzahl des eigenverantwortlichen Unterrichts auf die
Ausbildungshalbjahre sollten dabei zum einen die vorhandenen Kompetenzen der
neuen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (soweit bereits erkennbar) sowie
zum anderen die besonderen Bedingungen in der Ausbildungsschule sein. Nur in
begründeten Ausnahmefällen sollte im ersten Ausbildungshalbjahr der
eigenverantwortliche Unterricht vollständig entfallen. Weiterhin sollte
darauf geachtet werden, dass während der Prüfungsphase die
Arbeitsbelastung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst durch einen
kleineren Anteil an eigenverantwortlichem Unterricht möglichst gering
gehalten wird. Beispielhaft werden folgende Verteilungsmöglichkeiten,
bezogen auf die drei Ausbildungshalbjahre, vorgeschlagen: - Lehramt an Grundschulen, Lehramt an
Haupt- und Realschulen sowie Lehramt für Sonderpädagogik bei einer
Dauer von 18 Monaten: insgesamt 20 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht (z.
B. 4 Stunden/10 Stunden/6 Stunden). Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, die
während ihres Masterstudiengangs einen 18-wöchigen Praxisblock oder
ein Praxissemester absolviert haben, können bereits im ersten
Ausbildungsjahr einen höheren Anteil eigenverantwortlichen Unterricht
erteilen (z. B. 6 Stunden/10 Stunden/ 4 Stunden); - Lehramt an Gymnasien und Lehramt an
berufsbildenden Schulen bei einer Dauer von 18 Monaten: insgesamt 18 Stunden
eigenverantwortlicher Unterricht (z. B. 4 Stunden/ 10 Stunden/4 Stunden). Andere Modelle, z. B. eine gleichmäßige Verteilung auf die
drei Ausbildungshalbjahre, sind möglich. 4.4 Die Dauer des eigenverantwortlichen Unterrichts in einer
Klasse/Lerngruppe beträgt in der Regel mindestens ein
Ausbildungshalbjahr. 4.5 Der Ausbildungsunterricht soll so bemessen sein, dass die
Kontinuität in einer Klasse/Lerngruppe gewährleistet ist und die
Auswirkungen des Unterrichts deutlich werden können. 4.6 Der Ausbildungsunterricht wird in der Regel durch eine einzelne
Lehrkraft im Vorbereitungsdienst erteilt. Besondere Unterrichtsformen im
Hinblick auf multiprofessionelle Teams können andere Verfahren erfordern.
4.7 Der Ausbildungsunterricht ist schriftlich vorzubereiten; die
schriftliche Vorbereitung ist auf Verlangen vorzulegen. 4.8 Bei Lehrkräften im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an
Grundschulen und für das Lehramt für Sonderpädagogik sollte der
eigenverantwortliche Unterricht im ersten Halbjahr der Ausbildung nicht im
Erst- oder Anfangsunterricht einer Klasse erteilt werden. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an
Grundschulen, an Haupt- und Realschulen und für Sonderpädagogik
haben, insbesondere im letzten Halbjahr der Ausbildung, den
Ausbildungsunterricht in unterschiedlichen Klassenstufen zu erteilen. 4.9 Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sollen im Verlauf der
Ausbildung von verschiedenen Lehrkräften der Ausbildungsschule betreut
werden. Zur Einführung in den jeweiligen betreuten Unterricht ist ihnen
Gelegenheit zur Hospitation zu geben. Darüber hinaus sind Hospitationen im
betreuten Unterricht zulässig, wenn es die Ausbildung oder die besondere
Situation der jeweiligen Klasse/Lerngruppe erfordert. Im betreuten Unterricht
ist durch die verantwortliche Lehrkraft auch hinreichend Gelegenheit zu geben,
selbständig zu unterrichten. 4.10 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt
für Sonderpädagogik erteilen Ausbildungsunterricht unter dem Aspekt
der sonderpädagogischen Fachrichtungen im studierten Unterrichtsfach und
ggf. in einem weiteren Fach, wenn dieses auf Masterniveau studiert worden ist.
Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sollen an kooperativen und
inklusiven Maßnahmen der Ausbildungsschule und an Verfahren zur
Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs
teilnehmen. 4.11 Der Ausbildungsunterricht für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen soll parallel im berufsbezogenen und im berufsübergreifenden
Lernbereich etwa im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel erteilt
werden. 4.12 Hinsichtlich der Reduzierung des zu erteilenden
Ausbildungsunterrichts wird auf Nummer 6 zu § 6 verwiesen. 5. Gemeinsame Unterrichtsbesuche 5.1 Zur Beratung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst führen
die oder der Ausbildende des pädagogischen Seminars und die oder der
für das jeweilige Fach zuständige Ausbildende gemeinsam mindestens
einen Unterrichtsbesuch durch. Die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars
und die Schulleiterin oder der Schulleiter können anwesend sein; findet
der gemeinsame Unterrichtsbesuch im betreuten Unterricht statt, soll die
für den Unterricht verantwortliche Lehrkraft anwesend sein. Außerdem
sollen nach Möglichkeit Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst teilnehmen,
die in demselben Fach ausgebildet werden. 5.2 Den Zeitpunkt, die Klasse oder Lerngruppe, das Fach und die
jeweilige Aufgabe bestimmen die Ausbildenden im Benehmen mit der Schule und den
Lehrkräften im Vorbereitungsdienst. 5.3 Für das Lehramt an Gymnasien ist einer der gemeinsamen
Unterrichtsbesuche im Sekundarbereich II durchzuführen, in
begründeten Ausnahmefällen (z. B. aus schulorganisatorischen
Gründen) kann dies auch in der Einführungsphase der gymnasialen
Oberstufe sein. 5.4 Der Unterricht wird unter dem Vorsitz der Leiterin oder des Leiters
des pädagogischen Seminars mit den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst
besprochen. Qualität und Mängel des Unterrichts sind eingehend unter
Berücksichtigung des Kompetenzzuwachses zu erörtern. Eine Benotung
findet nicht statt. 5.5 Über die Besprechung wird eine Niederschrift angefertigt; sie
ist von beiden Ausbildenden zu unterschreiben. Sie bleibt mit dem
Unterrichtsentwurf bei den Ausbildungsakten des Seminars. Ein Exemplar der
Niederschrift ist der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst innerhalb von zwei
Wochen nach dem Unterrichtsbesuch zur Verfügung zu stellen. 6. Teilnahme an den Veranstaltungen der
Schule Über die verpflichtenden Veranstaltungen der Schule hinaus, die
sich aus dem eigenverantwortlichen Unterricht ergeben, nehmen die
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auch an schulischen Veranstaltungen (z.
B. Studienfahrten oder schulinternen Fortbildungen) teil, wenn
Seminarveranstaltungen und der Ausbildungsunterricht nicht beeinträchtigt
werden. Zu § 8 (Ausbildungsschule): 1. In der Regel sollen Lehrkräfte der Ausbildungsschule als
betreuende Lehrkraft beauftragt werden, die für das Fach, in welchem sie
Auszubildende betreuen, die Lehrbefähigung haben. 2. Für das Lehramt an Grundschulen, an Haupt- und Realschulen,
für Sonderpädagogik und an Gymnasien ist es insbesondere Aufgabe der
Ausbildungsschule, die Kenntnisse hinsichtlich des Schulprogramms, der
Schulordnung, des Ganztags, der Berufsorientierung, des pädagogischen
Konzepts, des Schullebens, der Elternarbeit, der Grundsätze der
Leistungsbewertung und der Notengebung zu vermitteln. Für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist Aufgabe der
Ausbildungsschule insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen des
Qualitätssicherungssystems. 3. Die Schulleiterin oder der Schulleiter hat gegenüber den
Lehrkräften im Vorbereitungsdienst dieselben Rechte und Pflichten wie
gegenüber den Lehrkräften; dabei sind die Belange der Ausbildung zu
berücksichtigen. Die Rechte und Pflichten der betreuenden Lehrkräfte
im Unterricht werden durch ihre Mitarbeit in der Ausbildung nicht
berührt. Zu § 9 (Schriftliche Arbeit): 1. Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst reicht bis spätestens zu
Beginn des zehnten Ausbildungsmonats einen Themenvorschlag bei der Leiterin
oder dem Leiter des Studienseminars ein. Diese oder dieser setzt das Thema im
Einvernehmen mit der oder dem fachlich zuständigen Ausbildenden fest,
benennt die Erst- und Zweitgutachterinnen und Erst- und Zweitgutachter und
macht dieses aktenkundig. Sofern die Zweitgutachterin oder der Zweitgutachter
nicht Angehörige oder Angehöriger des Studienseminars ist, muss sie
oder er über die Lehrbefähigung für ein entsprechendes Lehramt
verfügen. Bezieht sich die schriftliche Arbeit thematisch auf ein
Unterrichtsfach oder eine berufliche oder sonderpädagogische Fachrichtung,
dann sind als Erst- und Zweitgutachterinnen und Erst- und Zweitgutachter
Lehrkräfte zu benennen, die dieses Fach als Lehrbefähigungsfach
nachweisen können. 2. Themen der schriftlichen Arbeit können u. a. zu schulinternen
Projekten, zum Schulprofil oder Schulprogramm, zur Erziehungs- und
Elternarbeit, zu Diagnose- und Fördervorhaben oder zur (unterrichtlichen)
Arbeit in Lerngruppen gestellt werden. Ein Thema aus einem Themenbereich, das
schon im Rahmen einer Prüfung nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder Abs. 3
bearbeitet wurde, ist nur dann zuzulassen, wenn i. S. einer Weiterentwicklung
eine neue Leistung möglich ist. In diesem Fall ist die betreffende Arbeit
mit vorzulegen. 3. Der Umfang der schriftlichen Arbeit soll ohne Anlagen nicht mehr als
15 Seiten (1,5-zeilig, Schriftart Arial und Schriftgröße 11)
umfassen. 4. Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst hat schriftlich zu versichern,
dass die Arbeit selbständig angefertigt wurde, keine anderen als die
angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt wurden und sie die Stellen der
Arbeit, die im Wortlaut oder im wesentlichen Inhalt anderen Werken entnommen
sind, mit genauer Angabe der Quelle kenntlich gemacht hat. Darüber hinaus
hat die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst zu versichern, dass die Arbeit von ihr
in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde
vorgelegt wurde. 5. Die schriftliche Arbeit ist spätestens am letzten Werktag des
zweiten Ausbildungshalbjahres in zwei Exemplaren bei der Leiterin oder dem
Leiter des Studienseminars abzugeben. Wird die schriftliche Arbeit nicht
fristgerecht oder gar nicht abgegeben, ist sie mit ungenügend
zu bewerten. Zu § 10 (Gespräch über den Ausbildungsstand,
Ausbildungsnote): 1. Die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars kann an dem
Gespräch über den Ausbildungsstand teilnehmen. Der festgestellte
Ausbildungsstand und ggf. die Hinweise auf die Konsequenzen (Entlassung durch
Verwaltungsakt wegen Nichteignung) sind aktenkundig zu machen. Ein Exemplar ist
der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst auszuhändigen. 2. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an
Grundschulen, an Haupt- und Realschulen, an Gymnasien und an berufsbildenden
Schulen, die in einem weiteren Unterrichtsfach nach § 3 Abs. 1 Satz 3
(siehe Nummer 5.2 zu § 3) zugelassen sind und ausgebildet werden,
wählen zum Zeitpunkt der Festsetzung der Ausbildungsnote die beiden
Unterrichtsfächer, deren Noten in die Ausbildungsnote mit einfließen
sollen. Der Prüfungsunterricht findet in diesen zwei Fächern statt.
Ein Fach kann nur durch ein anderes Fach ersetzt werden, wenn dieses in
gleichem Umfang studiert wurde. 3. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt für
Sonderpädagogik, die in einem weiteren Unterrichtsfach nach § 3 Abs.
1 Satz 3 (siehe Nummer 5.3 zu § 3) zugelassen sind und ausgebildet werden,
wählen zum Zeitpunkt der Festsetzung der Ausbildungsnote das
Unterrichtsfach, dessen Note in die Ausbildungsnote mit einfließen soll.
Der Prüfungsunterricht findet in diesem Fach statt. Ein Fach kann nur
durch ein anderes Fach ersetzt werden, wenn dieses in gleichem Umfang studiert
wurde. 4. Die Note der Schulleiterin oder des Schulleiters bezieht sich nur auf
Aussagen zur schulischen Arbeit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst,
insbesondere auf die Mitarbeit in Konferenzen, Umgang mit Schülerinnen und
Schülern, Teamfähigkeit, Zusammenarbeit mit den
Erziehungsberechtigten und ggf. auf außerunterrichtliche Aktivitäten
und Engagement in Schulprojekten im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit der
Schule. Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann bei der Notenfindung die
ständige Vertreterin oder den ständigen Vertreter sowie
Studiendirektorinnen und Studiendirektoren, die mit der Koordinierung
schulfachlicher Aufgaben beauftragt wurden, einbeziehen. Wird die Lehrkraft im
Vorbereitungsdienst an zwei oder mehr Schulen ausgebildet, soll die
Schulleiterin oder der Schulleiter der Schule die Benotung abgeben, an der die
Lehrkraft im Vorbereitungsdienst den Ausbildungsunterricht überwiegend
erteilt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter der anderen Schule kann
Bewertungsbeiträge abgeben. 5. Die Noten nach Absatz 2 sind jeweils spätestens zwei Wochen vor
Ablauf des 14. Ausbildungsmonats bei der Leiterin oder dem Leiter des
Studienseminars abzugeben. Der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst werden Kopien
der jeweiligen Benotung mit Begründung ausgehändigt. Sie kann dazu
eine Stellungnahme abgeben. Diese ist zu den Ausbildungsakten zu nehmen. 6. Die Ausbildungsnote wird, außer für das Lehramt für
Sonderpädagogik, wie folgt berechnet: Beispiel: - Note Pädagogik 2,0 - Noten Fachdidaktik 3,0 (erstes Fach) 4,0 (zweites Fach) - Note Schulleitung 2,0 - Note schriftliche Arbeit 1,5 (Punktwert § 9 Abs. 2 Satz 6) Insgesamt: 12,5 : 5 = 2,5 (Punktwert). Der Punktwert der
Ausbildungsnote (hier: 2,5) entspricht der Ausbildungsnote
befriedigend (3) nach § 10 Abs. 3 Satz 4 i. V. m. § 13
Abs. 2 Satz 4. 7. Die Ausbildungsnote beim Lehramt für Sonderpädagogik wird
wie folgt berechnet: Beispiel: - Note Pädagogik 2,0 - Noten Fachdidaktik 3,0 (erste sonderpädagogische Fachrichtung) 2,0 (zweite sonderpädagogische Fachrichtung) 4,0 (Unterrichtsfach) - Note Schulleitung 3,0 - Note schriftliche Arbeit 1,0 (Punktwert § 9 Abs. 2 Satz 6) Insgesamt: 15 : 6 = 2,5 (Punktwert). Der Punktwert der
Abs. 2 Satz 4. 8. Die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars leitet das Ergebnis
der Ausbildungsnote (Note und Punktwert) bis zum Ende des 14. Ausbildungsmonats
schriftlich an die Prüfungsbehörde weiter, damit die Prüfung
eingeleitet werden kann (§ 11 Abs. 1). 9. Die Dauer des Vorbereitungsdienstes und
die Anrechnungszeiten ergeben sich aus § 7 NLVO-Bildung vom 19.5.2010
(Nds. GVBl. S. 218), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2.3.2017 (Nds.
GVBl. S. 60). Nach § 7 Abs. 3 NLVO-Bildung sind für die
Lehramtsausbildung aller Lehrämter förderlich in der Regel Zeiten
a) einer Unterrichtstätigkeit an
öffentlichen Schulen oder anerkannten Ersatz- oder Ergänzungsschulen
mit mindestens der Hälfte der jeweiligen Regelstundenzahl, b) einer Tätigkeit als
Fremdsprachenassistentin oder Fremdsprachenassistent aufgrund einer
Lehrbefähigung für neuere Sprachen an einer Schule des betreffenden
Sprachgebietes mit mindestens der Hälfte der jeweiligen Regelstundenzahl
nach § 3 Nds. ArbZVO-Schule, c) einer Tätigkeit als
Religionslehrkraft nach der Zweiten Theologischen Prüfung
(Eingangsprüfung für den Pfarramtsdienst in der evangelischen Kirche)
oder nach der Ersten Theologischen Prüfung/Diplomprüfung in
Evangelischer Theologie, nach dem katholischen theologischen Abschlussexamen
oder nach der Diplomprüfung in Katholischer Theologie, d) einer berufsbegleitenden
Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen des Quereinstiegs in den
Schuldienst. Eine Anrechnung ist nur zulässig, wenn vor Aufnahme der
Tätigkeit die Voraussetzungen nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder Abs. 3
erfüllt worden sind. 10. Die Zeiten der Anrechnung nach § 7 Abs. 2 NLVO-Bildung werden
von der NLSchB bei der Einstellung festgestellt. Anträge auf Anrechnung
nach § 7 Abs. 3 NLVO-Bildung sind spätestens innerhalb von drei
Monaten nach Einstellung zu stellen. 11. Bereits abgeleistete Ausbildungsmonate im Vorbereitungsdienst, die
auf die Dauer des Vorbereitungsdienstes nach § 7 Abs. 2 NLVO-Bildung
angerechnet werden müssen, gelten als Ausbildungsmonate i. S. von Absatz
2. Zu § 11 (Einleitung der Prüfung, Prüfungsteile): 1. Wird die Prüfung an zwei Tagen durchgeführt, so soll sie
innerhalb von sieben Tagen stattfinden. Die mündliche Prüfung findet
im Anschluss an den Prüfungsunterricht im zweiten Fach statt. 2. Persönliche Gründe i. S. von Absatz 2 Satz 3 können
Teilzeitbeschäftigung oder Prüfungserleichterungen bei
Schwerbehinderten sein. Zu § 12 (Prüfungsbehörde, Prüfungsausschuss): 1. Der Prüfungsausschuss für jeden Prüfling wird
spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin gebildet. 2. Das vorsitzende Mitglied des
Prüfungsausschusses soll nur sein: - beim Lehramt an Grundschulen, wer
über eine Lehrbefähigung entweder für das Lehramt an
Grundschulen, das Lehramt an Grund- und Hauptschulen mit dem Schwerpunkt
Grundschule oder das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen mit dem
Schwerpunkt Grundschule, über eine entsprechende
Ergänzungsqualifikation oder über ein entsprechendes Lehramt des
Primarbereichs verfügt, das dem Lehramtstyp 1 oder 2 der Klassifikation
des Beschlusses der KMK zuzuordnen ist; - beim Lehramt an Haupt- und Realschulen,
wer über eine Lehrbefähigung entweder für das Lehramt an Grund-,
Haupt- und Realschulen Schwerpunkt Haupt- oder Realschule, an Grund- und
Hauptschulen Schwerpunkt Hauptschule, an Haupt- und Realschulen oder an
Realschulen, über eine entsprechende Ergänzungsqualifikation oder
über ein entsprechendes Lehramt des Sekundarbereichs I verfügt, das
dem Lehramtstyp 2 oder 3 der Klassifikation des Beschlusses der KMK zuzuordnen
ist; - beim Lehramt an Gymnasien, wer über
eine Lehrbefähigung für das Lehramt an Gymnasien, über eine
entsprechende Ergänzungsqualifikation oder über ein entsprechendes
Lehramt des Sekundarbereichs II verfügt, das dem Lehramtstyp 4 der
Klassifikation des Beschlusses der KMK zuzuordnen ist; - beim Lehramt an berufsbildenden Schulen,
wer über die Lehrbefähigung für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen oder eine entsprechende Ergänzungsqualifikation für das
Lehramt an berufsbildenden Schulen verfügt; - beim Lehramt für
Sonderpädagogik, wer über eine Lehrbefähigung für das
Lehramt für Sonderpädagogik, über eine entsprechende
Sekundarbereichs II verfügt, das dem Lehramtstyp 6 der Klassifikation des
Beschlusses der KMK zu zuordnen ist. Auf § 24 wird verwiesen. 3. Im Verhinderungsfall kann sich die Schulleiterin oder der Schulleiter
von der ständigen Vertreterin oder dem ständigen Vertreter vertreten
lassen. 4. Das Studienseminar soll die Schulleiterin oder den Schulleiter nur
mit deren oder dessen Einverständnis zum vorsitzenden Mitglied des
Prüfungsausschusses vorschlagen. Vorsitzende oder Vorsitzender des
Prüfungsausschusses soll nur sein, wer die Lehrbefähigung oder eine
entsprechende Ergänzungsqualifikation für ein Lehramt besitzt, die
der Prüfling erwerben soll. 5. Die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schule, an der das zweite
Fach ausgebildet wird, kann an der Prüfung ohne Stimmrecht teilnehmen.
Zu § 14 (Prüfungsunterricht): 1. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses lädt durch
die Leiterin oder den Leiter des Studienseminars den Prüfling schriftlich
zur Prüfung. 2. Findet der Prüfungsunterricht an zwei Tagen statt, ist die
Bekanntgabe des jeweiligen Themas oder des jeweiligen Themenbereichs so
festzulegen, dass dem Prüfling für jeden Prüfungsunterricht
jeweils sieben Tage zur Vorbereitung zur Verfügung stehen. Für die
Berechnung der Fristen gilt Absatz 6 Satz 2 entsprechend. 3. Die Abgabe des schriftlichen Entwurfs soll bis 12.00 Uhr am Tag vor
der Prüfung - nach Absprache auch in elektronischer Form - erfolgen.
Für die Berechnung der Frist ist Absatz 6 Satz 2 analog anzuwenden. 4. Jeder Prüfungsunterricht umfasst eine Unterrichtsstunde an der
Ausbildungsschule; auf Antrag des Prüflings kann eine der beiden Stunden
eine Doppelstunde sein oder in Ausnahmefällen auf eine Zeit bis zu einer
Doppelstunde verlängert werden. 5. Der Prüfungsunterricht soll aus dem Unterricht des
Prüflings hervorgehen und findet in Klassen/Lerngruppen statt, in denen er
unterrichtet. 6. Der Prüfungsunterricht soll für das Lehramt an Grundschulen
und für das Lehramt an Haupt- und Realschulen in verschiedenen
Jahrgängen erteilt werden. 7. Der Prüfungsunterricht für das
Lehramt für Sonderpädagogik findet wie folgt statt: - beide Prüfungsunterrichte finden
grundsätzlich in dem Unterrichtsfach nach § 3 Abs. 1 Satz 2 statt.
Auf die für alle Lehrämter geltende Möglichkeit, Anträge
gemäß den Nummern 5.1 und 5.4 zu § 3 zu stellen, wird
hingewiesen; - beide Prüfungsunterrichte sind auf
die ausgebildete sonderpädagogische Fachrichtung auszurichten, die
gemäß Absatz 2 Satz 3 für den Prüfungsunterricht
gewählt wurde. Der Schwerpunkt des ersten Prüfungsunterrichts ist auf die
sonderpädagogische Fachrichtung, der Schwerpunkt im zweiten
Prüfungsunterricht ist auf das Unterrichtsfach zu legen. Der Prüfungsunterricht ist in unterschiedlichen Klassenstufen zu
erteilen. Er kann in unterschiedlichen Schulformen des Primarbereichs oder des
Sekundarbereichs I, außer an Gymnasien, erteilt werden. Der
Prüfungsunterricht, der in der Lerngruppe an anderen Schulen als an einer
Förderschule durchgeführt wird, setzt voraus, dass sich in der
Lerngruppe mindestens zwei Schülerinnen oder Schüler befinden, die
sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in der zu prüfenden
sonderpädagogischen Fachrichtung haben. Da der sonderpädagogische
Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache sowie
emotionale und soziale Entwicklung erst ab Jahrgang 3 festgestellt werden soll,
findet der Prüfungsunterricht von Auszubildenden dieser Fachrichtungen in
der Regel nicht in den Jahrgängen 1 und 2 statt. 8. Der Prüfungsunterricht soll für das Lehramt an Gymnasien in
Klassen oder Lerngruppen beider Sekundarbereiche erteilt werden. In
Gründen) kann der Prüfungsunterricht im Sekundarbereich II auch in
der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe stattfinden. 9. Für das Lehramt an berufsbildenden Schulen soll der
Prüfungsunterricht in verschiedenen Stufen und/oder Bildungsgängen
berufsbildender Schulen erteilt werden. 10. Der Entwurf zum Prüfungsunterricht soll einen hinreichenden
Einblick in die Vorüberlegungen, die Ziele mit den zu erwerbenden
Kompetenzen und die Verlaufsplanung geben; aus ihm sollen die Einordnung des
Prüfungsunterrichts in die Unterrichtseinheit dieses Fachs sowie die
didaktischen und methodischen Überlegungen und Entscheidungen auf der
Grundlage einer kurzen Sachanalyse hervorgehen. Er soll nicht mehr als sechs
Textseiten (1,5-zeilig, Schriftart Arial und Schriftgröße 11)
umfassen. Nummer 4 zu § 9 gilt entsprechend. 11. Wenn der Prüfungsunterricht im betreuten Unterricht erteilt
wird, soll die verantwortliche Lehrkraft, in deren Klasse oder Lerngruppe der
Prüfungsunterricht erteilt wird, anwesend sein und sich zum Leistungsstand
und Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Zusammenhang des bisher
erteilten Unterrichts äußern. 12. Die Besprechung des Prüfungsunterrichts findet in Anwesenheit
des Prüflings statt. 13. In der Beratung schlägt die oder der für das Fach
zuständige Ausbildende dem Prüfungsausschuss eine Note vor. Zu § 15 (Mündliche Prüfung): 1. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses legt vor Beginn
der mündlichen Prüfung den Ablauf der Prüfung mit den
Mitgliedern des Prüfungsausschusses fest. Der Ablauf ist dem Prüfling
mitzuteilen. 2. Der Prüfling kann je ein Themengebiet aus dem Bereich
Pädagogik sowie der Didaktik und Methodik der beiden zu prüfenden
Fächer nennen, mit dem er sich im Rahmen der Ausbildung besonders
beschäftigt hat; diese Themengebiete sind Ausgangspunkt für das
jeweilige Prüfungsgespräch (ca. fünf Minuten), das sich dann
weiteren Fragestellungen aus der gesamten Ausbildung zuwendet. 3. Wird eine Prüfungsaufgabe, die eine Vorbereitungszeit erfordert
(z. B. praxisbezogenes Fallbeispiel), gestellt, ist dem Prüfling diese
Aufgabe zu Beginn der Prüfung auszuhändigen und zusätzlich eine
Vorbereitungszeit bis zu 20 Minuten einzuräumen. 4. Im Anschluss an die mündliche Prüfung findet nach der
Beratung die Benotung ohne Anwesenheit des Prüflings und der
Zuhörenden i. S. von § 16 statt. 5. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erteilt eine Note
für die gesamte Prüfung nach § 13. Zu § 16 (Zuhörende): 1. Das dienstliche Interesse nach Nummer 2 liegt bei der Leiterin oder
dem Leiter des Studienseminars oder der ständigen Vertreterin oder dem
ständigen Vertreter der Seminarleitung vor. 2. Das dienstliche Interesse nach Nummer 2 liegt auch dann vor, wenn neu
beauftragte Ausbildende teilnehmen, sofern der Prüfling dem nicht
widerspricht. 3. Aufzeichnungen während des Prüfungsunterrichts, der
Besprechung des Prüfungsunterrichts und der mündlichen Prüfung
dürfen nur von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und dem
Prüfling angefertigt werden. Aufzeichnungen des Prüflings sind den
Prüfungsunterlagen beizufügen. Zu § 18 (Verhinderung, Versäumnis): Die Rechtsfolgen des Absatzes 3 gelten auch, wenn der Prüfling ohne
ausreichende Entschuldigung zu einem Prüfungsteil nicht rechtzeitig
erscheint oder die Prüfung abbricht. Weiterhin wird auf Absatz 3 Satz 2
verwiesen. Zu § 19 (Gesamtnote der Staatsprüfung): Berechnung der Gesamtnote: Beispiele: Prüfung bestanden Ausbildungsnote: 4,8
(Punktwert), Note mangelhaft (5) Prüfungsunterricht im ersten
Fach = 3,0 (Punktwert) Prüfungsunterricht im zweiten
Fach = 3,5 (Punktwert) Mündliche Prüfung = 2,0 (Punktwert) Prüfungsnote: 2,8 (Punktwert),
Note befriedigend (3); Berechnung der Gesamtnote: Punktwert Ausbildungsnote 4,8 Punktwert Prüfungsnote 2,8 Insgesamt: 7,6 : 2 = 3,8 (Punktwert). Der Punktwert der Gesamtnote
(hier: 3,8) entspricht der Gesamtnote ausreichend (4) nach §
19 Abs. 1 Satz 3 i. V. m. § 13 Abs. 2 Satz 4. Prüfung nicht bestanden Ausbildungsnote: 4,8
Fach = 4,4 (Punktwert) Prüfungsunterricht im zweiten
Fach = 4,0 (Punktwert) Mündliche Prüfung = 4,2 (Punktwert) Prüfungsnote: 4,2 (Punktwert),
Note ausreichend (4); Berechnung der Gesamtnote: Punktwert Ausbildungsnote 4,8 Punktwert Prüfungsnote 2,8 Insgesamt: 9,0 : 2 = 4,5 (Punktwert). Der Punktwert der Gesamtnote
(hier: 4,5) entspricht der Gesamtnote mangelhaft (5) nach § 19
Abs. 1 Satz 3 i. V. m. § 13 Abs. 2 Satz 4. Die Noten und Punktwerte für den Prüfungsunterricht, die
mündliche Prüfung und die Berechnung der Gesamtnote werden
erläutert und kurz begründet; Ergänzungen dazu können vom
Prüfling nur sofort verlangt werden. Zu § 20 (Niederschrift): Die Niederschrift enthält - den Tag und den Ort der
Prüfung, - den Namen des Prüflings, - die Fächer der Prüfung, - die Namen der Mitglieder des
Prüfungsausschusses, - die Namen der Zuhörenden, - die Zeiten und den wesentlichen Verlauf
des Prüfungsunterrichts und den wesentlichen Inhalt der Besprechung, - die Unterrichtsentwürfe, - die Zeiten und den wesentlichen Inhalt
der mündlichen Prüfung sowie - die Noten, die Bekanntgabe und ihre
wesentliche Begründung. Die Teilniederschriften werden von dem vorsitzenden Mitglied des
Prüfungsausschusses und von den jeweiligen Protokollführenden
unterschrieben. Zu § 21 (Zeugnis): 1. Das Zeugnis enthält die jeweiligen Fächer der
Staatsprüfung, die Gesamtnote und den Punktwert der Gesamtnote der
Staatsprüfung. Wurde in einem weiteren Fach nach § 3 Abs. 1 Satz 3
ausgebildet, ist dieses in das Zeugnis mit aufzunehmen. Gleiches gilt für
die sonderpädagogische Fachrichtung, die nicht Gegenstand des
Prüfungsunterrichts ist. Hinsichtlich der Ausbildung wird auf die Nummern
5.2 und 5.3 zu § 3 verwiesen. Die Muster für das Zeugnis und den
Bescheid bestimmt das MK. 2. Das Zeugnis oder den Bescheid unterzeichnet das vorsitzende Mitglied
des Prüfungsausschusses im Auftrag der Prüfungsbehörde; als
Datum ist der letzte Tag der Prüfung einzutragen. Das Zeugnis ist zu
siegeln; der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen und dem
Prüfling unverzüglich auszuhändigen. 3. Über eine zusätzlich im Vorbereitungsdienst erworbene
Qualifikation (siehe Nummer 4 zu § 6) stellt das Studienseminar eine
Bescheinigung aus. 4. Für die Erteilung von Zeugnissen und Bescheiden nach § 21
sowie von Bescheinigungen wird nach den Nummern 1 bis 3 sowie nach § 10
Abs. 4 Folgendes bestimmt: 4.1 Es sind die Muster nach den
A n l a g e n 1 b i s 9 zu verwenden. Auf der Rückseite der Zeugnisse
der Anlagen 1 bis 3 sind die nachfolgenden Definitionen der Noten und die
zugeordneten Punktwerte nach § 13 abzudrucken: 1,0 bis 1,4 sehr gut (1) = eine den Anforderungen im besonderen Maß entsprechende
Leistung, 1,5 bis 2,4 gut (2) = eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung, 2,5 bis 3,4 befriedigend (3) = eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung,
3,5 bis 4,4 ausreichend (4) = eine Leistung, die zwar Mängel ausweist, aber im Ganzen den
Anforderungen noch entspricht, 4,5 bis 5,4 mangelhaft (5) = eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die jedoch
erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und
die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten, über 5,4 ungenügend (6) = eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst
die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer
Zeit nicht behoben werden könnten. 4.2 Bei der Ausstellung eines Zeugnisses sind die Gesamtnote und
dahinter in Klammern der errechnete Punktwert vor dem Wort
bestanden einzusetzen. 4.3 Die Bescheide über das Nichtbestehen der Prüfung werden
von der Prüfungsbehörde übersandt oder durch das Studienseminar
ausgehändigt. 4.4 Am Tag der Prüfung werden ein vorläufiges Zeugnis
über die Staatsprüfung nach den aufgeführten Anlagen 1, 2 oder 3
und eine Bescheinigung nach Anlage 5 vom vorsitzenden Mitglied des
Prüfungsausschusses ausgestellt und ausgehändigt. Gleichzeitig werden
ggf. Bescheinigungen nach den Anlagen 8 und 9 ausgestellt und
ausgehändigt. 4.5 Jedem Zeugnis ist die Bescheinigung über die Einzelnoten nach
Anlage 5 beizufügen. Zu § 22 (Wiederholung der Staatsprüfung): Im Fall des Wiederholens der Staatsprüfung bleibt die
Ausbildungsnote bestehen und wird nicht neu gebildet. Zu § 23 (Einsicht in die Ausbildungsakte und die
Prüfungsakte): Der Prüfling ist bei der Einsichtnahme berechtigt, Kopien aus der
Ausbildungsakte und der Prüfungsakte zu fertigen. Dies ist aktenkundig zu
machen. Zu § 24 (Übergangsvorschriften): 1. Für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für die nach
§ 24 die APVO-Lehr in der bis zum 30. 6. 2016 geltenden Fassung weiterhin
Anwendung findet, ist der Bezugserlass weiterhin anzuwenden. 2. Für die Ausbildung für das Lehramt für
Sonderpädagogik gelten gemäß § 24 Abs. 1 Satz 3 folgende
besondere Übergangsregelungen: 2.1 aus den Durchführungsbestimmungen
in der bis zum 30.6.2016 geltenden Fassung (siehe Bezugserlass): - Nummer 4.3 zu § 3 (Ausbildung in
einem weiteren Fach), - Nummer 5 zu § 10
(Ausbildungsnote), - Nummer 7 zu § 14
(Prüfungsunterricht), - Nummer 1 zu § 21 (Zeugnis); 2.2 aus der APVO-Lehr in der bis zum 30. 6.
2016 geltenden Fassung: - § 6 Abs. 5 (Stunden der
Seminarveranstaltungen in den Fachseminaren), - § 12 Abs. 2 Satz 4
(Prüfungsausschuss), - § 14 Abs. 2 (Sonderpädagogische
Fachrichtung des Prüfungsunterrichts). Diese Regelungen sind in der ab dem 1.7.2016 geltenden Fassung erstmals
auf Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt für
Sonderpädagogik anzuwenden, die ihren Vorbereitungsdienst nach dem
1.7.2017 begonnen haben. 3. Die Regelungen in Nummer 7 zu § 3, die die Anforderungen an die
Bewerbungsfähigkeit für den Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst
umfassen, sind in der ab dem 1.7.2016 geltenden Fassung erstmals auf
Auszubildende anzuwenden, die ihren Vorbereitungsdienst nach dem 1.7.2017
begonnen haben. Anlage 1 Zeugnis über die
Staatsprüfung für das Lehramt an <Lehramtsbezeichnung,
ggf. Schwerpunkt> Frau/Herr < Vorname Name > geboren am ................................. in
........................................................ hat am ................... die Staatsprüfung für das
Lehramt <Lehramtsbezeichnung, ggf. Schwerpunkt >1) in den
Unterrichtsfächern <Unterrichtsfach 1 > und <Unterrichtsfach 2>
mit der Gesamtnote <Note in Worten> (< Punktwert
>)2) bestanden. Zusätzlich erfolgte die Ausbildung im Unterrichtsfach <
Unterrichtsfach 3 >.3) Hildesheim, den
........................................... (Siegel) Niedersächsisches Landesprüfungsamt
für LehrämterIm Auftrage 1) APVO-Lehr vom 13. 7. 2010 (Nds. GVBl. S. 288),
zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. 3. 2017 (Nds. GVBl. S. 57), in
der jeweils geltenden Fassung. 2) Aufstellung der Ausbildungs- und
Prüfungsnoten gemäß anliegender Bescheinigung. 3) Entfällt, wenn alle
Unterrichtsfächer der Ausbildung Gegenstand der Staatsprüfung
waren. Anlage
2 Zeugnisüber die
Staatsprüfung für das Lehramt für Sonderpädagogik
Frau/Herr < Vorname Name > geboren am ................................. in
Lehramt für Sonderpädagogik1) in der ersten
sonderpädagogischen Fachrichtung und im Unterrichtsfach <Fachrichtung 1> und < Unterrichtsfach >
mit der Gesamtnote <Note in Worten> (<
Punktwert>)2) bestanden. Zusätzlich erfolgte die Ausbildung in der zweiten
sonderpädagogischen Fachrichtung < Fachrichtung 2 > Zusätzlich erfolgte die Ausbildung im Unterrichtsfach
< Unterrichtsfach >3 Hildesheim, den
........................................... Niedersächsisches
Landesprüfungsamt für Lehrämter (Siegel)
Auftrage 1) APVO-Lehr vom 13. 7. 2010 (Nds. GVBl. S. 288),
3 Zeugnisüber die
Staatsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen
Lehramt an berufsbildenden Schulen1) in der beruflichen Fachrichtung
<Fachrichtung> und in dem Unterrichtsfach < Unterrichtsfach oder Sonderpädagogik an
berufsbildenden Schulen> mit der Gesamtnote <Note in Worten> (< Punktwert
>)2) bestanden. Zusätzlich erfolgte die Ausbildung im Fach < berufliche
Fachrichtung oder Unterrichtsfach oder Sonderpädagogik an berufsbildenden
Schulen>.3) Hildesheim,
den ........................................... Niedersächsisches
Prüfungsnoten gemäß anliegender Bescheinigung. 3) Entfällt, wenn alle beruflichen
Fachrichtungen oder Unterrichtsfächer oder Sonderpädagogik an
berufsbildenden Schulen der Ausbildung Gegenstand der Staatsprüfung
4 Prüfungsbehörde für die Lehrämter
..............den
Bescheid nach § 21 Abs. 2 der
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Lehrkräften im
Vorbereitungsdienst (APVO-Lehr) vom 13.7.2010 (Nds. GVBl. S. 288), zuletzt
geändert durch Verordnung vom 2.3.2017 (Nds. GVBl. S. 57), in der jeweils
geltenden Fassung. Sehr geehrte(r)
Sie haben die Staatsprüfung für das Lehramt
nicht bestanden. Nach § 19 Abs. 2 Satz 2
APVO-Lehr ist die Staatsprüfung nicht bestanden, wenn die Gesamtnote und
die Prüfungsnote nicht mindestens ausreichend (4) lauten. Sie
ist auch nicht bestanden, wenn ein Prüfungsteil mit der Note ungenügend
(6), zwei Prüfungsteile mit der Note mangelhaft
(5) oder ein Prüfungsteil mit der Note mangelhaft
(5) und ein anderer Prüfungsteil nicht mindestens mit der Note
befriedigend (3) bewertet wurde. Die Gesamtnote Ihrer Staatsprüfung lautet
() nicht bestanden. Wie Ihnen bereits nach der Prüfung eröffnet
wurde, ist diese Gesamtnote aufgrund folgender Noten ermittelt worden: Ausbildungsnote
() - 50 % der Gesamtnote - Prüfungsnote
() - 50 % der Gesamtnote - bestehend aus: Prüfungsunterricht I
() Prüfungsunterricht II
() Mündliche Prüfung
(.) Der Punktwert der Ausbildungsnote und
der Punktwert der Prüfungsnote bilden zu je 50 % den Punktwert der
Gesamtnote. Dieser Punktwert wird einer Note zugeordnet (§ 19 Abs. 1
APVO-Lehr). *) Rechtsbehelfsbelehrung:Gegen diesen
Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben
werden. Der Widerspruch ist bei der Prüfungsbehörde für die
Lehrämter, Postanschrift, einzulegen. HochachtungsvollIm Auftrage (Siegel) *) Je nach Ergebnis der Prüfung sind folgende
Zusätze einzufügen: Bei erstmaligem Nichtbestehen der Prüfung:
Die Prüfung ist bis spätestens drei Monate nach der nicht
bestandenen Prüfung zu wiederholen. Die Prüfung bleibt
eingeleitet.Nach § 22 Abs. 1 Satz 2 APVO-Lehr werden
Prüfungsteile, die mit mindestens ausreichend (4) bewertet
worden sind, auf die Wiederholungsprüfung angerechnet. Die Wiederholung
der Prüfung findet daher nur in dem Prüfungsteil / in den
Prüfungsteilen
statt. oder Nach § 22 Abs. 1 Satz 2 APVO-Lehr werden
worden sind, auf die Wiederholungsprüfung angerechnet. Bei Ihnen sind die
Prüfungsteile nicht mit mindestens ausreichend (4) bewertet
worden. Sie haben daher die gesamte Prüfung zu wiederholen. bei Nichtbestehen der Wiederholungsprüfung:
Nach § 22 Abs. 1 Satz 1 APVO-Lehr kann die nicht bestandene
Staatsprüfung nur einmal wiederholt werden. Sie haben die
Wiederholungsprüfung nicht bestanden. Die Prüfung kann daher nicht
wiederholt werden. Anlage
5 Bekanntgabe der
Einzelnoten Frau/Herr < Vorname Name > geboren am ................................. in
........................................................ hat am ....................... die
Staatsprüfung nach der Verordnung über die Ausbildung und
Prüfung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (APVO-Lehr) vom
13.7.2010 (Nds. GVBl. S. 288), geändert durch Verordnung vom 2.3.2017
(Nds. GVBl. S. 57), für das Lehramt <Lehramtsbezeichnung, ggf.
Schwerpunkt> mit der Gesamtnote <Note in Worten> ( < Punktwert >
) bestanden. Die Gesamtnote wurde aufgrund folgender Noten ermittelt: Ausbildungsnote
............................................................ ( < Punktwert
> ) Prüfungsnote
................................................................... ( <
Punktwert > ) bestehend aus: Prüfungsunterricht erstes
Fach........................................................ ( <Punktwert
> ) Prüfungsunterricht zweites Fach
..................................................... (<Punktwert> ) Mündliche Prüfung
......................................................... ( <Punktwert >
) Der Punktwert der Ausbildungsnote und der Punktwert der
Prüfungsnote bilden zu je 50% den Punktwert der Gesamtnote. Dieser
Punktwert wird einer Note zugeordnet (§ 19 Abs. 1 APVO-Lehr). (Siegel)
Landesprüfungsamtfür LehrämterIm Auftrage Anlage
6 Studienseminar..................................................................
...........................................................................(Postanschrift)
Bescheinigung nach § 10 Abs. 4 APVO-Lehr*) Sehr geehrte(r)
Ihre Ausbildungsnote wurde
festgesetzt. Ihre Ausbildungsnote (50 % der Gesamtnote) lautet
(). Sie setzt sich wie folgt zusammen: Note der Leiterin oder des Leiters des pädagogischen
Seminars ..... Note der Leiterin oder des Leiters des fachdidaktischen
Seminars .. Note der Leiterin oder des Leiters des fachdidaktischen
Seminars .. Note der Schulleiterin oder des Schulleiters der
Ausbildungsschule  Note der schriftlichen Arbeit
HochachtungsvollIm Auftrage (Siegel) *) APVO-Lehr vom 13.7.2010 (Nds. GVBl. S. 288), zuletzt
geltenden Fassung. Anlage
7 Studienseminar............................................
.............................................................................................(Postanschrift)
Bescheinigung nach § 10 Abs. 4
APVO-Lehr1) Sehr geehrte(r)
..........................................................................Ihre
Ausbildungsnote wurde am ............................ festgesetzt. Ihre
Ausbildungsnote (50 % der Gesamtnote) lautet ................
(.......................). Sie setzt sich wie folgt zusammen: Note der Leiterin oder des Leiters des pädagogischen
Seminars ..................................................... Note der Leiterin oder des Leiters des fachdidaktischen
Seminars2) ........................................... Note der Leiterin oder des Leiters des fachdidaktischen
Seminars des Unterrichtsfachs ........................................ Note der Schulleiterin oder des Schulleiters der
Ausbildungsschule .................................................. Note der schriftlichen Arbeit
.............................................. HochachtungsvollIm
Auftrage (Siegel) 1) APVO-Lehr vom 13.7.2010 (Nds. GVBl. S. 288),
zuletzt geändert durch Verordnung vom 2.3.2017 (Nds. GVBl. S. 57), in der
jeweils geltenden Fassung. 2) Bezieht sich auf die sonderpädagogische
Fachrichtung. Anlage
8 Studienseminar...................................................
................................................................................................................................(Postanschrift)
Bescheinigung nach Nummer 3 der Durchführungsbestimmungen
(Anlage zum RdErl. des MK vom 26. 4. 2017, Nds. MBl. S. 595) zu § 21 der
Vorbereitungsdienst (APVO-Lehr) vom 13. 7. 2010 (Nds. GVBl. S. 288), zuletzt
geändert durch Verordnung vom 2. 3. 2017 (Nds. GVBl. S. 57), Frau/Herr
....................................................................................
hat während des
Vorbereitungsdienstes für das Lehramt
vom ............. bis
..........................folgende
zusätzliche Qualifikation(en) nach Nummer 4 der
Durchführungsbestimmungen zu § 6 APVO-Lehr erworben:
den  (Siegel) ...........................................................................................................
(Unterschrift) Anlage
9 Studienseminar..................................................................
für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen...........................................................................................(Postanschrift)
(Anlage zum RdErl. des MK vom 26.4.2017, Nds. MBl. S. 595) zu § 21 der
geändert durch Verordnung vom 2.3.2017 (Nds. GVBl. S. 57), Frau/Herr
....................................................................................hat
während des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt
..........................an
den Ausbildungsveranstaltungen im zusätzlichen Fach
.................................. nach Nummer 5.4 der
Durchführungsbestimmungen zu § 3 APVO-Lehr teilgenommen.
den  (Siegel) .................................................................................................
(Unterschrift) Schule und Recht in Niedersachsen (www.schure.de)

References: § 2
 § 2
 § 9
 § 3
 § 5
 § 7
 § 4
 § 6
 § 2
 § 9

§ 7
 § 7
 § 3
 § 5
 § 62
 § 62
 § 81

§ 7
 § 81
 § 84
 § 7
 § 5
 § 6
 § 8
 § 9
 § 3
 § 10
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 9
 § 10
 § 13
 § 9
 § 7
 § 7
 § 3
 § 3
 § 7
 § 7
 § 7
 § 11
 § 12
 § 24
 § 14
 § 3
 § 3
 § 9
 § 15
 § 16
 § 13
 § 16
 § 18
 § 19
 §
19
 § 13
 § 19
 § 13
 § 20
 § 21
 § 3
 § 3
 § 6
 § 21
 § 10
 § 13
 § 22
 § 23
 § 24

§ 24
 § 24
 § 3
 § 10
 § 14
 § 21
 § 6
 § 12
 § 14
 § 3
 § 21
 § 19
 § 22
 § 22
 § 22
 § 10
 § 10
 § 21
 § 6
 § 21
 § 3