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Timestamp: 2016-10-24 03:45:45+00:00

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116 Ib 13117. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 28. M�rz 1990 i.S. Werner Oertig gegen Alfred Grossmann, Gemeinde Wangen-Br�ttisellen und Verwaltungsgericht (I. Kammer) des Kantons Z�rich (staatsrechtliche und Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 16, 22, 24 LAT; conformit� d'une exploitation horticole avec l'affectation de la zone; fonction de l'autorisation exceptionnelle des constructions hors de la zone � b�tir. 1. a) Une exploitation horticole est conforme � l'affectation de la zone agricole lorsque, selon une appr�ciation globale, une part pr�pond�rante de sa production est d�pendante du sol (consid. 3b; confirmation de la jurisprudence). b) Pour �valuer la part de la production d�pendante du sol, il ne suffit pas de d�terminer la quote-part des surfaces affect�es � cette production. Il faut plut�t examiner si le terrain naturel est un moyen de production indispensable � l'exploitation ou, autrement dit, si l'entreprise peut �tre consid�r�e comme pratiquant l'horticulture en pleine terre, � l'issue d'une appr�ciation globale de son syst�me de production � long terme et des moyens mis en oeuvre pour sa r�alisation (consid. 3d; pr�cision de la jurisprudence). 2. Les constructions ne peuvent pas �tre autoris�es sur la base de l'art. 24 LAT si, en raison de leurs dimensions et de leur incidence sur la planification locale, elles ne peuvent �tre correctement �tudi�es que dans le cadre d'une proc�dure d'adoption d'un plan d'affectation (consid. 4; confirmation de la jurisprudence). Faits � partir de page 132
BGE 116 Ib 131 S. 132
Werner Oertig ist Eigent�mer des 27'790 m2 umfassenden Grundst�ckes Kat. Nr. 2512 an der Altwiesenstrasse in der Gemeinde Wangen-Br�ttisellen. Anschliessend an dieses Grundst�ck und nur durch einen Flurweg von ihm getrennt geh�rt Werner Oertig eine weitere Fl�che von 5461 m2, die er als Realersatz aus einer Gew�sserkorrektion erhalten hat. Beide Grundst�cke liegen in der kantonalen Landwirtschaftszone gem�ss den �� 36 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/20. Mai 1984 (PBG). In einer Entfernung von ungef�hr 200 m von diesen beiden Grundst�cken besitzt Oertig schliesslich noch eine weitere Parzelle von ungef�hr 2 ha Fl�che.
Werner Oertig betreibt eine Grossg�rtnerei, welche insbesondere auf die Herstellung von Schnittblumen spezialisiert ist. Ein Teil der G�rtnerei befindet sich auf den beiden erstgenannten Parzellen. Der andere Betriebsteil liegt in der Luftlinie ungef�hr 5 km und fahrwegm�ssig ca. 10 km weit entfernt im Oberhauser Ried. Dort muss Oertig in absehbarer Zukunft wegen planerischer und baulicher Ver�nderungen den Betrieb einstellen; die ganze G�rtnerei soll dann in Wangen-Br�ttisellen angesiedelt werden.BGE 116 Ib 131 S. 133
Am 25. November 1982 stimmte das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich letztinstanzlich einer Baubewilligung f�r f�nf Einheiten eines Gew�chshauses auf der Parzelle Kat. Nr. 2512 zu. Am 30. Januar 1984 erteilte der Gemeinderat Wangen-Br�ttisellen Werner Oertig die Baubewilligung f�r zwei weitere Gew�chshauseinheiten. Das Bundesgericht verweigerte ihm hingegen mit Urteil vom 27. Mai 1987 die Erstellung eines Wohnhauses unmittelbar neben seinem Betrieb.
Am 23. M�rz 1987 bewilligte der Gemeinderat Wangen-Br�ttisellen unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen eine neue Erweiterung der Gew�chshausanlage um drei Einheiten; gesamthaft w�rde die Gew�chshausanlage damit aus zehn Einheiten bestehen. Gem�ss pr�zisierter Ziffer 4 der Baubewilligung d�rfen nach dem bewilligten Bauprojekt keine weiteren Treibh�user mehr gebaut werden, in welchen Pflanzenkulturen unter Glas gezogen werden k�nnen. Dem G�rtnereibetrieb ist eine Fl�che von 70% als Freilandkultur dauernd zur Verf�gung zu halten; von dieser Verpflichtung sind nur kurzfristig aufgestellte mobile Folientunnels zur Vermeidung von Frostsch�den ausgenommen.
Alfred Grossmann, Eigent�mer des an die Parzelle Kat. Nr. 2512 angrenzenden Grundst�cks Kat. Nr. 3756, welches ebenfalls der Landwirtschaftszone zugeteilt ist, auf dem jedoch schon seit Jahrzehnten ein Einfamilienhaus steht, erhob am 16. April 1987 gegen die Baubewilligung des Gemeinderates Wangen-Br�ttisellen Rekurs an die kantonale Baurekurskommission III. Mit Entscheid vom 27. April 1988 hiess die Baurekurskommission den Rekurs gut und hob die Baubewilligung auf.
Werner Oertig f�hrte gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Dieses wies seine Beschwerde mit Entscheid vom 1. November 1988 ab. Werner Oertig erhob gegen diesen Entscheid sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesgericht tritt auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht ein und weist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinne der Erw�gungen ab.
2. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, die zehn Gew�chshauseinheiten w�rden rund 26,5% der nutzbaren Fl�che bedecken.BGE 116 Ib 131 S. 134
Diese Zahl sei viel kleiner. Das Verwaltungsgericht habe somit den Sachverhalt offensichtlich unrichtig und unvollst�ndig festgestellt (Art. 104 lit. b, Art. 105 Abs. 2 OG).
Die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach die Gew�chsh�user einen Anteil von 26,5% an der Gesamtbetriebsfl�che ausmachen, ist offensichtlich unrichtig. Aus den Akten ergibt sich eine Betriebsfl�che des Hauptgrundst�ckes von total 27'790 m2. Von dieser Fl�che sind das Regenwasserbecken (680 m2) sowie der Lager- und Parkplatz (ca. 1200 m2) abzuziehen. Es ergibt sich somit eine totale Anbaufl�che des Hauptgrundst�ckes von 25'910 m2. Ein Gew�chshauselement hat eine Fl�che von 544 m2, zehn Einheiten ergeben demnach 5440 m2. Damit �berdecken die Gew�chsh�user lediglich ungef�hr 21% des Hauptgrundst�ckes. Im �brigen kann man sich fragen, ob in allen Gew�chshauseinheiten wirklich bodenunabh�ngig produziert wird. Dieser Frage muss indessen nicht weiter nachgegangen werden, weil sie f�r den Ausgang des vorliegenden Verfahrens unerheblich ist.
3. Gem�ss Art. 22 Abs. 1 RPG d�rfen Bauten und Anlagen nur mit beh�rdlicher Bewilligung errichtet oder ge�ndert werden. Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG setzt f�r eine Baubewilligung voraus, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Das Verwaltungsgericht hat die Zonenkonformit�t der vom Gemeinderat bewilligten Gew�chshauserweiterung in der Landwirtschaftszone verneint. Ausgehend vom richtiggestellten Sachverhalt ist daher im folgenden zu pr�fen, ob das Verwaltungsgericht zu Recht von der mangelnden Zonenkonformit�t des Bauvorhabens ausgehen durfte.
a) Art. 16 RPG umschreibt Zweck und Inhalt der Landwirtschaftszonen: Landwirtschaftszonen umfassen Land, das sich f�r die landwirtschaftliche Nutzung oder den Gartenbau eignet oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden soll (Abs. 1 lit. a und b). Landwirtschaftliche Bauten entsprechen diesem Zweck dann, wenn f�r die Nutzung, der sie dienen, der Boden als Produktionsfaktor unentbehrlich ist; wo landwirtschaftliche Erzeugnisse bodenunabh�ngig gewonnen werden, liegt keine landwirtschaftliche Nutzung im Sinne von Art. 16 RPG vor. Art. 16 RPG erw�hnt ausdr�cklich auch den Gartenbau (BGE 112 Ib 273 E. 3). Das ist indessen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht so zu verstehen, dass dem Gartenbau neben der landwirtschaftlichen Nutzung eine selbst�ndige, privilegierte Bedeutung zuk�me (BGE 112 Ib 372 E. 3). Seine ausdr�ckliche BGE 116 Ib 131 S. 135Aufnahme durch den Gesetzgeber in Art. 16 Abs. 1 lit. a RPG war vielmehr notwendig, weil Gartenbau nicht generell zur Landwirtschaft geh�rt (BGE 113 Ib 138 nicht publizierte E. 4b). Gartenbau passt bloss dann in die Landwirtschaftszone, wenn er in Arbeitsweise und Landbedarf mit der landwirtschaftlichen Nutzung vergleichbar ist und zur Bewirtschaftung freien Landes eine hinreichend enge Beziehung besteht.
b) Kann demnach nur bodenabh�ngig produzierender Gartenbau in einer Landwirtschaftszone als zonenkonform bezeichnet werden, so fragt sich, nach welchen Kriterien �ber die Bodenabh�ngigkeit eines Gartenbaubetriebs und einer zu einem solchen geh�rigen Baute zu entscheiden ist.
In diesem Zusammenhang hat das Bundesgericht ausdr�cklich die Auffassung von LEO SCH�RMANN (Bau- und Planungsrecht, 2. Aufl., Bern 1984, S. 169 f.) als zu eng abgelehnt, wonach Gew�chs- und Treibh�user nur als "saisonausdehnende" Hilfsmittel zuzulassen seien, nicht aber f�r die Fortf�hrung des Betriebs auch in den Wintermonaten (BGE 112 Ib 274 E. 3, 276 E. 4). Nach bisheriger Auffassung des Bundesgerichts ist vielmehr massgeblich, ob bei einer gesamthaften Betrachtung von einer �berwiegend bodenabh�ngigen Produktion gesprochen werden kann (BGE 112 Ib 274 E. 3). An dieser Rechtsprechung ist grunds�tzlich festzuhalten.
c) In BGE 112 Ib 270 hat das Bundesgericht das Erfordernis einer gesamthaften Betrachtung zur Bestimmung der Bodenabh�ngigkeit eines Gartenbaubetriebs freilich in der Weise verstanden, dass es vorrangig auf das Verh�ltnis der Freiland- und der unter Glas bodenabh�ngig bewirtschafteten Fl�chen gegen�ber den unter Glas bodenunabh�ngig bewirtschafteten Fl�chen abgestellt hat. Bei einem Anteil von 28,5% bodenunabh�ngig unter Glas bewirtschafteter Fl�che an der gesamten Anbaufl�che hat das Gericht festgestellt, es liege ein Grenzfall eines Betriebs vor, der bei gesamthafter Betrachtung noch als bodenabh�ngig betrachtet werden k�nne (BGE 112 Ib 276 E. 4). Der vorliegend zu beurteilende Fall zeigt, dass eine solche Reduktion der gesamthaften Betrachtung auf eine Prozentrechnung zwischen bodenabh�ngig und bodenunabh�ngig bewirtschafteten Fl�chen nicht zu befriedigen vermag.
aa) Die in BGE 112 Ib 270 dargelegte L�sung erscheint schon insofern als problematisch, als innerhalb der Gew�chsh�user zwischen bodenabh�ngig und bodenunabh�ngig bewirtschafteten BGE 116 Ib 131 S. 136Gew�chsh�usern unterschieden wird. Ein Gew�chshaus, in dem zun�chst direkt auf dem nat�rlich gewachsenen Boden Pflanzen gezogen werden, kann ohne gr�sseren Aufwand derart ver�ndert werden, dass der Anbau nur noch auf Tischen, in bodenunabh�ngigen Setzk�sten oder �hnlichen Beh�ltern erfolgt. Das Abstellen auf die Unterscheidung zwischen bodenabh�ngig und bodenunabh�ngig bewirtschafteten Gew�chsh�usern l�sst somit f�r die Bewilligungsbeh�rden ein nur schwer l�sbares Kontrollproblem entstehen, das die praktische Tauglichkeit des Prozentkriteriums als zweifelhaft erscheinen l�sst.
bb) Selbst wenn man zur Bestimmung der Bodenabh�ngigkeit eines Gartenbaubetriebs auf das Verh�ltnis aller unter Glas bewirtschafteten Fl�chen zu den Freilandfl�chen abstellen w�rde, bliebe doch ein weiterer entscheidender Nachteil des Prozentkriteriums bestehen: Das Prozentkriterium ist - wie gerade der vorliegende Fall zeigt - durch Landzuk�ufe weithin beeinflussbar; eine solche Beeinflussung ist um so eher zu erwarten, als Inhaber von Gartenbaubetrieben vielfach bereit sind, h�here Landpreise als Landwirte zu bezahlen und damit eine teilweise wirtschaftliche Verdr�ngung der Landwirtschaft durch Gartenbaubetriebe zu bef�rchten ist. Je gr�sser die dem Betreiber eines Gartenbaubetriebs geh�rige Landfl�che, desto gr�sser kann auch die Unterglasfl�che sein, ohne dass die Bodenabh�ngigkeit des Betriebs durch neue Bauvorhaben in Frage gestellt wird. Die weitgehende Beeinflussbarkeit des Prozentkriteriums durch die Betroffenen impliziert weitere, rechtspolitisch unerw�nschte Folgen. Einerseits wird der Landwirtschaft unn�tig wertvolles Kulturland entzogen, handelt es sich doch bei den zugekauften Fl�chen infolge der Lage der Gartenbaubetriebe nicht selten um Land mit Fruchtfolgefl�chenqualit�t. Und andererseits ist zu bef�rchten, dass das vom Gartenbaubetrieb haupts�chlich im Hinblick auf die M�glichkeit der Erweiterung der Unterglasfl�chen erworbene Land vielfach nur einer extensiven Nutzung zugef�hrt wird.
cc) Die dargelegten Nachteile des Prozentkriteriums lassen sich nicht durch eine Senkung der Prozentzahl an mit Gew�chsh�usern �berstelltem Land beheben, oberhalb welcher die Bodenabh�ngigkeit eines Gartenbaubetriebs verneint wird. Der Ansatz des Verwaltungsgerichts, welches bei einer Unterglasfl�che von mehr als 10% der gesamten Betriebsfl�che die Bodenabh�ngigkeit verneinen will, ist daher abzulehnen. Auf das Prozentkriterium ist vielmehr vollst�ndig zu verzichten, und es ist durch eine gesamthafte, BGE 116 Ib 131 S. 137mehr an qualitativen denn an quantitativen Faktoren ankn�pfende Betrachtungsweise zu ersetzen.
d) Bei der gesamthaften Betrachtung eines Gartenbaubetriebs ist danach zu pr�fen, ob f�r den Betrieb der gewachsene Boden als erzeugender Produktionsfaktor unentbehrlich ist (EJPD/BRP, Erl�uterungen zum Bundesgesetz �ber die Raumplanung, Bern 1981, N. 9 zu Art. 16 S. 215). Betriebsbauten darf nur eine Hilfsfunktion bei der unter nat�rlichen Bedingungen erfolgenden Kultivierung des Bodens zukommen. Die Bauten k�nnen dabei eine direkte Hilfsfunktion im Hinblick auf die gartenbauliche Bewirtschaftung des nat�rlichen Bodens erf�llen: So etwa bei Treib- und Gew�chsh�usern zum Schutz der Pflanzen vor schlechter Witterung oder Bauten zur Akklimatisation vor der Versetzung ins Freiland. Die Hilfsfunktion der Bauten kann freilich nicht auf dieses enge Verst�ndnis beschr�nkt bleiben. Dar�ber hinaus kann ein �berwiegend bodenabh�ngiger Gartenbaubetrieb vielmehr auch �ber Bauten verf�gen, denen eine sonstige betriebliche Hilfsfunktion zukommt. Zu denken ist dabei etwa an Einstellr�ume f�r Bewirtschaftungsger�te, Lagerr�umlichkeiten f�r landwirtschaftliche Hilfsstoffe usw. Unabh�ngig davon, ob s�mtlichen Betriebsr�umen eine solchermassen umschriebene Hilfsfunktion zukommt, ist indessen letztlich entscheidend, ob der Betrieb bei einer gesamthaften Betrachtung seines langfristigen Bewirtschaftungskonzepts und der zu dessen Realisierung eingesetzten Mittel grunds�tzlich als Freilandbetrieb bezeichnet werden kann (vgl. BGE 112 Ib 273 E. 3, BGE 113 Ib 138 nicht publizierte E. 4b, je mit Hinweisen). Nur dann kann von �berwiegend bodenabh�ngigem, in der Landwirtschaftszone zonenkonformem Gartenbau gesprochen werden.
e) Kann ein Betrieb in dieser Weise als bodenabh�ngig bezeichnet werden, so ist bei der Beurteilung von Neubauvorhaben zu pr�fen, ob diese sich als notwendige Erg�nzung in das verfolgte Bewirtschaftungskonzept einf�gen lassen oder ob durch die neue Baute der Charakter des Unternehmens als bodenabh�ngiger Gartenbaubetrieb ver�ndert wird. Nur wenn dies nicht der Fall ist, kann die Zonenkonformit�t des Bauvorhabens in der Landwirtschaftszone bejaht werden.
f) Beim zu beurteilenden Betrieb f�llt zun�chst auf, dass zwar nach dem projektierten Treibhausausbau h�chstens 21% der Produktionsfl�che g�nzlich bodenunabh�ngig genutzt werden sollen. Allein aufgrund dieser Prozentzahl kann indessen wie dargelegt ein Gartenbaubetrieb nicht als bodenabh�ngig qualifiziert werden.BGE 116 Ib 131 S. 138
Zur Beurteilung, ob es sich um einen bodenabh�ngigen Betrieb handelt, ist der Betrieb vielmehr einer gesamthaften Betrachtung zu unterziehen. Dabei f�llt auf, dass der Betrieb als Schnittblumenbetrieb einen betr�chtlichen Teil der Pflanzen in den Gew�chsh�usern zwar direkt im gewachsenen Boden zieht, die Pflanzen indessen zum einen bis zur Schnittreife im Gew�chshaus verbleiben; von einer dem Freilandanbau dienenden Funktion der Gew�chsh�user kann somit nicht gesprochen werden. Zum andern wachsen die Blumen in den Gew�chsh�usern, wie bereits in dem den gleichen Betrieb betreffenden BGE 113 Ib 138 ausf�hrlich dargelegt wurde, weithin unter k�nstlichen Bedingungen (BGE 113 Ib 140 E. 4c). Von einem bodenabh�ngigen Bewirtschaftungskonzept kann somit nicht gesprochen werden.
An diesem Ergebnis �ndert auch ein Einbezug der Freilandfl�chen in die Betrachtung nichts. Zwar nimmt die als Freiland bewirtschaftete Fl�che bei weitem den gr�sseren Teil der gesamten Betriebsfl�che ein; dieses Verh�ltnis hat sich nach dem Zuwachs von 5461 m2 als Realersatz aus einer Gew�sserkorrektion nochmals weiter zu Gunsten der Freilandfl�che verschoben. Indessen l�sst sich keineswegs sagen, dass auch nur ein Teil der Unterglasfl�chen der Bewirtschaftung des Freilandes dient und damit gesamthaft betrachtet das Bewirtschaftungskonzept einer Freilandg�rtnerei vorherrsche. Soweit der Freilandcharakter des Betriebs zu bejahen ist, beschr�nkt sich dieser vielmehr auf die als Freiland bewirtschafteten Fl�chen. Der unter Glas bewirtschaftete Betriebsteil ist als selbst�ndiger, neben der Freilandbewirtschaftung stehender Betriebsteil zu qualifizieren; von einer dienenden oder gar im Rahmen des Konzepts einer Freilandg�rtnerei notwendigen (Erg�nzungs)funktion dieses Betriebsteils gegen�ber der Freilandbewirtschaftung kann nicht die Rede sein. Unabh�ngig davon, ob der unter Glas bewirtschaftete Betriebsteil f�r sich allein wirtschaftlich �berlebensf�hig w�re, ist daher bei gesamthafter Betrachtung vom Vorliegen eines �berwiegend bodenunabh�ngigen Betriebs auszugehen.
g) Wie dargelegt ist der Betrieb des Beschwerdef�hrers ein �berwiegend bodenunabh�ngig produzierender Gartenbaubetrieb. Als solcher ist er in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Dementsprechend kann auch der geplante Ausbau der Gew�chsh�user nicht als zonenkonformes Bauvorhaben bezeichnet werden. Eine Bewilligung des Bauvorhabens auf dem Wege des Bewilligungsverfahrens nach Art. 22 RPG f�llt damit BGE 116 Ib 131 S. 139ausser Betracht und die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegr�ndet.
4. a) Wie das Bundesgericht bereits in verschiedenen Entscheiden festgehalten hat, haben Ausnahmebewilligungen gem�ss Art. 24 RPG den planerischen Stufenbau zu beachten. Ihr Entscheidungsbereich reicht zwar weiter als derjenige der Baubewilligung nach Art. 22 RPG, weil sie f�r Vorhaben erteilt werden, welche nicht dem Zweck der Nutzungszone ausserhalb der Bauzone entsprechen. F�r Bauten und Anlagen, die ihrer Natur nach nur in einem Planungsverfahren angemessen erfasst werden k�nnen, d�rfen aber keine Ausnahmebewilligungen erteilt werden (BGE 114 Ib 315 E. 3a mit Hinweisen).
b) Das vorliegend zu beurteilende Bauvorhaben bildet Teil eines Gew�chshauskomplexes, der nach der beabsichtigten Erweiterung eine Fl�che von 5440 m2 einnehmen wird. Ein derart ausgedehnter Geb�udekomplex bringt ein ganz erhebliches Regelungsbed�rfnis mit sich (Einf�gung in die bestehende Nutzungsordnung, Erschliessung, Lage der Geb�ude, deren Anordnung, �ussere Abmessungen, innere Aufteilung usw.). Wenn auch der Entscheidungsbereich des Ausnahmebewilligungsverfahrens nach Art. 24 RPG weiter reicht als jener des ordentlichen Baubewilligungsverfahrens nach Art. 22 RPG, so wird er durch dieses ausgedehnte Regelungsbed�rfnis doch offensichtlich �berschritten. Eine Realisierung der geplanten Gew�chshauserweiterung ist daher nur nach einer �nderung der Nutzungsplanung m�glich. Nur das Nutzungsplanverfahren verf�gt n�mlich �ber das n�tige Instrumentarium, um bei einem so umfangreichen Geb�udekomplex wie den Gew�chsh�usern im Betrieb des Beschwerdef�hrers zum einen die Verwirklichung der Planungsgrunds�tze und Ziele des RPG (Art. 1 und 3 RPG) sowie die Abstimmung auf die Richtplanung (Art. 6 ff. RPG) zu gew�hrleisten, und vermag zum andern hinsichtlich der demokratischen Beteiligung an der L�sung raumwirksamer Aufgaben (Art. 4 RPG) und des Rechtsschutzes (Art. 33 f. RPG) den Anforderungen des RPG zu gen�gen (BGE 113 Ib 374 E. 5; BGE 114 Ib 315 E. 3a).
5. a) Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, die Verweigerung des Bauvorhabens stelle eine rechtsungleiche Behandlung gegen�ber den G�rtnereien Peter Meyer in Wangen und Heinz Berstecher in F�llanden dar. Die R�ge erweist sich schon deshalb als unbegr�ndet, weil sich aus der Beschwerde nicht ergibt und auch sonst nicht ersichtlich ist, inwiefern bei den beiden G�rtnereien BGE 116 Ib 131 S. 140rechtlich gleiche Sachverhalte zu beurteilen waren. Selbst wenn davon auszugehen w�re, w�rde dies im �brigen nicht zur Gutheissung der Beschwerde f�hren, da der Umstand, dass das Gesetz in einem oder mehreren F�llen nicht richtig angewendet wurde, keinen Anspruch darauf begr�ndet, ebenfalls vom Gesetz abweichend behandelt zu werden (BGE 114 Ib 240 E. 4c).
b) Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich auch eine Verletzung von Art. 22ter und 31 BV geltend. Auf diese Beschwerdepunkte ist nicht n�her einzugehen: Zum einen hat die vorstehende verfassungskonforme Auslegung der einschl�gigen Normen des RPG ergeben, dass das Projekt des Beschwerdef�hrers weder als in der Landwirtschaftszone zonenkonformes Bauvorhaben noch nach Art. 24 RPG bewilligt werden kann. Zum andern w�re es dem Bundesgericht ohnehin verwehrt, den mit den Normen des RPG vereinbaren angefochtenen Entscheid aufzuheben, wenn diese Normen auch nach einer verfassungskonformen Auslegung sich nicht mit den angerufenen Verfassungsbestimmungen vereinbaren liessen (Art. 113 Abs. 3 BV bzw. 114bis Abs. 3 BV).
6. a) Zusammenfassend ist festzustellen, dass auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann (E. 1b). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist abzuweisen: Dabei erfolgt die Abweisung im Sinne der Erw�gungen. Dadurch wird klar gemacht, dass die Realisierung des Projekts durch den vorliegenden Entscheid nicht ausgeschlossen werden soll. Es ist durchaus vorstellbar, dass die beabsichtigte Gew�chshauserweiterung nach Schaffung einer besonderen Nutzungszone f�r den mehrheitlich bodenunabh�ngigen und daher in einer Landwirtschaftszone nicht zonenkonformen Gartenbau und nach Durchf�hrung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens nach den f�r die zu schaffende Zone geltenden Vorschriften realisiert werden kann.
112 IB 274,
112 IB 270 suite... ,
112 IB 372,
112 IB 276,
113 IB 140,
114 IB 240
Art. 16, 22, 24 LAT,
Art. 104 lit. b, Art. 105 Abs. 2 OG suite... ,
Art. 22ter und 31 BV,

References: Art. 16

BGE 
 Art. 105
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 16
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 22
 BGE 
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 22
 BGE 
 BGE 
 Art. 22
 Art. 24

Art. 16

Art. 104
 Art. 105

Art. 22