Source: http://www.grundeinkommen.ch/bedingungsloses-grundeinkommen-ein-verrat-an-der-arbeiterklasse/
Timestamp: 2018-02-20 21:03:02+00:00

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Bedingungsloses Grundeinkommen - ein Verrat an der Arbeiterklasse? - grundeinkommen
Das bedingungslose Grundeinkommen nähme der Arbeit ihren Wert, heisst es manchmal. Es heisst sogar, es sei ein endgültiger Verrat an den Bestrebungen der Arbeiterklasse. Dazu ein Kommentar von Enno Schmidt:
Die Arbeiterklasse – sind doch alle Menschen. Es gibt aber auch eine abgespaltene Vorstellung von einer Arbeiterklasse. Die ist mit ihrer Ohnmacht beschäftigt. Die hat sich kämpferisch darin eingerichtet. Sie hat das, was ihr gehört, sich nicht zu eigen gemacht. Das ist die Arbeit. Sie hat nicht gesagt: die Arbeit, die ich tue, ist meine Arbeit. Weil das mein Interesse, meine Lebenszeit, mein Ausdruck von etwas Sinnvollem ist. Sie hat das Recht auf Arbeit, das jeder Mensch hat, in die Hände anderer gegeben. Die sollen ihnen Arbeit geben. Wenn vom Recht auf Arbeit die Rede ist, dann ist damit aber immer Einkommensversorgung gemeint. Es ist gar nicht die Arbeit gemeint. Es besteht gar kein Begriff von der Arbeit in der Arbeiterklasse. Es besteht eine Abhängigkeitskonstruktion, die mit einer Gedankenlosigkeit bekämpft wird, die diese Abhängigkeit schafft. Weil es der sogenannten Arbeiterklasse – die es so nicht mehr gibt – nicht um die Arbeit geht, sondern um ein Einkommen. Und sie hat dieses beides vertauscht. Damit hat sie sich selbst ohnmächtig gemacht. Das Recht auf Arbeit hat jeder. Das ist das gleiche wie das Recht auf Leben. Was ist Arbeit denn anderes als Leben? Sie ist ein relevanter, wirkender, herausfordernder Teil meines Lebens. Gegeben wird dieses Recht zu meiner Arbeit von der Gemeinschaft in Form von Einkommen. Mein Recht auf Arbeit wird gesellschaftlich gespiegelt in Form von Geld zum Leben, in Form von Einkommen. Aber meine Arbeit, das bin ich. Meine Arbeit ist nicht mein Einkommen. Das Einkommen sagt Ja zu meiner Tätigkeit. Aber es bestimmt sie nicht, es ermöglicht sie. Mein Leben gehört mir wie auch meine Arbeit. Was sie hervorbringt, dass ist für andere. Die Ideologie einer Arbeiterklasse hat den freien Menschen übersehen und kämpft dafür, dass Menschen zu guten Bedingungen gekauft werden. Dass Arbeit gekauft wird, dass Menschen gekauft werden, dass ich mich verkaufen muss um leben zu dürfen, dagegen hat diese ‚Arbeiterklasse‘ nichts. Sie bettelt und kämpft darum, dass ‚Arbeiter‘ zu einigermaßen guten Bedingungen gekauft werden und dass möglichst alle gekauft werden. Das Recht, gekauft zu werden, das gibt es natürlich nicht. Deshalb klappt das mit dieser Art ‚Recht auf Arbeit‘ auch nicht. Wo es mit Gewalt versucht wird, führt es zu asozialer Quälerei und unsinnigem Zeitableisten. Das bedingungslose Grundeinkommen gibt der Arbeit ihren Wert zurück. Die Ideologie der ‚Arbeiterklasse‘ hat ihn ihr genommen. In ihr wird Arbeit im Gedankengut der Sklaverei gedacht. Nur eben zu erträglichen Bedingungen und mit Freizeit. Daher der Name Freizeit. Weil die Arbeit Unfreizeit ist. Weil die Arbeit ist, zu tun, was einem gesagt wird. Und darauf will man auch noch ein Recht haben? Darauf, nicht verantwortlich zu sein, sich abzugeben und zu verkaufen, auf die Käufer zu schimpfen und sich in der Freizeit davon zu erholen? Es gibt kaum eine größere Verleugnung der Arbeit als die Forderung nach Vollbeschäftigung. Anstatt sie zuzulassen. Anstatt Menschen zuzulasssen, Arbeit zuzulassen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nur ein Grundeinkommen. Es bringt auf wirtschaftlicher Basis den Raum des freien Menschen in die Gesellschaft ein. Das ist längst gewollt, aber jetzt an der Zeit. Das Einkommen, das einem besonderen Bedarf entspricht, zum Beispiel bei einer Behinderung, das gibt es auch weiterhin. Dass die Bezahlung einer Arbeit Wertschätzung ausdrückt, Differenziert und Status schafft, dass sie ein Anreiz sein kann, dass also Arbeit nach Marktgesetzen bezahlt wird, das bleibt mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wie heute bestehen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Aufforderung, nicht zu arbeiten. Es enthält sich nur der Kontrolle und Deckelung anderer. Es ist eine Enkoppelung von Arbeit und Einkommen in der Höhe des allgemeinen Lebensbedarfs und ein Ausgleich zur totalitären Alleinstellung der Ideologie der Erwerbsarbeit. Es gibt noch mehr in der Welt als das, was bezahlt wird. Das Grundeinkommen zu denken zum Beispiel, das wird noch nicht bezahlt.
19. August 2015 – AKTUELL / Enno Schmidt / NEWS
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Der Staat verwehrst mir das Recht, mir aus der Natur zu nehmen, was ich zum Leben brauche. Also muss der Staat mich entschädigen mit einem Grundeinkommen, welches Nahrung, Kleidung und Wohnung abdeckt. So einfach ist das. Wo das nicht gewährleistet ist, findet man eine kranke Gesellschaft vor, mit Armut, Kriminalität, Neid, Rassismus und Sexismus. Es wird Zeit, das wir uns von diesen Krankheiten befreien.
7. Januar 2016 - 07:01
20. August 2015 - 16:50
Ein interessanter Artikel, dem ich einige Bemerkungen hinzufügen möchte.
Das manch einer meint, das BGE würde ein Verrat an der Arbeiterklasse sein, ist ein guter Hinweis darauf, wie sehr dieser Meinungsabsender noch mit der einseitigen Fixierung auf sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit als einzige Form der Arbeit identifiziert ist.
Das BGE will aber gar nicht sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit abschaffen – einzig, ihre Totalität als alleinige Form von Arbeit stellt es in Frage und das zu Recht. Wie im Artikel schon angedeutet, heißt die Gleichung Leben = Arbeit. Wir arbeiten ständig, am Anfang als Säugling zunächst mehr als Körper, z.B. unser Herz schlägt, das darf man auch Arbeit nennen usw. wie auch später wenn wir sprechen, laufen, tanzen oder eben auch denken. Grob eingeteilt kann man von 3 Formen von Arbeit sprechen: 1. Eigenarbeit 2. Bürgerarbeit / Kulturarbeit und 3. Erwerbsarbeit. Alle diese 3 Arbeitsbereiche existieren immer und zu jeder Zeit, sie entwickeln sich mit den Menschen zusammen. Das wir heute so fixiert sind auf den 3. Punkt, nämlich Erwerbsarbeit ist ungesund und genau das will ein BGE korrigieren.
Ein zweiter Punkt, den ich kurz aufgreifen möchte ist, die Begrifflichkeit von der Arbeiterklasse. Ich denke, hier muß man natürlich auch die historische Entwicklung sehen, wenn man die Arbeiterklasse nicht einseitig als eine Gesellschaftsschicht sehen will, die sich quasi prostituiert hat. Ich denke, wenn man auch die Vorteile andeutet, die offensichtlich so ein Arbeiterleben hatte, dann kommt man einer vollständigen Sichtweise näher. Das Arbeiterleben fand in den aufkommenden Städten statt, dort wo sich Kultur und aufstrebender Geist trafen. Das war ein Punkt worum es den Arbeitern ging. Sicher auch um Produkte zu konsumieren, von denen sie sich ein schöneres Leben erhofften. Und nicht zuletzt war es die Not, weil kein Land mehr zur Verfügung stand, was die Menschen in die Städte trieb um als Arbeiter überleben zu können. Daher kommt auch das erkämpfte Recht auf Arbeit, was aber wie schon richtig erwähnt wurde, eigentlich ein Kampf um das Recht auf ein Einkommen war. Das hat man in der Tat verwechselt. Aber alle diese Punkte sollten natürlich deutlich machen, dass die Arbeiterklasse anfangs sehr wohl einen Sinn in ihrer Arbeit sah, wenngleich der nicht so hochgesteckt war wie man es als Verfechter eines BGE wünschen würde. Deswegen würde ich nicht formulieren, dass die Arbeiterklasse und ihre Ideologie den freien Menschen ÜBERsehen hätte, sie hat ihn noch gar nicht im Blick gehabt. Die Zeit war für solche Experimente wie BGE noch nicht reif. Heute schon.
20. August 2015 - 11:23
Ob ich das BGE als Möglichkeit zum Faulsein nutze, oder dazu, ohne Existenzdruck eine mir entsprechende Arbeit ausüben zu können, oder dazu, dass ich ehrenamtliche Tätigkeiten intensiver ausüben kann, oder, oder, oder – das zeigt ja bloß wes Geisteskind ich bin. Aber zu behaupten, dass alle – oder auch nur die meisten – Menschen den Weg der Faulheit einschlagen würden, sagt nur aus was ich von den Menschen halte. Es stimmt halt einfach nicht und wir wissen das inzwischen. Der Begriff der Arbeit ist dermaßen weit, dass selbst die Muße darunter fallen kann. Denn an so manchen alten Griechen gedacht, wären wohl einige epochale Erfindungen nicht gemacht worden wäre deren Alltag von heutigen Arbeits- und Effizienzkriterien geprägt gewesen. Auch würde z. B. ein Immanuel Kant heutzutage in hohem Bogen von der Uni geworfen werden und seine „Kritik der reinen Vernunft“ hätte nicht die Kreise ziehen können die sie zum Glück ziehen konnte.
Er publizierte nämlich elf Jahre keine Zeile, das aber mit Bezahlung.
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Ich lasse mal die mir aufoktroyierte Zensur nicht auf mir sitzen und schreibe wieder. Mal sehen zu was für Schritten, ihr Euch diesmal „genötigt“ sehen werdet, wenn jemand seine Meinung sagt. Ich warte es auf alle Fälle einmal ab. Mag im Zweifelsfalle ein Gericht darüber entscheiden, ob freie Meinungsäusserung erlaubt ist oder nicht.
Zur Arbeiterklasse-Frage:
Das BGE wird ja nicht nur in liberalen, rechten Kreisen abgelehnt, sondern von den Gewerkschaften selber. Sie anerkennen, dass wir in einer Arbeitsgesellschaft leben, und dass das auch gut so ist. Enno Schmidt braucht in seinem Essay tatsächlich marxistische Begriffe. Ob er diese im marxistischen Sinne oder einem von ihm erfundenen Sinne verwendet ist schwer zu sagen, da im Marxismus die Begriffe so stark unkenntlich sind, dass es schwer ist da Methode darin zu erkennnen.
Auf alle Fälle sind auch die Marxisten, im Sinne von Marx, gegen ein Grundeinkommen, da ihrer Meinung nach das die Probleme nicht löst, sondern verschlimmert. Die Reichen können sich dann noch mehr aneignen, plus sie hätten einen Tausender pro Monat zusätzlich auf sicher. Adam Smith und Karl Marx stimmen in ihrer Analyse überein, dass die Würde des Menschen entscheidend davon abhängt, dass der Mensch von den Früchten seiner eigenen Arbeit Leben kann.
Nachfolger von Marx, die sich immer noch marxistisch genannt haben, haben versucht, die Verbindung von Arbeit und Einkommen zu enkoppeln ich weiss. Es wurde dann in der Tat „ein Recht auf Faulheit“ gefordert. Nichts anderes tun die Exponenten des Grundeinkommens heute, auch wenn sie es, aufgrund der kommenden nationalen Abstimmung auch in linke Terminologie kleiden wollen. Das Grundeinkommen sei „sozialer“ als der heutige Sozialstaat, da mehr Geld verschleudert wird an arbeitsunwillige Staatsrentner. Sorry, stimmt nicht: Es gibt den Leuten einen Anreiz den Sozialstaat auszunehmen und zu missbrauchen. Der Schutz vor Missbrauch ist für Sozialstaaten zentral, den sonst diktieren die Untätigen den Werktätigen die Leviten.
Natürlich existiert ein Recht auf Arbeit, welches sogar sehr wichtig ist. Jeder der arbeiten soll, muss auch einen Job und einen Arbeitsplatz haben. Es geht nicht an, dass der Staat Millionen von Arbeitsplätzen schafft, deshalb haben wir ein liberales System, wo die Arbeitnehmer mit den Arbeitgebern die Arbeitsplätze direkt aushandeln. Diese Verbindung „busten“ zu wollen mit einem staatlichen Einkommen, wo nicht mal ein staatlicher Arbeitszwang besteht, wie in der Sowjetunion ist utopisch. Die Sowjetunion hat 60 Jahre bestanden, ein BGE wird 6 Monate bestehen, höchstens, dann wird der „Ponzi-Scheme“ in sich zusammenbrechen und eine neue „Rentenmark“ wird eingeführt werden, um sich von der schlechten Vergangenheit loszusagen.
Markus Fenner wenn Du es einrichten kannst das wir die Einkommensverhältnisse und Job- Angebote von z.B. 1975 haben, dann brauchen wir kein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Zu dieser Zeit hat der Handwerker mit seinem Monatslohn 1500 Wurstsemmeln kaufen können, heute kann er nur mehr 500 kaufen. ***Drei mal so viel konnte er sich damals kaufen***. Ein Handwerker/In müsste heute 4500,- Euro netto verdienen um die gleiche Kaufkraft zu haben. (((4500,- Euro netto)))!!! Damals wurden z.B. in Österreich die ganzen Tunnels und Autobahnen gebaut, willst Du neben der bestehenden noch eine weitere bauen??? Wenn wir diese Zusammenhänge nicht verstehen wird leider nur ein Krieg alles wieder neu einrichten. Wollen wir das??? Ein weltweit eingeführtes BGE ist das einzige Friedensprojekt welches den derzeitigen aggressiven Kapitalismus in einen sanften Kapitalismus umwandelt und das wird nötig sein! Dein Satz dass der Mensch von den Früchten seiner eigenen Arbeit Leben kann, beinhaltet die Voraussetzung das jeder dafür ein Fundament braucht. Früher war das Grund und Boden wo er seine Früchte anpflanzen und Ernten konnte, in den siebziger Jahren war für jeden genug Arbeit und Einkommen um seine bescheidenen Träume zu verwirklichen, heute bekommt der Handwerker/In einen Hungerlohn sondergleichen. So ein Hungerlohn ist nur möglich wenn die Menschen gezwungen sind die Existenz mit Arbeit zu sichern. Du bist sicher nicht von all dem betroffen sonst würdest Du nicht so schreiben, noch vor 10 Jahren hatte ich eine ähnliche Einstellung! P:S Die Politiker die uns diesen Hungerlohn eingebrockt haben, die haben monatlich 4500,- Euro netto und darüber!!! GLG
20. August 2015 - 15:39
dass der Rechtsideologe Fenner Enno Schmidt zum Marxisten macht, zeigt einmal mehr dass er grundsätzlich nichts vom Konzept des BGE kapiert hat. Nach wie vor sieht dieser Narzist die Mehrzahl seiner Mitmenschen grundsätzlich mal als Nichtsnutze und Sozialschmarotzer an.
Wer zwischen seinen Ohren nur ein paar Synapsen-vernetzte Hirnzellen besitzt, liest aus dem Artikel die Befreiung aus einem alten Denkschema. Das Recht auf Einkommen in die Verfassung, aber eben entkoppelt vom Recht auf Arbeit. Dies ist nichts anderes als der logische Fortschritt einer modernen Gesellschaftskultur, jenseits von diesem schwarz-weiss eines Herrn Fenner.
20. August 2015 - 18:29
Genau so wie Sie das Recht auf freie Meinung brauchen, genau so braucht jeder Mensch das Recht auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen, damit weder der eine noch der andere über den Kopf des anderen bestimmen kann. Das BGE wird in einem Hochentwickeltem Land wie der Schweiz funktionieren und es wird deutlich länger halten als die UdSSR.
Sie verweigern einem das BGE, was soll uns daran hindern ihre Posts zu veröffentlichen?
22. August 2015 - 17:54
es ist zwar etwas sehr öd, leider aber garstig relevant, da der typ rhetorik bzw. die propagandistischen kniffe, den/die fenner hier nur exemplifiziert, den gegenwärtigen politischen diskurs schon längst zu sehr beherrscht und inzwischen auch die wohlfahrtsstaatlichen institutionen (die durch missbrauchsbekämpfung nicht gestützt, sondern vielmehr zerstört werden) bestimmt.
ganz knapp basiert die strategie auf
a) angstmacherei, indem dramatische untergangsszenarien eingebildet und verbreitet werden, und
b) der konstruktion von feindbildern nach sündenbockschema, hier zb um eine falsche unterscheidung zwischen „werktätigen“ und (angeblich) „arbeitsunwilligen“ aufzutun, wobei die begriffswahl verschleiert – einmal davon abgesehen, dass fenner hier komplett alle menschen, die keiner erwerbstätigkeit nachgehen pauschal als arbeitsunwillig diffamiert und damit demonstriert, dass missbrauchsbekämpfung sich eben nicht nur gegen die frei herbeierfundenen angeblichen „sozialschmarotzer“ richtet, sondern gegen den wohlfahrtsstaat insgesamt -, dass alle werktätigen potentiell in arbeitslosigkeit geraten können. wie der wohlfahrtsstaat eingerichtet ist, betrifft sehr wohl auch die gegenwärtig „werktätigen“ und das auch oder besonders weil ein solider wohlfahrtsstaat die voraussetzung guter oder überhaupt akzeptabler arbeitsbedingungen ist und sozialabbau immer auch und sofort eine verschlechterung der arbeitsbedingungen nach sich zieht – anreiz/workfare taugt va schlechte arbeitsbedingungen attraktiver zu machen.
19. August 2015 - 22:17
Oh-oh… lieber Enno, da bringst Du einiges durcheinander.
Arbeiterklasse ist, wenn Du diese Terminologie verwendest, eine abstrakte KLASSE von Menschen mit gleichen Interessen, nicht aber eine wahllose Menschengruppe.
Die Arbeiterklasse bezeichnet Menschen OHNE Eigentum an Produktionsmitteln, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen um zu existieren.
Bitte entweder solche Marxschen Begrifflichkeiten umgehen oder sie in der Marxschen Bedeutung verwenden. Denn nur so lässt sich verhindern, dass irgendwelche Ideologen den Begriff „Bedingungsloses Grundeinkommen“ bis zur Unkenntlichkeit verwässern und das BGE somit bekämpfen können. Danke! 😉
19. August 2015 - 21:02
Bei dem technischen Fortschritt wird die alte Arbeiterklasse ohnehin bald Geschichte sein, in Zukunft gibts dann nur Prekariat und irgendwelche kurzfristigen Bullshitjobs. Den Rest erledigen die Maschinen.
20. August 2015 - 11:29
Danke lieber Roboter Haribert für diese einfache, klar strukturierte und simplifizierte Antwort.
Klar, unsere Algorithmen sind nach wie vor nicht in der Lage stilistisch schöne, intelligente und aufwendige Dinge zu sagen bzw. den Menschen antworten zu können.
Aber ich finde es schön, wenn wir Maschinen uns unterhalten.
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