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Betreff des Beitrags: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:55 Beiträge: 131
ich wollte fragen was ihr vom kurdenführer abdullah öcalan haltet,der überzeugter antikapitalist ist,aber meines erachtens nicht ein richtiger kommunist,obwohl er manchmal mehr von einem kommunisten hat ,als so manche überzeugte kommunisten. sein buch :gilgameschs erben ist wirklich sehr gut,der mann hat eine grosse analytische fähigkeit,er hat wirklich was drauf,also das buch kann ich wirklich nur empfehlen,auch wenn es nicht gerade prokommunistish ist,ist es dem kommunismus sehr ähnlich und ich denke,mal reinschauen kann ja nicht schaden.gilgameschs erben teil 2 würde ich nicht unbedingt empfehlen weil es dann mehr um den befreiungskampf der kurden handelt. hier mal ein kleiner text von wikipedia: Abdullah Öcalan (* 9. August 1949), von seinen Anhängern wird er Apo genannt, ist ein kurdischer Politiker. Er war Vorsitzender der PKK von deren Gründung 1978 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 2002. Während er von verschieden Seiten als Terrorist betrachtet wird, sehen viele Kurden in ihm die bedeutendste nationale Führungsfigur. Lebenslauf Öcalan wurde am 4. April 1949 in Ömerli in der Provinz Urfa als Sohn einer armen Bauernfamilie geboren. Nach einer Schulausbildung in Nizip und Ankara arbeitete er als Katasterbeamter u.a. in Diyarbakir. Anfang der 70er Jahre begann er in Ankara Politikwissenschaften zu studieren. Dort kam er mit sozialistischen Ideen in Kontakt und entwickelte Sympathie für die THKP-C. Wegen Teilnahme an einer Protestaktion gegen die Hinrichtung von Mahir Çayan und anderen führenden Figuren der THKP-C wurde er verhaftet und entging nur knapp einer mehrjährigen Haftstrafe. Im Gefängnis erlebte er die Hinrichtung von Deniz Gezmiº, Yusuf Aslan und Hüseyin Inan (THKO) mit, die im Gefängnishof stattfand. Nach seiner Freilassung gründete Öcalan zusammen mit Haki Karer und Kemal Pir, zwei Türken, eine Gruppe mit einer Ideologie, die von sozialistischen Ideen und nationalen und antikolonialen Befreiungskämpfen beeinflusst war. Die Gruppe propagierte einen nationalen Befreiungskampf in Kurdistan. Am 27. November 1978 wurde die PKK gegründet. 1979 verließ Öcalan die Türkei, zuerst Richtung Libanon, später ging er nach Syrien. 1984 begannen bewaffnete Einheiten der PKK mit Angriffen auf Garnisonen in der Türkei bzw. Nordkurdistan einen Guerillakrieg, der 15 Jahre anhalten sollte. Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich die PKK von einer kleinen Kaderpartei zu einer Massenbewegung. Als Antwort auf Volksaufstände, so genannte Serhildan, verschäfte die Türkische Führung den Krieg erheblich. Tausende Dörfer wurden entvölkert und zerstört. Es kam zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten des Konflikts. 1995 strich die PKK die Forderung nach einem unabhängigen Staat Kurdistan aus ihrem Programm. 1993, 1995 und 1998 verkündete Öcalan einseitige Waffenstillstände, auf die die Türkei nicht reagierte. Im Oktober 1998 verließ er Syrien, nachdem die Türkei dem Land mit einem Krieg gedroht hatte. Versuche, in Europa politisches Asyl und Unterstützung für eine politische Lösung zu erhalten, schlugen fehl. Nach einer Odyssee durch verschiedene Länder wurde Öcalan am 15. Februar 1999 in Kenia, wo er sich auf dem Gelände der griechischen Botschaft aufgehalten hatte, vom CIA gefasst und an die Türkei übergeben. Am 29. Juni 1999 wurde er von einem türkischen Staatssicherheitsgericht wegen Landesverrats und Mordes zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nach der Aufhebung der Todesstrafe in Friedenszeiten in lebenslange Zuchthaushaft umgewandelt. Öcalan sitzt seit dem 15. Februar 1999 in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer. Von dort rief er die Guerilla zum Rückzug aus dem Gebiet der Türkei auf, was diese ab August 1999 befolgte. Die in Deutschland seit 1993 verbotene PKK, hat sich 2002 in KADEK (Kongress für Freiheit und Demokratie Kurdistan) umbenannt und wird vom deutschen Verfassungsschutz noch immer beobachtet. Im Oktober 2003 löste sich auch der KADEK auf. Mit verändertem Program und neuer Organisationsstruktur gründete sich der Volkskongress Kurdistan, KONGRA-GEL. Seit Anfang April 2004 wird dieser als "PKK-Alias" auf der sog. "Liste der terroristischen Organisationen" der EU geführt. Im Gefängnis schrieb Öcalan mehrere politische und geschichtsphilosophische Bücher. [bearbeiten] Ideologie Öcalans Öcalans Schriften und Reden aus den siebziger Jahren sind geprägt von einem relativ klassischen Marxismus gepaart mit Ideen nationaler Befreiungsbewegungen wie der vietnamesischen oder der algerischen (Frantz Fanon). Ab Mitte der 80er Jahre übt Öcalan teils heftige Kritik am Realsozialismus. Seit den 90er Jahren gibt er der Frauenbefreiung in seinen Schriften breiten Raum. Auf ihn geht auch die Gründung der Frauenarmee und später der "Partei der freien Frau" (PJA) zurück. In seinen im Gefängnis verfassten Büchern vertieft er seine Kritik am Realsozialismus und propagiert eine demokratisch-ökologische Zivilgesellschaft, die keine Staatsgründung zum Ziel haben soll, sondern die Abschaffung des Staates und aller Hierarchien, insbesondere der zwischen den Geschlechtern. [bearbeiten] Kontroversen um Öcalan Es gibt Vorwürfe, Öcalan habe Morde unter seinen eigenen Anhängern begangen. Es gibt eine Initiative Freedom for Öcalan, die sich für seine Freilassung einsetzt und an der sich mehrere Friedensnobelpreisträger beteiligen. Bücher Öcalan ist Autor zahlreicher Bücher. Ins Deutsche übersetzt sind folgende: Gilgameschs Erben Bd. I, (2001) ISBN 3-926529-15-6 Gilgameschs Erben Bd. II, (2001) ISBN 3-926529-16-4 auch wird ihm vorgeworfen ein brutaler stalinist zu sein. rote grüsse
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:55 Literat
Öcalan ist einer jener Freiheitskämpfer, der den Nationalismus eines unterdrückten Volkes als Produktivkraft nutzen möchte. Es gibt hier offenkundig zwei Richtungen, in die diese Sache laufen kann: In mühsame Fortschrittlichkeit oder dümmlichen Revanchismus; Vietnam und Nordkorea haben in der Tat an diesem gleichen Punkt gestanden, an dem auch Argentinien und der Irak dereinst standen. Man sieht an diesem Beispiel wohl, wie unterschiedlich diese beiden Wege sind. Der Begriff Nationalismus ist nicht abwertend. Lenin hat ausdrücklich unterschieden zwischen dem Nationalismus eines unterdrückten Volkes und dem Großmachtchauvinismus der "Mutterländer" des Kolonialismus und später des Imperialismus. Der Nationalismus eines unterdrückten Volkes, um es etwas abzukürzen, ist nicht revolutionär, aber er kann es werden. "Der dritte Widerspruch ist der Widerspruch zwischen der Handvoll herrschender 'zivilisierter' Nationen und den Hunderten von Millionen der kolonialen und abhängigen Völker der Welt.", sagt zum Beispiel Stalin in den "Grundlagen des Leninismus" als er die drei Hauptwidersprüche des Imperialismus aufzählt. In jedem Fall sind jene Freiheitsbewegungen unterdrückter Völker antiimperialistisch und dafür sollten sie unsere aufrechte Achtung genießen. Aber unsere Achtung oder Sympathie ist von unserer Seite (der marxistisch-leninistischen) auch mit einem Anspruch verbunden, denn natürlich erwarten wir, daß sich bei jenen Völkern auch fortschrittliches Gedankengut entwickelt, daß sie sich selbst weiter entwickeln und eben nicht in ihren regionalen Befindlichkeiten stecken bleiben. Der Internationalismus ist eine wesentliche Voraussetzung für die Zusammenarbeit sozialistischer Völker. Soviel dazu und ich muß sagen, daß Öcalan und seine Partei – anders als die Kurden im Irak beispielsweise – ihren Antiimperialismus niemals vergessen haben. Deswegen wird die PKK bis heute von den USA verteufelt, während die Kurden im Irak während des Golfkrieg ihre Gefährten waren. Was diese in den Augen der amerikanischen Regierung dann wirklich wert waren, haben sie schließlich gesehen, als Georg Bush senior sie mit seinem Rückzug einfach im Stich gelassen hat. Ich denke, wer sich solche Verbündeten wie die USA aussucht, braucht sich später nicht zu wundern. Von solchen Experimenten ist die PKK sicherlich weit entfernt. Ich vermute das, obwohl mir die Entwicklung der politischen Verhältnisse der Türkei in den letzten Jahren nicht genau bekannt ist. Aber vielleicht weißt du einiges darüber, was du berichten kannst.
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:55 Administrator
Quote: --------------------------------------------------------------------------------ich wollte fragen was ihr vom kurdenführer abdullah öcalan haltet, --------------------------------------------------------------------------------Ich finde ihn grundsätzlich erstmal sympatisch, ebenso wie die PKK. (Achtung: Verfassungsschutz liest mit!) Das die Kurden von den Türken extrem unterdrückt werden, steht wohl außer Frage. Sicherlich auch einer der Gründe, warum sie ein eigenen Staat wollen. Anders, was wäre, wenn sie mit den Türken friedlich in einem Staat zusammenleben könnten, ihre eigene Sprache und Kultur pflegen könnten, so wie es den Völkern der Sowjetunion ergangen ist? Würden sie dann auch für einen eigenen Staat kämpfen? Stalin legte ja immer sehr viel Wert auf die Selbstständigkeit der Völker und betonte immer wieder, das sie nur freiwillig in der UdSSR sind. Was wäre, wenn die Türkei ein sozialistischer Staat wäre und die Kurden ihre Unabhängigkeit proklamieren würden?
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:55 Beiträge: 131
das wollte öcalan ja auch,die türkische regierung stürzen und einen sozialistischen staat erschaffen,wo alle friedlich zusammenleben.doch dann entfernte er sich von dieser idee,weil sie zu unrealistisch war.für ihn ist die theorie nicht so wichtig wie die praxis,er sagte auch,dass die praxis sich grundlegend von der theorie unterscheide,darum sollte man nicht zu lange über die theorie rumbrüten. abdullah öcalan war kommunist,er gründete eine arbeiterpartei(pkk)und sagte ,dass die pkk marxistisch-leninistisch sei.doch verbreitete er nicht das klassenbewusstsein,sondern nationalismus,weil er wohl erkannte,dass er durch nationalismus mehr erreichen kann. dann entfernte er sich von seinen sozialistischen plänen,wenn ich mich nicht irre,seit er im gefängnis ist.nun entwickelte er seine eigene ideologie,die sehr ähnlich mit dem marxismus ist.also international gesehen,ist abdullah öcalans ideologie fast identisch mit dem sozialismus,er propgaiert den demokratischen und humanistischen sozialismus.aber weiterhin folgt er einem widerspruch,er nutzt den nationalismus um dieses ziel zu erreichen und propagiert nicht klassenbewusste politik für proletarier.zudem ist er eine sozialdemokrat könnte man sagen,oder höchstens ein so radikaler wie es ein pds-ler wäre.natürlich ändert sich der radikalismus seiner politik je nach thema,aber ist er wirklich ein kommunist?ich glaube nicht,obwohl ja seine theorie schon fast mit dem kommunismus identisch ist. auch glaubt er,dass nichts durch zwang zu erreichen ist,man müsse einen demokratischen sozialismus einführen,wo man der bevölkerung klarmachen müsse ,dass dies der richtige weg sei.wie kommt man vom kapitalismus zum sozialismus?durch reformen.er ist reformistisch eingestellt,zumindest jetzt wo das proletariat noch schwach ist.jetzt müsse man nach abdullah öcalan eben reformieren und so versuchen zum sozialismus zu kommen.aber das vielleicht nur solange bis der kapitalismus nzusammenbricht,denn dann und das weiss auch apo,müssen wir unsere kräfte revolutionär einsetzen. also ich als kurde symphatisiere mit der pkk und mit apo(abdullah öcalan),seine ideologie ist dem kommunismus sehr ähnlich,also ein durchaus guter mann.
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:56 Beiträge: 141
Vor paar Tagen gabe es ein Urteil vom Bundesgerichtshof , dass die PKK immer noch als eine kriminelle Vereinigung gilt. Ich kenne mich da leider auch nicht allzugut aus. Allerdings geniessen die Kurden als ein unterdrücktes Volk meine volle Sympathie. Liest eigentlich der VS wirklich mit? An dieser stelle dann ein flammender marxistischer Gruß an die Jungs mit den Hämmorhiden! Hier die Meldung von zdf: ----------- http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 66,00.html ------------- BGH: PKK weiterhin kriminelle Vereinigung Urteil gegen PKK-Funktionäre grundsätzlich bestätigt Die Führungsebene der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) muss in Deutschland weiterhin als kriminelle Vereinigung eingestuft werden. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) trotz eines vor knapp fünf Jahren verkündeten Gewaltverzichts der Kurdenorganisation am Donnerstag in Karlsruhe. 21.10.2004 [Archiv] Das Gericht begründete dies unter anderem mit "Bestrafungen" von Kurden, die sich nicht an die Linie der Führungsebene der PKK hielten. Der BGH bestätigte damit grundsätzlich ein Urteil gegen zwei Führungsfunktionäre der Organisation, die sich inzwischen in KONGRA-GEL umbenannt hat. Allerdings hoben die Richter das Strafmaß wegen der Absage der PKK an so genannte demonstrative Gewalttaten wie Konsulatsbesetzungen auf. Friedliche Mittel Der BGH musste über das Urteil gegen zwei PKK-Funktionäre entscheiden, die vom Oberlandesgericht Celle wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu Strafen von zwei Jahren und neun Monaten sowie drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden waren. Die Beschuldigten waren von Mai 2000 bis März 2002 so genannte Gebietsverantwortliche der Organisation. Aktenzeichen Az. 3 StR 94/04 Im Januar 2000 hatte die PKK offiziell beschlossen, ihre Ziele künftig mit politischen und friedlichen Mitteln zu verfolgen. Seitdem kam es laut BGH auch nicht mehr zu demonstrativen Gewalttaten. Das OLG stufte die Organisation aber auch unter diesem Gesichtspunkt als kriminelle Vereinigung ein, weil die PKK-Führungsebene sich die Rückkehr zu solchen Taten vorbehalte. Taktische Gründe? Der BGH folgte dieser Argumentation nicht. Es sei nicht ausreichend für die Einstufung als kriminelle Vereinigung, wenn eine Vereinigung sich Straftaten nur unter bestimmten Bedingungen vorbehalte, ansonsten aber ihre Ziele mit politisch-friedlichen Mitteln verfolge. Vielmehr hänge die Bewertung davon ab, ob der Friedenskurs der PKK ernsthaft gewollt gewesen sei und nicht nur aus taktischen Erwägungen proklamiert worden sei. Der BGH bestätigte das Urteil dennoch, weil der Tatbestand der kriminellen Vereinigung aus zwei anderen Gründen erfüllt war. Im Rahmen des so genannten Heimatbüros wurden nach Auffassung der Richter weiterhin Führungskader mit falschen Papieren ausgestattet. Zudem sei es im Rahmen des "Bestrafungssystems" zu Bedrohungen, Freiheitsberaubungen und Körperverletzungen gegen Kurden in Deutschland gekommen. Rückkehr zu Gewalttaten Die Strafzumessung, die das OLG ausgesprochen hatte, hob der BGH gleichwohl auf. Diese könne nicht Bestand haben, weil die von der PKK-Spitze nicht ausgeschlossene Rückkehr zu Gewalttaten bei Demonstrationen in den beiden Fällen als strafschärfend gewertet worden sei. Der BGH wies den Fall daher an einen anderen Senat des Gerichts zurück. Die PKK hatte von 1984 bis 1999 in der Türkei mit Gewalt für einen unabhängigen Kurdenstaat gekämpft. Nach der Festnahme von PKK-Chef Abdullah Öcalan im Februar 1999 leitete die Organisation im Herbst 1999 einen einseitigen Waffenstillstand ein, der dann im Januar 2000 offiziell beschlossen wurde. Im vergangenen Juni erklärte ein Teil der KONGRA-GEL allerdings die Waffenruhe für beendet.
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:56 Möchtegernputschist
ich persönliche kenne mich wenig mit öcalan und der pkk aus. soweit ich aber weiß, ist die pkk antiimerpialistisch und linksgerichtet (wenn auch nicht unbedingt kommunistiusch). menschen/parteien, die gegen die unterdrückung eines volkes kämpfen (oder gegen die unterdrückung der ausgebneuteten allgemein), haben bei mir durchaus symapthie desweitern habe ich auch nen kurdischen freund, der öcalan-anhänger ist! werde den mal in zukunft ausfragen über öcalan und die pkk!
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:57 Beiträge: 131
Quote: --------------------------------------------------------------------------------desweitern habe ich auch nen kurdischen freund, der öcalan-anhänger ist! werde den mal in zukunft ausfragen über öcalan und die pkk! --------------------------------------------------------------------------------jetzt hast du einen mehr,ich bin ebenfalls kurde und pkk bzw apo sympathisant. Ein wahrhafter Internationalist ist derjenige, welcher fähig ist, Beklemmung zu fühlen, wenn ein Mensch in einem anderen Teil der Welt ermordet wird, und der begeistert ist, wenn in irgendeinem Teil der Welt die Fahne der Freiheit aufgepflanzt wird!" (Ché) es lebe der internationalismus
Betreff des Beitrags: Re: abdullah öcalanVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 19:57 Administrator
Gefunden auf http://de.indymedia.org/2004/10/96796.shtml Abdullah Öcalan - Auszug aus Anwaltsgespräch von Blandia - 27.10.2004 18:42 Hier ist ein Auszug aus dem Gespräch, das Abdullah Öcalan am 20.10.04 mit seinen Anwälten auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer führte. Diese beiden Punkte könnten euch besonders interessieren und sie zeigen auch ein bisschen, worum es nicht nur Öcalan, sondern der ganzen kurdischen Bewegung gerade geht. Haftbedingungen: Seit vier Monaten keine Briefe Zum ersten Mal seit drei Wochen konnte am 20.10. wieder ein Besuch des Verteidigerteams bei Öcalan stattfinden. Seit fast vier Monaten hat Öcalan keinen Brief mehr ausgehändigt bekommen. Er erhält nicht einmal täglich eine Zeitung, dazu sind alle Artikel, die ihn in irgendeiner Weise betreffen, herausgeschnitten. [...] An die Frauenbewegung gerichtet: „Diese Mädchen zu nehmen und abzuhauen ist nicht nur Triebbefriedigung. Das kann man nicht mit sexuellem Bedürfnis erklären. Das vernichtet die Frauenbefreiung. Fallt nicht auf die Spielchen von Osman und solchen herein. Ich weiß, dass ihr geduldig, opferbereit, unendlich mutig seid. Fallt auf keinen Mann herein. Die Freiheit ist für euch wichtiger als das tägliche Brot. Niemand soll Selbstmordaktionen machen. [...] In sicheren Gebieten sollen sie demokratische und kulturelle Arbeiten machen. An Pelsin und Jiyan: [...] Ich halte euch für schlau und intelligent. Ich rechne damit, dass ihr euch konzentriert und das neue Paradigma umsetzt.“ Öcalan zitiert im folgenden aus dem Schlusskapitel des Buches „Der historische Kapitalismus“ von Immanuel Wallerstein, den er sehr schätzt. Wallerstein wendet sich darin gegen einen unkritischen Fortschrittsglauben. Der Kapitalismus sei in vieler Hinsicht überhaupt kein Fortschritt gegen über vorherigen historischen Systemen. Öcalan selbst kritisiert immer wieder die Vorstellung, das Gute, der Fortschritt komme von außen, aus Europa oder den USA. „Ich möchte Euch einen Satz aus Immanuel Wallersteins „Der historische Kapitalismus“ vorlesen, Seite 83. Er ist wichtig, ich möchte, dass ihr ihn aufschreibt: ‘Dass der Kapitalismus im Vergleich zu den historischen Systemen, die er zerschlagen oder transformiert hat, einen Fortschritt darstelle, ist so uneingeschränkt einfach nicht richtig. Selbst jetzt, wo ich das schreibe, empfinde ich das Unbehagen, das Schuldgefühle begleitet. Ich habe Angst vor dem Zorn der Götter, weil ich aus der gleichen ideologische Richtung wie meine Kollegen komme und zu den gleichen Dingen Ja und Amen gesagt habe.’ [...] Schon bevor ich das gelesen hatte, habe ich geschrieben, dass der Marxismus eine Variante des Kapitalismus ist. Auch ein weltbekannter Wissenschaftler wie Wallerstein sagt das. Denker wie Bookchin und Wallerstein sind wichtig. Lest sie. Ihr seid mutig, ihr seid opferbereit. Ich grüße in eurer Person alle Freundinnen. Ich glaube daran, dass ihr in diesen prächtigen Bergen der Freiheit das Allerschönste erschafft. Jedes Leben außerhalb davon, ist schlimmer als der Tod. Vertraut euch selbst. In eurer Person grüße ich alle Frauen und übermittle ihnen meine Liebe.“ „Basisdemokratie überall“ In der Türkei gibt es breite Diskussionen über eine Neuformierung der demokratischen Kräfte unter dem Dach einer demokratischen Bewegung oder Partei. Öcalan macht in diesem Zusammenhang Vorschläge darüber, inwiefern sich ein demokratisches Gebilde von den klassischen Parteien in der Türkei unterscheiden könnte: „Ich finde das Model von mehreren gleichberechtigten Vorsitzenden gut. Ich glaube, bei den [deutschen] Grünen gibt es das. Bei den Grünen wird ein Mann und eine Frau gewählt. Der Mangel an innerer Demokratie ist das Hauptproblem aller Parteien in der Türkei. Wenn es keine innere Demokratie in einer Partei gibt, kann sich auch die Politik nicht demokratische gestalten. Wenn die Politik nicht demokratisch ist, kann sich auch die Gesellschaft nicht demokratisieren. Wenn sich die Gesellschaft nicht demokratisiert, demokratisiert sich der Staat nicht. Das hängt alles miteinander zusammen.“ „Es könnte verschiedene Büros geben. AbeiterInnenbüro, Bauernbüro, Frauenbüro, Jugendbüro, Ökologiebüro, politisches Büro, wirtschaftliches Büro. Vorsitz und Sekretariat könnte man deutlich trennen. Der Vorsitz könnte intensive theoretische Arbeit machen. Für das Programm möchte ich ihnen fünf Punkte vorschlagen: 1. Anerkennung, Bewahrung der und Ausdrucksfreiheit für die kulturellen Identitäten 2. Die Aufhebung aller Hindernisse, die eine Demokratisierung im Wege stehen 3. In vielgestaltiger Weise der Repression gegen sexuelle Identitäten und Gender entgegenzutreten, sie zu überwinden 4. Akzeptanz des ökologischen Gesellschaftsmodells 5. Die Lösung gesellschaftlicher Probleme ohne Anwendung von Zwang und Gewalt, also eine Friedenspolitik. [...] Mein zweiter Vorschlag betrifft freie Bürgerräte in Dörfern, Stadtteilen und Städten. Das Ziel ist Demokratie nicht von oben, sondern Volksdemokratie, Basisdemokratie, manche nennen es ‘deep democracy’, partizipative Demokratie überall.“ [...]
das ist der richtige serok des kurdischen volkes! danke für die info,ist wirklich interessant.
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