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Timestamp: 2019-10-23 15:13:27+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 5 vom 15. April 2008, S. 16
Fachspezifische Bestimmungen für das Studienfach Deutsch im Studiengang
Lehramt an Gymnasien und Lehramt an Sekundarschulen
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit 7 Abs. 6 der Verordnung über die erste Staatsprüfung für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt (1. LPVO) vom 19.06.1992 (GVBl. LSA S. 488), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27.10.2005 (GVBl. LSA S. 666) und der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die grundständigen und berufsbegleitenden Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (AStPOLS) vom 10.10.2007 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Fachspezifische Bestimmungen für das Studienfach Deutsch im Studiengang Lehramt an Gymnasien und Lehramt an Sekundarschulen beschlossen.
§ 5 Aufbau des Studienfachs 3
§ 7 Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen 4
§ 8 Anmeldung zum Modul und Voraussetzung für Modulleistungen 5
§ 9 Prüferinnen und Prüfer 5
§ 10 Studien- und Prüfungsausschuss 6
§ 11 Inkrafttreten 6
Anlage: Studienfachübersicht 7
(1) Diese Fachspezifische Bestimmungen regeln in Verbindung mit der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die grundständigen und berufsbegleitenden Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienfachs Deutsch in den Studiengängen Lehramt an Gymnasien, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Förderschulen mit Sekundarschulfach.
(2) Diese Fachspezifische Bestimmungen gelten für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium im Fach Deutsch in den Studiengängen Lehramt an Gymnasien, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Förderschulen mit Sekundarschulfach der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
Im Studienfach Deutsch werden die fachwissenschaftlichen, fachpraktischen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bzw. Kompetenzen erworben, die zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an Gymnasien oder Sekundar- und Förderschule erforderlich sind.
(1) Lesekenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen müssen vorhanden sein. Sie werden durch das Abitur oder entsprechende Zertifikate nachgewiesen. Alternativ wird auch zugelassen, wer Lesekenntnisse einer modernen Fremdsprache besitzt und das Latinum abgeschlossen hat. Nachweis erfolgt durch das Abitur und/oder durch eine Bescheinigung der ausbildenden Schule.
Der Aufbau des Studienfachs ergibt sich aus der Anlage „Studiengangübersichten“ zu dieser Ordnung. Darin sind aufgeführt Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistung/en, Formen der Modulleistung/en und Modulteilleistungen, Teilnahmevoraussetzungen. Im ersten Fachsemester muss das Modul „Einführung in die germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft im europäischen Kontext“ belegt werden. Die Studienfachübersicht regelt zudem, welche Module für die Zulassung zur ersten Staatsprüfung als erforderliche Studienleistungen gemäß § 29 AStPOLS erbracht werden müssen.
e. Kolloquien: können die Verfertigung der Abschlussarbeit unter Anleitung von Professorinnen und Professoren bzw. Dozentinnen und Dozenten begleiten;
f. Exkursionen: dienen der Vertiefung und Verfestigung von in Seminaren und Vorlesungen gelernten Fertigkeiten unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
g. Schulpraktische Übungen: dienen der Ausprägung von Lehrkompetenzen und der didaktischen Reflexion von hospitierten und selbstgehaltenen Unterrichtsstunden;
h. Schulpraktika: dienen der Reflexion der Unterrichtspraxis, der Lehrerrolle und des Bildungssinns des Faches aufgrund von Hospitationen und eigenem Unterricht mit Vor- und Nachbereitung;
i. Forschungskolloquien: dienen der aktiven Einbindung der Studierenden in aktuelle Forschungsschwerpunkte und Forschungsprojekte der einzelnen Fächer;
j. Examenskolloquien: dienen der Vorbereitung der wissenschaftlichen Hausarbeit.
a. Mündliche Prüfung: Sie dauert maximal 30 Minuten;
b. Referat/Gruppenreferat: ein mündlicher Vortrag von maximal 30 Minuten, in den Vertiefungsmodulen von maximal 45 Minuten;
c. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von maximal 35.000 Textzeichen, in den Vertiefungsmodulen bis maximal 42.000 Textzeichen;
d. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 45 oder 90 Minuten Dauer;
e. Praktikumsbericht: eine Tätigkeitsbeschreibung zur Vorlage beim Studien- und Prüfungsausschuss von maximal 15.000 Textzeichen;
f. Stundenprotokoll: eine inhaltliche Zusammenfassung einer Lehrveranstaltung;
g. Thesenpapier: eine lehrveranstaltungsvorbereitende schriftliche Arbeit;
h. Diskussionsleitung: die Vorbereitung und selbstständige Leitung einer Seminardiskussion;
i. Sitzungsmoderation: die Vorbereitung und selbstständige Leitung eines Seminars, einer Arbeitsgruppen- oder einer Projektsitzung. In den Vertiefungsmodulen: eine strukturierende Leitung einer Lehrveranstaltung in der Regel von 45 oder 90 Minuten Dauer;
j. Sitzungsprotokolle: eine inhaltliche Zusammenfassung einer Arbeitsgruppen- oder Projektsitzung;
k. Unterrichtsvorbereitende und -nachbereitende Übungsaufgaben;
l. Vorbereitung, Nachbereitung und Durchführung von schulischem Unterricht im Rahmen der Schulpraktika;
m. Kurztest: eine klausurähnliche Überprüfung von Studieninhalten von in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten Dauer;
n. Schriftliche Leitfragenbeantwortung: eine schriftliche Stellungnahme zu vorgegebenen Fragen im Umfang von maximal 6000 Zeichen.
(2) Gemäß § 21 Abs. 2 AStPOLS wird in allen Modulen, die eine zweite Wiederholung der Modulleistung oder Teilleistung vorsehen, die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen.
(3) Eine nicht bestandene Modulleistung oder Modulteilleistung ist spätestens innerhalb eines Jahres ab Nichtbestehen zu wiederholen. Die Folgen nicht bestandener Wiederholungsprüfungen regelt § 21 Abs. 5 AStPOLS.
(4) Gemäß § 23 Abs. 3 AStPOLS wird die Anmeldung einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch den Widerruf abgemeldete Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann, wie in § 23 AStPOLS festgelegt, jede nach § 12 Abs. 4 HSG LSA prüfungsberechtigte Person sein. Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind ferner für alle Module mit Ausnahme der Module der Wahlpflichtbereiche II und III im Studiengang Lehramt an Gymnasien auch alle Lehrenden nach § 12 Abs. 4 HSG LSA, § 33 Abs. 1 Nrn. 2 und 3, und Abs.2 Nrn. 1, 2, 3 und 4. prüfungsberechtigt. Für alle Module der Wahlpflichtbereiche II und III des Studiengangs Lehramt an Gymnasien sind auch alle Lehrenden nach § 12 Abs. 4 HSG LSA und nach HSG LSA § 33 Abs. 1 Nrn. 2 , und Abs.2 Nrn. 1, 2, 3 und 4 prüfungsberechtigt.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Abs. 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen und Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
(2) Der Studien- und Prüfungsausschuss besteht aus vier Professorinnen und Professoren, zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern und einer studentischen Vertreterin bzw. einem studentischen Vertreter.
Einführung in die germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft im europäischen Kontext
HA und 2 K
Gattungen und Gattungstheorie
Literaturgeschichte 17. bis 19. Jahrhundert
FSQ Stilistik & Rhetorik
HA oder K oder MP (= obligatorisch für 2. Fach)
Fachdidaktik Deutsch I: Grundlagen fachbezogenen Lernens und Lehrens
Fachdidaktik Deutsch II: Fachunterricht – Konzeption und Gestaltung
Fachdidaktik Deutsch III: Fachdidaktisches Urteilen und Forschen sowie Weiterentwickeln von Praxis (inkl. SPÜ)
Varietäten der deutschen Gegenwartssprache
Wahlpflichtbereich II (5 LP) Vertiefung Sprachwissenschaft
Wahlpflichtbereich III (5 LP) Vertiefung Literaturwissenschaft (nur für Deutsch als 1. Hauptfach)
Literaturgeschichte - Vertiefungsmodul
Themen Stoffe, Motive - Vertiefungsmodul
Pflichtmodule (70 LP)
Varietäten der deutschen Gegenwartssprache (nur für Deutsch als 1. Fach)
1 Erläuterungen zu den Abkürzungen:
HA = Hausarbeit
PB = Praktikumsbericht
Präs = Präsentation
SPÜ = Schulpraktische Übungen

References: § 5

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11
 § 29
 § 21
 § 21
 § 23
 § 23
 § 12
 § 12
 § 33
 § 12
 § 33
 § 12