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Timestamp: 2019-06-25 19:00:17+00:00

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Rechtsprechung: MDR 2008, 208 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 06.11.2007
Umstellung der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes von einem endgehaltsbezogenen Gesamtversorgungssystem auf ein Betriebsrentensystem durch Tarifvertrag; Berechnung der bis zum Zeitpunkt der Systemumstellung von den pflichtversicherten Angehörigen rentenferner Jahrgänge erworbenen Rentenanwartschaften; Maßstab der Rechtskontrolle bei gerichtlicher Überprüfung der Satzung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder; Ungleichbehandlung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten; Bindung der Tarifvertragsparteien an den allgemeinen Gleichheitssatz; Tarifvertragliche Änderungen von Versorgungszusagen im privatwirtschaftlichen Bereich
Kurznachricht zu "Die Entscheidung des BGH vom 14.11.2007 - IV ZR 74/06 - zur teilweisen Unwirksamkeit der Übergangsregelungen der Satzung der VBL betreffend die Startgutschriften rentenferner Jahrgänge" von Vors. RiOLG i.R. Eckhard Rehme, original erschienen in: FuR 2008, 216 - 223.
Insofern hängt die Frage, inwieweit Versicherte in ihren bis zur Umstellung erworbenen Rechten verletzt sind, allein davon ab, inwieweit die Übergangsvorschriften diese Rechte wahren (Senatsurteil vom 14. November 2007 aaO unter B I 3 = Tz. 27).
Das gilt auch, soweit sie durch Festschreibung der maßgeblichen Berechnungsfaktoren zum Umstellungsstichtag (§§ 32 Abs. 4, 33 Abs. 1 Satz 1 ATV, 78 Abs. 2, 79 Abs. 1 Satz 1 VBLS i.V. mit §§ 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. c, 2 Abs. 5 Satz 1 BetrAVG) - insbesondere des Arbeitsentgelts und der Steuerklasse - zu Eingriffen in die erdiente Dynamik und damit in einen nach den Grundsätzen des Vertrauensschutzes geschützten Bereich führt (Senatsurteil vom 14. November 2007 aaO unter B III 1 d bb = Tz. 77-79).
Vielmehr ist es sachlich gerechtfertigt, den älteren Versicherten wegen ihrer Rentennähe einen weitergehenden Vertrauensschutz einzuräumen (Senat vom 14. November 2007 aaO, Tz. 101).
ee) Zudem beruht diese Regelung, anders als die Neufassung von § 42 Abs. 2 Satz 1 a) aa) VBLS a.F. im Rahmen der 28. Satzungsänderung vom 20. Oktober 1995 (…dazu Senat vom 27. September 2000 aaO 1531 unter II 3 b), auf einer maßgeblichen Grundentscheidung der Tarifpartner (dazu Senat vom 14. November 2007 aaO, Tz. 32).
Deren weitgehende Gestaltungsfreiheit haben die Gerichte grundsätzlich zu respektieren (Senat vom 14. November 2007 aaO, Tz. 32).
Insoweit wirkt der Schutz der Tarifautonomie fort, welche den Tarifvertragsparteien für ihre Grundentscheidung besondere Beurteilungs-, Bewertungs- und Gestaltungsspielräume eröffnet und deshalb die Satzungsbestimmungen etwa der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle entzieht (Senat vom 14. November 2007 aaO, Tz. 32).
c) Durchgreifenden Bedenken gegen die Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG begegnet nämlich der nach den §§ 33 Abs. 1 Satz 1 ATV, 79 Abs. 1 Satz 1 VBLS i.V. mit § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG der Startgutschriftenberechnung zugrunde zu legende Versorgungssatz von 2, 25% für jedes volle Jahr der Pflichtversicherung (Senatsurteil vom 14. November 2007 aaO unter B III 5 = Tz. 122-140).
Sie legt damit den Wert der vom Kläger bis zum Umstellungsstichtag erdienten Anwartschaft auf eine bei Eintritt des Versicherungsfalles zu leistende Rente nicht verbindlich fest (vgl. Senatsurteil vom 14. November 2007 aaO unter C = Tz. 141).
Versorgungsausgleich: Abänderung der erstinstanzlichen Sachentscheidung in einen …
BGH, 06.11.2007 - VI ZR 182/06
https://dejure.org/2007,1083
BGH, 06.11.2007 - VI ZR 182/06 (https://dejure.org/2007,1083)
BGH, Entscheidung vom 06.11.2007 - VI ZR 182/06 (https://dejure.org/2007,1083)
BGH, Entscheidung vom 06. November 2007 - VI ZR 182/06 (https://dejure.org/2007,1083)
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BGB § 852 (Fassung bis 31. Dezember 2001)
Anspruch auf Schadensersatz für den Verlust einer Geldanlage; Abredewidrige Verwendung von Anlagebeträgen; Verjährungsbeginn deliktischer Ansprüche; Zurechnung der Kenntnis eines Prozessbevollmächtigten
Zum Beginn der Verjährung eines Schadensersatzanspruchs für den Verlust einer Geldanlage
Beginn der Verjährung von Schadensersatz- und Rückforderungsansprüchen wegen Betruges bei einer Geldanlage
Anlagerecht - Verjährungsbeginn durch erfolgloses Bemühen d. Rückzahlung?
Verjährungsbeginn erst bei Kenntnis der Person des Verantwortlichen
BGB § 852 (Fassung bis 31. 12. 2001)
Zur Verjährung der Ansprüche von "geprellten" Anlegern
Verjährungsbeginn von Ansprüchen aus Schädigung im Rahmen der Teilnahme eines Schneeballsystems erst bei Kenntnis der Person des Verantwortlichen
LG Bamberg, 18.11.2005 - 2 O 744/04
OLG Bamberg, 02.08.2006 - 3 U 356/05
VersR 2008, 129
WM 2008, 202
Kenntnis von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen im Sinne des § 852 Abs. 1 BGB aF ist erst vorhanden, wenn dem Geschädigten zuzumuten ist, aufgrund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, zumindest als Feststellungsklage zu erheben, die bei verständiger Würdigung der ihm bekannten anspruchsbegründenden Tatsachen Erfolgsaussicht hat (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGH, Urteil vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06, VersR 2008, 129 Rn. 15 mwN).
Dessen Auslegung bindet das Revisionsgericht nur dann nicht, wenn sie gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze, allgemeine Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt (st. Rspr., siehe etwa Senat BGHZ 139, 357, 366 ; BGH, Urteile vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 37/06, WM 2007, 562, Tz. 15 und vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06, WM 2008, 202, Tz. 19, jeweils m.w.N.).
Diese im Revisionsverfahren nur beschränkt überprüfbare und unangegriffene Auslegung ist vertretbar und deshalb für den erkennenden Senat bindend (st. Rspr., siehe etwa BGH, Urteile vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 37/06, WM 2007, 562, Tz. 15 und vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06, WM 2008, 202, Tz. 19, jeweils m.w.N.).
Im Allgemeinen genügt ein Kenntnisstand, der es ihm erlaubt, eine hinreichend aussichtsreiche - wenn auch nicht risikolose - Feststellungsklage zu erheben (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06, VersR 2008, 129 Rn. 15, 22 m.w.N.).
aa) Die für den Beginn der Verjährungsfrist erforderliche Kenntnis von der Person des Ersatzpflichtigen hat der Geschädigte nur, wenn ihm außer dessen Name auch die (ladungsfähige) Anschrift bekannt ist (s. etwa BGH, Urteile vom 1. April 2003 - XI ZR 385/02, NJW-RR 2003, 923, 924; vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06, VersR 2008, 129, 130 Rn. 18;… vom 23. September 2008 - XI ZR 395/07, NJW 2009, 587, 588 Rn. 12 mwN …und vom 28. Februar 2012 - XI ZR 192/11, NJW 2012, 1645 Rn. 14).
Letzteres darf aber nicht ohne Rücksicht auf die Lage des Einzelfalls vorausgesetzt, sondern muss vom Tatrichter festgestellt werden (BGH…, Urteil vom 1. April 2003 aaO; vgl. auch BGH, Urteile vom 6. November 2007 aaO S. 131 Rn. 26 …und vom 23. September 2008 aaO).
Erforderlich ist, dass der Geschädigte über einen Kenntnisstand verfügt, der ihn in die Lage versetzt, eine auf eine deliktische Anspruchsgrundlage gestützte Schadensersatzklage schlüssig zu begründen (vgl. etwa Senatsurteil vom 6. November 2007 - VI ZR 182/06 - VersR 2008, 129 m.w.N.).
Vorsorglich wird in diesem Zusammenhang zur Frage einer Verjährung der Ansprüche des Klägers gegen den Beklagten auf die Entscheidung des erkennenden Senats vom heutigen Tage in der Sache S. gegen J. - VI ZR 182/06 - z.V.b. hingewiesen.
Dessen Auslegung bindet das Revisionsgericht aber dann nicht, wenn sie gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze, allgemeine Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt (st. Rspr., siehe etwa Senat, Urteil vom 6. Oktober 1998 XI ZR 36/98, BGHZ 139, 357, 366;… BGH, Urteile vom 17. Januar 2007 VIII ZR 37/06, WM 2007, 562 Rn. 15 und vom 6. November 2007 VI ZR 182/06, WM 2008, 202 Rn. 19, jeweils mwN).
Der Bundesgerichtshof, in Sonderheit der für das Deliktsrecht zuständige VI. Zivilsenat hat in ständiger Rechtsprechung strenge Anforderungen an die Kenntnis des Gläubigers gestellt (vgl. BGH, Urteile vom 01. April 2003 - XI ZR 385/02, NJW-RR 2003, 923, 924; vom 06. November 2007 - VI ZR 182/06, VersR 2008, 129, 130, Rn. 18 ff.;… vom 23. September 2008 - XI ZR 395/07, NJW 2009, 587, 588, Rn. 12, m.w.N. …und vom 28. Februar 2012 - XI ZR 192/11, NJW 2012, 1645, Rn. 14).
Vielmehr muss der Geschädigte über einen Erkenntnisstand verfügen, der ihn in die Lage versetzt, eine Schadensersatzklage schlüssig zu begründen (BGH MDR 2008, 208f) und damit durchsetzbar zu machen (KG ZGS 2007, 230ff.).
LAG Schleswig-Holstein, 11.03.2009 - 6 Sa 383/08
Schadensersatzansprüche, Verjährung, Beginn der Verjährung, Diebstahl, …
BGH, 06.05.2008 - VI ZR 232/07
Beginn der Verjährung bei betrügerischer Schädigung
OLG Bamberg, 29.01.2008 - 5 U 223/06

References: BGH 
 § 42
 Art. 3
 § 18
 § 852
 § 852
 § 852