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Die Neuregelung der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen durch 839 a BGB - PDF
Die Neuregelung der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen durch 839 a BGB
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1 Die Neuregelung der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen durch 839 a BGB Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg vorgelegt von Cornelia Blankenhorn2 Erstberichterstatter: Zweitberichterstatter: Prof. Dr. Andreas Spickhoff Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker Tag der mündlichen Prüfung:3 Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2004 von der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg als Dissertation angenommen. Das Manuskript wurde im Mai 2004 abgeschlossen. Literatur, Rechtsprechung und Gesetzeslage konnten bis Anfang 2005 berücksichtigt werden. Besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Andreas Spickhoff, der stets für eine Diskussion offen war und diese Arbeit mit wertvollen Hinweisen begleitet hat. Herrn Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker danke ich herzlich für die schnelle Erstellung des Zweitgutachtens. Für zahlreiche Anregungen bin ich auch Herrn Dr. Martin Löhnig zu Dank verpflichtet. Regensburg, im März 2005 Cornelia Blankenhorn4 5 Gliederung GLIEDERUNG Einleitung... 1 I. Einführung... 1 II. Gang der Darstellung... 3 Teil 1: Die Person des Sachverständigen... 5 Vorbemerkung Definition Pflichtenkreis... 7 a) Sachkunde... 7 b) Objektivität... 8 c) Persönliche Leistungserbringung d) Verständnis/ Darstellungsschwierigkeiten Die verschiedenen Sachverständigenarten a) Haupt- und nebenberufliche Sachverständige b) Freiberufliche- und gewerbliche Sachverständige c) Öffentlich bestellte Sachverständige d) Allgemein vereidigte Sachverständige und Ärzte e) Amtlich anerkannte Sachverständige f) Selbst ernannte oder freie Sachverständige g) Zertifizierte Sachverständige h) Verbandsanerkannte Sachverständige i) Angehörige des öffentlichen Dienstes Teil 2: Der Sachverständige im gerichtlichen Verfahren I. Verfahren vor den staatlichen Gerichten Erforderlichkeit eines Sachverständigen a) Zwingend notwendige Fälle b) Fehlende Sachkunde des Gerichts Auswahl des Sachverständigen a) Zivilprozess b) Strafprozess c) Ablehnung wegen Befangenheit Rechtsstellung des gerichtlichen Sachverständigen I6 Gliederung 4. Aufgaben des gerichtlichen Sachverständigen a) Vermittlung von Erfahrungssätzen b) Schlussfolgerungen aus Erfahrungssätzen oder Sachkunde c) Feststellung von Tatsachen Pflichten des gerichtlichen Sachverständigen a) Pflicht zur Erstattung des Gutachtens b) Zuständigkeitsprüfung ( 407 a Abs. 1 ZPO) c) Übertragungsverbot ( 407 a Abs. 2 ZPO) d) Hinweispflicht bei unklarem Auftrag ( 407 a Abs. 3 ZPO) e) Vorlage und Herausgabe von Unterlagen Entschädigung des Sachverständigen a) Entschädigung nach dem ZSEG b) Entschädigung nach dem JVEG Versicherung II. Verfahren vor Schiedsgerichten Der Sachverständige als Schiedsrichter Der Sachverständige als Gutachter im Schiedsverfahren a) Bestellung durch das Schiedsgericht b) Parteibenannte Sachverständige III. Der Sachverständige als Schiedsgutachter Teil 3: Die Haftung des gerichtlichen Sachverständigen vor Einführung des 839 a BGB I. Vorbemerkung II. Vertragliche Ansprüche Direkte Vertragsbeziehungen Ansprüche aus Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte Anspruch aus einem Sonderrechtsverhältnis Zusammenfassung III. Haftung aus Delikt Staatshaftung gemäß 839 BGB i. V. m. Art. 34 GG a) Vorbemerkung b) Ausübung eines öffentlichen Amtes (Art. 34 GG) c) Ergebnis II7 Gliederung 2. Haftung wegen Schutzgesetzverletzung Abs. 2 BGB a) Allgemeines b) Schutzgesetz c) 153, 154, 163 StGB d) 410 ZPO, 79 StPO e) Schriftliche Gutachtenserstattung f) Zusammenfassung Haftung aus 823 Abs. 1 BGB a) BGHZ 62, 54 ff b) Allgemeine Anspruchsvoraussetzungen aa) Die geschützten Rechte bb) Haftungsbegründende Kausalität (1.) Kausalitätstheorien (2.) Unterbrechung des Kausalverlaufs cc) Rechtswidrigkeit dd) Verschulden ee) Schaden ff) Zusammenfassung c) Der Lösungsweg des Bundesgerichtshofs insbesondere Einführung einer Haftungsbeschränkung aa) Der Sachverständige als Gehilfe des Richters (1.) Das Haftungsprivileg des 839 Abs. 2 BGB (2.) 839 Abs. 2 BGB direkt (3.) 839 Abs. 2 BGB analog bb) Innere Unabhängigkeit des Sachverständigen cc) Wiederaufrollungen von Verfahren dd) Gutachtenserstellung als staatsbürgerliche Pflicht d) BVerfGE 49, 304 ff e) Zusammenfassung BGB Teil 4: Die Neuregelung der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen durch 839 a BGB I. Allgemeines III8 Gliederung 1. Entstehungsgeschichte des 839 a BGB Zielsetzung der Schadensersatzrechtsreform a) Generelle Bestrebungen des Zweiten Schadensersatzrechtsänderungsgesetzes b) 839 a BGB im Speziellen Handlungsbedarf und Alternativen a) Lösung auf Basis des Deliktsrechts b) Lösung auf Basis des neuen Schuldrechts - insbesondere nach culpa in contrahendo aa) 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB (1.) Schutzpflichten (2.) Sonderverbindung (2.1.) Entstehungsgeschichte des 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB (2.2.) Wortlaut (3.) Ergebnis bb) 311 Abs. 3 BGB - Dritthaftung c) Zusammenfassung II. Die Haftungsvoraussetzungen des 839 a BGB Schädigungen bei Gutachtenserstellung Konkurrenzverhältnis zu anderen Normen Schutzbereich des 839 a BGB a) Sachlicher Anwendungsbereich b) Persönlicher Anwendungsbereich aa) Vertragliche Sachverständige bb) Gerichtliche Sachverständige (1.) Sonderfall: Insolvenzverfahren (2.) Sonderfall: Ermittlungsverfahren cc) Sachverständige in Schiedsverfahren dd) Sachverständige in Verwaltungsverfahren c) Zusammenfassung Unrichtiges Gutachten Verschulden a) Beschränkung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit aa) Haftungsbegrenzung auf vorsätzliches Verhalten bb) Gründe für eine Haftungsbeschränkung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit IV9 Gliederung (1.) Schutz der inneren Freiheit des Sachverständigen (2.) Verpflichtung zur Gutachtenserstattung (3.) Wiederaufrollung von Prozessen (4.) Gutachtermangel in der Praxis cc) Gründe gegen eine Haftungsbeschränkung dd) Zusammenfassung b) Gedanken zum Sorgfaltsmaßstab aa) Definition (1.) Einfache Fahrlässigkeit (2.) Grobe Fahrlässigkeit bb) Fallgruppen cc) Ergebnis Schadensersatz nur bei Erlass einer gerichtlichen Entscheidung a) Gesetzgebungsverfahren b) Verfahrensbeendigung ohne gerichtliche Entscheidung aa) Zweck und Vorteile des Prozessvergleiches bb) Lösungsansätze (1.) Lösung auf Basis der alten Rechtslage (2.) Lösung auf Basis des 779 Abs. 1 BGB (3.) Lösung auf Basis des 839 a BGB (3.1.) Auslegung (3.2.) Analogie (3.2.1.) Lücke im Gesetz (3.2.2.) Vergleichbare Interessenslage cc) Sonstige Fälle (1.) Klagerücknahme und Erledigung (2.) Klageverzicht und Anerkenntnis dd) Zusammenfassung Kausalität Rechtsfolge des 839 a Abs. 1 BGB Haftungsausschluss gemäß 839 a Abs. 2, 839 Abs. 3 BGB a) Begriff des Rechtsmittels b) Verschulden c) Kausalität V10 Gliederung 10. Hilfspersonen Beweislast III. Zusammenfassung VI11 Einleitung Einleitung I. Einführung Am 1. August 2002 ist die Vorschrift des 839 a BGB in Kraft getreten. Damit hat eine jahrzehntelange Diskussion über eine mögliche Regelung der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen ihren (vorläufigen) Endpunkt erreicht. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, Vor- und Nachteile der neuen Regelung aufzudecken und Lösungsmöglichkeiten für Konflikte zu bieten. Bereits im Jahre 1909 wurde dem Reichsgericht ein Fall zur Entscheidung vorgelegt, in dem ein Arzt im Rahmen einer Erbschaftsstreitigkeit grob fahrlässig ein fehlerhaftes Gutachten über den Geisteszustand des Klägers erstattet hatte 1. Dabei hatte der Arzt den Kläger weder auf seinen Geisteszustand hin untersucht, noch konnte der Arzt die nach seiner Behauptung geäußerte Ansicht der Geisteskrankheit begründen. Mit seiner Klage verlangte der Kläger Schadensersatz für den Versuch der Entmündigung. Das Reichsgericht sah im Verhalten des Beklagten einen Verstoß gegen die guten Sitten als erfüllt an und gab dem Kläger Recht. Ein jüngerer Fall datiert vom 2. März Auch hier stand eine psychiatrische Sachverständige im Mittelpunkt des Geschehens. Diese hatte das Maß der geistigen Behinderung einer ohnehin bereits in einer geschlossenen Anstalt lebenden Patientin fälschlicherweise für so hoch erachtet, dass sie deren Entmündigung empfahl. Dies hatte die Bestellung eines Vormunds zur Folge sowie die weitere Unterbringung der Geschädigten in einem geschlossenen Heim. Nachdem sich gezeigt hatte, dass die Patientin problemlos in einem offenen Körperbehindertenheim leben konnte, und daher weder die Entmündigung noch die Anordnung der Unterbringung erforderlich gewesen wären, nahm die geschädigte Patientin die Sachverständige erfolgreich wegen der Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts sowie Freiheitsentziehung in Anspruch. Im Lauf des Prozesses hatte sich herausgestellt, dass die beklagte Gutachterin die Klägerin nicht hinreichend untersucht sondern ihre Expertise mehr oder weniger auf Aktenlage gestützt hatte 3. Die Fallvarianten, in denen zu fragen ist, ob Sachverständigen ein Verschulden vorgeworfen werden kann, sind zahllos. Zu denken ist an den Bausachverständigen, der eine fehlerhafte Bewertung der Bausubstanz vornimmt, den Kfz- Sachverständigen, der eine mangelhafte Einschätzung des 1 RGZ 72, 175 ff. 2 OLG Nürnberg NJW - RR 1988, 791 ff. 3 OLG Nürnberg NJW - RR 1988, 791,12 Einleitung Unfallhergangs liefert, einen Hochschullehrer, der eine fehlerhafte Expertise über ausländisches Recht erstattet oder einen medizinischer Sachverständiger, der vorwerfbar einen Kunstfehler nicht gesehen hat. Gerichtsverfahren kommen infolge unseres hochtechnisierten und hochspezialisierten Lebensalltags oft nicht ohne die Inanspruchnahme von Sachverständigen aus 4. Sachverständige werden zur Aufklärung entscheidungserheblicher Fragen benötigt, um diese anschließend rechtlich korrekt beurteilen zu können. Umso mehr verwundert es, dass der Gesetzgeber erst seit kurzem eine entsprechende gesetzliche Regelung für nötig befunden hat. Im Rahmen der Schaffung des BGB wurde - ausweislich der Motive - bewusst davon Abstand genommen, besondere Vorschriften über die Sachverständigenhaftung in das BGB aufzunehmen 5. Dies wiegt umso schwerer, als die Problematik bekannt war. Oben erwähnter Fall des Reichsgerichts zeigt, dass es sich nicht nur um ein Problem unserer modernen Gesellschaft handelt, sondern dass bereits vor über 100 Jahren ähnliche Fälle zu beobachten waren. Das Sächsische Bürgerliche Gesetzbuch 6 und verschiedene Länderentwürfe zum BGB hatten sich bereits einer Regelung dieser Frage angenommen - und zwar im Sinne der bis zur Schaffung des 839 a BGB geltenden und im Rahmen dieser Arbeit dazustellenden - Rechtsprechung 7. Mit diesen Vorschlägen nahm man letztlich einen Gedanken des römischen Rechts auf. Dort war es der mensor, d.h. der Feldmesser, der seinem Auftraggeber nur bei dolus und culpa lata, nicht aber bei culpa levis, für den durch eine Falschmessung entstandenen Schaden verantwortlich war 8. In dieser beschränkten Weise haftete er dann aber auch Dritten, die durch die Falschmessung Schaden erlitten. Nach damaligem Verständnis nahm der Feldmesser seine Aufgabe, Grundstücke zu vermessen, nicht ausschließlich im Interesse seines Auftraggebers, meist des Grundstückseigentümers wahr, sondern auch im Interesse desjenigen, demgegenüber die Grundstücksgrenze festzulegen war 9. So bildet das römische Recht nun auch die Wurzel des heutigen Verständnisses von der Haftung des gerichtlichen Sachverständigen. Dabei gehen die Meinungen von Wissenschaft und Bevölkerung freilich weit auseinander. Während erstere eine Haftungsbeschränkung für ein funktionierendes Sachverständigenwesen als unabdingbar erachtet, herrscht in der Bevölkerung der Eindruck vor, Opfer mangelhafter Gutachten blieben sich selbst überlassen, während deren Verfasser jenseits der Gefahr jeglicher Rechtsverfolgung stünden und unbesorgt ihren Geschäften nachgehen könnten. 4 PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 1 Rn 2. 5 Motive zu dem Entwurfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich, Bd. II, 1888, S. 827, vgl des Sächsischen Gesetzbuches. 7 Art des Dresdner Entwurfs zum BGB; Art 685 des hessischen Entwurfes zum BGB; Art. 954 des bayerischen Entwurfs zum BGB. 8 Dig. L 11, 6 si mensor ; Blomeyer (Schadensersatzansprüche ), S Motive zu dem Entwurfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich, Bd. II, 1888, S. 827; Windscheid, Pandekten II, S ff. 213 Einleitung Hält man sich diese grundlegenden Differenzen vor Augen, ist es erstaunlich, dass sich die Kritiker der neuen Regelung bedeckt halten, so dass 839 a BGB, von einigen Befürwortern abgesehen 10, nahezu unbemerkt Einzug ins BGB halten konnte. Der Interessierte findet auf der Suche nach einschlägiger Literatur kaum eine Handvoll von Aufsätzen. Dies mag daran liegen, dass bereits vor 30 Jahren im Zusammenhang mit dem Fall Weigand (hierzu später 11 ) eine ausführliche Diskussion zur Haftung des gerichtlichen Sachverständigen stattgefunden hat. Auf dieses Material wurde im Rahmen dieser Arbeit verstärkt zurückgegriffen, da es auch für die Neuregelung von Relevanz ist. II. Gang der Darstellung Die Arbeit ist in vier Teile gegliedert. In einem ersten Teil soll die Person des Sachverständigen von einem allgemeinen Blickwinkel aus beleuchtet werden. Dabei geht es insbesondere darum, die fachlichen Anforderungen zu klären, die für alle Arten von Sachverständigen Geltung haben, sowie dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Typen von Sachverständigen zu verschaffen. Im nächsten - dem zweiten Teil - wird sodann auf den gerichtlichen Sachverständigen und damit das eigentliche Objekt dieser Arbeit näher eingegangen. Wann ist das Gutachten eines Sachverständigen erforderlich? Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl? Inwieweit sind die Parteien hieran beteiligt? Welches sind die Aufgaben und Pflichten eines gerichtlichen Sachverständigen? Diese Fragen gilt es zu beantworten. Dem folgt die Darstellung der bis zum 1.August 2002 geltenden Rechtslage. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte keine gesonderte Regelung, so dass auf die allgemeinen Grundsätze des Deliktsrechts zurückgegriffen werden musste. In diesem Zusammenhang soll der Rechtsprechung des BGH und des Bundesverfassungsgerichts ein besonderer Schwerpunkt zukommen. Es schließt sich die Beschreibung der aktuellen Rechtslage an. Mit 839 a BGB hat der Gesetzgeber eine Norm geschaffen, die sich sowohl als Anspruchsgrundlage als auch als Haftungsbeschränkung 10 vgl. beispielsweise Rauscher, Jura 2002, 577, 584; Müller, DAR 2002, 540, 547; Karczewski, VersR 2001, 1070, 1075 f. 11 vgl. unten Teil 3. III. 3 a. 314 Einleitung präsentiert 12. In diesem Zusammenhang gilt es daher zu prüfen, welche Fälle der mangelhaften Gutachtenserstattung von 839 a BGB erfasst sind und wie der Gesetzgeber eine Ausuferung des Schutzbereichs des 839 a BGB zu unterbinden versucht. Besonderes Gewicht muss hier auf die Erörterung und Bewertung der einzelnen Tatbestandsmerkmale des 839 a BGB gelegt werden. 839 a BGB lässt aber auch viele Fragen offen: Wie verhält es sich beispielsweise mit der Haftung für Hilfspersonen, wie ist im Falle der Verfahrensbeendigung ohne gerichtliche Entscheidung zu verfahren, wie gestaltet sich das Konkurrenzverhältnis zu anderen Normen des Deliktsrechts? Ist 839 a BGB auch auf das Verwaltungsrecht übertragbar? Mangels normativer Vorgaben müssen Antworten in diesen Bereichen erst gefunden werden. Die nun folgende Darstellung soll einen Beitrag hierzu leisten. 12 Wagner, NJW 2002, 2049, 2062; KompaktKom - BGB/ Micklitz/ Bittner, 839 a Rn 19; Bamberger/ Roth/ Reinert, 839 a Rn 4. 415 1. Teil: Die Person des Sachverständigen Teil 1: Die Person des Sachverständigen Vorbemerkung Für den Inhalt dieser Arbeit wird in erster Linie der gerichtliche Sachverständige von Bedeutung sein. So sollen denn auch dessen Eintreten in ein gerichtliches Verfahren sowie hieraus folgende Aufgaben und Pflichtenkreise näher dargestellt werden. Was jedoch die Tätigkeit des gerichtlichen Sachverständigen an sich betrifft, darf sich diese nicht von der seiner nicht gerichtlich berufenen Kollegen unterscheiden. Eine gewissenhafte Gutachtenserstattung verlangt von allen Sachverständigen gleichermaßen die Einhaltung bestimmter Standards und Richtlinien. Deren Verletzung kann sowohl beim vertraglich verpflichteten als auch beim gerichtlich ernannten Sachverständigen zur Haftung führen freilich in unterschiedlicher Ausgestaltung. Vor diesem Hintergrund soll zunächst geklärt werden, welche Erwartungen überhaupt an die Tätigkeit eines Sachverständigen gestellt werden dürfen und auch müssen, um eine sorgfältige Gutachtenserstattung zu gewährleisten. Im Folgenden soll daher die Person des Sachverständigen zunächst aus einem allgemeinen Blickwinkel betrachtet werden und im späteren Verlauf detaillierter auf die Person des gerichtlichen Sachverständigen eingegangen werden. 1. Definition Sachverständige begegnen dem Leser in vielen Gesetzen 13. So verwundert es umso mehr, dass der Gesetzgeber weder allgemeingültig bestimmt hat, wer sich als Sachverständiger bezeichnen darf, noch die Rechtsverhältnisse dieses Personenkreises geregelt hat 14. Es fehlt schlichtweg eine Definition des Sachverständigen. Beispielsweise lassen die gerichtlichen Verfahrensordnungen, die als Beweismittel auch den Sachverständigen zum Inhalt haben (vgl. 402 ff. ZPO und 72 ff. StPO), eine gesetzliche Definition dessen vermissen. Auch die an diese Personengruppe zu stellenden fachlichen Anforderungen und Pflichten werden im Rahmen der Zivilprozess- oder Strafprozessordnung nur vage angeführt 15. Selbst für 13 vgl. 402 ff. ZPO; 72 ff. StPO; 43 JGG; 164 FGG; 26 Abs. 1 S. 2 Nr. 2, 65 VwVfG; bis : 18 MedGV, 36 GewO; 1 ff. ZSEG. 14 PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 1 Rn 6; Der medizinische Sachverständige/ Ratajczak, S. 63; Wellmann, Rn vgl. beispielsweise 407 a Abs.1 ZPO: Der Sachverständige hat unverzüglich zu prüfen, ob der Auftrag in sein Sachgebiet fällt [...], 407 a Abs. 2 Satz 1 ZPO: Der Sachverständige ist nicht befugt, den Auftrag an einen anderen 516 1. Teil: Die Person des Sachverständigen das bedeutsame Feld der öffentlich bestellten Sachverständigen (s. u. 16 ) findet sich in der Gewerbeordnung keine eindeutige Begriffsbestimmung. Allerdings werden im Rahmen der öffentlichen Bestellung die Tätigkeitsfelder und die Bestellungsvoraussetzungen erläutert. 36 Abs. 1 GewO lautet folgendermaßen: (1) Personen, die als Sachverständige auf den Gebieten der Wirtschaft einschließlich des Bergwesens, der Hochsee- und Küstenfischerei sowie der Land- und Forstwirtschaft einschließlich des Garten- und Weinbaus tätig sind oder tätig werden wollen, sind auf Antrag durch die von den Landesregierungen bestimmten oder nach Landesrecht zuständigen Stellen für bestimmte Sachgebiete öffentlich zu bestellen, sofern für diese Sachgebiete ein Bedarf an Sachverständigenleistungen besteht, sie hierfür besondere Sachkunde nachweisen und keine Bedenken gegen ihre Eignung bestehen. Sie sind darauf zu vereidigen, dass sie ihre Sachverständigenaufgaben unabhängig, weisungsfrei, persönlich, gewissenhaft und unparteiisch erfüllen und ihre Gutachten entsprechend erstatten werden. Die öffentliche Bestellung kann inhaltlich beschränkt, mit einer Befristung erteilt und mit Auflagen verbunden werden. (2) [...] (3) [...] Wie bereits erwähnt, wird auch hier der Bedeutungsgehalt des Begriffs Sachverständiger vorausgesetzt. Es wird nicht erklärt, was ein Sachverständiger nun eigentlich sein soll. Mithin ist es nahe liegend, eine Wortlautauslegung anzustrengen. Dem einfachen Sprachgebrauch zur Folge ist ein Sachverständiger eine Person, die von einer bestimmten Sache etwas versteht 17. Unter diese Definition fallen jedoch alle Personen, die eine einigermaßen sorgfältige Berufsausbildung erfahren haben oder aber sich selbst ein entsprechendes Fachwissen angeeignet haben. Allein durch Ausbildung und Ausübung seines Berufes wird ein Ingenieur aber nicht zum Kfz - Sachverständigen und ein Architekt nicht zum Bausachverständigen. Darüber hinaus wird nicht deutlich, welche berufliche Vorbildung ein Sachverständiger haben muss. Die Erwartungen an einen Sachverständigen sind höher als die bloße Verfügbarkeit über eine gewisse Berufskenntnis. Ein Sachverständiger soll sich als Spezialist auf einem zu übertragen., 407 a Abs. 3 ZPO: Hat der Sachverständige Zweifel an Inhalt und Umfang des Auftrages, so hat er unverzüglich eine Klärung durch das Gericht herbeizuführen. [...]. 16 Teil c. 17 so auch Bleutge, NJW 1985, 1185,17 1. Teil: Die Person des Sachverständigen eng definierten Sachgebiet erweisen, dessen Kenntnisstand, Fähigkeiten und Erfahrungen das durchschnittliche Können und Wissen übertrifft und ihn deshalb berechtigterweise aus dem Kreis seiner Berufsgenossen heraushebt 18. Dies berücksichtigend lässt sich folgende Definition erstellen: Ein Sachverständiger ist eine natürliche Person, die auf einem abgrenzbaren Gebiet der Naturwissenschaft, der Wirtschaft, der Technik oder eines anderen Sachbereichs über überdurchschnittliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt, die nachprüfbar in einer abgeschlossenen Berufsausbildung erworben wurden und die diese besondere Sachkunde jedermann unabhängig, unparteiisch, persönlich, weisungsfrei und gewissenhaft zur Verfügung stellt 19. Freilich will diese Definition keinen Absolutheitsanspruch erheben, sondern spiegelt nur eine Variante dessen wider, was als Definition des Sachverständigen dienlich sein kann. 2. Pflichtenkreis Was steht nun hinter Eigenschaften wie Sachkunde, Unabhängigkeit oder persönlicher Leistungserbringung? Die oben genannten Tatbestandsmerkmale sollen im Folgenden einer näheren Betrachtung unterzogen werden. a) Sachkunde Wie bereits angesprochen, wird von einem Sachverständigen erwartet, dass er sich als Spezialist auf seinem Gebiet erweist, was überdurchschnittliche Fachkenntnisse auf dem jeweiligen Betätigungsgebiet voraussetzt 20. Dieses kann in der Beherrschung bestimmter, allgemein anerkannter Wissenschaften (z. B. 18 BVerwG GewA 1973, 263; ähnlich LR/ Bleutge 36 Rn 10; PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 1 Rn 6; Der medizinische Sachverständige/ Ratajczak, S BVerwG GewA 1973, 263; Bleutge, NJW 1985, 1185, 1187; Jessnitzer/ Ulrich Rn 1; ähnlich Medizinisches Gutachten/ Schlund, Rn BGH GewA 1984, 333, 335; vgl. OLG München GewA 1995, 297, 298, das zusätzlich eine entsprechende Berufsausbildung fordert. 718 1. Teil: Die Person des Sachverständigen der Medizin, Chemie, Ingenieurwissenschaften oder Psychologie) liegen oder in Erfahrungen auf bestimmten Gebieten des Erwerbslebens (z.b. des Bankgewerbes), oder auch der Kunst oder des Sports 21. Zur theoretischen und praktischen Ausbildung muss eine mehrjährige - im Allgemeinen zwischen drei und fünf Jahren liegende praktische Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet hinzukommen. Beim Kfz - Sachverständigen sind dies z. B. Erfahrungen im Automobilbau und in der Fahrzeugreparatur, bei Kran - Sachverständigen Erfahrungen in der Konstruktion, dem Bau oder der Instandhaltung von Kränen 22. Im Fall von medizinischen Sachverständigen wird verlangt, dass diesen die medizinische Komplikation, Operationsmethode oder das vom betroffenen Arzt angewandte Diagnoseverfahren selbst bekannt ist. Dabei genügt es jedoch nicht, dass der Sachverständige hiervon nur aus der Fachliteratur Kenntnis hat. Vielmehr hat er die jeweilige Methode selbst zu beherrschen 23. In diesem Zusammenhang ist auch besonderer Wert auf eine konsequente Weiter- und Fortbildung zu legen, um einen aktuellen Wissensstand zu gewährleisten. Der Sachverständige muss jederzeit über die für sein Gebiet maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen und über die einschlägigen Erfahrungssätze, Methoden und Lehrmeinungen, die in den maßgebenden Kreisen allgemein und zweifelsfrei als richtig und zuverlässig anerkannt sind, informiert sein 24. Beispielsweise gilt in manchen Gebieten der Medizin Wissen bereits nach fünf Jahren als veraltet. Der BGH warnt hier vor Ärzten, die schon längere Zeit im Ruhestand leben und möglicherweise den Anschluss an den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft nicht mehr haben 25. Sachverständige, die Kfz- Schäden bewerten müssen in besonderem Maße mit der einschlägigen Rechtsprechung und Regulierungspraxis sowie den aktuellen Reparaturmethoden vertraut sein. b) Objektivität Neben der Sachkunde stellt die unabhängige, weisungsfreie und unparteiische Leistungserbringung einen zentralen Punkt der gutachterlichen Tätigkeit dar. Im Gegensatz zu einem Berater, der sich an den persönlichen Bedürfnissen des Auftraggebers orientiert und eine Empfehlung für das beste und kostengünstigste Verhalten im betreffenden Fall liefert, hat der Sachverständige ein objektives, allgemein gültiges Urteil abzugeben, das auch Dritten als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das Gutachten genießt gleichsam guten Glauben für und gegen jedermann und hat damit fast die Eigenschaft einer 21 Stein/ Jonas/ Leipold, vor 402 Rn PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 2 Rn 19; Tettinger/ Pielow, GewA 1992, 1, Der medizinische Sachverständige/ Ratajczak, S PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 2 Rn BGH NJW 1987, 2300; PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Franzki, 52 Rn 14; a. A. Kleinwefers, Diskussionsbeitrag zum Karlsruher Forum 1988, Beiheft zu VersR 1988, S. 20, 21. 819 1. Teil: Die Person des Sachverständigen Urkunde 26. Ein Sachverständiger will eben nicht auf jeden Fall einen Erfolg im Prozess erzielen. Bremer führt in diesem Zusammenhang aus, dass nicht jene Gutachter, bei denen alles aufgehe, die für alle Erscheinungen eine Erklärung hätten, die besten seien, sondern diejenigen, die den Zweifel nicht unterdrückten und eher einen Misserfolg zugäben, als dass sie über offen bleibende Fragen hinweggingen Abs. 1 S. 2 ZPO bzw. 79 Abs. 2 StPO verlangen vom gerichtlichen Sachverständigen explizit eine unparteiische Gutachtenserstattung. Entsprechendes wird beispielsweise in 36 Abs. 1 S. 1 GewO oder 6 S. 2 KfSachvG 28 vorausgesetzt. Der Sachverständige darf sich weder von persönlichen Sympathien, wirtschaftlichen oder institutionellen Abhängigkeiten noch von vorteilsorientierten Erwägungen leiten lassen 29. Falsch verstandene kollegiale Rücksichtnahme gefährdet die Objektivität des Gutachters. Gerade im Arztrecht bereitete die Objektivität des Sachverständigen jedoch immer wieder Schwierigkeiten. So sieht Ratajczak die eigentliche Hürde des medizinischen Sachverständigen in der durch schlechte Erfahrungen der Gerichte in Zweifel geratenen Objektivität des Arztes 30. Hier darf ein Gutachter weder seinen Kollegen in Schutz nehmen, noch sich von dem Eindruck leiten lassen, ein versagender Kollege habe dem Ärztestand geschadet. Auch vor dem Hintergrund der in der Bevölkerung immer noch weit verbreiteten Krähentheorie 31 sollten sich medizinische Sachverständige in besonderem Maße um Neutralität bemühen, was sich sowohl in der Argumentation (Wortwahl) wie insbesondere im Eingehen auf die Argumentation sowohl der Arzt- wie der Patientenseite im Prozess niederschlagen muss 32. Jene Krähentheorie hält sich hartnäckig im Großteil der Bevölkerung, obwohl sie nicht zuletzt aufgrund des 29 Abs. 1 S. 2 der Musterberufsordnung der Ärzte 33 (MBO-Ä 1997) der Vergangenheit angehört 34. In Strafverfahren muss sich der Sachverständige einer einseitigen Parteinahme für oder gegen den Angeklagten bzw. das Opfer unbedingt enthalten. Gleichwohl sind im Rahmen von Schuldfähigkeitsgutachten von psychologischen Gutachtern immer wieder wissenschaftlich nicht begründete subjektive Aussagen festgestellt worden 35. Dies bestärkt Streng in seiner Auffassung, dass sich probandenbezogene Abwehrhandlungen des Gutachters sowie Wahrnehmung von Prozessrollen 26 Bleutge, NJW 1985, 1185, Bremer, S KfSachvG v , BGBl. I, S PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Heck, 2 Rn BGH MedR 1992, 272, 273; Der medizinische Sachverständige/ Ratajczak, S Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. 32 Der medizinische Sachverständige/ Ratajczak, S Die Verpflichtung des Arztes, in einem Gutachten, auch soweit es die Behandlungsweise eines anderen Arztes betrifft, nach bestem Wissen seine ärztliche Überzeugung auszusprechen, bleibt unberührt. 34 Bürger, MedR 1999, 100, Streng, NStZ 1995, 12, 13 Fn 8. 920 1. Teil: Die Person des Sachverständigen (überführende, anklagende oder quasi-richterliche Haltung) durch den Gutachter u. a. als Hauptfehlerquellen forensisch- psychiatrischer Gutachten erwiesen haben 36. Im Bereich des Bauwesens steht die Objektivität eines Bausachverständigen berechtigterweise in Frage, wenn sich dieser bereits im Vorfeld etwa im Rahmen eines Fachzeitschriftenartikels - über Bauprodukte oder Architektentätigkeit einer späteren Prozesspartei eine Meinung gebildet hat 37. Zu der erforderlichen Unabhängigkeit beispielsweise des medizinischen Sachverständigen gehört auch, dass er nicht gerade der Lehrer oder Schüler des betroffenen Arztes war, denn namentlich in der Medizin begründet das Lehrer Schüler - Verhältnis auf der Hochschule oder in der Weiterbildung oft eine das ganze Leben überdauernde Anhänglichkeit. Zu beachten ist ferner, ob der Sachverständige und der betroffene Arzt nicht wissenschaftlich in Buch - oder Zeitschriftenveröffentlichungen zusammenarbeiten, ob der Arzt nicht gerade einen Fortbildungskurs bei dem Sachverständigen besucht und ob er nicht der regelmäßige Zulieferer an die Klinik des Sachverständigen ist 38. Außerdem sollte der Sachverständige möglichst nicht aus der engeren räumlichen Umgebung des betroffenen Arztes ausgewählt werden 39. Zur innerlichen Unabhängigkeit kann sich auch eine wirtschaftliche Unabhängigkeit gesellen. Dies ist etwa der Fall, wenn ein Sachverständiger nahezu ausschließlich für einen oder zwei Auftraggeber als deren Haus - Sachverständiger arbeitet 40. c) Persönliche Leistungserbringung Es sind immer wieder Fälle zu beobachten, in welchen technische Sachverständige die zu begutachtende Maschine nie gesehen haben, in welchen Grundstücksschätzer das zu bewertende Haus nie besichtigt haben und in welchen Professoren der Medizin den zu begutachtenden Patienten nie untersucht haben 41. Stattdessen waren Hilfspersonen des Sachverständigen am Werk. Problematisch im Zusammenhang mit Hilfskräften sind nicht solche (untergeordneten) Tätigkeiten wie Büro- und Schreibarbeiten oder technische Hilfsdienste wie Demontieren, Zerlegen, Öffnen und dergleichen. Vielmehr sind diejenigen 36 Streng, NStZ 1995, 12, 13; Jessnitzer/ Ulrich, Rn vgl. OLG Frankfurt BauR 1982, 307, PraxisHdb. Sachverständigenrecht/ Franzki, 52 Rn 8; Medizinisches Gutachten/ Schlund, Rn BGH NJW 1981, 2002; BGH NJW 1995, vgl. OLG Karlsruhe BauR 1987, 599, Bleutge, NJW 1985, 1185, Mehr anzeigen
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References: Art. 34
 Art. 954
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
de lege lata
de lege ferenda
de lege lata
de lege ferenda
 EUGH