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Timestamp: 2017-03-26 21:41:43+00:00

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Metallzeitung 03/12 by Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH - issuu
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www.metallzeitung.at	Fachmagazin für die metallverarbeitende Wirtschaft 3 | 2012
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P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030717 M, Postnummer: 2 www.wirtschaftsverlag.at
Qualität – Wissen – Innovation – Service
26. – 30. März 2012
auf der TUBE 2012
Halle 3, Stand C18
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„Die Krise ist eine der Staaten und Ban­
ken, und keine der Wirtschaft“, erklärte mir
kürzlich der Chef eines bedeutenden Stahl­
handelsbetriebes. Ich denke, der Mann hat
recht, denn wie wäre es sonst zu erklären,
dass allen Unkenrufen zum Trotz einige
Sektoren – auch im Metallgewerbe – un­
überhörbar „brummen“? Sieht man sich die
Ergebnisse des vergangenen Jahres und die
Erwartungen für 2012 in einigen metallver­
arbeitenden Branchen an, dann kann ein­
fach kein Pessimismus aufkommen. Bei
Schlossern, Schmieden und Landmaschi­
nentechnikern zum Beispiel schaut es heuer
stark nach „Business as usual“ aus: 78 Pro­
zent gehen hier von stabilen Verhältnissen
für ihren eigenen Betrieb aus, was sich in
einem konstanten Be­
schäftigtenstand manife­
stiert. Zwölf Prozent pla­
nen sogar eine Erhöhung
des Personalstandes.
Mag sein, dass die klein­
gewerbliche, oft regional
orientierte Struktur viele
Firmen flexibler und re­
sistenter gegen Schwan­
kungen macht. Ver­
brieft ist jedenfalls, dass
g.rainer@wirtschaftsverlag.at die Abhängigkeit der
(KMU) von öffentlichen Projekten oder Di­
rektvergaben durch Bund, Länder und Ge­
meinden sehr gering ist. Im Gegensatz zur
Industrie sind Gewerbe und Handwerk mit
vielen kleineren Projekten, kürzeren Pro­
jektzeiten, größerer Flexibilität – heißt dann
auch: mehr Stress – beschäftigt, liefern sich
dafür aber weniger den etwaigen Großpro­
jekten der öffentlichen Hand aus, die mit­
unter kurz vor dem Start noch einmal ver­
zögert, neu ausgeschrieben oder in die Revi­
sion geschickt werden.
Hannover Messe .......................................... 4
Bogner-Chef Ostermann über die Branche . 6
Werkzeugmaschinen im Kleinformat .......... 10
WK Pulverbeschichtung und Blechtechnik . 12
Metalltechnikschau MSV Brünn ................. 13
Sauberkeit als Voraussetzung
Metall & Wirtschaft
AMAG baut Ranshofen aus ........................ 14
Zink-Reserven gesichert . ........................... 18
Elektrochemisches Polieren ....................... 20
Saubere Bauteile . ...................................... 22
special: Blech und -halbzeuge
Punktschweißen von Aluminium ................
Bleche trennen . .........................................
Heißes Eisen: Warmumformung .................
RMIG: Perfektion in Perforation .................
Schweißen, formen, lochen
AluKönigStahl: Sicherheitsfenster und -türen
Fill: Fassadenprojekt in Passau ..................
fensterbau/frontale Vorbericht . ................
Metall für Verbundplatten ..........................
wire+Tube 2012 .........................................
Wicona baut Polarstation ...........................
Emag dreht Kosten herunter ......................
Reibpräzision und Materialeffizienz . ..........
Trends in der Werkzeugtechnik ..................
Kompaktbearbeitungszentrum ...................
Vorschau auf die Fassaden-Messe
Metall am Ball 2012 ................................... 50
Veränderungen im Mitgliederstand ............ 51
Klubbrief .................................................... 53
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Fachmagazin	für	die	metallverarbeitende	Wirtschaft	3	|	2012
Fischer, DW 441, Fax: DW 403, E-Mail: metall@wirtschaftsverlag.at,
Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard
Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, 0732/31 50 29-42,
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2012, Erscheinungsweise: monatlich, Herstellung: Friedrich
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vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter.
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Metall – Magazin für die metallverarbeitende Wirtschaft
Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag und
Landesinnung Wien der Metalltechniker, vormals Schlosser,
Landmaschinentechniker und Schmiede, 1030 Wien, RudolfSallinger-Platz 1, Tel: 01/514 50-0. Medieninhaber, Verleger:
Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1051 Wien, Wiedner
Hauptstraße 120–124, Tel: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64403, Internet: www.wirtschaftsverlag.at, Ressortleiter: Kersten
Viehmann, DW 320, E-Mail: k.viehmann@wirtschaftsverlag.at,
Chefredakteur: Gerhard Rainer, DW 348, E-Mail: g.rainer@
wirtschaftsverlag.at, Fachredakteure: Walter Frick,Dorian
Kreicic, Kerstin Schustereder, Grafik: Equalmedia, 1180 Wien,
Geschäftsführung: Thomas Zembacher, Verkaufsleiter: FranzMichael Seidl, DW 240, Anzeigenberatung: Mitch Andric, DW 252,
E-Mail: m.andric@wirtschaftsverlag.at, Anzeigenservice: Andrea
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3 | 2012 3
bei Messer Austria
Der diplomierte Wirtschaftsingenieur Wolfgang Pöschl hat
am 1. Februar die Geschäftsführung der Messer Austria
GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen übernommen und ist
damit Nachfolger von Michael
Beck. Messer Austria betreibt neben einer
Luftzerlegungsanlage Wasserstoff- und
Azetylenproduktionen, lagert und transportiert Gase per Tankwagen oder Flaschen
und erzeugt Gase auch vor Ort. Hervorzuheben ist die hohe Kompetenz auf dem
Gebiet der Spezialgase, welche am Standort Gumpoldskirchen hergestellt und vermarktet werden.
Neuer Bereichsleiter im
Management der Koelnmesse
Mit Christoph Werner wird ein vielseitig
erfahrener Messefachmann
neuer Geschäftsbereichsleiter im Messemanagement
der Koelnmesse. Werner
verantwortet ab April die
Veranstaltungen der Haus-,
Garten- und Freizeitbranchen sowie des
Gesundheitsbereichs. Dazu gehören
unter anderem die Internationale Eisenwarenmesse, die spoga+gafa, die Intermot Köln, die Internationale Dental-Schau
IDS und die Farbe.
HTL Bregenz erneuert
An der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Bregenz werden im Laufe dieses Jahres 16 neue Drehmaschinen im
Gesamtwert von rund 577.000 Euro zum
Einsatz kommen. Sie ersetzen die veralteten Maschinen, die teilweise schon 40
Jahre in Gebrauch waren und nun nicht
mehr den aktuellen Erfordernissen einer
zeitgemäßen Ausbildung gerecht werden
konnten. Neben dem Land Vorarlberg,
das knapp 294.000 Euro beisteuert,
haben sich an der Finanzierung auch heimische Industriebetriebe, die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (VEM)
sowie die Wirtschaftskammer Vorarlberg
4 3 | 2012
Mekka der Technik-Branche
Sie ist ein Fixpunkt für viele Techniker aus Gewerbe und Industrie: Die Hannover Messe. Und jedes Jahr präsentiert sie sich mit einem Themenmix am
liver Frese, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe, erwartet auch heuer
rund 200.000 Besucher zur weltgrößten Industrieleitmesse im Norden Deutsch­
lands. Wie alle geraden Jahre ist 2012 wieder die Oberflächentechnik ein Schwer­
punktthema. 209 Firmen – darunter auch österreichische Unternehmen – listet das Aus­
stellerverzeichnis allein zu diesem Thema auf. Als neues Generalthema kommt dieses
Jahr „Industrial GreenTec – von der Industrie für die Industrie“ hinzu. Dabei geht es
um Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, bis hin zu Beratung und Finanzierung. HMIBereichsleiter Oliver Frese registriert in diesem Bereich einen starken Zulauf von neuen
Ausstellern. „Wir haben den Nerv der Zeit getroffen“, so Frese.
Effizienz-Arena
Am Thema Energieeffizienz kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Im Ausstellungs­
bereich „Energieeffizienz in Industriellen Prozessen“ sowie in der Efficiency Arena
wird die Bedeutung der Energieeffizienz für Industrie und Gewerbe herausgestellt.
Es geht konkret um Kostensenkungen, Klimaschutz sowie die Machbarkeit und Wirt­
schaftlichkeit von Energieeffizienzprojekten. Es werden Technologien, Lösungen und
Anwendungsbeispiele zu Energieeinsparpotenzialen vorgestellt sowie daraus resultie­
rende Wettbewerbsvorteile aufgezeigt.
Laut Statistik lag Österreich im Vorjahr bei den HMI-Besuchern auf Platz 10 und bei
den Ausstellern auf Platz 13. Heuer listet das Ausstellerverzeichnis 54 österreichische
Betriebe auf, rund ein Fünftel davon sind direkt der Metalltechnik zuzuordnen. 15 hei­
mische Betriebe präsentieren sich auf dem von der Wirtschaftskammer (WKO) organi­
sierten Gemeinschaftsstand. Vor allem für kleinere Unternehmen ist der Gruppenpavil­
lon ein guter Boden für den Schritt aufs internationale Parkett. Irene Braunsteiner,
Project Manager International Trade Fairs bei der WKO Außenwirtschaftsorganisation:
„Wir sind die Service Organisation, die alles organisiert. Die Unternehmen brauchen
nur auf die Messe kommen und verkaufen.“ Vier Kernthemen der Hannover Messe:
1. Industrielle Automation & IT: Automatisierung war immer schon das „Herz“ der
Hannover Messe. Neben den Maschinen und Lösungen gibt es heuer auch den neuen
Ausstellungsbereich „Informationstechnik für die industrielle Produktion“.
2. Energie & Umwelttechnologien: Eines der am schnellsten wachsenden Themen.
Mehr als 1200 Aussteller im Umfeld der Energie & Umwelttechnologien bedeuten, dass
Hannover mittlerweile die „weltgrößte Messe für den Energiemix der Zukunft“ (Oliver
Frese) ist.
3. Industrial Supply: Mit rund 1.300 Ausstellern beherbergt die HMI auch die weltgrößte industrielle Zuliefermesse.
4. Forschung und Entwicklung: Halle 2 beim Haupteingang Nord widmet sich voll und
ganz den Themen Technologietransfer und Vernetzung von Forschung und Wirtschaft.
Messwerkzeug mit „Focus Libelle“
Der Vorarlberger Premium-Anbieter von Messwerkzeugen Sola ist im Rahmen des Staatspreises Innovation 2012 in der Kategorie Econovius nominiert.
Der Econovius wird an Klein- und Mittelunternehmen
(KMU) vergeben, die sich durch besonders innovative
Leistungen auszeichnen.
Sola entwickelte 2011 die innovative Focus-Libelle, die
vier Mal mehr Kontrast und dadurch verbesserte Lesbar­
keit garantiert. Demzufolge kann der Handwerker schnel­
ler, präziser und besser ablesen. Ausgedehnte Praxistests
mit Bauprofis in ganz Eu­ropa brachten große Resonanz:
Rund 86 Prozent
der befragten ProfiHandwerker stell­
ten eine wesentliche
Verbesserung fest,
teilt Sola in einer
Ob und welchen Preis Sola mit seiner Entwicklung
gewinnt, entscheidet sich am 22. März 2012, wenn die
nominierten Projekte im Rahmen eines festlichen Galaa­
bends in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 
Metallmaschinen-	Neuheiten in Linz
Am 28. und 29. März trifft sich in Linz die Branche
der Metallbe- und -verarbeiter zur traditionellen
Hausmesse im Schachermayer Maschinenzentrum.
„Wir entsprechen dem von zahlreichen Kunden bei den
jüngsten Messen geäußerten Wunsch, die Messe am Mitt­
woch und Donnerstag auszurichten, weil an Freitagen
die Unternehmer zum organisatorischen Wochenschluss
daheim gefordert sind“, erklärt Prokurist Karl Hofmann.
Das SCH-Maschinenteam bietet – gemeinsam mit den
Werksspezialisten – die Top-Marken mit allen Innovati­
onen, die auf den ersten Frühjahrsmessen wie der Metav
in Düsseldorf gezeigt wurden. Ein Großteil der Maschinen
ist vorführbereit.
Dazu erscheint rechtzeitig vor der Hausmesse ein eigener
Folder mit zahlreichen Messeexponaten von den SCH-Part­
nern zu attraktiven Preisen. Die aktuellen SCH-Ausstel­
lungsmaschinen sind natürlich so gut wie neu und stehen
gleich nach der Messe für den Verkauf zur Verfügung. www.schachermayer.at
ISO 1461: 2012
Die verzinkten Teile der
Firma Feuer-VerzinkereiProﬁ kommen an vielen Ort
zum Einsatz: beim Bau von
Autobahnen, in der Industrie
und im Gewerbe, wie z.B. bei
Dachdeckereien. Auch für
die Landwirtschaft verzinkt
der Feuer-Verzinkerei-Proﬁ
Teile, ebenso wie Gussteile
für Hydranten und spezielle
Konsolen. Durch zentrifugieren der Teile im heißen
Zustand bleiben Bohrungen
sowie Gewinde frei.
Nicht nur die Qualität der
Arbeit, sondern auch der
ﬂexible Umgang mit Aufträgen und kurze Lieferzeiten
machen Feuer-Verzinkerei
zum Proﬁ beim Verzinken.
Tag und Nacht im Dreischichtbetrieb für Sie da.
Seit 16 Jahren ist das Judenburger Unternehmen Feuerverzinkerei- Proﬁ
auf das Verzinken von Kleinteilen und Schleuderware spezialisiert.
Feuer-Verzinkerei-Profi
Hassan Mashaiekh • Peter-Tunner-Straße 5 • 8750 Judenburg
Tel.: 03572 / 44417 • Fax: DW -20 • Handy: 0664 / 5032770
Mobil: 0664/ 50 32 770 • E-Mail: vz@feuerverzinkerei-proﬁ.at
3 | 2012 5
Schmiedefest in Ybbsitz
„Unique Steel Proposition“
Der neue Chef der österreichischen Bogner Edelstahl Gruppe Peter Ostermann sprach mit METALL über die Trends und Herausforderungen in der Stahlbranche.
„Schmieden in Ybbsitz“ wurde von der
UNESCO in die nationale Liste immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Das internationalen Schmiedefest Ferraculum von 15. bis 17. Juni am Ybbsitzer Marktplatz steht heuer unter dem
Thema: „Ornamente schmieden – Metall
schmückt und ziert“. Alle Schmiede und
Metallgestalter sind eingeladen, in einem
Wettbewerb ihrer Fantasie und ihrem
Können freien Lauf zu lassen. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Wandern an
der Schmiedemeile, herausfordernden
Schmiedeprojekten, exklusiven Ausstellungen sowie Musik und Unterhaltung
erwartet die Besucher.
Erfolgreiche Euroguss 2012
Dem Abschlussbericht der veranstaltenden NürnbergMesse zufolge ist die
diesjährige Euroguss ein voller Erfolg
gewesen: Genau 8415 Fachbesucher und damit 18 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung kamen zwischen
17. und 19. Jänner 2012 auf
die Fachmesse für Druckguss nach Nürnberg. Auch bei der Nettofläche sei mit einem Plus von 15 Prozent
im Vergleich zu 2010 ein neuer Rekord
verzeichnet worden. „Von einer Krise war
während der Messe nichts zu spüren“,
resümiert Gerhard Eder (Bild), Vorsitzender des deutschen Gießereiverbandes
VDD. Aus Österreich waren elf Unternehmen als Aussteller vertreten.
www.ask-EUROGUSS.de
R+T geht nach Russland
Erstmals wird dieses Jahr von 26. bis 28.
September im Crocus Expo International
Exhibition Centre in Moskau die R+T Russia, Russlands einzige fokussierte Fachmesse für die Bereiche Rollladen, Türen,
Tore, Sonnenschutz, Fenster und Glas,
stattfinden. Russland gilt zurzeit als einer
der vielversprechendsten Wirtschaftsmärkte Europas. Besonders die millionenschweren Bauprojekte anlässlich der
Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi oder der Bau eines Regierungsviertels am Rande Moskaus bieten zahlreiche
Marktchancen.
6 3 | 2012
ie Bogner Edelstahl Ges.m.b.H.
ist als führende Marke für Han­
del, Logistik und Anarbeitung
von Edelstahl seit 1950 bereits in drit­
ter Generation in Österreich und auf
internationalen Märkten tätig. Auf einer
Gesamtfläche von 23.000 m² lagert das
Unternehmen Werkzeugstahl, Baustahl,
Blankstahl, rostfreien Edelstahl und NEMetalle in sämtlichen Herstellungsformen
und Abmessungsbereichen. Mehr als 600
Einzelpositionen werden täglich zuge­
schnitten, kontrolliert, verpackt, verladen
und an Kunden geliefert. Die modernen
Service-Center in Vösendorf und Wels
erlauben eine Vielzahl an kundenspezi­
fischen Anarbeitungsleistungen in allen
Produktbereichen. Das Unternehmen
beschäftigt 250 MitarbeiterInnen und ist
mit Tochter-Niederlassungen in Bosnien,
Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn und
Rumänien vertreten.
Seit heuer ist Peter Ostermann als neuer
CEO für die Fortsetzung der Wachstums­
strategie von Bogner verantwortlich. Er
möchte das Unternehmen als globale
Organisation fahren und mit zusätz­
lichen Dienstleis­tungen bei den Kunden
punkten. So gehören die Anarbeitung von
Edelstahl – wie etwa das Sägen von Blö­
cken – und die Vorproduktion (zum Bei­
➤ Trends
bei den Kunden:
spiel Bohren von Positionierungslöchern)
schon lange zu Bogners Service-Portfo­
lio für die metallverarbeitende Industrie.
Die aus großen Blöcken angearbeiteten
Produkte kommen in die Regionallager,
wo sie mit kleineren Sägen oder CNCMaschinen den Kundenwünschen ent­
sprechend weiterverarbeitet werden.
Europaweit werden auf diese Weise mehr
als 4000 Kunden aus dem Maschinen-,
Anlagen- und Werkzeugbau sowie Archi­
tektur beliefert. In einer eigenen Akade­
mie bietet Bogner für seine Kunden auch
Werkstattschulungen an.
Der Händler als Dienstleister
Ein ganz großes Thema ist für Ostermann
die Materialdisposition als zusätzliche
Dienstleistung für Metallbetriebe. „Hin­
ter uns stehen 70 Lieferanten, wir sind
für die Produzenten eine Drehscheibe“,
erklärt der Bogner-CEO. „Wir haben
selbst 20 Einkäufer, die können unseren
Kunden den Einkauf abnehmen und so
zur Konsolidierung der Lieferantenstruk­
tur beitragen.“ Dazu stellt Bogner Edel­
stahl kundenspezifische Bedarfsprogno­
sen auf, macht Werkstoffberatung und
gibt sogar Frühwarnungen heraus, wenn
sich am Markt Veränderungen oder neue
Entwicklungen abzeichnen.
• Werkstoffsubstitution
• Strategischer Einkauf
• Verkürzung der Beschaffungszyklen von drei Monaten auf eine Woche
• Von Banken- zu Lieferantenfinanzierung
• Qualitätsmanagement ISO 9000 (Transportwege-Optimierungsprogramm)
• Outsourcing
• Lieferanten-Konsolidierung: Preferred Partner liefert alles.
➤ Sell
Side Trends:
• Konsolidierung der Produzenten
• Distribution über Händler (Weil 80 Prozent der Firmen sind Mittelstand.)
• Diversifikation über Partnerschaften/Kooperationen
• Konsignationslager zur Senkung der Kapitalbindung beim Kunden
• Lieferantenfinanzierung
• Ausbau von Anarbeitungsservices (Bogner: 80 Maschinen zur
Verarbeitung, Partner in Ungarn mit weiteren 80 Maschinen,
Beteiligung an Laserspezialisten in Wels)
• Service Level Management (Bogner Edelstahl: Customer Service
Center, von 7 bis 18 Uhr erreichbar)
• Supply Chain Integration
Ein weiteres Betätigungs­
feld in Sachen Dienstleis­
tung ist die Vorproduktion
als Outsourcing-Modell für
mehrere Kunden. Und was
beim IT-erfahrenen CEO
natürlich nicht unbemerkt
blieb, sind die effizienzstei­
gernden Möglichkeiten der
sogenannten Supply Chain
Integration. Dabei geht es im Prinzip um die Anbindung der ITSysteme von Kunden an die automatisch gesteuerte Lagerver­
waltung bei Bogner. „Die Kunden haben oft ebenso wie wir ein
SAP-System und wollen sich bei uns einhängen“, erklärt Oster­
mann. Mit einzelnen Kunden funktioniere das schon.
Dynamik nimmt zu
„Unser Marktfeld wird größer“, resümiert Peter Ostermann.
„Es kommt zu einer fundamentalen Zunahme der Dynamik
und die Schnellen werden die Langsamen überholen.“ Bei der
Nutzung von Stahl habe sich die Innovation beschleunigt, aber
bei der Finanzierung zeige sich ein gefährlicher Trend: „Die
gesamte Branche leidet unter Geldknappheit“, so Ostermann.
Dabei komme es zu einer Pervertierung der Wirtschaft: „Die
Finanzierung wechselt von den Banken in Richtung Liefe­
ranten. Das Zahlungsziel wird hinausgezögert und die Außen­
stände verursachen in unserem Unternehmen bis zu 800.000
Euro Finanzierungskos­ten.“ Auch dies ein Service, mit dem
Bogner zur Zeit bei seinen Kunden punkten kann. www.bogner.co.at
Peter Ostermann (55) ist mit Jahreswechsel zum CEO der Bogner Edelstahl Holding
bestellt worden. Der erfahrene Betriebswirt
und Informatiker war zwölf Jahre in führenden
Managementpositionen tätig, unter anderem
als IT-Vorstand bei der Erste Bank, KonzernCIO bei den ÖBB sowie als Krisen-BusinessPerformance Manager beim Beratungsunternehmen KPMG. Ostermann hat Bogner Edelstahl in den
vergangenen drei Jahren als Beiratsmitglied begleitet und dabei
maßgeblich am Turnaround und an der neuen Wachstumsstrategie des Unternehmens mitgearbeitet, deren Umsetzung er jetzt
– gemeinsam mit CFO Robert Broermann (45) – verantwortet.
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DMG/Mori Seiki Austria
Brandschutz heiß begehrt
Laut den Veranstaltern habe
sich die zweite Ausgabe der
Nürnberger Fachmesse und
Kongress für vorbeugenden
Brandschutz FeuerTRUTZ
von 22. bis 23. Februar mit
einem deutlichen Aussteller- und Besucherzuwachs als wichtiger Branchentreff für den vorbeugenden
Brandschutz etabliert. Rund 3300 Besucher und 150 Aussteller kamen diesmal
nach Nürnberg und der parallel stattfindende Brandschutzkongress war mit 850
Teilnehmern ausgebucht. Heiß diskutiert
wurden unter anderem die gesetzliche
Rauchmelderpflicht sowie die Vereinbarung von Brand- und Denkmalschutz.
„2011 war ein sehr erfolgreiches
Geschäftsjahr“, freut sich Dirk Villé,
Geschäftsführer der Atlas Copco Kompressoren & Drucklufttechnik GmbH. Der
Druckluftspezialist erzielte beim Maschinenverkauf als auch im Aftermarketgeschäft ein deutliches Wachstum. „Das
Bewusstsein der Kunden für Energieeffizienz steigt und daher ist die Nachfrage
nach drehzahlgeregelten Kompressoren,
Wärmerückgewinnung sowie kostensenkenden und energiesparenden Dienstleis­
tungen, wie beispielsweise übergeordneten Steuerungen, sehr groß“, ist Dirk
Villé über die laufende Entwicklung in der
Druckluftbranche erfreut. Villé ist auch
für 2012 optimistisch: „Die Auftragslage
für das erste Quartal ist gut und von der
propagierten Krise ist derzeit nichts zu
spüren.“ Im Frühjahr eröffnet Atlas Copco
in Judendorf bei Graz einen weiteren Servicestützpunkt in einem wichtigen Indus­
triegebiet.
8 3 | 2012
Nach der Integration in Deutschland, Asien, USA und Japan werden nun auch
die übrigen europäischen Märkte gemeinsam bearbeitet.
ie beiden internationalen Werkzeugmaschinen-Hersteller Gildemeister (Deutsch­
land) und Mori Seiki (Japan) unterhalten seit März 2009 eine strategische Koope­
ration, die mit einer Überkreuzbeteiligung verbunden ist. Seit Jahresbeginn koope­
rieren sie nun auch in Österreich bei Vertrieb,
Service und technischen Support. Mit dem
Headquarter in Klaus (Vorarlberg) und einer
weiteren Niederlassung in Stockerau (Niederösterreich), setzt DMG / Mori Seiki Austria
damit in der Alpenrepublik auf flächendeckende
Kundenbetreuung. 52 Mitarbeiter in Österreich
sollen dem Kunden eine optimale Unterstützung
bei allen Produktionsaktivitäten sowie der Opti­
mierung von Fertigungsprozessen gewährleisten. „Die konzentrierte Marktorientierung und
die Technologie-Führerschaft unserer Produkte
sind der Schlüssel zum Erfolg“, so Gebhard
Aberer, Geschäftsführer der DMG / Mori Seiki
Austria. „Wir stellen uns der neuen Herausfor­
derung in Österreich und garantieren neben
unserer Maschinenqualität eine hundertprozen­
tige Betreuung im Vertrieb und Service.“ Mehr Gebhard Aberer, DMG/Mori Seiki
als 30 Service-Mitarbeiter und eine lokale 24/7 Austria: „Garantieren hundert­
Betreuung in Vertrieb
Hotline soll dabei Hilfe in allen Servicefragen prozentige
und Service.“
DMG und Mori Seiki, bekannt für Maschinen
zur Dreh-/Fräs- und Fräs-/Drehbearbeitung arbeiten daran den Bereich der Einstiegsmaschinen auszubauen. Die Baureihe „Ecoline“ etwa könne auf Grund eines hohen Stan­
dardisierungsgrads und eines eng gefassten Optionenbaukastens die Investitionskosten
für die Kunden niedrig halten, heißt es in einer Firmenaussendung.
Im Rahmen der Bodensee-Messe in Klaus vom 22. bis 25. Mai 2012 soll DMG / Mori Seiki
Austria als neue Organisation vorgestellt werden. www.dmgmoriseiki.com
European Aluminium Award 2012
Ob im Verkehrssektor, Bauwesen, Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder in der Konsumgüterindustrie: Für viele Neuentwicklungen ist Aluminium der Ausgangspunkt.
Alle zwei Jahre werden Innovationen mit dem „European
Aluminium Award“ ausgezeichnet. Das Aluminium Centrum
(Niederlande) sucht in Zusammenarbeit mit der EAA European
Aluminium Association, dem GDA Gesamtverband der Alumini­
umindustrie sowie der Weltmesse ALUMINIUM 2012 wieder
Produkte und Projekte, die den Werkstoff Aluminium auf inno­
vative Art und Weise verwenden. Heuer hat die Jury erstmals
die Möglichkeit, verschiedene Sonderpreise im Bereich der
Verarbeitung zu vergeben. Hier gibt es die Kategorien
Walzen, Gießen, Pressen und Oberflächenbehandlung.
Für den besten Beitrag im Bereich Umwelt, Nachhaltig­
keit und Energieeffizienz kann die Jury zudem den
„Overall Jury Award“ vergeben. Bewerben können sich
Firmen und Einzelpersonen bis 1. Juli 2012. Alle
nominierten Produkte und Projekte werden im
Oktober auf der ALUMINIUM 2012 in Düsseldorf
ausgestellt. www.aluminium-award.eu, www.aluminium-messe.com
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Werkzeugmaschinen im Kleinformat
Von Makro bis Mini reichte die Bandbreite der Sonderthemen auf der Metav 2012 in Düsseldorf. Vor allem in der Medizintechnik und Uhrenindustrie ist weniger oft mehr (wert).
n der Sonderschau „Metal meets Medical“ wurde unter
anderem die gesamte Prozesskette zur Herstellung medi­
zintechnischer Produkte vorgeführt. Miniaturisierung
wird aber nicht nur in der Medizintechnik großgeschrieben,
kleine Teile sind in vielen Branchen groß im Kommen. Ein
Paradebeispiel für die Präzisionsbearbeitung mechanischer
Minibauteile ist die Uhrenindustrie.
Vollhartmetall-Mikrofräser mit Durchmessern von nur
noch drei Hundertstel Millimetern, die auch noch gehär­
tete Stähle im HSC-Turbo-Tempo fräsen. Seit die Medizin­
technik boomt, haben auch Werkzeugmaschinen im Klein­
format Konjunktur. So präsentierte etwa die Darmstädter
Datron AG ihre neue Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine
C5 für die hochgenaue Fünfachs-Simultanbearbeitung
von Kleinteilen beispielsweise in der Medizintechnik, der
Uhren- und Schmuckindustrie oder dem Werkzeug- und
Formenbau. Es können alle zerspanbaren Materialien bis
zu einem Durchmesser von 60 mm fünfachsig simultan
bearbeitet werden, auch das Fräsen hochkomplexer Geo­
metrien ist dabei möglich. Die direkt angetriebene DrehSchwenk-Achse gewährleistet eine gute Reproduzierbarkeit
bei hoher Prozesssicherheit – und das bei einer Stellfläche
von nur 1 m².
Kompakt und dabei präzise wie ein Uhrwerk – die Tradi­
tions-Uhrenfabrik Junghans baut auch in der mechanischen
Kleinstteile-Fertigung wieder auf eigenes Know-how: Mit
einer kompakten Mikrofräsmaschine von Haas Automa­
tion für die Präzisionsbearbeitung filigraner Uhrwerksteile
wurde die Tradition exquisiter Armbanduhren neu belebt.
Nachdem man sich 1976 von der mechanischen Uhrenferti­
Noch weniger geht kaum mehr
gung komplett getrennt und sich dafür auf selbst gefertigte
Quarzwerke und die Funkuhr-Technologie konzentriert
hatte, wollte die deutsche Traditionsfirma nun Know-how
und Technologie wieder in eigene Hände nehmen.
Die Mikrofräsmaschine OM-2 des amerikanischen Herstel­
lers Haas Automation (OM steht für Office Mill) ist in ihren
Abmessungen so kompakt, dass sie problemlos und ohne
Umbauten in die neugestalteten Fertigungsräumlichkeiten
transportiert werden konnte und auch danach beliebig
mobil einsetzbar ist. Ihre Leistungsdaten, sagt Geschäfts­
führer Stotz, „sind nicht nur völlig ausreichend für unser
Einsatzgebiet, die Fertigung sehr kleiner Uhrwerksteile für
mechanische Armbanduhren“, durch die serienmäßige
Hochgeschwindigkeitsspindel (bis 30.000 min-1) ist die
Maschine sogar „wie maßgeschneidert für unsere Klein­
teilebearbeitung“. 
Montana Tech übernimmt
Aluminiumfirmen von Hypo
in der halben Zeit!
10 3 | 2012
E-Mail: kaercher-zell@t-online.de
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Die Schweizer Industriegruppe Montana Tech Components AG
(MTC) beabsichtigt gemeinsam mit ihrer 100%igen Alumi­
nium-Tochter Alu Menziken den mehrheitlichen Erwerb der
beiden größten kroatischen Aluminium-Unternehmen
AluFlexPack und TLM-TVP von der verstaatlichten österreichi­
schen Hypo Alpe Adria Gruppe. Mit der Übernahme will MTC
seine Marktstellung bei Aluminium-Komponenten und -Profi­
len langfristig stärken. AluFlexPack ist der führende kroa­
tische Aluminium-Verpackungskonzern mit Hauptsitz in
Zadar, TLM-TVP betreibt ein Aluminium-Walzwerk in Sibenik.
Mit rund 240 Milionen Euro Umsatz und 1100 Mitarbeitern an
sechs Standorten (fünf in Kroatien, einer in Polen) zählen die
beiden Unternehmen zu den größten Industriekonzernen in
Kroatien. MTC ist bei Aluminium-Profilen Tier-1-Lieferant von
Airbus und Boeing. www.montanatechcomponents.com
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Exportpreis 2012
Der Österreichische Exportpreis wird
seit 1994 an österreichische Unternehmen verliehen, die erfolgreich auf Auslandsmärkten tätig sind. Beurteilt werden
Exportleistungen der vergangenen zwei
Jahre. Vergeben wird er in sechs Kategorien: Gewerbe und Handwerk, Handel,
Industrie, Information und Consulting,
Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie
Abkantpresse in der Blechtechnik
Automatikbeschichtungskabine
Berufsbildung im Ausland
Bei ihrer beruflichen Erstausbildung nutzen nur wenige Jugendliche in Europa
die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland
zu sammeln. Zwar scheint die grenzüberschreitende Mobilität bei den Auszubildenden in letzter Zeit zu steigen, sie
liegt jedoch noch immer deutlich unter
den Zielzahlen, die die EU-Kommission
im November 2011 verabschiedet hat.
Dies geht aus einem Bericht der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hervor.
Die Bedeutung von Mobilität und internationalen Erfahrungen müsse mehr ins
Bewusstsein kommen und vor allem den
Unternehmen und Ausbildern nahegebracht werden, raten die Studienautoren.
Weniger Metallverpackungen
In ihrer Jahresbilanz über die getrennte
Verpackungssammlung hat die Altstoff
Recycling Austria (ARA) neben Zunahmen bei Kunststoff und Altpapier nur bei
den Metallverpackungen mit knapp über
30.000 Tonnen wieder eingesammelten
Rohstoff ein Minus von 2,3 Prozent verzeichnet. Dies sei auf leichtere Verpa­
ckungen sowie auf eine Verschiebung zu
anderen Verpackungsarten zurückzuführen, heißt es in einer ARA-Mitteilung.
12 3 | 2012
WK Pulverbeschichtung und Blechtechnik
Qualität gepaart mit Flexibilität
Als Lohnfertiger verbindet WK die Kompetenzen aus Beschichtung und Blechtechnik mit Flexibilität.
ualität ist, wenn der Kunde und nicht das beschichtete Material zurückkommt“,
lautet das Credo des Guntramsdorfer Unternehmens. In zwei Hallen werden für
Kunden aus der Metalltechnik Bauteile aus Aluminium, verzinktem oder blankem
Stahl mit Pulverlack beschichtet. Die Auftraggeber kommen unter anderem aus dem
Fenster-, Türen- und Fassadenbau über Maschinenbau bis hin zur Bahn- und Automobil­
industrie. „Flexibilität hat uns groß gemacht“, erklärt Christian Kerschhofer, Inhaber
und Geschäftsführer der WK Pulverbeschichtung. Ohne die entsprechende Flexibilität
wären die sehr variablen Auftragsgrößen und im Extremfall bis zu 90 Farbwechsel pro
Tag auch schwer zu meistern. „Wir versuchen die Produktion nach den Terminwünschen
unserer Kunden zu steuern“, sagt Kerschhofer.
Mit der Blechbearbeitung startete WK im Jahr 2004. „Auslöser dazu war damals eigent­
lich Richard Jandrisevits, der nach dem Konkurs eines Wiener Blechbetriebes plötzlich
ohne Job dastand.“ Kerschhofer holte sich die benötigten Blechbearbeitungsmaschinen
aus der Konkursmasse und gründete gemeinsam mit Jandrisevits die WK Blechtechnik.
Ihr Aufgabengebiet ist die Lohnfertigung von Blechteilen, zum Beispiel für den Fassa­
denbau, Metallbau, Maschinenbau oder Sonnenschutzhersteller. Ein bis fünf Millimeter
dicke Stahl-, Edelstahl- oder Aluminiumbleche werden hier nach allen Regeln der Zunft
verarbeitet. Das heißt Schneiden, Stanzen, Abkanten, Schweißen, Bohren etc. bis hin
zur Anfertigung von Metallkonstruktionen. „Für den Kunden bedeutet das ein Zeitplus,
weil für ihn die Besorgung des Materials und der Transport entfallen“, erklärt Jandrise­
vits. Zudem verfüge WK Blechtechnik mit Abkantpressen bis sechs Meter Breite in der
Regel über eine bessere Ausrüstung als ein „normaler“ Schlosser.
Das WK-Konzept der Verbindung von Blech- und Beschichtungstechnik scheint jeden­
falls aufzugehen, denn es liegen bereits Pläne für eine weitere Fertigungshalle vor, die
spätestens in zwei Jahren in Betrieb gehen soll. 
Die WK Pulverbeschichtung GmbH wurde 1996 gegründet und ist seit 2000 in Guntramsdorf südlich von Wien ansässig. Im Jahr 2004 erweiterte der Betrieb durch den
Bau einer zweiten Produktionshalle und die Gründung der WK Blechtechnik GmbH, für
die 2008 eine weitere Halle errichtet wurde. Die nächste Erweiterung ist für Mitte 2013
oder Anfang 2014 vorgesehen.
Das Unternehmen befindet sich seit 2011 im Besitz der Familie von Christian Kerschhofer, der das Unternehmen auch als Geschäftsführer leitet. Die WK Blechtechnik GmbH
ist ein Tochterunternehmen der WK Pulverbeschichtung und wird vom geschäftsführenden Gesellschafter Richard Jandrisevits geleitet.
Die Pulverbeschichtung beschäftigt – je nach Saison – 70 bis 75 Mitarbeiter und erzielte
2011 einen Umsatz von rund 5,7 Millionen Euro. In der Blechtechnik arbeiten zwölf Mitarbeiter, der Umsatz betrug 1,8 Millionen Euro.
Herbstschau der Metalltechnik
Sieben parallele, großteils metallbezogene Industriemessen füllen zur Maschinenbaumesse MSV von 10. bis 14. September das Brünner Messegelände.
ie 54. internationale Maschinenbaumesse MSV Brünn
findet dieses Jahr wieder zum traditionellen Termin
von 10. bis 14. September statt. Die MSV-Schwerpunkte
dieses Jahres sind (erneut) Werkzeug- und Umformmaschi­
nen, denen sowohl die größte Brünner Messehalle P als
auch weitere Ausstellungsflächen gewidmet sind. Bearbei­
tungs- und Umformtechnik ist nicht nur ein zentraler Tech­
nologiebereich der Maschinenbaubranche, sondern zugleich
auch ein traditionelles und im Export äußerst erfolgreiches
Geschäftsfeld tschechischer Hersteller.
Seit 2010 finden parallel zur Maschinenbaumesse spezia­
lisierte Technologiemessen statt. Heuer ist dies wieder die
Messebiennale IMT (Internationale Messe für Metallbearbei­
tung) als größte Schau dieser Branche in Mittel- und Osteu­
ropa, zumal in geraden Jahren, in denen die Weltausstellung
EMO nicht stattfindet.
Ebenfalls parallel zur MSV 2012 werden die 14. interna­
tionale Gießereifachmesse Fond-EX, die 21. internationale
Fachmesse für Schweißtechnik Welding und die 4. inter­
nationale Fachmesse für Oberflächentechnik Profintech
abgehalten. Dazu kommen noch eine Fachmesse für Kunst­
stoffe, Kautschuk und Verbundstoffe (Plastex) und eine
Messe für Schutzausrüstung und Sicherheit am Arbeits­
platz (Interprotec).
Premiere feiert auf der MSV dieses Jahr eine „India Show“,
die höchste Form offizieller geschäftlicher und wirtschaft­
licher Präsentationen Indiens im Ausland. Mit ihr kom­
men etwa 150 indische Firmen sowie bedeutende Vertreter
indischer Regierungsinstitutionen zur Maschinenbaumesse
nach Brünn.
Bei einer Anmeldung bis zum 31. März 2012 garantiert der
Veranstalter den Ausstellern als Frühbucherbonus eine
Preisermäßigung und eine freiere Wahl des Standorts. www.bvv.cz/de/msv
die welt der metallbe- und -verarbeitung:
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Umformtechnik. Die Einladung und der Folder mit attraktiven, preisgesenkten Ausstellungsexponaten
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3 | 2012 13
entscheidet über Standort
„Wenn China mittlerweile fast 50 Prozent
der globalen Eisenerzproduktion und über
40 Prozent der weltweiten Kohle-, Blei-,
Zink-, Aluminium-, Kupfer- und Nickelproduktion konsumiert, ist es hoch an der
Zeit, dass sich auch in der EU die Spitzenpolitik mit diesem fundamentalen Standortthema ernsthaft auseinandersetzt“,
appelliert Peter Untersperger, Vorstandsvorsitzender der Lenzing AG, für zentrale
notwendige Strategien, Maßnahmen und
Aktivitäten für eine sichere und kostengerechte Rohstoffversorgung der österreichischen Industrie. Ein Positionspapier
der Industriellenvereinigung soll in den
kommenden Monaten an die Politik herantragen werden.
Standort Ranshofen wird ausgebaut
Investition von 220 Millionen Euro in ein neues Warmwalzwerk, Ausbau der
Plattenfertigung und Erweiterung der Gießerei.
„Seit zwei Jahren arbeitet das Werk in Ranshofen hart an der Kapazitätsgrenze“,
erläutert AMAG Technikvorstand Helmut Kaufmann anlässlich der Präsentation der
AMAG-Bilanzergebnisse vor Journalisten in Wien. Nach der Zustimmung des Auf­
sichtsrates zum weiteren Ausbau wird in Ranshofen in den kommenden Jahren mit
etwa 220 Millionen Euro eines der größten Investitionsvorhaben der europäischen
Aluminiumindustrie realisiert. „Diese Entscheidung zur signifikanten Weiterentwick­
Haben gut lachen: (v.l.n.r.) Die AMAG-Vorstände Gerald Mayer (Finanzen), Gerhard Falch
(Vorsitz) und Helmut Kaufmann (Technik) bei der Präsentation des ersten Bilanzergebnisses nach dem Börsegang 2011.
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14 3 | 2012
lung des Standortes Ranshofen wird in die Geschichte der AMAG eingehen. Wir wer­
den mit den neuen Produktionskapazitäten unsere einzigartige Position als Spezia­
litätenanbieter mit führender Recyclingquote im globalen Markt ausbauen“, ist sich
Gerhard Falch, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG, sicher.
„Der Markt verlangt breitere Bleche und dickere Platten“, erklärt Kaufmann. Eine
völlig neue Warmwalzlinie sowie die Erweiterung der Plattenfertigung sollen in den
nächsten vier bis sechs Jahren diese Nachfrage abdecken – und die Ranshofener Pro­
duktionskapazitäten um 50 Prozent steigern. Größere Breiten von bis zu 2.300 mm
und größere Dicken von bis zu 150 mm ermöglichen im Bereich Walzen eine Steige­
rung des Anteils an Spezialwalzprodukten. Damit wird vor allem den Anforderungen
aus der Transportindustrie (Luftfahrt, Automobil, LKW, Schiff), dem Maschinenbau
sowie der Erzeuger von Windkraftanlagen Rechnung getragen.
In den neuen Produktionsstätten werden etwa 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit
15 Prozent mehr Personal erreichen die neuen Anlagen im Endausbau voraussichtlich
eine Produktionssteigerung von 50 Prozent.
AMAG Vorstandschef Gerhard Falch erwartet für das laufende Jahr ein anhaltend
hohes Preisniveau am Rohstoffsektor: „Der globale Verbrauch an Primäraluminium
steigt mit einem Plus von sechs Prozent stärker als die Produktion (+5 Prozent)“,
zitiert er jüngste Expertenprognosen. Auf Abnehmerseite sieht Falch in Branchen wie
Transport (+9 Prozent), Konsumgütern (+7 Prozent) oder dem Maschinenbau (+5 Pro­
zent) sehr passable Verbrauchssteigerungen bei Walz- und Spezialprodukten im heu­
rigen Jahr. www.amag.at
Der in der oberösterreichischen Industriestadt Steyr
angesiedelte Kompressorenhersteller AGRE will 2012 mit
einigen technischen Neuheiten aufwarten. Dazu gehören
neue hocheffiziente Schraubenkompressoren mit Getrie­
beantrieb, neuesten IE3-Motoren, neuen Schraubenele­
menten, verbesserter Kühlluftführung sowie voll integrier­
ter Wärmerückgewinnung und Drucklufttrockner.
„Das Portfolio wird dabei auch erweitert,
nämlich durchgängig bis zu einer Kom­
pressorleistung von 355 kW“, betont AGREGeschäftsführer Michael Khang. Ebenfalls
neu ist der intelligente elektronische Reg­
ler „Air Control 5“ mit voller Netzwerkfähig­
keit. Das heißt, bis zu sechs drehzahlgere­
gelte Maschinen sind gleichzeitig in
Master/Slave-Betrieb regelbar.
Nachdem AGRE das Auslandsgeschäft
vollständig an die jeweiligen Schwes­ AGRE-Geschäftsführer
terunternehmen (vor allem in Michael Khang
Deutschland und Ungarn) abgegeben
hat, konzentrieren sich die 43 heimischen Mitar­
beiterinnen und Mitarbeiter nun verstärkt auf
den Heimmarkt Österreich. In Tirol wurde
außerdem mit der Firma Alpha Druckluftund Vakuumtechnik ein neuer engagier­
ter Vertriebspartner gefunden. www.agre.at
54. Internationale
Maschinenbaumesse
8. Internationale
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elektronische Anmeldung: www.bvv.cz/e-anmeldung.msv
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3 | 2012 15
Die Auswahl an Kolbenkompressoren wurde stark erweitert: Es sind nun etwa 50 Prozent mehr Maschinen erhältlich,
z. B. Petrol-/Diesel-Geräte für Ortsunabhängigkeit, keilriemengetriebene Industriemaschinen und Gewerbemaschinen mit Schallbox und Trockner.
Schinko steigert Exportquote
Der oberösterreichische Spezialist für
Schaltschränke, Pultanlagen und Automatengehäuse Schinko hat einen Großauftrag an Land gezogen: Das Unternehmen
liefert Gehäuse für die Münzzähler von
Wincor Nixdorf nach Deutschland. „Durch
diesen Neuauftrag erhöht sich unsere
steigende Exportquote nach Deutschland
neuerlich“, berichtet Gerhard Lengauer,
Geschäftsführer von Schinko. Der Rahmenvertrag beinhaltet mehrere Hundert
Gehäuse und die Lieferung von wöchentlich bis zu 20 Stück nach Ilmenau/D ist
kürzlich angelaufen. www.schinko.at
Montanwerke Brixlegg verkauft
Die früher zur A-Tec-Gruppe gehörenden Montanwerke Brixlegg – Österreichs
einziger Kupfererzeuger – und die französische Gindre-Gruppe, Hersteller von
Kupfer-Halbzeugprodukten, sind von der
Schweizer Umcor AG erworben worden.
Umcor ist ein weltweit tätiges Handelsunternehmen im Bereich der nicht eisenhaltigen Metalle. Beide übernommenen
Unternehmen sollen als selbstständige
Unternehmen weitergeführt werden.
Aluminium-Lithium-Legierungen
Aleris International, ein führender Hersteller von Aluminium-Walzprodukten und
Strangpressprofilen sowie von spezifischen Legierungen, baut in Koblenz eine
spezielle Gießerei für Aluminium-LithiumPlatten und Blechprodukte. Damit will das
Unternehmen der Nachfrage der Luft- und
Raumfahrtbranche nachkommen. Aluminium-Lithium-Legierungen ermöglichen es
Flugzeugherstellern, die Kraftstoffeffizienz
durch die Gewichtsreduzierung mittels
Aluminium zu erhöhen und gleichzeitig die
Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und
Ermüdungsbeständigkeit beizubehalten.
www.aleris.com.
Mit einer Initiative zur Schaffung europäischer Berufsausweise hat die EU-Kommission den Weg für die sogenannte Engineering Card frei gemacht. Diese soll
als Nachweis über berufliche Qualifikationen dienen und damit Bewerbungs­
verfahren innerhalb der Europäischen Union erleichtern.
Die Europäische Kommission hat
einen Vorschlag zur Modernisie­
rung der Richtlinie über Berufsqua­
lifikationen angenommen und
damit den Weg für mehr Einheitlich­
keit auf dem europäischen Arbeits­
markt frei gemacht. Dazu zählt
unter anderem auch die Einführung
eines Europäischen Berufsaus­
weises. „Ein solcher Ausweis erhöht
für Ingenieure die Möglichkeiten,
europaweit zu arbeiten“, erklärt
Willi Fuchs, Direktor des Vereins
Deutscher Ingenieure (VDI). Bisher haben Deutschland und die Niederlande die Enginee­
ring Card eingeführt. In weiteren sieben Ländern, darunter Spanien, Tschechien, Slo­
wakei, Slowenien und die Schweiz, steht die Einführung kurz bevor. In Österreich hinge­
gen ist die Engineering Card derzeit kein Thema. www.engineering-card.de
G.O. Nilsson
Von Wals nach Wels
Der österreichische SKF Vertragshändler G.O. Nilsson eröffnet eine zusätzliche
Servicefläche in Wels.
Für das Unternehmen mit der Zentrale in Wals bei Salzburg gesellen sich dadurch
zusätzlich zum Kundenkreis in den südlichen und westlichen Bundesländern weitere
Partner aus Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark hinzu. „Besonders im
Umfeld Oberösterreich und Steiermark können wir den hohen Bedarf an Antriebtsechnik
auf diese Weise zeitoptimiert abdecken und den Kunden zukünftig auch im persönlichen
Gespräch besser beraten“, erklärt CEO Helmut Mar­
schang. Sämtliche Produktsorten und Serviceleistungen wie das 24-Stunden Service und der Ruf,
selbst die exotischsten Produktsorten für seine Kun­
den ausfindig zu machen, werden nun auch in Wels
umgesetzt. Fünf Personen
kümmern sich auf insge­
samt 1000m 2 um verstär­
kte Kompetenz, zusätzlichen
Service und doppelte Verfüg­ Martin Felber, Helmut Marschang
Die G.O. Nilsson GesmbH ist SKF Vertragshändler für Wälzla­
gertechnik. Unter der Leitung von Martin Felber und Helmut
Marschang werden Kunden aus Industrie, Groß- und Kleinhan­
Ihr SPEZIALIST in Abwasserdel ebenso wie Endverbraucher in den Bedarfsbereichen Wälz­
behandlungsfragen aller Art!
lagertechnik, Dichtungstechnik, Antriebstechnik, Klebetechnik
und Transporttechnik betreut. „In erster Linie geht es darum,
die jeweilige Maschinenstillstandzeit des Kunden zu minimieren
beziehungsweise komplett auszuschließen“, sagt CEO Martin Fel­
ber. Durch den Welser Standort könne man nicht nur eine fach­
spezifische Beratung vor Ort garantieren, sondern auch die Weg­
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letzte Maiwoche 2012 angesetzt. 
16 3 | 2012
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Rohstoff mit Reserven
Laut einer EU-Studie ist die ausreichende Versorgung mit Zink auf Jahre gesichert.
er schonende und effiziente Umgang mit Ressour­
cen steht heute für Unternehmen ganz oben auf der
Agenda. Als Rahmen dafür hat die EU-Kommission
im September 2011 den „Fahrplan zu einem ressourcen­
schonenden Europa“ vorgestellt.
Ressourcen sind endlich und bisweilen auch nicht frei
zugänglich. Erfreulich im Hinblick auf Zink ist das Ergeb­
nis der Studie „Critical Raw Materials
for the EU“, die 2010 im Auftrag
durchgeführt wurde: Zink zählt
demnach nicht zu den versor­
gungskritischen Rohstoffen.
Die Zinkreserven sind in den
vergangenen Jahrzehnten stär­
ker gewachsen als der Einsatz
von Zink in Produkten, und
heute steht mehr Zink zur Verfü­
gung als zu irgendeinem anderen
Zeitpunkt in der Geschichte, da welt­
weit neue Vorkommen entdeckt und Abbauund Gewinnungsverfahren weiterentwickelt wurden. Die
Daten des Geologischen Dienstes der Vereinigten Staaten
(USGS) verdeutlichen das: Betrugen 1994 nach USGS die
weltweiten Zinkreserven 140 Millionen Tonnen, so wurden
sie 2010 bereits auf 250 Millionen Tonnen geschätzt – und
das trotz der zusätzlichen 16 Jahre, in denen Zink verwen­
Reserven sind dynamische Größen
Die heute bekannten Zinkreserven sind
– wie alle natürlichen Ressourcen –
keine festen, sondern dynamische Grö­
ßen, die sowohl von den geologischen
Rahmenbedingungen als auch von der
Interaktion zwischen Wirtschaft, Tech­
nik und Politik abhängig sind. Der Aus­
druck „Reserven“ bezeichnet dabei ledig­
lich die aktuell erfassten und vermessenen
Zinkvorkommen, die mithilfe aktueller Tech­
nologien wirtschaftlich abgebaut werden können.
2010 wurden weltweit rund zwölf Millionen Tonnen Zink
18 3 | 2012
in Erzen abgebaut. In Europa gibt es Zinkerzbergbau bei­
spielsweise in Irland, Schweden und Polen. Einer der welt­
größten Zinkerzeuger ist das schweizerisch-englische
Unternehmen Xstrata mit Aktivitäten in Spanien, Deutsch­
land und Kanada. Dazu gehört die Zinkhütte in Norden­
ham bei Bremerhaven, die eine Erweiterung ihrer Zink­
produktion um 150.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen plant.
„Das geschieht vor dem Hintergrund einer langfristig gesi­
cherten Versorgung mit Zinkerzen. Neben den abbauwür­
digen 250 Millionen Tonnen sind weltweit weitere 1,9 Mil­
liarden Tonnen Zink in Lagerstätten bekannt – wodurch
sichergestellt ist, dass die Welt noch für lange Zeit über
reichlich Zink verfügt“, erklärt Carl van Dyken, Geschäfts­
führer der Xstrata Zink GmbH.
Diese Fakten dürfen jedoch nicht zu einem sorglosen
Umgang mit natürlichen Ressourcen führen. Recycling
spielt hier eine große Rolle: So werden etwa in Deutsch­
land mehr als 30 Prozent des gewonnenen Zinks aus Recy­
clingmaterialien erzeugt. Die Grenzen dieses Anteils lie­
gen in der langen Haltbarkeit des Metalls – Zinkdächer
beispielsweise halten bis zu 200 Jahre. Entscheidend für
Zink ist die sogenannte End-of-Life-Recyclingrate (EOL),
die angibt, wie viel des nach Ablauf der Nutzungsdauer
zur Verfügung stehenden Zinks auch tatsächlich recy­
celt wird. In Europa beträgt die EOL-Recyclingrate für alle
Zink­anwendungen durchschnittlich 70 Prozent.
Hauptquellen für das Zinkrecycling sind Zinkbleche, ver­
zinkter Stahl, Messing und Zinkdruckgussteile. Darüber
hinaus gibt es eine Reihe zinkhaltiger Materialien, die bei­
spielsweise beim Feuerverzinken oder beim Recycling von
Stahlschrott anfallen und als Rohstoffe für die Zinkerzeu­
gung genutzt werden– und zwar ganz ohne Downcycling:
Recyclingzink weist die gleiche Qualität wie Primärzink
auf. www.recyclingportal.eu
Photovoltaik-Kongress 2012
Der Österreichische Wirtschaftsverlag veranstaltet gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds am 19. und 20. April 2012 in der Pyramide WienVösendorf bereits zum dritten Mal den Österreichischen PhotovoltaikKongress. Aus diesem Anlass ein Gespräch mit Ingmar Höbarth, dem
Geschäfts­führer des Klima- und Energiefonds.
Während die fossilen Energieträger in den
vergangenen Jahren immer teurer geworden sind, sinkt der Preis bei Photovoltaik
Stimmt! Tendenziell sind PV-Anlagen seit
2006 um 58 Prozent billiger geworden.
Diese Zahl stammt zwar aus Deutschland,
wird sich aber von der in Österreich nicht
maßgeblich unterscheiden. Man darf aber
auch nicht vergessen: Laut uns vorliegenden
Angaben wächst der Markt für PV-Anlagen
ständig. Das hat zur Folge, dass natürlich
auch diverse – mit der Thematik befasste –
Industrieunternehmen verstärkt dabei sein
wollen, um am Kuchen mitzunaschen. Die
Folge ist eine Verbilligung der Produkte.
Ein Schwerpunktprogramm des Klimaund Energiefonds war im Vorjahr die Förderung von Klima- und Energie-Modell­
Ziel des Programms war es, Klima- und
Energie-Modellregionen bei der Gründung
bzw. während der Aufbauphase zu helfen.
Inhaltlich war es ein Entwicklungspaket für
Modellregionen, das ein Umsetzungskon­
zept sowie die Tätigkeiten des Modellregi­
onen-Managers über maximal zwei Jahre
unterstützte. Zusätzlich wurden 2011 erst­
mals Photovoltaikanlagen auf gemeinde­
eigenen Dächern gefördert. Die Förderhöhe
betrug 1100 Euro/kW bzw. maximal 30 Pro­
zent der anerkannten Investitionskosten. Pro
Klima- und Energie-Modellregion wurden
maximal 60 kW unterstützt. In manchen
Modellregionen wurden somit mehrere klei­
nere Anlagen ermöglicht. 158 Anlagen konn­
ten so errichtet werden. Für das Programm
wurden rund 1,8 Millionen Euro aufgewen­
det. Derzeit haben wir 85 Klima- und Ener­
gie-Modellregionen, in denen mehr als zwei
Millionen Menschen leben.
Gibt es auch 2012 Photovoltaikförderungen?
Davon kann man mit an Sicherheit gren­
zender Wahrscheinlichkeit ausgehen. Der­
zeit laufen aber noch die diesbezüglichen
Verhandlungen. Wir werden natürlich sofort
nach einer Entscheidung darüber infor­
Vielleicht bereits am Photovoltaik-Kongress?
Kann absolut sein. Ich bin überzeugt, dass
der Kongress wieder Entscheidungsträger,
Vordenker, und Anwender zusammenbrin­
gen wird. Er wird wie in der Vergangenheit
klar und verständlich über die Einsatzmög­
lichkeiten der Photovoltaik informieren. 3. Photovoltaik-Kongress 2012
Dipl.-Ing. Ingmar Höbarth wird in einer gemeinsamen Talkrunde mit Bundesminister Nikolaus Berlakovich , Reinhold Buttgereit, Generalsekretär des internationalen Photovoltaik
Verbands, und Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Bundesfraktion Bündnis90/
Die Grünen, den diesjährigen Photovoltaik-Kongress in Vösendorf eröffnen.
Informieren auch Sie sich auf dem 3. Photovoltaik-Kongress umfassend darüber, was
für Sie als Unternehmer und für Ihre Kunden (Produktinformation der unterschiedlichen
Anbieter, Fördersituation für Ihre Kunden, Planung, Aufbau & Sicherheit von PV-Anlagen)
Termin: 19. und 20. April 2012, Vösendorf bei Wien
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Bild 1: Detailansicht eines Verformungsrisses in einem Rohr aus Werkstoff 1.4404
Bild 2: Fremdmaterialrückstand auf der
Innenoberfläche eines Rohres aus 1.4404
Bild 3: Mikrodopplung auf einer Walzblechoberfläche aus Werkstoff 1.4571 im
gebeizten Zustand
Elektrochemisches Polieren „deckt auf“
In einigen hochsensiblen Bereichen der Metallbearbeitung sind auch die kleinsten Oberflächendefekte nicht tolerierbar.
Eine sichere, schnelle und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung auf Mikrodefekte ist hier von fundamentaler Bedeutung.
auteile aus Metall oder Metalllegierungen werden meist
durch Gießen, durch spanlose oder spanabhebende
Formgebung, durch Schweißen oder aber durch Sinter­
verfahren hergestellt. Diese wärmetechnischen und mecha­
nischen Formgebungstechniken verursachen dabei am Bau­
teil fallweise Oberflächenausbildungen, die durch lokale
(Mikro)Defektstellen gekennzeichnet sind. Derartige Defekt­
stellen in Form von (Haar)Rissen, Poren etc. beeinträchtigen
in der Regel die Funktion bzw. die Standzeit des Bauteils im
praktischen Betrieb und sollen deshalb möglichst vor der
Inbetriebnahme bzw. im Rahmen zeitlicher Zwischenprü­
fungen durch entsprechende Prüfverfahren schnell und vor
allem sicher erkannt und allenfalls einer Reparatur unterzo­
gen oder aber der ganze Bauteil ausgetauscht werden.
Speziell in hochsensiblen Technikbereichen wie Luft- und
Raumfahrt, Hochgeschwindigkeitstechnik, Energietechnik,
Hochvakuumtechnik, Kerntechnik etc. ist bei Bauteilen, die
hohen statischen oder dynamischen Belastungen ausgesetzt
sind, die sichere und schnelle zerstörungsfreie Werkstoff­
prüfung auf Haarriss- oder Mikroporendefekte von funda­
mentalem Interesse für die Betriebssicherheit der Anlagen.
Gerade im Hinblick auf das Vorhandensein von typischen
Oberflächendefekten bei Bauteilen aus Stahl bzw. auch
austenitischen wie ferritischen Edelstahllegierungen, die
unter anderem das Korrosionsverhalten der Bauteile beein­
Qualitätsverbesserung für Oberflächenbehandlungen bei gleichzeitiger Kostenreduktion muss kein Widerspruch sein – unser patentierter automatischer
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20 3 | 2012
flussen, soll eine Reihe von Prüfverfahren auf die Wirksam­
keit und Treffsicherheit entsprechend spezifischer Defekt­
arten (Mikrodefekte) untersucht werden, wobei auch das
chemische und das elektrochemische Polieren im Hinblick
auf seine Eignung als zuverlässige und praktikable Defekto­
skopiemethode beurteilt werden soll.
Typische Defektarten
Bauteile wie Rohrleitungselemente, Blechhalbzeuge, Behäl­
ter, Ventilkörper, Achsenelemente oder Pleuel werden in
der Regel nach dem Urformprozess des Gießens meist einer
ganzen Reihe nachfolgender mechanischer Umformungs­
prozesse unterzogen. Solcherart hergestellte Bauteile zeigen
fallweise eine Vielzahl von signifikanten Mikrodefekten:
• lokale Rissstrukturen aus spanlosen Verformungsprozes­
sen wie Schmieden, Biegen, Walzen, Ziehen bzw. aus spa­
nenden Prozessen wie Bohren, Drehen, Schleifen oder
auch aus Schweißverfahrensprozessen oder aus Glühpro­
zessen [Bild 1]
• lokale Porenbildungen aus Gusslunkern, Seigerungen
oder aus Schweißprozessen
• lokale Fremdmaterialrückstände etwa vom Schleifen,
Bohren, Honen bzw. vom Biegen oder Ziehen [Bild 2]
• lokale Dopplungen vom Walzen [Bild 3]
• lokale Strukturdefekte hinsichtlich nachhaltiger Gefüge­
änderungen von angewendeten Schweiß- oder Glühver­
fahren [Bild 4]
Die Mehrzahl dieser Defekte wird durch die eingesetzten
Bearbeitungsverfahren verursacht; der geringere Teil erklärt
sich aus typischen Legierungsverunreinigungen oder Werk­
stoffinhomogenitäten.
➤ Verfahrensvorteile
• (Mikro)Poren, (Mikro- oder Haar)Risse und (Mikro)Dopplungen werden
erkannt, durch visuelle Erkennung wie durch austretende Poliersäure
eindeutig pH-aktiv detektierbar.
• Strukturelle bzw. gefügetechnische Defekte werden entweder ­entfernt
(Fremdstoffkontaminationen) oder aber deutlich dargestellt
(z. B. Schweißgutinhomogenitäten).
➤ Anwendungsfälle
Bild 4: Korngrenzenaufkohlung und beginnende interkristalline Korrosion auf einer
aufgekohlten Edelstahloberfläche
der Oberflächen-Mikrodefektoskopie
• Analyse/Detektierung von Verformungsrissen bei geschmiedeten Turbinenschaufeln im Fußbereich
durch spezielle Elektropolierverfahren. Kein anderes Verfahren erlaubt eine sicherere Erkennung von
Mikrohaarrissdefekten infolge spanloser Verformungsprozesse.
• Elemente von Treibstoffleitungen im Luftfahrtbereich werden auf Mikroporen, Haarrisse, Material­
inhomogenitäten auf der Oberfläche mittels exakt spezifizierter Elektropolierverfahren geprüft.
• Reaktorbehälter bzw. Ventilkörper im Chemie- und Nuklearbereich werden im Schweißnahtbereich oder
vollflächig durch chemische bzw. elektrochemische Verfahren schnell und sicher so konditioniert, dass
eine anschließende visuelle Analyse schnell und absolut zielsicher erfolgen kann.
• Pharmaapparate werden im Flächen- wie im Schweißnahtbereich solcherart erfolgreich geprüft.
• Implantatteile werden ebenfalls mittels angepasster elektrochemischer Polierverfahren geprüft.
• Eisenbahnfederungssysteme werden durch gezielte chemische Oberflächenbehandlung sowohl
­hinsichtlich des Dauerfestigkeitsverhaltens wesentlich verbessert als parallel auch betreffend allenfalls
vorhandener Oberflächenmikrodefekte geprüft.
Unabhängig von der Herkunft beziehungsweise der Ursa­
che dieser typischen Mikrodefekte ist allerdings klar, dass
diese sowohl die kalkulierten Bauteileigenschaften betref­
fend Festigkeit, Dichtheit, Korrosionswiderstand etc. mitunter
merklich reduzieren, als auch geeignet sind, technologische
Prozesse und Verfahrensabläufe maßgeblich zu stören.
Beim Prüfverfahren ist dabei vor allem die sichere und effek­
tive Art der Sichtbarmachung bzw. die Erkennung der Defekte
von Bedeutung. Es ist zu beachten, dass speziell mechanisch
bearbeitete Metalloberflächen (Schleifen, Honen etc.) die
Eigenschaft haben, nicht nur eine Reihe dieser Defekte zu ver­
ursachen (Schleifhaarrisse), sondern diese Defekte auch noch
verfahrensbedingt durch systematisches Verschmieren zu ver­
decken (strukturkaschierende Beilbyschicht) und hierdurch
einer ganzen Reihe von herkömmlichen Defektoskopiever­
fahren einer klaren Defekterkennung zu entziehen. Speziell
mechanisches Schleifen/Honen ist dazu geeignet, vorhandene
Mikrodefekte durch entsprechende Oberflächenverschmie­
rungen zu verdecken, wobei solche Kaschierungseffekte
allerdings das Folgeproblem sicher nicht vermeiden lassen,
sondern vielmehr die Früherkennung erschweren und ent­
sprechende Betriebsprobleme praktisch vorprogrammieren.
Gängige Methoden der Defektoskopie
Um Mikrodefekte wie Poren, Risse, Dopplungen etc., welche
für das Betriebsverhalten (Festigkeit, Dichtheit, Korrosion
etc.) eindeutig nachteilige Wirkungen erwarten lassen, mög­
lichst sicher aufspüren zu können, sind in der Regel folgende
Verfahren in Anwendung:
• Röntgenverfahren für Schweißbindefehler und gröbere
Schweißporen
Metall-Anzeige185x60:Metall-Anzeige185x60
• US-Verfahren für gröbere Dopplungseffekte
• Penetrationsprüfung für Poren und Rissbildungen
• chemische Lösungen wie Huey/Strauss-Test für Strukturoder Gefüge- bzw. Kontaminationsdefekte
• Wirbelstromprüfungen für Dopplungs- und Bindefehler
• Magnetpulververfahren nach Förster etc.
Alle diese Verfahren haben spezifische Anwendungen und
entsprechende Vor- und Nachteile. Speziell durch eine Mate­
rialschmierschicht von 1 bis 10 µm Dicke verdeckte lokale
Mikrodefekte entziehen sich erfahrungsgemäß der sicheren
und zuverlässigen Detektion durch Penetrationsprüfung auf­
grund der Zugänglichkeitsbarriere für die chemischen Subs­
Sehr feine lokale Dopplungen, etwa in der Endlosrohrfer­
tigung, können durch Wirbelstromprüfungen oder US-Prü­
fungen erfahrungsgemäß nicht gesichert erkannt werden.
In diesem Zusammenhang ist die Anwendung des che­
mischen Polierens oder des elektrochemischen Polierens –
ursprünglich entstanden als Weiterentwicklung der
­chemischen/elektrochemischen Ätzverfahren für Metall­
strukturanalysen – zur absolut sicheren Defekterkennung
von besonderem Vorteil, da durch die Anwendung dieser
Verfahren nicht nur technologisch sehr hochwertige Metall­
oberflächen entstehen, sondern auch die durch die mecha­
nische Bearbeitung entstandenen Kaschierungsschichten an
der Bauteiloberfläche gesichert und belastungsfrei entfernt
werden (rein kristalline Metalloberflächenstrukturen) und
allfällig vorhandene Mikrodefekte zum Beispiel infolge des
Faradayeffekts deutlich geöffnet und visuell gesichert prüf­
bar aufbereitet werden. www.henkel-epol.com
Weitere Verfahren :
Chemische Vernickelungen
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3 | 2012 21
Die bei voestalpine Rotec gefertigten Generatoren für Airbags besitzen hohe Festigkeit.
Vor der Reinigung in der ELBA weisen sie
Verschmutzungen in Form von Fetten, Ziehseifen und Phosphaten auf.
Resonanzspeicher für Fahrzeuge mit
Hydrauliksystemen haben ein großes Volumen mit einer kleinen Öffnung und sind sehr
schwierig zu reinigen.
Zur Reinigung der Resonanzspeicher für
Fahrzeuge mit Hydrauliksystemen, an die
hohe Anforderungen gestellt werden, wurde
die PALMA bei voestalpine Rotec installiert.
Die voestalpine-Tochter Rotec in Annweiler reinigt Stahlteile für Airbags mit Maschinen von Mafac.
ie Bauteilreinigung ist heute unverzichtbarer Bestand­
teil eines jeden Auftrags“, weiß Peter Pinkau, Produkti­
onsleiter bei dem zur voestalpine-Gruppe gehörenden
deutschen Unternehmen voestalpine Rotec in Annweiler/
Rheinland-Pfalz. Das ursprünglich auf Umformung und
Emaillierung spezialisierte Werk produziert seit 1998 Stahl­
teile für Airbags von Fahrzeugen und ist heute innerhalb der
voestalpine Rotec-Gruppe der Standort mit der höchsten Fer­
tigungstiefe in Sachen Stahlumformung.
Da die Verunreinigungen auf den in Annweiler produzierten
stählernen Airbag-Generatoren bei der Weiterverarbeitung
Probleme bereiteten, wurde bereits vor neun Jahren die Rei­
nigungsmaschine Elba des Alpirsbacher Experten für indus­
trielle Reinigungsmaschinen Mafac angeschafft. Seither
läuft das Zwei-Bad-System im Dreischichtbetrieb. Vier Jahre
später kam die Reinigungsmaschine Palma hinzu, in der
zunächst Resonanzspeicher für Fahrzeuge mit Hydrauliksys­
temen gereinigt wurden. Inzwischen wurde diese Anlage auf
die zeitgleiche Reinigung von Stahl- und von Aluminiumtei­
len umgestellt.
Die Anforderungen an die Herstellung der Generatoren für
die Sprengkapseln der Airbags sind umfangreich. Die unauf­
fällig aussehenden Gehäuse müssen eine hohe Festigkeit
besitzen. Nach der Fertigung der Werkstücke werden beim
Kunden Deckel auf die Rohre geschweißt, was in den Anfän­
gen mit Schwierigkeiten behaftet war. Denn durch die Ver­
unreinigungen der Stahlteile mit Fetten, Ziehseifen und
Phosphaten war der Schweißvorgang problematisch. Somit
kam für den Lieferanten die Reinigung als zusätzliche Kun­
denanforderung hinzu. Die Anschaffung einer Reinigungs­
anlage wurde notwendig.
Dabei fiel die Wahl nach nur wenigen Versuchsreihen im
Mafac-Technikum auf die auf wässriger Basis arbeitende
Reinigungsmaschine Elba. „Neben dem guten Namen, den
Mafac besitzt, und der Nähe zum Standort Alpirsbach waren
für uns das Reinigungs- und Trocknungsergebnis sowie die
Tatsache, dass Mafac mit einem geschlossenen Wasserkreis­
lauf arbeitet, ausschlaggebend“, erklärt Produktionsleiter
22 3 | 2012
Pinkau. Der gesamte Reinigungsprozess umfasst elf Minu­
ten. Da die Airbag-Generatoren unempfindliche Teile ohne
komplexe Geometrien sind, können sie als Schüttgut in das
Beschickungssystem eingelegt und nur mit einem Deckel
fixiert werden. Bei der von Mafac entwickelten Verfahrens­
technik des Spritzreinigens rotiert das Beschickungssystem
gegen- oder gleichläufig zu dem mit Vollstrahldüsen ausge­
statteten Spritzsystem. Zur Trocknung werden die Stahlteile
mit warmer Druckluft impulsartig abgeblasen und anschlie­
ßend mit erhitzter Warmluft beaufschlagt.
„Nach den guten Erfahrungen mit der Elba haben wir 2007
eine zweite Mafac-Maschine, die ‚Palma‘, angeschafft“, sagt
Peter Pinkau. Grund dafür war der Produktionsbeginn von
Resonanzspeichern für Fahrzeuge mit Hydrauliksystemen,
„an welche sehr hohe Reinigungsanforderungen gestellt
werden“, so der Produktionsleiter. Die dickbauchigen Reso­
nanzspeicher haben ein großes Volumen, aber nur eine
kleine Öffnung und sind somit schwierig zu reinigen. Die
Palma ist ebenfalls ein Zwei-Bad-System mit allerdings deut­
lich umfangreicheren Mediumtanks. Sie ist im Gegensatz zu
ihrer „kleinen“ Schwester mit zwei Verfahrenstechnologien
ausgestattet: Neben dem bewährten Spritzreinigen kann die
Reinigungskammer mit ihrem Fassungsvermögen von 450
Litern auch bis zu 100 Prozent geflutet werden.
Während des Reinigungsprozesses werden die Resonanz­
speicher in Spezialvorrichtungen im Beschickungssystem
eingelegt. Durch die Fixierung der Stahlteile lässt sich die
Verfahrenstechnik des Spritzreinigens in vollem Umfang
nutzen. Die Ausrüstung des Reinigungssystems der Palma
mit Vollstrahldüsen macht dabei sowohl ein punktuelles
Abreinigen der Werkstücke als auch eine flächige Reinigung
„Entscheidend war für uns bei diesen Werkstücken auch die
Trocknung, für welche die Palma ebenfalls zusätzliche Opti­
onen bietet“, so Peter Pinkau. Neben dem bereits beschrie­
benen Impulsblassystem ist serienmäßig ein Kondensations­
system eingebaut, das im Anschluss an jeden
Reini­gungs­prozess aktiviert wird. (ira)  www.mafac.de
Vorbehandlung großer Konstruktionen
Das neue System RRBK 25/21 von Rösler ist ein Rollenbahn-Konstruktionsstrahler, der es ermöglicht, komplette Stahlkonstruktionen vor dem Lackieren zu strahlen.
sowohl die Ein- und Auslaufrollenbahn als auch die Strahl­
kammer begehbar. Dies vereinfacht in Verbindung mit den
großen Wartungsöffnungen auch die Wartungs- und Repara­
turarbeiten. www.rosler.com
Das Strahlsystem RRBK 25/21
wurde für die Bearbeitung von
bis zu 16.000 x 2500 x 2100
mm großen, dreidimensionalen
Schweißkonstruktionen sowie
Blechen mit einer minimalen
Höhe von 3 mm ausgelegt.
Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH
m die Oberflächen von Stahlkonstruktionen – etwa
für den Industrie- und Lagerhallenbau – optimal auf
die Lackierung beziehungsweise Pulverbeschichtung
vorzubereiten, werden sie nach dem Schweißen gestrahlt.
Ein auf die Anforderungen eines großen polnischen Stahl­
bauers maßgeschneidertes Strahlsystem von Rösler ermög­
licht etwa die Bearbeitung von bis zu 16 x 2,5 x 2,1 Meter
(L x B x H) großen, dreidimensionalen, massiven Schweiß­
konstruktionen mit einem Maximalgewicht von 24 Tonnen.
Die Anlage verfügt über zwölf elektronisch gesteuerte Turbi­
nen Hurricane H 42 mit je 15 kW Antriebsleistung. Die Plat­
zierung der Turbinen gewährleistet, dass Rost und Zunder
sowie Schweißrückstände von allen Bereichen der Konstruk­
tionen zuverlässig entfernt werden. Eine in die untermuldete
Auslaufkammer integrierte Abblasstation stellt sich durch
Werkstückerkennung automatisch auf die Höhe der Teile
ein und sorgt für die Entfernung von verbliebenem Strahl­
mittel. Die Abmessungen der Bauteile, insbesondere deren
Höhe, machten sehr große Öffnungen an der Ein- und Aus­
laufkammer sowie der Strahlkammer erforderlich. Schutz­
vorhänge aus Spezialgummi sowie ein Schiebesystem aus
Stahlplatten verhindern den Austritt von Strahlmittel durch
die konstruktionsbedingt großen Öffnungen an der Ein- und
Auslaufkammer.
Die Beschickung der Anlage erfolgt mit dem Hallenkran.
Damit Mitarbeiter die Befestigungen der Werkstücke schnell
und problemlos lösen können, wurde das Strahlsystem
einerseits in das Fundament abgesenkt. Andererseits sind
3 | 2012 23
special: Blech und Blechhalbzeuge
Links: Im Takt von ca. 100 Sekunden schweißen die Fachleute bei GF pro Fahrzeugtür 16 Punkte von exakt je 5 mm im Durchmesser.
Rechts: Die Punktverbindungen sind wiederholgenau von gleich hoher Qualität.
Aluminiumteile punkten
Der Automobilzulieferer Georg Fischer Automotive nutzt eine alternative Version des Widerstands-Punktschweißverfahrens.
nders als konventionelles Punktschweißen überwin­
det DeltaSpot die Hindernisse, die bisher dem hoch
produktiven Fügen des Werkstoffes Aluminium im
Wege standen. Experten von Georg Fischer entwickelten
die Lösung für die Türrahmen des neuen Porsche Pana­
mera gemeinsam mit dem Schweißsystempartner Fronius.
Laut Wolfgang Hintsteiner, dem bei Georg Fischer für das
Projekt verantwortlichen Ingenieur, hat sich die Anlage als
prozesssicher und kostengünstig erwiesen.
Kennzeichnend für DeltaSpot sind umlaufende Prozess­
bänder. Sie unterbinden den direkten Kontakt zwischen
Elektrode und Werkstück, aber vermitteln ihn indirekt.
Dies hilft den Elektrodenverschleiß drastisch zu reduzie­
ren und macht den Wärmeeintrag in die Fügestelle regelbzw. optimierbar.
Aus dem Leichtbauwerkstoff Aluminium bestehen sowohl
die rund 3 mm dicken Rahmen als auch das darauf zu
fügende 2 mm dicke Versteifungsblech der Fahrzeugtü­
ren. Die Fachleute beschritten beim Lösen dieser Aufgabe
neue Wege. Sie hatten zuvor mehrere Fügeverfahren auf
ihre fertigungstechnische Eignung und Wirtschaftlichkeit
untersucht: Das konventionelle Widerstandspunktschwei­
ßen, das Rührreibschweißen, das Clinchen, das Stanz­
nieten sowie einen Klebeprozess. „Hinzu kam DeltaSpot,
dessen Stärken die Entwickler von Fronius besonders im
Fügen von Aluminium bezeichnen“, berichtet Wolfgang
Hintsteiner. Im Auswahlprozess erwies sich DeltaSpot
24 3 | 2012
als das geeignetste Fügeverfahren. Die damit gefügten
Teile aus beschichtetem Aluminium-Druckguss und -blech
bestehen die Qualitätstests.
Im Unterschied zum herkömmlichen Widerstandspunkt­
schweißen entstehen die gepunkteten Verbindungen zwi­
schen Tür und Rahmen der Fahrzeugtür nahezu sprit­
zerfrei, das heißt ohne die Hauptabdichtung an dieser
sensiblen Stelle zu beeinträchtigen. Der wärmebedingte
Verzug am Werkstück bleibt eng begrenzt und gegebenen­
falls korrigierbar. Die geforderte hohe Maßgenauigkeit am
Außenflansch ist mit DeltaSpot gleichfalls gegeben. Clin­
chen und Stanznieten hingegen hätten dies nicht erfüllt
und außerdem durch formverändernd einwirkende mecha­
nische Kräfte intolerable Oberflächenschäden verursacht.
Klebeverbindungen sind während des Aushärtens nicht
belastbar und das die Oberfläche verunreinigende Klebe­
medium würde nachfolgende bzw. parallel laufende Füge­
prozesse stören.
„Mit dem Prozessband erzeugen wir wiederholgenau einen
gleichmäßigen Punkt“, resümiert Wolfgang Hintsteiner.
„Wir schweißen im Takt von circa 100 Sekunden eine der
Türen und brauchen die Oberfläche hinterher nicht nach­
zuarbeiten. Für Anwendungsfälle wie die unseren mit
schweißbarem Guss, definierter Oberfläche, Antikorro­
sionsbeschichtung und gegebener Zugänglichkeit ist
­DeltaSpot erste Wahl.“ www.fronius.com
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Für das manuelle Trennen von Blechen und Rohren werden je nach Material und Anforderung unterschiedliche Werkzeuge benötigt. Experten des Elektrowerkzeug-Herstellers Fein geben einen kurzen Überblick über die jeweils geeigneten Trennverfahren.
ie Vorteile der Schlitzschere liegen in der Schnel­
ligkeit und der Genauigkeit des Schnitts. Hochwer­
tige Blechschlitzscheren erreichen eine Schnittge­
schwindigkeit von bis zu zehn Meter pro Minute. Durch
die Schnitttechnik wird das Material nicht verformt: Die
you‘re in good hands ...
Schlitzschere trennt einen dünnen Span aus dem Blech.
Aufgrund dieser Technik muss relativ wenig Vorschub­
kraft eingesetzt werden. Die Schlitzschere ist vor allem für
gerade Ab- und Ausschnitte in Wickelfalzrohren und Tafel­
blechen geeignet. Das zu bearbeitende Blech sollte nicht
dicker als zwei Millimeter sein.
Für Bleche bis zu vier Millimeter Dicke eignen sich Blech­
scheren. Im Gegensatz zur Schlitzschere schneidet die
Blechschere einfach durch das Material. Mit einem leis­
tungsstarken Motor erreicht sie Schnittgeschwindigkeiten
von bis zu acht Meter in der Minute. Aufgrund des Schnei­
Knabber sind extrem wendig und kurvengängig.
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deverfahrens wird das Blech einseitig verformt. Blech­
scheren werden vorwiegend für Abschnitte und lange
Schnitte in Tafelbleche eingesetzt.
Werden vorwiegend Well- und Trapezbleche, Profile oder
dicke Bleche bearbeitet, empfiehlt sich der Einsatz eines
Knabbers. Er stanzt präzise durch das Werkstück und
kann Materialdicken bis zu fünf Millimeter ohne Verfor­
mungen bewältigen. Knabber sind meist sehr kompakt
gebaut, sodass sich selbst an schwer zugänglichen Stellen
wie im Schaltschrankbau auch Kurven und Ausschnitte
präzise schneiden lassen. 
Innovativer Schweißkantenformer
iele Anwender betrachten die Qualität der Schweiß­
kanten als besonders entscheidendes Merkmal, denn
sie bildet die wichtige Basis für gute Schweißnähte.
Die Ingenieure und Techniker von Trumpf haben mit dem
TruTool TKF 2000 einen Schweißkantenformer entwickelt,
der in Stahl (400 N/mm2) maximale Fasen von bis zu 20
mm Länge in einem Bearbeitungsgang abtragen kann. Die
Schrägungswinkel lassen sich zwischen 20° und 55° stu­
fenlos einstellen, die Bleche dürfen eine Materialstärke von
10 bis 50 mm haben, und die Nennaufnahmeleistung des
Spezialwerkzeugs liegt bei 2500 Watt.
Das neue Werkzeug lässt sich je nach Bedarf mit oder ohne
Eigenantrieb ausstatten. Die Entscheidung sollte vom pri­
mären Einsatzfall abhängig gemacht werden, wie Ver­
triebsleiter Johannes Wetzel erklärt: „Sind vor allem lange,
gerade Bleche zu bearbeiten, raten wir in jedem Fall zum
Eigenantrieb. Am Blech angesetzt, läuft das TruTool TKF
2000 alleine mit der eingestellten Geschwindigkeit und
muss während des Bearbeitungsprozesses lediglich über­
wacht werden. Dadurch spart der Anwender Kraft und
kann mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 1,4 m/
min äußerst produktiv unterschiedliche Schweißkanten
Sind häufig kurvenförmige Kanten gefordert oder muss
an Innenausschnitten (ab 55 mm) gearbeitet werden, ver­
zichtet man besser auf den Eigenantrieb. Dank des modu­
laren Aufbaus ist auch
ein späteres Um- und
Aufrüsten einfach
möglich. Mit dem ent­
sprechenden Standard­
modul können Anwen­
der den Umbau selbst
vo r n e h m e n . O h n e
Eigenantrieb (rund 10
kg) wiegt der Schweiß­
kantenformer 36 kg.
Beim neuen TruTool
TKF 2000 können
Anwender ihren Quali­
tätsanspruch mithilfe
Stoßstähle
bedarfsgerecht erfül­
len. Der „Highquality“Stoßstahl
die Fasenqualität. Ent­
scheidend dafür sind
der konstruktive Auf­
bau mit zwei schrägen, nach­
schleifbaren Kanten und der
reduzierte Vorschub. Demge­
genüber erzeugt der
„Longlife“-Stoßstahl die
Fasen schneller und hat vier
Kanten, die mehrmals nach­
geschliffen werden können.
Ist ein Wechsel notwendig,
verliert ein geübter Bediener
dabei nur wenig Zeit. Dank
eines Werkzeugschnellver­
schlusses lässt sich diese
Aufgabe in weniger als fünf
Minuten erledigen. www.trumpf.com
Bearbeitung von kurvenförmigen
Kanten mit Radien und Innenausschnitten
3 | 2012 27
Fotos: TRUMPF GmbH + Co. KG
Mit dem TruTool TKF 2000 ist es erstmals möglich, Schrägungslängen bis zu 20 mm in Baustahl und Aluminium zu erzeugen.
Foto: Stahl-Informations-Zentrum / ThyssenKrupp Steel Europe
Partiell vergütete B-Säulen bieten höchste Sicherheit im Crashfall.
Heißes Eisen: Warmumformung
Immer festere Stähle sorgen dafür, dass Autos leichter und zugleich sicherer werden. Warmumgeformte Stähle spielen
PcP_AZ_Metall_90x125_RZ.qxd:PCP
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Stahl - und Edelstahlverarbeitung
PcP. Produkte sind
die ideale Lösung zur
Höhenunterschieden.
ie Automobilindustrie steht derzeit vor großen
Herausforderungen. Die Grenzwerte der EU für die
CO2-Emissionen der Fahrzeuge, deren Überschrei­
tung ab 2012 nicht unerhebliche Strafzahlungen nach sich
ziehen wird, zwingen die Hersteller zu umfangreichen
Maßnahmen, um die Flottenverbräuche weiter zu reduzie­
Neben antriebsseitigen Verbesserungen und der Optimie­
rung der Fahrwiderstände kommt dem Leichtbau hierbei
eine entscheidende Rolle zu. Für sich allein betrachtet
nicht immer die kostengünstigste Alternative, erschließt
der Leichtbau auch sekundäre CO 2-Reduzierungspoten­
ziale und ist damit für zukünftige Antriebskonzepte uner­
Mit dem Trend zu Karosserie-Mischbauweisen stehen
momentan vor allem sogenannte Leichtbauwerkstoffe im
Mittelpunkt vieler Betrachtungen. In diesem Zusammen­
hang wird das Leichtbaupotenzial von Stahl vielfach unter­
schätzt, das entgegen häufiger Auffassung bei Weitem
noch nicht ausgeschöpft ist.
Bestes Beispiel hierfür sind pressgehärtete, das heißt
warm­umgeformte, Bauteile aus ultrahochfesten ManganBor-Stählen. Die Blechplatinen aus diesen Stählen wer­
den auf rund 950 Grad Celsius erwärmt und anschließend
umgeformt. Durch die gezielte Abkühlung noch im Werk­
zeug, die eine Härtung des Werkstoffs bewirkt, werden
Bauteilfestigkeiten von bis zu 1600 Megapascal erreicht.
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28 3 | 2012
Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre ist die Warmumfor­
mung bekannt und wird für die Herstellung einzelner
sicherheitsrelevanter Bauteile wie Seitenaufprall- oder
Stoßfängerquerträger eingesetzt. Zum endgültigen Durch­
bruch verhalf dieser Technologie Volkswagen im Jahr
2005. Mit der Anwendung des Verfahrens bei B-Säulen,
Schwellern, Mitteltunnel, Dachrahmen sowie im Bereich
der Stirnwand konnte das Rohkarosseriegewicht des Pas­
sat im Vergleich zu einer Bauweise mit höchstfesten, kon­
ventionell umgeformten Stählen um rund 20 Kilogramm
Inzwischen setzen alle Großserienhersteller auf die Warm­
umformung. Mit Zuwachsraten von jährlich etwa 20 Pro­
zent bei den produzierten Bauteilen steigt der Anteil
pressgehärteter Stähle in den Fahrzeugen kontinuierlich.
„Waren es 1997 noch acht Millionen, wurden im letzten
Jahr weltweit auf rund 150 Produktionsanlagen bereits 124
Millionen Warmumformteile produziert. Für das Jahr 2015
gehen wir von 350 Millionen Bauteilen aus“, so Lothar
Gräbener, Vice President Sales von Schuler SMG, einem
auf Warmumformanlagen spezialisierten Hersteller. In den
Rohkarosserien aktueller Fahrzeuge befinden sich durch­
schnittlich zwischen 5 und 15 Prozent warmumgeformte
Bauteile. Mittelfristig erwarten die Fachleute von Automo­
bil-, Stahl- und Anlagenherstellern durchaus Anteile von
Durch verschiedene Konzepte lassen sich unterschied­
liche mechanische Eigenschaften in einem Bauteil ein­
stellen. Neben dem Presshärten von Tailored Blanks oder
Tailor Rolled Blanks gewinnt das partielle Vergüten zuneh­
mend an Bedeutung. Hierbei wird durch unterschiedlich
schnelle Abkühlung nur in einem Teilbereich des Bauteils
eine hohe Härte erzeugt. Somit können anforderungsge­
rechte Eigenschaften über die Bauteillänge erzeugt wer­
den. Gleichzeitig werden Prozessschritte eingespart; das
Verschweißen von Stählen mit unterschiedlichen Eigen­
schaften entfällt.
Die B-Säule des Automobils ist ein typisches Anwendungs­
beispiel hierfür. Im unteren Bereich soll sie nachgeben und
sich verformen, um bei einem Seitenaufprall möglichst viel
Energie aufzunehmen. Im oberen Bauteilbereich, in Kopf­
Quelle: Stahl-Informations-Zentrum / Schuler SMG
höhe des Fahrers, ist dagegen eine möglichst hohe Festig­
keit gefordert. Auch bei den Stahlherstellern geht die Ent­
wicklung neuer warmumformbarer Stahlsorten weiter in
Richtung noch höherer Bauteilfestigkeiten. In einem For­
schungsprojekt wurde etwa eine neue Sorte entwickelt, die
Festigkeiten bis zu 2000 Megapascal ermöglicht.
Neben den Anwendungen im Karosseriebau wird künftig
auch der Fahrwerksbereich stärker in den Fokus rücken.
Beispielsweise werden zurzeit Fertigungskonzepte entwi­
ckelt, die die Innenhochdruckumformung mit dem Press­
härten kombinieren.
Auch wenn es darum geht, leistungsfähige Bauteile und
Systeme zu vergleichsweise niedrigen Kosten zu verwirkli­
chen, führt am Werkstoff Stahl kein Weg vorbei. Ein Kilo­
gramm Gewicht einzusparen kostet beim Stahl etwas mehr
als zwei Euro. „Ein Kilo Gewichtsersparnis mittels CFK
kostet 50 Euro, mittels Alu sind es zehn bis zwölf Euro“,
stellt Holger Schubert, Werkstofffachmann bei Daimler,
fest. Für exklusive Kleinserien verwendet Daimler in der
Karosserie Aluminium: Beim Mercedes SLS AMG besteht
sie zu 96 Prozent daraus, der Rest ist Stahl. Bei der aktu­
ellen E-Klasse ist das Verhältnis umgekehrt: 90 Prozent
sind Stahl, 7 Prozent Aluminium, der Rest ist Kunststoff. 
Bleche Stangen Rohre Profile Coils Bänder
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3 | 2012 KUPFER
ING. JOHANN WEGHUBER
„METAL“ ISN‘T JUST HEAVY MUSIC
Links: Bestimmungsort dieser Lochblechrolle ist die Lärmschutzwand einer Autobahn.
Rechts: Nicht immer sind es Löcher, die dem Blech Schönheit und Funktion verleihen.
Perfektion in Perforation
Der Lochblech-Hersteller RMIG betreibt in Raguhn/Deutschland sein größtes Produktionswerk. Ein Lokalaugenschein von Gerhard Rainer.
or mehr als 150 Jahren hat sich die Region um die
(ost)deutsche Stadt Dessau im Zuge der Industria­
lisierung zu einem Zentrum des Maschinen- und
Fahrzeugbaus entwickelt. Das bekannteste Dessauer
Unternehmen war Junkers, das dort von 1915 an bis zu
seiner Zerstörung 1945
Motoren und Flugzeuge
baute. Älter als Jun­
kers war allerdings die
bereits 1861 gegründete
Gottlob Heerbrandt AG,
eine „Metalltuchfabrik“
(Drahtweberei), Metall­
locherei und Maschi­
nenfabrik in der klei­
nen Stadt Raguhn, 15
Kilometer südlich von
Dessau. Als Zuliefe­
rer der Junkers-Werke
überstand auch dieses
Unternehmen den Zwei­
ten Weltkrieg nicht,
die Überreste wurden
1949 als „Volkseigener
Betrieb“ in die DDR-Ver­
waltung übernommen,
und wuchsen in der
Mit einem Druck von 500 Tonnen werden
Folge unter dem Namen
in der Breitpresse die Blechbahnen Coil to
„Press- und Stanzwerke
Coil nach Kundenwunsch gestanzt.
30 3 | 2012
Raguhn“ (Prestara) wieder auf fünf Werke mit insgesamt
1100 Mitarbeitern an. Nach der deutschen Wiedervereini­
gung kam es 1992 zur Privatisierung der Prestara durch
den dänischen RMIG-Konzern. Das Lochblechwerk Raguhn
ist heute mit etwa 135 Mitarbeitern größter Arbeitgeber
der Stadt, und mit 32 Millionen Euro Umsatz einer der
größten Produktionsstandorte für Lochbleche in Deutsch­
Hochdruck auf voller Breite
RMIG verfügt im Werk Raguhn über fünf Breitpressen
mit Kapazitäten von 160 bis 500 Tonnen. Die zwei größ­
ten Pressen können ganze Blechrollen verarbeiten (Coil to
Coil). Zwei weitere Streifenpressen drücken mit 50 bezie­
hungsweise 250 Tonnen durchs Metallblech. Alle Pressen
sind CNC-gesteuert und haben eine Fertigungsbreite bis
zu 1,5 Meter. Dazu kommen Maschinen für die Weiterver­
arbeitung: drei Stanzautomaten, ein Laser-Stanzautomat,
zwei Scheren, zwei Abkantpressen, fünf Exzenterpressen,
zwei Dreiwalzenbiegemaschinen und acht Walzen zum
Richten. Neben dem Werkzeugbau am RMIG-Hauptstand­
ort in Dänemark verfügt auch das Werk Raguhn über
einen eigenen Werkzeugbau. Dieser ist für die individu­
elle Fertigung notwendig, denn jedes Muster braucht sei­
nen eigenen Präge- oder Stanzstempel.
Fast überall zu sehen
Ist man erst mal auf die vielfältigen Einsatzbereiche von
Lochblechen aufmerksam geworden, dann sieht man sie
Sechsecklochung: Sechsecklochungen
gewähren einen extrem großen freien
Querschnitt von bis zu 80 Prozent.
Bleche mit dieser Lochung haben deshalb ein geringes Gewicht bei weitestgehender Erhaltung der Stabilität aufgrund der Bienenwabenstruktur.
Quadratlochung: Quadratlochbleche
können ebenfalls eine sehr große offene
Fläche haben (bis zu 70 Prozent freier
Querschnitt) und finden deshalb (wie
die Sechsecklochbleche) speziell im
Lüftungsbereich ihre Anwendung. Architekten und Designer erzielen mit Quadratlochblechen vielfältige und sehenswerte Lösungen
bei Fassaden, Decken oder Geländerfüllungen.
vom könner
Rundlochung: In technischen wie auch
in dekorativen Anwendungen werden
Bleche mit Rundlochung am häufigsten
verwendet. Die Rundlochung ist die
solideste Form und lässt sich vielseitig
plötzlich überall: Vom Schallschutz über Architektur
und Innenausbau, Fassadengestaltung, Automobilin­
dustrie, in Haushaltsgeräten bis hin zum Saatgut- oder
Schälsieb in der Lebensmittelindustrie. Dabei werden
bei RMIG rund zwei Drittel des Umsatzes mit soge­
nannten „Taylor Made“-Produkten erzielt, erklärt der
dafür zuständige Manager Gunnar Trautwein. Also
Sonderlochungen und Bearbeitung nach spezifischen
Designvorgaben des Kunden. Etwa von der Automarke
Audi, die ihre Verkaufsterminals mit abgekanteten
Sonnenschutz-Lochblechen verkleidet. Das Opernhaus
von Oslo wiederum kleidete seine Fassade in weißes,
mit acht verschiedenen Mustern geprägtes Alumini­
umblech. Und an einer dänischen Musikschule wur­
den durch unterschiedlich große Rundlochungen in
der Stahlblech-Verkleidung sogar stilisierte Fotos auf
die Frontfassade gezaubert.
Mehr als 1000 Produkte sofort lieferbar
Auch wenn es gerade die kundenspezifischen Anferti­
gungen sind, durch die sich RMIG besonders hervor­
heben kann, hält das Unternehmen in seinem RMShop eine breite Palette an Standardprodukten bereit,
die in kleinsten Mengen und innerhalb von 24 Stun­
den geliefert werden können. Neben den mehr als
45.000 Blechen sind hier auch ergänzende Produkte
wie etwa Streckmetalle oder Einfassprofile ständig
lagernd. www.rmig.com
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alles, was Sie als SchweißProfi brauchen, aus einer
Hand! Von Anlagen über
Zubehör bis zur SchutzausSchutzaus
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sind extrem hochwertig und
angenehm zu tragen."
Staatsmeister im Schweißen,
Worldskills 2011 Teilnehmer
Verbundfenster Lambda 100 von HUECK
Eleganz trifft auf optimale Wärme- und Schalldämmung
eim Verbundfenster Lambda 100 wird die innere Dop­
pelglas-Fensterebene mit einem vorgesetzten Flügel
kombiniert. Der dadurch entstehende zusätzliche Luft­
polster zwischen den beiden Flügeln verleiht dem Fenster
optimale Wärme- und Schalldämm-Eigenschaften. So wer­
den mit dieser neuen Verbundfenster-Konstruktion Schall­
dämmwerte (Rw) bis 49 dB erzielt. Dabei kann bei einer
Ansichtsbreite von nur 78 mm ein exzellenter Uf-Wert bis
1,1 W/m2K realisiert werden (äußerer SG-Flügel mit Float
8 mm geklebt, Verglasung innen 8/16/9 L).
Da die Jalousien bei Lambda 100 zwischen den beiden
Fens­terflügeln liegen, bieten sie nicht nur einen effektiven
Sonnen- und Hitzeschutz, sondern sind auch vor Verunrei­
nigungen, Wind und Regen geschützt. Dabei ist das Ver­
bundfenster leicht zu reinigen, denn für diesen Zweck kön­
nen die beiden Flügel entkoppelt werden.
Auch optisch überzeugt Lambda 100 in allen Dimensionen.
Die geringe Bautiefe von nur 100 mm und die schlanken
Ansichtsbreiten ab 76 mm geben Spielraum für eine ele­
gante und schlanke Architektur. Der äußere Flügel kann
wahlweise als sichtbarer oder Structural-Glazing-Flügel
ausgeführt werden. Aufgrund seines einzigartigen Flügel­
32 3 | 2012
aufbaus ist der Flügelzwischenraum überzeugend homogen
gestaltet. Dank der schwarzen Kunststoffglasleiste werden
störende Farbbrüche über die gesamte Flügeltiefe vermie­
den. Das ist besonders wichtig bei zweifarbigen Ausfüh­
rungen, die ebenso einfach zu realisieren sind.
„Die Herausforderung bei dieser Neuentwicklung lag
darin, eine Lösung zu finden, die nicht nur den geforderten
Wärme- und Schalldämmwerten, sondern auch den archi­
tektonischen Ansprüchen an schlanke, elegante Ansichten
entspricht“, erläutert Thomas Volkelt, der als Leiter des
Bereichs Objekt-Konstruktion für die neue Konstruktion
verantwortlich zeichnet. „Die positiven Reaktionen von
Architekten und Verarbeitern haben uns gezeigt, dass wir
diese Aufgabe voll erfüllt haben.“
Als Teil des Lambda-Baukastens sind auch bei dieser Kons­
truktion alle Glasleisten des Systems einsetzbar. Standard­
beschläge und die modular aufgebauten Isolierungsvarian­
ten stammen aus der Serie Lambda 77 L. Als Öffnungsarten
sind Dreh-, Kipp-, Drehkipp- und Kipp-vor-Dreh-Fenster
möglich. Das maximale Flügelgewicht beträgt 170 kg. www.hueckrichter.at
Wegen seiner hervorragenden Wärme- und Schalldämm-Eigenschaften und dem leicht zu integrierenden, innenliegenden
Sonnenschutz erfährt das Verbundfenster-Prinzip derzeit eine Renaissance. Mit Lambda 100 präsentiert Hueck ein
modernes Verbundfenster als vielseitig einsetzbare Erweiterung des erfolgreichen modularen Fenstersystems Lambda.
Die komplexe Neuentwicklung kombiniert das Konzept des Lambda-Baukastens mit den Vorteilen dieser Fensterkons­
truktion und einer eleganten Optik.
Schneller Biegen.
Die TruBend Serie 7000.
Gewichtsoptimierte Maschinenbauteile aus Kohlefaser und eine
ausgeklügelte Ergonomie ermöglichen es, Bleche mit besonders
hoher Geschwindigkeit zu bearbeiten – vor allem bei einem
Format bis DIN A3. Das macht die Maschinen der neuen TruBend
Serie 7000 zu den schnellsten Biegemaschinen der Welt.
Schüco AWS 90 BR und ADS 90 BR für Fenster
und Türen mit hohen Sicherheitsanforderungen
Fotos: Schüco/AluKönigStahl
Angesichts der gestiegenen Anzahl von Verbrechen und Terroranschlägen weltweit wächst das Sicherheitsbedürfnis in
allen Ländern. Die Schüco-Systeme aus dem Hause AluKönigStahl können perfekt auf die jeweiligen Sicherheitsanforderungen abgestimmt werden und sorgen für optimale Sicherheit der Nutzer.
Schüco ADS 90 BR mit Einbruchhemmung RC4
Schüco AWS 90 BR mit Durchschusshemmung FB 4
lle zwei Minuten wird eingebrochen! Jahr für Jahr
entstehen dadurch Milliardenschäden. Von den ide­
ellen unwiederbringlichen Werten oder den phy­
sischen und psychischen Schäden bei Gewaltanwendung
ganz zu schweigen. Auch der Bedarf an durchschusshem­
menden Fenstern, Türen und Fassaden steigt merklich an.
AluKönigStahl bietet mit den aktuellen Schüco-Sicher­
heitssystemen für Einbruch- und Durchschusshemmung
passende Lösungen. Selbstverständlich sind auch hier alle
Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt und ent­
sprechen den geltenden Sicherheitsvorschriften.
Schüco AWS 90 BR (Aluminium Window System, 90 mm
Bautiefe, Bullet Resistant) und ADS 90 BR (Aluminium
Door System) sind komplett einschließlich der Systembe­
schläge geprüft: nach EN 1522 für Durchschusshemmung
bis FB 4 und nach ENV 1727-1630 für Einbruchhemmung
bis RC4 (nach alter Norm WK4). Eine innovative Einschub­
technik erlaubt die Verwendung von ein und derselben
Profilplattform für FB-4- oder RC4-Anforderungen. Bei der
Kombination von Elementen der Schutzklasse FB 4 mit
Einbruchhemmung ist ebenfalls die Widerstandsklasse
RC4 erreichbar.
Die Konstruktionen Schüco AWS 90 BR und ADS 90 BR
sind kombinierbar mit einbruch- oder durchschusshem­
34 3 | 2012
menden Fassaden nach Klasse RC4/FB 4. Sie basieren auf
den bewährten AWS- und ADS-Standardserien und sind
mit diesen Serien kompatibel. Die Profilplattform für Ein­
bruch- und Durchschusshemmung wird mittels Einschub­
technik erreicht. Neben Profilen, Beschlägen und Zubehör
gehört auch das Sicherheitsglas Schüco Protect zum Sys­
tem. Es bietet durch unterschiedlichen Scheibenaufbau
Einbruch- oder Durchschusshemmung.
Mit Schüco AWS 90 BR lassen sich unter Berücksichti­
gung des maximalen Flügelgewichtes einflügelige, nach
innen öffnende Drehkipp- oder Drehfenster mit Oberlich­
tern und/oder Seitenteilen realisieren. Erreichbar sind
Flügelmaße bis maximal 1450 x 1800 mm. Bei einer RC4Anforderung ist ein Flügelgewicht bis maximal 160 kg bei
Verwendung des verdeckt liegenden Avan-Tec-Systembe­
schlags möglich, ein Flügelgewicht bis maximal 200 kg bei
Verwendung des Kurbeldrehkippbeschlags (KDK).
Schüco ADS 90 BR ist zum Bau von 1- und 2-flügeligen
Türen nach innen und außen öffnend sowie Türen mit Sei­
tenteilen und/oder Oberlichten geeignet. Bei Berücksich­
tigung des maximalen Flügelgewichtes von 300 kg lassen
sich Flügelmaße von 1300 x 2500 mm realisieren.
Die Schüco Systemlösungen für mehr Sicherheit sind auf
ein wesentliches Kriterium ausgerichtet: die äußere Ästhe­
Alle zwei Minuten wird eingebrochen!
AluKönigStahl bietet mit den aktuellen SchücoSicherheitssystemen passende Lösungen.
Spezialglas für Brandschutz
E30 / 60 / 90
EI30 / 60 / 90
Schicht für Schicht mehr Sicherheit !
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tik bleibt erhalten, weil die Schutzmechanismen überwie­
gend im Inneren der Elemente integriert sind. Dadurch
werden die kreativen Möglichkeiten in der Form und
Farbgebung nicht beeinträchtigt. Um Sicherheit rundum
gewährleisten zu können, müssen alle Komponenten der
Konstruktion wie Rahmenprofile, Beschläge, Glas, Befes­
tigungsmittel und Baukörper in die Planung einbezo­
gen werden. Dazu liefert AluKönigStahl alle relevanten
Schüco-Systemkomponenten aus einer Hand – inklusive
Ob als Planer, Verarbeiter, Bauherr oder Nutzer – mit
Schüco Systemlösungen für Einbruch- und Durchschuss­
hemmung sind Sie immer auf der sicheren Seite! Generalvertretung für Österreich
… denn Kompetenz hat
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3 | 2012 35
Welches Spezialprofil hätten’S denn gern?
Die Veredelung von Spezialprofilen zählt neben der Rollverformung zu einer der Kernkompetenzen von Welser Profile.
Die Möglichkeiten der Funktionserweiterung nehmen stetig zu und werden zum Großteil in den der Rollverformung
nachgelagerten Prozessen verwirklicht.
➤ Welser
• Produzent von Spezialprofilen und Profilrohren aus Stahl,
Edelstahl und Nicht-Eisenmetallen
• Familienbetrieb in 11. Generation
• über 18.500 realisierte Profilquerschnitte
• Gesamtbetriebsfläche 420.000 m²
• rund 1750 Mitarbeiter
• 3 Produktionsstätten
• 11 Verkaufsniederlassungen
36 3 | 2012
gezieltes Dickenreduzieren der Bandstärke oder Anstau­
chen des Spaltbandes, bevorzugt im Randbereich bzw. an
den Bandkanten, eine belastungsoptimierte Auslegung des
Profils möglich – und dies bei verbesserter Oberflächengüte.
Neben dem Vorteil der deutlichen Gewichtsreduktion, der
Reduktion des Materialbedarfes und vor allem der Integra­
tion von unterschiedlichen Funktionen zählen eine erhöhte
Festigkeit im umgeformten Bandbereich sowie die Möglich­
keit einer Bearbeitung von bereits vorverzinkten Bändern zu
den großen Vorteilen des Verfahrens.
Durch die spezielle Rohr-Enden-Bearbeitung entwickelt
Welser neue kundenindividuelle Stahlrohre für Branchen,
in denen Bauteile für starke Beanspruchungen oder form­
schlüssige Verbindungen erforderlich sind. Während bisher
mehrere Rohre unterschiedlicher Durchmesser für derar­
tige Einsatzzwecke ineinandergesteckt bzw. zusammenge­
schweißt werden mussten, ist es durch ein neues, mehrstu­
figes Verfahren möglich, unterschiedliche Durchmesser und
Geometrien in einem Bauteil zu erzeugen. Da das Rohr an
den verjüngten Stellen aufdickt, wirkt sich dies positiv auf
die Festigkeit und Stabilität aus. Darüber hinaus kann der
Bearbeitungsschritt des Nachverzinkens eingespart werden,
da durch das Wegfallen von Schweißarbeiten auch vorver­
zinktes Material verwendet werden kann.
Die Werkzeuge für die Produktionsmöglichkeiten werden
getreu der Maxime „alles aus einer Hand“ im eigenen Hause
konstruiert und erlauben nicht nur rasche Reaktions- und
Durchlaufzeiten, sondern auch Optimierungen im Kaltum­
formbereich, die speziell bei hoch- und höchstfesten Stählen
Lösungen ermöglichen, die am Markt nachgefragt werden.
Ein neues Highlight gibt es nun zu den bestehenden Techno­
logiefilmen, die sehr anschaulich die technischen Möglich­
keiten bei Welser Profile illustrieren. Ganz aktuell wurde
nun der neue, vierte Technologiefilm „Punching & Cutting“
auf www.smartXcellence.com veröffentlicht. Dieser zeigt
nun einen wesentlichen, bisher fehlenden Teil der tech­
nischen Möglichkeiten bei Welser Profile. www.welser.com
www.smartXcellence.com
ndividuelle Prägungen am Pro­
dukt, Locheinbringungen an den
unmöglichsten Positionen, kom­
plexe Querschnitte durch entspre­
chende Verformungsstufen, unter­
schiedlichste Fügemethoden zur
Gestaltung umfassender Produktsys­
teme. Dies sind nur einige Beispiele
der Möglichkeiten, die bei Welser
Profile tagtäglich in höchster Präzi­
sion realisiert werden. Profilquer­
schnittsformen, Lochgeometrien, die
erforderlichen Toleranzen bzw. die
Funktionsanforderungen des Kun­
denprodukts definieren die Kombi­
nation der unterschiedlichen Tech­
nologiemöglichkeiten.
Die anspruchsvollen Querschnitte,
die die Techniker von Welser Profile
gemeinsam mit den Kunden entwickeln, sind nur durch die
richtige Kombination der vielfältigen, hochmodernen Ferti­
gungsverfahren zum richtigen Zeitpunkt zu verwirklichen.
So können zum Beispiel Stanzoperationen in das flache Band
vor der Rollprofilierung, integriert in den Profilierprozess
oder nachträglich am fer­
tigen Profil eingebracht
werden, um so den
gewünschten Kundenan­
forderungen präzise zu
entsprechen. Außerdem
können jederzeit weitere
Funktionen wie Gewin­
deformen oder tiefgezo­
gene Lochungen für die
spätere Anwendung ein­
Mechanische Fügeverfah­
ren wie Clinchen, Nieten
sowie das durch Welser
patentierte Durchsetz­
füge- und Rolldruckfü­
geverfahren können in
allen Produktionsschrit­
ten integriert werden.
Im Zuge der prozessinte­
grierten Banddickenop­
timierung wird durch
Fassaden-Großprojekt in Passau
Anspruchsvolle Fassade für das neue Bürogebäude der ZF Friedrichshafen AG.
int_metall_ö_0212_down
gelang es, diese herausfordernde Vorgabe einzuhalten:
„Noch vor Weihnachten war die gesamte Fassade technisch
dicht, zur vollsten Zufriedenheit von Architekt und Bau­
herr“, berichtet Projetleiter Max Kobler. www.fill.at
Abbildung: Aidenberger
, Friedl & Partner
Ein prestigeträchtiges Projekt realisiert der oberösterrei­
chische Metallbauspezialist Fill derzeit in Passau: Der Auf­
trag umfasst die gesamte Fassadengestaltung für das groß­
zügige neue Bürogebäude, das der deutsche
Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG errichtet. Fill
liefert für das neue Bürogebäude Pfosten-Riegel-Fassaden
aus Leichtmetall, Aluminium-Fensterkonstruktionen, Atri­
umfassaden und Glasdächer im Gesamtwert von 4,5 Millio­
nen Euro. Eine besondere Schwierigkeit stellen dabei zahl­
reiche Sonderprofile sowie Sonderfenster dar, die sich
nach außen öffnen lassen müssen. Nicht
zuletzt ist auch der straffe Zeit­
plan eine Herausforderung:
Das Gebäude musste zum
­Jahresende 2011 – also
inner­halb von nur drei
Monaten – tech­
nisch dicht sein.
Dem Team mit
Franz Mayr (Technik) und
Obermonteur Johann Stranzinger
AUCH EINE FASSADE HAT DAS
RECHT AUF STILVOLLE KLEIDUNG
Hightech-Sonnenschutzgläser
von Interpane sind weltweit stilbildend
für intelligente Fassadenkonzepte.
Der neue Shooting Star der ipasol-Produktreihe ist das
dreifach silberbeschichtete Sonnenschutzglas ipasol
ultraselect 62/29. Trotz hoher Lichtdurchlässigkeit von
62 Prozent besitzt dieses High-Tech-Glas einen
niedrigen g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) von
nur 29 Prozent und reduziert die sommerliche Kühllast.
Die hohe Selektivität ermöglicht Fassadenbauern
und Architekten eine noch höhere Flexibilität bei der
Gestaltung mit Glas. Und Betrachtern eine farbneutrale
An- und Durchsicht. Das begeistert alle. Auch unser Model.
Neu : ipasol ultraselect 62/29
g-Wert 29%
Ug-Wert 1,0 W/(m²K)
Lichtreflexion außen 10%
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Sicherheit, Energieeffizienz und Service
Der Spezialist für Glas-Faltwände und Glas-Anbauten zeigt auf der fensterbau frontale eine Vielfalt an intelligenten Lösungen.
Im Fokus stehen die Themen erhöhter Einbruchschutz der
Glas-Faltwände, energieeffiziente solare Architektur sowie
ein erweitertes Service-Paket auch im digitalen Bereich – ein
Novum in der Branche.
Die 3,40 Meter hohe Glas-Faltwand SL 70e lässt sich über
eine Breite von sieben Metern vollständig öffnen. Die aus
eigenen Entwicklungen gereiften Verglasungssysteme
zeichnen sich vor allem
durch Energieef f izi­
enz, ausgereifte Technik
und filigranes Design
aus. Mit einer Vielzahl
von weiteren, exklusi­
ven Exponaten, darunter
die passivhaustaugliche
Holz/Aluminium GlasFaltwand SL 97 sowie die
wärmegedämmte Hori­
zontal-Schiebe-Wand SL
60-HSW für Geschäftsund Ladeneingänge,
erhält der Fachbesucher
auf dem Messestand einen beeindruckenden Überblick
darüber, wie mit Solarlux-Verglasungslösungen transpa­
rente Architektur mit flexiblen Raumöffnungen realisiert
werden kann. Fünf der Glas-Faltwandsysteme von Solar­
lux entsprechen auch den heutigen Anforderungen nach
erhöhtem Einbruchschutz. Sie wurden im Hinblick auf ihre
einbruchhemmenden Eigenschaften gemäß der neuen Ein­
bruchnorm, die seit September 2011 gültig ist, optimiert
und vom Prüfinstitut Velbert (PIV) mit der Widerstands­
klasse RC2 zertifiziert.
Ein absolutes Novum in der Branche ist ein digitales ServicePaket von Solarlux, welches enorme Handlingvorteile für
Handelspartner bietet. Hierzu gehört unter anderem eine
Online-Bestellsoftware, mit der Fachhändler Angebote und
Aufträge konfigurieren können – von kompletten Wintergär­
ten, Glashäusern bis hin zu Verglasungslösungen in sämt­
lichen Varianten. Die erstellte Konfiguration wird als 3D
Ansicht veranschaulicht, Veränderungen können auf
Wunsch leicht vorgenommen und Bestellungen ausgelöst
werden. www.solarlux.at
Halle 7A, Stand 419
Glasgeländer für bodentiefe Fenster
Die GM Windoorail Glasgeländermodule von Glas Marte bieten der modernen Architektur mit Transparenz, Offenheit und Leichtigkeit einen ungehinderten Blick nach draußen.
Als Absturzsicherung für bodentiefe Fenster besticht
das Glasgeländer durch einfache und schnelle Montage,
Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik. Als Messeneu­
heit präsentiert Glas Marte auf der fensterbau/frontale
das Glasgeländermodul GM Windoorail Frameless, eine
fixe Einheit bestehend aus einem Glaselement mit viersei­
tig freien, polierten Kanten und mindestens vier Glashal­
terungen in den Ecken. Das Modul setzt auf der bisherigen
Bauart mit einem unteren und einem oberen Metallprofil
sowie einem Glaselement mit zweiseitig freien, polierten
Kanten auf.
Die vorgefertigten Module werden am Stockrahmen der
Fenstertür und nicht wie üblich an der Fassade montiert.
Dadurch bleibt die vielschichtig angebrachte Wärmedäm­
mung des Gebäudes in ihrer Funktion intakt. Die Befesti­
38 3 | 2012
gung an die Fensterprofile
ermöglicht einen Tole­
ranzausgleich und lässt
Dilatationen zu.
Sanftes Auffangen
Die Befestigung ist das
technische und funktio­
nelle Herzstück. Im Falle
einer enormen Belastung
(wenn z. B. eine Person
gegen das Geländer
stürzt) gibt das Glasgelän­
der kontrolliert nach. Die
Impulskräf te werden
durch den Mechanismus
abgefedert, die Beanspru­
chungen vom Glasgelän­
der aufgenommen und in die Unterkonstruktion einge­
l e i tet . D a s S yste m w u r d e i n z a h l r e i ch e n
Pendelschlag-Versuchen getestet und dokumentiert. www.windoorail.com, www.gm-railing.com,
Halle 7A, Stand 321
Länger den Sommer genießen
Im Jahr 2010 hat Renson seine Lagune-Terrassenüberdachung mit integriertem wind­
festem, wasserdichtem, jedoch lichtdurchlässigem Sonnenschutzdach vorgestellt. Auf der
fensterbau/frontale stellt das Unternehmen „Camargue“ vor – eine innovative Lösung mit
einem sonnenhemmenden und wasserdichten Lamellendach mit versteckten Entwässe­
rungskanälen. Die Seite und Vorderseite können mit windfesten Screens, Loggia-Schiebepa­
neelen, gläsernen Schiebewänden oder mit einer Kombination dieser Elemente abgeschlos­
Camargue kombiniert eine Aluminium-Struktur mit einem aus drehbaren AluminiumLamellen bestehenden Dach. Diese Lamellen können parallel oder senkrecht zum Gebäude
ausgerichtet werden. Im geschlossenen Zustand
ist dieses Dach komplett wasserdicht. Der Nie­
derschlag auf den Lamellen wird über ver­
steckte Entwässerungskanäle abgeführt, sogar
während starker Regenfälle. Diese Wasserab­
fuhr funktioniert auch beim Öffnen der Lamel­
len nach einem Regenschauer, sodass die Möbel
auf der Terrasse weiterhin geschützt sind.
Camargue kann mit unterschiedlichen Ele­
menten als Seite oder Vorderseite ausgerüstet
werden: mit windfesten Sreens, mit gläsernen
Schiebewänden oder mit Loggia-Schiebepaneelen. Durch das Hinzufügen von diesen Ele­
menten ergeben sich fast unbegrenzte Personalisierungsmöglichkeiten. Die windfesten Fix­
screen-Senkrechtmarkisen mit Motorantrieb sind in 50 Farben erhältlich und können mit
Kristallfenstern ausgerüstet werden. Auch gläserne Schiebewände können integriert wer­
den, eventuell in Kombination mit Screens.
Bei der Entwicklung von Camargue wurde der Verarbeitungsqualität, der einfachen Mon­
tage und der beschränkten Wartung viel Aufmerksamkeit gewidmet. Befestigungsteile sind
nahezu unsichtbar, alle elektrischen Kabel können versteckt werden und sogar eine unsicht­
bare Bodenbefestigung ist möglich. Die Terrassenüberdachung kann außerdem auf unter­
schiedliche Weisen montiert werden: freistehend (mit 4 Trägern), Fassadenmontage (mit 2
Trägern) oder integriert in bestehenden Öffnungen (ohne Träger). www.renson.de
Halle 7, Stand 528
Software-Innovationen für
Fenster-, Türen- und Fassaden
Am Messestand der Orgadata AG werden Logikal-Lösungen für das Konstruieren und Pro­
duzieren von Fassaden, Fenstern und Türen stehen. Neuerungen gibt es unter anderem
auch im „Projektcenter“ der Software. Zusätzlich präsentiert das Unternehmen ein neues
LogiKal-App. Mit diesen und weiteren Innovationen sollen Metallbau-Unternehmen ihre
Projekte noch schneller, günstiger und hochwertiger umsetzen können.
Bernd Hillbrands verspricht „spannende Entwicklungen bei LogiKal“. Laut dem Vorstands­
vorsitzenden der Orgadata AG gehen die Neuerungen auch auf Anregungen von MetallbauUnternehmern zurück. Entstanden ist so zum
Beispiel eine Innovation in der Fassadenkon­
struktion und -produktion: Jetzt können aus einer
großen Fassadenposition einzelne Bereiche als
eigenständige Positionen und Elemente heraus­
gelöst werden. Diese lassen sich für die Fertigung
mit wenigen Mausklicks zu einer Produktions­
einheit zusammenfassen. Während der Kalkula­
tion ist die Fassadenposition noch als komplette
Einheit angelegt, um zum Beispiel ein Angebot
erstellen zu können. Ein Metallbauer kann dieses Projekt für die Fertigung flexibel in ver­
schiedene Abschnitte unterteilen. LogiKal erstellt dann zu den Fassadepositionen unter
anderem jeweils auch eigene Werkaufträge, inklusive Druckleiste, Deckel, T-Verbinder,
Trennpfosten oder Trennriegel usw. 
Halle 7A, Stand 319
Manuelles Schiebewandsystem –
Schiebewandsysteme von GEZE
eignen sich besonders für moderne,
designorientierte Ganzglaslösungen
in anspruchsvoller Architektur. Ein
flexibles Baukastensystem und die
Integration von Flügelelementen
unterschiedlicher Funktionalität bieten einen großen gestalterischen
Freiraum nicht nur in Hotels und
Kongresshallen, Einkaufszentren oder
RWA und Fenstertechnik
Wiener Bundesstrasse 85 | 5300 Hallwang
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3 | 2012 39
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Foppe+Foppe
Auf dem Branchentreff in Nürnberg setzt Foppe+Foppe
mit seinem Profilsystem HT90+SI neue Maßstäbe für thermisch getrennte Aluminiumkonstruktionen.
Mit BioKey hat Idencom eine Fingerprint-Technologie entwickelt, deren vielfältige Produktpalette in den letzten Jahren mit einigen Auszeichnungen prämiert wurde.
Das Programm ist auch auch bei den Schiebetüranlagen, Terras­
sendächern und Wintergärten durch Konstruktionen mit noch größe­
ren Bautiefen und ein neues, filigranes Schiebetürsystem erweitert
worden. Highlight ist jedoch das
hochisolierende Aluminiumprofil
Foppe HT90+SI. Mit dem Wert
Uf=0,77 W/m2K nimmt das Aluprofil
laut Hersteller eine Spitzenposition
am Markt ein. Für eine gängige Fensterkonstruktion mit 3-fach-Vergla­
sung sind mit dem Profil Werte von
Uw=0,67 W/m2K möglich. Die bei­
den Aluminiumschalen des Profils
sind über einen hochdämmenden
Polyurethan-Wärmeblock und Polyamidstege miteinander verbunden.
Im Gegensatz zu Stegsystemen bleibt der für die Schwitzwasserbil­
dung entscheidende Isothermenverlauf von +10° C innerhalb des
Wärmeblocks. Hierdurch wird eine Kondensatbildung auf der Rah­
meninnenseite wirkungsvoll verhindert. Ein weiteres Plus: Polyure­
than und Aluminium können voneinander getrennt und vollständig
dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. www.foppe.de
Halle 7A, Stand 534
Zur frontale präsentiert Idencom Germany in Nürnberg neben
den im Markt verbreiteten BioKey Fingerprint-Systemen nun auch
eine BioKey Edelstahl Code Tastatur und eine BioKey Bluetooth
Variante. Beide Innovationen – Bluetooth und Tastatur – erweitern
das modulare Baukastenprinzip BioKey Inside als Ergänzung zum
Fingerprint. BioKey Inside ist ein neuer Ansatz, Produkte für Her­
steller und Industrie im „Baukastenprin­
zip“ anzubieten. Mit den unterschied­
lichen Produktvarianten, die auch für die
Unter- und Aufputzanwendung angeboten
werden, bietet sich für Unternehmen der
unterschiedlichsten Branchen im Markt
der Zutrittskontrollen die Möglichkeit, das
eigene Portfolio mit passenden, hochquali­
tativen Produkten der jeweiligen Technolo­
gie zu erweitern bzw. zu ergänzen. Modu­
lar werden die passenden Produkte
zusammengestellt und von Idencom als
Komplettlösung gefertigt und geliefert.
Sowohl Design als auch Material, Schnitt­
stellen, Funktion, Soft- und Hardware sind
individuell konfigurierbar. www.idencom.com
Halle 2, Stand 2-426
Gedämmtes Aluprofil
BioKey-Innovationen
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Halle 7 – Stand 7-528
Halle 4 – Stand 4-436
• Alle Außen- und Innenanwendungen
• Alle Farben, Formen und Abmessungen
• Lüftungsgitter für Wandeinbau,
Rahmeneinbau und Wandanbau
• Überdruckklappen, Stegbleche sowie
Tür-, Boden- und Lineargitter
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Die Verbundplatten aus der Metals-Linie von Reynobond
Architecture bestehen aus echten Metallen wie Edelstahl,
Kupfer, Zink oder Aluminium, sind aber leichter und
besser zu verarbeiten als eine Vollmetallplatte.
ale“
erbaunberg
„fe in Nür
4. Mä
21. – 2
flexibel, sicher,
Hinter dem vermeintlich traditionellen Zinkdach der Bibliothek des Augustinerklosters
Erfurt verbirgt sich „Reynobond Zinc“, eine Verbundplatte, bestehend aus zwei vorbewitterten Zinkblechen um einen feuerbeständigen Kern.
Die neuen Glasgeländer
Und das zeichnet sie aus:
Echte Metalle für Verbundplatten
Absturzsichernde Funktion
Web-Shop für Bestellung
für Expertenprogramme
Ausdrucksstarke Fassaden aus Zink, Aluminium, Kupfer und Edelstahl
Die neue Metals-Linie von Reynobond
kombiniert die Schönheit echter Metalle
mit den Verarbeitungsvorteilen einer Ver­
bundplatte. Die neuen Fassadenplatten
verfügen über den natürlichen Glanz und
die besonderen Eigenschaften von Alu­
minium, Kupfer, Edelstahl oder Zink. Im
Vergleich mit Vollmetallen lassen sie sich
vielseitiger verarbeiten und verleihen
somit unterschiedlichsten Gebäudetypen
einen klassischen bis edlen Charakter.
Die insgesamt elf neuen Verbundplat­
ten aus der Metals-Linie von Reynobond
Architecture bestehen aus echten Metal­
len wie Edelstahl, Kupfer, Zink oder Alu­
minium, sind aber leichter, widerstands­
fähiger und besser zu verarbeiten als
eine Vollmetallplatte. Die Vielzahl tech­
nischer Befestigungen ermöglicht Fas­
sadengestaltungen mit unterschiedlichs­
ten Formen und Effekten. So können mit
Reynobond Metals Kurven, Winkel und
andere Designelemente realisiert wer­
den, die mit schwereren Materialien nicht
Die Metals-Linie ist in zwei Untergruppen
aufgeteilt: Aluminium Natural und Natu­
ral Metals. Aluminium Natural setzt sich
aus vier reinen Aluminiumoberflächen
mit unterschiedlich gebürsteten Struk­
turen zusammen und ist in verschie­
denen Patinatönen erhältlich.
Die natürlichen Effekte von Edelstahl
oder vorbewittertem Zink finden sich in
den Oberflächen von Natural Metals wie­
der. Hier ist der feuerbeständige Kern
beidseitig mit echtem Zink, Kupfer, Alu­
minium oder Edelstahl beschichtet. Die
Edelstahloberflächen sind sowohl in einer
glatten als auch gebürsteten Version ver­
fügbar. www.alcoaarchitecturalproducts.eu
railing@glasmarte.at
www.windoorail.com
3 | 2012 41
Stahlseile als Funktionselemente und
Blickfang im Brückenbau
Seile spannen die Überdachungen von Sportstadien.
Drahtseile und ihr Einsatz in der modernen Technik
abel, Federn, Schrauben oder Drahtseile – diese und
viele weitere Erzeugnisse der Draht-, Kabel- und draht­
verarbeitenden Industrie sind allgegenwärtig, weil sie
für die Übertragung von Elektrizität, elektronischen Daten
oder mechanischen Kräften unverzichtbar sind. Mögen
viele dieser Erzeugnisse eher unspektakulär erscheinen, so
beeindrucken Drahtseile oft bereits durch das Umfeld, in
dem sie eingesetzt werden.
bel und sicher einzuleiten. Ein Beispiel sind die unter der
Bezeichnung „Bowdenzüge“ an Zweirädern als Zugseile für
Schalt- oder Bremsvorgänge eingesetzten Drahtseile. Son­
nenschutz-Markisen und Kopiergeräte funktionieren mit
ihnen, Förderbänder werden durch eingearbeitete Fein­
drahtseile verstärkt, und einige große Bauwerke werden
von Seilen aus Stahldrähten gehalten.
Tragen, Fördern, Heben, Spannen und Halten
An Hängeseilbahnen kann man die Funktion und Bedeu­
tung von Drahtseilen als Trag- wie Zugelement gut beob­
achten. Mit diesen Verkehrsmitteln, die zu den sichersten
überhaupt zählen, gelangt man auf beeindruckende Berge,
aber auch über breite Flüsse. Als Attraktion gilt hier unter
anderem das Tragseil der Seilbahn, die zur Aiguille du Midi
am Mont-Blanc-Massiv hinaufführt. Ein Streckenabschnitt
überwindet dort bei einer freien Spannweite von 2867
Metern einen Höhenunterschied von 1500 Metern und gilt
als steilste Seilbahnstrecke der Welt. Das Seil trägt eine
Kabine, die bis zu 65 Passagiere transportieren kann.
Drahtseile revolutionierten auch die Architektur, vor allem
den Brückenbau. Hängebrücken wie die Golden Gate Bridge
in San Francisco, Schrägseilbrücken wie die Köhlbrandbrü­
cke in Hamburg und der Viaduc de Millau in Südfrank­
reich, mit 2460 m übrigens die längste ihrer Art, sind
herausragende Beispiele. Auch das transparente Dach des
Münchner Olympiastadions wird von Drahtseilen gehalten.
Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Drahtseilen
spielt die im Jahr 1963 gegründete Internationale Organisa­
tion zum Studium der Betriebsfestigkeit von Seilen
O.I.P.E.E.C. (International Organization for the Study of the
Endurance of Ropes). Und über zukunftsweisende Ferti­
gungs- und Anwendungskonzepte informiert die internatio­
nale Leitmesse für die Draht- und Kabelindustrie wire, die
von 26. bis 30. März – parallel zur internationalen Rohr­
fachmesse Tube – in Düsseldorf ausgetragen wird. www.seile.com, www.wire.de
Der Fachdefinition nach sind Stahldrahtseile und Stahl­
drahtlitzen „hoch beanspruchbare Maschinenelemente,
die in vielen Bereichen der Technik wichtige Aufgaben wie
Tragen, Fördern, Heben, Spannen und Halten erfüllen“.
(Quelle: Drahtseil-Vereinigung e. V.). Zu den Eigenschaften
gehören eine hohe Belastbarkeit verbunden mit Flexibili­
tät und Elastizität sowie eine hohe Verschleißfestigkeit und
gute Dauerbiegewechseleigenschaften. Je nach Einsatzge­
biet werden auch Seile aus bestimmten Nichteisen-Metal­
len und anderen Werkstoffen eingesetzt. Ein Drahtseil ent­
steht, wenn man kaltgezogene Stahldrähte wendelförmig
umeinanderlegt („schlägt“), wodurch eine Litze entsteht,
und mehrere Litzen auf ähnliche Weise um ein zentrales
Element – die „Seele“ – verseilt. Mit wachsender Drahtan­
zahl steigen die Festigkeit und die Flexibilität des Seils. Um
voll einsatzfähig zu sein, muss ein Seil noch mit Endbe­
schlägen versehen sein.
Typisch und spektakulär
Bekannte Einsatzgebiete für Drahtseile sind Hebe- und
Förderanlagen wie Krane, Aufzüge und Seilbahnen.
Drahtseile sind auch unverzichtbar für den Ausbau der
Stromversorgung, zum Beispiel um Masten für Überland­
leitungen aufstellen, Übertragungsleitungen aufziehen
und Rotorblätter an Windkraftwerken anbringen zu kön­
nen. Dünne Stahlseile werden oft eingesetzt, um Schaltund Sicherheitsfunktionen in technischen Bauteilen flexi­
42 3 | 2012
Seilbahnen, Seilbauwerke und Nervenkitzel
Energiesektor treibt Rohrindustrie
Nach der Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hat die Stahlrohrindustrie wieder kräftig zugelegt. Treibende Kraft dahinter ist der Energiesektor.
Mit einem Zuwachs der weltweiten Produktion von 13 Pro­
zent auf rund 124 Millionen Tonnen ließ die Stahlrohrindus­
trie bereits 2010 den Einbruch des vorangegangenen Kri­
senjahres schneller hinter sich als erwartet. Einen großen
Anteil an dieser Entwicklung hatten dabei die chinesischen
Stahlrohrhersteller. Mit der Produktion von 58 Millionen
Tonnen erreichten sie 2010 einen Weltmarkanteil von 46
Mit mehr als 60 Millionen Tonnen ist das Marktsegment der
kleinen geschweißten Rohre mit Abstand der größte Pro­
duktbereich vor den nahtlosen Rohren mit etwa 39 Millio­
nen Tonnen. Motor dieser Entwicklung ist einmal mehr der
Energiesektor, der infolge der steigenden Ölpreise für ver­
stärkte Investitionen sorgt. Auch die erhöhte Nachfrage
aus dem Automobilbau und der Maschinenbau trugen zum
Gestiegene Rohstoffkosten drücken Gewinne
Die anziehende Stahlrohrnachfrage sorgt zwar für steigende
Produktionsmengen, jedoch nicht für gleichermaßen spru­
delnde Gewinne. Denn im Zuge der weltweiten Konjunk­
turerholung hatte die Stahlrohrbranche 2010 mit teilweise
erheblichen Preissteigerungen bei Rohstoffen für die Stahl­
erzeugung zu kämpfen. Die Verteuerung vor allem bei Erz
und Kokskohle beeinträchtigte die Margen insbesondere bei
zu Festpreisen gebuchten
Der Erfolg von Stahlrohr­
herstellern ist und bleibt
eng mit der Entwicklung
ihrer Kundenbranchen,
wie etwa Automotive oder
Maschinenbau, verbun­
den. Das Geschäft von
Rohrherstellern, deren Pro­
dukte für Infrastrukturpro­
jekte bestimmt sind, weist
dagegen einen spätzykli­
schen Charakter auf. Denn die Energiewirtschaft, die hinter
einem großen Teil solcher Projekte steht, richtet sich tenden­
ziell nach langfristigen Bedarfsveränderungen. Für Großrohr­
hersteller gehört daher die Entwicklung der globalen Öl- und
Gasmärkte in Abhängigkeit vom Ölpreis, die weltweite Anzahl
aktiver Bohrlöcher, die Gesamtlänge von Explorationsboh­
rungen sowie der Bedarf an OCTG-Produkten (Oil country
tubular goods) zu den Zukunftsindikatoren.
Zunehmende Nachfrage bei Stahlrohren
Grundlagen für die Wachstumsprognosen sind unter ande­
rem die Annahmen, dass die konjunkturelle Dynamik der
Weltwirtschaft voraussichtlich insgesamt etwas nachlässt,
der grundsätzliche Aufwärtstrend aber weiter besteht. Auch
wird der Aufschwung regional mit unterschiedlicher Stärke
und Geschwindigkeit stattfinden. So dürfte die wirtschaft­
liche Erholung in den Industrieländern durch die hohen
Staatsverschuldungen und die anstehenden Finanzreformen
gebremst werden. In den Schwellen- und Entwicklungslän­
dern werden dagegen wieder kräftige Zuwächse erwartet.
Für die Stahlrohrbranche ergibt sich daraus ein weltweit
deutlich positiveres realwirtschaftliches Umfeld als in der
Vor diesem Hintergrund nimmt man in der Branche an,
dass sich trotz der weiterhin bestehenden finanzwirtschaft­
lichen Risiken in 2011 die Stahlrohrnachfrage erhöht. Für
China erwartet man, dass die dortige Stahlrohrproduktion in
Zukunft weniger stark zunimmt als bisher und hauptsäch­
lich vom Bedarf im eigenen Land angeschoben wird. Außer­
halb des Reiches der Mitte sollte sich der Erholungsprozess
ebenfalls fortsetzen, allerdings ohne das Niveau der Boom­
jahre 2007 und 2008 zu erreichen.
Energie als treibender Sektor
Steigende oder zumindest stabile Öl- und Gaspreise sollten
gute Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Investitions­
bereitschaft des Energiesektors nicht abnimmt. Hoffnung
setzt die Branche auch darin, dass zu den bereits im Bau
befindlichen Pipelines weitere große Leitungsrohrprojekte
beschlossen werden. Dazu sollten die positiven Entwick­
lungen in der Automobilindustrie und vor allem im Maschi­
nenbau für eine Stabilisierung oder sogar Steigerung der
Nachfrage sorgen. Die Prognosen gehen allerdings davon
aus, dass außerhalb Chinas auch 2012 das Rekordniveau
der Vorkrisenjahre noch nicht wieder erreicht werden kann.
(Quelle: Salzgitter AG)
Die gesamte Vielfalt des Rohruniversums versammelt sich
übrigens demnächst auf der Internationalen Rohr-Fachmesse
Tube, die von 26. bis 30. März 2012 wieder in Düsseldorf
stattfindet. 
3 | 2012 43
Links: Große Glasflächen sollen bei der indischen Polarstation einen großzügigen Ausblick auf die Polarregion bieten und dem Gefühl der
Beengtheit entgegenwirken. Rechts: Damit am Südpol alles reibungslos klappt, wurde der Aufbau der Station in Duisburg geprobt.
Auch Indien begibt sich auf die Spuren von Roald Amundsen – und baut seine Polarstation Bharati in der Antarktis mit
Fenstern und Glasfassaden von Wicona.
xakt 100 Jahre sind vergangen, seit der legendäre nor­
wegische Antarktis-Pionier als erster Mensch zum
Südpol gelangte. Die unwirtliche Region ist heute
ein internationaler Forschungsstandort für Meteorolo­
gie, Klimatologie und Astrophysik. Heuer wird dort die
von Indien errichtete „New Indian Research Station Bha­
rati“ ihre Arbeit aufnehmen. Für das futuristisch gestylte
Forschungsgebäude kommen unter anderem hochwärme­
gedämmte Aluminiumkonstruktionen und Brandschutz­
fenster von Wicona zum Einsatz.
Geplant wurde die Station von der IMS Ingenieurgesell­
schaft mbH und bof Architekten aus Hamburg in einer
speziellen, rationell vorgefertigten Containerbauweise.
Als Generalunternehmer fungiert die Kaefer Construction
GmbH. Die Bremer Spezialisten für Isolierung und Innen­
ausbau in den Bereichen Industriegebäude, Offshore und
Schiffbau beauftragten in Abstimmung mit den Planern
die Bremer Lenderoth GmbH mit dem Bau der Außenfas­
sade und dem inneren Brandschutz für die Forschungssta­
Entwicklungsdetails und Konstruktion der Aluminium­
fassade orientieren sich an den extremen Wetterbedin­
gungen der Südpolregion. Thermische und mechanische
Belastungen durch Blizzards mit riesigen Schneemengen
und rasenden Windgeschwindigkeiten sowie Tempera­
turen von -40 °C und darunter stellen höchste Anforderun­
gen an das Material. Um den Forschern einen großzügigen
Ausblick auf die Polarregion zu bieten und einem Gefühl
der Beengtheit entgegenzuwirken, ist ein großer Anteil der
Fassade verglast. Die Außenhülle besteht in diesem trans­
parenten Bereich aus einer speziell modifizierten PfostenRiegel-Konstruktion mit hochwärmegedämmten Alumi­
niumpaneelen und dreifach isolierten Glaselementen mit
einer Neigung von bis zu 15° an den beiden Stirnseiten.
Basis hierfür ist die Wicona-Serie WicTec 50 HI in einer
modifizierten, hochisolierten HI (High-Insulated) Version.
Mit diesem Aufbau erreicht die Fassade einen Ucw-Wert
von 0,8 W/(m²K).
44 3 | 2012
Durch die Bauweise mit vormontierten Elementen passte
sich die Fassadenkonstruktion dem notwendigen Modular­
konzept des Auf- und Abbaus bei der Testmontage in Duis­
burg und für die Endmontage am antarktischen Zielort fle­
xibel an.
Brandschutz ist auch am Südpol wichtig
Bei den Container-Innenelementen stand für die Bremer
Metallbauer das Thema Feuerschutz im Vordergrund. Len­
deroth baute hierzu Brandschutztüren (T-30) auf Basis der
WicStyle 75 in der Version FP (Fire-Protected). Erstmals
zum Einsatz kamen Wicona Lochfenster in Brandschutz­
klasse F-30 mit Drehflügeln. Dazu wurde die neue Serie
WicLine evo speziell den geforderten Brandschutztests
„Probedurchgang“ in Deutschland
Die aus 134 Containern bestehende Station gelangte per
Schiff vom Verladeort Antwerpen zunächst nach Kapstadt,
wo nochmals 50 Container für das Bau-Camp, weiteres
Ausrüstungsmaterial und das 50-köpfige Montageteam an
Bord genommen wurden. Vom Kap aus waren es noch rund
5200 km bis zum endgültigen Standort „Larsemann Hills“
am Nordrand der Antarktis. 15.000 km von diesem Zielort
entfernt, im Duisburger Binnenhafen, war die Station Bha­
rati im Sommer 2011 schon einmal zur Probe errichtet wor­
den. Dabei wurden die einzelnen Container fertig ausgerüs­
tet, alle Ein- und Anbauten anschließend hochseetauglich
Am Zielort bleibt für den Aufbau nur ein begrenztes Zeit­fens­
ter im antarktischen Sommer bis März 2012, da dürfen keine
Teile fehlen, alle Montageschritte müssen perfekt passen. Ob
dieses logistische Meisterstück gelingt, entscheidet sich der­
zeit, denn der Bau der Station hat begonnen.
Im Jänner 2012 wurde mit einer zweiten Schiffsladung das
restliche Material für den Endausbau der Forschungsstation
Bharati angeliefert. Zum geplanten Fertigstellungstermin
April werden dann etwa 25 Experten die Polarstation in
Betrieb nehmen, dort leben und arbeiten. www.wicona.at
Mit einer Innovationstour Metallbearbeitung will das Institut
für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt die
Besucher der AMB 2012 auf den neuesten Stand bringen.
ie im Zweijahresrhythmus stattfindende internationale Aus­
stellung für Metallbearbeitung (AMB) öffnet dieses Jahr zwi­
schen 18. und 22. September ihre Tore auf dem Stuttgarter
Messegelände. Die Besucher möglichst kompakt und effizient über
den State-of-the-Art in der Metallbearbeitung zu informieren, dies
hat sich das PTW-Institut der TU Darmstadt dieses Jahr vorgenom­
Eine Studie des PTW hat ergeben, dass sich die Messebesucher im
Durchschnitt einen Tag auf der Messe aufhalten – das bedeutet,
die Zeit ist knapp. In den acht oder neun Stunden, die der Besu­
cher für den Aufenthalt eingeplant hat, so die Studie, vergehen
vier Stunden in zuvor organisierten Terminen. Die restlichen vier
Stunden verbleiben dem Besucher, um sich einen Eindruck von der
Messe an sich und den neusten Trends zu machen. Dem engen
Zeitfenster und dem Wunsch der Besucher, kompakt über die aktu­
ell bedeutendsten Trends in der Produktionstechnik informiert
zu werden, möchte das
PTW deshalb mit sei­
nem Standkonzept auf
der AMB gerecht werden.
Durch die engen Verbin­
dungen der anwendungs­
nahen Forschungsein­
richtung mit zahlreichen
Innovationsführern der
Branche werde gewähr­
leistet, dass nur diejenigen Schwerpunkte
in Themenclustern prä­
sentiert werden, wel­
che hohes Innovations­
potenzial und zugleich
eine hohe Praxisrelevanz
haben, schreibt das PTW
in einer Aussendung.
Die „PTW-Innovations­
tour Metallbearbeitung –
Trends von morgen“ bie­
tet eine Einsicht in
zukunftsweisende Ferti­
gungsschwer punkte.
Damit sich der Besucher
einfach orientieren kann,
wird jedes Thema eigens
in einem Cluster aus
unterschiedlicher Sicht von insgesamt 25 Innovationsführern
beleuchtet. Dazu wurden Werkzeug-, Maschinen- und Automatisie­
rungslösungshersteller sowie Dienstleister und Anwender in das
Ausstellungskonzept integriert. Durch regelmäßig stattfindende
geführte Besuchertouren erhalten Interessierte einen kompakten
Einstieg in die Inhalte der verschiedenen Innovationscluster. Als
aktuell bedeutendste Trends hat das PTW die Themen CFK im
Maschinenbau, Energieeffizienz, Lean Machining, Komplettbear­
beitung und Titanzerspanung identifiziert. www.messe-stuttgart.de
CONFORT 160 von Sapa Building System
Dieser Slogan setzt sich auch bei der
Schiebe- und Hebeschiebekonstruktion
Confort 160 fort.
C160 – Ein hochleistungsfähiges, hochwärmedämmendes und benutzerfreundliches Schiebe-u. Hebeschiebesystem, das
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Die Kosten herunterdrehen
Die VL 2 P ist eine zweispindlige Vertikaldrehmaschine mit Pendeltechnik für Teile bis 100 mm Durchmesser.
er Kostendruck in Zulieferunter­
nehmen und kleinen Fertigungs­
betrieben nimmt auch im Jahr 2012
weiter zu – so das Ergebnis einer Allens­
bach-Umfrage unter den Einkaufsverant­
wortlichen der Unternehmen. Erwartet
werden mehrheitlich ansteigende Kosten
beim Einkauf der Rohstoffe, steigende
Energiepreise, aber auch ein zuneh­
mender Preisdruck von Seiten der Auf­
traggeber. Eine zentrale Lösung für diese
Herausforderungen sehen viele in der
Produktion selbst: Flexible und effek­
tive Abläufe müssen dafür sorgen, dass
einerseits die Kosten sinken und
andererseits mit einer hohen Bau­
teilqualität die Wettbewerbsfähig­
keit ansteigt.
Mit der VL 2 P (Futterdurchmesser
160 mm) bietet Emag nun eine
Maschine, die sowohl für Lohnfertiger
und Drehteilehersteller als auch für die
Automobilindustrie geeignet ist. Bei der
VL 2 P sind die Arbeitsspindeln links
und rechts vom Maschinengrundkörper
angebracht und führen die Z-Bewegung
aus. Der Werkzeugrevolver sitzt an der
Vorderseite und verfährt in der X-Achse.
Bei der neuen Emag-Maschine steht klar
die Reduzierung der Nebenzeiten im
Fokus. Unproduktive Zeiten der
Maschine aufgrund von Be- und Entlade­
vorgängen werden nahezu eliminiert.
Besonders bei Werkstücken mit kurzen
Bearbeitungszeiten kann die
Maschine punkten, da hier das Ver­
hältnis Hauptzeit zu Nebenzeit aus­
schlaggebend für die Wirtschaft­
lichkeit des Prozesses ist. www.emag.com
Die VL 2 P ist eine zweispindlige Pendeldrehmaschine für die Komplettbearbeitung von
Futterteilen in zwei Aufspannungen.
TRUMPF Schweißkantenformer.
TruTool TKF 2000.
Der neue Schweißkantenformer TruTool TKF 2000 ist der erste Schweißkantenformer,
der Schrägungslängen bis zu 20 mm in Baustahl und Aluminium erzeugen kann. Das
innovative Werkzeug zeichnet sich dabei insbesondere durch hohe Oberflächenqualität,
Produktivität sowie Emissionsfreiheit aus. Die Qualität der Schweißkante ist entscheidend und die Basis für einwandfreie Schweißnähte. Und genau diesen Anspruch erfüllt
TruTool TKF 2000 und ist deshalb kaum in einem anderen mobilen oder stationären
Verfahren in dieser Güte möglich.
Reibpräzision und Materialeffizienz
as Problem kennen alle Hersteller von Präzisions­
werkzeugen: Die knapper werdenden und sich in den
Händen einiger weniger Lieferanten befindenden Res­
sourcen an Rohmaterialien stellen für die Beschaffung eine
immer größere Herausforderung dar. Weitergedacht, wird
damit auch die Lieferfähigkeit bezüglich Standard- und spe­
zifischer Sonderwerkzeuge mehr oder weniger stark beein­
trächtigt. Diese Problematik ließ die Entwicklungsingeni­
eure der deutschen Firma HAM Hartmetallwerkzeugfabrik
Andreas Maier über Alternativen nachdenken. Sie zerlegten
Voll-Cermet-Werkzeuge in ihre funktionalen Bestandteile
und kamen so auf die Idee, eine modulare Feinstbearbei­
tungsreibahle zu konstruieren. Diese besteht aus den drei
Hauptelementen Spannhülse, Deckungshülse und Schneid­
werkzeug (Reibahle). Das komplette Reibwerkzeug wiede­
rum ist in einem Standard-Dehnspannfutter aufzunehmen
und zu spannen. Das modulare Konzept der Reibahlen für die
Feinstbearbeitung erlaubt es zum einen die ReibwerkzeugKomponenten zusammen zu setzen bzw. bei Bedarf wieder
zu demontieren. Zum anderen können im Verschleißfall die
benötigten Komponenten einzeln beschafft werden, wodurch
die Werkzeugkosten verringert werden. Da das Werkzeug­
system auch eine Zentralkühlung zur direkten Lenkung des
Kühlmittelstrahls an die Schneiden integriert, ist eine ziel­
Metallzeitschrift_210x140_R2P.pdf
Schmierkühlung gegeben.
Auch diese1:51:29
wirkt PM
positiv auf das Verschleißverhalten der Schneiden aus
und führt am Ende zu verringerten Werkzeug-Wechsel­
zyklen. Bearbeitungsversuche im industriellen Umfeld
brachten Standzeit-Erhöhungen im Bereich von 30 Pro­
zent bei gleicher oder besserer Bohrungsqualität.
Die Vorteile der in modularer Bauweise gefertigten
Feinstbearbeitungsreibahlen liegen auf der Hand. Einer­
seits helfen der Stahlschaft und der nur sehr kurze VollCermet-Kopf Material und damit Kosten zu sparen.
Andererseits sind die weiteren Basis-Komponenten
Spann- und Schutzhülse für den wiederholten Einsatz
bestimmt. Drittens lässt sich der Voll-Cermet-Kopf
nachschleifen, und viertens kann die Aufspannung in
der Maschine mit Hilfe eines standardisierten Dehn­
spannfutters erfolgen. Die Werkzeugkonstruktion mit dem
gefügten Stahl-Grundkörper ist für das Hochgeschwindig­
keitsreiben ausgelegt und in verschiedenen Durchmessern
(aktuell 10, 12, 16, 20 mm) lieferbar. www.ham-tools.com
Schematische Darstellung des neuen modularen
Reibahlensystems mit den drei Hauptkomponenten
Schneidwerkzeug (gefügte Einheit aus Stahlkörper und
kurzem Voll-Cermet-Kopf), Schutzhülse aus Stahl,
Spannhülse aus Stahl mit Dichtring.
Abbildung: HAM Hartmetall-Werkzeugfabrik Andreas Maier GmbH
Eine modular konzipierte Feinstbearbeitungsreibahle spart durch einen Voll-Cermet-Kopf Werkzeug- und Wechselkosten.
klöckner &co multi metal distribution
Österreichs größtes Lagerprogramm
an Alu- und Niroblechen.
Mit 9000m² Lagerfläche in Wien
und Salzburg sind wir in Sachen
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Fixformate sowie Folienbeschichtung gehören zu unseren
Details über Produktpalette und Serviceangebot finden Sie auf unserer Website:
Fraunhofer-IPT
Trends in der Werkzeugtechnik
Die neue „Werkzeugstudie 2012“ des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen zeigt auf, welche Verbesserungspotenziale die eingesetzte Werkzeugtechnik,
neue Kühlschmierstrategien sowie robuste und flexible Systeme zur Prozessüberwachung bergen.
m die Entwicklungstrends in der
Werkzeugtechnik für das Bohren,
Drehen und Fräsen zu untersu­
chen, haben die beiden Forschungsins­
titute rund 150 Unternehmen befragt,
darunter mehrheitlich Anwender von
Zerspanungstechnologien, Werkzeugher­
steller und -beschichter sowie Hersteller
von Werkzeugmaschinen, Werkstoffen
und Sondersystemen für Aktorik, Senso­
rik und Spannsysteme.
Standardisierung wird Pflicht
Schon die Auswahl des passenden Werk­
zeugs für die jeweilige Bearbeitungsauf­
gabe ist von enormer Bedeutung für die
weitere Optimierung des Zerspanpro­
zesses. Die Mehrheit der befragten Unter­
nehmen gab jedoch an, hier eher unsyste­
matisch vorzugehen. Die Auswahl erfolgt Fräsbearbeitung einer Triebwerksschaufel
wenig methodisch, vorhandenes Fachwis­
sen der Mitarbeiter wird nicht immer aus­
geschöpft oder gar dokumentiert. Dies kann die Prozessaus­ Leistungsfähige Prozessüberwachungssysteme
legung verzögern und zu hohen Kosten führen. Scheiden Robustheit, Bedienerfreundlichkeit und Flexibilität sind
langgediente Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, geht die wichtigsten Auswahlkriterien bei Systemen zur Pro­
viel Wissen verloren. Großen Bedarf sehen rund 80 Prozent zessüberwachung, gaben rund zwei Drittel der Befragten
der Befragten daher in Zukunft für standardisierte Verfahren erwartungsgemäß an. Überraschend hingegen: 50 Prozent
der Prozess- und Werkzeugauslegung sowie Informationen der Unternehmen konnten sich noch nicht vorstellen, dass
moderne Prozessüberwachungssysteme ihnen dabei hel­
über optimierte Werkzeuggeometrien und Beschichtungen.
fen können, die Reinheit des Kühlschmiermittels zu prü­
Abgestimmte Kühlschmierstrategien
fen oder unterschiedliche Tribosysteme (Grundkörper–
Neue Kühlschmierstrategien zu entwickeln sehen fast alle G e ge n kö r p e r – Z w i s ch e n sto f f ) h i n s i ch t l i ch d e r
befragten Unternehmen als eine ihrer wichtigsten Auf­ Kühlschmierstoffstrategie oder Beschichtungstechnologie
gaben an, um Zerspanprozesse zu verbessern. Denn erst zu bewerten. Nützlich werden solche Funktionen immer
wenn Kühlschmierstrategien wie die Minimalmengen­ dann, wenn neue und schwer zu bearbeitende Werkstoffe
schmierung, Hochdruck- und Cryogenkühlung perfekt auf wie hochharte Stähle oder hochwarmfeste Legierungen auf
die eingesetzten Zerspanwerkzeuge abgestimmt sind, kön­ Eisen-, Nickel- oder Titanbasis ins Spiel kommen. nen diese ihre volle Wirkung entfalten und Prozesse noch
leistungsfähiger machen.
48 3 | 2012
Kompakt-Präzisions-Bearbeitungszentrum
Mit dem Horizontalbearbeitungszentrum NHX4000 steht dem Anwender jetzt die gesamte Steuerungskompetenz von
DMG / Mori Seiki zur Verfügung, wodurch sich die neue NHX Baureihe in stärkerem Maße in Europa etablieren soll.
Nach der Weltpremiere der NHX4000 mit Siemens 840 D
solutionline auf der EMO 2011 in Hannover, wurde auf der
Hausausstellung in Pfronten nun auch die NHX4000 mit
MAPPS IV Steuerung präsentiert – produziert bei Deckel
Maho in Pfronten. Das NHX Maschinenkonzept basiert auf
der erfolgreichen NH-Baureihe mit mehr als 6.000 weltweit
installierten Maschinen. Diese Gesamtperformance zum
BestPrice konzentriert sich auf eine kompakte Bauweise von
lediglich 12,5 m². Entsprechend zuversichtlich zeigt sich
Christian Thönes, Vorstandsmitglied der Gildemeister AG
und Geschäftsführer der Deckel Maho Pfronten GmbH: „Auf­
grund des attraktiven Preises von 194.900 Euro und durch
die unmittelbare Marktnähe im Bereich der Horizontalbe­
arbeitung sind wir überzeugt, unsere Position in diesem
Maschinensegment entscheidend ausbauen zu können.“
Das Werkstückspektrum der NHX4000 mit 400er-Palette
umfasst Werkstücke bis 630 mm Durchmesser und 900 mm
Höhe. Im Arbeitsbereich von 560 × 560 × 660 mm (in X x
Y x Z) bearbeitet das Horizontalzentrum die Bauteile extrem
genau und effizient. Der hohe Präzisionsanspruch geht ein­
her mit beeindruckenden Geschwindigkeits- und Dnyamik­
werten. So verfahren die Linearachsen mit bis zu 60 m/min,
bei Beschleunigungswerten bis 9 m/s². Im Prozess selbst ste­
hen dem Anwender dann Spindeldrehzahlen im Standard bis
12.000 min-1 und ein Drehmoment von 110 Nm zur Verfü­
gung. Im Standard bietet die Maschine außer­
Ringmagazin mit einer Kapazität von 40
Plätzen, das optional bis auf 60
Plätze erweiterbar ist. In allen
Varianten beeindruckt der
schnelle Werkzeugwechsler
mit einer Span-zu-Span-Zeit
von lediglich bis zu 2,8 Sekun­
den. Im Zusammenspiel mit
der Palettenwechselzeit von 8
Sekunden sind demnach kür­
zeste Nebenzeiten garantiert.
Neben der Performance im Pro­
zess beeindruckt die NXH
4000 außerdem durch ihren
geringeren Stromverbrauch und
reduzierte Betriebskosten gegen­
über Vorgängermodellen. Es sei laut Herstel­
ler gelungen, den Energiebedarf um bis zu 50 Prozent zu sen­
ken, unter anderem durch eine geringere Anzahl an
Servomotoren, LED-Beleuchtung und ein Hydraulikaggregat
mit Druckspeicher, dessen Pumpe im Standby-Modus automa­
tisch gestoppt wird. 
Der stärkste Gasnagler
»Eine leichte Fahrzeugeinrichtung bedeutet
105 Joule machen den DIGA-CS 2 Power von Würth zum stärksten Gasnagelgerät seiner Kategorie.
Ob im Trockenbau (wie z. B. beim Anbringen von U-Profi­
len), im Baubereich (wie z. B. beim Anbringen von Schalungs­
zubehör und Rondellen) oder im Installationsbereich (wie z. B.
beim Anbringen von Leerrohrhaltern) – der neue Gasnagler
DIGA-CS 2 Power von Würth ist universell einsetzbar. Das
Hochleistungs-Gasgerät gewährleistet die schnelle und sichere
Befestigung auf Beton, Stahl und Mauerwerk. Da keine
Kabel und Schläuche benötigt wer­
den, ist ein freies Arbeiten
des Profis sichergestellt.
Der DIGA-CS 2 Power
ist mit 105 Joule das
stärkste Gasgerät in sei­
ner Kategorie, aber den­
noch nahezu rückstoß­
frei. Das Leichtgerät mit
nur 3,6 kg ist zudem der
kürzeste Kontaktarm auf dem Markt,
mit dem Nägel von 15 bis 40 mm mit
Durchmessern von 2,6 bis 3,7 mm
gesetzt werden können. www.wuerth.at
mehr Zuladung. So habe ich immer meine
komplette Ausrüstung dabei.«
3 | 2012 _Anz_Testimonials_AT_90x125_alle.indd 1
Der Schlosserball
„Metall am Ball 2012“
Fotos: Viorica Zangger
Der Schlosserball fand heuer am Samstag, dem 21. Jänner 2012, im herrlichen Ambiente des renovierten Casino Baumgarten in Wien statt.
it besonderer Freude konnten wir auch wieder
einige Ehrengäste begrüßen: Die Sparte Gewerbe
und Handwerk wurde durch Frau Mag. (FH) Maria
Elisabeth Smodics-Neumann, Spartenobmann-Stellver­
treter und Innungsmeisterin der Landesinnung Wien der
Mode und Bekleidungstechnik vertreten.
Weiters begrüßten wir Bundesinnungsmeister KommR
Harald Schinnerl für die Metalltechniker sowie die
Berufsgruppenobmänner KommR Roland Ofner (Schlos­
ser), KommR Wilhelm Seidl (Metalldesign) und KommR
Rudolf Fasching (Oberflächentechnik), Altinnungsmeister
KommR Heinrich Amadei (Messerschmiede) und KommR
Johannes Waismayer (Graveure) sowie einige Ausschuss­
mitglieder, auch von befreundeten Innungen. Die Innung
der Metalltechniker war weiters vertreten durch Innungs­
geschäftsführer Mag. (FH) Mag. Rainer Hartlieb sowie die
Ausschussmitglieder Erwin Klenkhart, Ing. Günter Kro­
mus, Martin Kruschitz.
Durch den Abend führte Ballobmann Erwin Graf. Unser
Berufsgruppenobmann, KommR Roland Ofner, hieß die
Ballbesucher herzlich willkommen, Bundesinnungsmeis­
ter KommR Harald Schinnerl eröffnete den Ball. Die Star
Club Formation der Tanzschule Immervoll sorgte für die
festliche Gestaltung der Eröffnung. Um Mitternacht prä­
sentierte uns Erwin Graf ein Potpourri von Max Raabe.
Das Ensemble Swing Music spielte unermüdlich zum Tanz
auf und sorgte für beste Unterhaltung und gute Stimmung.
Ein weiterer Höhepunkt war wie alle Jahre die Supertom­
bola mit mehr als 200 Tref­fern sowie die Ziehung der zehn
Die heurige DAMENSPENDE – köstliche „Schlossertört­
chen“ – wurde von der Firma Waitschacher zur Verfügung
Fotos sind auf der Klubhomepage entweder unter Schlos­
serball – Der letzte Ball (mit diesem Bericht) oder direkt
über die Bildergalerie zu sehen. Wir danken nachstehenden Firmen und Personen für ihre Unterstützung:
Wolfsgruber GmbH, I-39031 Bruneck, Südtirol
ZinkPower Brunn GmbH, 2345 Brunn/Gebirge
Folgende zehn Preise wurden als Haupttreffer
verlost, die zur Verfügung gestellt wurden von:
ALUKÖNIGSTAHL GmbH, 1150 Wien
Dom Sicherheitstechnik GmbH, 1140 Wien
Egger Glas, Isolier- und Sicherheitsglaserzeugung GmbH,
8212 Gerasdorf a. d. F.
Eisen-Skala Schrottverwertung GmbH, 1100 Wien
Frankstahl Rohr- und StahlhandelsgmbH, 2353 Guntramsdorf
Konrad Klausser Schließanlagen GmbH, 1160 Wien
Franz Moser Gesellschaft m.b.H., 9800 Spittal/Drau
Peneder Feuerschutz GmbH, 1220 Wien
Schachermayer Wien, 1232 Wien
Schiekmetall Handels-GmbH, 1140 Wien
TOR TEC Brandschutztor GmbH, 4902 Wolfsegg am Hausruck
50 3 | 2012
G. Senft Gesellschaft m.b.H., 1080 Wien, Reisegutschein –
Erwin Klenkhart, 1170 Wien, Reisegutschein – Star Inn-Hotel
Klausser Schließanlagen GmbH, 1160 Wien, Balkenschloss
Melkus GmbH, 1120 Wien, Swarovksi-Collier
KommR Roland Ofner, 1040 Wien, Fahrrad
Schachermayer GmbH, 1230 Wien, Akku-Bohrer
Welcome Bank GmbH, 1100 Wien, 1 Wochenende mit Mercedes
B-Klasse inkl. 1000 km, Versicherung
Restaurant „Adam“, 1080 Wien, All Inclusive für 2 Personen
Konditorei Hübler, 1170 Wien, 2 x je 1 Riesen-Torte
Tombolatreffer
Basi GmbH, D-41238 Mönchengladbach
Beiersdorf GmbH, 1100 Wien
Cihal Michael, 1130 Wien
Cihal Walter, 1050 Wien
Compostella Alfred, 1200 Wien
Confiserie Eibensteiner, 1010 Wien
Heider Ernst, 1210 Wien
Holl Martin, 1080 Wien
Kaffeekonditorei Hübler, 1170 Wien
Klub der Freunde der Messerschmiede, 1030 Wien
Kotányi GmbH, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel
Krejca Alois, 1020 Wien
Kromus Ing. Günter, 1200 Wien
Anton Melkus GmbH, 1120 Wien
Mitterlehner Christian, 1220 Wien
Theaterverein Wiener Metropol, 1170 Wien
Neuwirth Susanna, 1160 Wien
Ofner KommR Roland, 1040 Wien
Orion Leuchten, 1100 Wien
Ploberger GesmbH, 2070 Retz
Riess Kelomat GmbH, 3341 Ybbsitz
Schössmetall GmbH & Co KG, D-83395 Freilassing
SEB-TEFAL HandelsgmbH, 2345 Brunn/Gebirge
Stingl Helmut, 1140 Wien
Swarovski Austria VertriebsgmbH & Co KG, 6063 Rum
Tischler Edith, 1220 Wien
Theodor Triebenbacher GmbH, 5321 Koppl
Volkstheater Wien in den Außenbezirken, Wien
Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG, 42655 Solingen
Hamerle Hermann, 2326 Lanzendorf
Kolesa Stahl- und Metallbau Gesellschaft m.b.H.,
Pfingstgraef Gustav, 1120 Wien
Stuchly Rudolf und Brigitte, 3002 Purkersdorf
Veränderungen im Mitgliederstand Wien
Gewerbeerteilung
Blazevic Predrag, 1150 Wien, Hackengasse 22/8, „Metalltech­
nik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltech­
nik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Landund Baumaschinen (verbundenes Handwerk), eingeschränkt
auf Universalschweißer“; Grandon OG, 1020 Wien, Czernin­
gasse 4 Heim/505, „Metalltechnik für Metall- und Maschi­
nenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und
Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen,
eingeschränkt auf Eisenmonteur“, Geschäftsführer: György
Pataki; Haimov Mier, 1140 Wien, Nisselgasse 8, „Metalltech­
nik für Metall- und Maschinenbau, eingeschränkt auf Auf­
sperrdienst“; Omega Portfolio GmbH, 1010 Wien, Opern­
ring 1/000, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau“,
Geschäftsführer: Nebojsa Savic; Pataki & Nemet Metallbau
OG, 1180 Wien, Dempschergasse 10/1/12, „Metalltechnik
für Metall- und Maschinenbau; eingeschränkt auf Eisenmon­
teur“, Geschäftsführer: György Pataki; PKE Facility Management GmbH, 1100 Wien, Computerstraße 6, „Metalltechnik
für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik
für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und
Baumaschinen (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsführer:
Ing. Hartwig Johannes Willfort.
Forstinger Österreich GmbH, 1230 Wien, Richard-StraußStr. 28, „Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräs­
maschinen“, Geschäftsführer: Ing. Berthold Finster, früher
Forstinger Betriebs GmbH; Kögler Andreas e.U., 1050 Wien,
Reinprechtsdfr. Str. 15, „Metalltechnik für Metall- und Maschi­
nenbau, eingeschränkt auf die Herstellung, Montage und Repa­
ratur von Gittern, Zäunen, Geländern, Handläufen, Türen und
Fenstern sowie von Zylindern, Schlössern, Balkenschlössern
und Beschlägen sowie die Anfertigung von Schlüsseln mittels
Kopierfräsmaschinen und den Aufsperrdienst“, früher K & K
Sicherheitstechnik e.U.; Milovan Popovic KG, 1150 Wien, Jhe­
ringgasse 36/18A, „Metalltechnik für Metall- und Maschinen­
bau, eingeschränkt auf die Herstellung, Reparatur und Montage
von Fenstern Türen und Toren, Vordächern, Geländern und Git­
tern, Stiegen, Balkonen, Wintergärten, Rauchfangkehrerstegen,
Portalen samt dazugehörigen Konstruktionen sowie Schweiß­
arbeiten ausgenommen Schienenschweißungen“, Geschäfts­
führer: Milovan Popovic, früher Milovan Popovic KEG; rausgebrannt Lasergravuren e.U., 1060 Wien, Otto-Bauer-Gasse 4/D/
IV, „Graveur“, früher Beamfire Lasergravuren e.U.
Neuer Gewerbeinhaber
Culjak Boze, 1150 Wien, Wickhoffgasse 8/3, „Metalltechnik
für Metall- und Maschinenbau eingeschränkt auf Schweißar­
beiten ausgenommen Schienenschweißungen“, Gewerbeinha­
ber ausgeschieden: Culjak Schweisstechnik KG; Schlosserei
Johannes Wolf GmbH, 1150 Wien, Herklotzgasse 31, „Schlos­
ser einschließlich der Gitterstricker (§ 94 Z. 71 GewO 1973)“,
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. (FH) Christian Wolf, Gewerbeinha­
ber ausgeschieden: Johannes Wolf.
Änderung des Berechtigungsumfanges
Shimonov Michail, 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 157,
„Schlosser, eingeschränkt auf den Aufsperrdienst und die
Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen“, frü­
her „Schlosser, eingeschränkt auf den Aufsperrdienst“.
Errichtung einer weiteren Betriebsstätte
Hofbauer Bernd, 1150 Wien, Sechshauser Str. 8–10, „Messer­
schmiede einschließlich der Erzeuger von Hieb- und Stichwaf­
fen (§ 94 Z. 53 GewO 1973)“, weitere Betriebsstätte 1020 Wien,
Jungstraße 15/9/213.
Verlegung einer weiteren Betriebsstätte
GAP Metallverarbeitungs- und HandelsgmbH, 3300
Amstetten, Peter Mitterhofer-Straße 4, „Metalltechnik für Metallund Maschinenbau (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsfüh­
rer: Andreas Griessenberger, Verlegung nach 1090 Wien, Wasa­
gasse 31/2/34.
3 | 2012 51
Endigung einer weiteren Betriebsstätte
Babadschanov Evgenij, 1170 Wien, Jörgerstr. 33, „Anfertigung
von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen“, Endigung der
weiteren Betriebsstätte 1090 Wien, Nußdorfer Straße 1; Grigoryan Ashot, 1090 Wien, Alserbachstraße 24, „Anfertigung von
Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen gemäß § 1 Z. 2 der 1.
Teilgewerbe-Verordnung, BGBL. Teil II Nr. 11/1998“, Endigung
der weiteren Betriebsstätte 1110 Wien, Simmeringer Haupt­
straße 142–150/000; Haimov Juri, 1090 Wien, Alser Straße
30, „Schlosser (Handwerk), eingeschränkt auf Aufsperrdienst“,
Endigung der weiteren Betriebsstätte 1140 Wien, Nisselgasse 8.
Auraschloss-Aufsperrdienst e.U., 1170 Wien, Kalvarienberg­
gasse 43/2–3, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau,
eingeschränkt auf Aufsperr- und Schlüsseldienst sowie kleinere
Bauschlosserarbeiten wie insbesondere Gartenzäune, Fenster­
gitter, Gartentüren, Geländer, kleine Vordächer bis 3 m2, Türen
und Fenster und die Montage und Reparatur von Sektionaltoren
für PKW-Garagen“, früher 1170 Wien, Geblergasse 69/12; Bagci
Isa, 1100 Wien, Viktor-Adler-Markt, Stand 78/81, „Schlosser,
eingeschränkt auf Aufsperrdienst, aufgrund der Nachsicht von
der Erbringung des vorgeschriebenen Befähigungsnachweises
gem. § 19“ sowie „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau,
eingeschränkt auf Aufsperrdienst“, früher 1100 Wien, LaaerBerg-Straße 12;
Stahl- und Anlagenbau Ing. Telatzky Gesellschaft m.b.H.,
1050 Wien, Blechturmgasse 1, „Schlossergewerbe, einge­
schränkt auf Stahl- und Portalbau“, Geschäftsführer: Dr. Anton
Aigner per 18.01.2012; Trophy Expert Handels GmbH, 1060
Wien, Bürgerspitalgasse 18/2, „Graveur“, Geschäftsführer:
Markus Siegfried Paul Steinmayer per 30.11.2011; Schlosserei
ser einschließlich der Gitterstricker (§94 Z. 71 GewO 1973),
Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Christian Wolf per 19.12.2011.
DIE HALLENBAUER GMBH, 4901 Ottnang am Hausruck, Attn­
angerstraße 42, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau (§
94 Z 59 GewO 1994)“, Geschäftsführer Florian Peneder ausge­
schieden per 10.12.2011; Iusip Andrian, 1090 Wien, Alser Straße
26, „Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen
gemäß § 1 Z. 2 der 1. Teilgewerbe-Verordnung, BGBl. Teil II Nr.
11/1998“, Geschäftsführer Elena Dovgopol ausgeschieden per
31.10.2010; Insolvenzmasse nach der STAHL- & ANLAGENBAU
Ing. TELATZKY Gesellschaft m.b.H., 1050 Wien, Blechturm­
gasse 1, „Schlossergewerbe, eingeschränkt auf Stahl- und Por­
talbau“, Geschäftsführer Ing. Kurt Telatzky ausgeschieden per
01.01.2012; I-V-A Kunstschmiede- und Stahlbauschlosserei
GmbH, 1160 Wien, Gansterergasse 4, „Schlosser (Handwerk)“,
Geschäftsführer Ivan Dzigumovic ausgeschieden per 12.01.2012.
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52 3 | 2012
Savicic Sasa, 1100 Wien, Katharinengasse 16/2/18, „Metalltech­
nik für Metall- und Maschinenbau“, per 11.01.2012.
OMEGA - Montage u. Rohrleitungsbau GmbH, 1100 Wien, Her­
tha-Firnberg-Str. 3/24, „Schlosser gem. § 94 Z. 13 GewO 1994“,
per 31.12.2011.
Gewerberücklegung
ABC Sonnenschutz-Systeme GmbH, 1150 Wien, Clementinen­
gasse 10/10, „Schlosser (Handwerk), eingeschränkt auf die
Montage von Sonnenschutzanlagen“, Geschäftsführer: Erich
Krenn per 19.01.2012; Dorofeeva Maria, 1050 Wien, Rein­
prechtsdorferstraße 3, „Anfertigung von Schlüsseln mittels
Kopierfräsmaschinen“, Geschäftsführer: Iouri Dorofeev per
31.12.2011; GREP Fenster- und Türenhandels GmbH, 1220
Wien, Enzianweg 19, „Metalltechnik für Metall- und Maschinen­
bau (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsführer: Mario Grubits
per 31.12.2011; Mrskos Ernst, 1070 Wien, Neubaugasse 63,
„Emailleur“ per 18.01.2012; Petrov Petar, 1140 Wien, Wißgrillg.
12/17, „Schlosser (§ 94 Z. 11 GewO 1994), eingeschränkt auf die
Montage von Sonnenschutzsystemen und das Service von Fen­
stern und Türen sowie den Austausch von Kleinteilen“ per
16.01.2012; A. Pospisil Gesellschaft m.b.H. in Liqu., 1030
Wien, Apostelg. 37, „Schlosser einschließlich der Gitterstricker
(§ 94 Z. 71 GewO 1973)“, Geschäftsführer: Andreas Pospisil per
31.12.2011; Praunias Ernst sen., 1120 Wien, Rauchg. 40,
„Schlossergewerbe“ per 31.12.2011; Schmock Johann, 1110
Wien, Simm. Hauptstr. 19, „Wagenschmiedegewerbe“ per
31.12.2011; Shimonov Michail, 1190 Wien, Heiligenstädter
Straße 157, „Schlosser gem. § 94 Z. 13 GewO 1994, einge­
schränkt auf die Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräs­
maschinen, aufgrund der Nachsicht von der Erbringung des vor­
geschriebenen Befähigungsnachweises gem. § 28 Abs. 1 Z. 2
GewO 1994“ per 12.01.2012; WAS Thomas Bau- und Schlossereibetrieb G.m.b.H., 1150 Wien, Johnstraße 14/14–15,
„Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit
Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik
für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)“ per
31.12.2011. Veränderungen im Mitgliederstand Vorarlberg
Wolf Christian Rafael, Unterfeld 7, 6714 Nüziders; Schrottenbaum Patrick, Hauptstraße 65, 6719 Bludesch per 15.02.2012.
Löschung des Gewerbes
MTE Metallverarbeitung Marte OG, Seglerweg 11–13, 6972
Fußach. Innung
Klubbrief
Donnerstag, 15.3.2012
Klubsitzung – Metropol
Freitag, 16.3.2012, bis Sonntag, 18.3.2012
07.00 Uhr	Skiwochenende nach
Klubkegeln
Unser nächster Klubkegelabend findet am Donnerstag,
den 5.4.2012, im Gasthof Weinknecht, 2331 Vösendorf, Orts­
str. 161, Beginn 20.00 Uhr, statt. Es gibt eine große Auswahl an
hervorragenden Speisen zu vernünftigen Preisen! Bitte unbe­
dingt Indoor-Schuhe mit nicht abfärbender Sohle mitnehmen!
Die März-Klubsitzung am Donnerstag, den 15.3.2012 ver­
bringen wir bei den „Stehaufmanderln“ und ihrem Pro­
gramm „Austria’s next Top-Schmäh“ im Metropol. Achtung!
Unser Kartenkontingent ist ausgeschöpft! Für alle Angemel­
deten: Die Karten kosten € 30,– pro Person, Beginn ist 20.00
Uhr. Bitte rechtzeitig da sein und die Karten möglichst genau
bezahlen. Danke!
Für alle Angemeldeten: Abfahrt zum Skiwochenende am Frei­
tag, dem 16.3.2012, pünktlich um 7.00 Uhr von der BP-Tank­
stelle Hadikgasse/Kefergasse (U4-Station Ober St. Veit).
Wir gratulieren unseren Geburtstagskindern im März:
Waltraud Kolesa, Erwin Franz Klenkhart, Silvia Weber, Erwin
Klenkhart jun., KommR Roland Ofner, Walter Cihal.
In der Februar-Klubsitzung war Wolfgang Katzer – „gewe­
sener Bamschabl (der mit dem Muckenstrunz)“ – unser Gast.
Er erzählte uns – auf seine ganz spezifische Art, von der nie­
mand weiß, ob er es gerade ernst meint oder nicht – von sei­
nem Werdegang. Geboren wurde er 1950 in Mödling und
erfreute sich immer schon an seinen großen Vorbildern Charly
Rivel oder Grock; Clowns, über die auch Erwachsene lachen
mussten und vor allem lachen durften. Er studierte Musikwis­
senschaft, Philosophie und nebenbei Kunstgeschichte. Seinem
„Doktor“ in Musikwissenschaft fehlt lediglich das Rigorosum,
zu dem er einfach nie gekommen ist, weil immer irgendetwas
dazwischenkam. Er spielt(e) Klavier, hat Steppen gelernt (im
Kloster, bis ein Mönch kam und ihn bat, „die Schreibmaschine
abzustellen“). Begonnen hat er als Klavierkomiker (mehr oder
weniger erfolgreich), war dann in „Spotlight“, der Sendung
von und mit Peter Rapp, durch die er bekannt wurde und wo
er auch seinen späteren Kollegen Peter Traxler („Mucken­
strunz“) kennenlernte. Sie taten sich zusammen und bekamen
prompt eine eigene Fernsehsendung. Von da an ging der Weg
stetig bergauf. Die Namen Muckenstrunz und Bamschabl über­
nahmen sie von Frau Sperl, der Kantinenfrau im Tonstudio,
die alle großen Männer Bamschabl und alle kleinen Mucken­
strunz nannte.
Er hat alles gelernt, was zu einem großen Showman und Komi­
ker gehört, u. a. war er auch bei Samy Molcho („spricht sieben
Sprachen und sagt kein Wort“), schrieb Romane als Gegensatz
zum Komiker-Dasein und versucht nun eine neue Karriere als
Solo-Komiker.
Einige „Wuchteln“ von ihm: In Mörbisch ist das Schauspieler­
dasein schwer: Man weiß nie, ob die Leute klatschen oder die
Wolfgang Katzer, gewesener Bamschabl, war im Februar bei
der Klubsitzung zu Gast.
Gelsen erschlagen; er ist ein Frühbucher: Er begann schon
früh, Bücher zu schreiben; alle Romanbuchautoren haben
einen „Entwertungsreflex“ – sie verunstalten die erste Seite
durch ihr „Geschreibsel“ – u. v. m. Apropos: Ich bat ihn natür­
lich auch mein (sein neues) Buch (Ayasha tanzt) zu „entwer­
ten“. Auf die Frage, was er denn schreiben solle sagte ich:
„Für Renate“ und irgendetwas Nettes. Ratet mal, was er mir
geschrieben hat! („Für Renate – ‚irgendetwas Nettes‘ und herz­
liche Grüße“).
Wir danken ihm für den „komischen“ Abend und wünschen
ihm viel Erfolg für seine Solo-Karriere.
Das Klubkegeln im Februar gewann bei den Damen Renate
Hofer vor Renate Stingl und Erika Aichinger, bei den Herren
siegte Gerhard Held vor Bruno Zangger und Robert Aichinger.
Wie immer gestalteten wir das Kegeln wieder als Partner­
kegeln. Die Paare und deren Platzierungen:
Renate Hofer – Robert Aichinger: 390
Erika Aichinger – Gerhard Held: 377
Erika Aichinger – Bruno Zangger: 366
Renate Stingl – Helmut Stingl: 357
Renate Hofer – Peter Strauß: 341
Viorica Zangger – KommR Roland Ofner: 306
Julia Held – Ernst Heider: 300
Wir gratulieren herzlich! A N T O N
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Die nächste Ausgabe erscheint am 11. April 2012.
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References: § 1
 § 19
 § 1
 § 94
 § 94
 § 28