Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=28.06.2017&Aktenzeichen=B%206%20KA%2029/17%20R
Timestamp: 2019-11-17 14:39:05+00:00

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BSG, 28.06.2017 - B 6 KA 29/17 R - dejure.org
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BSG, 28.06.2017 - B 6 KA 29/17 R (https://dejure.org/2017,21755)
BSG, Entscheidung vom 28.06.2017 - B 6 KA 29/17 R (https://dejure.org/2017,21755)
BSG, Entscheidung vom 28. Juni 2017 - B 6 KA 29/17 R (https://dejure.org/2017,21755)
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§ 85 Abs 4 S 1 SGB 5 vom 22.12.1999, § 85 Abs 4 S 2 SGB 5 vom 14.11.2003, § 85 Abs 4 S 3 SGB 5 vom 14.11.2003, § 85 Abs 4 S 4 SGB 5 vom 14.11.2003, § 85 Abs 4a S 1 SGB 5 vom 14.11.2003
Vertragsärztliche bzw -psychotherapeutische Versorgung - Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses vom 31.8.2011 - Festlegung der angemessenen Höhe der Vergütung - empirisch ermittelte Personalkosten psychotherapeutischer Praxen)
Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht , S. 32 (Leitsatz und Kurzinformation)
Vertragsarztrecht | Honorarverteilung | Psychotherapeutenvergütung 2007/2008
SG München, 23.07.2014 - S 38 KA 263/13
LSG Bayern, 01.06.2016 - L 12 KA 150/14
NZS 2017, 917
a) Der Beschluss des EBewA vom 31.8.2011 war eine Reaktion auf das Urteil des Senats vom 28.5.2008, in dem eine Überprüfung des Betriebskostenbetrages von jährlich 40 634 Euro für die Jahre 2007 und 2008 als notwendig erachtet worden war (…BSGE 100, 254 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 42, RdNr 39; zur vorangegangenen Entwicklung von Gesetzgebung und Rechtsprechung zur Angemessenheit der Vergütung vertragspsychotherapeutischer Leistungen vgl BSG Urteil vom 28.6.2017 - B 6 KA 29/17 R - RdNr 16 ff mwN, zur Veröffentlichung für SozR vorgesehen) .
Der (E)BewA überschreitet den ihm eröffneten Gestaltungsspielraum, wenn sich zweifelsfrei feststellen lässt, dass seine Entscheidungen von sachfremden Erwägungen getragen sind - etwa weil eine Gruppe von Leistungserbringern bei der Honorierung bewusst benachteiligt wird - oder dass es im Lichte von Art. 3 Abs. 1 GG keinerlei vernünftige Gründe für die Gleichbehandlung von wesentlich Ungleichem bzw für die ungleiche Behandlung von im Wesentlichen gleich gelagerten Sachverhalten gibt (vgl zum eingeschränkten Prüfungsmaßstab zuletzt BSG Urteil vom 28.6.2017 - B 6 KA 29/17 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen - Juris RdNr 12 ff mwN) .
Es ist in Anbetracht der oben genannten Umstände nicht zu beanstanden, dass der BewA im Rahmen der ihm als Normsetzer zukommenden Gestaltungsfreiheit den Überprüfungszeitraum rückwirkend nur bis zum 1.1.2012 erstreckt hat, zumal ihn keine Pflicht zu eigenständigen Datenerhebungen trifft (vgl BSG Urteile vom 28.6.2017 - B 6 KA 29/17 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen - Juris RdNr 46; B 6 KA 36/16 R - Juris RdNr 55) .
Der Senat hat mit Urteilen vom 28.6.2017 entschieden, dass die Festsetzung des Betriebskostenansatzes im Beschluss des EBewA vom 31.8.2011 für das Jahr 2008 rechtmäßig, für das Jahr 2007 hingegen rechtswidrig war (B 6 KA 29/17 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen - und B 6 KA 36/16 R - Juris) .
Der Normgeber überschreitet den ihm eröffneten Gestaltungsspielraum, wenn sich zweifelsfrei feststellen lässt, dass seine Entscheidungen von sachfremden Erwägungen getragen sind oder dass es im Lichte von Art. 3 Abs. 1 GG keinerlei vernünftige Gründe für die Gleichbehandlung von wesentlich Ungleichem bzw für die ungleiche Behandlung von im Wesentlichen gleich gelagerten Sachverhalten gibt (vgl zuletzt Urteil vom 28.6.2017 - B 6 KA 29/17 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen - RdNr 12 ff mwN;… BSGE 100, 254 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 42, RdNr 17) .
Das SG hat unter Anführung der einschlägigen Rechtsprechung (u.a.) des BSG (vgl. auch Urteil vom 28.06.2017, - B 6 KA 29/17 R -, in juris Rdnr. 12) zutreffend dargelegt, welche Rechtsgrundsätze für die gerichtliche Kontrolle gesamtvertraglicher Regelungen gelten; diese sind den Beteiligten auch geläufig.
Der Status des Arztes, namentlich als zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung mit einem vollen oder halben Versorgungsauftrag (vgl. § 19a Zulassungsverordnung für Vertragsärzte, Ärzte-ZV) zugelassener Vertragsarzt, ist Grundlage der vertragsärztlichen Leistungserbringung und Grundlage des Anspruchs auf Teilhabe an der Honorarverteilung (vgl. § 85 Abs. 4 Satz 1und 2 SGB V; BSG, Urteil vom 28.06.2017, - B 6 KA 29/17 R -, in juris Rdnr. 10).

References: § 85
 § 85
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 § 85
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 § 85
 Art. 3
 Art. 3
 § 85
 § 19
 § 85