Source: http://diekeltischekraehe.blogspot.com/2009/05/
Timestamp: 2017-05-26 16:45:09+00:00

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"Once upon a midnight dreary…": 01.05.09 - 01.06.09
Nachträglich zum 8. Mai - Lehrstück in Sachen Propaganda
"Nur feige Seelen rächen sich an verwundeten Feinden" Friedrich der GroßeMit diesem Zitat beginnt ein Kurz-Film, der unter dem Titel "8. Mai - warum wir nicht feiern!" untermalt von Mozart Requiem, in schwülstig-kitschigen-agitatorischen Bildern Herbert Smagons, (dessen Werke, auf Neonazi-Homepages als "Neue nationalistische Kunst" gelobt werden) kleine blonde Jungs und Mädchen zeigt, die entweder von feindlichen Tieffliegern erschossen, oder von, schon an die überzeichnete Jud-Süß-Manier eines Veit Harlan erinnernde, Feindsoldaten hingemetzelt, verbrannt oder vergewaltigt werden.Gewürzt wird das ganze dann mit Zitaten aus Ilja Ehrenburgs Kriegspropaganda, die zwar in ihrer Brutalität schockieren, aber doch von ihm absichtlich als Antwort auf ebensolche Parolen von Seiten des nationalsozialistischen Regimes gedacht waren. Auch ein Zitat von Churchill darf nicht fehlen.Nach den grauslig-anrührenden Poesiealbumbildern von dahingeschlachteten Kindern, folgt eine Auflistung der Opfer:- 17 Millionen Heimatvertriebene- 10 Millionen deutsche Opfer nach der Kapitulation- 2 Millionen verschleppte Frauen in sowl. Gullags- 4 Millionen vergewaltigte deutsche Frauen und Mädchen-Völkerrechtswidrige Abtrennung der deutschen Ostgebiete-Umerziehung eines ganzen Volkes nach westlichen, dekadenten Werten- Fremdbestimmtes Restdeutschland durch die ehem. allierten Mächte... und das bis heute!Abschließend dann noch einmal die Parole:Darum: 8. Mai wir feiern nicht!Zum Schluss quält man dann noch den armen Abe Lincoln mit dem Zitat "Nichts ist entgültig geregelt, was nicht gerecht geregelt ist." (ich mag mich ja täuschen, aber war Lincoln nicht Amerikaner, also einer der Vorväter derjenigen, die doch, laut der Aussage des Filmchens Deutschland haben bluten lassen und bis heute fremdbestimmen und auch ein Vertreter der so verabscheuungswürdigen westlich-dekadenten Werte?Naja, der Alte Fritz musste ja auch herhalten, obschon er, so schöne Zitate, wie "In meinem Staat soll ein jeder nach seiner Facon selig werden." und "Man müsste es dahin bringen, dass sich alle Menschen der Intoleranz und des Fanatismus schämen." hinterlassen hat, die ziemlich deutlich werden lassen, was er von jenen, die sich seiner Worte in einem solchen Kontext wie diesem Film bedienen, gehalten hätte. (Der Olle Fritz war zu dem auch noch Freimaurer, also, von der Warte dieser Herrschaften aus gesehen, eigentlich einer von den "Bösen".)Auch Ilja Ehrenburg erweist sich bei näherer Beschäftigung mit seiner Person eben nicht als der blutrünstige Mordbube, wie ihn sich die Erschaffer dieses "Kurzfilms" gerne einreden wollen. Immerhin proklamierte er Gerechtigkeit statt Rache. Ihn also auf seine, durchaus mit Kalkül formulierten Hass-Parolen zu reduzieren, wie es dieser Film mit eben solchem Kalkül tut, täte dem Menschen Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg Unrecht.Aber so sind sie halt, sie nehmen es sich, wie sie es gerade brauchen, unreflektiert und wahllos, um Propaganda zu betreiben, die schlichten Gemütern ohne Grundkenntnisse in Geschichte und unfähig Sachverhalte außerhalb des Gesamtkontextes differenziert zu betrachten, mitten ins Herz trifft, ohne lästige Umwege über das Gehirn. So funktioniert Propaganda.Zum Schluss findet man eine Widmung "Den wehr- und waffenlosen Opfern des deutschen Volkes in Trauer und Liebe" unterzeichnet mit der URL eines Vereins Gedächtnisstätte e.V.Gräbt man nun etwas, stößt man zuerst einmal auf die Homepage des 1992 gegründeten Vereins, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine "würdige Gedächtnisstätte für die (deutschen!) Opfer des zweiten Weltkrieges durch Bomben, Verschleppung, Vertreibung und Gefangenenlager" ins Leben zu rufen, und zu dem Zwecke auch schon ein Objekt in Borna bei Leipzig erworben hat.Ist soweit ja nicht gerade verwerflich oder unbedingt verdächtig, wenn man sich nicht gerade diesen Film angesehen hat.Allerdings stolpert man bei näherem Hinsehen über Namen wie Ursula Haverbeck-Wetzel, die als Vorsitzende des Vereins bis 2003 aktiv war, welche 1963 zusammen mit ihrem Mann, Werner Georg Haverbeck das, inzwischen, weil Sammelbecken der Holocaust-Leugner, verbotene, Collegium Humanum gegründet hat und anlässlich eines Rudolf-Hess-Gedächtnis-Marsches 2004 in Wunsiedel, in ihrer Rede Hitler als Friedenspolitiker darstellte.Aber es gibt seitens der Gründungsmitglieder auch Querverbindungen zur Bauernhilfe e.V. und zum VRBHV.Da alle diese Organisationen mittlerweile verboten sind, dürfte es kaum Zweifel darüber geben, wo die Vereinsmitglieder nun eine neue Heimat gefunden haben, zumal es sich bei dem derzeitigen stellvertretende Vorsitzende, Prof. Dr. Theodor Schmidt-Kaler, um einen der beiden Hauptinitiatoren des Heidelberger Manifestes handelt.Nun, klarer geht es eigentlich nicht mehr, wenn man nach der Antwort zu der Frage "Wer steckt hinter dem Verein Gedächtnisstätte e.V. und wo liegt seine Motivation?" sucht. Auch dürfte es klar sein, wer solch einen Verein unterstützen würde.Nun möchte ich noch einmal auf die zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges zurückkommen, ohne jetzt weiter darauf herumzureiten, wem gerade auch die deutschen Zivilopfer denn nun tatsächlich ihr Schicksal zu verdanken haben.Natürlich geschenen im jedem Krieg schreckliche Dinge. Es liegt in der Natur eines Krieges , dass er eben nicht die guten Seiten der Menschen hervorholt, sondern ganz im Gegenteil, er nimmt den Menschen ihre Menschlichkeit, verroht sie, macht sie zu Bestien und raubt ihnen die Fähigkeit, den anderen, den Feind, als Mitmensch wahr zu nehmen. Dieser verkommt zu einem bloßen, selenlosen Objekt, dass man Hassen und töten kann.Das war bisher in jedem Krieg so, und ich denke, das wird sich nie ändern. Kriegsgreuel, besonders an Wehrlosen sind schrecklich und verabscheuungswürdig. Man darf sich aber auch nie dazu hinreißen lassen, nur die eigenen Opfer zu betrauern. Und ein gegenseitiges Aufrechnen der Opfer ist fast noch schlimmer.Alle Seiten haben ihr Quantum an Blutzoll nach Beendigung kriegerischer Auseinandersetzungen gezahlt. Danach sollte man soviel Menschlichkeit wieder gewonnen haben, dass man nicht nur die eigenen, sondern alle Opfer betrauert.Ich habe übrigens auch nicht am 8. Mai gefeiert, aber ich habe der Toten gedacht und der Tatsache, dass es das Ende eines Systems hier in Deutschland war, in dem ich nicht hätte leben wollen.Ich habe derjenigen Frauen gedacht, die, wie einige meiner Tanten, in diesem bescheuerten Krieg ihre Männer verloren haben, egal auf welcher Seite sie nun standen, und denjenigen Männer, die zwar heil aus diesem Irrsinn nach Hause kamen, aber verwundet an ihren Seelen, oder erst an den Spätfolgen gestorben sind. Und an Frauen wie meine Oma, die zweimal ausgebombt wurde und jedesmal nicht viel mehr als das, was sie in den Koffern in den Luftschutzkeller mitgenommen hatte, retten konnte.Für diese Leute war der 8. Mai. 1945 ein Anlass zur Freude, egal ob man nun als Sieger oder Verlierer daraus hervorging. Weil es endlich vorbei war! Weil die Soldaten heimkehren durften, und weil man nicht mehr jede Nacht, halb bekleidet im Halbschlaf auf die Sirenen hören musste, damit man auch ja mitbekam, wann es wieder Zeit war, in den Luftschutzkeller zu rennen.Natürlich haben diese Leute gefeiert (außer, sie waren damit beschäftigt, Zeugnisse ihrer, in 12 glorreiche Jahre angeeigneten, Karrieren im Garten zu verbuddeln oder im Ofen zu verbrennen.)Was ich aber auf keinen Fall an einem 8. Mai sehen möchte, sind irgendwelche Spasten in Pseudo-Uniformen, mit Pseudo-Flaggen, die an irgendwelchen Gedenkstätten Mahnwache halten, für die deutschen Helden, die bei der Verteidigung ihres Vaterlandes heroisch ihr Leben ließen.Drauf geschissen!Die meisten deutschen Soldaten (und auch nicht wenige der allierten) zogen nicht aus eigenen Antrieb in den Krieg, sondern weil sie mussten! Und sie dachten mit Sicherheit, als sie starben nicht zu erst an "Führer, Volk und Vaterland!" sondern an ihr zu Hause und an die Menschen, die sie nun nie wieder sehen würden. Und diejenigen, die überlebten, dachten auch nicht mehr übermäßig oft an ihre Vaterlandspflicht, sondern wohl eher daran, heil aus diesem Scheiß rauszukommen.Also hört auf mit diesem romantischen Mist, der nur dazu dient eure Unbelehrbarkeit zu demonstrieren! Da packt mich einfach nur die kalte Wut, bei soviel Hirnerweichung!Und da macht mich auch dieser propagandistische Kurzfilm wirklich wütend, wenn ich bedenke, dass genau die Ideologie, die von Vereinen, wie den für dieses Machwerk verantwortlichen, immer noch vertreten wird, eigentlich überhaupt dazu führte, dass es überhaupt Opfer zu beklagen gab.
Ich habe gerade dieses, von Mark gebastelte Stöckchen bei Hexe aufgelesen, die es von Bruno hat.Tee oder Kaffee?Kaffee, Kaffee, Kaffee, ohne geht gar nicht, er ist der Treibstoff der diesen Motor am Leben erhält. Obwohl, ab und zu einen leckeren Earl Grey oder einen Grünen Tee, da sag ich auch nicht nein.Wein oder Bier?Kommt drauf an, ich steh' auf Schwarzbier, aber gegen ein Glas Wein zum Essen hab' ich auch nichts. Allerdings trinke ich eher sehr selten überhaupt Alkohol.Hund oder Katze?Hund (oder sowas ähnliches): 1, Katzen: mittlerweile 4 (zwei Kater, zwei Katzen) Das reicht aber auch...Rock, Pop oder Klassik?Eigentlich alles, so lange es keine "Fahrstuhlmusik" ist und Substanz hat, aber hauptsächlich Rock in allen VariationenBücher oder Zeitschrift?Bücher, ein paar MagazineGlaube oder Heide?ThelemitE-Mail oder Brief?E-Mail (Briefe brauchen immer so lang)Homo-, Hetero- oder Autosexuell?Stock-Hetero, obwohl ich bestimmte Frauen auch anziehen finde.Ordnungsfanatiker oder Sachensucher?Meine Ordnung ist ein wohl abgestimmtes System, was leicht aus der Balance gerät....(Böse Zungen nennen es Chaos, aber ich weiß wenigstens wo ich suchen muss)Sportler oder Couch-Potato?Weder noch, körperliche Betätigung ohne Ziel finde ich merkwürdig. Meine Adrenalin- und Endorphindosis hole ich mir andersThai-Food oder Schweinshaxe?Ja, auch...Amsel oder Nachteule?NachteuleDusche oder Wanne?DuscheFür die Männer: Nass- oder Trockenrasierer?Och, egal, hauptsache nicht zu oft...*g*Für die Frauen: Wachsstreifen oder Rasierer?Rasierer (aber auch Pilka), Wachs klebt so nach auf der Haut, trotz mehrmaligem Waschen und da eine unserer Katzen fusselt...naja...Raucher oder frische Luft?Raucher, allerdings mag ich zu starken Qualm oder den Geruch nach kaltem Rauch selber gar nicht. Schon gar nicht im Schlafzimmer *ätz*Photo oder Film?Photos, ich mag es, den Augenblick im Bild festzuhalten.Wer will kann sich das Stöckchen mitnehmen. Allerdings werfe ich es noch Ursus an den Kopf.
Gerade habe ich über Fefes Blog auf der Seite "Du bist Terrorist! Eine Kampagne gegen Terroristen." dieses nette Video gefunden:Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.Es steht natürlich in keinerlei Zusammenhang mit dem vorhergehenden Beitrag!
Warme Worte zu von der Leyens Internet-Zensur-Plänen
Weil mich der Beitrag des Sirs, Nachtgedanken: Das Zensursula-Upgrade, wieder darauf gebracht hat, möchte ich hier einmal auf die Petition gegen Internetzensur (Ende der Mitzeichnungsfrist, 16.06.2009, Registrierung notwendig) hinweisen.Wie aus dem Petitionstext und der Begründung hervorgeht, geht es nicht darum, Kinderpornografie Vorschub zu leisten, ganz im Gegenteil, ich kann mir persönlich kaum etwas Verwerflicheres vorstellen, als sich an Kindern zu vergehen, sondern klar und deutlich zu sagen, dass das, was sich da unsere Ursula von der Leyen ausgedacht hat, einerseits völlig nutzlos im Kampf gegen Kinderpornografie ist, andererseits jedoch gefährliche Auswirkungen auf jeden einzelnen, völlig unschuldigen User des Internets haben könnte.Nicht umsonst wehren sich auch Kinderschutz-Vereine und Selbsthilfegruppen von Opfern gegen diese Praktik.(siehe dazu beispielsweise diesen Artikel in der Zeit.Es scheint von der Leyen wohl vornehmlich darum zu gehen, solche delikaten Themen wie Kinderpornografie nach dem Motto "Aus den Augen aus dem Sinn" wegzusperren, als wirklich etwas gegen diese strafbaren Handlungen zu unternehmen.Hinzu kommt, dass ja auch noch angedacht ist, diese Stop-Seiten auf andere Inhalte, wie Volksverhetzer- oder Terroristen-Pages (ich lache mich scheckig, als wenn wirkliche Terroristen ihre Pläne öffentlich im Netz erörtern würden) oder auch ausländische Glücksspielseiten zu erweitern.Wie man, wenn man sich informiert, leicht herausfinden kann, bedürfte es, nach den Plänen unserer Familienministerin und Super-Mutti, nur des unwissenden Folgens eines Links, worauf man dann auf einer solchen Seite landet, und schon erschiene nicht nur die Stop-Seite, die sich im übrigen mit wenig Kenntnis umgehen ließe, sondern würde auch die IP beim BKA landen, wo sie gelistet und weiter verarbeitet würde. So kann jeder, wirklich jeder, der sich im Web bewegt, zum potenziell gefährlich einzustufenden Täter werden und muss mit einer Strafverfolgung, nebst Hausdurchsuchung rechnen.Wer noch nicht so genau weiß, um was es sich bei dem Gesetzentwurf zu Internet-Sperrseiten und den sogenannten Stop-Seiten handelt, dem empfehle ich, zum Beispiel, die Lektüre von Kinderpornografie und Internet-Zensur - Hintergründe, Zusammenhänge, Denkanstöße von Christian Wöhrl.Nochmal in aller Klarheit, ich bin der letzte, der nicht gegen strafbare Handlungen, wie Kindesmissbrauch, aber auch Volksverhetzung wäre, aber, liebe Leute, dazu haben wir ja schon bestehende Gesetze, wie § 182, § 184a, § 184b, § 184c und auch § 184d StGB, für die Verfolgung pornografischer, im speziellen Fall, kinderpornografischer Straftaten und auch genügend Paragrafen, hier als Beispiel § 130, die verfassungsfeindlichen, volksverhetzenden Straftaten abdecken.Also darf man sich fragen, was dieser Gesetzentwurf eigentlich bezwecken soll?Außer einem Ausblenden der Problematik, wie oben schon angesprochen, und einer Kriminalisierung von potentiell Unschuldigen ja wohl nicht viel.Allerdings, so denke ich, ist die Gefahr groß, dass, wenn erst einmal verabschiedet, dieses Gesetz auch weitere Anwendung finden könnte.Ich erinnere mich noch gut daran, als zur WM 2006 Bundes-Innenminister Schäuble gedachte, das Grundgesetz dahingehend zu ändern, dass die Bundeswehr auch innerdeutsche Ordnertätigkeit, vergleichbar der Polizei, ausüben könnte.Auch damals schon war mir bewusst, dass, wenn einmal eingeführt, diese erweiterten Befugnisse auch bei Demonstrationen und anderen Gelegenheiten Anwendung hätten finden können.Was ich damit sagen will, ist folgendes:Ein Gesetz ist schnell geändert oder eingeführt, und mögen sich die Gründe auch erst einmal recht einleuchtend anhören, so sollte man immer etwas weiter denken.Ich sage nur, währet den Anfängen.In diesem Sinne, nicht vergessen:Wir sind das Volk! Weitere informative Links zu dem Thema:Artikel in der Chip "Internet-Zensur: Beschluss am Mittwoch" vom 23.03.09Heise "Familienministerin beharrt auf ihrem Plan zu Kinderporno-Sperren" vom 17.03.09Heise "Bundesregierung: Keine Internet-Zensur, aber Web-Sperren gegen Kinderporno" vom 23.03.09Heise "Kinderporno-Sperren: "An Populismus kaum zu überbieten" vom 04.05.09Petitions-Rund-MailHandelsblatt "PR-Schlacht um Kinderporno-Sperren" vom 14.05.09"Kinderporno-Sperren: Vorwand für Internetzensur?" auf Tom's Hardware vom 14.05.09 "Verschleierungstaktik - Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere" c't-Magazin 09/09Oder einfach einmal selber Tante Google fragen....
Ich krame mal wieder in meinen Oldies und höre zur Zeit ein paar meiner All-times-Fav, Liedern die ich immer wieder hören kann, weil sie Erinnerungen oder Stimmungen wecken, die mich auf die eine oder andere Weise immer noch berühren. Oder einfach, weil für mich die Musik absolut zeitlos ist.Ich nehm euch einfach mal mit, auf meine musikalische Zeitreise..Big Country, eine meiner absoluten Lieblingsbands. Ich mag die Texte und den unverwechselbaren Sound.Von Big Country komme ich immer unweigerlich zu Siouxsie and the Banshees, hier zwei Cover, von den Doors und und Iggi Pop.Das führt mich dann zu The ClashDann werfe ich mal wieder Joan Jett rein. (Vergesst Britney Spears! )Abschließend dann noch zwei meiner erklärten Lieblingslieder von Mr. Marvin Lee Aday......und natürlich, Mr. Freddie Mercury, hier mit Montserrat Caballé.Und mit diesem einfach coolen Elvis-Cover...
Puh, Wochenende...endlich.Auf die vergangenen Tage hätte ich gut und gerne verzichten können.Seit Anfang dieser Woche bin ich erstens dauermüde und leide zweitens unter Appetitlosigkeit. Allein bei der Gedanken an Essen führt bei mir zur Zeit zu einem Bäh-Gefühl. Und das mir!Da ich allerdings die Vermutung habe, dass die Müdigkeit und damit verbundenem Leistungsabfall mit der ständigen Unterzuckerung zusammenhängt, halte ich mich zur Zeit mit Eis und Süßigkeiten über Wasser. Hift zwar nicht, aber ich in da hart gegen mich selbst.Dazu kommt, dass ich mir, als ich am Mittwoch etwas spät dran war, und deshalb die Treppe runter im Fluge nahm, den linken Knöchel verknackst habe. Super, das rechte Knie, das mit ohne VKB macht mir schon seit der vorhergehenden Woche Probleme. Also humpelte ich dann lustig auf zwei Seiten durch die Gegend und sah dabei wohl ein winziges bisschen wie Jack Sparrow aus. Klasse!Mittlerweile ist der Schmerz vom Knöchel nach oben gewandert und beschränkt sich darauf, mir ab und an wie ein Elektroschock in den linken Gesäßmuskel zu fahren. Sehr nett. Jetzt seh ich zwar nicht mehr aus, wie ein Seemann auf Landgang, dafür zuck' ich zwischendurch wegen des Schmerzes zusammen und fluche dann lautstark, was unbeteiligte Zuschauer ein wenig an das Tourette-Syndrom erinnern dürfte.Hinzu kommt, das ich ein paar Artikel zu Themen verfassen soll, zu denen mir absolut nichts sinnvolles einfällt, wohingegen mir zu interessanten Themen im Moment die passenden Formulierungen fehlen. Ahhh, ich hasse das!Naja, also kann die nächste Woche eigentlich nur besser werden.Etwas erfreuliches habe ich allerdings doch zu berichten, was besonders diejenigen interessieren dürfte, die auf Grund des Beitrages "Once upon a midnight dreary…": Ich hätte da etwas auf dem Herzen... ihre Energien und gute Wünsche meiner Tochter anlässlich ihre theoretischen gesendet haben:Gerade kam sie mit dem Ergebnis für ihre Zwischenprüfung, also theoretischer und praktischer Prüfung, nach Hause.Notendurchschnitt 2,1! *g*Ist doch klasse!Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Nachdem unser Forum, das Paganrealm, in dem ich die Ehre habe, Mit-Admina zu sein, heute auf den neuen Server umgezogen ist, möchte ich mal ein dickes Dankeschön an unseren Admin, Sir Mauriac und seinen Kumpel loswerden.Und damit sich nicht wieder einer verlesen kann, mache ich es mal grafisch... Super Arbeit, Jungs!
Ich will hier jetzt keine großen Worte machen, sondern nur mal eben ein kleines Bilder-Update von unseren beiden süßen posten.*Trommelwirbel*Una, unser Dicker, die olle Jammertitte. Man beachte die formschönen Joda-Ohren! *g*Freya, das "Püppchen"...sie wird wach und ist schon grummelig...also wenn hier jemand die Weltherrschaft an sich reißt, dann sie.Beide sind jetzt bald drei Wochen alt und fangen gerade an, die Welt auf vier Pfoten zu entdecken.Weh uns!!!!!!!
Mal ein paar Gedanken zu Hass und dem Umgang mit seiner Umwelt
Hass?Warum soll ich jemanden hassen?Warum soll ich jemanden hassen, der sich nachweislich mit seinem Verhalten mehr schadet, als jenen, auf die sein absonderliches Verhalten abzieht?Besonders, wenn mir, wie gestern eine gute Bekannte, die gerade ihr Psychologiestudium abschließt, glaubhaft bestätigt hat, dass alles, was sie über eine eben solche Person gelesen und in Erfahrung gebracht hat, auf eine ernsthafte Erkrankung, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, einem Bereich der Borderline-Störungen, hinweist.Daher könne sie gar keine anderen Verhaltensmuster an den Tag legen, so meine Bekannte, weil Personen mit dieser Erkrankung, Unfähigkeit sind, soziale Kontakte in einer angemessenen Form einzugehen.Ihre Arroganz, ihre wichtigtuerische Art, der Neid, gepaart mit der Überzeugung, die anderen wären neidisch, und die Missgunst, welche bis hin zur Diffamierung gehen können, auf beliebige Personen, denen es, in den Augen der Erkrankten, besser geht, die haben, was sie sich für sich selber wünschen, sei nur ein Schutzschild, um eben ihr, durch die Erkrankung ausgelöstes, Verhalten, vor sich selbst und vor anderen zu rechtfertigen und nicht eingestehen zu müssen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.Das Fatale an dieser Erkrankung sei, so meine Bekannte, dass der Erkrankte einerseits nicht fähig wäre, in zwischenmenschlichen Beziehungen zu geben, sondern sich immer nur "bedienen", weshalb diese meist schnell scheitern, andererseits, dass sie durch ihre übertrieben Egomanie alles, was um sie herum passiert auf sich selbst beziehen. (Interessant fand ich, dass ein krankhaft übersteigertes Selbstwertgefühl meist ihre Ursache in einem, zum Teil aus frühkindlicher Phase stammenden, Minderwertigkeitskomplex hat.)Die Erkrankung ist zwar behandelbar, sehr erfolgreich sogar, allerdings scheitere es schon meist an einer Therapie, da sich die erkrankten Personen oft als besonders einmalig und nur von sehr auserlesenen Kreisen zu verstehen betrachten.(Naja, krank hin oder her, mein Mitgefühl hält sich bei solchen Menschen trotzdem in sehr engen Grenzen...)Für diejenigen, die jetzt die Befürchtung haben, an einer solchen Persönlichkeitsstörung zu leiden oder, die jemand kennen, auf die obige Beschreibung zutriffen könnte, hier mal eine Liste der Symptome:Narzisstische Persönlichkeitsstörung SymptomatikEin tiefgreifendes Muster von Großartigkeit (in Phantasie oder Verhalten), Bedürfnis nach Bewunderung und Mangel an Empathie. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter und zeigt sich in verschiedenen Situationen. Mindestens 5 der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:Ein Mensch mit einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung hat ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit (übertreibt z.B. die eigenen Leistungen und Talente; erwartet, ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden).Er ist stark eingenommen von Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe.Eine Person mit einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung glaubt von sich, besonders und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder angesehenen Personen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder nur mit diesen verkehren zu können.Sie verlangt nach übermäßiger Bewunderung.Sie legt ein Anspruchsdenken an den Tag, d.h. übertriebene Erwartungen an eine besonders bevorzugte Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen.Der narzisstisch Persönlichkeitsgestörte ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, d.h. zieht Nutzen aus anderen, um die eigenen Ziele zu erreichen.Er zeigt einen Mangel an Empathie: ist nicht willens, die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu erkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren.Ein Mensch mit einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn/sie.Er zeigt arrogante, überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen.Quelle: © by Dipl.-Psych. Christian Hilscher (2006) Klingt irgendwie, wie eine Trainingsliste für ein Manager-Seminar....Wo war ich?Achso!Ich nahm also dieses Gespräch gestern mal zum Anlass, über Hass und Selbstliebe nachzudenken.Also ich liebe mich. Ich mag mich so wie ich bin, mit meinen Fehlern und Stärken, finde mich 340 von 365 Tagen eigentlich total okay. Ich könnte mal irgendwann so 5 Kilo abnehmen, würde auch was drum geben, wenn ich äußerlich, also vom Körperbau her etwas mehr auf die Familie meiner Mutter käme (sehr schlank, dabei essen können, als gäb's kein Morgen) und weniger den Hang zu dieser komischen, leicht untersetzt wirkenden Figur, die in der Familie meines Vaters üblich ist (Allerdings ist auf meiner Mutters Seite die Sterblichkeitsrate unter 60 signifikant groß, also dann lieber ein wenig knubbelig.).Ich weiß auch, dass ich manchmal ein ziemlicher Klugscheißer sein kann, aber, ich mache das ja nicht, weil ich mich profilieren möchte, sondern, weil das Wissen, welches ich so im Leben angesammelt habe, einfach heraussprudelt. Manchmal könnte ich mich dafür sogar in den Hintern treten, weil mein Timing dabei bisweilen so mies ist, dass ich damit öfters quasi "Hier!" rufe, wenn mal wieder ein "Dummer" ("Du kannst das doch!"-"Du hast doch davon Ahnung!") gesucht wird. (Darum bin ich ja auch mittlerweile, so nebenher noch, stellvertretender Netzwerk-Admin...toll...einmal vergessen sich dumm zu stellen...) Oder diese bescheuerte Angewohnheit, Arbeit bis kurz vor knapp auflaufen zu lassen. Okay, dafür, oder eher deswegen, bin ich unter Zeitdruck immer am produktivsten...hat auch was für sich...Vieles hätte ich auch besser machen können in meinem Leben, aber, nu, ändern kann man nichts und wenn ich von Anfang an alles richtig gemacht hätte, den geraden Weg genommen hätte, dann wäre ich heute nicht die, die ich bin, und auch nicht da, wo ich jetzt bin! (zu Hilfe, ich wollte mal ins Marketing....boah, bäh....wo ich es so hasse etwas Leuten aufzudrängen, was sie weder wollen noch brauchen...)Viele Erfahrungen hätte ich auch gar nicht gemacht, die mir abgingen, einige Personen hätte ich nie kennengelernt, einige wären nie entstanden, was ich durchaus bereuen würde.Viel schlimmer wäre jedoch, dass ich, wäre man Leben nur ein einziger Höhenflug gewesen, wahrscheinlich eine total glatte, hohle, Larve meiner Selbst geworden wäre. Es sind ja die Ecken, an die wir stoßen, die uns formen, die Schwierigkeiten, die wir überwinden müssen, die uns Stärke und Selbstvertrauen geben."Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!"Ein Satz, der wie eine Plattitüde klingt, aber sehr viel Wahrheit enthält. Denn, so denke ich, aus Stärke und Selbstvertrauen erwächst auch ein gesundes Selbstwertgefühl und so eine realistische Einschätzung seiner eigenen Person.Gehasst habe ich allerdings bisher noch nie jemanden. Es gibt ein paar Menschen, die ich nicht mag, einige, die mir gleichgültig sind, einige die ich sogar verachte, aber hassen...?Zum einen empfinde ich es als Energieverschwendung, andererseits denke ich, ein so negatives Gefühl vergiftet nur die eigenen Energien.Vielleicht fehlt mir da was, wer weiß, aber, naja, wenn ich mal so um mich schaue und sehe, was teilweise für Rosenkriege und Hetzkampagnen wegen irgendwelcher Nichtigkeiten inszeniert werden, bin ich eigentlich ganz froh, dass mir solche Gefühle total abgehen.Was jetzt nicht bedeute, dass ich mir alles gefallen lasse, oder dass mich das Verhalten von Mitmenschen nicht auf die Palme brächte. Nur, ich gehe damit anders um. Wo andere ausrasten, sich nächtelang überlegen, wie sie jemandem eins auswischen können, werde ich sehr höflich, sachlich und rational.Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich bisher nie auf irgendwelche Provokationen eingelassen habe.Gut aber, wenn man zusammenarbeiten muss, oder sich sonst wie nicht aus dem Weg gehen kann.Auch, so denke ich, sind Hass und Rache und alles was da so noch dran hängt, immer ein Anzeichen für ein Nicht-bewältigen-können.Klar, ich finde es auch nicht toll auf Ablehnung zu stoßen, wer mag das schon, aber, nu ja, bei knapp 7 Mio. Menschen auf dem Planeten kann das schon mal vorkommen.Wie gesagt, vielleicht bin ich da auch total verkorkst in der Hinsicht, obwohl Steff meint, das wäre seeehr unwahrscheinlich...Ich bin ja auch kein Blümchenwerfer. Okay, die bringen mich mindestens genauso aus dem Konzept, wie die Hate-And-Revenge-Fraktion. Die Welt ist ja kein Ponyhof (ich liebe diese Floskel!) und allumfassende Liebe zu empfinden, lehne ich genauso ab, wie zu hassen.Warum denn immer die Extreme?Kann man nicht einfach ganz normal miteinander umgehen?Oder, wie ich, als mein Sohn meinte, er würde nur denjenigen Respekt gegenüber aufbringen, die auch ihn respektierten, den Kategorischen Imperativ ins Feld führte.Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht bin ich deshalb so ohne Hass- und Rachegefühle.Weil ich nämlich wirklich überzeugt bin, dass wir genauso mit unserer Umwelt, und damit auch unseren Mitmenschen, umgehen sollten, wie wir auch im Gegenzug von ihr behandelt werden wollen.Dies mag natürlich individuell sehr unterschiedlich sein, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man wirklich möchte, dass einem die Welt mit Hass, Missgunst, Rachsucht, Neid und Überheblichkeit gegenübersteht."Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt."Mahatma GandhiAlso, Kitty, nenn' mich ruhig "Gandhi"! Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende! Es krächzt
Die Sonne scheint, ich hab' gute Laune, und was mache ich dann?Ich höre ein wenig "leichte Unterhaltung".Aus "Die Stunde der Idiotie - Serdal Somuncu liest Josef Goebbels"Und nein, Serdar Somuncu ist kein Comedian, sondern Kabarettist, Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur.Ein Tip für Freunde der anspruchsvollen Satire.Wer mehr erfahren möchte, schaut am besten mal auf die Homepage des Künstlers.Ich hab ihn einmal zufällig bei Nightwash gesehen und was soll ich sagen...a fan was born.Warum?Auch darum! Es krächzt
Es gibt Leute, die keine Ahnung davon haben, dass sie keine Ahnung haben.© Willy Meurer, (*1934), Nicht dein Nichtwissen gibt dir den Schein der Ignoranz, sondern die Art, wie du dein Nichtwissen zu verstecken suchst. Schweige –! Mancher wird doch vielleicht glauben, du verstündest die Sache, wovon gesprochen wird. Karl Ferdinand Gutzkow
Doku "Pillar of Fire" - Hintergrundinfo zur Gründung Israels
Um noch einmal auf den schon im vorhergehenden Beitrag "Gedanken über Erich Fried" angesprochenen Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zurück zu kommen, möchte ich folgende mehrteilige Dokumentation "Pillar of Fire, Israel - ein Staat entsteht" denjenigen empfehlen, die sich nicht so mit den geschichtlichen Fakten, die zur Gründung des Staates Israel, des Zionismus und den Zusammenhängen, die zu der langjährigen erbitterten Feindschaft zwischen den Israelis und den Araber geführt haben, auskennen.Hier nun zuerst er erste Teil, der die Jahre 1896 bis 1920, also von der Dreyfuss-Affaire, welche Theodor Herzl zu seiner Schrift "Der Judenstaat" und der Gründung der Zionistischen Bewegung veranlasste, bis zum Beginn der britischen Mandatszeit in Palästina am 01. Juli 1920.Besonderes Augenmerk möchte ich hierbei auf den Part 4/6 lenken, indem auf den Umstand eingegangen wird, dass den Hashimiten unter Sherif Hussein ibn Ali, bzw, seinem Sohn Prinz Feisal, welche in Zusammenarbeit mit Thomas Edward Lawrence die Briten maßgeblich bei ihrem Krieg gegen die Türken unterstützten, dafür ein unabhängiges arabisches Königreich Syrien, dass eben Palästina umfasste, zugesagt wurde.Erst das Sykes-Picot-Abkommen zwischen Frankreich und England offenbarte letztendlich die Vertrauenswürdigkeit dieses Versprechens.Zweite Folge über die Jahre 1914 bis 1929Von der Oktoberrevolution bis StalinDritte Folge über die Jahre 1919 bis 1936Vom Friedensvertrag von Versailles bis zur Peel-CommissionVierte Folge über die Jahre 1937 bis 1939Vom zweiten Arabischen Aufstand bis PolenFünfte Folge über die Jahre 1939 bis 1945Vom Überfall auf Polen bis zur Gründung der Vereinten NationenSechste Folge über die Jahre 1945 bis 1947Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Abstimmung der UN-VollversammlungLetzte Folge über die Jahre 1947 bis 1948Vom der Teilung Palästinas bis zur Unabhängigkeitserklärung des Staates IsraelEs ist, so finde ich, immer wichtig, die Hintergründe heutiger Zustände zu kennen. Man lernt daraus, dass es nicht immer nur einen Grund gibt, sondern meist viele Faktoren, nicht einen Schuldigen, sondern meist eine ganze Menge "Architekten des Chaos".
Seit dem Artikel über Antisemitismus zog es mich unwiderstehlich zu den Gedichten Erich Frieds, den ich nun fast 30 Jahre für seine klare Sprache und seinen Stil sehr schätze, seit ich, etwa mit 13 Jahren auf sein Gedichte "Die Maßnahmen" und "Humorlos" in unserem Deutschbuch stieß.Die MaßnahmenDie Faulen werden geschlachtetDie Welt wird fleißigDie Häßlichen werden geschlachtetDie Welt wird schönDie Narren werden geschlachtetdie Welt wird weiseDie Kranken werden geschlachtetdie Welt wird gesundDie Traurigen werden geschlachtetdie Welt wird lustigDie Alten werden geschlachtetdie Welt wird jungDie Feinde werden geschlachtetdie Welt wird freundlichDie Bösen werden geschlachtetdie Welt wird gut(Volker Konkoreit, Klaus Wagenbach (Hrsg.): Erich Fried - Gesammelte Werke Bd. 1. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach 1993)HumorlosDie Jungenwerfenzum Spaßmit Steinennach FröschenDie Fröschesterbenim Ernst(Volker Konkoreit, Klaus Wagenbach (Hrsg.): Erich Fried - Gesammelte Werke Bd. 1. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach 1993)Aber heute suchte ich nach einem jener Gedichte, die ihm, dem Juden, der 1938 aus Deutschland emigrieren musste, nachdem sein Vater an den Folgen der GeStaPo-Verhöre starb, immer den Vorwurf seitens der politischen Zionisten einbrachte, Antisemit zu sein, weil er die Entwicklung des Staates Israel und die Palästinenser-Politik kritisierte.Ich fand es nach einigem Suchen.Die VerdächtigungAls ich dich verteidigt hatteLeila Khaledim SPIEGEL und im GUARDIANgegen die Flüche und Lügenvon Zionisten und westlichen Demokratenda kamen die Drohbriefeund Telefonanrufemit Schimpfworten undmit obszönen Verdächtigungenund wahrscheinlich doppelt so vieleweil ich Jude binals Kind vom Hitlerfaschismusaus meiner Heimat vertriebenund deshalb nach Meinung der Schimpferein Zionist sein müßtestatt heute Partei zu nehmenfür das vertriebene KindLeila KhaledUnter denen am Telefonmit geifernden Stimmenwar auch ein Zionistder sagte der Fall sei ihm klarich müsse dichLeila Khaledoffenbar liebenund Tag und Nacht an dich denkenDa wurde ich zornigund hieß ihn zum Teufel gehenund legte den Hörer aufDoch er hat recht gehabtdenn ich liebe dich wirklichdich Leila Khaleddie ich nie gesehen habeund wahrscheinlich nie sehen werdeund ich denke an dichDenn dem Haß der Unterdrückergegen die die sich wehrenund dennoch weiterlebenund gegen sie zeugenwirft sich die Liebe entgegender aufstehenden Unterdrücktenzu allen Unterdrückten in allen Länderndie kämpfen mit vielerlei Waffenden einen Kampf.( Erich Fried)Zur Person Leila Khaled sollte mal ein wenig googlen. Der Wikipedia-Beitrag gibt nicht das ganze Spektrum dieser Frau wieder. Ihre Autobiografie "Leila Khaled: Mein Volk soll leben. Autobiographie einer Revolutionärin" kann ich jedoch rundheraus empfehlen. Einen wirklich nur kleinen Einblick erlaubt aber auch der Artikel "Die strenge Kommandantin" im Tagesspiegel vom 24.10.2001Zumindest sollte ihre Vita ein wenig empfindsamer machen, gegenüber dem vorschnellen Urteil "Terrorist"...manchmal liegt zwischen der Definition ob "Terrorist" oder "Freiheitskämpfer" nicht mehr als ein Zaun...Aber zurück zu Erich Frieds Israel-Kritik.Es dürfte all jene nachdenklich machen, die Judentum und Zionismus nur immer zu gerne in einen Topf werfen. Dabei ist gerade der politische Zionismus auch innerhalb jüdischer Kreise keinesfalls unumstritten.Gerade jene sollte dies zur Kenntnis nehmen, die ihren Antisemitismus nur zu gerne als Antizionismus tarnen oder beschönigen, ebenso aber auch jene politischen Zionisten oder Israelischen Rassisten, die jede Kritik an Israel oder Parteinahme für die Palästinenser als Antisemitismus werten, selbst wenn diese von einem Juden kommt.Es gibt genug Juden, die gegen den politischen Zionismus sind! Umgekehrt muss man nicht einmal zwingend Jude sein, um Anhänger des Zionismus zu sein...Frieds Gedichte zu dem Thema gehen jedenfalls unter die Haut und machen deutlich, dass die Politik eines Staates weder die generelle Meinung dessen Bevölkerung wiederspiegeln muss, noch dass jeder Jude sich als Israeli sieht und/oder sich mit dem Staat Israel automatisch identifiziert.Eine kleine Auswahl an Gedichten findet man auf dem Palästina-Portal. Es handelt sich dabei um eine Plattform, auf der sich Menschen aller Religionen, Juden, Moslems, Christen, Atheisten, who ever, für den Frieden im Nahen Osten und speziell zwischen Palästinensern und Israelis einsetzt.Dort fand ich auch endlich einen Beitrag über die Shministim, jungen Israelis, kurz vor dem Schulabschluss, die nicht mehr bereit sind, als Soldaten Israels gegen die Palästinenser zu kämpfen und deshalb den Kriegsdienst verweigern.Komisch eigentlich, dass solche Informationen im Netz so schwer zu bekommen sind, wo man mit entweder rein Pro- oder Contra-Informationen für die eine oder andere Seite geradezu zugeschüttet wird.Auch hier gilt wohl, dass man lieber klare Grenzen zieht zwischen gut und böse, je nachdem, wem man seine Sympathie schenken mag, anstatt feststellen zu müssen, dass die Welt eben nicht so leicht zu kategorisieren ist.Dass man Umdenken kann, haben schon Jassir Arafat und Menachem Begin bewiesen.Was mich jedoch schon seit Jahren umtreibt, ist die Ahnung, dass, wie im Grunde der Antisemitismus den politischen Zionismus heraufbeschwor, so der Völkermord der Nationalsozialisten an Angehörigen des Judentums möglicherweise die Art und Weise, wie heute Israel mit den Palästinenser verfährt, mit beeinflusst haben könnte.Wie schrieb es Erich Fried?was wollt ihr eigentlich?Wollt ihr wirklich die übertreffendie euch niedergetreten habenvor einem Menschenalterin euer eigenes Blutund in euren eigenen Kot?(aus "Ein Jude an die zionistischen Kämpfer")
Nachdem sich mir seit letzter Woche das Gefühl bemächtigte, nicht unsere Thea hätte Nachwuchs bekommen, sondern ich, allerdings ohne diesen, Mütter werden sich daran erinnern, riesen Endorphin-Rausch, der in den ersten Wochen nach der Geburt eben dazu führt, dass man auch noch super funktioniert, wenn man eigentlich schon vor Müdigkeit und Erschöpfung auf dem Zahnfleisch gehen müsste, wurde ich heute morgen dafür absolut entschädigt.Als ich gerade eben aufstand, meinte meine Tochter, ich solle Freya, dem kleinen Mädchen, dass noch am Donnerstag hinterher kam, mal ins Gesicht sehen.Dabei traf mich ein total bezaubernder Blick aus zwei winzigen Saphiren. Meine Güte, was für ein Blick! Wirklich einer femme fatale würdig!Bei Kötti tut sich noch nichts, aber für seine Lieblingsbeschäftigungen, Essen, Essen und Schlafen, ist das Sehen ja auch zweitrangig. links: Una, genannte Kötti, rechts: Freya, das ElfchenSowieso geht es den beiden Welpen super gut.Beide sind, wie die Mama selbst, putzmunter und gedeihen prächtig.Der große, Una Finnson, genannt Kötti ( von Köttbulla) hat mittlerweile sein Geburtsgewicht mehr als verdreifacht (!), stemmt sich schon, noch ein wenig vor Anstrengung zitternd, mit den Beinchen hoch und reckt dabei den Kopf in die Höhe und hing schon einmal auf dem Rand der Wurfkiste...Seine Schwester Freya Finnsdottir ( an dem Namen bin ich völlig unschuldig! Blöde demokratische Abstimmung!) hat, wie es sich gehört, auch ihr Gewicht verdoppelt. Mittlerweile stört es mich auch gar nicht mehr, dass die Wurfkiste auf meiner Couch steht, weil unsere Madam diese für die Geburt unseres "Brummers" dem liebevoll hergerichteten und an einem ruhigen Ort platzierten Wochenbett vorzog und ich mich dadurch eben nicht mehr bei einem gemütlichen DVD-Abend oder den seltenen Gelegenheiten, wenn ich doch mal einer meiner Lieblingsserien ansehe, mit meiner Wolldecke dort ausbreiten kann um dann seelig wegzupennen. (Ich habe das letzte Woche einmal versucht, indem ich die kleine Familie nebst Domizil auf den Katzensessel verfrachtete. Mit dem Ergebnis, dass, als ich wieder wach wurde, einen total entnervten Sohn vorfand, der die Kleinen nämlich x-mal wieder von meinen Füßen zurück in die Wurfkiste legen musste, weil die Katze sie andauernd wieder auf die Couch schleppte!)Langsam kann man auch in der Familie wieder über andere Themen, als "Babies" und "Kätzchen" reden, auch wenn es immer noch enorm hilft, die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners zu erregen, wenn man seine Sätze mit eben jenen Worten beginnt, egal worum es eigentlich geht.Auch unsere Gumminase, neben meinem Sohn, der sich bisher jedesmal in seiner Mittagspause telefonisch nach dem Wohlbefinden der Kleinen erkundigt, die Supernanny in der Familie, verlässt mittlerweile wieder ohne Androhung von restriktiven Maßnahmen das Haus.Kira wollte nämlich die Kleinen gar nicht mehr alleine lassen, nachdem ich Montag morgen höchstens 20 Minuten mit ihr draußen war, wieder hochkam, Dielentür und Zimmertür der Kinder offen und nur noch Freya in der Wurfkiste vorfand (Thea ist die Katze, die jede Tür aufbekommt, auch diejenigen, an denen man die Klinken hochgestellt oder gar gänzlich entfernt hat. Bei letzteren hebelt sie eben unten an der Tür so lange herum, bis sie oben aus dem Schloss klacken - kein Scheiss, fünf Kilo Katze hebeln eine Tür aus dem Schloss, die ich kaum heben kann! )Okay, erst mal Katze gefragt (ja, ich rede mit meinen Tieren!), aber die guckte mich nur undurchsichtig an.Also Taschenlampe geschnappt und erst einmal ihre Lieblingsplätze im Kinderzimmer abgesucht...nix...Panik kam auf. Thea ist zwar eine super Mutter, aber irgendwie auch etwas schusselig...was, wenn sie ihren Nachwuchs verlegt hatte?Außerdem residiert im vorderen Drittel der Wohnung zur Zeit auch der Papa der Kleinen, weil er immer noch nicht besonders viel mit seinem Nachwuchs anfangen kann (auch wenn er gerne guckt, solange sie sich ihm nicht nähern) und deshalb eher lieber nicht mit ihnen ohne Aufsicht zusammen kommen sollte (Finn ist immerhin die Ursache, warum ich meine Kaninchenfelle wegräumen durfte! Diese wecken nämlich den Panther in ihm, was sich darin äußert, dass er sie knurrend und geifernd zerfetzte! Gleiches gilt auch für Köttbullar (denen zum Essen) und Fischstäbchen!)Als Thea mir dann mit Freya entgegen kam, die erst einmal wieder in die Wurfkiste gepackt und überlegt, derweil meine Kira langsam die Krise kriegte.Als dann Madam wieder die Kleine schnappte, schlich ich mich hinterher um so vielleicht so den Aufenthaltsort von Kötti zu erfahren.Pustekuchen! Thea legte ihre Tochter noch vor der Diele ab und schaute mich leicht indigniert an. Ja, meine Güte, Menschen können eben nicht so elegant und unauffällig pirschen, wie Katzen...pöh!Ich hob also Freya wieder auf und stand mit ihr etwas ratlos in der Essecke. Dann kam mir die Erleuchtung. Also schnell wieder die Taschenlampe geholt, zurück ins Kinderzimmer, die Kleine in die große, weich gepolsterte Wäschekiste gelegt, die eigentlich die Wurfkiste ersetzen sollte, aber "Mama" eben auch nicht gefiel, hingesetzt und gewartet.Hund heulte sich derweil im seinem Körbchen in den Schlaf "Wir finden "Baby" nieee wieder! Buhuhu!" Tolle Hilfe, echt! Sowas schimpft sich Jagdhund! Retriever! Das ich nicht lache...Naja, so nach einer gefühlten Stunde kam die junge Mama dann auch, guckte was ich denn da so mache, schaute in die Wäschekiste auf ihre Tochter und schätze wohl kurz ihre Chancen ab, sie da, an mir vorbei, heraus holen zu können. Und sie schätze die Chancen genau richtig ein: "Never ever!"Also stand sie da überlegend herum und verschwand dann, oh, Wunder, am Nachttisch vorbei unter dem Bett meiner Tochter. Ich hielt die Luft an, wartete, bis ich das Aufsetzen ihres elfengleichen Körpers auf dem Boden vernahm. Dann schmiss ich in Windeseile das Bettzeug auf den Boden und hob die Matratze an.Da lag' unsere Pummelfee! Und unter ihr, ja, genau, unser Kötti!Unter Absingen schmutziger Lieder angelte ich ihn mir durch das Lattenrost, schnappte mir seine Schwester und zog mittlerweile total gaga, aber glücklich wieder mit meiner "Beute" ins Wohnzimmer, legte sie in die Wurfkiste und sackte in mich zusammen.Mama kam dann etwas verärgert hinter her und bequemte sich dann, ihre Welpen zu putzen und dann zu stillen.Boah, was war ich sauer!Die ganze Aktion hatte gut und gerne zwei Stunden gedauert!Das beste war, als meine Tochter nach Hause kam und ich ihr von meinem tollen Vormittag erzählte, und sie als erstes vorwurfsvoll meinte: "Du hast mein Bett verwüstet?!"Ne, echt, also wirklich...Na, jedenfalls hat Thea es aufgegeben tagsüber ihre Babies umzulagern, was ja schon mal ein Anfang ist.Dafür macht sie das nun nachts, was dazu führt, dass ich nun nur noch in diese Art Halbschlaf falle, in dem ich noch hören kann, wenn die Dielentür geöffnet wird. Dann krabbel ich raus aus dem Bett, nehme den jeweiligen Welpen, den Thea ja zum Türöffnen ablegen muss und packe ihn wieder zu seinem Geschwisterchen, nicht ohne zu bemerken, dass man Katzenmuttis auch wunderbar mit einem Tacker in so einer Kiste fixieren könnte. Blöde Kuh! Und wenn ich wirklich mal nichts höre, dann gibt es ja noch meine Tochter, die sie dann vor ihrer Zimmertüre einsammelt...Aber auch das hat ja bald ein Ende, denn die Kleinen werden so schnell groß, dass wir uns bestimmt bald an die Zeit zurücksehnen werden, als es noch so einfach war, sie zu hüten... Die Mama mit den Kleinen Der Herr Papa und nein, so guckt er nicht, wenn er seine Kinder sieht. Da faucht er höchstens etwas und stupst sie mit der Pfote an.Hier verteidigt er gerade seinen Kumpel gegen meine Tochter. Ist zwar in erster Linie ihr Freund, aber dass ist ja nichts gegen eine wahre Männerfreundschaft!

References: § 182
 § 184
 § 184
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 § 130