Source: https://www.familienrecht.de/wechselmodell/barunterhalt-einbeziehung-mehrkosten/
Timestamp: 2017-08-23 04:14:07+00:00

Document:
Barunterhalt unter Einbeziehung der Mehrkosten - Das ist zu beachten | Familienrecht
Diese Unterhaltsberechnung führt nicht zu einem – vom Unterhalt verschiedenen – Ausgleichsanspruch der am vorliegenden Verfahren nicht beteiligten Mutter gegen den Antragsgegner. Dass der Anspruch nicht auf den vollen und nicht durch eigene bezifferte Leistungen des Antragsgegners gedeckten Unterhalt, sondern nur auf die hälftige Differenz der von den Eltern nicht gedeckten Anteile gerichtet ist, stellt sich als Begrenzung des Anspruchs dar und erklärt sich aus der Annahme, dass jeder Elternteil neben den bezifferten Leistungen vor allem durch Naturalunterhalt auch die Hälfte des weiteren Bedarfs abdeckt.
Auch beim Wechselmodell ist § 1612b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB anzuwenden
Auch im Fall des Wechselmodells ist § 1612b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB anzuwenden, sodass die Hälfte des Kindergeldes gem. § 1612b Abs. 1 Satz 2 BGB den Barbedarf mindert. Der Anspruch eines Elternteils auf Ausgleich des dem anderen Elternteil gezahlten Kindergeldes ist ein Unterfall des familienrechtlichen Ausgleichsanspruchs, der i.d.R. gem. § 1612b BGB durch eine Anrechnung des hälftigen Kindergeldes auf den Barbedarf des minderjährigen Kindes erfüllt wird, die den das Kindergeld nicht beziehenden Elternteil entlastet.
Der in § 1612b BGB vorgesehene Mechanismus führt indessen beim Wechselmodell nicht zum vollständigen Ausgleich des Kindergeldes. Zwar wird die auf den sächlichen (Bar‑)Bedarf des Kindes entfallende Kindergeldhälfte regulär auf den Barbedarf angerechnet und kommt damit den Eltern im Ergebnis entsprechend ihren Beteiligungsquoten zugute. Die auf die Betreuung entfallende Kindergeldhälfte verbleibt hingegen zunächst bei dem das Kindergeld beziehenden Elternteil und ist wegen der gleichwertigen Betreuungsleistungen der Eltern gesondert auszugleichen. Dies kann zur Vereinfachung auch in Form der Verrechnung der beiderseitigen Leistungen verwirklicht werden, damit ein Elternteil nur noch die nach Abzug der Hälfte des auf die Betreuung entfallenden Kindergeldanteils verbleibende Unterhaltsspitze zu zahlen hat.
Angefochtener Beschluss hatte keinen Bestand
Der angefochtene Beschluss hat im Ergebnis keinen Bestand, weil die Ermittlung des Wohnbedarfs der Kinder und die Anrechnung entsprechender Naturalleistungen fehlerhaft sind.
Folgerungen aus der Entscheidung: Diese Entscheidung des BGH beantwortet eine Reihe von Fragen zum Wechselmodell, die in der Literatur diskutiert worden sind, und schafft die in der Praxis erforderliche Klarheit.
11. April 2017	| Wechselmodell: Was Sie als Anwalt regeln müssen	| Kindesunterhalt, Unterhalt, Wechselmodell	| Markus Bongardt
4 Kommentare zu “Barunterhalt des Kindes beim Wechselmodell durch beide Elternteile und Einbeziehung der Mehrkosten”
heller sven schreibt:
Muss beim Unterhalt die Zeit berücksichtigt werden was mein Kind bei mir ist.Habe mein Kind von Freitag bis Dienstag früh.aller 14 Tage.das würde per Gericht geregelt sowie jeder Feiertag usw.weil beim ich wurde ich damals dazu befragt
R. R. schreibt:
Meine Tochter Sabrina lebt seit nunmehr 2 Jahren in Berlin bei ihrer Mutter . Das Kind wurde regelrecht dahin entführt ,bedroht und genötigt . Weder das Jugendamt, noch die Anwälte oder Gerichte ,geschweige denn das Kind oder der Vater wurden von der Umsiedlung Karlsruhe nach Berlin unterrichtet ! Bis zum heutigen Zeitpunkt weis ich nicht wo meine Tochter in Berlin wohnt ! Familienrecht ;-))))))) hahahah ist Kasperletheater auf kosten der Kinder und der Väter !
Ich habe mir als Vater nichts zu schulden kommen lasse .
MfG. R. R.
Julie Larson-Ehlers schreibt:
Deutschland ist ein Land beherrscht und gesteuert durch Geiz und Gier. Für die Kinder bleibt nichts übrig.
Hallo, ich finde es erschreckend wenn man soetwas schreibt. Hoffe das nicht alle Eltern so sind und beide Elternteile sich im klaren waren das Kinder Geld kosten und sie sich vorher überlegt haben wie sie dieses Finanzieren können und selbst wenn die Beziehung in die Brüche geht, das beide Eltern fürs Kind oder die Kinder sich die Zeit nehmen und sich weiterhin um ihre Kinder kümmern und gute Eltern sind und nicht ein Elternteil den anderen abzockt

References: § 1612
 § 1612
 § 1612
 § 1612
 § 1612
 BGH