Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/322
Timestamp: 2019-09-24 08:51:55+00:00

Document:
§ 322 ZPO: Materielle Rechtskraft
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 33	Auch	die Rechtskraft der Feststellung der Pflicht der Beklagten zu dem Schadensersatz beschränkt sich nach § 322 Abs. 1 ZPO auf die im Tenor ausgesprochene Rechtsfolge und erstreckt sich nicht auf die Feststellung zugrunde liegender präjudizieller Rechtsverhältnisse und sonstiger Vorfragen, aus denen der Richter den Schluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der von der Klagepartei beanspruchten Rechtsfolge zieht (st. Rspr., BGH, Urteile vom 7. Juli 1993-VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140 mwN und vom 12. Mai 2011 - III ZR 107/10, WM 2011, 1524 Rn. 38).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2016, Az. I ZR 174/14 5	Danach ist der Beklagte zwar beschwert, wenn die Klage nicht als unbegründet, sondern als unzulässig (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 1958 -	VIII ZR 131/57, BGHZ 28, 349 f.), derzeit unbegründet (vgl. BGH, Urteil vom 4. Mai 2000 - VII ZR 53/99, BGHZ 144, 242, 244 f.) oder im Hinblick auf § 322 Abs. 2 ZPO aufgrund einer Aufrechnung einer dem Beklagten zustehenden Forderung abgewiesen wird (vgl. BGH, Beschluss vom 29. November 1972
OLG München, Beschluss vom 2.2.2016, Az. 31 Wx 386/15 Der Einwand kann aber nicht auf das gleiche tatsächliche und rechtliche Vorbringen und auf die gleichen Beweismittel gestützt werden, die schon im Vorprozess vorlagen oder hätten vorgebracht werden können (BGHZ 40, 130, 132 f.; Leipold in: Stein/Jonas, a.a.O., § 322 ZPO Rn. 273).
OLG München, Urteil vom 3.1.2016, Az. 15 U 2172/15 Die rechtliche Qualifikation eines Anspruchs nimmt als Vorfrage (Urteilselement) nicht an der Rechtskraft teil, da dies nicht Teil der „Entscheidung“ (vgl. § 322 Abs. 1 ZPO) über den Anspruch ist (BGH NJW 2003, 3058; Zöller/M. Vollkommer, vor § 322 Rdnr. 30 und 33; Thomas/Putzo/Reichold, § 22 Rdnr. 28).
BGH, URTEIL vom 3.11.2015, Az. VIII ZR 330/12 Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erwachsen bei einer Leistungsklage nach § 322 ZPO lediglich die im Hinblick auf den - aus Klageantrag und zugrundeliegendem Lebenssachverhalt bestehenden - prozessualen Anspruch (Streitgegenstand) ausgesprochenen Rechtsfolgen in Rechtskraft, nicht jedoch die Elemente des Urteils, namentlich einzelne Tatsachen, präjudizielle Rechtsverhältnisse und sonstige Vorfragen, aus welchen das Gericht die regelmäßig aus der Urteilsformel ersichtlichen Rechtsfolgen abgeleitet hat (st. Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 5. November 2009 - IX ZR 239/07, BGHZ 183, 77 Rn. 9; vom 26. Juni 2003 - I ZR 269/00, NJW 2003, 3058 unter II 1; vom 25. Februar 1985 - VIII ZR 116/84, BGHZ 94, 29, 33; jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 2.9.2015, Az. VI ZR 23/15 In Rechtskraft erwachsen gemäß § 322 ZPO lediglich die im Hinblick auf den Streitgegenstand ausgesprochenen Rechtsfolgen, nicht jedoch Vorfragen, aus welchen das Gericht diese Rechtsfolgen abgeleitet hat (BGH, Urteil vom 5. November 2009 - IX ZR 239/07, BGHZ 183, 77 Rn. 9 f. mwN).
BGH, URTEIL vom 3.8.2015, Az. VIII ZR 17/15 Denn ungeachtet der von der Revision hervorgehobenen Rechtskrafterstreckung des § 322 Abs. 2 ZPO, zu der es ohnehin nicht käme, wenn die Aufrechnung - wie vom Kläger eingewandt - bereits gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO unzulässig wäre (vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 31. Juli 2001 - XI ZR 217/01, NJW 2001, 3616 [unter II] mwN; vom 22. Dezember 2010 - IV ZR 221/10, juris Rn. 2), kann diesem Verteidigungsmittel keine zuständigkeitsbegründende Wirkung beigemessen werden.
OLG München, Urteil vom 4.2.2015, Az. 23 U 2384/14 Der notariell beurkundete Kaufvertrag vom 01.08.2008 (Anlage K 6) ist wirksam: 1.1 Über die Wirksamkeit bzw. Unwirksamkeit wurde in dem Verfahren 5 HKO 2315/11 (LG München I) bzw. 7 U 1711/12 (OLG München) nicht mit Rechtskraftwirkung nach § 322 Abs.1 ZPO entschieden.
BGH, URTEIL vom 4.11.2014, Az. VII ZR 4/13 48	a) Wird mit einer Gegenforderung aufgerechnet, so ist die Entscheidung, dass die Gegenforderung besteht oder nicht besteht, bis zur Höhe des Betrages, für den die Aufrechnung geltend gemacht worden ist, der Rechtskraft fähig, § 322 Abs. 2 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971, 972).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. IX ZR 62/12 Sie ist unzulässig, weil sich bei einer Entscheidung die materielle Rechtskraft (§ 322 Abs. 1 ZPO) nicht bestimmen lässt (vgl. BGH, Beschluss vom 24. März 2011-1 ZR 108/09, BGHZ 189, 56 Rn. 6 ff mwN).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. VII ZR 189/10 60	Wird die Klage - wie hier - rechtskräftig abgewiesen, weil die Aufrechnung durchgreift, steht nach § 322 Abs. 2 ZPO fest, dass die Gegenforderung im Umfang der Klageforderung verbraucht und erloschen ist (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2001 -VII ZR 148/01, NJW2002, 900, juris Rn. 11).
BGH, URTEIL vom 5.6.2012, Az. V ZR 258/11 Dies ist die Folge davon, dass die materielle Rechtskraft eines Urteils, die grundsätzlich jede neue Verhandlung und Entscheidung über denselben Anspruch ausschließt, nach § 322 Abs. 1 ZPO nur so weit geht, wie über die Klageanträge entschieden worden ist; wird nur ein Teilanspruch geltend gemacht, erstreckt sich die Rechtskraft nur auf diesen Teil und nicht auf den nicht eingeklagten restlichen Anspruch (BGH, Urteil vom 9. April 1997 - IV ZR 113/96, aaO; Senat, Urteil vom 28. Juni 1985 - V ZR 43/84, NJW 1985, 2825, 2826).
BGH, URTEIL vom 4.4.2012, Az. I ZR 45/11 Die Bestimmung des § 322 Abs. 1 ZPO setzt aber der Rechtskraft eines Urteils bewusst in der Weise enge Grenzen, dass diese sich auf den unmittelbaren Gegenstand des Urteils, das heißt die Rechtsfolge beschränkt, die den Entscheidungssatz bildet, nicht aber auf einzelne Urteilselemente, tatsächliche Feststellungen und rechtliche Folgerungen, auf denen die betroffene Entscheidung aufbaut (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2003 -1 ZR 269/00, NJW 2003, 3058, 3059).
VG München, Urteil vom 4.3.2012, Az. 12 K 12.416 Die Wirkungen des nach Ansicht des BGH zwar materiell-rechtlich falschen, aber bis heute existenten Urteils bestünden fort, die Bayerische Ärzteversorgung sei hieran gemäß § 322 ZPO bis heute gebunden (Gottwald in: Münchener Kommentar zur Zivilprozessordnung, § 322 Rdnr. 207).
VG München, Urteil vom 4.3.2012, Az. 12 K 12.416 Die Wirkungen des nach Ansicht des BGH materiell-rechtlich falschen, aber bis heute existenten Urteils bestünden fort, die Bayerische Ärzteversorgung sei hieran bis heute gebunden (§ 322 ZPO).
LAG Hamm, Urteil vom 5.1.2012, Az. 7 Sa 1485/11 Ohne diese erforderliche Individualisierung muss die Aufrechnung als unzulässig zurückgewiesen werden, weil andernfalls über den Umfang der materiellen Rechtskraft i.S. d. § 322 Abs. 2 ZPO im Hinblick auf die Gegenforderung Unklarheit bestünde (BGH, 30.03.1994 – VIII ZR 132/92, NJW 1994, 2769; OLG Frankfurt, 15.06.2000 – 1 U 55/99, juris; Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., § 322 Rn 18).
BGH, URTEIL vom 4.0.2012, Az. IX ZR 4/11 Aus § 322 Abs. 2 ZPO kann schon deswegen nichts im Sinne der Beklagten hergeleitet werden, weil die Vorschrift auf Gegenforderungen, die lediglich als Rechnungsposten im Rahmen einer Abrechnung in Betracht kommen, weder unmittelbar noch entsprechend anwendbar ist (BGH, aaO, 467 f).
BGH, URTEIL vom 4.6.2011, Az. VII ZR 142/09 Das folgt zwar nicht aus der Rechtskraft im Sinne des § 322 ZPO, weil ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO nur formell, nicht aber auch materiell rechtskräftig wird, ergibt sich aber aus der Bindungswirkung des § 318 ZPO (BGH, Urteile vom 14. April 1987 -IXZR 149/86, NJW-RR 1987, 1196; vom 5. Oktober 1965 - VI ZR 90/64, VersR 1965, 1173, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. III ZR 107/10 In Rechtskraft erwächst gemäß § 322 Abs. 1 ZPO jedoch nur die im Urteil ausgesprochene Rechtsfolge, nicht hingegen die Feststellung zugrunde liegender präjudizieller Rechtsverhältnisse und sonstiger Vorfragen, aus denen der Richter den Schluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der von der Klagepartei beanspruchten Rechtsfolge zieht (st. Rspr.; s. etwa Senatsurteil vom 17. Februar 1983 - III ZR 184/81, NJW 1983, 2032 mwN; BGH, Urteile vom 8. Februar 1965 - VIII ZR 121/63, BGHZ 43, 144, 145; vom 25. Februar 1985 -VIIIZR 116/84, BGHZ 94, 29, 33; vom 7. Juli 1993 -VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140 und vom 16. Oktober 1995 - II ZR 298/94, BGHZ 131, 82, 86).
BGH, URTEIL vom 2.4.2011, Az. II ZR 227/09 Diese reicht gemäß § 322 Abs. 1 ZPO so weit, wie das Feststellungsurteil über den durch den Feststellungsantrag erhobenen Anspruch entschieden hat (vgl. BGH, Urteil vom 14. Februar 2008 -1 ZR 135/05, NJW2008, 2716 Rn. 13 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2010, Az. V ZB 164/09 10	In materielle Rechtskraft erwachsen kann nur die Entscheidung des Ge- richts über einen prozessualen Anspruch (§ 322 Abs. 1 ZPO, vgl. BGH, Urteil vom 30. Oktober 2002 - XII ZR 345/00, NJW 2003, 585, 586).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2010, Az. V ZB 164/09 Denn die Rechtskraft umfasst nicht die Anwendbarkeit eines Rechtsbegriffs (wie Pflichtverletzung oder grobes Verschulden) auf den festgestellten Sachverhalt, sondern nur die Entscheidung über den prozessualen Anspruch (vgl. BGH, Urteil vom 26. April 1951 - III ZR 188/50, LM § 322 ZPO Nr. 2; Urteil vom 30. Oktober 2002 - XII ZR 345/00, NJW 2003, 585, 586).
BGH, URTEIL vom 2.5.2010, Az. VI ZR 232/09 Die Beklagte, die sich gegen die Aberkennung ihrer zu dem Gegenstand der Hilfsaufrechnung gemachten Forderung durch das Amtsgericht im Hinblick auf die Rechtskraftwirkung des § 322 Abs. 2 ZPO mit der Berufung hätte wenden können (vgl. BGHZ 26, 295, 296; Zöller/Heßler, ZPO, 28. Aufl., Vor §511 Rn. 26a), hat die Entscheidung des Amtsgerichts nicht angegriffen.
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. IX ZR 239/07 9	b) Der Begriff des Anspruchs in § 322 Abs. 1 ZPO bezeichnet den prozessualen Anspruch im Sinne der Streitgegenstandslehre (BGHZ 42, 340, 344; 117, 1, 5 f; BGH, Urt. v. 30. Oktober 2002 -XIIZR 345/00, NJW 2003, 585, 586; Stein/Jonas/Leipold ZPO 22. Aufl. § 322 Rn. 89 f).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. IX ZR 239/07 In Rechtskraft erwachsen gemäß § 322 ZPO lediglich die im Hinblick auf den Streitgegenstand ausgesprochenen Rechtsfolgen, nicht jedoch die einzelnen Tatsachen, präjudiziellen Rechtsverhältnisse und sonstigen Vorfragen, aus welchen das Gericht diese Rechtsfolge abgeleitet hat (RGZ 120, 317, 319; BGHZ 13, 265, 279; 43, 144, 145; 94, 29, 33; 123; 137, 140; 124, 86, 95; BGH, Urt. v. 26. Juni 2003 -1 ZR 269/00, NJW 2003, 3058, 3059; v. 23. Juli 2008 -XII ZR 158/06, NJW 2008, 2922 Rn. 22; Stein/Jonas/Leipold, aaO § 322 Rn. 77 ff; MünchKomm-ZPO/Gottwald, 3. Aufl. §322 Rn. 101 ff; ZöllerA/ollkommer, ZPO 27. Aufl. Vor §322 Rn. 32 ff; Musielak, ZPO 7. Aufl. §322 Rn. 17, 26 f; Hk-ZPO/Saenger, 3. Aufl. § 322 Rn. 23; Völzmann-Stickelbrock in Prütting/Gehrlein, ZPO § 322 Rn. 33).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. IX ZR 239/07 In diesem Sinne hat der Bundesgerichtshof auch bejaht, dass die Einordnung als Anspruch aus unerlaubter Handlung einschließlich des Vorliegens des Verschuldens an der Rechtskraft teilnehme, nicht jedoch die angenommene Verschuldensform des Vorsatzes statt Fahrlässigkeit (BGH, Urt. v. 26. April 1951 - III ZR 188/50, LM § 322 ZPO Nr. 2).
BGH, URTEIL vom 4.8.2009, Az. IX ZR 149/08 Inhaltlich entspricht sie der materiellen Rechtskraftwirkung des § 322 ZPO (BGH, Urt. v. 12. Februar 2003 -XIIZR 324/98, WM 2003, 1919, 1921).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. IX ZR 156/07 Die mit der Eintragung verbundene Rechtskraft (§ 322 ZPO; BGH, Urt. v. 29. Mai 2008 - IX ZR 45/07, WM 2008, 1456, 1457 Rn. 12; MünchKomm-lnsO/Schumacher, 2. Aufl. §178 Rn. 59; FK-InsO/Kießner, 4. Aufl. § 178 Rn. 21) steht der Zulässigkeit der von dem Kläger erhobenen, auf das gleiche Ziel gerichteten Feststellungsklage entgegen (vgl. BGHZ 93,	287,	289;	BGHZ	157,	47,	50	f;	Baum-
LG Köln, Urteil vom 5.9.2008, Az. 8 O 256/06 Die materielle Rechtskraft des Urteils erstreckt sich gem. § 322 Abs. 1 ZPO lediglich auf das Bestehen oder Nichtbestehen der klageweise geltend gemachten Rechtsfolge auf Grund des vorgetragenen Tatsachenkomplexes, nicht aber auf Urteilselemente wie Vorfragen oder die Auslegung einer bestimmten Rechtsnorm (BGH WM 2000, 320; Reichold, in: Thomas/Putzo, 29. Aufl. 2008, § 322 Rn. 10, 19, 20).
AG Hamm, Urteil vom 5.8.2008, Az. 17 C 142/08 Bei der Saldierung von Forderungen aufgrund einer Abrechnung eines Kontokorrentkontos gilt § 322 II ZPO nicht (vgl. BGH NJW 1992, 317, 318; NJW-RR 1997, 1157; MDR 2004, 47; 2004, 702, 703; Zöller, ZPO, § 322, Rn. 15).
ArbG Essen, Urteil vom 5.7.2008, Az. 5 Ca 965/08 Diese Vorschrift findet nämlich entgegen ihrem Wortlaut auch in Fällen der vorliegenden Art, in denen nicht der Beklagte, sondern der (Vollstreckungsabwehr-) Kläger den Aufrechnungseinwand erhebt, zu demindest entsprechende Anwendung (BGH v. 25.10.1967 - V ZR 29/66 - WM 1967, 1218, 1219; BGH v. 30.03.1994 - VIII ZR 132/92 - NJW 1994, 2769, 2770; Zöller - Vollkommer, § 322 ZPO Rn.24).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2008, Az. III ZR 320/06 Das Verbot, eine schiedsbefangene Gegenforderung vor dem staatlichen Gericht geltend zu machen, hat seinen Grund darin, dass sonst das staatliche Gericht rechtskräftig (§ 322 Abs. 2 ZPO) über Forderungen entscheiden könnte, über die nach dem Willen der Parteien nur das Schiedsgericht entscheiden soll (vgl. BGHZ 60, 85, 90).
LAG Hamm, Urteil vom 2.5.2005, Az. 3 Ca 589/04 Eine rechtskräftige aberkennende Entscheidung im Sinne des § 322 Abs. 2 ZPO liegt dabei nicht nur dann vor, wenn das Gericht die zur Aufrechnung gestellte Forderung aus materiell-rechtlichen Gründen nicht durchgreifen lässt, sondern auch dann, wenn die Aufrechnung wegen fehlender Substantiierung der zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung scheitert (BGH, Urteil vom 12.12.1990 – 8 ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971; Urteil vom 03.11.1960 – 7 ZR 150/59, BGHZ 236).
LAG Hamm, Urteil vom 2.3.2005, Az. 19 Sa 1/05 Der Streitgegenstand eines Verfahrens wird dabei durch die Art des Klagebegehrens, den Antrag und die Begründung der klagenden Partei festgelegt (BAG, Urteil vom 26.03.1981 – 2 AZR 54/79, Juris; LAG Sachsen, Urteil vom 19.03.2002 – 7 Sa 651/01, Juris; Zöller/Vollkommer, 25. Auflage, vor § 322 ZPO Rdnr. 14 ff.; Stein/Jonas/Leipold § 322 ZPO Rdnr. 196 ff., 21 Aufl.).
LAG Hamm, Urteil vom 2.3.2005, Az. 19 Sa 1/05 Denn die Rechtskraftwirkungen einer vorangegangenen Ent-scheidung stehen nicht zur Dispositionen der Prozessparteien, sondern sind in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu prüfen (BAG, Urteil vom 28.12.1955 – 2 AZR 496/54, AP Nr. 1 zu § 322 ZPO; BGH, Urteil vom 26.02.1991 – IX ZR 331/89, NJW 1991, 2014, 2015; Stein/Jonas/Leipold § 322 ZPO Rdnr. 21; Gottwald in Münchener Kommentar zur ZPO, 1 Auflage, § 322 ZPO Rdnr. 36).
BGH, URTEIL vom 3.1.2005, Az. VIII ZR 133/04 Mit Ablauf der Frist entfällt die Rechtshängigkeit der Klage, soweit diese Gegenstand des übergangenen Berufungsantrags gewesen ist (Bestätigung von BGH LM Nr. 54 zu § 322 ZPO; BGH NJW 1991, 1683; 2002, 1115).
BGH, URTEIL vom 3.1.2005, Az. VIII ZR 133/04 Mit dem Ablauf der Antragsfrist nach § 321 Abs. 2 ZPO ist indessen, was das Berufungsgericht offenbar übersehen hat, die Rechtshängigkeit der Klage entfallen, soweit sie Gegenstand des übergangenen Antrags gewesen ist (BGH, Urteil vom 8. November 1965 - VIII ZR 300/63, LM Nr. 54 zu § 322 ZPO; Urteil vom 29. November 1990-1 ZR 45/89, WM 1991, 559 = NJW 1991, 1683 unter I 2 a; Urteil vom 10. Januar 2002 - III ZR 62/01, WM 2002, 816 = NJW 2002, 1115 unter II 1; MünchKommZPO/Musielak, aaO Rdnr. 10; Zöller/Vollkommer, ZPO, 25. Aufl., § 321 Rdnr. 8; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 63. Aufl., §321 Rdnr. 6; §261 Rdnr. 15; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 26. Aufl., §321 Rdnr. 5, § 261 Rdnr. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2004, Az. IX ZR 207/02 Im Rechtsstreit mit der Raiffeisenbank sind die zur AufrechnungA/errechnung gestellten Gegenansprüche - soweit sie bestehen sollten - nicht nach § 322 Abs. 2 ZPO präkludiert, weil das Berufungsgericht sie im Ausgangsprozeß nicht sachlich beschieden hat (BGH, Urt. v. 30. März 1994 - VIII ZR 132/92, NJW 1994, 2769, 2770; Beschl. v. 31. Juli 2001 - XI ZR 217/01, NJW 2001,3616).
BGH, URTEIL vom 4.0.2004, Az. III ZR 401/02 Richtig ist zwar, daß ein in dem anderen Verfahren über die Primäraufrechnung der Beklagten sachlich entscheidendes Urteil gemäß § 322 Abs. 2 ZPO rechtskraftfähig auch darüber befinden würde, ob die aufgerechnete Gegenforderung - bis zur Höhe des Klageanspruchs - nicht oder als durch die Aufrechnung verbraucht nicht mehr besteht (vgl. nur BGH, Urteil vom 13. Dezember 2001 -VIIZR 148/01 - NJW 2002, 900).
BGH, URTEIL vom 4.5.2003, Az. I ZR 269/00 Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Bestimmung des § 322 Abs. 1 ZPO der Rechtskraft eines Urteils bewußt enge Grenzen gesetzt hat dergestalt, daß diese sich auf den unmittelbaren Gegenstand des Urteils, d.h. die Rechtsfolge beschränkt, die den Entscheidungssatz bildet, nicht aber auf einzelne Urteilselemente, tatsächliche Feststellungen und rechtliche Folgerungen erstreckt, auf denen die getroffene Entscheidung aufbaut (vgl. BGH NJW 1986, 2508, 2509; BGH NJW 1995, 967).
BGH, URTEIL vom 4.2.2003, Az. IX ZR 181/99 Denn im Scheidungsprozeß ist das Bestehen einer wirksamen Ehe nur eine Vorfrage, die nicht von der materiellen Rechtskraft (§ 322 Abs. 1 ZPO) des Scheidungsurteils erfaßt wird (vgl. MünchKomm-BGB/Müller-Gindullis, 3. Aufl. §11 EheG Rn. 19; Johannsen/Henrich/Jaeger, Eherecht 3. Aufl. § 1564 Rn. 23; LG Bonn IPRax 1985, 353 mit zust.
BGH, URTEIL vom 3.1.2003, Az. XII ZR 324/98 Die Bindungswirkung ist zwar von der materiellen Rechtskraftwirkung des § 322 ZPO zu unterscheiden, entspricht ihr jedoch inhaltlich (BGH, Beschluß vom 21. Februar, 1994 -IIZB 13/93- NJW 1994,1222 f.).
LAG Köln, Urteil vom 4.7.2002, Az. 6 Sa 402/02 Denn für die Aufrechnung des Klägers gilt § 322 Abs. 2 ZPO nicht (vgl. BGH vom 26.09.1991- VII ZR 125/91 - Juris; BGH vom 12.12.1990 - VIII ZR 355/89 - Juris; Zöller/Vollkommer, 23. Auflage, § 322 Rdnr. 24 m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2002, Az. VII ZR 458/01 Gründe: 1.	Würdigt das Berufungsgericht aufgerechnete Gegenforderungen nicht als Rechnungsposten sondern entscheidet es über den Bestand der Gegenforderungen im Sinne des § 322 Abs. 2 ZPO, dann erhöht sich der Wert der Beschwer der beklagten Partei, wenn das Berufungsgericht die Begründetheit der Gegenforderungen verneint (BGH, Beschluß vom 10. April 1997 -VIIZR 266/96, NJW-RR 1997, 1157; BGH, Beschluß vom 30. September 1999 - VII ZR 457/98, NZBau 2000, 26).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. III ZR 287/01 Selbst dann, wenn das Gericht dies übersieht, erfaßt nach § 322 Abs. 1 ZPO die Rechtskraft seines klageabweisenden Urteils den gesamten prozessualen Anspruch, daher auch derartige nicht behandelte Anspruchsgrundlagen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 2002 - XZR 144/00 - Umdruck S. 7, zur Veröffentlichung bestimmt).
BGH, Urteil vom 2.4.2002, Az. X ZR 144/00 Eine Einschränkung der Rechtskraft eines die Leistungsklage abweisenden Urteils ist danach dann geboten, wenn der Entscheidung unmißverständlich der Wille des Prozeßgerichts zu entnehmen ist, über den zugrunde liegenden Sachverhalt nicht abschließend zu erkennen und dem Kläger so eine Klage zu diesem Anspruch auf der gleichen tatsächlichen Grundlage und aufgrund von bereits im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Umständen vorzubehalten (Zöl-ler/Vollkommer, ZPO 23. Aufl., vor § 322 ZPO Rdn. 42, 43; dahingestellt in BGH Urt. v. 22.11.1988 - VI ZR 341/87, NJW 1989, 393).
BGH, Urteil vom 4.9.2000, Az. VII ZR 209/93 Gründe Wie der Beklagte mit seinem Antrag vom 12. September 2000 mit Recht anführt, beträgt seine Beschwer nicht lediglich, wie vom Berufungsgericht festgesetzt, 55.433,98 DM, sondern das Zweifache dieses Betrages (vgl. §§ 322 Abs. 2 ZPO; 19 Abs.3 GKG; BGHZ 48, 212; BGH, Beschluß vom 24. Februar 1994 - VII ZR 209/93 - NJW 1994, 1538).
BVerfG, Beschluss vom 1.11.1999, Az. 1 BvR 81/00 Nach überwiegender Ansicht ist dann § 322 Abs. 2 ZPO analog anzuwenden, so dass die Rechtskraft sich auf das (Nicht-)Bestehen der zur Aufrechnung gestellten Forderung - maximal bis zur Höhe der titulierten Forderung - erstreckt (BGH, Beschluss vom 25. Oktober 1967, NJW 1968, S. 156 = BGHZ 48, 358 ff.; Urteil vom 30. März 1994, NJW 1994, S. 2769 <2770>; OLG Koblenz, Urteil vom 12. September 1996, NJW-RR 1997, S. 1426 <1427>; Musielak/Lackmann, § 767 Rn. 46; Zöller/Herget, § 767 Rn. 12 'Aufrechnung'; a.A.:
BGH, vom 4.10.1999, Az. 1 U 69/98 Die Beschwer des Klägers hätte in diesem Falle darin bestanden, daß, falls die Klage endgültig und nicht nur als zur Zeit unbegründet abgewiesen bliebe, durch den Eintritt der materiellen Rechtskraft der vollständige und nicht nur 'bloß vorläufige' Verlust der Forderung eingetreten wäre (§ 322 Abs. 1 ZPO; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. April 1956 - IV ZR 335/55 - LM ZPO § 511 Nr. 8, wonach mit Blick auf die Rechtskraftwirkung des § 322 Abs. 1 ZPO eine Beschwer des Klägers auch dann zu bejahen ist, wenn die Klage als unbegründet statt als unzulässig abgewiesen worden ist).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 5.8.1998, Az. 11 TaBV 44/98 Die Rechtskraft verbietet es, die Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit nochmals aufzuwerfen (vgl. BVerfGE 60, 253, 268; BAG v. 12.06.1990 - 3 AZR 524/88 - EzA § 322 ZPO Nr. 8, BAG v. 20.03.1996 49- 7 ABR 41/95 - a. a. O.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1997, Az. VII ZR 299/95 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist auch bei einem Grundurteil eine beklagte Partei zusätzlich zur Klageforderung in Höhe des Betrages ihrer vorsorglich zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung beschwert, wenn das Berufungsgericht das Bestehen der Gegenforderung verneint hat und im Falle der Rechtskraft des Berufungsurteils das Nichtbestehen der Gegenforderung nach § 322 Abs. 2 ZPO rechtskräftig festgestellt wäre (Urteil vom 1. Juni 1967 - II ZR 130/65, BGHZ 48, 212, 213 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1996, Az. IV ZR 102/96 3 Ein Beklagter ist zusätzlich zur Klageforderung in jeweils gleicher Höhe dann beschwert, wenn er vorsorglich die Aufrechnung mit Gegenforderungen geltend gemacht und das Instanzgericht das Nichtbestehen dieser Forderungen rechts-kraftfähig gemäß §§ 322 Abs. 2 ZPO festgestellt hat (BGHZ 48, 212, 213).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.1996, Az. XI ZR 302/95 Beklagte sich nicht nur mit der - zu 1.erörterten - Primäraufrechnung verteidigt, sondern hilfsweise eine weitere Gegenforderung in Höhe von 3.559,14 DM (Aufwendungen aus der 'Kommission S	')	zur	Aufrechnung gestellt hat, da- mit aber ebensowenig durchgedrungen ist; die auch insoweit rechtskraftfähige Entscheidung (§ 322 Abs. 2 ZPO) erhöht Beschwer und Streitwert gemäß § 19 Abs.3 GKG .(BGH, Beschluß vom 6. November 1991 aaO zu 2.;
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.1994, Az. XI ZR 31/94 Das ändert aber nichts daran, daß auch die Entscheidung, daß die Gegenforderung durch die Aufrechnung erloschen ist, gemäß § 322 Abs. 2 ZPO in Rechtskraft erwächst (BGHZ 36, 316, 319; Thomas/Putzo 18. Aufl. § 322 ZPO Rdn. 47) und den Widerbeklagten in vol-
BGH, URTEIL vom 4.11.1991, Az. IX ZR 96/91 Hat er es im Vorprozeß unterlassen, Tatsachen vorzutragen, die bei natürlicher Anschauung zu dem angesprochenen LebensSachverhalt gehörten, wirkt die materielle Rechtskraft auch gegenüber einer neuen Klage, die auf die nunmehr vorgetragenen Tatsachen gestützt wird (BGH, Urt. v. 25. September 1975 - VII ZR 243/74, WM 1975, 1181 = MDR 1976, 136 = Betrieb 1976, 288 = ZZP 1976, 330 = LM § 322 ZPO Nr. 78; Stein/Jonas/Leipold, § 322 ZPO Rdnr. 239 f; Zöller/Vollkom-mer, vor § 322 ZPO Rdn. 57; Flieger, MDR 1978, 534).
BGH, URTEIL vom 4.11.1991, Az. IX ZR 96/91 Es kann deshalb offen bleiben, ob auch für Fälle der vorliegenden Art der Grundsatz gilt, daß die Präklusion durch Rechtskraft ohne Rücksicht darauf eintritt, ob die Klägerin während des Vorprozesses Kenntnis von der präkludierten Tatsache erhalten hat (BGHZ 61, 25, 26; Stein/Jonas/Leipold, § 322 ZPO Rdnr. 234; Zöller/Vollkommer, vor § 322 ZPO Rdn. 70).
BGH, URTEIL vom 2.1.1991, Az. XI ZR 331/89 6 (Staudinger/Medicus, BGB 12. Aufl. § 249 Rdn. 215; RGRK/ Alff, BGB 12. Aufl. § 249 Rdn. 13; MünchKomm/Grunsky, BGB 2. Aufl. § 249 Rdn. 13; Palandt/Heinrichs, BGB 50. Aufl. § 249 Rdn. 3; Stein/Jonas/Leipold, ZPO 20. Aufl. § 322 Rdn. 206; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 48. Aufl. § 322 An. 4 'Schadensersatz'; Biomeyer, Zivilprozeßrecht 2. Aufl. S. 492; Lange, Schadensersatz 2. Aufl. S. 227; a.A. Zoller/Vollkommer, ZPO 16. Aufl. vor § 322 Rdn. 29 unter unrichtiger Berufung auf BAG AP § 322 ZPO Nr. 6; Rosenberg/ Schwab, Zivilprozeßrecht 14. Aufl. S. 984), schließt sich der Senat an.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1990, Az. VII ZR 321/89 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bestimmt sich die Beschwer in derartigen Fällen im Hinblick auf § 322 Abs. 2 ZPO grundsätzlich nach der Höhe des Urteilsbetrages (BGHZ 57, 301 ff).
BGH, URTEIL vom 4.8.1988, Az. VII ZR 182/87 Anderenfalls ergeben sich unüberwindbare Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Streitgegenstandes und damit zusammenhängend auch bei der Bestimmung der materiellen Rechtskraft (§ 322 Abs. 1 ZPO) sowie der Verjährungsunterbrechung (BGH NJW 1984, 2346, 2347).
BVerfG, Urteil vom 2.7.1987, Az. 1 BvR 1131/87 Andernfalls stünde rechtskräftig fest, daß die Beklagten nicht räumen mußten (vgl. RGZ 130, 119 (121 f.); BGH, LM Nrn. 23 und 27 zu § 322 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.1987, Az. ii zr 235/86 Da die Beklagte die Klageforderung nicht bestritten hat, so daß der Streit der Parteien nach der hier maßgeblichen wirtschaftlichen Betrachtungsweise nur darum geht, ob die Beklagte den mit der Klage geltend gemachten Betrag bezahlen muß, führt die Aberkennung der ersten Gegenforderung (§ 322 Abs. 2 ZPO) nicht zu einer Erhöhung der Beschwer über den Betrag der Klageforderung hinaus (vgl. BGH, aaO, 302 f.).
BGH, URTEIL vom 3.5.1984, Az. IVa ZR 54/83 Die Rechtskraft des Räumungsurteils nach § 322 Abs. 1 ZPO hat gemäß § 987 BGB auch materiellrechtlich Wirkung für den Anspruch auf Vergütung der nach Rechtshängigkeit gezogenen Nutzungen (BGH, Urteile vom 3. März 1954, VI ZR 256/52 * LM BGB § 987 Nr. 3; vom 13. März 1981, V ZR 115/80 = NJW 1981, 1517; vom 9. Juli 1982, V ZR 64/81 « NJW 1983, 164 = LM ZPO § 322 Nr. 95).
BGH, Urteil vom 2.5.1984, Az. IX ZR 89/83 b)	Bei einem der Vollstreckungsgegenklage stattgebenden Urteil erwächst die Entscheidung über das Bestehen einer materiellrechtlichen Einwendung ebenfalls nicht in Rechtskraft (Ausnahme: § 322 Abs. 2 ZPO - BGHZ 48, 356, 358); es wird lediglich die Vollstreckbarkeit des titulierten Anspruchs beseitigt.
BGH, Urteil vom 2.5.1984, Az. IX ZR 89/83 12 Anwendung des § 322 Abs. 2 ZPO anerkannt worden (BGHZ 48, 356, 358).
BGH, Urteil vom 2.4.1984, Az. VI ZR 228/82 Andernfalls ergeben sich unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Streitgegenstandes und damit zusammenhängend auch bei der Bestimmung der materiellen Rechtskraft (§ 322 Abs. 1 ZPO) und der Verjährungsunterbrechung (BGH, Urteile vom 15. Dezember 1952 - III ZR 102/52 - LM § 253 ZPO Nr. 7; vom 3_0.
BGH, URTEIL vom 5.0.1984, Az. V ZR 55/83 11 der Senat in seinem Beschluß vom 25. Oktober 1967 (V ZR 29/66, BGHZ 48, 356, 358 ff) die Anwendung des § 322 Abs. 2 ZPO auf eine Aufrechnungsforderung des Klägers bei der Vollstreckungsgegenklage für zulässig gehalten.
BGH, Urteil vom 5.2.1983, Az. V ZR 287/81 Die Rechtskraft wirkt grundsätzlich nur zwischen den Parteien (§§ 322, 325 ZPO; s. auch BGHZ 52, 150).
BGH, URTEIL vom 5.6.1982, Az. V ZR 64/81 Das im Vorprozeß ergangene Urteil auf Herausgabe des überbauten Grundstücksteils hat indessen nach § 322 Abs. 1 ZPO Rechtskraftwirkung nur für den Anspruch gemäß §§ 292 Abs. 2, 987 BGB auf Vergütung der nach Rechtshängigkeit gezogenen Nutzungen (BGH Urteile vom 3. März 1954, VI ZR 256/52, LM BGB § 987 Nr. 3 und vom 13. März 1981, V ZR 115/80, NJW 1981, 1517).
BGH, URTEIL vom 4.4.1981, Az. VII ZR 366/80 Grundsätzlich ergibt sich der Umfang der Rechtskraft aus der Entscheidungsformel, für deren Auslegung Tatbestand und Entscheidungsgründe, insbesondere auch der dort in Bezug genommene Parteivortrag im Prozeß heranzuziehen sind (vgl. z.B. BGHZ 34, 337, 339; Baumbach/ Lauterbach/Hartmann, aaO, An. 2 I A zu § 322 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.11.1978, Az. IX ZR 121/77 Darüber hinaus hat der unanfechtbare Bescheid eine der Rechtskraft eines Urteils (§ 322 ZPO) entsprechende Wirkung (BGH RzW I960, 37; 1976, 50 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 2.6.1977, Az. VI ZR 268/75 Urteile sind gemäß § 322 Abs. 1 ZPO nur insoweit der Rechtskraft fähig, als über den erhobenen Anspruch entschieden ist (BGHZ 34, 337, 339).
BGH, URTEIL vom 3.0.1977, Az. IV ZR 208/75 Bei der gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise (BGHZ 57, 301) kann es keinen Unterschied machen, ob sich die Beschwer bereits durch die dem Beklagten nachteilige Entscheidung über den Streitgegenstand verwirklicht oder erst dadurch, daß das Gesetz (§ 322 Abs. 2 ZPO) ausnahmsweise die Rechtskraft der Entscheidung auf eine Einwendung des Beklagten erstreckt (BGHZ 59, 17).
BGH, URTEIL vom 4.11.1976, Az. VII ZR 88/75 Mit der formellen Rechtskraft des Teilurteils wird der Honoraranspruch demgemäß (§ 322 Abs. 2 ZPO) nur in Höhe von 1.524,78 DM nebst Zinsen materiell rechtskräftig aberkannt (BGHZ 57, 301, 302), mögen die Gründe des Teilurteils auch die weitergehenden Ansprüche des Klägers vollständig leugnen (Baumbach/Lauter bach, ZPO, 34. Aufl. § 322 An. 3 b; Stein/Jonas, ZPO,
BGH, URTEIL vom 5.1.1976, Az. V ZR 4/74 Entscheidungsgründe Die Revision greift das Berufungsurteil an, soweit das Berufungsgericht eine rechtskräftige Entscheidung über die Klagforderung gemäß § 322 Abs. 2 ZPO in Höhe von 29 650 DM im Teilurteil vom 1. April 1966 (30 196/65 LG Flensburg) als getroffen ansieht, und auch insoweit, als das Berufungsgericht den restlichen Teil der für begründet erachteten Schadensersatzforderung durch eine weitere Aufrechnung der Beklagten als erloschen betrachtet.
BGH, URTEIL vom 5.1.1976, Az. V ZR 4/74 Der Revision ist zuzugeben, daß eine rechtskräftige Entscheidung über die Aufrechnungsforderung im Sinn des § 322 Abs. 2 ZPO nicht vorliegt, wenn in der Entscheidung offen geblieben ist, ob die Forderung im Zeitpunkt der Aufrechnung dem aufrechnenden Beklagten überhaupt zusteht, die Aufrechnung also möglicherweise schon mangels Gegenseitigkeit der Forderung entfällt (Stein/Jonas/Schumann/ Leipold, ZPO, 19. Aufl. § 322 unter VII, 1; Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 33- Aufl. § 322 An. 3; vgl. zu dem Einwand der Unzulässigkeit der Aufrechnung BGH MDR 1961, 932).
BGH, URTEIL vom 1.1.1973, Az. III ZR 101/70 Ebenso ist dem Berufungsgericht darin zu folgen, daß das Urteil des Oberverwaltungsgerichts den Zivilrichter bindet, was die Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Verwaltungsaktes betrifft (BGHZ 9, 331; 10, 220; 15, 17, 19; 32, 208, 210; BGH LM § 839 (Fg) BGB Nr. 19; § 322 ZPO Nr. 35).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1972, Az. VIII ZR 202/71 Dies ist im Falle der Hilfsaufrechnung mit Rücksicht auf § 322 Abs. 2 ZPO die Klageforderung und die zur Aufrechnung gestellte Gegenforderung (BGH aaO S. 213).
BGH, URTEIL vom 3.5.1971, Az. vtti zr 112/70 Darin liegt keine sachliche Entscheidung über die Begründetheit der Gegenforderungen,die nach § 322 Abs. 2 ZPO in Rechtskraft erwachsen könnte (BGHZ 16, 124, 140).
BGH, URTEIL vom 1.5.1970, Az. II ZR 119/68 Die Auslegung des zwischen den Parteien rechtskräftigen Peststellungsurteils hat der Senat selbst vorzunehmen (BGH IM Nr. 54 zu § 322 ZPO).
BGH, URTEIL vom 5.1.1970, Az. I ZR 129/68 Wegen der Rechtskraftwirkung des Urteils muß aber aus dem Urteil ersichtlich sein, in welcher Höhe die Gegenforderung durch die Aufrechnung getilgt ist (§ 322 Abs. 2 ZPO; BGHZ 16, 394).
BGH, URTEIL vom 4.10.1969, Az. X ZS 22/67 Io Pas Berufungsgericht ist in Übereinstimmung mit dem Landgericht offensichtlich davon ausgegangen, daß die rechtskräftige Verurteilung der Beklagten zur Rech-nungslegung keine Rechtskraftwirkung für den auf Grund der Rechnungslegung erhobenen Zahlungsanspruch hat, Piese Annahme entspricht den von der Rechtsprechung zu § 322 ZPO aufgestellten Grundsätzen (vgl. BGH NJW 1969? 880 mit weiteren Bundstellen).
BGH, Urteil vom 5.11.1964, Az. V ZR 95/62 In einem solchen Palle ist die erneute Geltendmachung eines rechtskräftig abgewiesenen Anspruchs auch dann nicht ausgeschlossen, wenn die neue Tatsache bereits vor der Berufungsverhandlung des ersten Prozesses hätte herbeigeführt werden können (BGH LM § 322 ZPO Nr. 39).
BGH, vom 4.1.1962, Az. VII ZR 213/60 Denn wenn bei Aufrechnung mit einer Gegenforderung die Rechtskraft der Entscheidung sich nach § 322 Abs.2 ZPO auch darauf erstreckt, daß die Gegenforderung durch die Aufrechnung erloschen ist, also nicht mehr besteht (RGZ 161, 167, 171; BGH VII ZR 189/59 vom 17» April 1961), so ist damit zugleich zugunsten des Aufrechnenden entschieden, daß die Gegenforderung in dieser Höhe bestanden hat.
BGH, vom 4.10.1959, Az. VII ZR 93/59 a)	Die Klägerin meint: Hit Hechtskraft der landgerichtlichen Verurteilung zur Herausgabe sowie zur Auskunft und Rechnungslegung, wie sie im Teilurteil erfolgt ist, werde zugleich rechtskräftig feststehen, daß der Beklagte verpflichtet sei, mit der Klägerin einen Pachtvertrag über die Hahnentorlichtepiele abzuschließen» Insoweit müsse der Urteilsspruch des Teilurteils aus dessen Gründen ausgelegt und ergänzt werden» Bine spätere Entscheidung über den offen gebliebenen Klageantrag zu 4) werde dann nur noch dazu dienen, die Vertragsbestimmungen des bereits rechtskräftig feststehenden Pachtverhältnisses ijji_einzolnen zu klären.- b)	Diese Auffassung trifft nicht zu» Tfienn auch in den Vorinstanzen der Beklagte deswegen zur Herausgabe, Auskunft und Rechnungslegung verurteilt worden sein mag, weil Landgericht und Ober.landesgericht ihn für verpflichtet hielten, die Hahnentorlichtspiele an die Klägerin zu verpachten, so ist dieser Rechtssatz für das Teilurteil doch nicht Gegenstand des Urteilsspruchs, sondern lediglich Vorfrage (Entscheidungselement), und wird daher von der Rechtskraft des Teilurteils nicht umfaßt (vgl» u, a* KGZ 144, 54, 61 > RG JV; 1935, 39 Nr» 10; BGH IM § 322 ZPO Kr» 16),
BGH, vom 5.6.1957, Az. TI ZR 176/56 ein unrichtiges Urteil in Kenntnis der Unrichtigkeit zunutze ♦ mache, wobei dahingestellt bleiben mag, ob in einem solchen Fall das IhndemJs der Rechtskraft einer erneuten Verhandlung und Entscheidung nicht mehr entgegenstehen würde (vgl hierzu BGH LU Kr 10 zu § 322 ZPO).
BGH, Urteil vom 3.4.1956, Az. V ZR 189/54 GVG) , keine Rolle» Ebensowenig, wie etwa bei der VollstrelcJfW'1 kungsgegenk'lage gegen einen zivilgerichtlichen Titel .das Verwaltungsgericht dadurch zuständig werden könnte, daß der j Kläger eine öffentlich-rechtliche Forderung zur .Aufrechnung stellt,- ist dies auch bei der hier vorliegenden umgekehrten i .Sachlage der Fall Gegen die Aufrechenbarkeit privatrech1üi-i| eher und öffentlich-rechtlicher Forderungen bestehen grurid- '4 sätzlich keine Bedenken,: Soweit die Revision unter Hinweis auf die Vorschriften des § 322 Abs 2 ZPO und des § 80 BrMilRegVO Nr T65 und unter Berufung auf Porsthoff (Verwaltungsrecht Is 2o Auf1 S 227; vgl jetzt 5» Aufl S 231 f) einen Verstoß gegen die Grundregeln des Verfahrens rechts darin erblicken zu müssen glaubt;, daß das Verwaltungsgericht , falls es für die Vollstreckungsgegenklage zuständig wäre, zugleich rechtskräftig über das Bestehen oder Nichtbestehen der zur Aufrechnung gestellten, in den Zuständigkeitsbereich der ordentlichen Gerichte fallenden Gegenforderung der Klägerin entscheiden würde, übersieht sie, daß mit einer solchen Entscheidung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht ; ohne weiteres zu rechnen sein dürfte„ Nach den.Grundsätzen, wie sie in dem Beschluß des Oberverwaltungsgerichts Hamburg vom 27o Mai 1950 (MDR 1951, '314) und in dem Urteil des Bun- 11 desgerichtshofs vom 11o Januar 1955 (BGHZ 16, 124 ZJ4Q7) entwickelt worden sind (vgl auch Urteil des BGH vom 7« .März 1956, IV ZR 138/55), wird das Verwaltungsgericht vielmehr aller Wahrscheinlichkeit nach das Verfahren solange aussetzen, bis die Klägerin'‘vor dem ordentlichen Gericht eine Entscheidung über ihre Forderung erstritten hat»
BGH, Urteil vom 1.4.1953, Az. IY ZR 5/53 Der Sachverhalt, von dem das Berufungsgericht ausgegangen ist, bietet indessen keinen Anlass, die bisherige Rechtsprechung zu dem Verhältnis zwischen der Rechtskraftwirkung gerichtlicher Entscheidungen und der Klage aus § 826 BGB zu überprüfen oder neue Rechtssätze zu entwickeln., Die Revision ist vielmehr zurückzuweisen, auch wenn trotz der im Schrifttum geäusserten Bedenken (Rosenberg, Lehrbuch des deutschen Zivilprozessrechts, 5« Aufl S 720 f; Baumbach-Lauterbach 21, Aufl EinfBTr 6 vor § 322 ZPO; Reinicke in HJW 1952, 3) die neuere Rechtsprechung des Reichsgerichts und diejenige des Bundesgerichtshofs (RGZ 155, 55; 156, 265; 163, 293 f; 165, 26; 168, 12; BGH in NJ.7
BGH, URTEIL vom 3.1.1932, Az. IVb ZR 657/80 Richtig ist zwar, daß das durch ein rechtskräftiges Urteil Zugesprochene nicht mit der Bereicherungsklage zurückgefordert werden kann mit der Begründung, der Rechtsstreit sei unrichtig entschieden worden (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1953 - II ZR 18o/52 - LM § 322 ZPO Nr. Io; Staudinger/Lorenz BGB 12. Aufl. § 812 Rdn. 9o).

References: § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 22
 § 322
 § 322
 § 322
 § 96
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 304
 § 318
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 §511
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 §322
 §322
 §322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 §178
 § 178
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 BGH 
 § 321
 § 322
 § 321
 §321
 §261
 §321
 § 261
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 BGH 
 §11
 § 1564
 § 322
 § 322
 BGH 
 BGH 
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 767
 § 767
 § 511
 § 322
 § 322
 § 322
 § 19
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 987
 § 987
 § 322
 § 322
 § 322
 § 253
 § 322
 § 322
 § 987
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 BGH 
 § 839
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 322
 BGH 
 BGH 
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 322
 § 80
 BGH 
 § 826
 § 322
 BGH 
 § 322
 § 812