Source: http://www.ifegmbh.info/das-backoffice-dienstleistungsmodell/reporting/
Timestamp: 2020-01-19 22:20:38+00:00

Document:
Regulierungsmanagement | Reporting für Stadtwerke & Energiewirtschaft
1.1 Energieflussberechnung Strom & Gas
Die energiewirtschaftlichen Daten werden in geforderter Qualität, Formaten und Rastern anhand der gemessenen Lastganglinien aller Übergabestationen, Erzeugungsanlagen und Kunden in den einzelnen Netzebenen ermittelt. Aufbauend auf diese Daten werden die Netzverluste und der Differenzbilanzkreis bestimmt und die gesetzlich geforderten Veröffentlichungspflichten (z.B. § 17 StromnZV) herausgearbeitet.
Ermittlung der energiewirtschaftlichen Daten
regelmäßige Berichterstattung zur Berechnung
Ermittlung aller melderelevanten Daten
Grundlage für Ermittlung vermiedener Netzentgelte
Grundlage für Netznutzungsentgeltkalkulation
Grundlage für Herleitung unternehmensspezifischer Lastprofile
Grundlage für Absatzprognose zu Controllingzwecken
Grundlage für die ermittlung der Hochlastzeitfenster und der entgangenen Erlöse nach § 19 StromNEV und weitere Auswertungen
1.2 Netzverluste und Verlustkosten
Die technisch-wirtschaftliche Netzverlustanalyse ist eine wesentliche Grundlage für die energiewirtschaftliche Planung und eine notwendige Information für die Optimierung von Stromversorgungsnetzen. Mit Hilfe der Netzverlustanalyse erhält das eVU eine fundierte Aussage über die Höhe der Netzverluste je Spannungsebene. Dieser Kenntnis fällt bei Anträgen zur Kostenanerkennung von Abrechnungsmengen sowie bei Meldepflichten eine wesentliche Bedeutung zu.
Ermittlung der Netzverlustarbeitsmengen (kWh) und der Netzverlustleistung (kW) bei Unternehmenshöchstlast, unterteilt nach Netzebenen für einzelne Netzelemente
Berechnung von Netzverlusten je Kundengruppe, Spannungsebene und / oder Betriebsmittel zur verursachungsgerechten Erteilung der entstehenden Netzverlustkosten im Rahmen der Kostenstellenrechnung
wesentliche Grundlage zur langfristig angelegten Senkung der Netzverluste
Grundlage für Folgeanalysen
Begründung von höheren Netzverlusten im Rahmen der Kostenprüfung der Regulierungsbehörden
1.3 Differenzbilanzkreis
Der Differenzbilanzkreis (DBK) errechnet sich aus der Netzgebietslast abzüglich der Lastganglinien für die Netzverluste, der Sondervertragskunden und der Standardlastprofile für die Kleinkunden. Somit ist der DBK das Ergebnis der Subtraktion von analytischer Restlastkurve und dem Summenlastgang der Standardlastprofilkunden. Der DBK beschreibt demnach die Abweichung des tatsächlichen gegenüber dem über Standardlastprofile angenommenen Absatzverhaltens der Kunden des Netzbetreibers.
Ermittlung des DBK
Bewertung des DBK mit verschiedenen Preisansätzen
Ableitung der Genauigkeit der verwendeten Standardlastprofile
Bereitstellung des DBK zur regulatorischen Pflichterfüllung
Nachweis der Ermittlung der DBK-Kosten und Hinweise zu deren sachgerechten Buchung
Vorbereitung der Genehmigung von DBK-Kosten
Grundlage für die Risikominimierung und weitere Optimierung der unternehmensspezifischen Lastprofile für die Kleinkunden
1.4 Vermiedene Entgelte
Die Anspruchsberechtigung auf Zahlung vermiedener Netzentgelte ergibt sich gemäß § 18 der Stromnetzentgeltverordnung für alle dezentralen Erzeugungsanlagen. Die Ermittlung der vermiedenen Entgelte erfolgt auf Basis aller Lastgangdaten.
Ermittlung der vermiedenen Entgelte für jede Netz- oder Umspannebene separat über alle in dieser ebene angeschlossenen dezentralen Erzeugungsanlagen
Individuelle Aufteilung der für die jeweilige Netz- oder Umspannebene ermittelten vermiedenen Kosten
Berechnung der vermiedenen Entgelte nach verstetigtem oder individuellem Verfahren und für sämtliche Direktvermarktungsmodelle
tatsächliche Vermeidungsarbeit und –leistung der einzelnen dezentralen Energieerzeugungsanlagen
Weiterverwendung in testierfähigen Dokumenten (Jahresabschluss, eeg-Meldung, Regulierungskonto, etc.)
Grundlage für weitere Kalkulationen
Tool zum Kurzcheck der vermiedenen Entgelte
Bitte übersenden Sie uns Ihre Kontaktdaten. Anschließend werden wir Ihnen schnellstmöglich das Tool per E-Mail zusenden!
1.5 Hochlastzeitfenster
Nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur und der Landesregulierungsbehörden sollen die Netzbetreiber unter bestimmten Voraussetzungen ihren Letztverbrauchern mit einem atypischen Lastverhalten ein individuelles Entgelt anbieten.
Ermittlung der Hochlastzeitfenster je Netzebene für die vier Jahreszeiten
Hochlastzeitfenster sind somit die Grundlage zur Bestimmung der Höhe des Entgeltreduzierungsbetrages eines jeden Netzkunden
Hochlastzeiten definiert für jede Netz- und Umspannebene und jede Jahreszeit
Veröffentlichungspflicht jährlich bis zum 31.10. realisiert
1.6 Sonderformen der Netznutzung
Der § 19 StromneV deckt eine Vielzahl von Sonderformen bei der Bewertung und Berechnung von Netzentgelten ab. Neben den Monatsleistungspreisen, den Entgelten zur Vermeidung des Direktleitungsbaus und den Sonderentgelten (physikalischer Pfad) für stromintensive Kunden, gilt es, Entgeltreduzierungen für Kunden mit nachweislich atypischer Netznutzung anzubieten.
Bewertung aller Sondervertragskunden mit dem Hochlastzeitfenster zum Nachweis der atypischen Netznutzung zur Reduzierung von Netzentgelten
Berechnung von Sonderentgelten zur Vermeidung des Direktleitungsbaus
Berechnung von Monatsleistungspreisen
Berechnung von reduzierten Entgelten für stromintensive Netzkunden (>10 gWh und >7.000 bn)
Ermittlung des physikalischen Pfades
für alle Kunden liegt der Nachweis der atypischen Netznutzung vor
die Meldungen nach entgangenen Erlösen können basierend auf diesen Meldungen nachvollzogen werden
auf Kundenanfragen kann sofort geantwortet werden
1.7 Erweiterungsfaktor
Bei einer nachhaltigen Veränderung der Versorgungsaufgabe haben eVU die Möglichkeit, einen Erweiterungsfaktor zu beantragen und somit eine Erhöhung der Erlösobergrenze zu erzielen. Grundvoraussetzung ist das Erreichen einer Investitionsschwelle durch zuvor getätigte Erweiterungsinvestitionen.
Überprüfung der Grundvoraussetzungen für die Antragstellung
Ermittlung des Erweiterungsfaktors
Begleitung und Beratung im Rahmen der Antragstellung
Befüllung der entsprechenden Erhebungsbögen und Unterstützung bei der Anhörung
Erhöhung der Erlösobergrenze während der Regulierungsperiode
1.8 Regulierungskonto
Betreiber von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen sind verpflichtet, die Differenz zwischen den nach § 5 ARegV zulässigen Erlösen und den vom Netzbetreiber unter Berücksichtigung der tatsächlichen Mengenentwicklung erzielten Erlöse jährlich auf das Regulierungskonto zu verbuchen. Gleiches gilt für die Differenz zwischen den für das Kalenderjahr tatsächlich entstandenen, dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenbestandteilen (vorgelagertes Netz, vermiedene Netzentgelte) und den in der Erlösobergrenze diesbezüglich enthaltenen Planansätzen.
Ermittlung des jährlichen Differenzbetrages für das Regulierungskonto
Befüllung des Erhebungsbogens zur fristgerechten Datenübermittlung an die Regulierungsbehörde
Unterstützung bei der Plausibilisierung der im Netzbereich gebuchten Umsatzerlöse
Grundlage für die Höhe der Rückstellungen bzw. Auflösung von Rückstellungen in Verbindung mit § 5 ARegV
Qualität und Plausibilität der Netznutzungsabrechnung durch Abgleich der erzielbaren und erzielten Umsatzerlöse
1.9 Interne Kapazitätsbestellung
Gemäß des § 20 Abs. 1b enWg sind Netzbetreiber verpflichtet, bei der Berechnung und dem Angebot von Kapazitäten, der Erbringung von Systemdienstleistungen und der Kosten- oder Entgeltwälzung eng zusammenzuarbeiten. Anhand der Vorgaben des § 11 der KoV VII und der Anlage 2 der KoV VII wird eine Berechnung der zu bestellenden Kapazitäten für das eVU erarbeitet.
Berechnung der zu bestellenden Kapazität für jeden Netzkopplungspunkt
Unterteilung der Kapazitäten in feste und unterbrechbare Kapazitäten
Prognosemeldung für die nächsten neun Jahre
bestellte Kapazität je Netzkopplungspunkt bildet Grundlage für die vorgelagerten Netzkosten im nächsten Kalkulationsjahr
mit sachgerechter Berechnung der bestellten Kapazität wird bei Überschreitung keine Pönale fällig – Planbarkeit der Netzkosten ist somit gegeben
1.10 Baukostenzuschuss Strom & Gas
Gesetzliche Grundlage der Berechnung ist der § 20 enWg. erfordert, dass Betreiber von Energieversorgungsnetzen allen Netzanschlussnehmern bzw. Anschlussnutzern einen diskriminierungsfreien Netzzugang gewährleisten müssen. Die Rechtsgrundlage in der Niederspannung bildet das per Vertrag zustande gekommene Anschlussverhältnis nach § 2 Abs. 2 nAV (analog gilt dies auch im Gasbereich durch die nDAV).
sachgerechte Kalkulation der BKZ zur Vermeidung überdimensionierter und damit ineffizienter Netze
Kalkulation in der Niederspannung gemäß § 11 nAV bzw. § 11 nDAV
verursachungsgerecht ermittelter Betrag bei Neuanschluss oder Leistungserhöhung eines Anschlussnehmers
sachgerechter Kostenbeitrag für Errichtung oder Verstärkung einer Netzanlage
BKZ als Steuerungsfunktion im EVU
1.11 Preisblatt
EVU sind per Gesetz verpflichtet, jährlich bis zum 15.10. für das folgende Geschäftsjahr ein Preisblatt für die Nutzung der Netzinfrastruktur zu veröffentlichen. Mit dieser Veröffentlichung geht die Pflicht einher, die Verprobung der Netzentgelte in Form eines Berichtes und eines Erhebungsbogens zum 01.01. des Geschäftsjahres an die Regulierungsbehörde zu übermitteln.
Ermittlung der netznutzungsentgelte auf Basis der Erlösobergrenze gemäß § 28 ARegV
Darstellung in einem Bericht entsprechend den Anforderungen an die Struktur und den Inhalt nach § 28 gasneV/StromNEV
Abbildung der entgelte in Erhebungsbögen der BNetzA
Erstellung des Preisblattes nach den Erlösobergrenzen Strom & Gas
durchgängige Datenlage – vom Mengengerüst über die Erlösobergrenze hin zu belastbaren Netzentgelten
Variantenrechnung der Entgelte möglich
fristgerechte Meldungen zum 15.10. / 01.01.
1.12 Anlagevermögen & Fortschreibung Anlagevermögen
Auf Basis der durch die Regulierungsbehörde genehmigten B2-Bögen sowie der jährlichen Zu- und Abgänge ist eine laufende Fortschreibung des kalkulatorischen Anlagevermögens für die Netzsparten Strom und Gas möglich.
Ermittlung der Fortschreibung des Bestandsanlagevermögens auf zukünftige Betrachtungszeiträume des kalkulatorischen Anlagevermögens
Investitionen und deren Auswirkungen auf die Abschreibungen und Restbuchwerte
Darstellung geplanter Investitionen
Überblick über Altersstruktur und Verteilung des Anlagevermögens
Grundlage für Netzkosten-Controlling
Basis zur Prognose kalkulatorischer Kostenpositionen (AfA, Eigenkapitalverzinsung, Gewerbesteuer)
Grundlage für die Planung von Investitionsstrategien

References: § 17
 § 19
 § 18
 § 19
 § 5
 § 5
 § 20
 § 11
 § 20
 § 2
 § 11
 § 11
 § 28
 § 28