Source: https://www.neustart.at/at/de/unsere_angebote/praevention/suchtpraevention.php
Timestamp: 2019-08-17 10:58:13+00:00

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Das Angebot der Suchtprävention steht in unserer Einrichtung Kärnten zur Verfügung, und zwar in drei Formen:
Way out (sekundäre Suchtprävention)
richtet sich an Menschen, welche möglicherweise am Beginn einer Suchtkarriere stehen und diesen Weg mit unserer Unterstützung verlassen wollen.
Use it (tertiäre Suchtprävention)
richtet sich an Suchtkranke, mit denen in Form einer Stabilisierung der Lebenssituation und Vernetzung von Hilfsangeboten die Grundlage für einen Ausstieg gelegt werden soll.
Grenzwert (Alkoholprävention)
richtet sich an junge Menschen, die auf Grund von Alkoholkonsum in ärztliche Behandlung kommen (zum Beispiel "Komasaufen") und an dieser Stelle auf eine Änderung des Alkoholgebrauchs ansprechbar sind.
Unterstützungsprogramm für risikogefährdete Jugendliche und junge Erwachsene
„Way out" ist ein suchtspezifisches Betreuungsprogramm für risikogefährdete Jugendliche und junge Erwachsene (gemäß § 11 Abs. 2 Z 5 SMG in Kombination mit einer ärztlichen Maßnahme zur vertiefenden fachärztlichen Diagnostik gemäß § 11 Abs. 2 Z 1 SMG). Es wurde von der Landesstelle Suchtprävention Kärnten und dem Verein NEUSTART entwickelt und wird seit 2002 in Kärnten umgesetzt. Das Programm bewirkt unter anderem, dass Jugendliche nicht in eine kriminelle Karriere abgleiten.
Das bestehende Versorgungsnetz findet durch „Way out" eine den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechende sinnvolle Ergänzung. Seit 2002 gibt es bei „Way out" jährlich circa 100 Neuzuweisungen. „Way out" wurde durch das Zentrum für Evaluation und Forschungsberatung (ZEF) / Universität Klagenfurt evaluiert. Die Mehrheit der Jugendlichen, die an den Interventionssettings teilnahmen, ist seither im Sinne des Suchtmittelgesetzes nicht mehr straffällig geworden.
Mit diesem selektiven Präventionsangebot wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezielte Unterstützung angeboten:
Verhinderung des Substanzkonsums – Anleitung zur Abstinenz / zu gemäßigtem und verantwortungsvollem Umgang mit Substanzen
Reduktion des riskanten Suchtmittelkonsums und Vermeidung drogenbezogener Probleme / weniger Delinquenz
Stärkung individueller psychosozialer Kompetenzen, wie erhöhte Problemlösungs- und Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die den Substanzkonsum ersetzen sollen
Wissensvermittlung über Gesundheitsrisiken, Suchtentstehung, Substanzwirkungen und aktuelle Rechtslage von legalem und illegalem Substanzkonsum
Reflexion des eigenen Konsumverhaltens und Auseinandersetzung mit Normen und Werten Gleichaltriger in Bezug auf Suchtmittelkonsum
ausbildungs- und berufsbezogenen Problemen sowie Aufbau eines sozialen Netzes
„Way out" bewirkt
dass Jugendliche nicht in eine kriminelle Karriere abgleiten
dass Alternativen entwickelt und aufgezeigt werden
Welche Jugendlichen sind in „Way out"?
Es handelt sich um erstauffällige Drogenkonsumenten im Alter von zwölf bis 21 Jahren, bei denen eine gesundheitsbezogene Maßnahme auf Grund einer Abhängigkeitsgefährdung gemäß § 11 Abs.2 Z5 Suchtmittelgesetz durchgeführt wird. Zugangskriterium ist eine ärztliche Empfehlung im Rahmen einer Begutachtung gemäß §12 und §13 SMG durch Amts- und Schulärztinnen oder -ärzte. Das Durchschnittsalter der Zielgruppe liegt bei Probierkonsum zwischen zwölf und 14 Jahren, bei regelmäßigem Konsum zwischen 15 und 18 Jahren. Mehrheitlich konsumieren sie regelmäßig eine oder mehrere psychoaktive Substanz(en). Die suchtspezifische Betreuung und psychosoziale Begleitung erfolgt durch qualifizierte und mit Fragen des Suchtmittelmissbrauchs hinreichend vertraute Personen. Die langjährige Erfahrung in der Einzel- und Gruppenbetreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen prägt deren Arbeit.
Betreuungsprogramm zur Unterstützung von suchtkranken Menschen
Im Programm „ Use it" werden Personen mit Abhängigkeitserkrankungen in Kooperation mit Drogenambulanzen, Ärztinnen und Ärzten betreut. Die Zustimmung der Personen zur Betreuung ist Voraussetzung für die Durchführung von „Use it" durch NEUSTART. Die intensive Betreuung und Begleitung von suchtkranken schwangeren Frauen ist ein weiterer Teil des Programms „Use It". Die intensive Vernetzung mit den spezifischen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen vor und nach der Geburt sind wichtige gesundheitliche Präventionsmaßnahmen für Mutter und Kind.
Die Wohn und Arbeitssituation zu stabilisieren sowie regelmäßiger Kontakt zu behandelnden Ärztinnen und Ärzten steht im Mittelpunkt der sozialarbeiterischen Unterstützung. Mit der Betreuung durch NEUSTART soll sich sowohl die soziale als auch die gesundheitliche Situation verbessern und die Lebenssituation der Klientinnen und Klienten stabilisieren.
Umgesetzt wird die Betreuung mit der Methode des Casework und Case Management in Kooperation mit den Drogenambulanzen beziehungsweise den behandelnden Ärztinnen und Ärzten (im Sinne der gesundheitsbezogenen Maßnahme gemäß § 11 Z 5 SMG (2).
Unterstützungsangebot für Jugendliche mit übermäßigem Alkoholkonsum
Grenzwert ist ein Unterstützungsangebot an Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die Erfahrungen mit übermäßigen Alkoholkonsum haben.
rasche Unterstützung für Eltern und Jugendliche
Information zum Thema Alkohol
Möglichkeit, das eigene Risikoverhalten besser einzuschätzen
Chance für Jugendliche, ihr Grenzen zu erkennen und Eigenverantwortung zu lernen
Gelegenheit, einen angemessenen Umgang mit Alkohol zu entwickeln
weitere Unterstützung bei Bedarf
Maximal sechs Einheiten zu je einer Stunde innerhalb von zwei bis drei Monaten für Jugendliche und / oder eine Beratungseinheit für Eltern bei Bedarf. Die Terminvereinbarung kann durch telefonische Kontaktaufnahme erfolgen, um ein Erstgespräch mit einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter von NEUSTART zu führen. Das Angebot ist kostenlos, alle Gespräche sind vertraulich.

References: § 11
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 § 11
 §12
 §13
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