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Timestamp: 2019-06-26 17:15:46+00:00

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BGH, 13.07.1976 - VI ZR 78/75 - dejure.org
https://dejure.org/1976,521
BGH, 13.07.1976 - VI ZR 78/75 (https://dejure.org/1976,521)
BGH, Entscheidung vom 13.07.1976 - VI ZR 78/75 (https://dejure.org/1976,521)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75 (https://dejure.org/1976,521)
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Wirtschaftlicher Totalschaden an einem geleasten Fahrzeug aufgrund von Drittverschulden - Geltendmachung von Ansprüchen des Leasingnehmers aus abgetretenem Recht - Besitz als "sonstiges Recht" - Nutzungsschaden des Leasingnehmers - Überbürdung der Sachgefahr und Preisgefahr auf den Leasingnehmer als Charakteristika des Leasinggeschäfts
MDR 1976, 1009
VersR 1976, 943
DB 1976, 1858
Soweit das OLG Rostock weiter darauf hinweist, dass schuldrechtliche Verpflichtungen des Geschädigten, die durch den Schadensfall erst ausgelöst werden, sich voll auf die Ersatzpflicht auswirken und hierbei auf die sofortige Fälligkeit aller Leasingraten bei Zerstörung einer Leasingsache Bezug nimmt (vgl. BGH, VI ZR 78/75, Urteil vom 13.07.1976), trifft dies nach Auffassung des Senats nicht den vorliegenden Sachverhalt.
a) Nach ganz herrschender Auffassung in Rechtsprechung und Literatur wird der berechtigte unmittelbare Besitz an einer Sache durch § 823 Abs. 1 BGB als sonstiges Recht geschützt (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 26. März 1974 - VI ZR 103/72, BGHZ 62, 243, 248; vom 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75, VersR 1976, 943; vom 4. November 1997 - VI ZR 348/96, BGHZ 137, 89, 98; BGH, Urteile vom 21. Februar 1979 - VIII ZR 124/78, BGHZ 73, 355, 362; vom 21. Januar 1981 - VIII ZR 41/80, BGHZ 79, 232, 236 ff.;… MünchKomm-BGB/Wagner, 7. Aufl., § 823 Rn. 288;… BeckOK-BGB/Förster, 48. Ed., § 823 Rn. 143, 155 ff.;… BeckOGK/Spindler, BGB, 01.07.2018, § 823 Rn. 170 ff.; Staudinger/Hager, BGB, Neubearb.
Dieses Recht kann auch durch eine Beschädigung der Sache verletzt werden (vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75, VersR 1976, 943; vom 18. November 1980 - VI ZR 215/78, NJW 1981, 750, 751).
Schuldrechtliche Verpflichtungen des Geschädigten, die durch einen Schadensfall erst ausgelöst werden, wirken sich voll auf den Umfang der Ersatzpflicht aus (BGH JZ 1976, 643 [betr. sofortige Fälligkeit aller Leasingraten bei Zerstörung der Sache]).
a) Zwar stünde einer Ersatzpflicht der Beklagten für die Leasingraten unter dem Gesichtspunkt eines dem Leasingnehmer aus der Störung des Vertrages erwachsenden sog. "Haftungsschadens" nicht entgegen, daß damit der Umfang der deliktischen Einstandspflicht von dem der Besitzüberlassung zugrundeliegenden Vertrag zwischen Leasingnehmer und -geber geprägt wäre (Senatsurteil vom 13. Juli 1976, aaO., S. 944 unter Hinweis auf das Senatsurteil BGHZ 61, 346, 347).
Vielmehr kommt, wie der Senat bereits im Urteil vom 13. Juli 1976 aaO. dargelegt hat, ein vom Schädiger zu übernehmender "Haftungsschaden" des Leasingnehmers nur insoweit in Betracht, als durch die unfallbedingte Kündigung des Leasingvertrages die Pflicht zur Zahlung der Leasingraten und des Restwertes sofort ausgelöst wird und damit gegenüber der ursprünglichen Verpflichtung Mehrkosten (etwa infolge der Notwendigkeit einer Kreditaufnahme zur sofortigen Ablösung) verbunden sind (…ebenso Wolf/Eckert, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 5. Aufl., Rdn. 526; Hiddemann, WM 1978, 834, 840; Hübsch, DRiZ 1977, 339, 340).
In einem solchen Fall kann sich die Ersatzpflicht des Schädigers auch auf einen sogenannten Haftungsschaden erstrecken (vgl. Senatsurteil vom 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75 - VersR 1976, 943, 944 - Leasingfahrzeug).
(1) Nach der in VersR 1976, 943 veröffentlichten Entscheidung des BGH besteht der Schaden des Leasingnehmers bei wirtschaftlichem Totalschaden des Leasingfahrzeugs nicht in der Belastung mit den - ohnehin zu erbringenden - Leasingraten, sondern im Entzug der Sachnutzung, wobei der Wert dieser Nutzung keinesfalls einen Geldbetrag übersteigen kann, der den Erwerb eines Fahrzeugs von gleichem Zeitwert ermöglicht.
Hier billigt die Rechtsprechung dem Mieter oder Leasingnehmer einen Schadensersatzanspruch gegen den Dritten aus Besitzverletzung zu (BGH, Urt. v. 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75, LM § 249 Bb Nr. 23;… Urt. v. 18. November 1980 - VI ZR 2/78, VersR 1981, 161, 162).
Indes handelt es sich ebenfalls um einen Folgeschaden, dessen vermögensrechtliche Natur die Zurechnung zur Rechtsgutverletzung nicht hindert (vgl. auch BGH, Urt. v. 13. Juli 1976 - VI ZR 78/75, LM § 249 Bb Nr. 23).
Dass die Klägerin nicht Eigentümerin des Fahrzeugs ist, schadet nicht, da sowohl nach § 823 BGB als auch nach § 7 StVG der berechtigte (Leasing-)Besitz geschützte Rechtsgüter sind (BGH NJW 1981, 750; BGH VersR 1976, 943).
Die Reparaturkosten kann die Klägerin als sog. Haftungsschaden verlangen (vgl. BGH VersR 1976, 943; BGH NJW 1981, 750), da sie nach Ziff. X.2 S. 2 der Leasingbedingungen gegenüber ihrem Leasinggeber verpflichtet ist, die "notwendigen Reparaturarbeiten unverzüglich in eigenem Namen und auf eigene Rechnung durchführen zu lassen".
LG Hagen, 18.04.2011 - 2 O 397/10
Als originär eigener Schaden eines Leasingnehmers kommen bei einem Verkehrsunfall …
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References: § 823
 § 823
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 BGH 
 § 249
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 § 823
 § 7
 BGH 
 BGH 
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