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Timestamp: 2020-04-09 03:26:04+00:00

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Thema Urlaub für Lehrgänge 19 Beträge
Autor Jan 8R., Hahnheim / RLP 856287
Datum 12.02.2020 21:34 2833 x gelesen
gibt es nicht seit ein paar Jahren für RLP die Möglichkeit sich für längere Lehrgänge (Unter der Woche) beurlauben zu lassen?
Normalerweise wird das ja über eine Dienstfreistellung geregelt. Wenn dies nicht gewünscht wird, gab es doch die möglichkeit dies anders zu regeln?
Autor Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg 856288
Datum 12.02.2020 21:38 1771 x gelesen
wer hindert einen einfach Urlaub zu nehmen und anstatt am Strand faul rumzuliegen oder den Ballermann unsicher zu machen an einer Landesfeuerwehrschule z.B. den Gruppenführerlehrgang zu machen?
Ist auf jeden Fall weniger gefährlich und auch erholsamer als so mancher Abenteuerurlaub :-)
Autor Marc8us 8N., Habighorst / Niedersachsen 856292
Datum 12.02.2020 21:53 1730 x gelesen
Geschrieben von Jürgen M. wer hindert einen einfach Urlaub zu nehmen
weil Urlaub nun einmal Urlaub ist!
Das andere ist halt ein Lehrgang für meinen "zweiten" Arbeitgeber. Warum soll ich da meinen Urlaub für opfern? Gerade ein GF bindet sich doch die ein oder ander Minute zusätzlich ans Bein.
Da lobe ich mir mein Nds.
Zitat von der NABK:
Für die Lehrgangsteilnahme besteht im Regelfall ein Freistellungsanspruch auf Grund § 12 Abs. 3 Nds. Brandschutzgesetz (NBrandSchG), sofern dem nicht besondere Interessen des Arbeitgebers entgegenstehen (kein Bildungsurlaub!). Für die Dauer der Freistellung ist dem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr das Arbeitsentgeld weiterzuzahlen (§ 32 Abs. 1 NBrandSchG). Fortgezahltes Arbeitsentgeld wird dem privaten Arbeitgeber durch die entsendende Gebietskörperschaft (Gemeinde, Landkreis) auf Antrag erstattet (§ 32 Abs. 2 NBrandSchG).
Gruß M@rcus
Autor Stef8an 8H., Karlsruhe / BW 856294
Datum 12.02.2020 22:14 1578 x gelesen
Geschrieben von Marcus N. Für die Lehrgangsteilnahme besteht im Regelfall ein Freistellungsanspruch auf Grund § 12 Abs. 3 Nds. Brandschutzgesetz (NBrandSchG)
Ist das nicht in allen Bundesländern sinngemäß genauso geregelt?
Autor Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg 856298
Datum 12.02.2020 22:35 1557 x gelesen
Für BaWü greift der § 15 Freistellung, Entgeltfortzahlung, Abs. 1, des FwG:
" § 15 Freistellung, Entgeltfortzahlung
(1) Nehmen ehrenamtlich tätige Angehörige der Gemeindefeuerwehr während der Arbeits- oder Dienstzeit an Einsätzen oder an der Aus- und Fortbildung teil, sind sie für die Dauer der Teilnahme von der Arbeits- oder Dienstleistung freigestellt. Dies gilt auch für eine angemessene Ruhezeit nach Einsätzen. Die Teilnahme an Aus- und Fortbildungslehrgängen ist dem Arbeitgeber oder Dienstherrn rechtzeitig mitzuteilen. Eine Kündigung oder Entlassung aus einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis, eine Ver-setzung an einen anderen Beschäftigungsort und jede sonstige berufliche Benachteiligung aus diesem Grund sind unzulässig. "
Autor Mark8us 8G., Kochel am See / Bayern 856313
Datum 13.02.2020 07:21 1478 x gelesen
die Regelungen sind eigentlich in allen Bundesländern ähnlich.
Die Frage ist halt nur, ob der Arbeitgeber mitmacht.
Oftmals wird auch die "berechtigte" Frage gestellt, wer einem das Geld am Monatsende überweist.
Autor Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz 856314
Datum 13.02.2020 08:00 1200 x gelesen
Geschrieben von Marcus N. weil Urlaub nun einmal Urlaub ist!
Du hast die Frage anscheinend nicht verstanden. Natürlich geht auch in RLP eine Freistellung, das weiß auch der Fragesteller:
Geschrieben von Jan R. Normalerweise wird das ja über eine Dienstfreistellung geregelt. Wenn dies nicht gewünscht wird, gab es doch die möglichkeit dies anders zu regeln?
Anscheinend wird eine Freistellung aus irgendeinem Grunde hier nicht gewünscht.
In RLP ist in diesem Zusammenhang noch sehr viel geregelt. Nicht nur die Freistellung an sich, auch dass einem durch den Feuerwehrdienst (und auch die Freistellung) keine Nachteile entstehen dürfen. Die Frage ist nur eher, wer im Zweifelsfall am längeren Hebel sitzt, dies dürfte im Regelfall der Arbeitgeber und eine Beweisführung doch eher schwierig sein.
Datum 13.02.2020 08:41 1215 x gelesen
Autor Chri8sti8an 8R., Fichtenberg / Baden-Würtemberg 856318
Datum 13.02.2020 09:00 984 x gelesen
Geschrieben von Sebastian K. Das kostet die Gemeinde bei vernünftiger Anwendung genauso viel wie ne Freistellung, den Ehrenamtler kostet es aber selbst dann mehr (= den Urlaub), weshalb man bei denen, die diese Änderung forderten und feierten, mal hätte Fieber messen müssen. Wenn ich richtig rechne bekommt der Ehrenamtler dann doch doppelt Geld? Einmal vom AG den bezahlten Urlaub und von der Gemeinde, oder?
Autor Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP 856320
Datum 13.02.2020 09:10 965 x gelesen
Stimmt, kleiner Denkfehler am frühen Morgen. Anfreunden kann ich mich mit dieser Regelung trotzdem nicht, denn sie schiebt den schwarzen Peter hier zum Ehrenamt. Der kann in dieser Konstellation zuerst seinem Arbeitgeber, und dann auch noch der Kommune hinterher rennen.
Sinnvoller fände ich, wie es NRW im BHKG aufgenommen hat, den Arbeitgebern bei Freistellungen eine Zulage auf den Verdienstausfall zu geben, wobei Zulage in dem Kontext der falsche Begriff ist. Dem Arbeitgeber entsteht mit der Rechnerei, Buchhaltung und Antragsstellung in jedem Fall ein Aufwand, der über die reinen Lohnkosten des Freigestellten hinausgeht, da wäre es nur logisch, das auch zu entschädigen. Das Ehrenamtler praktisch ihren Urlaub verkaufen, damit Kommune und Arbeitgeber keine Probleme miteinander haben, kann keine Lösung sein.
Autor Alex8and8er 8H., Burgheim / 856321
Datum 13.02.2020 09:11 972 x gelesen
Geschrieben von Sebastian K. In Einzelfällen, oder auch bei besonderer Kreativität der Anspruchsteller und -gegner, wären auch noch andere "Sonderurlaube" denkbar, z.B. § 20 Abs. 1 Nr. 3 der Urlaubsverordnung für Beamte.
Das ist falsche Paragraph.
Zitat:"zur Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder eines öffentlichen Ehrenamtes, wenn hierzu eine gesetzliche Verpflichtung besteht,"
Für die Feuerwehr gibts keine gesetzliche Verpflichtung.
Hier würde nur das greifen.
Und da heißt es aber,
Zitat:"wenn dienstliche Gründe nicht entgegenstehen."
Somit kann der Dienstherr immer "Nö" sagen.
Autor Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP 856328
Datum 13.02.2020 10:19 987 x gelesen
Deshalb vorher geschrieben von mir: oder auch bei besonderer Kreativität der Anspruchsteller und -gegner Sagen wir mal so: Wenn Personalverantwortliche die eindeutigen Freistellungsansprüche des LBKG nicht akzeptieren wollen, ist es ein probates Mittel, ihnen viel alternativen Stoff zur Prüfung zu geben, weil man dann plötzlich doch gerne das macht, was im Gesetz eigentlich eindeutig genug geregelt ist. Und falls nicht: Es sollen auch schon Feuerwehrlehrgänge bei Beamten als "sonstige Veranstaltung von Organisationen, deren Tätigkeit im öffentlichen Interesse liegt" anerkannt worden sein (26 Abs. 1 Nr. 11 bei völliger Mißachtung des § 27). Dass dieser Weg völliger Blödsinn ist, ist klar, aber das Ziel wurde erreicht. ;-)
Geschrieben von Alexander H. Und da heißt es aber,
Zitat:"wenn dienstliche Gründe nicht entgegenstehen." Das heißt es sogar im § 13 LBKG, ohne offen drin zu stehen.
Autor Volk8er 8C., Garbsen / NDS 856329
Datum 13.02.2020 11:39 792 x gelesen
In Trier war es (Handhabung nach 2018 kenne ich jetzt nicht) so das der wer den GF-Lehrgang an der LFKS besuchen wollte hierfür senen Jahresurlaub nehmen musste. es gab von der Stadt hierfür pauschal 500
Für Studenten und Beschäftigte im ÖD ne feine Sache, für Privatbeschäftigte nicht so.
Autor Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz 856330
Datum 13.02.2020 11:54 731 x gelesen
Geschrieben von Volker C. In Trier war es (Handhabung nach 2018 kenne ich jetzt nicht) so das der wer den GF-Lehrgang an der LFKS besuchen wollte hierfür senen Jahresurlaub nehmen musste. es gab von der Stadt hierfür pauschal 500
Ich wusste gar nicht, dass in Trier die Rheinland-Pfälzischen Gesetze und Verordnungen nicht gelten.
Datum 13.02.2020 11:56 756 x gelesen
Autor Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP 856333
Datum 13.02.2020 12:05 727 x gelesen
Geschrieben von Michael W. Ich wusste gar nicht, dass in Trier die Rheinland-Pfälzischen Gesetze und Verordnungen nicht gelten.
2018 wollte man es ändern.
Böse Zungen vermuten, dass die langjährige Trierer Praxis nicht ganz unschuldig daran war, 2016 den § 13 Abs. 8 Satz 5 LBKG RLP zu erfinden.
Autor Volk8er 8C., Garbsen / NDS 856334
Datum 13.02.2020 12:07 773 x gelesen
Die aus dem ÖD waren auch nie das Problem. Der Feuerwehrmann der z.B. beim Finanzamt oder der Justitz gearbeitet hat, der wurde vom AG freigestellt und hat aiuch seinen Lohn von dem bekommen. Plus die 500
Der Maurer, der aber bei Hoch-Tief-Vorbau Weiler-Schmit-Schulze gearbeitet hat, der musste Urlaub nehmen.
Ich gehe davon aus, das dies rechtlich gewürdigt und geprüft wurde durch die Juristen der Stadt.
Autor Oliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz 856335
Datum 13.02.2020 12:58 910 x gelesen
Geschrieben von Volker C. Ich gehe davon aus, das dies rechtlich gewürdigt und geprüft wurde durch die Juristen der Stadt.
Ich gehe davon aus aus, dass bei jeder Prüfung heraus käme, das es so nicht zulässig ist. Hier wurde/wird eher nach dem Motto gehandelt: Das haben wir schon immer so gemacht. Peinlich für eine Großstadt.
Autor Jan 8R., Hahnheim / RLP 856584
Datum 23.02.2020 09:11 427 x gelesen
Vielen dank Sebastian. Genau das habe ich gesucht.
Über Sinn und Unsinn wollte ich eigentlich gar nicht reden.
Trotzdem danke für die kritische Auslegung der "Urlaubsregelung".
Wenn dass die einzige Regelung wäre die "negativ" für den FM wäre, wäre das echt mal super.

References: § 12
 § 12
 § 15
 § 15
 § 20
 § 27
 § 13
 § 13