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Timestamp: 2018-08-19 12:27:54+00:00

Document:
oh oh - CDU: 600 Euro Bürgergeld für alle - Seite 5 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
07.11.2007, 20:12 #101
Wenn ich Politiker wäre würde ich mich SCHÄMEN, wenn "mein" Volk so sehr in der Enge wäre, das ich nicht schlafen könnte, bevor nicht alle satt sind.
Das zeigt, dass DU über ein Gewissen verfügst!
Die Volksverhetzer in der ReGIERung haben leider keins und empfinden deshalb keine Scham , während sie ihre Verbrechen ausüben!
07.11.2007, 20:36 #102
Es braucht keiner mehr die vielen Ämter....
Kindergeld - Rentenkassen .- Grundsicherung - Hartz - all diese Ämter würden wegfallen... In jeder stadt überall gäbe es nur eine kleinen sitz für das BGE
WElch eine enorme kosteneinsparnis!
Das BGE Sichert die mindestexistenz. Das bedeutet zwang und druck wären weg. für viele die gerne sich selbstständig machen wäre der druck weg von heute auf morgen soviel Geld erwirtschaften zu müssen das sie nicht hungern.
Gleichzeitig wäre es ein aussortieren. Wer mein nur chef spielen zu müssen besteht nicht auf dem Markt die mit Herz arbeiten bleiben da.
Auch wird sich eine klasse selbst sortieren. Wer meint ihm reicht das wenigere tut halt weniger und wer mehr möchte kann mehr tun. Die Wahl stünde jedem Frei.
die Bildungschancen steigen wieder. Jeder bekommt die gleiche chance und keine aussortierten eliten. Auch hier stünde es jedem frei was er aus sich machen möchte. Somit wäre auch wieder gewährleistet das wir mehr Facharbeiter ausbilden könnten und mehr wieder in die Forschung investiert werden kann.
Der Neid nimmt ab, da jedem alles freisteht braucht man nicht neiden, da jeder den gleichen grundstock hat braucht er nicht derben.
Depressionen würden abnehmen die ein sinnloses dahinleben mit dem ende schwerer krankheiten auslösen.
Niemand müsste sich mehr überarbeiten -- man könnte arbeit wieder auf mehr menschen aufteilen sodass hier der leistungsdruck und die damit verbundenen folgen auch aussterben.
Wer meint sich über arbeit weiter definieren zu müssen dem steht es ja frei mehr zu tun.
Kriminalität würde abnehmen, auch die Steuerbetrüger da man ja die möglichkeiten hat mit mehr oder weniger zu leben.
Sehr guter Beitrag Jenie
Thema Selbstständigkeit und bGe
http://freiheitstattvollbeschäftigung.de/
Diese Seite ist hochinteressant.
Auch dort kann man sich ausreichend über den ethischen Aspekt eines bGe informieren.
PS. Danke für deine Einschätzung, Rinzwind ;)
07.11.2007, 21:53 #103
was schlägst Du den so vor?
Marxismus oder etwas anderes?
Eine Umwälzung zu einer planwirtschaftlichen Gesellschaft, in der Tat.
Ich weiß nicht ob es einen Unterschied zum bGe gibt, aber bei einem bGe trifft dies nicht zu!
Die Idee hinter einem bGe ist bestimmt nicht die Du beschreibst.
Klar, wird durch bGe niemand reich, aber es ist sicher mehr als H4 oder ne abspeisung vom Staat.
Das ist Geld was durch mich oder meine Eltern, Großeltern etc. wieder in die Wirtschaft zurück gepump wird.
Das das die Reichen reicher machen wird liegt auf der Hand. Sie können noch mehr produzieren, da endlich Binnennachfrage herrscht, und das steigert Ihren Reichtum.
Ob das gut ist oder nicht, laß ich mal offen... Aber das ist keine Abspeisung!
Man kann dem bGe durchaus kritisch gegenüber stehen, man kann die menschlichen Vorteile aber nicht von der Hand wischen...
Nein, da liegt dein Denkfehler: Das neoliberale bGE-Modell ist definitiv weniger als Hartz IV und ist absichtlich extrem knapp bemessen, sodaß die Menschen indirekt gezwungen sind, zu arbeiten. So und nicht anders war das von Friedman gedacht. Wo das Geld herkommt, ist übrigens herzlich egal, oder meinst du, "wir" sind "der Staat"? Ein weiteres bürgerliches Ammenmärchen.
Also, ich bezweifle, daß ein bGE nach Friedman oder Althaus oder sonstweg IRGENDWELCHE menschlichen Vorteile in sich trägt...
Richtig... Er bekommt 1.200 EUR
Ich bitte um Verifikation dieser dieser Summe. Sie erscheint mir absurd hoch.
Aber <wir> sind das System und darum sollten wir Kräfte bündeln, statt Sie gegen uns zu verwenden.
Ich betrachte dieses System eher als eine Klassenherrschaft - und wir sind in der Klasse, die nicht herrscht!
Wie anderswo geschrieben, 10 – 20 Arbeitsjahre reichen in einer hochgezüchteten Maschinenwelt.
Zweifelsohne, aber die Maschinen werden doch gerade nicht dazu eingesetzt, die Arbeitszeit zu verringern - im Gegenteil, die, die Arbeit haben, arbeiten immer mehr, die Überstundenzahl ist auf Rekordniveau! Zahllose andere haben gar keine Arbeit... passt das zusammen mit "nur noch 10-20 Jahre arbeiten"? Ist es nicht vielmehr so, daß die Maschinen und die ganze Technik ausschließlich dem Wachstum dienen, das im Kapitalismus die Grundlage des Fortschritts ist?
Entweder bGe und Maschinen oder Arbeit für alle und weg mit den Maschinen
Das erste ist weltfremd, das zweite unerträglich reaktionär. Ich denke nicht, daß die arbeitende Klasse die Maschinen, die doch so viele schöne Dinge produzieren können, zerstören sollte - vielmehr sollte sie sich aneignen und in ihrem Interesse einsetzen! Dachte auch schon Jack London...
dieser betrag ist zum leben zu wenig, wie schon oben treffend bemerkt wurde. dieser betrag folgt dem friedman-prinzip, das nur soviel für die bürger vorsieht, daß nur das zum leben allernotwendigste finanziert werden kann.
Nun, eigentlich nicht mal das Allernotwendigste - soweit ich weiß, war die Idee dahinter tatsächlich, den Leuten so wenig zu zahlen, daß sie - zumindest auf längere Sicht - NICHT alleine davon existieren können. Hat dann einen disziplinierenden Effekt und senkt Kosten, da man einfach pauschal einen Betrag zahlt, der weniger ist, als man jetzt hat - sonst würden`s die Neoliberalen ja auch gar nicht wollen...
07.11.2007, 23:42 #104
Wer verbietet dir in eine Rentenversicherung einzuzahlen und später Leistungen zu erhalten?
z.B. die mangelnde Finanzkraft...
Warum minimal? Zur Zeit erhält meine Krankenkasse von der ARGE für mich, meine Frau und meine zwei Kinder zusammen 140 Euro. Mit Bürgergeld wären es 800 Euro.
es existieren zwar eine Vielzahl von Hartz IVlern, doch bedenke, dass ich als "mittelmässig Verdienender" schon 300 EUR als Eigenanteil zahle.
Es geht bei jeglichen Versicherungen immer um die Gesamtumsatz...
Die bekommen einen Zuschlag.
sorry, wer heute als Hartz IVler wirklich einen realen Zuschuss erhält, muss schon fast scheintod sein.
Wenn gleichzeitig die Krankenkassen die Regelleistungen weiter runterfahren, sieht es für den Kranken mehr als übel aus.
Während die meisten Studenten heute keinerlei BAFÖG kriegen gibts dann Bürgergeld für ALLE.
Folge des "totalen Neoliberalismus" wird u.a. sein, dass es praktisch keine "kostenlose" Bildung mehr geben wird. Die Privatisierung wird auch vor den staatlichen (Hoch)schulen nicht haltmachen...
Das betrifft nur Gutverdiener. Die ersten 1600 Euro (bei Verheirateten 3200 Euro) sind steuerfrei. Großverdiener trifft es ganz hart. Zwar zahlen sie "nur" noch 25 Prozent Steuern, haben dafür aber keinerlei Steuererleichterungen und Schlupflöscher.
nein, gerade die diejenigen ohne Arbeit werden eben auf ihre 600 (oder welcher Betrag es auch sein mag) "sitzenbleiben".
Dass hier keine Steuern zu zahlen sind (wäre ja noch schöner), hilft wenig, da es schlicht und ergreifend (das ist doch der Sinn des Bürgergeldes) keinerlei Zuschüsse (wenn die ARGE mir nicht Reise und Bewerbungskosten bezahlt hätte (auch wenn sie es erst nach einigen Widersprüchen getan hat), wäre es mir fast unmöglich gewesen, meinen jetzigen Job zu finden) mehr geben wird.
Um es nochmals kurz zusammen zu fassen: Hartz IV gehört auf der Stelle abgeschafft, doch das neoliberale Bürgergeld wird nur vom Regen in die Traufe führen.
Die Chancen für "Benachteiligte" werden nochmals deutlich veringert werden und nur diejenigen, die eine gewisse Finanzdecke haben, werden für den Ernstfall vorsorgen können (genau das ist doch die Idee hinter dem Ganzen).
Ich kann nur nochmals den Kopf schütteln, wie naiv manche hier Propaganda für eine IMHO völlig unsoziale Sache machen.
Wie commie schon schreibt:
sonst würden`s die Neoliberalen ja auch gar nicht wollen...
07.11.2007, 23:50 #105
eben,........ das ist ja der haken an der sache den ich im moment befürchte....
im moment ist es kein bedingungsloses Grundeinkommen sondern ein das wort Hartz muss verschwinden wischerei ..........
wenn BGE dann bitte so das man frei ist und nicht im golden... ach ist ja nicht mal gold --- rostigen käääfig
08.11.2007, 00:23 #106
http://money.de.msn.com/aktien/wirts...mentID=6614124
08.11.2007, 02:00 #107
Hey Sozialromantiker,
wenn nicht ausreichend Arbeit vorhanden, was dann?
Dienstleistung???
Ist das Kaffee in Bahnhöfen verkaufen (wo schon 10 andere stehen)
oder für Reiche Menschen die Zimmer sauber machen?
Fensterscheiben putzen?
So eine Dienstleistung braucht kein Mensch!
Das sind aber Nachteile, die bei HartzIV auch bestehen. Die sind also nicht typisch für das BG nach Althaus.
Keine Frage, so ein BG reicht kaum zum Leben. Es hat auch den Nachteil der mangelnden Inflationsanpassung.
Was ich nicht nachvollziehen kann: wieso das BG nach Althaus geringer ausfallen soll, als HartzIV ? Bei mir stimmt das nicht. Und vor allem bei Eheähnlichen Gemeinschaften sicher auch nicht.
Will man die Diskussion um dieses BG sinnvoll führen, dann müsste man schon fragen, welchen Nachteil das Althaus BG gegenüber HartzIV hat. Ich verstehe die politischen Bedenken gegenüber so eines BG'S, aber das muss ja nicht auf diesem Niveau stehen bleiben. Man muss dann halt politisch für eine weitere Veränderung/Verbesserung kämpfen. Für diesen Kampf hat man im übrigen mit dem Althaus-BG größere Freiheiten als jetzt mit HartzIV mit Stallpflicht, unsinnigem Berwerbertraining und diesen Schikanen ohne Ende.
Also bitte, bitte, bitte wo sind die Nachteile gegenüber HartzIV. Das ein BG nach Althaus kein befriedigender Endzustand sein kann ist klar.
sie haben sich mit HartzIV ins eigene Knie geschossen, wollen es nur nicht zugeben. Statt willfährigen Arbeitskräften haben sie völlig demotivierte verängstigte, kranke oder wütende Mitarbeiter/Bewerber ohne Loyalität zum Unternehmen. Auf jede Stelle kommen hunderte von Bewerbungen und niemand weiss wer von den Leuten die Stelle wirklich will oder wem das am ***** vorbeigeht und er sich nur bewirbt weil er muss. Die ganze Sache geht in den ***** und das dämmert denen auch so langsam. Denn sonst würden denen nicht die Fachkräfte ausgehen bzw. gibts ja jüngst auch eine Studie, wonach 70% der Arbeitnehmer völlig demotiviert auf ihrem Arbeitsplatz sind.
08.11.2007, 02:12 #108
wenn die C-parteinen so ein programm vorschlagen wirft sich nicht die frage auf ob da der wurm drin ist, sondern nur wo er sich versteckt hat.
das ist gewiss kein vorurteil, das ist erfahrung.
08.11.2007, 02:42 #109
Warum ist dann in den traditionellen C-Ländern im Vergleich zu den SPD-Ländern die Wirtschaftskraft höher und die Arbeitslosigkeit niedriger?
Noch ein Argument für das Bürgergeld:
http://www.elo-forum.org/showpost.ph...8&postcount=24
Es reicht vollkommen, den Beitrag im Link zu überfliegen.
Brauchen wir diese komplizierten Gesetze wirklich noch?
08.11.2007, 06:33 #110
weil die besser lügen können vielleicht?
die spd ist selbst dazu zu dumm, denk mal an die arbeitslosenstatistik.
kurz vor ende der SPD zeit, blasen die die noch mal richtig auf.
inzwischen, kaum macht die reaktionäre partei wieder mit, klappt auch das mit den statistiken wieder.
oder nimm die leierursel, wunderbare umschichtung von unten nach oben.
weiterhin wundert es mich überhaupt nicht wenn einige bundesländer sich der kapitallobby gefällig zeigen, es dort kleine geschenke gibt. bundesweit sähe es anders aus. denk an "blühende landschaften".
und überhaupt, hinter den 7 bergen, bei den 7 zwergen, werden die probleme auch bald sichtbarer werden.
noch mehr nachhilfe?
dann übersetz dir mal ein paar pofaller texte.
im allgemeinen lege ich keinen wert auf die qualität mit der ich belogen werde, mich stört es immer!
08.11.2007, 10:26 #111
http://www.die-linke-grundeinkommen.de/
KEIN BG!
bGe ist was die Zukunft sichert.
BG = Armut per Gesetz
Das selbe wie Hartz4
bGe = 1.200 EUR mindestens
http://www.bgemb.de/
Schaut Euch Zahlen und Fakten an.
Diskutiert nicht über Vorschläge aus der CDU.
@commie,
Friedmann sein Modell hat rein gar nichts mit bGe zu tun.
Das ist ein Abzocker Modell.
bGe hingegen ist etwas ganz anderes.
Da verdoppeln sich nicht die Preise aufgrund höherer MwSt.
Da ich GRUNDEINKOMMEN meist anderswo diskutiere - hier mal ein
ein paar andere Meinungen, die meinen sehr ähneln...
Arbeitslosigkeit ist aber doch kein Problem, wenn es ein Grundeinkommen gibt. Arbeit ist ja kein Wert, kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, ein Werkzeug.
Wenn also genug gearbeitet / produziert wird, dass für die gesamte Bevölkerung die materiellen Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben gesichert sind, was ja mit ein paar wenigen Arbeitsjahren pro Menschenleben erreichbar sein sollte, dann kann man doch den Menschen frei entscheiden lassen, ob er darüber hinaus weitere materielle Dinge erwirtschaften will, oder ob er sich der Kontemplation hingibt.
Das hätte den immensen Vorteil, dass man sein produktives Handeln mehr danach ausrichten könnte, was man für sinnvoll erachtet, und weniger danach, was Geld bedeutet. Schließlich waren nicht zufällig die größten Philosophen, Dichter und Denker, Künstler und Kulturschaffenden meist unabhängig von Leiharbeitsfirmen, Chefs, oft gar von Kunden.
Das Teekesselchen »Arbeit«. Arbeit wird hier offensichtlich, teilweise innerhalb einzelner Beiträge, in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Einmal allgemein, als produktive, wertschöpfende Arbeit, zum anderen aber auch als »geregelter Arbeitsplatz mit finanziellem Verdienst«.
Wenn ich Arbeit abspreche, ein Selbstzweck zu sein, so meine ich natürlich letzteres. Würde ich ersteren Arbeitsbegriff verwenden, so wäre meine Aussage, wie Du herausstelltest, unsinnig, da gebe ich Dir Recht.
Und eben weil Arbeit im Sinne produktiver Tätigkeit von Natur aus ein Bedürfnis des Menschen zu sein scheint glaube ich kaum, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Hartz-IV-Niveau dazu führen würde, dass irgendeine sinnvolle, notwendige Arbeit liegen bleibt. Im Gegenteil, ich hege die leise Hoffnung, es würde zur Aufgabe als sinnbefreit erlebter Produktion von Zigaretten und Alco-pops, Ego-Shootern und Pokemon-Karten, Call-in-Shows und Werbe-Kampagnen führen, und die Leute dazu ermuntern sozial nützliche Aufgaben zu übernehmen, selbst wenn Jobs im Erziehungsbereich bei ständig sinkenden Geburtenzahlen und finanzieller Unattraktivität als nicht dauerhaft sicher ernährend gelten.
08.11.2007, 10:36 #112
http://www.carookee.de/forum/Bedingu...959030-0-01105
Von der Uni Ulm
http://www.uni-ulm.de/uni/fak/zawiw/...ergergeld2.pdf
http://www.archiv-grundeinkommen.de/...stract-V-1.pdf
Bedingungsloses Grundeinkommen: Wie viel? Woher?
Das Transfergrenzen-Modell
http://www.archiv-grundeinkommen.de/pelzer/pelzer.pdf
08.11.2007, 12:48 #113
Dummes Zeug. Es ist nicht dasselbe wie HartzIV.
08.11.2007, 14:24 #114
gut, vermutlich macht die Diskussion mit den Propagandisten des neoliberalen Bürgergelds keinen Sinn, dennoch möchte ich hier wieder einmal betonen, worum es bei dieser Idee geht: Weiterer Sozialabbau.
Es ist zwar nachvollziehbar, dass das Menschen, die Tag für Tag durch Hartz IV von staatlichen Behörden gegängelt werden, schlichtweg egal ist: Sie erleben diese Reste dessen, was vormals ein funktionierender Sozialstaat war als ineffizientes, widersprüchliches, unmenschliches Repressionaapparat. Also kann es genauso gut weg. Leider ist das - wie Naomi Klein in ihrem neuen Buch beschrieben hat, eine Folge des heute betriebenen Katastrophenkapitalismus. Die öffentlichen Sozial- u. Verwaltungssystemenen, die öffentliche Infrastruktur, die die Grundversorgung für alle sichern soll, werden durch Herrschaft dermaßen pervertiert, dass sich jene, die sie eigentlich brauchen (vor allem in einem System, in dem der, der bloß vom Verkauf seiner Ware Arbeitskraft leben muss, ökonomischer Macht, ausgeliefert ist), selbst sie weg haben wollen.
Neulich wurde eine weitere Studie veröffentlicht, nach der in Deutschland noch mehr als ohnehin global, die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander klafft. Das heißt, diese Gesellschaft produziert immer mehr Reichtum auf der einen Seite, weil sie auf der anderen immer mehr Armut produziert wird. Das ist das Ergebnis politischer Entscheidungen gewesen, nichts naturgesetzlich Unabänderliches. Dieser Prozess ist Umkehrbar, dazu bedarf es nur der Solidarisierung der Millionen Betroffenen zum gemeinsamen politischen Selbst-bewußtseins. Wenn man sich vor die Karren derjenigen spannen läßt, die diese Entmenschlichung der gesellschaft verantworten, weil sie ihm/ihr die Erlösung einer von diesen Leuten selbst geschaffenen Knechtschaft versprechen, der ist nicht nur naiv, sondern verrät sich noch einmal, weil er/sie sich gegen die Interessen anderer erwerbsarbeitsabhängigen Millionen stellt
08.11.2007, 17:18 #115
@Redwich
ich hoffe du meinst mich nicht mit "Propagandisten des neoliberalen Bürgergelds".
Ich möchte nur vorurteilsfrei diskutieren können.
Es gibt einen Satz in deinem letzten Post, der sogar als Argument für das Bürgergeld (auch von Althaus) spricht.
vor allem in einem System, in dem der, der bloß vom Verkauf seiner Ware Arbeitskraft leben muss..
Ich kann nämlich theoretisch Kapitalrenditen bilden. Das kann ich mit HartzIV effektiv nicht. Das heißt, Sozialtransferbezieher sind von einer wichtigen Form (leider, denn mir wäre es lieber, Wohlstand würde über andere Mechanismen verteilt als diese Spekulationslotterie) der Vermögensbildung völlig abgeschottet.
Ich will ja nicht sagen, dass ich nicht auch lieber 1200.- oder 1500.- Euro BG im monat hätte als 600 + KV Pauschale. Ich glaube nicht, dass so eine Durchsetzung zur Zeit realistisch ist.
Ein Pferdefuss bei dem Althaus-Modell ist (gegenüber HartzIV) die KV-Pauschale. Das riecht schon nach steigenden KV-Kosten bei gleichbleibender Pauschale. Die Inflation regelt dann den Rest.
Ansonsten stimme ich dir in allen Punkten in Sachen Katastrophenkapitalismus zu.
08.11.2007, 17:26 #116
der althaus kann ja nichma grillen, dem trau ich schon garnich.
pah.....ein anführer der das feuer nich beherrscht, wer folgt denn dem?
08.11.2007, 18:50 #117
sehr gutes Argument X-med. So macht das Diskutieren wieder Spass.
08.11.2007, 19:12 #118
Guter Ansatz......
jeder Politiker muss erstma anständig grillen können - wenn machbar, "sein" eigenes Volk - yeeaaahhh, das hat WAS.....*
Zum bGE gibts doch schon etliche Threads; hier wird alles 10x-durchgekaut.
Die Krux: solange NUR debattiert wird UND keiner auf die Strasse geht für diese begehrenswerte "Gage", solange verhallt das Ganze im Nirvana der Web- UND StammTischForen.....*
Thats mean Assi*
11.11.2007, 14:44 #119
Klo-Frauen verdienen ab sofort 4.500 € im Monat (den Job will ja keiner sonst freiwillig machen), Animateure im Robinson-Club bekommen gar nichts (sie haben ja die Sonne und freie Verpflegung).
Jeder tut was er gerne möchte, nur so richtig arbeiten will leider keiner.
Mann, Mann - spiel' doch einfach Lotto, dann brauchst Du eventuell bald gar nichts mehr tun und nur noch Spaß am Leben haben.
Ph und trotzdem finde ich gut das jeder machen könnte was er will und sich mit dem was er kann in der Gesellschaft einfindet. Was ist daran schlimm eigene Wünsche zu äusser? Was soll z. B. ein junger Mann einen Handwerksberuf erlernen wenn er gänzlich ungeeignet dafür ist? Wenn die BA nicht lesen kann ist das nicht das problem eines jungen Mannes. Das ganze läuft auf Bürgergeld hinaus, denn man sollte aquch wissen wie Behinderte schickaniert werden. Bürgergeld aber ein Thema für sich da ich mehrer Fakten sehen muss. Wenn ich diesen Staat retten will muss ich das einführen aber mit den Hintergrund das Jeder davon Leben kann und auf einen Schlag auch seine Unkosten bezahlen kann. Wir sind eine Gesellschaft also müssen wir auch alles sehen.
11.11.2007, 15:05 #120
[quote=zebulon;176633]@Redwich
Warum wollen Sie das nicht sagen? Zu hoch gegriffen? Sehe ich nicht so darauf muss es sogar hinauslaufen, da wir eine Dienstleistungsgesellschaft schon sind. Ich sage auch rechnen kann weder Althaus noch der Drogeriefritze Werner. Im Osten würden z.B die 600,- € hinreichen, aber nicht in Westen wo die Mieten für eine einzelne Person schon 380,- € kosten. 347,- plus 380,- € sind bei mir schon 727,- €. Wann darf der Herr oder die dame unter den Brücken schlafen. Übrigens ein Gesetz wie hoch die Miete sein darf schaft auch Abhilfe und auch ein bisschen mehr Einigkeit. KV beiträge mkuss auch aus eigener tasche bezahlt werden und die Praxisgebühren müssen verschwinden. Eintrittgeld beim Arzt können sich nur die Superreichen einfallen lassen.
11.11.2007, 15:14 #121
ne find ich nich, das dreht sich im kreis.
wer sich von dem reaktionären pack verarschen lassen will soll ruhig C wählen.
gesagt is doch alles dazu.
11.11.2007, 15:50 #122
Renten würden durch bGe ersetzt werden!!!
Fangt endlich mal an Euch auf die Idee einzulassen.
Niedriglöhne würden ebenfalls der Vergangenheit angehören,
da man bei 1,200 EUR bGe - für 80 Std. im Monat (ungelernter, davon wird es aber mit der Zeit immer weniger geben) ca. 500 EUR dazu verdienen könnte.
Noch was zum Missbrauch...
Klar werden Menschen bGe missbrauchen, aber das zahlen Sie über die MwSt ja zur Hälfte zurück.
Heute werden auch Systeme Missbraucht.
Steuern - Soziale Leistungen etc.
Auf eine Idee von Althaus und Werner kann sich nur zum Teil einlassen, genauer gesagt nur auf den namen, denn beide haben bewiesen das sie nicht rechnen können, alles andere kommt mir auch ganz einfach zu schwammig rüber. Weniger Geld dazu verdienen ist schon der richtige Weg nur das steht nirgens, denn die Gehälter müssen schon runter ohne Abgaben also als Netto. Mehrwertsteuer die hälfe wieder vzurück bringt nur den Konzernen was. Die Kleinen sind da auch wieder im A gekniffen.
Wenn der Mensch begriffen hat, das er vor dem Morgen keine Angst mehr zu haben braucht, wird der Missbrauch weniger bis gar nicht mehr.
Warum wollen die Menschen den horten?
Eben aus Angst vor dem Morgen.
Wer kann den horten? die Ärmsten der Armen heute mit Sicherheit nicht.
Wenn man diese Angst nicht mehr hätte, würde man vielleicht gestärkt dem Leben gegenübertreten können und aus Schmarotzern würden vielleicht noch... Was vorzeigbares.
Haben kein Gewissen
11.11.2007, 15:52 #123
Unser Bedarf!!
Miete.............................600
Auto..............................300
Tel+PC............................60
Essen.............................400
Zig.................................300
Tiere...............................100
Diverses...........................200
KV 2 Personen...................400
-----------------------------------*!
...................................2.360 Euronen is UNSER Bedarf bei 2 Personen + 2 Meerschweine.
Rücklagen Rente, Anschaffungen, Zuzahlungen Arzt/Medikamente = 400 E.
Heisst, meine Frau und ich BRAUCHEN rund 3.000 E um einigermassen zu leben....PUNKT*!
Ergo: Rund 1.200 E vom Staat pro Person, Rest durch "Arbeit", die wir bestimmen.....so einfach is DAS!!
11.11.2007, 16:27 #124
seit wann 'braucht' man auto, zigaretten, tiere? da würde ich nochmal in mich gehen. ich bin selbst raucher und bin ernsthaft am überlegen, ob ich das brauche. beim auto ist es das gleiche. tiere sind zwar schön, aber brauchen?
meint magyare
11.11.2007, 16:32 #125
Bei solchen statements verlier ich bald alles Mitgefühl für Hartz4-Empfänger. Ich hoffe, du bist dir sehr bewusst, wie viele andere deinen von dir gespeibten Müll ausbaden müssen. Ich erwarte auch von dir Verantwortlichkeit gegenüber Anderen.

References: BGE

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