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Timestamp: 2016-10-22 05:19:01+00:00

Document:
U 167/01 (22.02.2002)
U 167/01 Gr
Pr�sident Sch�n, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiberin Berger G�tz
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Rechtsdienst, Alfred-Escher-Strasse 50, 8022 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
S.________, 1944, Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Rolf P. Steinegger, Laupenstrasse 19, 3008 Bern,
A.- Die 1944 geborene S.________ arbeitete seit dem 10. Juni 1991 im Personalrestaurant der Bank Z.________ und war bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Z�rich) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 25. Februar 1994 wurde sie auf dem Fussg�ngerstreifen von einem Auto angefahren. Dabei zog sie sich gem�ss Bericht der Klinik und Poliklinik f�r Orthop�dische Chirurgie, Spital X.________, vom 14. M�rz 1994 eine stark dislozierte Zweietagenfraktur des linken Unterschenkels, eine Ober- und Unterkieferfraktur links, eine Commotio cerebri, eine Riss-/Quetschwunde frontal links und ein Monokelh�matom links zu. Am 14. M�rz 1994 wurde sie mit reizlosen Wundverh�ltnissen und weitgehend beschwerdefrei in die H�henklinik B.________ verlegt, wo sie bis 12. April 1994 blieb.
Nachdem am 3. Mai 1994 eine Reosteosynthese durchgef�hrt worden war, zeichnete sich in orthop�discher Hinsicht ein komplikationsloser Verlauf ab. Am 5. September 1994 nahm die Versicherte ihre Arbeit im Umfang von 50 % eines Vollpensums wieder auf, musste jedoch zufolge depressiver Verstimmungszust�nde am 13. September 1994 notfallm�ssig in die Sozialpsychiatrische Klinik C.________ eingewiesen werden. Seit dem 3. Oktober 1994 hielt sie sich wiederholt und jeweils f�r l�ngere Zeit in der Psychiatrischen Klinik C.________ und in der Privaten Nervenklinik Y.________ auf.
Zur Abkl�rung ihrer weiteren Leistungspflicht holte die Z�rich unter anderem die Expertise des PD Dr. med. R.________, Chefarzt-Stellvertreter, Psychiatrische Poliklinik des Spitals C.________, vom 7. Mai 1996 und den Bericht der Frau Dr. med. H.________, Spezial�rztin FMH f�r Neurologie, vom 12. Oktober 1996 ein. Mit Verf�gung vom 24. Oktober 1996 stellte sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen r�ckwirkend auf den 1. Mai 1996 ein, verneinte den Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung und sprach der Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 19'440.-, entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 20 %, zu. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 12. Mai 1997).
B.- S.________ liess dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde einreichen und beantragen, die Z�rich sei anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; eventuell sei die Sache zur weiteren Abkl�rung an die Z�rich zur�ckzuweisen. In Gutheissung der Beschwerde hob das kantonale Gericht den Einspracheentscheid vom 12. Mai 1997 auf und wies die Sache an die Z�rich zur�ck, damit sie im Sinne der Erw�gungen vorgehe (Entscheid vom 21. M�rz 2001).
C.- Die Z�rich f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Gerichtsentscheid vom 21. M�rz 2001 sei aufzuheben und es sei der Einspracheentscheid vom 12. Mai 1997 im Ergebnis zu best�tigen; eventuell sei die Sache zwecks Neubeurteilung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
S.________ l�sst beantragen, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen; eventuell sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die als Mitinteressierte beigeladene Hotela, Kranken- und Unfallkasse des Schweizerischen Hotelier-Vereins SHV, und das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichten auf eine Stellungnahme.
1.- Das kantonale Gericht hat den Einspracheentscheid vom 12. Mai 1997 aufgehoben und die Sache an die Z�rich zur�ckgewiesen, damit sie im Sinne der Erw�gungen vorgehe. In den Erw�gungen, auf welche das Dispositiv verweist (zur Anfechtbarkeit der Motive eines R�ckweisungsentscheides: BGE 120 V 237 Erw. 1a mit Hinweis), hat die Vorinstanz festgestellt, die Versicherte leide an einem unfallkausalen physischen Gesundheitsschaden, welcher in einem neuropsychologischen Defizit in Form einer Beeintr�chtigung der kognitiven Leistungsf�higkeit infolge eines Sch�del-Hirntraumas bestehe. Da sich bei organisch nachweisbaren behandlungsbed�rftigen Befunden die Beurteilung der nat�rlichen und ad�quaten Kausalit�t weitgehend decke, sei vorliegend auch die Ad�quanz zu bejahen. Unter diesen Umst�nden erweise sich die Einstellung der Leistungspflicht per 1. Mai 1996 als unrichtig. Die Z�rich habe folglich �ber den Leistungsumfang f�r die Zeit nach dem 1. Mai 1996 neu zu befinden.
Die Beschwerdef�hrerin wendet dagegen ein, die physischen Leiden das linke Bein und das Gesicht betreffend seien sp�testens im Verf�gungszeitpunkt (24. Oktober 1996) ausgeheilt gewesen und PD Dr. med. R.________ habe neben den psychischen Beschwerden nur neuropsychologische Defizite festgestellt. Deshalb h�tte das kantonale Gericht eine Ad�quanzbeurteilung nach Massgabe der in BGE 115 V 133 aufgestellten Kriterien durchf�hren sollen.
2.- a) Im angefochtenen Gerichtsentscheid wird die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen; vgl. bei Schleudertraumen der HWS oder �quivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen: BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29) zutreffend dargelegt. Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
b) Bei der Beurteilung der ad�quaten Kausalit�t von nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausf�lle zur�ckzuf�hrenden Unfallfolgen nach erlittenem Schleudertrauma der Halswirbels�ule, schleudertrauma�hnlichen Einwirkungen oder Sch�del-Hirntraumata mit vergleichbaren Folgen (BGE 117 V 366 ff. Erw. 6, 382 ff. Erw. 4; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) ist analog zur in BGE 115 V 138 Erw. 6 f�r psychische St�rungen entwickelten Methode vorzugehen (f�r Schleudertraumata: BGE 117 V 365; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 173; f�r schleudertrauma�hnliche Einwirkungen: RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317; f�r Sch�del-Hirntraumata: BGE 117 V 382 f.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317). Dabei ist im Rahmen der Pr�fung der massgebenden unfallbezogenen Kriterien im Gegensatz zur Rechtslage bei psychischen Fehlentwicklungen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten, weil nicht entscheidend ist, ob die Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (f�r Schleudertraumata: BGE 117 V 367; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 174; f�r schleudertrauma�hnliche Einwirkungen: RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317; f�r Sch�del-Hirntraumata: BGE 117 V 382 f.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317).
3.- a) Wie das kantonale Gericht mit Blick auf die medizinischen Akten festgestellt hat und letztinstanzlich zu Recht nicht mehr bestritten wird, ist der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. Februar 1994 und den im f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (vom 12. Mai 1997; BGE 116 V 248 Erw. 1a mit Hinweisen) noch vorhandenen Gesundheitsst�rungen der Versicherten zu bejahen, zumal es rechtsprechungsgem�ss gen�gt, wenn das Unfallereignis eine Teilursache f�r die Beschwerden darstellt (BGE 121 V 329 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79).
b) PD Dr. med. R.________ stellte im Gutachten vom 7. Mai 1996 einen Status nach Verkehrsunfall vom 25. Februar 1994 mit geschlossener, stark dislozierter Zweietagenfraktur des linken Unterschenkels, Ober- und Unterkieferfraktur links, Sch�del-Hirntrauma (gemessen an der angegebenen posttraumatischen Amnesie von signifikanter Schwere), Diabetes mellitus Typ II sowie rezidivierende depressive Episoden und eine selbstunsichere Pers�nlichkeit fest; nicht ganz auszuschliessen sei eine kognitive Beeintr�chtigung als Folge der Hirntraumatisierung, welche am ehesten die linke Hemisph�re betreffe. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz kann aus dieser Diagnose, welche sich auf die neuropsychologischen Abkl�rungsergebnisse st�tzt, nicht auf eine organische Hirnsch�digung geschlossen werden. Auch anhand der Angaben der Frau Dr. med. H.________ vom 12. Oktober 1996 und der �brigen medizinischen Akten l�sst sich eine organische Grundlage der festgestellten St�rungen und der geklagten Beschwerden nicht nachweisen. Die Sache geht deshalb zur Durchf�hrung der Ad�quanzpr�fung - weil sich die Leiden der Versicherten nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausf�lle zur�ckf�hren lassen und mit Blick darauf, dass PD Dr. med. R.________ schl�ssig von einem erlittenen Sch�del-Hirntrauma ausgeht, ist dabei nach den in BGE 117 V 369 ff. festgelegten Grunds�tzen vorzugehen (vgl. Erw. 2b hiervor) - und anschliessenden neuen Entscheidung �ber die Versicherungsleistungen an das kantonale Gericht zur�ck.
des Kantons Bern vom 21. M�rz 2001 aufgehoben und es
sie im Sinne der Erw�gungen verfahre und �ber den
Leistungsanspruch der Beschwerdegegnerin neu
Abteilung, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und
der Hotela, Kranken- und Unfallversicherung des
Schweizerischen Hotelier-Vereins SHV, Montreux, zugestellt.

References: BGE 
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