Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Sachsen-Anhalt&Datum=28.02.2013&Aktenzeichen=L%205%20AS%20369/09
Timestamp: 2019-08-24 01:25:21+00:00

Document:
LSG Sachsen-Anhalt, 28.02.2013 - L 5 AS 369/09 - dejure.org
https://dejure.org/2013,5512
LSG Sachsen-Anhalt, 28.02.2013 - L 5 AS 369/09 (https://dejure.org/2013,5512)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 28.02.2013 - L 5 AS 369/09 (https://dejure.org/2013,5512)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 28. Februar 2013 - L 5 AS 369/09 (https://dejure.org/2013,5512)
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§ 22 Abs 1 S 1 SGB 2, § 22 Abs 1 S 2 SGB 2 vom 20.07.2006, § 22 Abs 1 S 3 SGB 2, § 22 Abs 2 SGB 2 vom 20.07.2006, § 41 Abs 1 S 4 SGB 2
SG Dessau-Roßlau, 08.09.2009 - S 7 AS 4331/08
NZS 2013, 512
dd) Die Nichtanwendung des § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II in Fällen, in denen der Leistungsbezug mindestens einen Monat unterbrochen wird und die Hilfebedürftigkeit in diesem Zeitraum aus eigener Kraft überwunden wird (LSG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 28.02.2013 - L 5 AS 369/09; LSG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 11.01.2010 - L 8 B 211/08), hilft in Fällen ununterbrochenen Leistungsbezugs nicht über die verfassungsrechtliche Problematik hinweg.
Zwar kann die Voraussetzung des ununterbrochenen Leistungsbezugs für die fortbestehende Kostendeckelung aus dem Begriff "weiterhin" in § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II a.F. abgleitet werden (LSG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 28.02.2013 - L 5 AS 369/09).
Denn § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II ist dann nicht mehr anwendbar, wenn der Leistungsbezug unterbrochen wird und deshalb eine erneute Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen vorzunehmen ist ( LSG Sachsen-Anhalt Urt. v. 28.02.2013 - L 5 As 369/09 - juris und LSG Mecklenburg-Vorpommern Beschl. v. 11.01.2010 - L 8 B 211/08 - juris, jeweils zur Vorgängerregelung).
Im Erörterungstermin am 21. Mai 2014 hat die Berichterstatterin auf das Urteil des Senats vom 9. April 2013 (Az.: L 5 AS 369/09), bestätigt durch das Urteil des BSG vom 9. April 2014 (Az.: B 14 AS 23/13 R), hingewiesen.
Ebenso führt ein kurzfristiges, ggf. missbräuchliches Abmelden aus dem Leistungsbezug für einen Monat, d.h. ein faktischer Nichtleistungsbezug bei fortbestehender Bedürftigkeit, nicht zu einer Unterbrechung des Leistungsbezugs im Sinne der Rechtsprechung (…vgl. BSG, a.a.O., RN 26; Urteil des Senats vom 28. Februar 2013, Az. L 5 AS 369/09, juris RN 37).

References: § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 41
 § 22
 § 22
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