Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=26.07.2004&Aktenzeichen=8%20S%20902/04
Timestamp: 2019-12-10 06:07:11+00:00

Document:
VGH Baden-Württemberg, 26.07.2004 - 8 S 902/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,2015
VGH Baden-Württemberg, 26.07.2004 - 8 S 902/04 (https://dejure.org/2004,2015)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26.07.2004 - 8 S 902/04 (https://dejure.org/2004,2015)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26. Juli 2004 - 8 S 902/04 (https://dejure.org/2004,2015)
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Gesetz zur Zulassung eines Bauvorhabens und Bodenrecht; Bindung der Planfeststellungsbehörde an raumordnerische Standortfestlegungen; Amtsträgerbefangenheit bei Mitgesellschafterstellung der Anstellungskörperschaft; sachkundige Stellungnahmen als Dienstpflicht
Art 70 Abs 1 GG, Art 74 Abs 1 Nr 18 GG, § 4 Abs 1 ROG, § 7 Abs 7 S 2 ROG, § 3 Abs 2 S 2 LPlG BW, § 4 Abs 1 LPlG BW, § 21 Abs 1 VwVfG BW, § 29 VwVfG BW, § 35 Abs 3 S 2 BauGB, § 35 Abs 3 S 3 BauGB
Bodenrecht, Fachplanung, Messeplanung, Ziel der Raumordnung, Bindung, Planfeststellung, "Ebenenspezifische" Abwägung, Befangenheit, Amtsträger, BeratungspflichtSachgebiete: Bundesverfassungsrecht, Sonstiges Verwaltungsverfahren (hier: Befangenheit), Planung, Sonstiges
Betroffenheit des Bodenrechts bei einem Gesetz zur planerischen Zulassung von Vorhaben; Einordnung des Vorhabens in die Nutzungsstrukturen und die städtebauliche Entwicklung am jeweiligen Standort als Voraussetzung; Bindung der Planfeststellungsbehörde an raumordnerische ...
Bodenrecht, Fachplanung, Messeplanung, Ziel der Raumordnung, Bindung, Planfeststellung, "Ebenenspezifische" Abwägung, Befangenheit, Amtsträger, Beratungspflicht
Gesetz zur planerischen Zulassung von Vorhaben
Messestreit: Ein Landwirt nimmt Rechtsmittel zurück
ESVGH 55, 119 (Ls.)
BauR 2005, 435 (Ls.)
Die von den Beschwerdeführern vorgelegten Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Stuttgart und des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (Beschluss vom 26. Juli 2004 - 8 S 902/04 - NuR 2005, 250), die auf Rechtsbehelfe von anderen Planbetroffenen gegen den Planfeststellungsbeschluss ergangen sind, belegen, dass die Gerichte die Verfassungsmäßigkeit des Landesmessegesetzes und dabei auch seines § 7 geprüft und sich dabei eingehend mit den nunmehr von den Beschwerdeführern auch im Enteignungsverfahren hiergegen vorgebrachten Einwänden fehlender Gesetzgebungskompetenz des Landes, einer unzulässigen Legalenteignung und mangelnder Gemeinwohlbelange für das Vorhaben auseinandergesetzt haben.
Etwaigen sachfremden politischen Einflussnahmen müssen sich die Amtsträger der für das Planfeststellungsverfahren zuständigen Behörde aufgrund ihrer Pflicht zur Unparteilichkeit und innerer Distanz gegenüber jedermann gegebenenfalls erwehren (…vgl. BVerwG, Urt. v. 05.12.1986 - BVerwG 4 C 13.85 -, BVerwGE 75, 214 [229 f.], RdNr. 67 in juris; VGH BW, Beschl. v. 26.07.2004 - 8 S 902/04 -, juris, RdNr. 39).
Vorbemerkung: Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat in einem gegen den Planfeststellungsbeschluss gerichteten Klageverfahren anderer Eigentümer von Grundstücken im Bereich der Landesmesse die Frage der Verfassungsmäßigkeit des Landesmessegesetzes bereits eingehend und umfassend erörtert und festgestellt, dass das Gesetz den Anforderungen der Verfassung in jeder Hinsicht genügt (Urteil vom 11.2.2004 - 1 K 1577/03 - vgl. Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 19.2.2004); der VGH hat diese Auffassung - ebenfalls nach eingehender Würdigung der Sach- und Rechtslage - im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes bestätigt (Beschluss vom 26.7.2004 - 8 S 902/04 - vgl. Pressemitteilung des VGH vom 27.7.2004).
Das alles ergibt sich im einzelnen aus den Ausführungen im Beschluss des Senats vom heutigen Tag in der Parallelsache - 8 S 902/04 -, auf die verwiesen wird.
Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart (…Urt. v. 19.02.2004 - 1 K 1577/03 - UA S. 37 - 54) als auch der VGH Bad.-Württ. (Beschl. v. 26.07.2004 - 8 S 902/04 - NuR 2005, 250251 ff.) haben die Verfassungsmäßigkeit des Landesmessegesetzes intensiv geprüft und bejaht.

References: § 4
 § 7
 § 3
 § 4
 § 21
 § 29
 § 35
 § 35
 § 7