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Timestamp: 2018-10-16 12:15:41+00:00

Document:
Fjordpferdeverband - Zuchtabteilung Bayern: Zuchtprogramm
Zuchtprogramm der Rasse Fjordpferd
§ 514 Zuchtprogramm für die Rasse Fjordpferd
§ 514a Ursprung
Die Zucht von Fjordpferden in Deutschland wird in den der Deutschen Reiterlichen Vereini-gung (FN) angeschlossenen Züchtervereinigungen in eigenständigen Populationen betrie-ben. Die deutschen Züchtervereinigungen halten im Sinne der Vorgaben der EU und des deutschen Tierzuchtrechts die vom Norsk Hestesenter, Starum, 2850 Lena, Nowegen aufge-stellten Grundsätze ein. Das Norsk Hestesenter ist die Organisation, die im Sinne der Vor-gaben der EU das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Fjordpferd führt. Die in diesem Zuchtprogramm festgelegten Besonderen Bestimmungen sind gemeinsame, verbindliche Anforderungen für die der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) angeschlossenen Züch-tervereinigungen.
§ 514b Zuchtziel, einschließlich der Rassemerkmale
Für die Zucht von Fjordpferden in Deutschland gilt folgendes Zuchtziel:
Größe ca. 135 cm bis 150 cm
Farben Hellbraunfalbe, Braunfalbe, Hellfalbe (Weißfalbe) Rot-falbe, Graufalbe, Gelbfalbe mit Wildzeichnung. Weiße Abzeichen sind nicht erwünscht, bei Stuten kann ein kleiner, weißer Stern toleriert werden
Kopf	breite, flache Stirn; gerader bis leicht konkaver Nasen-rücken; ausdrucksvolle freiliegende Augen; weiter Stand der kleinen Ohren
Hals	hoch aufgesetzt und genügend lang, zum Kopf hin ver-jüngend, Ganaschenfreiheit
Körper	großlinig; Rechteckformat, große, schräg gelagerte Schulter; breite Brust, gute Gurtentiefe, gute Sattellage; elastischer Rücken mit guter Verbindung, kräftige und nicht zu lange Lenden in einem richtigen Verhältnis zu Rücken und Kruppe, breite, gut bemuskelte und schräge Kruppe
Fundament	trocken, korrekt, mit ausgeprägten, starken Gelenken; kurzes, kräftiges Röhrbein, gut bemuskelter Unterarm; harte Hufe in passender Größe, die Vorhand sollte die gleiche Länge wie Rücken und Hinterhand haben.
Bewegungsablauf	raumgreifend; elastische, energische, taktreine Grund-gangarten mit Antritt und Schub aus der Hinterhand
Einsatzmöglichkeiten	Reit-, Fahr- und Familienpferd; Breitensport, Distanzrei-ten und Fahrsport
Besondere Merkmale	robust, anspruchslos, ausgeglichen, gelehrig, leistungs-stark und langlebig.
Zuchtzielbeschreibung des Ursprungszuchtbuches im Original
Rassebeschreibung – Zuchtziele für das Fjordpferd
Größe: Es gibt weder eine obere noch eine untere Grössenbeschränkung, dabei liegt das angestrebte Stockmaß am Widerrist liegt zwischen 135 cm und 150 cm (13’1“ – 14’3“).
Farben und Abzeichen: Die fünf zulässigen Farben sind ‚brunblakk’= braunfalb, ‚ulsblakk’= hellfalb (weissfalb), ‚grå’= graufalb, ‚rødblakk’= rotfalb und ‚gulblakk’= gelbfalb. Es ist wichtig, dass auf die sogenannte Wildfarb-Zeichnung Wert gelegt wird und diese erhalten bleibt. Nur bei Stuten wird ein Stern akzeptiert. Andere sichtbare Abzeichen sind unzulässig. (Siehe auch Kapitel A-Grundlagen/ Fellfarben und Wildfarb-Zeichnung).
Langhaar: Der Schopf eines erwachsenen Fjordpferdes bedeckt von der Hälfte bis zu zwei Dritteln des Gesichts. Stark ausgeprägter Behang ist nicht erwünscht. Traditionellerweise hat das Fjordpferd eine Stehmähne. Das Pferd sollte mit bogenförmig geschnittener Mähne, die die Oberlinie des Halses betont, vorgestellt werden.
Der Kopf ist sehr wichtig für die Beurteilung des Rassetyps und des Ausdrucks. Er soll gut proportioniert, klein und „trocken“ sein mit breiter und flacher Stirn. Der Abstand zwischen Augen und Maul soll kurz sein, das Profil gerade oder vorzugsweise leicht konkav. Die Au-gen sollen groß, dunkel, klar und von freundlichem Ausdruck sein. Die Nüstern sollen
verhältnismäßig breit sein, so dass die Maulpartie ‚quadratisch‘ (viereckig) wirkt. Die Gana-schen sollen gut ausgeprägt sein, wobei der Unterkiefer nicht so stark sein soll, dass der Kopf grob erscheint. Es muss genügend Ganaschenfreiheit/ Platz zwischen den Unterkiefe-rästen (Bereich der Ohrspeicheldrüse) vorhanden sein für freie Bewegungen des Kopfes und die Biegung des Genicks. Die breit angesetzten Ohren sollen relativ klein sein, eine deutliche Spitze haben und weit auseinander stehen. Die Ohren sollen parallel stehen mit einer äuße-ren Kurve von der Spitze bis zur Mitte des Ohres. Lange, spitze Ohren, die dicht zusammen-stehen und sich dauernd bewegen sind für das Fjordpferd nicht typisch.
Körperbau, -struktur und Bemuskelung: Die Harmonie des Körperbaus ist sehr wichtig. In-nerhalb der Rasse sind Variationen möglich, aber in jedem Fall muss ein Fjordpferd gute Gurtentiefe und eine ausreichend breite Brust haben und entsprechend seinem Geschlecht und Alter gut bemuskelt sein.
Der Hals sollte hoch aufgesetzt sein und eine gewölbte Oberlinie haben. Besonders Hengste haben oft einen starken Hals. Eine Zeit lang wurde das Fjordpferd für schwere Arbeit be-nutzt. Dabei wurde ein kurzer, starker Hals und eine steilere Schulter für vorteilhaft gehalten und bevorzugt. Heute wird ein längerer und geschmeidigerer Hals gewünscht, der sich bes-ser eignet zum Reiten, Fahren und für Packpferde. Es werden genügend Länge und Leich-tigkeit des Genicks gewünscht. Es muss aber betont werden, dass ein langer, dünner Hals unerwünscht ist.
Schulter und Widerrist: die Schulter hat einen wesentlichen Einfluss auf die Bewegungen des Pferdes, daher wird eine schräg gelagerte Schulter gefordert, die ein freies Vorführen der Vorderbeine erlaubt. Der Widerrist des Fjordpferdes ist oft nicht besonders stark ausgeprägt, sondern bildet einen sanften Übergang in den Rücken. Der Widerrist soll jedoch genügend gut ausgeprägt sein, um mit der Schulter- und Rückenmuskulatur eine gute Sattellage zu bilden. Die Vorhand sollte die gleiche Länge wie Rücken und Hinterhand haben.
Körper und Oberlinie: Der Brustkorb soll eine gute Wölbung haben, jedoch nicht rund sein. Rücken und Lendenbereich sollen glatt ineinander übergehen und gut bemuskelt sein. Die Lenden sind außerordentlich wichtig und müssen sehr sorgfältig beurteilt werden, da sie die Verbindung zwischen dem Rumpf und der Hinterhand des Pferdes bilden. Der Übergang von den Lenden zur Kruppe soll beweglich sein, aber glatt ineinander laufen. Die Lenden als Verbindung sollen kräftig und nicht zu lang sein und im richtigen Verhältnis zu Rücken und Kruppe stehen.
Die Hinterhand: Die Kruppe soll lang, breit, gut bemuskelt und schräg sein. Eine zu stark abfallende oder zu flache Kruppe sind beide unerwünscht. Der Schweif soll weder besonders hoch noch tief angesetzt sein, dabei frei und natürlich getragen werden. Der Oberschenkel soll ausreichende Länge sowie- von der Seite und von hinten betrachtet- gut ausgeprägte Bemuskelung aufweisen. Die Oberschenkel sollen von hinten gesehen so breit gestellt sein
wie das Becken.
Beine: Der Unterarm soll breit und gut bemuskelt sein. Die Ober- und Unterschenkelmusku-latur der Hinterbeine soll lang und von der Seite betrachtet ebenso wie aussen und innen gut bemuskelt sein. Ein zu langer Unterschenkel wird für ein Arbeitspferd als Nachteil angese-hen. Die Beine sollen korrekt stehen und angemessene Knochenstärke haben. Gelenke und
Sehnen müssen gut ausgeprägt und trocken sein. Ein kurzes, kräftiges Röhrbein ist er-wünscht. Die Röhren sollen klar und trocken sein und dürfen unter dem Karpalgelenk (Vor-derfußwurzelgelenk) nicht eingeschnürt sein.
Das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) soll groß und gut ausgeprägt sein.
Das Sprunggelenk muss groß, gut ausgebildet und trocken sein. Kleine, schwach ausge-prägte Sprunggelenke sind in der Rasse unerwünscht. Der Sprunggelenkshöcker soll von der Seite gesehen deutlich markiert sein. Zu steile oder zu stark gewinkelte Sprunggelenke sind abzulehnen.
Die Fesselgelenke müssen kräftig und gut ausgebildet sein. Die Fesseln sollen stark, genü-gend lang und schräg sein, um sowohl angemessene Tragfähigkeit als auch Elastizität zu gewährleisten.
Die Hufe des Fjordpferds sollen seiner Größe entsprechen und mit guter Hornqualität aus-gewogen rund und weit sein. Die innere Hufwand kann etwas steiler sein als die äußere. Gute, gesunde Hufe sind äußerst wichtig für das Pferd.
Die Bewegungen sind besonders wichtig für das Fjordpferd. Sie müssen dem Körperbau entsprechend Elastizität und Schub bieten, um mühelos Leistungen in Schritt, Trab und Ga-lopp zu erbringen. Die Bewegungen sollen kraftvoll und raumgreifend, ausbalanciert und taktrein sein. Das Fjordpferd soll sich in allen drei Gangarten locker bewegen. Der Galopp soll frei und ausbalanciert sein mit geschmeidiger und elastischer Vorwärtsbewegung. Der
Trab soll energisch sein. Übertriebene Aktion gilt jedoch nicht als rassetypisch.
Geschlechtsmerkmale: Das Fjordpferd soll ausgeprägten Geschlechtstyp haben.
Der Hengst soll männlichen Stolz und die Stute mütterliche Weiblichkeit zeigen.
§ 514c Zuchtmethode
Das Zuchtbuch des Fjordpferdes ist geschlossen. Die Zuchtmethode ist die Reinzucht.
§ 514c Unterteilung der Zuchtbücher
•	Hengstbuch I
•	Hengstbuch II
•	Stutbuch I
•	Stutbuch II
§ 514d Eintragungsbestimmungen in die Zuchtbücher
Für die Eintragung in die Zuchtbücher werden nachfolgende Merkmale der äußeren Erschei-nung unter besonderer Berücksichtigung des Bewegungsablaufes bewertet (Leistungsprü-fung Exterieur).
Die Bewertung der Merkmale erfolgt nach folgendem Notensystem und erfolgt in ganzen und/oder halben Noten:
10 = ausgezeichnet	5 = genügend
9 = sehr gut	4 = mangelhaft
8 = gut	3 = ziemlich schlecht
7 = ziemlich gut	2 = schlecht
6 = befriedigend	1 = sehr schlecht
Maßgebend für die Beurteilung ist die Eignung als Zuchtpferd im Hinblick auf die Verbes-serung der Reiteigenschaften der Population.
6. Galopp (sofern bei Zuchtbucheintragung erfast)
8. Gesamteindruck (im Hinblick auf die Eignung als Freizeitpferd)
Die Gesamtnote errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der erfassten Eintragungs-merkmale.
•	deren Väter und Väter der Mütter und mütterlicherseits der Großmütter, der Urgroß-mütter und der Ururgrossmütter (fünf Generationen) in der Hauptabteilung (außer An-hang) oder einer der Hauptabteilung entsprechenden Abteilung (außer Anhang) eines Zuchtbuches der Rasse einer Züchtervereinigung eingetragen sind
•	deren Mütter in der Hauptabteilung (außer Anhang) oder einer der Hauptabteilung entsprechenden Abteilung (außer Anhang) eines Zuchtbuches der Rasse einer Züch-tervereinigung eingetragen sind,
•	die zur Überprüfung der Identität vorgestellt wurden,
•	die auf einer Sammelveranstaltung einer Züchtervereinigung nach § 9 ZBO im Rah-men der Bewertung der Eintragungsmerkmale mindestens eine Durchschnittsbewer-tung von 7,0 erhalten haben, wobei die Wertnote 5,0 in keinem Eintragungsmerkmal unterschritten wurde,
•	die im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung die Anforderungen an die Zucht-tauglichkeit und Gesundheit erfüllen sowie keine zuchttauglichkeits- und gesundheits-beeinträchtigen Merkmale gem. ZBO Abschnitt D Anlage 4 aufweisen,
•	die gemäß § 514g in einer Hengstleistungsprüfung auf Station eine gewichtete End-note von 6,5 und besser erzielt haben, wobei keine der Merkmalsnoten unter 5,0 lie-gen darf, oder die vorgeschriebenen Erfolge in Turniersportprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren oder Distanz erreicht haben.
Hengste, die noch keine Eigenleistungsprüfung abgelegt haben, können unter der Bedin-gung vorläufig eingetragen werden, dass sie die Prüfung bis zur Vollendung des 6. Le-bensjahres ablegen. Die zuständige Züchtervereinigung kann diese Fristen im Einzelfall aufgrund besonderer Umstände um höchstens 15 Monate verlängern. Hengste, die die Eigenleistungsprüfung zu einem späteren Zeitpunkt ablegen, können auf Antrag wieder eingetragen werden.
Die Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I einer tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitgliedszüchtervereinigung ist von den anderen tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitgliedszüchtervereinigungen zu übernehmen.
Hengste, die die Eigenleistungsprüfung gemäß §514g (1) mit einer gewichteten Endnote von 7,5 und besser erzielt haben oder gemäß §514g (2) die vorgeschriebenen Erfolge in Turniersportprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren oder Dis-tanz aufweisen können, erhalten den Titel „Leistungshengst“.
•	die nicht in das Hengstbuch I eingetragen werden können,
•	deren Väter in der Hauptabteilung (außer Anhang) oder einer der Hauptabteilung ent-sprechenden Abteilung (außer Anhang) eines Zuchtbuches der Rasse einer Züchter-vereinigung eingetragen sind,
•	die zur Überprüfung der Identität vorgestellt worden sind,
•	die im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung die Anforderungen an die Zucht-tauglichkeit und Gesundheit erfüllen sowie keine zuchttauglichkeits- und gesundheits-beeinträchtigen Merkmale gem. ZBO Abschnitt D Anlage 4 aufweisen.
Darüber hinaus können Nachkommen von im Anhang eingetragenen Zuchtpferden ein-getragen werden,
•	wenn die Anhang-Vorfahren über zwei Generationen mit Zuchtpferden aus der Hauptabteilung (außer Anhang) angepaart wurden,
•	die auf einer Sammelveranstaltung einer Züchtervereinigung nach § 9 ZBO im Rah-men der Bewertung der Eintragungsmerkmale mindestens die Gesamtnote 6,0 erhal-ten haben, wobei die Wertnote 5,0 in keinem Eintragungsmerkmal unterschritten wur-de,
Auf Antrag werden alle Hengste eingetragen,
•	deren Eltern im Zuchtbuch der Rasse eingetragen sind,
•	die nicht die Eintragungsvoraussetzungen für das Hengstbuch I und II erfüllen.
•	die in der Bewertung der äußeren Erscheinung gem. § 9 ZBO mindestens eine Durchschnittsbewertung von 6,0 erreichen, wobei die Wertnote 5,0 in keinem Eintra-gungsmerkmal unterschritten wurde,
•	die keine gesundheitsbeeinträchtigenden Merkmale gemäß ZBO Abschnitt D, Anlage 4 aufweisen.
Die Eintragung von Stuten in das Stutbuch I einer tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitgliedszüchtervereinigung ist von den anderen tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitgliedszüchtervereinigungen zu übernehmen.
Stuten, die die Eigenleistungsprüfung gemäß §514h (1) mit einer gewichteten Endnote von 7,5 und besser erzielt haben oder gemäß §514h (2) die vorgeschriebenen Erfolge in Turniersportprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren oder Dis-tanz aufweisen können, erhalten den Titel „Leistungsstute“.
•	die nicht in das Stutbuch I eingetragen werden können,
•	die in der Bewertung der äußeren Erscheinung gem. § 9 ZBO mindestens eine Ge-samtnote von 6,0 erreicht haben, wobei die Wertnote 5,0 in keinem Eintragungs-merkmal unterschritten wurde,
•	deren Eltern im Zuchtbuch eingetragen sind,
•	die nicht die Eintragungsvoraussetzungen für das Stutbuch I und II erfüllen.
§ 514f Ausstellung von Zuchtbescheinigungen
Für jedes Pferd, dessen Eltern im Zuchtbuch (außer Anhang) der jeweiligen Züchtervereini-gung eingetragen sind, wird eine Zuchtbescheinigung gemäß § 12 ZBO als Abstammungs-nachweis ausgestellt.
Für jedes Pferd, von dem mindestens ein Elternteil im Anhang des Zuchtbuches der jeweili-gen Züchtervereinigung eingetragen ist, wird eine Zuchtbescheinigung gemäß § 12 ZBO als Geburtsbescheinigung ausgestellt.
Vater	Hauptabteilung
Stutbuch I	Stutbuch II	Anhang
Haupt-Abteilung	Hengstbuch I	Abstammungs-nachweis	Abstammungs-nachweis	Geburts-bescheinigung
Hengstbuch II	Abstammungs-nachweis	Abstammungs-nachweis	Geburts-bescheinigung
Anhang	Geburts-bescheinigung	Geburts-bescheinigung	Geburts-bescheinigung
§ 514g Hengstleistungsprüfung
Die Prüfungen werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Reit- und Fahrsports durchgeführt. Sie sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und können als Stationsprüfung oder als Turniersportprüfung durchgeführt werden.
(1) Stationsprüfung
Die Hengstleistungsprüfungen werden gemäß der LP-Richtlinien für Leistungsprüfungen (www.pferd-leistungspruefung.de) von Hengsten, Stuten und Wallachen aller Pony-, Klein-pferde- und sonstigen Rassen der Zuchtverbandsordnung (ZVO) durchgeführt.
Für die Hengstleistungsprüfungen gelten verbindlich die Besonderen Bestimmungen für Sta-tionsprüfungen, Kurz- und Feldprüfungen der LP-Richtlinien für Leistungsprüfungen
von Hengsten, Stuten und Wallachen aller Pony-, Kleinpferde- und sonstigen Rassen.
Für Hengste der Rasse Fjordpferd werden folgende Leistungsprüfungen der LP-Richtlinie in der jeweils gültigen Fassung anerkannt:
•	Prüfung CVII - 30 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Reiten und Fahren/ Gelän-de.
(2) Turniersportprüfung
Alternativ zur Eigenleistungsprüfung auf Station gilt die Leistungsprüfung auch dann als abgelegt, wenn die Hengste Erfolge in Turniersportprüfungen nachweisen können. Die Turniersportprüfung wird in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren und Distanz durchgeführt.
Die 5malige registrierte Platzierung in Aufbau- oder Turniersportprüfungen mindes-tens in
•	Dressur Klasse L oder
•	Springen Klasse A oder
•	in der Vielseitigkeit Klasse VA oder
•	im Fahren Klasse M (Einspänner, kombinierte Prüfung).
Außerdem werden folgende Ergebnisse aus Distanzprüfungen anerkannt:
•	bis zur Vollendung des 9. Lebensjahres müssen mindestens 72 Leistungs-punkte erreicht sein. Dazu müssen mindestens 2 mittlere Distanzritte (ab 60 km) sowie 3 lange Distanzritte (ab 80 km) in der Wertung absolviert worden sein oder
•	die Anforderungen gelten als erfüllt, wenn der Hengst 2000 km in der Wertung nach dem Reglement der VDD zurückgelegt hat.
§ 514h Zuchtstutenprüfungen
Die Prüfungen werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Reit- und Fahrsports durchgeführt. Sie sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und können als Stationsprüfung, Feldprüfung oder als Turniersportprüfung durchgeführt werden.
(1)	Stations- und Feldprüfung
Die Zuchtstutenprüfungen werden gemäß der LP-Richtlinien für Leistungsprüfungen (www.pferd-leistungspruefung.de) von Hengsten, Stuten und Wallachen aller Pony-, Klein-pferde- und sonstigen Rassen der Zuchtverbandsordnung (ZVO) durchgeführt.
Für die Zuchtstutenprüfungen gelten verbindlich die Besonderen Bestimmungen für Stati-onsprüfungen, Kurz- und Feldprüfungen der LP-Richtlinien für Leistungsprüfungen
Für Stuten der Rasse Fjordpferd werden folgende Leistungsprüfungen der LP-Richtlinie in der jeweils gültigen Fassung anerkannt:
•	Prüfung CII - 14 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Reiten,
•	Prüfung CIII - 30 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Reiten/Gelände,
•	Prüfung CIV - 14 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Fahren/Gelände,
•	Prüfung CV - 14 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Fahren,
•	Prüfung CVIII - 21 Tage Stationsprüfung - Zuchtrichtung Reiten und Fahren,
•	Prüfung EI - Feldprüfung - Zuchtrichtung Reiten,
•	Prüfung EIV - Feldprüfung - Zuchtrichtung Fahren sowie
•	Prüfung EV - Feldprüfung - Zuchtrichtung Fahren/Gelände.
Alternativ zur Eigenleistungsprüfung gilt die Leistungsprüfung auch dann als abgelegt, wenn die Stuten Erfolge in Turniersportprüfungen nachweisen können. Die Turniersportprüfung wird in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren und Distanz durchgeführt.
•	im Fahren Klasse M (Einspänner, kombinierte Prüfung)
•	bis zur Vollendung des 9. Lebensjahres müssen mindestens 72 Leistungspunkte erreicht sein. Dazu müssen mindestens 2 mittlere Distanzritte (ab 60 km) sowie 3 lange Distanzritte (ab 80 km) in der Wertung absolviert worden sein oder
•	die Anforderungen gelten als erfüllt, wenn die Stute 2000 km in der Wertung nach dem Reglement der VDD zurückgelegt hat.
Darüber hinaus wird folgendes Ergebnis beim Bundesweiten Championat des Freizeitpfer-des/-ponys anerkannt:
•	das Erreichen einer Mindestgesamtpunktzahl von 65 Punkten.
§ 514i Weitere Bestimmungen zum Fjord Pferd
Als Prefix/Suffix wird ein dem Pferdenamen vorangestelltes/nachgestelltes Wort bezeichnet. Es soll eine auf die Zuchtstätte oder den Züchter bezugnehmende Bedeutung haben und darf ausschließlich für von dieser Zuchtstätte oder diesem Züchter gezogene Pferde ver-wendet werden. Missverständliche Begriffe können abgelehnt werden.
Das Prefix/Suffix ist vom Züchter für seine Zuchtstätte ausschließlich bei der FN zu beantra-gen. Ist das Prefix/Suffix über die FN beim Central Prefix Register eingetragen, so ist es au-tomatisch Eigentum des Antragstellers und darf von keinem anderen Züchter benutzt wer-den. Es ist dann innerhalb aller diesem Register angeschlossenen Züchtervereinigungen geschützt. Das Prefix/Suffix muss für alle Ponys oder Kleinpferde des Züchters, bei denen er als Züchter in der Zuchtbescheinigung aufgeführt ist, benutzt werden.
Prefixe/Suffixe, die bislang von den Züchtervereinigungen nur regional für die Zuchtstätte registriert wurden, werden nicht automatisch in das CPR (Central Prefix Register) übernom-men, sondern müssen vom Züchter erneut über die Deutsche Reiterliche Vereinigung bean-tragt werden.
Ist ein Name mit einem registrierten Zuchtstättennamen verbunden, so ist dieser bei Eintra-gung in ein Zuchtbuch ohne Änderungen oder Ergänzungen zu übernehmen.
Zuchtprogramm des Bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V.; www. Ponys-aus-Bayern.de

References: § 514

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 § 9
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 § 12
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