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Timestamp: 2020-04-01 23:53:54+00:00

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Wieviele Std. bei (halben) Feiertag & bei Krankheit/Urlaub? - arbeitsrecht.de Forum - Das Forum zum Arbeitsrecht und Sozialrecht
Wieviele Std. bei (halben) Feiertag & bei Krankheit/Urlaub?
nach langwieriger Suche im Internet habe ich immernoch keine Antworten auf meine Fragen, mit denen ich wirklich was anfangen konnte, gefunden.
Ich bin Auszubildene bei einem Getränkemarkt, habe eine 40 Stunden-Woche, wobei sich diese Stunden unregelmäßig auf die 6 Tage (Mo-Sa) verteilen.
Ist es richtig, dass ich mir im Krankheitsfall oder bei Urlaub 6,6 Stunden für einen Tag im Stundenzettel eintrage? Also,
40 Stunden/6Tage = 6,6
Und sieht's da bei Feiertagen anders aus? Bisher war es bei uns immer so geregelt, dass jeder (egal in welchem Angestellten-Verhältnis) sich 8 Stunden pro Feiertag aufgeschrieben hat.
Was ist bei "halben" Feiertagen zu beachten? An Heiligabend z.B. haben wir von 8 - 13 Uhr geöffnet, somit hätte ich (abzgl. Pause) 4,75 Stunden gearbeitet.
Mein Freund meint, das wäre dann sozusagen ein "geschenkter" halber Urlaubstag, den ich mir zusätzlich aufschreiben dürfte, ohne, dass dabei ein halber Urlaubstag draufgeht, weil es ja auch theoretisch sein KÖNNTE, dass ich regelmäßige Arbeitszeiten (z.B. täglich von 8-15 = ca. 40 Stunden/Woche) habe. Da es ja aber für mich gar nicht möglich ist, an solchen Tagen wie Heiligabend meine Stundenzahl zu erreichen, müsste ich das ja demnach nacharbeiten. Aber was kann ich dafür, wenn der Laden nur bis 13 Uhr aufhat? Und ist das mit flexiblen Arbeitszeiten dann anders geregelt?
Wäre Euch für Hilfe sehr verbunden! =)
Stichworte: feiertag, heiligabend, stunden, urlaub
AW: Wieviele Std. bei (halben) Feiertag &amp; bei Krankheit/Urlaub?
einen tarifvertrag wird es bei euch nicht egben ?
was ist denn im arbeitsvertrag zur lohnfortzahlung im krankheitsfall geregelt ?
kann man das m.A.n. schon so regeln, daß pro krankheitstag eine durchschnittsarbeitszeit gerechnet wird
bei feiertagen sagt der § 4 EntgFG :
Ist der Arbeitgeber für Arbeitszeit, die gleichzeitig infolge eines gesetzlichen Feiertages ausgefallen ist, zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts nach § 3 oder nach § 3a verpflichtet, bemißt sich die Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts für diesen Feiertag nach § 2.
sowohl der 24. als auch der 31. sind ganz normale arbeitstage
der AG legt per direktionsrecht die arbeitszeit fest
daraus entstehende "minusstunden" dürfen daher nicht zulasten des AN gehen
bzgl. "flexibler arbeitszeiten" müsste man schauen, was dazu genau vereinbart wäre
Zitat von MaikäFer Beitrag anzeigen
Ich gehe mal davon aus, dass du noch nicht 18Jahre alt bist.
(Jugendarbeitsschutzgeset z - JArbSchG)
Jugendliche dürfen nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden. Die beiden wöchentlichen Ruhetage
sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen.
Falls du schon über 18Jahre bist, kannst du diesen Hinweis ignorieren.
Zu 1. Habt ihr keinen Dienstplan? Meiner Meinung nach muss das was auf dem dienstplan steht gut geschrieben werden, was natürlich dazu führt, dass du an einem Tag an dem du frei hast auch keine Gutschrift bekommst wenn du krank bist. Von daher kann man das mit den 6.6h schon so machen, es kommt im Durchschnitt aufs selbe raus.
2. Am Feiertag ist es genauso. Dir wird das gutgeschrieben was im Dienstplan steht.
3. Im Einzelhandel gelten oft Tarifverträge, da müsste man mal schauen. Ansonsten was sagt denn der AG dazu?
Wir haben einen Dienstplan, wo die Uhrzeiten draufstehen.
Mo 8 - 18
Di 8- 18
Do 12 - 20
Das ist jede Woche absolut anders.
Wenn ich mal 'n Tag krank bin oder Urlaub habe, ist dieser Tag mit einem "K" oder "U" vermerkt.
Wenn ich mich das nie gefragt und das beim Chef angemerkt hätte, würde ich mir bis heute noch unbemerkt für jeden fehlenden Tag (ob Urlaub, Krankheit oder Feiertag) 8 Stunden aufschreiben, weil da anscheinend keiner einen Gedanken dran verschwendet hat.
Mittlerweile sind's dann, nach meiner Logik, immer 6.6 Std.
Wegen des Tarifvertrags werd' ich mich mal erkundigen.
Und übrigens hab' ich mit'm Jugendschutz nix mehr zutun, aus dem Alter bin ich (leider) raus ;D
hab ich ganz überlesen, daß du azubi bist
interessante seite für azubis
§ 19 BBiG sagt aus, wenn die ausbildung entfällt, ohne daß du etwas dafür kannst, kann es keine minusstunden geben (z.b. wenn 24. und 31. nur halbtags "ausgebildet" wird
Vielen, lieben Dank! Steht einiges, interessantes drin.
Bleibt trotzdem noch die Frage, wie das bei flexibler Arbeitszeit geregelt ist.
Ich kann mir vorstellen, dass das dort nicht zutrifft, weil oft gesagt wird "..dürfen dem Arbeitnehmer keine Minusstunden aufgeschrieben werden", d.h. immer nur dann, wenn es zum Nachteil des AN wird, was bei mir nicht der Fall ist.
, weil oft gesagt wird "..dürfen dem Arbeitnehmer keine Minusstunden aufgeschrieben werden", d.h. immer nur dann, wenn es zum Nachteil des AN wird, was bei mir nicht der Fall ist.
verstehe ich jetzt nicht, die aussage
Ich meine: Man kann oft nachlesen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer keine Minusstunden aufschreiben darf, wenn der AN nichts dafür kann, dass er, z.B. aufgrund eines Feiertages, zu wenig arbeitet.
In meinem Fall arbeite ich aber nicht zu wenig, weil ich ja zeitlich flexibel bin und somit easy meine "fehlenden" Stunden ausgleichen kann.
du "könntest"
aber der AG muß sie eben auch abrufen, indem er "erklärt" (§ 315 BGB absatz 2) im sinne von "bestimmt", wann du arbeitest
macht er dies nicht, ist das sein problem, nicht deine "minusstunden"
zudem "arbeitest" du ja nicht, sondern wirst "ausgebildet"
daher wieder § 19 BBiG

References: § 4
 § 3
 § 3
 § 2

§ 19
 § 19