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Timestamp: 2019-01-18 05:14:09+00:00

Document:
Mit Kindern erfolgreich studieren - Familienservice FAU Erlangen
und des Universitätsklinikums Erlangen
09131/85-23231, 85-26980, 85-26981
09131/85-24730
Homepage: www.familienservice.fau.de
Christian Müller-Thomas, Heidrun Stollberg
Auflage April 2015
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes kann keine Garantie übernommen werden. Eventuelle gesetzliche Neuregelungen sind den aktuellen gesetzlichen Quellen zu entnehmen.
Einleitung ........................................................................................................................................ 7
Regelungen der Hochschule und Organisation des Studiums ...................................... 8
Beurlaubung vom Studium ...........................................................................................................8
Beurlaubung wegen Mutterschutz und Erziehungszeiten .............................................................. 8
Antragstellung ................................................................................................................................................... 9
Studien- und Prüfungsleistungen während der Beurlaubung.................................................... 10
1.4 Beurlaubung und BAföG bzw. Grundsicherung für Arbeitssuchende
(Arbeitslosengeld II) ................................................................................................................................................ 11
Exmatrikulation ............................................................................................................................................. 11
Prüfungsordnung .......................................................................................................................... 12
Finanzielle Unterstützung ...................................................................................................... 13
Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ....................... 13
Kinderzuschlag............................................................................................................................................... 13
Altersgrenze .................................................................................................................................................... 13
Förderungshöchstdauer ............................................................................................................................. 14
1.3.1 Überschreitung der Förderungshöchstdauer .......................................................................... 14
1.3.2 Studienabschlusshilfe ............................................................................................................. 15
Leistungsnachweis ....................................................................................................................................... 15
Kurzfristige Darlehen .................................................................................................................................. 15
Neue Finanzierungsmöglichkeiten ........................................................................................................ 16
BAföG Rückzahlung ...................................................................................................................................... 16
1.7.1 Normale Darlehensleistungen ................................................................................................ 16
1.7.2 Verzinsliches Darlehen der KfW .............................................................................................. 17
Informationen und Beratung ................................................................................................................... 18
Leistungen des Studentenwerks .............................................................................................. 19
Kurzfristige Darlehen .................................................................................................................................. 19
Langfristige Darlehen (Studienabschlussdarlehen) ....................................................................... 19
2.2.1 Grundsätzliches ...................................................................................................................... 19
2.2.2 Zweckgebundenheit................................................................................................................ 19
2.2.3 Antragstellung ........................................................................................................................ 20
2.2.4 Höhe und Rückzahlung des Darlehens.................................................................................... 20
2.2.5 Bildungskreditprogramm........................................................................................................ 20
Elterngeld ......................................................................................................................................... 21
Wer hat Anspruch auf Elterngeld? ......................................................................................................... 21
Höhe desElterngeldes.................................................................................................................................. 22
Dauer des Bezugs von Elterngeld ........................................................................................................... 23
Elterngeld und Mutterschaftsgeld.......................................................................................................... 25
Elterngeld und andere Sozialleistungen .............................................................................................. 25
Elterngeld und Unterhalt ........................................................................................................................... 26
Elterngeld und Sonstiges ........................................................................................................................... 26
Antragstellung ................................................................................................................................................ 27
Landeserziehungsgeld ................................................................................................................................ 28
Kindergeld ....................................................................................................................................... 30
Anspruchsvoraussetzungen ..................................................................................................................... 30
Antrag und Auszahlung des Kindergeldes .......................................................................................... 31
Kinderzuschlag............................................................................................................................... 32
Anspruchsvoraussetzungen ..................................................................................................................... 32
Höhe des Kinderzuschlags......................................................................................................................... 33
Antrag und Auszahlung des Kinderzuschlags ................................................................................... 33
Wohngeld bzw. Wohnkostenzuschuss ................................................................................... 34
Wer hat Anspruch auf Wohngeld ........................................................................................................... 34
Höhe des Wohngeldes ................................................................................................................................. 35
Antragstellung ................................................................................................................................................ 35
Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld für Studierende mit Kind ....................................... 37
Allgemeine Bezugsvoraussetzungen..................................................................................................... 37
ALG 2 für Studierende ................................................................................................................................. 38
Mehrbedarfszuschläge und einmalige Leistungen .......................................................................... 38
Sozialgeld.......................................................................................................................................................... 39
Beurlaubte Studierende ............................................................................................................................. 40
Antragsstellung .............................................................................................................................................. 40
Halbwaisenrente/ Waisenrente............................................................................................... 42
Voraussetzungen für den Bezug von Halbwaisenrente ................................................................ 42
Zeitraum des Bezuges von Halbwaisenrente .................................................................................... 42
Berechnung von Halbwaisenrente ......................................................................................................... 43
8.3.1 Eigene Bezüge des hinterbliebenen Kindes............................................................................. 43
Anrechnung der Halbwaisenrente auf andere soziale Leistungen ........................................... 43
Halbwaisenrente und Kindergeld .......................................................................................................... 44
Halbwaisenrente und Erziehungsrente ............................................................................................... 44
Halbwaisenanspruch während eines Urlaubssemesters.............................................................. 44
Halbwaisenrente und gesetzliche Krankenversicherung............................................................. 45
Krankenversicherung in der Beurlaubung ......................................................................................... 45
Unterhaltsleistungen ................................................................................................................... 46
Unterhaltsleistungen für das Kind nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ............................... 46
9.1.1 Regelbetrag (nach § 1612a, Abs. 1 BGB) ................................................................................ 46
9.1.2 Wer ist unterhaltspflichtig? .................................................................................................... 46
9.1.3 Unterhaltsbedarf des Kindes ................................................................................................... 47
Ansprüche der Kindesmutter gegen den Kindesvater ................................................................... 48
Sonderbedarf .................................................................................................................................................. 49
Unterhaltsvorschuss .................................................................................................................................... 49
9.4.1 Wer hat Anspruch auf Unterhaltsvorschuss? ......................................................................... 49
9.4.2 Antragstellung ........................................................................................................................ 50
Leistungen der Krankenkasse/ Mutterschaftsgeld........................................................... 52
10.1 Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen .................................................................. 52
10.2 Mutterschaftsgeld ......................................................................................................................................... 53
10.3 Leistungen der Krankenkasse bei Erkrankung des Kindes ......................................................... 55
10.4 Leistungen der Krankenkasse bei Erkrankung der Studierenden............................................ 56
10.5 Eltern-Kind-Kuren ........................................................................................................................................ 57
Stiftungen ......................................................................................................................................... 57
11.1 Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens"................................... 57
11.2 Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" ....................................................................................... 58
11.3 Förderverein Familie und Wissenschaft ............................................................................................. 60
Wohnen mit Kind in Erlangen und Nürnberg ................................................................. 61
Angebote des Studentenwerks ................................................................................................. 61
Sozialwohnungen .......................................................................................................................... 62
Wohnen für alleinerziehende Mütter .................................................................................... 63
Kinderbetreuung ....................................................................................................................... 65
Angebote des Studentenwerks ................................................................................................. 65
Kinderbetreuungseinrichtungen anderer Träger............................................................. 66
Tagesmuttervermittlung ............................................................................................................ 67
Betreuung in den Schulferien ................................................................................................... 69
Betreuungsangebote des Familienservice der FAU und des Klinikums .................... 70
Ferienbetreuung für Schulkinder ........................................................................................................... 70
Tagungsservice .............................................................................................................................................. 70
Flexible Kurzzeitbetreuung für Kinder von Studierenden........................................................... 71
Altersgemischte Kinderbetreuung im "Netz für Kinder" ................................................ 71
Übernahme der Betreuungskosten......................................................................................... 74
Beratungsdienste ...................................................................................................................... 76
Beratungsstellen für Schwangerschaft und Geburt .......................................................... 76
Psychologisch-psychotherapeutische Beratungsstelle des Studenten- werks ....... 78
Zentrale Studienberatung .......................................................................................................... 79
Rechtsberatung des Studentenwerks .................................................................................... 79
Beratungs- und Prozesskostenhilfe ........................................................................................ 80
Mieterberatung .............................................................................................................................. 80
Weiterführende Adressen und Anlaufstellen ................................................................. 81
Broschüren ...................................................................................................................................... 81
Kontakte und Links für Alleinerziehende ............................................................................ 82
Familienservice .............................................................................................................................. 83
„Ein wichtiges Ziel der FAU ist die Chancengleichheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. […]
Die FAU strebt die Balance zwischen Studium, Beruf und Familie an“ heißt es im Leitbild der FAU.
Die Vereinbarkeit von Studium, wissenschaftlichem Arbeiten und familiären Verpflichtungen sowie
die Schaffung einer familienfreundlichen Arbeitswelt ist also ein erklärtes Ziel der FAU. Aus diesem
Grund hat die FAU bereits 2008 das Grundzertifikat „audit familienfreundliche hochschule“ erworben, 2011 erfolgte die Reauditierung, 2014 die Re-Auditierung Konsolidierung.
Als ein Baustein einer familienfreundlichen Studien- und Forschungsumgebung möchte diese Broschüre des Familienservice Sie als Studierende der FAU darin unterstützen, Studium und familiäre
Verpflichtungen erfolgreich zu vereinbaren. Sie finden darin unter anderem Informationen zur Organisation des Studiums, zu Möglichkeiten finanzieller Unterstützung, zu Anlauf- und Beratungsstellen
sowie zu Kinderbetreuungsmöglichkeiten an der FAU.
Für Mitarbeitende der FAU gibt es eine entsprechende Broschüre „Beruf, Wissenschaft und Familie
vereinbaren“. Eine weitere Broschüre zum Thema „Familienfreundlich Führen“ ist in Vorbereitung.
Gerne nehmen wir Hinweise auf fehlende Informationen und Themen entgegen, da wir bemüht sind,
unsere Broschüren laufend aktuell zu halten.
Regelungen der Hochschule und Organisation des Studiums
Das Bayerische Hochschulgesetz (BayHSchG) legt in Art. 2 Satz 3 folgende Aufgaben für die Hochschule fest:
"Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der Studenten mit und unterstützen die Einrichtung von Kinderbetreuungsstätten. Sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern und von behinderten Studenten und bestellen einen Beauftragten für behinderte
Studierende, dessen Aufgaben in der Grundordnung geregelt werden können."
1. Beurlaubung vom Studium
Beurlaubung wegen Mutterschutz und Erziehungszeiten
Nach Art. 48 Abs. 2 des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) können Studierende auf Antrag
aus wichtigem Grund von der Verpflichtung zum ordnungsgemäßen Studium befreit werden, d.h. sie
können beurlaubt werden. Eine Beurlaubung kann bis zu insgesamt zwei Semestern gewährt werden.
Für Schwangere und studierende Eltern existieren gesonderte Regelungen bzgl. Beurlaubung vom
Studium. Als "wichtiger Grund" gelten auch Umstände, die bei ArbeitnehmerInnen Mutterschutz und
Elternzeit begründen. Studierenden wird daher auf Antrag Beurlaubung wegen Mutterschaft (Mutterschaftsurlaub) und Elternzeit ab der Geburt des Kindes bis längstens zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes gewährt. Art. 3 Abs. 7 der Richtlinien der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg zur Beurlaubung vom Studium erlaubt zudem, dass zwölf Monate dieser Elternzeit auf später verschoben und bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Kindes genommen werden dürfen.
Bei der Antragstellung muss der Mutterpass oder die Geburtsurkunde vorgelegt werden.
Bei einem angenommenen Kind und bei einem Kind in Adoptionspflege kann Beurlaubung von insgesamt drei Jahren ab der Inobhutnahme, längstens bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Kindes,
Nach dem Bundeserziehungsgesetz bzw. ab 01.01.2007 nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) können auch Väter von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich beurlauben zu lassen.
Die alleinige oder gemeinsame Inanspruchnahme der Beurlaubung darf von den Elternteilen auf bis
zu vier Zeitabschnitte verteilt werden.
Gemäß Art. 48 Abs. 4 des BayHSchG wird die Zeit der Beurlaubung wegen Mutterschaft und Kindererziehung nicht auf die Beurlaubung aus wichtigem Grund gemäß Art. 48 Abs. 2 Satz 2 (BayHSchG)
angerechnet. Es können also zusätzlich bis zu zwei Urlaubssemester aus anderen Gründen (z.B. Auslandssemester etc.) beantragt werden bzw. bereits durchgeführt worden sein, die nicht auf die Beurlaubung wegen Mutterschaft und Erziehungszeiten angerechnet werden.
Auch nach Ablauf der Elternzeit kann es Gründe geben, die eine Beurlaubung rechtfertigen, wobei
hier neben dem Grund, ein Kind zu erziehen, weitere Gründe, die ein ordnungsgemäßes Studium
verhindern, hinzukommen müssen.
Die Universität entscheidet im Einzelfall im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens. Es wird geprüft, ob die vorgebrachten Gründe die Beurlaubung für ein Semester rechtfertigen, denn nicht jede
subjektiv empfundene Beeinträchtigung kann bei objektiver Betrachtung als "wichtiger Grund" gemäß Art. 48 Abs. 2 Satz 2 (BayHSchG) für eine Beurlaubung anerkannt werden. So hindert eine
Schwangerschaft beispielsweise eine Studentin nicht unbedingt am Studium, wobei eine anstehende
Geburt, sofern der voraussichtliche Entbindungstermin in die Vorlesungszeit des betreffenden Semesters fällt, als wichtiger Grund anerkannt wird. Ebenso gilt dies für schwangere Studentinnen, die
durch ein ärztliches Attest ihre Studierunfähigkeit nachweisen.
Für ab dem 01.07.2015 geborene Kinder treten voraussichtlich neue Regelungen zur Flexibilisierung
der Elternzeit in Kraft:
Mütter und Väter können ihre Elternzeit flexibler verteilen. Auch weiterhin sind pro Elternteil 36 Monate unbezahlte Auszeit vom Job bis zum dritten Geburtstag des Kindes möglich. Davon können aber
24 Monate statt bisher zwölf zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes eingesetzt werden. Außerdem kann die Elternzeit in drei Zeitabschnitte pro Elternteil eingeteilt werden. So können
Eltern ihre Kinder auch später für eine Zeit lang intensiver begleiten, wenn dies notwendig wird – zum
Beispiel beim Eintritt in die Schule.
Diese Regelung betrifft Sie als Eltern ab 2018. Es ist davon auszugehen, dass die FAU sich bei der Genehmigung der Urlaubssemester aus wichtigem Grund an diese Regelung anlehnen wird. Dies steht
jedoch zum Zeitpunkt der Endredaktion noch nicht fest. Bei diesbezüglichen Fragen wenden Sie sich
an die Studentenkanzlei oder den Familienservice.
Der Antrag auf Beurlaubung ist persönlich in der Studentenkanzlei der jeweiligen Hochschule zu stellen. Der "wichtige Grund" ist nachzuweisen (z.B. Vorlage des Mutterpasses, Geburtsurkunde). Mit
der Rückmeldung muss der Antrag auf Beurlaubung jedes Semester neu gestellt werden! Die Gründe für eine Beurlaubung sind immer vorzutragen und soweit möglich nachzuweisen.
Die Beurlaubung kann längstens für insgesamt drei Jahre je Kind erfolgen. Bei jedem weiteren Kind
verlängert sich die Frist – je nach Geburtstermin des Kindes – um bis zu drei weitere Jahre. Sollte die
Dreijahresfrist sich mit Semesterzeiten überschneiden, so kann u. U. auch noch ein weiteres Semester genehmigt werden.
Der Antrag auf Beurlaubung muss spätestens bis Vorlesungsbeginn des betreffenden Semesters
gestellt werden. Tritt der Grund für die Beurlaubung (z.B. die Schwangerschaft) erst im Laufe des
Semesters ein, so kann die Beurlaubung nur noch in Ausnahmefällen rückwirkend genehmigt werden. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall ausschließlich an den Familienservice.
Rückmeldungen und Beurlaubungen erfolgen in der
Studentenkanzlei der Friedrich-Alexander-Universität
Tel.: 09131/85-24042
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8.30 - 12.00 Uhr
Studien- und Prüfungsleistungen während der Beurlaubung
Während allgemeiner Beurlaubungen können Studien- und Prüfungsleistungen nicht erbracht werden, eine Wiederholung nicht bestandener Prüfungen ist allerdings möglich (Art. 48 Abs. 3 BayHSchG). Die Fristen für eine Wiederholung nicht bestandener Prüfungen laufen trotz Beurlaubung in
der Regel weiter. Es ist deshalb beim Prüfungsamt ein Antrag auf Verlängerung der Wiederholungsfrist zu stellen.
Ausnahme: Studierende, die vom Studium aufgrund von Mutterschaftsurlaub und Elternzeit (nur
dann!) beurlaubt sind, können Studien- und Prüfungsleistungen gemäß Art. 48 Abs. 4 Satz 2 BayHSchG erbringen!
Diese Regelung wurde in der Fassung des BayHSchG vom 2. Oktober 1998 neu aufgenommen und
soll der besonderen Situation von studierenden Eltern Rechnung tragen.
Wird im Anschluss an die Beurlaubung vom Studium aufgrund von Mutterschaftsurlaub und Elternzeit eine weitere Beurlaubung aus "wichtigem Grund" gewährt, gilt Art. 48 Abs. 3 BayHSchG, d.h.
Studien- und Prüfungsleistungen – mit Ausnahme von Wiederholungsprüfungen – dürfen nicht erbracht werden.
Zu beachten ist, dass während einer Beurlaubung kein Anspruch auf Leistungen nach BAföG besteht.
Nach Art. 48 Abs. 2 Satz 1 BayHSchG entfällt mit der Beurlaubung die Verpflichtung zu einem ordnungsgemäßen Studium und somit zur Durchführung der dem Grunde nach förderungsfähigen Ausbildung für den Zeitraum der Beurlaubung.
Bei dem/der Beurlaubten handelt es sich daher nicht um eine/n Auszubildende/n im Sinne des § 7
Abs. 5 SGB II, dessen/deren Ausbildung im Rahmen des BAföG oder des Arbeitsförderungsgesetzes
dem Grunde nach förderungsfähig ist und die daher aufgrund seiner/ihrer Ausbildung von Ansprüchen auf Grundsicherung für Arbeitssuchende ausgeschlossen ist. Die Beurlaubung nach Art. 48 Abs.
2 Satz 1 BayHSchG führt dazu, dass ALG II bzw. Sozialhilfeansprüche geltend gemacht werden können (vgl. Kap. C. 7. Ff.).
Den aus Erziehungsgründen beurlaubten Studierenden ist es aber möglich, trotz ihres mangelnden
Status als Studierende einer Beschäftigung als studentische Hilfskraft an der Universität nachzugehen.
1.5 Exmatrikulation
Neben der Beurlaubung besteht auch die Möglichkeit, sich für einen bestimmten Zeitraum zu exmatrikulieren. Dies sollte allerdings erst in Betracht gezogen werden, wenn die Möglichkeiten zur Beurlaubung ausgeschöpft sind. Die Wiederzulassung richtet sich nach den dazu geltenden gesetzlichen
Vorschriften. Die Fortsetzung des Studiums richtet sich nach den Bedingungen der zum Zeitpunkt der
Wiederimmatrikulation geltenden Prüfungsordnung. Bei der Exmatrikulation vom Studium während
der Elternzeit mit dem Ziel der späteren, erneuten Immatrikulation können deshalb unvorhersehbare
Schwierigkeiten im späteren Studienverlauf auftreten.
In jedem Fall ist es sinnvoll, sich vor einer Exmatrikulation oder Beurlaubung über die Auswirkungen
dieser Entscheidungen beim Informations- und Beratungszentrum für Studiengestaltung (IBZ) oder
der Studentenkanzlei beraten zu lassen.
IBZ (Informations- und Beratungszentrum für Studiengestaltung der Friedrich-AlexanderUniversität)
Schlossplatz 3/ Halbmondstraße 6 (Beratungsbüro) Raum 0.021
Tel.: 09131/ 85-23333 oder 09131/ 85-24444
In den allgemeinen Bestimmungen der Diplom-, Magister- und Bachelorprüfungsordnungen wird die
Situation Studierender mit Kindern wenig berücksichtigt. So ist beispielsweise nach Prüfungsanmeldung eine Verschiebung des Prüfungstermins bzw. eine kurzfristige Abmeldung von der Prüfung bislang nur im Falle einer ärztlich attestierten Krankheit oder Behinderung – im Ausnahmefall auch bei
Krankheit des zu versorgenden Kindes – möglich.
Zu beachten ist, dass es an jeder Fakultät einen Prüfungsausschuss gibt, der auf Antrag individuelle
Einzelfallentscheidungen treffen kann. Es gilt immer, die aktuelle Notlage umfassend zu schildern
und den jeweiligen Antrag gut zu begründen (sog. Härtefallantrag). Man sollte sich rechtzeitig und
genauestens erkundigen, was als Prüfungshinderungsgrund anerkannt wird und bis wann entsprechende Anträge gestellt werden müssen (z.B. ein Verlängerungsantrag für die Bachelor- oder Masterarbeit). Ebenso sind die in den Prüfungsordnungen festgelegten Melde- und Bearbeitungsfristen
Auskunft erteilen die Dekanate der zuständigen Fachbereiche und die entsprechende Abteilung im
zentralen Prüfungsamt der Hochschule. Obwohl sich die MitarbeiterInnen dort erhebliche Mühe
geben, Ratsuchende umfassend zu informieren und ihnen weiterzuhelfen, kann es vorkommen, dass
auf Grund der vielen verschiedenen Prüfungsordnungen für die einzelnen Fächer nicht alle Ausnahmeregelungen, die im jeweiligen Einzelfall greifen könnten, bekannt sind. Es kann daher nur geraten
werden, Prüfungsordnungen im Detail zu lesen!
Ausbildungsförderung nach dem BAföG wird geleistet, wenn dem Auszubildenden unter Berücksichtigung des eigenen Einkommens und Vermögens sowie des Einkommens der Eltern und des Ehegatten die für den Lebensunterhalt und die Ausbildung notwendigen Mittel nicht zur Verfügung stehen.
Für Studierende mit Kindern existieren im Rahmen des BAföG Sonderregelungen, auf die sich die
folgenden Ausführungen beschränken.
Grundsätzliche Ausführungen zum BAföG können Sie der Internetseite www.studienfinanzierung.de
oder der Broschüre Ausbildungsförderung-Bafög, Bildungskredit und Stipendien" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entnehmen.
Seit dem Wintersemester 2007/08 wird nach dem BAföG für studierende Eltern monatlich ein Zuschlag für Kinderbetreuung von 113 € für das erste Kind und 85 € für jedes weitere Kind gewährt.
Dieser fällt in der Regel nur dem das Kind betreuenden Elternteil zu und wird an Familien nur einmal
ausgezahlt. Der Kinderbetreuungszuschlag wird auch dann gewährt, wenn die Förderung im Übrigen
als Bankdarlehen (vgl. Kapitel C – Finanzielle Unterstützung, Punkt 1.6) erfolgt.
Der Kinderbetreuungszuschlag ist zu einhundert Prozent vom Bund bezuschusst und stellt kein
Darlehen dar, muss also nicht zurückgezahlt werden. Er ist vollständig der Betreuungseinrichtung
des Kindes zu zuführen.
Grundsätzlich können nach dem BAföG nur Auszubildende gefördert werden, die vor Vollendung des
30. Lebensjahres mit dem Studium begonnen haben. Bei Masterstudiengängen wurde diese Grenze
auf 35 Jahre angehoben.
Ausnahmsweise kann von studierenden Eltern auch eine Förderung beantragt werden, wenn das
Studium erst nach dieser Altersgrenze begonnen wurde. Nach einer neuen Regelung, die zum
1.Oktober 2010 in Kraft tritt, müssen die Studierenden dabei nicht mehr nachweisen, dass die Kindererziehung maßgeblich verantwortlich für einen späteren Start in das Studium war. Das heißt, die
Kindererziehung allein berechtigt zu einer Förderung über die Altersgrenze hinaus.
1.3.1 Überschreitung der Förderungshöchstdauer
Ausbildungsförderung wird für die Dauer der Ausbildung bis zum Erreichen eines berufsqualifizierenden Abschlusses geleistet, längstens jedoch bis zum Erreichen der Förderungshöchstdauer. Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit des jeweiligen Studienganges.
Bei Vorliegen besonderer Umstände kann die Förderung auch über das Ende dieser Förderungshöchstdauer hinaus gewährt werden. Solche besonderen Umstände liegen unter anderem auch dann
vor, wenn die Förderungshöchstdauer auf Grund einer Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung von Kindern unter zehn Jahren überschritten wird. In diesem Fall kann für eine angemessene
Zeit über die Förderungshöchstdauer hinaus Ausbildungsförderung geleistet werden.
In der Verwaltungsvorschrift zum BAföG § 15 sind folgende Verlängerungszeiten als angemessene
Zeit festgelegt:
Erziehung in den ersten fünf Lebensjahren
Erziehung im sechsten und siebten Lebensjahr
Erziehung im achten bis zehnten Lebensjahr
Bei diesen Verlängerungstatbeständen können auch mehrere Kinder berücksichtigt werden, jedoch
kann jeder Verlängerungszeitraum insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden!
Um die zusätzliche Förderung zu erhalten ist grundsätzlich ein Antrag nach § 15 Abs. 3 Satz 5 BAföG
zu stellen. Die Verlängerungszeiten für Kindererziehung können von jedem Elternteil beantragt werden, jedoch nicht gleichzeitig von beiden Elternteilen. Es ist darzulegen, wie die Kinderbetreuung
zwischen beiden Eltern aufgeteilt ist.
Weitere Voraussetzungen für die Gewährung von Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus
sind, dass das Studium innerhalb der möglichen angemessenen Verlängerungszeit – einschließlich
der Zeit einer möglichen Studienabschlusshilfe (siehe C 1.3.2) – auch tatsächlich abgeschlossen werden kann.
Soweit eine Förderung über die Förderungshöchstdauer wegen Schwangerschaft oder Kindererziehung gewährt wird, erfolgen diese Leistungen in voller Höhe als Zuschuss, d.h. sie sind nicht zurückzuzahlen.
1.3.2 Studienabschlusshilfe
Soweit die Verlängerungszeiten für Schwangerschaft und Kindererziehung nicht ausreichen, um das
Studium abzuschließen, kann noch für bis zu 12 Monate Studienabschlusshilfe nach dem BAföG
Die Voraussetzungen für diese Studienabschlusshilfe sind:
Zulassung zur Abschlussprüfung spätestens vier Semester nach Ende der Förderungshöchstdauer oder der Zeit der Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus und
Vorlage einer Bestätigung des Prüfungsamtes, dass das Studium innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden kann.
Diese Studienabschlusshilfe nach dem BAföG wird in voller Höhe als Darlehen geleistet, das zu verzinsen ist. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt über die KfW Förderbank.
Vom fünften Studiensemester an wird Ausbildungsförderung nur dann geleistet, wenn die Auszubildende den so genannten Leistungsnachweis vorgelegt hat. In diesem besonderen Formblatt muss
vom/n dem/der zuständigen Leistungsgutachter/in bestätigt werden, dass bis zum Ende des vierten
Studiensemesters die üblichen Leistungen erbracht wurden.
Die Vorlage dieses Leistungsnachweises kann auf besonderen Antrag aufgeschoben werden, wenn
Gründe vorliegen, die eine spätere Förderung über die Förderungshöchstdauer (siehe C 1.3.1) rechtfertigen würden.
Schwangerschaft, Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren stellen also auch einen Grund
für die Verschiebung des Leistungsnachweises dar.
Kommt es bei Studierenden, die einen Anspruch nach dem BAföG haben, bei der Bearbeitung der
Anträge und Auszahlung der Förderungsbeträge zu Verzögerungen, die der Studierende nicht zu vertreten hat, so kann in Ausnahmefällen ein zinsloses kurzfristiges Darlehen aus Studentenwerksmit15
teln gewährt werden. Zuständig für die Gewährung dieses Darlehens ist das Amt für Ausbildungsförderung.
Deutsche und aus EU-Ländern stammende Studierende, die nicht von der Beitragspflicht befreit sind,
können ein spezielles bayerisches Studienbeitragsdarlehen aufnehmen. Es wird von der KfW Förderbank auf Grund eines Vertrages mit dem Freistaat Bayern zu besonderen Konditionen angeboten.
Es wird ohne Bonitätsprüfung für zehn Semester (Erststudium) gewährt.
Der Kreditantrag ist unter der unten genannten Internetplattform der KfW erhältlich und bei der
Studentenkanzlei einzureichen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Sie sich durch einen Personalausweis legitimieren und in Anwesenheit eine/r MitarbeiterIn den Antrag unterschreiben. Die Studentenkanzlei leitet unterschriebene Anträge an die KfW weiter und erhält während der Laufzeit
direkt von der KfW die Studienbeiträge je Semester.
1.7.1 Normale Darlehensleistungen
Die Leistung von BAföG erfolgt grundsätzlich je zur Hälfte als Zuschuss und als Darlehen. Das "normale" Darlehen ist – beginnend fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer – innerhalb von
20 Jahren in Beträgen von monatlich mindestens 105 € zurückzuzahlen. Die Gesamtrückzahlungssumme ist auf 10000 € begrenzt.
Die Rückzahlung des Darlehens kann auf Antrag zinsfrei gestundet werden, wenn eine bestimmte
Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Diese beträgt derzeit 1070 € monatlich.
Dieser Betrag erhöht sich um
535 € für den Ehegatten
485 € für Kinder
die notwendigen Aufwendungen für die Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt
gehörenden Kindes unter 16 Jahren, maximal jedoch 175 € für das erste Kind und 85 € für jedes weitere Kind für Alleinstehende auf besonderen Antrag
Auf diese Beträge sind wiederum Einkommen von Ehegatten und Kindern anzurechnen.
Der Rückzahlungsbetrag kann auf Antrag für jeweils ein Jahr erlassen werden, in dem die oben genannten Einkommensgrenze nicht überschritten wird, ein Kind bis zu 10 Jahren oder ein behindertes
Kind gepflegt und betreut werden und nicht mehr als 10 Stunden in der Woche eine Erwerbstätigkeit
Die Voraussetzungen für die Stundung bzw. den Erlass der Darlehensschuld müssen glaubhaft gemacht und nachgewiesen werden. Stundung bzw. Erlass können rückwirkend längstens für die vier
Monate vor dem Monat erfolgen, in dem der Antrag gestellt wird.
Das für die Rückzahlung der Darlehen zuständige Bundesverwaltungsamt meldet sich automatisch ca.
ein halbes Jahr vor Beginn der Rückzahlungspflicht, teilt die Höhe der zurückzuzahlenden Darlehenssumme mit und informiert über die Möglichkeiten der Stundung und des Erlasses. Erst nach Erhalt
dieses Schreibens müssen die entsprechenden Anträge für Stundung bzw. Erlass der Darlehensschuld
Zuständig für Anträge und generelle Fragen zur Rückzahlung ist das
Tel.: 022899358-0 oder 0221 758-0
1.7.2 Verzinsliches Darlehen der KfW
Soweit Leistungen als verzinsliches Bankdarlehen gewährt wurden, gelten andere Rückzahlungsbestimmungen. Hier beginnt die Rückzahlungspflicht seit Oktober 2010 18 Monate nach dem Ende der
Förderung. Die Rückzahlung erfolgt in monatlichen Raten von mindestens 105 €.
Auch hier ist eine Stundung der Rückzahlung bei Vorliegen besonderer Umstände (z.B. zu geringes
Einkommen oder Arbeitslosigkeit) möglich.
Informationen zum BAföG und entsprechende Beratung, die unbedingt rechtzeitig in Anspruch genommen werden sollte, erteilt das
BAföG/Amt für Ausbildungsförderung
Tel.: 09131/ 86-2337
des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg
Tel.: 09131/ 8002900
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.30 - 12.00 Uhr, Mo. und Do. 13.00 - 16.00 Uhr
Für Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Fakultät (WiSo) und der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF) Nürnberg beim
Tel.: 0911/58857-0
Weitere Informationen zum BAföG enthält die Broschüre "Ausbildungsförderung - BAföG, Bildungskredit und Stipendien". Die Broschüre, der BAföG-Rechner, Merkblätter usw. sind online verfügbar:
Das Studentenwerk gewährt kurzfristige, zinslose Überbrückungsdarlehen an Studierende, die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten, wenn sich ohne Verschulden des Studierenden die Antragsbearbeitung bzw. die Auszahlung des Förderungsbetrages verzögert. Für diese
kurzfristigen Darlehen ist das Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks zuständig.
Langfristige Darlehen (Studienabschlussdarlehen)
Die Darlehenskasse der Bayerischen Studentenwerke e.V. vergibt langfristige Studienabschlussdarlehen an bedürftige Studierende (also auch an studierende Eltern), um die Examensvorbereitungen zu erleichtern und einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen.
Diese Darlehen werden in der Regel für die letzten vier Semester des Erststudiums, nach abgelegter
Zwischenprüfung oder Vorprüfung bzw. gleichwertigem Stand im Studiengang, gewährt. Ebenso kann
auch für ein Promotions-, Aufbau-, Ergänzungs-, Zusatz- und/oder ein Zweitstudium ein Studienabschlussdarlehen bewilligt werden.
Darlehen können ebenfalls als Einmalbetrag für Studienmittel gewährt werden. Die Bewilligung dieses Darlehens ist nicht auf die vier letzten Semester des Studiums beschränkt.
2.2.2 Zweckgebundenheit
Darlehen werden nur für Studienaufwendungen gewährt. Wenn der DarlehensnehmerIn das Darlehen zum Studienabschluss bewilligt wurde und er/sie nicht innerhalb von zweieinhalb Jahren (5 Semestern) den erfolgreichen Studienabschluss nachweist, kann das Darlehen vorzeitig zum Quartalsende mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf die für das jeweilige Studienfach geltende Förderungshöchstdauer nach dem BAföG um höchstens zwei Semester überschritten sein.
Studienabschlussdarlehen werden nur gewährt, wenn ein erfolgreicher Studienabschluss innerhalb
der um vier Semester erhöhten Förderungshöchstdauer nach dem BAföG erwartet werden kann.
Ausnahmen in Härtefällen sind möglich, müssen aber besonders begründet werden.
Die Darlehen sind beim Studentenwerk mit einem dort erhältlichen Formular persönlich zu beantragen. Nach jedem Semester muss dort auch formlos mitgeteilt werden, ob das Darlehen noch benötigt
wird und eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung beigelegt werden.
Zur Sicherung des Darlehens ist eine selbstschuldnerische Bürgschaft (bzw. andere Sicherheitsleistungen gem. Darlehensrichtlinien) für den gesamten Darlehensbetrag zu erbringen. Die Bürgschaft
darf nicht von einem Verwandten 1. Grades stammen, d.h. Eltern oder Geschwister scheiden für
den/die DarlehensnehmerIn als Bürgen aus.
Über die Darlehensanträge entscheiden die örtlichen Studentenwerke. Bei Genehmigung des Antrags
wird ein formgebundener Darlehensvertrag abgeschlossen. Um Verzögerungen bei der Antragsbearbeitung zu vermeiden, wird eine persönliche Abgabe des Antrags empfohlen.
2.2.4 Höhe und Rückzahlung des Darlehens
Die Gesamthöhe des Darlehens soll den 24-fachen monatlichen Regelbedarfssatz für Studierende, die
nicht im Elternhaus leben, nach § 13 BAföG nicht übersteigen. Die erste Darlehensrate muss 18 Monate nach dem Bestehen der Hochschulprüfung zurückgezahlt werden. Die Rückzahlungsfrist muss
unbedingt berücksichtigt werden, da es keine Ausnahmeregelung für soziale Härtefälle gibt (vgl. dazu: www.darlehenskasse-bayern.de/user_angebot ).
2.2.5 Bildungskreditprogramm
Seit dem 01.04.2001 besteht für Studierende, die sich in einer fortgeschrittenen Phase des Studiums
befinden, die Möglichkeit den sogenannten Bildungskredit zu beantragen. Das Darlehen wird in bis zu
24 Monatsraten von 300 € ausgezahlt. Zur Finanzierung eines außergewöhnlichen Aufwands kann ein
Darlehen von bis zu 6 Monaten im Voraus ausbezahlt werden. Das Darlehen ist zu verzinsen, der
Zinssatz richtet sich nach der European Interbank Offered Rate (EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags
Für die Gewährung des Darlehens müssen keine Sicherheiten gestellt werden. Das Darlehen ist unabhängig vom eigenen Einkommen oder Vermögen oder dem Einkommen der Eltern. Die Rückzah20
lung in monatlichen Raten von jeweils 120 € soll vier Jahre nach der Auszahlung der ersten Rate beginnen.
Der Ausbildungskredit ist beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln schriftlich oder im Internet unter
www.bundesverwaltungsamt.de zu beantragen.
Weitere Informationen beim Amt für Ausbildungsförderungen oder im Internet unter
Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)gilt für alle ab dem 01.01.2007 geborenen Kinder.
Die Eltern haben einen Anspruch auf eine dreijährige Elternzeit. In dieser Zeit besteht Kündigungsschutz für ArbeitnehmerInnen. Ferner besteht in dieser Zeit ein Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit bis
zu 30 Wochenstunden in Betrieben, in denen mehr als 15 Beschäftigte arbeiten.
Anfang 2015 istdas neue ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit in
Kraft getreten. Die neuen Regelungen gelten für Geburten ab dem 01.07.2015. Sämtliche Neuregelungen sind im folgenden Text durch Kursivschrift hervorgehoben.
Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter (3),
einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben (2).
Zu (1): Studierende erhalten Elterngeld unabhängig davon, ob sie ihr Studium unterbrechen oder
nicht. Auf die Zahl der Wochenstunden, die für die Ausbildung aufgewendet werden, kommt es, anders als bei der Erwerbsarbeit, nicht an. Für Studierende, die im Praktikum ein Entgelt erhalten oder
eine bezahlte Tätigkeit ausüben, gelten die allgemeinen Regeln über zulässige Erwerbstätigkeit. Wer
mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, gilt als voll erwerbstätig und hat keinen Anspruch auf Elterngeld.
Zu (2): Staatsangehörige von Mitgliedsstaaten der EU und der Schweiz haben ebenso wie Deutsche
Bürger nach dem Recht der EU in der Regel dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind oder wohnen. Dies trifft auch für unanfechtbare Asylberechtigte und Flüchtlinge zu.
Andere Ausländerinnen und Ausländer haben einen Anspruch, wenn ihr Aufenthalt in Deutschland
nach der Art ihres Aufenthaltstitels voraussichtlich dauerhaft ist. Wer eine Niederlassungserlaubnis
besitzt, erfüllt diese Voraussetzungen ohne weiteres. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, erfüllt
die Anspruchsvoraussetzungen nur dann, wenn sie oder er auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland
berechtigt ist oder war.
Achtung: Kein Elterngeld erhalten ausländische Eltern, die eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der
Ausbildung oder in Verbindung mit einer Arbeitserlaubnis nur für einen Höchstzeitraum besitzen.
Zu (3): Die Eltern können bestimmen, welcher Elternteil wann Elterngeld erhalten soll. Dabei kann
auch ohne das Recht der Personensorge für nicht eheliche Kinder oder Kinder des Ehepartners ein
Anspruch auf Elterngeld bestehen. Väter nicht ehelicher Kindern benötigen dabei die Zustimmung
Auch die Ehe- oder LebenspartnerInnen, die das Kind nach der Geburt betreuen – auch wenn es nicht
ihr eigenes ist –, können unter denselben Voraussetzungen Elterngeld erhalten.
Bei schwerer Krankheit, schwerer Behinderung oder Tod der Eltern haben Verwandte bis dritten
Grades (Urgroßeltern, Großeltern, Onkel, Tanten sowie Geschwister) und ihre EhegattInnen unter
denselben Voraussetzungen Anspruch auf Elterngeld.
Das Elterngeld orientiert sich an der Höhe des monatlich verfügbaren bereinigten Nettoeinkommens, welches der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes erzielt hat.
Bei Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 € ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent. Für Geringverdiener mit einem Einkommen unter 1.000 € vor der
Geburt des Kindes steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent: je geringer das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Für Nettoeinkommen ab 1.200 € und mehr vor der Geburt des Kindes sinkt die Ersatzrate des Elterngeldes moderat von 67 auf 65 Prozent (bei Voreinkommen von
1.240 € und mehr auf 65 Prozent, bei Voreinkommen von 1.220 € auf 66 Prozent).
Das Mindestelterngeld von 300 € erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und
höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten, etwa auch Studierende, Hausfrauen und Hausmänner
und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben. Mehrkindfamilien mit
kleinen Kindern profitieren vom so genannten Geschwisterbonus: Sie erhalten einen Zuschlag von 10
Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 €. Bei Mehrlingsgeburten erhöht
sich das Elterngeld um 300 € für jedes zweite und weitere Mehrlingskind.
Nicht zum Erwerbseinkommen zählen z.B. Stipendien, BAföG, Renten. Elterngeld wird zusätzlich zum
BAföG gezahlt. Auf ein Stipendium wird Elterngeld nicht angerechnet.
Ab dem 01.07.2015:
Eltern, die Elterngeld und Teilzeitarbeit kombinieren, haben künftig keine Nachteile mehr. Wie beim
bisherigen Elterngeld auch, ersetzt das ElterngeldPlus das wegfallende Einkommen um 65 bis zu 100
Prozent, abhängig vom Voreinkommen. Die Höhe des ElterngeldPlus liegt bei höchstens der Hälfte des
monatlichen Elterngeldes, das Eltern ohne Teilzeiteinkommen zustünde. Eltern, die nach der Geburt
eines Kindes in Teilzeit arbeiten, können die Bezugszeit des Elterngeldes verlängern: Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Damit kann ElterngeldPlus über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus bezogen werden.
Ein Elternteil kann höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Anspruch auf zwei weitere Monatsbeiträge haben die Eltern, wenn auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate lang Elterngeld bezieht (Partnermonate als Bonus). Die Partner können die Monate frei untereinander aufteilen
(auch gestückelt. Einzige Ausnahme: Monate, in denen Mutterschaftsgeld bezogen wird, gelten immer als Bezugsmonate der Mutter, siehe 3.3.3.).
Für jeden Monat gibt es einen Monatsbetrag, insgesamt also 14. Es kann z.B.:
erst einer der Partner die vollen 12 Monatsbeträge, dann der andere die zwei weiteren Monatsbeträge nehmen
beide Partner können die Monatsbeträge auch gleichzeitig ausgezahlt bekommen, dann reduziert sich aber die Zahl der Monate entsprechend. Wenn also beide Eltern z.B. in den ersten sieben Monaten Elterngeld gleichzeitig beziehen, sind die Beträge für 14 Monate verbraucht.
Eine Person kann zudem 24 Monate halbes Elterngeld beziehen, eine alleinerziehende Person u.U. bis zu 28 halbe Monatsbeträge. Auch die Partnermonate können gedehnt werden,
so dass ein Paar auf bis zu maximal 28 halbe Monatsbeträge kommen kann.
Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen,
erhalten allein für die vollen 14 Monate Elterngeld.
Bedingung ist, dass das Kind allein bei dem Elternteil in der Wohnung lebt, dem die elterliche Sorge
oder zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht allein zusteht. Das gleiche gilt, wenn eine einstweilige Anordnung erwirkt wurde, mit der dem Elternteil zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht vorläufig zur alleinigen Ausübung übertragen worden ist.
Achtung: Bei gemeinsamer Wohnung und/oder geteiltem Sorgerecht der Eltern sind die Voraussetzungen nicht erfüllt. Ob der andere Elternteil in einer anderen Wohnung gemeldet ist oder noch
einen zweiten Wohnsitz hat, ist nicht entscheidend. Es kommt auf die tatsächliche Lebenssituation
Achtung: Alleinerziehende Studentinnen, die im Jahr vor der Geburt kein (entsprechendes) Einkommen hatten, erhalten nur 12 Monate Elterngeld!
14 Monate Elterngeld gibt es auch für Elternteile, für deren Partner die Übernahme der Elternzeit
objektiv unmöglich ist (etwa wegen schwerer Krankheit oder Schwerbehinderung) oder wenn eine
Gefährdung des Kindeswohls (nach Auffassung des Jugendamtes) dagegen spricht.
Bei zwei Kindern im Haushalt besteht der Anspruch auf den Geschwisterbonus so lange, bis das ältere Geschwisterkind drei Jahre alt ist. Bei drei und mehr Kindern im Haushalt genügt es, wenn mindestens zwei Kinder das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Mit dem Ende des Monats, in
dem das ältere Geschwisterkind seinen dritten bzw. sechsten Geburtstag vollendet, entfällt der Erhöhungsbetrag. Der Anspruch auf den Grundbetrag des Elterngeldes bleibt bis zum Ende des Bezugszeitraums von 12 oder 14 Monaten bestehen.
Eltern, die gemeinsam in Teilzeit gehen und mindestens vier Monate lang parallel zwischen 25 und 30
Wochenstunden arbeiten, erhalten jeweils vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate. Damit bleiben
Familien während einer Teilzeittätigkeit länger finanziell abgesichert und die partnerschaftliche Kinderbetreuung wird möglich. Der Partnerschaftsbonus steht auch Alleinerziehenden zur Verfügung. Sie
können zusammen mit den Partnermonaten die Zahl der ElterngeldPlus-Monate deutlich ausdehnen.
Siehe dazu auch 10.2: Mutterschaftsgeld. Das für die Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt
auf maximal 210 Euro begrenzte Mutterschaftsgeld für Studentinnen/ Arbeitnehmerinnen, die nicht
Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung (sondern noch bei den Eltern familienversichert
oder privat versichert) sind, gleicht wegfallendes Erwerbseinkommen nicht aus und wird deshalb
nicht auf das Elterngeld angerechnet.
Grundsätzlich gilt aber: Das Mutterschaftsgeld einschließlich des Arbeitgeberzuschusses wird auf
das Elterngeld voll angerechnet. Denn Mutterschaftsleistungen, die der Mutter für die Zeit nach der
Geburt zustehen, dienen dem gleichen Zweck wie das Elterngeld und können deshalb nicht zusätzlich
gezahlt werden. Dies kann nicht dadurch umgangen werden, indem allein der Vater die ersten beiden Monate Elterngeld beantragt. Monate, in denen Mutterschaftsgeld bezogen wird, gelten immer als Bezugsmonate der Mutter.
Auch das Mutterschaftsgeld, das der Mutter für die Zeit vor der Geburt eines weiteren Kindes zusteht, wird voll auf das zustehende Elterngeld angerechnet. Dies kann etwa der Fall sein, wenn die
Mutter für das erste Kind zwölf Monate Elterngeld in Anspruch nimmt und das zweite Kind bereits
zehn Monate nach dem ersten Kind geboren wird. Die gleichen Anrechnungsregelungen gelten für
Bezüge, die Beamtinnen während der Zeit der Mutterschaftsfristen erhalten.
Achtung: Das bedeutet konkret, dass sich die Zeit, für die die Mutter Elterngeld ausgezahlt bekommt,
um in der Regel zwei Monate verkürzt bzw. bei selbst krankenversicherten geringverdienenden Studierenden die Höhe des Elterngeldes in den ersten zwei Monaten verringert!
Beispielsweise erhält eine Studentin, die (weil bereits 25 Jahre alt) selbst krankenversichert ist und
im Jahr vor der Geburt 200 € monatlich verdient hat, in den ersten zwei Lebensmonaten je nur 100
Euro Elterngeld (300 € minus 200 € Mutterschaftsgeld) und die folgenden zehn Monate 300 € Elterngeld. Nach dem Ende des Mutterschaftsgeldes wird das Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung unter 300 € nicht angerechnet. Nach den 2 Monaten Mutterschaftsgeld erhält die Studentin
dann ggf. zu den 200 € aus dem Beschäftigungsverhältnis 300 Euro Elterngeld.
Soweit die genannten Mutterschaftsleistungen nur für einen Teil des Lebensmonats des Kindes zustehen, verdrängen sie das Elterngeld auch nur in dem entsprechenden Umfang.
Elterngeld wird ab dem 01.01.11 in voller Höhe als Einkommen bei anderen Sozialleistungen angerechnet. Elterngeld kann insofern nicht mehr zusätzlich zu Wohngeld, Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe bezogen werden.
Daraus folgt, dass Studierende, die in ihrer Beurlaubungszeit ALG II empfangen, also zukünftig keinen
Anspruch mehr auf Elterngeld haben. Nach der Geburt kann gegebenenfalls zwischen Elterngeld und
Arbeitslosengeld (ALG II) gewählt werden.
Falls die Eltern eine gemeinsame Elternzeit nehmen oder als Selbstständige gleichzeitig ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder unterbrechen, können sie allerdings nicht mit einer gemeinsamen Unterstützung durch die Sozialhilfe beziehungsweise das Arbeitslosengeld II rechnen, weil insoweit der
„Nachrang“ der Sozialhilfe und der „Nachrang“ der Leistungen der Gundsicherung für Arbeitssuchende gilt.
Unterhaltsverpflichtungen werden durch die Gewährung von Elterngeldes nach § 11 BEEG nur berührt, wenn die Zahlung 300 € (bzw. 150 € im Falle der Ausdehnung der Bezugszeiten und der damit
verbundenen Halbierung der Monatsbeträge) monatlich übersteigt. Dies bedeutet, dass der unterhaltsverpflichtete Vater im Falle von Unterhaltszahlungen unter 300 € (bzw. 150 € im Falle der
Ausdehnung der Bezugszeiten und der damit verbundenen Halbierung der Monatsbeträge) nicht
berechtigt ist, die Höhe der Unterhaltsleistung zu mindern oder einzustellen, weil die unterhaltsberechtigte Mutter Elterngeld erhält. Nur in besonderen Ausnahmefällen lässt das Bürgerliche Gesetzbuch eine Verminderung der Unterhaltspflicht bei Unterhaltszahlungen unter 300 € bzw. 150 € zu. In
diesen Fällen kann Elterngeld beim Unterhaltsberechtigten angerechnet werden.
Elterngeld und Sonstiges
Pflichtversicherte Studierende, die außer dem Elterngeld keine weiteren beitragspflichtigen Einnahmen beziehen, sind für die Dauer der Elternzeit beitragsbefreit krankenversichert.
Studierende, die während des Elterngeldbezugs weitere Einnahmen haben, haben während des Elterngeldbezuges Beiträge zur Krankenversicherung zu entrichten, wenn sie immatrikuliert bleiben.
Weitere Informationen diesbezüglich erteilen die Krankenkassen.
Das Elterngeld ist steuerfrei, es unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Das Elterngeld
wird zur Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes dem übrigen zu versteuernden Einkommen
hinzugerechnet. Damit ergibt sich ein höherer Steuersatz, der aber nur auf das übrige Einkommen
angewendet wird. Der Anspruch auf Elterngeld ist nicht pfändbar.
Elterngeld kann gleich nach der Geburt und drei Monate rückwirkend schriftlich beantragt werden.
Können beide Eltern Elterngeld erhalten, müssen sie entscheiden, wer es wann tatsächlich bekommt.
Die Elterngeldstelle bietet auch ausführliche Beratung zum Thema an. Bereits vor der Geburt können Antragsformulare dort abgeholt und offene Fragen geklärt werden. Angesichts der sich aktuell
rasch wandelnden Regelungen und Ausführungsbestimmungen lohnt sich das Gespräch mit Ihrem/r
zuständigen AnsprechpartnerIn (dieser richtet sich nach voraussichtlichem Geburtstermin ihres Kindes).
Achtung: Jeder Elternteil kann für sich nur einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Mit der Antragstellung erfolgt eine Festlegung auf Zahl und Lage der Bezugsmonate, die nur in besonderen Härtefällen noch einmal geändert werden kann!
Empfohlen wird daher: Wenn anfangs noch nicht klar ist, wann der Vater Elternzeit nehmen wird,
kann im Antrag der Mutter der voraussichtliche Zeitumfang des Vaters angemeldet werden. Tatsächlich beantragt werden kann es auch bis zu drei Monaten rückwirkend. (Beim Arbeitgeber aber
dennoch mindestens sieben Wochen vorher anmelden!)
Sind beide Eltern anspruchsberechtigt, muss der eigene Antrag vom anderen Elternteil ebenfalls unterschrieben werden. Damit bringt er sein Einverständnis mit der beantragten Zahl der Elterngeldmonate zum Ausdruck, wenn er nicht gleichzeitig Elterngeld in einem Umfang beantragt oder anzeigt, durch den die gemeinsame Höchstgrenze von zwölf bzw. 14 Monaten überschritten wird.
Der Antragsvordruck enthält auch Angaben darüber, welche Bescheinigungen vorzulegen sind. Regelmäßig erforderlich sind:
Arbeitszeitbestätigung durch den Arbeitgeber bzw. Erklärung über die Arbeitszeit bei selbstständiger Arbeit
Tel.: 0911/928-0 (zuständige/r AnsprechpartnerIn je nach voraussichtlichen Geburtstermin)
Fax: 0911/928-2401, -2406
Bei Beschwerden in Ihrer Elterngeldangelegenheit, bei denen Ihre Elterngeldstelle nicht abhelfen
konnte, können Sie sich an die Aufsichtsbehörde des Freistaates wenden:
Tel.: 0921/605-1
Fax: 0921/605-2900
Weitere Informationen und die Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“ erhalten Sie unter:
Tel.: 030/20-555 - 0
Fax: 030/18553-4400
Wichtig: Anmeldung beim Arbeitgeber
ArbeitnehmerInnen(z.B. der erwerbstätige Partner einer Studierenden) müssen ihren Anspruch auf
Elternzeit bei ihrem Arbeitgeber geltend machen, um ihre Arbeitszeit reduzieren und das Elterngeld
nutzen zu können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anmeldung der Elternzeit spätestens sieben
Wochen vor ihrem geplanten Beginn erfolgen muss. Zu beachten ist, dass der besondere Kündigungsschutz mit der Anmeldung, frühestens aber acht Wochen vor Beginn der Elternzeit besteht.
Gemäß dem Gesetz zur „Neuordnung des Bayrischen Landeserziehungsgeldgesetzes“ vom 9.Juli 2007
wird Landeserziehungsgeld ab dem 13. Lebensmonat des Kindes gewährt, jedoch nicht vor dem Ablauf des letzten Auszahlungsmonats des Elterngeldes.
Einkommensgrenze allein erziehender Eltern
Einkommensgrenze für Paare
monatlicher Maximalsatz für das 1. Kind
150 € für 6 Monate
monatlicher Maximalsatz für das 2. Kind
200 € für 12 Monate
monatlicher Maximalsatz ab dem 3. Kind
300 € für 12 Monate
Das Landeserziehungsgeld ist einkommensabhängig. Es gelten die Einkommensgrenzen des Bundeserziehungsgeldgesetzes ab dem siebten Lebensmonat des Kindes. Dabei werden in der Regel die
Einkommensfeststellungen des Elterngeldes zu Grunde gelegt. Bei Überschreiten der Einkommensgrenzen wird das Landeserziehungsgeld gemindert.
Das Landeserziehungsgeld ist zudem an die Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen U 6 (bei Leistungsbeginn zwischen dem 13. und 24. Lebensmonat) bzw. U 7 (bei Leistungsbeginn zwischen dem
25. und dem 29. Lebensmonat) gekoppelt.
Seinen Hauptwohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt mindestens seit 12 Monaten in
Bayern hat,
Das Sorgerecht für das Kind hat und mit dem Kind in einem Haushalt lebt,
Dieses Kind selbst betreut oder erzieht,
Deutsch ist, oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der EU oder eines
anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum besitzt
(EU-/EWR-Bürger).
Anspruchsberechtigt können auch Stiefeltern und der nicht sorgeberechtigte Elternteil (mit Zustimmung des Sorgeberechtigten) sein. Ein Wegzug aus Bayern ist unverzüglich mitzuteilen.
Weitere Informationen und Anträge sind ebenfalls zu Erhalten bei:
Tel.: 0911/ 928-0
Fax: 0911/ 928-2401, -2406
Der Anspruch auf Kindergeld entsteht mit der Geburt des Kindes. Nach dem Einkommenssteuergesetz (in Ausnahmen auch Bundeskindergeldgesetz) erhält Kindergeld, wer
im Ausland wohnhaft, aber in Deutschland unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig ist
als Ausländer im Besitz einer Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis ist. (Ausnahmen
bilden hier Bürger der EU, die Kindergeld unabhängig davon erhalten, ob sie eine Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis besitzen. Das Gleiche gilt für Staatsangehörige
Serbiens, Montenegros, Bosnien-Herzegowinas, Mazedoniens, Marokkos, Tunesiens und der
Türkei.)
Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich ab dem Monat, in dem wenigstens an einem Tag die
Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben.
Das Kindergeld wird aus Mitteln des Bundes bezahlt, ist einkommensunabhängig sowie steuerfrei. Es
ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt monatlich für
das erste und zweite Kind
Das Kindergeld für ein und dasselbe Kind kann nur an eine Person ausgezahlt werden, und zwar an
denjenigen Elternteil, der das Kind in seinem Haushalt aufgenommen hat.
Eltern, die einen gemeinsamen Haushalt führen, können untereinander festlegen, wer von ihnen das
Kindergeld für ihre im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder erhalten soll. Lebt das Kind nur in
einem bzw. in keinem Haushalt eines Elternteils, erhält derjenige Elternteil das Kindergeld, der dem
Kind laufend den höheren Barunterhalt zahlt.
Kindergeld wird in der Regel bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Für studierende Kinder
kann jedoch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiterhin Kindergeld bezogen werden. Diese
Altersgrenze erhöht sich, wenn das Kind den gesetzlichen Wehrdienst, Zivildienst oder eine gleich
gestellte Tätigkeit geleistet hat.
Das Kindergeld für Studierende entfällt, wenn diese Jahreseinkünfte (z.B. Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Stipendien, Zuschussanteil des BAföG), von mehr als 7.680 € im Jahr brutto haben. Unterhaltsleistungen der Eltern werden nicht als Einkünfte angerechnet. Der alternativ zum Kindergeld steuerlich abziehbare Kinderfreibetrag beträgt derzeit 6.024 €.
Antrag und Auszahlung des Kindergeldes
Studierende Eltern erhalten das Kindergeld von der zuständigen Familienkasse der Agentur für Arbeit bei dem die Antragstellerin ihren Wohnsitz hat:
Tel.: 0800/ 4555530
Tel.: 01801/ 1555111
(hier nur Antragstellung möglich, Bearbeitung erfolgt in Nürnberg)
Das erforderliche Antragsformular ist möglichst bald nach der Geburt des Kindes zusammen mit der
Geburtsbescheinigung abzugeben, um keine finanziellen Engpässe durch lange Wartezeiten entstehen zu lassen. Die Bundesagentur für Arbeit – Familienkasse - zahlt das Kindergeld monatlich per
Weitere Infos zum Thema Kindergeld hat das Bundeszentralamt für Steuern im Merkblatt für Kindergeld veröffentlicht, welches hier bestellt bzw. heruntergeladen werden kann:
Tel.: 0228/ 40 60 (Zentrale)
Das Merkblatt liegt auch in der Familienkasse aus bzw. wird bei Zusendung des Antrags beigefügt.
Antragsformulare können zudem auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit herunter geladen
werden: www.arbeitsagentur.de
5. Kinderzuschlag
Der Kinderzuschlag, ab dem 1.1.2005 eingefügt als § 6a in das Bundeskindergeldgesetz (BKGG), wird
begründet durch das familienpolitische Anliegen, Situationen vorzubeugen, in denen Familien allein
wegen ihrer Kinder zusätzlich auf Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld) angewiesen sind.
Der Kinderzuschlag ist also für einkommensschwache Eltern vorgesehen, die zwar mit ihren Einkünften und Vermögen ihren eigenen Bedarf abdecken (Mindesteinkommensgrenze), wegen des Bedarfs
der Kinder Anspruch auf Arbeitslosengeld II hätten. Dagegen haben Eltern von minderjährigen Kindern keinen Anspruch auf Kinderzuschlag, wenn sie nur Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld beziehen
und daneben kein Einkommen oder Vermögen haben.
Eltern haben aber nur dann Anspruch auf Kinderzuschlag für ein in ihrem Haushalt lebendes minderjähriges Kind, wenn für dieses Kind
Kindergeld oder eine das Kindergeld ausschließende Leistung bezogen wird und
sich das Einkommen bzw. Vermögen der Eltern in einem gesetzlich umschriebenen Bereich zwischen einer Mindest- und einer Höchsteinkommensgrenze bewegt. Innerhalb dieses Bereiches
wird der Kinderzuschlag noch durch eigenes Einkommen und Vermögen des Kindes selbst gemindert.
Der Anspruch auf Kinderzuschlag entfällt, wenn das Elterneinkommen den gesamten Familienbedarf
deckt (obere Einkommensgrenze = untere Einkommensgrenze zuzüglich Gesamtkinderzuschlag). Der
Anspruch auf Kinderzuschlag entfällt ebenfalls, wenn auch bei seiner Zahlung ein Anspruch auf ALG II
nicht ausgeschlossen wäre, d.h. wenn der ALG II-Bedarf nicht in voller Höhe abgedeckt würde.
Der höchstmögliche (ungeminderte) Kinderzuschlag beträgt für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende minderjährige Kind 140 Euro monatlich. Steht für mehrere minderjährige Kinder ein Kinderzuschlagsbetrag zu, wird hieraus ein auszuzahlender Gesamtkinderzuschlagsbetrag gebildet. Als Faustregel gilt: Eltern mit minderjährigen Kindern, die nur Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld
beziehen und sonst kein Einkommen bzw. Vermögen haben, können daneben nur das Kindergeld,
aber keinen Kinderzuschlag erhalten.
Die Mindesteinkommensgrenze ist die Summe der pauschalierten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (Regelleistung und Leistungen für Mehrbedarf) sowie der Kosten für Unterkunft und
Heizung. Für ein und dasselbe minderjährige Kind kann immer nur eine Person den Kinderzuschlag
erhalten. In aller Regel wird der Kinderzuschlag an denjenigen Elternteil gezahlt, der auch das Kindergeld beantragt hat oder bezieht. Der Kinderzuschlag wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt.
Antrag und Auszahlung des Kinderzuschlags
Der Kinderzuschlag muss gesondert schriftlich beantragt werden. Studierende Eltern erhalten den
Kinderzuschlag von der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit bei dem die Antragstellerin ihren Wohnsitz hat:
Tel.: 0180/ 1555111
Geburtsbescheinigung abzugeben, um keine finanziellen Engpässe durch lange Wartezeiten entstehen zu lassen. Die Agentur für Arbeit – Familienkasse - zahlt den Kinderzuschlag monatlich per Überweisung.
Antragsformulare gibt es auch unter
Die Geburt eines Kindes ist meistens mit dem Umzug in eine größere Wohnung verbunden. Schwangere und auch Alleinerziehende sind deshalb vorrangig mit einer Sozialwohnung zu versorgen (§ 5a
Wohnungsbindungsgesetz, § 26 Wohnungsbaugesetz). Das kann eine separate Wohnung sein, aber
auch eine entsprechende Wohnung im Studentenwohnheim.
Der Bezug von Wohngeld ist im Wohngeldgesetz (WoGG) geregelt. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das Gesetz unterscheidet zwischen dem Mietzuschuss
für MieterInnen von Wohnraum und dem Lastenzuschuss für EigentümerInnen von Wohnraum und
Seit dem 01.01.2005 erhalten EmpfängerInnen von ALG II ihr Wohngeld bereits gemeinsam mit dem
Arbeitslosengeld II. Zudem können EmpfängerInnen von anderen Transferleistungen als ALG II (z.B.
Sozialhilfe, BAföG usw.) ebenfalls kein Wohngeld erhalten. Der Bezug von sonstigen Transferleistungen schließt also den Bezug von Wohngeld aus, aber es besteht ein Wahlrecht. Das bedeutet, der/die
Bedürftige kann selbst entscheiden, ob er/sie lieber Wohngeld oder andere Transferleistungen beziehen möchte, sofern er/sie bezugsberechtigt ist.
(Alleinerziehende) Studierende mit Kindern können Wohngeld beanspruchen: Umfasst ein Studierendenhaushalt sowohl Familienmitglieder, die Anspruch auf Leistungen nach BAföG haben, als auch
Familienmitglieder, die keinen Anspruch auf Leistungen nach BAföG haben, z.B. eine alleinerziehende
Studentin mit Kind, so ist die gesamte Familie wohngeldberechtigt (§41 Abs. 3 Satz 3 Wohngeldgesetz). Der nach § 8 Härteverordnung im BAföG enthaltene zusätzliche Wohnkostenzuschuss entfällt
dann. Die Höhe des Wohngeldes steigt in diesem Fall indirekt (vermindertes Einkommen des/der
AntragstellerIn) um den Betrag des Wohnkostenzuschusses.
Sobald im Studierendenhaushalt eine Person lebt, die keinen Anspruch auf BAföG-Leistungen hat,
muss diese Situation der BAföG-Stelle mitgeteilt werden, da der zu viel gezahlte Wohnkostenzuschuss vom BAföG-Amt zurückgefordert wird.
Der/die AntragstellerIn muss einen eigenen Haushalt führen und bei der Wohngeldstelle begründen,
warum er/sie nicht in den Familienhaushalt ihrer Eltern zurückkehren kann oder will. Dabei reicht es
nicht aus, beim Einwohnermeldeamt die Wohnung am Ort der Ausbildungsstelle zum ersten Wohnsitz zu erklären.
Nicht anspruchsberechtigt sind jedoch Studierende, die aufgrund der Einkommenssituation der Eltern keinen BAföG-Anspruch haben. Dabei ist es unerheblich, ob die Studierenden von den Eltern
tatsächlich den Unterhalt in Höhe des BAföG-Anspruchs erhalten.
Die Höhe des Wohngeldes hängt von drei Faktoren ab:
Das anzurechnende Familieneinkommen setzt sich zusammen aus allen Einnahmen, wie Kindergeld,
BAföG-Leistungen, Leistungen der Agentur für Arbeit usw. Von diesem Bruttobetrag werden verschiedene Freibeträge und Pauschalbezüge für Sozialversicherungsbeiträge sowie Steuern abgerechnet. Der verbleibende Betrag darf für den Wohngeldanspruch - je nach Anzahl der Familienmitglieder
- einen bestimmten Einkommensbetrag nicht überschreiten.
Leben Mutter und Vater des Kindes als Studierende in einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft,
kommt Wohngeld in Betracht. Es darf aber wegen Art. 6 GG nicht höher sein als bei einem FamilienHaushalt entsprechender Größe (§ 18 Abs. 2 Nr. 2 WoGG).
Zur Miete werden z.B. Wasser-, Abwasser-, Müllbeseitigungskosten, nicht aber Heiz- und Warmwasserkosten als Nebenkosten hinzugerechnet. Bezuschusst wird die Brutto-Kaltmiete bis zu bestimmten
Höchstbeträgen. Die Höchstbeträge sind nach der Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder, nach der Mietstufe der Gemeinde sowie nach Baualter und Ausstattung des Wohnraumes
Es ist sinnvoll, sich bei der zuständigen Wohngeldbewilligungsstelle ausführlich beraten zu lassen.
Dazu sollten alle sachdienlichen Unterlagen, die über die finanziellen Verhältnisse Auskunft geben
(Einkommensnachweise der letzten 12 Monate, Mutterpass bei bestehender Schwangerschaft, Be35
stätigungen über Kindergeld und Unterhaltszahlungen etc.) ferner Mietverträge, Immatrikulationsbescheinigungen, Geburtsbescheinigungen, Meldebestätigungen etc. mitgebracht werden.
In der Regel wird das Wohngeld ab dem Monat der Antragstellung für 12 Monate bewilligt. Der Wiederholungsantrag sollte möglichst zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes gestellt werden. Gegen den Bescheid des Amtes kann Widerspruch innerhalb von vier Wochen eingelegt werden.
Achtung: Wohngeld bereits in der Schwangerschaft beantragen (Mutterpass oder Bescheinigung
des Arztes vorlegen)! Einzelheiten können der Broschüre "Wohngeld 2014 – Ratschläge und Hinweise" entnommen werden, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung herausgegeben wird.
Herunterzuladen ist die Broschüre sowie Tabellen zur Errechnung des Wohngeldes auf der Homepage des
Tel.: 030/18300-3060 (Bürgertelefon Mo-Fr von 9.00 - 12.00 Uhr)
Fax: 030/18300-1942
Antragsformulare und weitere Beratung bzgl. des Wohngeldes gibt es
Tel.: 09131/ 86-2961
Tel.: 09193/ 20-0
Tel.: 0911/ 231-2517
Antragsformulare können herunter geladen werden auf der Homepage der Obersten Baubehörde im
Bayerischen Ministerium des Inneren
www.wohnen.bayern.de/Wohngeld
Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld für Studierende mit Kind
Die Sozialhilfe für grundsätzlich erwerbsfähige BezieherInnen (wer also mindestens drei Stunden
täglich erwerbstätig sein kann) und deren Familienangehörige ist mit der Arbeitslosenhilfe zum 1.
Januar 2005 zum Arbeitslosengeld II zusammengefasst worden. Rechtsgrundlage ist das Sozialhilfegesetzbuch (SGB II).
Das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) wurde zum selben Zeitpunkt durch das zwölfte Sozialgesetzbuch
(SGB XII) ersetzt, welches die Bestimmungen für Grundleistungen für dauerhaft Erwerbsunfähige
enthält. Sozialhilfe bekommt also nur noch, wer auf nicht absehbare Zeit aufgrund gesundheitlicher Probleme weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann.
Allgemeine Bezugsvoraussetzungen
Arbeitslosengeld 2 bzw. kurz: ALG 2 ist eine Hilfe in einer finanziellen Notlage. Ziel der Leistung ist es,
Hilfsbedürftige zu befähigen, unabhängig zu leben. Die Hilfebedürftigen sind dazu verpflichtet, nach
ihren Kräften am Erreichen dieses Ziels mitzuwirken. Generell besteht die Verpflichtung zum Einsatz
der eigenen Arbeitskraft, um den Lebensunterhalt für sich und die unterhaltspflichtigen Angehörigen
zu bestreiten. Bevor ein betreutes Kind das dritte Lebensjahr vollendet hat, besteht diese jedoch nur
dann, wenn für das Kind ein Betreuungsplatz vorhanden ist (§ 10 Abs.1 Ziff. 3 SGB II).
Arbeitslosengeld 2 ist eine nachrangige Leistung: Sie kommt nur zum Zuge, wenn der notwendige
Bedarf nicht durch Selbsthilfe (eigenes Einkommen und Vermögen bis auf bestimmte Freibeträge),
unterhaltspflichtige Angehörige oder sonstige Transferleistungen wie Wohngeld, Sozialhilfe, BAföG
usw. gedeckt werden kann. Ist man über 25 Jahre, werden die eigenen Eltern nicht mehr herangezogen, wenn man darauf verzichtet, seinen Unterhaltsanspruch geltend zu machen (§ 33 Abs. 2 Zif. 2b
SGB II). Ist man jünger als 25, ist die Heranziehung der Eltern nur dann ausgeschlossen, solange eine
Schwangerschaft vorliegt oder ein Kind bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres betreut wird (§ 33
Abs. 2 Zif. 3 SGB II).
ALG 2 für Studierende
Bestimmte Ausschlussbestimmungen sorgen dafür, dass studentische ALG 2-EmpfängerInnen eher
die Ausnahme bleiben. Generell haben BAföG-EmpfängerInnen keinen Anspruch auf Wohngeld, Sozialhilfe oder ALG 2 (§ 7,8 SGB II), weil den Trägern dieser Leistungen nicht die Aufgabe zukommt, das
Studium zu finanzieren. Dies gilt selbst für Studierende, die nur dem Grunde nach Anspruch auf BAföG haben, dies aber aufgrund des Einkommens oder Vermögens der Eltern nicht erhalten. Auch
Leistungen nach SGB XII können für schwangere und alleinerziehende Studierende sowohl für die
Mutter/den Vater als auch für das Kind generell ausgeschlossen werden, sofern sie nicht erwerbsgemindert sind.
Nur in besonderen Härtefallen können nach dem SGB II Darlehen zur Sicherung des Lebensunterhaltes gewährt werden (§ 7 Abs. 5 Satz 2 SGB II). Die Annahme eines Härtefalles kommt vor allem in
bei Studienunterbrechung aufgrund Geburt und damit verbundener Kindesbetreuung
- wenn das Studium wegen Schwangerschaft, Behinderung oder Krankheit länger dauert,
als es durch das BAföG gefördert werden kann, und der erfolgreiche Abschluss wegen
fehlender Mittel gefährdet wäre
wenn ein/e mittellose/r Studierende/r sich in der akuten Phase des Abschlussexamens
befindet und deshalb ein Abbruch der Ausbildung nicht zugemutet werden kann
Der reguläre Ausschluss von ALG 2 bezieht sich allerdings nur auf den ausbildungsbedingten Bedarf.
Nicht ausgeschlossen ist der Bedarf, der in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Ausbildung
steht, d.h. (Mehr-)Bedarfe durch Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes. Daher besteht auch für
hilfsbedürftige Studierende Anspruch auf Mehrbedarfszuschläge und einmalige Leistungen in folgenden Fällen:
Dieser Mehrbedarf beträgt 17 % des Regelsatzes (rd. 60 €) bei Alleinstehenden (§ 21 Abs. 3 SGB II).
Wenn aus medizinischen Gründen während der Schwangerschaft eine kostenaufwändige Ernährung
nötig wird, wird auch hier ein Mehrbedarf in angemessener Höhe geleistet (§ 21 Abs. 5 SGB II).
Mehrbedarf für Alleinerziehende mit einem Kind unter 7 oder 2 Kindern unter 16
Als alleinerziehend gilt, wer sich alleine um die Pflege und Erziehung eines minderjährigen Kindes
kümmert, das im eigenen Haushalt lebt. Wenn sich auch andere Personen für gleiche oder überwiegende Teile des Tages um die Erziehung und Pflege des Kindes sorgen, gilt dies nicht mehr als alleinerziehend. Der Mehrbedarf für Alleinerziehende beträgt 36 % des Regelsatzes (rd. 120 €). Bei mehr
als 2 Kindern beträgt der Mehrbedarf pro Kind unter 18 Jahren 12 % des Regelsatzes (rd. 40 € pro
Kind), jedoch maximal 60 % des Regelsatzes (rd. 210 €) zusätzlich (§ 21 Abs. 3 SGB II).
Schwangerschaftsbekleidung/ Erstausstattung (einmalige Leistungen)
Für hilfebedürftige Studierende besteht Anspruch auf einmalige Leistungen für Schwangerschaftsbekleidung und Baby-Erstausstattung wie Bekleidung, Kinderbett, Hochstuhl, Kinderwagen (§ 23 Abs. 3
Wenn zwei oder drei Mehrbedarfssituationen gleichzeitig auftreten, werden die Zuschläge addiert.
Die Summe der Mehrbedarfszuschläge darf aber insgesamt nicht höher sein als der Regelsatz.
Studierende sind von den Leistungen des SGB II zum Lebensunterhalt in den meisten Fällen ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen sind dagegen hilfsbedürftige Familienangehörige. So können studierende Eltern für ihr unter 15-jähriges Kind Sozialgeld beantragen, wenn dessen Einkommen den Bedarf nicht decken kann.
Als Einkommen des Kindes zählt:
Kindergeld: Da das Kindergeld dem Kind angerechnet wird und nicht zur Deckung des Bedarfs der Eltern dient, vermindert sich der Sozialgeldanspruch des Kindes immer um den Kindergeldanspruch.
Unterhalt: Unterhaltsleistungen des Kindesvaters sind vorrangig gegenüber staatlichen Sozialhilfeleistungen. Die Kindesmutter ist daher verpflichtet, den Namen des Kindesvaters anzugeben, wenn sie Leistungen nach dem SGB II in Anspruch nehmen möchte. Eine Verpflichtung zur Nennung des Kindesvaters besteht nur dann nicht, wenn schwerwiegende und
Gründe zum Verschweigen des Namens vorliegen oder wenn die Mutter glaubhaft machen
kann, den Namen des Vaters nicht zu kennen.
Studierende können sich wegen Schwangerschaft oder zur Betreuung eines Kleinkindes vom Studium
beurlauben lassen. Während einer Beurlaubung kann kein BAföG bezogen werden. Beurlaubte Studierende sind somit von den Lebensunterhaltsleistungen des SGB II nicht mehr ausgeschlossen und
Nicht-Studierenden gleichgestellt. Für den Antrag auf ALG 2 ist der Nachweis einer Beurlaubung ausreichend, eine Exmatrikulationsbescheinigung ist nicht erforderlich.
Es gelten die allgemeinen Voraussetzungen für den Bezug von ALG 2 unter Beachtung der eingangs
genannten Bezugsbedingungen:
Unzumutbarkeit oder fehlende Möglichkeit, den eigenen Unterhalt durch den Einsatz der eigenen Arbeitskraft sicher zu stellen
keine vorrangige Unterhaltsverpflichtung der Eltern oder des Partners
Die Grundleistungen betragen monatlich seit dem 01. Januar 2011:
Regelsatz für allein Erziehende
Regelsatz für Kinder von 0 bis 5 Jahre
Regelsatz für Kinder von 14 bis 17 Jahre
Regelsatz für unter 25-Jährige im Haushalt der Eltern le- 80 %
bende Kinder
Da ALG 2 nicht rückwirkend ausgezahlt wird, sollten Studierende, die ihr Studium unterbrechen und
ALG 2 beantragen wollen, die Beurlaubung möglichst frühzeitig veranlassen. Wenn das Immatrikulationsbüro über den Urlaubsantrag nicht sofort entscheidet, kann eine vorläufige Bescheinigung ausgestellt werden, aus welcher der voraussichtliche Beginn der Beurlaubung ersichtlich ist.
Tel.: 09131/86 2710
Tel: 0800/ 4555500
Zur Antragstellung ist die Vereinbarung eines persönlichen Termins notwendig. Im Allgemeinen
sind folgende Unterlagen mitzubringen:
Evtl. Scheidungs- und Unterhaltsurteile
Einkommensnachweise: Verdienste, Unterhaltszahlungen, BAföG, Wohngeld
Kindergeld, Kinderzuschlag und Erziehungsgeld/ Elterngeld
Mietvertrag und Nachweise über Mietnebenkosten
Belege über Versicherungen (Hausratversicherungen, Haftpflichtversicherung etc.)
Nachweis über die Höhe des Krankenversicherungsbeitrags
Bei Antrag auf Erstausstattung zusätzlich:
Einkommensnachweise der letzten sieben Monate
Werden beantragte ALG 2-Leistungen abgelehnt, kann in der angegebenen Frist schriftlich Widerspruch beim Amt für Soziales, Arbeit und Wohnen eingelegt werden. Wird dem Widerspruch nicht
stattgegeben, erhält man einen Widerspruchsbescheid, der gegebenenfalls innerhalb eines Monats
mit einer Klage beim Verwaltungsgericht angefochten werden kann.
Halbwaisenrente/ Waisenrente
Die in diesem Kapitel zusammen gestellten Informationen sind unter anderem den Seiten der Homepage www.bafoeg-aktuell.de entnommen.
Voraussetzungen für den Bezug von Halbwaisenrente
Anspruch auf Halbwaisenrente haben sowohl leibliche Kinder als auch Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder, die zur Haushaltsgemeinschaft der/ des Verstorbenen zum Zeitpunkt des Todes zählten und für
deren überwiegenden Unterhalt der/ die Verstorbene aufgekommen ist.
Eine Halbwaisenrente kann nur gezahlt werden, wenn der/die Verstorbene respektive Rentenversicherte die allgemeine Anwartschaft von fünf Jahren erfüllt hat.
Eine Ausnahme gibt es, wenn es sich bei der/dem Verstorbenen um eine/n Berufsanfänger/in handelt oder der Tod durch einen Arbeitsunfall bzw. durch die unmittelbaren Aufgaben im Kriegs- oder
Zivildienst verursacht wurde. Dann gilt die Anwartschaft bereits erfüllt, wenn nur ein Pflichtbeitrag
erfüllt worden ist.
Zeitraum des Bezuges von Halbwaisenrente
Der grundlegende Bezugsraum von Halbwaisenrente reicht bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Wenn
allerdings nachgewiesen werden kann, dass sich das Kind zu diesem Zeitpunkt noch in der Ausbildung
befindet, kann ein Antrag auf Weiterzahlung der Halbwaisenrente gestellt werden. Die Halbwaisenrente wird auch für die Dauer eines freiwilligen sozialen oder freiwilligen ökologischen Jahres weiter
Der Antrag auf Halbwaisenrente muss unmittelbar nach dem Tod des Versicherten erfolgen, da die
Rente maximal für ein Jahr rückwirkend ausgezahlt werden kann. Der Antrag muss bei dem jeweiligen Rententräger gestellt werden. Die Halbwaisenrente wird maximal bis zur Vollendung des 27.
Berechnung von Halbwaisenrente
Die Höhe der Halbwaisenrente berechnet sich aus dem Rentenanspruch, den der Verstorbene bis
zum Zeitpunkt seines Todes erworben hatte. Für die Halbwaisenrente werden nach dem § 68 SGB
VII 10 % des jährlichen Verdienstes angesetzt, den der Verstorbene unmittelbar vor seinem Tod
hatte. Bei Vollwaisen liegt dieser Satz bei 20 %. Dabei darf die Summe der Hinterbliebenenrente 80 %
des Jahresverdienstes des Verstorbenen nicht übersteigen.
8.3.1 Eigene Bezüge des hinterbliebenen Kindes
Bei der Berechnung der Halbwaisenrente werden eigene Bezüge des Kindes nach Abzug eines monatlichen Freibetrags angerechnet. Dieser liegt bei:
Ost: 410,78 €
West: 467,46 €
Die Teile des Einkommens, die den Freibetrag übersteigen, werden aber nicht vollständig, sondern
nur zu vierzig Prozent auf die Rente angerechnet. Anrechenbare Einkommensarten sind unter anderem:
Renten aus eigenen Ansprüchen
Anrechnung der Halbwaisenrente auf andere soziale Leistungen
Die Halbwaisenrente wird rein rechtlich als vollwertiges Einkommen behandelt und kann insofern auf
verschiedene soziale Einkommensersatzleistungen angerechnet werden. Das betrifft vor allem:
Die Halbwaisenrente wird also überall dort voll angerechnet, wo soziale Leistungen zur Sicherung des
Lebensunterhalts oder der Sicherung des Obdachs gezahlt werden.
Da Halbwaisenrente als vollwertiges Einkommen angerechnet wird, verhindert diese den Anspruch
auf Kindergeld, sofern die Einkommensgrenze des rentenbeziehenden Kindes bei über 8004 € im Jahr
Halbwaisenrente und Erziehungsrente
Wer ein halbwaisenrentenberechtigtes Kind aus geschiedener Ehe im Haushalt hat, hat keinen Anspruch auf Witwenrente. Dennoch können auch in diesem Fall erziehende Elternteile wirtschaftlich
mit abgesichert werden. Die Erziehungsrente wird gezahlt, wenn der erziehende Elternteil nicht wieder geheiratet hat und der/die Halbwaise unter achtzehn Jahren alt ist. Die Erziehungsrente wird
einkommensabhängig aus dem Rentenanspruch des erziehenden Elternteils gezahlt.
Halbwaisenanspruch während eines Urlaubssemesters
Wer Halbwaisenrente bezieht, hat nur solange Anspruch auf die Auszahlung während eines Urlaubssemesters, solange er nachweisen kann, dass er während seiner Beurlaubung hauptsächlich dem
Studium nachgeht. D.h. während eines Auslandssemesters oder während einer Beurlaubung wegen
Vorbereitung auf eine wichtige Prüfung wird die Auszahlung von Halbwaisenrente weiterhin gewährt.
Für Studierende, die wegen Kindererziehung beurlaubt sind gilt Folgendes: Wird in der Zeit der Beurlaubung ausschließlich der Kinderbetreuung nachgegangen, so verfällt der Anspruch auf Halbwaisenrente.
Wird allerdings während der Beurlaubung dem Studium nachgegangen und werden Prüfungen absolviert, so muss bei der Rentenkasse der individuelle Studienaufwand dargelegt werden. Die Rentenkasse entscheidet dann individuell über die weitere Zahlung der Halbwaisenrente.
Halbwaisenrente und gesetzliche Krankenversicherung
Wer eine Halbwaisenrente bezieht, wird darüber in der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung pflichtversichert. Der zu zahlende Beitrag errechnet sich aus dem tatsächlichen vom Versicherten erworbenen Rentenanspruch. Eventuell zusätzlich gezahlte Auffüllbeträge bleiben bei der Beitragsberechnung unberücksichtigt. Daraus erklärt sich auch, dass sich der Zahlbetrag im Falle einer
Rentenerhöhung bei einigen HalbwaisenrentenempfängerInnen ein wenig vermindert, weil der Anteil der beitragspflichtigen Rente steigt.
Wer eine private Krankenversicherung hat oder freiwillig gesetzlich versichert ist, der kann sich den
Zuschuss des Rententrägers zur Kranken- und Pflegeversicherung auf Antrag auch mit auszahlen lassen. In diesem Falle käme der Bruttobetrag der Halbwaisenrente zuzüglich der Zuschüsse zur Auszahlung. Dem Antrag sind die Nachweise über das Bestehen einer privaten oder freiwillig gesetzlichen
Krankenversicherung beizufügen.
Krankenversicherung in der Beurlaubung
Wird in einem Urlaubssemester keine Halbwaisenrente gezahlt, so muss sich der Studierende gesetzlich krankenversichern, da die Krankenversicherung über die Halbwaisenrente nicht mehr besteht.
Dem Studierenden bleibt jedoch bei der gesetzlichen Krankenkasse, trotz Beurlaubung, der Status
StudentIn erhalten. So ist ein kostengünstiger Beitrag bei den gesetzlichen Krankenkassen während
der Beurlaubung garantiert. Die Krankenversicherung erkennt den Status StudentIn jedoch ausschließlich dann an, wenn während des Urlaubssemesters keiner versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen wird.
Unterhaltsleistungen für das Kind nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch
9.1.1 Regelbetrag (nach § 1612a, Abs. 1 BGB)
Unterhaltsberechtigt ist, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Kinder sollen finanziell gesichert aufwachsen können. Ein Kind kann deshalb von seinen Eltern und Verwandten in gerader Linie
(Urgroßeltern, Großeltern, Kinder, Enkel) Unterhalt verlangen - und zwar mindestens in der Höhe des
dem Kind zustehenden Regelbetrages.
Bis zum 18. Lebensjahr hat der nicht betreuende Elternteil grundsätzlich mindestens den Regelbetrag
zu zahlen. Die Unterhaltspflicht besteht über das 18. Lebensjahr hinaus, solange sich das Kind in
einer (ersten) Ausbildung befindet. Falls das Kind in der Ausbildung ein Einkommen erzielt, muss
dieses Einkommen in gewissem Umfang eingesetzt werden und verringert dadurch die Unterhaltspflicht.
9.1.2. Wer ist unterhaltspflichtig?
Beide Elternteile sind gleichermaßen zum Unterhalt des Kindes verpflichtet. Der betreuende Elternteil erfüllt seine Verpflichtung zum Unterhalt eines minderjährigen unverheirateten Kindes in der
Regel durch die Pflege und die Erziehung des Kindes (§ 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB). Er ist somit von der
"Barunterhaltspflicht" befreit.
Ist jedoch der andere barunterhaltspflichtige Elternteil nicht leistungsfähig, kann das Kind von dem
betreuenden Elternteil den vollen Unterhalt, also auch den Barunterhalt, verlangen. Erst wenn auch
dieser Elternteil nicht leistungsfähig ist, können die Großeltern zum Unterhalt herangezogen werden.
In der Praxis werden die Großeltern jedoch kaum zum Unterhalt herangezogen. Wenn weder Vater
noch Mutter in der Lage sind, das Kind zu unterhalten, so besteht in der Regel ein Anspruch auf Sozialleistungen, die dazu beitragen, den Unterhalt des Kindes zu sichern.
Das minderjährige unverheiratete Kind ist unterhaltsrechtlich besonders geschützt. Die Eltern können sich nur eingeschränkt darauf berufen, dass sie nicht in der Lage sind, das Kind zu unterhalten.
Sie sind vielmehr gemäß § 1603 Abs. 2 BGB verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu ihrem eigenen
Unterhalt und dem der Kinder gleichmäßig zu verwenden - man spricht von der so genannten gesteigerten Unterhaltspflicht.
In der Praxis verbleibt dem unterhaltspflichtigen Elternteil gegenüber dem minderjährigen Kind nur
der notwendige Eigenbedarf (sog. Selbstbehalt). Im Übrigen ist das Kind seinen Eltern gegenüber
auch dann unterhaltsberechtigt, wenn es Vermögen hat.
Derjenige Elternteil, der Barunterhalt für das Kind leisten muss, ist zur gesteigerten Ausnutzung seiner Arbeitskraft verpflichtet. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, kann er sich nicht auf eine
Leistungsunfähigkeit berufen. In diesem Fall wird der zu zahlende Unterhaltsbetrag auf der Grundlage eines fiktiv erzielbaren Einkommens berechnet. Bedingung einer solchen "Einkommensfiktion"
ist, dass dem/der UnterhaltsschuldnerIn ein verantwortungsloses, zumindest leichtfertiges Verhalten
zur Last gelegt werden kann.
Dies kann beispielsweise bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit infolge eines Arbeitsplatz- oder Berufswechsels der Fall sein. Bei einem nicht zwingend gebotenen Wechsel in eine weniger gut bezahlte Stellung wird für die Bemessung des Barunterhaltes der höhere Verdienst beim früheren Arbeitgeber zu Grunde gelegt.
Weitere Informationen zur Berechnung des Unterhalts erteilen das zuständige Jugendamt sowie das
Tel.: 030/ 20179130
Fax: 030/ 18555-1145
9.1.3 Unterhaltsbedarf des Kindes
Die Höhe des Unterhalts des Kindes wird bestimmt durch den angemessenen Lebensbedarf des Kindes und die Leistungsfähigkeit des barunterhaltspflichtigen Elternteils
. Dabei ist für den Bedarf des Kindes die Lebensstellung des Bedürftigen maßgebend.
Bei getrennt lebenden bzw. geschiedenen Eltern sind grundsätzlich allein die Einkommensverhältnisse des zum Barunterhalt verpflichteten Elternteils zu berücksichtigen.
Leistungsfähigkeit ist die Fähigkeit des Pflichtigen, das Kind finanziell zu unterstützen, ohne seine
eigene Lebensführung zu gefährden. Die Grenze der Leistungsfähigkeit eines Pflichtigen wird durch
den von den Gerichten - und nicht von der Bundesregierung - festgesetzten Selbstbehalt bestimmt.
Dieser soll so groß sein, dass niemand durch die Zahlung von Unterhalt seinerseits sozialhilfebedürftig wird. Die von den Gerichten erarbeiteten Unterhaltstabellen (Düsseldorfer Tabelle) sind nach
dem Einkommen des Barunterhaltspflichtigen und nach dem Alter der Kinder gestaffelt. Bei der Einkommensberechnung des Unterhaltspflichtigen werden Sozialhilfe, in der Regel Erziehungsgeld/ Elterngeld und Arbeitnehmersparzulage nicht als Einkommen betrachtet. Das staatliche Kindergeld ist
weder Kindes- noch Elterneinkommen. Es dient vielmehr der Entlastung der Eltern und der Familienförderung.
Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle findet sich im Internet unter
Ansprüche der Kindesmutter gegen den Kindesvater
Die Ausgestaltung der Ansprüche der Kindesmutter ist teilweise davon abhängig, ob es sich um eine
verheiratete Kindesmutter handelt oder ob Vater und Mutter nicht miteinander verheiratet sind.
Beide Varianten werden nachfolgend jedoch gemeinsam in diesem Abschnitt behandelt, weil Anspruchsgegner in jedem Fall der Kindesvater ist.
Entbindungskosten: Die Regelung des § 1615 Abs. 1 Satz 2 BGB findet sich im Abschnitt "Besondere Vorschriften für das Kind und seine nicht miteinander verheirateten Eltern". Die
Vorschrift besagt, dass der Kindesvater verpflichtet ist, der Mutter die Kosten der Entbindung
- und die durch die Schwangerschaft und Geburt entstehenden sonstigen Kosten - zu erstatten. Dies gilt jedoch nicht für Kosten, die durch Leistungen des Arbeitgebers oder durch Versicherungsleistungen gedeckt werden. Hierzu gehören nicht nur die für Arzt und Klinikaufenthalt entstehenden Kosten, sondern auch die in Folge von Komplikationen zusätzlich entstehenden Kosten sowie ferner Aufwendungen für Hebamme, Pflegerin und Medikamente.
Nicht zu den Entbindungskosten gehört die Baby-Ausstattung, weil diese Bestandteil der eigentlichen Unterhaltskosten des Kindes ist.
Unterhalt: Ist die Mutter des Kindes mit dem Kindesvater verheiratet, richten sich die Unterhaltsansprüche gegen den Kindesvater nach §§ 1353, 1360, 1360a BGB, sofern die Ehegatten
gemeinsam leben. Im Falle des Getrenntlebens ist § 1361 BGB die maßgebliche Anspruchsgrundlage. Bei vorliegender Scheidung bestimmen sich unterhaltsrechtliche Beziehungen
nach §§ 1569ff BGB. Die ledige Kindesmutter hat entsprechend der Vorschrift des § 1615 I
BGB Unterhaltsansprüche gegen den Kindesvater. Dieser ist nach Abs. 1 der Vorschrift gegenüber der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen nach
der Geburt des Kindes zum Unterhalt verpflichtet. Geht die Mutter keiner Erwerbstätigkeit
nach, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die
Entbindung verursachten Krankheit dazu außer Stande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über
die in § 1615 I Abs. 1 BGB bezeichnete Zeitspanne hinaus Unterhalt zu gewähren. Dies gilt
auch, wenn von der Mutter eine Erwerbstätigkeit auf Grund der Pflege und Erziehung eines
Kindes nicht erwartet werden kann. Dabei beginnt die Unterhaltspflicht frühestens vier Monate vor der Entbindung und endet spätestens drei Jahre nach der Entbindung § 1615 I Abs.
2 BGB. In Härtefällen, z.B. bei Behinderung des Kindes, bestehen Unterhaltsansprüche über
diese Zeit hinaus.
Krankenhilfe: Arzt- und Krankenhauskosten sowie Kosten eines besonderen, durch die
Krankheit ausgelösten Bedarfs gehören grundsätzlich zu den Haushaltskosten und sind somit
Bestandteil von Unterhaltsleistungen. Eine entsprechende Unterhaltsberechtigung gibt es
auch für die nicht mit dem Vater verheiratete Kindesmutter (nach § 1615 I BGB).
Das nicht eheliche wie das eheliche Kind kann neben dem laufenden Unterhalt auch Sonderbedarf
vom Barunterhaltspflichtigen verlangen, wenn dieser leistungsfähig ist. Sonderbedarf kann für Ausgaben gelten gemacht werden, die unregelmäßig anfallen, das heißt, die nicht mit Wahrscheinlichkeit
voraus zu sehen waren und deshalb bei der Bemessung des laufenden Unterhalts nicht berücksichtigt
werden konnten und die im Verhältnis zum laufenden Unterhalt außergewöhnlich hoch sind.
In Betracht kommen hier vor allem Krankheitskosten, die nicht von der Krankenversicherung übernommen werden, oder außergewöhnliche Anschaffungen wegen Behinderung.
Die Gründe, keinen Unterhalt vom biologischen Vater des Kindes zu erhalten, können vielschichtig
sein. Das 1980 in Kraft getretene Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) garantiert der alleinstehenden
Erziehenden zeitlich befristete Unterhaltszahlungen (längstens 72 Monate) durch den Staat für den
Fall, dass der Unterhaltspflichtige sich vor den Pflichten drückt oder nicht in der Lage ist, zu zahlen
(dies ist der Fall, wenn sich der Vater des Kindes ebenfalls in der ersten Ausbildung befindet und eine
bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet).
Der Unterhaltsanspruch des Kindes gegen den anderen (barunterhaltspflichtigen) Elternteil geht in
die Höhe des Unterhaltsvorschusses auf das Land über. Dieses macht die Ansprüche geltend, klagt sie
ggf. ein und vollstreckt sie.
9.4.1. Wer hat Anspruch auf Unterhaltsvorschuss?
Nach dem UVG erhält ein Kind Unterhaltsvorschuss, wenn es
in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat und
von dem anderen Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe
der maßgeblichen Regelbeträge erhält und
Wenn das Kind und der Elternteil nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, müssen sie eine
Aufenthaltsberechtigung oder -erlaubnis nachweisen. Das Kind und die allein erziehende Mutter
müssen in einem Haushalt zusammen leben, dies muss aber nicht der eigene Haushalt der Alleinerziehenden sein. Diese Voraussetzung ist auch dann erfüllt, wenn z.B. die Mutter und ihr Kind im
Haushalt der Großeltern leben.
Unterhaltsvorschuss wird bis zur Höhe des für die betreffende Altersgruppe maßgeblichen Regelbetrages gezahlt (siehe Düsseldorfer Tabelle). Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich wie der
Unterhalt nach den für die betreffende Altersstufe festgelegten Regelbeträgen in der RegelbetragVerordnung. Nach Abzug des halben Erstkindergeldes ergeben sich seit dem Januar 2010 folgende
Unterhaltsvorschussbeträge:
für Kinder von 0 bis 5 Jahren monatlich
für Kinder von 6 bis 12 Jahren monatlich
Eventuelle Unterhaltszahlungen werden auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet. Nicht abgezogen
werden sonstige Einkommen des Kindes und das Einkommen des Elternteils, bei dem das Kind lebt.
Der Anspruch auf die Unterhaltsleistung ist ausgeschlossen, wenn
eine Alleinerziehende sich weigert, über den zahlungspflichtigen Elternteil Auskünfte zu geben,
eine Alleinerziehende sich weigert, bei der Feststellung der Vaterschaft oder des Aufenthalts
des anderen Elternteils mitzuwirken,
die Mutter des unterhaltsberechtigten Kindes verheiratet ist und von ihrem Ehegatten nicht
dauern getrennt lebt oder der andere Elternteil seine Unterhaltspflicht durch Vorauszahlung
erfüllt hat, und zwar mindestens in Höhe des genannten Regelbetrages,
die Eltern - ob verheiratet oder nicht - gemeinsam in einer Wohnung leben.
9.4.2 Antragstellung
Die Leistung nach dem UVG muss schriftlich beim zuständigen Jugendamt, in dessen Bezirk das Kind
lebt, beantragt werden. Das Antragsformular nebst UVG-Merkblättern erhält man bei der Stadt-,
Gemeinde- oder Kreisverwaltung. Der Unterhaltsvorschuss wird monatlich im Voraus bezahlt. Die
Unterhaltsleistung kann rückwirkend für einen Kalendermonat vor dem Monat der Antragstellung
gezahlt werden, soweit die Voraussetzungen in diesem Zeitraum dafür gegeben sind.
Der Unterhaltsvorschuss ist zinslos und muss vom Unterhaltspflichtigen (soweit es einen gibt) zurückgezahlt werden. Bei studierenden Vätern mit geringem Einkommen entfällt eventuell auf Antrag
die Rückzahlung.
Jugendamt - Unterhaltsvorschussstelle
Tel.: 09131/862844
Jugendamt - Unterhaltskostenvorschussstelle
Tel.: 09131/803 – 251 / - 252
Tel.: 0911/231 2175
Weitere Informationen enthält die Broschüre "Der Unterhaltsvorschuss. Eine Hilfe für Alleinerziehende", erhältlich beim
Tel. 030/ 20179130
Leistungen der Krankenkasse/ Mutterschaftsgeld
10.1 Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen
Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters,
längstens bis zu dem Semester, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Versicherung verlängert werden, z.B. bei der Erziehung eines Kindes (für längstens sechs Semester möglich). Eine entsprechende Verlängerung muss bei der Krankenkasse beantragt werden.
Das Kind muss krankenversichert werden. Ist ein Elternteil selbst versichert, kann das Kind als familienversichert bei der Krankenkasse angemeldet werden. Sind beide Eltern über ihre eigenen Eltern
oder die Großeltern familienversichert, gibt es zwei mögliche Wege:
a) Ein Elternteil kann sich selbst bei einer Krankenkasse versichern und lässt das Kind bei sich Familien versichern. Die Kosten liegen bei ca. 56 Euro im Monat. Diese Kosten werden zwar bei der Berechnung des Bafög-Satzes berücksichtigt – sind aber eben zur Hälfte nur ein Darlehen.
b) Das Kind kann auch bei seinen Großeltern oder Urgroßeltern familienversichert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Lebensunterhalt des Kindes von diesen (Ur-) Großeltern hauptsächlich
bestritten wird. Viele Krankenkassen verlangen dafür, dass das Kind im Haushalt der (Ur-) Großeltern
lebt. Die Kassen prüfen dies aber selten nach.
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind Kinder von jeglichen Zuzahlungen in der gesetzlichen
Krankenkasse befreit.
Studierende, die pflicht-, freiwillig- oder familienversichert sind, erhalten als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung folgende Leistungen (nach § 195 Reichsversicherungsordnung, RVO):
Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln (§ 196 Abs. 2 RVO)
Zusätzlich Fahrtkosten zur Klinik - Eigenanteil beträgt 10%, mindestens 5 €.
Bei ambulanter Geburt (Klinik oder Geburtshaus) dürfen keine Fahrtkosten gezahlt werden.
Anspruch auf bis zu 26 Hebammenbesuche/Telefonberatungen in den ersten zwei Lebensmonaten
des Kindes. Bei Stillschwierigkeiten kann die Hebamme auch danach noch während der gesamten
Stillzeit helfen.
Beteiligung an den Kosten für einen Geburtsvorbereitungskurs (I.d.R. voll für die Schwangere, aber nicht für ihren Partner)
Tipp: Hier lohnt es sich im Vorfeld mit der Hebamme zu sprechen.
Beteiligung an den Kosten für Rückbildungsgymnastik
Häusliche Pflege (§ 198 RVO)
Haushaltshilfe, soweit der Mutter wegen der Schwangerschaft oder Entbindung die Weiterführung
des Haushaltes nicht möglich ist und eine im Haushalt lebende Person nicht zur Verfügung steht.
Kann die Krankenkasse keine Pflegekraft stellen, muss sie die Kosten für eine von der Versicherten
selbst engagierten Pflegekraft in angemessener Höhe erstatten.
Tipp: Hier lohnt es sich im Vorfeld mit der Hebamme zu sprechen. Ist Ihr Partner erwerbstätig (und
steht daher normal nicht zur Verfügung), kann ihm von der Krankenkasse der Lohnausfall einer Woche unbezahltem Urlaubs zu ca. 70 % erstattet werden. Dies gilt insbesondere nach ambulanter Geburt.
Haushaltshilfe (§ 199 RVO)
Wie vorheriger Punkt, Voraussetzung ist, dass der Versicherten wegen einer akuten Erkrankung die
Weiterführung des Haushaltes nicht möglich ist. Voraussetzung: die im Haushalt lebenden Kinder
haben das 12. Lebensjahr bei Beginn der Haushaltshilfe noch nicht vollendet.
Achtung: Alle Leistungen sollten vorher mit der Krankenkasse besprochen werden und müssen z.T.
beantragt werden (z.B. Haushaltshilfe). Auf Nachfrage erstatten viele Krankenkassen auch NichtRegelleistungen wie Entbindung im Geburtshaus, Schwangerschaftsdiabetestest usw.
Während der Schwangerschaft sind für Sie und das Kind alle notwendigen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen generell kostenlos, d.h. Sie sind von Zuzahlungen auf verschriebene Medikamente befreit.
10.2 Mutterschaftsgeld
Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben nur Frauen, die bei Beginn der Schutzfrist in einem laufenden
Beschäftigungsverhältnis stehen. Das Mutterschaftsgeld gilt als Ersatz für entgangenen Lohn während der Schutzfristen.
Es wird während der sechswöchigen Schutzfrist vor und der achtwöchigen Schutzfrist nach der Entbindung gewährt. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten wird für einen Zeitraum von 12 Wochen nach
der Entbindung Mutterschaftsgeld gezahlt. Bei Frühgeburten verlängert sich die Bezugsdauer um den
Zeitraum vor der Entbindung, der nicht in Anspruch genommen werden konnte.
Für Studentinnen gilt:
Studentinnen die geringfügig beschäftigt sind und nicht selbst, sondern bei Familienangehörigen
mitversichert (Eltern, erwerbstätige Ehepartner) sind oder privat versichert sind, haben Anspruch auf
Mutterschaftsgeld aus Bundesmitteln. Es beträgt einmalig 210 €.
Beantragt werden kann es gegen Vorlage der für die Krankenkasse bestimmten Geburtsurkunde des
Kindes beim:
- Mutterschaftsgeldstelle Friedrich-Ebert-Allee 38
Tel.: 0228/ 61 91 888
Fax.: 0228/ 61 91 877
www.mutterschaftsgeldstelle.de
Mo bis Mi 9.00 Uhr - 12.00 Uhr
Do 9.00 Uhr - 12.00 Uhr und 13.00 Uhr - 15.00 Uhr
Studentinnen, die geringfügig beschäftigt sind und selbst bei einer gesetzlichen Krankenversicherung
versichert sind, haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse.
Studentinnen, die nicht geringfügig beschäftigt sind, haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld,
da dieses als Lohnersatzleistung gedacht ist.
Das Mutterschaftsgeld wird nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung von den gesetzlichen Krankenkassen netto ausgezahlt und ist steuer- und sozialabgabenfrei. Es wird auf das Erziehungsgeld/
Elterngeld angerechnet.
Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich hier nach dem um die gesetzlichen Abzüge verminderten durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate, bei wöchentlicher Abrechnung der letzten 13 Wochen vor Beginn der Schutzfrist vor der Entbindung. Bei Frauen
mit einem festen Monatsverdienst wird jeder Monat gleich bleibend mit 30 Tagen angesetzt. Das
Mutterschaftsgeld beträgt höchstens 13 € für den Kalendertag (je nach Länge des Monats maximal
364–403 €). Auch geringfügig Beschäftigte, die selbst Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse sind (z.
B. Studentinnen), erhalten ebenfalls Mutterschaftsgeld bis zu 13 € kalendertäglich von ihrer Krankenkasse, wenn ihnen während der Schutzfristen kein Arbeitsentgelt gezahlt wird.
Während der Zeit des Anspruchs auf Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen bleibt die
Frau ohne Beitragszahlung in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung versichert. Beitragsfreiheit besteht auch für die Pflegeversicherung.
Weitere Informationen zu den Themen Mutterschutz und Mutterschaftsgeld enthält die Broschüre
"Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz", kostenlos erhältlich beim
Tel.:030/ 20 17 91 30
Fax: 030/ 185 55 11 45
10.3 Leistungen der Krankenkasse bei Erkrankung des Kindes
Studierende, die neben ihrem Studium noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen und gesetzlich versichert sind, haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit und Bezug von Krankengeld bei Erkrankung des Kindes.
Kinderpflege-, Krankengeld kann
pro Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage,
bei mehreren Kindern für nicht mehr als 50 Arbeitstage gezahlt werden.
ein ärztliches Zeugnis, welches belegt, dass der/die ArbeitnehmerIn zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege des erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fern bleiben muss,
eine andere im Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen und pflegen
und das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (keine Altersbeschränkung bei behinderten Kindern).
Kinderpflege-, Krankengeld wird nicht gezahlt für die Tage, an denen der Arbeitgeber wegen der Freistellung von der Arbeit das Arbeitsentgelt weiter zahlt. Generell besteht jedoch Anspruch auf Krankengeld.
Die Leistungen sollten vorher mit der Krankenkasse besprochen werden!
10.4 Leistungen der Krankenkasse bei Erkrankung der Studierenden
Für die Gewährung von Haushaltshilfen sind ebenfalls die Krankenkassen zuständig. Ein/e alleinerziehende/r Studierende/r, die ihren eigenen Haushalt führt, hat bei Erkrankung Anspruch auf Übernahme der Kosten einer Haushaltshilfe. Der Anspruch auf Haushaltshilfe ist gesetzlich geregelt (Sozialgesetzbuch V).
Seit dem 1. Januar 2004 muss zu den Kosten für die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe eine Zuzahlung geleistet werden. Diese beläuft sich auf 10 Prozent der Kosten pro Leistungstag, jedoch mindestens 5 € und höchstens 10 € täglich. Dies gilt nur für volljährige Versicherte.
Prinzipiell ist vor der Inanspruchnahme bei der zuständigen Krankenkasse ein entsprechender Antrag
zu stellen. Bei einem nachträglichen Antrag kann unter Umständen der Anspruch verloren gehen.
Die Haushaltsführung muss
während stationärer Behandlung oder
während ambulanter und stationärer Kuren, die von den Krankenkassen bezahlt werden oder
während Mutter-Kind-Kuren oder
während einer Erkrankung nicht möglich sein und
auch von keiner anderen im Haushalt lebenden Person übernommen werden können und
es müssen Kinder im Haushalt leben, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder
die behindert und auf Hilfe angewiesen sind.
Erstattungsumfang:
Es ist zu beachten, dass für Verwandte und Verschwägerte zweiten und dritten Grades keine Kosten
erstattet werden. Die Kassen übernehmen in diesen Fällen aber erforderliche Fahrtkosten und einen
eventuellen Verdienstausfall, z.B. bei unbezahltem Urlaub des Partners, dies ist in der Praxis die häufigste Art der Haushaltshilfe. Die Kostenerstattung in diesen Fällen regelt die Satzung der Krankenkasse, meist ist die Erstattung auf den Höchstbetrag der Kosten für eine gestellte Kraft (60,- € pro
Tag) begrenzt. Manche Kassen erstatten aber auch den vollen Verdienstausfall. Die aktuellen
Höchstbeträge können bei der Krankenkasse erfragt werden.
Anspruch auf Erstattung besteht auch dann, wenn eine Ersatzkraft zur Weiterführung des Haushalts
Es ist empfehlenswert, vor der privaten Vereinbarung mit einer Haushaltshilfe, die Modalitäten mit
der Krankenkasse abzuklären. Die Haushaltshilfe sollte vor ihrer Inanspruchnahme bei der Krankenkasse beantragt werden. Dem Antrag ist eine ärztliche Vereinbarung beizufügen, die Angaben über
die voraussichtliche Dauer der erforderlichen Maßnahmen enthält.
10.5 Eltern-Kind-Kuren
Seit April 2007 sind Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter und Kinder
Pflichtleistungen der Krankenkassen. Eltern mit gesundheitlichen wie seelischen Problemen oder
sonstigen besonderen Belastungen können vom Arzt eine Einzelkur ("Mütterkur") oder eine MutterKind-Kur/Vater-Kind-Kur oder eine gemeinsame Eltern-Kind-Kur verschrieben bekommen. Der Antrag
muss bei der Krankenkasse eingereicht werden. Diese Müttergenesungskuren dauern in der Regel
drei Wochen. Nähere Informationen gibt es bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände oder
Tel: 030/ 33 00 29 - 29
11.1 Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens"
Die Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborene Lebens" möchte werdenden Müttern,
die sich in einer Notlage befinden, schnell und unbürokratisch helfen. Sie will damit auch zu einem
verbesserten Schutz ungeborener Kinder beitragen. Mit dieser Hilfe soll den Müttern die Fortsetzung
der Schwangerschaft erleichtert und eine Perspektive für ein Leben mit dem Kind eröffnet werden.
Weitere Informationen zum Thema Bundesstiftung „Mutter und Kind“ enthält die Broschüre "Bundesstiftung Mutter und Kind – Informationen für schwangere Frauen in einer Notlage", kostenlos
Tel.:01888/555-0
Fax: 01888/555 - 41 03
11.2 Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind"
Die Leistungen der Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" werden in
den einzelnen Bundesländern als Landesstiftung vergeben. In Bayern können die Stiftungsgelder
über die "Bayerische Landesstiftung - Hilfe für Mutter und Kind" beantragt werden.
Finanzielle Hilfe kann die Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" (Schwangere in Not) einkommensabhängig gewähren. Sie versteht sich als schnelle unbürokratische Hilfe zur Lebensführung,
wenn eine echte Notlage vorliegt. Stiftungsleistungen sind freiwillige Schenkungen, die zur Ergänzung
der gesetzlichen Hilfen in Betracht kommen, d.h. auf diese Beihilfe besteht kein Rechtsanspruch.
Die Landesstiftung stellt Mittel für ergänzende Hilfen zur Verfügung. Die Leistungen aus der Stiftung
werden nicht auf Sozialhilfe (Mehrbedarfszuschlag für Schwangerschaft, einmalige Hilfen anlässlich
der Schwangerschaft etc.) Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Kindergeld und andere Sozialleistungen angerechnet, sondern zusätzlich zu diesen gezahlt.
Die staatlichen Sozialleistungen sind gegenüber den Leistungen der Landesstiftung "Hilfe für Mutter
und Kind" vorrangig. Wenn alle gesetzlichen Leistungsansprüche (Kindergeld, Elterngeld etc.) ausgeschöpft sind und nicht ausreichen, können werdende Mütter sich an eine Schwangerschaftsberatungsstelle wenden und dort Mittel aus der Stiftung beantragen. In jedem Fall findet auch hier eine
Überprüfung der Einkommenslage statt. Die Leistungen der Bundesstiftung setzen voraus, dass die
eine ärztliche Bescheinigung über die bestehende Schwangerschaft vorlegt
bereit ist, eine persönlichen Beratung anzunehmen
sich infolge ihres körperlichen und seelischen Zustandes in einer Konfliktlage befindet
ihren Hauptwohnsitz in Bayern hat
in ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, d.h. das Nettoeinkommen darf bestimmte
Bei der Berechnung des Bedarfs werden Elterngeld, Unterhaltszahlungen und das Kindergeld als Einkommen angerechnet.
Achtung: Die Erstausstattung zum Beispiel (dazu gehören die Wiege oder erste Kleidung) muss vom
Vater des Kindes bezahlt werden. Hat dieser kein Geld, kann die Mutter sich an die Mutter-KindStiftung wenden. Wenn der Vater genug verdient oder Vermögen hat, ist der Antrag meist zwecklos.
Die Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" vergibt spezielle Beihilfen zu den Ausgaben, die im
Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes üblicherweise anfallen. Sie müssen geeignet sein, das
Austragen der Schwangerschaft und die Situation von Mutter und Kind zu erleichtern.
Achtung: Hilfsbedürftige werdende Mütter müssen bereits vor der Geburt des Kindes einen Antrag
bei der Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" stellen, sonst entfällt die Förderungsmöglichkeit.
Einige Stellen zahlen nach Ablauf des dritten Schwangerschaftsmonats nichts mehr aus, andere akzeptieren keine Belege, die vor Antragstellung erstellt wurden. Es lohnt, sich früh zu informieren.
Wurde der Erstantrag während der Schwangerschaft gestellt, sind bei Bedarf weitere Anträge bis
zum dritten Lebensjahr des Kindes möglich. Art und Höhe der Leistungen richten sich nach der jeweiligen Situation im Einzelfall.
Vergabestellen:
Tel.: 09131/71 44 -0
Tel.: 09131/86 22 95
Fax: 09131/86 27 61
Tel.: 0911/23 540, 23-54109
Königsstraße 70/Eingang Luitpoldstraße
Tel.:0911/ 99 28 400
Fax: 0911/ 99 28 405
www.schwangerschaftsberatung-nuernberg.de
Tel.: 0911/ 55 55 25
www.profamilia-nuernberg.de
Pirckheimerstraße 16 a
Tel.: 0911/ 35 05 0
Fax: 0911/ 35 05 1 00
Tel.: 0911/ 231-2288, 231-2677
Beratungsstelle für Schwangere, Eltern und Kinder
Tel.: 0911/ 36 16 26
In einem vertraulichen Beratungsgespräch können alle offenen Fragen geklärt werden. Die Beratung
sollte möglichst frühzeitig erfolgen, am besten nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. Die Beraterinnen sind erfahren in den Fragen, die das Leben mit dem Kind betreffen. Sie sind zu Verschwiegenheit und Diskretion verpflichtet. Gemeinsam wird versucht, persönliche und wirtschaftliche Probleme zu bedenken und besser in den Griff zu bekommen. Die Beratung ist kostenlos.
11.3 Förderverein Familie und Wissenschaft
Der „Förderverein Familie und Wissenschaft e.V. - im Jahr 2005 an der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg gegründet - fördert Projekte zur familienfreundlichen Gestaltung der
Universität, insbesondere durch die Verbesserung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten und durch die
Durchführung von Ideenwettbewerben zum Thema Familie und Wissenschaft. Er fördert bedarfsgerecht einzelne Familien in familiär bedingten Notfällen.
Nähere Informationen erhalten Sie unter: www.familieundwissenschaft.uni-erlangen.de
Wohnen mit Kind in Erlangen und Nürnberg
1. Angebote des Studentenwerks
In einigen Wohnheimen des Studentenwerks stehen Wohnungen für Paare oder Alleinerziehende mit
Kind/ern zur Verfügung.
Die wichtigsten Voraussetzungen für die Aufnahme sind:
bei Verheirateten: mindestens ein Elternteil studiert
bei unverheirateten Paaren: beide Eltern studieren
bei Alleinerziehenden versteht es sich von selbst, dass sie Studierende sein müssen.
Die Förderungshöchstdauer für das gewählte Studienfach ist nicht überschritten.
Bei Überschreitung der Förderungshöchstdauer muss dies dem Studentenwerk mitgeteilt werden
und die Dringlichkeit des Wohnraumbedarfs begründet werden.
Die Wartezeit beträgt ca. ein bis zwei Semester, kurzfristige Aufnahmen sind nach Einzelprüfung in
Härtefällen möglich. BAföG-EmpfängerInnen und Alleinerziehende werden bevorzugt aufgenommen.
Nähere Informationen und Anträge erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Wohnheimverwaltung.
Henkestraße 38 a
Tel.: 09131/ 8002-23, -24
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/wohnen/de
Tel.: 0911/ 588 57 14
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/wohnen/de/wohnservice-nuernberg
In der kostenlosen Privatzimmervermittlung des Studentenwerks werden auch Wohnungen angeboten. Die Vermittlung kann nur persönlich erfolgen:
Zimmervermittlung in Erlangen:
Vermittlungsbüro des Studentenwerks in Erlangen
Studentenhaus, Zimmer 021 (Büro neben dem Haupteingang)
Tel.: 09131/ 80 02-0
Zimmervermittlung in Nürnberg:
Vermittlungsbüro des Studentenwerks in Nürnberg
Tel.: 0911/ 588 57-0
Die Geburt eines Kindes ist meistens mit dem Umzug in eine größere Wohnung verbunden. Studierende mit dem Hauptwohnsitz in Erlangen bzw. Nürnberg können sich eine allgemeine Wohnberechtigungsbescheinigung für den Bezug einer Sozialwohnung besorgen. Studierende, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb der o.g. Bereiche haben, wenden sich an die jeweilige Hauptwohnsitzgemeinde.
Die Größenvorgabe für eine Sozialwohnung beträgt z. Zt. für
60 qm für 2 Zimmer
75 qm für 3 Zimmer
Stadt Erlangen, Amt für Soziales und Wohnungswesen
– Wohnungsvermittlung –
4. OG, Zi. 419
Tel.: 09131/ 86 28 70, -1586, -1824
Abteilung Wohnungsversorgung
Antragstellung im Erdgeschoss Zi. 2-4
Tel.: 0911/ 231-2334, -2436, -2515, -2579
Wohnen für alleinerziehende Mütter
Das Evangelische Siedlungswerk stellt in Nürnberg mehrere Wohnungen für Alleinerziehende zur
Verfügung. Voraussetzung: Vormerkung beim Amt für Wohnen und Stadterneuerung.
Tel.: 0911/20 08-192
Außerdem gibt es in Nürnberg zweimal die Einrichtung "Haus Mutter und Kind" von der Jugendhilfe
Rummelsberg/ Rummelsberger Diakonie:
Tel.: 0911/ 431758 – 21, -22
36 1,5 bis 2 Zimmerwohnungen, ca. 30 - 50 qm mit Bad, Kochnische und Balkon
eine Krabbelgruppe für 0-3jährige Kinder
einen Kindergarten mit 61 Plätzen
einen Hort mit 36 Plätzen
die Mieterinnen des Hauses haben Anspruch auf den nächsten frei werdenden Kindergarten- und/oder Hortplatz
Tel.:0911/ 474 22 05
26 2-Zimmer-Wohnungen, 55 qm mit Bad, Küche, Abstellkammer und Balkon
6 3-Zimmer-Wohnungen, 66-77 qm mit Bad, Küche und Balkon
ein Netz für Kinder mit 15 Plätzen
einen Kindergarten mit 75 Plätzen
die Mieterinnen des Hauses haben Anspruch auf den nächsten frei werdenden Netzund/oder Kindergartenplatz
In den Häusern Mutter und Kind finden Schwangere und alleinerziehende Mütter Unterstützung zur
Bewältigung ihrer Lebenssituation: Sozialpädagoginnen beraten die Frauen in Konfliktsituationen,
z.B. bei Schwangerschafts-, Partner- und Erziehungsfragen und beim (Wieder-) Einstieg in den Beruf.
Näheres unter www.jugendhilfe-rummelsberg.de/jugendhilfe_nuernberg_mutter_kind.jugendhilfe
Nach dem Hochschulgesetz ist die Einrichtung von Kinderbetreuungsstätten eine Aufgabe des Studentenwerks.
Die Träger aller Kinderbetreuungsstätten sind Elternvereine: Die Mitgliedschaft der Eltern im Verein
ist Voraussetzung für einen Platz in der Gruppe. Von den Eltern wird aktive Mitarbeit im Verein
erwartet. Aufgenommen werden Kleinkinder im Alter von eins bis drei Jahren. Mindestens ein Elternteil der Kinder muss an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sein. Der Unkostenbeitrag
für ein Kind beträgt derzeit ca. 200 € im Monat bei einer Vollzeitbetreuung. Daneben muss der Vereinsbeitrag bezahlt werden. Das jeweilige pädagogische Konzept und weitere Informationen sind
beim Vereinsvorstand erhältlich.
Weitere allgemeine Informationen erhalten Sie auch von der für die Kinderbetreuungsstätten zuständigen Mitarbeiterin des Studentenwerks:
Ansprechpartner: Herr Scheer
Tel.: 09131/ 80 02 52
Fax: 09131/ 80 02 51
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/kultsoz/de/kitas
Kinderkrippen in Erlangen:
KraKadU I e.V.
Tel.: 0 91 31/ 20 67 28
KraKadU II e.V.
Henkestraße 35
Tel.: 0 91 31/ 20 47 70
www.krakadu.com
Kinderkrippen in Nürnberg:
Dutzendteichstraße 8
Tel.: 09 11/ 40 17 07
www.kita-am-dutzendteich.de
KiKriKi e.V.
Tel.: 09 11/ 47 29 38
www.kikriki.de
Tel.: 09 11/ 588 04 795
Tel.: 09 11/ 27 253-789
www.die-zwerge-ev.de
2. Kinderbetreuungseinrichtungen anderer Träger
In Erlangen und Nürnberg beraten und informieren die Jugendämter über städtische Kindertagesstätten sowie über Kindertagesstätten und sonstige Kinderbetreuungsangebote freier Träger in beiden Städten.
Informationen über Kindertagesstätten in Erlangen gibt es unter www.kita-bayern.de.
Informationen über Kindertagesstätten in Nürnberg sind auch unter
www.kindertagesstaetten.nuernberg.de abrufbar.
Die Antragsfristen für einen Platz in einer städtischen Kindertagesstätte sind in der Regel in der Woche nach den bayerischen Osterferien und werden rechtzeitig veröffentlicht.
Stadt Erlangen - Jugendamt
Tel.: 09131/ 86 27 16
Tel.: 0911/231-4105, -6691
Fax: 0911/231-28 31
Der Fachdienst Kindertagespflege sowie die Tagespflegebörse Nürnberg der Jugendämter Erlangen
und Nürnberg vermitteln Tagesmütter und Tagesväter. Sie informieren und beraten Eltern wie auch
Tageseltern zu allen Fragen rund um die Tagespflege. Tageseltern können an Qualifizierungskursen
teilnehmen. Bezüglich der Möglichkeiten finanzieller Unterstützung siehe auch Punkt 6.
Koordinationsstelle für Tagespflege von Kindern, Tagesmüttervermittlung
Tel.: 09131/86-12 14
Fax : 09131/86-21 45
Kinderschutzbund Kreisverband Erlangen
Strümpellstr. 10, 91052 Erlangen
Tel.: 09131/20 91 00
Fax: 09131/40 87 33
Der Kinderschutzbund Kreisverband Erlangen vermittelt außerdem in Notsituationen (bei Krankheit
der Mutter oder des Kindes) Not-Tagesmütter.
Denselben Service bietet die Tagespflegebörse Nürnberg im Rahmen des Projekts "Zu Hause Gesund
Werden". Auch hier werden Not-Tagesmütter vermittelt, die kranke Kinder im elterlichen Haushalt
betreuen. Außerdem wird das Projekt "Senioren betreuen Kinder" unterhalten, hier werden Senioren
stundenweise zur Kinderbetreuung vermittelt.
Amt für Kinder Jugendliche und Familien – Jugendamt
Koordination Tagespflege und Fachberatung freier Träger
Tel.: 0911/ 2 31-23 89
Fax 0911/ 2 31-28 31
E-Mail: tagespflege (at) stadt.nuernberg.de
www.jugendamt.nuernberg.de/kindertageseinrichtungen/tagespflege
Maxfeldstraße 57
Tel.: 0911/ 35 39 36
E-Mail: [email protected]örse.de
Die Agentur Familie & Beruf des Kinderhauses Nürnberg bietet darüber hinaus eine Beratung zur
passenden Kinderbetreuung. Die Agentur berät über die Möglichkeiten der Kinderbetreuung bei
Krankheit des Kindes, informiert über Ferienprogramme und unterstützt bei der Suche nach einer
Kinderbetreuung bei Krankheit der Eltern.
Meschelstraße 57, 90408 Nürnberg
Tel.: 0911/52 89 2600
Ansprechpartnerin: Fr. Schumm
www.afb-nbg.de
Das Erlanger Bündnis für Familien informiert alle Eltern schulpflichtiger Kinder jährlich in der Broschüre „Erlanger Ferienbetreuung für Schulkinder“ über die Ferienbetreuungsangebote verschiedener Träger. In Erlangen bieten u.a. der Familienservice der FAU, der Kinderschutzbund, der Frankenhof, die Jugendfarm e.V. sowie einige weitere Anbieter Ferienbetreuung an. Die Broschüre erhalten
Sie über die Schule Ihres Kindes oder direkt beim Erlanger Bündnis für Familien:
Geschäftsführung des Erlanger Bündnisses für Familien
Tel. 09131/ 86-1686
www.erlanger-familienbuendnis.de
Auch in Nürnberg gibt es viele verschiedene Anbieter von Ferienbetreuungsmaßnahmen, so z.B. die
Technische Hochschule Georg Simon Ohm als Kooperationspartner der FAU, der PME Familienservice
Tel.: 0911/ 2 31-105 44
Fax: 0911/ 2 31-34 88
www.nuernberg.de/internet/kinderbetreuung/ferienbetreuung
Tel: 0911/8012300
Fax: 0911/80123019
www.familienservice.de/web/pme-assistance/ferienprogramme
Betreuungsangebote des Familienservice der FAU und des Klinikums
Der Familienservice der FAU und des Klinikums bietet derzeit in fast allen bayrischen Schulferien eine
Ferienbetreuung für 3 bis 14-jährige Kinder und Jugendliche an. Wählbar ist jeweils eine Ganz- oder
Halbtagsbetreuung (7:30 – 13:00 Uhr bzw. 17:30 Uhr). Die Ferienbetreuung findet während der Semesterferien im Sportzentrum der FAU in der Gebbertstraße 123 in Erlangen statt, während des Semesters in den Mittagsbetreuungsräumen benachbarter Grundschulen.
Angehörige der FAU und des Klinikums werden regelmäßig per Mail bzw. über den FAU-Newsletter
über das anstehende Ferienbetreuungsangebot informiert. Weitere Informationen sowie die Anmeldung über www.familienservice.fau.de .
Studierende Eltern können beim Förderverein Familie und Wissenschaft e.V. einen Zuschuss zur Betreuungspauschale beantragen. Die Anträge werden durch den Familienservice geprüft.
Studierende, Beschäftigte, aber auch Gäste der Universität können während Tagungen, Kongressen
und vergleichbaren wissenschaftlichen Veranstaltungen an der Universität Erlangen-Nürnberg ihre
Kinder durch den universitären Tagungsservice betreuen lassen. Nähere Informationen unter
www.familienservice.fau.de.
Flexible Kurzzeitbetreuung für Kinder von Studierenden
Durch Rückgriff auf den Babysitterpool des Familienservice können Klein- und Schulkinder von Studierenden bei kurzfristigen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Studium und regulärer Kinderbetreuung betreut werden. Es handelt sich nicht um eine langfristige, regelmäßige Betreuungsmöglichkeit.
Die Kosten für die Kurzzeitbetreuung übernimmt auf Antrag der Förderverein Familie und Wissenschaft e.V. Alle Anträge werden vorab durch den Familienservice geprüft.
Altersgemischte Kinderbetreuung im "Netz für Kinder"
Die altersgemischte Kinderbetreuung im „Netz für Kinder" wurde im Frühjahr 1993 vom Bayerischen
Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit ins Leben gerufen.
In einer altersgemischten Gruppe werden bis zu fünfzehn Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren
betreut. Besonders großen Wert wird dabei auf die Elternmitarbeit und Elternverantwortung gelegt.
In Erlangen gibt es derzeit eine, in Nürnberg 14 Einrichtungen. In allen „Netzen für Kinder“ ist die
Anmeldung ganzjährig möglich.
Kindergruppe Frankenhof
Tel: 09131/20 98 18
Die Kiste e.V.
Braillestr. 29
Tel.: 0911/ 3 65 19 91
www.kita-bayern.de/n/kiste
Träger: Kinderhaus Nürnberg e.V.
Tel.: 0911/ 48 79 19
www.kinderhaus.de oder www.kita-bayern.de/n/netz-friedrichstaler
Träger: Institut für soziale und kulturelle Arbeit ISKA
Tel.: 0911/ 27 29 98 40
www.iska-nuernberg.de/momo oder www.kita-bayern.de/n/momo
Tel.: 0911/ 4 46 67 38
www.kinderhaus.de oder www.kita-bayern.de/n/netz-hartmut
Die Kiste e.V. - Zweigstelle Forsthaus
Träger: Die Kiste e.V. Herrnhüttestr. 11
Tel.: 0911/586 12 06
www.kita-bayern.de/n/herrnhuette
Träger: Elternverein Kinderhaus Kiste Kirchenweg e.V.
Tel.: 0911/ 3 93 84 79
www.kita-bayern.de/n/kinderhaus-kiste
Evangelisches Netz für Kinder des Freundesringes
Träger: Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH
Tel.: 0911/ 4 74 21 81
www.kita-bayern.de/n/netz-luisen
Tel.: 0911/3 66 81 48
www.kinderhaus.de oder www.kita-bayern.de/n/netz-maxfeld
Gekifant
Träger: Gemeinsames Kinderhaus und Familientreff Nordost e.V.
Tel.: 0911/ 56 23 30
www.kita-bayern.de/n/gekifant/index.htm
Netz für Kinder "Stups"
Träger: Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Nürnberg-Stadt
Nunnenbeckstraße. 43
Tel.: 0911/ 5 30 12 99
www.kvnuernberg-stadt.brk.de oder www.kita-bayern.de/n/stups
Netz für Kinder "Schlosskinder"
Philipp-Kittler-Str. 19
Tel.: 0911/ 8 10 67 62
www.kvnuernberg-stadt.brk.de oder www.kita-bayern.de/n/schlosskinder
Tel.: 09 11/ 3 18 79 97
www.kinderhaus.de oder www.kita-bayern.de/n/netz-schumann
Träger: Sonnenstrahl und Silbermond e. V.
Tel.: 0911/ 59 76 98 20
www.kita-bayern.de/n/sonnenstrahl
Wölckernstr. 49a
Tel.: 09 11/ 44 29 92
www.kinderhaus.de oder www.kita-bayern.de/n/henlein
7. Übernahme der Betreuungskosten
Befindet sich ein Elternteil eines Kindes noch in der Ausbildung, besteht die Möglichkeit, beim Jugendamt einen Antrag auf teilweise oder vollständige Übernahme der Betreuungskosten zu stellen.
Für die Gewährung dieser so genannten "Förderhilfe" werden folgende Voraussetzungen geprüft:
Es lebt keine weitere Person im Haushalt (Partner, Ehemann), der die Betreuung des Kindes
Die Einkommensgrenze berechnet sich nach dem Bundessozialhilfegesetz. Sofern die Einkommensgrenze unterschritten wird, übernimmt das Jugendamt die Kinderbetreuungskosten in voller Höhe.
Bei Inanspruchnahme eines Mittagessens müssen sich alle Eltern, unabhängig von Einkommensver74
hältnissen, mit einer sog. "Häuslichen Ersparnis" von 25 € an den Essenskosten beteiligen. Diese Pauschale wird für angemessen und vertretbar gehalten. Wäre das Kind nicht in der Tagesstätte untergebracht, so müssten diese Kosten zu Hause von den Eltern selbst erbracht werden.
Übersteigt das Familieneinkommen die Einkommensgrenze, so wird zunächst geprüft, ob eine teilweise Übernahme der Betreuungskosten noch möglich ist.
Hilfen für Tageseinrichtungen und Tagespflege
Tel.:0911/231-0 (Vermittlung, die Bearbeitung erfolgt nach Wohngebiet)
Tel.: 09131/86-2844
Kreisjugendamt Erlangen-Höchstadt
Tel.: 09131/ 8030
Tel.: 0911/9741511
Kreisjugendamt Forchheim
91201 Forchheim
Tel.: 09191/ 862301
Beratungsstellen für Schwangerschaft und Geburt
Die Geburt eines Kindes ändert die bisherigen Lebens- und Studienplanung radikal. Eine Fülle neuer
Herausforderungen müssen bewältigt werden, es tauchen viele Fragen auf. Die staatlich anerkannten
Beratungsstellen in Erlangen und Nürnberg informieren und beraten in folgenden Bereichen:
Vermittlung finanzieller Hilfen und Unterstützung
Informationen zu Anträgen zur Landesstiftung "Mutter und Kind"
Beratung und Begleitung bei Schwangerschaftsabbruch
Informationen über gesetzliche Ansprüche
Beratungsgespräche mit Partnern und Angehörigen
Adressen der staatlich anerkannten Beratungsstellen, die Beratungsbescheinigungen ausstellen dürfen:
Stadtjugendamt - Jugend- und Familienberatung
Tel.: 09131/ 86 22 95
Landratsamt - Staatliches Gesundheitsamt
Tel.:09131/ 7 14 40
Tel.:0911/ 974-1942
Stadt Fürth - Schwangerenberatung
Tel.: 0911/ 974 15 18
Eingang Luitpoldstraße
Tel.: 0911/ 35050
Tel.: 0911/ 36 44 11
Psychologisch-psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks
Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg bietet für alle immatrikulierten Studierenden der Hochschulen im Bereich Erlangen/ Fürth/ Nürnberg psychologische Beratung und Psychotherapie in Einzel-,
Partner- oder Familiengesprächen sowie in therapeutischen Gruppen an. Eine Schwangerschaft und
auch die Geburt eines Kindes kann eine Menge an Problemen aufwerfen; mit der neuen Situation,
mit sich selbst, mit dem Partner, mit den eigenen Eltern und mit dem Kind. Wenn Sie das Gefühl haben aus dem „Baby-Blues“ nicht mehr herauszukommen, Schwierigkeiten im Studium oder andere
Probleme unüberwindbar erscheinen, steht Ihnen die Beratungsstelle zur Verfügung.
Der erste Kontakt mit einer/m Psychologen/in kann kurzfristig vereinbart werden. Für die Gespräche wird ein geringfügiger Unkostenbeitrag (10 Euro pro Einzelgespräch, 15 € pro Paar- oder Familienberatung) erhoben, der allerdings Studierenden in schwierigen finanziellen Lagen erlassen werden
Tel.: 09131/ 8002-750
Öffnungszeiten des Sekretariats: Mo-Fr 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Offene Sprechstunde (ohne Voranmeldung und Namensnennung): Dienstag zwischen 13.30 Uhr und
Für Lehramtsstudierende findet auf dem Campus Regensburger Straße (Regensburger Straße 160,
90478 Nürnberg) eine psychologische Beratung im Rahmen einer offenen Sprechstunde in Raum
U1.033 statt.
Regensburger Str. 160, Raum U1.033
Sprechzeiten: Mi. 8-13 h, Do. 9-14 h (jeweils offene Sprechstunde)
Eine Schwangerschaft und die Geburt und Erziehung eines Kindes erfordert eine neue Studienverlaufsplanung und Informationen bzgl. einer veränderten Studiengestaltung (Prüfungsangelegenheiten, verlängerte Studiendauer etc.) Es erscheint in dieser Situation sinnvoll, das IBZ bzw. die Studentenkanzlei der Universität aufzusuchen. Hier können Sie sich über Studienmöglichkeit
/Fächerkombination / Studienabschlüsse / Zulassungsregelungen / Studiengestaltung / Beratung bei
Schwierigkeiten hinsichtlich Studienwahl, geplanten Studienfachwechsel oder Studienabbruch informieren.
Schlossplatz 3/ Halbmondstraße 6
Tel.: 09131 / 85-24444 oder -23333
Öffnungszeiten: Mo - Fr von 8 – 18 Uhr
Das Studentenwerk unterhält eine kostenfreie Rechtsberatung für Studierende, die in hochschul-,
arbeits-, kauf- und mietrechtlichen Angelegenheiten sowie in allen anderen mit der Studiensituation
in Zusammenhang stehenden rechtlichen Schwierigkeiten praktische Hilfe bietet. Ausgenommen
davon ist jedoch die Beratung zu BAföG-Fragen. Studierende, die Auskünfte und Beratung zu Fragen
der Ausbildungsförderung suchen, müssen sich an einen Anwalt für Sozial- oder Verwaltungsrecht
wenden. Bei der Terminabsprache ist es sinnvoll, nachzufragen, ob der ausgewählte Anwalt kompetent in Fragen der Ausbildungsförderung ist.
Für die Beratung beim Anwalt kann ein Beratungsschein beantragt werden (siehe Punkt 5.)
Die Rechtsberatung des Studentenwerks ist unentgeltlich. Es sind nur persönliche Beratungen möglich. Fernmündliche oder schriftliche Anfragen können nicht erfolgen.
Öffnungszeiten: Mo und Do 13 - 14.30 Uhr
In den Semesterferien nur einmal wöchentlich.
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/servber/de/rechtsberatung
Beratungshilfe: Bedürftige oder gering verdienende Bürger können bei dem für sie zuständigen
Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen. Dieser berechtigt gegen eine Gebühr von 10,50 €
zur Beratung durch einen Rechtsanwalt in außergerichtlichen Angelegenheiten des Zivil-, Arbeits-,
Verwaltungs-, Verfassungs- und Sozialrechts. Auch AusländerInnen haben Anspruch auf Beratungshilfe.
Prozesskostenhilfe: Voraussetzung für die Gewährung von Prozesskostenhilfe ist eine hinreichende
Erfolgsaussicht einer Klage bzw. einer Klageverteidigung und das wirtschaftliche Unvermögen, die
Prozesskosten zu tragen. Je nach finanzieller Situation des Rechtsuchenden kann Prozesskostenhilfe
ohne eigene Beteiligung gewährt werden oder gegen Zahlung monatlicher Raten. Die Höhe der Raten
ist einkommensabhängig. Maximal können 48 Monatsraten zur Rückzahlung der Prozesskosten eingefordert werden.
Der Mieterverein Erlangen e.V. wurde unter anderem zur Beratung und Unterstützung der Studierenden, z.B. bei Problemen mit VermieterInnen (überhöhte Mietforderungen) gegründet. Für Mitglieder werden kostenlose Beratungen durch RechtsanwältInnen durchgeführt. Darüber hinaus setzt
sich der Mieterverein Erlangen e.V. für die Erhaltung von kostengünstigem Wohnraum ein.
Beratungstermine: Jeden Dienstag von 18.00 - 20.00 Uhr im E-Werk, Gruppenraum 2 (3. Stock).
Für Studierende während des Semesters jeden Donnerstag von 18.00 - 19.00 Uhr im Sprecherrat,
Turnstraße 7, 91054 Erlangen.
Mieterverein Erlangen e.V.
Tel.: 09131/ 432 26
Darüber hinaus berät auch die Rechtsberatung des Studentenwerks in mietrechtlichen Fragen.
Weiterführende Adressen und Anlaufstellen
Die Städte Erlangen, Nürnberg und Fürth geben Broschüren für Eltern heraus. Sowohl für Nürnberg
als auch für Fürth gibt es außerdem eine Broschüre speziell für Alleinerziehende.
Alle Broschüren informieren über die verschiedenen für Eltern bzw. Alleinerziehende relevanten
Anlauf- und Beratungsstellen im jeweiligen Stadtgebiet.
Die Broschüren können angefordert werden
"Wenn Sie ein Kind erwarten..."
Stadt Erlangen - Gleichstellungsstelle für Frauenfragen
Tel.: 09131/ 86 15 23
"Wenn Sie ein Kind erwarten..." und "Allein erziehen in Nürnberg - Informationen, Tipps, Adressen"
Stadt Nürnberg - Frauenbeauftragte
Tel.: 0911/ 231-41 84 oder -41 85
www.nuernberg.de/internet/frauenbeauftragte/veroeffentlichungen
"Alleinerziehend in Fürth"
Stadt Fürth - Frauenbeauftragte
Rathaus, Königstraße 88
Tel.:0911/ 974-12 35
www.familieninfo-fuerth.de/1559.0
Kontakte und Links für Alleinerziehende
Die wichtigste Anlaufstelle in Deutschland für Alleinerziehende ist der 1967 gegründete „Verband
alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). Politisches Ziel des Verbandes ist die Förderung und
Gleichberechtigung von Einelternfamilien. Der Bundesverband des VAMV nimmt Einfluss auf die
Gesetzgebung, weist mit seiner Öffentlichkeitsarbeit auf die schwierige Situation Alleinerziehender
und ihrer Kinder hin und vertritt zusammen mit anderen Organisationen, Institutionen und Verbänden die Interessen Alleinerziehender und ihrer Kinder. Darüber hinaus informiert der Bundesverband
Presse und Öffentlichkeit in seinen sechs Mal jährlich erscheinenden „Informationen für Einelternfamilien“ und gibt ein regelmäßig aktualisiertes Taschenbuch „Alleinerziehend - Tipps und Informationen“ heraus. Auf der Homepage des Verbandes findet sich ein Verzeichnis mit ausführlichen Informationen zu Gesetzen und Rechtsprechung über Unterhalt, Umgang, Wohnen etc.
Bestellung des Taschenbuches „Alleinerziehend - Tipps und Informationen“: [email protected],
Download unter www.vamv.de/publikationen
Die Landesverbände des VAMV halten Kontakt zu Ministerien, Organisationen, Institutionen und
Parteien ihres Bundeslandes und nehmen Einfluss auf die Landesgesetzgebung. Sie unterstützen und
fördern den Aufbau von Ortsverbänden und Kontaktstellen.
Die Adresse des bayerischen Landesverbandes:
Verein allein erziehender Mütter und Väter - Landesverband Bayern e.V.
Tel.: 089/ 32212-294
Die regionalen Ortsverbände und Kontaktstellen dienen vor allem dem Erfahrungsaustausch und
der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung.
Kontaktstelle des VAMV in Erlangen:
Tel.: 09131/20 89 14
Fax: 09131/286 88
[email protected]hendententrum.de
www.alleinerziehendenzentrum.de
Kontaktstelle des VAMV in Nürnberg:
Tel.: 0911/ 470 59 30
Familienservice der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Universi-
tätsklinikums Erlangen
Bismarckstr. 6, 2. OG
Tel.: +49 (0)9131/85-23231, 85-26980 und 85-26981
E-Mail: Bitte nutzen Sie die auf unserer Homepage angegebenen aktuellen Mail-Adressen!

References: § 1612
 Art. 2
 Art. 48
 Art. 3
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 § 7
 Art. 48
 § 15
 § 15
 § 13
 § 11
 § 6
 § 26
 § 8
 Art. 6
 § 68
 § 1612
 § 1603
 § 1615
 § 1361
 § 1615
 § 1615
 § 1615
 § 1615
 § 5
 § 195