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Timestamp: 2017-03-23 22:02:19+00:00

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Editorial: Ein Urteil in Köln wird zum rechtspolitischen Notstand Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa
Nachdem ein Kölner Gericht die religiös motivierte Beschneidung von Jungen verboten hat, begann in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, eine erregt geführte Debatte. Auf der einen Seite geht es um das Recht der körperlichen Unversehrtheit. Muss das Kind vor den irreversiblen Folgen der Vorhautbeschneidung geschützt werden? Auf der anderen Seite steht eine Jahrhunderte alte Tradition. Dürfen Eltern aus Glaubensgründen den rituellen -Eingriff vornehmen lassen? Für die Kölner Juristen steht das Recht des Kindes über dem Recht auf Religionsfreiheit. Für muslimische und jüdische Bevölkerungsgruppen ist die plötzliche Strafbarkeit eines aus religiöser Sicht sehr bedeutenden Ritus nicht nachvollziehbar... Inhalt
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. Kinderprophylaxe von Anfang an: Grundlagen einer gesunden Zahnentwicklung und Prophylaxe (Teil 1)
Mit dem Schutz der Milchzähne kann bekanntlich nicht früh genug begonnen werden, am besten schon vor dem Zahndurchbruch. Die Verantwortung liegt in der Hand der Eltern, die über eine richtige Mund- und Zahnpflege aufgeklärt sein sollten. TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH
Werdende Eltern mit leuchtenden Augen in der Zahnarztpraxis, die sich früh auch um die zahngesunde Entwicklung ihres Kindes kümmern und informieren, wer kennt sie nicht? Über junge Eltern, die im Rahmen ihrer persönlichen Zahn- oder Prophylaxebehandlung ihre Kids mitbringen und an eine regelmäßige angstfreie Behandlungssituation heranführen, freut sich jede Zahnarztpraxis, die sich der Prophylaxe verschrieben hat. dental bauer GmbH & Co. KG 1
Der medizinische Ausdruck „behandeln“ beinhaltet das Wort Hand und beschreibt damit -zutreffend, dass zu einer Behandlung die Hände eingesetzt werden sollten. Es ist die sanfte -Berührung eines anderen Menschen mit unseren Händen, die Angstzustände, Schmerzen und Auf-regung lindern und Vertrauen aufbauen kann. Werden dabei ganz bestimmte Körperpunkte (Akupunkturpunkte) leicht massiert, kann diese Wirkung noch verstärkt werden. Nicht zuletzt zählen das Handauflegen und auch die Akupressur bestimmter Körperpunkte zu den ältesten Behandlungsmethoden der Menschheit. Der Haltung der Hände kommt deshalb -gerade bei der Hypnosezahnbehandlung von Kindern besondere Bedeutung zu. Anwenderbericht: Mundgesundheits-Management bei Kindern
Die Mundgesundheit bildet eine wesentliche Voraussetzung für die persönliche Entwicklung eines Kindes. Interesse weckende Methoden und kindgerechte Kommunikation können frühzeitig für das Thema Mundpflege sensibilisieren. Für die professionelle Behandlung in der Zahnarztpraxis sind wirksame effektive Präparate und Hilfsmittel gefragt, die schnell und einfach zu applizieren sind. Für Behandelnde wie auch für junge Patienten und deren Eltern ist das gleichermaßen angenehm. Die Gesundheit des Kindes beginnt bei der Mutter
Durch die zahnärztliche Frühprävention wird nicht nur die Zahn- und Mundgesundheit von Mutter und Kind langfristig verbessert, sondern nachweislich auch die allgemeine Gesundheit. Dr. Jens Hartmann beschreibt, worauf es dabei ankommt. Hartmetall-Finierer – die Glattmacher
Komet feiert 2013 sein 90-jähriges Firmenjubiläum. Zu diesem Anlass wird die Geschichte einer Instrumentenlinie porträtiert, die als wichtige Zwischenstufe zwischen Präparation und Politur nicht fehlen darf: die Hartmetall-Finierer. Heute kann der Zahnarzt aus einem breit gefächerten Programm wählen, das durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ideenreichen Meinungsbildnern aus Hochschule und Praxis und der Komet-Abteilung für Forschung & Entwicklung entstanden ist. Oemus Media
Zahnarztpraxen gelten in der Regel als ein vorbildliches Beispiel für Sauberkeit und Hygiene. Oft wird dabei jedoch unterschätzt, dass auch vermeintlich sauberes Trinkwasser eine -Gefahrenquelle darstellen kann. Denn ein häufiges Problem sind nicht etwa eine fehlende Sorgfalt bei der Hygiene in der Praxis, sondern vielmehr Keime im Wasser. „Metall ist mein Leben“
In der Westschweiz nahe Lausanne befindet sich das beschauliche Städtchen Rolle. Einer der bekanntesten Hersteller für zahnärztliche Instrumente vollbringt dort wahre Maßarbeit, etwa 530 Produkte umfasst die Produktpalette. Wer das liest, stellt sich vielleicht eine riesige -Pro-duktionsfläche mit vielen Mitarbeitern vor. Doch weit gefehlt: Deppeler SA produziert in Rolle als einzigem Standort mit einer Mannschaft von insgesamt 15 Mitarbeitern – und zwar in liebevoller Handarbeit. Abrechnung: Früh übt sich
Schon seit Langem gibt es in Deutschland das System der allgemeinen ärztlichen Früher-kennungsuntersuchungen bei Kindern. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass zu einem möglichst frühen Zeitpunkt alle Kinder auf Fehlentwicklungen und Krankheitssymptome -untersucht werden. Seit dem 1.7.1999 sind auch zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen (kurz: FU) im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung in den BEMA aufgenommen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die zahnärztliche FU für Kleinkinder vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr eingeführt. Giornate Romane - Implantologie ohne Grenzen
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. Events: Strahlende Athleten
Seit vielen Jahren liegt Wrigley die Mundgesundheit in Deutschland besonders am Herzen. Weil die Kariesprophylaxe das A und O für -gesunde Zähne ist, fördert das Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) sowohl die Individual- als auch die Gruppenprophylaxe. -Ihren Enthusiasmus bewies die Gesundheitsinitiative erneut bei den Special Olympics Ende Mai in München Events: „Qualifizierung zum/zur -Mundgesundheitsmanager/-in“
Die Nachfrage nach adäquaten Behandlungskonzepten und Um-setzungen steigt mit der Zunahme des Ausmaßes der Erkrankung „Parodontitis“. Mit einem Schulungskonzept, das zu einer personell, konzeptionell und wirtschaftlich gut aufgestellten Prophylaxeabteilung beiträgt, kann die Zahnarztpraxis diese Anforderungen meistern. Rechts-Tipp: Zahnärztliche Aufklärung bei -Minderjährigen – gewusst wie
Die hinreichende Aufklärung des Patienten im Vorfeld einer Behandlung ist die Pflicht eines jeden Zahnarztes. Bei der Umsetzung im Einzelfall können jedoch Unsicherheiten auftreten, wie der Aufklärungspflicht in ausreichender und beanstandungsfreier Art und Weise nachgekommen werden kann. Insbesondere im Umgang mit minderjährigen Patienten müssen rechtliche Besonderheiten beachtet werden. News
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. DentalPearls: Bachelor Dentalhygiene startet 2013
Das Berufsbild des/der Dentalhygienikers/-in fordert mehr denn je engagierte und fortbildungsorientierte Mitarbeiter/-innen, die den komplexen Aufgaben der nichtchirurgischen Therapie von Parodontalerkrankungen und einer Führungs- und Leitungsfunktion gewachsen sind. Nachdem sich bereits in beinahe allen westlichen Staaten der Bachelor zur Dentalhygienikerin bzw. in der Schweiz die Dipl. Dentalhygienikerin (HF) etabliert haben, soll es 2013 in Zusammenarbeit mit der Careum Dentalhygieneschule Zürich nun auch in Deutschland soweit sein. Kongresse, Kurse und Symposien/ Impressum
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. ABO Service
15. Jahrgang I 32012 ISSN 1436-5715 I PVSt. F 47867 € 10,00 zzgl. MwSt.und Versand Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde I Special I Fachbeitrag I Anwenderbericht I Herstellerbericht I Abrechnung I Events I Dental Pearls Club Kinderprophylaxe von Anfang an I Frühwarnsystem für zahngesunde Kinder und Jugendliche: Prophylaxe mit Konzept Händchen halten – aber wie? Mundgesundheits-Management bei Kindern Regelmäßige Wasseranalyse lohnt sich Früh übt sich „Qualifizierung zum/zur Mundgesundheitsmanager/-in“ Bachelor Dentalhygiene startet 2013 Kinderzahnheilkunde und Prophylaxe 2
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EDITORIAL Ein Urteil in Köln wird zum rechtspolitischen Notstand Nachdem ein Kölner Gericht die religiös motivierte Beschneidung von Jungen verboten hat, begann in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, eine erregt geführte Debatte. Auf der einen Seite geht es um das Recht der körperlichen Unversehrtheit. Muss das Kind vor den irreversiblen Folgen der Vorhautbeschneidung geschützt werden? Auf der anderen Seite steht eine Jahrhunderte alte Tradition. Dürfen Eltern aus Glaubensgründen den rituellen Eingriff vornehmen lassen? Für die Kölner Juristen steht das Recht des Kindes über dem Recht auf Religionsfreiheit. Für muslimische und jüdische Bevölkerungsgruppen ist die plötzliche Strafbarkeit eines aus religiöser Sicht sehr bedeutenden Ritus nicht nachvollziehbar. Über die religiös-juristische Diskussion legten sich rasch auch medizinische Aspekte. So wird zum Beispiel mit einer erleichterten Körperhygiene, der verminderten Infektionsrate mit Geschlechtskrankheiten oder der geringeren Prostatakarzinomrate bei Beschnitte- nen argumentiert; andererseits wird auf die Einschränkung der sexuellen Empfindlich- keit, auf mögliche psychische Traumata, auf das Gefühl der Fremdverfügung über den eigenen Körper und auf eine (allerdings weit hergeholte) Analogie zur (längst verpönten) weiblichen Genitalverstümmelung abgestellt. Die Politik strebte teilweise eine schnelle gesetzliche Umsetzung an, sah jedoch bald auch starke verfassungsrechtliche Beden- ken. Ein eingeschränktes Ja zur Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen in Deutschland kam nun – unter Auflagen – vom Ethikrat. Demnach sei eine umfassende Aufklärung über mögliche Risiken ebenso notwendig wie die fachgerechte medizinische Ausführung des Rituals. Gleichzeitig sei die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten erforderlich, und der Einsatz von schmerzmindernden Mit- teln solle erlaubt werden. Auch hier kam es jedoch nicht zu einem einstimmigen Beschluss. Gleichwohl wird argumentiert, dass das Kindeswohl und eine aus religiösen Gründen vor- genommene Beschneidung an nicht einwillungsfähigen Jungen nicht unvereinbar seien. Demnach würde allein schon das elterliche Erziehungsrecht in Kombination mit der posi- tiven Religionsfreiheit jüdischer und muslimischer Menschen den Eingriff abdecken (nur am Rande sei hier vermerkt, dass derzeit eine Schmerzensgeldklage wegen gestochener Ohr löcher bei einem dreijährigen Mädchen anhängig ist, die die Strafbarkeit der Eltern klä- ren soll, da zu bezweifeln sei, ob die Einwilligung der Eltern zum Ohrlochstechen dem Wohl des Kindes gedient habe). Hintergrund der Diskussion sind vereinzelt vorgetragene Be- fürchtungen, dass zahlreiche Glaubensanhänger bei einem bestehenden Verbot Deutsch- land verlassen könnten. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Priorität des Kindeswohls kann wohl am Ende nur von einer Art „Sonderrecht zugunsten der Beschnei- dung“ gegen alle strafrechtlichen Einwände für rechtmäßig erklärt werden. Man darf gespannt sein, wie der Gesetzgeber die hier entstandene Situation auflösen wird. Sie halten das aktuelle Dentalhygiene Journal mit Schwerpunkt Kinderzahnheilkunde in Ihren Händen. Glücklicherweise gibt es bei der zahnärztlichen Behandlung von Mädchen und Jungen für uns keine Zwickmühlen rechtspolitischer Natur, denn oberstes Ziel bleibt für uns die Gesunderhaltung der kindlichen und jugendlichen Mundhöhle. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa 4
Eine Haftcreme, die mehr als nur Halt bietet. Schützt vor Speiseresten Antibakterielle Formel Starker, langanhaltender Halt Geben Sie Ihren Patienten mehr Selbstvertrauen Empfehlen Sie blend-a-dent DUO SCHUTZ für einen sauberen und gesunden Mundraum Die perfekte Fortsetzung Ihrer Prophylaxe 5
INHALT Editorial Herstellerbericht 3 Ein Urteil in Köln wird zum rechtspolitischen Notstand Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa 28 Regelmäßige Wasseranalyse lohnt sich Denise Keil Special 6 Kinderprophylaxe von Anfang an Dr. med. dent. Jutta Tschoppe, Prof. Dr. med. dent. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa, Dr. med. dent. Peter Tschoppe 10 Frühwarnsystem für zahnge- sunde Kinder und Jugendliche: Prophylaxe mit Konzept Sylvia Fresmann, Dr. Björn Eggert Fachbeitrag 16 Händchen halten – aber wie? Dr. Gisela Zehner Anwenderbericht 20 Mundgesundheits- Management bei Kindern Dr. Gabriele David 22 Die Gesundheit des Kindes beginnt bei der Mutter Dr. Jens Hartmann 24 Hartmetall-Finierer – die Glattmacher Dorothee Holsten, Karl-Heinz Danger, Axel Meier 30 „Metall ist mein Leben“ Kristin Urban Abrechnung 32 Früh übt sich Christiane Baumeister-Henning Events 42 Strahlende Athleten Dr. Barbara Bethcke 43 „Qualifizierung zum/zur Mundgesundheitsmanager/-in“ Sabine Reif-Bankmann, Jasmin Srour Dental Pearls Club 48 Bachelor Dentalhygiene startet 2013 38 Herstellerinformationen 44 Tipp 46 News 50 Kongresse, Impressum Alle mit Symbolen gekennzeichneten Beiträge sind in der E-Paper-Version der jeweiligen Publikation auf www.zwp-online.info mit weiterführenden Informationen vernetzt. Titelbild: © Dmitriy Shironosov 6
Special Kinderprophylaxe von Anfang an Teil 1: Grundlagen einer gesunden Zahnentwicklung und Prophylaxe Mit dem Schutz der Milchzähne kann bekanntlich nicht früh genug begonnen werden, am besten schon vor dem Zahndurchbruch. Die Verantwortung liegt in der Hand der Eltern, die über eine richtige Mund- und Zahnpflege aufgeklärt sein sollten. Dr. med. dent. Jutta Tschoppe/Innsbruck, Österreich, Prof. Dr. med. dent. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa/Krems, Österreich, Dr. med. dent. Peter Tschoppe/Innsbruck, Österreich n Das Ziel der präventionsorientierten Zahnheilkunde ist die Erhaltung der Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparates von frühester Kindheit an. Gleich- zeitig sollen Wechselwirkungen zwischen Munderkran- kungen und Allgemeinerkrankungen des Körpers ver- hindert werden. Zahnärztliche präventionsorientierte Maßnahmen ermöglichen es, Munderkrankungen u. a. im Sinn der Karies vorzubeugen. Dies zeigen Forschungs- ergebnisse aus den letzten Jahrzehnten: So ist beispiels- weise der Kariesbefall von zwölfjährigen Kindern seit 1989 um bis zu 69 % zurückgegangen.7,8 Karies entsteht durch das Zusammenwirken von karies - auslösenden Mikroorganismen (Plaque), unzureichen- der Mundhygiene und Fehlernährung (häufige Auf- nahme von Zucker).3 Neben diesen Hauptfaktoren gibt es zahlreiche zusätzliche Einflüsse, welche die Karies- entstehung und Kariesprogression begünstigen. Auf der Grundlage dieser Kenntnisse ist es heute möglich, durch unterschiedliche Maßnahmen die Karies zu ver- hindern oder bereits bestehende, wenig ausgeprägte Karies läsionen zum Stillstand zu bringen.6 Die Mundgesundheit werdender Eltern Das Befinden der Mutter während der Schwangerschaft wirkt sich auf das Gedeihen des Kindes im Bauch der Mutter aus. Dies gilt auch für die Entwicklung der Milch- zähne, die bereits in der sechsten bis achten Schwanger- schaftswoche beginnt. So beeinflusst die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft den Aufbau der Zähne und die Widerstandsfähigkeit der Zahnhartsubstanz des Kindes. Schwangere sollten aus diesem Grund besonders kalzium-, eisen- und phosphathaltige Nah- rungsmittel zu sich nehmen. Darüber hinaus weisen klinische Studien darauf hin, dass die Mundgesundheit der werdenden Mutter einen unmittelbaren Einfluss auf den Schwangerschaftsver- lauf sowie die Entwicklung des Kindes haben kann. Ak- tuellen Studien zufolge erhöhen Entzündungen der Gingiva, die nicht behandelt werden und in eine Paro- dontitis übergehen, bei Schwangeren das Risiko einer Frühgeburt in Verbindung mit geringem Geburtsge- wicht um mehr als das Siebenfache.6 Diese Zusammenhänge verdeutlichen, dass die Gesund- heit unserer Mundhöhle in enger Wechselwirkung mit der Gesundheit des gesamten Körpers steht; so reagiert die Mundhöhle während einer Schwangerschaft auch besonders sensibel auf die Veränderungen des Körpers. Um rechtzeitig und effektiv vorzubeugen, sollten bei ei- ner Schwangeren zwei zahnärztliche Vorsorgeuntersu- chungen durchgeführt werden, und zwar im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine professionelle Zahnreinigung durchzuführen. Am sinnvollsten wäre es natürlich, wenn die notwendige Prophylaxe schon vor einer ge- planten Schwangerschaft erfolgt. Nach aktuellem Verständnis ist die Karieserkrankung im weitesten Sinne eine Infektionskrankheit, deren Keime von den Eltern oder anderen Bezugspersonen auf das Kind übertragen werden können. Hierdurch steigt das Risiko für das Kind, frühzeitig an Karies zu erkranken. Aus diesem Grund ist eine gründliche Zahnpflege enger Be- zugspersonen, insbesondere aber der Mutter, schon in den Monaten der Schwangerschaft und auch danach besonders wichtig.2 Milchzahndurchbruch: Zeit großer Veränderungen! Etwa mit sechs Monaten bekommen Kinder ihren ersten Zahn. Meistens brechen als Erstes die mittleren unteren Schneidezähne durch, kurze Zeit später die beiden mitt- leren oberen Schneidezähne. Die übrigen Zähne des Milchgebisses folgen in den nächsten 20 Monaten, bis im Alter von circa zweieinhalb Jahren alle Milchzähne vorhanden sind (Tab. 1). Durchbrechender Milchzahn Durchbruchszeitraum mittlere untere Schneidezähne 6 bis 8 Monate mittlere obere Schneidezähne 8 bis 10 Monate seitliche Schneidezähne 10 bis 14 Monate erste Milchmolaren 14 bis 18 Monate Milcheckzähne 18 bis 24 Monate zweite Milchmolaren 24 bis 30 Monate Tab. 1: Die angegebene Milchzahndurchbruchsfolge und -zeit sind Durchschnittswerte, individuell können diese erheblich variieren. 6 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 7
Ihr Spezialist für Professionelle Mundhygiene (cid:76) ฀ (cid:18) (cid:17) (cid:16) (cid:18) (cid:68) (cid:78) (cid:65) (cid:72) (cid:67) (cid:83) (cid:84) (cid:85) (cid:69) (cid:36) (cid:78) ฀ (cid:73) ฀ (cid:69) (cid:84) (cid:75) (cid:85) (cid:68) (cid:79) (cid:82) (cid:80) (cid:65) (cid:84) (cid:78) (cid:69) (cid:68) (cid:82) (cid:69) (cid:84) (cid:78) (cid:76) (cid:41) ฀ (cid:27) (cid:78) (cid:69) (cid:83) (cid:69) (cid:46) (cid:76) (cid:73) (cid:52)(cid:69)(cid:48)(cid:69)฀(cid:41)(cid:78)(cid:84)(cid:69)(cid:82)(cid:68)(cid:69)(cid:78)(cid:84)(cid:65)(cid:76)(cid:66)(cid:224)(cid:82)(cid:83)(cid:84)(cid:69)(cid:78) (cid:115)฀(cid:83)(cid:67)(cid:72)(cid:79)(cid:78)(cid:69)(cid:78)(cid:68)฀(cid:110)฀(cid:75)(cid:85)(cid:78)(cid:83)(cid:84)(cid:83)(cid:84)(cid:79)(cid:70)(cid:70)(cid:85)(cid:77)(cid:77)(cid:65)(cid:78)(cid:84)(cid:69)(cid:76)(cid:84)(cid:69)(cid:82)฀(cid:36)(cid:82)(cid:65)(cid:72)(cid:84)฀(cid:66)(cid:69)(cid:73)฀(cid:65)(cid:76)(cid:76)(cid:69)(cid:78)฀(cid:39)(cid:82)(cid:218)(cid:148)(cid:69)(cid:78) (cid:115)฀(cid:73)(cid:78)(cid:68)(cid:73)(cid:86)(cid:73)(cid:68)(cid:85)(cid:69)(cid:76)(cid:76)฀(cid:110)฀(cid:33)(cid:85)(cid:83)(cid:87)(cid:65)(cid:72)(cid:76)฀(cid:65)(cid:85)(cid:83)฀(cid:66)(cid:82)(cid:69)(cid:73)(cid:84)฀(cid:71)(cid:69)(cid:70)(cid:203)(cid:67)(cid:72)(cid:69)(cid:82)(cid:84)(cid:69)(cid:77)฀(cid:51)(cid:79)(cid:82)(cid:84)(cid:73)(cid:77)(cid:69)(cid:78)(cid:84)฀ (cid:115)฀(cid:69)(cid:70)(cid:70)(cid:69)(cid:75)(cid:84)(cid:73)(cid:86)฀(cid:110)฀(cid:82)(cid:65)(cid:85)(cid:77)(cid:70)(cid:224)(cid:76)(cid:76)(cid:69)(cid:78)(cid:68)(cid:69)฀(cid:50)(cid:69)(cid:73)(cid:78)(cid:73)(cid:71)(cid:85)(cid:78)(cid:71)฀(cid:68)(cid:69)(cid:82)฀(cid:58)(cid:65)(cid:72)(cid:78)(cid:90)(cid:87)(cid:73)(cid:83)(cid:67)(cid:72)(cid:69)(cid:78)(cid:82)(cid:203)(cid:85)(cid:77)(cid:69) ฀ (cid:26) (cid:69) (cid:76) (cid:76) (cid:69) (cid:85) (cid:49) (cid:10) www.tepe.com 8
Special Abb. 1: Auswahl handelsüblicher Beißringe aus Silikon mit integrier- tem Kühlkissen; ein Beißring unterstützt das Kaubedürfnis des Babys und hilft den Zähnen beim Durchbruch durch das Zahnfleisch. Während der Zeit des Zahndurchbruchs reagieren ei- nige Kinder mit vielfältigen Symptomen auf diese große Veränderung: Sie haben meist nur wenig Appetit, wei- nen häufiger, möchten nicht schlafen und sind generell unruhig. Um den Druckschmerz zu lindern, stecken zah- nende Babys alles in den Mund was greifbar ist. Dabei werden Schmutz und Bakterien aufgenommen, die auch zu Fieber und Durchfall führen können; letztere Symptome stehen nur indirekt mit dem Zahnen im Zu- sammenhang. Darüber hinaus wird durch die Kauversu- che die Speichelproduktion angeregt; das Kind beginnt zu sabbern, was zu Reizungen der Gesichtshaut und zu Hautausschlägen führen kann. Das Kaubedürfnis des Babys sollte unterstützt werden, da es den Zahnungs- vorgang beschleunigt. Am besten eignen sich hierfür Beißringe (Abb. 1). Das Milchgebiss ist nicht nur ein großer Schritt in der Entwicklung des Kindes, Milchzähne erfüllen auch wichtige Funktionen. Sie dienen der Nahrungsauf- nahme, sind ausschlaggebend für die körperliche und emotionale Gesundheit des Kindes sowie für die Ent- wicklung der Sprache, der Kiefer und des Schädels. Der Bewegungsreiz beim Kauen regt das Kieferwachstum an und die Zähne sind Voraussetzung dafür, dass Laute korrekt geformt werden können. Des Weiteren bilden Milchzähne eine wichtige Grundlage zur Vorbereitung sowie als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Die nachfolgenden Zähne orientieren sich in ihrer Stellung an ihren Vorgängern. Entsprechend nachteilig wirkt sich ein frühzeitiger Milchzahnverlust auf die Gesund- heit und die Zahnstellung der bleibenden Zähne aus. So manche kieferorthopädische Behandlung könnte durch ein intaktes kariesfreies Milchgebiss erspart bleiben. Die vielfältigen Aufgaben des Milchgebisses zeigen, wie wichtig die richtige Prävention ist: Bereits die ersten Zähne sollten gut gepflegt werden und darauf geachtet, dass sie gesund bleiben.7 ANZEIGE Früh übt sich: Schon der erste Milchzahn will gepflegt werden! Zahnpflege von Anfang an ist die wichtigste Maß- nahme, damit die Zähne gesund und schön bleiben. Aus diesem Grund sollten Babys so früh wie möglich mit einer eigenen Kinderzahnbürste vertraut gemacht werden. Eltern sollten mit dem Durchbruch des ersten Milch- zahnes beginnen, Zähne und Zahnfleisch ihres Kindes zweimal täglich (morgens und abends) mit einer spe- ziellen Babyzahnbürste vorsichtig zu reinigen, auf je- den Fall aber abends vor dem Schlafengehen. Hierbei sollte am Abend eine höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahncreme (maximal 500 ppm Fluorid) verwendet werden. Ab dem zweiten Geburts- tag sollten die Milchzähne zweimal täglich (morgens und abends) mit einer fluoridhaltigen Kinderzahn- pasta geputzt werden.4 Neben der Vorbeugung von Karies und Zahnfleischent- zündungen erreicht man damit eine frühzeitige Ge- wöhnung des Kindes an die alltägliche Zahnpflege. Aus dieser Gewohnheit entwickelt sich eine Selbstverständ- lichkeit für das ganze Leben. Abb. 2: Zähne putzen macht Spaß: Kinder sollten sich beim Zähneput- zen im Badezimmerspiegel sehen können, das motiviert und steigert so die Effektivität der Zahnreinigung. Etwa ab dem dritten Lebensjahr werden Kinder mit den ersten eigenen Putzversuchen beginnen und zu- nehmend versuchen, das Zähneputzen nachzuahmen und selbst zu übernehmen (Abb. 2). Die ersten eigenen Putzversuche der Kinder sind noch recht unbeholfen – die manuelle Geschicklichkeit entwickelt sich erst mit den Jahren. Eltern sollten ihre Kinder zum selbststän- digen Zähneputzen ermutigen und ihnen mit viel Ge- duld beibringen, sich selbst die Zähne zu putzen. An- fänglich ist es aufgrund der noch etwas „ungeschick- ten“ Handhabung der Zahnbürste nicht so wichtig, dass Kinder eine bestimmte Putztechnik anwenden. Erst im Kindergartenalter von ca. drei Jahren sollten sie das Zähneputzen nach der KAI-Methode lernen: zuerst 8 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 9
die Kauflächen, dann die Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen. Das Einüben geeigneter und altersgerechter Mundhy- gienemaßnahmen ist wichtig, wobei sich die Zahnputz- technik an den altersgemäßen, intellektuellen und ma- nuellen Fähigkeiten der Kinder orientieren sollte. Die KAI-Zahnputzsystematik hat sich ausgesprochen be- währt und ist deshalb ideal für Kinder geeignet, weil sie den entwicklungsabhängigen Fähigkeiten der Kinder angepasst werden kann. Dadurch können sich Kinder altersgerecht eine systematische Zahnputztechnik er- arbeiten, die später nahtlos in die Erwachsenen-Zahn- putztechnik (Bass-Technik) überleitet.1 Doch auch wenn Kinder in diesem Alter schon selbst- ständig ihre Zähne putzen, ist die Geschicklichkeit noch nicht so weit entwickelt, um die Zähne von allen Seiten sauber zu putzen. Aus diesem Grund bleibt die eigentli- che Zahnreinigung bis zum Ende der Grundschulzeit Aufgabe der Eltern. Sie sollten grundsätzlich abends vor dem Schlafengehen alle Zähne nachputzen, bis das Kind selbst zur gründlichen Mundhygiene fähig ist; dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn das Grundschulkind flüssig Schreibschrift schreiben kann. Für den Aufbau von guten Zahnputzgewohnheiten kommt es vor allem auf Regelmäßigkeit und die alltäg - liche Routine an. Ziel einer regelmäßigen Zahnputz - routine durch das Kleinkind ist, nach und nach den Um- gang mit den Zahnputzutensilien zu üben, schrittweise die erforderlichen Bewegungsabläufe mit der Zahn - bürste zu trainieren sowie zu lernen, wann es Zeit zum Zähneputzen ist. Bis zum Grundschulalter haben Kinder die tägliche Routine gefestigt – beste Voraussetzungen, dass die Zahnpflegegewohnheiten auch kritische Le- bensabschnitte wie die Pubertät überdauern. Zusammenfassung Milchzähne brechen als gesunde Zähne in die Mund- höhle durch und das Ziel sollte es ein, diese bis zum Zahnwechsel gesund zu erhalten. Denn bereits Milchzähne leisten einen wichtigen Beitrag zur Ge- sundheit: Sie dienen als Platzhalter der bleibenden Zähne und tragen entscheidend zur Entwicklung von Gebiss und Kiefer sowie der Sprache bei. Außerdem werden sie zur Nahrungszerkleinerung benötigt und unterstützen das Wohlbe - finden des Kindes. n KONTAKT Dr. Jutta Tschoppe, M.Sc. Kieferorthopädie Zahn & Mensch Privatordination für interdisziplinäre Zahnmedizin Innrain 6, 6020 Innsbruck, Österreich Tel.: +43 512 580894 E-Mail: mail@zahnundmensch.at Web: www.zahnundmensch.at ANZEIGE CLEANext Griﬀe > Die perfekte Mischung zwischen den handgefertigten Deppeler Instrumenten und einen richtig ergonomischen, 100% hermetischen Griﬀ. Design / Candy Factory 10
Special Frühwarnsystem für zahngesunde Kinder und Jugendliche: Prophylaxe mit Konzept Werdende Eltern mit leuchtenden Augen in der Zahnarztpraxis, die sich früh auch um die zahn- gesunde Entwicklung ihres Kindes kümmern und informieren, wer kennt sie nicht? Über junge Eltern, die im Rahmen ihrer persönlichen Zahn- oder Prophylaxebehandlung ihre Kids mit- bringen und an eine regelmäßige angstfreie Behandlungssituation heranführen, freut sich jede Zahnarztpraxis, die sich der Prophylaxe verschrieben hat. Sylvia Fresmann/Dülmen, Dr. Björn Eggert/Bonn n Eine bewusst umgesetzte Mundhygiene im Alltag ist nicht der Regelfall, wie uns Bilder und Fälle von Nuckel- flaschenkaries und Mundhygienedefiziten bei Kindern und Jugendlichen zeigen. Die Frage stellt sich, wie kann eine ambitionierte prophylaxe orientierte Zahnarztpra- xis diesen negativen Erscheinungsformen begegnen? Die Antwort heißt „Prophylaxe mit Konzept“. Dass Prophylaxemaßnahmen bei Kindern und Jugend- lichen wirksam sind, wurde in Studien eindrucksvoll be- wiesen. Seit den 70er-Jahren ist es durch Maßnahmen der Gruppenprophylaxe gelungen, die Kariesprävalenz um ca. 80 % zu senken. Im Rahmen der Vierten Deut- schen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) wurde aller- dings auch festgestellt, dass bei einer immer kleiner werdenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen der Großteil (61,1 %) der kariös erkrankten Zähne diagnosti- ziert wurde und dass in den ersten Lebensjahren die frühe Milchgebisskaries und auch noch immer die Nu- ckelflaschenkaries auftritt. Andere Erhebungen weisen darauf hin, dass zwei von drei Kindern die kostenlo- sen Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen vom 30. bis zum 72. Lebensmonat nicht in Anspruch nehmen (BARMER GEK Zahnreport 2012). Für die prophylaxeorientierte Zahnarztpraxis bedeutet dies, dass diese Patientengruppe trotz der bisherigen Er- folge auch weiterhin im Fokus gehalten werden muss, wenn sie denn erreicht werden kann. Die Zahnarztpraxis muss sich als wichtiger Teil eines Frühwarnsystems be- greifen, in dem Kinder- und Hausärzte in ein professio- nelles Prophylaxekonzept eingebunden sind. Interdiszi- plinäre Zusammenarbeit ist auch bei dieser Patienten- gruppe erforderlich. Ganzheitliche Prophylaxe mit modernen Ansätzen Neben einer Prophylaxephilosophie, die von allen Mitar- beitern gelebt werden muss, gehören kompetente und geschulte Fachkräfte sowie eine entsprechende techni- sche Ausstattung und zielgruppenorientierte Gestal- tung der Praxis und der Behandlungsräume zu den Stan- dardanforderungen. Ergänzend steht den Praxen eine ganze Reihe von unterstützenden Hilfsmitteln zur Verfü- gung. Bewährte Kommunikationskonzepte, z. B. Motiva- tional Interviewing, ermöglichen eine flexible und indi - viduelle Einstellung auf den jungen Patienten und ver - setzen die Mitarbeiterinnen in die Lage, zielgerichtet mit Bezugspersonen über Mundhygienedefizite, deren mög- lichen Folgen und Lösungsmöglichkeiten zu sprechen. Abb. 1: Dokumentation eines erweiterten PSI-Befundes in der Software ParoStatus.de Technische Entwicklungen unterstützen bei diesem manchmal recht schwierigen Unterfangen. Mit poppig aufgemachten elektrischen Zahnbürsten, z.B. Sonicare for Kids (Philips), kann man (angehende) Handy-Kids leichter erreichen und mit Intraoralkameras eher beein- drucken. PC-unterstützte Befund- und Dokumenta- tionssoftware, z. B. ParoStatus.de, unterstützen die Pro- phylaxefachkräfte bei Befunderhebung und dem ge - samten Ablauf der Prophylaxebehandlung – eine wei- tere Assistenz „zum Aufschreiben“ ist nicht erforderlich, frei werdende Zeit kann in die Beratung und Instruktion investiert werden. Zusätzliche Motivation hierbei bietet die Software mit einem ganz neuen Ansatz: Der Compu- ter „spricht“ zu dem jungen Patienten. Frühzeitig Bewusstsein wecken Ziel muss es sein, alle Kinder und Jugendlichen frühzei- tig in ein langfristiges Prophylaxekonzept einzubinden. Es muss jede Gelegenheit genutzt werden, im Rahmen 10 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 11
Erfolg im Dialog Wachstum Innovation Stabilität Das unverwechselbare Dentaldepot Hamburg Kiel Oldenburg dental bauer steht für eine moderne Firmengruppe traditionellen Ursprungs im Dentalfach- handel. Das inhabergeführte Unternehmen zählt mit einem kontinuierlichen Expansionskurs zu den Marktführern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden und beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Unternehmensgruppe ist an über 30 Standorten innerhalb dieser Länder vertreten. Der Hauptsitz der Muttergesellschaft ist Tübingen. NLNLNLLLNL Hannover Hamm Vaals Krefeld Salzwedel Magdeburg Kassel DD Morl/Halle Döbeln Chemnitz Koblenz Frankfurt St. Ingbert Weinheim Mannheim Nürnberg Stand: April 2012 Unser Kundenstamm: Zahnkliniken Praxen für Zahnmedizin Praxen für Kieferorthopädie Praxen für Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgie Zahntechnische Laboratorien Waibstadt Bruchsal Stuttgart Heidenheim Augsburg Regensburg Karlsruhe Tübingen München Freiburg Konstanz Bregenz AAAAAAA Graz www. dentalbauer.de 12
Special Abb. 2: Eltern unterstützen das Zähneputzen. des Prophylaxekonzepts und über Einbindung des sozi- alen Umfeldes gezielt gegen die negativen Erschei- nungsformen vorzugehen. Vorrangig stehen hier die Be- zugspersonen, in der Regel Eltern und Großeltern, in der Pflicht, bei Jugendlichen und Heranwachsenden kom- men auch Freunde und Partner in Betracht. Die Verantwortung des Praxisteams beginnt dabei be- reits bei der Primär-Primär-Prävention, also der Bera- tung der werdenden Väter und Mütter. Neben dem Be- wusstsein für die eigene Mundhygiene muss das Ver- ständnis für die Ansprüche an die Zahnpflege des Kindes geweckt bzw. gestärkt und mit konkreten Informatio- nen und Handlungshinweisen ergänzt werden. Bereits während der Behandlung und Beratung von Schwange- ren können mit entsprechenden Informationen und Ver- haltenshinweisen Grundlagen gesetzt werden, um die o. g. Milchgebiss- und Nuckelkaries zu vermeiden. Ein weiterer Ansatzpunkt für das präventive Herange- hen an die kleinen Patienten ist die Zusammenarbeit mit Betreuungseinrichtungen wie Kindertagesstätten und Kindergärten. Hier lässt sich durch gruppenpro- Abb. 4: Auch elektrische Kinderzahnbürsten müssen in der Praxis instruiert werden. Abb. 3: Kinder lernen und unterstützen sich gegenseitig – Die Kleinen lernen von den Großen. phylaktische Maßnahmen, Information und Unterwei- sung der Eltern und Erzieher, ergänzend zu den Maß- nahmen des öffentlichen Gesundheitswesens, wichtige Grundlagenarbeit leisten. Der Aufwand rentiert sich in aller Regel für die Praxis. Gut vorbereitete und durchge- führte Veranstaltungen haben in der angestrebten Ziel- gruppe über den Teilnehmerkreis hinaus einen hohen kommunikativen Verbreitungsgrad. Altersgerecht argumentieren Von besonderer Bedeutung ist, dass das Praxisteam sich auf die verschiedenen Alters- und Entwicklungs - abschnitte einstellt, um hier die Fundamente für eine lebenslange Mundgesundheit zu setzen. Eine alters - gerechte Ansprache, kombiniert mit kreativen Behand- lungs- und Verhaltensformen, beseitigt Ängste und Vorbehalte und macht aus dem Kind bzw. Jugendlichen den Patienten und Kunden von morgen. Aktuelle Trends sollten mit einbezogen und argumen - tativ aufgegriffen werden. So tragen mittlerweile ca. 20 Prozent der Jugendlichen in den USA Zahnschmuck. Nachteile von Zungen- und Lippenpiercings können geschickt angesprochen werden. Spezielle Aktionen vor Abibällen, vor Prüfungen oder vor den Ferien, mit treffenden und griffigen Themen, sind ein weiteres kreatives Instrument zur Ansprache dieser Zielgruppe (Zielrichtung: Selbstbewusstsein, Attraktivität, Erfolg, Gewinner-Image). Tägliche Prophylaxeroutine entscheidend Während in der Erwachsenenprophylaxe bei fehlender Compliance des Patienten die negativen Folgen durch eine höhere Frequenz professioneller Unterstützungs- maßnahmen, vor allem durch professionelle Zahnreini- 12 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 13
enretec GmbH - der Partner des deutschen Fachhandels für Entsorgungslösungen im Dentalbereich Umweltgerechte Entsorgung wird jetzt belohnt! Schicken Sie uns Ihre gefüllten Amalgamauffangbehälter und wir schicken Sie zur Belohnung shoppen! 5 0 , - E u r o B e a u f t r a g u n g d e r k o s t e n f r e i e n A b h o l u n g v o n m i n d e s t e n s 3 A m a l g a m a u ff a n g b e h ä l t e r n e r h a l t e n S i e a l s D a n k e s c h ö n e i n e n B e i g l e i c h z e i t i g , G u t s c h e i n v o n A m a z o n , m i t e i n e m E i n k a u f s w e r t v o n 5 0 , - E u r o . i s t g ü l t i g b i s 3 1 . 1 2 . 2 0 1 2 ) D o u g l a s o d e r M e d i a M a r k t ( D i e s e A k t i o n Die Beauftragung der Abholung/Entsorgung sowie eine Nachbestellung über Ihr Dental-Depot können Sie telefonisch unter 0800 367 38 32 (kostenfrei) veranlassen. Gern informieren wir Sie auch über den kompletten Entsorgungsservice Ihres Dental-Depots. Sprechen Sie uns einfach an. Den Gutschein von Amazon erhalten Sie per Mail mit einem Gutscheincode, den Gutschein von Douglas oder Media Markt lassen wir Ihnen per Post zukommen. Es gelten die jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Entsorgungsleistungen Ihres Dental-Fachhändlers. Abrufbar unter www.enretec.de/fachhandel.php. Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Kostenfreie Servicehotline: 0800 367 38 32 www.enretec.de 14
Special Checklisten zu umfassender Prophylaxe in der Praxis (cid:31) Rahmenbedingungen in der Praxis – Alters- bzw. kindgerechtes Behandlungszimmer – Alters- bzw. kindgerechte Kommunikation – Alters- bzw. kindgerechtes Demonstrationsmaterial – „Interessanter“ Warteraum für Kinder und Jugendliche – Farbige Praxiskleidung – Namensschilder – Gutes Terminmanagement (cid:31) Prophylaxe bei werdenden Eltern in der Praxis – Optimierung der elterlichen Mundhygiene – Beratung über mögliche Infektionswege – Beratung zur systematischen Prävention, zur Möglichkeit von Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt – Kurze Einweisung, ab wann mit den ersten Zähnen zu rechnen sein wird – Pflegehinweise für die ersten Zähnchen – Ernährungs- und Trinkempfehlungen – Aufklärung über Lutschgewohnheiten und deren kurz- und langfristigen Auswirkungen – Hinweis auf Einbeziehung zukünftiger Bezugspersonen des Kindes (Eltern, Großeltern, Betreuer, Tagesmütter) – Fluoridprophylaxe (cid:31) Prophylaxe bei Kleinkindern in der Praxis – Prophylaxebetreuung der Bezugspersonen – Einbeziehung der Bezugspersonen in die Behandlung – Beratung über mögliche Infektionswege – Beratung zur systematischen Prävention – Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt: · Mundinspektion · Mundhygieneberatung · Ernährungs- und Trinkempfehlungen · Vermeidung von Habbits · Fluoridprophylaxe (cid:31) Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen in der Praxis – Ggf. Einbeziehung der Bezugspersonen in die Behandlung – CHX-Spülung (0,2%) – Zahnärztliche Untersuchung – Befundaufnahme: API und SBI/ggf. PSI mit ParoStatus.de – Ggf. angefärbte Stellen mit Spiegel/intraoraler Kamera demonstrieren – Motivation und Instruktion – Ggf. Reinigung mit Ultraschall – Ggf. Reinigung mit Handinstrument – Politur der Zähne – Ggf. Pulver-Wasserstrahl-Anwendung – Interdentalreinigung mit Zahnseide – Zungenreinigung – Ggf. Kariesmonitoring – Fluoridierung – Nächsten Prophylaxetermin vereinbaren, je nach Alter per App (z.B. ParoStatus.de) – Individueller/eigener Patientenausdruck mit Verhaltens- und Mundhygienempfehlungen (z.B. ParoStatus.de) gungen, kompensiert werden können, ist ein derartiger Ansatz bei Kindern und Jugendlichen abzulehnen. Junge Patienten mit festgestellt erhöhtem Erkrankungsrisiko oder häufigen kariösen Läsionen sollte sicherlich eine Prophylaxebehandlung in kürzeren Intervallen angera- ten werden, der Fokus muss aber auf der häuslichen Mundhygiene liegen. Diese und die Pflegebemühungen, die die jungen Patienten betreiben, sollten von geschul- ten Fachkräften bestmöglich optimiert werden. Hier werden die Grundlagen für das weitere Leben, für eine le- benslange Zahngesundheit gelegt (frei nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt ...). Je jünger die Patienten, desto größer sind die Erfolgsaussichten, wenn gleichzei- tig die Eltern über die Inanspruchnahme der Früherken- nungsuntersuchungen vom 30. bis 72. Lebensmonat und der Individualprohylaxe vom 6. bis zum 18. Lebensjahr proaktiv informiert werden. In einigen Fällen können auch geschickt formulierte Hinweise auf vermeidbare Kosten in der Zukunft hilfreich sein. Wenn es gelingt, Kinder und Jugendliche und in letzter Konsequenz deren Bezugspersonen davon zu überzeu- gen, Pflegemaßnahmen für die Zähne als Teil der täg- lichen Routine zu verstehen und zu akzeptieren sowie nicht so optimal gepflegte Bereiche in ihr Bewusstsein zu rücken und Chancen und Vorteile zu kommunizieren, kann das Erkrankungsrisiko dauerhaft und nachhaltig bis in das Erwachsenenalter hinein deutlich reduziert werden. Daraus ergeben sich positive Folgen für die Mund- und Allgemeingesundheit. Ein wesentlicher Er- folg ist erreicht, wenn Eltern die empfohlenen Verhal- tensweisen aktiv vorleben. Fazit Ein „gelebtes“ professionelles Prophylaxekonzept ermög- licht ein individuell auf Kinder und Jugendliche zuge- schnittenes Karies- und Parodontitisrisikomanagement auf gleichbleibend hohem Standard. Professionelle Zahn- arztpraxen mit flexiblen, gut ausgebildeten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind die Grundlage für ein leis- tungsfähiges „Frühwarnsystem“ im Sinne der Zahnge- sundheit unserer kleinen und großen Patienten. n KONTAKT Dr. Björn Eggert Zahnarzt und Gesundheitsökonom Friedrich-Breuer-Str. 62 53225 Bonn E-Mail: bjeggert@aol.com Sylvia Fresmann, DH Deutsche Gesellschaft für DentalhygienikerInnen e.V. Fasanenweg 14 48249 Dülmen E-Mail: Fresmann@dgdh.de Web: www.dgdh.de 14 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 15
PROGRAMM QR-Code einfach mit dem Smart - phone scannen (z. B. mithilfe des Readers Quick Scan) KARIES- UND PARODONTITIS PROPHYLAXE MIT KONZEPT 5. UND 6. OKTOBER 2012 || HAMBURG || ELYSEE HOTEL B ILDUN G S P T K N U E16 F O R T PROGRAMM I| freitag | 5. oktober 2012 PROGRAMM I| samstag | 6. oktober 2012 09.00 – 12.30 Uhr Pre-Congress Workshops (inkl. Pause 10.30 – 11.00 Uhr) å Priv.-Doz. Dr. Gregor Petersilka/Würzburg Kompaktseminar „Parodontologie in der Praxis“ Aktueller Stand der Wissenschaft zu Diagnostik, Prognose, chirurgischer und nichtchirurgischer Parodontitistherapie ç Sabine Hiemer/Dresden Moderne Prophylaxe unter Einhaltung der Richtlinien inkl. Hands-on Sponsor: Kerr || VoRTRägE || 13.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausen) Referenten || Prof. Dr. Rainer Buchmann/Düsseldorf || Prof. Dr. Torsten W. Rem- merbach/Leipzig || Prof. Dr. Stefan Zimmer/Witten || Priv.-Doz. Dr. Gregor Peter- silka/Würzburg || Christoph Jäger/Stadthagen || Ute Rabing/Dörverden Themen || Karies: Ätiologie und Pathogenese – Einfluss auf Diagnose und The- rapie || Diagnose des Kariesrisikos: Was mache ich wann in der Praxis? || Mund- schleimhautveränderungen (k)ein Buch mit sieben Siegeln || Mund krebs- prävention – Was der Zahnarzt wissen muss || Medizinleitfaden Parodontologie: Entzündung, Schmerz, Hygiene || Periimplantitis erkennen, vermeiden und be- handeln || Update Prophylaxe – Ist meine Prophylaxe sitzung noch am Puls der Zeit oder schon überholt? || Qualitäts- und Hygienemanagement: Einfacher geht’s nicht mehr und der Staat gibt noch was dazu || goZ-SEMINAR || PARALLEL ZUM MAINPODIUM! || 12.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausen) Referentin || Iris Wälter-Bergob/Meschede Schwerpunkte: die wichtigsten Änderungen des Paragrafen-Teils || der richtige Umgang mit den neuen Formularen || die verordnungskonforme Berechnung aller geänderten Leistungen || die richtige Dokumentation || die richtige Umsetzung der Faktorerhöhung mit den richtigen Begründungen || Materialkosten sind berechnungsfähig || was/wann darf noch aus der GOÄ berechnet werden || erste Reaktionen der PKVen || SEMINAR A || Seminar zur Hygienebeauftragten || 09.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausen) Referentin || Iris Wälter-Bergob/Meschede Rechtliche Rahmenbedingungen für ein Hygienemanagement || Anforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten || Wie setze ich die Anforderungen an ein Hygienemanagement in die Praxis um? || Lernerfolgskontrolle durch Multiple- Choice-Test || SEMINAR B || Ausbildung zur QM-Beauftragten || 09.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausen) Referent || Christoph Jäger/Stadthagen Gesetzliche Rahmenbedingungen, mögliche Ausbaustufen || Die wichtigsten Un- terlagen in unserem QM-System || Was ist das Mittel der Wahl, Computer oder Handbuch? || Wie können wir Fotos z.B. einer Behandlungs vorbereitung in einen Praxisablauf einbinden? || Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test ORGANISATORISCHES Kongressgebühr | Teilnahme am Freitag und Samstag Vorträge oder GOZ-Seminar, Seminar A oder B Tagungspauschale* Tageskarte | Freitag | Vorträge oder GOZ-Seminar Tagungspauschale* Tageskarte | Samstag | Seminar A oder B Tagungspauschale* *Die Tagungspauschale ist für jeden Teilnehmer verbindlich zu entrichten (umfasst Kaffeepausen, Tagungsgetränke und Mittagessen). 170,– € zzgl. MwSt. 90,– € zzgl. MwSt. 85,– € zzgl. MwSt. 45,– € zzgl. MwSt. 85,– € zzgl. MwSt. 45,– € zzgl. MwSt. Abendveranstaltung | Preis pro Person (inkl. Abendessen, Wein, Bier, Softdrinks, Transfer und musikalische Unterhaltung) 69,– € zzgl. MwSt. Organisation/Anmeldung OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308, Fax: 0341 48474-390 event@oemus-media.de, www.oemus.com || ABENDVERANSTALTUNg || „AU QUAI“ Port Hamburg direkt an der Elbe mit Live-Musik Nähere Informationen zum Programm, Veranstaltungsort und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhalten Sie unter Tel.: 0341 48474-380 oder unter www.startup-dentalhygiene.de Anmeldeformular per Fax an 0341 48474-390 oder per Post an OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig DJ 3/12 Für das DENTALHYgIENE START UP 2012 am 5./6. Oktober 2012 in Hamburg melde ich folgende Personen verbindlich an: Freitag Pre-Congress Workshops: ❏ å ❏ ç Samstag ❏ Vorträge ❏ Seminar A ❏ GOZ-Seminar ❏ Seminar B Name/Vorname/Tätigkeit Bitte Zutreffendes ankreuzen Bitte Zutreffendes ankreuzen Abendveranstaltung: _____ (Bitte Personenzahl eintragen) Praxisstempel/Laborstempel Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. Datum/Unterschrift E-Mail 16
Fachbeitrag Händchen halten – aber wie? Halten, berühren und Akupressur – Kinderhypnosezahnbehandlung Der medizinische Ausdruck „behandeln“ beinhaltet das Wort Hand und beschreibt damit zutreffend, dass zu einer Behandlung die Hände eingesetzt werden sollten. Es ist die sanfte Berührung eines anderen Menschen mit unseren Händen, die Angstzustände, Schmerzen und Auf regung lindern und Vertrauen aufbauen kann. Werden dabei ganz bestimmte Körper- punkte (Akupunkturpunkte) leicht massiert, kann diese Wirkung noch verstärkt werden. Nicht zuletzt zählen das Handauflegen und auch die Akupressur bestimmter Körperpunkte zu den ältesten Behandlungsmethoden der Menschheit. Der Haltung der Hände kommt deshalb gerade bei der Hypnosezahnbehandlung von Kindern besondere Bedeutung zu. Dr. Gisela Zehner/Herne n Sowohl die Berührung des Kindes, die soziale Nähe ver- mittelt, dadurch beruhigend wirkt und Rapport aufbaut, als auch die Akupressur sind bei der Kinderzahnbehand- lung wegen ihrer harmonisierenden und entspannenden Wirkung unbedingt zu empfehlen. Aber auch die Hand- haltung des zu behandelnden Kindes sollte dabei beach- tet werden, denn sie gibt uns Auskunft über den Entspan- nungs- und Trancezustand des kleinen Patienten. Berührung mit den Händen vermittelt Geborgenheit Der Körperkontakt, der durch Berührung an bestimmten Körperstellen bei der Kinderzahnbehandlung gezielt herbeigeführt wird, dient hauptsächlich der Sympathie- kundgebung und ist ein Mittel der nonverbalen Kommu- nikation. Er wird von freundlichem Blickkontakt und Abb. 1: Hände auf dem Bauch. selbstverständlich auch verbal begleitet und lässt beim Kind ein Gefühl von Umsorgtsein und Geborgenheit ent- stehen, das Vertrauen und Sicherheit vermittelt (Abb. 1 bis 4). Die kleinen Patienten werden ruhiger und können sich besser entspannen, wenn sie vom Behandlungs- team gehalten und berührt werden, was auch von der Begleitperson hilfreich unterstützt werden kann (Abb. 1). Eine erfolgreiche Zahnbehandlung mit Kinderhypnose ist nur dann möglich, wenn die Hände des Behand- lungsteams dabei wirklich auch „handgreiflich“ wer- den: Nach Robert Schoderböck (Endodontie Journal 1/2006) werden die Kinder hierbei am Bauch (Solarple- xus), an der Herzgegend (Herzchakra), am Kopf (Schei- telchakra), an Stirn und Schläfe sowie am Kinn gehalten und berührt. Berührungsstellen entsprechen Beruhigungspunkten in der Akupunktur Teilweise entsprechen diese Berührungsstellen den Punk- ten, die bei der Zahnbehandlung als Akupressurpunkte zur Beruhigung, Entspannung und Anxiolyse sowie ge- gen den Würgereiz bzw. zur Speichelreduzierung bekannt sind (Zehner, Dentalhygiene Journal 3/2010). Es handelt sich hierbei um die folgenden Akupunkturpunkte: Am Kopf (im Haarwirbelbereich) befindet sich der Punkt LG 20, der von den Chinesen auch „Bai Hui – Hundert Tref- fen“ genannt wird, mit seinen vier Extrapunkten Ex KH 1, die die Chinesen auch als „Si Shen Gong –Vier zur Schär- fung der Geisteskraft“ bezeichnen. Weiterhin befindet sich an der Stirn zwischen den Augenbrauen der Punkt Ex KH 3 oder chinesisch „In Tang – Siegelhalle“. Eine sanfte Druckmassage dieser Areale wirkt beruhi- gend, entspannend und harmonisierend auf die kleinen Patienten (Abb. 5 und 6). Am Kinngrübchen kann durch Akupressur des Punktes KG 24 oder chinesisch „Cheng Jiang – Aufnahme des Breis“ (Abb. 7) eine wirksame Linderung des Würgereizes und des Speichelflusses erreicht werden. 16 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 17
Fachbeitrag Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 LG 20 + Ex-KH 1 Abb. 6 LG 20 + Ex-KH 1 Abb. 7 In Tang Abb. 2 Abb. 2: Hand an der Schläfe. – Abb. 3: Hand am Kopf (Beruhigungspunkte). – Abb. 4: Hand am Kinngrübchen (Würgereizpunkt). – Abb. 5 und 6: Aku- punkturpunkte zur Beruhigung am Kopf. – Abb. 7: Akupunkturpunkt zur Speichelreduzierung und Würgereizlinderung. In Tang KG 24 Im Bereich der Schläfe befindet sich ein Akupunktur - areal, das als Mikrosystem der YNSA (Yamamoto Neue Schädelakupunktur) bekannt ist. Man kann die Vorstel- lung nicht von der Hand weisen, dass sich die Kinder des- halb so schnell beruhigen lassen, wenn der Kopf sanft wie ein Ball gehalten („Ballgriff“ nach Robert Schoder- böck) und die Schläfenregion dabei leicht massiert wird. An der Handkante wurde ebenfalls ein Mikroakupunk- tursystem entdeckt (Handlinie V nach Gleditsch), in dem sich Punkte befinden, denen eine psychische Wirkung zugesprochen wird (Abb. 8). Nimmt man die Kinderhand und klopft bei sehr aufgeregten kleinen Patienten leicht diese Stellen an der Handkante, während mit dem Kind beruhigend gesprochen wird (Abb. 9), hat das eine aus- gesprochen angstlösende und beruhigende Wirkung, was auch aus der Energetischen Psychologie (Klopfaku- pressur) bekannt ist. Akupressur durch die Begleitperson In der Regel werden kleine und vor allem aufgeregte oder ängstliche Kinder von ihrer Mutter zum Zahnarzt begleitet, deshalb steht sie an dieser Stelle für alle Väter, Großeltern oder Tanten und Onkel, die zur liebevollen Begleitung eines Kindes die Zahnarztpraxis aufsuchen. Die meisten Erwachsenen, die während der Zahnbe- handlung eines Kindes anwesend sind, haben das Be- dürfnis, dem Kind dabei ein Händchen zu halten, es zu streicheln und zu trösten. Dabei überträgt sich aller- dings die Angst der erwachsenen Begleitperson – es wird im Folgenden der Einfachheit halber immer die Mutter genannt – unweigerlich auf das Kind. Auch wenn die kleinen Patienten selbst nach der Hand ihrer Mama verlangen, wirkt diese, wenn sie das Kind unru- hig streichelt, eher verunsichernd und angstauslösend. Streicheln erhöht die Sensibilität und wirkt als Anker für unangenehme Erlebnisse, wonach das Kind im Vor- feld häufig tröstend gestreichelt wurde. Daher sollte ANZEIGE (cid:55)(cid:76)(cid:72)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:192)(cid:3)(cid:88)(cid:82)(cid:85)(cid:76)(cid:71)® Zwei Schritte zum Erfolg (cid:135)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:46)(cid:68)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:86)(cid:83)(cid:85)(cid:82)(cid:83)(cid:75)(cid:92)(cid:79)(cid:68)(cid:91)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3) (cid:39)(cid:72)(cid:83)(cid:82)(cid:87)(cid:16)(cid:40)(cid:73)(cid:73)(cid:72)(cid:78)(cid:87) (cid:135)(cid:3)(cid:47)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:93)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:16)(cid:53)(cid:72)(cid:80)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:86)(cid:68)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3) (cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:69)(cid:68)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:81) (cid:135)(cid:3)(cid:58)(cid:75)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:83)(cid:82)(cid:87)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:90)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81) (cid:135)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:76)(cid:86)(cid:86)(cid:88)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:16) (cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:76)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:88)(cid:81)(cid:74)* * ZMK 1-2/99 (cid:37)(cid:72)(cid:76)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:69)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:22)(cid:19)(cid:17)(cid:20)(cid:20)(cid:17)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:21) 20 %* Messenachlass (cid:13)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:55)(cid:76)(cid:72)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:192)(cid:3)(cid:88)(cid:82)(cid:85)(cid:76)(cid:71)®(cid:16)(cid:3) (cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:76)(cid:81)(cid:16)(cid:57)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:76)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:79)(cid:76)(cid:84)(cid:88)(cid:76)(cid:71)(cid:16) (cid:51)(cid:68)(cid:70)(cid:78)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81) (cid:46)(cid:82)(cid:80)(cid:83)(cid:72)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:86) Humanchemie GmbH (cid:43)(cid:76)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:46)(cid:85)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:24)(cid:3)(cid:135)(cid:3)(cid:39)(cid:16)(cid:22)(cid:20)(cid:19)(cid:25)(cid:20)(cid:3)(cid:36)(cid:79)(cid:73)(cid:72)(cid:79)(cid:71)(cid:18)(cid:47)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3) (cid:55)(cid:72)(cid:79)(cid:72)(cid:73)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:14)(cid:23)(cid:28)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:12)(cid:3)(cid:24)(cid:20)(cid:3)(cid:27)(cid:20)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:21)(cid:3)(cid:23)(cid:25)(cid:3)(cid:22)(cid:22) (cid:55)(cid:72)(cid:79)(cid:72)(cid:73)(cid:68)(cid:91)(cid:3)(cid:14)(cid:23)(cid:28)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:12)(cid:3)(cid:24)(cid:20)(cid:3)(cid:27)(cid:20)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:27)(cid:3)(cid:20)(cid:21)(cid:3)(cid:21)(cid:25)(cid:3) www.humanchemie.de (cid:40)(cid:16)(cid:48)(cid:68)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:82)(cid:35)(cid:75)(cid:88)(cid:80)(cid:68)(cid:81)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:80)(cid:76)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72) 18
Fachbeitrag Bei der Akupressur zur Beruhigung durch die Begleitper- son ist als wichtigster Akupunkturpunkt mit beruhigen- der und harmonisierender Wirkung der Punkt Pericard 6 am Unterarm zu nennen, der von den Chinesen „Nei Guan – Passtor des Inneren“ genannt wird (Abb. 11). Die- ser Punkt liegt an der Innenseite des Unterarms, drei Querfinger proximal der Handgelenksbeugefalte, ge- nau in der Mitte zwischen den beiden dort tastbaren Sehnen. Da er bei Übelkeit und Magenbeschwerden ebenfalls eine hervorragende Wirkung zeigt, ist eine kräftige Akupressur an diesem Punkt auch bei Würge- reiz, Reisekrankheit und Erbrechen empfehlenswert. In seiner Wirkung kann er noch durch den Punkt Pericard 7 oder „Da Ling – Großer Erdhügel“ auf der Mitte der Hand- gelenkbeugefalte unterstützt werden, der auch sedie- rend und krampflösend wirkt. Ebenfalls an der Unterarminnenseite auf der Handge- lenksbeugefalte liegt der Punkt Herz 7 mit psychisch ausgleichender und zudem anxiolytischer Wirkung; man findet ihn medial der Sehne, die in Verlängerung des kleinen Fingers getastet werden kann. Er wird von den Chinesen auch „Shen Men – Tor der Geisteskraft“ genannt. Seine Wirkung kann unterstützt werden durch den Punkt Herz 5 oder „Tong Li – Verbindung mit dem heimatlichen Ursprung“, der sich eine Dau- menbreite proximal zum Punkt Herz 7 befindet und bei psycho-emotionaler Labilität akupressiert wird (Abb. 11). Bei Bedarf können auch Schmerzpunkte zur Akupressur durch die Begleitperson mit herangezogen werden (Abb. 12). Der Punkt Dickdarm 4 oder „He Gu – Tal am Zusammenschluss“ ist der wichtigste Analge- siepunkt in der Akupunktur mit Wirkung auf den gan- zen Körper, da bei seiner Stimulation Endorphine aus- geschüttet werden, die das Schmerzempfinden beein- flussen. Er ist an der Hand für den Zahnarzt, den Pa- tienten selbst und auch die Begleitperson während der Zahnbehandlung gut zugänglich (Abb. 10). Ebenfalls auf dem Dickdarmmeridian liegt der Punkt Di 1 oder „Shang Yang – Yang der Wandlungsphase Metall“, der auch als „Meisterpunkt für Zahnschmerzen“ bekannt ist. Seine besondere Wirkung auf die Zähne erklärt sich aus dem Verlauf dieses Meridians, der vom Zeigefinger über Arm, Schulter und Hals bis ins Gesicht und dort vom Kieferwinkel diagonal in Richtung Nase verläuft. Er kreuzt als einziger Meridian die Kör permitte, und zwar direkt unter der Nase, und endet am lateralen Na- senflügelrand der Gegenseite. In der Akupunkturlehre ist die besondere Wirkung von Fernpunkten – also Punkten am anderen Ende eines Meridians – bekannt, daher lindert der Punkt Di 1 am Zeigefinger Beschwer- den am anderen Ende des Meridians, also im Mund- Kiefer-Bereich. Die vier Extrapunkte an der Hand (Extrapunkte Arm/ Hand neun – Ex-AH 9) werden auch „Bai Xie – Acht gegen schädigende Einflüsse“ genannt und liegen am Rand der Interdigitalhäute (Abb. 12). Ihre Akupressur wird bei Unruhe und Zahnbeschwerden empfohlen. Es ist völlig ausreichend, wenn diese Punkte nur an einer Hand nacheinander massiert werden, sodass bei größe- ren Kindern sogar die Patienten selbst oder sonst die Be- Abb. 8 und 9: Akupunkturpunkte zur Beruhigung an der Handkante (Handlinie V nach Gleditsch). das Streicheln eines Kindes während der Zahnbehand- lung unbedingt unterbleiben. Um trotzdem beruhigenden Körperkontakt zwischen Mutter und Kind möglich zu machen und beiden damit das Gefühl der Verbundenheit in der fremden Umge- bung während der Zahnbehandlung zu geben, wird der Mutter als Alternative die Akupressur bestimmter Punkte an der Hand des Kindes gezeigt (Abb. 10). Da - mit erreicht man, dass neben der beruhigenden und schmerzlindernden Wirkung dieser Punkte die Nähe zwischen Mutter und Kind gewahrt bleiben kann, ohne dass es zu einer übermäßigen Angstübertragung kommt. Die Aufgabe, abwechselnd verschiedene Aku- punkturpunkte zu massieren, erfordert die volle Kon- zentration der Mutter. So wird sie davon abgehalten, sich zu sehr auf ihr Kind und dessen Zahnbehandlung zu fokussieren und dabei ihre eigenen Ängste zu empfin- den, die andernfalls über das System der Spiegelneu- rone direkt auch vom Kind wahrgenommen werden. Abb. 10 Pe 7 Pe 6 He 7 He 5 Acht gegen schädigende Einflüsse (Ex-AH 9) Abb. 12 Abb. 11 Meisterpunkt gegen Zahnschmerzen (Di 1) Übergeordneter Schmerzpunkt (Di 4) Abb. 10: Mutter akupressiert die Akupunkturpunkte Di 4 zur Schmerz- linderung und Pe 6 zur Beruhigung. –Abb. 11 und 12: Akupunkturpunkte zur Beruhigung am Unterarm und zur Schmerzlinderung an der Hand. 18 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 19
Fachbeitrag – „Wenn ich so hoch mit dem Luftballon fliege, wie ich meine Hand halte, bin ich ganz schnell im Zauberwald.“ – „Der Löwe muss gut in meinen Mund schauen und aufpassen, dass die Zahnteufel auch alle weggejagt werden.“ – „Wenn ich mein Pferdchen hochhalte und ganz schnell reite, geht alles viel schneller.“ – „Ohne Armheben ist doof!“ Größere Kinder, die nicht mehr mit Hand- oder Finger- puppen zu begeistern sind, können sich während ihrer Zahnbehandlung das Daumenkino vorstellen (nach Wik- ström und Schmierer, Lit. und Beschreibung siehe Buch Kossak/Zehner: Hypnose beim Kinderzahnarzt): Wäh- rend der Patient eine Geschichte hört – entweder über Kopfhörer oder vom Praxisteam erzählt – hält er seinen Arm so hoch, dass er den Daumennagel vor sich sieht. Im Daumennagel stellt er sich vor, dass er alles, was er in der Geschichte hört, wie in einem kleinen Kino oder Fernseh - apparat sehen kann. Besonders phantasiebegabte Kin- der können sich das Daumenkino sogar ohne dabei eine Geschichte zu hören vorstellen, wenn sie nur an ihren Lieblingsfilm oder die Lieblingsfernsehsendung denken. Auch hierbei ist es immer wieder faszinierend, zu beob- achten, wie leicht es den Kindern fällt, den Arm während der gesamten Zahnbehandlung in dieser hochgehalte- nen Stellung zu belassen, wenn die Trance dabei auf- rechterhalten werden kann. Untersuchungen zu diesem Phänomen zeigen, dass für die Armlevitation während einer Hypnosebehandlung wesentlich weniger Kraft er- forderlich ist als im bewussten Wachzustand. Fazit Die Zahnbehandlung von Kindern kann wirksam unter- stützt werden, indem durch Halten und Berühren der klei- nen Patienten und gezielte Akupressur das Vertrauen ge- stärkt und Beruhigung sowie angenehme Entspannung erreicht werden. Eine Handlevitation kann mit Finger - puppen und Zauberstäben oder durch das Daumenkino erreicht werden und zeigt an, dass das Kind in Trance ist, die dann für die Kinderhypnosezahnbehandlung genutzt wird. Selbstverständlich ist eine gute Tranceführung mit gezielter Fokussierung auf angenehme Erlebnisse und Trancegeschichten dabei erforderlich, um eine für die Zahnbehandlung erforderliche Dissoziation vom eigent- lichen Behandlungsgeschehen zu erreichen (siehe Kossak/ Zehner: Hypnose beim Kinderzahnarzt). n KONTAKT Dr. med. Gisela Zehner Fachzahnärztin für Kinderstomatologie Robert-Brauner-Platz 1 44623 Herne E-Mail: dr.zehner@t-online.de Web: www.milchzahnarzt.de Abb. 13: Entspannte mimische Muskulatur als Trancezeichen und spontane Handlevitation links, rechts Handlevitation unterstützt durch Fingerpuppen. gleitperson bzw. auch eine Mitarbeiterin die Akupressur durchführen können. Zwar gibt es noch keine Studien, die diese Akupressur - empfehlungen wissenschaftlich untersucht haben, aber die jahrelangen Erfahrungen der Autorin mit die- sen komplementärmedi zinischen Methoden sollten durchaus zur Nachahmung anregen. Sie geben den Be- handlungsteams, die sich der Kinderzahnbehandlung und Kinderhypnose verschrieben haben, zusätzliche Möglichkeiten an die Hand, ihre kleinen Patienten zu be- ruhigen, in eine leichte Trance zu versetzen und damit behandlungswilliger zu machen. Handhaltung der Kinder Hat das Behandlungsteam wirk sam „Hand angelegt“, unterstützt durch die Begleitperson, kommt es bei den kleinen Patienten meistens schnell zu einer deutlichen Entspannung insbesondere der mimischen Muskula- tur, was als ein eindeutiges Trancezeichen zu erkennen ist. Dabei entsteht häufig auch eine sogenannte „Hand- levitation“, das heißt, dass die Hand des Kindes sich er- hebt und relativ steif und in ungewohnter Position im Raum steht (Abb. 10). Eine solche Handlevitation führt zur Tranceverstärkung und kann gezielt erreicht und in- tensiviert werden, indem das Kind beispielsweise Fin- gerpuppen oder einen Zauberstab mit der Hand nach oben hält (Abb. 13). Die Kinder empfinden bei der Zahnbehandlung mit die- ser Arm- und Handhaltung eher Erleichterung als An- strengung, sie können mühelos die Arme auch über ei- nen längeren Zeitraum in dieser Stellung belassen, ins- besondere wenn sie dabei in Trance geführt werden. Hier einige Äußerungen von kleinen Patienten: – „Darf ich die Arme wieder hochheben, das macht Spaß!“ – „Kann ich den Zauberstab wieder hochhalten, damit ich die Zahnteufel wegzaubern kann?“ 19 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 20
Anwenderbericht Mundgesundheits-Management bei Kindern Die Mundgesundheit bildet eine wesentliche Voraussetzung für die persönliche Entwicklung eines Kindes. Interesse weckende Methoden und kindgerechte Kommunikation können frühzeitig für das Thema Mundpflege sensibilisieren. Für die professionelle Behandlung in der Zahnarztpraxis sind wirksame effektive Präparate und Hilfsmittel gefragt, die schnell und ein- fach zu applizieren sind. Für Behandelnde wie auch für junge Patienten und deren Eltern ist das gleichermaßen angenehm. Dr. Gabriele David/Schaan, Liechtenstein n Umfassende Lösungen für die zahnärztliche Betreu- ung junger Menschen verschiedener Altersstufen bietet zum Beispiel Ivoclar Vivadent mit dem i-Kids Programm. Abgestimmte Produkte für die präventive und restaura- tive Behandlung tragen den speziellen Herausforderun- gen der jungen Zielgruppe Rechnung. Das Kariesrisiko analysieren Kinder können heute kariesfrei aufwachsen. Sichtbare Ini - tialläsionen müssen nicht sein. Um sie zu vermeiden, er- folgt daher so früh wie möglich eine Bewertung des indi- viduellen Kariesrisikos. Biologische Testverfahren bieten in Verbindung mit der klinischen Inspektion die Möglich- keit, ein Gefährdungspotenzial sehr frühzeitig aufzude- cken.1,2 Zum Beispiel erlaubt der Chairside-Test CRT bacte- ria die Bestimmung der Mutans-Streptokokken und Lak- tobazillen in Speichel oder Plaque (Abb. 1). Beide Bakte- rienarten stehen in engem Zusammenhang mit dem Kariesgeschehen. Je nach Alter und Entwicklungstand der Kinder beruhen die Testergebnisse auf einer semiquanti- tativen Speichel- oder Plaqueanalyse. Bei Vorschulkindern erfolgt die Bewertung des Kariesrisikos auf der Basis eines „Ja-Nein“-Entscheides, bezogen auf den Nachweis der ge- nannten kariogenen Keime. Auf der Grundlage der Evalu- ation des individuellen Kariesrisikos lässt sich ein ursa- chenorientierter Behandlungsplan erstellen. Kritische Phasen überstehen Strategien, die in bestimmten kritischen Phasen den Einsatz von Schutzlacken vorsehen, ermöglichen eine effektive Behandlung. Diese lässt den Besuch in der Zahnarztpraxis zum positiven Erlebnis werden und bil- det damit die Basis für eine zukünftig enge Bindung. So gelingt die Kontrolle der Mutans-Streptokokken durch die Applikation eines chlorhexidinhaltigen Schutzla- ckes, wie zum Beispiel Cervitec Plus.3,4Der Vorteil besteht darin, dass der Lack professionell sowie gezielt und un- abhängig von der Compliance aufgetragen wird (Abb. 2). Die Applikation geht schnell, da das Lacksystem bis zu einem gewissen Grad feuchtigkeitstolerant ist. Auch kleine Kinder akzeptieren die Behandlung sehr gut, wie die Praxiserfahrung zeigt. Klinische Studien belegen, Abb. 1: Aufbringen von Plaque auf das Nährmedium des CRT bacteria Tests (Bild: Prof. Dr. S. Kneist). Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 2: Applizieren eines chlorhexidin-/thymolhaltigen Lacksystems im Bereich der Fissuren (Bild: Dr. T. Repetto-Bauckhage). – Abb. 3: Finieren der Fissurenversiegelung für die optimale Okklusion. – Abb. 4: Profes- sionelles Fluoridieren mit Fluor Protector (Abb. 3 und 4: Dr. L. Enggist). 20 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 21
Anwenderbericht sich an die natürlichen Gegebenheiten heller Kinder- zähne an. Für das Polymerisieren ist ein Gerät wie Blue- phase Style gefragt, das nicht zu sperrig für den Kin- dermund ist und gut in der Hand liegt, um ein zügiges und präzises Aushärten zu gewährleisten (Abb. 5). Dank des verkürzten, um 360 Grad drehbaren Lichtlei- ters lassen sich alle Zahnflächen auch im kleinen Kin- dermund bequem erreichen. Mit der Polywave LED här- tet das Gerät sowohl alle aktuellen Füllungsmateria- lien als auch alle Fissurenversiegler aus. Abb. 5: Der verkürzte, drehbare Lichtleiter der Bluephase Style erleich- tert im kleinen Kindermund das Polymerisieren von Füllungsmateria- lien und Fissurenversieglern. Positive Erlebniswelt dass die Lackapplikation eine wertvolle Alternative wäh- rend des Zahndurchbruches darstellt, wenn eine Fissu- renversiegelung kontraindiziert ist.5 Fissuren versiegeln Ist eine Fissurenversiegelung geplant, steht zum Bei- spiel mit Helioseal F ein Versiegler zur Wahl, für den klinische Langzeitergebnisse vorliegen (Abb. 3). Lange Retentionszeiten und eine deutliche Reduktion der Kariesentwicklung schlagen positiv zu Buche.6,7,8 Zusätzlicher Schutz durch einen Fluoridlack Sind die Keime unter Kontrolle gebracht, kann die zu- sätzliche Fluoridgabe über die Zahnpasta hinaus indi- ziert sein. Im Rahmen des i-Kids Programms empfiehlt sich der fluoridhaltige Schutzlack Fluor Protector (Abb. 4). Sowohl zahlreiche Studien als auch die langjährige klinische Erfahrung stehen für den erfolgreichen Ein- satz des Präparates bei Kindern und Jugendlichen.9,10,11 Im Gegensatz zu anderen Produkten erlaubt dieser Fluoridlack eine kontrollierte Dosierung. So zeichnet er sich durch eine transparente, homogene Lösung aus, die sofort applikationsbereit ist. Nach dem schnellen Aushärten auf den Zähnen kommt eine circa zehnmal höhere Fluoridkonzentration im Vergleich zu den an- fangs 0,1 Prozent Fluorid in Lösung zur Wirkung. Der Lack härtet unsichtbar aus, sodass das natürliche Weiß sauberer Zähne erhalten bleibt. Das wiederum erleich- tert das Anleiten zur Zahnpflege. Restaurieren Methoden, die das Thema Mundpflege spannend ma- chen und fundierte Informationen für die Diagnostik liefern, sind erste Wahl für die Kinderbehandlung. Das Visualisieren des bakteriellen Biofilms mit einer fluoreszierenden Indikatorflüssigkeit, wie Plaque Test, lässt den Besuch zum interessanten Erlebnis werden (Abb. 6). Das Anlegen des flexiblen Lippen-Wangen- Halters OptraGate Junior macht nicht nur Spaß, son- dern ermöglicht auch einen besseren Zugang zum Abb. 6: Fluoreszierender Biofilm. Gut zu sehen bei eingesetztem flexi- blen Lippen-Wangen-Halter (Bild: Dr. N. Bartling). Mundraum. Das gestaltet die Behandlung für alle Be- teiligten einfacher und schneller (Abb. 6). Da die kind- gerechte Kommunikation von besonderer Bedeutung ist, unterstützt i-Kids das Anliegen, eine angenehme Atmosphäre in der Praxis zu schaffen. Informations - karten, Tapferkeitsurkunden, Stempel, Poster oder Mal - blöcke tragen zu einer positiven Erlebniswelt bei und erleichtern die Beratung der jungen Patienten und ihrer Eltern. n Immer wieder stellen sich Kinder mit kariösen Läsio- nen in der Praxis vor. Das schnelle Legen einer Füllung gelingt zum Beispiel mit dem neuen Tetric EvoCeram Bulk Fill. Die Möglichkeit, vier Millimeter in einer Schicht zu applizieren, die sehr gute Modellierbarkeit, das schnelle Polymerisieren sowie das zügige Polieren lassen das Material besonders geeignet für die Kinder- behandlung erscheinen. Die weiße Farbe IVW passt KONTAKT Dr. Gabriele David Ivoclar Vivadent AG Bendererstr. 2 9494 Schaan, Liechtenstein E-Mail: gabriele.david@ivoclarvivadent.com Web: www.ivoclarvivadent.com 21 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 22
Anwenderbericht Die Gesundheit des Kindes beginnt bei der Mutter Durch die zahnärztliche Frühprävention wird nicht nur die Zahn- und Mundgesundheit von Mutter und Kind langfristig verbessert, sondern nachweislich auch die allgemeine Gesund- heit. Dr. Jens Hartmann beschreibt, worauf es dabei ankommt. Dr. Jens Hartmann/München n Der Erhalt sowie die Ver- besserung der mütterlichen Zahn- und Mundgesundheit schafft die bestmögliche Vor- aussetzung für eine dauer- hafte Zahn- und Mundge- sundheit des Kindes und fördert auch seine gesunde Entwicklung. Die erste An- laufstelle der Mutter in der Schwangerschaft ist in der Regel der Hausarzt oder Gy- näkologe, und dieser Kollege sollte die Mutter unbedingt auch dahingehend beraten, zu Beginn der Schwanger- schaft einen Zahnarzt aufzusuchen. Während dies in der Krebstherapie heute die Regel ist, so ist dies in der Schwangerschaft leider eher selten der Fall. Kind mit Tray im Mund. Zähne Die sich ändernden Essgewohnheiten der Schwan - geren, Lust auf Saures, mehr Süßes oder häufiges Er - brechen, führen zu einer erhöhten Kariesanfälligkeit (Schwangerschaftskaries). Zahnfleisch/Parodontien Durch die schwangerschaftsbedingte Hormonumstel- lung kommt es zu einer Lockerung des Bindegewebes, es wird stärker durchblutet. Aufgrund bakterieller Be- läge führt dies schneller zu Zahnfleischentzündungen (Schwangerschaftsgingivitis); bereits bestehende Ent- zündungen verstärken sich. Aus der Gingivitis entwi- ckelt sich in kurzer Zeit eine Parodontitis, was nicht nur den Abbau des Kieferknochens zur Folge hat. Was ist kaltes Plasma? Kaltes Plasma ist Sauerstoff (Luft), zerlegt in seine Bestandteile Elektronen, Ionen, Atome und Moleküle bei Raumtemperatur, welche unter einer Schutzatmosphäre innerhalb eines weichen Mundeinsatzes im Frontzahnbereich des Ober- und Unterkiefers einströmen und im Anschluss an den Backenzähnen wieder abge- saugt werden. Die Gesundheit und Entwicklung des Kindes Eine Parodontitis gilt als Risikofaktor für eine Frühgeburt, sie kann ein niedrigeres Geburts- gewicht verursachen und sie kann mitver- antwortlich sein für so manche frühkindliche Krankheit, bis hin zum Herzklappenfehler. Frühkindliche Karies Die Karies verursachenden Erreger werden erst übertragen durch den Speichelkontakt der Bezugs personen. Dabei kann es zum Verlust der Milchzähne kommen und damit zu Störungen der Kiefer - entwicklung sowie zu Zahnfehlstellungen, was wiede- rum negative Auswirkungen auf das Ernährungsver - halten haben und die Sprachentwicklung stören kann. „Full-Mouth-Disinfection“ Um das Übertragungsrisiko soweit wie möglich zu ver- ringern, muss die Mundgesundheit optimiert und damit die Keimbelastung weitestgehend gering gehalten wer- den. Die neue „Full-Mouth-Disinfection“ mit (kaltem) Plasma bietet hier die optimale Therapie. Sie führt inner- halb weniger Minuten zu einer Keimreduktion von Zäh- nen, Zahnfleisch und Parodontien, ohne den Patienten dabei zu belasten. Dies gilt für das Kind ebenso wie für die Mutter. Empfohlen wird die Behandlung zum Wohle des Kindes bereits zum Zeitpunkt der Kindesplanung, spätes - tens aber zu Beginn einer Schwangerschaft, und hier sollten vernünftigerweise alle späteren Bezugspersonen des Kindes, also neben der Mutter auch Vater, Großeltern, Geschwister etc., mit einbezogen werden. Statistische Mundgesundheit bei Kindern Die Mundgesundheit in Deutschland hat sich deutlich verbessert. Gab es um die Jahrtausendwende noch circa 70 Prozent behandlungsbedürftige Kinder, so sind es heute nur noch circa 30 Prozent; ANUG kommt nur noch selten vor. Zwei Drittel der Behandlungen entfallen da- bei auf die Milchzähne, wobei der sozioökonomische Status eine große Rolle spielt. Das heißt, dass das soziale 22 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 23
Anwenderbericht Kariestherapie Bei bereits vorhandener Milchzahnkaries kann mit der Plasmatherapie die Exkavation mit einem Bohrer wei - testgehend vermieden werden. Es wird lediglich der nekrotische, weiche Anteil sowie der Smearlayer ent- fernt, um dem Plasma den Zugang zu den Dentintubuli zu ermöglichen. Die anschließende Eliminierung der Bakterien ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur eine Minute. FMD-System OZONYTRON-OZ. Umfeld einen großen Einfluss auf die Zahngesundheit des Kindes hat. Dabei sinkt mit niederem Status auch die Zahngesundheit. Recall Kariesprävention Mit beginnendem Zahndurchbruch sollte bereits die erste „Full-Mouth-Disinfection“ vorgenommen werden. Das Kleinkind bekommt dabei einen weichen doppel- seitigen Mundeinsatz, ähnlich eines Abdrucklöffels, in den Mund. Unter einer Schutzatmosphäre durchströmt (kaltes) Plasma Zähne und Zahnfleisch und desinfiziert zielorientiert innerhalb von nur drei Minuten – ganz ohne schädigende Nebenwirkungen und ohne dabei belastend für das Kind zu sein. So bleibt der erste Besuch beim Zahnarzt in positiver Erinnerung. Der optimale Recall für die „Full-Mouth-Disinfection“ beim Kind, der Mutter und den Bezugspersonen liegt bei drei Monaten. n KONTAKT MIO international OZONYTRON GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München Tel.: 089 24209189-0, Fax: 089 24209189-9 E-Mail: info@ozonytron.com Web: www.ozonytron.de ANZEIGE (cid:54)(cid:79)(cid:84)(cid:70)(cid:79)(cid:84)(cid:74)(cid:67)(cid:77)(cid:70)(cid:1)(cid:48)(cid:67)(cid:70)(cid:83)(cid:113)(cid:1)(cid:197)(cid:68)(cid:73)(cid:70)(cid:79)(cid:32)(cid:1)(cid:1)(cid:14)(cid:1)(cid:1)(cid:37)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79)(cid:1)(cid:87)(cid:80)(cid:78)(cid:1)(cid:39)(cid:70)(cid:74)(cid:79)(cid:84)(cid:85)(cid:70)(cid:79)(cid:2) (cid:37)(cid:70)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:85)(cid:83)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:154)(cid:1)(cid:52)(cid:37)(cid:1)(cid:22)(cid:22)(cid:1)(cid:52)(cid:81)(cid:83)(cid:219)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:40)(cid:70)(cid:67)(cid:83)(cid:66)(cid:86)(cid:68)(cid:73)(cid:84)(cid:71)(cid:70)(cid:83)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:1)(cid:52)(cid:81)(cid:83)(cid:219)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79)(cid:13)(cid:1)(cid:66)(cid:77)(cid:69)(cid:70)(cid:73)(cid:90)(cid:69)(cid:71)(cid:83)(cid:70)(cid:74)(cid:15) (cid:40)(cid:70)(cid:70)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:70)(cid:85)(cid:1)(cid:71)(cid:219)(cid:83)(cid:1)(cid:79)(cid:74)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:74)(cid:79)(cid:87)(cid:66)(cid:84)(cid:74)(cid:87)(cid:70)(cid:1)(cid:46)(cid:70)(cid:69)(cid:74)(cid:91)(cid:74)(cid:79)(cid:81)(cid:83)(cid:80)(cid:69)(cid:86)(cid:76)(cid:85)(cid:70)(cid:1)(cid:86)(cid:79)(cid:69)(cid:1) (cid:39)(cid:77)(cid:197)(cid:68)(cid:73)(cid:70)(cid:79)(cid:15) (cid:42)(cid:79)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:70)(cid:84)(cid:84)(cid:70)(cid:32) (cid:35)(cid:70)(cid:84)(cid:85)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:52)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:42)(cid:73)(cid:83)(cid:1)(cid:55)(cid:80)(cid:83)(cid:85)(cid:70)(cid:74)(cid:77)(cid:84)(cid:81)(cid:66)(cid:68)(cid:76)(cid:1)(cid:9)(cid:71)(cid:83)(cid:66)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:71)(cid:83)(cid:70)(cid:74)(cid:10) (cid:14)(cid:1)(cid:18)(cid:17)(cid:1)(cid:77)(cid:1) (cid:52)(cid:81)(cid:83)(cid:219)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1)(cid:77)(cid:1) (cid:52)(cid:81)(cid:83)(cid:219)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:52)(cid:80)(cid:79)(cid:69)(cid:70)(cid:83)(cid:70)(cid:69)(cid:85)(cid:74)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79)(cid:1)(cid:71)(cid:66)(cid:83)(cid:67)(cid:77)(cid:80)(cid:84) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1) (cid:44)(cid:66)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:80)(cid:72) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1) (cid:41)(cid:90)(cid:72)(cid:74)(cid:70)(cid:79)(cid:70)(cid:81)(cid:77)(cid:66)(cid:79) (cid:76) (cid:68) (cid:1) (cid:42) (cid:73) (cid:83) (cid:1) (cid:55) (cid:80) (cid:83) (cid:84) (cid:81) (cid:66) (cid:77) (cid:70) (cid:74) (cid:85) (cid:9354) (cid:1) (cid:20) (cid:20) (cid:13) (cid:17) (cid:17) (cid:44)(cid:80)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:76)(cid:85)(cid:27) (cid:53)(cid:70)(cid:77)(cid:27)(cid:1) (cid:39)(cid:66)(cid:89)(cid:27)(cid:1) (cid:46)(cid:66)(cid:74)(cid:77)(cid:27)(cid:1) (cid:17)(cid:25)(cid:26)(cid:1)(cid:20)(cid:18)(cid:26)(cid:24)(cid:23)(cid:18)(cid:14)(cid:17) (cid:17)(cid:25)(cid:26)(cid:1)(cid:20)(cid:18)(cid:26)(cid:24)(cid:23)(cid:18)(cid:14)(cid:20)(cid:20) (cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:80)(cid:33)(cid:74)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:14)(cid:69)(cid:70)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:15)(cid:69)(cid:70) (cid:190)(cid:67)(cid:83)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:79)(cid:84)(cid:27)(cid:1)(cid:56)(cid:74)(cid:83)(cid:1)(cid:73)(cid:66)(cid:67)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:79)(cid:80)(cid:68)(cid:73)(cid:1)(cid:78)(cid:70)(cid:73)(cid:83)(cid:1)(cid:71)(cid:219)(cid:83)(cid:1)(cid:52)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:86)(cid:79)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:27) (cid:88)(cid:88)(cid:88)(cid:15)(cid:74)(cid:78)(cid:81)(cid:77)(cid:66)(cid:79)(cid:85)(cid:15)(cid:68)(cid:80)(cid:78) S w i s s y t i l a u Q Swiss design Swiss experience Swiss logistics Swiss product safety 24
Anwenderbericht Hartmetall-Finierer – die Glattmacher Komet feiert 2013 sein 90-jähriges Firmenjubiläum. Zu diesem Anlass wird die Geschichte einer Instrumentenlinie porträtiert, die als wichtige Zwischenstufe zwischen Präparation und Politur nicht fehlen darf: die Hartmetall-Finierer. Heute kann der Zahnarzt aus einem breit gefächerten Programm wählen, das durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ideenreichen Meinungsbildnern aus Hochschule und Praxis und der Komet-Abteilung für Forschung & Entwicklung entstanden ist. Dorothee Holsten, Karl-Heinz Danger, Axel Meier/Lemgo n Nach dem Schleifen bleibt auf den Oberflächen der Zahnhartsubstanz eine gewisse Rauigkeit bzw. Rautiefe zurück. Dabei ist die Oberfläche umso glatter, je geringer die Rautiefe und der Abstand der Riefen ist.1Diesem Prin- zip folgt der Zahnarzt durch den Einsatz von Finierern, deren feine Verzahnung zu einer glatten Präparations- oberfläche führt. Die Geburt der Formkongruenz Sucht man den Einstieg von Komet ins Geschäft der Hartmetall-Finierer, landet man im Jahr 1971. Dieser ers te torpedoförmige Hartmetall-Finierer besaß eine gerade Verzahnung und ist durch die Zusammenarbeit von Komet mit Prof. Dr. L. Paul Lustig zu einem ganzen Instrumentensatz heranwachsen. Der Bostoner Pro- fessor inspirierte die Entwicklung des rationellen RCB- Präparationssatzes (Abb. 1) für die Kronen-Brücken- Präparation, um Fehlpräparationen, also dem unsach- gemäßen oder zu starken Beschleifen der Zähne für prothetische Konstruktionen, Einhalt zu bieten. Dabei Abb. 1: Der RCB-Satz war der erste Schritt in eine systematische Präpa- rationstechnik und die Abkehr von den kantigen Instrumenten- und Präparationsformen. wurden erstmals 18 Instrumente einem eigenen Ar- beitsschritt beim Präparieren (individuell für Inlay, On- lay, Teil- oder Vollkrone) zugeordnet.2 Der RCB-Satz war nicht nur der erste Schritt in eine systematische Präpa- rationstechnik und die Abkehr von den kantigen Ins - trumenten- und Präparationsformen, sondern auch die Geburt der Formkongruenz. Denn die im RCB-Satz enthaltenen Hartmetall-Finierer waren allesamt auf formgleiche Diamantinstrumente abgestimmt. Während man z.B. in den USA die Hartmetallinstru- mente schätzte, bevorzugten deutsche Zahnärzte eher Diamantschleifinstrumente und wurden u.a. mit dem Kronenstumpfpräparationssatz 4005 von Prof. Dr. Reinhard Marxkors, Universität Münster, bedient. Er hatte den Satz 1972 gemeinsam mit Komet entwickelt und den Ein satz des ersten Diamantfinierers wissen- schaftlich unterbaut.3 Damit hatte man sich in Lemgo zeitgleich zwei konkurrierende Produktlinien geschaf- fen. Doch dieser Schritt spiegelt die Philosophie der Firma bis heute wider: Die Wünsche der Zahnärzte aufgreifen und nach internationalen Standards bedie- nen. Bis heute darf der Zahnarzt frei wählen, welches Material er bevorzugt. Gemeinsam mit Prof. Lustig erweiterte und modifi- zierte Komet den RCB-Satz 1976 in eine zweite Version (RCB II). Die Instrumente, die bisher eine parallel verlau- fende Verzahnung aufwiesen, wurden nun durch eine gewundene ersetzt. Der Grund hierfür war, dass durch einen kontinuierlichen Instrumentenspitzen- und Stumpfoberflächenkontakt eine zunehmend glattere Präparationsfläche entstand. Auch dafür waren die Diamantinstrumente in Größe und Form mit entspre- chenden Hartmetall-Finierern exakt abgestimmt, die damals typischerweise zwölf Schneiden besaßen. Mit dem Diamant wurde also zunächst grob vorpräpariert und die Oberfläche anschließend mit den formkongru - enten Hartmetall-Finierern zum Finish geführt. Eigens für die gewundene Verzahnung entwickelte Komet die sogenannte Verzahnungsmaschine „B2“ (Brasseler 2). Jürgen Schön, Komet Ressortleiter für Technik, erinnert sich: „Auf dem Vorgängermodell B1 konnten wir damals nur Rundbohrer produzieren. Für eine gedrallte Längs- verzahnung musste über die Maschinenmechanik eine zusätzliche Bewegungsachse beim Schleifprozess er- zeugt und das Instrument während des Prozesses gleichzeitig gedreht werden. Unsere B2 stellte einen Technologiesprung dar, weil sie alle drei Achsen in einem 24 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 25
Anwenderbericht Material ihm persönlich liegen. Bei beiden Werkstoff - linien bürgt Komet wie immer für hohe Qualität und sieht dem stetig wachsenden Compositemarkt inspi- riert entgegen. 1991 erleben die ET-Hartmetall-Finierer eine kleine, aber feine Korrektur: Sie erhalten eine nicht schneidende Spitze, wodurch die Gingiva geschützt und Einkerbungen in der finierten Oberfläche ausge- schlossen sind. 1984 wandte sich der niedergelassene Zahnarzt Dr. Ste- fan Neumeyer, Eschlkam, an Komet, um seine Idee von einem fein abgestimmten Instrumentarium für die ra- tionelle Amalgamfüllungstechnik umzusetzen. Bis dato wurden für die Kauflächengestaltung von Amalgamfül- lungen eine kleine Kugel und anschließend eine Flamme benötigt. Dr. Neumeyer entwickelte mit Komet eine Kombinationsform: Kugel und Flamme in einem, das so- genannte „Sapin System“. Auf diese Weise konnte in kür- zester Zeit eine Amalgamfüllung gestaltet werden.4,5 Das Set, das die Arbeitsschritte praktisch minimierte, enthielt u.a. den Hartmetall-Finierer H390 (Abb. 2) und darüber hinaus die Diamantfinierer, die für Composite- füllungen alternativ eingesetzt werden konnten. Die Geburt der Q-Finierer Nach der Jahrtausendwende spürte Komet immer deut- licher die steigende Nachfrage nach differenzierteren Instrumenten, bedingt durch die kontinuierlich abneh- mende Größe der Compositefüllkörper. Im Jahr 2004 machte es sich das Unternehmen zum Ziel, die bislang zur Bearbeitung von Compositefüllungen benötigten drei Stufen (normal = 12 Schneiden, fein = 16 Schneiden, extra fein = 30 Schneiden) auf zwei zu reduzieren. 26
Anwenderbericht . e r ü h c s o r B - e g a m I e u e n e i D Abb. 3: Die Q-Finierer (wie hier im Compositefinierset 4389) waren scharf genug im Composite, aber aufgrund der Schneidekanten - geometrie ziemlich schadlos am Zahnschmelz. Die Lösung war eine neuartige Querhiebverzahnung: der Q-Finierer. Dieser bewältigte die ersten beiden Schritte in einem einzigen Arbeitsgang, sodass bereits nach der ersten Finierstufe eine bessere Oberflächen- qualität erreicht wurde als vorher nach der zweiten Stufe. Das Set 4546, das alle Instrumente für ein zwei- stufiges Finieren und Polieren zusammenfasst, erlaubt ein zeitsparendes Arbeiten für den Zahnarzt. Prof. Dr. Dr. Ralf Johannes Radlanski, Charité Berlin, erinnert sich an die Entwicklung einer weiteren praktischen Variante, dem Composite finierset 4389 (Abb. 3): „Als wir die Proto- typen der Finierer schrittweise modifizierten und die Bearbeitungs ergebnisse im Rasterelektronenmikros- kop begutachteten, war schnell klar, worin eine weitere Besonderheit liegt: Die Querhiebverzahnung war scharf genug im Composite, hinterließ allerdings aufgrund der Schneidekantengeometrie kaum Schäden am Zahn- schmelz (H22ALGK). Deshalb eignet sich die Q-Verzah- nung vor allem auch zum Entfernen der Kleberreste nach der Bracketabnahme in der Kieferorthopädie (Abb. 4). Zusätzlich wurden für lingual und palatinal spezielle Instrumentenformen entwickelt (H379AGK, Abb. 5). Die Compositeoberflächen konnten mit angepassten Finie- rerformen in nur zwei Arbeitsgängen geglättet werden, der angrenzende Zahnschmelz blieb unversehrt. Auch 1923–1965 1966–1987 1988–2011 Komet im Wandel der Jahrzehnte: Ein frischer Zeitgeist schwingt im neuen Corporate Design mit, Wiedererkennen garantiert! Pressfahnen bei der adhäsiven Befestigung von Keramik- arbeiten konnten auf diese Weise effektiv und schonend entfernt werden.“ Praktisch ausgerichtet Aus 90 Jahren Komet-Firmengeschichte kristallisierten sich für alle Instrumentenlinien klare Prinzipien für das professionelle Agieren auf dem internationalen Markt heraus. Sie gelten heute als richtungsweisend für das Unternehmen und konnten sich auch für den Bereich Hartmetall-Finierer bewähren. So liefert Komet Quali- tätsinstrumente, die die Ansprüche der Zahnärzte lan- deseigen und individuell bedienen. Zwar war die zwei- gleisige Strategie, neben den formkongruenten Hart- metall- auch die Diamantfinierer zu produzieren, An- fang der 1970er-Jahre noch ein Widerspruch, stellte sich aber als die richtige Entscheidung heraus. Komet bietet dem Zahnarzt immer das Komplettangebot und denkt stets mit System. Durch die Reduzierung von Arbeits- schritten oder durch handliche Sets wird dem Anwender die Arbeit erleichtert und Zeit erspart. n Abb. 4: Q-Finierer eignen sich besonders zum Entfernen der Kleber- reste nach der Bracketabnahme in der Kieferorthopädie. – Abb. 5: Auch für lingual und palatinal wurden Q-Finierer in besonderen Formen entwickelt. KONTAKT Komet Dental Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG Trophagener Weg 25, 32657 Lemgo Tel.: 05261 701-700 E-Mail: info@kometdental.de Web: www.kometdental.de 26 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 27
für das zahnärztliche Personal Hygienebeauftragte QM-Beauftragte SEMINAR ZUR HYGIENEBEAUFTRAGTEN I 2012 SEMINAR A AUSBILDUNG ZUR QM-BEAUFTRAGTEN I 2012 KURSINHALTE KURSINHALTE Artikel Kurse für das zahnärztliche Personal QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z. B. mithilfe des Readers Quick Scan) SEMINAR B Seminar zur Hygienebeauftragten I Iris Wälter-Bergob/Meschede I Schwerpunkte I Ausbildung zur QM-Beauftragten I Christoph Jäger/Stadthagen I Schwerpunkte I I Rechtliche Rahmenbedingungen für ein Hygienemanagement I Anforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten I Wie setze ich die Anforderungen an ein Hygienemanagement in die Praxis um? I Überprüfung des Erlernten I Gesetzliche Rahmenbedingungen, mögliche Ausbaustufen I Die wichtigsten Unterlagen in unserem QM-System I Was ist das Mittel der Wahl, Computer oder Handbuch? I Wie können wir Fotos z.B. einer Behandlungsvorbereitung in einen Praxisablauf einbinden? Inkl. umfassenden Kursskript Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test TERMINE 2012 SEMINAR A | SEMINAR B 22. September 2012 I 09.00–18.00 Uhr 06. Oktober 2012 I 09.00–18.00 Uhr 13. Oktober 2012 I 09.00–18.00 Uhr Konstanz I Quartierszentrum Hamburg I Elysee Hotel München I Hilton City 03. November 2012 I 09.00–18.00 Uhr 17. November 2012 I 09.00–18.00 Uhr 01. Dezember 2012 I 09.00–18.00 Uhr Essen I ATLANTIC Hotel Essen Berlin I Maritim Hotel Berlin Baden-Baden I Kongresshaus ORGANISATORISCHES KONGRESSGEBÜHREN I ANMELDUNG Kursgebühr (pro Kurs) Tagungspauschale (pro Kurs) (beinhaltet Kaffeepausen, Tagungsgetränke, Imbissversorgung) 85,00 € zzgl. MwSt. 45,00 € zzgl. MwSt. OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308, Fax: 0341 48474-390 event@oemus-media.de, www.oemus.com Anmeldeformular per Fax an 0341 48474-390 oder per Post an Für das Seminar zur Hygienebeauftragten (Seminar A) oder die Ausbildung zur QM-Beauftragten (Seminar B) melde ich folgende Personen verbindlich an. Bitte beachten Sie, dass Sie pro Termin nur an einem Seminar teilnehmen können: A B A B ❑ ❑ ❑ ❑ 22.09.2012 Konstanz ❑ 06.10.2012 Hamburg ❑ 13.10.2012 München ❑ ❑ ❑ ❑ 03.11.2012 Essen ❑ 17.11.2012 Berlin ❑ 01.12.2012 Baden-Baden OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig Name, Vorname Praxisstempel DHJ 3/12 Name, Vorname Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. _______________________________________________________ Datum/Unterschrift _______________________________________________________ E-Mail 28
Herstellerbericht Regelmäßige Wasseranalyse lohnt sich Zahnarztpraxen gelten in der Regel als ein vorbildliches Beispiel für Sauberkeit und Hygiene. Oft wird dabei jedoch unterschätzt, dass auch vermeintlich sauberes Trinkwasser eine Gefahrenquelle darstellen kann. Denn ein häufiges Problem sind nicht etwa eine fehlende Sorgfalt bei der Hygiene in der Praxis, sondern vielmehr Keime im Wasser. Denise Keil/Leipzig n Das lebenswichtige Nass wird zwar sauber und auf- bereitet aus den Wasserwerken ins Leitungsnetz einge- speist, doch es kann trotzdem passieren, dass es am Ende nicht so sauber wie gewünscht aus dem Hahn oder der Behandlungseinheit in der Zahnarztpraxis fließt. Grund dafür ist unter anderem die Entstehung von Standwas- ser durch längere Ruhezeiten oder aufgrund des gerin- gen Wasserdurchlaufs. Dazu kommt es beispielsweise über Nacht, am Wochenende und während des Urlaubs oder wenn Mieteinheiten in rein gewerblich genutzten Gebäuden leer stehen. Viele Gebäude besitzen zudem noch jahrzehntealte Wasserleitungen. Hinzu kommt eine stetige Verkalkung durch den zum Teil hohen Härtegrad des Wassers. Dies alles kann die Bildung eines Biofilms in den Leitungen begünstigen, in dem sich schließlich Keime ansammeln. Vereinzelt sind diese für den Menschen grundsätzlich unbedenklich. Überschrei- ten sie jedoch die gesetzlich vorgeschriebe- nen Grenzwerte, können sie bei immunge- schwächten Patienten (wie etwa Alte, Kranke und vor allem Kinder) Infektionen verursachen. Doch nicht nur Patienten sind diesem Risiko aus- gesetzt, auch Praxismitarbeiter sind durch das Ein- © kelttt atmen der während der Behandlung entstehenden Aerosole und den darin enthaltenen Krankheitserre- gern wie etwa Legionellen gefährdet. Umso wichtiger ist daher eine regelmäßige Enthärtung und Entkeimung des Wassers. Das Risiko einer Infektion wird so verringert und die Trinkwasserqualität wiederhergestellt. Damit ist das Praxiswasser wieder unbedenklich für Team und Patienten. Rein und genusstauglich Wasser bedeutet Leben. Daher enthält es stets Mikro - organismen, die nur bis zu einem bestimmten Grad un- bedenklich sind. Eine regelmäßige Wasserkontrolle lohnt sich also. Vor welchen Viren, Bakterien und Keime der Mensch schließlich geschützt werden muss, und ab welchen Werten, regeln Trinkwasserverordnung und Infektionsschutzgesetz. Sie sorgen für eine Wahrung der Wasserqualität und stellen sicher, dass durch den Genuss oder Gebrauch des lebenswichtigen Elements eine gesundheits- schädigende Wirkung durch Krankheitser - reger ausgeschlossen wird. Daneben verlan- gen sie eine mikrobiologische und chemi- sche Untersuchung des Praxiswassers, die in regelmäßigen Abständen vorzunehmen ist. Gleiches verlangt auch die RKI-Empfehlung „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“. So kann sicher - gestellt werden, dass die Grenzwerte einge - halten werden und ob und in welchem Maße Abweichungen zugelassen sind. Daneben führt aber auch ein hoher Härtegrad des Wassers unbehandelt zu langfristigen Problemen. Auch hier gilt: Kalk an sich ist nicht schädlich, in hohen Men- gen kann er jedoch zu einer vermehrten Ablagerung in den Leitungen führen und somit ebenfalls optimale Bedingungen für das Festsetzen von Keimen bieten. Zu- sätzlich kann zu hartes Wasser auch Leitungsverstop- fungen und damit einen Ausfall der Behandlungsein- heit zur Folge haben. Um daher den Kalkgehalt festzu- stellen, empfiehlt sich eine regelmäßige Analyse des Wassers, gegebenenfalls mit anschließender Enthär- tung. Ein sehr innovatives Verfahren ist das Katalysator- system der doctorwater GmbH. Im Gegensatz zum Ionentauscher ist es wartungsarm, umweltschonend und aufgrund der Geschlossenheit des Systems wird durch eine Wasser-Luft-Grenze eine Verkeimung verhindert. 28 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 29
Nachhaltige und individuelle Lösungen Zunächst erfolgt in Zusammenarbeit mit dem dentalen Fachhandel eine ausführliche Besichtigung der Praxis- räume. Um den Kalk- und Keimgehalt des Wassers sicher feststellen zu können, werden an verschiedenen Stellen (Wasserhähne in mehreren Räumen, Behandlungsein- heiten, Keller) Proben entnommen, die schließlich unab- hängig in einem externen Labor umfassend und nach RKI-Empfehlungen analysiert werden. Im Anschluss findet eine ausführliche Beratung durch das doctorwater-Team statt, das auf der Grundlage die- ser Laborwerte ein individuelles Konzept für die jewei- lige Praxis erstellt. Dies hat den Vorteil, dass alle spezifi- schen Besonderheiten der Räume in die Untersuchung und Planung einbezogen werden. Für eine effektive und nachhaltige Trinkwasserqualität stehen dabei die Aquadent-Systeme des Unternehmens. Damit setzt es auf eine sanfte Art der Reinigung der Lei- tungen von Keimen und Biofilmen. Die Trinkwasserqua- lität in der gesamten Praxis kann dadurch auf einem ho- hen Niveau gehalten werden. Aufgrund ihres hohen Qualitätsstandards tragen die Aquadent-Systeme zu- dem entscheidend zu einer ver längerten Lebensdauer der Behandlungseinheiten bei. Das Konzept der zentra- len Wasseraufbereitung bietet den Vorteil, dass solche Lösungen wesentlich seltener als Einzelplatzlösungen anfällig für Störungen sind und das Wasser der gesamten Herstellerbericht Praxis aufbereiten können. Die Wartung der Aufberei- tungsanlage erfolgt automatisch und ohne Unterbre- chung des Praxisbetriebs alle sechs Monate. Im War- tungskonzept enthalten ist die vom RKI empfohlene jährliche Überprüfung der Wasserqualität. Als Komplettlösung ist Aquadent Complete eine gute Möglichkeit, gleichzeitig gegen zu hartes Wasser und eine mikrobiologische Belastung im Wasser vorzuge- hen. Das eingebaute Entkalkungssystem Aquadent-K ist umweltfreundlich und wartungsarm. Zudem arbeitet es mit einem speziell entwickelten Kondensat für die Bindung der Kalkionen. Damit wird erreicht, dass sie sich nicht mehr im Leitungssystem oder den Behandlungs- einheiten festsetzen. Um die Qualität des Praxiswassers daher langfristig zu er- halten, empfiehlt sich eine regelmäßige und kontrollierte Analyse, Enthärtung und Entkeimung des Wassers. n KONTAKT doctorwater GmbH Kanalstraße 17, 16727 Velten Tel.: 0800 2000-260 Fax: 0800 2000-262 E-Mail: office-de@doc-water.com Web: www.doc-water.com ANZEIGE (cid:52)(cid:70)(cid:79)(cid:84)(cid:74)(cid:67)(cid:77)(cid:70)(cid:1)(cid:48)(cid:67)(cid:70)(cid:83)(cid:113)(cid:1)(cid:197)(cid:68)(cid:73)(cid:70)(cid:79)(cid:32)(cid:1)(cid:1)(cid:14)(cid:1)(cid:1)(cid:121)(cid:44)(cid:70)(cid:74)(cid:79)(cid:1)(cid:49)(cid:83)(cid:80)(cid:67)(cid:77)(cid:70)(cid:78)(cid:108)(cid:2) (cid:80)(cid:83)(cid:66)(cid:79)(cid:72)(cid:70)(cid:1)(cid:52)(cid:68)(cid:73)(cid:79)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:40)(cid:70)(cid:67)(cid:83)(cid:66)(cid:86)(cid:68)(cid:73)(cid:84)(cid:71)(cid:70)(cid:83)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:1)(cid:39)(cid:77)(cid:197)(cid:68)(cid:73)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:40)(cid:70)(cid:70)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:70)(cid:85)(cid:1)(cid:71)(cid:219)(cid:83)(cid:1)(cid:49)(cid:77)(cid:70)(cid:89)(cid:74)(cid:72)(cid:77)(cid:66)(cid:84)(cid:13)(cid:1)(cid:44)(cid:86)(cid:79)(cid:84)(cid:85)(cid:77)(cid:70)(cid:69)(cid:70)(cid:83)(cid:15)(cid:15)(cid:15) (cid:42)(cid:79)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:70)(cid:84)(cid:84)(cid:70)(cid:32) (cid:35)(cid:70)(cid:84)(cid:85)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:52)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:42)(cid:73)(cid:83)(cid:1)(cid:46)(cid:86)(cid:84)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:81)(cid:66)(cid:68)(cid:76)(cid:1)(cid:9)(cid:71)(cid:83)(cid:66)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:71)(cid:83)(cid:70)(cid:74)(cid:10) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1)(cid:77)(cid:1) (cid:80)(cid:83)(cid:66)(cid:79)(cid:72)(cid:70)(cid:1)(cid:52)(cid:68)(cid:73)(cid:79)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:70)(cid:76)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1) (cid:44)(cid:66)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:80)(cid:72) (cid:14)(cid:1) (cid:18)(cid:1) (cid:41)(cid:90)(cid:72)(cid:74)(cid:70)(cid:79)(cid:70)(cid:81)(cid:77)(cid:66)(cid:79) (cid:76) (cid:68) (cid:83) (cid:81) (cid:66) (cid:1) (cid:42) (cid:73) (cid:83) (cid:1) (cid:46) (cid:86) (cid:84) (cid:85) (cid:70) (cid:9354) (cid:1) (cid:22) (cid:13) (cid:17) (cid:17) (cid:44)(cid:80)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:76)(cid:85)(cid:27) (cid:53)(cid:70)(cid:77)(cid:27)(cid:1) (cid:39)(cid:66)(cid:89)(cid:27)(cid:1) (cid:46)(cid:66)(cid:74)(cid:77)(cid:27)(cid:1) (cid:17)(cid:25)(cid:26)(cid:1)(cid:20)(cid:18)(cid:26)(cid:24)(cid:23)(cid:18)(cid:14)(cid:17) (cid:17)(cid:25)(cid:26)(cid:1)(cid:20)(cid:18)(cid:26)(cid:24)(cid:23)(cid:18)(cid:14)(cid:20)(cid:20) (cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:80)(cid:33)(cid:74)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:14)(cid:69)(cid:70)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:15)(cid:69)(cid:70) (cid:190)(cid:67)(cid:83)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:79)(cid:84)(cid:27)(cid:1)(cid:56)(cid:74)(cid:83)(cid:1)(cid:73)(cid:66)(cid:67)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:79)(cid:80)(cid:68)(cid:73)(cid:1)(cid:78)(cid:70)(cid:73)(cid:83)(cid:1)(cid:71)(cid:219)(cid:83)(cid:1)(cid:52)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:86)(cid:79)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:27) (cid:88)(cid:88)(cid:88)(cid:15)(cid:74)(cid:78)(cid:81)(cid:77)(cid:66)(cid:79)(cid:85)(cid:15)(cid:68)(cid:80)(cid:78) S w i s s y t i l a u Q Swiss design Swiss experience Swiss logistics Swiss product safety 30
Herstellerbericht „Metall ist mein Leben“ In der Westschweiz nahe Lausanne befindet sich das beschauliche Städtchen Rolle. Einer der bekanntesten Hersteller für zahnärztliche Instrumente vollbringt dort wahre Maßarbeit, etwa 530 Produkte umfasst die Produktpalette. Wer das liest, stellt sich vielleicht eine riesige Pro duktionsfläche mit vielen Mitarbeitern vor. Doch weit gefehlt: Deppeler SA produziert in Rolle als einzigem Standort mit einer Mannschaft von insgesamt 15 Mitarbeitern – und zwar in liebevoller Handarbeit. Kristin Urban/Oberuzwil, Schweiz n Seit Kindertagen konnte man Diane Bonny, heutige Geschäftsführerin und übrigens keine Familienange - hörige, im Unternehmen antreffen. „Metall ist mein Leben“, erzählt sie. „Anders als gewöhnlich hatte ich schon früh ein Faible für Technik. Meine Eltern waren eng mit der Familie Deppeler befreundet.“ Vom Gründer und Namensgeber des Unternehmens Arnold Deppeler habe sie viel gelernt und sich das technische Know-how selbst angeeignet. Seit 1996 ist Diane Bonny mittler- weile für das familiär geführte Unternehmen zustän- dig. Die vielen guten Kontakte, die Arnold Deppeler zu Professoren in der Schweiz und in Deutschland pflegte, haben im Laufe der Jahre den Weg für ein immer tiefer gehendes Sortiment geebnet. Umzug und Umweltschutz „Neugierige Blicke huschten durch die Fenster, als sich die Firma Deppeler im Jahr 2008 in den neuen Räumen nie derließ“, erinnert sich Diane Bonny. Bis dahin waren im dortigen Areal nämlich nur Büroräume vorhanden. Mit Deppeler folgte dann der erste Betrieb mit ange- schlossener Produktionsstätte. Die alte war durch den wachsenden Absatz trotz einiger Umbauten einfach zu eng für das Unternehmen geworden. Nicht aber die Frédéric Bonny, Technischer Leiter, und Diane Bonny, Geschäftsführerin. Kleinstadt Rolle – für Deppeler SA ist sie der Firmen - stand ort geblieben. Nach Einschätzung von Diane Bonny helfen die neuen Räume, den Workflow besser umzu- setzen. Auch der Umweltschutz lasse sich nun voll und ganz realisieren. Denn der gehört – neben dem Erfül- len der Kundenerwartungen und einer einwandfreien Produktqua lität – einfach zur Firmenphilosophie dazu. Sichtbar wird das unter anderem am Firmengebäude, denn das trägt das Minergie-Label für energieeffiziente Häuser. Nicht zuletzt hat außerdem Frédéric Bonny als Technischer Leiter nach neuen Lösungen gesucht, um umweltbelastende Hilfsmittel nach und nach aus der Produktion zu verbannen. So wird heute beispielsweise mit Olivenöl an der Fräsmaschine gearbeitet, an anderer Stelle mit Seife, deminera lisiertem Wasser oder Zitro- nensäure. Die für die Härtung des Stahls benötigte Hitze wird für die Beheizung der Betriebsräume genutzt. Und verpackte man vor einigen Jahren die Produkte noch in Kunststoff, der wiederum noch mehr Verpackungs - material zum sicheren Versand nötig machte, stehen seit 2011 Blisterverpackungen aus hundertprozentigem Recyclingmaterial zur Verfügung. Die schützen die Pro- dukte beim Transport rundum und umweltfreundlich. Lupenreine Präzision, von der Spitze bis zum Griff Die Qualitätsprodukte von Deppeler werden in 32 Län- dern vertrieben, schwerpunktmäßig in Europa und Japan. Dabei produziert das Unternehmen alles selbst. Auch das „Flaggschiff“ der Firma, den Scaler M23™, der einst mithilfe eines Zahnarztes in Zürich entwickelt wurde. Kopien davon sind laut Diane Bonny zwar heute überall zu finden. Doch niemand kenne das „Geheim - rezept“ – und damit reiche wohl auch keiner an die Deppeler-Qualität heran. Um die Firmengeheimnisse weiter zu hüten, bleibt deshalb das letzte Fertigungsgerät, das den Produkten jeweils ihre Besonderheit verleiht, vor den Blicken der Besucher verborgen. Zumal das Unternehmen als Vor- reiter vieler zahnmedizinischer Instrumente stets im Fokus der Mitbewerber steht. Deppeler ist dafür bekannt, Ideen aus der Praxis wirklich umzusetzen. Hierbei ist das kleine Unternehmen gegenüber größeren im Vorteil, flexibler auf Kunden- wünsche reagieren zu können. Mehr als 530 Produkte 30 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 31
umfasst das Sortiment jedoch nicht. Kommt ein neues hinzu, wird ein an- deres aus gesondert. „Spezielles lässt sich aber jederzeit herstellen“, ver- spricht Diane Bonny, „weil bei Deppe- ler präzise Handarbeit Tradition hat.“ Wenn man sich die einzelnen Ferti- gungsstationen anschaut, sieht man jeden Mitarbeiter mit Freude bei der Arbeit. „Wir brauchen unsere Mit - arbeiter, sie sind unser Ka pital“, weiß das die Geschäftsführerin zu schät- zen. Mehr als zehn Jahre seien nötig, um jeden Einzelnen so auszubilden, dass er alle Ins trumente kennt und herstellen kann. Und eines fällt direkt ins Auge: Bei dieser Präzisionsarbeit ist die Lupe ein ständiges Hilfsmittel. Qualität rechtfertigt den Preis In den vergangenen zwei bis drei Jahren sei die Preisgestal- tung etwas schwieriger ge- worden. Die Eurokrise lasse ei- nige Kunden noch genauer überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Dabei gelte jedoch auch hier der Leitsatz: Wer billig kauft, kauft zweimal. „Unsere Produkte sind gewiss nicht güns tig in der Anschaffung. Bei fachge- rechter Handhabung und Pflege ist der Preis allerdings auf Dauer gerechtfertigt. Denn wir garantieren eine lange Lebensdauer un serer Produkte.“ Durch die Produktionsweise und die Sorgfalt, die je- dem Instrument entgegengebracht wird, sei eine Preisreduzierung fast nicht möglich. Dennoch seien bisher keine Kundenverluste spürbar gewesen. „Wir Herstellerbericht Oben: Härten der Stahlinstrumente. – Links: Das wohl wichtigste Utensil der Mitarbeiter ist die Lupe. konkurrieren nicht die Preise, sondern die Qualität. Unser Ziel ist, unseren Kunden das beste Preis-Qualitäts-Verhältnis an - zubieten“, so Deppeler-Geschäftsführerin Diane Bonny. n Fotos: Johannes Eschmann, Dental Tribune Schweiz KONTAKT Deppeler SA A-One Business Center La Pièce 6, 1180 Rolle, Schweiz Tel.: +41 21 8251731 E-Mail: info@deppeler.ch Web: www.deppeler.ch ANZEIGE Bitte kontaktieren Sie Tina Schneider t.schneider@oemus-media.de I ] I K A Y K U S © : O T O F [ 32
Abrechnung Früh übt sich Schon seit Langem gibt es in Deutschland das System der allgemeinen ärztlichen Früher - kennungsuntersuchungen bei Kindern. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass zu einem möglichst frühen Zeitpunkt alle Kinder auf Fehlentwicklungen und Krankheitssymptome untersucht werden. Seit dem 1.7.1999 sind auch zahnärztliche Früherkennungsunter- suchungen (kurz: FU) im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung in den BEMA aufgenommen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die zahnärztliche FU für Kleinkinder vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr eingeführt. Christiane Baumeister-Henning/Haltern am See n Die erste Früherkennungsuntersuchung soll grund- sätzlich im dritten Lebensjahr durchgeführt werden, in der Zeit vom 30. bis zum 36. Lebensmonat. Zwei weitere Früh - erkennungsuntersuchungen sollen im Abstand von min- destens zwölf Monaten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr folgen. Das bedeutet, dass bei einer Untersu- chung unserer kleinsten Patienten im dritten Lebensjahr nach dem 30. Monat eine Früherkennungsuntersuchung erfolgen soll. Erscheinen die Eltern oder Erziehungsbe- rechtigten mit ihrem Kind erst nach dem dritten Ge- burtstag, kann von diesem Grundsatz abgewichen und die erste FU-Untersuchung auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Die weiteren FU-Unter - suchungen werden dann jeweils mit einem zeitlichen Abstand von zwölf Monaten durchgeführt. Leistungsinhalt der FU Die Früherkennungsuntersuchung (FU) umfasst gemäß den Abrechnungsbestimmungen die folgenden Leis- tungen: 1. Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung (Inspektion der Mundhöhle) Die eingehende Untersuchung richtet ihr Hauptaugen- merk auf die Früherkennung von Karies und der Ermitt- lung des individuellen Kariesrisikos. Ebenso Zahnstel- lungs- und Kieferanomalien, Erkrankungen der Mund- schleimhaut und des Zahnfleisches können hier festge- stellt werden. 2. Einschätzung des Kariesrisikos anhand des dmf-t-Index Der „dmf-t-Index“ stellt eine Klassifizierung dar, mit deren Hilfe in kürzelhafter Form der Grad der kariösen Erkrankung eines Gebisses festgehalten wird. Dabei bedeuten die englischsprachigen Abkürzungen Folgendes: „d“ „diseased“ oder „decayed”, d.h. an Karies erkrankte Zähne, „m“ „missing”, d.h. fehlende (also wegen Karies entfernte) Zähne, für „filled”, d.h. gefüllte Zähne, für „teeth“ (Zähne). „f“ „t“ 32 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 © Deklofenak 33
Giornate Romane Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Mauro Marincola/Rom Prof. Dr. Andrea Cicconetti/Rom Implantologie ohne Grenzen 12./13. April 2013 Rom/Italien I Sapienza Università di Roma Ablaufplan Anreise am Donnerstagabend oder Freitagvormittag Freitag, 12. April 2013 I 14.00 – 18.00 Uhr Learn & Lunch (Übertragung der Live-OP, Table Clinics) Separates Seminar für die implantologische Assistenz Samstag, 13. April 2013 | 10.00 – 16.30 Uhr Wissenschaftliche Vorträge ca. 20.00 Uhr Abendessen Abreise am Sonntag Referenten I Prof. Dr. Hans Behrbohm/Berlin I Prof. Dr. Andrea Cicconetti/Rom I Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers/Wien I Prof. Dr. Mauro Marincola/Rom I Prof. Dr. Marcel Wainwright/ Düsseldorf I Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen G. Köhler/Berlin I Dr. Georg Bayer/Lands- berg am Lech I Dr. Vincent J. Morgan, DMD/Boston I Dr. Marius Steigmann/Neckar - gemünd I DDr. Angelo Trödhan/Wien I Dr. Ulrich Volz/ Meersburg I Kongressgebühren 350,– € zzgl. 19% MwSt. Zahnärzte Helferinnen 250,– € zzgl. 19% MwSt. Die Kongressgebühr beinhaltet die Teilnahme an der Übertragung der Live-OP, den Table Clinics (bzw. Semi- nar implantologische Assistenz), den wissenschaftlichen Vorträgen sowie die Verpflegung während der Tagung und das gemeinsame Abendessen am Samstag. Abendessen (Samstag) Begleitpersonen 65,– € zzgl. 19% MwSt. Veranstalter/Organisation I OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 I 04229 Leipzig I Tel.: 0341 48474-308 I Fax: 0341 48474-390 event@oemus-media.de I www.oemus.com Reiseplanung I Wir unterstützen Sie bei der Buchung Ihrer Hotelübernachtung und Reiseplanung. Um Ihnen die besten Verbindungen und Raten zu gewähr- leisten, besprechen Sie gern Ihre individuellen Reisewünsche mit unserem Reisepartner:„PRIMETRAVEL“ – Ihre persönliche Ansprechpartnerin: Nicole Houck I Tel.: 0211 49767-20 I Fax: 0211 49767-29 I Mobil: 0176 10314120 Faxantwort 0341 48474-390 Bitte senden Sie mir das Programm zum Giornate Romane – Implantologie ohne Grenzen am 12./13. April 2013 in Rom/Italien zu. Vorname I Name E-Mail-Adresse (bitte angeben) Vatican at dusk // © deepblue-photographer – shutterstock.com Set of european waving flags // © javi merino – shutterstock.com abstract ethnic vector seamless // © De-V – shutterstock.com Praxisstempel DHJ 3/12 34
Abrechnung Nach den Kriterien des Gemeinsamen Bundesaus- schusses, die bei der BEMA-Nr. FU anzuwenden sind, wird unter einem hohen Kariesrisiko verstanden, wenn bei einem Kind in einem Alter bis 3 Jahre ein dmf- t > 0, 4 Jahre ein dmf- t > 2, 5 Jahre ein dmf- t > 4, 6 Jahre ein dmf- t > 5 vorliegt. Beispiel: Annalena ist fünf Jahre alt. Sie hat am Zahn 75 eine kleine Füllung und bei der Untersuchung eine wei- tere kariöse Läsion. Der dmf-t lautet „2“ und damit liegt kein höheres Kariesrisiko vor. Jonas ist dreieinhalb Jahre alt und hat eine kleine Füllung an 85 und eine weitere Füllung an 24. Ansonsten ist sein Gebiss kariesfrei. Sein dmf-t-Index lautet ebenfalls „2“, aber aufgrund seines Alters wird er in ein hohes Kariesrisiko eingestuft. Mit der BEMA-Neurelationierung wurde festgelegt, dass eine Fluoridierung schon vor dem 6. Lebensjahr erfolgen kann, wenn das Kind ein hohes Kariesrisiko aufweist, und zwar zweimal pro Kalenderhalbjahr. Wird bei Ver - sicherten vom 30. bis zum 72. Lebensmonat ohne Karies- risiko eine Fluoridierung durchgeführt, handelt es sich um eine außervertragliche Leistung, die vorab mit einer schriftlichen Vereinbarung gemäß § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z privat nach GOZ vereinbart werden muss. Demnach kann bei Jonas die Fluoridierung als Vertrags- leistung abgerechnet werden, Annalenas Eltern müs- sen die Fluoridierung als Privatleistung selbst bezahlen. 3. Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Erzie- hungsberechtigten mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserter Mundhygiene Die Erziehungsberechtigten sollen im Rahmen der Früh - erkennungsuntersuchungen darüber beraten werden, welche Maßnahmen zur Keimzahlsenkung, zur Ver - besserung der Mundhygiene und zur Verbesserung der Ernährung mit dem Ziel der Reduktion zuckerhaltiger Speisen und Getränke ergriffen werden können. 4. Empfehlung und ggf. Verordnung geeigneter Fluoridie- rungsmittel zur Schmelzhärtung (Fluoridtabletten, fluo- ridiertes Salz, fluoridierte Zahnpasta und dergleichen) Ebenfalls aufgeführt wird im Rahmen der individuellen Beratungen bei der FU die Empfehlung zum Gebrauch von Fluoridierungsmitteln. Diese umfassen z.B. Fluorid- tabletten, fluoridiertes Speisesalz, fluoridhaltiges Mine- ralwasser und Nahrungsbestandteile, fluoridhaltige Zahnpasten und andere Mundhygieneartikel usw. Eingehende Untersuchung (BEMA-Nr. 01) neben BEMA-Nr. FU Die BEMA-Nr. 01 kann neben der BEMA-Nr. FU in dem - selben Kalenderhalbjahr nicht abgerechnet werden. Im folgenden Kalenderhalbjahr kann die BEMA-Nr. 01 frü- hestens vier Monate nach Erbringung der BEMA-Nr. FU abgerechnet werden. Beispiele hierzu: 1. Friederike, vier Jahre alt 15.01.07 Untersuchung Beratung Infiltrationsanästhesie Extraktion 71 18.06.07 Früherkennungsuntersuchung 01 40 43 Ä1 In diesem Fall ist eine Abrechnung der FU nicht möglich, obwohl zwischen 01 und FU mehr als vier Monate liegen, da im gleichen Halbjahr schon eine 01 abgerechnet wurde. 2. Niklas, fünf Jahre alt 02.07.07 Früherkennungsuntersuchung 08.12.07 Eingehende Untersuchung Beratung FU Ä1 Bei Niklas kann die 01 nicht abgerechnet werden, weil FU und 01 wiederum im gleichen Halbjahr liegen. 3. Jan, drei Jahre alt 28.06.07 Früherkennungsuntersuchung 29.10.07 Eingehende Untersuchung FU 01 Beratung Jan hat seine Besuche in zwei Halbjahre gelegt. Nun kön- nen sowohl die FU als auch die 01 abgerechnet werden. Beratung (BEMA-Nr. Ä1) neben BEMA-Nr. FU Im Zusammenhang mit Früherkennungsuntersuchun- gen kann die BEMA-Nr. Ä1 nicht abgerechnet werden. In der Kommentierung der KZBV wurde angeführt, dass jedoch Beratungen, die nicht inhaltlich im Zusammen- hang mit der FU stehen, zusätzlich berechnungsfähig seien. Beispiel: Annalena kommt am 6. April zur Früherken- nungsuntersuchung. Die Eltern werden über die regel- mäßige Zahnpflege und die notwendige Fluoridierung beraten. Da die Beratung in direktem Zusammenhang mit der Früherkennungsuntersuchung steht, ist sie nicht gesondert berechnungsfähig. Lukas kommt ebenfalls am 6. April zur Früherkennungs- untersuchung. In der vorhergehenden Woche (am 30. März) war er schon in der Praxis, weil er bei einem Sturz mit dem Roller die oberen Schneidezähne leicht lädiert hatte. 34 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 35
Es wird eine Vitalitätsprüfung durchgeführt und die Eltern werden darüber beraten, dass eine regelmäßige Überprüfung der geschädigten Zähne notwendig ist. 06.04.07 Früherkennungsuntersuchung Vitalitätsprüfung Beratung FU 8 Ä1 Da die Beratung mit der Früherkennung nicht im Zusam - menhang steht, kann sie zusätzlich berechnet werden. Können im Zusammenhang mit der FU Privatleistungen anfallen und abgerechnet werden? Bei vielen Kindern sind eine Früherkennungsunter - suchung und vier Fluoridierungsmaßnahmen pro Jahr eine gute Basis für den Start ins zahngesunde Leben. Nicht immer sind diese Maßnahmen jedoch ausrei- chend. Ist eine intensivere und engmaschige Betreuung notwendig, können zusätzliche Sitzungen vereinbart werden. Diese sind dann bei gesetzlich versicherten Kin- dern mit den Eltern privat zu vereinbaren. Eine Vereinba- rung erfolgt dann gem. § 4 Abs. 5 BMV-Z für Primärkas- sen bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z für Ersatzkassen. Dabei können folgende Leistungen vereinbart werden: 1000 1010 Erstellung eines Mundhygienestatus und eingehende Unterweisung zur Vorbeugung gegen Karies und parodontale Erkrankungen, Dauer mindestens 25 Minuten Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer Unter- weisung, Dauer mindestens 15 Minuten Die alten Leistungen nach Nr. 100 (Mundhygienestatus) und 101 (Remotivation) wurden durch eine neue konkrete Abrechnungsbestimmung ergänzt. Die Leistungen erhal- ten nach der Systematik der GOZ 2012 eine neue Gebüh- renziffer (1000/1010) und darüber hinaus wurden die Ab- rechnungsbestimmungen konkretisiert. Jetzt heißt es: „Im Zusammenhang mit den Leistungen nach den Num- mern 1000 und 1010 sind Leistungen nach den Nummern 0010, 4000 und 8000 sowie Beratungen und Untersu- chungen nach der Gebührenordnung für Ärzte nur dann berechnungsfähig, wenn diese Leistungen anderen Zwe- cken dienen und dies in der Rechnung begründet wird.“ Damit ist klar: Neben Mundhygienestatus (Nr. 1000) und Remotivation (Nr. 1010) dürfen berechnet werden: 0010 4000 Parodontalstatus 8000 Funktionsanalyse Beratung Ä1 Symptombezogene Untersuchung Ä5 Ä6 Untersuchung des stomatognathen Systems, wenn diese Leistungen nicht im Rahmen der Prophylaxe erbracht werden, sondern anderen Zwecken dienen (z.B. Kariesdiagnostik, PA-Diagnostik, Kiefergelenkerkran- kungen, Kieferorthopädie) und wenn dies in der Rech- nung begründet wird. Andere Leistungen neben Nr. 1000 und 1010 unterliegen keiner Beschränkung. Eingehende Untersuchung ANZEIGE Ein Produkt. Zwei Funktionen. GO Supra Ermöglicht jede Form der supra- gingivalen Prophylaxebehandlung GO Perio (optional) Revolutioniert die Behandlung von Parodontitis und Periimplantitis AIR-N-GO Service-Paket ✔ M e h r I n f o s u n te r : 0 8 0 0 / 7 2 8 3 5 3 2 oder www.de.acteongroup.com AIR-N-GO Powder sanft zu Zahnschmelz und Gewebe – effizient und wirkungsvoll Kompatibel mit den meisten Pulverstrahlsystemen! AIR-N-GO «Classic» (Natriumbicarbonat), AIR-N-GO «Pearl» (Kalziumcarbonat) ACTEON Germany GmbH • Industriestraße 9 • D-40822 Mettmann Tel.: +49 (0) 21 04 / 95 65 10 • Fax: +49 (0) 21 04 / 95 65 11 info@de.acteongroup.com • www.de.acteongroup.com Hotline: 0800 / 728 35 32 DHJ 3/12 36
Abrechnung Nach den Änderungen in § 10 GOZ ist die vorgeschrie- bene Mindestdauer in der Rechnung anzugeben. GOZ-Nr. 1040 Professionelle Zahnreinigung (PZR) Bei erheblichen Putzdefiziten ist zusätzlich zur häus- lichen Zahnpflege eine professionelle Unterstützung erforderlich. Der Leistungsinhalt der Nr. 1040 ist wie folgt beschrie- ben: Die Leistung umfasst das Entfernen der supragingi- valen/gingivalen Beläge auf Zahn- und Wurzeloberflächen einschließlich Reinigung der Zahnzwischenräume, das Entfernen des Biofilms, die Oberflächenpolitur und geeig- nete Fluoridierungsmaßnahmen, je Zahn oder Implantat oder Brückenglied. Während Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariespro- phylaxe nach Nr. 1020 neben der professionellen Zahn- reinigung ausgeschlossen sind, ist jedoch die Fluoridie- rungsmaßnahme zur Behandlung überempfindlicher Zahnflächen nach Nr. 2010 möglich. Neben der professionellen Zahnreinigung können fol- gende Leistungen nicht berechnet werden: – 1020 – 4050/4055 Entfernung harter/weicher Zahnbeläge – 4060 – 4070/4075 Subgingivale Konkremententfernung/ Fluoridierung zur Kariesvorbeugung Kontrolle nach Belagentfernung geschlossenes Vorgehen – 4090/4100 Lappenoperation/offenes Vorgehen Eine ggf. notwendige zusätzliche Reinigung der Zunge und Wangenschleimhaut im Sinne einer Full-Mouth- Desinfektion ist analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen. GOZ-Nr. 2000 Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit aushärtenden Kunststoffen, auch Glattflächenversiegelung (wie bei der IP5 bei gesetzlich Versicherten). Die Versie- gelung ist für den Bereich kariesfreier Fissuren oder Grübchen bei Milch- und bleibenden Zähnen berechen- bar. Darüber hinaus kann die Leistung auch für die Versiegelung von Glattflächen, z. B. Wurzeloberflächen, berechnet werden. Da Glattflächen- und Fissurenversie- gelungen zwei verschiedene, unabhängige Leistungen beschreiben, die auch unabhängig voneinander neben- einander an einem Zahn anfallen können, können diese dann auch nebeneinander berechnet werden. Eine er- weiterte Fissurenversiegelung wird wie eine definitive Füllung berechnet. Die Versiegelung bei Entfernen eines Bandes, eines Brackets oder eines Attachments ist Bestandteil der Nummern 6110 bzw. 6130 und kann in derselben Sitzung nicht gesondert berechnet werden. Neben der Versiegelung kann die Nr. 4050/4055 (Entfer- nung harter/weicher Beläge) bzw. die Nr. 1040 (profes- sionelle Zahnreinigung) berechnet werden. Wie muss sich die Zahnarztpraxis auf diese Patientenklientel vorbereiten? Große Investitionen sind für die systematische Einfüh- rung der FU in der Zahnarztpraxis zunächst nicht not- wendig – die übliche Praxisausstattung ist ausreichend. Später wird man über ein spezielles Mundhygienezen- trum in der Praxis nachdenken und innerhalb der Praxis - organisation einige Umstellungen vornehmen müssen (z. B. Einstellung einer Fachkraft, Terminplaner Prophylaxe etc.). Hat man sich erst einmal ausgiebig dieser Alters- gruppe zugewandt, kann sich der Zulauf schnell erhöhen, denn auch die Kleinen machen Mundpropaganda. So er- zählen sie gern ihren kleinen „Kollegen“ im Kindergarten von der tollen Kinderzahnarztpraxis, und locken große und kleine Prophylaxepatienten in die Praxis und bilden damit die Klientel der Praxis von morgen. n Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Versiege- lung der kariesfreien Fissuren der ersten und zweiten Molaren der zweiten Dentition. Ist eine Versiegelung der Milchmolaren notwendig, ist diese nur als Privatleis- tung möglich. Wie schon in der GOZ 88 wird die Versiegelung karies- freier Fissuren nach der Nr. 2000 berechnet. Dabei be- schränkt die GOZ die Berechnung nicht auf die Molaren KONTAKT Christine Baumeister-Henning Heitken 20 45721 Haltern am See E-Mail: info@ch-baumeister.de Web: www.ch-baumeister.de ANZEIGE Das Dentalhygiene Journal auch online lesen – auf Ihrem Computer, iPad oder iPhone! www.zwp-online.info m.zwp-online.info 36 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 37
PATIENTENFLYER für Ihre Praxis! PATIENTENGERECHT • ZUVERLÄSSIG • AKTUELL • HOCHWERTIG ERNÄHRUNG MOBIL BESTELLEN! QR-Code mit dem Smartphone scannen (z.B. mit dem Reader Quick Scan) f ü r 2 5 , – € * 1 0 0 F l y e r 1. Motiv auswählen 2. Anzahl angeben 3. Kontaktdaten ausfüllen und faxen M o t i v 1 M o t i v 2 Für jedes Schwerpunktthema zwei Patientenflyer! Sie möchten Ihre Patienten über die Möglichkeiten der Zahnheilkunde informieren und über verschiedene Themen aufklären? Am besten einheitlich und aufeinander abgestimmt? Bestellen Sie ganz einfach unser neues, pa- tientengerechtes Informationsmaterial. Passend zu Ihrer Zielgruppe stehen Ihnen hochwertige Patientenflyer in zwei verschiedenen Layouts zur Verfügung. *zzgl. MwSt. und Versandkosten >Tipp: Überreichen Sie jedem Patienten im Beratungsge- spräch den passenden Flyer und tragen Sie den nächsten Termin auf der Rückseite ein. Ein besonderer Service für Ihre Patienten und wenig Aufwand für Sie. Hiermit bestelle ich verbindlich: o Motiv 1 o Motiv 2 o 100 Flyer/25 Euro* o 200 Flyer/50 Euro* o 300 Flyer/75 Euro* FAXANTWORT 0341 48474-290 oder bestellen Sie unter: www.oemus-shop.de Name, Vorname Praxis Straße PLZ, Ort Telefon Hinweis: Versand und Rechnungslegung erfolgt über nexilis Marketing. DHJ 3/12 *zzgl. MwSt. und Versandkosten ERNÄHRUNG Datum Unterschrift/Stempel 38
Herstellerinformationen Oral-B Ausgezeichnete Prophylaxe Der Patient schätzt in vielen Lebensbereichen Hightech – die Mundhy- giene macht da keine Ausnahme: Jetzt haben deutsche Verbraucher eine elektrische Zahnbürste von Oral-B, die Triumph 5000 mit Smart- Guide, zum „Produkt des Jahres 2012“1 gewählt – und so die Kombination aus 3-D-Reinigungstechnologie und zahlreichen Zusatzfunktionen bis hin zum se - paraten Display zur Verbesserung der Putzgewohn- heiten geadelt. Die Premium-Elektrozahnbürste von Oral-B überzeugte bei der repräsentativen Wahl innovativer Produkte durch 10.000 deutsche Ver- braucher. Zudem bestätigen Ergebnisse von Testinstitutionen die positive Beurteilung der elektrischen Mundhy- giene von Oral-B durch die Fachwelt. Hier konnten die verschiedenen Ausführungen mit oszillierend- rotierenden bzw. oszillierend-rotierenden und pul- sierenden Bewegungen des Bürstenkopfes (3-D- Reinigungstechnologie) bereits in klinischen Stu- dien und Untersuchungen überzeugen. Die Oral-B Triumph 5000 mit SmartGuide ent- fernt Plaque dabei mit bis zu 8.800 rotierenden und bis zu 40.000 pulsierenden Bewegungen des Bürstenkopfes. Weitere Ausstattungs- merkmale erleichtern die häusliche Oralprophylaxe: Der Patient kann zwischen verschiedenen Reinigungsstufen wählen, und ein Profes- sional Timer signalisiert die zahnärztlich empfohlene Mindestputz- dauer von 2 Minuten sowie die Reinigungsintervalle (30 Sekunden pro Quadrant) für eine gründliche Plaque-Entfernung. Andruckkontrollen fördern den sicheren Umgang, und das separate Display, der Smart- Guide, gibt in Echtzeit Feedback zum Mundpflegeverhalten. Er infor- miert u.a. über Putzdauer pro Kiefer-Quadrant, gibt ein Signal bei zu starkem Andruck während des Putzens und motiviert mit verschie- denen Symbolen zur ausreichend langen Pflege. Literatur: 1 Im Februar 2012 von Dedicated Research bei einem Panel von 10.000 repräsentativen Verbrauchern in Deutschland, die 15 Jahre und älter sind, durchgeführte Internetstudie, auf Basis nominierter, innovativer Pro- dukte von nationalen und internationalen Marken, die im Einzelhandel verkauft werden. Procter & Gamble GmbH Sulzbacher Straße 40–50 65824 Schwalbach am Taunus Web: www.pg.com Johnson & Johnson KaVo Mundspülung mit neuem Geschmack Für geschmackssensible Patienten ist das neue Listerine® Zero™ ent- wickelt worden. Die innovative Zero-Formel bringt die enthaltenen ätherischen Öle (Eukalyptol, Methylsalicylat, Thymol und Menthol), die eine breite, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung gewährleisten, erstmals ohne Alkohol in eine stabile Lösung. Die sorg- fältige Mischung von Emulgatoren und oberflächenwirksamen Sub- stanzen sind aufgrund ihrer lipo- und hydrophilen Eigenschaften in der Lage, die lipophilen ätherischen Öle zwischen den hydrophilen Wassermolekülen zu verankern. Die Bioverfügbarkeit und das breit ge fächerte Wirkspektrum der äthe rischen Öle bleiben dabei er halten. Nachweislich weniger intensiv im Geschmack reduziert Listerine® Zero™ signifikant den Gingivitis-Index um 12% sowie den Plaque- Index um 30% im Vergleich zu einem Placebo. Weiterhin ermöglicht der hohe Fluoridgehalt von Listerine® Zero™ (220ppm; 0,05% NaF) eine Steigerung der Fluoridierungsrate. Durch die Kraft der ätherischen Öle bewirkt die Mund- spülung eine nach haltige Reduktion der schwefelbil- denden Bakterien und sorgt so für ein langanhal- tendes Frischegefühl. Patienten, denen Mundspülungen bisher zu ge- schmacksintensiv waren oder die aus reli giösen Gründen oder krankheitsbedingt keine alkohol- haltige Mundspülung verwenden dürfen bzw. möchten, können nun die Prophylaxevorteile von Listerine® Zero™ nutzen. Zudem ist Listerine® Zero™ auch für Kinder ab sechs Jahren und Patien- ten mit erhöhtem Fluoridierungsbedarf geeignet. Johnson & Johnson GmbH Johnson & Johnson Platz 2 41470 Neuss E-Mail: info@listerine.de Web: www.listerine.de Fortschrittliche Zahn - reinigung mit PROPHYflex 3 Mithilfe des Pulverstrahlgerätes PROPHYflex 3 lassen sich bakte- rielle Zahnbeläge sanft und leistungsstark entfernen, ohne dabei Ver- änderungen der Schmelzoberfläche oder eine Traumatisierung des Weichgewebes zu verursachen. Darüber hinaus eignet sich das Ge- rät optimal zum Polieren der Zähne nach der Zahnsteinentfernung, zum Mattieren von Metallkauflächen sowie zur Reinigung von Im- plantatoberflächen oder Zahn- schmelz vor der Fissurenversie- gelung. Die Pulverstrahlreinigung kann entweder mit Natriumbikar- bonatpulver oder mit salzfreien Kalziumkarbonatkügelchen, den PROPHYpearls, erfolgen. Durch ihre geometrische Form und den flachen Einfallswinkel rollen die PROPHYpearls über die Zahn- oberfläche und entfalten so die volle Reinigungsleistung. Zu- sätzlich vermeidet die ausge - wogene Balance zwischen Hand- stück, Kupplung und Schlauch Ermüdungen. Dank der um 360 Grad drehbaren Kanüle ist das Arbeiten selbst an schwer zugänglichen Stellen völlig unproble - matisch. Durch seine Mobilität und das einfache Aufstecken auf die MULTIflex Kupplung kann das PROPHYflex 3 in jedem freien Behandlungszimmer verwendet werden. KaVo Dental GmbH Bismarckring 39 88400 Biberach an der Riß E-Mail: info@kavo.com Web: www.kavo.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 38 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 39
enretec Humanchemie Herstellerinformationen Sichere und umweltfreundliche Entsorgungsalternativen Wer auf der Suche nach einer schnellen, unkomplizierten und kostengünstigen Ent- sorgung seiner Praxisabfälle ist, wird mit dem Entsorgungskonzept des zuständigen Dentaldepots bestens beraten sein. Immer mehr Praxen nutzen diese innovative Ent- sorgungslösung und vertrauen dabei auf ein durchdachtes und neuartiges Konzept, Praxisabfälle sicher und umweltschonend zu entsorgen. Das Konzept überzeugt durch seinen 24- Stunden-Liefer- und Abholservice sowie durch die individuellen Abrechnungsmög- lichkeiten. Der Kunde zahlt keinen vertrag- lich vereinbarten Pauschalbetrag, sondern nur die Leistungen, die er tatsächlich in An- spruch genommen hat. Die Mitarbeiter des Entsorgungsfachbetriebs enretec GmbH betrachten jeden Entsorgungskunden indi- viduell, ohne starre Abrechnung. Das Ser - viceteam berät zudem bei abfallrelevanten Fragen und findet für jeden Kunden die pas- sende Lösung. In einem telefonischen Beratungsgespräch wird gemeinsam der Bedarf an Sammel - behältern ermittelt. Der Kunde kann aus verschiedensten Behältergrößen wählen, und sich sein eigenes, auf die Praxisbe - dürfnisse zugeschnittenes Behälterpaket zusammenstellen. Wurde eine Auswahl getroffen, erhält der Kunde die qualitativ hochwertigen Behälter in der Regel am folgenden Werktag. Weitere überzeugende Vorteile dieser Ent- sorgungslösung sind: keine Vertragsbin- dung, keine Mindestlaufzeit sowie absolute Rechtssicherheit durch ein behördlich kon- trolliertes Rücknahmesystem. Diese Leis- tungen kommen alle aus einer Hand – dem Dentaldepot. Für weitere Informationen steht das enretec- Serviceteam Interessenten unter der kos- tenfreien Servicehotline 0800 3673832 zur Verfügung. enretec GmbH Kanalstraße 17, 16727 Velten E-Mail: info@enretec.de Web: www.enretec.de Dent-o-care Neues Poliersystem im Sortiment! Neben dem gängigen Prophylaxeangebot bilden Eigenmarken und Direktimporte aus aller Welt die Grundlage für die große und attraktive Angebotspalette der Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH, führender Spezialist für Prophylaxe- und Mundhygieneprodukte. zu einem attraktiven Preis in ihr Portfolio aufgenommen. Die Produktreihe umfasst die Smart-Reihe mit latexfreien Polierkelchen und Polier - bürsten in drei verschiedenen Härtegraden, Nylon- und Mikrotuftbürsten sowie auto - klavierbare Spezialbürsten mit Silikonkarbid oder auch Diamantpartikeln für Restauratio- nen. Damit werden praktisch alle Anforde- rungen an das Polieren in der Prophylaxe abgedeckt. Abgerundet wird das Sortiment durch Prophylaxepasten mit Fluorid oder fluoridfreie Pasten mit 100 % natürlichen Inhalts- stoffen. Herbstsaison im Zeichen der Kariesprophylaxe Die diesjährige Herbstmessesaison steht bei Humanchemie ganz im Zeichen der Karies- und Sekundärkariesprävention. Daher wird auf die bewährten Produkte Tiefenfluorid und Dentin-Versiegelungsliquid ein Preis- nachlass von 20 Prozent gewährt. Tiefenfluorid ist bekannt für seine be- sonders starke, lang anhaltende Reminera- lisation. Die Ursache hierfür liegt in der Kristallitfällung in der Tiefe der Trichter - poren. Weiterhin erfolgt die Remineralisa- tion nicht auf Kosten des Kalziums der Zahnhartsubstanz, sondern das Tiefenflu - orid wird zugeführt. Die Kupferdotierung hemmt zudem die Keimbesiedelung. So kann nicht nur wirksam der Karies entgegen gewirkt werden, auch bereits vorhandene Entkalkungsflecken (White Spots) können wieder ausgeheilt werden. Auch die nach- haltige Wirkung des Präparates zur Zahn- halsdesensibilisierung und als Minerali- sche Fissurenversiegelung konnte wissen- schaftlich belegt werden. Zur Prävention der Sekundärkaries emp- fiehlt sich vor Ätzen und Bonden die An- wendung des Dentin-Versiegelungsliquids. Dieses bietet einen dauerhaft desinfizie- renden Pulpenschutz. Zusätzlich stimu- liert hier die Kupferdotierung die Bildung des Sekundärdentins. Als weiteres Angebot ist das Depotphorese®- Gerät Original II als Starterset mit kom - plettem Zubehör für 795,00 € erhältlich. Die Depotphorese® mit Cupral® gilt als Alter - native zur konventionellen Endodontie, die ohne großen apparativen Aufwand höchste Erfolgsquoten erreicht. Heute bietet der Vertrieb eine Auswahl von über 2.000 ver- schiedenen Prophylaxeartikeln an – das wohl größte Prophylaxesortiment am Markt – und hat nun mit den Polierbürs ten, -kelchen und -pasten des renommierten Herstellers „Stoddard“ qualitativ hochwertige Produkte Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH Humanchemie GmbH Rosenheimer Str. 4a 85635 Höhenkirchen E-Mail: info@dentocare.de Web: www.dentocare.de Hinter dem Kruge 5 31061 Alfeld/Leine E-Mail: info@humanchemie.de Web: www.humanchemie.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 39 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 40
Herstellerinformationen Philips Centrix Erste Schall - zahnbürste für Kinder Die Philips Sonicare For Kids ist mehr als ein Technologietransfer in bunter Optik – sie ist speziell auf die Bedürfnisse der jungen Anwender abgestimmt. Philips Sonicare For Kids unterstützt die Eltern dabei, ihre Kinder an selbstständiges Zähneputzen und eine gute Mundhygiene heranzuführen. In klinischen Studien wurde die Schallzahn- bürste im Vergleich zu batteriebetriebenen Kinderzahnbürsten und Handzahnbürsten für Kinder untersucht: Ihre Reinigungs - leistung überzeugte, sie entfernt effektiv Plaque und ist dabei sicher und sanft zum kindlichen Gebiss.1–3 Mit drei verschiedenen bunten Blenden können die Kinder ihre Zahnbürste indivi- duell gestalten. Philips Sonicare For Kids „wächst“ sogar mit den Kindern: Den kleineren Bürstenkopf nutzen Kin- der ab vier Jahren, später wird er durch den größeren Bürstenkopf ersetzt. Die bei- den sanften, aber effektiven Putzeinstellungen sind 40 bzw. 60 Prozent schwächer als bei dem großen Pendant Philips Sonicare FlexCare und somit speziell auf das kind liche Ge- biss abgestimmt. Besonders kindgerecht ist der ergonomi- sche und rutschfeste Griff, der die kindertypische Haltung be- rücksichtigt. Um den Kleinen eine Hilfestellung beim Putzen zu bie- ten, hat Philips den sogenannten KidPacer entwickelt: Melodien wei- sen die Kinder darauf hin, wann sie mit der Reinigung des nächsten Quadran- ten beginnen sollen. Außerdem bietet Philips Sonicare For Kids die KidTimer- Funktion. Diese erhöht die Putzdauer fort- schreitend über 90 Tage hinweg, ausge- hend von einer Minute bis zu dem empfoh- lenen zweiminütigen Zähneputzen. Literatur: 1 Milleman J, Putt M, Olson M, Master A, Jenkins W, Schmitt P, Strate J. International J Pediatric Dent. 2009;19:sl. 2 Payne D, Rimmer P, Olson M, Master A, Jenkins W, Schmitt P, Strate J. International J Pediatric Dent. 2009;19:sl. 3 Pelka M, DeLaurenti M, Master A, et al. Int J Pediatr Dent. 2009;19:sI. Philips GmbH Lübeckertordamm 5 20099 Hamburg E-Mail: sonicare.deutschland@ philips.com Web: www.sonicare.de/dp Die gesunde Portion guten Geschmacks FluoroDose® Fluoridlack ist ein weißer Kavi- tätenlack mit 5% Natriumfluorid in der Lolli- Pack®-Einmalpackung. Mit seiner maximal zugelassenen Fluoriddosis, die von der FDA für die Behandlung von Dentinhypersen- sibilität bestätigt ist, ist der Fluorid- lack in den Geschmacks- richtungen Minze, Kirsch, Melone und Kaugummi er- hältlich. In jeder Packung befindet sich eine Einzeldo- sis von 0,3 ml FluoroDose® sowie ein sauberer Benda® Brush-Applikator, mit dem der Lack vor dem Auftragen ge- mischt werden kann. Dies garantiert eine gleichbleibende Fluoridkonzentration bei jeder Anwendung. Einfach die Schutzhülle abziehen, den Pinsel eintauchen, mi- schen und applizieren. Die bequeme Entnahme sowie das einmalige Appli- zieren mit einem Pinsel sind einfach und sicher, sodass der Fluoridlack bei Kontakt mit Speichel in Sekunden- schnelle trocknet. Darüber hinaus bleibt er zur optimalen Fluoridaufnahme für sechs bis acht Stunden am Zahn haften. Die ADA betrachtet den Fluoridlack als wirk- same Prävention von Zahnkaries in Verbindung mit einem umfassen- den Mundhygieneprogramm, das von der Kariesdiagnostik über die Risikobeurteilung bis hin zur regelmäßigen Zahnpflege reicht. Zusätzlich lindert es Zahnüber- empfindlichkeit bei Auftragen auf freiliegenden Wurzeln oder beugt gegen Wurzelkaries vor allem bei älteren Patienten, die Schwierig- keiten bei der Reinigung ihrer Zähne haben, vor. Erhältlich ist FluoroDose® Fluoridlack in VE zu 120 Stück, 600 Stück und 1.200 Stück. Centrix, Inc. Schlehdornweg 11a 50858 Köln E-Mail: koeln@centrixdental.com Web: www.centrixdental.de W&H Innovative Kariesdetektion Die neue Proface Lichtsonde von W&H ermöglicht eine direkte visuelle Kariesdetektion in geöffneten Kavitäten. Während her- kömmliche Methoden nur indirekte Schlüsse auf das Ausmaß kariös infizierten Dentins zulassen, bietet Proface dem Zahnarzt eine direkte Beurteilung der Behandlungsstelle auf einen Blick. Die Lichtsonde ermöglicht selektives Vorgehen während der Karies - ex kavation, basierend auf der innovativen FACE-Methode. FACE bedeutet: Fluorescense Aided Caries Excavation (fluoreszenz- unterstützte Kariesexkavation). Das Prinzip dahinter: Bakterien hinterlassen im kariös infizierten Dentin Stoffwechselprodukte (Porphyrine). Diese sind mit freiem Auge nicht sichtbar. Die Be- leuchtung geöffneter Kavitäten mit violettem Licht lässt Por- phyrine nun aber rot fluoreszieren, während gesunde Zahn- substanz eine grüne Fluoreszenz aufweist. Eine Diagnose- brille mit spezieller Filtercharakteristik verstärkt diesen Effekt. Proface bietet dem Zahnarzt mehr Sicherheit bei der Kariesde- tektion. Eine Kontrolle minimiert das Risiko eines Kariesrezidiven. Darüber hinaus liefert die Lichtsonde ein umfassendes Ge- samtbild an Informationen für die Therapie-Entscheidung bei Caries Profunda. Proface bietet zudem auch hohe Effi- zienz bei der Kariesdetektion. Mit der Lichtsonde beurteilt der Zahnarzt den Erfolg der Kariesexkavation auf einen Blick. Und das zu jedem Zeitpunkt des Arbeitsprozesses. Proface unterstützt den Zahnarzt beim selektiven, minimalinvasiven Ex - kavieren und trägt substanziell dazu bei, die gesunde Zahnsubstanz des Patienten zu schonen. Darüber hinaus bietet das schlanke Design der Proface Lichtsonde einen optimalen Zugang zur Behandlungsstelle. Eine flexible, berührungs- und somit schmerzfreie Anwendung ist garantiert. W&H Deutschland GmbH Raiffeisenstraße 4, 83410 Laufen/Obb. E-Mail: office.de@wh.com Web: www.wh.com Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 40 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 41
Acteon TePe Herstellerinformationen Sichere Hygiene durch Luft-/Wasser-Trennung Wenn es um Praxishygiene bei der Verwen- dung von Multifunktionsspritzen geht, führt kein Weg an Einwegansätzen vorbei. Seit nunmehr zehn Jahren garantieren die inno- vativen Riskontrol-Aufsätze dem Patienten und dem Behandler kontrollierte Sicherheit ohne mikrobielle Nebenwirkungen. Für noch mehr Patientenkomfort sind die farbigen An- sätze seit zwei Jahren auch in vier fruchtigen Duftrichtungen und Farben erhältlich. gen in allen Riskontrol-Ansätzen führen den Luft- und den Wasserstrahl separat direkt bis zur Austrittsöffnung. Sie verhindern da- durch eine mikrobielle Migration im Wasser- und Luftkreislauf der Behandlungseinheit und somit das Risiko der direkten oder der Kreuzkontamination von Patient zu Pa- tient. Im täglichen Gebrauch überzeugen die fruchtigen Riskontrol Art-Ansätze auch durch hohen Komfort bei minimalem Zeit- aufwand. Ohne Beeinträchtigung der Spray- und Luftdruckqualität und ohne Memory - effekt lassen sich die flexiblen Ansätze aus hochwertigem Kunststoff bequem jeder kli- nischen Situation individuell anpassen und ermöglichen so auch den direkten Zugang schwer erreichbarer Stellen. Die recycling - fähigen Einwegansätze Riskontrol Art mit Aromagarantie sind in den Duftrichtungen Johannisbeere (blau), Anis (hellgrün), Man- darine (orange), Lakritze (grau) und Menthol (transparent) in einer durchsichtigen Spen- derbox mit je 250 Stück erhältlich. Das Ju biläumsprodukt Riskontrol gibt es ohne Duft ebenfalls in Paketen mit 250 Ansätzen und in fünf Farben – steril verpackt. Acteon Germany GmbH Industriestraße 9, 40822 Mettmann E-Mail: info@de.acteongroup.com Web: www.de.acteongroup.com Zum zehnjährigen Produktjubiläum kommt jetzt ein neuer, transparenter Einwegansatz mit Mentholaroma hinzu. Aufgrund des si- cheren Riskontrol-Systems brauchen die hy- gienischen Einmalaufsätze den Vergleich zu anderen Einwegansätzen nicht zu scheuen. Die zwei voneinander unabhängigen Leitun- NSK Verbessertes Zahnpolitursystem Das neue und verbesserte NSK Prophy-Mate neo ist die intelligente Weiterentwicklung des bewährten Zahnpolitursystems Prophy- Mate. Neu sind die zwei Düsen mit einer Abwinkelung von 60 und 80 Grad für eine noch effizientere Reini- gung, die im Paket enthalten sind. Das praktische und ästhetisch ansprechende Handstück garantiert eine sichere, rutschfeste und angenehme Anwendung für jede Handgröße auch bei längerem Arbeiten. Das Prophy-Mate-Instrument ist um 360 Grad drehbar. Damit bleiben die Gelenke auch bei hohem Luftdruck frei be- weglich. Der leichte Körper des Instruments minimiert das Ermüdungsrisiko von Hand und Handgelenk. Der gleichzeitig aus zwei Düsen im Pulver - behälter geblasene Luftstrom schafft einen konstanten Pulverfluss zur Saugdüse in der Mitte des Behälters. Der dadurch ermög- lichte gleichmäßige und kraftvolle Pulver- ausstoß erzielt bemerkenswerte Politur- und Reinigungseffekte. Durch die runde Form des Behälters bleiben keine Pulverreste zu- rück. Die vordere Düse lässt sich leicht abnehmen. Um das Handstück von der Pulverdose zu lösen, zieht man einfach den Schnellver- schlussring nach hinten. Die Pflege erfolgt mittels der mitgelieferten Reini- gungsbürste und des Rei- nigungsdrahtes. Prophy- Mate kann bei 135°C auto- klaviert werden. Das Prophy-Mate-Handstück kann direkt an die meist verwendeten Kupplungsmarken angeschlossen werden (d.h. KaVo® MULTIflex®-Kupplung, W&H® Roto Quick®-Kupplung, Bien-Air® Unifix®- Kupp lung und Sirona® Quick-Kupplung). NSK Europe GmbH Elly-Beinhorn-Str. 8, 65760 Eschborn E-Mail: info@nsk-europe.de Web: www.nsk-europe.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 41 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 Erfolg mit innovativem PZR-Konzept In Zusammenarbeit mit TePe Deutschland hat die PraxisProfilierung.de eine App für den Interdentalbürstenhersteller aus Schweden entwickelt. In praktischer Handhabung wird dem Patienten nach einer Prophylaxebe- handlung auf dem iPad eine individuelle Bürstenempfehlung zusammengestellt. Dank der innovativen Umsetzung erhält der Pa- tient die Empfehlung per Mail, sodass diese jederzeit abrufbar ist. Zusätzlich geht die Mail an das praxiseigene Postfach zur Aktu- alisierung der Patientenakten. Neben persönlich eingefügten Kontaktdaten können Name und Logo der Zahnarztpraxis individuell eingesetzt und im Hausstil ge - staltet werden. Die Kombination aus pro - fessioneller Zahnreinigung, individueller Patientenbetreuung und speziell gewählten Behandlungselementen spiegelt den Zeit- geist moderner Zahnarztpraxen wider. Mit der modernen Anwendung der Interdental Brush App hebt eine resultatgerichtete Praxis die Prophylaxebehandlung auf ein höheres Level. In Kombination mit den TePe Mund hygieneprodukten und einem durch die PraxisProfilierung.de praxisintern ent - wickelten Prophylaxekonzept unterstützt und erleichtert die App den Praxisalltag. Zusätzlich gibt das innovative Propyhlaxe - konzept Mitarbeiter/-innen die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten und den Zahnarzt zu entlasten, und bietet somit einen Mehrwert für Zahnarzt, Team und Patienten! Die Inter- dental Brush App ist in Deutsch und Englisch im iTunes Store erhältlich. TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH Flughafenstraße 52 22335 Hamburg E-Mail: kontakt@tepe.com Web: www.tepe.com 42
EVENTS Strahlende Athleten Dr. Barbara Bethcke, kommed © Alexander Tolstykh 150 Athleten (21 Prozent) mussten dringend zahnärztlich behandelt werden. „Gerade für Menschen mit geistigen Behinderungen stellt das Zähneputzen eine große Herausforderung dar. Denn hier ist feinmotorisches Geschick notwendig, das diese Menschen oft nicht so schnell erlernen wie Menschen ohne Behin- derung“, erklärte die Zahnärztin Dr. Imke Kaschke, Leiterin Healthy Athletes. Doch wie beim Sport gaben die Athletinnen und Athleten in München auch bei der Mundpflege ihr Bestes. Sportler und Helfer hatten ihren Spaß daran – getreu dem Motto der Spiele „Gemein- sam sind wir stark“. Wrigley engagiert sich seit über 20 Jahren für gesunde Zähne, unter anderem mit seinem An- gebot zuckerfreier Zahnpflegekaugummis und Pastillen zur Mundpflege. Hintergrund dieser Entwicklung war die Entdeckung des Speichels als natürlicher Schutzmechanismus für die Mundgesundheit. Insbesondere das Kauen stimuliert die Speichelbildung. Dies unterstützt die Neutrali- sierung der Plaquesäuren und die Remineralisation des Zahn- schmelzes. Plaquesäuren und eine nachfolgende Demineralisation des Zahnschmelzes sind Risikofaktoren bei der Entstehung von Karies. Zuckerfreien Kaugummi zu kauen eignet sich deshalb ideal zur Zahnpflege für zwischendurch. Des Weiteren bietet die Ge- sundheitsinitiative Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) Fort- bildungsprogramme für Universitäten und Arztpraxen an und lobt jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Wrigley Prophylaxe Preis aus. Wrigley GmbH Biberger Straße 18 82008 Unterhaching E-Mail: infogermany@wrigley.com Web: www.wrigley-dental.de Seit vielen Jahren liegt Wrigley die Mundgesundheit in Deutschland besonders am Herzen. Weil die Kariesprophylaxe das A und O für gesunde Zähne ist, fördert das Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) sowohl die Individual- als auch die Gruppenprophylaxe. Ihren Enthusiasmus bewies die Gesundheitsinitiative erneut bei den Special Olympics Ende Mai in München. Begeisterung bei den Münchener Special Olympics: 5.000 Sportler mit geistiger Behinderung aus ganz Deutschland maßen sich in 19 Disziplinen und wurden dabei auch zahngesundheitlich betreut. Hierfür sorgte das Gesundheitsprogramm Special Smiles Deutsch- land, das von der Wrigley GmbH unterstützt wird. Es ist das größte Engagement innerhalb der unternehmerischen Sozialverantwor- tung des Unternehmens. Rund ein Viertel der Belegschaft von Wrigley Deutschland war in München vor Ort. Zahnärzte und Hel- fer zeigten den Athleten und Athletinnen, wie sich Zähne auch mit Handicap erfolgreich putzen lassen. Insgesamt 731 Sportler ließen sich nach einem spezifischen Screeningprogramm untersuchen. Das Ergebnis: 426 Athleten (58 Prozent) wiesen Gingivitis auf und Engagement für Zahngesundheit: Mithilfe des Stofflöwen Dentulus erklärt Wrigley-Geschäftsführer Michael Kunze (2. v. links) die richtige Zahnputz- technik. (Foto: Wrigley) Zähne putzen leicht gemacht: Schauspielerin Michaela May und ihr Kollege Bobby Brederlow (rechts im Bild) geben Tipps für die richtige Zahnpflege bei Special Smiles Deutschland. (Foto: Wrigley) 42 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 43
EVENTS „Qualifizierung zum/zur Mundgesundheitsmanager/-in“ Sabine Reif-Bankmann, Jasmin Srour Die Nachfrage nach adäquaten Behandlungskonzepten und Um - setzungen steigt mit der Zunahme des Ausmaßes der Erkrankung „Parodontitis“. Mit einem Schulungskonzept, das zu einer personell, konzeptionell und wirtschaftlich gut aufgestellten Prophylaxeabtei- lung beiträgt, kann die Zahnarztpraxis diese Anforderungen meistern. Inhalte des Schulungskonzepts (cid:129) Mund und Gesundheit (Entwicklungen, wissenschaftliches Update, maßgeschneiderte Behandlungskonzepte) (cid:129) Betriebswirtschaftliche Aspekte (Berechnungen, Kalkulationen) (cid:129) Mitarbeiterführung (Kommunikation und Motivation, s e g a m I x o B y d n a C © Aufgrund der demografischen Entwicklung und besonders hoher prophylaktischer Bemühungen besitzen die Menschen heutzutage deutlich mehr Zähne bis ins hohe Alter als noch vor 20 Jahren. Dies führt zu einem enormen Bedarf an präventiver Behandlung. Hoch- wertige Versorgungen mit Implantaten brauchen ebenfalls ange - passte Behandlungsstrategien. Mundgesundheit und allgemeine Gesundheit stehen im engen Zusammenhang, da Wechselwirkun- gen zwischen der Erkrankung des Zahnhalteapparates und der Aus - lösung bzw. Verlauf allgemeiner Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, bestehen. Diese wachsenden Anforderungen kann das „Unterneh- men Zahnarztpraxis“ nur bewältigen, wenn es konzeptionell und personell bestens aufgestellt ist. Die Entwicklung des Berufsbilds der „Zahnmedizinischen Fachange- stellten“ hat sich insbesondere in den letzten 35 Jahren stark ge- wandelt. Heute stehen den Zahnärzten gut fortgebildete Fachkräfte, vor allem im Bereich der Prävention, zur Seite. Die Zahnärzte/-innen selbst können die Abteilung „Prävention“ oft nicht mit der notwen - digen Intensität betreuen. Auf der einen Seite stehen couragierte Prophylaxefachkräfte, die gerne Verantwortung übernehmen möch- ten und den Mut zur Führung der Prophylaxeabteilung haben. Es fehlt ihnen jedoch das notwendige Hintergrundwissen, u.a. in den Berei- chen Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft und Management. Auf der anderen Seite ist der Wunsch der Praxisbetreiber groß, die Abteilung „Prophylaxe“ in speziell geschulte Hände abzugeben. Die Idee, auf dem Fortbildungssektor neue innovative Wege zu gehen, ist durch unsere Seminararbeit in Zahnarztpraxen entstanden. Durch unterschiedliche berufliche Ausrichtungen und Erfahrungen können wir die grundlegenden Anforderungen zur Führung einer Prophylaxe- abteilung bündeln und an unsere Teilnehmer weitergeben. Allein mit den richtigen „Werkzeugen“ können personelles und räumliches Potenzial erkannt und effizient genutzt werden. Konfliktmanagement) (cid:129) Marketing (Positionierung, Werbemaßnahmen, Preispolitik) (cid:129) Management (Ist-Bewertung, Zieldefinition, Strategien) (cid:129) Abrechnung und Controlling Ziel ist es, speziell für den Bereich „Mund und Gesundheit“ eine Qua- lifikationsmöglichkeit anzubieten, die konkret, praxisnah und sofort umsetzbar ist. Das Fortbildungsangebot soll fordern und fördern. Die Teilnehmer sollen mit Spaß und Können an knifflige Aufgabenstel- lungen gehen können und hoch motiviert in die heimischen Praxen zurückkehren. Bereits nach vier Modulen sind die Teilnehmer in der Lage, ein eigenes Praxiskonzept zu erstellen, gewinnbringend einzu- setzen und zu überwachen. Vorteile im Überblick Um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, sind die Seminarzeiten bewusst auf Freitag und Samstag gelegt. Wenig Praxisausfall und die Vereinbarkeit mit der Familie sind hierbei ein wichtiges Anliegen. Selbst außerhalb der Schulungstage ist die enge Zusammenarbeit mit der Seminarleitung und den erfahrenen Referentinnen erwünscht. Während des lernbegleitenden, praxis - bezogenen Unterrichts arbeiten maximal zwölf Teilnehmer mit modernster technischer Ausstattung und hochwertigen Materialien. Darüber hinaus werden sie in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Richtlinien eingeführt. Die Schulung erfolgt in vier Bausteinen im Zeitraum von vier bis sechs Wochen, jeweils freitags und samstags von 9 bis 17 Uhr. Eine Prüfung wird etwa sechs Wochen später abgelegt. Der Kurs startet im Oktober. Seminarort und Teilnahmegebühr sowie ausführliche Informationen zum Kurs und zu Fördermaßnahmen können bei den Veranstalterinnen erfragt werden. Sabine Reif-Bankmann Dentalhygiene & Seminare Mund+Werk Schorenstraße 1, 78532 Nendingen E-Mail: postmaster@mundwerk-online.de Web: www.mundwerk-online.com Jasmin Srour Praxis- und Qualitätsmanagerin Praxismanagement und Beratung Großherzog-Leopold-Platz 15 79359 Riegel am Kaiserstuhl E-Mail: jasmin.srour@web.de 43 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 44
TIPP RECHT s e g a m I x o B y d n a C © Zahnärztliche Aufklärung bei Minderjährigen – gewusst wie RA Guido Kraus, Laura Oprée Die hinreichende Aufklärung des Patienten im Vorfeld einer Behand- lung ist die Pflicht eines jeden Zahnarztes. Bei der Umsetzung im Ein- zelfall können jedoch Unsicherheiten auftreten, wie der Aufklärungs- pflicht in ausreichender und beanstandungsfreier Art und Weise nachgekommen werden kann. Insbesondere im Umgang mit min- derjährigen Patienten müssen rechtliche Besonderheiten beachtet werden. Wie muss sich der Zahnarzt beispielsweise verhalten, wenn ein min- derjähriger Patient ohne elterliche Begleitung in der Praxis erscheint und eine Kariesbehandlung notwendig ist? Wie ist damit umzugehen, wenn sich ein Minderjähriger einer Behandlung verweigert, zu wel- cher seine Eltern bereits ihre Zustimmung erteilt haben? Diese und andere Fragen muss sich ein Zahnarzt im Einzelfall stellen, um seine Pflichten ordnungsgemäß erfüllen zu können. Die sichere Kenntnis der rechtlichen Vorgaben ist von Vorteil, denn eine unterlas- sene oder unzureichende Aufklärung kann sowohl haftungsrechtli- che als auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Allgemeine Voraussetzungen Jeder zahnärztliche Eingriff stellt nach der Rechtsprechung eine tat- bestandliche Körperverletzung im Sinne der §§ 223ff. StGB dar, un- abhängig davon, ob er ärztlich indiziert und lege artis vorgenommen worden ist. Dies gilt nicht nur für therapeutische Maßnahmen, son- dern grundsätzlich auch für diagnostische Verfahren. Jeder Eingriff bedarf daher zu seiner Rechtfertigung und damit zur Straflosigkeit einer Einwilligung des Patienten. Das insoweit bestehende Selbstbe- stimmungsrecht ist verfassungsrechtlich garantiert. Eine wirksame Einwilligung ist dem medizinischen Laien allerdings nur möglich, wenn er den genauen Befund, Art und Umstände des geplanten Ein- griffs sowie die damit verbundenen Risiken kennt. Es obliegt dem behandelnden Zahnarzt, den Patienten vorab ausrei- chend zu informieren und ihm damit die Grundlage für eine selbstbe- stimmte Entscheidung zu liefern. Nach der entsprechenden Aufklä- rung soll er sich ein Bild über Art und Verlauf seiner Erkrankung, die Behandlungsmethode und mögliche Alternativen sowie über den Umfang der Risiken machen können. Die Aufklärung sollte durch den behandelnden Zahnarzt erfolgen und für den Patienten möglichst verständlich dargestellt werden. Außerdem ist es sinnvoll, den Pa- tienten möglichst frühzeitig aufzuklären, um ihm ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung einzuräumen. Im Zivilrechtsweg trägt der Zahnarzt die Beweislast für eine ord- nungsgemäße, vollständige und rechtzeitige Aufklärung, sodass sich schon aus Beweisgründen eine schriftliche Ausfertigung der Ein - willigung, etwa mithilfe vorformulierter, standardisierter Aufklärungs- bögen, anbietet. Es gilt jedoch zu beachten, dass die alleinige Aushändigung eines solchen Formulars ohne entsprechende Er - läuterung nicht den Anforderungen an eine individuelle, einzel - fallbezogene Aufklärung genügt. Besonderheiten bei der Behandlung Minderjähriger Grundsätzlich soll die zahnärztliche Aufklärung demjenigen zu- teilwerden, der seine Einwilligung zu dem Eingriff geben soll, in der Regel also dem Patienten selbst. Problematisch sind Konstellatio- nen, in denen der Patient noch minderjährig ist und sich insoweit 44 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 45
die Frage stellt, ob er eine Einwilligung selbst wirksam erteilen kann. Anders als im Vertragsrecht kann diese Frage nicht mithilfe der Vorschriften zur Geschäftsfähigkeit beantwortet werden, da die Einwilligung keine rechtsgeschäftliche Willenserklärung dar- stellt. Dem Minderjährigen ist nicht allein aufgrund seines Alters die Dispositionsbefugnis über seine höchstpersönlichen Rechts- güter entzogen. Zur Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit wird gemeinhin auf die natürliche Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Minderjährigen sowie dessen geistige und sittliche Reife abgestellt. Dabei sind im kon- kreten Einzelfall Faktoren wie Alter, Herkunft, physischer und psy- chischer Zustand sowie die Schwere des Eingriffs zu berücksichti- gen, wobei dem Zahnarzt ein gewisser Beurteilungsspielraum zugestanden wird. Entscheidend ist, ob der Betreffende in der Lage ist, Tragweite und Risiken des Eingriffs verstehen und beurteilen zu können. Im Allgemeinen gilt der Grundsatz: Je mehr Aufklärung rechtlich geboten ist, desto mehr Information muss der Patient ver- arbeiten und umso höher sind die Anforderungen an die Einwilli- gungsfähigkeit. Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit Erfahrungsgemäß nimmt die Einsichtsfähigkeit mit steigendem Al- ter zu, starre Altersgrenzen bestehen jedoch nicht. Bei Kindern un- ter 14 Jahren wird im Großteil der Fälle die Einwilligungsfähigkeit in zahnärztliche Eingriffe abgelehnt, sodass es insoweit auf den Willen der gesetzlichen Vertreter ankommt. In der Regel sind dies die El- tern, welche im Rahmen der sogenannten „Personensorge“ auch für die ärztliche Versorgung ihres Kindes zuständig sind. Die Ent- scheidung steht regelmäßig beiden Elternteilen gemeinsam zu, bei geschiedenen Paaren kommt es auf die sorgerechtliche Konstella- tion an. Es muss also eine umfassende Aufklärung gegenüber den Eltern stattfinden, welche anstelle ihres Kindes in den Eingriff ein- willigen können. Geht es um einen bloßen Routineeingriff, so kann der Zahnarzt da- von ausgehen, dass der mit dem Kind erschienene Elternteil er- mächtigt ist, die Entscheidung für den abwesenden Elternteil mit zu fällen.1 Bei erheblicheren Eingriffen, welche mit nicht unbedeuten- den Risiken für die Gesundheit des Kindes verbunden sind, bedarf es hingegen einer Rückfrage des Zahnarztes hinsichtlich der allei- nigen Entscheidungsermächtigung des Elternteils. Bei schwerwie- genden Eingriffen ist es geboten, den nicht erschienenen Elternteil mit zu beteiligen.2 Regelmäßig sollte also bei zahnärztlichen Ein- griffen die Einwilligung eines Elternteils ausreichen, umfassendere Aufklärungspflichten sind bei umfangreichen oder im Einzelfall be- sonders risikobehafteten Eingriffen zu beachten. Ab einem Alter von etwa 12 bis 14 Jahren sollte der Zahnarzt den jungen Patienten bereits in die Aufklärung mit einbeziehen und eine Einschätzung dazu treffen, ob dieser nach den oben genannten Kri- terien hinreichend reif und einsichtsfähig erscheint, um die Einwil- ligung selbst erteilen zu können. Die seiner Einschätzung zugrunde liegenden Umstände sollte er dabei möglichst in der Patientenakte dokumentieren, um bei eventuellen nachträglichen Beanstandun- gen entsprechende Gründe vortragen zu können. Wird der Patient als ausreichend einsichtsfähig beurteilt, muss auch ihm gegenüber eine den obigen Grundsätzen entsprechende Aufklärung erfolgen und seine Einwilligung zum Eingriff eingeholt werden. Natürlich ist die Art und Weise der Aufklärung regelmäßig dessen individuellem Horizont anzupassen. Trifft der einsichtsfä- hige Minderjährige eine Entscheidung, so ist diese durch den Zahn- arzt zu respektieren, auch wenn sie ihm unvernünftig erscheint oder der Auffassung der Allgemeinheit widerspricht. Entsprechend reicht bei Routineeingriffen die Einwilligung des einsichtsfähigen Minder- jährigen zur Rechtfertigung aus. Zur Notwendigkeit bei besonders risikobehafteten Behandlungen zusätzlich die Einwilligung des ge- setzlichen Vertreters einzuholen, gibt es bisher keine eindeutige Rechtsprechung. Es empfiehlt sich jedoch im Zweifelsfall bei be- deutsamen Eingriffen zusätzlich die Eltern zu beteiligen. Divergierende Entscheidungen von Eltern und Kind Besondere Probleme bereiten Fälle, in denen die Eltern unvernünf- tige oder abweichende Entscheidungen von denen des Kindes tref- fen, der Zahnarzt also mit divergierenden Meinungen konfrontiert wird. Besonders im Falle der Verweigerung eines zahnärztlichen Eingriffs durch den einwilligungsfähigen Minderjährigen muss des- sen wachsende Selbstständigkeit und sein Selbstbestimmungs- recht beachtet werden. Entsprechend gesteht die Rechtsprechung dem minderjährigen Patienten ein Vetorecht gegen die Einwilligung seiner gesetzlichen Vertreter für den Fall eines nur relativ indizier- ten Eingriffs zu, der aber mit erheblichen Folgen für die künftige Lebensgestaltung verbunden ist.3 Darüber hinaus muss die ablehnende Entscheidung der Eltern be- züglich eines Eingriffs auch dann kritisch gesehen werden, wenn dieser dringend notwendig ist und die Betroffenen sich jeglicher Vernunft zuwider einer Einwilligung widersetzen. In derartigen Fällen kann eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden, welche die Einwilligung ersetzt. Fazit Im Hinblick auf seine Aufklärungspflichten ist der Zahnarzt bei der Behandlung minderjähriger Patienten zu besonderer Sorgfalt an- gehalten, um einer möglichen Haftung zu entgehen. Die Einschät- zung der Einwilligungsfähigkeit eines Patienten kann den Behand- ler vor einige Herausforderungen stellen und wird regelmäßig von den Umständen des Einzelfalles abhängen. In Zweifelsfällen oder bei Unsicherheiten sollte der Zahnarzt fachkundige rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Literatur 1 Vgl. BGH, Urteil vom 10.10.2006, Az: VI ZR 74/05 (für eine Impfung). 2 BGH, Urteil vom 15.02.2000, Az: VI ZR 48/99 (bzgl. Herzoperation). 3 BGH, Urteil vom 10.10.2006, Az: VI ZR 74/05 (bzgl. des Risikos einer Querschnittslähmung). RA Guido Kraus Rechtsanwalt Laura Oprée Lyck & Pätzold Medizinanwälte Bad Homburg/Darmstadt/Mainz Nehringstr. 2 61352 Bad Homburg Tel.: 06172 139960 Fax: 06172 139966 E-Mail: kanzlei@medizinanwaelte.de Web: www.medizinanwaelte.de 45 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 46
NEWS Recht Ärzte haften kaum für Hygieneverstöße Stehen Ärzte mit der Verletzung von Hygiene- vorschriften vor Gericht, haften diese nur selten wegen Hygieneverstößen, sondern vielmehr aufgrund anderer Versäumnisse. Das berichtet Wolfgang Frahm, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht in Schleswig. Frahm referiert hierzu auf dem 13. Deutschen Medizinrechts- tag am 14. und 15. September 2012 in Berlin. „Die Ursache dafür ist, dass Be - weiserleichterungen zugunsten der Patienten bei Hygienefällen meist nicht greifen“, sagt Frahm. „So haften die Ärzte letztendlich z.B. öfter dafür, dass der Eingriff gar nicht indiziert war. Oder sie haben die Patienten zuvor nicht ordnungsgemäß über die Behandlung und ihre Risiken aufgeklärt und stehen deshalb für alle nachteiligen Folgen des Eingriffs ein.“ Auch eine späte oder falsche Reaktion auf eine entstandene Infektion ist laut Frahm in der Rechtsprechung häufig Haftungs- schwerpunkt bei Hygienefällen. Frahm beleuchtet in seinem Vortrag aktuelle Hygienestandards im ambulanten und statio- nären Bereich. Er zeigt häufige Verstöße auf sowie Maßnahmen, die der Verbesserung der Hygienesituation dienen sollen. j k a M © Der Deutsche Medizinrechtstag ist das interdis- ziplinäre Symposium von Medizinrechtsanwäl- ten und Ärzten. Der 13. Deutsche Medizin- rechtstag steht unter dem Motto „Das Ab- schmelzen der Standards – Qualitätsverluste in Medizin und Pflege?“ Das detaillierte Pro- gramm und Anmeldeformular finden Sie unter: www.deutscher-medizinrechtstag.de © olly Prävention Kaugummikauen schützt im Alter die Zähne Das Kauen von Kaugummis regt den Speichel- fluss an, was dazu beiträgt, Zähne und Zahn- fleisch gesund zu halten. Darauf weist die Initi- ative proDente aus Köln hin. Ältere Menschen nehmen ihren Durst nicht mehr so stark wahr – das führt oft zu einem trockenen Mund. Des- halb sollten Senioren häufiger zu zuckerfreien Kaugummis greifen. Speichel erfülle mehrere wichtige Funktionen: Er hat eine antibakterielle Wirkung, neutralisiert schädliche Säuren im Mund und gleicht Mineralverluste im Zahn- schmelz aus. Quelle: Medizinrechtsanwälte e.V. Quelle: proDente, dpa Erste Ergebnisse des Präventionsprojekts zur Vermeidung frühkindlicher Karies „Vorsorge vor der Sorge“ Das Präventionsprojekt „Vorsorge vor der Sorge“ von Zahnmedizinern der Universitäts- klinik Jena, Hebammen und Erstbesuchs- dienst, wendet sich an werdende und frisch- gebackene Eltern zur Vermeidung von ECC durch Zahnpflege und Vorsorge. MAM Baby - artikel unterstützte das Projekt mit Zahnpfle- geprodukten und Informationsmaterial. Erste Ergebnisse der Projektstudie verdeut- lichen den Handlungsbedarf bei der Zahnhy- giene: Bereits einjährige Kinder weisen ein Kariesrisiko von 33 Prozent auf. Die Beurteilung erfolgte anhand von Zahnzustand, Familien - anamnese, allgemeine Erkrankungen/Medika- menteneinnahme, Trink- bzw. Ernährungsge- wohnheiten und Sozialstatus. Fünf Prozent der Kinder von vier bis neun Monaten haben be - ginnende, ein Prozent fortgeschrittene Karies (Zwischenauswertung von 512 teilnehmenden Familien im Zeitraum Juli 2009 bis Juli 2010 bei insgesamt 1.162 Erstbesuchen). Bei erhöh- tem Kariesrisiko werden Maßnahmen der vier- teljährlichen Kontrolle beim Zahnarzt, Behand- lung der Zähne mit Fluoridlack, Umstellung der Trink- bzw. Ernährungsgewohnheiten und be- sondere Sorgfalt bei der Zahnpflege getroffen. Seit Projektbeginn 2008 informieren die Teams des Jenaer Erstbesuchsdienstes Eltern über die wichtigsten Maßnahmen für Zahngesund- heit und Mundhygiene bei Kindern und laden zur Teilnahme am Präventionsprogramm ein. Nach Erstvorsorgeuntersuchungen im Rahmen der 00 46 DENTALHYGIENE JOURNAL 1/2012 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 Babysprechstunde der Poliklinik für Kinder- zahnheilkunde werden die Kinder laufend risi- koorientiert zahnärztlich betreut. Die Eltern er- halten in Kursen theoretisches Hintergrund - wissen, aktuelle Präventionsempfehlungen und trainieren das richtige Zähneputzen bei Klein- kindern in praktischen Schulungen. Hebammen sind in den ersten Monaten wichtige Ansprechpartner für die Eltern. Sie begleiten die Familien und können ihr Gesundheitsverhalten nachhaltig prägen. Im Rahmen des Projekts werden die Hebammen zur Mundgesundheit und Vermeidung frühkindlicher Karies geschult. „Dank der Einbindung von Hebammen erfahren Eltern von der Bedeutung der Zahngesundheit. Wir können sie frühzeitig für die Zahnpflege ab dem ersten Zahn sensibilisieren“, so Projekt - leiterin Dr. Yvonne Wagner. Das Modellprojekt „Vorsorge vor der Sorge“ wird 2013 umfassend evaluiert. Die Ergebnisse sollen zu einer dauer- haften Etablierung dieser interdisziplinären Kooperation und damit zur Verbesserung der Kinderzahngesundheit führen. Quelle: MAM Babyartikel GmbH 47
Zahnvorsorge Zahnprophylaxe bei 85 Prozent der Sechsjährigen Pünktlich ab dem sechsten Geburtstag können Kinder zweimal im Jahr zur Vorsorge zum Zahn- arzt gehen. Ein Angebot, das bei Schulanfängern gut ankommt. Nach einer Auswertung der Tech- niker Krankenkasse (TK) waren 85 Prozent der bei der TK versicherten Sechsjährigen im Jahr 2011 zur Individualprophylaxe beim Zahnarzt. „Wer regelmäßig die Termine zur individuellen Zahnvorsorge wahrnimmt, hat später in der Re- gel sehr viel seltener Defekte an den Zähnen“, sagt Tobias Pahl, Sozialversicherungsexperte bei der TK. Die Krankenkassen zahlen die Zahn- vorsorge für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren zweimal pro Kalenderjahr. Die Abrechnung erfolgt einfach über die Kran- kenversichertenkarte und ohne Praxisgebühr. Anzeichen beachten Graue Zungenfarbe kann auf Eisenmangel hindeuten Farbe, Form und Belag der Zunge können auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Eine Scharlachinfektion zum Beispiel lässt sich oft an einer Himbeer- oder Erdbeerzunge erkennen. Das bedeutet, dass die Zunge rötlich verfärbt ist und die Zungen-Papillen vergrößert sind, wie die Initiative proDente in Köln erläutert. Eine glatte, eher graue Zunge könne dagegen ein Anzeichen für Eisenmangel sein. Der beste Zeitpunkt zum Anschauen der Zunge ist der Initiative zufolge nach dem Aufstehen. Rauchen und färbende Speisen verschleierten Hinweise auf mögliche Krankheiten. Die Zunge sollte man bei Tageslicht ansehen und bei Veränderungen mit seinem Arzt oder Zahn- arzt sprechen. Bei der Farbe gilt es grundsätz- lich zu schauen, ob die Zunge gerötet oder blas- ser als normal ist. Die Form kann aufgequollen oder geschrumpft und der Belag weiß, gelb oder bräunlich, wässrig, kleb rig oder tro- cken sein. Ist die Zungenoberseite gelblich oder gelbbraun, kann das nach Angaben der Initia- tive auf eine erkrankte Leber hinweisen. Eine dünne und schmale Zunge rühre mög - licherweise von einer Blut- schwäche her. Ein dicker wei- ßer bis gelber Belag deute even- tuell auf eine Magenentzündung hin. J eff D s © a vie Quelle: dpa, tmn v o s o n o r i h S y i r t i m D © Unterstützung der Universität Witten/Herdecke Anschaffung eines Rasterelektronenmikroskops Da etwa zwei Drittel aller Karies bei Kindern und Jugendlichen in den Fissuren entsteht, kann nur die Vorsorge beim Zahnarzt helfen, das junge Gebiss dauerhaft und wirksam vor Karies zu schützen. In der Zahnarztpraxis bekommen die Kinder Tipps, wie sie ihre Zähne optimal put- zen können. Der Zahnarzt versiegelt die ge- furchten Kauflächen der neuen, bleibenden Backenzähne oder trägt Fluoridlack oder Gel auf die Zähne auf, um Löchern keine Chance zu geben. „Grundschüler, die regelmäßig zur Vor- sorge zum Zahnarzt gehen, trainieren schon frühzeitig, ihre Zähne checken zu lassen und das Gebiss gesund zu halten. Dadurch bauen sich Ängste gar nicht erst auf und die Kontrolle wird zur Routine“, so Zahnexperte Pahl. Mit dem 12. Lebensjahr erhält jedes Kind ein Bonusheft, das bei jedem Besuch abgestem- pelt wird. Sollte später einmal eine Krone erfor- derlich werden, zahlt die Krankenkasse einen höheren Zuschuss, wenn der Betroffene regel- mäßig bei den Vorsorgeterminen war. Quelle: ots Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land NRW unterstützen die Universität Witten/Herdecke (UW/H) bei der Anschaffung eines neuen Rasterelektronenmikroskops für ihren Lehrstuhl für Kraniofaziale Anatomie. Das neue Mikroskop, das knapp 400.000 Euro kosten wird, wird die Forschungsmöglichkei- ten des Lehrstuhls erheblich ausweiten und über ein Elementanalysesystem sowie eine drei dimensionale Messsoftware verfügen, mit der Oberflächenanalysen quantitativ betrieben werden können. Zudem wird es mit einem tem- perierbaren Probentisch ausgestattet sein, so- dass Materialprüfungen direkt im Elektronen- mikroskop möglich werden. „Die Bewilligung des Antrags ist für die Universität ein großer Er- folg, da sich die DFG und das Land damit erst- malig an der Finanzierung eines Großgeräts an der UW/H beteiligen“, freut sich Prof. Dr. Wolf- gang Arnold, Inhaber des Lehrstuhls für Kranio- faziale Anatomie. „Wir sehen die Unterstützung als Anerkennung der in den letzten 15 Jahren geleisteten Forschungsarbeiten der Arbeits- gruppe an, da die Gutachter die Notwendigkeit gesehen haben, die begonnenen Arbeiten weiter fortzuführen. Für die Doktoranden der Arbeitsgruppe ist dies ein Ansporn, sich ihren Dissertationen noch intensiver zu widmen.“ Die Bewilligung des neuen Geräts kommt dabei genau zur richtigen Zeit. Prof. Arnold: „Das seit 47 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 links: Prof. Dr. Wolfgang Arnold, rechts: Prof. Dr. Stefan Wirth rund 15 Jahren in Betrieb befindliche Ras- terelektronenmikroskop ist inzwischen irrepa- rabel ausgefallen. Die Forschungsarbeiten können daran nicht weitergeführt werden.“ Das soll mit dem neuen Gerät, mit dem durch neuere Technologien auch die Betriebskosten gesenkt werden können, anders werden. „Wir freuen uns über die weitere Stärkung der Grundlagenforschung und Naturwissenschaf- ten an unserer Universität“, sagt der Dekan der Gesundheitsfakultät, Prof. Dr. Stefan Wirth. Zwar sei das alte Mikroskop fast ausschließlich für Forschungsarbeiten im Bereich der Zahn- heilkunde eingesetzt worden. „Durch die neuen Einsatzmöglichkeiten wird das moderne Gerät aber auch anderen Abteilungen unserer Fakul- tät zugutekommen“, kündigt Wirth an. Quelle: Universität Witten/Herdecke 48
Bachelor Dentalhygiene startet 2013 Das Berufsbild des/der Dentalhygienikers/-in fordert mehr denn je engagierte und fort - bildungsorientierte Mitarbeiter/-innen, die den komplexen Aufgaben der nichtchirurgi- schen Therapie von Parodontalerkrankungen und einer Führungs- und Leitungsfunktion gewachsen sind. Nachdem sich bereits in beinahe allen westlichen Staaten der Bachelor zur Dentalhygienikerin bzw. in der Schweiz die Dipl. Dentalhygienikerin (HF) etabliert haben, soll es 2013 in Zusammenarbeit mit der Careum Stiftung nun auch in Deutschland soweit sein. Im Mai 2012 startete eine grenzüberschreitende Kooperation bei der Entwicklung zur „Ausbildung zur Dentalhygienikerin/zum Dentalhygieniker Bachelor für Dentalhygiene“ zwischen dem Fortbildungsunternehmen praxisDienste und der Careum Stiftung. Die Kooperation mit der Careum Stiftung ist die Basis zur Etablie- rung des Bachelor-Studiengangs Dentalhygiene an der in Gründung befindlichen praxisHochschule für Gesundheitsberufe in Köln. Nicht nur das Curriculum der Careum Stiftung, das bereits am Careum Bildungszentrum erfolgreich umgesetzt wird, setzt Maßstäbe und gilt bei vielen Experten für Prävention und Parodontologie als Referenz für eine praxisorien- tierte, hochwertige Ausbildung zum/zur Dentalhygieniker/-in, auch der methodisch didaktische Ansatz des problembasierten Lernens ist hoch professionell. Das Prinzip des problembasierten Lernens setzt ein modernes pädagogisches Konzept um, in welchem Team- arbeit und interprofessioneller Austausch konsequent formiert und unterstützt werden. Die Eigenständigkeit der Studierenden wird konsequent gefordert und durch Tutoren gefördert. Problembasiertes Lernen basiert auf dem Lernen anhand konkreter Problemsituationen, z.B. exemplarische klinische Fälle, und leitet die Studieren- den zu großer Eigenverantwortlichkeit an. Die weitreichende Kooperation ermöglicht die Verwen- dung des mehrjährig erprobten Schweizer Curriculums und sieht die Anpassung an deutsche Gegebenheiten vor. Erst kürzlich wurde das Curriculum als Referenz vom Verband der Dentalhygienikerinnen DDHV in dessen Newsletter gelobt. Das Curriculum ist international ge- schätzt und anerkannt. Die Mischung aus Theorie, ge- stütztem Selbstlernen und dem sogenannten Skills- Training (manuelle Fertigkeiten) am Phantomkopf sowie am Patienten ist aus Teilnehmersicht hoch attraktiv. Der Studiengang Bachelor für Dental hygiene selbst soll nach erfolgreichem Akkreditierungsverfahren zur staat- lichen Anerkennung bereits im Wintersemester 2013 in Köln starten. Dann werden zwei Studienvarianten geplant sein: eine berufsbegleitende Variante für berufstätige ZFAs und eine ausbildungsintegrierende Variante für Schulabgänger mit Hochschulzugangsberechtigung. 48 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 49
Dental Pearls Club Die Zulassung zum Studium ist auch für berufstätige ZFAs mit abgeschlossener Ausbildung und mindes- tens dreijähriger Berufserfahrung möglich. Somit verkürzt sich die Zeit bis zum Studienabschluss auf maxi- mal drei Jahre, da Vorleistungen angerechnet werden können – im Vergleich dazu benötigt man bis zu zehn Jahre nach Beginn der Ausbildung bis zum Abschluss zur fortgebildeten Dentalhygienikerin. Das berufs- begleitende Studium kann neben einer Berufstätigkeit in einer prophylaxeorientierten Zahnarztpraxis absolviert werden. Geplant ist eine Studienzeit von 36 Monaten für ZFAs ohne Prophylaxe-Qualifikation. Je nach Vorqualifikation – ZMP/DH/ZMF – kann das Studium von einer Regelstudienzeit von 36 Monaten auf bis zu 18 Monate verkürzt werden. Lernhefte für zu Hause Präsenzunterricht Testatheft in der Praxis Patientenbehandlung Eine Mischung aus Präsenzphase für die Theorie, Skills-Training am Phantomkopf bzw. Patienten, Lernhefte für zu Hause und ein Testatheft in der Praxis ermöglichen die nebenberufliche Absolvierung des Studiums. Die Präsenzphasen an der Hochschule werden hauptsächlich Freitag und Samstag stattfinden. Das Studium startet im neu umgebau- ten Schulungszentrum im Herzen Kölns mit zwölf Phantomkopfplätzen und acht zahnärztlichen Behandlungseinheiten, einem Loungebereich für die Teilnehmer und vier Seminarräumen. Die Teilnehmer der praxisDienste Auf- stiegsfortbildungen ZMP und DH kön- nen aufgrund der hohen Ausbildungs- qualität von einer umfangreichen An- rechnung profitieren. Dies spart Geld und verkürzt die Studienzeit beim berufsbegleitenden Studium. Das Niveau des Studiums ist deutlich über den bislang angebotenen nichtakademischen Fortbildungen angesiedelt und vermittelt den Absolventinnen die fachlichen Grundlagen der gesamten nichtchirurgischen Parodontaltherapie entsprechend der Möglichkeiten des Zahnheilkundegesetzes § 1 Abs. 5 und 6 – auch bei sehr schwierigen Fällen. Bachelor-Dentalhygienikerinnen sind perfekt vorbereitet, eine Leitungsfunk- tion in einer Prophylaxeabteilung zu übernehmen und den Zahnarzt bei der Parodontaltherapie maßgeblich zu entlasten, oder auch als wissenschaft - liche Mitarbeiter an zahnmedizinischen Universitätskliniken neue Wege einzuschlagen. Führende Parodontologen begrüßen diesen Schritt zur Ab - sicherung des parodontologischen Behandlungsergebnisses durch gut ausgebildetes Fachpersonal. Interessenten können sich bereits jetzt bei praxisDienste melden und auf die Interessentenliste setzen lassen. Eine frühzeitige Registrierung wird aufgrund der starken Nachfrage drin- gend empfohlen. Mehr Infos: www.praxisdienste.de 49 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 50
Fortbildung Kongresse, Kurse und Symposien Datum Ort Veranstaltung Info/Anmeldung 07./08. 09. 2012 Leipzig 9. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin 07. 09. 2012 05. 10. 2012 12. 10. 2012 08. 09. 2012 06. 10. 2012 13. 10. 2012 08. 09. 2012 06. 10. 2012 13. 10. 2012 Leipzig Hamburg München Leipzig Hamburg München Leipzig Hamburg München Seminar GOZ 2012 Ausbildung zur QM-Beauftragten Seminar zur Hygienebeauftragten 05./06. 10. 2012 Hamburg DENTALHYGIENE START UP 18.–20. 10. 2012 München 53. Bayerischer Zahnärztetag Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web:www.leipziger-forum.info Web: www.event-fiz.de Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web: www.startup-dentalhygiene.de Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-390 Web:www.zwp-online.info/events Dentalhygiene Journal Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel. 0341 48474-0 Fax 0341 48474-290 E-Mail: kontakt@oemus-media.de Web: www.oemus-media.de Deutsche Bank AG Leipzig BLZ 860 700 00 · Kto. 1 501 501 Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke · Tel. 0341 48474-0 Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) · Tel. 0341 48474-0 Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller · Tel. 0341 48474-0 Chefredaktion: Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa Zentrum für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie University of Dental Medicine and Oral Health Danube Private University (DPU) Steiner Landstraße 124 3500 Krems, Österreich Tel. +43 2732 70478, Fax +43 2732 70478-7060 E-Mail: andrej.kielbassa@dp-uni.ac.at Redaktion: Georg Isbaner · Tel. 0341 48474-123 Claudia Jahn · Tel. 0341 48474-325 Herstellung: Sandra Ehnert · Tel. 0341 48474-119 Ingrid Motschmann, Frank Sperling · Tel. 0341 48474-125 Korrektorat: Druck: Messedruck Leipzig GmbH, An der Hebemärchte 6, 04316 Leipzig Erscheinungsweise: Das Dentalhygiene Journal – Zeitschrift für Pa rodontologie und präventive Zahn heil kunde – erscheint 2012 mit 4 Aus gaben. Es gelten die AGB. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Bei träge und Abbildun gen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Ver wer tung ist ohne Zu stim mung des Ver legers und Heraus gebers unzulässig und strafbar. Dies gilt be- sonders für Vervielfäl tigungen, Übersetzungen, Mi kro verfil mungen und die Ein spei che rung und Bear bei tung in elek tro nischen Syste- men. Nach druck, auch auszugsweise, nur mit Geneh migung des Ver - lages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Ein verständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffent li chung vorausgesetzt, sofern nichts an deres vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes ge- hen das Recht zur Ver öffentlichung als auch die Rechte zur Überset- zung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Her- stellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge auf Form fehler und fachliche Maß geb lichkeiten zu sichten und ge gebenen falls zu be- richtigen. Für unverlangt eingesandte Bücher und Ma nu s krip te kann keine Gewähr über nommen werden. Mit anderen als den redak- tionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekennzeichnete Bei- träge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitra- ges trägt die Verant wor tung. Gekenn zeichnete Son der teile und An- zeigen befinden sich außer halb der Veran t wortung der Redak tion. Für Verbands-, Unternehmens- und Markt infor ma tionen kann keine Ge währ übernommen werden. Eine Haf tung für Folgen aus unrichti- gen oder fehlerhaften Dar stellungen wird in je dem Falle ausgeschlossen.Gerichts stand ist Leip zig. Grafik/Layout: Copyright OEMUS MEDIA AG 50 DENTALHYGIENE JOURNAL 3/2012 51
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