Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/musiker-in-konzertlokal-musik-tanzbetrieben-ang
Timestamp: 2019-11-13 15:29:32+00:00

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Musiker in Konzertlokal-/Musik-/Tanzbetrieben
Ang. Musiker in Konzertlokal-/Musik-/Tanzbetrieben / Rahmen - 01.05.2019
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Musiker in Konzertlokal-/Musik-/Tanzbetrieben / Rahmen
Neue Gehaltstafel ab 1. Mai 2019
Der Kollektivvertrag wird vereinbart zwischen dem Veranstalterverband Österreich, Dorotheergasse 7/1, 1010 Wien, und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, younion_Die Daseinsgewerkschaft, Maria-Theresien-Straße 11, 1090 Wien.
von § 1 bis § 33 für alle Bundesländer der Republik Österreich
(2) Fachlich und persönlich:
Dieser Kollektivvertrag regelt das Arbeitsverhältnis aller Musiker, welche in einem dem Veranstalterverband Österreich als ordentliches oder außerordentliches Mitglied angehörigen Konzertlokal-, Musik- oder Tanzbetrieb beschäftigt sind, gleichgültig, ob der Betrieb in räumlichem, wirtschaftlichem oder personellem Zusammenhang mit einem gastgewerblichen Betrieb (Hotel, Bar, Saalbetrieb, Gasthaus, Weinstube, Diele, Kaffeehaus, Heurigenschenke usw.) oder einer Buschenschank oder auch ohne jeden solchen Zusammenhang geführt wird. Außerdem gilt er für die bei Einzelveranstaltungen von Mitgliedsbetrieben beschäftigten Musiker und Sänger.
(1) Der Kollektivvertrag tritt am 1. Mai 2019 in Kraft.
(2) Der Kollektivvertrag kann von beiden vertragschließenden Teilen unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist jeweils zum 31. März eines jeden Jahres mittels eingeschriebenen Briefes gekündigt werden.
eine ständige,
eine ambulante.
Zusätzliche Dienstleistungen an Feiertagen oder ausnahmsweise zu besonderen Anlässen ändern die Qualifikation als ambulant nicht.
Ist ein ständiges Dienstverhältnis ohne Zeitbestimmung eingegangen oder fortgesetzt worden, so gilt für die Lösung des Dienstverhältnisses der § 20 des Angestelltengesetzes mit der Maßgabe, dass das Dienstverhältnis jeweils für den 15. oder Letzten eines Kalendermonats aufgekündigt werden kann.
Für Musiker, die nur ambulant (fallweise), siehe § 5, beschäftigt werden, hat bei einer Gesamtdienstzeit bis zu einschließlich drei Monaten keine Aufkündigung zu erfolgen; übersteigt die Dienstzeit aber drei Monate, dann hat die Aufkündigung unter Einhaltung einer Frist von zwei Kalenderwochen zu erfolgen.
Kündigungen müssen beiderseits schriftlich erfolgen.
Jeder Vertrag kann auf bestimmte Zeit abgeschlossen werden. Das Dienstverhältnis gilt als auf bestimmte Zeit eingegangen, wenn es auf kalendermäßig bestimmte Zeit abgestellt ist.
Ein Dienstverhältnis, das auf bestimmte Zeit eingegangen worden ist, kann auf bestimmte Zeit nur zweimal verlängert werden. Wird das Dienstverhältnis öfter verlängert, so wird es so angesehen, wie wenn es vom Anfang an auf unbestimmte Zeit eingegangen worden wäre.
Die Dienstleistung eines ausdrücklich als Ersatz für einen erkrankten bzw. verhinderten Musiker eingestellten Vertreters (Substitut) gilt bis zur Dauer von drei Tagen als Probeverhältnis, ohne dass hierüber eine besondere schriftliche oder mündliche Vereinbarung getroffen werden müsste.
(2) Innerhalb einer Wochenarbeitszeit von 36 Stunden kann ein Zeitausgleich unter Voraussetzung der Bekanntgabe der Einteilung spätestens am Montag für die ganze beginnende Woche oder im Wege der dienstvertraglichen Festlegung stattfinden, und zwar insofern, als Mehrdienstleistungen (Überstunden) an einem oder mehreren Arbeitstagen, jedoch bis höchstens acht Stunden Dienstzeit, bei einem Dienst durch geringere Arbeitszeiten im entsprechenden Ausmaß an einem oder mehreren anderen Arbeitstagen derselben Woche ausgeglichen werden können.
Die Berechnung nach § 13 findet im Rahmen der Anwendung des Zeitausgleiches nicht statt.
(3) Solche Reklamationen können für den Musiker auch durch die Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe, Sektion Musiker, beim Veranstalterverband Österreich oder direkt beim Dienstgeber rechtswirksam vorgebracht werden.
(4) Überstunden gegenüber dem nach § 11 (4) in Frage kommenden Tarif für die vereinbarte oder tatsächliche Arbeitszeit sind bis zu einer Gesamtarbeitszeit von 36 Stunden in der Woche mit dem aliquoten Teil des in Betracht kommenden Tarifsatzes zu vergüten. Für jede über 36 Stunden in der Woche geleistete Mehrstunde, bis zu einschließlich 40 Wochenstunden, ist der Stundenlohn mit einem 25-prozentigen, über 40 bis 48 Stunden in der Woche mit einem 50-prozentigen und über 48 Stunden in der Woche mit einem 100-prozentigen Aufschlag zu bezahlen. Die Mehrleistungen werden in halben Überstunden entlohnt, wobei angefangene 10 Minuten außer Betracht bleiben.
Im Sinne des Feiertagsruhegesetzes gelten derzeit als gesetzliche Feiertage: 1. Jänner, 6. Jänner, Karfreitag (nur für evangelische und altkatholische Dienstnehmer), Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November, 8. Dezember, 25. und 26. Dezember. Dazu kommen alle von der Regierung allenfalls angeordneten außerordentlichen Feiertage (Staatsfeiertage).
(4) Bei angezeigtem und nachträglich nachgewiesenem Eintritt nachstehender Familienangelegenheiten ist dem Musiker ohne Schmälerung seines Entgeltes Freizeit im Ausmaß von je zwei Arbeitstagen zu gewähren:
Sollte bei obgenannten Todesfällen die Arbeitsfreistellung im Ausmaß von zwei Arbeitstagen nicht ausreichen, weil z.B. eine Reise nötig ist oder andere zwingende Gründe größeren Zeitaufwand nachweislich erforderlich machen, so sind Musikern, die in Österreich ihren Wohnsitz haben, die für die nötige Reisedauer bzw. sonst nachweislich erforderlichen Tage im unbedingt nötigen Ausmaß ohne Schmälerung der Bezüge gemäß den Bestimmungen des Angestelltengesetzes zu gewähren.
(2) Sofern der Musiker die vom Unternehmer beizustellenden Instrumente selbst beistellt, sind ihm die aus dieser Beistellung und dem Transport erwachsenden Kosten zu ersetzen, sofern der Musiker nicht höhere Beistellungskosten nachweist, ist ihm eine Leihgebühr von mindestens € 36,– pro Monat vom Unternehmer zu bezahlen.
bei Antritt des Urlaubes und
nach Möglichkeit vor den Weihnachtsfeiertagen, spätestens aber gleichzeitig mit der Dezember-Gehaltsauszahlung.
(1) Für Dienstverhältnisse, die mindestens 6 Monate gedauert haben, gelten bezüglich des Urlaubsanspruches die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes und die Einführung einer Pflegefreistellung vom 7. Juli 1976, BGBl. Nr. 390/1976.
½ Monat (14 Tage) 3 Werktage
1 Monat 5 Werktage
1 ½ Monaten 7 Werktage
2 Monaten 10 Werktage
2 ½ Monaten 13 Werktage
3 Monaten 15 Werktage
3 ½ Monaten 17 Werktage
4 Monaten 20 Werktage
4 ½ Monaten 22 Werktage
5 Monaten 25 Werktage
5 ½ Monaten 28 Werktage
6 Monaten 30 Werktage
– bei zweimaliger Dienstverpflichtung je Woche bei einer Dauer des Dienstverhältnisses von
1 Monat 1 Spieltag
2 Monaten 3 Spieltage
3 Monaten 4 Spieltage
4 Monaten 5 Spieltage
5 Monaten 7 Spieltage
6 Monaten 10 Spieltage
– bei dreimaliger Dienstverpflichtung je Woche bei einer Dauer des Dienstverhältnisses von
1 Monat 2 Spieltage
2 Monaten 4 Spieltage
3 Monaten 6 Spieltage
4 Monaten 8 Spieltage
5 Monaten 10 Spieltage
6 Monaten 15 Spieltage
– bei viermaliger Dienstverpflichtung je Woche bei einer Dauer des Dienstverhältnisses von
1 Monat 3 Spieltage
1 ½ Monaten 4 Spieltage
2 Monaten 5 Spieltage
2 ½ Monaten 7 Spieltage
3 Monaten 8 Spieltage
3 ½ Monaten 9 Spieltage
4 Monaten 11 Spieltage
4 ½ Monaten 12 Spieltage
5 Monaten 13 Spieltage
5 ½ Monaten 15 Spieltage
6 Monaten 20 Spieltage
(5) Für den Fall der Auszahlung einer Urlaubsentschädigung beträgt das für den Werk- bzw. Spieltag gebührende Tagesentgelt:
Bei einer mehr als viermaligen Dienstverpflichtung 1/26 des Bruttomonatsgehaltes,
bei viermaliger Dienstverpflichtung 1/17 des Bruttomonatsgehaltes,
bei dreimaliger Dienstverpflichtung 1/13 des Bruttomonatsgehaltes,
bei zweimaliger Dienstverpflichtung 1/9 des Bruttomonatsgehaltes.
Sollte während der Vertragsdauer eine wesentliche Erhöhung oder Ermäßigung der Lebenshaltungskosten eintreten, so steht jeder der vertragschließenden Parteien das Recht zu, eine Änderung der Gehaltssätze zu verlangen. Die diesbezüglichen Verhandlungen haben spätestens sieben Tage nach Erhalt der schriftlichen Verständigung hierüber zu beginnen. Verlaufen diese Verhandlungen ergebnislos, so ist das Bundeseinigungsamt anzurufen und ihm die Entscheidung zu übertragen. Beide Vertragspartner verpflichten sich, die Entscheidung des Bundeseinigungsamtes als inappellabel anzuerkennen.
(2) Musiker, die im gleichen Unternehmen für den Abenddienst engagiert sind, erhalten für einen Dienst von maximal 2 ½ Stunden die Hälfte des für die Abenddienstleistung in diesem Betrieb maßgeblichen kollektivvertraglichen Monatsgehaltes für sechsstündige Dienstzeit. Ist der Frühschoppen oder Fünf-Uhr-Tee nicht täglich, so gebührt der der Zahl der Nachmittagsdienste entsprechende aliquote Teil des Monatsgehaltes.
GEHALTSREGELUNG § 32. Mindestgehälter für ständig beschäftigte Musiker
6. Musiker, welche sich krankgemeldet haben und anderweitig musikalische Dienste versehen, können sofort entlassen werden.
8. Wiederholtes verschuldetes Zuspätkommen, unentschuldigtes Fernbleiben vom Dienst, eigenmächtiges, vorzeitiges Verlassen, Trunkenheit sowie jede Nichteinhaltung des Dienstes sind Entlassungsgründe.
Ab 1. Mai 2019 erhalten die Musiker je nach der Dauer ihrer Dienstleistung ein monatliches Bruttogehalt nach folgenden Mindestsätzen:
€ 1.282,92
€ 942,63
€ 1.489,10
Ab 1. Mai 2019 erhalten die Musiker je nach der Dauer ihrer ambulanten Dienstleistung ein Gehalt nach folgenden Mindestsätzen:
€ 37,– brutto pro Arbeitsstunde bis zu einer Arbeitszeit von 6 Stunden Dauer.
Bei längerer Arbeitszeit beträgt der Stundensatz € 30,70 brutto. Das Mindestgehalt pro Dienstleistung beträgt € 66,00 brutto.
Der Präsident Der Bundesgeschäftsführer
Mario PULKER Mag. Andreas HÜTTNER
Der Veranstalterverband Österreich einerseits und der Österreichische Gewerkschaftsbund, younion_Die Daseinsgewerkschaft, andererseits vereinbaren nachfolgende Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter:
1. Gehaltsübereinkommen zum
Die Mindestgehälter für ständig beschäftigte Musiker gemäß Anlage A/1 zu § 32 des Kollektivvertrages für Musiker werden um
erhöht und eine kaufmännische Rundung auf Cent-Beträge vorgenommen.
Die Mindestgehälter für ambulante Dienstleistungen gem. Anlage A/2 zu § 33 des Kollektivvertrages für Musiker werden von € 36,00 brutto pro Arbeitsstunde um
€ 37,– brutto
(bei einer Arbeitszeit von bis zu 6 Stunden),das Bruttogehalt pro Arbeitsstunde von € 29,80 brutto wird (bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden) um
€ 30,70 brutto
erhöht. Das Mindestgehalt pro Dienstleistung wird von € 64,00 brutto um
€ 66,00 brutto
2. Die Laufzeit des Übereinkommens beträgt 12 Monate ab 01. Mai 2019.

References: § 1
 § 33
 § 20
 § 5
 § 13
 § 11
 § 32
 § 32
 § 33