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Timestamp: 2016-10-23 14:34:20+00:00

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1B_579/2011 (01.11.2011)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dieter Aebi,
Beschwerde gegen den Beschluss vom 6. Oktober 2011 des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer.
Gegen X.________ l�uft ein Strafverfahren wegen einfacher K�rperverletzung, eventualiter Angriff, Sachbesch�digung und sexueller Bel�stigung. Die Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat erhob am 27. Juli 2011 Anklage. Die Hauptverhandlung ist auf den 24. November 2011 angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft X.________ vor, er habe am 26. September 2010 im Hauptbahnhof Z�rich eine Frau ergriffen, ihr an eine oder beide Br�ste gefasst und versucht, sie auf den Mund zu k�ssen. Einen Mann, welcher der Frau zu Hilfe gekommen sei, habe er gemeinsam mit weiteren Beteiligten zur�ckgehalten und ihm mit der Hand gegen den Kopf geschlagen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung sei der Mann von Mitgliedern aus der Gruppe des Beschuldigten geschlagen und getreten worden. Weiter wirft die Staatsanwaltschaft X.________ vor, vor einer Bar in Dietikon zwei Pflanzent�pfe umgeworfen und besch�digt zu haben.
X.________ wurde am 26. September 2010 in Untersuchungshaft gesetzt. Seit dem 1. April 2011 befindet er sich im vorzeitigen Strafvollzug. Am 8. Juli 2011 stellte er ein Gesuch um Haftentlassung. Mit Verf�gung vom 20. Juli 2011 wies das Bezirksgericht Z�rich als Zwangsmassnahmengericht das Gesuch ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 16. August 2011 ebenfalls ab.
X.________ gelangte in der Folge mit Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Das Bundesgericht hob den Beschluss des Obergerichts vom 16. August 2011 in Anwendung von Art. 112 Abs. 3 BGG auf und wies die Sache an die Vorinstanz zur�ck (Urteil 1B_435/2011 vom 13. September 2011). Das erneut mit der Sache befasste Obergericht wies die Beschwerde von X.________ mit Beschluss vom 6. Oktober 2011 ab.
Mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht vom 13. Oktober 2011 beantragt X.________ im Wesentlichen, der Beschluss des Obergerichts sei aufzuheben und er selbst sei unverz�glich aus der Haft zu entlassen. Eventualiter seien Ersatzmassnahmen anzuordnen.
Die Staatsanwaltschaft beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Bezirksgericht und das Obergericht Z�rich haben auf eine Vernehmlassung verzichtet, ebenso der Beschwerdef�hrer darauf, sich zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vernehmen zu lassen.
1.1 Der angefochtene Entscheid betrifft die Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug. Dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. BGG gegeben. Anwendbar ist die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0; siehe Art. 453 f. StPO). Danach ist der angefochtene Entscheid kantonal letztinstanzlich (Art. 393 ff. StPO, Art. 80 BGG). Beim Beschluss des Obergerichts handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken kann. Der Beschwerdef�hrer nahm vor der Vorinstanz am Verfahren teil und hat ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Er ist nach Art. 81 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt. Das Bundesgericht kann nach Art. 107 Abs. 2 BGG bei Gutheissung der Beschwerde in der Sache selbst entscheiden. Der Antrag auf Haftentlassung ist somit zul�ssig. Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.2 Nicht einzutreten ist indessen auf die R�ge, das Obergericht sei seiner Begr�ndungspflicht nicht nachgekommen (Art. 29 Abs. 2 BV). Der Beschwerdef�hrer stellt diesen Vorwurf seinen inhaltlichen Ausf�hrungen voran, ohne konkret darzulegen, auf welche Aspekte des angefochtenen Entscheids er sich bezieht (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG).
Die Untersuchungshaft schr�nkt die pers�nliche Freiheit des Beschwerdef�hrers ein (Art. 10 Abs. 2 i.V.m. Art. 31 BV, Art. 5 EMRK). Eine Einschr�nkung dieses Grundrechts ist zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist; zudem darf sie den Kerngehalt des Grundrechts nicht beeintr�chtigen (Art. 36 BV). Im vorliegenden Fall steht ein Freiheitsentzug und damit eine schwerwiegende Einschr�nkung der pers�nlichen Freiheit in Frage. Es bedarf deshalb sowohl nach Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BV als auch nach Art. 31 Abs. 1 BV einer Grundlage im Gesetz selbst. Nach Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft nur zul�ssig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verd�chtig und ernsthaft zu bef�rchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Abs. 1 lit. a); Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeintr�chtigen (Abs. 1 lit. b); oder durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gef�hrdet, nachdem sie bereits fr�her gleichartige Straftaten ver�bt hat (Abs. 1 lit. c). Haft ist auch zul�ssig, wenn ernsthaft zu bef�rchten ist, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszuf�hren, wahr machen (Abs. 2). Das zust�ndige Gericht ordnet gem�ss Art. 237 Abs. 1 StPO an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erf�llen.
Die Auslegung und die Anwendung der im Bundesrecht geregelten Voraussetzungen f�r die mit strafprozessualen Zwangsmassnahmen einhergehenden Grundrechtsbeschr�nkungen pr�ft das Bundesgericht mit freier Kognition (Art. 95 lit. a BGG; Urteile 1B_379/2011 vom 2. August 2011 E. 1; 1B_126/2011 vom 6. April 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 IV 84; je mit Hinweisen). Soweit jedoch reine Sachverhaltsfragen und damit Fragen der Beweisw�rdigung zu beurteilen sind, greift das Bundesgericht nur ein, wenn die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG).
3.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet den dringenden Tatverdacht im Grundsatz nicht. Er wirft jedoch in seiner Beschwerdefrist die Frage auf, um welche Tat es sich genau handle, nachdem ihm zun�chst ein Raub vorgeworfen worden sei und dann Angriff und einfache K�rperverletzung. Weiter bestreitet er das Vorliegen eines besonderen Haftgrunds und die Verh�ltnism�ssigkeit der Haft.
3.2 Im den Beschwerdef�hrer betreffenden Urteil 1B_435/2011 vom 13. September 2011 legt das Bundesgericht dar, dass das Obergericht vom dringenden Tatverdacht der einfachen K�rperverletzung (Art. 123 StGB) und des Angriffs (Art. 134 StGB) ausgehen durfte, ohne Bundesrecht zu verletzen (a.a.O., E. 3.3). Darauf kann hier verwiesen werden. Den dringenden Tatverdacht hinsichtlich sexueller Bel�stigung (Art. 198 StGB), T�tlichkeit (Art. 126 StGB) und Sachbesch�digung (Art. 144 StGB) hatte der Beschwerdef�hrer schon damals nicht bestritten (a.a.O., E. 3.2). Auch im vorliegenden Verfahren tut er dies nicht.
3.3.1 Wiederholungsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu bef�rchten ist, dass die beschuldigte Person durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gef�hrdet, nachdem sie bereits fr�her gleichartige Straftaten ver�bt hat (Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO).
Nach der Praxis des Bundesgerichts kann die Anordnung bzw. Fortsetzung von strafprozessualer Haft wegen Wiederholungsgefahr dem Verfahrensziel der Beschleunigung dienen, indem verhindert wird, dass sich der Strafprozess durch immer neue Delikte kompliziert und in die L�nge zieht. Auch die Wahrung des Interesses an der Verh�tung weiterer schwerwiegender Delikte ist nicht verfassungs- und grundrechtswidrig. Vielmehr anerkennt Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK ausdr�cklich die Notwendigkeit, Beschuldigte an der Begehung strafbarer Handlungen zu hindern, somit Spezialpr�vention, als Haftgrund (BGE 137 IV 84 E. 3.2 S. 85 mit Hinweisen). Bei der Annahme, dass ein Beschuldigter weitere schwere Delikte begehen k�nnte, ist allerdings Zur�ckhaltung geboten. Da Pr�ventivhaft einen schwerwiegenden Eingriff in das Recht der pers�nlichen Freiheit darstellt, muss sie auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen, im �ffentlichen Interesse liegen und verh�ltnism�ssig sein. Die Aufrechterhaltung von strafprozessualer Haft wegen Fortsetzungsgefahr ist nach der bundesgerichtlichen Praxis zul�ssig, wenn einerseits die R�ckfallprognose sehr ung�nstig und anderseits die zu bef�rchtenden Delikte von schwerer Natur sind. Die rein hypothetische M�glichkeit der Ver�bung weiterer Delikte sowie die Wahrscheinlichkeit, dass nur geringf�gige Straftaten ver�bt werden, reichen dagegen nicht aus, um Pr�ventivhaft zu begr�nden. Schliesslich gilt auch bei der Pr�ventivhaft - wie bei den �brigen Haftarten - dass sie nur als "ultima ratio" angeordnet oder aufrecht erhalten werden darf. Wo sie durch mildere Massnahmen ersetzt werden kann, muss von der Anordnung oder Fortdauer der Haft abgesehen und an ihrer Stelle eine dieser Ersatzmassnahmen verf�gt werden (Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO; BGE 137 IV 13 E. 2.4-4 S. 17 ff.; 135 I 71 E. 2.3 S. 73; je mit Hinweisen).
3.3.2 Die Vorinstanz begr�ndete die Annahme von Wiederholungsgefahr zum einen mit den Vorstrafen des Beschwerdef�hrers. Am 4. Januar 2006 sei er von der Jugendanwaltschaft der Bezirke Dietikon und Affoltern wegen Betrug, versuchten Betrugs, Diebstahl, Sachbesch�digung, Hausfriedensbruch, geringf�gigen Verm�gensdelikten (Hehlerei), Entwendung zum Gebrauch, mehrfachen Fahrens ohne F�hrerausweis, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall, mehrfacher einfacher Verletzung von Verkehrsregeln, grober Verletzung von Verkehrsregeln, mehrfacher unberechtigter Verwendung eines Fahrzeugs sowie mehrfachen �bertretens des BetmG (SR 812.121) zu einer bedingten Einschliessung von 14 Tagen verurteilt worden. Der bedingte Vollzug der Strafe sei sp�ter widerrufen worden. Am 4. Juli 2006 sei der Beschwerdef�hrer von der Jugendanwaltschaft der Bezirke Dietikon und Affoltern wegen mehrfachen Diebstahls, betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, einfacher K�rperverletzung, mehrfacher Sachbesch�digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie Fahren ohne F�hrerausweis zu einer Einschliessung von 7 Tagen verurteilt worden. Mit Urteil vom 20. Oktober 2008 sei er vom Bezirksgericht Dietikon wegen Raub, Angriff, einfacher K�rperverletzung, Raufhandel, Fahren in fahrunf�higem Zustand, Entwendung zum Gebrauch, Fahren ohne F�hrerausweis und mehrfachen �bertretens des BetmG zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren sowie einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt worden. Am 9. M�rz 2009 sei der Beschwerdef�hrer bei einer Probezeit von einem Jahr aus dem Strafvollzug entlassen worden. Mit Strafbefehl vom 25. Juni 2010 sei er schliesslich von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis wegen mehrfachen Vergehens gegen das Bundesgesetz vom 20. Juni 1997 �ber Waffen, Waffenzubeh�r und Munition (Waffengesetz; SR 514.54) und mehrfachen �bertretens des BetmG zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt worden, bei einer Probezeit von 5 Jahren.
Weiter f�hrte das Obergericht aus, das �ber den Beschwerdef�hrer erstellte psychiatrische Gutachten vom 11. Mai 2011 halte fest, dass er unter einer "mittelschweren Pers�nlichkeitsst�rung dissozialen Typus" sowie einer mittelgradigen Suchtmittelabh�ngigkeit gelitten habe bzw. leide. Bez�glich der Suchtmittelproblematik betreffend Alkohol und Cannabis lebe er jedoch in gesch�tzter Umgebung (dem Gef�ngnis) gegenw�rtig abstinent. Die Gefahr neuerlichen gewaltt�tigen Handelns sei gem�ss Gutachten als hoch anzusehen. Bez�glich der sexuellen Bel�stigung sei die R�ckfallgefahr als mittelgradig einzustufen. Zwischen der Pers�nlichkeitsst�rung und der Tat bestehe ein Zusammenhang.
In Bezug auf die M�glichkeit der Anordnung von Ersatzmassnahmen legte das Obergericht dar, dass das deliktische Verhalten immer als Reaktion auf das Verhalten anderer Personen erfolgt sei. Dies werde auch im psychiatrischen Gutachten so geschildert. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer in Freiheit gr�sste M�he damit h�tte, Situationen, in denen er sich angegriffen f�hlt, ohne Gewaltanwendung zu meistern. Ersatzmassnahmen seien unter diesen Voraussetzungen nicht erfolgversprechend. Auch dass der Beschwerdef�hrer �ber eine Arbeitsstelle zu verf�gen scheine und in einer Beziehung lebe, �ndere daran nichts. In dieser Hinsicht h�tten ihn bisher die Konsequenzen seines Handelns (beispielsweise der Freiheitsentzug) ja auch nicht von weiterem Delinquieren abgehalten.
3.3.3 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vortaten m�ssten konkret beurteilt werden. Die einfache K�rperverletzung aus dem Jahr 2006 sein nicht gravierend gewesen, was an der geringen Strafe ersichtlich sei. Als Vortat im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO falle sie damit ausser Betracht. Es bleibe damit nur eine Vortat aus dem Jahr 2008, womit der Haftgrund der Wiederholungsgefahr ausgeschlossen sei. Zudem best�nden keine konkreten Anhaltspunkte daf�r, dass er weitere solche Delikte beginge, w�rde er aus der Haft entlassen. Pr�ventivhaft k�nne niemals aufgrund des Verhaltens Dritter, sprich aufgrund hypothetischer Provokationen Dritter angeordnet werden. Die R�ckfallgefahr werde denn auch sowohl von der Vorinstanz wie auch vom Gutachter lediglich als hoch bezeichnet, sie m�sste aber sehr hoch sein. Weder die Vorinstanz noch die Staatsanwaltschaft oder der Gutachter f�hrten zudem konkret aus, um welche m�glichen weiteren Taten es gehe. Auch die Dritten, die ihn provozieren k�nnten, blieben rein hypothetisch. Die Vorinstanz k�nne keine konkreten Personen nennen. Schliesslich pr�fe die Vorinstanz leider erneut die m�glichen Ersatzmassnahmen nicht. Dabei h�nge die hypothetische R�ckfallgefahr gem�ss dem Gutachten mit dem Alkohol- und Cannabiskonsum zusammen und k�nnten Kontrollen zum Wohlverhalten beitragen.
3.3.4 Wie das Bundesgericht in BGE 137 IV 84 E. 3.2 S. 85 f. entschieden hat, entsprechen der deutsche und der italienische Wortlaut von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO ("schwere Verbrechen oder Vergehen"/"gravi crimini o delitti") weder der bisherigen Rechtsprechung noch dem Sinn und Zweck der Bestimmung. Gest�tzt auf den franz�sischen Wortlaut ("des crimes ou des d�lits graves") ist die Bestimmung dahingehend auszulegen, dass "Verbrechen oder schwere Vergehen" drohen m�ssen.
Aus den im angefochtenen Entscheid angef�hrten Vortaten ist ohne Weiteres ersichtlich, dass der Beschwerdef�hrer bereits fr�her gleichartige Straftaten ver�bt hat. Es handelt sich dabei nicht nur um einfache K�rperverletzungen, sondern insbesondere auch um Raub (Art. 140 StGB), Angriff (Art. 134 StGB) und Raufhandel (Art. 133 StGB). Beim Raub und beim Angriff handelt es sich um Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB). Die Auffassung des Beschwerdef�hrers, es mangle am Vortatenerfordernis, ist somit unzutreffend.
Unbegr�ndet ist auch die Kritik des Beschwerdef�hrers in Bezug auf die Wiederholungsgefahr. Dass das Obergericht die Wiederholungsgefahr als hinreichend hoch erachtete, um die Voraussetzungen von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO zu erf�llen, ist ohne Weiteres ersichtlich. Dies ist auch inhaltlich nicht zu beanstanden. Der Richter ist gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts an die Auffassung des Experten gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und soweit nicht triftige Gr�nde f�r eine abweichende W�rdigung sprechen (BGE 132 II 257 E. 4.4.1 S. 269 mit Hinweisen). Wie erw�hnt, hat der Gutachter die Gefahr neuerlichen gewaltt�tigen Handelns als hoch eingestuft. Dass er dabei von "hoch" spricht und nicht, wie es der juristischen Auslegung von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO entspricht, von einer "sehr ung�nstigen R�ckfallprognose", ist nicht massgebend.
Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers in Bezug auf die bef�rchteten und seiner Ansicht nach konkret zu bezeichnenden Delikte sind ebenfalls nicht stichhaltig. Die Vorinstanz hat die Art der Delikte, hinsichtlich welcher sie eine Wiederholung bef�rchtet, genannt. Ebenfalls hat sie darauf hingewiesen, dass der Beschwerdef�hrer gr�sste M�he damit habe, Situationen, in denen er sich angegriffen f�hle, gewaltfrei zu bew�ltigen. Dass sie dar�ber hinaus konkrete Personen nennt, welche den Beschwerdef�hrer provozieren k�nnten, kann nicht verlangt werden. Die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfene Tat zeigt gerade auf, dass es um Situationen geht, bei welchen er mit ihm unbekannten Personen mehr oder weniger zuf�lligerweise in Kontakt kommt.
Zu Recht hat es deshalb das Obergericht auch abgelehnt, Ersatzmassnahmen anzuordnen. Ein Rayonverbot w�re etwa unter den gegebenen Voraussetzungen nicht zielf�hrend. Auch der Vorschlag des Beschwerdef�hrers, den Alkohol- und Cannabiskonsum kontrollieren zu lassen, �berzeugt nicht. Denn aus dem psychiatrischen Gutachten geht hervor, dass die R�ckfallgefahr in erster Linie pers�nlichkeitsbedingt ist und nicht Folge des Alkohol- und Cannabiskonsums.
3.4.1 Der Beschwerdef�hrer, der sich seit dem 26. September 2010 in Untersuchungshaft und vorzeitigem Strafvollzug befindet, macht schliesslich geltend, der Freiheitsentzug sei nicht mehr verh�ltnism�ssig. Zur Begr�ndung verweist er auf seine Beschwerde ans Bundesgericht vom 24. August 2011. Wesentliche neue Erkenntnisse bringe das Obergericht nicht vor. Das Obergericht habe offensichtlich die mittelgradig verminderte Schuldf�higkeit und die relativ leichte Verletzung des Opfers nicht ber�cksichtigt. Zudem sei nur eine T�tlichkeit erstellt. Er selbst habe sich in Haft stets wohl verhalten und m�sse mit Sicherheit nur zwei Drittel der Strafe absitzen. In Bezug auf die Strafzumessung sei zudem auch der medialen Vorverurteilung Rechnung zu tragen.
3.4.2 Gem�ss Art. 31 Abs. 3 BV hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder w�hrend des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine �berm�ssige Haftdauer stellt eine unverh�ltnism�ssige Beschr�nkung dieses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haftfrist die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion �bersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche N�he der (im Falle einer rechtskr�ftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehenden Sanktion r�ckt (BGE 133 I 168 E. 4.1 S. 170, 270 E. 3.4.2 S. 281; je mit Hinweisen).
3.4.3 In Bezug auf die Ber�cksichtigung einer m�glichen bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug nach Verb�ssung von zwei Dritteln der Strafe hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass dieser M�glichkeit nur ausnahmsweise Rechnung zu tragen ist, n�mlich wenn bereits absehbar ist, dass eine bedingte Entlassung mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgen wird. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Vielmehr hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, dass angesichts der einschl�gigen Vorstrafen des Beschwerdef�hrers nicht gesagt werden k�nne, eine bedingte Entlassung erscheine in hohem Masse als wahrscheinlich (vgl. Urteil 1B_422/2011 vom 6. September 2011 E. 5 mit Hinweis).
3.4.4 Bei der Absch�tzung, welche Dauer eine freiheitsentziehende Sanktion im Falle der rechtskr�ftigen Verurteilung haben wird, stehen der Vorwurf der einfachen K�rperverletzung und des Angriffs im Vordergrund. Einfache K�rperverletzung wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 123 Ziff. 1 StGB), Angriff mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe (Art. 134 StGB). Das Obergericht hat bei der Prognose ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer �ber ein ausf�hrliches und teilweise einschl�giges Vorstrafenregister verf�gt. Zudem habe er w�hrend laufender Probezeit erneut delinquiert. Gem�ss dem psychiatrischen Gutachten habe bez�glich der Tatvorw�rfe der einfachen K�rperverletzung bzw. des Angriffs sowie der sexuellen Bel�stigung eine knapp mittelgradige Verminderung der Schuldf�higkeit vorgelegen, bez�glich der Sachbesch�digung eine leichte Verminderung. Insgesamt erscheine eine Sanktion von 18 Monaten Freiheitsstrafe als wahrscheinlich.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, �berzeugt nicht, soweit er sich in seiner Beschwerde �berhaupt mit den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). In Bezug auf den Einwand, es sei nur eine T�tlichkeit erstellt, ist auf die Erw�gungen zum dringenden Tatverdacht (E. 3.2 hiervor) zu verweisen. Auch trifft nach dem Gesagten nicht zu, dass die Vorinstanz die verminderte Schuldf�higkeit nicht ber�cksichtigt hat. Der behaupteten medialen Vorverurteilung schliesslich kommt nicht das Gewicht zu, das ihr der Beschwerdef�hrer beizumessen scheint. Das Opfer der einfachen K�rperverletzung bzw. des Angriffs hat zudem gem�ss angefochtenem Entscheid nicht unerhebliche Verletzungen erlitten, wenn auch ersichtlich ist, dass deren Schweregrad klar unter der Grenze zur schweren K�rperverletzung nach Art. 122 StGB liegt. Gem�ss angefochtenem Entscheid handelt es sich um eine Rissquetschwunde im Mundwinkel, eine Sch�delprellung sowie multiple Schmerzen im Kopfbereich. Bei einer gesamthaften Ber�cksichtigung all dieser Umst�nde kann im jetzigen Zeitpunkt, wo die Haft seit 13 Monaten andauert, noch nicht von �berhaft gesprochen werden.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer ersucht um unentgeltliche Prozessf�hrung und Rechtsverbeist�ndung. Da die gesetzlichen Voraussetzungen erf�llt sind, kann dem Gesuch entsprochen werden (Art. 64 BGG).
2.2 Rechtsanwalt Dr. Dieter Aebi wird zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ernannt und f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat, dem Bezirksgericht Z�rich, Zwangsmassnahmengericht, und dem Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 112
 Art. 78
 Art. 453
 Art. 80
 Art. 93
 Art. 81
 Art. 107
 Art. 106
 Art. 31
 Art. 5
 Art. 36
 Art. 31
 Art. 221
 Art. 237
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 5
 BGE 
 Art. 221
 BGE 
 Art. 221
 Art. 221
 Art. 221
 Art. 31
 Art. 212
 Art. 122