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Timestamp: 2019-06-24 09:51:15+00:00

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§ 1 Ausbildungsberufe
§ 4 Eignung der Ausbildungsstätten
§ 6 Zielsetzung und Durchführung der Berufsausbildungen
§ 7 Übergang in einen anerkannten Ausbildungsberuf
1Nach dieser Ausbildungsverordnung erfolgt die Berufsausbildung
zur Fachpraktikerin und zum Fachpraktiker Landwirtschaft – Berufsabschluss der Landwirtschaft –,
zur Werkerin und zum Werker im Gartenbau – Berufsabschluss im Gartenbau –,
zur Fachpraktikerin und zum Fachpraktiker Hauswirtschaft – Berufsabschluss der Hauswirtschaft –.
2Die in Satz 1 genannte Berufsausbildung vermittelt den jeweils genannten Berufsabschluss. 3Bei der Bezeichnung des Ausbildungsberufes „Werkerin im Gartenbau/Werker im Gartenbau“ tritt ergänzend die Bezeichnung der Fachrichtung (§ 12 Abs. 1) hinzu.
(1) Die Ausbildungsverordnung gilt für Menschen mit Behinderung nach § 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX), für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine erfolgreiche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht zu erwarten ist.
(2) Hierüber muss eine Bestätigung des zuständigen Rehabilitationsträgers vorliegen, ausgestellt auf der Grundlage einer differenzierten Eignungsuntersuchung, damit der Ausbildungsvertrag in das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse eingetragen werden kann.
(1) 1Menschen mit Behinderung dürfen nach dieser Ausbildungsverordnung nur in dafür geeigneten Betrieben, in Berufsbildungswerken und anderen außerbetrieblichen Einrichtungen ausgebildet werden. 2Neben den in § 27 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) festgelegten Anforderungen muss die Ausbildungsstätte hinsichtlich der Räume, der Ausstattung und Einrichtung den besonderen Erfordernissen der Ausbildung von Menschen mit Behinderung gerecht werden.
(2) 1Die besondere Betreuung und Förderung der Menschen mit Behinderung in der Ausbildungsstätte muss sichergestellt sein. 2Die Beschulung in einer jeweils geeigneten Fachklasse muss gewährleistet sein.
(3) In Betrieben soll eine Ausbilderin oder ein Ausbilder nicht mehr als zwei, in Berufsbildungswerken und anderen außerbetrieblichen Einrichtungen nicht mehr als acht Auszubildende gleichzeitig ausbilden.
Eignung der Ausbilderinnen und Ausbilder
(1) Ausbilderinnen und Ausbilder, die im Rahmen einer Ausbildung nach § 66 BBiG erstmals tätig werden, müssen neben der persönlichen und fachlichen Eignung zusätzlich eine behindertenspezifische Qualifikation nachweisen.
(2) 1Die behindertenspezifische Qualifikation wird nachgewiesen durch Maßnahmen, deren Umfang für Ausbilderinnen und Ausbilder in Berufsbildungswerken und in anderen außerbetrieblichen Einrichtungen mindestens 160 Stunden, für Ausbilderinnen und Ausbilder in Betrieben mindestens 40 Stunden beträgt. 2Von dem Nachweis der Qualifikationsmaßnahme kann nur abgesehen werden, wenn die Qualität der Ausbildung auf andere Weise sichergestellt ist, insbesondere durch Zusammenarbeit mit einer geeigneten Ausbildungseinrichtung.
Zielsetzung und Durchführung der Berufsausbildungen
(1) Die in dieser Ausbildungsverordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen jeweils so vermittelt werden, dass sie zu einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 BBiG befähigen, die selbstständiges Arbeiten mit einschließt.
(2) 1Die Ausbildung ist für jede Auszubildende und jeden Auszubildenden individuell zu planen. 2Der Ausbildungsplan ist an den individuellen Lernfortschritt der oder des Auszubildenden anzupassen.
(3) 1Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. 2Ihnen ist die erforderliche Anleitung und Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. 3Der Ausbildungsnachweis ist regelmäßig zu überprüfen und abzuzeichnen. 4Die zuständige Stelle kann Auszubildende mit Rücksicht auf Art und Schwere ihrer Behinderung von der Pflicht zur Führung eines Ausbildungsnachweises ganz oder teilweise befreien.
Übergang in einen anerkannten Ausbildungsberuf
(1) Während der Berufsausbildung nach dieser Ausbildungsverordnung sollen die Beteiligten und die zuständige Stelle die Möglichkeit des Übergangs in die Ausbildung im jeweiligen anerkannten Ausbildungsberuf laufend prüfen.
(2) 1Ein Übergang nach Abs. 1 bedarf der Zustimmung der oder des Auszubildenden, des gesetzlichen Vertreters und des Ausbildenden. 2Bei Förderung der Ausbildung durch die Bundesagentur für Arbeit oder einen anderen Rehabilitationsträger sind diese anzuhören.
Teil 2 Fachpraktikerin Landwirtschaft und Fachpraktiker Landwirtschaft
§ 11 Bestehen der Abschlussprüfung
(1) Die Gliederung der Berufsausbildung „Fachpraktikerin Landwirtschaft/Fachpraktiker Landwirtschaft“ ergibt sich aus Anlage 1.
(2) 1Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die in Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. 2Der Auszubildende hat zwei Schwerpunkte zu wählen, wobei entweder der Schwerpunkt Tierhaltung (Anlage 1 Nr. 3.1) oder der Schwerpunkt Pflanzenproduktion (Anlage 1 Nr. 3.2) verpflichtend zu wählen ist.
(3) Findet die Ausbildung in einem Berufsbildungswerk oder in einer anderen außerbetrieblichen Ausbildungseinrichtung statt, sollen mindestens 26 Wochen außerhalb dieser Einrichtung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb durchgeführt werden.
(1) In Zusammenarbeit zwischen der zuständigen Stelle und den Ausbildungsstätten ist eine Zwischenprüfung durchzuführen, die vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in Anlage 1 für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den entsprechenden Lehrstoff der Berufsschule zur individuellen Lernförderung, soweit dieser für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) 1Die Zwischenprüfung findet in einem der Schwerpunkte Tierhaltung oder Pflanzenproduktion statt und wird praktisch in Form einer Arbeitsprobe einschließlich eines Fachgesprächs und schriftlich oder auf Antrag mündlich durchgeführt. 2Die individuellen Beeinträchtigungen der Prüfungskandidaten sind bei der Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen.
(4) Die praktische Prüfung dauert etwa 90 Minuten, die schriftliche Prüfung 60 Minuten und eine mündliche Prüfung etwa 30 Minuten.
(5) Findet die Ausbildung in den Schwerpunkten Tierhaltung und Pflanzenproduktion statt, wird der Prüfungsbereich auf gemeinsamen Antrag des Auszubildenden und des Ausbildenden festgelegt.
(1) 1Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die Handlungsfähigkeit erworben hat. 2In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.
(2) 1Die Abschlussprüfung besteht aus folgenden Prüfungsbereichen:
Haltung und Nutzung von Tieren,
Anbau und Nutzung von Pflanzen,
Arbeitsverfahren und Technik,
2Die Abschlussprüfung ist entsprechend dem Schwerpunkt in den Prüfungsbereichen gemäß Satz 1 Nr. 1 oder Nr. 2 sowie Nr. 3 und 4 abzulegen. 3Die Prüfung in den Prüfungsbereichen gemäß Satz 1 Nr. 1 und 2 wird praktisch in Form von je zwei Arbeitsproben mit jeweils einem Fachgespräch und in den Prüfungsbereichen gemäß Satz 1 Nr. 3 und 4 schriftlich oder auf Antrag mündlich abgenommen. 4Die Prüfungszeit beträgt jeweils für jede Arbeitsprobe einschließlich des Fachgesprächs 90 Minuten, für die schriftlichen Prüfungen im Prüfungsbereich gemäß Satz 1 Nr. 3 60 Minuten und im Prüfungsbereich gemäß Satz 1 Nr. 4 30 Minuten, für mündliche Prüfungen im Prüfungsbereich gemäß Satz 1 Nr. 3 etwa 30 Minuten und im Prüfungsbereich gemäß Satz 1 Nr. 4 etwa 20 Minuten.
(3) Findet die Ausbildung in den Schwerpunkten Tierhaltung und Pflanzenproduktion statt, wird der Prüfungsbereich gemäß Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 oder Nr. 2 auf gemeinsamen Antrag des Auszubildenden und des Ausbildenden festgelegt.
(4) 1In der praktischen Prüfung sollen die Prüflinge zeigen, dass sie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden können. 2Bei der Planung, Durchführung und Kontrolle der Arbeitsabläufe sind Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie je nach Schwerpunkt Gesichtspunkte des Tierschutzes und des Tierwohls oder Gesichtspunkte des Bodenschutzes und der Pflanzengesundheit einzubeziehen. 3Den Prüflingen soll Gelegenheit gegeben werden, die Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen.
(5) Für die praktischen Prüfungsaufgaben im Prüfungsbereich Haltung und Nutzung von Tieren kommen insbesondere folgende Prüfungsgebiete in Betracht:
Gesundheitszustand und Ernährung von Tieren,
artgerechter Umgang mit Tieren,
Fütterung von Tieren,
Pflege und Versorgung von Tieren,
Gewinnen und Verarbeiten tierischer Produkte.
(6) Für die praktischen Prüfungsaufgaben im Prüfungsbereich Anbau und Nutzung von Pflanzen kommen insbesondere folgende Prüfungsgebiete in Betracht:
Erkennen und Beurteilen von Pflanzen,
Bearbeiten des Bodens,
Gewinnung pflanzlicher Produkte,
Lagerung des Ernteguts,
Verarbeitung pflanzlicher Produkte.
(7) 1In der schriftlichen Prüfung im Prüfungsbereich Arbeitsverfahren und Technik sollen die Prüflinge zeigen, dass sie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Berücksichtigung des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit, des Tierschutzes und der Wirtschaftlichkeit anwenden können. 2Für die praxisbezogene schriftliche Prüfung kommen insbesondere folgende Prüfungsgebiete in Betracht:
Aufzeigen fachlicher Hintergründe und Zusammenhänge,
Festlegung von Arbeitsabläufen,
Auswahl und Einsatz geeigneter Maschinen, Geräte und Betriebsmittel,
Anwendung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung,
Anwendung von Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit.
(8) In der schriftlichen Prüfung im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde sollen die Prüflinge zeigen, dass sie allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge in der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen können.
(9) 1Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses sind die Ergebnisse der Prüfungsbereiche zu einer Note zusammenzufassen. 2Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
arithmetisches Mittel aus den Noten der Arbeitsproben in den Prüfungsbereichen gemäß Abs. 5 oder Abs. 6 70 %
schriftliche Prüfung gemäß Abs. 7 20 %
schriftliche Prüfung gemäß Abs. 8 10 %.
(1) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn im Gesamtergebnis und jeweils in den Arbeitsproben nach § 10 Abs. 2 Satz 3 mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sind.
(2) Sie ist nicht bestanden, wenn einer der Prüfungsbereiche nach § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 und 4 mit „ungenügend“ bewertet worden ist.
(3) 1Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einer der mit „ungenügend“ bewerteten Prüfungsleistungen in den Prüfungsbereichen „Arbeitsverfahren und Technik“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. 2Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich wird das bisherige Ergebnis zweifach und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung einfach gewertet.
Teil 3 Werkerin im Gartenbau und Werker im Gartenbau
§ 12 Fachrichtungen, Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
§ 14 Abschlussprüfung
§ 15 Bestehen der Abschlussprüfung
Fachrichtungen, Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
(1) Bei der Berufsausbildung „Werkerin im Gartenbau/Werker im Gartenbau“ kann zwischen den folgenden Fachrichtungen gewählt werden:
(2) Die Gliederung der Berufsausbildung „Werkerin im Gartenbau/Werker im Gartenbau“ ergibt sich aus Anlage 2.
(3) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die in Anlage 2 aufgeführten Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten.
(1) In Zusammenarbeit zwischen der zuständigen Stelle und den Ausbildungsstätten sind Zwischenprüfungen durchzuführen, die vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden sollen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in Anlage 2 für das erste und zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den entsprechenden Lehrstoff der Berufsschule zur individuellen Lernförderung, soweit dieser für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) 1Die Zwischenprüfung wird praktisch in Form von drei Prüfungsaufgaben und schriftlich oder auf Antrag mündlich in Form von vier Prüfungsaufgaben durchgeführt. 2Die individuellen Beeinträchtigungen der Prüfungskandidaten sind bei der Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen.
(4) Die praktische Prüfung dauert etwa 90 Minuten, eine schriftliche Prüfung 60 Minuten und eine mündliche Prüfung etwa 30 Minuten.
(1) 1Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die Handlungsfähigkeit erworben hat. 2In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Ausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. 3Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in Anlage 2 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den entsprechenden Lehrstoff der Berufsschule zur individuellen Lernförderung, soweit dieser für die Berufsausbildung wesentlich ist. 4Sie wird praktisch in Form von vier Prüfungsaufgaben und schriftlich oder auf Antrag mündlich in vier Prüfungsgebieten durchgeführt.
(2) 1Die praktische Prüfung dauert etwa drei Stunden. 2Die Prüflinge sollen zeigen, dass sie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden können; dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz sowie rationelle Energie- und Materialverwendung einzubeziehen. 3Den Prüflingen soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen. 4Die gewählte Fachrichtung ist angemessen zu berücksichtigen. 5Für die praktischen Prüfungsaufgaben kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Ernte und Aufbereitung,
Baustellenabwicklung und Bautechnik,
Vegetationstechnik,
Pflanzenverwendung.
(3) 1Eine schriftliche Prüfung dauert 90 Minuten, eine mündliche Prüfung etwa 60 Minuten. 2Für die praxisbezogenen Fragen und Aufgaben kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Fachrichtungen Baumschule, Gemüsebau und Zierpflanzenbau
Kulturführung,
Pflanzenkenntnisse,
betriebliche Zusammenhänge,
landschaftsgärtnerische Arbeiten,
(4) Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses sind die Prüfungsleistungen wie folgt zu gewichten:
Prüfung gemäß Abs. 2 70 %,
Prüfung gemäß Abs. 3 30 %.
(1) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn im Gesamtergebnis und jeweils in den Prüfungen nach § 14 Abs. 2 und 3 mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sind.
(2) Sie ist nicht bestanden, wenn eine der Prüfungsaufgaben nach § 14 Abs. 2 oder Abs. 3 mit „ungenügend“ oder zwei dieser Prüfungsaufgaben mit „mangelhaft“ bewertet worden sind.
(3) 1Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. 2Wer sich innerhalb von zwei Jahren zur Wiederholungsprüfung anmeldet, wird auf Antrag von den Prüfungen und Prüfungsaufgaben befreit, in denen eine ausreichende Leistung erzielt worden ist.
Teil 4 Fachpraktikerin Hauswirtschaft und Fachpraktiker Hauswirtschaft
(1) Die Gliederung der Berufsausbildung „Fachpraktikerin Hauswirtschaft/Fachpraktiker Hauswirtschaft“ ergibt sich aus Anlage 3.
(2) 1Gegenstand der Berufsausbildung „Fachpraktikerin Hauswirtschaft/Fachpraktiker Hauswirtschaft“ sind die in Anlage 3 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. 2Findet die Ausbildung nach Anlage 3 Abschnitt A im Berufsbildungswerk oder einer anderen außerbetrieblichen Einrichtung statt, so soll die Ausbildung nach Anlage 3 Abschnitt B in einem durch die zuständige Stelle genehmigten Betrieb abgeleistet und fortlaufend durch den Ausbildungsbetrieb begleitet werden. 3Die Entscheidung über den Einsatzbereich nach Anlage 3 Abschnitt B treffen die Auszubildenden in Abstimmung mit den Ausbilderinnen und Ausbildern, dem zuständigen Rehabilitationsträger sowie der zuständigen Stelle am Ende der Ausbildungszeit nach Anlage 3 Abschnitt A.
(1) 1Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die Handlungsfähigkeit erworben hat. 2In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Ausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. 3 § 16 und der Ausbildungsrahmenplan sind zugrunde zu legen.
(2) 1Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2 (gestreckte Abschlussprüfung). 2Schriftlich zu erbringende Prüfungsleistungen sowie die schriftliche Planung der praktischen Prüfung nach § 19 Abs. 2 Satz 4 werden auf Antrag mündlich durchgeführt.
(3) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung einfach und Teil 2 der Abschlussprüfung doppelt gewichtet.
(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll zwischen dem 20. und 22. Ausbildungsmonat stattfinden und erstreckt sich auf die in der Anlage 3 für die ersten 21 Monate der Ausbildung aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf die integrativen Kompetenzen und auf den im Berufsschulunterricht in diesem Zeitraum zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) 1Folgende Inhalte werden jeweils mit 30 Minuten schriftlich geprüft:
Verpflegung und Service,
Hausreinigung und Service,
Textilreinigung und Service,
2Folgende Inhalte werden praktisch in Form einer Arbeitsprobe geprüft:
Verpflegung und Service, mit 90 Minuten,
Hausreinigung und Service, mit 45 Minuten,
Textilreinigung und Service, mit 45 Minuten.
(3) Die schriftlichen Prüfungsleistungen werden einfach, die praktischen Prüfungsleistungen zweifach gewichtet.
(1) 1Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn im Gesamtergebnis und im Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung jeweils mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde. 2Sie ist nicht bestanden, wenn in der Prüfung nach § 18 mehr als zwei Prüfungsleistungen mit „mangelhaft“ oder eine Prüfungsleistung mit „ungenügend“ oder in der Prüfung nach § 19 die schriftliche oder die praktische Prüfung schlechter als „ausreichend“ bewertet wurde.
(2) 1Auf Antrag des Prüflings sind die schriftlichen Prüfungen nach den §§ 18 und 19, die mit „mangelhaft“ bewertet sind, durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. 2Die mündliche Ergänzungsprüfung soll in der Prüfung nach § 18 je Prüfungsfach 10 Minuten und in der Prüfung nach § 19 15 Minuten dauern. 3Das Ergebnis der schriftlichen Prüfung wird zweifach, das der mündlichen Ergänzungsprüfung einfach gewichtet.
Berufsausbildungsverhältnisse, die vor dem 1. August 2018 begonnen worden sind, werden unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Ausbildungsverordnung fortgesetzt, sofern kein abweichender Antrag gestellt wird.
1Diese Verordnung tritt am 1. August 2018 in Kraft. 2Mit Ablauf des 31. Juli 2018 treten außer Kraft:
die Ausbildungsverordnung Fachpraktiker Hauswirtschaft (FPrHwV) vom 7. Juni 2010 (GVBl. S. 358, BayRS 7803-2-L), die durch Verordnung vom 7. Juli 2015 (GVBl. S. 254) geändert worden ist,
die Ausbildungsverordnung Gartenwerker (GaWAusbV) vom 18. November 2011 (GVBl. S. 629, BayRS 7803-24-L), die zuletzt durch Verordnung vom 4. Dezember 2012 (GVBl. S. 731) geändert worden ist,
die Ausbildungsverordnung Fachpraktiker Landwirtschaft (FPrLwV) vom 13. November 2015 (GVBl. S. 418, BayRS 7803-26-L).
München, den 1. Juni 2018
Ausbildungsrahmenplan „Fachpraktikerin Landwirtschaft/Fachpraktiker Landwirtschaft“
im 1.–18. Monat
im 19.–36. Monat
Standort, Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes nennen
bauliche Anlagen des Ausbildungsbetriebes und die im Betrieb vorhandenen oder eingesetzten Maschinen und Geräte sowie ihre Einsatzbereiche beschreiben
Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit, Ausbildungsvergütung und Dauer des Urlaubs nennen
berufsbezogene Regelungen zum Umweltschutz, insbesondere zum Abfall-, Immissionsschutz-, Wasser-, Boden- und Naturschutzrecht, anwenden
ökologische Zusammenhänge, Nachhaltigkeit
Einflüsse und Auswirkungen von Tierhaltung und Pflanzenanbau auf das Ökosystem darstellen
Witterungsabläufe beobachten und dokumentieren
Wetterfaktoren nennen und ihren Einfluss auf die Arbeitsdurchführung und -qualität beschreiben
soziale Beziehungen im Betrieb und im beruflichen Umfeld mitgestalten
gemeinsame fachliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Arbeiten planen, vorbereiten, durchführen und kontrollieren
Arbeiten in Arbeitsschritte gliedern
bei der Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren mitwirken und Arbeitsmittel selbstständig nach Unterweisung auswählen
Längen, Flächen und Rauminhalte berechnen
Einflussfaktoren auf den Arbeitszeitbedarf nennen, Arbeitszeiten festhalten
Arbeitsergebnisse kontrollieren und einschätzen
gesetzliche und berufsbezogene Regelungen anwenden, insbesondere Meldepflichten beachten
die Aufgaben von Kraftübertragungselementen und Schutzvorrichtungen an Maschinen beschreiben
Maschinen, Anlagen, Geräte und Werkzeuge nach Anweisung einsetzen, reinigen und warten
beim Umgang mit Anlagen, Maschinen und Geräten Arbeitssicherheit beachten und vorbeugende Maßnahmen treffen
Betriebsbereitschaft und Verkehrssicherheit von Schleppern, Transportmitteln, technischen Anlagen, Maschinen und Geräten nach Anweisung prüfen
Vorschriften über das Führen landwirtschaftlicher Fahrzeuge im Straßenverkehr nennen
Traktoren und Transportmittel, Maschinen und Geräte unter Beachtung der Sicherheitsvorkehrungen bedienen
Betriebseinrichtungen bedienen und überwachen
bei der Pflege und Instandhaltung der baulichen Anlagen, Maschinen, Geräte und Werkzeuge und deren Einsatz mitwirken
Sicherheitsrisiken bei den Arbeiten beachten und bei vorbeugenden Maßnahmen mitwirken
die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Energiearten, Werkstoffe und Materialien nennen
wirtschaftlichen und umweltschonenden Umgang mit Energieträgern beschreiben
bei Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen mitwirken
bei der Annahme und Abgabe von Waren mitwirken
Verbrauch von Betriebsmitteln erfassen
bei der Ermittlung des Bedarfs an Betriebsmitteln mitwirken
Vermarktungsmöglichkeiten für die erzeugten Produkte nennen
Preise und Erlöse der wichtigsten Produkte und Erzeugnisse nennen
Vorgänge im landwirtschaftlichen Betrieb, insbesondere bei Pflanzen, Tieren und technischen Prozessen, wahrnehmen, Veränderungen feststellen und mitteilen
Informationen, insbesondere aus Gebrauchsanleitungen, Katalogen, Fachzeitschriften und dem Internet, beschaffen
Aufgaben im Team abstimmen und bearbeiten
betriebliche Kommunikations- und Informationssysteme nutzen
Produktionsabläufe dokumentieren
Fehler und Qualitätsmängel aufzeigen, melden und zu deren Behebung beitragen
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Schwerpunkten
Schwerpunkt Tierhaltung
Tiere halten und versorgen
Anforderungen an Tierhaltungssysteme und Haltungstechnik beschreiben
Stallungen und Einrichtungen reinigen und beim Desinfizieren mitwirken, Haltungsbedingungen überwachen
Tiere pflegen und Hygienemaßnahmen durchführen
Futtermittel und Zusatzstoffe beschaffen, gewinnen und lagern
Futtermittel bestimmen, beurteilen und bedarfsorientiert verwenden
Futterrationen zusammenstellen und vorlegen
Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen bedienen und überwachen
organische Rückstände der tierischen Produktion wirtschaftlich und umweltgerecht verwerten
Nutztiere nennen und ihre Nutzung beschreiben
züchterische Maßnahmen tierartenspezifisch beschreiben und bei der Zuchtarbeit mitwirken
Tiere kennzeichnen und nutzen, bei Bedarf aufziehen und ausbilden
tierische Produkte gewinnen, lagern und transportieren
Tierleistungen ermitteln und vergleichen
bei der Vermarktung mitwirken
Tiere beobachten und Tierverhalten einschätzen
Tiergesundheit überwachen und bei Behandlungen mitwirken
verletzte und kranke Tiere pflegen
Anforderungen an den tiergerechten Transport nennen und Tiertransport durchführen
gesetzliche Regelungen zum Tierschutz und der Tierhygiene anwenden
bei der Bodenpflege und Bodenbearbeitung mitwirken
im Betrieb vorkommende Bodenarten unterscheiden
Bodenzustand feststellen und beurteilen
Einfluss von Bodenbearbeitungs- und Pflegemaßnahmen auf die Pflanzenentwicklung und Ertrag einschätzen
Erzeugung pflanzlicher Produkte
Saat- und Pflanzgut bestimmen und verwenden
Düngemittel bestimmen und anwenden
Kultur- und Wildpflanzen bestimmen
Entwicklung von Pflanzenbeständen beurteilen und vergleichen
Schadorganismen und Schadbilder erkennen
bei Pflanzenschutzmaßnahmen mitwirken
Ernte pflanzlicher Produkte
Erntezeiten, Reifezustand und Qualitätsanforderungen kennen
Erträge feststellen und vergleichen
Erntegut nach Verwertbarkeit beurteilen und der weiteren Verwendung zuführen
Schwerpunkt Maschinen und Geräte, Gebäude und bauliche Anlagen
Schmier-, Pflege- und Reinigungsmittel für Maschinen, Geräte und technische Einrichtungen beurteilen und einsetzen
Werkstoffe für die Instandhaltung und Wartung von Gebäuden und baulichen Anlagen beurteilen und einsetzen
Maschinen und Geräte reinigen, sichtbare Mängel und Beschädigungen dokumentieren
Betriebsbereitschaft und Verkehrssicherheit von Maschinen, Geräten und technischen Einrichtungen prüfen und sicherstellen
Wartungs- und Instandsetzungsvorschriften kennen und beurteilen
Werkzeuge, Werkstoffe und Maschinen oder Geräte zur nachhaltigen Instandsetzung von Maschinen, Geräten und baulichen Anlagen sowie von technischen Einrichtungen kennen und einsetzen
technische Mängel und Beschädigungen feststellen und beurteilen
einfache Reparaturen von Maschinen, Geräten und technischen Einrichtungen beurteilen und durchführen
einfache Reparaturen von Gebäuden und baulichen Anlagen beurteilen und durchführen
Maschinen, Geräte und technische Einrichtungen im Betrieb oder während ihres Einsatzes überwachen
technische Störungen erkennen und Möglichkeiten zur Behebung aufzeigen
Landschaft als Lebensgrundlage für Menschen, Tier und Pflanze beurteilen
Bedeutung und Ziele des Naturschutzes bei der Landbewirtschaftung kennen
Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege durchführen
schützenswerte Landschaftsteile und Lebensräume kennen
besondere Lebensräume nachhaltig gestalten
Schäden und Belastungen von Lebensräumen erkennen und beseitigen
Bedeutung von Schutz- und Erholungseinrichtungen für Mensch, Tier und Pflanze kennen
Maßnahmen zur Errichtung, Pflege und Sicherung von Schutz- und Erholungseinrichtungen durchführen
Maßnahmen zur Besucherbetreuung durchführen
Schwerpunkt Aufbereitung, Verarbeitung und Lagerung
Annahme und Aufbereitung
Erzeugnisse, Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffe sowie Verpackungsmaterial annehmen, kontrollieren und aufbereiten
Betriebs- und produktspezifische Vorgaben anwenden, dokumentieren und beurteilen
Fehler und Qualitätsmängel aufzeigen, dokumentieren und zu deren Behebung beitragen
Verarbeitung betrieblicher Erzeugnisse
Produkte und Erzeugnisse marktgerecht verarbeiten
Verarbeitungsverfahren überwachen und beurteilen
Produkte und Erzeugnisse handelsüblich und normgerecht sortieren sowie kennzeichnen
Lagereignung von Produkten und Erzeugnissen anhand vorgegebener Kriterien prüfen
Produkte und Erzeugnisse lagern
Lagerungsbestand kontrollieren und pflegen
Schwerpunkt Vermarktung und Dienstleistung
über betriebliche Produkt- und Dienstleistungsangebote informieren
individuelle Besonderheiten und Anforderungen der Kunden beachten und umsetzen
betriebliche Kommunikations- und Informationssysteme anwenden
Verpackungsmaterialien prüfen und beurteilen
betriebliche Erzeugnisse abfüllen und verpacken
betriebliche Erzeugnisse verkaufsfördernd präsentieren
Maßnahmen zur Erhaltung der Qualität auf dem Absatzmarkt durchführen
Produkte und Erzeugnisse für den Versand entsprechend der Absatzwege vorbereiten
Termine koordinieren und Transport vorbereiten
Abgabe von Produkten und Erzeugnissen durchführen
Ausbildungsrahmenplan „Werkerin im Gartenbau/Werker im Gartenbau“
Schwerpunktübergreifende integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Aufbau und Organisation der Ausbildungsstätte
Grundfunktionen der Ausbildungsstätte, wie Produktion, Absatz und Dienstleistung nennen
bauliche Anlagen des Ausbildungsbetriebes und Ausstattung, d.h. die im Betrieb vorhandenen oder eingesetzten Maschinen und Geräte sowie ihre Einsatzbereiche beschreiben
Grundregeln des Arbeits-, Tarif- und Sozialrechts
Bedeutung des Ausbildungsvertrages wie Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
Regelungen in den für den Gartenbau gültigen Tarifverträgen nennen
Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes sowie der zuständigen Berufsgenossenschaft nennen
berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden, insbesondere beim Umgang mit Maschinen, Geräten, Einrichtungen, Gefahrstoffen sowie sonstigen Werkstoffen und Materialien kennen und beachten
Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen (Maßnahmen der Ersten Hilfe) einleiten
Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung
Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung sowie Möglichkeiten des Recyclings nutzen
Abfälle vermeiden, Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen; Abfälle unter Beachtung rechtlicher, betrieblicher und materialbedingter Erfordernisse aufbereiten und entsorgen
berufsbezogene Regelungen zum Umweltschutz, insbesondere zum Abfall-, Immissionsschutz-, Wasser-, Boden- und Naturschutzrecht nennen und anwenden
Betriebsmittel unter umweltschonenden und wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwenden
mit Energieträgern umweltschonend und kostensparend umgehen
Einflüsse und Auswirkungen von Freiland- und Gewächshauskulturen auf das Ökosystem darstellen
Bedeutung der Artenvielfalt darstellen
Schwerpunktübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
betriebliche Abläufe und Arbeiten planen, vorbereiten, durchführen und kontrollieren
Daten von Produktion und Dienstleistungen erfassen und beurteilen
relevante Gesetze und Verordnungen sowie gesetzliche und berufsbezogene Regelungen anwenden, insbesondere Meldepflichten beachten
Umgang mit Maschinen, Geräten und Betriebseinrichtungen; Materialien und Werkstoffe
die Aufgaben von Kraftübertragungselementen und Schutzvorrichtungen an elektrischen Anlagen und Maschinen kennen und beschreiben
Maschinen, Anlagen, Geräte und Werkzeuge nach Anweisung und entsprechend ihrem Verwendungszweck einsetzen, reinigen und warten
Betriebsbereitschaft und Verkehrssicherheit von Schleppern, Transportmitteln, technischen Anlagen, Maschinen, Werkzeugen und Geräten prüfen und unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften bedienen und einsetzen
Vorschriften über das Führen von Fahrzeugen im Straßenverkehr nennen
Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz beachten
praxisübliche Materialien und Werkstoffe unter Anleitung bearbeiten
Materialschutz durchführen
Vermarktungsmöglichkeiten für die erzeugten Produkte und Leistungen nennen
Preise und Verkaufserlöse der wichtigsten Produkte, Erzeugnisse und Dienstleistungen nennen
Vorgänge in der Ausbildungsstätte bei vegetationstechnischen, produktionstechnischen und Dienstleistungsprozessen wahrnehmen, Veränderungen feststellen und mitteilen
Informationen, insbesondere aus Gebrauchsanleitungen, Katalogen, Fachzeitschriften und dem Internet beschaffen
Produktionsabläufe und Arbeitsvorgänge dokumentieren
bei der Bodenbearbeitung und -pflege mitwirken
Zusammensetzung und Eigenschaften von Böden, Erden und Substraten nennen
Erden und Substrate unter Anleitung verwenden
boden- und vegetationsspezifische Bodenbearbeitung und -pflege durchführen und bei Boden- und Substratverbesserungen mitwirken
Pflanzen bestimmen sowie deren Ansprüche und Eigenschaften beschreiben
bei der Verwendung von Pflanzenarten und -sorten unter Beachtung ihrer Ansprüche mitwirken
Kultur und Pflegemaßnahmen
bei der Vermehrung mitwirken
bei Arbeiten an und mit der Pflanze mitwirken
bei der bedarfs- und zeitgerechten Bewässerung mitwirken
bei der bedarfsgerechten und umweltschonenden Ausbringung von Düngemittel mitwirken
häufig auftretende Pflanzenkrankheiten und Schädlinge erkennen
bei Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen und zur Pflege der Pflanzenbestände oder -anlagen mitwirken
bei der bedarfsgerechten und umweltgerechten Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln mitwirken
Dünge- und Pflanzenschutzmittel vorschriftsmäßig lagern
Pflanzen gegen schädigende Witterungseinflüsse schützen
Wildkräuter und Unkräuter erkennen
Nutzung pflanzlicher Produkte und deren Vermehrung
bei der Ernte oder Verwendung von Pflanzen mitwirken
beim Transport und Einlagern gärtnerischer Erzeugnisse mitwirken
Maschinen und Geräte für die Ernte oder Verwendung von Pflanzen und pflanzlichen Produkten auswählen und einsetzen
Produkte transportieren, erfassen und lagern
Pflanzen und pflanzliche Produkte anhand vorgegebener Kriterien und Qualitätsnormen beurteilen und beim Ernten, Sortieren und bei der Kennzeichnung mitwirken
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten im Schwerpunkt
Kulturräume und Kultureinrichtungen
Kulturräume, Kultureinrichtungen und technische Einrichtungen aufzeigen und deren Anwendung kennen
Anlage von Baumschulquartieren und Flächen für Containerkulturen
bei der Anlage von Baumschulquartieren mitwirken
bei der Anlage von Flächen für Containerkulturen mitwirken
Vermehrung und Jungpflanzenanzucht
Gehölze vermehren, insbesondere durch Sprossstecklinge, Steckholz, Abrisse und Wurzelschnittlinge
Reiser- und Augenveredlung von Gehölzen durchführen
Kulturverfahren und Anbausysteme beschreiben und die im Ausbildungsbetrieb vorhandenen Verfahren und Systeme anwenden
Kulturarbeiten, insbesondere Schneiden, Pinzieren und andere Wachstumsregulierungen, durchführen
Durchführung von Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen
Roden und Sortieren
beim Roden und Ballieren von Gehölzen von Hand und mit Hilfe von Maschinen mitwirken
Gehölze unter Anleitung gemäß den Vorgaben sortieren und kennzeichnen
Gehölze lagern und versandfertig machen
Vorbereiten, Einrichten und Abwickeln von Baustellen unter Anleitung
einfache Ausführungspläne sowie Leistungsverzeichnisse lesen und auf die Baustelle übertragen
Schutzvorrichtungen für vorhandene Vegetation und für bauliche Anlagen erstellen
beim Einrichten und Abräumen der Baustelle mitwirken
vorhandene Vegetation für eine weitere Verwendung ausgraben, ballieren, einschlagen und verpflanzen
Boden lagern, sichern und einbauen
Bodenmodellierungen unter Anleitung ausführen
Gräben und Gruben ausheben und sichern
bei Verbesserungsmaßnahmen des Baugrunds mitwirken
Entwässerungsrohre verlegen, Oberflächeneinläufe, Kontroll- und Sickerschächte einbauen
bei der Herstellung von Schutz-, Dicht-, Trag- und Dränschichten, insbesondere bei Außenanlagen oder bei Anlagen der Bauwerksbegrünung mitwirken
bei der Herstellung von Ausgleichs- und Deckschichten aus Gesteinsgemischen, insbesondere wasser- oder bitumengebundenen Decken mitwirken
beim Einbau von Decken aus Natur- und Kunststoffen sowie Plattenbelägen, insbesondere bei Außenanlagen, Sportanlagen oder Spielanlagen mitwirken
Natursteine unter Anleitung be- und verarbeiten sowie Betonfertigteile einbauen
beim Bau von Wasseranlagen, insbesondere Teichen, Becken oder Wasserläufen mitwirken
bei der Ausstattung von Außenanlagen, insbesondere mit Pergolen, Zäunen, Rankvorrichtungen, Lärmschutzwänden, Sportgeräten oder Spielgeräten mitwirken
bei der Vorbereitung von Standorten für Gehölze und Stauden, insbesondere in Außenanlagen, bei Bauwerksbegrünungen, Innenraumbegrünungen, Hangbefestigungen, Haldenbefestigungen oder Uferbefestigungen oder in der freien Landschaft, mitwirken und Pflanzungen durchführen
Ansaatflächen, insbesondere für Rasen, Wiesen oder Zwischenbegrünung, unter Anleitung vorbereiten und ansäen
Rollrasen, Vegetationsmatten verlegen
Fertigstellungspflege durchführen
Pflege von landschaftsgärtnerischen Gesamtwerken unter Anleitung durchführen
Produktionsräume und Produktionseinrichtungen
Produktionsräume, Produktionseinrichtungen und technische Einrichtungen aufzeigen und deren Anwendung kennen
Gemüsearten mit verschiedenen Verfahren aussäen und Jungpflanzenanzucht durchführen
Produktionsverfahren und Anbausysteme von verschiedenen Gemüsearten beschreiben und im Ausbildungsbetrieb vorhandene Verfahren und Systeme anwenden
Flächen ausmessen und zur Pflanzung oder Aussaat vorbereiten
Durchführung von Direktsaaten und Pflanzungen
Kulturarbeiten einschließlich Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen bei verschiedenen Gemüsearten unter Berücksichtigung der Produktqualität bis zur Ernte durchführen
Erntezeitpunkt verschiedener Gemüsearten unter Berücksichtigung von Reifegrad und Qualitätsansprüchen kennen
verschiedene Ernteverfahren für Gemüse anwenden
Gemüse marktgerecht aufbereiten, insbesondere waschen, putzen, schneiden und bündeln sowie betriebsüblich und handelsüblich sortieren, verpacken und kennzeichnen
Gemüse nach artspezifischen Anforderungen einlagern
verschiedene Zierpflanzen, insbesondere durch Teilung, Blatt- und Sprossstecklinge, vermehren
Aussaaten verschiedener Zierpflanzen durchführen
verwendungsspezifische Kulturverfahren und Anbausysteme kennen und die im Ausbildungsbetrieb vorhandenen Verfahren und Systeme anwenden
bei verschiedenen Zierpflanzen Kulturverfahren einschließlich Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen durchführen
Vermarkten, Verwenden, Kundenberatung
Pflanzenverwendung, Kenntnisse der Pflanzenansprüche
Pflanzen entsprechend ihren Bedürfnissen pflegen
Bepflanzung von Gefäßen nach Vorgaben
Bepflanzung von Rabatten nach Vorgabe
verkaufsfertige Zierpflanzen nach betriebsüblichen Kriterien auswählen oder ernten
Zierpflanzen betriebsüblich sortieren und kennzeichnen
Zierpflanzen für Transport verpacken
Zierpflanzen lagern
Anlage 3 (zu § 16)
Ausbildungsrahmenplan „Fachpraktikerin Hauswirtschaft/Fachpraktiker Hauswirtschaft“
(Basis- und Aufbauqualifizierung 1. bis 27. Ausbildungsmonat)
Zeitl. Richtwert /Wochen
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
1.–21. Monat
22.–27. Monat
Grundsätze der Verpflegung
Grundsätze der vollwertigen Ernährung beachten:
Lebensmittelgruppen und deren Verwendung unterscheiden:
Lebensmittelkennzeichnung beachten
vorgefertigte Lebensmittel nach Bearbeitungs- und Verarbeitungsstufen unterscheiden
nach Rezepten und Vorgaben arbeiten und dabei mit Maßen, Mengen und Gewichten rechnen
Küche als Arbeitsfeld
Arbeitsbereiche der Großküche unterscheiden:
Grundsätze der Arbeitsplatzgestaltung in der Küche berücksichtigen
Grundsätze der Arbeitsgestaltung bei den Arbeitsabläufen umsetzen
Anforderungen des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit beachten
Maßnahmen der Betriebs-, Produkt-, Prozess- und Personalhygiene anwenden
Vorgaben der Qualitätssicherung beachten
Entgegennehmen und Lagern von Waren
Grundsätze für den Lebensmitteleinkauf berücksichtigen
Lagerbedingungen und Anforderungen an die Lagerräume für die verschiedenen Warengruppen beachten
Warenannahme und -kontrolle durchführen
Waren entnehmen und ausgeben, Bestände erfassen
Lagerräume und deren Einrichtung reinigen
Vorbereiten von Obst, Gemüse und Salaten
Grundsätze für das Säubern und Zerkleinern von Obst und Gemüse beachten
rationelle Zerkleinerungstechniken von Hand anwenden
Maschinen und Geräte zum Säubern und Schälen, zum Zerkleinern und Schneiden einsetzen
vorbereitetes Obst und Gemüse sowie vorbereitete Salate transportieren und lagern
Zubereiten von einfachen Speisen
Garverfahren und deren Anwendungsbereiche unterscheiden: Kochen, Dämpfen, Dünsten, Braten, Schmoren, Backen, Grillen, Frittieren, Druckgaren
Teilarbeiten bei der Vor- und Zubereitung von Gerichten unter Einsatz von Maschinen und Geräten durchführen
kleine kalte und warme Speisen zubereiten
Salate roh und gekocht als Beilage und als Hauptgericht zubereiten
einfache Nachspeisen zubereiten
Halbfertig- und Fertigprodukte aufbereiten und aufwerten
einfache Gerichte für spezifische Personengruppen unter Berücksichtigung der verschiedenen Betriebsarten zubereiten
Heiß- und Kaltgetränke herstellen
Komponenten für Frühstück und Abendessen vorbereiten
Arbeitsplätze aufräumen und reinigen
Herstellen einfacher Gebäckarten
Backzutaten und deren Verwendungsmöglichkeiten unterscheiden
süßes und pikantes Gebäck aus verschiedenen Teigarten unter Einsatz von Maschinen und Geräten herstellen: Rührteig, Hefeteig, Mürbteig, Quarkölteig, Biskuitteig
Halbfertig- und Fertigprodukte verwenden
Portionieren, Transportieren und Ausgeben von Speisen
Warmhalte- und Transportsysteme einsetzen
Speisen unter Beachtung von Portionierregeln und Verwendung von Portionierhilfen portionieren
Kuchen und Gebäck teilen und anrichten
Speisen nach Ausgabesystemen ausgeben
Büfettservice und Eindecken von Tischen
einfache Büfetts unter Beachtung der Grundsätze kundenorientiert gestalten
Büfett überwachen, Speisen nachlegen
Tischwäsche, Geschirr, Besteck und Gläser unterscheiden und situationsgerecht auswählen
Tische dem Anlass entsprechend decken
Tische nach Vorgaben dekorieren
Servietten auswählen und falten
Tischservice bei verschiedenen Mahlzeiten übernehmen
Abdecken von Tischen, Arbeiten in der Spülküche
Tische fachgerecht abdecken
Speisenreste und Tischabfälle trennen und entsorgen
Geschirr und Arbeitsgeräte von Hand spülen
Spülverfahren mit Maschinen durchführen
Geschirr, Besteck, Gläser und Arbeitsgeräte nach betrieblichen Ordnungssystemen einräumen
Transportsysteme reinigen
Spülküche und Maschinen reinigen
Maschinen und Geräte für die Vor- und Zubereitung von Speisen nach Anweisung reinigen
Arbeitsflächen unter Berücksichtigung der Materialien reinigen
Fußböden und Wandflächen reinigen
Anforderungen an die Desinfektion beachten
Abfälle nach Sortierkriterien lagern/entsorgen
Maßnahmen zur Abfallvermeidung anwenden
Transport- und Lagerbehältnisse reinigen
Grundsätze der Hausreinigung
Raumgruppen und deren Funktionen sowie deren Ausstattung und Einrichtung unterscheiden:
Grundsätze der Raumgestaltung berücksichtigen:
Maschinen und Geräte für die Hausreinigung einsetzen
Reinigungsmittel unterscheiden und situationsgerecht einsetzen
Reinigungsverfahren nach betrieblichen Vorgaben anwenden
rationelle Arbeitsverfahren alleine und im Team unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren und der Regeln für die Teamarbeit durchführen
Grundsätze der Arbeitsplatzgestaltung anwenden
Prinzipien der Abfalltrennung und Abfallentsorgung beachten
Schäden erkennen und melden
Anforderungen des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Hygiene berücksichtigen
Dokumentationssysteme anwenden
Reinigen und Gestalten von Gästezimmern und Aufenthaltsräumen
Grundsätze der Kundenorientierung berücksichtigen
Besonderheiten beim Einsatz in Privaträumen/Individualräumen beachten, z.B. Bewohnerzimmer, Gästezimmer, Büros
Sicht-, Unterhalts- und Grundreinigung unterscheiden und durchführen
spezielle Gegenstände und Materialien reinigen
Polstermöbel und Teppiche reinigen und pflegen
Wohn- und Aufenthaltsräume nach Vorgaben gestalten
Zimmerpflanzen und Blumen pflegen
Arbeitsmittel aufräumen, Maschinen und Geräte reinigen und pflegen
Reinigen von Sanitärräumen
Ausstattung und Einrichtung von Sanitärräumen unterscheiden
Reinigungsverfahren unter Berücksichtigung der hygienischen Anforderungen und Sicherheitsvorschriften in Sanitärräumen anwenden
Sanitärräume nach Vorgabe z.B. mit Handtüchern und Hygieneartikeln ausstatten
Reinigen von Glasflächen, Türen und Verkehrsflächen
Glasflächen, Fenster und Türen unter Berücksichtigung der Materialien reinigen
Verkehrsflächen nach Vorgaben und unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften reinigen, z.B. Eingangsbereiche, Treppenhäuser, Balkone, Terrassen, Aufzüge
spezielle Hilfsmittel und Geräte einsetzen
Hol- und Bringdienste in ausgewählten Arbeitsbereichen nach Vorgabe ausführen
Anforderungen an den korrekten Umgang mit Kunden und internen Leistungserbringern berücksichtigen
Aufträge kunden- und situationsbezogen erledigen
Vorgaben für den Schutz personen- und betriebsbezogener Daten berücksichtigen
Annehmen, Sortieren und Vorbereiten von Schmutzwäsche
Textilien nach Verwendungsmöglichkeiten und Pflegekennzeichnung unterscheiden
Kriterien für das Sortieren von Schmutzwäsche anwenden
hygienische Anforderungen und Vorgaben des Gesundheitsschutzes bei der Schmutzwäschebehandlung berücksichtigen
nach Wäscheannahmesystemen arbeiten
spezielle Methoden zur Vorbereitung und Vorbehandlung von Schmutzwäsche anwenden
Dokumentationssysteme einsetzen
Transportieren und Lagern von Wäsche
Transport- und Verteilersysteme einsetzen
Wäsche-Kennzeichnungssysteme unterscheiden
Wäschekennzeichnung durchführen
Wäsche nach Vorgaben und Kundenwünschen lagern
Waschen und Trocknen von Wäsche, Kleidung und Heimtextilien
Waschverfahren, Waschmittel und Waschhilfsmittel unterscheiden
Maschinen und Geräte zum Waschen und Trocknen bedienen
Wasch- und Nachbehandlungsverfahren an Arbeitskleidung, Haus- und Heimtextilien durchführen
Wasch- und Nachbehandlungsverfahren für persönliche Wäsche und Kleidung nach Kundenwünschen durchführen
Wäsche und Kleidung nach verschiedenen Verfahren trocknen
Anforderungen des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit berücksichtigen
Arbeitsplätze, Räume, Maschinen und Geräte nach Vorgaben reinigen
Glätten und Schrankfertigmachen von Wäsche und Kleidung
hygienische Anforderungen an die Behandlung sauberer Wäsche berücksichtigen
rationelle Arbeitsverfahren alleine und in Teamarbeit durchführen
beim Glätten von Wäsche an Maschinen und Geräten mitwirken
Wäsche und einfache Kleidung von Hand bügeln
Wäsche und Kleidung nach betrieblichen Vorgaben und Kundenwünschen schrankfertig machen und legen
einfache Ausbesserungsarbeiten an Wäsche und Kleidung durchführen
– Schwerpunktqualifizierung (28. – 36. Ausbildungsmonat)
1.1 Einsatzbereich Großhaushalt/gewerbliches Unternehmen
Betriebsorganisation und betriebliche Abläufe berücksichtigen
Aufgaben und Leistungen des Betriebes im Bereich Hauswirtschaft kennen
Kundengruppe/n kennen und deren Ansprüche bei der Leistungserbringung berücksichtigen
betriebliche Standards einhalten
schriftliche und mündliche Arbeitsanweisungen umsetzen
kleine, selbstständig zu bewältigende Arbeitsprozesse planen
betriebliche Vorgaben für persönliches Erscheinungsbild und Arbeitskleidung einhalten
betriebliche Dokumentationssysteme einsetzen
betriebsrelevante Anforderungen der Verpflegung beachten
Aufgaben der Speisenvorbereitung nach betrieblichen Vorgaben durchführen
einfache Speisenkomponenten und Backwaren zubereiten
betriebsübliche Halbfertig- und Fertigprodukte aufbereiten
Speisen und Backwaren portionieren, anrichten, ausgeben und verteilen
Spül-, Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchführen
Lebensmittel nach betrieblichem System lagern
bei besonderen Angeboten der Verpflegung mitwirken, z.B. Büfett, Festessen, Catering
Reinigungssysteme und deren Einsatzmöglichkeiten unterscheiden und bedarfsgerecht nutzen
Reinigungsgeräte, Maschinen und Hilfsmittel für die verschiedenen Reinigungs- und Desinfektionsverfahren rationell einsetzen
Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel unter Nutzung von Dosierhilfen umweltverträglich verwenden
Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume kundenorientiert gestalten und ausstatten
Wäschekreislauf und betrieblichen Arbeitsablauf berücksichtigen
Hol- und Bringdienste für Wäsche durchführen
Flachwäsche und Arbeitskleidung unter Beachtung rationeller Arbeitsverfahren waschen, trocknen und schrankfertig machen
saubere Wäsche nach betrieblichem Verteilersystem sortieren und transportieren
Räume, Maschinen und Geräte für die Wäschepflege nach betrieblichen Vorgaben reinigen
1.2 Einsatzbereich gastgewerblicher Betrieb – mit oder ohne Beherbergungsangebot
Aufgaben und Leistungen des Betriebes im relevanten Einsatzbereich kennen
Gästegruppe/n kennen und deren Erwartungen und Bedürfnisse bei der Leistungserbringung berücksichtigen
gastorientiert handeln, allgemeine Umgangsformen mit Gästen beherrschen und umsetzen
Ausstattung einer gastronomischen Küche mit Magazin kennen
Grundregeln für das Anrichten, Portionieren und gastgerechte Präsentieren von Speisen und Getränken anwenden
Tische eindecken und gestalten
Serviceleistungen kundenorientiert erbringen, z.B. Büfett, Festgestaltung
Gasträume/Tagungsräume und deren Ausstattung reinigen und pflegen
betriebliche Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände reinigen und pflegen
Pflanzen und Blumen im Innen- und Außenbereich pflegen z.B. Balkon- und Terrassenbepflanzungen
Zusätzliche Ausbildungsinhalte für gastgewerbliche Betriebe mit Beherbergungsangebot
Gästezimmer und deren Ausstattung nach betrieblichen Standards reinigen und ausstatten
Betten machen, ab- und beziehen
Nasszellen nach betrieblichen Standards reinigen und ausstatten
einfache Aufgaben im Zimmerservice übernehmen
besondere Betriebs- und Gasträume reinigen und pflegen, z.B. Fitnessräume
Bedeutung von einwandfreier, gepflegter und hygienischer Wäsche kennen
Bettwäsche, Tischwäsche, Küchenwäsche und Frotteewäsche waschen, glätten und legen
Arbeitskleidung waschen und bügeln
Wäscheservice für Gäste übernehmen
1.3 Einsatzbereich Senioren, Patienten, Menschen mit Behinderung
Aufgaben und Abläufe der Einrichtung kennen
Besonderheiten im Umgang mit Senioren und Patienten berücksichtigen
wesentliche Auswirkungen von alterstypischen Erkrankungen und Behinderungen kennen und sich angemessen verhalten
Besonderheiten der Kommunikation berücksichtigen
Wirkung von Nähe und Distanz berücksichtigen
mit Sterbe- und Todessituationen umgehen können
mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten und Kompetenzabgrenzungen beachten
bei Angeboten zur Alltagsgestaltung mitwirken
Serviceleistungen kundenorientiert erbringen
Grundsätze der Ernährung von Senioren und Patienten beachten
Speisen und Getränke kundenbezogen aufbereiten und verteilen
Zwischenmahlzeiten und Getränke zubereiten
Speisen und Getränke transportieren, servieren/verteilen
Essplätze einschließlich erforderlicher Hilfsmittel bedarfsgerecht vorbereiten
Hilfestellung bei der Mahlzeiteneinnahme leisten
Besonderheiten im Ess- und Trinkverhalten erkennen und melden
Essplätze abräumen und reinigen
Spül-, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten in der Stationsküche durchführen
Besonderheiten der Hygiene und der Desinfektion berücksichtigen
Bewohner- und Patientenzimmer und deren Ausstattung unter Beachtung der Kundenwünsche reinigen und pflegen
Nasszellen nach betrieblichen Standards reinigen und pflegen
beim Aufstehen und Zubettgehen der Bewohner unterstützen
Pflegebäder und sonstige gemeinschaftlich genutzten Räume auf Station reinigen
Roll- und Pflegestühle, Gehhilfen und sonstige Hilfsmittel reinigen und pflegen
hygienische Anforderungen an den Umgang mit Schmutzwäsche/infektiöser Wäsche beachten
Schmutzwäsche nach betrieblichem System sortieren und transportieren
saubere Wäsche transportieren und verteilen
Wohnbereichswäsche nach Ordnungssystem lagern
persönliche Wäsche und Kleidung kundenorientiert einräumen
persönliche Wäsche und Kleidung pflegen
1.4 Einsatzbereich Kinder
Besonderheiten im Umgang mit Kindern berücksichtigen
bei erzieherischen hauswirtschaftlichen Aufgaben unterstützen
Grundsätze der kindgerechten Ernährung beachten
kleine warme und kalte Speisen und Getränke vor- und zubereiten
Essplätze vorbereiten und Essen nach betrieblichen Vorgaben ausgeben
Spül-, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten in der Küche durchführen
bei Aufgaben der Ernährungserziehung unterstützen
Gruppenräume aufräumen
bedarfsorientierte Reinigungsarbeiten in Räumen durchführen
Spielzeug aufräumen, sortieren, reinigen
Ordnungs- und Reinigungsarbeiten im Außenbereich durchführen
bei der Gestaltung der Räume mitwirken
bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mithelfen
Küchen-, Bettwäsche und Heimtextilien waschen und bügeln
Kinderkleidung bei akuten Verschmutzungen reinigen
Hinweise für die Schwerpunktqualifizierung:
Je nach Leistungsangebot des Betriebes und der beruflichen Einsatzmöglichkeiten des „Fachpraktikers Hauswirtschaft“/der „Fachpraktikerin Hauswirtschaft“ sind die Inhalte von einem oder von zwei Arbeitsbereichen – Verpflegung und Service, Hausreinigung und Service, Textilreinigung und Service – zu vermitteln.
Die methodischen Kompetenzen des jeweiligen Einsatzbereiches sind grundsätzlich zu vermitteln.
Für die Vermittlung der einzelnen Ausbildungsinhalte werden keine Zeitvorgaben gemacht, da in erster Linie die betrieblichen Bedingungen und individuellen Voraussetzungen der Auszubildenden berücksichtig werden sollen.
Die Schwerpunktbetriebe müssen die Vermittlung der Ausbildungsinhalte durch Einsatz geeigneter Fachkräfte gewährleisten.
– Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die zu vermitteln sind
Hauswirtschaft als Dienstleistung (personale und soziale Kompetenzen)
Hauswirtschaft als Dienstleistung verstehen und Dienstleistungsgedanken bei der Arbeit umsetzen
eigenes Rollenverständnis im Dienstleistungsbereich definieren
Erwartungen und Wünsche der Kunden erkennen und das eigene Arbeiten darauf abstimmen, Einfühlungsvermögen entwickeln
Personale Kompetenzen und berufliches Selbstverständnis
Erscheinungsbild und Umgangsformen kunden- und situationsbezogen anpassen
durch motivierte und zuverlässige Arbeitshaltung zum Arbeitserfolg beitragen
Arbeitseinstellung und Arbeitstugenden als Grundlagen für das Arbeiten im Betrieb beherrschen
Zusammenhänge zwischen privatem Lebensbereich und Berufsleben im Hinblick auf die Selbstorganisation berücksichtigen
Gesprächs- und Kommunikationstechniken personen- und situationsbezogen anwenden
Soziale Kompetenzen und Arbeiten im Team
mit dem Arbeitsteam unter Beachtung von Zuständigkeiten, Entscheidungskompetenzen und eigener Verantwortlichkeit kooperieren
Prinzipien der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen berücksichtigen
Auswirkungen von Kommunikation und Kooperation auf das Betriebsklima und die Arbeitsleistung erkennen und beachten
Konflikte wahrnehmen und Strategien zur Konfliktbewältigung anwenden
mit Kritik umgehen, konstruktive Kritik nutzen und angemessene Kompromissbereitschaft entwickeln
Betriebs- und Arbeitsorganisation (Methodenkompetenz)
Ausbildungsstätte und Ausbildungsverhältnis
Betriebsarten unterscheiden, z.B.
Standort, Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes beschreiben
Grundsätze des Ausbildungs- und Arbeitsvertrages kennen
Grundsätze des Arbeits- und Sozialrechts nennen
Aufgaben der Interessenvertretung innerhalb und außerhalb des Ausbildungsbetriebes kennen
berufliche Beschäftigungs- und Fortbildungsmöglichkeiten nennen
Grundsätze der Arbeitsgestaltung und der Arbeitsplatzgestaltung unter Beachtung der hygienischen, ergonomischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte anwenden
Arbeitsabläufe kunden- und serviceorientiert durchführen
Arbeitsmittel und Materialien bedarfsgerecht auswählen sowie kosten- und umweltbewusst einsetzen
das Arbeitstempo den Vorgaben anpassen
Hygiene, Sicherheit und Umweltschutz
Bedeutung der persönlichen Hygiene, der Betriebs-, Produkt- und Prozesshygiene kennen und Hygienevorschriften umsetzen
grundlegende Anforderungen an Arbeits- und Schutzkleidung beachten
persönliche und kundenbezogene Gesundheitsschutzmaßnahmen anwenden
Anforderungen des Umweltschutzes beachten
sich bei Unfällen vorschriftsmäßig verhalten und erste Maßnahmen einleiten
Grundsätze der Qualitätssicherung verstehen
Maßnahmen zur Qualitätssicherung im eigenen Verantwortungsbereich durchführen
Informations- und Kommunikationssysteme bedarfsgerecht nutzen
Informationen erfassen, dokumentieren, schriftlich und mündlich weitergeben

References: § 4

§ 6

§ 7
 § 2
 § 27
 § 66
 § 1

§ 11
 § 10
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§ 12

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