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Timestamp: 2019-07-21 16:01:26+00:00

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BGH, 19.10.1992 - II ZR 171/91 - dejure.org
BGH, 19.10.1992 - II ZR 171/91
https://dejure.org/1992,693
BGH, 19.10.1992 - II ZR 171/91 (https://dejure.org/1992,693)
BGH, Entscheidung vom 19.10.1992 - II ZR 171/91 (https://dejure.org/1992,693)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 1992 - II ZR 171/91 (https://dejure.org/1992,693)
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Einzelrichter - Zuweisung - Einzelrichter - Vorsitzender - Übertragung der Sache
ZPO § 295 Abs. 1, § 524 Abs. 1
NJW 1993, 600
MDR 1993, 269
Die Vorschrift des § 295 ZPO findet auf einfache Fehler bei der Auslegung und Würdigung des Geschäftsverteilungsplanes Anwendung (…vgl. etwa Zöller/Greger, aaO § 295 Rn. 3;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO 22. Aufl. § 295 Rn. 21), nicht jedoch bei Verstößen gegen Art. 101 Abs. 1 GG (BGHZ 6, 178, 181; BGH, Urt. v. 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91, NJW 1993, 600, 601; Beschl. v. 30. September 1997 - X ZB 17/96, NJW-RR 1998, 699;… MünchKomm-ZPO/Zimmermann, 3. Aufl. § 21e GVG Rn. 66;… MünchKomm-ZPO/Prütting, aaO § 295 Rn. 22;… Hk-ZPO/Saenger, 2. Aufl. § 295 Rn. 4;… Musielak/Huber, ZPO 5. Aufl. § 295 Rn. 3).
b) Entscheidet der Einzelrichter unbefugt allein, liegt wegen fehlerhafter Besetzung des Gerichts ein absoluter Revisions- bzw. Rechtsbeschwerdegrund im Sinne der §§ 72 Abs. 3 FamFG, 547 Nr. 1 ZPO vor (vgl. BGH Urteil vom 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91 - NJW 1993, 600).
Darüber hinaus wäre eine Zustimmung der Parteien nach allgemeiner Meinung auch nicht geeignet, einen Verstoß gegen den Anspruch auf den gesetzlichen Richter zu heilen, da es sich bei Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG um eine Vorschrift im Sinne von § 295 Abs. 2 ZPO handelt, auf deren Befolgung eine Partei nicht wirksam verzichten kann (vgl. BAG 25. August 1983 - 6 ABR 31/82 - zu III der Gründe, BAGE 43, 258; BGH 15. Oktober 2013 - II ZR 112/11 - Rn. 7; 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91 -; BVerwG 23. August 1996 - 8 C 19.95 - BVerwGE 102, 7; BSG 24. Oktober 2013 - B 13 R 240/12 B - Rn. 10; 12. Mai 1993 - 6 RKa 25/92 -;… MüKoZPO/Prütting § 295 Rn. 10, 22; Musielak/Voit/Huber ZPO § 295 Rn. 3) .
Unter diese Norm fällt auch die Konstellation, daß über die Rechtsstreitigkeit andere Richter entscheiden als die gesetzlich dazu berufenen (vgl. BGH 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91 - NJW 1993, 600; 19. Oktober 1988 - IV b ZR 10/88 - BGHZ 105, 270, 276, für den Fall, daß unbefugterweise der Einzelrichter statt des Kollegialgerichts entschieden hat).
Schon die Verletzung jener einfachgesetzlichen Verfahrensvorschriften, deren Befolgung nach § 295 Abs. 2 ZPO unverzichtbar sind, bedarf im Revisionsverfahren nicht der Rüge (…May, aaO, RdNr 97; vgl zur Unverzichtbarkeit der Rechte aus solchen einfachgesetzlichen Verstößen in Verfahren, in denen die vorschriftswidrige Besetzung allerdings gerügt worden war, BGH vom 19.10.1992 - II ZR 171/91 - NJW 1993, 600, 601; BVerwG vom 23.8.1996 - 8 C 19/95 - BVerwGE 102, 7, 10 f; BVerwG vom 16.12.1980 - 6 C 110/79 - Buchholz 310 § 138 Ziff 1 VwGO Nr. 20; BFH vom 28.3.2006 - IV B 119/05 - juris).
Da das Beschwerdegericht demnach zu Unrecht durch den Einzelrichter gemäß § 568 Satz 1 ZPO anstelle des nach § 122 Abs. 1 GVG zur Entscheidung berufenen Kollegiums des Senats entschieden hat, war es nicht vorschriftsmäßig besetzt, §§ 576 Abs. 3, 547 Nr. 1 ZPO (vgl. zum umgekehrten Fall: BGH, Beschl. v. 11. Februar 2003 - VIII ZB 56/02, MDR 2003, 645, 646; vgl. auch Sen.Urt. v. 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91, NJW 1993, 600 f. - zu § 524 Abs. 1 a.F. ZPO).
BGH, 25.01.2001 - VII ZR 32/99
Ab der ersten mündlichen Verhandlung durch den Senat kann die Sache dem Einzelrichter wirksam nur durch den Senat übertragen werden (BGH, Urteil vom 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91, NJW 1993, 600 f).
Die Parteien können nicht darauf verzichten, daß die Sache dem Einzelrichter, der nicht nur vorbereitend tätig wird, sondern selbst entscheidet, ordnungsgemäß zugewiesen sein muß (BGH, Urteil vom 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91 aaO).
OLG Celle, 13.02.2006 - 4 W 21/06
FGG-Verfahren: Ersetzung der Zustimmung zur Belastung eines Erbbaurechts mit …
a) Die angefochtene Entscheidung beruht, was die Antragsgegnerin zu Recht rügt, auf einem Verstoß gegen den in Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verfassungsrechtlichen verbürgten Anspruch auf den gesetzlichen Richter und damit auf einem von Amts wegen zu berücksichtigenden unheilbaren (vgl. BGH NJW 2003, 1254, 1255; 1993, 600; Senat OLGR Celle 2004, 619) Verfahrensmangel im Sinne von § 295 Abs. 2 ZPO, weil sie nicht von der vollbesetzten Zivilkammer gemäß §§ 75 GVG, 19 Abs. 2 FGG, sondern von der Einzelrichterin erlassen worden ist.
OLG Frankfurt, 11.04.2003 - 2 U 20/02
Gerichtsbesetzung: Bindungswirkung des Einzelrichterbeschlusses des mangels …
Grundbuchverfahren: Besetzung des Landgerichts im zulassungsfreien …
BFH, 30.01.2004 - II B 111/02
OLG Saarbrücken, 19.03.2007 - 8 W 50/07
OLG Düsseldorf, 03.04.2001 - 24 U 53/00
Entscheidung durch den Einzelrichter an Stelle der an sich zuständigen …
OVG Niedersachsen, 10.07.1996 - 13 L 5910/95
Übertragung auf den Einzelrichter:; Besetzung, vorschriftsmäßige; Einzelrichter; …
OVG Brandenburg, 18.08.2000 - 2 A 132/00
Zulassung der Berufung wegen desVerfahrensmangels der nicht vorschriftsgemäßen …
BGH, 16.01.1995 - II ZR 199/93
Überhöhte Anzahlung auf einen Vorvertrag als sittenwidrige Schädigung - Täuschung …

References: § 295
 § 524
 § 295
 § 295
 § 295
 Art. 101
 § 21
 § 295
 § 295
 § 295
 BGH 
 Art. 101
 § 295
 BGH 
 § 295
 § 295
 BGH 
 § 295
 BGH 
 § 138
 § 568
 § 122
 § 524
 Art. 101
 BGH 
 § 295