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Timestamp: 2018-06-19 23:36:54+00:00

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So erstellen Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung!
Erfahren Sie in unserem kleinen Ratgeber „Gefährdungsbeurteilung – Der wichtigste Schritt zur persönlichen Absicherung“, wie wichtig eine Gefährdungsbeurteilung für den Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz ist und was Sie bei der Erstellung zu beachten haben. Der Ratgeber steht Ihnen ab sofort auf elektrofachkraft.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Vor der Verwendung von Arbeitsmitteln müssen die auftretenden Gefährdungen beurteilt werden. Dies geht u.a. aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hervor. Die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gehört zu der Unternehmerpflicht, für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu sorgen. Verfügt der Arbeitgeber nicht selbst über entsprechende Kenntnisse, hat er sich fachkundig beraten zu lassen.
Die Gefährdungsbeurteilung dient dem Erkennen und Bewerten von Gefahren, die zu Unfällen, Störungen und Ausfällen von Anlagen führen können. Anhand der aufgeführten Gefahren werden Schutzmaßnahmen definiert, die der Mitarbeiter im Umgang mit dem Arbeitsmittel, Betriebsmittel oder der elektrischen Anlage anwenden muss, um ein sicheres Arbeiten gewährleisten zu können.
Nach § 2 der Betriebssicherheitsverordnung gehören zu den Arbeitsmitteln alle Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Anlagen, die für die Arbeit verwendet werden, sowie überwachungsbedürftige Anlagen. Die Verwendung von Arbeitsmitteln umfasst jegliche Tätigkeit mit diesen. Hierzu gehören z.B. das Montieren und Installieren, Bedienen, Betreiben, Instandhalten, Prüfen, Erproben, Demontieren und Überwachen. Alle elektrischen Anlagen fallen unter den Geltungsbereich der Betriebssicherheitsverordnung. Eine Gefährdungsbeurteilung ist deshalb erforderlich.
Gefährdungsbeurteilung erstellen: Vorgehensweise
Folgendes Vorgehen bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung ist empfehlenswert:
Wird ein neues Arbeitsmittel im Unternehmen eingeführt, sollten im ersten Schritt die Gefährdungen, die von dem Arbeitsmittel ausgehen, ermittelt werden.
Die ermittelten Gefährdungen müssen dann von einer Fachkraft bewertet werden. Dazu sollte diese sich fragen, ob die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten ohne den Einsatz zusätzlicher Maßnahmen gewährleistet sind. Bei der Ermittlung und Bewertung der Gefährdungen sind u.a. die Gestaltung der Arbeitsstätte sowie die Arbeitsbedingungen wie Klima, Beleuchtung und Lärm zu berücksichtigen.
Können die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten beim Umgang mit dem Arbeitsmittel nicht sichergestellt werden, sind Schutzmaßnahmen festzulegen.
Die festgelegten notwendigen Maßnahmen sind im nächsten Schritt umzusetzen und
ihre Wirksamkeit ist zu überprüfen.
Mögliche Wechselwirkungen der Arbeitsmittel mit bereits vorhandenen Arbeitsmitteln und der Arbeitsumgebung müssen ebenfalls ermittelt und bewertet werden. Auch hier müssen die erforderlichen Maßnahmen festgelegt werden.
Sind die getroffenen Maßnahmen ausreichend wirksam und sind neue Gefahren auszuschließen, wird das Ergebnis schriftlich dokumentiert (siehe dazu auch § 6 ArbSchG). Die Dokumentation kann auch in elektronischer Form vorgenommen werden. Auf die schriftliche Bestätigung der Inhalte durch den Arbeitgeber bzw. die verantwortliche Führungskraft ist zu achten.
Die Gefährdungsbeurteilung ist während der gesamten Nutzungsdauer des Arbeitsmittels im Unternehmen regelmäßig zu überprüfen. Dabei ist der Stand der Technik zu berücksichtigen. Die Einhaltung des Stands der Technik wird laut § 49 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vermutet, wenn bei Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von Elektrizität die DIN-VDE-Vorschriften eingehalten wurden.
Eine Gefährdungsbeurteilung muss für alle Mitarbeiter und Außenstehende nachvollziehbar sein. In der vollständigen Dokumentation der Beurteilung der Gefährdungen sind folgende Informationen aufgeführt:
die Gefährdungen, die bei der Verwendung der Arbeitsmittel auftreten können
die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen
Angaben dazu, wie die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung eingehalten werden, wenn von den nach § 21 Abs. 4 Nr. 1 bekannt gegebenen Regeln und Erkenntnissen abgewichen wird
Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen sowie die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen
das Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nach § 4 Abs. 5 der Betriebssicherheitsverordnung
Der Arbeitgeber hat Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen von Arbeitsmitteln sowie die Fristen von wiederkehrenden Prüfungen nach den §§ 14 und 16 der Betriebssicherheitsverordnung zu ermitteln und festzulegen.
Sowohl in der DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ als auch für ortsfeste elektrische Arbeitsmittel in der Technischen Regel für Betriebssicherheit (TRBS) 1201 „Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“ ist als bewährte Prüffrist elektrischer Anlagen jeweils ein Zeitraum von vier Jahren beschrieben. Dabei werden normale Betriebs- und Umgebungsbedingungen vorausgesetzt.
Die Beurteilung der örtlichen Betriebs- und Umgebungsbedingungen obliegt der Elektrofachkraft und kann zu anderen Prüffristen führen. Zudem müssen auftretende Schäden rechtzeitig durch regelmäßige Prüfungen entdeckt werden können.
Eine rechtssichere Prüffristenermittlung kann nur über eine Gefährdungsbeurteilung erfolgen. Die Betriebssicherheitsverordnung fordert in § 3 eine Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel zur Ermittlung von Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen:
(6) Der Arbeitgeber hat Art und Umfang erforderlicher Prüfungen von Arbeitsmitteln sowie die Fristen von wiederkehrenden Prüfungen gemäß den §§ 14 und 16 zu ermitteln und festzulegen, soweit diese Verordnung nicht bereits entsprechende Vorgaben enthält.“
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In dem Ratgeber „Gefährdungsbeurteilung – Der wichtigste Schritt zur persönlichen Absicherung“, der zum kostenlosen Download auf elektrofachkraft.de bereitsteht, erfahren Sie mehr rund um das Thema Gefährdungsbeurteilung:
Wo kommen die Forderungen her?
Vorgehensweise bei einer Gefährdungsbeurteilung
Wer macht die Gefährdungsbeurteilung?
Sinnhaftigkeit von Arbeitsanweisungen
Wofür hafte ich überhaupt?
Was kann für mich als Angestellter gefährlich werden?

References: § 2
 § 6
 § 49
 § 21
 § 4
 § 3