Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Bayern&Datum=02.03.2016&Aktenzeichen=L%2012%20KA%20107/14
Timestamp: 2020-02-17 08:58:09+00:00

Document:
LSG Bayern, 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 - dejure.org
https://dejure.org/2016,29914
LSG Bayern, 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 (https://dejure.org/2016,29914)
LSG Bayern, Entscheidung vom 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 (https://dejure.org/2016,29914)
LSG Bayern, Entscheidung vom 02. März 2016 - L 12 KA 107/14 (https://dejure.org/2016,29914)
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AM RL § 10 Abs. 2; SGB V § 31 Abs. 1 S. 4, § 106 Abs. 5 S. 8
Vertragsärztliche Versorgung - Arzneimittelregress - Verordnungsfähigkeit von Tandemact
Rechtmäßigkeit eines Arzneimittelregresses; Ausschluss des Vorverfahrens vor dem Beschwerdeausschuss; Ausnahmeindikation und Begründungspflicht; Ärztliche Dokumentationsobliegenheit
Keine Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherung für die Verordnung von Tandemact zur Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus Patienten bei fehlender Begründung einer Ausnahmeindikation; Ausschluss des Vorverfahrens vor dem Beschwerdeausschuss
SGB V § 106 Abs. 5 S. 8; SGB V § 31 Abs. 1 S. 4
Keine Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherung für die Verordnung von Tandemact zur Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus Patienten bei fehlender Begründung einer Ausnahmeindikation
Es müssen sich die für die medizinische Begründung der Verordnung im Einzelfall ausreichenden Angaben zum bisherigen Krankheits- und Behandlungsverlauf sowie den Behandlungsalternativen ergeben (…vgl. SG Dresden, Urt. v. 27.02.2013 - S 18 KA 141/11 - juris Rdnr. 52 f.;… SG Dresden, Urt. v. 25.11.2015 - S 18 KA 210/11 - juris Rdnr. 24;… LSG Sachsen, Urt. v. 10.12.2014 - L 8 KA 15/13 - juris Rdnr. 49; LSG Bayern, Urt. v. 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 - juris Rdnr. 23 f.).
auf die Auswahl des grundsätzlich ausgeschlossenen Arzneimittels unter den in Betracht kommenden Behandlungsalternativen erstrecken, wenn auch verordnungsfähige oder von vornherein nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel in Betracht kommen (vgl. LSG Bayern, Urt. v. 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 - juris Rdnr. 23 f.).
Zu unterscheiden ist der Zeitpunkt der Anfertigung der Dokumentation vom Zeitpunkt der Vorlage (…vgl. SG Dresden, Urt. v. 25.11.2015 - S 18 KA 210/11 - juris Rdnr. 30 f.; siehe auch LSG Bayern, Urt. v. 02.03.2016 - L 12 KA 107/14 - juris Rdnr. 25).
Da die hierfür maßgeblichen Vorschriften (§ 31 Abs. 1 S 4 SGB V; § 16 Abs. 5 AM-RL) insoweit erfordern, dass eine entsprechende Verordnung "mit Begründung" erfolgt ist, muss sich die Begründung für eine Ausnahmeindikation (zumindest) aus der Dokumentation des Vertragsarztes in den Patientenunterlagen ergeben ( Bayerisches LSG, Urteil vom 2. März 2016 - L 12 KA 107/14 ).

References: § 10
 § 31
 § 106
 § 106
 § 31
 § 16