Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?stammNr=39497
Timestamp: 2019-10-19 12:36:25+00:00

Document:
Die Schenkungssteuer gemäß § 8 Abs. 1 ErbStG wird festgesetzt mit 107,56 Euro (4% von einer Bemessungsgrundlage von 2.688,89 Euro) und die Schenkungssteuer gemäß § 8 Abs. 4 ErbStG wird festgesetzt mit 97,38 Euro (2% von einer Bemessungsgrundlage von 4.869,08 Euro), somit insgesamt 204,94 Euro.
Mit Schenkungsvertrag vom 28. April 2000 schenkte B seinem Enkel Bw. , dem Berufungswerber (Bw.) das ihm gehörenden Grundstück 119/7, inneliegend EZ 235 Grundbuch 3. A im Ausmaß von 1454 m2. Angeführt wurde, dass der Einheitswert der vertragsgegenständlichen Grundstücke S 1.200 (Hilfswert) beträgt, welcher Wert dem Einheitswert laut Einheitswertbescheid des Finanzamtes D auf den 1.1.1989 entspricht.
Mit Bescheid vom 6. September 2000 setzte das Finanzamt für die Liegenschaft die Schenkungssteuer mit S 3.511,00 (Euro 255,15) fest, indem es von einem Einheitswert von S 78.510,00 ausging.
Fristgerecht wurde dagegen Berufung erhoben. Eingewendet wurde, dass gemäß dem Einheitswertbescheid zum 1.1.1989 die Schenkungssteuer vom Einheitswert von S 1.200,00 festzusetzen gewesen wäre.
"Mit Schenkungsvertrag vom 28.4.2000 wurde dem Bw. das Grundstück 119/7 übertragen. Dieses Grundstück ist durch Teilung der Liegenschaft EZ 235, Parzellen 119/1 und 118 entstanden, wobei dieser Teilung der Teilungsplan....vom 3.4.2000 zu Grunde gelegt wurde. Festzuhalten ist dabei, dass die der Teilung unterzogenen Grundstücke laut Auskunft der Gemeinde A bereits seit 23.12.1982 als Bauland gewidmet sind. Gegenstand der Schenkung ist sohin ein im Bauland gelegenes Grundstück - dies wurde auch in der Abgabenerklärung insoweit dokumentiert, als der Vertragsgegenstand als "unbebautes Grundstück" bezeichnet wurde. Für die Bemessung der Schenkungssteuer ist daher der (Hilfs-) Einheitswert für unbebaute Grundstücke heranzuziehen. Dieser beträgt laut Auskunft des Finanzamtes S 40 pro Quadratmeter zuzüglich 35% Erhöhung."
Am 11. Oktober 2001 wurde seitens des Lagefinanzamtes der Einheitswert zum 1. Jänner 2001 (Nachfeststellung gemäß § 22 Abs. 1 BewG) mit S 67.000,00 festgestellt.
Gemäß § 8 Abs. 1 ErbStG beträgt die Schenkungssteuer bei Erwerben von bis einschließlich S 100.000 in der Steuerklasse II 4vH. des Erwerbes. Gemäß § 8 Abs. 4 ErbStG erhöht sich die nach den Abs. 1 und 2 ergebende Steuer bei Zuwendungen an den Ehegatten, einen Elternteil, ein Kind, ein Enkelkind, ein Stiefkind, ein Wahlkind oder ein Schwiegerkind des Zuwendenden um 2vH des Wertes des durch die Zuwendung erworbenen Grundstückes.
Das Lagefinanzamt stellte am 11. Oktober 2001 den Einheitswert zum 1. Jänner 2001 und zwar als Nachfeststellung gemäß § 22 BewG fest. Für die gegenständliche Liegenschaft wurde festgestellt, dass die Art des Steuergegenstandes ein unbebautes Grundstück ist und der Einheitswert S 67.000 beträgt. Die Nachfeststellung war erforderlich, weil eine wirtschaftliche Einheit gegründet wurde. Das gegenständliche Grundstück ist durch Teilung der Liegenschaft EZ 235, Parzellen 119/1 und 118 entstanden, wobei dieser Teilung der Teilungsplan vom 3.4.2000 zugrunde gelegt wurde.
Bw. = Enkel des Geschenkgebers, Stkl. II
Einheitswert gemäß § 8 Abs. 4 ErbStG

References: § 8
 § 8
 § 22
 § 8
 § 8
 § 22
 § 8