Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=03.11.1989&Aktenzeichen=1%20B%20142.89
Timestamp: 2019-07-17 03:36:43+00:00

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BVerwG, 03.11.1989 - 1 B 142.89 - dejure.org
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BVerwG, 03.11.1989 - 1 B 142.89 (https://dejure.org/1989,2685)
BVerwG, Entscheidung vom 03.11.1989 - 1 B 142.89 (https://dejure.org/1989,2685)
BVerwG, Entscheidung vom 03. November 1989 - 1 B 142.89 (https://dejure.org/1989,2685)
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Studenten aus Entwicklungsländern - Fehlerfreie Ermessensausübung - Aufenthaltserlaubnis - Ausbildung des Ausländers - Vertrauensschutz - Längerer Aufenthalt
VG Darmstadt, 29.04.1985 - V/1 E 2015/83
Der bloße Umstand, daß der Ausländer sich längere Zeit im Bundesgebiet aufgehalten hat, verpflichtet allein nicht, ihm den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen (BVerwG, Beschluß vom 03. November 1989 - 1 B 142.89 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 103, Seite 39 m.w.N.; st.R.).
Der Grundsatz des Vertrauensschutzes setzt unter anderem voraus, daß ein Tatbestand geschaffen wurde, aufgrund dessen der Ausländer berechtigterweise erwarten kann, ihm werde auch im Falle einer Änderung des Aufenthaltszwecks der Verbleib in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 17. Februar 1987 - 1 B 5.87 - Buchholz 4O2.24 § 2 AuslG Nr. 87, Seite 8 f.; Beschluß vom 03. November 1989, aaO., Seite 40).
Beruht das Aufenthaltsrecht auf der Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes, handelt es sich um einen nach seinem Zweck von vornherein begrenzten Aufenthalt, der keinen Vertrauensschutz rechtfertigt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 03. November 1989, aaO, Seite 40 m.w.N.).
Sollte sich der Antragsteller gleichwohl auf einen Daueraufenthalt eingerichtet haben, muß er trotz seines nunmehr 11-jährigen Aufenthalts etwaige Härten tragen, die ihm dadurch entstehen (vgl. BVerfG, Vorprüfungsausschuß, Beschluß vom 27. November 1984 - 2 BvR 1127, 1130/84 - NVwZ 1985, 259; BVerwG, Beschluß vom 03. November 1989, aaO, Seite 40 m.w.N.; jeweils zu einem 15-jährigen Aufenthalt).
Indes verpflichtet allein der Umstand, daß der Ausländer sich längere Zeit im Bundesgebiet aufgehalten hat, die Ausländerbehörde nicht, ihm den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen (BVerwG, Beschluß vom 03.11.1989 - 1 B 142.89 -, Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 103, S. 39 m.w.N.; ständige Rechtsprechung).
Der Grundsatz des Vertrauensschutzes setzt unter anderem voraus, daß ein Tatbestand geschaffen wurde, aufgrund dessen der Ausländer berechtigterweise erwarten kann, ihm werde auch im Falle einer Änderung des Aufenthaltszwecks der Verbleib in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt (vgl. BVerwG…, Beschluß vom 17.02.1987 - 1 B 5.87 -, Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 87, S. 8 ff; Beschluß vom 03.11.1989, aaO, S. 40).
Sollte sich er Kläger gleichwohl inzwischen auf einen Daueraufenthalt in der Bundesrepublik eingerichtet haben, muß er trotz seines nunmehr 7-jährigen Aufenthalts etwaige Härten tragen, die ihm dadurch entstehen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 27.11.1984 - 2 BvR 1127, 1130/84 - NVwZ 1985, 259; BVerwG, Beschluß vom 03.11.1989 aaO - jeweils zu einem 15-jährigen Aufenthalt).
17 Das vorläufige Aufenthaltsrecht, das nach Bescheidung des Antrags durch die Ausländerbehörde zunächst verloren ging, konnte durch einen erfolgreichen Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO oder durch Aufhebung der ausländerbehördlichen Entscheidung - im Unterschied zum jetzigen Recht (vgl. § 84 Abs. 2 AufenthG) - jederzeit wieder aufleben (BVerwG, Beschl. v. 03.11.1989 - 1 B 142.89 -, Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 103;… Urt. v. 27.10.1987 - 1 C 19.85 -, NVwZ 1988, 251 [255]; Beschl. v. 23.01.1987 - 1 B 213.86 -, NVwZ 1987, 504; Beschl. v. 14.07.1978 - 1 ER 301.78 -, NJW 1979, 505;… Urt. v. 18.12.1969 - I C 5.69 -, NJW 1970, 396 [397]; vgl. hierzu schon VG Darmstadt, Beschl. v. 08.02.2010 - 5 L 1833/09.DA [3] -, juris).
Der Umstand, daß der Ausländer sich längere Zeit im Bundesgebiet aufgehalten hat, verpflichtet allein nicht, ihm den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen (Beschlüsse vom 6. Mai 1983 - BVerwG 1 B 65.83 - Buchholz 402.24 § 8 AuslG Nr. 3; vom 3. November 1989 - BVerwG 1 B 142.89 - jeweils mit weiteren Nachweisen).
Außerdem können die Lebensverhältnisse des Ausländers während seines Aufenthalts eine Entwicklung genommen haben, die das Gewicht seiner privaten Interessen im Rahmen der Abwägung erhöht, was namentlich dann in Betracht kommt, wenn ihm Gelegenheit gegeben worden ist, im Bundesgebiet eine wirtschaftliche Existenz für sich und seine Familie zu schaffen (BVerwG…, Beschluß vom 6.5.1983, Buchholz aaO. § 8 AuslG Nr. 3; Beschluß vom 3.11.1989 -- BVerwG 1 B 142.89 --).
Allerdings verpflichtet allein der Umstand, daß der Ausländer sich längere Zeit im Bundesgebiet aufgehalten hat, noch nicht dazu, ihm den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen (Beschluß vom 3. November 1989 - BVerwG 1 B 142.89 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 103 S. 39 f. m.w.N.).

References: § 2
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