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Timestamp: 2019-12-16 10:16:53+00:00

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Syndikus – ja oder nein? BGH zur anwaltlichen Prägung des Arbeitsverhältnisses - DER BETRIEB
25.11.2019 | Nachricht | Redaktion
Syndikus – ja oder nein? BGH zur anwaltlichen Prägung des Arbeitsverhältnisses
Die anwaltliche Prägung für die Tätigkeit eines Syndikus muss mindestens 60 % betragen. | ©momius/fotolia.com
Der BGH hat in einem aktuellen Urteil Hinweise dazu gegeben, ob eine Tätigkeit schon dann ausreichend für die Zulassung als Syndikus rechtsanwaltlich geprägt ist, wenn mehr als 50 % Anwaltstätigkeit sind.
Für die anwaltliche Prägung des Arbeitsverhältnisses ist entscheidend, dass die anwaltliche Tätigkeit den Kern oder Schwerpunkt der Tätigkeit darstellt, mithin das Arbeitsverhältnis durch die anwaltliche Tätigkeit beherrscht wird. Ein Anteil von 65 % anwaltlicher Tätigkeit liegt am unteren Rand des für eine anwaltliche Prägung des Arbeitsverhältnisses Erforderlichen.
Voraussetzungen der Zulassung als Syndikus
Dies hat der BGH in einem jüngst publizierten Urteil vom 30.09.2019 (AnwZ (Brfg) 63/17) entschieden, welches die Voraussetzungen der Zulassung als Syndikusrechtsanwältin oder -rechtsanwalt, insbesondere das Erfordernis der anwaltlichen Prägung der Tätigkeit gem. § 46 III BRAO betrifft.
Anwaltliche Prägung von mindestens 60 %
Eine Gesamtvertretungsbefugnis hält der BGH nicht für zwingend erforderlich. Auch das selbstständige Führen von Verhandlungen lasse auf eine Vertretungsbefugnis schließen. Ausdrücklich verweist der BGH hierbei auf das zur früheren Rechtslage herausgegebene Merkblatt der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Verhandlungen mit dem Betriebsrat sieht der BGH in diesem Kontext als verantwortliches Auftreten nach außen i. S. v. § 46 III Nr. 4 BRAO an, denn der Betriebsrat habe eigene Rechte und Zuständigkeiten.
(BRAK, NL vom 20.11.2019 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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 § 46
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