Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.04.2014&Aktenzeichen=VII%20ZR%20164/13
Timestamp: 2020-07-07 00:55:16+00:00

Document:
BGH, 24.04.2014 - VII ZR 164/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,8189
BGH, 24.04.2014 - VII ZR 164/13 (https://dejure.org/2014,8189)
BGH, Entscheidung vom 24.04.2014 - VII ZR 164/13 (https://dejure.org/2014,8189)
BGH, Entscheidung vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13 (https://dejure.org/2014,8189)
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BGB § 134; HOAI 2009 § 6 Abs. 2; MRVG Art. 10 §§ 1 und 2; ZPO § 304
§ 134 BGB, § 6 Abs 2 HOAI, Art 10 § 1 MietRVerbG, Art 10 § 2 MietRVerbG, § 304 ZPO
Honorarklage aus einem Ingenieurvertrag mit einem öffentlichen Auftraggeber: Gesetzeswidrigkeit einer Honorarvereinbarung bei Nichtbeachtung von Vorschriften über die Aufstellung des Haushaltsplans; Unwirksamkeit einer Regelung der HOAI zur Honorarermittlung; ...
Nichtigkeit einer von einem öffentlichen Auftraggeber in einem Vertrag über Planungsleistungen und Ingenieurleistungen getroffenen Honorarvereinbarung wegen Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot; Folgen der Nichtbeachtung von Vorschriften über die Aufstellung des ...
Keine Nichtigkeit einer von einem öffentlichen Auftraggeber in einem Vertrag über Planungs- und Ingenieurleistungen getroffenen Honorarvereinbarung wegen Nichtbeachtung von Vorschriften über die Aufstellung des Haushaltsplans; zur Unwirksamkeit von § 6 Abs. 2 HOAI i. d. ...
Der Streit ums vertraglich vereinbarte Architektenhonorar - und das Grundurteil
Honorarvereinbarung trotz Unwirksamkeit von § 6 Abs. 2 HOAI möglich
Baukostenvereinbarungsmodell des § 6 Abs. 2 HOAI (2009) unwirksam!
BGH serviert Nachschlag für Architekten
§ 6 Abs. 2 HOAI 2009 ist unwirksam
Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz/Auszüge frei) (Leitsatz)
§ 6 Abs. 2 HOAI 2009 ist unwirksam!
Baukostenvereinbarung nach HOAI ist unwirksam
Vorsicht vor Baukostenvereinbarungen!
§ 6 Abs. 2 HOAI 2009 (§ 6 Abs. 3 HOAI 2013) unwirksam!
Architektenrecht: § 6 Abs. 2 HOAI (2009) ist unwirksam!
Baukostenvereinbarung unterhalb der HOAI-Mindestsätze unwirksam
Architektenrecht: Baukostenvereinbarungsmodell nach § 6 Absatz 3 HOAI 2013 unwirksam?
Wirksamer Vertrag trotz Verstoß gegen Haushaltsrecht
§ 6 Abs. 2 HOAI 2009 ist unwirksam! (IBR 2014, 353)
Haushaltsgesetze sind keine Verbotsgesetze! (IBR 2014, 352)
De-legibus-Blog (Sitzungsbericht)
Veni, vidi, vici II?
LG Koblenz, 29.11.2012 - 9 O 197/11
OLG Koblenz, 25.03.2013 - 5 U 1481/12
OLG Koblenz, 05.06.2013 - 5 U 1481/12
BGHZ 201, 32
NJW 2014, 2354
MDR 2014, 649
NZBau 2014, 501
NJ 2014, 343
VersR 2015, 451
WM 2014, 1689
BauR 2014, 1332
ZfBR 2014, 474
OLG Hamm, 23.07.2019 - 21 U 24/18
HOAI-Mindestsätze sind trotz EuGH-Urteil bindend
Die Mindestsätze sollen insbesondere dazu dienen, den vom Gesetzgeber gewollten Qualitätswettbewerb zu fördern und einen ungezügelten, ruinösen Preiswettbewerb zu unterbinden, der die wirtschaftliche Situation der Architekten und Ingenieure und damit auch die Qualität der Planung und die unabhängige Stellung des Planers zwischen Bauherr und Unternehmer beeinträchtigen würde (BGH NJW 2014, 2354, 2355, m.w.N.).
BGH, 18.12.2014 - VII ZR 350/13
Generalplanervertrag mit einem öffentlichen Auftraggeber: Anzuwendende …
Mit der Festlegung von Mindestsätzen soll den Architekten und Ingenieuren ein auskömmliches Honorar gesichert und auf diese Weise die Qualität der Architekten- und Ingenieurleistungen durch Verhinderung eines ruinösen Preiswettbewerbs gewährleistet werden (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 16 m.w.N.).
Dabei muss er eine vereinbarte Baukostenobergrenze einhalten (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 21;… Urteil vom 21. März 2013 - VII ZR 230/11, BGHZ 197, 93 Rn. 9;… Urteil vom 13. Februar 2003 - VII ZR 395/01, BauR 2003, 1061, juris Rn. 9 = NZBau 2003, 388;… Urteil vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, BauR 2003, 566, juris Rn. 15 f. = NZBau 2003, 281).
Eine europarechtskonforme Auslegung der Mindestsatzregelung der HOAI hätte im vorliegenden Fall nicht weitergeführt, weil der Verordnungsgeber ausdrücklich den Honorarrahmen zwischen Mindest- und Höchstsätzen regeln wollte (vgl. dazu im Einzelnen BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, Rn. 16 ff.).
Dies könne dazu führen, dass der vom Gesetz- und Verordnungsgeber gewollte Qualitätswettbewerb durch einen ungezügelten Preiswettbewerb ersetzt werde, der nicht nur die wirtschaftliche Situation der Architekten und Ingenieure gefährde, sondern auch die Qualität der Planung und die unabhängige Stellung des Planers zwischen dem Bauherrn und dem Unternehmer beeinträchtige (BT-Drs. 10/1562, Beschlussempfehlung und Bericht, S. 5; vgl. BT-Drucks. 10/543, S. 4;… Plenarprotokoll des 10. Deutschen Bundestages 10/86 vom 21. September 1984, S. 6286 ff.; vgl. BGH, Urteil vom 24.4.2014 - VII ZR 164/13, Rn. 16, juris).
Denn das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 24.4.2014 - VII ZR 164/13, in dem dieser ausführt, dass eine Mindesthonorarunterschreitung nicht dadurch bewirkt werden dürfe, dass innerhalb des in der Verordnung vorzusehenden Berechnungssystems für die Ermittlung des Mindesthonorars Vereinbarungen getroffen werden, die zu einer Mindestsatzunterschreitung führen (…BGH, aaO, Rn. 17, juris), beruht auf der Ermächtigungsgrundlage gem. Art. 10 § 1 Abs. 2 Satz 1 MRVG und § 2 Abs. 2 Satz 1 MRVG.
Denn es macht in der Sache keinen Unterschied, ob das Honorar ohne Rücksicht auf diese Faktoren, wie z.B. bei der Vereinbarung eines Pauschalhonorars, unterhalb des Mindesthonorars vereinbart wird, oder ob die Mindesthonorarunterschreitung dadurch bewirkt wird, dass innerhalb des in der Verordnung vorzusehenden Berechnungssystems für die Ermittlung des Mindesthonorars Vereinbarungen getroffen werden, die zu einer Mindestsatzunterschreitung führen." (BGH, Urteil vom 24.4.2014 -VII ZR 164/13, Rn. 17, juris).
aa) Ein Grundurteil kann nach § 304 Abs. 1 ZPO ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Betrag streitig ist und es nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 27; st. Rspr.).
Der Wille des deutschen Gesetzgebers bei Erlass des MRVG, der vom Verordnungsgeber der HOAI zu respektieren ist, geht ausdrücklich und in diametralem Widerspruch zu den Zielen der Dienstleistungsrichtlinie dahin, ein Mindestpreisgebot zu schaffen, das gerade nicht generell, sondern nur in seltenen Ausnahmefällen außer Acht gelassen werden darf (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2014, VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32, Rz. 15 ff).
BGH, 16.03.2017 - VII ZR 35/14
Architektenhonorar: Vergütungsanspruch für akquisitorische Tätigkeit
Die Mindestsätze sollen insbesondere dazu dienen, den vom Gesetzgeber gewollten Qualitätswettbewerb zu fördern und einen ungezügelten, ruinösen Preiswettbewerb zu unterbinden, der die wirtschaftliche Situation der Architekten und Ingenieure und damit auch die Qualität der Planung und die unabhängige Stellung des Planers zwischen Bauherr und Unternehmer beeinträchtigen würde (vgl. BT-Drucks. 10/1562, S. 5; BT-Drucks. 10/543, S. 4;… Plenarprotokoll des 10. Deutschen Bundestags 10/86 vom 21. September 1984, S. 6285 ff.;… BVerfG, BauR 2005, 1946, 1948, juris Rn. 17 = NZBau 2006, 121; BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 16 m.w.N.).
Ihr kommt keine unmittelbare Auswirkung auf die zivilrechtliche Wirksamkeit von Verträgen und damit auch nicht der Charakter eines Verbotsgesetzes zu (im Anschluss an BGH, Urteil vom 24.04.2014 - VII ZR 164/13 -, BGHZ 201, 32-45).
In seinem Urteil vom 24.04.2014 - VII ZR 164/13 -, BGHZ 201, 32-45, führt der Bundesgerichtshof aus:.
Allerdings können Rechtsgeschäfte mit einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, die das öffentliche Haushaltsrecht missachten, im Einzelfall sittenwidrig und damit gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn sie in krassem Widerspruch zum Gemeinwohl stehen und der Verstoß gegen haushaltsrechtliche Vorschriften beiden Seiten subjektiv zurechenbar ist (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2014, a.a.O. m.w.N.).
Hierzu zählen im Allgemeinen nur die anspruchsbegründenden Tatsachen (BGH, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 27 mwN) sowie die den Anspruchsgrund in vollem Umfang leugnenden Einwendungen.
Die Voraussetzung für ein Grundurteil, dass es zumindest wahrscheinlich sein muss, dass der nach Grund und Betrag streitige Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (vgl. etwa BGHZ 201, 32 [Rn. 27 in juris];… BGH WM 2003, 1919 [BGH 12.02.2003 - XII ZR 324/98] [Rn. 22 in juris]), hält der Senat nach dem bisherigen Sach- und Streitstand unter Berücksichtigung der von der Klägerin vorgelegten Forderungsberechnungen ohne vernünftige Zweifel für erfüllt.
VK Brandenburg, 25.06.2014 - VK 6/14
AG muss Möglichkeit zur Anwendung von Minderungsregelungen der HOAI mitteilen
VK Niedersachsen, 05.09.2017 - VgK-26/17
Neue Verhandlungsrunde setzt Vorgaben zu besonderen Leistungen voraus!
LG Hannover, 22.06.2015 - 14 O 120/14
Honorar für örtliche Bauüberwachung kann nicht frei vereinbart werden!
OLG Stuttgart, 31.03.2015 - 10 U 107/14
Architektenvertrag: Bindung des Architekten an eine unwirksame …
OLG Brandenburg, 07.02.2017 - 6 U 169/14
Mietverhältnis: Recht zur außerordentlichen Kündigung aufgrund bestehender …
ArbG Berlin, 12.07.2016 - 16 Ca 12713/15
Kassenärztliche Bundesvereinigung - rechtswidrige Ruhegeldzahlungen?
OLG Celle, 08.06.2016 - 14 U 125/15
VK Berlin, 06.08.2015 - VK-B1-17/15

References: § 134
 § 6
 Art. 10
 § 304

§ 134
 § 6
 § 1
 § 2
 § 304
 § 6
 § 6
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BGH 

§ 6

§ 6

§ 6
 § 6
 § 6

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 Art. 10
 § 1
 § 2
 § 304
 § 138
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