Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=23.06.1992&Aktenzeichen=7%20B%2028.92
Timestamp: 2019-04-21 23:44:13+00:00

Document:
BVerwG, 23.06.1992 - 7 B 28.92 - dejure.org
Vermögensgesetz - Zuständigkeit - Rückgabe von Grundstücken - Ergänzungszuständigkeit
Zuständigkeit der Ämter zur Regelung offener Vermögensfragen als untere Landesbehörden bei Rückgabe von Grundstücken
DDR: VermG § 24 § 25 § 35
C. »Für die Rückgabe von Grundstücken nach dem Vermögensgesetz sind die unteren Landesbehörden (Ämter zur Regelung offener Vermögensfragen) sachlich zuständig. Ob sich eine Eingangszuständigkeit der oberen Landesbehörden (Landesämter zur Regelung offener Vermögensfragen) bei bestehendem Sachzusammenhang mit einem dort anhängigen Verfahren ergibt, bleibt offen.«
KreisG Dresden, 07.01.1992 - II K 179/91
ZIP 1992, 1028
NJ 1992, 422
DVBl 1992, 1300
DÖV 1992, 972
Vielmehr ergibt sich aus dem Gesamtzusammenhang der einschlägigen Vorschriften, daß sachlich zuständige Behörde für die nach dem Vermögensgesetz zu treffenden Entscheidungen grundsätzlich die jeweilige untere Landesbehörde (Amt zur Regelung offener Vermögensfragen) ist, während eine erstinstanzliche Zuständigkeit der oberen Landesbehörde (Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen) nur gegeben ist, wenn das Vermögensgesetz, wie etwa in § 25 Abs. 1 VermG für die Unternehmensrestitution, eine entsprechende Aufgabenzuweisung enthält (vgl. BVerwG, Beschluß vom 23. Juni 1992 - BVerwG 7 B 28.92 - Buchholz 428 § 24 VermG Nr. 1 = VIZ 1992, 359).
Liegt diese oder eine andere der in § 25 Satz 2 VermG aufgeführten Zuständigkeitsvoraussetzungen nicht vor, verbleibt es bei der sachlichen Zuständigkeit der Ämter zur Regelung offener Vermögensfragen (vgl. auch BVerwG, Beschluß v. 23. Juni 1992 - BVerwG 7 B 28.92 - VIZ 1992, 359 ).

References: § 24
 § 25
 § 35
 § 25
 § 24
 § 25