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Timestamp: 2018-03-22 19:07:26+00:00

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Geld — wofür?
Das Eigentum ist in Österreich außerdem gem. Art 1 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention von 1952 (ZP 1) geschützt:
Mögliche Eingriffe in das Eigentum sind nach Art 1 ZP 1 die Enteignung (Abs. 1 Satz 2), die Nutzungsregelung (Abs. 2) vergleichbar der Inhalts- und Schrankenbestimmung des deutschen Grundgesetzes und die in Abs. 1 Satz 1 ungenannten, von der Rechtsprechung des EGMR entwickelten sonstigen Eingriffe.
Alle Eingriffe stehen unter dem Vorbehalt des Allgemeininteresses, der Gesetzmäßigkeit und der Verhältnismäßigkeit. Innerstaatliche Regelungen müssen hinreichend zugänglich, bekannt und vorhersehbar sein.[8] Mangels ausdrücklicher Garantie einer Enteignungsentschädigung in Art 1 ZP 1 entnehmen Kommission und EGMR das Entschädigungserfordernis dem Merkmal der Verhältnismäßigkeit. Danach kann eine rechtsstaatliche Enteignung nur verhältnismäßig sein, wenn eine angemessene Entschädigung vorgesehen ist.
Definition im Privatrecht:
im objektiven Sinn als «alles, was jemandem zugehört, alle seine körperlichen und unkörperlichen Sachen» (§ 353 ABGB); dabei ist anzumerken, dass die meisten sachenrechtlichen Bestimmungen des ABGB überwiegend für körperliche Sachen gedacht sind, was mitunter einfach durch Auslegung ermittelt werden kann.
im subjektiven Sinn als «Befugnis, mit der Substanz und den Nutzungen einer Sache nach Willkür zu schalten, und jeden anderen davon auszuschließen» (§ 354 ABGB). Daher kann der Eigentümer «in der Regel seine Sache nach Willkür benützt oder unbenützt lassen; er kann sie vertilgen, ganz oder zum Teile auf andere übertragen, oder unbedingt sich derselben begeben, das ist, sie verlassen.» (§ 362 ABGB).
Das Eigentum ist also das dingliche Vollrecht; gegen Eingriffe kann sich der Eigentümer durch die Eigentumsklage (rei vindicatio; § 366 ABGB) und die Eigentumsfreiheitsklage (actio negatoria; § 523 ABGB) zur Wehr setzen.
Im österreichischen Recht gibt es auch das Miteigentum als ideellen Anteil an der ungeteilten Sache (§§ 825 ff. ABGB). Eine Sonderform ist das Wohnungseigentum, bei dem mit einem ideellen Anteil an einer Liegenschaft das ausschließliche Nutzungsrecht an einer bestimmten abgegrenzten räumlichen Einheit untrennbar verbunden ist (die Regelungen dazu finden sich im Wohnungseigentumsgesetz 2002).
Der Erwerb des Eigentums erfolgt entweder derivativ (abgleitet): Der Erwerber leitet sein Recht von seinem Vorgänger ab, wie vor allem bei Erwerb des Eigentums aufgrund eines Rechtsgeschäfts (zB Kauf, Tausch, Schenkung, Darlehen)
oder originär (ursprünglich): Der Eigentumserwerb ist vom Recht eines Vorgängers unabhängig, das Recht entsteht beim Erwerber völlig neu, wie beispielsweise bei
Scheitert der derivative Erwerb aufgrund der – womöglich erst später erkannten – Nichtberechtigung des Vormannes, so kann bei entsprechender Redlichkeit (aufgrund von Abwägung der Schutzwürdigkeiten und auch zum Verkehrsschutz) dennoch Eigentum erworben werden, nämlich primär durch gutgläubigen Erwerb vom Nichtberechtigten, wenn die Voraussetzungen des § 367 ABGB, wie beispielsweise Kauf vom Vertrauensmann des Eigentümers, erfüllt sind; oder durch Ersitzung nach Ablauf der Ersitzungszeit (3 beziehungsweise 30 Jahre). In beiden Fällen erfolgt (unter den jeweiligen Voraussetzungen) originärer Erwerb.
Im österreichischen Sachenrecht bezeichnet nach § 309 ABGB Besitz die vom Besitzwillen (animus) getragene unmittelbare Verfügungsgewalt (corpus) eines Menschen über eine Sache. Das österreichische ABGB ist als naturrechtliche Kodifikation des beginnenden 19. Jahrhunderts dem Römischen Recht näher als das deutsche BGB. Dies zeigt sich insbesondere beim Besitz, wo das ABGB zwischen Innehabung und (tatsächlichem) Besitz in römischrechtlicher Manier unterscheidet:
Eigentümer: Eigentümer ist der, dem die Sache rechtmäßig gehört.
Beispiele: Der Entlehner ist Inhaber, da er den Besitzwillen eines anderen anerkennt. Der Dieb ist – unredlicher – Besitzer, da er Innehabung und Eigenbesitzwille hat.
Sachbesitz – Rechtsbesitz
Rechtsbesitz: Besitz von Rechten, also unkörperlichen Sachen (immaterielles Gut), wobei sich diese Rechte auf körperliche Sachen (z. B. Mietgegenstand) beziehen und auf dauernde Ausübung gerichtet sein müssen.
Rechtmäßigkeit – Redlichkeit – Echtheit
rechtmäßiger Besitz: Besitz aufgrund eines gültigen Titels (zB Kauf)
redlicher Besitz: Der Besitzer hält die Sache «aus wahrscheinlichen Gründen für die seinige».
Actio Publiciana: Eine Klage auf Feststellung der Besitzverhältnisse und deren Herausgabe
Selbsthilfe: Käme behördliche Hilfe zu spät und besteht dringende Gefahr, darf der Besitzer seinen Besitz durch angemessene Gewalt schützen (§ 344 ABGB).
Notwehr: Schädigende Handlungen gegen den Angreifer, wenn sie zur Abwehr eines Angriffs erfolgen​

References: EGMR 
 EGMR 
 § 366
 § 523
 § 367
 § 309