Source: https://community.beck.de/2014/04/12/nach-mollath-und-peggy-ein-weiteres-fehlurteil-der-doppelmord-in-babenhausen?page=36
Timestamp: 2019-10-22 19:30:55+00:00

Document:
Rechtsgebiete: StrafrechtStrafverfahrensrecht3166|174281 Aufrufe
Rudolphi kommentiert am Fr, 2019-01-04 13:48 Permanenter Link
Bevor hier auch noch Wortklaubereien wieder stattfinden, ích meinte mit Einschuß die Stelle an der Wand, an der ein Projektil abgelenkt wurde, ohne dort stecken zu bleiben. Es handelte sich laut Urteil aber um den 4. Schuß, nicht um den 3. Schuß, so daß dann nur der Auswurf von 3 Schüssen für diesen Partikel in Frage käme.
(siehe UA Blatt 22 unten.)
Diesen eigenen Fehler korrigiere ich hiermit.
Rudolphi kommentiert am Fr, 2019-01-04 14:10 Permanenter Link
Die Brösel fielen aus der Kellerwand, in die der dritte Schuß seinen Weg fand!
Nur noch zur Erklärung meines egenen Fehlers.
Steffi kommentiert am Fr, 2019-01-04 16:26 Permanenter Link
meine Schußrekonstruktion hat ergeben, daß der Täter nach
Schließen der schalldichten Kellertür, Klaus Toll mit
dem dritten Schuß aus der rechten Hüfte,
Der vierte Schuß erfolgte dann aus nächster Nähe !
Eine Trennung der Brösel, die aus der linken Kellerwand fielen
und derer, die aus dem angeblichen PET~
Schalldämpfer stammen, gab es nicht.
Unter dem Leichnam wurden keine Brösel
des ersten und zweiten Schuß
Dies steht im Widerspruch zu sämtlichen Schußtests
des Leopold Pfoser und Philiip Cachee.
Ein 9mm~Projektil, das eine Toilettentür durchschlägt,
richtet in einer verputzten Kellerwand mit Sicherheit
Im Übrigen waren die analysierten Brösel winzig klein
und konnten nicht genau analysiert werden.
Rudolphi kommentiert am Fr, 2019-01-04 16:43 Permanenter Link
Die beiden ersten Schüsse wurden ja außerhalb des Hauses vor der Souterraintür abgefeuert aus größerer Distanz zum späteren Leichenfundort, erklärt damit keine auffälligen Partikel unter der Leiche.
Ihre Theorie erklärt auch nicht die Partikel um die Leiche und auf der Leiche des Herrn Toll.
Die von den Ermittlern gesichteten Partikel bei den beiden Frauen können außerdem aus keiner Kellerwand im UG stammen.
Und gesichert und untersucht waren auch noch Partikel im 1. OG und im DG, siehe Blatt 110 in der UA.
Ihre Theorie ist wieder durch nichts gedeckt und eine freie Erfindung.
Rudolphi kommentiert am Fr, 2019-01-04 16:54 Permanenter Link
Mit so völlig an den Haaren herbeigezogenen Spekulationen aus OF, die außerdem auch ohne genau Kenntnisse der Tatortbefunde und der Gutachten und der HV selber sind, lohnt es sich für mich nicht, noch länger Zeit zu verschwenden. Auch von Seiten des Verurteilten AD, seiner Ehefrau und von RA Strate wird das ja so gesehen.
Steffi kommentiert am Fr, 2019-01-04 19:33 Permanenter Link
die ersten beiden Schüsse erfolgten
aus 2m Entfernung !
Laut Gutachten des Leopold Pfoser flogen die
Brösel ca 1,90m weit nach vorne.
Die Brösel der ersten beiden Schüsse aus dem angebliche PET~Schalldämpfer
hätten laut Gutachten des Leoold Pfoser folglich unter dem Leichnam
und nicht links daneben liegen müssen.
Die Brösel stammen also ausweislich
aus der linken Kellerwand des
dritten Schusses.
zur Kenntnisnahme des SOKO~Leiter Erich Kern
GR kommentiert am Fr, 2019-01-04 20:37 Permanenter Link
Die Logik gebietet es, daß aus zwei Angaben, wie 2m Schußentfernung und 1,90m Flugweite von Bauschaumbrösel als Auswurf, die beide aber ja nur Angaben aus OF sind und ohne alle Verifizierungen oder Beleg, auch keine größere Distanz abgeleitet werden kann.
Bei den ersten beiden Schüssen befand sich der Schütze außerhalb im Freien, Herr Toll in der Nähe der Souterrain-Tür, die er gerade geöffnet hatte, dann ist Herr Toll zurückgewichen und der Schütze folgte ihm nach in den Vorraum, schloß die Tür und gab weitere Schüsse ab, bis Herr Toll starb und liegenblieb im hinteren Bereich des Vorraums, siehe Blatt 22 - 24 UA.
Also ist die Entfernung des Schützen bei den ersten Schüssen zum Leichnam größer als die lediglich oben genannte Flugweite von 1,90m gewesen.
Nicht einmal eine in sich schlüssige weitere Erfindung aus OF mit diesen 2 Zahlen ergibt sich daraus.
Auch beim bisher behaupteten Hells Angel als Schütze mit seiner modernen, rechtsauswerfenden Pistole hätte das schon nicht zusammen gepasst.
Wie hatte der denn eigentlich 10-mal geschossen, mit oder ohne einem Schalldämpfer, und wie hatte der alle Spuren überall erzeugt?
GR kommentiert am Fr, 2019-01-04 20:46 Permanenter Link
Eine Erklärung aus OF ist fällig:
Welchen Streukreis-Durchmesser hatte der Gegengutachter aus OF beim Bauschaumauswurf denn auf verschiedene Distanzen ermittelt, denn auch das ist ja dabei wichtig.
Woher stammen übrigens die beiden Distanzen von 2m bei den beiden ersten Schüssen und 1,90m bei der Flugweite? Aus dem Urteil sind die nicht.
GR kommentiert am Fr, 2019-01-04 20:53 Permanenter Link
"Zeugnis und Aktenvermerk des KOK Loeb vom 19./20. April 2009 zur Kenntnisnahme des SOKO~Leiter Erich Kern"
Wo gibt es das alles zu lesen?
„Ich halte übrigens wenig von allen Gutachten, die durch eine bloße Quantität Mängel an Stringenz und Qualität wettmachen wollen,“
Richtig, gilt auch für (andere) Kommentare hier.
„und das sehe ich bei SV Cachèe.“
Der Sachverständige Cachee sollte sich ein Beispiel am schriftlichen Gutachten des Herrn Pfoser nehmen. Bombenarbeit, auf dem Video ist doch alles ganz genau zu sehen. Oder am Urteil. Nichts Überflüssiges, alles wird stringent, erschöpfend und verständlich abgehandelt. Ein reiner Lesegenuss.
"dann noch einen alten Wollsocken überstülpen", das verbessert ja auch noch etwas die Geräusch-Dämpfung, nicht nur die Optik.“
Ganz genau, je dicker die Wolle, desto höher die zusätzliche Dämpfung. Und sieht auch einfach besser aus.
„Da der Täter doch sehr überlegt und planvoll vorgegangen ist, um möglichst keine Spuren zu erzeugen, wird er auch kaum einen aufwendigen Adapter sich durch einen Kauf angeschafft haben, sonderen dürfte das Korn an der Pistole P38 entfernt haben, auch mit gleichzeitiger Laufverkürzung machbar, und dann ist der SD auch einfacher und sicher zu befestigen und die V-Null der Waffe + Munition wird außerdem geringer, worauf der SV Winkelsdorf ja abhob.“
Absolut: Warum hätte Darsow als waffenerfahrener Mensch (Barras, Panzerfaust!) nach dem Beschaffen der Wumme nebst Munition auch noch das Risiko eingehen sollen, sich einen nach der Bauanleitung empfohlenen, kompliziert zu befestigenden Adapter zu besorgen, wenn eine mehr als ausreichende Befestigung doch selbst einem handwerklichen Laien völlig problemlos möglich war? Das Landgericht Darmstadt um seinen Vorsitzenden Wagner hat sich kein X für ein U vormachen lassen, und das ist gut so.
„So könnte diese Tat durchgeführt worden sein, egal, wer sie dann ausgeführt hatte.“
Auch dies ist vortrefflich auf den Punkt gebracht: Die Tat wurde aufgeklärt, Darsow brummt dafür, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wurde wieder hergestellt. Etwaige (theoretische) Kollateralschäden ändern hieran nichts.
„In der HV muß eine Verteidigung schon die richtigen Fragen an die SV stellen, nicht erst Jahre später und dann solche Auftragsgutachten erstellen lassen, die m.E. doch nicht wirklich überzeugen können.“
So sieht es aus. Das Geschwätz von der „Aufklärungspflicht“ kann ich nicht mehr hören. Der Mann hatte drei (!!!) Verteidiger. Der BGH (Prof. Fischers 10-Augen-Rebellensenat!!!!!!!!!!) hat das Urteil bestätigt, obwohl damals in Karlsruhe ja Wichtigeres los war. Darsow hat in der Hauptverhandlung geschwiegen, ebenso Frau Darsow. Wer nichts zu verschweigen hat, redet, das weiß doch schon jeder Proberichter. Jetzt ist es zu spät, da helfen auch keine „Interviews“ vor den Fernsehkameras, der Zug ist abgefahren. „Ab nach Kassel“ bleibt eine Seifenblase, die alsbald endgültig zerplatzen wird. Und auch das ist gut so.
Rudolphi kommentiert am So, 2019-01-06 00:17 Permanenter Link
Der Sachverständige Cachee sollte sich ein Beispiel am schriftlichen Gutachten des Herrn Pfoser nehmen. Bombenarbeit, auf dem Video ist doch alles ganz genau zu sehen.
Sarkastisch zu schreiben bei solchen Verbrechen ist Geschmacksache. SV Cachée hatte ja nur eine ganz schlechte, damit ungeeignete Variante eines SD verwendet. Die Gutachten von Cachée zeigen damit leider, wie man Gutachten in diesem Fall nicht abfassen sollte, außerdem hatte er seine vorhandene Geschoß-Geschwindigkeitsmessanlage zwar erwähnt, aber nicht eingesetzt, auf Geräuschmessungen sogar ganz verzichtet, wie auch andere Gutachter da sich bedeckt gehalten hatten mit genauen Angaben, die Polizei hatte solche Geräuschmessungen grundsätzlich durchgeführt gehabt. Der Schweizer Verfasser der Website kannte sich jedenfalls mit Waffen und Waffenschalldämpfern aus, seine Anleitung ist auch m.E. mehr eine Anregung als eine genaue und optimierte Bauanleitung für die Pistole P38, aber auch noch deutlich verbesserbar.
Das Gutachten des SV Pfoser ist in schriftlicher Form bisher unveröffentlicht geblieben, ebenso sind seine mündlichen Ausführungen dazu unbekannt geblieben. Die Gutachten des WAA dagegen sind veröffentlicht worden.
SV Winkelsdorf hatte bis auf einige methodische Fehler ein gutes Gutachten abgeliefert. Zu SV Pfosers Gutachten kann nur der doch eine Wertung abgeben, der alles dazu Geschriebene und Gesagte kennt.
Wer sich aber etwas mit Schalldämpfern für Waffen auskennt oder deren Problematik durchdringt, auch bei Schalldämpfern an Kolbenmotoren, Kompressoren oder an Preßluft-Werkzeugen, das ist ja nicht so schwer, und dann auch noch Bau- und Montageschäume, deren oberflächiges Klebevermögen und deren Porosität und deren Ausdehnung bei der langsamen und vollkommenen Durchhärtung kennt, der baut einen solchen PET-Flaschen-SD anders und intelligenter, nicht so wie auf den Videos. Auch die Befestigung an der Pistole ist ohne einen gekauften Adapter speziell für eine P38 möglich, ein Besuch im nächsten Baumarkt liefert das Material dafür, falls nicht bereits vorhanden, eine Bohrmaschine und einen Winkelschleifer und etwas Werkzeug zu benützen ist wohl auch kein großes Problem.
Ohne waffenrechtliche Konzessionen und ohne Waffe P38 und Munition PMC 9mm Luger 124 Grs. FMJ kann man sowieso keine vernünftigen Tests machen mit Anspruch auf eine erfolgreiche Tatausführung, die aber auch notwendig sind für Tat-Rekonstruktionen bei den Tatorten in 3 verschiedenen Stockwerken.
3 Menschen ermorden zu wollen, aber ohne viele auswertbare Spuren zu hinterlassen, das macht jedenfalls kein Täter aus dem Handgelenk. Und das Aufklären ist dann noch schwieriger danach.
Jetzt mal ohne Sarkasmus bemerkt.
Ex-Soldat kommentiert am So, 2019-01-06 01:48 Permanenter Link
"Der BGH (Prof. Fischers 10-Augen-Rebellensenat!!!!!!!!!!) hat das Urteil bestätigt, obwohl damals in Karlsruhe ja Wichtigeres los war."
Lediglich auf Rechtsfehler untersucht, die Revision ist keine unabhängige Beweisaufnahme mit Befragungen.
Thomas Fischer zur Sachkunde bzw. zum Sinn eines Schöffengerichts:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/justiz-neue-amtsperiode-der-schoeffen-in-strafsachen-hat-begonnen-a-1246421.html
So ungefähr ist es aber auch bei diesen SD, Bauschäumen, PET-Flaschen und einer P38 mit Munition gewesen, offenbar war nicht nur die Verteidigung etwas überfordert.
Da muß man halt mal unter Umständen bei so einem eigenen guten Stück, wie es die P38 ist, ein Stück vorne vom Lauf abflexen, wollte aber ja auch niemand der SV machen für eigene Schußversuche.
Alter Soldat kommentiert am So, 2019-01-06 06:07 Permanenter Link
Inzwischen könnte auch jeder selber die Dissertation des Herrn Wacker mal genau gelesen haben, das kann man doch auch noch erwarten, bevor hier lang und breit kommentiert wird.
In den Abb. 41, 45, 79, 80 wird eine der stabilen 1 Liter PET-Flasche gezeigt, was sich ja auch eigentlich von selbst versteht. Laut Text auf Blatt 88 mit dem Kal. .45 ACP (subsonic) hatte die schaumgefüllte PET-Flasche auch hervorragend funktioniert, die leere aber nicht.
Und laut Text auf Blatt 113 ergaben sich bei der Munition 9mm Para mit vorgebohrter Flaschenbohrung 15 Schüsse ohne Ausbruchssplitter der PET-Flasche.
Also spricht doch nichts dagegen, dass ein solcher Dämpfer für die Tat prinzipiell möglich ist, mit vorgebohrtem Boden, mit evtl. verstärkter Flasche, mit Schaumfüllung besser aber bis ganz oben, danach Ausstechen mit einem messerartigem Rohr wie bei einem Locheisen, das auch glatte Flächen erzeugt und keine franzigen Flächen in Schußrichtung, auch mit Variationen um evtl. wieder ausreichend Volumen für eine Expansion in der Flasche zu erzeugen, besonders wenn es noch dabei gedreht wird, das wäre auch ein Trick dabei, nicht einfach mit irgend einem stumpfen Rohr den Schaum nur zu durchstoßen.
Auch zusätzliche kleine radiale Bohrungen an der Flaschenwandung sind noch denkbar zur Druckentlastung der Flasche, außen mit einem Stoffüberzug werden auch Partikel aufgefangen, die daraus entweichen könnten. Anfeuchten des Schaums dann mit einem Wassersprüher vor der Verwendung kühlt die heißen Gase und den Schaum, auch nach einigen Schüssen wäre ein Nachsprühen ja noch möglich.
Alles mit einfachsten Mitteln machbar, muß nur mal getestet werden für eine Rekonstruktion, welche Spuren sich daraus ergeben.
Rudolphi kommentiert am So, 2019-01-06 00:47 Permanenter Link
Verteidiger haben ja öfters Gehilfen (Praktikanten z.B) in einer HV dabei, die beim Publikum sitzen und auch zuhören.
In der Regel sind das Juristen, oder wollen noch welche werden. In einem solchen Fall reicht das halt nicht aus, wenn die außerjuristische Sachkunde fehlt, dann wird ein SV eben mal entlassen, wenn niemand mehr Fragen oder Anträge dazu stellt bis zum Urteil.
Westerwälder kommentiert am So, 2019-01-06 12:56 Permanenter Link
Nach meiner 70 km Nachtwanderung habe ich Ihre weiteren Beiträge entdeckt. Eine abermals herzerfrischende Offenbarung, dass sich Qualität und Quantität nicht ausschließen müssen, sondern - ganz im Gegenteil - wie im Urteil zu einem unübertrefflichen Erkenntnisgewinn fusionieren. Wenn die Verteidiger und ihr „Team“ es nicht auf die Kette bekommen, mögliche Unklarheiten im Gutachten zu verstehen und nachzuhaken, ist das Darsows Problem, schließlich hat er sich seine damaligen drei (!!!) Verteidiger doch auch selbst ausgesucht, oder nicht?! Wäre ja auch noch schöner, vom Tatgericht zu verlangen, sich mit irgendwelchen Einzelheiten in Gutachten herumschlagen zu müssen. Knapp 10 Jahre später mit der Hamburger Medienkeule im Rücken aufzukreuzen und die eigenen Versäumnisse der Vergangenheit dem Gericht in die Schuhe schieben, giltet nicht. Erfreulicherweise haben die Wiederaufnahmegerichte diesen modus operandi rechtskräftig verurteilter Tatleugner erkannt und durch eine angemessene Überprüfung der „neuen“ Auftragsgutachten einen Riegel vorgeschoben.
Miss Marple kommentiert am So, 2019-01-06 13:47 Permanenter Link
„Bevor hier auch noch Wortklaubereien wieder stattfinden, ích meinte mit Einschuß die Stelle an der Wand, an der ein Projektil abgelenkt wurde, ohne dort stecken zu bleiben. Es handelte sich laut Urteil aber um den 4. Schuß, nicht um den 3. Schuß, so daß dann nur der Auswurf von 3 Schüssen für diesen Partikel in Frage käme.
Diesen eigenen Fehler korrigiere ich hiermit.“
Auf „UA Blatt 22 unten“ der („papierenen“) Urteilsausfertigung steht bei mir nichts vom dritten und/oder vierten Schuss. Auch nichts von einem „Einschuß“, sondern von den beiden ersten Schüssen: „(…) im letzten Moment kurz vor Abgabe der beiden Schüsse bzw. unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang“; ein Irrtum wie der des immer größer werdenden Schusskanals?
Rudolphi kommentiert am So, 2019-01-06 17:01 Permanenter Link
Schauen Sie bitte noch einmal nach, Miss Marple. Das Blatt 22 der UA ist nach der Zählung im PDF die Seite 24 von 292 Seiten. Im vorletzten Absatz ist der 3. Schuß angeführt, im letzten Absatz der 4. Schuß.
Zitat Anfang letzter Absatz dort:
"Mit dem vierten unmittelbar danach abgegebenen Schuss verfehlte der Angeklagte, der zu diesem Zeitpunkt immer noch unmittelbar im Eingangsbereich hinter der Souterraintür stand, den aufgrund seiner Schußverletzung zu Boden gehenden Klaus Toll ........."
Dieser Absatz setzt sich danach fort bis zum nächsten Blatt 23 UA oben mit dem "Anhaften" am Projektil und "Einklemmen" des Bauschaumteilchens an der Wand dort.
Solche Einwände mit der Fundstelle in einem Text haben für mich das Format von Wortklaubereien, auch gab es hier schon Hinweise auf Zitierweisen von §§, die ich gerne zur Kenntnis nehme und ebenfalls unter obiger Rubrik abbuche.
Jeder Mensch verstand doch meine eigene Anführung des StPO § 275 (2) Satz 3, den ich als bekannt auch in OF voraussetzte, auch wenn daran ein Kommentar sich wieder mal störte, so wie auch daran, daß ich noch Schuß oder daß schreibe mit dem "scharfen ß" am Schluß eines Worts.
Die sog. "Rechtschreibreformer" wollten ja damals alle Bücher vernichten mit dieser alten Schreibweise, selbst im GG war die ja zu finden.
Eine moderne Bilderstürmerei, wie aus dem Mittelalter.
Rudolphi kommentiert am So, 2019-01-06 17:07 Permanenter Link
.... aufgrund seiner Schussverletzung .....
steht in der UA. Ich bereue zutiefst.
Rudolphi kommentiert am Mo, 2019-01-07 04:10 Permanenter Link
Im Gegensatz zu diesem Zitat von M. M. steht also auf „UA Blatt 22 unten“ der („papierenen“) Urteilsausfertigung sehr wohl etwas vom dritten und/oder vierten Schuss.
Weiter steht dann auf der papierenen UA auf dem folgenden Blatt 23 (im PDF Seite 25 bei mir) oben das Wort "Einschussbereich" in der 3. Zeile.
Wer da einen inhaltlichen Gegensatz konstruiert zu meiner eigenen Wortwahl und Schreibweise vorher und sich darüber ausführlich hier mokiert und das nicht findet, dem gratuliere ich zu seiner qualitativen und quantitativen Detektivarbeit und bedanke mich auch dafür.
Gerne weiter so, bis in Kassel entschieden wurde in der Sache.
Westerwälder kommentiert am So, 2019-01-06 15:28 Permanenter Link
Nachtrag zu meiner Meldung vom 06.01.2019 12:56 Uhr MEZ:
Zwei großartige Beschlüsse, den sich in der Opferrolle präsentierenden Tatleugnern im Additionsverfahren den Garaus zu machen:
Miss Marple kommentiert am Mo, 2019-01-07 00:44 Permanenter Link
„Schauen Sie bitte noch einmal nach, Miss Marple. Das Blatt 22 der UA ist nach der Zählung im PDF die Seite 24 von 292 Seiten. Im vorletzten Absatz ist der 3. Schuß angeführt, im letzten Absatz der 4. Schuß.
Zwischen Blatt- und Seitenzahl besteht grundsätzlich kein Unterschied:
http://www.rudimarion.de/media//DIR_40350/Urteil.pdf
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=81558&pos=0&anz=1
https://strate.net/de/dokumentation/Sabolic-Urteil-Landgericht-2014-12-22.pdf
Bei der Zählweise des Landgerichts Darmstadt, Rubrum und Tenor zu separieren, schon:
Die mir vorliegende „papierene“ Urteilsausfertigung besteht aus 294 Blatt, und endet auf Seite 292: „Die Angeklagten haben gemäß §§ 465, 472 StPO die Kosten des Verfahrens (…) zu tragen, weil sie verurteilt worden sind.“ Darunter befinden sich die Unterschriften der drei Berufsrichter.
UA S. 22 (= Blatt 24 der Darmstädter Zählweise)
„Dieser Absatz setzt sich danach fort bis zum nächsten Blatt 23 UA oben mit dem "Anhaften" am Projektil und "Einklemmen" des Bauschaumteilchens an der Wand dort.
Eine moderne Bilderstürmerei, wie aus dem Mittelalter.“
„.... aufgrund seiner Schussverletzung .....
steht in der UA. Ich bereue zutiefst.“
Rudolphi kommentiert am Mo, 2019-01-07 03:42 Permanenter Link
"Zwischen Blatt- und Seitenzahl besteht grundsätzlich kein Unterschied"
Verehrte Miss Marple, über jedem Blatt der Urteilsausfertigung steht eine Blatt-Nummer, auch eine Nr. 1a kommt vor, die bei mir als Seite 2 erscheint in der Zählung im PDF. In meinem PDF folgt auf die Blatt Nr. 51, angezeigt als Seite 53 im Pdf die Blatt Nr. 54, angezeigt als Seite 54 im PDF. Erst danach besteht kein Unterschied mehr, also sind die über oben un der UA stehenden Blatt-Nummern unterschiedlich zu den Seiten-Nummern von 1a bis 51.
Da auch andere Kommentare darauf Bezug nahmen, stelle ich das mal für jeden Leser und jeder Leserin nachprüfbar fest.
Also ist Ihr letzter langer Kommentar doch erneut hier gegenstandslos und reine Wortklauberei oder Beckmesserei, auch wird das durch Ihre ständigen Wiederholungen nicht wirklich besser.
Qualität vor Quantität, das wäre doch auch für Sie dann gültig. Im übrigen warte ich auch neue Nachrichten aus Kassel in dieser Sache, die Sie aber auch gerne verkünden können.
Steffi kommentiert am Mo, 2019-01-07 10:06 Permanenter Link
da das Pdf als erstes die Deckblätter " " und 1a besitzt,
sind alle Seitenangaben durch das ganze
Dokument um -2 verschoben.
Die letzte Seite 292 ist im Pdf Blatt 294 !
Die Behauptung des Dr. Strate, das Urteil habe nur 292 Seiten
ist doch einfaches Nachzählen widerlegt.
Der Inhalt der Deckblätter ist von hoher Wichtigkeit,
weil dort kurz und knapp der Schuldspruch
und das AZ stehen.
Das nachgereichte Quatsch~Urteil vom 20. Sept. 2011 hat ausweislich
294 in sich widersprüchliche Seiten mit über
500 Rechtschreib~ und Grammatikfehlern.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie
so einen fehlerhaften, in sich
widerspüchlichen Text
Bezüglich der Trefferreihenfolge kann ausgeschlossen werden,
daß Klaus Tolls Mörder erst den 4. Schuß in die Wand setzte.
Das hat mich lange verwirrt.
Schließlich soll Klaus Tolls Mörder sich während der Schußabgabe
stetig auf Klaus Toll zubewegt haben.
Hätte Klaus Tolls Mörder aus nächster Nähe vorbeigeschossen,
wäre das Projektil nicht im Türblatt der Toilettentür
hängen geblieben, sondern in die entgegengestzte
Richtung geflogen.
Als Klaus Tolls Mörder aus der rechten Hüfte schoß,
stand der brutale Täter ca. 2m entfernt
Klaus Toll war bereits nach dem zweiten Schuß
an der nur 2m entfernten Toilettentür
herabgeruscht.
Das gab Klaus Tolls Mörder Gelegenheit und Zeit,
die schalldichte Kellertür zu schließen.
4 Hörzeugen, die nur 2 laute Schüsse von 10 hörten
2 leere Patronenhülsen vor dem Tathaus
Nach dem dritten Schuß ging Klaus Tolls Mörder
direkt auf Klaus Toll zu, um ihn aus
nächster Nähe zu erschießen.
Statt den Kopf, traf er nur das Schlüsselbein,
vermutlich weil Klaus Toll sich bewegte
und Blut spuckte.
Die Brösel stammen also ausweislich aus der
linken Kellerwand in die der dritte Schuß
Dies ist eine neue Tatsache gemäß § 359 StPO !
Ein mit Bauschaum befüllter PET~Schalldämpfer wurde
zur Schalldämpfung nicht verwendet.
aus dem zweiten Weltkrieg, sondern eine moderne
9mm~Pistole, rechtsauswerfend mit einem
Magazin, das mindestens
Meine Gegengutachten liegen dem LG Kassel
seit März 2016 vor und wurden bis heute
weiter substantiiert.
Klaus Tolls Mörder ist im engen, kalten
Kellerflur morgens um 4 Uhr
das Tromelfell geplatzt.
Miss Marple kommentiert am Mo, 2019-01-07 14:11 Permanenter Link
„über jedem Blatt der Urteilsausfertigung steht eine Blatt-Nummer“
Auf Blatt 1 steht keine „Blatt-Nummer“. Ändert im Übrigen nichts daran, dass Ihre Angaben
unrichtig sind. Und Ihr weiteres Verhalten
„Im Gegensatz zu diesem Zitat von M. M. steht also auf „UA Blatt 22 unten“ der („papierenen“) Urteilsausfertigung sehr wohl etwas vom dritten und/oder vierten Schuss.“
Ihre sich zuvor selbst bescheinigte positive Sozialprognose
nicht bestätigt, sondern sich vielmehr - wie der vom Gericht ins Leben gerufene, immer größer werdende Schusskanal - als reine Fiktion erweist.
Rudolphi kommentiert am Mo, 2019-01-07 15:38 Permanenter Link
Verehrte Miss Marple, da ich keine Honorare für Gutachten erhalte, auch keine Geschäftsstelle habe für die Schreibarbeit, kommen solche kleinen, formalen Fehler eben noch vor. Ich gönne Ihnen aber alle Ihre Auflistungen solcher Kleinigkeiten rein formaler Natur. Die lassen mich erkennen, daß bei Ihnen vermutlich eine juristische Ausbildung die Freude daran vermittelte und noch weiter erhält, sich daran so hochzuziehen. Ich bin da mehr an den Inhalten interessiert, finde die auch viel wichtiger in dieser Sache zur Aufklärung des Tatgeschehens.
Daß Ihnen nicht aufgefallen ist bei der DVD des BKA, daß dort die Befestigung der Flasche an der Waffe gezeigt wurde, wenn auch nicht in höchster Auflösung, das finde ich viel gravierender. Und daß es sich bei weißen, anders aussehenden Kappen z.b. in Videoclips 7 und 8 möglicherweise um weiße, übergezogene Schrumpfschläuche gehandelt hatte, das kommt dazu.
Auch ist dort ja kein Korn der P38 mehr zu sehen.
Pfoser als Praktiker wußte sich offenbar zu helfen. Schrumpfschläuche sind gut für diesen Zweck geeignet. Aber Sie, Miss Marple, haben eben andere Prioritäten als ich und offenbar auch nicht überall den gleichen Spürsinn.
Abwarten, was nun Kassel entscheidet, nur noch etwas Geduld wäre dazu nötig.
Praktiker Paule kommentiert am Mo, 2019-01-07 16:56 Permanenter Link
Geduldiges Feilen an schriftlichen Texten ist eine Sache, geduldiges Feilen an Adaptern und Pistolen und der ganzen Technik ebenfalls noch dabei eine andere Sache bei einer solche Mordtat. Da kann immer noch etwas verbessert werden.
Rudolphi kommentiert am Mo, 2019-01-07 15:51 Permanenter Link
Die denklogischen und methodischen Fehler zu erkennen in den Gutachten des WAA, Miss Marple, interessiert Sie offenbar ja nicht besonders, wäre aber m.E. wichtig.
Mal sehen, wie das Interesse in Kassel daran sich gestaltet und schließlich sich in der Antwort nun ausdrückt.
Rudolphi kommentiert am Mo, 2019-01-07 16:06 Permanenter Link
Übrigens, die enthaltene, leichte Ironie auch mal zu erkennen in meinen Kommentaren, ist auch nicht allen Leserinnen und Lesern und Dritten gegeben, Miss Marple.
Ich bereue es nicht, gelegentlich dieses Mittel mal anzuwenden. Das wird sich auch nicht mehr ändern als weitere Sozialprognose.
Steffi kommentiert am Mo, 2019-01-07 17:07 Permanenter Link
über dem Deckblatt steht keine
Blattnummer !
Bei Blatt 1 handelt es sich tatsächlich
bereits um Seite 3 !
"Der Angeklagte ist am 08.09.1969 in Aschaffenburg geboren.
Sein Vater verstarb vor fünf Jahren, ... "
Ich komm' da nicht mit !
Sie haben doch Ihr Abitur
Bitte berechnen Sie den Todestag
von Andreas Darsows Vater.
Das können Sie vermutlich
Wenigstens das müßte die Staatsanwaltschaft Darmstadt
richtig dargetan und festgestellt haben.
Wann ist Andreas Darsows Vater laut Urteil
vom 20. Sept. 2011 verstorben ?
GR kommentiert am Mo, 2019-01-07 18:34 Permanenter Link
Das Urteil ist zur Geschäftsstelle gekommen am 20. Sept. 2011 und am 19. Juli 2011 wurde für Recht erkannt, das müßte der Tag der mündlichen Urteilsverkündung gewesen sein.
Aus den vorhandenen, nur auf Jahre genauen Angaben "Sein Vater verstarb vor fünf Jahren" kann kein ganz genauer Todestag folglich bestimmt werden, nur das Todesjahr 2006, das hat aber auch keine Relevanz mehr für dieses Urteil, an welchem Tag oder in welchem Monat in 2006 das genaue Datum des Todes war.
Ich halte hier solche Details für irrelevant für ein Urteil in dieser Sache.
Miss Marple kommentiert am Mo, 2019-01-07 17:51 Permanenter Link
Ändert im Übrigen nichts daran, dass Ihre Angaben
nicht bestätigt, sondern sich vielmehr - wie der vom Gericht ins Leben gerufene, immer größer werdende Schusskanal - als reine Fiktion erweist.“
Was auch Ihren bzw. den abschweifenden weiteren Beiträgen
„Verehrte Miss Marple, da ich keine Honorare für Gutachten erhalte, auch keine Geschäftsstelle habe für die Schreibarbeit, kommen solche kleinen, formalen Fehler eben noch vor. Ich gönne Ihnen aber alle Ihre Auflistungen solcher Kleinigkeiten rein formaler Natur. Die lassen mich erkennen, daß bei Ihnen vermutlich eine juristische Ausbildung die Freude daran vermittelte und noch weiter erhält, sich daran so hochzuziehen. Ich bin da mehr an den Inhalten interessiert, finde die auch viel wichtiger in dieser Sache zur Aufklärung des Tatgeschehens.
Abwarten, was nun Kassel entscheidet, nur noch etwas Geduld wäre dazu nötig.“
„Die denklogischen und methodischen Fehler zu erkennen in den Gutachten des WAA, Miss Marple, interessiert Sie offenbar ja nicht besonders, wäre aber m.E. wichtig.
Besten Gruß“
„Übrigens, die enthaltene, leichte Ironie auch mal zu erkennen in meinen Kommentaren, ist auch nicht allen Leserinnen und Lesern und Dritten gegeben, Miss Marple.
Ich bereue es nicht, gelegentlich dieses Mittel mal anzuwenden. Das wird sich auch nicht mehr ändern als weitere Sozialprognose.“
GR kommentiert am Mo, 2019-01-07 18:13 Permanenter Link
Ändert im Übrigen nichts daran, dass Ihre Angaben [...]
Bei nicht wichtigen Formalismen als Kleinigkeiten war das der Fall. Kommt vor, ohne daß ich deswegen mehr graue Haare bekomme.
Was auch Ihren bzw. den abschweifenden weiteren Beiträgen [...] zu entnehmen ist.
Nach den hier im Beck-Blog gebräuchlichen Begriffen schreibe ich lediglich Kommentare zu Beiträgen, das müßten Sie doch wissen als Formalistin, und halte mich noch im Rahmen des Üblichen bzw. des Geduldeten.
Wenn Kommentare davon gelöscht werden, werden mir deswegen auch keine weiteren grauen Haare mehr wachsen.
Miss Marple kommentiert am Mo, 2019-01-07 19:24 Permanenter Link
https://community.beck.de/comment/reply/58641/88654
https://community.beck.de/comment/reply/58641/88657
GR kommentiert am Mo, 2019-01-07 19:52 Permanenter Link
Sie können meine eigenen Antworten auf Kommentare anderer Kommentatoren gerne immer weiter verbreiten, solange Sie den Urheber korrekt angeben.
Diese Angabe als Behauptung von Miss Marple kommentiert am Mo, 2019-01-07 14:11 Permanenter Link:
sondern sich vielmehr - wie der vom Gericht ins Leben gerufene, immer größer werdende Schusskanal - als reine Fiktion erweist.
ist dagegen in der Sache völlig unhaltbar, denn bei einem solchen Schalldämpfer wird der Schusskanal in der Flasche mit den Schüssen allmählich immer größer, auch ohne jeden Kontakt der Projektile mit Bauschaum selber im Inneren der Flasche, über eine größere Anzahl der Schüsse hinweg, je nach Ausführung des SD.
Das ist doch vollkommen unbestreitbar. Wenn Sie das noch nicht verstehen sollten, erkläre ich es Ihnen gerne noch mal später.
GR kommentiert am Mo, 2019-01-07 20:03 Permanenter Link
Tatsachen als "reine Fiktion" zu bezeichnen, ist absurd und hier eben Wunschdenken, damit selber eine reine Fiktion.
Steffi kommentiert am Mo, 2019-01-07 20:52 Permanenter Link
tatsächlich wahr ist, daß Klaus Tolls Mörder nach dem zweiten Schuß
einfach die Kellertür schloß und ihm dann
das Trommelfell platzte.
Mordmotiv waren hohe Schulden bei
GR kommentiert am Mo, 2019-01-07 21:45 Permanenter Link
In den Bildern und Videos des SV Cachée ist zu sehen, daß der Bauschaum oben in der 'Flasche (Richtung Flaschenhals) keine oberflächliche Klebekraft für die Haftung an der Flaschenwandung mehr hatte, als der Bauchaum durch seine langsame Aushärtung noch stark an Volumen zunahm.
Also eine widersinnige Ausführung, die auch gegen die Funktionfähigkeit eines SD wirkt für eine Reihe von Schüssen wie in Babenhausen.
Durch einen zu engen Schußkanal von nur 10mm Durchmesser mit ausgefranzten Rändern und einrer zu kleinen Bodenbohrung wird der Effekt der raschen Zerbröselung noch begünstigt bei trockenem Schießen.
Die Ladehemmungen nach wenigen Schüssen durch die starke Zerwirkung des lockeren Schaumkörpers ohne Haftung mit der labilen PET-Flasche und mit auch noch groben, lockeren Brocken innerhalb der Flasche und Auswurf aus der Bodenbohrung und auch ins Patronenlager nach ersten Schüssen waren damit eingebaut worden.
So aber baut man keinen SD aus einer PET-Flasche in Kombination mit einer P38 und der verwendeten Munition für diese Taten in Babenhausen mit 10 Schüssen, wenn man die Schweizer Anleitung verstanden hat.
Statt dann andere Varianten zu untersuchen nach dieser Fehlkonstruktion, machte Cachée dasmit nur weiter.
Das wird vermutlich auch in Kassel erkannt werden können.
emil kommentiert am Mo, 2019-01-07 22:30 Permanenter Link
„die Revision ist keine unabhängige Beweisaufnahme mit Befragungen.“
Auch wenn die Revision – anders als die Berufung – keine zweite Tatsacheninstanz eröffnet, werden dort durchaus Sachverständige befragt:
BGH 1 StR 618/98 - Urteil v. 30. Juli 1999: „(…) Der Senat hat zu dieser Frage Beweis erhoben. Er hat die Sachverständigen Prof. Dr. phil. Fiedler und Prof. Dr. phil. Steiler mit entsprechenden Gutachten beauftragt. Diese sind schriftlich sowie in der Verhandlung des Senats vom 29. Juli 1999 erstattet worden.“
https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/98/1-618-98.php3
http://archiv.jura.uni-saarland.de/Entscheidungen/pressem99/BGH/strafrecht/glaubhft.html
emil kommentiert am Mo, 2019-01-07 22:41 Permanenter Link
„Das Gutachten des SV Pfoser ist in schriftlicher Form bisher unveröffentlicht geblieben,“
Hängt damit zusammen, dass es keines gibt, jedenfalls nicht in der Akte enthalten ist. SV Pfoser hat sein Gutachten freihändig abgeliefert, geballert bzw. ballern lassen hat er hingegen (auch) eingespannt.
„ebenso sind seine mündlichen Ausführungen dazu unbekannt geblieben.“
Wurden die „mündlichen Ausführungen“ etwa nicht (inhaltlich) protokolliert? Ergeben sich diese nicht zumindest 1:1 aus der Wiedergabe im Urteil, da das Gericht, anders als alle anderen Menschen, vor Wahrnehmungs-, Erinnerungs- und Wiedergabeirrtümern gefeit ist? Hätten irrtumsbedingte Missverständnisse nicht schon damals in der Revision gerügt und - zusammen mit Herrn Pfoser – geklärt werden können? Schließlich hat der BGH doch auch im Fall BGH 1 StR 618/98 Sachverständige angehört.
emil kommentiert am Mo, 2019-01-07 22:30Permanenter Link
"Auch wenn die Revision – anders als die Berufung – keine zweite Tatsacheninstanz eröffnet, werden dort durchaus Sachverständige befragt:
BGH 1 StR 618/98 - Urteil v. 30. Juli 1999"
Hier gab es bereits ein vorliegendes schriftliches Erstgutachten und einen abgelehnten Beweisantrag, der das schriftliche Erstgutachten anzweifelte. Die Befragungen der Sachverständigen betrafen das schriftliche Erstgutachten.
Eine Übertragung 1:1 auf den Mordfall Babenhausen Friedrich-Ebert-Str. ist damit m.E. ausgeschlossen.
Die StPO verlangt im § 273 keine genaue wörtliche Wiedergabe.
"Ergeben sich diese nicht zumindest 1:1 aus der Wiedergabe im Urteil, da das Gericht, anders als alle anderen Menschen, vor Wahrnehmungs-, Erinnerungs- und Wiedergabeirrtümern gefeit ist? Hätten irrtumsbedingte Missverständnisse nicht schon damals in der Revision gerügt und - zusammen mit Herrn Pfoser – geklärt werden können?"
Aus dem Text im Urteil sind die mündlichen Ausführungen des SV Pfoser und seine den Beteiligten vorgeführten Bilder oder Videos letztlich unbestimmt geblieben und auch nicht genau nachvollziehbar. Die Revision jedoch fand keine Rechtsfehler.
Vom den beiden bis zum Urteil übriggebliebenen Verteidigern gibt es zu diesen Ausführungen und dem Bild- und Videomaterial von SV Pfoser in der HV m.W. keine Stellungnahmen, auch sind Beweisanträge dazu unbekannt geblieben, ein Verteidiger schied auch aus.
Und das ist ja auch nicht uninteressant bei diesem Verfahren, was da von den damaligen Verteidigern in der HV unternommen oder unterlassen wurde, die ja m.W. nicht mit einer Verurteilung gerechnet hatten.
Falls SV Pfoser seine Schuß-Versuche so erklärt hatte, daß sich daraus keine Nachfragen ergaben, oder besser Beweisanträge gestellt wurden zur weiteren Klärung, die im Protokoll aufzunehmen waren, dann scheinen sein Schuß-Versuche doch damals in 2011 Akzeptanz gefunden zu haben.
Ex-Soldat kommentiert am So, 2019-01-06 01:48
Oder hatte der vom Gericht als Erklärung für das Tatortspurenbild bemühte immer größer werdende „Schusskanal“ bei L. Pfosers Schüssen 9 und 10 Feierabend, also den „Laden“ schon - nach acht Schuss ist Schluss - dicht gemacht?
Die Schöffen sind an der schriftlichen Ausformulierung des Urteils nicht beteiligt. Die damaligen Verteidiger schweigen sich zu den Ungereimtheiten bei den Schüssen laut Urteil aus, von ihnen sind auch keine Beweisanträge bekannt.
Also keinerlei wirklich relevante Neuigkeiten sind in dieser Sache seit Wochen zu vermelden.
Steffi kommentiert am Di, 2019-01-08 09:45 Permanenter Link
lieb Miss Marple,
Westerwälder kommentiert am Di, 2019-01-08 14:11 Permanenter Link
„Doppelmord von Babenhausen“: Zwei Tote, acht Schüsse, Bröselabnahme, genauso wie auch in den Beschusstests festgestellt. Das ist Fakt. Sie lassen sich von der KDV-Nebelkerzen-Propaganda nicht blenden, die Schusskompetenz liegt allein bei uns, und das ist gut so. Melde mich vorübergehend – mit ausreichend Wollsocken im Marschgepäck - zum Biwak auf Schmidtens Spielwiese ab. Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz, weiter so!

References: BGH 
 BGH 
 § 275
 § 359

BGH 
 BGH 
 BGH 

BGH 
 § 273