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Timestamp: 2019-11-14 10:08:38+00:00

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Literaturverzeichnis : Die Genehmigungsfiktion nach § 377 HGB bei Falschlieferung und Quantitätsabweichung
Die Genehmigungsfiktion nach § 377 HGB bei Falschlieferung und Quantitätsabweichung
Eine Untersuchung zur Interessenharmonisierung bei Handelskäufen unter vergleichender Berücksichtigung des internationalen Einheitsrechts
Philipp Hohmann
Thema dieses Buches ist die Genehmigungsfiktion nach § 377 HGB, die eine enorm hohe praktische Relevanz besitzt und oftmals das streitentscheidende Instrument im Bereich des Handelskaufs darstellt. Vor allem bei Falschlieferungen und Quantitätsabweichungen existieren seit dem 19. Jahrhundert Diskussionen über den Anwendungsbereich der handelsrechtlichen Untersuchungs- und Rügeobliegenheit und deren Rechtsfolgen, die bisweilen nicht abschließend geklärt sind. Hier setzt der Autor an, um die gegenseitigen Parteiinteressen zu harmonisieren, ohne den Sinn und Zweck des § 377 HGB zu schwächen. Nach kritischer Analyse der bislang vertretenen Auffassungen entwickelt er – speziell beim höherwertigen Aliud – einen innovativen Lösungsansatz und erläutert, weshalb dieser beide Handelskaufparteien interessengerechter schützt.
978-3-631-73427-8
https://doi.org/10.3726/b11764
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017. 234 S.
I. Gegenstand der Arbeit und Gang der Darstellung
II. Zielstellung der Arbeit
B. Historische Entwicklung
I. Ursprung als Handelsbrauch
II. Kodifikationsgeschichte des heutigen § 377 HGB
III. Zusammenfassende Würdigung
C. Voraussetzungen und ratio legis der Genehmigungsfiktion nach § 377 HGB
II. Beidseitiger Handelskauf
III. Ablieferung und Untersuchung der Ware
IV. Warenmängel als Rügegrund i.S.v. § 377 HGB
D. Die Genehmigungsfiktion nach § 377 HGB: Rechtsfolgen der unterlassenen, versäumten oder nicht ordnungsgemäßen Mängelrüge bei Falschlieferung und Quantitätsabweichung
I. Rechtsdogmatische Einstufung
II. Grundsatz: Rechtsverlust der besonderen kaufrechtlichen Gewährleistungsrechte
III. Rechtsfolgen der Falschlieferung
IV. Rechtsfolgen bei Quantitätsabweichungen
E. Die Genehmigungsfiktion bei Falschlieferung und Quantitätsabweichung nach dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (UN-Kaufrecht)
II. Voraussetzungen der Untersuchungs- und Rügeobliegenheit nach Art. 38, 39 CISG
III. Rechtsfolgen der Genehmigungsfiktion nach Art. 39 I CISG bei Falschlieferung und Quantitätsabweichung
IV. Zusammenfassende Würdigung
F. Schlussbetrachtungen
I. Rechtspolitischer Ausblick
II. Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen
Aicher, Josef: Leistungsstörungen aus der Verkäufersphäre, in: Das Einheitliche Wiener Kaufrecht, Neues Recht für den internationalen Warenkauf, Hrsg.: Hoyer, Hans/Posch, Willibald, Wien 1992, S. 111–142 (zitiert: Aicher, Wiener Kaufrecht)
Altmeppen, Holger/Reichard, Ingo: Die aliud-Lieferung beim Kauf, in: Festschrift für Ulrich Huber zum siebzigsten Geburtstag, Hrsg.: Theodor Baums u.a., Tübingen 2006, S. 73–97 (zitiert: Altmeppen/Reichard, FS Huber)
Ballerstedt, Kurt: Zur Lehre vom Gattungskauf, in: Festschrift für Hans Carl Nipperdey zum 60. Geburtstag, Hrsg.: Dietz, Rolf/Hueck, Alfred/Reinhardt, Rudolf, München u.a. 1955, S. 261–282 (zitiert: Ballerstedt, FS Nipperdey)
Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus J.: Handelsgesetzbuch,
– 37. Auflage, München 2016 (zitiert: Baumbach/Hopt/Bearbeiter)
– 30. Auflage, München 2000 (zitiert: Baumbach/Hopt/Bearbeiter, 30. Aufl.)
Baumeister, Hermann: Das Privatrecht der freien Hansestadt Hamburg, Erster Band, Hamburg 1856
Bayer, Walter/Lieder, Jan: Examens-Repetitorium Handels- und Gesellschaftsrecht, Hrsg.: Habersack, Mathias, Heidelberg 2015 (zitiert: Bayer/Lieder, Handels- und GesellschaftsR)
1.) Entwurf eines Handelsgesetzbuches für die preußischen Staaten von 1857
2.) Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch von 1861
a) Falschlieferungen
b) Quantitätsabweichungen
3.) Das Handelsgesetzbuch von 1897
a) Falschlieferungen bis zur Schuldrechtsreform 2002
b) Quantitätsabweichungen bis zur Schuldrechtsreform 2002
c) Der Ausnahmetatbestand des § 378 Hs. 2 HGB a.F.
4.) Änderungen durch das Schuldrechtsmodernisierungsgesetz
1.) Falschlieferung i.S.d. § 434 III Alt. 1 BGB
a) Das Identitätsaliud
aa) Teleologische Reduktion auf Gattungskauf
bb) Uneingeschränkte Anwendung
(1) Wortlaut
(2) Systematik
(3) Historik
(4) Telos
(5) Flucht in die Nacherfüllung
(a) Oechslers Ansatz
b) Das Qualifikationsaliud beim Stückkauf
c) Die Aliudlieferung beim Gattungskauf
aa) Die Anwendung des § 378 HGB a.F. auf das Extremaliud
bb) Behandlung ohne objektives Ausnahmekriterium
dd) Zusammenfassung
d) Ungeschriebene Voraussetzung des § 434 III BGB
aa) Tilgungsbestimmung
bb) Gebilligter Leistungstransfer i.S.v. § 363 BGB
cc) Keine Leistungszweckbestimmung
dd) Eigene Stellungnahme
e) Rückbesinnung auf ursprünglich gedachten Telos des § 378 HGB a.F.
aa) Verwechslungsfälle
bb) Neues Vertragsangebot
f) Das Melius
aa) Teleologische Reduktion der Meliuslieferung
bb) Anwendung des § 434 III BGB auf das Melius
2.) Quantitätsabweichungen
a) Minuslieferung
aa) Art des fehlenden Quantums
(1) Meinungsstand
bb) Verdeckte Zuweniglieferung
cc) Offen ausgewiesene Mindermenge
ee) Zusammenfassende Würdigung
b) Pluslieferung
aa) Analogie des § 434 III Alt. 2 BGB auf die „Plusleistung“
bb) Keine Einbeziehung der Mehrlieferung
dd) Fazit
1.) Falschlieferungen ohne Erfüllungswillen des Verkäufers
2.) Lieferung eines minder- oder gleichwertigen Aliud
a) Grundsätzliche Aufrechterhaltung des Kaufpreises und Ausschluss der Käuferrechte
aa) Preisanpassung trotz verabsäumter Rüge
b) Herausgaberechte des Verkäufers
aa) Verzicht des Verkäufers auf die Genehmigungswirkung
bb) Falschlieferung als Rechtsgrund
(1) Kaufvertrag bildet keinen Rechtsgrund
(2) Kaufvertrag bildet Rechtsgrund
cc) Anfechtung der Tilgungsbestimmung
(1) Rechtsnatur
(2) Auslegung des Verzichts
(3) Aufleben des Erfüllungsanspruchs aus dem Kaufvertrag
dd) Rei vindicatio
ee) Herausgabeverlangen als Folge eines „Nachlieferungsrechts“ des Verkäufers
(1) Herbeiführung eines Erfüllungssurrogats durch Hinterlegung
(2) Eigene Stellungnahme
3.) Lieferung eines höherwertigen Melius
a) Kaufpreisproblematik bei Eintritt der Genehmigungsfiktion
aa) Kaufpreisanpassung
(1) Vertragsänderung kraft Gesetz
(2) Anpassung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben
(3) Einseitige Leistungsbestimmung
bb) Versagen der Kaufpreiserhöhung ohne Vertragsänderung
(1) Kaufpreisanpassung durch konkludentes Angebot zur Vertragsänderung bei offener Meliuslieferung
(2) Kaufpreiserhöhung durch Vereinbarung der Leistung an Erfüllung statt?
(3) Teleologische Reduktion und Wahlrecht des Verkäufers
(1) Keine Preisänderung kraft Gesetz
(2) Unnötiger Eingriff in den Kernbereich der Privatautonomie
(3) Preiserhöhung ausschließlich durch Vertragsänderung
(a) Offen deklarierte Meliuslieferung
(b) Verdeckte Meliuslieferung
(c) Anwendung auf den konkreten Fall
aa) Verzicht auf die Wirkungen der Genehmigungsfiktion
bb) Kondiktion des Melius durch Anfechtung der Tilgungsbestimmung
cc) Wiederaufleben des ursprünglichen Erfüllungsanspruchs
dd) Konkrete praktische Anwendung
ee) Rei vindicatio
ff) Verwirkung des Herausgabeanspruchs
(1) Umkehrung des Rügezwecks zulasten des Verkäufers
(2) Keine Anzeige verkäufereigenen Fehlverhaltens
c) Weitere (mögliche) Ansätze zur Schutzoptimierung des Verkäufers
aa) Subjektives Recht des Verkäufers auf nachträgliche Mängelbeseitigung?
(1) Mögliche Anspruchsgrundlage de lege lata
(a) Wortlaut
(b) Systematik
(c) Historische Auslegung und Telos
(d) Analogiefähigkeit des § 439 I BGB
(2) Konstituierung eines subjektiven, nachträglichen Mängelbeseitigungsrechts des Verkäufers de lege ferenda?
(3) Neueste legislative Entwicklungen
(4) Rechtspolitische Bewertung
(a) Praktisches Bedürfnis
(b) Rechtsökonomische Analyse
bb) Verschiebung des Entreicherungsrisikos
(1) Bereicherungsumfang
(2) Entreicherungsrisiko
(3) Eintritt der verschärften Haftung
(a) Positive Kenntnis nach § 819 I BGB
(b) Verschärfte Haftung mit Eintritt der Genehmigungsfiktion
(c) Eigene Stellungnahme
(d) Eigener Ansatz
1.) Minuslieferungen
a) Verdeckte Minuslieferungen
aa) Auswirkungen auf den Kaufpreis
b) Offen deklarierte Minuslieferung
aa) Echte Teilleistung gemäß § 266 BGB
bb) Offen ausgewiesene Mindermenge i.S.d. § 434 III Alt. 2 BGB
(1) Treuwidrige Leistungserbringung
(2) Offene Deklarierung in Lieferschein und Rechnung
(a) Angebot zur Vertragsänderung
(c) Stellungnahme
(aa) Nichtzustandekommen einer Vertragsänderung
(bb) Wertender Eingriff
(cc) Ergebnis
2.) Pluslieferungen
1.) Sachlicher Anwendungsbereich
2.) Räumlich-persönlicher Anwendungsbereich
3.) Vorrang der Privatautonomie
1.) Form, Inhalt, Frist
2.) Vertragswidrigkeit
a) Falschlieferung
aa) Vertragswidrigkeit i.S.d. Art. 35 CISG
bb) Nichtlieferung
(1) Vermeidung von Abgrenzungsschwierigkeiten
(2) Entstehungsgeschichte und ratio legis
(3) Individualisierungspflichten beim Versendungskauf
(4) Teleologische Reduktion auf Gattungsschulden
b) Quantitätsabweichung
aa) Partielle Nichtlieferung und Teilverzug
bb) Vertragswidrigkeit nach Art. 35 CISG
1.) Grundregel
2.) Falschlieferungen
a) Gering- bzw. gleichwertige Aliudlieferung
aa) Kaufpreis
bb) Herausgabeverlangen des Verkäufers
b) Höherwertige Meliuslieferung
aa) Analoge Anwendung des Art. 52 II CISG
bb) Status quo des geschlossenen Vertrags
cc) Vermittelnde Ansicht
dd) Nacherfüllungsrecht des Verkäufers
3.) Quantitätsabweichungen
a) Minuslieferungen
aa) Verdeckte Minuslieferung
bb) Offene Minuslieferung
aa) Verdeckte Pluslieferung
bb) Offene Pluslieferung
1.) Zielsetzung der Vorschläge
2.) Wesentlicher Inhalt der Vorschläge

References: § 377
 § 377
 § 377
 § 377
 § 377
 § 377
 § 377
 § 377
 Art. 38
 Art. 39
 § 378
 § 434
 § 378
 § 434
 § 363
 § 378
 § 434
 § 434
de lege lata
 § 439
de lege ferenda
 § 819
 § 266
 § 434
 Art. 35
 Art. 35
 Art. 52