Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F02-11-2012-9C_325-2012
Timestamp: 2016-10-21 23:42:29+00:00

Document:
9C_325/2012 (02.11.2012)
9C_325/2012
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Februar 2012.
Der 1951 geborene B.________ war seit 1. Januar 2003 bei der Pensionskasse X.________ sowie der Zusatzkasse Y.________ (nachfolgend: Pensionskasse bzw. Zusatzkasse) f�r die berufliche Vorsorge versichert. Seit dem 1. Januar 2010 bezieht er eine Altersrente.
Nachdem per Ende 2008 in beiden Kassen eine Unterdeckung resultiert hatte, beschlossen diese, die Sparkapitalien im Jahr 2009 vorl�ufig nicht zu verzinsen. Anfang Februar 2010 informierten sie die Versicherten dahin, dass aufgrund der erfreulichen Rendite die Sparkapitalien der Pensionskasse r�ckwirkend f�r 2009 mit 1,25 % verzinst w�rden. Diese Zinsgutschrift beschr�nkte sich auf diejenigen Personen, die am 1. Januar 2010 als Aktive in der Kasse gef�hrt wurden. Die Zusatzkasse gew�hrte keine h�here Verzinsung.
Am 1. November 2010 liess B.________ beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Klage einreichen mit dem Antrag, die Pensionskasse sei zu verpflichten, sein Altersguthaben im Kalenderjahr 2009 mit 2 % zu verzinsen; die Zinsgutschrift sei r�ckwirkend per 1. Januar 2010 bei der Umwandlung seines Altersguthabens in eine Rente zu ber�cksichtigen und die Rente sei entsprechend anzupassen. Mit Entscheid vom 23. Februar 2012 wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Klage ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst B.________ die vorinstanzlich gestellten Antr�ge erneuern. Zus�tzlich ver-langt er, seinem Altersguthaben seien Fr. 13'222.25 gutzuschreiben.
Die Pensionskasse schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Am 16. August 2012 gelangt B.________ mit einer weiteren Eingabe an das Bundesgericht.
1.1 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. dazu BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft es - unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist dabei hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68, 133 III 439 E. 3.2 S. 444).
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig bedeutet dabei willk�rlich (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.3 Der grunds�tzlichen Bindung des Bundesgerichts an den vom kantonalen Gericht festgestellten Sachverhalt entspricht es, dass neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden d�rfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Inwiefern dies der Fall sein soll, ist in der Beschwerde ebenfalls n�her darzulegen (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226; 133 III 393 E. 3 S. 395).
Das Novenverbot gilt auch f�r die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B.249/2003 vom 7. Januar 2004 E. 1). Unbeachtlich sind daher die darin erstmals vorgebrachten Behauptungen, bei der nachtr�glichen Verzinsung handle es sich um eine reine Goodwill-Zinsgutschrift und der Beschwerdef�hrer habe aktuell bereits einen monet�ren Vorteil erzielt, indem im Zeitpunkt der Pensionierung ein h�herer Umwandlungssatz angewendet worden sei. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdegegnerin nicht darlegt, weshalb die fraglichen Vorbringen erst im Verfahren vor Bundesgericht zul�ssig sein sollen.
1.4 Dass der Beschwerdef�hrer seine Forderung letztinstanzlich neu beziffert hat, stellt keine Ver�nderung des Streitgegenstands und kein unzul�ssiges neues Begehren dar (vgl. Art. 99 Abs. 2 BGG). Der geforderte Betrag von Fr. 13'222.25 st�tzt sich zudem auf aktenkundige Tatsachen (2 % von Fr. 661'112.30; vgl. Versicherungsausweis vom 31. Dezember 2009).
Gem�ss Feststellung der Vorinstanz wies die Pensionskasse per Ende 2008 eine Unterdeckung gem�ss Art. 44 Abs. 1 BVV2 auf (94 %). Per 31. Dezember 2009 betrug der Deckungsgrad wieder �ber 100 % (103,6 %). An seiner Sitzung vom 12. November 2009 beschloss der Stiftungsrat, nachdem er sich im Februar 2009 f�r eine vorl�ufige Nullverzinsung ausgesprochen hatte, allen Mitgliedern, die am 1. Januar 2010 als Aktive versichert waren, f�r das Jahr 2009 nachtr�glich einen Zinssatz von 1,25 % gutzuschreiben. Streitfrage bildet dabei, ob und inwieweit die Pensionskasse das Altersguthaben des Beschwerdef�hrers, der sich per 1. Januar 2010 vorzeitig pensionieren liess, im Jahr 2009 zu Unrecht nicht verzinst hat.
3.1 Bei der Beschwerdegegnerin handelt es sich um eine umh�llende Vorsorgeeinrichtung (vgl. BGE 132 V 278 E. 3.1 S. 279). F�r die weitergehende Vorsorge gibt es keine Vorschriften �ber die Festsetzung der H�he des Zinssatzes (Art. 49 Abs. 2 BVG). Der Stiftungsrat kann in diesem Bereich den Zins f�r das Altersguthaben grunds�tzlich frei festlegen. Bedingung ist - nebst den verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten der Rechtsgleichheit, des Willk�rverbots und der Verh�ltnism�ssigkeit -, dass die gesetzliche Mindestverzinsung eingehalten ist, was anhand der Schattenrechnung �berpr�ft wird. Mit anderen Worten muss das reglementarische Altersguthaben mindestens so hoch sein wie das BVG-Altersguthaben (vgl. BGE 132 V 278 E. 4.2 S. 281).
3.2 Gem�ss Art. 7 des ab 1. Januar 2009 g�ltigen Vorsorgereglements erfolgt die Verzinsung der Sparbeitr�ge ab 1. Januar des Folgejahres. Freiz�gigkeitseinlagen, Einkauf von Vorsorgeleistungen sowie allf�llige ausserordentliche Beitr�ge und Einlagen werden ab dem Zeitpunkt der Einlage verzinst. Die Verzinsung erfolgt bis zum Eintreten eines Versicherungsfalles oder bis zum Zeitpunkt der �berweisung. Der Stiftungsrat legt unter Ber�cksichtigung der Anlagesituation und des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzinssatzes die Verzinsung der Altersguthaben j�hrlich fest.
Bei einer Unterdeckung gem�ss Art. 44 BVV2 legt der Stiftungsrat in Zusammenarbeit mit dem Experten f�r berufliche Vorsorge angemessene Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung fest. N�tigenfalls k�nnen insbesondere die Verzinsung der Altersguthaben, die Finanzierung und die Leistungen den vorhandenen Mitteln angepasst werden. Der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit ist zu beachten (Art. 20bis Abs. 1 Reglement). Besteht in der Pensionskasse eine Unterdeckung gem�ss Art. 44 BVV2, muss der Stiftungsrat die Aufsichtsbeh�rde, den Arbeitgeber, die Versicherten und die Rentner �ber die Unterdeckung und die in Zusammenarbeit mit dem Experten f�r berufliche Vorsorge festgelegten Massnahmen informieren (Art. 20bis Abs. 5 Reglement).
4.1 Im Jahr 2008 betrug die Verzinsung des Sparkapitals 2,75 %. Unter dem Eindruck der (damaligen) Unterdeckung beschloss der Stiftungsrat an seiner Sitzung vom 25. November 2008, den Zinssatz f�r die Altersguthaben ab 1. Januar 2009 "bis auf Weiteres auf 0 % (Null)" festzulegen resp. "die Sparkapitalien im Jahr 2009 vorl�ufig nicht zu verzinsen" (Informationsschreiben vom Februar 2009). Ende 2009 resultierte wiederum ein Deckungsgrad von �ber 103 %. Im Hinblick auf diese Sachlage setzte der Stiftungsrat die definitive (Nach-)Verzinsung f�r das Jahr 2009 an seiner Sitzung vom 12. November 2009 auf 1,25 % fest (vgl. auch Informationsschreiben vom 30. Januar 2010). Gleichzeitig setzte er den Zinssatz f�r die Verzinsung der Altersguthaben ab 1. Januar 2010 provisorisch auf 2 % fest. Infolge des Aufw�rtstrends der M�rkte (Performance in der H�he von 13,2 %) dr�ngten sich somit im Jahr 2009 keine Sanierungsmassnahmen auf (vgl. E. 3.2 Abs. 2 hievor). Im Informationsschreiben vom Februar 2009 wurde denn auch die vorl�ufige Nullverzinsung nur als m�gliche Massnahme zur Stabilisierung der Pensions- und Zusatzkasse bezeichnet.
4.2 Bekanntermassen entscheidet der Stiftungsrat �ber die Frage der aktuellen Verzinsung in vielen F�llen fr�hestens im 4. Quartal des laufenden und sp�testens im 2. Quartal des folgenden Kalenderjahres, d.h. retrospektiv. Wie sich nicht nur aus den bereits erw�hnten Protokollen der Stiftungsratssitzung vom 25. November 2008 und 12. November 2009 ergibt, sondern sich auch dem Anhang zur Jahresrechnung 2009 - vom Stiftungsrat am 18. M�rz 2010 genehmigt - und dem Protokoll vom 9. Juni 2010 entnehmen l�sst, handelt es sich bei der prospektiven Festsetzung der Verzinsung f�r das fragliche Jahr, wie sie von der Beschwerdegegnerin gehandhabt wird, lediglich um eine provisorische Gr�sse. Ausgangspunkt f�r die Beurteilung der Nichtverzinsung des Sparguthabens des Beschwerdef�hrers im Jahr 2009 ist somit die generelle endg�ltige Zinsfestlegung. Entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen stellt sich hier deshalb nicht die allgemeine (Vor-)Frage, ob wegen der Unterdeckung per Ende 2008 eine Nullverzinsung nach dem Anrechnungsprinzip f�r das Jahr 2009 zul�ssig und durchf�hrbar war. Nach dem in E. 4.1 Dargelegten war sie f�r den definitiven Entscheid des Stiftungsrats Ende 2009, die Altersguthaben im laufenden Jahr mit 1,25 % zu verzinsen, ohnehin irrelevant. Zudem sahen sich letztlich allein die "austretenden" und "ausscheidenden" Versicherten mit einer Nullverzinsung konfrontiert.
5.1 Die Vorinstanz erwog, mit dem f�r den Anspruch auf die Zinszahlung von 1.25 % vorausgesetzten Versicherungsstatus am 1. Januar 2010 werde das Gleichbehandlungsgebot nicht verletzt. Soweit die Beschwerdegegnerin Ende Jahr unter Ber�cksichtigung des verbesserten Deckungsgrades einen Zusatzzins ausgerichtet habe, komme diesem Aussch�ttungscharakter f�r das Jahr 2010 zu. Ferner habe die Rechtsprechung wiederholt entschieden, dass es den Grundsatz der Gleichbehandlung nicht verletze, wenn bei der Verteilung der freien Stiftungsmittel Versicherte, die wie der Beschwerdef�hrer freiwillig aus einer Vorsorgeeinrichtung ausgeschieden sind, nicht ber�cksichtigt w�rden. Im Weiteren werde das Alterskapital des Beschwerdef�hrers seit 1. Januar 2010 mit einem technischen Zinssatz von 3,5 % verzinst, wie er auch in Bezug auf seine Rente einen weitestgehenden Bestandesschutz geniesse. Demgegen�ber seien die aktiven Versicherten unver�ndert der Gefahr von Wertschwankungen ausgesetzt und h�tten Sanierungsmassnahmen zu gew�rtigen. Schliesslich w�rden die im Jahr 2009 aus anderen Gr�nden aus der Vorsorgeeinrichtung ausgeschiedenen Versicherten ebenfalls leer ausgehen.
5.2 Ob und inwieweit der vorzeitig pensionierte Beschwerdef�hrer als "freiwillig Ausgeschiedener" gilt, kann offen bleiben. Die Pensionskasse pr�zisierte den Status des Beschwerdef�hrers in ihrer Vernehmlassung jedenfalls als "aus dem Aktivversichertenstatus Ausgeschiedene(r)". Abgesehen davon, dass sie im Informationsschreiben vom Februar 2009 selber die Wendung "austretende Versicherte" mit dem Klammerzusatz "Arbeitgeberwechsel" definiert und dadurch eingeengt hat, geht es hier bei der Verzinsung des Sparkapitals nicht um die Verteilung von freien Mitteln. Wohl l�sst sich argumentieren, dass mit der nachtr�glichen Festsetzung eines h�heren Zinssatzes der Aufbau freier Mittel geschm�lert und solche somit vorweg verteilt w�rden. Die Verzinsung des Sparkapitals geh�rt jedoch zu den Verpflichtungen der Pensionskasse. Den Versicherten steht diesbez�glich ein individueller Rechtsanspruch zu. Das Reglement gibt keinen Mindestzinssatz vor (vgl. E. 6.1 nachfolgend). Wenn auch der Stiftungsrat im Zusammenhang mit der definitiven Bestimmung der Verzinsung, die erst am Ende des laufenden Jahres erfolgt, von einem "Zusatzzins" spricht, ist diese - entsprechend der reglementarischen Vorgabe und deren Umsetzung - insgesamt Teil des effektiv erwirtschafteten Verm�gensertrags und nicht Abbau von freien Mitteln (vgl. E. 4.2). Im �brigen scheint es die Pensionskasse nicht anders zu sehen, f�hrt doch auch sie in der Vernehmlassung aus, dass es sich vorliegend nicht um die Verteilung von freien Stiftungsmitteln handle. Insoweit unterscheidet sich die vorliegende Sachverhaltskonstellation von derjenigen in SVR 2010 BVG Nr. 36 S. 136 (9C_953/2009), in welchem der reglementarische Verzinsungssatz wenigstens dem Mindestzinssatz gem�ss BVG entsprach und der dar�ber hinausgehende Zinsanteil - nach der Regelung des Reservenkonzepts der Pensionskasse - aus den freien Mitteln der aktiven Versicherten finanziert wurde (E. 5). Der - unabh�ngig von einer Teil- oder Gesamtliquidation - allgemein g�ltige Grundsatz, dass keine Verletzung der Gleichbehandlung der Destinat�re vorliegt, wenn bei der Verteilung von freien Stiftungsmitteln diejenigen Versicherten nicht ber�cksichtigt werden, die freiwillig aus einer Vorsorgeeinrichtung ausgeschieden sind (BGE 133 V 607 E. 4.2.2 und 4.2.3 S. 611), findet hier daher keine Anwendung.
5.3 Zwar trifft es zu, dass Pensionierte insoweit einen Bestandesschutz geniessen, als ihre Rente bei Unterdeckung nicht generell dauerhaft gek�rzt werden kann (vgl. Art. 65d Abs. 3 lit. b BVG; vgl. auch BGE 135 V 382). Indessen war der Beschwerdef�hrer w�hrend des ganzen Jahres 2009, vom 1. Januar bis 31. Dezember, aktiv bei der Pensionskasse versichert, und sein Sparkapital trug zeitlich identisch mit demjenigen der �brigen (ganzj�hrigen) Aktivversicherten zur Erwirtschaftung des Ertrages bei. Diese und nicht die anderen Versicherten, die im Verlaufe des Jahres 2009 aus der Vorsorgeeinrichtung ausgeschieden und ebenfalls leer ausgegangen sind, bilden somit die Bezugsgr�sse.
5.4 Insoweit dem Beschwerdef�hrer ab 1. Januar 2010 ein technischer Zinssatz von 3,5 % zugute kommt, ist daf�r sein Statuswechsel (vom Aktiven zum Pensionierten) verantwortlich. Als Ausgleich zum Verzinsungsanspruch f�r das Jahr 2009, wie die vorinstanzlichen Erw�gungen implizieren, kann diese Tatsache schon mangels Gleichartigkeit nicht dienen. Der technische Zinssatz ist eine sogenannte Berechnungsannahme. Er ist nicht deckungsgleich mit dem kaufm�nnischen Zinssatz, wie er sich aus Art. 7 des Reglements ergibt. Insbesondere hat der technische Zinssatz - im Gegensatz zum Letzteren - keinen direkten Einfluss auf die H�he des Rentenanspruchs im Einzelfall.
5.5 Die Verzinsungspolitik der Pensionskasse ist kongruent mit der obligatorischen L�sung. Die Sparbeitr�ge 2009 werden erst ab 1. Januar 2010 verzinst (vgl. E. 3.2). Mit anderen Worten werden dem individuellen Alterskonto am Ende des Kalenderjahrs der j�hrliche Zins auf dem Altersguthaben nach dem Kontostand am Ende des Vorjahres und die unverzinsten Altersgutschriften f�r das abgelaufene Kalenderjahr gutgeschrieben (Art. 11 Abs. 2 BVV2). Der Ende 2009 definitiv festgesetzte Zinssatz f�r das Jahr 2009 in der H�he von 1,25 % bezieht sich demnach auf das Sparkapital per 31. Dezember 2008. "Aussch�ttungscharakter" f�r das Jahr 2010, wie es die Vorinstanz nennt, erlangte er rein aus verwaltungstechnischen Gr�nden. Wegen der provisorisch festgelegten Nullverzinsung wurde f�r 2009 kein "Zinsspeicher" gef�hrt, weshalb die nachtr�gliche definitive Zinsgutschrift 2009 auf dem Kapital per 31. Dezember 2009 und nur zu Gunsten der Versicherten erfolgte, die am 1. Januar 2010 noch aktiv waren (Stiftungsrats-Protokolle vom 25. November 2008 und 12. November 2009). Solche administrativen Umst�nde verm�gen eine Ungleichbehandlung nicht zu begr�nden.
5.6 Nach dem Gesagten l�sst sich kein sachlicher Grund erkennen, der die Nullverzinsung rechtfertigt, die im Jahr 2009 gegen�ber dem per 1. Januar 2010 vorzeitig pensionierten Beschwerdef�hrer angewendet wurde. Die Pensionskasse hat die Verzinsung des �berobligatorischen Guthabens im Jahr 2009 in unhaltbarer Weise rechtsungleich und insoweit in Verletzung von Bundesrecht vorgenommen.
Zu pr�fen bleibt die Frage, ob die Verzinsung des �berobligatorischen Sparguthabens im Jahr 2009 unter dem vom Bundesrat festgelegten Mindestzinssatz von 2 % (Art. 12 lit. f BVV2) zul�ssig ist.
6.1 Der Beschwerdef�hrer will die Verzinsung gem�ss Art. 7 des Reglements in dem Sinne verstanden wissen, dass bei deren Bestimmung vom BVG-Mindestzinssatz auszugehen ist, der bei guter Performance nicht unterschritten werden darf. Dieser Auffassung steht jedoch bereits der klare Wortlaut des Reglements entgegen. Danach sind die Anlagesituation und der gesetzlich vorgeschriebene Mindestzinssatz nur Kriterien f�r die Festlegung des Zinssatzes. Eine feste Formel oder verbindliche Mindestgr�sse l�sst sich dem Pensionskassenreglement nicht entnehmen.
6.2 Es liegt auf der Hand, dass die Verzinsung, die auf dem �berobligatorischen Sparkapital ausgerichtet wird, der finanziellen Lage der Kasse angepasst werden darf bzw. - im Interesse der nachhaltigen Sicherstellung des Vorsorgezwecks - muss. Denn bei einer Vorsorgeeinrichtung m�ssen Ausgaben und Einnahmen grunds�tzlich im Gleichgewicht stehen. Zinsen k�nnen wirtschaftlich nur gutgeschrieben werden, soweit die Verh�ltnisse auf dem Kapitalmarkt einen Verm�gensertrag zulassen, es sei denn, es w�rden andere zus�tzliche Einnahmen erschlossen oder die Zinsen k�nnten aus freien Mitteln finanziert werden (BGE 132 V 278 E. 4.6 S. 283 f.).
Der Beschwerdef�hrer begr�ndet einzig mittels der ihm zutreffend erscheinenden Auslegung von Art. 7 des Reglements (vgl. E. 6.1), die Verzinsung des �berobligatorischen Sparkapitals in der H�he von 1,25 % f�r das Jahr 2009 sei willk�rlich. Das Bundesgericht hat keine Veranlassung, von dieser Festlegung abzuweichen. Aus der Jahresrechnung 2009 erhellt, dass die Beschwerdegegnerin Ende 2008 �ber keinerlei Wertschwankungsreserven verf�gte und bis Ende 2009 erst wieder rund 23 % des Sollwertes hatten aufgebaut werden k�nnen. Bezeichnenderweise fehlte es auch an freien Mitteln. Eine h�here Verzinsung zu erbringen als diejenige, die auf Grund der konkreten Performance tats�chlich finanzierbar war, lag ausser Reichweite. Dass dadurch das BVG-Altersguthaben nicht mehr gew�hrleistet sei (vgl. E. 3.1), ist weder aktenkundig noch wird dies geltend gemacht.
Der Beschwerdef�hrer fordert die Verzinsung auf seinem Sparkapital per 1. Januar 2009 nach. Dieses bel�uft sich auf Fr. 661'112.30. Ein Zins von 1,25 % ergibt Fr. 8'263.90. Dieser Betrag ist zum Kapital hinzuzurechnen, das Grundlage f�r die vom Beschwerdef�hrer seit 1. Januar 2010 bezogene Altersleistung bildet, und diese ist entsprechend anzupassen.
Zusammengefasst ist die Beschwerde teilweise begr�ndet. Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Gerichtskosten h�lftig den Parteien auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die teilweise unterliegende Pensionskasse hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG); sie selbst ist als mit �ffentlich-rechtlichten Aufgaben betraute Organisation gem�ss Art. 68 Abs. 3 BGG nicht anspruchsberechtigt.
Von Bundesrechts wegen besteht auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge kein Anspruch auf eine Parteientsch�digung f�r das erstinstanzliche Verfahren. Der Beschwerdef�hrer ist jedoch darauf hinzuweisen, dass er die M�glichkeit hat, bei der Vorinstanz eine Neuverlegung der Parteientsch�digung f�r das Klageverfahren zu beantragen (nicht publizierte E. 10.2.2 des Urteils BGE 132 V 127).
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Februar 2012 aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Sparkapital des Beschwerdef�hrers, das Grundlage f�r die von diesem seit 1. Januar 2010 bezogenen Altersleistung bildet, Fr. 8'263.90 hinzuzurechnen und diese entsprechend zu erh�hen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 99
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 65
 BGE 
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 68
 BGE