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Timestamp: 2018-12-14 09:30:47+00:00

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Fahrtkostenzuschüsse | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Die lohnsteuerliche Behandlung von Fahrtkostenzuschüssen des Arbeitgebers zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ändert sich ab 1.1.2019. Es ist zu unterscheiden zwischen
Fahrtkostenersatz bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und
Fahrtkostenersatz für die übrigen Fahrzeuge, insbesondere den eigenen Pkw.
Während für Arbeitgeberleistungen im Zusammenhang mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte beim Arbeitnehmer die bis 2003 geltende Steuerbefreiung wieder eingeführt wird, bleibt für die übrigen Fahrtkostenzuschüsse alles beim Alten. Ersetzt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die Kosten der Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte mit dem eigenen Pkw, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Anstelle der individuellen Besteuerung nach dem ELStAM-Datensatz kann der Arbeitgeber die Fahrtkostenzuschüsse bis zur Höhe der Entfernungspauschale pauschal mit 15 % versteuern. Steuerfreie und pauschal besteuerte Fahrtkostenzuschüsse mindern den Werbungskostenabzug des Arbeitnehmers; dasselbe gilt für andere steuerfreie und pauschal besteuerte Arbeitgeberleistungen im Zusammenhang mit den Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, etwa die Gewährung von Jobtickets oder eines Firmenwagens. Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer verbilligt oder kostenlos Fahrkarten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, kann in besonderen Fällen die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR genutzt werden. Fahrtkostenzuschüsse anlässlich einer Auswärtstätigkeit oder für Familienheimfahrten sind regelmäßig steuerfrei.
Lohnsteuer: Für die Lohnsteuerpauschalierung ist § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG maßgebend. Durch den Verweis auf § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und Abs. 2 EStG wird klargestellt, dass nur die als Entfernungspauschale ansatzfähigen Beträge oder die tatsächlich höheren Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel unter die Pauschalierungsregelung fallen. Nähere Erläuterungen enthält das BMF-Schreiben v. 31.10.2013, IV C 5 - S 2351/09/10002:002, BStBl 2013 I S.1376. Die Steuerfreiheit für Arbeitgeberzuschüsse und geldwerte Vorteile bei Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab 2019 ergibt sich aus § 3 Nr. 15 EStG. Die monatliche Freigrenze für Sachbezüge, z. B. Fahrkarten, von 44 EUR regelt § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG. Für verbilligte oder kostenlose Fahrkarten bei Beschäftigten von öffentlichen Verkehrsbetrieben kommt der Rabattfreibetrag von 1.080 EUR nach § 8 Abs. 3 EStG infrage.
Sozialversicherung: Die Zurechnung der vom Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsverhältnisses geleisteten Fahrtkostenzuschüsse zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung ergibt sich aus § 14 Abs. 1 Satz 1 SGB IV. Die Beitragsfreiheit von lohnsteuerfreien (Sach-)Zuwendungen ergibt sich aus § 1 Abs. 1 Satz 1 SvEV. Die Ausnahmeregelung für pauschal versteuerten Fahrtkostenersatz und deren Beitragsfreiheit zur Sozialversicherung ist in § 1 Satz 1 Nr. 3 SvEV geregelt.
Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten Wohnung - erste Tätigkeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr frei frei
Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten Wohnung - erste Tätigkeitsstätte mit anderen Verkehrsmitteln (aber: Lohnsteuerpauschalierung mit 15 % möglich)
*Soweit nicht pauschalversteuert. pflichtig pflichtig*
Fahrtkostenzuschüsse bei beruflichen Auswärtstätigkeiten frei frei
Jobticket, zusätzlich zum Entgelt gewährt frei frei
Jobticket, falls Entgeltumwandlung (aber: Lohnsteuerpauschalierung mit 15 % oder 44-EUR-Sachbezugsfreigrenze beachten) pflichtig pflichtig
Fahrten von Auszubildenden zur Berufsschule frei frei
1 Fahrtkostenzuschuss für öffentliche Verkehrsmittel ist lohnsteuerfrei
Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) an Arbeitnehmer, die für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte öffentliche Verkehrsmittel im genehmigten Linienverkehr (ohne Luftverkehr) nutzen, sind ab 1.1.2019 lohnsteuerfrei.[1] Die frühere, bis 2003 geltende Steuerbefreiung für den öffentlichen Personenverkehr wird für Lohnzahlungszeiträume ab 2019 reaktiviert. Der Arbeitgeber kann die Aufwendungen des Arbeitnehmers für öffentliche Verkehrsmittel steuerfrei ersetzen. Begünstigt ist der Linienverkehr, sofern er nicht den Luftverkehr betrifft. Taxis sind dadurch von der Steuerbefreiung ausdrücklich ausgenommen. Die Wiedereinführung der Steuerbegünstigung soll den Steuerbürger zum Umsteigen auf den umweltfreundlichen öffentlichen Personenverkehr für die täglichen Fahrten zu seinem Arbeitgeber bewegen.
Für die Steuerfreiheit werden 2 Fallgruppen unterschieden:
Steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers, d. h. der Ersatz von nachgewiesenen Aufwendungen des Arbeitnehmers.
Das Zurverfügungstellen unentgeltlicher oder verbilligter Fahrausweise – sog. Jobtickets.
Bei beiden Fallgruppen ist erforderlich, dass der Arbeitgeber diese Leistungen zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringt. Di...

References: § 40
 § 9
 § 3
 § 8
 § 8
 § 14
 § 1
 § 1