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Timestamp: 2016-10-22 16:19:56+00:00

Document:
6B_961/2015 (05.04.2016)
6B_961/2015, 6B_973/2015, 6B_974/2015 � � Urteil vom 5. April 2016
6B_961/2015
6B_973/2015
6B_974/2015
Gehilfenschaft zu mehrfachem, teilweise versuchtem Betrug; Geldw�scherei,
Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 9. Juli 2015.
Y.________ wird im Anklagepunkt betreffend Gehilfenschaft zum Betrug zusammengefasst vorgeworfen, sie habe gewusst, dass X.________ an Geld von Investoren habe kommen wollen, indem er ihnen �usserst g�nstige Kredite von bis zu Fr. 10 Mio. f�r 1-2 % Jahreszins ohne jegliche Sicherheit in Aussicht gestellt habe. Gem�ss seinem Plan, den Y.________ gebilligt habe, sollten D.________ und A.________ zu diesem Zweck je ein Unternehmen gr�nden, an dessen vorget�uschten Gr�ndungskosten (sechsstellige Eurobetr�ge) sowie am Aktienkapital der zu gr�ndenden Unternehmen sich die Beschuldigten h�tten bereichern wollen. X.________ habe D.________ und A.________ sowie deren Umfeld eine �berragende soziale Stellung in der Finanzwelt und eine erfolgreiche Gesch�ftst�tigkeit mit exzellenten Beziehungen zur E.________ AG vorgespiegelt. Y.________ habe zur T�uschung beigetragen, indem sie sich wahrheitswidrig als "Hausbankerin" von X.________ pr�sentiert habe, sich euphorisch �ber ihn ge�ussert und ihn wahrheitswidrig als erstklassigen Verm�gensverwalter und erfolgreichen Financier hingestellt habe. D.________ und A.________ h�tten sich entschlossen, die Unternehmen zu gr�nden sowie die zur Erlangung der Kredite - wie sie irrt�mlich gemeint h�tten - notwendigen Investitionen zu leisten. Die Beschuldigten h�tten diese Gelder f�r ihre eigenen Zwecke verwendet. Y.________ habe Fr. 100'000.-- aus der Beute in eine Eigentumswohnung investiert. Die Betr�ge f�r das Gr�ndungskapital h�tten D.________ und A.________ noch retten k�nnen, nachdem sie den Schwindel durchschaut h�tten.
Das Bezirksgericht Z�rich sprach Y.________ am 22. Mai 2014 vollumf�nglich frei. Es verwies die Zivilanspr�che der Privatkl�ger auf den Zivilweg, hob die Kanzleisperre auf, wies die Einziehungsantr�ge ab und hob die Sperre eines Kontos sowie eines Schrankfachs auf.
Gegen diesen Entscheid erhoben die Staatsanwaltschaft und die Privatkl�ger Berufung. Das Obergericht des Kantons Z�rich best�tigte am 9. Juli 2015 das erstinstanzliche Urteil.
Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Sie beantragt, es seien Dispositiv-Ziffern 1 (Freispruch), 3 (Kanzleisperre), 4 (Einziehung), 6 (Best�tigung erstinstanzliche Kosten- und Entsch�digungsregelung) sowie 8 (Kostenauferlegung) des Urteils des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 9. Juli 2015 aufzuheben und die Sache in diesem Umfang zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
D.________ und A.________ f�hren je einzeln Beschwerde. Sie beantragen, es seien Dispositiv-Ziffern 1 (Freispruch), 2 (Zivilklagen), 3 (Kanzleisperre), 4 (Einziehung), 5 (Konto- bzw. Schrankfachsperre), 6 (Best�tigung erstinstanzliche Kosten- und Entsch�digungsregelung), 8 (Kostenauferlegung) und 9 (Prozessentsch�digung der Privatkl�ger) des Urteils des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 9. Juli 2015 aufzuheben. Die Sache sei zur neuen Beurteilung an das Bezirksgericht Z�rich, eventualiter an das Obergericht, zur�ckzuweisen. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen, inkl. derjenigen des obergerichtlichen Verfahrens, zu Lasten von Y.________.
Die Beschwerden in Strafsachen im Verfahren von X.________ bilden Gegenstand der separaten Verfahren 6B_934/2015 bzw. 6B_960/2015, 6B_968-970/2015.
Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn sie in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich, wenn sie auf einem im Wesentlichen gleichartigen tats�chlichen und rechtlichen Grund beruhen und wenn sie gleiche Parteien sowie �hnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP; BGE 133 IV 215 E. 1; 126 V 283 E. 1). Da hier diese Voraussetzungen erf�llt sind, rechtfertigt es sich, die Verfahren 6B_961/2015, 6B_973/2015 und 6B_974/2015 zu vereinigen.
2.1.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Verletzung von Art. 146 Abs. 1 und Art. 305bis Ziff. 1 StGB. Die Vorinstanz verneine zu Unrecht Arglist bzw. bejahe eine relevante Opfermitverantwortung. Als Folge davon gehe sie auch zu Unrecht vom Fehlen einer Vortat f�r Geldw�scherei aus. In der Anklageschrift gegen X.________ sei ein L�gengeb�ude (Vorspiegelung eines Netzwerks als Financier) rechtsgen�gend umschrieben. Ferner habe von vornherein kein Leistungswille bez�glich des Kredits bestanden, was eine T�uschung �ber eine innere Tatsache sei. Nach der j�ngeren Rechtsprechung des Bundesgerichts entfalle der strafrechtliche Schutz nur bei Leichtfertigkeit, die das betr�gerische Verhalten des T�ters v�llig in den Hintergrund treten lasse. Demnach f�hre selbst ein erheblich naives Verhalten des Gesch�digten nicht immer zur Verneinung der Arglist. Lediglich, wenn die Inszenierungen des T�uschenden ohne Weiteres zu durchschauen seien, scheide Arglist aus. F�r die Beschwerdef�hrer sei die T�uschung nicht ohne Weiteres als Schwindel erkennbar gewesen. Die Vorinstanz lasse ausser Acht, dass es sich bei ihnen um nicht in der Bank- bzw. Kreditbranche t�tige, deutsche Staatsangeh�rige handle, die keine Kenntnisse der Verh�ltnisse in der Schweiz gehabt und deren Gesch�ftserfahrungen sich auf Deutschland beschr�nkt h�tten. Sodann h�tten sie keine gesetzlichen �berpr�fungspflichten gehabt. Ausserdem k�nne ihr Absehen von �berpr�fungsmassnahmen das t�uschende Verhalten von X.________ in den Hintergrund treten lassen, wenn sich dieses auf sein Kreditversprechen beschr�nkt h�tte. Mit der in der Anklageschrift beschriebenen Inszenierung, d.h. mit der Vorspiegelung einer Vernetzung in der Finanzwelt und eines Reichtums, mit dem Beizug eines Anwalts und einer Hausbankerin, sei das t�uschende Verhalten in den Vordergrund getreten. Damit h�tten die Beschwerdef�hrer nicht grundlegendste Vorsichtsmassnahmen ausser Acht gelassen, indem sie von Recherchen im Internet und Anfragen beim Bankpersonal abgesehen h�tten. Zus�tzlich seien sie auch unter Zeitdruck gestanden. Schliesslich stelle die Vorinstanz zu Unrecht alleine darauf ab, dass die Beschwerdef�hrer die zumutbare �berpr�fung unterlassen h�tten, und bejahe damit eine Opfermitverantwortung, ohne das t�uschende Verhalten von X.________ bzw. den von ihm hierzu betriebenen Aufwand zu ber�cksichtigen.
2.1.2.�Die Beschwerdef�hrer bringen zusammengefasst vor, die Verurteilung der Beschwerdegegnerin h�nge unmittelbar mit jener des Hauptbeschuldigten X.________ zusammen. Die Aufhebung des Freispruchs des Hauptbeschuldigten in Bezug auf den Betrugsvorwurf f�hre zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids im vorliegenden Verfahren. Die Vorinstanz bewerte bloss ihr Verhalten und verneine Arglist, ohne das Verhalten des Hauptbeschuldigten zu beurteilen oder eine Abw�gung vorzunehmen. Die Vorinstanz begr�nde ihre Leichtfertigkeit bloss mit apodiktischen Feststellungen und lasse die konkreten Umst�nde ausser Acht. Dies erscheine umso stossender, weil die Vorinstanz dabei auch verkenne, dass die Arglist in der j�ngeren bundesgerichtlichen Rechtsprechung weniger restriktiv gehandhabt werde. Nachdem der Hauptbeschuldigte unter Mitwirkung der Beschwerdegegnerin, der die Aufgabe der Vertrauensf�rderung zugekommen sei, ein L�gengeb�ude konstruiert habe, wobei sie sich zus�tzlich besonderer Machenschaften bedient h�tten und nicht zuletzt h�tten voraussehen k�nnen, dass ihre Angaben schwierig zu �berpr�fen seien und eine eingehende Nachforschung aufgrund des geschaffenen Vertrauensverh�ltnisses ohnehin unterbleiben w�rde, sei von besonders umfangreichen, raffinierten und intensiven T�uschungshandlungen der Beschuldigten auszugehen. Da es sich nicht um einen in jeder E.________ AG-Filiale erh�ltlichen Standardkredit, sondern um einen vom Hauptbeschuldigten vermittelten Vorzugskredit gehandelt habe, sei eine �berpr�fung der Angaben unm�glich und unzumutbar gewesen. Die Beschwerdef�hrer h�tten sich daher in nachvollziehbarer Weise und nicht leichtfertig verhalten. Weil die hohen Honorarkosten auch die Verg�tung f�r die Vermittlung des Vorzugskredits, also gewissermassen das Synallagma zum tiefen Zins bzw. zur fehlenden Sicherheit des Kredits gewesen seien, sei irrelevant, was normalerweise f�r eine Gesellschaftsgr�ndung verlangt werde. F�r eine (Internet-) Recherche habe kein Anlass bestanden.
2.2.�Die Vorinstanz h�lt fest, in Bezug auf den Hauptbeschuldigten seien die Erw�gungen in jenem Verfahren zu best�tigen. Danach fehle es an der Arglist der Verhaltensweise des Hauptbeschuldigten. Dessen irref�hrendes Verhalten habe sich zur Hauptsache auf zwei Punkte bezogen: Einerseits habe er den Beschwerdef�hrern vorgespiegelt, dass er ihnen Kredite der E.________ AG in Millionenh�he zu einem Jahreszins von 1-2 % vermitteln k�nne, ohne dass sie daf�r Sicherheiten zu bieten h�tten. Andererseits habe er ihnen weisgemacht, dass sie daf�r eine AG mit Sitz in der Schweiz gr�nden m�ssten, was - abgesehen vom Aktienkapital in der H�he von Fr. 100'000.-- - mit Gr�ndungskosten von EUR 140'000.-- bzw. EUR 150'000.-- verbunden sei. Daneben habe er weitere Umst�nde vorgegaukelt, z.B. dass er ein erfolgreicher Gesch�ftsmann mit besten Kontakten zu verm�genden Kunden im arabischen Raum sei. Bankkredite in Millionenh�he ohne Sicherheiten gebe es weder in Deutschland noch in der Schweiz, erst recht nicht zu einem Jahreszins von 1-2 % oder f�r eine neu gegr�ndete Gesellschaft ohne richtigen Businessplan. Dass ein derartiges Kreditgesch�ft unrealistisch sei und mit den Gegebenheiten des �blichen Wirtschaftsverkehrs nichts gemein habe, k�nne auch einem Laien in Finanzangelegenheiten nicht verborgen bleiben. Den Beschwerdef�hrern habe klar sein m�ssen, dass ein solches Darlehen nicht existieren k�nne. Dies gelte umso mehr, als es sich bei ihnen um Gesch�ftsleute handle, die in Finanz- bzw. Bankangelegenheiten keineswegs unbedarft einzustufen seien. Hinzu komme, dass sie keine Sprachbarrieren zu �berwinden hatten, um das Gesch�ftsmodell zu �berpr�fen. Daf�r h�tte eine schriftliche oder telefonische Anfrage gereicht. Dass sich die Beschwerdef�hrer nicht einmal um einen Termin mit dem oder den f�r die Kreditgew�hrung zust�ndigen Bankmitarbeiter (n) bem�ht h�tten, sei als ausgesprochen leichtfertig einzustufen. Aufgrund ihrer gesch�ftlichen Erfahrung h�tte der Umstand, dass Zahlungen zu Gunsten der f�r den Kredit zust�ndigen Bankmitarbeitern anfallen w�rden, s�mtliche Alarmglocken zum L�uten bringen m�ssen. Analoges gelte in Bezug auf die angeblichen Kosten, inkl. Honorar, f�r die Gr�ndung einer AG in der Schweiz. Die Falschangaben des Hauptbeschuldigten seien ohne weiteres �berpr�fbar gewesen, was der Arglist seines t�uschenden Verhaltens entgegen stehe. Die Beschwerdef�hrer h�tten durch R�ckfragen Klarheit schaffen k�nnen. Dass sie dies nicht gemacht h�tten, sei - gerade mit Blick auf die konkrete Situation (Gesch�ftsleute aus Deutschland, denen die Gegebenheiten im Nachbarland nicht g�nzlich fremd sein konnten und die nicht als besonders schutzbed�rftig einzustufen seien) - besonders leichtfertig. Auch der Aspekt der Opfermitverantwortung schliesse Arglist aus. Indem die Beschwerdef�hrer die Angaben des Hauptbeschuldigten nicht �berpr�ften, obwohl ihnen dies aufgrund ihrer Gesch�ftserfahrung und Sprache ohne Schwierigkeiten m�glich gewesen w�re, h�tten sie die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen missachtet. Selbst wenn der Hauptbeschuldigte ein L�gengeb�ude errichtet habe, �ndere sich am Ergebnis nichts, da die Vornahme der gebotenen �berpr�fungen dieses zum Einsturz gebracht h�tte. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, eine Arglist im Handeln des Hauptt�ters (und damit dessen Strafbarkeit) sei zu verneinen, weshalb auch der angefochtene Freispruch der Beschwerdegegnerin vom Vorwurf der Gehilfenschaft zum Betrug zu best�tigen sei. Mangels deliktischer Vortat sei auch der Freispruch der Beschwerdegegnerin vom Vorwurf der Geldw�scherei zu best�tigen
2.3.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1; 139 III 334 E. 3.2.5; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
Soweit die Beschwerdef�hrerin und die Beschwerdef�hrer in ihren Eingaben Ausf�hrungen zum Sachverhalt machen, legen sie ihre Sicht der Dinge dar, ohne R�gen zu erheben oder aufzuzeigen, dass und inwiefern die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz willk�rlich sein sollen. Darauf ist nicht einzutreten.
2.4.1.�Gehilfe ist, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich Hilfe leistet (Art. 25 StGB). Die Strafbarkeit der Teilnahme setzt eine tatbestandsm�ssige und rechtswidrige Haupttat voraus (limitierte Akzessoriet�t).
2.4.2.�Gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt oder ihn in einem Irrtum arglistig best�rkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Verm�gen sch�digt.
Arglist wird in st�ndiger Rechtsprechung bejaht, wenn der T�ter ein ganzes L�gengeb�ude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Arglist wird aber auch schon bei einfachen falschen Angaben angenommen, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist oder wenn der T�ter das Opfer von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieses die �berpr�fung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde. Der Gesichtspunkt der �berpr�fbarkeit der Angaben erlangt nach der neueren Rechtsprechung auch bei L�gengeb�uden und besonderen Machenschaften und Kniffen Bedeutung. Auch in diesen F�llen ist somit das T�uschungsopfer zu einem Mindestmass an Aufmerksamkeit verpflichtet (BGE 135 IV 76 E. 5.2; 128 IV 18 E. 3a; je mit Hinweisen).
Arglist scheidet aus, wenn der Get�uschte den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit h�tte vermeiden k�nnen. Dabei sind die jeweilige Lage und die Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen im Einzelfall entscheidend. R�cksicht zu nehmen ist namentlich auf geistesschwache, unerfahrene oder aufgrund von Alter oder Krankheit beeintr�chtigte Opfer oder auf solche, die sich in einem Abh�ngigkeits- oder Unterordnungsverh�ltnis oder in einer Notlage befinden und deshalb kaum imstande sind, dem T�ter zu misstrauen. Auf der anderen Seite sind besondere Fachkenntnis und Gesch�ftserfahrung des Opfers in Rechnung zu stellen. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erf�llung des Tatbestands indes nicht, dass das T�uschungsopfer die gr�sstm�gliche Sorgfalt walten l�sst und alle erdenklichen Vorkehren trifft. Arglist scheidet lediglich aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Entsprechend entf�llt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrl�ssigkeit des Get�uschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betr�gerische Verhalten des T�ters in den Hintergrund treten l�sst. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit des T�uschenden f�hrende Opferverantwortung kann nur in Ausnahmef�llen bejaht werden (BGE 135 IV 76 E. 5.2; Urteil 6B_364/2012 vom 19. April 2013 E. 1.1; je mit Hinweisen).
2.4.3.�Der Geldw�scherei macht sich schuldig, wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder die Einziehung von Verm�genswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herr�hren (Art. 305bis Ziff. 1 StGB).
2.5.�Der Freispruch der Beschwerdegegnerin vom Vorwurf der Gehilfenschaft zu (mehrfachem, teilweise versuchtem) Betrug mangels tatbestandsm�ssiger Haupttat und vom Vorwurf der Geldw�scherei mangels Vortat verletzt kein Bundesrecht. Die Vorinstanz erw�gt zutreffend, der Hauptbeschuldigte sei vom Vorwurf des mehrfachen, teilweise versuchten Betrugs freizusprechen. Wie dargelegt, gen�gen weder besondere Machenschaften noch ein L�gengeb�ude f�r sich alleine f�r die Bejahung der Arglist. Denn auch da ist die �berpr�fbarkeit wesentlich, die unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung, d.h. der jeweiligen Lage und Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen im Einzelfall zu beurteilen ist. Die Vorinstanz h�lt zu Recht fest, dass es Bankkredite in Millionenh�he ohne Sicherheiten zu einem Jahreszins von 1-2 % weder in der Schweiz noch in Deutschland gibt. Der Einwand, die Gesch�ftserfahrung der Beschwerdef�hrer beschr�nke sich auf Deutschland, ist unbehelflich. Bei ihnen handelt es sich um Gesch�ftsleute, die in Finanz- und Bankangelegenheiten nicht als unbedarft einzustufen sind. Nach den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ist der Beschwerdef�hrer 2 (Jahrgang 1970) gelernter Kaufmann mit eigenem Unternehmen, das Solaranlagen betreibt, den produzierten Strom verkauft und sich daneben noch in der Immobilien-, Promotions-, Marketing- sowie Werbebranche bet�tigt. Der Beschwerdef�hrer 3 (Jahrgang 1968) erlernte nach dem Abitur den Kaufmannsberuf und ist Gesch�ftsf�hrer mehrerer Unternehmen in Deutschland, die im Bereich Immobilienverwaltung, Verm�gensverwaltung sowie Zeitarbeit t�tig sind (Urteil S. 28 f. E. 3.4).
Zu Recht erblickt die Vorinstanz im v�lligen Unt�tigbleiben der Beschwerdef�hrer eine Vernachl�ssigung elementarster Vorsichtsmassnahmen. Wie sie zutreffend erw�gt, h�tte f�r die Beschwerdef�hrer im Lichte der konkreten Umst�nde Anlass dazu bestanden, an den Angaben des Hauptbeschuldigten vor allem in Bezug auf die Konditionen des Kredits zu zweifeln. Eine Internetrecherche oder ein einfacher Anruf bei der Bank h�tte dessen Inszenierung als Schwindel entlarvt. Dass den Beschwerdef�hrern keine gesetzliche �berpr�fungspflicht oblag, �ndert nichts daran, dass sie das zumutbare Mindestmass an Vorsicht nicht aufgebracht haben. Dies gilt auch in Bezug auf den Einwand, der Hauptbeschuldigte habe seine Inszenierung mit einer "Hausbankerin" untermauert. Ob die Inszenierung insgesamt f�r die Beschwerdef�hrer nicht ohne Weiteres zu durchschauen war, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht, ist vorliegend ebenso unmassgeblich, wie der Umstand, dass es sich beim vorget�uschten Erf�llungswillen bez�glich der Vermittlung des Kredits um eine innere Tatsache handelt. Die Angaben des Hauptbeschuldigten zu den Konditionen des zu vermittelnden Kredits w�ren je f�r sich alleine f�r die Beschwerdef�hrer in zumutbarer Weise �berpr�fbar gewesen und h�tten zur Aufdeckung des ganzen Schwindels gef�hrt (vgl. BGE 126 IV 165 E. 2.a S. 171 mit Hinweis; 119 IV 28 E. 3.c). Es ist unbestritten, dass die Beschwerdef�hrer keinerlei �berpr�fungen oder Nachfragen vorgenommen haben. Aufgrund ihres v�lligen Unt�tigbleibens l�sst sich ihr Fall nicht mit demjenigen in BGE 135 IV 76 vergleichen, in dem das Bundesgericht festhielt, T�uschungsopfer, die Anstrengungen unternehmen w�rden, um die ihnen gegen�ber gemachten falschen Angaben zu �berpr�fen, w�rden ihrer Mitverantwortung gerecht und d�rften den Strafrechtsschutz nicht verlieren, wenn sie dabei erneut T�uschungen erliegen w�rden. Insgesamt trete dann der Gesichtspunkt der Mitverantwortung der Opfer angesichts der von den T�uschenden mit enormem Aufwand betriebenen betr�gerischen Inszenierung in den Hintergrund (E. 5.3 S. 85 f. mit Hinweisen). Schliesslich ist nicht ersichtlich, dass und inwiefern vorliegend von einem besonderen Vertrauensverh�ltnis auszugehen ist (vgl. HEIDI S�GESSER, Opfermitverantwortung beim Betrug, Bern 2014, S. 153 ff. mit Hinweisen).
Die Beschwerden sind abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdef�hrerin sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Den Beschwerdef�hrern 2 und 3 sind die bundesgerichtlichen Kosten anteilsm�ssig aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet.
Die Verfahren 6B_961/2015, 6B_973/2015 und 6B_974/2015 werden vereinigt.
Im Verfahren 6B_961/2015 werden keine Gerichtskosten erhoben.
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden den Beschwerdef�hrern 2 und 3 je im Umfang von Fr. 2'000.-- auferlegt.

References: Art. 24
 BGE 
 Art. 146
 Art. 305
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 146
 BGE 
 BGE