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Timestamp: 2019-12-14 20:38:32+00:00

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BFH, 29.10.1985 - IX R 56/82 - dejure.org
https://dejure.org/1985,432
BFH, 29.10.1985 - IX R 56/82 (https://dejure.org/1985,432)
BFH, Entscheidung vom 29.10.1985 - IX R 56/82 (https://dejure.org/1985,432)
BFH, Entscheidung vom 29. Januar 1985 - IX R 56/82 (https://dejure.org/1985,432)
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EStG § 9, § 12 Nr. 1 Satz 2, § 21
EStG § 9, § 12 Nr. 1 S. 2, § 21
Der einkommensteuerrechtliche Zinsbegriff
NJW 1986, 1713
VersR 1986, 456
BB 1986, 714
Wird deshalb lediglich der zur Finanzierung eines vermieteten Grundstücks aufgenommene Kredit unter Anfall einer solchen Entschädigung vorzeitig mittels eines zinsgünstigeren Umschuldungsdarlehens getilgt, das Grundstück jedoch wie zuvor als Erwerbsgrundlage genutzt, so ist bei der Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung --neben dem laufenden Zinsenaufwand für den ursprünglichen sowie den neuen Kredit-- auch die Vorfälligkeitsentschädigung als Werbungskosten anzusetzen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, 824; BFH-Urteil vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143, 146;… Schmidt/ Drenseck, Einkommensteuergesetz, Kommentar, 24. Aufl., § 9 Rz. 91 a.E.; Schmitz in Herrmann/Heuer/Raupach --HHR--, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz, Kommentar, § 9 EStG Anm. 385 "Umschuldungskosten", "Vorfälligkeitsentschädigungen").
Das gilt nach ständiger Rechtsprechung insbesondere für Schuldzinsen, die für die Überlassung von Kapital zur Finanzierung der Anschaffungskosten eines Gebäudes zu leisten sind (Senatsurteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143, vorletzter Absatz der Gründe, …und vom 28. Januar 1986 IX R 70/82, BFH/NV 1986, 334, m. w. N.).
Aus diesem Grunde kommt auch der Abzug von Prämien für einen Lebensversicherungsvertrag als Betriebsausgaben oder Werbungskosten regelmäßig nicht in Betracht (BFH-Urteile vom 21. Mai 1987 IV R 80/85, BFHE 150, 342, BStBl II 1987, 710; vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143).
Ebenso läßt sich der Abzug als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nicht daraus herleiten, daß der Darlehensgeber den Abschluß einer Risikolebensversicherung verlangt hat und er für die Versicherungsleistungen allein bezugsberechtigt ist (BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143).
Hätte der Kläger die fraglichen Risikolebensversicherungen nach Beendigung der KG in seinem Einzelunternehmen abgeschlossen, könnte er die geleisteten Prämien nach dem Vorbild der BFH-Entscheidung in BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143 nicht als Betriebsausgaben abziehen; ihm bleibt ein derartiger Abzug auch versagt, wenn er die Versicherungen nach der Beendigung der KG in seinem Einzelunternehmen fortgeführt hat.
a) Schuldzinsen sind alle Aufwendungen zur Erlangung wie Sicherung eines Kredits (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143).
Der Begriff der Schuldzinsen ist weit auszulegen (vgl. BFH-Urteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143; vom 7. November 1989 IX R 190/85, BFHE 159, 439, BStBl II 1990, 460; vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, unter 3.).
Schuldzinsen sind danach alle Leistungen in Geld oder Geldeswert, die ein Schuldner für die Überlassung (Nutzung) von Kapital an den Gläubiger zu erbringen hat (vgl. BFH-Urteile vom 6. Juli 1973 VI R 379/70, BFHE 110, 336, BStBl II 1973, 868, und in BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289) und darüber hinaus alle Aufwendungen zur Erlangung oder Sicherung eines Kredits, d.h. Kosten, die bei wirtschaftlicher Betrachtung des Vorgangs als Vergütung für die Überlassung von Kapital angesehen werden können (BFH in BFHE 145, 52, 57, BStBl II 1986, 143, 146).
Voraussetzung dafür ist, daß der beruflich veranlaßte Teil von dem privat veranlaßten Teil der Kosten klar und leicht nachprüfbar zu trennen ist (ständige Rechtsprechung, z. B. BFH-Urteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143; vom 20. September 1989 X R 43/86, BFHE 158, 356, BStBl II 1990, 20).
Dessen Ersetzung durch ein anderes Darlehen steht dem Werbungskostenabzug nicht entgegen, weil der Begriff der Finanzierungskosten nach ständiger Rechtsprechung weit zu fassen ist (BFH-Urteile vom 30. Juni 1967 VI R 104/66, BFHE 89, 337, BStBl III 1967, 655; vom 2. August 1977 VIII R 104/74, BFHE 124, 27, BStBl II 1978, 143, und vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, 57, BStBl II 1986, 143, 146).
Zu den Schuldzinsen im Sinne der Vorschrift gehören auch Nebenkosten der Darlehensaufnahme, wie Bereitstellungszinsen, Geldbeschaffungskosten und das Damnum (vgl. die Senatsurteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, 57, BStBl II 1986, 143, und vom 7. November 1989 IX R 190/85, BFHE 159, 439, BStBl II 1990, 460).
Der Begriff der Schuldzinsen erfaßt zwar nach ständiger Rechtsprechung alle Aufwendungen zur Erlangung wie Sicherung eines Kredits einschließlich des Falles der Umschuldung und der Ablösung (vgl. das Senatsurteil vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143, 146, m. w. N.).
Da die AfA, wie sich unmittelbar aus § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 EStG ergibt, zu den Werbungskosten gehören und Werbungskosten solche Aufwendungen sind, die durch die Erzielung von steuerpflichtigen Einnahmen veranlaßt sind (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 23. Oktober 1984 IX R 48/80, BFHE 143, 313, BStBl. II 1985, 453; vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl. II 1986, 143), genügt für die Abziehbarkeit von AfA als Werbungskosten lediglich der objektive und subjektive Zusammenhang mit der Einnahmeerzielung.
BFH, 29.10.1985 - IX R 61/82
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FG Düsseldorf, 12.05.2005 - 11 K 3773/04
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BFH, 29.10.1985 - IX R 14/81
Beiträge zur Risikolebensversicherung als Werbungskosten
BFH, 29.10.1985 - IX R 60/81

References: § 9
 § 12
 § 21
 § 9
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 § 9
 § 9
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