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Timestamp: 2016-10-24 15:48:15+00:00

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Gesetze/Verordnungen 22.787
InhaltAktuelle GesamtausgabeÄnderungshistorieAmtliche Abkürzung:POGNeugefasst:10.11.1993Textnachweis ab:01.10.2001
GesetzQuelle:Fundstelle:GVBl. 1993, 595Gliederungs-Nr:2012-1Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG) in der Fassung vom 10. November 1993Zum 24.10.2016 aktuellste verfügbare Fassung der GesamtausgabeNichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelGültig abPolizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG) in der Fassung vom 10. November 199301.10.2001Inhaltsverzeichnis01.02.2015Erster Teil - Allgemeines01.10.2001Erster Abschnitt - Aufgaben und allgemeine Bestimmungen01.10.2001§ 1 - Aufgaben der allgemeinen Ordnungsbehörden und der Polizei23.02.2011§ 2 - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit01.10.2001§ 3 - Ermessen, Wahl der Mittel01.10.2001§ 4 - Verantwortlichkeit für das Verhalten von Personen01.10.2001§ 5 - Verantwortlichkeit für Tiere und den Zustand von Sachen01.10.2001§ 6 - Unmittelbare Ausführung einer Maßnahme01.10.2001§ 7 - Inanspruchnahme nicht verantwortlicher Personen01.10.2001§ 8 - Einschränkung von Grundrechten23.02.2011Zweiter Abschnitt - Befugnisse der allgemeinen Ordnungsbehörden und der Polizei 01.10.2001§ 9 - Allgemeine Befugnisse10.03.2004§ 9 a - Befragung und Auskunftspflicht23.02.2011§ 10 - Identitätsfeststellung und Prüfung von Berechtigungsscheinen 23.02.2011§ 11 - Erkennungsdienstliche Maßnahmen01.10.2001§ 11 a - Medizinische und molekulargenetische Untersuchungen23.02.2011§ 12 - Vorladung23.02.2011§ 12 a - Meldeauflagen23.02.2011§ 13 - Platzverweisung, Aufenthaltsverbot23.02.2011§ 14 - Gewahrsam10.03.2004§ 15 - Richterliche Entscheidung31.12.2013§ 16 - Behandlung festgehaltener Personen01.10.2001§ 16 a - Nicht polizeiliche Gewahrsamseinrichtung23.02.2011§ 16 b - Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel in polizeilichen Gewahrsamseinrichtungen23.02.2011§ 17 - Dauer der Freiheitsentziehung10.03.2004§ 18 - Durchsuchung und Untersuchung von Personen31.12.2013§ 19 - Durchsuchung von Sachen10.03.2004§ 20 - Betreten und Durchsuchung von Wohnungen10.03.2004§ 21 - Verfahren bei der Durchsuchung von Wohnungen23.02.2011§ 22 - Sicherstellung01.10.2001§ 23 - Verwahrung01.10.2001§ 24 - Verwertung, Vernichtung31.12.2013§ 25 - Herausgabe sichergestellter Sachen oder des Erlöses, Kosten23.02.2011§ 26 - Datenerhebung10.03.2004§ 27 - Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel31.12.2011§ 28 - Besondere Mittel der verdeckten Datenerhebung23.02.2011§ 29 - Datenerhebung durch den verdeckten Einsatz technischer Mittel in oder aus Wohnungen31.12.2013§ 30 - Datenerhebung bei Notrufen, Aufzeichnung von Anrufen10.03.2004§ 31 - Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel zur Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation, Auskunft über die Telekommunikation31.12.2013§ 31 a - Identifizierung und Lokalisierung von mobilen Telekommunikationsendgeräten 23.02.2011§ 31 b - Auskunft über Nutzungsdaten23.02.2011§ 31 c - Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel in informationstechnischen Systemen23.02.2011§ 31 d - Unterbrechung oder Verhinderung der Telekommunikation23.02.2011§ 31 e - Funkzellenabfrage23.02.2011§ 32 - Polizeiliche Beobachtung23.02.2011§ 33 - Speicherung und Nutzung von personenbezogenen Daten23.02.2011§ 34 - Datenübermittlung23.02.2011§ 35 - Ergänzende Bestimmungen für die Datenübermittlung10.03.2004§ 36 - Automatisiertes Übermittlungsverfahren, Datenverbund10.03.2004§ 37 - Datenabgleich23.02.2011§ 38 - Besondere Formen des Datenabgleichs31.12.2011§ 39 - Berichtigung, Löschung und Sperrung von personenbezogenen Daten23.02.2011§ 39 a - Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung23.02.2011§ 39 b - Schutz zeugnisverweigerungsberechtigter Berufsgeheimnisträger23.02.2011§ 40 - Auskunft, Unterrichtung31.12.2011§ 41 - Errichtung von polizeilichen Dateien31.12.2011§ 41 a - Technische und organisatorische Maßnahmen des Datenschutzes31.12.2011§ 42 - Geltung des Landesdatenschutzgesetzes10.03.2004Dritter Abschnitt - Gefahrenabwehrverordnungen10.03.2004§ 43 - Erlass von Gefahrenabwehrverordnungen, Zuständigkeit01.01.2011§ 44 - Vorlagepflicht10.03.2004§ 45 - Inhaltliche Grenzen01.01.2011§ 46 - Formerfordernisse, In-Kraft-Treten, Geltungsdauer10.03.2004§ 47 - Aufhebung durch Aufsichtsbehörden10.03.2004§ 48 - Bußgeldbestimmung01.01.2011§ 49 - Sonstige allgemein verbindliche Vorschriften10.03.2004§§ 50 bis 56 a01.10.2001Vierter Abschnitt - Anwendung von Zwangsmitteln durch die Polizei01.10.2001§ 57 - Allgemeines; unmittelbarer Zwang01.10.2001§ 58 - Begriffsbestimmung23.02.2011§ 59 - Handeln auf Anordnung01.07.2012§ 60 - Hilfeleistung für Verletzte01.10.2001§ 61 - Androhung unmittelbaren Zwanges01.10.2001§ 62 - Fesselung von Personen10.03.2004§ 63 - Allgemeine Bestimmungen für den Schusswaffengebrauch01.10.2001§ 64 - Schusswaffengebrauch gegen Personen01.10.2001§ 65 - Schusswaffengebrauch gegen Personen in einer Menschenmenge01.10.2001§ 66 - Besondere Waffen, Sprengmittel01.10.2001§ 66 a - Anwendung unmittelbaren Zwanges durch weitere Gruppen von Vollzugsbeamten 01.10.2001§ 67 - (aufgehoben)01.10.2001Fünfter Abschnitt - Entschädigungsansprüche01.10.2001§ 68 - Zum Schadensausgleich verpflichtende Tatbestände01.10.2001§ 69 - Inhalt, Art und Umfang des Schadensausgleichs01.10.2001§ 70 - Ansprüche mittelbar Geschädigter01.10.2001§ 71 - Verjährung des Ausgleichsanspruches01.10.2001§ 72 - Ausgleichspflichtiger, Erstattungsansprüche01.10.2001§ 73 - Rückgriff gegen den Verantwortlichen01.10.2001§ 74 - Rechtsweg01.10.2001Zweiter Teil - Organisation und Zuständigkeiten01.10.2001Erster Abschnitt - Allgemeines01.10.2001§ 75 - Gefahrenabwehr als staatliche Aufgabe01.10.2001Zweiter Abschnitt - Organisation der Polizei01.10.2001§ 76 - Gliederung der Polizei01.02.2015§ 77 - Polizeipräsidien01.10.2001§ 78 - Örtliche Zuständigkeit der Polizeipräsidien01.10.2001§ 79 - Landeskriminalamt23.02.2011§ 80 - Wasserschutzpolizeiamt01.10.2001§ 81 - Bereitschaftspolizei01.10.2001§ 82 - Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz und Landespolizeischule01.02.2015§ 83 - Zentralstelle für Polizeitechnik31.12.2013§ 84 - Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben bei der Bearbeitung von Strafsachen 01.10.2001Dritter Abschnitt - Maßnahmen und Amtshandlungen von Polizeibeamten01.10.2001§ 85 - Maßnahmen und Amtshandlungen der Polizeibeamten des Landes01.10.2001§ 86 - Maßnahmen und Amtshandlungen von Polizeibeamten anderer Länder und des Bundes23.02.2011§ 87 - Amtshandlungen von Polizeibeamten außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Landes Rheinland-Pfalz01.10.2001Vierter Abschnitt - Organisation der Ordnungsbehörden01.10.2001§ 88 - Arten der Ordnungsbehörden01.10.2001§ 89 - Allgemeine Ordnungsbehörden01.10.2001§ 90 - Sachliche Zuständigkeit der allgemeinen Ordnungsbehörden01.10.2001§ 91 - Örtliche Zuständigkeit der allgemeinen Ordnungsbehörden 01.01.2011Fünfter Abschnitt - Aufsicht über die Polizei und die allgemeinen Ordnungsbehörden 01.10.2001§ 92 - Aufsichtsbehörden01.10.2001§ 93 - Weisungsrecht, Selbsteintrittsrecht01.10.2001Sechster Abschnitt - Kommunale Vollzugsbeamte, sonstige Vollzugskräfte und Vollzugshilfe 10.03.2004§ 94 - Kommunale Vollzugsbeamte10.03.2004§ 95 - Hilfspolizeibeamte und weitere Personen mit polizeilichen Befugnissen 23.02.2011§ 96 - Vollzugshilfe01.10.2001§ 97 - Verfahren01.10.2001§ 98 - Vollzugshilfe bei Freiheitsentziehung01.10.2001Dritter Teil - Übergangs- und Schlussbestimmungen01.10.2001§ 99 - Ermächtigung zum Erlass von Rechts- und Verwaltungsvorschriften01.10.2001§ 100 - Evaluation31.12.2011§ 101 - In-Kraft-Treten10.03.2004
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Inhaltsübersicht und § 76 geändert, § 82 neu gefasst durch Artikel 4 des Gesetzes vom 19.12.2014 (GVBl. S. 332)
Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel in polizeilichen Gewahrsamseinrichtungen
Datenerhebung bei Notrufen, Aufzeichnung von Anrufen
Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel zur Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation, Auskunft über die Telekommunikation
Identifizierung und Lokalisierung von mobilen Telekommunikationsendgeräten
Ergänzende Bestimmungen für die Datenübermittlung
Automatisiertes Übermittlungsverfahren, Datenverbund
Berichtigung, Löschung und Sperrung von personenbezogenen Daten
Schutz zeugnisverweigerungs-berechtigter Berufsgeheimnisträger
Erlass von Gefahrenabwehrverordnungen, Zuständigkeit
Formerfordernisse, In-Kraft-Treten, Geltungsdauer
Anwendung unmittelbaren Zwanges durch weitere Gruppen von Vollzugsbeamten
Örtliche Zuständigkeit der Polizeipräsidien
Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz und Landespolizeischule
Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben bei der Bearbeitung von Strafsachen
Maßnahmen und Amtshandlungen von Polizeibeamten anderer Länder und des Bundes
Amtshandlungen von Polizeibeamten außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Landes Rheinland-Pfalz
Hilfspolizeibeamte und weitere Personen mit polizeilichen Befugnissen
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Erster Teil Allgemeines
Erster Abschnitt Aufgaben und allgemeine Bestimmungen
1. Leben und körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1
des Grundgesetzes),
2. Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2
3. Versammlungsfreiheit (Artikel 8
4. Wahrung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10
5. Freizügigkeit (Artikel 11
des Grundgesetzes) und 6. Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13
des Grundgesetzes)
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Zweiter Abschnitt Befugnisse der allgemeinen Ordnungsbehörden
und der Polizei
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 9 a
(3) Unter den in den §§ 52 bis 55
der Strafprozessordnung genannten Voraussetzungen ist die betroffene Person zur Verweigerung der Auskunft berechtigt. Dies gilt nicht, soweit die Auskunft zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben einer Person unerlässlich ist. Eine in § 53 Abs. 1 oder § 53 a Abs. 1
der Strafprozessordnung genannte Person ist auch in den Fällen des Satzes 2 zur Verweigerung der Auskunft berechtigt. Die betroffene Person ist über ihr Recht zur Verweigerung der Auskunft zu belehren. Auskünfte, die gemäß Satz 2 erlangt wurden, dürfen nur für den dort bezeichneten Zweck verwendet werden.
(5) § 136 a
der Strafprozessordnung gilt entsprechend.
3. an einer Kontrollstelle, die von der Polizei eingerichtet worden ist, um Straftaten im Sinne des § 100 a
der Strafprozessordnung oder des § 27
des Versammlungsgesetzes zu verhindern.
auf andere Weise nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich ist. § 81 a Abs. 1 Satz 2
(2) An dem durch Maßnahmen nach Absatz 1 erlangten Material sowie am aufgefundenen Spurenmaterial von Vermissten dürfen zum Zwecke der Identitätsfeststellung molekulargenetische Untersuchungen durchgeführt sowie die gewonnenen DNA-Identifizierungsmuster in einer Datei gespeichert werden. § 81 f Abs. 2 und § 81 g Abs. 2 Satz 2
der Strafprozessordnung gelten entsprechend. Die entnommenen Körperzellen sind unverzüglich nach der Durchführung der molekulargenetischen Untersuchung zu vernichten; die gewonnenen und gespeicherten DNA-Identifizierungsmuster sind unverzüglich zu löschen, sobald sie zur Identitätsfeststellung nach Absatz 1 nicht mehr benötigt werden.
2. das zur Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen erforderlich ist.
1. wenn die Angaben zur Abwehr einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person erforderlich sind, oder
2. zur Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen.
(4) § 136 a
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 12 a
(2) Die allgemeinen Ordnungsbehörden und die Polizei können zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder für bedeutende Sach- oder Vermögenswerte eine Person zeitlich befristet aus ihrer Wohnung verweisen oder ihr zeitlich befristet das Betreten ihrer Wohnung verbieten.
1. sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung der betroffenen Person aufzuhalten,
2. Verbindung zur betroffenen Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln aufzunehmen,
3. Zusammentreffen mit der betroffenen Person herbeizuführen,
2. das unerlässlich ist, um die unmittelbar bevorstehende Begehung oder Fortsetzung einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit von erheblicher Bedeutung zu verhindern, 3. das unerlässlich ist, um eine Platzverweisung oder ein Aufenthaltsverbot nach § 13 durchzusetzen, oder
4. das unerlässlich ist, um private Rechte zu schützen, und eine Festnahme und Vorführung nach den §§ 229 und 230 Abs. 3
des Bürgerlichen Gesetzbuches zulässig wäre.
(1) Wird eine Person aufgrund von § 10 Abs. 2 Satz 3, § 12 Abs. 3 oder § 14 festgehalten, haben die allgemeinen Ordnungsbehörden oder die Polizei unverzüglich eine richterliche Entscheidung über Zulässigkeit und Fortdauer der Freiheitsentziehung herbeizuführen. Der Herbeiführung der richterlichen Entscheidung bedarf es nicht, wenn anzunehmen ist, dass die Entscheidung des Richters erst nach Wegfall des Grundes der Maßnahme ergehen würde.
(1) Wird eine Person aufgrund von § 10 Abs. 2 Satz 3, § 12 Abs. 3 oder § 14 festgehalten, ist ihr unverzüglich der Grund bekannt zu geben.
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zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 16 b
3. in jedem Fall spätestens bis zum Ende des der Ergreifung folgenden Tages, wenn nicht vorher die Fortdauer der Freiheitsentziehung aufgrund dieses oder eines anderen Gesetzes durch richterliche Entscheidung angeordnet ist.
4. sie sich an einem der in § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 genannten Orte aufhält,
5. sie sich in einem Objekt im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 oder in dessen unmittelbarer Nähe aufhält und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass in oder an Objekten dieser Art Straftaten begangen werden sollen oder 6. sie sich an einer Kontrollstelle nach § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 aufhält und durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass die Verhinderung von Straftaten im Sinne des § 100 a
des Versammlungsgesetzes sonst aussichtslos oder wesentlich erschwert wäre.
1. im öffentlichen Verkehrsraum angehalten und kontrolliert (§ 9 a Abs. 4),
2. einer Identitätsfeststellung unterzogen,
3. festgehalten,
4. vorgeführt,
5. in Gewahrsam oder Haft genommen,
6. zur Durchführung einer Maßnahme an einen anderen Ort verbracht oder 7. zur Verkehrskontrolle einschließlich der Kontrolle der Verkehrstüchtigkeit und zu Verkehrserhebungen angehalten und kontrolliert (§ 36 Abs. 5
der Straßenverkehrsordnung)
werden soll, nach Waffen, anderen gefährlichen Werkzeugen und Explosivmitteln durchsuchen, sofern dies nach den Umständen zum Schutz des Polizeibeamten oder eines Dritten erforderlich erscheint.
(3) Die Polizei darf zur Abwehr einer Gefahr für Leib oder Leben eine Person körperlich untersuchen. Zu diesem Zweck sind Entnahmen von Blutproben oder andere körperliche Eingriffe, die von einem Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst zu Untersuchungszwecken vorgenommen werden, ohne Einwilligung des Betroffenen zulässig, wenn kein Nachteil für seine Gesundheit zu befürchten ist. Die körperliche Untersuchung bedarf der richterlichen Entscheidung; dies gilt nicht, sofern die körperliche Untersuchung der Feststellung der Gewahrsamsfähigkeit dient. In diesen Fällen bedarf es nur dann einer richterlichen Anordnung, wenn zur Feststellung der Gewahrsamsfähigkeit ausnahmsweise ein körperlicher Eingriff erforderlich wird. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Polizeidienststelle ihren Sitz hat. § 21 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend. Bei Gefahr im Verzug darf die Maßnahme durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; die richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen. Die bei der Untersuchung erhobenen personenbezogenen Daten dürfen für einen anderen Zweck nur zur Abwehr von schwerwiegenden Gesundheitsgefährdungen oder zur Verfolgung von Straftaten von erheblicher Bedeutung (§ 28 Abs. 3) verwendet werden. Sind die durch die Maßnahme erlangten personenbezogenen Daten nicht mehr erforderlich, sind sie unverzüglich zu löschen.
1. die Befugnisse nach Absatz 1 in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 3 und
2. die Befugnis nach Absatz 2, sofern dies nach den Umständen zum Schutz des kommunalen Vollzugsbeamten oder eines Dritten bei Durchführung einer ordnungsbehördlichen Maßnahme nach Absatz 2 Nr. 6 erforderlich erscheint.
1. sie von einer Person mitgeführt wird, die nach § 18 durchsucht werden darf,
4. sie sich an einem der in § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 genannten Orte befindet,
5. sie sich in einem Objekt im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 oder in dessen unmittelbarer Nähe befindet und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass Straftaten in oder an Objekten dieser Art begangen werden sollen, oder
6. es sich um ein Land-, Wasser- oder Luftfahrzeug handelt, in dem sich eine Person befindet, deren Identität nach § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 festgestellt werden darf; die Durchsuchung kann sich auch auf die in dem Fahrzeug enthaltenen Sachen erstrecken.
(2) Während der Nachtzeit (§ 104 Abs. 3
der Strafprozessordnung) ist das Betreten und Durchsuchen einer Wohnung in den Fällen des Absatzes 1 nur zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder für bedeutende Sach- oder Vermögenswerte zulässig.
3. sie infolge ihrer Beschaffenheit nicht so verwahrt werden kann, dass weitere Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeschlossen sind,
4. sie nach einer Frist von einem Jahr nicht an einen Berechtigten herausgegeben werden kann, ohne dass die Voraussetzungen der Sicherstellung erneut eintreten würden, oder
(3) Die Sache wird durch öffentliche Versteigerung verwertet; § 979
Abs. 1 und Abs. 1 a
des Bürgerlichen Gesetzbuches gilt entsprechend. Bleibt die Versteigerung erfolglos, erscheint sie von vornherein aussichtslos oder würden die Kosten der Versteigerung voraussichtlich den zu erwartenden Erlös übersteigen, so kann die Sache freihändig verkauft werden. Der Erlös tritt an die Stelle der verwerteten Sache. Lässt sich innerhalb angemessener Frist kein Käufer finden, so kann die Sache einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden.
1. im Falle einer Verwertung die Gründe, die zu ihrer Sicherstellung berechtigten, fortbestehen oder Sicherstellungsgründe erneut entstehen würden, oder
(4) § 983
des Bürgerlichen Gesetzbuches bleibt unberührt.
1. die Person in Kenntnis des Zwecks der Erhebung eingewilligt hat oder durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass die Erhebung im Interesse der Person liegt und sie in Kenntnis des Zwecks einwilligen würde,
2. die Daten aus allgemein zugänglichen Quellen entnommen werden können oder
3. eine Rechtsvorschrift dies erlaubt.
(2) Die allgemeinen Ordnungsbehörden und die Polizei können personenbezogene Daten auch über andere als die in den §§ 4, 5 und 7 genannten Personen erheben, soweit dies
1. zur Gefahrenabwehr (§ 1 Abs. 1 Satz 1),
2. zum Schutz privater Rechte (§ 1 Abs. 3),
3. zur Abwehr von Gefahren durch den Straßenverkehr (§ 1 Abs. 5) oder
4. zur Erfüllung von durch andere Rechtsvorschriften übertragenen Aufgaben (§ 1 Abs. 2, § 9 Abs. 2)
erforderlich ist und die Befugnisse nicht durch dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift gesondert geregelt sind. Die Polizei kann ferner personenbezogene Daten erheben, soweit dies zur Vollzugshilfe (§ 1 Abs. 4) erforderlich ist.
1. Personen, bei denen durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie zukünftig Straftaten begehen,
2. Personen, bei denen durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie Opfer von Straftaten werden,
3. Personen im Umfeld einer in besonderem Maß als gefährdet erscheinenden Person,
4. Zeugen, Hinweisgeber und sonstige Auskunftspersonen und
5. Kontakt- und Begleitpersonen,
erheben, soweit dies zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten (§ 1 Abs. 1 Satz 3) erforderlich ist. Kontakt- und Begleitpersonen im Sinne dieses Gesetzes sind Personen, die mit einer in Satz 1 Nr. 1 genannten Person in der Weise in Verbindung stehen, dass durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte für ihren objektiven Tatbezug sprechen.
1. die für Anlagen oder Einrichtungen, von denen eine erhebliche Gefahr ausgehen kann, verantwortlich sind,
2. die für gefährdete Anlagen oder Einrichtungen verantwortlich sind,
3. die für Veranstaltungen in der Öffentlichkeit verantwortlich sind, oder
4. deren besondere Kenntnisse und Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr benötigt werden,
soweit dies zur Vorbereitung auf die Gefahrenabwehr (§ 1 Abs. 1 Satz 2) erforderlich ist.
2. zum Schutz gefährdeter öffentlicher Anlagen oder Einrichtungen,
3. zur Abwehr von Gefahren durch den Straßenverkehr oder
4. zur Wahrnehmung von durch andere Rechtsvorschriften übertragenen Aufgaben
(5) Die Datenerhebung nach den Absätzen 1 bis 4 darf auch durchgeführt werden, wenn Dritte unvermeidbar betroffen sind. Die angefertigten Bild- und Tonaufzeichnungen sowie daraus gefertigte Unterlagen sind unverzüglich zu löschen oder zu vernichten, soweit diese nicht zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung, zur Gefahrenabwehr, insbesondere zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten, oder zur Behebung einer bestehenden Beweisnot, erforderlich sind. Die Zweckänderung der Daten muss im Einzelfall festgestellt und dokumentiert werden.
Besondere Mittel der
verdeckten Datenerhebung
1. die Verantwortlichen nach den §§ 4 und 5 und unter den Voraussetzungen des § 7 über die dort genannten Personen, soweit die Datenerhebung zur Abwehr einer Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist,
2. Personen, bei denen durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie zukünftig Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen und die Datenerhebung zur vorbeugenden Bekämpfung dieser Straftaten erforderlich ist,
3. Kontakt- und Begleitpersonen (§ 26 Abs. 3 Satz 2), soweit die Datenerhebung zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten von erheblicher Bedeutung erforderlich ist, und
4. Personen im Umfeld einer in besonderem Maß als gefährdet erscheinenden Person, soweit die Datenerhebung zur Abwehr der Gefahr erforderlich ist.
1. die planmäßig angelegte Beobachtung einer Person, die durchgehend länger als 24 Stunden oder über einen Zeitraum von mehr als einer Woche durchgeführt werden soll (längerfristige Observation),
2. der verdeckte Einsatz technischer Mittel zur Anfertigung von Bildaufzeichnungen sowie zum Abhören und Aufzeichnen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes,
3. der Einsatz von Polizeibeamten unter einer ihnen auf Dauer angelegten Legende (verdeckte Ermittler),
4. der Einsatz von Personen, deren Zusammenarbeit mit der Polizei Dritten nicht bekannt ist (Vertrauenspersonen), und
5. der Einsatz technischer Mittel zur Feststellung des jeweiligen Standortes einer Person oder eines Fahrzeuges.
a)sich gegen Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder bedeutende Sach- oder Vermögenswerte richten,
b)auf den Gebieten des unerlaubten Waffen- oder Betäubungsmittelverkehrs, der Geld- und Wertzeichenfälschung oder des Staatsschutzes (§§ 74 a und 120
des Gerichtsverfassungsgesetzes) begangen werden, oder
c)gewerbs-, gewohnheits-, serien- oder bandenmäßig oder sonst organisiert begangen werden.
(4) Die Datenerhebung nach Absatz 1 darf nur durch die Behördenleitung oder durch einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden. Sie ist zu befristen und kann wiederholt angeordnet werden. Bei Gefahr im Verzug können besondere Mittel nach Absatz 2 Nr. 2 und 5 vorläufig eingesetzt werden; eine Entscheidung nach Satz 1 ist unverzüglich nachzuholen. Der Einsatz besonderer Mittel nach Absatz 2 Nr. 2 bis 4, der länger als sieben Tage durchgeführt werden soll oder durchgeführt wird, bedarf der richterlichen Entscheidung. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Polizeidienststelle ihren Sitz hat. § 21 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.
(5) Nach Absatz 1 erlangte personenbezogene Daten dürfen für einen anderen Zweck verwendet werden, soweit dies zur Verfolgung von Straftaten von erheblicher Bedeutung (Absatz 3), zur Abwehr einer dringenden Gefahr oder zur vorbeugenden Bekämpfung einer Straftat von erheblicher Bedeutung erforderlich ist. Die Zweckänderung der Daten muss im Einzelfall festgestellt und dokumentiert werden.
(6) Soweit es zur Geheimhaltung der wahren Identität des verdeckten Ermittlers erforderlich ist, dürfen entsprechende Urkunden hergestellt, verändert und gebraucht werden. Ein verdeckter Ermittler darf zur Erfüllung seines Auftrages unter Geheimhaltung seiner wahren Identität am Rechtsverkehr teilnehmen sowie mit Einverständnis des Berechtigten, nicht jedoch unter Vortäuschung eines Zutrittsrechts, dessen Wohnung betreten. Soweit es zur Geheimhaltung der Zusammenarbeit einer Vertrauensperson mit der Polizei erforderlich ist, gilt Satz 1 entsprechend.
(1) Die Polizei kann personenbezogene Daten durch den verdeckten Einsatz technischer Mittel zur Datenerhebung nach § 28 Abs. 2 Nr. 2 in oder aus Wohnungen des Betroffenen zur Abwehr einer dringenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit, insbesondere einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr, erheben über
2. Kontakt- und Begleitpersonen (§ 26 Abs. 3 Satz 2), soweit die Datenerhebung zur Verhinderung von besonders schweren Straftaten nach Absatz 2 erforderlich ist. Die Datenerhebung ist nur zulässig unter den in § 39 a Abs. 2 bezeichneten Voraussetzungen. Die Datenerhebung darf auch durchgeführt werden, wenn Dritte unvermeidbar betroffen werden.
a) Straftaten des Friedensverrats, des Hochverrats und der Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates oder des Landesverrats und der Gefährdung der äußeren Sicherheit nach den §§ 80, 81, 82, nach den §§ 94, 95 Abs. 3 und § 96 Abs. 1, jeweils auch in Verbindung mit § 97 b, sowie nach den §§ 97 a, 98 Abs. 1 Satz 2, § 99 Abs. 2 und den §§ 100, 100 a Abs. 4,
b) Bildung krimineller Vereinigungen nach § 129 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 Halbsatz 2 und Bildung terroristischer Vereinigungen nach § 129 a Abs. 1, 2, 4, 5 Satz 1 Alternative 1, jeweils auch in Verbindung mit § 129 b Abs. 1,
c) Geldfälschung und Wertpapierfälschung in den Fällen der §§ 146, 151, jeweils auch in Verbindung mit § 152, gewerbs- oder bandenmäßige Fälschung von Zahlungskarten, Schecks und Wechseln nach § 152 a Abs. 3 und Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion und Vordrucken für Euroschecks nach § 152 b Abs. 1 bis 4,
d) Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in den Fällen des § 176 a Abs. 2 Nr. 2 oder Abs. 3, § 177 Abs. 2 Nr. 2 oder § 179 Abs. 5 Nr. 2, e) Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften in den Fällen des § 184 b Abs. 3,
f) Mord und Totschlag nach §§ 211, 212,
g) Straftaten gegen die persönliche Freiheit in den Fällen der §§ 234, 234 a Abs. 1, 2, §§ 239 a, 239 b und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft nach § 232 Abs. 3, 4 oder Abs. 5, § 233 Abs. 3, jeweils soweit es sich um Verbrechen handelt,
h) Bandendiebstahl nach § 244 Abs. 1 Nr. 2 und schwerer Bandendiebstahl nach § 244 a,
i) schwerer Raub nach § 250 Abs. 1 oder Abs. 2,
k) gewerbsmäßige Hehlerei, Bandenhehlerei und gewerbsmäßige Bandenhehlerei nach den §§ 260, 260 a,
b gewerbs- und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung nach § 84 a Abs. 1,
b) gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen nach § 97,
4.aus dem Betäubungsmittelgesetz:
a) besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 5, 6, 10, 11 oder 13 in Verbindung mit § 29 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1,
b) eine Straftat nach §§ 29 a, 30 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4, § 30 a,
b) besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 22 a Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2,
1. Voraussetzungen und wesentliche Abwägungsgesichtspunkte,
2. soweit bekannt Name und Anschrift des Betroffenen, gegen den sich die Maßnahme richtet,
3. Art, Umfang und Dauer der Maßnahme,
4. die Wohnung oder Räume, in oder aus denen die Daten erhoben werden sollen, und
5. die Art der durch die Maßnahme zu erhebenden Daten zu bestimmen. Sie ist auf höchstens drei Monate zu befristen. Eine Verlängerung um jeweils nicht mehr als einen Monat ist zulässig, sofern die Voraussetzungen der Anordnung weiterhin vorliegen.
(4) Das anordnende Gericht ist fortlaufend über den Verlauf, die Ergebnisse und die darauf beruhenden Maßnahmen zu unterrichten. Sofern die Voraussetzungen der Anordnung nicht mehr vorliegen, ordnet es die Aufhebung der Datenerhebung an. (5) Nach Absatz 1 erlangte personenbezogene Daten sind besonders zu kennzeichnen. Nach einer Übermittlung ist die Kennzeichnung durch die Empfänger aufrechtzuerhalten. Solche Daten dürfen für einen anderen Zweck verwendet werden, soweit dies zur
(7) Zuständiges Gericht im Sinne dieser Vorschrift ist das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz. Das Oberverwaltungsgericht entscheidet nach Maßgabe der Verwaltungsgerichtsordnung. Bei Gefahr im Verzug kann die Datenerhebung nach Absatz 1 durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; die richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
(8) Die Landesregierung unterrichtet den Landtag jährlich über den erfolgten Einsatz technischer Mittel nach den Absätzen 1 und 7, soweit dieser einer richterlichen Anordnung bedarf. Die Parlamentarische Kontrollkommission übt auf der Grundlage dieses Berichts die parlamentarische Kontrolle aus. § 20 Abs. 1 Satz 2, § 20 Abs. 2 bis 4 und § 21 Abs. 2 und 3
des Landesverfassungsschutzgesetzes gelten entsprechend.
Die Datenerhebung ist nur zulässig, soweit sie zwingend erforderlich ist und die Voraussetzungen des § 39 a Abs. 3 vorliegen. Die Maßnahme darf auch durchgeführt werden, wenn Dritte unvermeidbar betroffen werden.
Die Datenerhebung ist nur zulässig, soweit die Voraussetzungen des § 39 a Abs. 3 vorliegen. § 31 c Abs. 2 und 4 gilt entsprechend. Im Übrigen bleibt § 31 c unberührt.
2. die Person, gegen die sich die Datenerhebung richtet, soweit möglich mit Name und Anschrift,
3. Art, Umfang und Dauer der Datenerhebung unter Benennung des Endzeitpunkts,
4. soweit möglich die Rufnummer oder eine andere Kennung des zu überwachenden Anschlusses oder des Endgeräts, sofern sich nicht aus bestimmten Tatsachen ergibt, dass diese zugleich einem anderen Endgerät zugeordnet ist, und
5. im Fall des Absatzes 3 möglichst genau das informationstechnische System, in das zur Datenerhebung eingegriffen werden soll, sowie das technische Mittel
(5) Zuständiges Gericht im Sinne dieser Vorschrift ist das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz. Das Oberverwaltungsgericht entscheidet nach Maßgabe der Verwaltungsgerichtsordnung. Bei Gefahr im Verzug kann die Maßnahme vorläufig durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; die richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
(7) § 29 Abs. 5 findet entsprechende Anwendung. Soweit sich die Datenerhebung auf die Inhalte der Telekommunikation bezieht, gilt § 29 Abs. 8 entsprechend.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31 a
1. den Verantwortlichen nach den §§ 4 und 5 und unter den Voraussetzungen des § 7 von den dort genannten Personen, soweit die Datenerhebung zur Abwehr einer Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist,
2. Personen, bei denen durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie zukünftig Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen (§ 28 Abs. 3) und die Datenerhebung zur vorbeugenden Bekämpfung dieser Straftaten erforderlich ist, und
3. Kontakt- und Begleitpersonen (§ 26 Abs. 3 Satz 2), soweit die Datenerhebung zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten von erheblicher Bedeutung erforderlich ist.
(3) Die Datenerhebung nach Absatz 1 bedarf der richterlichen Entscheidung. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Polizeidienststelle ihren Sitz hat. § 21 Abs. 1 Satz 3 und § 31 Abs. 4 Satz 2 bis 4 gelten entsprechend. Bei Gefahr im Verzug kann die Maßnahme durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; mit Ausnahme einer Datenerhebung nach Absatz 1 Nr. 1 zur Ermittlung des Aufenthaltsortes einer vermissten, suizidgefährdeten oder sonstigen hilflosen Person ist die richterliche Entscheidung unverzüglich nachzuholen.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31 b
(1) Die Polizei kann Auskünfte über Nutzungsdaten (§ 15 Abs. 1
des Telemediengesetzes) verlangen zur Abwehr einer Gefahr für Leib oder Leben einer Person oder für solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt, über
Die Datenerhebung ist nur zulässig, soweit sie zwingend erforderlich ist und die Voraussetzungen des § 39 a Abs. 3 vorliegen. Die Maßnahme darf auch durchgeführt werden, wenn Dritte unvermeidbar betroffen werden. Die Auskunft kann auch über zukünftige Nutzungsdaten angeordnet werden.
(4) § 29 Abs. 5 findet entsprechende Anwendung.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31 c
(1) Die Polizei kann ohne Wissen des Betroffenen mit technischen Mitteln in vom Betroffenen genutzte informationstechnische Systeme eingreifen und aus ihnen Daten erheben zur Abwehr einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder für solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt, über
1. die nach den §§ 4 und 5 Verantwortlichen oder
2. die vorgenommenen Veränderungen bei Beendigung der Maßnahme, soweit technisch möglich, automatisiert rückgängig gemacht werden.
2. die Person, gegen die sich die Maßnahme richtet, soweit möglich mit Name und Anschrift,
3. Art, Umfang und Dauer der Maßnahme unter Benennung des Endzeitpunkts und
4. möglichst genau das informationstechnische System, in das zur Datenerhebung eingegriffen werden soll, sowie das technische Mittel
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31 d
1. den Verantwortlichen nach den §§ 4 und 5 und unter den Voraussetzungen des § 7 von den dort genannten Personen oder
3. Art, Umfang und Dauer der Maßnahme unter Benennung des Endzeitpunkts,
4. soweit möglich die Rufnummer oder eine andere Kennung des Anschlusses oder des Endgeräts, sofern sich nicht aus bestimmten Tatsachen ergibt, dass diese zugleich einem anderen Endgerät zugeordnet ist, und
5. im Fall des Absatzes 2 die möglichst genaue räumliche und zeitliche Bezeichnung der Telekommunikationsverbindungen, die unterbrochen oder verhindert werden sollen,
zu bestimmen. Zuständiges Gericht ist das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz. Das Oberverwaltungsgericht entscheidet nach Maßgabe der Verwaltungsgerichtsordnung. Bei Gefahr im Verzug kann die Maßnahme vorläufig durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; die richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen. Die Maßnahme ist auf höchstens 24 Stunden zu befristen. Eine Verlängerung um jeweils nicht mehr als denselben Zeitraum ist zulässig, sofern die jeweiligen Voraussetzungen der Anordnung weiterhin vorliegen.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31 e
(1) Die Polizei kann zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben einer Person oder für solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt, Auskunft über Verkehrsdaten ohne Kenntnis der Rufnummer oder einer anderen Kennung des zu überwachenden Anschlusses oder des Endgeräts verlangen, sofern andernfalls die Erreichung des Zwecks der Maßnahme erheblich erschwert wäre.
(2) § 31 Abs. 4 gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass abweichend von § 31 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 in der richterlichen Anordnung möglichst genau die Telekommunikation räumlich und zeitlich zu bestimmen ist, über die Verkehrsdaten erhoben werden sollen. Im Übrigen gelten § 31 Abs. 5 und 6 Satz 2 bis 4 entsprechend; § 29 Abs. 5 findet entsprechende Anwendung.
(1) Die Polizei kann personenbezogene Daten, insbesondere die Personalien einer Person sowie das Kennzeichen des von ihr benutzten oder eingesetzten Kraftfahrzeuges zur Mitteilung über das Antreffen (polizeiliche Beobachtung) ausschreiben, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person eine Straftat von erheblicher Bedeutung (§ 28 Abs. 3) begehen wird und die polizeiliche Beobachtung zur vorbeugenden Bekämpfung dieser Straftat erforderlich ist.
(3) Eine Maßnahme nach Absatz 1 darf nur durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden. Die Maßnahme ist auf höchstens zwölf Monate zu befristen. Eine Verlängerung der Maßnahme um jeweils nicht mehr als denselben Zeitraum ist zulässig, sofern die Voraussetzungen der Anordnung weiterhin vorliegen. Die Verlängerung der Maßnahme bedarf der richterlichen Entscheidung. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Polizeidienststelle ihren Sitz hat. § 21 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.
(4) § 28 Abs. 5 gilt entsprechend.
(7) Die allgemeinen Ordnungsbehörden und die Polizei dürfen personenbezogene Daten zur Aus- und Fortbildung anonymisiert speichern und nutzen. Die Anonymisierung kann unterbleiben, soweit diese nicht mit vertretbarem Aufwand möglich ist oder dem Aus- und Fortbildungszweck entgegensteht und die jeweils berechtigten Interessen des Betroffenen an der Geheimhaltung seiner personenbezogenen Daten nicht offensichtlich überwiegen. Satz 2 gilt nicht für eine Datenerhebung nach den §§ 29, 31 und 31 c.
1. Erfüllung von ihren Aufgaben,
2. Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, zur Strafvollstreckung oder zum Strafvollzug,
3. Abwehr von Gefahren durch den Empfänger,
4. Abwehr erheblicher Nachteile für das Gemeinwohl oder
5. Wahrung überwiegender schutzwürdiger Interessen Einzelner
2. Abwehr erheblicher Nachteile für das Gemeinwohl,
3. Wahrung schutzwürdiger Interessen Einzelner, sofern kein Grund für die Annahme besteht, dass schutzwürdige Interessen des Betroffenen überwiegen, oder
4. Wahrnehmung von Aufgaben der Gefahrenabwehr des Empfängers, sofern kein Grund zu der Annahme besteht, dass schutzwürdige Interessen Einzelner überwiegen.
1. ein rechtliches Interesse an der Kenntnis der zu übermittelnden Daten glaubhaft macht und kein Grund zu der Annahme besteht, dass schutzwürdige Interessen des Betroffenen überwiegen oder
(4) Unterliegen personenbezogene Daten einem durch ein Amts- oder Berufsgeheimnis geschützten Vertrauensverhältnis im Sinne der §§ 53 und 53 a
der Strafprozessordnung und sind sie den allgemeinen Ordnungsbehörden oder der Polizei von den zur Verschwiegenheit verpflichteten Personen in Ausübung ihrer Amts- oder Berufspflicht übermittelt worden, ist die Datenübermittlung durch die allgemeinen Ordnungsbehörden oder die Polizei nur zulässig, wenn der Empfänger die personenbezogenen Daten zur Erfüllung des gleichen Zwecks benötigt, zu dem sie erlangt wurden.
Das fachlich zuständige Ministerium kann zur Erfüllung polizeilicher Aufgaben, insbesondere von überörtlicher Bedeutung, einen Datenverbund vereinbaren, der eine automatisierte Datenübermittlung zwischen Polizeibehörden des Landes, anderer Länder und des Bundes ermöglicht. Ausländische Polizeibehörden können in den Datenverbund einbezogen werden, soweit dies wegen der polizeilichen Zusammenarbeit im Grenzgebiet oder der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit erforderlich ist. Satz 2 gilt entsprechend für sonstige öffentliche Stellen und über- oder zwischenstaatliche Stellen, soweit dies im Einzelfall für die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung erforderlich ist. § 7
des Landesdatenschutzgesetzes gilt entsprechend.
(3) Die Polizei kann nach § 27 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 sowie nach § 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 28 Abs. 2 Nr. 2 erhobene personenbezogene Daten automatisiert zum Zwecke der elektronischen Erkennung von
1. nach den §§ 4 und 5 Verantwortlichen und unter den Voraussetzungen des § 7 von den dort genannten Personen, soweit dies zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder für bedeutende Sach- oder Vermögenswerte erforderlich ist,
2. Personen, bei denen durch Tatsachen begründete Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie zukünftig Straftaten von erheblicher Bedeutung (§ 28 Abs. 3) begehen,
3. Personen, die zur polizeilichen Beobachtung nach § 32 ausgeschrieben sind, oder
4. gesuchten Straftätern
abgleichen. Die Maßnahme darf nur durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden. Sie ist zu befristen und kann wiederholt angeordnet werden. In der Anordnung ist der Personenkreis nach Satz 1 näher zu bestimmen.
(3) Die Maßnahme bedarf der richterlichen Entscheidung. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Polizeidienststelle ihren Sitz hat. § 21 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ist unverzüglich zu unterrichten. Bei Gefahr im Verzug kann die Maßnahme vorläufig durch die Behördenleitung oder einen von ihr besonders beauftragten Beamten des höheren Dienstes angeordnet werden; die richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
(4) Ist der Zweck der Maßnahme erreicht oder zeigt sich, dass er nicht erreicht werden kann, sind die übermittelten und die im Zusammenhang mit dem Abgleich zusätzlich angefallenen Daten zu löschen und die Unterlagen zu vernichten, soweit sie nicht zur Verfolgung von Straftaten oder zur vorbeugenden Bekämpfung besonders schwerer Straftaten (§ 29 Abs. 2) erforderlich sind. Über die getroffene Maßnahme ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese Niederschrift ist gesondert aufzubewahren, durch technische und organisatorische Maßnahmen zu sichern und am Ende des Kalenderjahres, das dem Jahr der Vernichtung der Unterlagen nach Satz 1 folgt, zu vernichten.
1. der der Speicherung zu Grunde liegende Verdacht entfällt,
2. die Speicherung unzulässig ist,
3. bei der zu bestimmten Fristen und Terminen vorzunehmenden Überprüfung oder aus Anlass einer Einzelfallbearbeitung festgestellt wird, dass ihre Kenntnis für die speichernde Stelle zur Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben nicht mehr erforderlich ist,
4. sie für den der Anordnung ihrer verdeckten Erhebung zugrunde liegenden Zweck nicht mehr erforderlich sind.
Über die Löschung personenbezogener Daten, die verdeckt erhoben wurden, ist eine Niederschrift zu fertigen. Die Löschung von durch Maßnahmen nach den §§ 29, 31, 31 b und 31 c erhobenen personenbezogenen Daten erfolgt unter Aufsicht des behördlichen Datenschutzbeauftragten.
1. Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt würden,
2. die personenbezogenen Daten zur Behebung einer bestehenden Beweisnot unerlässlich sind,
3. die Nutzung der personenbezogenen Daten zu konkreten wissenschaftlichen Zwecken erforderlich ist oder
4. dies wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 39 a
(1) Verdeckte Maßnahmen der Datenerhebung, die in den Kernbereich privater Lebensgestaltung eingreifen, sind unzulässig. Dennoch erlangte Daten sind unverzüglich zu löschen. Erkenntnisse hierüber dürfen nicht verwertet werden. Die Tatsache der Datenerhebung ist zu dokumentieren.
(3) Die Datenerhebung nach § 31, § 31 b oder § 31 c darf nur angeordnet werden, falls nicht tatsächliche Anhaltspunkte für die Annahme vorliegen, dass allein Erkenntnisse aus dem Kernbereich privater Lebensgestaltung erlangt werden. Bei einer Datenerhebung nach § 31 c ist, soweit technisch möglich, sicherzustellen, dass Daten, die den Kernbereich privater Lebensgestaltung betreffen, nicht erhoben werden.
(4) Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz besitzt die Sachleitung über die Auswertung von Daten, die durch Maßnahmen nach den §§ 29, 31, 31 b und 31 c erhoben wurden. Es gibt insbesondere die für die Prüfung einer Kernbereichsrelevanz erforderlichen Vorgaben und überprüft deren Realisierung. Zwei Bedienstete der zuständigen Polizeibehörde, von denen einer die Befähigung zum Richteramt haben muss, und der behördliche Datenschutzbeauftragte haben Daten, die durch Maßnahmen nach den §§ 29 und 31 c erhoben wurden, auf kernbereichsrelevante Inhalte durchzusehen.
(5) Die unmittelbare Kenntnisnahme einer Maßnahme nach den §§ 29, 31 und 31 c ist unverzüglich zu unterbrechen, sofern sich tatsächliche Anhaltspunkte ergeben, dass Inhalte, die dem Kernbereich privater Lebensgestaltung zuzurechnen sind, erhoben werden. Automatische Aufzeichnungen hierüber sind unverzüglich dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zur Entscheidung über die Verwertbarkeit oder Löschung vorzulegen. Ist die Datenerhebung nach Satz 1 unterbrochen worden, darf sie im Fall des § 29 unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 1 und in den Fällen der §§ 31 und 31 c unter denen des Absatzes 3 Satz 1 fortgeführt werden.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 39 b
(1) Verdeckte Datenerhebungen in einem durch ein Berufsgeheimnis geschützten Vertrauensverhältnis im Sinne des § 53 Abs. 1 und des § 53 a Abs. 1
der Strafprozessordnung sind unzulässig. Dennoch erlangte Daten sind unverzüglich zu löschen. Erkenntnisse hierüber dürfen nicht verwertet werden. Die Tatsache der Datenerhebung ist zu dokumentieren.
1. sich an den die Maßnahme auslösenden Sachverhalt ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Betroffenen anschließt,
2. zu ihrer Durchführung weitere Daten über die betroffene Person erhoben werden müssten und dies im Interesse der betroffenen Person nicht geboten erscheint oder
3. keine Aufzeichnungen mit personenbezogenen Daten erstellt oder diese unverzüglich nach Beendigung der Maßnahme vernichtet worden sind.
1. die verantwortliche Stelle,
2. die Bezeichnung der Datei,
3. die Rechtsgrundlage und der Zweck der Datei,
4. die Art der zu speichernden Daten,
5. der Kreis der Betroffenen,
6. die Herkunft regelmäßig übermittelter Daten,
7. die Eingabeberechtigung,
8. die Zugangsberechtigung,
9. die Art der zur Übermittlung vorgesehenen Daten und der mögliche Empfängerkreis,
10.die Prüfungstermine,
11. die in § 41 a genannten technischen und organisatorischen Maßnahmen des Datenschutzes sowie
12.die Protokollierung des Abrufs und die Aufbewahrungsdauer der Protokollbestände.
Die Errichtungsanordnung tritt an die Stelle der Verfahrensbeschreibung nach § 10 Abs. 2
des Landesdatenschutzgesetzes. Einer Errichtungsanordnung bedarf es nicht, wenn die polizeiliche Datei für längstens drei Monate errichtet und betrieben wird.
(3) Die Errichtungsanordnung wird vom fachlich zuständigen Ministerium nach vorheriger Beteiligung des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit erlassen. Die Errichtungsanordnung ist ihm zu übersenden und ersetzt die Anmeldung zum Datenschutzregister nach § 27
des Landesdatenschutzgesetzes. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ist vor allen wesentlichen Änderungen des Verfahrens zu beteiligen. Ist die Errichtung einer Datei besonders eilbedürftig, kann die verantwortliche Stelle eine Sofortanordnung erlassen, die unverzüglich dem fachlich zuständigen Ministerium vorzulegen ist. Dieses unterrichtet den Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.
(4) Für gleichartige Verfahren der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten kann das fachlich zuständige Ministerium mit Zustimmung des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit eine Generalerrichtungsanordnung erlassen. Für die Errichtung einer hierunter fallenden Datei genügt eine verkürzte Anmeldung nach § 27
des Landesdatenschutzgesetzes durch die verantwortliche Stelle.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 41 a
(1) Die Polizeibehörden und -einrichtungen haben die nach § 9
des Landesdatenschutzgesetzes erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Ausführung der Bestimmungen dieses Gesetzes sowie anderer Vorschriften über den Datenschutz zu gewährleisten. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass nur befugte Personen auf Verfahren und personenbezogene Daten Zugriff nehmen können (Vertraulichkeit) und personenbezogene Daten unversehrt, zurechenbar und vollständig bleiben (Integrität).
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Dritter Abschnitt Gefahrenabwehrverordnungen
Gefahrenabwehrverordnungen nach § 43 Abs. 3, in denen eine längere Geltungsdauer als sechs Wochen vorgesehen ist, sind vor ihrem Erlass im Entwurf der Landesordnungsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Wird die Genehmigung nicht innerhalb von einem Monat ausdrücklich verweigert, gilt sie als erteilt. Gefahrenabwehrverordnungen der allgemeinen Ordnungsbehörden, die der Kreisverwaltung nachgeordnet sind, werden über die Kreisverwaltung vorgelegt, die hierzu Stellung zu nehmen hat. In den Fällen des § 43 Abs. 3 Satz 4 ist die Genehmigung unverzüglich nachzuholen; wird sie verweigert, ist die Gefahrenabwehrverordnung unverzüglich aufzuheben.
1. eine ihren Inhalt kennzeichnende Überschrift tragen,
2. in der Überschrift als Gefahrenabwehrverordnung bezeichnet werden,
3. im Eingang auf die gesetzliche Bestimmung Bezug nehmen, die zu ihrem Erlass ermächtigt,
4. den örtlichen Geltungsbereich festlegen,
5. soweit die Zustimmung, Genehmigung oder Anhörung anderer Stellen gesetzlich vorgeschrieben ist, die Mitwirkung dieser Stellen angeben,
6. das Datum des Erlasses enthalten und
7. die erlassende Behörde bezeichnen.
(4) Zuständige Verwaltungsbehörde nach § 36 Abs. 1 Nr. 1
des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten sind:
1. die Kreisordnungsbehörden bei Gefahrenabwehrverordnungen der Landesordnungsbehörde und der Kreisordnungsbehörden und
2. die örtlichen Ordnungsbehörden bei den von ihnen erlassenen Gefahrenabwehrverordnungen.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht §§ 50 bis 56 a
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Vierter Abschnitt Anwendung von Zwangsmitteln durch
(1) Vollstreckt die Polizei einen Verwaltungsakt, mit dem eine Handlung, eine Duldung oder eine Unterlassung gefordert wird, gelten die §§ 2 bis 6 Abs. 1 und die §§ 10, 14 bis 16, 61 bis 67 und 83 bis 85
des Landesverwaltungsvollstreckungsgesetzes.
(5) Wird die Bundespolizei im Land Rheinland-Pfalz zur Unterstützung der Polizei in den Fällen des Artikels 35 Abs. 2 Satz 1 oder des Artikels 91
des Grundgesetzes eingesetzt, so sind für die Bundespolizei auch Maschinengewehre und Handgranaten als besondere Waffen zugelassen. Diese dürfen nur nach den Bestimmungen dieses Gesetzes eingesetzt werden.
(4) § 36 Abs. 2 und 3
des Beamtenstatusgesetzes ist nicht anzuwenden.
b) aufgrund richterlicher Entscheidung wegen eines Vergehens oder aufgrund des dringenden Verdachts eines Vergehens, sofern Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie Schusswaffen oder Explosivmittel mit sich führt,
1. diese Personen von Schusswaffen oder Handgranaten oder ähnlichen Explosivmitteln Gebrauch gemacht haben und
2. der vorherige Gebrauch anderer Schusswaffen erfolglos geblieben ist.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 66 a
1. für Zwecke der Gefahrenabwehr (§ 1),
2. zur Ausführung von Vollzugs-, Vollstreckungs- oder Sicherungsmaßnahmen der Gerichte und Justizbehörden,
3. zur Durchführung von Vollstreckungs-, Aufsichts-, Pflege- oder Erziehungsaufgaben gegenüber Personen, deren Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, einer Entziehungsanstalt für Suchtkranke, einer abgeschlossenen Krankenanstalt oder einem abgeschlossenen Teil einer Krankenanstalt angeordnet ist,
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Fünfter Abschnitt Entschädigungsansprüche
(3) Der Ausgleich wird in Geld gewährt. Hat die zum Ausgleich verpflichtende Maßnahme die Aufhebung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit oder eine Vermehrung der Bedürfnisse oder den Verlust oder die Beeinträchtigung eines Rechts auf Unterhalt zur Folge, so ist der Ausgleich durch Entrichtung einer Rente zu gewähren. § 760
des Bürgerlichen Gesetzbuches ist anzuwenden. Statt der Rente kann eine Abfindung in Kapital verlangt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Anspruch wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass ein anderer dem Geschädigten Unterhalt zu gewähren hat.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Zweiter Teil Organisation und Zuständigkeiten
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Zweiter Abschnitt Organisation der Polizei
(1) Die Polizei gliedert sich in unmittelbar dem fachlich zuständigen Ministerium unterstehende Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen.
(2) Polizeibehörden sind die Polizeipräsidien, das Landeskriminalamt und das Wasserschutzpolizeiamt.
(3) Polizeieinrichtungen sind die Bereitschaftspolizei, die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, die Landespolizeischule und die Zentralstelle für Polizeitechnik. Sie unterstützen im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Polizeibehörden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.
(1) Die Polizeipräsidien nehmen innerhalb ihres Dienstbezirks alle polizeilichen Aufgaben wahr, soweit durch dieses Gesetz keine abweichende Regelung getroffen ist.
(2) Das fachlich zuständige Ministerium regelt die Dienstbezirke und die Gliederung der Polizeipräsidien durch Rechtsverordnung.
(1) Örtlich zuständig ist das Polizeipräsidium, in dessen Dienstbezirk die polizeilich zu schützenden Interessen gefährdet oder verletzt werden.
(2) Erscheint bei Gefahr im Verzug ein rechtzeitiges Eingreifen des zuständigen Polizeipräsidiums nicht gewährleistet, so kann jedes Polizeipräsidium die notwendigen Maßnahmen treffen. Das zuständige Polizeipräsidium ist über die getroffenen Maßnahmen unverzüglich zu unterrichten; es kann die Maßnahmen aufheben oder abändern.
(3) Zur Wahrnehmung polizeilicher Aufgaben,
1. deren Auswirkungen über den Dienstbezirk eines Polizeipräsidiums hinausreichen oder
2. die einheitlich wahrgenommen werden sollen oder
3. die die Einsatzmöglichkeiten des zuständigen Polizeipräsidiums überschreiten oder
4. zur Abwehr einer erheblichen Gefahr
(1) Das Wasserschutzpolizeiamt nimmt innerhalb seines Dienstbezirks die polizeilichen Aufgaben wahr, soweit nicht das fachlich zuständige Ministerium durch Rechtsverordnung eine andere Polizeibehörde bestimmt.
(2) Dienstbezirk des Wasserschutzpolizeiamtes sind die schiffbaren Wasserstraßen einschließlich ihrer Nebenarme, Ufer, Anlagen und Häfen im Gebiet des Landes.
(1) Die Bereitschaftspolizei unterstützt die Polizeibehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Organisations- und Gliederungspläne des Bundes für die Bereitschaftspolizeien der Länder bleiben durch dieses Gesetz unberührt.
(2) Dienstbezirk der Bereitschaftspolizei ist das Gebiet des Landes.
und Landespolizeischule
Die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz und die Landespolizeischule sind für die Aus- und Fortbildung der Polizei zuständig.
(1) Die Zentralstelle für Polizeitechnik nimmt zentrale Aufgaben im Bereich der Polizeitechnik wahr. Sie ist die zentrale Stelle für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Land Rheinland-Pfalz (Autorisierte Stelle).
(2) Die Autorisierte Stelle trifft verbindlich gegenüber den BOS alle für den Betrieb erforderlichen technischen Festlegungen und Anordnungen, die zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Digitalfunknetzes BOS erforderlich sind.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Dritter Abschnitt Maßnahmen und Amtshandlungen
von Polizeibeamten
1. auf Anforderung oder mit Zustimmung der zuständigen Behörde,
2. in den Fällen des Artikels 35
Abs. 2 und 3 und des Artikels 91
des Grundgesetzes,
3. zur Abwehr einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr, zur Verfolgung von Straftaten auf frischer Tat sowie zur Verfolgung und Wiederergreifung Entwichener, wenn die zuständige Behörde die erforderlichen Maßnahmen nicht rechtzeitig treffen kann,
4. zur Erfüllung polizeilicher Aufgaben bei Gefangenentransporten und
5. zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und zur Gefahrenabwehr in den durch Verwaltungsabkommen mit anderen Ländern geregelten Fällen.
(1) Die Polizeibeamten des Landes Rheinland-Pfalz dürfen im Zuständigkeitsbereich eines anderen Landes oder des Bundes nur in den Fällen des Artikels 91
des Grundgesetzes und des § 86 Abs. 1 Satz 1 und nur dann tätig werden, wenn das jeweilige Landesrecht oder das Bundesrecht es vorsieht. Die Polizeibeamten des Landes Rheinland-Pfalz dürfen ferner im Zuständigkeitsbereich von ausländischen Polizeidienststellen tätig werden, wenn es das jeweils maßgebliche ausländische Recht vorsieht.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Vierter Abschnitt Organisation der Ordnungsbehörden
1. die örtlichen Ordnungsbehörden,
2. die Kreisordnungsbehörden und
3. die Landesordnungsbehörde.
1. in Landkreisen die Kreisverwaltungen und
2. in kreisfreien Städten die Stadtverwaltungen.
1. bei örtlichen Ordnungsbehörden das Gebiet der verbandsfreien Gemeinde, der Verbandsgemeinde oder der kreisfreien oder großen kreisangehörigen Stadt,
2. bei Kreisordnungsbehörden das Gebiet des Landkreises oder der kreisfreien Stadt und
3. bei der Landesordnungsbehörde das Gebiet des Landes.
1. deren Auswirkungen über den Dienstbezirk einer allgemeinen Ordnungsbehörde hinausreichen oder
3. die die Einsatzmöglichkeiten der zuständigen allgemeinen Ordnungsbehörde überschreiten oder
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Fünfter Abschnitt Aufsicht über die Polizei
und die allgemeinen Ordnungsbehörden
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Sechster Abschnitt Kommunale Vollzugsbeamte, sonstige
Vollzugskräfte und Vollzugshilfe
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 95
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 96
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 97
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 98
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Dritter Teil Übergangs- und Schlussbestimmungen
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 100
(1) Die Landesregierung berichtet dem Landtag über die Wirksamkeit der Maßnahmen nach den §§ 29, 31, 31 b, 31 c, 31 e und 38 in der Zeit vom 1. April 2011 bis zum Ablauf des 31. März 2016. § 29 Abs. 8 und § 31 Abs. 7 Satz 2 bleiben unberührt.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 101*
Fußnoten* Die Bestimmung betrifft das In-Kraft-Treten des Gesetzes in der ursprünglichen Fassung vom 26. März 1954. Das Gesetz in der Fassung vom 10. November 1993 gilt ab 1. September 1993.

References: § 76
 § 82
 § 9
 § 53
 § 53
 § 136
 § 100
 § 27
 § 81
 § 81
 § 81
 § 136
 § 12
 § 13
 § 10
 § 12
 § 14
 § 10
 § 12
 § 14
 § 16
 § 16
 § 10
 § 10
 § 10
 § 100
 § 21
 § 18
 § 10
 § 10
 § 10
 § 979
 § 983
 § 9
 § 7
 § 21
 § 28
 § 39
 § 96
 § 97
 § 99
 § 129
 § 129
 § 129
 § 152
 § 152
 § 152
 § 176
 § 177
 § 179
 § 184
 § 232
 § 233
 § 244
 § 244
 § 250
 § 84
 § 97
 § 29
 § 29
 § 30
 § 22
 § 20
 § 20
 § 21
 § 39
 § 39
 § 31
 § 31
 § 29
 § 29
 § 31
 § 7
 § 21
 § 31
 § 31
 § 39
 § 29
 § 31
 § 31
 § 7
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 29
 § 21
 § 28
 § 7
 § 27
 § 28
 § 28
 § 7
 § 32
 § 21
 § 39
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 29
 § 39
 § 53
 § 53
 § 41
 § 10
 § 27
 § 27
 § 41
 § 9
 § 43
 § 43
 § 36
 § 36
 § 66
 § 760
 § 86
 § 95
 § 96
 § 97
 § 98
 § 100
 § 29
 § 31
 § 101