Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202000,%20194
Timestamp: 2020-01-20 06:37:03+00:00

Document:
Rechtsprechung: NStZ 2000, 194 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 25.08.1999
Landfriedensbruch - Strafzumessungsregel - Regelbeispiele - Besonders schwerer Fall - Strafausspruch - Überfall - Akoholische Getränke - Bargeld - Entwendung - Strafrahmen - Indizielle Bedeutung - Tatbild - Subjektives Moment - Täterpersönlichkeit - Anwendung des ...
Für die Annahme eines besonders schweren Falles kommt es darauf an, ob das gesamte Tatbild einschließlich aller subjektiven Momente und der Täterpersönlichkeit vom Durchschnitt der erfahrungsgemäß gewöhnlich vorkommenden Fälle in einem Maße abweicht, dass die Anwendung des Ausnahmestrafrahmens geboten ist (BGH NStZ 2000, 194; BGHSt 23, 254 [257]; BGHSt 29, 319 [322];… BGHR § 125 StGB Strafzumessung 1).
BGH, 25.08.1999 - 2 StR 223/99
https://dejure.org/1999,4522
BGH, 25.08.1999 - 2 StR 223/99 (https://dejure.org/1999,4522)
BGH, Entscheidung vom 25.08.1999 - 2 StR 223/99 (https://dejure.org/1999,4522)
BGH, Entscheidung vom 25. August 1999 - 2 StR 223/99 (https://dejure.org/1999,4522)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1999,4522) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Nachholen der Entscheidung über die besondere Schwere der Schuld durch das Revisionsgericht
Revision - Besonders schwerer Schuld - Übergangszeit - Nachholung - Verkündungsversehen
Da das Landgericht es verabsäumt hat, die in den Urteilsgründen angenommene besondere Schwere der Schuld im Urteilstenor auszusprechen, und die Staatsanwaltschaft eine Revision nicht eingelegt hat, muß es im Fall der erneuten Verhängung lebenslanger Freiheitsstrafe bei der Nichtfeststellung besonderer Schwere der Schuld verbleiben (BGHSt 39, 121; BGH NStZ 2000, 194).
Der Beschluß des Senats vom 25. August 1999 (NStZ 2000, 194) steht dem gerade nicht entgegen.
Da dies offensichtlich aufgrund eines Fassungsversehens unterblieben ist, hat der Senat den Schuldspruch entsprechend berichtigt (vgl. BGH NStZ 2000, 194).
Denn entgegen der Formulierung des Jugendschöffengerichts findet die Bejahung eines besonders schweren Falls im Sinne von § 243 StGB keine Aufnahme in den Urteilstenor (vgl. BGH NStZ 2000, 194; SenE v. 8.8. 2000 - Ss 285/00; SenE v. 8.1. 2002 - Ss 306/02; SenE v. 19.11.2002 - Ss 472/02; SenE v. 3.1. 2003 - Ss 536/02;… Meyer-Goßner, StPO, 46. Aufl., § 260 Rdnr. 25 m. w. N.).

References: § 125
 BGH 
 BGH 
 § 243
 BGH 
 § 260