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Timestamp: 2016-10-21 23:45:27+00:00

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6B_1226/2015 � � Urteil vom 5. August 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Susanne P�lmke,
Qualifizierte Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz; Willk�r,
X.________ wird vorgeworfen, Y.________ sei am 4. Dezember 2006 mit ihm in Kontakt getreten, weil jener einen Lieferanten f�r Heroin gesucht habe. In der Folge h�tten sich die beiden in Aarau getroffen, um die Heroinlieferung zu besprechen. Unterdessen h�tten sie Z.________ kontaktiert, der 250 Gramm Heroingemisch habe erwerben k�nnen. Daraufhin h�tten Z.________ und X.________ das Heroingemisch nach Bern transportiert und dort in der A.________-Bar an Y.________ �bergeben. Durch die Vermittlung von X.________ seien am 15., 20., 22. und 26. Dezember 2006 in der A.________-Bar in Bern sowie am 30. Dezember 2006 und 10. Januar 2007 an einer Tankstelle in B.________ weitere Heroinlieferungen von Z.________ an Y.________ zustande gekommen, wobei sich X.________ bei Schwierigkeiten zwischen den beiden immer wieder eingeschaltet und Z.________ auch zu Treffen mit Y.________ begleitet habe.
Das Bezirksgericht Muri sprach X.________ am 2. Juli 2013 von den Vorw�rfen des F�hrens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des F�hrerausweises und der Nichtabgabe des F�hrerausweises trotz beh�rdlicher Aufforderung frei. Es verurteilte ihn wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 i.V.m. aArt. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG [SR 812.121]; Fassung in Kraft bis 30. Juni 2011) zu einer Freiheitsstrafe von 2 � Jahren. Zudem erkl�rte es die gegen ihn vom Bezirksamt Muri bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 2 Monaten f�r vollziehbar.
Auf Berufung von X.________ und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft erh�hte das Obergericht des Kantons Aargau am 15. Oktober 2015 die Freiheitsstrafe auf 3 � Jahre und best�tigte im �brigen das erstinstanzliche Urteil.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den sinngem�ssen Antr�gen, das Urteil des Obergerichts aufzuheben und ihn von Schuld und Strafe freizusprechen. Eventualiter sei er f�r die Herstellung des Kontakts zwischen Y.________ und Z.________ mit einer bedingten Freiheitsstrafe von h�chstens 6 Monaten zu bestrafen, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Es sei ihm eine Genugtuung in der H�he von Fr. 5'000.-- zu bezahlen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das Obergericht und die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau verzichten unter Verweis auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid auf eine Stellungnahme.
Soweit der Beschwerdef�hrer Vorw�rfe ohne konkrete R�gen erhebt, ist darauf nicht einzutreten, da sie den Begr�ndungsanforderungen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht gen�gen (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 140 III 115 E. 2; je mit Hinweisen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er ausf�hrt, berechtigte Zweifel an einer unvoreingenommenen Untersuchungsf�hrung erwecke die sp�te Feststellung, dass ein Fall von notwendiger Verteidigung vorliege (Beschwerde S. 17). Auf die Beschwerde ist �berdies nicht einzutreten (z.B. Beschwerde S. 20 f. allgemein zu den weiteren Lieferungen und der gelieferten Menge bzw. S. 22 zum Vorsatz), soweit sich der Beschwerdef�hrer nicht einmal ansatzweise mit den jeweiligen Erw�gungen der Vorinstanz auseinandersetzt (Urteil S. 16-22 E. 6.1.2 ff. und S. 23 f. E. 6.2) und auch damit den Begr�ndungsanforderungen nicht gen�gt.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung. Er r�gt, Art. 10 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 9 BV sei verletzt.
2.2.�Die Vorinstanz legt schl�ssig dar, weshalb sie keine Zweifel daran hat, dass Y.________ auf der Suche nach einem neuen Heroinlieferanten gewesen sei und deshalb am 4. Dezember 2006 den Beschwerdef�hrer kontaktiert habe. Sie gelangt zum Schluss, der Beschwerdef�hrer sei in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2006 mit Z.________ zu Y.________ gefahren, um diesem 250 Gramm Heroingemisch zu �bergeben. Weiter kommt die Vorinstanz nach eingehender Beweisw�rdigung zum Schluss, der Beschwerdef�hrer habe danach zwischen Z.________ und Y.________ vermittelt, wenn es zu Problemen aufgrund von Terminverschiebungen bei ihren Treffen zur �bergabe der Bet�ubungsmittel gekommen sei (Urteil S. 14-22 E. 6.1; erstinstanzliches Urteil S. 15-17 E. 3.5.2).
2.3.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweis; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1; 139 III 334 E. 3.2.5; 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen). Die R�ge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden, anderenfalls darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 I 229 E. 2.2; je mit Hinweisen).
2.4.1.�Soweit der Beschwerdef�hrer den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihrer Beweisw�rdigung lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�berstellt, ohne n�her darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid willk�rlich sein soll, ersch�pfen sich seine Ausf�hrungen in unzul�ssiger appellatorischer Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. Dies ist z.B. der Fall, wenn er geltend macht, er habe Y.________ am 4. Dezember 2006 in Aarau nicht getroffen, jedenfalls nicht bewusst (Beschwerde S. 13), obschon er selber darauf hinweist, nachdem ihm dieser mitgeteilt habe, wo er sich befinde, habe er geantwortet, er gehe gleich hin (Beschwerde S. 12), oder wenn er er�rtert, der Grund weshalb sie bei der Fahrt von B.________ nach Bern nicht direkt hintereinander gefahren seien, sei nicht weil es sich um einen Drogentransport gehandelt habe, sondern weil Y.________ mit einem Audi A8 und er mit einem Opel Astra unterwegs gewesen sei (Beschwerde S. 16 f.). Sodann vermag der Beschwerdef�hrer keine willk�rliche Beweisw�rdigung zu belegen, indem er Erw�gungen der Vorinstanz unrichtig wiedergibt (Beschwerde S. 18, wonach Y.________ und Z.________ gem�ss Vorinstanz erstmals am 10. Dezember 2006 um 16.30 Uhr telefonischen Kontakt gehabt h�tten; diesbez�glich lautet der angefochtene Entscheid, nach diesem ersten Treffen hatten Y.________ und Z.________ mehrfach telefonischen Kontakt, erstmals am 10. Dezember 2006 um 16.30 Uhr, Urteil S. 16 E. 6.1.2).
2.4.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, es sei tatsachenwidrig, wenn die Vorinstanz zum Schluss komme, dass Y.________ an ihn herangetreten sei, weil dieser auf der Suche nach einem neuen Heroinlieferanten gewesen sei (Beschwerde S. 8 ff.).
Die Vorinstanz h�lt fest, Y.________ sei rechtskr�ftig verurteilt worden, von verschiedenen Verk�ufern eine grosse Menge Heroingemisch gekauft sowie Teile davon gestreckt und weiterverkauft zu haben. Vom 18. September bis 3. Dezember 2006 habe er mindestens vier Lieferungen von C.________ und anderen Personen bezogen. Besonders ins Auge steche, dass Y.________ am 3. Dezember 2006 eine Lieferung Heroingemisch von C.________ und weiteren Personen entgegengenommen, diese aber am n�chsten Tag wieder an die Verk�ufer zur�ckgegeben habe (Urteil S. 15 E. 6.1.1). Selbst wenn gem�ss Einwand des Beschwerdef�hrers die Bet�ubungsmittel damals nicht zur�ck gegeben, sondern lediglich ausgetauscht wurden (Beschwerde S. 9 ff.), ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es sei erstellt, dass Y.________ den Beschwerdef�hrer am 4. Dezember 2006 kontaktiert habe, weil er einen neuen Heroinlieferanten gesucht habe (Urteil S. 15 E. 6.1.1), nicht zu beanstanden. Unumstritten ist, dass Y.________ die Lieferung vom 3. Dezember 2006 zur�ck gab bzw. die Bet�ubungsmittel austauschte, weil er mit dessen Qualit�t nicht zufrieden war. Mithin bestand f�r ihn auch im Falle eines Austauschs ein Grund, nach einem neuen Lieferanten zu suchen. Weiter h�lt die Vorinstanz fest, einen Hinweis, dass sich die aufgezeichneten Telefongespr�che um Bet�ubungsmittel gedreht h�tten, gebe auch die verwendete Wortwahl. W�re es - wie der Beschwerdef�hrer geltend mache - um die R�ckzahlung eines Darlehens gegangen, sei nicht davon auszugehen, dass sich die Gespr�chspartner in derart verschl�sselter Weise ausgedr�ckt h�tten, sondern W�rter wie R�ckzahlung, Darlehen oder Geld verwendet h�tten. Diese tauchten jedoch in keinem der zahlreichen aufgezeichneten Gespr�chen auf. Hinzu komme, dass die verwendete Wortwahl weitgehend mit derjenigen �bereinstimme, die Y.________ mit seinem Heroinlieferanten aus Z�rich f�hre (Urteil S. 16 E. 6.1.1). Mit diesen Erw�gungen setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander.
2.4.3.�Inwiefern es f�r den Ausgang des Verfahrens erheblich ist, ob der Beschwerdef�hrer einzig nach Aarau fuhr, um Y.________ zu treffen oder weil er dort auch einen weiteren Termin wahrzunehmen hatte (Beschwerde S. 13 f.), ist weder dargelegt noch ersichtlich.
2.4.4.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, hinsichtlich der Daten der weiteren Lieferungen und der Gesamtmenge an Heroingemisch stimme der von der Vorinstanz festgestellte nicht mit dem angeklagten Sachverhalt �berein. Am 10. Dezember 2006 sei keine Lieferung erfolgt und die gelieferte Drogenmenge vom 15. Dezember 2006 habe nicht 250, sondern 200 Gramm betragen. Insgesamt sei bloss von einer Menge von 950 Gramm Heroingemisch auszugehen (Beschwerde S. 20 ff. und S. 24 f.).
Dieser Einwand ist begr�ndet. Die Vorinstanz gibt zun�chst den angeklagten Sachverhalt wieder, wonach durch die Vermittlung des Beschwerdef�hrers am�
15.,�20., 22. und 26. Dezember 2006 sowie am 30. Dezember 2006 und am 10. Januar 2007 Heroinlieferungen von Z.________ an Y.________ zustande gekommen seien (Urteil S. 12 f. E. 5.1; Anklageschrift S. 2 f.). Sie erstellt sodann, wann die Treffen erfolgten und welche Menge an Bet�ubungsmitteln geliefert wurde bzw. legt dar, weshalb sie die Liefermenge offen l�sst (Urteil S. 14 ff. E. 6.1). Beim zweiten Treffen h�lt sie fest, dieses habe am�
15.�Dezember 2006 in Bern statt gefunden. In Bezug auf die Liefermenge legt sie im folgenden Abschnitt dann dar, aus dem Telefongespr�ch ergebe sich ohne Zweifel, dass am Treffen vom�
10.�Dezember 2006 nur 200 Gramm Heroingemisch �bergeben worden seien (Urteil S. 17 E. 6.1.2). Dass sich die Vorinstanz beim Datum des zweiten Treffens bei der Erstellung der gelieferten Menge verschreibt, statt dem 15. den 10. Dezember 2006, ist grunds�tzlich nicht erheblich. Allerdings erw�gt sie nachstehend, sachverhaltsm�ssig seien folgende Heroinlieferungen mengenm�ssig erstellt:
4./5. Dezember 2006�������250 Gramm
10. Dezember 2006��������������200 Gramm
15. Dezember 2006��������������250 Gramm
20. Dezember 2006��������������250 Gramm
22. Dezember 2006��������������250 Gramm.
Daraus ergebe sich eine Menge von 1'200 Gramm Heroingemisch. Bei einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 25 % betrage die Menge an reinem Heroin 300 Gramm (Urteil S. 24 E. 6.3.1). Dem Beschwerdef�hrer ist beizupflichten, dass diese Feststellungen der Vorinstanz bei ihrer rechtlichen W�rdigung unrichtig sind. Gem�ss der willk�rfreien Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist mengen- und datumsm�ssig vielmehr Folgendes erstellt:
15. Dezember 2006��������������200 Gramm
Daraus ergibt sich die korrigierte Menge von 950 Gramm Heroingemisch bzw. von 237.5 Gramm reinem Heroin (bei einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 25 %). Diese Richtigstellung hat aber keine Auswirkung auf die Qualifikation als mengenm�ssig schwerer Fall, da auch die berichtigte Menge den nach aArt. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bzw. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG massgebenden Grenzwert von 12 Gramm Heroin um ein Vielfaches �berschreitet (BGE 120 IV 334 E. 2a S. 338 mit Hinweisen; 109 IV 143 E. 3b). Bei der Strafzumessung erw�gt die Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer habe durch seine Vermittlung bewirkt, dass eine betr�chtliche Menge - insgesamt 300 Gramm - reines Heroin in Umlauf habe gelangen k�nnen, was den Grenzwert f�r den qualifizierten Fall um ein Vielfaches �berschreite. Es sei deshalb von einem nicht mehr leichten Verschulden auszugehen (Urteil S. 29 E. 8.2.4). Diese Schlussfolgerung ist auch dann nicht zu beanstanden, wenn der Strafzumessung die korrigierte tiefere Bet�ubungsmittelmenge und ein Treffen weniger zu Grunde gelegt werden. Zum einen kommt der Bet�ubungsmittelmenge im Rahmen der Strafzumessung zwar eine wichtige, aber keine vorrangige Bedeutung zu (BGE 118 IV 342 E. 2c mit Hinweisen) und zum anderen ist der massgebende Grenzwert zum qualifizierten Fall auch nach der Berichtigung bei weitem �berschritten (ca. dem 20fachen statt dem 25fachen; vgl. Urteil 6B_579/2013 vom 20. Februar 2014 E. 3.4 mit Hinweis). Obschon der Einwand des Beschwerdef�hrers zutreffend ist, ist der Vorinstanz somit keine Willk�r vorzuwerfen. Denn der angefochtene Entscheid ist nur in seiner Begr�ndung unrichtig, w�hrend er im Ergebnis nicht offensichtlich unhaltbar ist.
2.5.�Auch im �brigen gelingt es dem Beschwerdef�hrer nicht aufzuzeigen, dass das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht vertretbar ist oder inwiefern sich ein anderes geradezu aufgedr�ngt h�tte. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gt.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz verletze Art. 2 Abs. 2 StGB. Sie verkenne, dass das geltende BetmG vorliegend das mildere Recht sei. Das ihm vorgeworfene Vermitteln finde sich darin nicht mehr, weshalb das neue Recht als das mildere Recht zwingend Anwendung finden m�sse. Mit der herrschenden Lehre sei davon auszugehen, dass das Vermitteln keine eigenst�ndige Tathandlung mehr sei, sondern nur noch eine Form der Gehilfenschaft darstelle. Er sei daher freizusprechen (Beschwerde S. 6 ff.).
3.2.�Die Vorinstanz erw�gt zum anwendbaren Recht, die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Handlungen solle dieser im Zeitraum vom 4. Dezember 2006 bis 10. Januar 2007 begangen haben (Urteil S. 8 E. 3.1). Fraglich sei, ob der Tatbestand des Vermittelns, der in der geltenden Fassung nicht mehr erw�hnt werde, nach wie vor als selbstst�ndige Handlung strafbar oder ob sie allenfalls straffrei oder nur als Gehilfenschaft zu bestrafen sei. Mit der Teilrevision des Bet�ubungsmittelgesetzes, die per 1. Juli 2011 in Kraft getreten sei, sei Art. 19 BetmG terminologisch �berarbeitet und neu strukturiert, inhaltlich jedoch nur marginal ge�ndert worden. Den Materialien k�nne nicht entnommen werden, dass das Vermitteln aus dem Gesetz gestrichen werden sollte. Aus den Materialien ergebe sich aber eindeutig, dass die Tatbest�nde inhaltlich eher weiter gefasst als eingegrenzt worden seien. Zwar halte ein Teil der Lehre daf�r, dass das Vermitteln nach geltendem Recht nur noch als Gehilfenschaft strafbar sei, nach dem klaren Willen des Gesetzgebers sollten jedoch die Strafbestimmungen des Bet�ubungsmittelgesetzes im Rahmen der Teilrevision vom 20. M�rz 2008 - abgesehen von den in den Materialien erw�hnten geringf�gigen Anpassungen - inhaltlich nicht ver�ndert werden. Ferner best�tige auch das Bundesgericht, dass die revidierten Strafbestimmungen des Bet�ubungsmittelgesetzes nicht milder seien. Die Handlung des Vermittelns k�nne nach neuem Recht deshalb unter die Tathandlung "auf andere Weise einem anderen Verschaffen" (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) subsumiert werden. Daher erweise sich das geltende Recht in Bezug auf die angeklagten Delikte nicht als das mildere Recht im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB. Die Vorw�rfe seien folglich nach der zur Tatzeit geltenden Fassung des Gesetzes zu beurteilen (Urteil S. 9 f. E. 3.3).
3.3.�Art. 2 StGB bestimmt, welches Gesetz zur Anwendung kommt, wenn das zur Tatzeit geltende Gesetz im Zeitpunkt der Entscheidung formell ausser Geltung steht. Gem�ss Art. 2 Abs. 2 StGB gelangt das neue Recht zur Anwendung, sofern es f�r den T�ter milder ist. Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder ist, beurteilt sich aufgrund eines konkreten Vergleichs der Strafe. Der Richter hat zu pr�fen, nach welchem der beiden Rechte der T�ter besser wegkommt (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1 mit Hinweisen).
Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus auszulegen, das heisst, nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verst�ndnismethode. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gef�ge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Priorit�tsordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu erkennen. Bei der Auslegung neuerer Bestimmungen kommt den Materialien eine besondere Stellung zu, weil ver�nderte Umst�nde oder ein gewandeltes Rechtsverst�ndnis eine andere L�sung weniger nahelegen (BGE 142 IV 1 E. 2.4.1; 141 III 195 E. 2.4; 140 III 206 E. 3.5.4; je mit Hinweisen).
3.3.1.�Das Bundesgericht hat in einem obiter dictum zwar ausgef�hrt, in nArt. 19 Abs. 1 lit. c BetmG werde das Anbieten, Verteilen, Verkaufen, Vermitteln oder Abgeben aus aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG durch die Tathandlung "ver�ussern" ersetzt (Urteil 6B_360/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2; kritischer Kommentar zum Entscheid PETER ALBRECHT, Strafbares Verpacken von Drogen, in: dRSK, publiziert am 8. Februar 2012, Rz. 5 ff.). Es hat sich bisher aber nicht vertieft damit befasst, wie das Vermitteln nach der Revision des Bet�ubungsmittelgesetzes vom 20. M�rz 2008 zu ahnden ist. Im Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 konnte es diese Frage offen lassen (E. 10.5). Auch in den weiteren von der Vorinstanz angef�hrten Entscheiden hat das Bundesgericht nicht dar�ber befunden, ob bez�glich des Vermittelns das neue im Vergleich zum alten Bet�ubungsmittelgesetz milder ist (Urteil S. 10 E. 3.3.2; BGE 138 IV 100 E. 3.2 zum Anstaltentreffen zur Einfuhr von Bet�ubungsmitteln, Urteile 6B_13/2012 vom 19. April 2012 E. 1.3.1 zur Qualifikation als mengenm�ssig schwerer Fall und 6B_643/2012 vom 11. M�rz 2013 E. 2.2 zur Mitt�terschaft zu Erwerb, Transport, Lagerung und Verkauf von Bet�ubungsmitteln).
3.3.2.�Nach aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG macht sich strafbar, wer unbefugt Bet�ubungsmittel anbietet, verteilt, verkauft, vermittelt, verschafft, verordnet, in Verkehr bringt oder abgibt. Die Vermittlert�tigkeit nach altem Recht zeichnete sich dadurch aus, dass der Vermittler den Kontakt zwischen Personen, die Bet�ubungsmittel ver�ussern, und solchen, welche diese erlangen wollen, herstellte (BGE 118 IV 403 E. 2a S. 404, 200 E. 2.; Urteile 6B_205/2009 vom 6. August 2009 E. 5.2 mit Hinweisen und 6S.75/2002 vom 15. April 2003 E. 1.3), indem er z.B. ein Treffen organisierte oder einen Namen, eine Adresse oder eine Telefonnummer mitteilte. Weiter konnte der Vermittler teilweise f�r einen der Beteiligten verhandeln (Urteil 6B_908/2008 vom 5. Februar 2009 E. 4.1 mit Hinweis; vgl. FINGERHUTH/TSCHURR, Bet�ubungsmittelgesetz, 2007, N. 79 zu Art. 19 BetmG; siehe auch GUSTAV HUG-BEELI, Bet�ubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, N. 466 und N. 469 ff. zu Art. 19 BetmG).
Nach der Rechtsprechung hat jede der in aArt. 19 Ziff. 1 BetmG aufgef�hrten Handlungen die Bedeutung eines selbstst�ndigen Straftatbestandes, so dass T�ter ist, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbest�nde objektiv und subjektiv erf�llt (BGE 133 IV 187 E. 3.2; 119 IV 266 E. 3a; 118 IV 397 E. 2c).
3.3.3.�Gem�ss nArt. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Bet�ubungsmittel unbefugt ver�ussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Das Vermitteln wird nicht mehr ausdr�cklich als strafbare Handlung erw�hnt. Zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Handlungen trotzdem zu Recht unter diese Bestimmung, namentlich unter "auf andere Weise einem andern verschafft", subsumiert.
Die Materialien legen nahe, dass der Gesetzgeber das Vermitteln von Bet�ubungsmitteln nicht unerw�hnt liess, weil er an dessen Strafbarkeit etwas �ndern wollte. Anl�sslich der Revision des Bet�ubungsmittelgesetzes vom 20. M�rz 2008 wurde aArt. 19 Ziff. 1 BetmG in nArt. 19 Abs. 1 BetmG terminologisch �berarbeitet und besser strukturiert. Inhaltlich sollten - abgesehen von den in den Materialien erw�hnten kleineren Anpassungen - keine �nderungen vorgenommen werden (Parlamentarische Initiative, Teilrevision des Bet�ubungsmittelgesetzes, Bericht der Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 4. Mai 2006, BBl 2006 8573 ff., 8611; Botschaft �ber die �nderung des Bet�ubungsmittelgesetzes vom 9. M�rz 2001, BBl 2001 3715 ff., 3772 f.). Sowohl in der Stellungnahme des Bundesrates (Stellungnahme des Bundesrates vom 29. September 2006 zur Parlamentarischen Initiative Teilrevision des Bet�ubungsmittelgesetzes, Bericht vom 4. Mai 2006 der Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates, BBl 2006 8645 ff., 8651) als auch in den parlamentarischen Verhandlungen waren die terminologischen Anpassungen des Grundtatbestandes (Art. 19 Abs. 1 BetmG) kein Thema (AB 2006 N 1838, N 1857 ff., N 1869 ff., N 2004 ff., insbesondere N 2014 zu Art. 19: der Nationalrat nahm den Antrag der Kommission mit 116 Stimmen diskussionslos an [Wortlaut von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG Bet�ubungsmittel unbefugt ver�ussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt], wobei der Antrag von Nationalrat Christian Waber 58 Stimmen erhielt [gem�ss seinem Antrag sollte Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG lauten: Bet�ubungsmittel unbefugt anbietet, abgibt, ver�ussert, vermittelt, verschafft, verordnet oder in Verkehr bringt], AB 2007 S 1147 ff., AB 2008 N 73 ff., AB 2008 S 189, S 207).
3.3.4.�In der Lehre wird �berwiegend die Auffassung vertreten, dass das Vermitteln nicht mehr eigenst�ndig strafbar ist, weil es unter keine andere im Gesetz aufgef�hrte Tathandlung subsumiert werden kann. Das Vermitteln k�nne demzufolge nur noch als eine Art der Gehilfenschaft strafrechtlich geahndet werden (GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 463 zu Art. 19 BetmG; GERHARD FIOLKA, Die revidierten Strafbestimmungen des BetmG - Vier S�ulen und einige �berraschungen, AJP 2011, S. 1275; PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Bet�ubungsmittelgesetzes [Art. 19-28/ BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 63 zu Art. 19 BetmG; HANS MAURER, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kommentar, Donatsch/Flachsmann/Hug/Maurer/Riesen-Kupper/Weder [Hrsg.], 19. Aufl., Z�rich 2013, N. 23 zu Art. 19 BetmG; wohl gl.M. GERHARD FIOLKA, Das Rechtsgut, Band 2, Niggli/Amstutz/Bors [Hrsg.], 2006, S. 883 f.; wohl a.M. MARCEL KELLER, Der revidierte Art. 19 BetmG in der Fassung vom 20. M�rz 2008, ZStrR 130/2012, S. 153).
Der Begriff "verschaffen" bedeutet nach allgemeinem Sprachgebrauch, (a) beschaffen, besorgen, (b) daf�r sorgen, dass jemand etwas zuteil wird, jemand etwas bekommt (was nicht ohne Weiteres erreichbar ist), jemandem zu etwas verhelfen (DUDEN, Deutsches Universalw�rterbuch, 7. Aufl. 2011; GERHARD WAHRIG, Deutsches W�rterbuch, 1996; DUDEN, Das Bedeutungsw�rterbuch, 4. Aufl. 2010). Der Wortlaut der mit der Teilrevision neu eingef�hrten Tatbestandsvariante "auf andere Weise einem andern verschafft", spricht sodann f�r einen Auffangtatbestand (gl.M. BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, Vol. II, 3. Aufl. 2010, N. 35 zu Art. 19 BetmG; GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 497 zu Art. 19 BetmG). Der franz�sische Gesetzestext lautet "en procure de toute autre mani�re � un tiers". Die italienische Version spricht von "procura in altro modo ad altri".
Vor der Teilrevision vom 20. M�rz 2008 hatte das Verschaffen von Bet�ubungsmitteln, d.h. die �bergabe durch einen Mittelsmann (ALFRED SCH�TZ, Die Strafbestimmungen des Bundesgesetzes �ber die Bet�ubungsmittel vom 3. Oktober 1951 in der Fassung vom 20. M�rz 1975, Diss. Z�rich 1980, S. 117), neben den Tathandlungen der Abgabe und der Vermittlung gem�ss aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG bloss eine geringe praktische Bedeutung. Beim Verschaffen nach bisherigem Recht ging es darum, dass sich jemand die Bet�ubungsmittel nicht selber, sondern anderen Personen verschafft (FINGERHUTH/TSCHURR, a.a.O., N. 80 zu Art. 19 BetmG; PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Bet�ubungsmittelgesetzes [Art. 19-28/ BetmG], 2. Aufl. 2007, N. 71 zu Art. 19 BetmG). GUSTAV HUG-BEELI versteht unter Verschaffen nach neuem Recht das Zug�nglichmachen oder das Einr�umen der Sachherrschaft �ber Bet�ubungsmittel etwa durch einen Mittelsmann. Er subsumiert auch die Geldabgabe an eine s�chtige Person, damit sich diese Drogen f�r den Eigenkonsum beschaffen kann, unter diese Tatbestandsvariante (GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 498 und N. 500 zu Art. 19 BetmG). Ein Teil der Lehre ist der Meinung, dass derjenige, der verschafft, die Tatherrschaft �ber die Abgabe durch den Boten haben und diesem gegen�ber verbindlich anordnen k�nnen muss, die Bet�ubungsmittel zu �bergeben, was bei einem Vermittler nicht der Fall ist (HANS MAURER, a.a.O., N. 21 zu Art. 19 BetmG; GERHARD FIOLKA, Die revidierten Strafbestimmungen des BetmG - Vier S�ulen und einige �berraschungen, AJP 2011, S. 1275). BERNARD CORBOZ hingegen ist der Auffassung, die Formulierung "procure de toute autre mani�re" schliesse das im Gesetz nicht mehr ausdr�cklich genannte Vermitteln, d.h. s�mtliche Vermittlert�tigkeit im Sinne der bisherigen Rechtsprechung (vgl. E. 3.3.2), mit ein (BERNARD CORBOZ, a.a.O., N. 35 zu Art. 19 BetmG).
3.4.�Angesichts des klaren gesetzgeberischen Willens, das Bet�ubungsmittelgesetz mit der Teilrevision vom 20. M�rz 2008 inhaltlich prinzipiell nicht zu �ndern, kann die vom Gesetzgeber gew�hlte, relativ offene Formulierung "auf andere Weise einem andern verschafft" nicht dahin gehend ausgelegt werden, dass nur derjenige verschaffen kann, der die Tatherrschaft �ber die Bet�ubungsmittel inne hat. Vielmehr ist davon auszugehen, dass diese Tatbestandsvariante grunds�tzlich die Vermittlert�tigkeit im Sinne der bisherigen Rechtsprechung beinhaltet. Damit erkl�rt sich auch, weshalb das Vermitteln bei der Finanzierung gem�ss nArt. 19 Abs. 1 lit. e BetmG belassen und beim Bet�ubungsmittelhandel gestrichen wurde (GERHARD FIOLKA, Die revidierten Strafbestimmungen des BetmG - Vier S�ulen und einige �berraschungen, AJP 2011, S. 1275). Ob gewisse bzw. welche vermittelnden Handlungsweisen im Einzelnen nicht mehr darunter fallen, kann hier offen bleiben. Durch die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen T�tigkeiten kamen (weitere) Heroinlieferungen von Z.________ an Y.________ zustande. Bei Schwierigkeiten zwischen den beiden schaltete sich der Beschwerdef�hrer immer wieder ein und begleitete den Lieferanten sogar zu Treffen. Mit diesen Handlungen hat er Y.________ Heroin verschafft. Folglich verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie zum Schluss gelangt, vorliegend sei das neue Recht nicht das mildere.
Soweit der Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Strafzumessung beanstandet (Beschwerde S. 23 ff.), kann auf die grunds�tzlich zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urteil S. 25 ff. E. 8), mit der einzigen Korrektur bez�glich der Menge (E. 2.4.4). Der Beschwerdef�hrer setzt sich damit nicht auseinander. Er er�rtert lediglich seine eigene Gewichtung der Strafzumessungsfaktoren, ohne aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen �berschritten haben soll (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweis).
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist abzuweisen, weil er die geltend gemachte Mittellosigkeit nicht belegt. Der pauschale Verweis auf kantonale Akten (Beschwerde S. 26) gen�gt nicht (vgl. Urteil 5A_57/2010 vom 2. Juli 2010 E. 7 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 136 III 140).

References: Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 10
 Art. 9
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 19
 Art. 2
 Art. 19
 Art. 2
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 BGE 
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 BGE