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Timestamp: 2019-11-12 19:23:40+00:00

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Re: Umgangsregelung
schrieb am 16.11.2017 07:31
Es heißt immer wieder das ich die Entfernung schaffe und ihm ist es zu weit.
Ich denk, ein Richter würde vielleicht gleich einhaken.
Wird alles zu viel langsam
schrieb am 16.11.2017 10:56
Beiträge: 8.218
Mir ist noch nicht so richtig klar geworden, möchte er das Wechselmodell? Hat er ebenfalls eine Umgangsgestaltung ausgearbeitet, falls er die Kinder bei sich haben möchte?
Ich persönlich würde auch nie und nimmer a) jedes Wochenende vereinbaren, noch Wechselmodell.
Ich finde es im moment aber schwierig:
@Impala: Ist es nicht so, dass sich WM als Standardlösung gesetzlich etablieren soll, und tatsächlich selbst bei ungünstigen Konstellationen schon oft zu WM massiv gedrängt wird, auch gegen den Willen eines ET? Oder ist das alles irgendwie "Panikmache" Ich hab da so ein paar Urteile gelesen, da kräuseln sich alle Fingernägel.
Wenn man die Entfernung berücksichtig, wär vielleicht auch so etwas möglich wie alle zwei Wochen von Donnerstag nach der Kita / Schule bis Montag Mittag?
Aber vielleicht auch erst, wenn sie etwas älter sind? aber dann wäre das Problem mit der Fahrerei vielleicht nicht so?
Ich weiß von ein paar Paaren, dass sie sich die Fahrten teilen, in der Form, dass ein ET sie jeweils beim anderen abholt.
Bzw auch Fälle, wo der, der die Entfernung geschaffen hat, die Kinder bringen und holen muss, bzw die Kosten zumindest mittragen.
Aber bei 30km kann ich mir das jetzt auch nicht so vorstellen.
schrieb am 16.11.2017 11:23
Naja, ich kann nicht sagen, dass er was ausgearbeitet hat. Ich hab ihm gesagt, wie ich es gerne möchte und er meinte dann bloß, gut dann drehe ich das um!
Das hat er ausgearbeitet, mehr nicht.
Ich weiß nicht, ob er es wirklch will, oder ob es er nur sagt, um mich schlecht da stehen zu lassen. In seinen Anwaltsschreiben sagt er immer wieder, das unser Großer sagen würde, sein Zu hause ist bei Papa. Also kann er das WM ja nicht ernsthaft wollen, sondern nur mir eins auswischen wollen.
Bei mir sagt der Große das gleiche, also das er bei mama wohnt, er kann das doch gar nicht einschätzen.
Ganz abgesehen davon frag ich mich, wie das gehen soll: Wenn sie eine Woche bei ihm wären, müssten sie 10 Stunden am Tag in die Kita gehen, wenn sie bei mir wären, ja dann auch , obwohl ich zur Zeit ja noch zu Hause bin, weil die Kleine ja noch nicht zwei ist. Wie das gehen soll, kann er mir auch nicht sagen
Er unterstellt mir auch, dass Jugendamt hätte gesagt, wir sollen das Wechselmodell leben und ich wollte das nicht. Komischerweise haben sie in ihrer STellungsnahme davon nichts geschrieben. Nur, dass wir uns die Fahrten teilen könnten für den Umgang, und ein nährerer Wohnort für mich wünschenswert wäre, damit die Kinder ihr gewohntes Umfeld teilweise behalten können. Der Punkt das ich die Kinder bis zum Auszug alleine betreut habe, ist nicht wegzudiskutieren, sagte das Jugendamt bei unserem Gespräch.
schrieb am 16.11.2017 11:49
Ach, auch wenn das Jugendamt keine Entscheidungsbefugnis hat, klingt das ja schonmal gut, dass sie das so sehen. Er versucht es ja offenbar ein wenig mit Einschüchterung.
Das mit dem WM ginge wohl schon. Wir haben hier auch eine Familie, da wohnt der Vater ziemlich weit weg. Sie machen es trotzdem irgendwie. Allerdings sind die Kinder älter.
Ist halt die Frage. die Gerichte stärken ja im moment ziemlich die Väter ( angesichts der Tatsache, dass ich selbst einen Jungen habe, ja grundsätzlich auch in Ordnung). Die Frage ist sicher, erkennt der Richter die Echtheit eines Interesses, und ist der Umgang gesichert ( was du ja eben auch befürwortest), insofern sehe ich da gute Chancen bei dir, aber ich hab den Eindruck, zur Zeit muss man fast mit allem rechnen. ( Ist das nicht sogar Thema der Koalitionsgespräche? ich hab ja fast den Verdacht, dieses starke politische Drängen auf WM kommt nicht von ungefähr kurz nach der Ausweitung des UHV, der, wenn ich das richtig verstehe, bei einem WM nicht mehr zum Tragen kommt). Aber ich bin da auch zuwenig fachlich drin. Aber selbst ich denk manchmal, oh gott, könnte bei uns... obwohl die Voraussetzungen eigentlich Null da sind, aber irgendwie ist das alles sehr unberechenbar geworden in meinen Augen.
Ich denke, so wie du vorgehst, ist das schon sehr gut. Insbesondere , dass du dich ehrlich bemüht zeigst, den Umgangskontakt zu fördern, und zu ermöglichen. Und ds Feedback des JA klingt ja auch nicht schlecht.
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.17 11:51 von Maral.
schrieb am 16.11.2017 12:26
Ja ich denke auch, dass JA steht da ein bisschen mehr auf meiner Seite. Sie meinten auch im Gespräch, es sollte wirklich dreimal überlegt werden, ob man den Kindern die Person nimmt, die sonst jede Stunde um sie herum war. aber da hat mein Mann gar nichts drauf gesagt.
Ich hatte ihm ja auch angeboten, dass wir bis Ende des Jahres alles so lassen, dass die kinder dann anfang des Jahres zu mir ziehen und das sie gerade auh in der Anfangszeit oft bei ihm sieht damit sie ihr gewohntes Umfeld haben. Und dann schauen wir.
Naja, also hier sind auf den Ämtern alle der Meinung, die Entfernung wäre zu groß für das Wechselmodell.
schrieb am 16.11.2017 12:39
Also dass mit dem bei ihm wohnen lassen bis Jahresanfang, da wär ich vorsichtig. Ich bin wie gesagt, kein Experte, aber vom Bauchgefühl könnte das deine Position schwächen, gerade, wenn es dann tatsächlich problemlos funktioniert. Wohnen sie aktuell bei ihm? Hast du sie nicht zurück bekommen?
Ich würde sagen, je länger dieser Zustand besteht, desto schlechter. Und wenn deine Argumentation auf Betreuung und Gewohnheit zu dir beruht, fände ich es ungünstig, dass mal für sechs Wochen dann aber in Ordnung zu finden. Hmmmm, Aber das würde ich mit dem Anwalt besprechen.
schrieb am 16.11.2017 12:40
Also hier im weiteren Sprengel wird das Wechselmodell nur dann gemacht, wenn beide Eltern dies wollen und auch leben können.Kein Richter käme hier auf die Idee, das den Eltern aufzuoktruieren.
Schaut man sich das Urteil des BGH genauer an, in dem der BGH gesagt hat, dass ein Wechselmodell auch gegen den Willen des anderen Elternteils durchgesetzt werden kann, so macht der BGH aber deutlich, dass es ganz bestimmter Voraussetzungen bedarf, damit es überhaupt so weit kommen kann, z.B. räumliche Nähe,
Genau heisst es: "dass im Wechselmodell höhere Anforderungen an Kind und Eltern zu stellen sei. Für ein Wechselmodell sei eine gewisse Nähe der elterlichen Haushalte, geeignete äußere Rahmenbedingungen und eine „entsprechende Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit“ Voraussetzung. Bei hohem Konfliktniveau wird das Wechselmodell dem Kindeswohl nicht entsprechen."
Darüber hinaus führt der BGH aus: "dass das starre Festhalten des Kindesvaters an einem strikten Wechselmodell unter Ablehnung anderer Optionen dagegen spricht, dass der Vater das Kindeswohl ausreichend im Auge hat."
Sowenig wie eine Mutter das Wechselmodell ablehnen kann, um weiter in den Genuss des Kindesunterhalts zu kommen, so wenig kann der Kindesvater gegen alle Argumente darauf beharren.
Und Fakt ist nunmal, dass die TE eben nicht im Ort wohnt, nicht in den Nebenort ziehen wird (das mit guten Gründen) und die Kinder damit zwei Kitas besuchen müssten etc.
Umgang ist IMMER Einzelfallentscheidung.
Hier mal der Link zu der Pressemitteilung des BGH zu diesem Fall: [juris.bundesgerichtshof.de]
Entgegen der Berichterstattung hat der BGH das Wechselmodell auch gar nicht angeordnet, sondern nur festgestellt, dass dies grundsätzlich möglich wäre, wenn es denn dem Kindeswohl am meisten entspricht. Das Kind (immerhin 13 Jahre) war vom OLG noch nicht einmal angehört worden. Dieses hatte das Wechselmodell aus Rechtsgründen verworfen, da es davon ausgegangen war, dass dieses Modell nicht in einem Umgangsverfahren entschieden werden kann.
schrieb am 16.11.2017 12:47
Ah ok, danke. Interessant. Ne, vom Augang stand so auch irgendwie nicht wirklich offentsichtlich was. Und was hat es mit dem Gerücht auf sich, dass das Wechselmodell als bevorzugte Standardvarante gesetzlich festgelegt werden soll ( ähnlich Frankreich und so bspw) . Mit dem Ergebnis, dass die Gerichte dazu angehalten sein sollen dann, immer WM anzuordnen, es sei denn, es gäbe gewichtige Gründe dagegen?
Ich stelle mir gerde vor, Ex läuft dann zum Gericht und kriegt WM ( und in unserem Fall Kindesunterhalt als Ausgleich), obwohl er sich bisher praktisch nicht gekümmert hat.
Bei dem Paar bei uns haben das die Eltern entschieden. Der Papa fährt ca. 20-30 Min. Ich finds auch nicht gut, frage mich aber, ob solche Fälle nicht dazu führen, dass gesagt wird, geht doch.
Ich hatte ihm ja auch angeboten, dass wir bis Ende des Jahres alles so lassen, dass die kinder dann anfang des Jahres zu mir ziehen und das sie gerade auh in der Anfangszeit oft bei ihm sieht damit sie ihr gewohntes Umfeld haben. Und dann schauen wir..
Das auf keinen Fall machen! Lass Dich nicht weichkochen. Es geht ihm doch gar nicht um die Kinder, sondern darum, dass Du sie nicht bekommst, weil er weiß, dass er Dir damit weh tun kann, auch wenn er sich das vielleicht so nicht eingesteht.
Glaubst Du wirklich so ganz tief in Deinem Innern, dass das für die Kinder das Beste wäre. Wohl kaum. Die Kinder sollten so schnell wie möglich zu Dir und dann haben sie Umgang mit dem Vater.
Und sollte ich einen Tipp abgeben, - so traurig das auch ist - wenn erst mal klar ist, dass die Kinder bei Dir leben, wird das mit dem Umgang von seiner Seite immer weniger werden.
schrieb am 16.11.2017 12:57
naja, eigentlich will das nur die FDP, Grüne und die CDU/CSU sind dagegen. Das wird's also in absehbarer Zeit nicht geben. Und der FDP ist es sicher nicht wichtig genug, dass durchzusetzen.
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.17 12:57 von Impala-34.
schrieb am 16.11.2017 13:20
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.17 22:34 von Katha0886.
schrieb am 16.11.2017 14:26
Also ist es auch nicht so, dass ich mich in einen Ort zwingen lassen kann, um das Wechselmodell zu leben? Weil seine Anwältin meinte, ich müsste meine Ansprüche runterschrauben, und in die Nähe ziehen, damit das Wechselmodell gelebt werden kann. Das wäre für die Kinder das beste und ich würde kindelwohlschädlich handeln ... so ihre Worte. .( dAs macht mich echt traurig sowas.
Naja, irgendwas muss sie ja schreiben. Sie ist nun mal seine Interessenvertreterin. Aber das was sie schreibt ist kompletter Blödsinn. Niemand kann Dich dazu zwingen, in seine Nähe zu ziehen, nur um das Wechselmodell zu ermöglichen oder es ihm möglichst bequem zu machen.
Nochmal Du hast doch wirklich mehr als gute Gründe für Deine Wahl des Wohnortes. Noch dazu ohne das das Umgangsrecht irgendwie wirklich erschwert wird, denn 30 Km sind ( m E. nach) doch wirklich Pillepalle.
Für Deine Kinder wäre es das Beste, wenn sie in einer intakten, Liebevollen von gegenseitigem Respekt getragenen, gleichberechtigten Beziehung der Eltern aufwachsen würden. Da das nunmal nicht (mehr) existiert, muss man schauen, was bei den momentanen Gegebenheiten das Beste ist.
So ist das Leben und Kinder kommen damit ohne weiteres klar. Womit sie nicht klarkommen sind ständig zankende, sie als Waffe missbrauchende Elternteile, die kein echtes Interesse am Wohl der Kinder haben.
schrieb am 16.11.2017 14:31
Danke dir. Vielen lieben Dank!
Also ist es doch alles gar nicht so wie sie sagt. Und ich dachte schon, es wäre so einfach. Meine Anwältin meinte auch gleich, dass wäre totaler Quatsch. Aber gut, sie redet ja auch für meine Interessen!
schrieb am 16.11.2017 15:14
Ich würde sogar vorübergehend, bis das alles geklärt ist, in die alte gemeinsame Wohnung ziehen, insofern das rechtlich möglich ist, oder zumindest versuchen, bei Bekannten im Ort in der Nähe der Kinder unterzukommen, und beantragen, sie bis zum Gerichtsurteil möglichst täglich sehen zu dürfen. Du hast doch auch Zeit (Elternzeit, richtig?), um sie von der Kita abholen zu können. Dein Ex ist nicht mehr krankgeschrieben, ja?
schrieb am 16.11.2017 15:32
Also in die Wohnung kann ich definitv nicht zurück, er wohnt mit den Großeltern zusammen und seine eltern genau nebenan. Die hassen mich alle ...
Und im Ort geht auch nicht. Ist nur ein Minidorf mit 100 Einwohnern, da kann man nicht einfach unterkommen irgendwo ...
naja es ist ja nur noch eine Woche

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