Source: https://www.gothia-wuerzburg.de/2014/11/krambambuli-kneipe-2014/
Timestamp: 2019-11-15 00:49:12+00:00

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Krambambuli-Kneipe 2014 | K.D.St.V. Gothia-Würzburg im CV
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Krambambuli weilte unter uns! Frisch gebraut vom Dominus Krambambuli und seinen Helfern genossen wir, zur Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit, den rotfeurigen Stoff. Im Rahmen einer Kreuzkneipe mit unseren lieben Cartellbrüdern der K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg wurde die Braukunst präsentiert.
Ebenfalls durften wir Vertreter unserer Cartellbünde der K.D.St.V. Fredericia zu Bamberg und K.D.St.V. Cheruscia Würzburg als Gäste willkommen heißen. Vor einer somit gut gefüllten Kneipcorona eröffnete unser hoher Schriftführer Bundesbruder Marcel Koschek, als Präsid der Veranstaltung, die Kneipe. Er leitete die Kneipe souverän und nach einem Probedurchgang des Liedes „Krambambuli, das ist der Titel!“ war die Zeit gekommen, dass Krambambuli zu brauen.
Sodann erschien der Dominus Krambambuli, gespielt von Bundesbruder Michael Hieronymus. Als Helfer standen ihm Cartellbruder Stephan Deimel, Bundesbruder Simon Gradl und Bundesbruder Luca Schwarze zur Seite. Sie brachten, entsprechend verkleidet, die drei Hauptzutaten Wein, Rum und Zucker in die Brauzeremonie ein. Unter den Klängen des Krambambuli-Liedes und der Anleitung des Dominus entstand daraus der süßliche Stoff, der anschließend verteilt wurde.
Erheitert durch den Stoff nahm die Kneipe einen weiterhin stimmungsvollen Verlauf, der in einen gemütlichen Ausklang mündete. Beflügelt durch die gute Kneipe dauerte dieser noch bis in die frühen Morgenstunden an. Kaum ist nun die 4. Auflage des alljährlichen Rituals vollzogen, wird daher auch schon die erneute Auflage im nächsten Jahr mit Sehnsucht erwartet.
Das Zeremoniell Krambambuli zum Nachlesen:
Bis zur Ankunft des Dominus Krambambuli gewähre ich ein kurzes tempus utile.
Silentium ex, Colloquium!
Nach diesem tempus utile wird der Saal verdunkelt, 13 Kerzen angezündet, mit einer Nebelmaschine wird mystischer Rauch produziert und über eine Lautsprecheranlage ertönt „Also sprach Zarathrusta“ von Richard Strauss. Nach ca. 1½ Minuten erscheint Magister Dominus Krambambuli mit den Worten:
Silentium stricte! Meine Niederkunft sei hiermit vermeldet!
Vacant sind drei Sessel. Drei Elemente bilden Krambambuli: Edler Wein, köstlicher Zucker, duftender Rum.
Zu Hütern dieses Dreigestirns erkläre ich: Cbr. Sephan Deimel ans Contrarium zu meiner Rechten. Wein sei dein Name und die Flasche das Zeichen deiner Würde.“
(Es erscheint Wein und spricht: )
in Gothias düsterer Halle.
Doch wie’s auch sei, so sei’s d’rum: Ad sum!
(Dominus: ) Ich werde Deine Verdienste in Betracht ziehen, doch auch Rum hat seinen Anteil. Bbr. Simon Gradl ans Contrarium zu meiner Linken! Rum sei dein Name für die Dauer meiner Herrschaft und eine rühmliche Rumfahne sei dein Panier!
(Sodann spricht Rum: )
Ad – sum! Gruß Dir zuvorderst, Herr,
in Gothias dunklen vier Wänden.
So bin ich – Rum, ad sum!“
(Dominus: ) Auch deine Vorteile werden gewürdigt, doch: tres faciunt collegium! Bbr. Luca Schwarze ans Contrarium mir gegenüber!
(Als dann spricht Zucker: )
Kompliment den Zechern hier all‘!
in Gothias nächtlichem Saal.
Dies ist mein Ruhm! Ad – sum!“
(Dominus: )
Zucker? – Wein? – Rum?
Auf braut Krambambuli nach dem alten Rezept des noch älteren, ehrwürdigen Eulalius Bombastus Rothbartus vom Laaerberg:
misch‘ dies zu rechten Theilen, entzünd‘ mit der dreimal gereinigten Flamm‘ und also sprich:
(Wein, Zucker und Rum gemeinsam):
Steig aus der Nacht blaue Flamm ‚
aus ew’gem Feuer wundersam.
Wein geworden aus Sonn‘
Zucker geworden aus Sonn‘
Rum geworden aus Sonn‘!
leih Flamm‘ du mir deine Kraft,
glüh drey so fest zusamm‘
sintemal durch dich, oh heil‘ge Flamm‘,
itzo helft zusammen all‘
wunderhell werd’s so im Saal!
Flamm ‚ ist gesprungen
KRAMBAMBULI – das Elixier der Weisen! (um die Flamme zu erhalten wird mit einem Schöpflöffel immer wieder 80%iger Rum auf die Zuckerhüte mäßig nachgegossen)
(Dominus: ) Zur Ehrerbietung möge nun der hehre Cantus: „Krambambuli, das ist der Titel!“ erschallen!
(Es wird das Lied „Krambambuli, das ist der Titel“ bis zur dritten Strophe gesungen; nach ‚Lobe des Krambambuli‘)…
(Dominus: ) Cantum sisto!
Silentium strictissime! Krambambuli weilt unter uns!
Aus eigener Machtvollkommenheit und von Krambambulis Gnaden erkläre ich für diese Nacht das Zwischenreich Krambambulis, verbiete mir jede demokratische Einmischung in äußere und innere Stoffangelegenheiten, verhänge den Ausnahmezustand und bringe die altehrwürdigen Kriegsartikel zur Verlesung:
Verneuerte Sauf-, Fest-, Straf- und Krambambuli-Ordnung:
§ 1: Stoff ist Krambambuli! Wer nicht sauffet den Stoff ist zu entfernen aus dem Reich, so er nicht ist krank an der Milz, an der Leber, an der Blasen, sintomalen auch an dem Kopfe. So einer dies nicht befolget, ist ihm eine tüchtige Maulschellen zu geben, und soll er aus dem Reich ins feintliche Ausland gestoßen werden!
§ 2: In diesem Saal ist das Reich Krambambuli und erstreckt sich dieses auf alle Individuen und Kreaturen, solche hie gehen, sitzen, fliegen, kreuchen, sowie ohn‘ Bewußtsein umherliegen. Begrentzed wird‘ es durch vier Mauern, die tragende Decken und den Boden aus Holz!‘
§ 3: Das Reich darf nicht verlassen werden, es sei so, der Mensch wollt‘ fressen, schiffen, oder frisch Stoff beibringen. Doch muß er sich gehörig einpauken!
§ 4: All‘ Leute, welch neu kommen, pauken sich gehörig mit ein Glas Stoff ein.
§ 5: Stoff darf bei Kopf und Hals nicht verhuntzed werden!
§ 6: Rülpsen, furtzen, plärren und schwätzen im Silentium ist nicht verlaubet!
§ 7: Fressen im Reich ist nicht verlaubet!
§ 9: All‘ ausübend Gewalt überträgt Krambambuli dem DOMINUS als seinem braven Diener!
§ 10: Das Reich hört auf zu seyn, so kein Stoff mehr ist!
Ad quartam: (Es wird die 4. Strophe, beginnend mit „Ist mir mein Wechsel ausgeblieben….“, bis zur 10. Strophe „Ihr dauert mich …“ gesungen; dabei wird immer wieder zwecks Erhalt der Flammen Rum auf die Zuckerhüte maßvoll nachgegossen)
Nur eines sag‘ ich Euch darum:
und auch die Kunst Krambambuli
Tät man ihm nicht Krambambuli geben.
Krambambuli, den Zaubertrank.
Genug – daß trock‘ner Kehle wir
noch lange verharren hier.
Ad undecim ultimamque! (das Lied endet mit der 11. Strophe „Krambambuli soll mir noch schmecken ….“)
(Dominus: ) Schöner Cantus bestens verdankt, mein Schmollis der Corona. Leert Eure Gläser, schafft Platz dem edlen Stoff! Prost Corona!
Nun Füxe eilet herbei und verteilet den edlen Stoff!
Licet fumare!
Silentium ex, COLLOQIUM!!
Generationenabend 2018 veröffentlicht am 21. Januar 2018
16.11.2019 10:00 Uhr st: ( o D )
20.11.2019 20:00 Uhr ct: ( io D )
Themenstammtisch "Gothen-Romreise Sommer 2019"

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 9

§ 10