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Timestamp: 2016-10-27 07:10:10+00:00

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8C_67/2013 (10.05.2013)
8C_67/2013
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 26. November 2012.
Die 1968 geborene S.________ absolvierte seit dem 1. April 2006 als Wiedereinsteigerin ein Praktikum als Behindertenbetreuerin im Heim A.________. Nach einer am 24. November 2006 erlittenen Auffahrkollision nahm sie ihre Arbeit nicht mehr auf, so dass die Anstellung von der Arbeitgeberin per 30. April 2007 gek�ndigt wurde.
Im Januar 2007 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf R�ckenprobleme bei der IV-Stelle des Kantons Z�rich zum Leistungsbezug an. Nach medizinischen Abkl�rungen verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 1. M�rz 2011 den Anspruch auf eine Invalidenrente.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 26. November 2012 ab.
S.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit den Rechtsbegehren, es sei ihr, nach Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, mit Wirkung ab August 2009 eine Viertelsrente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung an die IV-Stelle oder an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
IV-Stelle, kantonales Gericht und Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Stellungnahme.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 137 II 313 E. 1.4 S. 317 f. mit Hinweis). Trotzdem obliegt es der Beschwerde f�hrenden Partei, sich in ihrer Beschwerde sachbezogen mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur die in seinem Verfahren gelten gemachten Rechtswidrigkeiten. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden.
Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die vorliegend massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Rentenanspruch und dessen Abstufung (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 2 IVG) sowie die Bemessung des Invalidit�tsgrads nach der Einkommenvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; Art. 28a Abs. 1 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Rente der Invalidenversicherung, und dabei insbesondere, ob die H�he des Valideneinkommens als einer der beiden Vergleichswerte zur Bemessung der Invalidit�t im erwerblichen Bereich richtig festgesetzt worden ist.
Unbestritten - und f�r das Bundesgericht daher verbindlich (vgl. E. 1 hievor) - sind demgegen�ber die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, wonach die Versicherte gest�tzt auf das Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ vom 20. Oktober 2009 die angestammte T�tigkeit als Behindertenbetreuerin nicht mehr aus�ben kann, hingegen in einer leichten, nicht kniend ausf�hrbaren, nicht mit repetitivem Benutzen von Stufen oder Treppen verbundenen, nicht geh�uft �ber Kopf oder geb�ckt zu verrichtenden T�tigkeit ohne repetitives Heben, Stossen und Ziehen von Lasten von mehr als 5 bis 7 kg ganztags zu 80 Prozent arbeitsf�hig ist. F�r das Bundesgericht ebenfalls verbindlich festgestellt hat das kantonale Gericht, dass die Beschwerdef�hrerin nach Abschluss der Ausbildung als Behindertenbetreuerin ab August 2009 ganztags erwerbst�tig w�re, weshalb die Invalidit�tsbemessung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nach der gemischten Methode (Art. 26bis IVV in Verbindung mit Art. 28a Abs. 2 und Abs. 3 IVG), sondern nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 IVG) vorzunehmen ist.
3.2 F�r die Bemessung des Einkommens, welches die Versicherte trotz des Gesundheitsschadens durch eine ihr zumutbare T�tigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu erzielen verm�chte (Invalideneinkommen), zog das kantonale Gericht die vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei. Unter Ber�cksichtigung des Tabellenlohnes von Fr. 4'019.- (LSE 2006, Tabelle TA1, Total Frauen, Anforderungsniveau 4), der durchschnittlichen w�chentlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden, der seit 2006 eingetretenen Nominallohnentwicklung (2006: 2417 Punkte; 2009: 2552 Punkte), der auf 80 Prozent reduzierten Arbeitsf�higkeit und eines Abzuges von 10 Prozent hat es das Invalideneinkommen ab August 2009 auf Fr. 38'222.- festgelegt, was im Vergleich mit dem Valideneinkommen einen Invalidit�tsgrad von rund 39 Prozent ergab. Die Bemessung des Invalideneinkommens wird weder in tats�chlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Es besteht kein Anlass f�r eine n�here Pr�fung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415).
3.3.1 Hinsichtlich des anrechenbaren Valideneinkommens (hypothetisches Einkommen ohne Gesundheitsschaden) st�tzte sich das kantonale Gericht auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 28. Dezember 2007, wonach der Lohn nach erfolgreich absolvierter Ausbildung zur eidg. dipl. Fachfrau "Betreuung" bei einer Vollzeitbesch�ftigung brutto Fr. 5'200.-, nach 10 Jahren Erfahrung ca. Fr. 5'800.- und mit Leitungsfunktion Fr. 6'500.- betrage. Entsprechend setzte die Vorinstanz das Valideneinkommen ab August 2009 auf Fr. 62'400.- (Fr. 5'200.- x 12) fest.
3.3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht eine aktenwidrige Sachverhaltsfeststellung und einen Verstoss gegen Art. 16 ATSG geltend mit der Begr�ndung, der Bruttolohn von Fr. 5'200.- f�r das Jahr 2007 h�tte der bis 2009 eingetretenen Nominallohnentwicklung (2007: 2453 Punkte; 2009: 2552 Punkte) angepasst werden m�ssen, was einen Bruttolohn von Fr. 64'918.- (Fr. 5'409.85 x 12) und damit einen Invalidit�tsgrad von 41,12 Prozent ergebe. Sie beruft sich dabei insbesondere auf die am 28. Dezember 2007 ausgestellte Best�tigung der ehemaligen Arbeitgeberin, wonach das Heim j�hrlich den Teuerungsausgleich und bei entsprechender Leistung noch einen zus�tzlichen Betrag gew�hre.
3.3.3 F�r den Einkommensvergleich sind die Verh�ltnisse im Zeitpunkt des eventuellen Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allf�llige rentenwirksame �nderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verf�gungserlass zu ber�cksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2 S. 223 f.; Urteil 9C_26/2008 vom 26. Mai 2008 E. 4 mit Hinweisen). Was die Ermittlung des Valideneinkommens anbelangt, ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns, im vorliegenden Fall im August 2009, nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224; vgl. auch Urteil 8C_679/2008 vom 29. Januar 2009 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
3.3.4 Sowohl Vorinstanz wie auch Beschwerdef�hrerin st�tzen sich f�r die Bemessung des Valideneinkommens auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 28. Dezember 2007. Das kantonale Gericht begr�ndet nicht, weshalb es beim Valideneinkommen - im Gegensatz zum Invalideneinkommen - von einer Anpassung an die Teuerung abgesehen hat. Dieses Vers�umnis stellt eine Verletzung der vorinstanzlichen Pflicht zur Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen nach dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) und damit einen Verstoss gegen eine wesentliche Verfahrensvorschrift im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG dar. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist daher f�r das Bundesgericht nicht verbindlich (E. 1 hievor). Die Best�tigung der Arbeitgeberin, wonach der Lohn nach erfolgreich absolvierter Ausbildung bei einem Vollpensum brutto Fr. 5'200.- und nach 10 Jahren Erfahrung Fr. 5'800.- betrage, datiert vom 28. Dezember 2007. In ihrer Notiz h�lt die Arbeitgeberin nebst den Lohnangaben auch fest, dass das Heim j�hrlich den Teuerungsausgleich und bei entsprechender Leistung noch einen Betrag zus�tzlich ausrichte. Die Gehaltsangabe bezog sich somit auf das Lohnniveau im Jahr 2007. Es wurde bezogen auf jenen Zeitpunkt best�tigt, welches Einkommen eine diplomierte Fachfrau unmittelbar nach Abschluss der Ausbildung oder mit 10 Jahren Erfahrung erzielte. W�rde n�mlich eine Fachfrau mit Erfahrung erst in 10 Jahren Fr. 5'800.- verdienen, w�re ihr Einkommen allein schon teuerungsbedingt erheblich geringer als dasjenige einer Fachfrau unmittelbar nach Abschluss der Ausbildung. Zudem war die Arbeitgeberin im Jahre 2007 mangels Kenntnis der k�nftigen Nominallohnentwicklung gar nicht in der Lage, das Einkommen im Jahre 2009 zu beziffern. Eine zeitidentische Grundlage der Invalidit�tsbemessung erfordert somit, dass das Valideneinkommen auf das Jahr des Rentenbeginns 2009 indexiert wird.
3.3.5 Die teuerungsbedingte Zunahme des Nominallohns wird aufgrund der offiziellen Angaben (Nominallohnindex nach Geschlecht [BGE 129 V 408], Arbeitsbereich und Qualifikation) erfasst, wie sie etwa der Publikation des Bundesamtes f�r Statistik �ber die Lohnentwicklung oder der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" entnommen werden k�nnen (RKUV 2006 Nr. U 568 S. 65, U 87/05 E. 2). Der Nominallohnindex betrug im Jahr 2007 f�r Frauenl�hne 2453 Punkte und stieg im Jahr 2009 auf 2552 Punkte (1939 = 100; Die Volkswirtschaft 04/2013 S. 91 Tabelle 10.3). Unter Ber�cksichtigung dieser Lohnsteigerung ergibt sich f�r August 2009 ein Valideneinkommen von Fr. 64'918.- (5'409.85 x 12). Bei Zugrundelegung des branchenspezifischen Nominallohnindexes ergibt sich ein Punktestand von 102.8 f�r das Jahr und von 106.4 f�r das Jahr 2009 (2005 = 100; Bundesamt f�r Statistik, Lohnentwicklung 2010, S. 20, Tabelle T1.2.05, Frauen, Unterrichtswesen/Gesundheits- und Sozialwesen/sonstige �ffentliche Dienstleistungen/pers�nliche Dienstleistungen), so dass ein Jahreseinkommen von Fr. 64'585.20 resultiert.
3.4 Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 64'918.- das Invalideneinkommen von Fr. 38'222.- (E. 3.2) gegen�ber, resultiert ein Invalidit�tsgrad von 41,12 Prozent, der nach der Rechtsprechung (BGE 130 V 121 E. 3 S. 122 f.) auf 41 Prozent abzurunden ist und der Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine Viertelsrente verschafft. Zum gleichen Resultat f�hrt die Annahme eines Valideneinkommens von Fr. 64'585.- (Invalidit�tsgrad von rund 41 Prozent).
Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG), die zudem der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung auszurichten hat (Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 26. November 2012 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 1. M�rz 2011 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin ab August 2009 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 16
 Art. 105