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⭐18 Nichthandelszwecken II. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu
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1 Gliederung 01 Einleitung 03 A. Rechtsquellen für das Verbringen von Tieren über Ländergrenzen 06 I. Internationale Rechtsquellen Verordnung (EG) Nr. 998/ Verordnung (EG) Nr. 388/ Richtlinie 92/65/EWG Verordnung (EG) Nr. 1/ Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren (EÜH) 11 II. Nationale Rechtsquellen Tierschutzgesetz (TierSchG) 12 a) 11 ff TierSchG 12 b) 1TierSchG 12 c) Art. 20a Grundgesetz (GG) Allgemeine Verwaltungsvorschriften zum Tierschutzgesetz (AVV) Tierseuchengesetz (TierSG) Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung (BmTierSSchV) Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) 15 B. Rechtliche Grundlagen für einen Transport von Hunden nach Deutschland 17 I. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu 18 Nichthandelszwecken II. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu 20 Nichthandelszwecken bei mehr als fünf Tieren III. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu Handelszwecken 21 IV. Erlaubnis nach 11 Abs.1 Nr.2 TierSchG 28 1.Tierheim 30 2.Tierheimähnlichkeit Halter für andere Fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten Zuverlässigkeit Räume und Einrichtungen 34 V. Erlaubnis nach 11 Abs.1 Nr.3b) TierSchG 35 1.Person 35 2.Wirbeltiere 35 3.Gewerblicher Handel 36 C. Transport von Hunden aus einem Drittland 48 D. Zusammenfassung und Ergebnis 50 Literaturverzeichnis 54 Verordnungsverzeichnis/Quellenverzeichnis 56 Anhang 60 12 Einleitung Das Gutachten prüft die rechtlichen Voraussetzungen für eine Verbringung von Hunden aus einem Land der Europäischen Union (EU) nach Deutschland.1 Zentral stellen sich folgende Fragen: - unter welchen Voraussetzungen ist ein innergemeinschaftliches Verbringen von Hunden von einem EU-Land nach Deutschland rechtmäßig? - wann erfolgt eine Verbringung von Hunden zu Handelszwecken; wann erfolgt eine Verbringung von Hunden nicht zu Handelszwecken? - wann handelt es sich um einen nicht gewerblichen Tiertransport, wann um einen gewerblichen Tiertransport i. S. d. Tierschutzgesetzes (TierSchG)? Diese zentralen Fragen des Gutachtens verlangen eine Betrachtung, ob und ggf. inwieweit zwischen der Anwendung der Vorschriften für das innergemeinschaftliche Verbringen und einer Erlaubnispflichtigkeit i. S. d. 11 TierSchG ein Zusammenhang besteht. Besonders aufgrund der neu erlassenen EG-Verordnung Nr. 388/20102, die im Falle des innergemeinschaftlichen Verbringens von fünf oder mehr Tieren vorschreibt, dass die Voraussetzungen über das Verbringen von Tieren zu Handelszwecken Anwendung finden, haben diese Fragen eine erhebliche Wichtigkeit erlangt. Denn unter der neu erlassenen EG-Verordnung Nr. 388/20103 behaupten seit 2010 verschiedene Behörden, dass ein erlaubnispflichtiger, gewerblicher Handel nach 11 Abs.1 Ziffer 3 TierSchG vorliege, wenn Tierschutzorganisationen oder Private 1 Wie dann eine Vermittlung in Deutschland erfolgt, ist nicht Gegenstand des Gutachtens. 2 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 3 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 23 Tiere auch zu Nichthandelszwecken grenzüberschreitend verbringen, insbesondere wenn sie mehr als fünf Tiere verbringen oder dies mehrfach tun. Unter dieser Auffassung verlangen immer mehr Veterinärbehörden von immer mehr Tierheimen und Tierschutzvereinen, dass diese eine Genehmigung für den gewerblichen Handel mit Tieren nach 11 Abs.1 Ziffer 3 TierSchG beantragen.4 Grundsätzlich haben die gemeinschaftsrechtlichen Regelungen zum Ziel, den Seuchenschutz einzuhalten und die Verbreitung von Seuchen durch die freie Einfuhr von Tieren zu verhindern. Weiter dienen die Regelungen dazu, einen Handel mit Tieren in betrügerischer Absicht, der also nur unter dem Deckmantel des Tierschutzes erfolgt, zu verhindern.5 Die Prüfung der vorgenannten Inhalte erfolgt im Gutachten wie folgt: Nach einer allgemeinen Einführung in die Rechtsquellenlehre erfolgt ein Überblick über die hier maßgeblichen europäischen und nationalen Rechtsquellen und relevanten Rechtsgrundsätze. Danach werden die Voraussetzungen für einen Transport von Hunden innerhalb der EU nach Deutschland aufgezeigt. Dabei besteht eine Verzahnung der europäischen und nationalen Quellen, die in ihrer Gesamtheit die Voraussetzungen für das Verbringen von Hunden nach Deutschland regeln. Dafür werden zuerst die grundsätzlichen Voraussetzungen für das Verbringen von Hunden über die innergemeinschaftlichen Grenzen erarbeitet. Maßgeblich ist dafür das internationale Recht. Es werden die Voraussetzungen für eine Erlaubnis nach 11 Abs.1 Ziffer 1 TierSchG für das Betreiben eines Tierheims und/oder einer tierheimähnlichen Einrichtung dargestellt. 4 Der Verfasser ist als Anwalt spezialisiert im Tierschutzrecht tätig. Seit Anfang 2010 vertritt der Unterzeichner eine Vielzahl von Mandanten, die mit dieser Problematik durch die jeweiligen Veterinärbehörden konfrontiert sind. 5 Vgl. dazu auch Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 34 Demgegenüber werden danach die Voraussetzungen für einen gewerblichen Handel mit Wirbeltieren nach 11 Abs.1 Ziffer 3 b) TierSchG aufgezeigt. Nach der Darstellung sämtlicher Voraussetzungen erfolgt eine Prüfung, ob ein gewerbsmäßiger Handel im Sinne des deutschen Rechts vorliegen kann, besonders wenn mehr als fünf Tiere über die Grenze verbracht werden und damit die Vorschriften für das Verbringen zu Handelszwecken anwendbar sind. Es erfolgt dann eine kurze beispielhafte Darstellung für Transporte aus einem Drittland nach Deutschland. Zuletzt erfolgt eine Zusammenfassung und die Darstellung des Ergebnisses. A. Rechtsquellen für das Verbringen von Tieren über Ländergrenzen Rechtsquellen sind geschriebene Rechtsquellen6, Gewohnheitsrecht7 und allgemeine Rechtsgrundsätze8. Im Vordergrund stehen dabei die geschriebenen Rechtsquellen, auf welche die nachfolgende Darstellung begrenzt bleibt. Für das Verbringen von Tieren innerhalb der Europäischen Union existieren verschiedene internationale und nationale Rechtsquellen. Vorliegend maßgebliche internationale Rechtsquellen sind das EU-Recht und ein Abkommen des Europarates.9 Das geschriebene Recht der EU unterteilt sich in das Primär- und das Sekundärrecht. Zum Primärrecht gehören die Gründungsvertrage der Gemeinschaften, sowie das Gewohnheitsrecht und allgemeine Rechtsgrundsätze. Sekundärrecht ist das von den Gemeinschaftsorganen erlassene Recht. Nach Art. 288 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) sind Verordnungen, Richtlinien, Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen Formen des Sekundärrechts. Verordnungen sind gemäß Art. 288 Abs.2 AEUV unmittelbar und in vollem Umfang verbindlich, ohne dass es eines besonderen Umsetzungsaktes bedarf. Richtlinien sind nur hinsichtlich des Ziels verbindlich. Sie richten sich nur an die Mitgliedsstaaten und entfalten keine unmittelbare Geltung, vgl. Art. 288 Abs.3 AEUV. Richtlinien bedürfen einer Umsetzung durch die einzelnen Mitgliedsstaaten in nationales Recht, um unmittelbare Geltung zu entfalten. Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen sind hier nicht relevant. 6 Vgl. dazu z.b., Creifelds, Rechtswörterbuch, Begriffe: Rechtsquellen; Recht. 7 Vgl. dazu z.b., Creifelds, Rechtswörterbuch, Begriffe: Rechtsquellen; Recht: Gewohnheitsrecht entsteht durch die längerfristige von Rechtsüberzeugung getragene Ausübung, ist also kein geschriebenes Recht. Vgl. Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4, Rn Vgl. dazu z.b., Creifelds, Rechtswörterbuch, Begriff: Allgemeine Rechtsgrundsätze. 9 Ein Abkommen des Europarates ist ein völkerrechtliches Abkommen. 45 Das nationale geschriebene Recht gliedert sich unter dem Grundgesetz10 in Bundesund Landesrecht. Auf Bundes- und Landesebene bestehen formelle Gesetze11, Verordnungen12 und Satzungen. Verwaltungsvorschriften sind keine Rechtsnormen.13 Im Verhältnis Europarecht zum nationalen Recht geht die überwiegende Meinung von einem Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts aus.14 I. Internationale Rechtsquellen Auf internationaler Ebene sind in der EU Verordnungen und Richtlinien normiert, die das innergemeinschaftliche Verbringen von Tieren - auch das aus Drittländern - regeln. Weiter besteht ein Abkommen des Europarates. 1. Verordnung (EG) Nr. 998/ Die Verordnung (EG) Nr. 998/ regelt die Veterinärbedingungen zur Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG17. Die Verordnung hat die Gesundheit der Bevölkerung und die Tiergesundheit zum Ziel, insbesondere den Schutz vor Tollwutverbreitung Das Grundgesetz enthält die Grundwerte und Grundlagen allen staatlichen Verhaltens. 11 Ein formelles Gesetz liegt vor, wenn es in einem verfassungsrechtlich vorgegebenen Gesetzgebungsverfahren und von der Legislative erlassen worden ist. 12 Rechtsverordnungen werden von der Exekutive erlassen, bedürfen jedoch gemäß Art. 80 Abs.1 des Grundgesetzes (GG) einer Ermächtigungsnorm durch die Legislative. 13 Es handelt sich dabei um sog. verwaltungsinterne Regelungen ohne Außenwirkung, die für den Bürger unmittelbar keine Geltung entfalten. Verwaltungsvorschriften dienen oft der Konkretisierung oder Auslegung von Rechtsnormen. 14 Vgl. BVerfG in NJW 2001, Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 16 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 17 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG entsprechen. 18 Verordnung (EG) Nr. 998/2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates., S. 2 unter Gründe Ziff. (2). 56 Gemäß den in der Verordnung abgedruckten Erwägungen für den Erlass dieser Verordnung, soll sie der Harmonisierung der Veterinärbedingungen für den innergemeinschaftlichen Handel sowie dem Handel aus Drittländern auf Gemeinschaftsebene dienen.19 Erfolgt die Verbringung zu Handelszwecken von einem Mitgliedsstaat in einen anderen, ist zusätzlich die Richtlinie 92/65/EWG20 zu beachten. Dies gilt über die Verordnung (EG) Nr. 388/ auch für die Verbringung von Tieren zu Nichthandelszwecken, wenn die Anzahl der zu verbringenden Tiere fünf übersteigt. 2. Verordnung (EG) Nr. 388/ Die Verordnung (EG) Nr. 388/ zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/ dient der Regelung der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden. Die Erwägung zum Erlass der Verordnung (EG) Nr. 388/2010 ist das Erreichen einer Harmonisierung dahingehend, dass die Verordnung (EG) Nr. 998/200325, in der sich die Anforderungen an ein Verbringen dahingehend unterscheiden, ob die Heimtiere 19 Verordnung (EG) Nr. 998/2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates., S. 2 unter Gründe Ziff. (1). 20 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 21 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 22 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 23 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 24 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 25 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 67 innerhalb der Mitgliedsstaaten oder aber aus Drittländern verbracht werden, wenn die Zahl der Tiere fünf übersteigt, nicht mehr erfolgt. Denn die Verordnung (EG) Nr. 998/ normiert in Art. 12, dass Heimtiere den Anforderungen und Kontrollen der Richtlinie 92/65/EWG27 unterliegen, sofern sie aus bestimmten Drittländern eingeführt werden, wenn die Anzahl der Heimtiere fünf übersteigt. Die Verordnung (EG) Nr. 388/ regelt nun eine entsprechende Anwendung der Vorgaben der Richtlinie 92/65/EWG29 auch auf das innergemeinschaftliche Verbringen, wenn die Anzahl der Tiere fünf übersteigt, mithin die Voraussetzungen für das Verbringen zu Handelszwecken. 3. Richtlinie 92/65/EWG30 Die Richtlinie 92/65/EWG31 des Rates vom 13. Juli 1992 regelt die Verbringung und Einfuhr von Tieren zu Handelszwecken. 26 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 27 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 28 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 29 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 30 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 31 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 78 Die Richtlinie 92/65/EWG32 ist in das nationale Recht umgesetzt in der Binnenmarkt- Tierseuchenverordnung (BmTierSSchV)33. Die Binnenmarkt-Tierseuchenverordnung regelt die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie teilweise die Einfuhr in die Gemeinschaft. Insbesondere ist Art. 10 der Richtlinie 92/65/EWG34 zu beachten, der über die Binnenmarkt-Tierseuchenverordnung Anwendung findet, wenn Tiere zu Handelszwecken verbracht werden oder mehr als fünf Tiere verbracht werden.35 Art. 10 der Richtlinie gibt vor, welche Voraussetzungen zur Verhinderung von Tierseuchen beim Verbringen erfüllt werden müssen Verordnung (EG) Nr. 1/ Bei der Verordnung (EG) Nr.1/ handelt es sich um eine Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport. Diese regelt die Bedingungen für den Transport in Bezug auf den Tierschutz, die bei Transporten einzuhalten sind. Diese gilt seit dem Sie regelt nicht die Bedingungen für das Verbringen an sich, sondern das Wie. 32 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 33 Verordnung über das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr und Durchfuhr von Tieren und Waren, in der Fassung der Bekanntmachung vom 06. April 2005 (BGBl. I S. 997), die zuletzt Artikel 5 der Verordnung vom 14. Juli 2010 (BGBl. I S. 997) geändert worden ist. 34 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 35 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG., S. 6/7, Art Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG., S. 6/7, Art Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit 89 zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97. 910 Die Verordnung gilt gemäß Art.1 Abs.5 der Verordnung (EG) Nr.1/ nur für Transporte, die mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit zusammenhängen. Auf nationaler Ebene hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dazu von ihrer Ermächtigung zum Erlass von Verordnungen nach 2a u. a. Tierschutzgesetz Gebrauch gemacht und eine Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr.1/ des Rates die sog. Tierschutztransportverordnung erlassen. 5. Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren (EÜH)41 Bei dem Europäischen Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren vom handelt es sich um ein Abkommen des Europarats42, das am durch Zustimmungsgesetz verbindlich wurde.43 Das Abkommen normiert in Art. 1 rechtsverbindlich44 Begriffsdefinitionen, die für eine Auslegung der Begrifflichkeiten in diesem Gutachten von Bedeutung sind. Das Übereinkommen definiert unter anderem die Begriffe Handel, gewerbsmäßige Zucht und Haltung, Tierheimähnlichkeit 45 und Tierheim. 39 Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, S. 7, Art Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Europäisches Übereinkommen vom 13. November 1987 zum Schutz von Heimtieren, Zustimmungsgesetz als Gesetz zu dem Europäischen Übereinkommen vom 13. November 1987 zum Schutz von Heimtieren vom 01. Februar 1991 (BGBl. II S. 402). 42 Damit um eine völkerrechtliche Bestimmung. 43 Gesetz zu dem Europäischen Übereinkommen vom 13. November 1987 zum Schutz von Heimtieren vom 01. Februar 1991 (BGBl. II S. 402). 44 Denn das Bundesverwaltungsgericht wendet dieses Übereinkommen als verbindliche Auslegungsrichtlinie für die Auslegung des Begriffs der Tierheimähnlichkeit an. Da dieses Übereinkommen weiterhin gilt, muss es auch als Auslegungsrichtlinie für die weiteren auslegungsfähigen Begriffe herangezogen werden; Vgl. dazu Urteil des BVerwG vom , Az.: 7 C 9.08, Rn Urteil des BVerwG vom , Az.: 7 C 9.08, Rn11 II. Nationale Rechtsquellen Auf nationaler Ebene steht das Tierschutzgesetz als zentrale Rechtsquelle im Vordergrund. Darüber hinaus sind das Tierseuchengesetz, die Binnenmarkt- Tierschutzseuchenverordnung und die Tierschutztransportverordnung relevante Rechtsquellen. 1. Tierschutzgesetz (TierSchG) a) 11 ff TierSchG Der achte Abschnitt des Tierschutzgesetzes regelt in den 11 bis 11c TierSchG die Zucht, das Halten und den Handel mit Tieren. In 11 TierSchG ist grundsätzlich geregelt, wann eine Erlaubnis für einen Umgang mit Tieren erforderlich ist. Wer Tiere für andere in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung halten will, benötigt nach 11 Abs.1 Nr.2 TierSchG die Erlaubnis der zuständigen Behörde. Wer gewerbsmäßig mit Tieren handelt, benötigt nach 11 Abs.1 Nr.3b) TierSchG die Erlaubnis der zuständigen Behörde.46 b) 1 TierSchG Nach 1 TierSchG ist der Zweck desselben, für das Tier als Mitgeschöpf aus der Verantwortung des Menschen heraus dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen.47 Unter dieser Zweckbestimmung normiert das Tierschutzgesetz das Gebot der tierfreundlichen Auslegung. Bestehen bei einer Vorschrift des Tierschutzgesetzes oder einer Rechtsverordnung unterschiedliche Auslegungsmöglichkeiten, so ist 46 Die Voraussetzungen, wann eine Genehmigung im Sinne des 11 TierSchG erforderlich ist, werden im Einzelnen bei der Bewertung der Voraussetzungen für das Verbringen von Hunden nach Deutschland unter Abschnitt D IV und V aufgeführt. 47 Vgl. dazu auch Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG, 1, Rn12 diejenige zu wählen, die dem Schutz der Tiere am besten gerecht wird, ebenso verhält es sich bei Abwägungen oder Ermessenserwägungen.48 1 des Tierschutzgesetzes ist daher insbesondere auch bei der Frage heranzuziehen, wann ein gewerbsmäßiger Tierhandel besteht und damit, wann eine Erlaubnis nach 11 Abs. 1 Ziff. 3b) TierSchG erforderlich ist. c) Art. 20a Grundgesetz (GG) Seit 2002 ist in Art. 20a des Grundgesetzes die Staatszielbestimmung Tierschutz normiert. Das Staatsziel Tierschutz gibt verbindliche Leit- und Richtlinien für das gegenwärtige und zukünftige Handeln des Staates und seiner Organe vor.49 Auch die Exekutive ist daher verpflichtet, bei ihrem Verhalten grundsätzlich das Staatsziel Tierschutz anzuwenden und zu berücksichtigen. 2. Allgemeine Verwaltungsvorschriften zum Tierschutzgesetz (AVV) In Ergänzung zu den Normen des Tierschutzgesetzes stehen die Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes (AVV).50 Bei den AVV handelt es sich um Verwaltungsvorschriften und keine Rechtsnormen. Die AVV entfalten daher keine unmittelbare Wirkung für den Bürger. Sie sind Auslegungs- und Anwendungshilfe für die Behörde. 3. Tierseuchengesetz (TierSG) Nach 1 Abs.1 regelt das Tierseuchengesetz die Bekämpfung von Tierseuchen. 48 Vgl. Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG, 1, Rn Vgl. Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG, Art. 20a GG, Rn Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Tierschutzgesetzes vom 09. Februar13 Dazu enthält das Tierseuchengesetz in den 6 ff. spezielle Regelungen, die das innergemeinschaftliche Verbringen und die Ein- und Ausfuhr von Tieren regeln. Nach 6 TierSG ist das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Ein- und Ausfuhr seuchenkranker und -verdächtiger Tiere verboten. In 7 TierSG ist eine Verordnungsermächtigung verankert. Danach können weitere Regelungen über das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Ein- und die Ausfuhr von Tieren durch Rechtsverordnungen normiert werden. Nach 7 TierSG wurde die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung erlassen. Dort sind die Voraussetzungen für ein Verbringen unmittelbar geregelt.51 Weiter bestimmt das Tierseuchengesetz in den 74 ff Straf- und Bußgeldtatbestände für Verstöße gegen die rechtlichen Vorgaben über das innergemeinschaftliche Verbringen von Tieren. 4. Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung (BmTierSSchV)52 Die Verordnung über das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr und Durchfuhr von Tieren und Waren (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung - BmTierSSchV) dient zur Umsetzung verschiedener Richtlinien, insbesondere der Richtlinie 92/65/EWG53, die das innergemeinschaftliche Verbringen zu Handelszwecken zum Inhalt hat. Die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung ist die maßgebliche Grundlage für die Voraussetzungen des Verbringens von Tieren zu Handelszwecken und werden in diesem Gutachten besonders erläutert werden. 51 Verordnung über das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr und Durchfuhr von Tieren und Waren (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung - BmTierSSchV). 52 Verordnung über das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr und Durchfuhr von Tieren und Waren (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung - BmTierSSchV). 53 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 1314 5. Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV)54 Die (nationale) Tierschutztransportverordnung55 steht zur Durchführung und in Ergänzung zur (internationalen) Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport56. Die Tierschutztransportverordnung regelt den Transport von Tieren über Land auf Straßen und Schienen.57 Die Tierschutztransportverordnung findet, genau wie die ihr zugrunde liegende Verordnung (EG) Nr. 1/200558, nur für Transporte Anwendung, die mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit zusammenhängen. 1 Abs.2 TierSchTrV nimmt die Anwendbarkeit auf Tiere i. S. d. Art. 1 Abs.5 der Verordnung (EG) Nr. 1/ von ihrem Anwendungsbereich aus. Darunter fallen solche Transporte, die nicht in Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit durchgeführt werden. Nach dem Erwägungsgrund Nr. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1/ liegt ein kommerzielles Verbringen nicht nur beim unmittelbaren Austausch von Geld, Gütern oder Dienstleistungen vor, sondern auch dann wenn durch den Transport ein direkter 54 Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates (Tierschutztransportverordnung TierSchTrV) vom Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates (Tierschutztransportverordnung TierSchTrV) vom Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Für den Transport mit dem Flugzeug, also auf dem Luftweg, sind die Vorschriften der International Air Transport Association (IATA) zu beachten. Dort finden sich die Vorschriften für Lebendtiertransporte in Transportbehältern. Abrufbar unter: 58 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97. 1415 oder indirekter Gewinn entsteht. Daher ist die Tierschutztransportverordnung ausschließlich auf den gewerblichen Transport anzuwenden. 1 Abs.2 TierSchTrV normiert eine Anwendbarkeit der 7 und 8 auch für andere Transporte. Dabei handelt es sich um Pflichten des Absenders und die Regelungen zum Nachnahmeversand. Diese Vorschriften sind hier ohne Bedeutung. Nachfolgend werden die konkreten Voraussetzungen für einen Transport von Hunden nach Deutschland aus EU-Mitgliedsstaaten erläutert. Nach einer Begriffsbestimmung werden die Voraussetzungen für den privaten Heimtiertransport in ein anderes EU-Land und wieder zurück, dargestellt; also die Voraussetzungen für jegliches Verbringen zu Nichthandelszwecken. Dabei ist insbesondere zu prüfen, welche Vorgaben nunmehr aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 388/ gelten. Schließlich werden die Voraussetzungen für ein Verbringen zu Handelszwecken dargestellt. Verbringen bezeichnet die Beförderung eines Heimtieres zwischen den Mitgliedsstaaten und auch seine Einführung oder Wiedereinführung aus einem Drittland.62 Heimtiere sind Tiere der in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 genannten Arten, die ihre Eigentümer oder eine andere natürliche Person, die während der Verbringung im Auftrag des Eigentümers für die Tiere verantwortlich ist, begleiten und nicht dazu bestimmt sind, Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung zu sein.63 Hunde sind im Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 unter Teil A genannt und damit Heimtiere im Sinne der Verordnung über das Verbringen zu Nichthandelszwecken. 61 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 62 Verordnung (EG) Nr. 998/2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates., S.4, Art. 3 Ziff. c). 63 Verordnung (EG) Nr. 998/2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates., S. 4, Art. 3, Ziff. a). 1516 Handel im Sinne des Art. 2 Nr.3 der Richtlinie 90/425/EWG64 ist der Warenaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten im Sinne des Art. 9 Abs.2 des Vertrages. Gemeint ist damit der Vertrag über die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Unter Absatz 2 fällt der Verkehr von Waren. Diese zweckbegrenzte Begriffsbestimmung hilft nicht bei einer Abgrenzung zwischen Handelszwecken und Nichthandelszwecken. Ergiebiger ist die Definition des Begriffes Heimtiere in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 998/2003. Die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 gilt für das Verbringen zu Nichthandelszwecken. Denn Heimtiere im Sinne der Verordnung dürfen nicht Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung sein. Es kommt bei der Abgrenzung zwischen Handels- und Nichthandelszwecken also zumindest auch darauf an, ob der Hund Gegenstand eines Verkaufs oder Eigentumsübertragung sein soll. Im Umkehrschluss ist anzunehmen, dass ein Verbringen zu Handelszwecken dann vorliegt, wenn der Hund Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung sein soll. I. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu Nichthandelszwecken Vorherrschend regelt die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 die Voraussetzungen für ein Verbringen zu Nichthandelszwecken. Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 müssen die Hunde, die verbracht werden, gekennzeichnet sein. Eine solche Kennzeichnung liegt vor, wenn sie ein elektronisches Kennzeichen, einen sog. Transponder, tragen. 65 Weiter muss die Begleitperson als erforderliches Dokument einen Ausweis mitführen. Der Ausweis ist gemäß der Legaldefinition des Art. 3 Ziffer b) der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 ein Dokument, das eine eindeutige Kennzeichnung des Heimtiers erlaubt, in dem die Angaben enthalten sind, anhand derer sich ein 64 Richtlinie des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt (90/425/EWG). 65 Bis zum wurde auch eine Tätowierung akzeptiert, allerdings nicht in allen Mitgliedsstaaten. 1617 Status im Hinblick auf die vorliegende Verordnung nachprüfen lässt, und das gemäß Art. 17 Abs.2 der Verordnung erstellt wird. Art. 5 Abs.1 Ziffer b) der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 bestimmt, dass es sich um einen Ausweis handelt, der von einem, von der zuständigen Behörde ermächtigten, Tierarzt ausgestellt ist und aus dem hervorgeht, dass eine gültige Tollwutimpfung (ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung) des Tieres im Einklang mit den Empfehlungen des Herstellungslabors vorgenommen wurde.66 Nach Art. 17 Abs.2 der Verordnung soll ein Muster des Ausweises durch eine zusätzliche Regelung des Ausschusses festgelegt werden. Ein solcher Musterausweis, sog. Heimtierausweis, findet sich im Anhang der Entscheidung 2003/803/EG.67 Die Inhalte des Ausweises müssen ebenfalls den Regelungen des Mitgliedsstaates, also dem Bestimmungsland für das Verbringen, entsprechen. Aus Anlage 3 der Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung ergibt sich, dass dieser Musterausweis im Anhang der Entscheidung 2003/803/EG68 in Deutschland für das Verbringen zu Handelszwecken anerkannt ist. Da eine abweichende Vereinbarung nicht existiert, muss dieses Muster erst recht für ein Verbringen zu Nichthandelszwecken gelten. Für Einreisen in das Vereinigte Königreich, Malta, Irland, Schweden und Finnland gelten Sonderregelungen bezüglich der Impfung. Auch ist teilweise zusätzlich eine Behandlung gegen Zecken oder gegen Bandwürmer für die Einreise erforderlich.69 Welpen unter drei Monate dürfen gem. Art. 5 Abs.2 der Verordnung (EG) Nr. 998/ unter bestimmten Bedingungen ohne Impfung verbracht werden, sofern dies von dem jeweiligen Mitgliedsstaat gestattet ist. Dazu muss für die Welpen ein 66 Aus seuchenschutzrechtlichen Erwägungen benötigen die Hunde eine gültige Tollwutimpfung. 67 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. Der Musterausweis ist im Quellenverzeichnis dieses Gutachten als Anlage 1 angeführt. 68 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. 69 Dies ist jeweils auf nationaler Ebene geregelt. Die jeweiligen Rechtsquellen können hier nicht erarbeitet und dargestellt werden. 70 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 1718 Ausweis mitgeführt werden. Sie müssen seit ihrer Geburt an dem Ort gehalten werden, an dem sie geboren wurden, ohne mit wild lebenden Tieren in Kontakt gekommen zu sein, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein könnten. Alternativ können sie ungeimpft verbracht werden, wenn die Welpen von der Mutter begleitet werden, von der sie noch abhängig sind. Deutschland gestattet gem. 13 BmTierSSchV die Einreise von Welpen ohne Impfung unter den Voraussetzungen, die auch die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 vorsieht. Erforderlich ist insoweit eine schriftliche Erklärung des Verfügungsberechtigten, welche bestätigt, dass das Tier bisher ausschließlich an dem Ort seiner Geburt gehalten wurde und nicht mit wild lebenden Tieren in Berührung gekommen ist oder das Tier vom Muttertier begleitet wird. II. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu Nichthandelszwecken bei mehr als fünf Tieren Mit dem Erlass der neuen Verordnung (EG) Nr. 388/2010 hat der europäische Verordnungsgeber die Voraussetzungen für das Verbringen von Tieren zu Handelszwecken für anwendbar erklärt, wenn zwar eine Verbringung zu Nichthandelszwecken stattfindet, aber die Anzahl der zu verbringenden Tiere die Anzahl fünf übersteigt.71 In Art. 1 der Verordnung ist geregelt, dass die Anforderungen und Kontrollen gem. Art. 12 Abs.1b der Verordnung (EG) Nr. 998/ für die Verbringung von Heimtieren, der in Anhang I Teil A und B der genannten Verordnung aufgeführten Arten gelten, wenn die Gesamtzahl der Tiere, die aus einem anderen Mitgliedsstaat oder einen im Anhang II Teil B Abschnitt 2 der genannten Verordnung aufgeführten Drittland, fünf übersteigt. Die Mitgliedsstaaten haben alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass Heimtiere, die eingeführt werden, den Anforderungen und 71 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 72 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 1819 Kontrollen der Richtlinie 92/65/EWG73 unterliegen, wenn die Anzahl der zu verbringenden Tiere fünf übersteigt. Diese zusätzlichen Voraussetzungen werden im Folgenden dargestellt. III. Rechtliche Grundlagen für das innergemeinschaftliche Verbringen zu Handelszwecken Beim innergemeinschaftlichen Verbringen von Tieren zu Handelszwecken müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt werden. Wie bereits ausgeführt, liegt ein Verbringen zu Handelszwecken vor, wenn das Tier Gegenstand eines Verkaufs oder einer sonstigen Eigentumsübertragung sein soll. Dabei sind die Bedingungen des Art. 10 der Richtlinie des Rates 92/65/EWG74 einzuhalten. Art. 10 Abs.2 der Richtlinie 92/65/EWG75 gibt den Mitgliedsstaaten auf, Sorge dafür zu tragen, dass der Handel zwischen den Mitgliedsstaaten mit Hunden, den dort genannten Anforderungen entspricht. Die Verordnung (EG) Nr. 998/200376, die das Verbringen von Tieren zu Nichthandelszwecken regelt, ändert in Art. 22 die Richtlinie 92/65/EWG77 ab. Die Hunde müssen beim Verbringen den Anforderungen des Art. 5 der Verordnung (EG) Nr. 998/ genügen und der Heimtierausweis muss mitgeführt 73 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 74 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 75 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 76 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 77 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 78 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 1920 werden und sie müssen gekennzeichnet sein. Es müssen also auch hier zunächst die Anforderungen für ein Verbringen zu Nichthandelszwecken eingehalten werden. Die Richtlinie 92/65/EWG79 ist nicht direkt anwendbar. Eine Umsetzung ist als Bundesverordnung durch die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung (BmTierSSchV) erfolgt. Die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung unterscheidet zwischen genehmigungspflichtigem und genehmigungsfreiem Verbringen. Genehmigungsfreies Verbringen liegt nach 8 Abs.1 BmTierSSchV vor, wenn Tiere und Waren, den in Anlage 3 Spalte 1 genannten Arten oder Verwendungszwecke entsprechen, verbracht werden sollen. Hunde sind in der Anlage 3 Spalte 1 unter Ziffer 7 genannt. Das Verbringen von Hunden ist daher grundsätzlich genehmigungsfrei. Die Tiere oder Waren müssen nach 8 Abs.1 BmTierSSchV mit einer dort in der entsprechenden Spalte 2 genannten Bescheinigung begleitet werden. Danach müssen für Hunde der Heimtierausweis nach Muster des Anhangs der Entscheidung 2003/803/EG80 in der jeweils geltenden Fassung mit Bestätigung einer aufgrund einer mindestens 24 Stunden vor dem Versand durch den beauftragten Tierarzt erfolgten klinischen Untersuchung versehen werden, dass das Tier gesund, frei von sichtbaren Krankheitszeichen und transportfähig ist. Diese klinische Untersuchung der Hunde muss in Teil IX des Heimtierausweises dokumentiert werden.81 Nach 3 BmTierSSchV müssen Bescheinigungen im Original der zuständigen Behörde vorgelegt werden und in deutscher Sprache ausgeführt sein oder mit einer amtlich beglaubigten Übersetzung versehen sein. Die Bescheinigungen müssen aus einem Blatt oder aus einem mehrseitigen untrennbar zusammengefügten Dokument 79 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 80 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. 81 Vgl. Anlage 1 des Gutachtens. 2021 bestehen. Nach 3 Abs.2 BmTierSSchV dürfen Bescheinigungen nur ausgestellt werden, wenn alle vorgesehenen Anforderungen erfüllt sind. Soweit Muster oder Vordrucke vorgeschrieben sind und diese Alternativen vorsehen, muss das Vorliegen einer der Alternativen bescheinigt sein. Streichungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, z. B. wenn es sich um nicht zutreffende Alternativen handelt. Werden Hunde gewerbsmäßig innergemeinschaftlich verbracht, muss diese Tätigkeit gem. 4 BmTierSSchV vor Aufnahme der zuständigen Behörde angezeigt werden. Die zuständige Behörde erfasst den Betrieb dann in einem Register. Gemäß 5 BmTierSSchV hat derjenige, der Hunde innergemeinschaftlich verbringt, über die verbrachten Tiere Buch zu führen und Bescheinigungen aufzubewahren. Das Buch hat folgende Angaben zu enthalten: - Ort und Tag der Übernahme der Tiere; - Name und Anschrift des bisherigen Besitzers; - Tag der Abgabe der Tiere; - Namen und Anschrift des Erwerbers; - Art, Zahl und Kennzeichnung der Tiere und Bezug zu der Sendung begleitenden Bescheinigung. Die Bücher sind für die Dauer von mindestens 3 Jahren aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Die in der Binnenmarkt-Tierschutzseuchenverordnung in 6 geregelten Anforderungen an Transportmittel und behältnisse gelten nicht für den Transport von Hunden, da diese in der Anlage 2 der Verordnung in der entsprechenden Spalte nicht aufgeführt sind. Die Behörde kann nach 19 BmTierSSchV anordnen, dass der Empfänger von Tieren aus anderen Mitgliedsstaaten mindestens einen Werktag vorher anzeigt, dass er ein Tier verbringt, wenn dies zur Durchführung der Überwachung erforderlich ist. Weiter kann die Behörde nach 21 BmTierSSchV, wenn sie feststellt, dass die Tiere nicht den seuchenrechtlichen Vorschriften entsprechen, unter bestimmten Voraussetzungen die Rücksendung anordnen. Aus 13 Abs.5 BmTierSSchV ergibt sich, dass für ein Verbringen von Welpen dieselben Regelungen gelten, wie beim Verbringen zu Nichthandelszwecken.82 Nach 16 BmTierSSchV ist die Einfuhr nur über Zollstellen mit zugeordneten Grenzkontrollstellen zulässig, die vom zuständigen Ministerium im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sind. Darüber hinaus ergeben sich die Voraussetzungen für den Transport von Hunden aus der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport83 und aus der Tierschutztransportverordnung. Voraussetzungen für einen Transport sind, dass Hunde transportfähig sind. Es muss gewährleistet sein, dass ihnen unnötige Verletzungen und Leiden erspart bleiben.84 Welpen, die jünger als 8 Wochen sind, müssen vom Muttertier begleitet werden.85 Weiter müssen die Hunde während des Transports mindestens alle 24 Stunden gefüttert und mindestens alle 8 Stunden getränkt werden, wobei die schriftlichen Fütterungs- und Tränkanweisungen mitgeführt werden müssen.86 2122 Das Transportfahrzeug muss ebenfalls bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So muss gewährleistet sein, dass für die Tiere keine Verletzungsgefahren, Schutz vor Witterungseinflüssen, angemessene und ausreichende Frischluftzufuhr, angemessene Luftzirkulation und ausreichende Lichtquellen bestehen, sowie das 82 Vgl. dazu Punkt C II des Gutachtens. 83 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/ Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel I Nr Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel I Nr. 2f). 86 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel V Nr. 2.2 und Kapitel II Nr23 Transportfahrzeug leicht zu reinigen und zu desinfizieren ist. Die Tiere zur Kontrolle und zur Pflege zugänglich sind. Die Bodenfläche rutschfest ist und das ein Schutz vor Herausfallen und Entweichen der Tiere besteht.87 Weiter werden in Anhang I Kapitel II Nr.5 der Verordnung (EG) 1/2005 zusätzliche Anforderungen an die Beförderung in Transportboxen gestellt. Die Transportboxen müssen eine deutliche Beschriftung vorweisen, die erkennen lässt, dass die Boxen mit lebenden Tieren beladen sind. Die Transportbehälter sind aufrecht zu stellen. Weiter sollen ruckartige Stöße und Schüttelbewegungen vermieden werden.88 Bei geschlechtsreifen Tieren sind männliche und weibliche Hunde, allgemein aber auch Hunde mit beträchtlichen Größen- und Altersunterschieden, getrennt zu transportieren.89 Welche erforderlichen Dokumente mitzuführen sind, ergibt sich aus Art. 4, 6, 10 und 11 der Verordnung (EG) 1/2005. Fraglich ist, ob die Verordnung (EG) 1/2005 auch für den Fall anwendbar ist, dass mehr als fünf Tiere verbracht werden. Bei einem Transport nicht wirtschaftlicher Art ist dies nicht der Fall, da die Voraussetzungen für ein Verbringen zu Handelszwecken über die Verordnung (EG) Nr. 388/ nur im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit für anwendbar erklärt worden sind. Bestätigt wird diese Einschätzung durch die Erwägungsgründe für den Erlass der Verordnung (EG) Nr. 1/2005, da danach die Anwendung nicht auf Fälle beschränkt ist, in denen ein Austausch von Geld, Gütern oder Dienstleistungen erfolgt, sondern auch solche Fälle einschließt, in denen direkt oder indirekt ein Gewinn entsteht oder 87 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel II. 88 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel II Nr Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Anhang I, Kapitel III. 90 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 2324 angestrebt wird.91 Beides ist bei einem Transport nicht wirtschaftlicher Art aber gerade nicht der Fall. Als Zusammenfassung finden sich in der nachfolgenden Tabelle noch einmal die Voraussetzungen für die jeweilige Art des Verbringens. 91 Verordnung des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97, Erwägungsgründe Ziff. (12). 2425 92 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 93 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. 94 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 95 Verordnung (EU) Nr. 388/2010 der Kommission vom 06. Mai 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstzahl von Heimtieren bestimmter Arten, die zu anderen als Handelszwecken verbracht werden können. 96 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. 97 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 98 Verordnung über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates. 99 Entscheidung der Kommission vom 26. November 2003 zur Festlegung eines Musterausweises für die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen Mitgliedsstaaten. 100 Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG. 2526 IV. Erlaubnis nach 11 Abs.1 Nr.2 TierSchG 11 des Tierschutzgesetzes normiert verschiedene Formen einer Erlaubnispflicht für die Zucht, das Halten und den Handel mit Tieren. Eine Erlaubnis ist insbesondere erforderlich, wenn Hunde, die aus dem Ausland verbracht, zunächst in einer Einrichtung untergebracht, bevor sie vermittelt werden. Nach 11 Abs.1 Nr.2 TierSchG ist eine Erlaubnis der zuständigen Behörde erforderlich, wenn man Tiere für andere in einem Tierheim oder einer ähnlichen Einrichtung halten will. Der Antrag auf Erteilung der Erlaubnis muss die Art der betroffenen Tiere, die für die Tätigkeit verantwortlichen Personen und die Räume und Einrichtungen, die für die Tätigkeit bestimmt sind, enthalten. Dem Antrag sind weiter nach 11 Abs.1 S.3 TierSchG Nachweise über die Sachkunde der jeweiligen Personen beizufügen.101 Die Behörde muss aufgrund des Antrages in der Lage sein, die Erlaubnisvoraussetzungen sicher feststellen zu können Im Anhang des Gutachtens findet sich als Anlage 2 und 3 eine Aufstellung, der zur Antragstellung erforderlichen Angaben, welches dem Anhang der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Tierschutzgesetzes entnommen ist. 102 Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG, 11, Rn Mehr anzeigen
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 Art. 20
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 9
 Art. 4
 Art. 3
 Art. 17
 Art. 5
 Art. 17
 Art. 5
 Art. 1
 Art. 12
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 22
 Art. 5
 Art. 4
 Art. 1