Source: http://lohnsteuer.blogspot.de/2013/01/
Timestamp: 2018-04-23 07:52:35+00:00

Document:
Über Lohnsteuerberatung: Januar 2013
Der Bundestag ist am 17. Januar der Empfehlung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat vom 12. Dezember 2012 (17/11842) zum Gesetz zum Abbau der kalten Progression (17/8683, 17/9201, 17/9202) gefolgt und dessen Einigungsvorschlag angenommen.
Der Bundestag hatte das Gesetz, das eine steuerliche Entlastung mittlerer Einkommen in der Steuerprogression ("Mittelstandsbauch") vorsah, am 29. März 2012 beschlossen.
Die nun beschlossene Einigung sieht vor, dass der steuerliche Grundfreibetrag für das verfassungsrechtlich gebotene Existenzminium in zwei Schritten steigt.
Für das Jahr 2013 beträgt er 8.130 Euro, ab 2014 erhöht er sich auf 8.354 Euro.
Es bleibt jeweils beim Eingangssteuersatz von 14 Prozent.
Kein Konsens zu erzielen war im Vermittlungsausschuss über die im März 2012 vom Bundestag beschlossene prozentuale Anpassung des gesamten Tarifverlaufs, die den Effekt der kalten Progression (überproportionale Besteuerung von Einkommenszuwächsen) beschränken sollte.
Es bleibt also weiterhin dabei, dass Lohnerhöhungen, die die Inflation ausgleichen sollen, zu schleichenden Steuermehrbelastungen der Bürger führen können.
Eingestellt von uv web um 10:14 Keine Kommentare:
Ebenfalls gescheitert: Energetische Sanierung von Wohngebäuden
Der Bundestag hat am 17. Januar die Empfehlung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat vom 12. Dezember 2012 (17/11843) zum Gesetz zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden (17/6074, 17/6251, 17/6358, 17/6360) angenommen.
Der Bundestag hatte das Gesetz am 30. Juni 2011 beschlossen, der Bundesrat am 8. Juli 2011 jedoch seine Zustimmung versagt (17/6584).
Daraufhin hatte die Bundesregierung am 26. Oktober 2011 den Vermittlungsausschuss angerufen (17/7544).
Bund und Länder haben sich nach mehr als einjährigem Vermittlungsverfahren darauf geeinigt, sämtliche streitigen Teile zur steuerlichen Förderung aus dem Gesetz zu streichen, da eine Verständigung nicht möglich war.
Die von vielen Wohneigentümern erhoffte steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen kann daher nicht in Kraft treten.
Beschlossen wurde nun lediglich, eine Passage zum Energiewirtschaftsgesetz, die der Umsetzung der europäischen Elektrizitäts- und der Gasrichtlinie im Gesetz zu belassen. Sie stellt sicher, dass so genannte Entflechtungsmaßnahmen der Netzbetreiber, die aufgrund von EU-Vorgaben notwendig sind, von der Grunderwerbsteuer befreit werden.
Die Regelung war erst im parlamentarischen Verfahren im Bundestag an den ursprünglichen Gesetzentwurf zur Gebäudesanierung angefügt worden, hat mit dieser allerdings nicht zu tun. Das nun tatsächlich beschlossene Gesetz trägt den neuen Titel "Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes".
Eingestellt von uv web um 10:06 Keine Kommentare:
Jahressteuergesetz 2013 gescheitert:
In namentlicher Abstimmung hat der Bundestag am 17. Januar den Einigungsverschlag des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat vom 12. Dezember 2012 (17/11844) zum Jahressteuergesetz 2013 abgelehnt.
Der Bundestag hatte das Jahressteuergesetz 2013 (17/10000, 17/10604, 17/11190, 17/11191, 17/11220) am 25. Oktober 2012 beschlossen.
Am 23. November 2012 versagte der Bundesrat seine Zustimmung zum Gesetz (17/11633).
Daraufhin rief die Bundesregierung am 28. November den Vermittlungsausschuss an (17/11692).
Der umfangreiche Einigungsvorschlag beruhte nicht auf einem echten Kompromiss zwischen Bund und Ländern, sondern nur auf einem Mehrheitsentscheid des Vermittlungsausschusses.
Keinen Konsens gab es zum Vorschlag, homosexuelle Lebenspartnerschaften mit dem Ehegattensplitting steuerlich gleichzustellen.
Zahlreiche andere Änderungen eher technischer Steuervorschriften, die unter anderem der Entbürokratisierung und der Steuergerechtigkeit dienen, waren dagegen einvernehmlich zwischen Bund und Ländern ausgehandelt worden.
Da der Bundestag den Vorschlag nun insgesamt abgelehnt hat, werden weder die einvernehmlichen Teile des Jahressteuergesetzes noch die strittige steuerliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit dem Ehegattensplitting in Kraft treten.
Eingestellt von uv web um 10:01 Keine Kommentare:
Standort: Friedrichsfelde, Friedrichsfelde
Die gute Nachricht für 2013 zuerst!
Alle zahlen etwas weniger Steuern, weil der Grundfreibetrag steigt.
Zudem bleibt mehr für die Altersvorsorge und das Ehrenamt steuerfrei.
Denn der Grundfreibetrag für Steuerzahler muss steigen, damit das Existenzminimum steuerfrei bleibt.
Der Grundfreibetrag erhöht sich nach dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz von 8 004 auf 8 130 Euro und im Jahr 2014 um weitere 224 Euro.
Auch der Steuertarif soll angepasst werden, damit von Lohnerhöhungen mehr im Portmonee bleibt.
Auf geringere Freibeträge dagegen müssen sich Berufstätige einstellen, die 2013 in Rente gehen.
Schon länger ist klar, dass der steuerfreie Anteil jedes Jahr sinkt.
Mehr versteuern müssen auch junge Menschen, die den Bundesfreiwilligendienst oder freiwilligen Wehrdienst beginnen.
Das Finanzamt wird in 2013 mehr Beiträge für die Basisvorsorge im Alter anerkennen. Die Höchstbeiträge sollen von 20 000 auf 24 000 Euro im Jahr steigen. Für Ehepaare sind insgesamt 48 000 Euro drin. Davon zählen im neuen Jahr 76 Prozent, 2 Prozent mehr als 2012. Das sind maximal 18 240 Euro (Ehepaare 36 480 Euro) im Jahr. Damit bleibt von den gesetzlichen Rentenbeiträgen etwas mehr steuerfrei.
Beispiel: Ein Angestellter mit 5 000 Euro Bruttolohn im Monat kann nun 2 949 Euro im Jahr 2013 abziehen. Das bringt ihm 55 Euro mehr Steuerersparnis gegenüber 2012.
Eine wichtige Verbesserung gibt es für alle, die eine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits­versicherung abgeschlossen haben. Sie dürfen ihre Beiträge zusammen mit den anderen Basisbeiträgen fürs Alter geltend machen. Zudem können sie mehr steuerfrei in eine Rürup-Altersvorsorge bis zum neuen Höchstbeitrag von 24 000 Euro investieren. Hier müssen allerdings Arbeitnehmer den Renten­versicherungsbeitrag einberechnen.
Beispiel: Ein Alleinstehender mit 50 000 Euro Bruttolohn im Jahr kann bis zu 14 550 Euro Beiträge für die Rürup- und BU-Policen absetzen: 24 000 Euro Förderhöchstbetrag minus 18,9 Prozent Rentenbeitrag von 50 000 Euro. Als Sonderausgaben zählen 76 Prozent davon - das sind bis zu 11 058 Euro. Schöpft er das voll aus, zahlt er 2013 dafür 4 010 Euro weniger Steuern inklusive Soli.
Erste Wahl vor Rürup bleibt nach wie vor ein Riester-Vertrag.
Auch hier fördert der Staat mit Steuer­vorteilen und Zulagen.
Tipp: Rürup- und BU-Beiträge sind aber nur anerkannt, weil sich der Vertrag nicht vererben lässt. Auch darf das angesparte Kapital bei Rentenbeginn nicht in einer Summe ausgezahlt werden, sondern nur als lebenslange Rente.
Mehr für Trainer und im Ehrenamt
Im Jahr 2013 können ehrenamtliche Helfer in Vereinen und Organisationen 220 Euro mehr Entschädigung erhalten, ohne dafür Steuern zu zahlen - insgesamt 720 Euro im Jahr. Für Rettungssanitäter und ähnliche Ehren­amtler steigt die abgabenfreie Grenze um 300 Euro auf 2 400 Euro im Jahr, sodass Vereine die Beträge anpassen können.
Beispiel: Ein Trainer hat in diesem Jahr 12 x 175 Euro als Entschädigung bekommen und erhielt 12 x 75 Euro als Minijob vergütet. Der Verein sollte die Beträge für 2013 anpassen: 12 x 200 Euro als Entschädigung zahlen und 12 x 50 Euro als Minijob. Damit spart er für den Verein fast 100 Euro Abgaben im Jahr.
Privatversicherte sollten gut rechnen
Aufpassen müssen Berufstätige, die privat krankenversichert sind. Noch stärker als früher kann es von Nachteil sein, wenn sie sich einen Teil des Beitrags erstatten lassen und ihre Krankheitskosten selbst übernehmen. Denn dann können sie weniger Beiträge geltend machen.
Inzwischen erfasst das Finanz­amt die Erstattungen sehr genau, weil die Versicherer alles melden müssen.
Beispiel: Eine Privatversicherte zahlt 3 000 Euro für die Basisvorsorge in der Kranken- und Pflege­versicherung. Das bringt ihr bei 42 Prozent Grenzsteuersatz inklusive Soli 1 330 Euro Steuerersparnis. Reicht sie ihre Arztkosten von über 400 Euro bei ihrer Kasse nicht ein, erstattet die Kasse zwar 600 Euro Beitrag. Doch das lohnt sich für die Frau nicht: Im Gegenzug rechnet das Finanzamt die Erstattung an, sodass ihre Steuerlast um 266 Euro steigt. Die Arztkosten selbst bringen auch keine Steuerersparnis, weil ihr zumutbarer Eigenanteil 3 000 Euro beträgt.
Höherer Rentenanteil steuerpflichtig
Wer 2013 in Rente geht, muss einen höheren Anteil seiner Rente versteuern. Wenn keine weiteren Einkünfte dazukommen, bleiben diese Rentenbeträge im Monat steuerfrei:So viel Rente bleibt 2013 steuerfrei (Euro)
Steuerfrei fahren mit Elektroauto
Aufatmen können Fahrer, deren Auto vor dem 1. Juli 2009 erstmals zugelassen wurde. Ihnen droht vor­erst keine höhere Kfz-Steuer. Wie bisher wird nach Euro-Norm und Hubraum besteuert, weil die Ermitt­lung der CO2-Werte zu aufwendig ist. Steuerfrei fahren Elektroautos - neuerdings zehn Jahre lang statt nur fünf.
Erwarten Sie ein Kind, sollten Sie die Steuerklassen für das Elterngeld optimieren. Der Elternteil, der das Geld bekommen soll, sollte mindestens sieben Monate vor der Geburt die Steuerklasse III haben.
Sie können jetzt mehr steuerfrei in einen Rürup-Rentenvertrag und eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Der Rürup-Vertrag empfiehlt sich, wenn Sie demnächst in Rente gehen. Sie müssen bei Auszahlung weniger versteuern als Jüngere.
Bevor Sie sich Krankenkassenbeiträge erstatten lassen, sollten Sie mit einem Steuerprogramm prüfen, ob Ihre Steuerlast dadurch höher ist als der Vorteil durch die Erstattung. Denn Sie können dann weniger absetzen.
Der Grundfreibetrag steigt von 8 004 Euro im Jahr auf 8 130 Euro, 2014 auf 8 354 Euro. Erst wenn Ihre steuerpflichtigen Einkünfte den Grundfreibetrag über­steigen, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben.
Ehrenamt oder Übungsleiter
Für Übungsleiter in gemeinnützigen Vereinen oder Organisationen sind 2 400 Euro (bisher 2 100 Euro) im Jahr steuerfrei, für ehrenamtliche Helfer 720 Euro (bisher 500 Euro). Übersteigt Ihre Entschädigung den Freibetrag, sollten Sie das Geld an den Verein spenden. Mit dem Spendenbeleg können Sie die Spende als Sonderausgaben geltend machen.
Sie können sich wie Ehepaare gegenseitig Immobilien schenken, ohne dass sie Grunderwerbsteuer zahlen müssen. Das gilt rückwirkend ab August 2001 in allen noch offenen Fällen. Ob Sie auch den Splittingtarif wie Ehepaare bekommen, muss das Bundesverfassungsgericht noch entscheiden (Az. 2 BvR 909/06 und 2 BvR 288/07).
Minijobber dürfen statt 400 bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Sie sind jetzt automatisch rentenversichert. Midijobber mit reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen dürfen bis zu 850 Euro im Monat verdienen. Haben Sie als Midijobber bisher 450 Euro im Monat verdient, wird Ihr Einkommen 2013 sozialabgabefrei. Sie können in der Sozial­versicherungspflicht bleiben und dadurch Anspruch auf Erwerbs­minderungsrente und Rehaleistungen erwerben.
Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
Auch an Versicherer im EU-Ausland, Liechtenstein, Norwegen und Island geleistete Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zählen. Achtung! Boni wegen gesundheitsbewussten Verhaltens und Beitragserstattungen können Ihre Steuerlast erhöhen, weil Sie im Gegenzug weniger Beiträge abziehen können. Die Kassen müssen solche Erstattungen ans Finanzamt melden.
Wer einen schwerstpflegebedürftigen Angehörigen im EU-Ausland, Liechtenstein, Norwegen oder Island pflegt, kann 924 Euro Pflegepauschbetrag geltend machen. Alternativ können Sie stattdessen Ihre Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen abrechnen, müssen sich dann aber einen zumutbaren Eigenanteil anrechnen lassen.
Unterhalt für gesetzlich Unter­haltsberechtigte
Auch wenn Unterhaltsempfänger ein angemessenes Hausgrund­stück haben, kann der Zahler den Unterhalt steuerlich absetzen. Die bisherige Regel wird gesetzlich festgeschrieben. Ein Vermögen von 15 500 Euro ist ebenfalls erlaubt. Zusätzlich zum Unterhalt von bis zu 8 004 Euro im Jahr können Sie Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für den Unterstützten absetzen. Lebt er in Ihrem Haushalt, müssen Sie Ihre Ausgaben nicht mit Überweisungen belegen.
Steuererklärung 2013 für Ehepaare
Für Ehepaare ist neben der gemeinsamen Veranlagung nur noch die Einzelveranlagung möglich. Die besondere Veranlagung im Jahr der Heirat fällt ganz weg. Ist die Einzelveranlagung für Sie günstiger, sollte derjenige Ausgaben für Spenden und andere steuerlich anerkannte Posten bezahlen, bei dem sie sich steuerlich besser auswirken.
Die Gebühr für Steuerberater wird um rund 16 Prozent erhöht. Gebühren, die Sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen können, sollte der Berater separat ausweisen.
Elektroauto, Nutz- und Leichtfahrzeuge der Klassen N1 und L sind zehn (bisher fünf) Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Steuerbefreiung erhalten Sie auch, wenn Ihr Auto im Ausland zugelassen wurde.
Beiträge für gesetzliche Rentenversicherung, Versorgungswerke, Rürup-Verträge
Für die Basisvorsorge im Alter von maximal 24 000 Euro (Ehepaare 48 000 Euro) erkennt das Finanzamt 76 Prozent an, 2012 waren von höchstens 20 000 Euro (Ehepaare 40 000 Euro) 74 Prozent im Jahr anerkannt. Neuerdings können Sie auch Beiträge für eine separate Berufs­unfähigkeitsversicherung zusammen mit den anderen Basisbeiträgen für die Altersvorsorge geltend machen. Bedingung ist, dass eine lebenslange BU-Rente gezahlt wird.
Firmenrente, Direkt­versicherung, Pensionskasse, -fonds
2013 können Arbeitnehmer für eine Altersvorsorge über den Arbeitgeber ohne Steuern und Sozialabgaben bis zu 2 784 Euro (2012: 2 688 Euro) einzahlen. Bis zu diesen Beträgen können Sie von Ihrem Gehalt abgabenfrei in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Der Chef muss Ihnen hierfür eine Möglichkeit anbieten.
Bundesfreiwilligendienst (Bufdis) oder Freiwilliger Wehr­dienst
Bezüge für unentgeltliche Unterkunft und Verpflegung, besondere Zuwendungen und Wehrdienstzuschlag sind steuerpflichtig. Steuerfrei bleiben wie bisher schon das Taschengeld und der Wehrsold. Sie sollten Belege für Werbungskosten wie zum Beispiel für Fahrt­kosten sammeln. Denn Steuern werden erst dann fällig, wenn Ihre Einkünfte im Jahr den Grundfreibetrag übersteigen (siehe oben).
Die Umzugskostenpauschale steigt auf 687 Euro (Ehepaare 1 374 Euro), ab August 2013 auf 695 Euro (Ehepaare 1 390 Euro), für Mitziehende auf 303 Euro, ab August auf 306 Euro. Unterrichtskosten für Ihre Kinder können Sie bis zu 1 732 Euro geltend machen, ab August bis zu 1 752 Euro. Darüber hinaus zählen auch Kosten für Umzugsfirma und Wohnungssuche.
Arbeitnehmer, die einen Hybrid- oder Elektrowagen vom Chef auch privat nutzen, müssen 1 Prozent des Bruttolistenpreises abzüglich der höheren Kosten für die Batterie (maximal 10 000 Euro im Jahr) versteuern. Fahren Sie einen Gebrauchtwagen, sollten Sie Ihren Steuer­bescheid offenhalten. Es ist fraglich, ob der Listenpreis des Neuwagens gelten darf, wenn der Kaufpreis niedriger war (Bundes­finanzhof, Az. VI R 51/11).
Unternehmen müssen Rechnungen und Belege statt 10 Jahre nur 8 Jahre aufbewahren, ab 2015 nur noch 7 Jahre. Prüfen Sie rechtzeitig, welche Belege Sie aussortieren können.
Elterngeld für ab dem 1. Januar geborene Kinder
Für die Höhe des Elterngeldes ist in der Regel die Steuerklasse maßgeblich, die sieben Monate lang vor der Geburt des Kindes auf der Steuerkarte gestanden hat. Wechseln Sie rechtzeitig die Steuerklasse. Wer den Großteil der Elternzeit nehmen will, sollte die Klasse III oder zumindest die IV haben. Die Klasse III bringt das höchste Elterngeld.
Wer 2013 in Rente geht, erhält nur noch 34 Prozent der Rente steuerfrei. Ein höherer Prozentsatz bleibt steuerfrei, wenn Sie eine Hinterbliebenenrente oder eine Altersrente im Anschluss an eine Erwerbsminderungsrente erhalten. Dann zählt die Rente des Verstorbenen oder die vorherige eigene Rente mit.
Altersentlastungsbetrag für andere Einkünfte
Am 2. Januar 1948 bis 1. Januar 1949 Geborene erhalten nur noch 27,2 Prozent Altersentlastungsbetrag, maximal 1 292 Euro im Jahr. Sind Sie als Ehepartner beide mindestens 65, sollten Sie Ihre Nebeneinkünfte etwa aus Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen so verteilen, dass jeder den Altersentlastungsbetrag ausnutzt.
Von neuen Firmen-/Beamtenpensionen auf Steuerkarte sind nur noch 27,2 Prozent steuerfrei, maximal 2 040 Euro plus 612 Euro Zuschlag im Jahr. Erhalten Sie eine Pension als Hinterbliebener, gilt der steuerfreie Betrag des Verstorbenen, nicht der eigene Pensionsbeginn.
15 Jahre lang kostete der Standardbrief bis 20 Gramm 55 Cent Porto. Jetzt will die Deutsche Post drei Cent mehr. Maxibriefe bis 1000 Gramm kosten statt bisher 2,20 Euro künftig 2,40 Euro Porto. Weitere Änderungen gibt es betreffend Infopost, Bücher- und Warensendungen.
Praxisgebühr.
Ab Januar fällt die 10-Euro-Gebühr pro Quartal weg und wird sowohl beim Arzt als auch beim Zahnarzt nicht mehr erhoben. Auch der Facharztbesuch bedarf nun keiner Überweisung mehr.
Künftig zahlt jeder Haushalt 17,98 Euro pro Monat, egal ob er ein Rundfunkempfangsgerät besitzt oder nicht. Schwerbehinderte mit dem Zeichen "RF" im Ausweis zahlen einen ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro. Bezugsberechtigte von Sozialleistungen wie Bafög, ALG II oder Sozialhilfe können sich von der Zahlung befreien lassen.
Ab 1. August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Kann die Stadt keine Betreuung gewährleisten, haben die Eltern ein Recht auf Schadenersatz.
Eltern, die eine staatlich geförderte Betreuung nicht in Anspruch nehmen, sollen für Kinder bis drei Jahre auf Antrag ab 1. August monatlich 100 Euro bekommen - auch dann, wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Später soll die Summe auf 150 Euro aufgestockt werden.
Für Kinder, die ab dem 1. Januar geboren werden, gibt es weniger Elterngeld. Bei der Berechnung werden einheitlich 21 Prozent vom Bruttoverdienst abgezogen. Auf der Lohnsteuer eingetragene Freibeträge werden nicht mehr berücksichtigt. Bei der Berechnung des Elterngelds zählt künftig nur noch die Steuerklasse, die zwölf Monate vor Geburtsmonat überwiegt.
Die Unterhaltssätze gemäß Düsseldorfer Tabelle bleiben unverändert. Unterhaltspflichtige dürfen aber mehr von ihrem Geld behalten, real könnte der Unterhalt für Kinder somit sinken. Der Selbstbehalt beispielsweise für arbeitslose Unterhaltspflichtige beträgt statt 770 nun 800 Euro im Monat.
Jede Behandlung bedarf der vorhergehenden Einwilligung des Patienten. Sie haben nun gesetzlich das Recht, Einsicht in alle Behandlungsunterlagen zu nehmen. Vermutet der Patient einen Behandlungsfehler, kann er bei seiner Krankenkasse ein Gutachten fordern. Für sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) muss der Arzt einen schriftlichen Kostenvoranschlag unterbreiten, versäumt er das, muss der Patient nicht zahlen.
Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung wird von 1,95 auf 2,05 Prozent, für Kinderlose über 23 Jahre auf 2,3 Prozent angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 3937,50 Euro/Monat. Rentner müssen den kompletten Beitrag aus eigener Tasche finanzieren. Für private Pflegezusatzversicherungen gibt es einen staatlichen Zuschuss von 60 Euro im Jahr, wenn der Versicherungsnehmer jährlich mindestens 120 Euro an Beiträgen zur Pflegetagegeldversicherung einzahlt.
Die Grundsicherung im Alter und bei Arbeitslosigkeit wird monatlich um acht Euro erhöht, ein alleinstehender Erwachsener erhält künftig 382 Euro. Die Sätze für die anderen Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft werden anteilig erhöht.
Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt um 0,7 auf 18,9 Prozentpunkte. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 5800 Euro (West) bzw. 4900 Euro (Ost) im Monat.
Neue Ausweise im Scheckkartenformat können beim zuständigen Versorgungsamt beantragt werden und sollen auch in Englisch und in Blindenschrift beschrieben sein. Die alten Papier-Ausweise bleiben jedoch gültig.
Die Versicherungspflichtgrenze wird von 50 850 auf 52 200 Euro angehoben. Das Mindesteinkommen ist Voraussetzung für einen Wechsel zur Privaten Krankenversicherung.
In Form einer steuerlichen Förderung sind Aufwendungen zur Altersvorsorge als "Sonderausgaben" in Höhe von 24 000 Euro (gemeinsam veranlagte Ehegatten 48 000 Euro) absetzbar. Im Laufe des Jahres soll zudem eine Mindestrente eingeführt werden. Die staatlich geförderte Vorsorge mit Wohneigentum ("Wohnriestern") soll flexibler werden.
Statt der ortsüblichen Vergleichsmiete sollen künftig die tatsächlichen Mietkosten für Dienstwohnungen absetzbar sein, die Höchstgrenze soll bei 1000 Euro pro Monat liegen.
Arbeitgeber haben bis Jahresende Zeit, die relevanten Daten für das papierlose Verfahren namens "ELStAM" (Elektronische Lohnsteuer-Abzugs-Merkmale) an die Finanzämter zu melden. Arbeitnehmer müssen die Eintragungen kontrollieren und diverse Freibeträge für 2013 neu beantragen.
Berufsbedingte Umzüge können Alleinstehende pauschal mit 687 Euro, Verheiratete mit 1374 Euro absetzen. Ab 1. August erhöhen sich die Pauschalen auf 695 bzw. 1390 Euro.
Für die Steuererklärung 2012 können Ehepaare letztmalig statt der gemeinsamen die getrennte Veranlagung wählen. Die Option ist ab 2013 ersatzlos gestrichen. Paare können dann nur noch wie Singles eine Einzelveranlagung nach Grundtarif wählen. Der Splittingtarif für Verheiratete bleibt erhalten.
Ab dem 19. Januar ausgestellte Führerscheine gelten nur noch 15 Jahre und müssen danach gegen neue Dokumente eingetauscht werden. Alte Führerscheine sind bis 2033 von der Tauschpflicht befreit. Zudem kommt es zu einer Neuordnung der Führerscheinklassen.
Das Überschreiten der Parkdauer wird ab 1. April um jeweils fünf Euro teurer.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat die Förderung verlängert, allerdings gibt es auf Antrag für die Umrüstung nur noch einen Zuschuss von 260 Euro (bisher 330 Euro).
Die Bundesfinanzagentur wird keine Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Tagesanleihen mehr anbieten. Das Bundesfinanzministerium begründet die Abschaffung dieser Produkte mit Kosteneinsparungen.
Anleger müssen ihre Fonds künftig 24 Monate halten, bevor sie die Anteile wieder zurückgeben dürfen, erklärt der Bundesverband Investment und Asset Management BVI in Frankfurt am Main. Zudem muss der Anleger bereits zwölf Monate vor der beabsichtigten Rückgabe unwiderruflich erklären, dass er seine Anteile zurückgeben will. Allerdings gelten beide Fristen nur für Anteilsrückgaben von mehr als 30 000 Euro pro Kalenderhalbjahr.
Diverse Änderungen müssen noch vom Bundesrat und zum Teil noch vom Bundestag verabschiedet werden.
Das Jahr 2013 bringt zahlreiche Veränderungen für die Bürger.
Eine Auswahl der wichtigsten Neuerungen finden Sie in dieser Zusammenstellung.
Die Übungsleiterpauschale steigt auf 2400 Euro, die normale Ehrenamtler-Pauschale auf 720 Euro. Das Gesetz wird voraussichtlich im Frühjahr verabschiedet, soll aber rückwirkend ab 1. Januar gelten.
Nur wer über ein Jahreseinkommen von 8130 Euro (im Vorjahr 8004 Euro) liegt, muss Einkommensteuer zahlen.
Die Steuerberater.
Die Gebühren steigen gemäß der neuen Vergütungsverordnung um etwa 15 Prozent. Bei einem Jahreseinkommen von 50 000 Euro werden statt 365 demnach 385 Euro fällig. Für andere Steuerangelegenheiten kann eine Beratungsgebühr statt 65 nun rund 100 Euro betragen.
Die 400-Euro- werden zu 450-Euro-Jobs, Arbeitgeber zahlen weiterhin pauschal Steuern und Versicherungsbeiträge. Für Minijobs, die in diesem Jahr neu aufgenommen werden, müssen Arbeitnehmer 3,9 Prozent vom Verdienst an die Rentenversicherung zahlen, um ein Anrecht auf volle soziale Absicherung zu erwerben.
Kindesunterhalt. Die Unterhaltssätze gemäß Düsseldorfer Tabelle bleiben unverändert. Unterhaltspflichtige dürfen aber mehr von ihrem Geld behalten, real könnte der Unterhalt für Kinder somit sinken. Der Selbstbehalt beispielsweise für arbeitslose Unterhaltspflichtige beträgt statt 770 nun 800 Euro im Monat.
Patientenrechte.
Pflegebeiträge.
Regelbedarfssätze.
Versicherungswechsel.
Auf Strecken, die länger sind als 50 Kilometer, dürfen Busgesellschaften nun Linienverkehr parallel zu bestehenden Zugverbindungen anbieten. Mit der Liberalisierung des Deutschen Busmarktes wird eine günstige Alternative zur schnelleren Bahn erwartet.
Flensburger Punktekonto.
Das System wird stark vereinfacht. Es gibt weniger Punkte, der Führerschein kann aber auch schon bei acht Punkten entzogen werden. Die Speicherung von Straftaten im Flensburger Verkehrsregister wird statt fünf künftig zehn Jahre betragen. Der Abbau von gesammelten Punkten ist nicht mehr möglich.
Kraftstoffpreise.
Tankstellenbetreiber sollen künftig - also irgendwann - an die Markttransparenzstelle des Kartellamts melden, wenn sie ihre Preise für Benzin und Diesel ändern. Die Preise sollen dann in Echtzeit über Vergleichsportale im Internet abrufbar sein.
Alle Angaben sind unverbindlich, da die Gesetzgebung einem ständigen Wandel unterliegt und noch nicht alle Beschlüsse hierzu getroffen sind.
Eingestellt von uv web um 00:31 Keine Kommentare:
Minijobs sind bei vielen Arbeitnehmern beliebt, da hier keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind.
Was aber sind die Vorteile von Midijobs?
Grundsätzliches zu Midijobs
Das Einkommen bei einem Midijob liegt zwischen 450,01 und 850,00 Euro.
Sozialbeiträge bei Midijobs für Arbeitnehmer steigen langsam an (die so genannte Gleitzone), der Arbeitgeber hat bei Midijobs die normalen Sozialbeiträge zu zahlen.
Wird ein Midijob neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung von mehr als 850,00 Euro ausgeübt, gilt die Gleitzone nicht.
Bei einem Midijob ab 450,01€ erfolgt eine individuelle Besteuerung.
Vorteile eines Midijob
- Bei einem Midijob ist der Nebenjobber voll sozialversichert.
- Midijobber haben nach 12 Beschäftigungsmonaten bei einem Verlust ihrer Arbeit Anspruch auf Arbeitslosengeld I.
- Bei einem Midijob haben Arbeitnehmer im Krankheitsfall einen Anspruch auf Zahlung von Krankengeld.
- Bei Schwangerschaft erhalten Mütter mit einem Midijob Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse.
- Durch die Pflichtversicherung in der Gesetzlichen Rente, erhält man Ansprüche auf bestimmte Förderungen (z.B. Riester).
Ein Midijob kann sich auch für den Arbeitgeber rechnen.
Die Beiträge zu den Sozialversicherungen können geringer sein als bei einem Minijob!
Eingestellt von uv web um 12:15 Keine Kommentare:
Durch eine geänderte Formulierung werden Anwendungsprobleme vermieden
Durch das Jahressteuergesetz 2013 soll die Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens auch auf die Lieferung von Gas über das Gasleitungsnetz und von Elektrizität unter bestimmten Voraussetzungen ausgeweitet werden. Da die vom Bundestag verabschiedete Fassung zu erheblichen Problemen in der Anwendung insbesondere bei den Betreibern von Photovoltaikanlagen geführt hätte, soll die Regelung nach dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses anders formuliert werden und nur für die Lieferung von Energiehändlern an andere Energiehändler gelten.
In die Beschlussfassung des Bundestags vom 25.10.2012 zum Jahressteuergesetz 2013 (BT-Drucks. 17/11220) war auch die Ausweitung der Übertragung der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger (Reverse-Charge-Verfahren) im Zusammenhang mit der Lieferung von Gas über das Erdgasnetz und von Elektrizität mit aufgenommen worden.
Während das Reverse-Charge-Verfahren nach der bisher geltenden Regelung auf die Lieferung von Gas (über das Erdgasnetz), von Elektrizität, Wärme oder Kälte über entsprechende Wärme- oder Kältenetze durch ausländische Unternehmer beschränkt war, soll die Lieferung von Gas und Elektrizität künftig auch bei der Lieferung durch inländische Unternehmer unter das Reverse-Charge-Verfahren fallen (§ 13b Abs. 2 Nr. 5 Buchst. b UStG). In der am 25.10.2012 vom Bundestag verabschiedeten Fassung war die Übertragung der Steuerschuldnerschaft daran gebunden, dass der Leistungsempfänger ein Unternehmer ist, der selber solche Leistungen (also die Lieferung von Gas oder Elektrizität) ausführt (§ 13b Abs. 5 Satz 2 UStG).
Diese Sprachfassung hätte insbesondere bei den Betreibern von Photovoltaikanlagen zu erheblichen Schwierigkeiten geführt, da sowohl die Lieferung der Energie durch den Betreiber der Photovoltaikanlage wie auch der Rückkauf von Energie zur Übertragung der Steuerschuldnerschaft auf den jeweiligen Leistungsempfänger geführt hätte.
Jetzt soll sich die Übertragung der Steuerschuldnerschaft wie folgt ergeben:
Bei der Lieferung von Erdgas schuldet der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer, wenn er ein Unternehmer ist, der Lieferungen von Erdgas erbringt.
Bei der Lieferung von Elektrizität schuldet der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer, wenn sowohl der leistende Unternehmer als auch der Leistungsempfänger Wiederverkäufer von Elektrizität i. S. d. § 3g UStG sind.
Was ist ein Wiederverkäufer?
Das Gesetz definiert weder an dieser Stelle noch im § 3g UStG den Begriff des „Wiederverkäufers“ von Elektrizität. Offensichtlich wird mit dem Begriff des „Wiederverkäufers“ ein Unternehmer beschrieben, der Elektrizität nicht selber erzeugt, sondern die Elektrizität ankauft und verkauft (so auch die Definition in § 25a Abs. 1 Nr. 1 UStG zum Wiederverkäufer bei der Differenzbesteuerung).
Nur Energiehändler sind betroffen
Mit dieser neuen Formulierung wird erreicht, dass die Erzeuger von Elektrizität – weder beim Verkauf der erzeugten Elektrizität noch beim Rückkauf von Elektrizität – unter die Übertragung der Steuerschuldnerschaft nach § 13b Abs. 2 Nr. 5 Buchst. b UStG fallen. Damit unterliegen die Betreiber von Photovoltaikanlagen oder Windenergieanlagen nicht der Übertragung der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger, da diese Unternehmer nicht „Wiederverkäufer“ sind.
Die Steuerschuldnerschaft geht damit nur dann auf den Leistungsempfänger über, wenn die Lieferung von Gas (über das Leitungsnetz) oder von Elektrizität durch einen Energiehändler an einen anderen Energiehändler erfolgt.
Unabhängig der Verabschiedung der vom Vermittlungsausschuss vorgeschlagenen Änderungen durch den Bundestag, steht die Ausweitung der Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens unter dem Genehmigungsvorbehalt des EU-Ministerrats. Ein Antrag auf Genehmigung soll mittlerweile gestellt worden sein. Um eine notwendige Anpassung der Abrechnungsmodalitäten zu ermöglichen, soll die Neuregelung erst zu Beginn des 2. Monats in Kraft treten, der dem Tag der Veröffentlichung des Durchführungsbeschlusses des Rats der Europäischen Union zur Ermächtigung folgt.
Wenn die Regelung in Kraft getreten ist, hat dies nicht nur Auswirkungen auf den Steuerschuldner, auch die Abrechnungen müssen entsprechend dem Reverse-Charge-Verfahrens ausgestellt werden. In der Rechnung (oder Gutschrift) darf keine Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen werden und auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft muss mit den Worten „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ hingewiesen werden (§ 14a Abs. 5 UStG).
Eingestellt von uv web um 12:09 Keine Kommentare:
Die obersten Finanzbehörden der Länder haben beschlossen, Festsetzungen der Erbschaftsteuer vorläufig durchzuführen.
Steuerzahler brauchen daher nicht mehr Einspruch einzulegen, um den Steuerfall bis zu einer Entscheidung des BVerfG offen zu halten.
Eingestellt von uv web um 11:50 Keine Kommentare:
Steuerliche Entlastungsmöglichkeit für Eltern
Im Steuerrecht hat sich wieder viel getan.
Eltern von volljährigen Kindern können beispielsweise jetzt vielleicht Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag erhalten auch wenn Sie auf Grund hoher Einnahmen des Kindes bisher keinen Anspruch darauf hatten.
Seit 2012 können viel mehr Eltern die Kosten für die Betreuung Ihres Kindes steuerlich geltend machen.
Familienleistungsausgleich (Kindergeld/Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG, Übertragung der Freibeträge)
Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen
Außergewöhnliche Belastungen i. S. des § 33 EStG
Unterhaltsaufwendungen i.S. des § 33a Abs. 1 EStG
Freibetrag i. S. des § 33a Abs. 2 EStG
Übertragung des Körperbehinderten-Pauschbetrags i.S. des § 33b Abs. 5 EStG
Vorsorgeaufwendungen i.S. des § 10 Abs.1 Nr. 2 und 3 EStG
Vergünstigungen im Rahmen der Altersvorsorge nach § 10a EStG / Abschn. XI des EStG („Riester-
Rente“)
Eingestellt von uv web um 11:47 Keine Kommentare:
Eingestellt von uv web um 11:44 Keine Kommentare:
Die gesetzlichen Regelungen zur steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten wurden durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 umfassend geändert.
In einem aktuellen Anwendungsschreiben hat das Bundesfinanzministerium nun zu der ab dem Veranlagungszeitraum 2012 geltenden Neuregelung Stellung bezogen.
Nachfolgend werden wichtige Aspekte dargestellt. Eltern können Betreuungskosten für zum Haushalt gehörende Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, steuerlich geltend machen - aber nicht unbeschränkt, sondern nur zu zwei Dritteln und bis zu 4.000 EUR pro Kind und Jahr. Eine Altersunterscheidung findet ab dem Veranlagungszeitraum 2012 nicht mehr statt.
Darüber hinaus werden Aufwendungen für Kinder berücksichtigt, die wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Sofern die Behinderung vor dem Jahr 2007 eingetreten ist, wird auf das 27. Lebensjahr abgestellt.
Die Umstellung auf Sonderausgaben hat keine Auswirkungen auf außersteuerliche Normen. Dafür sorgt eine ergänzende Regelung, wonach die Begriffe „Einkünfte“, „Summe der Einkünfte“ und „Gesamtbetrag der Einkünfte“ für außersteuerliche Zwecke (z.B. Wohngeld) um die Kinderbetreuungskosten zu mindern sind.
Zu den berücksichtigungsfähigen Aufwendungen gehören Kosten für die behütende oder beaufsichtigende Betreuung, d.h. die persönliche Fürsorge für das Kind muss der Dienstleistung erkennbar zugrunde liegen.
Die Finanzverwaltung berücksichtigt demnach z.B. Aufwendungen für
- die Unterbringung in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen sowie bei Tagesmüttern,
- die Beschäftigung von Erzieher(inne)n und Kinderpfleger(inne)n und
- die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie ein Kind betreuen.
Nicht begünstigt sind Aufwendungen für Unterricht (z.B. Schulgeld, Nachhilfe-, Fremdsprachenunterricht), die Verpflegung, die Vermittlung besonderer Fähigkeiten (z.B. Computerkurse) und sportliche oder andere Freizeitbetätigungen.
Eine schätzungsweise Aufteilung ist nicht zulässig, wenn die Eltern Beiträge für die Nachmittagsbetreuung in der Schule, die nicht nur die Hausaufgabenbetreuung umfasst, entrichten. Hier wird ein steuerlicher Abzug der Aufwendungen nur dann anerkannt, wenn eine Aufschlüsselung der Beiträge vorliegt.
Wenn von den zusammenlebenden, nicht miteinander verheirateten Eltern nur ein Elternteil den Kinderbetreuungsvertrag (z.B. mit der Kindertagesstätte) abschließt und das Entgelt von seinem Konto zahlt, kann dieses weder vollständig noch anteilig dem anderen Elternteil zugerechnet werden
(BMF-Schreiben vom 14.3.2012, Az. IV C 4 - S 2221/07/0012 :012; BFH-Urteil vom 25.11.2010, Az. III R 79/09).
Eingestellt von uv web um 11:40 Keine Kommentare:
Eingestellt von uv web um 11:35 Keine Kommentare:
Eingestellt von uv web um 11:33 Keine Kommentare:
Ein vom Erblasser selbst genutztes Familienheim kann an den Ehegatten (oder an die Kinder bei einer Wohnfläche bis zu 200 qm) grundsätzlich erbschaftsteuerfrei vererbt werden.
Eine der Voraussetzungen ist, dass die Wohnung beim Erwerber unverzüglich zur Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken bestimmt ist.
Obwohl es sich bei der Auslegung dieser Voraussetzung stets um eine Einzelfallentscheidung handelt, hat die Oberfinanzdirektion Rheinland auf einige wichtige Punkte hingewiesen.
In der Wohnung muss sich der Mittelpunkt des familiären Lebens befinden.
Demzufolge ist die Steuerbefreiung nicht möglich, wenn die Wohnung nur als Ferien- oder Wochenendwohnung genutzt wird oder für einen Berufspendler nur die Zweitwohnung darstellt.
Eine fehlende Selbstnutzung ist nur bei wenigen Lebensumständen, die eine eigene Haushaltsführung unmöglich machen, unschädlich (z.B. Eintritt der Pflegebedürftigkeit).
Hinweis: Die Steuerfreistellung entfällt rückwirkend, wenn das Familienheim innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb nicht mehr selbst genutzt wird. Dies gilt indes nicht, wenn der Erbe aus zwingenden Gründen an einer Selbstnutzung gehindert ist
(OFD Rheinland, Kurzinfo Sonstige Besitz- und Verkehrsteuern 1/2012 vom 4.7.2012).
Eingestellt von uv web um 11:31 Keine Kommentare:
Die Aufwendungen für einen Sprachkurs können nur dann als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn sie objektiv mit dem Beruf zusammenhängen und subjektiv zu dessen Förderung getätigt wurden, entschied das FG Köln.
Im zugrunde liegenden Fall hatte der Kläger nur darauf hingewiesen, dass er einen Italienisch-Sprachkurs wegen einer internen Umstrukturierungsmaßnahme seines Arbeitgebers mit Blick auf einen aus diesem Grund bevorstehenden Wegfall seines Arbeitsplatzes sowie zur Verbesserung seiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt besucht habe. Zudem sei Italien seinerzeit groß im Kommen gewesen, hatte er erklärt.
Diese allgemein gehaltenen Ausführungen genügten dem FG Köln nicht, um den für einen Werbungskostenabzug erforderlichen konkreten Zusammenhang der Aufwendungen mit der Berufstätigkeit zu begründen
(FG Köln vom 30.5.2012, 7 K 2764/08 ).
Eingestellt von uv web um 11:28 Keine Kommentare:
Auch bei Leiharbeitnehmern ist der Verpflegungsmehraufwand auf den Zeitraum von drei Monaten begrenzt, entschied das FG Niedersachsen.
Faktisch unterscheide sich die Lage des klagenden Leiharbeiters im Hinblick auf die Verpflegungssituation am Arbeitsort damit nicht von der Lage der Steuerpflichtigen, die von ihrer Wohnung aus ihre regelmäßige Arbeitsstätte aufsuchen, und bei denen der Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen gesetzlich ausgeschlossen ist, erklärten die Richter
(Niedersächsisches FG vom 9.5.2012, 4 K 216/11 ; Az. der Revision VI R 41/12).
Eingestellt von uv web um 11:27 Keine Kommentare:

References: § 3
 § 3
 § 25
 § 13
 § 32
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33
 § 10
 § 10