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Timestamp: 2016-10-26 06:03:48+00:00

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8C_541/2012 (31.10.2013)
8C_541/2012 � � Urteil vom 31. Oktober 2013
Die 1954 geborene M.________ war als Raumpflegerin der X.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als sie am 29. Juni 2002 beim Fensterputzen von einem Schemel rutschte und sich am rechten Fuss verletzte. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach einem zun�chst befriedigenden Heilungsverlauf liess die Versicherte der SUVA am 21. Februar 2006 einen R�ckfall melden. Die SUVA anerkannte die R�ckfallkausalit�t und erbrachte erneut Leistungen. F�r die verbleibenden Folgen des Unfallereignisses sprach die Anstalt der Versicherten mit Verf�gung vom 21. November 2009 und Einspracheentscheid vom 17. Mai 2011 eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Einbusse von 15 % sowie ab 1. November 2009 eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 10 % zu.
Die von M.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 14. Mai 2012 ab.
Mit Beschwerde beantragt M.________, es sei ihr unter Anpassung der Verf�gung und Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von mindestens 32 % und eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Einbusse von mindestens 35 % zuzusprechen. Zudem sei die SUVA zu verpflichten, "die gesamte DAP-Sammlung offen zu legen". Gleichzeitig stellt die Versicherte ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
In Ihrer Eingabe vom 8. Oktober 2012 h�lt M.________ an ihren Antr�gen fest.
2.1.�Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Integrit�t, so hat er gem�ss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integrit�tsentsch�digung.
2.2.�Ist eine versicherte Person infolge des Unfalles mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie gem�ss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades wird gem�ss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidit�t und nach Durchf�hrung allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen k�nnte, wenn sie nicht invalid geworden w�re (sog. Valideneinkommen).
2.3.�F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung entweder Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitspl�tzen (DAP) der SUVA herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine h�here als die zugesprochene Invalidenrente und auf eine h�here als die zugesprochene Integrit�tsentsch�digung hat.
4.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst, Vorinstanz und Verwaltung h�tten zur Bemessung der Invalidit�t und des Integrit�tsschadens auf die Einsch�tzung des SUVA-Arztes Dr. med. G.________, FMH f�r Chirurgie, abgestellt und zu Unrecht kein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG eingeholt. Rechtsprechungsgem�ss besteht indessen nicht in jedem Fall Anspruch auf eine verwaltungsunabh�ngige Begutachtung. Auf die Berichte verwaltungsinterner medizinischer Fachpersonen kann dann abgestellt werden, wenn auch keine geringen Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit ihrer Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).
4.2.�Dr. med. G.________ sch�tzt den Integrit�tsschaden in seinem Bericht vom 26. Januar 2009 auf 15 %. Soweit ersichtlich, wurde diese Einsch�tzung von keiner medizinischen Fachperson angezweifelt. Somit bestehen auch keine geringen Zweifel an der Zuverl�ssigkeit der Sch�tzung; soweit die Integrit�tsentsch�digung betreffend, ist die Beschwerde ohne weiteres abzuweisen.
4.3.�Gem�ss Bericht des Dr. med. G.________ vom 26. Januar 2009 ist der Versicherten eine leichte wechselbelastende T�tigkeit, welche mehrheitlich sitzend durchf�hrbar ist, grunds�tzlich vollzeitlich bei zus�tzlichen Pausen von etwa 30 Minuten pro Tag zumutbar. Wie die Beschwerdef�hrerin zutreffend ausf�hrt, vertritt der behandelnde Arzt, Dr. med. R.________, FMH f�r Allgemeinmedizin, die Ansicht, die Versicherte sei auch in einer leidensangepassten T�tigkeit eingeschr�nkt. Da insbesondere auch bei l�ngerem Sitzen Schmerzen auftreten w�rden, k�nnte die Versicherte eine solche h�chstens zu einem Drittel ihrer bisherigen T�tigkeit aus�ben. Gem�ss Unfallmeldung war die Versicherte vor ihrem Unfall 16,39 Stunden pro Woche erwerbst�tig. Somit erg�be sich nach Dr. med. R.________ eine zumutbare T�tigkeit im Rahmen von lediglich knapp 5.5 Stunden pro Woche. Eine solche �ber 80%ige Arbeitsunf�higkeit einzig aufgrund des Umstandes, dass auch bei l�ngerem Sitzen Schmerzen auftreten, ist nicht nachvollziehbar. Somit verm�gen die Ausf�hrungen von Dr. med. R.________ auch keine geringen Zweifel an der Schl�ssigkeit der Einsch�tzung des Dr. med. G.________ zu begr�nden.
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht vor Bundesgericht erstmals geltend, das von der Beschwerdegegnerin auf Fr. 48'724.- festgesetzte Valideneinkommen sei zu tief bemessen. Streitgegenstand im vorliegenden wie im vorangegangenen kantonalen Verfahren ist die Invalidenrente; bei der H�he der beiden Vergleichseinkommen handelt es sich um Teilaspekte. Somit bildet die H�he des Valideneinkommens ein neues rechtliches Argument im Rahmen des Streitgegenstandes, welches entgegen den Ausf�hrungen der SUVA jedenfalls soweit zul�ssig ist, wie es sich auf aktenkundige Tatsachen st�tzt (vgl. auch BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366 f.).
5.2.�Die SUVA ging bei der Bemessung des Valideneinkommens aufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Versicherten von einem Stundenlohn von Fr. 22.55 aus. Diesen Ansatz multiplizierte sie mit der betriebs�blichen Arbeitszeit von 40 Stunden und den 52 Jahreswochen. Den daraus resultierenden Lohn von Fr. 46'904.- erh�hte sie unter dem Titel "13. Monatslohn" um 3.88 %.
5.3.�Entgegen den Vorbringen der Versicherten ist diese Vorgehensweise nicht zu beanstanden. Da der Jahreslohn aufgrund eines vollen Pensums w�hrend 52 Wochen ausgerechnet wurde, war auf die Ber�cksichtigung der Ferien- und Feiertagsentsch�digung zu verzichten. Dass unter dem Titel "13. Monatslohn" nicht ein Zuschlag von 8.33 % angerechnet wurde, beruht auf der ausdr�cklichen Angabe der Arbeitgeberin, sie h�tte lediglich einen Zuschlag von 3.88 % ausbezahlt. Somit sind Vorinstanz und Verwaltung zu Recht von einem Valideneinkommen von Fr. 48'724.- ausgegangen.
Vorinstanz und Verwaltung haben das Invalideneinkommen der Versicherten aufgrund von DAP-L�hnen bestimmt.
6.1.�Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tats�chlich existierender Arbeitspl�tze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittsl�hnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung vom Bundesamt f�r Statistik regelm�ssig erhoben werden (LSE). Neben allgemeinen Angaben und Verdienstm�glichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der k�rperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungspr�fung). Vor Schaffung der DAP hatte die SUVA die mutmasslichen Verdienstverh�ltnisse von Invaliden aus der j�hrlichen "Lohn- und Gehaltserhebung" des damaligen Bundesamtes f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA, heute SECO) abgeleitet, wobei das Eidgen�ssische Versicherungsgericht (heute: I. und II. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts) von den Zahlen der BIGA-Lohnstatistik je nach Beruf, Behinderung und weiteren allenfalls lohnwirksamen Faktoren des Einzelfalls Abz�ge zwischen 10-35 % vorzunehmen begann, da die Statistik keine entsprechenden Differenzierungen enthielt. In der seit 1994 durchgef�hrten LSE werden personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale zwar erfasst, konnten aber von den Rechtsanwendenden im Rahmen der Invalidit�tsbemessung nur schwer mit der erforderlichen statistischen Zuverl�ssigkeit auf den Einzelfall �bertragen werden; dies f�hrte in BGE 124 V 323 zur Weiterf�hrung der Praxis zum Abzug von den Tabellenl�hnen und in BGE 126 V 77 zu deren Pr�zisierung. Die SUVA entschloss sich deshalb 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie m�glich ermitteln zu k�nnen ( KLAUS KORRODI, SUVA-Tabellenl�hne zur Ermittlung des Invalideneinkommens, in: Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, 1999, S. 117-124; STEFAN A. DETTWILER, Suva "DAP"t nicht im Dunkeln - Invalidenlohnbemessung anhand konkreter Arbeitspl�tze [DAP], SZS 2006 S. 6-15).
6.2.�In BGE 129 V 472 wurden grunds�tzliche Einwendungen gegen die Festsetzung des Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Lohnangaben �berpr�ft. Vorab wurde festgestellt, dass ein ungeregeltes Nebeneinander der Invalidit�tsbemessung gest�tzt auf die DAP oder die LSE in dem Sinne, dass nach freiem Ermessen entweder die eine oder die andere Methode gew�hlt werden kann, nicht zu befriedigen vermag. Der einen Praxis grunds�tzlich den Vorrang einzur�umen, erschien beim damaligen Stand der Dinge schwierig, da beide Methoden je aus ihrer Entstehung und Eigenart heraus Vor- und Nachteile aufweisen. Im Urteil 8C_790/2009 vom 27. Juli 2010 E. 4.3 erachtete es das Bundesgericht als w�nschenswert, dass die SUVA einen Auszug aus der DAP-Datenbank zu den Akten nimmt, wenn sie das Invalideneinkommen aufgrund der LSE bestimmt, um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, sie stelle im Hinblick auf ein gew�nschtes Resultat auf die LSE und nicht auf die DAP-Profile ab ( RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 137).
6.3.�Gem�ss dem erw�hnten Grundsatzentscheid BGE 129 V 472 hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens f�nf zumutbare Arbeitspl�tze zu st�tzen. Zus�tzlich sind Angaben zu machen �ber die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitspl�tze, �ber den H�chst- und den Tiefstlohn sowie �ber den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die �berpr�fung des Auswahlermessens erm�glicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitspl�tze sowie des H�chst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverl�ssige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-L�hne hinsichtlich ihrer Repr�sentativit�t erlaubt. Das rechtliche Geh�r ist dadurch zu wahren, dass die SUVA die f�r die Invalidit�tsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erw�hnten zus�tzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu �ussern. Allf�llige Einwendungen der versicherten Person bez�glich des Auswahlermessens und der Repr�sentativit�t der DAP-Bl�tter im Einzelfall sind grunds�tzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die SUVA im Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die SUVA nicht in der Lage, im Einzelfall den erw�hnten Anforderungen zu gen�gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die SUVA hat diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidit�t aufgrund der LSE-L�hne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformit�t der DAP-Invalidit�tsbemessung zu pr�fen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zur�ckzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gest�tzt auf die LSE vorzunehmen (BGE 129 V 472 E. 4.7.2 S. 480 f.).
Die Beschwerdef�hrerin erhebt grunds�tzliche Einw�nde gegen die Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der DAP.
7.1.�Die DAP-Datenbank steht nur der SUVA, nicht aber den anderen zugelassenen Unfallversicherern im Sinne von Art. 58 UVG zur Verf�gung. Die Beschwerdef�hrerin erblickt darin eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung, zumal bei der Verwendung der DAP h�here Invalideneinkommen und damit tiefere Invalidit�tsgrade resultieren w�rden. Es trifft zu, dass die Invalidit�tsbemessung gest�tzt auf die DAP zu anderen Ergebnissen als eine solche auf Grundlage der LSE f�hren kann. Indessen kann nicht gesagt werden, die Verwendung der DAP f�hre bei korrekter Anwendung dieser Methode stets zu h�heren Invalideneinkommen (vgl. beispielsweise Urteil 8C_123/2013 vom 5. September 2013 E. 4.2.3). Der Vorteil der DAP-Methode besteht darin, dass dem konkreten Einzelfall besser Rechnung getragen werden kann als mit der LSE-Methode und sie daher dem Ziel n�herkommt, das Invalideneinkommen aufgrund der beruflich-erwerblichen Situation, in welcher die versicherte Person konkret steht, zu bestimmen. Als Vorteil kann auch gesehen werden, dass der Invalidenlohn allein anhand von L�hnen aus der Region der versicherten Person bestimmt wird und die L�hne auf dem tats�chlichen - und nicht auf dem ausgeglichenen - Arbeitsmarkt ausgerichtet werden. Dass die Methode lediglich bei Personen angewendet wird, welche bei der SUVA versichert sind - und auch bei diesen aufgrund ungen�gender Profile nicht in jedem Fall -, ist bedauerlich, stellt indessen kein Hindernis dar, sie nicht wenigstens in jenen F�llen zu benutzen, in denen dies m�glich ist.
7.2.�Was die R�ge anbetrifft, die DAP dokumentiere mehrheitlich Arbeitspl�tze in der Industrie und nicht im Dienstleistungsbereich, ist darauf hinzuweisen, dass in den F�llen der SUVA-Versicherten, bei denen die DAP-Methode zur Anwendung kommt, die Valideneinkommen (mehrheitlich) ebenfalls im Produktions- und nicht im Dienstleistungsbereich erzielt wurden (vgl. Art. 66 UVG). Soweit auch in SUVA-unterstellten Betrieben Dienstleistungen erbracht werden, ist davon auszugehen, dass auch diese L�hne in die DAP einfliessen.
7.3.�Weiter erblickt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots im Umstand, dass bei Anwendung der DAP-Methode - anders als bei Verwendung der LSE - keine Abz�ge im Sinne von BGE 126 V 75 E. 5b/cc S. 80 vorgenommen werden. Rechtsprechungsgem�ss sind indessen im Rahmen des DAP-Systems, bei welchem aufgrund der �rztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungst�tigkeiten ermittelt werden, Abz�ge grunds�tzlich nicht sachgerecht. Abz�ge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsm�ssige Reduktionen medizinisch begr�ndet sind. Im �brigen wird spezifischen Beeintr�chtigungen in der Leistungsf�higkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bez�glich der weiteren pers�nlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug f�hren k�nnen, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Bl�ttern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umst�nde R�cksicht genommen werden kann (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 482).
7.4.�Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, sie erleide als gesundheitlich angeschlagene Person wegen der mit der Invalidit�t verbundenen Risiken f�r einen Arbeitgeber jedenfalls eine Lohneinbusse, ist die Problematik nicht methodenspezifisch. Auch in der LSE werden tats�chlich erzielte Einkommen von zumeist nicht behinderten Personen erhoben. Soweit ersichtlich fehlt es bis anhin an Erhebungen �ber die L�hne gesundheitlich eingeschr�nkter Personen. Im Interesse einer noch genaueren Bestimmung von Invalideneinkommen w�ren derartige Untersuchungen zu begr�ssen (vgl. Susanne Leuzinger-Naef, Der Einkommensvergleich - R�ckblick und Ausblick, in: Ueli Kieser [Hrsg.], Validen- und Invalideneinkommen, St. Gallen 2013, S. 9 ff., 43 f.).
7.5.�Die Versicherte erachtet es im Weiteren nicht als einsichtig, weshalb bei der DAP-Methode - anders als bei der LSE-Methode (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 301, 135 V 58 E. 3.4.3 S. 61) - der Parallelit�t der Bemessungsfaktoren bei unterdurchschnittlichem Valideneinkommen keine Rechnung getragen werde. Diese R�ge ist unbegr�ndet. Bei einer korrekten Anwendung der DAP-Methode werden bei unterdurchschnittlichem Valideneinkommen in der Regel ebenfalls unterdurchschnittliche DAP-Bl�tter ausgew�hlt (vgl. Urteil 8C_744/2011 vom 25. April 2012 E. 7.1 m.H. auf die Urteile 8C_445/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 5.3.2 und 8C_413/2010 vom 26. August 2010 E. 7). Entsprechend wurde im vorliegenden Fall vorgegangen: So liegt der Durchschnitt der L�hne der ausgew�hlten DAP-Bl�tter unter jenem der Durchschnittsl�hne der grunds�tzlich in Frage kommenden Stellenprofile.
7.6.�Insofern die Beschwerdef�hrerin auf die ungen�gende statistische Aussagekraft von lediglich f�nf Stellenprofilen hinweist, ist ihr entgegenzuhalten, dass die DAP gerade keine solche Aussagekraft beansprucht. Vielmehr soll mit der DAP der Forderung der Rechtsprechung, die beiden Vergleichseinkommen seien so konkret wie m�glich zu bestimmen, Rechnung getragen werden (vgl. E. 7.1 hiervor).
7.7.�F�r die Bestimmung des der Invalidit�tsbemessung zugrunde zu legenden Invalideneinkommens ist das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Invalidit�tseintritt auf dem f�r sie in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen k�nnte, massgeblich. Auf die Verf�gbarkeit der zumutbaren Stellen auf dem konkreten Arbeitsmarkt kommt es nicht an (vgl. auch Urteil 8C_237/2011 vom 19. August 2011 E. 2.3). Somit ist nicht erheblich, ob die durch die DAP nachgewiesenen Stellen besetzt und damit auf dem tats�chlichen Arbeitsmarkt nicht erh�ltlich sind.
7.8.�Die Beschwerdef�hrerin erblickt im Abstellen auf die DAP zufolge fehlender Ver�ffentlichung der gesamten Sammlung eine Geh�rsverletzung und eine Verletzung von Treu und Glauben. In BGE 129 V 472 E. 4.2.2 wurde hiezu angef�hrt, dass das Recht auf Akteneinsicht und Aktenzugang auf jene Akten beschr�nkt ist, die Grundlage einer Entscheidung bilden. Es k�nne daraus keine Pflicht der Beh�rde zur umfassenden Ver�ffentlichung interner Dokumentationen abgeleitet werden. Um die Repr�sentativit�t im Einzelfall zu gew�hrleisten, gen�gt nach der Rechtsprechung der Nachweis von f�nf zumutbaren Arbeitspl�tzen. Die entsprechenden DAP-Bl�tter m�ssen aufgelegt werden, sodass in diesem Rahmen das rechtliche Geh�r gewahrt ist. Um die Repr�sentativit�t der im Einzelfall ausgew�hlten DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben �berpr�fen zu k�nnen, hat der Unfallversicherer zus�tzlich Angaben zu machen �ber die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitspl�tze, �ber den H�chst- und den Tiefstlohn sowie �ber den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe (sog. "Durchschnitt der Durchschnittsl�hne", vgl. DETTWILER, a.a.O., S. 11). Bez�glich der Gesamtheit aller den Abfragekriterien entsprechenden Arbeitsplatz-Profile besteht allerdings kein Einsichtsrecht. Da weder die versicherte Person noch die Gerichte auf die DAP-Datenbank Zugriff haben, wird in der j�ngeren Literatur als zweifelhaft erachtet, ob damit im Gerichtsverfahren unter dem Gesichtspunkt der Waffengleichheit ein faires Verfahren im Sinne von Art. 6 EMRK m�glich ist ( RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 136 mit Hinweis auf das Urteil des EGMR�
Yvon gegen Frankreich�vom 24. April 2003, 44962/09, betreffend den einer Verfahrenspartei vorbehaltenen Zugriff auf das Grundbuch; vgl. auch Deecke/H�gel, Bei der Suva "DAP"en Sie in die Falle!, HAVE 2012, S. 24 ff.). Indessen ist nicht erkennbar, welchen Vorteil die Versicherten aus der Kenntnis s�mtlicher dokumentierter Arbeitspl�tze gegen�ber der geltenden Rechtslage h�tten, denn das Auswahlermessen kann bereits anhand der Gesamtzahl sowie des H�chst-, Tiefst- und Durchschnittslohns der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden DAP-Bl�tter ausreichend �berpr�ft werden. Insbesondere sind die versicherte Person und die Rechtsmittelinstanz in der Lage zu beurteilen, ob die SUVA bei der Auswahl den pers�nlichen und beruflichen Merkmalen der Person (vgl. E. 7.3) und einem allf�lligen branchenun�blich tiefen Validenlohn (vgl. E. 7.5) angemessen Rechnung getragen hat. Die Frage des rechtlichen Geh�rs braucht aber nicht abschliessend beantwortet zu werden, da sich vorliegend gest�tzt auf die LSE ohnehin kein h�herer Invalidit�tsgrad als gest�tzt auf die DAP ergibt (E. 8).
Bemisst man den Invalidit�tsgrad der Beschwerdef�hrerin nach der LSE-Methode, so ergibt sich Folgendes:
8.1.�Wenn eine versicherte Person in derjenigen T�tigkeit, die sie als Gesunde ausgef�hrt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielte, weil ihre pers�nlichen Eigenschaften (namentlich fehlende Ausbildung oder Sprachkenntnisse, ausl�nderrechtlicher Status) die Erzielung eines Durchschnittslohnes verunm�glichten, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer gesundheitlichen Beeintr�chtigung belastet einen (anteilm�ssig) durchschnittlichen Lohn erzielen k�nnte (BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 301; 135 V 58 E. 3.4.3 S. 61). Diesem Umstand ist durch eine sogenannte Parallelisierung der Einkommen Rechnung zu tragen. Diese kann praxisgem�ss durch eine Herabsetzung des Invalideneinkommens erfolgen. Die Parallelisierung ist aber nur dann vorzunehmen, wenn der erzielte Verdienst deutlich unter dem branchen�blichen LSE-Tabellenlohn liegt. Die Erheblichkeitsschwelle liegt hiebei bei 5 %. Zudem ist nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung die Schwelle von 5 % �bersteigt (BGE 135 V 297 E. 6 S. 302 ff.).
8.2.�Die Beschwerdef�hrerin war vor Eintritt des Gesundheitsschadens zuletzt bei der X.________ AG als Raumpflegerin angestellt. Gem�ss Handelsregistereintrag bezweckt diese Gesellschaft die Herstellung und den Vertrieb von Kratzen und anderen der Spinnerei-Industrie dienenden Zubeh�r, Ger�ten und Einrichtungen aller Art. Somit war die Versicherte in der Branche "Maschinenbau" gem�ss der Lohnstrukturerhebung t�tig. Der entsprechende branchen�bliche Lohn betrug im Jahre 2008 Fr. 4'375.- pro Monat; umgerechnet auf ein �bliches Jahresarbeitspensum und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2009 entspricht dies einem Einkommen von Fr. 55'758.-. Das von der Vorinstanz auf Fr. 48'724.- bemessene Valideneinkommen ist somit um 12.62 % unterdurchschnittlich.
8.3.�F�r das Invalideneinkommen w�re vom Durchschnittseinkommen f�r Frauen im Anforderungsniveau 4 von Fr. 4'116.- (LSE 2008, Tabelle TA 1, Zeile "Total") auszugehen. Dieser Wert w�re auf ein Jahr hoch- und auf eine betriebs�bliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 5/2013, S. 94, Tabelle B 9.2) umzurechnen; das sich daraus ergebende Einkommen w�re sodann an die bis zum Jahr 2009 eingetretene Nominallohnentwicklung der Frauenl�hne anzupassen (Lohn 2010 x [2552 : 2499]). Wenn �berhaupt, so w�re vom Tabellenlohn h�chstens ein Abzug im Sinne von BGE 126 V 75 E. 5b/cc S. 80 in der H�he von 10 % vorzunehmen. Da die Versicherte 12.62 % (vgl. E. 8.2 hievor) unterdurchschnittlich verdiente, w�re zus�tzlich das Invalideneinkommen mittels eines Parallelisierungsabzuges von 7.62 % zu korrigieren. Somit erg�be sich ein Invalideneinkommen von Fr. 43'613.90 (Fr. 4'116.- x 12 x [41.6 : 40] x [2552 : 2499] x 90 % x 92.38 %).
8.4.�Dieses Invalideneinkommen von Fr. 43'613.90 liegt nur unwesentlich unter dem von Vorinstanz und Verwaltung mit der DAP-Methode ermittelten Wert von Fr. 44'081.80; vergleicht man ihn mit dem Valideneinkommen von Fr. 48'724.- resultiert eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 5'110.10, entsprechend 10.49 % des Valideneinkommens. Somit erg�be sich auch bei der Bemessung des Invalidit�tsgrades mit der LSE-Methode ein massgebender Invalidit�tsgrad von 10 %; die Beschwerde der Versicherten ist entsprechend abzuweisen.
9.1.�Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Aufgrund des Verfahrensausganges hat die Beschwerdef�hrerin die Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
9.2.�Dem Gesuch der Beschwerdef�hrerin um unentgeltliche Rechtspflege ist stattzugeben, da die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erf�llt sind (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.

References: Art. 24
 Art. 18
 Art. 16
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 58
 Art. 66
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 6
 BGE 
 Art. 64