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Timestamp: 2020-05-27 03:31:13+00:00

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BGH, 23.11.2000 - IX ZB 83/00 - dejure.org
https://dejure.org/2000,790
BGH, 23.11.2000 - IX ZB 83/00 (https://dejure.org/2000,790)
BGH, Entscheidung vom 23.11.2000 - IX ZB 83/00 (https://dejure.org/2000,790)
BGH, Entscheidung vom 23. November 2000 - IX ZB 83/00 (https://dejure.org/2000,790)
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Zum Vertrauen in das Büropersonal - erstmalige unrichtige und eigenmächtige Eintragung einer Rechtsmittelfrist im Fristenkalender
Rechtsmittelfrist - Eintragung in den Fristenkalender - Erfahrene Bürokraft - Verschulden - Erstmalige Eigenmächtigkeit - Fristgerechte Vorlage von Handakten
Fristenüberprüfung bei Wiedervorlage
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NJW 2001, 1578
MDR 2001, 530
VersR 2002, 211
BGH, 04.11.2003 - VI ZB 50/03
Anforderungen an die Organisation des Rechtsanwaltsbüros; Eintragung mündlich …
Die hierzu aufgestellten Grundsätze (etwa zum Vertrauen auf die Ausführung durch eine bisher zuverlässige Büroangestellte - vgl. BGH, Beschluß vom 18. Februar 1998 - VIII ZB 1/98 - NJW-RR 1998, 932) betrafen die Übermittlung eines Schriftsatzes an das Rechtsmittelgericht oder eine eigenmächtige Berechnung der Rechtsmittelfrist trotz anderweitigem Vermerk auf einem Handzettel (vgl. BGH, Beschluß vom 23. November 2000 - IX ZB 83/00 - VersR 2002, 211 f.).
Kommt es dennoch einmal zu einer Fehleintragung, beruht eine daraus resultierende Fristversäumnis nicht auf einem schuldhaften Handeln des Rechtsanwalts (BGH, Beschl. v. 23. November 2000 - IX ZB 83/00, NJW 2001, 1578, 1579).
dd) Ohne Erfolg verweist die Rechtsbeschwerde für ihre gegenteilige Ansicht auf den Beschluss des IX. Zivilsenats vom 23. November 2000 (IX ZB 83/00, VersR 2002, 211, 212).
Vertrauen eines Rechtsanwalts in seine bisher als zuverlässig einzustufende …
bb) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf der Rechtsanwalt jedenfalls grundsätzlich darauf vertrauen, dass eine Büroangestellte, die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, eine konkrete schriftliche Einzelanweisung befolgt, weshalb er im Allgemeinen nicht verpflichtet ist, sich anschließend über die Ausführung seiner Weisung zu vergewissern (BGH Beschlüsse vom 15. April 2008 - VI ZB 29/07 - juris Tz. 7 f.; vom 23. November 2000 - IX ZB 83/00 - NJW 2001, 1578, 1579).
Dem Anwalt ist es bei einer normalen und regelmäßigen Überwachung der Hilfspersonen dann nicht als Verschulden anzulasten, wenn diese entgegen seiner Weisung die Fristen unrichtig eintragen (vgl. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 23. November 2000, NJW 2001, S. 1578;… Beschluss vom 12. November 1969, VersR 1970, S. 87;… Beschluss vom 27. November 1964, VersR 1965, S. 188).
BGH, 30.10.2001 - VI ZB 43/01
Daraus folgt, daß ihr hier erstmals ein Versehen unterlaufen wäre (vgl. BGH, Beschluß vom 23. November 2000 - IX ZB 83/00 - NJW 2001, 1578 f.).
Von dieser eigenverantwortlich wahrzunehmenden Aufgabe kann sich der Anwalt selbst durch genaue Organisationsanweisungen nicht entlasten (…BGH 18. Dezember 1980 - III ZB 30/80 - aaO; 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 - VersR 1985, 269; 12. November 1986 - IVb ZB 119/86 - VersR 1987, 485; 17. Juni 1999 - IX ZB 32/99 - NJW 1999, 2680; 23. November 2000 - IX ZB 83/00 - NJW 2001, 1578).
OLG Stuttgart, 10.06.2014 - 4 U 77/14
Wiedereinsetzung: Prüfungspflicht des Anwalts hinsichtlich des Ablaufs der …
Eine solche Pflicht ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn dem Rechtsanwalt die Akte im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozesshandlung, insbesondere zur Bearbeitung vorgelegt wird und dieser eine fristgebundene Prozesshandlung vorzubereiten bzw. vorzunehmen hat (BGH NJW 1964, 106; BGH NJW 1976, 627, 628; BGH VersR 1985, 552; BGH VersR 1987, 463; BGH NJW 1992, 1632), mithin nicht nur dann, wenn er die Berufungsbegründung zu fertigen hat, sondern auch bei anderen fristgebundenen Prozesshandlungen wie der Einlegung der Berufung (BGH NJW 1964, 106;… BGH VersR 1974, 385 Rn. 9 in Juris; BGH NJW 2001, 1578, 1579; BGH NJW-RR 2005, 76, 77), des Einspruchs gegen ein Versäumnisurteil (BGH, Beschl. v. 14.10.1987, VIII ZB 16/87) oder der sofortigen Beschwerde (BGH VersR 1991, 119).
Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus der vom Kläger angeführten Entscheidung BGH NJW 2001, 1578.
Im Allgemeinen darf er darauf vertrauen, dass eine zuverlässige Büroangestellte auch mündliche Anweisungen richtig befolgt (st. Rspr., vgl. BGH, Beschl. v. 4. November 2003 - VI ZB 50/03, NJW 2004, 688, 689; v. 5. November 2002 - VI ZR 399/01, NJW 2003, 435, 436; v. 20. April 2000 - VII ZB 11/00, VersR 2001, 214; v. 23. November 2000 - IX ZB 83/00, NJW 2001, 1578, 1579).
BGH, 18.10.2004 - II ZB 30/03
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist wegen Einwurfs der Berufungsbegründung …
Eine Divergenz zu dem Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. November 2000 (IX ZB 83/00, BGHR ZPO § 233 Büropersonal 14) liegt bereits deshalb nicht vor, weil das Berufungsgericht keinen hiervon abweichenden Rechtssatz aufgestellt hat.
OLG München, 13.03.2006 - 34 Wx 2/06
Fristbeginn bei Wiedereinsetzung - anwaltliche Sorgfalt bei Einlegung eines …
OLG Oldenburg, 05.06.2012 - 12 U 42/12
Wiedereinsetzung: Eigenverantwortliche Nachprüfung des Fristablaufs und des …
OLG Frankfurt, 07.07.2004 - 1 U 103/04
OVG Niedersachsen, 25.08.2003 - 2 LA 52/02
Berufungszulassung; Fristenprüfung durch Rechtsanwalt; Wiedereinsetzung
OLG Köln, 20.04.2010 - 19 U 9/10
VG Oldenburg, 27.08.2003 - 6 A 977/01
Polizeibeamter; Schadensersatzanspruch; Zerstörung eines Handys

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 233