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Timestamp: 2019-11-13 04:18:47+00:00

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Sozialtarife der PKV: Synopse der STN, BTN und NTL Beiträge - KV-Fux
Sozialtarife der PKV: Synopse der STN, BTN und NTL Beiträge
Wenn man in schwierige Situationen kommt, bietet die Private Krankenversicherung (PKV) den Versicherten Sozialtarife an.
Für Rentner, deren PKV Vertrag vor dem 01.01.2009 (siehe Versicherungsbeginn in der Police vor dem 01.01.2009) abgeschlossen wurde, steht zum Beispiel der Standardtarif STN zur Verfügung, wenn die Altersversorgung oder Arbeitskraftsicherung nicht ausreichen, um die bisherigen PKV-Tarife fortzuführen.
So wird private Krankenversicherung im Alter bezahlbar
Für nach dem 31.12.2008 abgeschlossene Verträge, übernimmt der Basistarif BTN diese Funktion, der aber darüber hinaus noch anderen Personenkreisen Versicherungsschutz ermöglichen soll.
Bei einer wirtschaftlichen Notlage könnte es dazu kommen, dass Sie die Beiträge nicht bezahlen können. Die PKV kann Sie aber nicht mehr, so wie es vor dem 01.01.2009 der Fall war, kündigen, so dass Sie nicht mehr versichert sind. Seit dem 01.08.2013 gilt in diesem Fall der Notlagentarif NTL.
Rahmenbedingungen Standardtarif
STN – Standardtarif – ist ein Bisextarif , der allen Kunden zur Verfügung steht, die ihre PKV vor dem 01.01.2009 (Datum der Policierung) abgeschlossen haben. In die Unisexwelt ist der Standardtarif STN nicht überführt worden. Das führt zu der Problematik, dass man nach Ansicht der Mitgliedsunternehmen des PKV Verbandes nach einem Tarifwechsel von Bisex nach Unisex nicht mehr in den Standardtarif STN zurück wechseln kann. Hierzu gibt es auch andere Sichtweisen. Das Thema ist strittig und noch nicht gerichtlich entschieden.
Strittig ist auch, ob der Standardtarif STN einen Tarifwechsel nach § 204 VVG darstellt oder ein eigenständig erworbenes Recht an sich ist. Ist es ein Tarifwechsel, kann der Versicherer einen Risikozuschlag für Mehrleistungen verfügen. Eine Mehrleistung könnte der geringere Selbstbehalt sein. Ist es kein Tarifwechsel, dann wäre das unzulässig.
Die Umstellung in den Standardtarif (STN) ist kein Tarifwechsel im Sinne des § 204 VVG
Etwaige Erschwerungen aus dem vorherigen Tarif, wie ein versicherungsmedizinischer Zuschlag, werden in der gleichen prozentualen Höhe fortgeführt. Ein bestehender Leistungsausschluss wird für die Dauer der Versicherung im Standardtarif in einen Risikozuschlag umgewandelt.
Sicher ist: Wer seine Police vor dem 01.01.2009 gekauft hat, der hat Zugang zum Standardtarif – branchenintern gerne auch als die GKV der PKV bezeichnet.
Altersgrenzen und Vorversicherungsdauern:
Es sind bestimmte Altersgrenzen und Vorversicherungsdauern einzuhalten:
Mindestens 10 Jahre Vorversicherungsdauer und mindestens 65 Jahre alt oder mindestens 55 Jahre alt, wenn das gesamte Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung (2019: 4.537,50 Euro monatlich bzw. 54.450,00 Euro jährlich) nicht übersteigt
oder jünger als 55 Jahre alt und bereits eine Rente oder eine Pension aus gesundheitlichen Gründen oder als Hinterbliebenenversorgung bezogen wird oder beantragt ist und das gesamte Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung (2019: 4.537,50 Euro monatlich bzw. 54.450,00 Euro jährlich) nicht übersteigt.
Familienangehörige, die bei einer Versicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Anspruch auf Familienversicherung hätten, können unter den Voraussetzungen ebenfalls im Standardtarif versichert werden.
Zusatzversicherungen sind möglich, allerdings verliert man dann das Privileg, dass der Beitrag auf den Höchstbeitrag der GKV (2019: 662,48 Euro) gedeckelt wird.
Für Ehepartner gilt ein gemeinsamer Höchstbeitrag in Höhe von 150% des Höchstbeitrags der GKV (2019: 993,72 Euro).
Beiträge Standardtarif STN
Die hier abgebildeten Beiträge sind die Beiträge für das jeweilige erreichte Alter, in dem Sie den Standardtarif in Anspruch nehmen. Davon wird der Anrechnungsbetrag, also der monatliche Gegenwert der bis dahin gebildeten Alterungsrückstellung , abgezogen. Ihr Beitrag darf dann gemäß der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung nicht unter den Beitrag sinken, der für Ihr ursprüngliches Eintrittsalter gilt. Hierbei gilt aber, dass nur die Erwachseneneintrittsalter berücksichtigt werden.
Ist der Beitrag erreicht, wird die anzurechnende Alterungsrückstellung gekappt und in einer Restdeckungsrückstellung reserviert, aus der dann die zukünftigen Beitragsanpassungen solange limitiert werden, bis die Restdeckungsrückstellung verbraucht ist.
Zusätzlich gilt aber beim Standardtarif die Absenkung bis zum halben Beitrag für das jüngste Eintrittsalter eines Erwachsenen (21).
Aus diesem Grund sind langjährig PKV Versicherte, die aus hochwertigen Krankenversicherungstarifen in den Standardtarif wechseln, meist zu sehr günstigen Beiträgen auch im Vergleich zur GKV versichert.
Für Beamte gibt es den Standardtarif als STB mit 20%, 30% und 50%. Der Beitrag wird dann anteilig berechnet.
Beitragstabelle für den Standardtarif:
Beiträge Tarif STN (in Euro)
Alter STN Männer STN Frauen
Kinder 108,62 108,62
Jugendliche 114,06 145,10
21 Jahre 199,87 226,99
22 Jahre 205,72 233,21
23 Jahre 211,78 239,37
24 Jahre 218,02 245,45
25 Jahre 224,48 251,44
26 Jahre 231,11 257,31
27 Jahre 237,78 263,07
28 Jahre 244,47 268,71
29 Jahre 251,11 274,23
30 Jahre 257,62 279,64
31 Jahre 264,01 284,92
32 Jahre 270,33 290,11
33 Jahre 276,59 295,22
34 Jahre 282,84 300,28
35 Jahre 289,13 305,33
36 Jahre 295,52 310,39
37 Jahre 302,04 315,50
38 Jahre 308,73 320,68
39 Jahre 315,61 325,93
40 Jahre 322,70 331,26
41 Jahre 330,01 336,66
42 Jahre 337,55 342,13
43 Jahre 345,35 347,65
44 Jahre 353,40 353,22
45 Jahre 361,71 358,82
46 Jahre 370,29 364,45
47 Jahre 379,12 370,11
48 Jahre 388,18 375,79
49 Jahre 397,43 381,49
50 Jahre 406,85 387,21
51 Jahre 416,40 392,85
52 Jahre 426,08 398,53
53 Jahre 435,88 404,37
54 Jahre 445,78 410,26
55 Jahre 455,80 416,20
56 Jahre 465,94 422,19
57 Jahre 476,30 428,31
58 Jahre 486,86 434,58
59 Jahre 497,56 441,00
60 Jahre 508,31 447,58
61 Jahre 518,99 454,33
62 Jahre 529,51 461,27
63 Jahre 540,18 468,41
64 Jahre 551,01 475,67
65 Jahre 561,98 483,04
66 Jahre 573,08 490,54
67 Jahre 584,46 498,17
68 Jahre 595,95 505,93
69 Jahre 607,35 513,83
70 Jahre 618,54 521,88
71 Jahre 629,36 530,08
72 Jahre 639,66 538,44
73 Jahre 649,28 546,97
74 Jahre 658,16 555,69
75 Jahre 666,30 564,41
76 Jahre 673,83 573,23
77 Jahre 680,87 582,15
78 Jahre 687,45 590,94
79 Jahre 693,52 599,30
80 Jahre 698,92 606,89
81 Jahre 703,49 613,39
82 Jahre 707,22 618,64
83 Jahre 710,33 622,56
84 Jahre 713,30 625,22
85 Jahre 716,12 626,79
86 Jahre 718,70 627,52
87 Jahre 720,93 627,69
88 Jahre 722,68 627,69
89 Jahre 723,71 627,69
90 Jahre 723,71 627,69
91 Jahre 723,71 627,69
92 Jahre 723,72 627,69
93 Jahre 723,72 627,69
94 Jahre 723,72 627,69
95 Jahre 723,72 627,69
96 Jahre 723,72 627,69
97 Jahre 723,72 627,69
98 Jahre 723,72 627,69
99 Jahre 723,72 627,69
100 Jahre 723,72 627,69
101 Jahre 723,72 627,70
102 Jahre 723,72 627,70
Beiträge Tarif STB 100 (in Euro):
Beiträge für Beamte, je nach Restkostenstufe 50% und 30% des Beitrags
Alter STB100 Männer STB100 Frauen
Kinder 135,56 135,56
Jugendliche 130,39 173,19
21 Jahre 226,41 249,78
22 Jahre 231,26 254,08
23 Jahre 236,11 258,39
24 Jahre 240,86 262,56
25 Jahre 245,58 266,62
26 Jahre 250,05 270,36
27 Jahre 254,18 273,71
28 Jahre 257,92 276,62
29 Jahre 261,26 279,06
30 Jahre 264,22 281,03
31 Jahre 266,85 282,60
32 Jahre 269,26 283,86
33 Jahre 271,55 284,93
34 Jahre 273,86 285,94
35 Jahre 276,31 287,05
36 Jahre 279,01 288,37
37 Jahre 282,02 290,00
38 Jahre 285,39 292,00
39 Jahre 289,14 294,40
40 Jahre 293,26 297,19
41 Jahre 297,71 300,33
42 Jahre 302,43 303,77
43 Jahre 307,41 307,44
44 Jahre 312,61 311,26
45 Jahre 318,02 315,19
46 Jahre 323,59 319,22
47 Jahre 329,33 323,34
48 Jahre 335,22 327,55
49 Jahre 341,27 331,83
50 Jahre 347,48 336,20
51 Jahre 353,86 340,65
52 Jahre 360,40 345,19
53 Jahre 367,12 349,82
54 Jahre 374,02 354,55
55 Jahre 381,11 359,38
56 Jahre 388,39 364,31
57 Jahre 395,88 369,35
58 Jahre 403,59 374,52
59 Jahre 411,51 379,81
60 Jahre 419,66 385,23
61 Jahre 428,04 390,79
62 Jahre 436,66 396,49
63 Jahre 445,54 402,34
64 Jahre 454,68 408,35
65 Jahre 464,08 414,53
66 Jahre 473,77 420,89
67 Jahre 483,75 427,44
68 Jahre 493,56 433,98
69 Jahre 503,19 440,52
70 Jahre 512,63 447,05
71 Jahre 521,83 453,58
72 Jahre 531,11 460,11
73 Jahre 540,24 466,62
74 Jahre 549,22 473,12
75 Jahre 558,01 479,60
76 Jahre 566,58 486,07
77 Jahre 574,62 492,50
78 Jahre 582,45 498,88
79 Jahre 589,86 505,18
80 Jahre 596,73 511,40
81 Jahre 603,25 517,51
82 Jahre 609,58 523,77
83 Jahre 615,56 530,07
84 Jahre 621,03 536,45
85 Jahre 625,63 542,89
86 Jahre 629,03 549,41
87 Jahre 632,54 555,23
88 Jahre 636,19 560,68
89 Jahre 639,00 565,60
90 Jahre 641,80 570,30
91 Jahre 644,55 574,62
92 Jahre 647,19 579,08
93 Jahre 649,66 583,33
94 Jahre 651,91 587,22
95 Jahre 654,20 590,54
96 Jahre 656,28 592,96
97 Jahre 657,73 592,97
98 Jahre 658,87 592,97
99 Jahre 659,97 592,97
100 Jahre 661,00 592,97
101 Jahre 661,97 592,97
102 Jahre 662,85 592,97
Sie sind 65 (Geburtsjahr 1953) und waren bisher in hochwertigen Modultarifen der DKV versichert. Je nach Vorversicherungsdauer könnte Ihr Anrechnungsbetrag ca. 400 Euro monatlich betragen. Sie finden ihn bei der DKV auf den Anpassungsschreiben, bei anderen Versicherern ggf. auch. Ansonsten muss man den Anrechnungsbetrag anfragen.
Der Beitrag für den Tarif STN beträgt für einen 65-Jährigen 561,98 Euro (Zahlbeitrag für 65-Jährigen)
Der Zahlbeitrag (561,98 Euro minus 400 Euro Anrechnungsbetrag) beträgt 161,98 €
Sie zahlen somit im STN als 65-Jähriger einen Beitrag von 161,98 Euro im Monat.
Der Beitrag für den Tarif STN beträgt für einen 21-Jährigen 199,87 Euro
Der halbe Beitrag für das jüngste Erwachsenen-Eintrittsalter 21 beträgt demnach 99,94 Euro
Es findet keine Kappung statt.
Beachten Sie bei oben gezeigtem Beispiel, dass der Anrechnungsbetrag auf der Basis der Historie des tatsächlichen Vertragsverlaufs deutlich niedriger ausfallen kann:
Bei Frauen fällt er regelmäßig geringer aus, als bei Männern.
Lange Versicherungsdauern in Einsteiger-Grundschutztarifen oder besonders preiswerten Tarifen, führen auch zu geringeren Anrechnungsbeträgen.
Tarife mit hoher Selbstbeteiligung bilden oft einen geringeren Anrechnungsbetrag.
Kompakttarife bilden geringere Anrechnungsbeträge als Modultarife.
Faustformel: Je geringer der Tarifbeitrag – verursacht durch den Kauf von hohen SB oder Grundschutztarifen – je geringer der Anrechnungsbetrag auf den STN. Je höher fällt der Beitrag im STN aus.
Basistarif BTN
Für Beamte heißt der Basistarif (BTB) und für die klassischen PKV Versicherten (BTN).
Die Mindestvertragsdauer beträgt analog der GKV 18 Monate, außer bei den SB-Stufen.
Alle freiwillig versicherten Mitglieder der GKV, innerhalb von 6 Monaten nach dem Statuswechsel.
Nicht Versicherte mit Wohnsitz in Deutschland, außer Asylbewerber, Flüchtlinge und bestimmte Fälle des Sozialrechts.
Beamte, die einen die Beihilfe ergänzenden Versicherungsschutz benötigen.
Alle PKV Versicherten, die nach dem 31.12.2008 Ihr PKV abgeschlossen haben, also der neuen Welt der PKV (mit Übertragungswert) angehören. Sie können jederzeit in den Basistarif wechseln.
PKV-Versicherte, die sich vor dem 01.01.2009 privat krankenversichert haben, also der alten Welt der PKV zuzuordnen sind, wenn Sie
hilfebedürftig im Sinne des Sozialrechts (SGB II – Grundleistung für Arbeitssuchende und SGB XII Grundleistung als Sozialhilfe)
Der Umfang entspricht dem Umfang der GKV. Der Versicherungsnehmer ist Selbstzahler beim Arzt und Zahnarzt und erhält eine Rechnung gemäß Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ ) bzw. Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ ). Als Versicherter des Basistarifs wird an der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung teilgenommen.
Die Erstattungssätze sind abweichend von § 75 SGB V auf der Basis eines Vertrages zwischen dem PKV-Verband für seine Mitgliedsunternehmen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Ärzte GOÄ:
Persönliche Leistung 1,2-facher Satz, (1,8-Fach)
Technische Leistungen 1,0-facher Satz (1,38-Fach)
Laborleistungen 0,9-facher Satz (1,16-fach)
Für Zahnärzte gilt gemäß § 75 SGB V:
persönliche Leistung 2,0-facher Satz,
Fallpauschale nach Fallpauschalen-Gesetz und Fallpauschalen-Verordnung ggf. Tagessätze nach BPflV in Versorgungskrankenhäusern gemäß § 108 SGB V.
Basistarif für Beamte BTB
Es gibt den Basistarif in jeder erdenklichen beihilfekonformen prozentualen Absicherung. Dies gilt dann Analog auch für die Selbstbehaltsstufen.
Der Basistarif für Beamte heißt BTB mit dem jeweiligen Prozentsatz, bei 50% Beihilfe also BTB50.
Es gibt den Basistarif mit folgenden Selbstbehalten :
Die Mindestvertragslaufzeit bei Selbstbehaltsstufen ist analog zu den Wahltarifen 3 Jahre. Hat der SB-Tarif jedoch keinen Beitragsvorteil, so kann jederzeit in die Umstellung ohne Selbstbehalt verlangt werden.
Für Tarif BTB gilt z. B. bei einer Restkosten Absicherung in Höhe von z. B. 30%, also BTB30-300: 30% des Selbstbehaltes von 300 sind vereinbart, also 90 Euro Selbstbehalt.
Das der Beitrag durch die Wahl eines Selbstbehaltes vorteilhaft ist, kommt nur in wenigen Fällen vor:
sehr lange Versicherungsdauer in hochwertigen Modultarifen
Beiträge Basistarif BTN
Die Beitragstabelle Basistarif ist im Prinzip die des Standardtarifes. Der Basistarif ist nur teurer, weil er mit einem pauschalen Risikozuschlag von 150%, dem Zuschlag für den Übertragungswert und Zuschlägen für die Mehrleistungen (z. B. Härtefallregelung, Krankentagegeld, etc.) aus dem Tarif ST heraus kalkuliert wurde.
Eine offizielle Beitragstabelle liegt uns derzeit leider noch nicht vor.
Der Beitrag ergibt sich aber ebenso aus einer Tabelle nach Eintrittsaltern abzüglich eines Anrechnungsbetrages. Die Regelungen der KVAV (Krankenversicherungsaufsichtsverordnung) greifen ohne Besonderheiten. Der Zahlbetrag ist aber – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – regelmäßig der Höchstbeitrag zu GKV. Kinder und Jugendliche bilden ebenso eine Ausnahme.
Darüber hinaus gibt es den Basistarif mit Selbstbehalten (0, 300, 600, 900, 1200 Euro). Führt ein Selbstbehalt aber nicht zu einem geringeren Zahlbeitrag, dann kann der Kunde den Selbstbehalt, wenn er ihn gewählt hatte, jederzeit abwählen. Durch die Wahl eines Selbstbehaltes ergibt sich nur in absoluten Ausnahmefällen ein Vorteil für den Versicherungsnehmer.
Neben dem Basistarif können Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Zusatzversicherungen unter Versicherungsfähigkeit in den PKV-Basistarif ausdrücklich genannt werden.
Zusatzversicherung sind insgesamt analog GKV vorstellbar, also Wahlleistungen im Krankenhaus (privatärztliche Behandlung sowie Unterkunfts- bzw. Komfortzuschläge), Zahnzusatz, Heilpraktiker , Naturheilverfahren, Vorsorge, Heil- und Hilfsmittel , Zuzahlungen, etc.
Verhalten beim Arzt oder sonstigem Leistungserbringer
Der Leistungserbringer muss wissen, dass der Versicherte im Basistarif der PKV versichert ist. Der Versicherte beruft sich auf die Verpflichtung des Leistungserbringers zur vertragsärztlichen Versorgung und den Vertrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit dem PKV-Verband.
Die Rechnung muss außerdem die Betriebsstätten-Nummer (KV-Nummer) des Leistungserbringers enthalten.
Die Verordnungen müssen den Grundsätzen der GKV entsprechen, das gilt für Arznei, Verband-, Heil und Hilfsmittel, Fahrten und Transporte, Soziotherapie, etc.
Bei Zahnersatz gelten sozusagen die Festbeträge, wobei es hier um 50% der Regelversorgung geht und damit überwiegend um die Material- und Laborkosten.
Notlagentarif NTL
In den NTL wird man verwiesen und gelangt man durch Beitragsrückstand. Sollten Sie in die Situation von Beitragsrückständen kommen, so beachten Sie hierzu unsere speziellen Hinweise zum Mahnverfahren in der PKV, damit Sie wertvolle Rechte und Handlungsoptionen erhalten.
Eine private Krankenversicherung (PKV) kann wegen Beitragsrückstand durch den Versicherer nicht ordentlich gekündigt werden. Bei Rückstand Ihrer PKV-Beiträge von sechs Monaten werden Sie durch den Versicherer in den Notlagentarif überführt. Es ist daher klug und wenn möglich den Beitragsrückstand nicht über fünf Monate hinaus anwachsen zu lassen damit Sie weiter im normalen PKV Tarif versichert bleiben können.
Das Verfahren wird abschließend in § 193 Abs. 6 bis Abs. 9 VVG geregelt.
Wichtige Hinweise bei Zahlungsrückständen
Bevor die Krankenversicherung in den Notlagentarif überführt wird sollte frühzeitig, auch wenn es unangenehm erscheinen mag, mit dem Versicherer oder dem zuständigen betreuenden Versicherungsvermittler, ob Versicherungsvertreter oder –Versicherungsmakler, Kontakt aufgenommen werden.
Der Versicherer wird in der Regel vor dem Beginn des Notlagentarifes die sonstigen in der Police enthaltenen Zusatzversicherungen, wie Krankentagegeld (KTG)-, Krankenhaustagegeld (KHT)-, Kurtagegeld (KUR) – und Pflegetagegelder (PTG) gekündigt haben. Das darf der Versicherer, wenn der Versicherte mit mehr als zwei Monatsbeiträgen im Rückstand ist und er qualifiziert gemahnt hat (§ 38 VVG). In den Notlagentarifwird der Versicherte nach ca. fünf Monaten Zahlungsrückstand überführt.
Den Verlust der Zusatzbausteine sollte wenn möglich vermieden werden. Das gilt auch für Ergänzungsbausteine für Wahlleistungen im Krankenhaus (gemeint sind die privatärztliche Behandlung und die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer) oder modulare Zahntarife. Ob diese Tarife und Bausteine und ggf. zu welchen Konditionen, z. B. mit Risikozuschlag und höheren Beiträgen oder Ausschlüsse, später wieder nachversichert werden können, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Substitutiv sind nur die ambulanten und die stationären Leistungsbausteine.
Im Notfall gilt: Beiträge verwendungsbezogen bezahlen:
Kommt man in die Notlage und sieht, dass der Notlagentarif ein Ausweg ist, so sollte trotz aller verständlicher mentaler Belastung einen kühlen Kopf bewahrt werden und die Beiträge klug und verwendungsbezogen überweisen.
Geben Sie konkret den Verwendungszweck an auf den Ihre Zahlung gebucht werden soll.
Diese Zahlung gilt für die PPV, die Pflegepflichtversicherung. Wird diese nicht gezahlt so wird vom Gesetzgeber ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2.500 Euro, bei verheirateten 5.000 Euro fällig. Daher sollte man, anstatt das Bußgeld zu riskieren, gezielt den Beitrag für die PPV überweisen und im Verwendungszweck eintragen. Der Versicherer freut sich über diesen Verwaltungsakt nicht, dennoch ist das Ihr gutes Recht und verhindert ein hohes Bußgeld durch pünktliche Zahlung der PPV.
Gleiches gilt für das Krankentagegeld. Ist der Versicherte schon in der Notlage und wird womöglich krank, dann sollte das Krankentagegeld gezahlt werden können und das hängt von der korrekten Beitragszahlung ab.
Für GKV Versicherte gilt das weitestgehend analog.
Sie nehmen als Versicherter im Notlagentarif an der vertragsärztlichen Versorgung teil.
Der Notlagentarif sieht Leistungen für folgende Fälle vor:
Verschlechterung chronische Erkrankung
Schwangerschaft, Entbindung und Fehlgeburt
Vorsorgeuntersuchung und Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche
Es besteht zum Beispiel kein Anspruch auf die Erstattung von Heilmitteln.
Heilpraktiker, Naturheilverfahren und Psychotherapie sind ebenfalls nicht versichert.
Es werden keine Wahlleistungen im Krankenhaus erstattet.
Es werden nur Kassenärzte, Kassenzahnärzte und Versorgungskrankenhäuser bezahlt.
Veranlasste Leistungen, wie zum Beispiel Arznei-, Verband- und Hilfsmittel, sowie Soziotherapie, Palliativmedizin, Fahrten, nur nach den Regelungen der GKV. Also u.a. AutIdem und Generika Verordnung, etc.
Ausnahme Kinder und schwanger Frauen
Bei Kinder werden auch kosten für Vorsorge, Früherkennung und Schutzimpfungen erstattet.
Schwangere Frauen erhalten die Kostenerstattung für Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Entbindung und ggf. Fehlgeburt.
Persönliche Leistung 1,8-facher Satz,
Technische Leistungen 1,38-facher Satz
Laborleistungen 1-16-facher Satz
Fallbauschale nach Fallpauschalen-Gesetz und Fallpauschalen-Verordnung ggf. Tagessätze nach BPflV in Versorgungskrankenhäusern gemäß § 108 SGB V.
Sie sollten keine Wahlleistungen in Anspruch nehmen und keine gemischten Anstalten aufsuchen. Das sind Krankenhäuser die auch Rehabilitationsmaßnahmen durchführen und Rekonvaleszente aufnehmen. Gemischte Anstalten weisen bei Aufnahme auf Ihren Status hin. Doch das gilt nicht für eine Notfalleinweisung bzw. einen Notfalltransport in dieses Haus.
Im Notlagentarif wird kein Risikozuschlag (RZ) und kein gesetzlicher Zuschlag (GZ) erhoben. Es werden keine Alterungsrückstellungen (AR) gebildet. Vorhandene Alterungsrückstellungen (AR) werden zur Beitragsreduzierung angerechnet.
Für Beihilfeberechtigte gibt es passend zur Beihilfevorschrift entsprechende Prozenttarife. Der Beitrag liegt bei ca. 80 Euro.
Der Leistungserbringer muss wissen, dass der Versicherte im Notlagentarif versichert ist und nur Leistungen analog § 4 AsylbLG (Asylbewerberleistungsgesetz) in Anspruch nehmen kann.
Der Leistungserbringer soll die Abrechnung entsprechend erstellen und vor allem darauf achten, dass nicht alle Diagnosen in die Rechnung aufgenommen werden dürfen, sondern wirklich nur die, weswegen der Leistungserbringer aufgesucht wurde.
Außerdem muss die Rechnung seine Betriebsstätten-Nummer (KV-Nummer) enthalten.
nur Ärzte und Leistungserbringer mit Kassenzulassung
nur Versorgungskrankenhäuser der GKV
die Arzt Nummer bzw. Betriebsstätten-Nr. der KV/KZV wird benötigt (entweder separat bestätigt oder auf der Rechnung angedruckt)
es darf nur die Diagnose, wegen der man wirklich da war genannt sein
es muss akute Erkrankung, Verschlechterung und / oder ein Schmerzzustand sein (Ausnahmen Schwangerschaft und Kinder)
keine Nennung von Gesundheitsleistungen o.ä.
Verordnungen nur nach GKV Regelungen, also AutIdem, Generika, etc.
am besten ein kurzen Behandlungs- und Befundbericht erbitten
Beiträge Notlagentarif
Der Beitrag im Notlagentarif beträgt monatlich ziemlich exakt 80 Euro. Demzufolge kann der Zahlbeitrag um bis zu 25% bis auf 60 Euro sinken, wenn die bisher gebildete Alterungsrückstellung zur Absenkung des Beitrages verbraucht wird.
Auch den Notlagentarif gibt es für Beamte mit 20%, 30% und 50%. Entsprechend reduziert sich der Zahlbeitrag. Ebenfalls beträgt die Reduzierung dann bis zu 25%.
Aus dem Notlagentarif zurück in den Ursprungstarif
Sind alle Beitragsrückstände inkl. der Mahnkosten, Säumniszuschläge, etc. ausgeglichen, wird der Vertrag ab dem 01. des übernächsten Monats in den alten Vertrag umgestellt. Wurden Alterungsrückstellungen zur Reduzierung des Beitrags bis zu 25% verwendet, so ergibt sich nach dem Ende des Notlagentarifs ein höherer Beitrag.
Mache Ärzte reagieren bei Versicherten in den Sozialtarifen (Notlagen-, Basis- oder Standardtarif) etwas negativ.
Es gilt zwar ein reduzierter Rahmen für die Abrechnung aber es gilt auch ein vertragsärztlicher Versorgungsauftrag gemäß § 75 SGB V.
Der Arzt muss behandeln. Aber er kann auf die Sprechstunden, die ja der kassenärztlichen Versorgung dienen, verweisen.
Der Arzt rechnet niedriger als bei anderen Privatpatienten ab. Dennoch es ist regelmäßiger und vor allem über das Quartal betrachtet mehr, als beim gesetzlich versicherten Kassenpatienten.
Er muss zwar nach den Regeln der GKV verordnen (veranlasste Leistung – Arznei-, Verband- und Hilfsmittel, sowie Soziotherapie, Palliativmedizin, Fahrten), es wird aber nicht sein Krankenkassenbudget aus dem Gesundheitsfond bei der Verordnung belastet.
Bei Versicherten des Basistarifs ist der Arzt durch den Vertrag zwischen dem PKV-Vertrag und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) verpflichtet, zum 1,2-fachen Satz der GOÄ bei persönlichen Leistungen zu behandeln.
Infolgedessen basiert das Verhalten auf einem Missverständnis, dass man zum Beispiel durch diese Information beseitigen kann.
Lassen Sie sich immer vor einer aktiven Handlung von Ihrem Versicherungsvertreter, Ihrem Versicherungsmakler oder einem unabhängigen Versicherungsberater bzw. Ihrem Ansprechpartner des Versicherers im angestellten Außendienst beraten.
Was die verschiedenen Beratertypen unterscheidet erfahren Sie hier.

References: § 204
 § 204
 § 75
 § 75
 § 108
 § 193
 § 108
 § 4
 § 75