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Timestamp: 2019-07-16 15:25:10+00:00

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Rechtsprechung: 8 C 18/16 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 27.07.2016 | BVerwG, 28.10.2017
BVerwG, 27.07.2016 - 8 B 33.15 (8 C 18.16)
https://dejure.org/2016,23595
BVerwG, 27.07.2016 - 8 B 33.15 (8 C 18.16) (https://dejure.org/2016,23595)
BVerwG, Entscheidung vom 27.07.2016 - 8 B 33.15 (8 C 18.16) (https://dejure.org/2016,23595)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Juli 2016 - 8 B 33.15 (8 C 18.16) (https://dejure.org/2016,23595)
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AEUV Art. 56 und ... 57; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 19 Abs. 3; VwVfG BW § 37 Abs. 1; GlüStV 2012 § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 4 und 5, § 5 Abs. 3, § 9 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 Nr. 3, § 10a; LGlüG § 3 Abs. 4
Internetverbot für drei Glücksspielarten bestätigt | Bestimmtheit; Dienstleistungsfreiheit; Eingriffskonzept; Experimentierklausel; Kohärenz; Konzession; Online-Casinospiele; Online-Pokerspiele; Online-Sportwetten; Soll-Vorschrift; atypischer Fall; formelle Illegalität
Revisionszulassung; Bestimmtheit einer glücksspielrechtlichen Untersagungsverfügung
Verbot von Poker- und Casinospiele im Internet weiterhin verfassungsgemäß
BVerwGE 160, 193
NVwZ 2018, 895
MMR 2019, 68
DÖV 2018, 453
Der Regelungsgehalt eines Verwaltungsakts ist durch Auslegung nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung des Empfängerhorizontes und der speziellen Sachkunde des adressierten Fachkreises in entsprechender Anwendung der §§ 133, 157 BGB zu ermitteln (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urt. v. 26.10.2017 - 8 C 18/16 -, NVwZ 2018, 895, juris, Rn. 14, m.w.N.).
Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 26. Oktober 2017 (- 8 C 18/16 -, BVerwGE 160, 193, juris, Rn. 30 ff.) ausdrücklich bestätigt, dass das Internetverbot des § 4 Abs. 4 GlüStV mit Verfassungsrecht und Unionsrecht weiterhin vereinbar ist und auch nach Zulassung der Ausnahmen für Lotterien sowie Sport- und Pferdewetten gemäß § 4 Abs. 5 GlüStV eine andere rechtliche Bewertung nicht geboten ist.
Der Kläger rügt zum einen, das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 8 C 18.16 [ECLI:DE:BVerwG:2017:261017U8C18.16.0] - (BVerwGE 160, 193 Rn. 20) den Rechtssatz aufgestellt, dass ein in sich geschlossenes Konzept die Behörde als antizipierte Verwaltungspraxis am Maßstab von Art. 3 Abs. 1 GG gleichheitsrechtlich ebenso wie eine bestehende Verwaltungspraxis binde.
Das Berufungsgericht ist hiermit nicht von dem im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Oktober 2017 - 8 C 18.16 - (BVerwGE 160, 193 Rn. 20) aufgestellten Rechtssatz abgewichen, dass ein in sich geschlossenes Konzept die Behörde als antizipierte Verwaltungspraxis am Maßstab von Art. 3 Abs. 1 GG gleichheitsrechtlich ebenso wie eine bestehende Verwaltungspraxis binde.
Denn diesem Rechtssatz liegt zugrunde, dass sich eine Verwaltungspraxis im Rahmen des der Behörde zustehenden Ermessens noch nicht gebildet hat und die Behörde vor dem ersten Zugriff nicht verpflichtet ist, ein Eingriffskonzept als Voraussetzung für die gleichmäßige Ermessensausübung zu erstellen (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 a.a.O. Rn. 20 f.).
Die Kläger rügen zum einen, das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 8 C 18.16 [ECLI:DE:BVerwG:2017:261017U8C18.16.0] - (BVerwGE 160, 193 Rn. 20) den Rechtssatz aufgestellt, dass ein in sich geschlossenes Konzept die Behörde als antizipierte Verwaltungspraxis am Maßstab von Art. 3 Abs. 1 GG gleichheitsrechtlich ebenso wie eine bestehende Verwaltungspraxis binde.
Behandelt sie mehrere Fallgruppen unterschiedlich, so bedarf es hierfür eines sachlichen Grundes (vgl. BVerwG, U.v. 26.10.2017 - 8 C 18.16 - BVerwGE 160, 193 = juris Rn. 21;… U.v. 9.7.2014 - 8 C 36.12 - NVwZ 2014, 1583 = juris Rn. 25).
Bei der Ermittlung dieses objektiven Erklärungswertes sind alle dem Empfänger bekannten oder erkennbaren Umstände heranzuziehen, insbesondere auch die Begründung des Verwaltungsakts (…BVerwG, Urt. v. 16.10.2013 - 8 C 21/12 -, BVerwGE 148, 146, juris, Rn. 15, m.w.N.; dasselbe, Urt. v. 26.10.2017 - 8 C 18/16 -, GewArch 2018, 191, juris, Rn. 13 f.;… Senatsbeschl. v. 17.8.2016 - 11 ME 61/16 -, NdsVBl. 2017, 53, juris, Rn. 8).
OVG Nordrhein-Westfalen, 07.05.2019 - 4 A 909/15
vgl. OVG NRW, Urteil vom 23.1.2017 - 4 A 3244/06 -, GewArch 2017, 299 = juris, Rn. 42 ff., dazu BVerwG, Beschluss vom 18.6.2018 - 8 B 12.17 -, juris, Rn. 4 ff.; dagegen BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18.16 -, BVerwGE 160, 193 = juris, Rn. 44 ff.
StRspr., vgl. zuletzt ausführlich: BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 8 C 18/16 - BVerwGE 160, 193 = juris Rn. 13 f.
In derartigen Fällen ist die Untersagung nicht mehr zur Gefahrenabwehr erforderlich (…BVerwG, Urt. v. 20.6.2013 - 8 C 39/12 -, juris, Rn. 51; BVerwG, Urt. v. 26.19.2017 - 8 C 18/16 -, BVerwGE 160, 193, juris, Rn. 29, jeweils m.w.N.).
Selbst wenn man die Durchführung des Konzessionsvergabeverfahrens mit dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof als rechtsfehlerhaft ansähe, könnte sich die Antragstellerin, die an dem Konzessionsverfahren weder beteiligt ist noch hätte beteiligt werden können, darauf nicht berufen (vgl. BVerwG; Urt. v. 26.10.2017 - 8 C 18/16 -, GewArch 2018, 191, juris, Rn. 46).
https://dejure.org/2016,53066
BVerwG, 27.07.2016 - 8 C 18.16 (https://dejure.org/2016,53066)
BVerwG, Entscheidung vom 27.07.2016 - 8 C 18.16 (https://dejure.org/2016,53066)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Juli 2016 - 8 C 18.16 (https://dejure.org/2016,53066)
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Vereinbarkeit des Verbots der Veranstaltung und Vermittlung von Poker- und Casinospielen im Internet mit Unions- und Verfassungsrecht; Entgegenhaltung des Fehlens der erforderlichen Erlaubnis gegenüber dem Anbieter von OnlineSportwetten im glücksspielrechtlichen Untersagungsverfahren; Behördliches Ermessen bei der Entscheidung über die zeitliche Reihenfolge des Einschreitens

References: Art. 56
 Art. 3
 Art. 12
 Art. 19
 § 37
 § 3
 § 4
 § 5
 § 9
 § 10
 § 3
 § 4
 § 4
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3