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Timestamp: 2019-11-12 10:27:41+00:00

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Welches Buch? - hobbybrauer.de
Beitrag von respect » Donnerstag 2. November 2017, 20:46
Mein erster Sud war vor 2 Jahren. Gestern habe ich den Kessel das vierzigste Mal angeworfen.
Etwas Praxiserfahrung habe ich schon gesammelt. Spaß macht es auch immer noch, aber in der Theorie bin ich noch hinten. Gibt es eine Buchempfehlung? Damit ich auch verstehe was ich da eigentlich tue?
Re: Welches Buch?
Beitrag von Xacobator » Donnerstag 2. November 2017, 20:51
Nach vierzig Suden kannst du dir die üblichen Hobbybrauer-Bücher vermutlich sparen. Warte auf das neue Buch von Jan. Kommt wohl im März raus.
Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 2. November 2017, 20:52
Musst du zwar noch ein bißchen warten, lohnt sich aber.
https://www.ulmer.de/Bier-brauen,L1VMTU ... zMjEw.html
Beitrag von Tozzi » Donnerstag 2. November 2017, 20:57
Das von Jan, natürlich, aber falls es auch auf englisch sein darf, und Du nicht mehr warten willst, "How To Brew" von John Palmer.
Die neueste Auflage wurde nochmal deutlich erweitert.
Beitrag von §11 » Donnerstag 2. November 2017, 21:40
Beitrag von hyper472 » Donnerstag 2. November 2017, 22:19
Oder Randy Mosher, Mastering Homebrew. Das lese ich gerade, während Sud 45 gärt.
Beitrag von afri » Donnerstag 2. November 2017, 22:51
Zwanzig Sude pro Jahr, also alle zweieinhalb Wochen etwa? Respekt.
Du brauchst vermutlich keine Bücher mehr, oder schmeckt es nicht? Wenn du konkrete Dinge wissen willst, ist das Forum hier ein Füllhorn von Informationen.
Beitrag von Sura » Donnerstag 2. November 2017, 23:23
"How to brew" (John Palmer) wurde schon genannt, obwohl mir die aktuelle vom Stil her nicht ganz so gut gefällt.
Absolut empfehlenswert ist "New Brewing Lager Beer" (Gregory Noonan) -- Das ist alles auch auf andere Biere umzumünzen!
"Brewing Engineering" als kleiner Geheimtipp. Nicht alles ganz korrekt, aber vieles mal aus einem anderem Blickwinkel betrachtet. Regt zum selber denken an!
"Brewing Better Beer". (Gordon Strong) Auch eines der besseren. Allerdings ist Herr Strong auch sehr von sich überzeugt.
"Malt", "Hops", "Yeast", "Water" sicherlich auch, wobei "Yeast" positiv heraussticht!
Alles von Randy Mosher kannst du auch ruhig nehmen, wobei er immer etwas larifari schreibt und manchmal ein wenig viel Gelaber zwischen Fakten packt. Sind aber unterhaltsam und irgendwann kommt er zum Punkt. "Radical Brewing" finde ich da sehr gut.
"Principles of brewing science" von George Fix ist der Hammer wenn du über die Chemie des Brauens was wissen willst. Aber schon heftig tief drin. Leider schon etwas älter.
Verzichten kannst du ehrlich gesagt auf die teuren Schmöker. Narziss ist sicherlich ein Fundus an Fakten, ist aber auch so unterhaltsam wie halt ein deutsches Lehrbuch eben sein kann. Und manchmal doch sehr deutlich abseits von dem was ein Hobbybrauer gebrauchen kann. Bamforth ist da aber im Bereich bis 100€ nicht viel besser. Nur das da weniger brauchbares drinsteht.
Charlie Papazian schreibt hingegen unterhaltsam, nervt aber mit dem permaneten Hinweiss das alles nicht so schlimm ist, und man erstmal ein Homebrew trinken sollte. Klingt lustig, aber wenn alle drei Seiten ein großer Absatz so abschliesst nervt das dann doch.
Die Themenbücher wie "IPA" oder "Farmhouse Ales" sind sehr schön zu lesen, vor allem wenn man den Stil sehr liebt und geschichtliches dazu erfahren möchte. IPA von Mitch Steele ist in der Hinsicht z.b. fantastisch! Übers brauen lernt man da aber wenig. Und die verschiedenen Themen-Bücher sollen auch sehr wechselhaft in der Qualität sein. ( IPA ist aber ziemlich gut! )
Ich kann nur empfehlen das du die für ein kindle kaufst. Die Bücher sind dann teilweise sehr günstig, und bei den meisten kannst du über den Kindle Cloud Reader schnell mal nach Stichwörten suchen.
Beitrag von gulp » Donnerstag 2. November 2017, 23:52
Donnerstag 2. November 2017, 23:23
Schön zusammengefasst und der Gorden Strong darf schon von sich überzeugt sein, als dreimaliger Gewinner der National Homebrew Competition und Scheffe bei der BJCP. Mir ist dergleichen Überzeugung von sich selbst bei ihm aber nicht aufgefallen.
Brewing Engineering habe ich mir jetzt mal aufs Kindle gezogen, "Principles of brewing science" von George Fix kenne ich noch nicht.
Palmer ist recht gut, aber auch nicht ganz fehlerfrei.
Auf Jans Buch freue ich mich so richtig, auch als Sammler guter Bierlektüre, gell Afri!
Beitrag von Tozzi » Freitag 3. November 2017, 00:06
Wow, Du hast Dir ja einiges an Literatur reingezogen.
Was gefällt Dir nicht? Ich habe leider nur die vorige Ausgabe, laut Beersmith Podcast sind aber gerade einige der wichtigeren Themen (z.B. Wasseraufbereitung) deutlich erweitert und ergänzt worden. Hat wohl an die 100 Seiten mehr...
Aber ansonsten hast Du da echt alles zusammengetragen, Respekt, da ist echt nichts mehr hinzuzufügen.
//Nachtrag: Natürlich wieder mit Peter überschnitten...
Beitrag von §11 » Freitag 3. November 2017, 01:24
auch als Sammler guter Bierlektüre, gell Afri!
Gehört jetzt zwar nicht ganz hier her, aber mir geht es auch so. Ich liebe Bücher und bin verrückt genug mir alte Bücher, die digitalisiert wurden, trotzdem drucken zu lassen. Denn das finde ich auch absolut faszinierend, historische Bücher
Beitrag von Sura » Freitag 3. November 2017, 11:38
Freitag 3. November 2017, 00:06
Was gefällt Dir nicht? Ich habe leider nur die vorige Ausgabe, laut Beersmith Podcast sind aber gerade einige der wichtigeren Themen (z.B. Wasseraufbereitung) deutlich erweitert und ergänzt worden.[....]
Das ist (wie es mir und Peter z.b. bei Gordon Strong unterschiedlich geht) natürlich immer sehr subjektiv. Hauptsächlich nervt mich ein wenig der immer wiederkehrende Hinweiss und Verwendung der "Palmer Brewing Method" (Teilmaische mit anschliessende pi*Daumen Extraktgabe beim kochen und anschliessender Verdünnung im Gäreimer.) Den "Brew Cube", der ein einfaches Schema zur Wasseraufbereitung bietet und auch des öfteren im Buch Anwendung findet, ist im Ansatz nicht schlecht. Ich tu mir trotzdem schwer damit zu arbeiten, ich finde in zu sehr simplifizierend. Und bei den FullGrain Rezepten sehr ich bei bei 90% eine Kombirast für 60min, und bei 5% eine Kombirast 30min gefolgt von einer Single Decoction für 20min. Und das quer über alle Stile.
Ich würde das Buch sicherlich nicht schlecht nennen. Er erklärt alles sauber und genau und auch wie man dahin kommt. Aber hinterher simplifiziert er Teile des Brauprozesses in Grund und Boden. Ist mein persönlicher Eindruck, kann man sicherlich drüber streiten.
Beitrag von gulp » Freitag 3. November 2017, 12:25
Hier das Dritte http://stixbraeu.de/buecher/englischspr ... achbuecher und für mich wichtigste Buch wurde noch nicht genannt: Brewing Classic Styles.
Beitrag von Tozzi » Freitag 3. November 2017, 20:04
Ah ich verstehe, was Du meinst, ja, das stimmt, das ist irgendwie ein wenig inkonsequent.
Ich überfliege die Rezepte meist nur, die interessieren mich nicht so sehr.
Mir ging es da eher um die Grundlagen, und die finde ich sind wirklich gut abgehandelt.
"Brewing Classic Styles" hatte ich noch gar nicht auf dem Radar, das werde ich mir wohl auf den Kindle laden.
Beitrag von respect » Freitag 3. November 2017, 21:05
Donnerstag 2. November 2017, 22:51
Du brauchst vermutlich keine Bücher mehr, oder schmeckt es nicht?
Es schmeckt wunderbar! - Aber ein wenig Hintergrund warum das so ist, würde mir nicht schaden.
Das Forum schätze ich sehr! Unglaublich viel Wissen & ein recht freundlicher Ton!
Danke euch für die Buchtipps, da ist sicher was für mich dabei.
gerade ein Export Porter trinkend - ein Jahr alt & gut!
Beitrag von colonelhartie » Samstag 11. November 2017, 12:54
das Buch von Jan werde ich im Frühjahr auch abgreifen...
Kennt jemand von Euch "Designing great beers" von Ray Daniels? Ist das lohnenswert?
der morgen ein helles Bock braut
Beitrag von Ladeberger » Samstag 11. November 2017, 13:34
"Designing great beers" fällt mit sorgfältiger Recherche zur Geschichte der beschriebenen Bierstile auf und hat den didaktisch interessanten Ansatz, deren Rezepturen durch Sezierung von kommerziellen Bieren und Hobbybrauer-Wettbewerbsbieren zu erschließen. Es ist daher super für Leute, die die Grundlagen des Brauens bereits draufhaben und nun an eigene, zielorientierte Rezepturen herangehen wollen.
Der einzige Wermutstropfen ist das Alter. Die mittlerweile 21 Jahre sind an dem Werk nicht spurlos vorbeigegangen. Hier hat sich bei Rohstoffen und Vielfalt/Interpretation der Bierstile natürlich schon einiges getan.
Beitrag von Johnny H » Samstag 11. November 2017, 21:58
Samstag 11. November 2017, 13:34
"Designing great beers" fällt mit sorgfältiger Recherche zur Geschichte der beschriebenen Bierstile auf und hat den didaktisch interessanten Ansatz, deren Rezepturen durch Sezierung von kommerziellen Bieren und Hobbybrauer-Wettbewerbsbieren zu erschließen. [...]
Der einzige Wermutstropfen ist das Alter. [...]
...und leider für mich die nicht-metrischen Einheiten. Bei vielen Umrechnungen kommt man mit Faustregeln zurecht, aber bei einigen anderen ist die Umrechnung sehr umständlich. Da würde eine Übersetzung wirklich helfen.
Beitrag von §11 » Sonntag 12. November 2017, 15:15
Ich werde ja auch oft gefragt welches Buch ich empfehlen würde und ich schaue mir auch Bücher an ob es sich lohnt diese zu übersetzen.
Die Antwort darauf ist wirklich nicht ganz einfach.
Im Grunde gibt es meiner Meinung nach 4 verschiedene „Grundtypen“ an Braubüchern.
Anfängerbuch- Typ Kochrezept
Das sind Bücher die dem Anfänger den Einstieg erleichtern. Sie sind aufgebaut wie ein Kochrezept das man verfolgt und am Ende kommt Bier raus. Was aber genau passiert klärt das Buch nicht. Wäre auch viel zu verwirrend.
Grundlagen Buch
Das sind Bücher die eben genau die Hintergründe klären wollen. Also nicht wie Braut man Bier, sondern was passiert beim Bierbrauen
Das sind Bücher die wie Kochbücher eine Reihe Rezepte vorstellen ohne unbedingt darauf einzugehen warum das Rezept so gewählt wurde.
Bücher zur Rezeptentwicklung
Hier geht es darum zu ergründen welchen „Regeln“ gute Biere folgen. Es geht weniger darum möglichst viele Rezepte „abzuhandeln“ als vielmehr dem Leser das Handwerkszeug zu geben selber gute Biere zu entwickeln.
In jeder dieser Kategorie finden sich mehr oder weniger gute Bücher und jedes dieser Bücher zielt wohl auf eine andere „Lebensphase“ eines Hobbybrauers ab.
Daneben gibt es natürlich noch Spezialliteratur die ich eher als Sekundärliteratur bezeichnen würde wie Rohstoffe, Labormethoden etc.
Bei Buchempfehlungen ist es deshalb sehr wichtig zu verstehen was der entsprechende Brauer sucht.
Leider sind uns die Amerikaner in einigen dieser Bereiche weit voraus. Das ist ja auch erklärtes Ziel meines Buches hier Lücken zu schließen. Wobei auch hier nicht ein Buch alles erfassen kann und zum Beispiel das Thema Rezeptentwicklung durchaus ein Thema für ein weiteres Buch sein könnte, da es sehr umfangreich ist und hier m. M. nach eine Lücke im deutschsprachigen Raum klafft. Gerade solche Bücher, wie Designing Great Beer, lässt sich aber sehr schwer übersetzen, weil es eben auch kulturell und bei der Auswahl der Biere einen amerikanischen Hintergrund hat, der sich nicht „übersetzten“ lässt.
Beitrag von gulp » Sonntag 12. November 2017, 16:09
Samstag 11. November 2017, 12:54
Brewing classicc styles ist leichter zu verstehen und aktueller. http://stixbraeu.de/buecher/englischspr ... achbuecher , das Dritte.
Beitrag von hyper472 » Sonntag 12. November 2017, 16:31
In how to brew von Palmer steht einiges - gibt’s auch online. Ebenso wie
http://eckraus.com/homebrewing-ebook-do ... 1460814209
Aber das kenne ich noch nicht.
Beitrag von §11 » Sonntag 12. November 2017, 17:30
Mal anders gefragt, was müsste denn drinstehen im idealen Buch?
Beitrag von Bierjunge » Sonntag 12. November 2017, 17:52
Sonntag 12. November 2017, 17:30
Nein, ganz im Ernst.
Du hast doch eben selber ganz wunderbar beschrieben, das es "das" Buch für alle Fälle und für alle Benutzer gar nicht geben kann. Dafür sind die Erwartungen, die Vorkenntnisse und die Vorlieben einfach zu unterschiedlich. Deine Klassifikation in Anfänger/Grundlagen/Rezepte/Rezeptentwicklung finde ich phantastisch. Oberhalb davon dann freilich noch die akad. Lehrbücher. Alles zusammen wird kein Buch fassen können, es sei denn, es hätte > 5.000 Seiten und wäre allein deswegen schon unlesbar.
Und selbst dann blieben noch die unterschiedlichen Vorlieben und Erwartungen an den Schreibstil. Ich selbe finde etwa den Narziß in seiner wissenschaftlichen Präzision und Stringenz ganz großartig, und den Kunze in seiner demgegenüber hemdsärmeligeren Art, wo viele Begründungen einfach fehlen, ganz schrecklich. Es gibt aber sicher viele, die genau andersherum empfinden. Ich habe aber auch das Gefühl, das sich ersterer eher an den (akademischen) Brauer richtet, mit Schwerpunkt dem Produkt, und letzterer eher an den Anlagenbauer, mit Schwerpunkt auf den Geräten.
Wo willst Du anfangen?
Beitrag von §11 » Sonntag 12. November 2017, 23:43
Ob der Kunze im Anlagenbau angesiedelt ist weiß ich nicht so recht, da gibt es andere Standardwerke. Was sicherlich ein Unterschied ist, Narziss ist das Lehrbuch für den akademischen Brauer, das stimmt absolut, während ich viele gelernte Brauer kenne, die in der Lehre den Kunue als Lehrbuch hatten.
Beitrag von Alt-Phex » Montag 13. November 2017, 00:07
Kann ich so unterschreiben, der Kunze ist das Referenzwerk für den Gesellen. Für die Prüfung gibt es noch Schmidt, mehr eine Art FAQ aber dadurch wunderbar zum nachschlagen. "Katechismus der Brauerei Praxis" nennt sich das.
Was den technischen Teil angeht, also Anlagen und Klimbim, habe ich "Die Brauerei im Bild, A pictorial Guide to modern Brewery". Für den Hobbybrauer aber eher uninteressant.
Beitrag von brauflo » Montag 13. November 2017, 00:43
Sonntag 12. November 2017, 15:15
Wobei zum Beispiel das Thema Rezeptentwicklung durchaus ein Thema für ein weiteres Buch sein könnte, da es sehr umfangreich ist und hier m. M. nach eine Lücke im deutschsprachigen Raum klafft.
Los Jan,
das nächste Projekt wartet.
Bist doch grad im Flow....
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 00:51
Montag 13. November 2017, 00:07
Den Katechismus gibt es schon ewig. Ich nenne einen von, ich meine, 1936 mein eigen. Ziemlich lustig was da so drin steht
Nach dem Buch ist vor dem Buch...
Beitrag von Alt-Phex » Montag 13. November 2017, 00:57
Montag 13. November 2017, 00:51
Meiner ist immerhin von 1989
Beitrag von colonelhartie » Montag 13. November 2017, 07:45
Hallo Andy, Peter und Jan,
danke für Euer Feedback zu "Designing great beers"...wenn ich hier oben über einen didaktisch interessanten Ansatz lese, bin ich allerdings schon einigermaßen angefixt, ich liebe so etwas...
Mit den verschiedenen Maßeinheiten kann die Arbeit freilich ein wenig lästig werden (ist es das, was Du mit "schwierig zu lesen meinst, Peter?), und natürlich ist es schade, wenn aufgrund des Alters einige Stile nicht erfasst wurden, bzw. bei möglichen Rohstoffen Lücken klaffen.
Brauen ist ein recht junges Hobby von mir, und was mich gleichermaßen fasziniert wie frustriert, ist die zeitliche Diskrepanz zwischen Brauen und Testen. Beruflich bin ich als Tabakblender unterwegs, und wenn ich eine Handmischung fabriziere, habe ich aufgrund der Kenntnisse der unterschiedlichen Rohstoffe und Erfahrungen in ihrem Zusammenspiel einen recht guten Ansatz in der Rezeptentwicklung. Das muss nicht heißen, dass der resultierende Blend gut ist, aber ich kann die Mischung halt direkt rauchen, verwerfen und das Rezept ändern bis ich zufrieden bin, dafür reichen mir 40 Gramm Schnitttabak, und ich kann mich matrixartig einem Idealrezept annähern. Wenn ich in Eile bin, schaffe ich durchaus 10-15 verschiedene Rezepte pro Tag...beim Bier hingegen kriege ich am Tag maximal zwei Sude hin, und ich muss mich mindestens einen Monat, bei untergärigen mindestens zwei Monate und bei Spezialbieren eventuell bis zu einem Jahr oder mehr gedulden, um zu sehen ob auch alles passt, und bei jedem Versuch sind dann in etwa 17 Liter entstanden...
Und wenn nun Jan schreibt, dass hinsichtlich Rezeptentwicklung wenig bis keine Literatur vorhanden ist, dann wäre mein unverschämtes Plädoyer an ihn - obwohl sein letztes Buch noch nicht mal erhältlich ist - sich diesen Bereich wirklich einmal anzuschauen.
Beitrag von Seed7 » Montag 13. November 2017, 08:33
Gerne haette ich ein gutes buch ueber das malzen und eins ueber einheimischen bieren in Afrika, Asien und Sued Amerika.
Ein drittes waere eins das irgendwie die parallele zieht zwischen die verschiedenen fermentationsprozesse wie bier, wein, brot, sauerkraut, kakao, kaffee, wurst, kaese, makgeolli usw. Es hat mich immer gewundert das wein und bier so weit von ein ander sind wobei von beiden vieles zu lernen ist. Langsam aendert sich das und wird der blick erweitert, in der facebook gruppe "milk the funk" macht sich da einiges.
Buecher die mich im moment inspiriren haben relativ wenig mit bier an sich zu tun, zum beispiel Amy Stewart's Drunken Botanist, Handbook of plant based fermented food and beverage technology, The homebrewers almanac (seasonal brewing), The Old dog and duck (The secret meanings of pub names), Harold McGee's on food and coocking, Jennifer McLagan's Bitter.
Dan gibt es noch viele viele blogs zu lesen von dem einige sehr gut sind.
Beitrag von Seed7 » Montag 13. November 2017, 08:42
Montag 13. November 2017, 07:45
und ich kann mich matrixartig einem Idealrezept annähern. Wenn ich in Eile bin, schaffe ich durchaus 10-15 verschiedene Rezepte pro Tag...beim Bier hingegen kriege ich am Tag maximal zwei Sude hin,
Rudi, du kannst auch mikrosuede machen in der kaffeepresse oder aehnlich. Gaeren in 1,5 l PETflaschen. Die wartezeit aender sich nicht aber mann kan schnell eine riesen menge an erfahrung mit malzen aufbauen.
Bei hopfen gib ein hopfentee eine indikation vom geschmack. Malztee/kaffee gibt auch einen eindruck
Bei bier kann mann wie bei tabak oder whiskey blends machen. Brau dir eine kleine menge bier mit 40% schwartzmalz oder 40% caramalz und verschneide es mit pilsner um das fuer dich optimale/maximale verhaeltniss zu finden. Mach verschiedene blends mit alle drei.
Trinke nie dein glas komplett leer, mach einen kleinen blend mit dem naechsten,
Beitrag von gulp » Montag 13. November 2017, 13:00
Mit den verschiedenen Maßeinheiten kann ... n klaffen.
Habe ich so nicht gesagt:
Brewing classicc styles ist leichter zu verstehen und aktueller.
Mit Brewing classicc styles kommt man halt schneller ans Ziel, wenn man mal eben einen neuen Bierstil brauen will. Ausführlicher ist zweifellos Designing great beers, aber halt auch verstaubt.
Und wenn nun Jan schreibt, dass hinsichtlich Rezeptentwicklung wenig bis keine Literatur vorhanden ist, dann
...stimmt das so nicht ganz. Das hier ist z.B.: recht interessant: https://www.amazon.de/dp/B010TH7HKE/ref ... TF8&btkr=1
Unter anderem werden da Rezepte ausführlich besprochen und man hat schon den Eindruck, dass der Autor sie auch selber gebraut hat, im Gegensatz zu diesem Werk: https://www.amazon.de/dp/B01CSYX4WG/ref ... TF8&btkr=1
Haben muss (man) ich sowieso alle genannten Bierbücher, also erübrigt sich eigentlich die Frage, ob die Bücher viel taugen.
Beitrag von Sura » Montag 13. November 2017, 13:05
Montag 13. November 2017, 13:00
Ansonsten sehe ich das ähnlich wie Peter: Wenn ein neues genannt wird was man noch nicht kennt, dann muss ich das lesen :)
Aber zu dem "idealen" Buch: Gibts nicht. Es gibt aber viele in denen gesammelt schon fast alles drinsteht, und noch mehr. Würde es wirklich "das eine" Buch geben, dann wäre das doch total schade, weil man dann kein Neues mehr kaufen braucht.
Gut muss ein Buch sein, nicht vollständig.
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 13:31
Das reine Umrechnen der Maßeinheiten ist es ja gar nicht immer. Es haben sich in USA zum Beispiel andere Techniken etabliert, die eben andere mathematische Zusammenhänge zur Berechnung zu Grunde legen. Das hat mich bei meinem jetzigen Buch schon sehr sehr viele Nerven und Stunden gekostet das auf unsere Braukultur umzurechnen/ umzusetzen. Auf der anderen Seite gibt es eben im englischsprachigen Raum wesentlich mehr Literatur für Brauer mit nicht professionell Hintergrund. Das heißt in meiner Recherche war es eben oft nötig auch englische Quellen mit einzubeziehen.
Mein Verdacht ist hier das unterschiedliche Ausbildungssystem. Bei uns sind Jahrzehnte lang Brauer professionell ausgebildet worden und zwar nach einem festen Ausbildungsplan. Daneben gibt es eben Bücher für Hobbybrauer. In USA ist dieser Übergang fließend. Selbst die professionellen Ausbildungsprogramme sind ja untereinander nicht „standardisiert“ sondern lehren was sie für wichtig erachten.
P.S.: bevor mir langweilig wird denke ich mal über Buch Nummer zwei nach
Beitrag von hyper472 » Montag 13. November 2017, 13:51
Das reine Umrechnen der Maßeinheiten ist es ja gar nicht immer. Es haben sich in USA zum Beispiel andere Techniken etabliert, die eben andere mathematische Zusammenhänge zur Berechnung zu Grunde legen.
Das fiel mir beim Lesen vom Palmer auf und ist jetzt bei Randy Mosher auch so: Die Amis machen so viel anders, dass man vieles nicht übernehmen kann, ohne seinen kompletten Prozess umzustoßen.
Daher empfehle ich die beiden nur für interessierte nicht-mehr-Anfänger, die ihren Weg aber schon gefunden haben und ihn nur noch optimieren wollen.
Beitrag von Seed7 » Montag 13. November 2017, 14:00
machen so viel anders, dass man vieles nicht übernehmen kann, ohne seinen kompletten Prozess umzustoßen.
Ja! Ja! Ja, das ist leider etwas das viel zu viele hobbybrauer nicht verstehen, hier nicht und dort nicht. Die drei hauptprozessen bei dem maischen, Dekoktion, Single infusion und Continentales direkt erheitzen und weniger benuetztes wie schleimmaische haben ihre gruende, sind nicht um sonst so erstanden. Mann kann nicht das eine vom einen prozess nehmen und einen anderen teil vom anderen und dann erwarten das alles gleich ist/bleibt. Der schlaue (hobby)brauer richtet seine anlage so ein das er alle methoden relativ einfach benuetzen kann.
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 14:06
Designing great beers, aber halt auch verstaubt.
Ja und nein. Beide von dir genannten Buecher sind gut, keine Frage. Bei Dornbusch bleibt zwar die Frage warum man fuer ein Weyermann Rezeptbuch so viel Geld hinlegen soll, aber das nur am Rande . Aber beides sind Rezeptbuecher.
Ich vergleich das immer mit Kochbuechern. Da gibt es "Basiskochbuecher" da stehen Grundrezepte drin, aus denen man selbst Rezepte entwickeln kann. Im bayrischen Kochbuch (blau) steht zum Beispiel ein Grundrezept fuer Braten. Aber eben nicht fuer einen Burgunderbraten mit Rotweinscharlotten. Das kann man selbst aus dem Grundrezept ableiten.
Die beiden Braubuecher sind aber Kochbuecher wie Jamie Oliver's Kochbuecher. Es ist im Grunde alles bis auf den letzten Streich mit dem Schneebesen vorgegeben. Klar muss ich mich nicht dran halten, aber es gibt ja auch keine Erklaerungen fuer Abwandlungen, also zum Beispiel wenn das Bier nun mit Dekoktion statt Infusion gebraut wird, sollte man den Karaanteil reduzieren usw.
Designing Great Beers und in Teilen Mastering Homebrewing oder auch the Brewmasters Bibel, sind da anders. SIe versuchen nich ein Rezept zu erklaeren, sie versuchen zu erklaeren wie man ein Rezept entwickelt und auf was man achten muss. Natuerlich macht es auch hier Sinn sich zuerst ein vorhandenes Rezept anzusehen, aber die Buecher erklaeren eben auch wie man variiert und warum die Rezepte aufgebaut sind wie sie es eben sind.
Das ist auch mein Problem. Leide fehlt halt oft die Zeit zum lessen. So steht zum Beispiel Wild Brews noch unberuehrt im Regal . Zeit ist das grosse Problem.....
Beitrag von Sura » Montag 13. November 2017, 14:14
Das finde ich aber gut. Beispielsweise die amerikanische Trennung der Gärung und der Karbonisierung im Sprachgebrauch. Erst wenn man das mal genau durchdenkt, merkt man die unsinnig die Bezeichnung "Nachgärung" für das Vergären des Zuckers zum karbonisieren ist. Als korrekte Bezeichnung für Nachgärung finde ich das, was die Amis die "Secondary" nennen: Hauptgärung ist durch, nun kommt der Rest und die Aufräumarbeiten. Erst danach, wenn die Gärung im Gesamten durch ist, kümmert man sich um die karbonisierung.
Die Maßeinheiten sind sicherlicht nicht immer einfach hin- und herzurechnen, aber letztendlich muss man doch sowieso immer alles auf seine Anlage und auf das was man brauen möchte anpassen.
Beitrag von gulp » Montag 13. November 2017, 14:18
Der schlaue (hobby)brauer richtet seine anlage so ein das er alle methoden relativ einfach benuetzen kann.
Ich sach mal so: Wenn man schon ein paar Rezeptbücher gelesen hat, braucht man irgendwann auch keine Anleitung zur Rezeptentwicklung mehr. Im übriben steht auch schon eine gute Anleitung dazu im Lehrl. https://www.amazon.de/gp/offer-listing/ ... ition=used
Das als Grundlage und noch ein paar Ami Schinken, sowie eigenes Hirnschmalz und gut ists, wobei ich den neuen Mosher, "mastering homebrew" schon auch gut finde.
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 14:24
Montag 13. November 2017, 14:14
Das sag ich ja. Es gibt einiges was im englischsprachigen Raum wesentlich besser "aufgearbeitet" ist. Als Beispiel faellt mir "Malt Yield" ein. Eine Tabelle bei der ich als "Anfang" einen Wert bekomme wieviel Extrakt ich (unter bestimmten Umstaenden) erwarten kann. Klar ist dieser Wert ist lediglich ein Anhaltspunkt unter bestimmten, gegebenen Voruassetzungen. In Deutschland ist es ueblich sich diesem Wert selbst anzunaehern und zwar auf dem Rechenweg ueber den Extrakgehalt und die SHA. Geht auch, ist aber eben um Vieles komplexer.
Ich hab es oben schon mal geschrieben. Ich denke das halt ein grundsaetzlicher Unterschied darin besteht das es in den USA keine "Ausbildung nach Lehrplan" gibt. Im Grunde sind es ja alle mehr oder weniger Autodidakten. Der Lehrling in Deutschland lernt im Fach Fachrechnen was er braucht, der amerikanische Heimbrauer will sich aber wahrscheinlich gar nicht lange mit Rechnen abgeben.
Beitrag von hyper472 » Montag 13. November 2017, 14:28
Stimme zu. Ich wollte auch gar nicht werten, da haben sicher alle ihre Vor- und Nachteile. Ob man Links- oder Rechtsverkehr bevorzugt ist qualitativ gleich. Aber man sollte sich einigen, bevor man losfährt.
Beitrag von gulp » Montag 13. November 2017, 14:30
Als Beispiel faellt mir "Malt Yield" e ... ten kann.
Vielleicht stehe ich ja wieder mal auf dem Schlauch, aber das ist eine Angabe, die ich nicht brauche. Wichtig sind mir prozentuale Mengenangaben bei Rezepten, dann kann ich alles auf meine Anlage(en) anpassen.
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 14:44
Montag 13. November 2017, 14:30
Da geht es mir nicht unbedingt anders. Aber wir muessen uns wohl eingestehen das wir halt Konditioniert sind wie die Hunde vom guten Pavlov.
Wenn ich mir die Anfaengerfragen ansehen, dann ist naemlich sehr oft die Frage, wieviel Kg XY- Malz brauche ich fuer ein Bier mit 12P?
Ich und du, spitzen den Bleistift und Dreisatzln los (total lustig, ich wurde naemlich in meiner gymnasialen Laufbahn auf Gleichungen konditioniert und nicht auf Dreisatz ) waehrend der amerikanische Heimbrauer einen Blick in die Tabelle wirft.
Beitrag von tauroplu » Montag 13. November 2017, 19:34
Irgendwie klemmt der link bzw. er führt zu nix...
Beitrag von gulp » Montag 13. November 2017, 19:44
Sollte auch kein Link werden. Hab nur Jan zitiert. Da ist was kormisch.
Beitrag von §11 » Montag 13. November 2017, 19:46
Montag 13. November 2017, 19:34
Hab nur Jan zitiert. Da ist was kormisch.
Mich zitieren fuehrt auch zu nix
Beitrag von Dyrdlingur » Montag 13. November 2017, 21:42
Guter Plan, kann man Buch 2 schon vorbestellen ?

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