Source: https://www.asb-nordost.de/unsere-angebote/soziales-und-beratung/schulintegration/
Timestamp: 2020-08-03 12:40:20+00:00

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Leistungsbeschreibung für das ambulante Angebot
Schulbegleitung / Integrationshilfe nach SGB III, SGB VIII und SGB XII
Die Integrationshilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder/ Jugendliche ist eine differenzierte Leistung des ASB RV NORD-OST e.V. Der gesetzliche Anspruch auf Eingliederungshilfe kann sich aus folgenden Bestimmungen des Sozialgesetzbuches (SGB) ergeben:
SGB VIII § 35a Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder
SGB VIII § 36 Mitwirkung Hilfeplan
SGB III § 40 Abs. 1 Nr.3 Maßnahmen der Hilfe; Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung
SGB III § 47 Bestimmungen über die Durchführungen der Hilfe
SGB XII § 54 Leistungen der Eingliederungshilfe
Schulbegleitung wird bei Bedarf im Rahmen der Eingliederungshilfe gewährt.
Kinder oder Jugendliche haben einen gesetzlichen Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn z. B. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Die Schulbegleitung, z. B. durch Integrationshelfer, unterstützt und begleitet Schüler und Schülerinnen, die körperlich, geistig oder seelisch behindert oder von Behinderung bedroht sind, bei Bedarf im Schulalltag in Regel- oder Förderschulen.
ein hoher Bedarf an Dialogangeboten und Begleitung zum Aufbau eines Vertrauens gegenüber der Welt.
Wesentliche Zielsetzungen der Schulbegleitung sind die Unterstützung in lebenspraktischen Bereichen (z.B. bei körperlich-/geistiger Behinderungen: Toilettengang, An- und Ausziehen, Essen) und bei der Bewältigung der schulischen Anforderungen. Übergeordnetes Ziel ist es, durch stetige Fortentwicklung die Begleitung durch Integrationshelfer letztendlich entbehrlich zu machen.
Die Schulbegleitung kann entsprechend der persönlichen Erfordernisse des Schülers, Hilfen zur Strukturierung des Schulalltags, die Unterstützung bei der Aneignung von Lerninhalten, die Unterstützungen des Schülers in seiner Kommunikation und die Erweiterung seiner Sozialkompetenz umfassen, aber auch pflegerische Hilfeleistungen beinhalten.
Der Schulbegleiter ist grundsätzlich dem Schüler und nicht der Schülergruppe zugeordnet.
Die Schulbegleitung ist ein Mittel, um das grundlegende Recht der gesellschaftlichen Teilhabe im besonderen Teilhabefeld „Schule“ umzusetzen und verfolgt dabei folgende Ziele:
Menschen mit Behinderung ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen;
Menschen mit Behinderung zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.
Es geht dabei um die Sicherstellung des Schulbesuchs und Unterstützung des Lernens der Kinder.
Intervention bei aggressivem und autoaggressivem Verhalten
Begleitung bei der Bewältigung von inter- und intrapersonellen Konflikten
Unterstützung bei Autonomiebestrebungen und Selbstverwirklichung
bei Bedarf Frei- und Rückzugsräume anbieten und schaffen
Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Schulkameraden und Lehrkräften
Begleitung von Einzel- und Gruppenaktivitäten
Möglichkeiten zur Partizipation aufzeigen und Hilfestellungen zur Wahrnehmung dieser geben
Hinführung zu Regelverständnis und Akzeptanz
Assistenz im Bereich des schulischen Lernens:
Hilfestellung und Unterstützung hinsichtlich des Lerntempos, der notwendigen Arbeitsschritte und des Arbeitsverhaltens unter Berücksichtigung der besonderen Interessen und Fähigkeiten des Kindes
In der Zusammenarbeit mit Schule, anderen Institutionen und den Eltern ergeben sich unter anderem diese Aspekte:
Teilnahme an Teamsitzungen, Einbezug bei Planungen größerer Unterrichtsvorhaben, Projekten und Klassenfahrten
Dokumentation gemäß den Anforderungen des Jugendamtes
Austausch über das Behinderungsbild des Schülers oder der Schülerin
Einbringen von Ideen und praktischen Möglichkeiten der Umsetzung des Lernstoffes für die Schülerin oder den Schüler
Mitarbeit und Umsetzung von Hilfeplanzielen
Austausch mit dem Träger und mit dem Jugendamt
Mitwirkung zu einer effizienten Leistungserbringung z.B. durch „Poolen“ von Leistungen mehrerer Kinder an einem Schulstandort
Der Ort der Leitungserbringung orientiert sich am persönlichen Hilfebedarf des Kindes. In der Regel ist dies die Schule bzw. Zeiten in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Schulbesuch (z.B. Schulweg, Hortbesuch, Hausaufgaben).
Demnach liegt der zeitliche Rahmen zwischen 7 Uhr und 17 Uhr Montags bis Freitags.
Unterstützung bei der Beantragung der Schulbegleitung
Organisation von Einsatzplanung (Vertretungen etc.)
kontinuierliche Fallbesprechungen
regelmäßige Mitarbeitergespräche, Teamberatungen
Organisation und Bereitstellung von regelmäßigen Supervisionsangeboten
Organisation und Bereitstellung von Fortbildungsangeboten (z.B. Techniken zur Konfliktlösung)
Netzwerkarbeit (regelmäßigen Austausch mit Schule/Jugendamt/Eltern..., Austausch mit anderen Trägern)
Haltung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualitätsstandards
regelmäßige Auffrischung der ersten Hilfe am Kind
Die Schulbegleitung erfolgt durch in der Jugendhilfe erfahrene sozial- und heilpädagogische Fachkräfte (gem. § 72 SGB VIII) oder entsprechend geschulte Nichtfachkräfte (pädagogisches Basiswissen). Die Entscheidung der erforderlichen Qualifikation der Schulbegleiter/Innen erfolgt im Zusammenwirken der beteiligten Fachkräfte der Hilfeplanung.
Der Einsatz von Absolventinnen und Absolventen des freiwilligen sozialen Jahres erfolgt nach den Bestimmungen des Gesetzes über das freiwillig soziale Jahr.
Der Einsatz von Absolventinnen und Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes erfolgt nach den Bestimmungen des Gesetzes über den Bundesfreiwilligendienst.
Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses mindestens alle zwei Jahre
Angestrebt ist eine unbefristete Beschäftigung mit Jahresarbeitszeit
Büroarbeitsplatz zur Dokumentation und Aufbewahrung von Dokumenten
Persönliche Ausstattung an Büromaterial
Mobile Kommunikationsmittel (Laptop oder Tablet, Telefon)
Der Träger hat aus den Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (Kindergärten, Betreuung unbegleitete minderjähriger Ausländer) mit den zuständigen Fachämtern der Gemeinden und Landkreise aktive Vereinbarungen zum Kinderschutz und Verfahren nach § 8 a Abs. (2) SGB VIII.
Alle Beschäftigten, welche mit Kindern und Jugendlichen Arbeiten werden danach belehrt und müssen über ein eintragungsfreies erweitertes Führungszeugnis verfügen und dies spätestens nach Ablauf von zwei Jahren erneut aktuell vorlegen.
Ilka Dührkoop
Telefon: 03831 6660752
Telefax: 03831 6660759
Kontakt: integration@...

References: § 35
 § 36
 § 40
 § 47
 § 54
 § 72
 § 8