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Timestamp: 2019-08-20 19:37:26+00:00

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OLG Naumburg, 28.10.2008 - 9 U 39/08 - dejure.org
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OLG Naumburg, 28.10.2008 - 9 U 39/08 (https://dejure.org/2008,1760)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 28.10.2008 - 9 U 39/08 (https://dejure.org/2008,1760)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 28. Januar 2008 - 9 U 39/08 (https://dejure.org/2008,1760)
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§§ 123, 142, 535 BGB
Gewerberaummiete - Ladenlokal - Offenbarungspflicht des Mietinteressenten über öffentlichkeitswirksames Warensortiment - Szene-Textilien der Marke "Thor Steinar"
BGB § 123 Abs. 1; BGB § 535 Abs. 1
Textilienverkauf für rechtsextreme Szene ungefragt mitteilen! - Firmen / Gewerbe
Zu den Quellen der Allgemeinkundigkeit zählen neben Zeitungen und Nachschlagewerken sowie Hör- und Fernsehfunk auch Homepage-Abfragen im Internet (vgl. OLG Stuttgart…, Beschluss vom 3. Dezember 2008 - 20 W 12/08 - [juris Rdn. 261]), Internet-Enzyklopädien (vgl. OLG Naumburg, Urteil vom 28. Oktober 2008 - 9 U 39/08 - [juris Rdn. 48]) oder sonstige Erkenntnisse aus dem Internet (vgl. VG Magdeburg…, Urteil vom 3. Februar 2009 - 5 A 126/08 - [juris Rdn. 32]).
Das Berufungsgericht, dessen Entscheidung in NZM 2009, 128 veröffentlicht ist, hat zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt: Der Beklagte sei zur Räumung und Herausgabe verpflichtet.
Sofern das Kammergericht Rechtsfragen entscheidungserheblich anders beurteile als das OLG Naumburg im Urteil vom 28. Oktober 2008 zu 9 U 39/08, müsse die Revision zugelassen werden.
Das Landgericht hat rechtsfehlerfrei festgestellt, dass die Marke " ... " in der öffentlichen Meinung mit rechtsradikalen Gesinnungen in Verbindung gebracht wird, was im Übrigen auch dem Senat bekannt ist (vgl. auch OLG Naumburg OLGR 2009, 193, 194 - Anlage K 21; LG Leipzig, Urteil vom 13. November 2008 zu 01 O 325/08 - Anlage K 21; LG Magdeburg…, Urteil vom 13. Februar 2008 zu 5 O 1879/07, juris Rn. 67 - Anlage K 8).
Allerdings muss über Umstände aufgeklärt werden, die für die Willensbildung des anderen Teils offensichtlich von ausschlaggebender Bedeutung sind (vgl. BGH NJW 2004, 2674; NJW 2001, 64; NJW 1971, 1795, 1799; OLG Naumburg OLGR 2009, 193, 194;… Ellenberger in Palandt, BGB, 68. Aufl. 2009, § 123 Rn. 5 ff.;… Ahrens in Prütting/Wegen/Weinreich, BGB, 4. Aufl. 2009, § 123 Rn. 8;… Palm in Erman, BGB, 12. Aufl. 2008, § 123 Rn. 13;… Wendtland in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl. 2007, § 123 Rn. 11;… Jauernig, BGB, 12. Aufl. 2007, § 123 Rn. 5;… Kramer in Münchener Kommentar zum BGB, 5. Aufl. 2006, § 123 Rn. 16 f.;… Singer/von Finckenstein in Staudinger, BGB, Bearbeitung 2004, § 123 Rn. 10 f.;… Feuerborn in Anwaltkommentar BGB, 2005, § 123 Rn. 30 ff.;… Hefermehl in Soergel, BGB, 13. Aufl. 1999, § 123 Rn. 6).
Hinzu kommt, dass zwischen den Parteien ein Informationsgefälle bestand, weil die Beklagte wusste, was sie verkaufen wollte, die Klägerin dagegen nicht (vgl. OLG Naumburg OLGR 2009, 193, 194 f.).
Für Ursächlichkeit genügt es, dass der Getäuschte Umstände dartut, die für seinen Entschluss von Bedeutung sein konnten, und dass die arglistige Täuschung nach der Lebenserfahrung bei der Art des zu beurteilenden Rechtsgeschäfts Einfluss auf die Entschließung hat (vgl. BGH NJW 1995, 2361; OLG Naumburg OLGR 2009, 193, 195;… Kramer in Münchener Kommentar a.a.O. § 123 Rn. 12;… Baumgärtel/Laumen/Prütting a.a.O., § 123 Rn. 10).
Welche Marken letztendlich vertrieben werden, macht für den Vertragszweck keinen Unterschied (anders OLG Naumburg, NZM 2009, 128 f.).
LG Essen, 05.11.2009 - 6 O 236/09
Kein Räumungsanspruch mangels Aufklärungspflicht über Kundenkreis
Der entscheidende Unterschied zu der vorgelegten Entscheidung des OLG Naumburg vom 28.10.08, 9 U 39/08, liegt darin, dass die Beklagte den Klägern ausdrücklich den Namen der Modemarke mitgeteilt hat.

References: § 123
 § 535
 BGH 
 § 123
 § 123
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 § 123
 § 123
 § 123
 § 123
 § 123
 § 123
 BGH 
 § 123
 § 123