Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.02.2014&Aktenzeichen=I%20R%2056/12
Timestamp: 2019-12-09 04:41:32+00:00

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BFH, 26.02.2014 - I R 56/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,16121
BFH, 26.02.2014 - I R 56/12 (https://dejure.org/2014,16121)
BFH, Entscheidung vom 26.02.2014 - I R 56/12 (https://dejure.org/2014,16121)
BFH, Entscheidung vom 26. Februar 2014 - I R 56/12 (https://dejure.org/2014,16121)
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Betriebsausgabenabzug für Gründungsaufwand einer ausländischen festen Einrichtung - Anwendung des DBA VAE 1995 bei Partnerschaftsgesellschaft - mitunternehmerische Zurechnung
Betriebsausgabenabzug für Gründungsaufwand einer ausländischen festen Einrichtung; Anwendung des DBA VAE 1995 bei Partnerschaftsgesellschaft; mitunternehmerische Zurechnung
§ 4 Abs 4 EStG 2002, § 32b Abs 1 Nr 3 EStG 2002, § 180 Abs 1 Nr 2 Buchst a AO, § 180 Abs 5 Nr 1 AO, Art 3 Abs 1 Buchst b DBA VAE 1995
Betriebsausgabenabzug für Gründungsaufwand einer ausländischen festen Einrichtung
EuGH-Vorlage: Zur Einreihung einer Aminosäuremischung als Arzneiware oder Nährstoffzubereitung
Betriebsausgabenabzug für Gründungsaufwand einer ausländischen
Gründungsaufwand einer ausländischen festen Einrichtung
Ermittlung der ausländischen Erträge
Ermittlung der Betriebsstättengewinne
Bisherige Rechtsauffassung ohne Berücksichtigung des AOA
Die Abgrenzung im Einzelnen
Kurznachricht zu "Vergeblicher Gründungsaufwand für gescheiterte DBA-Betriebsstätten - BFH-Urteil vom 26. 2. 2014 - I R 56/12 bestätigt Auffassung der Finanzverwaltung" von WP/StB Prof. Dr. Gerhard Kraft, original erschienen in: NWB 2014, 2482 - 2485.
Kurznachricht zu "Betriebsausgaben bei gescheiterter Betriebsstättengründung im Drittland" von Prof. Dr. Adrian Cloer und Franziska Leich, original erschienen in: IWB 2014, 660 - 664.
Kurznachricht zu "Kein Betriebsausgabenabzug für Gründungsaufwand einer ausländischen festen Einrichtung" von M.Sc. Christian Kahlenberg, original erschienen in: StuB 2014, 770 - 774.
BFHE 245, 143
DB 2014, 1589
BStBl II 2014, 703
NZG 2014, 1152
Da die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die Änderung des angefochtenen Bescheids unberührt geblieben sind, bedarf es keiner Zurückverweisung der Sache gemäß § 127 FGO (z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 - I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
Da die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die Änderung des angefochtenen Bescheids unberührt geblieben sind, bedarf es keiner Zurückverweisung der Sache gemäß § 127 FGO (z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
Da die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die Änderung der angefochtenen Bescheide unberührt geblieben sind, bedarf es keiner Zurückverweisung der Sache gemäß § 127 der Finanzgerichtsordnung --FGO-- (z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
ccc) Dem Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12 (BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703), das unter B.II.3.b ausführt, eine von einer Freiberuflergesellschaft unterhaltene feste Einrichtung werde den Gesellschaftern wie deren feste Einrichtung zugerechnet, ist insoweit nichts Abweichendes zu entnehmen.
Dabei kommt es f?r die abkommensrechtliche Abgrenzung der Betriebsst?tteneink?nfte auf das der jeweiligen Betriebsst?tte tats?chlich zuzuordnende Verm?gen und das in ihr erwirtschaftete Ergebnis an (…sog. Veranlassungsprinzip vgl. BFH-Urteile vom 28.10.2009 - I R 99/08, BStBl II 2011, 1019 Rn. 27 und I R 28/08, BFH/NV 2010, 432, Rn. 57 und 59 mit Verweis auf BFH-Urteil vom 17.08.2008 - I R 7/06, BStBl II 2009, 464, und vom 26.02.2014 - I R 56/12, BStBl II 2014, 703).
Mit Urteil vom 26.02.2014 (I R 56/12, BStBl II 2014, 703) hat der BFH zudem entschieden, dass Aufwendungen im Zusammenhang mit einer sp?ter im au§ereurop?ischen Ausland noch zu errichtenden festen Betriebsst?tte bei der Ermittlung der inl?ndischen Eink?nfte nicht zum Betriebsausgabenabzug f?hren, da der Aufwand durch die in Aussicht genommene T?tigkeit im Ausland veranlasst sei.
Eine veranlassungsbezogene Zuordnung setze einen konkreten Objektbezug nicht zwingend voraus (BFH-Urteil vom 26.02.2014 - I R 56/12, a.a.O., Rn. 20).
(bb) Entgegen der Auffassung des Beklagten setzt die Bestimmung des Art. 7 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 DBA-Belgien ebenso wie die weitgehend identische Regelung des Art. 7 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 OECD-MA vor der Reform des OECD Musterabkommens im Jahre 2010 f?r die Zuordnung der Eink?nfte nicht voraus, dass die Betriebsst?tte zur Zeit der Realisierung der (nachtr?glichen) Eink?nfte noch besteht (…so ausdr?cklich zu Art. 7 DBA-Belgien BFH-Urteil v. 28.10.2009 I R 99/08, a.a.O.; zuletzt BFH-Urteil vom 26.02.2014 - I R 56/12, a.a.O., m.w.N., Rn 21;… a.A. Wassermeyer, Doppelbesteuerung Kommentar, Stand M?rz 2014, Art. 7 MA Rn. 178).
Diese Zuordnung folgt wie vorstehend ausgef?hrt nach st?ndiger Rechtsprechung des BFH ausschlie§lich anhand des sog. Veranlassungsprinzips unter Anwendung wirtschaftlich-funktionaler Grunds?tze (vgl. BFH-Urteil vom 26.02.2014 - I R 56/12, a.a.O., m.w.N.).
Da die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die Änderung des angefochtenen Bescheids unberührt geblieben sind, bedarf es keiner Zurückverweisung der Sache gemäß § 127 der Finanzgerichtsordnung --FGO-- (z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
Jene Feststellung kann mit der Einkünftefeststellung des § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO a.F. verbunden werden (z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703, m.w.N.).
Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats (…vgl. z.B. Senatsurteile in BFHE 227, 83, BStBl II 2011, 1019, und in BFH/NV 2010, 432; in BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703;… Senatsbeschluss vom 10. Juni 2010 I B 186/09, BFH/NV 2010, 1864) und daran ist uneingeschränkt festzuhalten.
Zurückverweisung im Revisionsverfahren
NV: Ergeht im Revisionsverfahren ein Änderungsbescheid, kann von der Zurückverweisung an das FG (§ 127 FGO) abgesehen werden, wenn die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die späteren Änderungen des angefochtenen Bescheids unberührt geblieben sind (ständige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
Denn eine solche Verfahrensweise setzt voraus, dass die vom FG festgestellten tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die späteren Änderungen des angefochtenen Bescheids unberührt geblieben sind (s. z.B. Senatsurteile vom 7. September 2011 I R 12/11, BFHE 235, 225, BStBl II 2012, 194; vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).
Die während des Revisionsverfahrens ergangenen Bescheide sind an die Stelle der ursprünglich angefochtenen Bescheide getreten und nach § 68 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Gegenstand des anhängigen Verfahrens geworden (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 26. Februar 2014 I R 56/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703).

References: § 4
 § 32
 § 180
 § 180
 § 127
 § 127
 § 127
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 7
 § 127
 § 180
 § 68