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Timestamp: 2018-01-19 17:38:32+00:00

Document:
BSG, 19.06.2015 - B 14 AS 76/15 B | anwalt24.de
Beschl. v. 19.06.2015, Az.: B 14 AS 76/15 B
Referenz: JurionRS 2015, 20262
Aktenzeichen: B 14 AS 76/15 B
LSG Berlin-Brandenburg - 19.03.2015 - AZ: L 20 AS 1902/13
SG Berlin - AZ: S 107 AS 20367/12
BSG, 19.06.2015 - B 14 AS 76/15 B
Az: B 14 AS 76/15 B
L 20 AS 1902/13 (LSG Berlin-Brandenburg)
S 107 AS 20367/12 (SG Berlin)
Der 14. Senat des Bundessozialgerichts hat am 19. Juni 2015 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. V o e l z k e sowie die Richter Prof. Dr. B e c k e r und Dr. S c h ü t z e
Der Antrag des Klägers, ihm zur Durchführung des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 19. März 2015 Prozesskostenhilfe zu bewilligen und einen Rechtsanwalt beizuordnen, wird abgelehnt.
1. Der am 28.4.2015 beim Bundessozialgericht (BSG) durch Einreichung des Formulars zur Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse gestellte Antrag des Klägers, ihm zur Durchführung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem vorgenannten Urteil des Landessozialgerichts (LSG), das ihm am 27.3.2015 zugestellt wurde, Prozesskostenhilfe (PKH) unter Beiordnung eines Rechtsanwalts zu bewilligen, ist abzulehnen.
Voraussetzung für die Bewilligung von PKH und der damit verbundenen Beiordnung eines Rechtsanwalts ist es, dass sowohl der (grundsätzlich formlose) Antrag auf PKH als auch die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der für diese gesetzlich vorgeschriebenen Form (§ 73a Abs 1 Sozialgerichtsgesetz [SGG], § 117 Abs 2 und 4 Zivilprozessordnung [ZPO]), dh mit dem durch die PKH-Formularverordnung vom 6.1.2014 (BGBl I 34) eingeführten Formular, bis zum Ablauf der Beschwerdefrist eingereicht werden. Das ist hier nicht geschehen. Der Kläger hat seine Erklärung erst am 28.4.2015 und damit erst nach Ablauf der einmonatigen Beschwerdefrist, die am Montag den 27.4.2015 endete (§ 160a Abs 1, § 64 Abs 2, § 63 Abs 2 SGG, §§ 177, 180 ZPO), vorgelegt.
2. Die vom Kläger persönlich beim BSG erhobene Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem bezeichneten Urteil des LSG ist schon deshalb nach § 160a Abs 4 Satz 1 iVm § 169 SGG als unzulässig zu verwerfen, weil sie nicht den zwingenden gesetzlichen Vorschriften des § 73 Abs 4 SGG über den Vertretungszwang beim BSG entspricht. Auch auf diese Zulässigkeitsvoraussetzung hat das LSG den Kläger in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Urteils und die Geschäftsstelle des Senats mit Schreiben vom 15.4.2015 ausdrücklich hingewiesen.

References: § 117
 § 64
 § 63
 § 160
 § 169
 § 73