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Timestamp: 2020-01-25 01:59:42+00:00

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BAG, 13.03.2007 - 9 AZR 433/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,270
BAG, 13.03.2007 - 9 AZR 433/06 (https://dejure.org/2007,270)
BAG, Entscheidung vom 13.03.2007 - 9 AZR 433/06 (https://dejure.org/2007,270)
BAG, Entscheidung vom 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 (https://dejure.org/2007,270)
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Verlagerung einer Betriebsabteilung - Versetzung
Wirksamkeit von Versetzungen bei Verlagerung einer Betriebsabteilung aufgrund der Zentralisierung des Rechnungswesens; Entfaltung einer präjudiziellen Wirkung der Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats zu den Versetzungen der Kläger zu Lasten der von den personellen ...
Versetzung von Personal in eine Filiale?
Arbeitsrecht - Einsatz an einem Ort - zulässig oder nicht?
Arbeitsvertragliche Versetzungsklausel in einem Formulararbeitsvertrag
arbrb.de , S. 7 (Entscheidungsbesprechung)
§ 307 BGB; § 106 Satz 1 GewO
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 3089/04
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 3530/04
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 4362/04
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 4483/04
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 4486/04
ArbG Frankfurt/Main, 07.12.2004 - 18 Ca 4571/04
LAG Hessen, 13.01.2006 - 13 Sa 220/05
DB 2007, 1985
b) Auf die Wirksamkeit des Versetzungsvorbehalts kommt es daher nicht an, auch wenn vieles dafür spricht, dass die Annahme des Landesarbeitsgerichts zutrifft, die Klausel halte einer Kontrolle am Maßstab der §§ 305 ff. BGB stand (vgl. zu einer ähnlichen Klausel BAG 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 41) .
(3) Die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Weisung im Rahmen der gesetzlichen, arbeitsvertraglichen und kollektiv-rechtlichen Grenzen erfolgt ist, trägt der Arbeitgeber (vgl. BAG 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 81) .
Besondere Umstände müssen als Ausdruck eines entsprechenden Bindungswillens des Arbeitgebers aufzufassen sein (BAG 13.03.2007 - 9 AZR 433/06, Rdnr. 50 f., AP Nr. 26 zu § 307 BGB;… MünchArbR/Reichold, 3. Aufl., § 36 Rdnr. 16;… Tettinger/Wank/Ennuschat, Gewerbeordnung, 8. Auflage, § 106 GewO Rdnr. 24).
Die Klausel ist nicht gemäß § 308 Nr. 4 BGB unwirksam, da die Vorschrift nur einseitige Bestimmungen hinsichtlich der Leistungen des Verwenders erfasst (BAG 13.03.2007 - 9 AZR 433/06, Rdnr. 37, AP Nr. 26 zu § 307 BGB).
Sie hat einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen beider Vertragspartner herbeizuführen (vgl. zur Zuweisungsklausel "nach Leistungen und Fähigkeiten" BAG 13.03.2007 a.a.O. Rdnr. 41).
Unter Berücksichtigung des Besonderheiten des Arbeitsrechts, § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB, sind Weisungsklauseln als Instrumente der Flexibilisierung und Anpassung an geänderte Verhältnisse nicht grundsätzlich unangemessen, zumal der Arbeitnehmer im Falle einer betriebsbedingten Kündigung für die ihm abverlangte Flexibilität einen größeren Schutz bei der Sozialauswahl erlangt (BAG 13.03.2007 a.a.O. Rdnr. 41, 42).
Eine Klausel, die die Gleichwertigkeit der übertragenen Tätigkeit voraussetzt, stellt keine Abweichung von § 106 Satz 1 GewO dar (…BAG 13.04.2010 - 9 AZR 36/09, Rdnr. 24 ff., AP Nr. 45 zu § 307 BGB; BAG 13.03.2007 a.a.O. Rdnr. 41).
Entscheidender Zeitpunkt für die Beurteilung, ob der Arbeitgeber bei der Ausübung seines Weisungsrechts die Grenzen billigen Ermessens gewahrt hat, ist der Zeitpunkt der Ausübung des Direktionsrechts (BAG 13.03.2007 - 9 AZR 433/06, Rdnr. 81, AP Nr. 26 zu § 307 BGB;… BeckOK-GewO/Hoffmann/Schulte, Stand: 01.10.2015, § 106 GewO, Rdnr. 96).
Die im Arbeitsrecht geltenden Besonderheiten sind gemäß § 310 Abs. 4 Satz 2 angemessen zu berücksichtigen (BAG 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 39 f., AP BGB § 307 Nr. 26;… vgl. 11. April 2006 - 9 AZR 557/05 - Rn. 33, BAGE 118, 22) .
Eine unangemessene Benachteiligung hat das Bundesarbeitsgericht verneint, wenn eine Zuweisung nur entsprechend der Leistungen und Fähigkeiten des Arbeitnehmers erfolgen sollte, worin das billige Ermessen und die Abwägung der beiderseitigen Interessen zum Ausdruck kam (BAG 13.03.2007 - 9 AZR 433/06, AP Nr. 26 zu § 307 BGB Rn. 41).
Dagegen erfordert auch die Verpflichtung zur transparenten Vertragsgestaltung gem. § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht, dass die Klausel Hinweise auf den Anlass der Ausübung des Weisungsrechts enthält (vgl. BAG 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 44 ff., AP BGB § 307 Nr. 26).
Nur beim Hinzutreten besonderer Umstände, aufgrund derer der Arbeitnehmer darauf vertrauen darf, dass er nicht in anderer Weise eingesetzt werden soll, kann es durch konkludentes Verhalten zu einer vertraglichen Beschränkung der Ausübung des Direktionsrechts kommen (vgl. BAG 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 50, aaO; 11. April 2006 - 9 AZR 557/05 - Rn. 47, BAGE 118, 22) .
Vertrauensschutz hat der Gesetzgeber damit nur bis zum 31. Dezember 2002 eingeräumt (Senat 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 34, AP BGB § 307 Nr. 26).
Vielmehr müssen besondere Umstände hinzutreten, aufgrund derer der Arbeitnehmer erkennen kann und vertrauen darf, dass er nicht in anderer Weise eingesetzt werden soll (Senat 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 50, AP BGB § 307 Nr. 26).
LAG Rheinland-Pfalz, 07.03.2008 - 6 Sa 680/07
LAG Schleswig-Holstein, 10.10.2013 - 4 Sa 106/13
Versetzung, Arbeitsort, Direktionsrecht, Diakonie
LAG Berlin-Brandenburg, 08.05.2008 - 18 Sa 164/08
Einschränkungen des Direktionsrecht des Arbeitgebers i.R.d. Versetzung eines …
ArbG Cottbus, 29.02.2012 - 2 Ca 1541/11
Gleichbehandlung und Vergleichbarkeit

References: § 307
 § 106
 § 307
 § 36
 § 106
 § 308
 § 307
 § 310
 § 106
 § 307
 § 307
 § 106
 § 310
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307
 § 307