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Timestamp: 2020-04-03 11:50:15+00:00

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Rechtsprechung: NJW 2006, 3504 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Dresden, 27.07.2005 | OLG Frankfurt, 20.06.2006
https://dejure.org/2005,4499
OLG Dresden, 27.07.2005 - 20 WF 337/05 (https://dejure.org/2005,4499)
OLG Dresden, Entscheidung vom 27.07.2005 - 20 WF 337/05 (https://dejure.org/2005,4499)
OLG Dresden, Entscheidung vom 27. Juli 2005 - 20 WF 337/05 (https://dejure.org/2005,4499)
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Wahrung der Anfechtungsfrist des § 1600b Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB); Sinn und Zweck der Hemmungsregelung; Vorliegen einer die Fristhemmung auslösenden höheren Gewalt
Voraussetzungen für die Wahrung der Anfechtungsfrist des § 1600b Abs. 1 BGB
Abstammungsprozess: Wahrung der Anfechtungsfrist des § 1600b BGB
AG Hoyerswerda, 04.04.2005 - 2 F 103/05
NJW 2006, 3504 (Ls.)
NJW-RR 2006, 1156
NJ 2005, 503
FamRZ 2006, 55
Von der Notwendigkeit einer derartigen einschränkenden Auslegung geht der Senat - dessen Urteil im Schrifttum im Ergebnis durchweg auf Zustimmung gestoßen ist (vgl. Dölling JR 2005, 519; Saliger/Sinner NJW 2005 1073, 1075 f.; ferner auch - mehr oder weniger kritisch zum Begründungsweg - Korte NStZ 2005, 512, 513 und Kargl JZ 2005, 503, 512, gegen die Kritik Dölling aaO S. 520) - auch nach erneuter Prüfung aus.
Im Gegensatz zur früheren Rechtsprechung verlangt die Norm zum Eintritt der Hemmungswirkung lediglich die Antragstellung und die Veranlassung der Bekanntgabe (…Bamberger/Roth-Henrich Beck'scher Online-Kommentar § 204 BGB Rz. 46;… Grothe in Münchner Kommentar zum BGB 6. Aufl. 2012 § 204 BGB Rz. 66; so auch OLG Dresden 27.7.2005 - 20 WF 337/05 -).
https://dejure.org/2006,4737
OLG Frankfurt, 20.06.2006 - 6 W 102/06 (https://dejure.org/2006,4737)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20.06.2006 - 6 W 102/06 (https://dejure.org/2006,4737)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20. Juni 2006 - 6 W 102/06 (https://dejure.org/2006,4737)
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Terminsgebühr; Kostenwiderspruch; schriftliches Verfahren
Erstattung einer Termingebühr ; Entschiedung über einen Kostenwiderspruch im schriftlichen Verfahren
ZPO § 91 § 128 Abs. 3; RVG -VV Nr. 3104 I Nr. 1 VV
LG Frankfurt/Main - 3 O 107/05
NJW-RR 2006, 1438
MDR 2007, 56
Dem gemäß hat das Beschwerdegericht in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung anderer Instanzgerichte (vgl. OLG Karlsruhe, JurBüro 2005, 596 und NJW-RR 2007, 503; OLG Frankfurt JurBüro 2006, 532) zu Recht angenommen, dass bei Kostenentscheidungen nach § 91a ZPO im Hinblick auf §§ 128 Abs. 3, 4 ZPO keine Terminsgebühr des Rechtsanwalts anfällt, wenn nicht ausnahmsweise eine mündliche Verhandlung stattfindet (…ebenso Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., § 91a Rn. 59).
Bei dieser Situation ist eine Ausweitung der Ausnahmebestimmung auf diesen Fall im Wege der Analogie nicht möglich (vgl. auch OLG Karlsruhe NJW-RR 2007, 503 f.; OLG Frankfurt JurBüro 2006, 532 f.).
Erfallen der Verfahrens- und der Terminsgebühr im Verfahren über die …
bb) Hier kommt eine Terminsgebühr schon deswegen nicht in Betracht, weil sie nicht entsteht, wenn eine mündliche Verhandlung nicht vorgeschrieben ist und das Gericht durch Beschluss entscheidet (vgl. OLG Frankfurt NJW-RR 2006, 1438; OLG Karlsruhe, Beschl. v. 29. September 2006, 16 WF 115/06, zitiert nach juris; OLG München AnwBl. 2006, 147).
Die Rechtsbeschwerden der Beklagten gegen die Beschlüsse des 6. Zivilsenats des Brandenburgischen Oberlandesgerichts in Brandenburg vom 18. August 2006 - Aktenzeichen: 6 W 101/06 und 6 W 102/06 - werden auf ihre Kosten zurückgewiesen.
a) Eine Terminsgebühr nach Vorbemerkung 3 Abs. 3 Alt. 3 VV RVG entsteht nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Beschlüsse vom 1. Februar 2007 - V ZB 110/06, NJW 2007, 1461 Rn. 19 …und vom 15. März 2007 - V ZB 170/06, NJW 2007, 2644 Rn. 7; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 13. Dezember 2011 - II ZB 4/11, juris Rn. 8; ferner OLG Frankfurt am Main NJW-RR 2006, 1438; OLG Karlsruhe, NJW-RR 2007, 503, 504; OLG München, AnwBl. 2006, 147;… Mayer in Mayer/Kroiß, RVG, 4. Aufl., Nr. 3104 VV Rn. 26) nicht, wenn für das betreffende Verfahren eine mündliche Verhandlung nicht vorgeschrieben ist und das Gericht durch Beschluss entscheidet.
Eine Terminsgebühr entsteht nicht, wenn das Gericht über einen auf die Kosten beschränkten Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung im schriftlichen Verfahren nach § 128 Abs. 3 ZPO durch Urteil entscheidet (Anschluss an OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 20. Juni 2006 - 6 W 102/06 -, RVG-Letter 2006, 88 = MDR 2007, 56 = AGS 2007, 70; Beschluss vom 30. Oktober 2006 - 6 W 181/06 -, GRUR-RR 2007, 62 = RVGreport 2007, 146).
Diese Vorschrift findet auch auf den sogenannten Kostenwiderspruch Anwendung (OLG Frankfurt, MDR 2007, 56; GRUR-RR 2007, 62, 63).
Bei dieser Situation ist eine Ausweitung der Ausnahmebestimmung auf diesen Fall im Wege der Analogie nicht möglich (vgl. auch OLG Karlsruhe NJW-RR 2007, 503; OLG Frankfurt/M. JurBüro 2006, 532).

References: § 1600
 § 1600
 § 1600
 § 204
 § 204
 § 91
 § 128
 § 91
 § 91
 § 128