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Timestamp: 2018-04-26 05:57:25+00:00

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Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology - VA Staat Vatikanstadt, Estado de la Ciudad del Vaticano, État de la Cité du Vatican, Stato della Città del Vaticano, State of the Vatican City - Redewendung, Expresión, Expression, Locuzione, Idiom
VA Staat Vatikanstadt, Estado de la Ciudad del Vaticano, État de la Cité du Vatican, Stato della Città del Vaticano, State of the Vatican City
Redewendung, Expresión, Expression, Locuzione, Idiom
ab ovo ad malum (W3)
Lat. "ab ovo ad malum" = dt. "von A bis Z", wörtlich "Vom Ei bis zum Apfel" bezieht sich auf die Speisefolge der Römer, die mit "Ei" oder "Eierspeisen" begann und mit einem "Apfel" endete.
(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_04
AB OVO AD MALUM – Vom Ei bis zum Apfel
Fruamur deliciis! Wenn Sie sich wie die Teilnehmer und Besucher der feierlichen Siegerehrung beim Bundesbewerb Latein/Griechisch 2006 in Kremsmünster an Köstlichkeiten aus der römischen Küche ergötzen wollen, wünschen wir Ihnen viel Freude beim Nachkochen und Dekorieren! Wir haben die Teller mit einem Zitat verziert, das mit unserem „von A bis Z“ zu vergleichen ist. Viele Vorspeisen wurden mit "Ei" ("ovum") zubereitet, Obst, speziell der "Apfel" ("malum"), war eine beliebte Nachspeise, daher "ab ovo ad malum".
ad usum delphini (W3)
Als lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini", frz. "à l'usage du dauphin", kennzeichnete man früher jugendfreie Fassungen von Büchern. Diese wurden (sicherlich aber nicht zum ersten Mal) zur Benutzung durch den "Dauphin", lat. "delphinus", den Kronprinzen von Frankreich hergestellt.
Die Redewendung lat. "ad usum delphini" oder "in usum delphini" bezieht sich auf die Bezeichnung frz. "Dauphin" (lat. "Delphinus"), die von 1349 bis 1830 die Kronprinzen, also die französischen Thronfolger bezeichnete. Die Bezeichnung frz. "Dauphin" wiederum bezieht sich auf die historische französische Landschaft "Dauphiné" im Burgund. Diese Landschaft war traditionell der erste Besitz der französischen Thronfolger.
Das geschichtliche Vorspiel geht zurück ins 12. Jh.. Der Beiname frz. "Dauphin" bezog sich auf die Grafen von Albon, dann wurde frz. "Dauphin" zum Titel der Grafen von Vienne, deren Land, die "Dauphiné" im Jahr 1349 an die französische Krone fiel. In diesem Jahr 1349 verkaufte der letzte "Dauphin" die "Dauphiné" an die französische Krone. Diese bestimmte die "Dauphiné" zur Ausstattung (Apanage) des Thronfolgers, verlieh sie aber bald nicht mehr und vereinte sie 1560 mit der Krondomäne.
Die Bezeichnung frz. "Dauphin" bezog sich also zunächst auf den Herrscher der "Dauphiné". Diese wurde ab 1349 dem französischen Thronfolger als Apanage (zu lat. "ad" = dt. "zu", "hinzu" und lat. "panis" = dt. "Brot"), als Zubrot, überlassen, wodurch dieser standardmäßig zum "Dauphin" wurde. Und schließlich bezeichnete frz. "Dauphin" den französischen Thronfolger - und zwar ab 1560 auch unabhängig vom Besitz der "Dauphiné".
Damit war der Weg frei zur Bildung der Redewendung lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini", frz. "à l'usage du dauphin". Im Jahr 1668 ließ der von Ludwig XIV. zum Gouverneur des Dauphin ernannte Herzog von Montausier (1610-90) von Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Text weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt wurden. Es entstand also eine spezielle, "entschärfte" Ausgabe "zum Gebrauch des Dauphins". Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.
Bleibt nur noch die Frage, wie die französische Landschaft "Dauphiné" zu ihrem Namen kam.
Es wird vermutet, dass der Graf von Vienne (Comte de Viennois), Guige IV, im 1100, sich und seinen ersten Sohn, zu Ehren eines Heiligen aus dem IV. Jh., auf den Namen "Dauphin" taufte. Bis zum 13. Jh. entwickelte sich "Dauphin" zum Synonym für "Graf", frz. "Comte". Und das Besitztum des Comte "Dauphin" wurde zum "Dauphiné".
Zu erwähnen wäre auch noch, dass das Wappen der "Comtes de Vienne" bzw. "Grafen der Dauphiné" seit 1063 einen "Delphin" im goldenen Schild führten.
Aber anscheinend ist die genaue Entwicklung vom "Delphin", "Delfin", zum frz. "Dauphin" = frz. "Thronfolger" bzw. zur Bezeichnung der Region "Dauphiné" noch nicht abschließend geklärt und wird immer noch diskutiert.
In dem Werk "Trésor du terroir" von Roger Brunet findet man an zwei Stellen etwas zur Namensgebung von "Dauphiné" bzw. "Dauphin":
S.121:
"Dauphin" fut un titre, porté notamment par le premier fils et futur successeur du roi. Le terme semble avoir été le surnom donné au premier fils du comte de Viennois, Guige IV, vers 1100, peut-être en hommage à un saint du IVeme siècle; il s'est ensuite étendu au comté à la fin du XIIIeme siècle puis à d'autres descendants titrés en "Dauphiné" et en Auvergne, a été considéré comme équivalent de "comte", puis est devenu un NP [Nom Personel (?)]. Outre le "Dauphiné" même, et la contrée du Bas-Dauphiné, le conservent les communes de "Dauphin" 04 et "Mont-Dauphin" 05, d'assez nombreux lieux-dits le "Dauphin", deux "Mont-Dauphin" à Colembert 62 et Barney 71, trois "Pont Dauphin" et, par la famille royale, la "Porte Dauphine" à Paris et la "Route Dauphine" dans les Yvelines.
S. 547:
Le "Dauphiné" vient du prénom d'un héritier du Comte de Vienne (début du XIIeme siecle), avant de devenir apanage du fils du roi de France; le prénom était alors rare, et peut-être importé par la mère, anglaise, du premier "Dauphin"; mais le sujet reste discuté.
(E?)(L?) http://anw.inl.nl/article/ad usum delphini
(E?)(L?) http://latinum.tantalosz.de/
"Ad usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin. (Ein Werk, das für den Schulunterricht von anstößigen Stellen gereinigt wurde, Ausgaben griechischer/lateinischer Klassiker, die Ludwig XIV. für seinen Kronprinzen hatte fertigen lassen.)
"Delphinum cauda alligas": Er hält den Delphin am Schwanz (etwas verkehrt anfangen, am falschen Ende anpacken).
"In (ad) usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphins.
"In usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin.
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/A
25 Ad usum Delphini
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=ad usum delphini
Dt. "ad usum delphini" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.
(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#ad usum delphini
This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.
Erstellt: 2017-08
Acta est fabula, plaudite! (W3)
Das lat. "acta" = dt. "das Verhandelte", "die Ausführungen", "der Vorgang", geht zurück auf lat. "agere" = dt. "in Bewegung setzen", "führen", "lenken", "ausführen", "betreiben", und insbesondere "Theater aufführen". Lat. "fabula" steht für dt. "Gerede", "Tagesgespräch", "Unterhaltung", "Erzählung", und lat. "fabula docet" bedeutet dt. "die Geschichte lehrt". Zusammen mit lat. "plaudere" = dt. "klopfen", "klatschen", "applaudieren" ergibt sich also die Aufforderung: "Das Spiel ist vorbei, spendet Beifall".
(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/db/acta_est_fabula.php
"Acta est fabula"
Der gelangweilte Chef der Sichelschieberbande Gracchus Überdrus kommentiert mit dem als letzte Worte von Augustus auf dem Sterbebett überlieferten Zitat ("Das Geschehene ist eine Fabel", im Sinne von "Vorbei ist vorbei") die Entdeckung seiner Machenschaften auf Seite 43 des Abenteuers "Die goldene Sichel" im Zusammenhang mit der Entführung von Talentix und dem schwunghaften Handel mit goldenen Sicheln.
Bossix kann die Gelassenheit seines Chefs überhaupt nicht ertragen und antwortet ironisch, dass das genau der richtige Moment wäre, Latein zu reden und sich den Bauch vollzuschlagen!
Das Spiel ist aus (wörtlich, die Geschichte ist vorbei), Applaus!
(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases_(A)
acta est fabula plaudite
The play has been performed; applaud!
Common ending to ancient Roman comedies; Suetonius claimed in The Twelve Caesars that these were the last words of Augustus; Sibelius applied them to the third movement of his String Quartet No. 2, so that his audience would recognize that it was the last one, because a fourth would be ordinarily expected.
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Acta est fabula, plaudite
Dt. "Acta est fabula, plaudite!" taucht in der Literatur um das Jahr 1740 auf.
Erstellt: 2018-03
condicio sine qua non (W3)
Die Redewendung lat. "conditio sine qua non" oder "condicio sine qua non" (übernommen im 17. Jh.) = dt. "Bedingung, ohne die nicht" bezeichnet eine "unerläßliche Bedingung", "unerlässliche Voraussetzung", eine Bedingung, die absolut vorausgesetzt wird.
lat. "condicio" = dt. "Aufgabe", "Bestimmung", "Beruf", "Verhältnis", "Lage", "Zustand", "Stellung", "Stand", "Beschaffenheit", "Rechtsverhältnis", "Verabredung", "Übereinkunft", "Vertrag", "Vergleich", "Bedingung", "Vorschlag", "Antrag", "Anerbieten", "Heiratsvertrag", "Partie", "Liebesverhältnis"
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/der/DERC.pdf
"condicio", lat., F., "Bedingung", zu lat. "condicere", V., "verabreden", zu lat. "cum", "con", Präp., Präf., "mit", lat. "dicere", V., "sagen", "sprechen"
"condicio sine qua non", lat., "Bedingung ohne die nicht", 18. Jh. (Rohr 1718)
"condictio", lat., "Ansagung", (im römischen Recht) besondere Verfahrensart des Legisaktionenverfahrens bzw. Formularverfahrens in der u.a. auch eine nichtgeschuldete Leistung (indebitum) zurückverlangt werden kann, zum PPP. "condictus" von lat. "condicere", V., "verabreden", zu lat. "cum", "con", Präp., Präf., "mit", lat. "dicere", V., "sagen", "sprechen"
"conditio", s. "condicio"
(E?)(L?) http://www.oedilf.com/db/Lim.php?Word=condicio sine qua non
Limericks on "condicio sine qua non"
(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/C#Condicio_sine_qua_non
"Condicio sine qua non"
Die "Condicio-sine-qua-non-Formel" (von lat. "condicio sine qua non"; "Bedingung, ohne die nicht") ist eine Methode in der Rechtswissenschaft und Rechtspraxis sowie der Philosophie, mit der festgestellt wird, ob ein Vorgang oder eine Handlung ursächlich für eine bestimmte Tatsache ist.
Die Beurteilung der Kausalität ist zum Beispiel von Bedeutung im Strafrecht und im Schadenersatzrecht.
(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases_(C)
"condicio sine qua non" - "condition without which not"
A required, indispensable condition. Commonly mistakenly rendered with "conditio" ("seasoning" or "preserving") in place of "condicio" ("arrangement" or "condition").
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=condicio sine qua non
Dt. "condicio sine qua non" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.
conditio sine qua non (W3)
(E?)(L?) http://www.blueprints.de/wortschatz/von-canossa-gang-bis-dulzinea/conditio-sine-qua-non.html
(lat. "Bedingung, ohne die nicht") Mit "conditio sine qua non" bezeichnet man eine Bedingung, von der nicht abgesehen werden kann bzw. von der man nicht abgehen will.
In der Rechtswissenschaft und Rechtspraxis sowie der Philosophie ist die Condicio-sine-qua-non-Formel eine Methode, mit der festgestellt wird, ob ein Vorgang oder eine Handlung ursächlich für eine bestimmte Tatsache ist.
(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/db/conditio_sine_qua_non.php
"...unter der vorraussetzenden (unerlässlichen) Bedingung" nichts über Atlantis zu erzählen, können Miraculix, Asterix und Obelix diese Insel nach dem Hinweis des Hohepriesters Guanchott, der diese Bedingung setzt, verlassen. Sie hatten sich in "Obelix auf Kreuzfahrt" in der Hoffnung dort Obelix' Wachstumsprobleme in den Griff zu bekommen auf den langen Weg gemacht.
Wörtlich übersetzt bedeuten die lateinischen Worte "Eine Bedingung, ohne die nicht ...". Eine Übersicht über alle Zitate aus den Asterix-Heften bietet die Zusammenstellung der Asterix-Zitate.
(E?)(L?) https://neueswort.de/conditio-sine-qua-non/
Die Phrase "Conditio sine qua non" beschreibt eine "unabdingbare Voraussetzung" bzw. eine "notwendige Bedingung". Die wortwörtliche Übersetzung des Lateinischen lautet "condicio" ("Bedingung"), "sine" ("ohne"), "qua" ("die") und "non" ("nicht").
(E?)(L?) http://www.oedilf.com/db/Lim.php?Word=conditio sine qua non
Limericks on "conditio sine qua non"
(E?)(L?) http://www.owid.de/artikel/405853?module=dfwb&pos=3
F. (-; ohne Pl.), im frühen 17. Jh. übernommen aus gleichbed. lat. "conditio sine qua non", eigentlich "Bedingung, ohne die (etwas) nicht (geschehen kann)" (zu "conditio" in seiner Bed. "Bedingung", "Voraussetzung"; ? "Kondition"), früher vereinzelt auch in flekt. Form.
Zunächst als Terminus der Logik (als Bezeichnung einer notwendigen Bedingung) und des Rechtswesens (als Bezeichnung für einen äquivalenten Kausalzusammenhang), dann allgemeiner und bildungsspr. in der Bed. "notwendige Bedingung, ohne die etwas anderes nicht eintreten kann", "unerläßliche Voraussetzung für etwas", gelegentlich in der Wendung "etwas ist eine conditio sine qua non".
(E?)(L?) http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?title=Conditio%20sine%20qua%20non&tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=193&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&cHash=f262dc62d9df55c24494c08e37563c2e
Umgekehrt gilt aber nicht, dass aus dem Gegebensein von A auch notwendigerweise B folgen muss. So ist z.B. die Sonnenwärme eine notwendige Bedingung für das Pflanzenwachstum, jedoch für sich allein nicht hinreichend, damit Wachstum zustande kommt.
(E3)(L1) http://www.textlog.de/kirchner.html
(E?)(L?) www.textlog.de/1525.html
Friedrich Kirchner - Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe: "Conditio sine qua non"
"Conditio sine qua non" (lat.) heißt die "unerläßliche Bedingung". - "Posita conditione ponitur conditionatum". ("Wenn die Bedingung gesetzt ist, so wird auch das Bedingte gesetzt") heißt s. a. die Ursache bedingt die Folge.
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=conditio sine qua non
Dt. "conditio sine qua non" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 auf.
coram publico (W3)
Die Redewendung lat. "coram publico" steht für dt. "vor dem Publikum", "öffentlich" (lat. "coram" = dt. "in Gegenwart").
(E?)(L?) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Der Ausspruch lat. "coram publico" bedeutet dt. "vor allem Volk" bzw. "öffentlich".
(E?)(L?) http://www.rechtschreibrat.com/DOX/rfdr_Regeln_2016_veroeffentlicht_2017.pdf
E2: In festen adverbialen Fügungen, die als Ganzes aus einer fremden Sprache entlehnt worden sind, gilt Kleinschreibung, zum Beispiel:
"a cappella", "in flagranti", "à discrétion", "de jure", "de facto", "in nuce", "pro domo", "ex cathedra", "coram publico"
Zu Schreibungen wie "A-cappella-Chor", "De-facto-Anerkennung" siehe oben Absatz (1).
(5) für Zahlsubstantive, zum Beispiel:
"ein Dutzend", "das Schock" (= 60 Stück), "das Paar" (aber "ein paar" = "einige"), "das Hundert" (zum Beispiel: "das erste Hundert Schrauben"), "das Tausend", "eine Million", "eine Milliarde", "eine Billion"
Zu "Dutzend", "Hundert" und "Tausend" siehe auch § 58 E5.
(6) für Ausdrücke, die als Bezeichnung von Tageszeiten nach den Adverbien "vorgestern", "gestern", "heute", "morgen", "übermorgen" auftreten, zum Beispiel:
Wir treffen uns "heute Mittag". Die Frist läuft "übermorgen Mitternacht" ab. Sie rief "gestern Abend" an.
Zu Verbindungen wie "(am) Dienstagabend" siehe § 37(1.1).
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=coram publico
Dt. "coram publico" taucht in der Literatur um das Jahr ???? / nicht signifikant auf.
dechile.net
Frases y Citas en Latin
Lateinische Redewendungen in ES
(E?)(L?) http://latin.dechile.net/
Übung schafft Kunst
Übung macht den Meister (W3)
In seinem Werk "Germania" schreibt römische Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus (55-120) in Kapitel 24 "Exercitatio artem paravit", was wörtlich übersetzt "Übung schafft Kunst" heißt. In den deutschen Sprachschatz ist die Redewendung allerdings in der Form "Übung macht den Meister" eingegangen.
(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/ebooks/2995
(E?)(L?) http://www.novatlan-sound.de/facharbeit/fainhaltsverzeichnis.php
(E?)(L?) http://www.novatlan-sound.de/downloads/facharbeit.pdf
(E?)(L?) http://www.thelatinlibrary.com/tacitus/tac.ger.shtml#24
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_(Tacitus)
in usum delphini (W3)
Damit war der Weg frei zur Bildung der Redewendung lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini". Im Jahr 1668 ließ der von Ludwig XIV. zum Gouverneur des Dauphin ernannte Herzog von Montausier (1610-90) von Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Text weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt wurden. Es entstand also eine spezielle, "entschärfte" Ausgabe "zum Gebrauch des Dauphins". Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.
Es wird vermutet, dass der Graf von Vienne (Comte de Viennois), Guige IV, im 1100, seinen ersten Sohn, zu Ehren eines Heiligen aus dem IV. Jh., auf den Namen "Dauphin" taufte. Bis zum 13. Jh. entwickelte sich "Dauphin" zum Synonym für "Graf", frz. "Comte". Und das Besitztum des Comte "Dauphin" wurde zum "Dauphiné".
(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/files/43759/43759-h/43759-h.htm
"in usum delphini" - "zum Gebrauch für den Dauphin"
Der Herzog von Montausier (1610-90) von Ludwig XIV. 1668 zum Gouverneur des Dauphin ernannt, lies durch Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Texte weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt sind. Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.
(E?)(L?) http://anw.inl.nl/article/in usum delphini
(E?)(L?) http://www.spamula.net/col/index_lost.html
25.On the Editions of the Classics, in Usum Delphini
"Ad usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin. (Ein Werk, das für den Schulunterricht von anstößigen Stellen gereinigt wurde, Ausgaben griechischer / lateinischer Klassiker, die Ludwig XIV. für seinen Kronprinzen hatte fertigen lassen.)
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=in usum delphini
Dt. "in usum delphini" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 auf.
(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#in usum delphini
lateinservice
Geflügelte Worte und römische Spruchweisheiten
(E?)(L?) http://www.lateinservice.de/dicta/dicta.htm
Littera A
Littera B
Littera C
Littera D
Littera E
Littera F
Littera G
Littera H
Littera I
Littera L
Littera M
Littera N
Littera O
Littera P
Littera Q
Littera R
Littera S
Littera T
Littera U
Littera V
Erstellt: 2012-06
nolo episcopari (W3)
Der Ausdruck lat. "nolo episcopari" bedeutet wörtlich "Ich möchte kein Bischoff sein.". Es war üblich, dass die Kandidaten die Frage, ob sie Bischoff werden wollten, bescheidenerweise und der Etikette entsprechend, zweimal verneinten um beim dritten Mal die Ernennung anzunehmen. Verneinte der Kandidat die Frage jedoch auch beim dritten Mal, bedeutete es, dass es der Kandidat ernst meinte.
In anderem Kontext kann der Hinweis auf "nolo episcopari" also bedeuten, dass eine Einladung kein viertes Mal ausgesprochen wird. Wer eine Einladung oder ein Geschenk drei mal ablehnt hat seine Chance vertan.
(E1)(L1) http://www.bartleby.com/81/12154.html
Nolo Episcopari. [I am unwilling to accept the office of bishop.]
(E?)(L?) http://www.bookdrum.com/books/tom-jones/183034/bookmark/188795.html
The expression "Nolo Episcopari" is used to describe a modest refusal of something which is actually desired. It translates as ‘I do not want to be bishop.’ Tradition has it that those nominated for the post of bishop would politely decline the offer twice with these words, before accepting.
(E?)(L?) http://blog.inkyfool.com/2010/04/nolo-episcopari-and-rule-of-bellman.html
Nolo Episcopari and the Rule of the Bellman
(E?)(L?) http://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,931492,00.html
Education: Nolo Episcopari
Monday, Aug. 08, 1938
(E?)(L?) http://en.wiktionary.org/wiki/nolo_episcopari
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=nolo episcopari
Engl. "nolo episcopari" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 auf.
Erstellt: 2014-08
Sic transit gloria mundi (W3)
Die spätlateinische Redewendung lat. "Sic transit gloria mundi" (um 1600) = dt. "So vergeht der Ruhm der Welt" könnte (lt. "www.etymonline.com") auf eine Aussage in dem Werk "Imitatio Christi" (1471) von Thomas Á Kempis zurück gehen.
Auf "de.wikipedia.org" wird die Redewendung bereits als römische Formel beim Triumphzug eines Feldherrn beschrieben. Der Brauch wurde von der katholoschen Kirche übernommen. Beim ersten feierlichen Einzug eines neu gewählten Papstes verbrennt der Zeremoniar dreimal ein Bündel Werg und spricht dreimal die Worte "Sic transit gloria mundi.".
(E?)(L?) http://www.abnihilo.com/
(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/alphabet/a.php
Suchergebnis. Der Suchbegriff "sic transit gloria mundi" wurde 1 mal gefunden:
Asterix im Morgenland: S. 16, Bild 8, Sprecher: Dreifuß
"Sic transit gloria mundi. (So vergeht der Ruhm der Welt.)"
(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=sic transit gloria mundi
(E?)(L1) http://dictionary.infoplease.com/sic-transit-gloria-mundi
(E?)(L?) http://www.infoplease.com/ipa/A0001619.html
(E1)(L1) http://lemotdujour.over-blog.com/article-13604922.html
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/S
Diese Erinnerung an die irdische Vergänglichkeit wird schon in einem Buch über die kirchlichen Riten aus dem Jahre 1516 beschrieben, das Augustinus Patricius, Bischof von Pienza, verfasste.
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sic transit gloria mundi
Dt. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.
Span. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.
Frz. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf. Engl. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.
Erstellt: 2012-09
sonnenuhren-birkenau.de
Sinnsprüche auf Sonnenuhren
(E?)(L?) http://www.sonnenuhren-birkenau.de/de/theorie-der-sonnenuhr/sinnsprueche.html
In dieser Übersicht finden Sie Sprüche auf und an Sonnenuhren aus aller Welt.
Erstellt: 2017-05
suum cuique (W3)
Das geflügelte Wort lat. "suum cuique" = dt. "jedem das Seine" findet man in "De Officiis" (1,15) des Marcus Tullius Cicero. Es soll auf Cato den Älteren zurück gehen. und wurde später zum preußischen Wahlspruch (Schwarzer Adlerorden, 1701-1918 der höchste preußische Orden, verbunden mit dem Erbadel).
(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2014-1.pdf
S. 44f
Vom Mitfuhlen und Staunen
16 Thesen für eine lebenswerte Menschlichkeit
1. Die Menschenwürde ("dignitas hominis") als Maßstab und Mitte ist unantastbar und unleugbar.
2. Das Leben bleibt für den Menschen das grundlegende Gut ("praecipuum bonum"), nicht nur als Recht ("ius vivendi"), sondern möglichst auch als Kunst ("ars vivendi").
3. Das Mitgefühl ("compassio", "misericordia") ist die nahe liegende Reaktion auf die Würde des Mitmenschen. Diese verbietet Gewalt und Entrechtung.
4. Das Sein der weiteren Mitgeschöpfe (Pflanzen und Tiere) und die Beschaffenheit der Lebensräume verdienen einen sorgsamen Umgang und auf keinen Fall die rücksichtslose Ausbeutung, auch im Sinne des Menschen selbst, der den Planeten Erde noch lange bewohnen soll. Darum ist die Nachhaltigkeit ("effcientia diuturna") ein unverzichtbarer Grundsatz geworden.
5. Der Einzelne und die Gemeinschaft müssen im Einklang stehen. Das heißt: Die individuellen Rechte und das Gemeinwohl sind auf eine ausgewogene Balance angewiesen. Die Freiheit ("libertas") braucht die soziale Verantwortung ("responsabilitas socialis"). Im Namen der Gerechtigkeit ("iustitia") darf der Einzelne nicht unterdrückt werden. Das Prinzip "Jedem das Seine" ("suum cuique") behält Gültigkeit.
6. Die Demokratie ("civitas popularis") ist ein bewährter Weg zur Umsetzung der politischen Balance geworden. Sie wird begleitet und erfüllt von der Rechtsstaatlichkeit ("integrum iuris obsequium"), die jedem seine Rechte garantiert.
7. Konflikte sind nach Möglichkeit friedlich zu lösen, zwischenmenschlich ebenso wie zwischenstaatlich. Ihre Ursachen (so komplex sie auch sein mögen) muss man erforschen und gegebenenfalls überwinden, erst recht wenn es dafür eine politische Willensbildung gibt.
8. Der Staat hält das Gewaltmonopol. In Notfällen darf er zur Regelung von Konflikten Gewalt anwenden, allerdings nur als letzten Ausweg ("ultima ratio") und nie aus Willkür oder Gewohnheit. Das gilt ähnlich für die Anwendung von Notwehr durch das Individuum.
9. Die alten Kardinaltugenden sind nach wie vor ehrenwert und vorbildlich: Maß ("modestia"), Mut ("fortitudo"), Weisheit ("sapientia"), Gerechtigkeit ("iustitia"). Denn aus ihrem Zusammenspiel können Menschen Orientierung und Nutzen gewinnen.
10. Die Möglichkeiten der Völker dürfen nicht überdehnt werden, weder ökologisch, noch finanziell, da sonst eine gedeihliche Zukunft gefährdet würde.
11. Auch die „paulinischen“ Tugenden (1 Kor 13) behalten ihre Kraft, nicht unbedingt nur im engeren christlichen, sondern im wohlverstandenen allgemeinen Sinn: der Glaube ("fides") als Erfüllt-Sein von einer orientierenden Anschauung der Welt und des Lebens, die Hoffnung ("spes") als anziehende Kraft zur Gestaltung der Zukunft und die Liebe ("caritas") als ethischer Motor zur Bewältigung des Alltags.
12. Das Staunen über die Vielfalt von Mikro- und Makrokosmos, über die Leistungen von Künstlern oder Ingenieuren bereichert das Menschsein und benötigt daher einen sicheren Freiraum.
13. Das Streben nach Glück ("beatitudo") stellt ein berechtigtes Bedürfnis dar, solange es nicht in exzessiven Hedonismus ("voluptas immodica") ausartet. Wichtig ist, dass man nicht nur das eigene Glück, sondern auch das Wohlbefinden der Mitmenschen im Auge hat. Gesellschaftliche Verständigung ("communicatio") und Teilhabe ("participatio") sind unerlässlich, anderenfalls wird die Saat der Unzufriedenheit und Auflehnung gesät.
14. Die Würde verbietet, den Menschen ausschließlich oder überwiegend nach den Maßstäben der Nützlichkeit ("utilitas") zu beurteilen, z. B. als Arbeitskraft (ökonomisch), Soldaten (militärisch) oder Konsumenten (erneut ökonomisch). Ohnehin besitzt niemand so viele Fähigkeiten, dass er auf allen Gebieten von Nutzen ist. Zugleich ist schädlich, den Menschen durch Automation vollkommen überflüssig zu machen. Dann wären die Maschinen wichtiger als die Sterblichen. So würde die Menschlichkeit ad absurdum geführt.
15. Von vornherein gibt es keine Überlegenheit einer bestimmten Kultur oder Religion. Gegenseitige Toleranz ist unverzichtbar, wobei ein eigener Standpunkt erlaubt und erwünscht bleibt. Es wäre allerdings ein Missverständnis, würde man das Plädoyer dafür so deuten, als genüge eine bloße Koexistenz der Religionen und Kulturen. Wenn möglich, sollte ein aktiver und konstruktiver Dialog daraus werden. Mag sein, dass sich ein „Projekt Weltethos“ als zu hochtrabend und schwierig entpuppt (hat). Gleichwohl ist der Versuch, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu präzisieren und zu verifizieren, allemal hilfreich. Überdies sollte beachtet werden: Toleranz gilt nicht schrankenlos. Nicht jede Lehre, nicht jedes Verhalten ist hinnehmbar. Die Vernunft und die Menschenrechte setzen Grenzen, auch wenn um diese mit Worten gerungen werden muss.
16. Der Mensch ist und bleibt zuallererst Mensch, auch über geografische, kulturelle und historische Grenzen hinweg. Ihm wohnen Kräfte inne, die sich aufbauend oder zerstörerisch auswirken können. Es geht darum, die Schwächen zu zähmen und die Stärken zu fördern. Hier liegen wichtige Aufgaben für Erziehung und Bildung, aber auch für die parlamentarische Gesetzgebung.
Hermann Schulze-Berndt, Bad Bentheim
Der Autor ist Oberstudienrat mit den Fächern Latein und Religion. Seit 1991 gehört er dem Rat der Stadt Bad Bentheim an. Außerdem ist er Textdichter für geistliche Lieder, Singspiele und Oratorien.
(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2013-1.pdf
Weltkulturerbe Altgriechisch und Lateinisch
Fragmente einer Kulturgeschichte
"Suum cuique", war die Devise des Schwarzen Adlerordens, den Friedrich I., der erste König in Preußen, zu seinem Amtsantritt stiftete. Ob es vielen am Krönungsorte Königsberg, gar dem Stifter selbst, bewusst war, dass der Wahlspruch letztlich auf ein aristotelisches Philosophem zurückgeht, sei dahingestellt.(1) Doch auch in dem noch nicht allzu traditionskultivierten Lande im Nordosten wird nicht nur in Kreisen der Träger einer solchen Auszeichnung die Inschrift auch in ihrer lateinischen Form geläufig gewesen sein. Schon annähernd hundert Jahre zuvor hatte allerdings der Magistrat der Stadt Augsburg ein lateinisches Motto seiner ganzen Bürgerschaft zugemutet: "Publico consilio publicae saluti MDCXX" steht am Hauptportal der Westfassade des Rathauses. Und wiederum hundert Jahre davor lasen und lesen noch die Gläubigen oberhalb der Uhr am Glockenturm des Trierer Doms die Mahnung "Nescitis qua hora Dominus veniet".
(1) Vgl. Nikomachische Ethik 5, 6, insbesondere 1131 a 29.
(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2011-3.pdf
S.243f
Duden 11. Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. 3., überarbeitete und aktualisierte Au?age, 960 Seiten. Mannheim: Dudenverlag 2008. 960 S., EUR 21,95 (ISBN: 978-3-411-04113-8).
Ein hier noch nicht besprochener Duden-Band sei wenigstens kurz vorgestellt. Er enthält viel Nützliches, so an Altsprachlichem (ich behalte überall die nicht stets nachvollziehbare Schreibung bei):
"das A und O",
"ad calendas graecas",
"ad hoc",
"ad infinitum",
"ad libitum",
"ad oculos",
"ad usum Delphini",
"Advocatus Diaboli",
"unter jmds. Ägide",
"Amors Pfeil",
"Anno Domini",
"a posteriori",
"a priori",
"Auch du, mein Sohn Brutus" („Et tu, Brute“ sagt Caesar bei Shakespeare, nach Kai sy, teknon; bei Sueton und Dio Cassius),
"Augiasstall",
"unter jmds. Auspizien",
"Conditio sine qua non",
"coram publico",
"Corpus Delicti" (falsch neuerdings im SPIEGEL „der Corpus“, witzig die Aufschrift an Berliner öffentlichen Müllbehältern: "Corpus für alle Delicti"),
"cum grano salis",
"cura posterior",
"sein Damaskus haben",
"Damoklesschwert",
"de facto",
"de jure",
"Deus ex Machina",
"Eulen nach Athen tragen",
"Fraktur reden" (s. „Auf Anordnung des Führers soll künftig nur noch eine Schrift, die Altschrift ("Antiqua"), verwendet werden“. Ein Politkrimi, in: Sächs. Akad. d. Wiss., Arbeitsblätter … 16/II, 2002, 51-80; Kurzfassung: Sinn und Form 54, 2002, 265?.),
"die Gelegenheit beim Schopfe packen" (zu kairós; Lieblingswort von zu Guttenberg),
"ungeschriebenes Gesetz",
"in extenso",
"in flagranti",
"in medias res",
"in memoriam",
"in natura",
"in nuce",
"in persona",
"in spe",
"etwas intus haben",
"kein Jota",
"Bei Philippi sehen wir uns wieder" (Shakespeare, Julius Caesar),
"Phönix aus der Asche",
"Pi mal Daumen",
"von Pontius zu Pilatus",
"das Prä haben",
"Primus inter Pares",
"pro domo",
"pro forma",
"quod erat demonstrandum",
"quod licet Jovi …",
"den Rubikon überschreiten",
"aus einem Saulus zum Paulus werden",
"Sieh da, sieh da, Timotheus…",
"Status quo" (ante),
"sub specie aeternitatis",
"suum cuique" („Jedem das Seine“ steht zynisch über dem Eingang zum KZ Buchenwald),
"Tabula rasa",
"Terminus technicus" „Fachausdruck“ (heute oft überflüssigerweise zu „Fachterminus“ erweitert),
"Tertium Comparationis",
"etwas aufs Trapez bringen" (volksetymologisch für weniger vertrautes „Tapet“ - griech. "tápes" „Decke“ [z. B. eines Verhandlungstisches]),
"Gefahr im Verzug",
"Wolkenkuckucksheim",
"Zoon politikon".
Mehr über die meisten Lemmata erfahren Sie natürlich in Klaus Bartels’ vorzüglichem „Veni vidi vici“ (zur 12. Aufl.: FC 4/08, 272-274; zur 11. Aufl. ausführlich: Gymn. 114, 2007, 398-402). AltsprachlerInnen werden auf das Buch vor allem für Nichtantikes zurückgreifen, z. B. auf über 100 Wendungen mit „Kopf“. Der Band berührt sich natürlich mit dem Duden-Band 12 „Zitate und Aussprüche“; zu seiner letzten Auflage s. FC 4/08, 272-274. Das hier zu besprechende Buch will „die heute geläufigen“ Redewendungen geben. Aber wer sagt heute noch „stante pede“ und „kundiger Thebaner“? (Diese und andere Lemmata sind als „bildungssprachlich“ charakterisiert.) Oft sind Belege aus Büchern, Zeitschriften usw. gegeben. Zu „blasen“ könnte Tucholsky zitiert werden: „Keine, die wie du die Flöte bliese, Anna-Luise“, zu „Die Axt im Haus…“, „Doof bleibt doof“, „Ehrlich währt…“, „Alter schützt…“ der DDR-Spruch auf fünf Politbüro-Mitglieder: „Der Axen im Haus erspart den Sindermann“, „Sch-toph bleibt Schtoph“, „Erich währt am längsten“, „Walter schützt vor Torheit nicht“. – Informativ und auflockernd sind zahlreich Abbildungen, so bei A… eine Hinterglasmalerei zum „Götz von Berlichingen, zu „Gang nach Canossa“ eine Miniatur aus dem 12. Jh., zu „Dem Fuchs sind die Trauben zu sauer“ ein Holzschnitt aus einer Äsop-Ausgabe des 15. Jhs., zu „jmds. Kreise stören“ Merians Kupferstich „Tod des Archimedes“, zu „Tanz um das Goldene Kalb“ ein Chagall-Gemälde, zu „Jenseits von Gut und Böse“ ein Nietzsche-Porträt. – Ein auch gut aufgemachtes Buch!
Jürgen Werner, Berlin
(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2000-4.pdf
Lateinische Rechtsregeln und Rechtssprichwörter. Zusammengest. [...] von Detlef Liebs [...]. 6., vollst. neub. und verb. Aufl. München (Beck) 1998. 300 S. DM 38,- (ISBN 3 406 42669 7).
„Eine Sammlung lateinischer Rechtsregeln fehlte auf dem deutschen Büchermarkt“ (11) (1). Dabei bedienen sich dieser Regeln „deutsche Juristen auch heute noch, zur rascheren Verständigung untereinander und zur Legitimation ihrer Lösungen“, „und nicht nur deutsche Juristen, sondern alle europäischen“ (12). So hat DETLEF LIEBS, Jura-Professor an der Universität Freiburg i. Br., nicht zuletzt auf Drängen von KLAUS BARTELS (2) und MANFRED FUHRMANN (9), eine solche Sammlung geschaffen. Zuerst 1982 erschienen, liegt sie nunmehr in 6., vollst. neub. und verb. Aufl. vor. Umfasste sie in der 4. Aufl. (1986) 1539 Lemmata (im folgenden kurz: „Sprichwörter“), so jetzt über 1600. (Der im Buch-Titel gemachte Unterschied zwischen Rechtsregeln und Rechtssprichwörtern wird in der Einleitung nicht reflektiert; meist ist von „Rechtsregeln“, seltener von „Rechtssätzen“, je einmal von „Rechtssprichwörtern“ und „Parömien“ [= Sprichwörtern] die Rede.
Vielleicht erfolgte die Titelgebung durch den Verlag im Hinblick auf den 1996 ebenfalls bei Beck erschienenen Titel „Deutsche Rechtsregeln und Rechtssprichwörter“; möglicherweise ist eine Serie geplant.) Das Buch enthält Antikes und Nachantikes, vor allem Spruchgut, das noch heute einen aktuellen Bezug hat: „Grundsätzlich habe ich nur aktuelle Rechtsregeln aufgenommen oder solche, bei denen ich mir vorstellen kann, daß sie heute noch Bedeutung haben könnten“ (12). Das Buch ist „für Juristen wie für Laien bestimmt“ (Einband S. IV). Das Buch enthält nur komplette Sätze, nicht Ein- und Mehrwortlexeme wie: "ususfructus", "bona fide", "in flagranti"; "societas leonina", "ius primae noctis"; L. will „nicht gleichzeitig ein lateinisches juristisches Wörterbuch liefern“ (13).
Auf Vorwort, Einleitung, Abkürzungsverzeichnis folgen der Hauptteil sowie Verzeichnisse der zitierten Autoren, der benutzten Ausgaben, ein lateinisches und ein deutsches Stichwortregister, ein Register der angeführten neuzeitlichen Gesetze. Die alphabetisch angeordneten Lemma geben den lateinischen Text, die Übersetzung, Erläuterungen, Stellenangaben. Viele der Sprüche sind dem Altsprachenlehrer wie überhaupt dem Altsprachler vertraut, meist aus nichtjuristischen Texten, so:
Abusus non tollit usum,
Beati possidentes,
Cui bono?,
Do ut des,
Ex nihilo nihil,
Graeca non leguntur,
Inter arma silent leges / Silent ...,
Mulier taceat ...,
Natura non facit ...,
Non liquet,
Qui tacet ...,
Quod non est in actis ...,
Quot homines ...,
Roma locuta ...,
Stat (= Sit) pro ratione voluntas,
Suum cuique,
Ultra posse ...,
Vox populi ...;
aus juristischen Zusammenhängen:
Cuius (3) regio ...,
Fiat iustitia ...,
In dubio ...,
Ne bis ...,
Nulla poena ...,
Nullum crimen ...,
Pacta sunt ... Summum ius ...,
Unus testis .../ Vox unius ...,
Volenti ...
Bei manchem auf den ersten Blick rechtlich irrelevantem Satz weist Liebs auf die antike/nachantike juristische Implikation hin, so bei „Beati ...“: „Z. B. muß im Streit um das Eigentum nicht der Besitzer, sondern derjenige, der die Sache beansprucht, sein Recht beweisen [...] s. heute §§ [...] BGB“. In anderen Fällen wird der juristische Gehalt nicht deutlich, so bei „Vox populi ...“; liegen bei solchen Sprüchen nicht doch „allgemeine Lebensweisheiten“ vor, die auch nach Liebs nicht unter die Rechtsregeln gehören (13)? Keine aktuelle juristische Bedeutung hat etwa „Videant consules ...“. Nicht aufgenommen ist das Sprichwort „Quod non rapit Christus, rapit fiscus“; es ist ja auch keine Rechtsregel, aber immerhin ziert eine Illustration dazu den Einband der „Rechtsregeln“. Erwarten könnte man „Reddite ergo quae sunt Caesaris Caesari et quae sunt Dei Deo“4, ebenso eine Aussage wie „Verbum hoc ‚si quis‘ tam masculos quam feminas complectitur“ (Digesten 50, 16, 1), „Der Ausdruck ‚jemand‘ umfaßt sowohl Männer als auch Frauen“: So bei LISELOTTE HUCHTHAUSEN, GOTTFRIED HÄRTEL (Hg.), Römisches Recht, Berlin, Weimar 1975 u. ö. (Bibliothek der Antike, Römische Reihe); die Stelle wird, wobei offenbar gute Lateinkenntnisse aller Beteiligten vorausgesetzt werden, ohne Übersetzung im Impressum von „Forschung und Lehre“, der Zeitschrift des Deutschen Hochschulverbandes, zitiert.
Es ist eine Lösung des feministischen Problems ‚politischer Korrektheit‘ gesonderter Nennung movierter oder nichtmovierter femininer Formen bei Titeln usw.: Muss man „Professoren und Professorinnen“ sagen bzw. – Ladies first – umgekehrt, oder ist beim Maskulinum das Femininum mitgemeint? In einzelnen Fällen kann man ja auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen ausweichen, so bei „Studenten und Studentinnen“ auf „Studierende“, und bei schriftlicher bzw. gedruckter Form mag etwa inbezug auf an Hochschulen Lehrende „ProfessorInnen“ genügen, aber oft genug bleiben raum-, zeit- und nervenstrapazierende Probleme. Vgl. auch „Semper sexus masculinus etiam femininum sexum continet“: HELFER5 unter Berufung auf ein Buch von JOSEPH MALL, das mir bisher nicht zugänglich ist.
Die Übersetzung, die „einer wörtlichen Übertragung gängige Formulierungen im Denkstil von heute“ vorzieht (16), liest sich durchweg gut. Jedoch würde ich „Propter scandalum evitan-dum veritas non est omittenda“ mit „Man darf nicht, (nur) um Anstoß zu vermeiden, die Wahrheit beiseitelassen“ wiedergeben. Der Laie, an den sich das Buch ja ebenfalls wendet, ersieht aus Liebs' Erläuterungen z. B., dass „Do ut des“ wertfrei die Gegenseitigkeit vertraglicher Verpflichtungen zum Ausdruck bringt, während neuzeitliches „Do ut des-Politik“ oft auch für fragwürdige gegenseitige Konzessionen steht.
(BISMARCK 1878 im Reichstag: „In allen politischen Verhandlungen ist das ‚Do ut des‘ eine Sache, die im Hintergrund steht, auch wenn man anstandshalber einstweilen nicht davon spricht ...“); dass „Quod non est in actis, non est in mundo“, uns als alltagssprachliche Umschreibung bürokratischer Verhältnisse geläufig, in der Juristensprache neutral „Ausdruck des Schriftlichkeitsverfahrens im Verfahrensrecht“ ist, und dass „Keine Antwort ist auch eine Antwort“ (Qui tacet ...), das heute umgangssprachlich vor allem das unbegründete, ja unhöfliche Nichtantworten charakterisiert, im Rechtswesen schlicht als Einverständniserklärung, ja u. U. als Geständnis gewertet wird.
Erkenntnisgewinn erwächst dem Leser auch aus Bemerkungen zu neuzeitlicher Rezeption (s. den bereits zitierten Hinweis auf das BGB; andere gelten dem Bundesbankgesetz, der Bayerischen Verfassung, dem BadenWürttembergischen Wassergesetz ...), so eine halbe Druckseite zu „Fiat iustitia“: „Meist fehlgedeutet i. S. e. Gerechtigkeitsfanatismus, der den Weltuntergang in Kauf nimmt. Dieses Mißverständnis hat Martin Luther verursacht ...“; weiter ist u. a. von Kaiser Ferdinand I. die Rede.
Zu "Suum cuique" könnte gesagt sein, dass es im 18. Jh. Motto des preußischen Schwarzen Adlerordens wurde und dass die Nazis die Übersetzung zynisch über das Lagertor des KZs Buchenwald schrieben;
zu „Fiscus non erubescit ...“ sei auf das antik nicht belegte „Non olet“ hingewiesen; zu „Punitur ne peccetur“ darauf, dass PLATON den Gedanken noch an anderen als den von Liebs angegebenen Stellen äußert, im doppelten Sinn der Besserung/Abschreckung des Bestraften sowie der Zeugen seiner Bestrafung. – Entbehrlich die Bemerkung zu „Pacta ...“, dass „grundsätzlich alle Verträge“ eingehalten werden müssen (Entsprechendes gilt doch durchweg für Rechtsprinzipien); hier wünscht man sich einen Hinweis darauf, dass „Pacta“ ein Lieblingssprichwort des lateinkundigen Politikers F. J. STRAUß war. Dem Laien muss der Unterschied von „fälschen/verfälschen“ erläutert werden (Reproba pecunia ...): Noch 1956 erklärt Bd. 25 des Grimmschen Wörterbuchs „verfälschen“ wie folgt: „durch die zusammensetzung mit ver- ist die bedeutung des einfachen zeitwortes nicht geändert worden“. Stellenangaben fehlen selten, und dann gewöhnlich auch bei Herausgebern anderer Sprichwortsammlungen: Bei „Abusus“ z. B. haben auch BARTELS und HELFER keine. „Quod non est in actis ...“ erklärt TOSI immerhin unter Hinweis auf HANS WALTHER (L. 21) 25928 a für mittelalterlich. Beim heutigen Stand der Lateinkenntnisse6 sollten Aussprachehilfen wenigstens in Form von Akzenten gegeben werden wie bei LIEBERWIRTH (7).
Zu den Autoren („Urheber“): DIOGENES LAERTIUS und PLUTARCH sind keine „griech.-röm.“ Autoren, der ANTISTHENES-Schüler DIOGENES nicht „Zyniker“, sondern „Kyniker“ (8). Dass der lateinische Kirchenvater TERTULLIAN Jurist („und zumal lateinischer Kirchenvater“; wieso „zumal“?) war, ist umstritten, vgl. zuletzt: Lexikon der antiken christlichen Literatur, 2Freiburg usw. 1999, 582: „Die Identität mit einem gleichnamigen Juristen ist [...] eher unwahrscheinlich. T.s. juristische Kenntnisse sind wohl Teil seiner Allgemeinbildung.“ – Im deutschen Sachregister könnte „Abschreckung“, so wie „Besserung“, ein eigenes Stichwort haben; jetzt ist „Abschreckung“ bei „Strafzweck“ subsumiert. – Das „Gesetzesregister“ umfasst befremdlicherweise auch das NSDAP-Programm. Die „Rechtsregeln“ sind jetzt gebunden statt broschiert – eine günstige Voraussetzung für häufiges Nachschlagen, und nachschlagen wird man häufig in dem nützlichen Buch!
1) Sonstige Sammlungen lateinischer Sprichwörter bzw. Zitate sind nicht selten. Zuletzt äußerte ich mich zu der von KUDLA in FORUM CLASSICUM 3/2000, 183 ff. Ebd. sind weitere einschlägige Titel der letzten 40 Jahre angeführt. REICHERTS Plaudereien liegen jetzt unter dem Titel „Unvergängliche lateinische Spruchweisheit“ als 8., neugest. Ausg. in verschiedenen Sonderausgaben vor; zu BAYER, Nota bene!3 s. meine Rez. AAHG 53, 2000. Übergreifendes zu lateinischen Sprichwörtern in meinem ebd. genannten Aufsatz „Ab ovo ...“
2) Sein hübsches Buch „Veni vidi vici“ (L. 17) erschien 1989 in 7., grundleg. ern. und wesentl. verb. Aufl. (Neudr. 1990).
3) Im Unterschied zu L., der sich auf Schreibgepflogenheiten „im späteren Mittelalter und in der Neuzeit“ bezieht (16), behalte ich die traditionelle Schreibung bei, also i statt j auch vor Vokal; warum laufen bei L. alle mit i beginnenden Lemmata unter der Überschrift bzw. dem Seitentitel j?
4) Vgl. RENZO TOSI, Dizionario delle sentenze latine e greche, Mailand 1991 (101994), Nr. 1088. Mit bibliographischen Angaben zitiere ich hier nur Werke, die von L. offenbar nicht herangezogen worden sind.
5) CHRISTIAN HELFER, Crater dictorum, Saarbrücken 1993 (dazu meine Rez. Gnomon 69, 1997, 368 ff.), 2., erw. Aufl. 1995.
6) Vgl. z. B. WALTHER LUDWIG, Über die Folgen der Lateinarmut in den Geisteswissenschaften, in: Gymnasium 98, 1991, 139 ff.; ders., Sind wir mit
unserem Latein am Ende?, in: Zeitschr. f. Württ. Landesgesch. 52, 1993, 458 ff.
7) ROLF LIEBERWIRTH, Latein im Recht, 3. durchges. Aufl. Berlin, München 1993. Auf Aussprachehilfen verzichtet dagegen auch JOHANNA FILIP-FRÖSCHL, PETER MADER, Latein in der Rechtssprache, 2., überarb. Aufl. Wien 1993.
8) Dazu z. B. J. WERNER, „Können Sie mir auf die Spur verhelfen, wer zuerst den Diogenes den rasenden Sokrates genannt habe?“, in: HERBERT KEßLER (Hg.), Das Lächeln des Sokrates. Sokrates-Studien 4 (Die Graue Reihe 25), Zug 1999, 217 ff. (223).
(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/MDAV1995-2.pdf
5. Der Humanismus setzt neue Akzente. Er bringt auch 1571 aus der Feder von Simon Roth das erste Fremdwörterbuch des Deutschen hervor, von dem schon eingangs die Rede war. Der lateinische Unterrichtsbetrieb hinterläßt nun kräftige Spuren, von A wie "Abitur" bis Z wie "Zensur", in der "Interpretation" wie in der "Exkursion", dem "Pensum" und den "Ferien", im "Diktieren", "Deklamieren", "Demonstrieren" (sic!), im "Präparieren", im "Respektieren" und im "Rezitieren". Das "Studium", die "Universität" mit ihren "Fakultäten", ihren "Professoren" und "Doktoren", dem "Karzer" und dem "Consilium abeundi" genug der Vokabeln!
Dies ist auch die Zeit, in der selbst deutsche Familiennamen ins Latein übertragen wurden, so daß "Fischer" nun "Piscator" hieß und "Bauer" sich "Agricola" nannte. Daneben gibt es freilich auch Namen, die nicht übersetzt, sondern direkt aus dem Lateinischen entstanden sind, wie z. B. "Zabern" aus "taverna". Zuweilen wandte man selbst im Deutschen lateinische Deklinationsformen an („Ich glaube an Jesum Christum“ oder „dem geehrten Publico“) und nahm entsprechende Pluralbildungen vor, sprach also von Tempora und Termini. Es ist auch die Zeit, in der im Jahre 1495 das Corpus Juris durch die Kammergerichtsordnung hierzulande Fuß faßte, so daß man nun "appellieren" und "annullieren" kann, "konfrontieren" und "konfiszieren", "adoptieren" und "alimentieren", "protestieren", "arrestieren" und "inquirieren".
Schließlich ist es auch die Zeit, in der die lateinischen Sprüche und Zitate in der deutschen Sprache heimisch zu werden beginnen. Die Geflügelten Worte Georg Büchmanns in seinem Buch der bürgerlichen Bildungsbelege benötigen, um die aus dem Latein herrührenden Redewendungen aufzulisten, beinahe die doppelte Seitenzahl wie für die aus dem Griechischen stammenden: von "in dulci jubilo" bis "in flagranti", vom "Credo, quia absurdum" bis zum "Alea iacta", vom "Et tu, Brute?" bis zum "Et in Arcadia ego". Ob wir "cui bono?" fragen oder "suum cuique" für angemessen halten, ob wir etwas "sub specie aeternitatis" betrachten oder lieber "O tempora, o mores!" deklamieren - die Sättigung unseres Denk- und Sprachbestandes mit lateinischem Gut ist unübersehbar. Es mögen Dichterzitate oder Rednersätze sein, juristische oder theologische Formulierungen, genau bezeichenbares, einmaliges historisches Gut oder nur vage bestimmbares traditionelles: Es bewirkt in jedem Falle eine formal geschlossene, gedanklich präzisierte Verständigung, die der Kommunikation durch eingeschliffene semantische Werte dient und den Parteien zu rascherem, tieferem und intensiverem Begreifen verhilft. Vergessen wir nicht, daß die Epoche des Humanismus auch die Zeit ist, in der die (westliche) Erfindung des Buchdrucks eine revolutionäre Wandlung der Kommunikationsmöglichkeiten einleitet. Vergessen wir auch nicht, daß es damals ein lateinisches Buch war, welches als erstes von Gutenberg in Mainz 1452-1455 gedruckt wurde: die Bibel, jedoch nicht in der Sprache Christi, dem Aramäischen, auch nicht in der Originalsprache des Buches selbst, dem Hebräischen und dem Griechischen, sondern in der Weltsprache Latein. Anhangsweise ist noch daran zu erinnern, daß auch die Drucker ein ganzes Arsenal lateinischer Fachausdrücke zur Hand haben, wenn es um ihre Kunst geht: das "Exemplar" und das "Faksimile", das "Format" und die "Kolumne", die "Korrektur" und die "Makulatur", vom "Autor" und seinem "Manuskript" ganz zu schweigen. Aber wir wollen hier vorderhand abbrechen.
(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_04.pdf
Die geflügelten Worte aus den alten Sprachen wie das archimedische "Heureka! Heureka!" oder das heraklitische "Panta rhei", das ciceronische "Suum cuique" oder das horazische "Carpe diem!" sind das meistzitierte, "sit venia verbo": das präsenteste Griechisch und Latein. Man muss nicht unbedingt mit Caesar durch das dreigeteilte Gallien gezogen sein, um einmal ein "Tempora mutantur" oder ein "Pacta sunt servanda", ein "Variatio delectat" oder ein "Si tacuisses ..." in die Diskussion zu werfen; man muss nicht unbedingt sein "amo, amas, amat" durch alle Tempora konjugiert haben, um einmal den "Advocatus diaboli" zu spielen oder auf einem "Ceterum censeo" zu beharren, den "Nervus rerum" anzusprechen oder nach einem "Deus ex machina" Ausschau zu halten. Und wenn ein Referent erklärt, er wolle nicht "ab ovo" beginnen, sondern gleich "in medias res" gehen, heißt das noch lange nicht, dass er seine Vortragskünste an Horazens „Ars poetica“ geschult hat.
(E?)(L?) http://outils.biblissima.fr/fr/collatinus-web/
"suum cuique": à chacun son bien, à chacun son dû.
(E?)(L?) http://www.bpb.de/politik/grundfragen/sprache-und-politik/42761/jedem-das-seine?p=all
"Jedem das Seine" - zur Aufarbeitung des lexikalischen NS-Erbes
Der Satz "Jedem das Seine" prangte am Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald. In den 1990er tauchte die belastete Redewendung als Werbeslogan erneut auf. Frank Brunssen mit einer Untersuchung zur Aufarbeitung des lexikalischen NS-Erbes.
Historisch geht die Inschrift auf eine klassische Gerechtigkeitsformel zurück, deren Ursprünge sich bis in die Antike verfolgen lassen. Während der Bedeutungsakzent von "Jedem das Seine" in Platons Hauptwerk "Der Staat" (ca. 370 v. Chr.) und in Ciceros "Von den Pflichten" (44 v. Chr.) primär auf den Pflichten des Bürgers gegenüber dem staatlichen Gemeinwesen lag, wurden 533 n. Chr. im "wohl wirkungsmächtigsten Rechtstext des Abendlandes" [15], in den vom oströmischen Kaiser Justinian I. verfassten "Institutionen", die Rechte des Individuums gegenüber dem Staat hervorgehoben. [16] Im deutschen Kontext erlangte dieser klassische Rechtsgrundsatz zu Beginn des 18. Jahrhunderts besondere Bedeutung als "Wahlspruch" Preußens, wo er in seiner lateinischen Form "suum cuique" im Hohen Orden vom Schwarzen Adler zur Geltung kam. Der "Endzweck Unseres Reiches und Ordens", ließ Friedrich I. im Januar 1701 in den Ordensstatuten verlauten, ist es, "Recht und Gerechtigkeit zu üben, und jedweden das Seine zu geben". Zu diesem Zweck habe man im Orden über den Kopf des Adlers "Unsern gewöhnlichen Wahlspruch: Suum Cuique zur Ueberschrift verordnet".[17]
In der Folge war die Sentenz in lateinischer oder deutscher Sprache auch in künstlerischen und wissenschaftlichen Texten präsent. Etwa 1715 im Titel der Bach-Kantate "Nur jedem das Seine", oder in Kants "Metaphysik der Sitten" von 1785, worin jeder Person die "Rechtspflicht" auferlegt wird, sich nur in einer solchen Gesellschaft zu bewegen, "in welcher jedem das Seine erhalten werden kann ("suum cuique tribue")" [18], damit keiner Person ein Unrecht angetan werde. Goethe assoziiert den Ausdruck 1797 in "Hermann und Dorothea" mit dem Zugewinn an Gerechtigkeit durch die Französische Revolution, und im 19. Jahrhundert verwenden Hegel und Nietzsche die Sentenz in philosophischen Texten im Horizont der klassischen Gerechtigkeitsformel. Karl Marx benutzt in den 1840er Jahren Briefpapier, in welches das Wasserzeichen "Jedem das Seine" eingelassen ist [19] und Eduard Mörike greift 1861 im Titel eines Gedichts auf die Formulierung zurück, das die leidvollen Gesetzmäßigkeiten der Liebe beschreibt. Das "Deutsche Sprichwörter-Lexikon" von 1880 verzeichnet den Ausdruck als Teil eines Lehrspruchs, der auf die klassische Gerechtigkeitsformel anspielt: "Behaupte das Deine, gib jedem das Seine, doch Unrecht verneine." [20]
(E?)(L?) https://buch-findr.de/buecher/suum-cuique-jedem-das-seine/
Macke, Peter: Suum cuique - Jedem das Seine, 2012;
Friedrich der Große zu Fragen des Rechts und der Rechtspflege: ein Thema, das in die Rechtsgeschichte zurückführt, ein Thema aber auch, das an die Gegenwart heranführt. Dem Preußenkönig lag vor allem an der Schaffung eines einheitlichen Rechtsraums für sämtliche preußische Landesteile. Dies hat er durch Initiierung eines Allgemeinen Landrechts für die preußischen Staaten in Gang gesetzt. Bei näherer Betrachtung treten Befunde zutage, die das landläufige Bild von Preußen im Allgemeinen und Friedrich II. im Besonderen in einem anderen Licht erscheinen lassen. Der 300. Geburtstag des Preußenkönigs im Jahr 2012 gibt Gelegenheit, den König angesichts seines Eintretens für dieses aufklärerische und epochale Gesetzeswerk zu würdigen. Im Mittelpunkt stehen Ausführungen zur rechtlichen Ausgangslage, der Rolle des Brandenburger Schöppenstuhls sowie der Reformbereitschaft und ersten Schritte in Richtung Allgemeines Landrecht. Aus dem Inhalt: Freiheitliches Menschenbild Ächtung der Sklaverei Vorrang des Gewissens Schutz des sozial Schwächeren Anspruch auf Bildung und Fortbildung Gewaltenteilung und Presse.
(E?)(L?) https://www.dailywritingtips.com/225-foreign-phrases-to-inspire-you/
191. "suum cuique": "to each his own"
(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/ebooks/43759
Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes by Georg Büchmann et al.
"Suum cuique" ("Jedem das Seine") finden wir bei Cicero "de offic." 1, 5; "de natur. deor." 3, 15, 38; "de leg." 1, 6, 19; (vrgl. Tacitus: "Annalen", 4, 35, Plinius: "Natur. hist." 14, 6, 8 und den ähnlichen Gedanken bei Theognis 332 u. 546).
"De finibus" 5, 23, 67 sagt Cicero: "Iustitia in suo cuique tribuendo cernitur", "Die Gerechtigkeit erkennt man daran, dass sie Jedem das Seine zuerteilt"; und "suum cuique tribuere" ist eine Rechtsregel Ulpians ("Corp. iur. civ." "Digest." I, 1 "de iustitia et iure" § 10); daher es in Shakespeares "Andronicus" 1, 2 heisst: "Suum cuique spricht des Römers Recht". Friedrich I. von Preussen wählte das "Suum cuique" zur Inschrift vieler Medaillen und Münzen und zum Motto des am 17. Januar 1701 gestifteten Ordens vom schwarzen Adler, und seitdem blieb es Preussens Wahlspruch.—
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/Zielwoerterbuch5.htm
"Iuris praecepta sunt haec - honeste vivere, alterum non laedere, suum cuique tribuere" (lat.).
"Die Anweisungen des Rechtes sind: ehrenhaft leben, den anderen nicht verletzen, jedem das Seine zugestehen."
Lit.: Liebs, D., Lateinische Rechtsregeln, 7. A. 2007 (Pseudoulpian, 3./4. Jh., Digesten 1, 1, 10 § 1); Nörr, D., Iurisperitus sacerdos, (in) Xenion, FS J. Zepos, 1973, Bd. 1, 555
Iustitia est constans et perpetua voluntas suum cuique tribuendi (lat.). Gerechtigkeit ist der stetige und fortdauernde Wille, jedem das Seine zu geben.
Lit.: Liebs, D., Lateinische Rechtsregeln, 7. A. 2007, 106, Nr. 195 (Pseudoulpian, 3./4. Jh., Institutionen 1, 1, pr.)
Lit.: Deutsche Rechtsregeln und Rechtssprich­wörter, hg. v. Schmidt-Wiegand, R., 1996, 285 ([Beyer 1985] lat. suum cuique)
Suum cuique (lat.). Jedem das Seine.
Lit.: Liebs, D., Lateinische Rechtsregeln, 7. A. 2007 (Gellius, um 120-um 180, Noctes Atticae 13, 24, 1, zu Cato, 234-149 v. Chr.); Macke, P., Jedem das Seine, 2012
(E?)(L?) http://www.phraseo.de/phrase/6803312/
"Suum cuique" - "Jedem das Seine." - (Preußischer Wahlspruch)
(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/index.php
"Jedem das Seine" ist ein Grundsatz, der auf das antike griechische Staatswesen zurückgeht. Platon (um 428-347 a.C.) stellte fest, daß jeder nach seinen Möglichkeiten der Gemeinschaft dienen und dafür auch seinen gerechten Lohn erhalten sollte. Auch im römischen Reich war die Formel "suum cuique" ein Ausdruck für Gerechtigkeit. Die Nationalsozialisten entstellten den Begriff zynisch ins Gegenteil, indem sie den Spruch über das Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald schrieben.
"Honeste vivere, neminem lædere, suum cuique tribuere"
"Ehrlich leben, niemandem schaden, jedem das Seine zukommen lassen." (Ulpianus)
"Hæc sunt præcepta iuris: honeste vivere, neminem lædere, suum cuique tribuere"
"Dieses sind die Gebote des Rechtes: Ehrenhaft leben, niemanden verletzen und jedem das Seine gewähren."
"Iuris præcepta sunt hæc: honeste vivere, alterum non lædere, suum cuique tribuere"
"Die Anweisungen des Rechts sind: ehrenhaft leben, den anderen nicht verletzen und jedem das Seine zugestehen." (Ulpianus)
"Gerechtigkeit ist der stetige und fortwährende Wille, jedem das Seine zu geben." (Ulpianus)
"Suum cuique (Iuris præcepta sunt hæc: honeste vivere, alterum non lædere, suum cuique tribuere)"
"Jedem das Seine. (Das Recht beruht auf drei Vorschriften: sittlich leben, Mitmenschen nicht verletzen, jedem das Seine zukommen lassen. Corpus Iuris Civilis, Institutiones)"
"Suum cuique (tribue)"
"(Gestehe) jedem das Seine (zu). (Marcus Tullius Cicero, Cato maior)"
"Suum cuique per me uti atque frui licet"
"Von mir aus sei es jedem erlaubt, was er hat zu nutzen und zu genießen." (Marcus Porcius Cato)
(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/
14) Unter den Preußischen Thalern ist der Ausbeutethaler von 1701 mit der Inschrift: "Suum cuique", ingleichen der Ordensthaler von 1705, mit eben der Umschrift, und der mit dem gekrönten Wapen von Neufchatel und Valengin von 1713 selten zu finden. Man kann hierher den überaus seltenen Souverainitäts=Thaler Churfürst Friedrich Wilhelm' s von 1657 rechnen, welcher die Umschrift hat: Providentiae haec divinae obnoxia. Diese beziehen sich auf das Schwert und Zepter in den Händen des Churfürsten. Auch ist der Thaler K. Friederich Wilhelm' s I von 1713 selten, auf dessen Rückseite ein zur Sonne auffliegender Adler, mit der Um<97, 281>schrift steht: Nec soli cedit. Diese Umschrift war eine Beantwortung der stolzen Franz. Devise: Nec pluribus impar. Der Thaler ist in geringer Anzahl ausgemünzt, und aus gewissen Ursachen wieder eingewechselt, daher man ihn selten zu sehen bekommt. Eben dieses Königs Thaler mit dem Haarzopf sind nicht sehr gemein.
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-zitl.htm
"Iustitia est constans et perpetua voluntas ius suum cuique tribuendi."
"Gerechtigkeit ist der beharrliche und dauernde Wille, jedem sein Recht zu geben." (Ulpianus)
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=suum cuique
Dt. "suum cuique" taucht in der Literatur um das Jahr 1810 auf.
Tabula rasa (W3)
Die Redensart dt. "Tabula rasa", frz. "faire table rase", beruht auf lat. "tabula rasa" = wörtl. dt. "freigekratze Tafel". Man findet darin lat. "tabula" = dt. "Brett", "Tafel", insbesondere "Schreibtafel" und lat. "radere" = dt. "auswischen", das eng verwandt ist mit dt. "rasieren" und "radieren".
Die "Tabula rasa" war ursprünglich eine "glatt geschabte Wachstafel", die den alten Griechen und Römern als Schreibtafel diente. Es war also so etwas wie eine "gewischte Tafel" oder eben ein "unbeschriebenes Blatt". Der erste schriftliche Beleg scheint allerdings erst im Mittelalter nachweisbar zu sein. Heute wird es jedoch vorwiegend im Sinne von "reinen Tisch machen" also im Sinne von "klare Verhältnisse schaffen" verwendet.
Der Theologe, Philosoph und Naturforscher Albertus Magnus (1200 bis 1280) benutzte es in seinem Werk "Über die Seele". Dort wurde es im religösen Sinn benutzt.
Die Vorstellung von der wieder "glatt gestrichenen und damit unbeschrieben Wachstafel" wurde von verschiedenen Philosophen auch auf den menschlichen Geist übertragen. Man stritt darüber, ob der Mensch mit einem "leeren Bewußtsein" oder mit "eingeborenen Ideen" ("ideae innatae") zur Welt kommt.
Seit dem 16. Jh. sprachen die Philosophen von einer leeren Ausgangssituation als "tabula rasa". Der britische Philosoph John Locke vertrat dieses Konzept in seinem im Jahr 1690 erschienen Werk "Essay Concerning Human Understanding" und trug damit zur Verbreitung der Redewendung bei.
(E?)(L?) https://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2017-2.pdf
In dem Artikel "Auswendiglernen?" von Walter Burnikel findet man Seite 92 den Punkt:
6) Auch wenn die Theorie der "tabula rasa" in der Forschung heute keine Rolle mehr spielt, ist sie als Modell für die Aufnahme von Gedächtnisspuren brauchbar: Die Speicherkapazität des kindlichen Gedächtnisses ist noch nahezu unbegrenzt, sodass es die Engramme besonders tief und nachhaltig aufnehmen kann. Das Kind freut sich dann über seinen kognitiven Fortschritt und aktiviert ihn im Aufsagen des Gelernten. Was mit den Kinderversen beginnt, setzt sich im Schulalter, wo bekanntlich die höchste Aufnahmeschnelligkeit erreicht wird, fort.
(E?)(L?) http://www.blueprints.de/wortschatz/von-quintessenz-bis-tusculum/tabula-rasa.html
"Tabula rasa" (lat. "glattgemachte Tafel")
Der Ausdruck "Tabula rasa" geht auf Aristoteles zurück: "Wie einer Tafel, auf der nichts geschrieben steht."
Heute wird "Tabula rasa" in zwei Zusammenhängen benutzt:
1. "Er ist ein tabula rasa" sagt man, wenn wir noch nicht wissen, was wir von jemandem halten sollen.
2. "Tabula rasa machen" benutzen wir, wenn wir für klare Verhältnisse sorgen.
(E?)(L?) https://www.dailywritingtips.com/50-latin-phrases-you-should-know/
48. "tabula rasa" ("scraped tablet"): "blank slate" (the concept of the human mind before it receives impressions from experience)
(E2)(L1) http://www.dictionary.com/browse/tabula rasa
(E?)(L?) http://www.etymologiebank.nl/trefwoord/tabula rasa
(E?)(L?) https://www.etymonline.com/word/tabula rasa
tabula rasa (n.)
"the mind in its primary state", 1530s, from Latin "tabula rasa", literally "scraped tablet", from which writing has been erased, thus ready to be written on again, from "tabula" (see "table" (n.)) + "rasa", fem. past participle of "radere" "to scrape away", "erase" (possibly from an extended form of PIE root "*red-" "to scrape", "scratch", "gnaw"). A loan-translation of Aristotle's "pinakis agraphos", literally "unwritten tablet" ("De anima," 7.22).
(E?)(L?) https://www.geo.de/geolino/redewendungen/6862-rtkl-redewendung-tabula-rasa-machen
Tabula rasa machen
Auch die Redewendung "reinen Tisch machen" entstand wahrscheinlich durch eine fehlerhafte Übersetzung, weil "Tabula" fälschlicherweise als "Tisch" anstatt als "Tafel" übersetzt wurde. Übrigens vermutet man, dass auch der deutsche Ausdruck "der Schuh drückt" von einer alten lateinischen Redewendung übernommen wurde.
Aristoteles ("de anima" 3, 4) sagt: "???" ("wie auf einer Tafel, auf der wirklich nichts geschrieben ist"). Hierzu fügt Trendelenburg das Wort Alexanders aus Aphrodisias (um 200 v. Chr.): "???" ("die Vernunft, einer unbeschriebenen Tafel gleichend"), das Plutarch "Aussprüche d. Philos". 4, 11 ("Blatt" für "Tafel" setzend) den Stoikern zuschrieb. Wir citieren lateinisch:
"Tabula rasa", "abgewischte Schreibtafel"; was nach Prantl ("Gesch. d. Logik") zuerst bei Ägidius a Columnis († 1316) vorkommt.
"Tabellae rasae" lesen wir zwar schon bei Ovid ("Ars Amandi" 1, 437) aber ohne jene Beziehung auf Geistiges.
(E?)(L?) https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/-/art/Jason-Seizer-Patience/hnum/7792137
Auf dem Album "Patience" von Jason Seizer findet man auch einen Titel "Tabula rasa".
(E?)(L?) http://depot.knaw.nl/10253/1/Nww_compleet_archief.pdf
"tabula rasa" "een nog onbeschreven blad" - Indonesisch "tabula rasa" "een nog onbeschreven blad"; "nieuwkomer", "novice".
(E?)(L?) http://www.kuriositas.com/search?q=Tabula+rasa
This is rather beautiful and thought provoking. An android, alone on a desert planet, comes across a piece of vegetation which has, somehow, rooted in the arid wasteland. Determined to secure the plant’s future the android goes to great lengths to assist its success.
(E?)(L?) https://www.merriam-webster.com/dictionary/tabula%20rasa
Philosophers have been arguing that babies are born with minds that are essentially blank slates since the days of Aristotle. (Later, some psychologists took up the case as well.) English speakers have called that initial state of mental blankness "tabula rasa" (a term taken from a Latin phrase that translates as "smooth or erased tablet") since the 16th century, but it wasn't until British philosopher John Locke championed the concept in his Essay Concerning Human Understanding in 1690 that the term gained widespread popularity in our language. In later years, a figurative sense of the term emerged, referring to something that exists in its original state and that has yet to be altered by outside forces.
(E?)(L?) http://www.nextz.de/glossen/tabula-rasa.htm
(E?)(L?) https://neueswort.de/tabula-rasa/
Die vergleichsweise häufig gebrauchte Wendung "Tabula rasa" machen ist weiterhin ein Synonym für das deutsche "reinen Tisch machen", also "mit etwas restlos aufräumen" oder "etwas restlos klären" und somit "Klarheit schaffen".
(E?)(L?) https://onzetaal.nl/uploads/nieuwsbrieven/tabularasa.html
"Tabula rasa" is een Latijnse woordgroep die letterlijk "uitgewist" / "schoongeveegd schrijfplankje" betekent. In de tijd van de oude Romeinen werd er vaak geschreven op plankjes die met een laagje was bedekt waren. Je kon het geschrevene eenvoudig uitwissen als je het plankje opnieuw wilde gebruiken. Je had dan wat in het Nederlands vaak een schone lei of een onbeschreven blad wordt genoemd; net als tabula rasa worden deze uitdrukkingen vooral in figuurlijke zin gebruikt.
"Tabula" betekende in het klassiek Latijn in het algemeen "plank", "plaat"; een specifiekere betekenis was "schrijfplankje". Het woord leeft in het Nederlands voort als "tafel". Het woord "rasa" is de vrouwelijke vorm van het voltooid deelwoord van "radere" "wegkrabben", "uitwissen".
(E?)(L?) http://www.philosophie-woerterbuch.de/stichwortverzeichnis/
(E?)(L?) http://www.phraseo.de/a-z/
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/r.php
(E?)(L?) http://www.takeourword.com/Issue060.html
So much for the literal meaning. While Aristotle would not have used the very words "tabula rasa" (he was Greek, not Roman) the term has been used in connection with his beliefs. He thought that, when we are born, our minds are like blank slates, ready to receive imprints.
The term has been used in English in this figurative sense since at least the mid-16th century.
Kein "unbeschriebenes Blatt" sind umgangssprachlich Angeklagte, die schon mehrere Vorstrafen aufbieten können. Das Synonym für Leute, die schon so einiges "erlebt" haben, geht auf den griechischen Philosophen Platon (um 427-347 a.C.) zurück, der mit "unbeschriebenes Blatt" die ursprüngliche Seele des Menschen, bevor sie Eindrücke von der Außenwelt empfing, bezeichnet. Aristoteles (384-322 a.C.) benutzt ebenfalls dieses Bild von der "unbeschriebenen Wachstafel" "tabula rasa", das auch der Philosoph Plutarch {um 45-125) sowie die Stoiker (Philosophen einer antiken Schule in Athen um 300 a.C.) verwenden.
"Tabula rasa" bedeutet eigentlich "Abgeschabte Tafel", auch "unbeschriebenes Blatt": So wurde im übertragenen Sinne die Seele als vermeintlicher Ort der Erkenntnis der Menschen in ihrem ursprünglichen Zustand, bevor sie Eindrücke von der Außenwelt empfing, bezeichnet. Konkret war "tabula rasa" in der Antike eine wachsüberzogene Schreibtafel, von der nach dem Beschreiben die Schrift wieder vollständig entfernt werden konnte. Der Vergleich der Seele mit der beschreibbaren Wachstafel stammt von Platon, bei Aristoteles findet man Ähnliches. Im Mittelalter wurde dieser Gedanke von mehreren Philosophen aufgegriffen, so von Albertus Magnus, Franciscus Mercurius van Helmont, Pierre Gassendi, Thomas Hobbes und John Locke. Der verwendet diese Vorstellung als Metapher für die menschliche Seele bei der Geburt ("ein unbeschriebenes Blatt"). Diese wird im Verlauf des Lebens durch die Erfahrung geprägt. In der Neuzeit hat Sigmund Freud diesen Begriff in seiner Abhandlung "Notiz über den Wunderblock" (1925) verwendet.
(E?)(L?) http://latinum.tantalosz.de/t.php
"Tabula rasa" - "Leere, unbeschriebene Tafel". (Auch "reiner Tisch" - Römer schrieben gewöhnlich auf Wachstäfelchen, die man radierte, indem man mit dem flachen Ende des Schreibgriffels (Stylus) darüberstrich. John Locke gebrauchte den Ausdruck, um den menschlichen Geist bei der Geburt, vor dem Erwerb jeglicher Kenntnisse, zu beschreiben.)
(E3)(L1) http://www.textlog.de/eisler_woerterbuch.html
(E?)(L?) http://www.textlog.de/5214.html
Rudolf Eisler: "Tabula rasa"
Tabula rasa (leere, unbeschriebene Tafel) ist nach der Ansicht des Sensualismus (s. d.) die Seele vor aller Erfahrung, durch die sie gleichsam erst beschrieben wird. Das will (im extremsten Falle) sagen, die Seele, der Geist habe keinerlei angeborene (s. d.) Erkenntnisse oder Begriffe, keine präempirischen (s. d.) Anlagen und Potenzen, keine Spontaneität (s. d.), sondern verhalte sich den Eindrücken der Außenwelt gegenüber rein rezeptiv, passiv, bringe nichts zur Erfahrung hinzu, trage nichts aus Eigenem zum Zustandekommen der Erkenntnis schöpferisch bei, sondern sammle und ordne nur das von außen Empfangene. Vgl. dagegen: A priori, Erkenntnis, Spontaneität, Rationalismus.
(E?)(L?) http://www.textlog.de/2111.html
Friedrich Kirchner - Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe: "tabula rasa"
"Tabula rasa" (lat.), "unbeschriebene Tafel", nannten du Stoiker und später die Empiristen und Sensualisten die Seele, wie sie bei der Geburt des Menschen ist. Sie verglichen sie also einer "unbeschriebenen Schreibtafel", weil sie noch leer von Vorstellungen ist, und erst in der Entwicklung des Lebens sich mit den Vorstellungen erfüllt. Plut. placit. phil. 4, 11 berichtet: Hoi de Stôikoi phasin: hotan gennêthê ho anthrôpos, echei to hêgemonikon meros tês psychês, hôsper chartês, energôn eis apographên. Eis touto mian hekastên tôn ennoiôn enapographetai. Locke (1632-1704) sagt: Wir wollen - annehmen, die Seele sei, wie man sagt, ein weißes unbeschriebenes Blatt Papier (white paper) ohne irgend welche Vorstellungen. (Essay concerning human Understanding II, 1 § 2.) Vgl. Empirie, Erkenntnis, Rationalismus.
(E1)(L1) http://www.visualthesaurus.com/portlets/wod/?y=2015&m=05&d=1&mode=m
(E1)(L1) http://www.visualthesaurus.com/portlets/wod/?y=2008&m=01&d=1&mode=m
"nescience"
Tabula Rasa Word of the Day:
This delightful and underused word means "absence of knowledge". Most folks go with ignorance instead, but "nescience" avoids most of the pejorative associations of that word, while having an air of mystery about it by being so seldom seen or heard.
(E?)(L?) http://www.vocabulary.com/
"tabula rasa": a young mind not yet affected by experience
(E?)(L?) https://en.wiktionary.org/wiki/tabula_rasa
From Latin "tabula" (“tablet”) + "rasa", feminine singular of "rasus" (“scraped", "erased”).
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/T
(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases_(T)
"tabula rasa" - "scraped tablet"
Thus, "blank slate". Romans used to write on wax-covered wooden tablets, which were erased by scraping with the flat end of the stylus. John Locke used the term to describe the human mind at birth, before it had acquired any knowledge.
(E?)(L?) http://www.wordsmith.org/words/tabula_rasa.html
(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/tabula-rasa
(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Tabula rasa
Dt. "Tabula rasa" taucht in der Literatur um das Jahr 1830 auf.
Erstellt: 2018-02
Tunica propior pallio est
Das Hemd ist mir näher als der Rock (W3)
Die Lebensregel dt. "Das Hemd ist mir näher als der Rock" ist eine Lehnübersetzung des lat. "Tunica propior pallio est", wörtlich dt. "Die Tunika ist näher als der Mantel", des römischen Komödiendichters Plautus (-0250 - -0184), aus Trinummus 1154.
(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5ξd=2037&kapitel=1#gb_found
Der Schaz (Trinummus)
Uebersicht der Sylbenmaße.
(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5ξd=2037&kapitel=7&cHash=70d0c6d3772#gb_found
Charmides.: Wer kommt da gegen uns?
Lysiteles.: Den Schwäher Charmides Grüßt Lysiteles.
Charmides.: O gebe dir der Himmel, was du willst!
Kallikles.: Bin ich nicht des Grußes würdig?
Lysiteles.: Sei willkommen, Kallikles! Dem gebührt mein erster Gruß: das Hemd ist näher als das Kleid.
Charmides.: Möge, was ihr schafft und rathet, durch der Götter Huld gedeih'n! Dir verlobt ist meine Tochter.
Lysiteles.: Wenn du nichts dawider hast.
(E?)(L?) http://www.thelatinlibrary.com/plautus/trinummus.shtml
(E?)(L?) http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/neubutton.cgi?pfad=/diglib/aufkl/humanmag/100891&seite=00000241.TIF&werk=Zeitschriften+der+Aufklaerung
(E?)(L?) http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/neubutton.cgi?pfad=/diglib/aufkl/humanmag/100891&seite=00000303.TIF&werk=Zeitschriften+der+Aufklaerung
Der Dreier, Ein Lustspiel des Plautus
(E?)(L?) http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4720/pdf/Lefevre_Politics_and_society_in_Plautus.pdf
ECKARD LEFÈVRE
Politics and society in Plautus' "Trinummus"
Erstellt: 2010-03
Liste lateinischer Phrasen
Liste lateinischer Redewendungen
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Redewendungen
Diese Liste lateinischer Phrasen sammelt lateinische Phrasen, Sprichwörter und Redewendungen, beschreibt ihren Gebrauch und gibt, wo möglich, die Quellen an.
Lateinische Wendungen sind ihrerseits oft aus dem Altgriechischen übersetzt und erscheinen deshalb auch in der Liste griechischer Phrasen.
Viele dieser Phrasen werden in Fachsprachen als unübersetzte Versatzstücke weiter gebraucht und haben sogar Eingang in das allgemeine Kommunikationsrepertoire gefunden, bisweilen auch als Verballhornungen. Aufgenommen in diese Liste werden Wörter und Sätze, die entweder:
im Rechtswesen heute noch gebräuchlich sind (z. B. In dubio pro reo),
in der Medizin allgemein verwendet werden (z. B. Delirium tremens),
im kirchlichen Bereich gebraucht werden (z. B. Habemus Papam),
Bedeutung für die Philosophie haben (z. B. a priori),
von literarischer Bedeutung sind (z. B. Arma virumque cano),
von historischer Bedeutung sind (z. B. Imperium Romanum),
als Motto für Staaten und Teilstaaten dienen (z. B. A mari usque ad mare)
in der populären Kultur weithin bekannt sind (z. B. Delirant isti Romani.)
die Vorbilder für deutsche Sprichwörter waren (z. B. Duobus litigantibus tertius gaudet.)
oder im allgemeinen zum deutschen Wort- bzw. Sprachschatz gehören
Vieles ist schon in den folgenden Listen enthalten und braucht deshalb hier nicht mehr gesondert aufgeführt zu werden:
Liste lateinischer Präfixe – Liste lateinischer Suffixe - Liste lateinischer Abkürzungen
Lebendes Latein: Latein im Recht, Nomenklatur (Anatomie)
Wortgruppen des Latein: Verwandtschaftsbezeichnungen, Zahlwörter
Karl Bayer: Nota bene! Das lateinische Zitatenlexikon. Patmos Verlag, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-96095-9.
Rudolf Bovensiepen: Lateinische Rechtssprichwörter, Verlag von Franz Vahlen, Berlin 1923[[1]]
Gerald Drews: Latein für Angeber. Bassermann, 2004, ISBN 3-8094-1625-8.
Muriel Kasper: Reclams Lateinisches Zitaten-Lexikon. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-010478-1.
Hubertus Kudla: Lexikon der lateinischen Zitate. 3500 Originale mit Übersetzungen und Belegstellen. C.H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3-406-47580-9.
Marc Mylius: Die perfekten lateinischen Zitate. Sprüche und Sprichwörter. Marixverlag, 2004, ISBN 3-937715-05-3.
Christa Pöppelmann: Nomen est omen: Die bekanntesten lateinischen Zitate & Redewendungen und was dahintersteckt. Compact Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8174-6414-2.
Heinrich G. Reichert: Unvergängliche lateinische Spruchweisheit. EOS Verlag, Erzabtei St. Ottilien 2000. ISBN 3-88096-479-3.
Alfred Sellner: Latein im Alltag. Alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk von lateinischen Sentenzen, Sprichwörtern, Phrasen, Redewendungen, Zitaten und Formeln sowie deren Abkürzungen mit rund 850 Stichwörtern aus allen Lebensbereichen. Ergänzte und erweiterte Auflage. VMA-Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-928127-11-0.
Wikiquote: Lateinische Sprichwörter – Zitate
Wikiquote: Lateinisches Wikiquote – Zitate (Latein)
John Bouvier’s Law Dictionary (1856), (englisch)
Liste lateinischer Phrasen und Mottos (englisch)
Sprichwörter und Phrasen
Dictorum Index (umfangreiche Liste lateinischer Wendungen mit deutschen Übersetzungen)
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/A
3 Abiit
4 Abiturus
5 Absens
6 Absente
7 Absit
8 Absolvo
9 Abusus
10 Abyssus
11 Accidit
12 Accipe
13 Accipere
14 Accusare
15 Acherontis pabulum
16 Acta
17 Actio
18 Actiones
19 Ad
21 Additio
22 Additus
23 Adhuc
24 Admiror
25 Adora
26 Adveniat
27 Adventus
28 Advocatus
29 Aegrescit
30 Aegri
31 Aegroti
32 Aequam
33 Aequat
34 Aequis
35 Aeris
36 Aetas
37 Age
38 Afflictis
39 Agenda
40 Agnus
41 Alea
42 Alia
43 Alias
44 Alibi
45 Aliena
46 Aliquid
47 Aliis
48 Alis
49 Alma
50 Alta
51 Alter
52 Altera
53 Alterius
54 Alterum
55 Ama
56 Amantes
57 Amanti
58 Amantium
59 Amare
60 Amat
62 Amicitiae
63 Amicus
64 Amor
65 Amore
66 Amoris
67 An
68 Ana
69 Anathema
70 Anatomia
71 Angelica
72 Anima
73 Animarum
74 Animus
75 Animal
77 Anno
78 Annus
79 Annuit
80 Annuntio
81 Ante
82 Antiquus
83 Anulus
84 Anus
85 Apage
86 Apelles
87 Apollini
88 Aproximavit
89 Aqua
90 Aquila
91 Aquis
92 Arbiter
93 Arcanum
94 Arma
95 Ars
96 Artem
97 Artis
98 Asinus
99 Attica musa
100 Audaces
101 Audacter
102 Audax
103 Audemus
104 Audere
106 Audiatur
107 Audio
108 Aurea
109 Auri
110 Aurora
111 Auspicium
112 Aut
113 Ave
114 Avenio
115 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/B
1 Babylonis
2 Baccalaureus
3 Balnea
4 Barba
5 Barbara
6 Barbarus
7 Beata
8 Beate
9 Beati
10 Beatius
11 Beatus
12 Bella
13 Bellerophontis
14 Bellum
15 Bene
16 Benedicite
17 Benedictio
18 Benedictus
19 Beneficii
20 Beneficium
21 Benevole
22 Benevolentia
23 Benigna
24 Bernardus
25 Berolinum
26 Bestia
27 Bestiarum
28 Bibe
29 Bibere
30 Biblia
31 Bibamus
32 Bibant
33 Bibite
34 Bipes
36 Bona
37 Boni
38 Bonum
40 Bonna
41 Breve
42 Brevi
43 Breviarium
44 Brevis
45 Bruta
46 Bulla
47 Bursa
48 Busillis
49 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/C
1 Cacoëthes
2 Cacumen
3 Caeca
4 Caeci
5 Caecior
6 Caelebs
7 Caelestem
8 Caelestis
9 Caelo
10 Caelum
11 Caesar
12 Caesarem
13 Caestum
14 Calamitas
15 Calceos
16 Calumnia
17 Canem
18 Canes
19 Canis
20 Cantare
21 Cantat
22 Cantate
23 Canticum
24 Cantilenam
25 Cantores
26 Cantus
27 Capiat
28 Captatio
29 Caput
30 Cardo
31 Caritas
32 Carmen
33 Carmina
34 Carne
35 Caro
36 Carpe
37 Carpent
38 Carum
39 casta
40 Castis
41 Casus
42 Causa
43 Cave
44 Caveat
45 Cedant
46 Cedite
47 Cedo
48 Cena
49 Census
50 Centesimus
51 Centum
52 Cessante
53 Cetera
54 Ceteris
55 Ceterum
56 Character
57 Christianos
58 Christianus
59 Christo
60 Christum
61 Christus
62 Cibo
63 Cicerone
64 Ciceronianus
65 Cineres
66 Cineri
67 Circa
68 Circuitus
69 Circuli
70 Circulus
71 Citius
72 Cito
73 Civilitas
74 Civis
75 Civitas
76 Clam
77 Clara
78 Clarior
79 Claude
80 Clausula
81 Claves
82 Clavis
83 Clemens
84 Clericus
85 Clio...
86 Cogitationis
87 Cogito
88 Coincidentia
89 Coitus
90 Colere
91 Collegium
92 Comes
93 Commemoratio
94 Comminus
95 Commoditas
96 Commune
97 Communi
98 Communio
99 Compelle
100 Compensatio
101 Compos
102 Concedo
103 Conceptio
104 Conceptus
105 Concordia
106 Concursus
107 Condemno
108 Condicio
109 Condiciones
110 Conditio
111 Confer
112 Confessio
113 Confiteor
114 Confoederatio
115 Confusio
116 Confusione
117 Coniunctivus
118 Consecutio
119 Consilio
120 Consilium
121 Conspectus in legem creat cognitionem iuris
122 Constanter
123 Constitutio
124 Constitutiones
125 Consuetudo
126 Consummatum
127 Contentus
128 Contra
129 Contradictio
130 Contraria
131 Contrariis
132 Contumax
133 Conturbare
134 Conturbat
135 Cooperatores
136 Copia
137 Cor
138 Coram
139 Corpus
140 Corrige
141 Cras
142 Corruptio
143 Corruptissima
144 Creatio
145 Crede
146 Credite
147 Credo
148 Credula
149 Crescas
150 Crescit
151 Crescite
152 Crescunt
153 Creta
154 Cretenses
155 Crocodili
156 Crucifige
157 Crux
158 Cucullus
159 Cui
160 Cuius
161 Culpa
162 Cum
163 Cur
164 Cura
165 Curriculum
166 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/D
44 Dolum
45 Dolus
46 Domi
47 Domus
48 Domine
49 Dominium
50 Dominus
51 Dona
52 Donandi
53 Donum
54 Donec
55 Dosis
56 Draco
57 Dramatis
58 Dubia
59 Duces
60 Ducunt
61 Dulce
62 Dum
63 Duo
64 Duobus
65 Duodecim
66 Dura/Durum
67 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/E
3 Eadem
4 Ecce
5 Ecclesia
6 Ede
7 Edere
8 Edimus
9 Editio
10 Ego
11 Eheu
12 Emeritus
13 Ens
14 Ense
15 Eo
16 Eodem
17 Epicuri
18 Epistula
19 Equi / Equum
21 Eritis
22 Eripere
23 Eripuit
24 Errantis
25 Errare
26 Erro
28 Esse
29 Est
30 Esto
31 Et
32 Eventus
33 Ex
34 Excelsior
35 Excusatio
36 Exegi
37 Exempla
38 Exempli
39 Exemplis
40 Exemplum
41 Exercitatio
42 Exercitia
43 Exeunt
44 Exit
45 Exitus
46 Expeditio
47 Experimentum
48 Experto
49 Expressis
50 Extra
51 Extrema
52 Extremum
53 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/F
1 Fabula
2 Fabulae
3 Fac
4 Facit
5 Factum
6 Facie
7 Facies
8 Falsa/Falsus
9 Fama
10 Fas
11 Favete
12 Felix
13 Felo
14 Fenum/Faenum
15 Feras/Fero
16 Ferro/Ferrum
17 Fertilior
18 Festina
19 Festinare
21 Fide
22 Fidei
23 Fides
24 Fidus
25 Fili
26 Filia
27 Filio
28 Filius
29 Finem
30 Finis
31 Fiscus
32 Flagellum
33 Flagror
34 Flectere
35 Flectus
36 Flet
37 Floreat
38 Fluctuat
39 Fluctus
40 Foenum/Fenum
41 Folia
42 Folio
43 Fons/Fontes
44 Formica/Formicae
45 Formosa
46 Forsan
47 Fortes/Fortis/Fortiter/Fortuna/Fortunato
48 Fortis
49 Fortiter
50 Fortuna
51 Fortunato
52 Fuimus/Fuit
53 Fulmen
54 Furor
55 Fur
56 Furtum
57 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/G
2 Gallo
3 Gallus
4 Gallia
5 Gaudeamus
6 Gaudium
7 Generalibus
8 Generatio
9 Genius
10 Genus
11 Gladiator
12 Gladius
13 Gloria
14 Gloriosus
15 Gradus
16 Graeca
17 Graecia
18 Grammatica
19 Grammatici
20 Gratia
21 Gratis
22 Grosso
23 Gutta
24 Guttam
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/H
1 Habeas
2 Habeat
3 Habemus
4 Habent
5 Habet
6 Hac
7 Haec
8 Hannibal
9 Hic
10 Hinc
11 Hirundines
13 Homo
14 Honeste
15 Honora
16 Honores
17 Honoris
18 Honos
20 Horae
22 Horribile
24 Hosanna
25 Huc
26 Hunc
27 Humanae
28 Humanas
29 Humanum
30 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/I
2 Iacta
3 Iactura
4 Iam
5 Ibi
7 Id
9 Idola
10 Iesu
11 Iesus
12 Ignava
13 Ignem
14 Igni
15 Ignis
16 Ignoramus
17 Ignorantia
18 Ignoratio
19 Iliacos
20 Ilias
21 Illa
22 Ille
23 Illud
24 Imago
25 Imitatio
26 Imitatores
27 Imperare
28 Imperatricis
29 Imperia
30 Imperium
31 Imprimatur
32 Imprimi
34 Inceptioe
35 Incipe
36 Incipit
37 Incipite
38 Incidere
39 Incidit
40 Incredibile
43 Indivisibiliter
44 Infans
45 Infantes
46 Infausta
47 Influxus
48 Infra
49 Iniqua
50 Iniquissimam
51 Initia
52 Initio
53 Initium
54 Inquietum
55 Inserat
56 Integer
57 Intellectus / Intellego / Intellexeram
58 Intellego
59 Intellexeram
60 Intentio
61 Interpretatio
62 Inter
63 Interim
64 Intra
65 Introite
66 Intus
67 Invictus
68 Invidia
69 Iohannes
70 Iovem
71 Iovi
72 Ipse
73 Ipsissima
74 Ipso
75 Ira
76 Irascendum
77 Ire
78 Is
79 Ita
80 Ite
81 Iudaei
82 Iudex
83 Iudice
84 Iudicis
85 Iudicium
86 Iulio
87 Iunctis
88 Iura
89 Iure
90 Iuris
91 Ius
92 Iuvat
93 Iuvenesque
94 Iuventus
95 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/J
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/K
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/L
2 Laborare
3 Laborat
4 Laboremus
5 Labores
6 Lacrima
7 Lacrimae
8 Laesa
9 Laeso
10 Lapidem
11 Lapis
12 Lapsus
13 Lassus
14 Latet
15 Lauda
16 Laudator
17 Laudetur
18 Laus
19 Lavabo
20 Lavi
21 Legatus
22 Lector
23 Lectori
24 Lege
25 Legem
26 Legi
27 Legibus
28 Legitime
29 Leo
30 Leti
31 levius
32 Lex
33 Libenter
34 Liber
35 Libera
36 Libertas
37 Libertatem
38 Liberum
39 Licentia
40 Licet
41 Ligna
42 Ligneis
43 Lignum
44 Limbus
45 Lingua
46 Litterae
47 Loci
48 Loco
49 Locum
50 Locus
51 Longe
52 Lorem
53 Luctor
54 Lucus
55 Ludendum
56 Ludi
57 Ludus
58 Lumen
59 Lupus
61 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/M
1 Magister
2 Magistra
3 Magistrum
5 Magni
6 Magno
7 Magnum
8 Magnus
9 Mala
11 Maledictus
13 Malum
14 Malleus
15 Mandamus
16 Mantua
17 Manu
18 Manum
19 Manus
20 Mare
21 Margaritas
22 Maria
23 Mas occasionatus
24 Mater
25 Materia
26 Mathesis
27 Maximum
29 Mea
30 Medice
31 Medicus
32 Medio
33 Melita
35 Mens
36 Meum
37 Mihi
39 Militat
40 Militem
41 Minima
42 Minimum
43 Mirabile
44 Miro
45 Miror
46 Modus
47 Monstrum
48 Montani
49 Mora
50 Morbus
52 Morituri
53 Mors
54 Mortua
55 Mortui
56 Mos
57 Mox
58 Mulier
59 Multa
60 Multae
61 Multi
62 Multum
63 Mundus
64 Musis
65 Mutabor
66 Mutatio
67 Mutatis
68 Mutato
69 Mutuum
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/N
2 Naturae
3 Naturalia
4 Naturam
5 Navigare
6 Naviget
7 Navita
9 Nec
10 Necessitas
11 Nemine
12 Nemo
13 Neque
14 Nervi
15 Nervus
16 Nihil
17 Nil
18 Nocebo
19 Nocere
20 Nocet
21 Nolens
22 Noli
23 Nolle
24 Nolo
25 Nomen
26 Nomina
27 Non
28 Nosce
29 Noscitur
30 Nosse
31 Nota
32 Notus
33 Novissima
34 Novum
35 Novus
36 Nulla
37 Nullam
38 Numerantur
39 Numerus
40 Numquam
41 Nunc
42 Nusquam
43 Nutrimentum
44 Nutrit
45 Nutritur
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/O
2 Ob
3 Obscuri
4 Observa
5 Oculi
6 Oculum
7 Oculus
8 Oderint
9 Oderunt
10 Odi
11 Odium
12 Olet
13 Oleum
14 Olim
15 Omne
16 Omnes
17 Omnia
18 Omnibus
19 Omnis
20 Omnium
21 Onerata
22 Onus
23 Opera
24 Opere
25 Operibus
26 Opus
27 Ophidia
28 Oportet
29 Ora
30 Orandum
32 Orbis
33 Ordo
34 Otiosis
35 Otium
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/P
1 Pabulum
2 Pace
3 Pacem
4 Pacta
5 Paete
6 Pallida
7 Palma
8 Palmam
9 Pane
10 Panem
11 Panis
12 Pange
13 Par / Pari
14 Parce
15 Parcere
16 Par
17 Pares
18 Pari
20 Pars
21 Parva
22 Parvum
23 Passim
24 Pater / Patres / Patris
25 Patior
26 Patria / Patriae
27 Patet omnibus
28 Patrimonium
29 Pax
30 Pecca
31 Peccavi
32 Pecunia / Pecuniae
33 Peius
34 Pendent / Pendente
35 Per
36 Perge
37 Periculum
38 Perpetuo / Perpetuum
39 Persona
40 Pessima / Pessimum
41 Petitio
42 Philippis
43 Philosophia
44 Pia / Piae
45 Piget
46 Piscem / Pisces
47 Pittacus
48 Placebo / Placet
49 Plaudite
50 Pleno / Plenus
51 Pluralis
52 Plurimum
53 Plus
54 Poeta / Poetica
55 Pollice
56 Pollices
57 Polonia
58 Pons
59 Pontifex
60 Posse
62 Potuit
63 Potus
64 Praecepta
65 Praeceptor
66 Praedicare
67 Praemissis
68 Praemisso
69 Praeter / Praetereunt / Praeterita
70 Praga
71 Prima
72 Primas
73 Primum
74 Primus
75 Principiis
76 Principium
77 Pro
78 Probatio / Probatum
79 Procul
80 Profanum
81 Prognosis
82 Propria
83 Prodesse / Prodest / Prosit
84 Proditionem
85 Promoveatur
86 Proxima / Proximus
87 Prudens / Prudentis
88 Pulchra / Pulchrum
89 Pulvis
90 Punctum
91 Punica
92 Pura
93 Puris
94 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Q
2 Quae
3 Quaere/Quaerite
4 Qualis
5 Quam
6 Quamvis
7 Quando
8 Quasi/Quasimodo
9 Quater
10 Quecumque
11 Quem
12 Quempas
13 Quaestio
15 Quid
16 Quidquid
17 quiescendo
18 Quilibet
19 Quinque
20 Quinta
21 Quinctile
22 Quis
23 Quo
24 Quod
25 Quodlibet
26 Quorum
27 Quos
28 Quot
29 Quousque
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/R
2 Rari
3 Rarum
4 Ratio
5 Rebus
6 Recte
7 Redde
8 Redeo
9 Redire
10 Reductio
11 Referat
12 Reformatio
13 Regina
14 Regnat
15 Regnum
16 Relata
18 Repetitio
19 Requiem
20 Requiescat
21 Rerum
22 Res
23 Reservatio
24 Respice
25 Restat
26 Rex
27 Ridendo
28 ridentem
29 Rideo
30 Risus
31 Rigor
32 Rigorosum
33 Rixantur
34 Roma
35 Romam
36 Romani
37 Romanus
38 Rorate
39 Rore
40 Rosa
41 Ruinis
42 Rumores
43 Rupes
45 Rustica
46 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/S
1 Sacrilegia
2 Sacrificium
3 Sacrum
4 Saepe
5 Sal
6 Saltus
7 Salus
8 Salva
9 Salve
10 Salvete
11 Salvo
12 Sancta
13 Sanctificetur
14 Sanctum
15 Sapere
16 Sapiens
17 Sapienti
18 Satanas
19 Satura
20 Saxa
21 Saxum
22 Sciebam
23 Scientia
24 Scio
25 Scire
26 Sed
27 Sede
29 Semel
30 Semper
31 Senatus
32 Sensu
33 Sensus
34 Septem
35 Sera
36 Serius
37 Sero
38 Serva
39 Servus
40 Sesquipedalia
41 Si
42 Sic
43 Signetur
44 Silent
45 Simile
46 Similia
47 Sine
48 Sint
49 Siste
50 Sit
51 Sociale
52 Societas
53 Sol
54 Sola
55 Soli
56 Solus
57 Somnus
58 Spiritus
59 Splendide
60 Splendor
61 Sta
62 Stabat
63 Stante
64 Stat
65 Statim
66 Status
67 Stella
68 Stet
69 Stulti
70 Stultum
71 Stultorum
72 Stultus
73 Stupor
74 Sua
75 Suae
76 Suave
77 Suavis
78 Suaviter
79 Succisa
80 Sub
81 Sudetia
82 Sui
83 Sum
84 Summa
85 Summum
86 Sunt
87 Superbientum
88 Sursum
89 Sustine
90 Suum
91 Sybaritica
92 Quellennachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/T
1 Tabula
2 Taedium
3 Talis
4 Taliter
6 Tamen
7 Tandem
8 Tantae
9 Tantum
10 Taurum
11 Te
12 Tempora
13 Tempus
14 Tensio
16 Terminator
17 Terminus
18 Terra
19 Terror
20 Tertium
21 Tertius
22 Testimonium
23 Testis
24 Teutones
25 Teutonisare
26 Teutonismus
27 Timeo
28 Timidi
29 Timidus
30 Timor
31 Toga
32 Tolle
33 Tota
34 Toto
35 Totus
36 Transeuntibus
37 Tres
38 Tria
39 Treuga
40 Tu
41 Tua
42 Tunica
43 Tuo
44 Turpe
45 Quellennachweis
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/U
1 Ubi
2 Ululare
3 Ululas
4 Ultima
5 Ultimatum
6 Ultimo
7 Ultra
9 Una
10 Undique
11 Unita
12 Unus
13 Unigenitus
14 Urbem
15 Urbi
16 Urbs
17 Usque
18 Usus
19 Ut
20 Utendum
21 Uti
22 Einzelnachweise
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/V
1 Vade
3 Vale
4 Valeas
5 Valeat
6 Valete
7 Vanitas
8 Vapula
9 Vare
10 Varia
11 Variatio
12 Varium
13 Vasa
14 Vaticinium
15 Vel
16 Veni
17 Venire
18 Venite
19 Venia
21 Vera
22 Verba
23 Verbatim
24 Verbi
25 Verbis
26 Verbum
27 Veritas
28 Versus
29 Verum
30 Vestigia
31 Vestigium
32 Veto
33 Vi
35 Vias
36 Viator
37 Vice
38 Vicarius
39 Victi
40 Victrix
41 Vide
42 Videant
44 Videre
45 Vides
46 Vidit
47 Vim
48 Vincere
49 Vinum
50 Viribus
51 Virtus
52 Virtutem
53 Virtutes
54 Virtuti
55 Virtutum
56 Vis
57 Visio
58 Vita
59 Vitam
60 Vitia
61 Vitiis
62 Vitium
63 Vivant
64 Vivat
65 Vivere
66 Vivos
67 Volens
68 Volentem
69 Volenti
70 Volo
71 Votum
72 Vox
73 Vulgi
74 Vulgo
75 Vulnus
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/W
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/X
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Y
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Z
Erstellt: 2011-08
Lateinische Sinnsprüche
Ein Glossar mit zahlreichen lateinischen Sinnsprüchen.
(E?)(L?) http://www.zum.de/fachportale/latein/feldmann/latein.htm
ARDUA PRIMA VIA EST. - Aller Anfang ist schwer.
AUDIATUR ET ALTERA PARS. - Auch die zweite Seite möge gehört werden.
AUDI MULTA, LOQUERE PAUCA! - Hör vieles, sprich weniges!
ARMA VIRUMQUE CANO. - Die Waffe und den Mann besinge ich.
A. E. I. O. U. - AUSTRIAE EST IMPERARE ORBI UNIVERSO. - Alles Erdreich ist Österreich untertan. (Kaiser Friedrich III)
AB OVO. - Vom Anfang an.
AD ABSURDUM. - Zum Unbrauchbaren führen.
AD ACTA. - Zu den Akten.
AD ARMA. - Zu den Waffen.
AD HOC. - Zu diesem.
AD KALENDAS GRAECAS. - Am St. Nimmerleinstag.
AD LATUS. - Zur Seite.
AD LIBITUM. - Nach belieben.
ADVOCATUS DIABOLI. - Anwalt des Teufels.
A POSTERIOR. - Aus Erfahrung.
AMICUS CERTUS IN RE INCERTA CERNITUR. - Den wahren Freund erkennt man in der Not.
Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologporta-20
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dtv 216 Seiten
Erscheinungsdatum: September 1992
Die längst zum Standardwerk gewordene Sammlung von rund 500 Geflügelten Worten und rund 300 »Formeln und Floskeln« präsentiert sich in ihrer 11. Auflage in neuer Gestalt: nicht lediglich »durchgesehen«, sondern vielfältig erweitert. Mehr als hundert Einträge sind ausführlicher gefaßt, eine Anzahl Zitate sind neu aufgenommen worden; neu hinzugekommen ist auch ein Essay zur Charakteristik dieser buntgefiederten Vogelschar. Die Sammlung »Veni vidi vici« begnügt sich nicht mit Übersetzung und Stellennachweis; die Zitate werden in ihren ursprünglichen Text- und Sinnzusammenhang gestellt, ihre oft verwickelte Prägungsgeschichte und die nicht seltenen Bedeutungssprünge werden in ausgeschriebenen, durchweg übersetzten Zitaten nachgezeichnet. Zahlreiche Verweise und ein Schlagwortregister erschließen den Band, der Kenner und Liebhaber nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum vergnüglichen Blättern und Lesen einlädt.
Quicklebendiges und unverwüstliches Griechisch und Latein
Geflügelt, entflogen:
Habent sua fata ...
„Sie haben ihre Schicksale...“: Das gilt, wie für die Menschen und ihre libelli, ihre „Büchlein“, so für diese geflügelten Worte mit ihren je besonderen, über viele Jahrhunderte hinwegreichenden Zitiergeschichten und Zitierschicksalen.
Diesen Text können Sie nachlesen in Klaus Bartels eben neu erschienenem Klassiker „Veni vidi vici“. Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen.“
(E?)(L?) http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/2006_2_3/agora_2_3_2006_bartels.html
Pegasus-Onlinezeitschrift VI/2+3 (2006), 84
Klaus Bartels
Geflügelt, entflogen
"Geflügelte Worte": Der bildhafte Titel der Büchmannschen Zitatensammlung - nach dem Homerischen, Vossischen Formelvers "... und sprach die geflügelten Worte" -, ist zu einer Art Gattungsbegriff geworden. Doch längst zuvor hat es den Begriff von geläufigen Klassikerzitaten gegeben. Viele der hier gesammelten Worte werden schon in der Antike als „allgemein“ oder „sprichwörtlich“ geläufig eingeführt; Aristoteles, Rhetorik 2, 21. 1395 a 21f., spricht einmal von „im Volk verbreiteten“ Worten wie den Sprüchen der Sieben Weisen; Macrobius, Saturnalien 5, 16, 7, nennt eine Reihe von Homer- und Vergilversen, die „sprichwörtlich in aller Munde seien“. Tausendschaften solcher Zitate aus verlorenen Werken speisen unsere gelehrten Fragmentsammlungen. Aber erst durch Büchmanns 1864 erschienenen, rasch zum Klassiker avancierten "Citatenschatz des Deutschen Volkes" und weitere Sammlungen wie Lipperheides "Spruchwörterbuch" von 1907 und Zoozmanns "Zitatenschatz der Weltliteratur" von 1910 sind Mächtigkeit und Eigenart dieses klassischen Zitatenschatzes so recht in den Blick gekommen. Die "Adagia" des Erasmus, diese weitausgreifende Bestandsaufnahme des lateinischen Sprichwortschatzes, haben durchaus anderen Charakter.
Die Geflügelten Worte aus den Alten Sprachen wie das Archimedische "Heureka! Heureka!" oder das Heraklitische "Panta rhei", das Ciceronische "Suum cuique" oder das Horazische "Carpe diem!" sind das meistzitierte, sit venia verbo: das präsenteste Griechisch und Latein. Man muß nicht unbedingt mit Caesar durch das dreigeteilte Gallien gezogen sein, um einmal ein Tempora mutantur oder ein Pacta sunt servanda, ein Variatio delectat oder ein Si tacuisses ... in die Diskussion zu werfen; man muß nicht unbedingt sein amo, amas, amat durch alle Tempora konjugiert haben, um einmal den Advocatus diaboli zu spielen oder auf einem Ceterum censeo zu beharren, den Nervus rerum anzusprechen oder nach einem Deus ex machina Ausschau zu halten. Und wenn ein Referent erklärt, er wolle nicht ab ovo beginnen, sondern gleich in medias res gehen, heißt das noch lange nicht, daß er seine Vortragskünste an Horazens „Ars poetica“ geschult hat.
Viele dieser Worte aus der antiken Welt haben sich früh aus ihren ursprünglichen Bezügen gelöst; viele haben sich aus einem längst verlorenen oder vergessenen Werk beizeiten in den rettenden Zitatenhimmel aufgeschwungen. Die Geflügelten Worte sind zumeist entflogene, über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg uns zugeflogene Worte, und sie tragen kein Ringlein am Fuß, auf dem Autor und Werk, Buch und Kapitel, Paragraph oder Vers fein säuberlich verzeichnet wäre. Bei dem einen oder anderen Wort ist die Herkunft vollends in Vergessenheit geraten. Wer ein Geflügeltes Wort zitiert, hört oder liest, weiß in der Regel nicht und fragt sich auch nicht lang, wer das wann wo in welchem Sinn einmal gesagt oder geschrieben hat, in welchem Kontext und in welchem Sinne. Die lächelnde Mahnung Principiis obsta! stammt aus Ovids literarischer Hausapotheke gegen Liebesschmerz und Liebesqual, die hintersinnige Frage Quis custodit custodes?, mit leicht zu erratendem Bezug, aus Juvenals berüchtigter „Weibersatire“. Neuerdings sind diese Worte in die politische Arena übergewechselt und dort zu geschliffenen Hieb- und Stichworten geworden; von ihrem ursprünglichen Kontext, von Liebesschmerz und Eifersucht, klingt ihnen da kein leiser Seufzer nach.
Da kann es nicht verwundern, daß manche derart entflogene, zugeflogene Worte - wie jenes eingangs angeführte Habent sua fata libelli - mit ihren Bezügen auch ihre ursprüngliche Bedeutung verändert haben. Das Archimedische "Noli turbare circulos meos!" gilt eigentlich den in feinsten Sand gezeichneten geometrischen Figuren und nicht, wie die geläufige Übersetzung "Störe meine Kreise nicht!" suggeriert, irgendwelchen persönlichen Sphären. Caesars "Alea iacta est(o)" heißt keineswegs "Der Würfel ist gefallen", sondern "Der Würfel ist (sei) geworfen"; der Ausruf meint nicht die Entscheidung, die mit dem Würfel fällt, sondern die für das Wagnis des Wurfs. Das Vergilische "Labor omnia vicit ..."; "Mühsal eroberte alles ..." deutete ursprünglich auf die Ablösung der Goldenen durch die Eiserne Zeit; erst die Schule, offenbar schon die antike, hat dem Wort eine simple Moral abgewonnen, und Büchmann hat noch kräftig nachgedoppelt: "Unablässige Arbeit besiegt alles". Und wieder die „Schule“ hat irgendwann, irgendwo Senecas bittere Schulkritik "Non vitae, sed scholae discimus" in den goldenen Portalspruch "Non scholae, sed vitae discimus" verkehrt. Difficile est satiram non scribere!
Die "Geflügelten Worte" sind eine artenreiche Ordnung. Sie erstreckt sich quer durch die literarischen Gattungen, durch die Zeiten, durch die Fächer und - erstaunlicherweise - auch durch alle Ränge. Von einem alltäglichen Plenus venter non studet libenter bis zu einem bedeutsamen Homo sum, humani nil a me alienum puto, von einem schlichten "Hannibal ante portas" bis zu dem geschliffenen Veni vidi vici sind da alle Grade vertreten. Voltaire hat einmal bemerkt: „Le latin est plus propre au style lapidaire que les langues modernes.“ Worte wie Hic Rhodus, hic salta!; Primum vivere, deinde philosophari; Quot capita, tot sensus; Rem tene, verba sequentur; Ubi bene, ibi patria; Vita brevis, ars longa zeigen diesen charakteristisch lateinischen „lapidaren Stil“. In Summum ius summa iniuria alias Summum ius summa crux kommt noch ein herausforderndes Paradox und der Gleichlaut hinzu. Wortspiele wie Dum spiro, spero; Nolens volens; Nomen est omen; Ora et labora; Qualis rex, talis grex; Urbi et orbi prägen sich durch ohrenfällige lautliche und rhythmische Gleichklänge ein. In dem christlichen Patior, ut potiar spiegeln sich die Vokale und mit ihnen die gleich anlautenden Verben. In die Reihe dieser aufs Äußerste verknappten „lapidaren“ Worte gehört zu guter Letzt auch der hier ehrenhalber unter die Geflügelten Worte aufgenommene, auch unbildlich lapidare Grabspruch Ut moriens viveret / vixit ut moriturus.
Doch die meisten dieser Worte verdanken ihre Flügel keineswegs einer strenggefügten Prägung, sondern ihrer Lebensnähe, so zumal die sprichwörtlichen wie "Fortes Fortuna adiuvat" oder "Gutta cavat lapidem" oder Rechtsregeln wie "Audiatur et altera pars" oder "In dubio pro reo". Je besser ein Zitat zu einer schlagenden oder beziehungsreichen Erwiderung, einem erhellenden oder erlösenden Einwurf taugt, desto höher ist sein Quotation Index. Ein "Errare humanum est" lebt - und lebt gut - von der menschlichen Fehlerhaftigkeit, ein "In vino veritas" von der weinseligen, redseligen Offenherzigkeit, ein "Do, ut des" oder ein "Manus manum lavat" von dem nüchternen Sinn für Gegenseitigkeit. Die Turnerbewegung hat sich Juvenals ... "mens sana in corpore sano" aufs Papier und an die Turnhallen geschrieben und für ihre Zwecke neu gedeutet; Drogenhandel und Geldwäscherei haben dem Vespasianischen "Non olet" neue anrüchige Bezüge gegeben. Manche Worte profitieren von einem speziellen Veredlungs- und Verfremdungseffekt: Ein Catonisches "Ceterum censeo" hat allemal mehr Gewicht als ein "Im-Übrigen-muß-ich-immer-wieder-Sagen"; ein "Alea iacta est" erhebt jedweden Abstimmungsentscheid zum schicksalhaften Schritt über den Rubikon; ein "Veni vidi vici" verleiht jedem raschen Verhandlungserfolg einen Abglanz Caesarischer Fortune. Und manch einer hört allenfalls doch lieber ein lateinisch chiffriertes "Si tacuisses" ... als unverblümten deutschen Klartext.
Nichtsdestoweniger scheint der Prestigewert der klassischen Antike diese Geflügelten Worte der Werbesprache zu empfehlen. Der Archimedische Entdeckerruf "Heureka!" hat mit seinem Vorderteil für einen "Heuwender" und mit seinem Hinterteil für Schweizer "Reka"- ("Reisekassen"-) Checks herhalten müssen; Caesars "Veni vidi vici" "kam, sah und warb" einmal in der einen Anzeige für Apple und in der anderen für PC’s; eine Zigarettenkampagne lief unter dem Slogan "Veni vidi fumi", die Spaßkampagne für Loriot als Bundespräsidenten unter dem Motto "Veni vidi Vicco". Ein Inserat des alten "Punch" zeigte einen römisch gewandeten Caesar, der seinem ebenso drapierten Gegenüber eine Schachtel Konfekt anbietet, mit einem "Et tu, Brute?" in der Sprechblase. Ein Reisebüro firmiert mit "Quo vadis?", und so geht es fort. "De gustibus non est disputandum." Woher das nun wieder kommt? Da sind wir am Ende unseres Lateins. Stammte das Wort von Lucullus oder von Maecenas, dem Entdecker des Eselsfüllenbratens, oder von Petron, dem elegantiae arbiter an Neros Hof, so wüßten wir es. Vielleicht steckt ja nichts dahinter als ein Beispielsatz für ein verneintes Gerundivum.
Aus: Veni vidi vici. Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen, zusammengestellt, übersetzt und erläutert von Klaus Bartels, 11., durchgehend erneuerte und erweiterte Auflage, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2006
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Erstellt: 2012-10
Moritz, Lukas
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Gebundene Ausgabe: 472 Seiten
Verlag: Anaconda (November 2006)
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Quellenangaben belegen ihre jeweilige Herkunft.
(E?)(L?) http://www.humanitas-book.de/
Artikelnummer: 6104975

References: § 58
 § 37
In dubio
 § 10
 § 1
 § 2
In dubio
In dubio