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Timestamp: 2019-09-18 09:40:35+00:00

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§ 726 ZPO: Vollstreckbare Ausfertigung bei bedingten Leistungen
OLG München, Beschluss vom 5.3.2016, Az. 34 Wx 34/16 Die Erteilung der Vollstreckungsklausel setzt - von hier nicht vorliegenden gesetzlichen Ausnahmefällen abgesehen - den Nachweis der Befriedigung oder des Annahmeverzugs nicht voraus, § 726 Abs. 2 ZPO (vgl. auch OLG Koblenz Rpfleger 1997, 445).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2012, Az. VII ZB 71/09 12	aa) Allerdings wird in Rechtsprechung und Literatur die Auffassung ver- treten, dass eine Vollstreckungsklausel, die entgegen § 726 Abs. 1 ZPO, § 20 Nr. 12 RPflG nicht vom Rechtspfleger, sondern vom Urkundsbeamten der Geschäftsstelle (§724 Abs. 2 ZPO) erteilt wird, unwirksam ist und - was bei der Vollstreckung zu berücksichtigen wäre - nicht Grundlage für eine ordnungsgemäße Vollstreckung sein kann (OLG Hamm, MDR 1987, 682; KG, JurBüro 1999, 601, 602; OLG München, JurBüro 2001, 438, 439; LG Detmold, Rpfleger 1996, 19; Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., §726 Rn. 7; Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 32. Aufl., § 724 Rn. 5; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 69. Aufl., § 726 Rn. 3; Brox/Walker, Zwangsvollstreckungsrecht, 9. Aufl., Rn. 106).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2011, Az. VII ZB 12/11 12	b) Der Bundesgerichtshof hat bereits darauf hingewiesen, dass das Klauselerteilungsorgan verpflichtet ist, durch Auslegung des Titels zu ermitteln, ob dessen Vollstreckbarkeit seinem Inhalt nach vom Eintritt durch den Gläubiger zu beweisender Tatsachen gemäß § 726 Abs. 1 ZPO abhängt (BGH, Beschluss vom 29. Juni 2011 -VII ZB 89/10, NJW 2011, 2803 m.w.N., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2011, Az. VII ZB 89/10 - 12- verpflichtet, durch Auslegung des Titels zu ermitteln, ob dessen Vollstreckbarkeit seinem Inhalt nach vom Eintritt durch den Gläubiger zu beweisender Tatsachen gemäß § 726 Abs. 1 ZPO abhängt (vgl. BGH, Beschluss vom 19. August 2010 - VII ZB 2/09, NJW-RR 2011, 424, 426; Zöller/Stöber, ZPO, 28. Aufl., § 726 Rn. 5).
ArbG Hagen, Urteil vom 2.0.2011, Az. 5 Ca 1324/10 Da der zu titulierende Anspruch somit noch von einer komplexen Gegenleistung abhängt, deren wichtigste Elemente als Bedingungen, unter denen das Urteil vollstreckbar sein soll, im Antrag und in den Tenor der Entscheidung aufzunehmen sind, muss der Arbeitnehmer den Eintritt dieser Bedingungen im Verfahren über die Erteilung einer Vollstreckungsklausel nach § 726 Abs. 1 ZPO darlegen und beweisen (vgl. BAG, Urteil vom 09.04.2008 – 4 AZR 104/07 -, NZA-RR 2009, 79, 83 unter B. II. 1. a) der Gründe).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2008, Az. IX ZB 102/07 Ist ein Vergleich - wie hier - unter Widerrufsvorbehalt und damit unter einer Bedingung geschlossen worden, ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BAGE 108, 217, 222; BGH, Beschl. v. 4. Oktober 2005 - VII ZB 40/05, NJW2006, 776 Rn. 8) der Rechtspfleger für die Erteilung der Vollstreckungsklausel gemäß § 726 Abs. 1 ZPO zuständig (a.A. OLG Stuttgart NJW 2005, 909, 910) Ob die Zwangsvollstreckung aus der vollstreckbaren Ausfertigung bereits deshalb für unzulässig zu erklären wäre, kann jedoch offen bleiben.
BGH, Urteil vom 5.9.1993, Az. V ZR 19/92 Da hiervon nicht der Leistungsanspruch, sondern die Zug um Zug zu gewährende Gegenleistung betroffen ist, genügt es nicht, daß ein Sockelbetrag von 2/3 des Verkehrswerts bestimmbar bezeichnet ist (vgl. Senatsbeschl. BGHZ 88, 62, 64); denn es bleibt unklar, hinsichtlich welchen Betrages die Klägerin die Voraussetzungen für die Vollstreckung der ihr zuerkannten Ansprüche gemäß § 726 Abs. 2 ZPO nachweisen muß.
BGH, URTEIL vom 4.5.1981, Az. m ZR 179/79 Die Vorschrift des § 726 Abs. 1 ZPO dient allein dem Schutz des Schuldners (BayObLG DNotZ 1933, 232; Lüdicke/Dietrich aaO S. 42; Oberneck, Das Notariatsrecht 8.-10. Aufl. 1929, S. 295).

References: § 726
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