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Timestamp: 2018-12-18 21:03:09+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein EheFielerNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemaliger Fieler See" vom 22.12.1998 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemaliger Fieler...
juris-Abkürzung: EheFielerNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1999, 14
Gliederungs-Nr: 791-4-189
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemaliger Fieler See"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemaliger Fieler See" vom 22.12.1998 01.01.2003
(1) Der ehemalige Fieler See mit seinen feuchten Grünlandbereichen, Brachflächen, Röhrichtbeständen und offenen Wasserflächen in den Gemeinden Epenwöhrden, Hemmingstedt und Nordhastedt, Kreis Dithmarschen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Ehemaliger Fieler See" unter Nummer 174 in das im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 130ha groß und umfaßt die Fläche des ehemaligen Fieler Sees sowie nördlich und südlich unmittelbar daran angrenzende Grünlandflächen.
Amtes Kirchspielslandgemeinde Heide-Land, 25746 Heide,
Amtes Kirchspielslandgemeinde Meldorf-Land, 25704 Meldorf,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus der Niederung des ehemaligen Fieler Sees sowie den nördlich und südlich angrenzenden Bereichen mit unterschiedlich ausgeprägten Feuchtgrünland-, Brache- und Sukzessionsflächen, Fließgewässern und großen Überschwemmungsbereichen.
die verschiedenen Feuchtgrünland-Pflanzengesellschaften, insbesondere die stark gefährdeten Seggenrieder,
die Röhricht-Pflanzengesellschaften,
die an diese Lebensräume gebundenen Pflanzen- und Tierarten, insbesondere Wiesen- und Greifvogelarten und
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den für Zwecke des Naturschutzes erworbenen Grünlandflächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt; nicht zulässig ist es, die Flächen umzubrechen oder die Flächenentwässerung durch Dränung oder Gräben zu intensivieren;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild und Füchse in der Zeit vom 15. August bis zum 1. März eines jeden Jahres auf den für Zwecke des Naturschutzes erworbenen Flächen, die einen Eigenjagdbezirk bilden; nicht zulässig ist es,
Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben oder Wildäcker anzulegen;
die Jagd auf Wasserwild vor dem 16. Oktober eines jeden Jahres oder die Jagd auf Graureiher auszuüben,
die ordnungsgemäße Ausübung des Fischfangs mit der Handangel
von den Uferabschnitten der Nordermiele aus, die in der Übersichtskarte und der Abgrenzungskarte durch Kreuzsignatur dargestellt und in der Örtlichkeit gekennzeichnet sind;
von den übrigen Uferabschnitten aus in der Zeit vom 15. August bis zum 1. März eines jeden Jahres; Besatzmaßnahmen im Bereich dieser Uferabschnitte sind ganzjährig zulässig;
aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 38 Abs. 3 und 4 des Landeswassergesetzess;
der jeweiligen Grundstücke einschließlich der Gewässer durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte zur Wahrnehmung berechtigter Interessen,
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 2 im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6Gewässer im Sinne des § 31 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;

References: § 22
 § 1
 § 38
 § 4
 § 5

§ 4
 § 31