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Timestamp: 2020-08-12 21:14:41+00:00

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Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 1.1 Inhalt und Anwendungsbereich | Haufe Finance Office Premium | Finance | Haufe
Nach den für die einzelgesellschaftliche Rechnungslegung formulierten Gewinnermittlungsprinzipien – namentlich dem Realisationsprinzip und dem Imparitätsprinzip – gelten Gewinne erst dann als entstanden, wenn sie durch einen Umsatzakt mit einem fremden Dritten objektiviert wurden. Über § 298 Abs. 1 HGB gelten beide in § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB enthaltenen Prinzipien auch für die konsolidierte Rechnungslegung. In ihr sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Unt nach dem Einheitsgrundsatz des § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB so zu behandeln, als ob sie ein einziges Unt wären. Umsatzgewinne und -verluste können demnach erst durch die Konzerngrenze überschreitende Austauschgeschäfte entstehen. Für Gewinne und Verluste, die in den Einzelabschluss von KonzernUnt erfasst werden und ganz oder teilweise aus Lieferungen und Leistungen an andere KonzernUnt stammen, fordert § 304 Abs. 1 HGB deshalb eine Eliminierungspflicht. Abb. 1 klassifiziert die Zwischenergebniseliminierung als eine zur Umsetzung des Einheitsgrundsatzes notwendige Konsolidierungsmaßnahme.
Werden GemeinschaftsUnt auf der Grundlage der QuotenKons in den Konzernabschluss einbezogen, sind die Bestimmungen des § 304 HGB entsprechend anzuwenden (§ 310 Abs. 2 HGB), sodass etwaige Zwischenergebnisse aus Geschäften mit den GemeinschaftsUnt quotal, d. h. i. H. d. Beteiligungsquote am GemeinschaftsUnt zu eliminieren sind (DRS 27.36). Nach DRS 27.46 f. sind neben Up- und Downstream-Lieferungen auch Geschäfte zwischen mehreren anteilsmäßig einbezogenen GemeinschaftsUnt (sog. Cross-stream-Geschäfte) zu eliminieren.
Da § 312 Abs. 5 Satz 3 HGB eine entsprechende Anwendung des § 304 HGB anordnet, sind Zwischenergebnisse bei quotal konsolidierten GemeinschaftsUnt i. H. d. Beteiligungsquote des Investors zu eliminieren. Damit kann sich nichts anderes ergeben, wenn die Beteiligung nach der Equity-Methode bewertet wird. Das gilt auch für assoziierte Unt. Eine Ausnahme soll nach vereinzelt vertretener Auffassung für nicht vollkonsolidierte TU gelten, die nach der Equity-Methode bewertet werden.

References: § 298
 § 252
 § 297
 § 304
 § 304
 § 312
 § 304