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Timestamp: 2019-03-24 07:15:40+00:00

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FAQ | FHT / DSM
Raumdesinfektion - müssen Hilfskräfte einen Sachkundelehrgang absolvieren?
Aufgrund einer Änderung der Gefahrstoffverordnung dürfen Raumdesinfektionen nur noch durch Sachkundige durchgeführt werden. (Text der Verordnung siehe unten)
Während die Sachkunde früher nur für den „Begasungsleiter“ gefordert wurde, muß sie nun jeder besitzen, der an der Raumdesinfektion beteiligt wird, also auch die Hilfskräfte. In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer Raumdesinfektion immer mindestens zwei Sachkundige teilnehmen müssen.
Die Sachkunde kann nur in einem speziellen, staatlich anerkannten Lehrgang erworben werden, dem Sachkundelehrgang nach TRGS 522. Hilfskräfte müssen nun also ebenfalls diesen Lehrgang absolviert und die Prüfung bestanden haben, wenn sie bei der Raumdesinfektion eingesetzt werden sollen.
Welche Qualifikation braucht man für die instrumentenaufbereitung?
Überwachung der Aufbereitung von Medizinprodukten - Rahmenbedingungen für ein einheitliches Verwaltungshandeln.
Im Jahre 2001 beschlossen die Gesundheits- und die Arbeitsministerkonferenz, ein Gremium einzurichten, das sich mit Problemen des Vollzuges des Medizinprodukterechtes beschäftigt und hier insbesondere eine Koordination der Zusammenarbeit der Länder herbeiführen soll. Auf der Grundlage der gleich lautenden Beschlüsse der beiden Ministerkonferenzen konstituierte sich am 7. Januar 2002 in Bonn die Arbeitsgruppe Medizinprodukte (AGMP). Ihr gehören die mit den einschlägigen Fachaufgaben betrauten Referenten der Länder an.*
Am 16.09.2004 konstituierte sich eine Projektgruppe "RKI-BfArm-Empfehlung", die sich u.a mit den Anforderungen an Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte und an das mit der Aufbereitung beauftragte Personal befaßt.
In der Projektgruppe arbeiten Vertreter von elf Ländern, des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG) an dem Ziel einer sachgerechten Umsetzung der Anforderungen des § 4 der MPBetreibV und infolge dessen der RKI-BfArM-Empfehlung.
Die AGMP hat auf ihrer 11. Sitzung am 12. und 13. März 2008 die "Empfehlung für die Überwachung der Aufbereitung von Medizinprodukten" der Projektgruppe "RKI-BfArM-Empfehlung" verabschiedet**. Die veröffentlichte Empfehlung finden Sie unter http://www.zlg.de/download/MP/Empfehlg_.pdf.
Besonders wichtig sind die Anforderungen an die Personalqualifikation, die nachfolgend auszugsweise wiedergegeben werden
bei Personal mit Nachweis einer einschlägigen Ausbildung: Sachkenntnis in Abhängigkeit von praktischer Tätigkeit und MP-Spektrum b)
Kritisch B: ZSVA: Sachkenntnis entsprechend Leitung: Fachkunde III, ggf. Fachkunde II Schichtleitung: Fachkunde II Mitarbeiter: mindestens Fachkunde I der DGSV
Facharztpraxen: Sachkenntnis bei eingeschränktem MP-Spektrum b)
Sachkenntnis bei eingeschränktem MP-Spektrum b)
Mitarbeiter unreiner Bereich:
Fachkunde I und II
Mitarbeiter Packzone:
Fachkunde II der DGSV
Warum braucht ein Schädlingsbekämpfer zusätzlich die Sachkunde Pflanzenschutz?
Die Pflanzenschutzsachkunde nach Pflanzenschutzgesetz liegt bei verschiedenen Abschlüssen automatisch vor, z.B. beim "Geprüften Schädlingsbekämpfer". Sie muß aber separat nachgewiesen werden, wenn ein Abschluß nach TRGS 523 ("Sachkunde im Gesundheits- und Vorratsschutz") gemacht wird. Deshalb ist dieser Kurs (5 Tage) und die damit verbundene Prüfung vor der zuständigen Pflanzenschutzbehörde generell in unsere Sachkundelehrgänge integriert.
Genügt für die Gassterilisation der "Befähigungsschein" oder ist auch eine Sachkunde nach MPG nötig?
Immer wieder stellen wir bei unseren Gassterilisationslehrgängen nach TRGS 513 fest, dass dem Lehrgangsabsolventen die Sachkunde nach dem Medizinprodukterecht fehlt.
Allgemein bekannt ist, dass für die Gassterilsation eine spezielle Sachkunde nach dem Gefahrstoffrecht nötig ist (Sachkundelehrgang nach TRGS 513). Ein entsprechender Lehrgang dauert drei Tage. Nach bestandener Prüfung muß ein "Befähigungsschein" beantragt werden, ohne den keine Gassterilisation durchgeführt werden darf.
Vielfach unbekannt ist, dass Personal, welches Güter der Risikogruppe "Kritisch C" gassterilisiert (und das wird im Allgemeinen der Fall sein), zusätzlich über die Sachkunde nach Medizinproduktegesetz (MPG) verfügen muß ("Sterilgutassistent" bzw. Fachkunde I "Technische/Sterilisationsassistent/in").
Dies gilt auch dann, wenn Geräte verwendet werden, die nach Gefahrstoffverordnung erlaubnisfrei betrieben werden, weil Sie die VSK-Bedingungen (VSK = Verfahrensspezifische Kenngrößen) erfüllen.
Worum es sich bei der Sachkunde nach MPG handelt sehen Sie auf den folgenden Seiten:
http://www.fht-dsm.com/content/view/232/181/
http://www.fht-dsm.com/content/view/84/170/
Wie und an wen muß die Teilnahme an einer Fortbildung für Desinfektoren in NRW gemeldet werden?
In Nordrhein-Westfalen gibt es spezielle Regelungen über die Desinfektorenfortbildung. Hierzu gehören
- die Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme an Fortbildungslehrgängen zugelassener Ausbildungsstätten (Anmerkung: die DSM ist zugelasssen) und
- die Pflicht, den jeweiligen Fortbildungsnachweis dem Landesprüfungsamt vorzulegen. Es handelt sich hierbei um das Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie Postfach 103455 400025 Düsseldorf.
Hausanschrift: Erkrather Strasse 339 40231 Düsseldorf
Nachfolgend die wesentlichen Textauszüge:
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Desinfektorinnen und Desinfektoren (APO-Desinf.)
Vom 24. April 2005
Die Bezirksregierung Münster, Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie NW (Landesprüfungsamt), ist die zuständige Behörde für die Durchführung dieser Verordnung. Die Bezirksregierungen sind zuständig für die staatliche Anerkennung nach § 3.
(1) Staatlich anerkannte Desinfektorinnen und Desinfektoren sind verpflichtet, im Abstand von regelmäßig drei, höchstens vier Jahren an einer Fortbildung einer der staatlich anerkannten Ausbildungsstätten teilzunehmen. Der Fortbildungsnachweis ist dem Landesprüfungsamt vorzulegen. Die Desinfektorinnen und Desinfektoren können die Fortbildung innerhalb von zwei Jahren nachholen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund vorliegt, trifft das Landesprüfungsamt. Die nachgeholte Fortbildung wird auf den folgenden Fortbildungszeitraum nicht angerechnet.
(2) Die Fortbildungsveranstaltung dauert drei Tage und besteht aus theoretischem Unterricht und praktischen Unterweisungen. Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung aktueller rechtlicher Vorschriften und fachlicher Kenntnisse unter Einbeziehung umweltmedizinischer, toxikologischer und ökologischer Erkenntnisse.
(3) Die Teilnahme an den Fortbildungslehrgängen wird von der Leitung der Lehranstalt nach dem Muster der Anlage 4 bescheinigt.
(4) Die Überwachung der regelmäßigen Teilnahme an den Fortbildungslehrgängen obliegt dem Landesprüfungsamt. Wird der Fortbildungsnachweis nicht oder nicht innerhalb der nach Absatz 1 festgesetzten Fristen erbracht, entzieht das Landesprüfungsamt die staatliche Anerkennung als Desinfektorin/ Desinfektor.
Die Gebühr für die Anerkennung einer Ausbildungsstätte für Desinfektorinnen und Desinfektoren beträgt 700 Euro. Die Prüfungsgebühr einschließlich der Gebühr für die Ausstellung der Urkunde über die staatliche Anerkennung als Desinfektorin/Desinfektor beträgt 103 Euro. Die Gebühr für die Registrierung der Fortbildungsnachweise und die Überwachung der Fortbildungspflicht der Desinfektorenausbildung beträgt 20 Euro. Die Gebühr für die Prüfung des Ausbildungsstandes nach § 18 Abs. 3 beträgt 150 Euro. Im Übrigen findet das Gebührengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (GebG NRW) vom 23. August 1999 (GV. NRW. S. 524) in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.
Wer darf Atemschutz benutzen?
3.2 Benutzung
Grundlage für die Benutzung von Atemschutzgeräten sind § 2 PSA-Benutzungsverordnung und § 30 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1). Der Unternehmer hat den Versicherten Atemschutzgeräte grundsätzlich zu ihrer persönlichen Benutzung gemäß § 2 PSABenutzungsverordnung zur Verfügung zu stellen. Bei Atemschutzgeräten mit trennbarem Atemanschluss kann das die persönlich benutzte Maske sein.
Für persönlich zugeordnete Atemanschlüsse und Lungenautomaten sind die Wartungsintervalle in der Gefährdungsermittlung für den jeweiligen Atemschutzeinsatz festzulegen. Werden diese hierin nicht ausdrücklich erwähnt, gelten die in den Tabellen 4 bis 11 festgelegten Fristen. Unabhängig von den festgeschriebenen Wartungsfristen kann der Gerätträger den Austausch des Atemschutzgerätes verlangen, wenn er vermutet, dass ein ordnungsgemäßer Zustand nicht vorliegt. Erfordern die Umstände, dass Atemschutzgeräte von mehreren Gerätträgern nacheinander benutzt werden, hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass die Geräte vor jedem Wechsel gereinigt, desinfiziert und geprüft werden. Atemschutzgeräte sind von den Gerätträgern bestimmungsgemäß zu benutzen.
Was ist ein "Gefahrgutbeauftragter" und was ist eine "Beauftragte Person"?
Man unterscheidet "Gefahrgutbeauftragte" und Gefahrgut-"Beauftragte Personen" sowie "Sonstige verantwortliche Personen"
Unternehmen, die am Transport gefährlicher Güter beteiligt sind, müssen einen Gefahrgutbeauftragten (Gb) bestellen, der für die sichere Abwicklung der Transporte verantwortlich ist. Diese Person muß an einer Schulung für Gefahrgutbeauftragte teilgenommen und eine entsprechende Prüfung bestanden haben. Ziel dieser Schulung ist es, dazu beizutragen, Unfälle, die auf mangelnde Beachtung oder Unkenntnis der Gefahrgutvorschriften zurückzuführen sind, zu minimieren.
Welche Kenntnisse werden für den Betrieb von Dampf-Großsterilisatoren benötigt?
Für Überwachungsaufgaben dürfen nur Mitarbeiter eingesetzt werden, die über eine umfassende Sachkunde verfügen. Sie müssen verantwortungsvolle Aufgaben erfüllen können und in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen. Außerdem müssen sie die Fähigkeit haben, den für den Routinebetrieb eingesetzten Personen die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen zu vermitteln und Schulungen durchzuführen. Voraussetzung für diese umfassende Sachkunde ist eine qualifizierte Ausbildung. ... Derzeit liegen Ausbildungsrichtlinien vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit staatlicher Anerkennung vor sowie Ausbildungsrichtlinien von der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung e. V. (DGSV). Zu den Aufgaben des Personals für Überwachungsaufgaben gehören insbesondere: Die tägliche Betriebsfreigabe des Sterilisators durch Beurteilung der Ergebnisse der vorgeschriebenen täglichen Prüfungen, die Entscheidung über die bei der Freigabe beanstandeten Endpackungen, die Bewertung von Betriebszuständen, Abläufen oder Ergebnissen, die außerhalb der vorgegebenen Grenzen bzw. Grenzwerte liegen und die Veranlassung der gegebenfalls erforderlichen Massnahme.
Wer darf ein Gassterilisationsgerät (Ethylenoxid oder Formaldehyd) bedienen?
Was versteht man unter Raumdesinfektion und wer darf sie durchführen?
Welche Qualifikation braucht man, um giftige oder sehr giftige Chemikalien zu verkaufen?
Wer darf Schädlingsbekämpfung gewerblich oder für Dritte durchführen?
In welchen Zeitabständen müssen sich Desinfektoren fortbilden?
Verschiedene Bundesländer fordern von Desinfektoren die regelmäßige Teilnahme an 3-tägigen Fortbildungslehrgängen im Abstand von 3, 4, spätestens 5 Jahren. Geregelt ist das i.A. in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen.
Regelungen trifft aber auch die "Dritte Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens" aus dem Jahre 1935 (die aber nur noch in wenigen Bundesländern zur Anwendung kommt) und Regelungen können sich in den sogenannten "Gesundheitsdienstgesetzen" finden, in denen die Aufgaben der Gesundheitsämter geregelt werden.
§ 21 der Dritten Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens (Dienstordnung für die Gesundheitsämter – Besonderer Teil) vom 30. März 1935 (RGBl. 1 S. 531 RGS.NW. S. 2) (Hinweis: Gilt nur noch in wenigen Bundesländern)
(1) Das Gesundheitsamt hat auf einen hinreichenden Bestand an Desinfektoren in seinem Bezirk zu achten. Sie können von den Gemeinden (Gemeindeverbänden) angestellt sein, in Ausnahmefällen jedoch ihren Beruf auch frei ausüben.
(2) Die Zulassung eines Desinfektors zur Prüfung ist von einer Bescheinigung des Gesundheitsamts abhängig, dass der Bewerber hinsichtlich seines Gesundheitszustandes und seiner Schulkenntnisse für den Beruf geeignet ist.
(3) Die Desinfektoren unterstehen der Aufsicht des Amtsarztes und sind alle drei Jahre einer Nachprüfung zu unterziehen. Das Gesundheitsamt reicht zu diesem Zwecke seiner Aufsichtsbehörde die Namen der Nachzuprüfenden zum 1. April jeden Jahres ein; diese veranlasst alsdann die Ladung. Das Ergebnis der Nachprüfung ist ihr mitzuteilen, desgleichen der Dienststelle, die den Desinfektor angestellt hat.
(4) Die Anordnung einer zweiten Nachprüfung innerhalb drei Monaten ist zulässig, wenn der Prüfling in der ersten Nachprüfung versagt hat.
Nordrhein-Westfalen, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Desinfektorinnen und Desinfektoren vom 24. April 2005, § 16
(4) Die Überwachung der regelmäßigen Teilnahme an den Fortbildungslehrgängen obliegt dem Landesprüfungsamt. Wird der Fortbildungsnachweis nicht oder nicht innerhalb der nach Absatz 1 festgesetzten Fristen erbracht, entzieht das Landesprüfungsamt die staatliche Anerkennung als Desinfektorin/Desinfektor.
Hessen, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Desinfektorinnen und Desinfektoren vom 06. Dezember 2010, § 22 Fortbildungslehrgänge
Staatlich anerkannte Desinfektorinnen und Desinfektoren sind verpflichtet, jährlich an einem mindestens achtstündigen Fortbildungslehrgang an einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte teilzunehmen, der durch theoretischen Unterricht und praktische Unterweisung die für die Tätigkeit notwendigen Kenntnisse vermittelt. Die Teilnahme ist durch die Ausbildungsstätte zu bescheinigen.
Wer darf Pflanzenschutzmittel gewerblich oder für Dritte anwenden?
Wer braucht die Ausbildung zum/r Sterilgutassistent/in?
Wer braucht die Ausbildung zum/r Sterilgutassistenten/in (TSA)
- für wen genügt die Sachkenntnisausbildung nach § 4 (3) der Medizinproduktebetreiber-Verordnung?
Zu dieser Frage hat die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung e.V. (DGSV) im Jahre 2005 folgende Standpunkte veröffentlicht:
1. Die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung vertritt die Auffassung, dass der erfolgreiche Abschluss eines Fachkundelehrgangs „TSA Fachkunde I“ geeignet ist zum Nachweis, dass die Anforderungen erfüllt werden, die gemäß Medizinproduktebetreiberverordnung in Verbindung mit C 2.2 (Anlage 7) der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention an das Personal für die Aufbereitung von Medizinprodukten der Risikostufen „Kritisch B“ und „Kritisch C“ gestellt werden.
2. Die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung vertritt weiterhin die Auffassung, dass die erfolgreiche Teilnahme an dem Sachkundelehrgang zum „Erwerb der Sachkenntnis gemäß § 4 (3) der Medizinproduktebetreiber-Verordnung (MPBetreibV) für die Instandhaltung von Medizinprodukten in der ärztlichen Praxis“ geeignet ist zum Nachweis, dass ausgebildete Angehörige medizinischer Assistenzberufe* die notwendige Sachkenntnis zur Aufbereitung von Medizinprodukten in der ärztlichen Praxis haben. Hier ist zu beachten, dass in den Sachkundelehrgängen jeweils Kenntnisse zur Aufbereitung von Medizinprodukten der Gruppen „Kritisch B“ und „Kritisch C“ fachbezogen unterrichtet werden.
Die Sachkenntnis für die Aufbereitung von Medizinprodukten anderer Fachabteilungen, die den Risikostufen „Kritisch B“ und „Kritisch C“ zugeordnet sind, wird mit dem erfolgreichen Abschluss eines Fachkundelehrgangs zum Technischen Sterilisationsassistenten (TSA) des mit der Aufbereitung Betrauten erreicht.
Grundsätzlich ist die DGSV überzeugt, dass mit der Aufbereitung von Medizinprodukten ausschließlich Personen betraut werden sollen, die mindestens den Fachkundelehrgang „TSA Fachkunde I“ erfolgreich absolviert haben. Diese Überzeugung entspricht dem Anspruch an dieselbe Qualität der Aufbereitung, unabhängig vom Ort der Durchführung.
(*dazu gehören Angehörige der Berufsgruppen „Arzthelfer/in, Krankenpfleger, Krankenschwester, Krankenpflegehelfer/helferinnen und ähnliche.)
Verordnung über das Errichten, Betreiben und Anwenden von Medizinprodukten (Medizinprodukte-Betreiberverordnung – MPBetreibV) in der Fassung vom 29.08.2002
„§ 4 (1) Der Betreiber darf nur Personen ... mit der Instandhaltung (Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Aufbereitung) von Medizinprodukten beauftragen, die die Sachkenntnis ... zur ordnungsgemäßen Ausführung dieser Aufgabe besitzen.
§4 (2) ... Eine ordnungsgemäße Aufbereitung ... wird vermutet, wenn die gemeinsame Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet wird.“
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu den “Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten“, Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2001, 44:1115 – 1126 [sinngemäß im Auszug]
Die Aufbereitung kritischer Medizinprodukte (z. B. solche, die die Haut oder Schleimhaut durchdringen und dabei in Kontakt mit Blut, inneren Geweben oder Organen kommen, einschließlich Wunden) mit erhöhten Anforderungen an die Aufbereitung erfordert den Nachweis einer anerkannten Ausbildung zur/zum Sterilgut-Assistentin/ten des mit der Aufbereitung Betrauten.
Für wen genügt der 5-tägige Sachkenntnislehrgang zur Instrumentenaufbereitung gem. §4(3) MPBetreibV

References: § 4
 § 3
 § 18
 § 2
 § 30
 § 2

§ 21
 § 16
 § 22
 § 4
 § 4

§4
 §4