Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'5'02.htm
Timestamp: 2018-01-23 19:40:41+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 5 vom 3. April 2007, S. 8
Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang „Politikwissenschaft und Soziologie“
(180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang
Gemäß § 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm „Politikwissenschaft und Soziologie“ (180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 11 Anmeldung zum Modul und zur Modulleistung 6
§ 14 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs 7
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms „Politikwissenschaft und Soziologie“ (180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Politikwissenschaft und Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Das übergreifende Ziel des Bachelorstudiums ist es, die Studierenden mit einer Palette sowohl fachspezifischer als auch generalisierbarer Kompetenzen auszustatten, und sie damit für verschiedene und sich wandelnde Berufsfelder in einer stark in Bewegung befindlichen Gesellschaft vorzubereiten. Als zentrale fachspezifische, berufsrelevante Kernkompetenz wird dabei die reflektierte Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden angesehen.
Das Studium vermittelt den Studierenden die wichtigsten Theorien und grundlegenden Wissensbestände der Soziologie und Politikwissenschaft, die Grundlagen der Methoden empirischer Sozialforschung und Statistik sowie der Sozialstrukturanalyse. Darüber hinaus sollen die Studierenden die Möglichkeit erhalten, spezielle Fragestellungen und Bereiche der Soziologie wie der Politikwissenschaft dem eigenen Interesse entsprechend auszuwählen und in selbstständiger Arbeitsweise zu vertiefen.
(2) Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studienprogramms „Politikwissenschaft und Soziologie“ finden ihre Arbeitsplätze und Betätigungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Praxisfeldern in der sozialwissenschaftlichen Forschung, im (Weiter-) Bildungssektor, in der öffentlichen Verwaltung, wissenschaftlichen Diensten der Parlamente, in Interessenvertretungen, Verbänden und Parteien, in den Medien und im Kultursektor, in Wirtschaftsunternehmen, in wohlfahrtsstaatlichen Einrichtungen und in nationalen und internationalen nichtstaatlichen Organisationen.
(2) Eine Studienfachberatung erfolgt durch die Fachstudienberaterinnen und Fachstudienberater des Institutes für Soziologie und des Institutes für Politikwissenschaft zu ihren Sprechzeiten.
(3) In Prüfungsangelegenheiten beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Prüfungsamtes der Fakultät die Studierenden.
(1) Zum Bachelor-Studium wird zugelassen, wer über eine in § 27 HSG LSA genannte oder vergleichbare Qualifikation verfügt.
(2) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat ein vergleichbares Studium endgültig nicht erfolgreich abgeschlossen hat oder wenn sie bzw. er sich in einem solchen Studium in einem Prüfungsverfahren befindet.
(3) Englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau von Unicert II werden für das erfolgreiche Studium des Studiengangs Politikwissenschaft und Soziologie dringend empfohlen (z.B. für das Studium englischsprachiger Fachliteratur, den Besuch englischsprachiger Lehrveranstaltungen oder englischsprachiger Gastvorträge).
(4) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 5 Prozent der Studienplätze, mindestens ein Studienplatz, als Vorab­quote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(2) Gemäß § 7 Abs. 7 ABStPOBM werden für das Studienprogramm „Politikwissenschaft und Soziologie“ im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen Module aus den Bereichen Englisch-, Präsentations-, Medienkompetenz- und EDV empfohlen.
(2) Praktika sind vorzugsweise in die vorlesungsfreie Zeit zu legen.
(3) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit dem Volumen von 10 Leistungspunkten vorgesehen.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm „Politikwissenschaft und Soziologie“ wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
c. Seminare sind auf aktive Mitarbeit (z.B. Vorträge, Referate) der Studierenden hin angelegte Veranstaltungen zu Themen der Module, denen sie zugeordnet sind. Es werden Arbeitstechniken, Arbeit mit Fachliteratur und die kritische Diskussion eingeübt. Studierende werden in Seminaren zur selbstständigen Arbeit angeleitet;
e. Tutorien werden von fortgeschrittenen Studierenden geleitet und bieten die Gelegenheit, Probleme des Studiums sowie Fragestellungen, die sich aus Kursen ergeben, gemeinsam zu diskutieren. Sie dienen dem Monitoring der zugehörigen Veranstaltung, der Betreuung der Studierenden, dem Einüben von Lehrkompetenzen und der Förderung der Kommunikation der Studierenden untereinander;
Das Studium des Studienprogramms „Politikwissenschaft und Soziologie“ im Ein-Fach-Studiengang führt zum Abschluss eines Bachelor of Arts (B.A.).
f. Klausuren sind schriftliche Arbeiten zu einem oder mehreren Themen, die selbstständig, in der Regel ohne Hilfsmittel und in einer begrenzten Zeitspanne zu bearbeiten sind;
g. Hausarbeiten sind schriftliche Ausarbeitungen zu einem Thema, in denen die bzw. der Studierende nachweist, dass sie bzw. er innerhalb einer begrenzten Zeit Literaturquellen erschließen, die reflektierten Texte in eigenen Worten logisch konsistent zusammenfassen und in einem eigenständigen Argumentationszusammenhang darstellen kann;
h. Empirische Forschungsberichte sind sachliche Darstellungen des Geschehens in empirischen Forschungsprojekten einschließlich der strukturierten Darstellung von Forschungsfragen und Forschungsergebnissen;
j. Sitzungsmoderationsberichte sind sachliche Darstellungen über den Verlauf einer Veranstaltung (Sitzung), wobei insbesondere auf den Diskussionsverlauf Bezug genommen wird;
l. Regelmäßige Bearbeitungen von Übungsaufgaben: Sie sind schriftliche Ausarbeitungen zu konkreten Fragen, worin sowohl Wissensaneignung als auch die beispielhafte Anwendung des erworbenen Wissens dokumentiert werden;
m. Ein Kurztest ist eine knappe Wissensabfrage mit offenen und/oder geschlossenen Fragen;
(2) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in allen Modulen mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen. Für die Bachelor-Arbeit gilt § 20 Abs. 13 ABStPOBM.
(2) Mit der Anmeldung zum Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zu den jeweils erforderlichen Modulprüfungen erfolgt. Widerruft die bzw. der Studierende die Anmeldung spätestens vier Wochen vor der zu erbringenden Modulprüfung schriftlich gegenüber dem Prüfungsamt, gilt diese als nicht angemeldet (§ 15 Abs. 3 ABStPOBM).
(3) Die Voraussetzungen zur Teilnahme am Modul sind der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den Allgemeinen Modulbeschreibungen des Studienprogramms zu entnehmen.
(4) Eine mit der Anmeldung zum Modul erfolgte Prüfungsanmeldung wird gemäß § 15 Abs. 3 ABStPOBM einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(5) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vorher durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt und über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(6) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme.
(1) Der BA/MA Studien- und Prüfungsausschuss Politikwissenschaft und der BA/MA Studien- und Prüfungsausschuss Soziologie sind im zweijährigen Wechsel zuständig für die ordnungsgemäße Durchführung des Studienprogramms „Politikwissenschaft und Soziologie“ (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM).
(2) Der vom Fakultätsrat zu bestätigende Studien- und Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Professorinnen und Professoren, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. einem wissenschaftlichen Mitarbeiter und einer studentischen Vertreterin bzw. einem studentischen Vertreter.
(1) Eine Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet zusammen mit einer mündlichen Prüfung ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten (§ 20 Abs. 2 ABStPOBM).
(2) Die Bachelor-Arbeit kann sowohl am Institut für Politikwissenschaft als auch am Institut für Soziologie geschrieben werden.
(3) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. einem durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüfer betreut.
(4) Zur BA-Arbeit wird nur zugelassen, wer bereits mindestens 140 LP im Studiengang erbracht hat.
(5) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 40 Seiten betragen.
(6) Die mündliche Prüfung findet nach Begutachtung der Bachelor-Arbeit statt und dauert 30 Minuten.
Angaben zu Modulen, die aus mehreren Teilleistungen gemäß § 21 Abs. 1 ABStPOBM bestehen und Angaben zum Anteil dieser Teilleistungen an der jeweiligen Modulnote sind in der Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studienprogramms zu finden.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften am 21.06.2006 ; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 29.01.2007.
Übersicht über das Studienprogramm Bachelor of Arts („Politikwissenschaft und Soziologie“) - 180 Leistungspunkte
Theoriegeschichte und Theorie
EP: Einführung in die Politikwissenschaft
T1: Einführung in soziologische Grundprobleme und Theorien
wünschenswert ist der gleichzeitige Besuch des Moduls M1
BT: Basismodul Politische Theorie und Ideengeschichte
T2: Basismodul soziologische Theorie
T1, wünschenswert: M1
T3: Aufbaumodul soziologische Theorie
AT: Aufbaumodul Politische Theorie und Ideengeschichte
Politische und gesellschaftliche Systeme
BRP: Basismodul Regierungslehre und Policyforschung
SO1: Bevölkerung, Ungleichheit und Kultur
SO2: Wirtschaft und Staat
SO3: Weltgesellschaft im Werden
BSV: Basismodul Systemanalyse und Vergleichende Politik
ARP: Aufbaumodul Regierungslehre und Policyforschung
ASV: Aufbaumodul Systemanalyse und Vergleichende Politik
BIB: Basismodul Internationale Beziehungen und deutsche Außenpolitik
AIB: Aufbaumodul Internationale Beziehungen und deutsche Außenpolitik
EIB: Ergänzungsmodul Internationale Beziehungen und deutsche Außenpolitik
SP1: Wirtschaftssoziologie/Umweltsoziologie
SP2: Spezielle Soziologie
SP3: Spezielle Soziologie
M1: Einführung in Wissenschaftstheorie und Forschungslogik
wünschenswert gleichzeitiger Besuch T1
M2: Methoden der Datenerhebung und der Auswertung qualitativer Daten mit Projektarbeit
M3: Einführung in die deskriptive Statistik mit Projektarbeit
M4: Einführung in die Inferenzstatistik und Regressionsanalyse
M5: Spezielle Methoden der empirischen Sozialforschung
FSQ1: Fachspezifische Schlüsselqualifikationen
ASQ1: Allgemeine Schlüsselqualifikationen
regelt Anbieter
FSQ2: Fachspezifische Schlüsselqualifikationenen
ASQ2: Allgemeine Schlüsselqualifikationen
AA: Bachelorarbeit
PR: 6-Wochen-Praktikum
Wahlobligatorische Module:
Die Studienprogrammübersicht enthält 195 Leistungspunkte. Daher sind aus dem Wahlpflichtbereich 15 Leistungspunkte abzuwählen.
Zum Wahlpflichtbereich gehören die folgenden Module:
Inhaltsbereich Soziologie: SP2 (5LP) und SP3 (5LP)
Inhaltsbereich Politikwissenschaft: AT (10LP), ART (10LP), ASV (10LP), EIB (5LP) und AIB (5LP)
Die Streichung von Wahlpflichtmodulen ist wie folgt vorzunehmen:
Wird die BA-Arbeit im Bereich Soziologie geschrieben, dann werden 10 LP im Inhaltsbereich Soziologie und 5 LP im Inhaltsbereich Politikwissenschaft gestrichen.
Wird die BA-Arbeit im Bereich Politikwissenschaft geschrieben, dann werden 10 LP im Inhaltsbereich Politik und 5 LP im Inhaltsbereich Soziologie gestrichen.
BA Politikwissenschaft und Soziologie
Theoriengeschichte und Theorie
Aufbau SV b Pol
Aufbau RP b Pol
wahlobl.
Aufbau Th Pol
Aufbau SV a
Ergänzung IB
Aufbau RP a
Aufbau IB
T 3 Soz
Basis IB
Sozstr 3 Soz
Sozstr 2 Soz
T2 Soz
Basis Th Pol
T1 Soz
Basis RP Pol
Einf. Powi Pol
Sozstr 1 Soz
Theoriegeschichte und Theorie:
Regierungssystem und Policyforschung
Abzug wahlobligatorisch

References: § 13
 § 77

§ 11

§ 14
 § 27
 § 7
 § 7
 § 14
 § 20
 § 15
 § 21