Source: https://www.forum-institut.de/seminar/1803386-gesellschafter-darlehen-in-der-insolvenz
Timestamp: 2018-01-22 15:45:47+00:00

Document:
Seminar Gesellschafter-Darlehen
Behandlung von Gesellschafter-Darlehen
Gesellschafter-Insolvenzrecht
2018-03-02 2018-03-02 Steigenberger Metropolitan Poststr. 6 60329 Frankfurt metropolitan@steigenberger.de +49 69 506070-0 +49 69 506070-555
Fragen zu Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz - insbesondere bei einer GmbH- sind schwierig zu beantworten. In diesem Seminar erarbeiten Sie sich die Thematik anhand der BGH-Rechtsprechung und zwar ausgehend von den Kernaussagen des Eigenkapitalersatzrechts über die Entwicklung bis hin zum geltenden Rechtszustand. Die zentralen Bestimmungen, die die Anfechtung der Rückgewähr von Gesellschafterhilfen regeln, nämlich die § 39 Abs. 1 Nr. 5, § 135 InsO stehen dabei im Vordergrund. Einzelne für die Praxis relevante Themen wie die Befriedigung eines Gesellschafterdarlehens (§ 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO), die Gewährung einer Sicherung für ein Gesellschafterdarlehen (§ 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO) Befreiung des Gesellschafters von einer für ein Drittdarlehen gewährten Sicherung (§ 135Abs. 2 InsO) werden eingehend besprochen. . Sie erarbeiten inwiefern gesellschaftergleiche Dritte, wie zum Beispiel verbundene Unternehmen, vom Anwendungsbereich der Vorschriften erfasst werden, welche Forderungen einem Darlehen wirtschaftlich gleichstehenden. Da Gesellschafterdarlehen zudem auch weiteren Anfechtungstatbeständen unterliegen können, werden auf Grundlage der aktuellen BGH-Rechtsprechung auch relevante Themen des Insolvenzanfechtungsrechts besprochen. Profitieren Sie von der Praxiserfahrung der hochkaratigen Referenten die genau wissen, mit welchen Risiken und Fallstricken Gesellschafterdarlehen in Krise oder Insolvenz verbunden sind. Sie erarbeiten praxistaugliche Lösungsmöglichkei
Grundstrukturen des neuen Rechts
Gesellschafter-Darlehen und gleichgestellte Forderungen Fälle der Gleichstellung von Drittforderungen infolge Stundung und Stehenlassen
Sicherung von Darlehen der Gesellschafter (§ 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO) und das Verhältnis dieser Vorschrift zu § 135 Abs. 1 Nr. 2 InsO Sind die von einem Gesellschafter gewährte Sicherungen von Drittdarlehen anfechtbar, die eine Gesellschaft etwa bei ihrer Bank aufnimmt (§ 135 Abs. 2 InsO)?
Anforderungen an Rangrücktrittsvereinbarungen
Gesellschafter und Dritte erklären für ihre Darlehensforderungen mitunter einen Rangrücktritt. Die materiellen und insolvenzrechtlichen Rechtsfolgen werden dargestellt.
Rangrücktrittsvereinbarungen mit der neuen Rechtsprechung des BGH
abgleichen und richtig verfassen
Dr. Alexandra Schluck-Amend https://www.forum-institut.de/seminar/1803386-gesellschafter-darlehen-in-der-insolvenz/referenten/23269_sw.jpg
Dr. Markus Gehrlein ist Richter am BGH und gehört dem für Insolvenzrecht und Insolvenzanfechtung zuständigen IX. Zivilsenat des BGH an. Der Referent ist Honorarprofessor der Universität Mannheim und ist durch vielfältige Publikationen - auch zum hier behandelten Fragenkreis - der Fachöffentlichkeit bekannt.
Profitieren Sie von der Praxiserfahrung der hochkaratigen Referenten die wissen, mit welchen Risiken und Fallstricken Gesellschafterdarlehen in Krise oder Insolvenz verbunden sind. Sie erarbeiten praxistaugliche Lösungsmöglichkeiten und konkrete Formulierungshilfen fur den Rangrücktritt, für mezzanine Finanzierungen, M&ATransaktionen oder Fallgestaltungen der Nutzungsuberlassung. Nach dem Seminarbesuch beherrschen Sie die aktuelle Rechtslage zu Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz und sind fur die rechtliche Analyse bestehender Gesellschafterdarlehen oder die Beratung zu Anfechtungs- und Haftungsrisiken bei Ruckzahlung von Darlehen bestens vorbereitet.
Die Referenten sind Profis auf ihrem Gebiet und vermitteln Ihnen fundiertes und unmittelbar anwendbares Fachwissen zur Behandlung von Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz. Ganz konkret erarbeiten Sie Best-Practice-Beispiele zur anfechtungsfesten Gestaltung von Gesellschafterdarlehen
Gewährt ein Gesellschafter seiner Gesellschaft ein Darlehen und meldet einige Zeit später Insolvenz an, kann das Darlehen nicht als unentgeltliche Leistung geltend gemacht werden. Deshalb muss das Darlehen vom Insolvenzverwalter nachrangig behandelt werden. Mit einer Entscheidung aus 2017 der BGH die bisher ungeklärte Frage nach der Anfechtbarkeit von Gesellschafterdarlehen als unentgeltliche Leistung entschieden. Den Gesellschafter, der seiner Gesellschaft finanziell nicht durch die Zuführung frischen Eigenkapitals, sondern durch die Gewährung eines Darlehens unter die Arme greift, trifft das Risiko der Gesellschaftergläubiger. Diese Rechtsprechung verschärft die Verantwortung der Gesellschafter für eine ordnungsgemäße Unternehmensfinanzierung, da eine Umgehung der Kapitalzuführung weiter erschwert wurde. So wird der Gesellschafter gezwungen, sich frühzeitig zu entscheiden, die Gesellschaft entweder geordnet in die Insolvenz zu führen oder mit frischem Kapital auszustatten, das im Insolvenzfalle möglicherweise verloren ist.
Der BGH setzt mit einer Entscheidung aus 2017 den Grundsatz der vorrangigen Haftung von Gesellschafterfinanzierungen auch für die Fallkonstellation der sog. Doppelbesicherung konsequent um. Die vorrangige Befriedigungspflicht des Gesellschafters entspricht auch in diesem Fall klar den Wertungen des Gesetzgebers, der den sichernden Gesellschafter im Verhältnis zu den vorher geltenden Rechtsprechungsregelungen zum Eigenkapitalersatz nicht besserstellen wollte. Diese Grundsätze und die Anfechtungstatbestände verfolgen den Zweck, einem Gesellschafter, der formal als Fremdkapitalgeber auftritt, in der Insolvenz seiner Gesellschaft unabhängig von der vertraglichen Gestaltung und Finanzierungskonstruktion nicht den Status eines Fremdkapitalgebers einzuräumen. Die Insolvenzfestigkeit der Befriedigung der Bank ist nicht nur juristisch interessant. Zwar hätte die Leistung an die Bank der Insolvenzanfechtung dieser gegenüber unterlegen, und die Bank hätte nach Rückgewähr der Zahlungen an den Insolvenzverwalter den Gesellschafter wieder unmittelbar aus der Bürgschaft in Anspruch nehmen können und müssen. Dasselbe wirtschaftliche Ergebnis (die Gesellschaftersicherheit muss in der Insolvenz der Gesellschaft vorrangig bedient werden) entsteht letztendlich aber nur dann, wenn der Gesellschafter selbst auch in der Lage ist, diese zu bedienen. Damit die Bank nicht das Solvenzrisiko des Gesellschafters trägt und im Hinblick auf eine ggf. einfachere Befriedigung aus Sachsicherheiten, macht für sie eine Doppelsicherung auch weiterhin Sinn
GesellschafterDarlehen - was ist das eigentlich?
Ein Gesellschafterdarlehen ist grundsätzlich ein reguläres Darlehen nach den Bestimmungen des BGB, wobei im Falle einer Unternehmenskrise spezielle Haftungsbedingungen nach der Insolvenzordnung und Anfechtungsgesetz gelten, welche ein Gesellschafterdarlehen unter bestimmten Bedingungen als haftendes Eigenkapital deklarieren. In der Krise sind Gesellschafterdarlehen häufig das einzige Mittel zur Finanzierung von Unternehmen. Diese sind nach aktueller Rechtsprechung aber nun in der oftmals folgenden Insolvenz nur nachrangig und damit auch für Gesellschafter nicht mehr attraktiv.
Nummer: 1803386
Aus der Praxis für die Praxis: Erfahren Sie praxisorientiert wie Musterklauseln in Sanierungs- und Überbrückungsdarlehensverträgen gestaltet werden können, welche Klauseln unverzichtbar sind, welche Kündigungsmöglichkeiten es gibt und welche Handlungsempfehlungen aus der aktuellen BGH-Rechtsprechung folgen.

References: § 39
 § 135
 § 135
 BGH

 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH