Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=14.11.2012&Aktenzeichen=I%20R%2019/12
Timestamp: 2020-02-17 16:51:52+00:00

Document:
BFH, 14.11.2012 - I R 19/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,51537
BFH, 14.11.2012 - I R 19/12 (https://dejure.org/2012,51537)
BFH, Entscheidung vom 14.11.2012 - I R 19/12 (https://dejure.org/2012,51537)
BFH, Entscheidung vom 14. November 2012 - I R 19/12 (https://dejure.org/2012,51537)
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Aktiver RAP für Gebühren eines Darlehens und einer typisch stillen Beteiligung - Bilanzielle Behandlung einer stillen Beteiligung - Fremdkapital - Keine Aktivierung von Eigenkapitalvermittlungsprovisionen
Aktiver RAP für Gebühren eines Darlehens und einer typisch stillen Beteiligung; Bilanzielle Behandlung einer stillen Beteiligung; Fremdkapital; Keine Aktivierung von Eigenkapitalvermittlungsprovisionen
§ 5 Abs 5 S 1 Nr 1 EStG 1997, § 5 Abs 1 EStG 1997, § 248 Abs 1 HGB, § 248 Abs 1 Nr 2 HGB vom 25.05.2009
Aktiver RAP für Gebühren eines Darlehens und einer typisch stillen Beteiligung
Bildung eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens für Gebühren eines Darlehens und einer typischen stillen Beteiligung
Aktiver RAP für Darlehensgebühren
Zur Bildung eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens
FG München, 07.02.2012 - 6 K 867/09
BB 2013, 1906
Nach § 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 des EStG sind in der Steuerbilanz für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auf der Aktivseite Rechnungsabgrenzungsposten anzusetzen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen und keine Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts sind (vgl. Urteil des BFH vom 14.11.2012, I R 19/12, Sammlung der Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 2013, 1389 mit weiteren umfangreichen Nachweisen).
Maßgeblich für die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist regelmäßig, dass die vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgabe sich als Vorleistung für eine noch nicht erbrachte zeitraumbezogene (wirtschaftliche, d. h. nicht nur im Gegenseitigkeitsverhältnis stehende Verträge i. S. der §§ 320 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs) Gegenleistung darstellt (vgl. Urteil des BFH vom 14.11.2012 a. a. O mit weiteren Nachweisen).
Es besteht insoweit eine bilanz- und steuerrechtliche Gleichwertigkeit von Darlehens- und typisch stillen Beteiligungsverhältnissen (BFH-Urteil vom 14. November 2012 I R 19/12, BFH/NV 2013, 1389).
Für den Geschäftsinhaber ist jedoch die Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters wirtschaftlich ein qualifizierter Kredit (…bestätigt durch BFH-Urteile vom 27.03.2012 I R 62/08, BStBl II 2012, 745, unter Rz. 13; vom 14.11.2012 I R 19/12, BFH/NV 2013, 1389).
Für die Zwecke des Bewertungsrechts sind daher die Grundsätze des § 12 BewG anzusetzen (vgl. BFH-Urteile vom 6. März 2003 XI R 24/02, BStBl II 2003, 656, vom 27. März 2012 I R 62/08, BStBl II 2012, 745 und vom 4. November 2012 I R 19/12, BFH/NV 2013, 1389).

References: § 5
 § 5
 § 248
 § 248
 § 5
 § 12