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Timestamp: 2019-12-09 04:48:35+00:00

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BGH, 16.12.1991 - II ZR 31/91 - dejure.org
BGH, 16.12.1991 - II ZR 31/91
https://dejure.org/1991,1094
BGH, 16.12.1991 - II ZR 31/91 (https://dejure.org/1991,1094)
BGH, Entscheidung vom 16.12.1991 - II ZR 31/91 (https://dejure.org/1991,1094)
BGH, Entscheidung vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91 (https://dejure.org/1991,1094)
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Gesellschaftsversammlung - Rechtsstreit - Bestellung eines Vertreters - Pflichtverletzung durch den Gesellschafter - PVV - Geschäftsführer - Stimmrecht
Bestellung eines besonderen Vertreters durch die Gesellschafterversammlung für den Prozeß eines Gesellschafters gegen die Gesellschaft
GmbHG § 46 Nr. 8, § 47 Abs. 4
Beschlussfähigkeit, Prozessvertreter, Stimmrechte, Stimmrechtsausschluss
Gesellschaftsrecht; Bestellung eines besonderen Vertreters bei Pflichtverletzung eines Gesellschafters
BGHZ 116, 353
NJW 1992, 977
ZIP 1992, 171
BB 1992, 224
DB 1992, 368
Die Vorschrift gilt sowohl für den Aktiv- als auch für den vorliegenden Passivprozess der Gesellschaft (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355;… Urteil vom 6. März 2012 - II ZR 76/11, ZIP 2012, 824 Rn. 12;… Beschluss vom 22. März 2016 - II ZR 253/15, ZIP 2016, 2413 Rn. 9) sowie für Prozesse mit ausgeschiedenen Geschäftsführern (BGH…, Urteil vom 6. März 2012 - II ZR 76/11, ZIP 2012, 824 Rn. 12;… Beschluss vom 22. März 2016 - II ZR 253/15, ZIP 2016, 2413 Rn. 9).
Die Interessenkollision ist entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht nur bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen (Senat, BGHZ 97, 28, 33), der Entlastung (Senat, BGHZ 108, 21, 25;… Urt. v. 7. April 2003 - II ZR 193/02, ZIP 2003, 945) oder der Bestellung eines besonderen Vertreters für die GmbH (Senat, BGHZ 116, 353, 358) zu berücksichtigen.
Diese Vorschrift, die sowohl für Aktiv- wie auch für Passivprozesse gilt (BGH, Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355), soll die unvoreingenommene Prozessführung in Rechtsstreitigkeiten sicherstellen, in denen regelmäßig die Gefahr besteht, dass die nach § 35 GmbHG an sich zur Vertretung der Gesellschaft berufenen Geschäftsführer befangen sind.
Nach der Rechtsprechung des Senats sind davon auch Prozesse gegen ausgeschiedene Geschäftsführer umfasst (BGH, Urteil vom 20. November 1958 - II ZR 17/57, BGHZ 28, 355, 357; s. auch Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355;… ebenso MünchKomm-GmbHG/Liebscher, § 46 Rn. 269 f.;… einschränkend Hüffer in Ulmer/Habersack/Winter, GmbHG, § 46 Rn. 105;… Zöllner in Baumbach/Hueck, GmbHG, 19. Aufl., § 46 Rn. 67).
Die Vorschrift gilt sowohl für den Aktiv- als auch für den vorliegenden Passivprozess der Gesellschaft (vgl. BGH…, Urteil vom 6. März 2012 II ZR 76/11, ZIP 2012, 824 Rn. 12; Urteil vom 16. Dezember 1991 II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355) sowie für Prozesse mit ausgeschiedenen Geschäftsführern (BGH…, Urteil vom 6. März 2012 II ZR 76/11, ZIP 2012, 824 Rn. 12).
Sie soll die unvoreingenommene Prozessführung für die Gesellschaft in Rechtsstreitigkeiten sicherstellen, in denen regelmäßig die Gefahr besteht, dass die nach § 35 GmbHG an sich zur Vertretung der Gesellschaft berufenen Geschäftsführer befangen sind (BGH…, Urteil vom 6. März 2012 II ZR 76/11, ZIP 2012, 824 Rn. 12; Urteil vom 16. Dezember 1991 II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355; Urteil vom 20. Januar 1986 II ZR 73/85, BGHZ 97, 28, 35).
Bei den Abstimmungen war die Beklagte jeweils nicht stimmberechtigt (…dazu BGH, Sen.Urt. v. 9. Mai 1974 - II ZR 84/72, NJW 1974, 1555, 1556; BGHZ 97, 28, 34; BGHZ 116, 353, 358).
BGH, 04.05.2009 - II ZR 168/07
Stimmverbot der GmbH-Gesellschafterin wegen Befangenheit des Gesellschafters
Die Befangenheit von Gesellschafter-Gesellschaftern führt zu einem Stimmverbot der Gesellschafterin, wenn sie einen maßgebenden Einfluss ausüben (vgl. Senat, BGHZ 116, 353, 358;… Ulmer/Hüffer, GmbHG § 47 Rdn. 133 f.;… Baumbach/Hueck/Zöllner, GmbHG 18. Aufl. § 47 Rdn. 98).
Das ist auch zu berücksichtigen, wenn die von dem Stimmverbot betroffenen Gesellschafter nicht unmittelbar, sondern über eine Gesellschafterin beteiligt sind (vgl. BGHZ 116, 353, 358).
Zwar kann nach dem Senatsurteil vom 15. Dezember 1975 (II ZR 17/74, WM 1976, 204 f.) im Fall eines von einer Erbengemeinschaft gehaltenen Geschäftsanteils an einer GmbH der in der Person eines Mitglieds der Gemeinschaft begründete Stimmrechtsausschluß auf den gesamten Anteil übergreifen, wenn nicht nur der Verdacht, sondern die begründete Besorgnis besteht, daß auch die Mitberechtigten ihr Stimmrecht mit Rücksicht auf die Interessen des Befangenen unsachlich ausüben, der Befangenheitsgrund also auf ihre Stimmabgabe durchschlägt (vgl. auch BGHZ 49, 183, 194); so etwa dann, wenn der Befangene als Vertreter der übrigen Mitberechtigten abstimmt oder einen bestimmenden Einfluß auf ihr Abstimmungsverhalten ausüben kann (vgl. BGHZ 116, 353, 357).
Der Bundesgerichtshof erstreckt den Anwendungsbereich des § 46 Nr. 8 Alt. 2 GmbHG grundsätzlich zwar auch auf Klagen durch oder gegen ausgeschiedene Geschäftsführer (insbesondere: BGHZ 116, 353, 355, zitiert nach juris, dort Rn. 5 f.).
Diese Vorschrift, die sowohl für Aktiv- wie auch für (hier) Passivprozesse gilt (BGH, Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355), soll die unvoreingenommene Prozessführung in Rechtsstreitigkeiten sicherstellen, in denen regelmäßig die Gefahr besteht, dass die nach § 35 GmbHG an sich zur Vertretung der Gesellschaft berufenen Geschäftsführer befangen sind.
Nach der Rechtsprechung des Senats sind davon auch Prozesse gegen ausgeschiedene Geschäftsführer umfasst (BGH, Urteil vom 20. November 1958 - II ZR 17/57, BGHZ 28, 355, 357; Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355), sodass der hier vorliegende Rechtsstreit, in dem ein Geschäftsführer seine Abberufung und fristlose Kündigung anzweifelt und demgemäß im Urkundenprozess sein Gehalt einklagt, davon fraglos umfasst ist.
OLG Köln, 26.02.2019 - 3 U 159/17
Gerade wenn das autonome Recht auch im Fall des Art. 23 EuGVVO a.F. den Begriff der Gerichtsstandsvereinbarung bestimmt und sich jene nur auf solche Rechtsstreitigkeiten beziehen soll, die ihren Ursprung in dem Rechtsverhältnis haben, anlässlich dessen die Vereinbarung getroffen wurde (vgl. BGH Urt. 06.12.2018 - IX ZR 22/18 -, juris; EuGH ZIP 1992, 171, 171; ZIP 2015, 2043 Rn 68), bedarf es zur Begründung von materiellen Wirkungen der Bestimmung der sachlichen Reichweite der Gerichtsstandsvereinbarung auch insoweit.
OLG München, 10.11.1995 - 23 U 2987/95
OLG Hamm, 06.05.1999 - 22 U 1/99
Rechtsmitteleinlegung und -rücknahme durch vollmachtlosen Vertreter einer GmbH

References: § 46
 § 47
 § 35
 § 46
 § 46
 § 46
 § 35
 § 47
 § 47
 § 46
 § 35
 Art. 23
 BGH 
 EuGH