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Timestamp: 2020-01-22 10:18:21+00:00

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Gute Pflege durch Reformen gestalten ... - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Gute Pflege durch Reformen gestalten ...
Beitrag von WernerSchell » 16.10.2015, 07:28
Eine Pflegedienstleitung gibt auf und beschreibt die 10 Gründe für den Ausstieg. > http://www.poesiedeslebens.de/pflegedie ... -gibt-auf/ Es heißt z.B.: Träger und Führungskräfte in Pflegeeinrichtungen versuchen, die Problematik wie einen kochenden Wassertopf zu behandeln. Sie halten den Deckel darauf. Hauptsache, „es läuft.“ (6) - Es werden die Pflegestandards angesprochen: "Würde die Umsetzung dieser Standards geprüft werden, würde man sehr schnell feststellen, dass wir lügen. Ich will nicht mehr lügen." (8) - Quelle: http://www.poesiedeslebens.de/pflegedie ... -gibt-auf/
In § 11 Abs. 1 SGB XI heißt es dazu:
Die Pflegeeinrichtungen pflegen, versorgen und betreuen die Pflegebedürftigen, die ihre Leistungen in Anspruch nehmen,
entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse. Inhalt und Organisation der Leistungen
haben eine humane und aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde zu gewährleisten.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wirbt nicht für einen Ausstieg aus der Pflege, sondern nennt die Probleme im System und fordert grundlegende Verbesserungen der Pflege-Rahmenbedingungen.
Wer in der Pflege mehr Qualität gesichert sehen möchte (siehe z.B. § 11 SGB XI), muss vor allem für bessere Stellenschlüssel sorgen. Mit 20.000 zusätzlichen Betreuungskräften sind die Pflegemängel nicht aufzulösen. Auch mehr "Druck" reicht nicht. > viewtopic.php?f=3&t=21079 - Dies ist die kurze Antwort auf ein Interview mit dem Pflegebeauftragten: „Wettbewerb in der Pflege muss sich zuallererst an der Qualität orientieren“ (Quelle: http://www.noz.de/deutschland-welt/poli ... rientieren ).
Die Anforderungen an eine gute Pflegereform - unter Berücksichtigung einer vorgegebenen bescheidenen Beitragsanhebung - wurden am 13.05.2014 der Öffentlichkeit vorgestellt und dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe beim Neusser Pflegetreff übergeben.
>>> Film dazu bei Youtube > https://www.youtube.com/watch?v=K79mHnXoA3k
Die seinerzeit formulierten Anforderungen sind weiterhin gültig!
> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... iefBMG.pdf
http://www.openbroadcast.de/article/398 ... alten.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Gute-Pf ... ten-787363
Am 16.06.2015 wurde bei Facebook gepostet:
Die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, hat in einem Statement am 13.06.2015 zur Pflegesituation bzw. zum Pflegenotstand nur ausweichend beantwortet. Die Bundeskanzlerin geht zwar davon aus, dass die Bevölkerungsentwicklung zu weiteren Veränderungen im Gesundheitswesen und im Pflegebereich führen wird. "Der demografische Wandel wird uns in den nächsten Jahren noch sehr, sehr beschäftigen", sagt Merkel. (Quelle: Interview ab Minute 4 Minute - http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin ... _node.html ). Es fehlt ein Bekenntnis dazu, dass die Stellensituationen unzureichend sind und dringend verbessert gehören Daher wird hier auf die Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 02.06.2015 hingewiesen:
Betreuungskräfte sind nicht geeignet, bestehende Pflegemängel aufzulösen
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk fordert im Rahmen der anstehenden weiteren Pflege-Reformschritte deutlich mehr Pflegepersonal. Dazu ergibt sich:
Dem Bundesgesetzminister Hermann Gröhe wurde bereits beim Neusser Pflegetreff am 13.05.2014 deutlich vor Augen geführt, dass die vorgesehenen neuen Betreuungskräfte die systemischen Pflegeprobleme nicht lösen, eher neue schaffen. Das wurde in einem umfangreichen Statement näher ausgeführt > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf Aktuelles Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unter > viewtopic.php?f=3&t=21010 Dort ist ausgeführt: Die in Rede stehenden Betreuungskräfte sind nicht qualifiziert, pflegerische Tätigkeiten auszuführen. Dennoch lassen die Ausbildungsrichtlinien solche Verrichtungen zu. Das ist ein Verstoß gegen den § 11 SGB XI und in keiner Weise mit dem vertraglichen Sorgfaltsgebot vereinbar. Der Gesetzgeber will so die "Billig-Pflege" fördern. Das ist nicht hinnehmbar! - Siehe auch > Pflegereform 2014 des Bundes bleibt weit hinter den pflegerischen Erfordernissen und Erwartungen zurück
> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... rm2014.pdf - Für eine gute Demenzkrankenversorgung sind vorrangig ausreichend qualifizierte Pflegekräfte erforderlich. Diese können gerne durch Assistenzkräfte bzw. Ehrenamtler unterstützt werden. Aber in erster Linie muss die Fachlichkeit gewährleistet sein! Siehe dazu die Beiträge im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk > Demenzkrankenbetreuung: Die Aus-, Fort- und Weiterbildung > viewtopic.php?f=3&t=18537 Der Pflegenotstand hat viele Gesichter und muss endlich aufgelöst werden!
Text mit weiteren Verweisungen auch nachlesbar unter viewtopic.php?f=3&t=21079
Am 12.08.2015 wurde bei Facebook gepostet:
Das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) - Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, neues Begutachtungsverfahren & Leistungsausweitungen … (am 12.08.2015 im Kabinett) - viewtopic.php?f=4&t=21125 wird beim 23. Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 thematisiert: viewtopic.php?f=7&t=20711 Es werden einmal die Neuerungen vorgestellt. Zum anderen wird es aber auch darum gehen, die fortbestehenden Versorgungslücken - unzureichende Stellenschlüssel und ungünstige Arbeitsbedingungen im Pflegesystem - deutlich zu machen und weitere Reformschritte einzufordern! - Näheres dazu (stets aktuell) >>> viewtopic.php?f=7&t=20711 - Zum PSG II ist aber bereits jetzt in aller Deutlichkeit zu sagen: Dieses weitere Reformgesetz wird, trotz einiger Verbesserungen, den vielfach beklagten Pflegenotstand in den Heimen nicht auflösen. Mehr Pflegekräfte sind mit diesem Gesetz weiterhin nicht in Sicht!
Kurzzeitpflegeanspruch schließt Versorgungslücke
Beitrag von WernerSchell » 07.12.2015, 08:32
Die Lücke in der pflegerischen Versorgung von Versicherten mit einer schweren Krankheit oder bei einer akuten Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, die nicht mehr krankenhausbehandlungsbedürftig sind und nicht (oder noch nicht) pflegebedürftig sind, ist durch eine Erweiterung der Leistungsansprüche der häuslichen Krankenpflege und der Haushaltshilfe sowie einen neuen Anspruch auf Kurzzeitpflege im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) geschlossen worden (Hinweise zu den entsprechenden Regelungen sind dieser Mitteilung angefügt). Das KHSG, das nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, soll grundsätzlich zum 01.01.2016 in Kraft treten.
Damit wird eine seit Jahren immer wieder beklagte Versorgungslücke im Gesundheits- und Pflegesystem weitgehend geschlossen und endlich einer Forderung der Patientenseite entsprochen.
Auch Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich in den zurückliegenden Jahren immer wieder für eine Reform im Sinne der jetzt getroffenen Regelungen stark gemacht und dies auch in den Neusser Pflegetreffs angesprochen, u.a. in einem umfänglichen Statement, das Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, beim Pflegetreff am 13.5.2014 übergeben wurde. Die Problematik war zuvor (am 16.05.2013) in einem Beitrag der WDR-Servicezeit Gesundheit mit einem Statement von Werner Schell zur Rechtslage verdeutlicht worden (Film anschaubar unter > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... cezeit.mp4 ).
Es wird nun notwendig sein, schnellstmöglich für den Aufbau entsprechender Versorgungsstrukturen Sorge zu tragen. Sonst laufen die neuen Versorgungsansprüche der kranken bzw. pflegebedürftigen Menschen ins Leere.
Siehe auch den Text unter
„Darüber hinaus erhalten Versicherte auch dann Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist, längstens jedoch für die Dauer von vier Wochen. Wenn im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich der Anspruch nach Satz 3 auf längstens 26 Wochen."
In Satz 1 wird das Wort „soll" durch das Wort „kann" ersetzt.
In Satz 2 wird die Angabe „Satz 2" durch die Wörter „Satz 2 bis 4" ersetzt.
Reichen Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach § 37 Absatz 1a bei schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht aus, erbringt die Krankenkasse die erforderliche Kurzzeitpflege entsprechend § 42 des Elften Buches für eine Übergangszeit, wenn keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Elften Buches festgestellt ist. Im Hinblick auf die Leistungsdauer und die Leistungshöhe gilt § 42 Absatz 2 Satz 1 und 2 des Elften Buches entsprechend. Die Leistung kann in zugelassenen Einrichtungen nach dem Elften Buch oder in anderen geeigneten Einrichtungen erbracht werden. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt über das Bundesministerium für Gesundheit dem Deutschen Bundestag bis Ende des Jahres 2018 einen Bericht vor, in dem die Erfahrungen mit der Einführung eines Anspruchs auf Leistungen nach dieser Vorschrift wiedergegeben werden."
Quelle: Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss) - Drucksache 18/6586 - 18. Wahlperiode - 04.11.2015 - Vollständiger Text der Drucksache abrufbar unter folgender Adresse: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/065/1806586.pdf
Der zugrunde liegende Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes ist wie folgt abrufbar: http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateie ... HSG_GE.pdf
Siehe auch die weiteren Beiträge zur Krankenhausreform unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=4&t=20789&hilit=Kranken ... kturgesetz
http://www.mg-heute.de/42406/neuer-ansp ... ngsluecke/
http://www.presseanzeiger.de/pa/Neuer-A ... alt-811220
http://www.openbroadcast.de/article/422 ... uecke.html
http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/12 ... ngsluecke/
... (weitere Hinweise folgen) ...
Beitrag von WernerSchell » 11.12.2015, 08:11
Beitrag von WernerSchell » 23.12.2015, 08:01
Beitrag von WernerSchell » 03.01.2016, 09:24
Beitrag von WernerSchell » 13.01.2016, 07:34
Pflegeberufe sollen attraktiver werden - alles gesagt
Beitrag von WernerSchell » 21.06.2016, 07:08
Am 21.06.2016 bei Facebook gepostet:
"Pflegeberufe sollen attraktiver werden." - So das Ergebnis einer Veranstaltung der SPD im Rhein-Kreis Neuss. Die abgelieferten Statements sind lt. Medienbericht aber leider nicht geeignet, die Pflegeprobleme aufzulösen. Daher hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk die Verantwortlichen am 18.06.2016 angeschrieben und auf die seit geraumer Zeit vorliegenden Reformvorschläge aufmerksam gemacht: Vor allem muss es um deutlich verbesserte Stellenpläne in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehen. Zusätzlich bedarf es einer Anhebung der Vergütungen im Pflegesystem. - Es wurde ein Gespräch zur Erläuterung der Verbesserungsvorschläge angeboten: > viewtopic.php?f=3&t=21684 2017 wird aus vielerlei Gründen ein wichtiges Wahljahr. Daher müssen die "Fronten" zeitgerecht geklärt werden!
Beitrag von WernerSchell » 17.06.2017, 06:41

References: § 11
 § 11
 § 11
 § 37
 § 42
 § 42