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Timestamp: 2019-10-21 06:32:53+00:00

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OLG Köln, 29.07.1998 - 6 U 66/98 - dejure.org
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OLG Köln, 29.07.1998 - 6 U 66/98 (https://dejure.org/1998,1650)
OLG Köln, Entscheidung vom 29.07.1998 - 6 U 66/98 (https://dejure.org/1998,1650)
OLG Köln, Entscheidung vom 29. Juli 1998 - 6 U 66/98 (https://dejure.org/1998,1650)
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UWG §§ 1, 13; BRAO § 43B; BO § 6
Klagebefugnis von Rechtsanwälten als "Gewerbetreibende" i.S.v. § 13 Abs. 2 Nr. 1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) bei Wettbewerbsverstößen anderer Anwälte; Wegfall der Wiederholungsgefahr bei unzulässiger Anwaltswerbung und späterem Ausscheiden von Mitgliedern ...
Unzulässige Qualitätswerbung durch RAe
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Berufsrecht; unzulässige Anwaltswerbung in Zeitungsanzeigen
LG Aachen, 30.12.1997 - 41 O 181/97
LG Aachen, 30.12.1997 - 41 O 212/97
OLG Köln, 29.07.1998 - 6 U 41/98
NJW 1999, 63
MDR 1998, 1505
GRUR 1999, 95
In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerde der Rechtsanwälte 1. S ..., 2. C ..., 3. W ... - Bevollmächtigter zu 2. und 3.: Rechtsanwalt Jörg Steinort, Grabenstraße 24, Eschweiler - gegen a) das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 29. Juli 1998 - 6 U 66/98 -, b) den Beschluß des Oberlandesgerichts Köln vom 29. Juli 1998 - 6 U 41/98 -, c) das Urteil des Landgerichts Aachen vom 30. Dezember 1997 - 41 O 181/97 -, d) das Urteil des Landgerichts Aachen vom 30. Dezember 1997 - 41 O 212/97 - hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Richter Kühling, die Richterin Jaeger und den Richter Steiner am 1. Dezember 1999 einstimmig beschlossen:.
Denn jede Aussage, weiche sich nicht auf die Angabe des Tätigkeitsschwerpunktes beschränkt, sondern eine Selbsteinschätzung enthält, oder durch zusätzliche Mittel den Adressaten zu beeinflussen sucht, enthält Merkmale reklamehafter Anpreisung, die mit dem gesetzlichen Berufsbild de Rechtsanwalts als einem Organ der Rechtspflege nicht vereinbar ist (BGH, ZI 1997, 1516 m. w. N. für die Hinweise "Rechtliche und steuerliche Beratung im Verbund" und "Erbrechtliche und erbschaftssteuerrechtliche Beratung aus einer Hand"; ebenso: OLG Köln, NJW 1999, 63 ff. - "ihre Rechtsfragen sind unsere Aufgabe").
d) Dass der Verstoß gegen § 43 b BRAO gleichzeitig auch einen Verstoß gegen § 1 UWG darstellt, entspricht gesicherter Rechtsprechung (ausführlich begründet in OLG Köln, NJW 1999, 63, 64).
Sie sind wie der auch in der Rechtsprechung verwendete Begriff der "Reklamehaftigkeit" vgl. etwa BGH, Urteil vom 27.1.2005 - I ZR 202/02 -, NJW 2005, 1644 = MDR 2005, 959; OLG Köln, Urteil vom 29.7.1998 - 6 U 66/98 -, NJW 1999, 63, in seinem ursprünglichen Wortsinn gewissermaßen selbstreferenziell.
Dies liegt auf der "klassischen" Linie der Rechtsprechung, wonach dem Rechtsanwalt verboten ist, mit einer subjektiven (Selbst)Einschätzung/Werturteilen (Anzeigen-) Werbung zu machen (BGH, Z1P 1997, 1516 m w. N. für die Aussage "Rechtliche und steuerliche Beratung im Verbund" und "Erbrechtliche und erbschaftssteuerrechtliche Beratung aus einer Hand"; ebenso: OLG Köln, NJW 99, 63 ff. für "Ihre Rechtsfragen sind unsere Aufgabe" und schließlich das als Anlage K 5 vorgelegte Urteil LG München I vom 19.04.2000 - 7 HKO 1608/00 auf Seite 15 - "Kraftvolle neue Dimension; Rechtsberatung ist nicht mehr das, was es einmal war; MORE POWERFUL LEGAL SOLUTIONS").
Die Qualitätswerbung ist schlechterdings untersagt (für Anwälte vgl. OLG Köln, Urt. vom 29. Juli 1998, 6 U 66/98, NJW 1999, 63).
Vor diesem Hintergrund ist es gefestigte Rechtsprechung, daß lediglich sogenannte Informationswerbung zulässig ist (BGH in NJW 99, 63, 64; BGH in NJW 97, 2522; OLG Frankfurt in NJW 96, 1056; OLG Celle in NJW 96, 855; OLG Stuttgart in NJW 97, 2529).
Die Verletzung einer solchen Beratungspflicht begründet eine Haftung des Verkäufers auch dann, wenn sich sein Verschulden auf Angaben über zusicherungsfähige Eigenschaften der Kaufsache bezieht und nur auf Fahrlässigkeit beruht (BGH NJW 99, 63).

References: § 43
 § 6
 § 13
 § 43
 § 1
 BGH