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Timestamp: 2016-10-21 16:48:14+00:00

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2C_352/2011 (12.05.2011)
2C_352/2011
Am 22. M�rz 2010 widerrief das Migrationsamt des Kantons Z�rich die Niederlassungsbewilligung des aus Mazedonien stammenden X.________ (geb. 1977); gleichzeitig wies es die Gesuche seiner Gattin und seines Sohns um Familiennachzug ab. Das Migrationsamt hielt die Familie an, die Schweiz bis zum 21. Juni 2010 zu verlassen. X.________ gelangte hiergegen erfolglos an den Regierungsrat und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde beantragt er vor Bundesgericht, dessen Urteil aufzuheben und den Widerruf der Niederlassungsbewilligung r�ckg�ngig zu machen; eventuell sei er nur zu verwarnen, subeventuell sei die Niederlassungsbewilligung zu widerrufen und ihm eine Aufenthaltsbewilligung B zu erteilen.
Die Eingabe, welche als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegenzunehmen ist (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4), erweist sich als offensichtlich unbegr�ndet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:
2.1 Die Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. a AuG). Dies muss in der Absicht geschehen sein, den Aufenthalt oder die Niederlassung bewilligt zu erhalten. Der Ausl�nder ist verpflichtet, den Beh�rden wahrheitsgetreu �ber alles Auskunft zu geben, was f�r den Bewilligungsentscheid wichtig sein k�nnte (Art. 90 AuG). Wesentlich sind dabei nicht nur Umst�nde, nach denen der Betroffene ausdr�cklich gefragt wird, sondern auch Aspekte, von denen der Gesuchsteller wissen muss, dass sie f�r den Bewilligungsentscheid massgeblich sein d�rften. Es ist nicht erforderlich, dass die Bewilligung bei richtigen und vollst�ndigen Angaben notwendigerweise zu verweigern gewesen w�re (Urteil 2C_837/2009 vom 27. Mai 2010 E. 2 mit Hinweisen).
2.2 Der Beschwerdef�hrer ging am 10. Juni 2001 - was von ihm nicht bestritten wird - mit einer Schweizer B�rgerin eine Scheinehe ein. Am 20. M�rz 2006 wurde ihm gest�tzt auf diese die Niederlassungsbewilligung erteilt, worauf er aus der ehelichen Wohnung auszog und sich in Mazedonien scheiden liess. Eine DNA-Analyse hat ergeben, dass das w�hrend der Ehe geborene Kind - wie ein sp�teres zweites seiner damaligen Frau - jenes seines Bruders war. Der Beschwerdef�hrer seinerseits ist der Vater des 2004 geborenen Kinds seiner Landsfrau, die er nach der Scheinehe am 4. April 2008 geheiratet und deren Gesuch um Familiennachzug das Migrationsamt am 22. M�rz 2010 abgewiesen hat. Der Beschwerdef�hrer hat seine Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz erschlichen; er hat den Beh�rden verschwiegen, dass er mit seiner Schweizer Gattin keine eheliche Gemeinschaft bildete, er in der Heimat mit seiner heutigen Gattin ein Kind zeugte und der Sohn aus erster Ehe von seinem Bruder und nicht von ihm stammte. Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass es ihm mit den geschilderten Machenschaften ausschliesslich um den Erhalt der Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligung ging.
2.3 Ob seine Motive - wie er geltend macht - weniger von "egoistischer oder finanzieller Natur", sondern nach dem Kosovo-Konflikt 2001 eher durch "Angst und Besorgnis" gepr�gt waren, ist irrelevant. Seine diesbez�glichen Ausf�hrungen erkl�ren nicht, warum er die Verh�ltnisse zumindest sp�ter nie klargestellt hat. Entgegen den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers ist der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung bzw. die damit verbundene Abweisung des Familiennachzugsgesuchs f�r seine Gattin und seine Kinder in dieser Situation nicht unverh�ltnism�ssig: Der Beschwerdef�hrer hat die schweizerischen Beh�rden �ber Jahre hinweg get�uscht. Er ist erst im Alter von 23 Jahren in die Schweiz gekommen und ist mit den Verh�ltnissen in seinem Heimatland nach wie vor bestens vertraut. Seine Frau und sein 2004 geborener Sohn befinden sich seit rund drei Jahren in der Schweiz; eine R�ckkehr in die Heimat ist ihnen unter diesen Umst�nden ohne Weiteres zumutbar. Zwar ist die Tochter Denisa im August 2009 hier zur Welt gekommen, doch befindet sie sich als Zweij�hrige noch in einem anpassungsf�higen Alter. Die Ausreisepflicht der Gesamtfamilie verletzt deshalb weder Art. 8 EMRK noch Art. 13 BV (vgl. BGE 126 II 335 E. 3a S. 342).
2.4 Zwar hat sich der Beschwerdef�hrer in einem gewissen Mass integriert; es kann aber nicht gesagt werden, dass die Pflicht, das Land zu verlassen, hier in besonders enge wirtschaftliche oder soziale Beziehungen eingreifen w�rde (vgl. das Urteil 2C_75/2011 vom 6. April 2011, E. 3). Der Beschwerdef�hrer kann seinen Malerbetrieb verkaufen oder durch seinen Bruder weiter f�hren lassen. Er hat sich w�hrend Jahren rechtsmissbr�uchlich verhalten; es geht nicht an, dass er aufgrund seines faktisch illegalen Aufenthalts (Scheinehe) im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung besser gestellt wird, als wer die Beh�rden nie get�uscht hat. F�r alles Weitere kann auf die Begr�ndung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Der Beschwerdef�hrer bringt, soweit sich seine Ausf�hrungen nicht in unbeachtlicher appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid ersch�pfen (vgl. Art. 42 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f. mit Hinweisen), nichts vor, was die Darlegungen der Vorinstanz als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selber wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, dem Regierungsrat des Kantons Z�rich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 2. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 109
 Art. 62
 Art. 8
 Art. 13
 BGE 
 Art. 42
 BGE