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Timestamp: 2017-01-18 03:58:22+00:00

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THUERINGER-OVG - 12.03.2003, 2 EO 688/02 - JuraForum.de
THUERINGER-OVG – Aktenzeichen: 2 EO 688/02Beschluss vom 12.03.2003
Leitsatz:Für eine Maßnahme nach § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 StVG kommt es für die Bestimmung, wann sich 18 oder mehr Punkte "ergeben" bzw. wann diese Punktzahl "erreicht" ist, auf den Tag der Begehung der Straftat oder Ordnungswidrigkeit an.Rechtsgebiete:VwGO, StVGVorschriften:§ 80 Abs. 5 VwGO, § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 StVG, § 4 Abs. 3 Satz 2 StVG, § 4 Abs. 4 Satz 2 StVG, § 4 Abs. 4 Satz 4 StVG, § 4 Abs. 5 StVG, § 4 Abs. 7 StVGStichworte:Punktsystem, Entziehung der Fahrerlaubnis, Tattagprinzip, Rechtskraft, TeilnahmebescheinigungVerfahrensgang:VG Meiningen 2 E 502/02.Me vom 06.09.2002Rechtskraft:ja
Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehenBitte ergänzen Sie die folgende Sicherheitsfrage:33 - V,ier = Weitere Entscheidungen vom THUERINGER-OVGTHUERINGER-OVG – Beschluss, 3 EO 387/02 vom 11.02.20031. Die dem Beschwerdegericht durch § 146 Abs. 4 S. 6 VwGO aufgegebene Prüfung nur der in der Beschwerde rechtzeitig dargelegten Gründe bindet wegen der grundsätzlichen Aufgaben des Verfahrens nach § 80 Abs. 5 VwGO und des Gebots effektiven Rechtsschutzes nicht streng und ausnahmslos.
3. Die ausländerrechtliche Aufforderung zur Ausreise enthält kein selbständiges Gebot, das Bundesgebiet zu verlassen, sondern verlautbart nur die von Gesetzes wegen bestehende Ausreisepflicht gemäß § 42 Abs. 1 AuslG.THUERINGER-OVG – Urteil, 2 N 607/00 vom 11.02.20031. Der Bewohner eines von einer kommunalen Sperrzeitverordnung betroffenen Gebietes kann im Einzelfall im Normenkontrollverfahren auch dann antragsbefugt sein, wenn diese Verordnung eine Sperrzeitverlängerung anordnet.
2. Bei der Prüfung einer Sperrzeitverordnung im Normenkontrollverfahren ist es nicht Aufgabe des zur Entscheidung berufenen Gerichts zu untersuchen, ob für jeden einzelnen Betrieb im Regelungsbereich der Verordnung den gesetzlichen Vorgaben genügt ist oder im Einzelfall einer Sperrzeitverlängerung oder -verkürzung Umstände entgegenstehen.
3. Untersucht wird vom Gericht nur, ob sich der Verordnungsgeber für das betroffene Gebiet im Allgemeinen an die Voraussetzungen des höherrangigen Rechts für eine Verlängerung oder Verkürzung der Sperrzeit gehalten hat.
4. Wird von einem betroffenen Anwohner die Verletzung des erforderlichen Schutzes vor Lärm geltend gemacht, ist nur zu prüfen, ob die angegriffene Regelung das immissionsschutzrechtliche Regelungskonzept im betroffenen Gebiet beachtet hat.THUERINGER-OVG – Beschluss, 4 ZEO 1139/98 vom 10.02.2003Ein Anliegergrundstück, das von der Verkehrsfläche der ausgebauten Straße durch einen bepflanzten Grünstreifen getrennt wird, unterliegt nicht der Beitragspflicht, wenn der Grünstreifen seinerseits Bestandteil der Straße ist und er auf Grund seiner straßenrechtlichen Widmung (Verkehrsübergabe) nicht dazu bestimmt ist, als wegemäßiger Zugang zum Anliegergrundstück genutzt zu werden.
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References: § 4
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 § 4
 § 4
 § 4
 § 146
 § 80
 § 42