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Timestamp: 2016-10-26 00:39:40+00:00

Document:
1C_67/2012 (25.07.2012)
1C_67/2012
Advokat Dr. Willy Borter,
Einwohnergemeinde Fiesch, Furkastrasse 44
3984 Fiesch,
Beschwerde gegen das Urteil vom 7. Dezember 2011 des Kantonsgerichts Wallis,
�ffentlichrechtliche Abteilung.
Am 21. September 2006 erstattete die Dienststelle f�r Wald und Landschaft des Kantons Wallis Strafanzeige gegen X.________, weil dieser in einem Privatwald im Gebiet "Milibach" in Fiesch Wald gerodet und die so entstandene freie Fl�che mit zugef�hrtem Aushubmaterial planiert habe. Gest�tzt auf den am 17. Januar 2007 eingegangenen Polizeibericht er�ffnete das Untersuchungsrichteramt Oberwallis am 27. Januar 2007 gegen X.________ eine Strafuntersuchung wegen vors�tzlich begangener Rodung ohne Bewilligung. Das Untersuchungsrichteramt holte im Juli 2008 bei der BINA Engineering SA ein Gutachten zur Waldfeststellung ein. Am 11. September 2008 erhob die Regionale Staatsanwaltschaft Oberwallis Anklage und leitete die Akten ans Bezirksgericht Brig, �stlich-Raron und Goms weiter.
Mit Urteil vom 2. April 2009 sprach das Bezirksgericht X.________ von den Vorw�rfen der Widerhandlung gegen Art. 60 Abs. 1 lit. d und p USG (SR 814.01) und - betreffend die Jahre 2001 und 2002 - der Widerhandlung gegen Art. 42 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes �ber den Wald vom 4. Oktober 1991 (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) frei. Hingegen sprach es X.________ der mehrfachen, vors�tzlich begangenen Rodung ohne Bewilligung in den Jahren 2003 bis 2008 im Sinne von Art. 42 Abs. 1 lit. a WaG schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 30 Tagess�tzen zu je Fr. 300.-- (unter Aufschub des Vollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren) und zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass durch Abs�gen von B�umen, Ausplanieren und Zuf�hren von Kl�rschlamm und Humus eine Waldfl�che von 1,87 Hektaren (18'700 m2) zu Feldern, inkl. einer Zugangsstrasse, umgestaltet und damit dauernd zweckentfremdet worden war, und dass X.________ in seiner Funktion als einzelzeichnungsberechtigtes Verwaltungsratsmitglied der Y.________ AG den Auftrag f�r die Arbeiten erteilt hatte. Dieses Urteil ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
Mit Verf�gung vom 26. Januar 2010 verpflichtete das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis X.________, die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands des Waldareals bis sp�testens Ende September 2010 gem�ss speziellen Weisungen auf der Grundlage der Expertise der BINA Engineering SA vom Juli 2008 vorzunehmen und zur Sicherstellung der Wiederherstellungsarbeiten einen Kautionsbetrag von insgesamt Fr. 236'100.-- in den kantonalen Aufforstungsfonds zu bezahlen. Das Departement erwog, neben der strafrechtlichen Erledigung k�nne wegen der festgestellten Waldsch�den die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands und eine Garantieleistung im Sinne von Art. 43 des Vollziehungsreglements zum kantonalen Forstgesetz vom 11. Dezember 1985 (VRFG/VS; SGS/VS 921.100) verf�gt werden. F�r die Aufforstung werde ein Kautionsbetrag von Fr. 56'100.-- erhoben (Fr. 3.-- pro m2, ausgehend von 18'700 m2). F�r den R�ckbau der Zufahrtsstrasse und die Entfernung der Bew�sserungsanlagen und der illegal abgelagerten Materialien werde eine Kaution von Fr. 180'000.-- eingefordert.
Gegen diese Verf�gung erhob X.________ am 19. Februar 2010 Beschwerde beim Staatsrat des Kantons Wallis. Dieser wies die Beschwerde mit Entscheid vom 9. Februar 2011 ab.
Die von X.________ am 17. M�rz 2011 eingereichte Beschwerde wies das Kantonsgericht Wallis mit Urteil vom 7. Dezember 2011 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 30. Januar 2012 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts vom 7. Dezember 2011 aufzuheben.
Mit Verf�gung vom 23. Februar 2012 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Das Kantonsgericht und der Staatsrat beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Umwelt BAFU hat eine Stellungnahme eingereicht, ohne ausdr�cklich Antr�ge zu stellen. Die Einwohnergemeinde Fiesch hat sich nicht vernehmen lassen. Der Beschwerdef�hrer h�lt in seiner Eingabe vom 6. Juni 2012 an seinem Standpunkt fest.
Das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts ist ein Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 82 lit. a i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Ihm liegt ein Beschwerdeverfahren �ber eine in Zusammenhang mit einer Widerhandlung gegen das WaG ergangene Wiederherstellungsverf�gung zugrunde. Dieser Entscheid unterliegt der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG; Art. 46 WaG). Der Beschwerdef�hrer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands Verpflichteter nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer wurde wegen mehrfacher, vors�tzlich begangener Rodung ohne Bewilligung im Sinne von Art. 42 Abs. 1 lit. a WaG verurteilt. Als Rodung gilt gem�ss Art. 4 WaG die dauernde oder vor�bergehende Zweckentfremdung von Waldboden. Nach Art. 5 Abs. 1 WaG sind Rodungen verboten. Eine Ausnahmebewilligung darf gem�ss Art. 5 Abs. 2 WaG nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass f�r die Rodung wichtige Gr�nde bestehen, die das Interesse an der Walderhaltung �berwiegen und zudem die folgenden Voraussetzungen erf�llt sind: das Werk, f�r das gerodet werden soll, muss auf den vorgesehenen Standort angewiesen sein (lit. a); das Werk muss die Voraussetzungen der Raumplanung sachlich erf�llen (lit. b); die Rodung darf zu keiner erheblichen Gef�hrdung der Umwelt f�hren (lit. c). Nicht als wichtige Gr�nde gelten gem�ss Art. 5 Abs. 3 WaG finanzielle Interessen, wie die m�glichst eintr�gliche Nutzung des Bodens oder die billige Beschaffung von Land f�r nichtforstliche Zwecke.
Strittig sind vorliegend die Zul�ssigkeit und der Umfang der angeordneten Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands des Waldareals.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 32d Abs. 1 USG, da er zu Unrecht als Verhaltensst�rer qualifiziert worden sei. Zustands- und auch Verhaltensst�rerin sei die Y.________ AG und nicht er pers�nlich. Er f�hrt aus, mit Urteil vom 2. April 2009 des Bezirksgerichts Brig, �stlich-Raron und Goms sei er wegen mehrfacher, vors�tzlich begangener Rodung ohne Bewilligung (Art. 42 Abs. 1 lit. a WaG) verurteilt worden. Er sei damals einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der Y.________ AG gewesen und habe dieses Strafurteil akzeptiert. Per 30. Juli 2009 sei er jedoch aus dem Verwaltungsrat ausgeschlossen worden, und er sei auch nicht Eigent�mer der Parzellen, auf welche sich die Wiederherstellungsverf�gung beziehe. Ob und in welchem Umfang der Y.________ AG allenfalls ein R�ckgriffsrecht auf ihn als damaligen Verwaltungsrat zustehe, betreffe das zivilrechtliche Innenverh�ltnis. Die Wiederherstellungsverf�gung gegen ihn zu richten, obwohl er weder Zustands- noch Verhaltensst�rer sei, verletze zugleich das Willk�rverbot gem�ss Art. 9 BV.
3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, ausgehend von der in Rechtskraft erwachsenen Verurteilung des Beschwerdef�hrers durch das Bezirksgericht Brig, �stlich-Raron und Goms vom 2. April 2009 sei es angebracht, ihn als Verantwortlichen des polizeiwidrigen Zustands zu betrachten, habe der Beschwerdef�hrer doch ausdr�cklich zugegeben, den Auftrag f�r die Rodung und die Ablagerungen von Kl�rschlamm an die Y.________ AG erteilt zu haben. Die polizeiwidrige Gefahr bzw. St�rung sei mithin durch das unter seiner Verantwortung erfolgte Verhalten der Firma verursacht worden. Demzufolge sei nicht zu beanstanden, dass das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt den Beschwerdef�hrer zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands des Waldareals verpflichtet habe.
3.3 Art. 32d USG, auf welchen sich der Beschwerdef�hrer beruft, findet sich systematisch im Kapitel "Abf�lle" und dort im Abschnitt "Sanierung belasteter Standorte" und legt fest, dass der Verursacher die Kosten f�r notwendige Massnahmen zur Untersuchung, �berwachung und Sanierung belasteter Standorte zu tragen hat. Vorliegend handelt es sich zwar um einen belasteten Standort im Sinne des Altlastenrechts, jedoch kommt Art. 32d USG nicht zur Anwendung, da das Waldrecht als lex specialis vorgeht. Auf die Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdef�hrer zu Recht als Verhaltensst�rer qualifiziert worden ist, hat dies jedoch keinen Einfluss.
St�rer ist nach herrschender Lehre und Rechtsprechung derjenige, der eine polizeiwidrige Gefahr oder St�rung selbst oder durch das unter seiner Verantwortung erfolgende Verhalten Dritter verursacht hat (Verhaltensst�rer). St�rer ist weiter, wer �ber die Sache, die den ordnungswidrigen Zustand bewirkt, rechtliche oder tats�chliche Gewalt hat (Zustandsst�rer; BGE 122 II 65 E. 6a S. 70). Bei mehreren St�rern k�nnen sowohl der Verhaltens- als auch der Zustandsst�rer zur Verantwortung gezogen werden. Bei der Auswahl des Pflichtigen steht der zust�ndigen Beh�rde ein gewisser Ermessensspielraum zu (BGE 107 la 19 E. 2 S. 23 ff.).
3.4 Die Y.________ AG ist als Zustandsst�rerin zu qualifizieren, da sie als Eigent�merin die rechtliche und tats�chliche Gewalt �ber die betroffenen Parzellen hat. Der Beschwerdef�hrer war einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrats der Y.________ AG, ist jedoch per 30. Juli 2009 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und hat damit keine aktuelle Verf�gungsmacht �ber diese Parzellen.
Als Verhaltensst�rer kommen sowohl die Firma Y.________ AG als auch der Beschwerdef�hrer in Betracht, denn grunds�tzlich haften zwar die juristischen Personen f�r das Verhalten der f�r sie handelnden Organe; eine pers�nliche Haftung der schuldhaft handelnden Organe wird jedoch dadurch nicht ausgeschlossen (Art. 55 Abs. 3 ZGB analog). Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, den Auftrag zur Ausf�hrung der Rodungsarbeiten an seine Arbeiter erteilt zu haben. Obwohl gegen ihn Strafanzeige erhoben wurde, stellte er die Arbeiten nicht ein, sondern liess sie weiterf�hren (vgl. Urteil des Bezirksgerichts Brig, �stlich-Raron und Goms vom 2. April 2009 S. 5). Damit tr�gt der Beschwerdef�hrer eine erhebliche Verantwortung f�r den polizeiwidrigen Zustand. Dieser Schluss wird auch durch die Organisationsstruktur der Firma Y.________ AG (Einzelfirma, vier Kinder des Beschwerdef�hrers sind Mitarbeiter und Mitglieder des Verwaltungsrats) untermauert. Die Vorinstanz hat daher zu Recht gefolgert, die polizeiwidrige Gefahr bzw. St�rung sei durch das unter der Verantwortung des Beschwerdef�hrers erfolgte Verhalten der Firma verursacht worden. Dass der Beschwerdef�hrer per 30. Juli 2009 - und damit nach den hier zu beurteilenden Handlungen - aus dem Verwaltungsrat der Y.________ AG ausgeschieden ist, ist angesichts der pers�nlichen Haftung des Beschwerdef�hrers nicht entscheidend. Den Beschwerdef�hrer als Verhaltensst�rer zu qualifizieren und ihn zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands des Waldareals zu verpflichten, verletzt nach dem Gesagten kein Bundesrecht.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, er sei mit Urteil vom 2. April 2009 des Bezirksgerichts Brig, �stlich-Raron und Goms vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 60 Abs. 1 lit. d und p USG freigesprochen worden, da ihm die kantonale Dienststelle f�r Umweltschutz die entsprechenden Bewilligungen f�r das Ausplanieren und Zuf�hren von Kl�rschlamm und Humus erteilt gehabt habe. Gleichwohl werde in der Wiederherstellungsverf�gung des Departements f�r Verkehr, Bau und Umwelt vom 26. Januar 2010 der R�ckbau der Zufahrtsstrasse sowie die Entfernung der Bew�sserungsanlagen und des zugef�hrten Materials (Kl�rschlamm und Humus) angeordnet und hierf�r eine Kaution von Fr. 180'000.-- festgesetzt, was willk�rlich sei.
4.2 Gem�ss Art. 60 Abs. 1 USG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer vors�tzlich mit Stoffen entgegen den Anweisungen so umgeht, dass sie, ihre Folgeprodukte oder Abf�lle die Umwelt oder mittelbar den Menschen gef�hrden k�nnen (lit. d mit Hinweis auf Art. 28 USG), sowie wer vors�tzlich Vorschriften �ber den Verkehr mit Sonderabf�llen verletzt (lit. p mit Hinweis auf Art. 30f Abs. 1 USG).
Mit Urteil vom 2. April 2009 sprach das Bezirksgericht Brig, �stlich-Raron und Goms den Beschwerdef�hrer in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vom Vorwurf der Widerhandlung gegen diese beiden Bestimmungen frei, da er �ber eine Bewilligung zur Kl�rschlammverarbeitung verf�gt habe und nicht erstellt sei, auf welchen Parzellen Ablagerungen in welcher Menge und in welchem Mischverh�ltnis vorgenommen worden seien.
4.3 In der Wiederherstellungsverf�gung vom 26. Januar 2010 f�hrte das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt aus, abgesehen von der strafrechtlichen Erledigung k�nne von der zust�ndigen Verwaltungs- oder Forstbeh�rde die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands verf�gt werden, falls eine widerrechtliche Handlung festgestellt werde, was hier zweifellos der Fall sei. Die Wiederherstellung beinhalte vorliegend die Wiederbewaldung der gerodeten Fl�chen, den R�ckbau der Zufahrtsstrasse sowie die Entfernung der Bew�sserungsanlagen und der illegal abgelagerten Materialien entlang des Gerinnes des Milibachs. Diese Massnahmen seien gem�ss der Expertise der BINA Engineering SA vom Juli 2008 sowohl aus Sicherheitsgr�nden als auch zwecks Wiederherstellung der zerst�rten Lebensr�ume und des Landschaftsbilds zwingend erforderlich.
In der Expertise der BINA Engineering SA vom Juli 2008, auf deren Grundlage die konkret angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen basieren, wurde festgehalten, entlang des Milibachs sei Waldareal im Umfang von 1,87 Hektaren gerodet worden. Im Bereich der gerodeten Fl�chen und des angrenzenden Waldbestands sei viel Material abgelagert worden; die Material�berdeckung sei an manchen Orten bis zu zwei Meter hoch. Diese Ablagerungen bildeten ein Risiko und m�ssten aus Sicherheitsgr�nden beseitigt werden, denn trete der Milibach �ber die Ufer, so k�nnte er die Ablagerungen erodieren und das deponierte Material wegsp�len. Zudem sei durch die Rodung wertvoller Lebensraum f�r Pflanzen und Tiere sowie ein attraktives Landschaftsbild stark beeintr�chtigt worden, weshalb die gerodeten Fl�chen wieder bewaldet werden m�ssten.
4.4 Die unter Bezugnahme auf die (vom Beschwerdef�hrer inhaltlich nicht bestrittene) Expertise der BINA Engineering SA gemachten Ausf�hrungen des Departements f�r Verkehr, Bau und Umwelt in der Begr�ndung der Wiederherstellungsverf�gung vom 26. Januar 2010 sind korrekt. Der Freispruch von Art. 60 Abs. 1 lit. d und p USG im Strafurteil des Bezirksgerichts Brig, �stlich-Raron und Goms vom 2. April 2009 steht der verwaltungsrechtlichen Wiederherstellung nicht entgegen. Entscheidend ist insoweit, dass der Beschwerdef�hrer nicht nur f�r die eigentliche Abholzung, sondern auch f�r den Bau der Zufahrtsstrasse und der Bew�sserungsanlagen sowie f�r die Ablagerung des Kl�rschlamms zwingend einer Rodungsbewilligung bedurft h�tte.
Gem�ss Art. 19 Abs. 1 des hier noch anwendbaren kantonalen Forstgesetzes vom 1. Februar 1985 (in Kraft bis 31. Dezember 2011) ist die Ablagerung von festen oder fl�ssigen Stoffen im Wald ohne Bewilligung des Kreisforstamts und des Eigent�mers verboten. Nach Art. 21 Abs. 1 des kantonalen Vollziehungsreglements zum Forstgesetz ist der Kreisf�rster zust�ndig f�r die Bewilligung von Ablagerungen und Ausbeutungen im Wald bis zu einer Fl�che von maximal 200 m2 und Wiederbestockung innert drei Jahren. Gr�ssere oder l�ngerfristige Projekte unterstehen dem Rodungsverfahren.
Im zu beurteilenden Fall handelt es sich um ein "gr�sseres und l�ngerfristiges Projekt" im Sinne von Art. 21 Abs. 1 des kantonalen Vollziehungsreglements zum Forstgesetz, geht es doch um eine dauernde Zweckentfremdung einer Waldfl�che von deutlich �ber 200 m2. Die Durchf�hrung eines Rodungsverfahrens w�re damit zwingend notwendig gewesen (vgl. zum Ganzen auch Heribert Rausch/Arnold Marti/Alain Griffel, Umweltrecht, 2004, S. 152 ff.; siehe ferner BGE 120 Ib 400). Da kein Rodungsverfahren durchgef�hrt wurde und die nachtr�gliche Erteilung einer Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 5 Abs. 2 WaG offensichtlich nicht in Betracht kommt, erweisen sich der Bau der Zufahrtsstrasse und der Bew�sserungsanlagen wie auch die Ablagerungen als formell und materiell rechtswidrig, weshalb die Anordnung der Wiederherstellung grunds�tzlich zul�ssig ist.
4.5 Die Wiederherstellung ist auch verh�ltnism�ssig:
Vor dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit h�lt ein Grundrechtseingriff stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den eingesetzten Mitteln, d.h. den zu seiner Verwirklichung notwendigen Freiheitsbeschr�nkungen, steht. Ein Wiederherstellungsbefehl erweist sich dann als unverh�ltnism�ssig, wenn die Abweichung vom Gesetz gering ist und die ber�hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigent�mer durch den Abbruch entst�nde, nicht zu rechtfertigen verm�gen (BGE 132 II 21 E. 6.4 S. 39 f). Grunds�tzlich kann sich auch die Bauherrschaft, die nicht gutgl�ubig gehandelt hat, gegen�ber einem Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit berufen. Sie muss indessen in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (BGE 111 Ib 213 E. 6b).
Die ohne Bewilligung gerodete Waldfl�che betr�gt 1,87 Hektaren, was in etwa der Fl�che von zwei Fussballfeldern entspricht. Die Rechtswidrigkeit ist nicht gering, und das �ffentliche Interesse an der Wiederherstellung ist dementsprechend gross. Der Beschwerdef�hrer hat vors�tzlich die widerrechtlichen Arbeiten von der Firma Y.________ AG ausf�hren lassen und handelte damit b�sgl�ubig. Alternativl�sungen bieten sich keine an. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das �ffentliche Interesse an der Wiederherstellung der waldrechtlichen Ordnung als gewichtiger eingestuft hat als das verm�gensrechtliche Interesse des Beschwerdef�hrers.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das kantonale Forstgesetz vom 1. Februar 1985 sehe keine M�glichkeit vor, eine Kaution zu erheben. Lediglich in Art. 43 des Vollziehungsreglements zum Forstgesetz sei geregelt, dass der Fehlbare f�r die Kosten der Wiederherstellungsarbeiten einen entsprechenden Betrag als Kaution in den kantonalen Aufforstungsfonds zu bezahlen habe. Auf Verordnungsstufe aber d�rften keine Rechte der Betroffenen eingeschr�nkt und keine neuen Pflichten auferlegt werden. Mangels expliziter gesetzlicher Grundlage erweise sich die Verpflichtung zur Bezahlung einer Kautionsleistung als unzul�ssig.
5.2 Art. 45 Abs. 3 des kantonalen Forstgesetzes vom 1. Februar 1985 legt fest, dass die Verpflichtung zu Schadenersatz und zur Wiederherstellung des gesetzlich vorgeschriebenen Zustands vorbehalten bleiben. Gem�ss Art. 43 Abs. 1 des Vollziehungsreglements zum Forstgesetz, auf welchen der Beschwerdef�hrer Bezug nimmt, kann das Departement Wiederherstellungsarbeiten verf�gen, wenn diese infolge einer widerrechtlichen Handlung oder Unterlassung n�tig sind, und es kann anordnen, dass der Fehlbare f�r die Kosten dieser Arbeit einen entsprechenden Betrag als Kaution in den kantonalen Aufforstungsfonds zu zahlen hat.
5.3 Mit seiner Argumentation, es fehle an einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage, l�sst der Beschwerdef�hrer das Bundesrecht ausser Betracht. Gem�ss Art. 50 Abs. 2 WaG treffen die kantonalen Beh�rden umgehend die n�tigen Massnahmen zur Beseitigung rechtswidriger Zust�nde; sie sind zur Erhebung von Kautionen und zur Ersatzvornahme befugt. Die im Vollziehungsreglement zum kantonalen Forstgesetz vorgesehene M�glichkeit, eine Kaution anzuordnen, st�tzt sich damit auf eine formell-gesetzliche Grundlage im Bundesrecht. Die Berechnung der Kaution als solche wird vom Beschwerdef�hrer nicht in Frage gestellt.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Einwohnergemeinde Fiesch, dem Staatsrat des Kantons Wallis, dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 60
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 43
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 46
 Art. 89
 Art. 42
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 32
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 32
 BGE 
 Art. 60
 Art. 60
 Art. 28
 Art. 30
in dubio
 Art. 60
 Art. 19
 Art. 21
 Art. 21
 BGE 
 Art. 5
 Art. 43
 Art. 45
 Art. 43
 Art. 50