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Timestamp: 2016-10-22 03:40:11+00:00

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124 II 165
124 II 16521. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 16. M�rz 1998 i.S. Werner Maag gegen Baugesellschaft Gutveina, Capaul Bau AG, H.P. St�ssy + G. Bavier AG und Anton Huonder-Brunner sowie Gemeinde Flims und Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Notion qualitative de la for�t (surface bois�e de moins de 800 m2, �chancrure � angle aigu dans la zone foresti�re). Notion d'arbre forestier (pin Weymouth, marronnier). Notion de for�t basse. Art. 2, 22 LFo, art. 1 OFo, art. 2 de la loi cantonale sur les for�ts, art. 25 al. 2 de son ordonnance d'ex�cution. Si une surface bois�e de moins de 800 m2 a une nature de for�t, elle doit �tre consid�r�e comme telle m�me si le droit cantonal a fix� la surface minimum � 800 m2 (consid. 2). Selon les directives du canton des Grisons, conformes sur ce point � la d�finition qualitative de la for�t selon le droit f�d�ral, une �chancrure � angle aigu dans la for�t fait partie de l'aire foresti�re (consid. 6). Notion d'arbre forestier au sens de l'art. 2 al. 1 LFo. Cas du pin Weymouth et du marronnier (consid. 7 et 8). Evaluation de la surface bois�e dans le cas particulier (consid. 9 et 10). Notion de for�t basse au sens de l'art. 25 al. 2 de l'ordonnance cantonale sur les for�ts et du ch. 4.4 des directives cantonales. Compatibilit� avec l'interdiction des coupes basses pos�e � l'art. 22 LFo (consid. 11). Faits � partir de page 166
BGE 124 II 165 S. 166
A.- Werner Maag ist Eigent�mer der mit einem Wohnhaus �berbauten Parzelle Nr. 2049 sowie Miteigent�mer der angrenzenden, un�berbauten Parzelle Nr. 2050 im Gebiet "Gutveina" in Flims Waldhaus. Im Jahre 1985 wurde auf den anstossenden Parzellen Nrn. 2050, 2057 und 2062 eine Fl�che von 608 m2 als Niederwald ausgeschieden. Im Zuge der Erschliessung des Baugebietes Gutveina durch eine private Quartierstrasse wurde 1995 ein Waldfeststellungsverfahren eingeleitet. Mit Verf�gung vom 25. Juni 1996 schied das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graub�nden (BVFD) gem�ss Plan 1:500 vom 15. November 1995 (im folgenden: Plan 95) die bereits 1985 als Wald festgestellte Fl�che und zus�tzlich eine kleine Waldzunge von 143 m2 auf der Parzelle Nr. 2050, insgesamt 751 m2, als Niederwald "mit besonderer Funktion" aus.
Gegen diese Verf�gung rekurrierten Werner Maag sowie drei weitere von der Waldfeststellung betroffene Eigent�mer bzw. Miteigent�mer - n�mlich die Baugesellschaft Gutveina (Nr. 2057), die BGE 124 II 165 S. 167Capaul Bau AG zusammen mit den Architekturb�ros H.P. St�ssy und G. Bavier AG (Nr. 2050) und Anton Huonder-Brunner (Nr. 2062) - beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Werner Maag beantragte im wesentlichen, die Verf�gung des BVFD sei insoweit aufzuheben, als sie Bestockungen auf den Parzellen Nrn. 2050, 2057 und 2062 ausserhalb des angefochtenen Waldfeststellungsplanes nicht als Wald ausscheide. Ausserdem seien die Bestockungen insgesamt, eventuell mindestens jene auf Parzelle Nr. 2050, als Hochwald auszuscheiden. Die anderen drei Rekurrenten beantragten im wesentlichen, es sei festzustellen, dass es sich bei der als Wald ausgeschiedenen Fl�che - eventuell mit Ausnahme von zwei kleinen Teilfl�chen auf den Parzellen Nrn. 2050 und 2062 - nicht um Wald handle.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden wies mit Urteil vom 15. Oktober 1996 alle Rekurse ab.
B.- Mit Eingabe vom 27. Januar 1997 erhebt Werner Maag gegen dieses Urteil Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen Verletzung von Art. 4 BV (rechtliches Geh�r) und der Waldgesetzgebung des Bundes mit folgenden Antr�gen:
"1. Die Waldfeststellungsverf�gung vom 25. Juni 1996
(Departementsverf�gung Nr. 005/96) und der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 15. Oktober 1996 seien aufzuheben, soweit festgestellt wird, die Bestockung auf den Grundst�cken GB Flims Nrn. 2050, 2057 und 2062 ausserhalb des Waldfeststellungsplans vom 15. Oktober 1995 sei nicht als Wald i.S.v. Art. 2 WaG zu qualifizieren.
2.1 Es sei festzustellen, dass die gesamte Bestockung auf den Grundst�kken GB Flims Nrn. 2050, 2057 und 2062 Wald i.S.v. Art. 2 WaG sei.
2.2 Eventuell sei die Waldfeststellung "Gutveina" im Sinne nachfolgender Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.3 Es sei festzustellen, dass die Bestockung auf den Grundst�cken GB Flims Nrn. 2050, 2057 und 2062 Hochwald i.S.v. Art. 22 KWaG sei."
C.- Im Vernehmlassungsverfahren beantragt das Verwaltungsgericht unter Hinweis auf sein Urteil, die Beschwerde sei abzuweisen. Den gleichen Antrag stellen die Gemeinde Flims und das BVFD sowie die Capaul Bau AG, die Architekturb�ros H.P. St�ssy und G. Bavier AG, die Baugesellschaft Gutveina und Anton Huonder-Brunner.
D.- Das BUWAL f�hrt in seiner Vernehmlassung aus, die Besichtigung der Bestockung durch den eidg. Forstinspektor vom 21. Mai 1997 habe ergeben, dass der Waldfeststellungsplan vom 15. November 1995 best�tigt werden k�nne. Insbesondere sei der BGE 124 II 165 S. 168Wald auf der Parzelle Nr. 2050 korrekt abgegrenzt; die beiden darauf stockenden Rosskastanien seien keine Waldb�ume, und die sie umgebenden B�sche (Hasel, Holunder, Weide) seien entweder noch keine 20 Jahre alt oder wiesen keinen Wuchszusammenhang zur als Wald ausgeschiedenen Bestockung auf. Nicht vollumf�nglich gefolgt werden k�nne der angefochtenen Waldfeststellung aber insofern, als der �stliche Teil der Bestockung, namentlich auf der Parzelle Nr. 2050, Baumarten aufweise, welche als Kernw�chse bezeichnet werden k�nnten (zwei Fichten und zwei Kirschb�ume); es falle schwer, diesen Teil als Niederwald einzustufen, er k�nnte ohne weiteres als Hochwald bezeichnet werden.
E.- Im zweiten Schriftenwechsel h�lt das BVFD daran fest, dass die ganze ausgeschiedene Bestockung als Niederwald anzusehen sei, da die einzelnen Kernw�chse f�r sich allein keine Waldfl�che bilden w�rden. Die Capaul Bau AG, die Architekturb�ros H.P. St�ssy und G. Bavier AG sowie die Baugesellschaft Gutveina widersetzen sich einer Aufteilung der als Wald ausgeschiedenen Fl�che in Nieder- und Hochwald ebenfalls.
Werner Maag reicht mit seiner Stellungnahme ein Gutachten von Dipl.Forsting.ETH Georg Willi vom 8. August 1997 ein. Dieses kommt zum Schluss, von der als Wald ausgeschiedenen Fl�che k�nne h�chstens der Grauerlen-Bestand s�dwestlich des im Zentrum liegenden Findlings als Niederwald angesehen werden, nicht aber die �brigen, mit Kernw�chsen bestockten Teile auf der Kuppe sowie im Norden und im Osten. Die Waldgrenze sei zudem zu eng gezogen: im Osten, S�den und Norden h�tten weitere Fl�chen Waldqualit�t.
F.- Am 17. November 1997 f�hrte eine Delegation des Bundesgerichts einen Augenschein durch. Mit der Zustellung des Augenscheinsprotokoll wurden das BVFD und das BUWAL zur Stellungnahme zur Frage aufgefordert, "nach welchen Kriterien zu beurteilen ist, ob ein Baum als Waldbaum im Sinne von Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber den Wald (WaG; SR 921.0) anerkannt werden kann und weshalb das f�r die hier zur Diskussion stehenden Stroben und Rosskastanien nicht zutreffen soll".
Die Baugesellschaft Gutveina, die Capaul AG und die Architekturb�ros H.P. St�ssy und G. Bavier AG erhoben keine Einw�nde und Bemerkungen zum Protokoll des Augenscheins. Das BVFD und das BUWAL kommen in ihren Stellungnahmen �bereinstimmend zum Schluss, dass Stroben und Rosskastanien an diesem Standort nicht als Waldb�ume im Sinn von Art. 2 Abs. 1 WaG gelten k�nnten.BGE 124 II 165 S. 169
Der Beschwerdef�hrer reichte verschiedene Bemerkungen zum Augenscheinsprotokoll ein.
G.- Die Baugesellschaft Gutveina, die Capaul AG und die Architekturb�ros H.P. St�ssy und G. Bavier AG verzichteten auf weitere Vernehmlassung zur Stellungnahme des BVFD und des BUWAL. Der Beschwerdef�hrer kritisiert in seiner Stellungnahme namentlich die Auffassung von BVFD und BUWAL, die Strobe und die Rosskastanie seien nicht als Waldb�ume anzuerkennen.
Das Bundesgericht heisst die Beschwerde teilweise gut
2. Umstritten ist in diesem Verfahren in erster Linie, ob die Waldgrenzen im Plan 95 weit genug gezogen wurden, oder ob nicht weitere angrenzende Fl�chen in die Waldfeststellung h�tten miteinbezogen werden m�ssen. In zweiter Linie dreht sich der Streit um die Frage, ob die gesamte ausgeschiedene Waldfl�che als Niederwald im Sinne von Art. 25 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung zum kantonalen Waldgesetz vom 2. Dezember 1994 (KWaV) eingestuft werden kann, oder ob es sich dabei nicht wenigstens teilweise um Hochwald handelt.
a) Gem�ss Art. 3 WaG soll die Waldfl�che der Schweiz nicht vermindert werden. Das Waldgesetz soll den Wald in seiner Fl�che und seiner r�umlichen Verteilung erhalten sowie als naturnahe Lebensgemeinschaft sch�tzen (Art. 1 Abs. 1 lit. a und b WaG) und �berdies daf�r sorgen, dass er seine Funktionen, namentlich seine Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion (Waldfunktionen) erf�llen kann (Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG). Art. 2 WaG umschreibt den Begriff des Waldes. Als Wald gilt jede Fl�che, die mit Waldb�umen oder Waldstr�uchern bestockt ist und Waldfunktionen aus�ben kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend (Abs. 1). Auch als Wald gelten u.a. Weidw�lder, bestockte Weiden (Wytweiden) und Selven (Abs. 2). Nicht als Wald gelten u.a. isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Garten-, Gr�n- und Parkanlagen sowie Baumkulturen, die auf offenem Land zur kurzfristigen Nutzung angelegt worden sind (Abs. 3).
Innerhalb des vom Bundesrat festgesetzten Rahmens k�nnen die Kantone bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fl�che und welchem Alter eine einwachsende Fl�che sowie ab welcher Breite und BGE 124 II 165 S. 170welcher Fl�che eine andere Bestockung als Wald gilt (Art. 2 Abs. 4 Satz 1 WaG). Diesen Rahmen legte der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung �ber den Wald (WaV; SR 921.01) wie folgt fest:
a) Fl�che mit Einschluss eines zweckm�ssigen Waldsaumes: 200-800 m2;
b) Breite mit Einschluss eines zweckm�ssigen Waldsaumes: 10-12 m;
c) Alter der Bestockung auf Einwuchsfl�chen: 10-20 Jahre.
Erf�llt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend, bzw. gilt sie unabh�ngig von ihrer Fl�che, ihrer Breite oder ihrem Alter als Wald (Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG und Art. 1 Abs. 2 WaV).
b) Der Kanton Graub�nden hat gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 WaG und Art. 66 WaV die notwendigen Ausf�hrungsvorschriften erlassen. In Art. 2 Abs. 2 des Kantonalen Waldgesetzes vom 25. Juni 1995 (in Kraft seit dem 1. Januar 1996, KWaG) legte er fest, dass Bestockungen nur dann als Wald gelten, wenn sie mindestens 800 m2 gross, 12 m breit und 20 Jahre alt sind. Der Beschwerdef�hrer macht, unter Berufung auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, geltend, es sei bundesrechtswidrig, den vom Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 WaV gew�hrten Spielraum undifferenziert voll auszusch�pfen.
c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erf�llen Bestokkungen ab einer Fl�che von etwa 500 m2 regelm�ssig Waldfunktionen (BGE 122 II 72 E. 3; 118 Ib 614 E. 4a). Sch�pft ein Kanton - wie der Kanton Graub�nden in Art. 2 Abs. 2 KWaG - den ihm von Art. 1 Abs. 1 WaV vorgegebenen Spielraum schematisch und undifferenziert f�r Bestockungen der unterschiedlichsten Art und Lage im ganzen Kantonsgebiet aus, indem er den H�chstwert von 800 m2 als in allen F�llen massgeblich erkl�rt, widerspricht dies dem Sinn und Zweck der quantitativen Kriterien f�r die Waldfeststellung und damit dem qualitativen Waldbegriff; es muss daher das in der bundesgerichtlichen Praxis entwickelte Mindestkriterium Platz greifen (BGE 122 II 72 E. 3b/bb). Insofern trifft der Einwand des Beschwerdef�hrers zu. Davon ging indessen auch das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid aus, indem es die Waldqualit�t nicht mangels Erf�llung des Mindestkriteriums von 800 m2 Fl�che gem�ss Art. 2 Abs. 2 KWaG verneinte.
6. Der �stliche Teil der Fl�che A besteht aus einer spitzwinkligen (etwa 45o weiten) Einbuchtung in das Waldareal, wobei der BGE 124 II 165 S. 171s�dliche Schenkel rund 9 m, der n�rdliche, leicht geknickte Schenkel insgesamt rund 14 m lang ist. Sie ist mit jungen Erlen �berwachsen.
a) Nach den Richtlinien f�r die Waldfeststellung im Kanton Graub�nden (im folgenden: Richtlinien) geh�rt eine Einbuchtung "in der Regel" dann nicht zum Waldareal, wenn "ihre Fl�che gr�sser ist als diejenige, die ein standortgem�sser ausgewachsener Baum beanspruchen w�rde" (S. 4). Der Bedeutung eines abgestuften, intakten Waldsaums f�r den Schutz des inneren Waldbestandes (H. TROMP, Der Rechtsbegriff des Waldes, in: Spezielle Probleme im �ffentlichen Forstrecht, Beiheft zu den Zeitschriften des Schweizerischen Forstvereins Nr. 39, 1966, S. 52) tr�gt auch das Bundesrecht Rechnung, indem es f�r die Bestimmung der Waldgrenzen den Einschluss eines "zweckm�ssigen Waldsaumes" ausdr�cklich vorsieht (Art. 1 Abs. 1 lit. a und b WaV). Es ist daher sachgerecht und vom qualitativen Waldbegriff des Bundesrechts her auch erforderlich, schmale unbestockte Einschnitte in den Waldsaum zum Waldareal zu z�hlen, weil sonst die Ausbildung eines intakten, vollwertigen Waldsaums nicht gew�hrleistet ist.
b) Es ist offensichtlich, dass eine so spitze Einbuchtung, wie sie hier zur Diskussion steht, leicht von einem standortgerechten Einzelbaum ausgef�llt werden kann; das zeigt schon ein Blick auf die im Plan 95 mit ihrem Kronenumfang eingezeichneten B�ume (z.B. Buche, Birke, Fichte, Pappel, Hasel). Es widerspricht somit sowohl den Richtlinien als auch dem bundesrechtlichen Waldbegriff, diese Einbuchtung vom Waldareal auszunehmen. Die R�ge ist daher begr�ndet, die Einbuchtung ist als Wald auszuscheiden, und zwar gleichg�ltig darum, ob die darin bestehende Bestockung, f�r sich allein betrachtet, Waldqualit�t aufweist oder nicht.
Was die Abgrenzung der Einbuchtung betrifft, so dr�ngt sich auf, die beiden Endpunkte der die Einbuchtung bildenden Schenkel - der s�dliche liegt auf der Parzelle Nr. 2062, praktisch auf der Grenze zur Parzelle Nr. 2057, der n�rdliche auf der Parzelle Nr. 2057, etwa 2,5 m von der Grenze zur Parzelle Nr. 2050 entfernt - mit einer geraden Linie zu verbinden. Es ist Sache der zust�ndigen Forstbeh�rde, die neue Waldgrenze im Bereich der Einbuchtung in diesem Sinne genau festzulegen.
7. Bei der Beurteilung der Fl�chen C und D stellt sich die Frage, ob die dort stockenden Stroben und Rosskastanien als Waldb�ume im Sinne von Art. 2 Abs. 1 WaG anzuerkennen sind.
a) Das BUWAL f�hrt dazu aus, Flims liege auf einer H�he von ca. 1100 m.�.M. im Bereich der n�rdlichen Zwischenalpen. Das BGE 124 II 165 S. 172ozeanisch bis kontinental gepr�gte Klima lasse in dieser Region je nach H�henlage und geologischer Herkunft des Oberbodens folgende Waldgesellschaften zu: auf 450-1200 m.�.M. colline Eichen-F�hrenw�lder, auf 500-1400 m.�.M. submontane, untermontane und obermontane Tannen-Buchenw�lder sowie auf 700-600 m.�.M. hochmontane Tannen-Fichtenw�lder. In diesen Waldgesellschaften tr�ten die folgenden Baumarten als Pionierbaumarten oder Vorbau auf: Birke, Vogelbeere, Erle, Kirsche, Weide, Hasel als Waldstrauch; seltener die Pappel und in h�heren Lagen die L�rche. Als bestandesbildende Hauptbaumarten k�nnten in dieser Region die Trauben- und Flaumeiche, die Waldf�hre, die Buche, die Tanne und die Fichte gelten. Nur diese B�ume erlaubten eine standortgerechte, naturnahe Waldbestockung. Sowohl die Strobe als auch die Rosskastanie seien vor 200-300 Jahren importierte Baumarten, die nicht zu den Bestandesgliedern autochtoner W�lder der schweizerischen Alpen und Voralpen geh�rten. Die Rosskastanie sei ausschliesslich ein Garten- und Parkbaum. Vertreter der Gattung Pinus (Kiefern) w�rden zwar in der Forstlichen Pflanzenschutzverordnung (vom 30. November 1992, SR 921.541, Anhang 1) zu den Waldb�umen gez�hlt; in dieser H�henlage und an diesem Standort k�nne die Strobe jedoch nicht als echter Waldbaum angesehen werden.
b) F�r das BVFD z�hlt das Bergsturzgebiet von Flims zum Hauptverbreitungsgebiet der Fichte; f�r die vorwiegend nat�rliche Verj�ngung w�rden ausschliesslich einheimische Arten (haupts�chlich Fichte, Tanne, Waldf�hre, Buche) verwendet. Anbauversuche mit ausl�ndischen Baumarten seien nie vorgenommen worden. Strobe und Rosskastanie geh�rten in der Region Flims nicht zu den im Wald vorkommenden Arten. Die im 16. Jahrhundert nach Westeuropa eingef�hrte Rosskastanie werde hier in P�rken, Friedh�fen, �ffentlichen Gr�nanlagen und Gartenwirtschaften gepflanzt; forstlich habe sie nie eine Rolle gespielt. Die 1705 in Westeuropa eingef�hrte Strobe sei im Mittelland forstwirtschaftlich angepflanzt worden. Wegen ihrer Anf�lligkeit auf die ab 1854 auftretende, verheerende Blasenrostkrankheit spiele sie heute als Risikobaum forstlich keine grosse Rolle mehr.
c) Der Beschwerdef�hrer h�lt dem entgegen, dass Art. 2 Abs. 1 WaG nicht zu entnehmen sei, dass nur "einheimische" B�ume als Waldb�ume anerkannt werden k�nnten. Das Bundesgericht bezeichne zwar einheimische Baum- und Straucharten als typische Waldelemente; es habe aber ebenso festgehalten, dass einzelne fremdl�ndische Bestandesglieder die Waldqualit�t einer Bestockung nicht BGE 124 II 165 S. 173beeintr�chtigen w�rden. Der Begriff des "einheimischen" Waldbaums sei ohnehin relativ. Es sei schon fraglich, ob man B�ume, die schon seit rund 300 Jahren in der Schweiz verbreitet seien, noch als "fremdl�ndisch" bezeichnen k�nne. Zudem seien die meisten dieser sogenannt "fremdl�ndischen" B�ume vor den Eiszeiten bei uns verbreitet gewesen. Der Waldbegriff d�rfe auch nicht statisch aufgefasst werden. Im Wald f�nden, ausgel�st von verschiedensten Ursachen (Siedlungseinfl�sse, extensive Waldbewirtschaftung, Klimaver�nderung, erh�hter Stickstoffeintrag), nat�rliche Entwicklungsprozesse statt, welche die Waldvegetation signifikant ver�nderten. So h�tten sich z.B. im Tessin eingef�hrte Zierpflanzen im Wald etabliert, und auch in ungest�rten Laubw�ldern n�rdlich der Alpen w�rden bisher nicht oder kaum beobachtete Arten auftreten.
8. Die Forstorgane anerkennen die Rosskastanie und die Strobe haupts�chlich aus zwei Gr�nden nicht als Waldb�ume: sie seien nicht "einheimisch" und in Flims im Sinne eines naturnahen Waldbaus nicht standortgerecht; die Rosskastanie sei �berdies ein reiner Parkbaum.
a) Anders als die Jagd- und die Fischereigesetzgebungen, die ausdr�cklich den Schutz der "einheimischen" Tierarten bezwecken (Art. 1 Abs. 1 lit. a des Jagdgesetzes vom 20. Juni 1986, SR 922.0, JSG; Art. 1 Abs. 1 lit. a des Fischereigesetzes 21. Juni 1991, BGF, SR 923.0) und das Aussetzen fremder Arten einer Bewilligung unterwerfen oder teilweise generell untersagen (Art. 6 JSG, Art. 8 der Jagdverordnung vom 29. Februar 1988, SR 922.01, JSV; Art. 6 BGF, Art. 6 ff. der Fischereiverordnung vom 24. November 1993, SR 923.01, VBGF), kennt das WaG eine entsprechende Beschr�nkung auf einheimische Pflanzenarten nicht. Art. 2 Abs. 1 WaG umschreibt den Wald als mit Waldb�umen und Waldstr�uchern bestockte Fl�che, die Waldfunktionen erf�llen kann. Im Anhang 1 zur Forstlichen Pflanzenschutzverordnung werden die Gattungen, deren Vertreter zu den Waldb�umen zu z�hlen sind, aufgef�hrt. Darunter finden sich verschiedene Arten, die nicht einheimisch sind - d.h. in der Schweiz nicht nat�rlich vorkommen -, wie etwa die Douglasie (Pseudotsuga) oder die Robinie (Robinia), welche im 17. bzw. 18. Jahrhundert aus Nordamerika in Europa eingef�hrt wurden (GEORG ZAUNER, GU Kompass Nadelb�ume, M�nchen 1988, S. 10; ders., GU Kompass Laubb�ume, M�nchen 1989, S. 54). Die Strobe und die Rosskastanie - erstere wurde im 17. Jahrhundert aus Nordamerika (ZAUNER, Nadelb�ume, S. 50), letztere im 16. Jahrhundert aus der T�rkei (ZAUNER, Laubb�ume, S. 56) eingef�hrt - BGE 124 II 165 S. 174k�nnen somit nicht schon deswegen als "Exoten" vom Waldbegriff ausgeschlossen werden, weil sie - vor 200 bis 300 Jahren - vom Menschen in die Schweiz eingef�hrt wurden.
b) Die Strobe geh�rt zu den Kiefern (Pinus), deren Vertreter im Anhang 1 zur Forstlichen Pflanzenschutzverordnung zu den Waldb�umen, die Waldfunktionen erf�llen k�nnen (Art. 2), gez�hlt werden. Im Anhang 1 der Verordnung �ber forstliches Vermehrungsgut vom 29. November 1994 (SR 921.552.1) wird die Strobe (Pinus strobus) ausdr�cklich unter den "Waldb�umen, deren Vermehrungsgut dieser Verordnung unterliegt", aufgef�hrt. Die Strobe wird somit von der Waldgesetzgebung grunds�tzlich als Waldbaum anerkannt. Die Forstbeh�rden von Bund und Kanton halten indessen daf�r, die Strobe sei in Flims nicht im Sinne eines naturnahen Waldbaus standortgerecht. Nach ihrer unbestrittenen Darstellung kommt sie in dieser Region im Wald nicht vor; es seien nie Versuche unternommen worden, sie in dieser Gegend forstlich zu nutzen. Es besteht kein Anlass, diese Ausf�hrungen der zust�ndigen Fachorgane anzuzweifeln. Indessen fragt sich, ob nur Waldb�ume, die im Sinne eines naturnahen Waldbaus standortgerecht sind, als Waldb�ume im Sinne von Art. 2 Abs. 1 WaG anerkannt werden k�nnen.
c) Art. 1 Abs. 1 lit. b WaG schreibt als Gesetzeszweck den "Schutz des Waldes als naturnahe Lebensgemeinschaft" vor. Die Forstbeh�rden handeln somit durchaus im Sinn des von der Waldgesetzgebung vorgegebenen naturnahen Waldbaus, wenn sie auf eine standortgerechte Zusammensetzung des Waldes hinarbeiten und darauf verzichten, aus nicht-forstlichen (z.B. wirtschaftlichen) �berlegungen Versuche mit standortfremden oder gar aussereurop�ischen Baumarten durchzuf�hren. Es ist daher nur folgerichtig, wenn sie eine in Flims standortfremde Baumart wie die Strobe nicht als Waldbaum anerkennen.
Diese moderne Auffassung des naturnahen Waldbaus ist jedoch erst wenige Jahrzehnte alt und damit, gemessen am Lebensrythmus des Waldes, jung. Als Hinterlassenschaft des �berkommenen, einseitig auf die kurzfristige Holzproduktion ausgerichteten Waldbaus gibt es in der Schweiz daher noch an vielen Orten "Kunstw�lder" mit standortfremden Gliedern, etwa reine, gleichf�rmige Fichtenbest�nde im Mittelland. Solche Kunstw�lder k�nnen die Waldfunktionen (z.B. Schutz- und Wohlfahrtsfunktion) nur in beschr�nktem Mass aus�ben und sind - aus heutiger Sicht - unerw�nscht (zum Ganzen HANS LEIBUNDGUT, Der Wald in der Kulturlandschaft, Z�rich 1984, S. 141 ff.). Das Waldgesetz sch�tzt den Wald indessen unabh�ngig BGE 124 II 165 S. 175davon, ob er krank ist oder sich sonstwie - z.B. durch verfehlte waldbauliche Massnahmen - in einem schlechten Zustand befindet (BGE 122 II 72 E. 2d). Solche minderwertigen Kunstw�lder sollen nicht aus dem Waldareal und damit aus dem Schutz der Waldgesetzgebung entlassen, sondern vielmehr in einen m�glichst naturnahen Zustand zur�ckgef�hrt werden, sodass sie ihre Waldfunktionen wieder voll erf�llen k�nnen (Art. 1 Abs. 1 lit. a und c WaG). Auch solche aus standortfremden Waldb�umen zusammengesetzte Bestockungen fallen somit unter den Waldbegriff von Art. 2 Abs. 1 WaG. Es geht daher nicht an, die Strobe im vorliegenden Fall nicht als Waldbaum anzuerkennen, nur weil sie in Flims nicht standortgerecht und ihre Verbreitung in den W�ldern dieser Region dementsprechend unerw�nscht ist.
d) Die Rosskastanie (aesculus hippocastanum) sehen die Forstbeh�rden als reinen Parkbaum an. F�r diese Auffassung spricht, dass sie weder im Anhang 1 zur Forstlichen Pflanzenschutzverordnung noch im Anhang 1 der Verordnung �ber forstliches Vermehrungsgut als Waldbaum aufgef�hrt wird. Die erste Aufz�hlung ist allerdings, zumindest nach dem Wortlaut ("Zu den Waldb�umen werden Vertreter folgender Gattungen gez�hlt:"), nicht abschliessend, und das Fehlen der Rosskastanie in der zweiten besagt nur, dass ihr Vermehrungsgut von der Verordnung nicht erfasst wird. Und dass sie - wie die Strobe - grunds�tzlich geeignet ist, Waldfunktionen zu erf�llen, kann nicht ernsthaft bezweifelt werden und ist im Grunde auch nicht umstritten. In �sterreich ist sie denn auch als Waldbaum anerkannt (Anhang zum Bundesgesetz vom 3. Juli 1975, mit dem das Forstwesen geregelt wird, BGBl. Nr. 440/1975).
Die Unterscheidung zwischen Park- und Waldbaum beruht indessen weniger auf botanischen Kriterien. Entscheidend f�r die Ungleichbehandlung von Strobe und Rosskastanie ist vielmehr, dass letztere in der Schweiz - wohl aus wirtschaftlichen Gr�nden, ihr Holz hat keinen besonderen Wert (ZAUNER, Laubb�ume, S. 56) - nie forstlich angepflanzt wurde und daher im Wald h�chstens vereinzelt vorkommt. Bestrebungen, die Rosskastanie im Wald neu anzusiedeln, bestehen nicht, ganz abgesehen davon, dass es ohnehin fraglich w�re, ob ein solches Unterfangen mit den vom WaG festgelegten Grunds�tzen des naturnahen Waldbaus vereinbar w�re. Kommt die Rosskastanie aber im Wald kaum vor und ist ihre Neuansiedlung unerw�nscht, so rechtfertigt es sich, sie weiterhin als Parkbaum zu behandeln und nicht neu als Waldbaum im Sinne von Art. 2 Abs. 1 WaG anzuerkennen.BGE 124 II 165 S. 176
e) Damit ist nicht gesagt, dass die als Waldb�ume anerkannten Arten in den beiden zitierten Anh�ngen ein f�r allemal festgelegt sind. Wie der Beschwerdef�hrer mit Recht darlegt, ist es keineswegs ausgeschlossen, dass sich, z.B. infolge einer Klimaver�nderung oder anderer Einfl�sse, langfristig auch ohne menschliches Zutun im Wald neue Baumarten (z.B. verwilderte Gartenpflanzen) durchsetzen und heute verbreitete Baumarten verdr�ngen werden, und dass man einer solchen Entwicklung zu gegebener Zeit mit einer Anerkennung neuer Arten Rechnung tragen m�sste. Es wird jedoch von keiner Seite geltend gemacht, dass die Rosskastanie daran ist, sich im Schweizer Wald durchzusetzen; insofern kann der Beschwerdef�hrer aus diesem Umstand nichts zu seinen Gunsten ableiten.
9. Die Fl�che C wurde insbesondere deshalb nicht als Wald ausgeschieden, weil nach Auffassung der Forstbeh�rden von Bund und Kanton kein Wuchszusammenhang mit der auf der Parzelle Nr. 2050 neu ausgeschiedenen Waldzunge bestehe und die Bestockung, isoliert betrachtet, die Waldkriterien nicht erf�lle.
a) Die unbestritten �ber 20 Jahre alten B�ume stocken entlang der S�dgrenze der Parzelle Nr. 2050; dieser Teil der Bestockung hat die Form eines Rechteckes, dessen eine L�ngsseite von der S�dgrenze, die beiden Schmalseiten von der Ost- und der Westgrenze der Parzelle gebildet werden. Zwischen der n�rdlichen L�ngsseite dieses Rechtecks und der neu als Wald ausgeschiedenen Waldzunge liegt ein durchschnittlich etwa 10 m breiter Korridor, welcher auf dem Plan 95 als "Unterwuchs" bezeichnet und mit - teilweise gerodeten bzw. auf den Stock gesetzten - Haseln, Erlen und Weiden bestockt ist.
b) Am Augenschein hat sich gezeigt, dass sich die Waldzunge schon rein optisch vom nicht als Wald ausgeschiedenen einwachsenden Jungwuchs abhebt; die Grenzziehung zwischen ihr und dem Korridor l�sst sich nachvollziehen. Der (teilweise) gerodete Jungwuchs wurde von deutlich unter 20 Jahre alten - f�r die Beurteilung des Alters massgebend ist der 25. August 1996, an welchem die hier umstrittene Waldfeststellung verf�gt wurde - Erlen und Haseln dominiert; dass sich auch vereinzelte �ltere Exemplare darunter befunden haben k�nnten, ist zwar wahrscheinlich, �ndert aber nichts daran, dass der Bestand grossmehrheitlich das f�r eine Waldausscheidung erforderliche Minimalalter noch nicht erreichte. Die Vertreter der kantonalen Forstbeh�rden weisen in diesem Zusammenhang mit Recht darauf hin, dass die BGE 124 II 165 S. 177Anforderungen an die Grundeigent�mer, einwachsenden Jungwald zu roden, angesichts der rasch wachsenden und sich stark ausbreitenden Erlen und Haseln nicht �berspannt werden d�rfen. Das Verwaltungsgericht hat daher weder die Richtlinien noch Bundesrecht verletzt, indem es diese Fl�che (Korridor) nicht ins Waldareal einbezog.
c) Der Wuchszusammenhang zwischen der als Wald ausgeschiedenen Waldzunge und der oben in E. 9a beschriebenen rechteckigen Bestockung im S�dteil der Parzelle Nr. 2050 ist durch den Korridor deutlich unterbrochen; letztere ist folglich isoliert zu betrachten. Die �ber 20-j�hrigen Waldb�ume stocken auf der rund 500 m2 grossen Fl�che einzeln oder in kleinen Gruppen. Der Augenschein hat best�tigt, dass der Beschirmungsgrad dieser B�ume 0,5 nicht erreicht, jedenfalls dann, wenn man die beiden Rosskastanien, die nach dem Gesagten nicht als Waldb�ume gelten k�nnen (oben E. 8e), ausser Acht l�sst. Der Beschwerdef�hrer wendet zwar ein, das Vorhandensein einzelner "Exoten" tue nach der Rechtsprechung dem Waldcharakter einer Bestockung keinen Abbruch. Das trifft indessen nur f�r Bestockungen zu, die auch ohne Einbezug der "Exoten" die Waldkriterien erf�llen (BGE 113 Ib 357 E. 3b), was hier gerade nicht der Fall ist: mit einem Beschirmungsgrad von unter 0,5 ist die Bestockung von vornherein zuwenig dicht, um Waldqualit�t zu erreichen.
10. Auf der Fl�che D stocken nach Auffassung der Forstbeh�rden ausser einer Birke und einer Buche nahe beim Haus des Beschwerdef�hrers keine weiteren Waldb�ume, welche das gesetzliche Mindestalter aufweisen, um f�r die Waldfeststellung ber�cksichtigt zu werden. Nach dem Gesagten (vorn in E. 8 a-c) haben jedoch auch die drei �ber 20-j�hrigen Stroben als Waldb�ume zu gelten. Das �ndert indessen nichts daran, dass die immerhin gut 250 m2 grosse Fl�che nicht von den wenigen das Minimalalter erreichenden B�umen, sondern weitgehend vom die Waldkriterien nicht erf�llendem Jungwuchs dominiert wird. Das dieser in der Vegetationsperiode, wie der Beschwerdef�hrer darlegt, ein "undurchdringliches Dickicht" bildet, hilft nicht dar�ber hinweg, dass er das f�r eine Anerkennung als Wald erforderliche Alter nicht erreicht. Der Ausl�ufer gegen das Haus des Beschwerdef�hrers hin ist zudem bloss rund 5 m breit, sodass nicht einmal zwei ausgewachsene Einzelb�ume nebeneinander Platz finden; einer solch schmalen Bestockung kann keine Waldqualit�t zukommen, nur schon weil sich darin z.B. offenkundig kein Waldinnenklima entwickeln kann. Die BGE 124 II 165 S. 178im angefochtenen Entscheid festgestellte Waldgrenze ist somit auch in dieser Richtung nicht zu beanstanden.
11. a) Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Qualifikation des Waldes als Niederwald. Nach Ziff. 4.4 der Richtlinien gelte eine Bestockung als Niederwald, wenn sie �berwiegend aus Stockausschl�gen entstanden sei und/oder aus Baumarten geringer Wuchsh�he bestehe. Die vorliegend als Wald ausgeschiedene Fl�che bestehe �berwiegend aus Kernw�chsen, und die darin stockenden zahlreichen Fichten, F�hren, Pappeln etc. h�tten zudem grosse Endh�hen erreicht. Sie stelle daher eindeutig Hochwald dar.
Unter dem Gesichtspunkt des Bundesrechts sei die Einstufung als Niederwald deshalb problematisch, weil Niederwald fl�chenm�ssig auf den Stock gesetzt werden d�rfe, was auf ein Unterlaufen des Kahlschlagverbotes nach Art. 22 Abs. 1 WaG hinauslaufe. Der Bestockung komme zudem eine besondere Wohlfahrtsfunktion im Sinne von Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG zu; diese Funktion k�nne sie nicht aus�ben, wenn sie fl�chendeckend auf den Stock gesetzt werde. Die Einstufung als Niederwald, der kantonalrechtlich ein solches Vorgehen zulasse, sei daher auch bundesrechtswidrig.
b) Die beim Augenschein anwesenden Forstfachleute haben �bereinstimmend ausgef�hrt, mit dem Begriff Niederwald sei einerseits eine Bewirtschaftungsform gemeint, bei welcher eine Bestockung alle 10-20 Jahre auf den Stock gesetzt werde. Anderseits seien damit Baumarten gemeint, die in der Regel 12 bis 15 m H�he nicht �bersteigen sollten. Besteht eine Bestockung aus verschiedenen Baumarten, die teilweise dem Hoch-, teilweise dem Niederwald zuzurechnen sind, so bestimmt nach Ziff. 4.4 der Richtlinien die dominierende Wuchsart, welche der beiden Waldformen vorliegt.
c) Die Unterscheidung des Waldes in Nieder- und Hochwald wird vom kantonalen Recht vorgenommen, das Bundesrecht kennt sie nicht. Es ist somit grunds�tzlich nur zu pr�fen, ob die Einstufung der Bestockung als Niederwald vor dem Willk�rverbot standh�lt. Frei zu pr�fen ist dagegen, ob damit, wie der Beschwerdef�hrer behauptet, das Kahlschlagverbot von Art. 22 WaG unterlaufen wird (oben E. 1a und b).
d) Es ist sachlich vertretbar, ein bloss rund 750 m2 grosses Kleinstgeh�lz wie das vorliegende f�r die Beurteilung, ob es sich um Nieder- oder Hochwald handelt, als Einheit zu behandeln; eine Unterteilung w�re wegen der unterschiedlichen Waldabst�nde (5 bzw. 10 m, Art. 26 KWaV) nicht praktikabel.BGE 124 II 165 S. 179
Es ist weiter vertretbar, als dominierende Baumart der Bestockung die Erle anzunehmen; im s�dlichen Teil der liegenden Acht kommen praktisch nur Erlen vor. Diese sind unbestrittenermassen geradezu pr�destiniert daf�r, zur Gewinnung von Nutzholz regelm�ssig auf den Stock gesetzt zu werden. Das Geh�lz l�sst sich somit willk�rfrei als Niederwald qualifizieren. Ob die Erlen, wie der Beschwerdef�hrer behauptet, und wie nach dem Augenschein nicht von vornherein auszuschliessen ist, teilweise - namentlich im Bereich der engsten Stelle der liegenden Acht - eine H�he von �ber 15 m erreichen, ist nicht entscheidend: die Bewirtschaftung als Niederwald erlaubt ja gerade, sie jederzeit fl�chendeckend auf den Stock zu setzen, sodass sie, ungeachtet des bloss 5 m betragenden Waldabstandes, die Wohnhygiene allf�lliger Bauprojekte in der N�he des Waldrandes nicht beeintr�chtigen.
Da die Qualifikation gem�ss Ziff. 4.4 der Richtlinien nach der dominierenden Baumart vorzunehmen ist, schadet das Vorkommen einzelner B�ume, die aus Kernw�chsen entstanden sind und die �ber 15 m hoch werden k�nnen, der Einstufung des Geh�lzes als Niederwald grunds�tzlich nicht. Es versteht sich allerdings von selbst, dass auch in einem Niederwald nur Baumarten fl�chendekkend auf den Stock gesetzt werden d�rfen, die sich daf�r eignen, wie Erle und Hasel. Die darin vorkommenden Kernw�chse d�rfen nicht in gleicher Weise gerodet werden, ein solches Vorgehen liefe, wie der Beschwerdef�hrer mit Recht einwendet, auf eine unzul�ssige Umgehung des Kahlschlagverbotes von Art. 22 WaG hinaus. Da aber nichts entgegensteht, diese Kernw�chse auch in einem Niederwald in einer ihnen angepassten Form zu bewirtschaften, verst�sst die Qualifikation des ganzen Geh�lzes als Niederwald nicht gegen Art. 22 WaG. Die R�ge ist unbegr�ndet.
122 II 72,
art. 2 al. 1 LFo,
Art. 2, 22 LFo,
Art. 1 Abs. 1 der Verordnung �ber den Wald (WaV; SR 921.01) suite... ,
Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG,
art. 1 OFo,
Art. 2 Abs. 4 Satz 1 WaG,
Art. 50 Abs. 1 WaG,
Art. 1 Abs. 1 lit. a und b WaV,
Art. 6 JSG,
Art. 6 BGF,
Art. 1 Abs. 1 lit. b WaG,
Art. 1 Abs. 1 lit. a und c WaG,
Art. 22 Abs. 1 WaG

References: Art. 2
 art. 1
 art. 2
 art. 25

BGE 
 BGE 
 Art. 4
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 22
 BGE 
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 25
 Art. 3
 Art. 2
 BGE 
 Art. 1
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 Art. 50
 Art. 66
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 2
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 Art. 2
 BGE 
 Art. 2
 BGE 
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 Art. 1
 Art. 8
 Art. 6
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 Art. 2
 BGE 
 Art. 2
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 BGE 
 Art. 2
 Art. 2
 BGE 
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 Art. 22
 Art. 2
 Art. 22
 Art. 26
 Art. 22
 Art. 22

art. 2

Art. 2

Art. 1

Art. 2

art. 1

Art. 2

Art. 50

Art. 1

Art. 6

Art. 6

Art. 1

Art. 1

Art. 22