Source: https://www.pu-ki.at/info/rechtsinformationen/nebenkostenuebersicht-mietepachtbaurecht/
Timestamp: 2019-05-26 13:41:31+00:00

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Nebenkostenübersicht Miete/Pacht/Baurecht - Immobilienmakler Purkarthofer-Kienzl GmbH
und weitere Informationen für den Mieter/Vermieter, Pächter/Verpächter
Vergebührung des Mietvertrages (§ 33 TP 5 GebG}:
1% des auf die Vertragsdauer entfallenden Bruttomietzinses (inkl. USt), höchstens das 18-fache des Jahreswertes, bei unbestimmter Vertragsdauer 1% des dreifachen Jahreswertes.Der Bestandgeber (bzw. in dessen Vertretung z.B. der Makler, Hausverwalter, Rechtsanwalt oder Notar) ist verpflichtet, die Gebühr selbst zu berechnen und abzuführen. Bei befristeten Bestandsverträgen über Gebäude oder Gebäudeteile, die überwiegend Wohnzwecken dienen, sind die Gebühren mit dem Dreifachen des Jahreswertes begrenzt.
– Haupt- oder Untermietzins,
– anteilige Betriebskosten und laufende öffentliche Abgaben,
– Anteil für anfällige besondere Aufwendungen (z.B. Lift),
– allfälliges Entgelt für mitvermietete Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände oder sonstige zusätzliche Leistungen des Vermieters.Für die Berechnung der Provisionsgrundlage ist die Umsatzsteuer nicht in den Bruttomietzins einzurechnen. Die Heizkosten sind ebenso wenig miteinzurechnen, wenn es sich um die Vermittlung von Mietverhältnissesn an einer Wohnung handelt, bei der nach den mietrechtlichen Vorschriften die Höhe des Mietzinses nicht frei vereinbart werden darf (angemessener Mietzins, Richtwertmietzins).Eine Provision für besondere Abgeltungen in der Höhe von bis zu 5% kann zusätzlich mit dem Vormieter vereinbart werden.
Vermittlung von Mietverträgen (Haupt- und Untermiete) über Wohnungen und Einfamilienhäuser Höchstprovision zuzüglich 20% USt
Unbefristet oder Befristung länger als 3 Jahre 3 Bruttomonatsmieten 2 Bruttomonatsmieten
Befristung bis zu 3 Jahren 3 Bruttomonatsmieten 1 Bruttomonatsmiete
Vereinbarung einer Ergänzungsprovision bei Verlängerung oder Umwandlung in unbefristetes Mietverhältnis Ergänzung auf Höchstbetrag unter Berücksichtigung der gesamten Vertragsdauer, höchstens jedoch 1/2 Bruttomonatsmiete Ergänzung auf Höchstbetrag unter Berücksichtigung der gesamten Vertragsdauer, höchstens jedoch 1/2 Bruttomonatsmiete
Vermittlung von Wohnungen durch einen mit der der Verwaltung des Objekts betrauten Hausverwalter
(nicht anzuwenden, wenn an der vermittelten Wohnung Wohnungseigentum besteht und Auftraggeber nicht Mehrheitseigentümer ist.) Höchstprovision (zzgl. 20% Ust.)
Unbefristet oder Befristung länger als 3 Jahre 2 Bruttomonatsmieten 1 Bruttomonatsmiete
Befristung auf mind. 2 jedoch nicht mehr als 3 Jahre 2 Bruttomonatsmieten 1/2 Bruttomonatsmiete
Befristung kürzer als 2 Jahre 1 Bruttomonatsmiete 1/2 Bruttomonatsmiete
Vereinbarung einer Ergänzungsprovision bei Verlängerung oder Umwandlung in unbefristetes Mietverhältnis Ergänzung auf Höchstbetrag unter Berücksichtigung der gesamten Vetragsdauer, höchstens jedoch 1/2 Bruttomonatsmiete Ergänzung auf Höchstbetrag unter Berücksichtigung der gesamten Vertragsdauer, höchstens jedoch 1/2 Bruttomonatsmiete
Vermittlung von Geschäftsräumen aller Art (Haupt- und Untermieten) Höchstprovision (zzgl. 20% Ust.)
Unbefristet oder Befristung länger als 3 Jahre 3 Bruttomonatsmieten 3 Bruttomonatsmieten
Befristung auf mind. 2 jedoch nicht mehr als 3 Jahre 3 Bruttomonatsmieten 2 Bruttomonatsmieten
Befristung kürzer als 2 Jahre 3 Bruttomonatsmieten 1 Bruttomonatsmiete
Die Überwälzung der Vermieterprovision (max. 3 Bruttomonatsmieten) auf den Geschäftsraummieter kann vereinbart werden (§ 12 IMVO).
Für die Vermittlung der Verpachtung von Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen darf mit beiden Auftraggebern eine Provision vereinbart werden, die mit einem Prozentsatz des auf die Pachtdauer entfallenden Pachtzinses festgelegt ist.Bei unbestimmter Pachtdauer 5% des auf 5 Jahre entfallenden PachtzinsesBei bestimmter Pachtdauer
bis zu 6 Jahren…………………………………5%
bis zu 12 Jahren……………………………….4%
bis zu 24 Jahren……………………………….3%
über 24 Jahre……………………………………2%
bis zu 5 Jahren…………………………………5%
bis zu 10 Jahren………………………………4%
über 10 Jahre…………………………………..3%
Nebenkosten bei der Vermittlung von BaurechtenBei der Vermittlung von Baurechten beträgt die Höchstprovision jeweils bei einer Dauer des Baurechts von
10 bis 30 Jahren ……………………………………………………3%
über 30 Jahre ………………………………………………………. 2%
Bei einer Baurechtsdauer von mehr als 30 Jahre darf anstelle der 2% eine Pauschalprovision in Höhe von jeweils 3% zzgl. Ust. berechnet vom Bauzins für 30 Jahre vereinbart werden (Wertgrenzenregelung Â§ 12 Abs 4 IMVO). Da die Obergrenze mit 2% des auf 45 Jahre entfallenden Bauzinses limitiert ist, stellt dieser Betrag unabhängig von einer länger vereinbarten Vertragsdauer gleichzeitig die Höchstprovision dar.
Das Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG 2012) schreibt vor, dass der Bestandgeber (Vermieter/Verpächter) eines Gebäudes oder eines Nutzungsobjektes bei Vermietung/Verpachtung (In-Bestandgabe) dem Bestandnehmer (Mieter/Pächter) rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung einen zu diesem Zeitpunkt höchstens zehn Jahre alten Energieausweis vorzulegen und ihm diesen spätestens 14 Tage nach Vertragsabschluss auszuhändigen hat. Sollte dies nicht erfolgen, hat der Bestandnehmer das Recht, nach erfolgloser Aufforderung an den Bestandgeber entweder selbst einen Energieausweis zu beauftragen und die angemessenen Kosten binnen 3 Jahren gerichtlich geltend zu machen, oder direkt die Aushändigung des Energieausweises einzuklagen.
Seit Inkrafttreten des EAVG 2012 am 01.12.2012 müssen bei Anzeigen in Druckwerken und elektronischen Medien der Heizwärmebedarf (HWB) und der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) angegeben werden. Diese Verpflichtung trifft sowohl den Bestandgeber als auch für den von ihm beauftragten Immobilienmakler.
Energieausweise, die vor Inkrafttreten des EAVG 2012 erstellt wurden, behalten ihre Gültigkeit für die Dauer von 10 Jahren ab Ausstellungsdatum, auch wenn „nur“ der Heizwärmebedarf (HWB) nicht aber der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) abgebildet ist. Liegt für ein Gebäude ein solcher Energieausweis vor, ist auch im Inserat nur der HWB-Kennwert (bezogen auf das Standortklima) anzuführen.
Ab 01.12.2012 gilt österreichweit ein einheitlicher Ausnahmekatalog. Denkmalgeschützte Objekte sind – anders als bisher – nicht mehr von der Vorlagepflicht ausgenommen.
Grundlagen der Maklerprovision§ 6 Abs l, 3 und 4; § 7 Abs 1; §§ 10 und 15 Maklergesetz§ 6 (1) Der Auftraggeber ist zur Zahlung einer Provision für den Fall verpflichtet, dass das zu vermittelnde Geschäft durch die vertragsgemäße verdienstliche Tätigkeit des Maklers mit einem Dritten zustandekommt.(3) Der Makler hat auch dann Anspruch auf Provision, wenn auf Grund seiner Tätigkeit zwar nicht das vertragsgemäß zu vermittelnde Geschäft, wohl aber ein diesem nach seinem Zweck wirtschaftlich gleichwertiges Geschäft zustandekommt.
§ 7 (1) Der Anspruch auf Provision entsteht mit der Rechtswirksamkeif des vermittelten Geschäfts. Der Makler hat keinen Anspruch auf einen Vorschuss.
mit dem vom Makler vermittelten Driften ein anderes als ein zweckgleichwertiges Geschäft zustandekommt, sofern die Vermittlung des Geschäfts in den Tätigkeitsbereich des Maklers fällt;
das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrags auf andere Art als durch die Vermittlung eines anderen vom Auftraggeber beauftragten Maklers zustandegekomrnen ist.
(3) Leistungen nach Abs l und Abs 2 gelten als Vergütungsbetrag im Sinn des § 1336ABGB.
Eine Vereinbarung nach § 75 MaklerG ist bei Maklerverträgen mit Verbrauchern schriftlich zu treffen.
§ 30 b KSchG (1) Der Immobilienmakler hat vor Abschluss des Maklervertrags dem Auftraggeber, der Verbraucher ist, mit der Sorgfalt eines ordentlichen Immobilienmaklers eine schriftliche Übersicht zu geben, aus der hervorgeht, dass er als Makler einschreitet, und die sämtliche dem Verbraucher durch den Abschluss des zu vermittelnden Geschäfts voraussichtlich erwachsenden Kosten, einschließlich der Vermittlungsprovision ausweist. Die Höhe der Vermittlungsprovision ist gesondert anzuführen; auf ein allfälliges wirtschaftliches oder familiäres Naheverhältnis im Sinn des § 6 Abs 4 dritter Satz MaklerG ist hinzuweisen. Wenn der Immobilienmakler kraft Geschäftsgebrauchs als Doppelmakler tätig sein kann, hat diese Übersicht auch einen Hinweis darauf zu enthalten. Bei erheblicher Änderung der Verhältnisse hat der Immobilienmakler die Übersicht entsprechend richtigzustellen. Erfüllt der Makler diese Pflichten nicht spätestens vor Vertragserklärung des Auftraggebers zum vermittelten Geschäft, so gilt § 3 Abs 4 MaklerG.
Die Absendung der Rücktrittserklärung am letzten Tag der Frist (Datum des Poststempels) genügt. Als Rücktrittskerklärung genügt die Übersendung eines Schriftstücks, das eine Vertragserklärung auch nur einer Partei enthält, mit einem Zusatz, der die Ablehnung des Verbrauchers erkennen läßt.

References: § 7

§ 7
 § 1336
 § 75

§ 30
 § 6
 § 3