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Timestamp: 2019-06-25 06:47:06+00:00

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BVerfG, 05.07.2013 - 1 BvR 1018/13 - dejure.org
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BVerfG, 05.07.2013 - 1 BvR 1018/13 (https://dejure.org/2013,17962)
BVerfG, Entscheidung vom 05.07.2013 - 1 BvR 1018/13 (https://dejure.org/2013,17962)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Juli 2013 - 1 BvR 1018/13 (https://dejure.org/2013,17962)
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Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Zivilprozess durch Übergehen und Umgehung von zentralem Parteivortrag
Art 103 Abs 1 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 921 BGB, § 922 S 3 BGB, § 1004 BGB
BGB § 921; GG Art. 103 Abs. 1
Jägerzaun gegen Holzzaun: Vereinbarte Grenzeinrichtung darf nicht verändert werden - Beeinträchtigung der Grenzeinrichtung begründet Unterlassungsanspruch
LG Frankfurt/Main, 06.03.2013 - 16 S 166/12
LG Frankfurt/Main, 21.03.2013 - 16 S 166/12
Art. 103 Abs. 1 GG gewährleistet dem Verfahrensbeteiligten das Recht, sich nicht nur zu dem einer Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt, sondern auch zur Rechtslage zu äußern (vgl. BVerfGE 60, 175 ; 86, 133 ) und verpflichtet die entscheidenden Gerichte, die entsprechenden Ausführungen zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen (vgl. BVerfGE 21, 191 ; 96, 205 ; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 5. Juli 2013 - 1 BvR 1018/13 -, juris, Rn. 14).
Dies ergebe sich insbesondere auch aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 5.7.2013 (Az.: 1 BvR 1018/13, BeckRS 2013, 53736) und dem Urteil des Amtsgerichts Bremen vom 4.2.2011 (BeckRS 2011, 25949 = Anlage K7).
Ebenso wenig bietet es Schutz davor, dass das Gericht die Rechtsansicht eines Beteiligten nicht teilt (BVerfG MDR 2013, 1113 Rn. 14).
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verstößt ein Gericht gegen die aus Art. 103 Abs. 1 GG folgende Pflicht, Parteivorbringen zu berücksichtigen, wenn im Einzelfall besondere Umstände darauf hindeuten, dass erhebliches Vorbringen eines Beteiligten entweder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder bei der Entscheidung ersichtlich nicht erwogen worden ist - etwa wenn das Gericht auf den wesentlichen Kern des Vortrags einer Partei zu einer zentralen Frage des Verfahrens in den Entscheidungsgründen nicht eingeht (BVerfG MDR 2013, 1113 Rn. 15 mwN;… vgl. auch BGH Beschluss vom 3. Dezember 2013 - XI ZR 301/11 - NJW-RR 2014, 381 Rn. 9 mwN).
Soweit sie aber das fehlende Eingehen des LSG auf den Grund für ihre Kündigung rügt, zeigt sie weder auf, dass es sich hierbei um zentrales Vorbringen gehandelt hat, mit dem sich das Berufungsgericht zur Wahrung des rechtlichen Gehörs ausdrücklich hätte auseinandersetzen müssen (vgl BVerfG [Kammer] Beschluss vom 5.7.2013 - 1 BvR 1018/13 - Juris RdNr 15, 18), noch verdeutlicht sie, inwiefern das Berufungsurteil auf einer unterbliebenen Erörterung dieses Gesichtspunkts beruhen kann.
Besondere Umstände liegen zB vor, wenn das Gericht auf den wesentlichen Kern des Beteiligtenvortrags nicht eingeht, obwohl er für das Verfahren von zentraler Bedeutung ist (vgl dazu BVerfG Beschluss vom 19.5.1992 - 1 BvR 986/91 - BVerfGE 86, 133, 145 f sowie Kammerbeschlüsse vom 5.7.2013 - 1 BvR 1018/13 - Juris RdNr 15, vom 25.3.2010 - 1 BvR 2446/09 - Juris RdNr 11, vom 4.4.2007 - 1 BvR 2941/06 - BVerfGK 11, 9, 11 und vom 7.12.2006 - 2 BvR 722/06 - BVerfGK 10, 41, 45 f).
Sofern damit sinngemäß die Gehörsrüge (§ 62 SGG, Art. 103 Abs. 1 GG) erhoben werden soll, weil das LSG seine Pflicht verletzt habe, das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis zu nehmen und zu erwägen (…sog Erwägensrüge, vgl BVerfG SozR 1500 § 62 Nr. 13;… BSG SozR 3-1500 § 62 Nr. 19 S 33 mwN), hätte die Klägerin schlüssig darlegen müssen, dass das Berufungsgericht in den Entscheidungsgründen - auf der Basis seiner materiell-rechtlichen Auffassung - nicht auf den wesentlichen Kern des Beteiligtenvortrags zu einer zentralen und entscheidungserheblichen Frage eingegangen ist (vgl BVerfG Beschluss vom 19.5.1992 - 1 BvR 986/91 - BVerfGE 86, 133, 145 f sowie Beschluss der 2. Kammer des 1. Senats vom 5.7.2013 - 1 BvR 1018/13 - BeckRS 2013, 53736 RdNr 15).
BSG, 21.11.2013 - B 13 R 22/13 BH
Ein Anspruch darauf, dass das Gericht der Sachverhaltswürdigung oder der Rechtsmeinung eines Beteiligten inhaltlich folgt - dass also sein Standpunkt nicht nur angehört, sondern darüber hinaus auch "erhört" wird -, ergibt sich aus dem Verfahrensgrundrecht auf rechtliches Gehör (vgl § 62 SGG, Art. 103 Abs. 1 GG) ohnehin nicht (stRspr, vgl zB BVerfG vom 5.7.2013 - 1 BvR 1018/13 - Juris RdNr 14 mwN;… BFH/NV 2013, 1264 RdNr 11).
BSG, 21.11.2013 - B 13 R 21/13 BH

References: § 93
 § 921
 § 922
 § 1004
 § 921
 Art. 103

Art. 103
 Art. 103
 BGH 
 Art. 103
 § 62
 § 62
 § 62
 Art. 103