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Timestamp: 2018-11-16 10:21:08+00:00

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Lexikon Inkasso und Forderungsmanagement - DEUTSCHER INKASSO SERVICE GMBH
Eine Forderung kann gem. § 398 BGB vom Gläubiger an eine andere natürliche oder juristische Person abgetreten werden. Sinnvoll ist dies zum Beispiel, um sich schneller Liquidität zu verschaffen. Beispielsweise kann der bisherige Gläubiger (Zedent) seine Forderung an ein Inkassobüro (Zessionar) abtreten. Infolgedessen macht das Inkassobüro die Forderung zukünftig im eigenen Namen geltend. Eine Zustimmung des Schuldners ist nicht erforderlich. Der Zessionar muss jedoch eine Zahlung des Schuldners an den Zedenten gegen sich gelten lassen und hat Infolge dessen dann lediglich einen Anspruch gegen den Zedenten.
Klagen bis zu einer Höhe von 5.000 € werden, abgesehen von Spezialzuweisungen oder wirksamen Gerichtsstandsvereinbarungen, in erster Instanz vor den Amtsgerichten verhandelt. Klagen mit höheren Streitwerten vor den Landgerichten. An den Land- und Oberlandesgerichten schreibt § 78 Abs. 1 ZPO vor, daß beide Parteien durch einen Rechtsanwalt vertreten werden müssen. Vertretungsberechtigt sind hierbei auch Rechtsanwälte aus dem EWR (vgl. EuRAG).
Im Vorfeld oder während eines Inkassoverfahrens kann es sinnvoll sein, sich Gedanken über die Bonität eines Schuldners zu machen. Dies ist insbesondere sinnvoll, bevor man kostenauslösende Maßnahmen tätigt. Solche sind beispielsweise die Beantragung eines Mahn- oder Vollstreckungsbescheides oder die Einleitung der Zwangsvollstreckung. Das bekannteste Bespiel einer Auskunftei ist die Schufa.
Nach Übermittlung eines Vorgangs durch einen Auftraggeber versuchen wir üblicherweise zunächst außergerichtlich den Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Oftmals haben es die Schuldner lediglich vergessen, zu bezahlen. Für diese kann das Verfahren teilweise schon nach unserem ersten Schreiben erledigt sein, sofern sie die offene Forderung bezahlen. Teilweise kann es jedoch deutlich schwieriger sein, säumige Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Teilweise befinden sie sich in schwierigen finanziellen Situationen oder sehen es schlicht nicht ein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Durch die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter ist es jedoch in den allermeisten Fällen möglich eine Lösung zu finden, in der Sie auf dem schnellsten Weg an Ihr Geld kommen.
Der Betrug ist ein Vergehen, bei dem der Täter durch Täuschung einen Irrtum beim Opfer erweckt oder unterhalten wird, woraufhin das Opfer eine Vermögensverfügung tätigt, wodurch das Vermögen des Opfers gemindert wird.
Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte Eingehungsbetrug, bei dem der Täter entweder über seine Zahlungswilligkeit oder Zahlungsfähigkeit täuscht.
Bonität (von lateinisch bona, „Vermögen“, hieraus lateinisch bonitas „Vortrefflichkeit“) ist die Kreditwürdigkeit eines Wirtschaftssubjekts (natürliche Personen, Unternehmen oder Staaten mit ihren Untergliederungen), also eine Prognose über die Fähigkeit, aufgenommene Schulden zurückzahlen zu können (wirtschaftliche Bonität) und der Wille, diese zurückzuzahlen (Zahlungswilligkeit). Eine Auskunft hierüber erhält man von den oben genannten Auskunfteien. Andere Möglichkeiten zur Bonitätsrecherche bestehen zum Beispiel in einer Auskunft aus dem gemeinsamen Vollstreckungsportal der Länder, über welches man eine Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis erhält.
Ein Drittschuldner ist in der Zwangsvollstreckung eine natürliche oder juristische Person, gegen die der Schuldner eine Forderung hat (z.B. Finanzamt, Arbeitgeber, Versicherung, Bank, Vermieter bezüglich der Mietkaution). Im Rahmen der Zwangsvollstreckung ist der Drittschuldner verpflichtet, eine sogenannte Drittschuldnererklärung abzugeben (§ 840 ZPO). Aus dieser Drittschuldnererklärung lassen sich weitere Erkenntnisse für die Zwangsvollstreckung gewinnen. Des Weiteren kann man es einem Drittschuldner – ggf. unter Berücksichtigung von Pfändungsfreigrenzen (§ 850c ZPO) verbieten lassen, weiter an den Schuldner zu bezahlen. Besonders effektiv ist dies, wenn der Schuldner hierdurch in seiner täglichen Routine eingeschränkt wird, er beispielsweise keine Bankgeschäfte mehr tätigen kann, weil das Konto gesperrt ist.
Einen Durchsuchungsanordnung gemäß § 758a ZPO erhält ein Gläubiger bzw. sein Verfahrensbevollmächtigter auf Antrag beim zuständigen Vollstreckungsgericht. Ein solcher kann beispielsweise erforderlich sein, wenn der Schuldner wiederholt nicht vom Gerichtsvollzieher angetroffen wird oder nicht in die Wohnung oder in sonstige Räumlichkeiten gelassen wird und der Gläubiger hierdurch Gefahr läuft, daß die Zwangsvollstreckung scheitert.
Frühere Bezeichnung der Vermögensauskunft.
Die Fälligkeit bezeichnet den Eintritt des Leistungstermins und die damit verbundene sofortige Leistungspflicht des Schuldners. Diese kann vertraglich vereinbart, durch die Rechnung bestimmt sein oder sich aus dem Gesetz ergeben. Nach Eintritt der Fälligkeit kann der Schuldner unter weiteren Voraussetzungen in Verzug geraten. Die Fälligkeit ist jedoch zwingende Voraussetzung für den Verzug
Eine Forderung ist ein schuldrechtlicher Anspruch der in den §§ 241 ff BGB geregelt ist. Klassische Forderungen im Inkassobereich sind vor allem Geldforderungen, die IZP – Deutscher Inkassoservice GmbH für Sie geltend macht.
Immer mehr Unternehmen übertragen das Forderungsmanagement auf Inkassounternehmen. Hierdurch sinken in der Regel die eigenen Personal- und Sachkosten, während die Effektivität der Beitreibung erhöht wird und Forderungsausfälle minimiert werden.
Zum Forderungsmanagement zählen das außergerichtliche Inkasso die Titulierung und die Zwangsvollstreckung.
Auch Schuldner haben üblicherweise eigene Forderungen gegenüber sogenannten Drittschuldnern (Arbeitgeber, Vermieter, Finanzämter, etc.) Im Rahmen der Zwangsvollstreckung kann auf diese Forderungen zugegriffen werden. Dies ist gerade bei wiederkehrenden Leistungen (Arbeitslohn) oder größeren Summen (Mietkaution) der effektivste Weg, um seine Forderung im Wege der Zwangsvollstreckung erfüllt zu bekommen.
Sofern der Schuldner im Zahlungsverzug ist und er sich auch durch intensive außergerichtliche Bemühungen nicht zur Zahlung bewegen lässt, ist es oft der letzte Weg, die Forderung gerichtlich geltend zu machen. Hierbei hat der Gläubiger grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Erstens das reguläre Klageverfahren. Dies ist regelmäßig sehr mühsam, da die Kosten vergleichsweise hoch sind und das Verfahren relativ lange dauern kann.
Der schnellere und in den meisten Fällen günstigere Weg ist das gerichtliche Mahnverfahren. Dies ist ei automatisiertes Verfahren, das von der IZP – Deutscher Inkasso Service GmbH vollständig auf elektronischem Wege geführt wird. Lange Postlaufzeiten gehören damit der Vergangenheit an und Sie müssen als Gläubiger nur jeweils 14 Tage nach Zustellung von Mahn- und Vollstreckungsbescheid warten, um einen rechtskräftigen Titel zu erhalten, sofern der Schuldner dem Mahnbescheid nicht widerspricht oder Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid erhebt.
Man unterscheidet hierbei zwischen allgemeinen, besonderen, ausschließlichen und fliegenden Gerichtsständen, sowie denen die Kraft einer wirksamen Vereinbarung bestehen.
Zwischen mehreren Zuständigen Gerichtsständen hat grundsätzlich der Kläger die Wahl. (§ 35 ZPO)
Im Rahmen des gerichtlichen Mahnverfahrens bestimmt sich der Gerichtsstand ausschließlich nach dem Wohnsitz des Gläubigers, sofern es sich um eine natürliche Person handelt. Handelt es sich um eine juristische Person, bestimmt sich der Gerichtsstand nach dem Firmensitz des Gläubigers. Sollte der Gläubiger seinen Sitz im Ausland haben, ist das Amtsgericht Berlin Wedding zuständig.
Der Gerichtsvollzieher ist wohl das bekannteste „Mittel“ der Zwangsvollstreckung. Dieser stellt Dokumente zu, nimmt dem Schuldner auf Antrag die Vermögensauskunft ab, pfändet Wertgegenstände, Tageseinnahmen aus der Kasse, führt Taschenpfändungen durch, etc.
Ein Gläubiger ist eine natürliche oder juristische Person, die einen Anspruch gegen einen Schuldner hat. Klassischerweise handelt es sich hierbei um eine Geldforderung.
Weigert sich der Schuldner im Rahmen der Zwangsvollstreckung, die Vermögensauskunft abzugeben, kann der Gerichtsvollzieher einen Haftbefehl gegen den Schuldner beantragen, um die Vermögensauskunft zu bekommen. Sobald man diese erhalten hat, kann man sich weitere Gedanken über die Zwangsvollstreckung machen.
Die Inkassokosten stellen einen Verzugsschadensersatzanspruch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) dar, welcher der Höhe nach durch die Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) begrenzt ist.
Inkassounternehmen, auch Inkassobüros genannt, sind Dienstleistungsunternehmen, die vorrangig Inkassodienstleistungen (§ 2 Abs. 2 Satz 1 RDG), also den Einzug fremder Geldforderungen in fremdem oder eigenem Namen, anbieten. Zusätzlich wird auch der Forderungskauf (§ 453 i. V. m. § 433 BGB) angeboten.
Inkassounternehmen benötigen zum Ausüben ihres Gewerbes nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) eine Inkassoerlaubnis. Hierbei wird überprüft, ob das Inkassounternehmen über qualifiziertes und zuverlässiges Personal verfügt,
Eine Insolvenz (lateinisch insolventia‚ zu solvere ‚zahlen‘) bezeichnet die Situation eines Schuldners, der seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber einem oder mehreren Gläubigern nicht mehr erfüllen kann. Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit („Illiquidität“ oder mangelnde Liquidität) oder drohende Zahlungsunfähigkeit, die aus Überschuldung abgeleitet werden kann.
Hat der Gerichtsvollzieher den Haftbefehl gegen den Schuldner beantragt und weigert sich dieser immer noch, die Vermögensauskunft abzugeben, kann dies zur Erzwingungshaft in der Justizvollzugsanstalt führen.
Die Klage ist neben dem gerichtlichen Mahnverfahren der zweite, meistens jedoch teurere und zeitaufwändigere Weg, an einen Titel zu kommen. Sofern der Schuldner dem Mahnbescheid widerspricht, ist dies jedoch der einzig verbleibende Weg, an einen Titel zu kommen.
Ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss richtet sich häufig auf das Konto des Schuldners. Die Bank des Schuldners ist damit Drittschuldner. Hierdurch wird dem Schuldner zunächst seine finanzielle Flexibilität genommen und er kann häufig dazu gebracht werden, seinen Zahlungsverpflichtungen endlich nachzukommen.
Sollte innerhalb einer gesetzten Frist das Konto des Schuldners nicht wieder freigegeben werden, wird dieses häufig von der Bank gekündigt, sofern es sich nicht um ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto handelt. Eine derartige Kündigung wird von den Banken üblicherweise der Schufa gemeldet.
Liquidität bedeutet, genügend Zahlungsmittel zur Verfügung zu haben. Gerade Aufgrund säumiger Schuldner kann die Liquidität von Gläubigern schnell leiden, da sie ihrerseits ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen müssen. Um schnell für Liquidität zu sorgen, ist es sinnvoll, sich auf die Dienste eines spezialisierten Inkassounternehmens, wie die IZP – Deutscher Inkassoservice GmbH zu verlassen.
Neben der oben schon angesprochenen Kontopfändung ist die Lohnpfändung eine weitere effektive Art der Pfändung.
Neben der Tatsache, daß es sich beim Lohn um eine monatlich wiederkehrende Leistung handelt, wird der Schuldner alles dafür tun, seinem Arbeitgeber gegenüber gut dazustehen.
Infolgedessen kann dies auch oftmals dazu führen, daß der Schuldner nach erfolgter Lohnpfändung freiwillig seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt.
Eine Mahnung ist die bestimmte und eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen. Sie ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung.
Das Vermögen eines Menschen wird mit seinem Tode zu seinem Nachlass. Es unterliegt nunmehr den Regeln des Erbrechts. Ist ein Schuldner Erbe geworden, haftet er grundsätzlich auch mit dem Nachlass für seine Verbindlichkeiten. Sofern bereits der Erblasser Schuldner war, gehen die Schulden mit dem Erbe aufgrund der Universalsukzession auf den Erben über.
Seit 2013 ersetzt durch die Vermögensauskunft.
Unter einer Pfändung versteht man im Zwangsvollstreckungsrecht die staatliche Beschlagnahme von Sachen oder Forderungen des Schuldners zum Zwecke der Gläubigerbefriedigung.
Die Pfändung erfolgt auf Antrag des Gläubigers oder seines Bevollmächtigten und richtet sich zum Beispiel gegen Lohn, Konten oder mobile oder immobile Sachen
Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (kurz PfÜB) gem. § 829 ZPO ist ein Rechtsinstitut der Zwangsvollstreckung im Zivilprozessrecht. Er wird auf Antrag vom Amtsgericht als Vollstreckungsgericht erlassen. Daraufhin darf der Drittschuldner grundsätzlich erstmal nicht mehr an den Schuldner leisten.
Rechtsanwaltsgebühren sind Gebühren, die ein Rechtsanwalt für seine Tätigkeit nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnen kann. Sofern sich der Gläubiger statt eines Inkassounternehmens eines Rechtsanwalts bedient, sind die Kosten vergleichbar. Bedient sich der Schuldner eines Rechtsanwalts und stellt sich heraus, daß der Anspruch des Gläubigers berechtigt ist, bleibt er im Regelfall sowohl auf den Inkassokosten, wie auch den Rechtsanwaltsgebühren sitzen.
Die Schufa ist eine deutsche Gemeinschaft von Unternehmen und Kreditinstituten zur Kreditsicherung. Ausgeschrieben bedeutet SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Zahlungsunwillige oder unfähige Schuldner müssen im Rahmen einer Forderungsbeitreibung mit Negativeinträgen bei der SCHUFA rechnen. Drei Jahre ungelöscht bleiben Negativeinträge zu Vermögensauskünften (früher: zu eidesstattlichen Versicherungen/Offenbarungseiden), Privatinsolvenzen und geplatzten Krediten. Unter Einbeziehung weiterer Kundendaten in die Bonitätsprüfung erstellt die SCHUFA ein Scoring, das über das große Auswirkungen Ob und Wie zukünftiger Darlehens- und sonstiger Verträge hat.
Ein Schuldanerkenntnis gem. § 781 BGB ist ein Vertrag, in dem das Bestehen einer Schuld anerkannt wird. Privatschriftlich bestätigt es lediglich das Bestehen einer Forderung. Sofern das Schuldanerkenntnis vor einem Notar abgegeben wird, erhält der Gläubiger hieraus einen vollstreckbaren Titel.
Der Schuldner ist derjenige, von dem der Gläubiger eine Leistung fordern kann, zu der er vertraglich oder gesetzlich verpflichtet ist. Kommt der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nach, können neben der Hauptforderung weitere Forderungen auf ihn zukommen, wie zum Beispiel Schadensersatzansprüche. Daneben hat der Gläubiger die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten, da Rücktritt und Schadenersatz nebeneinander bestehen.
Ein Schuldner einer fälligen und durchsetzbaren Forderung befindet sich im Schuldnerverzug, wenn er seine Leistung im Zeitpunkt des Verzugsauslösenden Ereignisses (Mahnung oder Zeitablauf) nicht vorgenommen hat und er diese Verzögerung zu vertreten hat.
Die Rechtsfolgen des Schuldnerverzugs sind:
• die Ersatzpflicht des Verzugsschadens wie z.B. Inkassokosten oder Verzugszinsen
• das Recht des Gläubigers, Schadenersatz statt der Leistung zu verlangen
Das Schuldnerverzeichnis ist ein Verzeichnis, in das Schuldner im Rahmen der Zwangsvollstreckung eingetragen werden können. Wer zum Beispiel die Vermögensauskunft abgibt, oder sich weigert, diese abzugeben, wird hier eingetragen, es sei denn, daß er innerhalb einer bestimmten Frist die Forderung nebst Kosten bezahlt.
Ein Titel (auch Vollstreckungstitel genannt) ist eine amtliche Urkunde, in der die rechtliche Anordnung zur Zahlung bzw. zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung erfolgt. Einen Titel erhält man zum Beispiel durch ein Gerichtsverfahren, ein Mahnverfahren oder bei einem Notar. Für das Betreiben der Zwangsvollstreckung ist der Titel zwingende Voraussetzung.
Am Ende eines zivilrechtlichen Verfahrens steht häufig das Urteil. Aus einem Urteil kann man ebenfalls die Zwangsvollstreckung betreiben.
Ein Vergleich gem. § 779 BGB ist eine außergerichtliche oder gerichtliche Einigung zwischen zwei Parteien mit beiderseitigem Zugeständnis, der das bisherige Rechtsverhältnis auf eine neue Grundlage stellt. Ein gerichtlicher Vergleich ist regelmäßig ein Vollstreckungstitel. Beim außergerichtlichen Vergleich muss der Gläubiger die Inhalte des Vergleichs einklagen, um einen Vollstreckungstitel zu erlangen. Gegenstand des Vergleichs kann auch die Kostenfrage sein.
Die Verjährung bezeichnet im Zivilrecht den durch den Ablauf einer bestimmten Frist bewirkten Verlust der Möglichkeit, einen bestehenden Anspruch durchzusetzen.
Die Verjährung ist eine sogenannte rechtshemmende Einrede. Das bedeutet, daß sie erhoben werden muss. Wird sie nicht erhoben, ist sie unbeachtlich.
Die IZP – Deutscher Inkassoservice GmbH rät Ihnen dringend vor Ablauf ihrer Verjährungsfristen, ihre Ansprüche gerichtlich geltend zu machen. Dies hemmt die Verjährung.
Die Vermögensauskunft des Schuldners ist im Rahmen einer vom Gläubiger gegen den Schuldner durchgeführten Zwangsvollstreckung gegenüber dem Gerichtsvollzieher abzugeben und dient dazu, dem Gläubiger Kenntnis der dem Schuldner gehörenden Vermögensgegenstände zu verschaffen, um in diese erfolgreich vollstrecken zu können. Sofern diese nicht abgegeben wird und die Forderung auch nicht bezahlt wird, erfolgt ein Eintrag in das Schuldnerverzeichnis. Des Weiteren kann die Abgabe der Vermögensauskunft durch einen Haftbefehl und Erzwingungshaft erzwungen werden.
Gem. §§ 280 Abs. 1, Abs. 2, 286 BGB muss der Schuldner den durch den Verzug entstandenen Schaden ersetzen. Dies beinhaltet Zinsen, Anwalts- oder Inkassokosten, sowie Gerichtskosten.
Verzugszinsen sind ein Teil des aus dem Schuldnerverzug entstehenden Verzugsschadens. Verzugszinsen sind nach gesetzlichen Bestimmungen vom Schuldner zu tragen. Bei einem Verbrauchergeschäft liegen sie 5 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszins, bei einem Handelsgeschäft seit dem 29.7.2014 9 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszins.
Der Vollstreckungsbescheid ist ein vom zuständigen Mahngericht erlassener Vollstreckungstitel, der aus einem Mahnverfahrens resultiert. Voraussetzung für einen Vollstreckungsbescheid ist, dass der Schuldner nicht oder nicht rechtzeitig Widerspruch gegen den an ihn gerichteten Mahnbescheid eingelegt hat. Hieraus kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden.
Die Wertstellung (Valuta) bezeichnet im Bankwesen die Festsetzung des Kalenderdatums, an dem eine Gutschrift oder Belastung auf einem Konto wirksam bzw. zinswirksam wird.
Hat der Gläubiger einen Titel gegen den Schuldner erlangt und zahlt dieser trotzdem nicht, ist der nächste Schritt die Zwangsvollstreckung. Hierbei beauftragt der Gläubiger oder dessen Vertreter einen Gerichtsvollzieher beantragt bei einem Vollstreckungsgericht weitere Maßnahmen gegen den Schuldner, wie zum Beispiel einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss.
Hierdurch ist es möglich, die Forderung gegen den Willen des Schuldners durchzusetzen.
Telefon: 040 / 8821577 80

References: § 398
 § 78
 § 758
 § 433
 § 829
 § 781
 § 779