Source: https://www.ecovis.com/at/blog/newsletter-22018/
Timestamp: 2019-02-21 13:48:01+00:00

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ECOVIS Austria - Newsletter 2/2018
ECOVIS Austria » Newsletter 2/2018
1.1 Pflichtveranlagung (E1)
Als lohnsteuerpflichtiger Dienstnehmer sind Sie dann zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen mehr als € 12.000 beträgt und Sie beispielsweise Einkünfte aus einer Nebentätigkeit von mehr als € 730 und nicht endbesteuerte Einkünfte aus Kapitalvermögen bzw Einkünfte aus einem privaten Grundstücksverkauf erzielt haben, für die die Immobilienertragsteuer nicht oder nicht richtig entrichtet wurde. Oder Sie haben gleichzeitig zwei oder mehrere Gehälter und/oder Pensionen erhalten, die beim Lohnsteuerabzug nicht gemeinsam versteuert wurden.
50% € 400 50% € 500 50% € 110
Nachkauf von Versicherungszeiten in der PV vor 2017 nein L1d Zehntelbetrag für Einmalprämie – Kz 283
Nachkauf von Versicherungszeiten in der PV in 2017 ja L1d Zahlung für Partner/Kind – Kz 284 – ev. Antrag auf Zehntelverteilung
inländische Kirchenbeiträge Ja L1d Zahlung für Partner/Kind –
Private Spenden an begünstigte
inländische Organisationen Ja L1d betriebliche Spenden, soweit sie 10% des Gewinnes übersteigen – Kz 285
Betriebliche Spenden an begünstigte inländische Organisationen Ja
(fälschlicherweise) L1d betriebliche Spenden, die automatisch übermittelt wurden – Kz 285 (Negatives Vorzeichen)
L1d in Kz 282 erfassen
Nein L1d in Kz 281 erfassen
Verlustabzug nein E1 Kz 462
1.5 Bis wann muss die Einkommensteuererklärung 2017 eingereicht werden?
Ab 1.1.2021 wird es einen EU-weiten Schwellenwert von € 10.000,– (für Versandhandel und E-Commerce, Telekom- und Fernsehdienstleistungen zusammen) geben. Bis zu diesem Wert können die Versandhandels- und E-Commerce-Umsätze mit Kunden in den anderen EU-Mitgliedstaaten in Österreich versteuert werden. Darüber hinaus müssen die Umsätze im jeweiligen Bestimmungsland besteuert werden. In diesem Fall können die „Versandhändler“ allerdings die MOSS-Regelung in Anspruch nehmen.
Neue Regeln für Amazon & Co ab 1.1.2021
3. Klarstellungen durch BMF-Informationen
3.1 Neue BMF-Info zum Kommunalsteuergesetz
Bei der Eingliederung von an Kapitalgesellschaften wesentlich beteiligten Personen wird nunmehr nun auch auf § 2 Abs 4a EStG bei zwischengeschalteten Kapitalgesellschaften Die Vergütungen sind in diesem Fall dem Geschäftsführer oder Vorstand unmittelbar als natürliche Person zuzurechnen. Dies betrifft aber nur Geschäftsführungsvergütungen, nicht sonstige Vergütungen wie zB die Abgeltung von Lizenzrechten.
Bei Arbeitskräfteüberlassung wird ab 1.1.2017 erst nach Ablauf von sechs Monaten in der Betriebsstätte des Beschäftigers eine Betriebsstätte des Arbeitskräfteüberlassers begründet. Dies bedeutet zB, dass bei Arbeitskräfteüberlassung in das Ausland für volle sechs Kalendermonate eine Kommunalsteuerpflicht im Inland gegeben ist.
Der Nachweis für die Zugehörigkeit zum begünstigten Kreis der Behinderten kann nur durch einen rechtskräftigen Bescheid iSd § 14 Abs 1 BEinstG oder durch einen Bescheid des Bundesamts für Soziales und Behindertenwesen nach § 14 Abs 2 BEinstG geführt werden. Der Behindertenpass nach § 40 Bundesbehindertengesetz ist nicht ausreichend .
Freiberufliche Honorare an wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer sind dann nicht in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen, wenn das Einzelunternehmen über eine eigene unternehmerische Struktur (wie zB Mitarbeiter) verfügt und nicht bloß eigene Leistungen des Gesellschafter-Geschäftsführers honoriert werden. Soweit Leistungen von Arbeitnehmern des Einzelunternehmens erbracht werden, sind diese Honorare nicht kommunalsteuerpflichtig. Die Leistungskomponente des Gesellschafter-Geschäftsführers ist aber jedenfalls miteinzubeziehen .
Die Ausführungen über die strafbefreiende Wirkung von Selbstanzeigen wurden aufgrund der Änderung des § 29 FinStrG angepasst. Auf die Abgabenerhöhungen gem § 29 Abs 2 FinStrG (5% bis 30 % des sich aus der Selbstanzeige ergebenden Mehrbetrags) wird nunmehr in explizit hingewiesen.
3.2 Ergänzung der BMF-Info zum Grunderwerbsteuergesetz
3.3 Info zum automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten
4.1 VwGH: Bei Überlassung von Geschäftsführern droht eine Nachbelastung von Sozialversicherungsbeiträgen
4.2 VwGH: Auch Mietzeiten sind für die Fristenberechnung bei der Hauptwohnsitzbefreiung relevant
4.3 VwGH: Verluste aus der Konvertierung von Fremdwährungskrediten sind voll ausgleichsfähig
5. Termine im Mai und Juni 2018
Seit heuer sind Rechtsträger bzw deren geschäftsführende Organe verpflichtet, die Angaben hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Eigentümer einzuholen, aktuell zu halten und der Registerbehörde mitzuteilen. Bis zum 1.6.2018 muss die erstmalige Meldung der wirtschaftlichen Eigentümer für bestehende Rechtsträger erfolgen (für ab Mai 2018 neu gegründete Rechtsträger – Meldung innerhalb von 4 Wochen ab Eintragung im Firmenbuch). Die betroffenen Rechtsträger (insbesondere Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, Vereine und Stiftungen mit Sitz im Inland) müssen die Meldungen über das Unternehmerserviceportal (USP) machen. Einen ausführlichen Beitrag dazu können Sie in der KlientenInfo 1/2018 nachlesen. Ihr bevollmächtigter Steuerberater kann Sie dabei gerne unterstützen oder ab 2.5.2018 für Sie die Meldungen abgeben.

References: § 2
 § 14
 § 14
 § 40
 § 29
 § 29