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Timestamp: 2019-02-18 19:12:38+00:00

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Ökonomisches Well-Being als Teil von Lebensqualität : Bundesland Salzburg : lq-inno.at
Ökonomische FaktorenGerald Wiedermann2017-07-27T18:45:20+00:00
Grundsätzliche Bestimmung: Produktivität als Schlüssel zur Lebensqualität
Spätestens mit dem wachstumsskeptischen Diskurs seit den 1970er Jahren etabliert sich innerhalb und außerhalb der Wirtschaftswissenschaften die Kritik an einer schlichten Gleichsetzung menschlichen Wohlbefindens mit einer Mehrung des materiellen Wohlstands. Die intensive Befassung mit dem Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum, materiellem Wohlstand und Lebensqualität, die in der jüngeren Vergangenheit beobachtet werden kann, kommt auf Basis aufschlussreicher empirischer Studien zu differenzierten Betrachtungen. Hier zeigt sich, dass, je höher das verfügbare Einkommen einer Person zu einem gegebenen Zeitpunkt ist, desto höher ist auch die subjektive Lebenszufriedenheit. Dabei ist dieser positive Zusammenhang für niedrige Einkommen stärker als für höhere. Ebenso etabliert sich die Einsicht, dass sich die Zufriedenheit mit der eigenen Einkommensposition wesentlich aus dem Vergleich mit dem Einkommen wichtiger Bezugsgruppen ergibt. Weimann et al. (2012) fassen diese Befunde pointiert zusammen: „Geld macht doch glücklich.“
Jenseits des recht breit aufgefächerten Diskurses in der ökonomischen „Glücksforschung“ (Frey, Stutzer 2016) kann von der grundsätzlichen Bestimmung ausgegangen werden, dass der Produktivität eine Schlüsselrolle für das Niveau und die Entwicklung der Lebensqualität zukommt. Erst das Produktivitätswachstum, wie es dank des Einsatzes neuer oder verbesserter Maschinerie, Ausrüstungen und Verfahren sowie modernisierter organisatorischer Abläufe in der Leistungserstellung möglich wird, eröffnet in mehrfacher Hinsicht Spielräume zur Verbesserung der Lebensqualität: Es bildet die nicht hintergehbare Voraussetzung für
• steigenden materiellen Wohlstand,
• Arbeitszeitverkürzungen und damit eine Zunahme der disponiblen freien Zeit,
• die Finanzierung eines hohen Niveaus öffentlicher Versorgungs- und Vorsorgeleistungen.
Produktivitätszuwächse, das heißt die bei konstantem Aufwand zusätzlich erzeugte Menge an Produkten und Dienstleistungen, können zu einer verbesserten materiellen Versorgung genutzt werden. Aufgrund anhaltender Produktivitätsfortschritte ist der – in Arbeitszeit gemessene – Aufwand für den Erwerb von Konsumgütern in den letzten 150 Jahren drastisch zurückgegangen (Fourastié 1989; Jetschgo et al. 2004). Dieser langanhaltende, den Produktivitätsfortschritten geschuldete Trend steigender Kaufkraft setzt sich auch in der jüngeren Vergangenheit fort, wie anhand eines Vergleichs jener Arbeitszeit, die in Österreich ein Industriearbeiter in den Jahren 1970 und 2010 für den Erwerb von Waren des täglichen Bedarfs aufwenden musste, deutlich wird.
Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, einen Teil der Produktivitätsgewinne in mehr Freizeit zu übersetzen. Diese Option besteht, sobald nach Abzug der zu finanzierenden Grundbedürfnisse die verbleibenden finanziellen Ressourcen Verwirklichungschancen und Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Auch hier zeigt sich ein enger – und zeitlich stabiler – Zusammenhang zwischen dem Produktivitätsniveau, das eine Volkswirtschaft erreicht hat, und dem Umfang der disponiblen, freien Zeit, über die Beschäftigte verfügen können. Wie sehr das Niveau dieser frei verfügbaren, nicht für die Erwerbstätigkeit eingesetzten Zeit in einzelnen Volkswirtschaften von der Stundenproduktivität der aufgewendeten Arbeit abhängt, veranschaulicht die nachstehende Darstellung.
Produktivitätszuwächse sind zudem die Grundlage für die Finanzierung eines hohen Niveaus öffentlicher Versorgungs- und Vorsorgeleistungen. Sie stellen jene Ressourcen bereit, die für die Durchsetzung gesellschaftspolitischer, auf die Verbesserung der Lebensqualität zielen¬der Ambitionen erforderlich sind. In diesem Kontext zeigen empirische Analysen, dass die aus dem Wirtschaftswachstum finanzierten öffentlichen Leistungen erheblich zur relativen Homogenität der Lebensqualität in hochentwickelten Volkswirtschaften beitragen. Ganz in diesem Sinne sind die zu verteilenden Ressourcen, wie Knecht (2010) in seinem wohlfahrtstaatlichen Modell der Ressourcentransformation analysiert, die Basis für die „Produktion von Lebensqualität“ durch die verschiedenen Politikbereiche (Weymark 2016).
Zusammengefasst eröffnen erst die im Zuge wirtschaftlicher Entwicklung realisierten Produktivitätszuwächse jene Spielräume, die für Verbesserungen der materiellen Situation, individuell bestimmte Zeitverwendung oder eine bessere öffentliche Daseinsvorsorge genutzt werden können. Insofern können Produktivitätszuwächse als unabdingbare Voraussetzungen einer hohen Lebensqualität angesehen werden. Hierfür sprechen auch die zu beobachtenden „Abstimmungen mit den Füßen“, das heißt die aufgrund individueller Präferenzen erfolgenden Wanderungsbewegungen in relativ produktivitätsstarke, folglich wettbewerbsfähige und damit auch hinsichtlich ihrer Lebensqualität attraktive Regionen (Faggian et al. 2012).
Im Anschluss an diese grundlegenden Bestimmungen wird nachstehend, im Anschluss an die Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission, die deutsche Enquete-Kommission und die Initiative „Wie geht’s Österreich?“ (Stiglitz et al. 2009; Deutscher Bundestag 2013; Statistik Austria 2016), die Entwicklung ökonomischer Indikatoren für Lebensqualität auf der regionalen Ebene, für das Bundesland Salzburg, vorgestellt. Der Betrachtungszeitraum umfasst dabei, je nach Datenverfügbarkeit, in der Regel zumindest die letzten 10 Jahre. Verglichen wird die Entwicklung im Bundesland Salzburg mit jener in Österreich insgesamt.
Indikatoren zur ökonomischen Lebensqualität
Die am Bruttoregionalprodukt (BRP) pro Kopf gemessene Produktivität belief sich im Bundesland Salzburg im Durchschnitt der Jahre 2004–14 auf 40.064 Euro, sie lag damit um mehr als 5.300 Euro über dem Niveau für Österreich insgesamt. Dabei hat die Produktivität sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich von 2004 bis 2014 deutlich zugenommen: Lag das BRP pro Kopf im Jahr 2004 in Salzburg noch bei 33.100 Euro, so stieg es mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 3,2 % bis 2014 auf 45.200 Euro deutlich an. Dieser Gesamtanstieg um etwa 37 % liegt dabei deutlich über jenem von Gesamtösterreich (etwa 30 %). Auch das jahresdurchschnittliche Wachstum fiel in Gesamtösterreich mit 2,7 % um einen halben Prozentpunkt niedriger aus als im Bundesland Salzburg. Insofern kann für den Betrachtungszeitraum von einem „Salzburger Produktivitätsvorsprung“ gesprochen werden, der über den betrachteten Zeithorizont zunehmend ausgebaut werden konnte.
In der zeitlichen Betrachtung zeigt sich, dass die Vorkrisenjahre 2005 bis 2007 in Salzburg von einem relativ hohen Produktivitätswachstum gekennzeichnet waren. Im Nachgang zur Finanzkrise ging das BRP pro Kopf dann sowohl in Salzburg als auch in Österreich insgesamt um etwa 2 % zurück. Während in Salzburg im Folgejahr 2010 bereits eine deutliche Erholung zu verzeichnen war, das BRP pro Kopf stieg hier um mehr als 5 %, nahm das BRP pro Kopf im österreichischen Durchschnitt mit 2,6 % deutlich verhaltener zu. Seitdem schwächte sich das Produktivitätswachstum im Bundesland Salzburg etwas ab und lag 2013 und 2014, wie in Österreich insgesamt, deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Bundesland Salzburg und Österreich: Bruttoregionalprodukt pro Kopf zu laufenden Preisen, 2004–2014
Salzburg (in €) 33.100 34.400 36.400 39.200 40.000 39.100 41.100 43.000 44.500 44.700 45.200
Vrd. zum Vorjahr (in %) 3,9 5,8 7,7 2,0 -2,3 5,1 4,6 3,5 0,4 1,1 3,2
Österreich (in €) 29.600 30.800 32.200 34.000 35.100 34.300 35.200 36.800 37.600 38.100 38.500
Vrd. zum Vorjahr (in %) 4,1 4,5 5,6 3,2 -2,3 2,6 4,5 2,2 1,3 1,0 2,7
Anmerkungen: Pro-Kopf-Angaben berechnet auf Basis der Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt, auf Hunderterstelle gerundet.
VGR-Revisionsstand: Juli 2015.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Regionale Gesamtrechnung.
Die Investitionsquote lag im Bundesland Salzburg zwischen 2004 und 2014 durchschnittlich bei 6,5 %, in Österreich insgesamt bei 5,9 %. Ausgehend von einer Investitionsquote im Jahr 2004, die um 0,2 Prozentpunkte unter dem österreichischen Durchschnittswert lag, konnte das Bundesland Salzburg über die Jahre einen deutlichen Investitionsvorsprung aufbauen, der im Jahr 2014 mit einem Vorsprung von 1,5 Prozentpunkten gipfelte.
Im Beobachtungszeitraum 2004–14 ist die Investitionsquote im Bundesland Salzburg leicht, im österreichischen Durchschnitt hingegen etwas deutlicher zurückgegangen. Im Ausgangsjahr 2004 hatten die Bruttoinvestitionen Salzburger Unternehmen einen Anteil von 6,9 % an den Umsatzerlösen, im Jahr 2014 lag dieser bei 6,4 %. Diesem Rückgang um insgesamt 0,5 Prozentpunkte steht in Österreich ein Gesamtrückgang um 2,2 Prozentpunkte gegenüber, von 7,1 % im Jahre 2004 auf 4,9 % im Jahr 2014.
Während die Investitionsquote im Bundesland Salzburg von 2004 auf 2005 leicht anstieg, 2006 stagnierte und im Vorkrisenjahr 2007 bereits leicht rückläufig war, zeigten sich in Österreich in den Jahren 2005 und 2006 leichte Rückgänge, im Jahr 2007 jedoch ein leichter Anstieg. Auch im Krisenjahr zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. So stieg die Investitionsquote im Bundesland Salzburg um 0,4 Prozentpunkte an, im österreichischen Durchschnitt war hingegen ein Rückgang von 0,5 Prozentpunkten zu verzeichnen. In den Nachkrisenjahren 2009 bis 2011 zeigte sich sowohl im Bundesland als auch im nationalen Durchschnitt eine ähnliche Entwicklung: Im Jahr 2009 ging die Investitionsquote im Bundesland Salzburg mit -0,9 Prozentpunkten etwas deutlicher zurück als im Bundesdurchschnitt. Auf die stagnierende Investitionsquote im Jahre 2010 folgte ein erneuter Rückgang im Jahr 2011; dieser belief sich im Bundesland Salzburg auf -0,5 Prozentpunkte, im österreichischen Durchschnitt auf -0,4 Prozentpunkte. Zwischen 2012 und 2014 nahm die Investitionsquote im Bundesland Salzburg dann leicht zu, im Bundesdurchschnitt hingegen leicht ab.
Entsprechend der durch Dienstleistungen geprägten Salzburger Branchenstruktur, lag die Investitionsquote des Salzburger Dienstleistungssektors mit durchschnittlich 7,5 % im Zeitraum 2004–14 recht deutlich über jener für Gesamtösterreich (6,7 %), während gleichzeitig die Investitionsquote im Salzburger Sachgütersektor mit 3,6 % gegenüber dem Bundesdurchschnitt (4,1 %) etwas niedriger war. Sowohl im nationalen Durchschnitt als auch im Bundesland selbst zeigt sich im Betrachtungszeitraum jeweils ein Rückgang der Investitionsquote. In Salzburg ging diese in der Sachgütererzeugung von 3,9 % im Jahr 2004 auf 3,1 % im Jahr 2014 zurück, im österreichischen Durchschnitt sank sie etwas stärker von 4,9 % (2004) auf 3,8 % (2014). Auch jene des Dienstleistungssektors war über den betrachteten Zeitraum sowohl im Bundesland, als auch in Österreich gesamt, rückläufig.
Bundesland Salzburg und Österreich: Investitionsquote, 2004–2014
Gesamt* 6,9 7,2 7,2 6,7 7,1 6,2 6,2 5,7 6,1 6,1 6,4
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,3 0,0 -0,5 0,4 -0,9 0,0 -0,5 0,4 0,0 0,3 -0,5
Sachgütererzeugung** 3,9 4,3 3,9 3,9 4,0 4,1 3,2 2,9 3,5 3,3 3,1
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,4 -0,4 0,0 0,1 0,1 -0,9 -0,3 0,6 -0,2 -0,2 -0,8
Dienstleistungssektor*** 7,8 8,0 8,0 7,5 8,4 7,0 7,3 6,7 7,0 7,1 7,6
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,2 0,0 -0,5 0,9 -1,4 0,3 -0,6 0,3 0,1 0,5 -0,2
Gesamt* 7,1 6,6 6,4 6,6 6,1 5,6 5,6 5,2 5,1 5,5 4,9
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,5 -0,2 0,2 -0,5 -0,5 0,0 -0,4 -0,1 0,4 -0,6 -2,2
Sachgütererzeugung** 4,9 4,3 4,2 4,9 4,5 4,2 3,6 3,5 3,9 3,6 3,8
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,6 -0,1 0,7 -0,4 -0,3 -0,6 -0,1 0,4 -0,3 0,2 -1,1
Dienstleistungssektor*** 8,4 7,7 7,5 7,4 6,8 6,2 6,5 6,0 5,7 6,5 5,3
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,7 -0,2 -0,1 -0,6 -0,6 0,3 -0,5 -0,3 0,8 -1,2 -3,1
Investitionsquote: Anteil der Bruttoinvestitionen an den Umsatzerlösen. Unter Investitionen sind die steuerlich aktivierbaren Anschaffungen zum Anlagevermögen – nur Zugänge im Berichtsjahr – zu verstehen. Die Umsatzerlöse beinhalten die Summe der im Unternehmen während des Berichtszeitraumes für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit in Rechnung gestellten Beträge (ohne Umsatzsteuer), welche dem Verkauf und/oder der Nutzungsüberlassung von Erzeugnissen und Waren bzw. gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen nach Abzug der Erlösschmälerungen (Skonti, Kundenrabatte etc.) entsprechen.
(*) Die Leistungs- und Strukturerhebung umfasst die ÖNACE 2008 Abschnitte B bis N sowie Abteilung S95.
(**) ÖNACE 2008 Kategorie C – Herstellung von Waren.
(***) ÖNACE 2008 Kategorien G, H, I, J, K, L, M, N, S.
Stand der Aktualisierung: 30.06.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturerhebung.
Die Erwerbstätigenquote ist von 2008 bis 2015 sowohl in Österreich gesamt als auch im Bundesland Salzburg angestiegen. Lag sie im Ausgangsjahr 2005 bei 73 % (Salzburg) bzw. rund 72 % (Österreich), so stieg sie bis zum Jahr 2015 auf einen Wert von etwa 80 % (Salzburg) bzw. etwa 77 % (Österreich). Die Salzburger Erwerbsquote ist also über den gegebenen Zeitraum nicht nur deutlich stärker angestiegen als jene des österreichischen Durchschnitts, sie wies auch durchgehend höhere Werte auf. Zu erkennen ist dabei eine zunehmende Divergenz, da die Differenz zwischen dem Bundesland und Österreich gesamt über die betrachtete Zeitperiode zunahm: Betrug sie im Jahr 2005 lediglich 0,7 Prozentpunkte, so trennten den österreichischen Durchschnitt im Jahre 2015 bereits 3,0 Prozentpunkten vom Salzburger Wert. Der höchste Anstieg der Erwerbstätigenquote zeigte sich sowohl im Bundesland als auch im Bundesdurchschnitt im Jahr 2013 (+1,9 bzw. +0,9 Prozentpunkte).
Nach Geschlecht differenziert, wiesen Männer sowohl im Bundesland als auch im österreichischen Durchschnitt eine durchgehend deutlich höhere Erwerbstätigenquote auf. Über den betrachteten Zeithorizont zeigt sich jedoch sowohl auf Landes- wie auch auf Bundesebene ein Rückgang dieser geschlechterspezifischen Differenz in der Erwerbsbeteiligung, da die Erwerbstätigenquote von Frauen deutlicher rascher zunahm als jene der Männer.
Vrd. 08/15 PP)
Salzburg (in %) 73,0 73,4 74,5 75,2 76,1 78,0 78,9 79,6
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,4 1,1 0,7 0,9 1,9 0,9 0,7 6,6
davon Männer (in %) 76,5 76,5 76,8 77,3 78,2 80,1 80,9 81,4 4,9
davon Frauen (in %) 69,2 70,1 72,1 73,0 74,0 75,7 76,8 77,5 8,3
Österreich (in %) 72,3 72,4 73,0 73,6 74,2 75,1 75,9 76,6
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,1 0,6 0,6 0,6 0,9 0,8 0,7 4,3
davon Männer (in %) 76,2 75,7 75,6 76,1 76,5 77,5 78,2 78,8 2,6
davon Frauen (in %) 68,1 68,8 70,0 71,0 71,6 72,6 73,4 74,2 6,1
Erwerbstätigenquote: Anteil der unselbstständig und selbstständig Beschäftigten sowie arbeitslos vorgemerkten Personen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Regionale Zuordnung erfolgt nach dem Wohnort (wohnortbezogene Erwerbsquote).
Stand: 28.11.2016.
Öffentliche Investitionsausgaben der Gemeinden pro Kopf
Die Investitionsausgaben der Gemeinden beliefen sich im Durchschnitt der Jahre 2005–15 auf 260 Euro pro Kopf; sie bewegten sich damit nur leicht oberhalb des durchschnittlichen Niveaus aller österreichischen Gemeinden (knapp 257 Euro pro Kopf). Dabei haben diese Investitionen im Bundesland Salzburg von 2005 bis 2015 mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 2,7 % insgesamt um über 30 % zugenommen – ein Anstieg der deutlich über jenem der Gemeinden in Gesamtösterreich liegt: Während sie im Bundesland Salzburg von rund 242 Euro auf 317 Euro pro Kopf wuchsen, stiegen sie im österreichischen Durchschnitt mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 0,8 % von rund 269 Euro auf rund 291 Euro pro Kopf nur relativ leicht an.
Dementsprechend ist ein Aufholprozess der Salzburger Gemeinden bei den Pro-Kopf-Investitionen zu erkennen. Lagen diese im Ausgangsjahr 2005 noch um rund 27 Euro unterhalb des Niveaus aller österreichischen Gemeinden, so wiesen die Gemeinden des Bundeslandes Salzburg ab 2011 anhaltend höhere Investitionsausgaben pro Kopf auf. Am ausgeprägtesten war diese Differenz mit 102 Euro pro Kopf im Jahr 2012, danach reduzierte sich dieser „Investitionsvorsprung“ auf Gemeindeebene in den Folgejahren auf rund 27 Euro pro Kopf im Jahre 2015.
Differenziert nach Investitionsart zeigt sich, dass die Gemeinden sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Gesamtösterreich etwa ein Viertel ihrer Investitionen für den Bereich Verkehr verausgabten, im Bundesland Salzburg fast 66 Euro pro Kopf, in den österreichischen Gemeinden durchschnittlich 68 Euro pro Kopf. Auffällig sind allerdings zwei Salzburger „Besonderheiten“: Zum einen investieren die Salzburger Gemeinden im Durchschnitt der Jahre 2005–15 knapp 47 Euro pro Kopf für den Bereich Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft und damit deutlich mehr als die knapp 38 Euro pro Kopf, die österreichische Gemeinden durchschnittlich für Investitionen in diesem Bereich verausgaben. Zum anderen zeigt sich, dass Salzburger Gemeinden in den Bereichen soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung gut 13 Euro pro Kopf investierten, gegenüber rund zwei Euro pro Kopf im österreichischen Durchschnitt.
Die Investitionsausgaben der Salzburger Gemeinden im Bereich „Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft“ wiesen im Betrachtungszeitraum 2005–15 ein überdurchschnittlich hohes Wachstum – von jahresdurchschnittlich +7,8 % – auf. Auch im Durchschnitt aller österreichischen Gemeinden war dies der Bereich mit dem höchsten Wachstum; dieses lag mit einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 6,5 % allerdings deutlich unter dem Salzburger Niveau.
Ebenfalls verhältnismäßig hohe jahresdurchschnittliche Wachstumsraten wiesen im Bundesland Salzburg die Pro-Kopf-Investitionsausgaben der Gemeinden in den Bereichen „soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung“ (1,5 %), sowie „Straßen- und Wasserbau, Verkehr“ (2,0 %) auf. Die entsprechenden Zuwächse auf Ebene aller österreichischen Gemeinden beliefen sich auf 0,7 % bzw. 2,4 %. Einen deutlichen Rückgang verzeichneten hingegen die Pro-Kopf-Investitionsausgaben der Gemeinden im Bereich „Gesundheit“: In Salzburg betrug dieser Rückgang insgesamt 52,9 %, im österreichischen Durchschnitt insgesamt 21,1 %, die jahresdurchschnittlichen Wachstumsraten belaufen sich auf -7,3 % bzw. -2,3 %.
Bundesland Salzburg und Österreich: Investitionsausgaben der Gemeinden pro Kopf, 2005–2015
Gesamt 242,2 220,8 222,6 243,6 216,7 219,0 249,5 327,5 288,5 312,1 317,0
Vrd. zum Vorjahr (in %) -8,8 0,8 9,4 -11,0 1,1 13,9 31,3 -11,9 8,2 1,6 2,7
Unterricht, Erziehung, Sport u. Wissenschaft 42,1 37,9 30,2 34,3 31,4 25,9 38,7 53,2 51,2 79,6 89,3 7,8
Soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung 6,9 3,7 7,2 7,6 10,6 7,7 9,4 38,4 31,5 12,6 -8,0 1,5
Gesundheit 1,7 1,4 2,4 3,6 6,2 1,2 0,4 1,1 0,6 0,5 0,8 -7,3
Straßen- und Wasserbau, Verkehr 63,7 55,1 58,4 59,6 58,8 54,9 70,7 70,2 71,8 81,2 77,4 2,0
Österreich* (in €)
Gesamt 269,1 260,5 263,5 275,3 273,2 229,5 205,8 225,5 244,1 287,4 290,5
Vrd. zum Vorjahr (in %) -3,2 1,2 4,5 -0,8 -16,0 -10,3 9,6 8,2 17,7 1,1 0,8
Unterricht, Erziehung, Sport u. Wissenschaft 29,0 33,1 30,7 38,0 43,7 37,2 31,1 31,1 37,7 50,0 54,5 6,5
Soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung 1,3 1,6 1,9 2,0 2,7 2,4 3,1 4,0 2,7 1,8 1,4 0,7
Gesundheit 1,9 1,6 1,2 1,4 1,7 0,9 1,0 1,0 1,1 1,5 1,5 -2,3
Straßen- und Wasserbau, Verkehr 63,0 64,2 67,4 69,9 73,5 60,6 56,5 -60,6 69,9 82,5 79,5 2,4
Investitionsausgaben: Ordentliche und außerordentliche Investitionen laut Rechnungsabschlüssen. Trennung in ordentliche und außerordentliche Investitionen nach den Kriterien (a) Periodizität (o. A.: regelmäßig, ao. A.: unregelmäßig), (b) Vorhersehbarkeit (o. A.: vorhersehbar, ao. A.: unvorhersehbar), (c) Finanzierungsart (o. A.: laufende Einnahmen, ao. A.: außerordentliche Einnahmen (insbesondere Schuldenaufnahme)) und (d) zeitlichen Nutzenverteilung (o. A.: nutzstiftend in laufender Periode, ao. A.: nutzstiftend (auch) in zukünftigen Perioden).
Pro-Kopf-Angaben berechnet auf Basis der Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
(*)	Aggregierte Daten aller Gemeinden Österreichs.
Stand: 03.10.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Gebarungsstatistik, Gemeinden ab 2000, VA-Gruppen und Abschnitte.
Öffentliche Investitionsausgaben der Länder pro Kopf
Die aus dem Landeshaushalt finanzierten Investitionsausgaben bewegten sich im Bundesland Salzburg im Zeitraum 2005–15 zwischen 54 Euro und 90 Euro pro Kopf, im Durchschnitt beliefen sie sich auf 72 Euro. Dabei kann von 2005 bis 2009 zunächst ein deutlicher Anstieg beobachtet werden, seitdem ist dann – mit Ausnahme der Jahre 2012 und 2014 – ein anhaltender Rückgang von 90 Euro auf 54 Euro im Jahre 2015 zu registrieren. Der Vergleich mit dem Durchschnitt aller österreichischen Bundesländer (ohne Wien) zeigt, dass hier die über die Länderhaushalte finanzierten Investitionsausgaben pro Kopf deutlich über dem Salzburger Niveau lagen – einzige Ausnahme bildete das Jahr 2012. Im österreichischen Durchschnitt schwankten diese Investitionsausgaben im Betrachtungszeitraum zwischen 86 Euro und 106 Euro pro Kopf, im Mittel beliefen sie sich auf knapp 95 Euro, lagen also um etwa ein Drittel über dem Salzburger Niveau. Dabei ist für Österreich insgesamt (ohne Wien) bereits seit 2006 ein – durch leichte Schwankungen gekennzeichneter – Trend rückläufiger, über die Landeshaushalte finanzierter Investitionsausgaben pro Kopf zu identifizieren. Beliefen sich diese Ausgaben im Jahre 2006 noch auf über 106 Euro, so ist dieser Wert im Jahre 2015 auf knapp 89 Euro zurückgegangen.
Eine Aufgliederung nach Investitionsbereichen zeigt, dass die Kategorie „Straßen- und Wasserbau, Verkehr“ sowohl im Bundesland Salzburg, als auch im Durchschnitt der österreichischen Bundesländer (ohne Wien), den mit großem Abstand jeweils höchsten Anteil an den Investitionen einnahm. Im Bundesland Salzburg beliefen sich Investitionsausgaben für Verkehr pro Kopf im Zeitraum 2005–15 auf durchschnittlich 53 Euro, damit wurden fast drei Viertel der vom Land finanzierten Investitionsausgaben für diesen Bereich verausgabt. Im Durchschnitt der österreichischen Bundesländer (ohne Wien) beliefen sich die Pro-Kopf-Investitionsausgaben für diesen Verwendungszweck auf mehr als 64 Euro, der Anteil an den gesamten Investitionsausgaben lag hier mit rund 68 % deutlich unterhalb des Salzburger Niveaus.
Im Bereich „Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft“ investierte das Bundesland Salzburg mit durchschnittlich elf Euro pro Kopf fast doppelt so viel wie im Durchschnitt der Bundesländer (ohne Wien), die für diesen Bereich knapp sechs Euro pro Kopf verausgabten. Auch auf Landesebene ist demnach ein „Salzburger Investitionsvorsprung“ im Bereich Bildung und Wissenschaft zu konstatieren. Umgekehrt verhält es sich bei den Investitionsausgaben für den Bereich Gesundheit, hier investierte das Bundesland Salzburg 2005–15 durchschnittlich 0,5 Euro pro Kopf, der österreichische Durchschnittswert für die Bundesländer (ohne Wien) lag hier mit 5,6 Euro pro Kopf deutlich höher. Nimmt man die ebenfalls relativ niedrigen Pro-Kopf-Investitionen der Salzburger Gemeinden hinzu, ergibt sich für das Bundesland Salzburg insgesamt das Bild deutlich niedrigerer Investitionen im Bereich der öffentlich finanzierten
gesundheitsbezogenen Investitionen. Die Investitionsausgaben für soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung beliefen sich im Bundesland Salzburg 2005–15 auf durchschnittlich gut 0,3 Euro pro Kopf, mit knapp 0,7 Euro pro Kopf lagen sie im Durchschnitt der Bundesländer (ohne Wien) mehr als doppelt so hoch. Offenkundig liegt hier gleichsam ein „Kompensationseffekt“ vor, bewegten sich doch – wie gezeigt – die Ausgaben der Salzburger Gemeinden auf sehr viel höherem Niveau als im Bundesdurchschnitt.
Bundesland Salzburg und Österreich: Investitionsausgaben der Länder pro Kopf, 2005–2015
Gesamt 57,5 75,7 75,3 80,0 90,3 74,7 66,7 89,2 63,1 66,1 53,9
Vrd. zum Vorjahr (in %) 31,7 -0,5 6,2 12,9 -17,3 -10,7 33,7 -29,3 4,8 -18,5 -0,6
Unterricht, Erziehung, Sport u. Wissenschaft 7,2 6,6 8,3 11,6 14,9 14,9 13,9 17,0 9,5 12,7 4,6 -4,4
soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung 0,6 0,4 0,2 0,3 0,2 0,2 0,5 0,2 0,1 0,1 1,0 5,2
Gesundheit 0,6 0,6 0,6 0,3 0,6 0,5 0,6 0,3 0,4 0,6 0,4 -4,0
Straßen- und Wasserbau, Verkehr 41,2 60,8 61,7 60,1 67,4 53,9 47,3 67,4 49,2 39,4 38,1 -0,8
Österreich*** (in €)
Gesamt 96,4 106,4 100,3 101,6 101,1 96,1 87,9 86,9 86,0 91,4 88,9
Vrd. zum Vorjahr (in %) 10,4 -5,7 1,3 -0,5 -4,9 -8,5 -1,1 -1,0 6,3 -2,7 -0,8
Unterricht, Erziehung, Sport u. Wissenschaft 7,0 5,8 4,7 4,9 6,4 8,4 6,9 5,1 5,2 5,4 5,1 -3,1
soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung 1,6 0,6 0,6 0,6 0,7 0,6 0,4 0,6 0,5 0,5 0,8 -6,7
Gesundheit 6,5 7,9 8,2 8,0 4,9 3,0 3,1 3,6 5,2 6,8 4,9 -2,8
Straßen- und Wasserbau, Verkehr 64,7 75,5 67,8 66,9 67,8 61,1 58,6 61,2 59,6 61,4 63,8 -0,1
(*)	Aggregierte Daten der Bundesländer ohne Wien. Dementsprechend ins Verhältnis zur Wohnbevölkerung ohne Wien gesetzt.
Stand der Aktualisierung: 03.10.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Gebarungsstatistik, Länder ab 2000, VA-Gruppen und Abschnitte.
Verschuldung öffentlicher Haushalte
Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte im Bundesland Salzburg belief sich 2012 auf 3,5 Mrd. Euro und damit auf knapp 15 % des Bruttoregionalprodukts (BRP). Bis 2015 reduzierte sich der öffentliche Schuldenstand deutlich – um über 40 % – auf 2,1 Mrd. Euro. Auch der Anteil am BRP ging bis 2014 auf 9,1 % deutlich zurück. Demgegenüber nahm die öffentliche Verschuldung der österreichischen Bundesländer (ohne Wien) im gleichen Zeitraum lediglich um knapp zwei Prozent ab, von 21,1 Mrd. Euro auf 20,7 Mrd. Euro. Dementsprechend ging auch der Anteil des öffentlichen Schuldenstands am BRP gesamt (ohne Wien) auf der gesamten Landesebene (ohne Wien) vergleichsweise leicht zurück, von 8,9 % im Jahre 2012 auf 8,3 % im Jahre 2014. Ungeachtet des vergleichsweise raschen Schuldenabbaus liegt damit der Anteil der öffentlichen Schulden an der Wirtschaftsleistung im Bundesland Salzburg immer noch spürbar über dem Durchschnitt der österreichischen Bundesländer.
Bundesland Salzburg und Österreich: Öffentlicher Schuldenstand nach Maastricht-Indikatoren, 2012–2015
Vrd. 12/14 (in PP)
in Mio. € in % des BRP*
Land** Salzburg 3.528 2.208 2.210 2.110 14,9 9,3 9,1 -5,8
Vrd. zum Vorjahr (in %/in Prozentpunkten) -37,4 0,1 -4,5 -15,7 -5,6 -0,2
Landesebene** (ohne Wien)*** 21.086 20.034 20.353 20.676 8,9 8,3 8,3 -0,6
Vrd. zum Vorjahr (in %/in Prozentpunkten) -5,0 1,6 1,6 -0,7 -0,6 0,0
Öffentlicher Schuldenstand nach Maastricht-Indikatoren, Bruttokonzept: Ausgewiesen wird der Stand der finanziellen Verbindlichkeiten ohne Gegenrechnung von finanziellen Vermögenswerten wie etwa Kassenmitteln, gewährten Darlehen (etwa Wohnbauförderungsdarlehen) oder Wertpapieren. Auch physische Vermögenswerte und Beteiligungsvermögen bleiben bei dem Bruttokonzept unberücksichtigt (BMF 2015)
(*)	BIP/BRP zu laufenden Preisen laut RGR. Zahlen für 2014 vorläufig. Aus dem BIP gesamt wurde Wien herausgerechnet.
(**)	Umfasst Land, Landesfonds, Landeskammern und ausgegliederte Landeseinheiten.
(***)	Entspricht der Summe der Länder ohne Wien.
Stand: 29.11.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Öffentlicher Schuldenstand – Maastricht-Indikatoren.
Äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen
Die privaten Haushalte im Bundesland Salzburg verfügten im Durchschnitt der Jahre 2008–15 über ein jährliches äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen in Höhe von 24.748 Euro. Dieser Wert liegt deutlich – um rund 686 Euro – oberhalb des österreichischen Durchschnittswerts von 24.062 Euro. In der zeitlichen Betrachtung ist jedoch zu erkennen, dass das Bundesland Salzburg nicht durchgehend höhere Werte des äquivalisierten Nettohaushalteinkommens aufwies. So lag Salzburg etwa in den Nachkrisenjahren 2008 und 2009 (um 125 Euro bzw. 86 Euro) sowie im Letztjahr 2015 (um 35 Euro) unter dem österreichischen Niveau. Ausgehend von einem Niveau von 21.554 Euro im Jahre 2008 realisierten die Salzburger Privathaushalte bis in das Jahr 2015 mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 2,7 % einen Gesamtzuwachs um 20,3 % auf 25.923 Euro, der österreichische Durchschnittshaushalt erreichte ein Gesamtwachstum des äquivalisierten Nettohaushaltseinkommens von 19,7 % auf 25.958 Euro – dies entsprach einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 2,6 %.
Bezüglich der Entwicklung über die Zeit wird sowohl für das Bundesland als auch für den österreichischen Durchschnitt ein ähnliches Muster ersichtlich. So wiesen die Jahre 2009 und 2010 jeweils verhältnismäßig hohe Wachstumsraten des äquivalisierten Nettohaushaltseinkommens auf, in den Jahren 2011 und 2012 fiel dieses Wachstum jeweils etwas verhaltener aus und im Jahr 2013 ging das äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen sowohl im Bundesland als auch im Durchschnitt zurück – im Bundesland mit -7,4 % jedoch viel deutlicher als in Österreich (-0,2 %). Das Jahr 2014 wies erneut ein deutliches Wachstum auf – sowohl im Bundesland als auch im österreichischen Durchschnitt das höchste in der betrachteten Periode. 2015 folge ein Rückgang, der erneut im Bundesland deutlich höher ausfiel als im Durchschnitt (-4,2 % bzw. -0,5 %).
Bundesland Salzburg und Österreich: Jährliches äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen, 2008–2015
Salzburg (in €) 21.554 22.664 24.500 25.320 26.465 24.511 27.048 25.923
Vrd. zum Vorjahr (in %) 5,1 8,1 3,3 4,5 -7,4 10,4 -4,2 2,7
Österreich (in €) 21.679 22.750 23.596 23.642 24.423 24.366 26.080 25.958
Vrd. zum Vorjahr (in %) 4,9 3,7 0,2 3,3 -0,2 7,0 -0,5 2,6
Ausgewiesene Werte entsprechen dem arithmetischen Mittel.
Das Äquivalenzeinkommen eines Haushalts errechnet sich aus dem verfügbaren Haushaltseinkommen dividiert durch die Summe der Personengewichte im Haushalt. Die Personengewichte werden auf Basis der EU-Skala berechnet: erste Person = 1,0; zweite und jede weitere Person = 0,5, außer Kinder jünger als 14 Jahre = 0,3. Das verfügbare Haushaltseinkommen entspricht der Summe aus Erwerbseinkommen, Kapitalerträgen, Pensionen und Sozialtransfers minus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, sowie Abzug und Hinzurechnung von Unterhaltsleistungen und sonstigen Privattransfers zwischen Haushalten.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – EU-SILC 2008–2015.
Äquivalisierte Verbrauchsausgaben der Haushalte
Die äquivalisierten – also um die jeweilige Haushaltsgröße korrigierten – Verbrauchsausgaben haben im Bundesland Salzburg von 1.290 Euro (1999/2000) auf 2.100 Euro (2014/15) deutlich, um über 60 %, zugenommen. Auch im Bundesdurchschnitt war eine deutliche Zunahme der Verbrauchsausgaben zu erkennen. Das Wachstum über den Gesamtzeitraum lag hier bei rund 46 %, damit jedoch um etwa 15 Prozentpunkte unter jenem des Bundeslandes Salzburg. Folglich ist ein „Aufholprozess“ Salzburgs zu beobachten: In den Jahren 1999/2000 lagen die monatlichen, äquivalisierten Verbrauchsausgaben im Bundesland Salzburg noch um 60 Euro unter, am Ende des Betrachtungszeitraums, 2014/15, dann um 130 Euro über dem Niveau des Bundesdurchschnitts. In der Periodenbetrachtung wird zudem deutlich, dass die Verbrauchsausgaben insbesondere von 1999/2000 auf 2004/05 noch stark zugenommen haben, in Salzburg um über 33 %, in Österreich insgesamt um knapp 21 %. In den Folgeperioden verlangsamte sich dieser Zuwachs unverkennbar, das Wachstum der Verbrauchausgaben belief sich zwischen 2009/10 und 2014/15 auf gut 7 % im Bundesland Salzburg und knapp 5 % im österreichischen Durchschnitt.
Bundesland Salzburg und Österreich: Monatliche äquivalisierte Verbrauchsausgaben, 1999/2000 bis 2014/15
Vrd. 99/00 zu 14/15 (in %)
Salzburg (in €) 1.290 1.720 1.960 2.100 62,8
Vrd. zur Vorperiode (in %) 33,3 14,0 7,1
Österreich (in €) 1.350 1.630 1.880 1.970 45,9
Vrd. zur Vorperiode (in %) 20,7 15,3 4,8
Äquivalenzausgaben arithmetisches Mittel.
Angewandte Rundungsregel: Eurobeträge größer gleich 1.000 Euro sind auf Zehner, Eurobeträge größer gleich 100 Euro auf Einer gerundet.
(*) Die Äquivalenzausgaben sind nach folgendem Schema berechnet: Erste erwachsene Person = 1,00; jede weitere erwachsene Person = 0,70; Kind 0–3 Jahre = 0,33; Kind 4–6 Jahre = 0,38; Kind 7–10 Jahre = 0,55; Kind 11–15 Jahre = 0,65; Kind 16–18 Jahre = 0,70; Kind 19–21 Jahre = 0,80; Kind 22–26 Jahre = 0,70.
(**) Die Äquivalenzausgaben sind nach folgendem Gewichtungsschema berechnet: Die erste erwachsene Person im Haushalt = 1,0; jede weitere Person ab 14 Jahren = 0,5 und Kinder unter 14 Jahren = 0,3.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Konsumerhebung 1999/2000, Konsumerhebung 2004/2005, Konsumerhebung 2009/2010, Konsumerhebung 2014/2015.
Indikatoren zur Geschäftslage und zu den geschäftlichen Aussichten für die kommenden sechs Monate geben Auskunft über die Erwartungen und Einschätzungen hinsichtlich der gleichsam „klimatischen“ Umfeldbedingungen, unter denen Unternehmen Entscheidungen über Investitionen oder ihre Personalentwicklung treffen.
Der WKS-Index zeigt für das Bundesland Salzburg einen signifikanten Einbruch des Geschäftsklimas im Jahre 2008, wobei die aktuelle Geschäftslage auch in diesem Krisenjahr noch verhalten positiv bewertet wurde, während die Erwartungen für das kommende halbe Jahr, insbesondere hinsichtlich der Personalentwicklung, im Betrachtungszeitraum ihren Tiefstand erreichten. Danach setzte eine relativ rasche Erholung ein: Bis 2010 sind mit Ausnahme des Vorlaufindikators „erwartete Personalentwicklung“ alle Indizes wieder im positiven Bereich. Unterbrochen durch einen Rückgang im Jahr 2011 bewegen sich diese Indizes dann ab 2012 bis 2016 auf einem niedrigen positiven Niveau, die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Personalentwicklung verbleiben im leicht negativen Bereich.
Der Indikator zur Geschäftslage in Gewerbe und Handwerk für das Bundesland Salzburg zeigt einen ähnlichen Verlauf wie der WKS-Index: Relativ ausgeprägte positive Beurteilungen in den Jahren 2010 und 2011, danach aber ein stetiger Rückgang, 2015 wird die Geschäftslage dann negativ beurteilt. Für Gewerbe und Handwerk in Österreich insgesamt ist ein vergleichbarer Verlauf zu beobachten, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau, hier wird die Geschäftslage bereits ab 2013 eher negativ beurteilt. Der Vorlaufindikator „Auftrags- und Umsatzerwartungen“ weist ein ähnliches Muster auf, sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt überwiegen die negativen Einschätzungen.
Von den Unternehmen der Sachgüterzeugung wird die Geschäftslage für die eigenen Produkte im Bundesland Salzburg für die Jahre 2010 und 2011 eher positiv bewertet, diese Beurteilung geht dann in den Folgejahren, mit einer leichten Erholung 2013, in eine deutlich negativere Richtung. Dieses Muster ist im Wesentlichen auch für Österreich insgesamt zu beobachten. Der Vorlaufindikator „Beschäftigung in den nächsten Monaten“ weist sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt in den Jahren 2010 und 2011 noch positive Werte auf, wechselt danach aber in deutlich negative Bereiche.
Bundesland Salzburg: Entwicklung Index zur Konjunkturumfrage der Wirtschaftskammer Salzburg, 2007–2016
Eigene Darstellung nach: Wirtschaftskammer Salzburg – Konjunkturumfrage
(*) Dargestellt wird der jeweilige Saldo, der dem Überhang der positiven Meldungen über den negativen Meldungen in Prozentpunkten entspricht. Neutrale Antworten werden vernachlässigt. Werte über null zeigen eine in Summe positive Einschätzung an, Werte unter null spiegeln eine per Saldo negative Einschätzung wider. Null Indexpunkte zeigen an, dass sich positive und negative Einschätzungen die Waage halten. Der Index kann Werte zwischen +100 Indexpunkten (alle Einschätzungen sind positiv) und -100 Indexpunkten (alle Einschätzungen sind negativ) annehmen. Anzahl und Formulierung der Antwortkategorien können je nach Frage unterschiedlich sein.
Werte jeweils November des jeweiligen Jahres.
Stand: 20.12.2016.
Etwas anders stellt sich die Entwicklung des Geschäftsklimas in der Industrie dar. Hier wird die Geschäftslage im Betrachtungszeitraum 2010–15 sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt deutlich positiver eingeschätzt. Der Index liegt hier – mit Ausnahmen im Bundesland Salzburg in den Jahren 2012 und 2013 – jeweils über dem Niveau der entsprechenden Indizes in den anderen Wirtschaftsbereichen. Ähnliches gilt auch für die geschäftlichen Erwartungen, die im Betrachtungszeitraum – mit Ausnahme des Jahres 2012 für Österreich – durchweg positiv sind. Vergleichsweise günstiger stellen sich in der Industrie auch die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Beschäftigungsentwicklung dar, in Österreich insgesamt ist das hier im Betrachtungszeitraum durchgängig der Fall, im Bundesland Salzburg in vier von sechs Jahren.
Eine vorübergehende Eintrübung des Geschäftsklimas lässt sich für die Salzburger Industrie in den Jahren 2012 und 2013 beobachten, während die österreichische Industrie insgesamt die eigene Geschäftslage durchgängig überwiegend positiv einschätzt. Bemerkenswert sind die hohen und zunehmend positiven Werte bei den Einschätzungen der Industrieunternehmen zur aktuellen Geschäftslage in den Jahren 2014 und 2015, die deutlich von dem dargestellten negativen Trend in den anderen Wirtschaftsbereichen abweichen.
Bundesland Salzburg und Österreich: Konjunktureinschätzung der heimischen Unternehmen, 2010–2015
Salzburg (in Index- (=Prozent-)punkten)* Österreich (in Index- (=Prozent-)punkten)*
Konjunkturtest KMU-Forschung Austria (Gewerbe und Handwerk)
Geschäftslage derzeit 13,3 11,8 9,8 3,8 3,8 -7,8 4,8 7,3 7,3 -3,5 -8,3 -11,5
Auftrags-/Umsatzerwartungen 6,3 10,8 4,8 5,5 -0,3 -9,0 5,8 9,5 2,8 1,5 -4,5 -7,3
Konjunkturtest Wifo (Herstellung von Waren)
Geschäftslage für eigene Produkte derzeit 9,3 13,9 -1,0 2,7 -12,9 -16,8 5,9 15,1 5,1 -1,0 -11,5 -12,6
Geschäftslage für eigene Produkte in 6 Monaten 2,5 -4,9 -6,9 1,7 0,4 1,6 7,1 -4,7 -7,4 -0,9 -1,1 0,9
Beschäftigung in den nächsten Monaten 9,8 5,1 -4,5 -7,5 -8,6 -9,6 4,1 2,9 -5,3 -6,7 -6,2 -6,1
Konjunkturumfrage der IV (Industrie)
Geschäftslage derzeit 15,0 34,8 1,8 -1,8 12,8 35,5 30,3 46,3 30,0 22,5 25,0 34,3
Geschäftslage in 6 Monaten 26,5 26,3 4,3 36,3 16,8 8,0 14,5 5,5 -0,8 11,8 8,5 3,8
Beschäftigtenstand in 3 Monaten 6,8 7,8 -8,5 12,8 6,5 -1,8 7,5 8,5 -3,0 -4,5 -5,5 -0,5
(*) Dargestellt wird der jeweilige Saldo, der dem Überhang der positiven Meldungen über den negativen Meldungen in Prozentpunkten entspricht. Neutrale Antworten werden vernachlässigt. Werte über null zeigen eine in Summe positive Einschätzung an, Werte unter null spiegeln eine per Saldo negative Einschätzung wider. Null Indexpunkte zeigen an, dass sich positive und negative Einschätzungen die Waage halten. Die Indizes können Werte zwischen +100 Indexpunkten (alle Einschätzungen sind positiv) und -100 Indexpunkten (alle Einschätzungen sind negativ) annehmen. Anzahl und Formulierung der Antwortkategorien können von Umfrage zu Umfrage unterschiedlich sein.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Landesstatistik Salzburg 2016.
Der Arbeitsklima Index ist ein auf Befragungen basierender Indikator, der Auskunft über die Arbeits- und Einkommenszufriedenheit der Beschäftigten gibt. Für das Bundesland Salzburg ist im Zeitraum 2007–15 ein deutlicher, 2014 nur leicht unterbrochener Rückgang des Arbeitsklima Index von 120 auf 101 Indexpunkte zu beobachten. Demgegenüber verbleibt der Arbeitsklima Index in Österreich insgesamt mit leichten Schwankungen auf dem Niveau von etwa 108 Indexpunkten. Damit hat sich die günstigere Einschätzung des Arbeitsklimas, die im Bundesland Salzburg gegenüber dem österreichischen Durchschnittswert in den Jahren 2005–10 noch zu beobachten war, danach in ihr Gegenteil verkehrt. Im Jahre 2012 lag der Arbeitsklima Index im Bundesland Salzburg um sechs und im Jahre 2015 dann um fünf Indexpunkte unterhalb des österreichischen Durchschnittswertes.
Bundesland Salzburg und Österreich: Arbeitsklima Index, 2005–2015
Vrd. 2005/15 (in IP)
Salzburg (Index) 113 115 120 115 111 114 107 102 104 106 101
Vrd. zum Vorjahr (in Indexpunkten) 2,0 5,0 -5,0 -4,0 3,0 -7,0 -5,0 2,0 2,0 -5,0 -12,0
Österreich (Index) 107 108 112 110 109 108 108 108 109 106 106
Vrd. zum Vorjahr (in Indexpunkten) 1,0 4,0 -2,0 -1,0 -1,0 0,0 0,0 1,0 -3,0 0,0 -1,0
IP = Indexpunkte.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Arbeitsklima Index für Salzburg 2015.
Bruttoinvestitionen pro Kopf
Die Bruttoinvestitionen pro Kopf beliefen sich im Zeitraum 2008–14 im Bundesland Salzburg auf durchschnittlich 6.433 Euro und in Österreich insgesamt auf 4.367 Euro. Deutlich wird damit auch an den Bruttoinvestitionen pro Kopf der bereits an dem Wachstum des gesamten Investitionsvolumens erkennbare „Salzburger Investitionsvorsprung“ gegenüber dem österreichischen Durchschnittsniveau (Steiner et al. 2016, 79). Die Bruttoinvestitionen pro Kopf lagen im Bundesland Salzburg durchweg um das 1,4- bis 1,7-Fache höher als im österreichischen Durchschnitt. Am höchsten fiel die Differenz im Jahr 2014 aus – hier betrug sie 2.889 Euro pro Kopf.
Die Bruttoinvestitionen pro Kopf, die sich im Bundesland Salzburg im Jahr 2008 noch auf 7.181 Euro beliefen, sind im Zuge der Krise dann auf 5.726 Euro drastisch zurückgegangen. Seitdem ist eine anhaltende Erholung bis auf 6.930 Euro im Jahre 2014 zu verzeichnen. Diese Erholung nach dem krisenbedingten Einbruch verlief in Österreich insgesamt deutlich zögerlicher, hier betrugen die Bruttoinvestitionen pro Kopf im Jahre 2008 4.893 Euro, gingen dann im Jahre 2009 auf 4.109 Euro zurück und schwankten in den Folgejahren zwischen 4.621 Euro und (2013) und 4.041 Euro (2014).
Differenziert nach Investitionsart lässt sich ein wesentlicher Unterschied – gleichsam ein Charakteristikum der Salzburger Wirtschaft – beobachten: Während in Österreich insgesamt die Pro-Kopf-Investitionen in Gebäude und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung die höchsten Anteile an den Gesamtinvestitionen trugen, fielen im Bundesland Salzburg die Pro-Kopf-Investitionen in Transportmittel durchgehend am höchsten aus. Über den betrachteten Zeitraum waren die Pro-Kopf-Investitionen in Transportmittel im Bundesland zwischen 1.511 Euro (2009) bis 2.489 Euro (2014) höher als im Bundesdurchschnitt. Der „Salzburger Investitionsvorsprung“ basiert daher zu einem wesentlichen Teil auf diesen hohen Transportmittelinvestitionen, wobei hier nicht zuletzt die Investitionen in den Ausbau von Seilbahnen eine Rolle spielen. Demgegenüber fielen die Investitionen pro Kopf in Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte im Bundesland vergleichsweise gering aus. In diesem Bereich ist aber, angesichts einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von knapp 14 %, offenkundig ein Aufholprozess in Gange.
Bundesland Salzburg und Österreich: Bruttoinvestitionen pro Kopf, 2008–2014
Gesamt1 7.180,5 5.725,9 5.901,0 6.169,2 6.546,7 6.580,7 6.929,6
Vrd. zum Vorjahr (in %) -20,3 3,1 4,5 6,1 0,5 5,3 -0,6
Gebäude (Altbauten und Errichtung und Umbau von Gebäuden und Bauten)2 2.146,3 1.624,6 1.766,8 1.651,1 1.586,8 1.838,2 1.821,5 -2,7
Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung3 1.727,3 1.532,1 1.445,0 1.372,0 1.499,1 1.401,1 1.368,8 -3,8
Transportmittel4 2.853,2 2.158,3 2.248,5 2.714,3 2.806,2 2.877,0 3.262,4 2,3
Software5 88,0 82,3 81,1 104,2 112,3 125,2 113,3 4,3
Konzessionen, gewerbliche Schutz- u. ä. Rechte6 29,2 33,7 78,1 94,1 81,2 66,2 63,9 13,9
Gesamt1 4.893,1 4.108,8 4.285,7 4.337,3 4.284,2 4.621,4 4.040,5
Vrd. zum Vorjahr (in %) -16,0 4,3 1,2 -1,2 7,9 -12,6 -3,1
Gebäude (Altbauten und Errichtung und Umbau von Gebäuden und Bauten)2 1.722,7 1.595,0 1.634,6 1.621,2 1.515,2 1.677,0 1.305,2 -4,5
Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung3 1.816,5 1.492,1 1.467,0 1.573,8 1.588,3 1.553,5 1.552,5 -2,6
Transportmittel4 899,6 647,3 680,5 745,9 745,4 711,9 773,8 -2,5
Software5 103,3 113,8 100,5 101,5 103,9 114,4 109,9 1,0
Konzessionen, gewerbliche Schutz- u. ä. Rechte6 118,1 69,5 220,3 104,4 102,6 372,7 121,2 0,4
Investitionen: steuerlich aktivierbare Anschaffungen zum Anlagevermögen – nur Zugänge im Berichtsjahr.
(1)	Die Leistungs- und Strukturerhebung umfasst die ÖNACE 2008 Abschnitte B bis N sowie Abteilung S95.
(2)	Die Investitionen in Altbauten enthalten die Aufwendungen für bestehende (bereits genutzte) Gebäude und Bauten, die im Berichtszeitraum erworben wurden. Wird ein Grundstück mit bestehenden Gebäuden gekauft und der Wert der beiden Komponenten kann nicht getrennt werden, so wird ihr Gesamtwert unter diesem Posten erfasst, wenn davon auszugehen ist, dass der Wert der Gebäude den des Grundstücks übersteigt. Unter Investitionen in Einrichtungen und Umbau von Gebäuden und Bauten fallen die während des Berichtszeitraums für die Errichtung oder Umgestaltung von Gebäuden getätigten Erweiterungen, Umbauten, Modernisierungen und Erneuerungen, die die Nutzungsdauer des Gebäudes verlängern oder seine Produktivität erhöhen.
(3)	Unter diese Variable fallen Aufwendungen für Maschinen (Büromaschinen usw.), maschinelle Anlagen, Geräte, Werkzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
(4)	Darunter fallen alle Investitionen in Transportmittel des Unternehmens, wie z. B. Kraftfahrzeuge, Lastwagen, Sonderfahrzeuge aller Art, Schiffe, Waggons sowie spezielle Transportmittel innerhalb des Unternehmens, wie z. B. Gabelstapler.
(5)	Investitionen in Software inkludieren den Kauf sowohl von Paket- als auch von individueller Software, inklusive der einmaligen Lizenzzahlungen für den Softwaregebrauch. Sie gelten nur dann als immaterielle Vermögenswerte, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes verlässlich bewertet werden können.
(6)	Investitionen in Konzessionen, Patente, Lizenzen, Warenzeichen und ähnliche Rechte gelten nur dann als immaterielle Vermögenswerte, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die angefallenen Kosten des Vermögenswertes verlässlich bestimmt werden können. Dies gilt unabhängig davon, ob ein immaterieller Vermögenswert extern erworben oder selbst geschaffen wird.
Stand: 30.06.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung (Unternehmensdaten), Statistik Austria – Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
Zustrom ausländischer Direktinvestitionen
Im Durchschnitt über die Jahre von 2004 bis 2014 wies das Bundesland Salzburg passive Direktinvestitionen im Wert von rund 11.179 Euro pro Kopf auf (Tabelle 5-2). Der Wert für Gesamtösterreich lag mit 12.805 Euro um mehr als 1.600 Euro pro Kopf darüber. Wie eine detailliertere Betrachtung zeigt, lag das Bundesland Salzburg bereits im Ausgangsjahr 2004 mit rund 830 Euro pro Kopf unter dem Bundesdurchschnitt. Diese Differenz stieg von 2004 ausgehend zum Nachteil Salzburgs weiter an und nahm im Jahr 2010 mit einem Wert, der um mehr als 7.200 Euro unter dem Niveau für Österreich insgesamt lag, seinen Höchstwert ein.
Ab 2010 jedoch änderte sich diese bis dahin zu beobachtende Entwicklung gravierend. Obwohl sich der Zustrom von Direktinvestitionen in das Bundesland Salzburg in den Krisenjahren deutlich verlangsamte (2010 gab es sogar einen deutlichen Rückgang von etwa -35 %), stiegen die passiven Direktinvestitionen Salzburgs pro Kopf im Jahr 2011 um mehr als das Doppelte an (+126,4 %) und lagen in diesem Jahr somit um mehr als 1.500 Euro über dem österreichischen Wert. 2012 konnte Salzburg diesen Vorsprung weiter aufbauen, 2013 ging er erneut zurück, er fiel mit über 1.800 Euro pro Kopf jedoch auch in diesem Jahr beachtlich aus.
Dieser Aufholprozess des Bundeslandes spiegelt sich auch in den jahresdurchschnittlichen Wachstumsraten wider. Wuchsen die pro Kopf passiven Direktinvestitionen im Bundesland Salzburg von 2004 bis 2014 jahresdurchschnittlich um 11,8 %, so fiel ihr jahresdurchschnittliches Wachstum im Bundesdurchschnitt mit 10,3 % verhaltener aus. Insgesamt betrachtet hat sich der Wert der passiven Direktinvestitionen pro Kopf im Bundesland Salzburg von 2004 bis 2014 mehr als verdreifacht, jener der passiven Direktinvestitionen Österreichs ist um mehr als das 2,5-Fache gestiegen. Während die passiven Direktinvestitionen im Bundesland Salzburg in den Jahren 2013 und 2014 jedoch rückläufig waren (-6,7 % bzw. -2,0 %), stiegen sie im österreichischen Durchschnitt jeweils deutlich an (+3,9 % bzw. +10,4 %). Gleichwohl scheint das Bundesland nicht nur deutlich an Attraktivität für ausländische Investoren gewonnen zu haben, auch konnte es über den betrachteten Zeitraum den Zustrom ausländischer Direktinvestitionen pro Kopf deutlich überdurchschnittlich erhöhen.
Bundesland Salzburg und Österreich: Passive Direktinvestitionen pro Kopf, 2004–2014
Salzburg* (in €) 5.526 5.860 6.479 9.604 9.704 10.556 6.919 15.664 18.496 17.253 16.904
Vrd. zum Vorjahr (in %) 6,1 10,6 48,2 1,0 8,8 -34,5 126,4 18,1 -6,7 -2,0 11,8
Österreich (in €) 6.355 8.508 10.201 13.304 12.761 14.361 14.187 14.081 14.787 15.361 16.953
Vrd. zum Vorjahr (in %) 33,9 19,9 30,4 -4,1 12,5 -1,2 -0,7 5,0 3,9 10,4 10,3
Gesamtwert zu Marktpreisen.
(*) Von 2006 auf 2007 gab es einen Sprung bei den passiven Direktinvestitionen, der auf der vorgenommenen Umstellung der Erhebungsmethodik basiert.
Stand: 19.10.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Oesterreichische Nationalbank.
Das Bundesland Salzburg weist eine durchgehend um zwei bis fünf Prozentpunkte höhere Quote des Wohneigentums auf als Österreich insgesamt. Im Durchschnitt der Jahre 2005–15 belief sich die Eigentumsquote im Bundesland Salzburg auf 54 %, im österreichischen Durchschnitt auf gut 50 %. Dabei zeigt sich, dass die Eigentumsquote sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt über den Zeitraum von 2005 bis 2015 hinweg leicht rückläufig war. Lag sie im Ausgangsjahr bei rund 55 % (Salzburg) bzw. rund 51 % (Österreich), so fiel sie bis 2015 auf rund 52 % (Salzburg) bzw. etwa 49 % (Österreich). Dabei verläuft dieser Rückgang im Bundesland Salzburg deutlich rascher als im nationalen Durchschnitt.
Der insgesamt zu beobachtende Rückgang der Eigentumsquote fußt im Bundesland Salzburg insbesondere auf verhältnismäßig hohen Rückgängen in den Jahren 2006 (-0,9 Prozentpunkte), 2011 (-1,1 Prozentpunkte) und 2014 (-2,1 Prozentpunkte). Im österreichischen Durchschnitt war eine entsprechende Entwicklung vor allem für die Jahre 2008 (-0,9 Prozentpunkte) und 2010 (-0,6 Prozentpunkte) festzustellen. Den höchsten Zuwachs wies die Eigentumsquote im Bundesland Salzburg – mit +1,8 Prozentpunkten – im Jahr 2013 auf. Das Folgejahr 2014 machte mit einem Rückgang von -2,1 Prozentpunkten diesen Anstieg jedoch wieder zunichte.
Bundesland Salzburg und Österreich: Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen, 2005–2015
Vrd. 05/15 (in PP)
Salzburg (in %) 55,1 54,2 54,0 54,5 54,7 54,9 53,8 53,1 54,9 52,8 52,4
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,9 -0,2 0,5 0,2 0,2 -1,1 -0,7 1,8 -2,1 -0,4 -2,7
Österreich (in %) 50,9 51,2 51,7 50,8 50,8 50,2 49,7 49,3 49,7 49,6 49,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,3 0,5 -0,9 0,0 -0,6 -0,5 -0,4 0,4 -0,1 -0,4 -1,7
Eigentumsquote: Anteil der im Eigentum (Haus oder Wohnung) bewohnten Hauptwohnsitzwohnungen. Hauseigentum besteht, wenn ein oder mehrere Mitglieder des Haushaltes Eigentümer/in jenes Hauses ist (sind), in dem sich die ausgewählte Wohnung befindet. Als Wohnungseigentümer/in bewohnt ein Haushalt eine Wohnung, wenn einem oder mehreren Mitglied(-ern) an dem Haus, in dem sich die ausgewählte Wohnung befindet, Miteigentumsrechte aufgrund des Wohnungseigentumsgesetzes zustehen (= Eigentumswohnung, Eintragung im Grundbuch); Eigentumswohnungen können auch von Genossenschaften errichtet werden. Gleiches gilt auch für Reihenhäuser, die im Eigentum der Nutzungsberechtigten stehen, wobei aber an der Gesamtliegenschaft, auf der das Reihenhaus errichtet wurde, (nur) Miteigentumsrechte erworben wurden. Falls der/die BesitzerIn eines Reihenhauses auch alleinige/alleiniger Eigentümer/in des Grundstücks ist, auf dem nur dieses Reihenhaus steht, wäre jedoch „Hauseigentum“ zutreffend.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Mikrozensus – Hauptwohnsitzwohnungen.
Externe Kosten Umweltschäden aus der Leistungserstellung
Die Umweltschutzausgaben des Landes beliefen sich im Bundesland Salzburg im Zeitraum 2005–15 auf durchschnittlich 23,4 Euro pro Kopf, im österreichischen Durchschnitt auf 23,6 Euro. Dabei sind die Umweltschutzausgaben im Bundesland Salzburg von 2005 bis 2015 mit einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 5,6 % von etwa 17 Euro auf rund 29 Euro pro Kopf angestiegen. Auch im österreichischen Länderdurchschnitt (ohne Wien) war ein Anstieg zu verzeichnen, und zwar von rund 19 Euro auf rund 21 Euro pro Kopf. Dies entspricht einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 0,7 %, die somit deutlich unter jener des Bundeslandes Salzburg lag. Befanden sich die Umweltschutzausgaben pro Kopf im Ausgangsjahr 2005 im Bundesland Salzburg noch um rund zwei Euro unter dem Niveau von Österreich gesamt, so lagen sie 2015 knapp neun Euro darüber.
Starke Zuwachsraten wiesen die Umweltschutzausgaben im Bundesland Salzburg insbesondere in den Jahren 2006 (+21,1 %), 2014 (+18,9 %) und 2015 (+16,7 %) auf. Der höchste Rückgang war im Jahr 2013 zu beobachten. Hier gingen die Umweltschutzausgaben um etwa 27 % zurück. Im Länderdurchschnitt (ohne Wien) wies das Jahr 2007 mit rund +28 % den höchsten Anstieg der Umweltschutzausgaben auf. Rückgänge zeigten sich insbesondere in den Jahren 2011 (-13,1 %), 2013 (-9,0 %) und 2015 (-7,2 %).
Bundesland Salzburg und Österreich: Ausgaben der Länder für Umweltschutz pro Kopf, 2005–2015
Salzburg (in €) 17,1 20,7 23,7 20,0 23,3 22,5 25,8 29,0 21,2 25,2 29,4
Vrd. zum Vorjahr (in %) 21,1 14,5 -15,6 16,5 -3,4 14 12,4 -26,9 18,9 16,7 5,6
Österreich** (in €) 19,3 21,9 28,0 27,1 25,4 25,1 21,8 25,5 23,2 22,2 20,6
Vrd. zum Vorjahr (in %) 13,5 27,9 -3,2 -6,3 -1,2 -13,1 17,0 -9,0 -4,3 -7,2 0,7
Ausgaben der Länder für Umweltschutz: Ordentliche und außerordentliche Ausgaben. Pro-Kopf-Angaben berechnet auf Basis der Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
(*)	Dementsprechend auch ins Verhältnis gesetzt zur Wohlbevölkerung Österreichs ohne Wien.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria Gebarungsstatistik der Länder, VA Gruppen und Abschnitte.
Im Bundesland Salzburg lag die S80/S20-Quote – als Maß für die Einkommensungleichheit – der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2004 bei 4,68. Die Einkommen des reichsten Einkommensquintils waren demnach deutlich mehr als viermal so hoch wie jene der ärmsten 20 %. Bis 2014 ist die S80/S20-Quote dann um knapp 1 % auf 4,72 angestiegen. Die Ungleichverteilung der Einkommen hat somit über die betrachtete Dekade im Bundesland leicht zugenommen. Eine leichte Öffnung der Einkommensschere ist in diesem Zeitraum auch für Österreich insgesamt zu beobachten. Auf nationaler Ebene stieg die S80/S20-Quote der Einkommen der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten von 4,62 im Jahr 2004 auf 4,68 im Jahr 2014, mit 1,3 % liegt diese Zunahme etwas über jener im Bundesland Salzburg.
In absoluter Höhe ist im Betrachtungszeitraum 2004–14 für das Bundesland Salzburg eine etwas höhere Ungleichverteilung der Einkommen als im Bundesdurchschnitt zu registrieren. Eine Ausnahme bilden die Jahre 2010 und 2013, in denen die Quoten im Bundesland und in Österreich ein (weitgehend) identisches Niveau aufweisen. Auffällig ist, dass die Ungleichverteilung in den Jahren vor der Wirtschaftskrise, bis 2008, sowohl im Bundesland Salzburg auch in Österreich insgesamt recht deutlich um etwa 5 % zugenommen hat, während die insbesondere auch durch relative Verluste bei Finanzanlagen gekennzeichnete Krise zwischen 2008 und 2010 im Bundesland Salzburg zu einem leichten Rückgang der Ungleichverteilung geführt hat.
Bundesland Salzburg und Österreich: S80/S20 der Einkommen aller ganzjährig Vollzeitbeschäftigten, 2004–2014
Vrd. 04/14 (in %)
Salzburg 4,68 4,90 4,88 4,72 4,72
Vrd. zur Vorperiode (in %) 4,7 -0,4 -3,3 0,0 0,9
Österreich 4,62 4,85 4,88 4,73 4,68
Vrd. zur Vorperiode (in %) 5,0 0,6 -3,1 -1,1 1,3
Basis: Lohnsteuerpflichtiges Bruttoeinkommen.
Quelle: Eigene Berechnung und Darstellung nach: Lohnsteuerstatistik, Sonderauswertung Statistik Austria.
Im Bundesland Salzburg waren im Jahre 2015 etwa 54.000 Personen, und damit über 10 % der Gesamtbevölkerung, von Armutsgefährdung betroffen. Der Punktschätzer der Armutsgefährdungsquote war zwischen 2008 und 2015 für das Bundesland Salzburg ebenso wie im Bundesdurchschnitt rückläufig. Lag die Armutsgefährdungsquote im Augangsjahr bei 12,7 % (Salzburg) bzw. 15,2 % (Österreich), so ging diese bis 2015 auf 10,3 % (Salzburg) bzw. 13,9 % (Österreich) zurück. Das Bundesland Salzburg wies dabei mit -2,4 Prozentpunkten einen Rückgang auf, der um über einen Prozentpunkt höher ausfiel als jener im Bundesdurchschnitt (-1,3 Prozentpunkte).
Aufgrund der statistischen Schwankungsbreite, die für das Bundesland Salzburg aufgrund der geringeren Grundgesamtheit deutlich höher ausfällt als für den österreichischen Punktschätzer, sind gerade die Bundeslandergebnisse jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Selbst bei deutlichen Unterschieden des Punktschätzers überschneiden sich die Konfidenzintervalle. Gleiches gilt bezüglich des Unterschiedes zwischen dem Bundesland Salzburg und Österreich insgesamt. Nur im Jahr 2012 kommt es zu einer lediglich marginalen Überschneidung der Konfidenzintervalle, wodurch sich zumindest für dieses Jahr die Aussage einer geringeren Armutsgefährdungsquote im Bundesland Salzburg mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit als richtig erweist.
Bundesland Salzburg und Österreich: Armutsgefährdungsquote, 2008–2015
Vrd. 08/15 (in PP)
Salzburg (in %) 12,7 11,6 13,4 9,9 10,1 10,8 13,9 10,3 -2,4
Österreich (in %) 15,2 14,5 14,7 12,6 14,4 14,4 14,1 13,9 -1,3
Anmerkungen: Armutsgefährdungsquote:
Anteil der Personen, deren äquivalisiertes Haushaltseinkommen unter der nach EU-Konvention bei 60% des Medians festgelegten Armutsgefährdungsschwelle liegt, Punktschätzer, bezüglich Konfidenzintervalle siehe Abbildung 6-1.
Bundesland Salzburg und Österreich: Armutsgefährdungsquote – Punktschätzer und Konfidenzintervalle, 2008–2015
Die Arbeitslosenquote (ALQ) betrug im Bundesland Salzburg zyklenübergreifend, im Durchschnitt der Jahre 2008–15, knapp 5 % und lag damit deutlich unterhalb der 7,4 % für Österreich insgesamt. Dabei ist die ALQ im Beobachtungszeitraum 2008–2015 sowohl im Bundesland Salzburg als auch im Bundesdurchschnitt angestiegen. Lag sie im Bundesland im Jahr 2008 noch bei 4,0 %, so stieg sie bis 2015 um beinahe zwei Prozentpunkte auf 5,9 %. Diese Zunahme lag jedoch deutlich unterhalb des nationalen Durchschnitts, da die ALQ in Österreich insgesamt um mehr als drei Prozentpunkte, von 5,9 % (2008) auf 9,1 % (2015), anstieg.
Während die ALQ in den Jahren 2010 und 2011 sowohl im Bundesdurchschnitt als auch im Bundesland Salzburg leicht rückläufig war, stieg sie ab 2012 kontinuierlich an und erreichte auf Landes- ebenso wie auf Bundesebene 2015 einen Höchstwert. Zudem ist zu erkennen, dass sich die an der ALQ gemessene „Arbeitsmarkt-Performance“ des Bundeslandes Salzburg relativ, gemessen am Bundesdurchschnitt, verbessert hat: Lag die ALQ Salzburgs im Jahr 2005 um 1,9 Prozentpunkte unter dem Bundeswert, so war sie im Jahr 2015 bereits 3,2 Prozentpunkte unterhalb des nationalen Werts.
Eine Differenzierung nach Geschlecht zeigt, dass Männer sowohl in Salzburg als auch in Österreich gesamt eine höhere ALQ aufwiesen als Frauen. So lag die ALQ von Männern jeweils um etwa einen Prozentpunkt über der ALQ der Frauen. Differenziert nach Altersgruppen wird deutlich, dass Jugendliche (unter 25 Jahren) jeweils die höchste ALQ aufwiesen.
Eine Untergliederung nach Qualifikation zeigt, dass Personen mit einem Pflichtschulabschluss als höchstem Ausbildungsabschluss durchgehend die höchste ALQ aufwiesen. Nahezu durchgängig am niedrigsten war die ALQ bei Personen mit einer akademischen Ausbildung. Im Vergleich zwischen dem Bundesland und Österreich insgesamt wird ersichtlich, dass für alle Jahre und alle Bildungsebenen das Bundesland Salzburg niedrigere ALQ aufwies als der österreichische Durchschnitt. Nicht nur das Niveau, auch der Anstieg der ALQ von 2008 bis 2015 fiel für alle betrachteten Bildungsabschlüsse im Bundesland deutlich geringer aus. Besonders hoch war die Differenz bezüglich der Personen mit Pflichtschulabschluss als höchstem Ausbildungsabschluss: Stieg die ALQ dieser Personengruppe von 2008 auf 2015 im Bundesland Salzburg um 7,5 Prozentpunkte, so betrug der Anstieg in Österreich insgesamt 11,9 Prozentpunkte.
Bundesland Salzburg und Österreich: Arbeitslosenquote, 2008–2015
Salzburg (in%)
Gesamt 4,0 5,2 4,7 4,5 4,7 5,1 5,7 5,9
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 1,2 -0,5 -0,2 0,2 0,4 0,6 0,2 1,9
Frauen 4,0 4,8 4,4 4,3 4,4 4,7 5,2 5,3 1,3
Männer 4,0 5,6 4,9 4,7 4,9 5,5 6,1 6,4 2,4
Nach Alter*
Jugendliche (unter 25 Jahre) 4,2 5,4 4,9 4,8 5,0 5,2 5,8 6,0 1,8
Erwachsene (25 bis 44 Jahre) 4,0 5,2 4,6 4,5 4,6 5,1 5,6 5,8 1,8
Ältere (größer gleich 45 Jahre) 3,9 5,1 4,6 4,4 4,6 5,0 5,7 5,9 2,0
Nach Ausbildung **
Pflichtschule 9,5 12,8 11,0 11,3 12,7 14,2 15,6 17,0 7,5
Lehre 3,9 5,0 4,7 4,2 4,3 4,7 5,3 5,4 1,5
BMS 2,1 2,7 2,5 2,4 2,3 2,7 2,7 3,1 1,0
AHS 1,7 2,2 2,1 2,4 2,2 2,3 2,2 1,8 0,1
BHS 1,9 2,9 2,5 2,6 2,6 2,6 2,7 3,0 1,1
Uni/FH/Akademie 1,4 1,6 1,6 1,8 1,7 1,7 2,2 2,2 0,8
Gesamt 5,9 7,2 6,9 6,7 7,0 7,6 8,4 9,1
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 1,3 -0,3 -0,2 0,3 0,6 0,8 0,7 3,2
Frauen 5,6 6,4 6,3 6,3 6,5 7,0 7,6 8,3 2,7
Männer 6,1 8,0 7,5 7,1 7,4 8,2 9,0 9,8 3,7
Jugendliche (unter 25 Jahre) 6,3 8,1 7,6 7,3 7,6 8,1 8,7 9,2 2,9
Erwachsene (25 bis 44 Jahre) 5,7 7,1 6,8 6,6 6,9 7,5 8,2 9,1 3,4
Ältere (größer gleich 45 Jahre) 6,0 7,1 6,8 6,7 6,9 7,6 8,4 9,1 3,1
Pflichtschule 14,1 17,7 17,9 17,9 18,7 20,9 24,3 26,0 11,9
Lehre 5,0 6,3 6,1 5,7 6,0 6,5 7,2 7,8 2,8
BMS 2,8 3,2 3,1 3,0 3,0 3,3 3,6 3,9 1,1
AHS 3,0 3,6 3,6 3,7 3,8 4,2 4,4 5,2 2,2
BHS 3,1 3,9 4,0 3,7 3,6 3,9 4,2 4,7 1,6
Uni/FH/Akademie 1,9 2,4 2,4 2,4 2,6 2,7 2,9 3,4 1,5
Arbeitslosenquote: Vorgemerkte Arbeitslose in % vom Arbeitskräftepotenzial (Arbeitslose + unselbstständig Beschäftigte). Ohne geringfügig Beschäftigte. Unselbstständig Beschäftigte nach Meldung des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger.
Jahresdurchschnitte.
(*) Vorgemerkte Arbeitslose einer Altersgruppe bezogen auf das Arbeitskräftepotenzial (Arbeitslose und unselbstständig Beschäftigte) derselben Altersgruppe.
(**) Vorgemerkte Arbeitslose einer Bildungsebene bezogen auf das Arbeitskräftepotenzial (Arbeitslose und unselbstständig Beschäftigte) derselben Bildungsebene.
Quelle: Eigene Darstellung nach: AMS – Arbeitsmarktdaten online, AMS Sonderauswertung, AMS Berichte Arbeitsmarkt und Bildung.
Die Frage, wie rasch und welche Art von Beschäftigung, Teilzeit oder Vollzeit, aufgenommen werden kann, ist unter anderem auch von der Arbeitsmarktflexibilität abhängig (Green, Gareth 2013). Auskunft hierzu geben Informationen aus dem Mikrozensus zur Teilzeitquote und zur Dauer der Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten. Im Betrachtungszeitraum 2005–15 lag die Teilzeitquote im Bundesland Salzburg bei 25,7 %, im österreichischen Durchschnitt etwas niedriger bei 24,8 %. Gleichzeitig gab es keine nennenswerten Unterschiede zwischen Salzburg und Österreich insgesamt hinsichtlich der Dauer der Betriebszugehörigkeit: Im Durchschnitt verzeichneten über 46 % der Beschäftigten eine Betriebszugehörigkeit zwischen einem und zehn Jahren, gut 37 % in Salzburg und 38,5 % in Österreich insgesamt waren zehn oder mehr Jahre in ihren Unternehmen beschäftigt, fast 16 % bzw. gut 15 % hatten eine Betriebszugehörigkeit von weniger als einem Jahr.
Auffällig ist dabei, dass die Teilzeitquote von 2005 auf 2015 jeweils zugenommen hat, im Bundesland Salzburg von 23,3 % auf 28,8 % und in Österreich insgesamt von 21,3 % auf 28,2 %. Hinsichtlich der Dauer der Betriebszugehörigkeit sind im Betrachtungszeitraum sowohl für das Bundesland Salzburg als auch für Österreich insgesamt jenseits leichter Schwankungen keine nachhaltigen Strukturveränderungen zu beobachten.
Mit Blick auf die Möglichkeit für die Beschäftigten, die gewünschte Art von Beschäftigungsverhältnis aufzunehmen, sind folgende Informationen von Bedeutung: Im Bundesland Salzburg ebenso wie in Österreich liegt der Anteil derjenigen, die keine Vollzeitstelle wünschten und insofern mit ihrer Teilzeitbeschäftigung zufrieden waren, im Zeitraum 2005–15 bei durchschnittlich 20 %. Demgegenüber liegt der Anteil derjenigen, die keine Vollzeitstelle gefunden haben und deshalb Teilzeit arbeiten müssen, im Bundesland Salzburg im Zeitraum 2005–15 bei durchschnittlich 7,6 %, in Österreich insgesamt bei 11 %. Der Anteil derjenigen, die in ihrer gegenwärtigen Tätigkeit gerne mehr Stunden arbeiten würden, beträgt im Bundesland Salzburg im genannten Zeitraum durchschnittlich 3,3 %, im Bundesdurchschnitt 3,6 %. Ausweislich dieser Ergebnisse scheint einiges dafür zu sprechen, dass der überwiegende Teil der Teilzeitbeschäftigten im Bundesland Salzburg zum einen mit der Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, durchaus einverstanden ist. Zum anderen ist das Ausmaß der Unzufriedenheit mit einer Teilzeitbeschäftigung im Bundesland Salzburg offenkundig merkbar geringer als in Österreich insgesamt.
Bundesland Salzburg und Österreich: Indikatoren der Arbeitsmarktflexibilität, 2005–2015
Teilzeitquote* 23,3 23,6 23,6 24,3 25,9 26,3 25,9 26,2 27,0 27,9 28,8
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,3 0,0 0,7 1,6 0,4 -0,4 0,3 0,8 0,9 0,9 5,5
Anteil jener, die keine VZ wünschen 19,0 20,2 19,1 21,9 21,1 18,5 20,9 23,2 20,4 18,9 18,2 -0,8
Anteil jener, die keine VZ gefunden haben** 8,0 7,2 7,8 7,5 8,5 7,8 6,9 7,2 7,7 7,2 7,9 -0,1
Anteil jener, die durch mehr Stunden in der gegenwärtigen Tätigkeit mehr arbeiten wollen*** 2,5 3,0 3,1 2,6 3,6 2,9 3,2 3,6 3,4 3,8 4,1 1,6
Dauer der Betriebszugehörigkeit (in %)
Weniger als ein Jahr 15,1 15,7 17,0 16,1 15,8 15,8 16,0 16,5 15,5 16,0 15,5 0,4
1 bis unter 10 Jahre 47,2 45,8 45,8 46,0 46,8 45,7 45,2 46,8 48,2 47,2 48,2 1,0
10 Jahre und mehr 37,7 38,4 37,1 37,9 37,3 38,4 38,8 36,7 36,4 36,8 36,3 -1,4
Teilzeitquote* 21,3 22,0 22,7 23,5 24,8 25,3 25,3 26,0 26,8 27,9 28,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,7 0,7 0,8 1,3 0,5 0,0 0,7 0,8 1,1 0,3 6,9
Anteil jener, die keine VZ wünschen 18,5 20,4 20,5 20,7 20,5 20,2 19,3 20,1 20,3 20,4 19,6 1,1
Anteil jener, die keine VZ gefunden haben 11,5 11,7 11,8 10,7 10,6 11,0 9,7 9,7 11,3 10,9 11,9 0,4
Anteil jener, die durch mehr Stunden in der gegenwärtigen Tätigkeit mehr arbeiten wollen*** 2,8 3,1 3,2 3,4 3,7 3,7 3,8 7,4 4,1 4,4 4,4 1,6
Weniger als ein Jahr 15,1 14,9 15,3 15,5 14,6 14,9 15,9 15,2 14,9 14,4 15,0 -0,1
1 bis unter 10 Jahre 46,3 46,4 46,2 46,7 46,9 45,8 44,9 46,7 46,7 47,2 46,8 0,6
10 Jahre und mehr 38,7 38,7 38,5 37,8 38,5 39,2 39,3 38,1 38,3 38,3 38,2 -0,5
Bei den hier dokumentierten Zahlen handelt es sich um hochgerechnete Zahlen aus einer 0,6%-Quartalsstichprobe (Jahresdurchschnitt).
(*)	Auf Basis der Erwerbstätigen nach ILO-Konzept. Nach diesem gelten Personen dann als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde als Unselbständige, Selbständige oder mithelfende Familienangehörige gearbeitet haben. Haben sie nur aufgrund von Urlaub, Krankheit etc. nicht gearbeitet, gehen aber ansonsten einer Arbeit nach, gelten sie ebenfalls als erwerbstätig. Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis, deren Karenzierung nicht länger als 22 Monate dauert, sowie Lehrlinge zählen ebenfalls zu den Erwerbstätigen, nicht hingegen Präsenz- und Zivildiener. Die Zuordnung erfolgt auf Basis der direkten Frage nach Teilzeit- bzw. Vollzeiterwerbstätigkeit. Aus Plausibilitätsgründen gelten dabei Personen, die normalerweise weniger als 30 Stunden pro Woche arbeiten, immer als teilzeitbeschäftigt, Personen, die 36 oder mehr Stunden arbeiten, immer als vollzeitbeschäftigt.
(**)	Bezieht sich auf Werte mit weniger als hochgerechnet 6.000 Personen und ist deshalb sehr stark zufallsbehaftet. Als Stichprobenfehler ausgewiesen.
(***)	Basis: Alle Erwerbstätigen nach ILO-Konzept (Teilzeit und Vollzeit).
PP = Prozentpunkte. Stand: 23.03.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Mikrozensus – Arbeitskräfteerhebung.
Im Zeitraum 2012–14 wies das Bundesland Salzburg sowohl hinsichtlich der Ausgaben für die Bedarfsorientierte Mindestsicherung als auch bezüglich der gesamten Bruttoausgaben in den Betreuungs- und Pflegediensten ein Pro-Kopf-Niveau auf, das – insbesondere hinsichtlich letztgenannter Ausgaben – deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lag. In dieser Zeitspanne sind die Ausgaben für diese wichtigsten Sozialleistungen auf Landesebene im Bundesland Salzburg um knapp 16 % von knapp 263 Euro auf 304 Euro pro Kopf gestiegen. In Österreich ist gleichzeitig eine Zunahme um knapp 10 % von annähernd 429 Euro auf etwa 471 Euro pro Kopf zu verzeichnen.
Die Schere in der Entwicklung der Pro-Kopf-Ausgaben, die sich im Zeitraum bis 2010 bereits zugunsten des Bundeslandes öffnete, hat sich auch in den Jahren nach 2012, wenn auch nur leicht, weiter geöffnet: Die Differenz in den Pro-Kopf-Ausgaben für die genannten Sozialleistungen zwischen dem Bundesland Salzburg und dem Bundesdurchschnitt, die 2012 noch 166 Euro betrug, ist 2014 dann auf 167 Euro leicht gestiegen.
Ein Blick auf die Entwicklung der einzelnen Ausgabepositionen zeigt, dass die Ausgaben der Bedarfsorientierten Mindestsicherung zwischen 2012 und 2014 im Bundesland Salzburg ebenso wie im Bundesdurchschnitt um etwas über 22 % angestiegen sind: Sie belaufen sich im Bundesland Salzburg im Jahre 2012 auf etwa 44 Euro, im Jahre 2014 dann auf etwa 54 Euro pro Kopf. Deutlich stärker als im österreichischen Durchschnitt haben in Salzburg hingegen die Bruttoausgaben in den Betreuungs- und Pflegediensten zugenommen: Stiegen diese im Bundesland von rund 219 Euro im Jahr 2012 auf rund 250 Euro pro Kopf im Jahr 2014, also um rund 14 %, so lag der Zuwachs über den betrachteten Zeitraum im österreichischen Durchschnitt lediglich bei rund 8 %. Betrachtet man die Unterkategorien der Betreuungs- und Pflegedienste, ist zu erkennen, dass im Bundesland Salzburg über den betrachteten Zeitraum insbesondere die Bruttoausgaben der teilstationären Betreuungs- und Pflegedienste (+64,4 %) und die Bruttoausgaben der Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen (+15,3 %) deutliche Wachstumsraten aufwiesen. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings das niedrige Ausgangsniveau des Jahres 2012 von 1,3 Euro pro Kopf für teilstationäre Betreuungs- und Pflegedienste bzw., im Fall der Bruttoausgaben für die Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen, von 0,4 Euro pro Kopf. Beide Ausgabepositionen sind jene Kategorien der Betreuungs- und Pflegedienste, die auch im nationalen Durchschnitt das höchste Wachstum aufwiesen.
Bundesland Salzburg und Österreich: Sozialleistungen auf Landesebene pro Kopf, 2012–2014
Vrd. 12/14 (in %)
Bundesland Salzburg 1 (in €)
Ausgaben der Bedarfsorientierten Mindestsicherung2 44,3 50,3 54,1 22,1
Vrd. zum Vorjahr (in %) 13,5 7,5
Bruttoausgaben in den Betreuungs- und Pflegediensten3,5
gesamt 218,5 226,1 249,9 14,4
Vrd. zum Vorjahr (in %) 3,5 10,5
Bruttoausgaben mobile Betreuungs- und Pflegedienste4 36,3 39,6 41,8 15,0
Bruttoausgaben stationäre Betreuungs- und Pflegedienste6 178,8 182,5 203,7 13,9
Bruttoausgaben teilstationäre Betreuungs- und Pflegedienste7 1,3 2,0 2,2 64,4
Bruttoausgaben Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen8 0,4 0,4 0,5 15,3
Bruttoausgaben Case- und Caremanagement10 1,6 1,5 1,8 10,0
Österreich1 (in €)
Ausgaben der Bedarfsorientierten Mindestsicherung2 67,8 74,8 82,9 22,2
Vrd. zum Vorjahr (in %) 10,4 10,7
gesamt 360,9 370,8 387,8 7,5
Vrd. zum Vorjahr (in %) 2,8 4,6
Bruttoausgaben mobile Betreuungs- und Pflegedienste4 60,5 63,6 66,8 10,3
Bruttoausgaben stationäre Betreuungs- und Pflegedienste6 273,4 279,1 291,0 6,4
Bruttoausgaben teilstationäre Betreuungs- und Pflegedienste7 3,1 3,1 3,4 10,7
Bruttoausgaben Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen8,9 1,5 2,4 2,5 62,9
Bruttoausgaben Case- und Caremanagement10 1,2 1,3 1,3 6,4
(1) Jahressummen.
(2) Geldleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und des Wohnbedarfs außerhalb stationärer Einrichtungen sowie Krankenhilfe (vor allem Krankenversicherungsbeiträge); ohne Berücksichtigung allfälliger Rückflüsse aus Kostenersätzen.
(3) Umfassen die in § 3 Abs. 1 Pflegefondsgesetz (PFG) aufgelisteten sechs Dienstleistungsbereiche der Länder und Gemeinden in der Langzeitpflege, soweit ihre (Mit-)Finanzierung aus Mitteln der Sozialhilfe/Mindestsicherung bzw. sonstigen öffentlichen Mitteln erfolgt (mobile, teilstationäre und stationäre Dienste, Kurzzeitpflege, alternative Wohnformen, Case- und Caremanagement); exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und –zahler.
(4) Umfassen gemäß § 3 Abs. 4 Pflegefondsgesetz (PFG) Angebote der sozialen Betreuung, Hauskrankenpflege, Unterstützung bei der Haushaltsführung sowie der Hospiz- und Palliativbetreuung. Exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und -zahler.
(5) Die Summe der Unterkategorien ergibt sich nicht zur Gesamtsumme, da die Kategorie „alternative Wohnformen“ aufgrund fehlender Daten ausgenommen wurde.
(6) Umfassen gemäß § 3 Abs. 5 Pflegefondsgesetz (PFG) Hotelleistungen (Wohnung und Verpflegung) sowie Betreuungs- und Pflegeleistungen (inkl. tagesstrukturierender Leistungen) in eigens dafür geschaffenen Einrichtungen (inkl. Hausgemeinschaften) mit durchgehender Präsenz von Betreuungs- und Pflegepersonal. Exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und -zahler.
(7) Umfassen gemäß § 3 Abs. 6 und 7 Pflegefondsgesetz (PFG) Angebote einer ganz oder zumindest halbtägigen betreuten Tagesstruktur für Personen, die nicht in stationären Einrichtungen leben (soziale Betreuung, Pflege, Verpflegung, Aktivierung, Therapie, Transport). Exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und -zahler.
(8) Umfasst gemäß § 3 Abs. 8 Pflegefondsgesetz (PFG) Angebote einer zeitlich bis zu drei Monaten befristeten Wohnunterbringung, Angebote mit Verpflegung sowie Angebote mit Betreuung und Pflege (inkl. (re-)aktivierender Betreuung und Pflege). Exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und -zahler.
(9) Werte 2011 und 2012 ohne Burgenland, Werte 2012 bis 2014 ohne Steiermark.
(10) Umfasst gemäß § 3 Abs. 9 Pflegefondsgesetz (PFG) Angebote der Sozial-, Betreuungs- und Pflegeplanung auf Basis einer individuellen Bedarfsfeststellung, der Organisation der notwendigen Betreuungs- und Pflegedienste und des Nahtstellenmanagements. Exkl. Leistungen der Behindertenhilfe und der Grundversorgung sowie exkl. Selbstzahlerinnen und -zahler.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Statistik der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, Pflegedienstleistungsstatistik.
Ressourcenproduktivität und Materialverbrauch
Für die Entwicklung der Ressourcenproduktivität in der Leistungserstellung ist der Anteil des Materialaufwands an der Betriebsleistung, die sogenannte Materialintensität, ein geeigneter Indikator. In wichtigen Sachgüter- und Baubranchen im Bundesland Salzburg ergibt sich diesbezüglich ein uneinheitliches Bild. So ist der Anteil des Materialaufwands an der Betriebsleistung zwischen 2002/03 und 2011/12 in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln um knapp 13 % auf fast 66 % der Betriebsleistung, in der Getränkeherstellung um über 8 % auf knapp 40 % und im Maschinenbau um mehr als 6 % auf 54 % der Betriebsleistung angestiegen. Hier und ebenso bei den sonstigen Bautätigkeiten ist demnach ein Rückgang der Ressourcenproduktivität zu konstatieren.
Im gleichen Zeitraum konnte hingegen der Anteil des Materialaufwandes an der Betriebsleistung bei der Herstellung von Metallerzeugnissen um über 2 % und im Hochbau um über 3 % reduziert werden.
Für Österreich insgesamt zeigt die Entwicklung der Ressourcenproduktivität in den genannten Branchen ein etwas anderes Muster: Einen Anstieg des Materialaufwands an der Betriebsleistung verzeichneten in Österreich ähnlich wie im Bundesland Salzburg die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie der Maschinenbau, allerdings auf etwas niedrigerem Niveau. Abweichend von der Situation im Bundesland Salzburg weist die Herstellung von Metallerzeugnissen in Österreich insgesamt einen Anstieg auf, die Getränkeherstellung und die sonstigen Bautätigkeiten hingegen einen Rückgang der Materialintensität.
Bundesland Salzburg und Österreich: Materialaufwand in % der Betriebsleistung in wichtigen Branchen, 2002/03–2011/12
Vrd. 02/03 zu 11/12 (in PP)
C 10 - Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 52,9 50,8 59,3 66,2 57,7 61,2 69,5 66,8 66,6 65,5 12,6
C 11 - Getränkeherstellung 31,4 30,7 28,6 31,9 28,0 36,9 31,5 30,8 39,8 8,4***
C 25 - Herstellung von Metallerzeugnissen 49,1 51,5 49,5 48,8 49,3 46,3 47,4 43,0 43,1 46,9 -2,2
C 28 - Maschinenbau 47,7 53,2 50,3 56,1 50,2 55,2 55,2 46,5 49,3 54,1 6,4
F 41 - Hochbau 32,3 31,4 31,7 31,4 33,4 35,0 34,8 34,3 28,7 29,0 -3,3
F 43 - sonstige Bautätigkeiten 37,8 37,4 37,4 36,5 36,4 40,0 38,5 38,8 38,0 39,7 1,9
C 10 - Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 60,0 59,2 58,8 59,4 60,2 60,6 62,1 60,5 61,2 63,8 3,8
C 11 - Getränkeherstellung 42,9 44,5 42,6 44,1 44,6 42,8 45,1 42,6 42,9 40,4 -2,5
C 25 - Herstellung von Metallerzeugnissen 43,4 44,4 46,5 46,2 46,9 46,7 46,1 43,0 43,4 45,4 2,0
C 28 - Maschinenbau 48,6 48,2 50,1 50,4 52,0 53,7 53,1 51,0 49,5 51,0 2,4
F 41 - Hochbau 32,6 31,4 34,7 33,2 32,1 31,3 30,7 28,7 27,0 29,4 -3,2
F 43 - sonstige Bautätigkeiten 36,9 35,8 35,6 34,4 36,3 39,6 39,9 39,3 39,0 36,6 -0,3
Wichtige Branchen: Ausgewählt wurden jene Branchen, die laut Leistungs- und Strukturerhebung im Jahr 2014 im Bundesland Salzburg die höchsten Wertschöpfungsanteile aufwiesen.
(*)	Da erst wenige Bilanzdaten in die Werte der Letztjahre einflossen, sind diese Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren.
(**)	Vergleich 03/04 mit 11/12.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Sonderauswertung Economica – Institut für Wirtschaftsforschung, Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung.
Der Umweltumsatz ist ein von der Statistik Austria erhobener Indikator des Bereichs „Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung“, der die Gesamtheit der Tätigkeiten zur Messung, Vermeidung, Verringerung, Beschränkung oder Behebung von Umweltschäden umfasst. Der Hauptzweck der hier erfassten Güter, Technologien und Dienstleistungen muss der Umweltschutz sein. Ziel dieses bis 2008 unter dem Begriff „Leistungen der Öko-Industrien“ zusammengefassten Bereichs ist es, Daten zur Verfügung zu stellen, die über Umsatzwachstum, Beschäftigungspotenzial, Exporte und Wertschöpfung im Umweltbereich informieren. Gegenwärtig sind Daten zur Beschäftigung und zum Umsatz verfügbar. Daten auf Landesebene liegen bisher nur bis zum Jahr 2011 vor (Statistik Austria 2016b).
Der Anteil der umweltorientierten Produktion am nominalen Bruttoregionalprodukt (BRP) ging im Bundesland Salzburg von 2008 bis 2011 von 8,8 % auf 8,3 % leicht zurück. Demgegenüber war im Bundesdurchschnitt ein geringfügiger Anstieg dieses Anteils auf 10,7 % zu verzeichnen. Eine Betrachtung der Einzeljahre zeigt, dass der Anteil des Umweltumsatzes im Bundesland vor allem im Jahr 2010 rückläufig war (-0,7 Prozentpunkte). Im österreichischen Durchschnitt zeigte sich in diesem Jahr nur ein leichter Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Im Vergleich zwischen Salzburg und Österreich insgesamt zeigt sich zudem, dass der Anteil des Umweltumsatzes am nominalen BRP im Bundesland Salzburg durchgehend niedriger ausfiel, wobei diese Differenz mit 2,5 Prozentpunkten im Jahr 2010 am markantesten war.
Betrachtet man die Unterkategorien des Umweltumsatzes, so ist ersichtlich, dass für den Rückgang des Umweltumsatzes am Bruttoregionalprodukt im Bundesland Salzburg insbesondere die Entwicklung im Bereich der Umweltgüter ausschlaggebend war, der diesbezügliche Anteil ging von 4,0 % im Jahr 2008 auf 3,4 % im Jahr 2011 am stärksten zurück. Der Anteil der Umweltdienstleistungen und der Umwelttechnologien blieb demgegenüber unverändert bei 4,0 % bzw. 0,9 %.
Ein ähnliches Muster zeigte sich auch in der vergleichenden Betrachtung. Auf Bundesebene war der Anteil der Umweltgüter ebenfalls rückläufig, wenn auch – mit -0,1 Prozentpunkten – in deutlich geringerem Umfang als im Bundesland Salzburg. Die Anteile der Umweltdienstleistungen und Umwelttechnologien verzeichneten in Österreich insgesamt mit jeweils 0,1 Prozentpunkten einen bescheidenen Zuwachs.
Bundesland Salzburg und Österreich: Umweltumsatz in % des BIP bzw. BRP, 2008–2011
Vrd. 08/11 (in PP)
Gesamt 8,8 8,9 8,2 8,3 -0,5
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,1 -0,7 0,1
Umweltdienstleistungen 4,0 4,1 3,9 4,0 0,0
Umweltgüter* 4,0 3,7 3,5 3,4 -0,6
Umwelttechnologien** 0,9 1,1 0,8 0,9 0,0
Gesamt*** 10,6 10,8 10,7 10,7 0,1
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,2 -0,1 0,0
Umweltdienstleistungen 4,6 4,8 4,8 4,7 0,1
Umweltgüter* 4,0 4,0 4,0 3,9 -0,1
Umwelttechnologien** 2,0 2,0 2,0 2,1 0,1
Jeweils zu laufenden Preisen.
(*)	Verbundene und umweltfreundliche Güter. Verbundene Güter dienen direkt und ausschließlich dem Umweltschutz bzw. dem Ressourcenmanagement (z. B. Filter bei Abwasseranlagen). Umweltfreundliche Güter sind bei Produktion, Verbrauch oder Entsorgung weniger umweltbelastend und werden ressourceneffizienter produziert als vergleichbare herkömmliche Güter (z. B. Recyclingprodukte).
(**)	End-of-pipe-Technologien und integrierte Technologien. End-of-pipe-Technologien dienen der Kontrolle, Behandlung und Beseitigung von Umweltverschmutzung und Ressourcenabbau (z. B. Kläranlagen). Integrierte Technologien belasten die Umwelt weniger bzw. sind ressourceneffizienter als entsprechende konventionelle Technologien (z. B. Solaranlagen).
(***)	Inklusive Hilfstätigkeiten, die nicht extra ausgewiesen werden.
Stand: 21.12.2016.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Umweltgesamtrechnung, Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung.
Die Energieintensität beschreibt den relativen Energieverbrauch, gemessen anhand des Bruttoinlandsverbrauches. Sie beschreibt damit die zur Erzeugung einer Einheit des Bruttoinlandsprodukts bzw. Bruttoregionalprodukts notwendige Menge an Energie und gibt in der zeitlichen Dimension Auskunft über die Entwicklung der Energieproduktivität.
Sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt nahm die Energieintensität über den Zeitraum 2004 bis 2014 deutlich ab. Lag der Ausgangswert im Bundesland bei 4,5 TJ je Mio. Euro BRP, so sank dieser mit einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von -3,4 % bis 2014 auf 3,2 TJ je Mio. Euro BRP; dies entspricht einem Gesamtrückgang der Energieintensität von rund 29 %. Etwas geringer fiel der Rückgang im österreichischen Durchschnitt aus, hier war ein Gesamtrückgang um rund 28 %, von 5,8 TJ je Mio. Euro BRP, auf 4,2 TJ je Mio. Euro BRP zu registrieren, der sich ausgehend von 2004 mit einer jahresdurchschnittliche Wachstumsrate von -3,2 % bis 2014 ergab.
Das Bundesland Salzburg verzeichnete jedoch nicht nur einen vergleichsweise stärkeren Rückgang der Energieintensität, es weist auch in absoluten Zahlen durchgehend geringere Werte der Energieintensität als Österreich insgesamt auf. Dabei ist jedoch ersichtlich, dass sich die Werte der Energieintensität über die Zeit leicht annäherten. So lag die Differenz im Ausgangsjahr 2004 noch bei 1,3 TJ je Mio. Euro BRP, diese ging jedoch über die Zeit zurück und lag im Jahr 2014 bei 1,0 TJ je Mio. Euro BRP. Die Wertschöpfung im Bundesland Salzburg erfolgt demnach, bedingt durch die Dominanz wenig energieintensiver Dienstleistungen in der Branchenstruktur, vergleichsweise energieeffizient.
Bundesland Salzburg und Österreich: Energieintensität, 2004–2014
Salzburg (in TJ je Mio. €) 4,5 4,5 4,2 3,9 3,8 3,8 3,8 3,5 3,3 3,4 3,2
Vrd. zum Vorjahr (in %) -0,3 -5,9 -8,4 -0,8 -1,5 1,3 -9,6 -5,5 3,2 -4,9 -3,4
Österreich (in TJ je Mio. €) 5,8 5,7 5,4 5,0 4,9 4,7 4,9 4,6 4,4 4,4 4,2
Vrd. zum Vorjahr (in %) -1,1 -5,1 -7,0 -2,4 -3,5 4,2 -7,6 -3,4 0,0 -5,1 -3,2
Energieintensität: Relativer Energieverbrauch, d. h. die zur Erzeugung einer Einheit des BRP notwendige Menge an Energie. Energieverbrauch gemessen als Bruttoinlandsverbrauch. Daten des BRP laut RGR.
(*)	Daten des Bruttoregionalproduktes, vorläufige Zahlen.
Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria, Energiebilanz 2014 (Österreich und Salzburg).
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch ist von 2005 bis 2015 sowohl im Bundesland Salzburg als auch im österreichischen Durchschnitt deutlich gestiegen. Lag er im Jahr 2005 noch bei rund 33 % (Salzburg) bzw. rund 24 % (Österreich), so stieg er bis 2014 auf rund 46 % (Salzburg) bzw. etwa 33 % (Österreich). Über den gesamten Zeitraum betrachtet stieg er im Bundesland Salzburg somit um 12,3 Prozentpunkte – ein Wachstum, das deutlich über jenem des österreichischen Durchschnitts lag (+9,1 Prozentpunkte). Der Salzburger Vorsprung beim Einsatz erneuerbarer Energien nahm im Betrachtungszeitraum noch zu: Lag die Differenz zwischen Salzburg und dem österreichischen Durchschnitt im Ausgangsjahr 2004 noch bei 9,4 Prozentpunkten, so stieg diese bis 2014 auf beinahe 13 Prozentpunkte an. Deutlich wird, dass der Anteil erneuerbarer Energien sowohl in Salzburg als auch in Österreich bis 2014 kontinuierlich anstieg.
Bundesland Salzburg und Österreich: Anteil erneuerbarer Energieträger, 2005–2014
Vrd. 05/14 (in PP)
Salzburg (in %) 33,3 34,2 35,7 36,3 39,9 42,8 43,0 43,3 44,2 45,6
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,9 1,5 0,6 3,6 2,9 0,2 0,3 0,9 1,4 12,3
Österreich (in %) 23,9 25,4 27,3 28,1 30,0 30,4 30,5 31,5 32,2 33,0
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 1,5 1,9 0,8 1,9 0,4 0,1 1,0 0,7 0,8 9,1
Erneuerbare Energieträger gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG.

References: § 3
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