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Timestamp: 2019-07-19 19:50:25+00:00

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BGH, 21.03.1997 - V ZR 217/95 - dejure.org
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BGH, 21.03.1997 - V ZR 217/95 (https://dejure.org/1997,658)
BGH, Entscheidung vom 21.03.1997 - V ZR 217/95 (https://dejure.org/1997,658)
BGH, Entscheidung vom 21. März 1997 - V ZR 217/95 (https://dejure.org/1997,658)
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Gestattung der Benutzung eines Grundstücks zum Betrieb einer Tankstelle durch Abschluss eines Miet- oder Pachtvertrages mit einem Mineralölhandelsunternehmen - Verjährung von Ansprüchen des Vermieters gegen den Mieter wegen Veränderungen des Grundstücks - Ansprüche des Eigentümers gegen einen Mieter wegen Veränderungen des Grundstücks - Verpflichtung zur Entfernung von Mineralöltanks aus Grundstücken durch ein Mineralölhandelsunternehmen - Verjährung der Ansprüche des Vermieters wegen Veränderungen der Mietsache
Sechsmonatige Verjährungsfrist des Anspruchs auf Entfernung von Öltanks nach Ende eines von einem Dritten mit Gestattung des Eigentümers geschlossenen Tankstellenpachtvertrags
Verjährung der Ersatzanspüche des vermietenden Eigentümers
BGB § 1004 Abs. 1, § 558 Abs. 1
Verjährung des Schadensersatzanspruchs des Eigentümers wegen Veränderung des Grundstücks
Tankstellengrundstück: Wann verjähren Ansprüche auf Beseitigung der Tanks? (IBR 1997, 387)
BGHZ 135, 152
NJW 1997, 1983
ZIP 1997, 985
MDR 1997, 724
WM 1997, 1157
BB 1997, 1227
DB 1997, 2270
JR 1997, 507
Der Zweck des § 548 BGB besteht darin, die mit der Beendigung eines Gebrauchsüberlassungsverhältnisses verbundenen Ansprüche einer beschleunigten Klärung zuzuführen (BGH, Urteil vom 21. März 1997 - V ZR 217/95, BGHZ 135, 152, 155 f., noch zu § 558 Abs. 1 BGB aF).
Eine ähnliche Konstellation liegt vor, wenn der Eigentümer die Vermietung seiner Sache an einen Dritten gestattet und so dem Vermieter die Überlassung der Sache an den Mieter ermöglicht hat; auch in diesem Fall muss sich der Eigentümer vom Mieter die kurze mietrechtliche Verjährung entgegen halten lassen (BGH, Urteil vom 21. März 1997 - V ZR 217/95, aaO S. 157).
a) Die kurze mietvertragliche Verjährung gilt nach gefestigter Rechtsprechung auch dann, wenn es um von § 548 BGB erfasste Ansprüche des Vermieters gegen einen Dritten geht, der - ohne Vertragspartei zu sein - in den Schutzbereich des Mietvertrages einbezogen ist (Senatsurteil vom 21. Juni 1988 - VI ZR 150/87 - NJW-RR 1988, 1358; BGH BGHZ 49, 278, 279 f.; 61, 227, 233 f.; 71, 175, 178 f.; 135, 152, 156; Urteil vom 7. Juli 1976 - VIII ZR 44/75 - NJW 1976, 1843, 1844;… MünchKommBGB/Schilling, aaO, § 548 Rn. 6;… Staudinger/Emmerich, BGB, Neubearbeitung 2003, § 548 Rn. 15).
Gleiches gilt auch für konkurrierende dingliche Ansprüche eines Mieters aus dem Eigentum selbst (vgl. BGH, NJW 1997, 1983 f. [BGH 21.03.1997 - V ZR 217/95] ; 1987, 187 ff.;… Palandt/ Weidenkaff , a.a.O., § 548, Rdnr. 7).
Jedenfalls für diese Konstellation besteht eine Regelungslücke, die aufgrund der vergleichbaren Interessenlage eine entsprechende Anwendung der Verjährungsvorschrift als geboten erscheinen lässt (vgl. auch BGH, NJW 1986, 254; vgl. hierzu im umgekehrten Fall der Personenverschiedenheit von Vermieter und Eigentümer BGH, NJW 2011, 2717 f. [BGH 29.06.2011 - VIII ZR 349/10] ; 1997, 1983 f.).
Dies gilt bezüglich der Ansprüche aus Eigentum selbst dann, wenn der Eigentümer nicht selbst Vermieter ist, sondern lediglich einem Dritten die Vermietung gestattet hat (vgl. BGH, Urteil vom 21. März 1997 - V ZR 217/95 - NJW 1997, 1983, 1984 m. Nachw. aus der Rechtsprechung).
Allerdings findet § 902 Abs. 1 Satz 1 BGB auf diesen Anspruch nach der Rechtsprechung des Senats keine Anwendung (BGHZ 60, 235, 238 f; 125, 56, 63; 135, 152, 154; Senatsurt. v. 22. Juni 1990, V ZR 3/89, NJW 1990, 2555, 2556;… AK-BGB/Kohl § 1004 Rdn. 77;… Erman/Hagen, BGB, 9. Aufl., § 902 Rdn. 3;… RGRK-BGB/Augustin, § 902 Rdn. 8;… RGRK-BGB/Pikart, § 1004 Rdn. 96;… Soergel/Stürner, § 902 BGB Rdn. 2).
Zweck der Vorschrift ist es, die mit der Beendigung des Gebrauchsüberlassungsverhältnisses verbundenen Ansprüche einer beschleunigten Klarstellung zuzuführen (BGHZ 47, 53, 56; BGH, NJW 1997, 1983, 1984).
Diesem Zweck entsprechend fasst die Rechtsprechung den Anwendungsbereich der Vorschrift weit und unterwirft ihm sämtliche vertraglichen und konkurrierenden außervertraglichen Ansprüche wegen Veränderungen und Verschlechterungen der Mietsache; unter Umständen können sogar Ansprüche Dritter nach § 558 BGB verjähren (vgl. die Nachweise bei BGH, NJW 1997, 1983, 1984).
Dass die Verunreinigung des Bodens mit Mineralölrückständen eine (dem Vermieter bzw. Verpächter nachteilige) Veränderung bzw. Verschlechterung eines Grundstücks darstellt, kann nicht zweifelhaft sein (vgl. auch BGH, NJW 1997, 1983 f.; Senat, Urteil vom 24.01.2001 - 11 U 59/00 - zur Veröffentlichung vorgesehen; OLG Hamm, OLGR 1995, 25; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1990, 21).
Verjährung von Ersatzansprüchen des Eigentümers eines nach dem VermG …
Ferner trifft zu, daß § 558 BGB auch auf sämtliche mit mietvertraglichen oder mietvertragsähnlichen Ansprüchen auf Beseitigung oder Schadensersatz konkurrierende Ansprüche aus demselben Sachverhalt anzuwenden ist, auch insoweit, als diese auf das Eigentum oder auf unerlaubte Handlung gestützt werden (vgl. BGHZ 47, 53, 55; 135, 152, 156 f.), und daß der Nutzungsberechtigte die Einrede der Verjährung nach einem Wechsel des Eigentums am Grundstück auch dem neuen Eigentümer gegenüber geltend machen kann (vgl. BGHZ 98, 235, 238 f.).
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH liegt der Zweck des § 558 BGB darin, die mit der Beendigung eines Gebrauchsüberlassungsverhältnisses verbundenen Ansprüche einer beschleunigten Klarstellung zuzuführen (vgl. BGH-Urteil vom 21.03.1997-V ZR 217/95-NJW 1997, 1983 f.).
Hierzu gehören auf Seiten des Vermieters Ansprüche aus unerlaubter Handlung und aus dem Eigentum (BGH, Urteile vom 21.03.1997-V ZR 217/95=NJW 1997, 1983 f. und Urteil vom 18.09.1986-III ZR 227/84=BGHZ 98, 235, 241); Ansprüche gegen Dritte, die in den Schutzbereich des Mietvertrages einbezogen sind (BGH-Urteil vom 29.03.1978-VIII ZR 220/76=BGHZ 71, 175, 178 f.); Ansprüche des Vermieters aus abgetretenem Recht des Eigentümers (BGH-Urteil vom 14.07.1970-VIII ZR 1/69=BGHZ 54, 264, 268) sowie bei enger wirtschaftlicher Verbundenheit zwischen Eigentümer und Vermieter (BGH-Urteil vom 11.12.1991-XII ZR 269/90=BGHZ 116, 293, 296).
Weil der Sinn und Zweck des § 548 BGB darin liegt, dass die wechselseitigen Ansprüche der Mietvertragsparteien, die vom Zustand der Mietsache zur Zeit der Rückgabe abhängen, nach Beendigung des Mietverhältnisses möglichst rasch abgewickelt werden sollen, ist allgemein anerkannt, dass § 548 BGB bzw. § 558 BGB a. F. - trotz der Gesetzessystematik - grundsätzlich weit auszulegen sind (vgl. BGHZ 135, 152 [155]; BGHZ 98, 235 [237]; BGH, NJW 1987, 187 [188]); BGH, NJW 1967, 980 [981]; Bamberger/Roth-Ehlert, a.a.O., § 548 Rdnr. 2; Schmidt/Futterer-Gather, Mietrecht, 9. Auflage München 2007, § 548 Rdnr. 29).
OLG Köln, 12.12.2006 - 22 U 138/06
KG, 21.05.2001 - 20 U 5848/00
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References: § 1004
 § 558
 § 548
 § 558
 § 548
 BGH 
 § 548
 § 548
 § 548
 § 902
 § 1004
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 § 558
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 BGH 
 § 558
 § 548
 § 548
 § 558
 § 548
 § 548