Source: http://yontown.de/Texte/Edda_Ubertragung.htm
Timestamp: 2020-02-24 05:04:15+00:00

Document:
Bearbeitung nach der Übersetzung von Karl Simrock
yonton-Verlag Hoertext.de
eigentliche Götterlieder
Menschen (Lieder des Übergangs)
Gegenüberstellung in der Übertragungen
Die heute geläufigtse Übersetzung gilt bereits als klassische Übersetzung von Karl Simrock. Viele Bezeichungen und Namen sind für heutige Leser unverständlich, daher haben wir nach verständlichen Entsprechungen oder Sinnübersetzungen der Namen getrachtet. Auch haben wir Sinrocks Treue verlassen und altskandinavischen Namen durch deutschen Namen, wo es sinnvoll schien, ersetzt.
Usrsprünglich unterteilte Simrock die ältere Edda in Götterlieder und Heldenlieder. 13 eigentlichen Götterliedern schließen sich 3 Übergangskapitel an, die noch auf die Götterwelt Bezug nehmen, aber bereits das Siegfrid-Thema vorbereiten. Diese haben wir von den eigentlichen Göttersagen getrennt.
Wotans Rabenzauber soll angeblich später entstanden sein, wie ließen ihn da, wo er war.
Die (klassische) Übersetzung von Simrock behielten wir in der Spache bei, obschon man heute nicht mehr sagen würde: "...und machten dir in den Mund." Heute müsste man sagen: "...und pissten dir in den Mund." Lediglich das Namenswirrwar entknoteten wir weitestgehend und übersetzten die Bildernamen.
(eigentliche) Götterlieder der Edda www.yontown.de
Der Seherin Ausspruch (Ad 1)
Hohen und Niedern der Götter Geschlecht;
Riesen acht ich, die Urgebornen,
Einst war das Alter, da ein Riese lebte:
Da war nicht Sand nicht See, nicht salzige Wellen,
Bis Wotans Brüder Bälle erhuben,
Sie die der Menschen Reich schufen.
Und dem Grund verwelkte grüner Lauch.
Dämmer und Abend, die Zeiten zu ordnen.
Götter einten sich auf dem Felde,
Schufen Zangen, schönes Gezäh.
Bis drei der Riesentöchter kamen
Aus des Riesen Blut und blauen Gliedern.
Da ward Alberich der mächtigste
Dieser Zwerge und Mime nach ihm.
Der Zwerge von Erde, wie Mime angab.
Zeit ist's, die Zwerge von sonderer Zunft
Den Leuten zu leiten zum Berge hinauf,
Von fernen Tiefen zum Erdenfeld.
Mächtige, milde Götter zumal,
aus Bäumen geschnitzt und ohne Bestimmung.
Seele gab Wotan, ein andrer gab Sinn,
Blut gab wieder einer und blühende Farbe.
Eine Esche weiß ich, Weltenesche,
Immergrün steht er über Urdas Brunnen.
Davon kommen Frauen, viel wissende,
Urda heißt die eine, die andre Vertanda:
Sie schnitten Stäbe; Skulda hieß die dritte.
Der grübelnde Gott, und ihr ins Auge sah.
Alles weiß ich, Wotan, wo du dein Auge bargst:
In der viel bekannten Quelle der Weisheit.
Met trinkt der Brunnenhüter all morgens
Hier nun habt ihr Wotans Mädchen,
Da sie mit Geren die Goldkraft stießen,
Wohlredende Seherin zähmte sie Wölfe.
Ob die Götter sollten Untreue strafen,
Oder. alle Götter Sühnopfer fangen.
Gebrochen war der Burgwall den Göttern,
Schlachtkundige Riesen stampften das Feld.
Wotan schleuderte über das Volk den Spieß:
Oder dem Riesenvolk Freya gegeben?
Von Zorn bezwungen zögerte Donar nicht,
Alle festen Verträge, jüngst trefflich erdacht.
Ich weiß ein mächtiges Horn verborgen
Einen Strom sehe ich stürzen mit starkem Fall
Östlich saß die Alte im Eisengebüsch,
fütterte dort den Wolf aus Lokis Geschlecht.
Der Riesin Hüter, heiter im Sturm.
Der hochrote Hahn auf höchstem Gipfel.
Den Göttern gellend sang der Goldkammige,
Der schwarzrote Hahn in der Hölle Säle.
Ich sah dem Lichtgott, dem blühenden Opfer,
Wotans Sohne, Unheil drohen.
Von der Mistel kam, so deuchte mich
Hässlicher Harm, da der Blinde schoss.
Des Lichtgottes Bruder, war kaum geboren,
Als einsichtig Wotans Erbe zum Kampf ging.
Eh er zum Holzstoß trug des Lichtgottes Töter.
Doch Frigga beklagte in ihrem Sal dort
Wallhalls Verlust: wisst ihr, was das bedeutet?
Da sitzt auch eine Frau unsanfter Gebärde,
Gewoben weiß da Seherin Todesbande,
Viel weiß der Weise, weit sehe ich voraus
Der Welt Untergang, der Götter Fall.
Grässlich heult der Mondhund vor der Höhle,
Die Fessel bricht und Wotans Wolf rennt.
Schlamm und Schwerter, der Höllenfluss.
Nördlich stand an den Nebelbergen
Ein Saal aus Gold für kunstfertige Zwerge.
Ein andrer stand auf weiter
Des Riesen Biersaal, nach dem Vater.
Einen Saal sehe ich, der Sonne fern
Am Leichenstrand, die Türen sind nordwärts gekehrt.
Im starrenden Strome stehen da und waten
Da saugt ein Lindwurm die entseelten Leiber,
Der Grund erdröhnt, üble Elfen fliegen;
Unerhörtes ereignet sich, großer Ehebruch.
der Weisheit Söhne spielen, der Mittelstamm entzündet sich
Beim gellenden Ruf der Posaune.
Ins erhobne Horn bläst der Wächter laut,
Wotan murmelt mit der Weisheit Haupt.
Zittert, die Weltenesche, doch steht sie,
(Sie bangen alle in der Hölle Banden
Bevor sie die Feuerwelt verschlingt.)
Einer fährt von Osten und hebt den Schild,
eine Schlange wälzt sich in Riesenheim.
Leichen zerreißt er; los die Totenkogge.
Der Kiel fährt von Osten, da kommen der Flammen Söhne
Auch Lokis Bruder ist ihm verbündet.
Feuerwächter, von Süden mit flammendem Schwert,
Zur Hölle fahren Helden; der Himmel klafft.
Was ist mit den Göttern? Was ist mit den Elfen?
All Riesenheim ächzt, die Götter versammeln sich.
Da hebt sich Friggas anderer Harm,
Da Wotan eilt zum Angriff des Wolfs.
Da Frey misst sich mit dem Schwarzen;
Schon fällt Friggas einzige Freude.
Mit dem Leichenwolf, selber zu fechten:
Er stößt dem Wolfsohn des Loki den Stahl ins Herz
Da kommt geschritten Walvaters schöner Erbe,
Wider den Wurm wendet sich Wotans Sohn.
Mutig trifft ihn Menschenreichs Segner.
Doch fährt neun Fuß weit Feuergott Donar
Da sehe ich auftauchen zum andern male
Die Fluten fallen, darüber fliegt der Adler,
Götter einen sich auf ihrem Felde,
Vom Siegvater gefundner Runen.
Die in Urzeiten die Götter hatten,
Der Fürst unter ihnen und Wotans Geschlecht.
Alles Böse bessert sich, Lichtgott kehrt wieder.
In Heervaters Himmel wohnen Lichtgott und sein Mörder,
Da kann der Wille selbst sein Los sich kiesen,
Einen Saal sehe ich, heller als die Sonne,
Mit Gold bedeckt auf südlichen Höhn:,
Die Natter hernieder aus Nebelfelsen.
Lindwurms Leichen - und nieder senkt er sich.
Das Lied von Grimnir (Ad 2)
Lass uns scheiden, Lohe!
Dass mir niemand Nahrung bot
Bessre Gabe bieten.
Den Göttern nah und Elfen.
Dort in Himmelsheim soll Donar wohnen
Eibental heißt es, wo der Wintergott hat
Luftreich gaben dem Frey die Götter im Anfang
Hohe Halle heißt sie, die sich erwählte
Der Gott in alter Zeit.
Versunkene Halle heißt die vierte, kühle Flut
Wotan und Saga trinken alle Tage
Glanzheim heißt die fünfte, wo golden schimmert
Da kiest sich Wotan alle Tage
Leicht erkennen können, die zu Wotan kommen,
Über ihm dräut ein Adler.
Riesenhalle heißt die sechste, wo einst hauste,
ein mächtige Jote.
Nun bewohnt die scheue Götterbraut
Des Vaters alte Feste.
Die siebente heißt Weiter Blick: da hat der Lichtgott sich
Himmelsburg ist die achte, wo der Posaunenbläser soll
Folkwang ist die neunte: da hat Freya Gewalt
Wotan hat die andre Hälfte.
Richthalle ist die zehnte; auf goldnen Säulen ruht
Da thront Rechtsprecher den langen Tag
Schiffsstätte heißt die elfte: da hat der Meereswächter
Ohne Fehl und Makel der Männerfürst
göttliches Land des Schweigens.
Koch von Walhall lässt im Kessel
den Eber sieden,
Was die gefallene Kämpfer essen.
Gierwolf und Hungerwolf füttert der krieggewohnte
Wotan ewig lebe.
Rabe Denker und Rabe Erinnerer müssen jeden Tag
Ich fürchte, dass Rabe Denker nicht nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Rabe Erinnerer.
Mächtiger Fluss ertönt, wo des Riesenwolfs
Durch tödlichen Lärm zu waten.
Walhallsschützendes Gitter, das auf dem Grunde steht
Heilig vor heiligen Türen.
Wie sein Schloss sich schließt.
Achthundert Helden ziehen aus je einer,
Fünfhundert Stockwerke und viermal
zehn weiß ich im Bau des Donar.
Gefräßig ist eine Ziege vor Heervaters Saal,
Die am Wipfeln der Esche zehrt.
Gefräßig ist ein Hirsch vor Heervaters Saal,
Der am Wipfeln der Esche zehrt.
Von seinem Horngeweih tropft es in den Brunnen:
Watet Donar täglich,
Bei der Weltenesche;
Denn die Götterbrücke steht all in Lohe,
Die Rosse reiten die Götter
Bei der Weltenesche.
Unter der Weltenesche:
Die Hölle wohnt unter einer, unter der andern Frostriesen,
Zank heißt das Eichhorn, das auf und ab rennt
An der Weltenesche:
Und bringt sie Lindwürmern nieder.
An der Esche Ausschüssen weiden.
Mehr Würmer liegen unter den Wurzeln der Esche
sollen ewig von den Wurzeln zehren.
Die Weltenesche duldet Unbill
Unten nagt ein Lindwurm.
Der Hengste zwei sollen immerdar
Die Mächtigen, Eisenkühle.
Schützend ist der Schild, der vor der Sonne steht,
Verschlingen will der Wolf, der der scheinenden Gottheit
Den Mond verfolgt der andre, ein Wolf,
Aus eines Riesen Fleisch ward die Erde geschaffen,
Aus den Augenbrauen schufen gütige Götter
ein Reich den Menschensöhnen;
Aber aus seinem Hirn sind alle hart gemuten
Denn die Aussicht öffnet sich den Göttersöhnen,
Kunstfertige Zwerge ging in Urtagen
Sicheres Schiff zu schaffen,
Das beste der Schiffe, für den schimmernden Frey,
Des Meereswächters Sohn,
Die Weltenesche, ist der Bäume erster,
Dieses das erste der Schiffe,
Gott Wotan, aller Rosse das Achtbeinige,
Regenbogen der Brücken, Beredsamkeit der Verse,
Einer nur unter Habichten, Mond unter den Hunden.
Alle Götter werden Einzug halten
Zu des Wüterichs Saal,
Zu des Wüterichs Mahl.
Ich heiße so und heiße anders.
Allvater, Wotan, und mit vielen Nennungen;
So hießen sie mich, da ich Schlitten zog;
Anders dort im Thing;
Anders als ich den alten Riesen trog.
Grimnir hießen sie mich bei Geirröd,
Toll bist du, Geirröd, hast zuviel getrunken,
Aller Gefallenen Kämpfer und Wotans Huld.
Schon sehe ich liegen meines Lieblings Schwert
Die schwertmüde Hülle hebt nun Grimnir auf,
Abhold sind dir die Elfen, nun magst du Wotan schauen:
Wotan heiß ich nun, Grimnir hieß ich eben,
Anders schon hab ich geheißen.
Allen Ursprung weiß ich
Lied vom Reifriesen , des Rätselmeisters (Ad 3)
Rat du mir nun, Frigga, da mich zu fahren lüstet
Zu des Reifriesen Wohnungen;
Zu der Götter Gehegen,
Als den Reifriesen weiß.
Nun will ich wissen wie's in des Reifriesen
Mit Riesen Rede tauschest. -
Fuhr da Walvater zu erforschen die Weisheit
Er kam zu der Halle;
Eintrat Wotan alsbald.
Heil dir, Rätselmeister! In die Halle kam ich
Reifriese:
Gangrad heiß ich, die Wege ging ich
Was hältst du und sprichst an der Hausflur?
Kehrt Armut ein beim Überfluss,
Sage du, so du von der Flur versuchen willst,
Wanderer, dein Glück,
Leuchtmähne heißt er, der den schimmernden Tag zieht
Taumähne heißt es, das die Nacht herzieht
Ungestüm heißt der Strom, der dem Stamm der Riesen
der Schwarze und die seligen Götter?
Kampfsturm heißt das Feld, da zum Kampf sich finden
der Schwarze und die seligen Götter.
Und lass uns sitzend sprechen.
Wanderer, um weise Worte.
Und du es weißt, Rätselmeister,
Aus des Urriesen Fleisch, ward die Erde geschaffen,
Beweger der Achse heißt des Mondes Vater
Morgentau heißt des Tages Vater,
Die Nacht ist von einem schlanken Riesen gezeugt.
Sag mir zum vierten, wenn du's erforscht hast
Zuerst den gütigen Göttern?
Windswalt heißt des Winters Vater,
Und Sonnhard des Sommers.
Durch alle Zeiten ziehen sie einander
Sag mir zum fünften, wenn du's erforscht hast
Wer von den Göttern der erste, oder von des Urriesen Geschlecht
Ward der Bergbrüller geboren.
Kraftschrei war dessen Vater,
aus Sand geboren sein Ahn.
Woher der Sandgeborene kam den Kindern der Riesen
Aus den Höllenflüssen fuhren Eitertropfen
Wie zeugte Kinder der kühne Jote,
Dem Starken Sohn und Tochter.
Dass du es weißt, Rätselmeister,
Du bist ein allkluger Jote.
Ward Bergbrüller geboren.
Des gedenk ich zuerst, dass der allkluge Jote
Leichenverschlinger heißt der an Himmels Ende sitzt
In Adlerskleid ein früh Geborener.
Du weißt, Rätselmeister,
Wie kam der Meeresgott aus Schiffsstadt
Unter die Göttersöhne?
Und ist nicht göttlichen Ursprungs.
In Riesenheim schufen ihn weise Mächte
Zu den weisen Giganten.
Sag mir zum elften, wenn der Götter Geschicke
Die Kämpfer alle in Wotans Saal
Mit Göttern zu trinken,
Und des Ebers satt
Du alle weißt, Rätselmeister,
Von der Joten und aller Götter Geheimnissen
Allkluger Jote.
Neun Reiche bereist ich bis zur Nebelwelt nieder;
Da fahren die Helden zur Hölle.
Leben und nach Leben Strebende verborgen
In Holz der Esche.
Wenn diese ein Wolf fraß?
GIänzend fährt nach der Götter Fall
Drei über der Völker schweben
schützende Mädchen,
Wer waltet des Erbes der Götter,
Wenn des Schwarzens Lohe losch?
Zwei Rachegötter walten des Heiligtums,
Wenn des Schwarzens Lohe losch.
Stärke und Zorn sollen den Hammer schwingen
Was wird Wotans Ende werden,
Das wird die Rache rächen.
Im letzten Streit dem starken.
Was sagte Wotan ins Ohr dem Sohn
Von der Götter Ausgang.
Mit Wotan kämpft ich in klugen Reden:
Wotans Rabenzauber (Ad 4)
Allvater waltet, Elfen verstehen,
Giganten wissen, Nornen weisen,
Waldgeist nährt, Menschen dulden,
Riesen erwarten, Walküren trachten.
Die Götter ahnten übles Verhängnis,
Urda sollte Unsterblichkeits- Met bewachen,
Wenn sie wüsste so großem Schaden zu wehren.
Auf hub sich Rabe Denker den Himmel zu suchen;
Unheil fürchteten die Götter, verweil er.
Alberichs Ausspruch ist schwerer Traum,
Dunkler Traum ist Mimes Ausspruch.
Den Zwergen schwindet die Starke. Die Himmel
Neigen sich nieder zu der Leere Nähe.
Das Himmelspferd lässt sie oftmals sinken,
In des Hüters klarer Quelle versiegt
Die Weisheit der Männer. Wisst ihr, was das bedeutet?
Hinab von der Weltenesche gesunken,
Elfengeschlechtern, Idisen genannt,
Die Jüngste der kunstfertigen Zwerge.
Schwer erträgt sie dies Niedersinken
Nicht behagt es ihr bei der Tochter der Nacht,
Die Sieggötter sehen die Sorge Urdas
Wählte Wotan den Wächter der Brücke,
Den Posaunentöner, die Göttin zu fragen
Ihn geleiten Loki und den Dichter.
Wotan spähte vom thronenden Sitz
Ob von den Göttern und ihren Geschicken
Unten im Hause der Hölle sie wüssten
Sie mochte nicht reden, nicht melden konnte sie's:
Wie begierig sie fragten, sie gab keinen Laut,
Der Hüter von des Heerfürstens gellendem Horn.
Den listigen Loki nahm er zum Begleiter;
Als Wache der Schönen blieb die Riesin des Eises.
Zur Weinhalle kehrten schweigsame Gesandte,
Beide von drei Elementen getragen.
Eintraten sie jetzt und grüßten die Götter,
Seine Gefährten beim fröhlichen Mahl.
Sie wünschten dem Wotan, dem seligsten Gott,
Des Bollwerks Gebot auf die Bänke verteilt,
Vom Wildeber speisend saßen die Götter.
Walküren schenkten in des Seefahrers Schalen
Den Met und maß ihn aus des Weisen Horn.
Mancherlei fragten über dem Mahle
Den Posaunenwächter die Götter, Göttinnen fragten Loki,
Ob Spruch und Spähung gespendet die Jungfrau -
Dass ihnen die göttliche Auskunft gäbe.
Antwort gab Wotan, sie alle hörten es:
,,Die Nacht ist zu nützen zu neuem Entschluss.
Glücklichen Rat den Göttern zu finden.''
Über die Wege von des Frühlings Mutter
Nieder sank die Nahrung des Mondes.
Wotan und Frigga, als dass Ross auffuhr.
Da hebt sich von Osten aus den Eisströmen
Die das Land bewohnen, vor Mitternacht.
Ohnmacht befallt sie in der eisigen Nachtluft,
Des Zwerges Überlisterin zog es im Wagen.
Gingen zur Ruhe nächtliche Riesen,
Gespenster, Zwerge und Schwarzelfen.
Auf standen die Herrscher und die Elfenbestrahlerin;
Die Nacht sank nördlich ins Nebelreich.
Der Weise stieg des Himmels Brücke hinan,
Der Hornbläser, zu den tragenden Bergen.
Das Wegtamslied (Ad 5)
Götter eilten all zur Versammlung
Und Göttinnen all zum Gespräch:
Warum den Lichtgott böse Träume schreckten?
Die Gefragten sprachen: ,,Dem Tode verfallen ist
des Winters Freund, so einzig lieblich."
Darob erschraken Wotan und Frigga,
Und alle die Fürsten sie fassten den Schluss:
"Wir wollen besenden die Wesen alle,
Frieden erbitten, dass sie dem Lichtgott nicht schaden."
Frigga nahm die festen Schwüre in Empfang-
Die Götter berief der Rat zu heischen;
Aufstand Wotan der Allerschaffer,
Und schwang den Sattel auf des Rosses Rücken-.
In die Nebelwelt hernieder ritt er;
Da kam aus der Hölle ein Hund ihm entgegen,
Kiefer und Rachen klaffend zum Biss,
Dem Vater der Lieder und bellte laut-.
Fort ritt Wotan, die Erde dröhnte,
Zu dem hohen Haus kam er der Hölle.
Da ritt Wotan ans östliche Tor,
Wo er der Seherin wusste den Hügel.
Bis gezwungen sie aufstand Unheil verkündend-.
Ich heiße Wegtam, bin WaItams Sohn.
Wem sind die Bänke mit Ringen bestreut,
Hier steht dem Lichtgott der Becher eingeschenkt,
Die Götter alle sind ohne Hoffnung.
Genötigt sprach ich, nun will ich schweigen-
Schweig nicht, Seherin, ich will dich fragen
Bis alles ich weiß. Noch wüsste ich gerne:
Welcher der Männer ermordet den Lichtgott,
Wird Wotans Erben das Ende fügen?
Hierher bringt der Blinde den hochberühmten,
Er wird der Mörder werden des Lichtgottes,
Wird Wotans Erben das Ende fügen.
Wer wird uns Rache gewinnen am Blinden,
Und zum Holzstoß bringen des Lichtgottes Mörder?
Fruchtbar im Westsaal gewinnt einen Sohn,
Der einnächtig, Wotans Erbe, zum Kampf geht.
Bis er zum Holzstoß brachte des Lichtgottes Mörder.
Wotan bist du der Allerschaffer.
Du bist keine Seherin, kein wissendes Weib,
Vielmehr bist du dreier Riesen Mutter.
Heim reit nun, Wotan, und rühme dich:
Des Hohen Lied (Ad 6)
W ärme wünscht der vom Wege kommt
Nicht übleren Begleiter gibt es auf Reisen
Ist Met den Erdensöhnen,
In Haus und Gehege des Metes Hüterin.
In des roten Hahnes Felsen.
Dass er nicht fehlerfrei ist.
Der schwatzt zuviel, der nimmer schweigt
Zu oft geschieht es, dass sonst nicht Verfeindete
Dieses Aufziehen wird ewig währen:
Dem Lohn wäre leid gewesen.
Freunde sollen mit Waffen und Gewändern sich erfreuen,
Bekleidet deuchten sie Kämpen sich gleich,
Und schauen nach seinem Werke.
Dass dem Starken ein Stärkerer lebt.
Und im Zutrauen zaghaft.
An manchen Ort kam ich allzu früh;
Allzu spät an andern.
Gedenksteine stehen am Wege selten,
Die heute am Hungertuch nagen:
Trink Met am Feuer, auf Eis lauf Schrittschuh,
Kauf mager das Ross, und rostig das Schwert,
Heiterem Himmel, lachendem Herrn,
Dem Mörder deines Bruders, wie breit wäre die Straße,
Ich fand des Arglosen Maid auf ihrem Bette,
"Am Abend sollst du, Wotan, kommen,
Ich wandte mich weg Erwiderung hoffend,
Da schlief im Saal das Gesinde;
In des erkauften Dichters Saal.
Seine Tochter schenkte mir auf goldnem Sessel
Einen Trunk des teueren Mets.
Ein Bohrwerk ließ ich den Weg mir räumen
Und den Berg durchfräsen;
Denn der Adler ist aufgestiegen
Zur weit bewohnten Erde.
Zweifel heg ich, ob ich heim wäre gekehrt
Wenn mir des Dichter Tochter nicht half, die herzige Maid,
Sie fragten nach Wotan, ob er heimgefahren sei
Oder ob er durch den Maidvater fiel.
Den Ringeid, sagt man, hat Wotan geschworen:
Den Dichter beraubt er mit Ränken des Mets
Und ließ sich die Tochter grämen.
Zeit ist es zu reden vom Rednerstuhl.
Dies rat ich, Riesengestalt, vernimm die Lehre,
Das rat ich, Riesengestalt, vernimm die Lehre,
So guten Vertrauens Vergeltung.
Nicht aufschauen sollst du im Schlachtgetöse:
Sei vorsichtig, doch sei's nicht allzu sehr,
Stark wäre der Riegel, der sich rücken sollte
Gib einen Zauber; dies Geschlecht sonst wünscht
Wo Met getrunken wird, ruf die Erdkraft an:
Vom Speer verwundet, dem Wotan geweiht,
göttlichem Ahnen, eines Großvaters ,
Und trank einen Trunk des Dichters Mets
Erregung des Mutes geschöpft.
Wotan den Riesen, den Elfen Mime,
Alberich den Zwergen,
Ein Himmelspferd aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.
So ritzt es Wotan zur Richtschnur den Völkern.
In den Schild fing ich's, so ziehen sie siegreich
Bleiben heil wohin sie ziehen.
Götter und Elfen kenn ich allzumal;
Ein fünfzehntes kann ich, das Morgengrauen, der Zwerg
Vor des Tages Schwelle sang:
Den Göttern Stärke, den Elfen Gedeihen,
Hohe Weisheit dem Wotan.
Den Willen wandle ich der Weißarmigen,
Dieser Lieder, magst du, Riesengestalt,
Das Harbardslied (Ad 7)
Einen Korb hab ich auf dem Rücken, bessre Kost gibt es nicht
Allzu vorlaut rühmst du dein Frühmahl;
Das hör ich nun hier, was das Schlimmste scheint
Jedem Mann, dass meine Mutter tot sei.
Du hältst dich nicht, als hättest du guter Höfe drei:
Barbeinig stehst du in Bettlers Gewand,
Steure nur her die Eiche, die Stätte zeig ich dir,
Hildolf heißt er, der es mich zu halten bat,
Der ratkluge Recke, der in Radsei-sund wohnt. (!!!)
Er widerriet mir, Strolche und Rossdiebe zu fahren:
Den sag ich dir frei, obgleich ich hier friedlos bin,
Und all mein Geschlecht. Ich bin Wotans Sohn,
Meilis Bruder und Vater des Starken,
Der Kräftiger der Götter; du kannst mit Donar hier sprechen.
Harbard heiß ich,
Was solltest du ihn hehlen, wenn du schuldlos bist?
Obschon ich nicht schuldlos bin, schütz ich mich doch leicht
Vor einem wie du bist; mein Ende wüsste ich denn nah.
Es dünkt mich beschwerlich zu dir hinüber
Deinen Stachelreden, stünde ich überm Sund.
Hier will ich stehen und dich erwarten.
Du fandst wohl keinen dir härtern seit des Lärmers Tod.
Des gedenkst du nun, dass ich mit dem Lärmer stritt,
Ich war bei Fiölwar fünf volle Winter (!!!)
Wie ward es da
Wir hatten zierliche Weiber, wären sie zahmer gewesen;
Lag bei sieben Schwestern und genoss im Scherz ihre Gunst.
Was tatest du derweil, Donar?
Ich tötete den Herrn der Eisburg, den übermütigen Riesen,
Auf warf ich die Augen des Sohnes Ölwalts (!!!)
Allerlei Liebeskünste übt ich bei den Nachtreiterinnen,
Ein harter Riese, halt ich, ist Helbard gewesen:
Gute Gabe galtst du mit üblem Lohn.
Eine Eiche muss fallen, sonst fertigt man den Kahn nicht;
Ich war im Osten, überwand der Riesen
Mit den Menschen wäre es auf Erden aus.
Ich war in Walland, des Kampfs zu warten,
Wotan hat die Fürsten, die da fallen im Kampf,
Donar hat der Knechte Geschlecht.
Unter die Götter teiltest du ungleich die Menschen,
Donar hat Macht genug, aber nicht Mut.
Trautest nicht mehr Donar zu sein.
Zu niesen noch zu furzen, dass es ein Riese hörte.
Harbard, Schändlicher! Zu Hölle schickt ich dich,
Was solltest du überm Sund,
Ich war im Osten und wehrt einem Fluss;
Da griffen Hagelkörner mich an.
Sie mussten bald zuerst mich bitten um Frieden.
Ich war im Osten mit einer zu kosen,
Da hattet ihr willige Weiber.
Da hätte ich bedurft, Donar, deiner Hilfe,
Die hätte ich dir gewährt, wäre dazu Zeit gewesen.
Ich hätte dir auch vertraut; oder hättest du mich betrogen?
Bin ich denn ein Fersenzwicker wie ein alter Schuh im Frühjahr?
Berserkerbräute bändigt ich auf der Insel:
Unrühmlich tatest du, Donar, dass du Weiber tötetest.
Wölfinnen waren es, Weiber kaum.
Trotzten mir mit Eisenkeulen und vertrieben Bauernsohn.
Ich war beim Heere, das eben hierher
Des gedenkst du nun,
Das büß ich dir gern mit goldnen Handringen
Woher hast du nur die Hohnreden all?
Von den alten Leuten lernt ich sie,
Du gibst den Gräbern zu guten Namen,
So denk ich von der Art Dingen nun.
Deine Wortklugheit kommt dir noch übel,
Lauter als ein Wolf wirst du aufschreien,
Dein Weib hat einen Buhlen, du wirst ihn bei ihr finden:
Du redest nach deines Mundes Rat, nur recht mich zu kränken.
Verworfner Wicht! Ich weiß, dass du lügst.
Und ich sage, so ist's! Säumig betreibst du die Fahrt.
Harbard, Schändlicher! Du hast mich hier so lang verweilt.
Dem Gott Donar, wähnt ich, wehrte so leicht nicht
Einen Rat will ich dir raten; rudre die Fähre hierher.
Hab ein Ende der Hader! Hole den Vater des Starken.
Fahr nur weg vom Sund, verweigert bleibt dir die Fahrt.
Weise mir nur den Weg, willst du mich nicht
Geringes verlangst du, doch lang ist der Weg:
Da trifft die Herrin Donar ihren Sohn:
Zu Wotans Land.
Komm ich heute noch hin?
Du erreichst es mit Eil bei noch obenstehender Sonne,
Kurz wird noch unser Gespräch, da du nur spöttisch sprichst.
Fahr immer zu in übler Geister Gewalt!
Die Sage vom Immer (Ad 8)
Einst nahmen die Walgötter die erwaideten Tiere
Und fanden, dem Bergriesen fehle der Braukessel.
Ihm in die Augen sah Wotans Sohn:
Der Ungestüme schuf Angst dem Riesen;
Doch rasch erdachte der Rache an den Göttern:
Er ersuchte Donar: "Schaff mir den Kessel,
Den mochten nicht die mächtigen Götter
Bis Tyr dem Donar getreulich sagte,
"Im Osten wohnt der Rauschende
Der hundweise Immer an des Himmels Ende.
Meinst du, den Saftsieder sollten wir haben? -
Von der Himmelsburg hin zu des Übeln Haus.
Selbst stallt er die Böcke, die stattlich gehörnten;
Sie eilten zur Halle, die Immer bewohnte.
Eine andre kam allgolden hervor,
"Verwandte der Riesen, ich will euch beide,
Der übel Gesinnte spät abends kam,
Der hartmutige Immer, heim von der Jagd.
"Heil dir, Immer, sei hohen Muts:
Unser Widersacher, der Wehrer genannt.
Du siehst sie sitzen an des Saales Ende,
So bangen sie, dass die Säule sie birgt",
Acht Kessel fielen, und einer nur,
Fasst ins Auge den Feind sich scharf.
Wenig Gutes sagte der Geist ihm voraus,
Als der Riesenbetrüber in den Vorsaal trat.
Man ließ um den Kopf sie kürzen beide
Gott Donar, eh er schlafen ging,
Zwei Ochsen Immers verzehrt er allein.
Da schien dem grauen Gesellen dem Lärmer
Donars Mahlzeit so mäßig nicht:
Bereit war der Wehrer ins Wasser zu rudern,
Wenn der kühne Jote den Köder gäbe.
Ich weiß gewiss, dir wird nicht schwer
Zum Walde wandte sich der Wehrer alsbald:
Der Riesentöter, abbrach er dem Tiere
Da bat der Böcke Gebieter den Affengott,
Ferner in die Flut das Seeross zu führen.
Aber der Jote gab ihm zur Antwort,
Da hob am Haken Immer der starke
Am Steuer inzwischen Wotans Erzeugter,
Festigte listig ein Fischseil der Wehrer.
Gähnend haschte der gottverhasste
Tapfer zog Donar, der gewaltige,
Das hässliche Haupt mit dem Hammer traf er,
Felsen krachten, Klüfte heulten,
Nicht geheuer war's auf der Heimkehr dem Riesen:
Der starke Immer verstummte ganz;
Wider den Wind nur wand er das Ruder:
"Willst du die Hälfte haben der Arbeit:
Donar ging und ergriff am Steven,
Ohne erst auszuschöpfen das Schiff erfasst er
Trug auch die Fische des starken Riesen heim
Aber der Jote wie immer trotzig,
Mit Donar um die Stärke stritt er aufs neu:
Könne er dort den Kelch nicht zerbrechen.
Als der dem Hiorridi zu Händen kam, (!!!)
In Immers Hand doch kehrt er heil.
Aber die freundliche Frille lehrt ihn (!!!)
Wohl wichtigen Rat: sie wusste ihn allein:
"Wirf ihn an Immers Haupt: härter ist das
Dem kostmüden Joten als ein Kelch mag sein."
Der Böcke Gebieter bog die Knie
Mit aller Götterkraft angetan:
"Die liebste Lust verloren weiß ich,
Noch mögt ihr versuchen ob ihr Macht habt,
Aber des Zornigen Vater erfasst ihn am Rand,
Aufs Haupt den Hafen hob sich Gott Donar;
Sie fuhren lange eh lüstern ward
Wotans Sohn sich umzuschauen:
Da sah er aus Höhlen mit Immer von Osten
Da harrt er und hob den Hafen von den Schultern,
Schwang den mordlichen Hammer entgegen
Die ihn anliefen in Immers Geleit.
[Sie fuhren nicht lange, so lag am Boden
Von Donars Böcken halbtot der eine.
Doch hörtet ihr wohl (wer hat davon
Kraftgerüstet kam er zum Göttermahl
Und hatte den Hafen, den Immer besessen.
Met in des Bergriesen Haus jede Flachsernte.
Ägirs Trinkgelage (Ad 9)
Sage mir, Bergriese, eh du mit einem
Götter und Elfen, die hier innen sind,
Ein will ich treten in des Bergriesen Halle,
Selber dies Gelage zu sehn.
Schimpf und Schande schaff ich den Göttern
Wisse, wenn du eintrittst in des Bergriesen Halle,
Selber dies Gelage zu sehn,
Wisse das, Bergriese, wenn miteinander wir
Loptr den langen Weg (!!!)
Götter zu bitten, mir einen Trunk
Die Götter nun und nimmer.
Die Götter wissen wohl wem sie sollen
Anteil gönnen am Gelage.
Gedenkt dir, Wotan, wie in Urzeiten wir
Würde er uns beiden nicht gebracht.
Dass länger Loki uns nicht lästere
Hier in des Bergriesen Halle.
Da stand Widar auf und schenkte dem Loki. Als er aber getrunken hatte, sprach er zu den Göttern:
Heil euch. Götter, Heil euch Göttinnen,
Euch hochheiligen Unsterblichen all,
Außer dem Gott allein, der da sitzt
Auf des Dichters Bank.
Und einen Ring zur Buße,
Dass du den Göttern nicht Ärgernis gebest:
Ross und Ringe, nicht allzu reich doch
Weiß ich dich, Dichter, der beiden!
Von Göttern und Elfen, die hier innen sind,
Hier in des Bergriesen Halle,
Dein Haupt hätte ich in meiner Hand schon;
Dichter, Bänkehüter!
Idise:
Ich bitte dich, Dichter, bei deiner Gebornen
Schweig, Idise! Von allen Frauen
Zu Loki spreche ich nicht mit lästernden Worten
Hier in des Bergriesen Halle;
Den Dichter sänfte ich, den bierberauschten,
Dass er im Zorn den Zweikampf meide.
Ihr Götter beide, was ist's, dass ihr euch
Loptr träumt sich nicht, dass er betrogen ist, (!!!)
Schweig du, Gefion! sonst vergesse ich nicht, (!!!)
Wenn du Gefion gram dir machst: (!!!)
Schweig nur, Wotan, ungerecht zwischen
Weißt du, dass ich gab, dem ich nicht geben sollte,
Du schlichest, sagt man, in Samsö umher (!!!)
Von Haus zu Haus als Seherin.
Was ihr Götter beide in Urzeiten triebet:
Schweig du, Frigga! Tochter von Donars Mutter,
bist den Männern allzu mild,
Wille und Wehe als des Herrschenden Gemahlin
Wisse, hätte ich hier in des Bergriesen Halle
Einen Sohn wie der Lichtgott schnell,
Nicht kämst du hinaus von den Göttersöhnen,
Und willst du, Frigga, dass ich ferner gedenke
So bin ich schuld, dass du nicht mehr schauen wirst
Lichtgott reiten zum Rat der Götter.
Irr bist du, Loki, dass du selber anführst
Wohl weiß Frigga alles was sich begibt,
Schweig du, Freya, dich vollends kenn ich;
Der Götter und Elfen, die hier inne sind,
Deine Zunge frevelt; doch fürcht ich, dass sie dir
Abhold sind dir Götter und Göttinnen,
Schweig du, Freya, Gift führst du mit dir,
So böser Wind entfuhr dir, Freya!
Meerwächter:
Des Verworfnen Weilen bei den Göttern wundert nur,
Schweig du, Meerwächter, von Osten gesendet
Immers Töchter nahmen dich da zum Nachtgeschirre
Und pissten dir in den Mund.
Dass mir erwuchs der Sohn, wider den niemand ist,
Der für den Ersten der Götter gilt.
Lass endlich, Meerwächter, den Übermut,
Frey ist der beste von allen, der Regenbogen
mein Wolfssohn fraß sie, der Wolf.
Der Hand muss ich darben; so darbst du des Wolfssohnes.
Der Götter Untergang.
Schweig du, Tyr! Deinem Weibe geschah es,
Dass sie von mir ein Kind bekam.
Nicht Pfenningsbuße empfingst du für die Schmach: (!!!)
Gefesselt liegt dein Wolfssohn vor des Flusses Ursprung
So soll auch dir geschehen, wenn du nicht schweigen wirst
Mit Gold erkauftest du des Meeres Tochter
Und gabst dem Prahler dein Schwert.
Wenn aber des Verderbens Söhne durch die Feuer reiten,
Womit willst du streiten. Unseliger?
War ich so edeln Stamms als die Sippe des Frey,
Morscher als Mark malmte ich dich, freche Krähe,
Dem Frey in die Ohren bläst es immerdar,
Die Götter all und Menschen.
Behende helf ich hier, dass Hropts Freunde trinken (!!!)
Met in des Bergiesen Halle.
Lass endlich ab, Loki,
Schweig du, Posaunenbläser! In der Schöpfung Beginn
Als es den Sturmriesen zu töten galt.
Als es den Sturmriesen zu töten galt,
Gelinder sprachst du zu der Bauminsel Sohn,
Da trat Donars Weib vor und schenkte dem Loki Met in den Eiskelch und sprach:
Dass du mich eine doch von den Götterkindern
Der auch den Donar zum Hahnrei machte.
Donar heim.
Schweig du, Beyla! du bist eines Dieners Weib
Kein ärger Ungeheuer ist unter den Götterkindern,
Da kam Donar an und sprach:
im Schlag den Mund dir schließen.
Dass dich das Leben lässt.
Nun kannst du knirschen, Donar;
Oder auf gen Osten werfe ich dich,
Dass kein Mann dich mehr erschaut.
Und selbst nicht meintest Donar zu sein.
Mit des Lärmers Töter trifft diese Hand dich
Hart schienen dir des Prahlers Knoten;
Du musstest der Mahlzeit darben,
Des Lärmers Töter schickt dich zu Hölle hinab
Ich sang vor Göttern, sang vor Göttersöhnen
Denn ich zweifle nicht, dass du zuschlägst.
Ein Mahl gabst du, Bergriese; nicht mehr hinfort
Frisst die Flamme
Thryms-Sage oder des Hammers Heimholung (Ad 10)
Wild ward Gott Donar als er erwachte
Sie gingen zum herrlichen Hause der Freya,
"Willst du mir, Freya, dein Federhemd leihen,
Ob meinen Hammer ich finden möge?"
Bis er hinter sich hatte der Götter Gehege
Auf dem Hügel saß Donnervogel, der Riesenfürst,
"Wie steht's mit den Göttern? wie steht's mit den Elfen?
"Schlecht steht's mit den Göttern, mit den Elfen schlecht;
Hältst du Donars Hammer verborgen?"
"Ich halte Donars Hammer verborgen
Er brächte denn Freya zur Braut mir daher."
Und endlich erreichte der Götter Reich.
Da traf er den Donar vor der Türe der Halle,
Lass hier von der Höhe mich hören die Kunde.
Donnervogel hat den Hammer, der Riesenfürst;
Er brächte denn Freya zur Braut ihm daher." -
Sie gingen Freya, die schöne, zu finden,
Und es war Donars Wort, welches er sprach zuerst:
"Lege, Freya, dir an das bräutliche Linnen;
Wild ward Freya, sie fauchte vor Wut,
Der schimmernde Halsschmuck schoss ihr zur Erde:
Bald eilten die Götter all zur Versammlung
Und die Göttinnen all zu der Sprache:
Wie sie dem Donar den Hammer lösten.
Da hub der Posaunenbläser an, der hellste der Götter,
Der weise war den Giganten gleich:
"Das bräutliche Linnen legen dem Donar wir an,
Auch lass er erklingen Geklirr der Schlüssel
Da sprach Donar also, der gestrenge Gott:
"Mich würden die Götter weibisch schelten,
Anhub da Loki, der Bauminsel Sohn:
"Schweig nur, Donar, mit solchen Worten.
Bald werden die Riesen die Himmelsburg bewohnen,
Das bräutliche Linnen legten dem Donar sie an,
Da sprach Loki, der Bauminsel Sohn:
"Nun muss ich mit dir als deine Magd:
Da Wotans Sohn reiste gen Riesenheim.
Anhob da Donnervogel, der Riesenfürst:
Und bringe Freya zur Braut mir daher,
Meerwächters Tochter aus Schiffsstadt.
Fehlte nur Freya zur Frau mir noch."
Man reichte reichlich den Riesen den Met.
Donar aß einen Ochsen, acht Lachse dazu,
Und drei Kufen Met trank Gott Donar.
Bereit dem Riesen Rede zu stehen:
"Nichts genoss Freya acht Nächte lang,
Kusslüstern lüftete das Linnen der Riese;
"Wie furchtbar flammen der Freya die Augen,
"Acht Nächte nicht genoss sie des Schlafes,
Ein trat die traurige Schwester des Donnervogel,
Da hob Donnervogel an, der Riesenfürst:
Legt den Hammer der Maid in den Schoß
Und gebt uns zusammen nach ehelicher Sitte."
Da lachte dem Donar das Herz im Leibe,
Als der hart geherzte den Hammer erkannte.
Donnervogel traf er zuerst, den Riesenfürsten,
Das Lied von Alwis (Ad 11)
Für allzu hastig hält man mich wohl;
Vom Riesen ahn ich etwas in dir:
Alberich heiß ich, unter der Erde
Donar heiß ich, der weit gewanderte,
Versuch es, Donar, da du gesonnen bist
So sage mir, Alberich, da alle Wesen,
Erde den Menschen, den Göttern Feld,
Die Giganten nennen sie Weg,
Allgrün die Joten, die Elfen Wachstum,
Sage mir, Alberich, da alle Wesen,
Windweber den Giganten,
Wie heißt der Mond, den die Menschen schauen,
In der Hölle sagt man rollendes Rad,
Jahrzähler aber bei Elfen.
Lichtauge Joten, Elfen Glanzkreis,
Allklar der Götter Freunde.
Menschen sagen Wolken, Wässerer die Götter,
Windschiff die Giganten,
Riesen Regenbringer, Elfen Naschwetter,
In der Hölle heißen sie Nebelhelm.
Wind bei den Menschen, Wehen bei den Göttern,
Greiner bei Joten, bei Elfen Lärmer,
In der Hölle heißt er Heuler.
Windflucht sagen die Giganten,
Schwüle die Riesen, Elfen Morgenruhe,
Giganten nennen es Woge,
Riesen Aalheim, Elfen Wasserschatz,
Woger sagen Giganten,
In der Hölle heißt es Wüster.
In der Hölle Hügelmoos,
Bei Riesen In-die-Glut, bei Elfen Schön-verzweigt,
Giganten heißt er Heister.
Wie heißt die Nacht, die des Schlanken Tochter ist,
Hülle höheren Wesens,
Riesen Ohnelicht, Elfen Schlummerlust,
Traumgenuss nennen sie Zwerge.
Gewächs bei den Giganten,
Bei Riesen Atzung, bei Elfen Stoff,
In der Hölle heißt sie wallende See.
Wie heißt der Met, den alle trinken,
Bei Menschen Met, bei Götter Nektar,
Giganten sagen Saft,
In der Hölle heißt es Strom, bei Riesen helle Flut,
Geschlürf bei des Hengstes Söhnen.
Skirnirs Fahrt (Ad 12)
Steh nun auf, Lanzknecht, ob du unsern Sohn
Übler Antwort versehe ich mich von euerm Sohne,
Sage mir, Frey, volkwaltender Gott,
Die Elfenbestrahlerin leuchtet alle Tage,
Dass du ihn mir nicht sagen solltest.
So mögen wir zwei uns Zutrauen schenken.
In des Meerriesen Gärten sah ich gehen
Von Göttern und Elfen will es nicht einer,
Dass wir beisammen seien.
Der Lanzknecht sprach zu dem Rosse:
Dunkel ist es draußen: wohl dünkt es mich Zeit
Wir beide vollführen es, fängt uns nicht beide
Der Lanzknecht fuhr gen Riesenheim zu des Meeres Wohnung. Da waren wütige Hunde an die Türe des hölzernen Zaunes gebunden, der Gerds Saal umschloss. Er ritt dahin, wo der Viehhirt am Hügel saß und sprach zu ihm:
Vor des Meeres Grauhunden?
Mit des Meeres göttlicher Tochter.
In allen Meeren erzittern.
Und lässt im Grase sie grasen.
Obwohl mir ahnt, dass hier außen sei
Wer ist es der Elfen oder Göttersöhne,
Oder weisen Giganten?
Bin nicht von den Elfen noch den Göttersöhnen,
Noch den weisen Giganten;
Der Äpfel elf hab ich allgolden,
Die will ich, Herrin, dir geben,
Deine Liebe zu kaufen, dass du Frey bekennst,
Dass dir kein liebrer lebe.
Der Äpfel elf nehme ich nicht an
Noch mag ich und Frey, dieweil wir atmen beide,
Den Ring gebe ich, der in der Glut lag
Mit Wotans jungem Erben.
In allen Meeren bedarf ich Goldes nicht:
Wohl aber wähn ich, gewahrt dich Meerriese,
Dass ihr Kühnen zum Kampfe kommt.
Mit der Zauberrute zwingen werd ich dich,
Auf des Gottes Felsen in der Frühe sollst du sitzen,
Weg von der Welt gewandt zu Hölle.
Der menschenleide Lindwurm des Menschenreiches.
Ein scheußliches Wunder wirst du draußen,
Dass ein Wasserriese dich angafft, dich alles anstarrt.
Trolle sollen dich ängsten all den Tag
Vor der Frostriesen Hallen sollst du den heilen Tag
Mit dreiköpfigem Giganten teilst du das Leben
Gram ist dir Wotan, gram ist dir der Götterfürst,
Frey verflucht dich.
Hört es, Joten, hört es, Frostriesen,
des Hengstes Söhne, ihr Götter selber!
Frostgrimm heißt der Riese, der dich haben soll
Ein Riese schneid ich dir und drei Stäbe:
Ahnte mir doch nie, dass ich einen würde
Vom Stamm der Giganten wählen.
Meiner Werbung Erfolg wüsste ich gesichert gern
Des Meerwächters zu nahen?
Geduld heißt, die wir beide wissen,
Nach neun Nächten will Meerwächters Sohn
Ich Freude gönnen.
Da ritt der Lanzknecht heim. Frey stand draußen, grüßte ihn und fragte nach der Neuheit:
Sage mir, Lanzknecht, eh du den Sattel abwirfst
Sie Freude gönnen.
Oft deucht ein Monat mich minder lang
Groas Erweckung (Ad 13)
Wache, Zauberin, erwache, gutes Weib,
"Was bekümmert nun mein einziges Kind?
Dass du die Mutter anrufst, die in der Erde ruht,
Zu üblem Spiel beschiedst du mich. Arge:
"Lang ist die Wanderung, die Wege sind lang,
Wenn es sich fügt, dass sich erfüllt dein Wunsch,
Allzu jung eracht ich mich.
"So heb ich zuerst an ein heilkräftig Lied,
Zum ändern sing ich dir, da du irren sollst
Der Urda Riegel sollen dich allseits wahren,
Zum dritten sing ich dies, wenn wo verderblich
Dies sing ich zum vierten, so Feinde dir dräuend
Dies sing ich zum fünften, so Fesseln sich dir
Dies sing ich zum sechsten, stürmt die See
Sturm und Flut fass in den Schlauch,
Dass sie frohe Fahrt gewähren.
Dies sing ich zum siebenten, wenn dich schaurig umweht
Noch soll er die Sehnen dir straff ziehen.
Dies sing ich zum achten, überfällt dich
Zum neunten sing ich dir, wird dir Not mit dem Joten,
Wortes und Witzes sei im bewussten Herzen
Fülle dir und Überfluss.
Nun fahre getrost der Gefahr entgegen,
wichtige Namen aus den Göttersagen www.yontown.de
Wotan (Grimnir - Yggr - Wegtam - Odin -Swafnir - Harbard - Walvater - Gangrad)
Donar, (Gemahl der Sif, Hlorridi)
Ymir, Hymir: "Immer" - ewiger Riese
Högnir
Mimirs: Riese: Hüter des Mimirbrunnens: Weisheit
Urda, Vertanda, Skulda: 3 Nornen, die den Fluss der Welt bewachen
Asen: vergleichbar mit den olymischen Göttern der Griechen
Geirröds - Agnar
Baldur: Lichtgott, Gott der Tapferkeit, Wotans Sohn
Ullr - Uller: Wintergott
Heimdall: Wächter der Götter: Bläser der Posaune des Unterganges
Ymir: Urriese, aus dessen Körper die Erde entstand
Börs: Vater von Odin, Brüder: Wili und We; Sie töteten Ymir, Körper->Erde, Blut->Meer
Midgard: Reich der Menschen
Idafeld: Ort in Asgard, an dem sich Säle der Götter (Asen) befinden
Thursen: Riesen (Starke)
Brimir = Ymir
Fenris: ein Wolf , Sohn des Loki und einer Riesin
Niflheim: Nebelwelt
Disen : Elfen
Surtur: Wächter der Feuerwelt
Hrym: Riese, steuert das Schiff Naglfar
Gram: Mondhund
Jörmungand : Midgardschlange
Naglfar: Schiff aus Nägeln der Toten
Jötun: Riesengeschlecht, "die früh Geborenen"
Jötunheim: Riesenheim
Surt: der Schwarze , Herr von Mus....
Fjörgyn: Mutter des Donar ; Mutter der Frigga
Hödur: Sohn Wotan, Mörder Baldurs
Nidaberg/feld: Nebelberg
Thrain Alberich
Dain: Mime
Hrimfaxi: Taumähne
Mundilföri / Mundilfari: Beweger der Weltache
Dellingr: Morgentau, eigentlich Glänzender, ein Zwerg
Narfi - Nörwi: der Schlanke
Bergelmir: Bergbrüller, Enkel des Ymir
Drudgelmir-Thrudgelnir: Kraft-Schreiender
Örgelnir - Aurgelmir: der aus Sand geborene Brüller
Elivagar - Eliwagar: Höllenfluss
Hel : Hölle
Sleipnis: Ross des Wotan
Hödur: der Bilde - Bruder Baldurs
Wafthrudnir: Der kräftig Verwickelnde ; Rätselmeister (Urzeitriese - Reifriese)
Skinfari (Skifaxi): Leuchtmähne (Hengst)
Windswalt: Windswal Vater des Winters
Swasud: "Sonnhard"Vater des Sommers
Hrugnir: Lärmer(Riese)
Asgard: Himmelsburg
Meilis - Sohn Wotans, Donars Bruder
Magnis - Sohn Donars
Sif - Weib des Donar
Ägir - Bergriese
Niörd - Meerwächter
Noatun - Schifferstadt
Weor : Wehrer
- Hiorridi (S.35 § 29)
- Frille (S 35 § 30)
Modi - Sohn Donars "der Zornige"
Magni und Modi _ das Starke und der Zornige, Söhne des Donar
Miölnir : Hammer des Donar
Eldir : Diener des Ägir
Tyr : Schwerttäger, der nur eine Hand hatte
- Loptr (S 36 § 6 + S 37 § 19)
- Gefion (S 37 § 20 + § 21)
- Samsö (S 38 § 24)
Wili : Wille // und We Brüder von Wotans Vater Börs
Hoenir : Wille
Widrir : "der weithin Herrschende" Rächergott
Bifröst : "die bebende Rast" : Regenbogen
Gymir : Meerriese
Skirnir : eventuell Skrymir "Prahler" Gegner des Donar
Muspels : Muspell: Erd-Verderben Feuerriese
- Ingunar
Byggwir : Diener des Freyrs
- Hropt (S 36 § 45)
Thiassi : Sturmriese
Laufeyja : "Bauminsel" Mutter des Loki
Farbauti : Grausamer Schläger: Vater des Loki
Beyla : Diener des Freyrs
Skrymirs
Hel - Hölle
Thrym : Donnervogel-Lärm : Thrymr
Alwis : ein Zwerg (hier) Alberich an anderen Stellen eine Walküre
Sidgrani Wotan
Suttung : "vom Trank beschwert": Hengst
Skadi Jägerin Göttin des Winters und der Berge
Skirnir Diener des Freyrs (hier ) : Lanzknecht
Gerd : (hier ) Herrin : ein Weib umdas Frey anhält
Hrimnir : eventuellHymir: Wasserriese
Thurs : Riesen
Barri : (hier ) Geduld
Groa Zauberin, Heilerin, Weise Frau
Thrymgialla - Donnerschall
Fiölswinn - Wächter ( Name Wächter Fiöls )
Windkald - (hier) Windkalt
Warkald - hier Wehwald (Wagner anstatt Krieg)
Menglada
Aud - Audhumbla : Urkuh

References: § 29
 § 30
 § 6
 § 19
 § 20
 § 21
 § 24
 § 45