Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82150000046.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:26:51+00:00

Document:
2.15.046 Wössinger Waldwiesen
Verordnung des Landratsamtes Karlsruhe als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Wössinger Waldwiesen" und das flächenhafte Naturdenkmal "Hungerquelle" (ND-Nr. 25/41) vom 14. Dezember 1988 (Mitteilungsbl. Walzbachtal v. 12.01.1989).
Auf Grund von §§ 22, 24, 58 Abs. 3 und 4 sowie § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 19.3.1985 (GBl. S. 71) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Walzbachtal, Gemarkung Wössingen, Landkreis Karlsruhe, werden zum Landschaftsschutzgebiet mit der Bezeichnung "Wössinger Waldwiesen" sowie zum flächenhaften Naturdenkmal "Hungerquelle" erklärt.
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 5,65 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Walzbachtal, Gemarkung Wössingen folgende Grundstücke Flst. Nrn.: 7616, 7617, 7652 (teilweise), 7653 (teilweise),7655, 7657/1, 7657/2, 7660 (teilweise), 7663 (teilweise), 7664‑7667, 7669, 7670-7674, 7674/2, 7677, 7679-7681, 7682/1, 7684, 7685, 7687, 7688, 7688/2, 7690‑7694, 7696-7698, 7702/1, 7703-7707, 7708/1-7708/3, 7710, 7711/1, 7713-7719, 7720/1, 7720/2.
(2) Das flächenhafte Naturdenkmal hat eine Größe von rd. 1,47 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Walzbachtal, Gemarkung Wössingen folgende Flst.Nrn.: 7614, 7615, 7618, 7620‑7625, 7626/1, 7628-7631, 7633/1, 7634-7638.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Detailkarte für das Landschaftsschutzgebiet im Maßstab 1 : 5 000 grün und das flächenhafte Naturdenkmal in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 1 500 rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Karlsruhe und beim Bürgermeisteramt Walzbachtal zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1. von Tal- und Hangwiesen,
2. eines Bachlaufes mit dessen Gehölzsaum sowie die Umwandlung einer Nadelholzaufforstung in eine standortgerechte Laubholzwaldung,
3. von stufig aufgebauten Waldrändern.
Die genannten Biotope erfüllen alle Ziele eines Landschaftsschutzgebietes.
12. Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässer;
14. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten sowie Christbaum- und Schmuckreisigkulturen oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke mit der Maßgabe, daß § 5 Abs. 2 Ziffern 14 bis 16 zu beachten sind;
Wesentlicher Schutzzweck des flächenhaften Naturdenkmals "Hungerquelle" ist die Erhaltung eines artesischen Quelltopfes als seltene Naturerscheinung sowie die Umwandlung des umgebenden, von Nadelbäumen geprägten Waldes in einen standortgerechten Erlen-Eschenwald.
14. das Gebiet außerhalb der Wege zu betreten.
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung mit der Maßgabe, daß die standortfremden Nadelgehölze bei der Hungerquelle Zug um Zug mit dem Ziel entnommen werden, einen Erlen-Eschenwald aufzubauen;
4. für behördlich angeordnete Pflegemaßnahmen;
6. für Pflegemaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle (angeordnet werden*).
* (LfU-Einfügung)
2. Verlegung oder wesentliche Veränderung von oberirdischen Leitungen;
3. Anlage oder wesentliche Änderung von Verkehrsanlagen und Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung, von Anlagen, die als solche gelten oder der Errichtung gleichgestellter Maßnahmen.
1. in dem flächenhaften Naturdenkmal eine der nach § 8 Abs. 1 und 2 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
2. in dem Landschaftsschutzgebiet entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,
gez. Dr. Ditteney

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 8
 § 22
 § 4