Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=21.06.2012&Aktenzeichen=B%203%20KS%201/11%20R
Timestamp: 2019-05-24 00:12:35+00:00

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BSG, 21.06.2012 - B 3 KS 1/11 R - dejure.org
https://dejure.org/2012,22612
BSG, 21.06.2012 - B 3 KS 1/11 R (https://dejure.org/2012,22612)
BSG, Entscheidung vom 21.06.2012 - B 3 KS 1/11 R (https://dejure.org/2012,22612)
BSG, Entscheidung vom 21. Juni 2012 - B 3 KS 1/11 R (https://dejure.org/2012,22612)
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Künstlersozialversicherung - diplomierte Modedesignerin - Mitinhaberin eines Modeateliers - alleinige Zuständigkeit für das Modedesign - keine bildende Künstlerin iS des KSVG
Künstlersozialversicherung; diplomierte Modedesignerin; Mitinhaberin eines Modeateliers; alleinige Zuständigkeit für das Modedesign; keine bildende Künstlerin iS des KSVG; überlange Verfahrensdauer; Künstlereigenschaft von Handwerkern
§ 1 KSVG vom 26.05.1994, § 1 KSVG vom 09.12.2004, § 2 S 1 KSVG vom 13.06.2001, § 433 BGB, § 631 BGB
KSVG § 1; KSVG § 2 S. 1
Die diplomierte Modedesignerin und die Künstlersozialversicherung
Beitragsansprüche, BGB-Gesellschaft, Dienstleistungen, Einlage, GbR, Gesellschaftsrecht, Rechtsfähigkeit
Künstlersozialversicherung für Modedesigner?
SG Halle, 07.05.2007 - S 13 RA 322/04
NJW 2013, 813
ZUM 2013, 516
Das BSG hat hierzu in seinem Urteil vom 21. Juni 2012 (B 3 KS 1/11 R, Juris Rn. 13) ausgeführt: "Dem Senat ist durchaus bewusst, dass die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit schon seit mehreren Jahren stark überlastet sind und sich Bergen von Klagen und Eilanträgen gegenüber sehen; dies gilt auch für das SG Halle und das LSG Sachsen-Anhalt (vgl. die statistische Übersicht für die Jahre 2009 bis 2011 im Justizministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt 2012, 58-59).
Das BSG hat hierzu in seinem Urteil vom 21. Juni 2012 (B 3 KS 1/11 R - juris Rn. 13) ausgeführt: "Dem Senat ist durchaus bewusst, dass die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit schon seit mehreren Jahren stark überlastet sind und sich Bergen von Klagen und Eilanträgen gegenüber sehen; dies gilt auch für das SG Halle und das LSG Sachsen-Anhalt (vgl. die statistische Übersicht für die Jahre 2009 bis 2011 im Justizministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt 2012, 58-59).
Der Gesetzgeber hat im Hinblick auf die Vielfalt, Komplexität und Dynamik der Erscheinungsformen künstlerischer Betätigungsfelder auf eine materielle Definition des Kunstbegriffs bewusst verzichtet (siehe dazu und zum Folgenden: BSG, Urt. v. 21.6. 2012, B 3 KS 1/11 R, SozR 4-5425, § 2 KSVG Nr. 21).
Bei diesen Berufsfeldern ist das soziale Schutzbedürfnis des Betroffenen zu unterstellen, ohne dass es auf die Qualität der künstlerischen Tätigkeit ankommt oder eine bestimmte Werk- und Gestaltungshöhe vorausgesetzt wird (BSG, Urt. v. 21.6. 2012, B 3 KS 1/11 R, SozR 4-5425, § 2 KSVG Nr. 21).
Denn das von den Gesellschaftern empfangene Geld wird in der BGB-Gesellschaft gesamthänderisch gebunden (vgl. BSG, Urteil vom 21.06.2012 - B 3 KS 1/11 R - Rn. 21), eine Berechtigung für Entnahmen aus der Gemeinschaftskasse kann sich nur aus einer Vereinbarung der Gesellschafter ergeben (vgl. BGH…, Urteil vom 30.05.1994 - II ZR 205/93, Schäfer in: Münchener Kommentar zum BGB, 6. Aufl. 2013, § 721 Rn. 15).

References: § 1
 § 1
 § 2
 § 433
 § 631
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 721