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5A_330/2013 (24.09.2013)
5A_330/2013 � � Urteil vom 24. September 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 26. M�rz 2013.
Am 9. Januar 1997 starb E.________, Jahrgang 1935 (Erblasserin). Ihre am 22. Oktober 1970 mit V.________ geschlossene Ehe war kinderlos geblieben. In ihrem Testament vom 24. Dezember 1988 hatte die Erblasserin unter anderem bestimmt, dass ihr Verm�gen an ihren Ehemann gehen sollte verbunden mit der Verpflichtung, nach seinem Ableben das Verm�gen, soweit noch vorhanden, an ihre drei Br�der resp. an deren gesetzliche Erben auszuliefern. Am 21. Dezember 2007 starb V.________, Jahrgang 1931 (Vorerbe). Als Alleinerbin f�r seine ganze Erbschaft eingesetzt hatte er mit letztwilliger Verf�gung vom 22. April 2007 seine Lebenspartnerin L.________, Jahrgang 1956 (Beschwerdef�hrerin). Die drei Br�der der Erblasserin und deren Nacherben sind A.________, Jahrgang 1932, C.________, Jahrgang 1942, und B.________, Jahrgang 1945 (Beschwerdegegner).
Die Beschwerdegegner klagten am 10. Oktober 2008 gegen die Beschwerdef�hrerin auf Herausgabe der noch vorhandenen Erbschaft. Die Beschwerdef�hrerin schloss auf Abweisung der Begehren. Das Bezirksgericht G.________ hiess die Klage teilweise gut. Es verpflichtete die Beschwerdef�hrerin zur Zahlung von Fr. 63'688.85 an die Beschwerdegegner (Dispositiv-Ziff. 1), regelte die �bertragung zweier Liegenschaften in das Miteigentum der Beschwerdegegner zu je einem Drittel (Dispositiv-Ziff. 2 und 3), ordnete die Herausgabe der Reproduktion des Anker-Bildes "Zeitungslesender Grossvater mit Pfeife" an (Dispositiv-Ziff. 4) und stellte fest, dass f�r n�her bezeichnete Renten- und Steuerforderungen nicht die Vorerbschaft, sondern der Nachlass des Vorerben hafte (Dispositiv-Ziff. 5-8 des Urteils vom 18. November 2011). Die von der Beschwerdef�hrerin dagegen erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Z�rich teilweise gut, soweit es darauf eintrat. Es verpflichtete die Beschwerdef�hrerin, den Beschwerdegegnern als Gemeinschaft zur gesamten Hand Fr. 997'021.25 zu bezahlen, und wies die Klage im �brigen ab, soweit sie Gegenstand des Berufungsverfahrens war (Dispositiv-Ziff. 1). Das Obergericht ordnete die Fortdauer bereits erlassener vorsorglicher Massnahmen an (Dispositiv-Ziff. 2) und regelte die Tragung von Gerichtskosten und Parteientsch�digungen (Dispositiv-Ziff. 3-7 des Urteils vom 26. M�rz 2013).
Mit Eingabe vom 6. Mai 2013 beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, die Dispositiv-Ziff. 1 und 3 bis 7 des obergerichtlichen Urteils aufzuheben, eventualiter die Beschwerde zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Sie ersucht um aufschiebende Wirkung. W�hrend das Obergericht auf eine Vernehmlassung verzichtet hat, verlangen die Beschwerdegegner die Abweisung des Gesuchs. Der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 30. Mai 2013). Es sind die kantonalen Akten, in der Sache aber keine Vernehmlassungen eingeholt worden. Gest�tzt auf das obergerichtliche Urteil haben die Beschwerdegegner ein Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin mit Arrest belegen und eine Verf�gungsbeschr�nkung vormerken lassen. Das Stadtammannamt und Betreibungsamt G.________ ersucht das Bundesgericht in diesem Zusammenhang um Zustellung k�nftiger Verf�gungen.
Das angefochtene Urteil betrifft die Klage der Beschwerdegegner als Nacherben gegen die Beschwerdef�hrerin als vom Vorerben eingesetzte Alleinerbin auf Herausgabe der Erbschaft (Art. 598 ff. ZGB) und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit (Urteil 5C.95/2006 vom 26. September 2006 E. 1.1 und E. 2.3), deren Streitwert gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen Fr. 1'313'688.85 (S. 35) betr�gt und den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Es ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil der Beschwerdef�hrerin (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das Verfahren ab (Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin wendet sich insbesondere dagegen, dass das Obergericht die Anspr�che des Vorerben aus G�terrecht und aus Pflichtteilsrecht nicht festgestellt und nicht ber�cksichtigt habe (S. 5 ff. der Beschwerdeschrift). Sollte das Obergericht die angeblichen Anspr�che aus prozessualen Gr�nden zu Unrecht nicht gepr�ft haben, k�nnte das Bundesgericht in der Sache kein Urteil f�llen, so dass der blosse Aufhebungsantrag der Beschwerdef�hrerin den formellen Anforderungen gen�gt (Art. 107 Abs. 2 BGG; BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 48). Auf die - fristgerecht erhobene (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG) - Beschwerde kann eingetreten werden. Formelle Einzelfragen sind im Sachzusammenhang zu er�rtern.
Der Hauptstreitpunkt betrifft die Frage, bis zum welchem Zeitpunkt im jeweiligen Verfahren und unter welchen Voraussetzungen neue Tatsachen und neue Beweismittel vorgebracht werden k�nnen. Die Rechtsgrundlagen zeigen sich wie folgt:
2.1.�Die Beschwerdegegner haben ihre Klage am 10. Oktober 2008 beim Bezirksgericht eingereicht. F�r diesen Fall bestimmt die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272), dass das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss vor der betroffenen Instanz gilt (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Im gesamten bezirksgerichtlichen Verfahren waren damit die Vorschriften der kantonalen Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO/ZH) massgebend. Gem�ss � 114 ZPO/ZH sind die Parteien mit Antr�gen zur Sache, Tatsachenbehauptungen, Einreden und Bestreitungen ausgeschlossen, die sie mit ihrem letzten Vortrag oder in ihrer letzten Rechtsschrift, d.h. vor Abschluss des Hauptverfahrens nicht vorgebracht haben. Ausnahmen sieht � 115 ZPO unter anderem vor f�r Behauptungen, Bestreitungen und Einreden, deren Richtigkeit sich aus den Prozessakten ergibt oder die durch neu eingereichte Urkunden sofort bewiesen werden k�nnen (Ziff. 2). Neue Vorbringen sind danach insoweit zul�ssig, als der Prozess keine Verz�gerung erf�hrt. K�nnten sie erst in einem Beweisverfahren erh�rtet werden, sind sie nicht zu h�ren (Frank/ Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 1997, N. 1 zu � 114 und N. 8 zu � 115 ZPO/ZH; vgl. zur praktisch gleichlautenden Bestimmung: Merz, Die Praxis zur thurgauischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2007, N. 4b/bb zu � 146 ZPO/TG).
2.2.�Das Bezirksgericht hat sein Urteil am 18. November 2011 gef�llt und am 14. Dezember 2011 an die Parteien versendet. F�r die Rechtsmittel gegen das bezirksgerichtliche Urteil haben damit die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung gegolten (Art. 405 Abs. 1 ZPO), insbesondere die Vorschriften �ber die Berufung (Art. 308 ff. ZPO). Gem�ss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel nur noch ber�cksichtigt, wenn sie (a.) ohne Verzug vorgebracht werden und (b.) trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin (S. 6 f. zu Ziff. 3.3.2) gilt diese Novenrechtsregelung im Berufungsverfahren auch in �bergangsrechtlichen F�llen ausschliesslich und ohne R�cksicht darauf, ob im erstinstanzlichen Verfahren neue Vorbringen in einem weitergehenden Umfang zul�ssig waren (Urteil 4A_608/2011 vom 23. Januar 2012 E. 3.3.2 und 5A_621/2012 vom 20. M�rz 2013 E. 5.3) oder allenfalls die Untersuchungsmaxime gegolten hat (BGE 138 III 625 E. 2.2 S. 626 ff.). Richtig ist hingegen, dass das Obergericht das erstinstanzliche Verfahren anhand des Rechts �berpr�ft, das das Bezirksgericht angewendet hat, hier also anhand der z�rcherischen Zivilprozessordnung (BGE 138 I 1 E. 2.1 S. 3).
2.3.�Im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht gilt Art. 99 Abs. 1 BGG, wonach neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden d�rfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Zul�ssig sind neue Vorbringen, die durch den Entscheid der Vorinstanz rechtswesentlich werden (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Inwiefern die Voraussetzung f�r ein nachtr�gliches Vorbringen von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll, ist in der Beschwerde darzutun (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395; 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123). Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin (S. 6 Rz. 31) bestimmt sich die Zul�ssigkeit neuer Vorbringen im Beschwerdeverfahren allein nach Art. 99 Abs. 1 BGG und ungeachtet der im kantonalen Verfahren geltenden Prozessgrunds�tze (Urteile 5A_826/2010 vom 1. M�rz 2011 E. 3.6 und 5A_645/2008 vom 27. August 2009 E. 1.4, in: Praxis 99/2010 Nr. 71 S. 517).
2.4.�Das Bundesgericht kann bundesrechtliche Prozessvorschriften frei �berpr�fen (Art. 95 lit. a BGG), die Anwendung von kantonalem Recht - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen (Art. 95 lit. c-e BGG) abgesehen - hingegen nur auf die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, namentlich auf Willk�r hin, wenn und soweit entsprechende R�gen erhoben und begr�ndet werden (BGE 138 V 67 E. 2.2 S. 69), d.h. klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Urteils dargelegt wird, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88; 138 I 171 E. 1.4 S. 176). Die Beschwerdef�hrerin erhebt gegen�ber der obergerichtlichen Anwendung des kantonalen Zivilprozessrechts einzig Willk�rr�gen (Art. 9 BV) und macht insbesondere nicht geltend, die kantonale Novenrechtsregelung verletze den Vorrang des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV).
Beide kantonalen Gerichte haben es abgelehnt, zur Feststellung der Vorerbschaft die g�terrechtliche Auseinandersetzung zwischen der Erblasserin und ihrem Ehemann als Vorerben durchzuf�hren und den g�terrechtlichen Anspruch des Vorerben rechnerisch festzustellen und von der Hinterlassenschaft der Erblasserin in Abzug zu bringen. Das Bezirksgericht ist davon ausgegangen, die Beschwerdef�hrerin berufe sich rechtsmissbr�uchlich auf das Novenrecht, wenn sie erst nach Abschluss des Beweisverfahrens geltend mache, zwischen der Erblasserin und dem Vorerben sei keine g�terrechtliche Auseinandersetzung durchgef�hrt worden. Demgegen�ber hat das Obergericht die Vorbringen allesamt f�r neu und deshalb f�r unzul�ssig erkl�rt.
3.1.�In tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht hat das Obergericht ausgef�hrt, was folgt:
3.1.1.�Zu den Vorbringen hat das Obergericht festgestellt, der im Laufe des erstinstanzlichen Beweisverfahrens neu mandatierte Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin habe erstmals im Rahmen eines Fristerstreckungsgesuchs zur Beweisantretung "gewisse Vorbehalte" geltend gemacht, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Im Rahmen seiner Beweisantretungsschrift vom 9. Juli 2010 habe er sodann erstmals vorgebracht, beim Tod der Erblasserin habe es keine g�terrechtliche Auseinandersetzung gegeben. In seiner Stellungnahme zum Beweisergebnis vom 14. April 2011 habe der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin unter Berufung auf das Novenrecht gem�ss �� 114 f. ZPO/ZH und unter Hinweis auf die mittlerweile durchgef�hrte Befragung des Willensvollstreckers der Erblasserin als Zeugen seine Vorbringen betreffend fehlende g�terrechtliche Auseinandersetzung wiederholt (E. 3.3 S. 15 des angefochtenen Urteils).
3.1.2.�Das Obergericht hat auf die �� 114 f. ZPO/ZH �ber die Unzul�ssigkeit von Vorbringen nach Abschluss des Hauptverfahrens hingewiesen und zur Ausnahme gem�ss � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH erg�nzt, dass das Fehlen eines Verschuldens an der S�umnis nicht vorausgesetzt sei und auch unechte Noven, die bislang aus Nachl�ssigkeit oder aus taktischen Gr�nden nicht vorgebracht worden seien, ber�cksichtigt werden k�nnten. Im Berufungsverfahren richte sich das Novenrecht neu nach Art. 317 Abs. 1 ZPO. Entsprechend seien neue Vorbringen lediglich im Rahmen echter Noven zul�ssig. Eine dem bisherigen � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH entsprechende Regelung fehle (E. 3.3.2 S. 19 f. des angefochtenen Urteils).
3.1.3.�Das Obergericht ist der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht gefolgt, beim Einwand der fehlenden g�terrechtlichen Auseinandersetzung habe es sich um ein echtes Novum gehandelt, das sie erst nach der Einvernahme des Willensvollstreckers habe vorbringen k�nnen. Vielmehr h�tte die Beschwerdef�hrerin diesen Einwand im Hauptverfahren vorbringen und nachfolgend im Beweisverfahren erstellen k�nnen. Dies zeige sich exemplarisch darin, dass ihr neuer Rechtsvertreter den entsprechenden Vorbehalt bereits aufgrund des Aktenstudiums in den Raum gestellt habe. Die Beachtlichkeit des Vorbringens, beim Tod der Erblasserin habe keine g�terrechtliche Auseinandersetzung stattgefunden, k�nne sich somit nur aufgrund der Ausnahmebestimmung von � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH ergeben. Eine n�here Pr�fung er�brige sich indessen auch diesbez�glich, da die Beschwerdef�hrerin es unterlassen habe, aus ihren Vorbringen substanziiert etwas zu ihren Gunsten abzuleiten. Insbesondere habe sie vor Bezirksgericht mit keinem Wort beziffert, in welchem Umfang sich die Erbmasse bzw. der Herausgabeanspruch der Beschwerdegegner aufgrund der nachzuholenden g�terrechtlichen Auseinandersetzung und basierend auf die bereits bei den Akten liegenden Urkunden oder allenfalls anhand sogleich eingereichter neuer Beweismittel reduziere. Vorliegend habe die Dispositions- und die Verhandlungsmaxime gegolten. Es sei Sache der Parteien, dem Gericht das Tats�chliche des Rechtsstreites darzulegen, und nicht Sache des Gerichts, aus den Akten die Tatsachen, die die Verpflichtung einer Partei begr�nden k�nnten, zusammenzusuchen. Dass die Beschwerdef�hrerin genau dies unterlassen habe, zeige auch ihr Vorwurf, das Bezirksgericht h�tte von Amtes wegen ein erg�nzendes Beweisverfahren durchf�hren m�ssen. Unklar bleibe dabei, welche konkreten, tatbest�ndlichen und bezifferten Behauptungen denn zum Beweis h�tten verstellt werden sollen. Soweit die Beschwerdef�hrerin nun im Berufungsverfahren ansatzweise diese Bezifferung nachhole, sei dies als versp�tet nicht mehr zu h�ren (E. 3.3.3 S. 20 f. des angefochtenen Urteils).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�umt ein, dass sie im Rahmen der Beweisantretungsschrift vom 9. Juli 2010 gewisse Vorbehalte angebracht habe, beim Tod der Erblasserin sei keine g�terrechtliche Auseinandersetzung vorgenommen worden. Sie habe ihre Vorbringen in jenem Zeitpunkt nicht konkretisieren k�nnen, da ihr detaillierte Zahlen gefehlt h�tten (S. 5 f. Rz. 24-26). Erst nach der Aussage des Willensvollstreckers sei erwiesen gewesen, dass die g�terrechtliche Auseinandersetzung nicht erfolgt sei (S. 8 Rz. 40 und S. 10 f. Rz. 52-58). Die Gerichte h�tten das Recht von Amtes wegen anzuwenden (S. 8 Rz. 42). Der Vorrang der g�terrechtlichen gegen�ber der erbrechtlichen Auseinandersetzung sei zwingend, so dass ausserhalb des Scheidungsverfahrens fraglich sei, ob f�r die g�terrechtliche Auseinandersetzung im Rahmen erbrechtlicher Verfahren die Verhandlungsmaxime massgebend sein k�nne (S. 8 f. Rz. 43-47). Immerhin bestehe f�r das Gericht in Zweifelsf�llen eine Fragepflicht und eine Pflicht zur Beweisabnahme von Amtes wegen (S. 9 f. Rz. 48-50). Gegen�ber dem Obergericht erhebt die Beschwerdef�hrerin dieselben Vorw�rfe (S. 11 Rz. 59). Das Obergericht habe nicht nur � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH willk�rlich angewendet, sondern insbesondere verkannt, dass auch im Berufungsverfahren unechte Noven zul�ssig seien (S. 6 Rz. 30) und Beweise von Amtes wegen abgenommen werden k�nnten (S. 8 Rz. 39 der Beschwerdeschrift).
3.3.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die g�terrechtlichen Anspr�che von jenen erbrechtlicher Natur klar zu unterscheiden. Die g�terrechtliche Auseinandersetzung hat der erbrechtlichen - zum mindesten rechnerisch - vorauszugehen, denn erst nach ihrer Durchf�hrung steht fest, woraus die Erbschaft des verstorbenen Ehegatten besteht (BGE 101 II 218 E. 3 S. 221; Urteil 5A_662/2010 vom 15. Februar 2011 E. 4, nicht ver�ffentlicht in: BGE 137 III 113, wohl aber in: Praxis 100/2011 Nr. 84 S. 606). Von Bundesrechts wegen ist auch G�terrecht in erbrechtlichen Prozessen von Amtes wegen anzuwenden. Gest�tzt darauf von den Parteien eingenommene Rechtsstandpunkte d�rfen nicht unter Hinweis auf das prozessuale Novenverbot f�r unzul�ssig erkl�rt werden (BGE 107 II 119 E. 2a S. 122). Der Grundsatz der gerichtlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen darf aber nicht dar�ber hinwegt�uschen, dass es unter der Herrschaft der Dispositions- und Verhandlungsmaxime die Sache der Parteien ist, die geltend gemachten Anspr�che zu benennen sowie den Sachverhalt darzulegen und zu beweisen; dem Gericht obliegt einzig, die zutreffenden Rechtss�tze auf den behaupteten und festgestellten Sachverhalt zur Anwendung zu bringen. Ein Rechtssatz kann nicht von Amtes wegen angewendet werden, wenn sein Tatbestand nicht einmal behauptet, geschweige denn bewiesen ist. Der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen sch�tzt nicht vor dem Verlust eines materiellen Anspruchs durch unsorgf�ltige Prozessf�hrung (BGE 115 II 464 E. 1 S. 465).
3.4.�F�r das bezirksgerichtliche Verfahren nach der kantonalen Zivilprozessordnung (E. 2.1) ergibt sich Folgendes:
3.4.1.�Massgebend war die Verhandlungs- und Dispositionsmaxime (� 54 ZPO/ZH). Sie wird f�r die Erbschaftsklage (Art. 598 ff. ZGB), in deren Rahmen die g�terrechtliche Auseinandersetzung hier rechnerisch durchzuf�hren war, von Bundesrechts wegen nicht eingeschr�nkt. Die materiell-rechtlichen Auskunftspflichten der Erben untereinander (BGE 127 III 396 E. 3 S. 402) und gegen�ber Dritten (BGE 138 III 728 E. 3.5 S. 735; f�r eine Erbschaftsklage: BGE 132 III 677 E. 4 S. 684 ff.) gew�hrleisten die Kenntnis der entscheidwesentlichen Vorg�nge und gestatten weitergehende Beweisantr�ge. Eine Untersuchungsmaxime, wie sie der Beschwerdef�hrerin vorschwebt, ist insoweit nicht erforderlich.
3.4.2.�Dabei mag es zutreffen, dass hier aus der Dispositionsmaxime nicht viel abgeleitet werden kann, zumal die Beschwerdef�hrerin als Beklagte einfach auf Abweisung der Erbschaftsklage schliessen durfte. Daran �ndert jedoch nichts, dass sie zur Frage der g�terrechtlichen Auseinandersetzung ihre Tatsachenbehauptungen mit Beweisofferten im Hauptverfahren h�tte vorbringen k�nnen und m�ssen. In Anbetracht der klaren Rechtslage (E. 3.3), der Dauer der Ehe zwischen der Erblasserin und dem Vorerben von beinahe dreissig Jahren und des Nachlasses der Erblasserin von �ber 3 Mio. Fr. gem�ss notariellem Inventar h�tte f�r die Beschwerdef�hrerin bereits in der Klageantwort und in der Duplik ausreichend Anlass und Gelegenheit bestanden, sich - wenigstens im Eventualstandpunkt - auf einen h�lftigen G�terrechtsanteil (Art. 215 ZGB) zu berufen und - wenigstens allgemein gehaltene - Tatsachen zu behaupten und mit Beweismittelantr�gen zu unterst�tzen. Die Beschwerdef�hrerin hat im Hauptverfahren auch nicht ohne anwaltlichen Beistand prozessiert, sondern einen Fachanwalt "SAV Erbrecht" mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt. Dass entsprechende Vorbringen sich geradezu aufgedr�ngt haben, belegt das Schreiben des im Beweisverfahren neu mandatierten Rechtsvertreters, der bereits aufgrund des Aktenstudiums gewisse Vorbehalte in rechtlicher Hinsicht angek�ndigt hat (act. 91). Die nachtr�glichen Vorbringen erstmals im Beweisverfahren durften deshalb als versp�tet f�r unzul�ssig erkl�rt werden. Dass der behauptete Anspruch des Vorerben aus G�terrecht sich unmittelbar aus den Prozessakten ergeben h�tte oder durch neu eingereichte Urkunden sofort h�tte bewiesen werden k�nnen, wie es � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH voraussetzt, ist weder dargetan noch ersichtlich. Die Beschwerdef�hrerin beruft sich einzig auf den Grundsatz der gerichtlichen Rechtswendung von Amtes wegen und �bersieht damit, dass in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung zuerst Bestand und Umfang der jeweiligen Verm�gensmassen der Ehegatten festzustellen und zu beweisen sind (zur Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen: Urteile 5P.82/2004 vom 7. Oktober 2004 E. 2.2.3, in: FamPra.ch 2005 S. 318, und 5C.171/1995 vom 9. Dezember 1995 E. 4a, in: SJ 118/1996 S. 463).
3.4.3.�Bleibt das Vorbringen einer Partei unklar, unvollst�ndig oder unbestimmt, so ist ihr gem�ss � 55 ZPO/ZH Gelegenheit zur Behebung des Mangels zu geben, insbesondere durch richterliche Befragung. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin geht die Fragepflicht nicht so weit, dass das Gericht die Parteien auf den f�r die Urteilsf�llung wesentlichen Sachverhalt hinzuweisen h�tte (BGE 108 Ia 293 E. 4c S. 295). Sie bezieht sich auch nicht auf vollst�ndig fehlende Vorbringen (Viktor Lieber, Zur richterlichen Fragepflicht gem�ss � 55 der z�rcherischen Zivilprozessordnung, FS von Castelberg, 1997, S. 161 ff., S. 165 f. Ziff. II/1). Die gerichtliche Fragepflicht entsteht, nur wenn rechtzeitig erfolgte Vorbringen unklar, unvollst�ndig oder unbestimmt bleiben (Frank/Str�uli/Messmer, a.a.O., N. 3, und Erg�nzungsband, 2000, N. 2 zu � 55 ZPO/ZH). Gerade daran hat es hier gefehlt.
3.4.4.�Schliesslich sieht � 142 ZPO/ZH vor, dass das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt, wenn es sich um Rechtsverh�ltnisse handelt, �ber welche die Parteien nicht frei verf�gen k�nnen (Abs. 1), und dass das Gericht ausnahmsweise auch in andern F�llen von Amtes wegen Beweise erheben kann (Abs. 2). Als Ausnahme von der Verhandlungsmaxime ist eine Beweiserhebung von Amtes wegen gerechtfertigt, wenn damit die Feststellung des wahren Sachverhalts gef�rdert werden kann. Sie liegt im Ermessen des Gerichts und setzt besondere sachliche Umst�nde voraus, soll also nicht einfach die S�umnis der Beweisf�hrerin korrigieren (Frank/Str�uli/Messmer, a.a.O., N. 2 zu � 142 ZPO/ZH). Die Ausnahme von der Verhandlungsmaxime betrifft die Beweiserhebung, hebt dagegen weder die Behauptungs- und Substantiierungslast noch die Bestreitungslast der Parteien auf (vgl. zur praktisch gleichlautenden Vorschrift: Leuch/Marbach/Kellerhals/ Sterchi, Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 5. Aufl. 2000, N. 2a zu Art. 89 ZPO/BE). An substantiierten Tatsachenbehauptungen der Beschwerdef�hrerin aber hat es hier gefehlt, so dass auch eine amtswegige Beweiserhebung nicht in Betracht gezogen werden musste.
3.4.5.�Aus den dargelegten Gr�nden kann die obergerichtliche Anwendung des kantonalen Prozessrechts unter Willk�rgesichtspunkten nicht beanstandet werden (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 138 I 232 E. 6.2 S. 239).
3.5.�Dem Obergericht wirft die Beschwerdef�hrerin ebenfalls eine Verletzung der Novenrechtsregelung und der Sachverhaltsermittlung im Berufungsverfahren gem�ss Art. 308 ff. ZPO (E. 2.2) vor.
3.5.1.�Soweit das Obergericht davon ausgeht, im Berufungsverfahren seien nur echte Noven zul�ssig, trifft die Annahme nicht zu. Echte Noven, d.h. Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden sind, gelten als grunds�tzlich immer zul�ssig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Die Zulassung unechter Noven, d.h. von Tatsachen und Beweismitteln, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstanden waren, wird weitergehend insofern eingeschr�nkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren h�tten vorgebracht werden k�nnen (Urteile 4A_643/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.2.2 und 5A_621/2012 vom 20. M�rz 2013 E. 5.1). Im Falle unechter Noven hat die Beschwerdef�hrerin namentlich die Gr�nde detailliert darzulegen, weshalb sie die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor erster Instanz hat vorbringen k�nnen (Urteil 4A_334/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 3.1, in: SJ 135/2013 I S. 311). Wie sich aus den vorstehenden Feststellungen ergibt (E. 3.4.2), hat es an stichhaltigen Gr�nden gefehlt, aus denen die Beschwerdef�hrerin vor Bezirksgericht daran gehindert gewesen sein k�nnte, die Tatsachen zu behaupten und zu belegen, dass zwischen der Erblasserin und dem Vorerben keine g�terrechtliche Auseinandersetzung stattgefunden habe und wie hoch der Anspruch des Vorerben aus G�terrecht sei.
3.5.2.�Die Berufungsinstanz kann gem�ss Art. 316 Abs. 3 ZPO Beweis abnehmen, doch gibt die Bestimmung keinen Anspruch auf die Wiederer�ffnung des Beweisverfahrens und auf Beweisabnahme. Das Recht auf Beweis und Gegenbeweis folgt aus Art. 8 ZGB (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376). Danach hat die beweispflichtige Partei einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, f�r rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des anwendbaren Prozessrechts entspricht (vgl. BGE 114 II 289 E. 2a S. 290; 133 III 295 E. 7.1 S. 299). Gerade daran es hier gefehlt, so dass eine Beweisabnahme im Berufungsverfahren unterbleiben durfte.
3.5.3.�Die gerichtliche Fragepflicht gem�ss Art. 56 ZPO ersetzt weder die zumutbare Mitwirkung der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts noch dient sie dazu, prozessuale Nachl�ssigkeiten auszugleichen (Urteil 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.5.2). Soweit sie auch in der Berufungsinstanz besteht (vgl. Urteil 5A_538/2011 vom 5. Juni 2012 E. 5.1), hat das Obergericht aufgrund der bereits getroffenen Feststellungen (E. 3.4.3) seine Fragepflicht nicht verletzt.
3.5.4.�Laut Art. 153 Abs. 2 ZPO kann das Gericht von Amtes wegen Beweis erheben, wenn an der Richtigkeit einer nicht streitigen Tatsache erhebliche Zweifel bestehen. Am Tatbestandsmerkmal einer "nicht streitigen Tatsache" fehlt es hier offenkundig, haben doch die Beschwerdegegner die erstmals im Beweisverfahren und damit versp�tet aufgestellte Behauptung der Beschwerdef�hrerin, die g�terrechtliche Auseinandersetzung zwischen der Erblasserin und dem Vorerben sei nicht durchgef�hrt worden (E. IV/3.2 S. 16 f.), bestritten und geltend gemacht, das Verm�gen der Erblasserin habe einzig aus Eigengut bestanden mit Ausnahme von Zinsertr�gen und Mieteinnahmen, die im Nachlassinventar nicht erfasst seien (E. IV/3.3 S. 17 des bezirksgerichtlichen Urteils). Zu einer Beweiserhebung von Amtes wegen hat somit kein Anlass bestanden.
3.5.5.�Aus den dargelegten Gr�nden kann dem Obergericht keine Verletzung des im Berufungsverfahren anwendbaren Prozessrechts vorgehalten werden, und insgesamt erweist sich die Annahme, die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin zur fehlenden g�terrechtlichen Auseinandersetzung und zum Anspruch des Vorerben aus G�terrecht seien versp�tet und als Noven unzul�ssig, nicht als bundesrechtswidrig. Neue Tatsachen oder Beweismittel dazu bringt die Beschwerdef�hrerin in ihrer Beschwerde nicht vor.
Den Einwand der Beschwerdef�hrerin, die Einsetzung der Beschwerdegegner als Nacherben verletze das Pflichtteilsrecht des Vorerben, hat das Bezirksgericht ber�cksichtigt und gepr�ft (E. IV/4 S. 18 f. und E. V/6 S. 32 f.). Im Gegensatz dazu hat das Obergericht die Herabsetzungseinrede als prozessual versp�tet nicht zugelassen.
4.1.�Das Obergericht hat einger�umt, die Beschwerdef�hrerin k�nne geltend machen, die Nacherbeneinsetzung verletze den Pflichtteil des Vorerben. Als dessen Alleinerbin komme ihr die Einrede des Herabsetzungsanspruchs zu. Diese Einrede sei prozessual versp�tet erfolgt, da sie erst nach Abschluss des Hauptverfahrens in der Beweisantretungsschrift vom 9. Juli 2010 erstmals erhoben worden sei. Insbesondere sei nicht erstellt, ob aufgrund des Verhaltens des Vorerben nicht auf einen Verzicht auf den Pflichtteilsanspruch zu schliessen w�re, was aufgrund der entsprechenden Entgegnung der Beschwerdegegner zun�chst beweism�ssig h�tte abgekl�rt werden m�ssen. Diese Ausweitung des Sachverhalts sei durch das Novenrecht gem�ss � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH nicht mehr gedeckt. Auch sei das neue Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht bloss als zul�ssige neue rechtliche Argumentation zu qualifizieren. Denn die Einrede des Herabsetzungsanspruchs sei nur auf Antrag hin zu ber�cksichtigen, weshalb insoweit der Grundsatz der gerichtlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht spiele. Schliesslich habe es die Beschwerdef�hrerin vor Bezirksgericht wiederum vers�umt, basierend auf der Herabsetzungseinrede den pflichtteilsgesch�tzten Teil des (Vor-) Erbes zu beziffern. Damit sei auch auf die Herabsetzungseinrede der Beschwerdef�hrerin nicht einzugehen (E. 3.3.4 S. 21 f. des angefochtenen Urteils).
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass sie ihre Einrede der Herabsetzung versp�tet erhoben habe. Die kantonalen Gerichte h�tten nur das Recht von Amtes wegen anwenden, ihrer Fragepflicht nachkommen und Beweis von Amtes wegen erheben sollen (S. 11 f. Rz. 63-68 und 70). Die Frage, ob der Vorerbe auf den Pflichtteilsschutz verzichtet habe, sei von den Beschwerdegegnern zu beweisen (S. 12 Rz. 69). Entgegen der Darstellung des Obergerichts habe sie den Pflichtteilsanspruch des Vorerben in ihrer Berufungsschrift geltend gemacht und beziffert (S. 12 f. Rz. 71-72 der Beschwerdeschrift).
4.3.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss sich der Vorerbe im Umfang seines Pflichtteils keine Belastung mit einer Nacherbschaft gefallen lassen. Das Pflichtteilsrecht ist vererblich und kann auch von den Erben des Vorerben gegen�ber den Nacherben geltend gemacht werden, und zwar einredeweise jederzeit (Art. 533 Abs. 3 ZGB), wenn der Vorerbe wie hier innert Frist (Art. 533 Abs. 1 ZGB) selber keine Herabsetzungsklage erhoben hat (BGE 108 II 288 E. 2 S. 290 ff.; 133 III 309 E. 5 S. 310 f.). Ein Verzicht auf die Geltendmachung des Herabsetzungsanspruchs ist nach dem Eintritt des Erbgangs durch einseitige, formlose Erkl�rung gegen�ber dem Gl�ubiger rechtlich m�glich und kann auch stillschweigend (konkludent) erfolgen (BGE 108 II 288 E. 3a S. 293; 135 III 97 E. 3.2 S. 101). Eine Verletzung des Pflichtteilsrechts ist vom Gericht deshalb nicht von Amtes wegen zu pr�fen, sondern - im vorliegenden Fall - nur auf Einrede hin, die "jederzeit", d.h auch sp�ter im Verlaufe des Prozesses noch erhoben werden kann (BGE 103 II 88 E. 3c S. 94) und gerichtlich zu beurteilen ist, soweit die daf�r erforderlichen Tatsachen und Beweismittel nach den anwendbaren Prozessvorschriften rechtzeitig vorgebracht wurden ( WOLF/GENNA, Erbrecht, SPR IV/1, 2. Aufl. 2012, S. 509; vgl. dazu allgemein: ALFRED B�HLER, Das Novenrecht, 1986, S. 17 ff.; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, � 6 Ziff. III S. 54 ff.).
4.4.�F�r das bezirksgerichtliche Verfahren nach der kantonalen Zivilprozessordnung (E. 2.1) ergibt sich Folgendes:
4.4.1.�Die Beschwerdef�hrerin hat im Beweisverfahren erstmals geltend gemacht, die Nacherbeneinsetzung verletze den Pflichtteil des Vorerben. Ihre Herabsetzungseinrede durfte vor Bezirksgericht als versp�tet betrachtet werden, sind doch entsprechende Tatsachenbehauptungen und Beweismittel im Hauptverfahren vorzubringen (Frank/ Str�uli/Messmer, a,a,O., N. 1a und N. 2 zu � 114 ZPO/ZH). In Anbetracht der klaren Rechtslage (E. 4.3), der Kinderlosigkeit der Ehe zwischen der Erblasserin und dem Vorerben und des Nachlasses der Erblasserin von �ber 3 Mio. Fr. gem�ss notariellem Inventar h�tte f�r die Beschwerdef�hrerin bereits in der Klageantwort und in der Duplik ausreichend Anlass und Gelegenheit bestanden, sich auf den erheblichen Pflichtteilsanspruch des Vorerben als �berlebender Ehegatte (Art. 462 Ziff. 2 i.V.m. Art. 471 Ziff. 3 ZGB) zu berufen. Die Beschwerdef�hrerin hat im Hauptverfahren auch nicht ohne anwaltlichen Beistand prozessiert, sondern einen Fachanwalt "SAV Erbrecht" mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt. Die nachtr�glichen Vorbringen erstmals im Beweisverfahren durften deshalb als versp�tet f�r unzul�ssig erkl�rt werden. Dass der behauptete Herabsetzungsanspruch des Vorerben sich unmittelbar aus den Prozessakten ergeben h�tte oder durch neu eingereichte Urkunden sofort h�tte bewiesen werden k�nnen, wie es � 115 Ziff. 2 ZPO/ZH voraussetzt, ist weder dargetan noch ersichtlich. Vielmehr fehlen die tats�chlichen Grundlagen f�r die Ermittlung des Pflichtteils (vgl. zum Ablauf: BGE 127 III 396 E. 2a S. 399). Es kommt hinzu, dass die Beschwerdegegner auf die neu erhobene Einrede einen Verzicht des Vorerben auf den Herabsetzungsanspruch behauptet haben und dazu h�tten zum Beweis zugelassen werden m�ssen. Eine derartige Verz�gerung des Prozesses aber ist vom Novenrecht nicht gedeckt.
4.4.2.�Mit Bezug auf die Fragepflicht und die Beweiserhebung von Amtes wegen kann auf bereits Gesagtes verwiesen werden (E. 3.4.3 und E. 3.4.4).
4.4.3.�Insgesamt erscheint die obergerichtliche Anwendung des kantonalen Prozessrechts als willk�rfrei (E. 3.4.5).
4.5.�Die Beschwerdef�hrerin erhebt ihre R�gen auch gegen�ber dem Obergericht. Die Herabsetzungseinrede kann im Berufungsverfahren gem�ss Art. 308 ff. ZPO zwar nach Massgabe des Novenrechts (Art. 317 Abs. 1 ZPO) vorgebracht werden (Urteil 4A_305/2012 vom 6. Februar 2013 E. 3.3, betreffend Verj�hrungseinrede). Da es sich um ein unechtes Novum handelt, m�sste jedoch dargetan werden, weshalb die Herabsetzungseinrede bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren hat vorgebracht werden k�nnen (E. 3.5.1). Wie sich aus den vorstehenden Feststellungen ergibt (E. 4.4.1), hat es an sachlichen Gr�nden gefehlt, die die Beschwerdef�hrerin vor Bezirksgericht daran gehindert haben k�nnten, die Tatsachen zu behaupten und zu belegen, aus denen sich ergibt, dass die Nacherbeneinsetzung den Pflichtteil des Vorerben verletze und wie hoch der Anspruch des Vorerben aus Pflichtteilsrecht sei. Mit Bezug auf die Beweisabnahme, die Fragepflicht und die Beweiserhebung von Amtes wegen kann auf bereits Gesagtes verwiesen werden (E. 3.5.2 -3.5.4). Dem Obergericht kann deshalb keine Verletzung des im Berufungsverfahren anwendbaren Prozessrechts vorgehalten werden. Aus den dargelegten Gr�nden ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht die Herabsetzungseinrede der Beschwerdef�hrerin als prozessual versp�tet und deshalb als unzul�ssig nicht ber�cksichtigt hat. Neue Tatsachen oder Beweismittel dazu bringt die Beschwerdef�hrerin in ihrer Beschwerde nicht vor.
Zur Berechnung des Herausgabeanspruchs der Beschwerdegegner hat das Obergericht auf eine Regel des r�mischen Rechts zur�ckgegriffen (E. 3.2 S. 14 f. des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, dem R�ckgriff k�nne nicht gefolgt werden (S. 5 Rz. 22). In der konkreten Berechnung wendet sie sich indessen nicht gegen die Anwendung der besagten Regel, sondern nur mehr gegen die Berechnungsgrundlage, die die Anspr�che des Vorerben aus G�terrecht und Pflichtteilsrecht nicht ber�cksichtige (vorab S. 14 Rz. 86, S. 15 Rz. 92 und S. 16 Rz. 99 der Beschwerdeschrift). Da die angeblichen Anspr�che des Vorerben aus G�terrecht und aus Pflichtteilsrecht als prozessual versp�tet und deshalb unzul�ssig nicht ber�cksichtigt werden mussten (E. 3 und E. 4 hiervor), kann die Berechnung des Obergerichts unter R�ckgriff auf eine Regel des r�mischen Rechts - jedenfalls aufgrund der Vorbringen der Beschwerdef�hrerin - nicht beanstandet werden (BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 137 III 580 E. 1.3 S. 584).
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrerin wird damit kosten-, hingegen nicht entsch�digungspflichtig, zumal die Beschwerdegegner in der Sache nicht zu einer Vernehmlassung eingeladen wurden und mit ihrem Abweisungsantrag gegen�ber dem Gesuch um aufschiebende Wirkung unterlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG). Dem Gesuch des Stadtammann- und Betreibungsamtes G.________ um Auskunfterteilung im Sinne von Art. 91 Abs. 5 i.V.m. Art. 275 SchKG kann entsprochen werden, wobei eine Mitteilung des Urteils lediglich im Dispositiv den Zweck erf�llt.

References: BGE 
 Art. 46
 Art. 317
 Art. 99
 Art. 99
 BGE 
 Art. 317
 BGE 
 BGE 
 Art. 89
 BGE 
 Art. 308
 Art. 316
 Art. 8
 BGE 
 Art. 56
 Art. 153
 Art. 471
 BGE 
 Art. 308
 Art. 68
 Art. 91
 Art. 275