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Timestamp: 2016-10-23 12:05:48+00:00

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X., Beschwerdef�hrer,
den Beschluss des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich als oberer kantonaler Aufsichtsbeh�rde �ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 6. Februar 2001,
7.- Erstmals macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Offerte der Y. AG sei unbeachtlich, weil diese Gesellschaft als Verwalterin der strittigen �berbauung im Sinne von Art. 10 SchKG in den Ausstand zu treten habe bzw. ein Verkauf an sie gegen Art. 11 SchKG verstossen w�rde.
a) Nach Art. 11 SchKG d�rfen die Beamten und Angestellten der Betreibungs- und Konkurs�mter �ber die vom Amt einzutreibenden Forderungen oder die von ihm zu verwertenden Gegenst�nde keine Rechtsgesch�fte auf eigene Rechnung abschliessen; Rechtshandlungen, die gegen dieses Verbot verstossen, sind nichtig. Diese Bestimmung dient einer von pers�nlichen Interessen unbeeinflussten Behandlung des Verfahrens durch die genannten Organe; weder Schuldner noch Gl�ubiger sollen durch Interessen der genannten Art gesch�digt werden (James T. Peter, Kommentar zum SchKG, Basel 1998, N 1 zu Art. 11). Art. 11 SchKG setzt nicht etwa voraus, dass das in Frage stehende Vollstreckungsorgan seine Stellung tats�chlich missbraucht hat (BGE 122 III 335 E. 2c S. 337).
Unerheblich ist angesichts der vorgesehenen Sanktion (Nichtigkeit) zudem auch der Preis, der bei einer Verwertung durch den strittigen Akt erzielt worden ist (dazu Jaeger, Schuldbetreibung und Konkurs, Z�rich 1911, N 3 zu Art. 11). Das Selbstkontrahierungsverbot gilt nach der Rechtsprechung nicht nur f�r die eigentlichen Beamten und Angestellten eines Betreibungs- oder Konkursamtes, sondern auch f�r die von einem solchen zur Erf�llung seiner Aufgaben allenfalls beigezogenen Hilfspersonen, soweit diese als Tr�ger staatlicher Funktionen erscheinen (BGE 44 III 147; vgl. Pierre-Robert Gilli�ron, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, N 9 zu Art. 11).
b) Wegen Verstosses gegen Art. 11 SchKG wurde etwa die Ersteigerung von Schuldbriefen durch einen Mitarbeiter des Betreibungsamtes (BGE 112 III 65 ff.), aber auch die Ersteigerung eines Grundst�cks durch ein Mitglied des Gl�ubigerausschusses im Rahmen des Vollzugs eines Nachlassvertrags mit Verm�gensabtretung (BGE 122 III 335 ff.) als nichtig erkl�rt.
Demgegen�ber wurde daf�r gehalten, dass der Erwerb durch den Gantrufer (BGE 26 I 493 ff.; kritisiert von Jaeger, a.a.O., N 1 zu Art. 11, und von Blumenstein, Handbuch des Schweizerischen Schuldbetreibungsrechts, S. 48 Fn. 16) bzw. durch den zur Sch�tzung der ihm sp�ter zugeschlagenen Sache beigezogenen Sachverst�ndigen (BGE 44 III 147 ff.) von Art. 11 SchKG nicht erfasst werde. Im zweiten Fall erkl�rte das Bundesgericht, dass der Sachverst�ndige bloss die n�tigen Grundlagen zur eigentlichen Sch�tzung liefere, die als betreibungsrechtliche Amtshandlung nach Art. 97 SchKG vom Betreibungsbeamten selbst vorgenommen werde, und dass die besonderen Rechte und Pflichten des �ffentlichen Rechts, die der Sachverst�ndige zur Erf�llung seiner Aufgabe allenfalls �bertragen erhalte, auf jeden Fall mit der Abgabe des Expertenbefundes erl�schen w�rden (S. 147).
8.- Als Konkursverwaltung hat das Konkursamt alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse geh�renden Gesch�fte zu besorgen (Art. 240 SchKG). Bei Grundst�cken obliegt ihm - wie dem Betreibungsamt beim Pf�ndungsverfahren (dazu Art. 16 ff.
VZG [SR 281. 42]) - die Verwaltung und Bewirtschaftung, worunter ordentlicherweise etwa die Anordnung und Bezahlung kleinerer Reparaturen, der Abschluss und die Erneuerung der �blichen Versicherungen, die K�ndigung an Mieter, die Ausweisung von Mietern und der Abschluss neuer Mietvertr�ge fallen (vgl. Art. 17 VZG; Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, II. Band, 3. Auflage, � 48 Rz 2).
Hier hat das Konkursamt mit Wirkung ab 1. November 2000 die Y. AG zur Erf�llung dieser Verwaltungsaufgaben eingesetzt.
Die Natur des hief�r abgeschlossenen Vertrags ist ohne Belang. Entscheidend ist, dass die Y. AG eine gesetzlich geregelte konkursamtliche Aufgabe �bertragen erhalten hat und insofern Tr�gerin eines �ffentlichen Amtes geworden ist (vgl.
9.- a) In ihrer Vernehmlassung weist die Y. AG darauf hin, dass die vom Beschwerdef�hrer beanstandete Offerte nicht von ihr stamme, sondern im Namen der Z. AG eingereicht worden sei und dass die beiden Gesellschaften nicht in einem Beteiligungsverh�ltnis zueinander, sondern lediglich unter dem gemeinsamen Holding-Dach der W. AG st�nden; es gehe nicht an, den Kreis der von Art. 11 SchKG Betroffenen auf alle Personen auszudehnen, die nat�rlich oder juristisch miteinander "verwandt" seien. In tats�chlicher Hinsicht stimmen diese Vorbringen mit den von der Vorinstanz �bernommenen Feststellungen der unteren Aufsichtsbeh�rde �berein.
b) Von einer Er�rterung der gesellschaftsrechtlichen Verbindungen zwischen der Y. AG und der als Offerentin aufgetretenen Z. AG kann aus den nachstehenden Gr�nden abgesehen werden: Durch das Selbstkontrahierungsverbot nach Art. 11 SchKG soll in erster Linie verhindert werden, dass die mit einer �ffentlichen Aufgabe vollstreckungsrechtlicher Natur betraute Person die damit verbundenen Befugnisse f�r eigene Zwecke ausn�tzt. Die mit der erw�hnten Gesetzesbestimmung angestrebte Unbefangenheit und Unabh�ngigkeit (vgl. BGE 122 III 335 E. 2c S. 337), mit der jede abstrakte Gefahr einer Benachteiligung von Gl�ubiger oder Schuldner ausgeschlossen werden will, kann aber bei jedem Interessenkonflikt bedroht sein; eine solche Gefahr besteht auch dann, wenn ein Amtstr�ger nicht ausschliesslich die Interessen der Zwangsvollstreckung wahrnimmt, sondern daneben auch Interessen eines Dritten zu ber�cksichtigen hat.
In einem Konflikt dieser Art befand sich die Y. AG im massgebenden Zeitpunkt: Als vom Konkursamt beauftragte Hilfsperson steht sie im Dienste einer unparteiischen Durchf�hrung des Konkurses, zu der auch der vom Konkursamt angestrebte freih�ndige Verkauf des in Frage stehenden Immobilienkomplexes geh�rt. Gleichzeitig hatte sie die Interessen der Z. AG wahrzunehmen, in deren Namen sie f�r eben diesen Freihandverkauf am 17. November 2000 die am 24. M�rz 2000 (damals im Namen der von ihr "betreuten" P. AG) eingereichte Offerte best�tigt hat.
c) Nach dem Gesagten w�rde die Annahme der strittigen Offerte zu einem im Sinne von Art. 11 SchKG nichtigen Akt f�hren. Die Offerte ist daher unbeachtlich.

References: Art. 10
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 97
 Art. 16
 Art. 17
 Art. 11
 Art. 11
 BGE 
 Art. 11