Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=19.01.2000&Aktenzeichen=11%20C%205.99
Timestamp: 2019-06-16 11:50:43+00:00

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BVerwG, 19.01.2000 - 11 C 5.99 - dejure.org
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BVerwG, 19.01.2000 - 11 C 5.99 (https://dejure.org/2000,458)
BVerwG, Entscheidung vom 19.01.2000 - 11 C 5.99 (https://dejure.org/2000,458)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Januar 2000 - 11 C 5.99 (https://dejure.org/2000,458)
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AllGO LSA § 1 Abs. 1, Tarifstelle 73/3. 5 der Anlage; GasHLVO §§ 3, 5 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2; GewO a. F. §§ 24 bis 24 d; GSG § 11 Abs. 1, § 12 Abs. 2, § 14 Abs. 1; VwKostG LSA § 3 Abs. 3
Gashochdruckleitung; Anzeige der Vornahme von Änderungen; Sachverständigenprüfung; landesrechtliche Gebühren; gesetzliche Ermächtigung; Äquivalenzprinzip; Investitionssumme
Gashochdruckleitung - Anzeige der Vornahme von Änderungen - Sachverständigenprüfung - Landesrechtliche Gebühren - Gesetzliche Ermächtigung - Äquivalenzprinzip - Investitionssumme
Verwaltungsgebührenrecht - Gashochdruckleitung; Anzeige der Vornahme von Änderungen; Sachverständigenprüfung; landesrechtliche Gebühren; gesetzliche Ermächtigung; Äquivalenzprinzip; Investitionssumme
Verwaltungsgebühren für Anzeigeverfahren?
VG Halle, 29.05.1997 - 3 A 106/95
OVG Sachsen-Anhalt, 16.07.1998 - 4 S 168/97
OVG Sachsen-Anhalt, 16.07.1998 - A 1/4
NVwZ-RR 2000, 533
DÖV 2000, 563 (Ls.)
Eine Gebührenbemessung ist verfassungsrechtlich jedoch dann nicht sachlich gerechtfertigt, wenn sie in einem "groben Missverhältnis" (vgl. ähnlich zum Äquivalenzprinzip: BVerfGE 83, 363 ; BVerwGE 109, 272 ; BVerwG, NVwZ-RR 2000, S. 533 ;… BVerwG, NVwZ 2002, S. 206 ) zu den verfolgten legitimen Gebührenzwecken steht.
Letzteres besagt als Ausdruck des rechtsstaatlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes, dass eine Gebührenbemessung nicht in einem "groben Missverhältnis" zu den verfolgten legitimen Gebührenzwecken stehen darf (vgl. BVerfGE 108, 1 ; BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - NVwZ-RR 2000, 533 ;… Beschluss vom 30. April 2003 - BVerwG 6 C 3.02 - a.a.O., S. 5, 10).
bb) Das Äquivalenzprinzip als Ausprägung des (bundes-)verfassungsrechtlichen Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ist nicht verletzt, weil kein Anhalt dafür besteht, dass die Studiengebühr in einem groben Missverhältnis zu dem Wert der mit ihr abgegoltenen Leistung der öffentlichen Hand steht (vgl. zum Äquivalenzprinzip etwa BVerwGE 80, 36, 39; 109, 272, 274; Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - Buchholz 451.211 GtA Nr. 2 = NVwZ-RR 2000, 533 m.w.N.).
Wird für die Gebührenbemessung auf den Wert der durch die gebührenpflichtige Amtshandlung erbrachten Leistung abgestellt, verlangt das Äquivalenzprinzip regelmäßig nur, dass der Hundert- oder Tausendsatz des Wertes, der als Gebühr zu entrichten ist, nicht unangemessen hoch ist (vgl. Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - Buchholz 451.211 GtA Nr. 2 S. 8).
23 Die Vorinstanz ist unter Heranziehung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 9. Oktober 1984 2 BvL 10/82 BVerfGE 67, 299 ) und des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 25. August 1999 BVerwG 8 C 12.98 BVerwGE 109, 272 und vom 19. Januar 2000 BVerwG 11 C 5.99 Buchholz 451.211 GtA Nr. 2 S. 3) zu Art. 72 Abs. 1 GG zutreffend davon ausgegangen, dass es im Zweifel bei der Länderzuständigkeit zur Regelung von Verwaltungsgebühren verbleibt, wenn die bundesrechtliche Norm nicht eindeutig umfassend und abschließend ausgestaltet ist.
Es besagt aber lediglich, dass die Gebühr nicht in einem groben Missverhältnis zu der vom Träger öffentlicher Verwaltung erbrachten Leistung stehen darf (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - Buchholz 451.211 GtA Nr. 2 S. 8).
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000, 11 C 5/99, juris, Rdnr. 40.
BVerfG, Beschluss vom 6. Februar 1979, 2 BvL 5/76, juris, Rdnr. 36; BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000, a. a. O., Rdnr. 41.
vgl. BVerfG, Urteil vom 19. März 2003, a. a. O., Rdnr. 62; BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000, a. a. O..
Wird für die Gebührenbemessung auf den Wert der durch die gebührenpflichtige Amtshandlung erbrachten Leistung abgestellt, verlangt das Äquivalenzprinzip regelmäßig nur, dass der Hundert- oder Tausendsatz des Wertes, der als Gebühr zu entrichten ist, nicht unangemessen hoch ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - Buchholz 451 211 GtA Nr. 2 S. 8).
Macht der Bund insoweit von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch, sind die Länder am Erlass eigener Gebührenregelungen gehindert (vgl. BVerwG, Urt. v. 19.01.2000 - 11 C 5.99 - NVwZ-RR 2000, 533).
Aus dem allgemeinen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ergibt sich das Äquivalenzprinzip, das besagt, dass die Gebühr nicht in einem groben Missverhältnis zu der vom Träger öffentlicher Verwaltung erbrachten Leistung stehen darf (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000 - BVerwG 11 C 5.99 - Buchholz 451.211 GtA Nr. 2).
BVerwG, 18.04.2000 - 11 B 20.00
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References: § 1
 § 11
 § 12
 § 14
 § 3
 Art. 72
 § 14