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Timestamp: 2016-10-24 23:37:30+00:00

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5A_134/2011 (20.05.2011)
5A_134/2011
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Baumberger,
Beschwerde gegen das Urteil und den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 31. Januar 2011.
X.________ (geb. 1960; t�rkischer Staatsangeh�riger) und Y.________ (geb. 1977; thail�ndische Staatsangeh�rige) heirateten Ende Juli 2003 in Thailand und zogen anschliessend in die Schweiz. Die Ehe blieb kinderlos. Seit Oktober 2005 leben die Parteien getrennt. Die Folgen des Getrenntlebens mussten gerichtlich geregelt werden (vgl. 5A_516/2010).
Am 23. Mai 2008 (Begehren um Durchf�hrung des S�hneverfahrens vom 22. April 2008) klagte X.________ auf Scheidung, wobei er in diesem Verfahren auch um vorsorgliche Massnahmen w�hrend des Scheidungsverfahrens ersuchte (vgl. 5A_560/2010). Mit Urteil vom 12. Mai 2010 schied das Bezirksgericht Z�rich die Parteien und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Insbesondere verpflichtete es X.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. Juni 2012 zu nachehelichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 3'200.-- pro Monat. Unter dem Titel Vorsorgeausgleich wies es die Pensionskasse von X.________ an, Fr. 153'170.-- auf das Vorsorgekonto von Y.________ zu �berweisen. Es auferlegte die Gerichtskosten den Parteien je zur H�lfte und sprach keine Parteientsch�digung zu.
Auf Berufung von X.________ hin best�tigte das Obergericht in seinem Urteil und Beschluss vom 31. Januar 2011 die bezirksgerichtliche Anordnung zum nachehelichen Unterhalt und zur Regelung des Vorsorgeausgleichs. Auf den Antrag auf Feststellung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots trat es nicht ein. Es best�tigte die erstinstanzliche Kostenregelung, auferlegte X.________ die Kosten des Berufungsverfahrens und verpflichtete ihn zu einer Prozessentsch�digung an Y.________.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde in Zivilsachen vom 22. Februar 2011 die Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides und die Feststellung, dass er Y.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) keine Unterhaltsbeitr�ge schulde. Zudem seien die Vorsorgeguthaben der Parteien nicht h�lftig, sondern im Verh�ltnis 5 (Beschwerdef�hrer) zu 1 (Beschwerdegegnerin) zu teilen. Die Kosten des kantonalen Verfahrens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und diese sei zur Zahlung einer angemessenen Prozessentsch�digung an ihn zu verpflichten.
�berdies ersucht er in Bezug auf den Vorsorgeausgleich und die Zahlung der Prozessentsch�digung um aufschiebende Wirkung. Mit Verf�gung vom 23. Februar 2011 hat die Abteilungspr�sidentin der Beschwerde im beantragten Umfang superprovisorisch die aufschiebende Wirkung zuerkannt. Mit Eingabe vom 9. M�rz 2011 hat die Beschwerdegegnerin Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung verlangt, soweit die Zahlung der Prozessentsch�digung betreffend, hat sich im �brigen aber dem Gesuch nicht widersetzt. Das Obergericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Mit Verf�gung vom 10. M�rz 2011 hat die Abteilungspr�sidentin der Beschwerde im beantragten Rahmen die aufschiebende Wirkung erteilt.
Es sind die Akten, hingegen in der Sache keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
1.1 Der angefochtene Entscheid betrifft ein kantonal letztinstanzliches Endurteil (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG) in einer Scheidungs- und damit in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG). Umstritten ist die Regelung des nachehelichen Unterhalts sowie des Vorsorgeausgleichs und damit eine verm�gensrechtliche Angelegenheit, wobei der massgebliche Streitwert klar �berschritten ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Die Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig.
1.2 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit ihr ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88).
Der Beschwerdef�hrer beanstandet eine Verletzung seines Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist (E. 3) und auf ein unabh�ngiges und unparteiisches Gericht (E. 4). In der Sache wendet er sich gegen die Regelung des Vorsorgeausgleichs (E. 5) und des nachehelichen Unterhalts (E. 6).
3.1 Das Obergericht ist auf den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Feststellung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots durch das Bezirksgericht nicht eingetreten, da der Beschwerdef�hrer diesen Antrag erstmals in der Berufungsreplik gestellt und damit versp�tet vorgebracht habe.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt in seiner Beschwerde an das Bundesgericht erneut die Verletzung seines Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist gem�ss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK durch das Bezirksgericht. Das erstinstanzliche Verfahren habe zwei Jahre und damit "�berlang" gedauert.
3.3 Wenn das Obergericht nicht auf den Feststellungsantrag eingetreten ist, kann sich die Beschwerde an das Bundesgericht entsprechend nicht auf die materielle Beurteilung dieses Antrags beziehen, sondern kann sich nur gegen das Nichteintreten richten. Einzig die prozessuale Frage der Rechtzeitigkeit des Feststellungsantrags bildet insoweit den Beschwerdegegenstand.
Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich mit Ausf�hrungen zur Dauer des bezirksgerichtlichen Verfahrens und �ussert sich zu den Gr�nden des Obergerichts f�r das Nichteintreten (versp�tetes Vorbringen) mit keinem Wort. Darauf ist nicht einzutreten.
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann eine Verletzung seines Anspruchs auf Beurteilung durch ein unabh�ngiges und unparteiisches Gericht gem�ss Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK.
Er f�hrt dazu aus, er habe "in den verschiedenen Verfahrensstufen im Rahmen des Eheschutz- und Ehescheidungsverfahrens" den Eindruck gewonnen, dass dort, wo die Parteien die Fakten nicht �bereinstimmend vorgetragen h�tten, das Gericht bei der W�rdigung des massgebenden Sachverhalts immer wieder Annahmen zugunsten der Beschwerdegegnerin getroffen habe, was ein "starkes Indiz f�r Parteilichkeit" darstelle. Zur Begr�ndung seiner R�ge der fehlenden Unparteilichkeit des Gerichts zeigt er sodann anhand von f�nf Beispielen die seiner Ansicht nach "voreingenommenen Sachverhaltsfeststellungen" durch das Obergericht auf.
4.2.1 Anfechtungsobjekt der Beschwerde vor Bundesgericht ist einzig der Entscheid der letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG), vorliegend also das obergerichtliche Urteil vom 31. Januar 2011 �ber die noch strittigen Nebenfolgen der Scheidung. Soweit sich die R�ge des Beschwerdef�hrers auch gegen das Eheschutzverfahren richtet, kann darauf von vornherein nicht eingetreten werden (BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527).
4.2.2 Im Anwendungsbereich des R�geprinzips (Art. 106 Abs. 2 BGG) verbietet der Grundsatz von Treu und Glauben, der Vorinstanz bekannte rechtserhebliche Einw�nde vorzuenthalten und diese erst nach dem Ergehen eines ung�nstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Dies ergibt sich auch aus dem Erfordernis der Letztinstanzlichkeit des angefochtenen Entscheides und fusst auf dem Gedanken, dass der Instanzenzug nicht nur prozessual durchlaufen, sondern auch materiell ersch�pft sein muss (Art. 75 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 638 E. 2 S. 640).
Soweit der Beschwerdef�hrer seine R�ge der Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK auch gegen das bezirksgerichtliche Verfahren richtet, zeigt er nicht auf, dass er dem Obergericht eine entsprechende R�ge unterbreitet h�tte, was sich im �brigen auch nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergibt. Soweit er sich deshalb gegen das erstinstanzliche Verfahren wendet, kann darauf mangels materieller Ersch�pfung des Instanzenzuges nicht eingetreten werden.
4.3 Nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK, denen in dieser Hinsicht dieselbe Tragweite zukommt, hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umst�nde entschieden wird. Ob diese Garantien verletzt sind, pr�ft das Bundesgericht frei.
Voreingenommenheit und Befangenheit werden nach der Rechtsprechung angenommen, wenn Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche Umst�nde k�nnen entweder in einem bestimmten Verhalten des betreffenden Richters oder in gewissen �usseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur begr�ndet sein. Bei der Beurteilung solcher Umst�nde ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begr�ndet erscheinen. Es gen�gt, wenn Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. F�r die Ablehnung wird nicht verlangt, dass der Richter tats�chlich befangen ist (zum Ganzen BGE 136 I 207 E. 3.1 S. 210 mit Hinweisen).
Prozessuale Fehler oder auch ein m�glicherweise falscher materieller Entscheid verm�gen f�r sich allein nicht den Anschein der Voreingenommenheit zu begr�nden. Anders verh�lt es sich nur, wenn besonders krasse oder wiederholte Irrt�mer vorliegen, die als schwere Verletzung der Richterpflichten beurteilt werden m�ssen. Denn mit der T�tigkeit des Richters ist untrennbar verbunden, dass er �ber Fragen zu entscheiden hat, die oft kontrovers oder weitgehend in sein Ermessen gestellt sind. Selbst wenn sich die im Rahmen der normalen Aus�bung seines Amtes getroffenen Entscheide als falsch erweisen, l�sst das nicht an sich schon auf seine Parteilichkeit schliessen. Zudem kann das Ablehnungsverfahren in der Regel nicht zur Beurteilung behaupteter Verfahrens- oder anderer Fehler des Richters dienen. Solche R�gen sind im daf�r vorgesehenen Rechtsmittelverfahren geltend zu machen (BGE 125 I 119 E. 3e S. 124; 115 Ia 400 E. 3b S. 404).
4.4 Soweit sich die R�ge gegen das vorinstanzliche Verfahren richtet, begr�ndet der Beschwerdef�hrer dies mit der "voreingenommenen" obergerichtlichen Beweisw�rdigung.
Abgesehen davon, dass der Beschwerdef�hrer einzig in appellatorischer Weise seine eigene Ansicht der Tatsachen auff�hrt - wobei offen gelassen werden kann, inwiefern es sich um neue Tatsachen gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG handelt - und keine R�ge gegen die obergerichtliche Sachverhaltsfeststellung erhebt (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), w�re eine m�glicherweise falsche Beweisw�rdigung durch das Obergericht nach dem Gesagten (E. 4.3 oben) von vornherein nicht ausreichend, um auf die Parteilichkeit eines Richters zu schliessen.
4.5 Die R�ge erweist sich damit als unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann.
5.1.1 Geh�ren beide Ehegatten einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge an und ist bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten, so hat jeder Ehegatte Anspruch auf die H�lfte der nach dem Freiz�gigkeitsgesetz f�r die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten (Art. 122 Abs. 1 ZGB).
Das Gericht kann die Teilung ganz oder teilweise verweigern, wenn sie aufgrund der g�terrechtlichen Auseinandersetzung oder der wirtschaftlichen Verh�ltnisse nach der Scheidung offensichtlich unbillig w�re (Art. 123 Abs. 2 ZGB).
5.1.2 Der gesetzliche Verweigerungsgrund von Art. 123 Abs. 2 ZGB erfordert, dass - erstens - die Teilung offensichtlich unbillig ist und - zweitens - die offensichtliche Unbilligkeit ihren Grund in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung oder den wirtschaftlichen Verh�ltnissen nach der Scheidung hat. Diese Bestimmung ist restriktiv anzuwenden, um das Prinzip der h�lftigen Teilung der Vorsorgeguthaben nicht auszuh�hlen. Bei der Beurteilung der offensichtlichen Unbilligkeit ist das Sachgericht auf sein Ermessen verwiesen (vgl. zum Ganzen BGE 136 III 449 E. 4.4 f. S. 453 ff. mit Hinweisen).
5.1.3 Das Bundesgericht �bt deshalb bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung aus: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst, wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 127 III 136 E. 3a S. 141). Im Rahmen seiner Begr�ndungspflicht hat der Beschwerdef�hrer aufzuzeigen, weshalb die Voraussetzungen f�r einen Eingriff in einen Ermessensentscheid erf�llt sein sollen (Urteil 5A_677/2010 vom 11. November 2010 E. 3.1).
5.2.1 Der Beschwerdef�hrer legt dar, das Obergericht habe die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 123 Abs. 2 ZGB richtig wiedergegeben. Jedoch sei er "der Meinung, diese Rechtsprechung bed�rfe einer Korrektur, die auf diesen Fall anzuwenden" sei.
5.2.2 Eine �nderung der Praxis l�sst sich regelm�ssig nur begr�nden, wenn die neue L�sung besserer Erkenntnis der ratio legis, ver�nderten �usseren Verh�ltnissen oder gewandelter Rechtsanschauung entspricht. Andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten. Eine Praxis�nderung muss sich deshalb auf ernsthafte sachliche Gr�nde st�tzen k�nnen, die - vor allem im Interesse der Rechtssicherheit - umso gewichtiger sein m�ssen, je l�nger die als falsch oder nicht mehr zeitgem�ss erachtete Rechtsanwendung gehandhabt worden ist (BGE 136 III 6 E. 3 S. 8).
5.2.3 Weder setzt sich der Beschwerdef�hrer auch nur ansatzweise mit der bisherigen Rechtsprechung zu Art. 123 Abs. 2 ZGB auseinander, noch legt er dar, worin ernsthafte sachliche Gr�nde liegen sollen, die eine Praxis�nderung rechtfertigen w�rden. Damit besteht von vornherein kein Anlass zur �berpr�fung der bisherigen Rechtsprechung (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 136 III 545 E. 3.1 S. 548 f.).
5.3 Der Beschwerdef�hrer setzt sich im �brigen mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern das Obergericht Art. 123 Abs. 2 ZGB verletzt haben soll. Es ist nicht ausreichend, dem angefochtenen Entscheid lediglich die eigene Betrachtungsweise entgegenzuhalten (BGE 135 III 145 E. 6 S. 153). Soweit er geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe das Scheidungsverfahren durch mutwillige Bestreitung des Scheidungsgrundes in die L�nge gezogen, kann zudem mangels entsprechender Tatsachenfeststellungen sein Vorwurf eines rechtsmissbr�uchlichen Verhaltens der Beschwerdegegnerin nicht beurteilt werden (BGE 136 III 455 E. 2 S. 457).
Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es damit, in nachvollziehbarer Weise aufzuzeigen, weshalb die Voraussetzungen f�r einen Eingriff in einen Ermessensentscheid erf�llt sein sollen. Damit wird er den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht gerecht. Darauf ist nicht einzutreten.
6.1.1 Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt selbst aufzukommen, so hat ihm der andere Teil gest�tzt auf Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Unterhalt zu leisten, soweit er hierzu in der Lage ist. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt fusst auf der Unterscheidung, ob eine Ehe lebenspr�gend war oder nicht. Bei fehlender Pr�gung wird an den vorehelichen Verh�ltnissen angekn�pft, w�hrend die Partner bei der lebenspr�genden Ehe Anspruch auf Fortf�hrung der ehelichen Lebenshaltung haben.
Der Grund hierf�r liegt darin, dass das Vertrauen des ansprechenden Ehegatten auf Fortf�hrung der Ehe und auf den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung objektiv schutzw�rdig ist. F�r oder gegen die Annahme einer Lebenspr�gung spielen verschiedene Vermutungen: So wird bei einer Kurzehe von weniger als f�nf Jahren (der Zeitraum berechnet sich bis zum Trennungszeitpunkt: BGE 5A_478/2010 vom 20. Dezember 2010 E. 4.1.2) vermutet, dass keine Lebenspr�gung vorliegt. Von einer Lebenspr�gung ist demgegen�ber auszugehen, wenn die Ehe lange (in der Regel mehr als zehn Jahre) gedauert hat oder wenn aus ihr Kinder hervorgegangen sind. Bei einer Ehedauer zwischen f�nf und zehn Jahren greift keine Vermutung. Vielmehr kommt es darauf an, ob die gelebten Umst�nde die Lebensverh�ltnisse der Ehegatten nachhaltig gepr�gt haben oder nicht. Die Ehe ist schliesslich ebenfalls lebenspr�gend, wenn der ansprechende Ehegatte mit der Heirat aus seinem bisherigen Kulturkreis entwurzelt worden ist. In diesem Fall hat die Heirat den Lebensplan dieses Ehegatten derart ver�ndert, dass ihm die R�ckkehr zu den wirtschaftlichen, aber auch pers�nlichen Verh�ltnissen vor der Ehe nicht mehr zumutbar ist (BGE 135 III 59 E. 4.1 S. 61; Urteil 5A_384/2008 vom 21. Oktober 2008 E. 3.1 f., in: FamPra.ch 2009 S. 192 f.).
6.1.2 Ist das erw�hnte Vertrauen objektiv nicht schutzw�rdig, bemisst sich der Unterhalt nach den vorehelichen Lebensverh�ltnissen, das heisst nach der wirtschaftlichen Stellung des Unterhaltsberechtigten im Scheidungszeitpunkt, wie sie best�nde, wenn er die Ehe nie eingegangen w�re. Das bedeutet, dass bei der nicht lebenspr�genden Ehe ausnahmsweise ein "Eheschaden" zu verg�ten ist, der gewissermassen dem "negativen Interesse" entspricht (Urteile 5C.244/2006 vom 13. April 2007 E. 2.4.8 mit Hinweisen, in: FamPra.ch 2007 S. 652 f.; 5C.149/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 4.3, in: FamPra.ch 2005 S. 354).
6.2 Im vorliegenden Fall lebten die Parteien in Thailand sp�testens seit Ende 1999 in einem Konkubinat. Die Beschwerdegegnerin war dort bis zum Fr�hjahr 2002 als Sekret�rin einer europ�ischen Unternehmung t�tig und verdiente umgerechnet rund Fr. 700.-- pro Monat. Anschliessend absolvierte sie eine MBA-Ausbildung, wobei der Beschwerdef�hrer w�hrend dieser Zeit f�r den Unterhalt beider Parteien aufkam. Mit dieser Zusatzausbildung h�tte die Beschwerdegegnerin in Thailand ein Einkommen von umgerechnet Fr. 800.-- bis 900.-- pro Monat erzielen k�nnen. Da der Beschwerdef�hrer, der als Manager einer internationalen Unternehmung arbeitet, in die Schweiz versetzt wurde, nahmen die Parteien im Jahr 2003 nach der Heirat in Thailand Wohnsitz in der Schweiz. Die Beschwerdegegnerin war zun�chst nicht berufst�tig, sondern absolvierte Deutschkurse. Ab Oktober 2005 ging sie zwecks Sprachstudien insbesondere an die Universit�t in Freiburg im Breisgau. Der Beschwerdef�hrer kam f�r ihren dortigen Lebensunterhalt und die Ausbildungskosten auf. Ende 2006 kehrte die Beschwerdegegnerin in die Schweiz zur�ck und nahm eine T�tigkeit als Verk�uferin in einem Warenhaus auf, wo sie monatlich netto Fr 3'300.-- verdiente. Im Mai 2010 wechselte sie ihre Arbeitsstelle und arbeitet nun teilzeitlich als Sicherheitsangestellte. Sie erzielt damit ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'660.--. Die Beschwerdegegnerin verf�gt in Thailand �ber Verm�gen von Fr. 26'000.-- in Form einer Liegenschaft.
Das Nettoeinkommen des Beschwerdef�hrers betr�gt Fr. 25'550.-- pro Monat. Er weist ein Verm�gen (Barverm�gen sowie zwei Liegenschaften in der T�rkei) von Fr. 310'000.-- aus.
6.3.1 Das Obergericht ging davon aus, die Kurzehe der Parteien sei nicht lebenspr�gend gewesen und der Beschwerdegegnerin damit eine R�ckkehr zu den vorehelichen beruflichen Verh�ltnissen zumutbar. Bei der Festlegung des vorehelichen Lebensstandards stellte das Obergericht auf die schweizerischen Verh�ltnisse ab. Es trug damit der Tatsache Rechnung, dass die Beschwerdegegnerin erhebliche Integrationsanstrengungen f�r die Aufnahme einer ihrer Ausbildung gleichwertigen Erwerbst�tigkeit in der Schweiz vorgenommen habe und diese im Zeitpunkt der Trennung noch nicht abgeschlossen gewesen seien. Sinngem�ss scheint das Obergericht aufgrund einer Einsch�tzung der aktuellen Verh�ltnisse zudem davon auszugehen, dass eine R�ckkehr der Beschwerdegegnerin nach Thailand zurzeit als unwahrscheinlich gilt.
6.3.2 Das Obergericht billigte der Beschwerdegegnerin im Sinne einer �berbr�ckungsrente eine Frist bis Ende Juni 2012 zu, um ihre weit fortgeschrittenen Integrationsanstrengungen und die Eingliederung in das Erwerbsleben in der Schweiz auf vorehelichem (Berufs-) Niveau abschliessen zu k�nnen. Daran �ndere nichts, dass ein Wiedereinstieg in das Erwerbsleben in Thailand ebenfalls noch gut m�glich w�re und die Beschwerdegegnerin dort, wie vom Beschwerdef�hrer behauptet, sogar ein besseres Leben als in der Schweiz f�hren k�nnte.
Zur H�he des Unterhaltsbeitrages hielt das Obergericht fest, der durch die Beschwerdegegnerin in Thailand mit der Zusatzausbildung erzielbare Monatslohn von umgerechnet Fr. 800.-- bis 900.-- entspreche nach schweizerischen Verh�ltnissen einem Einkommen von ungef�hr Fr. 6'500.-- pro Monat, was als Einkommensziel f�r eine Wiederankn�pfung an die vorehelichen Verh�ltnisse diene. Unter Ber�cksichtigung ihres hypothetischen Einkommens von Fr. 3'300.-- (die Einkommensreduktion aufgrund des freiwilligen Stellenwechsels der Beschwerdegegnerin ber�cksichtigte es nicht) berechnete das Obergericht so eine �berbr�ckungsrente und damit sinngem�ss einen zu ersetzenden "Eheschaden" von Fr. 3'200.-- pro Monat bis Ende Juni 2012.
6.3.3 F�r den Fall, dass die Beschwerdegegnerin sich entschliessen sollte, vor Ende Juni 2012 nach Thailand zur�ckzukehren oder vor diesem Zeitpunkt in der Schweiz wesentlich mehr verdienen sollte, verwies das Obergericht den Beschwerdef�hrer schliesslich auf die M�glichkeit der Klage auf Ab�nderung der Unterhaltsrente nach Art. 129 ZGB.
6.4 Der Beschwerdef�hrer h�lt zusammenfassend fest, die fehlende Lebenspr�gung der Ehe sei nicht mehr streitig. Damit seien aber einzig diejenigen (wirtschaftlichen) Nachteile auszugleichen, welche die Beschwerdegegnerin durch ihren Umzug in die Schweiz erlitten habe. Solche Nachteile seien aber vorliegend nicht ersichtlich und es fehle damit an einem "Eheschaden".
Die Integrationsbem�hungen, welche die Beschwerdegegnerin w�hrend der Ehe (auch auf seinen eigenen Wunsch hin) vorgenommen habe, h�tten keinen Nachteil verursacht, den der Ehemann auszugleichen habe. Den Nachteil, den die Beschwerdegegnerin allenfalls erleide, resultiere daraus, dass sie sich in der Schweiz etwas aufbauen wolle, jedoch nicht aus der Ehe an sich.
Schliesslich sei nicht ersichtlich, wie das Obergericht zur Annahme gelange, die Beschwerdegegnerin k�nne nach Abschluss ihrer Integrationsbem�hungen Ende Juni 2012 ein Monatseinkommen von Fr. 6'500.-- erzielen.
6.5 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Soweit die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen beanstandet werden und eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend ist, kann nur geltend gemacht werden, die Feststellungen seien offensichtlich unrichtig oder beruhten auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Vorbehalten bleibt die Sachverhaltsberichtigung von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG.
Der Beschwerdef�hrer stellt den Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht aus seiner Sicht dar (z.B. Trennungszeitpunkt, M�glichkeit und Erzielbarkeit eines monatlichen Einkommens von Fr. 6'500.-- per Ende Juni 2012 durch die Beschwerdegegnerin), jedoch ohne die diesbez�glichen Feststellungen des Obergerichts im vorangehend beschriebenen Sinne als fehlerhaft zu r�gen und auch deren Entscheidwesentlichkeit (z.B. betreffend der M�glichkeit, in Thailand ein gleiches oder besseres Einkommen zu erzielen als vor der Ehe, was das Obergericht selbst einr�umt) darzulegen. Sachverhaltsr�gen erhebt er keine. Soweit deshalb seine Ausf�hrungen von der Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid abweichen, ist darauf nicht einzutreten (vgl. zum Ganzen BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.).
6.6.1 Wie bereits bei der Regelung des Vorsorgeausgleichs ist der Richter auch f�r die Unterhaltsfestsetzung in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141). Insoweit kann auf das Gesagte verwiesen werden (vgl. E. 5.1.3 oben).
6.6.2 Das Obergericht st�tzte sich als Folge der Verneinung der Lebenspr�gung der Ehe zutreffend auf den vorehelichen Lebensstandard und bezifferte diesen entsprechend schweizerischer Verh�ltnisse mit einem Monatseinkommen von Fr. 6'500.--.
Im Ergebnis einzig strittig ist die Frage, ob das Obergericht f�r die Beurteilung des vorehelichen Lebensstandards auf die schweizerischen Verh�ltnisse abstellten durfte.
6.6.3 Anders als der Beschwerdef�hrer dies zu interpretieren versucht, stellt der obergerichtlich zugesprochene Unterhaltsbeitrag keinen Ausgleich f�r einen Schaden finanzieller Art dar, der durch die Integrationsbem�hungen entstanden sein soll. Vielmehr geht es einzig darum, der Beschwerdegegnerin innerhalb einer Frist von zwei Jahren den �bergang und die Erreichung ihrer vorehelichen Lebensverh�ltnisse zu erm�glichen.
Das Obergericht geht davon aus, dass keine Anzeichen bestehen, dass die Beschwerdegegnerin nach Thailand zur�ckkehren wird. Damit ist es im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden, wenn es (bis auf weiteres) die schweizerischen Verh�ltnisse als massgebend betrachtet. Zu ber�cksichtigen ist zudem, dass die �berbr�ckungsrente nur auf zwei Jahre und damit auf eine kurze Dauer befristet ist.
Der Beschwerdef�hrer ficht die obergerichtliche Kosten- und Entsch�digungsregelung f�r das kantonale Verfahren nicht selbst�ndig an, sondern nur im Zusammenhang mit dem Ausgang des obergerichtlichen Verfahrens. Da sich die Beschwerde insoweit als unbegr�ndet beziehungsweise unzul�ssig erweist, hat auch der Kostenspruch des Obergerichts Bestand und braucht darauf nicht eingegangen zu werden.
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist ihm nicht aufzuerlegen, da sich die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin nur auf das Gesuch um aufschiebende Wirkung bezieht und sie in diesem Punkt unterlegen ist (Art. 68 BGG).

References: Art. 90
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 30
 Art. 6
 BGE 
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 30
 Art. 6
 BGE 
 Art. 99
 Art. 97
 Art. 123
 BGE 
 Art. 123
 Art. 123
 BGE 
 Art. 123
 Art. 42
 Art. 125
 BGE 
 Art. 129
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 BGE 
 BGE