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Timestamp: 2018-09-18 17:27:06+00:00

Document:
ergo-online® - Gestaltungsregeln für die Bildschirmarbeit
BildschArbV (Text)
BildschArbV 1996 (Text + Kurzkommentar)
Geltungsbereich der Bildschirmarbeitsverordnung
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Die Bildschirmarbeitsverordnung gibt Leitlinien der Gestaltung vor.
Der Arbeitsablauf wird durch andere Tätigkeiten oder Pausen unterbrochen.
Die Bildschirmdarstellung ist scharf, ausreichend groß und stabil.
Helligkeit und Kontrast sind an individuelle Anforderungen anpassbar.
Die Tastatur ist frei beweglich, reflexionsarm und ergonomisch bedienbar.
Der Arbeitstisch ist ausreichend groß, der Arbeitsstuhl standsicher und ergonomisch.
Vorlagenhalter, Ständer für den Bildschirm und Fußstütze sind stabil und verstellbar.
Am Arbeitsplatz ist ausreichend Raum für wechselnde Bewegungen.
Lärm wird vermieden und gutes Raumklima ist vorhanden.
Der Bildschirm ist strahlungsarm.
Informationsdarstellung und Softwaredialoge sind ergonomisch.
Die Bildschirmarbeitsverordnung fordert, dass die Arbeitsplätze nach den in ihrem Anhang formulierten allgemeinen Gestaltungsanforderungen und den sonstigen Rechtsvorschriften zu gestalten sind. Sie formuliert auch Anforderungen die Gestaltung von Arbeitsablauf, Pausen und die Augenvorsorge.
Der Anhang enthält allgemein formulierte ergonomische Mindestanforderungen. Auch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) sind zu beachten.
Zur Konkretisierung der weitgehend allgemein formulierten Mindestanforderungen und Schutzziele dienen berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Normen, sonstige technische Regeln und die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse, wie sie von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin oder anderen staatlichen Institutionen veröffentlicht werden. Der Stand der Technik ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet die Gestaltungsanforderungen einzuhalten. Die Einhaltung lässt sich nachweisen, wenn das Arbeitsschutzregelwerk im Betrieb umgesetzt ist. Die Gefährdungsbeurteilung und die Dokumentation von Ergebnissen und Maßnahmen sind die geeigneten Schritte für den Nachweis.
Eine besondere Bedeutung hat der Gesetzgeber der Augenvorsorge zugemessen. Wird z. B. den Beschäftigten in einem Betrieb keine Augenvorsorgeuntersuchung angeboten, so stellt das eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bis zu 5.000  geahndet werden kann.
Alle Arbeitsplätze, für die die Bildschirmarbeitsverordnung gilt, müssen den Mindestanforderungen entsprechen.
Bildschirmarbeitsplätze, die aufgrund einer Gefährdungsanalyse Mängel aufweisen, müssen verbessert werden. Mängel ergeben sich z. B. durch Abweichungen von den Soll-Vorschriften im Anhang der Verordnung bzw. dem Arbeitsschutzregelwerk. Die für die Verbesserung vorgesehenen Schritte sind zu dokumentieren.
Ausnahmen gelten, wenn es sich um Tätigkeiten mit speziellen Merkmalen oder um Behindertenarbeitsplätze handelt. Hier kann der Gesundheitsschutz auf andere Weise erfolgen.
Tätigkeitswechsel oder Pausen müssen in die Arbeitsaufgaben und Abläufe bei der Bildschirmarbeit integriert werden.
Die Vorsorgeuntersuchungen müssen den Beschäftigten in den vorgesehenen Abständen angeboten werden.
Eine Überischt über das in der folgenden Tabelle erwähnt Regelwerk findet sich im Service: Berufsgenossenschaftliches Regelwerk.
Übersicht über die Vorschriften und das technische Regelwerk
Bereich Bildsch
ArbV Schutzziele konkreten Ausgestaltung durch
Arbeitsablauf und Pausen § 5; § 4, Anhang Nr. 21.1-21.4 Mischarbeit oder Kurzpausen ArbschG § 4,5; BGI 650 Bildschirmarbeitsplätze und Büroarbeitsplätze (kurz BGI 650); DIN EN ISO 10075, DIN EN ISO 9241 Teil 2; DIN EN ISO 6385
Bildschirm § 4, Anhang Nr. 1-5 Scharfe, ausreichend große, stabile, flimmerfreie, verzerrungsfreie Anzeige, Kontrast und Heilligkeit regelbar, keine störenden Reflexionen und Blendungen, frei dreh- und neigbar BGI 650; BGV A3, DIN EN ISO 9241 Teile 3, 7, 8
Tastatur § 4, Anhang Nr. 6-9 getrennte Tastatur, neigbar, variabel anordbar, Handballenauflagefläche, reflexionsfrei, ergonomische Tasten und Anschlag BGI 650; DIN EN ISO 9241 Teil 4, 9; DIN 2137
Arbeitstisch § 4, Anhang Nr. 10 ausreichend groß, reflexionsarm, ausreichend Raum für ergonomische Haltung BGI 650; DIN 4543 Teil 1; DIN EN 527 Teil 1; DIN 16510
Arbeitsstuhl § 4, Anhang Nr. 11 ergonomisch und standsicher BGI 650; DIN 4550; DIN EN 1335 Teil 1,2,3; DIN EN 12529
halter, Fußstütze § 4, Anhang Nr. 12-13 stabil, verstellbar, Fußsstütze auf Wunsch BGI 650; DIN 4556
Raum § 4, Anhang Nr. 14 ausreichend Raum für wechselnde Haltungen ArbStättV Anhang 1.2, 1.7, 1.8, 3.1; BGI 650; DIN 4543 Teil 1-2
Beleuchtung § 4, Anhang Nr. 15-16 anpassbar, angenehmer Kontrast im Blickfeld, keine störenden Blendungen und Reflexionen ArbStättV Anhang 1.6, 3.4; ASR A3.4, BGI 650; BGI 856; DIN 5034; DIN 5035; DIN 5032 Teil 4; DIN 5040; DIN EN ISO 9241 Teil 6; BGR 131
Lärm § 4, Anhang Nr. 17 keine Beeinträchtigung der Konzentration und Sprachverständlichkeit ArbStättV Anhang 3.7; BGI 650 DIN 4109; DIN EN ISO 3741; DIN EN ISO 7779; VDI 2569
Klima § 4, Anhang Nr. 18 keine erhöhte Wärmebelastung, ausreichend Luftfeuchtigkeit ArbStättV Anhang 1.2, 1.6, 1.7, 3.5; ASR A3.5; BGI 650; BGI 827; BGI 5012; DIN 33403; DIN EN ISO 15265
Strahlung § 4, Anhang Nr. 19 niedrige Strahlung, für Gesundheit unerheblich Röntgenverordnung; Strahlenschutzverordnung; Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG); BGI 650; DIN VDE 0848 (Sicherheit in elektromagnistischen Felder), DIN VDE 0870; DIN 50360; Standard MPR II und Prüfsiegel TCO Certified
Software § 4, Anhang Nr. 20-22 ergonomische Informations-
verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit, angepaßt an Aufgaben und Benutzer, beeinflussbare Dialoge, Angaben über Abläufe, keine Kontrolle ohne Wissen der Benutzer BGI 650; DIN EN ISO 9241 Teil 110 ff.
vorsorge- untersuchung,
Sehhilfe § 6 regelmäßige Untersuchung der Augen, zur Verfügungstellen spezieller Sehhilfen
ArbschG § 11; ArbmedVV. BGI 650; BGI 785 (Berufsgenossenschaftlicher Grundsatz G 37); BGI 786
Prüfung von Arbeitsmitteln durch den Laien
Das Prüfsiegel TCO und BG-PRÜFZERT-für Informationstechnologie gibt dem Laien Sicherheit. Sie garantieren, dass nicht nur die Mindestvorschriften, sondern auch weitergehende Anforderungen entsprechend des Stands der Technik bei Bildschirmgeräten und auch anderen Arbeitsmitteln eingehalten sind. Das CE-Zeichen reicht dazu nicht aus. Das GS-Zeichen weist die Einhaltung der Mindestvorschriften aus dem Regelwerk nach.
Arbeitsschutzgesetz (ArbschG
Berufsgenossenschaftliche Information BGI 5001: Büroarbeit - sicher, gesund und erfolgreich. Praxishilfen für die Gestaltung. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Hamburg 2005
Übersicht über das berufsgenossenschaftliche Regelwerk
Übersicht über das Regelwerk - Normen
Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI): Auslegungshinweise zu den unbestimmten Rechtsbegriffen, verfügbar als download (104 kB)
Dortmund, Berlin 7. Auflage 2010 auch als download unter www.baua.de
Bücher & Broschüren zur Gestaltung von Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen
Übersicht über das Regelwerk und Bezugsquellen
Bildschirmarbeitsverordnung Text
Letzte Änderung: 16.8.2007
BGI 650: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze.
Bildschirmarbeits-verordnung
Geltungsbereich Bildschirmarbeits- verordnung

References: § 5
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
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 § 4
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 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 6
 § 11