Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.06.2002&Aktenzeichen=II%20ZR%20266%2F01
Timestamp: 2019-03-22 13:39:33+00:00

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BGH, 24.06.2002 - II ZR 266/01 - dejure.org
BGB §§ 1001 Satz 1 2. Alt., 1002 Abs. 1
Genehmigung - Einverständnis - Eigentümer-Besitzer-Verhältnis (EBV) - Vornahme bestimmter Verwendungen - Nachträgliche Zustimmung - Einwilligung - Leasingunternehmen - Autoreparaturwerkstatt - Nutzungsentschädigung - Vorenthalten eines PKW - Zurückbehaltungsrecht - Verwendungsersatz - Haftpflichtversicherer
Verwendungsersatzanspruch des Besitzers gegen den Eigentümer bei Genehmigung der Verwendung auch im Voraus
Verwendungsersatz, - des Besitzers; Verwendungen, Genehmigung der -
Genehmigung i.S. der § 1001, 1002 BGB auch als Einwilligung ( 183 BGB) möglich
BGB § 1001 S. 1 Alt. 2 § 1002 Abs. 1
Verwendungsersatz - Auch bei vorheriger Einwilligung möglich!
§§ 994, 1001 Satz 1 Alt. 2, 1002 Abs. 1 BGB
Vindikationsanspruch - Verwendungsersatz
BGB § 1001 Satz 1 Alt. 2 Satz 3, §§ 182 ff., § 1002 Abs. 1
Sachenrecht, Schuldrecht AT, Fälligkeit des Verwendungsersatzanspruchs
ZIP 2002, 2217
MDR 2002, 1239
NJ 2003, 90
WM 2003, 597
DB 2003, 93 (Ls.)
bb) Allerdings genügt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für eine (entsprechende) Anwendung von § 994 Abs. 1, § 996 BGB, dass das Besitzrecht später weggefallen ist und es jedenfalls bei Geltendmachung des Vindikationsanspruchs nicht mehr besteht (so etwa Senat, Urteil vom 14. Juli 1995 - V ZR 45/94, NJW 1995, 2627, 2628 mwN; BGH, Urteil vom 24. Juni 2002 - II ZR 266/01, NJW 2002, 2875 f.; vgl. auch Senat, Urteil vom 13. Oktober 1978 - V ZR 147/77, NJW 1979, 716).
Allerdings stellen Reparaturarbeiten, wie der Austausch eines defekten Kraftfahrzeugmotors, zur Wiederherstellung des Fahrzeugs aufgewendete vermögenswerte Leistungen und somit Verwendungen im Sinne von § 994 ff. BGB dar (BGH, NJW 2002, 2875 [BGH 24.06.2002 - II ZR 266/01] ).
Dass der Beklagte diese Verwendungen vorgenommen hat, während er noch zum Besitz berechtigt war, spielt keine Rolle; entscheidend ist allein, ob in dem Zeitpunkt eine Vindikationslage besteht, in dem der Verwendungsersatzanspruch geltend gemacht wird (BGH, NJW 1961, 499, 501; BGH, NJW 2002, 2875 [BGH 24.06.2002 - II ZR 266/01] ).
Dies folgtt nach der Rechtsprechung des BGH (Urt. v. 24.06.2002, II ZR 266/01, NJW 2002, S. 2875) allerdings nicht schon daraus, dass § 1002 Abs. 1 BGB auf eine "Genehmigung" abstellt, unter welcher nach der Legaldefinition des § 184 Abs. 1 BGB eine nachträgliche Zustimmung zu verstehen ist.
Da ein vormals berechtigter Besitzer nicht schlechter gestellt werden darf als ein von Anfang an unberechtigter, ist es ausreichend, dass eine Vindikationslage zwischen den Parteien später entstanden ist (BGH NJW 2002, 2875 ff., Rn. 9 nach juris u. BGHZ 34, 122, 132).
Der BGH führt in einer vergleichbaren Konstellation in seinem Urteil vom 24.06.2002, Az.: II ZR 266/01 in NJW 2002, 2875 hierzu aus:.

References: § 1001
 § 1001
 § 1002
 § 1001
 § 1002
 § 994
 § 996
 § 994
 BGH 
 § 1002
 § 184
 BGH