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Timestamp: 2020-01-27 11:33:35+00:00

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BVerwG, 04.12.2014 - 4 C 33.13 - dejure.org
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BVerwG, 04.12.2014 - 4 C 33.13 (https://dejure.org/2014,48491)
BVerwG, Entscheidung vom 04.12.2014 - 4 C 33.13 (https://dejure.org/2014,48491)
BVerwG, Entscheidung vom 04. Dezember 2014 - 4 C 33.13 (https://dejure.org/2014,48491)
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VwGO §§ 91, 113 Abs. 1 Satz 4, Abs. 5 Satz 1, §§ 127, 161 Abs. 2, § 173 Satz 1 i. V. m.; ZPO § 264 Nr. 2
Fortsetzungsfeststellungsklage; Umstellung Klageantrag; Klageänderung; Einschränkung Klageantrag; Anschlussberufung; Streitgegenstand; (Teil-) Identität; Rechtswidrigkeit des Ablehnungsbescheids; Rechtswidrigkeit der Weigerung der Behörde; Anspruch; maßgeblicher; ...
VwGO §§ 91; 113 Abs. 1 Satz 4, Abs. 5 Satz 1; §§ 127,
Fortsetzungsfeststellungsklage; Umstellung Klageantrag; Klageänderung; Einschränkung Klageantrag; Anschlussberufung; Streitgegenstand; (Teil-)Identität; Rechtswidrigkeit des Ablehnungsbescheids; Rechtswidrigkeit der Weigerung der Behörde; Anspruch; maßgeblicher; ...
§ 113 Abs 1 S 4 VwGO, § 113 Abs 5 VwGO, § 91 VwGO, § 127 Abs 2 VwGO, § 264 Nr 2 ZPO
Statthaftigkeit einer Fortsetzungsfeststellungsklage nach Klageumstellung im Berufungsverfahren; maßgeblicher Zeitpunkt
Statthaftigkeit eines Feststellungsantrags als Fortsetzungsfeststellungsantrag bei Beziehen der Feststellung auf die Rechtslage im Zeitpunkt des erledigenden Ereignisses; Erteilung eines Bauvorbescheids über die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit der Errichtung eines ...
Behörde verpflichtet, Verwaltungsakt zu erteilen: Fortsetzungsfeststellungsantrag statthaft?
Umstellung auf eine Fortsetzungsfeststellungsklage
VG Köln, 14.07.2009 - 2 K 2249/08
BVerwG, 16.10.2013 - 4 B 2.13
BVerwGE 151, 36
NVwZ 2015, 986
BauR 2015, 1022
BauR 2015, 810
Soweit der Kläger die Feststellung begehrt, dass die ablehnenden Bescheide des BfArM rechtswidrig gewesen sind, ist auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Bescheiderlasses abzuheben (vgl. BVerwG, Urteil vom 4. Dezember 2014 - 4 C 33.13 [ECLI:DE:BVerwG:2014:041214U4C33.13.0] - BVerwGE 151, 36 Rn. 18, 21).
Gegebenenfalls wird ihm hier Gelegenheit zu geben sein, durch Übergang auf die Fortsetzungsfeststellungsklage (§ 113 Abs. 5 VwGO analog; vgl. BVerwGE 65, 167 ; 151, 36 ) den veränderten Sachumständen Rechnung zu tragen.
Die Umstellung von einer Verpflichtungs- (hier: Bescheidungs-) auf eine Fortsetzungsfeststellungsklage ist als Einschränkung des Klageantrags nach § 173 Satz 1 VwGO i.V.m. § 264 Nr. 2 ZPO auch noch in der Berufungsinstanz zulässig (vgl. BVerwG, U.v. 4.12.2014 - 4 C 33/13 - juris Rn. 11).
Der entscheidungserhebliche Zeitpunkt ist bei Fortsetzungsfeststellungsklagen grundsätzlich der Zeitpunkt der Erledigung (vgl. BVerwG, Urt. v. 4.12.2014 - 4 C 33/13 -, BVerwGE 151, 36, juris, Rn. 21;… Riese, in: Schoch/Schneider/Bier, a.a.O., § 113, Rn. 110;… Wolff, in: Sodan/Ziekow, a.a.O., § 113, Rn. 299, jeweils m.w.N.).
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ein Feststellungsantrag als Fortsetzungsfeststellungsantrag entsprechend § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO nur statthaft, wenn sich ein Verpflichtungsantrag vor der gerichtlichen Entscheidung erledigt hat und der Feststellungsantrag im Hinblick auf die Rechtslage im Zeitpunkt des erledigenden Ereignisses - d. h. im Zeitpunkt unmittelbar vor Eintritt des erledigenden Ereignisses - gestellt wird (vgl. BVerwG, U. v. 4.12.2014 - 4 C 33.13 - BVerwGE 151, 36 = juris Rn. 21 m. w. N.;… BVerwG, B. v. 21.1.2015 - 4 B 42.14 - juris Rn. 8; BVerwG m. w. N.; grundlegend Decker, Die Fortsetzungsfeststellungsklage in der Situation der Verpflichtungsklage, JA 2016, 241).
bb) Soweit der Kläger allerdings die Feststellung begehrt, die Beklagte sei verpflichtet gewesen, seinen Antrag auf Aufhebung der Rückbauverfügung bereits ab dem 30. Dezember 2010 positiv zu bescheiden, ist der Feststellungsantrag als Fortsetzungsfeststellungsantrag unstatthaft (vgl. BVerwG, U. v. 4.12.2014 - 4 C 33.13 - BVerwGE 151, 36 = juris Rn. 21 m. w. N.; zur Unzulässigkeit der darin liegenden Klageerweiterung siehe nachfolgend Doppelbuchst. cc).
Der Übergang von einem Verpflichtungs- zu einem Feststellungsbegehren nach § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO setzt voraus, dass der Streitgegenstand nicht ausgewechselt oder erweitert wird (vgl. BVerwG, U. v. 4.12.2014, a. a. O.).
Nur dieser Antrag ist vom ursprünglichen Verpflichtungsantrag mitumfasst (…vgl. BVerwG, B. v. 21.1.2015 - 4 B 42.14 - juris Rn. 8; U. v. 4.12.2014 - 4 C 33.13 - BVerwGE 151, 36 = juris Rn. 13, 21, jeweils m. w. N.;… Decker, a. a. O., S. 242 ff.).
Stellt der Kläger mit seinem Feststellungsantrag dagegen auf einen anderen Zeitpunkt ab als den unmittelbar vor Eintritt des erledigenden Ereignisses oder gar auf einen bestimmten Zeitraum, dann liegt keine Fortsetzungsfeststellungsklage vor, sondern eine allgemeine Feststellungsklage nach § 43 VwGO und damit eine Klageänderung gemäß § 91 VwGO (vgl. BVerwG, U. v. 4.12.2014, a. a. O., juris Rn. 23;… BVerwG, U. v. 16.5.2007 - 3 C 8.06 - BVerwGE 129, 27 = juris Rn. 18;… Decker, a. a. O., S. 243, jeweils m. w. N.).
aa) Soweit der Kläger auch sein berechtigtes Feststellungsinteresse mit der "rechtswidrigen Nichtverbescheidung seines Antrags" begründet, wurde bereits ausgeführt, dass die Umstellung einer Verpflichtungsklage auf eine Fortsetzungsfeststellungsklage entsprechend § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO als Minus zur Verpflichtungsklage nur statthaft ist, wenn mit der begehrten Feststellung der Streitgegenstand nicht ausgewechselt wird (vgl. BVerwG, U. v. 4.12.2014 - 4 C 33.13 - BVerwGE 151, 36 = juris Rn. 13 m. w. N.; grundlegend Decker, "Die Fortsetzungsfeststellungsklage in der Situation der Verpflichtungsklage", JA 2016, 241 [242]).
vgl. BVerwG, Urteil vom 4. Dezember 2014 - 4 C 33.13 -, BVerwGE 151, 36 = juris, Rn. 11.
Für die Begründetheit einer Verpflichtungsklage kommt es allein auf die Sach- und Rechtslage im maßgeblichen Prüfungszeitpunkt an und nicht darauf, ob der Anspruch auf Erlass des begehrten Verwaltungsaktes zuvor während eines bestimmten Zeitraumes bestanden hat (…vgl. BVerwG, Urt. v. 16.05.2007 - 3 C 8.06 -, juris RdNr. 18; Urt. v. 04.12.2014 - 4 C 33.13 -, juris RdNr. 18;… Riese, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, § 113 RdNr. 110).
Eine Klageänderung wegen eines veränderten Streitgegenstandes ist hingegen zu verneinen, wenn es dem Kläger nach Erledigung des mit der Verpflichtungsklage begehrten Verwaltungsaktes um die Feststellung geht, der Beklagte sei bei Eintritt des erledigenden Ereignisses zur Erteilung des beantragten Verwaltungsaktes verpflichtet gewesen (vgl. BVerwG, Urt. v. 04.12.2014 - 4 C 33.13 -, a.a.O. RdNr. 21).
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References: § 173
 § 264

§ 113
 § 113
 § 91
 § 127
 § 264
 § 173
 § 264
 § 113
 § 113
 § 113
 § 113
 § 43
 § 91
 § 113
 § 113