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20.05.2011 · IWW-Abrufnummer 111566
Oberlandesgericht Koblenz: Urteil vom 07.02.2011 – 2 Ss 222/10
Der Inhaber einer nach Fahrerlaubnisentzug ausgestellten tschechischen Fahrerlaubnis hat eine Erkundigungspflicht bezüglich Gültigkeit in Deutschland.
Urt. v. 07.02.2011 - 2 Ss 222/10
AG Trier, 14.09.2010 – 8056 Js 9445/10
§§ 21 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1 StVG, 15 StGB
Die Kosten der Revision fallen dem Angeklagten zur Last.
b) Der Angeklagte hat auch den subjektiven Tatbestand des § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG erfüllt. Er hat zwar nicht vorsätzlich gehandelt, denn Vorsatz setzt gemä ß § 16 Abs. 1 StGB die Kenntnis der zum gesetzlichen Tatbestand gehörenden Umstände voraus. Nach den Feststellungen des Amtsgerichts kann hingegen nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte davon ausging, aufgrund seiner tschechischen Fahrerlaubnis auch im Bundesgebiet fahrberechtigt zu sein. Er unterlag damit einem Tatbestandsirrtum gemäß § 16 Abs. 1 Satz 1 StGB, der eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Begehungsweise ausschließt.
RechtsgebieteStGB, StVG, FeV	VorschriftenStGB § 17; StVG § 21 Abs 1 Nr 1; StVG § 21 Abs 2 Nr 1; FeV § 28 Abs 1; FeV § 28 Abs 4 Nr 2; FeV § 28 Abs 4 Nr 3

References: § 21
 § 16
 § 16
 § 17
 § 21
 § 21
 § 28
 § 28
 § 28