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Timestamp: 2019-03-18 17:30:47+00:00

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BZÄK Pfalz - Satzung
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Ergänzende Empfehlungen zur Fortbildungssatzung
Antrag verantwortlicher Arzt
Bundesärztekammer - Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung
Wissenschaftliche Evidenz/ dem allgemeinen Stand der Wissenschaft entsprechend
Transparenz (Kosten-Nutzen-Verhältnis/ Qualitätssicherung/ Fehlermanagement)
Ärztinnen und Ärzte sind in der Wahl der Fortbildungsmethoden frei. Der Wissenserwerb ist auf das individuelle Lernverhalten auszurichten.
Geeignete Methoden der Fortbildung sind in § 6 Abs. 3 in den Kategorien A bis K aufgeführt.
Das Fortbildungszertifikat dient dem Nachweis der Erfüllung der Fortbildungspflicht.
Ein Fortbildungszertifikat wird durch die zuständige Bezirksärztekammer erteilt, wenn die Ärztin oder der Arzt innerhalb eines der Antragstellung vorausgehenden Zeitraums von fünf Jahren Fortbildungsmaßnahmen abgeschlossen hat, welche in ihrer Summe die nach den Bestimmungen des § 6 ermittelte Mindestbewertung von 250 Punkten erreichen.
Für den Erwerb des Fortbildungszertifikats können nur die in § 6 Abs. 3 geregelten Fortbildungsmaßnahmen berücksichtigt werden, die nach Maßgabe der §§ 7 bis 10 anerkannt wurden oder nach den §§ 11 und 12 anrechnungsfähig sind.
Üben Ärztinnen und Ärzte ihren Beruf aufgrund von Mutterschutz, Elternzeit, Pflegezeit oder wegen einer länger als drei Monate andauernden Erkrankung nicht aus, verlängert sich der Zeitraum nach Absatz 2 entsprechend.
Die Fortbildungsmaßnahmen werden mit Punkten bewertet. Die Kategorien und die Bewertungsskala ergeben sich im Einzelnen aus Absatz 3.
Die „Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung“ der Bundesärztekammer in der jeweils aktuellen Fassung sollen beachtet werden.
Fortbildung mit konzeptionell vorgesehener Beteiligung jedes einzelnen Teilnehmers (z.B. Workshop, Arbeitsgruppen, Qualitätszirkel, Peer Review, Balintgruppen, Kleingruppenar­beit, Supervision, Fallkonferenzen, Literatur­konferenzen, praktische Übungen):
1 Zusatzpunkt pro Maßnahme bis zu 4 Stun­den/ höchstens 2 Zusatzpunkte pro Tag
1 weiterer Zusatzpunkt bei dokumentierter Lernerfolgskontrolle pro Fortbildungsmaß­nahme
Fortbildungsbeiträge in Printmedien oder als elektronisch verfügbare Version mit nachge­wiesener Qualifizierung durch eine Lernerfolgskontrolle in digitaler bzw. schriftlicher Form:
Autorentätigkeit: 5 Punkte pro wissenschaftli­cher Veröffentlichung,
tutoriell unterstützte Online-Fortbildungsmaß­nahme mit nachgewiesener Qualifizierung durch eine Lernerfolgskontrolle in digitaler bzw. schriftlicher Form:
1 Zusatzpunkt pro 45-minütiger Fortbildungseinheit bei vollständiger Erfüllung der qualitätssteigernden Kriterien eLearning der Bun­desärztekammer
Blended-Learning-Fortbildungsmaßnahmen in Form einer inhaltlich und didaktisch miteinan­der verzahnten Kombination aus tutoriell un­terstützten Online-Lernmodulen und Präsenz­veranstaltungen:
Die Landesärztekammer erlässt ergänzende Richtlinien zur Bewertung der Fortbildungsmaßnahmen.
Fortbildungsveranstaltungen können nur dann durch die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, eine Bezirksärztekammer in Rheinland-Pfalz oder die Akademie für Ärztliche Fortbil-dung in Rheinland-Pfalz anerkannt werden, wenn die zu vermittelnden Inhalte insgesamt dem aktuellen, evidenzbasierten medizini-schen Wissensstand entsprechen.
In Zweifelsfällen hat der Veranstalter der Fort-bildungsveranstaltung nach Aufforderung durch eine Ärztekammer in Rheinland-Pfalz bzw. der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz gegenüber dieser nachzuwei-sen, dass die Inhalte der geplanten Fortbil-dungsveranstaltung insgesamt dem aktuellen, evidenzbasierten medizinischen Wissensstand entsprechen. Kann er dies nicht bzw. kommt er dieser Aufforderung nicht in der gesetzten Frist nach, so kann die Veranstaltung nicht aner-kannt werden.
Fortbildungsveranstaltungen, in denen insge-samt oder in Teilen wissenschaftlich nicht all-gemein anerkannte Beiträge vermittelt werden sollen, dürfen nicht durch eine Ärztekammer in Rheinland-Pfalz oder durch die Akademie für Ärztliche Fortbildung in Rheinland-Pfalz aner-kannt werden. Folglich dürfen für diese Veran-staltungen auch keine Fortbildungspunkte ver-geben werden.
Die Anerkennung von Fortbildungsmaßnahmen gegenüber dem Veranstalter erfolgt grundsätzlich vor ihrer Durchführung durch die Ärztekammer. Hiervon ausgenommen sind die Kategorien E und F.
Über Maßnahmen der Kategorie F des § 6 Abs. 3 muss die Ärztin oder der Arzt einen geeigneten Nachweis führen.
Die Anerkennung erfolgt für Fortbildungsmaßnahmen, die im Kammergebiet durchgeführt werden; für die Anerkennung von Fortbildungsmaßnahmen der Kategorien D und I ist der Sitz des Anbieters maßgeblich.
Die Anerkennung einer Fortbildungsmaßnahme setzt voraus, dass
die Fortbildungsinhalte den Zielen dieser Fortbildungssatzung entsprechen;
die Vorgaben der Berufsordnung eingehalten werden;
die Inhalte frei von wirtschaftlichen Interessen sind und Interessenskonflikte des Veranstalters und der Referenten offen gelegt werden.
Die Fortbildung soll arztöffentlich sein.
Für Fortbildungsmaßnahmen der Kategorien des § 6 Abs. 3 muss grundsätzlich eine Ärztin oder ein Arzt als wissenschaftliche Leiterin oder wissenschaftlicher Leiter bestellt und bei Präsenzfortbildungen anwesend sein. Die bestellte wissenschaftliche Leiterin oder der wissenschaftliche Leiter muss eine Selbstauskunft über mögliche Interessenkonflikte vorlegen.
Interessenkonflikte des Veranstalters, der wissenschaftlichen Leitung und der Referentinnen und Referenten müssen gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Fortbildungsmaßnahme offengelegt werden.
Zum Anerkennungsverfahren erlässt der Vorstand der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz Richtlinien, in denen insbesondere Folgendes geregelt ist:
Antragsfristen;
Inhalt und Form der Anträge und Erklärungen;
Methoden der Lernerfolgskontrolle;
Teilnehmerlisten;
Teilnehmerbescheinigungen;
Weiterleitung der Teilnahmelisten mittels Elektronischem Informationsverteiler (EIV) durch den Veranstalter;
Ergänzende Anforderungen für die Anerkennung von Fortbildungsmaßnahmen bestimmter Kategorien des § 6 Abs. 3.;
Widerspruchsverfahren;
Die Anerkennung erfolgt auf Antrag des Veranstalters bei der für den Veranstaltungsort zuständigen Bezirksärztekammer. Im Antrag ist die wissenschaftliche Leiterin oder der wissenschaftliche Leiter nach § 8 Abs. 3 zu benennen. Überregionale Fortbildungsveranstaltungen werden von der Landesärztekammer beurteilt und anerkannt. Die Landesärztekammer ist berechtigt, diese Aufgabe durch die Akademie für Ärztliche Fortbildung wahrnehmen zu lassen.
Der Veranstalter und die wissenschaftliche Leiterin oder der wissenschaftliche Leiter müssen erklären, dass die „Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung“ der Bundesärztekammer in der jeweils gültigen Fassung beachtet werden.
Auf Antrag kann einem geeigneten Veranstalter durch die Landesärztekammer für be­stimmte von ihm geplante und durchgeführte Fortbildungsmaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der anerkennenden Kammer die Zusicherung erteilt werden, dass diese ohne Einzelprüfung anerkannt werden. Die Zusicherung erfolgt unter dem Vorbehalt des Widerrufs und kann darüber hinaus mit weiteren Nebenbestimmungen versehen werden. Es ist sicherzustellen, dass der Veranstalter bei der Durchführung dieser Fortbildungsmaßnahmen nachweislich die Bestimmungen der Fortbildungssatzung befolgt.
Die Landesärztekammer ist berechtigt diese Aufgabe, durch die Akademie für Ärztliche Fortbildung wahrnehmen zu lassen.
Die von anderen Ärztekammern anerkannten Fortbildungsmaßnahmen werden für das Fortbildungszertifikat angerechnet.
Die von anderen Ärztekammern ausgestellten Fortbildungszertifikate werden anerkannt.
Fortbildungsmaßnahmen, die von einer anderen Heilberufskammer anerkannt wurden, können für das Fortbildungszertifikat der Ärztekammer angerechnet werden.
Im Ausland absolvierte Fortbildungsmaßnahmen sind für das Fortbildungszertifikat anrechnungsfähig, soweit sie den Anforderungen dieser Fortbildungssatzung im Grundsatz entsprechen.
Die Ärztin oder der Arzt muss einen Nachweis über die Art der Fortbildung führen, der es gestattet, die Einhaltung der Voraussetzungen dieser Fortbildungssatzung zu prüfen.
In Fragen der Fortbildung wird die Landesärztekammer durch den Zertifizierungsausschuss beraten.
Der Vorstand der Landesärztekammer erlässt ergänzende Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung in Rheinland-Pfalz.

References: § 6
 § 6
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 § 8