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Timestamp: 2020-08-10 23:03:25+00:00

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Unterhalt steuerlich gesehen im Forum für Steuerrecht u. Steuerstrafrecht
Unterhalt steuerlich gesehen
Beitrag von pisa » 13.07.09, 09:49
Angenommen ein Unterhaltsanspruch beträgt im Jahr rund 20.000,-- €
Der Unterhaltsleistende kann aber nach § 10 EStG nur 13.805,-- € als Sonderausgabe abziehen. (Anlage "U" wurde unterschrieben)
Muss der Unterhaltsempfänger dann den darüber liegenden Betrag in seiner Steuererklärung voll versteuern?
Beitrag von pisa » 13.07.09, 09:52
Beitrag von *Mariechen* » 13.07.09, 11:20
Nein, vgl. § 22 Nr. 1a EStG:
"Einkünfte aus Unterhaltsleistungen, soweit sie nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 vom Geber abgezogen werden können."
Beitrag von pisa » 13.07.09, 15:15
Also ich begreife den angeführten Paragraf einfach nicht.
Ist das so richtig, dass auf jeden Fall vom Empfänger (Empfängerin) der Unterhalt nicht versteuert werden muss? Auch wenn er so hoch wäre?
Wahrscheinlich kann ich bei der Hitze heute nicht richtig denken.
Hilfe pisa
Re: Unterhalt steuerlich gesehen
Beitrag von whvceltic » 13.07.09, 16:25
pisa hat geschrieben: Also ich begreife den angeführten Paragraf einfach nicht.
doch so ist dass! die 13.805 EUR sind schon eine Ausnahme, normalerweise fällt Unterhalt unter gar keine Einkunftsart !deshalb ist der übersteigende Betrag nicht zu versteuern und von der anderen Person nicht abziehbar
deshalb heißt es ja auch SONDERAUSGABE da Unterhalt nur bedingt mit EINKÜNFTEN etwas zu tun hat und systematisch somit nicht abziehbar wäre und auf der anderen Seite auch keine EInkunftsart
(etwas weit hergeholt aber vergleiche Versicherungen (was haben die eigentlich mit EINKÜNFTEN im eigentlichen Sinne zu tun?) Nix, und deshalb auch SONDERAUSGABEN
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Beitrag von Raiden » 13.07.09, 16:26
Grundsätzlich wäre der Unterhalt beim Empfänger zunächst steuerfrei. Diese Behandlung bedeutet beim Unterhaltsgeber zunächst den Abzug als außergewöhnliche Belsatungen nach § 33a Abs.1 EStG in begrenzter Höhe ( 7.680 €). Sofern der Empfänger eigenes Einkommen hat, welches den Betrag von € 624 im KJ übersteigt, vermindert sich der abzugsfähige Betrag beim U-Geber.
Sofern der Unterhaltsempfänger dem sog. Realsplitting zustimmt, sind die Unterhaltsleistungen beim Empfänger, wie Mariechen zutreffend erläutert hat, als Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 1a EStG, in der Höhe zu versteuern, in der sie der Unterhaltsgeber als Sonderausgaben abziehen kann, also max. € 13.805.
Beitrag von whvceltic » 13.07.09, 16:37
anzumerken wäre noch dass der Abzug nach §33a nur möglich ist wenn der Empfänger kein oder nur ein geringes Vermögen hat (Faustformel:10.000 EUR), währen dies beim Raelsplitting keine Rolle spielt
Beitrag von pisa » 13.07.09, 16:51
bei Gott, jetzt hab ichs
Grußpisa

References: § 10
 § 22
 § 10
 § 33
 § 22
 §33