Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2011/08
Timestamp: 2019-10-14 09:34:15+00:00

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BGH, 14.10.2010 - I ZR 11/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,2803
BGH, 14.10.2010 - I ZR 11/08 (https://dejure.org/2010,2803)
BGH, Entscheidung vom 14.10.2010 - I ZR 11/08 (https://dejure.org/2010,2803)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 2010 - I ZR 11/08 (https://dejure.org/2010,2803)
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§ 11 Abs 1 UrhWahrnG, § 12 UrhWahrnG
Urheberrechtliche Verwertungsgesellschaft: Voraussetzungen für die Verpflichtung zum Abschluss eines Gesamtvertrags; Anwendbarkeit der GEMA-Tarife für die Musiknutzung in Musikabrufdiensten - Gesamtvertrag Musikabrufdienste
Zumutbarkeit einer Verpflichtung der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zum Abschluss eines Gesamtvertrages über einen bestimmten Tarif i.R.e. Vergütung von Musiknutzung in Musikabrufdiensten; Pflicht zur Einräumung ...
Gesamtvertrag über Nutzung von Musikabrufdiensten
Zur Verpflichtung von Verwertungsgesellschaften (hier: GEMA) zum Abschluss von Gesamtverträgen nach § 12 UrhWG
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.10.2010, Az.: I ZR 11/08 (Kein Anspruch auf Abschluss von GEMA-Gesamtvertrag für Musikabrufdienste)" von RA Dr. Alexander R. Klett, LL.M. (Iowa), original erschienen in: K&R 2011, 45 - 51.
NJW-RR 2011, 343
MDR 2011, 312
GRUR 2011, 61
MMR 2011, 102
K&R 2011, 45
ZUM 2011, 43
a) Die vom Erstgericht herangezogene Entscheidung des BGH (14.10.2010, IZ RR 11/08, GRUR 2011, 61, "Gesamtvertrag Musikabrufdienste"), der zufolge eine Verwertungsgesellschaft den Abschluss eines Gesamtvertrages mit einem Verband mit nur wenigen Mitgliedern verweigern dürfe, sei auf die vorliegende Konstellation nicht übertragbar.
Dieser Kontrahierungszwang stellt das Gegengewicht zum Monopol der Verwertungsgesellschaften dar (BGH, Urteil vom 14.10.2010, I ZR 11/08, Rz. 11 - juris).
Der Abschluss eines Gesamtvertrages rechtfertigt sich mithin aus der "spürbaren Erleichterung des Inkassos und der Kontrolle" (BGH, Urteil vom 14.10.2010, I ZR 11/08 "Gesamtvertrag Musikabrufdienste", Rz. 12 - juris), die wiederum Folge der Unterstützung ist, die eine Vereinigung, mit der ein solcher Vertrag geschlossen wird, bei der Anbahnung und Abwicklung der Verträge mit der Vielzahl ihrer Mitglieder gewährt.
Maßgeblich ist - wie bereits ausgeführt -, ob eine spürbare Erleichterung des Inkassos und der Kontrolle zu erwarten ist (BGH, Urteil vom 14.10.2010, I ZR 11/08 "Gesamtvertrag Musikabrufdienste", Rz. 12 - juris).
Dies hat der BGH bei einem Verband mit nur 13 Mitgliedern verneint (Urteil vom 14.10.2010, a. a. O.).
Der Gewährung eines Gesamtvertragsnachlasses liegt in aller Regel - und so auch hier - zugrunde, dass die Nutzervereinigung sich zur Vertragshilfe verpflichtet und der Verwertungsgesellschaft damit Verwaltungsaufwand und Kosten erspart (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1973 - I ZR 145/71, GRUR 1974, 35, 37 - Musikautomat; Urteil vom 14. Oktober 2010 - I ZR 11/08, GRUR 2011, 61 Rn. 11 = WRP 2011, 95 - Gesamtvertrag Musikabrufdienste; OLG München, GRUR 1990, 358, 359 f.;… Reinbothe in Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, 4. Aufl., § 12 UrhWG Rn. 4;… Schulze in Dreier/Schulze, UrhG, 3. Aufl., § 12 UrhWG Rn. 2;… Gerlach in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 3. Aufl., § 12 UrhWG Rn. 3).

References: § 11
 § 12
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 BGH 
 BGH 
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 § 12
 § 12
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