Source: https://www.dmrz.de/wissen/ratgeber/pflegeneuausrichtungs-und-pflegestaerkungsgesetz-pflegegeld-2018
Timestamp: 2019-08-18 03:44:47+00:00

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Pflegeneuausrichtungs- und Pflegestärkungsgesetz: Pflegegeld 2018 | Deutsches Medizinrechenzentrum
Das brachten PNG und PSG
Alle Infos zu den Pflegeneuausrichtungs- und Pflegestärkungsgesetzen
Für Sie zusammengefasst: Pflegegeld, Pflegesachleistungen und mehr
Pflegeneuausrichtungs- und Pflegestärkungsgesetz: Pflegegeld 2019
Seit der Einführung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) und des Pflege-Stärkungs-Gesetzes (PSG) in der ambulanten Pflege sind Änderungen in der Höhe des Pflegegeldes in Kraft getreten. Wir bieten Ihnen einen umfassenden Überblick über die veränderten Sätze des Pflegegeldes.
Wichtige Informationen zum Pflegegeld 2017, 2018 und 2019 für die ambulante Pflege: Seit der Einführung des PNG (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz) und des Pflege-Stärkungs-Gesetzes (PSG) in der ambulanten Pflege sind Änderungen in der Höhe des Pflegegeldes in Kraft getreten. Wir bieten Ihnen einen umfassenden Überblick über die veränderten Sätze des Pflegegeldes. Alle Veränderungen und Erhöhungen haben wir übersichtlich für Sie nach Pflegegraden aufgeführt. Die Pflegegrade des PSG lösen die ehemaligen Pflegestufen ab.
Pflegegeld 2016, 2017, 2018 und 2019 nach § 37 SGB XI
Pflegestufe I Pflegegrad 2 244 € 316 € 316 € 316 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 458 € 545 € 545 € 545 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 728 € 728 € 728 € 728 €
Härtefall Pflegegrad 5 - 901 € 901 € 901 €
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 123 € 316 € 316 € 316 €
Pflegestufe I (mit Demenz) Pflegegrad 3 316 € 545 € 545 € 545 €
Pflegestufe II (mit Demenz) Pflegegrad 4 545 € 728 € 728 € 728 €
Pflegestufe III (mit Demenz) Pflegegrad 5 728 € 901 € 901 € 901 €
Härtefall Pflegegrad 5 728 € 901 € 901 € 901 €
2015, 2016, 2017, 2018 und 2019: Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI – auch für Demenzkranke
Hier erhalten Sie eine Übersicht der angehobenen Pflegesachleistung mit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) und Pflegestärkungs-Gesetz (PSG).
Pflegesachleistungen 2016, 2017, 2018 und 2019 nach § 36 SGB XI
neu Pflegegrad 1 - 125 € 125 € 125 €
Pflegestufe I Pflegegrad 2 468 € 689 € 689 € 689 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 1144 € 1298 € 1298 € 1298 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 1612 € 1612 € 1612 € 1612 €
Härtefall Pflegegrad 5 1995 € 1995 € 1995 € 1995 €
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 231 € 689 € 689 € 689 €
Pflegestufe I (mit Demenz) Pflegegrad 3 689 € 1298 € 1298 € 1298 €
Pflegestufe II (mit Demenz) Pflegegrad 4 1298 € 1612 € 1612 € 1612 €
Pflegestufe III (mit Demenz) Pflegegrad 5 1612 € 1995 € 1995 € 1995 €
Mit Beginn 2015 werden die Unterschiede in der Leistungshöhe zwischen den Sachleistungen nach § 36 SGB XI und denen der Tagespflege nach § 41 SGB XI aufgehoben.
Pflegegeld: Anhebung der Beratungseinsätze im Rahmen des § 37 SGB XI
Zusätzlich werden die Pauschalen für die Beratungseinsätze bei Stufe I und II von 21 Euro auf 22 Euro angehoben. In Pflegestufe III wird die Pauschale für Beratungsgespräche von 31 Euro auf 32 Euro erhöht.
Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige (ambulant betreute Wohngruppen) nach § 38a SGB XI
Die zusätzlichen Leistungen für ambulant betreute Wohngruppen (Pauschalbetrag) wird von 200 Euro auf 205 Euro erhöht.
Was ist der Unterschied zwischne Pflegegeld und Pflegesachleistung?
Können Pflegegeld und Pflegesachleistungen miteinander kombiniert werden?
Sogenannte Kombinationsleistungen sind dann möglich, wenn der zu Pflegende durch Angehörige und einen häuslichen Pflegedienst zuhause gepflegt wird. In diesem Fall reduziert sich das die volle Höhe des Pflegegeldes auf das anteilige Pflegegeld.
Die Faustformel zur Berechnung des verringerten Pflegegeldes basiert darauf, dass der Anspruch auf Pflegegeld sich um den Prozentsatz der nicht ausgeschöpften Pflegesachachleistungen verringert.
Beispiel: Ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 4 hat 2018 Anspruch auf monatlich 1.612 Euro Sachleistungen für ambulante Pflege durch einen Pflegedienst oder auf das volle Pflegegeld von 728 Euro bei Pflege durch Angehörige. Nimmt er 60 Prozent (d. h. 967,20 Euro) der Sachleistungen in Anspruch, stehen ihm dann noch 40 Prozent seines Pflegegeldes zu, also 40 % von 728 Euro = 436,80 Euro, über die er frei verfügen kann.
Steuerliche Vorteile durch Pflegepauschalen
Pflegepauschalen fallen immer dann an, wenn Angehörige oder Bekannte von Pflegebedürftigen, die Pflege übernehmen. Diese Pflegepauschbeträge können bei der Steuer geltend gemacht werden.
Der Pauschbetrag dient der finanziellen Unterstützung für Fahrtkosten beim Begleiten des Pflegebedürftigen (Arzttermine, Amts- oder Therapietermine) und für hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Für die Betreuung von Angehörigen kann ein Pauschalbetrag als Aufwandsentschädigung von jährlich 924 Euro bei der Steuer geltend gemacht werden (Stand 2018).

References: § 37
 § 36
 § 36
 § 36
 § 41
 § 37
 § 38