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Timestamp: 2019-12-14 12:28:58+00:00

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BFH, 08.04.2008 - VIII R 73/05 - dejure.org
https://dejure.org/2008,400
BFH, 08.04.2008 - VIII R 73/05 (https://dejure.org/2008,400)
BFH, Entscheidung vom 08.04.2008 - VIII R 73/05 (https://dejure.org/2008,400)
BFH, Entscheidung vom 08. April 2008 - VIII R 73/05 (https://dejure.org/2008,400)
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AO § 40, § 41 Abs. 1; BGB § 716; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 1, § 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 4 Satz 2; GewStG § 2 Abs. 1 Satz 2, § 7; KStG § 8 Abs. 2
Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft; Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person; Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt nicht ...
Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft - Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person - Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt
Gewerbliche Prägung bei Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft an Personengesellschaft
Qualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft in Folge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft
Gewerbliche Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft
Freiberufler und Kapitalgesellschaften
Einordnung der mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommenen Tätigkeit einer Personengesellschaft als Gewerbetrieb bei Fehlen der Ausübung eines freien Berufes durch einen Gesellschafter; Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft an einer ...
Beteiligung einer Kapitalgesellschaft färbt auf Freiberufler-GbR ab
Gewerbliche Einkünfte einer Freiberufler-Personengesellschaft
Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer freiberuflichen Personengesellschaft führt zu gewerblichen Einkünften
Beteiligung einer Freiberufler-GmbH an Freiberufler-GbR
Abfärbetheorie: Beteiligung einer GmbH an Freiberufler-GbR vermeiden
Freiberufler-Kapitalgesellschaft - Einkünfte einer Berufsausübungsgemeinschaft von Freiberuflern - gewerbliche Einkünfte
devamed.de (Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 08.04.2008, Az.: VIII R 73/05 (Abfärbung bei Beteiligung einer GmbH an einer Personengesellschaft)" von RA/StB Dr. Jörg Luxem, FA SteuerR, original erschienen in: GmbH-StB 2008, 191 - 192.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 08.04.2008, Az.: VIII R 73/05 (Abfärbung bei Beteiligung einer GmbH an einer Personengesellschaft)" von RA/StB Dr. Jörg Luxem, FA SteuerR, original erschienen in: EStB 2008, 231.
NJW 2008, 3165
Bedient sich der Angehörige eines freien Berufs einer entsprechenden Mithilfe, muss er aufgrund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig werden (z.B. Senatsurteile in BFHE 223, 206, BStBl II 2009, 642;… in BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681; BFH-Urteil vom 18. Oktober 2006 XI R 9/06, BFHE 215, 210, BStBl II 2007, 266).
Mit den Merkmalen eigenverantwortlich und leitend verdeutlicht das Gesetz, dass die freiberufliche Tätigkeit durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Berufsträgers geprägt ist (…vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).
Diesbezüglich sind die für unmittelbare Beteiligungen geltenden Maßstäbe (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681) auf den Fall der doppelstöckigen Freiberufler-Personengesellschaft zu übertragen.
Da der Obergesellschafter S keinen freien Beruf ausübt, gilt nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 i.V.m. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG die gesamte, mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit der Personengesellschaft als Gewerbebetrieb (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entfaltet eine Personengesellschaft nur dann eine Tätigkeit, die die Ausübung eines freien Berufs i.S. von § 18 EStG darstellt, wenn sämtliche Gesellschafter die Merkmale eines freien Berufs erfüllen (…BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681; vom 28. Oktober 2008 VIII R 69/06, BFHE 223, 206, BStBl II 2009, 642, jeweils m.w.N.), denn die tatbestandlichen Voraussetzungen der Freiberuflichkeit können nicht von der Personengesellschaft selbst, sondern nur von natürlichen Personen erfüllt werden.
Erfüllt auch nur einer der Gesellschafter diese Voraussetzungen nicht, so erzielen alle Gesellschafter Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).
Sie kann daher keine freiberuflichen Einkünfte beziehen, selbst wenn sie durch ihre Organe, insbesondere durch ihre Geschäftsführer, der Art nach ausschließlich freiberuflich tätig ist und sowohl diese als auch sämtliche Gesellschafter die persönliche Qualifikation für eine freiberufliche Tätigkeit besitzen (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.; Brandt in Herrmann/Heuer/Raupach, § 18 EStG Rz 5, m.w.N.).
Die Kriterien für die Annahme einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft unterscheiden sich nicht von denen einer gewerblichen Mitunternehmerschaft (vgl. Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).
Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die Auskunfts- und Kontrollrechte des Klägers den Rechten eines Kommanditisten vergleichbar gewesen wären; ausreichend wäre es aber schon gewesen, wenn die Rechte denen des § 716 Abs. 1 BGB "wenigstens angenähert" gewesen wären (BFH-Urteil vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, unter II.2.a, betreffend Mitunternehmerschaften).
Hinzu kommt, dass selbst dann, wenn die --hier im Kern vorhandene-- Unternehmerinitiative des Klägers als eher gering anzusehen sein sollte, ein solches Defizit durch das vorliegend eindeutig gegebene und ausschließlich beim Kläger liegende Unternehmerrisiko kompensiert würde (vgl. auch hierzu BFH-Urteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, unter II.2.a).
Sowohl die GewSt an sich als auch die Abfärberegelung i.S. des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG ist - wie jüngst vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bestätigt - verfassungsgemäß (BVerfG-Beschluss vom 15. Januar 2008 1 BvL 2/04, DB 2008, 1243; vgl. zudem BFH-Urteil vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFH/NV 2008, 1256).
Die Kriterien für die Annahme einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft unterscheiden sich nicht von denen einer gewerblichen Mitunternehmerschaft (vgl. BFH-Urteil vom 08.04.2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681 m.w.N.).
Keine auf einer Fiktion beruhende, vorgezogene Gewerbesteuerpflicht bei …

References: § 40
 § 41
 § 716
 § 15
 § 18
 § 2
 § 7
 § 8
 § 15
 § 15
 § 18
 § 15
 § 18
 § 716
 § 15