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Timestamp: 2019-09-15 05:45:42+00:00

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§ 264 ZPO: Keine Klageänderung
1.die tatsächlichen oder rechtlichen Anführungen ergänzt oder berichtigt werden;
2.der Klageantrag in der Hauptsache oder in Bezug auf Nebenforderungen erweitert oder beschränkt wird;
3.statt des ursprünglich geforderten Gegenstandes wegen einer später eingetretenen Veränderung ein anderer Gegenstand oder das Interesse gefordert wird.
BGH, URTEIL vom 4.6.2016, Az. I ZR 252/15 Sie ist jedoch nach § 264 Nr. 2 ZPO zulässig, wenn sie nur eine Beschränkung oder Modifikation eines bereits zuvor gestellten Antrags darstellt und sich auf einen Sachverhalt stützt, den der Tatrichter bereits gewürdigt hat (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 30. Oktober 2013 -XII ZR 113/12, BGHZ 198, 337 Rn. 33; Urteil vom 14. März 2014 - VZR 115/13, NJW 2014, 2199 Rn. 14; Urteil vom 19. November 2014 -VIII ZR 191/13, BGHZ 203, 256 Rn. 23; Urteil vom 20. August 2015 - Ill ZR 57/14, NJW-RR 2016, 115 Rn. 31, jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2016, Az. IX ZA 32/15 4	b)	Mit der Aufnahme des Rechtsstreits allein gegen den Insolvenzverwal- ter und der Umstellung der Zahlungsklage auf eine Klage auf Feststellung, dass ihre von dem beklagten Insolvenzverwalter bestrittene Forderung im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Schuldners zur Tabelle anerkannt werde (§ 264 Nr. 3 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 31. Oktober 2012 - III ZR 204/12, BGHZ 195, 233 Rn. 22), will die Klägerin ihre Teilnahme an dem Verteilungsverfahren nach §§ 187 ff InsO zur Realisierung einer Quote durchsetzen (vgl. BGH, Urteil vom 19. Februar 1964 - Ib ZR 155/62, NJW1964, 1229 f).
BGH, URTEIL vom 4.2.2016, Az. 1 ZR 85/93 12	1. Die Erklärung der Klägerin, hinsichtlich des Unterlassungsantrags habe sich der Rechtsstreit in der Hauptsache erledigt, stellte, da der Beklagte sich dieser Erklärung nicht angeschlossen hat, eine nach § 264 Nr. 2 ZPO privilegierte Klageänderung mit dem Ziel dar, festzustellen, dass sich die Hauptsache nachträglich erledigt hat (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juni 2001 -1 ZR 157/98, GRUR 2002, 287, 288 = WRP 2002, 94 - Widerruf der Erledigungserklärung).
BGH, URTEIL vom 5.11.2015, Az. V ZR 198/11 Bei dem Übergang vom ursprünglichen Sachantrag zur Erledigungserklärung handelt es sich um eine privilegierte Klageänderung nach § 264 Nr. 2 ZPO (BGH, Urteil vom 7. Juni 2001 -1 ZR 157/98, NJW 2002, 442).
BGH, URTEIL vom 4.7.2015, Az. III ZR 57/14 Hätte sie - ohne Stellung eines Hilfsantrags - unmittelbar ihren Hauptantrag entsprechend eingeschränkt, handelte es sich nicht um eine Klageänderung, sondern um eine - auch noch in der Revisionsinstanz zulässige - Beschränkung des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO (vgl. für die Umstellung des Klageantrags auf Leistung an die Gesamthand: BGH, Beschluss vom 19. April 2005 - VI ZB 47/03, NJW-RR 2005, 955 f; Foerste in MusielakA/oit, ZPO, 15. Aufl., § 264 Rn. 3, 5 mwN).
OLG München, vom 3.6.2015, Az. 7 U 39/15 Grundsätzlich stellt der Übergang von der Feststellungs- zur Leistungsklage, wie in der Rechtsprechung und im Schrifttum allgemein anerkannt ist, eine Klageerweiterung nach § 264 Nr. 2 ZPO dar, wenn sich der neue Antrag auf dasselbe Rechtsverhältnis bezieht (vgl. BGH NJW 1992, 2296, m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2015, Az. VI ZR 340/14 Denn eine mit der Berufung vorgenommene Beschränkung des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO stellt unabhängig davon, ob sie unbedingt erfolgt oder, wie hier, von dem Misserfolg des auf uneingeschränkte Leistung gerichteten Hauptantrags abhängig ist, keine § 533 ZPO unterfallende Klageänderung dar (vgl. BGH, Urteile vom 19. März 2004 - VZR 104/03, BGHZ 158, 295, 305 ff.; vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 138/04, VersR 2006, 1361 Rn. 25; vom 27. Februar 2007 - XI ZR 56/06, ZIP 2007, 718 Rn. 30).
BGH, URTEIL vom 4.4.2015, Az. VII ZR 145/12 Änderungen des Klageantrags nach § 264 ZPO sind auch in der Berufungsinstanz nicht als Klageänderung anzusehen, so dass § 533 ZPO auf sie keine Anwendung findet (BGH, Urteil vom 8. Dezember 2005 -VII ZR 191/04, BauR 2006, 414, 415 = NZBau 2006, 175).
BGH, URTEIL vom 4.4.2015, Az. VII ZR 145/12 Danach ist auch im Fall der Klageerweiterung gemäß § 264 Nr. 2 ZPO die Einlegung einer Anschlussberufung erforderlich (BGH, Urteil vom 12. März 2009 - VII ZR 26/06, BauR 2009, 1140 Rn. 22 = NZBau 2009, 376; Urteil vom 13. September 2011 - X ZR 69/10, GRUR 2012, 45 Rn. 56).
BGH, URTEIL vom 4.4.2015, Az. VII ZR 145/12 29	Lediglich wenn in der Berufungsinstanz gemäß § 264 Nr. 3 ZPO ohne Änderung des Klagegrundes statt des ursprünglich geforderten Gegenstandes wegen einer späteren Veränderung ein anderer Gegenstand gefordert und mit dem nunmehr geltend gemachten Antrag nicht mehr verlangt wird als bereits erstinstanzlich zuerkannt, ist die Einlegung einer Anschlussberufung entbehrlich (BGH, Urteil vom 12. Januar 2006 - VII ZR 73/04, BauR 2006, 717, 718; Urteil vom 18. Februar 2011 -VZR 197/10, WuM 2011, 310 Rn. 10 ff.).
OLG München, Urteil vom 3.11.2014, Az. 15 U 5006/12 Der Übergang von der ursprünglichen Auskunfts- auf die Leistungsklage stellt eine nach § 264 Nr. 2 ZPO stets zulässige Klageerweiterung, keine konkludente Teilklagerücknahme dar (BGH Urteil vom 21.02.1991 - III ZR 169/88 = NJW 1991, 1893 Rz. 12 bei Juris; Zöller/Greger, ZPO 30. Aufl., § 254 Rn. 4 m. w. N.) und wirkt sich auf die Kostenentscheidung nicht aus.
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. IX ZR 267/13 Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 4. Oktober 1984 -VIIZR 162/83, NJW 1985, 1784; vom 12. Mai 1992 -VI ZR 118/91, NJW 1992, 2296; ebenso Zöller/Greger, aaO § 264 Rn. 3b; § 256 Rn. 15c) fällt der Übergang von einem nicht bezifferten Feststellungsantrag zu einem bezifferten Zahlungsantrag unter § 264 Nr. 2 ZPO.
BGH, URTEIL vom 5.2.2014, Az. V ZR 115/13 Die darin liegende Klageänderung ist nach § 264 Nr. 2 ZPO noch in der Revisionsinstanz zulässig, wenn - wie hier - der Sachverhalt, auf den sich die früheren Anträge stützen, vom Tatrichter bereits gewürdigt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juni 2001 -1 ZR 157/98, NJW 2002, 442 f.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2013, Az. VII ZR 52/12 Verfolgt der Kläger die im selben Verfahren rechtshängige Feststellungsklage nicht weiter, stellt sich die Leistungsklage als eine ohne weiteres zulässige Klageerweiterung gemäß § 264 Nr. 2 ZPO dar (BGH, Urteil vom 12. Mai 1992 - VI ZR 118/91, NJW 1992, 2296 m.w.N.).
LG Nürnberg, Urteil vom 2.2.2013, Az. 12 O 3998/12 Die einseitige Erledigungserklärung des Klägers ist somit nach ganz überwiegender Ansicht als eine gem. § 264 Nr. 2 ZPO zulässige Klageänderung auszulegen, wobei nunmehr die Feststellung der Erledigung der Hauptsache begehrt wird (sog. Klageänderungstheorie; vgl. BGH, NJW 1982, 1598; BGH, NJW 2002, 442).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2012, Az. III ZR 204/12 Sie ist vielmehr wegen einer 'später eingetretenen Veränderung' gemäß § 264 Nr. 3 ZPO zulässig (OLG Hamm, ZIP 1993, 444; Graf-Schlicker aaO § 180 Rn. 10; Schumacher aaO § 180 Rn. 23; Zöller/Greger, aaO, § 264 Rn. 5) und lässt die Identität des geltend gemachten Anspruchs unberührt.
BGH, URTEIL vom 3.10.2011, Az. VIII ZR 203/10 Es hat verkannt, dass es sich vorliegend um eine Änderung des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO handelt, auf welche die Vorschrift des § 533 ZPO keine Anwendung findet (zu letzterem BGH, Urteil vom 19. März 2004 - V ZR 104/03, BGHZ 158, 295, 305 f.).
BGH, URTEIL vom 3.10.2011, Az. VIII ZR 203/10 Er fördert den von § 264 ZPO verfolgten Zweck, inhaltlich zusammenhängende Streitfragen möglichst rasch und umfassend zu klären (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, aaO unter II 2 b).
LAG Hamm, Urteil vom 5.6.2011, Az. 10 Sa 203/11 Insoweit liegt nur eine Beschränkung des Klageantrags vor, die nach § 264 Nr. 2 ZPO nicht als Klageänderung gilt (BAG 07.12.2005 – 5 AZR 535/04 – AP TzBfG § 12 Nr. 4; BAG 14.12.2010 – 9 AZR 642/09 – NZA 2011, 509 m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.2.2011, Az. 6 Sa 858/10 303An diesen Anforderungen ändert sich grundsätzlich nichts, sofern in der zweiten Instanz eine Klageänderung erfolgt (BAG v. 10.02.2005 - 6 AZR 183/04 - NZA 2005, 597; BGH v. 07.05.2003 - XII ZB 191/02 - BGHZ 155, 21) oder die Anträge nach § 264 ZPO umgestellt werden.
BGH, URTEIL vom 3.8.2010, Az. VIII ZR 182/09 Eine solche, für die beklagte Partei vorteilhafte teilweise Klagebeschränkung (§ 264 Nr. 2, § 269 ZPO) muss ihr vor Erlass eines Versäumnisurteils nicht mitgeteilt werden (vgl. etwa OLG Karlsruhe, aaO; Grunsky, aaO; Zöller/Herget, aaO; MünchKommZPO/Prütting, aaO).
LG Detmold, Urteil vom 2.0.2010, Az. 6 O 3/09 Denn die Aufnahme des Rechtsstreits gegen den Beklagten ist ebenso wenig als Klageänderung zu werten (vgl. dazu OLG Hamm, Rechtspfleger 1989, Seite 525) wie die Erweiterung der Klage (§ 264 Nr. 2 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2009, Az. VIII ZR 92/07 § 264 Nr. 2 ZPO darstellt, wenn sich der neue Antrag auf dasselbe Rechtsverhältnis bezieht (Senatsurteil, aaO, m.w.N; BGH, Urteil vom 12. Mai 1992, aaO, unter II; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 264 Rdnr. 3b).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2009, Az. VII ZR 133/08 Der Übergang vom Vorschussanspruch auf den Anspruch auf Erstattung der tatsächlichen Kosten ist keine Klageänderung, sondern eine Anpassung der Klage an die geänderten Abrechnungsverhältnisse, die gemäß § 264 Nr. 3 ZPO zu beurteilen ist (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 2006 - VII ZR 73/04, BauR 2006, 717 = ZfBR 2006, 347).
BGH, URTEIL vom 2.6.2009, Az. VI ZR 278/08 Soweit der Bundesgerichtshof in Fällen des § 264 Nr. 2 ZPO die Durchführung eines weiteren Einigungsversuchs für den nachträglich erweiterten oder beschränkten Anspruch als grundsätzlich entbehrlich angesehen habe (BGH, Urteil vom 22. Oktober 2004 -VZR 47/04- NJW-RR 2005, 501, 503), sei eine mit der anfänglichen, objektiven Klagehäufung nicht vergleichbare Situation gegeben.
LAG Hamm, Urteil vom 4.5.2009, Az. 16 Sa 1557/08 53Der Übergang von der Feststellungs- zur Leistungsklage stellt, wie allgemein anerkannt ist, eine Klageerweiterung nach § 264 Nr.2 ZPO dar, wenn sich der neue Antrag auf dasselbe Rechtsverhältnis bezieht (BGH vom 12.05.1992, VI ZR 118/91, NJW 1992, 2296; Zöller/Greger, ZPO, § 264 RdNr. 3 b, § 256 RdNr. 15 c).
LAG Hamm, Urteil vom 4.5.2009, Az. 16 Sa 1557/08 Dies dürfte bei Klageerweiterungen im Sinne des § 264 Nr. 2 ZPO regelmäßig der Fall sein und spricht nicht gegen die Zulässigkeit einer entsprechenden Klageänderung (vgl. BGH vom 04.10.1984, VII ZR 162/83; NJW 1985, 1784).
LG Essen, Urteil vom 1.0.2009, Az. 2 O 422/08 Diesen Antrag kann sie aber auch noch im Berufungsverfahren stellen, weil dies entweder gemäß § 264 Nr.2 ZPO (gilt gemäß § 525 ZPO auch im zweiten Rechtszug: BGH, NJW 2004/2153/2154f) nicht als Klageänderung anzusehen ist oder eine solche gemäß § 533 ZPO zulässig ist.
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.11.2008, Az. 2b O 196/07 Hierin liegt eine zulässige Beschränkung des ursprünglichen Klageantrages im Sinne von § 264 Nr. 2 ZPO (so im Ergebnis auch: BGH NJW-RR 2005, 955, 956; RGZ 158, 314; Musielak/Foerstel, ZPO, § 264 Rdnr. 5; Münchener Kommentar/Lükein, ZPO, § 264 Rdnr. 18).
BGH, URTEIL vom 4.5.2008, Az. IX ZR 84/07 Die einseitige Erledigungserklärung bildet eine gemäß § 264 Nr. 2 ZPO privilegierte Klageänderung (BGH, Urt. v. 7. Juni 2001 -1 ZR 157/98, NJW 2002, 442).
LG Düsseldorf, Urteil vom 4.3.2008, Az. 4b O 34/07 Es handelt sich deshalb bei beiden Ansprüchen nicht um eine Erweiterung oder eine Beschränkung des jeweils anderen im Sinne des § 264 Nr. 2 ZPO, sondern um ihrem rechtlichen Wesen nach anders geartete Ansprüche (vgl. BGH, MDR 1994, 1143).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2008, Az. IX ZR 34/07 Da ein Fall des § 264 Nr. 3 ZPO nicht vorliegt, erforderte die Antragsanpassung die Einlegung einer Anschlussberufung (vgl. BGH, Urt. v. 12. Januar 2006 -VIIZR 73/04, NJW-RR 2006, 669, 670).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.5.2007, Az. 9 Sa 447/07 Geht der Kläger von der positiven Feststellungsklage zu einer deckungsgleichen Leistungsklage über, ohne die Feststellungsklage weiterzuverfolgen, handelt es sich um eine ohne weiteres zulässige Klageerweiterung nach § 264 Nr. 2 ZPO (BGH, Urteil vom 16.05.2001, NJW-RR 2002, S. 283 f. m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2006, Az. I ZR 76/95 Dabei muss es sich um wesentliche Abweichungen handeln; die bloße Ergänzung oder Berichtigung der tatsächlichen Angaben fällt unter § 264 Nr. 1 ZPO und stellt daher keine Änderung des Klagegrundes dar (BGHZ 154, 342, 348 f. - Reinigungsarbeiten; BGH, Urt. v. 19.9.1996 - I ZR 76/95, GRUR 1997, 141 - Kompetenter Fachhändler).
BGH, URTEIL vom 4.5.2006, Az. I ZR 235/03 Ein in dieser Weise eingeschränkter Antrag ist zwar gedanklich, nicht aber prozessual (im Sinne des § 264 Nr. 2 ZPO) ein Minus, weil seine Begründung nunmehr von tatsächlichen Voraussetzungen abhängt, die zuvor nicht zu dem Inhalt des Antrags erhoben worden waren (vgl. BGHZ 154, 342, 350
LAG Hamm, Urteil vom 3.5.2006, Az. 18 Sa 1485/05 242Änderungen des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO sind in der Berufungsinstanz nicht als Klageänderung anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.2004 – V ZR 104/03 – NJW 2004, 2152).
AG Menden, Urteil vom 3.3.2006, Az. 3 C 518/03 Der Übergang vom Leistungsantrag zu dem Antrag auf Duldung der Zwangsvollstreckung ohne Änderung des Klagegrundes stellt keine Klageänderung dar, sondern lediglich eine Beschränkung des Antrags im Sinne des § 264 Nr. 2 ZPO (BGH, Urteil vom 18. März 1998, Az: XII ZR 251/96 FamRZ 1998, 905 mwN).
BGH, URTEIL vom 3.2.2006, Az. IV ZR 145/05 Das unterliegt keinen Bedenken, weil die Klägerin nur die prozessuale Konsequenz aus dem Umstand gezogen hat, dass das belastete Grundstück unter Löschung der Grundschuld freihändig veräußert und eine weitere Zwangsvollstreckung dadurch gegenstandslos geworden ist (§§ 264 Nr. 3, 525 ZPO; BGHZ 99, 292, 294; BGH, Urteil vom 12. Juli 2002 - V ZR 195/01 - unter II 1 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.2005, Az. VII ZR 138/04 ZPO §§ 264, 531, 533 a)	Die mit der Berufung vorgenommene Erweiterung des Klageantrags gemäß § 264 Nr. 2 ZPO wegen einer weitergehenden Schlussrechnungsforderung ist keine Klageänderung im Sinne des § 533 ZPO (im Anschluss an BGH, Urteil vom 19. März 2004 - V ZR 104/03, BGHZ 158, 295).
BGH, URTEIL vom 4.11.2005, Az. VII ZR 191/04 ZPO § 264 Nr. 1 Macht der Unternehmer mit der Berufung hilfsweise zu seiner Abschlagsforderung den Schlussrechnungsbetrag geltend, ohne dass eine spätere Veränderung eingetreten ist, so ist das gemäß § 264 Nr. 1 ZPO nicht als eine Änderung der Klage anzusehen (im Anschluss an BGH, Urteil vom 11. November 2004 -VIIZR 128/03, BauR 2005, 400).
BGH, URTEIL vom 4.11.2005, Az. VII ZR 191/04 Dem entspricht es, Änderungen des Klageantrags nach § 264 ZPO auch in der Berufungsinstanz unbeschränkt zuzulassen (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2004 - V ZR 104/03 aaO, 306).
LAG Köln, Urteil vom 2.3.2005, Az. 3 Ca 1441/04 38Die Feststellungsklage stellt eine Beschränkung der Leistungsanträge dar, die nach § 264 Nr. 2 ZPO nicht als Klageänderung anzusehen ist und daher auch in der Berufungsinstanz und ohne Einwilligung der Beklagten zulässig ist (vgl. BAG, Urteil vom 16. Juli 1985 - 1 AZR 206/81 -; Thomas-Putzo-Reichold, ZPO, 26. Aufl., § 264 Rdn. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2005, Az. VI ZB 47/03 Da der Kläger nach wie vor einen Anspruch der Erbengemeinschaft geltend macht, ist der Übergang von dem ursprünglichen Antrag auf Zahlung an sich selbst, dem das Amtsgericht sachlich nicht entsprochen hat, zu einem Antrag auf Hinterlegung zugunsten der Erbengemeinschaft keine Klageänderung, sondern lediglich eine nach § 264 Nr. 2 ZPO zulässige Beschränkung des ursprünglichen Klageantrages (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1989 - VII ZR 84/89 - NJW-RR 1990, 505 m.w.N.; zur Zulässigkeit nach neuem Recht, vgl. BGHZ 158, 295, 305 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2004, Az. VII ZR 128/03 b)	Verfolgt der Architekt mit der Berufung nicht mehr seine Abschlags-, sondern eine Teilschlußforderung, so ist das gemäß § 264 Nr. 3 ZPO nicht als eine Änderung der Klage anzusehen (insoweit Aufgabe von BGH, Urteil vom 5. November 1998 -VII ZR 191/97, BauR 1999, 267).
LAG Hamm, Urteil vom 4.8.2004, Az. 4 Sa 2037/03 § 264 Nr. 3 ZPO darstellt (so zu dem Konkurs OLG Hamm, Urt. v. 06.07.1992 – 31 U 13/92, ZIP 1993, 444), so dass die erstinstanz-lich unterlegene Partei gegen dieses Urteil Berufung einlegen und gleichzeitig auf In-solvenzfeststellungsklage umstellen kann (so zu dem Konkurs BGH, Urt. v. 08.11.1961 – VIII ZR 149/60, MDR 1962, 211 = NJW 1962, 153).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 1.7.2001, Az. 23 U 6/01 Dass es sich insoweit lediglich um einen Teilanspruch aus dem weitergehenden Architektenvertrag handelt, steht der sich aus § 264 Nr. 1 ZPO ergebenden Zulässigkeit des Übergangs von der Abschlags- zur Schlussrechnungsforderung nicht entgegen (BGH NJW 1985, 1840, 1841 = BauR 1985, 456, 458; Werner/Pastor aaO., Rn. 1229).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.1999, Az. 11 Sa 1203/99 35Zunächst kann die Klägerin auf der monatlichen Basis von DM 280,09 brutto für die Zeit vom 01.07.1997 bis zu dem 31.08.1998 (= 14 Monate) DM 3.921,26 brutto und nach gemäß § 264 Nr. 2 ZPO i.V.m.§ 523 ZPO, § 64 Abs.6 Satz 1 ArbGG zulässiger Umwandlung des Feststellungsantrags in einen Zahlungsantrag (vgl. nur BGH v. 08.06.1994 - VIII ZR 178/93 - NJW 1994, 2896, 2897) für die Zeit vom 01.09.1998 bis zu dem 30.09.1999 (= 13 Monate) weitere DM 3.641,17 brutto gemäß § 16 BetrAVG verlangen.
BGH, URTEIL vom 4.9.1984, Az. VII ZR 162/83 1. Es ist in Rechtsprechung und Schrifttum anerkannt, daß der Übergang von der Feststellungs-zur Leistungsklage - und umgekehrt - eine bloße Abwandlung des Klageantrages im Sinne des § 264 Nr. 2 ZPO (§ 268 Nr. 2 ZPO aF) darstellt, wenn der neue Antrag sich auf dasselbe Rechtsverhältnis bezieht, d.h. bei gleichbleibendem Klagegrund nur weitergehende Rechtsfolgen aus diesem hergeleitet werden (vgl. RG JW 1937, 3155, 3156; RGZ 171, 202, 203; BGH NJW 1951, 311, 312; Senatsurteil vom 16. Mai 1974 - VII ZR 23/72; BGH Urteil vom 9./12.
BGH, URTEIL vom 5.6.1977, Az. III ZR 116/75 der Übergang vom Urkundenprozeß zu dem ordentlichen Verfahren dagegen einer Klageänderung, so daß f(ir diese Änderung des begehrten Rechtsschutzes in sinngemäßer Anwendung des § 264 ZPO (in der bisher maßgeblichen Fassung) das Erfordernis der Zustimmung des Beklagten oder der Sachdienlichkeit gilt (BGHZ 29, 337 , 339;
BGH, Urteil vom 3.1.1977, Az. VIII ZR 320/75 Da sie zu einer solchen Änderung ihres Antrags auch im Wege der Klageänderung (§ 264 ZPO) befugt gewesen wäre und das Oberlandesgericht diese nach Lage des Prozesses als sachdienlich hätte zulassen müssen, durfte das Berufungsgericht auf der Grundlage des nunmehr auf die Zeit des Vertragsabschlusses bezogenen Antrags entscheiden (BGH, Urteil vom 4. Dezember 1963 - V ZR 38/62 = LM ZPO § 308 Nr. 8 = MDR 1964, 312 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 5.11.1976, Az. VIII ZR 178/93 8 Feststellungs- zur Leistungsklage eine Klagerweiterung gemäß § 264 Nr. 2 ZPO darstellt, wenn sich der neue Antrag auf dasselbe Rechtsverhältnis bezieht (vgl. z.B. BGH, Urteile vom 12. Mai 1992 - VI ZR 118/91 = NJW 1992, 2296 unter II und vom 4. Oktober 1984 - VII ZR 162/83 = WM 1984, 1653, 1654 unter II 1 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.10.1975, Az. VII ZR 186/73 So ist im ersten Rechtszug der Klägerwechsel (BGHZ 17, 340, 342; Urteil vom 24. Mai 1955 - V ZR 34/54 = LM § 264 ZPO Nr. 8), der Beklagtenwechsel (BGH NJW 1962, 347 Nr. 6) und die Erstreckung der Klage auf weitere Beklagte (BGHZ 40, 185, 189; BGH NJW 1966, 1028 Nr. 4; 1975, 1228; vgl. aber auch NJW 1971, 466 für die Widerklage nur gegen einen Dritten) uneingeschränkt als Klagänderung angesehen worden, deren Zulässigkeit sich nach § 264 ZPO richtet.
BGH, URTEIL vom 4.5.1975, Az. III ZR 47/73 (stillschweigend) für zulässig gehalten« Der gewillkürte Parteiwechsel ist Jedenfalls im Verfahren des ersten Rechtszuges der Klageänderung gleichzubehandeln (vgl. BGH in LM § 264 ZPO Nr. 8 und 14/15).
BGH, URTEIL vom 3.2.1975, Az. VIII ZR 250/73 Keinem Bedenken begegnet es, daß das Berufungsgericht den erst in der Berufungsinstanz erklärten Übergang des Klägers vom Urkundenprozeö zu dem ordentlichen Verfahren in entsprechender Anwendung des § 264 ZPO wegen Sachdienlichkeit zugelassen hat, mit der Wirkung, daß der Rechtsstreit in der zweiten Instanz im ordentlichen Verfahren anhängig geworden ist (vgl. BGH Urt. v. 25. Februar 1959 - V ZR 139/59 = BGHZ 29, 337, 338 f; v. 31. Mai 1965 - VII ZR 114/63 = NJW 1965, 1599).
BGH, URTEIL vom 3.10.1974, Az. IV ZR 188/72 b) Die Geltendmachung eines neuen Anspruchs im Wege der Klageänderung richtet sich nach den Bestimmungen der §§ 264, 52-3 ZPO (BGH LM ZPO § 264 Nr. 6 = NJW 1955, 707)* Die Beurteilung einer Klageänderung als sachdienlich ist der Nachprüfung durch die Revisionsinstanz nur daraufhin unterworfen, ob der Tatsachenrichter den Rechtsbegriff der Sachdienlichkeit verkannt und hierdurch die Grenzen seines Ermessens überschritten (BGHZ 16, 317, 322) oder die Sachdienlichkeit aus rechtlich unhaltbaren Erwägungen verneint hat (BGH LM ZPO § 523 Nr. 1).
BGH, URTEIL vom 4.0.1971, Az. II ZR 77/70 Für die Anwendung der Vorschriften Uber die Zurückweisung nachträglich vorgebrachter Angriffsmittel (§§ 279, 529 Abs. 2 und 3 ZPO) ist in einem solchen Palle, wie die Revision zu Recht rUgt, kein Raum; denn der neue Klageanspruch stellt kein bloßes f,AngriffsmittelM dar, er ist vielmehr der Angriff selbst (BGH LM § 264 ZPO Nr. 6).
BGH, URTEIL vom 2.11.1970, Az. VI ZR 111/69 - 8 (vgl. § 264 ZPO) oder nicht (vgl. Henckel aaO)» womit in erster Linie in Frage steht» oh eine Einwilligung oder Sachdienlichkeit erforderlich ist (bei Parteierweiterung im ersten Rechtszug als erforderlich und ausreichend bejaht in BGHZ 409 195 und BGH BeschluB vom 4. März 1966 - I b ARZ 52/66 = aaO; bei Parteiwechsel im ersten Rechtszug ohne Zustimmung für zulässig angesehen; in BGH Urteil vom 13. November 1961 - II ZR 202/60 = LN ZPO § 264 Nr. 14/15; für Parteiwechsel im zweiten Rechtszug nur mit Zustimmung» dagegen nicht bei Sachdienlichkeit für zulässig angesehen» sofern kein Mißbrauch vorliegt ln BGHZ 219 285)*
BGH, URTEIL vom 4.9.1969, Az. VO PR 8/55 Es handelt sich hier auch nicht um einen völlig neuen StreitStoff (vgl. BGH LM Nr. 18 zu § 264 ZPO; Urteil des Senats VII ZR 13/67 vom 12. Juni 1969)» Die Zulassung hätte der endgültigen Erledigung des Streits der Parteien im Rahmen des anhängigen Prozesses gedient (vgl. BGH NJW 1958, 184; BGH LM Nr. 1 zu § 523 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 1.5.1969, Az. n ZB 5/68 Aus diesem Grunde wird der Übergang von der Auskunfts-zur leistungsklage als bloße Klageerweiterung angesehen (BGH IM § 264 ZPO Hr. 13).
BGH, URTEIL vom 1.4.1965, Az. VII ZB 114/63 Sie ist jedoch in entsprechender Anwendung der Vorschriften über die Klageänderung zulässig, wenn der Beklagte einwilligt oder das Gericht sie für sachdienlich hält (§ 264 ZPO), und zwar mit der Wirkung, daß der Rechtsstreit im zweiten Recht3zug nunmehr im ordentlichen Verfahren anhängig ist (BGHZ 29» 337, 339)»
BGH, Urteil vom 3.9.1957, Az. V ZR 195/56 Sie kann in der Revisionsinstanz nur nach ^Ler Richtung nachgeprüft werden, ob der Tatsachenrichter dfoti Rechtsbegriff der Sachdienlichkeit verkannt und damit!die Grenzen seines Ermessens überschritten habe (BGHZ 16,! 317, 322j BGH 131 § 264 ZPO Nr. 8).
BGH, Urteil vom 3.9.1957, Az. V ZR 195/56 Eine Entscheidung in der Sache selbst ist dem Revisionsgericht nicht möglich; zwar hat da3 Landgc- (BGH ist § 264 .ZPO Nr. 3)

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