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Timestamp: 2020-06-02 01:59:26+00:00

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OLG Hamburg, 29.07.1999 - 3 U 34/99 - dejure.org
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OLG Hamburg, 29.07.1999 - 3 U 34/99 (https://dejure.org/1999,2616)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 29.07.1999 - 3 U 34/99 (https://dejure.org/1999,2616)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 29. Juli 1999 - 3 U 34/99 (https://dejure.org/1999,2616)
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BGB § 823 Abs. 1; UrhG § 97; StUG § 6 § 32
Veröffentlichung von Unterlagen aus dem Strafverfahren gegen den Regimekritiker Havemann zu Zeiten der ehemaligen DDR
LG Hamburg, 02.12.1998 - 308 O 351/98
NJW 1999, 3343
GRUR 2000, 146
afp 2000, 91
(4) Durch die eher neutrale Wiedergabe nur in indirekter Rede und ohne besondere sprachliche Eigentümlichkeiten wird auch nicht etwa ein bedeutsamer Rückschluss auf die Person des Klägers oder seine persönlichen Verhältnisse und Charakterzüge erlaubt, was im Zuge der Abwägung der widerstreitenden Interessen ggf. ein Argument für ein Verbot sein könnte (vgl. OLG Hamburg v. 29.07.1999 - 3 U 34/99, juris Rn. 17 - Vorinstanz zu 17.12.1999 - 1 BvR 1611/99, NJW 2000, 2416 - Anwaltsschriftsatz aus DDR; gegen hohe Eingriffstiefe bei nur indirekter Rede auch KG v. 31.10.2008 - 9 W 152/06, BeckRS 2009, 07821).
a) das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 29. Juli 1999 - 3 U 34/99 -,.
Insbesondere folgt die Kammer nicht dem OLG Hamburg, das aus dem Erfordernis des "Sammelns" begrifflich auf das Erfordernis einer gewissen finalen Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes geschlossen hat (OLG Hamburg, NJW 1999, S. 3343, 3344), weshalb personenbezogene Informationen, auf die es dem Staatssicherheitsdienst nicht ankam, ohne Einwilligung der betreffenden Personen zugänglich gemacht werden könnten.
Treffen mehrere grundrechtlich geschützte Positionen aufeinander, so ist es zunächst Aufgabe des Richters, im Rahmen der Anwendung der einschlägigen einfachrechtiichen Regelungen die Schranken des Grundrechtsbereichs der einen Partei gegenüber demjenigen der anderen Partei zu konkretisieren (vgl. BVerfGE 30, 173 [197] = NJW 1971, 1645)." (BVerfG GRUR 2001, 149, 150-Germania 3) Außerhalb der urheberrechtlichen Schrankenbestimmungen ist demnach für eine allgemeine Güter- und Interessenabwägung kein Raum (BGH GRUR 2003, 956, 957 - Gies-Adler. großzügiger OLG Hamburg, GRUR 2000, 146, 147 - Berufungsschnft; KG NJW 1995.3392.3394 - Botho Strauss, offen gelassen KG GRUR-RR 2008, 188, 190 - Günter-Grass-Briefe).
Außerhalb der urheberrechtlichen Schrankenbestimmungen ist demnach für eine allgemeine Güter- und Interessenabwägung kein Raum (BGH GRUR 2003, 956 957 - Gies-Adler großzügiger OLG Hamburg, GRUR 2000, 146, 147 - Berufungsschrift, KG NJW 1995, 3392 3394 - Botho Strauss, offen gelassen KG GRUR-RR 2008, 188, 190 - Gunter-Grass-Briete) Innerhalb der Auslegung der Schrankenregelungen sind vorliegend zwar Grundrechtspositionen Dritter zu berücksichtigen; insbesondere die Informationsfreiheit Dritter aus Art. 5 Abs. 1 GG, wonach sich jeder einzelne aus allgemein öffentlichen Quellen ungehindert unterrichten kann, sowie die Berufsfreiheit der Beklagten aus Art. 12 GG Diese 308 O 113/06 25.

References: § 823
 § 97
 § 6
 § 32
 Art. 5
 Art. 12