Source: https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Dossier/freizeit.html
Timestamp: 2020-05-31 20:05:05+00:00

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Die Einreise nach Schleswig-Holstein ist erlaubt. Untersagt sind private Zusammenkünfte, soweit die Teilnehmer mehr als zwei verschiedenen Haushalten angehören. Private Zusammenkünfte werden dabei weitergehenden Beschränkungen unterworfen als sonstige Veranstaltungen oder Zusammenkünfte, da im vertrauten Personenkreis Hygienebestimmungen erfahrungsgemäß laxer gehandhabt werden und zudem eine Überwachung solcher Zusammenkünfte schwerer möglich ist. Solange die Grenze von zwei Haushalten nicht überschritten wird, ist die Zahl der Teilnehmer unerheblich. Denn es muss davon ausgegangen werden, dass die Ansteckungsgefahr unter Angehörigen desselben Haushalts ohnehin besonders hoch ist.
Dürfen Kinder aus unterschiedlichen Familien sich treffen oder draußen gemeinsam spielen?
Für den öffentlichen Raum gilt: Der Aufenthalt ist nur alleine und mit Personen aus dem eigenen Hausstand sowie einem weiteren gemeinsamen Haushalt gestattet.
Ein Kind kann also alleine, mit weiteren Kinder aus dem eigenen Haushalt sowie mit Kindern aus einem weiteren gemeinsamen Haushalt draußen spielen. Kommen aber darüber hinaus mehrere Kinder aus unterschiedlichen Familien zusammen, so ist dies grundsätzlich nicht erlaubt.
Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe gilt bei der Betreuung von Kinder unter 12 Jahren unabhängig von der Zugehörigkeit zum Hausstand jedoch eine Ausnahme. Diese ist möglich, wenn dadurch eine Gesamtpersonenzahl (Kinder und Erwachsene) von sechs nicht überschritten wird.
Eine weitere Ausnahme gilt für Familienangehörige: Machen Familienangehörige im öffentlichen Raum zum Beispiel einen Spaziergang gilt eine Beschränkung von maximal 10 Personen. Diese Beschränkung gilt jeweils nicht, wenn die Anzahl der dem Haushalt angehörenden Personen diese Zahl übersteigt.
Es ist jedoch generell darauf hinzuweisen, dass aus medizinischer Sicht Kontakte zu anderen Personen möglichst auf ein absolutes Minimum zu reduzieren sind und möglichst auch immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten ist.
Betriebe des Prostitutionsgewerbes und Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt,
Schwimm-, Frei und Spaßbäder, (von dieser Regelung nicht erfasst sind Natur- und Seebäder; der Zugang zu einem ansonsten frei zugänglichen Strand, See oder Fluss bleibt möglich)
Gemeinschaftseinrichtungen wie Sammelumkleiden, Duschräume und Wellnessbereiche sind, mit Ausnahme von Toiletten, für den Publikumsverkehr zu schließen.
Welche Einreisebeschränkungen gelten für Reisen nach Schleswig-Holstein?
Die Kreise Nordfriesland, Pinneberg und Dithmarschen haben besondere Regelungen für Tagestouristen getroffen. Über Pfingsten gelten für die nordfriesischen Inseln und Halligen (sowie die Gemeinde Sankt-Peter Ording) mit Ausnahme von Nordstrand, Südfall und Hamburger Hallig sowie für das Nordseeheilbad Büsum vom 30. Mai (6 Uhr) bis 1. Juni (20 Uhr) Betretungsverbote für Tagestouristen.
Tierärzte, tiermedizinische Fachangestellte sowie Tierpfleger, die im Nutztierbereich und für die veterinärmedizinische Grund- und Notfallversorgung von Heimtieren tätig sind, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als systemrelevant eingestuft. Somit ist eine weitere Öffnung der Tierarztpraxen möglich. Dabei sind die Vorsichtsmaßnahmen zum Vermeiden von Kontakten zu beachten, die sich im Nutztierbereich auf Höfen mitunter einfacher gestalten als in Kleintierpraxen. Doch auch dort sind sie grundsätzlich umzusetzen. Zu beachten ist beispielsweise, dass nur ein Tierhalter mit dem Tier in die Praxis kommt, der Wartebereich einzeln genutzt und räumlicher Abstand im Warte- und Behandlungszimmer gewährleistet ist. Menschen mit Grippesymptomen sollten keine Tierarztpraxis betreten. Zu achten ist darauf, dass Türgriffe, EC-Gerätetasten und andere Kontaktflächen mehrmals täglich desinfiziert werden. Eine bargeldlose Bezahlung über EC-Geräte wird empfohlen.
Unterrichte im Freien sind erlaubt, sofern sie keinen nahen körperlichen Kontakt erfordern.
Für das therapeutische Reiten im Einzel-Unterricht im Freien darf die Reitanlage genutzt werden, da es sich um eine medizinisch erforderliche Leistung handelt. Ebenso darf Einzel-Unterricht in Form eines Ausritts mit 2 Pferden außerhalb der Einrichtung erfolgen. Die dazu erforderliche Vor- und Nachbereitung auf der Anlage durch die Reitschülerin oder den Reitschüler selbst ist unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen sowie Abstandregeln zu anderen Personen erlaubt.
Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Demzufolge sollte eine Versorgung der Tiere in dieser Ausnahmesituation weiter möglich sein, sofern die mit der Versorgung der Tiere betraute Person den Kontakt zu anderen Personen meidet und entsprechende Hygienemaßnahmen konsequent umsetzt.
Ist die Ausübung des Angelsports in Schleswig-Holstein erlaubt, sofern die vorgegebenen Leitlinien eingehalten werden?
Ja, Angeln ist erlaubt. Individuelle Angelausflüge von Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern an und auf einem natürlichen Gewässer (See, Fluss, Ostsee oder Nordsee) sind erlaubt.
Zulässig ist auch die Einreise von Bürgern anderer Bundesländer, um in Schleswig-Holstein dem individuellen Angeln nachzugehen.
Bitte beachten Sie generell – auch beim Angeln – die allgemeinen Verhaltensmaßregeln wie Abstand und Kontaktverbote sowie Hygieneregeln.
Ist das Angeln an Forellenseen und Angelteichen in Schleswig-Holstein erlaubt?
Ja, kommerzielle Angelteiche können öffnen, die Ausübung des Angelsports ist dort zulässig. Auch die Einreise aus anderen Bundesländern zur Ausübung des Angelsports an Angelteichen ist zulässig. Zu beachten sind folgende Verhaltensregeln: Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Anglern untereinander ist stets zu wahren, außerdem sollte der Zutritt zu Angelteichen unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen.
Können Angelausfahrten auf Angelkuttern unternommen werden?
Nein, Angelkutter dürfen derzeit keine gewerblichen Angelausflüge anbieten. Die Teilnahme an Angelausflügen auf gewerblichen Angelkuttern ist nicht zulässig.
Wo bekomme ich Informationen rund um die vorübergehenden Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Deutschland?
Die Bundespolizei hat eigens für den Bereich der deutsch-dänischen Grenze ein Bürgertelefon eingerichtet: 0461/3132-300. Das Bürgertelefon ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 08 bis 18 Uhr geschaltet. Darüber hinaus hat die Bundespolizei Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt.
Bundespolizei: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus
Auch über den Twitter-Kanal der Bundespolizei werden Sie informiert:
Darüber hinaus hat die Region Schleswig-Sønderjylland weitere Informationen für Pendler zusammengestellt.
Pendlerkontor der Region Schleswig-Sønderjylland
Müssen Grenzpendler in Quarantäne?
Wer als Grenzpendler täglich in das Bundesgebiet einreist, muss natürlich auch täglich wieder ausreisen. Deshalb werden Grenzpendler, die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst pendeln, unabhängig von ihrem konkreten Beruf und ihrem Wohnort von der Ausnahme der Quarantäneverpflichtung erfasst. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Pendeln täglich oder für einen Aufenthalt bis zu fünf Tagen am Stück ("Wochenendpendler") geschieht.
Mit welchen Dokumenten müssen Grenzpendler nachweisen, dass sie im Nachbarland arbeiten?
Berufspendler, die zwischen Wohnung und Arbeit über die deutsche Bundesgrenze pendeln müssen, in diesem Fall zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark, haben eine entsprechende Bescheinigung bei Grenzübertritt im Fahrzeug mitzuführen. Zuwiderhandlungen können sanktioniert werden.
Der Bund hat eine Bescheinigung für Berufspendler entworfen, die nationale Grenzen überschreiten müssen. Ein Vordruck ist auf den Seiten der Bundespolizei veröffentlicht: Bundespolizei: Pendlerbescheinigung
Mitarbeiter von Unternehmen oder Einrichtungen sogenannter "kritischer Infrastrukturen" (KRITIS) benötigen in Schleswig-Holstein keine spezielle behördliche Bescheinigung (z.B. "Passierscheine" etc.), um sich frei im Land zu bewegen oder Zugang zu ihrem Arbeitsplatz oder auch einer beruflich bedingten Zweitwohnung im Land zu erhalten.
Als kritische Infrastruktur gelten alle Unternehmen und damit auch deren Mitarbeiter, die unmittelbar – aber auch mittelbar – benötigt werden, um die Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Dazu gehören auch Dienstleistungen zweiten Grades, die dazu beitragen, die Arbeitsfähigkeit der Betriebe selbst aufrechtzuerhalten (z.B. Reinigungspersonal in einem Supermarkt). Folgende Sektoren und Branchen gelten als kritische Infrastruktur:
Energie Elektrizität
Informationstechnik und Telekommunikation Telekommunikation
Transport und Verkehr Luftfahrt
Gesundheit Medizinische Versorgung
Wasser Öffentliche Wasserversorgung
Ernährung Ernährungswirtschaft
Finanz- und Versicherungswesen Banken
Staat und Verwaltung Regierung und Verwaltung
Notfall-/ Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Handlungsempfehlungen für die Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS)
Wie weise ich nach, dass mein Reiseanlass nicht touristisch, sondern geschäftlich ist?
Derzeit gibt es keinen einheitlichen Nachweis. Als Nachweis kann beispielsweise eine Bescheinigung des Arbeitgebers über die Beschäftigung oder eines Auftraggebers vorgelegt werden.
Es darf auf Sportbooten unter Beachtung der allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden. Das heißt mit den Mitgliedern maximal zweier Hausgemeinschaften oder mit maximal 10 Familienmitgliedern.
Ja. Ausnahmen können auf den Inseln und Halligen gelten. Sportbootnutzer sollten sich daher informieren, ob und für wen die Häfen schon geöffnet sind.
Es darf auf Sportbooten unter Beachtung des Kontaktverbotes übernachtet werden. Das heißt maximal mit den Mitgliedern zweier Hausgemeinschaften oder mit maximal 10 Personen einer Familie.. Ausnahmen können auf den Inseln und Halligen gelten.
Ja. Dies ist möglich, wenn beim Fahren die Abstandsregeln (§ 2 Abs. 1) eingehalten werden. Auf Sportbooten ist die Einhaltung der generellen Abstandsgebote eine besondere Herausforderung. Eine Übernachtung ist nur für die Mitglieder maximal zweier Hausgemeinschaften oder von maximal 10 Familienmitgliedern zulässig.
Hier gelten die §§ 5 und 12 der Coronabekämpfungsverordnung. Es ist ein Hygienekonzept zu erarbeiten um vor allem das Abstandsgebot einzuhalten. Bei Ausbildungsfahrten wird eine Übernachtung in aller Regel nicht möglich sein.
Ja. Dabei sind die geltenden Hygienebestimmungen einzuhalten, insbesondere § 18.
Ja. Aber mit Einschränkungen. Hier gelten die Regelungen über Freizeiteinrichtungen sowie Bildungseinrichtungen.. Der Betreiber muss u.a. ein Hygienekonzept erstellen und die Kontaktdaten der Gäste aufnehmen. Darin ist sicherzustellen, dass die Abstandsvorschriften immer eingehalten werden. Daher sind gemeinsame Einsätze wie z.B. das gemeinsame Segelsetzen nur eingeschränkt möglich.
Ja. Hier gelten sinngemäßdie Regelungen über Bildungseinrichtungen und damit die Regelungen über Veranstaltungen (§ 5, ohne Sitzplatzgebot in diesem Fall) gemäß §§ 12 sowie die allgemeinen Hygieneregelungen der Coronabekämpfungsverordnung. Der Betreiber muss u.a. ein Hygienekonzept erstellen und die Kontaktdaten der Arbeitenden aufnehmen. Darin ist z.B. sicherzustellen, dass die Abstandsvorschriften eingehalten werden. Die Regeln über Hausgemeinschaften uns Familien (also kein Abstandsgebot bei max. 2 Hausgemeinschaften bzw. bei max 10 Mitgliedern einer Familie) gelten natürlich auch hier.
Hier gelten sinngemäß die Regelungen über Sport gemäß § 11 der Coronabekämpfungsverordnung. Der Betreiber muss u.a. ein Hygienekonzept erstellen und die Kontaktdaten der Mitglieder aufnehmen. Darin ist sicherzustellen, dass die Abstandsvorschriften eingehalten werden. Daher sind gemeinsame Einsätze wie z.B. das gemeinsame Segelsetzen nur eingeschränkt möglich. Auch wird die Gesamtzahl der Menschen an Bord geringer als im Normalbetrieb sein.
Die Regeln über Hausgemeinschaften gelten auch hier. Danach dürfen maximal zwei Hausgemeinschaften auf dem Schiff übernachten. Etwas anderes gilt, wenn der Betreiber des Schiffes eine Beherbergung anbietet. Dann ist nach Maßgabe des § 17 Coronabekämpfungsverordnung ein Hygienekonzept zu erstellen, welches insbesondere die Einhaltung des Abstandsgebotes sicherstellt. Die Einhaltung des Abstandsgebotes wird insbesondere unter Deck eine große Herausforderung darstellen und auch eine starke Beschränkung der Passagierzahlen erfordern.
Sind Ausflugsschiffe Freizeiteinrichtungen (Veranstaltungsorte) oder Verkehrsmittel?
Für Ausflugsschiffe gelten die Regeln über Freizeiteinrichtungen. Daher ist ein Hygienekonzept zu erstellen, um insbesondere die Abstandsvorschriften einzuhalten und die Fahrgastzahlen zu begrenzen. Soweit ein Ausschank von Getränken oder die Ausgabe von Speisen erfolgt, gelten auch die Regelungen für Gaststätten.
Besteht auf den Ausflugsschiffendie Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung?
Dies ist nicht generell vorgeschrieben. Entscheidend ist das Hygienekonzept für das jeweilige Ausflugsschiff. Fahrgäste sollten sich vorher informieren.
Soweit die Fahrgäste des Ausflugsschiffes sich auch in geschlossenen Räumen aufhalten können, müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Es wird auf jeden Fall empfohlen, wie in der Gastronomie die Kontaktdaten der Fahrgäste aufzunehmen, um ggf. die Kontakte später nachvollziehen zu können.
Nein. Die Fähren dienen der Versorgung der Inseln und sind Verkehrsmittel, hier gelten die Regeln des § 18 Sie zählen nach der Begründung zu § 18 zum Personennah- oder Fernverkehr, woraus eine Pflicht zum Tragen von MNB resultiert. Ausnahme: geschlossenen Räume, in denen sich nur Personen gem. § 2 Abs. 1 S .2 aufhalten, also maximal 2 Haushalte (§ 2 Abs: 1 Satz 2 Nr. 3) oder Familie ( § 2 Abs: 1 Satz 2 Nr. 4).
Welche Regelungen gelten für Spielplätze?
Spielplätze können seit dem 4. Mai unter der Voraussetzung wieder geöffnet werden, dass der Betreiber ein Hygienekonzept zur Reduzierung von Infektionsrisiken erstellt und umsetzt.
Vorrangige Öffnung von Spielplätzen in besonders zu beachtenden Gebieten, wie z.B. in Städten und sozialen Brennpunkten.
Einhaltung des Abstandsgebotes z.B. durch die Regelung, dass der gleichzeitige Zutritt auf eine bestimmte Anzahl Kinder begrenzt wird. Die Zahl sollte in Abhängigkeit von der Größe des Spielplatzes festgelegt werden.
Hinweis – unter Nutzung von Piktogrammen, z.B. unter infektionsschutz.de oder vergleichbaren Visualisierungen - an den Spielplätzen, dass vor allem das Abstandeinhalten vor einer Infektionsübertragung durch Tröpfchen schützt.
Untersagung von Ansammlungen von Erwachsenen oder Jugendlichen.
Hinweis, dass Abstandsgebote für alle Spielplatznutzer, auch für Begleitpersonen, gelten und das Spielen der Kinder in Gruppen möglichst unterbleiben sollte.
Die Prüfung, ob einzelne Spielgeräte weiterhin gesperrt bleiben sollten, um Gruppenbildungen zu verhindern.
Begrenzung der zeitlichen Nutzung, z.B. auf bestimmte Stunden pro Tag.
Reinigung der Spielgeräte in regelmäßigen Abständen.
Die Umsetzung der Regelungen erfolgt in der Verantwortung der Betreiber, um den infektionshygienischen Erfordernissen gerecht zu werden. Dies kann auch durch eine Delegation der Aufgabe an Dritte erfolgen.
Auf diese Weise soll das Ziel erreicht werden, das Risiko für Infektionsübertragungen soweit wie möglich zu begrenzen
Welche Indoor-Aktivitäten sind erlaubt? Unter welchen Bedingungen dürfen z.B. Fitnessstudios öffnen?
Grundsätzlich sind alle Indoor-Aktivitäten im Sport wieder erlaubt. Zudem können sportliche Veranstaltungen (Training) durchgeführt werden. Wettkämpfe dürfen nicht veranstaltet werden. Bei Sportausübung in geschlossenen Räumen ist ein Hygienekonzept zu erstellen (siehe auch Fitnessstudio) und das Abstandsgebot einzuhalten. Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen und Wellnessbereiche mit Ausnahmen von Toiletten, sind zu schließen.
Unter welchen Bedingungen dürfen Fitnessstudios wieder öffnen?
Grundsätzlich gilt das Abstandsgebot und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen nach einem zu erstellenden Hygienekonzept. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen. Zum Beispiel kann bei besonders schweißtreibenden Sportarten (Cardio-Bereich) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern angemessen sein. Es sind die Kontaktdaten zu erheben. Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel Sammelumkleiden, Sauna und Wellnessbereich sind geschlossen zu halten. Die Toiletten sind davon nicht betroffen.
Soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt.
Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen und Wellnessbereiche mit Ausnahme von Toiletten, sind zu schließen.
Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen. Zum Beispiel kann bei besonders schweißtreibenden Sportarten (Cardiobereich im Fitnessstudio) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern angemessen sein.
Gemäß Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen besteht zunächst bis zum 7. Juni 2020 ein Betretungsverbot von Schulen - mit Ausnahmen unter anderem für den Sport. So können Sporthallen durch weitere Personen genutzt werden, vorausgesetzt, der Schulträger gestattet die Nutzung der Räume.
Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher müssen erhoben und sechs Wochen aufbewahrt werden. Dritte dürfen von den Kontaktdaten keine Kenntnis erlangen. Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, sind von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung oder Versammlung auszuschließen.
Gibt es Regelungen für religiöse Zusammenkünfte, Gottesdienste, Gebete oder Messen?
Durch die aktuelle Verordnung, werden im Bereich der religiösen Zusammenkünfte Lockerungen zugelassen. Ziel ist es, das gemeindliche religiöse Leben wieder schrittweise und unter besonderen Kapazitäts- und Hygienevorschriften zu ermöglichen.
Sämtliche Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechendem Hygienekonzept auch mit mehr als 50 Teilnehmenden gestattet.
Es gelten allerdings folgende Anforderungen:
Einhaltung des Abstandsgebotes und der Husten- und Niesetikette
Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände
an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge
Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie Sammelumkleiden sind mit Ausnahme von Toiletten für den Publikumsverkehr zu schließen
Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen
Die Kontaktdaten der Teilnehmenden sind zu erheben
In geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt. (Das gemeinsame Singen oder der Gebrauch von Blasinstrumenten in geschlossenen Räumen sind untersagt.)
Personen mit Krankheitssymptomen sollten nicht an der Zusammenkunft teilnehmen dürfen. Körperkontakt zwischen den Besuchern und auch bei zeremoniellen Handlungen (zum Beispiel Küssen und Berühren von Gegenständen) darf nicht stattfinden. Auch beim Bußsakrament sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Teilnehmenden am Gottesdienst bereiten sich zu Hause so weit wie möglich vor (unter anderem rituelle Waschungen) und bringen alles selbst mit, was für eine gemeinsame Religionsausübung notwendig ist (zum Beispiel Gebetsschal, Gesangbuch, Koran, Gebetsteppich).
Welche Regelungen gelten für kulturelle Einrichtungen?
Museen, Ausstellungen, Galerien und Gedenkstätten können bereits seit dem 9. Mai wieder öffnen. Nach der neuen Verordnung ab dem 18. Mai zählen sie wie zum Beispiel auch soziokulturelle Zentren oder öffentliche Bibliotheken zu den Einrichtungen mit Publikumsverkehr nach § 3 der LVO. Danach müssen sie die allgemeinen Hygienestandards gewährleisten und in Aushängen kenntlich gemacht werden. Es gilt das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen Personen in allen Räumen und damit die Begrenzung der Gästezahl aufgrund der räumlichen Kapazitäten. Möglichkeiten zum Händewaschen und Desinfizieren, regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmäßige Lüftung in Innenräumen, das regelmäßige Reinigen der Sanitäranlagen muss gewährleistet werden. Die enge Begegnung von Gästen, insbesondere im Sanitärbereich, im Shop, in Warteschlagen und im Kassenbereich, muss vermieden werden. Für die eigenen Beschäftigten gelten die „Arbeitsschutzstandards COVID 19“.
Dürfen Spielhallen, Wettvermittlungsstellen und Spielbanken öffnen?
Die Verordnung erlaubt nunmehr auch die Öffnung von Spielbanken, Spielhallen, Wettbüros und Wettlokalen. Voraussetzung hierfür ist neben der Einhaltung der allgemeinen Anforderungen an die Hygiene ein vom jeweiligen Betreiber erstelltes Hygienekonzept. Die Betreiber müssen darüber hinaus die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erheben.

References: § 18
 § 11
 § 17
 § 18
 § 18
 § 2
 § 2
 § 3