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Timestamp: 2019-10-16 01:23:42+00:00

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Rechtsprechung: NZV 1995, 197 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Düsseldorf, 09.01.1995 | OLG Celle, 26.07.1994
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BayObLG, 29.09.1994 - 5St RR 60/94 (https://dejure.org/1994,1975)
BayObLG, Entscheidung vom 29.09.1994 - 5St RR 60/94 (https://dejure.org/1994,1975)
BayObLG, Entscheidung vom 29. September 1994 - 5St RR 60/94 (https://dejure.org/1994,1975)
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Rechtsanwalt; Parteiverrat; Verkehrsunfall; Schadensersatzprozeß; Haftpflichtversicherer; Fahrer; Halter
Interessenkonflikte bei der Vertretung mehrerer Unfallbeteiligter
NJW 1995, 606
NStZ 1995, 191
NZV 1995, 197 (Ls.)
StV 1995, 473
VersR 1995, 215
JR 1996, 254
Ein einheitlicher Lebenssachverhalt ist ferner die Erbengemeinschaft und ihre Auseinandersetzung, auch wenn sich daraus verschiedene Ansprüche ergeben können (BayOLG NJ\/V 1989, 2903); hat der Anwalt nach einem Verkehrsunfall den Fahrer verteidigt, darf er Geschädigte gegen den Haftpflichtversicherer des Fahrers nicht vertreten (BayOLG NJW 1995, 606 ;… vgl. noch Henssler, Prütting, Eylmann, a. a. O., Rz. 127 zu § 43 a BRAO ;… Lackner/Kühl, Strafgesetzbuch , 22. Auflage, § 356 StGB Rz. 5 m. w. Nw.).
Allerdings kann hier nicht dahinstehen, ob die sekundäre Darlegungslast der Beklagten aus dem Prozeßrecht folgt (…so Gran Festschrift für Pieper, Seite 847, 853; OLG Köln Transportrecht 1997, 348) oder aus materiellem Recht, nämlich Frachtrecht (so Amtsgericht Frankfurt Transportrecht 1997, 348) bzw. Geschäftsbesorgung (BGH NJW 1995, 606 für ADSp;… Ruhwedel, wie oben, Rz. 525).
Es kann hier dahinstehen, ob diese Pflicht aus dem Prozeßrecht folgt (…so etwa Gran in Festschrift für Piper, 1996, S. 847, 853; OLG Köln TranspR 1996, 26) oder aus materiellem Frachtrecht (so AG Frankfurt TranspR 97, 348) bzw. aus Geschäftsbesorgung (§§ 675, 666 BGB - vgl. BGH NJW 1995, 606 für ADSp oder Ruhwedel, wie vor, Rn. 525).
OLG Düsseldorf, 09.01.1995 - 5 Ss (OWi) 466/94 - (OWi) 217/94 I
https://dejure.org/1995,1689
OLG Düsseldorf, 09.01.1995 - 5 Ss (OWi) 466/94 - (OWi) 217/94 I (https://dejure.org/1995,1689)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 09.01.1995 - 5 Ss (OWi) 466/94 - (OWi) 217/94 I (https://dejure.org/1995,1689)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 09. Januar 1995 - 5 Ss (OWi) 466/94 - (OWi) 217/94 I (https://dejure.org/1995,1689)
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Die Schätzung eines Polizeibeamten ist in der Regel zum Beweis eines sog. qualifizierten Rotlichtsverstoßes nicht ausreichend
Für die Feststellung eines qualifizierten Rotlichtverstoßes genügt die bloße gefühlsmäßige Schätzung eines den Rotlichtverstoß zufällig beobachtenden (ggf. in der Verkehrsüberwachung erfahrenen) Polizeibeamten alleine nicht, um zuverlässig entscheiden zu können, ob nur ein einfacher oder ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt (OLG Jena, Beschl. v. 10.12.1998- 1 Ss 219/98 -juris; OLG Düsseldorf, NZV 1995, 197 LS).
Nur wenn eine solche fehlt, kommt es auf den Beginn des Einfahrens in den durch die Ampel geschützten Bereich an (vgl. dazu Senat VRS 93, 462, VRS 90, 149 und VRS 88, 469;… OLG Hamm, a. a. O.;… Jagusch/Hentschel, a. a. O., § 37 StVO Rdnr. 61;… Mühlhaus/Janiszewski, a. a. O., § 37 Rdnr. 31 b).
Die Schätzung eines Zeitablaufs ist allgemein mit einer hohen Unsicherheit belastet (OLG Düsseldorf vom 9.1.1995 - 5 Ss (OWi 466/94 - (OWi) 217/94 I, Leitsatz dazu in NZV 1995, 197 ; KG NZV 1995, 240 ).
Im letzteren Fall ist deren Überfahren der für Nr. 34.2 BKat maßgebliche Zeitpunkt (BayObLG NZV 1994, 200 ; OLG Hamm VRS 85, 345 ; NZV 1993, 361 ; OLG Frankfurt NZV 1995, 36 ; OLG Düsseldorf NZV 1995, 197 ).
Dabei ist streitig, ob bei einer vorhandenen Haltelinie die Zeit bis zu deren Überfahren (h.M., vgl. Senatsbeschluß vom 9. Januar 1995 in VRS 88, 469 = NZV 1995, 197 = DAR 1995, 167 = JMBl NW 1995, 92; BayObLG, NZV 1994, 200 ; OLG Frankfurt, NZV 1995, 36 , jeweils m.w.N.) oder die Zeit bis zum Einfahren in den eigentlichen Kreuzungsbereich (so OLG Oldenburg, NZV 1993, 446 ) berücksichtigt werden muß.
Der Senat hat sich bereits in seiner Entscheidung vom 9. Januar 1995 (a.a.O.) der herrschenden Meinung angeschlossen.
Insbesondere fehlen Angaben dazu, wie lange der Zeitraum von einer Sekunde Rotlicht bereits verstrichen war, als der Betroffene die Haltelinie der Ampel passierte, ob die Beobachtung des Zeugen L., auf die sich das Amtsgericht alleine stützt, im Rahmen einer gezielten Überwachung der Ampel stattfand, ob die Rotlichtdauer - etwa mit einer Stoppuhr - exakt ermittelt worden ist oder ob diese lediglich geschätzt wurde (vgl. dazu Senatsbeschluß vom 9. Januar 1995 a.a.O. sowie vom 1. Juni 1995 in VRS 90, 149 ).
Für die Feststellung eines qualifizierten Rotlichtverstoßes genügt die "bloße gefühlsmäßige" Schätzung eines den Rotlichtverstoß zufällig beobachtenden Polizeibeamten alleine nicht, um zuverlässig entscheiden zu können, ob nur ein einfacher oder ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt (vgl. auch - neben den bereits benannten Entscheidungen - BayObLG NZV 1995, 497 f.; OLG Düsseldorf NZV 1995, 197; KG NZV 1995, 240).
OLG Jena, 10.12.1998 - 1 Ss 219/98
Rotlichtverstoß - Schätzung der Rotlichtdauer durch Polizeibeamten
Für die Feststellung eines qualifizierten Rotlichtverstoßes i. S. d. Nr. 34.2 BKatV genügt die bloße gefühlsmäßige Schätzung eines den Rotlichtverstoß zufällig beobachtenden Polizeibeamten alleine nicht, um zuverlässig entscheiden zu können, ob nur ein einfacher oder ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt (OLG Düsseldorf, NZV 1995, 197; BayObLG, NZV 1995, 297).
Um dem Rechtsbeschwerdegericht die Nachprüfung der richtigen Anwendung des sachlichen Rechts zu ermöglichen, hat sich der Tatrichter mit allen wesentlichen für und gegen den Betroffenen sprechenden Umständen auseinanderzusetzen und die Ergebnisse der Beweisaufnahme, die Grundlage der tatsächlichen Feststellungen sind, erschöpfend darzustellen und zu würdigen (ständige Senatsrechtsprechung: vgl. Beschlüsse vom 8. Februar 1993 in VRS 85, 112,113, 9. Januar 1995 a.a.O., 21. März 1995 - 5 Ss (Owi) 100/95 - (Owi) 37/95 I -, 18. Dezember 1996 und 18. März 1997 jeweils a.a.O.; BGHSt 25, 285,286; BGH NStZ 1984, 212; Göhler, OWiG , 11. Aufl., § 71 Rdnr. 43; Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO , 42. Aufl., StPO § 261 Rdnr. 6 und 267 Rdnr. 12).
Nur wenn eine solche fehlt, kommt es auf den Beginn des Einfahrens in den durch die Ampel geschützten Bereich an (vgl. dazu Senat VRS 93, 462 , VRS 90, 149 und VRS 88, 469;… OLG Hamm, a. a. O.;… Jagusch/Hentschel, a. a. O., § 37 StVO Rdnr. 61;… Mühlhaus/Janiszewski, a. a. O., § 37 Rdnr. 31 b).
OLG Brandenburg, 09.02.2004 - 1 Ss OWi 15 B/04
Außerorts begangener Rotlichtverstoß: Anforderungen an die tatsächlichen …
OLG Hamm, 09.07.1996 - 2 Ss OWi 786/96
Qualifizierter Rotlichtverstoß, Feststellung der Rotlichtzeit durch Zählen des …
OLG Hamm, 10.02.1998 - 1 Ss OWi 1591/97
Beweisanforderungen, Beobachtungen eines Polizeibeamten, Schätzung, Fahrverbot, …
OLG Celle, 26.07.1994 - 1 Ss (OWi) 138/94
https://dejure.org/1994,7765
OLG Celle, 26.07.1994 - 1 Ss (OWi) 138/94 (https://dejure.org/1994,7765)
OLG Celle, Entscheidung vom 26.07.1994 - 1 Ss (OWi) 138/94 (https://dejure.org/1994,7765)
OLG Celle, Entscheidung vom 26. Juli 1994 - 1 Ss (OWi) 138/94 (https://dejure.org/1994,7765)
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BKatV Nr. 5 .1.1; StVO § 3 Abs. 3, § 18 Abs. 5
NZV 1995, 197
Der Senat hat bereits in seiner Entscheidung vom 29.5.1995 (…aaO.) darauf hingewiesen, daß durch die Einfügung der Nr. 5.1.1 in die Anlage 1 a zur Bußgeldkatalogverordnung keine Änderung der von Rechtsprechung und Schrifttum entwickelten Grundsätze zum Tatbegriff eingetreten ist (ebenso OLG Celle NZV 1995, 197 ).
Nur dann, wenn bei natürlicher Betrachtung wegen des unmittelbaren zeitlich-räumlichen und des inneren Zusammenhangs der einzelnen Verstöße ein einheitliches zusammengehöriges Tun angenommen werden muß, kommt eine Wertung als natürlich Handlungseinheit (BayObLGSt 1975, 155; OLG Düsseldorf NZV 1988, 195, 196; vgl. auch BGH DAR 1995, 207, 208) oder als Dauerordnungswidrigkeit (BayObLG NZV 1993, 162, 163; BayObLGSt 1992, 165; 1995, 91, 93; OLG Celle NZV 1995, 197 ) in Betracht.
Nur dann, wenn bei natürlicher Betrachtung wegen des unmittelbaren zeitlich-räumlichen und des inneren Zusammenhangs der einzelnen Verstöße ein einheitliches zusammengehöriges Tun angenommen werden muß, kommt eine Wertung als natürliche Handlungseinheit (BayObLGSt 1975, 155; OLG Düsseldorf NZV 1988, 195, 196; vgl. auch BGH DAR 1995, 207, 208) oder als Dauerordnungswidrigkeit (BayObLGSt 1992, 165; 1995, 91, 93; OLG Celle NZV 1995, 197 ) in Betracht.
Das OLG Celle (NZV 1995, 197 ) hat aber zu Recht darauf hingewiesen, daß Grundlage einer Auslegung der in Frage stehenden Vorschrift der Bußgeldkatalogverordnung die rechtliche Bewertung einer bestimmten Zuwiderhandlung als einheitliche Tat im Sinne des materiellen Ordnungswidrigkeitenrechts sein muß.

References: § 43
 § 356
 BGH 
 § 37
 § 37
 BGH 
 § 71
 § 261
 § 37
 § 37
 § 3
 § 18
 BGH 
 BGH