Source: http://www.derstandpunkt.org/besoldung/mdl
Timestamp: 2018-07-18 20:17:18+00:00

Document:
Mehrdienstleistungen - MDL - Der Standpunkt
Mehrdienstleistungen - MDL
§ 61 GehG - Gehaltsgesetz 1956
Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 13.07.2018
das Ausmaß der wöchentlichen Lehrverpflichtung, so gebührt ihm hiefür eine besondere Vergütung. Im Vertretungsfall ist die Lehrfächerverteilung entsprechend abzuändern, sobald feststeht, dass die Vertretungsdauer zwei Wochen übersteigen wird.
Die Vergütung beträgt für jede Unterrichtsstunde 1,30% des Gehaltes des Lehrers.
Die Vergütung für dauernde Mehrdienstleistungen ist für die Tage einzustellen, an denen die Unterrichtserteilung oder die Tätigkeit an anderen Tagen als
den im § 2 Abs. 4 des Schulzeitgesetzes 1985, BGBl. Nr. 77, als schulfrei genannten Tagen (Anm.: Im Wesentlichen die Sonn- und Feiertage) oder
an einem einzelnen aus Anlässen des schulischen oder sonstigen öffentlichen Lebens schulfrei erklärten Tag gemäß § 2 Abs. 5 des Schulzeitgesetzes (Anm.: "SGA-Tage") oder
Die Vergütung für dauernde Mehrdienstleistungen (Anm.: „Dauersupplierung“) abweichend von Abs. 5 Z 1 am Allerseelentag, am jeweiligen Festtag des Landespatrons und am Dienstag nach Pfingsten sowie in Ferialzeiten einzustellen, die mindestens eine Woche dauern.
der auf Grund der Diensteinteilung an bis zu fünf Tagen der Woche Unterricht zu erteilen hat, ist ein Fünftel
der auf Grund der Diensteinteilung an sechs Tagen der Woche Unterricht zu erteilen hat, ein Sechstel
der Vergütung einzustellen.
Unterbleibt der Unterricht während einer gesamten Woche, ist die Vergütung (mit Ausnahme des Abs. 5 Z 6) (Weiterbildung) zur Gänze einzustellen.
(8) Einem Lehrer, der außerhalb seiner laut Diensteinteilung zu haltenden Unterrichtsstunden zur Vertretung eines vorübergehend an der Erfüllung seiner lehramtlichen Pflichten gehinderten Lehrers herangezogen wird (Anm.: „Einzelsupplierung“), gebührt für jede Vertretungsstunde, die in der jeweiligen Woche über eine Vertretungsstunde und im jeweiligen Unterrichtsjahr über zehn Vertretungsstunden hinausgeht, eine Vergütung. Diese Vergütung beträgt
36,8 € für Lehrer der Verwendungsgruppen L 1 und L PH,
31,5 € für Lehrer anderer Verwendungsgruppen.
In Fällen, in denen pro Tag mehr als drei Vertretungsstunden in Form eines Blockunterrichts (einschließlich der dafür notwendigen Vor- und Nachbereitung) durch einen für den betreffenden Unterrichtsgegenstand unterrichtsberechtigten Lehrer gehalten werden, gilt nicht die Vergütung einer "Einzelsupplierung" sondern die einer "Dauersupplierung".
Darüber hinaus geleistete Vertretungsstunden sind nach Abs. 8 zu vergüten (Anm.: wie Einzelsupplierung).
(11) Stunden einer Aufsichtsführung während der Klausurprüfung im Rahmen einer Reifeprüfung, einer Reife- und Diplomprüfung, einer Diplomprüfung gemäß dem Schulorganisationsgesetz, BGBl. Nr. 242/1962, und einer Abschlussprüfung gelten unter den Voraussetzungen des Abs. 8 erster Satz als Vertretungsstunden im Sinne der Abs. 8 bis 10 (Anm.: Einzelsupplierung).
MDLs für Teilbeschäftigte
Teilbeschäftigte VertragslehrerInnen können gemäß § 45 VBG in einem ihre vertraglich bestimmte Lehrverpflichtung überschreitenden Ausmaß zur Vertretung einer vorübergehend verhinderten Lehrkraft herangezogen werden, wenn der Unterricht sonst nicht sichergestellt ist.
IIL-Lehrkräfte erhalten im Falle einer kurzfristigen Vertretung gemäß § 45 VBG für jede dieser Vertretungsstunden 1,92 % der für eine entsprechende Jahreswochenstunde gebührenden
Jahresentlohnung. Diese ist auf das Monatsgehalt umzurechnen.
IL-Lehrkräfte, die eine Herabsetzung der Lehrverpflichtung nach § 50a oder 50b BDG sowie aus gesundheitlichen Gründen (§ 8 BLVG) oder gemäß Mutterschutzgesetz oder Väter-Karenzgesetz beanspruchen, erhalten für während des Jahres übernommene MDLs gemäß § 61 Abs 12 Z 2 Gehaltsgesetz einen MDL-Faktor von 1,2 % statt der sonst vorgesehenen 1,3 % - so sie eine volle Lehrverpflichtung nicht überschreiten. Diese Lehrkräfte dürfen nur dann zu MDL herangezogen werden, wenn der Unterricht sonst nicht sichergestellt werden kann und eine vorübergehende Vertretung erfolgt.
Eine derartige Vertretung bedingt eine Änderung der Lehrfächerverteilung, über die natürlich mit der Personalvertretung das Einvernehmen herzustellen ist. In Bindung an höchstgerichtliche Judikatur erfolgte seitens des BMUKK hinsichtlich der Abgeltung von zusätzlich übernommenen Stunden durch IIL-LehrerInnen sowie teilbeschäftigten IL-LehrerInnen folgende Klarstellung:

References: § 61
 § 2
 § 2
 § 45
 § 45
 § 50
 § 61