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Timestamp: 2019-10-20 15:40:34+00:00

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BVerwG, 25.11.1982 - 2 C 21.78 - dejure.org
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BVerwG, 25.11.1982 - 2 C 21.78 (https://dejure.org/1982,133)
BVerwG, Entscheidung vom 25.11.1982 - 2 C 21.78 (https://dejure.org/1982,133)
BVerwG, Entscheidung vom 25. November 1982 - 2 C 21.78 (https://dejure.org/1982,133)
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Evangelischer Geistlicher - Statusklage - Rechtsweg - Vermögensansprüche gegen Landeskirche
BVerwGE 66, 241
NJW 1983, 2580
NVwZ 1983, 738 (Ls.)
Art. 33 Abs. 5 GG enthält inhaltliche Vorgaben lediglich für die Regelung des öffentlichen Dienstes als Bestandteil der Staatsverwaltung (…vgl. Masing, in: Dreier, GG, 2. Aufl., 2006, Art. 33 Rn. 43;… Jarass/Pieroth, GG, 9. Aufl., 2007, Art. 33 Rn. 46; BVerwGE 28, 345 ; 30, 326 ; 66, 241 ; BVerwG…, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 38.81 -, NJW 1983, S. 2582 ).
Dieses Selbstbestimmungsrecht wie auch die in Art. 137 Abs. 3 Satz 2 WRV ausdrücklich hervorgehobene Gewährleistung der Ämterautonomie beinhaltet das Recht festzulegen, welche Kirchenämter einzurichten, wie diese zu besetzen und welche Anforderungen an die Amtsinhaber zu stellen sind (vgl. BVerwGE 66, 241 ).
Vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 15. Dezember 1967 - 6 C 68/67 -, BVerwGE 28, S. 345 (346 f.); vgl. auch schon Urteil vom 27. Oktober 1966 - 2 C 98/64 -, BVerwGE 25, S. 226 (228 ff.); ferner z.B. Urteile vom 25. November 1982 - 2 C 38/81 -, NJW 1983, S. 2582 f., und - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580 (2581); Urteil vom 17. November 1992 - 2 B 160/92 -, Buchholz 230 § 135 BRRG Nr. 5; Urteil vom 28. April 1994 - 2 C 23/92 -, NJW 1994, S. 3367 (…= BVerwGE 95, S. 379); siehe dazu auch Urteil des erkennenden Gerichts vom 13. Februar 1998 - 1 K 10671/95 -, NWVBl. 1998, S. 454 ff. Die Beklagte, als (Glied-)Kirche eine (öffentlich-rechtliche) Religionsgesellschaft im Sinne von Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 WRV, § 135 BRRG, hat die Rechtswegregelung gemäß § 135 Satz 2 BRRG weder ausdrücklich noch stillschweigend für anwendbar erklärt.
Vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580 (2582), zu einer vergleichbaren kirchengesetzlichen Bestimmung; siehe auch Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urteil vom 23. September 1997 - 5 A 3031/95 -, S. 7 des Entscheidungsabdrucks.
Vgl. allgemein auch BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580 (2582).
Vgl. z.B. Bundesverfassungsgericht (BVerfG), Beschluss vom 17. Februar 1965 - 1 BvR 732/64 -, BVerfGE 18, S. 385 (386 f.); Beschluss vom 12. Februar 1981 - 1 BvR 567/77 -, NJW 1983, S. 2570; BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580; Schmidt-Aßmann, in: Maunz/Dürig, GG- Kommentar, Stand: Juli 2001, Art. 19 Anm. 114; Krebs, in: v. Münch/Kunig, GG- Kommentar, Bd. 1, 5. Aufl., Art. 19 Anm. 52, 54.
Vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Februar 1965 - 1 BvR 732/64 -, BVerfGE 18, S. 385 (S. 387); Beschluss vom 12. Februar 1981 - 1 BvR 567/77 -, NJW 1983, S. 2570; BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580, m.w.N. Welche Angelegenheiten der Kirchen dem innerkirchlichen Bereich zuzuordnen sind und damit in Abgrenzung zu den in den staatlichen Bereich hineinragenden kirchlichen Maßnahmen keine Ausübung öffentlicher staatlicher Gewalt darstellen, beurteilt sich u.a. nach Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV.
Vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Februar 1965 - 1 BvR 732/64 -, BVerfGE 18, S. 385 (387 f.): "?Deshalb sind insoweit die Kirchen im Rahmen ihrer Selbstbestimmung an "?das für alle geltende Gesetz" im Sinne des Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV nicht gebunden"; ebenso Beschluss vom 21. September 1976 - 2 BvR 350/75 -, BVerfGE 42, S. 312 (334); Beschluss vom 14. Mai 1986 - 2 BvL 19/84 -, BVerfGE 72, S. 278 (289): "?Bei rein inneren kirchlichen Angelegenheiten kann ein staatliches Gesetz für die Kirche überhaupt keine Schranke ihres Handelns bilden"; ebenso Beschluss vom 18. September 1998 - 2 BvR 69/93 -, NJW 1999, S. 350; vgl. ferner z.B. BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580; Hessischer Verwaltungsgerichtshof (VGH), Beschluss vom 11. November 1998 - 24 DH 2230/98 -, NJW 1999, S. 377.
Vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 21/78 -, NJW 1983, S. 2580.
Diese Vorschrift enthält inhaltliche Vorgaben lediglich für die Regelung des öffentlichen Dienstes als Bestandteil der Staatsverwaltung (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 9. Dezember 2008 - 2 BvR 717/08 - NJW 2009, 1195 Rn. 10; BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - BVerwG 2 C 21.78 - BVerwGE 66, 241 = Buchholz 230 § 135 BRRG Nr. 4 S. 7).
Beide Vorschriften eröffnen die Möglichkeit des Rechtsschutzes gegen Akte staatlicher Gewalt (BVerfGE 18, 385 ; BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - BVerwG 2 C 21.78 - BVerwGE 66, 241 ).
Kirchliche Gewalt ist infolge der öffentlichen Rechtsstellung und öffentlichen Wirksamkeit der Kirchen, die sie aus ihrem besonderen Auftrag herleiten und durch die sie sich von anderen gesellschaftlichen Gebilden prinzipiell unterscheiden, zwar öffentliche, aber nicht staatliche Gewalt (…BVerfGE a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 25. November 1982, a.a.O.).
Das Dienstrecht der Geistlichen gehört zum Kernbereich der innergemeinschaftlichen Angelegenheiten der Kirchen (BVerfGE 18, 385 ; BVerfG, Beschluss vom 30. Oktober 1984 - 2 BvR 1318/84 - NVwZ 1989, 452; BVerwG, Urteile vom 27. Oktober 1966 - BVerwG 2 C 98.64 - BVerwGE 25, 226 , vom 15. Dezember 1967 - BVerwG 6 C 68.67 -BVerwGE 28, 345 und vom 25. November 1982, a.a.O., S. 243).
Das bedeutet, daß sie in bezug auf ihr öffentlich-rechtliches Wirken nach allgemeinen Grundsätzen der staatlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit nur unterfallen, soweit sie vom Staat verliehene Befugnisse ausüben - wie z. B. bei der Kirchensteuer und im Friedhofswesen - oder ihr Wirken unmittelbare Rechtswirkungen in den staatlichen Zuständigkeitsbereich hat - wie z. B. beim Glockengeläut im Hinblick auf die Aufgabe des Staates, den Schutz der Nachbarn vor schädlichen Immissionen zu gewährleisten (st. Rspr., vgl. zuletzt BVerwGE 66, 241 = NJW 1983, 2580; BVerwGE 68, 62 = NJW 1984, 989 = NVwZ 1984, 306 L).
Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, daß die Ordnung der Dienstverhältnisse der Geistlichen und Kirchenbeamten einschließlich des Disziplinar-, Besoldungs- und Versorgungsrechts dem kirchlichen Binnenbereich zugehörig ist (vgl. zuletzt BVerwGE 66, 241 = NJW 1983, 2580).
Denn nur mittelbare Auswirkungen in den staatlichen Zuständigkeitsbereich lassen den bloßen Binnenbezug kirchlicher Angelegenheiten nicht entfallen (vgl. BVerfGE 42, 312 [3341 = NJW 1976, 2123; BVerwGE 66, 241 [2451 = NJW 1983, 2580).
Bezüglich innerer kirchlicher Angelegenheiten - wie der vorliegenden - haben die Kirchen im Rahmen ihres Selbstbestimmungsrechts nach der ständigen Rechtsprechung des BVerfG und des BVerwG (vgl. zuletzt BVerwGE 66, 241 [247 ff.] = NJW 1983, 2580; BVerwG, NJW 1983, 2582; BVerfG, NJW 1983, 2569; BVerfG, NVwZ 1985, 105; zu abw. Lösungsansätzen im Schrifttum vgl. z. B. die zusammenfassenden Darstellungen von H. Weber, NJW 1989, 2217 ff., und Steiner, NVwZ 1989, 410 ff. ) grundsätzlich auch die Befugnis zur autonomen Regelung der Rechtsprechungskompetenzen.
Innerhalb des Rahmens der eigenen Angelegenheiten ist die Kirche nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung gerade grundsätzlich nicht an das für alle geltende Gesetz gebunden (vgl. zuletzt BVerwGE 66, 241 [244 f.] = NJW 1983, 2580 m. zahlr. Nachw.).
Bestehen versorgungsrechtlicher Ansprüche (Waisengeld) - Erfordernis des …
Nach § 135 Satz 2 BRRG ist es jedoch den öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften überlassen, nicht nur die Rechtsverhältnisse ihrer Beamten und Seelsorger dem Beamtenrechtsrahmengesetz entsprechend zu regeln, sondern auch die Vorschriften dieses Gesetzes über den Verwaltungsrechtsweg für Klagen aus dem Beamtenverhältnis (§§ 126, 127 BRRG) für anwendbar zu erklären (vgl. dazu Urteil vom 25. November 1982 - BVerwG 2 C 21.78 - BVerwGE 66, 241 = Buchholz 230 § 135 Nr. 4 m.w.N.).
Hat der kirchliche Gesetzgeber, wie hier, von der verfassungskräftig gewährleisteten kirchlichen Ämterautonomie (vgl. BVerwGE 25, 226; 66, 241 ; jeweils m.w.N.) auch dadurch Gebrauch gemacht, daß er Streitigkeiten über das Bestehen, die Veränderung oder Beendigung eines kirchlichen Amts- oder Dienstverhältnisses einem Kirchengericht zugewiesen hat, so spricht das gegen die Annahme, er habe diese kirchengerichtliche Zuständigkeit durch eine Befugnis des staatlichen Verwaltungsgerichts, über die Statusfrage als Vorfrage einer versorgungsrechtlichen Streitigkeit zu entscheiden (sog. "verkappte Statusklage"), wieder einschränken wollen.
Maßnahmen und Regelungen der Religionsgesellschaften, die dieser Autonomiegarantie unterfallen, sind darum der Überprüfung durch staatliche Gerichte trotz der Rechtsschutzgarantie des Art. 19 Abs. 4 GG nicht zugänglich (vgl. BVerfG, Beschl. v. 17.2. 1965, BVerfGE 18 S. 385, 386 f.; BVerfG (Vorprüfungsausschuß), Beschl. v. 30.3.1984, NVwZ 1985 S. 105; BVerwG, Urt. v. 25.11.1982, BVerwGE 66 S. 241, 242;… vgl. auch Eyermann/Fröhler, VwGO, 9. Aufl. 1988, § 40 Rdnr. 82;… Kopp, VwGO, 7. Aufl. 1986, § 40 Rdnr. 38 f.).
Wenn allerdings die angegriffene Maßnahme der Religionsgemeinschaft diesen innerkirchlichen Bereich verläßt und in die allgemeine Rechtssphäre übergreift, die Religionsgemeinschaft entweder ihr vom Staat verliehene Befugnisse ausübt, oder ihre Maßnahmen den rein kirchlichen Bereich überschreiten und in den staatlichen Bereich hineinreichen, betätigt sie auch staatliche Gewalt, hinsichtlich derer die Klage vor den staatlichen Gerichten eröffnet ist (…BVerfG, Beschl. v. 17.2. 1965, a.a.O., S. 387; BVerwG, Urt. v. 25.11.1982, a.a.O.;… BVerwG, Urt. v. 16.12.1966, BVerwGE 25 S. 364, 365;… OVG Münster, Urt. v. 23.8. 1977, DVBl. 1978 S. 921, 922;… Eyermann/Fröhler, a.a.O., Rdnr. 86; s. auch Meier, DVBl. 1967 S. 703, 706 f.;… von Campenhausen, Staatskirchenrecht, 2. Aufl. 1983, S. 208).
Einigkeit besteht nur insoweit, daß das eigentliche geistliche und religiöse Wirken, aber auch das innerkirchliche Organisationsrecht zu dem verfassungsrechtlich garantierten Autonomiebereich der Religionsgemeinschaften zählt (vgl. etwa BVerwG, Urt. v. 25.11.1982, BVerwGE 66 S. 241, 243; Rüfner in: Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, 1974, Bd. 1 S. 759, 764;… Meier, a.a.O., S. 706;… von Campenhausen, a.a.O., S. 208).
Insbesondere dann, wenn die Religionsgemeinschaft - wie hier die Beklagte - als öffentlich-rechtliche Körperschaft organisiert ist, folgt aus diesem Status als Körperschaft öffentlichen Rechts, daß ihr Wirken, soweit es - wie oben bereits gezeigt - der staatlichen Rechtsordnung unterliegt, grundsätzlich dem öffentlichen Recht angehört (…BVerwG, Urt. v. 7.10.1983, BVerwGE 68 S. 62, 64 f.; s. auch Urt. v. 25.11.1982, BVerwGE 66 S. 241, 242).
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.11.2002 - 5 A 751/01
Vereinbarkeit kirchenrechtlicher Wartestandsbezüge für evangelische Pfarrer mit …
BVerwG, 21.06.1996 - 2 B 112.95
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BVerwG, 24.08.1993 - 2 B 99.93
BVerwG, 25.11.1982 - 2 C 20.78
BVerwG, 01.08.1985 - 2 B 36.85

References: Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 137
 § 135
 Art. 140
 Art. 137
 § 135
 § 135
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 140
 Art. 137
 Art. 140
 Art. 137
 § 135
 § 135
 § 135
 Art. 19
 § 40
 § 40