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Timestamp: 2016-10-20 21:38:32+00:00

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2C_930/2012 (10.01.2013)
2C_930/2012
vertreten durch F�rsprecher Christian Fl�ckiger,
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 21. August 2012.
X.________ (geb. 1988), t�rkische Staatsangeh�rige, reiste am 13. September 2004 in die Schweiz ein, nachdem sie am 22. Juli 2004 in ihrer Heimat den in der Schweiz niedergelassenen t�rkischen Staatsangeh�rigen Y.________ geheiratet hatte. Gest�tzt auf die Bestimmungen �ber den Familiennachzug erhielt sie im Kanton Bern eine Aufenthaltsbewilligung, die regelm�ssig verl�ngert wurde, letztmals bis zum 9. April 2009. Am 15. April 2006 wurde Z.________, der gemeinsame Sohn der Ehegatten, geboren. Wie sein Vater ist er im Besitze der Niederlassungsbewilligung.
Mit rechtskr�ftigem Strafmandat vom 30. Oktober 2007 wurde X.________ wegen Stellenantritts ohne Bewilligung zu einer Busse von Fr. 120.-- verurteilt.
Am 27. M�rz 2009 ersuchte X.________ um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Am 13. April 2009 trennte sie sich von ihrem Ehegatten und lebt seither alleine mit ihrem Sohn.
Aufgrund der Trennung unterbreitete der Migrationsdienst des Kantons Bern das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung am 4. Juni 2009 dem Bundesamt f�r Migration zur Zustimmung. Mit Verf�gung vom 3. November 2009 verweigerte das Bundesamt diese Zustimmung und ordnete die Wegweisung von X.________ aus der Schweiz innerhalb von acht Wochen ab Rechtskraft der Verf�gung an.
X.________ erhob dagegen am 2. Dezember 2009 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung der vorinstanzlichen Verf�gung, Erteilung der Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung sowie Widerruf der Wegweisung aus der Schweiz.
W�hrend der Dauer des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde die Ehe von Y.________ und X.________ am 23. Dezember 2011 geschieden.
Mit Urteil vom 21. August 2012 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab unter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Mit Eingabe vom 21. September 2012 f�hrt X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, den Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und ihr - der Beschwerdef�hrerin - die Niederlassungsbewilligung, eventuell die Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, zu erteilen. Zudem beantragt sie Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Migration beantragt Abweisung der Beschwerde. Das Bundesgericht hat auch die Akten des kantonalen Migrationsamts eingeholt.
Mit Verf�gung des Pr�sidenten der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 26. September 2012 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Streitgegenstand vor Bundesgericht kann nur sein, was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war; neue Begehren sind unzul�ssig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Ausgangspunkt des vorliegenden Verfahrens bildete die Verf�gung des Bundesamtes f�r Migration, womit dieses die Zustimmung zur von der Beschwerdef�hrerin nachgesuchten Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 99 AuG; Art. 85 f. der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]) verweigerte. Vor der Vorinstanz beantragte die Beschwerdef�hrerin die Erteilung der Zustimmung und den Widerruf der Wegweisung. Der vor Bundesgericht gestellte Antrag auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung ist neu und daher unzul�ssig, so dass darauf nicht einzutreten ist; dass die Vorinstanz Erw�gungen �ber den Anspruch auf Niederlassungsbewilligung nach Art. 43 Abs. 2 AuG angestellt hat, �ndert daran nichts. Zul�ssig ist hingegen die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, soweit ein (Eventual-)Antrag auf Erteilung der Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung gestellt wird, da dieser Antrag vor der Vorinstanz bereits gestellt wurde und in vertretbarer Weise ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung gem�ss Art. 50 AuG geltend gemacht wird (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Ob der Anspruch tats�chlich besteht, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 113 nicht publ. E. 1.1).
1.2 Das Bundesgericht pr�ft frei die Anwendung von Bundesrecht mit Einschluss des Verfassungs- und V�lkerrechts (Art. 95 lit. a und b BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat; es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich, ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Entsprechende M�ngel m�ssen in der Beschwerde entsprechend ger�gt werden; rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ist nicht zu h�ren (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hatte gem�ss Art. 43 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange sie mit ihrem in der Schweiz niedergelassenen ehemaligen Ehemann zusammenwohnte. Dieser Anspruch besteht nach Art. 50 Abs. 1 AuG nach Aufl�sung der Ehe weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b).
Zu pr�fen ist zun�chst ein Anspruch aufgrund von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. Unbestritten hat die Ehegemeinschaft l�nger als drei Jahre gedauert. Die Vorinstanz hat jedoch eine erfolgreiche Integration verneint.
3.1 Die Integration soll l�ngerfristig und rechtm�ssig anwesenden Ausl�nderinnen und Ausl�ndern erm�glichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben (Art. 4 Abs. 2 AuG; vgl. BGE 134 II 1 E. 4.1 S. 4 f.). Dazu ist erforderlich, dass sich Ausl�nderinnen und Ausl�nder mit den gesellschaftlichen Verh�ltnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen (Art. 4 Abs. 4 AuG). Nach Art. 77 Abs. 4 VZAE liegt eine erfolgreiche Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die Ausl�nderin oder der Ausl�nder namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit. b). Nach Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber die Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern (VintA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausl�nderinnen und Ausl�nder zu ihrer Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) sowie im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Das Bundesgericht hat festgehalten, dass das Adverb "namentlich", welches sowohl in Art. 77 Abs. 4 VZAE wie auch in Art. 4 VintA verwendet wird, auf den nicht ausschliesslichen Charakter der in diesen Bestimmungen aufgez�hlten Kriterien hinweist. Bei der Pr�fung der Integrationskriterien verf�gen die zust�ndigen Beh�rden �ber einen grossen Ermessensspielraum, in welchen das Bundesgericht nur zur�ckhaltend eingreift (vgl. Art. 54 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. Urteil 2C_668/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3.2.1). Bei einem Ausl�nder, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabh�ngig war, sich korrekt verh�lt und die �rtliche Sprache beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umst�nde, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Nicht erforderlich ist eine besonders qualifizierte berufliche Karriere (Urteil 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Auch das Fehlen besonders enger sozialer Beziehungen schliesst f�r sich allein eine erfolgreiche Integration nicht aus (Urteil 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Keine erfolgreiche Integration liegt vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig ist (Urteile 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.3 f.). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausl�ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gew�hrleistet erscheint, f�r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2). Ein Indiz gegen eine erfolgreiche Integration ist der Umstand, dass das gesellschaftliche Leben einer ausl�ndischen Person prim�r mit Angeh�rigen des eigenen Landes erfolgt (Urteil 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.4).
3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdef�hrerin geniesse einen unbescholtenen Leumund und sei mit Ausnahme eines geringen ausl�nderrechtlichen Verstosses w�hrend ihres Aufenthalts in der Schweiz nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sie sei bis zum 1. M�rz 2009 keiner Erwerbst�tigkeit nachgegangen, obwohl die Ehegatten nicht in stabilen finanziellen Verh�ltnissen gelebt h�tten und im Jahre 2006 w�hrend einiger Monate von der Sozialhilfe unterst�tzt werden mussten. Nach der Trennung sei sie vom 1. M�rz 2009 bis 31. Mai 2009 zu 40 % als Raumpflegerin und ab dem 29. Juni 2009 w�hrend eines nicht aktenkundigen Zeitraums f�r rund 10 Stunden pro Woche als Reinigungsmitarbeiterin t�tig gewesen. Ab 16. August 2010 sei sie f�r unbestimmte Zeit zu 80 % als Serviceangestellte t�tig gewesen. Seit einiger Zeit sei sie erneut ohne Anstellung und auf Unterst�tzung durch die �ffentliche Hand angewiesen. Insgesamt sei die Beschwerdef�hrerin nicht massgeblich wirtschaftlich integriert. Sie sei auch sprachlich ungen�gend integriert; sie habe zwar drei Deutschkurse besucht, habe aber lediglich Kenntnisse aufgrund der Stufe A 1.2 des Europ�ischen Sprachenportfolios, was Kenntnissen der niedrigsten Stufe entspreche. Bez�glich der sozialen Integration liessen die Akten wenig Schl�sse zu; zwar sei davon auszugehen, dass in gewissem Umfang soziale Kontakte best�nden, doch enthielten die Akten keine Hinweise auf das Bestehen eines Bekannten- oder Freundeskreises. Eine erfolgreiche Integration sei daher zu verneinen.
3.3 Soweit diese vorinstanzlichen Erw�gungen Sachverhaltsfeststellungen sind, werden sie von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten und sind auch sonst nicht offensichtlich unrichtig, so dass sie f�r das Bundesgericht verbindlich sind (vorne E. 1.2). Die Hinweise der Beschwerdef�hrerin auf ihre seit 29. August 2012 dauernde 50 %-Besch�ftigung sowie ihre im Bericht vom 14. September 2012 attestierten Deutschkenntnisse sind unzul�ssige Noven (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Beweismittel, mit denen die Beschwerdef�hrerin die Entwicklung ab Anfang 2010 bis zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils dokumentieren will, wurden von der Vorinstanz ber�cksichtigt, soweit sie ihr vorlagen (angefochtenes Urteil E. 6.2); soweit dies nicht der Fall ist, k�nnen sie nicht vor Bundesgericht neu eingereicht werden, da sie bereits vor der Vorinstanz h�tten eingereicht werden k�nnen.
3.4 Bei dieser sachverhaltlichen Lage hat die Vorinstanz angesichts der rechtlichen Anforderungen (vorne E. 3.1) mit Recht das Vorliegen einer erfolgreichen Integration verneint: Auch wenn die Beschwerdef�hrerin Deutschkurse besucht und zeitweilig (teilzeitlich) gearbeitet hat, ist insgesamt trotz bereits l�ngerer Aufenthaltsdauer in der Schweiz weder die sprachliche noch die wirtschaftliche Integration erfolgreich. Sie wurde denn auch l�ngere Zeit von der Sozialhilfe unterst�tzt. Auch wenn zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin ber�cksichtigt wird, dass der seit April 2009 ungesicherte ausl�nderrechtliche Status die Stellensuche erschwert, so ist doch darauf hinzuweisen, dass sie schon vorher keine berufliche T�tigkeit ausge�bt hat, obwohl sie dazu berechtigt gewesen w�re (Art. 46 AuG). F�r eine gesellschaftliche Integration werden keine Aspekte vorgebracht.
Zu pr�fen ist weiter, ob wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG).
4.1 Solche Gr�nde k�nnen namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin das Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Abs. 2). Diese Gr�nde sind nicht abschliessend; ein nachehelicher H�rtefall setzt aber aufgrund der konkreten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind. Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754). Entscheidend ist, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re (zum Ganzen BGE 138 II 229 E. 3.1; 137 II 345 E. 3.2.3). Nach der Rechtsprechung ist bei der Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht von Bedeutung, wie stark das �ffentliche Interesse an einer Begrenzung der Einwanderung gewichtet wird, sondern allein, wie sich die Pflicht des Ausl�nders, die Schweiz verlassen zu m�ssen, nach der gescheiterten Ehe auf seine pers�nliche Situation auswirkt (BGE 137 II 1 E. 4.1, 345 E. 3.2.1). Schliesslich ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG jeweils den Interessen allf�lliger Kinder Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ihnen besteht und sie in der Schweiz ihrerseits gut integriert erscheinen (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754; BGE 138 II 229 E. 3.1; 137 II 345 E. 3.2.2). Dabei sind auch die Anforderungen zu ber�cksichtigen, die sich aus Art. 8 EMRK ergeben, denn die wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen nicht einschr�nkender verstanden werden als allf�llige sich aus Art. 8 EMRK ergebende Anspr�che auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (BGE 137 I 247 E. 2.2).
4.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdef�hrerin k�nne sich als sorgeberechtigte Mutter eines in der Schweiz niedergelassenen Kindes in Bezug auf den weiteren Aufenthalt in der Schweiz auf Art. 8 EMRK berufen; der daraus fliessende Anspruch gelte aber nicht absolut, sondern k�nne u.a. auch zwecks Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik eingeschr�nkt werden. M�sse eine ausl�ndische Person das Land verlassen, so h�tten dies ihre Familienangeh�rigen grunds�tzlich hinzunehmen, wenn es ihnen ohne weiteres zumutbar sei, mit ihr auszureisen. Kindern im anpassungsf�higen Alter sei es grunds�tzlich zumutbar, dem sorgeberechtigten Elternteil ins Ausland zu folgen. Der Sohn der Beschwerdef�hrerin sei im anpassungsf�higen Alter. Es liege bei ihm eine fokale Epilepsie mit sekund�r generalisierten Anf�llen unklarer Ursache sowie ein Entwicklungsr�ckstand vor. Diese Epilepsie k�nne mit Antiepileptika behandelt und kontrolliert werden, was auch in der T�rkei m�glich sei. Die Entwicklungsverz�gerung werde therapeutisch angegangen; das Kind ben�tige Stabilit�t und Sicherheit, doch sei nicht dargetan, dass es zwingend auf eine Therapie in der Schweiz angewiesen sei. Der Zugang zu medizinischer und therapeutischer Versorgung sei in der T�rkei grunds�tzlich gew�hrleistet; die Finanzierung der Behandlung sei durch die in der Schweiz erworbene IV-Kinderrente von monatlich Fr. 619.-- sichergestellt, auf die der Sohn der Beschwerdef�hrerin auch in der T�rkei Anspruch habe. Zudem lebe der Halbbruder des Sohnes mit �hnlichen gesundheitlichen Schwierigkeiten in der T�rkei und werde dort offenbar auch medizinisch und therapeutisch versorgt. Was die Beziehung zum in der Schweiz niedergelassenen Vater betreffe, so k�nne diese weder affektiv noch wirtschaftlich als besonders intensiv bezeichnet werden. Er lebe seit April 2009 nicht mehr in Familiengemeinschaft mit der Beschwerdef�hrerin und dem gemeinsamen Kind und k�nne schon heute aufgrund seiner eigenen Erkrankung sein Besuchsrecht nur eingeschr�nkt aus�ben; das Besuchsrecht liege jedenfalls im Rahmen des �blichen. Der Vater habe auch keine Unterhaltspflichten, abgesehen von einer Weiterleitung allf�lliger Kinder- und Ausbildungszulagen. Unter diesen Umst�nden sei es f�r den Sohn nicht unzumutbar, die Schweiz zusammen mit der Mutter zu verlassen und die Beziehung zum Vater vom Ausland her zu pflegen. In Bezug auf die wichtigen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG erwog die Vorinstanz, es lasse sich nicht erkennen, dass die soziale Wiedereingliederung in der T�rkei stark gef�hrdet w�re, habe doch die Beschwerdef�hrerin den gr�ssten Teil ihres bisherigen Lebens dort verbracht. �berdies befinde sich ihre gesamte Familie dort. Den Anspruch auf allf�llige Kinder- und Ausbildungszulagen sowie auf die direkte Auszahlung der IV-Kinderrente habe sie auch in der T�rkei. Insgesamt best�nden keine wichtigen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG.
4.3 Soweit es sich bei diesen Erw�gungen um Sachverhaltsfeststellungen handelt, r�gt die Beschwerdef�hrerin nicht in rechtsgen�glicher Weise, dass diese offensichtlich unrichtig w�ren; teilweise beruft sie sich selber auf diese Feststellungen. In Abweichung davon bringt sie vor, die medizinische Versorgung des Kindes sei nicht mittels gew�hnlicher Behandlung mit Antiepileptika zu gew�hrleisten. Diese Kritik ist rein appellatorisch und daher nicht zu h�ren (vorne E. 1.2). Weiter bringt sie vor, in l�ndlichen Gebieten der T�rkei sei die medizinische Versorgung unterdurchschnittlich bis schlecht und hochstehende medizinische Behandlung nur f�r Menschen zug�nglich, die �ber die notwendigen finanziellen Mittel verf�gen. Auch die Vorinstanz ist aber nicht davon ausgegangen, dass die Versorgung in der T�rkei in jeder Beziehung derjenigen in der Schweiz �quivalent sei; die daraus zu ziehenden Folgerungen sind nicht Tat-, sondern Rechtsfragen (vgl. hinten E. 4.4.3). Insbesondere kritisiert die Beschwerdef�hrerin nicht die vorinstanzliche Feststellung, mit der schweizerischen IV-Kinderrente k�nne die notwendige Behandlung in der T�rkei finanziert werden.
4.4 In rechtlicher Beziehung bringt die Beschwerdef�hrerin auch vor Bundesgericht nichts vor, was auf wichtige Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG (eheliche Gewalt/starke Gef�hrdung der Wiedereingliederung in der T�rkei) schliessen liesse. Sie beruft sich haupts�chlich auf das Interesse ihres Sohnes, in der Schweiz bleiben zu k�nnen.
4.4.1 In diesem Zusammenhang r�gt sie zun�chst eine Verletzung von Art. 12 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (Kinderrechte-Konvention, KRK; SR 0.107), indem die Vorinstanz ihren Sohn nicht pers�nlich angeh�rt habe.
Nach Art. 12 KRK sichern die Vertragsstaaten dem Kind, das f�hig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen es ber�hrenden Angelegenheiten frei zu �ussern, und ber�cksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. Zu diesem Zweck wird dem Kind insbesondere Gelegenheit gegeben, in allen das Kind ber�hrenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften geh�rt zu werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind Kinder (im Rahmen von Scheidungsverfahren) aus kinderpsychologischen Gr�nden grunds�tzlich erst etwa ab dem 6. Altersjahr pers�nlich anzuh�ren (BGE 131 III 553 E. 1.2). Zudem verlangt Art. 12 KRK dort, wo das Verfahren haupts�chlich schriftlich ist, wie namentlich im ausl�nderrechtlichen Verfahren, nicht zwingend, dass das Kind pers�nlich angeh�rt wird, sofern sein Gesichtspunkt angemessen, d.h. durch eine schriftliche Erkl�rung des Kindes selber oder seines Vertreters ausgedr�ckt werden kann (Urteile 2C_746/2009 vom 16. Juni 2010 E. 4.1; 2A.195/2006 vom 7. Februar 2007 E. 3). Vorliegend wurden die Interessen des Kindes durch die Beschwerdef�hrerin, welche seine gesetzliche Vertreterin und anwaltlich vertreten ist, im Verfahren eingehend vorgebracht. Die Vorinstanz durfte deshalb auf eine pers�nliche Anh�rung verzichten, zumal das Kind im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils erst gut sechs Jahre alt war.
4.4.2 Sodann kritisiert die Beschwerdef�hrerin, dass die Vorinstanz sich auf das �ffentliche Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik bezogen habe; ein solches Interesse finde keine rechtliche Grundlage und d�rfe weder im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG noch von Art. 8 Ziff. 2 EMRK ber�cksichtigt werden.
Die Vorinstanz hat sich entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerin nicht im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, sondern im Rahmen der W�rdigung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf das �ffentliche Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik berufen. In diesem Rahmen ist die Begrenzung der Einwanderung ein anerkanntes und zul�ssiges �ffentliches Interesse, welches zur Einschr�nkung des Rechts auf Familienleben f�hren kann (BGE 137 I 284 E. 2.1 S. 288; 135 I 143 E. 2.2 S. 147).
Die Kritik der Beschwerdef�hrerin ist daher unbegr�ndet.
4.4.3 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, ein allf�lliges Interesse an restriktiver Einwanderungspolitik h�tte gegen�ber dem Kindeswohl zur�ckzutreten. Angesichts der Betreuungsbed�rftigkeit des Kindes und der Unm�glichkeit, die Betreuung in der T�rkei zu gew�hrleisten, werde den Art. 11 und 13 BV, Art. 3, 6 und 16 KRK sowie Art. 8 EMRK nur dann geb�hrend Rechnung getragen, wenn Kind und Mutter in der Schweiz bleiben k�nnten.
Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vorne E. 4.2 und 4.3) ist jedoch die Behandlung des Sohnes grunds�tzlich auch in der T�rkei m�glich. Soweit die medizinische Versorgung im Heimatland gew�hrleistet ist, kann sich der Ausl�nder auch im Lichte von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG oder Art. 8 EMRK regelm�ssig nicht darauf berufen, dass die Versorgung in der Schweiz einem h�heren Standard entspricht (BGE 128 II 200 E. 5.3 S. 209; Urteil 2C_925/2011 vom 22. Juni 2012 E. 5.3 [mit Hinweisen]). Auch die verfassungs- und staatsvertragsrechtliche Pflicht zur Wahrung des Kindeswohls gibt keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung in demjenigen Land, in welchem der h�chste Standard der medizinischen Behandlung gew�hrleistet ist. Dem Sohn ist daher grunds�tzlich zumutbar, zusammen mit seiner sorgeberechtigten Mutter auszureisen.
4.4.4 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich schliesslich darauf, dass ihr Sohn bei einer Ausreise aus der Schweiz den Kontakt zum hier niedergelassenen Vater nicht mehr aufrechterhalten k�nne.
Das unm�ndige Kind teilt grunds�tzlich schon aus familienrechtlichen Gr�nden (Art. 25 Abs. 1 und Art. 301 Abs. 3 ZGB; BGE 133 III 505 E. 3.3; Urteil 2C_31/2007 vom 27. Juli 2007 E. 2.5) das ausl�nderrechtliche Schicksal des sorgeberechtigten Elternteils und hat gegebenenfalls mit diesem das Land zu verlassen, wenn der Elternteil keine Bewilligung (mehr) hat. Ist dem Kind die Ausreise zumutbar (was grunds�tzlich zu bejahen ist, wenn es sich im anpassungsf�higen Alter befindet), liegt gar kein Eingriff in das Familienleben vor (BGE 135 I 153 E. 2.1; 122 II 289 E. 3c; Urteil 2C_656/2011 vom 8. Mai 2012 E. 3.2). Etwas anderes gilt, wenn das Kind das Schweizer B�rgerrecht besitzt, weil es dann einen staatsb�rgerrechtlichen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz hat (Art. 24 und 25 BV; BGE 135 I 153 E. 2.2.3); es bedarf alsdann besonderer - namentlich ordnungs- und sicherheitspolizeilicher - Gr�nde, um die mit der Ausreise f�r das Schweizer Kind verbundenen weitreichenden Folgen zu rechtfertigen (BGE 137 I 247 E. 4.2.1; Urteil 2C_173/2011 vom 24. Juni 2011, RTiD 2012 I S. 120, E. 4 und 5). Dies gilt jedoch nicht f�r Kinder ohne schweizerisches B�rgerrecht, da bei diesen keine spezifischen b�rgerrechtlichen �berlegungen zu ber�cksichtigen sind (BGE 137 I 247 E. 4.2.3; Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 3.2.2); hier gen�gt die Zumutbarkeit der Ausreise des Kindes f�r eine Bewilligungsverweigerung an den sorge- bzw. obhutsberechtigten Elternteil, wobei die M�glichkeit der Aus�bung des Besuchsrechts des in der Schweiz anwesenheitsberechtigten anderen Elternteils sachgerecht mitber�cksichtigt werden kann (BGE 137 I 247 E. 4.2.3). Nach der Rechtsprechung hat der nicht sorge- oder obhutsberechtigte Elternteil gest�tzt auf Art. 8 EMRK ausnahmsweise einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn er sich tadellos verhalten hat und zwischen ihm und seinem Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die - w�rde eine Bewilligung verweigert - wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in welches der Ausl�nder vermutlich auszureisen h�tte, praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte (BGE 137 I 247 E. 4.2.3; Urteil 2C_336/2012 vom 3. August 2012 E. 3.2). Geht es umgekehrt darum, dass der sorge- oder obhutsberechtigte Elternteil seine Bewilligung einzig zur Erleichterung der Aus�bung des Besuchsrechts zwischen dem Kind und dem anderen Elternteil erh�ltlich machen will, so ist mit noch gr�sserer Zur�ckhaltung auf eine Pflicht zu schliessen, ihm eine Bewilligung zu erteilen, als im Falle des besuchsberechtigten Ausl�nders, der selber, im Hinblick auf die Aus�bung seines Besuchsrechts, um die Bewilligung nachsucht (BGE 137 I 247 E. 4.2.3).
Vorliegend hat der Vater des Sohnes nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen weder in wirtschaftlicher noch in affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Sohn: Er hat ihm gegen�ber keine Unterhaltspflicht (mit Ausnahme einer Weiterleitung allf�lliger Kinderzulagen und der Kinderrente der IV) und sein Besuchsrecht �berschreitet jedenfalls nicht das �bliche Mass. Unter diesen Umst�nden k�nnte nach der dargelegten Rechtsprechung der Vater aus der Beziehung zum Kind keinen Anspruch auf Bewilligung ableiten; umso weniger kann dies die Beschwerdef�hrerin f�r sich selber tun, um dem Sohn die Aus�bung des Besuchsrechts zu erm�glichen.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die unterliegende Beschwerdef�hrerin tr�gt grunds�tzlich die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es kann ihr jedoch die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gew�hrt werden, da sie bed�rftig ist und die Beschwerde nicht aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird der Beschwerdef�hrerin F�rsprecher Christian Fl�ckiger als Rechtsbeistand beigegeben. F�rsprecher Fl�ckiger wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt f�r Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 85
 Art. 43
 Art. 50
e contrario
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 50
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 Art. 77
 Art. 50
 Art. 4
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 Art. 42
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 Art. 12
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