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Timestamp: 2019-06-16 03:45:51+00:00

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BVerwG, 22.01.2004 - 4 A 4.03 - dejure.org
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BVerwG, 22.01.2004 - 4 A 4.03 (https://dejure.org/2004,757)
BVerwG, Entscheidung vom 22.01.2004 - 4 A 4.03 (https://dejure.org/2004,757)
BVerwG, Entscheidung vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 (https://dejure.org/2004,757)
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GG Art. 3 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4, Art. 95; VerkPBG § 1 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 11; BNatSchG § 61 Abs. 3; FStrG § 17 Abs. 1 Satz 2; FHH-RL Art. 4 Abs. 1
Straßenbauvorhaben; Planfeststellung; gerichtliche Überprüfung; erstinstanzliche Zuständigkeit des BVerwG; Vereinsklage; Präklusion; potenzielles FFH-Gebiet; faktisches Vogelschutzgebiet; Abwägungsgebot; Naturschutzbelange.
Straßenbauvorhaben; Planfeststellung; gerichtliche Überprüfung; erstinstanzliche Zuständigkeit des BVerwG; Vereinsklage; Präklusion; potenzielles FFH-Gebiet; faktisches Vogelschutzgebiet; Abwägungsgebot; Naturschutzbelange
Erstinstanzliche Zuständigkeit bei Streitigkeiten aus dem Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes; Vereinigungsbedingte Sonderregelungen für einen Übergangszeitraum; Präklusion eines eingetragenen Naturschutzvereins im gerichtlichen Verfahren; Belange des Naturschutzes im Planfeststellungsverfahren; Beeinträchtigung potenzieller Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) durch Straßenbauvorhaben; Maßstab für die Abwägung von Belangen des Naturschutzes und des öffentlichen Interesses
Einwendungsausschluss gegenüber Straßenbauvorhaben - Straßenbauvorhaben; Planfeststellung; gerichtliche Überprüfung; erstinstanzliche Zuständigkeit des BVerwG; Vereinsklage; Präklusion; potenzielles FFH-Gebiet; faktisches Vogelschutzgebiet; Abwägungsgebot; Naturschutzbelange
Vereinsklage bei potentiellem FFH-Gebiet
NVwZ 2004, 861
DVBl 2004, 655
BauR 2004, 964
ZfBR 2004, 479 (Ls.)
vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, NVwZ 2004, 861, juris Rn. 27 (zu § 61 BNatSchG a.F.), Beschlüsse vom 12. April 2005 - 9 VR 41.04 -, NVwZ 2005, 943, juris Rn. 31, m.w.N., und vom 9. August 2010 - 9 B 10.10 -, Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 12, juris Rn. 8; vgl. auch Nolte, juris PR-BVerwG 7/2008 Anm. 1, S. 3.
Ob und inwieweit darüber hinaus die in der Rechtsprechung des BVerwG, vgl. Urteile vom 14. Juli 2011 - 9 A 12.10 -, NuR 2011, 866, juris Rn. 19 ff. m.w.N. und vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, juris Rn. 26 f., entwickelten Grundsätze zur Präklusion von Einwendungen anerkannter Naturschutzvereinigungen auf § 2 Abs. 1 Nr. 3 UmwRG übertragbar sind, bedarf keiner Vertiefung.
Die zur Präklusion von Einwendungen anerkannter Naturschutzvereinigungen gemäß § 61 Abs. 3 BNatSchG 2002 von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze (vgl. Urteil vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27 f.) sind auf die spezialgesetzliche Neuregelung des § 17a Nr. 7 Satz 2 FStrG uneingeschränkt übertragbar.
Mit der Präklusionsregelung sollen die Vereinigungen angehalten werden, bereits im Verwaltungsverfahren ihre Sachkunde einzubringen; zugleich soll der von der Verwaltungsentscheidung Begünstigte vor einem überraschenden Prozessvortrag geschützt werden (Urteile vom 27. Februar 2003 - BVerwG 4 A 59.01 - BVerwGE 118, 15 und vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27 f.;… Beschluss vom 23. November 2007 - BVerwG 9 B 38.07 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 7 Rn. 31).
Erforderlich ist aber eine kritische Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten (Urteil vom 22. Januar 2004 a.a.O.;… Beschlüsse vom 12. April 2005 - BVerwG 9 VR 41.04 - juris Rn. 31 …und vom 23. November 2007 a.a.O.).
Erwünscht und gefordert ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten (Urteil vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27).
§ 61 Abs. 3 BNatSchG 2002 begründet ebenso wie § 17 Abs. 4 Satz 1 FStrG eine materielle Präklusion im nachfolgenden Klageverfahren (vgl. Senatsurteil vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - zur Veröffentlichung bestimmt) und ist hier gemäß § 69 Abs. 5 Nr. 2 BNatSchG 2002 anzuwenden, weil der angefochtene Planfeststellungsbeschluss nach dem 1. Juli 2000 erlassen wurde.
In seinem Urteil vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - hat der Senat die Anforderungen an präklusionsverhindernde Einwendungen dahin präzisiert, dass zumindest Angaben des Vereins zu dem durch das Vorhaben betroffenen Schutzgut und zur Art drohender Beeinträchtigungen erforderlich sind.
Zwingend ist eine Gebietsmeldung nur, wenn und soweit die fraglichen Flächen die von der Habitatrichtlinie vorausgesetzte ökologische Qualität zweifelsfrei aufweisen (Urteile vom 31. Januar 2002 - BVerwG 4 A 15.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 168 S. 102 und vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 31).
Die Präklusion dient der Rechtssicherheit, namentlich dem gesteigerten Bedürfnis des Vorhabenträgers nach Schutz und Beständigkeit der unter Drittbeteiligung zu Stande gekommenen Zulassungsentscheidung; zugleich soll der in der Verwaltungsentscheidung Begünstigte vor einem überraschenden Prozessvortrag geschützt werden (Urteile vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27 f., vom 14. April 2010 - BVerwG 9 A 5.08 - BVerwGE 136, 291 = Buchholz 451.91 Europ. UmweltR Nr. 45, jeweils Rn. 107 …und vom 14. Juli 2011 - BVerwG 9 A 12.10 - BVerwGE 140, 149 Rn. 25 f.;… Beschluss vom 23. November 2007 - BVerwG 9 B 38.07 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 7 Rn. 31).
Für die Anwendung der Kriterien ist den zuständigen Stellen ein fachlicher Beurteilungsspielraum eingeräumt; zwingend ist eine Gebietsmeldung nur, wenn und soweit die fraglichen Flächen die von der Habitatrichtlinie vorausgesetzte ökologische Qualität zweifelsfrei aufweisen (Urteile vom 31. Januar 2002 - BVerwG 4 A 15.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 168 S. 102 und vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 31).
Die Bestimmung begründet eine materielle Präklusion im nachfolgenden Klageverfahren (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266; Urteil vom 1. April 2004 - 4 C 2/03 -, BVerwGE 120, 276).
Je umfangreicher und intensiver die vom Vorhabenträger bereits erfolgte Begutachtung und fachliche Bewertung ausgearbeitet ist, umso intensiver muss auch die Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material ausfallen (BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266; Beschlüsse vom 12. April 2005 - 9 VR 41.04 -, UPR 2006, 26, und vom 23. November 2007 - 9 B 38.07 -, juris).
Erforderlich ist aber eine kritische Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266; Urteil vom 1. April 2004 - 4 C 2.03 -, BVerwGE 120, 276; BVerwG, Urteil vom 12. April 2005 - 9 VR 41/04 -, UPR 2006, 26).
Dem Vorhabenträger und der Planfeststellungsbehörde muss aufgrund der Einwendungen des Vereins hinreichend deutlich werden, aus welchen Gründen zu welchen im Einzelnen zu behandelnden Fragen weiterer Untersuchungsbedarf besteht oder einer Wertung nicht gefolgt werden kann (BVerwG, Urteil vom 1. April 2004 - 4 C 2.03 -, BVerwGE 120, 276; Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266).
Zum Erhalt der Einwendungen können nur Angaben führen, die für die Planfeststellungsbehörde erkennbar machen, welche örtlichen Vorkommen von Tier- oder Pflanzenarten - trotz der im Landschaftspflegerischen Begleitplan bereits geleisteten Vorarbeit - noch eine nähere Betrachtung verdienen (vgl. Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266 und BVerwG, Beschluss vom 23. November 2007 - 9 B 38.07 -, juris).
Die Regelung des § 61 Abs. 3 BNatSchG begründet eine materielle Präklusion im nachfolgenden Klageverfahren (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266; Urteil vom 1. April 2004 - 4 C 2.03 -, BVerwGE 120, 276).
Je umfangreicher und intensiver die vom Vorhabensträger bereits erfolgte Begutachtung und fachliche Bewertung ausgearbeitet ist, umso intensiver muss auch die Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material ausfallen (BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266; Beschlüsse vom 12. April 2005 - 9 VR 41.04 -, UPR 2006, 26, und vom 23. November 2007 - 9 B 38.07 -, juris).
Dem Vorhabensträger und der Planfeststellungsbehörde muss aufgrund der Einwendungen des Vereins hinreichend deutlich werden, aus welchen Gründen zu welchen im Einzelnen zu behandelnden Fragen weiterer Untersuchungsbedarf besteht oder einer Wertung nicht gefolgt werden kann (BVerwG, Urteile vom 1. April 2004 - 4 C 2.03 -, BVerwGE 120, 276 und vom 22. Januar 2004 - 4 A 4.03 -, UPR 2004, 266).
Durch diese Mitwirkung sollen zugleich von der Verwaltungsentscheidung Begünstigte vor einem überraschenden Prozessvortrag der Verbände geschützt werden (Urteile vom 27. Februar 2003 - BVerwG 4 A 59.01 - BVerwGE 118, 15 = Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 1 und vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 4.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27 f.;… Beschluss vom 23. November 2007 - BVerwG 9 B 38.07 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 7 Rn. 31;… Urteil vom 9. Juli 2009 - BVerwG 4 C 12.07 - juris Rn. 46 in BVerwGE 134, 166 insoweit nicht abgedruckt).
Erforderlich ist aber eine kritische Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material unter natur- und umweltschutzfachlichen Gesichtspunkten (Urteil vom 22. Januar 2004 a.a.O. S. 28;… Beschlüsse vom 12. April 2005 a.a.O. juris Rn. 31 …und vom 23. November 2007 a.a.O. Rn. 31).
Die Vorinstanz verweist dazu auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 61 Abs. 3 BNatSchG (Urteil vom 22. Januar 2004 BVerwG 4 A 4.03 Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 4 S. 27 f.; Beschluss vom 12. April 2005 BVerwG 9 VR 41.04 Buchholz 407.3 § 5 VerkPBG Nr. 16 = DVBl 2005, 916 ), wonach sich ein anerkannter Naturschutzverein die spätere Klagemöglichkeit nur insoweit offenhalten kann, als er im Rahmen seiner Rügeobliegenheit zumindest Angaben dazu macht, welches Schutzgut durch ein Vorhaben betroffen wird und welche Beeinträchtigungen ihm drohen.
Dazu gehören zumindest Angaben, die für die Planfeststellungsbehörde erkennbar machen, welche örtlichen Vorkommen von Tier- oder Pflanzenarten trotz der im Landschaftspflegerischen Begleitplan bereits geleisteten Vorarbeit noch eine nähere Betrachtung verdienen (vgl. Urteil vom 22. Januar 2004 BVerwG 4 A 4.03 a.a.O.).
BVerwG, 09.08.2010 - 9 B 10.10
Grundsatz des rechtlichen Gehörs; Präklusion; Sachkunde der Naturschutzverbände …
VG Düsseldorf, 30.11.2004 - 3 K 4707/02
Abwehranspruch gegen ein planfestgestelltes Abbauvorhaben

References: Art. 3
 Art. 19
 Art. 95
 § 1
 § 5
 § 11
 § 61
 § 17
 Art. 4
 § 61
 § 61
 § 2
 § 61
 § 61
 § 17
 § 61
 § 61
 § 61

§ 61
 § 17
 § 69
 § 17
 § 61
 § 61
 § 61
 § 17
 § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 § 5