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Einwohnergemeinde Lauterbrunnen. Reglement - PDF
Einwohnergemeinde Lauterbrunnen. Reglement
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1 75. G Einwohnergemeinde Lauterbrunnen Reglement für die Übertragung der Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung von der Gemeinde an die Wassergenossenschaften der Bezirke - Gimmelwald - Lauterbrunnen - Mürren - Stechelberg - Wengen
2 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Rechtliches / Präambel Gestützt auf Art. 64, Art. 68 Gemeindegesetz GG überträgt die Einwohnergemeinde Lauterbrunnen, handelnd durch den Gemeinderat die öffentliche Wasserversorgung an die Wasserversorgungsgenossenschaften der Bezirke - Lauterbrunnen; - Wengen; - Mürren; - Gimmelwald und Stechelberg, handelnd durch den jeweiligen Vorstand Inhalt und Zweck Art. Der Wasserversorgungsgenossenschaft Lauterbrunnen in der Gemeinde Lauterbrunnen im Bezirk Lauterbrunnen; Der Wasserversorgungsgenossenschaft Wengen in der Gemeinde Lauterbrunnen im Bezirk Wengen; Der Wasserversorgungsgenossenschaft Mürren in der Gemeinde Lauterbrunnen im Bezirk Mürren; Der Wasserversorgungsgenossenschaft Gimmelwald in der Gemeinde Lauterbrunnen im Bezirk Gimmelwald; Der Wasserversorgungsgenossenschaft Stechelberg in der Gemeinde Lauterbrunnen im Bezirk Stechelberg; wird die Pflicht und das Recht übertragen, in ihrem Versorgungsgebiet ausschliesslich die öffentlichen Wasserversorgngsaufgabe zu erfüllen. Sie hat dazu stets Wasser in ausreichender Menge und einwandfreier Qualität abzugeben. Vorbehalten bleiben Einschränkungen gemäss kantonalem Wasserversorgungsgesetz. Die Wasserversorgungsgenossenschaften haben in ihren Versorgungsgebieten auch den Hydrantenlöschschutz nach den Vorschriften der Gebäudeversicherung sicherzustellen. Sie ziehen bei Bedarf die Feuerwehrkommission ) der Gemeinde, oder des Bezirkes, als beratendes Organ bei. Regelungen Finanzierung Art. Die Wasserversorgungsgenossenschaften haben zur Ausübung ihrer Aufgabe Statuten, ein Reglement und einen Tarif zu erlassen, die mit diesem Reglement nicht in Widerspruch stehen dürfen. Die Rechtsgrundlagen sind durch das kantonale Wasser- und Energiewirtschaftsamt zu genehmigen. Art. Die Wasserversorgung, einschliesslich der Bereitstellung des Wassers für den Hydrantenlöschschutz, muss finanziell selbsttragend ausgestaltet werden. Die Genossenschaften führen eine Spezialfinanzierung. Die jährliche Einlage muss in einem angemessenen Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert und zur Lebensdauer der Anlagen stehen. Die Einlagen in die Spezialfinanzierung müssen die dauernde Werterhaltung der Anlagen gewährleisten. Sie sind vorab für die Abschreibungen zu verwenden. ) Fassung vom
3 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Gebührenerhebu ng Art. 4 Durch die Erfüllung einer öffentlichrechtlichen Aufgabe werden die Genossenschaften ermächtigt, von allen Wasserbezügern anstelle der Gemeinde Gebühren und Beiträge zu erheben. Das weitere, insbesondere die Höhe der Gebühren und Beiträge, sind in den jeweiligen Wasserversorgungsreglementen und Tarifblättern festgelegt. Die Gebührenerhebung erfolgt gemäss den Vorschriften des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege. Einmalige Abgaben Wiederkehrende Gebühren Art. 5 Die einmaligen Anschlussgebühren sind aufgrund der Belastungswerte (BW) nach SVGW und des gesamten umbauten Raumes der anzuschliessenden Liegenschaft zu erheben. Die Berechnung des umbauten Raumes erfolgt gemäss Baureglement der Gemeinde Lauterbrunnen. ) Art. 6 Die wiederkehrende Grund- und Verbrauchsgebühr sind so anzusetzen, dass der Ertrag aus der Grundgebühr den Erhalt der Anlage und der Ertrag aus der Verbrauchsgebühr die Kosten des Betriebes finanziert. Eine degressive Tarifgestaltungen ist möglich. ) ) Für die Berechnung der jährlich wiederkehrenden Gebühren (Grund und/oder Verbrauchsgebühr) kann eine der folgende Bemessungsgrundlagen angewendet werden: a) BW + ur + m (Grund + Verbrauchsgebühr) b) BW + m (Grund + Verbrauchsgebühr) c) m (Jahresgebühr) Der Wasserverbrauch wird mittels Wasseruhr ermittelt. Wo eine Wasseruhr aus wichtigen Gründen fehlt oder nicht installiert werden kann, wird eine erweiterte Gebühr (Grund- oder Jahresgebühr) erhoben. Der für die Erweiterung der Gebühr anzuwendende Faktor wird im Gebührentarif festgelegt. Steht die geschuldete Gebühr bei einem Benutzerkreis in einem Missverhältnis zum Wasserbezug, kann für diesen Benutzerkreise ein separater Faktor festgelegt werden. ) Löschgebühr ) (einmalig) Art. 7 Für geschützte Gebäude im Umkreis von 00 m vom nächsten Hydranten, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind, haben die jeweiligen EigentümerInnen oder Baurechtsberechtigten eine einmalige Löschgebühr ) zu entrichten. Die Löschgebühr ) wird nach dem gesamten umbauten Raum berechnet. Die Berechnung des umbauten Raumes erfolgt gemäss Baureglement der Gemeinde Lauterbrunnen. ) ) Fassung vom
4 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Bei einer Vergrösserung des umbauten Raumes ist eine Nachzahlung der Löschgebühr ) geschuldet. Bei einer Verkleinerung des umbauten Raumes erfolgt keine Rückerstattung. 4 Im Brandfall oder bei Gebäudeabbruch werden die bisher bezahlten einmaligen Abgaben angerechnet, wenn innert 5 Jahren mit dem Neuaufbau begonnen wird. Löschgebühr ) (wiederkehrend) 5 Für geschützte Gebäude im Sinn von Art. 7 Abs. haben die jeweiligen GrundeigentümerInnen oder Baurechtsberechtigten jährliche Löschgebühren zu bezahlen. Sie werden aufgrund des umbauten Raumes erhoben. Die Berechnung des umbauten Raumes erfolgt gemäss Baureglement der Gemeinde Lauterbrunnen. ) 6 Die Höhe der wiederkehrenden Löschgebühren ist im Tarifblatt der jeweiligen Wassergenossenschaft festgelegt. Datenaustausch Art. 8 Die Gemeinde stellt den Wassergenossenschaften die für die Erfüllung der Aufgaben nötigen Daten kostenlos zur Verfügung. Die Wassergenossenschaften stellen der Gemeinde den Zählerstand der Wasserzähler kostenlos zur Verfügung Zurverfügungstell ung von öffentlichem Grund und Boden Planwerk Ortsplanung Anwendbares Recht Art. 9 Die Wassergenossenschaften haben das Recht, für das Verlegen von Leitungen der Wasserversorgung den öffentlichen Grund und Boden sowie bestehende und künftige öffentliche Strassen, Trottoirs, Wege, Brücken und Plätze unentgeltlich zu benützen. Art. 0 Die Wassergenossenschaften haben der Gemeinde einen Plansatz der vorhandenen Leitungspläne zur Verfügung zu stellen. Die Pläne sind periodisch durch die Wassergenossenschaften nachzuführen. Art. In die Ortsplanungen werden die in ihrem Versorgungsperimeter betroffenen Wassergenossenschaften einbezogen. Art. Die Genossenschaften untersteht hinsichtlich ihrer Organisation den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts. Hinsichtlich der Erfüllung ihrer Aufgabe untersteht sie den Bestimmungen über die öffentliche Wasserversorgung, insbesondere dem Wasserversorgungsgesetz. Die Gemeinde hat ein Aufsichtsrecht über die Tätigkeit der Wassergenossenschaften. Zur Wahrnehmung der Aufsicht durch die Gemeinde, steht ihr im Vorstand der Wasserversorgungsgenossenschaften ein Sitz zu. ) Fassung vom
5 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Kündigung Art. Der Vertrag wird fest auf 0 Jahre, mit einer vorgängigen Kündigungsfrist von drei Jahren, abgeschlossen. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag stillschweigend jeweils um weitere zehn Jahre. Die Gemeinde (Gemeindeversammlung) kann diesen Vertrag aus wichtigen Gründen jederzeit zugunsten einer Übernahme der Wasserversorgung durch die Gemeinde kündigen. Zugänglichkeit der Hydranten Formulare Meldepflicht Streitigkeiten Bussen Nachzahlung Schluss / Übergangsbestim mungen Art. 4 Die Gemeinde ist für die Markierung und Zugänglichkeit der Hydranten im Winter verantwortlich. Art. 5 Der Gemeinderat erlässt, auf Antrag der Wasserkommissionen, in einer Verordnung Formulare zur Erfassung der Grundlagen für die Belastungswerte. Art. 6 Die Grundeigentümer sind verpflichtet den Wassergenossenschaften oder der Gemeinde sechs Monate nach Vornahme von Änderungen diese zu melden. Art. 7 Streitigkeiten, die sich aus diesem Vertrag ergeben, werden durch die ordentlichen Verwaltungsjustizbehörden entschieden. Art. 8 Wer vorsätzlich falsche Angaben zur Berechnung der Belastungswerte macht, oder Änderungen nicht meldet, kann mit einer Busse bis zum Betrag von Fr. 5' bestraft werden. Die Busse wird durch den Gemeinderat ausgesprochen. Hinterzogene Gebühren sind bis zu fünf Jahren rückwirkend geschuldet. Art. 9 Die erstmalige Erfassung der Belastungswerte erfolgt durch die Wassergenossenschaften in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Anfallende Kosten werden durch die Genossenschaften, respektive von der Gemeinde getragen. Die Wassergenossenschaften stellen der Gemeinde die erstmalig erfassten Belastungswerte kostenlos zur Verfügung Die Wassergenossenschaften haben ihre Statuten, Reglemente und Tarife binnen einem Jahr nach Inkraftsetzung dieses Reglements gemäss Art. anzupassen. Gemeindeeigene Wasserversorgun gen Inkrafttreten 4 Die Gemeinde verpflichtet sich, gemeindeeigene Wasserversorgungen gemäss diesem Reglements zu organisieren. Art. 0 Dieses Reglement (Vertrag) tritt nach der Genehmigung durch alle Parteien und dem Wasser- und Energiewirtschaftsamt in Kraft
6 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. So beraten und angenommen an der Gemeindeversammlung vom 9. November 00 Für die Einwohnergemeinde Lauterbrunnen Lauterbrunnen, 7. Dezember 00 Der Präsident Der Sekretär sig. J. Brunner sig. T. Graf Auflagezeugnis ) Der Gemeindeschreiber hat diese Reglementsäderung vom 0. Oktober 00 bis. Dezember 00 (dreissig Tage vor der beschlussfassenden Versammlung) öffentlich aufgelegt. Er gab die Auflage im Amtsanzeiger vom 0. Oktober 00 bekannt. Einsprachen sind während der Auflagefrist keine eingegangen. Lauterbrunnen, 5. Januar 004 Die Gemeindeschreiber: sig. T. Graf Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Lauterbrunnen Lauterbrunnen, sig. R. Schai sig. M. Steiner Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Wengen Wengen, sig. K. Gertsch sig. W. Graf ) Fassung vom
7 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Mürren Mürren, sig. H. R. Lauri sig. A. von Allmen Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Gimmelwald Gimmelwald, sig. Albert Brunner sig. R. Brunner Für die Wasserversorgungsgenossenschaft Stechelberg Stechelberg, sig. Josi Hans sig. von Allmen Heinz Genehmigungsbeschluss des Wasser- und Energiewirtschaftsamtes Genehmigt vom Wasser- und Energiewirschaftsamt Bern, 7. Juli 004 Der Vorsteher sig. J. Frei - 7 -
8 Reglement zur Sicherstellung der Wasserversorgung 75. Anhang Änderungen R Gemeindeversammlungsbeschluss vom 0..00, Anpassung Art Abs., Art. 5, Art. 6 Abs., und neu Abs., Art. 7 Abs. und 5. In Kraft ab
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References: Art. 64
 Art. 68
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 0
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 0
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 1