Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2018-07-03/sunfarming-gmbh-anleihe-totalverlustrisiko-187727
Timestamp: 2018-07-20 00:55:29+00:00

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SUNfarming GmbH-Anleihe - Totalverlustrisiko - Verbraucherschutzforum.berlin
SUNfarming GmbH-Anleihe – Totalverlustrisiko
3. Juli 2018 Fonds (Blindpools) Keine Kommentare
Wie üblich: Wenn jemand Ihr Geld haben möchte, um damit seine eigenen Geschäfte zu betreiben, so sollten Sie vorher schauen, ob Ihnen das Geschäftsmodell plausibel und das Unternehmen vertrauenswürdig erscheint. Schließlich möchten Sie ja in Ihrem eigenen Interesse das Risiko, das ja grundsätzlich besteht, minimieren.
Heute geht es um die SUNfarming GmbH, die von den Anlegern gerne 15 Millionen Euro haben würde. Daher haben wir uns einmal die Bilanz des Unternehmens angeschaut, die an sich einen ganz ordentlichen Eindruck macht. Das einzige, was wir zu bemängeln haben, ist der geringe Jahresüberschuss von nur etwas über 6.000 Euro. Wie will man mit solchen Ergebnissen Zinsen von über 6% bezahlen und zudem die Gelder an die Anleger zurückbezahlen? Das sollte man dem geneigten Anleger einmal erklären.SUNfarming GmbH
1. Rechtliche Struktur des Unternehmens
Die SUNfarming GmbH (im Folgenden „SUNfarming“ oder „Gesellschaft“ genannt) mit Sitz in 15537 Erkner, Zum Wasserwerk 12, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter der HRB-Nummer 12015 FF eingetragen. Das Stammkapital beträgt 30.000,00 EUR.
Martin Tauschke ist seit Gesellschaftsgründung alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer und befugt, Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen. Mit Verlassen der Gesellschaft im August 2016 ist Adrian Huwald nicht mehr Prokurist. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2016 wurde Karsten Balzer die Einzelprokura mit der erweiterten Befugnis zur Veräußerung sowie Belastung von Grundstücken erteilt, die zum 3. Januar 2017 rechtswirksam in das Handelsregister eingetragen wurde.
Die SUNfarming ist wesentlicher Bestandteil der Schrum-Tauschke-Unternehmensgruppe (im Folgenden „ST-Gruppe“ genannt). Die Gesellschaft hielt im Berichtsjahr Beteiligungen an folgenden Auslandsgesellschaften: SUNetik Ltd. (in Großbritannien mit 40%), SUNfarming south east europe s.r.l. (in Rumänien mit 90%) sowie bis Juni 2017 SUNfarming Polska sp.z.o.o. (in Polen mit 100%) und ist in Südafrika über eine unselbständige Betriebsstätte tätig.
2. Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle
Kerngeschäft der SUNfarming ist die Projektierung und „schlüsselfertige“ Errichtung von Photovoltaikanlagen für Investoren im In- und Ausland sowie für Projektgesellschaften innerhalb der ST-Gruppe. Im Zeitraum von der Gründung bis Ende 2016 errichtete die Gesellschaft Dach- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit einer solaren Leistung von rund 450 Megawatt (MWp). In die Projektgesellschaften der ST-Gruppe wurden im genannten Zeitraum Photovoltaikanlagen mit einer solaren Leistung von mehr als 90 MWp investiert.
Die Leistungen der SUNfarming umfassen im Kerngeschäft das gesamte Spektrum von der Akquise der Projekte, der Grundstücke und Dachflächen, der kaufmännischen, technischen und baulichen Anlagenplanung, der technologischen Auslegung, der Beschaffung einschließlich der Qualitätskontrolle der Komponenten, der Herstellung der Baureife und grundbuchdinglichen Sicherheiten, der Einholung behördlicher Genehmigungen und Gutachten sowie weiterer vertraglicher Grundlagen, u. a. mit der Bundesnetzagentur und den Energieversorgern, die Beauftragung aller Bauplanungs- und Montageleistungen sowie die Bauleitung und Steuerung der Einzelgewerke bis zur Übergabe und Abnahme der Photovoltaik-Komplettanlagen.
Darüber hinaus plant und realisiert die SUNfarming kleinere Photovoltaikanlagen für private Endkunden, für mittelständische Industrieunternehmen und Gewerbetreibende und handelt in einem geringen Umfang mit Komponenten für Solaranlagen, hier insbesondere mit Modulen, Wechselrichtern und Unterkonstruktionen. Neben der Errichtung von Solaranlagen leistet die SUNfarming Wartungs-, Monitoring- und andere Serviceleistungen vor allem für den Anlagenbestand der ST-Gruppe.
In Kooperationen mit Kommunen, öffentlichen Verwaltungen und landwirtschaftlichen Betrieben werden Solarprojekte zur dezentralen Direktstromerzeugung und Eigenstromnutzung umgesetzt. Die Direktstrom-Konzepte basieren überwiegend auf Investitionen von Solaranlagen innerhalb der ST-Gruppe. Diese werden nach Fertigstellung von Kommunen, Landwirtschaftsbetrieben und energieintensiven Nutzern langfristig gepachtet und betrieben, um so durch eine eigene Stromerzeugung die Stromkosten stabilisieren und senken zu können. Die Investitionen sind zusätzlich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (im Folgenden „EEG“ genannt) abgesichert. Die Anlagen haben somit einen hohen Nutzen, ohne auf eine Einspeisevergütung oder andere staatliche Fördermaßnahmen unmittelbar angewiesen zu sein.
Ziel der SUNfarming ist es, zukünftig verstärkt weitere derartige Geschäftsmodelle für den deutschen Markt zu entwickeln, die mehr und mehr von politischen Regulierungen und öffentlichen Förderungen unabhängig sind.
Im Ausland ist die SUNfarming überwiegend als Subauftragnehmer für Beteiligungsgesellschaften der ST-Gruppe tätig und liefert sowohl Komplettanlagen als auch Teilkomponenten für die Photovoltaikanlagen. Im Berichtsjahr waren es vor allem Projekte in England und der Türkei.
Märkte und Absatz
Wesentliche Treiber für den Ausbau der Photovoltaik als Energiequelle sind politischer Natur. Viele Staaten wollen die Photovoltaik aus energiepolitischen oder sozioökonomischen Motiven stärken und den Anteil der Photovoltaik in ihrem Energiemix fördern bzw. weiter steigern. Andererseits wird die staatliche Förderung von Photovoltaik für kleine mittelständische Unternehmen spürbar reduziert, während gleichzeitig die Energiekonzerne enorme Zuschüsse u. a. für den Ausbau von Stromnetzen und Speicherkapazitäten erhalten. Das ist sowohl in Deutschland als auch in England zu konstatieren, wo die SUNfarming momentan aktiv ist.
Wie auch in den Vorjahren haben sich die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien in Deutschland weiter verschlechtert. Das trifft insbesondere die kleinen mittelständischen Unternehmen der Branche. SUNfarming muss daher schnell und flexibel auf den raschen Wandel des Solarmarktes reagieren. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft an Ausschreibungen im Rahmen der gesetzlich neu eingeführten Freiflächenausschreibungsverordnung teilgenommen und die Erfahrungen gemacht, dass diese Verfahren der Umsetzung von Großprojekten für Photovoltaikanlagen kein tragfähiges wirtschaftliches Konzept für die SUNfarming darstellen.
Darüber hinaus wurde das EEG im Berichtszeitraum dahingehend negativ verändert, dass einzelne Freiflächen-Photovoltaikprojekte mit einer solaren Leistung von mehr als 750 kWp außerhalb der neu eingeführten Freiflächenausschreibungsverordnung mit einem gesetzlich geregelten Vergütungssatz nur noch bis zum 31. Dezember 2016 umsetzbar waren.
Insbesondere im 4. Quartal 2016 unternahm die SUNfarming erhebliche Anstrengungen, um die bereits entwickelten Photovoltaikprojekte von rund 25 MWp bis zur vorgenannten Frist EEG-vergütungskonform fertig zu stellen.
Die SUNfarming geht in den Folgejahren bis 2019 von den aktuellen Rahmenbedingungen der EEG-Förderungen aus. Damit verbunden ist einer Reduzierung der staatlichen Vergütung für den produzierten Strom aus Photovoltaikanlagen auf dem deutschen Markt entsprechend dem jeweiligen Zubau von Solarstromanlagen. Die Investoren von Photovoltaikanlagen forcieren daher momentan die Projektentwicklung in Deutschland auf sonstigen baulichen Anlagen im Sinne des EEG (ehemalige Deponien, Tagebaue, Kiesgruben o. ä.) sowie auf größeren Dachflächen, um in den Genuss erhöhter EEG-Vergütungssätze zu gelangen. Nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen im EEG können Photovoltaikanlagen mit einer Leistungsgröße von maximal je 750 kWp in Kombination von Freiflächen- und Dachanlagen parallel errichtet werden, in Summe maximal 1.500 kWp an einem Standort. Nach weiteren 12 Monaten sind hier Anlagenerweiterungen von nochmals maximal je 750 kWp möglich. Auf allen anderen Freiflächen, wie Konversionsflächen oder Flächen im 110 m-Streifen von Autobahnen und Bahnstrecken, gilt eine Sperrfrist für Erweiterungen von 24 Monaten.
In der Absatzplanung für Deutschland prognostiziert die SUNfarming für das Geschäftsjahr 2017 einen Rückgang auf ca. 13 Mio. EUR, leicht steigend auf ca. 18 Mio. EUR in den Folgejahren. Ein entsprechender Auftragsvorlauf für die Jahre 2017 und 2018 ist vorhanden. Der Rückgang ist insbesondere auf die EEG-bedingte Umstellung in der Projektentwicklung von größeren MW-Projekten hin zu maximal 0,75 MW-Projektgrößen ab dem 1.1.2017 zurückzuführen. Die Steigerung in den Jahren 2018 und 2019 zeigt aber, dass die SUNfarming hier wieder wachsende Projektvolumina im Vorlauf hat. Die Verkaufserlöse je kWp-Leistung werden auf Grund der weiter leicht sinkenden EEG-Vergütungssätze, aber auch leicht steigender Refinanzierungssätze weiter unter Druck geraten. Ausgehend von nur mäßigen Preisveränderungen in der Beschaffung werden sich die Margen weiter reduzieren. Sinkenden Modulpreisen stehen steigende Rohstoffpreise für Stahl, Aluminium und Kupfer und wachsende Aufwendungen für die Montage-, Bauplanungs- und Projektnebenleistungen aufgrund der geringeren Einzelprojektgröße gegenüber. Es müssen auch deutlich mehr Einzelprojekte umgesetzt werden, um adäquate Umsatzerlöse wie in der Vergangenheit zu erwirtschaften. Die SUNfarming stellt sich der Herausforderung, weitere Kostensenkungspotentiale zu erschließen und die Personalkapazitäten zu optimieren.
Insofern die Anzahl der einzelnen Photovoltaikprojekte zunimmt, verlängern sich die Bearbeitungszeiten bei den regionalen Netzversorgungsunternehmen und den Bauplanungsbehörden. Für die SUNfarming bedeutet das einen deutlich längeren Zeitraum von der Auftragsübernahme bis zur Inbetriebsetzung und dem damit verbundenen zahlungswirksamen Verkauf fertiggestellter Anlagen an die Investoren.
Um das operative Geschäft der SUNfarming aufgrund der zunehmenden Projektentwicklungsdauer langfristig zu stabilisieren, sind zunehmend Zwischenfinanzierungen (sogenannte „Construction Bridge Finances“, ähnlich einer Bauträgerfinanzierung) erforderlich. Hierzu bedarf es Risikokapitalgeber, die die Phasen der Projektentwicklung bis zur Baureife längerfristig finanziell unterstützen. Hier hat die SUNfarming erste Finanzierungspartner aus dem Segment Private Equity Ende 2016 gewinnen können. Mit weiteren potentiellen Finanzierungspartnern ist die Gesellschaft bereits in aussichtreichen Verhandlungsgesprächen.
In England wurde die staatliche Förderung für Photovoltaikanlagen zum 31. März 2016 nochmals reduziert. Gleichzeitig wurde die maximale Leistungsgröße einer einzelnen Photovoltaikanlage auf unter 5 MWp beschränkt. Die SUNfarming hat die im Joint-Venture mit der britischen SUNetik Ltd. geplanten und in 2016 entwickelten Projekte bis zum Frühjahr 2017 umgesetzt. In den Folgejahren geht die SUNfarming, auch unter den Prämissen des bevorstehenden BREXIT, von keinem planbaren Projektgeschäft in England aus, wird dennoch die Positionierung auf dem britischen Markt halten. Unter anderem ist es das Ziel, das Service & Wartungsgeschäft unter dem Joint Venture SUNetik auszubauen, gegebenenfalls den Erwerb von bereits in Betrieb genommenen Photovoltaikanlagen zu forcieren, um auch in Großbritannien ein eigenes Portfolio an Bestandsanlagen aufzubauen. Dazu laufen bereits Vorbereitungen mit potentiellen Kapitalgebern wie Private Equity Funds und lokalen Banken.
Der Markt für Erneuerbare Energien in Rumänien hat sich leider nicht verbessert. Aufgrund der politischen und finanziellen Situation des Landes sind viele Investoren nur noch wenig von der Sicherheit der Garantien staatlicher Förderungen überzeugt. Insbesondere sind staatlich vergebene „Grüne Zertifikate“ nicht bzw. nur mit deutlichen Abschlägen veräußerbar, so dass eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit aus heutiger Sicht nicht darstellbar ist. Die Umsetzung des seit mehr als zwei Jahren entwickelten Solarprojektes CODLEA wird daher auch vom chinesischen Kooperations- und Finanzierungspartner Astronergy als schwer realisierbar bewertet. Lediglich der Verkauf des Projektrechtes gegen ein geringes Entgelt könnte noch eingeplant werden. Für die SUNfarming erwarten wir daraus jedoch zukünftig keine Erträge.
Die Projektentwicklung von Photovoltaikanlagen in der Türkei wurde im abgelaufenen Berichtsjahr in der ST-Gruppe weiter forciert. Allerdings erfordert die Erfüllung der rechtlichen, technologischen und finanziellen Bedingungen mehr Umsetzungszeit, so dass die SUNfarming erst in 2017 als Subunternehmen die wesentlichen Komponenten der ersten Photovoltaikanlagen liefern wird. Insgesamt sind 13 Einzelprojekte mit einer Leistungskapazität von rund 16 MWp im Auftragsvorlauf, wovon 12 MWp in 2017 und 4 MWp im Jahr 2018 umgesetzt werden.
Die SUNfarming setzt auch weiterhin auf den ausgewählten und langjährig bestehenden Lieferantenkreis von Markenherstellern und sichert insbesondere durch die Qualitätskontrolle der Solarmodulproduktion einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard, den sie durch das SUNfarming-Gütesiegel auf den Solarmodulen dokumentiert und garantiert („German Quality Controlled“).
Qualitativ hochwertige und langlebige Solarmodule sind das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Der Anteil von Modulen umfasst etwa die Hälfte der Gesamtinvestition. Insofern sind hier Markt- und Preisveränderungen sehr sensibel. Für den europäischen Markt bestanden im Berichtsjahr immer noch die Handelsbeschränkungen und Preisuntergrenzen für Solarmodule aus China. Daher hat die SUNfarming den überwiegenden Moduleinkauf mit ihrem chinesischen Hauptlieferant, der CHINT-Gruppe, über deren Tochtergesellschaften der Astronergy in den Niederlanden und in Deutschland getätigt.
Ab dem 2. Halbjahr 2016 waren die Weltmarktpreise für Solarmodule, insbesondere aus dem nicht-chinesischen Raum Asiens, nochmals spürbar gesunken. Da die SUNfarming ihre Jahresmengen und Einkaufspreise an Solarmodulen bereits im ersten Halbjahr 2016 sichern musste, konnte sie die Preisvorteile der sinkenden Weltmarktpreise für die Projekte im zweiten Halbjahr 2016 nicht mehr gewinnbringend nutzen.
Die Wechselrichter bezieht die SUNfarming auch zukünftig von weltmarktführenden Herstellern, wie SMA und Huawei, die auch langfristige Herstellergarantien übernehmen. Die technologische Entwicklung und Herstellung von Unterkonstruktionen wird über die SOLprime Power Systems GmbH (eine Beteiligung der ST-Gruppe) in die Wertschöpfungskette der Unternehmensgruppe integriert. Die sonstigen Montageleistungen, insbesondere Elektroinstallationen, Baunebenleistungen, Zaunbau sowie die sonstigen Nebenleistungen für Ausgleichsmaßnahmen, Bepflanzung und Grünpflege werden vorzugsweise an kleine, mittelständische, regional ansässige Firmen vergeben. Hier haben sich langjährige und verlässliche Partnerschaften entwickelt, deren Leistungen unseren Qualitätsanforderungen entsprechen.
Im Geschäftsjahr 2016 entwickelte sich die Absatzleistung der SUNfarming in Deutschland gegenüber dem Vorjahr positiv. Zu den Umsatzerlösen von 9,6 Mio. EUR erarbeitete die Gesellschaft einen teilfertiggestellten Bestand an Photovoltaikanlagen von 17,5 Mio. EUR. Der Netzanschluss an das öffentliche Stromnetz und die schlüsselfertige Übergabe der Projekte sowie die damit verbundene Erstellung und Bezahlungen der Schlussrechnungen für die unfertigen Leistungen erfolgte Anfang des Jahres 2017.
Der Anstieg der von der SUNfarming gebauten Leistungskapazitäten von 11 Anlagen gegenüber 5 Großanlagen im Vorjahr war aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen im EEG bezüglich der nutzbaren Flächen (Fokus 2016 lag auf bauliche Anlage/Deponien) verbunden mit einer durchschnittlichen Halbierung der Leistungsgröße je Photovoltaikanlage von 4 MWp auf 2 MWp. Die Entwicklungsaufwendungen und die hierfür notwendigen Planungskosten haben sich entsprechend insgesamt erhöht, da je Einzelprojekt der Aufwand hierfür ähnlich ist, nahezu unabhängig der Projektgröße.
Auf dem britischen Markt führte die Umstellung der Leistung von Lieferung und Montage hin zu reiner Lieferung und Montage durch die verbundenen Unternehmen vor Ort sowie einer leichter Auftragsrückgang zu einer Halbierung der Absatzleistung der SUNfarming von 30,0 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR. Im Wesentlichen wurden zunehmend Komponenten geliefert, während die Montageleistungen von den Auftraggebern, insbesondere der Joint-Venture-Gesellschaft SUNetik ltd., in England direkt vergeben wurden. Dadurch verringerte sich auch das Auftragsvolumen der SUNfarming bei den einzelnen Photovoltaikprojekten, zu ca. 70% aufgrund der Änderung des Leistungsumfangs und zu 30% aufgrund geringerer Projektvolumina.
Die Gesamtleistung der SUNfarming inklusive der Bestandsveränderungen in den unfertigen Leistungen belief sich im Berichtszeitraum auf 40,1 Mio. EUR und sank von 50,6 Mio. EUR im Vorjahr um 20%. Der Aufwand für Material und Fremdleistungen im Geschäftsjahr 2016 von 38,0 Mio. EUR entspricht einem Anteil von 95% an der Gesamtleistung bzw. einer Rohmarge von 5% bzw. 2,1 Mio. EUR. Im Berichtszeitraum waren allerdings noch nicht die Gewinnaufschläge der in 2017 schlussgerechneten deutschen Projekte enthalten.
Die vorhandenen Personalkapazitäten sind ausgehend von den zu erwartenden Aufgaben aufgrund der Zunahme der Einzelprojekte eher am unteren Limit. Aktuell wurden kleinere Senkungspotentiale bei den Fahrzeug-, Reise- und Werbekosten sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen erschlossen.
Nennenswerte Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres 2016 waren der außerordentliche Ertrag von 3 Mio. EUR aus einem Teilverzicht von Astronergy auf Rückzahlung eines Darlehens, welches als Kostenübernahmevorschuss für das rumänische Projekt CODLEA der SUNfarming gewährt wurde und die entsprechenden Zinsaufwendungen für das Darlehen von 324 TEUR. Des Weiteren waren Kursverluste von 380 TEUR aus dem Verfall des Britischen Pfund zu verbuchen, da hier die Auftragsübernahme größtenteils in der Fremdwährung erfolgte.
Es wurde im Berichtszeitraum 2016 ein ausgeglichenes Jahresergebnis von 6 TEUR (2015: 473 TEUR) nach Steuern erwirtschaftet. Das Jahresergebnis verdeutlicht die insgesamt wirtschaftlich schwierige Situation der Photovoltaikbranche.
Die Bilanzsumme der SUNfarming wies Ende 2016 einen Buchwert von 23,1 Mio. EUR aus. Die unfertigen Leistungen einerseits und die Verbindlichkeiten gegenüber den Fremdkapitalgebern andererseits wurden dabei um die geleisteten Anzahlungen von 10,6 Mio. EUR gekürzt, da die Anzahlungen nur unter den Bedingungen erfolgten, dass ohne Rückansprüche die Baufortschritte der SUNfarming von den Auftraggebern und den finanzierenden Banken abgenommen wurden und damit verdient waren.
Das Eigenkapital der Gesellschaft bleibt zum Bilanzstichtag mit 7,2 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote betrug 31%. Somit kann die SUNfarming weiterhin eine stabile Bilanzstruktur vorweisen. Weitere wesentliche Veränderungen in der Struktur von Vermögen und Verbindlichkeiten der Gesellschaft gab es im Berichtzeitraum nicht.
Die SUNfarming konnte mit einem deutschen privaten Risikokapitalgeber 2016 einen Darlehensvertrag über 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren abschließen. Dieses Darlehen dient in den kommenden Jahren dazu, Investitionen von Photovoltaikanlagen, insbesondere der ST-Gruppe mit entsprechendem Kapital auszustatten und der SUNfarming somit einen Teil der Aufträge zu sichern.
Des Weiteren stellt die American-Express-Bank seit 2016 einen Kreditierungsrahmen von rund 870 TEUR zur Verfügung, um die Zahlungsziele der SUNfarming gegenüber wichtigen Hauptlieferanten um bis zu weiteren 58 Tagen verlängern zu können. Der Rahmen konnte in 2017 auf 1,2 Mio. EUR erweitert werden.
Die Liquidität der SUNfarming war über den Zeitraum des Berichtsjahres jederzeit gesichert. Hier spielt eine wesentliche Rolle, dass die SUNfarming Projekte nur realisiert, sofern die Gesamtfinanzierung durch den Auftraggeber des Projektes und die Errichtungsphase über geleistete Anzahlungen und Lieferantenkredite sowie Zahlungsrahmen wie unter anderem mit American Express oder anderen Finanzierungsgebern gesichert ist. Zum Bilanzstichtag wies die Liquidität auf den Bankkonten ein ausreichendes Volumen in Höhe von 2,8 Mio. EUR.
Durch das leicht positive Jahresergebnis konnte die Eigenkapitalausstattung auf dem Niveau des Vorjahres gefestigt werden. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass durch einen teilweisen Forderungsverzicht der Astronergy Holding auf die Projektentwicklungsvorfinanzierung in Höhe von 3,0 Mio. EUR bzw. ca. ¾ des Darlehensvolumens das Ergebnis positiv beeinflusst hat. Die Liquidität war jederzeit trotz umfangreicher und kapitalintensiver Projektrealisierungen gesichert. Hinzu kommt, dass die SUNfarming einen langfristigen Kapitalanleger überzeugen konnte, der SUNfarming ein Mezzanine-Darlehensrahmen in Höhe von 5 Mio. EUR zur Verfügung gestellt hat, wovon im Berichtsjahr 2,9 Mio. EUR abgerufen wurden.
III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Aktuell entwickelt und realisiert die SUNfarming bis Ende 2017 Photovoltaikanlagen im Auftrag der deutschen Investitionsgesellschaften der ST-Gruppe von rund 7 MWp sowie für die türkischen Beteiligungsgesellschaften von rund 12 MWp. Für 2018 sind weitere 17 MWp in Deutschland und 4 MWp in der Türkei in der konkreten Planung. Der Auftragsvorlauf basiert unter anderem auf Folgeprojekten des aktuellen Geschäftsjahres und entsprechenden Vorverträgen.
Somit ergibt sich eine erwartete Gesamtleistung von 25,1 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2017 sowie 28,1 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2018.
Die geplante Steigerung der Rohmarge in 2017 auf mehr als 10% wird insbesondere durch höhere Verkaufserlöse in der Türkei erreicht werden. Auf dem deutschen Markt ist der momentane Margenanteil zu sichern. Damit kann die SUNfarming auskömmliche Deckungsbeiträge erwirtschaften. Durch Kostenoptimierungen sollen die Gemeinkosten der SUNfarming in den kommenden zwei Jahren um mindestens 500 TEUR reduziert werden. Der Außendienst wird stärker erfolgsorientiert ausgerichtet und soll dann zukünftig mehr direkten Einfluss auf die Provisionshöhe haben, wenn durch eigene aktive Unterstützung in den Projektentwicklungen Einsparungen zu den Planvorgaben erzielt werden. Eine konsequente Herausnahme von Montageleistungen bei Auslandsprojekten wie in Großbritannien, der Türkei und zukünftig auch in Polen soll die Kosten in der allgemeinen Gefahrenabsicherung (Montageversicherung, Security, Baustellenbetreuung, etc.) minimieren.
Vor dem Hintergrund der geplanten Umsätze sowie der beschriebenen Maßnahmen der Kostenoptimierungen erwartet die SUNfarming für das Geschäftsjahr 2017 einen deutlich verbesserten Jahresüberschuss. Nach Greifen der beschriebenen Kostenoptimierungsmaßnahmen kann nach aktueller Einschätzung das positive Ergebnis auch im Folgejahr beibehalten werden.
Noch stärker wird die SUNfarming zukünftig Geschäftsmodelle entwickeln müssen, die die Auftragslage unabhängig von staatlichen Förderungen stabilisiert und verbessert. Hier spielen insbesondere die Eigenstrom-Nutzungsmodelle von Photovoltaikanlagen für Kommunen und energieintensiven mittelständischen Industrie- und Gewerbeunternehmen mit hoher Bonität eine besondere Rolle. Diesen Investoren und Nutzern geht es primär um zukünftige Kostenersparnisse im Strombezug und nicht um staatliche Zuschüsse.
Darüber hinaus plant die SUNfarming in den kommenden Monaten in Kooperation mit einem namhaften deutschen Energieversorger, eigenständig Strom unter der Marke „SUNfarming GreenEnergy“ handeln und direkt vermarkten zu können.
Diese Kombination aus Projektentwicklung von Photovoltaikanlagen mit dem klassischen Bau von Anlagen in der Verbindung mit Finanzierungsangeboten sowie Stromliefer- und Direktvermarktungsverträgen verschafft der SUNfarming deutliche Wettbewerbsvorteile am Markt und sichert ihr die Zukunft.
2. Chancen- und Risikobericht
Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Risiken zu begrenzen, sind die Kernaufgaben des Risikomanagement der SUNfarming. Das Risikomanagement ist ein Systembestandteil der ST-Gruppe, da die SUNfarming als Errichter der Photovoltaikprojekte für die Unternehmensgruppe eine Schlüsselposition einnimmt.
Wachsende Chancen bestehen bei gewerblichen und industriellen Investoren von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung aus Gründen der zukünftigen Preisstabilität und Versorgungssicherheit. Hier wird die SUNfarming zunächst auf dem deutschen Markt wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln, die dann mit den entsprechenden Erfahrungen auf anderen Märkten adaptiert werden können. Der weltweit zunehmende Energiebedarf unter Berücksichtigung des Klimaschutzes ist hier eine wichtige Triebkraft.
Ferner erwartet die SUNfarming, dass das erweiterte Auslandsengagement der letzten Jahre zur Umsetzung einzelner Projekte in den kommenden Jahren führen wird. Hier ist vor allem der polnische Solarmarkt im Fokus, da dieser seit Ende 2016 ein verabschiedetes Fördergesetz für Erneuerbare Energien hat. Mit der SUNfarming Polska ist die SUNfarming bereits mehrere Jahre in Polen präsent, sodass ein schneller Markteinstieg, auch durch die kurze Entfernung, möglich ist.
Das Absatzrisiko der SUNfarming ist geprägt durch permanente Veränderungen der staatlichen Förderbedingungen im Bereich der Erneuerbaren Energien sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Unvorhersehbare Förderanpassungen können die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikprojekten rasch negativ beeinflussen und bereits in der Entwicklung befindliche Projekte zum Scheitern bringen. Insofern ist die SUNfarming bestrebt, akquirierte und vertraglich gebundene Projekte zügig zur Realisierung zu bringen und so die Fristsetzungen in den Förderungen einzuhalten.
Die SUNfarming entwickelt darüber hinaus auch Projekte der dezentralen Erzeugung und Nutzung von Solarenergie in der Verbindung mit weiteren wirtschaftlichen Nutzungsvorteilen, wie zum Beispiel dem Bau großflächiger Photovoltaikanlagen auf selbst entwickelten Mehrzweckhallen. Dieses Konzept konnte erstmals im Berichtsjahr in Südafrika umgesetzt werden. Die Hallen werden hier zum kommerziellen Gemüseanbau (SUNfarming „Food-and-Energy“) genutzt. Inzwischen werden weitere Projekte in der Türkei und in Lateinamerika, aber auch in Deutschland geplant.
Momentan werden diese Entwicklungsprojekte nur teilweise staatlich gefördert. In den nächsten Jahren sollen hierfür private ausländische Investoren gefunden werden, die derartige Anlagen gewinnbringend bei der SUNfarming bzw. den ausländischen Beteiligungsgesellschaften der ST-Gruppe beauftragen.
Die politischen, rechtlichen und andere Länderrisiken werden vor allem durch die Präsens der ausländischen Beteiligungen der ST-Gruppe in den betreffenden Ländern permanent beobachtet und bewertet. Die kaufmännische Projektleitung in den Ländern erfolgt dort überwiegend durch ausländisches, lokales Personal, das über die landesspezifischen Kenntnisse verfügt und entsprechende Geschäftskontakte aufgebaut hat. Auch wird die SUNfarming als Projektpartner aus diesen Ländern heraus beauftragt. Somit erhalten Projekte wie in der Türkei eine wesentlich höhere Akzeptanz in Politik, Wirtschaft und auch bei den nationalen Investoren und Banken. Beispielsweise sind die Komponentenlieferungen in die Türkei aus deren politischer Sicht inländische Importe und nicht ausländische Exporte, was die Einfuhrregularien deutlich beeinflusst.
In der Beschaffung steht die SUNfarming auch weiterhin vor der Aufgabe, insbesondere die erforderlichen Modulkontingente in der Produktion zu sichern. Der Modulmarkt ist nach wie vor sehr volatil. Auf Grund der starken Nachfrage auf dem chinesischen und amerikanischen Markt bis Mitte 2017 konnten nur begrenzt Produktionskapazitäten für die SUNfarming geblockt werden. Hierzu war eine frühe vertragliche Mengensicherung erforderlich. Die SUNfarming hat den Moduleinkauf daher auf mehrere namhafte Hersteller verteilt, auch wenn es bei der Qualitätsüberwachung und -sicherung zu Mehraufwendungen führen wird und nicht immer der günstigste Einkaufspreis erzielt kann.
Ein wesentliches Risiko für das Geschäft und Fortbestehen der SUNfarming ist die gesicherte und fristgerechte Zahlung der gelieferten Photovoltaikprojekte, der Komponenten und sonstiger Leistungen. Durch die Zunahme der Projekte im In- und Ausland wachsen die finanziellen Vorleistungen für die Projektentwicklung ebenfalls deutlich an. Die Bezahlungen der entstehenden Projekte nach Baufortschritten sind auf Grund des hohen Fremdfinanzierungsanteils von Banken nicht mehr marktüblich. Vorzugsweise reichen die Fremdkapitalgeber Kredite erst aus, wenn die Funktionsfähigkeit der zu finanzierenden Photovoltaikanlage nachgewiesen ist. Die Folgen von Zahlungsverzögerungen sind dann gegeben, wenn erst mit Fertigstellung der Anlage Mängel festgestellt werden.
Die SUNfarming stellt sich diesen Herausforderungen dadurch, dass sie technisch und qualitativ hochwertige Photovoltaikanlagenprojekte entwickelt und realisiert. In der Vergangenheit hat sich die Gesellschaft eine herausstellende Marktposition bei Investoren und Banken erarbeitet. Diesen Wettbewerbsvorteil wird die SUNfarming dadurch untersetzen, dass sie weitere eigene Zwischenfinanzierungsmöglichkeiten für die Projektentwicklung, wie Kapitalanlagen aus dem Private-Equity und Working-Capital-Finanzierungen, akquiriert und für ihre Auftraggeber unterstützend einsetzt. Durch das Anwachsen der Fremdfinanzierungen steigen die Zinsaufwendungen und die Herausforderungen, den vertraglich vereinbarten Kapitaldienst von Zwischenfinanzierungen nach Fertigstellung der Projekte jederzeit fristgerecht bedienen zu können.
Die Erfahrungen des Englandgeschäfts mit einem überraschenden Kursverfall des Britischen Pfunds hat die SUNfarming dahingehend bewegt, insbesondere die Währungsrisiken zu minimieren. Die Gesellschaft sichert zukünftig noch stärker die Zahlungen und Kurse über ihre Hausbanken ab. Andererseits wird versucht, einen zunehmenden Geschäftsanteil mit dem Ausland in Euro abzuwickeln. Die Wechselkurse zu den geplanten Rückzahlungsterminen der Gewährleistungseinbehalte aus den englischen Projekten wurden für 2017 und 2018 weitestgehend festgeschrieben.
IV AUFBAU DES MANAGEMENT-INFORMATIONSSYSTEMS
Zur Steuerung der bestehenden und geplanten Photovoltaikprojekte wird das in die ST-Gruppe integrierte Managementinformationssystem ständig präzisiert. Im Vorfeld der Übernahme von Projektaufträgen erstellt die kaufmännische Projektleitung eine detaillierte Kosten- und Bauzeitenplanung. Die Preisgrundlagen werden hierzu mindestens jährlich anhand der Auswertungen der Vorperiode der Finanzbuchhaltung aktualisiert. Die auf der Kostenstellenrechnung basierende Gewinn- und Verlustrechnung ist Grundlage der regelmäßigen, spätestens monatlichen Berichterstattung über die Ergebnissituation der SUNfarming. Dabei werden insbesondere die aufgelaufenen und zu erwartenden Kosten eines Projektes der Planung gegenübergestellt, Abweichungen festgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Im Hinblick auf die Entwicklung neuer Solarprojekte mit anwachsenden Projektvorlaufzeiten und zunehmendem Auslandscharakter sowie steigendem Fremdkapitaleinsatz stehen finanzbezogene Kennzahlen für die SUNfarming immer stärker im Fokus. Die Aufbereitung der finanzwirtschaftlichen Daten wird zukünftig noch zeitnaher erfolgen. Zur Information der Finanzierungsgeber der SUNfarming wird ein mindestens Halbjahresreport angestrebt. Das ist, ausgehend von den vorhandenen Personalkapazitäten, eine herausfordernde Aufgabe.
Die Risiken und Chancen in den Projektfortschritten sowie die Geschäftsaussichten geplanter Vorhaben werden regelmäßig in der Leitungsebene besprochen und entsprechende Maßnahmen festgelegt. Die Leitungsstruktur in der SUNfarming ist ausgehend von der Unternehmensgröße schlank organisiert und umfasst die Geschäftsführung sowie die verantwortlichen Mitarbeiter der einzelnen Funktionsebenen, Technik, Einkauf und kaufmännische Projektsteuerung. Der Informationsaustausch mit den Projektverantwortlichen im Außendienst findet bedarfsgerecht, regelmäßig und insbesondere in der Projektumsetzungsphase intensiv statt.
Die wirtschaftliche Situation der SUNfarming stellt sich den strategischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Gesellschaft hat sich eine namhafte Position auf dem deutschen sowie den ausländischen Märkten erarbeitet, auf denen sie aktuell tätig ist. Auch führte der Wegfall von Mitbewerbern zu einer Stabilisierung der Marktposition und Anwachsen des Marktanteils. Die SUNfarming konnte im Berichtsjahr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Mit Forcierung der Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle ist die Gesellschaft für die rasanten Veränderungen des Solarmarktes in Deutschland und auch auf neuen Märkten gut gewappnet. Die SUNfarming hat mit ihren Mitarbeitern, den Mitarbeitern der ST-Gruppe im In- und Ausland, dem Außendienst, den Lieferanten und Kunden sowie den privaten und institutionellen Finanzierungsgebern stabile, langfristige und verlässliche Partner für eine ertragreiche Zukunft.
Erkner, November 2017
Martin Tauschke, Geschäftsführer
A. Anlagevermögen 212.256,54 233.794,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.703,00 10.604,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.703,00 10.604,00
II. Sachanlagen 202.837,35 197.075,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.478,35 21.478,35
2. technische Anlagen und Maschinen 16.516,00 20.040,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.843,00 151.427,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.130,00
III. Finanzanlagen 6.716,19 26.115,19
1. Beteiligungen 6.716,19 7.615,19
2. Genossenschaftsanteile 18.500,00
B. Umlaufvermögen 22.603.963,90 22.970.424,35
I. Vorräte 7.717.145,85 4.299.022,19
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.780.883,00 2.981.412,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 512.816,24 1.277.318,00
3. geleistete Anzahlungen 1.750,00 40.292,19
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 10.578.303,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.074.312,00 9.111.002,48
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.253.588,06 4.257.493,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.126,44 131.575,43
3. sonstige Vermögensgegenstände 7.792.597,50 4.721.933,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.812.506,05 9.560.399,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 326.616,59 788.686,20
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.142.837,03 23.992.905,09
A. Eigenkapital 7.206.652,67 7.200.507,98
II. Gewinnvortrag 7.170.507,98 6.697.397,33
III. Jahresüberschuss 6.144,69 473.110,65
B. Rückstellungen 792.754,00 1.318.822,00
1. Steuerrückstellungen 68.567,00
2. sonstige Rückstellungen 724.187,00 1.318.822,00
C. Verbindlichkeiten 15.062.771,36 15.389.027,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 160.653,84 70.297,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.913.786,03 9.370.402,20
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.988.331,49 5.948.327,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 80.659,00 84.548,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.142.837,03 23.992.905,09
EUR 1.1.2015 – 31.12.2015
1. Umsatzerlöse 25.307.629,82 52.502.447,54
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14.799.471,00 -1.888.066,18
3. sonstige betriebliche Erträge 3.372.895,39 789.689,90
4. Materialaufwand 38.049.538,74 45.940.109,15
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.204.584,05 38.922.172,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.844.954,69 7.017.936,35
5. Personalaufwand 752.000,10 651.489,38
a) Löhne und Gehälter 613.638,86 533.342,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 138.361,24 118.146,89
6. Abschreibungen 66.708,00 66.420,59
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 66.708,00 66.420,59
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.144.651,96 4.141.432,40
8. Erträge aus Beteiligungen 370,00 555,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 159.849,45 184.610,32
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 899,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 545.598,17 135.451,71
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 68.686,09 175.287,71
13. sonstige Steuern 5.988,91 5.934,99
14. Jahresüberschuss 6.144,69 473.110,65
Der Jahresabschluss der Firma SUNfarming GmbH, Sitz Erkner, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt/Oder unter HRB 12015 FF, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB in Kontoform erstellt.
Einzelne Sachverhalte, die im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden können, sind nicht erkennbar.
Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.
Die Bilanzierung erfolgte unter Berücksichtigung des voraussichtlich anfallenden Ertragssteueraufwandes und vor Verwendung des Jahresergebnisses.
Durch das im Juli 2015 in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/2014/EU (BilRUG) ergeben sich nachfolgende Änderungen zum Vorjahr:
Im Gegensatz zum Vorjahr werden nunmehr Mieteinnahmen sowohl im Wirtschafts- als auch im Vergleichsjahr nicht unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen, sondern unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Auf der Grundlage der in § 267 HGB angegebenen Größenklassenmerkmale ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.
Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmertätigkeit beachtet.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs.2 HGB liegen nicht vor bzw. wurden nicht in die Bilanz aufgenommen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -minderungen angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen, im Jahr des Zuganges zeitanteilig.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.
Soweit erforderlich wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, letztere unter Berücksichtigung von Einzel- und Gemeinkosten, angesetzt.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Unfertigen Leistungen offen abgesetzt.
Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Ihre Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages.Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre gemäß Vorgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst.
Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Guthaben bei Kreditinstituten, die in Euro umgerechnet wurden. Die Umrechnung von Fremdwährungsguthaben erfolgt zum am Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang in der Anlage beigefügt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 410,00 wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.
Hinsichtlich der im Ausland ansässigen 90%-igen Beteiligung an der SUNFarming Southeast Europe s.r.l. wurde eine außerplanmäßige Abschreibung von EUR 899,00 auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 vorgenommen, da die dort geplanten osteuropäischen Projekte nicht realisierbar sind und die Beteiligung wertlos ist.
In den Abschreibungen des Sachanlagevermögens sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs.3 S. 3 HGB wegen dauernder Wertminderung enthalten.
Die Abschreibungen des Anlagevermögens belaufen sich auf:
– EUR 7.901,00 bei immateriellen Vermögensgegenständen
– EUR 58.807,00 bei Sachanlagen
– EUR 899,00 bei Finanzanlagen.
Unter den Vorräten werden im Wesentlichen im Bau befindliche Anlagen sowie Lagerbestände ausgewiesen.
Zur Berücksichtigung des allgemeinen Zins-, Skonto- und Ausfallrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.
Gliederung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände zum 31.12.2016:
mit einer Restlaufzeit mit einer Restlaufzeit
EUR 1 – 5 Jahre
EUR >5 Jahre
EUR <= 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.238.214,65 2.015.373,41 0,00 4.257.493,18 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 28.126,44 0,00 131.575,43 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 4.456.235,11 3.214.984,39 121.378,00 4.721.933,87 0,00 0,00
Summe 6.694.449,76 5.258.484,24 121.378,00 9.111.002,48 0,00 0,00
Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen verschiedene Darlehensforderungen an in- und ausländische verbundene und fremde Unternehmen, in- und ausländische Steuererstattungsansprüche, Forderungen an Gesellschafter sowie Hinterlegungen und Kautionen ausgewiesen.
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen mehrere auf die vereinbarte Nutzungsdauer verteilte Dachpachtvorauszahlungen für Photovoltaikanlagen sowie Versicherungsbeiträge und Leasing-Sonderzahlungen abgegrenzt.
Unter Berücksichtigung der Steuervorauszahlungen und des voraussichtlich anfallenden Ertragssteueraufwandes wurden Steuernachzahlungen ermittelt, die als Rückstellungen ausgewiesen werden.
Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Stand per 01.01.2016
EUR Verbrauch
EUR Auflösung
EUR Zuführung
EUR Stand per 31.12.2016
Steuern 0,00 0,00 0,00 68.567,00 68.567,00
Erfüllung Aufbewahrungspflichten 9.747,00 0,00 0,00 6.093,00 15.840,00
Sonstige 512.550,00 65.596,57 100.000,00 17.231,57 364.185,00
Ausstehende Leistungen 505.000,00 505.000,00 0,00 78.224,00 78.224,00
Ausgleichsmaßnahmen 152.500,00 14.000,00 50.000,00 0,00 88.500,00
Gewährleistung 26.700,00 0,00 6.400,00 8.000,00 28.300,00
Abschluss und Prüfung 90.250,00 60.211,00 39,00 90.211,00 120.211,00
Urlaub 22.075,00 22.075,00 0,00 28.927,00 28.927,00
Rückstellungen gesamt 1.318.822,00 666.882,57 156.439,00 297.253,57 792.754,00
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten.
EUR 1-5 Jahre
Kreditinstituten 109.883,69 50.770,15 0,00 0,00 70.297,40 0,00
erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Lieferungen und Leistungen 8.913.786,03 0,00 0,00 9.370.402,20 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.998.331,49 0,00 2.990.000,00 5.948.327,51 0,00 0,00
Summe 12.022.001,21 50.770,15 2.990.000,00 15.318.729,71 70.297,40 0,00
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Unternehmen sowie Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden TEUR 3.000 aus einem betrieblichen Darlehenserlass ausgewiesen.
Die verschiedenen betrieblichen Kosten beinhalten ca. TEUR 161 nicht erstattungsfähige ausländische Vorsteuern aus dem Vergütungsverfahren bei ausländischen Steuerbehörden.
Unter den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden ca. TEUR 546 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.
Die Abschreibungen auf Umlaufvermögen resultieren im Wesentlichen aus projektbezogenen Darlehensausreichungen an eine im Ausland ansässige Tochtergesellschaft, die wegen der Nichtrealisierung der dortigen Projekte die Darlehen nicht bedienen kann.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen EUR 68.686,09 und belasten das Ergebnis vor Steuern mit 91,79%.
Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Angestellten und gewerblichen Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden betrug im Berichtsjahr 29 Arbeitnehmer. Im Vorjahr waren es 27 Arbeitnehmer.
2. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Gegenüber Gesellschaftern bzw. Organmitgliedern bestehen Forderungen i.H.v. EUR 167.061,07 und Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 19.782,32.
3. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG
Zugunsten der Mitglieder des Organs wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Besondere Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen außerhalb der Bilanz gemäß § 251 HGB, insbesondere Bürgschaftsübernahmeerklärungen und gewährte Pfandrechte für fremde Verbindlichkeiten, bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Nach dem Bilanzstichtag wurden zugunsten eines Lieferanten zwei Haftungsübernahme- und Abnahmebestätigungen für dessen Lieferanten in unbeschränkter Höhe abgegeben. Anhaltspunkte, dass diesbezüglich mit einer Inanspruchnahme zu rechnen sein könnte, bestehen zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht.
5. Angaben über Unternehmensbeziehungen
Die Gesellschaft ist an mehreren ausländischen Kapitalgesellschaften beteiligt. Ausschüttungserträge aus diesen unter den Finanzanlagen erfassten Beteiligungen sind im laufenden Jahr nicht angefallen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen außerhalb der Bilanz von Bedeutung zur Beurteilung der Finanzlage liegen nicht vor.
7. Nachtragsbericht
Die Gesellschaft hat im ersten Quartal 2017 aus dem Mezzanine-Darlehensrahmen für Projektfinanzierungen einen weiteren Betrag in Höhe von TEUR 2.100 abgerufen.
8. Ergebnisverwendung und Rücklagenbildung
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Verwendung des Jahresergebnisses vor:
Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 6.144,69 wird zuzüglich eines vorhandenen Gewinnvortrags in Höhe von EUR 7.170.507,98 auf neue Rechnung vorgetragen.
9. Geschäftsführung
Die Angaben gemäß §285 Satz 1 Nr. 9b HGB unterbleiben gemäß §286 Absatz 4 HGB.
– Martin Tauschke
Erkner, den 08.11.2017
gez. Martin Tauschke, Geschäftsführer
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SUNfarming GmbH, Erkner, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebricht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Potsdam, den 9. November 2017
Fibbe, Wirtschaftsprüfer
EUR 1.1.2016
Summe Anlagevermögen, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 212.256,54
Summe Anlagevermögen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 464.800,10 427.589,49
Summe, Zugänge (brutto) 79.826,79
Summe, Abgänge (brutto) 42.616,18
Summe Anlagevermögen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 464.800,10
Summe Anlagevermögen, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 252.543,56 193.794,95
Zugänge (brutto) 67.607,00
Abgänge (brutto) 8.858,39
Summe Anlagevermögen, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 252.543,56
Anlagespiegel, Immaterielle Vermögensgegenstände, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 2.703,00
Anlagespiegel, Immaterielle Vermögensgegenstände, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 65.137,19 65.137,19
Anlagespiegel, Immaterielle Vermögensgegenstände, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 65.137,19
Immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 62.434,19 54.533,19
Zugänge (brutto) 7.901,00
Immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 62.434,19
Anlagespiegel, Summe Sachanlagen, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 202.837,35
Anlagespiegel, Summe Sachanlagen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 392.047,72 336.337,11
Zugänge (brutto) 79.826,79
Abgänge (brutto) 24.116,18
Anlagespiegel, Summe Sachanlagen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 392.047,72
Summe Sachanlagen, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 189.210,37 139.261,76
Zugänge (brutto) 58.807,00
Summe Sachanlagen, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 189.210,37
Anlagespiegel, Sachanlagen, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 21.478,35
Anlagespiegel, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 21.478,35 21.478,35
Anlagespiegel, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 21.478,35
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 0,00 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 0,00
Anlagespiegel, Sachanlagen, technische Anlagen und Maschinen, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 16.516,00
Anlagespiegel, technische Anlagen und Maschinen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 28.677,41 28.677,41
Anlagespiegel, technische Anlagen und Maschinen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 28.677,41
technische Anlagen und Maschinen, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 12.161,41 8.637,41
Zugänge (brutto) 3.524,00
technische Anlagen und Maschinen, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 12.161,41
Anlagespiegel, Sachanlagen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 164.843,00
Anlagespiegel, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 341.891,96 282.051,35
Umbuchungen (brutto) 4.130,00
Anlagespiegel, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 341.891,96
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 177.048,96 130.624,35
Zugänge (brutto) 55.283,00
Umbuchungen 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 177.048,96
Anlagespiegel, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 0,00
Anlagespiegel, geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 0,00 4.130,00
Umbuchungen (brutto) -4.130,00
Anlagespiegel, geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 0,00
geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 0,00
Anlagespiegel, Summe Finanzanlagen,Stand Buchwerte zum Ende der Periode 6.716,19
Anlagespiegel, Summe Finanzanlagen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 7.615,19 26.115,19
Abgänge (brutto) 18.500,00
Anlagespiegel, Summe Finanzanlagen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 7.615,19
Summe Finanzanlagen, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 899,00 0,00
Zugänge (brutto) 899,00
Summe Finanzanlagen, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 899,00
Anlagespiegel, Finanzanlagen, Beteiligungen, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 6.716,19
Anlagespiegel, Beteiligungen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 7.615,19 7.615,19
Anlagespiegel, Beteiligungen, Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 7.615,19
Beteiligungen, Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 899,00 0,00
Beteiligungen, Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 899,00
Anlagespiegel, Finanzanlagen, sonstige Finanzanlagen, Stand Buchwerte zum Ende der Periode 0,00
Anlagespiegel, sonstige Finanzanlagen , Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 0,00 18.500,00
Anlagespiegel, sonstige Finanzanlagen , Stand Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode 0,00
sonstige Finanzanlagen , Abschreibungen (kumuliert) zum Anfang der Periode 0,00 0,00
sonstige Finanzanlagen , Abschreibungen (kumuliert) zum Ende der Periode 0,00
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 10.11.2017.
EU bringt Vorteile
Betrügerische Banken
Horst Wawrzinsky (Wawaschinski gesprochen):Als OB-jetzt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses in Leipzig

References: § 267
 § 248
 § 253
 § 42
 § 251
 §285
 §286
 § 317