Source: https://enphotoblog.com/taschengeld-mit-12/
Timestamp: 2020-07-09 07:54:12+00:00

Document:
Wie viel taschengeld ist angemessen tabelle – taschengeldtabelle für kinder
Taschengeldtabelle 2020 – Wie viel Taschengeld für Kinder?
Taschengeldtabelle 2020 als Richtschnur für Eltern
Die Taschengeldtabelle 2020:
Taschengeldtabelle als Richtschnur zur Taschengeldhöhe
Taschengeldtabelle mit altersabhängiger Taschengeldhöhe
Wechsel vom wöchentlichen zum monatliche Auszahlungsrhythmus
Taschengeld an die finanzielle Situation anpassen
Was sollte vom Taschengeld bezahlt werden?
Taschengeld nicht zur Bestrafung oder Belohnung einsetzen
5 bewährte Taschengeldregeln
Taschengeld Ratgeber für Eltern
Taschengeldtabelle 2018 – Wie hoch sollte das Taschengeld sein?
Die Taschengeldtabelle 2018 – Wie hoch sollte das Taschengeld sein?
Taschengeld-Tabelle 2020: So viel Taschengeld ist angemessen
Wann sollte das erste Taschengeld gezahlt werden?
Wann sollten Kinder ihr Taschengeld bekommen?
Kann das Taschengeld an die finanzielle Situation der Eltern angepasst werden?
Wofür sollte das Taschengeld verwendet werden?
Gibt es ein Recht auf Taschengeld?
Taschengeldpflicht bei Unterhaltszahlungen?
Sind Kinder mit Taschengeld bereits geschäftsfähig?
Das Taschengeld durch Nebenjobs aufbessern?
Was spricht gegen Taschengeld?
Wieviel Taschengeld für Kinder und ab wann wird empfohlen?
Gibt es eine gesetzliche Regelung zum Taschengeld?
Taschengeld-Pflicht?
Ab wann und wie viel zahlen?
Empfehlung vom Jugendamt – Tabelle 2019
Was soll davon bezahlt werden?
Wieviel Taschengeld in Österreich?
Aktuelle Taschengeldtabelle – Empfehlungen zur Höhe des Taschengeldes
Warum Taschengeld sinnvoll ist?
Wofür ist Taschengeld gedacht?
Wie Taschengeld sparen?
Wie viel Taschengeld ist sinnvoll in welchem Alter?
finanzielle Rahmenbedingungen der Familie
wöchentliche vs. monatliche Auszahlung
Die Taschengeldtabelle 2020 gibt eine Empfehlung, wie viel Taschengeld im jeweiligen Kindesalter angemessen ist. Das Taschengeld ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Kindererziehung. Es unterstützt die Kinder dabei, einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erlernen. Dadurch wird sichergestellt, dass sich die Kinder in späteren Jahren in der Geschäftswelt zurechtfinden können. Doch Eltern fragen sich immer wieder, wie viel Taschengeld Sie ihrem Kind geben sollten. Hier kann die Taschengeldtabelle 2020 weiterhelfen. Die Taschengeldtabelle beruht auf einer Empfehlung vom Jugendamt. Mittels der Taschengeldtabelle können Sie den Streitereien in der Familie über die richtige Taschengeldhöhe ganz einfach ein Ende bereiten. Die Taschengeldtabelle des Jugendamts ist gestaffelt nach dem Kindesalter. Denn je älter ein Kind ist, desto mehr Taschengeld sollte es sinnvollerweise auch erhalten. Schließlich nehmen auch die Bedürfnisse des Kindes mit dem Alter zu.
Die vom Jugendamt herausgegebene Taschengeldtabelle bietet eine gute Richtschnur für die Festlegung eines angemessenen Taschengeldes. Der entscheidende Faktor für die Taschengeldhöhe ist dabei das Alter des Kindes. Wie Sie anhand der Taschengeldtabelle 2020 ersehen können, ist es durchaus empfehlenswert, bereits im frühen Kindesalter von vier oder fünf Jahren den Kindern schon zum ersten Mal ein wenig Geld zukommen zu lassen. Mit zunehmendem Alter sollte dann der Geldbetrag entsprechend der Taschengeldtabelle bis zur einer Obergrenze von 70 Euro im Alter von 18 Jahren immer weiter erhöht werden.
Die Empfehlung der Taschengeldtabelle für ältere Kinder, gilt allerdings nur so lange, bis diese ihr eigenes Geld verdienen, und daher nicht mehr auf ein Taschengeld angewiesen sind. Der nachfolgenden Taschengeldtabelle können Sie problemlos entnehmen, wie viel Taschengeld für welches Kindesalter sinnvoll ist. Die in der Taschengeldtabelle 2020 enthaltenen Beträge entstammen einer Empfehlung vom Jugendamt.
Wenn Sie die Taschengeldhöhe für ein bestimmtes Alter aus der Tabelle ablesen, sollten Sie beachten, dass zwischen einer monatlichen Auszahlung des Taschengelds und einer wöchentlichen Auszahlung des Taschengeldes unterschieden wird. Bis zu einem Alter von neun Jahren sieht die Taschengeldtabelle 2019 des Jugendamt eine wöchentliche Auszahlung des Taschengeldes an das Kind vor. Bei älteren Kindern sollte hingegen gemäß der Empfehlung der Taschengeldtabelle auf eine monatliche Auszahlung umgestellt werden. So ist es empfehlenswert, Kindern im Alter von zehn Jahren einmalig im Monat 10 Euro – 13 Euro auszuhändigen. Ab diesem Alter sollte das Kind nämlich schon in der Lage sein, sich das von den Eltern erhaltene Geld über den Monat hinweg einzuteilen. Ihren volljährigen Kindern sollten Eltern nur noch dann Taschengeld geben, wenn diese noch von Ihren Eltern wirtschaftlich abhängig sind.
Je nach finanzieller Situation der Familie sowie der Anzahl der in der Familie lebenden Kinder kann es durchaus vorkommen, dass das Taschengeld zwangsläufig niedriger ausfallen muss als von der Taschengeldtabelle 2019 empfohlen wird, weil das vorhandene Geld nicht ausreicht. In solchen Fällen ist es auf jeden Fall ratsam, dass Eltern mit ihren Sprösslingen offen über das Thema Geld reden. Sehen Sie die Taschengeldtabelle 2020 deshalb eher als Leitlinie und nicht als feste Vorgabe an. Ist die Finanzsituation der Familie angespannt, sind Abweichungen von den in der Tabelle der Jugendämter angegebenen Werten mitunter unumgänglich.
Demgegenüber sollte in Fällen, in denen ausreichend Geld in der Haushaltskasse vorhanden ist, trotzdem nicht zu stark von der Empfehlung der Taschengeldtabelle 2020 abgewichen werden. Denn das Taschengeld kann den gewünschten Lerneffekt nur dann richtig entfalten, wenn sich die Kinder mit ihrem Geld auch teilweise einschränken müssen. Ein Kind, das sich Alles leisten kann, lernt nicht, dass man für manche Anschaffungen im Leben auch erst einmal längere Zeit sparen muss.
Deshalb unsere Empfehlung für Eltern: Bleiben Sie, auch wenn Ihnen mehr Geld zur Verfügung steht, trotzdem immer möglichst nah an den vom Jugendamt empfohlenen Werten aus der Taschengeldtabelle. Sollte das Kind mit seinem Geld nicht auskommen, gibt es ab einem Alter von 13 Jahren auch verschiedene Möglichkeiten für das Kind sich etwas Geld dazu zu verdienen und dadurch das Taschengeld aufzubessern.
Neben der richtigen Taschengeldhöhe, die Sie aus der vom Jugendamt herausgegebenen Taschengeldtabelle 2020 entnehmen können, ist es bei der Kindererziehung auch wichtig, den Kindern die richtige Verwendung des Taschengelds zu vermitteln. Das Kind sollten lernen, dass man sein Geld nicht immer direkt ausgeben muss, nachdem man es bekommen hat, sondern auch sparen kann. Deshalb ist es empfehlenswert, den Kindern ein Sparkonto fürs Taschengeld einzurichten. Früher war das Sparbuch dafür gut geeignet. Inzwischen gibt es aber sinnvollere Alternativen. Alles Wissenswerte zur Geldanlage für Kinder erfahren Sie hier.
Neben der Höhe des Taschengeldes, welche sich aus der Taschengeldtabelle 2019 entnehmen lässt, müssen Eltern mit ihren Kindern auch genau abklären, was die Kinder von ihrem Taschengeld selbst bezahlen sollen und was weiterhin von den Eltern bezahlt wird. In erster Linie soll das Taschengeld dazu dienen, dass die Kinder davon ihren individuellen Wünschen nachkommen können. Dazu gehören u.a.:
Auch das Deutsche Jugendinstitut (dji) weist daraufhin, dass ein regelmäßiges Taschengeld wichtig ist, damit ein Kind schon frühzeitig Erfahrungen im Umgang mit Geld sammeln können. Darüber hinaus empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut in der vom Sparkassen Verband in Auftrag gegebenen Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ den Jugendlichen zusätzlich zum Taschengeld auch ein festgelegtes Budgetgeld zur Verfügung zu stellen. Dabei ist eine klare Trennung zwischen Budgetgeld und Taschengeld empfehlenswert. Während das Taschengeld zur freien Verfügung steht, muss das Budgetgeld für notwendige Ausgaben wie beispielsweise Kleidung genutzt werden.
Für die richtige Taschengeldhöhe können Eltern auf die Taschengeldtabelle 2020 zurückgreifen. Bei der Festlegung des Budgetgelds ist es hingegen sinnvoll, erst einmal für ca. drei Monate die entsprechenden Kosten zu beobachten, um zu einer realistischen Einschätzung der erforderlichen Beträge zu kommen. Allerdings ist das Budgetgeld erst in höheren Altersklassen ratsam. Das Deutsche Jugendinstitut (dji) empfiehlt die Vereinbarung eines Budgetgelds ab einem Alter von 14 Jahren, da Jugendliche dann bereits alt genug sind Kaufentscheidungen eigenständig treffen können und in der Lage sind, sich das zur Verfügung gestellte Geld einzuteilen.
Die Taschengeldtabelle enthält eine Empfehlung, wie viel Taschengeld Kinder erhalten sollten. Ein häufiger Streitpunkt zwischen Eltern und Kindern ist das Taschengeld bzw. die Taschengeldhöhe. Die Frage, wie viel Taschengeld für ein Kind sinnvoll und angemessen ist, ist sicherlich für Eltern nicht einfach zu beantworten. Hilfestellung bei dieser schwierigen Frage bietet die Taschengeldtabelle 2020. Die Taschengeldtabelle zeigt Ihnen, wie hoch das Taschengeld sein sollte basierend auf einer Empfehlung vom Jugendamt.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Taschengeldtabelle 2020 immer nur als eine Richtschnur zur optimalen Taschengeldhöhe angesehen werden kann. Denn gesetzliche Vorgaben zur Höhe des Taschengelds gibt es in Deutschland nicht. Ohnehin haben Kinder in Deutschland kein gesetzliches Anrecht auf Taschengeld. Allerdings ist es aus pädagogischer Sicht unbedingt zu empfehlen, seinen Kindern ein regelmäßiges Taschengeld zu geben. Denn das Taschengeld hilft dabei, einem Kind den richtigen Umgang mit Geld näherzubringen und das ist für das spätere Leben des Kindes nun einmal unverzichtbar. Damit Sie einen Anhaltspunkt haben, wie hoch das Taschengeld ungefähr ausfallen sollte, können Eltern natürlich sehr gut auf die aktuelle Taschengeldtabelle zurückgreifen. Die in der Tabelle angegebenen Werte beruhen auf einer Empfehlung vom Jugendamt Nürnberg. Nachfolgend finden Sie die aktuelle Taschengeldtabelle 2020:
Wie sich aus der Taschengeldtabelle 2020 entnehmen lässt, sollte sich die Höhe des Taschengelds nach dem Kindesalter richten. Das bedeutet je älter das Kind wird, desto mehr Taschengeld sollte es von den Eltern erhalten. Das Jugendamt Nürnberg gibt die Empfehlung, bereits im Alter von vier bis fünf Jahren damit zu beginnen, dem Kind regelmäßig Taschengeld auszuzahlen. Dies hängt natürlich auch immer davon, wie weit das jeweilige Kind bereits in seiner Entwicklung ist. Spätestens sollten Eltern aber mit dem Taschengeld starten, wenn das Kind in die Schule kommt. Die aktuelle Taschengeldtabelle 2019 schlägt vor, in diesem Alter mit 2 Euro Taschengeld pro Woche zu beginnen. In den Folgejahren wird das Taschengeld kontinuierlich angehoben.
Beachten Sie dabei jedoch, dass nach Vorgabe der Taschengeldtabelle im Alter von zehn Jahren der Auszahlungsrhythmus fürs Taschengeld geändert wird. Bei Kindern unter zehn Jahren sieht die Taschengeldtabelle 2020 nämlich noch eine wöchentliche Auszahlung des Taschengelds vor. Demgegenüber lautet die Empfehlung vom Jugendamt bei Kindern ab zehn Jahren, das Taschengeld nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch einmal pro Monat auszuzahlen. Denn dann sollte das Kind reif genug sein, sich sein Taschengeld auch über einen längeren Zeitraum einzuteilen.
Die aktuelle Taschengeldtabelle 2020 sieht deshalb vor, Kindern im Alter von zehn Jahren 15 Euro – 17,50 Euro Taschengeld pro Monat zu geben. Danach wird das monatliche Taschengeld Jahr für Jahr ein wenig angehoben. So sollte laut Taschengeldtabelle 2019 ein Kind mit 12 Jahren 20 Euro – 22,50 Euro Taschengeld pro Monat bekommen, ein Kind mit 14 Jahren sollte hingegen schon mindestens 25 Euro pro Monat erhalten. Maximal sieht die Taschengeldtabelle 2020 ein Taschengeld von 60 Euro – 80 Euro pro Monat für Kinder im Alter von 18 Jahren vor. Beachten Sie jedoch, dass diese Empfehlung des Jugendamts nur für Kinder gilt, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind, da sie kein eigenes Geld verdienen. Das wäre beispielsweise bei einem Student der Fall, der kein eigenes Geld verdient.
Gerade bei finanzschwächeren Familien mit vielen Kindern kann es natürlich vorkommen, dass die vorhandenen Mittel so knapp sind, dass Eltern dann zwangsläufig von der Taschengeldtabelle des Jugendamts abweichen müssen. In diesem Fall sollten Sie bedenken, wichtiger noch als die Taschengeldhöhe ist die regelmäßige Auszahlung des Taschengelds, damit das Kind mit dem Geld auch planen kann. Darüber hinaus lautet unsere Empfehlung für Eltern, nach Möglichkeit mit den Kindern immer offen und ehrlich über das Thema Geld und Finanzen zu reden.
Die Taschengeldtabelle 2020 gibt nur eine Empfehlung zur Taschengeldhöhe. Die Taschengeld Tabelle macht aber keine Angaben dazu, was Alles vom Taschengeld bezahlt werden sollte. Es bleibt also die Frage, welche Ausgaben Kinder von ihrem Taschengeld bestreiten müssen, und was weiterhin von den Eltern übernommen wird. Grundsätzlich lautet unsere Empfehlung, dass Eltern trotz Taschengeld auch weiterhin die alltäglichen Ausgaben des Kindes wie Nahrung, Kleidung, Fahrtkosten und Schulsachen bezahlen sollten. Denn sonst besteht nicht zuletzt die Gefahr, dass die Kinder am falschen Ende etwa bei den Schulsachen sparen. Vom Taschengeld bezahlen sollten die Kinder in erster Linie ihre individuellen Wünsche. Dazu gehören u.a:
In diesen Bereichen sollten Eltern sich nach Möglichkeit dann auch nicht mehr so stark einmischen, etwa weil Sie bestimmte Dinge für Geldverschwendung halten. Denn auch durch Fehlkäufe können Kinder wichtige Erfahrungen sammeln und fürs spätere Leben lernen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass Kinder außerplanmäßige Freizeitaktivitäten wie etwa einen Kinobesuch von ihrem Taschengeld bezahlen.
Was Eltern hingegen unbedingt vermeiden sollten, ist das Taschengeld als erzieherisches Hilfsmittel zu missbrauchen. So ist eine Taschengeldkürzung als Bestrafung ebenso wenig sinnvoll wie eine kurzfristige Taschengelderhöhung als Belohnung für gute Zensuren. Auch sollte das Taschengeld keinesfalls an bestimmte Bedingungen wie etwa ein aufgeräumtes Zimmer geknüpft werden. Dies würde den vom Taschengeld ausgehenden Lerneffekt im Umgang mit Geld nämlich zuwiderlaufen.
Spätestens zum Schuleintritt ist es Zeit fürs erste eigene Geld. Die Kinder können schon kleinere Beträge nachrechnen und Dingen einen Wert zuordnen.
Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Verpflichtung zur Auszahlung von Taschengeld.
Hier erhalten Sie die neuesten Werte für die Taschengeldtabelle 2020.
“Ob und wie viel Taschengeld das Kind erhält, liegt im freien Ermessen der Erziehungsberechtigten.”
Die Taschengeldtabelle ist nicht verbindlich, sondern eine Empfehlung des DJI (Deutsches Jugendinstitut e.V.) Der letzte veröffentlichte Stand war 2017. Wir haben die Inflationsrate und Ergebnisse von eigenen Umfragen hier mit einfliessen lassen und aktualisiert.
Die angegebenen Höhen des Taschengeldes sind Anhaltspunkte, denn es ist immer auch abhängig vom Familieneinkommen. Zudem ist es relevant, ob vom Taschengeld auch Kleidung gekauft wird oder nicht.
Das Kind erhält den festgelegten Betrag regelmäßig und unaufgefordert. Jüngere Kinder können größere Zeiträume noch nicht überblicken, deshalb am Anfang das Taschengeld wöchentlich ausgeben, ab 9 bis 10 Jahren reicht monatlich.
Das Kind darf sich grundsätzlich davon kaufen, was es möchte. Einzige Bedingung ist, dass es nicht gefährlich oder ungesund sein darf. Die Eltern sollten sich also nicht einmischen, es sei denn, sie werden vom Kind um Rat gefragt.
Die Taschengeldhöhe sollte nicht abhängig gemacht werden von zusätzlichen Einnahmen. Zum Beispiel Dazuverdienen in kleinen Jobs oder Geldgeschenke von Verwandten.
Schulmaterial, Nahrungsmittel und Kleidung sollten grundsätzlich nicht vom Taschengeld gekauft werden. Ausnahme sind hier mutwilliges Beschädigen von Schulmaterial, oder besondere Kleidungswünsche.
Bestrafungen und Belohnungen dürfen nicht über das Taschengeld erfolgen, es sollte eine feste Größe bleiben. Taschengeld darf also kein Erziehungsmittel/Druckmittel sein.
Der Taschengeldparagraph erklärt Verträge für rechtswirksam, die Minderjährige ab dem 7. Lebensjahr mit eigenen Leistungen (Taschengeld) bewirken können.
Nach § 110 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) mit der Überschrift „Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln“ gilt in Deutschland die Überlassung von Taschengeld zur freien Verfügung als automatische Zustimmung des gesetzlichen Vertreters zum Vertragsabschluss.
Ab dem 7. Lebensjahr kann der Minderjährige also auch ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters einen Kaufvertrag abschließen, wenn er die Leistungen aus seinem Taschengeldrahmen erbringen kann.
Das bedeutet, wenn das siebenjährige Kind im Spielwarengeschäft etwas von seinem Taschengeld kauft, ist dieser Kaufvertrag rechtswirksam. Wird dieser Kauf von den Eltern nicht befürwortet und reklamieren sie die Rücknahme des gekauften Gegenstandes, so ist der Verkäufer rechtlich dazu nicht verpflichtet.
Voraussetzung für die Rechtskräftigkeit des Vertrages ist jedoch, dass die Leistung (Bezahlung) bereits erfolgt ist. Ratenkäufe fallen nicht unter dieses Gesetz und sind somit nicht rechtskräftig. Hier ist nach wie vor die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.
Festgelegter Höchstbetrag
Allerdings schreibt der § 110 BGB keinen Höchstbetrag vor, für die der Minderjährige einkaufen darf. Das Sparen des Taschengeldes ist ja erlaubt und so kommen dann auch schon größere Beträge zusammen.
Bei größeren Beträgen kann der Verkäufer aber sicherheitshalber die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verlangen, denn die Eltern haben dann auch die Möglichkeit, das Geschäft nachträglich rückgängig zu machen.
Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren sind in Deutschland nur eingeschränkt geschäftsfähig.
Das Großziehen der Kinder ist nicht immer leicht. Es gibt viele Punkte, die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben möchten, nur nicht wissen wie.
Dazu gehört auch der richtige Umgang mit Geld. Schließlich wollen Eltern ihren Nachwuchs in einer stabilen finanziellen Lage wissen. Die kostenlose Broschüre bietet Ihnen Tipps und hilfreiche Informationen für das Gelingen.
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Barbara Kettl-Römer (Jahrgang 1968) ist Diplom-Kauffrau und gelernte Redakteurin. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und legt besonderen Wert auf Praxisbezug, Verständlichkeit und Umsetzbarkeit der Informationen und Tipps. Als Mutter von drei Kindern beschäftigt sie sich eingehend mit der Vermittlung von Finanz- und Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche.
Ohne Geld kann man in unserer Gesellschaft nicht leben. Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihren Kindern den Umgang mit Geld bewusst beibringen, damit sie es als Erwachsene souverän einteilen, ausgeben und sparen können und nicht etwa in die Überschuldung rutschen. Die Schule kann dies in der Regel nicht leisten. Mit dem Ratgeber „So erziehen Sie Ihre Kinder im Umgang mit Geld“ möchte Barbara Kettl-Römer Eltern Anregungen geben, wie sie dieses wichtige Erziehungsthema angehen und umsetzen können.
Frau Kettl-Römer, Geld ist kein übliches Gesprächsthema. Sollten Eltern mit Ihren Kindern aktiv darüber reden?
Unbedingt. Wir arbeiten für Geld. Wir kaufen mit Geld alles, was wir zum Leben brauchen. Wir sorgen mit Geld für Notfälle vor. Wir machen uns Sorgen, wenn das Geld nicht reicht. Das sehen unsere Kinder und sie spüren, wie wichtig Geld ist. „Über Geld spricht man nicht“ ist da eine sehr verwirrende Botschaft, denn über wichtige Dinge muss man in der Familie doch sprechen können, das weiß jedes Kind. Und wie soll man lernen, mit etwas richtig umzugehen, über das nicht gesprochen wird?
Was soll ein Kind mit dem Taschengeld machen dürfen? Sollen die Eltern genaue Vorgaben machen? Für welche Ausgaben ist das Taschengeld nicht bestimmt?
Taschengeld ist genau das, was der Name sagt: Geld in der Tasche, das vom Kind ohne Vorgaben und elterliche Kontrolle ausgegeben werden darf. Im Umgang mit dem Taschengeld darf und soll es lernen, selbstständige Kaufentscheidungen zu treffen, das Geld einzuteilen, damit hauszuhalten und es eventuell für größere Anschaffungen zu sparen. Dabei dürfen Eltern beraten, aber nicht bestimmen. Taschengeld ist dagegen nicht dazu da, davon notwendige Ausgaben (z. B. für Schulbedarf) zu tätigen und auch nicht dazu, auf die elterliche Anweisung hin ins Sparschwein zu wandern.
Wie sollen Eltern reagieren, wenn den Kindern das Taschengeld öfters nicht reicht?
Erst einmal sollten sie überlegen, ob das Kind vielleicht wirklich zu wenig bekommt. Da sind die Taschengeldempfehlungen der Jugendämter hilfreich oder auch ein Gespräch mit Eltern von Gleichaltrigen. Wenn z. B. ein 15-Jähriger nur 5 Euro im Monat bekommt, ist es normal, dass ihm das nicht reicht.
Wenn aber der Betrag in Ordnung ist, muss das Kind eben lernen, ihn besser einzuteilen. Manchmal kann es dazu hilfreich sein, von der monatlichen Zahlung wieder auf eine wöchentliche oder 14-tägige zurückzugehen. Wenn das Kind schon 13 Jahre oder älter ist, könnte es sich auch einen kleinen Nebenjob suchen, um die Kasse etwas aufzubessern.
Was Eltern nicht tun sollten, ist, laufend Geld nachzuschießen oder sich „Vorschüsse“ abbetteln zu lassen, die sie dann doch nicht mehr eintreiben. Der pädagogische Effekt des Taschengeldes liegt eben darin, dass es immer zu wenig ist für all die Wünsche, die man so hat und dass man deswegen damit haushalten muss. So ist das nun mal im Leben. Eltern, die hier inkonsequent sind, vermitteln ihrem Kind stattdessen die Botschaft: „Du musst nur genug quengeln, dann kommt schon irgendwoher Geld.“ Das ist eine denkbar schlechte Vorbereitung auf ein finanziell selbstbestimmtes Erwachsenenleben.
Halten Sie Geldgeschenke für sinnvoll?
Ich persönlich mag sie nicht so, weil sie so wenig persönlich sind. Andererseits können Geldgeschenke sinnvoll sein, wenn davon eine größere Anschaffung getätigt werden soll, wenn etwa die Großeltern für ein neues Fahrrad zusammenlegen. Und Teenies haben oft so spezielle Vorstellungen, dass Paten und andere Verwandte ihnen mit einem Geldschein mehr Freude machen als mit einem gut gemeinten Sachgeschenk, das nicht gefällt. Die Mischung sollte aber stimmen. Auch ein Teenager will unter dem Weihnachtsbaum nicht nur Kuverts mit Scheinen finden.
Sie sagen „Konsumerziehung geht über Gelderziehung“ hinaus. Was meinen Sie damit?
Kinder sollen lernen und erfahren, dass ihr Lebensglück nicht vom Konsum abhängt, und dass Geld zwar eine notwendige Bedingung für ein selbstbestimmtes Leben, aber nicht das Maß aller Dinge ist. Sie sollten Werbung und Realität unterscheiden können. Sie sollen erkennen, dass es nicht auf die gerade angesagten Marken und Statussymbole ankommt, sondern dass beim Menschen die inneren Werte zählen. Insofern gehören zur Konsumerziehung auch Geld- und Medienerziehung – und alle diese Bereiche sollten sich der Werteerziehung unterordnen.
Taschengeld ist wichtig! Nicht, weil Kinder sich damit kleine Wünsche erfüllen können. Sondern weil sie so den Umgang mit Geld üben können. Und dabei lernen sie fürs Leben. Hier erfährst du alles rund um die Taschengeldtabelle und was Eltern dabei beachten sollten.
Nur wer Geld besitzt, kann den Umgang mit Geld lernen. Ein Kind, das Taschengeld zur Verfügung hat, steht vor der Überlegung „Was will ich eigentlich kaufen?“. Und macht dann wahrscheinlich die Erfahrung, dass alles schnell ausgegeben ist, es aber lange auf den nächsten Zahltag warten muss. Das sind wichtige Lernschritte, die Kindern dann im Jugend- und Erwachsenenalter zugutekommen. Der Staat hilft Eltern mit Vorschlägen, der sogenannten Taschengeldtabelle.
Achtung: Hier handelt es sich nur um Orientierungswerte! Die Höhe hängt von vielen Faktoren, z.B. vom verfügbaren Einkommen der Eltern und der Zahl der Geschwister ab.
Das Jugendinstitut weist darauf hin, dass die Taschengeldempfehlungen nur Richtwerte seien. „Die Höhe des Taschengelds sollte individuell in jeder Familie ausgehandelt werden. Je nach Familiengröße und Anzahl der Kinder, Entwicklungsstand des Kindes und den Einkommensverhältnissen kann es höher oder niedriger sein“, heißt es. Dabei sollten Sie natürlich auch an Ihre eigene finanzielle Situation denken. Besonders große Familien, die von Hartz IV leben, müssen sich nicht zwingend an die gängigen Taschengeldhöhen halten, wenn dies sonst starke Einbußen aller Familienmitglieder nach sich ziehen würde.
„Man muss bei den Kindern Interesse für das Thema Geld wecken“, sagt Kirsten Schlegel-Matthies, Professorin an der Universität Paderborn. Im Supermarkt sollen Kinder zum Beispiel lernen, Preise zu vergleichen oder sie suchen zu Hause nach Sparpotenzialen, wie unnötigem Stand-by-Betrieb von Fernseher und Stereo-Anlage. „Die Kinder sollen eine Vorstellung davon bekommen, welche Einnahmen realistisch sind, wo man sparen kann und was die Dinge kosten“, sagt die Wissenschaftlerin.
Wichtiger als die Höhe des Taschengeldes ist, dass Eltern und Kinder klare Regeln zum Verwendungszweck vereinbaren. Man kann beispielsweise verabreden, dass man dem Kind Schulsachen wie Stifte und Blöcke kauft, dass es sie aber selbst ersetzen muss, wenn es sie verliert. Bei der Bemessung des Taschengelds sollte man ein bisschen großzügig sein. „Kosten die Klebebildchen, die ein Kind sich wöchentlich kauft, einen Euro, sollte man fünfzig Cent mehr geben. So haben die Kinder etwas Spielraum und können auch mal für größere Wünsche sparen“, meint die Erziehungsberaterin Claudia König. Allerdings ist es auch möglich, dass sich die Kinder mit ihrem Taschengeld an den Kosten für ihr Mobiltelefon beteiligen oder sich hiervon Süßigkeiten und Spielzeug kaufen.
Ist das Taschengeld einmal verteilt, sollten Eltern sich zurücknehmen. „Wenn das Kind das Geld zu Hause vergessen hat oder schon ausgegeben hat, sollte man ihm nicht ausnahmsweise wieder etwas finanzieren. Nur so lernt es auf Dauer, die Verantwortung für seine Ausgaben zu übernehmen“, betont König.
Besonders wichtig, um den Umgang mit Geld zu lernen, ist, was vielen Eltern schwer fällt: Offen über die Einnahmen- und Ausgabenseite des Haushaltes zu sprechen. Um ein Gespür für Ein- und Ausgaben zu bekommen, sollten Eltern ihre Kinder mit zum Einkaufen nehmen, sie einbeziehen, wenn größere Anschaffungen in der Familie geplant sind und auch aus der Höhe ihres Gehaltes kein Geheimnis machen. „Es wird zu wenig über Geld gesprochen, die meisten Kinder wissen nicht, was ihre Eltern verdienen“, hat Schlegel-Matthies festgestellt.
Ein weiter Tipp ist es, Ihren Kindern Sparziele zu setzen. Das hilft Kindern zu verstehen, dass sie sich nicht gleich alles sofort kaufen sollten, sondern sich auch über Ausgaben Gedanken machen: „Wenn ich mir das jetzt kaufe, kann ich mir meinen großen Wunsch erst viel später erfüllen.“ Anregungen und Hilfen sind durchaus erlaubt, so der Kinderschutzbund. Versuchen Sie jedoch nicht, zu bevormundend zu sein.
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Kinder sollten regelmäßig Taschengeld erhalten. Doch wie viel ist richtig? Die Höhe richtet sich nach dem Alter – und danach, wie viel Eltern geben können. Das richtige Einstiegsalter für Taschengeld ist der Besuch der Volksschule. Mit Schreiben und Rechnen kann auch der Umgang mit Geld erlernt werden.
Taschengeld ist keine Belohnung
Ihr Kind muss mit einem regelmäßigen „Einkommen“ rechnen können. Das Taschengeld zu streichen, weil es schlimm war, ist keine Option. Das Kind soll selbst entscheiden, wofür es sein Geld ausgibt. Und es soll lernen, damit auszukommen. Falls das nicht gelingt, sollten Sie über sein Verhalten sprechen: Wofür wurde das Geld ausgegeben?
Taschengeld ist prinzipiell zum Ausgeben bestimmt. Selbstverdientes oder Geldgeschenke von Oma und Opa können hingegen gespart werden. Legen Sie dafür ein Sparkonto an. Ihr Kind darf mitbestimmen, wofür sein Erspartes verwendet wird.
Gemeinsam mit der Erziehungsexpertin Dr. Martina Leibovici-Mühlberger haben wir einen Leitfaden für Eltern erstellt. Er hilft die Taschengeldhöhe festzulegen und gibt wertvolle Tipps für die Gelderziehung der Kinder. Hier online lesen oder runterladen:
Taschengeld-Leitfaden runterladen
Das Sparschwein ist ein wichtiges Utensil, denn auch die Verwaltung von kleinen Vermögen will gelernt sein. Für Neun- bis Zwölfjährige eignet sich das Sparschwein „Kinder-Cash“: Es hat vier Kammern, je eine für Ausgeben, Spa­ren, Investieren und für gute Taten.
Machen Sie zu Hause das Geld zum Thema. Kinder sollen wissen, dass auch Eltern sparen müssen, um sich etwas leisten zu können. Nehmen Sie kleinere Kinder zum Einkaufen mit und zeigen Sie den älteren, was Fixkosten sind. So bekommen sie einen Begriff davon, „was das Leben kostet“.
Das Thema Taschengeld ist in vielen Familien eine heikle Angelegenheit. Die meisten Kinder sind natürlich stets der Meinung, dass sie viel zu wenig Geld bekommen. Auf der anderen Seite betonen Experten zwar den grundsätzlichen Wert des Taschengeldes, warnen aber auch davor, die eigenen Kinder finanziell zu üppig auszustatten. Dann nämlich geht der Sinn des Taschengelds verloren. Letztlich handelt es sich stets um eine individuelle Entscheidung der Eltern, wieviel Geld die Kinder regelmäßig erhalten. Es gibt also generell kein richtig oder falsch. Einige grundlegende Punkte können aber eine gute Orientierung geben, wie mit dem Thema umgegangen werden sollte.
Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche sich mit dem Taschengeld ihre individuellen Wünsche erfüllen. Dahinter steckt aber natürlich ein tieferer Sinn: Denn indem sie die Sachen nicht einfach geschenkt bekommen, sondern aus ihrem eigenen Finanzhaushalt bezahlen müssen, lernen sie den Umgang mit Geld kennen und verstehen. Durch Erfahrungswerte können sie beispielsweise im Laufe der Zeit immer besser einschätzen, welche Käufe sinnvoll sind und welche nicht. Außerdem lernen sie, sich das Geld über den Monat einzuteilen und auf größere Anschaffungen hin zu sparen.
Diese und ähnliche Fähigkeiten möglichst früh zu erlernen, ist in unserer geldbasierten Wirtschaft von enormem Vorteil. Zumal dies bei Kinder und Jugendlichen vergleichsweise gefahrlos geschieht. Selbst wenn das Taschengeld deutlich vor dem Monatsende aufgebraucht ist, leben sie noch bei ihren Eltern und müssen nicht hungern. In der Regel achten sie im nächsten Monat aber darauf, sich das Geld besser einzuteilen – und haben damit eine wichtige Lektion gelernt.
Generell ist es natürlich erst sinnvoll Taschengeld zu zahlen, wenn die Kinder damit auch etwas anfangen können. So sollten grundlegende mathematische Fähigkeiten beispielsweise bereits vorhanden sein, damit die Kinder den Wert der Münzen und Scheine überhaupt beziffern können. Die Taschengeldempfehlung des Jugendamtes ist in der sogenannten Taschengeldtabelle zusammengefasst und beginnt im Alter von vier Jahren. Dieser Wert dient allerdings nur als Orientierung und sollte nicht als Dogma verstanden werden. Es ist keineswegs verwerflich, erst später mit den regelmäßigen Zahlungen anzufangen, wenn ihr als Eltern der Meinung seid, das Kind kann davon noch nicht profitieren.
Teilweise wird in jungen Jahren zudem zwar kein Taschengeld gezahlt, aber jeweils eine kleine Summe zurückgelegt. Das Geld kann dann später genutzt werden, um größere Anschaffungen für das Kind zu finanzieren – beispielsweise das erste Fahrrad.
Statistik In Deutschland erhielt im Jahr 2015 jedes Kind im Schnitt 26,35 Euro an Taschengeld. Dies sind immerhin 3,73 Euro mehr als zehn Jahre zuvor. Hinzu kommen durchschnittlich 80 Euro zu Weihnachten, 64 Euro zum Geburtstag und 25 Euro zu Ostern.
Der Auszahlungstermin des Taschengelds kann im Prinzip beliebig gewählt werden. Gerade kleinere Kinder haben in der Regel noch keine laufenden Kosten, sodass das Geld beispielsweise nicht immer zum Monatsersten gezahlt werden muss. Wichtig ist allerdings, dass ein fester Rhythmus etabliert wird. Also immer eine bestimmte Summe zu einem festgelegten Termin. Denn nur so können Kinder lernen, mit den Einnahmen zu planen und diese auch sinnvoll anzusparen. Dieser Effekt geht verloren, wenn das Taschengeld nach Lust und Laune ausgezahlt wird und dadurch nicht berechenbar ist.
Zu besonderen Anlässen kann allerdings natürlich auch schon einmal ein Extrageld gezahlt werden – etwa als Geburtstagsgeschenk, zu Weihnachten oder als Zeugnisgeld. Auch dabei solltet ihr euch allerdings am Alter des jeweiligen Kindes orientieren. Jüngere Kinder benötigen deutlich weniger Geld – was sich sowohl in der Höhe des Taschengeldes als auch in den Summen der Geldgeschenke niederschlagen sollte. Das Jugendamt empfiehlt zudem in der sogenannten Taschengeldtabelle, bis zum Alter von neun Jahren eine wöchentliche Zahlung. Anschließend sollte das Taschengeld einmal monatlich überwiesen oder ausgezahlt werden.
Ähnlich wie bei der Frage, ab welchem Alter überhaupt Taschengeld gezahlt werden soll, gilt auch bei dessen Höhe: Letztlich handelt es sich um eure individuelle Entscheidung. Sinnvoll kann es allerdings sein, vorher festzulegen, welche Ausgaben überhaupt von dem Taschengeld bestritten werden müssen. Miete und Grundnahrungsmittel fallen in der Regel nicht darunter. Aber was ist beispielsweise mit Geburtstagsgeschenken für Freunde und Verwandte? Grundsätzlich gilt dabei:
Je mehr Ausgaben von dem Taschengeld bestritten werden müssen, desto höher sollte dieses auch sein.
Je älter das Kind wird, desto mehr Ausgaben sollte es selbst von seinem Taschengeld bezahlen.
Um Eltern einen groben Anhaltspunkt zu geben, wie viel Taschengeld Kinder in welchem Alter erhalten sollen, gibt das Jugendamt zudem die sogenannte Taschengeldtabelle heraus:
4 bis 5 Jahre 50 Cent in der Woche
6 bis 7 Jahre 1,50 bis 2 Euro in der Woche
8 bis 9 Jahre 2 bis 3 Euro in der Woche
10 bis 11 Jahre 13 bis 16 Euro im Monat
12 bis 13 Jahre 18 bis 22 Euro im Monat
14 bis 15 Jahre 25 bis 30 Euro im Monat
16 bis 17 Jahre 35 bis 45 Euro im Monat
Über 18 Jahre 70 Euro im Monat
Gerade bei mehreren Kindern kann das Taschengeld eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung darstellen. Teilweise übersteigen die in der Taschengeldtabelle vorgesehenen Beträge daher das zur Verfügung stehende Budget. Auch in solchen Fällen gilt: Es handelt sich lediglich um eine Taschengeldempfehlung, die jederzeit von euch angepasst werden kann.
Erzwingt die finanzielle Situation eine Anpassung nach unten, sollte das Thema Geld mit den Kindern offensiv besprochen werden. Diese dürfen nicht den Eindruck gewinnen, sie bekämen weniger Taschengeld, weil sie euch nicht wichtig genug wären.
Anpassungen nach oben sollten allerdings wohlüberlegt sein – auch wenn sie finanziell möglicherweise kein Problem darstellen. Denn das Taschengeld erfüllt seinen Sinn und Zweck nur, wenn es sich um eine begrenzte Ressource handelt. Zu üppige Taschengeldzahlungen können hingegen sogar das Gegenteil erreichen: Die Kinder lernen nicht mit Geld umzugehen, sondern denken, es sei immer ausreichend davon da.
Um den durch das Taschengeld angestrebten Lerneffekt auch tatsächlich zu erreichen, solltet ihr euren Kindern bei der Entscheidung über die Verwendung weitgehend freie Hand lassen. Grundsätzlich sollte das Taschengeld allerdings nicht für Waren des alltäglichen Bedarfs gebraucht werden müssen. Ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrungsmittel und eine angemessene Zahl an Klamotten gehören zur Grundausstattung und sollten unabhängig vom Taschengeld zur Verfügung stehen. Dies gilt aber natürlich nicht für Sonderwünsche: Süßigkeiten und Fußballtrikots beispielsweise gehören zu den Dingen, die von den Kindern in der Regel selbst finanziert werden müssen.
Bei älteren Kindern kann es allerdings durchaus Sinn machen, diesen weitere finanzielle Verantwortung zu übertragen – etwas indem sie den Kauf ihrer Klamotten vollständig selbst übernehmen. In diesem Fall muss allerdings auch das Taschengeld entsprechend erhöht werden. Es liegt dann in der Hand des Kindes, ob es sich tatsächlich neue Kleidung kauft oder das Geld lieber in andere Dinge investiert.
Statistik Bei vielen Kindern führt Taschengeld tatsächlich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Immerhin sechs von zehn Empfängern sparen einen Teil des Geldes. Zwei Drittel davon sparen auf ein bestimmtes Ziel, während der Rest das Geld für die Zukunft zurücklegt. Im Schnitt hat daher jedes Kind in Deutschland selbst gesparte Reserven in Höhe von 738 Euro – womit schon die eine oder andere größere Anschaffung möglich ist.
Grundsätzlich haben Eltern gegenüber ihren Kindern eine Unterhaltspflicht. Diese kann aber auch vollständig als Naturalunterhalt erfolgen. In diesen Fällen erhalten die Kinder von ihren Eltern alles, was sie benötigen, um sich zu entwickeln und am sozialen Leben teilzuhaben. Eine Pflicht zur Zahlung von Taschengeld gibt es daher nicht. Das Taschengeld kann auch nicht eingeklagt werden. Wie weiter oben dargelegt, gibt es aber gute Gründe, weshalb ihr dennoch nicht auf Taschengeld für eure Kinder verzichten solltet. Der Kinderschutzbund geht sogar noch einen Schritt weiter: Dort spricht man von einer moralischen Pflicht zur Taschengeldzahlung. Diese Ansicht hat aber noch keinen Einzug in die deutsche Rechtsprechung gefunden.
Leben Eltern getrennt so teilt sich die grundsätzliche Unterhaltspflicht in zwei Bereiche auf. Das Elternteil, bei dem das Kind lebt, leistet weiterhin Naturalunterhalt. Das andere Elternteil wiederum muss Barunterhalt leisten – sprich: Geld überweisen. Wie hoch die Unterhaltszahlungen sind, hängt dabei vom Einzelfall ab. Oftmals ist dort allerdings eine Summe für das Taschengeld des Kindes enthalten. Davon unberührt ist allerdings die Tatsache, dass die Eltern mit Sorgerecht frei über die Höhe des Taschengeldes entscheiden können. Das Kind hat also auch in diesem Fall keinen Rechtsanspruch darauf, einen Teil der Sorgerechtszahlungen als Taschengeld in bar ausgezahlt zu bekommen. Hat ein Elternteil das alleinige Sorgerecht inne, entscheidet dieses vollkommen autonom über die Taschengeldzahlungen. Bei gemeinsamem Sorgerecht muss ein Konsens gefunden werden.
Wenn Kinder Taschengeld erhalten, müssen sie dieses natürlich auch ausgeben können. Dies ist allerdings schwierig, wenn der Verkäufer im Laden stets die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters einholen muss. In Deutschland gibt es daher den sogenannten Taschengeldparagraphen (§ 110 BGB), in Österreich wird vom Wurstsemmelparagraph gesprochen (§ 170 ABGB). Beide Regelungen sehen jeweils vor, dass durch die grundsätzliche Auszahlung des Taschengelds ein beschränkter Generalkonsens entsteht. Die Kinder können also über das Geld frei verfügen und sind damit beschränkt geschäftsfähig. Dies gilt allerdings nur für Geschäfte, die die zur Verfügung stehenden Mittel des Taschengelds nicht übersteigen. Außerdem können Eltern bestimmte Käufe explizit verbieten.
Der Ausdruck Taschengeldparagraph ist allerdings nicht ganz korrekt. Denn genau genommen bezieht sich die Regelung beispielsweise auch auf Geldgeschenke von Verwandten, die mit Zustimmung der Eltern erfolgt sind. Auch Tauschgeschäfte fallen unter den Paragraph 110 des Bürgerlichen Gesetzbuches.
Im Umgang mit dem Taschengeld lernen die Kinder den Wert von Geld zu erkennen. Allerdings wird das Geld unabhängig von erbrachten Leistungen gezahlt. Experten raten sogar ausdrücklich davon ab, Taschengeldzahlungen als erzieherische Maßnahme zu kürzen. Das Geld ist also stets zu einem bestimmten Termin verfügbar. Um die Kinder frühzeitig darauf vorzubereiten, dass dies nicht immer so sein wird, kann es sinnvoll sein, diese das Taschengeld durch einen Nebenjob aufbessern zu lassen. Klassische Jobs sind dabei beispielsweise Prospekteverteiler oder Babysitter. Allerdings sind dabei drei Dinge zu beachten:
Die gesetzlichen Vorgaben. Minderjährige dürfen nicht unbegrenzt und auch nicht in allen Jobs arbeiten.
Die zeitliche Verfügbarkeit. Schule und Freizeit sollten stets Vorrang haben. Nur wenn darüber hinaus noch Zeitfenster zur Verfügung stehen und das Kind dies ausdrücklich wünscht, sollte noch ein Nebenjob in Betracht kommen.
Nebenjobs sichern nicht den Unterhalt. Das selbst verdiente Geld sollte dazu dienen, das Taschengeld aufzubessern. Keinesfalls darf allerdings eine Situation entstehen, in der ein Schulkind gezwungen ist, arbeiten zu gehen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Grundsätzlich ist die Zahlung eines Taschengelds eine wichtige Komponente in der Entwicklung eures Kindes. Wie immer gilt aber: Die Höhe ist entscheidend. Zu viel Geld kann dazu führen, dass Kinder verwöhnt werden und den Wert von Geld nicht schätzen lernen. Auf der anderen Seite kann Taschengeld auch eine hohe Belastung für das Familienbudget darstellen. Eltern müssen daher genau abwägen, wie viel Taschengeld möglich ist und wie viel tatsächlich nötig ist. Die Taschengeldtabelle des Jugendamts kann dabei eine Orientierungshilfe bieten – ist aber kein feststehendes Dogma. Taschengeld alleine reicht zudem nicht aus, um Kindern den richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln: Hier seid ihr als Eltern auch als Vorbild in der Pflicht.
Taschengeld (© Helix2012 – Fotolia.com)
Mit dem Thema Taschengeld wird sich jede Familie früher oder später auseinandersetzen. Gesetzlich verpflichtet sind Eltern nicht dazu, ihren Kindern eine gewisse Summe Geld zur Verfügung zu stellen, aus erzieherischer Sicht ist dies jedoch durchaus sinnvoll. Was die Höhe angeht, können Eltern sich an der Tabelle, wie sie etwa vom Jugendamt veröffentlicht wird, orientieren.
Es findet sich im deutschen Recht keine gesetzliche Regelung, die Eltern dazu verpflichtet, ihren Kindern Taschengeld zahlen zu müssen. Eine Leistungspflicht diesbezüglich seitens der Eltern gibt es also nicht, somit haben Kinder auch keinen rechtlichen Anspruch auf Zahlung eines Taschengelds.
Rechtlich gesehen gibt es keine Pflicht, Taschengeld zu zahlen. Jedoch ist es aus erzieherischen Gründen durchaus sinnvoll, dies zu tun, um so die Kinder mit dem Umgang mit Geld vertraut zu machen. Der Kinderschutzbund spricht Kindern ein „moralisches“ Recht auf Taschengeld zu. Durch die Zahlung von regelmäßigem Taschengeld kann das Kind, seinem Alter entsprechend, lernen, zu sparen, zu haushalten und wird in seiner Selbstständigkeit unterstützt. So lassen sich bereits im Kindesalter die Weichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld im Erwachsenenalter legen.
Vom Anspruch auf Taschengeld ist der Anspruch auf Unterhalt abzugrenzen, den Kinder durchaus gegen ihre Eltern haben können. Hierzu findet sich die entsprechende Regelung in § 1601 BGB: „Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.“ Leben die Eltern zusammen, wird dieser Anspruch in aller Regel dadurch erfüllt, dass die Eltern die Grundbedürfnisse des Kindes erfüllen, ihm also Ernährung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und die nötigen Mittel bieten, um am sozialen Leben teilnehmen zu können.
Sollten die Eltern getrennt leben, erfüllt ein Elternteil meist seine Unterhaltspflicht, indem sich um Pflege und Erziehung des Kindes gekümmert wird, § 1606 Absatz 3 BGB: „Mehrere gleich nahe Verwandte haften anteilig nach ihren Erwerbs- und Vermögensverhältnissen. Der Elternteil, der ein minderjähriges Kind betreut, erfüllt seine Verpflichtung, zum Unterhalt des Kindes beizutragen, in der Regel durch die Pflege und die Erziehung des Kindes.“
Der andere Elternteil, in der Regel der, der nicht mit dem Kind zusammenwohnt, kommt seiner Unterhaltspflicht hingegen üblicherweise durch Zahlung von Barunterhalt nach. Wie hoch dieser ausfällt, richtet sich regelmäßig nach den Angaben der Düsseldorfer Tabelle. Den Barunterhalt erhält jedoch nicht das Kind selbst, sondern der Elternteil, der seine Pflege und Erziehung übernimmt und bei dem das Kind wohnt.
JuraForum.de-Tipp: Das Kindergeld, das vom Staat gezahlt wird, wird ebenfalls nicht an das Kind selbst ausgezahlt, sondern an die Eltern. Kinder haben also gegenüber der Kindergeldkasse oder auch den Eltern keinen direkten Zahlungsanspruch. Das Kindergeld soll in erster Linie die Eltern finanziell unterstützen, um wichtige Ausgaben für das Kind tätigen zu können. Es gibt aber auch, wenn auch in der Praxis eher seltene, Ausnahmen. Sind beide Eltern verstorben und das Kind ist Vollwaise, kann das Kindergeld direkt an das Kind ausgezahlt werden. Dasselbe gilt, wenn der Aufenthaltsort der Eltern dem Kind unbekannt ist. Ebenfalls direkt an das Kind ausgezahlt kann Kindergeld werden, wenn der Elternteil, der als Zahlungsempfänger für die Kindergeldkasse gilt, keinen Unterhalt an das Kind zahlt, obwohl er ihm gegenüber unterhaltspflichtig ist.
Entscheiden sich Eltern dazu, Taschengeld zu zahlen, sollte dies auch regelmäßig geschehen. Dabei sollte die Zahlung nicht davon abhängig gemacht werden, ob das Kind gute Noten mit nach Hause gebracht hat, fleißig im Haushalt war o.ä. Taschengeld sollte nicht als Belohnung eingesetzt werden, ebenso wenig wie sich Taschengeldstreichung als Bestrafung eignet.
Prinzipiell kann gesagt werden, dass Taschengeld bezahlt werden kann, sobald ein Kind rechnen kann. Eine Altersgrenze von etwa 5 Jahren ist hier empfehlenswert. Hier kann mit ein paar Cent in der Woche begonnen werden. Mit zunehmendem Alter wird dann auch die Taschengeldhöhe angepasst.
Nicht nur die Frage, ab wann Taschengeld gezahlt werden soll, ist von Bedeutung, sondern auch, wie lange Taschengeld überhaupt empfehlenswert ist bzw. Sinn macht. Maßgeblich ist hier natürlich immer die individuelle finanzielle Situation der Familie. Spätestens jedoch, wenn das Kind eine eigene Ausbildung beginnt, kann die Taschengeldzahlung eingestellt werden. Sollten ältere Kinder vorher schon durch Nebenjobs genug eigenes Geld verdienen, kann die Taschengeldzahlung auch schon früher eingestellt werden.
Experten raten zudem dazu, dass Eltern offen mit ihren Kindern über das Thema Geld reden. Geld spielt eine zentrale Rolle im Leben. Die Aussage „Über Geld spricht man nicht“, sollte hier keine Anwendung finden, da gerade in der Familie über wichtige Themen offen und ehrlich gesprochen werden sollte. Ein offener Umgang mit dem Thema Geld unterstützt Kinder zusätzlich dabei, den richtigen Umgang damit zu lernen. Auch können Eltern den Kindern erklären, warum sie eine bestimmte Taschengeldhöhe festgesetzt haben und dass sie vielleicht gerne etwas mehr zahlen würden, die eigene finanzielle Situation dies aber momentan nicht zulässt.
Die Tabelle kann als Orientierung bei der Festlegung der Höhe des Taschengelds herangezogen werden. Dabei sollte aber immer auch die wirtschaftliche Situation der Familie berücksichtigt werden. In Familien mit wenig oder gar keinem eigenen Einkommen, muss auch das Kind lernen, mit weniger Taschengeld auszukommen. Weitere Faktoren, die die Höhe des Taschengelds beeinflussen können:
Der individuelle Entwicklungsstand des Kindes sollte bei der Festsetzung der Taschengeldhöhe berücksichtigt werden
Welche Empfehlungen erteilt das Jugendamt?
Wie viel Taschengeld zahlen die Eltern aus dem Umfeld der Familie?
Berücksichtigt werden können auch der Wohnort und die dortigen allgemeinen Lebenshaltungskosten
Neben der Höhe, kommt auch die Frage auf, wann, bzw. in welchem Rhythmus Taschengeld gezahlt werden sollte. Experten raten dazu, bei Kindergarten- und Grundschulkindern eine wöchentliche Auszahlung beizubehalten. Kinder sei es erst ab einem Alter von 10 Jahren möglich, einen ganzen Monat zu überblicken und sich ihr Taschengeld dementsprechend einzuteilen bis zur nächsten Auszahlung. Ab 10 Jahren können Kinder besser vorausplanen und lernen nun, mit dem Geld über einen ganzen Monat hinweg zu haushalten. So wie es auch später im Erwachsenenleben der Fall sein wird.
Kommt das Kind nicht mit dem bezahlten Taschengeld aus, sollten Eltern davon absehen, ihm zusätzliches Geld zu geben. So würde der beabsichtigte Lerneffekt zunichte gemacht werden und Kinder würden zudem nicht lernen können was es heißt, auch einmal kein Geld zur Verfügung zu haben.
Es empfiehlt sich auch, mit dem Kind über das Thema Sparen zu sprechen. So kann dem Kind nähergebracht werden, dass das Taschengeld nicht komplett ausgegeben und sofort alles gekauft werden muss, was auf der Wunschliste steht. Es kann sich lohnen, über Ausgaben zu reflektieren und auch kleinste Sparbeträge sammeln sich mit der Zeit an und ermöglichen es dem Kind, sich auch einmal einen größeren Wunsch zu erfüllen.
Es wird auch empfohlen, dass Kinder ab acht Jahren zusätzlich ein eigenes Sparbuch bekommen. Größere Beträge, die sie zum Beispiel zum Geburtstag bekommen, können hier eingezahlt werden.
Ab einem Alter von etwa 15 Jahren kann dann auch ein eigenes Girokonto folgen. Hier gibt es spezielle Angebote für Jugendliche, die ohne Dispo-Kredit auskommen. Das Taschengeld kann dann auch direkt auf das Girokonto eingezahlt werden
Taschengeldtabelle 2019:
Wenn Kinder ihr Taschengeld aufbessern wollen, sollten Eltern sie in diesem Wunsch und damit bei ihrem weiteren Schritt in die Selbstständigkeit unterstützen. Wenn Kinder selbst Geld dazu verdienen wollen, zeigt dies, dass sie verstanden haben, dass sie selbst zur Erfüllung ihrer Wünsche beitragen können. Dabei sind aber auch immer gesetzliche Vorgaben zu beachten, denn nicht in jedem Alter kann jedem Ferien- oder Nebenjob nachgegangen werden.
Die Grundlage bilden die Kinderarbeitsschutzverordnung und das Jugendarbeitsschutzgesetz mit ihren Regelungen. Die Kinderarbeitsschutzverordnung gilt für Kinder zwischen 13 und 15 Jahren.
Kinder unter 13 Jahren müssen sich an ein generelles Beschäftigungsverbot halten. Kinder ab 13 Jahren dürfen:
bei nichtgewerblichen Veranstaltungen mithelfen
Handreichungen beim Sport übernehmen
Zudem sind verschiedene Tätigkeiten innerhalb der Familie erlaubt. Dazu gehören u.a. Nachhilfe, Botengänge, die Betreuung von Tieren sowie das Erledigen von Einkäufen, wobei hier der Kauf von Tabak und Alkohol ausgenommen ist. Ab 13 Jahren dürfen Kinder in bestimmtem Maße auch in der Landwirtschaft tätig werden und Tiere versorgen, bei der Ernte und Feldarbeit helfen und landwirtschaftliche Erzeugnisse verkaufen.
Juraforum.de-Tipp: Die maximale Arbeitszeit von zwei Stunden darf dabei nicht überschritten werden. Ab 15 Jahren kann die maximale Arbeitszeit auf acht Stunden täglich erhöht werden.
Wichtig ist zudem immer auch, dass die Tätigkeit so gewählt wird, dass das Kind körperlich nicht überlastet wird und es weder physisch noch psychisch überfordert wird. Zudem dürfen Tätigkeiten nicht mit den schulischen Pflichten kollidieren. Arbeiten ist bei schulpflichtigen Kindern daher immer erst nach der Schule erlaubt. Auch die Hausaufgaben dürfen unter dem Nebenjob nicht leiden.
Eltern sollten hier immer ein Auge auf ihr Kind haben und ihm immer auch neben Schule und Nebenjob ausreichend Zeit für die Freizeitgestaltung ermöglichen. Generell empfiehlt es sich, dass jüngere Kinder einem Ferienjob nachgehen, der auf die schulfreie Zeit der Ferien begrenzt ist, während sich für Jugendliche schon ein Nebenjob eignen kann, dem neben der Schule nachgegangen wird.
Mögliche Nebenjobs für Jugendliche sind u.a.:
Arbeit im Handel (z.B. Regale auffüllen, Hilfe bei der Inventur)
Nachbarschaftshilfe (z.B. Einkäufe erledigen, Hilfe im Haushalt oder im Garten)
Die Tätigkeit sollte stets mit den Eltern abgesprochen werden. Zudem muss sichergestellt werden, dass sich das Kind nicht in gefährliche Situationen begibt.
JuraForum.de-Tipp: Kinder unter 13 Jahren, die noch keiner Arbeit nachgehen dürfen, können allerdings kleine, leichte Tätigkeiten im Haushalt erledigen und dafür mit kleinen Beträgen entlohnt werden.
Taschengeld sollte den Kindern immer zur freien Verfügung stehen. Sie sollten sich hiermit ihre kleinen Wünsche wie Spielsachen, Süßigkeiten oder den Kinobesuch selbst finanzieren können.
Nicht vom Taschengeld bezahlt werden sollten notwendige Dinge wie etwa Schulbedarf oder Kleidung. Etwas anderes kann festgelegt werden, wenn die Höhe des Taschengelds angemessen erhöht wird, damit auch Budget für solche Dinge vorhanden ist. Ebenso kann festgelegt werden, dass das Kind auch solche Ausgaben vom Taschengeld bezahlt, wenn es Dinge mutwillig beschädigt hat.
Es ist wichtig, dass Kinder größtenteils frei entscheiden können, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben. Dabei muss nicht jede Anschaffung auch den Eltern sinnvoll erscheinen. Es sollte nicht jede Ausgabe kritisiert werden, ebenso ist es nicht ratsam, dem Kind jeden Wunsch auszuschlagen. Schließlich ist es sein Taschengeld und für Kleinigkeiten sollte dies zur freien Verfügung stehen.
Berücksichtigt werden muss auch immer die Geschäftsfähigkeit von Minderjährigen. Minderjährige gelten als nur beschränkt geschäftsfähig. Das heißt, dass Kinder zwar alleine einkaufen können, der Kauf aber nicht rechtswirksam ist, wenn die Zustimmung der Eltern fehlt. Das hat zur Konsequenz, dass Eltern jeglichen Kaufvertrag ihrer minderjährigen rückgängig machen dürfen. Dies würde aber einen immensen Aufwand nach sich ziehen, wenn sprichwörtlich jede Packung Süßigkeiten von den Eltern wieder zurückgebracht werden würde, weil sie dem Kauf nicht zustimmen.
Aus diesem Grunde gibt es § 110 BGB der sich mit dem „Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln“ befasst. Gemeinhin ist § 110 BGB auch als Taschengeldparagraf bekannt. Dort heißt es: „Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.“
Wurde dem Kind also Geld zur freien Verfügung gestellt, ist der damit getätigte Kauf auch ohne Zustimmung der Eltern rechtswirksam. Der Betrag sollte dabei nicht zu hoch ausfallen, sondern dem üblichen Taschengeld entsprechen. Kleinere Einkäufe, wie sie üblicherweise vom Taschengeld getätigt werden, sind daher immer auch ohne Zustimmung der Eltern erlaubt und vor allem auch rechtswirksam.
JuraForum.de-Tipp: Die Regelungen des Taschengeldparagrafen gelten für Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren. Kinder unter 7 Jahren sind gemäß § 104 BGB geschäftsunfähig. Hier müssen die Eltern dabei sein, wenn ein Kauf getätigt wird.
Es ist gesetzlich so, dass Dir gar kein Taschengeld zusteht, es gibt nur Empfehlungen, mehr nicht. Deine Eltern sind aber in der Pflicht, mit dem notwendigen wie z.B. Kleidung zu versorgen.
Sammeltaxi jedes Wochenende ein Muss? Du hast doch gar keine Schule abends, oder? Also musst du das Sammeltaxi nicht in Anspruch nehmen, das gehoert also zur Freizeit, das koennte man auch lassen. Ich habe einen Bekannten der arbeitet Vollzeit und bekommt noch Hartz IV Aufstockung, weil er zu wenig verdient und da er noch Kaution abstottern muss und Stromnachzahlung, hat er nicht mal 2 Euro uebrig, um was am Wochenende zu unternehmen.
Mit Kleidung und Bus sind 50 Euro natuerlich schon recht wenig, das muss ich zugeben, ich weiss aber halt auch nicht, wie es deiner Mutter ansonsten finanziell geht, manchmal ist es halt sehr eng und es reicht hinten und vorne nicht. Daher wuerde ich dir raten, deine Mutter mal nett darauf anzusprechen und ihr zu sagen, was fuer Kleidung du dringend brauchst derzeit und dass es mit dem Geld nicht reicht und ob sie nicht mal etwas zur Kleidung zuschiessen kann fuer Jacke und Schuhe wenigstens. Aber wenn du gleich mit „mir steht das aber zu“ kommst, dann verhaertest du nur die Fronten und dann kommt gar nichts dabei raus.
Sucht nach einer gemeinsamen Loesung.
Rund 30 Euro monatliches Taschengeld sind es bei den meisten!
Der Anteil der Kinder, die Taschengeld bekommen, nimmt mit dem Alter zu – natürlich auch der Betrag. Rund jedes zahnte Kleinkind unter 5 Jahren bekommt durchschnittlich immerhin knapp 5 Euro im Monat, bei den 5- bis 9-jährigen kann sich knapp die Hälfte im Schnitt auf 9 Euro am Monatsanfang freuen. Ist der zehnte Geburtstag erst einmal gefeiert, dann gibt es in der Regel fast für alle Taschengeld: Bei gut 80 Prozent der 10- bis 14-jährigen über 22 Euro, bei den 15- bis 18-jährigen liegen bei 90 Prozent pro Monat sogar fast 90 Euro im Schnitt parat. Das Leben wird eben auch bei den Kindern teurer.
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen darüber, ob Eltern ihren Kindern Taschengeld geben müssen und wie viel. Taschengeld ist aber wichtig, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, mit Geld umzugehen. So müssen sie selbst entscheiden, was sie sich leisten können und was nicht, und tragen dafür auch die Verantwortung. Als Richtwert kann hierfür die Taschengeldtabelle herangezogen werden.
Geldbetrag / Taschendgeld
Unter 6 Jahre 0,50 bis 1 Euro wöchentlich
6 Jahre 1 bis 1,50 Euro wöchentlich
7 Jahre 1,50 bis 2 Euro wöchentlich
8 Jahre 2 bis 2,50 Euro wöchentlich
9 Jahre 2,50 bis 3 Euro wöchentlich
10 Jahre 15 bis 17,50 Euro monatlich
11 Jahre 17,50 bis 20 Euro monatlich
12 Jahre 20 bis 22,50 Euro monatlich
13 Jahre 22,50 bis 25 Euro monatlich
14 Jahre 25 bis 30 Euro monatlich
15 Jahre 30 bis 37,50 Euro monatlich
16 Jahre 37,50 bis 45 Euro monatlich
17 Jahre 45 bis 60 Euro monatlich
ab 18 Jahre 60 bis 75 Euro monatlich
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen darüber, ob Eltern ihren Kindern Taschengeld geben müssen und wie viel. Taschengeld ist aber wichtig, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, mit Geld umzugehen. So müssen sie selbst entscheiden, was sie sich leisten können und was nicht, und tragen dafür auch die Verantwortung.
Taschengeld ist zur freien Verfügung. Eltern sollten deshalb nicht die Ausgaben kontrollieren und sich mit Kommentaren zurückhalten. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel und sollte nicht zur Belohnung oder Bestrafung von Verhalten oder Leistungen eingesetzt werden.
Regelmäßige Mithilfe im Haushalt gehört zu einem funktionierenden Familienleben und sollte nicht bezahlt werden. Kleine „Extra-Jobs“ können jedoch belohnt werden.
Das eigene Taschengeld bekommen mittlerweile also viele Kinder in Österreich – und die meisten sparen sogar etwas vom Taschengeld. Rund ein Drittel der Kleinkinder legt etwas vom eigenen Taschengelds monatlich zurück, mit rund der Hälfte sparen hier Volksschulkinder besonders viel. Und sogar mehr als jeder zweite Jugendliche legt einen Teil vom Taschengeld auf die hohe Kante.
Tipp: Geeignete Anlageformen können Tagesgeldkonto, Fondssparplan oder einfach ein Kindersparbuch bei einer Bank sein.
Kinder lernen von den Eltern – das gilt natürlich auch beim Thema Geld. Sparen Eltern regelmäßig, hat dies große Auswirkung auf das Sparverhalten ihrer Kinder. Und war unabhängig vom Alter! Dass Ihre Kinder regelmäßig sparen, ist den meisten Eltern in Österreich ein Anliegen. Eines nimmt seit Jahren jedoch kontinuierlich ab: Der Gang zur Bank am Weltspartag.
Eine erste Orientierung wie viel Geld für Dein Kind angemessen ist gibt die Taschengeldtabelle. Diese wird von dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in regelmäßigen Abständen mit den Jugendämtern veröffentlicht.
Es ist aber Deine Entscheidung, ob und wie viel Taschengeld Du Deinem Kind zahlst, eine gesetzliche Vorgabe gibt es trotz der Tabelle nicht. Die Taschengeldtabelle wird von dem Bundesministerium in Absprache mit den Jugendämtern erstellt.
Für Kinder die das zehnte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, wird in der Taschengeldempfehlung vom Jugendamt eine wöchentliche Auszahlung als sinnvoll gesehen. Danach wird eine monatliche Auszahlung von dem Taschengeld vorgeschlagen.
Wenn Dein Kind bereits viel Geld selber verdient, etwa weil eine Ausbildung begonnen wurde, solltest Du kein zusätzliches Geld mehr zur Verfügung stellen. Allerdings gilt diese Taschengeld Empfehlung nicht, wenn Dein Kind lediglich ein wenig durch einen Nebenjob dazuverdient. Es ist auch ratsam, das Geld zu streichen, wenn Dein Kind noch bei Dir wohnt, die Schule beendet hat und sich nicht um einen Studienplatz oder um eine Ausbildung bemüht.
Hier siehst Du die aktuelle Taschengeldtabelle und die Empfehlung für die einzelnen Altersstufen:
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / Deutsches Jugendinstitut
Wie viel Geld Du Deinem Kind aber tatsächlich als Taschengeld geben kannst hängt natürlich auch von Deiner finanziellen Situation ab. Der Regelsatz für Kinder aus Familien, die Hartz 4 beziehen, liegt je nach Alter des Kindes zwischen 245 und 322 Euro im Monat. Von diesem Betrag müssen allerdings auch Lebensmittel und Kleidung gezahlt werden. Da bleibt oft nicht der von der Taschengeldtabelle empfohlene Betrag zur freien Verfügung übrig.
Aber auch wenn Du sehr wenig Geld besitzt, solltest Du probieren Deinen Kindern zumindest ein geringeres Taschengeld als in der Tabelle empfohlen zu geben.
Dadurch sinkt die Chance, dass Dein Kind von Gleichaltrigen gemobbt oder ausgeschlossen wird. Der Besuch mit den Nachbarkindern zum Kiosk nebenan für ein paar Süßigkeiten oder mal der gemeinsame Besuch ins Freibad wird so möglich und Dein Kind kann am soziales Leben besser teilnehmen. Außerdem kann Dein Kind auch mit wenig eigenem Geld den sorgsamen Umgang mit Geld erlernen.
Es ist allerdings wichtig, dass Du Deinem Kind erklärst, warum Du einen niedrigeren Betrag gibst, als die Eltern seiner Schulkameraden. Kinder reden untereinander durchaus über die Höhe von dem Taschengeld! Es darf auf keinen Fall der Eindruck bei Deinem Kind entstehen, dass es wenig Taschengeld erhält, weil die Schulnoten nicht perfekt sind oder weil Du es nicht lieb hast.
Auch wenn Du Deinem Kind nur wenig Geld geben kannst: Wichtig ist, dass die Höhe von dem Taschengeld konstant ist! Falls Du nicht sicher bist, ob Du beispielsweise wirklich jeden Monat 25 Euro dafür übrig hast, vereinbare mit Deinem Kind eben ein Taschengeld von 15 Euro. Falls Du dann doch mehr Geld zur Verfügung hast, kannst Du dieses für Dein Kind sparen und davon an seinem Geburtstag oder an Weihnachten ein schönes größeres Geschenk kaufen. Denn ein verlässliches Taschengeld ist unabdingbar, damit Dein Kind den Umgang mit Geld gut erlernen kann.
Wenn es Dir finanziell sehr gut geht ist die Verlockung groß, auch dem Kind mehr als den altersentsprechenden Betrag aus der Taschengeldtabelle zu geben. Aber es ist nicht unbedingt sinnvoll ein viel höheres Taschengeld als vom Jugendamt vorgeschlagen an Dein Kind weiterzugeben. Schließlich werden die Freunde von Deinem Kind wahrscheinlich nicht so viel Geld zur Verfügung haben und gemeinsame Aktivitäten oder gemeinsames Konsumieren sind dann für Dein Kind mit dem ganzen Geld sowieso nicht gut möglich.
Außerdem lernt Dein Kind mit zu viel Taschengeld eventuell nicht den Wert von Geld einzuschätzen. Wenn sowieso alles gekauft werden kann und nie auf etwas gespart werden muss, wird vielleicht ein nicht so verantwortungsvoller Umgang mit Geld gelernt.
Die Jugendämter sprechen sich in ihrer Taschengeld Empfehlung dafür aus, ab dem Alter von zehn Jahren einmal im Monat das Taschengeld zu zahlen. Vorher sind Kinder in der Regel noch nicht dazu fähig, so lange das Taschengeld einzuteilen. Deshalb ist es sinnvoll zwischen dem 5. Oder 6. Lebensjahr bis zu dem 10. Lebensjahr das Taschengeld wöchentlich auszuzahlen.
Wenn Dein Kind aber besonders reif ist, kannst Du auch früher auf die monatliche Taschengeldgabe umsteigen. Auch eine Übergangsphase von der wöchentlichen zur monatlichen Auszahlung kann sinnvoll sein. In dieser gibst Du Deinem Kind dann alle zwei Wochen das Taschengeld. Erst wenn die Einteilung des Geldes in diesem Zeitraum gut funktioniert, kannst Du auf die monatliche Taschengeldgabe umsteigen.
Es gibt unterschiedliche Ansichten zu Sonderzahlungen für die Kinder. Solange diese jedoch nicht Überhand nehmen können Sonderzahlungen sogar pädagogisch sinnvoll sein.
Etwa dann, wenn eine Arbeitsleistung von dem Kind für die Sonderzahlung erbracht wurde. Das kann zum Beispiel Gartenarbeit sein oder wenn das Kind regelmäßig den Abwasch übernimmt. So lernt das Kind, dass Arbeit entlohnt wird und sich daher lohnt.
Es gibt jedoch auch die Empfehlung für das Taschengeld, die dem widerspricht. Manche Experten sind der Meinung, dass später im Leben die Hausarbeit auch nicht von der Gesellschaft oder der Familie entlohnt wird und dem Kind bei einer finanziellen Zahlung für diese ein unrealistisches Bild vermittelt wird. Letztlich musst Du selber entscheiden, was Du für richtig hältst.
Ebenfalls zu den Sonderzahlungen zählt Extrageld für gute Schulnoten. Das kann besonders in der Pubertät ein sinnvolles Mittel sein, den Jugendlichen mehr Motivation für die Schulaufgaben zu entlocken. Zwar wäre es schön, wenn die Motivation allein dadurch vorhanden wäre, dass der Jugendliche weiß, dass es mit einem guten Schulabschluss mehr Auswahlmöglichkeiten für einen Beruf gibt, aber es gibt oft einfach zu viele andere spannende Themen und Beschäftigungsmöglichkeiten während der Pubertät.
Aber eine Sonderzahlung besteht nicht nur dann, wenn Dein Kind für etwas getanes Geld erhält: Auch das Geld von Verwandten oder zum Geburtstag wird zu den Sonderzahlungen gezählt. Hier solltest Du Dich mit den Verwandten und Freunden der Familie absprechen, was Du für sinnvoll hältst. Wenn diese Dein Kind unbedingt finanziell unterstützen möchten kannst Du das extra erhaltene Geld für Dein Kind bis zu seiner Volljährigkeit aufbewahren. Dadurch kannst Du verhindern, dass hohe Sonderzahlungen von Deinem Kind einfach aus dem Fenster geschmissen werden.

References: § 110
 § 110
 § 1601
 § 1606
 § 110
 § 110
 § 104