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Timestamp: 2019-07-22 13:47:21+00:00

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Fortbildungs- und Versicherungspflicht nunmehr definitiv ... / 3 Weiterbildungspflicht | VerwalterPraxis | Immobilien | Haufe
Die Weiterbildungspflicht trifft Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter gleichermaßen. Insoweit sind auch nicht nur sie selbst weiterbildungsverpflichtet, sondern auch ihre unmittelbar bei der Makler- bzw. Verwaltertätigkeit mitwirkenden Mitarbeiter. Die Weiterbildungspflicht ist in § 34c Abs. 2a GewO i. V. m. § 15b MaBV geregelt. Wie völlig zurecht im laufenden Gesetzgebungsverfahren von verschiedenen Seiten kritisiert wurde, läuft eine Weiterbildung weitgehend ins Leere, wenn keine Grundkenntnisse vorhanden sind. Da der Gesetzgeber auf den Sachkundenachweis verzichtet und auch Weiterbildung in äußerst überschaubarem Maß angeordnet hat, dürfte dem vielgepriesenen Verbraucherschutz wohl wenig gedient sein.
Die Regelung des § 34c Abs. 2a Satz 1 GewO bestimmt, dass sich Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler sowie die insoweit unmittelbar beschäftigten Mitarbeiter in einem Zeitraum von 3 Jahren 20 Stunden fortbilden müssen. Da die Fortbildungspflicht erst ab 1. August 2018 besteht, müssen die 20 Stunden bis spätestens 1. August 2021 absolviert sein. Es steht dem Makler bzw. Verwalter im Übrigen frei, ob er die Fortbildung kontinuierlich über den 3-Jahres-Zeitraum absolviert oder aber kurz vor Ablauf dieses Zeitraums mehr oder weniger "am Stück".
Gemäß § 15b Abs. 1 Satz 6 MaBV gilt der Erwerb eines Ausbildungsabschlusses als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau oder als Geprüfter Immobilienfachwirt bzw. Geprüfte Immobilienfachwirtin als Weiterbildung. Im Übrigen beginnt gemäß § 15b Abs. 4 MaBV die Pflicht zur Fortbildung für Immobilienkaufleute und Immobilienfachwirte 3 Jahre nach Erwerb des Ausbildungs- oder Weiterbildungsabschlusses.
Der Verwalter schließt seine nebenberufliche Fortbildung zum Immobilienkaufmann erfolgreich im Jahr 2019 ab. Er ist ab 2022 zur Fortbildung verpflichtet.
Der Verwalter hatte im Jahr 2015 seine Fortbildung zum Geprüften Immobilienfachwirt abgeschlossen. Er ist, wie andere Verwalter auch, mit Inkrafttreten der Verordnung am 1. August 2018 zur Weiterbildung verpflichtet. Hätte er seine Fortbildung im Jahr 2017 abgeschlossen, wäre er ab dem Jahr 2020 zur Fortbildung verpflichtet.
Nach § 15b Abs. 1 Satz 3 MaBV kann die Weiterbildung
in Präsenzform,
in einem begleiteten Selbststudium,
durch betriebsinterne Maßnahmen des Maklers bzw. Verwalters oder
in einer anderen geeigneten Form
In Präsenzform kann die Fortbildung insbesondere durch Teilnahme an Seminaren, Vortragsveranstaltungen oder auch durch Teilnahme an Online-Seminaren absolviert werden. Bei Weiterbildungsmaßnahmen in einem begleiteten Selbststudium ist eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle durch den Anbieter der Weiterbildung erforderlich.
Erfolgt die Fortbildung in Form von E-Learning hat also der jeweilige Anbieter im Anschluss an die vom Makler bzw. Verwalter durchgearbeitete Lektion einen Fragenkatalog zur Verfügung zu stellen, in dem der Erfolg der Weiterbildung kontrolliert werden kann.
Im Übrigen muss die Anwesenheit der Teilnehmer vom Durchführenden der Weiterbildungsmaßnahme verbindlich dokumentiert und nachvollziehbar archiviert werden. Dies gilt auch für Lernformen wie dem selbstgesteuerten Lernen und dem blended-Learning.
Insbesondere in größeren Makler- und Verwaltungsunternehmen kann die Fortbildung der Mitarbeiter auch durch betriebsinterne Schulungen erfolgen. Da keine Pflicht besteht, insoweit einen externen Dienstleister bzw. Fremdanbieter zu konsultieren, sind hier die Vorgaben der Anlage 2 zu § 15b Abs. 1 MaBV zu beachten. Hiernach muss einer Weiterbildungsmaßnahme eine Planung zugrunde liegen, sie muss systematisch organisiert und die Qualität derjenigen, die die Weiterbildung durchführen, muss sichergestellt sein. Die Weiterbildungsmaßnahme muss
mit zeitlichem Vorlauf zu ihrer Durchführung konzipiert sein und
in nachvollziehbarer Form für die Teilnehmer beschrieben sein.
Ihr muss eine Ablaufplanung zugrunde liegen, auf die sich die Durchführung stützt.
Die Teilnehmer müssen im Vorfeld der Weiterbildungsmaßnahme eine Information bzw. eine Einladung in Textform erhalten. Diese Information bzw. Einladung muss eine Beschreibung der Weiterbildungsmaßnahme enthalten, aus der die Teilnehmer die erwerbbaren Kompetenzen sowie den Umfang der Weiterbildungsmaßnahme in Zeitstunden entnehmen können. Die Anwesenheit der Teilnehmer muss vom Durchführenden der Weiterbildungsmaßnahme verbindlich dokumentiert und nachvollziehbar archiviert werden.
Schließlich muss die Qualität der Durchführenden der Weiterbildung sichergestellt sein. Für diejenigen, die die Weiterbildungsmaßnahme durchführen, müssen demnach Anforderungsprofile vorliegen.
Kundenberatung (u. a. Besuchsvorbereitung, Kundengespräch und Kundenbet...

References: § 34
 § 15
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