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Timestamp: 2016-10-24 14:23:55+00:00

Document:
2A.560/2002 (08.09.2003)
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F.________,
Sicherstellungsverf�gung (Art. 169 DBG),
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Sicherstellungsverf�gung des Steueramtes des Kantons Aargau vom 8. Oktober 2002.
Die X.________ AG wurde am 14. August 1987 mit Sitz in Baden/AG (ab 28. Januar 1988 M.________, ab 17. Mai 1989 N.________) gegr�ndet. Einziger Verwaltungsrat bei der Gr�ndung war A.________. Am 13. April 1988 trat C.________ (wie A.________ [nun Verwaltungsratspr�sident] mit Einzelunterschrift) in den Verwaltungsrat ein. Zweck der Gesellschaft war der (internationale) Vertrieb von Hard- und Software, insbesondere im Bereich CAD (act. 10/1a). Am 1. Oktober 1988 erwarb die Gesellschaft von der D.________ Verlag AG die gesamte X.________ CAD-Software und die (ausser Europa) weltweiten Distributionsrechte f�r diese. Der Kaufvertrag wurde f�r die D.________ Verlag AG von A.________, f�r die X.________ AG von C.________ unterzeichnet (act. 10/1c). Die Programme wurden von der X.________ AG laufend weiterentwickelt und gegen Linzenzgeb�hren zur Nutzung �berlassen. Am 20. Januar 1988 wurde die Handelsmarke X.________ im Markenregister international eingetragen; als Inhaberin der Marke ist die X.________ AG, Baden, registriert (Stand September 2002).
Am 23. Februar 1996 wurde die Firma ge�ndert in Y.________ AG. Die Gesellschaft, die am 26. Juni 1996 - nachdem ihr Personal (bzw. seit Mai 1994 bereits jenes der X.________ AG) zur Z.________ GmbH �bergetreten war - ihren Sitz von Baden nach Uitikon/ZH verlegt hatte, wurde ab 16. Dezember 1997 liquidiert und am 4. Januar 2000 im Handelsregister des Kantons Z�rich gel�scht. Bis zum 29. Februar 1996 war B.________, Turgi, Direktor mit Einzelunterschrift. Veranlagte Staats- und Gemeindesteuern 1995 und 1996 wurden nicht bezahlt und mussten abgeschrieben werden.
Am 7. Juni 1994 erfolgte die Gr�ndung der Z.________ GmbH mit Sitz in Turgi. Zweck der Gesellschaft waren der Betrieb eines Ingenieurb�ros und EDV-Dienstleistungen. Gesellschafter und Gesch�ftsf�hrer war B.________, weitere Gesellschafterin dessen Ehefrau. Beide verf�gten �ber Einzelunterschrift. Am 20. Oktober 1995 wurde der Sitz nach Baden verlegt (N.________). Die Gesch�ftsf�hrung wechselte am 23. Februar 1996 zu A.________; gleichzeitig erlosch die Zeichnungsberechtigung der bisherigen zwei Gesellschafter und der Sitz wurde nach Baden-D�ttwil (R.________) verlegt. Ihr zuvor von der X.________ AG �bernommenes Personal wechselte am 1. Januar 1999 zur X.________ GmbH. Die Z.________ GmbH wurde am 18. Mai 1999 liquidiert und am 26. M�rz 2001 im Handelsregister des Kantons Aargau gel�scht. Die f�r das Steuerjahr 2000 veranlagten Staats- und Gemeindesteuern blieben unbezahlt.
Am 15. Januar 1997 wurde die X.________ GmbH mit Sitz in Baden (R.________) gegr�ndet. Zweck der Gesellschaft war der Vertrieb von Hard- und Software, speziell im Bereich CAD. Gesellschafter waren die Z.________ GmbH und die in Baden domizilierte, von A.________ und seiner Ehefrau beherrschte U.________ GmbH. Gesch�ftsf�hrer war A.________. Am 7. Dezember 1999 verlegte sie ihr Domizil nach Baden-D�ttwil (O.________). Die Gesellschaft �nderte am 21. Juli 2000 die Firma in A.________ Consulting GmbH mit Sitz in Fislisbach. Nebst der U.________ GmbH als Gesellschafterin war A.________ Gesellschafter und Gesch�ftsf�hrer mit Einzelunterschrift. In den Jahren 1997 bis 1999 erzielte die Gesellschaft ihre Einnahmen zur Hauptsache aus Verkauf Software/Hardware/Dienstleistungen und Softwareaktualisierung an inl�ndische Kunden (CAD Branchensoftware X.________). Das von der Z.________ GmbH �bernommene Personal wechselte am 1. Januar 2000 zur X.________ Inc. CAD-Software.
Die X.________ Inc. CAD-Software, wiederum mit Sitz in Baden-D�ttwil (P.________), wurde am 7. Dezember 1999 gegr�ndet. Zweck der Gesellschaft sind die Entwicklung und der internationale Vertrieb von Hard- und Software, speziell im Bereich CAD. Verwaltungsrat und Einzelzeichnungsberechtigter war zun�chst F.________, wobei die Er�ffnungsbilanz von A.________ unterzeichnet worden war.
Wie eine Steuerrevision ergab, stimmte der inl�ndische Kundenstamm (EDV-Lizenznehmer von CAD-Software X.________) der X.________ GmbH des Jahres 1999 mit jenem der X.________ Inc. CAD-Software f�r das Jahr 2000 weitgehend �berein. F�r die �bertragung des ganzen Gesch�ftes mit entsprechendem Kundenstamm wurde kein Entgelt verbucht. Das Aktienkapital war durch eine X.________ Inc. (ohne den Zusatz CAD-Software), O.________, Baden-D�ttwil, einbezahlt worden, die indessen im Handelsregister nicht eingetragen war. Bei seinen Nachforschungen stiess der Steuerrevisor hingegen auf die am 19. Mai 1992 in Nassau/Bahamas gegr�ndete X.________ Inc. Direktor, Pr�sident und Sekret�r der Gesellschaft ist A.________. Ihren Sitz hat sie bei der Notariatskanzlei V.________ & Co., Nassau/Bahamas (act. 10/4g).
Am 14. Juli 2000 verkaufte die X.________ Inc., Nassau, den Source Code und s�mtliche Rechte an der CAD Software X.________ CAD sowie die Marke X.________ (gem�ss der internationalen und schweizerischen Markeneintragung) f�r Fr. 2'000'000.-- an die W.________ Informatik AG mit Sitz in Steinen. Als Vertragsorte sind Nassau und Steinen angegeben. Unterzeichnet wurde der Vertrag von F.________ (f�r X.________ Inc.), Baden, und E.________ (f�r W.________ Informatik AG). Letzterer hat erkl�rt, er sei f�r die Vertragsverhandlungen und -unterzeichnungen nie in Nassau gewesen.
Mit gleichem Datum verkaufte die X.________ Inc., Nassau, f�r welche wiederum F.________ unterzeichnete, an E.________ s�mtliche 200 Inhaberaktien der X.________ Inc. CAD-Software, Baden-D�ttwil, f�r Fr. 400'000.--. Als Vertragsort war Baden angegeben. E.________ �bertrug diese Aktien am 1. Dezember 2000 f�r Fr. 400'000.-- auf die W.________ Informatik AG.
F�r den Tag der Vertragsunterzeichnung liegt eine von A.________ unterzeichnete Quittung der X.________ Inc., Nassau, an die W.________ Informatik AG vor (Bankcheck UBS Fr. 200'000.-- und Scheck W.________ Informatik AG �ber Fr. 200'000.-- gem�ss Kaufvertrag vom 14. Juli 2000). Der durch die W.________ Informatik AG in diesem Zusammenhang ausgestellte Check wurde durch A.________ (mit Stempel X.________ Inc., O.________, Baden-D�ttwil) indossiert.
Am 21. September 2001 bestellte E.________ zudem bei der UBS einen Check �ber Fr. 125'000.-- an Ordre X.________ Inc., Nassau, wobei dieser an die A.________ Consulting GmbH, Fislisbach, zu senden war.
Im Weiteren verf�gten sowohl die X.________ Inc. CAD-Software als auch die X.________ Inc. �ber Konten bei der UBS, die f�r gegenseitige Geld�berweisungen benutzt wurden.
Auf Grund dieser Umst�nde kam das Steueramt des Kantons Aargau, Direkte Bundessteuer (im Folgenden: Steueramt), zum Schluss, die Gesch�fte der X.________ Inc. w�rden im Kanton Aargau gef�hrt, wo die Gesellschaft damit �ber ein Steuerdomizil gem�ss Art. 50 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) verf�ge. Es ermittelte f�r die Jahre 1997 bis 2000 eine mutmasslich geschuldete Direkte Bundessteuer von insgesamt Fr. 319'928.--. Da es diesen Steueranspruch als gef�hrdet erachtete, verf�gte es gest�tzt auf Art. 169 DBG am 8. Oktober 2002, die X.________ Inc. habe zur Deckung der direkten Bundessteuer f�r die Steuerjahre 1997 bis 2000 den Betrag von Fr. 319'928.-- nebst Zins zu 4% seit 1. Dezember 2002 sicherzustellen.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. November 2002 beantragt die X.________ Inc., Nassau, die Sicherstellungsverf�gung vom 8. Oktober 2002 aufzuheben.
Im zweiten Schriftenwechsel haben die Parteien vollumf�nglich an ihren Antr�gen festgehalten.
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, hat sich der Vernehmlassung und Duplik des Steueramtes angeschlossen und stellt ebenfalls den Antrag auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 19. November 2002 hat der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung das Gesuch der X.________ Inc. um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Mit Verf�gung des Instruktionsrichters vom 8. Juli 2003 wurde der Beschwerdef�hrerin Gelegenheit gegeben, zu den im Instruktionsverfahren nachgeforderten fehlenden und vom Steueramt des Kantons Aargau nachgereichten Unterlagen Bemerkungen anzubringen. Am 15. August 2003 nahm die Beschwerdef�hrerin zu den eingereichten Unterlagen Stellung.
Der Beschwerdef�hrerin wurde im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels Gelegenheit einger�umt, dem Bundesgericht allf�llige Bemerkungen zur Vernehmlassung des Beschwerdegegners bis zum 28. Februar 2003 einzureichen. Sie machte davon fristgerecht Gebrauch. Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet. Die am 15./16. und 28. Mai 2003 nachgereichten Eingaben der Beschwerdef�hrerin sind daher unbeachtlich, soweit sie nicht die nachzureichende Vollmacht betreffen. Im �brigen befindet sich das nachgereichte Certificate of Incumbency ohnehin bereits in den vorinstanzlichen Akten (Beilage 4g) und bilden die Feststellungsverf�gung des kantonalen Steueramtes vom 25. April 2003, gegen die die Beschwerdef�hrerin am 27. Mai 2003 eine ebenfalls beigelegte Einsprache erhoben hat, sowie der Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau vom 12. Dezember 2002 nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Den beiden Letzteren k�nnen zudem keine Gesichtspunkte zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin entnommen werden.
2.1 Gem�ss Art. 169 Abs. 3 des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) kann der Steuerpflichtige gegen eine Sicherstellungsverf�gung f�r die direkte Bundessteuer innert 30 Tagen nach Zustellung Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erheben. Die vorliegende, rechtzeitig eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist damit zul�ssig, und die Beschwerdef�hrerin ist als Adressatin der Sicherstellungsverf�gung zur Erhebung der Beschwerde berechtigt (Art. 103 lit. a OG).
2.2 Nach Art. 104 lit. a OG kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreiten oder Missbrauch des Ermessens, ger�gt werden. Da im vorliegenden Fall nicht eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden hat, kann das Bundesgericht auch die Feststellung des Sachverhaltes �berpr�fen (Art. 104 lit. b in Verbindung mit Art. 105 OG). Es ist dabei nicht an die Aktenlage gebunden, auf welcher der angefochtene Entscheid beruht, und kann auch auf neue Tatsachen abstellen, selbst wenn diese nach dem angefochtenen Entscheid eingetreten sind, eingeschlossen solche, die im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels vorgetragen worden sind (BGE 113 Ib 327 E. 2b S. 331, mit Hinweisen; betreffend Sicherstellungsverf�gungen: Urteile 2A.7/2002 vom 5. M�rz 2003 E. 1.2 und 2A.380/2001 vom 12. M�rz 2002 E. 1.2 [in: StR 57 (2002) 336]).
3.1 Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst geltend, die angefochtene Verf�gung sei schon aus formellen Gr�nden aufzuheben. Denn sie umschreibe weder den geforderten Steuerbetrag n�her, noch begr�nde sie die Steuerforderung; es sei schleierhaft, wie und auf Grund welcher Erhebungen sich die entsprechenden Zahlen erg�ben. Insbesondere fehlten jegliche Anhaltspunkte f�r ihre angebliche Gesch�ftst�tigkeit und Steuerpflicht in der Schweiz.
3.2 Weder aus Art. 169 DBG, der lediglich verlangt, die Sicherstellungsverf�gung habe den sicherzustellenden Betrag anzugeben, noch aus Art. 116 DBG, wonach Verf�gungen und Entscheide dem Steuerpflichtigen schriftlich zu er�ffnen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen sind, ergibt sich f�r die Steuerbeh�rde eine Verpflichtung, die Sicherstellungsverf�gung zu begr�nden. Eine solche Pflicht besteht indessen auf Grund des Anspruches auf Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV). Danach muss die Begr�ndung eines Entscheides so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl er als auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.).
3.3 Die angefochtene Verf�gung gen�gt diesen Anforderungen offensichtlich nicht. Das Steueramt hat indessen in seiner Vernehmlassung unter Beilage verschiedener Akten eingehend begr�ndet, auf Grund welcher Anhaltspunkte es die Steuerpflicht der Beschwerdef�hrerin annimmt, wie die mutmasslich geschuldete Steuer ermittelt worden ist und inwiefern es im �brigen eine Steuergef�hrdung als gegeben erachtet. Insbesondere mit Blick darauf, dass die Sicherstellungsverf�gung eine rein vorsorgliche, provisorische Massnahme der Steuersicherung darstellt, die sich in keiner Art und Weise auf den Bestand und die H�he der Steuerforderung auswirkt und dahinf�llt, wenn und soweit im ordentlichen Verfahren festgestellt wird, dass die Forderung nicht oder nicht im angenommenen Umfang besteht, erf�llt die auf diese Weise erg�nzte Begr�ndung die sich aus Art. 29 Abs. 2 BV ergebenden Anforderungen. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hatte die Beschwerdef�hrerin zudem Gelegenheit, zur Vernehmlassung umfassend Stellung zu nehmen. Davon hat sie auch Gebrauch gemacht. Sie konnte damit ihre Rechte vollumf�nglich wahrnehmen, und es ist ihr aus der mangelhaften Begr�ndung der Sicherstellungsverf�gung kein Nachteil erwachsen. Damit ist der urspr�nglich gegebene Formmangel geheilt worden. Eine Verletzung ihres Anspruches auf Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs liegt deshalb nicht vor. Es kommt hinzu, dass die Frage, ob die angef�hrten Gr�nde ausreichen, um die Steuerschuld und deren Gef�hrdung glaubhaft zu machen, grunds�tzlich Gegenstand der materiellen Pr�fung bildet (Urteil 2A.7/2002 vom 5. M�rz 2003 E. 2.2).
4.1 Voraussetzung f�r den Anspruch auf Sicherheitsleistung und Erlass einer Sicherstellungsverf�gung ist eine Gef�hrdung des Steuerbezuges. So erlaubt Art. 169 Abs. 1 DBG die Auflage einer Sicherheitsleistung zun�chst dann, wenn der Steuerpflichtige - sei dies nun eine nat�rliche oder juristische Person (vgl. Ernst K�nzig/Urs R. Behnisch, Die direkte Bundessteuer, Basel 1992, Art. 118 BdBSt N 4; vgl. auch Urteil 2A.516/2000 vom 6. November 2001 E. 1) - keinen Wohnsitz bzw. keinen statutarischen Sitz in der Schweiz hat. In diesem Fall ist der Bezug der Steuer objektiv gef�hrdet (Ferdinand Fessler, Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/2b, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], Hrsg. Martin Zweifel/Peter Athanas, Basel 2000, Art. 169 N 10).
Der Steuerpflichtige kann sodann auch zu einer Sicherheitsleistung verpflichtet werden, wenn die Bezahlung der von ihm geschuldeten Steuer (aus anderen Gr�nden) als gef�hrdet erscheint. Eine besondere Handlungsweise, ein "Verhalten" des Steuerpflichtigen, das sich auf die Bezahlung der Steuerforderung nachteilig auswirken k�nnte, verlangt Art. 169 DBG nicht. Es gen�gt, dass die Bezahlung der Steuerforderung objektiv aufgrund der gesamten Umst�nde als gef�hrdet erscheint. Das ist etwa dann der Fall, wenn die steuerpflichtige T�tigkeit in einer Weise ausgestaltet ist, die es dem Steuerpflichtigen erm�glicht, sich durch Verschieben von Verm�genswerten namentlich ins Ausland der Steuervollstreckung zu entziehen (vgl. BGE 108 Ib 44). Ebenso ist eine Steuergef�hrdung anzunehmen, wenn der Steuerpflichtige den Veranlagungsbeh�rden gegen�ber systematisch seine Einkommens- und Verm�genssituation verschleiert (ASA 66 S. 479). Wenn der Steuerpflichtige mit betr�chtlichen Nachsteuern und Bussen zu rechnen hat, vermag auch die leichte Verwertbarkeit von beweglichen Verm�genswerten eine Gef�hrdung des Steuerbezuges zu begr�nden (vgl. Urteil 2A.170/1999 vom 8. November 1999 E. 5a).
4.2 Ob die Steuerschuld besteht, pr�ft das Bundesgericht im Sicherstellungsverfahren nur provisorisch und vorfrageweise. Die n�here Abkl�rung der Steuerpflicht und die Festsetzung der Abgabe bleiben dem Hauptverfahren in der Steuersache selbst vorbehalten. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, �ber bestrittene Steuerforderungen Beweise zu erheben. Es beschr�nkt sich bei der Pr�fung dieser Frage vielmehr auf eine Prima-facie-W�rdigung der tats�chlichen Verh�ltnisse, d.h. es untersucht, ob die durch die Steuerverwaltung aufgezeigten m�glichen Steuerfolgen auf Grund der Aktenlage hinreichend glaubhaft erscheinen. Dies geschieht ohne Pr�judiz f�r die abschliessende Untersuchung und den Entscheid im ordentlichen Veranlagungsverfahren. Auch die Gef�hrdung der Steuerforderung ist nach dem Wortlaut des Gesetzes ("erscheint") nur glaubhaft zu machen (Urteil 2A.7/2002 vom 5. M�rz 2003 E. 4.3; vgl. ASA 66 S. 479).
5.1 Soweit die Beschwerdef�hrerin eine Reihe von Einw�nden gegen die Deklarations- und Steuerpflicht erhebt, werden diese im Veranlagungsverfahren umfassend zu pr�fen sein. Im Rahmen einer Prima-facie-W�rdigung verm�gen sie jedenfalls aus nachstehenden Gr�nden nicht zu �berzeugen.
Die detaillierten Hintergr�nde einzelner Gesch�fte, insbesondere des Verkaufs der Markenrechte, sind ebenfalls nicht im vorliegenden Verfahren, in welchem kein Beweisverfahren durchzuf�hren ist, zu �berpr�fen, sondern im ordentlichen Verfahren.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet in erster Linie ihre Steuerpflicht in der Schweiz.
5.2.1 Gem�ss Art. 50 DBG sind juristische Personen auf Grund pers�nlicher Zugeh�rigkeit steuerpflichtig, wenn sich ihr Sitz oder ihre tats�chliche Verwaltung in der Schweiz befindet. Diese Bestimmung unterstellt nicht nur juristische Personen schweizerischen Rechts der unbeschr�nkten Steuerpflicht; sie erfasst vielmehr auch jene ausl�ndischen juristischen Personen, die ihre Verwaltung in der Schweiz haben. Der Ort der Verwaltung der juristischen Person als Ankn�pfungspunkt f�r die (schweizerische) Steuerpflicht zielt zwar einzig auf das internationale Verh�ltnis ab. Aber auch innerhalb der Schweiz richtet sich die Zust�ndigkeit der Veranlagungsbeh�rden dann nicht nach dem statutarischen Sitz der steuerpflichtigen juristischen Person, wenn diese dort nur einen Briefkasten unterh�lt (Urteil 2A.196/2001 vom 13. Mai 2002 E. 2/3).
5.2.2 Der Ort der tats�chlichen Verwaltung liegt dort, wo eine Gesellschaft ihren wirtschaftlichen und tats�chlichen Mittelpunkt hat (BGE 54 I 301 E. 2) bzw. wo die normalerweise am Sitz sich abspielende Gesch�ftsf�hrung besorgt wird (BGE 50 I 100 E. 2). Massgebend ist somit die F�hrung der laufenden Gesch�fte im Rahmen des Gesellschaftszweckes; bei mehreren Orten ist der Schwerpunkt der Gesch�ftsf�hrung massgebend. Dabei ist es kaum denkbar, dass die tats�chliche Verwaltung im Auftragsverh�ltnis von Dritten ausge�bt wird (Peter Athanas/Stefan Widmer, Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/2a, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], Hrsg. Martin Zweifel/Peter Athanas, Basel 2000, Art. 50 N 10-16).
5.2.3 Das Steueramt hat in seiner Vernehmlassung (Ziff. I.1.-6. und Ziff. II.3) die wesentlichen tats�chlichen Vorg�nge im Zusammenhang mit den verschiedenen Gesellschaftsgr�ndungen und -liquidationen sowie verschiedene, in der Schweiz vorgenommene gesch�ftsleitende Handlungen insbesondere des Rechtsvertreters der Beschwerdef�hrerin sowie von A.________ - beide mit Wohnsitz im Kanton Aargau und dort auch berufst�tig - dargelegt. Es ist gest�tzt darauf zum Schluss gelangt, die Gesch�ftsleitung der Beschwerdef�hrerin erfolge in der Schweiz bzw. im Kanton Aargau und begr�nde damit ein Steuerdomizil im Sinne von Art. 50 DBG. Hinweise auf gesch�ftsleitende Handlungen am Sitz der Beschwerdef�hrerin auf den Bahamas best�nden hingegen keine.
5.2.4 Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag diese prima facie �berzeugende und glaubhaft erscheinende Begr�ndung, auf die verwiesen werden kann, nicht umzustossen. Insbesondere widerlegt sie in keiner Weise die Darstellung des Steueramtes, wonach sich aus der mit diesem gef�hrten Korrespondenz ergebe, dass der Domizilhalter der Beschwerdef�hrerin auf den Bahamas �ber keine materiellen Handlungs- und Vertretungsvollmachten verf�ge. Die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, ihre - nicht n�her beschriebene - Gesch�ftst�tigkeit erfolge "�ber das Ausland", vermag sie denn auch nicht zu belegen; die in diesem Zusammenhang von ihr lediglich angebotene Vorlage von entsprechenden Lizenzrechnungen gen�gt dazu nicht. Die vom Steueramt vorgetragenen Argumente (Vernehmlassung Ziff. I.5 f.) st�tzen denn auch vielmehr dessen Schlussfolgerung. Belege fehlen ebenfalls f�r die angeblich erfolgte Bezahlung der f�r die Beschwerdef�hrerin u.a. auch in der Schweiz durch hiesige Gesellschaften entwickelten X.________ CAD-Software (Beschwerde S. 4, Ziff. 10). Das Beibringen entsprechender Nachweise muss indessen dem Veranlagungsverfahren vorbehalten bleiben.
5.2.5 Insgesamt gen�gen die vom Steueramt in der Vernehmlassung dargelegten Argumente, die Steuerpflicht der Beschwerdef�hrerin in der Schweiz als glaubhaft erscheinen zu lassen. Insbesondere vermag diese nicht darzulegen, welche wirtschaftlichen �berlegungen den Gr�ndungen bzw. Liquidationen der verschiedenen Gesellschaften, die im wesentlichen mit demselben Personal denselben Zweck verfolgten, zu Grunde lagen. Plausible Gr�nde f�r das gew�hlte Vorgehen sind jedenfalls nicht ersichtlich.
6.1 Das Steueramt hat anhand der verschiedenen Gr�ndungen und Liquidationen sowie der jeweiligen Gesch�ftst�tigkeit und der personellen und �rtlichen Verbindungen zwischen den Gesellschaften bzw. deren Personal den Schluss gezogen, die X.________ Inc. CAD-Software habe die Gesch�ftst�tigkeit der X.________ AG sowie deren Nachfolgegesellschaften l�ckenlos fortgef�hrt (Vernehmlassung Ziff. I.3 und I.4 sowie Ziff. II.4). Dies wird von der Beschwerdef�hrerin weder substanziell bestritten noch widerlegt. Der Schluss erscheint gest�tzt auf die Akten denn auch als glaubhaft. Es kann auf die entsprechenden Ausf�hrungen des Steueramtes verwiesen werden.
6.2 Die X.________ AG, die mit Vertrag vom 1. Oktober 1988 die gesamten Rechte an der X.________ CAD-Software erworben hatte, erzielte ihre Einnahmen haupts�chlich aus dem Verkauf von Soft- und Hardware im In- und Ausland (Vernehmlassung Ziff. I.1), was von der Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich nicht bestritten wird. In ihrer Erfolgsrechnung waren nach Darstellung des Steueramtes nur bis 1994 neben den inl�ndischen auch ausl�ndische Lizenzertr�ge enthalten (Vernehmlassung Ziff. II.4; Vernehmlassungsbeilage 6c). Dies wird von der Beschwerdef�hrerin nicht widerlegt. Der Schluss erscheint auch glaubhaft, da die X.________ Inc. CAD-Software die bereits von der X.________ AG ausge�bte Gesch�ftst�tigkeit weiterf�hrt und in ihrer Erfolgsrechnung in- und ausl�ndische Softwareertr�ge ausweist, was die Beschwerdef�hrerin zu Recht nicht in Frage gestellt. Denn ausl�ndische Lizenzeinnahmen wurden im Jahr 2000 nach deren Gr�ndung bei der X.________ Inc. CAD-Software wiederum verbucht (Vernehmlassung Ziff. II.4; Vernehmlassungsbeilage 6c). Aus der dazu eingereichten Erfolgsrechnung 1999/2000 ergibt sich unter "Betriebsertrag aus Lieferungen und Leistungen" eine Verbuchung von "Produktions- und Handelsertrag Ausland Fr. 644'389.67". Aus der vom Steueramt mit den fehlenden Beilagen nachgereichten detaillierten Erfolgsrechnung der X.________ Inc. CAD-Software f�r das Jahr 2000 ist zus�tzlich ersichtlich, dass davon Fr. 627'874.98 auf Ertr�ge aus "Software/Updates EURO" und "Ausland div." entfallen. Die ausl�ndischen Lizenzeinnahmen der X.________ Inc. CAD-Software werden von der Beschwerdef�hrerin auch nicht bestritten.
6.3 Da die X.________ Inc. CAD-Software die Gesch�ftst�tigkeit der erw�hnten Gesellschaften - und zwar in Bezug auf Personal und T�tigkeit - l�ckenlos fortgef�hrt hat, hat das Steueramt gefolgert, dass die in den Jahren 1997 bis 1999 vermutlich nach wie vor angefallenen ausl�ndischen Lizenzertr�ge bei der X.________ Inc., Nassau, eingegangen sind.
Angesichts der vom Steueramt aufgezeigten personellen und gesch�ftlichen Verbindungen zwischen den in Frage stehenden Personen und Gesellschaften erscheint sein Schluss als glaubhaft. Die Beschwerdef�hrerin hat die entsprechenden Ausf�hrungen (Vernehmlassung Ziff. I.1-I.4), auf die auch hier verwiesen werden kann, nicht widerlegt. Sie r�umt zudem ein, dass Lizenzen direkt ins Ausland ausgeliefert worden seien; deren Besteuerung sei aber nicht m�glich (Beschwerde S. 5 Ziff. 11).
6.4 Auf Grund seiner bisher gewonnenen Erkenntnisse durfte das Steueramt mit haltbaren Gr�nden davon ausgehen, die Beschwerdef�hrerin habe in der Schweiz (weiterhin) angefallene Einnahmen aus dem Verkauf von Lizenzen ins Ausland nicht versteuert.
6.5 F�r die Ermittlung der geschuldeten Steuer auf ausl�ndischen Lizenzertr�gen der Jahre 1997 bis 1999 ist das Steueramt mangels entsprechender Unterlagen der Beschwerdef�hrerin von dem im Gesch�ftsjahr 2000 von der X.________ Inc. CAD-Software verbuchten Betrag von rund Fr. 644'389.78 (Betriebsertrag aus Lieferungen und Leistungen, Produktions- und Handelsertrag Ausland; Vernehmlassungsbeilage 4f) ausgegangen. Da darin auch ein Ertrag aus ausl�ndischen Softwareverk�ufen und Updates von rund Fr. 627'000.-- enthalten ist (oben E. 6.2), hat es seiner Sch�tzung einen Ertrag von Fr. 620'000.-- zu Grund gelegt. Davon hat es pauschal 20% als (offensichtlich branchen�blichen) Aufwand zum Abzug gebracht. F�r den so verbleibenden mutmasslichen Gewinn von Fr. 496'000.-- hat es eine Steuer von Fr. 48'608.-- (1997; Satz 9.8%) bzw. Fr. 42'160.-- (1998/99; Satz 8,5%) berechnet.
Diese Sch�tzung erscheint - insbesondere angesichts des (vorl�ufig) schwierigen Nachweises entsprechender Zahlungseing�nge, der hier auch nicht verlangt werden kann - prima facie als glaubhaft.
6.6 Dar�ber hinaus hat das Steueramt im Jahr 2000 f�r den Verkauf der immateriellen Werte durch die Beschwerdef�hrerin an die W.________ Informatik AG zum Preis von Fr. 2'000'000.-- einen Gewinn in dieser H�he gesch�tzt. F�r den Verkauf der Beteiligung an der X.________ Inc. CAD-Software an E.________ f�r Fr. 400'000.-- nahm es (unter Abzug des einbezahlten Aktienkapitals von Fr. 200'000.--) einen Beteiligungsgewinn von Fr. 200'000.-- an. F�r diese Gewinne ermittelte es f�r das Jahr 2000 eine mutmassliche Steuer von Fr. 187'000.-- (Satz 8,5%).
Auch diese Sch�tzung erweist sich prima facie als glaubhaft.
Die Beschwerdef�hrerin ist im schweizerischen Handelsregister nicht eingetragen, obwohl das Steueramt bisher nur in der Schweiz Gesch�ftsleitungshandlungen feststellen konnte. Auch im Rechtsverkehr tritt die Beschwerdef�hrerin unter Hinweis auf Adressen in der Schweiz auf (Vernehmlassung Ziff. II, S. 8 lit. c). Da sie in der Schweiz offensichtlich �ber ein Bankkonto verf�gt, k�nnten allf�llige Verm�genswerte sehr einfach auf andere Gesellschaften/Personen �bertragen oder ins Ausland verschoben werden. Auch aus dieser Sicht erscheint die vom Steueramt zus�tzlich angef�hrte Gef�hrdung der geltend gemachten Steuerforderung glaubhaft. Die Beschwerdef�hrerin setzt sich mit den diesbez�glichen Ausf�hrungen des Steueramtes nicht auseinander. Sie erachtet die Gef�hrdung einzig auf Grund der (nach dem oben Ausgef�hrten unzutreffenden) Annahme, sie sei in der Schweiz nicht steuerpflichtig, als nicht gegeben.
Da die Beschwerdef�hrerin nach dem Ausgef�hrten unterliegt, hat sie die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und dem Steueramt des Kantons Aargau, Direkte Bundessteuer, sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 50
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 Art. 104
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