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Timestamp: 2018-03-21 05:21:12+00:00

Document:
Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden (Niederlande), eingereicht am 27. September 2017 – Staatssecretaris van Financiën/L. W. Geelen
(Rechtssache C-568/17)
Kassationsbeschwerdegegner: L. W. Geelen
Ist Art. 9 Abs. 2 Buchst. c erster Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie1 bzw. Art. 52 Buchst. a der Mehrwertsteuerrichtlinie 20062 (in der bis 1. Januar 2010 geltenden Fassung) dahin auszulegen, dass darunter auch die entgeltliche Bereitstellung interaktiver erotischer Live-Webcam-Darbietungen fällt?
1.b. Falls Frage 1.a bejaht wird, ist dann der Satzteil „Ort, an dem die Dienstleistungen tatsächlich bewirkt werden“ in Art. 9 Abs. 2 Buchst. c der Sechsten Richtlinie bzw. am Anfang von Art. 52 der Mehrwertsteuerrichtlinie 2006 in dem Sinne auszulegen, dass der Ort maßgebend ist, an dem die Models vor der Webcam auftreten, oder in dem Sinne, dass der Ort maßgebend ist, an dem sich die Besucher die Bilder ansehen, oder kommt noch ein anderer Ort in Frage?
2. Ist Art. 9 Abs. 2 Buchst. e zwölfter Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie bzw. Art. 56 Abs. 1 Buchst. k der Mehrwertsteuerrichtlinie 2006 (in der bis 1. Januar 2010 geltenden Fassung) in Verbindung mit Art. 11 der Mehrwertsteuerverordnung 20053 dahin auszulegen, dass die entgeltliche Bereitstellung interaktiver erotischer Live-Webcam-Darbietungen als eine „auf elektronischem Wege erbrachte Dienstleistung“ angesehen werden kann?
3 Verordnung (EG) Nr. 1777/2005 des Rates vom 17. Oktober 2005 zur Festlegung von Durchführungsvorschriften zur Richtlinie 77/388/EWG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. 2005, L 288, S. 1).

References: Art. 9
 Art. 52
 Art. 9
 Art. 52
 Art. 9
 Art. 56
 Art. 11