Source: http://www.malsbenden.com/html/experten.html
Timestamp: 2019-05-26 10:54:40+00:00

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Experten als Unterstützung des Unternehmers
Experten sind Personen, die aufgrund von überdurchschnittlichem oder umfangreichem Wissen auf einem oder mehreren Fachgebieten, über spezielle Fähigkeiten verfügen.
Einen Überblick über die verschiedenen Experten bzw. Funktionen liefert die nachfolgende Grafik
Experten oder beratende Fachleute des Unternehmers findet man in den verschiedensten Gesetzen und Vorschriften. In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Funktionen sowie Hinweise, aufgrund welcher Vorschriften diese Funktionen im Betrieb benötigt werden.
Haben Sie Beratungsbedarf, so setzten Sie sich doch mit uns in Verbindung.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit, oder auch Sicherheitsfachkräfte genannt,
sind die Unterstützung und Beratung des Unternehmers wenn es um gesunde
und sichere Arbeitsplätze in den Betrieben geht.
Grundlage für die Beratung bildet das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) sowie das
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite FASI / SIFA,
hier sind bereits die Funktionen sowie die Erfordernisse ausführlich beschrieben.
FASI / SIFA nötig??
Wir stellen die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit oder die Sicherheitsfachkraft gerne für Ihr Unternehmen..
Sicherheitsbeauftragte werden in der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A1, § 20 sowie im Sozialgesetzbuch VII § 22 gefordert und unterstützen den Unternehmer sowie die Fachkraft für Arbeitssicherheit Unfälle und berufsbedingte Krankheiten im Unternehmen zu vermeiden. Die Sicherheitsbeauftragten sind Mitarbeiter des Unternehmens und sind für die ihnen obliegenden Aufgaben hierfür freizustellen. Sie sind in ihren Funktionen ausschließlich ehrenamtlich tätig und können in keinem Fall die beratende Funktion der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder des Betriebsarztes ersetzen. Führungskräfte sind als Sicherheitsbeauftragte nicht einzusetzen.
Sie sind speziell ausgebildete, vom Unternehmer bestellte Personen, die ihn im betrieblichen, vor allem im vorbeugenden Brandschutz unterstützen. Sie werden überwiegend von den Versicherungen gefordert und können eine Prämienverminderung bewirken. Ebenfalls finden sich Forderungen nach Brandschutzbeauftragten in verschiedenen Bauvorschriften wie z.B. in der Muster-Verkaufsstättenverordnung, der Muster-KrankenhausBauVerordnung, der Musterindustriebaurichtlinie, sowie in einigen Vorgaben der Bauordnungsbehörden in Bezug auf Sonderbauten (Hochhäuser etc.).
Personen können zum Brandschutzbeauftragten ernannt werden, wenn Sie eine Ausbildung mit Prüfung zum Brandschutzbeauftragten (am besten nach dem Ausbildungsmodell der CFPA-Europe) nachweisen können.
Brandschutzbeauftragten nötig??
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir stellen den Brandschutzbeauftragten VdS (nach CFPA).
Brandschutzhelfer bzw. Selbsthilfekräfte im Brandschutz sind in einem Betrieb für die Erstmaßnahmen im Brandfall zuständig. Dass heißt für die Brandmeldung, die Brandbekämpfung bei Entstehungsbränden sowie für die Unterstützung von vorbeugenden organisatorischen Brandschutzmaßnahmen des Unternehmers und des Brandschutzbeauftragten.
Brandschutzhelfer werden im Arbeitsschutzgesetz §10 sowie in der Verkaufsstättenverordnung gefordert.
Haben Sie Bedarf an der Ausbildung von Brandschutzhelfern??
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gerne und bilden Ihre Mitarbeiter aus.
Sach- / Fachkundiger
Sach- bzw. Fachkundige werden in verschiednen Vorschriften gefordert und stellen für den Unternehmer das erforderliche Sach- bzw. Fachwissen zur Verfügung.
Gemäß §7 der Gefahrstoffverordnung dürfen nur Fachkundige (z.B. die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt) die Gefährdungsbeurteilung durchführen. Auch in der Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung §5 sind Fachkundige (Personen) wie die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt notwendig, um die Gefährdungsbeurteilungen mit dem Unternehmer zu erstellen. Zum Erreichen der Fachkunde sind eine Ausbildung (meist Techniker, Meister, Ingenieur) sowie eine staatlich oder allgemein anerkannte Prüfung erforderlich (Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Berufsgenossenschaft oder einem anerkannten Träger mit Abschlussprüfung / Befähigungsnachweis).
In diversen Vorschriften werden Sachkundige gefordert, um Arbeitsplätze oder Arbeitsmittel ordnungsgemäß zu beurteilen oder Messungen vornehmen zu können.
Die BGR 131-2 (Natürliche und künstliche Beleuchtung für Arbeitsstätten) sieht für die Überprüfung der künstlichen Beleuchtung Sachkundige vor.
Weitere Sachkundige sind notwendig für die Prüfung von Anschlagmitteln, Kranen, Blitz- / Überspannungsschutz, Brandmeldeanlagen nach DIN VDE etc. etc.
Der Begriff der befähigten Person findet sich in der Betriebsicherheitsverordnung §10 wieder. Befähigte Personen prüfen nach dieser Verordnung Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen. Prüfumfang der Arbeitsmittel (vom Hammer bis zur verketteten Fördertechnikmaschine) sowie die Anforderungen an den Prüfer werden durch die zu erstellenden Gefährdungsbeurteilung vorgegeben. Hinweise ergeben sich ebenfalls aus der Verordnung.
Befähigte Personen müssen über Fachkenntnisse verfügen, die sie durch die berufliche Ausbildung, Berufserfahrung und die zeitnahe berufliche Tätigkeit im jeweiligen Gebiet nachweisen müssen. Da die Komplexität der Arbeitsmittel sehr unterschiedlich ist, ergeben sich auch unterschiedliche Anforderungen an die Befähigte Person.
Hierin ist zu unterscheiden:
A.) Unterwiesene Personen müssen mit der Prüfung vertraut sein, sodass die übertragene Prüfung durchgeführt und beurteilt werden kann.
B.) Sachkundige Personen weisen eine berufliche Qualifikation und Erfahrung auf dem Gebiet des zu prüfenden Arbeitsmittels sowie den einschlägigen Vorschriften nach. Sie können das erforderliche Wissen in der Praxis anwenden.
C.) Sachverständige weisen über die Qualifikation der sachkundigen Person hinaus noch die Fähigkeit nach, in der Lage zu sein die Arbeitsmittel gutachterlich beurteilen zu können und jederzeit den Stand der Technik in ihrem Prüfgebiet ermitteln zu können.
Unternehmen die Gefahrstoffe in großem Maße befördern, müssen einen Gefahrgutbeauftragten schriftlich bestellen. Gefahrgutbeauftragte können nur eingesetzt werden, wenn diese einen gültigen Schulungsnachweis des entsprechenden Verkehrsträgers nachweisen. Der Nachweis wird nach erfolgreich bestandener Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ausgestellt und muss alle 5 Jahre verlängert werden.
Zu den Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten gehören die Veranlassung von Maßnahmen, die die Einhaltung der Vorschriften zur Beförderung von Gefahrgut einhalten.
Werden in Betrieben Geräte nach der Strahlenschutzverordnung oder Röntgenverordnung betrieben, bei denen ionisierte Strahlung frei wird oder frei werden kann, oder wird mit radioaktiven Stoffen umgegangen, sind Strahlenschutzbeauftragte einzusetzen. Deren Aufgabe ist die Planung und Kontrolle von Strahlenschutzmaßnahmen oder Schutzvorrichtungen. Ebenso werden hierzu Wirksamkeitskontrollen durchgeführt und Belehrungen für im Strahlenschutz tätige Personen vorgenommen.
Strahlenschutzbeauftragte müssen eine geeignete Ausbildung sowie praktische Erfahrung nachweisen können. Ebenfalls Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem anerkannten Strahlenschutzkurs sowie an Fortbildungsmaßnahmen zum Erhalt dieser Fachkunde.
Werden in Behörden und Firmen eingesetzt und wirken auf die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen hin. Zu den Aufgaben gehören die Überwachung der DV-Programme und das Schulen der Mitarbeiter in Sachen Datenschutz. Sie sind erforderlich soweit personalbezogene Daten automatisiert verarbeitet werden wenn mindestens 10 Personen Zugriff auf diese Daten haben. Bei nicht automatisierter Datenverarbeitung wenn mindestens 20 Personen Zugriff haben. Unabhängig von der Personenanzahl wenn Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung verarbeitet werden. Aufgaben und Tätigkeiten regelt das Bundesdatenschutzgesetz.
Beraten die Unternehmer oder Betreiber von Anlagen zur Abfallbeseitigung. Sie wirken als Berater in Angelegenheiten der Kreislaufwirtschaft (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz) und insbesondere der Abfallvermeidung, -beseitigung oder –verwertung.
Forderungen nach dem Abfallbeauftragten finden sich, je nach Art und Menge der Abfälle sowie der Branche, im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz und im Immissionsschutzgesetz.
Bei Benutzung von Lasern der Klasse 3B und 4 nach DIN VDI 0837 muss ein Laserschutzbeauftragter schriftlich vom Unternehmer bestellt werden. Er ist dann für die Kennzeichnung von Laserschutzbereichen, für die Funktionsprüfung von Schutzeinrichtungen, für die Beratung des Unternehmers ist Sachen Auswahl von Schutzausrüstung, für die Einweisung von Beschäftigten und für die Untersuchung von Unfällen mit Laserstrahlung zuständig.
Voraussetzung zur Ernennung zum Laserschutzbeauftragten ist die fachliche Eignung, die durch Ausbildung oder auch über Erfahrung nachgewiesen werden kann.

References: § 20
 § 22
 §10
 §7
 §5
 §10