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Timestamp: 2016-10-25 08:28:19+00:00

Document:
1A.66/2002 (05.06.2002)
1A.66/2002 /sta
M.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rudolf Mosimann, Baarerstrasse 12, 6300 Zug,
- B 123497
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichtes des Kantons Zug, Justizkommission, vom
7. Februar 2002)
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/M. (Abteilung f�r Wirtschaftsstrafsachen) f�hrt eine Strafuntersuchung gegen ehemalige Organe des Holzmann-Konzerns und weitere Beteiligte wegen des Verdachts der Untreue und anderer Delikte.
Mit Begehren vom 22. August 2000 ersuchte die Staatsanwaltschaft Frankfurt/M. die schweizerischen Beh�rden um Rechtshilfemassnahmen in verschiedenen Kantonen. Am 1. November 2000 bezeichnete das Bundesamt f�r Justiz den Kanton Zug als koordinierenden Leitkanton. Am 8. Januar und 7. Dezember 2001 wurden die Rechtshilfeersuchen erg�nzt.
Am 15. November 1999 meldete der Vorstand der Philipp Holzmann AG, Frankfurt/M. (eines der gr�ssten deutschen Baukonzerne), eine �berschuldung wegen "bisher unentdeckten Altlasten" in der H�he von DEM 2,4 Mia. Am 23. November 1999 stellte der Konzern einen (ersten) Insolvenzantrag. Am 26. November 1999 bot die deutsche Bundesregierung dem �ber einen Sanierungsplan verhandelnden Bankenkonsortium einen Zuschuss der �ffentlichen Hand in der H�he von DEM 250 Mio. an. Nachdem eine Sanierung schliesslich dennoch scheiterte, steht der Holzmann-Konzern vor dem Konkurs.
Gest�tzt auf ihre Eintretensverf�gung vom 20. Dezember 2000 ordnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug diverse Rechtshilfemassnahmen an (namentlich Kontenerhebungen bei der Bank A.________ und der Bank B.________), von denen u.a. der Mitangeschuldigte M.________ betroffen ist. Mit Schlussverf�gung vom 16. August 2001 bewilligte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug die rechtshilfeweise Herausgabe der erhobenen Kontenunterlagen. Eine von M.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht (Justizkommission) des Kantons Zug mit Urteil vom 7. Februar 2002 ab.
Gegen das Urteil des Obergerichtes gelangte M.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. M�rz 2002 an das Bundesgericht. Er beantragt namentlich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Verweigerung der Rechtshilfe.
Die Staatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Zug beantragen je die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Justiz hat am 15. April 2002 auf eine Vernehmlassung ausdr�cklich verzichtet.
1.1 F�r die Rechtshilfe zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz sind in erster Linie die Bestimmungen des Europ�ischen �bereinkommens �ber die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR, SR 0.351.1), dem die beiden Staaten beigetreten sind, und der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. November 1969 (SR 0.351.913.61) massgebend. Soweit diese Staatsvertr�ge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, gelangt das schweizerische Landesrecht (namentlich das Bundesgesetz �ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. M�rz 1981 [IRSG, SR 351.1] und die dazugeh�rende Verordnung [IRSV, SR 351.11]) zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG).
1.3 Der Beschwerdef�hrer ist zur Prozessf�hrung legitimiert, soweit er selbst von den Rechtshilfemassnahmen unmittelbar betroffen ist. Das gilt f�r die Erhebung und rechtshilfeweise Weitergabe von Konteninformationen bez�glich Bankkonten, deren Inhaber er ist (Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV).
1.4 Zul�ssige Beschwerdegr�nde sind die Verletzung von Bundesrecht (inklusive Staatsvertragsrecht), einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unzul�ssige oder offensichtlich unrichtige Anwendung ausl�ndischen Rechts in den F�llen nach Art. 65 IRSG (Art. 80i Abs. 1 IRSG). Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes durch das Obergericht kann nur auf die Frage der offensichtlichen Unrichtigkeit oder Unvollst�ndigkeit bzw. auf Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen hin gepr�ft werden (Art. 104 lit. b i.V.m. Art. 105 Abs. 2 OG und Art. 25 Abs. 1 IRSG). Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben (und die staatsrechtliche Beschwerde daher ausgeschlossen) ist, kann auch die Verletzung verfassungsm�ssiger Individualrechte mitger�gt werden (BGE 122 II 373 E. 1b S. 375).
1.5 Die Beschwerde gegen die �bermittlung von Ausk�nften aus dem Geheimbereich oder die Herausgabe von Gegenst�nden oder Verm�genswerten an die ersuchende Beh�rde hat von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung (Art. 80l Abs. 1 IRSG), weshalb das entsprechende Gesuch des Beschwerdef�hrers hinf�llig wird.
Zur Hauptsache bringt der Beschwerdef�hrer vor, der Verdacht einer strafbaren Handlung werde in den Rechtshilfeersuchen nicht ausreichend erstellt.
Die Bewilligung internationaler Rechtshilfe setzt voraus, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung des Ersuchens hinreichende Verdachtsmomente f�r den untersuchten deliktischen Vorwurf ergeben (vgl. Art. 14 Ziff. 2 EUeR). Es ist jedoch nicht Aufgabe der Rechtshilfebeh�rde, abschliessend zu beurteilen, ob eine strafbare Handlung vorliegt und welche spezifischen Straftatbest�nde erf�llt sind. Diesbez�glich ist grunds�tzlich auch kein Beweisverfahren durchzuf�hren. Der Rechtshilferichter hat vielmehr zu pr�fen, ob sich gest�tzt auf das Ersuchen ausreichend konkrete Verdachtsgr�nde f�r die untersuchte Straftat ergeben. Das Bundesgericht ist dabei an die tats�chlichen Ausf�hrungen im Ersuchen samt Beilagen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, L�cken oder Widerspr�che sofort entkr�ftet werden (BGE 125 II 250 E. 5b S. 257; 122 II134 E. 7b S. 137, 367 E. 2c S. 371; 120 Ib 251 E. 5c S. 255; 118 Ib 111 E. 5b S. 121 f.; 117 Ib 64 E. 5c S. 88, je mit Hinweisen).
2.2 Im vorliegenden Fall ermitteln die deutschen Beh�rden gegen N.________, O.________ und weitere Angeschuldigte wegen Untreue und weiteren Delikten zum Nachteil der konkursiten Philipp Holzmann AG (Frankfurt/M., Fa. Holzmann). Bei einem Teil der Verd�chtigen handelt es sich um ehemalige Organe (Vorstandsmitglieder) des mutmasslich gesch�digten Konzerns. Zu den nicht firmenzugeh�rigen Angeschuldigten geh�rt namentlich der Beschwerdef�hrer. Den Rechtshilfeersuchen liegt im Wesentlichen folgender (komplexer) Sachverhalt zugrunde:
2.2.1 Der Angeschuldigte O.________ sei an den Firmen O.________ AG (Zug) und X.________ AG (Fa. X.________, Cham, vormals: Y.________ AG, Fa. Y.________, Zug), wirtschaftlich berechtigt. Ausserdem sei er alleiniger Aktion�r der I.________ AG (Fa. I.________, Zug) gewesen, welche mit je 50% an der V.________ AG (Fa. V.________), der R.________ AG (Fa. R.________) sowie der A.________ AG (Fa. A.________, alle in Zug) beteiligt gewesen sei. Die �brigen Aktienanteile an den letztgenannten drei Gesellschaften h�tten der Fa. Holzmann geh�rt (�ber deren Tochter S.________ S.A., Zug). Die Firmen V.________ und R.________ h�tten (namentlich in Deutschland) zahlreiche Immobilienprojekte abgewickelt, welche von der Fa. Holzmann finanziert worden seien. Bei den Firmen V.________ und R.________ sei O.________ gesch�ftsf�hrendes Mitglied des Verwaltungsrates gewesen. Er habe weitere Gesellschaften vertreten (u.a. die L.________ GmbH und die V.________ AG, beide in Zug), an denen die Firmen V.________ und R.________ ihrerseits beteiligt waren.
2.2.2 Der Angeschuldigte P.________ sei ebenfalls Gesch�ftsf�hrer mehrerer implizierter Gesellschaften gewesen, insbesondere der V.________ GmbH (Zug). Bei den Angeschuldigten Q.________ und R.________ handle es sich um ehemalige Verwaltungsrats- bzw. Vorstandsmitglieder der Fa. Holzmann sowie der Firmen V.________ und R.________. Der Beschwerdef�hrer sei Inhaber mehrerer Gesellschaften, namentlich der Fa. M.________ (Rheinbach/D, Fa. M.________). Ausserdem sei er vermutlich (zusammen mit dem Mitangeschuldigten O.________) "wirtschaftlich Berechtigter" der Fa. Y.________ gewesen.
2.2.3 Verschiedene Gesellschaften, an denen der Holzmann-Konzern beteiligt war, seien Ende 1993 in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Der Handlungsbedarf an Abschreibungen und Wertberichtigungen habe (gem�ss Berechnungen des Angeschuldigten Q.________) allein f�r die Firmen R.________ und V.________ ca. DEM 170 - 205 Mio. betragen. Die Fa. R.________ sei sogar als �berschuldet anzusehen gewesen. Die gesamte Gruppe habe nur durch die Finanzkraft der Fa. Holzmann wirtschaftlich �berleben k�nnen. Am 5. Januar 1995 habe O.________ seine Anteile an der Holdingfirma I.________ an die Fa. Holzmann verkauft. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage der I.________-Tochterfirmen V.________ und R.________ sei ein Kaufpreis von ca. DEM 10,1 Mio. sowie eine j�hrliche Verg�tung von DEM 540'000.-- (f�r f�nf Jahre) an O.________ (als Verwaltungsratsmitglied der beiden Firmen) vereinbart worden. Gest�tzt darauf habe die Fa. Holzmann von Mai 1995 bis Januar 1997 Zahlungen geleistet. Anschliessend sei der Kaufpreis um DEM 100'000.-- reduziert und das Verwaltungsratsmandat mit einem Einmalbetrag von 1,565 Mio. DEM honoriert worden.
2.2.4 Obwohl der damalige Vorstand der Fa. Holzmann den Entscheid zur �bernahme der I.________-Anteile schon am 30. November 1994 gef�llt habe, sei der Kaufzeitpunkt k�nstlich ins Jahr 1995 verlegt worden, damit die verlustbringende Beteiligung nicht schon in der Konzernbilanz 1994 habe ausgewiesen werden m�ssen. Schon am 31. Dezember 1995 habe die Fa. Holzmann die - kurz zuvor erworbene - Beteiligung von der Bilanz abgeschrieben. Es liege "ein erhebliches Missverh�ltnis" vor zwischen dem erworbenen Verm�gensgegenstand (I.________-Aktien mit einem Nominalwert CHF 300'000.--) und dem Kaufpreis von ca. DEM 10,1 Mio. Dies um so mehr, als die f�r die schweizerischen Beteiligungen zust�ndigen Verwaltungsr�te der Fa. Holzmann, Q.________ und R.________, die schlechte wirtschaftliche Lage der Firmen V.________ und R.________ gekannt h�tten.
2.2.5 Am 9. Januar 1995 seien vom Konto der Fa. Holzmann DEM 9,226 Mio. zugunsten von O.________ auf ein Konto der Bank C.________ (Z�rich) bezahlt worden. Es sei bisher nicht bekannt, wohin dieser Betrag weitertransferiert worden sei. Auf Anforderung der Fa. Holzmann habe die Bank C.________ lediglich eine Kopie der Belastungsanzeige zugestellt. Am 15. Januar 1997 habe die Fa. Holzmann dem Angeschuldigten O.________ (aufgrund einer aussergerichtlichen Vereinbarung) einen Check in der H�he von DEM 1,565 Mio. ausgestellt. Der Check sei am 20. Januar 1997 bei der Bank D.________ (Z�rich) eingel�st worden. Das beg�nstigte Konto sei nicht bekannt.
2.2.6 Weiter bestehe der Verdacht, dass O.________ (angeblich oder tats�chlich erbrachte) Beratungsleistungen (Projekte Berlin-Rungestrasse B.V. und Frankfurt Galluspark B.V.) gegen�ber der Fa. Holzmann doppelt in Rechnung gestellt habe. In diesem Zusammenhang seien O.________ zum Nachteil des Holzmann-Konzerns DEM 395'000.-- zugeflossen. Der Betrag sei am 7. Dezember 1995 per Check bei der Bank A.________ (Z�rich) eingel�st worden. Das beg�nstigte Konto sei nicht bekannt.
2.2.7 Strafrechtlich relevant seien sodann folgende Vorg�nge: Am 6. Dezember 1995 habe die Fa. V.________ (nunmehr im alleinigen Eigentum der Fa. Holzmann) DEM 1,1 Mio. an die Fa. Y.________ bezahlt, angeblich f�r "Bem�hungen im Zusammenhang mit dem Verkauf Ammonhof Dresden an Corpus, K�ln". Am 27. Februar 1997 habe die Fa. M.________ DEM 2,5 Mio. an die Fa. Y.________ �berwiesen, angeblich f�r "Beratungsleistungen beim Kauf Objekt C.________ am Bahnhof". Es bestehe der Verdacht, dass diese Verg�tungen (an O.________, einem mutmasslichen wirtschaftlich Berechtigten der Fa. Y.________, bzw. an weitere Beteiligte) zum Nachteil des Holzmann-Konzerns ohne Gegenleistung erfolgt seien. Die Firmen V.________ und M.________ h�tten in diesem Zusammenhang auch direkt an die "letztlich Zahlenden" Rechnung gestellt (A.________ GmbH, DEM 1,167 Mio., Philipp Holzmann Bauprojekt AG/Fa. Holzmann, DEM 6,5 Mio.).
2.2.8 Am 22. November 1995 habe O.________ namens der Fa. V.________ USD400'000.-- an die Fa. B.________ Ltd. (British Virgin Islands) auf ein Konto bei der Bank E.________, Basel, �berweisen lassen. Am 24. Juli bzw. 8.August 1995 seien per Check DEM200'000.-- an den Angeschuldigten P.________ geflossen. In beiden F�llen bestehe der Verdacht, dass die Zahlungen ohne Gegenleistung erfolgten. Analoges gelte f�r zwei weitere �berweisungen von je DEM400'000.-- (u.a. durch die Fa. R.________) an P.________ (am 8. Juni 1994 bzw. 10. Oktober 1995). Bei einzelnen Zahlungen sei zudem zu vermuten, dass so genannte "Kickbacks" an die involvierten Verantwortlichen des Holzmann-Konzerns zur�ckgeflossen seien.
2.2.9 Am 8. November 1993 h�tten die (ebenfalls zur I.________-Gruppe geh�rende) Fa. A.________ und P.________ eine Vereinbarung abgeschlossen, wonach letzterem "eine Beteiligung in der H�he von 4% des von der A.________ AG (Fa. A.________) f�r das Projekt Kurf�rstendamm 119, Berlin, erzielten Projektgewinns nach erfolgter wirtschaftlicher Verwertung" einger�umt werde. Zwar sei "allen Beteiligten klar" gewesen, dass die (nur f�r das genannte Projekt gegr�ndete) Fa. A.________ hieraus keinen Gewinn erwirtschaftet hatte; im Gegenteil sei bereits per 31. Januar 1996 ein Verlust von �ber DEM 5 Mio. entstanden. Dennoch seien Vorstandsmitglieder der Fa. Holzmann (S.________ und T.________) am 22. Dezember 1998 f�r die Fa. A.________ die vertragliche Verpflichtung eingegangen, P.________ im Rahmen der genannten Projektergebnisbeteiligung DEM 950'000.-- zu verg�ten. Die entsprechende �berweisung sei am 3. M�rz 1999 erfolgt. Auch hier bestehe der Verdacht von "Kickback"-Zahlungen an Verantwortliche des Holzmann-Konzerns.
2.3 Die genannten Sachverhalte begr�nden nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Frankfurt (gegen�ber den Verantwortlichen des Holzmann-Konzerns) "den Tatverdacht der Untreue" (gem�ss � 266 dStGB) zum Nachteil der Fa. Holzmann sowie (gegen�ber den jeweiligen Zahlungsempf�ngern) "den Tatverdacht einer Beihilfe". Falls die Vorw�rfe rechtsgen�glich nachgewiesen werden, k�nnte ein auch in der Schweiz strafbares Verm�gensdelikt vorliegen. Der inkriminierte Sachverhalt fiele grunds�tzlich unter den Straftatbestand von Art. 158 StGB (ungetreue Gesch�ftsf�hrung, vgl. evtl. auch Art. 146, Art. 251, Art. 305bis StGB). Das Rechtshilfeerfordernis der beidseitigen Strafbarkeit verlangt dabei nicht, dass der nach deutschem Strafrecht untersuchte Tatbestand der "Untreue" mit Art. 158 StGB identisch w�re (vgl. Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR; BGE 117 Ib 337 E. 4a S. 342).
2.4 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei seit einigen Jahren in gesch�ftlicher Verbindung mit der Fa. Holzmann gestanden, vor allem als Liegenschaftsmakler. Die gesch�ftlichen Verbindungen best�nden auch heute noch unver�ndert weiter. Insbesondere vermiete er nach wie vor das Objekt C.________ am Bahnhof Magdeburg und sei "dar�ber hinaus in diesem Zusammenhang als Berater des Philipp Holzmann-Konzerns t�tig".
2.4.1 Die "Frage der Altprovision" bzw. der inkriminierten Zahlung von DEM 2,5 Mio. sei in einem Vergleich zwischen den Parteien vom 14. Juni 2001 geregelt worden. Die H.________ GmbH (M�nchen) habe am 2. Februar 2000 zwar best�tigt, dass (im Zusammenhang mit dem Objekt C.________) seitens der Fa. Holzmann eine "Provisionszahlung ohne Rechtsgrund" geleistet worden sei. Diese Zahlung sei jedoch an die Bank F.________ (Z�rich) erfolgt. Wem der entsprechende Betrag zugekommen sei, entziehe sich der Kenntnis des Beschwerdef�hrers. Die Provisionszahlung an die Fa. M.________ sei nicht rechtsgrundlos erfolgt. Per Vergleich h�tten sich die Parteien denn auch auf eine Einmalzahlung von DEM 1,16 Mio. an die Fa. M.________ geeinigt. Eine solche Vereinbarung w�re (nach Ansicht des Beschwerdef�hrers) "gar nicht denkbar, wenn die Philipp Holzmann AG ernstlich der Meinung w�re, dass der Beschwerdef�hrer im Sinne des Rechtshilfegesuches unbefugt einen Kick-back an fr�here Organe der Philipp Holzmann AG ausgerichtet h�tte".
2.4.2 Der Beschwerdef�hrer sei vom 5. M�rz 1997 (also erst nach der letzten inkriminierten Zahlung) bis zum 18. Juli 2000 Delegierter des Verwaltungsrates bzw. Direktor der Fa. X.________ gewesen. Die Firmengruppe M.________ habe schon vorher mit der Fa. X.________ kooperiert. Diese Zusammenarbeit habe dazu gef�hrt, dass "der Beschwerdef�hrer 60%" der Provisionseinnahmen erhalten sollte, "die Beschwerdef�hrer" (recte: die Fa. X.________) "40%". Aus diesem Grunde habe der Beschwerdef�hrer 40% der Gesamtprovision von DEM 6,5 Mio., n�mlich DEM2,5 Mio., an die Fa. X.________ �berwiesen. Auf Grund analoger Vereinbarungen sei auch die Provision von DEM 1,1 Mio. von der Fa. V.________ "an die Beschwerdef�hrer" (recte: an die Fa. X.________) weitergeleitet worden.
2.5 Es fragt sich, ob diese Vorbringen offensichtliche Fehler, L�cken oder Widerspr�che des Ersuchens begr�nden bzw. den Tatverdacht sofort entkr�ften.
2.5.1 Der Einwand, dass sich die Fa. Holzmann mit dem Beschwerdef�hrer (bzw. der Fa. M.________) inzwischen aussergerichtlich bzw. vereinbarungsweise �ber streitige Provisionsanspr�che geeinigt habe, l�sst die fraglichen Rechtshilfemassnahmen nicht als unzul�ssig erscheinen. Zum einen richtet sich die h�ngige Strafuntersuchung nicht nur gegen den Beschwerdef�hrer. Zum anderen liesse ein aussergerichtlicher Vergleich �ber zivilrechtliche Streitigkeiten den gegen den Beschwerdef�hrer erhobenen Verdacht der strafbaren Teilnahme nicht ohne Weiteres dahinfallen. Dies um so weniger, als es sich beim Straftatbestand der "Untreue" (bzw. ungetreuen Gesch�ftsbesorgung) um ein von Amtes wegen zu verfolgendes Offizialdelikt handelt.
2.5.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die inkriminierte �berweisung von DEM 1,1 Mio. seitens der Fa. V.________ an die (damalige) Fa. Y.________ sei am 6. Dezember 1995 erfolgt, die Zahlung von DEM 2,5 Mio. (Objekt C.________) am 27.Februar 1997. Er sei sei jedoch erst am 5. M�rz 1997 Delegierter des Verwaltungsrates bzw. Direktor der Fa. X.________ (Rechtsnachfolgerin der Fa. Y.________) geworden. Diese Vorbringen sind ebenfalls unbehelflich, zumal in den Ersuchen dargelegt wird, der Beschwerdef�hrer sei (zusammen mit dem Angeschuldigten O.________) "wirtschaftlich Berechtigter" der Fa. Y.________ gewesen. Ausserdem dient die ersuchte Rechtshilfe auch der Kl�rung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit der damaligen Organe der Firmen Holzmann bzw. V.________.
2.5.3 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, es bestehe "kein Verdacht der Untreue zum Nachteil der Philipp Holzmann AG", da weder er noch O.________ bei dieser Gesellschaft eine "Organfunktion" innegehabt h�tten. Vielmehr seien sie als "unabh�ngig davon operierende Dritte" zu betrachten. Mit diesen Vorbringen �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass der Vorwurf der T�terschaft sich gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Fa. Holzmann richtet. Die Frage, inwiefern Personen ohne Organ- oder Verm�gensverwaltungsfunktion allenfalls als Mitt�ter oder Teilnehmer in Frage kommen k�nnten, ist nicht vom Rechtshilferichter zu pr�fen, sondern - im Falle einer Anklageerhebung - vom erkennenden Strafgericht.
2.6 Die weiteren Fragen, die der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang aufwirft, sind Gegenstand der h�ngigen Strafuntersuchung und lassen die Sachdarstellung der ersuchenden Beh�rde ebenfalls nicht als offensichtlich fehlerhaft oder widerspr�chlich erscheinen.
Der Beschwerdef�hrer macht sodann geltend, er bzw. seine Firmen seien "k�rzlich einer intensiven Steuerrevision unterzogen" worden. Dabei sei auch die Verbindung zur Fa. X.________ "unter die Lupe genommen" worden. Am 22. Juni 2001 habe ihn das Finanzamt Sankt Augustin/D aufgefordert, den oder die wirtschaftlich an der Fa. X.________ Berechtigten offen zu legen, "was den steuerlichen Hintergrund des Rechtshilfegesuches" unter Beweis stelle.
3.1 Art. 2 lit. a EUeR erlaubt den Vertragsparteien die Verweigerung von Rechtshilfe, wenn sich das Ersuchen auf Sachverhalte bezieht, die vom ersuchten Staat als fiskalische strafbare Handlungen angesehen werden (vgl. BGE 125 II 250 E. 2 S. 251 f.). Nach schweizerischem Recht ist die "kleine" Rechtshilfe bei Abgabebetrug zul�ssig, nicht aber bei Straftaten, die bloss auf eine Verk�rzung fiskalischer Abgaben (Steuerhinterziehung) gerichtet sind (Art. 3 Abs. 3 IRSG). Die Schweiz hat eine entsprechende Vorbehaltserkl�rung zu Art. 2 lit. a EUeR abgegeben.
3.2 Der blosse Umstand, dass nach Darstellung des Beschwerdef�hrers (auch noch) ein steuerliches Ermittlungsverfahren gegen ihn er�ffnet worden sei, l�sst die h�ngige Strafuntersuchung nicht als fiskalisch motiviert erscheinen. Im �brigen enth�lt die angefochtene Schlussverf�gung einen ausdr�cklichen Spezialit�tsvorbehalt zum Nachteil fiskalischer Delikte. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern zu bef�rchten sei, dass die Beh�rden des ersuchenden Staates im vorliegenden Fall den Spezialit�tsvorbehalt missachten und die rechtshilfeweise �bermittelten Informationen zur Abkl�rung nicht rechtshilfef�higer Delikte verwenden w�rden. Entsprechende Anhaltspunkte f�r ein v�lkerrechtswidriges Vorgehen sind nicht ersichtlich.
Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer, bei den Rechtshilfeersuchen handle es sich um ein "blosses Ausforschungsbegehren auf das Geratewohl". Die Rechtshilfemassnahmen seien unverh�ltnism�ssig und k�nnten genauso gut "gegen�ber jedem anderen Vertragspartner der Philipp Holzmann AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften" angeordnet werden.
4.1 Gem�ss Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR muss die ersuchende Beh�rde den Gegenstand und den Grund ihres Gesuches spezifizieren. Daraus leitet die Praxis ein Verbot der Beweisausforschung ab. Dieses richtet sich gegen Beweisaufnahmen "auf‘s Geratewohl". Es d�rfen keine strafprozessualen Untersuchungshandlungen zur Auffindung von Belastungsmaterial zwecks nachtr�glicher Begr�ndung eines Tatverdachtes (oder zur Verfolgung nicht rechtshilfef�higer Fiskaldelikte) durchgef�hrt werden. Eine hinreichend pr�zise Umschreibung der Verdachtsgr�nde soll m�glichen Missbr�uchen vorbeugen. Bei Ersuchen um Kontenerhebungen sind nach der Praxis des Bundesgerichtes grunds�tzlich alle Aktenst�cke zu �bermitteln, welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen k�nnen. Mithin muss ein ausreichender sachlicher Konnex zwischen dem untersuchten Sachverhalt und den fraglichen Dokumenten erstellt sein (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 112 Ib 462 E. 2b S. 463 f., je mit Hinweisen; vgl. Peter Popp, Grundz�ge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, Basel 2001, N. 400 ff., 407).
4.2 Wie sich aus den obigen Erw�gungen (2.2 - 2.6) ergibt, bilden namentlich zwei �berweisungen an die Fa. Y.________ Gegenstand der Strafuntersuchung. Am 6. Dezember 1995 habe die Fa. V.________ DEM 1,1 Mio. und am 27. Februar 1997 die Fa. M.________ DEM 2,5 Mio. an die Fa. Y.________ �berwiesen. Es bestehe der Verdacht, dass diese Verg�tungen zum Nachteil des Holzmann-Konzerns ohne Gegenleistung bzw. in ungetreuer Gesch�ftsf�hrung erfolgt seien. Der Beschwerdef�hrer sei an der Fa. Y.________ wirtschaftlich berechtigt gewesen. Er r�umt ein, dass er vom 5. M�rz 1997 bis zum 18. Juli 2000 Delegierter des Verwaltungsrates bzw. Direktor der Fa. X.________ (Rechtsnachfolgerin der Fa. Y.________) gewesen sei. Die Firmengruppe M.________ habe schon vorher mit der Fa. X.________ "kooperiert". Der Beschwerdef�hrer bestreitet auch nicht, dass die von den Rechtshilfemassnahmen betroffenen Unterlagen und Konten mit den untersuchten �berweisungen in Zusammenhang st�nden. Nach dem Gesagten besteht eine ausreichend konkrete sachliche Konnexit�t zwischen dem Gegenstand der Strafuntersuchung und den streitigen Rechtshilfemassnahmen.
Der Beschwerdef�hrer beantragt f�r den Fall der Abweisung der Beschwerde, es seien ihm f�r das erstinstanzliche Verfahren keine Kosten aufzuerlegen. Er verweist darauf, dass das Bundesamt f�r Justiz in einem Parallelverfahren den Kostenentscheid der Schlussverf�gung angefochten und beantragt habe, es seien der Betroffenen keine Kosten aufzuerlegen. Der Beschwerdef�hrer hat den betreffenden Beschwerdeentscheid des Obergerichtes vom 7. Februar 2002 (Verfahren JS 2001/72.174) zu den Akten gelegt.
Im erw�hnten Beschwerdeentscheid verweist das Obergericht auf zwei Bundesgerichtsentscheide: Nach dem Urteil 1A.255/1997 vom 11. Februar 1998 sei f�r die Kostentragung im innerstaatlichen Verfahren gem�ss Art. 12 Abs. 1 IRSG das kantonale Verfahrensrecht anwendbar; damit habe das Bundesgericht anerkannt, dass insoweit erg�nzendes kantonales Recht zum Zuge komme. Andererseits habe das Bundesgericht im Entscheid 1A.59/2001 unter Hinweis auf die unterschiedliche Praxis in den Kantonen ausgef�hrt, eine einheitliche Praxis w�re w�nschenswert.
Das Bundesgericht hat im letztgenannten Entscheid die Frage offen gelassen, ob das Rechtshilfegesetz (in Bezug auf die Kosten der Schlussverf�gung) erg�nzendes kantonales Recht bzw. erg�nzendes Bundesrecht verdr�nge. Es hat indessen zum Ausdruck gebracht, dass vom allf�lligen Prinzip der Unentgeltlichkeit abgewichen werden k�nne, wenn das Verfahren durch Betroffene verl�ngert bzw. verkompliziert werde. Das Obergericht vertritt deshalb die Auffassung, erg�nzendes kantonales Recht k�nne jedenfalls dann herangezogen werden, wenn sich der direkt Betroffene ausdr�cklich einer vereinfachten Ausf�hrung der Rechtshilfe widersetzt und zus�tzliche Antr�ge stellt, welche f�r die Ausarbeitung der Schlussverf�gung mit einem Mehraufwand verbunden sind. Nach der Praxis im Kanton Zug w�rden keine Kosten auferlegt, wenn sich der Betroffene lediglich einer vereinfachten Ausf�hrung des Rechtshilfeersuchens widersetzt hat.
Die vom Obergericht vertretene Rechtsauffassung verletzt kein Bundesrecht. Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, er habe sich lediglich der vereinfachten Ausf�hrung widersetzt und keinen Mehraufwand verursacht. Solches w�re aus den Akten denn auch nicht ersichtlich. Im �brigen wird die Anwendung des kantonalen Rechts nicht in Frage gestellt. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht, Justizkommission, des Kantons Zug sowie dem Bundesamt f�r Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, Sektion Rechtshilfe, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 1
 Art. 9
 Art. 65
 Art. 105
 Art. 25
 Art. 14
 Art. 158
 Art. 146
 Art. 251
 Art. 305
 Art. 158
 Art. 5
 BGE 
 Art. 2
 BGE 
 Art. 2
 Art. 14
 Art. 12