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Timestamp: 2020-06-04 12:27:39+00:00

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Zufluss-/Abfluss-Prinzip | Haufe Finance Office Premium | Finance | Haufe
Nach dem Zufluss-/Abfluss-Prinzip sind Einnahmen/Ausgaben dem Kalenderjahr steuerlich zuzuordnen, in denen sie zugeflossen sind bzw. geleistet wurden. Das Prinzip stellt auf den tatsächlichen Zeitpunkt der Einnahme bzw. Ausgabe ab (Ausnahme: regelmäßig wiederkehrende Einnahmen).
Die Grundaussage über den Zuflusszeitpunkt bei Einnahmen enthält § 11 Abs. 1 Satz 1 EStG. Den Leistungszeitpunkt für die Ausgabenseite bestimmt korrespondierend § 11 Abs. 2 Satz 1 EStG. Die jeweiligen Sätze 2 in Abs. 1 und 2 stellen Sonderregelungen für wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben auf. Auf eine der Vereinfachung dienende Ausnahmeregelung vom Zuflussprinzip für das Lohnsteuerverfahren verweist § 11 Abs. 1 Satz 4 EStG.
Die Regelung in § 11 EStG gilt für die Überschusseinkünfte. Die Geltung für Gewinneinkünfte wird durch den Vorbehalt im jeweils letzten Satz der Absätze 1 und 2, der sich auf die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG und § 5 Abs. 1 EStG bezieht, eingeschränkt, sodass § 11 EStG im Bereich der Gewinneinkünfte nur anzuwenden ist, wenn der Gewinn durch Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt wird.
Die Vorschrift findet Anwendung bei:
Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben i. S. d. § 4 Abs. 4 EStG, soweit eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG erfolgt,
abzugsfähigen Sonderausgaben,
Die Vorschrift findet keine Anwendung bei:
Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit.
Gewinnermittlung durch Vermögensvergleich.
Anschaffungskosten und Herstellungskosten, die sich über die Abschreibung als Betriebsausgaben oder Werbungskosten auswirken.
Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten bei Investitionszuschüssen.
Werbungskostenabfluss bei privaten Veräußerungsgeschäften.
Aber: § 10 Abs. 4b Satz 3 EStG zur Basiskranken- und -pflegeversicherung sowie Kirchensteuer.
2 Grundsatz der Regelung
3 Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben
4 Nutzungsüberlassung von mehr als 5 Jahren
Vom Abflussprinzip ist abzuweich...
Praxis-Tipp: Fälligkeit einer Zahlung innerhalb des 10-Tages-Zeitraums
Eine Umsatzsteuervorauszahlung, die innerhalb von 10 Tagen nach Ablauf des Kalenderjahres gezahlt wird, ist grundsätzlich im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit abziehbar. Fraglich ist, ob neben der Zahlung auch die Fälligkeit innerhalb dieses Zeitraums liegen muss.

References: § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 4
 § 5
 § 11
 § 4
 § 4
 § 4
 § 10