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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 48/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 LSG NRW, Urteil v. 24.11.2016 – L 7 AS 723/16
1. 4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 04.11.2016 – L 6 AS 398/16 B – rechtskräftig
Bewilligung von Prozesskostenhilfe Erfolgsaussicht bejahend – Erstausstattung für die neue Wohnung bei Trennung vom Ehemann
1. Das SG wird im Hauptsacheverfahren zu klären haben, ob ein Anspruch auf Erstausstattung bestand. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts auch durch außergewöhnliche Umstände, etwa durch Neubegründung eines Haushalts nach einer Trennung ein entsprechender Bedarf entstehen kann (vgl. BSG Urteil vom 19.09.2008 – B 14 AS 64/07 R ).
1. 5 LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 24. November 2016 – L 9 AS 941/16 B ER
1. Wird in Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes die (vorläufige) Gewährung höherer Leistungen für die Unterkunft begehrt, ist hinsichtlich des Anordnungsgrundes auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls abzustellen. Der Senat ist mit Blick auf den im Lichte von Art. 19 Abs. 4, Art. 1 Abs. 1 iVm Art. 20 Abs. 1 GG zu bestimmenden Sinn und Zweck des sozialgerichtlichen Eilverfahrens (…) der Auffassung, dass der Erlass einer einstweiligen Anordnung in Fällen wie dem vorliegenden unabhängig vom Vorliegen eines konkret drohenden Verlusts der Wohnung zu prüfen ist.
"Der Senat ist deshalb mit Blick auf den im Lichte von Art. 19 Abs. 4, Art. 1 Abs. 1 iVm Art. 20 Abs. 1 GG zu bestimmenden Sinn und Zweck des sozialgerichtlichen Eilverfahrens (…) der Auffassung, dass der Erlass einer einstweiligen Anordnung in Fällen wie dem vorliegenden unabhängig vom Vorliegen eines konkret drohenden Verlusts der Wohnung zu prüfen ist."
1. 6 LSG Baden- Württemberg, Urt. v. 08.11.2016 – L 9 AS 4164/15
1. 7 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 18.10.2016 – L 5 AS 438/16 B – rechtskräftig
1. 8 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil v. 23.06.2016 – L 5 AS 838/15 – B 4 AS 237/16 B 29.09.2016
1. 9 Hessisches Landessozialgericht, Beschluss v. 31.10.2016 – L 7 AS 565/16 B ER
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Leistungsausschluss für Ausländer bei Aufenthalt zur Arbeitsuche – Unionsbürger –
1. Das Kindern zur Sicherstellung der Teilnahme am allgemeinen Schulunterricht aus Art. 10 der Verordnung (EU) Nr. 492/2011 steht dem Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II nicht entgegen. Es handelt sich allenfalls um ein abgeleitetes Recht vom abgeleiteten Recht, dem diesbezüglich keine Schutzwirkung zukommt ( vgl. LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 11. August 2016 – L 3 AS 376/16 B ER ).
2. Eine regelhafte Ermessensreduzierung auf Null nach Ablauf eines sechsmonatigen Aufenthalts im Rahmen des § 23 Abs 1 Satz 3 SGB XII findet nicht statt (Anschluss an 9. Senat des Hessischen LSG, Beschluss vom 29.09.2016 – L 9 AS 427/16 B ER; entgegen BSG Rechtsprechung, beispielhaft Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 44/15 R ).
Rechtstipp: a. A. Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 21.10.2016 – L 7 AS 973/16 B ER – kein SGBII-Leistungsausschluss für EU-Ausländer, deren Kinder in Deutschland dauerhaft Schule besuchen
1. Wenn ein bedürftiger italienischer Staatsangehöriger auf einen mehr als sechsmonatigen und damit verfestigten Aufenthalt im Bundesgebiet verweisen kann, verfügt er – wenn nach § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II kein Anspruch auf Leistungen gemäß dem SGB II besteht – wegen einer Ermessensreduzierung auf Null zumindest über einen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt entsprechend den §§ 27 ff. SGB XII.
2. 3 Sozialgericht Altenburg, Urteil v. 20.10.2016 – S 30 AS 471/14 – rechtskräftig
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Rücknahme der Leistungsbewilligung wegen Bezugs einer russischen Altersrente für die Vergangenheit – keine Erstattung der zu Unrecht erbrachten Leistungen durch den Leistungsbezieher – Sperrwirkung des Erstattungsanspruchs des unzuständigen Grundsicherungsträgers gegenüber dem Sozialhilfeträger
Erstattungsanspruch sperrt Rückforderung von Leistungen vom Leistungsempfänger ( vgl. LSG Baden-Württemberg, 02.02.2016 – L 9 AS 2914/15 B und SG Augsburg, 17.11.2015 – S 8 AS 983/15).
2. 4 Sozialgericht Aachen, Urteil v. 08.11.2016 – S 14 AS 135/16
Zur Höhe des Regelbedarfes im Jahr 2016 – Mangels der Berücksichtigung einer Berücksichtigung der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) für 2013 sei die Erhöhung der Regebedarfssätze nicht gesetzes- und somit nicht verfassungskonform
Rechtstipp: vgl. LSG München, Beschluss v. 21.07.2016 – L 18 AS 405/16 B PKH – Keine Prozesskostenhilfe für eine Klage, mit der geltend gemacht wird, dass der seit 01.01.2016 geltende Regelbedarf zu niedrig festgesetzt wurde
2. 5 Sozialgericht Dortmund, Urteil vom 21.09.2016 – S 35 AS 1879/14
3. 1 SG Karlsruhe, Urteil vom 09.11.2016 – S 17 AL 1291/16
6. 3 VG Düsseldorf, Urt. v. 10.08.2016 – 3 K 7501/16.A
Anmerkung zu: BSG 14. Senat, Urteil vom 20.01.2016 – B 14 AS 8/15 R
„Verfolgungsbetreuung“ im Jobcenter Märkischer Kreis in Hemer – 7. Senat des LSG NRW bestätigt seine Rechtsprechung zum Anordnungsgrund für die Kosten der Unterkunft im Eilverfahren – LSG NRW, Beschluss v. 02.11.2016 – L 7 AS 1364/16 B ER und L 7 AS 1365/16 B ER – Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ist für den Anordnungsgrund nicht erst ein akut drohender Verlust der Wohnung erforderlich.

References: Art. 19
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 19
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 10
 § 7
 § 23
 § 7