Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20279/03
Timestamp: 2020-08-08 14:59:30+00:00

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BGH, 26.10.2004 - XI ZR 279/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,262
BGH, 26.10.2004 - XI ZR 279/03 (https://dejure.org/2004,262)
BGH, Entscheidung vom 26.10.2004 - XI ZR 279/03 (https://dejure.org/2004,262)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2004 - XI ZR 279/03 (https://dejure.org/2004,262)
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BGB §§ 826, 830, 840
Schadenersatz für Verluste aus Warentermingeschäften und Optionsgeschäften; Voraussetzungen der Beihilfe zur vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung von Kapitalanlegern; Anforderungen an die Risikoaufklärung im Rahmen der Prospekthaftung für die Informationsbroschüre ...
Beihilfe zur vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung von Kapitalanlegern durch ehemaligen Geschäftsführer der das Optionsgeschäft vermittelnden GmbH
Zu den Voraussetzungen der Beihilfe zur vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung von Kapitalanlegern durch den Geschäftsführer einer Optionsgeschäfte ohne ausreichende Risikoaufklärung vermittelnden GmbH
BGB § 826 § 830 § 840
Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs wegen Beihilfe zur Vermittlung von Optionsgeschäften ohne hinreichende Risikoaufklärung
Optionsgeschäfte - Achtung Gebühren!
Schadensersatzansprüche eines Anlegers gegen Beihelfer des Geschäftsführers -
BGB §§ 826, 830 Abs. 2, § 840 Abs. 1
Beihilfe zur vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung von Kapitalanlegern durch Geschäftsführer der das Optionsgeschäft vermittelnden GmbH
NJW-RR 2005, 556
ZIP 2005, 158
WM 2005, 28
BB 2005, 126
DB 2005, 48
Die Beklagte, die nicht selbst Adressatin des berufsrechtlichen Zuweisungsverbots ist, kann zwar nicht als Täterin, wohl aber als Teilnehmerin (Anstifter oder Gehilfe) nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden strafrechtlichen Bestimmungen haften (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 279/03, NJW-RR 2005, 556, 557;… Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 84/14, GRUR 2015, 1025 Rn. 16 = WRP 2015, 1085 - TV-Wartezimmer).
Das Berufungsgericht lässt bei dieser Sichtweise unberücksichtigt, dass derjenige, der nicht selbst Adressat einer Verbotsnorm ist, nach den im allgemeinen Deliktsrecht und im Lauterkeitsrecht entsprechend geltenden strafrechtlichen Bestimmungen allenfalls als Teilnehmer (Anstifter oder Gehilfe) haften kann (…BGHZ 177, 150 Rn. 14 - Kommunalversicherer; BGH, Urteil vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 279/03, NJW-RR 2005, 556, 557;… MünchKomm.UWG/Schaffert aaO § 4 Nr. 11 Rn. 45;… Fezer/Büscher, UWG, 2. Aufl., § 8 Rn. 121 mwN).
Die Tatsache, dass der Kläger alle Tatbestandsmerkmale des § 826 BGB darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen hat, ändert nichts daran, dass es Sache der Beklagten war, zunächst einmal im Einzelnen vorzutragen, was unternommen worden ist, um eine ausreichende Aufklärung des Klägers sicherzustellen (vgl. Senatsurteile vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935, 1937 und vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 279/03, WM 2005, 28, 29 mwN).
Beihilfe im Sinne von § 830 BGB setzt weder eine kommunikative Verständigung von Haupttäter und Gehilfen auf einen gemeinsamen Tatplan noch eine Mitwirkung des Gehilfen bei der Tatausführung voraus (vgl. BGH, Urteil vom 31. Januar 1978 - VI ZR 32/77, BGHZ 70, 277, 285; Senatsurteil vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 279/03, WM 2005, 28, 29, jeweils mwN); ausreichend ist vielmehr jede bewusste Förderung der fremden Tat.
OLG Köln, 13.03.2020 - 19 U 193/19

References: § 826
 § 830
 § 840
 § 840
 § 4
 § 8
 § 826
 § 830