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Timestamp: 2019-11-13 10:11:48+00:00

Document:
Midijob oder Minijob kündigen wegen Zeitarbeit | Erwerbslosenforum Deutschland
Midijob oder Minijob kündigen wegen Zeitarbeit (1 Betrachter)
midijob minijob zaf zeitarbeit
ich habe wieder eine Frage, die mich brennend interessiert->
Angenommen man hat einen Mini oder Midijob, kann das Amt einen zur Zeitarbeit zwingen?
Mir ist bewusst, dass man alles tun muss, was die verlangen. Auch weiß ich, dass ich jeden Job anzunehmen habe, der mich aus Hartz4 nimmt.
Ich möchte aber das Gegenteil erreichen und ZAF vermeiden. Gab es bei euch schon Fälle, in denen ihr gezwungen wart, einen Mini/Midijob zu kündigen um dann einen ZAF-Job anzunehmen?
Und noch was: gibt es da einen unterscheid zwischen Mini und Midi? Wird man häufiger belangt, wenn man nur einen Minijob hat?
Geh folgendermaßen vor.
Frage die ZAF nach dem Zeitkonto und du wirst feststellen, dass es rechtswidrig ist. Denn alle mir bekannten, bis auf die Bahn Zeitarbeit, missachten die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG). Weise dann die Zeitbude auf die BAG Rechtssprechung hin und die wollen dich dann garantiert nicht mehr.
BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 16.4.2014, 5 AZR 483/12 - Randziffer 24 b)
„Das Arbeitszeitkonto im Leihverhältnis darf allerdings nicht dazu eingesetzt werden, § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG zu umgehen und das vom Verleiher zu tragende Beschäftigungsrisiko auf den Leiharbeitnehmer abzuwälzen. Regelungen, die es dem Verleiher ermöglichen, in verleihfreien Zeiten einseitig das Arbeitszeitkonto abzubauen, sind unwirksam (wie hier: Ulber/Ulber AÜG - Basis 2. Aufl. § 11 Rn. 67f.; Urban-Crell/Germakowski/Bissels/Hurst AÜG 2. Aufl. § 11 Rn. 45; weiter - für tarifliche Systeme - Schüren in Schüren/Hamann AÜG 4. Aufl. § 11 Rn. 112f.; aA Mengel in Thüsing AÜG 3. Aufl. § 11 Rn. 43; vgl. auch die Nachweise zum Streitstand bei Thüsing/Pötters BB 2012, 317, 318f.).“
@hharge
1. Du kannst nur versuchen, die ZAF durch geschickte Taktik (wie vorstehend geschildert) zu einer Ablehnung zu bewegen. Rein vom Grundsatz her gilt Zeitarbeit als Arbeit wie jede andere. Du mußt alles Zumutbare tun, um dein Einkommen zu erhöhen und deshalb notfalls auch schlecht bezahlte für besser bezahlte Stellen aufgeben. So etwas solltest du dir aber auf jeden Fall zuvor schriftlich vom JC bestätigen lassen, dir also eine Aufforderung zur Kündigung vom JC geben lassen.
2. Ein sogenannter Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 SGB IV und nur in der RV versicherungspflichtig (mit Befreiungsmöglichkeit). Bruttoeinkommen darf hier 450 Euro monatlich nicht übersteigen. Ein sogenannter Midijob mit Bruttoeinkommen zwischen 450 und 850 Euro monatlich ist voll SV-pflichtig, wobei aber die Arbeitnehmerbeiträge zur SV subventioniert sind, du also weniger zahlen mußt als aufgrund des Entgelts nach der Standardformel eigentlich vorgesehen. Da du hier sowieso schon mehr verdienst, kann ich mir vorstellen, daß der Druck zum Wechsel tendenziell geringer sein könnte als bei einer geringfügigen Beschäftigung (aber keine eigene Erfahrung).
Danke eure Antworten waren sehr hilfreich.
Ich finde es eigentlich Schade, dass diejenigen, die es erfolgreich schaffen die ZAF dauerhaft(regelmäßig) abzuhängen nicht bereit sind mal den ahnungslosen Neulingen präzise zu helfen, indem Sie ihnen ihre Erfahrungen ausm real Life mitteilen.
Zwar hört man immer wieder, dass die ZAFs "dann einen garantiert nicht nehmen" oder "zur Not kann man sich krank schreiben lassen" aber hilfreicher wäre es vielleicht, wenn man eigene Erfahrung gleich hier postet, die das reale wiederspiegeln.
Fangen wir mal an mit Arno Dübel
Der übergibt sich also jedesmal bei der ZAf wenn er dort probearbeiten muss oder schreibt sich krank. Angeblich. Aber ob das so einfach ist?
Was willst du uns denn damit jetzt sagen, vielleicht solltest du dich mal intensiver im Forum umschauen, dann findest du sicher auch die Beiträge die du hier so allgemein im Bereich "ALGII" zu vermissen scheinst ...
Wenn du bereits einen Minijob / Midijob /Teilzeitjob hast, dann sollte das schon von der Arbeitszeit her zusammen passen können ... die Kündigung eines schon vorhandenen Jobs (besonders wenn der unbefristet ist) sollte man ganz sicher nicht OHNE schriftliche Zustimmung des JC-SB vornehmen ... die wirst du eher nicht bekommen ...
Also kannst du auch nicht kündigen (jedenfalls nicht ohne sicheren neuen Arbeitsvertrag, der die erforderliche Kündigungsfrist für den bestehenden Job berücksichtigt), denn damit erhöhst du ja deine "Bedürftigkeit" und dafür wirst du dann sanktioniert ...
Das hat nichts mit AU zu tun sondern mit dem SGB II, man DARF ja einen Job (auch einen Minijob) nicht aufgeben, ohne triftigen Grund ...
Erfahrungen von denen die ZAF "vermeiden" konnten wird es nicht viele geben, zumal auch hier immer die persönlichen Bedingungen (Ausbildung /Berufserfahrungen/Lebensalter/gesundheitliche Einschränkungen/Schwerbehinderung/Mobilität/Auto/Führerschein/Wohnort usw.) eine Rolle spielen werden, auch da kann es keine allgemein anwendbaren Tipps geben ...
Auch ZAF stellen gerne befristet ein und nur auf Teilzeit um das "Einsatz-Risiko" geringer zu halten, bei dem dann erzielten Einkommen ist man in der Regel auch weiterhin als "Aufstocker" beim Amt ... sinnvoll wären also eher regulär bezahlte Vollzeit-Vorschläge auch vom Amt, wenn man die LE gerne mal wieder komplett los werden möchte ...
Sonstige Fragen dazu solltest du im verlinkten Thema mal nachlesen ... ich selbst habe nur eine Erfahrung mit ZAF und die liegt fast 20 Jahre zurück, damals wurde ich (wie vorgesehen) nach 5 Monaten in die Kundenfirma in Festanstellung übernommen, inzwischen passiert so was natürlich seltener, als es "Weihnachten" wird ...
hey vielen dank für deine Mühe und deine Antwort!
Natürlich habe ich schon einige Stunden im Forum verbracht und einen Beitrag gelesen, wo ausgiebig darüber diskutiert wurde, wie die Meisten etwas hier im Forum haben möchten aber sich selbst dann nicht mehr melden wenn ihr Problem gelöst wurde. Darum habe ich es nur erwähnt, da ich dasselbige vermeiden möchte.
Ich habe noch keine ZAF bekommen aber werde euch alles ausführlich bis zum Ende mitteilen, sodass alle davon etwas haben und auch lernen können.
Das einzig nützliche was ich euch als Erfahrung bis jetzt mitgeben kann ist den/die Sachbearbeiter/in immer mit respekt zu behandeln. Klingt komisch ist aber Gold wert. Und haltet Sie immer mit realistischen Geschichten hin wenn es mal länger nicht läuft.
Sagt wie motiviert ihr seit, erzählt von euren Lebensumständen und bla bla ihr wollt euer Leben nicht mit Hartz4 verbringen und endlich Geld verdienen, damit ihr dem Deutschen Staat nicht mehr auf dem Rücken
NIEMALS jammern über "Absagen", sondern immer nur Vorschläge machen. Wenn die Sachbearbeiter unfreundlich werden, entweder zustimmen oder wie ein "hinterhältiger" Verkäufer nicken und lächeln.
Ich bin einer der Neulinge, vielleicht bringen diese Tipps den älteren nicht viel.
den/die Sachbearbeiter/in immer mit respekt zu behandeln. Klingt komisch ist aber Gold wert.
das ist leider nicht immer Gold wert.
es kommt wie immer darauf an, was für ein Charakter der Sachbearbeiter hat.
hast du ein vollidioten vor dir, dann kannst du noch soviel Respekt zeigen wie du willst, der zieht es gnadenlos durch ( da er am längeren hebel sitzt )
zb trotz midijob steckt der dich in Teilzeit massnahmen und all sone Kinkerlitzchen, bloss damit du aus der Statistik bist und er dich erfolgreich vermittelt hat
Und haltet Sie immer mit realistischen Geschichten hin wenn es mal länger nicht läuft.
auch hier wieder, hat man ein vollidioten vor sich, interessiert es ihn einen feuchten und schwups bist du zum hundersten male in ein bewerbungstraining
Ein sogenannter Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 SGB IV und nur in der RV versicherungspflichtig...
Wenn der Minijobber über die GKV krankenversichert ist (das ist der Normalfall), wird dafür auch ein Pauschalbeitrag von 13% abgeführt. Ausnahme: "Kurzfristige Minijobs".
Wenn der Minijobber über die GKV krankenversichert ist, wird dafür auch ein Pauschalbeitrag von 13% abgeführt. Ausnahme: "Kurzfristige Minijobs".
zahlt das nur der Arbeitgeber? denn kenne nur minijobber wo sie laut verdienstabrechnungen rente und Pauschalsteuer ( 2% ) von den 450 euro abgeführt werden. und die sind gesetzlich krankenversichert und haben unbefristete minijobs
Ja, der Arbeitgeber zahlt bei geringfügigen Beschäftigungen (sogenannte "Minijobs") schon einen Pauschalbeitrag zur KV. Nur nützt dies dem Beschäftigten überhaupt nichts. Der Beitrag fließt in irgendeinen Risikostrukturfonds der KVs und führt zu keiner individuellen Krankenversicherung. Deshalb hat der geringfügig Beschäftigte im Krankheitsfall nur einen Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber, aber keinen auf nachfolgendes Krankengeld von der KK.
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