Source: https://www.wjfh.de/beruf-und-praktikum-uebersicht-2/250-aussergerichtliche-rechtsdienstleistungen.html
Timestamp: 2018-02-20 17:16:29+00:00

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Dieses Gesetz legt fest, welche Personen derartige Rechtsdienstleistungen durchführen dürfen, in welchen Bereichen Grenzen gesetzt sind und welche Rechtsdienstleistungen keiner Erlaubnis bedürfen.
Rechtsdienstleistung ist gemäß § 2 Abs. 1 RDG jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, sobald sie eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert. Rechtsdienstleistung ist gemäß § 2 Abs. 2 RDG auch, unabhängig vom Vorliegen der Voraussetzungen des Absatzes 1, die Einziehung fremder oder zum Zweck der Einziehung auf fremde Rechnung abgetretener Forderungen, wenn die Forderungseinziehung als eigenständiges Geschäft betrieben wird (Inkassodienstleistung). Abgetretene Forderungen gelten für den bisherigen Gläubiger nicht als fremd.
Keine Rechtsdienstleistungen
Ausgenommen von der Begriffsdefinition der Rechtsdienstleistung im Rahmen des Rechtsdienstleistung-Gesetzes gemäß § 2 Abs. 3 Nr. 1-6 RDG sind ausdrücklich folgende Dienstleistungen:
die Erörterung der die Beschäftigung berührenden Rechtsfragen mit ihren gewählten Interessenvertretungen, soweit ein Zusammenhang zu den Aufgaben dieser Vertretung besteht,
Grundsätzlich sind Rechtsdienstleistungen, die nicht im Zusammenhang mit einer entgeltlichen Tätigkeit stehen (unentgeltliche Rechtsdienstleistungen), gemäß § 6 Abs. 1 RDG erlaubt. Wer jedoch derartige unentgeltliche Rechtsdienstleistungen außerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen erbringt, muss gemäß § 6 Abs. 2 RDG sicherstellen, dass die Rechtsdienstleistung durch eine Person, der die entgeltliche Erbringung dieser Rechtsdienstleistung erlaubt ist, durch eine Person mit Befähigung zum Richteramt oder unter Anleitung einer solchen Person erfolgt.
Erlaubt sind außerdem gemäß § 7 Abs. 1 RDG Rechtsdienstleistungen, die
im Rahmen ihres satzungsmäßigen Aufgabenbereichs für ihre Mitglieder oder für die Mitglieder der ihnen angehörenden Vereinigungen oder Einrichtungen erbringen, soweit sie gegenüber der Erfüllung ihrer übrigen satzungsmäßigen Aufgaben nicht von übergeordneter Bedeutung sind. Wer jedoch Rechtsdienstleistungen gemäß Absatz 1 erbringt, muss über die zur sachgerechten Erbringung dieser Rechtsdienstleistungen erforderliche personelle, sachliche und finanzielle Ausstattung verfügen und sicherstellen, dass die Rechtsdienstleistung durch eine Person, der die entgeltliche Erbringung dieser Rechtsdienstleistung erlaubt ist, durch eine Person mit Befähigung zum Richteramt oder unter Anleitung einer solchen Person erfolgt. § 6 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
Gemäß § 10 Abs. 1 RDG dürfen natürliche und juristische Personen sowie Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit, die bei der zuständigen Behörde registriert sind (registrierte Personen), aufgrund besonderer Sachkunde Rechtsdienstleistungen in folgenden Bereichen erbringen:
Diese Registrierung erfolgt gemäß § 10 Abs. 2 RDG auf Antrag und kann gemäß § 10 Abs. 3 RDG von Bedingungen abhängig gemacht oder mit Auflagen verbunden werden, wenn dies zum Schutz der Rechtssuchenden oder des Rechtsverkehrs erforderlich ist.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 6
 § 6
 § 7
 § 6
 § 10
 § 10
 § 10