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KÜLL PUTZKE WEINZIERL. Gut in Form. Formalien bei juristischen. Klausuren Hausarbeiten Seminararbeiten häuslichen Arbeiten PDF
KÜLL PUTZKE WEINZIERL. Gut in Form. Formalien bei juristischen. Klausuren Hausarbeiten Seminararbeiten häuslichen Arbeiten. 2.
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1 KÜLL PUTZKE WEINZIERL Gut in Form Formalien bei juristischen Klausuren Hausarbeiten Seminararbeiten häuslichen Arbeiten 2. Auflage2 GUT IN FORM FORMALIEN BEI JURISTISCHEN KLAUSUREN, HAUSARBEITEN, SEMINARARBEITEN UND HÄUSLICHEN ARBEITEN von Dr. Holm Putzke in Zusammenarbeit mit Carolin Küll und Sebastian Weinzierl 2. Auflage Ruhr-Universität Bochum3 Die Autoren: Dr. iur. Holm Putzke ist seit 2003 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft (Prof. Dr. Thomas Feltes) an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Zuvor war er mehrere Jahre lang tätig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den strafrechtlichen Lehrstühlen von Ellen Schlüchter und Rolf Dietrich Herzberg ( Ass. iur. Carolin Küll, LL.M., ist an der Ruhr-Universität Bochum Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts (Prof. Dr. Stefan Huster). Ass. iur. Sebastian Weinzierl ist ebenfalls an der Ruhr-Universität Bochum tätig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Europarecht, Völkerrecht und Internationales Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Adelheid Puttler, LL.M.). Bochum 2006 Alle Rechte vorbehalten. Diese Broschüre und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes setzt die Zustimmung der Autoren voraus. Das gilt insbesondere für die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Die Vervielfältigung und Verwertung zu Studienzwecken ist erwünscht. V.i.S.d.P.: Holm Putzke, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Universitätsstraße 150, Bochum II4 Vorwort Die überaus positive Aufnahme dieser Broschüre hat selbst uns überrascht. Binnen weniger Wochen waren einige hundert gedruckte Exemplare vergriffen (ganz zu schweigen von den vielen ungezählten Downloads). Offensichtlich war und ist der Bedarf an umfassenden und anschaulichen Empfehlungen zu Formalien groß. In der Zwischenzeit haben wir den Inhalt unserer Schrift ergänzt, verbessert und zahlreiche Anregungen aus dem Leserkreis berücksichtigt. Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, der ersten Auflage zügig eine zweite folgen zu lassen. Bochum, im Juni 2006 Carolin Küll Holm Putzke Sebastian Weinzierl III5 Aus dem Vorwort zur ersten Auflage Wie grässlich wäre es, einen exquisiten Rotwein in einem Glas mit angetrocknetem Lippenstift serviert zu bekommen. Schmecken würde es nur noch halb so gut wenn überhaupt. Genuss verlangt nach Vollkommenheit. Noch dramatischer ist es mit juristischen Texten. Dort ist Form nicht allein Geschmackssache. Für die Formvorgaben gibt es vielmehr Sachgründe. Deshalb ist die äußere Form ein Faktor, der sich unmittelbar und mittelbar auf die Bewertung der Leistung auswirkt. Wer dies unterschätzt oder missachtet, verschenkt leichtfertig Punkte; oft solche, die für einen Notensprung oder gar das Bestehen entscheidend gewesen wären. Wir haben einen Bekannten, dem wurde ein ganzer Punkt abgezogen, allein wegen eines fehlenden Hinweises auf ein Standardwerk zu gebräuchlichen Abkürzungen (nämlich Kirchner/Butz, siehe S. 16). Der Betroffene konnte es verkraften der Korrektor verwehrte ihm lediglich den Sprung von 17 auf 18 Punkte. Wenn es aber um die Frage geht, ob vier oder drei Punkte vergeben werden dürfen, entscheidet ein einziger Punkt über Sein oder Nichtsein, insbesondere im Hinblick auf die häusliche Arbeit im Rahmen der universitären Schwerpunktprüfung nach der neuen Studien- und Prüfungsordnung. Kann eine Verletzung von Formvorgaben schon als solche zu Punktabzügen führen, besteht darüber hinaus eine weitere Gefahr: Von der Form schließt man leicht auf den Inhalt. Allerdings wird eine Leistung nicht besser bewertet, wenn formal alles in Ordnung ist. Korrekte Formalien sind eine Selbstverständlichkeit. Nur der umgekehrte Fall kann zu Abzügen führen. Manche Verstöße wiegen schwer (etwa falsche Angaben im Literaturverzeichnis oder in den Fußnoten) und führen bei nicht nur einmaligem Auftreten zu Punktabzug; andere wirken sich eher mittelbar aus (etwa zu kleine Zeilenabstände oder ein unschönes Druckbild) und ergeben in der Summe einen negativen Gesamteindruck. Dabei ist es denkbar einfach, gewisse Standards einzuhalten. Deshalb haben wir diese Zusammenstellung erarbeitet. Dabei ist uns bewusst, dass es bereits eine Vielzahl von Darstellungen zu Formalien gibt. Meist weichen diese Empfehlungen inhaltlich voneinander ab. Das verwirrt mehr, als es Klarheit schafft. Wer aber eine juristische Arbeit abzuliefern hat, sollte sich ganz und gar auf den Inhalt konzentrieren und sich nicht noch mit Formfragen beschäftigen müssen. Deshalb haben wir uns bemüht, diese Broschüre anschaulich und strukturiert zu gestalten, um Ihnen einen schnellen Zugriff zu ermöglichen. IV6 Wichtiger Hinweis: Unsere Empfehlungen sind nach unserer Erfahrung weitgehend anerkannt, stellen also im Großen und Ganzen den gemeinsamen Nenner dar. Allerdings lässt sich über manche hier bevorzugte Variante trefflich streiten. Es handelt sich deshalb lediglich um Empfehlungen, die nicht den Anspruch erheben, eine allgemeine Verbindlichkeit zu entfalten. Der Inhalt dieser Schrift gibt zudem ausschließlich die Meinung der Autoren wieder. Sobald Sie in einer Übung, einem Seminar etc. von einer Professorin oder einem Professor spezielle Vorgaben erhalten, haben diese selbstverständlich Vorrang. Ganz abgesehen davon gilt: Die hier gegebenen Empfehlungen stellen unseres Erachtens die gebräuchlichsten Regeln dar. Davon gibt es wie so häufig Ausnahmen und zwar immer dann, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht. Sobald also eine übliche Zitierweise etc. nicht passen sollte, müssen Sie flexibel sein und sich pragmatisch für eine bessere Variante entscheiden. Für kritische Durchsicht der Erstauflage und wertvolle Anmerkungen danken wir den Professorinnen und Professoren Dres. Tatjana Hörnle, Adelheid Puttler, Thomas Feltes, Rolf Dietrich Herzberg, Stefan Huster, Christoph Krampe und Ralf Poscher sowie Herrn Wiss. Mit. Udodi Onyeukwu. Der Fachschaft Jura gilt unser Dank für die Unterstützung beim Druck und Vertrieb. Anregungen und Kritik (auch Zuspruch) sind uns herzlich willkommen unter: V7 VI8 Inhaltsverzeichnis A. Fundamental: die Sprache...1 B. Arten schriftlicher Leistungen...2 I. Klausur Bestandteile... 2 a) Deckblatt... 2 b) Gutachten Empfehlungen... 3 II. Hausarbeit Bestandteile im Überblick Bestandteile im Detail... 4 a) Deckblatt... 4 b) Sachverhalt... 4 c) Gliederung (Inhaltsverzeichnis)... 5 d) Literaturverzeichnis... 7 aa) Kommentare bb) Monographien und Lehrbücher cc) Dissertationen und Habilitationen dd) Einzelne Beiträge in Sammelbänden (z.b. Festschriften) ee) Beiträge in Zeitschriften und Artikel in Zeitungen ff) Urteilsanmerkungen gg) Quellen aus dem Internet e) Abkürzungsverzeichnis f) Gutachten und (eigenhändige) Unterschrift aa) Gutachtentext bb) Zitierweise im Text cc) Gestaltung der Fußnoten III. Häusliche Arbeit und Seminararbeit Bestandteile a) Titelblatt b) Gliederung und Abkürzungsverzeichnis c) Ausarbeitung d) Literaturverzeichnis e) Rechtsprechungsverzeichnis Fundstellen aus dem angloamerikanischen Bereich Französischsprachige Fundstellen Rechtshistorische Arbeiten (Quellenexegese) Generelle Empfehlungen C. Weiterführende Literatur VII9 Zusammenfassung der Empfehlungen zur Formatierung (plus Hinweise zu MS Word) I. Grundeinstellungen bei Formatierungen II. Seitenränder Empfehlungen Umsetzung mit MS Word III. Seitenzahlen Vorgaben Umsetzung mit MS Word IV. Textformat Vorgaben Umsetzung mit MS Word V. Überschriften (Formatvorlagen) Empfehlungen Umsetzung mit MS Word VI. Automatisiertes Erstellen einer Gliederung VII. Fußnoten Stichwortverzeichnis Platz für Notizen VIII10 A. Fundamental: die Sprache Recht ist Sprache. Sprachliche Mängel sind zugleich sachliche Mängel und schlagen sich deshalb in der Bewertung nieder. Somit gehört die Sprache zur äußeren Form. Treffend führt etwa das OVG Münster aus: Zur Rechtsanwendung gehört auch die Fähigkeit, sich bei Fallösungen wie überhaupt bei Rechtsausführungen grammatikalisch korrekt, in verständlicher Sprache und in einem sachangemessenen Stil in Wort und Schrift auszudrücken (NWVBl. 1995, S. 229). Und das Justizprüfungsamt Hamm schreibt in seinen allgemeinen Hinweisen: Die Regeln der Grammatik und der Rechtschreibung sind sorgfältig zu beachten. Schreiben Sie also: einfach und klar sowie richtig und elegant (also etwa keine Schachtelsätze). Sprachliche Anleitungen gibt es viele und gute (s.u.). Es würde zudem den Rahmen dieses Leitfadens sprengen, widmeten wir uns auch diesem Feld ausführlich. Wir belassen es deshalb bei den folgenden grundlegenden Anmerkungen. Vermeiden Sie überflüssige Wendungen, z.b. Nun ist zu prüfen, ob..., laut Sachverhalt etc.! Verstärker, z.b. natürlich, selbstverständlich, zweifellos, unproblematisch, ohne Frage etc.! Deren Gebrauch ist überflüssig und oft ein Indiz dafür, dass Ihre Begründung schwach oder nicht vorhanden ist. anmaßenden Stil (denn der Ton macht die Musik): Die Meinung des BGH ist unhaltbar/verfehlt/bietet nur den Anschein schlüssiger Herleitung ; aber auch nicht gönnerhaft: verdienstlich Herzog...! Füllwörter, wie im Endeffekt, zunächst einmal etc.! Fremdwörter, es sei denn sie sind treffender oder eleganter ( 184 GVG: Die Gerichtssprache ist deutsch. )! Weiterführende Lektüre zur Sprache und zum Stil: Reiners, Ludwig: Stilkunst, Ein Lehrbuch deutscher Prosa, 2. Aufl., München 2004 Schnapp, Friedrich E.: Stilfibel für Juristen, Münster 2004 Walter, Tonio: Kleine Stilkunst für Juristen, München11 B. Arten schriftlicher Leistungen I. Klausur 1. Bestandteile a) Deckblatt Das Deckblatt soll enthalten: den vollständigen Namen, die Adresse, das Fachsemester, die Matrikelnummer, ggf. -Adresse oder Telefonnummer sowie den Namen der Veranstaltung, des Dozenten und das Semester (siehe Abb. 1). Es ist üblich, die Angaben zur Person etc. auf dem Blatt oben links, die Angaben zur Veranstaltung etc. mittig und das Datum rechts oben anzubringen. Abbildung 1 Stud. iur. Norah Jones 13. Juli 2006 Universitätsstraße Bochum Semester Matrikelnummer: Abschlussklausur im Strafrecht I (Allgemeiner Teil) bei Professor Dr. Klaus Bernsmann Sommersemester 2006 b) Gutachten Gliederung: Es ist nicht üblich, dem Gutachten eine Gliederung voranzustellen. Das Gutachten selbst sollte jedoch gegliedert sein, um dem Leser den Gedankengang deutlicher zu machen. Vermeiden Sie also reinen Fließtext! 212 Abkürzungs- und Literaturverzeichnis: Gehören nicht zu einer Klausur. Beschriftung: Die Blätter sind nur einseitig zu beschreiben. Lassen Sie genügend Zeilenabstand! Seitenrand: Auf der linken Seite des Blattes mindestens 1/3 Rand lassen (ca. 7 cm), damit der Korrektor Platz für seine Anmerkungen hat! Seitenzahlen: Nummerieren Sie die Seiten durchlaufend mit arabischen Ziffern (also 1, 2, 3 usw.)! Falls Ihnen am Schluss noch eine inhaltliche Ergänzung einfällt, fügen Sie am besten eine zusätzliche Seite ein und geben ihr eine Seitenzahl mit einem kleinen a, also z.b. 4a. Ggf. können Sie dann etwa auf Seite 4 vermerken, dass noch eine Seite 4a folgt. Verweisen Sie nicht auf Textblöcke am Ende der Klausur oder beschreiben Sie auch nicht die Rückseite der Blätter! Dergleichen ärgert den Korrektor, weil das Nachschlagen Zeit kostet und die Klausur zudem an Übersichtlichkeit verliert. Unterschrift: Eigenhändig am Ende der Klausur! 2. Empfehlungen Erstellen Sie das Deckblatt nicht erst unmittelbar bevor Sie mit dem Schreiben der Klausur beginnen oder gar erst am Ende der Bearbeitungszeit! Vielmehr sollten Sie mit einem am Computer angefertigten Deckblatt zum Klausurtermin erscheinen. Das erspart Ihnen das übereilte Anfertigen, bewahrt Sie vor Korrekturassistenten, die nach Ablauf der Klausurzeit ungeduldig die Abgabe der Arbeit einfordern und hilft, Verwechselungen und falsch ausgestellte Scheine zu vermeiden. Schreiben Sie leserlich! In extremen Fällen führt Unleserlichkeit dazu, dass Ihre Arbeit nicht bewertet werden kann. In weniger extremen Fällen ärgern Sie den Korrektor unnötig. Vermeiden Sie Abkürzungen! (Auf Seite 12 weiß niemand mehr, dass WUPR Werkunternehmerpfandrecht bedeuten soll.) Graphische Zusätze, etwa die Unterstreichung von Wörtern, haben in einer Klausur nichts verloren (das gilt im Übrigen auch bei Hausarbeiten, Seminararbeiten oder häuslichen Arbeiten). Heften Sie die Blätter der Klausur am Schluss fest zusammen (keine Büroklammern oder Klarsichtfolien verwenden)! Teilweise wird verlangt, den Klausursachverhalt mit abzugeben. 313 II. Hausarbeit 1. Bestandteile im Überblick Deckblatt (a) Sachverhalt (b) Gliederung (c) Literaturverzeichnis (d) Ggf. Abkürzungsverzeichnis (e) Gutachten (f) und Unterschrift Die Teile b) e) sollten mit fortlaufenden römischen Ziffern versehen werden (II, III, IV usw.), wobei das Deckblatt keine sichtbare Seitenzahl erhält, aber mitgezählt wird. Teil f) ist mit fortlaufenden arabischen Ziffern zu versehen (1, 2, 3 usw.). 2. Bestandteile im Detail a) Deckblatt Aufbau und Inhalt entsprechen dem Deckblatt bei einer Klausur ( S. 2). Es wird nicht mit einer Seitenzahl versehen (bei der folgenden Nummerierung der Seiten aber mitgezählt). b) Sachverhalt Seitenzahlen: Beim Sachverhalt beginnt die sichtbare Nummerierung der Seiten. Verwenden Sie römische Ziffern (also II, weil das Titelblatt mitgezählt wird)! Üblich ist es, die Seitenzahlen rechts oben oder rechts unten anzubringen. Anders als bei einer Examensarbeit ist es nicht erforderlich, den Sachverhalt abzutippen. Unsere Empfehlung: Tun Sie es trotzdem! Denn das Abschreiben hilft Ihnen, den Sachverhalt besser kennen zu lernen. Achten Sie dann aber auf eine fehlerfreie Übertragung! Als Schriftgröße ist üblich 12pt (keinesfalls kleiner) in einer geläufigen Schriftart (z.b. Arial oder Times New Roman). Der Zeilenabstand sollte mindestens 16pt betragen, verbreitet ist aber 1,5-zeilig. Wir empfehlen, vor jedem Absatz einen Abstand von mindestens 6pt einzurichten (etwas kleiner als eine Leerzeile) oder eine Leerzeile (kostet aber mehr Platz als ein Abstand von 6pt). Seitenrand links: 3,0 cm (wegen der Heftung), rechts: 2,0 cm. 414 c) Gliederung (Inhaltsverzeichnis) Zweck der Gliederung: Die Gliederung muss Aufschluss geben über die Struktur Ihrer Falllösung. Der Leser soll den Aufbau der Arbeit und den Gedankengang auf den ersten Blick erkennen. Empfehlung: Zergliedern Sie die Arbeit nicht, d.h. bilden Sie nicht für jede kleinste Voraussetzung eine Überschrift! Es reichen die wesentlichen Prüfungspunkte. Die Gliederung soll ein Fahrplan sein, keine Reisebeschreibung. Nummerierung der Seiten: römisch (um Missverständnissen vorzubeugen: Römische Seitenzahlen erhalten nur die Seiten, die die Gliederung enthalten. Hingegen sind die Seitenzahlen, die innerhalb der Gliederung auf die Überschriften des Textes verweisen, arabisch anzugeben, also 1, 2, 3 usw.). Angeknüpft wird an die Zählung beim Sachverhalt (wenn Sachverhalt II, dann erste Seite der Gliederung III usw.). Schriftgröße 12pt, Seitenrand links: 3,0 cm (wegen der Heftung), rechts: 2,0 cm. Sämtliche Gliederungspunkte müssen auf die Seitenzahlen verweisen, bei denen die entsprechenden Überschriften im Gutachten wiederkehren. Unsere Empfehlung: Ordnen Sie die Seitenzahlen in der Gliederung rechtsbündig an und versehen Sie den Raum zwischen Text und Seitenzahl mit Füllzeichen (siehe Abb. 4). Jedem Buchstaben und jeder Ziffer entspricht eine Gegenposition: Wer A. sagt, muss auch B. sagen oder I. und II. usw. (vgl. Abb. 2). Abbildung 2 Nicht so: A. Strafbarkeit des C I. 242 I StGB 1. Tatbestand a) Objektiver Tatbestand II. 223 I StGB 1. Tatbestand 2. Rechtswidrigkeit a) Notwehr, 32 StGB 3. Schuld B. Strafbarkeit des M I. 223 I, 27 StGB C. Strafbarkeit des J Sondern so: A. Strafbarkeit des C I. 242 I StGB 1. Tatbestand a) Objektiver Tatbestand b) Subjektiver Tatbestand 2. Ergebnis II. 223 I StGB 1. Tatbestand 2. Rechtswidrigkeit a) Notwehr, 32 StGB b) Notstand, 34 StGB 3. Schuld B. Strafbarkeit des M I. 223 I, 26 StGB II. 223 I, 27 StGB C. Strafbarkeit des J 515 Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zu gliedern. Unseres Erachtens ist die Variante 1 der Abbildung 3 deutlich übersichtlicher als die Variante 2. A. I. 1. a) aa) (1) (2) bb) b) 2. II. B. Abbildung 3 Variante 1 (!) Variante Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, eine weitere Ebene nach (1) oder (2) einzufügen. Verwenden Sie in diesem Fall griechische Buchstaben, also α, β, γ etc. Weitere Gliederungsebenen sollten Sie unbedingt vermeiden. Formulieren Sie die Überschriften kurz und prägnant, also nicht als ganze Sätze (vgl. beispielhaft Abb. 4). Abbildung 4 1. Tatkomplex: Herausgabe des Bildes durch H 1 A. 263 I gegenüber H zum Nachteil des A 1 I. Tatbestand 1 1. Täuschung, Irrtum und Vermögensverfügung 1 a) Handeln/Dulden/Unterlassen 2 b) Unmittelbar vermögensmindernde Wirkung 2 aa) im Vermögen der H 3 bb) im Vermögen des A 3 (1) Verlust des unmittelbaren Besitzes 4 (2) Erlöschen des Pfandrechts 4 c) Zurechnung des vermögensmindernden Verhaltens 5 aa) Einverständnis des A 5 bb) Ermächtigungs- bzw. Befugnislehre und Lagertheorie 5 cc) Ergebnis zur Zurechnung 8 d) Ergebnis zur Vermögensverfügung 8 2. Vermögensschaden 9 3. Vorsatz und Bereicherungsabsicht Rechtswidrigkeit der beabsichtigten Bereicherung 12 II. Rechtswidrigkeit und Schuld 12 III. Ergebnis 13 B. 289 I, 25 I 2. Alt. zum Nachteil des A 13 I. Tatbestand 13 II. Ergebnis Tatkomplex: Geschehen in der Kneipe 15 616 d) Literaturverzeichnis Zweck des Literaturverzeichnisses: Es sorgt für Entlastung der Fußnoten (dort müssten ohne Literaturverzeichnis sämtliche bibliographischen Angaben erscheinen) und soll einen schnellen Zugriff auf die zitierte Literatur geben. Nummerierung der Seiten: römisch. Fortgesetzt wird die Zählung der Gliederung. Schriftgröße 12pt in einer geläufigen Schriftart, Zeilenabstand: 16pt (nicht 1,5-zeilig), Seitenrand links: 3,0 (wg. der Heftung), rechts: 2,0 cm. Aufzunehmen sind nur die tatsächlich zur Erstellung der Arbeit verwendeten (also die in den Fußnoten oder im Text genannten) Quellen, und zwar vollständig. Dazu zählen: o Kommentare, Lehrbücher, Einzelschriften (Monographien), Dissertationen oder Habilitationsschriften, Aufsätze (auch Festschriftbeiträge), Urteilsanmerkungen, Zeitungsartikel, Internetfundstellen usw. Nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen werden: o Entscheidungssammlungen, Gerichtsentscheidungen (z.b. BVerfGE 7, 377; OLG Celle, Beschl. v , 1 Ws 167/05), Gesetze, Gesetzes- oder Amtsblätter (etwa BGBl.), Gesetzesmaterialien (etwa Bundestagsdrucksachen) oder Gesetzessammlungen (z.b. Schönfelder oder Sartorius). Sie alle tauchen lediglich in den Fußnoten auf ( zur Zitierweise S. 21). Oftmals finden Sie den Hinweis, dass aus Skripten nicht zitiert werden dürfe, sie also auch nicht ins Literaturverzeichnis gehören. Das kann unseres Erachtens jedenfalls für Skripte mit ISBN-Nummer nicht gelten. Allerdings sollten Sie die Vorbehalte mancher Professoren ernst nehmen und ggf. auf das Zitieren von Skripten verzichten, vor allem wenn es sich um Publikationen kommerzieller Repetitorien handelt. Nicht zu empfehlen ist, das Literaturverzeichnis in Kategorien einzuteilen, z.b. nach Monographien, Aufsätzen usw. Dieser Hinweis ist zwar gelegentlich zu finden, erschwert u.e. jedoch die Handhabung des Literaturverzeichnisses. Bei der graphischen Darstellung des Literaturverzeichnisses ist ein tabellarischer Aufbau üblich (vgl. Abb. 5). Oft zu finden (und von uns empfohlen, weil Platz sparend) ist die Darstellung in Abb. 6. Wofür Sie sich entscheiden, ist Geschmackssache. Tipp: Falls Sie sich für die Variante wie in Abb. 5 entscheiden, verwenden Sie eine Tabelle, allerdings ohne sichtbare Linien (beim ersten Eintrag in Abb. 5 haben wir das lediglich zur Veranschaulichung kenntlich gemacht). 717 Abbildung 5 Beulke, Werner Klausurenkurs im Strafrecht III, Ein Fall- und Repetitionsbuch für Examenskandidaten, 2. Aufl., Heidelberg 2006 Ricken, Oliver Anmerkung zu BAG, Beschluss v ABR 5/04, Anfechtung der Betriebsratswahl, in: BAGReport 2005, S Seer, Roman Wank, Rolf Verständigungen in Steuerverfahren, zugleich Habilitationsschrift, Köln 1996 Die Auslegung von Gesetzen Eine Einführung, 3. Aufl., Köln u.a Abbildung 6 Borges, Georg: Der Leistungsort (Erfüllungsort) beim Versandhandel, in: Der Betrieb 2004, S Schreiber, Klaus: Der Widerspruch gegen die Richtigkeit des Grundbuchs, in: JURA 2005, S Schwind, Hans-Dieter: Kriminologie, Eine praxisorientierte Einführung mit Beispielen, 16. Aufl., Heidelberg 2006 Wolters, Gereon/Gubitz, Michael: Strafrecht im Assessorexamen: eine Darstellung der wesentlichen Anforderungen an das materiell- und formellrechtliche Gutachten, die Abschlussverfügung der Staatsanwaltschaft, die Anklageschrift, das Strafurteil und die Revision in der Assessorklausur sowie an den Aktenvortrag, 3. Aufl., München 2005 Es ist üblich, neben den Nachnamen auch die Vornamen anzugeben (beides üblicherweise kursiv). Das Fehlen der Vornamen bemängeln viele Korrektoren. Akademische Titel oder sonstige Namenszusätze sind nicht zu nennen. Die Namen im Literaturverzeichnis sind alphabetisch zu ordnen nach dem Familiennamen des Verfassers oder der Verfasser. Werden mehrere Schriften desselben Autors aufgeführt, richtet sich die Reihenfolge nach dem Erscheinungsjahr (verbreitet ist, aktuelle Schriften zuerst aufzuführen). Unsere Empfehlung: Schreiben Sie bei mehreren Schriften desselben Autors immer dessen Namen aus und machen Sie nicht Gebrauch von den u.e. unschönen Kürzeln ders. oder dies. (für derselbe bzw. dieselbe )! 818 Wenn Sie ältere Literatur zitieren, kann es vorkommen, dass Sie keinen Vornamen finden. Dann zitieren Sie so: Kümmerlein (ohne Vornamen): Das neue Reichsjugendgesetz, in: DJ 1943, S Gibt es für einen Beitrag überhaupt keine Namensangabe (etwa in Mitgliederzeitschriften von Vereinen), dann erscheint uns die beste Lösung, den Beitrag im Literaturverzeichnis unter N.N. (lat.: nomen nescio, was bedeutet den Namen weiß ich nicht ) aufzunehmen. N.N.: Diebstahl kostet Europas Einzelhandel 32 Milliarden EUR, in: Euro Security 11/2005, S. 498 Ist eine Institution der Autor oder der Herausgeber (z.b. die Europäische Kommission, das Bundesministerium der Justiz oder das Statistische Bundesamt), können Sie entweder den Namen der Institution alphabetisch in das Literaturverzeichnis einordnen oder den Titel der Veröffentlichung (wir empfehlen die erste Variante). Bundeskriminalamt (Hrsg.): Polizeiliche Kriminalstatistik Bundesrepublik Deutschland, Berichtsjahr 2004, Wiesbaden 2005 Bundesminister der Justiz (Hrsg.): Abschlussbereicht der Kommission zur Überarbeitung des Schuldrechts, Bundesanzeiger, Köln 1992 Europäische Kommission (Hrsg.): Weißbuch zu Dienstleistungen von allgemeinem Interesse, KOM (2004) 374 endgültig, Brüssel 2004 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Strafgerichte, 1999, Wiesbaden 2000 Werden neben den Schriften eines einzelnen Autors Gemeinschaftswerke, also Schriften von mehreren Autoren aufgeführt, bei denen der vorherige einzelne Autor als Erstautor erscheint, so folgen ungeachtet des Erscheinungsjahres die Schriften von drei Autoren auf diejenigen der Autorenpaare usw. Bei mehreren Autoren wird gemäß der alphabetischen Stellung der Namen der Zweitautoren geordnet (vgl. die folgenden Beispiele, die zur Verdeutlichung frei erfundenen sind). Es ist übrigens nicht zulässig, die in Büchern oder Zeitschriften angegebene Reihenfolge von mehreren Autoren oder mehreren Herausgebern zu verändern. 919 Hansen, Hans: Die Sicherungsverwahrung als ultima ratio, Bochum 2005 Hansen, Hans: Der Eierdiebstahl, zugleich Diss. iur. (Hamburg 1990), Köln 1991 Hansen, Hans/Holm, Ingeborg: Die normative Kraft des Taktischen, Bochum 2000 Hansen, Hans/Holm, Ingeborg: Der Ältestenrat, in: Schweizerische Zeitschrift für Staatsrecht (SZSR) 1998, S Hansen, Hans/Holm, Ingeborg/Kröger, Tonio: Erstattung von Heilkosten beim Aufenthalt in Davos, in: Gedächtnisschrift für Thomas Mann, hrsg. v. Rolf Dietrich Herzberg, Köln 1975, S Manchmal kommt es vor, dass sich weder ein Herausgeber noch eine herausgebende Institution benennen lässt, vielmehr das zitierte Werk unter einem bestimmten Namen geläufig ist (z.b. die Motive zum BGB; zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S. 24). Führen Sie in diesem Fall das Werk im Literaturverzeichnis ruhig unter dem geläufigen Namen auf. Motive zu dem Entwurfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich, Band II (Recht der Schuldverhältnisse), Berlin/Leipzig 1888 Protokolle der Kommission für die zweite Lesung des Entwurfs des Bürgerlichen Gesetzbuchs, Band II (Recht der Schuldverhältnisse, Abschn. II, Tit. 2 20, Abschn. III, IV), bearb. von Achilles, Alexander/Gerhard, Albert/Spahn, Peter; Berlin 1898 Die Auflage wird nur ab der zweiten angegeben (nicht: 1. Auflage ). Es sind unbedingt die neuesten Auflagen zu zitieren, es sei denn es kommt auf eine bestimmte Aussage einer älteren Auflage desselben Werks an. Nicht anzugeben sind Zusätze wie aktualisiert, überarbeitet oder Ähnliches. Untertitel von Büchern, Aufsätzen usw. müssen nicht zwingend aufgenommen werden. Es schadet aber auch nicht. Die Nennung der Schriftenreihe, in welcher ein bestimmtes Buch erscheint, ist nicht erforderlich. Gleiches gilt für den Namen des Verlags. Ob Sie bei unselbständigen Veröffentlichungen (etwa Aufsätzen oder Urteilsanmerkungen) nach dem Titel auf das in: verzichten oder sofort anschließen etwa mit JuS 2005, ist Geschmackssache. Bei unselbständigen Veröffentlichungen gibt es zwei verbreitete Varianten für die Seitenangaben. Zum einen findet sich die Beschränkung auf die Anfangsseite (also S. 50 ff. ). Beachten Sie dabei, dass nach einer Seitenangabe ff. für folgende Seiten, also mehr als für eine einzige steht und f. für folgende Seite, also nur für eine allein! Zum andern ist es gängig, sowohl die Anfangs- 1020 als auch die Endseite zu nennen (z.b. S ). Letztere Variante ist auch ein Indiz dafür, dass Sie den Aufsatz tatsächlich in der Hand gehalten haben. Scheinbar üblich ist die Angabe der in den Fußnoten verwendeten abgekürzten Zitierweise ( zit.: Beulke, Klausurenkurs ). Das sollten Sie allenfalls bei Kommentaren mit mehreren Bearbeitern tun oder bei mehreren Schriften einund desselben Autors. Sonst hat die Angabe keinen Sinn. Erst recht gilt dies bei Zeitschriften (also nicht zit.: Puttler, DÖV 2005, S ). Ebenfalls üblich ist die Angabe des Verlagsortes. Bei mehr als zwei Erscheinungsorten genügt es, den ersten aufzuführen und dann et al. (et al. steht für die lateinische Wendung et alii und bedeutet und andere ) oder u.a. zu schreiben (entscheiden Sie sich aber einheitlich für et al. oder für u.a.!). Beispiel: New York/Tokio/Madrid/Oslo/Paris/Bochum 2005, oder (deutlich eleganter) New York u.a (oder statt u.a.: et al.). Im Einzelnen sieht die Darstellung der Literaturarten wie folgt aus (die Einteilung in Kategorien erfolgt nur aus Gründen der Verdeutlichung und ist für das Literaturverzeichnis nicht empfehlenswert): aa) Kommentare Bestandteile: Name des Kommentars oder des Autors/der Autoren (ggf. Hrsg.): Titel des Kommentars, ggf. Herausgeber (aber nicht doppelt, wenn bereits nach dem Namen), ggf. Band, Auflage, Erscheinungsort und -jahr, ggf. Erscheinungsdatum [Stand] bei Loseblattsammlungen. Grabitz, Eberhard/Hilf, Meinhard (Hrsg.): Das Recht der Europäischen Union, 28. Aufl., München 2005 (zit.: Bearbeiter, in: Grabitz/Hilf, [ Stand]) Palandt, Otto: Bürgerliches Gesetzbuch, Kommentar, 65. Aufl., München 2006 (zit.: Bearbeiter, in: Palandt) Redeker, Konrad/von Oertzen, Hans-Joachim: Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, 14. Aufl., Stuttgart 2004 Sachs, Michael (Hrsg.): Grundgesetz, Kommentar, 3. Aufl., München 2003 (zit.: Bearbeiter, in: Sachs, GG) Schmidt-Bleibtreu, Bruno/Klein, Franz (Hrsg.): Kommentar zum Grundgesetz, 10. Aufl., München 2004 (zit.: Bearbeiter, in: Schmidt-Bleibtreu/Klein, GG) von Staudinger, Julius: Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen Wiener UN-Kaufrecht (CISG), Neubearbeitung von Ulrich Magnus, Berlin 2005 Tröndle, Herbert/Fischer, Thomas: Strafgesetzbuch, Kommentar, 53. Aufl., München21 Umbach, Dieter C./Clemens, Thomas/Dollinger, Franz-Wilhelm (Hrsg.): Bundesverfassungsgerichtsgesetz, Mitarbeiterkom mentar, 2. Aufl., Heidelberg 2005 (zit.: Bearbeiter, in: MAK-BVerfGG) Es ist bei Kommentaren mit mehreren Bearbeitern nicht üblich, sämtliche Bearbeiter namentlich ins Literaturverzeichnis aufzunehmen (beim Bd. 1 des Münchener Kommentars zum StGB wären das 15 Personen). Die Angabe der Bezeichnung des Kommentars genügt (z.b. Palandt oder Münchener Kommentar ). Die einzelnen Bearbeiter erscheinen lediglich in den Fußnoten ( hierzu S. 22). Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch: Band 1: 1 51 StGB, hrsg. von Wolfgang Joecks und Klaus Miebach, München 2003 (zit.: Bearbeiter, in: MüKo-StGB) Manchmal werden bei Kommentaren im Literaturverzeichnis auch zuerst die Herausgeber genannt (siehe das folgende Beispiel im direkten Vergleich zu demjenigen zuvor). Das hängt davon ab, ob bei dem Kommentar der Name bereits eine feste Zitiergröße geworden ist. Am besten richten Sie sich danach, wie der Kommentar in anderen repräsentativen Werken zitiert wird. Joecks, Wolfgang/Miebach, Klaus (Hrsg.), Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch, Band 1: 1 51 StGB, München 2003 (zit.: Bearbeiter, in: Joecks/ Miebach, MüKo-StGB) Bei Loseblattsammlungen erfolgt die Aktualisierung der kommentierten Bestimmungen in der Regel laufend (etwa Grundgesetzkommentar Maunz/Dürig). Deshalb ist es notwendig, das Datum der Ergänzung (d.h. den Stand ) anzugeben. Das geschieht nur in den Fußnoten ( S. 22, Fn. 19 und 20), weil im Literaturverzeichnis ja der gesamte Kommentar und nicht eine einzelne Bestimmung aufgeführt wird. Maunz, Theodor/Dürig, Günter: Grundgesetz, Kommentar, Bd. I, Art. 1 12, Lieferungen 1 bis 27, München 1989 (zit.: Bearbeiter, in: Maunz/Dürig,... [Stand]) Systematischer Kommentar zur Strafprozessordnung und zum Gerichtsverfassungsgesetz, hrsg. von Hans-Joachim Rudolphi u.a., Band 3 ( ), München/ Unterschleißheim 2004 (zit.: Bearbeiter, in: SK-StPO, [Stand]) Zur Zitierweise von Kommentaren in den Fußnoten siehe S22 bb) Monographien und Lehrbücher Bestandteile: Name des Verfassers/der Verfasser, Vorname: Titel, ggf. Band, ggf. Auflage, Erscheinungsort und -jahr. Eckert, Jörn: Schuldrecht, Besonderer Teil, 2. Aufl., Baden-Baden 2005 Kindler, Peter: Einführung in das italienische Recht, München 1993 Muscheler, Karlheinz: Universalsukzession und Vonselbsterwerb, Die rechtstechnischen Grundlagen des deutschen Erbrechts, Tübingen 2002 Putzke, Holm/Scheinfeld, Jörg: Strafprozessrecht, Lehrbuch, Baden-Baden 2005 Vor allem bei Lehrbüchern findet sich manchmal der Zusatz Lehrbuch oder Studienbuch etc. (s.o. bei Putzke/Scheinfeld). Eine spezielle Erwähnung ist Geschmackssache und durchaus verzichtbar. Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S. 23. cc) Dissertationen und Habilitationen Bestandteile: Name des Verfassers, Vorname: Titel, zugleich Diss. iur. oder zugleich Habilitationsschrift plus Ort und Jahr der Dissertation bzw. Habilitation (die Angaben, ob es sich um eine Dissertation oder Habilitation handelt, sowie Orts- und Zeitangabe, sind nur erforderlich, wenn kein Verlagsort vorhanden ist, sonst sind die Angaben u.e. nicht unbedingt erforderlich, werden jedoch etwa vom JPA Hamm verlangt), ggf. Band, Erscheinungsort und -jahr. Bernsmann, Klaus: Probleme des strafrechtlichen Krankheitsbegriffs, Eine Untersuchung zu dem interdisziplinären Spannungsfeld der 20, 21 StGB, zugleich Diss. iur., Bochum 1978 Hörnle, Tatjana: Grob anstößiges Verhalten, Strafrechtlicher Schutz von Moral, Gefühlen und Tabus, zugleich Habilitationsschrift (München 2002), Frankfurt a.m Huster, Stefan: Die ethische Neutralität des Staates: eine liberale Interpretation der Verfassung, zugleich Habilitationsschrift (Heidelberg 2002), Tübingen 2002 Koch, Jens: Die Patronatserklärung, zugleich Habilitationsschrift (Bochum 2004), Tübingen 2005 Seer, Roman Matthias: Der Einsatz von Prüfungsbeamten durch das Finanzgericht: Zulässigkeit und Grenzen der Delegation richterlicher Sachaufklärung auf nichtrichterliche Personen, zugleich Diss. iur. (Köln 1992), Berlin 1993 Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S23 dd) Einzelne Beiträge in Sammelbänden (z.b. Festschriften) Bestandteile: Name des Verfassers/der Verfasser, Vorname: Titel des Beitrags, in: Titel oder Art des Sammelbandes (z.b. Festschrift für ), Herausgeber (manche geben auch erst den Herausgeber an und dann den Titel oder die Art des Sammelbandes), ggf. Band, Erscheinungsort und -jahr, Seitenangabe(n). Böckenförde, Ernst-Wolfgang: Demokratische Willensbildung und Repräsentation, in: Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. von Josef Isensee und Paul Kirchhof, Band III: Demokratie Bundesorgane, 3. Aufl., Heidelberg 2005, 34 Cremer, Wolfram: Der gemeinschaftsrechtliche Grundsatz effektiven Rechtsschutzes vor mitgliedstaatlichen Gerichten, in: Grundrechtsschutz für Unternehmen im europäischen Binnenmarkt, hrsg. von Thomas Bruha u.a., Baden-Baden 2004, S Herzberg, Rolf Dietrich: Der Versuch, die Straftat durch einen anderen zu begehen; in: Festschrift für Claus Roxin, hrsg. von Bernd Schünemann u.a., Berlin/New York 2001, S Küll, Carolin: EGMR v Odièvre, Anonyme Geburt contra Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung, in: Völkerrechtsprechung Ausgewählte Entscheidungen zum Völkerrecht in Retrospektive, hrsg. v. Jörg Menzel u.a., Tübingen 2005, S Poscher, Ralf: Rechtsprechung und Verfassungsrecht, in: Die Bedeutung der Rechtsprechung im System der Rechtsquellen: Europarecht und nationales Recht, hrsg. von Wilfried Erbguth und Johannes Masing, Stuttgart 2005, S Windel, Peter A.: Zur Justizförmigkeit der zivilprozessualen Güteverhandlung, in: Festschrift für Walter Gerhardt, hrsg. von Eberhard Schilken u.a., Köln 2004, S Manchmal hat eine Fest-, Gedenk- oder Gedächtnisschrift einen eigenen Titel (der in den folgenden Beispielen nur zur Verdeutlichung hervorgehoben wird; im Literaturverzeichnis ist der Titel also nicht fett wiederzugeben). Ihn anzugeben, ist nicht zwingend notwendig (aber auch nicht schädlich). Bei sonstigen Sammelbänden müssen Sie den Titel freilich angeben. Eitel, Tono: Nazi-Gold und andere Holocaust-Vermögenswerte. Zu den beiden Konsultations-Konferenzen von London (2. bis ) und Washington ( bis ), in: Brücken bauen und begehen, Festschrift für Knut Ipsen, hrsg. von Volker Epping u.a., München 2000, S Wank, Rolf: Die Rechtsfortbildung durch den Europäischen Gerichtshof, in: Arbeitsgesetzgebung und Arbeitsrechtsprechung, Festschrift für Eugen Stahlhacke, hrsg. von Friedhelm Farthmann u.a., Neuwied u.a. 1995, S24 Gibt es bei einem Sammelband mehr als zwei Herausgeber, halten wir es für legitim, einen zu nennen und dann et al. (et al. steht für die lateinische Wendung et alii und bedeutet und andere ) oder u.a. zu schreiben (siehe das vorstehende Beispiel: Volker Epping u.a. ). Entscheiden Sie sich aber einheitlich für eine der beiden Varianten, also entweder immer et al. oder durchgängig u.a.! Bei mehreren Autoren sollten Sie jedoch alle aufführen (manchmal wird ab dem vierten Autor auch ein et al. oder u.a. akzeptiert). Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S. 23. ee) Beiträge in Zeitschriften und Artikel in Zeitungen Bestandteile: Name des Verfassers/der Verfasser, Vorname: Titel des Beitrags, in: Name der Zeitschrift, Jahrgang, Seitenangabe(n). Bei Beiträgen ohne namentlich bekanntem Verfasser: Titel des Artikels, in: Name der Zeitung, Erscheinungsdatum, Seitenangabe(n). Burgi, Martin: Der praktische Fall Öffentliches Recht: Die Polizei Dein Freund und seine Helfer (Klausur mit Lösungsvorschlag), in: JuS 1997, S Krampe, Christoph: Aufrechterhaltung von Verträgen und Vertragsklauseln, Eine Bestandsaufnahme zur neueren Rechtsprechung und Literatur, in: AcP 194 (1994), S Neuhaus, Ralf: Die Änderung der StPO durch das Erste Justizmodernisierungsgesetz vom , in: StV 2005, S Poscher, Ralf: Menschenwürde als Tabu, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Juni 2004, Nr. 126, S. 8 Puttler, Adelheid: Die neuen Vertragsänderungsverfahren der Europäischen Verfassung im Lichte des Grundgesetzes Ihre Vereinbarkeit mit Art. 23 GG und erforderliche Verfassungsänderungen, in: DÖV 2005, S Schildt, Bernd: Die Rezeption des römischen Rechts, in: JURA 2003, S Weinzierl, Sebastian: Die Ouzo-Entscheidung des EuGH (Rs. C-475/01) Eine ungenutzte Möglichkeit zur Bereinigung der Gemeinschaftsrechtsordnung von Widersprüchen, in: EuR 2005, S Den Namen der Zeitschrift können Sie entweder abgekürzt angeben (z.b. NJW ) oder ausgeschrieben (z.b. Neue Juristische Wochenschrift ). Wenn Sie allerdings auf ein Abkürzungsverzeichnis verzichten sollten (dazu S. 16), dann bietet es sich an, die Zeitschriftennamen auszuschreiben. Ein guter Kompromiss kann auch folgende Variante sein: Neue Juristische Wochenschrift (NJW). Wie auch immer Sie sich entscheiden, bleiben Sie konsequent bei einer Variante und wechseln Sie nicht hin und her! 1525 Achten Sie bei Zeitschriften darauf, dass manchmal zuerst der Band und dann zusätzlich meist in Klammern der Jahrgang erscheint, z.b. ZStW 83 (1971) oder AVR 43 (2005). Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S. 23. ff) Urteilsanmerkungen Bestandteile: Name des Verfassers/der Verfasser, Vorname: Anmerkung zu (oder: Anm. zu ) Angabe des zugrunde liegenden Beschlusses oder Urteils, ggf. mit dem Datum der Entscheidung und dem Aktenzeichen oder der sonstigen Fundstelle, in: Name der Zeitschrift, Jahrgang, Seitenangabe(n). Bernsmann, Klaus: Anm. zu BGH, Beschl. vom GSSt 1/96 (BGHSt 42, 139 ff. = StV 1996, 465 ff.), in: StV 1997, S Onyeukwu, Udodi Klaus: Anm. zu OLG Hamm, Beschl. vom Sbd 13/05 (MMR 2005, 378 f.), in: MMR 2005, S Putzke, Holm/Scheinfeld, Jörg: Anm. zu BVerfG, Beschl. (3. Kammer) vom BvR 1821/03 (StV 2005, 643 ff.), in: StV 2005, S Windel, Peter A.: Anm. zu BVerfG, Urt. Vom , 1 BvF 1/01, 1 BvF 2/01 (JR 2003, 144 ff.), in: JR 2003, S Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S. 23. gg) Quellen aus dem Internet Bestandteile: Quellen aus dem Internet sind mit downloadfähiger Adresse (URL: Uniform Resource Locator) anzugeben und mit dem Datum, an welchem diese Seite zuletzt aufgerufen wurde. Auswärtiges Amt: Internationale Terrorismusbekämpfung, Stand: Oktober 2005, zuletzt besucht am Feltes, Thomas: Jugendkriminalität, zuletzt besucht am Verwenden Sie Dokumente aus der JURIS-Datenbank, dann ist neben der Quellenangabe die Dokumentennummer zu zitieren (JURIS, Dokument Nr.). Gibt es allerdings eine Primärfundstelle, worauf JURIS verweist, dann ist allein sie zu zitieren. Zur Zitierweise in den Fußnoten siehe S26 e) Abkürzungsverzeichnis Manche empfehlen ein solches Verzeichnis, andere nicht. Wir halten es für verzichtbar und empfehlen, Abkürzungen generell soweit wie möglich zu vermeiden. Sie stören meist den Lesefluss. Hier sollten Sie besonders auf die Vorgaben des jeweiligen Dozenten achten. Beim Verzicht auf ein Abkürzungsverzeichnis hat sich eingebürgert, etwa auf der letzten Seite des Literaturverzeichnisses und nach dessen letztem Eintrag folgenden Hinweis anzubringen: Gebraucht werden die üblichen Abkürzungen, vgl. Kirchner, Hildebert/Butz, Cornelie: Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 5. Aufl., Berlin/New York 2003 f) Gutachten und (eigenhändige) Unterschrift Seitenzahlen: Nummerieren Sie die Seiten durchlaufend mit arabischen Ziffern (also 1, 2, 3 usw.), beginnend bei 1 auf der ersten Seite des Gutachtens (also keine Fortsetzung der Zählung aus dem Literatur- oder Abkürzungsverzeichnis)! Die Platzierung erfolgt üblicherweise unten oder oben rechts (möglichst an derselben Stelle wie die römischen Ziffern). aa) Gutachtentext Beschriftung einseitig, auf der linken Seite 1/3 Rand (7 cm) freilassen (bei Examenshausarbeiten wird oft ein 1/2-spaltiger Rand gefordert: gemeint ist eine halbe Seite Rand, also 10,5 cm), auf der rechten Seite 2,0 cm (1,5 cm wären bei 7 cm linkem Rand optisch grenzwertig, bei 10,5 cm linkem Rand durchaus akzeptabel). Der Rand bleibt immer gleich, es gibt also keine weiteren Einschübe, erst recht keine Spielereien, wie das Einrücken der jeweils ersten Zeile eines Absatzes (vgl. das Beispiel links in Abb. 7). 1727 Abbildung 7 (1) Unschön: (2) Schön: a) Betrug gegenüber G Indem A mit G einen Kaufvertrag über das Armband schloss und dieser später den Kaufpreis an ihn zahlte, könnte sich A gemäß 263 strafbar gemacht haben. aa) Tatbestand Er könnte G die falschen Tatsachen vorgespiegelt haben, zur Eigentumsverschaffung fähig und willens zu sein. A hat sich zur Übereignung des Armbandes verpflichtet. 12 a) Betrug gegenüber G Indem A mit G einen Kaufvertrag über das Armband schloss und dieser später den Kaufpreis an ihn zahlte, könnte sich A gemäß 263 strafbar gemacht haben. aa) Tatbestand Er könnte G die falschen Tatsachen vorgespiegelt haben, zur Eigentumsverschaffung fähig und willens zu sein. A hat sich zur Übereignung des Armbandes verpflichtet. 12 Schriftgröße 12pt, normaler Zeichenabstand (ein kleinerer Zeichenabstand spart zwar Platz, sieht aber unschön aus und ist unzulässig), gängige Schriftart (z.b. Arial oder Times New Roman); Zeilenabstand mindestens 16pt, üblich 1,5-zeilig. Vorzugswürdig ist Blocksatz (linksbündig erweckt in der Regel einen ausgefransten Eindruck, vgl. Variante [1] bei Abb. 7). Achten Sie auf die Silbentrennung (große Lücken im Text sehen unschön aus)! Bilden Sie optische Sinneinheiten (angemessene Absatzbildung)! Das lässt die Augen des Lesers nicht so schnell ermüden. Die in der Gliederung gewählte Struktur muss mit den gewählten Überschriften im Text übereinstimmen. Die Überschriften sollten die gleiche Schriftart haben wie der Text. Die Schriftgröße kann 14pt betragen (bei 12pt für den Text). Zusätzlich können Sie die Hauptüberschriften fett setzen. Verzichten Sie auf sonstige Spielereien, wie Kursivdruck oder Unterstreichungen! Für den Abstand zum Text empfehlen wir die Einstellungen vor 12 oder 18pt und nach 6pt. Zur Formatierung der Überschriften S. 45. bb) Zitierweise im Text Die wörtliche Wiedergabe von Gedanken Dritter ist grundsätzlich zu vermeiden. Formulieren Sie sinngemäß und in indirekter Rede (Konjunktiv I)! Ausnahme: Es kommt auf den genauen Wortlaut an. Derartige wörtliche Zitate sind mit Anführungszeichen zu kennzeichnen (... ). Bei einem Zitat oder 1828 Ähnlichem innerhalb eines Zitates sind einfache Anführungszeichen zu verwenden ( Warum ist gemein ein Ausdruck der Verachtung? ). Die wissenschaftliche Redlichkeit gebietet es, alle Gedanken zu kennzeichnen, die nicht von Ihnen stammen, also auch und gerade Passagen aus gerichtlichen Entscheidungen. Das gilt selbst für Aussagen, die Sie umformuliert haben, also mit eigenen Worten wiedergeben. Fällt dem Korrektor Gedankenklau auf, stellt das einen gravierenden Mangel der Arbeit dar und führt zu Punktabzug, in schweren Fällen auch zu einem Nichtbestehen (Täuschungsversuch!). Literaturhinweise gehören nicht in den Text, etwa in Klammern hinter ein Zitat. Diese Zitierweise ist zwar in den Sozialwissenschaften üblich, nicht aber in der Rechtswissenschaft. Dafür verwenden wir die Juristen Fußnoten. Im Text wird der Verweis auf eine Fußnote mit einer hochgestellten Ziffer 1 kenntlich gemacht ( zum Einfügen mit MS Word siehe S. 48). Sie können die Fußnoten seitenweise zählen (also auf jeder Seite immer wieder bei 1 beginnen) oder fortlaufend (also von 1 bis 689 usw.). Wir empfehlen grundsätzlich die zweite Variante. Endnoten, also wenn alle Fußnoten erst am Ende der Hausarbeit aufgeführt werden, sind unüblich und deshalb nicht zu verwenden. Aussagen zum konkreten Fall dürfen keine Fußnote erhalten. Denn kein Lehrbuchautor oder Gericht kennt den Täter A, den Schuldner B oder den Antragsgegner C des Falles. Schreiben Sie also nicht im Text: Folglich benutzte B eine ungeladene Schusswaffe, also kein gefährliches Werkzeug. 2 und sodann in der Fußnote: 2 Krey/Hellmann, Strafrecht BT 2, Rdnr. 197! Wohin mit den Fußnoten im Text? Es gibt drei Konstellationen: o Bei einem Zitat ist der richtige Platz für die Fußnote direkt nach den Anführungszeichen. Beispiel: Die Beweisbestimmung ist als subjektive Zwecksetzung 3 zu verstehen und kann bei einer sog. Zufallserklärung später gegeben werden. o Bezieht sich ein Literaturhinweis auf ein bestimmtes Wort in einem Satz, gehört die Fußnote direkt ans Ende des Wortes. Beispiel: Entwickelt wurde die Schulderfüllungstheorie 4, um dem Wiedergutmachungsgedanken zu stärken. o Bezieht sich ein Literaturhinweis auf die gesamte Satzaussage, gibt es zwei vorherrschende Ansichten. Die einen setzen die Fußnote an das Ende des letzten Wortes im Satz, also noch vor das Satzzeichen. Beispiel: Die Pressefreiheit ist konstituierend für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung 5. 1929 Andere bevorzugen, die Fußnote erst nach dem Satzzeichen zu setzen. Beispiel: Die Pressefreiheit ist konstituierend für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung. 6 Unsere Empfehlung: Setzen Sie die Fußnote nach dem Satzzeichen! Der Fußnotentext ist bei dieser Variante immer mit einem Punkt abzuschließen. cc) Gestaltung der Fußnoten Schriftgröße 10pt (also kleiner als der normale Text) bei gleicher Schriftart wie der Haupttext; Zeilenabstand: einfach Zur besseren Abgrenzung zwischen normalem Text und dem Text in den Fußnoten kann man einen Trennstrich einfügen (wie hier vor Fußnote 9). Wenn Sie bei Word die automatische Fußnotenfunktion verwenden, fügt das Programm einen solchen Trennstrich automatisch ein. Um die Fußnoten optisch zu trennen, kann man vor der jeweils ersten Zeile einer Fußnote (alternativ auch nach der jeweils letzten) einen Abstand von 3pt einrichten. Schöner sieht es zudem aus, wenn der Fußnotentext in einem solchen großen Abstand von der Fußnotenziffer angeordnet wird, dass weder beim Beginn der zweinoch der dreistelligen Ziffern optisch Brüche auftreten. 101 Wir empfehlen darüber hinaus, den Einzug der Zeilen hängend zu gestalten, wie dies in Fußnote 9, 10 und 100 zu sehen ist. In Word lässt sich dies einstellen über Format, dann Absatz und Sondereinzug ( zur Einstellung über Formatvorlagen siehe S. 42). Anderenfalls sieht es aus wie hier in Fußnote 101 u.e. ist dies weniger übersichtlich (es muss geradezu nach der Fußnotenziffer gesucht werden). In den Fußnoten kann äußerst knapp zitiert werden, denn die vollständigen Angaben finden sich ja im Literaturverzeichnis. Fußnoten sind immer mit einem Großbuchstaben zu beginnen (Ausnahme bei Namen mit einem von, etwa von Staudinger, ) und enden mit einem Punkt. Fußnoten sind allein Fundstellennachweis. Vermeiden Sie Ausführungen in den Fußnoten, die eigentlich Gegenstand des Gutachtens sein sollten (anders in Grenzen ggf. bei Seminararbeiten oder häuslichen Arbeiten, S. 27)! Bei drei oder mehr Autoren genügt, den ersten Autor zu nennen und für die übrigen et al. oder u.a. anzufügen ( hierzu ausführlich schon S. 15), z.b.: Blankenburg et al., Die Staatsanwaltschaft, 74. Manche fügen zur Seitenangabe ein S. (für Seite ) hinzu. Das ist Geschmackssache. Unseres Erachtens können Sie das S. getrost weglassen, denn es kostet nur Platz. Ob mit oder ohne achten Sie stets auf Einheitlichkeit! 2030 Falls es sich nicht um ein Zitat handelt und die Quelle nicht exakt dasselbe wie der geschriebene Text besagt, ist die Fußnote mit einem Vgl. einzuleiten. In Hausarbeiten ist damit äußerst sparsam umzugehen (anders bei Seminararbeiten oder häuslichen Arbeiten, näher S. 27). Im Einzelnen wird wie folgt zitiert: o Rechtsprechung: Gericht und Fundstelle (bei einer amtlichen Sammlung der Bundesgerichte [!] genügt allein das Kürzel der Sammlung, z.b. BGHZ ; nicht: BGH BGHZ oder BVerfG BVerfGE ), ggf. Band der amtlichen Sammlung, Anfangsseite der Entscheidung, Seite mit zitierter Passage (Rn. bei Entsch. des EuGH; nur ältere Entsch. des EuGH haben keine Rn. Bei solchen Entsch. ist die Seite anzugeben.) und ggf. Name der Entsch. (stets bei Entsch. des EuGH, ggf. auch bei Entsch. des BVerfG) Internationale und Europäische Gerichte: IGH, Urt. v Case Concerning United States Diplomatic and Consular Staff in Tehran, ICJ Rep. 1980, 3, 32; EuGH, Urt. v , Rs. C-243/01 Gambelli, Slg. 2004, I Rn. 54 = EuZW 2004, 115, 116; EuG, Urt. v , Rs. T-316/00 Viking gegen HABM, Slg. 2002, II-3715 Rn. 33; EGMR, Urt. v Finucane, Nr /95 Rn. 84; EGMR, Entsch. v , EuGRZ 2005, 234, 237; EGMR, Urt. v Soering v. The United Kingdom, Series A 161 Rn. 91. Verfassungsgerichte: BVerfGE 43, 130, 136 f.; 111, 226, 228; BayVerfGH VerfGHE 53, 20 = MDR 2000, 659; NWVerfGH NVwZ 2000, 666, 667 f. Verwaltungsgerichte: BVerwGE 96, 293, 295; BayVGH GewArch 2001, 65, 66; OVG Berlin OVGE 24, 17, 23; OVG Münster OVGE 47, 17, 19. Strafgerichte: BGHSt 2, 375, 378; BGH bei Holtz, MDR 1981, 98, 99; BayObLGSt 1989, 107 f.; OLG Hamm NJW 1958, 1245, 1246; AG Saalfeld NStZ-RR 2004, 264. Zivilgerichte: BGHZ 111, 75, 82 = NJW 1990, 1659, 1660 f.; OLG Hamm OLGR 2004, 38, 39; LG Essen NJW-RR 2001, 912, 913; AG Lemgo NJW-RR 2004, 236, 237. In einer Haus- oder Seminararbeit ist es nicht üblich, veröffentlichte Gerichtsentscheidungen (etwa in der amtlichen Sammlung oder einer Zeitschrift) mit Datum und Aktenzeichen anzugeben (anders aber im Arbeits- und Europarecht). Manche Dozenten verlangen bei Seminararbeiten aber ein Rechtsprechungs- oder Entscheidungsregister ( dazu S. 28). Hier ein Beispiel für das Zitieren mit allem drum und dran : 16 BGH v StR 631/81, BGHSt 30, 363, 364 = NJW 1982, Manchmal findet sich auch die zusätzliche Angabe, ob es sich um ein Urteil oder einen Beschluss handelt, also: BGH, Beschl. v I ZB 10/94, GRUR 1996, 771 f. = WRP 1996, 1160 ff. 2131 Leider noch nicht mehrheitsfähig dürfte die generelle Angabe des Aktenzeichens (Az.) sein. Wir halten das bei allen Gerichtsentscheidungen für angebracht. Der Vorteil besteht darin, dass sich die Entscheidung (meist sogar mit den ausführlichen Entscheidungsgründen) im Internet in der Regel finden lässt. Das Az. ist also der Schlüssel zum schnellen Zugriff. Und es ist mittlerweile wesentlich wahrscheinlicher, dass einem Leser das Internet zur Verfügung steht als eine amtliche Sammlung oder die NJW. Wir schlagen beim Az. folgende Zitierweise vor: 17 BVerfGE 7, 377 (1 BvR 596/56); BVerfG NJW 1998, 3337 (2 BvR 441/ 90); BGHSt 35, 184, 187 (2 StR 665/87); BGHZ 139, 177 (X ZR 17/97); OLG Oldenburg NJW 2004, 168 (8 U 136/03). Gibt es mehrere Fundstellen für eine Entscheidung, hat die amtl. Sammlung Vorrang (etwa BVerfGE, BGHSt oder BGHZ). Besonders fleißige Menschen ergänzen diese Angabe manchmal mit weiteren Fundstellen. Dies kann man machen, es ist aber letztlich überflüssig (anders ggf. im Arbeits- und Europarecht). 18 BGHSt 35, 184, 187 = NJW 1988, 1603, 1604 = NStZ 1988, 404 oder NdsStGH DÖV 1998, 382 ff. = DVBl 1998, 185 ff. m. Anm. F. Kirchhof. o Kommentare: Bei einem einzigen Bearbeiter: Verfassername (Nachname), Kurztitel des Kommentars, Art. oder und Rn. Bei mehreren Bearbeitern: Bearbeiter, in: Titel des Kommentars, Art. oder und Rn Herzog, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 8 Rn. 6 [26. Lfg.: Januar 1987]; Siekmann, in: Sachs, GG, Art. 110 Rn. 55; Puttler, in: MAK-BVerfGG, 23 Rn. 7; Kannengießer, in: Schmidt-Bleibtreu/Klein, GG, Art. 2 Rn. 5; Schnapp, in: v. Münch/ Kunig, GG, Art. 20 Rn. 21. Herzberg, in: MüKo-StGB, 22 Rn. 128; Ostendorf, JGG, 10 Rn. 17; Tröndle/Fischer, StGB, 264a Rn. 2; Weßlau, in: SK-StPO, 153 (29. Aufbau-Lfg.: Dezember 2002), Rn. 54. Hartmann, in: Baumbach u.a., ZPO, 139 Rn. 68; Magnus, in: Staudinger, Art. 18 CISG Rn. 24; Putzo, in: Palandt, 433 Rn. 39. Vor allem bei Kommentaren, aber auch bei Lehrbüchern, finden sich manchmal hochgestellte Ziffern, z.b.: Eser, in: Schönke/Schröder 26, 211 Rn. 3 oder Rengier, BT II 6, 3 Rn. 2 ff.. Gemeint ist damit die Auflage. Diese Angabe ist grundsätzlich überflüssig, denn sie ergibt sich aus dem Literaturverzeichnis. Zitieren Sie aber zwei unterschiedliche Auflagen desselben Werkes, kann eine solche Angabe sinnvoll sein. Wenn Sie sich für die Angabe des Erscheinungsjahres entscheiden, dann durchgängig, d.h. nicht nur bei Kommentaren, sondern auch bei Monographien usw. Beispiel: Hörnle, Anstößiges Verhalten (2005), 171; Ostendorf, JGG (2003), 10 Rn. 17; Wank, Auslegung (2005),32 23 Die von uns hier für Kommentare mit mehreren Bearbeitern empfohlene Zitierweise findet sich nicht überall. Manche zitieren auch anders, also etwa nicht Herzberg, in: MüKo-StGB, 22 Rn. 128, sondern: MK-StGB-Herzberg, 22 Rn. 128 oder: MünchKommStGB/Herzberg 22 Rn. 128 etc. Wofür Sie sich auch immer entscheiden achten Sie auf Einheitlichkeit! o Monographien, Lehrbücher, Habilitationen und Dissertationen: Verfassername (nur Nachname), Titel (oder Kurztitel), Seite oder Randnummer der zitierten Passage Brox, AT, Rn. 598; Eckert, Schuldrecht BT, Rn. 714; Jarass, EU-Grundrechte, 16 Rn. 43; Hörnle, Anstößiges Verhalten, 171; Muscheler, Universalsukzession, 3; Putzke/Scheinfeld, Strafprozessrecht, 134; Seer, Verständigung, 100; Wank, Auslegung, 22; Wolters/Gubitz, Strafrecht im Assessorexamen, 30. Manchmal wird anstelle der Seite oder Randnummer der Gliederungspunkt angegeben, z.b. A.I.1.a)bb). Das ist unschön und wenig hilfreich. Denn wer die Passage nachschlagen möchte, muss sich erst mit der Gliederung vertraut machen und mühsam den jeweiligen Gliederungspunkt suchen. Eine Randnummer oder Seite ist hingegen rasch gefunden. Gibt es eine Randnummer, dann verwenden Sie bitte die Randnummer (solange die Seitenangabe nicht genauer auf die Fundstelle verweist)! o Beiträge in Sammelbänden: Verfassername (nur Nachname), in: Fundstelle, etwa GS (= Gedächtnisschrift) oder FS (= Festschrift) plus Name des Geehrten (die Angabe des Geburtstages ist nicht erforderlich), ggf. Erscheinungsjahr, Anfangsseite (darauf kann eigentlich verzichtet werden, denn sie ergibt sich ja aus dem Literaturverzeichnis; die Angabe ist aber üblich), Seite mit der zitierten Passage. 26 Böckenförde, in: HStR, 34 Rn 4; Cremer, in: Grundrechtsschutz für Unternehmen, 229, 230; Herzberg, in: FS Roxin, 749, 765; Poscher, in: Bedeutung der Rechtsprechung, 127, 135. o Beiträge in Zeitschriften (etwa Urteilsanmerkungen): Verfassername (nur Nachname), Zeitschrift in abgekürzter Form, ggf. Anfangsseite (darauf kann eigentlich verzichtet werden, denn sie ergibt sich ja aus dem Literaturverzeichnis; die Angabe ist aber üblich), Seite mit der zitierten Passage. 27 Es ist Geschmackssache, wie man die Seiten bei Beiträgen in Zeitschriften oder Sammelbänden zitiert. Entweder: Borges, DB 2004, 1815 (1818) oder Borges, DB 2004, 1815, Die Variante mit den Klammern kann zu Komplikationen führen, wenn der betreffende Literaturhinweis selbst in einem Klammersatz zitiert wird (eckige Klammern sind nicht besonders schön, siehe das folgende Beispiel: Schreiber, JURA 2005, 241 [242]). 2333 28 Bernsmann, StV 1997, 116, 117; Borges, DB 2004, 1815, 1818; Burgi, JuS 1997, 1106, 1108; Herzberg, JuS 1991, L 68, L 70; Puttler, DÖV 2005, 401, 402; Schreiber, JURA 2005, 241, 242. o Sonstiges: Müssen Sie etwas zitieren, wofür wir kein Beispiel geliefert haben, zitieren Sie immer so, dass die Fundstelle im Literaturverzeichnis ohne Schwierigkeiten gefunden werden kann! Bei Quellen aus dem Internet gehört die downloadfähige Adresse nicht unbedingt in die Fußnote (sie steht ja im Literaturverzeichnis), weil das Datum des letzten Zugriffs (oder: zuletzt besucht am ) zeigt, dass es sich um eine Quelle aus dem Internet handelt. 29 Auswärtiges Amt, Terrorismusbekämpfung (letzter Zugriff am ); Motive, BGB 579 (S. 508); Protokolle, BGB, Nr. 132 II. (S. 378); Bundeskriminalamt, PKS, T 66 (S. 110). Enthält die Anfangsseite zugleich die zu zitierende Passage, dann zitieren Sie allein die betreffende Seite. 30 Nicht: Burgi, JuS 1997, 1106, 1106 oder Burgi, JuS 1997, 1106 (1106), sondern: Burgi, JuS 1997, Innerhalb der Fußnoten empfiehlt sich eine bestimmte Reihenfolge der Literaturhinweise: Zuerst werden die Gerichtsentscheidungen angeführt, beginnend mit den höchsten Instanzen (zum Schluss also das Amtsgericht). Wenn es aber darum geht, die durchschrittenen Instanzen deutlich zu machen, kann auch das AG an erster Stelle stehen. Danach folgt in alphabetischer oder chronologischer Reihenfolge die sonstige Literatur (manche unterteilen dabei noch in Kommentare und alles Übrige, wofür wir keinen sachlichen Grund sehen). Gibt es eine Hauptfundstelle, dann wird diese Reihenfolge hin oder her zuerst angeführt (dann kann das AG also auch vor dem BVerfG stehen). Manchmal finden Sie in den Fußnoten die Bezeichnung a.a.o. für am angegebenen Ort. Verwendet wird diese Abkürzung dann gern, wenn man eine Fundstelle bereits zitiert hat und nicht noch einmal alle Angaben nennen möchte. Unsere Empfehlung: Verzichten Sie möglichst auf das Kürzel a.a.o.! Es ist lästig, wenn man den angegebenen Ort suchen muss, um auf irgendeiner Seite im Gewirr der Fußnoten schließlich jeweilige die Fundstelle zu entdecken. 2434 Es gibt unseres Erachtens nur einen Fall, wo Sie mit gutem Gewissen a.a.o. schreiben dürfen, nämlich wenn die Fundstelle, auf welche verwiesen wird, in der vorangehenden Fußnote steht (siehe unten Fn. 32). Wogegen es nichts einzuwenden gibt, ist der Verweis mit der Angabe der einschlägigen Fußnote (siehe unten das Beispiel in Fn. 33). Aber auch bei dieser Variante verdrehen manche schon die Augen Bernsmann, StV 1997, 116, 118; Huster, Neutralität, 22; Murswiek, in: Sachs, GG, Art. 2 Rn. 104; Poscher, in: F.A.Z. v , 8. Huster, a.a.o. Puttler (Fn. 19), Rn35 III. Häusliche Arbeit und Seminararbeit Bei den häuslichen Arbeiten und (klassischen) Seminararbeiten gelten grundsätzlich die gleichen Formalien wie für Hausarbeiten. 1. Bestandteile a) Titelblatt Zum Inhalt vgl. Abb. 8 (Seminararbeit) und 9 (häusliche Arbeit). Das Titelblatt wird nicht mit einer Seitenzahl versehen (bei der folgenden Nummerierung der Seiten aber mitgezählt). Abbildung 8 (Seminararbeit) Seminar: Internationaler Terrorismus Thema: Das Gefangenenlager Guantanamo Bay bei Professor Dr. Adelheid Puttler, LL.M. (Sommersemester 2005) Vorgelegt von: Stud. iur. Felix Krull Uhlandstraße Bochum Evtl. -Adresse oder Telefonnummer 5. Fachsemester Matr. Nr.: Bochum, 15. September36 Abbildung 9 (Häusliche Arbeit) Häusliche Arbeit im Schwerpunktbereich VII: Strafprozess, Strafverteidigung und Kriminologie Ruhr-Universität Bochum Juristische Fakultät Thema: Auswirkungen kognitiver Dissonanz im Strafverfahren bei Professor Dr. Thomas Feltes M.A. Vorgelegt von: Stud. iur. Felix Krull Uhlandstraße Bochum Evtl. -Adresse oder Telefonnummer 5. Fachsemester Matr. Nr.: Bochum, 5. Mai 2006 b) Gliederung und Abkürzungsverzeichnis Es gilt das zur Hausarbeit Gesagte ( S. 5 ff. und 16). c) Ausarbeitung Grundsätzlich wie beim Gutachten der Hausarbeit ( S. 17 ff.). Anders als bei Hausarbeiten dürfen in den Fußnoten auch zusätzliche Informationen aufgeführt werden, die nicht unmittelbar in den Text passen, etwa Anmerkungen am Rande oder weiterführende Rechtsprechung und Literatur. Davon sollten Sie allerdings nur sparsam Gebrauch machen. 34 Näher Bernsmann, StV 1997, 116 ff.; ferner Herzberg, JuS 2005, 1, 3. 2737 d) Literaturverzeichnis Wie bei der Hausarbeit (vgl. S. 7 ff.). Bei einer Seminararbeit (und wohl auch bei einer häuslichen Arbeit) ist es allerdings üblich, das Literaturverzeichnis erst nach der schriftlichen Ausarbeitung anzufügen. e) Rechtsprechungsverzeichnis Sobald in einer Seminararbeit mehr als eine einzige Gerichtsentscheidung zitiert wird, verlangen Dozenten häufig ein Rechtsprechungsverzeichnis. Bei weniger als fünf zitierten Gerichtsentscheidungen halten wir es allerdings für übertrieben, dafür extra ein Verzeichnis anzulegen. Unseres Erachtens genügt in diesem Fall, die zusätzlichen Angaben (wie Art, Datum und Aktenzeichen der Entscheidung) in den Fußnoten zu nennen. Richten Sie sich nach den Vorgaben des Dozenten! Erstellen Sie ein Rechtsprechungsverzeichnis, sind die Rechtsprechungsnachweise hierarchisch zu ordnen (Internationale Gerichte vor BVerfG, BAG/BFH/ BGH/BSG/BVerwG vor OLG/OVG bzw. VGH vor LG/VG usw.). Bei Gerichten auf einer Hierarchiestufe (etwa BAG, BGH, BVerwG) ist keine Reihenfolge vorgeschrieben. Datum und Art der Entscheidung EGMR, Urt. v Aktenzeichen, ggf. Name der Entscheidung 1/1989/161/217 Soering v. The United Kingdom EuGH, Urt. v Rs. C-243/01 Gambelli BVerfG, Urt. des 2. Senats vom BVerfG, Beschl. der 3. Kammer des 2. Senats v Fundstelle Series A 161 = EuGRZ 1989, 314 ff. Slg. 2004, I = EuZW 2004, 115 ff. 2 BvF 2/02 BVerfGE 111, 226 ff. = NJW 2004, 2803 ff. 2 BvR 591/00 NJW 2001, 2245 ff. BVerwG, Urt. v C DÖV 1994, 740 = DVBl. 1994, 930 BFH, Urt. v I R 120/93 BFHE 175, 351 = BStBl II 1995, 129 BGH, Beschl. v I ZB 10/94 BPatGE 36, 289 = NJW-RR 1997, 38 f. BGH, Urt. v StR 631/81 BGHSt 30, 363 ff. = NJW 1982, 1164 BayVerfGH, Entsch. v Vf.112-IX-99 VerfGHE BY 53, 20 ff. = MDR 2000, 659 f. 2838 VGH Mannheim, Urt. v S 473/90 NVwZ-RR 1992, 19 f. = DÖV 1992, 79 f. BayObLG, Urt. v St RR 147/96 NJW 1998, 2152 f. OLG Düsseldorf, Beschl. v VII-Verg 78/03 VergabeR 2004, 619 ff. OLG Hamm, Urt. v U 58/00 NJW 2001, 1142 ff. LG Bochum, Urt. v O 102/04 NJW-RR 2005, 463 f. AG Bochum, Urt. v C 35/92 ZfS 1993, 157 f. AG Saalfeld, Urt. v Js 11878/03 Ds jug. NStZ-RR 2004, Fundstellen aus dem angloamerikanischen Bereich Grds. können Sie die Hinweise zum Zitieren deutschsprachiger Literatur heranziehen, sofern Sie eine Arbeit in deutscher Sprache verfassen. Sollten Sie aber etwa im Rahmen einer besonderen Veranstaltung (z.b. Seminar auf Englisch, Moot Court) eine Arbeit auf Englisch verfassen, müssen Sie sich mit den Besonderheiten der Zitierweise im angloamerikanischen Rechtskreis befassen. Für eine korrekte Zitierweise von Fundstellen aus dem angloamerikanischen Rechtskreis ist folgendes Standardwerk zugrunde zu legen: The Bluebook: A Uniform System of Citation (published by the Harvard Law Review Association), 18th ed Brodeur, J.-P. and Shearing, C. (2005): Configuring security and justice, European Journal of Criminology, 2/4: Kane, R. J. (2005): Compromised police legitimacy as a predictor of violent crime in structurally disadvantaged communities, Criminology, 43/2: Pollok, J. (1998): Ethics in Crime and Justice, Belmont, CA: Wadsworth Waddington, P.A.J. (1999): Policing Citizens, London: UCL Press Im angloamerikanischen Raum selbst ist es verbreitet, den Namen des Verlags zu nennen (siehe die vorstehenden Beispiele: Wadsworth und UCL Press ). Schreiben Sie allerdings eine deutsche Seminararbeit, ist die Angabe des Verlags ebenso wie bei deutscher Literatur ( S. 11) nicht erforderlich. In den Fußnoten werden Gerichtsentscheidungen aus dem angloamerikanischen Bereich wie folgt zitiert: Name des Gerichts, Datum der Entscheidung, Name des Falles, Fundstelle der offiziellen Entscheidungssammlung, ggf. Fundstelle der Zeitschrift (dann Jahreszahl am Ende). 2939 35 U.S. Supreme Court, Urteil v , Marbury v. Madison, 5 U.S. 137 (1803); U.K. House of Lords, Entscheidung v , Regina v. Bartle and the Commissioner of Police for the Metropolis Ex Parte Pinochet Ugarte, 2 Weekly Law Reports 827 = 38 ILM 581 (1999). 3. Französischsprachige Fundstellen Grundsätzlich können Sie die Hinweise zum Zitieren deutschsprachiger Literatur heranziehen, sofern Sie eine Seminararbeit oder eine Hausarbeit in deutscher Sprache verfassen. Sollten Sie aber etwa im Rahmen einer besonderen Veranstaltung (Seminar auf Französisch) eine Arbeit auf Französisch verfassen, müssen Sie sich mit den Besonderheiten der Zitierweise im frankophonen Rechtskreis befassen. Eine Hilfestellung bietet hierfür der von der Université Libre de Bruxelles erstellte Leitfaden Rédaction d une bibliographie et des citations bibliographiques (abrufbar unter der Adresse: zuletzt besucht am ). COMBACAU, JEAN ET SUR, SERGE, Droit International Public, 2 e éd., Paris, Montchrestien, 1995 CONSTANTINESCO, VLAD, «Contenu et structure de la Constitution» dans BIEBER, R. ET WIDMER, P (éd.), L espace constitutionnel européen, Zurich, Schulthess, 1995, p DE SCHUTTER, OLIVIER, «Europe in Search of its Civil Society», European Law Journal, Vol. 8, n 2, 2002, p Es ist üblich, die Angaben zum Autor und ggf. Herausgeber in Großbuchstaben anzugeben. Daneben ist es üblich, sowohl den Erscheinungsort (etwa Paris) als auch den Verlag (etwa Schulthess) anzugeben. Gerichtsentscheidungen die Beispiele geben Entscheidungen des EuGH (Cour de justice des Communautés européennes = CJCE) und des Conseil constitutionnel (CC) wieder werden mit den Namen oder der Abkürzung des Gerichts, dem Datum und (kursiv gesetzten) Namen der Entscheidung, dem Aktenzeichen und der Fundstelle (amtliche Sammlung, Zeitschrift) angegeben. 36 CJCE, arrêt du 12 juillet 1988, Parlement c/ Conseil, aff. C-377/87, Rec. p ; Conseil constitutionnel (CC), Paris, décision n DC du 19 novembre 2004, Traité établissant une Constitution pour l'europe, Rec. p40 4. Rechtshistorische Arbeiten (Quellenexegese) Die Zitierweise bei rechtshistorischen Arbeiten weist vor allem bei der Digestenexegese Besonderheiten auf. Die Digesten (auch Pandekten genannt) sind der Hauptteil des Corpus Iuris Civilis, das Kaiser Justinian 533 n. Chr. als Gesetz verkündet hat. Es handelt sich bei den Digesten um Texte römischer Rechtsgelehrter. Die Digesten gliedern sich in 50 Bücher, die wiederum in Titel unterteilt sind. Die Titel der Digesten gliedern sich in Fragmente, auch leges genannt. Im Mittelalter hat man die Fragmente noch einmal in Paragraphen unterteilt. Der erste Abschnitt eines Fragments wird als principium (= Einleitungsparagraph, abgekürzt: pr. ) bezeichnet, der zweite Abschnitt trägt dann die Nummer 1. Eine Digestenstelle zitiert man heute in der Regel mit vier Zahlen, bei der die erste das Buch, die zweite den Titel, die dritte das Fragment und die vierte den Paragraphen bezeichnet. D. 17,1,26,2 = 17. Buch, 1. Titel, 26. Fragment, Paragraph 2. Bei manchen Fragmenten fehlt die besondere Unterteilung in Paragraphen, weshalb eine Digestenstelle dann nur mit drei Zahlen zitiert wird. Eine Digestenexegese umfasst auch die Beschäftigung mit der so genannten Inskription, dem Herkunftsnachweis. Bei der Zitierung einer Digestenstelle ist es üblich geworden, auch die Inskription (meist abgekürzt) wiederzugeben. Die Inskription umfasst den Autor, das Werk sowie die konkrete Stelle innerhalb des Werkes, dem der Text entnommen ist. D. 18,1,6,2: Pomponius libro nono ad Sabinum bezeichnet einen Text, den Pomponius im 9. Buch ( nono ) seines Sabinuskommentars ( ad Sabinum ) schrieb, und der in den Digesten ( D. ) im 18. Buch steht, in dessen 1. Titel, dessen 6. Fragment und darin in Paragraph 2. 3141 5. Generelle Empfehlungen Der Umfang einer Seminararbeit/häuslichen Arbeit richtet sich ausschließlich nach den Vorgaben des Veranstalters. Soweit es keine Begrenzung gibt, empfehlen wir, im Regelfall nicht mehr als 25 bis 30 Textseiten abzugeben. Es empfiehlt sich, eine Seminararbeit/häusliche Arbeit mit einer kurzen Einleitung zum Thema zu beginnen, in welcher in die Grundproblematik und das Untersuchungsziel eingeführt wird. An den Schluss gehört eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Der Stil unterscheidet sich grundlegend von einer Hausarbeit. Der Gutachtenoder Urteilsstil wird in der Regel nicht verwendet. Ziel ist, ein bestimmtes Thema umfassend zu untersuchen. Dabei ist es schädlich, nur fremde Meinungen zu referieren. Vielmehr sollen Sie selbst die Sache wissenschaftlich vertiefen und dadurch die Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten zeigen. Ein lehrreiches und vorbildliches Beispiel, wie man eine Seminararbeit gestaltet und in ihrem Rahmen ein schwieriges Thema behandelt, finden Sie für das Strafrecht bei Herzberg/Scheinfeld, JuS 2002, S. 649 ff. 3242 C. Weiterführende Literatur Vertiefende Hinweise zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit geben beispielsweise folgende Bücher und Aufsätze: o Butzer, Hermann/Epping, Volker: Arbeitstechnik im Öffentlichen Recht, 2. Aufl., Stuttgart 2001, S. 46 ff. o Dietrich, Bernhard: Die Formalien der juristischen Hausarbeit, in: Jura 1998, S o Drüen, Klaus-Dieter/Ahrens, Susanne: Das Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten im Wahlfach Steuerrecht, Herne/Berlin 2001 o Möllers, Thomas: Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten, 3. Aufl., München 2005 o Tettinger, Peter J.: Einführung in die juristische Arbeitstechnik, 3. Aufl., München 2003 Speziell zur Quellenexegese: o Becker, Christoph: Kurzanleitung zur Quellenexegese im Römischen Recht, Band 1, Münster 2003 Zum Arbeiten mit Textverarbeitungsprogrammen: o Müller, Norman: Hausarbeiten mit Word, in: Jura 2000, S43 34 44 Zusammenfassung der Empfehlungen zur Formatierung (plus Hinweise zu MS Word) I. Grundeinstellungen bei Formatierungen Viele von Ihnen werden vermutlich auf das Textverarbeitungsprogramm Word von Microsoft zurückgreifen, um eine schriftliche Arbeit zu erstellen. Im Großen und Ganzen hält das Programm eine Menge Vereinfachungen bereit. Davon zu profitieren, setzt allerdings die Kenntnis des Programms voraus. Damit Sie Formatierungen gezielt einsetzen können, ist es zunächst wichtig zu wissen, wie man sie sichtbar macht. Sichtbar oder unsichtbar machen lassen sich die Formatierungen mit dem Zeichen: Zu finden ist es meist in den Kopfzeilen: Falls dieses Zeichen bei Ihnen nicht in den Kopfzeilen vorhanden ist, sollten Sie es dort einrichten. Dafür gehen Sie auf Extras, dort auf Anpassen. Im dann sichtbaren Fenster klicken Sie auf Befehle und innerhalb des Feldes Kategorien auf Ansicht. Sie sehen dann folgendes Fenster: 35 45 Auf der rechten Seite des obigen Fensters sehen Sie den betreffenden Button. Klicken Sie ihn mit der linken Taste der Maus an, und ziehen Sie ihn indem Sie die Taste gedrückt halten an den von Ihnen gewünschten Platz innerhalb der Kopfzeilen. Eine Seite mit sichtbaren Formatierungen sieht so aus: Dieselbe Seite sieht ohne sichtbare Formatierungen so aus: Hinweis: Selbst wenn die Formatierungszeichen sichtbar sind, bleiben sie auf einem Ausdruck unsichtbar. Sie müssen die Formatierungszeichen also vor dem Drucken nicht extra ausschalten. II. Seitenränder 1. Empfehlungen Seitenrand für Deckblatt, Sachverhalt, Gliederung, Literatur- und Abkürzungsverzeichnis: Oben: 2,0 cm, Unten: 2,5 cm, Links: 3,0 cm, Rechts: 2,0 cm. Rand für den Hauptteil der Arbeit, d.h. bei der Hausarbeit das Gutachten: Oben: 2,0 cm, Unten: 2,5 cm, Links: 7,0 cm (oder ½-seitig = 10,5 cm), Rechts: 2,0 cm (oder 1,5 cm, wenn Sie links 10,5 cm verwenden). 36 46 2. Umsetzung mit MS Word Schritt 1: Schritt 2: 37 47 Problem: Wie lassen sich die unterschiedlichen Seitenränder bei Deckblatt, Sachverhalt, Gliederung etc. (links 3,0 cm) und dem Hauptteil der Arbeit (links entweder 7,0 oder 10,5 cm) innerhalb eines Dokuments einstellen? Lösung: Stellen Sie zunächst auf einer Seite den Rand für das Deckblatt etc. ein (Empfehlungen s.o.). Dann müssen Sie einen Abschnittswechsel einfügen. Vorgehen wie folgt: Schritt 1: Schritt 2: 3848 Bei sichtbaren Formatierungen sehen Sie dann Folgendes: Sie haben jetzt vor dem Abschnittswechsel den ersten Abschnitt und danach logischerweise den zweiten. Nun gehen Sie mit dem Cursor in den zweiten Abschnitt und können auch dort die entsprechenden Seitenränder einrichten. Achten Sie unbedingt jeweils darauf, dass im Fenster Seite einrichten (s.o.) unter Vorschau im Feld Übernehmen für die Einstellung Aktuellen Abschnitt zu sehen ist. Andernfalls verändern Sie bei jeder Festlegung die Seitenränder im gesamten Dokument. III. Seitenzahlen 1. Vorgaben Die Zählung der Seiten mit römischen Ziffern (also II, III, IV usw.) ist vorgesehen für das Deckblatt, ggf. den Sachverhalt, die Gliederung, das Literaturverzeichnis, ggf. das Abkürzungsverzeichnis und ggf. das Rechtsprechungsverzeichnis. Das Deckblatt wird zwar mitgezählt, eine sichtbare Seitenzahl (also eigentlich I ) erhält es gleichwohl nicht. Im Hauptteil der Arbeit, also bei einer Hausarbeit im Gutachten oder im Textteil einer Seminararbeit, sind arabische Ziffern (also 1, 2, 3 usw.) zu verwenden. 2. Umsetzung mit MS Word Um römische Ziffern im so genannten wissenschaftlichen Apparat neben arabischen im Hauptteil anordnen zu können, ist es ebenso wie bei den Seitenrändern zunächst erforderlich, zwei Abschnitte anzulegen. Damit Sie in einem Abschnitt andere Seitenzahlen einfügen können (also für Deckblatt, Sachverhalt etc. römische Ziffern und arabische für den Textteil), müssen Sie veranlassen, dass die Abschnitte in den Kopfoder Fußzeilen unabhängig voneinander sind. 39 49 Das geht wie folgt: Gehen Sie mit dem Cursor in den zweiten Abschnitt (also den Textteil). Klicken Sie sodann in der Kopfzeile auf Ansicht und auf das Feld Kopfund Fußzeile. Sie sehen dann folgendes Bild: Klicken Sie dann auf diesen Button, um das oben rechts sichtbare Wie vorherige auszuschalten. Nachdem Sie den Button betätigt haben, sollte die Seite wie folgt aussehen: Jetzt können Sie mit dem Cursor im betreffenden Abschnitt die entsprechenden Seitenzahlen einstellen, ohne dass dies Auswirkungen auf das gesamte Dokument hat. Zum Erstellen der Seitenzahlen gehen Sie mit dem Cursor zuerst in den Teil mit dem Deckblatt etc. Dann klicken Sie in der Kopfzeile von Word auf Einfügen und dort auf Seitenzahlen. Sie erhalten folgendes Fenster: 40 50 Um die Seitenzahl auf dem Deckblatt unsichtbar zu machen, entfernen Sie ggf. das Häkchen im Kasten vor Seitenzahl auf der ersten Seite! Stellen Sie die Position und die Ausrichtung der Seitenzahlen im betreffenden Kasten ein (wir empfehlen als Position: Seitenende (Fußzeile) und als Ausrichtung: Rechts. Die Art der Zahlen (also ob römisch oder arabisch) lässt sich einstellen, indem Sie zuerst im geöffneten Fenster auf den Button Format klicken. Es erscheint folgendes Fenster: Im Feld Zahlenformat sehen Sie unterschiedliche Formate, wovon Sie I, II, III, wählen. Bei der Seitennummerierung können Sie das Feld Beginnen bei: I einstellen. Sodann schließen Sie beide geöffneten Felder, indem Sie den Button OK betätigen. Automatisch werden sodann die römischen Ziffern erstellt. Um im Hauptteil die arabischen Ziffern einzufügen, verfahren Sie in der gleichen Weise, allerdings muss das Häkchen bei Seitenzahl auf der ersten Seite zu sehen sein (denn auf der ersten Seite des Hauptteils soll ja gerade die Seitenzahl anders als beim Deckblatt sichtbar sein). IV. Textformat 1. Vorgaben Schriftgröße 12pt, normaler Zeichenabstand, gängige Schriftart (z.b. Arial oder Times New Roman); Zeilenabstand mindestens 16pt, üblich ist 1,5-zeilig; Blocksatz (nicht linksbündig). 41 51 2. Umsetzung mit MS Word Wenn Sie ein neues Dokument öffnen, stellt Word eine Formatvorlage zur Verfügung, nämlich Standard. Meistens können Sie das Feld in den Kopfzeilen finden: Ist dieses Feld bei Ihnen nicht vorhanden, können Sie es auf die gleiche Art und Weise in die Kopfzeilen integrieren, wie oben beim Zeichen beschrieben ( S. 35). Die Formatvorlage Standard können Sie verändern, d.h. ganz individuell Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstand etc. einstellen. Dafür klicken Sie zunächst in der Kopfzeile auf Format und dann auf Formatvorlagen und Formatierung. Sie erhalten (meistens auf der rechten Bildschirmseite) folgendes Fenster: 42 52 Achtung: Änderungen der Formatvorlagen können Auswirkungen auf die Datei Normal.dot haben. Diese Datei ist wichtig, weil Word beim Erstellen neuer Dateien grundsätzlich darauf zurückgreift. Bevor Sie also Änderungen an den Formatvorlagen vornehmen, sollten Sie die Datei Normal.dot sichern. Um sie zu finden, gehen Sie im Menüpunkt Extras auf Optionen und sodann auf Speicherort für Dateien. Wenn Sie einen Doppelklick auf Benutzervorlagen machen, wird Ihnen der Speicherpfad angezeigt. Öffnen Sie sodann mit Windows-Explorer diesen Ordner und kopieren Sie die Datei Normal.dot. (erst Datei markieren, dann Strg+C über die Tastatur eingeben). Mit Strg+V können Sie die Datei an einem beliebigen Speicherort zur Sicherheit parken. Beabsichtigen Sie, die Änderungen der Formatvorlagen wieder rückgängig zu machen, dann kopieren Sie die Sicherungskopie in den ursprünglichen Ordner zurück (die Nachfrage zum Ersetzen der Datei beantwortet man mit Ja ). Die alten Formatvorlagen stehen dann wieder zur Verfügung. Wenn Sie mit dem Cursor auf das obere Feld Standard gehen, darin den Pfeil betätigen, sodann Ändern drücken, erhalten Sie das hier rechts sichtbare Fenster. Nunmehr können Sie einstellen o die Schriftart ( ), o die Schriftgröße ( ), o Blocksatz ( ), o und den Zeilenabstand, indem Sie den Button Format ( ) und darin das Feld Absatz klicken. Wenn Sie die Schritte wie soeben unter Nr. beschrieben vornehmen, erhalten Sie das unten sichtbare Fenster. Übernehmen Sie am besten die dort sichtbaren Einstellungen und beenden Sie den Vorgang, indem Sie in den noch geöffneten Fenstern den Button OK betätigen! 43 53 Sie haben die Formatvorlage Standard jetzt entsprechend den allgemeinen Vorgaben für Haus- oder Seminararbeiten verändert. Die Einrichtung der Formatvorlage Standard hat einen bedeutenden Vorteil: Wenn Sie etwa Texte in Ihre Haus- oder Seminararbeit aus anderen Dokumenten hineinkopieren, dann können Sie die von Ihnen bisher verwendeten Formateinstellungen übertragen (also Schriftart, Zeilenabstand, Absatz etc.). Zuerst markieren Sie den betreffenden Abschnitt (meist genügt es auch, wenn Sie mit dem Cursor in den Abschnitt gehen). Sodann gehen Sie mit der Maus auf das Kästchen, wo sonst Standard erscheint, öffnen die dort vorhandene Liste und suchen die Formatvorlage Standard. Diese klicken Sie an. Fertig. V. Überschriften (Formatvorlagen) 1. Empfehlungen Die Überschriften sollten die gleiche Schriftart haben wie der Text. Die Schriftgröße kann 14pt betragen (wenn Text 12pt). Zusätzlich können Sie die Hauptüberschriften fett setzen. Verzichten Sie auf sonstige Spielereien, wie Kursivdruck oder Unterstreichungen! Für den Abstand zum Text empfehlen wir die Einstellungen vor 18pt oder 12pt und nach 12pt bzw. 6pt. 44 54 2. Umsetzung mit MS Word Der Text einer Haus- oder Seminararbeit enthält in der Regel zahlreiche Überschriften. Daraus manuell eine Gliederung zu erstellen, ist mühsam und bei Änderung einer Überschrift muss stets die Gliederung angepasst werden. Vermeiden lassen sich diese Schwierigkeiten mit der automatischen Erstellung einer Gliederung. Damit das Programm allerdings die unterschiedlichen Ebenen der Überschriften als solche identifizieren und daraus eine Gliederung erstellen kann, müssen Sie die Überschriftenebenen zuweisen, und zwar mithilfe der Formatvorlagen. Zunächst klicken Sie in der Kopfzeile auf Format und darin auf Formatvorlagen und Formatierungen. Sie erhalten dasselbe Fenster wie beim Einrichten der Formatvorlage Standard ( S. 42). Am unteren Ende des Fensters finden Sie das Feld Anzeigen. Dort wählen Sie Alle Formatvorlagen ( ). In der Mitte erscheint sodann eine lange Liste mit bereits vorhandenen Formatvorlagen. Suchen Sie die Einträge Überschrift 1, Überschrift 2 usw.! Die Formatierungen für diese Überschriften können Sie meist nicht verwenden, weil bei den Voreinstellungen die Schriftgröße, die Schriftart etc. nicht stimmen. Die vorhandenen Überschriftenformate können Sie aber ändern. Dafür gehen Sie mit dem Cursor auf das Feld mit der Überschrift, die Sie ändern wollen. Wenn Sie auf den Pfeil klicken, erhalten Sie folgendes Fenster: Wählen Sie die Option Ändern! Sie erhalten das Fenster Formatvorlage ändern ( S. 43) und können nun die von uns oben (S. 44) vorgeschlagenen Einstellungen vornehmen. 45 55 Wenn sie nun im Text eine Überschrift geschrieben haben, klicken Sie einfach auf die jeweilige Formatvorlage (z.b. Überschrift 1 ) und schon formatiert Word Ihre Überschrift mit den Einstellungen, die Sie zuvor bei der Formatvorlage (z.b. Überschrift 1 ) vorgenommen haben. Diesen Vorgang wiederholen Sie bei allen weiteren Überschriften in Ihrem gesamten Text, je nach Gliederungsebene. Wenn Sie also A. als erste Überschriftenebene vorgesehen haben, formatieren Sie A. mit Überschrift 1, I. mit Überschrift 2, 1. mit Überschrift 3 usw. VI. Automatisiertes Erstellen einer Gliederung Gehen Sie zuerst mit dem Cursor auf die Seite, auf der Sie die Gliederung erstellen möchten. Klicken Sie dann in der Kopfzeile auf Einfügen und dort auf Referenz und in dem sich öffnenden Feld Index und Verzeichnisse. Nachdem Sie diese Option gewählt haben, klicken Sie in dem sichtbaren Fenster in der ersten Zeile auf Inhaltsverzeichnis. Sie sehen dann folgendes Fenster. Am besten Sie übernehmen die hier sichtbaren Einstellungen komplett (bei den Ebenen wählen Sie die von Ihnen benötigte Anzahl). 46 56 Haben Sie die Einstellungen vorgenommen, beenden Sie den Vorgang mit OK. Und schon erstellt Word automatisch eine Gliederung. Ab und zu müssen Sie die Gliederung aktualisieren. Bei neueren Versionen von Word können Sie innerhalb der Gliederung die rechte Maustaste betätigen und erhalten folgendes Fenster: Klicken Sie auf Felder aktualisieren! Sie sehen dann das unten sichtbare Fenster, worin Sie einstellen: Gesamtes Verzeichnis aktualisieren und den Vorgang mit OK beenden. 47 57 VII. Fußnoten Schritt 1: Schritt 2: Wollen Sie die Fußnoten formatieren, d.h. etwa die Schriftgröße oder den Zeilenabstand verändern, dann benötigen Sie zunächst die Liste mit den Formatvorlagen (über Format und Formatvorlagen und Formatierungen ). Gehen Sie dann mit dem Cursor auf eine Fußnote. Als Formatvorlage erscheint dann Fußnotentext. Über Ändern gelangen Sie zum Fenster Formatvorlage ändern. Dort können Sie alle gewünschten Einstellungen vornehmen (z.b. Schriftgröße 11pt). 48 58 Um den Einzug hängend zu gestalten, klicken Sie im Feld Formatvorlage ändern auf Format und dann auf Absatz (wie in der folgenden Abbildung zu sehen). Sie erhalten dann folgendes Fenster. Die dort sichtbaren Einstellungen können Sie übernehmen. Den Vorgang beenden Sie mit Betätigung des Buttons OK. 49 Mehr anzeigen
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References: BGH 
 Art. 1
 EGMR 
 Art. 23
 EuGH 
 BGH 
 EuGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 8
 Art. 110
 Art. 2
 Art. 20
 Art. 18
 Art. 2
 EuGH