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Timestamp: 2018-02-18 03:15:28+00:00

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Krankheit, Aussteuerung, ALG 1 ? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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01.02.2010, 14:23 #1
Kicker->Emailproblem
Krankheit, Aussteuerung, ALG 1 ?
Hallo, ich hab mal nee Frage. Was passiert nach 6 Wochen Entgeltfortzahlung, 78 Wochen Krankengeld und Aussteuerung. Hab jetzt von nem Bekannten gehört, dass er danach ALG 1 bekommen hat, obwohl das Arbeitsverhältnis nie gekündigt wurde. Nur gab es eben keinen Arbeitspatz mit den gesundheitlichen Einschränkungen bei dem Arbeitgeber. Bekommt man dann wirklich ALG 1?
01.02.2010, 16:06 #2
AW: Krankheit, Aussteuerung, ALG 1 ?
kurz gesagt ja, aber die Umsetzung durch Die AA ist häufig nicht rechtskonform.
Zunächst bekommst du nach Ablauf der 78 Wochen Krankengeld (da sind die 6 Wochen Lohnfortzahlung und eventuelle Reha-Maßnahmen übrigens inclusive, das heißt die Zahlungsdauer von 78 Wochen verlängert sich dadurch nicht!!!) von deiner KK einen Bescheid, dass ab dem Tag X kein Krankengeld mehr gezahlt wird (Aussteuerung) und damit auch deine Krankenversicherung endet.
Rechne nach ob das stimmen kann (es gilt nur die Krankheit wegen der du aktuell ohne Unterbrechung krankgeschrieben bist, frühere auf andere Krankheiten bewirken eine eigene Blockfrist), mich wollte man auch schon 6 Monate zu früh aussteuern
Stimmt was nicht = Widerspruch einlegen!
Ansonsten mit deiner aktuell laufenden AU-Bescheinigung (Kopie!) und dem Schreiben der KK (Kopie!) sofort zum AA hin und ALG nach § 125 SGB III beantragen!
Das ist eine Sonderregelung für genau solche Fälle, weil man sonst ja gar kein Geld mehr bekäme bzw. gleich HartzIV beantragen müßte.
Ob der Arbeitsplatz noch vorhanden ist oder nicht spielt dafür keine Rolle
Die meisten haben ja vor ihrer Erkrankung lange gearbeitet und einen Anspruch auf ALGI erworben, das ist natürlich Voraussetzung für diesen Weg.
Die AA wird dann, nach Tag X, eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst (MD) veranlassen und je nach Ergebnis geht es dann unterschiedlich weiter.
Zumindest bis dahin muß ALGI auf Grund § 125 gezahlt werden, so ist jedenfalls die Gesetzeslage.
Leider scheinen sich manche AAs damit nicht auszukennen
Für jetzt soll es genug sein, aber wenn du mehr wissen willst melde dich und stelle weitere Fragen dazu.
03.02.2010, 11:34 #3
Die Agentur wird Dich auffordern , innerhalb von 4 Wochen einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen.
08.02.2010, 14:31 #4
Volume80->Emailproblem
hab eine ähnliche Frage und durch die Such-Funkton bin ich auf diesen Thread gekommen:
Seit Dez. 08 wegen derselben Krankheit krankgeschrieben ( incl. 6 Wochen Lohnfortzahlung, Reha). Die 78 Wochen enden im Juni. Mittlerweile gekündigt bekommen, d.h. ab 1.3. arbeitslos. Bin weiterhin krankgeschrieben und wird sich sicherlich so schnell auch nicht ändern, leider.
War beim AA um mich arbeitssuchend zu melden, die meinten aber, solange ich krankgeschrieben bin, sind sie nicht für mich zuständig. War dann aus einem anderen Grund bei meiner Krankenkasse und "nebenbei" meine SB auf das angesprochen. Sie wiederum meinte, ich soll mich demnächst beim AA melden.
Wenn ich den Beitrag von Doppeloma richtig verstanden habe, dann hat die KK recht.
@Doppeloma: was genau meinst du mit "Schreiben von der KK"???
Wie solll ich jetzt fortfahren. Habe keine Lust mich dauernd hin und her schicken zu lassen.
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10.02.2010, 02:34 #5
Hallo Volume80,
wenn du weiterhin durchgehend AU geschrieben bist, dann lass dich nicht von der KK an die Arbeitsagentur abschieben
Die möchte natürlich auch gerne Geld sparen und versucht das bei einer Kündigung sehr gerne!!!
Da wird dann gerne mal (meist per Aktenlage) durch den MDK (der Krankenkasse!) festgestellt, dass du mindestens für 3 Stunden täglich ("Teilzeit")-arbeitsfähig wärst und dich deswegen bei der AA melden sollst. Das ist Blödsinn, dazu hat die KK kein Recht!
Die AA hat dir aber bereits erklärt wann du dich wieder melden sollst (nämlich wenn du Vollzeitgesund bist) und das ist aktuell völlig korrekt , denn Krankengeldanspruch ist immer vorrangig vor ALG-Anspruch (bekommst ja auch mehr Geld als beim ALG!).
Erst wenn du schriftlich von der KK informiert wirst, dass du ab Tag X (Anspruch erschöpft / Aussteuerung) kein Krankengeld mehr erhältst mußt du dich tatsächlich bei der AA melden (wenn ich dich richtig verstehe hast du das ja bereits getan?). Die KK muß aber trotzdem bis zu diesem Tag weiterzahlen wenn du weiter AU bist.
Falls du dann immer noch nicht gesund bist ist nach Tag X die Arbeitsagentur dran, dann beantragst du ALGI nach § 125 SGB III (Anspruch auf ALG I ist natürlich Voraussetzung!).
Was dann folgt habe ich hier schon mehrfach beschrieben aber wenn du noch Fragen hast dann frage!
Krankengeld endet im Juni! Wann kann ich denn mit Post von der KK rechnen oder muss ich mich selbst darum kümmern? D.h. persönlich vorbeischauen?
War zwar schon bei der AA, allerdings wurden keine Daten von mir festgehalten!
Wie ist das jetzt eigentlich mit den SV-Beiträge (RV...), wenn ich ab dem 1.3. arbeitslos bin? Da ändert sich ja trotzdem nichts, sondern wird weiterhin vom Krankengeld abgezogen!?
Werde weiterhin mich durch das Forum durchlesen...
10.02.2010, 21:11 #7
hat dir denn die KK bereits schriftlich mitgeteilt, wann genau im Juni (also den Tag X) dein Krankengeld endet oder hat dir das die SB der KK nur mal so gesagt?
Das ist ein schriftlicher Bescheid, gegen den du Widerspruch einlegen kannst wenn die was falsches gerechnet haben sollten
Ich erhielt das Schreiben so ca. 3 Monate vor Ende der 78 Wochen-Frist.
Solange dir nicht schriftlich mitgeteilt wird, dass und warum die KK nicht mehr zahlt und ab welchem Tag genau brauchst du auch nicht nachzufragen.
Es ist Angelegenheit der KK dich rechtzeitig schriftlich darüber zu informieren!!!
Mit diesem Schreiben (Kopie) von der KK und deiner (dann) aktuellen Krankschreibung (Kopie) gehst du dann erneut zur Arbeitsagentur und teilst denen mit, dass du Anspruch auf ALG I nach § 125 SGB III geltend machst, da du voraussichtlich noch längere Zeit AU sein wirst.
Natürlich nur wenn es dann tatsächlich noch so ist!
Ansonsten meldest du dich ab dem 01.03.2010 einfach gesund für die normale Vermittlung (beantragst ganz normal dein ALG I) sobald du gesund bist (so wie man es dir aktuell bei der AA gesagt hat).
mit den SV-Beiträgen liegst du völlig richtig, die werden vom Krankengeld abgezogen. Dein AG zahlt ja nichts mehr seit du dein Geld von der KK bekommst.
10.02.2010, 23:31 #8
die SB der KK hat mir das so nebenbei erzählt. Das ich das noch schriftlich bekommen werde, davon war nicht die Rede und mir auch nicht bewusst, dass dies ein schriftlicher Bescheid ist.
So wie es aussieht werde ich zum 1.3. nicht wieder gesund sein, leider, so dass ich dann einen Antrag nach § 125 stellen muss.
Bin zum ersten Mal in dieser Situation und habe leider das Gefühl, dass ich von Seiten der KK und AA nicht richtig informiert werde.
Von daher, "ein Hoch" auf dieses Forum und nochmals vielen Dank!
11.02.2010, 00:22 #9
ich schreibe dir mal die wichtigsten Zeilen aus meinem Bescheid zur "Aussteuerung" aus dem Krankengeld hier rein:
"Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften erhalten Sie Krankengeld bis zum xx.xx.2008.
... Mit der Beendigung der Krankengeldzahlung endet auch die Mitgliedschaft bei unserer Krankenkasse.....
Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie sich sofort unter Vorlage dieses Bescheides bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur melden sollten....
Dieser Bescheid wird gemäß §§ 77 ff. Sozialgerichtsgesetz (SGG) bindend, wenn nicht binnen eines Monats nach seiner Bekanntgabe schriftlich oder mündlich zur Niederschrift Widerspruch bei unserer Krankenkasse erhoben wird (§ 36 Sozialgesetzbuch-SGB-X)."
So oder ganz ähnlich muß es in dem Schreiben deiner Krankenkasse dann auch drinstehen, mündlich geht garnicht
Bis zu dem (in diesem Bescheid) angegebenen Datum muß die KK weiter Krankengeld zahlen wenn du weiter (ohne Unterbrechung) AU bist!!!
Du sollst dich zwar (vorsichtshalber) mit diesem Bescheid nochmals bei der AA melden, die zahlt aber trotzdem nicht solange ein Anspruch auf Krankengeld von der KK besteht.
Wichtig ist alleine deine fortlaufende Krankschreibung (auch nach dem 01.03.) und nicht ob du deinen Job noch hast oder nicht, lass dich da mit der KK auf keinerlei mündliche Diskussionen ein.
Wenn die was wollen, dann bitte schriftlich
Erst wenn du nach Ende der Krankengeldzahlung noch immer AU bist ist die AA für dich zuständig und (nur) in diesem Fall nach § 125 (weil du krank der Vermittlung erst mal nicht zur Verfügung stehst)!
Ich weiß, das ist Alles wahnsinnig kompliziert, ich habe auch lange gebraucht das so einigermaßen zu verstehen.
Bei mir endete die KK-Zahlung schon letztes Jahr und seitdem erhalte ich ALG I (nach § 125) da ich noch immer AU geschrieben bin.
Dazu dann mehr wenn es soweit ist.
14.11.2011, 12:45 #10
dies ist zwar schon ein älterer Thread aber leider geht meine Behördenleidenszeit weiter und ich brauche wieder einen Rat.
Vorgeschichte ist oben zu lesen. Dank den Tipps funktionierte alles reibungslos. Nach einer Zeit ging es mir gesundheitlich wieder besser so dass ich nicht mehr krankgeschrieben war und stand dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung und habe dann seit dem 1.4.2011 eine unbefristete Arbeitsstelle. Leider bin ich seit September wieder wegen der selben Krankheit krankgeschrieben. Die sechs Wochen Lohnfortzahlung sind vorbei und Anspruch auf Krankengeld habe ich wegen Aussteuerung/selbe Krankheit erst ab Dezember wieder. Momentan beziehe ich von keiner Stelle irgendwelche Leistungen weil sich keine Behörde zuständig fühlt. Afa sagt mir, dass solange ich im Arbeitsverhältnis stehe, sie nichts für mich tun können und dass die im Jobcenter wohl auch nichts für mich tun können. Versuche gerade bis Dezember es finanziell zu überbrücken. War heute bei der DRV und habe einen Antrag auf EM-Rente gestellt. Die Sachbearbeiterin war etwas überrascht dass ich keine Leistungen beziehe. Steht mir denn irgendwas zu oder muss ich den Monat überbrücken. wahrscheinlich ist es jetzt auch schon zu spät noch nachträglich etwas zu beantragen aber interessieren würde es mich trotzdem ob es da noch eine Alternative gibt außer von Behörde zu Behörde geschickt zu werden.
14.11.2011, 13:13 #11
ich würde auf jeden Fall schnellstmöglich mal einen Antrag auf ALG II bzw. Grundsicherung einreichen.
Sagen können die viel, dass Dir nichts zusteht (sagen die wohl auch recht schnell, um Geld zu sparen), wichtig ist, dass Du das Schwarz auf Weiß hast (rechtsfähiger Bescheid), um ggf. gerichtlich was machen zu können.
14.11.2011, 13:49 #12
Vielen Dankf für die schnelle Antwort!
Besteht überhaupt Anspruch für mich? Bin 36 Jahre alt und habe seit meiner Lehrzeit als Mechaniker in den 20 Jahren einiges zusammengespart. Bin mit Sicherheit mit Sparbuch usw über den Freibetrag. Eigentumswohnung habe ich auch bzw am abbezahlen. Bin mir da nicht sicher ob ich doch einen Antrag stellen soll/darf, weil ich befürchte dass dabei nichts rauskommt! oder soll ich doch und hab das somit schriftlich!? Es handelt sich nur um diesen Monat das ich überbrücken muss, bis ich, falls ich weiterhin krankgeschrieben bin (davon gehe ich aus), wieder Krankengeld bekomme
15.11.2011, 00:28 #13
Es handelt sich nur um diesen Monat das ich überbrücken muss, bis ich, falls ich weiterhin krankgeschrieben bin (davon gehe ich aus), wieder Krankengeld bekomme
Ich gehe mal davon aus, dass im Dezember die neue Blockfrist bei der Krankenkasse (für die ausgesteuerte Krankheit) beginnt bei dir, so verstehe ich jedenfalls deine Information dazu.
Beantrage doch schriftlich (!!!) eine "Überbrückungsleistung" als SOFORT-Darlehen beim Jobcenter, das sollte eigentlich möglich sein, musst du dann aber zurückzahlen.
Wenn du aus deinem "Vermögen" diesen einen Monat überbrücken KANNST solltest du das tun, die KG-Zahlung ab Dezember (wie die KK dir mitgeteilt hat) scheint in Ordnung zu gehen, es MUSS aber wohl erst die NEUE Blockfrist von 3 Jahren beginnen.
Hat man dir zur Beitragszahlung GAR NICHTS gesagt, es zahlt ja auch im Moment niemand deinen Beitrag bei der Krankenkasse.
Kläre das bitte auch noch unbedingt, damit es dann im Dezember nicht wieder neue Probleme gibt und lass dir von der KK ALLES schriftlich geben.
Was die mal so erzählen, das weiß dann später KEINER mehr so genau.
Ist schon traurig, wie man in D wegen Krankheit plötzlich sogar ganz OHNE Geld dastehen kann und das sogar mit einem festen Job.
15.11.2011, 07:03 #14
15.11.2011, 14:43 #15
Was genau meinst du damit: "es MUSS aber wohl..."?
Ich bin doch noch in einem Arbeitsverhältniss, gekündigt wurde mir ja nicht. Bin doch über den Arbeitgeber versichert!??
In der Tat sehr traurig! Da ist man froh dass es solch ein Forum gibt, das einem hilfreiche Tipps gibt.
15.11.2011, 19:00 #16
hast du denn nicht nachgefragt bei deiner Krankenkasse, WARUM du erst ab Dezember (wieder) Krankengeld bekommen sollst und NICHT SOFORT, nach der Lohnfortzahlung durch deinen Arbeitgeber ???
Manchmal verstehe ich ehrlich NICHT, WARUM bei sowas KEINER nachfragt, WARUM ist das SOOO...
Es gibt bei JEDER Erkrankung mit AU-Bescheinigung eine sogenannte Blockfrist von 3 Jahren in der man (für GENAU diese Krankheit) einen Anspruch auf bis zu 78 Wochen Krankengeld hat, dann wird man für diese Krankheit ausgesteuert. (Ende der Krankengeld-Zahlung!).
Für einen erneuten Anspruch auf Krankengeld (für DIE SELBE Krankheit!) MÜSSEN bestimmte Bedingungen erfüllt sein, dazu gehört auch der Beginn einer NEUEN Blockfrist von 3 Jahren.
Allerdings MUSS man auch zu Beginn der Erkrankung (AU-Bescheinigung) auf Krankengeld versichert gewesen sein, das ist NUR bei ALGI-Bezug oder über einen Arbeitgeber der Fall.
Diese Bedingung ist offenbar für deinen Fall erfüllt, du darfst auch bis zur nächsten AU wegen der (ausgesteuerten) Krankheit insgesamt 6 Monate NICHT deswegen AU gewesen sein.
UND es MUSS erst die NEUE 3-Jahresfrist (DAFÜR) beginnen, damit du Krankengeld von der Krankenkasse erneut, für bis zu 78 Wochen bekommen KANNST.
Beim AG zählt das nach anderen Gesetzen mit der Lohnfortzahlung, die KK zahlt aber trotzdem erst (wieder) Krankengeld, wenn die ALTE Blockfrist abgelaufen ist, welchen Tag hat man dir denn genannt dafür ???
Beispiel, Krankheit A / 1. AU ab 01.05.2008 =1.Blockfrist bis zum 30.04.2011 / 2. Blockfrist beginnt am 01.05.2011 usw.
Innerhalb der jeweiligen Blockfrist wird Krankengeld für Krankheit A NUR für höchstens 78 Wochen gezahlt, dann wird ausgesteuert.
Wenn also im Beispiel die 78 Wochen bereits im Januar 2011 abgelaufen waren, gibt es für Krankheit A frühestens ab dem 01.05.2011 (Beginn der 2. Blockfrist) erneut (bis zu 78 Wochen) Krankengeld von der KK, VORHER NICHT.
Das ist ein SEHR vereinfachtes Beispiel, es spielen noch einige andere Dinge da mit rein, das sollte/hätte/ müsste dir aber deine KK einigermaßen erklären KÖNNEN, denn es ist deren "täglich Brot", ICH kann NUR vermuten, dass es damit zu tun hat.
Du bekommst doch KEIN Geld mehr von deinem AG, da bist du von DORT aus auch NICHT mehr versichert.
Deine Krankenversicherung wird NUR solange vom AG gezahlt, wie du von DORT auch Geld bekommst (aus dem LOHN!!!), dein Arbeitsverhältnis hat damit NICHTS zu tun, das besteht selbstverständlich ungekündigt weiter.
Ich bin auch IMMER noch bei meinem AG fest angestellt, meine K-Versicherung bezahlt inzwischen das JobCenter, weil ich dort (leider im Moment, wegen Renten-Klage) meinen Lebensunterhalt beziehen muss.
Mein AG bezahlt meine Krankenversicherung schon lange NICHT mehr, ich habe doch dort aktuell schon lange KEIN Arbeitseinkommen mehr, wo der das von abziehen könnte...
Das dürfte bei dir kaum anders sein, es sei denn, du bist im öffentlichen Dienst als Beamte, damit kenne ich mich nicht aus.
23.11.2011, 19:53 #17
Charinthy->Emailproblem
bin neu hier und hoffe das mir evtl jemand helfen kann. Ich denke, dass das Thema zu eueren oberen Schilderungen passt.
Es geht um meinen Vater, er ist seit dem 1.4.2010 krankgeschrieben und hat von da an Krankengeld bezogen. Er hatte am 1.4.2010 einen Herzinfarkt, im Juni 2010 wurde bei ihm MS diagnostiziert und zu guter letzt hat er im Oktober einen Bypass im linken Bein bekommen. Danach folgten zahlreiche Reha Maßnahmen und Gutachten die ihm die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Im Dezember 2010 wurde ihm durch seinen Arbeitgeber gekündigt.
Nun hat ihn die KK ausgesteuert, womit ja nun das AA für ihn zuständig ist. Er erfüllt alle Voraussetzungen (Rentenantrag ist gestellt) um ALG I zu beziehen ABER das AA zahlt seit 2 Monaten keinen Cent. Es gibt auch keine Begründung, weshalb. Er hatte direkt beim Antrag auch eine AU eingereicht. Kann dies der Grund für die ausstehende Zahlung sein?
Er hat letzten Monat eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst vom AA gehabt, dort wurde festgestellt, dass er grundsätzlich erwerbsfähig wäre. Das ist für mich unfassbar!!!
Jetzt hat er in den nächsten Tagen einen Termin bei seinem SB im AA zu dem ich ihn begleiten möchte. Kann mir jemand sagen auf welche Paragraphen ich mich beziehen kann um endlich das ALG I einzufordern? Und kann das ALG I rückfordernd gezahlt werden?
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23.11.2011, 20:16 #18
Zitat von Charinthy
Dein Vater erhält Geld ab dem Zeitpunkt zu dem er sich arbeitslos gemeldet hat. Es wurde wohl erst das amtsärztliche Gutachten abgewartet. Wichtig ist in dem Zusammenhang allerdings, dass sich Dein Vater dann beim Termin auch ausdrücklich im Rahmen des ÄG dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt, dann müsste es normalerweise schnell gehen und das Geld wird ausgezahlt.
23.11.2011, 20:23 #19
ÄG= Ärztliches Gutachten?
D.h also im klartext: Er muss sich trotz seiner Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen?
Wie sieht es denn aus, wenn er ALG I bezieht, kann oder muss er sich wieder krankschreiben lassen?
23.11.2011, 20:57 #20
arbeitsunfähig ist er rein vom Gesetz her nicht mehr. Nach der Aussteuerung sind die Krankenscheine für die gleiche Krankheit nicht mehr "gültig".
23.11.2011, 23:01 #21
Ach ja?? Wie machen das die anderen hier die jahrelang krankgeschrieben werden??Wo steht das was du sagst??
Man wir ja schliesslich nicht dadurch nur weil man ausgesteuert ist, wenns nach deiner Aussage ging bräuchte der § 125 nicht zu existieren und jeder muss sich dann dem Arbeitsmarkt stellen??
28.01.2012, 10:54 #22
Sonnensucher->Emailproblem
ich habe schon lange und vieles im Forum gelesen und dadurch Tipps erhalten. Heute habe mich angemeldet, um Euch auch mit meinem Problem zu belästigen und hoffe, erste Hilfe von Euch zu erhalten.
Ich, 53, Schwerbehinderung 50%, nach 26 Jahren in einer Firma zum 31.07.2011 betriebsbedingt gekündigt. Seit 13.07.2011 erneut arbeitsunfähig. Es läuft eine Kündigungsschutzklage.
Zum 14.01.2012 von Krankenkasse ausgesteuert da 78 Wochen Krankengeldbezug, incl. 6-wöchiger Reha Ende 2010, Kostenträger DRV Bund.
Anfang Januar bei Agentur für Arbeit gemeldet, Unterlagen erhalten und ausgefüllt, incl. freiwilligem Gesundheitsfragebogen incl. Gutachten. Allerdings habe ich die Schweigepflichtentbindung nicht unterschrieben. Ich möchte einfach nicht, dass sich andere Personen über mich unterhalten, ohne dass ich den Gesprächsinhalt kenne.
Kann sein, dass ich deshalb noch eine persönliche Einladung erhalte. Mal sehen.
Die Sachbearbeiterin sagte mir bei Abgabe der Unterlagen, dass wir uns wahrscheinlich in ca. 4 Wochen wieder sehen, wenn das Gutachten des medizinischen Dienstes vorliegen würde.
Sie sagte, sollte ich weiterhin arbeitsunfähig sein, müsste ich einen Rentenantrag stellen, da ich ja nicht vermittelbar sei und eine Reha wohl nicht genehmigt werden würde. Ich sagte, dass ich noch nicht in Rente, sondern arbeiten möchte. Mir hat mein Arzt gesagt, wenn die Kündigungsschutzklage beendet wäre, ich auch wieder psychisch in der Lage sei, wieder zu arbeiten.
Muss ich dann tatsächlich einen Rentenantrag stellen?
Kann ich darauf bestehen, mich vermitteln lassen, obwohl ich arbeitsunfähig bin?
Man kann ja auch im Berufsleben arbeiten, wenn man krank ist!
Welche Arbeit kann man mir anbieten?
Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, in den ersten 3 Monaten der Arbeitslosigkeit kann man mir eine Arbeit anbieten, die 10% unter dem vorherigen Einkommen lag, nach weiteren 3 Monaten eine Arbeit, die 20% unter dem vorherigen Einkommen lag.
Kann man mich gleich in irgendwelche Maßnahmen stecken, oder gilt das nur für Langzeitarbeitslose?
Heute Morgen erhielt ich erste Post von der AfA mit dem Inhalt, dass über meinen Antrag noch nicht entschieden werden kann, da das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung noch nicht vorliegt. Weiterhin ist ein Hinweis enthalten, das ich, solange ich kein Arbeitslosengeld erhalte, weder kranken- noch pflegeversichert bin. Das bedeutet also Nahtlosigkeit. Ist das so korrekt?
Ich muss mich unbedingt am Montag einmal mit meiner Krankenkasse unterhalten.
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Verfassungstreue->Emailproblem
Stummelbeinchen hat hier Recht,Kaffeesäufer,Krankenscheine zur Bestätigung eine AU gelten nur gegenüber AG und KK,mit der Aussteuerung aus KK bekommt man keinen Krankenschein mehr.Eine AU im Rahmen des AA kann der Hausarzt weiterhin feststellen und bescheinigen,die entsprechende Restleistungsfähigkeit für den aAMarkt legt allerdings der Amtsarzt des AA fest.(deren Höhe natürlich trotzdem niemand unwidersprochen hinzunehmen hat-immer schriftlich verlangen und im Zweifel effektive Rechtsverfolgung durch Widerspruch und Klage betreiben)
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28.01.2012, 13:28 #24
Wenn Du Arbeitslosengeld nach § 125 haben möchtest, bist Du dazu verpflichtet
Nein. Die Agentur darf Dich in diesen Fällen nicht vermitteln.
Jein. Wenn Du krank bist, kannst Du arbeiten gehen. Aber wenn Du au bist (und dass heißt durch die Arbeit verschlechert sich deine Krankheit bzw. heilt dann nicht) wird Dich kein Arbeitgeber beschäftigen.Im Übrigen wärst Du dann nicht versichert, sollte Dir während der Arbeit etwas passieren.
Das wird nach dem Vorliegen des Ärztlichen Gutachtens gemeinsam mit Dir entschieden.
Nein. Der Paragraph, den Du meinst ist § 121 Abs. 3 SGB III. In den ersten 3 Monaten musst Du 20% Einbußen vom Lohn hinnehmen. In den Monaten 4-6 sind es 30% und ab dem 7. Monat der Arbeitslosigkeit ist alles zumutbar, dessen Nettogehalt plus Auslagen, um zur Arbeit zu gelangen = dem ALG1 entspricht.
Mit der Arbeitslosmeldung hast Du zugestimmt an "Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung in das Erwerbsleben" teilzunehmen. Das steht im § 119 Abs. 5 SGB III.
Naja. Es ist so, dass wenn erstmal das ALG1 nach § 125 bewilligt wurde, es dann kaum eine Möglichkeit gibt, es wieder zurückzunehmen. Dazu gabs in der Vergangenheit auch mehrere Urteile. Daher wartet man nun ab, bis das Gutachten da und damit klar ist, ob Du der Nahtlosigkeit unterliegst oder nicht.
Bitte lies auch das Merkblatt 1, was Du bekommen hast. Da stehen nochmal Hinweise drin, was Du beachten musst.
31.01.2012, 08:51 #25
Hallo Sonnensucher,habe Deinen Beitrag noch einmal gelesen und habe das Gefühl, Du selbst und Dein Arzt,Ihr seid der Meinung Du kannst und wirst wieder arbeitsfähig werden...?Wenn Du also beruflich rehabilitierbar bist, ist die Auskunft der AfA frundlegend falsch.Dann hast Du Dich aufgrund Kündigung(Schutzklage hin oder her)ordentlich arbeitslos gemeldet und hast sofort und ohne Spielchen vorgeblicher Prüfungsnotwendigkeiten-entsprechend mindest einstweilig Anspruch auf ALGI incl.Schutz aller Sozialversicherungen.Du hast auch nicht zu verantworten,das irgendein ärztl.Gutachten noch nicht vorliegt-derzeit hast Du sofort ordentlichen Anspruch auf ALGI vollkommen von jeder Nahtlosigkeit entkoppelt!Nahtlosigkeit bedeutet einzig eine Sperrfrist für die Arbeitsverwaltungen, ALGI gegenüber Anspruchsinhabern zu verweigern,die ein anhängiges Erwerbsminderungsrentenverfahren gegen die Rentenversicherung betreiben,dass bei Erfolg natürlich ALGI Ansprüche gegen Arbverw.ausschliesst.Damit in der Zeit dieser Rechtsanhängigkeit von Rechtsstreiten gegen zwei unterschiedliche Sozialversicherungsträger sich Anpsrüche nicht gegenseitig aufheben und der Streitführer faktisch nicht vollständig mittellos gestellt ist,auferlegt der § 125 SGB III den Arbeitsverwaltungen die entsprechende Sperre(auch Nahtlosigkeit genannt)ALGI mit genau der Begründung zu verweigern,die die Rentenversicherung in dem dort geführten Rechtsstreit nicht anerkennt-sprich,man ist erwerbsgemindert und steht deshalb dem aAMarkt nicht zur Verfügung.Das allein ist der Nahtlosigkeitsgrundsatz,der in Deiner Schilderung doch irgendwie ordentlich durcheinander gewürfelt wird.Willst Du also ALGI nach Nahtlosigkeit,ist ein Erwerbsminderungsrentenverfahren zwingend notwendig.Deiner Schilderung entnehme ich,Du kannst und willst noch weiter arbeiten,damit fällt dieses Verfahren für Dich weg und Du hast aufgrund Deiner ordentlichen derzeitigen Arbeitslosigkeit und ordentlicher Antragstellung Anspruch auf unverzüglichen Arbeitslosenversicherungsschutz aus ALGI ohne Verzögerung und Verschleierung,-nach dem rechtskräftigem Entscheid über die Kündigungsschutzklage wird neu geordnet.Bis dahin bekommst Du ALGI natürlich auch,wenn Du AU bist!Die Aussteuerung aus der KK bedeutet einzig,dass Du kein KG mehr bekommst,jetzt bekommst Du ALGI-obwohl DU weiterhin krank bist.Streite darüber,ob Du krank bist oder nicht dürfen Deine Ärzte und die Ärzte der AfA untereinander austragen-Du bist ärztl.anerkannt krank und stehst damit dem allgemeinen Arbeitsmarkt zwar nicht zur Verfügung,aber das nur befristet,solange nichts anderes rechtssicher erkannt ist-daraus erwächst der AfA keinesfalls das Recht,Dich krank zur Arbeit oder Arbeitssuche zu schicken oder Dir anderenfalls Ansprüche zu verweigern!-weitverbreiteter Irrtum,es gäbe nur "gesundgeschriebene" Arbeitslose...Sieht der med.Dienst der AfA Anhaltspunkte für grundelgend entbehrende Rehabilitationsmöglichkeiten und damit Wiederherstellung von objektiver Verfügbarkeit,ist die AfA allerd.berechtigt,Dir den Antrag auf Erwerbsminderungsrente abzuverlangen,auch,um diese med.Frage juristisch aufzuklären!All das jedoch berechtigt keinesfalls zur Verweigerung von ALGI,es ändert sich nur die Grundlage nach SGB zum Anspruch auf ALGI,den allerdings grundsätzlich hast Du bereits!!Lass Dir da nichts anderes erzählen und nimm I M M E R einen erfahrenen Beistand mit!!Dringend!!!
aussteuerung, krankheit
Teilrente-Aussteuerung-Arbeitsamt ? Rudi Ratlos Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 5 12.11.2007 23:26

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 § 119
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