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Timestamp: 2016-10-24 18:33:27+00:00

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U 210/01 (11.06.2003)
"Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft, Alfred-Escher-Strasse 50, 8022 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
G.________, 1950, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Albrecht Metzger, Seefeldstrasse 62, 8008 Z�rich
Der 1950 geborene, als Gastwirt selbstst�ndig erwerbst�tige G.________ war bei der "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft freiwillig gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Infolge eines Sturzes erlitt er am 19. M�rz 1997 eine Grundgelenkluxation am linken Daumen. Als nach mehrmaliger Operation feststand, dass von der Weiterf�hrung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte, stellte der Unfallversicherer die bisher erbrachten Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) mit Verf�gung vom 17. Februar 2000 r�ckwirkend ab dem 1. Juli 1999 ein und verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung.
Die hiegegen erhobene Einsprache, mit welcher der Versicherte die Ausrichtung einer Integrit�tsentsch�digung auf der Basis einer Integrit�tseinschr�nkung von mindestens 5 % beantragen liess, lehnte der Unfallversicherer mit Einspracheentscheid vom 19. Mai 2000 ab.
In Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde stellte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich fest, dass dem angefochtenen Einspracheentscheid eine in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ergangene Sachverhaltsfeststellung zu Grunde liege. Demgem�ss wies es die Sache an den Unfallversicherer zur�ck, damit dieser dem Versicherten die gesetzlich garantierten Mitwirkungsrechte gew�hre und hernach �ber den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung neu verf�ge (Entscheid vom 16. Mai 2001).
Die "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der kantonale Entscheid sei aufzuheben und die Sache zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
W�hrend der Versicherte auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen in der Unfallversicherung ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 19. Mai 2000) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im hier zu beurteilenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
2.1 Im Streit liegt die Frage, ob das kantonale Gericht zu Recht erkannte, bei der Erhebung der medizinischen Entscheidungsgrundlagen f�r die Bemessung der Integrit�tsentsch�digung habe der Versicherer den Anspruch des Beschwerdegegners auf rechtliches Geh�r verletzt.
2.2 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung �ber Rechtsnatur und Teilgehalte des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 130 Erw. 2a; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen), zur formellen Natur des Anspruchs (BGE 126 V 132 Erw. 2b) sowie �ber die den Parteien je nach Art der Beweiserhebung zustehenden Mitwirkungsrechte im Verwaltungsverfahren der Unfallversicherung (Art. 96 UVG, Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 37, 39-41 und 43-61, insbesondere Art. 57 ff. BZP; BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb, 120 V 360 f. Erw. 1b; RKUV 1998 Nr. U 313 S. 476 Erw. 2b), die sinngem�ss auch f�r die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversicherer gelten (BGE 120 V 361 f. Erw. 1c; vgl. nun aber auch Urteil I. vom 14. April 2003, U 273/01, Erw. 3.2.1, wonach die - im Zusammenhang mit den rechtsstaatlichen Garantien des Verf�gungsverfahrens geltende - Gleichstellung von Meinungs�usserungen interner �rzte privater Unfallversicherer und solcher der SUVA im Hinblick auf die Beweisw�rdigung nicht zum Tragen kommt), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 In der obligatorischen Unfallversicherung kann die Feststellung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts erfolgen durch die vom Unfallversicherer eingeholten Berichte der behandelnden �rzte, einschliesslich der Spezial- und Spital�rzte (Art. 53 Abs. 3 lit. a-c UVV), im Falle der Zust�ndigkeit der SUVA durch die Berichte der von ihr angestellten Kreis�rzte der Agenturen (Art. 65 UVG) und �rzte der Medizinischen Abteilung am Hauptsitz, die von einem andern Unfallversicherer eingeholten Arztberichte (gegebenenfalls auch angestellter �rzte), durch das vom Versicherten beigezogene Parteigutachten (des behandelnden oder eines konsiliarisch beigezogenen Arztes), das vom Unfallversicherer in Auftrag gegebene Sachverst�ndigengutachten (Art. 57 UVV und Art. 96 UVG in Verbindung mit Art. 12 lit. e VwVG; BGE 120 V 357) sowie durch das vom erst- oder letztinstanzlichen Gericht angeordnete medizinische Gutachten (BGE 122 V 159 Erw. 1b).
3.2 Es liegt im pflichtgem�ssen Ermessen der Rechtsanwendenden, dar�ber zu befinden, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzukl�ren ist und ob im Einzelfall ein einfacher Arztbericht gen�gt, eine erg�nzende Untersuchung anzuordnen oder ein f�rmliches Gutachten einzuholen ist (BGE 122 V 160 Erw. 1b). Insbesondere hat die versicherte Person weder von Bundesrechts wegen noch auf Grund von Art. 6 Ziff. 1 EMRK einen formellen Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn Leistungsanspr�che streitig sind. Es ist grunds�tzlich zul�ssig, dass Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den Entscheid allein auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen (Berichte und Gutachten) st�tzen, soweit die darin enthaltene Beurteilung im Rahmen einer pflichtgem�ssen und freien, d.h. ohne Bindung an f�rmliche Regeln erfolgenden Beweisw�rdigung (Art. 96 UVG und Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 40 BZP; Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG; Art. 132 OG in Verbindung mit Art. 113 und Art. 95 Abs. 2 OG) zu �berzeugen vermag (BGE 122 V 162 ff. Erw. 1d-3).
3.3 Gerichtsgutachten haben besonderen Anforderungen zu gen�gen, die sich f�r das letztinstanzliche Verfahren nach den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses richten (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 40 OG und Art. 57-61 BZP). Die gleichen Regeln gelten f�r die Einholung von Sachverst�ndigengutachten durch die SUVA und die an der Durchf�hrung der obligatorischen Unfallversicherung beteiligten Privatversicherer (Art. 96 UVG in Verbindung mit Art. 19 VwVG und Art. 57-61 BZP; BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb, 122 V 159 Erw. 1b, 120 V 357).
Nach dem Gesagten h�ngen die im Einzelfall zu beachtenden Verfahrensrechte der Versicherten von der Qualifikation der betreffenden Beweisurkunde ab. Die in den Art. 57-61 BZP verankerten Garantien kommen nur beim medizinischen Sachverst�ndigengutachten (insbesondere Administrativgutachten) zum Tragen.
4.1 Als Sachverst�ndige im Sinne der Art. 57 ff. BZP gelten Drittpersonen, die auf Grund ihrer besonderen Fachkenntnisse zur Aufkl�rung des Sachverhalts beigezogen werden, nicht dagegen (verwaltungsinterne) Personen, die eine Verf�gung zu treffen oder vorzubereiten haben. Personen, die - wie die Verwaltungs�rzte - auf Grund ihrer besonderen Fachkenntnisse an der Vorbereitung von Verf�gungen mitwirken, sind nicht als Sachverst�ndige im Sinne von Art. 57 ff. BZP zu qualifizieren. Auch wenn ihre Berichte Entscheidungsgrundlagen liefern und materiell Gutachtenscharakter aufweisen, handelt es sich nicht um Sachverst�ndigengutachten im Sinne von Art. 12 lit. e VwVG und Art. 60 BZP. Sie sind - im Hinblick auf die Verfahrensrechte - vielmehr in jedem Fall den nach Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 49 BZP eingeholten Amtsberichten gleichzustellen (im Rahmen der Beweisw�rdigung kommt indes nur den Meinungs�usserungen interner �rzte der SUVA das Gewicht von Amtsberichten zu, nicht aber solchen versicherungsintern eingesetzter �rzte privater Unfallversicherer [bereits zitiertes Urteil I. vom 14. April 2003, U 273/01, Erw. 3.2.1]). Die besonderen Verfahrensvorschriften f�r den Sachverst�ndigenbeweis (Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 57 ff. BZP) finden also keine Anwendung (BGE 123 V 332 f. Erw. 1b). Dies gilt auch f�r das zum Verwaltungsverfahren geh�rende Einspracheverfahren, welches mit dem Einspracheentscheid als (alleinigem) Anfechtungsgegenstand des allenfalls nachfolgenden erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens abgeschlossen wird (RKUV 1998 Nr. U 309 S. 459 Erw. 3).
Ob ein Verfahrensmangel vorliegt und, bejahendenfalls, ob die Vorinstanz die Sache deswegen an die Verwaltung zur�ckweisen durfte, beurteilt sich bei verwaltungsintern erhobenen Entscheidungsgrundlagen also regelm�ssig allein nach den Garantien, die aus dem allgemeinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 und 30 Abs. 1 VwVG) abgeleitet werden.
4.2 Vorliegend steht fest, dass den �rztlichen Einsch�tzungen des Dr. B.________ vom 11. November 1999 und vom 13. Januar 2000 von vornherein nicht die Qualit�t eines Sachverst�ndigengutachtens zukommt, da es sich beim Urheber um einen beratenden Arzt des Beschwerdef�hrers handelt. Dasselbe gilt f�r die Einsch�tzung des Dr. X.________ vom 17. April 2000; entgegen der Aktenlage im vorinstanzlichen Verfahren handelt es sich bei ihm nicht um einen "neutralen Handspezialisten" (wie im Auftrag an den Medizinischen Dienst des Unfallversicherers vom 20. M�rz 2000 angemerkt), sondern um einen "beratenden Arzt", wie nunmehr in der Beschwerdeschrift offengelegt wird. Es braucht schliesslich nicht weiter begr�ndet zu werden, dass auch die handschriftliche Auskunft des behandelnden Arztes Dr. Z.________ (Operateur) vom 19. Oktober 1999 nicht als Sachverst�ndigengutachten zu werten ist.
Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die medizinischen Entscheidungsgrundlagen nicht als Sachverst�ndigengutachten im Sinne der Art. 57 ff. BZP zu qualifizieren sind. Dementsprechend kommen die dort verankerten Garantien nicht zum Zuge; die Beteiligungsrechte des Versicherten richten sich vielmehr nach den allgemeinen Regeln des rechtlichen Geh�rs. Es bleibt zu kl�ren, ob das Verwaltungsverfahren diesen Mindestanforderungen gen�gte.
5.1 Der Unfallversicherer ersuchte zun�chst den behandelnden Arzt, Dr. Z.________, um eine Einsch�tzung des Integrit�tsschadens; dieser ging in seiner Antwort vom 19. Oktober 1999 von einem Integrit�tsschaden "deutlich unter 5 % gem�ss SUVA-Tabellen (bzw. sogar 0 %!)" aus. Der beratende Arzt des Unfallversicherers, Dr. B._______, schloss sich dieser Sch�tzung an (Aktennotiz des Medizinischen Dienstes des Beschwerdef�hrers vom 11. November 1999). Die Stellungnahme des Dr. Z.________ wurde dem Beschwerdegegner am 18. November 1999 zur Kenntnis gebracht; gleichzeitig erhielt letzterer die Gelegenheit, sich zur Sache zu �ussern, was er mit Schreiben vom 29. November 1999 denn auch tat. Der Unfallversicherer legte die vorgebrachten Einw�nde seinem beratenden Arzt Dr. B.________ mitsamt den medizinischen Akten nochmals vor. Dessen (best�tigender) Befund vom 13. Januar 2000 wurde dem Beschwerdegegner wiederum mitgeteilt (Schreiben vom 19. Januar 2000).
Im Gefolge der abschl�gigen Verf�gung vom 17. Februar 2000 erhob der Versicherte Einsprache, welche den Unfallversicherer zur Einholung eines weiteren �rztlichen Berichts veranlasste. Der Handchirurg Dr. X.________ bezifferte den Integrit�tsschaden auf Grund der in den Tabellen der SUVA angegebenen Eckwerte schliesslich auf 2,5 % (vgl. das vom Beschwerdef�hrer ausgefertigte Besprechungsprotokoll vom 17. April 2000). Auch dieses Schriftst�ck wurde dem Beschwerdegegner zur Kenntnis gebracht (Schreiben vom 2. Mai 2000). Darauf konnte dieser zu dem neuen Arztbericht Stellung nehmen, bevor am 19. Mai 2000 der Einspracheentscheid erging.
5.2 Insgesamt hatte der Beschwerdegegner sowohl im Vorfeld der Verf�gung vom 17. Februar 2000 als auch vor dem Erlass des Einspracheentscheids mehrfach Gelegenheit, sich zum jeweiligen Stand des Beweisergebnisses zu �ussern und Einwendungen vorzubringen. Nach dem Massstab der aus dem Grundsatz des rechtlichen Geh�rs fliessenden Mindestgarantien liegt somit kein Verfahrensmangel vor. F�r die Durchsetzung der vom Versicherten eingeforderten zus�tzlichen Parteirechte - so die Mitwirkung bei der Benennung der beizuziehenden medizinischen Fachperson oder die M�glichkeit, erg�nzende Fragen zu stellen - bietet sich keine rechtliche Handhabe.
Nach dem Gesagten liegt keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor.
Zu pr�fen bleibt, ob die im angefochtenen Entscheid vorgenommene R�ckweisung der Sache an die Verwaltung zur neuen Beurteilung des Integrit�tsschadens einer beweisrechtlichen Notwendigkeit entspricht.
6.1 Zun�chst haben die bisher vorliegenden �rztlichen Berichte wegen formaler M�ngel bloss verminderten Beweiswert.
6.1.1 Die Vorinstanz begr�ndete das Gewicht der Anh�rungsrechte und damit die - vor dem Hintergrund der aus ihrer Sicht bestehenden Verletzung des rechtlichen Geh�rs im Beweisverfahren - fehlende Heilbarkeit des Verfahrensmangels auch damit, die eingeholten Arztberichte erweckten bereits hinsichtlich ihrer �usseren Form sowie der Art und Weise ihrer Erhebung Bedenken. Im Einzelnen f�hrte das kantonale Gericht Folgendes aus:
"Der Bericht von Dr. Z.________ vom 19. Oktober 1999 ist eine handschriftliche Notiz auf der R�ckseite eines Schreibens (des Unfallversicherers), wobei Dr. Z.________ nicht einmal angibt, auf welche SUVA-Tabelle er sich st�tzt. Die ebenfalls handschriftliche Notiz vom 13. Januar 2000 (...), welche angeblich von Dr. B.________ stammen soll, l�sst sich nur teilweise entziffern. Anlass zu weiteren Bedenken gibt der Umstand, dass der Bericht von Dr. X.________ nicht von ihm selbst verfasst wurde, sondern offensichtlich von der Beschwerdegegnerin aufgesetzt und Dr. X.________ lediglich zur Unterzeichnung vorgelegt wurde. In diesem Zusammenhang ist auf Art. 59 Abs. 1 Satz 1 BZP hinzuweisen, wonach sich der Sachverst�ndige unter anderem der strengsten Unparteilichkeit zu befleissigen hat. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, dem Gutachter bereits ein vorformuliertes Schreiben zur Unterzeichnung vorzulegen, ist indessen geeignet, Zweifel an der Unvoreingenommenheit bzw. Unparteilichkeit des Gutachters zu erwecken."
6.1.2 Den vom kantonalen Gericht vorgetragenen formalen Bedenken ist - unter dem hier interessierenden Aspekt der Beweisw�rdigung - beizupflichten: Zwar kann - weil der Unfallversicherer in beweisrechtlicher Hinsicht ein zur Objektivit�t verpflichtetes gesetzesvollziehendes Organ ist - auch Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rztinnen und �rzte Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverl�ssigkeit bestehen; im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit der begutachtenden Personen des Weitern ein strenger Massstab anzulegen (vgl. auch Erw. 3.2 hievor; BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee, 122 V 161 f. Erw. 1c). Die angesprochenen formalen M�ngel lassen die Beweisgrundlage des strittigen Einspracheentscheids - unter den Gesichtspunkten der Schl�ssigkeit, Nachvollziehbarkeit und auch der Unparteilichkeit - als nicht ausreichend zuverl�ssig erscheinen.
6.2 Die vorliegenden Arztberichte erlauben es auch ihres Gehaltes wegen nicht, den streitigen Anspruch zu beurteilen. Die �bereinstimmende Ansicht der vom Unfallversicherer beigezogenen Mediziner, der Integrit�tsschaden - eine Versteifung des Grundgelenks des Daumens der linken (vorliegend nicht dominanten) Hand zufolge einer Arthrodese (operative Gelenkversteifung) - erreiche nicht das zur Ausrichtung einer Leistung erforderliche Mass von 5 %, beruht auf teilweise unzutreffenden normativen Vorgaben und l�sst die massgebende Fragestellung, wie es sich mit der verbleibenden Gebrauchsf�higkeit des betroffenen Organs verh�lt, ausser Acht.
6.2.1 In Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien f�r die Bemessung der Integrit�tssch�den aufgestellt und in einer als gesetzm�ssig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 32 Erw. 1b mit Hinweisen) h�ufig vorkommende und typische Sch�den prozentual gewichtet. Die Entsch�digung f�r spezielle oder nicht aufgef�hrte Integrit�tssch�den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Die v�llige Gebrauchsunf�higkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und bei teilweiser Gebrauchsunf�higkeit wird der Integrit�tsschaden entsprechend geringer, wobei die Entsch�digung jedoch ganz entf�lllt, wenn der Integrit�tsschaden weniger als 5 % des H�chstbetrages des versicherten Verdienstes erg�be (Ziff. 2). Daraus folgt, dass bei teilweisem Funktionsverlust ohne Verlust bez�glich der Substanz sich der Integrit�tsschaden auf den entsprechenden Bruchteil vom Gesamtwert des Organs bel�uft (Thomas Frei, Die Integrit�tsentsch�digung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes �ber die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 50).
Die medizinische Abteilung der SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesr�tlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet (Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtss�tze dar und sind f�r das Gericht nicht verbindlich, um so weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des H�chstbetrages des versicherten Verdienstes gelte im Regelfall, welcher im Einzelnen Abweichungen nach unten wie nach oben erm�glicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gew�hrleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweis; RKUV 1989 Nr. U 76 S. 311 Erw. 4a). Im Sinne von Richtwerten k�nnen auch die anderen UVG-Versicherer (Art. 68 UVG) auf diese Tabellen abstellen, sofern ihnen nicht eigene detaillierte Bemessungsgrundlagen zur Verf�gung stehen (RKUV 1998 Nr. U 296 S. 236 Erw. 2a in fine). Die dem Unfallversicherer vorliegend als unmittelbare Entscheidungsgrundlagen dienenden Arztberichte orientieren sich an den SUVA-Tabellen; diese sind also mit beachtlich.
6.2.2 Nach der in Anhang 3 zur UVV enthaltenen Skala der Integrit�tssch�den wird der Verlust eines Daumens, welchem die v�llige Gebrauchsunf�higkeit gleichkommt, auf 20 % beziffert. Derselbe Wert findet sich in Abbildung 2 der SUVA-Tabelle 3, welche die "Integrit�tssch�den bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten" auflistet. Den bisherigen �rztlichen Einsch�tzungen und mit ihnen dem strittigen Einspracheentscheid vom 19. Mai 2000 liegt - entsprechend einer per Ende 1999 abgel�sten Fassung der Tabelle 3 - ein Ausgangswert von 15 % zu Grunde. Dieser Ansatz ist seit der �nderung der UVV vom 15. Dezember 1997 (AS 1998 151), die seit dem 1. Januar 1998 in Kraft steht, verordnungswidrig. Denn in der nunmehr geltenden Fassung von Anhang 3 der UVV wird die im Zusammenhang mit dem Verlust des Daumens im Grundgelenk fr�her gemachte Unterscheidung zwischen der Gebrauchshand einerseits (Integrit�tsschaden: 20 %) und der anderen, nicht dominanten Hand anderseits (15 %) aufgegeben und der Entsch�digungsgrad f�r beide Daumen bei 20 % angeglichen.
Als weitere Bezugsgr�sse f�r die Bemessung des Integrit�tsschadens ist die Gewichtung bei einer Fingergelenk-Arthrose bzw. - hier zutreffend - Fingergelenk-Arthrodese in Tabelle 5 ("Integrit�tsschaden bei Arthrosen") zu beachten. Diese wurde auf 0 % festgesetzt.
6.2.3 Die Beurteilung des Integrit�tsschadens basiert auf dem medizinischen Befund. In einem ersten Schritt f�llt es dem Arzt oder der �rztin zu, sich unter Einbezug der in Anhang 3 der UVV und gegebenenfalls in den SUVA-Tabellen aufgef�hrten Integrit�tssch�den dazu zu �ussern, ob und inwieweit ein Schaden vorliegt, welcher dem Typus von Verordnung, Anhang oder Weisung entspricht. Verwaltung und Gericht obliegt es danach, gest�tzt auf die �rztliche Befunderhebung die rechtliche Beurteilung vorzunehmen, ob ein Integrit�tsschaden gegeben ist, im Weiteren, ob die Erheblichkeitsschwelle erreicht ist und, bejahendenfalls, welches Ausmass die erhebliche Sch�digung angenommen hat. Dass sie sich hief�r an die medizinischen Angaben zu halten haben, �ndert nichts daran, dass die Beurteilung des Integrit�tsschadens als Grundlage des gesetzlichen Leistungsanspruches letztlich Sache der Verwaltung, im Streitfall des Gerichts, und nicht der medizinischen Fachperson ist. Im Gegenzug hat sich der Rechtsanwender insofern an Grenzen zu halten, als im Bereich der Integrit�tsentsch�digung der nicht von ihm zu erbringende Einsatz medizinischen Wissens f�r die Leistungsbeurteilung einen sehr hohen Stellenwert hat. Gelangt er im Rahmen der freien Beweisw�rdigung zur Auffassung, es l�gen keine schl�ssigen medizinischen Angaben zum Vorliegen eines Integrit�tsschadens vor, bedingt dies regelm�ssig Aktenerg�nzungen in medizinischer Hinsicht (nicht ver�ffentlichtes Urteil M. vom 15. Oktober 1999, U 235/98, Erw. 4a; zum Zusammenwirken �rztlicher Einsch�tzung und juristischer Wertung bei der Bemessung der Integrit�tseinbusse vgl. auch Frei, a.a.O., S. 68 ff., und Gilg/Zollinger, Die Integrit�tsentsch�digung nach dem Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, Bern 1984, S. 100).
6.2.4 Der vorliegende K�rperschaden entspricht nach den in Verordnung und Tabellen enthaltenen Vorgaben einem bestimmten Prozentwert innerhalb der Spanne von 0-20 %. Dabei steht die gem�ss Tabelle 5 fehlende Leistungserheblichkeit der Arthrodese am Fingergelenk unter dem Vorbehalt einer Beeintr�chtigung in der Gebrauchsf�higkeit nach dem in Tabelle 3 vorgegebenen Massstab. Die Aussch�pfung des in den Tabellen enthaltenen Bemessungsspielraums setzt wie erw�hnt das Vorhandensein einer auf medizinischer Fachkenntnis beruhenden spezifischen Entscheidungsgrundlage voraus (vgl. auch RKUV 1998 Nr. U 296 S. 238 f.).
Die vorhandenen Arztberichte gestatten keine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruches, da sie �ber die im Einzelfall zu verzeichnenden praktisch-funktionellen Auswirkungen des medizinischen Befundes (Status nach Arthrodese des Daumen-Grundgelenks) keinen Aufschluss erteilen. Der Unfallversicherer wird daher noch abzukl�ren haben, in welchem Umfang die Versteifung des Daumens im Grundgelenk zu einer (teilweisen) Gebrauchsunf�higkeit dieses Organs f�hrt. Dabei ist eine rein isolierte Betrachtung freilich nicht m�glich; der Daumen bildet mit den �brigen Teilen der Hand eine funktionale Einheit. Des Weitern ist in tats�chlicher Hinsicht fraglich, wie sich eine allf�llige Beugef�higkeit des Mittelgelenks auf die Gebrauchsf�higkeit des Daumens auswirkt; die Gelenkbeweglichkeit ist f�r die Greiffunktionen und damit f�r die Gebrauchsf�higkeit der Hand von Bedeutung (RKUV 1997 Nr. U 278 S. 209 Erw. 3b; Debrunner, Orthop�die, 3. Aufl. Bern 1994, S. 554 ff.). Gest�tzt auf die entsprechenden medizinischen - allenfalls ergotherapeutischen - Erhebungen wird der Versicherer sodann die Rechtsfrage zu beurteilen haben, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang eine Gebrauchsunf�higkeit des linken Daumens besteht. Diese Feststellung erlaubt schliesslich die Bemessung des prozentual gewichteten Integrit�tsschadens.
6.3 Der kantonale Entscheid, mit welchem die Sache zur Abkl�rung und neuen Verf�gung an die Verwaltung zur�ckgewiesen wurde, besteht nach dem Gesagten im Ergebnis zu Recht.
Die "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft hat dem Beschwerdegegner f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 1000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: BGE 
 Art. 4
 BGE 
 Art. 19
 Art. 37
 Art. 57
 BGE 
 Art. 68
 Art. 96
 Art. 12
 BGE 
 Art. 6
 Art. 19
 Art. 40
 Art. 108
 Art. 132
 Art. 113
 Art. 95
 Art. 40
 Art. 57
 Art. 19
 Art. 57
 BGE 
 Art. 57
 Art. 57
 Art. 57
 Art. 12
 Art. 60
 Art. 19
 Art. 49
 Art. 57
 Art. 29
 Art. 57
 Art. 59
 BGE 
 Art. 24
in fine