Source: https://sessionnet.grafing.de/bi/to0050.php?__ktonr=3490
Timestamp: 2019-10-20 11:22:18+00:00

Document:
TOP Ö 4: Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 11.01.2016,
Erlass einer Satzung über die Zahl, Größe und Beschaffenheit der Abstellplätze von Fahrrädern gemäß Art. 81 Abs. 1 Nr. 4 BayBO
Die Sitzungsleiterin erläuterte kurz die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:
Mit Schreiben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 11.01.2016 wurde der Erlass einer Satzung über Zahl, Größe und Beschaffenheit von Fahrradabstellplätzen beantragt. Der Antrag wurde vom Bau-, Werk- und Umweltausschuss in der Sitzung vom 23.02.2016 (TOP 9) behandelt. Dort wurde Beschluss gefasst, die Verwaltung mit der Erstellung eines Satzungsentwurfs für Herstellung und Bereithaltung von Abstellplätzen für Fahrräder zu beauftragen.
Die Ermächtigungsgrundlage für den beantragten Satzungserlass findet sich in Art. 81 Abs. 1 Nr. 4 BayBO. Danach sind die Gemeinden – in gleicher Weise wie für Kfz-Stellplätze – berechtigt, Zahl, Größe und Beschaffenheit von Fahrradabstellplätzen durch Satzung (Art. 23 GO) zu regeln.
Anders als bei Kfz-Stellplätzen, bei denen Art. 47 BayBO bereits eine gesetzliche Herstellungspflicht verlangt, bestehen für Fahrradabstellplätze nur sehr reduzierte Regelungen im Bauordnungsrecht. Allein für Wohnungen in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 ist geregelt (Art. 46 Abs. 2 BayBO), dass für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum und, soweit die Wohnungen nicht nur zu ebener Erde liegen, leicht erreichbare und gut zugängliche Abstellräume u.a. für Fahrräder erforderlich sind.
Diese Vorschrift ist aber nicht Teil des gesetzlichen Prüfprogramms im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, das (von Sonderbauten abgesehen) den mit Abstand größten Teil der Bauvorhaben ausmacht (Art. 59 BayBO). Diese Vorschrift ist damit zwar für den Bauherrn beachtlich, wird aber (im vorausgehenden Zulassungsverfahren) nicht behördlich geprüft.
Anders dann beim Erlass örtlicher Bauvorschriften, also durch Regelung in gemeindlichem Satzungsrecht: Damit wird nicht nur die materielle Rechtspflicht für die Herstellung von Fahrradabstellplätzen (und deren Zahl, Größe und Beschaffenheit) begründet, sondern auch das Verfahrensrecht (Prüfungsprogramm im vereinfachten Genehmigungsverfahren) erweitert. Art. 59 Abs. 1 Nr. 1 BayBO bestimmt nämlich, dass neben den bauplanungsrechtlichen Zulässigkeitsvorschriften (§§ 29 ff. BauGB) auch stets örtliche Bauvorschriften im Sinne des Art. 81 Abs. 1 BayBO zu prüfen sind. In der logischen Folge sind die Fahrradabstellplätze damit auch in den Bauplänen darzustellen.
Hier entsteht zwangsläufig ein erhöhter Verwaltungsaufwand, da aufgrund der von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlichen Regelungen die Entwurfsverfasser hierüber sich erst rechtskundig machen müssen. Im „Genehmigungsalltag“ werden solche weniger bedeutende Vorschriften – zumindest von ortsfremden Entwurfsverfassern – nur selten ermittelt. Die formale Vorprüfung und behördliche Nachforderung unvollständiger Antragsunterlagen sowie die (oft aufwändige) Änderung der Bauvorlagen und damit natürlich Verzögerungen im Genehmigungsverfahren sollen nicht unerwähnt bleiben. Allein schon aus diesem Grunde ist dringend anzuraten, wenn sich der Stadtrat für eine Fahrradabstellplatzsatzung entscheidet, diese in die Stellplatzsatzung für Kraftahrzeuge zu integrieren. Diese Kfz-Stellplatzsatzungen werden aufgrund ihrer weiten Verbreitung von den Entwurfsverfassern standardisiert ermittelt. Dann ist auch die Regelung für Fahrräder nicht mehr leicht zu übersehen!
Allgemein beim Satzungserlass zu beachten ist die Regelungskonkurrenz zum Bauplanungsrecht (Bodenrecht). Diese dürfte wohl (derzeit herrschende Meinung) verbieten, eine konkrete lagemäßige Zuweisung (auch nur abstrakt-generell, wie etwa „in der Nähe des Hauszugangs“ etc.) auf dem Baugrundstück zu verlangen. Wäre das gewollt, müsste durch Bebauungspläne stets eine entsprechende Baufläche festgesetzt werden. Ungeachtet des kaum leistbaren Planungsaufwands dürfte eine entsprechende Vorgehensweise mit dem Übermaßverbot bzw. dem Gebot der planerischen Zurückhaltung kaum in Übereinstimmung gebracht werden können.
So sind insgesamt die zu treffenden Regelungen stets einer sachgerechten Abwägung zu unterziehen. Auch wenn dies (anders für Bebauungspläne in § 1 Abs. 7 BauGB) für Ortsvorschriften nicht ausdrücklich geregelt ist, stellt das Abwägungsgebot einen verfassungsrechtlich zu beachtenden Grundsatz dar, da schließlich in das Grundrecht auf Eigentum und die daraus resultierende Baufreiheit eingegriffen wird. Hoheitliches Handeln zur Schrankenbestimmung der Grundrechte ist deshalb immer an der Verhältnismäßigkeit zu messen, was eine gewichtende Gegenüberstellung der jeweiligen Rechtsgüter verlangt. So dürfte die Zumutbarkeitsgrenze auch überschritten sein, wenn man schlechthin für alle Bauvorhaben (so der Wortlaut des Antrages) die Herstellungspflicht von Fahrradabstellplätzen verlangt. Etwa bei Einzelhäusern (Einfamilienhaus, Doppelhaus, Reihenhaus) oder Betriebe mit unerheblichem Besucherverkehr dürfte regelmäßig kein Regelungsbedürfnis bestehen. Es wäre deshalb ratsam, die Regelungen auf bauliche Anlagen zu beschränken, die ein besonderes Bedürfnis nach Abstellplätzen für Fahrräder in ausreichender Anzahl und ordnungsgemäßer Beschaffenheit haben. Das dient auch einer Vereinfachung der Vollziehbarkeit und Überwachung des Satzungsrechts.
Ob es auch erforderlich ist, bestimmte bautechnische Anforderungen (z.B. Überdachung) für Fahrräder zu verlangen, sollte sachgerecht abgewogen werden. An dieser Stelle entstehen nicht unerhebliche Komplikationen für den Bauherrn – und auch für die Gemeinde bzw. die Bauaufsichtsbehörde. Gerade beim verdichteten Bauen ist es aus städtebaulichen Gründen (Konkurrenz: Bodenrecht) wichtiger denn je, die wenigen verbleibenden Freiflächen vor unnötiger baulicher Inanspruchnahme zu schützen. So finden sich fast zwangsläufig in jedem (jüngeren) Bebauungsplan die Festsetzungen, dass Nebengebäude im Sinn des § 14 BauNVO (wichtig: bewusst nicht auch andere Nebenanlagen i.S. dieser Vorschrift, unter die auch offene Fahrradabstellplätze fallen) außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen unzulässig sind. Hiervon müsste man künftig abweichen, jedoch mit der nicht zu unterschätzenden Gefahr des „Missbrauchs“. [Anmerkung: Mit der Zweckbezeichnung „Fahrradhütte“ wäre das Einfallstor geöffnet für die inflationär entstehenden „Gartengerätehütten“, die zum großen Unmut der geordneten Stadtplanung selbst in noch so kleinen (Vor-)Gartenflächen gerne errichtet werden). Denn eines muss bewusst sein: eine ausreichende bauaufsichtliche Überwachung, ob entsprechende Gebäude dann auch zweckgerecht genutzt werden, kann und wird es niemals geben.
Es sprechen aber nicht nur städtebauliche Gründe gegen den Zwang überdachter Stellplätze. Diese sind nicht nur kostenintensiver in der Herstellung und Unterhaltung, sie sind als Gebäude auch stets konfliktbeladen hinsichtlich des Nachbarschutzes (Abstandsflächen). Auch bedürfen sie – jedenfalls bei geschlossenen Außenwänden, auch größerer Flächen zur komfortablen Benutzung.
Um beständige und durchsetzbare Regelungen zu schaffen, sollte bei einer Entscheidung für eine hoheitliche Regulierung (Satzungserlass) hinsichtlich von Fahrradabstellplätzen deshalb auf eine möglichst einfache Handhabung für die Bauherrn und die Behörden geachtet werden und auf übermäßiges verzichtet werden. Ausreichend werden regelmäßig befestigte Abstellflächen sein, gegebenenfalls noch mit Haltebügel bzw. vergleichbaren Abstellsystemen.
Der Stadtrat beschloss auf Empfehlung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses gegen 2 Stimmen:
Anlässlich des Antrags der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erlässt die Stadt Grafing b.M. örtliche Bauvorschriften für die Errichtung von Fahrradabstellplätze nach Art. 81 Abs. 1 Nr. 4 BayBO durch entsprechende Änderung und Ergänzung der örtlichen Stellplatzsatzung vom 12.07.2012. Die Stellplatzsatzung wird hierfür neu gefasst wie folgt und ist in ihrer geänderten Fassung insgesamt neu bekanntzumachen:
Satzung der Stadt Grafing b.M.
über die Gestaltung, Anzahl, Größe und Beschaffenheit
der Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder
vom ………..
Die Stadt Grafing b.München erlässt aufgrund des Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) sowie Art. 81 Abs. 1 Nrn. 4 und 5 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. August 2007 (GVBl. S. 588, BayRS 2132-1-I), zuletzt geändert durch § 3 des Gesetzes vom 24. Juli 2015 (GVBl. S. 296), folgende örtliche Bauvorschriften als Satzung:
(1) Die Satzung gilt für das Gebiet der Stadt Grafing b.M. mit Ausnahme der Gebiete, für die rechtsverbindliche Bebauungspläne mit abweichenden Festsetzungen gelten.
(2) Kraftfahrzeugstellplätze im Sinne dieser Satzung sind offene und überdachte (Garagen, Carports) Flächen, die dem Abstellen von Kraftfahrzeugen dienen und außerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen liegen.
Werden bauliche Anlagen errichtet, bei denen ein bedeutsamer Zu- oder Abfahrtsverkehr für Fahrräder zu erwarten ist, sind auf dem Baugrundstück Fahrradabstellplätze in ausreichender Zahl und Größe und in geeigneter Beschaffenheit herzustellen und dauerhaft bereitzuhalten. Bei Änderungen oder Nutzungsänderungen von Anlagen sind Fahrradabstellplätze in solcher Zahl und Größe herzustellen, dass die Fahrradabstellplätze die durch die Änderung zusätzlich zu erwartenden Fahrräder aufnehmen können.
Anzahl und Berechnung der Stellplätze
(1) Die Anzahl der
a) aufgrund Art. 47 BayBO herzustellenden Stellplätze für Kraftfahrzeuge und
b) der nach § 2 dieser Satzung herzustellenden Fahrradabstellplätze
ist nach den in der Anlage festgelegten Richtzahlen zu berechnen.
(2) Doppel- und Mehrfachstellplätze für Kraftfahrzeuge (z.B. mit Duplex-,Triplex-Mechanismus oder Parklifte) werden jeweils nur mit dem Faktor 0,75 als Stellplatz in die Berechnung einbezogen.
(3) Die Berechnung ist für selbständige Gebäude oder Gebäudeteile jeweils gesondert vorzunehmen, auch wenn diese auf einem einheitlichen Baugrundstück errichtet werden. Ergeben sich bei der Berechnung der Zahl der Stellplätze oder der Besucherstellplätze Zahlenbruchteile, so ist der jeweilige Bedarf jeweils auf ganze Zahlen aufzurunden.
(4) Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf. Für bauliche Anlagen oder Nutzungen, die in den Richtzahlen nicht erfasst sind, ist der Stellplatzbedarf nach den besonderen Verhältnissen im Einzelfall unter sinngemäßer Berücksichtigung der Richtzahlen für Verkehrsquellen mit vergleichbarem Stellplatzbedarf zu ermitteln.
(5) Für Anlagen mit regelmäßigem Lastkraftwagenverkehr ist auch eine ausreichende Anzahl von Stellplätzen für Lastkraftwagen nachzuweisen. Auf einer ausgewiesenen Ladezone dürfen keine Stellplätze nachgewiesen werden.
(6) Werden Anlagen verschiedenartig genutzt, so ist der Stellplatzbedarf für jede Nutzung (Verkehrsquelle) getrennt zu ermitteln und nach Abs. 3 zu berechnen. Eine gegenseitige Anrechnung ist bei zeitlich getrennter Nutzung möglich.
(7) Bei Grundstücken, die nur mit einem Wohnhaus mit nicht mehr als 3 Wohnungen bebaut sind (Einfamilien-, Doppel-, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus) bebaut sind, gilt der offene Vorplatz vor Garagen (Stauraum) als Kraftfahrzeugstellplatz im Sinne dieser Satzung, wenn dieser eine Mindesttiefe von 5 Metern aufweist.
Anordnung, Gestaltung und Beschaffenheit
von Stellplätzen und Garagen
(1) Kraftfahrzeugstellplätze müssen von der öffentlichen Verkehrsfläche aus auf möglichst kurzem Weg erreichbar sein.
(2) Kraftfahrzeugstellplätze für Besucher müssen leicht auffindbar sein. Soweit sie nicht vom öffentlichen Straßenraum einsehbar sind (z.B. im Innenhof oder in einer Tiefgarage liegen), sind Hinweisschilder am öffentlichen Straßenraum aufzustellen. Die ungehinderte und unentgeltliche Benutzung dieser Besucherstellplätze muss ganztägig möglich sein und darf nicht durch Tore, Schranken oder sonstige Sperren beschränkt werden. Doppel- oder Mehrfachparkplätze sind zum Nachweis von Besucherstellplätzen unzulässig.
(3) Im Vorgartenbereich (5-m-Bereich zwischen Straße und Gebäuden) sind Garagen, überdachte Stellplätze und Überdachungen von Tiefgaragenrampen unzulässig.
(4) Vor Garagen ist ein offener Stauraum in der erforderlichen Länge, bei Pkw mindestens 5 m, einzuhalten; soweit die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs dies rechtfertigen (z.B. an verkehrsberuhigten Straßen) kann die Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der Stadt Grafing eine Verkürzung des Stauraums auf 3 m zulassen.
(5) Es ist eine ausreichende Bepflanzung der Zufahrten und Stellflächen vorzusehen. Kraftfahrzeugstellplätze sind durch Bepflanzung abzuschirmen. Kraftfahrzeugstellplätze für mehr als 10 Pkw sind durch Bäume und Sträucher zu gliedern. Dabei ist spätestens nach jeweils 5 Stellplätzen ein mindestens 1,5 m breiter Bepflanzungsstreifen anzulegen. Kraftfahrzeugstellplätze sind zur Minimierung der Bodenversiegelung in wasserdurchlässiger Ausführung zu errichten.
(6) Mehr als 4 Kraftfahrzeugstellplätze bzw. Garagen sind über eine gemeinsame Zu- und Abfahrt mit einer Höchstbreite von 5 m an die öffentliche Verkehrsfläche anzuschließen und ein direktes Befahren von der öffentlichen Verkehrsfläche aus unzulässig.
(7) Die Fläche eines Fahrradabstellplatzes hat mindestens 1,5 m² zu betragen. Der Aufstellort von Fahrradabstellplätzen muss von der öffentlichen Verkehrsfläche ebenerdig oder über Rampen erreichbar sein. Die Anzahl der Fahrradabstellplätze in Tiefgaragen darf 50 v.H. der insgesamt notwendigen Fahrradabstellplätze nicht überschreiten. Fahrradabstellplätze außerhalb von Gebäuden sind mit einem Haltebügel oder vergleichbaren Halte- / Befestigungssystem auszustatten.
Ablösung von Kraftfahrzeugstellplätzen
(1) Bei der Ablösung notwendiger Kraftfahrzeugstellplätze beträgt die Höhe des Ablösungsbetrages 10.200,-- €.
(2) Die Entscheidung über die Ablösung ist nach pflichtgemäßem Ermessen unter Beachtung der Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalles zu treffen. Ist die Herstellung von Stellplätzen objektiv möglich, wird eine Ablösung ausgeschlossen. Ein Anspruch auf Ablösung besteht nicht.
Von den Vorschriften der Satzung können Abweichungen nach Art. 63 Abs. 3 BayBO von der Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der Stadt Grafing b.M. erteilt werden.
Mit Geldbuße gemäß Art. 79 Abs. 1 Nr. 1 BayBO kann belegt werden, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen §§ 1 – 4 dieser Satzung verstößt.
Anlage zu § 3 Abs. 1 der Satzung über Stellplätze vom ……….
Zahl der Stellplätze (Stpl.) für Kraftfahrzeuge
Zahl der Stellplätze (FStpl.) für Fahrräder
Hiervon f.
und Hausgruppen (Reihenhäuser)
2 Stpl. je Haus
Einliegerwohnungen zu 1.1,
Sonstige Gebäude mit Wohnungen
bis 100 m² Wohnfläche 6): 1,5 Stpl.
je Wohnung;
ab 100 m² Wohnfläche 6): 2 Stpl.
Bis 2 Wohnungen: Keine
Ab 3 Wohnungen:
je 40 m² Wohnfläche
1 FStpl
Altenwohnungen 1)
je 2 Wohnungen 1 FStpl.
Wochenend- und Ferienhäuser 1)
Altenwohnheime, Altenpflegeheime, Altenheime, Wohnheime und Pflegeheime für Behinderte 1)
1 Stpl. je 8 Betten,
mindestens 3 Stplätze
Wohnanlagen der sozialen Wohnraumförderung
1 FStpl.
1 Stpl. je 12 Pflegeplätze, mindestens aber 3 Stellplätze
Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber
1 Stellplatz je 30 Betten,
je 15 m² Wohnfläche
Gebäude mit Büro-, Verwaltungs- und Praxisräumen 2)
1 Stpl. je 40 m² Hauptnutzfläche 5)
1 FStpl. je 120 m²
Hauptnutzfläche 5)
Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-, Abfertigungs- oder Beratungsräume, Praxisräume für Ärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten und dgl.)
1 Stpl. je 30 m² Hauptnutzfläche 5) jedoch mind. 3 Stpl. je Nutzungseinheit
1 FStpl. je 90 m² Hauptnutzfläche 5)
Verkaufsstätten 2)3)
Läden, (ohne Supermärkte nach Nr. 3.2), Bau- und Gartenmärkte
1 Stpl. je 40 m² Verkaufsfläche 7)
jedoch mindestens 2 Stellplätze
1 FStpl. je 90 m² Verkaufsfläche 7)
Großflächige Einzelhandelsbetriebe, Einkaufszentren und vergleichbare sonstige Handelsbetriebe gem. § 11 Abs. 3 BauNVO
1 Stpl. je 30 m² Verkaufsfläche
Versammlungsstätten (z.B. Theater, Konzerthäuser, Mehrzweckhallen)
1 Stpl. je 10 Besucher; entspricht 1 Stpl. je 15 m² Hallenfläche
1 FStpl. je 20 Besucher;
entspricht 1 FStpl. je 30 m² Hallenfläche
Sonstige Versammlungsstätten 4)
(z.B. Lichtspieltheater, Schulaulen, Vortragssäle, Festsäle)
1 Stpl. je 15 Sitzplätze / Besucher
1 FStpl. je 30 Sitzplätze / Besucher
1 Stpl. je 30 Sitzplätze
1 Stpl. je 20 Sitzplätze
1 Stpl. je 300 m² Sportfläche
zusätzl. 1 Stpl. je 15 Besucherpl.
Spiel-, Sport- sowie Eislaufhallen mit Besucherplätzen
1 Stpl. je 50 m² Hallenfläche,
Tennisplätze, Squashanlagen,
2 Stellplätze je Spielfeld, zusätzl. 2 Stpl. je 15 Besucherplätze
(bei Restaurationsbetrieb
Zuschlag nach 6.1)
4 Stpl. je Bahn; bei Restaurationsbetrieb Zuschlag nach 6.1
1 Stpl. je 3 Geräte; bei Restaurationsbetrieb Zuschlag nach 6.1
1 Stpl. je 5 Sitzplätze, mind.1Stpl. je 10 m² Nettogastraumfläche
Freigastflächen und Gastgärten von Gaststätten oder einer Verkaufsstelle
Bei der Stellplatzermittlung ist bis zu 75 v.H. der im Gebäude (Gaststätte / Laden) liegenden Gastraumfläche bzw. Sitzplatzzahl von einer Wechselnutzung auszugehen.
Für die darüber hinausgehende Gastfläche / Sitzplatzzahl: 1 Stpl. je 7 Sitzplätze bzw. 15 m² Gastfläche
Diskotheken/Tanzlokale/Stehlokale,
4 Stpl. je 10 m² Nettogastraumfläche
Spiel- und Automatenhallen, Billard-Salons, sonstige Vergnügungsstätten
2 Stpl. je 5 m² Hauptnutzfläche
1 Stpl. je 3 Betten, bei Restaurationsbetrieb Zuschlag nach Nr. 6.1
Schulen, Einrichtungen der
Grundschulen, Hauptschule, Sondervolksschulen
1 Stpl. je Klassenzimmer
Sonstige allgemeinbildende Schulen
1,5 Stpl. je Klassenzimmer
1,5 Stpl. je Gruppe
1 Stpl. je 40 m² Hauptnutzfläche
Gewerbliche Anlagen3)
1 Stpl. je 70 m² Nutzfläche oder je 3 Beschäftigte
1 FStpl. je 140 m² Nutzfläche
Lagerräume, Lagerplätze, Ausstellungs- und Verkaufsflächen
1 Stpl. je 100 m² Nutzfläche oder je 3 Beschäftigte
5 Stellplätze je Wartungs- oder Reparaturstand
Automatische Kraftfahrzeugwaschanlagen
Herstell- und Lieferbetriebe für Speisen und Getränke
1 Stpl. je 30 m² Nutzfläche, zusätzlich mind. 2 Stpl. für Lieferfahrzeuge
1) Die Wohnungen müssen erkennbar und dauerhaft für die Benutzung des besonderen Personenkreises bestimmt sein (das muss in der besonderen Ausstattung und Ausführung bzw. spezifischer Einrichtungen zum Ausdruck kommen). Ist ohne wesentliche bauliche Veränderungen auch eine allgemeine Wohnnutzung möglich, bestimmt sich die Stellplatzzahl nach den Nrn. 1.1 und 1.2. Wohnanlagen für betreutes Wohnen, Seniorenwohnanlagen etc., deren erkennbarer Nutzungsschwerpunkt nicht in der Pflege / Betreuung sondern in der Wohnnutzung liegt, fallen ebenfalls unter Nr. 1.2
2) Flächen für Kantinen, Erfrischungsräume u. ä. bleiben außer Ansatz.
3) Ist die Lagerfläche größer als die Nutzfläche des Vorhabens, so ist die Stellplatzzahl für die Lagerfläche zusätzlich und gesondert nach Nr. 8.2 zu ermitteln.
4) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Anzahl der Sitzplätze (4.2) bzw. Nutzfläche (8.) zu berechnen; ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf, so ist die Zahl der durchschnittlichen Besucher / Beschäftigten maßgebend.
5) Hauptnutzfläche: Berechnung erfolgt nach DIN 277-1 - Flächen für Nebennutzungen (Toiletten, Garderoben, Abstellräume, Räume für zentrale Technik etc.) werden nicht angerechnet.
6) Wohnfläche: Berechnung erfolgt nach der Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung - WoFlV)
7) Verkaufsfläche: Zur Verkaufsfläche zählen auch die Kassenzone und der Verpackungsbereich. Verkaufsflächen von nicht überdachten Freiflächen werden mit 25 v.H. und von überdachten Freiflächen mit 50 v.H. ihrer Fläche als Verkaufsfläche angerechnet.

References: Art. 81
 Art. 81
 Art. 47
 Art. 59
 Art. 81
 § 1
 § 14
 Art. 81
 Art. 23
 Art. 81
 § 3
 Art. 47
 § 2
 Art. 63
 Art. 79
 § 3
 § 11