Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.11.2003&Aktenzeichen=1%20StR%2024/03
Timestamp: 2013-06-20 02:58:52+00:00

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Rechtsprechung BGH, 06.11.2003 - 1 StR 24/03 Volltextver�ffentlichungen (14)
� 13 Abs. 1 Nr. 3 WpHG; � 14 Abs. 1 Nr. 1 WpHG; � 20 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG; � 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F.; � 39 Abs. 1 Nr. 2 WpHG a.F.; � 88 Nr. 2 B�rsG; Art. 103 Abs. 2 GG; � 1 StGB; � 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG; EG-Insiderrichtlinie vom 13. NoveVerbotene Insidergesch�fte (Scalping kein Insidergesch�ft; Frontrunning); Kursmanipulation / Marktpreismanipulation (sonstige T�uschung; fachm�nnische Rechtfertigung; Unrechtskontinuit�t; richtlinienkonforme Auslegung: Information; Feststellung der Kurseinwirkung); unerlaubter Eigenhandel nach dem Kreditwesengesetz; milderes Gesetz.
WpHG � 13 Abs. 1 Nr. 3, � 14 Abs. 1 Nr. 1, � 20 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, � 38 Abs. 1 Nr. 4, � 39 Abs. 1 Nr. 2; B�rsG a. F. � 88 Nr. 2; GG Art. 103 Abs. 2; StGB � 1
Erwerb von Aktien, anschlie�ende Kaufempfehlung und Wiederverkauf bei steigendem Kurs: Strafbarkeit des "Scalping" wegen Kursmanipulation
WpHGScalping als Insidergesch�ft oder Kurs- und Marktpreismanipulation?
Scalping ist kein Insidergesch�ft, sondern eine Kurs- und Marktpreismanipulation
Strafbarkeit von Kursmanipulationen durch "Scalping"
Ausnutzen eigener B�rsenempfehlungen ist strafbar // "T�uschungshandlung" nicht "Insidergesch�ft"
Scalping ist unzul�ssige Kursmanipulation und kein Insidergesch�ft
WpHG � 13 Abs. 1, � 14 Abs. 1, � 20a Abs. 1 Satz 1, � 38 Abs. 1, � 39 Abs. 1; B�rsG a. F. � 88; KWG � 1Strafbarkeit des Scalping als Kurs- und Marktpreismanipulation
Insiderhandel und Marktpreismanipulation (Mona Lienenk�mper)
Zusammenfassung von "B�rsen-Gurus zwischen Z�libat und Strafbarkeit - Scalping als Straftat?" von Prof. Dr. Hans Kudlich, original erschienen in: JR 2004, 191 - 195.
Zusammenfassung von "Wirtschaftsstrafrecht zwischen europ�ischem Prim�rrecht, Verfassungsrecht und der richtlinienkonformen Auslegung am Beispiel des Scalping - zugleich Besprechung von BGH wistra 2004, 109 -" von Karsten Gaede und Tilo M�hlbauer, original erschienen in: wistra 2005, 9 - 17.
Wird zitiert von ... (12) BGH, 27.01.2010 - 5 StR 224/09 Insidergesch�fte; Insidertatsache; Kurserheblichkeit; Bemessung des …An die Feststellung solcher kursrelevanten Umst�nde d�rfen - wie der Bundesgerichtshof zur vergleichbaren Strafvorschrift des � 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F. ausgef�hrt hat ( BGHSt 48, 373) - angesichts der Vielzahl der neben der Tathandlung regelm��ig an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren keine �berspannten Anforderungen gestellt werden.Es reicht grunds�tzlich aus, den Kursverlauf und den Umsatz in den Blick zu nehmen (vgl. BGHSt 48, 373, 384).Das Gesetz ist in Umsetzung der Richtlinie erlassen worden und deshalb richtlinienkonform auszulegen (vgl. BGHSt 48, 373, 378).In diesem Punkt unterscheidet sich die Fallgestaltung von dem vom 1. Strafsenat beurteilten sogenannten "scalping" ( BGHSt 48, 373).Aber auch hier gilt der vom 1. Strafsenat aufgestellte Grundsatz, dass wegen der Vielzahl der an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren die Anforderungen nicht �berspannt werden d�rfen ( BGHSt 48, 373, 384).
BGH, 16.12.2004 - 1 StR 420/03 Strafrecht - Unrichtiger Darstellung b�rsenrechtlicher Quartalsberichte� 20a WpHG hat � 88 B�rsG abgel�st (vgl. Senat BGHSt 48, 373 ff. unter Hinweis auf BT-Drucks. 14/8017 S. 83, 89).Wie der Senat bereits entschieden hat, ist n�mlich entgegen der Auffassung des Landgerichts die Unrechtskontinuit�t zwischen � 88 Nr. 1 B�rsG aF und der Straftat nach � 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG aF gegeben, weil das Gef�hrdungsdelikt des � 88 Nr. 1 B�rsG aF das Erfolgsdelikt (� 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG aF) mit umfa�t (vgl. BGHSt 48, 373, 383).
BVerwG, 22.09.2004 - 6 C 29.03 Finanzdienstleistungsaufsicht; Finanzportfolioverwaltung; Gesellschaft …Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Verm�gen vorhanden ist; � 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (…vgl. Reischauer/Kleinhans, a.a.O., � 1 Rn. 187; BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03 -, WM 2004, 69 ).
BGH, 21.06.2002 - 5 StR 224/09 An die Feststellung solcher kursrelevanten Umst�nde d�rfen - wie der Bundesgerichtshof zur vergleichbaren Strafvorschrift des � 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F. ausgef�hrt hat (BGHSt 48, 373) - angesichts der Vielzahl der neben der Tathandlung regelm��ig an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren keine �berspannten Anforderungen gestellt werden.Es reicht grunds�tzlich aus, den Kursverlauf und den Umsatz in den Blick zu nehmen (vgl. BGHSt 48, 373, 384).Das Gesetz ist in Umsetzung der Richtlinie erlassen worden und deshalb richtlinienkonform auszulegen (vgl. BGHSt 48, 373, 378).In diesem Punkt unterscheidet sich die Fallgestaltung von dem vom 1. Strafsenat beurteilten sogenannten "scalping" (BGHSt 48, 373).Aber auch hier gilt der vom 1. Strafsenat aufgestellte Grundsatz, dass wegen der Vielzahl der an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren die Anforderungen nicht �berspannt werden d�rfen (BGHSt 48, 373, 384).
OLG M�nchen, 03.03.2011 - 2 Ws 87/11 Marktmanipulation im Wertpapierhandel: Verbreitung von Stellungnahmen oder …Durch die signifikant abweichende Entwicklung des Kurses wie der Ums�tze der jeweiligen Aktien in unmittelbarer zeitlicher Folge der medialen Ver�ffentlichung ist auch die erforderliche tats�chliche Einwirkung auf die Marktpreisbildung nach dem Ma�stab des BGH hinreichend belegt (vgl. BGH, Urteil vom 06.11.2003 - 1 StR 24/03 - bei juris Rdnr. 30 = BGHSt. 48, 373ff).Das dem Beschuldigten zur Last liegende so genannte "Scalping" erf�llt nach der Rechtsprechung des BGH den Tatbestand der "sonstigen T�uschungshandlungen" nach � 20 a Abs. 1 Nr. 3 WpHG, weil die Verbreitung von (Kauf- oder Verkaufs-) Empfehlungen (�ber traditionelle wie digitale Medien) stets auch die stillschweigende Erkl�rung beinhaltet, dass sie frei von sachfremden Zielen, insbesondere dem Ziel der eigenn�tzigen Kursbeeinflussung sei (vgl. BGHSt 48, 373 ff. unter Verweis auf BGHR StGB � 263 Abs. 3 T�uschung 21 - Verschweigen einer Preisabsprache;… bei juris Rdnr. 21).Entscheidend ist jedoch, dass der Bundesgerichtshof bereits in seinem oben bereits wiederholt angesprochenen grundlegenden Urteil vom 06.11.2003 - 1 StR 24/03 - (BGHSt 48, 373 ff.) eindeutig und klar den Grundsatz des "disclose or abstain" herausgebildet hatte.
BGH, 20.09.2011 - XI ZR 434/10 Kapitalanlage - Anspr�che gegen Entsch�digungseinrichtung nach EAGNicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Verm�gen vorhanden ist; � 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
BGH, 20.09.2011 - XI ZR 435/10 Insolvenzrecht - Aussonderungsrecht an Brokerkonten ("grauer" Kapitalmarkt)Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Verm�gen vorhanden ist; � 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
BGH, 20.09.2011 - XI ZR 436/10 Verfahrensrecht - Zur�ckweisung einer RevisionNicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Verm�gen vorhanden ist; � 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
OLG D�sseldorf, 06.07.2004 - 5 Ss 2/04 Ob es so war, ist anhand objektiver Kriterien aus der Sicht eines verst�ndigen und b�rsenkundigen, also mit den Gegebenheiten und Gesetzm��igkeiten des Kapitalmarkts vertrauten (…Schwark, aaO Rdnr. 46;… Assmann, WpHG, 3. Aufl. [2003], � 13 Rdnr. 65c) Anlegers zu beurteilen, der zu den festgestellten Auftragszeitpunkten ("Orders") �ber dieselben "pr�zisen Informationen" (Art. 1 Nr. 1 EG-Insiderrichtlinie, vgl. BGH NJW 2004, 302, unter III 1 c aa) wie der Angeklagte verf�gte.
OLG Stuttgart, 04.10.2011 - 2 Ss 65/11 Begriff des Einwirkens auf den B�rsenpreis i.S. von � 38 Abs. 2 WpHGDie Feststellung einer Kausalit�t zwischen dem Manipulationsverhalten und der Preiseinwirkung bedarf einer Gesamtbewertung der erlangbaren Erkenntnisse und Indiztatsachen, wobei an die Kausalit�tsfeststellung keine �berspannten Anforderungen gestellt werden d�rfen (vgl. BGH, Beschluss vom 6. November 2003, 1 StR 24/03, Rn. 30, zitiert nach juris;… Vogel, a. a. O., � 38 Rn. 54).
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.04.2008 - 4 A 2730/04 LG Hamburg, 26.05.2006 - 324 O 536/05 Was ist dejure.org?

References: Art. 103
 Art. 103
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