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Timestamp: 2018-03-21 09:17:53+00:00

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BGH, 02.02.1994 - VIII ZR 262/92 - dejure.org
Anspruchsvoraussetzung der Wandelung bei Geltung von AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) - Unwirksamkeit von AGB-Klauseln wegen Unangemessenheit - Anforderungen an Gewährleistungsregelungen in allgemeinen Geschäftsbedingungen - Voraussetzung der Verjährung nur durch Berufung auf die Einrede - Anforderungen an unzulässige Rechtsausübung wegen widersprüchlichen Verhaltens
Beschränkung der Gewährleistung auf Nachbesserung in AGB
BGB § 459, § 467, § 477, § 242
Verwirkung des Wandelungsrechts des PKW-Käufers durch Weiterbenutzung
NJW 1994, 1004
NZV 1994, 272 (Ls.)
WM 1994, 703
Für den Begriff des Fehlschlagens ist dabei an die vorgefundene Rechtsprechung zu § 11 Nr. 10 Buchst. b AGBG angeknüpft worden, nach der sich die wesentlichen Erscheinungsformen des Fehlschlagens in der objektiven und subjektiven Unmöglichkeit, der Unzulänglichkeit, der unberechtigten Verweigerung, der ungebührlichen Verzögerung oder dem misslungenen Versuch der Nachbesserung geäußert haben (Senatsurteil vom 2. Februar 1994 - VIII ZR 262/92, NJW 1994, 1004 unter II 1 b mwN).
Er hat dabei aber betont, daß es jeweils auf die Interessen beider Vertragspartner ankomme und dem Käufer grundsätzlich nicht die bloße, wie hier den Rahmen des Üblichen nicht überschreitende Benutzung der Sache als widersprüchliches Verhalten angelastet werden könne (vgl. Urt. v. 2. Februar 1994 - VIII ZR 262/92 = NJW 1994, 1004 unter II 2 b m.w.Nachw.).
Das kann durch Verwendung des gesetzlichen Oberbegriffs des "Fehlschlagens " der Nachbesserung (Senatsurteil vom 21. Februar 1990 - VIII ZR 216/89 - WM 1990, 886 unter II 2 b bb) oder durch Aufzählung aller Falle eines Fehlschlagens erfolgen (BGHZ 93, 29, 62, Senatsurteil vom 2. Februar 1994 - VIII ZR 262/92 = WM 1994, 703 unter II 1 a, zustimmend z.B. Palandt/Heinrichs, BGB, 55. Aufl., § 11 AGBG Rdnr. 58, MünchKomm-Basedow aaO. § 11 Nr. 10 AGBG Rdnr. 155, etwas großzügiger, aber ohne unterschiedliches Ergebnis im konkreten Fall Wolf in: Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz, 3. Aufl., § 11 Nr. 10 b Rdnr. 33 und Hensen in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz, 7. Aufl., § 11 Nr. 10 b Rdnr. 35, wonach die "wesentlichen Gründe" des Fehlschlagens aufgeführt sein müssen).
Klauseln, die weder den Oberbegriff des Fehl schlagens verwenden noch die beiden genannten - hier fehlenden - Anwendungsfalle anführen, verstoßen gegen § 11 Nr. 10 b AGBG (Senatsurteil vom 2. Februar 1994 aaO. unter II 1 b, ebenso für eine wortgleiche Klausel wie im vorliegenden Fall OLG Düsseldorf NJW-RR 1992, 824, 825, zustimmend z.B. Palandt/Heinrichs, MünchKomm-Basedow und Wolf, jeweils aaO., Hensen aaO. m. Fußn. 70, Pfeiffer in: Graf von Westphalen, Vertragsrecht und AGB-Klauselwerke, Stichwort "Neuwagenkauf " Rdnr. 52).
Diese - vom Landgericht im übrigen zu Recht für nach § 9 AGBG (Art. 229 § 5 Satz 1 EGBGB) unwirksam gehaltene (BGHZ 93, 29, 62; BGH, Urt. v. 2.2.1994 - VIII ZR 262/92, NJW 1994, 1004) - Klausel ist indessen schon nicht Vertragsbestandteil geworden, weil die Beklagte ihrerseits unter Bezugnahme auf ihre Einkaufsbedingungen bestellt hat, die auf die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche verweisen (BGHZ 61, 282, 287 f.;… BGH, Urt. v. 22.3.1995 - VIII ZR 20/94, NJW 1995, 1671, 1672).
Die Verwendung der gesetzlichen Begrifflichkeiten ist dann zulässig, wenn eine allgemeine Geschäftsbedingung insgesamt den Wortlaut des Gesetzes wiederholt (BGH, Urteile vom 2. Februar 1994 - VIII ZR 262/92, NJW 1994, 1004 unter II 1 a; vom 20. Januar 1993 - VIII ZR 10/92, NJW 1993, 1061 unter II 5 b; vom 21. Februar 1990 - VIII ZR 216/89, NJW-RR 1990, 886 unter II 2 b bb).
OLG Köln, 01.06.2001 - 3 U 213/00
Keine Rückabwicklung eines Kaufvertrages wegen eines vereinbarten …
Anders als in den Fällen, in denen der Käufer sein Fahrzeug unter Aufrechterhaltung seines Wandlungsbegehrens weiter benutzt hat, liegen hier besondere Umstände vor, die unter verständiger Würdigung und Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien die Weiterbenutzung des Wagens durch den Kläger in Verbindung mit dem Wandlungsbegehren als unzulässige Rechtsausübung wegen widersprüchlichen Verhaltens erscheinen lässt (vgl. dazu BGH NJW 1994, 1004, 1005 m.w.N.; OLG Frankfurt NJW-RR 1994, 120;… Reinking/Eggert, "der Autokauf" 7. Aufl. 2000, Rn. 2020 m.w.N.).
Ein Fehlschlagen der Nachbesserung ist in Anlehnung an die bisherige Rechtsprechung zu § 11 Nr. 10 b) AGBG anzunehmen bei objektiver oder subjektiver Unmöglichkeit, Unzulänglichkeit, unberechtigter Verweigerung, ungebührlicher Verzögerung und bei einem misslungenen Versuch der Nachbesserung (vgl. BGH NJW 1994, 1004; BGHZ 93, 29, 62, 63).
Grundsätzlich steht auch einer Übernahme unbestimmter und der Auslegung bedürfender Rechtsbegriffe nichts entgegen (BGH 02.02.1994, Az. VIII ZR 262/92, NJW 1994, S. 1004;… Palandt-Grüneberg, a. a. O., § 307 Rn. 18).
OLG Koblenz, 20.09.1996 - 2 U 1407/95
Wirksamkeit von Klauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen ; Zulässigkeit der …
OLG Schleswig, 30.10.2003 - 7 U 215/99
Grundstückserwerb mit zu errichtendem Gebäude: Werkvertragsrecht!

References: § 459
 § 467
 § 477
 § 242
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 9
 § 5
 BGH 
 § 11
 BGH 
 § 307