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Timestamp: 2020-01-28 18:55:24+00:00

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Art. 6 Verbraucherverträge - beck-online
Internationales Vertragsrecht Verordnung (EG) Nr. 593/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Juni 2008 über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht (Rom I-VO) Kapitel II. Einheitliche Kollisionsnormen (Art. 3 - Art. 18) Art. 6 Verbraucherverträge
VO (EG) 593/2008 Art. 6 Verbraucherverträge Staudinger Ferrari/Kieninger/Mankowski u.a., Internationales Vertragsrecht
Art. 6 Verbraucherverträge
a)seine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit in dem Staat ausübt, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder
b)eine solche Tätigkeit auf irgend einer Weise auf diesen Staat oder auf mehrere Staaten, einschließlich dieses Staates, ausrichtet
(2) 1Ungeachtet des Absatzes 1 können die Parteien das auf einen Vertrag, der die Anforderungen des Absatzes 1 erfüllt, anzuwendende Recht nach Artikel 3 wählen. 2Die Rechtswahl darf jedoch nicht dazu führen, dass dem Verbraucher der Schutz entzogen wird, der ihm durch diejenigen Bestimmungen gewährt wird, von denen nach dem Recht, das nach Absatz 1 mangels einer Rechtswahl anzuwenden wäre, nicht durch Vereinbarung abgewichen werden darf.
a)Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen, wenn die dem Verbraucher geschuldeten Dienstleistungen ausschließlich in einem anderen als dem Staat erbracht werden müssen, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
b)Beförderungsverträge mit Ausnahme von Pauschalreiseverträgen im Sinne der Richtlinie 90/314/EWG des Rates vom 13. Juni 1990 über Pauschalreisen zur Fussnote 1;
c)Verträge, die ein dingliches Recht an unbeweglichen Sachen oder die Miete oder Pacht unbeweglicher Sachen zum Gegenstand haben, mit Ausnahme der Verträge über Teilzeitnutzungsrechte an Immobilien im Sinne der Richtlinie 94/47/EG;
d)Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit einem Finanzinstrument sowie Rechte und Pflichten, durch die die Bedingungen für die Ausgabe oder das öffentliche Angebot und öffentliche Übernahmeangebote bezüglich übertragbarer Wertpapiere und die Zeichnung oder den Rückkauf von Anteilen an Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren festgelegt werden, sofern es sich dabei nicht um die Erbringung von Finanzdienstleistungen handelt;
e)Verträge, die innerhalb der Art von Systemen geschlossen werden, auf die Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe h Anwendung findet.
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Göttingen 2006; Schäfer, Zum Gerichtsstand für Klagen aus dem Ausland versandten Gewinnzusagen, Anmerkung zu BGH, Urteil vom 1.12.2005 – Az. III ZR 191/03, JZ 2006, 522; Scheuer, Die neue Pauschalreiserichtlinie, RRa 2015, 277; Schinkels in Stürner, Vollharmonisierung im Europäischen Verbraucherrecht, 2010, S. 113; Schirmbacher, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 6.9.2012 – C-190/11, BB 2012, 2846; Schlachter, Grenzüberschreitende Arbeitsverhältnisse, NZA 2000, 57; J. Schmidt, Grundlagen des europäischen Internationalen Privatrechts, Jura 2011, 117; Schmidt-Bendun, Haftung der Eisenbahnverkehrsunternehmen – Auf dem Weg zu einem harmonisierten Eisenbahn- und Luftverkehrsrecht in Europa, Diss. Bielefeld 2007; Schmidt-Westphal/Sander, Keine Pflicht zur Aufhebung gemeinschaftsrechtswidriger Urteile, EuZW 2006, 242; Schulte-Nölke, Arbeiten an einem europäischen Vertragsrecht – Fakten und populäre Irrtümer, NJW 2009, 2161; Schultheiß, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 6.9.2012 – C-190/11, VuR 2013, 28; Schultheiß, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 17.10.2013, C-218/12, EuZW 2013, 944; Schurig, Zwingendes Recht, „Eingriffsnormen“ und neues IPR, RabelsZ 54 (1990), 217; Siems, Kollisionsrechtlicher Verbraucherschutz: Gibt es ein Patentrezept?, GPR 2005, 158; Solmecke/Schmitt, Anmerkung zu LG Berlin, Urteil vom 17.12.2015 – 20 O 172/15, ZD 2016, 186; Solomon Verbraucherverträge, in Ferrari/Leible, Ein neues Internationales Vertragsrecht für Europa, 2007, S. 89; Solomon, Die Rom I-VO in der deutschen ordentlichen Gerichtsbarkeit, ZVglRWiss 115 (2016) 586; von Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen, §§ 651a–651m, Neubearbeitung 2016; Staudinger, Artikel 6 Absatz 2 der Klauselrichtlinie und § 12 AGBG, Diss. Düsseldorf 1998; Staudinger, Art. 29a EGBGB des Referentenentwurf zum Fernabsatzgesetz, IPRax 1999, 414; Staudinger, Die ungeschriebenen kollisionsrechtlichen Regelungsgebote der Handelsvertreter-, Haustürwiderrufs- und Produkthaftungsrichtlinie, NJW 2001, 1974; Staudinger, Zur Zuständigkeitskonzentration im europäischen Zivilprozessrecht, ZEuP 2004, 767; Staudinger, Erfolgshonorare und quota litis-Vereinbarungen im Internationalen Privatrecht, IPRax 2005, 129; Staudinger, Internet-Buchung von Reisen und Flügen, RRa 2007, 98; Staudinger, Reichweite des Verbraucherschutzgerichtsstandes nach Art. 15 Abs. 2 EuGVVO, IPRax 2008, 107; Staudinger, Das Konkurrenzverhältnis zwischen dem Haager Straßenverkehrsübereinkommen und der Rom II-VO, FS Kropholler, 2008, S. 691; Staudinger, Ferienhausmiete im Ausland: Sind der inländische Verbraucherschutzgerichtsstand und das Pauschalreiserecht „out“? – Klauselgestaltung in grenzüberschreitenden Ferienhausmietverträgen, NZM 2011, 257; Staudinger, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 6.9.2012 - C-190/11, DAR 2012, 634; Staudinger, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 17.10.2013, verb. Rs. C-218/12, DAR 2013, 697; Staudinger, Verbraucherverträge im Lichte der Rechtssache Emrek – Schutzgerichtsstand und anwendbares Recht, jM 2014, 229; Staudinger, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 5.12.2013 – C-508/12, LMK 2014, 355575; Staudinger, Erste Überlegungen zur Umsetzung der reformierten Pauschalreiserichtlinie mit Bezug auf den Insolvenzschutz, RRa 2015, 281; Staudinger, Internationale Zuständigkeit und anwendbares Recht bei grenzüberschreitender Automiete, DAR Extra 2016, 743; Staudinger/Bauer, Die Entwicklung des Reiserechts im zweiten Halbjahr 2015, NJW 2016, 913; Staudinger/Bauer, Die Entwicklung des Reiserechts im ersten Halbjahr 2016, NJW 2016, 2855; Staudinger/Czaplinski, Urteilsanmerkung zu BGH, Urteil vom 9.7.2009 – Az. Xa ZR 19/08, NJW 2009, 3375; Staudinger/Czaplinski, Inlandsgerichtsstands-AGB im über „passive Website“ vorbereiteten Mietvertrag über Wohnmobil – Internationale Zuständigkeit bei Verbrauchermietverträgen, NZM 2010, 461; Staudinger/Röben, Die Entwicklung des Reiserechts im ersten Halbjahr 2015, NJW 2015, 2851; Staudinger/Schröder, Die Entwicklung des Reiserechts im zweiten Halbjahr 2016, NJW 2017, 928; Staudinger/Steinrötter, Verfahrens- sowie kollisionsrechtlicher Verbraucherschutz zu Online-Geschäften, EWS 2011, 70; Staudinger/Steinrötter, Europäisches Internationales Privatrecht: Die Rom-Verordnungen, JA 2011, 241; Staudinger/Steinrötter, Anmerkung zu EuGH, Urteil vom 6.9.2012 – C-190/11, NJW 2012, 3227; Staudinger/Steinrötter, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 17.10.2013, verb. Rs. C-218/12, NJW 2013, 3505; Steinrötter, Anmerkung zu LG Berlin, Urt. v. 30.4.2013 – 15 O 92/12, NJW 2013, 2607; Steinrötter, Balanceakt zwischen dem Postulat der Methodenehrlichkeit auf EU-Ebene und der (allzu?) „deutschen Brille“, EWS Heft 4/2016, Die erste Seite; Steinrötter, Anwendbares Recht bei Unterlassungsansprüchen in Bezug auf Rechtswahl- und Datenschutzklauseln von Online-Dienstleistern, jurisPR-IWR 3/2017; Anm. 3; Stoll, Fragen der Selbstbeschränkung des gemeinschaftliches Rechts der internationalen Schuldverträge in Europa – Eine Skizze, FS Jayme, Band I, 2004, S. 905; Sujecki, Anmerkung zu BGH, Vorlagebeschluss v. 1.2.2012 – XII ZR 10/10, EuZW 2012, 239; Sujecki, Anmerkung zu EuGH, Urt. v. 6.9.2012 – C-190/11, EuZW 2012, 919; Symeonides, Rome II and Tort Conflicts: A Missed Opportunity, American Journal of Comparative Law 2008, 173; Tamm, Über die Anwendbarkeit von Art. 28 und 34 EGBGB bei freier Rechtswahl, JZ 2006, 676; Tamm/Gaedtke, Gewinnzusagen nach § 661a BGB: materiell- und prozessrechtliche Probleme im europarechtlichen Kontext, VuR 2006, 169; Taupitz, Kaffeefahrten deutscher Urlauber auf Gran Canaria – Deutscher Verbraucherschutz im Urlaubsgepäck?, BB 1990, 643; Taupitz/Kritter, Electronic Commerce – Probleme bei Rechtsgeschäften im Internet, JuS 1999, 839; Thorn in Ferrari/Leible, Ein neues Internationales Vertragsrecht für Europa, 2007, S. 129; Thume, Fehler im Anpassungsgesetz zur Rom-I-Verordnung, VersR 2009, 1342; Thüsing/Kroh, Rechtswahlklauseln nach Inkrafttreten der Rom I-VO, ZGS 2010, Tonner, Die neue Pauschalreiserichtlinie, EuZW 2016, 95; Tonner/Tamm, Der Vorschlag einer Richtlinie über Rechte der Verbraucher und seine Auswirkungen auf das nationale Verbraucherrecht, JZ 2009, 277; G. Wagner, Internationales Deliktsrecht, die Arbeiten an der Rom II-Verordnung und der Europäische Deliktsgerichtsstand, IPRax 2006, 372; G. Wagner, Die neue Rom II-Verordnung, IPRax 2008, 1; G. Wagner/Potsch, Gewinnzusagen aus dem Ausland: § 661a BGB aus dogmatischer und internationalprivatrechtlicher Sicht, Jura 2006, 401; R. Wagner, Neue kollisionsrechtliche Vorschriften für Beförderungsverträge in der Rom I-Verordnung, TranspR 2008, 221; R. Wagner, Der Grundsatz der Rechtswahl und das mangels Rechtswahl anwendbare Recht (Rom I-Verordnung), IPRax 2008, 377, R. Wagner, Die Vereinheitlichung des Internationalen Privat- und Zivilverfahrensrecht zehn Jahre nach Inkrafttreten des Amsterdamer Vertrags, NJW 2009, 1911; R. Wagner, Normenkonflikte zwischen den EG-Verordnungen Brüssel I, Rom I und Rom II und transportrechtlichen Rechtsinstrumenten, TranspR 2009, 103; R. Wagner, Aktuelle Entwicklungen in der europäischen justiziellen Zusammenarbeit in Zivilsachen, NJW 2010, 1707; R. Wagner, Anmerkung zu einem Urteil des EuGH vom 23.12.2015 (C-297/14) – Zur Frage des Verbrauchergerichtsstandes bei engen Verbindungen zu früher geschlossenen Verbraucherverträgen, EuZW 2016, 269; Wilke, Verbraucherschutz im internationalen Zuständigkeitsrecht der EU – Status quo und Zukunftsprobleme, EuZW 2015, 13; Wilke, Offensive Doppelsechs: Das IPR der Verbandsklage gegen AGB, GPR 2017, 21; Würdinger, Das Prinzip der Einheit der Schuldrechtsverordnungen in Europäischen Internationalen Privat- und Verfahrensrecht, RabelsZ 75 (2011), 102; Wurmnest, Das neue Internationale Arbeitsvertragsrecht der Rom I-Verordnung, EuZA 2009, 481.
I. Allgemeines (Rn. 1-3)
1. Normzweck und Regelungsgehalt (Rn. 1)
2. Grundsatz der Kontinuität und neuer Regelungsgehalt von Art. 6 (Rn. 2, 3)
II. Verhältnis zu Art. 3 Abs. 3, 4, den Eingriffsnormen iSv Art. 9 und Art. 46b EGBGB (Rn. 4-7)
III. Anwendungsbereich (Rn. 8-70)
1. Räumlicher Anwendungsbereich (Rn. 8, 9)
2. Zeitlicher Anwendungsbereich: Bedeutung von Art. 29 EGBGB aF und Art. 5 EVÜ (Rn. 10-12)
3. Persönlicher Anwendungsbereich (Rn. 13-23)
4. Sachlicher Anwendungsbereich (Rn. 24-43)
a) Ausgangslage unter dem Regime von Art. 29 Abs. 1 EGBGB aF (Rn. 24)
b) Ausdehnung des sachlichen Anwendungsbereichs in Art. 6 Abs. 1 (Rn. 25, 26)
c) Besondere Vertragstypen (Rn. 27-31)
aa) Gewinnzusagen (Rn. 27-30)
bb) Bürgschaftsverträge (Rn. 31)
d) Ausnahmen (Abs. 4) (Rn. 32-43)
aa) Abs. 4 lit. a (Rn. 33-34j)
bb) Abs. 4 lit. b (Rn. 35-39d)
cc) Abs. 4 lit. c (Rn. 40-41f)
dd) Abs. 4 lit. d (Rn. 42)
ee) Abs. 4 lit. e (Rn. 43)
5. Situativer Anwendungsbereich (Rn. 44-70)
a) Ausgangslage unter dem Regime des EGBGB (Rn. 44)
b) Anpassung von Art. 6 Abs. 1 lit. a und b an Art. 15 Abs. 1 Brüssel I-VO (Rn. 45-70)
aa) Abs. 1 lit. a (Rn. 46)
bb) Abs. 1 lit. b (Rn. 47-60)
cc) Kausalität zwischen Vertragsschluss und unternehmerischer Tätigkeit (Rn. 61-67a)
dd) Vertrag aus dem Bereich der Tätigkeit (Rn. 68-69a)
ee) Fortbestehen der Ausübung bzw. Ausrichtung? (Rn. 70)
IV. Rechtswahlbeschränkung: Funktionsweise der Sonderanknüpfung (Rn. 71-74h)
V. Objektive Anknüpfung (Rn. 75, 76)
VI. Reichweite des Verbrauchervertragsstatuts (Rn. 77-79)
VII. Form von Verbraucherverträgen (Rn. 80, 81)
VIII. Vertragsakzessorische Anknüpfung nach Art. 4 Abs. 3 S. 2 Rom II-VO (Rn. 82-84a)
IX. Verweisungsziel (Rn. 85)
ABl. L 158 vom 23.6.1990, S. 59. zurück zum Text
Ferrari IntVertragsR/Staudinger VO (EG) 593/2008 Art. 6
Ferrari IntVertragsR/Staudinger, 3. Aufl. 2018, VO (EG) 593/2008 Art. 6

References: Art. 18
 Art. 6
 Art. 6

Art. 6
 Art. 15
 § 13
 Art. 9
 Art. 15
 Art. 17
 Art. 3
 EuGH 
 Art. 3
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 6
 Art. 15
 EuGH 
 Art. 15
 EuGH 
 Art. 15
 Art. 6
 EuGH 
 Art. 15
 Art. 15
 § 12
 Art. 29
 Art. 15
 Art. 28
 § 661
 § 661
 EuGH 
 Art. 6
 Art. 3
 Art. 9
 Art. 46
 Art. 29
 Art. 5
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 15
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 6