Source: http://kooikerhondje-verein.de/KVD/Zuchtordnung/
Timestamp: 2019-09-16 11:14:27+00:00

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Die Zuchtordnung des KVD e.V.
Die Zuchtordnung soll die Grundlage für die Verbesserung des Standards unserer Rasse bieten. Standardgebendes Land ist jedoch die Niederlande; daher kann auch nur dort eine Veränderung vorgenommen werden. Deshalb soll nur züchten, wer über vorzügliches Zuchtmaterial sowie ausreichende Fütterungs- und Aufzuchtmöglichkeit verfügt. Das Ziel jedes Züchters muss sein, aus guten Elterntieren eine bessere Nachzucht hervorzubringen. Um das zu erreichen, ist das Augenmerk auf eine wohlüberlegte Zuchtauswahl unter Berücksichtigung geeigneter Blutführung zu richten. Der Züchter darf sich nicht von materiellen Überlegungen leiten lassen, denn oberster Grundsatz muss sein.
„Verbesserung, nicht Vermehrung der Rasse“
Auf diesen Gedanken ist die Zuchtordnung aufgebaut und soll für jeden Züchter bindender Grundsatz sein.
3. Zuchtberatung/Zuchtkontrollen
4. Zucht/ Voraussetzung / Zulassung/ Inzucht/ Einzelbewertung/ Zuchtausschluss
5. Zuchtstättennamen/ Zuchtstättennamenschutz
6. Paarung/ Pflichten der Deckrüdenbesitzer/ Deckmeldung/ Pflichten der Deckhündinnenbesitzer/ Zwingerbuch/ Zuchtlenkung
7. Zuchtkontrollen und Wurfabnahmen/ Wurfmeldungen/ Wurfkontrollen/ Zwingerbegehungen/ Anmeldung und Eintragung im Zuchtbuch/ Pflichten der Züchter/ Wurfabnahmen
8. Zuchtbuch/ Eintragungen/ Zuchtklassen/ Eintragungsumfang und Einzelheiten/ Form der Eintragungen
9. Ahnentafeln/ Eintragungssperre/ Anerkennungen anderer Zuchtbücher/ Eigentum an der Ahnentafel/ Besitzrecht/ Beantragungen von Ahnentafeln/ Ungültigkeitserklärungen/ Eigentumswechsel
Zweck des Kooikerhondje Verein e.V. (KVD) ist die Reinzucht und Weiterentwicklung der Rasse „Kooikerhondje“ in Deutschland nach §2.1 der Satzung hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesen, sowie die Erhaltung und Förderung ihrer Leistungseigenschaften nach dem bei der F.C.I. niedergelegten Standard Nr. 314.
Die Kooikerhondje - Zucht des KVD e.V. ist eine gelenkte Zucht, ihre Zuchtziele richten sich nach den Ansprüchen der heutigen Hundehaltung, insbesondere in der Zahl der erzüchteten Hunde ausschließlich nach Bedarf. Erbliche Defekte und Krankheiten werden vom KVD e.V. erfasst, bewertet und planmäßig züchterisch ausgeschlossen. (1) Das Internationale Zuchtreglement der Federation Cynologique Internationale (F.C.I.) und die Zuchtordnung des KVD sind für alle Mitglieder des KVD e.V. verbindlich.
(1) Erbgesund ist ein Zuchthund dann, wenn er Standardmerkmale, Rassetyp und rassetypisches Wesen vererbt, jedoch keine erblichen Defekte, die die funktionale Gesundheit seiner Nachkommen beinträchtigen würden.
§2. Zuchtrecht
§.2.1 Züchter
Als Züchter eines Hundes gilt der Eigentümer oder Mieter der Hündin zur Zeit des Belegens.
§2.2 Mieten von Hündinnen zu Zuchtzwecken
Das Mieten von Hündinnen zur Zucht ist eine Ausnahme. Mietzucht bedarf der vorherigen Beantragung und Zustimmung der Zuchtkommission. Daher sind der Zuchtkommissionsleitung rechtzeitig vor dem Deckakt die Zuchtzulassung und ein schriftlicher Vertrag über das Zuchtmietverhältnis vorzulegen. Vordrucke sind über die Zuchtkommission des KVD erhältlich. Die Hündin sollte spätestens 14 Tage vor der Geburt bis zur Wurfabnahme im Gewahrsam (2) des Mieters sein. Dies ist vom Zuchtwart zu prüfen und der Zuchtkommission des KVD zu bestätigen.
§2.3 Verkauf von belegten Hündinnen ist verboten
§2.4 Züchten in 2 Vereinen oder Verbänden
Die Zucht von Kooikerhondje von einem Züchter in mehreren Vereinen oder Verbänden ist unzulässig, dasselbe gilt für Deckrüdenbesitzer.
§3.Zuchtberatung und Zuchtkontrolle
Zuchtkommission und Zuchtwarte stehen allen Mitgliedern des KVD e.V. zur Beratung in Zuchtangelegenheiten zur Verfügung, und können ggf. eine beantragte Verpaarung nicht genehmigen. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtordnung. Allein der Züchter ist verantwortlich für seine Zucht!
(2) Das Tier muss sich in seinem unmittelbaren Einflussbereich befinden. Der Gewahrsam kann nur persönlich ausgeübt werden; eine Stellvertretung durch Dritte ist unzulässig.
§3.1 Zuchtkommission
Die Zuchtkommission ist für die Überwachung aller Zuchtangelegenheiten verantwortlich und verpflichtet, erbliche Defekte zu erfassen, deren Entwicklung zu dokumentieren, zu bewerten und - wo erforderlich - deren Bekämpfung zu veranlassen. Sie kontrolliert die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmung. Die Zuchtkommission ist verpflichtet, mit geeigneten Schulungsmaßnahmen die kynologischen und funktionsspezifischen Kenntnisse der Zuchtwarte auf dem neuesten Stand zu halten.
§3.2 Zuchtwarte
Zuchtwarte sind die unmittelbaren Ansprechpartner und Berater der Mitglieder in Zuchtangelegenheiten. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmungen in ihrem Zuständigkeitsbereich. Für den Aufbau einer Organisation von Zuchtwarten sowie für deren Aus- und Weiterbildung ist die/der Vorsitzende der Zuchtkommission zuständig. Zuchtwarte sind verpflichtet, an Zuchtwarttagungen teilzunehmen und hierüber Nachweis zu führen. Zuchtwarte sind über ihre Tätigkeit der Leitung der Zuchtkommission berichtspflichtig. Zum Zuchtwart kann nur ein Mitglied des KVD e.V. vom Vorstand ernannt werden, das neben der Kenntnis der gesetzlichen Bestimmung zur Hundehaltung und züchterichscher Erfahrung die vom KVD e.V. festgesetzten Grundkenntnissen in Zuchtwesen und Vererbung, sowie hinreichende praktische Erfahrung in der Abwicklung von Wurfabnahmen nachgewiesen hat. Ebenso können zur Wurfabnahme Zuchtwarte aus anderen Vereinen hinzugezogen werden.
§4. Zucht
§4.1 Zuchtvoraussetzungen
§4.1.1 Allgemeines
Es darf nur mit reinrassigen, gesunden und wesensfesten Kooikerhondje gezüchtet werden, die von der FCI, KVD e.V. und ARCD anerkannte Ahnentafeln oder entsprechende Registerbescheinigungen haben. Voraussetzungen für alle
Zuchtmaßnahmen sind:
- die Bestätigung, dass die Forderungen des KVD e.V. hinsichtlich der Freiheit der Tiere von erblichen Defekten erfüllt sind,
- sehr gute Konstitution, Kondition und Gesundheit der Tiere,
- sehr gute, dem Kooikerhondje angemessene Haltungsbedingungen für alle vom Züchter gehaltenen Hunde,
- bei Erstzüchtern eine Bestätigung des Zuchtwartes, dass sehr gute, für Kooikerhondje angemessene Aufzuchtbedingungen gewährleistet sind.
§4.1.2 Zuchtzulassung
Wie aus 4.1.1 ersichtlich werden zur Zucht nur Hunde zugelassen, die dem Rassestandard entsprechend und den daraus folgenden Anforderungen an Wesen und Konstitution genügen. Ausführungen zu den für die Zulassung zur Zucht erforderlichen Formwerten, sowie die Zuchtgenehmigung machen die Zuchtzulassungs-Bestimmungen, die als Anhang Bestandteil dieser ZO sind. Die Zuchtzulassung darf nur von Personen erteilt oder verweigert werden, die vom Vorstand des KVD e.V. ernannt werden.
§4.1.3 Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere
15 Monate beim ersten Deckakt, spätestens jedoch mit der Vollendung des 5. Lebensjahres für den ersten Wurf. Hündinnen dürfen nach Vollendung des 8. Lebensjahres nicht mehr belegt werden. (3)
Mindestalter 12 Monate, wenn der Rüde sämtliche erforderlichen Zuchtzulassungsvoraussetzungen erworben hat.
(3) Ausnahmen hiervon sind nur unter folgenden Bedingungen vertretbar:
- Zugehörigkeit der Hündin zur höchsten Zuchtklasse, beste Form- und Leistungswerte diese Hündin.
- von einem vom KVD e.V. bestimmten Tierarzt, ggf. zusammen mit dem zuständigen Zuchtwart oder dem Zuchtleiter, bestätigte ausgezeichnete Konstitution und Kondition der Hündin, die einen weiteren Wurf unbedenklich erscheinen lassen.
- bisher geringe Nachkommenzahl der Hündin, die wünschenswert erscheinen lässt, dass der Zucht künftig mehr Nachkommen zur Verfügung stehen. Dies schließt Hündinnen aus, die bisher regelmäßig zur Zucht benutzt wurden.
- bisher sehr gute Nachkommensleistungen und mindestens durchschnittliche Welpenzahl pro Wurf.
- Ausnahmegenehmigungen sind so rechtzeitig vor der erwarteten Hitze der Hündin zu beantragen, dass das Vorliegen oben genannter Bedingungen geprüft werden kann.
§4.1.4 Häufigkeit der Zuchtverwendung
Hündinnen dürfen nicht mehr als einen Wurf pro Kalenderjahr haben. Maximal zugelassen sind 5 Würfe. Sollten in einem dieser Würfe nur maximal 2 Welpen fallen, kann, nach ärztlicher Rücksprache, durch die Zuchtkommission ein 6 Wurf genehmigt werden.
Rüden dürfen unbegrenzt decken. Der Deckeinsatz im Ausland ist uneingeschränkt.
Eine Verpaarung, d.h. gleiche Hündin und gleicher Rüde, darf maximal zweimal stattfinden.
§4.1.5. Wurfstärke
Eine Begrenzung der Wurfstärke ist mit §1 des Tierschutzgesetzes nicht zu vereinbaren. Der KVD e.V. fordert jedoch die Züchter auf, die Aufzucht lebensschwacher, mit groben Fehlern behafteter Welpen nicht zu fördern. Fallen 9 oder mehr Welpen, darf frühestens 365 Tage nach dem Wurfdatum wieder belegt werden. Grundsätzlich sind Würfe, deren Welpen die durchschnittliche Wurfgröße erheblich überschreiten, vornehmlich mit Hilfe von intensiver Betreuung durch den Züchter und früher Zufütterung aufzuziehen. Wenn dies nicht möglich ist und/oder die Gesundheit der Mutterhündin angegriffen oder ernstlich bedroht ist, soll Ammenzucht gestattet werden.
§4.1.6 Inzestzucht
Paarung von Verwandten ersten Grades (4) sind nicht gestattet.
§4.1.7 Einzelbewertung
Einzelbewertungen bedürfen der schriftlichen Genehmigungen der Zuchtkommission. Sie werden nur in begründeten Ausnahmefällen erteilt.
(4) Verwandte ersten Grades sind Mutter/Sohn, Vater/Tochter, Wurfgeschwister, aber auch Hunde aus vorigen oder späteren Paarungen derselben Eltern.
§4.2 Zur Zucht nicht zugelassene Hunde
Hierzu gehören Hunde, die dem Rassestandard nicht entsprechen und insbesondere solche mit zuchtausschließenden Fehlern, z.B.
- Wesensschwäche und Wesensveranlagungen, die dem im Standard aufgezeigten Wesensbild des Kooikerhondje nicht entsprechen,
- angeborene Taubheit oder Blindheit, PRA, Hasenscharte, Spaltrachen,
- Kieferanomalien, Schneidezahn-, Fangzahn-, Molar- bzw. Prämolarverluste (d.h. mehr als 2 Fangzähne und/oder Molare bzw. Prämolare),
- Distichiasis (wenn doppelte Wimpernreihe), Trichiasis, Epilepsie, Kryptorchismus, Monorchismus, Albinismus,
- Andersfarbigkeit als im Standard angegeben,
- festgestellte mittlere oder schwere Hüftgelenkdysplasie (HD), Patella Luxation (Grad 2,3 und 4 ), Knickrute, Skelettdeformation, Entropium, Ektropium,
- VWD-Träger, Leukodystophie und alle weiteren in Zukunft auch bei anderen Hunderassen sich nachweislich als erblich Defekte darstellen
- atypisches Aussehen (z.B. grobe Abweichungen vom Standard)
In Grenzfällen ist die Entscheidung der Zuchtkommission maßgeblich, die sich nach Größe der Population und Häufigkeit des Erbfehlers richtet. Ahnentafeln oder Registerbescheinigungen nicht zur Zucht zugelassener Hunde erhalten einen entsprechenden Vermerk.
§4.3 Verwendung von In- und Auslandsrüden
Werden im In- und Ausland stehende Deckrüden zur Zucht verwendet, die nicht dem KVD e.V. angehören, gelten für diese die vom KVD e.V. geforderten Voraussetzungen für die Zuchtzulassung. Darüber hinaus muss Wissen um Erbfehler bei Verwandten und Nachkommen des Deckrüden eingeholt werden. § 6.3 ist miteinzubeziehen.
§5 Zuchtstättennamen, Zuchtstättennamenschutz
§5.1 Bedeutung
Der Zuchtstättename ist Zuname des Hundes und damit Erkennungszeichen des Züchters. Er wird beim Rassehunde Zuchtverein über die KVD Geschäftsstelle geschützt. Jeder zu schützende Zwingername muss sich deutlich von bereits für diese Rasse vergebenen unterscheiden; er wird dem Züchter zum streng persönlichen Gebrauch zugeteilt. Der KVD e.V. führt über die von ihm geschützten Zuchtstättennamen Nachweis.
§5.2 Zuchtstättennamenschutz
Der Züchter verpflichtet sich, mit der Beantragung eines Zuchtstättennamenschutzes Kooikerhondje zu züchten, die in das Zuchtbuch des KVD eingetragen werden. Vor der Übersendung der Zuchtstättenschutzurkunde werden die voraussichtlichen Aufzuchtbedingungen durch den zuständigen Zuchtwart auf Übereinstimmung mit den Anforderungen des KVD e.V. (§4.1.1) überprüft und von der Leitung der Zuchtkommission auf dem Formblatt des KVD e.V. bestätigt. Die Züchter sind verpflichtet zur Vermeidung von Rechtsnachteilen, jede Namens- und Anschriftenänderung dem Zuchtbuchführer unverzüglich mitzuteilen.
§5.3 Nachweis und Schutz
Der Rassezuchtverein muss über die von ihm geschützten Zuchtstättennamen Nachweis führen. Gebühren dürfen nur von dem Verein erhoben werden, der den Namen einträgt. Die vom Verein geschützten Zuchtstättennamen haben Bestandsschutz. Die neu hinzukommenden Züchter mit bereits geschütztem Zuchtstättennamen müssen so geändert werden, dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Der Zuchtstättennamenschutz erlischt beim Tode des Züchters, sofern der Erbe nicht den Übertrag des Zuchtstättennamen auf sich beantragt. Zuchtstättennamen werden bis zu 10 Jahren nach dem Tode des Züchters nicht an andere Züchter vergeben. Während dieser Zeit können Erbe und Nachkommen des Züchters die Übertragung des Zuchtstättennamens noch beantragen, Übertragungen sind durch Erbfolge oder entsprechende von dem zuständigen Rassezuchtverein zu genehmigenden vertragliche Regelungen möglich. In Ahnentafeln aus dem Ausland übernommener Hunde werden nur die dort geschützten Zuchtstättennamen und nicht zusätzliche Zuchtstättennamen eingetragen. Welpen aus Zuchtmieterverhältnissen müssen unter dem Zuchtstättennamen des Mieters eingetragen werden, sofern dieser als Züchter gelten kann (Zuchtrechtübertragung). Bei Zuchtstättengemeinschaften kann der Zuchtstättenname nur vom KVD e.V. geschützt werden, bei dem auch die Wurfeintragung erfolgen muss. Bei Auflösung von Zuchtstättengemeinschaften kann nur ein Partner den Zuchtstättennamen weiterführen. Für Hunde ohne Zuchtstättennamen aus Eltern gleicher Rasse mit vom KVD e.V. anerkannten Ahnentafeln kann der Züchter des Hundes bei seinem Rassehundezuchtverein einen Beinamen beantragen, der in Beziehung zum Eigentümer steht. Der Beiname ist dem Rufnamen des Hundes in Klammern beizufügen. Vor der Übersendung der Zwingerschutzurkunde, müssen bei Wohnungswechsel die Aufzuchtbedingungen durch den zuständigen Zuchtwart auf Übereinstimmung mit den Anforderungen des KVD e.V. hin (s. 4.1.1) überprüft werden. Diese Übereinstimmung ist der Zuchtkommission durch den zuständigen Zuchtwart auf dem entsprechenden Formblatt des KVD e.V. zu bestätigen.
§6 Paarung / Deckakt
§6.1 Pflichten des Deckrüdenbesitzers
Rüden, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, die im Zuchtbuch oder Register des KVD e.V. gesperrt sind, dürfen nicht zur Zucht herangezogen werden.
§6.1.1 Allgemeines
Vor jedem Deckakt hat sich der Deckrüdenbesitzer davon zu überzeugen, dass sein Rüde und die zu belegende Hündin die Zuchtvoraussetzung des KVD e.V. erfüllen.
Die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Eigentümer von Zuchtrüden und -hündinnen sind eingehend in den Zuchtregeln des KVD e.V. beschrieben. Über Abweichungen hiervon sind schriftliche Vereinbarungen zu treffen.
Die Festsetzung der Deckgebühr und deren Zahlung sind ausschließlich Angelegenheit zwischen Züchter und Deckrüdenbesitzer. Um Differenzen zu vermeiden, werden schriftliche Vereinbarungen empfohlen.
§6.1.2 Deckbuch
Angaben über Deckvorgänge, Deckrüden und belegte Hündinnen sind unverzüglich festzuhalten, wie z.B. auch Zu-/ Abgänge mit Angabe von Wurftag, Zuchtbuchnummer, Transpondernummer. Angaben über die Zuchttauglichkeit und evtl. Leistungskennzeichen; Namen und Anschrift des Besitzers, Decktag, Wurfergebnisse.
Zuständiger Zuchtwart und die Leitung der Zuchtkommission haben jederzeit das Recht, das Deckbuch zur Einsicht anzufordern.
§6.1.3 Deckmeldung
Der Rüdenbesitzer bestätigt den Deckakt auf der Deckbescheinigung, die der Züchter der Zuchtbuchstelle des KVD e.V. innerhalb von 8 Tage übersenden muss.
§6.1.4 Künstliche Besamung
Künstliche Besamung ist zur Verbesserung der Rasse nur in Ausnahmefällen möglich. Sie bedarf der Genehmigung durch die Zuchtkommission des KVD e.V.. Die danach erforderlichen Atteste sind an den KVD e.V. zu übersenden. (5)
§6.2 Pflichten des Hündinnenbesitzers
Hündinnen, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, die im Zuchtbuch oder Register des KVD e.V. gesperrt sind, dürfen nicht zur Zucht herangezogen werden.
§6.2.1 Allgemeines
Vor jedem Deckakt hat sich der Hündinnenbesitzer davon zu überzeugen, dass seine Hündin und der Deckrüde die Voraussetzungen des KVD e.V. erfüllen.
§6.2.2 Zuchstättenbuch
Jeder Züchter hat ein Zuchtstättenbuch zu führen.
Zuständige Zuchtwarte und Zuchtobmänner haben jederzeit das Recht, das Zuchstättenbuch zur Einsicht anzusehen.
§6.3 Externe Deckungen Externe Deckungen bedürfen der Prüfung und der Genehmigung durch die Zuchtkommission. Ahnentafel und sämtliche Dokumente der Zuchtzulassung sind unaufgefordert vorzulegen. Die Anforderungen der Zuchtzulassung müssen den geforderten Voraussetzungen für die Zuchtzulassung des Kooikerhondje Verein KVD e.V. entsprechen. Zeitgleichen, vereinsinternen Deckungen ist Vorrang zu gewähren.
Bei Antragstellung ist die Bearbeitungsgebühr von 500,- € (in Worten: fünfhundert) unaufgefordert vom Deckrüdenbesitzer an den Kooikerhondje Verein KVD e.V. zu überweisen. Die Zahlung ist die Voraussetzung zur Bearbeitung des Antrags.
(5) Ausnahmefälle sind:
- eventuelle auftretende große Entfernungen zwischen den Kontinenten,
- Quarantänebestimmungen, die einem sinnvollen Zuchtaustausch im Wege stehen,
- Anatomische oder psychische Unfähigkeit zur Fortpflanzung, wenn die absolute Gewähr besteht, dass sich die vorliegenden Behinderungen nicht vererben.
Sowohl Rüde als auch Hündin müssen bereits auf natürlichem Wege Nachkommen gezeugt bzw. geboren haben.
§7 Zuchtkontrollen und Wurfabnahmen
§7.1 Wurfmeldung
Alle Würfe sind der Zuchtbuchstelle des KVD e.V. unverzüglich, mindestens jedoch innerhalb von 8 Tagen nach dem Wurfakt mitzuteilen. Hat eine Hündin nicht aufgenommen, verworfen oder alle Welpen eines Wurfes verenden vor der Wurfbesichtigung, ist auch hiervon die Zuchtbuchstelle unverzüglich zu informieren. Innerhalb von 8 Tagen nach dem Wurfakt ist bei den ersten 3 Würfen eine Erstbesichtigung des Wurfes, d.h. eine Wurfkontrolle durchzuführen. Der Zuchtwart erstellt einen schriftlichen Zustandsbericht, mit dem dementsprechenden Formblatt.
§7.2 Mitteilungen an den Deckrüdenbesitzer
Der Züchter hat dem Deckrüdenbesitzer das Ergebnis des Wurfgeschehens innerhalb von drei Tagen bzw. das Leerbleiben der Hündin innerhalb von 1 Woche nach dem errechneten Wurfdatum formlos mitzuteilen.
§7.3 Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch
Die Züchter des KVD e.V. sind verpflichtet, alle Würfe zur Eintragung zu melden. Eingetragen werden alle Hunde, die die Voraussetzungen dieser ZO erfüllen. (6) Mit dem Wurfeintragungsantrag sind bei der Zuchtbuchstelle einzureichen:
- Originalahnentafel bzw. – Registrierbescheinigung der Hündin,
- ggf. Zwingerschutzurkunde
Alle Welpen eines Wurfes erhalten Namen, die mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen; eingetragen werden zunächst die Rüden, dann die Hündinnen.
Die Anfangsbuchstaben für die Hunde der verschiedenen Würfe folgen alphabetisch aufeinander; jeder Züchter muss mit dem Buchstaben A beginnen.
(6) Auch Würfe, bei denen die Zuchttauglichkeits-Voraussetzungen nicht vorlagen oder die z.B. als zweiter Wurf im Kalenderjahr nicht zulässig waren, können eingetragen werden, wenn beide Eltern in einem von der F.C.I. und KVD e.V. anerkannten Zuchtbuch eingetragen sind.
Der Verstoß gegen die Zuchtregeln ist jedoch im Zuchtbuch klar sichtbar und verständlich darzustellen. Handelt es sich um „nicht heilbare“ Mängel, soll den Welpen Zuchtverbot erteilt werden. Dies ist in Zuchtbuch und Ahnentafeln kenntlich zu machen.
§7.4 Allgemeine Pflichten des Züchters
Der Züchter ist verpflichtet, die Mutterhündin und die Welpen in bestem Ernährungszustand zu halten, gut zu pflegen und rassegerecht und hygienisch einwandfrei unterzubringen. Im Übrigen wird auf 4.1.1 verwiesen.
Die Welpen sind vor der Grundimmunisierung mehrfach, jedoch mindestens viermal zu entwurmen.
Für alle Welpen hat der Züchter durch einen internationalen Impfpass zur Wurfabnahme den Nachweis der erforderlichen Grundimmunisierung durch einen Tierarzt zu erbringen.
Eine Veräußerung und/oder Abgabe zur Kaufvermittlung an Zoogeschäfte oder gewerblichen Hundehandel ist strengstens untersagt und wird mit Ausschluss aus dem KVD e.V. und Zuchtsperre geahndet.
Um die Erfassung und Bekämpfung erblicher Defekte und Krankheiten zu erleichtern, müssen die Züchter nach Abgabe der Welpen mit dem Einverständnis der Käufer deren Namen und Adressen der Zuchtbuchstelle des KVD e.V. mitteilen. Wird das Einverständnis verweigert, ist diese ersatzweise mitzuteilen.
§7.5 Wurfabnahme
Die Wurfabnahme wird vom zuständigen, vom KVD e.V. ausgebildeten und geprüften Zuchtwart frühestens in der achten Lebenswoche – nach der Erstimpfung der Welpen (mindestens SHLPZ) und spätestens in der 10. Woche – vorgenommen. Die Kennzeichnung aller Welpen mit Transpondern ist vor der Wurfabnahme Pflicht.
Der Zuchtwart erstellt den Wurfabnahmebericht, der alle wesentlichen Angaben zum Wurf enthält, insbesondere alle bei den Welpen feststellbaren Mängel. Zuchtleitung des KVD e.V., Welpenkäufer und Züchter erhalten je eine Kopie dieses Berichtes, der Erhalt ist durch den Welpenkäufer zu bestätigen.
§8 Zuchtbuch
Im Zuchtbuch werden nur Hunde eingetragen, deren Abstammung über drei Ahnengenerationen lückenlos in von der F.C.I. und KVD e.V. anerkannten Zuchtbüchern nachgewiesen werden kann.
§8.1 Allgemeines
Die Führung des Zuchtbuches obliegt nach der Satzung des KVD e.V. der Zuchtbuchstelle.
Im Zuchtbuch und Anhangregister, nachfolgend Register genannt, werden nur Zuchtmaßnahmen, die der Wurf- und Zuchtkontrolle des KVD e.V. unterliegen, und Einzeleintragungen von reinrassigen Hunden verzeichnet. Die Zuchtbücher des KVD e.V. werden jährlich in gedruckter Form herausgegeben und auf Anforderung gegen Kostenerstattung von der Zuchtbuchstelle zugesandt. Züchter, die in diesem Zeitraum einen Wurf hatten, bekommen das Zuchtbuch kostenlos. Zuchtbuch und Register sind für Züchter und Mitglieder des KVD e.V. zugänglich.
§8.2 Eintragungen in das Zuchtbuch
§8.2.1 Inhalt des Zuchtbuchs
§8.2.2 Zuchtklassen
Die Qualifikation von Zuchttieren legen der KVD e.V. wie folgt fest: Bewertungsnote V und SG.
§8.2.3 Umfang und Einzelheiten der Eintragungen
Eine Erläuterung des Aufbaus und ein Inhaltsverzeichnis, eine alphabetisch geordnete Liste der für die Kooikerhondje des KVD e.V. geschützten Zuchtstättennamen, sowie eine nach ihrem Familienamen alphabetisch geordnete Liste der Züchter sind Wurfeintragungen vorangestellt. Die Eintragung von Informationen, die nicht in von der F.C.I. und KVD e.V. anerkannten Zuchtbüchern nachweisbar sind, ist gestattet. Eingetragen werden alle nach den Bestimmungen dieser ZO gezüchteten Welpen mit Ruf- und Zuchtstättennamen, Geschlecht, ihren Chip- und Zuchtbuchnummern. Angegeben werden ferner die Zuchtbuchnummern, der Zuchtstättennamen und die Namen der Elterntiere, ihre Siegertitel sowie ihre Gesundheitsbefunde.
Aufgezeichnet werden dazu weitere anlässlich der Wurfkontrolle oder Wurfabnahme festgestellte Tatsachen und Besonderheiten, wie z.B. Wesen, Rutenlänge, Nabelbrüche, vorhandene Wolfskrallen, Augenschäden, Gebissschaden, Wolfsrachen, Knickrute, Anzahl der Hoden im Hodensack. Geburtsgewicht, Abgabegewicht, Aufzuchtbedingungen und ärztliche Bescheinigung über den Zustand der Welpen und Mutterhündin.
Ferner werden eingetragen: Decktag, Wurftag, Zahl der geworfenen und zur Eintragung gemeldeten Welpen (s. 8.2.1) sowie Name und Anschrift des Züchters und Deckrüden, Anzahl der totgeborenen bzw. verendeten Welpen.
§8.2.4 Form der Eintragung
Die Eintragungen sind so gestaltet, dass sowohl im Zuchtbuch als auch im Register eine fortlaufende und lückenlose, nachvollziehbare Abfolge von Zuchtbuchnummern entsteht, sodass die Art der Eintragungsmaßnahme klar ersichtlich ist.
Das Zuchtbuch ist deutlich vom Register getrennt, beide haben eigene Nummernfolgen; anhand der erteilten Kennzeichen ist deutlich erkennbar, ob es sich um eine Eintragung in Zuchtbuch oder Register handelt.
Bei ins Register eingetragenen Hunden ist zusätzlich Datum und Ort der Überprüfung auf rassetypisches Äußeres und der Name des überprüfenden Zuchtrichters einzutragen.
§8.2.5 Ahnentafeln
Die als Auszug des Zuchtbuchs ausgestellten Ahnentafeln weisen drei oder mehr Ahnengenrationen auf (s. 10.1)
§8.3 Eintragungssperre
- alle Welpen, deren Züchter das Zuchtbuch und / oder deren Deckrüdenbesitzer das Zuchtbuch oder Register gesperrt sind.
Über die Eintragung von Hunden aus nicht zur Zucht zugelassenen Elterntieren entscheidet die Zuchtkommission des KVD e.V..
§8.4 Anerkennung anderer Zuchtbücher
Der KVD e.V. erkennt alle Zuchtbücher der Landesverbände der F.C.I. und anderer Mitgliedsvereine an.
§8.5 Angaben über Kooikerhondje mit Zuchtsperre
Der KVD e.V. führt einen Anhang zum Zuchtbuch, in dem alle nicht zur Zucht zugelassenen Hunde mit Angabe des Grundes für die Zuchtsperre eingetragen sind.
§9 Ahnentafel
§9.1 Allgemeines
Ahnentafel und Hunde gehören zusammen. Die Ahnentafel ist ein Abstammungsnachweis, der von der Zuchtbuchstelle als mit den Zuchtbucheintragungen identisch gewährleistet wird und drei oder mehr Ahnengenerationen aufweist.
Ahnentafel und evtl. Auslandsanerkennungen dürfen den Käufern von Hunden nicht gesondert berechnet werden.
Auf Ahnentafeln von Hündinnen sind Wurftag und Wurfstärke aller mit ihr gezüchteten Würfe eingetragen; dies wird auch auf Ahnentafel - Zweitschriften nachgetragen.
§9.2 Eigentum an der Ahnentafel
Die Ahnentafel bleibt Eigentum des KVD e.V.. Der KVD e.V. kann jederzeit die Vorlage oder – nach dem Tod des Hundes unter Angabe der Todesursache – die Rückgabe der Ahnentafel verlangen.
Bei Übernahme eines Hundes des KVD e.V. durch einen anderen, darf die Original – Ahnentafel nicht eingezogen werden; auf ihr wird jedoch die Übernahme sowie die neu erteilte Zuchtbuchnummer (Übernahmenummer) mit Datum, Unterschrift und Stempel des übernehmenden Rassehundezuchtvereins bestätigt. Es können die Original – Ahnentafel Übernahmedokumente beigefügt werden; diese müssen mit der Original – Ahnentafel unlösbar verbunden werden.
§9.3 Besitzrecht
- der Eigentümer des Kooikerhondje
- der Mieter einer Hündin, während der Dauer der Zuchtmiete, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers vor.
Das Recht zum Besitz der Ahnentafel gegenüber dem KVD e.V. besteht nur so lange, wie die Pflichten durch den Hundebesitzer erfüllt werden. Der KVD e.V. kann die Ahnentafel bis zur Klärung der Ansprüche einziehen.
Ergibt sich das Besitzrecht der Ahnentafel nicht aus der Ahnentafel, kann der KVD e.V. die Ahnentafel bis zur Klärung der Ansprüche einziehen.
§9.4 Beantragung von Ahnentafeln
Die Ausstellung von Ahnentafeln und Registerbescheinigungen erfolgt nur auf Antrag, jedoch unverzüglich durch den KVD e.V., sobald die Antragsunterlagen vollständig vorliegen und die Eintragungsvoraussetzungen erfüllt sind.
§9.6 Ungültigkeitserklärung von Ahnentafeln
In Verlust geratene Ahnentafeln müssen für ungültig erklärt werden. Nach Veröffentlichung des Verlustes im Magazin oder in anderen Mitteilungen des KVD e.V. fertigt die Zuchtbuchstelle des KVD e.V. nach sorgfältiger Prüfung des Antrages und der Beweise über den Verlust der Original – Ahnentafeln eine Zweitschrift gegen Gebühren. Bei Hündinnen sind darauf alle ihre Würfe nachzutragen.
Die ausgestellte Ersatz – Ahnentafel muss den Vermerk „Zweitschrift“ tragen.
§9.7 Eigentumswechsel
Jeder Eigentumswechsel eines Kooikerhondje muss auf der Ahnentafel mit Ort und Datum des Übergangs vermerkt werden. Die Eintragung des Vermerkes muss durch den Voreigentümer mit seiner Unterschrift bestätigt werden.
Bei Verkauf eines Kooikerhondje ist die Ahnentafel dem neuen Eigentümer ohne jede Nachzahlung auszuhändigen.
Vorstehendes gilt sinngemäß auch für Registerbescheinigungen.
§10 Register
Im Register werden nur Kooikerhondje eingetragen, deren Ahnen zwar nicht vollständig über drei Generationen in anerkannten Zuchtbüchern nachzuweisen sind, deren äußeres Erscheinungsbild und Wesen jedoch nach Beurteilung eines Zuchtrichters für die Kooikerhondje dem bei der F.C.I. niedergelegten Rassestandard entsprechen.
Ausführungen zu Inhalt und Umfang der Eintragungen finden sich bei Ziffer 8.1, 8.2,3 / 4.
§11 Zuchtgebühren
Die Zuchtgebühren sind in der Gebührenordnung des KVD e.V. festgesetzt. Alle Anträge sind fristgerecht auf Formblättern der Zuchtbuchstelle zuzusenden.
Bei Verstößen gegen die KVD e.V.-Zuchtbestimmungen können folgende Sanktionen beschlossen werden:
1.) Strafgebühr (siehe Anlage 3)
2.) Erhöhte Eintragungsgebühr (siehe Anlage 3)
3.) Zuchtsperre (befristet)
4.) Zuchtverbot (unbefristet und endgültig)
Die Überwachung dieser ZO obliegt Zuchtkommission und Vorstand des KVD e.V.. Jedes Mitglied muss dem KVD e.V. umgehend von Verstößen gegen die ZO in Kenntnis setzen. In nachstehenden Fällen kann der Vorstand in Abstimmung mit der Zuchtkommission Zuchtverbot und Zuchtbuchsperre verhängen.
1.) Wenn fehlende Voraussetzungen innerhalb einer festgesetzten Frist nicht nachgeholt werden oder nachgeholt werden können, werden AT der Welpen mit dem Eintrag „Zuchtverbot“ versehen, ansonsten mit dem Vermerk „nicht nach den Regeln des KVD e.V. gezüchtet“. Bis zur Klärung (Ablauf der Frist) verbleiben die AT der Welpen bei der KVD – Geschäftsstelle. Zusätzlich wird eine erhöhte AT-Gebühr erhoben (Anlage 3). Hierzu gehören: Rüde / Hündin zu jung oder vor Erteilung der ZZL, Hündin mit HD-A oder HD-B und Verpaarung mit nicht nach inl. Kriterien befundenen ausl. Rüden und fehlender Nachzuchtkontrolle vor erneuter Verpaarung mit demselben Rüden.
2.) Ist die Hündin zur Verpaarung zu jung oder hat eine Hündin ihren 2.Wurf in einem Kalenderjahr, so ist eine Zuchtsperre von 1 Jahr zu verhängen, eine erhöhte AT-Gebühr zu erheben (Anlage 3) und Vermerk in dem AT der Welpen „nicht nach den Regeln des KVD e.V. gezüchtet“ einzutragen.
3.) Wird eine vorgeschriebene Zuchtpause (nach besonders starkem Wurf) nicht eingehalten, wir eine Zuchtsperre von 1 Jahr verhängt und erhöhte AT-Gebühr fällig (Anlage 3).
4.) Hündin mit HD-C und Verpaarung nicht nach inl. Kriterien befundenen ausl. Rüden oder Verpaarung von zwei Hunden, die beide mit HD-C ausgewertet sind oder Inzestverpaarung ohne Genehmigung- ist erhöhte AT-Gebühr fällig (Anlage 3) und Vermerk in den AT der Welpen „Zuchtverbot“.
5.) Verpaarung eines HD-C befundenen Hund mit einem HD-B Befund ohne Genehmigung = zusätzliche Bearbeitungs-Gebühr fällig (Anlage 3) und Vermerk in den AT der Welpen „nicht nach den Regeln des KVD e.V. gezüchtet“ eingetragen.
6.) Hündin zu alt und ohne Genehmigung = erhöhte AT-Gebühr fällig (Anlage 3).
7.) Bei Missachtung von Entscheidungen der Zuchtkommission (z.B.: bezüglich Zuchtrüden für eine bestimmte Verpaarung) erfolgt eine Zuchtsperre von 8 Monaten und doppelte AT-Gebühren pro Welpe.
8.) Werden vom Zuchtwart beanstandete Mängel an der Zuchtstätte nicht in angemessener Frist beseitigt, erfolgt Zuchtsperre bis zur Mängelbeseitigung. Bei Wiederholung erfolgt 1 Jahr Zuchtsperre.
Bei Verstößen gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen, Zuchtbestimmungen, Anordnungen und Entscheiden der Zuchtkommission, kann die Eintragung eines Wurfes von der Zahlung einer erhöhten Eintragungsgebühr abhängig gemacht werden. Die Eintragung kann auch abgelehnt, eine zeitliche begrenzte oder ständige Zuchtsperre verhängt oder ein Verweis erteilt werden. Verstöße gegen die Zuchtordnung werden von der Zuchtkommission überprüft, und von der/dem Vorsitzenden der Zuchtkommission sowie von der/dem 1. Vorsitzenden des KVD e.V. werden entsprechende Anordnungen und Entscheidungen (Sanktionen) getroffen, (siehe Anlage 3 „Gebühren für Verstöße gegen die KVD e.V.-Zuchtbestimmungen“). Diese werden in Schriftform dem Züchter und / oder Deckrüdenbesitzer, ggf. dem Halter, gegen Empfangsnachweis bekannt gegeben. Zusätzliche Kosten gehen zu Lasten des Züchter und/oder Deckrüdenbesitzer und/oder Verursachers. Gegen Anordnungen und Entscheidungen des Zuchtausschusses des KVD e.V. kann binnen 14 Tagen der Vorstand in schriftlicher Form aufgerufen werden.
Jedem Züchter und Deckrüdenbesitzer des KVD e.V. wird diese ZO übergeben. Der Züchter und Deckrüdenbesitzer ist verpflichtet, sich über Inhalt und Änderungen der Zuchtbestimmungen selbstständig zu unterrichten. Änderungen der ZO treten nach Veröffentlichung auf der KVD e.V. Web-Seite oder in anderen Mitteilungen des KVD e.V. in Kraft. Mit der Veröffentlichung der Veränderungen verlieren alle vorherigen Zuchtbestimmungen ihre Gültigkeit.
Anlagen zu dieser ZO:
Anlage 1 = Zuchtzulassungsbestimmungen Anlage 2 = Mindestanforderungen an die Haltung von Kooikerhondje
Anlage 3 = Gebühren für Verstöße gegen die KVD e.V. Zuchtbestimmungen

References: §2

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§3

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§4

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 §1

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§7

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