Source: https://www.bk-zahren.de/
Timestamp: 2019-10-19 07:05:58+00:00

Document:
Blaukreuz-Zentrum Schloss Zahren - Sozialtherapeutische Einrichtung
Blaukreuz-ZentrumSchloss Zahren
Blaukreuz-Zentrum Schloss Zahren
Therapie statt Strafe - Christliche Sozialtherapie
Blaues Kreuz in Deutschland – Ortsverein Zahren e.V.
Schloss Zahren, Am Zahrener See 4
Tel.: 039921-3235
Fax: 039921-35039
IBAN: DE21 5206 0410 0006 3004 56
Therapiestundenplan
Haus- und Landwirtschaft, Baumaßnahmen und Innenrenovierung, Fahrzeugpflege, Umzüge
Schulabschlüsse und Berufsausbildung / Umschulung, Lehren, in Zusammenarbeit mit anderen Ausbildungsträgern
bei Ämtern, Ärzten und Behörden sowie Gerichten und anderen Diensten, Schuldnerberatung
Lebensprobleme erkennen und aussprechen, Persönlichkeitsanalyse, Selbstsicherheitstraining, Tests
gemeinsam planen und miteinander oder alleine unternehmen > Angeln, Ausflüge, Hobbys, Spiele
täglich: Frühsport, gemeinsame Morgenrunden zu aktuellen Lebensfragen sowie Gruppengespräche am Montag- und Dienstagnachmittag, externe Selbsthilfegruppe
Konsiliarärzte und Kooperation mit verschiedenen Kliniken helfen zur Rehabilitation
Kleinfußball- und Volleyballplatz
Kaninchen, Pferde und Schafe
Unsere Bewohner lernen in Teams backen, einkaufen, kochen, Wäsche waschen für sich und andere.
Aufnahmevoraussetzung ist der grundsätzliche Wille zu einem zukünftigen Leben ohne soziale Auffälligkeiten, ohne Suchtmittel und in Straffreiheit. Dabei sollen folgende Regeln helfen, dieses Ziel zu trainieren:
sind in jeder Form in der gesamten Einrichtung verboten, bzw. nur auf ärztliche Verordnung und als Medikamente erlaubt. Alkohol und Drogenutensilien werden eingezogen. Bei Drogen- und Alkoholverdacht sowie sporadisch wird kontrolliert. Bei Missbrauch oder Rückfall erfolgt eine Aufarbeitung durch Gespräche und Gütevereinbarung.
Nur aktive, pünktliche Mitwirkung führt zur direkten Auszahlung des Taschengeldes, das wochenweise ausgezahlt wird. Bei Arbeitsverweigerung und Rückfall erfolgt nur bargeldloser Einkauf.
In Bezug auf Ihr Therapieziel ist es notwendig, dass Sie uns durch Ihre Genehmigung engste Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten gestatten. Für unsere Bewohner sind ein Hausarzt und verschiedene Fach- und Konsiliarärzte zuständig.
In den ersten Monaten in Zahren gilt ein stufenweiser Aufnahmestatus, d.h. verschärfte Ausgangs- und Postkontrolle. In den ersten 4 Wochen haben Sie kein Handy und der Einkauf erfolgt bargeldlos.
Pünktliches Aufstehen ist Bestandteil der Tagesstruktur.
ist nur in programmfreier Zeit, nach Abmeldung bzw. mit genehmigtem Ausgangsantrag möglich. Neu aufgenommene Bewohner dürfen nur mit schon bewährten und dafür eingesetzten Bewohnern unser Gelände verlassen.
ist anzumelden und in der Regel nur in der Freizeit und in den Gemeinschaftsräumen möglich.
(partnerschaftliche) innerhalb der Therapiegemeinschaft sind nicht erwünscht.
CD-Spieler/Radio/Kassettenrekorder/MP3-Player sowie alle zur Körperpflege notwendigen Geräte sind auf dem Zimmer zugelassen. Verboten sind im Zimmer Bügeleisen, Fernseher, Kocher, große Lautsprecher u. a.
sind sofort bei dem Diensthabenden zu melden.
Fahrkosten (z.B. Urlaubsheimfahrten) werden von uns nur bei fester Zusage des Kostenträgers vorverauslagt.
Fernseher und Computer sind im Zimmer nicht erlaubt. Es stehen mehrere Fernsehräume zur Verfügung.
Freizeitkasse
Aus dieser Kasse werden gemeinsame Aktivitäten bezahlt wie Ausflüge, Theater, Bowlen und andere.
unter 3mm sowie Färben und Tönen sind nur auf ärztliche Anordnung hin erlaubt.
Wir haften nicht für Geldsummen, die wir ausgezahlt haben und die uns nicht zur Verwaltung gegeben sind.
untereinander sind grundsätzlich nicht erlaubt, können aber nach Absprache im Büro genehmigt werden.
ist bei Meinungsverschiedenheiten und in jeder Form von Gewaltverherrlichung durch Bücher, Zeitschriften, Videos oder Musik nicht erlaubt. Gewaltverherrlichende Mittel und Waffen werden eingezogen und der Polizei übergeben.
sind in unseren Einrichtungen unter Einsatz von Geld und Sachleistungen verboten.
Die Teilnahme an den Gruppengesprächen ist für alle verbindlich.
Sonntags besteht die Möglichkeit und das Angebot, Gottesdienste in Waren oder Neubrandenburg zu besuchen.
Handys / Laptop
sind in den ersten 4 Wochen nicht erlaubt, danach zu festgesetzten Zeiten. Anrufmöglichkeiten sind gegeben.
werden nur nach ärztlicher Verordnung und durch die Einrichtung in Ihrem Auftrag zentral ausgegeben.
besteht nicht und damit kein Wohnrecht, aber ein Nutzungsrecht.
Die Gemeinschaftsverpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, Kaffeepausen) ist so abgestimmt, dass auf dem Zimmer nichts benötigt wird. Weitere Getränke (keine Energydrinks, keinen Kaffee) und Süßigkeiten sind erlaubt. Kaffee wird von der Einrichtung zu festgesetzten Zeiten bereitgestellt.
sind aus Arbeitsschutzgründen nur in der Freizeit erlaubt, ebenso Ohrringe und anderer Schmuck.
ist im Bereich der Einrichtung nicht erlaubt.
Wie in anderen Einrichtungen auch, öffnen Sie die Post im Büro.
Jede Einrichtung hat bei uns eine Raucherinsel. Außerhalb dieser Raucherzone und im Haus ist das Rauchen nicht erlaubt.
Rückfälle werden aufgearbeitet. Nach Rückfall kann gelten: 4 Wochen kein Bargeld, kein Urlaub, kein Ausgang (über den Ort hinaus), kein Handy, Kontaktsperre
Wir haben uns bemüht, schöne Einrichtungen zu schaffen. Wir bitten unsere Bewohner, diese sorgfältig und ordentlich zu behandeln.
Wir wollen uns alle darin einüben, vernünftige Umgangsformen zu wahren und Beleidigungen, Kraftausdrücke und die Fäkaliensprache zu meiden.
Zu Beginn des Aufenthaltes bei uns erhalten Sie den Ausdruck eines Therapiestundenplanes. Alle angegebenen Zeiten sollen pünktlich in allen Bereichen eingehalten werden. Änderungen seitens der Einrichtung sind vorbehalten.
Alle Bewohner erhalten ein monatliches Taschengeld / Barbetrag vom Kostenträger. Die Auszahlung erfolgt verhaltensorientiert monatlich / wöchentlich oder täglich, nach Rückfall 4 Wochen nur bargeldlos.
Tätowierungen sind Ausdruck alternativer Kulturen, sich neue Tätowierungen in der Therapiezeit tätowieren zu lassen, andere zu tätowieren oder Utensilien dazu sind nicht erlaubt.
Eingehende Anrufe werden in der Regel zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr sowie in dringenden Angelegenheiten auch außerhalb dieser Zeiten vermittelt.
Tierhaltung außerhalb des Wohnbereiches kann in Einzelfällen auf Antrag vor Aufnahme erlaubt werden.
orientiert sich am Urlaubsplan der Einrichtung und ist im Regelfall erst nach 6 Wochen möglich.
Für persönliches Eigentum übernehmen wir keine Haftung. Zurückgelassene Habe wird 6 Wochen nach Entlassung generell entsorgt.
jeder Art sind bei Aufnahme abzugeben, sonst werden sie polizeilich eingezogen.
wird zu vereinbarten Zeiten für die Bewohner jeweils einzeln von den Wäschebeauftragten gewaschen.
gegen die Hausordnung können, wenn keine Aufarbeitung und Klärung möglich ist, den Weg zum Abbruch auslösen.
Das Aufenthaltsrecht bei uns gründet allein in dem Willen zur positiven Mitarbeit im Rahmen des sozialtherapeutischen Angebotes.
Permanente und ständige Verweigerung der Mitwirkung führt zur Entlassung.
Therapiestundenplan als PDF
06.30 Wecken Wecken Wecken Wecken Wecken
06.45 Frühsport Frühsport Frühsport Frühsport Frühsport
07.00 Körper- und Zimmerhygiene Körper- und Zimmerhygiene Körper- und Zimmerhygiene Körper- und Zimmerhygiene Körper- und Zimmerhygiene
07.15 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
08.00 Frühteam Mitarbeiter Frühteam Mitarbeiter Frühteam Mitarbeiter Frühteam Mitarbeiter Frühteam Mitarbeiter
08.15 Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde Frühstück 8.30
12.00 Arbeitstraining
10.00-10.15 Kaffeepause Arbeitstraining
10.00-10.15 Kaffeepause Ärzte/Betreuer, Gewicht/Blutdruck, Zimmerdurchgang, Taschengeldeinkauf Arbeitstraining
10.00-10.15 Kaffeepause Hausdienst
10.30 Kaffee Frühstück
12.15 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
13.30 Mittagspause / Mittagsteam Mitarbeiter Mittagspause / Mittagsteam Mitarbeiter Mittagspause / Mittagsteam Mitarbeiter Mittagspause / Mittagsteam Mitarbeiter Mittagspause / Mittagsteam Mitarbeiter
15.00 Kaffee Angebot:
Teilnahme/Fahrten zu Gottesdiensten
16.15 Gruppengespräche / Sport Gruppengespräche / Sport Arbeitstraining Arbeitstraining Arbeitstraining
16.30 Kaffee Kaffee Kaffee Kaffee Kaffee
18.00 Abendbrot Abendbrot Abendbrot Abendbrot Abendbrot Abendbrot Abendbrot
18.30 Freiwillig und selbstständig: Billard / Dart / Spiele / Fernsehen / Lesen / Fußball / Volleyball / Angeln / Musik / Chillen
22.00 Tagesausklang auf den Zimmern
22.30 Nachtruhe Nachtruhe Nachtruhe Nachtruhe Nachtruhe Nachtruhe Nachtruhe
Medikamentenausgabe täglich nach den Mahlzeiten im Hauptbüro
Einzelgespräche mit dem Bezugstherapeuten nach Absprache / Termin
Täglich: Tagebuch führen und 1x wöchentlich beim Bezugstherapeuten abgeben
Teilnahme an allen Punkten der Tagesstruktur (Therapiestundenplan) wird verbindlich erwartet
Wir wissen: Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle und Umkehr ist immer möglich.
Wer zu uns kommt, soll Akzeptanz, Identität finden und gestärkt gehen.
Wege aus Angst und persönlichen Defiziten zur Freiheit entdecken
Werte aus Ethik, Kultur, Musik, Sport, Religion, Theologie finden
vorwiegend junge Menschen ab dem 18. Lebensjahr:
suchtgefährdet / suchtkrank
straffällig (von Freiheitsentzug bedroht / aus Freiheitsentzug entlassen)
Haftvermeidung/Haftverkürzung
vollstationäre Hilfe mit Außenstellen
sozialtherapeutisches Arbeits-, Persönlichkeits- und Verhaltenstraining mit dem Ziel der Resozialisierung
Unsere Bewohner sollen ihre Verhaltensdefizite erkennen, diese Konfliktpotenziale soweit wie möglich aufarbeiten und lernen, individuell, selbstständig, aber ohne soziale Auffälligkeiten drogenfrei und straffrei innerhalb der gesellschaftlich akzeptierten Normen und Werte zu leben. Aus unserer Sicht ist dabei die Vermittlung christlicher Glaubensinhalte eine gute Hilfe.
Sozialbericht zum Antragssteller
Kostenzusage durch den überörtlichen Träger nach § 67 und § 53,54 SGB XII in den Leistungstypen B3, C2, E1 und E3 (Außenstellen) (nach Landesrahmenvertrag M/V)
u.a. fehlende Bereitschaft und fehlender Wille, die Hausordnung einzuhalten sowie drogen-, gewalt- und straffrei leben zu wollen
schwerwiegende ansteckende Krankheiten
Sozialtherapeutische Einrichtung mit Außenstellen
17217 Penzlin / OT Zahren
Tel.: 039921 - 3235
Fax: 039921 - 35039
Internet: www.bk-zahren.de
Die sozialtherapeutische Einrichtung Schloss Zahren mit den dazugehörigen Außenstellen befindet sich in Trägerschaft des Blaues Kreuz in Deutschland – Ortsverein Zahren e.V. und ist Mitglied im Blauen Kreuz i.D. als bundesweitem Suchtkrankenhilfeverband sowie im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern. Der Verein mit der Geschäftsstelle im Schloss Zahren ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Lebenshilfen (ACL).
2. Entstehungsgeschichte und Lage der Einrichtung
Der Ort Zahren befindet sich am Rande des Müritz-Nationalparks, ländlich abgeschieden und dennoch zentral, im geografischen Dreieck der Städte Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren (Müritz). Die Haupteinrichtung Schloss Zahren befindet sich in einem alten Gutshaus. In diesem Gebäude befanden sich bis zur Wende Wohnungen, die Dorfwirtschaft und ein Lebensmittelverkauf. Der Verein hat 1991 das vor dem Verfall stehende Gebäude und Grundstück für 1 DM von der Kommune gekauft.
Zielsetzung des Trägers war es, in diesem Haus eine Einrichtung für Alkoholabhängige, Haftbedrohte und Haftentlassende zu schaffen. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten des Schlosses erfolgten überwiegend in Eigenleistung. Die sozialtherapeutische Einrichtung Schloss Zahren, mit zugehöriger Trainingswohngruppe ist im Laufe der Jahre auf insgesamt 34 Plätze gewachsen. Neben dem Haupthaus haben sich zwei Außenstellen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt.
In Dummerstorf bei Rostock befindet sich eine Außenstelle mit 15 Plätzen.
Eine weitere Außenstelle befindet sich in Lübtheen mit 10 Plätzen. Hier werden im Schwerpunkt junge Menschen betreut, die nach erfolgreichem Aufenthalt im Haupthaus Schloss Zahren nach Lübtheen wechseln und dort in verschiedene Ausbildungs- oder auch berufsvorbereitende Maßnahmen integriert werden, mit dem Ziel eine Ausbildung zu bekommen und wenn möglich, auch erfolgreich abzuschließen.
3. Zielgruppe / Personenkreis
Die angebotenen Leistungen im Blau-Kreuz-Zentrum Schloss Zahren orientieren sich an den Anforderungen des Landesrahmenvertrages Mecklenburg-Vor-pommern. Mit dem Kommunalen Sozialverband M/V sind Prüfungs- und Leistungsvereinbarungen nach § 75 SGBXII geschlossen worden. Zur Anwendung kommen die § 67 und § 53,54 SGB XII. Die Leistungstypen sind mit E1, C2 und B3 beziffert, in den Außenstellen C2, B3 und E3.
Die Zielgruppe und das Leistungsangebot für den Hilfebedarf sind im Landesrahmenvertrag für Mecklenburg-Vorpommern nach § 79 Abs. 1 SGB XII im Leistungstyp E.1 (Stationäre Betreuung in Übergangswohnheimen) beschrieben.
Personen, die in wesentlichen Lebensbereichen der Anleitung und Unterstützung bedürfen und in Teilbereichen die Übernahme von Tätigkeiten der täglichen Versorgung benötigen, wenn deren Hilfebedarf an Tagesstrukturierung in der Einrichtung gedeckt werden kann und eine ambulante oder teilstationäre Maßnahme nicht ausreicht.
Personen mit erheblichem Suchtmittelmissbrauch oder Suchtkrankheit und Personen mit psychischen Beeinträchtigungen, bei denen andere Hilfen nach dem SGB XII oder Hilfen anderer Leistungsträger nicht vorrangig sind und die entweder der Motivation zur Inanspruchnahme sowie der Unterstützung für die Übernahme in spezielle Angebote der Suchtkrankenhilfe bzw. der Hilfe für psychisch Kranke bedürfen oder besondere Versorgung wegen der Auswirkungen der Sucht bzw. der psychischen Beeinträchtigungen im täglichen Lebensablauf benötigen.
Personen, die aus dem Strafvollzug entlassen werden, von einer Haftstrafe bedroht sind bzw. die wegen der besonderen Lebensverhältnisse kriminell gefährdet sind und die in wesentlichen Lebensbereichen der Anleitung und Unterstützung bedürfen.
Die Zielgruppe umfasst Männer und Frauen ab 18 Jahren mit sozialen Integrationsproblemen, die zu besonderen sozialen Schwierigkeiten führen und die aufgrund erheblicher sozialer Reifungsdefizite oder Verhaltensstörungen, insbesondere gekennzeichnet durch Suchtgefährdung oder –abhängigkeit, von Haft bedroht sind oder aus Haft entlassen wurden und damit vorübergehend nicht fähig sind ohne fachliche Hilfe relativ störungsfrei autark zu leben und bei denen eine ambulante oder teilstationäre Maßnahme nicht ausreicht.
Die Hilfe suchenden Personen sind meist geprägt durch Ich-Funktionsstörungen in Bezug auf die Affekt- und Impulskontrolle, eine geringe Frustrationstoleranz, Defizite in der Selbst- und Fremdwahrnehmung und einer gestörten Objektbeziehung.
Die entscheidenden Kriterien für die Aufnahme sind Eigenmotivation, Freiwilligkeit, Bereitschaft zur Mitwirkung, Bereitschaft zur Abstinenz von Alkohol und Drogen sowie die Anerkennung der Hausordnung und des streng strukturierten Tagesablaufs.
Aufgenommen werden auch Personen mit gerichtlichen Auflagen und Weisungen (z.B.: Auflagen zum erfolgreichen Abschluss der Sozialtherapie).
Die Zielgruppe und das Leistungsangebot für den Hilfebedarf sind im Landesrahmenvertrag für Mecklenburg-Vorpommern nach § 79 Abs. 1 SGB XII in dem Leistungstyp C.2 (Heime für chronisch mehrfachgeschädigte Alkoholkranke) beschrieben.
Als CMA (chronisch mehrfach beeinträchtigte/geschädigte Abhängigkeitskranke) sind zu betrachten, wer die Diagnose „Abhängigkeitssyndrom im Sinne des ICD-10 (Diagnoseschlüssel: F 1x2) erhält und zusätzlich von mehreren der folgend aufgeführten Beeinträchtigungen in besonderem Maße betroffen ist:
(Indikatoren: personelle Beziehungen, Wohn-, Arbeits-, Einkommens- und Ausbildungssituation, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Kommunikation, strafrechtliche Belastung),
Somatische (Folge-) Erkrankungen:
(Indikatoren: alkoholbedingte chronische Lebererkrankungen, Polyneurophatie, chronische Gastritis, schlechter gesundheitlicher Allgemeinzustand etc.),
Psychische/psychiatrische (Folge-) Erkrankungen:
(Indikatoren: psychosomatische Störungen, Suizidalität, neurotische Störungen wie Depressionen oder Angst, Entzugssymptom mit Delir, mit Krampfanfällen, psychotische Störungen etc.),
Sucht- und Behandlungskarriere:
(Indikatoren: Dauer des schädlichen Gebrauchs bzw. Abhängigkeitssyndrom, Intensität des Konsums, Entgiftungsbehandlungen, stationäre psychiatrische Behandlungen, Entwöhnungsbehandlungen)
Die Kriterien für eine Rehabilitationsbehandlung nach § 10 SGB VI werden nicht erreicht. Eine Pflegebedürftigkeit nach Pflegerichtlinie Ziffer 3.2 liegt nicht vor.
Aufgenommen werden chronisch mehrfach beeinträchtigte suchtkranke Frauen und Männer ab 18 Jahre, die aufgrund ihres langjährigen Suchtmittelmissbrauches so erhebliche Störungen in ihren geistigen, seelischen, sozialen und körperlichen Funktionen aufweisen, dass eine kurz- bis mittelfristige Reintegration in das gesellschaftliche Leben und Bedingungsgefüge (Wohnung, Arbeit und soziale Bindungen) nicht in Betracht kommt. Es handelt sich um Abhängigkeitskranke, die häufig ohne festen Arbeitsplatz, festen Wohnsitz und feste soziale Bindungen leben, bzw. lebten. Die damit einhergehende Persönlichkeitsveränderung führte u. a. zur Verwahrlosung, zu vielfachen stationären Vorbehandlungen und Konflikten mit dem Ordnungs- und Strafrecht.
In Schloss Zahren finden häufig Menschen Aufnahme, die in anderen stationären Einrichtungen desselben Leistungstyps nicht mehr führbar sind und kurzfristig in eine neue stationäre Unterbringung vermittelt werden müssen.
Die Zielgruppe und das Leistungsangebot für den Hilfebedarf sind im Landesrahmenvertrag für Mecklenburg-Vorpommern nach § 79 Abs. 1 SGB XII in dem Leistungstyp B.3 (Psychosoziale Wohngruppen für Erwachsene mit wesentlichen psychischen Erkrankungen/ Behinderungen) beschrieben:
Hierzu gehören Menschen mit wesentlichen psychischen Erkrankungen/Behinderungen oder wesentlichen psychischen Erkrankungen und mehrfachen Behinderungen im Sinne von § 53 SGB XII und der Eingliederungshilfeverordnung,
bei denen eine Versorgung erforderlich ist, die in der Intensität der einer voll- bzw. teilstationären Einrichtung grundsätzlich entspricht,
die in der Regel Maßnahmen zur tagesstrukturierten Förderung bzw. beruflichen Förderung außerhalb bzw. innerhalb der Einrichtung erhalten und die darüber hinaus je nach ihren individuellen Beeinträchtigungen zwar nicht dauerhaft, aber zumindest im Rahmen eines nicht klar festzulegenden Zeitraumes auf Anleitung und/ oder teilweise stellvertretende Ausführungen bei der individuellen Basisversorgung einschließlich heilpädagogischer und pflegerischer Hilfen, bei der Haushaltsführung, individuellen und sozialen Lebensgestaltung, Kommunikation mit der Umwelt, Freizeitgestaltung, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und auf psychosoziale Hilfen angewiesen sind.
Aufgenommen werden Frauen und Männer ab 18 Jahre, die aufgrund ihrer wesentlichen psychischen Erkrankung und Behinderung, oft einhergehend mit einer Suchtproblematik, so erhebliche Störungen in ihren geistigen, seelischen, sozialen und körperlichen Funktionen aufweisen, dass eine kurz- bis mittelfristige Reintegration in das gesellschaftliche Leben und Bedingungsgefüge (Wohnung, Arbeit und soziale Bindungen) nicht in Betracht kommt.
Es handelt sich um Menschen, die häufig ohne festen Arbeitsplatz, festen Wohnsitz und feste soziale Bindungen leben, bzw. lebten.
Die damit einhergehende Persönlichkeitsveränderung führte u. a. zur Verwahrlosung, zu vielfachen stationären Vorbehandlungen und Konflikten mit dem Ordnungs- und Strafrecht. Auch aus diesem Bereich finden häufig Menschen Aufnahme, die in anderen stationären Einrichtungen desselben Leistungstyps nicht mehr führbar sind und kurzfristig in eine neue stationäre Unterbringung vermittelt werden müssen.
Voraussetzung für die Aufnahme in die Einrichtung ist die Kostenübernahme des überörtlichen Sozialhilfeträgers, bei dem die Hilfe suchende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt vor Aufnahme in die Einrichtung hatte. Bei entsprechender Kostenübernahmeerklärung nach § 53,54 sowie § 67 SGB XII können Personen bundesweit aufgenommen werden.
Die Zielgruppe umfasst Personen ab 18 Jahren mit sozialen Integrationsproblemen, die zu besonderen sozialen Schwierigkeiten führen und die auf Grund erheblicher sozialer Reifungsdefizite oder Verhaltensstörungen, insbesondere gekennzeichnet durch Suchtgefährdung und Delinquenz, von Haft bedroht sind oder aus Haft entlassen wurden und damit vorübergehend nicht fähig sind, ohne fachliche Hilfe relativ störungsfrei autark zu leben und bei denen eine ambulante oder teilstationäre Maßnahme nicht ausreicht.
Im Ausnahmefall ist auch eine Betreuung nach § 35a SGB VIII (KJHG) sowie nach §35 BtMG mit gesonderter Genehmigung des zuständigen Kostenträgers möglich. Die Bereitschaft zur Abstinenz von Alkohol und illegalen Drogen wird grundsätzlich vorausgesetzt.
Nicht aufgenommen werden Menschen mit ansteckenden Erkrankungen oder akuten Psychosen und Sexualstraftäter unter Führungsaufsicht der Justiz.
6. Zielsetzung der Arbeit
Es handelt sich in der Regel um eine mindestens auf neun Monate zugeschnittene Maßnahme. Diese kann nach individuellem Bedarf verlängert werden.
Folgende persönlichkeitsprofilierende Konstanten werden in dieser Zeit trainiert:
Konfliktrelevante Frustrationstoleranz
Orientierung an Werten christlicher Ethik
Ziele sind: (E1, E3)
Abwendung, Beseitigung, Milderung der sozialen Schwierigkeiten oder Verhütung ihrer Verschlimmerung
Beseitigung bzw. Bewältigung der besonderen Lebensverhältnisse,
(Wieder-) Eingliederung in die Gesellschaft
Ziele sind: (C2, B3)
Beseitigung, Überwindung oder Milderung der vorhandenen Erkrankung / Behinderung bzw. deren Folgen
Eingliederung in die Gesellschaft und Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft
Psychische und physische Aktivierung und Stabilisierung
Verminderung des Rückfallrisikos, möglichst Vermeidung des Rückfalls
Wiedergewinnung der Fähigkeit zur selbständigen Lebensführung und Lebensbewältigung
Aktivierung von beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten und Wiedereinstieg in den beruflichen Alltag
Wiedergewinnung bzw. Erhaltung der seelischen, geistigen und körperlichen Kräfte
Erarbeitung einer individuellen Lebensperspektive (Selbststrukturierung).
Jeder Gast wird in dieser Zeit durch eine/n feste/n Bezugstherapeut/in begleitet. Damit wird eine auf die Persönlichkeit bezogene, differenzierte und konstante Einzelbetreuung in verschiedenen Lebensbereichen, wie zum Beispiel Wohnen, Arbeit und Freizeit gewährleistet. Gleichzeitig wird die Sozialisation über den gemeinsamen Gruppenprozess integrativ und dynamisch gesteuert.
Die Bewohner sollen befähigt werden, künftig ein suchtmittelfreies, sozialrelevantes Leben in eigener Verantwortung ohne Freiheitsentzug zu führen.
Unsere Bewohner, mit i.d.R. besonderer sozialer Problematik, benötigen aufgrund ihrer im psychosozialen Bereich gestörten Realitätswahrnehmung eine spezielle sozialtherapeutische Betreuung. So muss zum Beispiel bei rauschmittelbedingten Unregelmäßigkeiten das vorhandene Suchtpotential aufgehellt und bearbeitet werden. Die zukünftige Selbständigkeit soll durch die Entwicklung von Vertrauen in sich und andere sowie durch Aufbau und Stärkung des Verantwortungsgefühls für Mitmenschen im sozialen Umfeld gefördert werden.
Im geschützten Bereich, bei vorgegebener Tagesstrukturierung, sollen neue soziale Bezüge, Erfahrungen und Einsichten vermittelt und deren Anwendung im Arbeitstraining, der Gruppe und beim Einzelgespräch trainiert werden. Die Bewohner sollen befähigt werden durch Ausdauer, Genauigkeit, Planungsverhalten (Zeiteinteilung), Kooperationstechniken, ein Verhalten einzuüben, das von der Gesellschaft toleriert wird. Sie sollen lernen, ihre Bedürfnisse zu erkennen, sie zu artikulieren und wenn möglich, sozial relevant und vertretbar direkt durchzusetzen. Eigene Interessen sollen nicht durch Ausweichverhalten, in Form von Aggression, Gewalt und Suchtmitteln, sondern verbal vertreten werden. Durch die Abstimmung der individuellen Interessen und Ziele in der Gruppe treten Konflikte auf, die unter der Begleitung der Bezugs- und Gruppentherapeuten gemeinsam aufgearbeitet werden. Dieser Gruppenprozess dient der Sozialisationsnachreifung und macht Lösungsstrategien sowie Kompromissfähigkeit erlebbar.
Das sozialtherapeutische Konzept orientiert sich an vier Behandlungsphasen.
Priorität: Einzelgespräche, Selbstakzeptanz und Lebensanalyse
Priorität: Wie finden mich die Anderen? Gruppendynamisch leben lernen!
Priorität: Wie und wo lebe ich zukünftig? Wohnungs- und Arbeitsuche!
Priorität: In der Außenstelle freier wohnen, zur Schule, in die Lehre oder zur Arbeit gehen und vertraute Ansprechpartner haben.
Entsprechend der individuellen Entwicklung verlaufen diese Phasen kürzer oder länger. Von hier aus lassen sich schon frühzeitig differenzierte Aussagen zum persönlichen Hilfeplan und zur individuell notwendigen Sozialplanung sowie Lockerungen vornehmen. Da die Arbeitsaufnahme eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg ist, bieten wir außer dem eigenen Arbeitstraining in Haus, Hof und Garten auch die Vermittlung von Praktika in Betrieben der Umgebung an. Wir nutzen Möglichkeiten, die das SGB ermöglicht. Wir kooperieren mit der Agentur für Arbeit, der ARGE und auch überörtlichen Ausbildungsträgern, mit Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), sowie mit der Volkshochschule.
8. Methodischer Rahmen
Arbeitstherapeutische Maßnahmen: Arbeitstraining und Arbeitsbewertung
Lebensgestalterische Hilfestellung: Hauswirtschaft, Gesundheitslehre, Kochen
Gemeinsame Freizeitplanung: Sport und erlebnispädagogische Maßnahmen
Helfende Sozialberatung: Aufarbeitung von Schulden und Familienkonflikten
Sozialtherapeutische / sozialpädagogische Betreuung in Einzel- und Gruppengesprächen,
Soziales Training: Umgang mit Banken, Behörden, Bewerbung, Wohnungssuche
Berufliche Integrationshilfen: Versuche zur Erreichung von Schul-/Berufsabschlüssen und Weiterbildung.
In der Haupteinrichtung wird eine durchgehende (24 Stunden) Betreuung und Mitarbeiterpräsenz sichergestellt. In den Außeneinrichtungen ist für die Nachtstunden eine Rufbereitschaft eingerichtet.
9. Wertorientierung
Unter Beachtung der erlebten Persönlichkeitstraumata und dem oft damit eng verknüpften Suchtmittelmissbrauch ist es sinnvoll, mit den Bewohnern der Einrichtung über Störungen im Bereich der Sinn- und Wertfragen unserer Existenz nachzudenken.
Zentrale Themen wie Nächstenliebe, Schuld, Vergebung, Barmherzigkeit, Hoffnung und Zuversicht sollen von der christlichen Ethik her bedacht werden. Sie bieten den ethischen Hintergrund und können Orientierungshilfe für den Hilfesuchenden sein. Gleichzeitig fühlen wir uns verpflichtet, auf die Hilfsmöglichkeiten anderer ethischer Denkmodelle, vorrangig die der humanistischen Philosophie, des Sportes und der Weltreligionen hinzuweisen.
Die regelmäßige medizinische Versorgung, Beratung und Behandlung durch Fachärzte ist gewährleistet. So gibt es für das Haupthaus und die Außenstellen jeweils einen Facharzt für Allgemeinmedizin (Hausarzt), sowie für alle Bewohner einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Dieser wird von i.d.R. von allen Bewohnern 6-8-wöchentlich konsultiert. Er überwacht und überprüft die verordnungsgemäße Gabe der Medikamente.
11. Entlassungsvorbereitung
Ziel der sozialtherapeutischen Arbeit ist es, die Betreuungsnotwendigkeit des Einzelnen abzubauen, damit er die Fähigkeit zur selbständigen Steuerung seines Lebens in Eigenverantwortung, mit allen dazugehörigen Erfordernissen entwickelt.
Zur konkreten Entlassungsvorbereitung gehören:
Ausgliederung (zunächst über Testphase) in eine unserer Außenstellen mit lockerer Betreuungsform
Rechtzeitige Mithilfe bei der Wohnungssuche
Vermittlung zum Arbeitsamt und Jobcenter
Abklärung materieller Hilfsmöglichkeiten durch Unterstützung von Antragstellungen in Zusammenarbeit mit den gerichtlich bestellten Betreuern
Mittelfristige Nachbetreuung durch die Mitarbeiter der Einrichtung
Vermittlung und Integration in Selbsthilfegruppen am zukünftigen Wohnort
12. Personelle Anforderungen
Die Einrichtung hält ein Team von Fachkräften vor, die sozialtherapeutisch, sozialpsychiatrisch, handwerklich, arbeitstherapeutisch und hauswirtschaftlich ausgebildet sind.
Das Team arbeitet nach dem Bezugstherapeutensystem, so dass die Bewohner einen kontinuierlichen Ansprechpartner haben, mit dem regelmäßig Einzelgespräche stattfinden. Im Rahmen eines Weiterbildungsplanes nehmen alle Mitarbeiter regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen intern und extern teil.
13.	Vernetzung und Kooperation
Durch Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen Institutionen wird im Rahmen des Gesamtkonzeptes eine umfassende Versorgung der Bewohner/innen realisiert:
Betreuer/in und Betreuungsvereine sowie Betreuungsbehörde
Bernd Osiablo, Sozialtherapeut
17217 Penzlin, OT Zahren
Tel.: 039921 3235
039921 35038
Fax: 039921 35039
E-Mail:  bk@bk-zahren.de
Einige Mitarbeiter waren früher selbst betroffen.
Wir leben bewusst einen christlichen Lebensstil, weil wir wissen: Jesus allein trägt durch zum Ziel.
Wir sind nicht besser als andere, aber anders motiviert.
an der A19/A20, 18 km vor Rostock
Griebnitzer Weg 6
Tel.: 038208-820360
Leitung: Bernd Osiablo
Tel.: 038855 77512
Leitung: Michael Pahl
Wir helfen jungen Menschen sozialtherapeutisch. beratend, präventiv, stationär bei Sucht- und Persönlichkeitsstörungen.
Wir gehören zum Blauen Kreuz in Deutschland e.V., sind Mitglied im Diakonischen Werk Mecklenburg und in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Lebenshilfen (ACL).

References: § 67
 § 53
 § 75
 § 67
 § 53
 § 79
 § 79
 § 10
 § 79
 § 53
 § 53
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