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Weshalb wir auch die 1868er-Bewegung feiern sollten | History Reloaded
Weshalb wir auch die 1868er-Bewegung feiern sollten
Von Josef Lang, 6. Januar 2018
Eisenbahnpionier Alfred Escher repräsentierte für die Demokratie-Bewegung der 1860er Jahre das alte System. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Vor 150 Jahren erlebte die Schweiz eine rasante Politisierung, die 1874 zur weltweit fortschrittlichsten Verfassung führte. Die drei Höhepunkte der 1868er-Bewegung waren der Sieg der Zürcher Demokraten über das wirtschaftsliberale «System Escher», der Genfer Bauarbeiterstreik, der ein europaweites Echo fand – und eine Broschüre, welche all die Forderungen zu einem gemeinsamen Programm bündelte.
Der Sturz des Systems Escher in Zürich
Im Kanton Zürich gingen am 8. März 1868 fast dreimal so viele Bürger wie bei früheren Wahlen an die Urne. Es ging um die Bestellung einer verfassungsgebenden Versammlung. Bei einer Rekordbeteiligung von 94 Prozent wurde die Partei des «Eisenbahnbarons» Alfred Escher durch die sozialeren Demokraten entmachtet.
Wie sehr sich die Bevölkerung politisierte, zeigte sich in insgesamt 415 Eingaben, die bei der verfassungsgebenden Versammlung eingereicht wurden. Man forderte das Referendums- und Initiativrecht, das Wahlrecht auch für Armengenössige, den Schutz der Konkursiten und der Fabrikarbeiter, Steuergerechtigkeit, eine Staatsbank, die Glaubens- und Kultusfreiheit oder die Abschaffung der Todesstrafe. Eine Gruppe von «Frauen aus dem Volk» verlangte auch «Wahlberechtigung und Wahlfähigkeit für das weibliche Geschlecht». Allerdings blieb dieses Anliegen – im Gegensatz zu den meisten anderen – chancenlos.
Der Sturz von Alfred Escher im Kanton Zürich beflügelte in der ganzen Schweiz die Kritik an der «Macht des Geldes». Eschers Hauptgegner, der Winterthurer «Landbote»-Redaktor Salomon Bleuler, war gleichzeitig ein Kopf der radikalen Helvetia, eines Bündnisses von Alt- und Jungfreisinnigen, und des Grütli-Vereins, eines Vorgängers der Sozialdemokratie.
Der Sieg der Genfer Bauarbeiter
Auch der Führer der Genfer Arbeiterbewegung, Johann Philipp Becker, hatte einen freisinnigen Hintergrund. Im Sonderbundskrieg hatte er dem späteren Bundesrat Ulrich Ochsenbein als militärischer Adjutant gedient. Als am 23. März 1868 in Genf ein Bauarbeiterstreik ausbrach, war Becker Vertreter der Internationalen Arbeiter-Assoziation und damit politischer Adjutant von Karl Marx.
Die breite Resonanz des lokalen Arbeitskampfes erklärte sich nicht zuletzt aus seinem Erfolg: Höchstarbeitszeit von elf Stunden und Lohnerhöhungen von 10 Prozent wurden nun durchgesetzt. Den Vorschlag aus Bundesbern, gegen die Streikenden Truppen einzusetzen, hatte die liberale Genfer Regierung abgelehnt.
Anders lief es ein paar Monate später im konservativen Basel, wo die Seidenbandweber in den Streik getreten waren. Hier wurden erstmals in der Schweizer Geschichte Truppen wegen eines Arbeitskampfes mobilisiert. Ein Grund für die behördliche Härte bot die besondere Stärke, welche die Arbeiterbewegung der Ersten Internationalen in Basel erreicht hatte.
Mehr Gleichheit in einer neuen Bundesverfassung
Der Ersten Internationale gehörte auch der Basler Radikale Wilhelm Klein an. Er bildete damals mit Salomon Bleuler, der 1869 ins Bundesparlament gewählt wurde, und dem St. Galler Nationalrat Friedrich Bernet das Führungstrio der demokratisch-sozialen Grütlianer.
In jener Zeit entstand das Programm, das die drei Hauptströmungen der damaligen Linken vereinigte: die neuen Demokraten, die alten Radikalen und die mit beiden verbundenen Grütlianer. Bernets Broschüre «Nach zwanzig Jahren. Streiflichter auf politische und soziale Zustände der Gegenwart» entfaltete in einer politisierten Öffentlichkeit eine starke Wirkung. Eine Schlüsselaussage lautete: «Ohne Gleichheit ist die Freiheit keine Wohltat für alle.»
Als Lösung schlug Bernet die Totalrevision der Bundesverfassung vor – mit dem Ziel, die Volksrechte auszubauen, die Genossenschaften zu fördern, den Arbeiterschutz einzuführen, die Diskriminierung der Andersgläubigen und der Neuzuzüger aus anderen Gemeinden zu stoppen und dem Bund mehr Kompetenzen zu verleihen.
Die wichtigsten Erfolge des Generalstreiks von 1918 waren die Senkung der Höchstarbeitszeit und die Ausweitung der Demokratie durch die Einführung des Proporzes; weiterhin chancenlos blieb das Frauenstimmrecht.
1968 kam es zu einer Vereinigung von alter und neuer Frauenbewegung, die das Frauenstimmrecht 1971 erkämpfte.
Aber zuvor hatte 1868 ein ähnliches Bündnis von alten und neuen Kräften den säkularen Bundesstaat, das Referendum und das Fabrikgesetz durchgebracht – mit der Bundesverfassung von 1874 als Höhepunkt.
Stichworte: 19. Jahrhundert, 1968, Alfred Escher, Arbeiterbewegung, Demokratie, Schweiz
19 Kommentare zu «Weshalb wir auch die 1868er-Bewegung feiern sollten»
8. Januar 2018 um 11:11 Uhr
Immerhin waren wir zwischen 1848 und 1900 in Europa die Musterdemokratie, der fortschrittlichste Staat der Welt. Ab etwa 1900 haben einige Staaten in West-Europa uns politisch in Sachen Demokratie aufgeholt, dies waren vor allem Skandinavien, die Niederlande und Frankreich. Großbritannien war nicht dabei, die wurden erst ein voll demokratischer Staat während dem 1. Weltkrieg. Tooze hat dies gut beschrieben, um ihr Volk nicht pazifistisch zu stimmen und eine Niederlage zu vermeiden. So wurde auch in den angelsächsischen Ländern und Skandinavien nach dem 1. Weltkrieg das Frauenstimmrecht eingeführt, aber nicht in Frankreich, dort kam es erst nach dem 2. Weltkrieg. Die politische Entwicklung der Schweiz war nach dem 1. Weltkrieg öfters zwiespältig, auf alle Fälle kein Musterstaat mehr!
7. Januar 2018 um 20:22 Uhr
An die Demokraten wurden die Winterthurer vor allem durch die Nationalbahn pleite erinnert.Mehr als ein halbes Jahrhundert stotterten sie Schulden ab.
Escher war ein schwerkranker Mann,der sich mit Bahnbau derart verspekulierte,dass sein Freund Welti ihn zum Rücktritt nötigen musste,sonst wäre der Bau des Gotthardtunnels abgebrochen worden.
Das System Escher aber,sehr geehrter Herr Doktor Lang,HAT ÜBERLEBT.
RecherchierenSie mal,wen Hanspeter Haselsteiner in Altdorf und Biasca zu seinen Statthaltern machte,bei der CSC ?
Sagt Ihnen der Name Haselsteiner nichts ? Der Mann machte jüngst mit 100 000 Euro von sich Reden,die er für die Wahl von Alexander van der Bellen locker machte.Seine Strabag dürfte momentan am Koralm,Brenner und Semmering beschäftigt sein.Am Gotthard ? ? ? ?
6. Januar 2018 um 21:13 Uhr
Es ist, lieber Herr Ackermann, Unsinn, die EU als autoritären Staat zu bezeichnen, auch wenn Sie damit viele likes ernten werden. Weder der Rat noch die Kommission haben über Marktregeln hinaus Macht, um die Lebengestaltung der EU-Bürger zu beeinflussen. Die Individualrechte der Bürger gegenüber Anordnungen der EU-Organe werden durch Gerichtshof und Menschenrechtgerichtshof besser gewahrt als in der Schweiz. Plebiszite alleine hindern ein autoritäres Regime noch nicht (helfen vielleicht), dazu muss auch ein Minerheiten- und Individualschutz kommen. der in der Schweiz zwar existiert aber nicht besonders gut ausgebaut ist. Autoritarismus. Die von ihrer Seite immer gescholtene Frau Merkel ist übrigens die am wenigsten autoritäre Kanzlerin, die Deutschland je hatte.
6. Januar 2018 um 22:16 Uhr
Nun, Herr Hegetschweiler.
1. Die EU (Europäische Union) ist dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg NICHT beigetreten.
2. Man kann die Europäische Union also vor dem „Menschenrechtsgerichtshof“ (wie SIE das genannt haben) NICHT verklagen.
3. Die sog. „EU-BürgerINNEN“ sind also gegen Menschenrechtsverletzungen durch die EU NICHT GESCHÜTZT.
4. Dies obwohl Art. 6 des EU-Vertrages diese Rechte als Lippenbekenntnis „garantiert“.
Warum nur ein Lippenbekenntnis?
Schon seit sehr langer Zeit, seit Abschluss des EU-Staatsvertrags von Lissabon (welcher staatsrechtlich eine Fortsetzung des Novo Estado darstellt, also der Diktatur von Salazar) wäre dies ein „Ziel“ und eine Aufgabe der EU.
Art. 59 EMRK sähe einen Beitritt der EU vor
… aber eben: „leider“
7. Januar 2018 um 18:59 Uhr
@Hegetschweiler:
-> Die EU und der EUGH WILL DIE MENSCHENRECHTE AUCH WEITER VERLETZEN DÜRFEN
… zB durch die Finanzierung von „KZs“ in Libyen!!
Von der Schweiz verlangt die EU per Rahmenabkommen die automat. Rechtsübernahme inkl. die automat. Übernahme der Auslegung durch den Europ. Gerichtshof.
Die EU und der Europ. Gerichtshof ist aber NICHT bereit, SICH DER EMRK ZU BEUGEN!!!
„Wer der EMRK beitritt, unterwirft sich der Rechtsprechung des Straßburger EGMR. Im Fall der Union ist das aber deshalb problematisch, weil diese ihr eigenes europäisches Höchstgericht hat, eben den EuGH. Laut DESSEN Diagnose kann jedoch die externe Kontrolle „nicht für die Auslegung des Unionsrechts, einschließlich der Charta, durch den Gerichtshof“ der EU gelten. “ die presse 18.12.2014
8. Januar 2018 um 3:30 Uhr
So ein Quatsch, die EU kann gar nicht dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beitreten, denn dieses Gericht ist eine Institution des Europarates, wo auch die Schweiz Voll-Mitglied ist. Bitte Europarat nicht mit der EU verwechseln.
Natürlich kann man auch über die EU schimpfen, auch wenn es sie gar nicht betrifft. Der Europäische Gerichtshof hat ein breites Spektrum an Aufgaben und er ist für die EU-Staaten und die EU-Bürger da und es ist haargenau spezifiziert, was für Aufgaben er im Staatenbund EU hat.
Dieser Vergleich mit Salazar ist hanebüchener Unsinn und sie sollten bitte bessere logische Argumente gegen die EU vorbringen und sie hat Negativ-Punkte und diese sind auch mir als Befürworter der EU bekannt. Es ist aber nicht meine Aufgabe diese Negativ-Punkte zu erwähnen.
8. Januar 2018 um 8:12 Uhr
Nun Zach,
Sie entblöden sich nicht, sogar den EU-Staatsvertrag von Lissabon, Art. 6, und die EMRK Art. 59 (beides zitiert!!) zu ignorieren.
Sie entblöden sich weiter nicht, Berichte der EU-Kommission und des EuGH (beides zitiert!!) zu ignorieren
… natürlich, weil nicht sein kann, was in Ihrer bornierten Sicht nicht sein darf!!
Dass Sie die offensichtlichen staatsrechtlichen Parallelen zwischen dem EU-Staatsvertrag von Lissabon und der Ideologie des Novo Estado, also der Diktatur von Salazar, nicht sehen wollen, ist IHR Problem:
1. Beides war und ist
– ANTI-demokratisch
– imperialistisch und
– kolonialistisch
2. Beides hat gleiche Probleme zu lösen
– es gibt keine Systemgrenze für ein Imperium (=> Krebsgeschwür)
– Demokratie ist unmöglich (Ausbeutung der Kolonien)
8. Januar 2018 um 10:53 Uhr
Das ist eben der Unterschied von Europarat und EU.
Der Europarat ist kein Staatenbund wie die EU, sondern eine Vereinigung von europäischen Staaten ähnlich der UNO, die ihre Zivilisation human abdecken wollen. Eigentlich sind da die politischen Interessen ihrer Mitglieder nicht zwingend.
Die EU ist ein Staatenbund, der die Interessen der Mitglieder vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet bündelt, damit sie weltweit diese besser vertreten können. Eine ständige Baustelle, aber trotzdem für alle nützlich. Sie können einen einzelnen Stab brechen, aber nicht wenn die Gruppe dieser Stäbe durch ein starkes Geflecht verbunden sind.
Wollen Sie alle Flüchtlinge von anderen Kontinenten hereinlassen? Soll Italien alle hereinlassen und dann in die Schweiz abschieben wie vor Dublin? Human!?
8. Januar 2018 um 15:33 Uhr
Sie verfehlen das Thema, Herr Zach.
Es geht nicht um den Unterschied zw. Europarat und EU, sondern um die EU als autoritären Staat.
1. Hegetschweiler behauptete, der Europ. Gerichtshof für Menschenrechte würde die Individualrechte in der EU schützen
… dabei ist das PRÄZISE GEGENTEIL wahr
2. SIE stellen die Schutzbehauptung auf, die EU KÖNNE gar nicht der EMRK beitreten,
… dabei sagen Art. 59 Abs. 2 EMRK und Art. 6 des EU-Staatsvertrags von Lissabon das PRÄZISE GEGENTEIL
3. Aktuell wird der EU vorgeworfen, dass sie in Libyen KZ-ähnliche Lager finanziert
… SIE weichen aus mit der Frage, was ich denn sonst machen wolle.
Die beste Garanten für Freiheit und Menschenrechte ist die Demokratie der BürgerINNEN
Demokratie wäre das Ende der EU: ANTI-demokratisch
7. Januar 2018 um 7:38 Uhr
Wollen Sie allen Ernstes behaupten, die EU sei eine Demokratie und deren Mitglieder auch?
Die Deutschen hatte noch nie Demokratie, und es würde sehr gut werden, wenn sich die Deutschen selbst regieren könnten. Do. F, GB usw. usw.!
8. Januar 2018 um 3:39 Uhr
Ja, wir Schweizer EU-Gegner! Es gelten nur unsere Interessen, die sind heilig, die Interessen der EU sind von vorherein ein Dreck und zählen nicht. Es hindert uns niemand daran, der EU den Rücken zu kehren und die Bilateralen zu kündigen. Wir können dann zur EU ein Verhältnis aufbauen wie Bolivien zur EU. Das ergibt dann für unsere Wirtschaft blühende Zeiten und sichert ganz bestimmt unsere Altersvorsorge, obwohl wir durch die bürgerliche Mehrheit drauf und dran sind, die AHV kaputt zu machen. Aber manchmal hab ich den Eindruck, die EU-Gegnerschaft ist mehr eine Psycho-Therapie als eine Begründung für harte materielle Fakten.
16. Januar 2018 um 1:54 Uhr
1. Lincoln: Demokratie ist
die Herrschaft des Volkes,
für das Volk,
durch das Volk.
Warum soll dies so sein?
2. JEDES Volk ist FÜR SICH SELBER zuständig und Spezialist
… denn jedes Volk muss die Konsequenzen SEINER Gesetze (er-)tragen.
-> U.a. DARUM ist Demokratie die beste Garantie
der EIGENEN Interessen
zB von Menschenrechten und Freiheitsrechten.
3. DARUM soll die EU NICHT anstelle des Schweizer Souveräns entscheiden, sobald die Normen von den SchweizerINNEN zu (er-)tragen sind.
… Denn die EU würde die eigenen EU-INTERESSEN wahren, nicht die Interessen der SchweizerINNEN.
DARUM solls auch keine automatische Rechtsübernahme oder fremde Richter geben:
-> Denn PRÄZIS DIES wäre
das GEGENTEIL von Demokratie,
also ein autoritärer Staat
6. Januar 2018 um 17:57 Uhr
Danke Jo Lang für diesen Beitrag.
HEUTE politisiert Links-Grün für die Abschaffung der Demokratie, Links-Grün ist zu einer reaktionären, post-feudalistischen Bewegung für den autoritären Staat (in Form der EU) geworden
… und Links-Grün entzieht sich damit selber die Basis für ihr Politisieren: Wenn die Demokratie in der Schweiz abgeschafft wird, braucht es auch keine Sozial-„Demokraten“ mehr, keine freisinnigen „Demokraten“ mehr etc.
Die Basis eines autoritären Staates ist – der Name sagt es – eine Autorität, zB das Gottesgnadentum: darum
– war die katholische Kirche für das Ancien Régime und
– ist die katholische Kirche nahe am Faschismus: Salazar (der spiritus rector der EU), Franco.
– Nicht von ungefähr hat das christliche Zentrum Hitler den Weg zur Macht geebnet.
7. Januar 2018 um 0:19 Uhr
Lieber Ackermann!
Welche Institution hat denn am Tag von Potsdam im März 1933 in der Potsdamer Garnisonskirche die Kanzlerschaft Hitlers kirchlich inauguriert? Die Zelebration wurde vom lutherischen Bischof Dibelius (engagierter Antisemit) vorgenommen. Aus Bilddokus werden er und seine nazistischen Adlaten heute heraus kopiert!
Franco u. Salazar waren sicher keine Engel, aber Auschwitz und Buchenwald gab es bei ihnen nicht.
Übrigens war die evangelische – wie schon unter Wilhelm – die staatstragende Kirche des III. Reiches (2/3 der Bevölkerung), welche freiwillig die Arierparagraphen einführte und dem Führer zur Durchführung der Reichsprogromnacht gratulierte, als schönstes Geschenk zu Luthers Geburtstag!
Wenn man schon kommentiert, sollte man nicht auf dem einen Auge blind sein!
6. Januar 2018 um 14:40 Uhr
„…Vor 150 Jahren erlebte die Schweiz eine rasante Politisierung, die 1874 zur weltweit fortschrittlichsten Verfassung führte….“
Heute ist die Verfassung dieselbe und Exekutive und Legislative korrupter Müll, welcher die Verfassung nicht einhält.
Die Bundesverfassung wurde mittlerweile totalrevidiert…
6. Januar 2018 um 19:54 Uhr
7. Januar 2018 um 7:36 Uhr
Macht nichts, weil die Verfassung sinngemäss „dieselbe“ geblieben ist, einfach der Zeit angepasst.
Vielleicht schafft man es ja irgendeinmal, die Dynamiken von Revolutionen auch aus psychologischer Sicht so zu erfassen, dass z.B. im Geschichtsunterricht die Parallelen aufgezeigt werden, die eigentlich jeder gesellschaftlicher Erneuerung unterliegen. Ohne dass man dabei in Versuchung gerät, zu vermitteln „die Geschichte wiederhole sich“. Das tut sie nie, die „Zutaten“ sind jedesmal neue. Aber die psychologische Dynamik ist beim Homo Sapiens eben immer „à la Homo Sapiens“. Es gibt da auch keine Unterschiede, ob das nun „universelle Werte“ heisst oder „Identitätspolitik“. Es geht immer um eine Mischung von Eigeninteressen und intellektuell/philosophischen Erkenntnissen, die mit zunehmender Zustimmung eine alte Lage in eine neue kippen lassen.

References: Art. 6

Art. 59
 EUGH 
 Art. 6
 Art. 59
 EuGH 
 Art. 59
 Art. 6