Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j374.htm
Timestamp: 2018-01-21 07:02:26+00:00

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374. Die Erzählung von Culladhanuggaha (Culladhanuggaha-Jataka) [0a]
§1. „All meine Güter nahmst du mit
§2. „Mich Ungewohnten mit dem lang Gewohnten,
den Schwanken [1a] mit dem Festen tauschst du, Herrin.
In diesem Augenblick betrachtete Sakka die Welt. Als er sie, die durch ihre Sucht nach Abwechselung geschlagen ihren Mann und ihren Buhlen verloren hatte, weinen sah, dachte er: „Ich will sie tadeln, beschämen und dann zurückkehren.“ Mit Matali [3] und Pancasikha [4] begab er sich dorthin und sprach, am Ufer des Flusses stehend: „Matali, werde du ein Fisch; Pancasikha, werde du ein Vogel. Ich aber will mich in einen Schakal verwandeln, einen Bissen Fleisch in mein Maul nehmen und vor sie hintreten. Wenn ich dorthin gegangen bin, so springe du aus dem Wasser und falle vor mich hin. Dann werde ich das Fleischstück, das ich im Maule habe, fallen lassen und aufspringen um den Fisch zu fangen. In diesem Augenblick nimm du, Pancasikha, das Stück Fleisch und fliege in die Luft empor und du, Matali, lasse dich wieder ins Wasser fallen.“ So gab er ihnen Anweisung. „Gut, o Fürst“, sagten die anderen.
Matali wurde nun zum Fisch, Pancasikha wurde zum Vogel und Sakka wurde zum Schakal, der sich mit einem Stück Fleisch im Maule ihr vor die Augen begab. Der Fisch sprang aus dem Wasser empor und fiel vor dem Schakal hin. Dieser ließ das Fleischstück, das er mit dem Maule gefasst hatte, fallen und sprang auf, um den Fisch zu fangen. Der Fisch schnellte sich in die Höhe und ließ sich wieder ins Wasser fallen; der Vogel aber packte das Fleischstück und flog in die Luft empor. Der Schakal setzte sich, als er beide verloren hatte, missmutig nieder, indem er nach dem Elagala-Gebüsch schaute.
§3. „Wer ist dies, die hier im Gebüsch
§5. „Was andern fehlt, das siehst du wohl,
§6. „So eben ist 's, wie du es sagst,
§7. „Wer eine irdne Platte stiehlt,
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündet hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangte jener unzufriedene Mönch zur Frucht der Bekehrung): „Damals war der Bogenschütze der unzufriedene Mönch, dies Weib war seine frühere Frau, der Götterkönig Sakka aber war ich.“
[0a] Bei Dutoit heißt das Jataka „Die Erzählung von dem kleinen Bogenschützen“. „Culladhanuggahapandita“, kurz „Culladhanuggaha“ ist jedoch ein Eigenname. Daher ziehe ich vor, diesen Eigennamen im Titel unübersetzt zu lassen.
[1] Dies ist auch die vierte Strophe des Jataka 318.
[3] Matali ist der oft erwähnte Wagenlenker Indras.

References: §1

§2

§3

§5

§6

§7