Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/mettechausbv
Timestamp: 2020-01-23 07:53:57+00:00

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MetTechAusbV
Auf Grund des § 4 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 4 und § 5 des Berufsbildungsgesetzes, von denen § 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildungsinhalte in den Fachrichtungen
Zerspanungstechnik,
Umform- und Drahttechnik.
(2) Die Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
Herstellen von Bauteilen,
Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Montagetechnik:
Planen und Vorbereiten von Montage- und Demontageprozessen,
Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen,
Überwachen und Optimieren von Montage- und Demontageprozessen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Konstruktionstechnik:
Montieren und Demontieren von Metallkonstruktionen,
Fügen von Bauteilen,
Aufbereiten und Schützen von Oberflächen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Zerspanungstechnik:
Einrichten von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen,
Herstellen von Werkstücken,
Überwachen und Optimieren von Fertigungsprozessen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik:
Einrichten und Rüsten von Trenn- oder Umformmaschinen,
Herstellen von Produkten,
Überwachen und Optimieren von Produktionsprozessen,
Oberflächen- und Wärmebehandlung;
Planen und Ausführen der Arbeit.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6, 7, 9, 11 und 13 nachzuweisen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Herstellen einer funktionsfähigen Baugruppe statt.
(3) Für den Prüfungsbereich Herstellen einer funktionsfähigen Baugruppe bestehen folgende Vorgaben:
Arbeitsschritte zu planen, Arbeitsmittel und technische Unterlagen anzuwenden, technologische Kennwerte zu ermitteln, erforderliche Berechnungen durchzuführen,
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und den Umweltschutz zu berücksichtigen,
Bauteile manuell und maschinell zu bearbeiten, umzuformen und durch Schraubverbindungen zu fügen,
Prüfmittel anzuwenden;
der Prüfling soll ein Prüfungsstück fertigen und darauf bezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
die Prüfungszeit beträgt für das Prüfungsstück sechs Stunden und für die schriftlich zu bearbeitenden Aufgaben 60 Minuten.
§ 7 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Montagetechnik
(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, B und F aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Fertigungs- und Montagetechnik,
(4) Für den Prüfungsbereich Montageauftrag bestehen folgende Vorgaben:
Art und Umfang von Aufträgen zu erfassen, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen und zu nutzen,
Fertigungsverfahren auszuwählen, Bauteile durch manuelle und maschinelle Verfahren zu fertigen, Aspekte zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Umweltschutzbestimmungen zu beachten,
Baugruppen lage- und funktionsgerecht sowie unter Beachtung der Teilefolge zu montieren, auszurichten, zu befestigen und zu sichern,
Funktionen an Baugruppen einzustellen,
Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen und anzuwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen, Funktionen zu prüfen und zu dokumentieren;
der Prüfling soll ein Prüfungsstück herstellen;
die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden.
(5) Für den Prüfungsbereich Auftrags- und Funktionsanalyse bestehen folgende Vorgaben:
einen Fertigungs- und Montageauftrag zu analysieren,
technische Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen und zu ergänzen, Fertigungs- und Montageschritte unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz zu planen sowie technische Regelwerke, Montagepläne, Richtlinien und Prüfvorschriften anzuwenden,
die lage- und funktionsgerechte Montage von Baugruppen unter Beachtung der Teilefolge zu erläutern,
Baugruppen zu übergeben und Funktionen zu erläutern,
Verfahren und Parameter, Prüfmethoden und Prüfmittel festzulegen;
(6) Für den Prüfungsbereich Fertigungs- und Montagetechnik bestehen folgende Vorgaben:
Fertigungs-, Montage- und Fügeverfahren für die Herstellung von Bauteilen und Baugruppen, unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte zu beurteilen und auszuwählen,
die für die Fertigung und Montage erforderlichen technologischen Kennwerte zu ermitteln und zu berechnen,
Werk- und Hilfsstoffe auftragsbezogen auszuwählen,
Arbeitsschritte zu planen sowie Werkzeuge und Maschinen zuzuordnen;
Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;
§ 8 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Montagetechnik
Montageauftrag 60 Prozent,
Auftrags- und Funktionsanalyse 20 Prozent,
Fertigungs- und Montagetechnik 10 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungs- und Montagetechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
§ 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, C und F aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Auftragsanalyse und Arbeitsplanung,
(4) Für den Prüfungsbereich Konstruktionsauftrag bestehen folgende Vorgaben:
Art und Umfang von Aufträgen zu erfassen, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen und zu nutzen, Fertigungsverfahren auszuwählen,
Bleche durch manuelle und maschinelle Verfahren zu bearbeiten und Fügeteile vorzubereiten, Aspekte zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Umweltschutzbestimmungen zu beachten,
Bauteile auszurichten, zu montieren und unter Beachtung der Schweißfolge mit zwei unterschiedlichen Schweißverfahren zu fügen,
Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen, anzuwenden und zu dokumentieren, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen;
(5) Für den Prüfungsbereich Fertigungstechnik bestehen folgende Vorgaben:
verschiedene Fertigungs- und Fügeverfahren zu erläutern und auftragsbezogen auszuwählen,
fachliche Berechnungen durchzuführen;
(6) Für den Prüfungsbereich Auftragsanalyse und Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:
einen Konstruktionsauftrag zu analysieren,
die lage- und funktionsgerechte Montage von Baugruppen unter Beachtung der Arbeitsfolge zu erläutern,
§ 10 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
Konstruktionsauftrag 60 Prozent,
Fertigungstechnik 20 Prozent,
Auftragsanalyse und Arbeitsplanung 10 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche Fertigungstechnik, Auftragsanalyse und Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
§ 11 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Zerspanungstechnik
(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, D und F aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Fertigungsauftrag,
Fertigungsstechnik,
(4) Für den Prüfungsbereich Fertigungsauftrag bestehen folgende Vorgaben:
Art und Umfang von Aufträgen zu erfassen, Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen,
Informationen für die Auftragsabwicklung zu nutzen, sicherheitsrelevante Vorgaben zu beachten, Auftragsabwicklungen zu planen und zu dokumentieren,
Fertigungsaufträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Qualitätsanforderungen und Terminvorgaben, durchzuführen,
Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen und anzuwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen, Ergebnisse zu prüfen und zu dokumentieren;
(5) Für den Prüfungsbereich Fertigungsstechnik bestehen folgende Vorgaben:
Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, einen Fertigungsauftrag zu analysieren, Fertigungsverfahren und Fertigungsparameter, Prüfmethoden und Prüfmittel festzulegen, Werkzeugmaschinen zuzuordnen und deren Wartung zu berücksichtigen, Fertigungstechniken anzuwenden, Arbeitsergebnisse zu dokumentieren;
(6) Für den Prüfungsbereich Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:
Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, technische Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen und zu ergänzen, Fertigungsschritte zu überprüfen und zu optimieren, das Einrichten von Werkzeugmaschinen unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz zu planen sowie technische Regelwerke, Richtlinien und Prüfvorschriften anzuwenden;
§ 12 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Zerspanungstechnik
Fertigungsauftrag 60 Prozent,
Arbeitsplanung 10 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche Fertigungstechnik, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
§ 13 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik
(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, E und F aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Produktionsauftrag,
(4) Für den Prüfungsbereich Produktionsauftrag bestehen folgende Vorgaben:
Informationen für die Auftragsabwicklung zu nutzen, sicherheitsrelevante Vorgaben zu beachten, Auftragsabwicklungen zu planen und zu dokumentieren, Geschwindigkeiten und Verformungen festzulegen,
Produktionsanlagen unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualitätsanforderungen zu rüsten, anzufahren und zu betreiben,
Umformwerkzeuge zu beurteilen und Maßkorrekturen durchzuführen,
Prüfverfahren und Prüfmittel anzuwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen, Ergebnisse zu prüfen und zu dokumentieren,
Produktionsanlagen zu überwachen und bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen einzuleiten;
der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen;
(5) Für den Prüfungsbereich Auftragsanalyse und Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:
einen Produktionsauftrag zu analysieren,
Eigenschaften und Zustände metallischer Werkstoffe zu beurteilen,
Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen und zu beurteilen,
Werkstoffkennwerte zu ermitteln,
(6) Für den Prüfungsbereich Produktionstechnik bestehen folgende Vorgaben:
Umformwerkzeuge zu unterscheiden und auszuwählen,
Funktionen von Maschinen und Anlagen zu erläutern,
Fehler im Produktionsablauf zu erkennen, Ursachen zu ermitteln und Maßnahmen zur Behebung vorzuschlagen,
Ursachen für Qualitätsabweichungen festzustellen;
§ 14 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik
Produktionsauftrag 60 Prozent,
Auftragsanalyse und Arbeitsplanung 20 Prozent,
Produktionstechnik 10 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche Auftragsanalyse und Arbeitsplanung, Produktionstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
§ 15 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Berufsausbildungsverhältnisse, die in den Berufsbildern der staatlich anerkannten Ausbildungsberufe Drahtwarenmacher und Drahtwarenmacherin, Drahtzieher und Drahtzieherin, Federmacher und Federmacherin, Fräser und Fräserin, Gerätezusammensetzer und Gerätezusammensetzerin, Kabeljungwerker und Kabeljungwerkerin, Maschinenzusammensetzer und Maschinenzusammensetzerin, Metallschleifer und Metallschleiferin, Revolverdreher und Revolverdreherin, Schleifer und Schleiferin sowie Teilezurichter und Teilezurichterin bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und noch keine Zwischenprüfung abgelegt wurde.
§ 16 Fortsetzung der Berufsausbildung
Die erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik kann in der
Fachrichtung Montagetechnik in einem der Ausbildungsberufe Fertigungsmechaniker und Fertigungsmechanikerin sowie Industriemechaniker und Industriemechanikerin,
Fachrichtung Konstruktionstechnik in einem der Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker und Anlagenmechanikerin, Konstruktionsmechaniker und Konstruktionsmechanikerin sowie Metallbauer und Metallbauerin in der Fachrichtung Konstruktionstechnik,
Fachrichtung Zerspanungstechnik in einem der Ausbildungsberufe Zerspanungsmechaniker und Zerspanungsmechanikerin sowie Feinwerkmechaniker und Feinwerkmechanikerin im Schwerpunkt Zerspanungstechnik,
in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik im Ausbildungsberuf Stanz- und Umformmechaniker und Stanz- und Umformmechanikerin
nach den Vorschriften dieser Berufe ab dem dritten Ausbildungsjahr fortgesetzt werden.
Anlage (zu § 4 Absatz 1 Satz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 634 - 640)
1 Herstellen von Bauteilen
2 Warten von Betriebsmitteln
4 Anschlagen, Sichern und Transportieren
5 Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Montagetechnik
1 Planen und Vorbereiten von Montage- und Demontageprozessen
2 Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen
3 Herstellen von Verbindungen
4 Überwachen und Optimieren von Montage- und Demontageprozessen
Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
Bearbeitungsverfahren unter Berücksichtigung der Werkstoffe auswählen
Werkzeuge und Maschinen, insbesondere unter Berücksichtigung des Werkstoffes, auswählen und einrichten
Fügeteile entsprechend den Fügeverfahren vorbereiten
2 Montieren und Demontieren von Metallkonstruktionen
Bauteile und Baugruppen demontieren und hinsichtlich Lage und Funktionszuordnung kennzeichnen
Montageplatz und Baugruppen gegen Unfallgefahren sichern, Sicherheitseinrichtungen überprüfen
Metallkonstruktionen unter Berücksichtigung der Werkstoffkombinationen nach Vorgaben befestigen
Bauteile und Baugruppen unter Beachtung der Maßtoleranzen passen sowie durch Messen, Lehren und Sichtprüfen funktionsgerecht ausrichten und Lage sichern
3 Trennen und Umformen
Bleche, Rohre oder Profile nach Zeichnungen und Schablonen vorrichten
Bleche, Rohre oder Profile handgeführt, maschinell und thermisch umformen und trennen
Hilfswerkzeuge nach Verwendungszweck auswählen und anwenden
Schnittflächen- und Oberflächengüte beurteilen
Fehler feststellen, beheben und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung einleiten
4 Fügen von Bauteilen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 4)
Hilfskonstruktionen, Vorrichtungen und Schablonen anwenden
Schweißnähte thermisch vorbereiten und nachbehandeln
Bauteile und Baugruppen nach technischen Unterlagen fügen
Bauteile, insbesondere durch Schmelzschweißverfahren, entsprechend den Normen und Vorschriften fügen
Metallkonstruktionen, insbesondere durch Schrauben, Löten und Nieten, verbinden
Schweiß- und Lötverbindungen sichtprüfen
5 Aufbereiten und Schützen von Oberflächen
Oberflächen für das Auftragen von Konservierungs-, Korrosionsschutz- und Beschichtungsmitteln vorbereiten
Konservierungs-, Korrosionsschutz-, Beschichtungs- und Dämmmittel unter Beachtung der Verarbeitungsvorschriften auftragen und prüfen
Abschnitt D: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Zerspanungstechnik
1 Planen von Fertigungsprozessen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 1)
2 Einrichten von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 2)
3 Herstellen von Werkstücken
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 3)
4 Überwachen und Optimieren von Fertigungsprozessen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 4)
Abschnitt E: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik
1 Einrichten und Rüsten von Trenn- oder Umformmaschinen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 1)
Trenn- oder Umformverfahren produktbezogen auswählen
Werkzeuge und Hilfsmittel unter Berücksichtigung der Verfahren und Werkstoffe auswählen
Produktionsmaschinen und -anlagen rüsten und umrüsten
Vormaterial prüfen und beurteilen
Maschinen und Anlagen auf Betriebsbereitschaft prüfen und unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen in Betrieb nehmen
spezifische Anforderungen an die zu fertigenden Produkte berücksichtigen, Testläufe fahren, Korrekturen durchführen
2 Herstellen von Produkten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 2)
Maß-, Form- oder Lagetoleranzen sowie Oberflächenbeschaffenheit prüfen
Produkte durch Trennen oder Umformen herstellen
Produktionsprozesse nach Verfahrensparametern, insbesondere Ziehgeschwindigkeit, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität, überwachen
Störungen und Abweichungen feststellen, beseitigen und Beseitigung veranlassen
Maschinen und Anlagen übergeben, dabei über Produktionsprozess, Produktionsstand sowie Veränderungen im Produktionsablauf informieren, Übergabe dokumentieren
Prozessdaten ermitteln und einstellen
Produkte übergeben und Funktionen erläutern
3 Überwachen und Optimieren von Produktionsprozessen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 3)
Werkstoffkennwerte, insbesondere durch Zugversuch, ermitteln
Fehler im Produktionsablauf erkennen, Ursachen ermitteln und beheben
Verschleißteile austauschen und deren Austausch veranlassen
Zustand von Ziehwerkzeugen beurteilen, Ziehwerkzeuge aufbereiten und umarbeiten
4 Oberflächen- und Wärmebehandlung
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 4)
produktspezifische Oberflächenbehandlungsanlagen und
-methoden unterscheiden und Oberflächengüte beurteilen
produktspezifische Wärmebehandlungsanlagen und
-methoden unterscheiden und Auswirkungen berücksichtigen
Abschnitt F: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 1)
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 2)
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 3)
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
5 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 5)
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 6)
7 Planen und Ausführen der Arbeit
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt F Nummer 7)
2013, 628: BGBl I

References: § 4
 § 5
 § 4
 § 4
 § 1

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16
 § 4