Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=13.08.2002&Aktenzeichen=B%202%20U%20104/02%20B
Timestamp: 2019-11-19 22:21:41+00:00

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BSG, 13.08.2002 - B 2 U 104/02 B - dejure.org
https://dejure.org/2002,12888
BSG, 13.08.2002 - B 2 U 104/02 B (https://dejure.org/2002,12888)
BSG, Entscheidung vom 13.08.2002 - B 2 U 104/02 B (https://dejure.org/2002,12888)
BSG, Entscheidung vom 13. August 2002 - B 2 U 104/02 B (https://dejure.org/2002,12888)
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Anforderungen an die Begründung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - Zuordnung von Teilnehmergemeinschaften zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung
SG München, 26.03.1999 - S 19 U 205/99
SG München, 26.03.1999 - S 19 U 5013/94
§ 123 Abs. 1 Nr. 7 SGB VII ist vom Wortlaut her mithin enger gefasst sei als die frühere Regelung in § 776 Abs. 1 Nr. 4 RVO (vgl. BSG, Beschluss vom 13. August 2002 - B 2 U 104/02 B -, zitiert nach juris Rn. 4).
Denn eine Klärungsbedürftigkeit ist dann nicht gegeben, wenn die Rechtsfrage nicht mehr geltendes Recht betrifft und nicht erkennbar wird, dass noch eine erhebliche - genau zu bezeichnende - Anzahl von Fällen nach diesen Vorschriften zu entscheiden sind (BSG, Beschluss vom 13.08.2002, B 2 U 104/02 B m.w.N., BSG…, Beschluss vom 28.11.1975, 12 BJ 150/75 in SozR 1500 § 160a Nr. 19).
Entsprechend dem Zweck der Zulassung der Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung, eine für die Zukunft richtungweisende Klärung des geltenden Rechts herbeizuführen, rechtfertigen Rechtsfragen zu ausgelaufenem oder auslaufendem Recht regelmäßig nicht die Zulassung (BSG, Beschluss vom 13. August 2002 - B 2 U 104/02 B - m.w.N. zitiert nach juris).
Auch kann offen bleiben, ob durch die allgemein gehaltenen Hinweise auf Literatur und weitere Rechtsprechung des Landessozialgerichts (LSG) und mit Blick auf das Außerkrafttreten der genannten Vorschrift (vgl BSG…, Beschluss vom 28. November 1975 - 12 BJ 150/75 = SozR 1500 § 160 Nr. 19; BSG , Beschluss vom 13. August 2002 - B 2 U 104/02 B; BSG, Beschluss vom 26. August 2008 - B 11 AL 27/08 B) der Klärungsbedarf ausreichend aufgezeigt worden ist.
Denn abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer die Rechtsprechung zu § 194 SGB III nicht bzw nicht näher erörtert, legt er auch nicht dar, inwiefern eine Frage zu einer Vorschrift, die bereits am 1.1.2005 außer Kraft getreten ist (vgl Art. 3 des Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003, BGBl I 2954), klärungsbedürftig geblieben sein soll (…vgl zum Erfordernis hinreichender Darlegungen bei außer Kraft getretenem Recht: BSG SozR 1500 § 160a Nr. 19; BSG, Beschlüsse vom 13.8.2002, B 2 U 104/02 B, und vom 22.4.2010, B 11 AL 22/09 BH).
Bei außer Kraft getretenem Recht ist aber im Rahmen der Darlegung grundsätzlicher Bedeutung entweder auszuführen, dass noch eine erhebliche Anzahl von Fällen zu entscheiden ist (…vgl BSG SozR 1500 § 160a Nr. 19) oder dass sich die Rechtsfrage in gleicher Weise nach jetzt geltendem Recht stellt bzw die Frage für das neue Recht weiterhin von Bedeutung bleibt (vgl BSG, Beschluss vom 13. August 2002, B 2 U 104/02 B; Senatsbeschluss vom 26. August 2008, B 11 AL 27/08 B).
Bei außer Kraft getretenem Recht kommt aber eine Klärungsbedürftigkeit nur in Betracht, wenn noch eine erhebliche Zahl von Fällen zu entscheiden ist oder wenn sich die zu klärende Rechtsfrage in gleicher Weise nach geltendem Recht stellt (…vgl ua BSG SozR 1500 § 160a Nr. 19; BSG, Beschluss vom 13.8.2002 - B 2 U 104/02 B - Juris RdNr 3, 4; Beschluss des Senats vom 22.4.2010 - B 11 AL 22/09 BH - Juris RdNr 5).

References: § 123
 § 776
 § 160
 § 160
 § 194
 Art. 3
 § 160
 § 160
 § 160