Source: http://www.hensche.de/Arbeitsrecht_Urteile_Begruendung_eines_Arbeitsverhaeltnisses_Arbeitnehmerueberlassung_LAG_Bremen_2Sa111_07.html
Timestamp: 2017-12-17 23:27:16+00:00

Document:
LAG Bremen, Urteil vom 11.06.2008, 2 Sa 111/07 - HENSCHE Arbeitsrecht
LAG Bre­men, Ur­teil vom 11.06.2008, 2 Sa 111/07
Aktenzeichen: 2 Sa 111/07
Vorinstanzen: 9 Ca 9381/06 Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven (Bremen)
9 Ca 9381/06 Ar­beits­ge­richt Bre­men-Bre­mer­ha­ven (Bre­men)
hat die 2. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Bre­men auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 11. Ju­ni 2008
den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Frau den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Herrn
Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bre­men-Bre­mer­ha­ven vom 19.04.2007 - Az.: 9 Ca 9381/06 - wird zurück­ge­wie­sen.
Die Kos­ten der Be­ru­fung trägt die Be­klag­te. Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.
Per Te­le­fax ist das Bun­des­ar­beits­ge­richt un­ter der
Te­le­fax-Nr. (0361) 26 36 – 20 00
We­gen der Re­vi­si­ons­ein­le­gung mit elek­tro­ni­schem Do­ku­ment wird auf die Ver­ord­nung über den elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr beim Bun­des­ar­beits­ge­richt vom 9. März 2006 (Bun­des­ge­setz­blatt I 2006, Nr. 12, Sei­te 519ff) ver­wie­sen.
Für die Kläge­rin ist ge­gen die Ent­schei­dung kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.
Die Par­tei­en strei­ten über die Fra­ge, ob ein Ar­beits­verhält­nis zwi­schen der Kläge­rin und der Be­klag­ten zu 1 be­steht, ob die­ses ggf. be­fris­tet ist und ob ein Ar­beits­verhält­nis zum erst­in­stanz­lich Be­klag­ten zu 2 dem Ver­ein „S. e.V“ durch Be­fris­tungs­ab­lauf ge­en­det hat.
Die am ... ge­bo­re­ne Kläge­rin hat 1983 bzw. 1985 das ers­te und zwei­te Staats­ex­amen für das Lehr­amt an Grund- und Haupt­schu­len ab­ge­legt und da­mit die Lehr­befähi­gung für die Se­kun­dar­stu­fe I er­langt.
Im Fol­gen­den war sie u. a. im Be­reich der Leh­rer­fort­bil­dung für das Lan­des­in­sti­tut für Schu­le (LIS) tätig und hat Lehr­amts­stu­die­ren­de an der Uni­ver­sität Bre­men un­ter­rich­tet. Hin­sicht­lich der Ein­zel­hei­ten des Le­bens­lau­fes der Kläge­rin wird auf Blatt 22 f. der Ak­te Be­zug ge­nom­men.
Im Zeit­raum vom 16.07.2001 bis 30.06.2004 hat­te die Kläge­rin ei­nen Ar­beits­ver­tra­ges mit dem Schul­ver­ein des Schul­zen­trums F. e.V. (Bl.95) und war u. a. im Rah­men ei­nes vom Lan­des­in­sti­tut für Schu­le ver­an­stal­te­ten Mo­dell­ver­suchs "Schu­le als Raum - Bühne - Körper­lich­keit im Me­di­en­zeit­al­ter“ an drei ver­schie­de­nen Bre­mer Schu­len mit den Leh­rer­kol­le­gi­en der Se­kun­dar­stu­fe I tätig (Schul­zen­trum F. , In­te­grier­te Stadt­teil Schu­le In den Sa. , Schul­zen­trum H. /Bl. 96).
Leh­rer­stel­len im Bre­mi­schen öffent­li­chen Schul­dienst wer­den vom Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft un­ter der Home­page www.bil­dung.bre­men.de im In­ter­net veröffent­licht. Es wird dort mit­ge­teilt, in wel­chen Schul­stu­fen und Un­ter­richtsfächern Be­darf be­steht und das Be­wer­bungs­ver­fah­ren wird be­schrie­ben. Hin­sicht­lich von Ein­stel­lun­gen für Ver­tre­tungs­zwe­cke auf Ba­sis ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses („Leh­rer­feu­er­wehr“) wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass für die­se nicht das Be­wer­bungs­ver­fah­ren beim Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft statt­fin­de, son­dern sich In­ter­es­sen­ten für sol­che Stel­len an den mit dem Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft ko­ope­rie­ren­den Träger, die S. , wen­den könn­ten. Un­ter dem Link www.s. -b. .de fin­det sich als­dann u. a. der Hin­weis, dass die S. für den Bil­dungs­se­na­tor ei­nen Großteil der Kran­ken­ver­tre­tung an Schu­len or­ga­ni­sie­re.
Beim Ver­ein „S. “ han­delt es sich um ei­nen ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein, der sei­ner Ei­gen­dar­stel­lung nach (vgl. Zeug­nis vom 31.07.2006, Blatt 94) "im außer­schu­li­schen und schulergänzen­den Bil­dungs­be­reich ar­bei­tet und (..) die Leh­rer­kran­ken­ver­tre­tung der Stadt B. [or­ga­ni­siert]“. Der Ver­ein wur­de in den neun­zi­ger Jah­ren ge­gründet. Ar­beits­lo­se Lehr­kräfte ha­ben sich dort or­ga­ni­siert und zunächst spe­zi­el­le Förder­pro­gram­me für Schüle­rin­nen und Schüler, die von den El­tern auf ei­ge­ne Kos­ten ab­ge­ru­fen wer­den konn­ten, ent­wi­ckelt. Ein wich­ti­ger Bau­stein war die Le­se/Recht­schreibförde­rung. Die im Ver­ein täti­gen Lehr­kräfte ha­ben sich in die­sem Be­reich qua­li­fi­ziert. Weil in die­sem Ar­beits­feld auch ei­ne Nach­fra­ge bei den Schu­len be­stan­den hat, sich dar­aus ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit der Behörde ent­wi­ckelt, die sich mit dem Se­na­tor für Ju­gend und So­zia­les an den Kos­ten be­tei­ligt.
Im Ok­to­ber 2007 wa­ren 93 Lehr­kräfte über die Leh­rer­feu­er­wehr ein­ge­setzt, im Be­reich der fle­xi­blen Un­ter­richts­ver­tre­tung wur­den 84 Per­so­nen beschäftigt.
Zwi­schen dem Ver­ein „S. “ und der Be­klag­ten zu 1 exis­tiert ein Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag vom 07.02./25.09.2001 mit fol­gen­dem Ver­trags­ge­gen­stand:
„Ge­gen­stand die­ses Ver­tra­ges ist die Be­reit­stel­lung von Per­so­nal zum Zweck der Wahr­neh­mung fol­gen­der Auf­ga­ben für den Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft
• Ergänzen­de Förde­rung von Kin­dern mit aus­ge­wie­se­ner Le­se – Recht­schreib­schwäche
Die o. a. Pro­jek­te wer­den in den an­lie­gen­den Ein­zel­ver­ein­ba­run­gen be­schrie­ben.“
Im Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag heißt es wei­ter:
§ 2 Auf­trag
Die S. e.V. erfüllt im Auf­trag des Se­na­tors für Bil­dung und Wis­sen­schaft die Or­ga­ni­sa­ti­on und den Ein­satz von Per­so­nal an B. Schu­len
zur Durchführung der o.a. Pro­jek­te.
§ 3 Ver­fah­ren
Art und Um­fang der not­wen­di­gen Maßnah­men wer­den vom Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft - un­ter Be­tei­li­gung der S. e.V. - er­mit­telt
und fest­ge­legt.
§ 4 Zu­sam­men­ar­beit
Die Ver­trags­part­ner ver­pflich­ten sich, bei der Durchführung der Ver­ein­ba­rung ver­trau­ens­voll zu­sam­men­zu­ar­bei­ten und et­wa be­ste­hen­de oder auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten ge­mein­sam zu lösen. Al­le Maßnah­men auf der Grund­la­ge die­ses Ver­tra­ges er­fol­gen un­ter Be­tei­li­gung der Schu­len, in der sie durch­geführt wer­den.
§ 5 Mit­ar­bei­ter/in­nen
Die Aus­wahl und die Ein­stel­lung von Per­so­nal und Blick der S. e.V.
§ 6 An­ge­stell­ten­verhält­nis
Die un­ter § 4 ge­nann­ten Mit­ar­bei­ter/in­nen sind Ar­beit­neh­mer/in­nen der S. e.V. und un­ter­lie­gen in ar­beits­recht­li­cher und so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­cher Hin­sicht aus­sch­ließlich den zwi­schen ih­nen und der S. e.V. ge­trof­fe­nen ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen. Die S. e.V. als Ar­beit­ge­ber hat die al­lei­ni­ge Dienst- und Fach­auf­sicht.
Während der Er­brin­gung von Dienst­leis­tun­gen in der Schu­le ord­net sich das ein­ge­setz­te Per­so­nal in die or­ga­ni­sa­to­ri­schen Abläufe ein und nimmt im Rah­men der fest­ge­leg­ten Maßnah­me und im Sin­ne des Haus­rechts An­wei­sun­gen der Schul­lei­tung ent­ge­gen.
Die Zuständig­keit der S. e.V. für die ge­ne­rel­le Dienst- und Fach­auf­sicht nach Abs. 1 S. 2 bleibt da­durch un­berührt. Kon­flik­te wer­den gemäß §§ 3 und 6 die­ses Ver­tra­ges gelöst.
§ 12 Ein­zel­ver­ein­ba­run­gen
Die Ein­zel­ver­ein­ba­run­gen sind Be­stand­teil die­ses Ver­tra­ges.
In den Ein­zel­ver­ein­ba­run­gen heißt es un­ter an­de­rem:
Ge­gen­stand die­ser Ver­ein­ba­rung ist die Be­reit­stel­lung von Per­so­nal für das Pro­jekt "ergänzen­de Maßnah­men zur Un­ter­richts­ver­tre­tung" an den Schu­len der Stadt­ge­mein­de Bre­men.
• Leh­rer­feu­er­wehr (LFW)
Un­ter­richts­ver­tre­tung bei länger­fris­ti­gen Krank­heits­ausfällen in den Schu­len (drei Mo­na­te und länger) im Rah­men ei­ner so ge­nann­ten Leh­rer­feu­er­wehr
• fle­xi­ble Un­ter­richts­ver­tre­tung (FUV)
fle­xi­ble Un­ter­richt­ver­tre­tung bei Krank­heits­ausfällen, die durch schu­li­sche Maßnah­men nicht ab­ge­deckt wer­den können (länger als ei­nen Mo­nat)
• Nach­wuchs­si­che­rung (NWS)
Si­che­rung des Nach­wuch­ses zur Ab­de­ckung des Un­ter­richts in den Mängelfächern be­zie­hungs­wei­se Fach­be­rei­chen.
C Ver­fah­rens­ver­ein­ba­rung
1. Auf An­for­de­rung der Schu­len nach ei­ner Fle­xi­blen Un­ter­richts­ver­tre­tung bei Krank­heits­ausfällen oder nach ei­ner so ge­nann­ten Leh­rer­feu­er­wehr bei länger­fris­ti­gen Krank­heits­ausfällen be­auf­tragt der Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft die S. e.V. schrift­lich mit der Durchführung der Un­ter­richts­ver­tre­tung. Die Be­auf­tra­gung be­inhal­tet den Schul­stand­ort, die Beschäfti­gungs­dau­er, den St­un­den­um­fang und den Ver­tre­tungs­an­lass.
Die S. e.V. stellt zur Durchführung der Pro­jek­te qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal zur Verfügung. Das Per­so­nal wird je nach Qua­li­fi­ka­ti­on nach dem BAT vergütet, im Höchst­fal­le nach BAT III. Hier­bei ist die Ein­hal­tung des Bes­ser­stel­lungs­ver­bo­tes zu be­ach­ten.
Die Ar­beits­zeit des Per­so­nals ist ana­log der Ar­beits­zeit der Lehr­kräfte im öffent­li­chen Dienst ge­re­gelt.
Ei­nen ei­ge­nen Schul­be­trieb un­terhält der Ver­ein „S. “ nicht, er verfügt auch nicht über ei­ne Er­laub­nis zur Ar­beit­neh­merüber­las­sung gemäß den Re­ge­lun­gen des Ar­beit­neh­merüber­las­sungs­ge­set­zes (AÜG). Für den Zeit­raum 1999 bis 2001 und 2007 bis 2009 lie­gen Be­schei­de des Fi­nanz­am­tes B. -Mit­te über die Frei­stel­lung von der Körper­schafts- und Ge­wer­be­steu­er („Förde­rung der Er­zie­hung“/Bl. 75) bzw. die An­er­ken­nung als ge­meinnützi­ge Körper­schaft i.S. § 44 a Abs. 4 und 7 EStG vor (Bl. 190).
Nach ei­ner Nach­fra­ge der Kläge­rin bei der Schu­le In den Sa. , ob dort Ver­tre­tungs­be­darf be­ste­he, wur­de die­se an den Ver­ein „S. “ ver­wie­sen. Am 01.02.2005 kam es nach ei­nem Gespräch zwi­schen der Kläge­rin und dem Geschäftsführer der S. e.V. K. zum Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­tra­ges, der aus­zugs­wei­se wie folgt lau­tet (Bl. 11 f.):
Frau C. S. wird ab 01.02.2005 bis 31.07.2005 be­fris­tet ein­ge­stellt.
Ar­beits­ort ist: B.
Die Vergütung rich­tet sich nach dem Ta­rif des BAT III.
1. Der/die Ar­beit­neh­mer/in stellt der S. le e.V. sei­ne/ih­re vol­le Ar­beits­zeit zur Verfügung. (...)
Am 12.07.2005 ist ein wei­te­rer Ar­beits­ver­trag für die Zeit von 01.08.2005 bis 31.07.2006 ge­schlos­sen wor­den (Bl. 13 f.). Die­ser sah zunächst ei­ne wöchent­li­che Ar­beits­zeit von „8 Un­ter­richts­stun­den“ vor; hand­schrift­lich ist die­se mit dem Ver­merk „geändert am 25.07.05“ auf 15 Un­ter­richts­stun­den erhöht wor­den. Der Er­ho­lungs­ur­laub war mit 29 Ar­beits­ta­gen pro Jahr aus­ge­wie­sen (Ein­zel­hei­ten Bl. 12 f.).
Frau C. S. wird ab 01.09.2005 bis 31.01.2006 be­fris­tet ein­ge­stellt.
Ar­beits­ort ist: Bre­men
Un­ter dem 13.01.2006 ha­ben die Kläge­rin und der Be­klag­te zu 2 so­dann fol­gen­de Ver­ein­ba­rung ge­trof­fen (Bl. 17):
§ 1 Ar­beits­verhält­nis vom 01.09.2005 zwi­schen S. e.V. und C. S. , geb. ..., ... , ... B. .
Der Ar­beits­ver­trag verändert sich ab dem 16.01.2006 wie folgt:
Die Vergütungs­zah­lung an die Kläge­rin ist durch den Ver­ein „S. “ er­folgt. Die Höhe der Vergütung hat sich durch den Ab­schluss des Ver­tra­ges vom 12.07.2005 nicht verändert (Bl. 142 f.). Zu­letzt hat die Kläge­rin auf Ba­sis von 19 Un­ter­richts­stun­den ei­ne Vergütung in Höhe von 2429,14 € brut­to er­hal­ten (Ab­rech­nung Fe­bru­ar 2006).
Die Kläge­rin ist während der ge­sam­ten Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses in der In­te­grier­te S. (ISS) In den Sa. ein­ge­setzt wor­den und war dort in vol­lem Um­fang in den Schul­be­trieb ein­ge­glie­dert. Dienst­pläne hat sie der S. nicht er­hal­ten. Sie war un­ter an­de­rem als Klas­sen­leh­re­rin - ein­sch­ließlich der in die­sem Zu­sam­men­hang an­fal­len­den Ver­wal­tungs- und sons­ti­gen Auf­ga­ben (El­tern­aben­de etc.) - für ei­ne 7. bzw. 8. Haupt­schul­klas­se tätig und hat in wei­te­ren Klas­sen un­ter­rich­tet. Sie hat an Klas­sen- und Ge­samt­kon­fe­ren­zen teil­ge­nom­men und hat­te sich u. a. an die Präsens­zeit­ver­ord­nung für die Lehr­kräfte zu hal­ten. Hin­sicht­lich der Ein­zel­hei­ten des zeit­li­chen Um­fangs der Ein­tei­lung der Kläge­rin und die je­wei­li­gen Klas­sen wird auf Blatt 122 bis 125 der Ak­te Be­zug
ge­nom­men. Ob und ggf. in wel­chem Um­fang die Kläge­rin ab Ja­nu­ar 2006 darüber hin­aus tätig ge­wor­den ist, ist zwi­schen den Par­tei­en strei­tig.
Es wird fest­ge­stellt, dass zwi­schen der Kläge­rin und der Be­klag­ten zu 1) seit dem 01.02.2005 ein un­be­fris­te­tes An­stel­lungs­verhält­nis über ei­ne Tätig­keit der Kläge­rin als Leh­re­rin im öffent­li­chen Schul­dienst nach Maßga­be des BAT und den die­sen ergänzen­den, ändern­den und er­set­zen­den Ta­rif­be­stim­mun­gen in der je­weils gülti­gen Fas­sung so­wie un­ter Ein­grup­pie­rung der Kläge­rin in Vergütungs­grup­pe II a BAT und ei­ner wöchent­li­chen Ar­beits­zeit von 19 Un­ter­richts­stun­den be­steht.
Die Be­klag­te zu 1) wird für den Fall des Ob­sie­gens der Kläge­rin mit dem Fest­stel­lungs­an­trag ver­pflich­tet, die Kläge­rin zu den dort ge­nann­ten Be­din­gun­gen vorläufig bis rechts­kräfti­gen Ab­schluss zum Rechts­streits über den 31.07.2006 hin­aus wei­ter­zu­beschäfti­gen.
Der Be­klag­te zu 2) wird für den Fall des Ob­sie­gens der Kläge­rin mit dem vor­ste­hen­den Fest­stel­lungs­an­trag ver­pflich­tet, die Kläge­rin über den 31.07.2006 vorläufig bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Rechts­streits mit 19 Un­ter­richts­stun­den/Wo­che und bei Zah­lung ei­ner Vergütung nach der Vergütungs­grup­pe III BAT als Leh­re­rin wei­ter­zu­beschäfti­gen.
Mit Schrift­satz vom 19.10.2006, ein­ge­gan­gen am 20.10.2006, hat die Kläge­rin mit­ge­teilt, dass die Kla­ge auch ge­gen den Be­klag­ten zu 2) als Haupt­an­trag wei­ter­ver­folgt wer­de.
Die Kläge­rin hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass zwi­schen ihr und der Be­klag­ten von Be­ginn an ein Ar­beits­verhält­nis zu den Be­din­gun­gen der bei der ihr beschäftig­ten ver­gleich­ba­ren Lehr­kräfte, die nach BAT II a vergütet würden, be­stan­den ha­be. Dies er­ge­be sich aus kon­klu­den­tem und fak­ti­schem Ver­hal­ten; der Ver­ein „S. “ fun­gie­re le­dig­lich als for­ma­ler Ar­beit­ge­ber. Je­den­falls han­de­le es sich um un­zulässi­ge Ar­beit­neh­merüber­las­sung oder über­las­sen­de Ar­beits­ver­mitt­lung i.S. § 1 Abs. 2 AÜG.
Die Kläge­rin trägt zum Zu­stan­de­kom­men der Ein­stel­lung vor, dass man, nach­dem sie von der Schu­le In den Sa. den Hin­weis auf den Ver­ein „S. “ er­hal­ten ha­be, dort kei­nen An­lass und kei­ne Not­wen­dig­keit ge­se­hen ha­be, mit der Kläge­rin ein Vor-stel­lung- bzw. Be­wer­bungs­gespräch zu führen. Die Kläge­rin sei nur noch vom Geschäftsführer K. des Ver­ein „S. “, nach­dem die ISS In den Sa. ih­ren Ver­tre­tungs­be­darf - ver­mut­lich über die Be­klag­te zu 1 - bei die­sem an­ge­mel­det ha­be, zwecks Un­ter­zeich­nung des Ar­beits­ver­tra­ges vom 01.02.2005 ge­la­den wor­den. Dar­in ha­be sich
die Ar­beits­be­zie­hung zwi­schen der Kläge­rin und dem Ver­ein „S. “ erschöpft, von dem die Kläge­rin dann nur noch die Ab­rech­nung ih­rer Vergütung - zu­meist recht un­re­gelmäßig - er­hal­ten ha­be und das mo­nat­li­che Net­to­ge­halt aus­be­zahlt be­kom­men ha­be.
Herrn K. ha­be die Kläge­rin während der ge­sam­ten Dau­er ih­res Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses ih­rer Er­in­ne­rung nach nur bei Un­ter­zeich­nung der Ar­beits­verträge bzw. der Ände­rungs­ver­ein­ba­rung ge­se­hen, wo­bei die Pflicht­stun­den­erhöhun­gen je­weils auf­grund
ent­spre­chen­der Be­darfs­an­mel­dun­gen der Schul­lei­tung der ISS In den Sa. er­folgt sei­en. Der Ver­ein „S. “ ha­be ge­genüber der Kläge­rin we­der Vor­ge­setz­ten- noch Dienst­vor­ge­setz­ten­funk­tio­nen aus­geübt, we­der in persönli­cher noch in fach­li­cher Hin­sicht.
Sämt­li­che Wei­sun­gen ha­be die Kläge­rin aus­sch­ließlich durch die je­wei­li­ge Schul­lei­tung der ISS In den Sa. er­hal­ten. So­weit die Kläge­rin in­for­miert sei, beschäfti­ge der Ver­ein „S. “ in sei­ner Geschäfts­stel­le ne­ben dem Geschäftsführer K. noch zwei Se­kretärin­nen. Ob­wohl der Ver­ein „S. “ an­geb­lich zwi­schen 30 und 60 Lehr­kräfte/ Pädago­gen un­ter Ver­trag ha­be, be­ste­he dort auch kein Be­triebs­rat, so­dass noch nicht ein­mal die Ge­le­gen­heit be­stan­den ha­be, durch die Teil­nah­me an Be­triebs­ver­samm­lun­gen die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Ver­eins ken­nen zu ler­nen.
Der Ein­satz der Kläge­rin an der ISS In den Sa. sei auch nicht kon­kret ei­nem der Teil­pro­jek­te der Ein­zel­ver­ein­ba­rung zum Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag zu­zu­ord­nen. Zwar sei ih­re Ein­stel­lung zunächst durch ei­ne länge­re Er­kran­kung ei­ner an­de­ren Lehr­kraft, Frau M. F. , ver­an­lasst ge­we­sen, die seit dem 10.01.2005 in­fol­ge des tra­gi­schen Ver­lus­tes ei­nes Soh­nes ar­beits­unfähig aus­ge­fal­len ge­we­sen sei. Frau F. ha­be sich dann aber, ver­mut­lich schon zum Schul­jahr 2005/2006, spätes­tens aber zum 01.02.2006 an die Schu­le S. Straße ver­set­zen las­sen, wo sie seit dem 01.02.2006 im Rah­men ei­ner Wie­der­ein­glie­de-
rungs­maßnah­me als Lehr­kraft tätig sei. Die Kläge­rin sei al­so je­den­falls seit dem 01.02.2006 nicht mehr als Ver­tre­tungs­kraft für Frau F. beschäftigt ge­we­sen und sei auch da­vor schon un­ter­richt­lich in an­de­ren Klas­sen ein­ge­setzt wor­den, oh­ne dass dies durch den krank­heits­be­ding­ten Aus­fall von Frau F. ver­an­lasst ge­we­sen wäre.
Nach Kennt­nis der Kläge­rin or­ga­ni­sie­re der Ver­ein „S. “ we­ni­ger die Kran­ken­ver­tre­tung an Schu­len, son­dern stel­le die pro for­ma bei ihm ein­ge­stell­ten Lehr­kräfte der Be­klag­ten zu 1 auch in an­de­ren Fällen per­so­nel­ler Engpässe zur Verfügung.
Hin­sicht­lich des Um­fangs des Ein­sat­zes trägt die Kläge­rin vor, dass sich bis zum 15.01.2006 die wöchent­li­che Un­ter­richts­pflicht­stun­den­zahl auf 15 Un­ter­richts­stun­den zuzüglich 2 wei­te­rer Un­ter­richts­stun­den gemäß dem Ar­beits­ver­trag vom 31.08.2005 be­lau­fen ha­be.
Am 12.01.2006 ha­be Herr J. , der Schul­lei­ter der ISS, die Kläge­rin, die zu die­ser Zeit für kur­ze Zeit krank­ge­schrie­ben ge­we­sen sei, zu Hau­se an­ge­ru­fen, um ihr die "freu­di­ge Mit­tei­lung zu ma­chen, dass die S. mir 4 Un­ter­richts­stun­den mehr be­wil­ligt ha­be“. Zu die­ser Zeit sei die Kläge­rin mit 17 Un­ter­richts­stun­den tätig ge­we­sen, wes­halb sie da­von aus­ge­gan­gen sei, dass ihr nun­mehr zusätz­lich 4, zu­sam­men al­so 21 Un­ter­richts­stun­den, be­wil­ligt wor­den sei­en. Am dar­auf fol­gen­den Mon­tag ha­be die Kläge­rin mit Herrn J. in des­sen Büro ge­spro­chen. Die­ser ha­be an­ge­deu­tet, dass er sie höchst­wahr­schein­lich als Ver­tre­tung in der „null­ten“ St­un­de mit Förder­un­ter­richt im Fach Deutsch ein­set­zen wol­le, er das aber noch nicht ge­nau wis­se. Die Kläge­rin ha­be dar­auf­hin er­wi­dert, das ja nach den Som­mer­fe­ri­en 2006 ein Mu­sik-Thea­ter-Pro­jekt ge­plant sei, für das sich die Kol­le­gin S. -H. ih­ren St­un­den­plan um 2 St­un­den auf­ge­stockt ha­be, sie und Frau S. -H. aber noch gar kei­ne Pla­nungs­zeit für das Pro­jekt ge­habt hätten. Außer­dem ste­he die Ent­wick­lung des Cur­ri­cu­l­ums für den ganz neu ge­plan­ten Pro­jekt­un­ter­richt an, in dem die Fächer Dar­stel­len­des Spiel, Kunst und Mu­sik zu­sam­men­ge­fasst wer­den soll­ten. Dafür müss­ten noch Pro­jekt­ide­en ent­wi­ckelt wer­den. Sch­ließlich ge­be es auch noch An­fra­gen für ei­ne so ge­nann­te Pro­be­ar­beit der Kläge­rin mit Frau S. –H. . Herr J. ha­be das zur Kennt­nis ge­nom­men und erklärt, er wol­le sich das über­le­gen.
Am 26. und 27. April 2004 ha­be die Kläge­rin dann zu­sam­men mit 4 Kol­le­gen ei­ne Dienst­fahrt nach Wies­ba­den un­ter­nom­men, wo das Dar­stel­len­de Spiel an der H. -L. - Schu­le schon seit Jah­ren in Un­ter­richt in­te­griert ge­we­sen sei. Es hätten Pla­nungs­gespräche mit den Kol­le­gen ge­folgt und die Kläge­rin ha­be zu­sam­men mit Frau S. -H. in zwei 6. Klas­sen un­ter­rich­tet und Ein­zel-Stim­mun­ter­richt auf An­fra­ge der stell­ver­tre­ten­den Schul­lei­te­rin ge­ge­ben. Die Kläge­rin ha­be über die­se zusätz­li­chen Ar­beits­zei­ten kein "Ta­ge­buch“ geführt, da sie da­von aus­ge­gan­gen sei, dass die­se dem Schul­lei­ter be­kannt ge­we­sen sei.
Zum St­un­den­ein­satz sei noch zu ver­mer­ken, dass sie an je­dem zwei­ten Mitt­woch an der Präsenz­pflicht teil­zu­neh­men hat­te und bis 17:15 Uhr in der Schu­le ha­be an­we­send sein müssen. Außer­dem ha­be Herr J. sie ver­pflich­tet, an der Fort­bil­dung „Per­for­ma­ti­ves Spiel“ teil­zu­neh­men, die zwei­mal mo­nat­lich mitt­wochs von 15 bis 17 Uhr im Lan­des­in­sti­tut für Schu­le statt­ge­fun­den ha­be. Als Klas­sen­leh­re­rin ei­ner 7. / 8. Haupt­schul­las­se ha­be die Kläge­rin zwei El­tern­aben­de im Schul­jahr or­ga­ni­siert und re­gelmäßig 1-stündi­ge Te­le­fo­na­te mit El­tern und dem So­zi­al­dienst geführt. Darüber hin­aus ha­be es we­gen ei­ni­ger schwie­ri­ger Schüler re­gelmäßig Ord­nungs­maßnah­me­kon­fe­ren­zen ge­ge­ben. Hin­sicht­lich der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Vor­trags der Kläger zum Ein­satz wird auf Blatt 163 ff. der Ak­te Be­zug ge­nom­men.
Im Übri­gen ver­tritt die Kläge­rin die Auf­fas­sung, dass die mit der S. e.V. ver­ein­bar­te Be­fris­tung un­wirk­sam sei, da ein sach­li­cher Grund nicht er­sicht­lich sei. Ein even­tu­ell beim Ent­lei­her vor­lie­gen­der Sach­grund würde auch nicht zur Be­gründung ei­ner Be­fris­tung beim Ver­lei­her her­an­ge­zo­gen wer­den können. Ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung sei eben­falls nicht möglich, da es sich nicht um ei­ne Verlänge­rung, son­dern um ei­ne Verände­rung des Ar­beits­ver­tra­ges ge­han­delt ha­be. Die Ar­beits­zeit sei mit dem Ar­beits­ver­trag vom 12.07.2005 von Zeit­stun­den auf Un­ter­richts­stun­den verändert wor­den und der Ur­laub sei von 30 auf 29 Ar­beits­ta­ge re­du­ziert wor­den. Hin­sicht­lich des wei­te­ren dies­bezügli­chen Vor­tra­ges wird auf Blatt 88 ff. Be­zug ge­nom­men.
1. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen der Kläge­rin und der Be­klag­ten zu 1 nicht auf­grund der Be­fris­tun­gen vom 12.07.2005, 31.08.2005 und 13.01.2006 mit dem 31.07.2006 be­en­det wur­de und zwi­schen den Par­tei­en ein un­be­fris­te­tes An­stel­lungs­verhält­nis über ei­ne Tätig­keit der Kläge­rin als Leh­re­rin im öffent­li­chen Schul­dienst nach Maßga­be des BAT und den die­sen ergänzen­den, ändern­den und er­set­zen­den Ta­rif­be-
stim­mun­gen in der je­weils gülti­gen Fas­sung so­wie un­ter Ein­grup­pie­rung der Kläge­rin in Vergütungs­grup­pe II a BAT und ei­ner wöchent­li­chen Ar­beits­zeit von 21 Un­ter­richts­stun­den be­steht.
2. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen der Kläge­rin und dem Be­klag­ten zu 2) auf­grund der Be­fris­tung vom 12.07., 31.08.2005 und 13.01.2006 nicht mit dem 31.07.2006 be­en­det wird.
Der Be­klag­te zu 2) wird für den Fall des Ob­sie­gens der Kläge­rin mit dem vor­ste­hen­den Fest­stel­lungs­an­trag ver­pflich­tet, die Kläge­rin über den 31.07.2006 vorläufig bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Rechts­streits mit 21 Un­ter­richts­stun­den/Wo­che und bei Zah­lung ei­ner Vergütung nach der Vergütungs­grup­pe III BAT als Leh­re­rin wei­ter­zu­beschäfti­gen.
Die Be­klag­te hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, zu ihr sei kein Ar­beits­verhält­nis be­gründet wor­den sei.
Der Per­so­nal­ein­satz sei auf­grund des Ko­ope­ra­ti­ons­ver­tra­ges mit dem Ver­ein „S. “ er­folgt. Die Be­reit­stel­lung von Per­so­nal durch die­sen er­fol­ge nicht ge­werbsmäßig. Das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um für die Ge­werbsmäßig­keit sei die Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht und die­se sei auf­grund des Ko­ope­ra­ti­ons­ver­tra­ges – dort § 11 - ge­ra­de aus­ge­schlos­sen. Der Ver­ein „S. “ er­hal­te für die Durchführung des Ver­tre­tungs­pro­gramms ei­ne Zu­wen­dung im Rah­men der in­sti­tu­tio­nel­len Förde­rung, die auch die Ver­wal­tungs­kos­ten be­inhal­te und ex­akt nach­ge­wie­sen wer­den müsse (Ein­zel­hei­ten Bl. 120/126). Nur die­se wer­de von der Be­klag­ten zu 1 gewährt. Es sei auch nicht er­kenn­bar, dass der Ver­ein „S. “ mit­tel­bar wirt­schaft­li­che Vor­tei­le aus der Ar­beit­neh­merüber­las­sung zie­he. Un­abhängig da­von sei der Ver­ein „S. “ als ge­meinnützi­ge Ein­rich­tung an­er­kannt, weil er aus­sch­ließlich und un­mit­tel­bar ge­meinnützi­gen Zwe­cken gemäß § 51 Ab­ga­ben­ord­nung die­ne. Er sei des­halb von der Körper­schaft­steu­er und der Ge­wer­be­steu­er be­freit.
Es könne auch kein Zwei­fel dar­an be­ste­hen, dass der Ver­ein „S. “ al­le übli­chen Ar­beit­ge­ber­pflich­ten und das Ar­beit­ge­ber­ri­si­ko tra­ge.
So­weit es um die sach­grund­lo­se Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Kläge­rin zum Ver­ein „S. “ ge­he, schließe sich die Be­klag­te zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen de­ren Ausführun­gen an.
Der Be­klag­te zu 2, der Ver­ein „S. “ hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass zwi­schen ihm und der Kläge­rin ein wirk­sam be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis be­stan­den ha­be.
Das Ar­beit­neh­merüber­las­sungs­ge­setz sei we­der di­rekt noch ent­spre­chend an­zu­wen­den.Beim Ver­ein „S. “ hand­le es sich um ei­ne ge­meinnützi­ge Körper­schaft, in­so­weit sei er nicht be­rech­tigt, Ge­winn zu er­zie­len. Die Ge­meinnützig­keit ha­be während des ge­sam­ten Ver­trags­zeit­raums be­stan­den. Ei­ne Ge­neh­mi­gung zur Ar­beit­neh­merüber­las­sung wer­de des­halb nicht benötigt und nicht er­teilt. Der Be­klag­te er­hal­te von sei­nem ein­zi­gen Auf­trag­ge­ber kei­ne Zu­wen­dun­gen, die ihm die Er­zie­lung von Ge­win­nen ermöglich­ten. Viel­mehr müsse er ex­akt die bei ihm an­fal­len­den Ver­wal­tungs­kos­ten für die von ihm sei­tens der Be­klag­ten zu 1 er­fol­gen­den Zah­lun­gen nach­wei­sen. Nur die­se nach­ge­wie­se­nen Ver­wal­tungs­kos­ten würden dem Ver­ein „S. “ im Hin­blick auf die sich aus dem Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag er­ge­ben­den Leis­tun­gen gewährt.
Die von der Kläge­rin dar­ge­stell­ten Umstände der Ein­glie­de­rung in den Schul­be­trieb ergäben sich aus dem Merk­mal des Leih­ar­beits­verhält­nis­ses. Un­abhängig da­von, ob es sich um ge­werbsmäßige oder nicht ge­werbsmäßige Ar­beit­neh­merüber­las­sung hand­le, erschöpfe sich der Be­triebs­zweck des ei­gent­li­chen Ar­beit­ge­bers, al­so hier des Ver­eins „S. “, ge­ra­de dar­in, Drit­ten Ar­beit­neh­mer zur Ar­beits­leis­tung zur Verfügung zu stel­len. Schon be­griff­lich set­ze des­halb ein Leih­ar­beits­verhält­nis vor­aus, dass der Ar­beit­neh­mer in den Be­trieb des Drit­ten ein­ge­glie­dert sei und des­sen Wei­sun­gen hin­sicht­lich der Ar­beits­ausführung un­ter­lie­gen müsse. Mit der Über­las­sung des Leih­ar­beit­neh­mers wer­de dem Ent­lei­her auf Zeit der­je­ni­ge Teil des Di­rek­ti­ons­rechts über­tra­gen, den der Ent­lei­her zur kon­kre­ten Steue­rung des Ar­beits­ein­sat­zes des über­las­se­nen Ar­beit­neh­mers in sei­nem Be­trieb benöti­ge. Ge­nau die­se Vor­aus­set­zun­gen lägen auf­grund der ver­trag­li­chen Ver­ein­ba-
run­gen zwi­schen der Be­klag­ten und dem Ver­ein „S. “ hin­sicht­lich des Ein­sat­zes der Kläge­rin als Leh­re­rin be­fris­tet bis zum 31.07.2006 vor.
Das von Sei­ten des Ver­eins „S. “ mit der Kläge­rin am 01.02.2005 geführ­te Gespräch ha­be er­ge­ben, dass die Kläge­rin für den Ein­satz als Leh­re­rin ge­eig­net ge­we­sen sei. Da auch schon von Sei­ten der Schu­le ein Ein­verständ­nis für den ver­tre­tungs­wei­sen Ein­satz der Kläge­rin be­stan­den ha­be und mit­ge­teilt wor­den sei, ha­be sich Herr K. mit dem Vor­stel­lungs­gespräch, wel­ches zu­gleich das Ein­stel­lungs­gespräch ge­we­sen sei, be­gnügen können. Für Herrn K. ha­be fest ge­stan­den, dass der Kläge­rin im Ein­zel­nen be­wusst ge­we­sen sei, dass sie be­fris­tet für den Be­klag­ten in der ISS In den Sa. als Leh­re­rin in der Se­kun­dar­stu­fe I ein­ge­setzt wer­de. Wei­te­re Gespräche hätten dann bei Un­ter­zeich­nung der wei­te­ren Verträge statt­ge­fun­den. Auch bei die­sen Un­ter­re­dun­gen ha­be die Kläge­rin nicht in Fra­ge ge­stellt, dass sie Ar­beit­neh­me­rin des Ver­eins „S. “ sei. Ihr sei auch be­kannt ge­we­sen, dass die Er­stel­lung der Dienst­pläne wie auch die Ein­tei­lung und dem­ent­spre­chen­de Wei­sungs­be­fug­nis­se an die Schul­lei­tung de­le­giert wor­den sei­en.
Hin­sicht­lich der Be­fris­tung hat der Ver­ein „S. “ die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass die Kläge­rin die Be­fris­tung nicht frist­ge­recht gemäß § 17 KSchG an­ge­grif­fen ha­be. Im Übri­gen sei die Be­fris­tung wirk­sam. Ent­ge­gen der Be­zeich­nung ha­be es sich um ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung ge­han­delt. Der Ver­trag vom 12.07.2005 wei­se in­so­weit kei­ne Ab­wei­chung hin­sicht­lich der Ar­beits­zeit ge­genüber dem Ar­beits­ver­trag vom 01.02.2005 auf. Im ers­ten Ar­beits­ver­trag sei die Ge­samt­ar­beits­zeit an­ge­ge­ben wor­den, weil die S. e.V. ge­genüber der Be­rufs­ge­nos­sen­schaft ver­pflich­tet ge­we­sen sei, bei Leh­rern nicht le­dig­lich die Un­ter­richts­stun­den mit­zu­tei­len, son­dern die ge­sam­te Ar­beits­zeit, die sich aus die­ser Un­ter­richts­zeit er­ge­be. Die dort an­ge­ge­be­nen 21,4 St­un­den entsprächen 15 Un­ter­richts­stun­den, das Verhält­nis sei iden­tisch mit dem Verhält­nis von 38,5 St­un­den zu 27 Un­ter­richts­stun­den bei ei­ner Voll­zeit­beschäfti­gung in der Se­kun­dar­stu­fe I. Im Übri­gen ha­be Herr K. der Kläge­rin aus­drück­lich erklärt, dass die fest­ge­leg­te Ar­beits­zeit nur ei­ne for­ma­le For­mu­lie­rung der tatsächlich zu leis­te­ten Un­ter­richts­stun­den dar­stel­le.
Bei den Verträgen vom 31.08.2005 bzw. vom 13.01.2006 ha­be es sich um be­fris­te­te Auf­sto­ckun­gen der Ar­beits­zeit um zunächst 2 St­un­den und dann um ins­ge­samt vier St­un­den ge­han­delt, wel­che auf­grund der In­di­vi­du­al­ver­ein­ba­rung kei­ner In­halts­kon­trol­le un­terlägen. Es lie­ge aber auch kei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung vor, da ein sach­li­cher Grund für die Be­fris­tung der Auf­sto­ckung vor­ge­le­gen ha­be. An der ISS In den Sa. ha­be zusätz­lich ein er­krank­ter Leh­rer, nämlich Herr B. , ver­tre­ten wer­den müssen. Als sich er­ge­ben ha­be, dass Herr B. noch länger krank sein würde, sei die Un­ter­richts­zeit mit Wir­kung ab 16.01.2006 auf 4 Un­ter­richts­stun­den erhöht wor­den. Die Kläge­rin ha­be al­ler­dings Herrn B. nicht di­rekt, son­dern auf­grund ei­nes Ring­tau­sches in­ner­halb der Schu­le ver­tre­ten. Wie auch das ge­sam­te Ar­beits­verhält­nis sei die Auf­sto­ckung des­halb bis zum 31.07.2006 be­fris­tet ge­we­sen, weil En­de Ju­li 2006 das Schul­jahr ge­en­det ha­be. Zu die­sem Zeit­punkt ha­be der Ver­tre­tungs­be­darf so­wohl hin­sicht­lich des Herrn B. als auch hin­sicht­lich der Mit­ar­bei­te­rin F. ge­en­det.
Hin­sicht­lich der ei­gent­lich ver­ein­bar­ten Ar­beits­zeit von 15 Un­ter­richts­stun­den sei die Kläge­rin als Teil­ver­tre­tung für die er­krank­te Klas­sen­leh­re­rin Frau F. ein­ge­setzt wor­den.
Der Schul­lei­ter J. ha­be von der Kläge­rin nie Mehr­ar­beit oder zusätz­li­che St­un­den ab­ver­langt, er ha­be ihr auch nicht mit­ge­teilt, dass 4 Un­ter­richts­stun­den mehr be­wil­ligt wor­den sei­en. Ver­langt wor­den sei­en nur die Ne­ben­ar­bei­ten, die nor­ma­ler­wei­se von ei­nem Leh­rer ne­ben sei­nen Un­ter­richts­stun­den ge­leis­tet wer­den müss­ten. Für die Fort­bil­dung ha­be die Kläge­rin im zwei­ten Schul­halb­jahr ex­tra 2 Frei­stun­den pro Wo­che er­hal­ten. Die von der Kläge­rin an­geführ­ten Maßnah­men entsprächen letz­ten En­des nur dem, was übli­cher­wei­se im Rah­men ei­nes nor­ma­len Ar­beits­all­tags ei­nes Leh­rers bewältigt wer­den müsse. Die Kläge­rin ha­be während der ge­sam­ten Dau­er ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses zu kei­nem Zeit­punkt ver­sucht, die tatsächli­che Ar­beits­zeit klar­zu­stel­len und nie den Aus­gleich von an­geb­li­cher Mehr­ar­beit be­an­sprucht.
We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Vor­brin­gens der Par­tei­en in ers­ter In­stanz wird auf den In­halt der dort ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen ver­wie­sen.
Das Ar­beits­ge­richt Bre­men-Bre­mer­ha­ven hat am 04.04.2007 fol­gen­des Ur­teil verkündet:
1. Es wird fest­ge­stellt, dass zwi­schen der Kläge­rin und der Be­klag­ten zu 1) seit dem 01.02.2005 ein un­be­fris­te­tes An­stel­lungs­verhält­nis über ei­ne Tätig­keit der Kläge­rin als Leh­re­rin im öffent­li­chen Schul­dienst nach Maßga­be des BAT und den die­sen ergänzen­den, ändern­den und er­set­zen­den Ta­rif­be­stim­mun­gen in der je­weils gülti­gen Fas­sung so­wie un­ter Ein­grup­pie­rung der Kläge­rin in Vergütungs­grup­pe II a BAT und ei­ner wöchent­li­chen Ar-
beits­zeit von 15 Un­ter­richts­stun­den im Zeit­raum bis 31.08.2005, von 17 Un­ter­richts­stun­den bis 15.01.2006 und von 19 Un­ter­richts­stun­den seit 16.01.2006 be­steht und dass die­ses Ar­beits­verhält­nis nicht auf­grund der Be­fris­tun­gen vom 12.07.05, 31.08.05 und 13.01.06 mit dem 31.07.06 be­en­det wur­de.
Zur Be­gründung sei­ner Ent­schei­dung hat das Ar­beits­ge­richt aus­geführt, zwi­schen der Kläge­rin und der Be­klag­ten be­ste­he seit dem 01.02.2005 gemäß §§ 10 Abs. 1 Satz 1 ers­ter Halb­satz, 9 Nr. 1 AÜG kraft Ge­set­zes ein Ar­beits­verhält­nis, da die S. e.V. im Hin­blick auf die Über­las­sung von Per­so­nal zur Un­ter­richts­ver­tre­tung in Krank­heitsfällen an Bre­mi­schen Schu­len ge­werbsmäßig Ar­beit­neh­merüber­las­sung be­trie­ben ha­be, oh­ne über die gemäß § 1 AÜG er­for­der­li­che Er­laub­nis zu verfügen.
Es genüge zur Be­stim­mung der Ge­werbsmäßig­keit nicht, al­lei­ne die Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht der Ar­beit­ge­be­rin im en­ge­ren Sin­ne zu über­prüfen und al­lein auf­grund ei­ner even­tu­el­len steu­er­li­chen Ge­meinnützig­keit ei­ne sol­che Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht zu ver­nei­nen. Es sei viel­mehr ei­ne wer­ten­de Be­trach­tung al­ler Umstände des Ein­zel­fal­les er­for­der­lich, um Ge­stal­tungs­miss­brauch aus­zu­sch­ließen und nur die­je­ni­gen For­men der Ar­beit­neh­merüber­las­sung von der Ge­neh­mi­gungs­pflicht aus­zu­neh­men, die im en­ge­ren Sinn un­ter Be­trach­tung der In­ter­es­sen­la­ge al­lein am Drei­ecks­verhält­nis Ver­lei­her - Ent­lei­her - Ar­beit­neh­mer Be­tei­lig­ten die­ser Er­leich­te­rung bedürfen. Da­bei der Ge­set­zes­zweck des AÜG zu be­ach­ten, nämlich ei­ner­seits le­ga­le Ar­beit­neh­merüber­las­sung zu re­geln, an­de­rer­seits il­le­ga­le Ar­beit­neh­merüber­las­sung zu bekämp­fen.
Die Be­klag­te könne sich nicht dar­auf be­ru­fen, dass zwi­schen ihr und der Kläge­rin al­len­falls nach § 10 Abs. 1 S. 2 AÜG ein be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis ent­spre­chend der zwi­schen der Kläge­rin und der S. ver­ein­bar­ten Be­fris­tung bestünde. Hierfür ha­be die Be­klag­te kei­nen sach­lich recht­fer­ti­gen­den Grund vor­ge­tra­gen. Die Be­klag­te könne
sich auch nicht dar­auf be­ru­fen, die Kläge­rin hätte ihr ge­genüber die Klag­frist des § 17 Tz­B­fG nicht ge­wahrt.
Die von der Kläge­rin be­gehr­te Vergütungs­grup­pe er­ge­be sich aus der un­wi­der­spro­chen vor­ge­tra­ge­nen Vergütungs­pra­xis der Be­klag­ten.
We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten der Be­gründung der Ent­schei­dung wird auf die Ent­schei­dungs­gründe des an­ge­grif­fe­nen Ur­teils (Blatt 116 bis 230 der Ak­te) ver­wie­sen.
Das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bre­men-Bre­mer­ha­ven wur­de der Be­klag­ten zu 1 am 20.04.2007 zu­ge­stellt. De­ren Be­ru­fung ging am 21.05.2007, ei­nem Mon­tag, die Be­ru­fungs­be­gründung nach ent­spre­chen­der Verlänge­rung der Be­ru­fungs­be­gründungs­frist am 20.07.2007 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein.
So­weit ih­re Kla­ge ge­gen die S. e.V. - Be­klag­te zu 2) ab­ge­wie­sen wur­de, leg­te die Kläge­rin vor­sorg­lich Be­ru­fung ein. Das Be­ru­fungs­ver­fah­ren ge­gen den Ver­ein „S. “ wur­de ab­ge­trennt.
Die Be­klag­te greift die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung un­ter ver­tief­ter Dar­stel­lung ih­rer Rechts­auf­fas­sung an. Die Be­klag­te ist der Auf­fas­sung, es han­de­le sich vor­lie­gend nicht um Ar­beit­neh­merüber­las­sung nach dem AÜG, da die S. e.V. nicht ge­werbsmäßig Ar­beit­neh­merüber­las­sung be­trei­be. Es feh­le die Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht. Die Be­klag­te ha­be bei der Ko­ope­ra­ti­on mit der S. nicht die Kon­trol­le ei­nes er­heb­li­chen
Beschäfti­gungs­be­reichs auf­ge­ge­ben. Wenn es der ge­setz­ge­be­ri­sche Wil­le ge­we­sen wäre, die­sen ver­meint­lich nicht kon­trol­lier­ba­ren Beschäfti­gungs­be­reich un­ter den Schutz des AÜG zu stel­len, hätte nichts näher ge­le­gen, als dies im Ge­setz zu tun. Die Fik­ti­on ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zur Be­klag­ten nach dem AÜG schei­de des­halb aus. Der Be­klag­ten könne auch nicht vor­ge­hal­ten wer­den, die gewähl­te Ver­trags­ge­stal­tung sei miss­bräuch­lich. Der Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner S. e.V. sei ein ge­meinnützi­ger Ver­ein. Des­sen Abhängig­keit von Ver­ein­ba­run­gen mit der Be­klag­ten und de­ren fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen sei nichts Un­gewöhn­li­ches. Ge­ra­de bei größeren Kon­zer­nen würden oft­mals rei­ne Per­so­nalüber­las­sungs­fir­men ge­gründet, die selbst­verständ­lich auch in ei­nem un­mit­tel­ba­ren Abhängig­keits­verhält­nis stünden. Wenn die Be­klag­te un­ter Berück­sich­ti­gung der herr­schen-den Recht­spre­chung die ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen nutz­te, könne nicht be­haup­tet wer­den, dass sie be­wusst den be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern den Schutz der Re­ge­lun­gen des AÜG ent­zie­he.
Auch wenn man den recht­li­chen An­satz des Ar­beits­ge­richts für rich­tig hal­ten soll­te, müsse fest­ge­hal­ten wer­den, dass dies Ar­beits­verhält­nis be­fris­tet bestünde. Die Kläge­rin ha­be nach des­sen Be­en­di­gung die 3-Wo­chen­frist des § 17 Tz­B­fG ge­genüber der Be­klag­ten nicht ein­ge­hal­ten. Im Übri­gen läge ein Sach­grund für die Be­fris­tung vor. Auf die Ausführun­gen der S. e.V. in ers­ter In­stanz wer­de ver­wie­sen.
das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bre­men-Bre­mer­ha­ven vom 19.4.2007 zum Az: 9 Ca 9381/06 ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.
die Be­ru­fung der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bre­men-Bre­mer­ha­ven vom 19.4.2007 - 9 Ca 9381/06 zurück­zu­wei­sen.
Die Kläge­rin ver­tei­digt die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung mit Rechts­ausführun­gen.
Die Kläge­rin trägt vor, nach ei­nem von der Be­klag­ten­sei­te nicht wi­der­spro­che­nen Ar­ti­kel im We­ser-Ku­rier ha­be sie nicht nur so­ge­nann­te Feu­er­wehr-Lehr­kräfte un­ter Ver­trag, son­dern 88 Leh­rer, die der Be­klag­ten zur Ab­de­ckung re­gelmäßig an­fal­len­der Un­ter­richts­be­dar­fe zur Verfügung ge­stellt würden. Zwi­schen­zeit­lich sol­le die Be­klag­te nach dem nicht be­strit­te­nen Be­richt des W. -K. sol­chen Lehr­kräften, die pro for­ma bei der S. e.V. an­ge­stellt sei­en, Über­nah­me­an­ge­bo­te in den öffent­li­chen Schul­dienst der Be­klag­ten un­ter­brei­tet ha­ben.
Die S. e.V. sei in­zwi­schen auf­grund langjährig geübter Pra­xis - un­ge­ach­tet ih­rer mögli­cher­wei­se ein­mal an­de­ren Ent­ste­hungs­gründe - Teil ei­nes Per­so­nal­be­schaf­fungs-und Re­kru­tie­rungs­mo­dells ge­wor­den, des­sen sich die Be­klag­te be­dient, um ih­rem ver­fas­sungs­recht­li­chen Auf­trag nach Art. 26 BremLV in Ver­bin­dung mit §§ 2-4 Bre­mSchvwG nach­zu­kom­men. Of­fen­bar lei­te die Be­klag­te hier­aus ih­re Be­fug­nis ab, durch ih­re Fi­nanz­behörde der S. e.V. Ge­meinnützig­keit zu at­tes­tie­ren.
Mit dem Ar­beits­ge­richt sei die recht­li­che Drei­ecks­be­zie­hung zwi­schen der Be­klag­ten, der S. e.V. und der Kläge­rin zu­tref­fend mit den ge­setz­li­chen Ka­te­go­ri­en des AÜG sys­te­ma­tisch so­wie nach Sinn und Zweck zu er­fas­sen. Eben­so zu­tref­fend sei die Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts, dass die vor­lie­gen­de Kon­struk­ti­on ein Um­ge­hungs­geschäft sei.
Die Be­klag­te tritt dem mit dem Ar­gu­ment ent­ge­gen, die Ko­ope­ra­ti­on mit der S. bie­te ei­ne Möglich­keit des Ein­stiegs in die schu­li­sche Pra­xis für die­je­ni­gen Per­so­nen, die
auf­grund ih­rer persönli­chen Qua­li­fi­ka­ti­on zunächst nicht in die Lehr­er­lauf­bahn hätten über­nom­men wer­den können. Es be­ste­he für Ver­tre­tungs­leh­re­rin­nen und Ver­tre­tungs­leh­rer die Chan­ce, sich im Un­ter­richt­s­ein­satz zu bewähren und Be­rufs­er­fah­rung zu­sam­men. Hierüber könne sich dann die Möglich­keit ei­ner Über­nah­me in den öffent­li­chen Dienst der Be­klag­ten erfüllen, die sonst ver­schlos­sen blie­be. Die Un­ter­richts­ver­tre­tung ent­hal­te zwei Bau­stei­ne ei­nes ge­stuf­ten Ver­tre­tungs­mo­dells für länger­fris­ti­ge und kurz­fris­ti­ge Ver­tre­tungsfälle: die so­ge­nann­te Leh­rer­feu­er­wehr und die "fle­xi­ble Un­ter­richts­ver­tre­tung". Ins­ge­samt 177 Lehr­kräften, die bei der S. e.V. beschäftigt sein stünden rund 5000 Leh­re­rin­nen und Leh­rern ge­genüber, die im öffent­li­chen Dienst tätig sein.
In der Re­gel daue­re der Ein­satz ei­ner Ver­tre­tungs­kraft bis zur Rück­kehr der ver­tre­te­nen Lehr­kraft. Es han­de­le sich in­so­weit nicht um Re­gel­lehr­kräfte. Von ei­ner pro for­ma An­stel­lung könne kei­ne Re­de sein. Auf die Lehr­kräfte des Ver­eins wer­de auch erst zurück­ge­grif­fen, wenn mit ei­ge­nem Per­so­nal ei­ne Un­ter­richts­ver­tre­tung nicht mehr möglich sei. Bei ei­nem kurz­fris­ti­gen Fall, die über die fle­xi­ble Un­ter­richts­ver­tre­tung ab­ge­deckt wer­den sol­le, könne die Schul­lei­tung im Rah­men der ihr zu­ge­wie­se­nen Geld­mit­tel ei­genständig die S. e.V. be­auf­tra­gen, ei­ne Lehr­kraft zur Verfügung zu stel­len.
We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Vor­brin­gens der Par­tei­en in zwei­ter In­stanz wird auf den In­halt der ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen ver­wie­sen.
Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ist im Hin­blick nach § 64 Abs. 2 c) ArbGG statt­haft. Die Be­ru­fung ist form- und frist­ge­recht ein­ge­legt und be­gründet wor­den und so­mit ins­ge­samt zulässig.
Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ist nicht be­gründet. Sie war da­her zurück­zu­wei­sen.
1. Die Be­ru­fungs­kam­mer teilt die Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts Bre­men-Bre­mer­ha­ven zur Fra­ge der An­wend­bar­keit der ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen des ABG zu­min­dest im Rah­men ana­lo­ger An­wen­dung und sieht in­so­weit von der Dar­stel­lung der Ent-
schei­dungs­gründe un­ter Ver­weis auf das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil gemäß § 69 Abs. 2 ArbGG ab. Letzt­lich kann dies aber da­hin­ste­hen, da die Be­ru­fung be­reits aus an­de­ren Gründen un­be­gründet ist.
2. Nach Auf­fas­sung der Be­ru­fungs­kam­mer hat die Be­klag­te die Rechts­form der Beschäfti­gung der Kläge­rin (An­for­de­rung für die Be­set­zung ei­ner Leh­rer­stel­le beim Ver­ein S. ) un­zulässi­ger­wei­se gewählt.
Der Rechts­wirk­sam­keit der von der Be­klag­ten gewähl­ten Drei­ecks­kon­struk­ti­on zur Beschäfti­gung der Kläge­rin ste­hen die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben zum Be­trieb staat­li­cher Schu­len (Art. 7 GG, Art. 28 Brem LV, Bre­mSchvwG, Bre­mSchulG) ent­ge­gen. Die Auf­fas­sung der Be­klag­ten, sie könne, eben­so wie sich pri­va­te Kon­zer­ne Per­so­nal­ge­sell­schaf­ten zu Nut­ze ma­chen, auf pri­va­te Ver­ei­ne zurück­grei­fen, um den ei­ge­nen - zusätz­li­chen be­zie­hungs­wei­se vorüber­ge­hen­den - Beschäfti­gungs­be­darf zu de­cken, trifft je­den­falls im Be­reich schu­li­scher Kern­auf­ga­ben nicht zu.
Der Kläge­rin ge­genüber ist die­se un­zulässi­ge Kon­struk­ti­on rechts­miss­bräuch­lich gewählt wor­den. Sie stellt sich als ob­jek­tiv funk­ti­ons­wid­ri­ge Um­ge­hung (ver­glei­che BAG GS, Be­schluss vom 12.10.1960 - EzA § 620 BGB Nr. 2) zu Guns­ten der Kläge­rin wir­ken­der ge­setz­li­cher, ta­rif­ver­trag­li­cher bzw. im öffent­li­chen Dienst der Be­klag­ten aus­nahms­los prak­ti­zier­ter Re­ge­lun­gen dar.
a) Nach Art. 7 GG und Art. 28 BremLV steht das Schul­we­sen un­ter der Auf­sicht des Staa­tes. Nach Art. 28 BremLV wird das Recht auf Bil­dung durch öffent­li­che Ein­rich­tun­gen ge­si­chert. Schu­le ist ei­ne zen­tra­le statt­li­che Auf­ga­be, de­ren Um­set­zung in man­nig­fal­tig-er­wei­se die Grund­rech­te der mit die­ser In­sti­tu­ti­on ver­bun­den Per­so­nen­grup­pen berührt. Das Rechts­staats­prin­zip und das De­mo­kra­tie­prin­zip des Grund­ge­set­zes ver­pflich­ten den Ge­setz­ge­ber, die we­sent­li­chen Ent­schei­dun­gen im Schul­we­sen selbst zu tref­fen und nicht der Schul­ver­wal­tung zu über­las­sen (BVerfG, Be­schluss vom 21.12.1977 - BVerfGE 47, 46; Schmidt-Bleib­treu/Klein GG Kom­men­tar, 9. Auf­la­ge, Art. 7, An­mer­kung 5 a).
aa) Zu den we­sent­li­chen durch Schul­ge­setz zu re­geln­den Fra­gen, die nicht al­lein der Schul­ver­wal­tung über­las­sen wer­den können gehört auch die Re­ge­lung darüber, wer in wel­chen Rechts­verhält­nis­sen in den schu­li­schen Kern­be­rei­chen als Leh­rer ein­ge­setzt wird.
Das Bre­mSchVwG und das bre­mi­sche Schul­ge­setz ha­ben ent­spre­chen­de Re­ge­lun­gen in Ausfüllung der ver­fas­sungs­recht­li­chen Vor­ga­ben ge­trof­fen. Nach der Be­griffs­be­stim­mung
in § 2 Bre­mSchulG sind Leh­re­rin­nen und Leh­rer al­le an ei­ner Schu­le beschäftig­ten Be­diens­te­ten der Stadt­ge­mein­den oder in ih­rem Auf­trag dort täti­gen Per­so­nen, so­weit je­ne ver­ant­wort­lich un­ter­rich­ten. Nach § 8 Bre­mSchVwG sind An­stel­lungskörper­schaf­ten des schu­li­schen Per­so­nals an Schu­len der Stadt­ge­mein­den die Stadt­ge­mein­den selbst. Die Stadt­ge­mein­den üben in Be­zug auf die Auf­ga­ben der Leh­re­rin­nen und Leh­rer nach § 59 Bre­mSchulG - Un­ter­richt und Er­zie­hung der Schüle­rin­nen und Schüler - die Dienst­auf­sicht, die nach § 12 Bre­mSchvwG die Fach- und Rechts­auf­sicht um­fasst, aus. Nach § 8 Bre­mSchVwG bleibt die Be­fug­nis, zur Erfüllung schu­li­scher Auf­ga­ben Verträge mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen zu schließen, un­berührt. In § 12 zählt das bre­mi­sche Schul­ge­setz. In­sti­tu­tio­nen auf, mit de­nen die Schu­le in Erfüllung ih­res Auf­tra­ges zu­sam­men­ar­bei­tet. Da­zu gehören In­sti­tu­tio­nen, die die all­ge­mein für die An­ge­bo­te und Hil­fe in ge­sund­heit­li­chen, so­zia­len und be­rufs­be­zo­ge­nen Fra­gen zuständig sind, ins­be­son­de­re die Bil­dungs-, Förde­rungs- und Be­ra­tungs­an­ge­bo­te der Ju­gend­hil­fe, die ört­li­chen Beiräte so­wie so­zia­len und kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen der Re­gi­on ein­sch­ließlich der Kir­chen, der im Sin­ne von Ar­ti­kel 61 der Lan­des­ver­fas­sung an­er­kann­ten Re­li­gi­ons- und Welt­an­schau­ungs­ge­mein­schaf­ten und der Ein­rich­tun­gen der Welt­re­li­gio­nen so­wie der Ar­beits­welt der Re­gi­on.
bb) Den so­eben zi­tier­ten Nor­men kann zwei­fels­frei ent­nom­men wer­den, dass die Leh­rertätig­keit ein öffent­li­ches Amt im Sin­ne von Art. 33 Abs. 2 GG ist. Da Leh­rertätig­keit zu­min­dest par­ti­ell auch ho­heit­li­ches Han­deln be­inhal­tet (No­ten, Ver­set­zung, Ab­schluss­zeug­nis, Be­tei­li­gung an Dis­zi­pli­nar­maßnah­men etc.) ist von der Be­klag­ten auch Art. 33 Abs. 4 GG zu be­ach­ten, wo­nach die Ausübung ho­heits­recht­li­cher Be­fug­nis­se als ständi­ge Auf­ga­be in der Re­gel An­gehöri­gen des öffent­li­chen Diens­tes zu über­tra­gen ist, die in ei­nem öffent­lich-recht­li­chen Dienst- Treue­verhält­nis ste­hen. Die­se Norm schließt die Über­tra­gung von Leh­rertätig­kei­ten an An­ge­stell­te nicht aus, so­lan­ge das Re­gel-Aus­nah­me­verhält­nis­ses ge­wahrt bleibt (Schmidt-Bleib­treu/Klein GG-Kom­men­tar 9. Aufl. Anm. 12). Zwin­gend ist nach Auf­fas­sung der Be­ru­fungs­kam­mer aber, dass Tätig­kei­ten mit ho­heits­recht­li­chen Be­fug­nis­sen aus­sch­ließlich von Per­so­nen aus­geübt wer­den, die in ei­nem di­rek­ten, sie in be­son­de­rer Wei­se ver­pflich­ten­den Rechts­verhält­nis zu der staat­li­chen Ein­rich­tung ste­hen. Die aus­nahms­wei­se Beschäfti­gung von Leh­rern im An­ge­stell­ten­verhält­nis verträgt kei­ne wei­te­re Aus­nah­me, je­den­falls nicht im Kern­be­reich der Erfüllung schu­li­scher Auf­ga­ben.
b) Den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben ent­spricht die recht­li­che Kon­struk­ti­on, un­ter der die Kläge­rin in der Schu­le un­ter an­de­rem als Klas­sen­leh­re­rin tätig ist, nicht. Die Be­klag­te setzt aber of­fen­bar in der Pra­xis die Kläge­rin so ein, als stünde sie zu ihr im Ar­beits­verhält­nis.
aa) Die Kläge­rin ist of­fen­bar im Rah­men des "Pro­jekts Leh­rer­feu­er­wehr" in den Schu­len der Be­klag­ten tätig ge­wor­den. Sie ist un­ter an­de­rem von An­fang an als Klas­sen­leh­re­rin ein­ge­setzt wor­den und hat aus die­sem Grund An­teil an ho­heit­li­chen Ent­schei­dun­gen der Schu­le. Die von ihr aus­geübte Tätig­keit ent­spricht so­mit ei­ne Tätig­keit nach § 2 Bre­mSchulG. Die Kläge­rin hat je­doch kei­nen Auf­trag der Be­klag­ten, in der Schu­le tätig zu wer­den. Der Auf­trag ist viel­mehr an die S. e.V. ge­gan­gen.
bb) Mit den Verträgen zwi­schen der Be­klag­ten und der S. e.V. hat die Be­klag­te über­dies ver­trag­licht ver­ein­bart, dar­auf zu ver­zich­ten, die Aus­wahl der zu ent­sen­den­den Lehr­kräfte selbst zu be­stim­men. Nach der Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung wählt die S. nach § 5 des Ko­ope­ra­ti­ons­ver­tra­ges das Per­so­nal aus. Da­bei muss sich die S. am vor­her fest­ge­leg­ten Be­darf der Schu­len ori­en­tie­ren. Ein Ein­fluss der Be­klag­ten als Schulträger auf die Aus­wahl ist le­dig­lich für den Ein­zel­fall vor­ge­se­hen. Die Ver­fah­rens­ver­ein­ba­rung in der Ein­zel­ver­ein­ba­rung zur Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Se­na­tor für Bil­dung und Wis­sen­schaft und der S. e.V. sieht un­ter C. 1. vor, dass die Be­auf­tra­gung für den Ein­satz von Kräften un­ter an­de­rem im Rah­men der Leh­rer­feu­er­wehr den Schul­stand­ort, die Beschäfti­gungs­dau­er, den Dienst­stun­den­um­fang und den Ver­tre­tungs­an­lass um­fasst. Un­ter C 2. Per­so­nal ist le­dig­lich vor­ge­se­hen, dass der Ver­ein qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal zur Verfügung stellt.
Der ver­trag­lich ge­re­gel­te Re­gel­fall sieht mit­hin le­dig­lich vor, dass die Schul­behörde der Be­klag­ten der S. e.V. le­dig­lich mit­teilt, sie benöti­ge bei­spiels­wei­se für die An­zahl von X St­un­den ei­ne Lehr­kraft für Ma­the­ma­tik und Mu­sik für vor­aus­sicht­lich X Mo­na­te. Ei­ne Ent­schei­dung über die Per­son, die dann tatsächlich in der Schu­le ein­ge­setzt wird, trifft nach den Ver­ein­ba­run­gen der S. . Sie hat al­len­falls dar­auf zu ach­ten, dass
die von ihr ge­stell­ten Lehr­kräfte über die ge­for­der­te Qua­li­fi­ka­ti­on verfügen. In der Pra­xis dürf­te dies be­deu­ten, dass Lehr­kräfte mit Qua­li­fi­ka­tio­nen ein­ge­setzt wer­den können, die de­nen der von der Be­klag­ten ein­ge­setz­ten Leh­rer ent­spre­chen. Es muss sich mit­hin nicht um voll aus­ge­bil­de­ter Leh­rer han­deln (ver­glei­che Ab­schnitt B der Leh­rer­richt­li­ni­en).
cc) Die von der S. ent­sand­te Lehr­kraft un­ter­liegt nach § 6 der Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung ge­ne­rell der Dienst- und Fach­auf­sicht des Ver­eins. § 6 des Ko­ope­ra­ti­ons­ver­tra­ges legt le­dig­lich fest, dass sich während der Er­brin­gung von Dienst­leis­tun­gen in der Schu­le das ein­ge­setz­te Per­so­nal in die schul­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Abläufe ein­ord­net und im Rah­men der fest­ge­leg­ten Maßnah­me und im Sin­ne des Haus­rechts Ein­zel­n­an­wei­sun­gen der Schul­lei­tung ent­ge­gen­nimmt.
Dies mag in der Pra­xis da­zu führen, dass die vom Ver­ein ent­sand­te Lehr­kraft in glei­cher Wei­se ein­ge­glie­dert und ein­ge­bun­den in das schu­li­schen Le­ben wie ei­ne bei der Be­klag­ten an­ge­stell­te Lehr­kraft ist – so trägt das weit­ge­hend un­be­strit­ten die Kläge­rin vor, das muss aber nicht un­be­dingt so sein. Nach der Aus­ge­stal­tung der Ver­ein­ba­run­gen mit der S. je­den­falls hat die Schul­behörde der Be­klag­ten auf die Ausübung der Dienst- und Fach­auf­sicht über Mit­ar­bei­ter, die an ho­heit­li­chen Maßnah­men be­tei­ligt sind, ver­zich­tet und die­se ei­nem ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein über­tra­gen.
Dies ist nicht von § 8 Abs. 1 letz­ter Satz Bre­mSchVwG ge­deckt. Die dort an­ge­spro­che­ne Be­fug­nis zur Erfüllung schu­li­scher Auf­ga­ben­verträge mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen zu schließen, die durch die vor­ste­hen­den Sätze des Abs. 1 un­berührt blei­ben soll, ermöglicht zwar den Ein­satz von Mit­ar­bei­tern, die nicht beim Schulträger an­ge­stellt sind. Zum ei­nen dürf­te dies aber un­ter Berück­sich­ti­gung der sys­te­ma­ti­schen Stel­lung der Aus­nah­me­vor­schrift nur schu­li­sche Auf­ga­ben be­tref­fen, die nicht in § 59 Bre­mSchulG ge­nannt sind (un­mit­tel­ba­re pädago­gi­sche Ver­ant­wor­tung für Un­ter­richt und Er­zie­hung), zum an­dern lässt sich der Ver­ein S. nicht un­ter den vom bre­mi­schen Ge­setz­ge­ber be­nutz­ten Be­griff der In­sti­tu­ti­on sub­su­mie­ren. Die­ser Be­griff ist zwar in ei­ner ge­setz­li­chen Norm ver­wen­det nicht ex­akt zu de­fi­nie­ren, es spricht je­doch al­les dafür, dass der bre­mi­sche Ge­setz­ge­ber den Be­griff im all­ge­mei­nen Sprach­verständ­nis hat ver­wen­den wol­len. Dies zeigt § 12 Bre­mSchulG. Die dort ge­nann­ten Ein­rich­tun­gen ent­spre­chen in et­wa dem all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch des Be­griffs In­sti­tu­ti­on. Da­nach sind In­sti­tu­tio­nen in der Re­gel vom Staat, oder von der Kir­che ge­schaf­fe­ne Ein­rich­tun­gen, die der All­ge­mein­heit un­mit­tel­bar die­nen (On­line-Wörter­buch der Ber­lin-bran­den­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten). Die Beschäfti­gung der Kläge­rin lässt sich hier nicht un­ter­brin­gen. Ge­meint ist der Ein­satz von Per­so­nen im Rah­men ei­ner Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen Schu­le und kul­tu­rel­len oder so­zia­len Ein­rich­tun­gen (Ge­samt­schu­le B. Ost - d. K. B. , Schu­len - B. P. , Schu­len - B. T. , Schu­len - K. B. , etc.).
c) Die Be­klag­te kann sich zur Ab­wehr der For­de­rung der Kläge­rin, zu ihr im Ar­beits­verhält­nis zu ste­hen, nicht auf die ge­trof­fe­ne Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dung be­ru­fen, nicht ei­ge­ne Ar­beit­neh­mer be­zie­hungs­wei­se Be­am­te mit Un­ter­richt­auf­ga­ben zu be­trau­en, son­dern "ent­lie­he­ne" Leh­rer, die bei der S. e.V. an­ge­stellt sind.
Mit der Beschäfti­gung der Kläge­rin als "ent­lie­he­ne Ar­beit­neh­me­rin" hat die Be­klag­te der Kläge­rin den Leh­rern im öffent­li­chen Dienst zu­ge­bil­lig­ten ge­setz­li­chen und ta­rif­li­chen Schutz ent­zo­gen. Das Drei­ecks­verhält­nis er­weist sich so­mit als Um­ge­hung der ge­setz­lich ge­bo­te­nen Rechts­form der Beschäfti­gung von Leh­rern im Kern­be­reich schu­li­scher Auf­ga-
ben. Die Be­klag­te hat­te für die Beschäfti­gung der Kläge­rin kei­ne recht­lich zulässi­gen Ge­stal­tungsmöglich­kei­ten, die es ihr ge­stat­tet hätten, die of­fen­bar als zweckmäßig und prak­ti­ka­bel emp­fun­de­ne Ab­de­ckung von Ver­tre­tungs­be­darf durch Per­so­nal des Ver­eins S. zu be­trei­ben.
An die Stel­le des Um­ge­hungs­geschäftes tritt die Rechts­be­zie­hung, die ver­mie­den wer­den soll­te. Die Kläge­rin hat des­halb An­spruch auf Fest­stel­lung des Be­ste­hens ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses der Be­klag­ten, als ein­zig zulässi­ger Rechts­form ih­res Ein­sat­zes in der Schu­le.
aa) Die Be­klag­te um­geht mit ih­rem Rück­griff auf An­ge­stell­te der S. die An­wend­bar­keit ge­setz­li­cher und ta­rif­li­cher Nor­men, die dem Schutz ih­rer Ar­beit­neh­mer die­nen und die Rech­te ih­rer Ar­beit­neh­mer be­stim­men. Das Ar­beits­verhält­nis der Kläge­rin un­ter­liegt nicht der SR 2y des BAT, die ne­ben den fest de­fi­nier­ten zulässi­gen Be­fris­tungs-gründen auch den be­son­de­ren Zwang enthält, die Be­fris­tungs­grund­form zu ver­ein­ba­ren. Bei ei­ner Beschäfti­gung im Rah­men ei­ner "Leh­rer­feu­er­wehr", die die Be­klag­te selbst zur Ab­de­ckung von er­war­te­ten Ver­tre­tungs­be­darf vor­hiel­te, käme es für die Wirk­sam­keit ei­ner Be­fris­tung wohl nicht dar­auf an, ob im kon­kre­ten Ein­zel­fall Ver­tre­tungs­be­darf ent­steht, es kann nicht nur auf den ein­zel­nen Ver­tre­tungs­fall ab­ge­stellt wer­den (ver­glei­che hier­zu BAG, Ur­teil vom dran 20.3.1983 - Ak­ten­zei­chen sie­ben AZR 172/81).
Mit der Möglich­keit, frei den Zeit­raum der An­for­de­rung ei­ner Lehr­kraft ge­genüber der S. zu be­stim­men, ver­la­gert die Be­klag­te die bei ei­nem be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis nach SR 2y be­ste­hen­den Pro­gno­se­ri­si­ken auf die S. . Sie hat darüber hin­aus die an­sons­ten durch die Re­ge­lun­gen der Kündi­gungs­frist im BGB oder durch das Kündi­gungs­schutz­ge­setz be­grenz­te Möglich­keit, den Ein­satz der ent­lie­he­nen Leh­rer zu be­en­den, mit der Fol­ge, dass die­se bei der S. we­gen des dort feh­len­den Schul­be­trie­bes nicht mehr ein­ge­setzt wer­den können, was für die S. den Zwang auslöst, das Ar­beits­verhält­nis auch vor Ab­lauf der Be­fris­tung zu be­en­den. Ei­ne der­ar­ti­ge Kündi­gungsmöglich­keit ist in Zif­fer 5 der Ar­beits­verträge der Kläge­rin vor­aus­ge­setzt. Die S. hat nicht nur kei­nen ei­ge­nen Schul­be­trieb, in dem sie die Kläge­rin ver­trags­gemäß beschäfti­gen könn­te, sie hat darüber hin­aus auch kei­ne wei­te­ren Ab­neh­mer für die Dienst­leis­tung Un­ter­richts­ver­tre­tung.
Ab­ge­se­hen von der In­sta­bi­lität des Be­stan­des des Ar­beits­verhält­nis­ses in der von der Be­klag­ten gewähl­ten Drei­ecks­kon­struk­ti­on wird die Kläge­rin noch darüber hin­aus wei­ter da­durch be­nach­tei­ligt, dass ih­re Vergütung über die Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung, die die S.
im Ver­trag dies­bezüglich auch um­ge­setzt hat, die Höchst­vergütung für von der S. ent­sand­te Leh­rer BAT III nicht über­stei­gen darf. Die Be­klag­te ent­geht da­mit auch dem Zwang, sich an die im bre­mi­schen Schul­be­reich übli­cher­wei­se an­ge­wen­de­ten Leh­rer­richt­li­ni­en zu hal­ten. Mit der Ein­schal­tung ei­nes Ver­lei­hers, der nach Auf­fas­sung der Be­klag­ten kei­ner Ge­neh­mi­gung be­darf, spielt auch das Gleich­be­hand­lungs­ge­bot des § 9 Abs. 2 AÜG kei­ne Rol­le mehr.
bb) Mit der Um­set­zung der Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung mit der S. in Be­zug auf Un­ter­richts­ver­tre­tung schließt die Be­klag­te zu­dem die Kläge­rin da­von aus, ein öffent­li­ches Amt i.S. von Art. 33 Abs. 2 GG zu be­set­zen. Das ver­trag­li­che Kon­strukt der Be­klag­ten hat dass Amt des Leh­rers prak­tisch "entöffent­licht". Dies geht nor­ma­ler­wei­se nur über die Kon­struk­ti­on der Be­lei­hung von Pri­vat­per­so­nen be­zie­hungs­wei­se In­sti­tu­tio­nen. Mit die­ser Form von Pri­va­ti­sie­rung der ei­nem öffent­li­chen Amt vor­be­hal­te­nen Tätig­keit hat die Be­klag­te der Kläge­rin den Zu­gang zum öffent­li­chen Dienst ver­sperrt.
cc) Die Be­ru­fungs­kam­mer ist darüber hin­aus der Auf­fas­sung, dass die Kläge­rin ih­ren An­spruch, selbst dann wenn das AÜG kei­ne An­wen­dung fin­det, zu­min­dest auf ei­ne ana­lo­ge An­wen­dung von § 10 AÜG stützen kann. Die recht­li­che Kon­stel­la­ti­on ist ver­gleich­bar der in § 10 AÜG ge­ge­be­nen. Es fehlt ei­ne wirk­sa­me Ver­trags­grund­la­ge für die tatsächli­che Beschäfti­gung der Kläge­rin bei der Be­klag­ten. Zwar wäre bei An­nah­me nicht ge­werbsmäßiger Ar­beit­neh­merüber­las­sung der Ver­trag zwi­schen der S. und der Kläge­rin nicht un­wirk­sam, wohl aber der Ent­leih­ver­trag zwi­schen der Be­klag­ten und der S. . Die Kläge­rin selbst kann sich nicht auf ei­ne zwi­schen ihr und der Be­klag­ten be­ste­hen­den Ver­trags­grund­la­ge stützen.
Die Kläge­rin ist in­so­fern in glei­cher Wei­se schutzwürdig, wie ein Leih­ar­beit­neh­mer, des­sen Ver­trag nach § 9 AÜG un­wirk­sam ist. Eben­so wie der Ver­lei­her oh­ne Er­laub­nis der Ver­lie­he­nen nicht ein­set­zen kann, weil er nicht ver­lei­hen darf, kann die S. die Kläge­rin we­gen feh­len­dem ei­ge­nen Schul­be­triebs nicht beschäfti­gen. Die S. kann die Kläge­rin, blei­ben die Zu­wen­dun­gen der Be­klag­ten aus dem un­wirk­sa­men Ver­trag aus, auch nicht be­zah­len. Sie müss­te von der im Ver­trag mit der Kläge­rin vor­ge­se­hen Kündi­gungsmöglich­keit Ge­brauch ma­chen. Ver­wie­se man die Kläge­rin mit­hin auf die S. , entzöge man ihr jeg­li­chen so­zia­len Schutz. Das Ar­beits­verhält­nis könn­te kei­ne Grund­la­ge für ei­ne so­zia­le Exis­tenz auch nicht im Zeit­raum, der im Ver­trag fest­ge­legt wor­den ist, mehr sein.
d) Die Be­klag­te kann mit ih­rer Hilfs­ar­gu­men­ta­ti­on, wenn über­haupt zur Kläge­rin ein Ar­beits­verhält­nis be­ste­hen soll­te, dann nur in dem zwi­schen der Kläge­rin und der S. ver­ein­bar­ten Zeit­raum, kei­nen Er­folg ha­ben.
aa) Bei di­rek­ter oder ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 10 Abs. 1 AÜG wirkt die mit dem Ver­lei­her ver­ein­bar­te Be­fris­tung nur dann auf das zum Ent­lei­her be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis ein, wenn nicht nur zwi­schen Ar­beit­neh­mer und Ver­lei­her ein be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis ab­ge­schlos­sen ist, son­dern die­ses auch den An­for­de­run­gen des § 14 Abs. 1 Tz­B­fG genügt. Nach den klas­si­schen Aus­le­gungs­re­geln von Ge­set­zen wird da­mit ei­ne Be­din­gung fest­ge­legt, bei de­ren Ein­tritt sich der Ent­lei­her auf die nicht mit ihm ver­ein­bar­te Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses be­ru­fen kann.
Die Be­klag­te hat­te sich le­dig­lich dar­auf be­ru­fen, dass zwi­schen S. e.V. und der Kläge­rin ei­ne Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses ver­ein­bart wor­den ist. Ei­ge­nen Vor­trag hier­zu, der die Be­fris­tung nach § 14 Abs. 1 Tz­B­fG als Be­fris­tung mit Sach­grund recht­fer­ti­gen könn­te, hat die Be­klag­te nicht ins Ver­fah­ren ein­geführt. Die S. e.V. hat sich zunächst le­dig­lich auf die Möglich­keit, sach­grund­lo­ser Be­fris­tung nach § 14 Abs. 2 Tz­B­fG be­ru­fen, später hat sie die­se mit dem An­for­de­rungs­zeit­raum für die Kläge­rin be­gründet. Dar­aus kann - wie das Ar­beits­ge­richt zu Recht fest­stell­te - ei­ne wirk­sa­me Be­fris­tung nicht ab­ge­lei­tet wer­den.
bb) Die Kläge­rin hat in­ner­halb des 3-Wo­chen­zeit­raums des § 17 Tz­B­fG Kla­ge auf Fest­stel­lung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zur Be­klag­ten er­ho­ben. In­so­fern war der vom Ar­beits­ge­richt auf­ge­wor­fe­nen Fra­ge, ob § 17 Tz­B­fG auch dann zu be­ach­ten ist, wenn der Ar­beit­neh­mer sich auf die Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses nach § 10 AÜG be­ruft (so aber mit der über­wie­gen­den Kom­men­tar­li­te­ra­tur (Men­gel-Thüsing, AÜG. § 10 Rand­no­te 49), nicht wei­ter nach­zu­ge­hen.
cc) Die Auf­fas­sung der Be­klag­ten, die ge­gen sie er­ho­be­ne Kla­ge genüge den An­for­de­run­gen von § 17 Tz­B­fG nicht, teilt die Be­ru­fungs­kam­mer nicht.
Nach § 17 Tz­B­fG ist in­ner­halb von drei Wo­chen nach dem ver­ein­bar­ten En­de des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges Kla­ge beim Ar­beits­ge­richt auf Fest­stel­lung zu er­he­ben, dass das Ar­beits­verhält­nis auf­grund der Be­fris­tung nicht be­en­det ist. § 14 Tz­B­fG ent­spricht der Re­ge­lung in § 4 KSchG mit dem ein­zi­gen Un­ter­schied, dass die Fest­stel­lung sich nicht auf die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch die Kündi­gung be­zie­hen soll, son­dern auf die Be­en­di­gung durch Frist­ab­lauf. In­so­fern gel­ten die glei­chen Grundsätze für die Aus­le-
gung des je­wei­li­gen Kla­ge­an­tra­ges. Bei der Aus­le­gung sind die Ausführun­gen in der Klag­schrift zu berück­sich­ti­gen. Die Kläge­rin hat aus­drück­lich auf Sei­te sie­ben ih­rer Klag­schrift deut­lich ge­macht, dass sie der Auf­fas­sung ist, in ei­nem un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis zur Be­klag­ten zu­ste­hen, da die mit der S. ver­ein­bar­te Be­fris­tung un­wirk­sam sei. Da­mit ist ihr Klag­be­geh­ren hin­rei­chend als An­trag nach § 17 Tz­B­fG deut­lich ge­macht.
e) Die Kläge­rin hat An­spruch auf die be­gehr­te Vergütung nach Vergütungs­grup­pe II a BAT.
Aus­weis­lich des bre­mi­schen Be­sol­dungs­ge­set­zes wer­den Leh­rer an in al­len Schul­stu­fen in die Be­sol­dungs­stu­fe A 13 ein­ge­ord­net. Nach den Leh­rer­richt­li­ni­en der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Länder, die die Be­klag­te all­ge­mein im Schul­be­reich in Bre­men spe­zi­fi­scher Fas­sung an­wen­det, ent­spricht dies der Be­sol­dungs­stu­fe der Vergütungs­grup­pe II a BAT.
Die Kläge­rin hat vor­ge­tra­gen, das zwei­te Staats­ex­amen für das Lehr­amt in Bre­men ab-sol­viert zu ha­ben. Es ist in­so­weit nicht er­sicht­lich, in­wie­weit die Kläge­rin nicht als "Erfülle­rin“ im Sin­ne des Ab­schnitts A der Leh­rer­richt­li­ni­en an­zu­se­hen ist. Der Vor­trag der Be­klag­ten, sie ha­be die not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen hierfür nicht vor­ge­tra­gen, ist für die Be­ru­fungs­kam­mer in­so­fern nicht nach­voll­zieh­bar. Da die Be­klag­te we­gen der frühe­ren Beschäfti­gung der Kläge­rin über ei­ne Per­so­nal­ak­te verfügt, hätte sie hier zu schon präzi­ser vor­tra­gen können.
Die Be­ru­fungs­kam­mer hat die Re­vi­si­on we­gen grundsätz­li­cher Be­deu­tung zu­ge­las­sen.
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References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6
 § 4

§ 12
 § 44

§ 1
 § 1
 § 11
 § 51
 § 17
 § 1
 § 10
 § 17
 § 17
 Art. 26
 § 64
 § 69
 Art. 28
 § 620
 Art. 7
 Art. 28
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 Art. 7
 § 2
 § 8
 § 59
 § 12
 § 8
 § 12
 Art. 33
 Art. 33
 § 2
 § 5
 § 6
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 § 8
 § 59
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 § 9
 Art. 33
 § 10
 § 10
 § 9
 § 10
 § 14
 § 14
 § 14
 § 17
 § 17
 § 10
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 § 17
 § 17
 § 14
 § 4
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