Source: https://plan-g.at/ueber-uns/wer-wir-sind
Timestamp: 2020-07-13 14:18:04+00:00

Document:
Wer wir sind - plan:g
Seit 1958 engagieren wir uns für das Menschenrecht auf Gesundheit.
plan:g entstand 1958 als Leprahilfswerk. Wir sind eine Stiftung kirchlichen Rechts. Durch Hinterlegung der Errichtungsurkunde haben wir im staatlichen Bereich Rechtspersönlichkeit als Körperschaft öffentlichen Rechts (KöR). Wir verstehen uns als Menschenrechtswerk der katholischen Kirche im Gesundheitssektor und arbeiten in der Entwicklungszusammenarbeit.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre: Broschüre Wir über uns (in english Who we are)
Unser Name „plan:g – Partnerschaft für globale Gesundheit“ steht für die planvolle Öffnung von Zugängen zum Gesundheitssystem. Das „G“ in unserem Namen ist aber nicht nur die Erinnerung an Gesundheit, sondern daran, dass der „Plan A“ (also die rücksichtslose Ausbeutung der Schöpfung und des Menschen) nicht funktioniert hat. Für eine gesunde sozio-ökologische große Transformation brauchen wir nicht nur einen einzigen „Plan B“, sondern viele Alternativen – als Gesellschaft und als Einzelne. Im Rahmen unserer Möglichkeit arbeiten wir an Zukunftsperspektiven.
Bis März 2018 arbeitete plan:g als „Aussätzigen-Hilfswerk Österreich“. Auch als plan:g befassen wir uns mit Prozessen, die aussätzig machen. Denn totale Ausgrenzung aufgrund von stigmatisierenden Krankheiten gibt es bis heute.
Eine Benennung von krankheitsbetroffenen Partnern im Sinne eines Eigenschaftswortes als „leprös“, „aussätzig“ oder als „Aussätzige“ lehnten wir seit vielen Jahren ab. In unserem Verständnis drückte der Name „Aussätzigen-Hilfswerk Österreich“ das historisch gewachsene Verständnis einer Ich-Du-Beziehung aus. Denn der Name enthielt das Diktum von „Hilfe“: Ich will, soll und muss helfen, wenn ich sehe und verstehe, dass Du entwürdigt wirst.
Hieß es im alten Rom „bis dat, qui cito dat - wer schnell gibt, gibt doppelt“, schreibt Goethe „wer gleich gibt, gibt hundertfach“ (Gedichte, Sprichwörtlich). Viele Gespräche mit von Lepra betroffenen Menschen über unseren sperrigen Namen haben uns zur Hilfe in Gleichwürdigkeit und zum Neudenken von Hilfsnarrativen geführt. Die programmatischen Veränderungen standen am Anfang dieser Gespräche und werden uns auch in Zukunft begleiten; die Umbenennung im Februar 2018 markierte lediglich einen Meilenstein.
Wie wandeln sich von Armutskrankheiten betroffene Menschen von Objekten der Ausgrenzung zu Subjekten? Zu Schwestern und Brüdern, die ihr eigenes Lebensschicksal gestalten? Das erfordert weit mehr als Almosen. Die Arbeit im Gesundheitssektor macht deutlich, dass partnerschaftliche Veränderung nottut. Es geht um weltweite und gut geplante Veränderung. Damit geht es auch um Planung von Veränderung bei uns in Österreich. Schon seit 1958 war das Teil unseres Programms – seit 2018 ist es Teil unseres Namens – plan:g Partnerschaft für globale Gesundheit.
Die Arbeit im Gesundheitssektor der Entwicklungszusammenarbeit musste sich aber ändern und bedeutet in einer sich verändernden Welt verstärkt: Verhaltensänderung auch bei uns.
plan:g arbeitet im Verbund mit internationalen, menschenrechtsorientiert handelnden Gesundheitsorganisationen. Unser Ziel: Wir wollen die Lernerfahrungen der Lepra-Arbeit nutzbar machen, um Armutskrankheiten unter Kontrolle zu bringen. Gemeinsam mit Ihnen können wir dieses Ziel erreichen. Die Überwindung der Lepra war mehr als eine Frage der richtigen Arznei. Die Arbeit gegen totale Ausgrenzung krankheitsbetroffener Menschen bleibt eine Menschheitsherausforderung.
Wir leisten Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung des Gesundheitssektors in der globalisierten Welt. Dabei strebt plan:g im Sinne der Menschenrechts- und der Behindertenrechtskonvention der UN nach Inklusion: Wir stellen uns ohne Unterschied der Person an die Seite der Marginalisierten, der Unterdrückten, der Armen.
„Krankheit und Ausgrenzungen sind medizinische, soziale und auch religiös-theologische Herausforderung. Jesus hat darauf mit Nähe reagiert. Die berührende Handlung ist ein dichtes Geschehen: Sie enthält gleichermaßen das Gebot der unmittelbaren Hilfe, das Gebot der individuellen Annahme und das Gebot der nachhaltigen Veränderung.“ (aus: Statuten plan:g)
Die plan:g Statuten nehmen Bezug auf die Unteilbarkeit von Gesundheit in der Einen Welt.
Entwicklung braucht Transparenz. Darum möchten wir Sie so transparent und übersichtlich wie irgend möglich darüber informieren, wer wir sind, was wir erreichen wollen, wie wir das tun, wie wir uns finanzieren, wie wir die Finanzen verwenden und wer in unserer Organisation Entscheidungen trifft.
Nachfolgend finden Sie diese Informationen übersichtlich nach zehn Punkten geordnet. Wir bemühen uns damit um einen Anschluss an die Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ). Der deutsche Trägerkreis der ITZ hat 2016 beschlossen, aus Kapazitätsgründen vorerst keine Organisationen aus Österreich und der deutschsprachigen Schweiz aufzunehmen (Ausnahme: Das Frauengesundheitszentrum Graz wurde bereits vor dieser Entscheidung aufgenommen - damit ist eine Organisation im österreichischen Gesundheitssektor Vorreiter in Sachen Transparenz).
Eins: Name, Rechtsform, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr
plan:g ist eine Stiftung kirchlichen Rechts. Durch Hinterlegung der Errichtungsurkunde beim Kultusamt hat plan:g auch Rechtspersönlichkeit im staatlichen Bereich als Körperschaft öffentlichen Rechts erlangt. Grundlage dafür ist das Konkordat vom 01.05.1934 (BGBl. II Nr. 2/1934 Art. 2).
plan:g hat Sitz und Adresse in der Belruptstraße 21, 6900 Bregenz, Österreich. Bis März 2018 firmierte plan:g als "Aussätzigen-Hilfswerk Österreich" und international als "Leprosy Relief Association Austria" oder unter einer nationalsprachlichen Übersetzung. Bekannt war das Werk als "Austrian Leprosy Relief Association (ALRA)".
plan:g wurde 1958 als Aussätzigen-Hilfswerk Österreich gegründet. In den Jahren 2006 und 2013 wurde plan:g umgegründet. Am 28. Februar erhielt plan:g den heutigen Namen (vgl. § 2 der Statuten).
Die vollständige Offenlegung mit weiteren Angaben zur Organisation wie DV-Nummer oder Bankdaten finden Sie im Impressum.
Zwei: Statuten; zentrale Dokumente zu Zielen und Zielerreichung
Die Statuten von plan:g in der vom Bischof Benno von Feldkirch genehmigten aktuellen Fassung vom 28.02.2018 finden Sie hier).
Das Motto von plan:g lautet "Herz haben und Haltung zeigen". Die Statuten erklären, was das bedeutet: „Krankheit und Ausgrenzung sind medizinische, soziale und auch religiöse Herausforderungen. Jesus hat darauf mit Nähe reagiert. Die berührende Handlung ist ein dichtes Geschehen: Es enthält gleichermaßen das Gebot der unmittelbaren Hilfe, das Gebot der individuellen Annahme und das Gebot der nachhaltigen Veränderung. […] plan:g stellt sich ohne Unterschied der Person an die Seite der Marginalisierten, der Unterdrückten, der Armen. […]“ Aus: Statuten von plan:g, Präambel.
Die Broschüre der Selbstdarstellung von plan:g zum Download finden Sie hier auf deutsch und auf englisch.
Wir arbeiten menschenrechtsorientiert im Gesundheitssektor der Entwicklungszusammenarbeit. Etwas verkürzt formuliert bedeutet das: Unsere Arbeit steht auf den sogenannten "drei großen P" stabil wie ein dreibeiniger Stuhl ("tripod"). Diese drei P lauten 1. Protection (Schutz), 2. Provision (Fürsorge) und 3. Partizipation (Teilhabe). Mehr Details zur Programmatik finden Sie hier.
Weil es um mehr als um Fürsorge und Wohlfahrt ("Provision") geht, die allein nicht nachhaltig ist, steht die "Kapazitätenentwicklung" (capacity development), das "Fitmachen" von Partnerorganisationen, die gesundmachende Strukturen schaffen, im Zentrum unserer Arbeit. Mehr Details zur Projektarbeit finden Sie hier.
Drei: Angaben zum Spendenbegünstigungsbescheid
plan:g hat den Spendenbegünstigungsbescheid für mildtätige, Entwicklungs- und Katastrophenhilfeeinrichtungen gemäß § 4a Abs. 2 Z. 3 lit. a bis c EStG erstmals am 1. Jänner 2009 und als Aussätzigen-Hilfswerk Österreich erhalten. Der Bescheid wurde seitdem in jedem Jahr verlängert; nach Umgründung des Aussätzigen-Hilfswerks Österreich wurde am 20.12.2013 die neue und bis jetzt gültige Registrierungsnummer SO 2428 vergeben.
Mit Datum vom 19. Februar 2020 hat das Finanzamt Wien 1/23 (bundesweite Abteilung Spendenbegünstigungen) erneut festgehalten, dass die Voraussetzungen des § 4a Abs. 2 Z. 3 lit. a bis c EStG weiterhin vorliegen und die oben genannte Einrichtung daher wie bisher zum begünstigten Empfängerkreis der mildtätigen, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe-Einrichtungen gemäß § 4a Abs. 2 Z. 3 lit. a bis c EStG gehört.
Hier finden Sie den aktuellen Freistellungsbescheid sowie die gesamte Liste aller spendenbegünstigten Organisationen.
plan:g führt das Spendengütesiegel.
Vier: Namen und Funktionen zentraler Entscheidungspersonen
Das Kuratorium der Stiftung ist statutengemäß wie folgt besetzt:
Generalvikar der Diözese Feldkirch: Cons. Dr. Hubert Lenz
Mitglied des bischöflichen Ordinariats der Diözese Feldkirch: MMag. Andreas Weber (Finanzkammer - Leitung)
Mitglied des Pastoralamts der Diözese Feldkirch: Christine Vonblon (Pastoralamt; EthikCenter Katholische Kirche Vorarlberg - Leitung)
vom Ortsordinarius bestellte geistliche Assistenz: Pfr. Mag. Edwin Mattt (Seelsorgeraum Kleinwalsertal; Kuratoriumsvorsitz)
Mitglied der Caritas der Diözese Feldkirch: MMag. Martin Hagleitner Huber (Fachbereichsleiter Auslandshilfe)
Das Stiftungskuratorium übt seine Kontrollrechte gegenüber der Geschäftsführung aus. Es entscheidet über die Geschäftsordnung der Stiftung und kontrolliert die zweckentsprechende Verwaltung des Stiftungsvermögens im Sinne dieser Statuten sowie die Verwendung der aus dem Stammvermögen zu erzielenden Erträgnisse (z.B. Zinsen), Spenden und sonstigen Zuwendungen. Es genehmigt die von der Geschäftsführung erstellte und vorgelegte Jahresplanung inklusive des Budgets, stellt den Jahresabschluss der Stiftung fest und entlastet die Geschäftsführung. (vgl. Statuten, § 5 Punkt 1)
Der Beirat der Stiftung plan:g wird von bis zu sechs ausgewiesenen Fachleuten mit projektrelevanter Expertise gebildet. Die Liste der Besetzung findet sich hier.
Die Bestellung zum Beirat erfolgt durch das Kuratorium, wobei die Geschäftsführung Vorschläge unterbreiten kann. Der Beirat beschließt darüber, ob eine Umsetzung der von der Stiftung vorbereiteten Projektentscheidungen empfohlen werden kann. Dabei prüft der Beirat die Projektentscheidungen anhand der in der Geschäftsordnung der Stiftung beschriebenen Projektprüfungskriterien. Jede Änderung der Projektprüfungskriterien unterliegt damit der Zustimmungspflicht des Stiftungskuratoriums. (vgl. Statuten, § 5 Punkt 2)
Geschäftsführung und weitere Entscheidungs- und Kontrollpersonen:
Angestellter Geschäftsführer ist Mag. Matthias Wittrock. Die Geschäftsführung besorgt die laufenden Agenden nach den in der Geschäftsordnung festgelegten Richtlinien und setzt Maßnahmen, die der Erreichung des Stiftungszwecks dienen.
Werbebeauftragte ist Silvia Feuerstein (plan:g, Programmbereich Ausbildungspatenschaften, Koordinatorin des Spenden-Service, Spendenbuchhaltung). Die Werbebeauftragte prüft die Einhaltung und Umsetzung der Gütesiegel- und Selbstverpflichtungserklärungen zur Lauterbarkeit der Spendenwerbung.
Datenschutzbeauftragter ist Dr. Gerhard Walser (Ordinariatskanzler, Rechtsstelle - Leitung). Der Datenschutzbeauftragte wirkt auf die Einhaltung des Datenschutzes hin.
Der Kuratoriumsvorsitzende spielt im internen Kontrollsystem (IKS) eine wichtige Rolle, soweit keine zweite Geschäftsführung bestellt ist (vgl. Statuten). Der Kuratoriumsvorsitzende Pfr. Edwin Matt hat zwei Mitarbeitenden, Frau Feuerstein und Frau Klocker, Vertretungsvollmacht erteilt.
Link zu unserem Organigramm
Fünf: Tätigkeitsbericht (Jahres- und Wirkungsbericht)
Der aktuelle Jahresbericht steht in der Regel zum Weltlepratag im Jänner eines jeden Jahres zum download zur Verfügung. Hier finden Sie alle Jahresberichte zum nachblättern.
Sechs: Personalstruktur
plan:g hat sechs Planstellen für festangestellte Mitarbeiter*innen (eine Vollzeit- und fünf Teilzeitstellen). Zusätzlich wirkt als siebente Person die geistliche Assistenz, die von der Diözese bezahlt und für ihre Aufgaben freigestellt ist (Teilzeit).
plan:g ist eine anerkannte Zivildiensteinrichtung. Neun Monate im Jahr ist ein Zivildiener im Haus.
Daneben unterstützen uns vor allem im administrativen Bereich mehrere Zeitspenderinnen und Zeitspender.
Sieben: Angaben zur Mittelherkunft
Haupteinnahmequellen von plan:g sind Spenden und Legate. Wir verweisen auf den unter Punkt 5 genannten aktuellen Jahresbericht.
Im Jahr 2017 erzielte plan:g Einnahmen in Höhe von EUR 856.203,42 durch Spenden inklusive Legaten. Vielen Dank!
Acht: Angaben zur Mittelverwendung
Wiederum verweisen wir auf den unter Punkt 5 genannten aktuellen Jahresbericht.
Neun: Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit
plan:g ist eine Stiftung der Diözese Feldkirch. Die Stiftung, deren Öffnung oder Schließung durch bischöfliches Dekret möglich ist, gehört sich selbst. Es besteht keine gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten wie z.B. mit einem ausgegliederten Wirtschaftsbetrieb oder einer Partnerorganisation.
Zehn: Die größten Förderer (mehr als 10% der Jahreseinnahmen)
Viele verschiedene Menschen unterstützen die Arbeit von plan:g. Wir erhalten keine Spenden von einzelnen natürlichen oder juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10% des Gesamtbudgets ausmachen würden.

References: Art. 2
 § 2
 § 4
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 § 5
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