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Timestamp: 2020-02-16 22:43:28+00:00

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BFH, 17.04.1991 - II R 121/88 - dejure.org
https://dejure.org/1991,1125
BFH, 17.04.1991 - II R 121/88 (https://dejure.org/1991,1125)
BFH, Entscheidung vom 17.04.1991 - II R 121/88 (https://dejure.org/1991,1125)
BFH, Entscheidung vom 17. April 1991 - II R 121/88 (https://dejure.org/1991,1125)
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ErbStG 1974 § 14 Abs. 1 Satz 1
Zusammenrechnung von Vermögensvorteilen - Letzter Erwerb - Früherere Erwerbe - Vorangegangene Steuerfestsetzungen
ErbStG (1974) §14 Abs. 1 S. 1
Erbschaftsteuer; Wertansatz bei der Zusammenrechnung von innerhalb von 10 Jahren anfallenden Vermögensvorteilen
BFHE 164, 107
BB 1991, 1320
DB 1991, 1363
BStBl II 1991, 522
Die für die Vorerwerbe ergangenen Steuerbescheide entfalten keine Bindungswirkung etwa im Sinn von Grundlagenbescheiden (BFH-Urteil in BFHE 164, 107, BStBl II 1991, 522).
FG Münster, 19.09.2002 - 3 K 4438/00
Berücksichtigung eines Freibetrags für Betriebsvermögen für geschenktes …
Sie verweist auf das Urteil des BFH vom 17.04.1991 II R 121/88 (BStBl. II 1991, 522), wonach die Bestandskraft voran gegangener Steuerbescheide einer Berücksichtigung des Freibetrages im Rahmen des § 14 ErbStG nicht entgegen stehe.
Das bedeutet, dass ein fehlerhafter Wert des Vorerwerbs bei der Besteuerung des Nacherwerbs - hier des Erbfalls - korrigiert wird (…vgl. Troll/Gebel/Jülicher Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz-Kommentar, § 14 Rz. 29; BFH-Urteil vom 17.04.1991 II R 121/88, BStBl. II 1991, 522).
Die Korrektur dient allein der zutreffenden Steuerberechnung für den Letzterwerb und berührt nicht die Bestandskraft der Steuerfestsetzung für den Vorerwerb (BFH-Urteil vom 17.04.1991, a. a. O.).
Die Wertberechnung kann aus tatsächlichen Gründen fehlerhaft sein, weil z. B. ein fehlerhaft ermittelter Sachverhalt zu Grunde gelegt wurde, oder aus rechtlichen Gründen, weil Rechtsvorschriften auf den zutreffend ermittelten Sachverhalt unzutreffend angewandt wurden, wie z. B. im Fall des BFH-Urteils vom 17.04.1991 (a.a.O.), in dem das Finanzamt irrtümlich von einer mittelbaren Schenkung ausgegangen war.
Daraus folge, daß bei der Zusammenrechnung als selbständiger Steuerfestsetzung frühere fehlerhafte Steuerfestsetzungen nicht zu übernehmen seien (Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 17. April 1991 II R 121/88, BStBl II 1991, 522 ).
Diese Steuerschuld entspricht dem im Bescheid vom 17. November 1994 festgesetzten Betrag, weil sie rechtsfehlerfrei ermittelt worden ist (vgl. in diesem Zusammenhang: Weinmann, ZEV 1997, 185 zu 4.3 und 5.; BFH-Urteil in BStBl II 1991, 522 ).
Die von der Vorschrift angeordnete Zusammenrechnung gewährleistet, dass die Freibeträge innerhalb des zehnjährigen Zusammenrechnungszeitraums nur einmal zur Anwendung gelangen und sich für mehrere Erwerbe gegenüber einer einheitlichen Zuwendung in gleicher Höhe kein Progressionsvorteil ergibt (vgl. BTDrucks VI/3418, 69 zu § 14; BFH-Urteile vom 30. März 1977 II R 68/76, BFHE 122, 330, BStBl II 1977, 664, und vom 17. April 1991 II R 121/88, BFHE 164, 107, BStBl II 1991, 522).
Wertveränderung eines Vorerwerbs gem. § 29 Abs. 2 ErbStG nach Rückabwicklung …
Bindungswirkung eines für Zwecke der Erbschaftsteuer erlassenen …
FG Nürnberg, 09.02.1995 - IV 2/94

References: § 14
 §14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 29