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15. Kapitel Internationale Schiedsgerichtsbarkeit | springerprofessional.de
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15. Kapitel Internationale Schiedsgerichtsbarkeit
Die internationale Schiedsgerichtsbarkeit hat einen wahren Siegeszug in der ganzen Welt angetreten. Sie verbreitert nach wie vor ihre Anwendungsbasis. Im internationalen Handel ist sie am bekanntesten – in Deutschland wurde wie selbstverständlich das Maut-Verfahren oder aber auch der Streit zwischen dem Deutschen Fußball- Bund (DFB) und adidas um das Sponsoring der deutschen Nationalmannschaft vor einem Schiedsgericht ausgetragen. Aber es werden längst andere Bereiche erfasst, wie bei der Einrichtung eines institutionellen Schiedsgerichts in Kanada, das auf der Grundlage der Scharia entscheidet. Im internationalen Sport verdrängt die Schiedsgerichtsbarkeit zunehmend den Rechtsschutz durch nationale staatliche Gerichte.
S. hierzu Adolphsen/ Schmalenberg, Islamisches Recht als materielles Recht in der Schiedsgerichtsbarkeit?, SchiedsVZ 2007, 59.
Adolphsen, Grundfragen und Perspektiven der Sportschiedsgerichtsbarkeit, SchiedsVZ 2004, 169; ders., Umsetzung des Welt Anti-Doping Code in Deutschland, in: Vieweg (Hrsg.), Perspektiven des Sportrechts, 2005, 81.
Grundansatz der Ausführungen im deutschen Gesetzentwurf zum Schiedsverfahrens-Neuregelungsgesetz, BtDrs. 13/5274, S. 34; Haas, Zur Einführung von Schiedsklauseln durch Satzungsänderungen in Vereinen, ZGR 2001, 325, 334 f.
BGH, Urteil vom 19.12.1986, VII ZR 83/66, VII ZR 84/66= BGHZ 51, 255, 258 = WM 1969, 216; BGH, Urteil vom 3.7.1975, III ZR 78/73 = BGHZ 65, 59, 61 = NJW 1976, 109; BGH, Urteil vom 15.5.1986, III ZR 192/84 = BGHZ 98, 70, 72 = NJW 1986, 3027.
Übersicht bei Nagel/ Gottwald, IZPR, § 18 Rn. 77; Kommentierung der Ordnungen der Schiedsinstitutionen bei Schütze (Hrsg.), Institutionelle Schiedsgerichtsbarkeit, 2. Aufl. 2011.
Aktuelle Liste unter http://​www.​uncitral.​org/​uncitral/​en/​uncitral_​texts/​arbitration/​NYConvention_​status.​html (abgerufen am 1.9.2014).
Vgl. den Beitrag der Sendung Monitor unter http://​www.​youtube.​com/​watch?​v=​Zp_​QdMHvO3A. (abgerufen am 1.9.2014). Hess, Schiedsgerichtsbarkeit und europäisches Zivilprozessrecht, JZ 2014, 538, 544; Allgemein zur Inverstitionsschiedsgerichtsbarkeit Böckstiegel, Aktuelle Probleme der Investitions-Schiedsgerichtsbarkeit aus der Sicht eines Schiedsrichters, SchiedsVZ 2013, 113; Tietje, Investitionsschiedsgerichtsbarkeit im EU-Binnenmarkt, IPRax 2013, 64.
LG München I, Urteil vom 26.2.2014, 37 O 28331/12 = SchiedsVZ 2014, 100; Hess, Schiedsgerichtsbarkeit und europäisches Zivilprozessrecht, JZ 2014, 538, 544.
http://​www.​uncitral.​org/​pdf/​english/​texts/​arbitration/​rules-on-transparency/​Rules-on-Transparency-E.​pdf. (abgerufen am 1.9.2014).
MüKo-ZPO/ Adolphsen, Anhang § 1061 Nr. 2; Nagel/ Gottwald, IZPR, § 18 Rn. 235 ff.; Vertragsstaaten sind Albanien, Aserbeidschan, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Bundesrepublik Deutschland, Burkina Faso, Dänemark, Frankreich, Italien, (ehem.) Jugoslawien, Kasachstan, Kroatien, Kuba, Lettland, Luxemburg, Mazedonien, Moldau, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien-Montenegro, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland.
Zur Vertiefung s. die Kommentierung MüKo-ZPO/ Adolphsen, Anhang § 1061 Nr. 2, EuÜ; Klein, Das Europäische Übereinkommen über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit, ZZP 76 (1963), 342; Mezger, Das Europäische Übereinkommen über die Handelsschiedsgerichtsbarkeit, RabelsZ 1965, 231 ff.; Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, 7. Aufl. 2010, Rn. 3340 ff.; Solomon, Die Verbindlichkeit von Schiedssprüchen in der internationalen privaten Schiedsgerichtsbarkeit, 2007, S. 170 ff.
Darstellung bei Hess, Die Reform der Verordnung Brüssel I und die Schiedsgerichtsbarkeit, FS Hoffmann 2011, S. 648.
Hess, Schiedsgerichtsbarkeit und europäisches Zivilprozessrecht, JZ 2014, 538, 545.
Böckstiegel, Das UNCITRAL-Modell-Gesetz für die internationale Wirtschafts-Schiedsgerichtsbarkeit, RIW 1984, 670; Calavros, Das UNCITRAL-Modellgesetz über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit, 1988; Hußlein-Stich, Das UNCITRAL-Modellgesetz über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit, 1990; Jaeger, Die Umsetzung des UNCITRAL-Modellgesetzes über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit im Zuge der nationalen Reformen, 2001.
Zu Rechtsnatur und Wirkung von Modellgesetzen allgemein vgl. Adolphsen, Das UNCITRAL-Modellgesetz über die Beschaffung von Gütern, Bau- und Dienstleistungen, 1996, S. 33.
Der Begriff wird in diesem Zusammenhang genutzt, um alle staatlichen Vorschriften, die die Schiedsgerichtsbarkeit betreffen, zu bezeichnen. Schiedsverfahrensrecht in einem engeren Sinne sind aber nur die konkret den Verfahrensablauf betreffenden Regeln. Dazu Rn. 70 ff.
BGBl. S. 3224.
MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. I Rn. 7.
Die Vereinbarung der Schiedsgerichtsbarkeit kann auch nur fakultativer Natur sein, also eine zusätzliche Möglichkeit der Streitentscheidung schaffen.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 73; Weigand/Haas, Practitioners´s Handbook on international arbitration Part 3, 2002, Art. II Rn. 19.
van den Berg, The New York arbitration convention of 1958, 1981, S. 148; Weigand/Haas, Practitioners’s Handbook on international arbitration Part 3, Art. II Rn. 20; Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, Rn. 3262.
Verkannt von OLG Nürnberg, Beschluss vom 30.11.2004, 12 U 2881/04= SchiedsVZ 2005, 50 = IPRax 2006, 468.
Darstellung bei MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 12.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 14 ff.
Lorenz, Die Rechtsnatur von Schiedsvertrag und Schiedsspruch, AcP 157, 281.
BGH, Urteil vom 28.11.1963, VII ZR 112/62 = BGHZ 40, 320 = WM 1964, 321.
Vorabentscheidungsersuchen des Lietuvos Aukščiausiasis Teismas (Litauen) an den EuGH vom 14.10.2013, Rs. C-536/13– Gazprom OAO.
EuGH, Urteil vom 17.1.1998, Rs. C-391/95 van Uden/Maritime BV/Deco-Line KG, Slg. 1998, I-7091; Beraudo, The Arbitration Exception of the Brussels and Lugano Conventions: Jurisdiction, Recognition and Enforcement of Judgments, JIA 18 (2001), 13, 17.
Admirality Court (Queens Bench Division), January 13, 1978, The Rena K (U.K. no. 6).
Corte di Cassazione (Sez. Un.) Mai 12, 1977, no. 3989, Scherk Enterprises A.G. v. Société des Grandes Marques (Italy no. 28), zitiert nach van den Berg, The New York arbitration convention of 1958, S. 140.
Schlosser, RipS, Rn. 251.
Schlosser, RipS, Rn. 218.
König, Zur Bestimmung des Schiedsvertragsstatuts bei fehlender Gesetzesgrundlage nach Inkrafttreten der Rom I-Verordnung, SchiedsVZ 2012, 129.
Das UNÜ trifft eine Regelung nur für das Anerkennungs- und Vollstreckungsverfahren, was sich aber aus der Entstehungsgeschichte erklärt. Die Einredesituation ist nur nachträglich rudimentär geregelt worden. Die Perspektive des Übereinkommens ist die der Anerkennungs- und Vollstreckungssituation. Dies ermöglicht erst die kontroversen Stellungnahmen. An dieser Stelle ist es nicht möglich, den Streit in seinen Facetten darzustellen. Verwiesen wird auf Stein/Jonas/ Schlosser, Anh. § 1061 Rn. 43; Weigand/Haas, Practitioners´s Handbook on international arbitration, UNÜ, Art. II Rn. 56; Gottwald, Internationale Schiedsgerichtsbarkeit, S. 22; Martiny/ Hausmann, Internationales Vertragsrecht, Rn. 2379 ff.; MüKO-ZPO/ Adolphsen, § 1061, Anh. 1, UNÜ, Art. II Rn. 11.
Schlosser, RipS, Rn. 299.
Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, Kap. 44 Rn. 1; Schlosser, RipS, Rn. 299; Stein/Jonas /Schlosser, ZPO, Anh. § 1061 Rn. 43; Weigand/Haas, Practitioners’s Handbook on international arbitration Part 3, Art. II Rn. 58; Geimer IZPR, Rn. 3811; Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, Rn. 3324; MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. II Rn. 11.
SchiedsRÄG 2006 (BGBl 2006/7).
Dazu Merkin, Arbitration Act 1996, 2000; Haas, Die Reform des englischen Schiedsverfahrensrechts – Der englische Arbitration Act 1996 -, ZZPInt 2 (1997), 409 ff.
9 U.S.C. § 1–208 (1982), Baron-Liniger Arb.Int. 2003, 27, 28 f.
Haas, Die Reform des englischen Schiedsverfahrensrechts – Der englische Arbitration Act 1996 -, ZZPInt 2 (1997), 409, 416; Schlosser, Die objektive Schiedsfähigkeit des Streitgegenstandes, FS Fasching, 1988, S. 405, 413; Zimmer, Schiedsgerichtsbarkeit und EG-Kartellrecht, ZEuP 1994, 163, 166. Eine Regelung findet man allerdings insofern, als Art. V Abs. 2 lit. a UNÜ wortgleich in den Federal Arbitration Act übernommen wurde, vgl. Schlosser, Die objektive Schiedsfähigkeit des Streitgegenstandes, FS Fasching, S. 405, 415.
Zum Stand 1995 vgl. Kilgus, Zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung englischer Schiedssprüche in Deutschland, S. 221.
Haas, Die Reform des englischen Schiedsverfahrensrechts – Der englische Arbitration Act 1996 -, ZZPInt 2 (1997), 409, 417; Schlosser, Die objektive Schiedsfähigkeit des Streitgegenstandes, FS Fasching, S. 405, 413.
Schlosser, Die objektive Schiedsfähigkeit des Streitgegenstandes, FS Fasching, S. 405, 415.
Gesetzesbegründung zu § 1030 ZPO, BtDrs. 13/5274, S. 34.
Thomas/Putzo /Reichold, ZPO, § 1030 Rn. 2; Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, 1030 Rn. 2.
Wittenzellner, Errichtung eines Schiedszentrums bei der WIPO – Alternative für die Beilegung von Streitigkeiten im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes? Mitt. 1995, 147, 152; Schulze, Grenzen der objektiven Schiedsfähigkeit, im Rahmen des § 1030 ZPO, 2003, S. 220; Zigann, Entscheidungen inländischer Gerichte über ausländische gewerbliche Schutzrechte und Urheberrechte, 2002, S. 71.
Frost, Schiedsfähigkeit im Bereich des geistigen Eigentums nach deutschem und US-amerikanischem Schiedsrecht, 2001, S. 110; Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, § 1030 Rn. 2.
Gottwald/ Adolphsen, Das neue deutsche Schiedsverfahrensrecht, DStR 1998, 1017; MüKo-ZPO/ Münch, § 1030 Rn. 35; für Schiedsfähigkeit Kröll, Das neue deutsche Schiedsrecht vor staatlichen Gerichten – Entwicklungslinien und Tendenzen 1998–2000, NJW 2001, 1173, 1177; umfassend Papmehl, Die Schiedsfähigkeit gesellschaftsrechtlicher Streitigkeiten, 2001.
BGH, Urteil vom 6.4.2009, II ZR 255/08 = NJW 2009, 1962.
www.​dis-arb.​de; dazu Borris, Die „Ergänzende Regeln für gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten“ der DIS, SchiedsVZ 2009, 299.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1030 Rn. 34.
Teufer, Alternative Beilegung privater Wettbewerbsstreitigkeiten, 2006; Eilmansberger, Die Bedeutung der Art. 81 und 82 EG für Schiedsverfahren, SchiedsVZ 2006, 5; Sachs, Schiedsgerichtsverfahren über Unternehmenskaufverträge – unter besonderer Berücksichtigung kartellrechtlicher Aspekte, SchiedsVZ 2004, 123.
Kritisch Berger, Schiedsgerichtsbarkeit und Finanztermingeschäfte – Der „Schutz“ der Anleger vor der Schiedsgerichtsbarkeit durch § 37 h WpHG, ZBB 2003, 77; Samtleben, Das Börsentermingeschäft ist tot – es lebe das Finanztermingeschäft?, ZBB 2003, 69; Lehmann, SchiedsVZ 2003, 219 verweist darauf, dass die Bestimmung wegen Kollision mit dem UNÜ in Fällen mit Auslandsbezug nicht anwendbar ist.
Offen gelassen von BGH, Urteil vom 13.1.2005, III ZR 265/03 = BGHZ 162, 9 = NJW 2005, 1125 = JZ 2005, 958 ( Wagner/ Quinke 932); s. aber Haas/ Hauptmann, Schiedsvereinbarungen in „Ungleichgewichtslagen“, SchiedsVZ 2004, 175, 178 ff.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 22.
Ausdrücklich BGH, Urteil vom 13.1.2005, III ZR 265/03 = BGHZ 162, 9 = NJW 2005, 1125 = JZ 2005, 958; ebenso MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 25.
BGH, Urteil vom 13.1.2005, III ZR 265/03 = BGHZ 162, 9 = NJW 2005, 1125 = JZ 2005, 958.
Richtlinie über die alternative Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten, Richtlinie 2013/11/EU, Abl. L 165 vom 18.6.2013, 63).
Ohne jede Begründung aber BGH, Urteil vom 23. 4. 1998, III ZR 194–96 = NJW 1998, 2452 = IPRax 1999, 104; ebenso MüKo-ZPO/ Münch, § 1029 Rn. 18; grundlegend Wagner, Prozessverträge, 1998, S. 280 ff.
Wiegand, Die „neue” Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Schiedsverfahren, SchiedsVZ 2003, 52, 56.
Lehmann, Wertpapierhandel als schiedsfreie Zone? – Zur Wirksamkeit von Schiedsvereinbarungen nach § WPHG § 37 h WpHG, SchiedsVZ 2003, 219, 221.
Zum Folgenden MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. II Rn. 12 ff.
BayObLG, Beschl. v. 12. 12. 2002–4 Z Sch 16/02, NJW-RR 2003, 719; Weigand/Haas Part 3 Art. II Rn. 38; Schwab/Walter Kap. 44 Rn. 8.
Landau/Mollan, Article II and the Requirement of Form, in: Gaillard/di Pietro (Hrsg.), Enforcement of Arbitration Agreements and International Arbitral Awards, 2008, 189; Kaplan Arb.Int. 12 (1996), 27, 29; Graffi, in: Ferrari/ Kröll (Hrsg.), Conflict of Laws in International Arbitration, S. 19.
http://​www.​uncitral.​org/​uncitral/​uncitral_​texts/​arbitration/​2006recommendati​on.​html. (abgerufen am 24.7.2014).
Stein/Jonas /Schlosser, ZPO , Anh. § 1061 Rn. 55; Mallmann, Die Bedeutung der Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche, SchiedsVZ 2004, 152, 155.
Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, Rn. 3264.
Der Rückverweis des § 1061 ZPO auf das UNÜ ist insoweit unbeachtlich, vgl. BGH, Beschluss vom 21. September 2005, III ZB 18/05 = NJW 2005, 3499 = SchiedsVZ 2005, 306, 307; MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. II Rn. 18; Stein/Jonas /Schlosser, Anh. § 1061 Rn. 159; Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, Kap. 44 Rn. 12; aA Musielak/Voit, ZPO, § 1061 Rn. 14, § 1031 Rn. 18; Mallmann, Die Bedeutung der Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Schiedssprüche, SchiedsVZ 2004, 152, 156.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1031 Rn. 40.
Adolphsen, Internationale Dopingstrafen, S. 544 ff.
Zu den Beteiligten derartiger Verträge im internationalen Seehandel Basedow, Das forum conveniens der Reeder im EUGVÜ, IPRax 1985, 133; Stöve, Gerichtsstandsvereinbarungen nach Handelsbrauch, Art. 17 EuGVÜ und § 38 ZPO, 1993, S. 152 f. Ist darin eine Gerichtsstandsvereinbarung enthalten, arbeitet der EuGH mit einer »vermuteten Einigung«. EuGH, Urteil vom 20.2.1997, Rs. C-106/95 MSG Mainschiffahrts-Genossenschaft eG/Les Gravières Rhénanes SARL, Slg. 1997, I-911; Urteil vom 27.4.1999, Rs. C-99/96 Mietz/Intership Yachting, Slg.1999, I-1597; dazu Adolphsen, Vermutung einer Gerichtsstandsklausel bei internationalem Handelsbrauch, ZZPInt 4 (1999), 243.
Malatos, Problematik der sog "Sportgerichtsbarkeit" des griechischen Fußballverbandes, SpuRt 1997, 148, 152.
Matscher, Probleme der Schiedsgerichtsbarkeit im österreichischen Recht, JBl 1975, 412, 414; Fasching, in: Gottwald (Hrsg.), Internationale Schiedsgerichtsbarkeit, S. 729, 733.
Zwar wendet der BGH aufgrund Übergangsrechts noch die §§ 1025 ff. ZPO a. F. in der bis zum 31.12.1997 in Kraft gewesenen Fassung an. Er stützt seine Ansicht jedoch nicht mit dem Wortlaut des § 1025 Abs. 2 ZPO a. F., sondern mit Argumenten aus grundrechtlichen Abwägungen, so dass man davon ausgehen kann, dass die Streichung des § 1025 Abs. 2 ZPO a. F. am Ausgang des Rechtsstreits nichts ändern dürfte.
Ebenso Kröll, Das neue deutsche Schiedsrecht vor staatlichen Gerichten – Entwicklungslinien und Tendenzen 1998–2000, NJW 2001, 1173, 1176.
BrDrs. 211/96 vom 22.3.1996, S. 109. Zustimmend Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, § 1025 Rn. 21; Ebbing, Satzungsmäßige Schiedsklauseln, NZG 1999, 754, 755; ders., Zur Wirksamkeit einer nachträglich in eine Vereinssatzung aufgenommenen Schiedsklausel, NZG 2000, 898, 899; Haas, Zur Einführung von Schiedsklauseln durch Satzungsänderungen in Vereinen, ZGR 2001, 325, 334 f.
BGH, Urteil vom 6. 4. 2009, II ZR 255/08.
LG München I, Urteil vom 26.2.2014, 37 O 28331/12 = SchiedsVZ 2014, 100. S. Heermann, Freiwilligkeit von Schiedsvereinbarungen in der Sportgerichtsbarkeit, SchiedsVZ 2014, 66.
http://​www.​bmjv.​de/​SharedDocs/​Downloads/​DE/​pdfs/​Gesetze/​RefE-Bekaempfung-Dopingim-Sport.​pdf?​_​_​blob=​publicationFile (abgerufen am 6.12.2014).
Hess, Schiedsgerichtsbarkeit und europäisches Zivilprozessrecht, JZ 2014, 538, 544.
BGH, Urteil vom 13.1.2005, III ZR 265/03 = BGHZ 162, 9 = NJW 2005, 1125, 1126; MüKo-ZPO/ Münch, § 1040 Rn. 10.
Die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche hat jedoch nach h.M. wegen der Bestandskraft der Vollstreckbarerklärungsentscheidung ( res iudicata) unabhängig davon zu erfolgen, ob die Schiedssprüche einen vollstreckungsfähigen Inhalt aufweisen oder nicht, vgl. MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. III Rn. 2.
Zu Zwischenentscheiden und verfahrensleitenden Verfügungen Schlosser, RipS, Rn. 692 ff.
BGH, Urteil vom 27.3.1984 – IX ZR 24/83 = NJW 1984, 2765; BGH, Urteil vom 10.5.1984 – III ZR 206/82 = NJW 1984, 2763 (für Wahlrecht, den Schiedsspruch oder die staatliche Exequaturentscheidung anerkennen und für vollstreckbar erklären zu lassen), BayObLG, Beschluss vom 22.11.2002 – 4 Z Sch 13/02 = RIW 2003, 385 = SchiedsVZ 2003, 142; Borges, Die Doppelexequatur von Schiedssprüchen, 1997; Dolinar, FS Schütze, 1999, S. 187; Schütze, ZVglRWiss 104 (2005) 427.
BGH, Urteil vom 2.7.2009 – IX ZR 152/06 (Aufgabe von BGH, Urteil vom 27.3.1984 – IX ZR 24/83) = SchiedsVZ 2009, 285; mit Anm. Geimer, IPRax 2010, 346, 346, der die Rückkehr zum Grundsatz l’exequatur sur l’exequatur ne vaut begrüßt.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1060 Rn. 2.
Historie bei van der Berg, The New York arbitration convention of 1958, S. 234 ff.
Van der Berg, The New York arbitration convention of 1958, S. 236.
LG München I, Urteil vom 20.12.2001, 7 O 2030/2001, S. 8 der Entscheidungsgründe.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1051 Rn. 11; Hausmann, Anwendbares Recht vor deutschen und italienischen Schiedsgerichten – Bindung an die Rom I-Verordnung oder Sonderkollisionsrecht, FS Hoffmann, 2011, 971.
Adolphsen, Internationale Dopingstrafen, S. 597–684; Gentinetta, Die lex fori internationaler Schiedsgerichte, 1973; Handorn, Das Sonderkollisionsrecht der deutschen internationalen Schiedsgerichtsbarkeit, 2005; G. Wagner, Rechtswahlfreiheit im Schiedsverfahren: Ein Probierstein für die juristische Methodenlehre, FS Schumann, 2001, S. 235.
So aber Junker, Deutsche Schiedsgerichte und Internationales Privatrecht, FS Sandrock, S. 443, 449; Solomon, Das vom Schiedsgericht in der Sache anzuwendende Recht nach dem Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Schiedsverfahrensrechts, RIW 1997, 981, 987; ähnlich Mayer, Reflections on the International Arbitrator’s Duty to Apply the Law, ArbInt 17 (2001), 235, 237.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1051 Rn. 1.
Mankowski, Rom I-VO und Schiedsverfahren, RIW 2011, 30, 44; McGuire, Grenzen der Rechtswahlfreiheit im Schiedsverfahrensrecht? – Über das Verhältnis zwischen der Rom-I-VO und § 1051 ZPO, SchiedsVZ 2011, 257.
MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. Rn. 4 Fn. 16; MüKo-BGB/ Martiny, vor Art. 1 Rom I-VO Rn. 100; Musielak/ Voit, ZPO, § 1051 Rn. 3; Hausmann, Anwendbares Recht vor deutschen und italienischen Schiedsgerichten – Bindung an die Rom I-Verordnung oder Sonderkollisionsrecht, FS Hoffmann, 2011, 971, 979.
So ausdrücklich Pfeiffer, EuZW 2008, 622, 623.
MüKo-ZPO/ Münch, § 1051 Rn. 7; Hausmann, Anwendbares Recht vor deutschen und italienischen Schiedsgerichten – Bindung an die Rom I-Verordnung oder Sonderkollisionsrecht, FS Hoffmann, 2011, 971, 978.
Bericht der Kommission zur Neuordnung des Schiedsverfahrensrechts S. 167.
BtDrs. 13/5274, S. 52.
Darstellung bei Adolphsen, Internationale Dopingstrafen, S. 603 ff.
Dieses war in Deutschland erklärtes Ziel der Neuregelung des Schiedsverfahrens, vgl. Gesetzesbegründung BtDrs. 13/5274, S. 1.
Adolphsen, Internationale Dopingstrafen, S. 607.
Schlosser, RipS, Rn. 731.
Abgedruckt in ZEuP 2000, 675 ff.
Text der überarbeiteten Principles 2004 unter http://​www.​unilex.​info; s. dazu Bonell, Uniform Law Review 2004, 5 abgedruckt unter http://​unidroit.​org/​english/​principles/​contracts/​principles2004/​2004-1-bonell.​pdf.
Zimmermann, Die „Principles of European Contract Law“, Teile I und II, ZEuP 2000, 391, 393.
Gem. § 1061 Abs. 1 S. 2 ZPO bleiben Vorschriften in anderen Staatsverträgen unberührt. Dadurch gilt das Günstigkeitsprinzip, so dass sich die Anerkennung und Vollstreckung nach dem anerkennungsfreundlicheren Regelwerk richtet (BtDrs. 13/5274, S. 62).
So van Houtte, Why not include Arbitration in the Brussels Jurisdiction Regulation?, ArbInt. 21 (2005), 509, 516.
Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, Rn. 3304; ähnlich Schwab/Walter, Schiedgerichtsbarkeit, Kap. 43 Rn. 2.
BGH, Urteil vom 14.4.1988, III ZR 12/87 = BGHZ 104, 178 = NJW 1988, 3090, 3091; OLG Hamburg, Urteil vom 23.9.1982, 6 U 4/81 = KTS 1983, 499, 504; MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. V Rn. 3; Schlosser, RipS, Rn. 920; Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, Anh. § 1061 Rn. 74; Weigand/Haas, Practitioners’s Handbook on international arbitration Part 3, Art. V Rn. 5; Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, Kap. 57 vor Rn. 1, 24.
So auch Denkschrift der Bundesregierung BT-Drucks. 3/2160, S. 26; Maier Anm. 1; Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, Kap. 56 Rn. 3; Weigand/Haas, Practitioners’s Handbook on international arbitration Part 3, Art. V Rn. 4; nach Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, Anh. § 1061 Rn. 73 kann ein Staat dagegen seinen Gerichten einen Ermessensspielraum einräumen.
Weigand/Haas, Practitioners’s Handbook on international arbitration Part 3, Art. V Rn. 3.
Vgl. OLG Hamm, Urteil vom 26.6.1997, 1 U 1/96 = RIW 1997, 962, 963.
Detaillierter MüKo-ZPO/ Adolphsen, § 1061 Anh. 1, UNÜ, Art. V Rn. 6 ff.
OLG Schleswig, Beschluss vom 30.3.2000, 16 SchH 5/99 = RIW 2000, 706, 707; van den Berg, The New York arbitration convention of 1958, S. 185; Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, kap. 44 Rn. 10; Kröll, Die Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Schiedssprüche, ZZP 2004, 453, 483; Mallmann, Die Bedeutung der Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Schiedssprüche, SchiedsVZ 2004, 152, 157.
A.A. Kröll, Die Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Schiedssprüche, ZZP 2004, 453, 485 (nur bei Rüge der Befangenheit Pflicht zur Einlegung eines Rechtsmittels).
So aber Kröll, Die Schiedsvereinbarung im Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Schiedssprüche, ZZP 2004, 453, 485 für den Fall der Zuständigkeitsrüge.
BGH, Urteil vom 16.2.1961, VII ZR 191/59 = BGHZ 34, 274, 277 = WM 1961, 635 (zum deutsch-amerikanischen Handelsvertrag, aber generalisierend). Für die Zulassung Stein/Jonas/ Schlosser, ZPO, § 1063 Rn. 4 unter Hinweis auf die geringe praktische Bedeutung von Einwänden im Vollstreckbarerklärungsverfahren aufgrund der Schiedsfähigkeit der Vollstreckungsgegenklage; differenzierend Nelle, Anspruch, Titel und Vollstreckung im internationalen Rechtsverkehr, S. 585, der für die Zulassung der Vollstreckungsabwehrklage als Widerklage im Vollstreckbarerklärungsverfahren plädiert.
BayObLG, Beschluss vom 12.4.2000, 4Z Sch 2/00 = NJW-RR 2001, 1363 = NJOZ 2001, 737 = NJOZ 2001, 1534 = BayObLGZ 2000, 124 = BB 2000, 1109 = JZ 2000, 1170 = MDR 2000, 968 = InVo 2000, 327; BayObLG, Beschluss vom 4.5.2000, 4Z Sch 4/00 = NJW-RR 2000, 1359, 1360; kritisch Wagner, Zur Aufrechnung gegen den im Schiedsverfahren festgestellten Anspruch – Zur Vollstreckungsgegenklage gegen einen Schiedsspruch, JZ 2000, 1171; zustimmend Borris/Schmidt, Vollstreckbarkeit von Schiedssprüchen und materiellrechtliche Einwendungen des Schiedsbeklagten, SchiedsVZ 2004, 273. Ebenso OLG Stuttgart, Beschluss vom 4.10.2000, 1 Sch 13/99 = OLG Report 3/2001, 50.
BGH, Beschluss vom 30.9.2010, III ZB 57/10 = SchiedsVZ 2010, 330, 331; OLG Hamm, Urteil vom 20. 6. 2001, 8 Sch 2/00 = NJW-RR 2001, 1362; OLG Dresden, Beschluss vom 20.4.2005, 11 Sch 01/05 = SchiedsVZ 2005, 210, 213; in der Tendenz ebenso aber offen gelassen von OLG Koblenz, Beschluss vom 28.7.2005, 2 Sch 4/05 = SchiedsVZ 2005, 261, 262. Nach Wagner, Zur Aufrechnung gegen den im Schiedsverfahren festgestellten Anspruch – Zur Vollstreckungsgegenklage gegen einen Schiedsspruch, JZ 2000, 1171, 1173 folgte dies aus der analogen Anwendung des § 767 Abs. 1 ZPO; aA Borris/Schmidt, Vollstreckbarkeit von Schiedssprüchen und materiellrechtliche Einwendungen des Schiedsbeklagten, SchiedsVZ 2004, 273, 279; dies., Nochmals: Vollstreckbarerklärung von Schiedssprüchen und materiellrechtliche Einwendungen des Schiedsbeklagten, SchiedsVZ 2005, 254, 255.
BGH, Beschluss vom 30.9.2010, III ZB 57/10 = SchiedsVZ 2010, 330.
Zur Hilfe für ausländische Schiedsgerichte s. Saathoff, Möglichkeiten und Verfahren gerichtlicher Hilfe bei der Beweisaufnahme zugunsten fremdnationaler Handelsschiedsgerichtsverfahren, 1987.
Hierzu Landau, in Gottwald (Hrsg.), Revision des EuGVÜ, Neues Schiedsverfahrensrecht, S. 297 ff.; Adolphsen, Revision des EuGVÜ und neues deutsches Schiedsverfahrensrecht, ZZP 113 (2000), 85, 96 f.
https://doi.org/10.1007/978-3-662-44384-2_15

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