Source: https://www.strafrechtsiegen.de/verbrechen-vergehen/
Timestamp: 2020-03-30 12:17:34+00:00

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Verbrechen und Vergehen - Wo liegen die Unterschiede?
Die Unterschiede zwischen Verbrechen und Vergehen
Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) unterscheidet in § 12 StGB zwischen Verbrechen und Vergehen. In § 12 StGB heißt es insoweit:
Verbrechen oder Vergehen? Wo liegen die Unterschiede? Symbolfoto: franz12/Bigstock
Für den Laien ist der Unterschied zwischen Verbrechen und Vergehen im ersten Moment kaum auszumachen, handelt es sich doch bei beiden Formen grundsätzlich um rechtswidrige Handlungen. Doch dank der Legaldefinitionen in § 12 StGB kommt etwas Klarheit ins Spiel. Verbrechen sind demnach Straftaten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind. Beispiele hierfür sind: Totschlag gem. § 212 StGB, Raub gem. § 249 StGB oder Meineid gem. § 154 StGB. Vergehen sind demnach Straftaten, bei denen die Mindeststrafandrohung bei unter einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe liegt. Beispiele hierfür sind: Diebstahl gem. § 242 StGB, Betrug gem. § 263 StGB oder aber die Körperverletzung gem. § 223 StGB.
Die Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen hat vor allem dann Relevanz, wenn es einerseits um die Frage der Versuchsstrafbarkeit und andererseits um einen Fall der sog. notwendigen Verteidigung geht. Nach § 23 StGB ist der Versuch eines Verbrechens stets, der Versuch eines Vergehens hingegen nur dann strafbar, wenn dies das Gesetz ausdrücklich bestimmt. Ferner liegt bei einem Verbrechen ein Fall der notwendigen Verteidigung gem. § 140 Abs. 1 Nr. 2 StPO vor, d.h. beim Vorwurf eines Verbrechens muss ein Verteidiger mitwirken. Bei der Klassifizierung bleiben jedoch gem. § 12 Abs. 3 StGB strafmildernde oder strafschärfende Bestimmungen für die Einteilung außer Betracht, d.h. sog. „Regelbeispiele“ spielen diesbezüglich keine Rolle, da die damit verbundene mögliche Strafrahmenverschiebung die Einordnung als Vergehen unberührt lässt.
Strafaussetzung zur Bewährung – Bewährungswiderruf trotz positiver Prognose
KG Berlin – Az.: 2 Ws 60/14 – 141 AR 47/14 – Beschluss vom 14.02.2014 Die sofortigen Beschwerden der Verurteilten gegen die gleichlautenden Beschlüsse des Landgerichts Berlin – Strafvollstreckungskammer – vom 2. Januar 2014 werden verworfen. Die Beschwerdeführerin hat die Kosten ihrer Rechtsmittel zu tragen. Gründe Das Amtsgericht Tiergarten in Berlin verurteilte die Beschwerdeführerin am […]
Bestrafung wegen des Besitzes von Marihuana zum Eigengebrauch
OLG Hamm, Az: 2 RVs 33/14, Beschluss vom 29.07.2014 Das angefochtene Urteil wird mit den darin zum Rechtsfolgenausspruch getroffenen Feststellungen aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Revision, an eine andere kleine Strafkammer des Landgerichts Hagen zurückverwiesen. Gründe I. Der Angeklagte ist mit Urteil des Amtsgerichts Iserlohn – […]
AG Erfurt, Az.: 941 Js 30995/15 – 421 Ls, Beschluss vom 17.06.2016 In der Strafsache gegen … wegen Diebstahls im besonders schweren Fall u. a. wird dem Verurteilten im Zurückstellungsverfahren gemäß § 35 BtMG Rechtsanwalt., … zum Verteidiger bestellt. Gründe 1. Am 18.02.2016, rechtskräftig seit 26.02.2016, verurteilte das Amtsgericht Erfurt – Schöffengericht – den Verurteilten […]
Untersuchungshaft – Wann besteht Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr?
LG Frankfurt, Az.: 24 Qs 1/17, Beschluss vom 06.03.2017 Auf die Beschwerde des Beschuldigten wird der Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim Amtsgericht Frankfurt am Main vom 7. Oktober 2016 (Az. 7461 Js 208925/16 – 931 Gs) dahingehend abgeändert, dass in den Fällen 1 bis 56 dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung besteht. Die […]
Jugendstrafverfahren wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung
LG Köln – Az.: 104 Qs 97/13 – 169 Js 537/13 – Beschluss vom 17.12.2013 1. Die Beschwerde des Geschädigten … gegen den Beschluss des Amtsgerichts Köln vom 04.12.2013 (Az.: 645 Ls 410/13 = StA Köln 169 Js 573/13), mit dem der Antrag auf Zulassung des Geschädigten als Nebenkläger zurückgewiesen wurde, wird kostenpflichtig als unbegründet […]

References: § 12
 § 12
 § 12
 § 212
 § 249
 § 154
 § 242
 § 263
 § 223
 § 23
 § 140
 § 12
 § 35