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Timestamp: 2019-08-22 12:01:15+00:00

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13. Qualitätssicherung Estricharbeiten
Qualitätssicherung beginnt bei der Qualität der Ausschreibung und endet bei der stichprobenartigen Prüfung der fertigen Leistung. Eine Leistung sollte nur dort geprüft werden, wo es aus fachtechnischer Sicht Sinn macht. Zum Beispiel soll eine Bestätigungsprüfung der Festigkeit nur durchgeführt werden, wenn es konkrete Hinweise gibt, die Zweifel an der Festigkeit aufkommen lassen.
7. Trittschallschutz
Schallschutz verfolgt keinen Selbstzweck. Vielmehr ist Schallschutz Lebensqualität und dient der Gesundheit von Menschen.
3. Fugen – Risse
Fugen gehören zu den unerwünschten, aber nicht immer vermeidbaren Details einer Fußbodenkonstruktion. Man unterscheidet zwischen den dauerhaft erforderlichen Fugen, zu denen die Bewegungsfugen und die Rand- bzw. Raumfugen gehören und den Fugen mit zeitlich begrenzter Funktion, die auch als Scheinfugen bezeichnet werden. Daneben gibt es Scheinfugen, die dauerhaft verbleiben, weil gelegentlich Zugkräfte, in der Regel durch Abkühlen, auftreten.
12. Estrich und Belag
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden hier Probleme und Erscheinungsbilder im Zusammenwirken von Estrich und Belag und bei der Verlegung der Bodenbeläge, die in der Fachpraxis immer wieder zu beurteilen sind, behandelt. Unter „Bodenbeläge“ versteht man als Sammelbegriff vereinfachend alle Bodenbeläge (elastische, textile, Fliesen, Platten, Schichtstoffelemente, Parkett, Holzpflaster u. v. m.), die unmittelbar auf Estrichen verlegt werden. Analog dazu versteht man unter dem Begriff „Bodenleger“ allgemein den Auftragnehmer derartiger Verlegearbeiten.
Estriche werden mit und ohne Belag in sehr verschiedener Weise genutzt und beansprucht. Der Estrich muss genau auf das Nutzungsprofil abgestimmt werden. Den universellen Estrich gibt es nicht.
2. Verlegearten
Mit der Auswahl der Verlegeart lassen sich Estriche für bestimmte Zwecke gezielt einsetzen. Eigentlich gibt es nur die Grundarten, die nach der Art der Auflagerung bzw. Bettung unterschieden werden, nämlich auf Dämmschicht, auf Trennschicht und im Verbund.
1. Estricharten
Mit DIN EN 13318 wurden neue Bezeichnungen für Estricharten eingeführt, die auf der englischen Schreibweise basieren. Die Tabelle enthält die seit 2004 geltenden Kurzbezeichnungen.
10. Kapitel Rietveld-Haus
Die Prins Hendriklaan in Utrecht, in südwestlicher Richtung von der Peripherie zum Stadtzentrum verlaufend, ist eine der nicht sonderlich aufregenden niederländischen Mittelschichtstraßen: dreigeschossige, aneinander gereihte Wohnbauten des frühen 20. Jahrhunderts, Ziegelsteinbauten, von bescheidenem, sparsamen, mitunter missglücktem Prunk geprägt. Dunkelbraune Backsteinflächen, ornamentale, diagonal herausgedrehte Vertikalstreifen des gleichen Materials. Kontrast und Auflockerung bieten über die Flächen verteilte weiß gerahmte Fenster. Puritanischer Übermut, wenn es ihn denn geben sollte, ließe sich in derartigen Fassaden erahnen. Auf der nordöstlichen Straßenseite, an die Brandwand des letzten Hauses ist (gleich dem aparten Rucksack des Metropolenbewohners) die weiße, zerklüftete Kiste des Rietveld- Schröder-Hauses gehängt. Ein zurückhaltendes, fast verstecktes Meisterwerk des De Stijl.
Prof. Dipl.-Ing. Ulf Jonak
Landschaftsplanung ist das zentrale Instrument zur räumlichen Konkretisierung und Verwirklichung der Ziele und Grundsätze von Natur, Landschaft und landschaftsgebundener Erholung. Sie hat eine ganzheitliche Betrachtung der Mensch-Umwelt-Beziehungen im Fokus. Handlungsgegenstände der Landschaftsplanung sind die Naturgüter Luft und Klima, Wasser, Gestein und Boden, die wild lebenden Tiere und Pflanzen, Lebensgemeinschaften und Biotope sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft und ihr Erholungswert. Die Landschaftsplanung ist im Bundesnaturschutzgesetz und ergänzend bzw. abweichend in den Landesnaturschutzgesetzen der Länder rechtlich verankert. Landschaftspläne stellen die Fachpläne für den Naturschutz dar und liefern naturschutzplanerische Beiträge für alle Ebenen der räumlichen Gesamtplanung (Landesentwicklungs-, Regional- und Flächennutzungsplanung) sowie wichtige Informationen für andere Planungsinstrumente, wie bspw. Umweltverträglichkeitsprüfungen. Aktuelle Herausforderungen stellen eine verstärkt prozessorientierte Teilhabe der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung dar. Mit einer modular aufgebauten Herangehensweise kann die Landschaftsplanung aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, wie bspw. innerörtlichen Aspekten, Klimawandel, Kulturlandschaftswandel und demographischer Wandel, bedarfsgerecht begegnen.
Kapitel 4. Maxime: Risiken bestimmen + Ressourcen fördern
Traditionell befasst sich BGM mit Belastungen aus dem Arbeitssystem gemäß dem arbeitswissenschaftlichen Paradigma (vgl. Schlick et al., 2018). Viele Verantwortliche haben ein Defizitmodell vor Augen. Betrieblich bedingte Belastungen gilt es zu kompensieren.
9. Schalung und Gerüste
Die grundsätzliche Planung von Schalungsaufgaben wird heute in der Regel im Rahmen der Arbeitsvorbereitung von den entsprechenden Stabsabteilungen oder als Serviceleistung von den Schalungsherstellern mit Anwendung von spezieller Software und den technischen Unterlagen für die jeweiligen Schalungsgeräte durchgeführt. Diese Programme und technischen Unterlagen stehen in der Regel auch den Mitarbeitern in der Bauleitung zur Verfügung, werden dort aber eher seltener genutzt. Zur Anwendung auf der Baustelle stellen die Schalungshersteller neben den technischen Unterlagen Bemessungstabellen zur Verfügung, welche die Auswahl und Dimensionierung einzelner Schalungen wesentlich erleichtern.Die nachfolgend aufgeführten Beispiele aus dem Bereich Schalung und Gerüste beschreiben Aufgaben, die im Baustellenbetrieb auf die Bauleitung zu kommen können und auch ohne Unterstützung einer Stabsabteilung gelöst werden können.
10. Betriebsorganisation
In diesem Kapitel sind einfache Übungsaufgaben zusammengestellt, die sich an praxisnahen Situationen aus dem Baubetrieb orientieren. Die Reihenfolge der Aufgaben entspricht im Wesentlichen dem Kapitel 12 „Betriebsorganisation“ in den „Zahlentafeln für den Baubetrieb“. Zu den dort aufgeführten Abschnitten Organisation der Bauunternehmung, Qualitätsmanagement, Personalmanagement, Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens und Berichtswesen der Baustelle gibt es jeweils Übungsaufgaben mit entsprechenden Lösungsvorschlägen.
Frau Böhmer kauft sich bei Tchibo ein Pfund Kaffee „Milde Sorte“ zum Preis von 3,50 EUR. Während die Kaffeebohnen in der Maschine gemahlen werden, legt Frau Böhmer der Verkäuferin einen 5-Euro-Schein auf die Ladentheke.
6. Energieeffizientes Bauen – Energetische Sanierung
Langfristige konstruktive und wirtschaftlich ausgereifte Konzepte sind für die Sanierung von Gebäuden im Bestand entscheidend. Der Gesetzgeber hat das Ziel, dass bis 2050 alle Gebäude im Bestand höchstens 20% der heute vorgeschriebenen energetischen Norm verbrauchen dürfen. Mit einer Sanierung im Passivhausstandard kann man schon heute den modernsten energetischen Standard für die nächsten Jahrzehnte erreichen.Drei Schwerpunkte sind für eine erfolgreiche Sanierung von großer Bedeutung: 1. Gebäudehülle 2. Haustechnik 3. Wirtschaftlichkeit Der NEH-Standard erfordert keine andere Architektur und lässt sich bis auf die Ausnahme einer exzessiven Glasarchitektur aus jedem Entwurf entwickeln, weil die Qualitätsverbesserung im Bereich der Wärmedämmung und der Luftdichtheit anzustreben ist.Die „Handschrift“ des Architekten bleibt also erhalten. Die Begriffe Effizienzhaus 55, Effizienzhaus 40 und Effizienzhaus40+ bezeichnen die Anforderungen an die Bauweise und zeigen durch die Zahlen, welcher Jahresprimärenergiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche nicht überschritten werden darf. Bei der Planung der Sanierung eines Hauses sollte auch eine ökologische Gestaltung oder Neugestaltung der Außenanlagen Berücksichtigung finden.
§ 4 Rechtsgeschäfte über das Tätigwerden für einen anderen
Gemäß § 611 I BGB verpflichtet sich in einem Dienstvertrag der eine Vertragspartner „zur Leistung der versprochenen Dienste“, der andere Vertragspartner im Gegenzug „zur Gewährung der vereinbarten Vergütung“. Gegenstand eines Dienstvertrags können „Dienste jeder Art“ sein, § 611 II BGB. Somit kann in ganz unterschiedlichen Lebenssachverhalten von einem Dienstvertrag auszugehen sein. Irrelevant für die Einordnung als Dienstvertrag ist, ob es sich um einen einmalig und kurzzeitig zu erbringenden Dienst handelt oder um einen dauerhaften Leistungsaustausch. Freilich sieht das Gesetz in §§ 617, 629, 630 BGB für „dauernde Dienstverhältnisse“ teilweise Sonderregelungen vor.
Kapitel 2. Woher stammen die Erkenntnisse und für wen ist dieses Buch?
Das zweite Kapitel gibt einen Einblick in die methodische Vorgehensweise der durchgeführten Untersuchung. Dabei werden in einem ersten Schritt die Adressaten der Untersuchung genannt. Diese erstrecken sich von Studierenden bis hin zu Verantwortlichen in den Bereichen Personalgewinnung und Personalführung. Insgesamt wurden 221 Studenten mittels Fragebogen befragt, wobei 127 Fragebögen zur Auswertung herangezogen wurden. Mithilfe der 127 Fragebögen konnten 9 Gruppierungen gebildet werden, die einem jeweiligen Studiengang entsprechen. Die qualitativen Antworten der Studierenden folgender Studiengänge wurden ausgewertet: Architektur & Städtebau, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Bibliotheksmanagement, Geisteswissenschaften/Philosophie, Interfacedesign, Öffentliche Verwaltung, Produktdesign, Soziale Arbeit. Die Auswertung der Fragebögen erfolgte mithilfe einer vereinfachten Inhaltsanalyse, unterstützt durch ein Suchraster, mit dessen Hilfe nach Antworten zu den Themen Motivation und Arbeitgeberbindung gesucht wurde. Die Befragten befinden sich in einer Altersspanne zwischen 18 und 30 Jahren. Knapp über die Hälfte sind dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen. Neben den für die jeweilige Fachdisziplin üblichen Berufsfeldern strebt ein Teil der Befragten nicht nur Managementpositionen an, sondern vereinzelt auch eine zukünftige Existenzgründung.
Kapitel 5. Die Arbeitsmittel
Bei der Anwendung sind nicht nur die beschriebenen Arbeitsschritte relevant, sondern darüber hinaus verschiedene spezifische Arbeitsmittel, die den Beteiligten ein effizientes Arbeiten und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ermöglichen.
11. Projektsteckbrief: Wilde Wasser
Wilde Wasser Untertal Themenweg und Alpinsteig
Hermann Trinker, Oliver Rathschüler, Agnes Feigl
10. Projektsteckbrief: Spazierhimmel Werfenweng
31. Abnahmemessungen
Abnahmemessungen an Gasturbinen finden i.Allg. statt, um vertraglich garantierte Betriebseigenschaften der Maschine nachzuweisen. Bei Anlagen mit reinem Gasturbinenbetrieb handelt es sich dabei meist um die elektrische Leistung an den Generatorklemmen sowie den Wirkungsgrad, gebildet aus elektrischer Leistung und zugeführtem Brennstoffenergiestrom. Darüber hinaus werden i.d.R. Emissionsmessungen zum Schadstoffausstoß und zur Schallausbreitung durchgeführt. Wird die Gasturbine in einem Kombikraftwerk betrieben, so können auch ihre Abgasgrößen, Massenstrom und Temperatur, Gegenstand der Abnahmemessung sein. Dieses Kapitel befasst sich im Wesentlichen mit den nachzuweisenden thermodynamischen Größen, da diese fast immer den Hauptanteil der Messkampagne ausmachen.Ziel der Messung ist also, die garantierten Größen und alle Randbedingungen der Garantie, z. B. Umgebungszustände, zu bestimmen. Liegen diese Daten vor, so können die nachzuweisenden Eigenschaften auf die Garantierandbedingungen umgerechnet und mit den vertraglich zugesicherten Werten verglichen werden.
Dr.-Ing. Klaus Werner, Dr.-Ing. Ulrich Wepler
Die Montage des Turbosatzes am Bestimmungsort (erection) erfordert im Vorfeld die Schaffung einer geeigneten Baustelleninfrastruktur. Vor Beginn der Montage sind der Bauplatz und die Zwischenlagerplätze für Teile und Komponenten herzurichten, Transport- und Hebeeinrichtungen sind bereitzustellen und die Standorte für Werkzeugcontainer und Spezialwerkzeuge festzulegen. Geeignete Büro- und Arbeitsplätze für das Baustellenpersonal müssen vor Beginn der Montage bereit stehen.
Kapitel 5. Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung
WerbungskostenWerbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) sind alle Aufwendungen, bei denen objektiv ein wirtschaftlicher ZusammenhangWerbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung Veranlassungszusammenhang mit der Vermietung und Verpachtung besteht und die subjektiv zur Förderung der Nutzungsüberlassung getätigt werden.
Der kürzlich fertiggestellte Forschungsbericht [1] mit dem Titel „Langzeitverhalten feuchter Dämmstoffe auf Flachdächern – Praxiserfahrungen und Wärmestrommessungen“ wurde vom Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik gGmbH (AIBau) in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München (FIW), insbesondere unter Mitwirkung von Dr. Sebastian Treml, erstellt sowie mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert. Der Bericht beruht insbesondere auch auf der Mitwirkung der Umfrageteilnehmer, bei denen wir uns ausdrücklich bedanken.
Mit dieser Beitragsreihe werden die aus der Sicht eines in der Praxis tätigen Bausachverständigen wichtigsten Neuerungen in bautechnischen Regelwerken vorgestellt. Da innerhalb des letzten Jahres – seit meinem Vortrag im April 2017 – viele Regelwerke neu erschienen sind, kann im Vortrag nur auf einen Teil der Neuerungen eingegangen werden (Redaktionsschluss: April 2018).
Im Bauwesen werden oft Bauteilschichten von Konstruktionen bestimmungsgemäß und unvermeidbar durchfeuchtet, die nach dem zweistufigen Abdichtungsprinzip konzipiert wurden. Eine Abschottung zum Innenraum verhindert negative Folgen für die Innenraumluftqualität, auch wenn das Risiko eines mikrobiellen Bewuchses hinter der Abschottung gegeben ist.
Thomas Warscheid, Silke Sous
Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie der Aufbau und der Ablauf von Projekten mit Hilfe von einigen Grundregeln organisiert werden kann. Zunächst werden die verschiedenen Aufbauorganisationsformen vorgestellt, sie lernen deren Vor- und Nachteile kennen und sie können so anhand weniger Kriterien beurteilen, welche Form in einem konkreten Projekt am besten geeignet ist.Der zeitliche Ablauf von Projekten wird in Teilprojekte, Arbeitspakete, Projektphasen und Meilensteine gegliedert. Sie lernen den sequentiellen Ablauf mit strikter Phasenabgrenzung als Standard-Ablaufmodell und das Wasserfallmodell als seine bekannteste Realisierungsform kennen. Sie werden sehen, wie ein Ablauf mit Hilfe des Spiralmodells iterativ organisiert werden kann und wie sich die Projektlaufzeit durch Parallelisierung verkürzen lässt.Zur Regelung der Informationsflüsse in einem Projekt werden zunächst die Zusammenhänge zwischen Information, Kommunikation und Dokumentation aufgefrischt. Dabei sollen Sie die Bedeutung wichtiger Informations-, Kommunikations- und Dokumentenarten kennen lernen. Danach soll die Aufgabe eines allgemeinen Informationsmanagements in Unternehmen bewusst gemacht werden, um dann auf die Besonderheiten der Informationshandhabung in Projekten einzugehen. Abschließend werden die verschiedenen Dokumentenarten vorgestellt, die im Projekt vorkommen und die Aufgabe eines Projektmanagement-Handbuchs wird erläutert.
Kapitel 5. Bauakustik
Wiederholung der Grundlagen zu den verschiedenen Arten des Schallschutzes, den Anforderungen nach DIN und Darstellung der erforderlichen Nachweisverfahren.
4. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Planung, Bauausführung und Bauüberwachung
Mit dem Nachweis ihrer Gebrauchstauglichkeit können Lehmbaustoffe zu Bauteilen und Konstruktionen verarbeitet werden.Gebäude aus Lehmbaustoffen müssen wie alle anderen Bauwerke allgemeinen konstruktiven, funktionellen und gestalterischen Anforderungen genügen und die Bedürfnisse der Nutzer voll erfüllen. Die Gebäudehülle muss eine optimale Verbindung zwischen den äußeren Umweltbedingungen und den Arbeits- und Lebensbedingungen im Haus sicherstellen.
21. Brandschutz-Generalübernehmer
Man kennt den Begriff des Generalübernehmers aus der Bauindustrie. Ein vergleichbarer Begriff wäre Koordinator, also Brandschutz-Koordinator.Der Brandschutz-GÜ übernimmt die Ausschreibung der einzelnen Gewerke, die Auswahl der Subunternehmer und die zeitliche sowie qualitative Überwachung der Baustelle. Der Unterschied zwischen einem Generalunternehmer (GU) und einem Generalübernehmer (GÜ) besteht darin, dass der GU mindestens ein Gewerk selbst übernimmt und die anderen vergibt; der GÜ dagegen vergibt alle Gewerke an Subunternehmer und versteht sich lediglich als Koordinator.
Maßnahmen der Stadt Ortenberg zur Energieeinsparung
Ortenberg liegt in mitten der Natur im Wetteraukreis, eine Marathonstrecke nordöstlich von Frankfurt/Main entfernt.Hier wohnen 9.100 Menschen verteilt in 10 Ortsteilen. Das entspricht = 164 EW/m2. Zum Vergleich: Viernheim Bevölkerung: 32.526 (30. Juni 2009) = 672 EW / km2
Man kennt den Begriff des Generalübernehmers aus der Bauindustrie. Ein vergleichbarer Begriff wäre Koordinator, also Sicherheits-Koordinator.Der Sicherheits-GÜ übernimmt die Ausschreibung der einzelnen Gewerke, die Auswahl der Subunternehmer und die zeitliche sowie qualitative Überwachung der Baustelle. Der Unterschied zwischen einem Generalunternehmer (GU) und einem Generalübernehmer (GÜ) besteht darin, dass der GU mindestens ein Gewerk selbst übernimmt und die anderen vergibt; der GÜ dagegen vergibt alle Gewerke an Subunternehmer und versteht sich lediglich als Koordinator.
Kapitel 35. Ausgestaltung der Arbeitswelt 4.0 im mittelständischen Bauunternehmen
Wolfgang Becker, Thomas Kuchejda, Eva Reitelshöfer
3. Der Verbraucherbauvertrag
Erstmalig wird seit dem 01.01.2018 der Verbraucherbauvertrag geregelt. Dies ist sehr zu begrüßen, weil in der Vergangenheit Verbraucher oft von Bauunternehmen übervorteilt worden sind.
Prof. Dr. Falk Würfele, Dipl.-Ing. Alexander Muchowski
Kapitel 6. Definitionen zum Sicherheits-, Kontinuitäts- und Risikomanagement
Begriffen werden oftmals unterschiedliche Bedeutungen zugeordnet. Um ein gemeinsames Verständnis zu den hier verwendeten spezifischen Fachbegriffen zu schaffen, enthalten die folgenden Unterkapitel diesbezügliche Erläuterungen. Im Kapitel Glossar und Abkürzungsverzeichnis finden Sie viele weitere Erklärungen.
Vom Rinnsal zum Amazon(as): Wie das Bandbreitenwachstum den Medienmarkt vor sich her treibt. Rückblick im Kontext „25 Jahre Medienwirtschaft“
Im Folgenden wird ein gemeinsames Grundmuster hinter den tiefgreifenden Veränderungen identifiziert, die die Wertschöpfungskette der Medien in den letzten 25 Jahren durchlaufen hat. Es handelt um die permanente Zunahme der beim gleichen Preis verfügbaren Bandbreite. Sie ist mit dem weit bekannteren „Moore’s Law“ verwandt, die zum Zeitpunkt der Erfindung des Halbleiters eine Verdoppelung der Packungsdichte und Leistungsfähigkeit der auf dieser Technologie basierenden Systeme im Rhythmus von 18 Monaten prognostiziert hat. Dennoch sollten beide Effekte eigenständig betrachtet werden, da sie unterschiedliche technische und strukturelle Grundlagen haben.
11. Nachträgliche Vertikalabdichtung
8. Bauteiltrocknung in der Altbausanierung
In Bestandsgebäuden werden in der Sanierungsphase Bauteiltrocknungen infolge jahrelanger, teilweise intensiver Feuchtebelastung notwendig. Hinzu kommen notwendige Trocknungsmaßnahmen bei unplanmäßiger Feuchtebelastung der Bauteile im Sanierungszeitraum durch unplanmäßige Wasserleitungsschäden oder durch Regenbeaufschlagungen.
2. Denkmalpflegerische Betrachtungen und Denkmalpflegerische Aspekte in der Bauwerksabdichtung/Bauwerkssanierung
Das Thema Nachnutzung und Transformation von erhaltenswerten Bestandsobjekten und hierbei insbesondere die Neu- und Nachnutzung von Baudenkmälern ist eine der großen Herausforderung im aktuellen Baugeschehen. Zum einen sollen die historischen Bautechniken und eingesetzten Materialien erhalten und bewahrt werden, zum anderen müssen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die einschlägigen Baunormen eingehalten und sicher angewendet werden. Dies führt für den Planer und die ausführenden Gewerke in der gesamten Bauabwicklung zu einem erhöhten Planungsumfang und großer handwerklichen Könnerschaft. Es müssen die historischen Grundrisse mit ihren ursprünglichen Nutzungsgegebenheiten in die heutige Zeit mir ihren Nutzeranforderungen und Qualitätsansprüchen übertragen werden und es steht der historischen Bausubstanz oftmals die heutige Baustoffauswahl und Bautechnik entgegen. Aus dem Missverständnis und der Unkenntnis heraus wird die historischen Substanz einer nachempfundenen „disneyhaften“ Kulisse geopfert.
Christoph Hellkötter
22. Zivilrechtliche Grundlagen
Die nachfolgende Darstellung der Beteiligten soll die zu betrachtenden Vertragskonstellationen veranschaulichen.
Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne
§ 8 Werkverträge
Das BGB enthält in den §§ 631 bis 650 BGB „allgemeine Vorschriften“ für Werkverträge. Diese beschränken sich allerdings auf ein Grundmodell, von dem in verschiedener Hinsicht Abweichungen auftreten können.
§ 7 Dienstverträge
Neben dem Werkvertrag zählt der Dienstvertrag zu den klassischen Schuldverträgen, bei denen die vertragstypische Hauptleistung in der Erbringung einer Tätigkeit besteht. Denjenigen, der diese Tätigkeit schuldet, bezeichnet das BGB als Dienstverpflichteten, seinen Vertragspartner als Dienstberechtigten.
Bevor wir mit dem Kapitel „Requirements“ beginnen, ist es erforderlich, dem Leser mit einer kurzen Übersicht noch einmal die Struktur des ISA 315 bewusst zu machen. Um ihn einzustimmen, nehmen wir eine Anleihe bei der Oper auf und weisen darauf hin, dass der Standard nach einer Ouvertüre, in der „Objective“ und „Definitions“ (zu „assertions, business risks, internal control, risks assessment procedures, significant risks“) behandelt werden, aus vier Aufzügen, den Requirements besteht und dass es ein wesentliches Anliegen der ISA (und dementsprechend auch des ISA 315) ist, deren Komponenten mit Hilfe sogenannter Applications im Einzelnen zu erläutern.
1. Mathematik in der Kunst
Für viele Menschen sind die beiden Begriffe ,,Mathematik“ und ,,Kunst“ geradezu Gegensätze. Mathematik, diese doch so trockene und häufig auch viel zu schwierige Zahlenrechnerei (,,In Mathe war ich immer schlecht!“) und dagegen die so anmutige, leicht beschwingte Muse der Kunst – wie kann das zusammengehen? Tatsächlich gibt es in vielen Teilbereichen Zusammenhänge zwischen Kunst und Mathematik. Denken Sie z. B. an die Perspektive in der Malerei. Ich werde an vielen Beispielen zeigen, wie sich Künstler häufig Anregungen aus der Mathematik geholt haben.
Projekte sind grundsätzlich zeitlich befristet, verfügen über begrenzte Ressourcen (Geld, Zeit, Arbeitskräfte) und verfolgen vorgegebene, qualitativ bestimmte Ziele. Daraus ergibt sich das für Projekte klassische Dreieck, in dem die Projektziele in einer bestimmten Zeit und mit vorgegebenen Ressourcen in einer spezifischen Qualität erreicht werden müssen. Ein großer Teil der Projektarbeiten umfasst planende und entwickelnde Arbeiten und ist deshalb auf die Zukunft gerichtet.
Kapitel 4. Gesetzliche Regelungen zum Einbau und Betrieb von Rauchwarnmeldern
Anfang der 2000er Jahre hat sich in Deutschland eine Kampagne gebildet, die den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen voranbringen wollte und das letztlich auch geschafft hat. Getrieben wurden die Aktivitäten anfänglich vor allem von Brandschützern, die aus den positiven Erfahrungen mit der gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht in einigen europäischen Nachbarländern beeindruckt waren. Gründungsmitglieder der Initiative zur Verbreitung der Botschaft „Rauchmelder retten Leben“ waren neben dem Deutschen Feuerwehrverband e.V. (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) mehrere Handwerks- und Industrieverbände sowie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).
Kapitel 3 PPP- und Inter-state-Konstellationen
Besondere Aufmerksamkeit erfahren immer wieder PPP- und Inter-state-Konstellationen und dabei vor allem die In-house-Geschäfte und kommunale Kooperationen sowie jüngst auch Hoheitsübertragungen etwa auf einen Zweckverband.
Dr. jur. Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage
3. Welche Faktoren fördern bzw. behindern die Entwicklung von Resilienz?
„Wer nicht nach vorne schaut, bleibt hinten!“ (Russisches Sprichwort)
Geht es um die Bedingungen der Standfestigkeit von Gebäuden, sind Statiker gefordert. Sie errechnen dann aufgrund der konkreten Bodenbeschaffenheit, Nutzungsart, Bauhöhe und Wettereinwirkungen, wie viel Stahl in welche Betonqualität mit welchen Wandstärken zu packen ist, damit das Vorhaben gelingt. Besonders bei sehr hohen Gebäuden und/oder unsicheren Bodenverhältnissen müssen Bauleitung und Handwerker in größter Sorgfalt auf die Umsetzung der technischen Vorgaben achten. Ergänzend ist zur Erreichung eines guten Nutzungszustands zu berücksichtigen, dass sich das Bauwerk durch die Sonne nicht zu stark aufwärmt bzw. bei Kälte zu stark abkühlt und die Erosions‐Prozesse eines aggressiven Klimas soweit wie möglich begrenzt werden.
So, wie für stabile Bauwerke Körbe, Matten, Stützpfeiler und Binder eingesetzt werden, so benötigen Babys für eine gute Entwicklung einen schützenden Hort (Korb), tragfähige Matten, sie stützende Rahmenbedingungen und eine gute Ver-Bindung zu ihren Eltern. Anstelle von Statikern sind dann Psychologen, Ärzte, Biologen – oft unter Einbeziehung soziologischer und anthropologischer Forschungen – und Hirnforscher gefordert.
Das Kapitel untersucht die Frage des Rechtsformenmangels für Unternehmen der öffentlichen Hand anhand einer ökonomischen Fallstudie zum krisengeplagten Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die These des Rechtsformenmangels besagt, dass es bestimmte volks- und betriebswirtschaftliche Konstellationen gibt, in denen keine der existierenden Rechtsformen für öffentliche Unternehmen die für einen profitablen Betrieb notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen bereitstellen können. In der Fallstudie wird untersucht, ob diese These auf den Flughafen Berlin Brandenburg zutrifft. Es wird der Frage nachgegangen, ob von der Rechtsform abhängige rechtlich-institutionelle Hindernisse dem erfolgreichen Erwerbsstreben der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH entgegengestanden und die problemlose Realisierung des Großbauprojekts verhindert haben. Unter Zuhilfenahme eines Vorschlages einer alternativen Rechtsform für öffentliche Unternehmen, die als gemeinwirtschaftliche Unternehmensverfassung bezeichnet wird, gilt es zu überprüfen, ob die rechtlich-institutionellen Anforderungen des untersuchten Unternehmens durch diese neue Rechtsform hätten besser erfüllt werden können. Die in der Fallstudie erarbeiteten Ergebnisse führen zu Erkenntnissen, die auch für die Rechtsformenwahl von anderen Unternehmen der öffentlichen Hand in Deutschland von Bedeutung sind.
Richard Stang, Christian Bernhard, Katrin Kraus, Silke Schreiber-Barsch
5. Ökologische Qualität
Ökologisches Bauen soll sowohl den Menschen in seiner natürlichen und gebauten Umgebung schützen als auch die Umwelt vor den negativen Auswirkungen des Bauens durch den Menschen. Zum Schutz des Menschen müssen vor allem Schadstoffemissionen ausgeschlossen werden. Um die Umwelt zu schützen, sollten möglichst wenig Rohstoffe, Energie, Flächen und Wasser verbraucht sowie möglichst wenige Materialien entsorgt werden. Dabei ist immer der gesamte Lebenszyklus zu betrachten. Im folgenden Kapitel werden Relevanz und Zielsetzung der verschiedenen Themenbereiche dargestellt sowie konkrete Maßnahmen, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Zusätzlich wird erläutert, wie die genannten Kriterien in den Bewertungssystemen DGNB und NaWoh berücksichtigt werden.
Es gibt sehr unterschiedliche Bezeichnungen für Sachverständige, insbesondere auch deshalb, weil die Bezeichnung „Sachverständiger“ in keiner Form geschützt ist. Jeder kann sich als Sachverständiger bezeichnen, wenn er über einen überdurchschnittlichen Sachverstand verfügt.
4. Alles klar?! – Informationen weitergeben, Informationen erfragen
Oft kommt es zu Missverständnissen und Fehlern bei der Arbeit, weil der Informationsfluss zwischen den Beteiligten nicht ausreichend geklärt ist. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Elemente der Gesprächsführung, die sicherstellen, dass die Informationen fließen. Dabei spielt die Verständlichkeit im Gespräch eine zentrale Rolle. Gleichermaßen wichtig für die Informationsbeschaffung sind die richtigen Fragen, die in unterschiedlichen Gesprächsformen, wie etwa Auftragsklärung, Projektübergabe oder der Anforderungsanalyse eingesetzt werden können. Fragen führen alleine meist nicht zum Ziel. Wertschätzung, aktives Zuhören und genaues Beobachten unterstützen Sie ebenfalls dabei, Ihre Anliegen verständlich zu machen. Das Apprenticing ist eine Methode, die diese grundlegenden Techniken der erfolgreichen Gesprächsführung bündelt. Sie findet vor allem in der Anforderungsanalyse Anwendung.
Prof. Dr. Annette Verhein-Jarren, Dr. Bärbel Bohr, Dr. Beatrix Kossmann
2. Sich verständigen – Bezugsrahmen teilen
Wie muss die Pilotanlage ausgelegt werden, um den Wirkungsgrad zu erhöhen? Wie kann sichergestellt werden, dass die Bauleitung die aktuellen Pläne hat? Wie kann der Materialfluss optimiert werden? Am Arbeitsplatz sind vielfältige fachlich‐technische Fragen von hoher Komplexität zu beantworten. Gleichzeitig sollen große Projekte aufgegleist und erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu kommen alltägliche Aufgaben im Betrieb, die effizient erledigt werden sollen. Neben technisch‐fachlichem Knowhow erfordert ein solcher Berufsalltag eine gut ausgebildete Kommunikationskompetenz.Voraussetzung für gute Kommunikation ist das Erkennen des eigenen Persönlichkeitsstils. Das Wissen um die verschiedenen Bezugswelten, in denen man sich bewegt, erleichtert den Beteiligten, sich in Gesprächen zu verständigen. Dafür muss ein geteilter Bezugsrahmen ausgehandelt und gelegentlich der Automatismus unserer gegenseitigen Wahrnehmung durchbrochen werden.
7. Planung, Bau und Betrieb von Fernwasserleitungen
Frieder Haakh, Hans-B. Horlacher
5. Kraftwerksleitungen, Dampfleitungen, Heiß-/Warmwasser-/Kühlwasserleitungen
Ziel dieses Kapitels ist es, dem Leser einen Überblick über die wesentlichen Randbedingungen mit Einfluss auf die Ausführung einer Rohrleitungsanlage in einem Wärmekraftwerk zu verschaffen. Neben personellen und organisatorischen Aspekten werden die wichtigsten Regelwerke, Normen und Richtlinien behandelt. Technische Themen sind vor allem die Werkstoffwahl, die Dimensionierung der Rohre, die Rohrleitungseinplanung in die Kraftwerksanlage mit den zu berücksichtigenden Randbedingungen, die als Ergebnis der Planung erstellten Fertigungs- und Montageunterlagen, Vorgaben an das Montage-, Schweiß- und Prüfpersonal sowie die Druckprobe nach erfolgter Montage. Abschließend wird noch auf den kommerziellen Projektabschluss eingegangen.Auf die Aufnahme von Berechnungsformeln wurde verzichtet, da diese in spezifischer Fachliteratur zu finden sind.
Johann Heindel
Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, M. Sc. Clemens Müller, Tilo Nemuth, M. Sc. Martin Oehmichen, Dr. Constanze Stuhr, Markus Rambach, Dr. Christoph Winter
Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter, M. Sc. Clemens Müller, Dipl.-Kfm. Markus Passeck, Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wi-Ing. Ahmed Belkaied, Prof. Dr.-Ing. Frank Dahlhaus, Dipl.-Ing., Dipl.-Wi-Ing. Johannes Tröndle, Dipl.-Ing. Heinrich Schulze, Dipl.-Ing. Torsten Hahm, Dipl.-Ing. Tino Weinhold, Dr. Fabian Theis, Dipl.-Wi-Ing., Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zietz
Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen, Dr. Christian Keidel
Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter
Dipl.-Ing. Roland Pickhardt, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Vismann
16. Bauphysik
Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz, M.Sc. André Thesing
14. Bauen im Bestand
Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper
Kapitel 3. Digitalisierung im Baugewerbe
Das Baugewerbe gilt als „Bricks & Mortar“-Geschäft, das von den Auswirkungen der Digitalisierung wegen seines analogen und materiellen Charakters scheinbar kaum betroffen sein dürfte. Diese Annahme ist falsch. Besonders in den Bereichen der Bauplanung und Bauvorbereitung, der Logistik an verschiedenen Stellen im Bauprozess und des Managements von Kundenbeziehungen manifestiert sich die digitale Transformation am deutlichsten. Unternehmen der Baubranchen müssen sich darauf einstellen, wenn sie am Markt bestehen und das Feld nicht allein den großen Baukonzernen überlassen wollen. Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Trends und Entwicklungen der Digitalisierung im Baugewerbe dar, ordnet sie analytisch ein und gibt praxisrelevante Empfehlungen zum erfolgreichen Umgang mit den genannten Herausforderungen.
Kapitel 31. Auswirkungen von Echtzeitkommunikation in der Baustellenlogistik
Der Beitrag handelt über Methoden zur Echtzeitkommunikation und deren Eignung zur Kommunikation zwischen Akteuren (menschlich) und Aktoren (maschinell) auf der Baustelle und in der Baustellenlogistik. Mit zunehmender Verbreitung des Building Information Modeling (BIM) sind die Grundlagen gegeben, Informationen in Echtzeit für die Nutzung in der Baulogistik verfügbar zu machen und somit, in Verbindung mit weiteren bauspezifischen Technologien, die Wertschöpfungskette der Baustelle digital zu steuern.
D. Schlüter, A. Spengler, A. Malkwitz
Taktplanung und Taktsteuerung gehören zu den bekannten Methoden im Lean Construction. In diesem Beitrag wird diese Methode anhand eines Praxisbeispiel detailliert erklärt. Aus der Sicht eines mittelständischen Generalunternehmens werden die Einführung von Lean Construction und dieser speziellen Methode beschrieben.
Marco Binninger, Oliver Wolfbeiß
Das 1910 entwickelte Gantt-Chart ist bis auf kleine Anpassungen immer noch die Visualisierungsmethode der Wahl, wenn es um die Darstellung des Terminplans eines Bauprojektes geht. Dabei stellt sich folgende Frage: Ist eine über 100 Jahre alte Visualisierungsform noch dazu geeignet, der Komplexität moderner Projekte gerecht zu werden? Stellt die Nutzung dieser Methode eventuell mehr Bürde als Nutzen dar? Die Autoren evaluieren herkömmliche Visualisierungswerkzeuge anhand der Kriterien des Visual Managements und deren Anwendbarkeit in Bezug auf Lean Construction. Mithilfe des in Kap. 2 vorgestellten 3-Ebenen-Modells, welches auf der Grundlage der Lean Prinzipen entwickelt wurde, zeigen sie, wie ein neuer Standard in der Visualisierung von Bauprojekten gesetzt werden kann. Schließlich werden die Möglichkeiten der Digitalisierung der Bauablaufplanung und -steuerung mithilfe dieser Methode aufgezeigt und ein Blick in deren Zukunft gewährt.
Svenja Oprach, Dominik Steuer, Marco Binninger, Janosch Dlouhy
Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die Praxis rund um die Einführung von Lean Construction in Unternehmen und Projekten. Lean Construction ist Chefsache. Gerade Chefs können hier aber durch ihr Handeln das Etablieren einer Lean Kultur verhindern. Hierzu steht vor allem die Einstellung zur Führung der Mitarbeiter und eine offene Fehlerkultur im Zentrum der Anstrengungen. Der offene Umgang mit Ängsten der Mitarbeiter ist ein Kernpunkt in der Einführung von Lean Ansätzen in allen Branchen. Die Baubranche muss hier besonders in der Kommunikation über neue Formen der Zusammenarbeit aktiv gegensteuern. Bauen ist kein Selbstzweck, und daher werden auch in dieser Branche alle Anstrengungen auf den Kundenwunsch ausgerichtet.
Samy Kröger, Martin Fiedler
Kennzahlen bzw. Key Performance Indicators (KPIs) sind in großen Teilen der Wirtschaft verbreitet, um das Tagesgeschäft nachzuverfolgen und zu steuern. In der deutschen Baubranche dagegen ist der Einsatz von Prozess- und Produktionskennzahlen in dieser Form bisher nicht in großem Umfang vorzufinden. In diesem Kapitel werden daher Beispiele aus der Baupraxis von Projektallianzen und Lean Construction Projekten aufgezeigt, in denen bereits konkrete KPIs zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um praktische, leistungsbezogene Kennzahlen, mit denen die Prozessausführenden, d. h. Gewerbliche auf der Baustelle oder Angestellte im Unternehmen, objektiv den aktuellen Leistungsstand vor Augen haben, angestrebte Ziele kennen und ihre praktische Leistungserbringung nach der Einhaltung der Vorgaben sowie Verbesserung der Ergebnisse ausrichten. Des Weiteren wird ein Ausblick gegeben, wie Ansätze aus dem Lean Management in der Baubranche und anderen Wirtschaftszweigen in der Baupraxis genutzt werden könnten, um Prozesse als auch Bauproduktion kurzzyklisch, konstruktiv und vorausschauend zu steuern, sodass Kosten und Termine die angestrebten Ziele erreichen und das monatliche Berichtswesen daraus folgend nur positive Ergebnisse verzeichnet.
Konflikte und Projektablaufstörungen treten immer wieder bei der Abwicklung von Bauprojekten auf, obwohl die etablierten Methoden bereits jahrelang im Einsatz sind. Lerneffekte und Verbesserungen von Projekt zu Projekt sind selten erkennbar und wenn dann von besonderen Personen initiiert. Trotz dieser Missstände kommen Alternativen zu den konventionellen Abwicklungsformen vergleichsweise wenig zum Einsatz. Dieses Kapitel hat zum Ziel, eine solche Alternative, die australische Projektabwicklungsform Project Alliancing mit ihren Kooperationsmechanismen kurz vorzustellen und vertieft auf die Auswahl der Projektpartner mit seinem Ablauf und den möglichen Auswahlkriterien einzugehen. Dieser Auswahlprozess ist als Kompetenzwettbewerb gestaltet, bei dem bereits der Grundstein für eine effiziente und vertrauensvolle Projektausführung gelegt wird. Die hier erarbeitete Ausgestaltung der Kernmechanismen im Projekt wie Geschäftsführungsregeln und personelle Besetzung, Einzelheiten des Vergütungssystems Management und Bepreisung von Chancen und Risiken sowie Umgang mit Änderungen gelten im Falle der Auswahl dieses Teams in der Ausführung fort, sodass der Auswahlprozess selbst, zusätzlich zu diesen Kernmechanismen einen großen Beitrag leistet, Konflikte vorzubeugen und einen glatten Projektverlauf herbeizuführen.
Carina Schlabach, Martin Fiedler
Lean Construction zielt auf die Optimierung von Bauprojekten als Ganzes. Bauverträge können ein „Best-for-Projekt“-Denken bei den Projektbeteiligten durch Nutzung geeigneter Anreizsysteme etablieren. Dann stehen die Partikularinteressen der Projektpartner in Einklang mit den Interessen des Gesamtprojektes, und Entscheidungen werden im besten Sinne des Projektes gefällt. Verschiedene „Best-for-project“- Vertragsarten existieren im Ausland, beispielsweise die Integrated Projekt Delivery-Verträge oder Alliancing-Verträge. Diese „Best-for-Project“-Verträge sind weitergehend als aktuell in Deutschland bestehende kooperative Vertragsformen. Dieses Kapitel stellt die Grundlagen der „Best-for-project“- Verträge, ihre Wurzeln und die Umsetzung in deutschen Bauverträgen dar. Kernmechanismen der Verträge sind Offenheit in Kommunikation und Kalkulation, Gewinn-, Verlust- und Risikoteilung, Gesamtprojektziele sowie Entscheidungsverfahren und Streitkultur. Existierende Vertragsformen von VOB und BGB können für private Bauherren durch diese Kernmechanismen erweitert werden, um das passende Anreizsystem für ein „Best-for-Project“-Denken umzusetzen.
Gerolf Sonntag, Gernot Hickethier
Während Stillstand auf vielen Baustellen keine Seltenheit ist, wäre dies in der produzierenden Industrie undenkbar. Hier sind die Abläufe bereits so gut aufeinander abgestimmt, dass jede Sekunde akribisch ausgefüllt ist und jeder Handgriff sitzt. Auf Baustellen herrscht oftmals das blanke Chaos. Dabei ließe sich dies mit einfachen Mitteln wie einer besseren Planungstiefe vor Baustart und einem Steckkartensystem als Planungs- und Steuerungs-Tool auf der Baustelle lösen. Das Projektmanagement- und Bauberatungs-Unternehmen Drees & Sommer überträgt seit mehreren Jahren den Gedanken des Lean Managements aus der Produktionsindustrie in Form des Lean Construction Managements (LCM) auf Bauprojekte und den Baustellenbetrieb. Das Ergebnis: Der Projektablauf ist bis ins kleinste Detail und auf den Tag durchgetaktet. Dadurch können Arbeitsprozesse deutlich beschleunigt und Kosten um bis zu 30 % gesenkt werden. Entlastet werden nicht nur die Bauherren und Projektmanager, sondern vor allem auch die ausführenden Firmen.
Selim-Tuğra Demir, Patrick Theis
30. Planung von Abfallbehandlungsanlagen
Die Planung von Abfallbehandlungsanlagen steht heute im Zeichen der Globalisierung. Für die Behandlung und Entsorgung verschiedener Abfallströme stehen unterschiedliche Technologien und Behandlungsanlagen zur Verfügung. Unter den Begriff Abfallbehandlung fallen alle Verfahren, bei denen Abfälle entweder verwertet oder entsorgt werden. Bei abfallwirtschaftlichen Anlagen handelt es sich i. d. R. um relativ große und komplexe Projekte, die sich über längere Zeit hinziehen. Um solche Projekte wirtschaftlich abwickeln zu können, bedarf es einer gezielten Vorgehensweise. Diese wird nicht nur in Zusammenhang mit der Errichtung von Gebäuden und Anlagen als Planung bezeichnet.Die allgemeine praktische Erfahrung zeigt, dass Aufwendungen, die in eine präzise Planung investiert werden, sich überproportional im Erfolg eines Projekts widerspiegeln. Das gilt selbstverständlich auch für die Planung abfallwirtschaftlicher Anlagen, insbesondere da es sich hierbei nahezu ausschließlich um individuelle, nicht standardisierte Anlagen mit spezifischen Randbedingungen handelt.
Prof. Dr.-Ing. Hans-Dieter Huber, Dr. Ewa Harlacz
6. Vorsorgender Bodenschutz – Bodenkundliche Baubegleitung – Optimieren von Böden bei Baumaßnahmen
Böden sind eine zentrale Lebensgrundlage, zugleich wird durch die zunehmenden Ansprüche beim Wohnen, bei der Produktion, Freizeit und Infrastruktur Boden durch Bebauen so beansprucht, dass sein ökologisches Leistungsvermögen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt weiter besteht. Diese Einschränkungen durch Baumaßnahmen auf das gesellschaftlich akzeptierte Maß zu beschränken, ist auch Aufgabe der bodenkundlichen Baubegleitung. In der jüngeren Vergangenheit wich die bisherige Zurückhaltung der Genehmigungsbehörden, Investoren und Bauherren gegenüber dem Bodenschutz auf der Baustelle einer größeren Offenheit. Der mit zunehmendem Versiegelungsgrad steigende Bedarf an Bodenschutz sowie zahlreiche positive Erfahrungen mit der bodenkundlichen Baubegleitung haben zu einer gewachsenen Relevanz des Bodenschutzes geführt. Von den Verantwortlichen wurde vielfach erkannt, dass weiter reichende Kenntnisse zu Bodeneigenschaften und ein dementsprechend angepasstes Bauen die Qualität und Sicherheit, in manchen Fällen auch die Geschwindigkeit von Bauleistungen, erhöhen. Der Beitrag wendet sich an Bodenkundler sowie an Vertreter des Bauwesens und der öffentlichen Verwaltung. Er ermöglicht einen Einblick in die Prinzipien des Bodenschutzes beim Bau und nimmt zu deren Hintergrund Stellung. Darüber hinaus gibt er eine strukturierte Sammlung an Bodenschutzmaßnahmen wieder.
Die Wiederaufbauarbeiten der im März 1945 bombardierten Wiener Staatsoper waren gleich auf mehreren Ebenen Austragungsort politischer Debatten. Die innenpolitischen Diskussionsbeiträge liefen bald entlang der Grenzlinie des Kalten Krieges, wie sich an einer Analyse der verschiedenen Parteizeitungen zeigen lässt. Die Wiederaufbauarbeiten waren aber auch von außenpolitischer Brisanz, insbesondere was materielle und finanzielle Unterstützungsleistungen aus der Sowjetunion und den USA betraf. In ihrer offiziellen Darstellung wollte die junge Zweite Republik bei der Wiedereröffnung der Staatsoper im November 1955 von beidem nichts mehr wissen - die wiederaufgebaute Oper sollte als unteilbare Leistung des "österreichischen Volkes" in die österreichische Geschichte eingehen.
Der Beitrag beschreibt vor dem Hintergrund des zunehmenden Kampfes um die Leistungsträger und High Potentials die Erfolgs-Leadership-Geschichte des mittelständischen Familienunternehmens Heitkamp & Hülscher aus Stadtlohn. Es wird dargestellt, wie aus Mitarbeitern erfolgreiche Mitunternehmer gemacht wurden, die Verantwortung übernehmen und kreativ an innovativen neuen Lösungen arbeiten. Dies wiederum hat Sog- und Magnetwirkung auf neue Talente. Aus dieser Erfolgsstory – und dem Rückgriff auf die herausfordernde Reise von Odysseus – werden zudem konkrete Erfolgsfaktoren und Empfehlungen für wirksames und nachhaltiges Leadership abgeleitet.
Chapter 19. Projektentwicklung
Komplexität, Multidisziplinarität und ein hohes unternehmerisches Risiko sind wesentliche Merkmale der Projektentwicklung von Immobilien. Die Kernkompetenz eines Projektentwicklers sind das multidisziplinäre Management und die Koordination von Planungs-, Bau- und Vermarktungsprozessen mit dem Ziel der Wertschöpfung. Dieses Anforderungsprofil erfordert eine vielseitige Qualifikation und ein überdurchschnittliches Maß an Erfahrung.
Kapitel 3. Finanzbedarfsanalyse
Der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist ein langfristiges Vorhaben, das viele Menschen nur einmal im Leben durchführen. Zudem ist es eine gute Möglichkeit, sein Geld sinnvoll anzulegen, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Aber wie viel Geld braucht man für eine Immobilieninvestition denn tatsächlich?
4. Unternehmensplanung und -politik der Bauunternehmung
Jede Unternehmung steht im Spannungsfeld zwischen konkurrierenden Wirtschaftsinteressen und gesellschaftlichen Kräften. Die Unternehmung ist als juristische Person an die Gesetze des Staatswesens gebunden und muß dennoch zwischen den einengenden Vorschriften und Verordnungen ihren eigenen Weg suchen, um in dem Spannungsfeld existieren zu können. Bild 4.1 zeigt schematisch die Kräfte, die auf eine Unternehmung einwirken können.
Professor Dr.-Ing. Reinhard Seeling
2. Grundlagen – Begriffe, Projektbeteiligte sowie deren Aufgaben und Organisationsformen
Hier werden zunächst für die Arbeit wichtige Begriffe definiert. Nach Ausführungen zu den wesentlichen Beteiligten von Bauprojekten sowie zur Entscheidungstheorie werden die statistische und die methodische Basis für die durchgeführten Untersuchungen bzw. das entwickelte Entscheidungswerkzeug dargelegt.
3. Aspekte der Planereinsatzformen Einzel- sowie Generalplaner
Anschließend werden die für eine Entscheidungsfindung möglicherweise bedeutsamen Unterschiede zwischen den beiden Planereinsatzformen herausgearbeitet, gegliedert in Teile der o. g. Projektsteuerungs-Handlungsbereiche nach AHO. Zusätzlich wird ein Unterkapitel den die Projektsteuerung selbst unmittelbar betreffenden Merkmalen der Planereinsatzformen gewidmet.
Kapitel 5. Projektmanagement in der Pharmalogistik am Beispiel des Neubaus Finnair COOL Nordic Cargo Hub
Luftfracht ist ein essenzieller Bestandteil unsere weltweiten Distributionskette, speziell für hochwertige und verderbliche Produkte. Sie beschleunigt die Distributionskette, was insbesondere wichtig ist bei sensiblen Gütern wie Pharmaprodukten, deren Lebensfähigkeit von Temperatur und Umweltbedingungen abhängt. Die Transportkette in der Luftfrachtbranche ist komplex; viele Parteien sind beteiligt, bis die Ware beim Endkunden ankommt.
Kristin Beck, Uwe Beck
Frau Böhmer kauft sich bei Tchibo ein Pfund Kaffee „Milde Sorte“ zum Preis von 3,50 EUR. Während die Kaffeebohnen in der Maschine gemahlen werden, legt Frau Böhmer der Verkäuferin einen 5-Euro-Schein auf die Ladentheke. Nachdem sie das Wechselgeld erhalten hat, reicht ihr die Verkäuferin die Tüte mit dem Kaffee. Daraufhin verlässt Frau Böhmer den Laden.
Schwierige Typen
Jeder Mensch empfindet eine andere Art von Mensch als „schwierig“. Wir schildern hier keine Ansammlung „schwieriger Typen“, wir erklären, wie man mit ihnen umgeht. Es gibt eine Reihe von Regeln, die dabei helfen, uns nicht zu verstricken, bzw. falls wir uns doch verstrickt haben sollten, aus der Sackgasse mit eigener Kraft wieder herauszufinden. Weiterhin zeigen wir bewährte Strategien, wie wir mit Provokationen souverän umgehen können. Wir zeigen auch, wie wir Eskalationen verlässlich vermeiden - egal, was die andere Person tut. Natürlich analysieren wir auch, wie wir selbst sicherstellen können, dass keine versehentliche Provokation durch unsere eigenen Formulierungen entsteht. Die Methoden, die wir schildern, haben ihren Ursprung in unterschiedlichen Wissensfeldern: Angefangen mit einflussreichen Kommunikationsstrategien der Hypnose bis hin zu Überzeugungstechniken, die von besonders erfolgreichen Verkäufern eingesetzt werden. Wir sind sicher, dass Ihnen nach der Lektüre und Anwendung der verschiedenen Strategien künftig deutlich seltener „schwierige Typen“ begegnen werden.
Ökologische Sanierung eines naturschutzfachlich hochsensiblen, niedermoorgeprägten Tieflandflusses
Großflächige ökologische Fließgewässersanierungen im Niedermoorbereich sind technologisch schwierig durchzuführen und bedürfen wegen der zahlreichen geschützten Lebensräume und Arten einer intensiven naturschutzfachlichen Betreuung. An einem naturschutzfachlich hochsensiblen Abschnitt der „Nebel“ ist auf einer Länge von ca. 2,5 km eine solche Sanierung durchgeführt worden.
Dr. Volker Thiele, Dipl.-Ing. Klaudia Lüdecke, Dr. Ralf Koch
Die Abnahme der Bauleistung ist ein zentraler Punkt bei der Abwicklung von Bauverträgen. Insbesondere für den auftraggeberseitigen Bauleiter ist die Kenntnis der Grundzüge zwingend erforderlich, um eine einwandfreie Leistung im Sinne der Objektüberwachung zu erbringen. Daher liegt es im eigenen Interesse des bauleitenden Architekten, potenzielle Haftungsrisiken durch rechtliche Kenntnisse zu minimieren. Die Abnahme der Bauleistungen unter Mitwirkung anderer an der Planung und Objektüberwachung fachlich Beteiligter und die Feststellung von Mängeln sind als Grundleistungen der Leistungsphase 8 in der Anlage 10 Nummer 10.1 zu § 34 Abs. 4 HOAI aufgeführt. Die von der HOAI in § 34 Abs. 4 HOAI i.V. m. Anlage 10.1 erwähnte Abnahme beinhaltet nur die Entgegennahme der Leistung und deren technische Überprüfung, vor allem im Hinblick auf ihre Vertragsgemäßheit. Der Architekt hat die Bauleistungen der jeweiligen Auftragnehmer in technischer Hinsicht auf ihre Übereinstimmung mit der Leistungsbeschreibung zu überprüfen, die aus konkreten und standardisierten Leistungsbeschreibungselementen besteht.
Der bauleitende Architekt oder Ingenieur hat eine allgemeine Aufsichtspflicht auf der Baustelle. Wie weit diese geht, lässt sich nicht in absoluten Zahlen festlegen. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass der Bauleiter mindestens so oft vor Ort sein muss, dass sichergestellt ist, dass das Bauwerk gemäß vorgegebener Planung und Ausschreibung erstellt wird und die hierzu vom Architekten gegebenen Vorgaben eingehalten werden. Die in Kap. 4 benannten Prüfungspflichten müssen eingehalten werden, der Bauleiter muss insbesondere bei wichtigen Bauabschnitten oder schwierigen bzw. gefahrträchtigen Arbeiten vor Ort sein. Bei Arbeiten, die ein Bauunternehmen in der Regel aufgrund der spezifischen Fachkenntnis eigenständig leisten kann, ist eine Aufsichtspflicht nur bedingt gegeben, stellt der Bauleiter jedoch Mängel fest, sind die folgenden Arbeiten der ausführenden Bauunternehmung mit entsprechender Sorgfalt zu beaufsichtigen. Das Erfordernis erhöhter Aufmerksamkeit begründet sich meist bereits aus der Kenntnis über Sorgfaltsprobleme ausführender Firmen anderenorts. Der Bauleiter sollte als Ansprechpartner bei Störungen oder Unklarheiten in der Ausführung vor Ort sein. Ein großes Problem stellen Eigenleistungen des Bauherrn dar, die auf Grund der meist fehlenden Fachkenntnis des Bauherrn besonders intensiv überwacht werden müssen.
Der Begriff der Qualität ist vielschichtig und wird uneinheitlich verwandt. Allgemein wird unter dem Begriff der Qualität die Güte, Beschaffenheit und/oder Wertstufe eines Gegenstandes oder eines Prozesses subsumiert. Um Qualitäten kontrollieren, überwachen und sichern zu können, müssen diese vor der Erstellung (Produktion) definiert worden sein. Hierbei wird zwischen allgemein gültigen Qualitätsdefinitionen und zwischen Qualitäten, die von den Projektbeteiligten festgelegt werden, unterschieden. Gesetze, Normen und Richtlinien beschreiben i. d.R. Mindestanforderungen an Qualitäten. Darüber hinausgehende bzw. zusätzliche Qualitätsdefinitionen werden in Form von Leistungsbeschreibungen, vertraglichen Vereinbarungen o.Ä. bestimmt. Dabei werden regelmäßig mess- und verifizierbare Qualitäten beschrieben. Subjektive Qualitäten wie Schönheit, Ebenmaß oder Ästhetik werden selten thematisiert und spielen auch im Qualitätsmanagement im Sinne der Normenreihe EN ISO 9000 ff. keine Rolle.
Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertigstellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leistungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachleute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbereitung und der Bauausführung in seiner Verantwortung. Welche Pflichten ergeben sich hieraus im Einzelnen in Bezug auf die Terminplanung für den Bauleiter und welche Leistungen sind durch die ausführenden Firmen zu erbringen?
Die Ausführung eines Bauprojekts, d. h. die Bauphase, beinhaltet nicht nur für die ausführenden Unternehmen zahlreiche Tätigkeiten, sondern ist auch insbesondere hinsichtlich der Bauobjektüberwachung eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie umfasst eine Vielzahl von Einzelaufgaben und ‐tätigkeiten und wird von Architekten und Ingenieuren für den Bauherrn ausgeführt. In dieser Funktion werden sie bauleitende Architekten bzw. Ingenieure genannt; in den nachfolgenden Kapiteln werden sie von uns vereinfacht als „Bauleiter“ bezeichnet. Der Bauleiter steht dabei „auf der Seite“ des Bauherrn und nimmt mit der Bauobjektüberwachung eine Kontrollfunktion für den Bauherrn ein. Im Rahmen dieser Tätigkeit überwacht er die Ausführung des Bauprojekts auf Übereinstimmung mit den Ausführungsplänen, der Baugenehmigung, der Leistungsbeschreibung u. a. Auf diesen Grundlagen überwacht er die ausführenden Bauunternehmen. Der Bauherr schließt zu diesem Zweck in der Regel unmittelbar mit dem Bauleiter einen Vertrag über die Objektüberwachung und zuvor einen weiteren Vertrag oder mehrere Verträge mit dem „Planungs‐“ Architekten, den Fachplanern und schließlich mit den Bauunternehmen ab. Die einzelnen Aufgaben des Bauleiters werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt. In der Anlage 10 HOAI (2013) werden 15 Grundleistungen und drei besondere Leistungen aufgeführt.
8. Mengenermittlung
Bauleistungen werden in der Regel durch einen Einheitspreisvertrag vergeben. Dabei werden zur Ermittlung der Gesamtpreise die vom Unternehmer kalkulierten Preise pro Einheit (z. B. 1 m2 Mauerwerk, 1 Stück Fenster) mit den vom Architekten angegebenen Mengen (Massen) multipliziert. Die Summe der Gesamtpreise ergibt den Angebotspreis
19. Internationales Architekturmanagement
Das 7 Kap.19 befasst sich mit internationalem Architekturmanagement. Hierzu gibt es zunächst einen Überblick vor dem Hintergrund der Globalisierung und des weltweiten Wettbewerbs. So werden die besonderen Management-Anforderungen bei der Planung und Durchführung internationaler Projekte vorgestellt. Der Autor erläutert dazu die Schritte des Internationalen Strategischen Managements und die möglichen Ansätze Globale Strategie, Internationale Strategie, Transnationale Strategie und Multidomestik Strategie. Weiterhin werden Strategien auf Büroebene vs. Firmenebene, die Strategie einer Ebene, Diversifizierungsformen, Differenzierung und Kostenführerschaft vorgestellt. Weitere betriebswirtschaftliche Ansätze wie die Kostenführerschaft, Ausrichtung, Funktionale Strategien, Strategien auf Geschäftsebene sowie der Marketing Mix werden beschrieben. Der Autor erörtert ferner das Anreiz- und Informationsdilemma im Architekturmarketing sowie Elemente von Kultur, die Kulturebenen und die Anforderungen an die Akquisition in anderen Kulturkreisen. Weitere Punkte sind strategische Allianzen, die internationale Zusammenarbeit mit Partnern, Synergien und Wettbewerbsvorteile.
Von Marcus Hackel
Inhalte, Darstellungsart, Terminüberschreitungen
Das Entwickeln und Realisieren von Projekten wird zunehmend komplexer, während Kosten- und Termindruck ebenfalls steigen. Um die wirtschaftliche Baufertigung sicherzustellen, ist eine sorgfältige und detaillierte Ablauf- und Terminplanung notwendig. Das Kapitel stellt die Terminplanung als Grundleistung vor. Betrachtungen zur Bauzeit werden aus Sicht des Bauherrn, des Architekten und des Baubetriebes vorgestellt. Finanzierungskosten werden ebenso aufgeführt wie potenzielle Störgrößen. Überdies sind verschiedene Arten von Terminplänen möglich: Rahmenterminplan, Generalterminplan, Grobterminplan und Detailterminplan. Vorgangs-, Ereignis- und Pufferzeiten sowie Toleranzen werden erläutert. Ein wichtiger Punkt sind überdies die Ausführungsfristen nach § 5 VOB/B. Der Leser erhält somit einen umfassenden Einblick in die Inhalte der Terminplanung.
Das Kapitel zu den Themen Baudurchführung und Objektüberwachung beschäftigt sich mit den wichtigen Aufgaben, die der Architekt während der Realisierungsphase zu leisten hat. Die Bedeutung dieser Phase wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungsphase 8 der HOAI mit 32 Prozent fast ein Drittel des Gesamthonorars ausmacht. Die Grundleistungen dieser Leistungsphase werden detailliert aufgezeigt. Weitere Themen des Kapitels sind die Funktion und die Aufgaben des Bauleiters, die Bedeutung der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), die Ausführung von Behinderungs- und Bedenkenanzeigen sowie die gesamtschuldnerische Haftung und Mängel. Weiterhin erfahren Leser Wichtiges über den Terminplan, die Kostenkontrolle, den Kostenanschlag sowie die Kostenfeststellung. Zuletzt gibt der Autor einen Ausblick auf die Entwicklung des Themas.Das Kapitel zu den Themen Baudurchführung und Objektüberwachung beschäftigt sich mit den wichtigen Aufgaben, die der Architekt während der Realisierungsphase zu leisten hat. Die Bedeutung dieser Phase wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungsphase 8 der HOAI mit 32 Prozent fast ein Drittel des Gesamthonorars ausmacht. Die Grundleistungen dieser Leistungsphase werden detailliert aufgezeigt. Weitere Themen des Kapitels sind die Funktion und die Aufgaben des Bauleiters, die Bedeutung der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), die Ausführung von Behinderungs- und Bedenkenanzeigen sowie die gesamtschuldnerische Haftung und Mängel. Weiterhin erfahren Leser Wichtiges über den Terminplan, die Kostenkontrolle, den Kostenanschlag sowie die Kostenfeststellung. Zuletzt gibt der Autor einen Ausblick auf die Entwicklung des Themas.
Der Architektenhaftung kommt im Berufsleben der Architekten und Ingenieure eine besondere Bedeutung zu. Dieses Kapitel will dazu beitragen, Zusammenhänge und die daraus resultierenden Gefahren zu erkennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Fehler vermieden werden können. Hierzu erläutert der Autor zunächst die diesbezüglichen Aufgaben und Pflichten des Architekten/Ingenieurs. Zu diesen zählen die Planung, Bodengutachten, Bauleitung und Ausschreibung sowie die Beratungs- und Aufklärungspflichten. Im weiteren Verlauf erhält der Leser Informationen zu den Rechtsgrundlagen der Haftung wie Gesetzliches Werkvertragsrecht, Sachmängel, Rechtsmängel, Vertragliche Haftung und Haftungsbeschränkungen. Im nächsten Schritt erläutert das Kapitel die Rechtsfolgen der Haftung, die Nebenpflichtverletzungen, unerlaubte Handlungen sowie die Baustellenverordnung. Auch die Vollmachtüberschreitung, Gesamtschuldnerische Haftung, Verjährung und Beweislastführung werden erläutert. Streitverkündung, Schadenschwerpunkte sowie Nichtbeachtung von Vorschriften/Bauherrenwünschen sind weitere Themen. Die Qualität der Bauleistung wird ebenso erörtert wie Maß- und Berechnungsfehler. Die Besprechung von Schadenhäufungen schließt das Kapitel ab.
Von Ulrich Langen
Chapter 7. Verkehrswesen im Rheinland im Dritten Reich
Aufgrund der in den 1920er Jahren zunehmenden Stärke des motorisierten Verkehrs im Rheinland und besonders rechtsrheinisch zwischen Köln und Düsseldorf war wie in anderen Gebieten Deutschlands der Wunsch nach reinen Kraftwagenstraßen entstanden. Der Landtag der Rheinprovinz beschloss 1926, zwischen Köln und Düsseldorf eine Provinzialstraße als reine Kraftwagenstraße zu bauen (im Grunde war eine Aneinanderreihung von Ortsumgehungen geplant).
Kapitel 19. Projektentwicklung
„Projektentwickler sind wie Kinofilmproduzenten“ schreibt Miles in seinem Handbuch. „Sie engagieren viele Talente, um ihre Ziele zu erreichen. Sie motivieren mit Verantwortung für ein langfristiges Projekt. Und sie müssen proaktiv handeln, mit vielen Hindernissen auf dem Weg kämpfen, um letztendlich das Projekt zu vollenden. Die Kosten eines Fehlers sind enorm und im Prinzip ist der letztendliche Projekterfolg nicht wirklich prognostizierbar, sondern bleibt bis zum Schluß eine Überraschung.“
12. Abfallwirtschaftliche Planung und Abfallwirtschaftskonzepte auf Ebene der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
Abfallwirtschaftskonzepte sind ein zentrales Element bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft auf Ebene der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Beginnend mit der grundlegenden Vorgehensweise und der Bestandsaufnahme sind in Szenarienbetrachtungen verschiedene Modellvarianten der Erfassungs-, Behandlungs- und Verwertungssystem bis hin zur Restabfallbehandlung zu vergleichen und anhand der Massenbilanzen unter Einbeziehung der Erfassungs-, Verwertungs- und Abschöpfungsquoten unter ökologischen, ökonomischen und regionalen Aspekten zu vergleichen und zu bewerten.Die Schritte der Umsetzung vor dem Hintergrund zeitlicher Entwicklung sind ebenfalls mit einzubeziehen. Die erforderlichen abfallwirtschaftlichen Anlagen müssen geplant und realisiert werden. Hierfür wird im Grundsatz die Verordnung über die Honorare für Architekten und Ingenieurleistungen zugrunde gelegt, wo die Planungsphasen von der Grundlagenermittlung bis hin zur Objektbetreuung und Dokumentation beschrieben sind. Hierbei sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Besonders die Genehmigungsverfahren sowie die Ausschreibung und Vergabe sind wichtige Elemente im gesamten Planungsprozess.
Dr. Hans-Dieter Huber, Prof. Dr. Martin Kranert
Chapter 3. Planung der Baustelleneinrichtung
In Abhängigkeit von der Art und Größe des Bauvorhabens, der Ausdehnung und der Lage der Baustelle, der Länge der Bauzeit, den zu erwartenden Witterungsverhältnissen und dem durch das Bauverfahren bedingten Maschinen- und Geräteeinsatz kann der Umfang und die Anordnung der Baustelleneinrichtung einen wesentlichen Einfluss auf das wirtschaftliche und sichere Arbeiten sowie die Minimierung von Gefährdungen ausüben. Deshalb muss jede damit verbundene Einzelentscheidung umfassend auf ihre Auswirkungen hin geprüft werden.
Rainer Schach, Jens Otto
Chapter 5. Kostenkalkulation der Baustelleneinrichtung
Die Kosten, die durch die Baustelleneinrichtung entstehen, können in der Regel nicht pauschal als Fixbetrag oder als ein bestimmter Prozentsatz der Baukosten ermittelt werden, da sie sich bei verschiedenen einzelnen Baustellen teilweise sehr stark unterscheiden
Chapter 2. Elemente der Baustelleneinrichtung
Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Baumaßnahme ist die richtige Auswahl der einzelnen Elemente der Baustelleneinrichtung in ihrer Art und Dimension. Dabei müssen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Elemente untereinander, aber auch die Abhängigkeiten zu den gewählten Bauverfahren sowie zum Bauwerk und der Umwelt beachtet werden, um insbesondere eine schnelle und sichere Bewegung von Gütern und Personen auf der Baustelle und die optimale Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze sicherzustellen.
Chapter 19. Kosten von Windkraftanlagen und Anwendungsprojekten
Der Ausgangspunkt für alle Kosten-und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen sind die Herstellkosten der Anlagen. Zur Zeit sind Windkraftanlagen bis zu einer Leistung von etwa 5000 kW aus serienmäßiger Produktion verfügbar. Während der letzten fünfzehn Jahre konnte bei Windkraftanlagen ein enormer Fortschritt im Hinblick auf die Senkung der Herstellkosten erreicht werden. Bis Ende der neunziger Jahre waren die spezifischen Verkaufspreise von serienmäßig hergestellten Windkraftanlagen auf unter 1000 €/kW gefallen. Mit Blick auf die Zukunft ist das weiterhin erschließbare Kostensenkungspotential von Windkraftanlagen von Interesse. Die Windkraftanlagen selbst bilden zwar den Hauptbestandteil der Investitionskosten für schlüsselfertige Anwendungsprojekte zur Windenergienutzung. Die übrigen Kostenbestandteile dürfen aber nicht unterschätzt werden. Ein Sonderfall ist die Offshore-Aufstellung von Windkraftanlagen. Die Investitions- und Betriebskosten sind höher als an Land und außerdem ist die Bandbreite, abhängig von den Aufstellbedingungen, noch erheblich größer. Auf der anderen Seite wird durch die höheren Windgeschwindigkeiten auf dem Meer auch ein Teil der höheren Kosten wirtschaftlich wieder ausgeglichen.
Chapter 3. Daten, Informationen, Wissen und BIM
Die Qualität von Daten und Informationen bildet die Ausgangsbasis für genaue Berechnungsergebnisse und fundierte Entscheidungsgrundlagen. Daten, Informationen und Wissen bilden das Grundgerüst für die systematische Berücksichtigung von Unsicherheiten im Chancen- und Risikomanagement. Dieses Kapitel beschreibt anhand der Wissenstreppe nach North die Entwicklung von singulären Daten und Informationen hin zu Wissen und letztendlich zum entscheidenden Erfolgsfaktor, der eine einzigartige Stellung am Markt ermöglicht. Wissen wird nur dann vermittelt, wenn Daten und Informationen systematisch vernetzt sind und im Kontext von Erfahrungen und Erwartungen stehen. Beleuchtet wird die Rolle des Informationserzeugers, der maßgeblich bestimmt, in welcher Qualität und Quantität die Informationen dem Nutzer zur Verfügung stehen. Jedes noch so gute BIM-Modell benötigt für die Simulation von Bauzeiten und Baukosten hochqualitative Daten mit den dazugehörigen Informationen (z.B. Entstehung, Randbedingungen). Erst dann ist mit BIM-Modellen der größtmögliche Nutzen für alle Projektphasen und -beteiligten sowie in weiterer Folge für den gesamten Lebenszyklus eines Bauobjekts zu erzielen.
Chapter 4. Chancen- und Risikomanagement
Die Förderung des chancen- und risikobasierten Denkens, das eine wertvolle Basis des effizienten und effektiven Handelns darstellt, steht im Fokus des Kapitels. Das Chancen- und Risikomanagement offeriert ein Repertoire an Werkzeugen und Methoden, um in effizienter Weise die Chancennutzung zu optimieren und Risiken zu bewältigen. Auf übergeordneter Ebene können damit die Unternehmensziele verfolgt werden, während untergeordnet die Projektziele effizient und effektiv erreicht werden können. Das Chancen- und Risikoverhalten der Akteure bestimmt die Anzahl der Aufträge, die einerseits akquiriert und andererseits wirtschaftlich erfolgreich abgewickelt werden. In der Makrobetrachtung bezieht sich das Chancen- und Risikomanagement auf die gesamte Organisation und in der Mikrobetrachtung auf einzelne Projekte. Für einen zeitnahen Überblick über die Kostensituation wesentlicher Projekte ist zwischen den beiden Betrachtungsebenen ein Projektportfoliomanagement zu implementieren. Primäres übergeordnetes Ziel ist die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs bzw. der Unternehmensexistenz. Für die erfolgreiche Anwendung eines zielorientierten und systematischen Chancen-Risikomanagementprozesses werden im Kapitel Regelkreise dargestellt und beschrieben.
Chapter 10. Abwicklung von Energieprojekten
Investitionsvorhaben im Energiebereich sind meistens Projekte zur Erzeugung oder Verteilung von Energie.
3. Rechte und Pflichten in der Ausführungsphase (§ 4 VOB/B)
Die § § 3 und 4 VOB/B regeln eine Vielzahl von Rechten und Pflichten der Vertragsparteien im Hinblick auf die Ausführungsunterlagen und die Ausführung des Bauvorhabens selbst. Sie stellen somit den rechtlichen Rahmen dar, werden jedoch von gesetzlichen Bestimmungen und in der Regel durch eine Vielzahl weiterer vertraglicher Vereinbarungen ergänzt.
Wenn man die Inhaber der Planungsbüros fragt: „Was ist Ihr Unternehmensziel?“, so müssen die meisten erst überlegen, was das sein könnte, und antworten dann normalerweise, dass man mehr Umsatz und mehr Gewinn machen möchte. Aber das ist doch nur eine wenig konkrete Absicht oder gar Wunschvorstellung. Vielleicht findet man eine bessere Antwort, wenn die Frage etwas anders gestellt wird, nämlich: „Was ist der Zweck des Unternehmens, bzw. wozu ist das Unternehmen da?“ Jetzt merkt man schon, dass es auch noch ein paar andere Werte gibt als diese monetäre Vorstellung. Nicht erstrebenswert wäre hingegen ein Unternehmensziel, das darin besteht, das Unternehmen nicht als Beruf, sondern als Berufung zu führen.
13. Finanzwirtschaftliche Entscheidungen
Voraussetzung für eine rationale und effiziente Unternehmensführung ist eine klare und eindeutige Zielbestimmung. In der Literatur wird diese Aufgabe als „Aufbau des Zielsystems“ eines Unternehmens bezeichnet. Um ein Zielsystem für ein Unternehmen festlegen zu können, müssen zunächst folgende Fragen eindeutig beantwortet sein. Was sind die generellen Ziele von Unternehmen in marktwirtschaftlichen Systemen?Mit welchen operativen Handlungszielen können diese generellen Ziele erreicht werden?Welcher Zusammenhang besteht zwischen Zielsystem und Organisationsstruktur?Welche Zielkonflikte gibt es und wie werden diese gelöst?Entsprechend diesen Fragestellungen wird im Folgenden ein Zielsystem für bauwirtschaftliche Unternehmen erarbeitet.„Für ein Unternehmen im marktwirtschaftlichen System gilt der erwerbswirtschaftliche Grundsatz. Nach diesem Grundsatz ist es das Ziel des Unternehmens, Einkommen für jene Haushalte zu erwirtschaften, die das erforderliche Eigenkapital zur Verfügung stellen“ (vgl. Heinen 1992, S. 106). Die stärkste Ausprägung dieses Grundsatzes bedeutet: Erzielung eines möglichst hohen Gewinnes.Unternehmen in marktwirtschaftlichen Systemen stehen einer Vielzahl von Risiken gegenüber, wie z. B. Konjunkturschwankungen, Nachfrageänderungen und veränderte Wettbewerbssituationen. Diese Risiken bedrohen nicht nur den Erfolg, sondern auch das Überleben der Unternehmen. Deshalb ist das Streben nach Sicherheit ein weiteres generelles Unternehmensziel.
Die Aufgabe der Organisation liegt in der Nutzung von Vorteilen der Arbeitsteilung und der Standardisierung. Eine Lösung dieser Aufgabe ist nicht immer einfach zu finden, da sich mit der Arbeitsteilung und der Standardisierung ein komplexes Organisationsgebilde ergibt, das durch das Management koordiniert werden muss.Basis der Organisationsstruktur ist eine Sammlung an Regeln (Steinmann et al. 2013, S. 383), unter anderem zur Festlegung der Aufgabenverteilung,Regeln der Koordination,Verfahrensrichtlinien bei der Bearbeitung von Vorgängen,Beschwerdewege,Kompetenzabgrenzungen,Weisungsrechte,Unterschriftenbefugnisse.Die Gefahr beim Aufbau von Organisationsstrukturen besteht in der Überorganisation, da jedes Unternehmen durch ein soziales Gefüge geprägt ist, nicht jede Situation im Voraus erschöpfend vorhergesagt, und nicht jeder Prozess in all seinen Ausprägungen und Sonderfällen beschrieben werden kann. Dies betrifft insbesondere die Bauunternehmen aufgrund des Projektcharakters der Leistungserstellung. Darüber hinaus spielt die Motivation bzw. die Identität der betroffenen Mitarbeiter und Führungskräfte eine Rolle (vgl. Kap. 10).
16. Durchführung und organisatorische Einbindung des operativen Controlling
Controlling ist auch in der Bauwirtschaft ein signifikanter Faktor der Wettbewerbs‐ und der Existenzsicherung. Wie existenzgefährdet die Unternehmen der Bauwirtschaft sind, wird kurz anhand zwei Faktoren für die bauausführenden Unternehmen gezeigt. Zunächst wird hierbei die durchschnittliche Eigenkapitalquote betrachtet. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich verbessert, sodass sie 2013 wieder bei rund 15 % liegt (zum Vergleich: 2002 befand sie sich bei unter 2 %). Im Vergleich hierzu liegt die Eigenkapitalquote beim verarbeitenden Gewerbe bei ca. 30 %. Ebenso ist die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe ernst zu nehmen. Im Jahr 2013 war eine Insolvenzquote von etwas über 1 % der Betriebe zu verzeichnen. Im Verhältnis zum sonstigen verarbeitenden Gewerbe ist sie damit doppelt so hoch. Auch wenn sich die Zahlen in den letzten Jahren verbessert haben zeigt die Situation deutlich, dass es sich beim Bauen um ein risikoreiches Geschäft handelt. Insofern wird im Folgenden neben dem operativen Controlling auch ausführlich auf das Risikocontrolling eingegangen.Was bedeutet nunmehr Controlling?
19. Der Jahresabschluss als Informationsquelle für externe Gruppen
Wie an anderer Stelle ausgeführt – vgl. Abschn. 9.2.1 – haben eine Reihe von externen Gruppen unmittelbare Interessen am wirtschaftlichen Geschehen eines Unternehmens: Im Folgenden wird dargestellt, inwieweit der veröffentlichte Jahresabschluss als Informationsquelle für externe Gruppen dienen kann.„Die Problematik des Jahresabschlusses als Lieferant von Orientierungsdaten liegt darin, dass er keine Ansichtskarte des Unternehmens darstellt. Vielen Unternehmen wird dies erstmals bei Kreditverhandlungen deutlich. Ein Unternehmen sieht Möglichkeiten der Geschäftsausweitung, will Geräte anschaffen, den Baurahmen erweitern, dafür Kredit aufnehmen oder den Kreditrahmen erweitern. Langfristige Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen steht zur Debatte – Anteilserwerb, Gründung gemeinsamer Gesellschaften, z. B. für schlüsselfertiges Bauen. Dann treten plötzlich Begriffe auf, die – scheinbar – aus dem Jahresabschluss gar nicht hervorgehen: Der Cash‐flow sei zwar gut, aber teilweise periodenfremd, der Einfluss des Fremdkapitals auf die Ertragslage könnte stark werden. Die Deckungsverhältnisse der Bilanz seien anzustreben, zudem sei der Kapitalumschlag zu langsam.
Seit 2011 wurden durch die EnBW in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umwelt studien Versuche zum Scheuchen und Leiten von Fisch en mit elektrischem Strom durchgeführt. Dabei wurde neben der Barrierewirkung von elektrischen Feldern auch die Möglichkeit zum Stoppen und Leiten von Fisch en entlang elektrifizierter Rechenanlagen untersucht. Die Versuche wurden sowohl unter Freilandbedingungen vor dem Einlaufbauwerk eines Kraftwerks als auch in einem Versuchsbecken durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass durch den Einsatz elektrischer Felder eine erhöhte Abweise- oder Leitwirkung erzielt werden kann.
Ulrich Rost, Uwe Weibel, Steffen Wüst, Oliver Haupt, Michael Gebhardt, Tobias Rudolph, Wolfgang Kampke, Norbert Eisenhauer, Raymond Johan Meijnen, Thomas Grünig, Michael Pötsch, Rolf-Jürgen Gebler, Béla Sokoray-Varga, Roman Weichert, Franz Nestmann, Mark Musall, Peter Oberle, Ruth Carbonell Baeza, Juan F. Fuentes-Pérez, Jeffrey A. Tuhtan, Franz Nestmann, Christoph Heinzelmann, Roman Weichert, Stefanie Wassermann, Jochen Ulrich, Paul Jäger, Christian Haas, Philipp Thumser, Fabian Völker, Martin Schletterer, Gebhard Senn, Manfred Menghin, Michael Hubmann, Richard Schwarzenberger, Christian Haas, Philipp Thumser, Magnus Thor Asgeirsson, Falko Wagner
Das Thema Fisch schutz und Fisch abstieg ist seit längerem Gegenstand umweltpolitischer, umweltrechtlicher und fachlicher Diskussionen, wobei deren Intensität in den letzten Jahren zugenommen hat. Dies war Veranlassung zur Gründung des „Forums Fisch schutz und Fisch abstieg“. Grundsätzliches Ziel ist es, in den Jahre 2012 bis 2014 einen offenen Austausch zu den verschiedenen Aspekten des Themas zu er mög lichen und ein gemeinsames, bundesweit einheitliches Verständnis darüber zu fördern, welche Anforderungen und Lösungen nach dem derzeitigen Stand des Wissens und der Technik dem Fisch schutz und Fisch abstieg und dem Erhalt und der Etablierung von Fischpopulationen zu Grunde zu legen sind. In diesem Beitrag wird der aktuelle Stand dieses Prozesses dargestellt.
Stephan Naumann, Stephan Heimerl, Johannes Schnell, Paul Jäger, Stefan Gischkat, Beate Adam, Jochen Koop, Christian von Landwüst, Steffen Wieland, Matthias Scholten, Georg Loy, Manfred Holzner, Hans Michael Schober, Ralf Schindlmayr, Christoph Stein, Gerhard Haimerl, Oliver Born, Dagobert Smija, Pia Anderer, Christof Bauerfeind, Jens Görlach
Chapter 6. Vom Amerikanismus zur Baunormung
„Professor Ernst Neufert, Leiter der Bauabteilung der ehemaligen staatlichen Bauhochschule Weimar, wurde als Leiter der Bauabteilung der Kunstschule Itten, Berlin, berufen. Damit geht auch ein wesentlicher Teil der Weimarer Bauhochschüler nach Berlin.
Chapter 2. Anfänge
Hermann Ernst Neufert wird am 15. März 1900 in Freyburg an der Unstrut, im heutigen Sachsen-Anhalt, geboren. Der Vater Karl Hermann Neufert, geboren am 7. September 1853, ist Kaufmann und Seiler, seine Mutter Florentine Berta Neufert, geborene Schlieder, wird am 17. Oktober 1859 geboren und stammt aus ländlichen Verhältnissen.
Chapter 3. Anfänge im Umfeld des Bauhauses Weimar und Dessau
Als Ernst Neufert im Oktober 1919 auf Anraten seines Lehrers und Direktors der Baugewerken-Schule Paul Klopfer an die neu gegründete Hochschule geht, ist er einer der ersten Studenten des Staatlichen Bauhauses Weimar.
Chapter 4. Anfänge der Normungsbestrebungen
Es ist bekannt, dass Ernst Neufert stets bestrebt ist, die Normierung im Bauwesen voranzutreiben. Um seine Beweggründe dafür nachvollziehbar darzustellen, soll an dieser Stelle zunächst ein kurzer Rückblick auf die Anfänge der Normung gegeben werden.
Kapitel 4. Umsetzung erfolgreicher Vergabestrategien
Die Bauwirtschaft ist nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland. Nach Krisen und Marktbereinigung in den letzten Jahrzehnten ist heute, begünstigt von niedrigen Zinsen, neuen Finanzierungsformen und einem Run auf Immobilien durch massiven Zufluss von internationalem Kapital in die deutschen Immobilienmärkte, ein neuer Bauboom feststellbar.
Kapitel 3. Analyse der Vergabemodelle
In der Vergangenheit haben sich verschiedene tradierte Vergabemodelle (z. B. Einzelvergabe, GU-Vergabe) etabliert. Inhaltlich unterscheiden sich die Modelle danach, ob der Werkunternehmer alle oder einen Teil der Bauleistungen erbringt, in welchem Umfang er seine Leistungen an andere Unternehmen weitervergibt und inwieweit er Planungsleistungen übernimmt. Diese Modelle dienen dem Ziel, die vorstehend beschriebenen Risiken besser beherrschbar zu machen, gleichzeitig jedoch dem Bauherrn die Flexibilität und Möglichkeit des Nachsteuerns zu geben, wenn sich ihm zuzuordnende Risiken realisieren.
Kapitel 10. Human Capital Management
Der in diesem Kapitel unter dem Namen Human Capital Management vorgestellte Ansatz zur Strategieimplementierung basiert auf dem Talentmanagement. Im Gegensatz zu den bisher diskutierten Ansätzen ist das Human Capital Management kein generelles Konzept, sondern die konkrete Umsetzung des strategischen Talentmanagements bei einer Schweizer Großbank. Das Human Capital Management beschreibt eine generische HR-Architektur, die Mitarbeitern und Führungskräften Orientierung darüber geben kann, welche Instrumente seitens des Personalmanagements zu welchem Zweck eingesetzt werden. Anknüpfend an den Gedanken der HR Scorecards ist es auch für das Human Capital Management eine zentrale Annahme, dass das Humankapital des Unternehmens mess- und überprüfbar ist: Nur wenn es gemessen werden kann, kann es auch aktiv gesteuert werden. Wie diese Messung durchgeführt wird und wie die Messgrößen und Instrumente dazu entwickelt bzw. integriert werden müssen, das sind die zentralen Themen dieses Kapitels. Ob und inwieweit der Ansatz auf andere Unternehmen übertragen werden kann, diskutieren wir abschließend.
Die Grundsanierung des Bundesverfassungsgerichts
Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden aus der Nachkriegszeit wird oft das geschützte Erscheinungsbild so stark verändert, dass der Fortbestand als Denkmal in Frage gestellt wird.
Dipl.-Ing. Prof. Wolfgang Grether
Chapter 5. Bauakustik
Mit steigenden Anforderungen an z. B. den Wärme- und Feuchteschutz sowie Bemühungen beim energiesparenden Bauen wurden Spezialbaustoffe und messtechnische Ausrüstungen im Themenbereich Luftdichtheit/ Luftdurchlässigkeit entwickelt.
Dr. Klaus Vogel, Dipl.-Ing. Silke Sous
Schulhausbau in Zürich von 1860 bis 1920 – zwischen Expertenherrschaft und öffentlicher Kontrolle
Chapter 12. Computergestützte AVA
Wegen der schnell fortschreitenden weiteren Entwicklung des Einsatzes digitaler Software- und Hardwarelösungen im AVA-Bereich soll am Anfang der hier komprimierten Darlegungen die Historie sowie der Entwicklungsstand im Jahre 2016 kurz beschrieben werden.
I. Honoraransprüche schlüssig einklagen
1. Abschluss des Architektenvertrags2. Vertraglicher Leistungsumfang3. Honorarvereinbarung4. Fälligkeit des Honoraranspruchs5. Honorar bei vorzeitiger Vertragsbeendigung
15. Bau- und Planungsverträge
Überblick Im Rahmen der Projektentwicklung ist ein besonderes Augenmerk auf die zu schließenden Verträge zu werfen. Das Schwergewicht liegt dabei eindeutig auf dem Bauvertrag, also dem Vertrag zwischen Bauunternehmer auf der einen und Auftraggeber/Bauherrn auf der anderen Seite. Doch erschöpft sich darin nicht das Bauvertragsrecht. Denn an einem Bauvorhaben sind in aller Regel außer dem Bauunternehmer und dem Bauherrn noch erheblich mehr Personen beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Planungsseite, wobei folgendes Schaubild dies in einem Überblick verdeutlichen soll (s. Abb. 15.1).
E. Joussen
9. Mietvertrag
Im nachfolgenden Abschnitt sollen wesentliche rechtliche Aspekte des Mietvertrages aus der Sicht des Investors unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Bezüge des Mietrechts dargestellt werden.
E. von Bressensdorf
Chapter 16. Weitere mögliche Maßnahmen der Behörden im Baurecht
Chapter 4. Dampfkraftwerke
In Deutschland waren im Jahr 2015 fossil gefeuerte Dampfkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 75GW betriebsbereit, die rund 65% des Strombedarfs deckten und immer dann Strom produzierten, wenn bei einer Windflaute die Windturbinen sich nicht drehten und die Solarzellen bei bedecktem Himmel nur wenig Strom lieferten.Charakteristisch für die Entwicklung der Kohleverstromung seit 1975 ist die Automatisierung der Anlagen, die Ausrüstung der kohlegefeuerten Kraftwerke mit Anlagen zur SOX und NOX Rückhaltung sowie die Vergrößerung der Blockleistung bis auf 1.200 MW, die zu günstigeren Gestehungskosten für den Strom führten.Wichtigste Aufgaben bei der Weiterentwicklung der kohlegefeuerten Wärmekraftwerke sind neben der Verbesserung des Wirkungsgrades und der Entwicklung von Verfahren zur CO2-Rückhaltung die Verkürzung der Startzeit und die Verbesserung des Laständerungsverhaltens.
Kommentar: Vorbemerkungen
Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.
§ 24 Besondere Kreditformen und mezzanine Finanzierungen
Der rechtliche Grundtatbestand des Kreditgeschäfts der Banken ist der Darlehensvertrag (dazu ausführlich § 15). In der Praxis haben sich allerdings eine Vielzahl von Kreditformen herausgebildet, die besondere rechtliche Probleme aufwerfen. Ferner gibt es Kreditgeschäfte, denen keine Darlehensverträge, sondern andersartige Vertragsverhältnisse zugrunde liegen. Hieran zeigt sich, dass der Kreditbegriff weiter ist als der Darlehensbegriff. Unter einem Kredit ist daher jedes Vertragsverhältnis zu verstehen, das der direkten oder indirekten Verschaffung von Finanzierungsmitteln dient.
Die Projekte des Untertagebaus gehören zu den risikobehaftetsten Aufträgen, die in der Bauwirtschaft abgewickelt werden. Daher ist hier ein besonderes Augenmerk auf die Projektabwicklungs- und Vertragsform mit der einhergehenden Verantwortungs- und Risikoverteilung notwendig. Die Vertrags- und Projektabwicklungsformen werden auch hier durch technische und wirtschaftliche Veränderungen geprägt.Das Zusammenwachsen Europas zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum prägt durch zwei wesentliche Entwicklungen auch den Baumarkt und insbesondere den Untertagebau. Einerseits sind dies die grossen nationalen und internationalen Verkehrsprojekte, mit denen aus nationalen Verkehrsnetzen ein internationales Netzwerk aufgebaut wird; andererseits ist es die Privatisierung grosser Infrastrukturunternehmen wie Bahnen und Energieversorger.
Initiiert wurde das Projekt durch einen Promotor, der infolge der Neustrukturierung seiner Industriebetriebe ein sehr grosses Industrieareal nicht mehr für seine eigenen Geschäftszwecke benötigte. Das Areal liegt in einem städtischen Gebiet an für andere Betriebe attraktiver Lage. Anstatt nur die Grundstücke zu verkaufen, wollte der Promotor es für mehrere Promotionsprojekte benutzen, um diese nach Abschluss aller wichtigen Verträge an Investoren zu verkaufen. Infolge der Grösse und der städtischen Lage dieses ehemaligen Industrieareals entwickelte der Promotor ein neues Nutzungskonzept, das die Entwicklung mehrerer grosser Hochbauprojekte beinhaltete. Das hier dargestellte Beispielprojekt ist eines dieser Hochbauprojekte.Als oberstes Ziel des Promotors galt es, Investoren für seine Objekte zu finden. Da der Promotor zu dieser Zeit mehrere grosse Projekte abwickelte, wollte er zudem einen reibungslosen Ablauf bei den einzelnen Projekten. Um Investoren für die Projekte gewinnen zu können, musste er eine bestimmte Rendite mit den Bauobjekten gewährleisten können. Somit benötigte er einen Pauschalpreis für die Erstellung des Gebäudes und einen vertraglich vereinbarten Mietpreis mit einem Mieter. Um den Aufwand bei den Verhandlungen mit einem Investor gering zu halten, wollte der Promotor schon vor der Kontaktaufnahme mit einem potenziellen Investor einen Vertrag mit einem Mieter und einem Totalunternehmen abgeschlossen haben. Zur zusätzlichen Aufwertung des Projekts zog der Promotor von Beginn an einen Stararchitekten bei.
Bei diesem traditionellen Bauprozess (Abb. 8.1) führt der Bauherr Planung und Ausführung mittels individuell vertraglich beauftragten Einzelplanern und Einzelunternehmen durch. Bei einer traditionellen Einzelleistungsträgervergabe ist es die Aufgabe der Planer oder des Projektsteuerers, alle planenden Aktivitäten des Projektentwicklungsprozesses durchzuführen sowie die umfangreichen Aktivitäten der Termin-, Kosten- und Qualitätssteuerung in der Planung und Ausführung zu koordinieren (Abb. 8.2). Die ausführenden Unternehmen müssen dann das Projekt nach den Ausschreibungs- bzw. Vertragsunterlagen ausführen und ihre Werkgruppenarbeiten übergeben, ohne dass ihr Know-how in der Planung einfliessen kann.Die ausführenden Unternehmen haben keine Gesamtverantwortung für das Projekt in Bezug auf Funktionalität und Vollständigkeit. Jeder Unternehmer ist fragmentiert nur für seinen Teilauftrag verantwortlich. Der Planer bzw. Projektsteuerer hat die Prozessverantwortung für die Gesamtkoordination und/oder Gesamtverantwortung, die er im Auftrag des Bauherrn zu übernimmt.
1. Der Beginn im 19. Jahrhundert
Die Einführung der Wärmekraftwerke und der Verteilungsnetze zur Stromversorgung gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat unsere Lebenswelt schneller und nachhaltiger verändert als andere technische Innovationen. Der elektrische Strom ist zwar für uns nicht direkt verwendbar, wir benötigen ihn nicht wie die biochemische Energie unserer Nahrungsmittel, ohne die wir nicht leben können, nicht wie die Wärme, die wir für unser Wohlbefinden benötigen, nicht wie das Licht, das wir zum Sehen brauchen und nicht wie die mechanische Energie, ohne die wir bewegungslos wären. Der Nutzen des Stroms ergibt sich erst aus den vielfältigen Möglichkeiten der Elektrizität, mit denen wir Energie für uns nutzbar machen können. Bezogen auf die Anwendungen stellt die elektrische Energie eine Zwischenstufe dar, die es möglich macht, uns zur Verfügung stehende Primärenergiequellen wie Kohle, Erdöl, Uran, aber auch Wasserkraft und Windenergie sicher und zu geringen Kosten in Strom umzuwandeln, zu transportieren und zur Anwendung zu bringen. Der elektrische Strom als Energielieferant für Haushalt und Wirtschaft und die elektrischen Netze zu seiner Verteilung sind deshalb aus unserer Lebenswelt nicht mehr wegzudenken.
2. Einsatzbeginn
Mit der Übernahme der Baustelle trägt der Bauleiter für das Team und das Unternehmen die Verantwortung. Deshalb ist es notwendig, dass er alle Voraussetzungen prüft, die Ordnung auf der Baustelle sichert und eine ausreichende Baustelleneinrichtung organisiert. Wegen der möglichen personellen Gefährdung ist besonders auf die Verkehrssicherung ist zu achten.
1. Vorbereitung des Einsatzes
Die Bauleitung im Ausland stellt an die Bauleiter höhere Anforderungen an seine notwendige Kommunikation mit den Beteiligten, die Beachtung landesspezifischer Eigenarten bei Verhandlungen, die Personalführung unter widrigen Umständen und gesundheitlichen Gefahren oder Notsituationen. Bei auftretenden Störungen ist dabei auf eine ordentliche Beweissicherung und ein situationsgerechtes Verhalten zu achten.
Mit den Checks, Ordnungsmustern und international genutzten Beispielen soll die Arbeit des Bauleiters gegenüber Dritten erleichtert und nachvollziehbarer organisiert werden. Im täglichen Stress hilft ein Check, nichts Wesentliches zu vergessen. Mit einer schriftlich vorliegenden, zu vereinbarende Ordnung fällt es leichter,Verletzungen von Ordnung Und Sicherheit zu ahnden.
KonradBitte Micksch
Erd-, Grund-, Fels-, Tunnel- und Bergbau basieren auf der Boden- und Felsmechanik – also auf physikalischen Grundlagen, soweit diese erforscht und Eingang in die Baupraxis gefunden haben. Bauingenieure, Geologen/Ingenieurgeologen und alle, die sich mit dem Bauen auf, in oder mit Boden bzw. Fels – zusammenfassend nachfolgend immer als Baugrund bezeichnet – befassen, können als Geotechniker bezeichnet werden.Geotechniker planen die Baugrunderkundungen, führen diese z. T. auch selber aus, begleiten von Fachfirmen ausgeführte Erkundungen, untersuchen Proben im Labor und bewerten die Ergebnisse dieser Untersuchungen. Sie versuchen, die Wechselwirkung zwischen Bauwerk und Baugrund zu prognostizieren und untersuchen Boden und Fels auch als Baustoff. Sie führen Nachweise zur Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit, schlagen Bauverfahren vor und begleiten das Bauen mit Messungen.Geotechniker sind als Fachingenieure in der Planung und der Bauausführung tätig. Einige entwickeln auch Software, bilden Studenten aus und bearbeiten Regelwerke. Als Sachverständige sind sie auch mit geotechnischen Schadensfällen befasst und helfen bei der Schlichtung von Streitigkeiten.Nach dieser Einführung und der Behandlung einiger Grundlagen aus der Physik folgt die Gliederung der Reihenfolge der geotechnischen Bearbeitung eines Projektes, was den Praxisbezug dieses Lehrbuches unterstreichen soll.
11. Mit heftigerem Herzklopfen
Am Fuße von Wolkenkratzern wie dem Burj Khalifa oder dem Taipeh 101, vor dem Eiffelturm oder vor einer Talsperre, beim Anblick des Viadukts Millau oder auch bei der Einfahrt in den Tunnel unter dem Ärmelkanal – es wird wohl niemanden geben, der den genialen Planern und Erbauern dieser Bauwerke keinen Respekt zollt.Dieses Kapitel versteht sich als Motivationshilfe für die Geotechnik: Es werden einige berühmte Bauwerke und geotechnische Problemstellungen vorgestellt und kurz kommentiert mit der Aufforderung an den Leser, bei gewecktem Interesse weitergehend zu recherchieren. Es handelt sich dabei um eine persönliche Auswahl und sicher gibt es noch viele andere interessante Beispiele.Wer sich über aktuelle Projekte und Problemlösungen der Geotechnik informieren möchte, dem sei ein Besuch der im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Baugrundtagung empfohlen, die von der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e. V. veranstaltet wird.
6. Wasserspeicherung
Fast bei jeder WV-Anlage ist ein Bauteil erforderlich, das zur Speicherung von Wasser dient. Hierfür werden im Durchschnitt ca. 5–10 % der Gesamtkosten investiert, je nachdem, ob es eine große oder kleine WV-Anlage ist. Die Speicherung hat folgende Aufgaben einzeln oder z.T. gemeinsam zu erfüllen: 1.)Ausgleich der Verbrauchs Schwankungen und Abdeckung von Verbrauchsspitzen2.)Ausgleich zwischen Vor- und Hauptförderung3.)Einhalten der erforderlichen festgelegten Druckbereiche4.)Überbrücken von Betriebsstörungen5.)Bereithalten von Löschwasser6.)Druckzoneneinteilung7.)Verwendung als Misch-, Filter- und Absetzbecken8.)Ausgleich der Abflüsse eines oberirdischen Gewässers in einer Trinkwassertalsperre
Dr.-Ing. Gerhard Merkl
IV. Wirtschaftslehre
Frau Böhmer kauft sich bei Tchibo ein Pfund Kaffee „Milde Sorte” zum Preis von 3,50 EUR. Wahrend die Kaffeebohnen in der Maschine gemahlen werden, legt Frau Böhmer der Verkäuferin einen 5-Euro-Schein auf die Ladentheke. Nachdem sie das Wechselgeld erhalten hat, reicht ihr die Verkäuferin die Tüte mit dem Kaffee. Daraufhin verlässt Frau Böhmer den Laden.
12. Betriebsorganisation
Das Kapitel 12 behandelt, ausgehend von Begriffen und Aufgaben der Betriebsorganisation, die Aufbau- und Ablauforganisation der Bauunternehmung sowie die Gestaltung einer Projekt-organisation. Es folgt eine Darstellung der Managementsysteme für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz, die sich zunehmend als sog. integrierte Managementsysteme (IMS) auch in Bauunternehmen etablieren. Grundlagen des Personalmanagements und des betrieblichen Rechnungswesens, die für eine(n) Baubetriebler(in) relevant sein können, ergänzen das Kap. Betriebsorganisation. Den Abschluss bilden Hinweise zum Berichtswesen der Baustelle.
Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. Joachim Martin
11. Schalung und Gerüste
Systemschalungen und Systemgerüste haben den Baustellenbetrieb in vielen Bereichen sehr vereinfacht. Dennoch sind Kenntnisse in diesen Feldern für eine erfolgreiche und effektive Bauleitung unverzichtbar. In diesem Kapitel werden Hinweise und Empfehlungen für die Bemessung und Einsatz von Schalungen, Trag- und Arbeitsgerüsten für den Baustellenbetrieb gegeben.
Prof. Dr.-Ing. Thomas Krause, Dipl.-Ing. Nobert Kremer
Das Kapitel behandelt die Kosten- und Preisermittlung, die Kostenvorgabe und Kostenkontrolle.Der Angebotspreis wird aufgeschlüsselt in die Einzelkosten der Teilleistungen, die Baustellengemeinkosten, die Allgemeinen Geschäftskosten und einen Zuschlag für Wagnis und Gewinn. Auf der Basis der Angebotskalkulation werden die Vorgaben für die Kostenkontrolle entwickelt.
Prof. Dipl.-Ing. Wilfried Streit
14. Schlüsselfertiges Bauen
Das Kapitel „Schlüsselfertiges Bauen“ bietet einen übersichtlich gegliederten Einstieg in dieses sehr komplexe Themengebiet – sowohl für das Studium der Bauingenieure und Architekten, als auch für die in der Praxis an schlüsselfertigen Projekten beteiligten Personen. Betrachtet werden hierbei die baubetrieblichen Besonderheiten des Schlüsselfertigbaus in den einzelnen Projektphasen.Zentrale Themen sind die Leistungsbeschreibung der schlüsselfertigen Bau- und Planungsleistung mittels Funktionaler Leistungsbeschreibung (FLB), die Ausschreibung der Einzelgewerke durch den Generalunternehmer sowie die daraus resultierenden typischen Verträge - insbesondere der SF-Bauvertrag, die NU-Bauverträge und die Planungsverträge. Ein eigener Abschnitt widmet sich der Kalkulation im Schlüsselfertigbau und betrachtet dabei übliche und alternative Kalkulationsmethoden. Mit der wesentlichen Bedeutung von Nachunternehmerleistungen für den Erfolg eines schlüsselfertigen Projekts beschäftigt sich der Abschnitt NU-Management – hier werden Dokumentation, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung und Abnahme der NU-Leistungen behandelt.Thematische Überschneidungen mit anderen Kapiteln dieses Buches sind durch entsprechende Verweise gekennzeichnet.
Prof. Dipl.-Ing. Stefan Oerder
4. Bauwirtschaft und Baurecht
Die Leistungen der Bauwirtschaft und deren wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland werden anhand einer Vielzahl statistischer Daten verdeutlicht. Die im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen auftretenden branchenspezifischen Besonderheiten der Bauwirtschaft werden anhand von verschiedenen Kriterien herausgearbeitet. Das Zusammenspiel der einzelnen Akteure des Sektors und die dabei sich ergebenden bzw. zu beachtenden Rechts- und Vertragsgrundlagen werden dargestellt. Aufgrund der meist erheblichen Höhe des eingesetzten Kapitals aufseiten der Auftraggeber, aber auch seitens der Bauunternehmen während der Bauausführung sowie der besonderen Verantwortung der Beratenden Ingenieure werden auch notwendige Formen der Risikoabsicherungen und der in der Branche üblichen und teilweise vorgeschriebenen Versicherungsmöglichkeiten angesprochen. Intensive Beachtung finden auch die Auswirkungen des Öffentlichen Baurechts (Baugesetzbuch, Bauordnung NRW, Baunutzungsverordnung) auf Planung, Bau und Betrieb baulicher Anlagen und der dabei verwendeten Bauprodukte.
Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Karl-Helmut Schlösser
8. Arbeitsvorbereitung und Ablaufplanung
Kosten- und Verfahrensvergleiche können dabei zur Ermittlung des für die Aufgabe geeignetsten Bauverfahren führen. Für die sich daran anschließende Ablaufplanung werden die verschiedenen graphischen sowie rechnerischen Instrumente (Terminliste und Taktplan, Balkenplan, Weg-Zeit-Diagramm und Netzplan) erläutert und anhand von Beispielen vertieft. Schließlich wird ein im Rahmen der Arbeits- und Nachkalkulation vorzunehmender Soll-Ist-Vergleich mit Hilfe des Bauarbeitsschlüssels (BAS) zur Überprüfung der Aufwands- und Leistungswerte dargestellt.
6. Leistungsbeschreibung und Bauvertrag
Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen bildet die Grundlage für die Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge, aus der sich die Vergabe- und Vertragsordnungen für Freiberufliche Leistungen (VOF), für Lieferungen und Leistungen (VOL) und für Bauleistungen (VOB) ableiten. Die dabei in Frage kommenden Vergabeverfahren und die einzelnen Schwellenwerte gemäß EU-Recht werden detailliert aufbereitet und im Zusammenhang dargestellt.Die für die Ausgestaltung von Bauverträgen notwendigen Grundlagen des Werkvertragsrecht nach BGB sowie die branchenspezifischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Form der Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) mit ihren Zusätzlichen und Besonderen Vertragsbedingungen werden intensiv aufbereitet. Das Zustandekommen eines Bauvertrages ergibt sich dann aus der notwendigen Leistungsbeschreibung mit einem Leistungsverzeichnis und verschiedenen Positionen oder in Form einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (Beschreibung mit Leistungsprogramm).Das Auslandsgeschäft der Baubranche (Bauausführende Unternehmen sowie Beratende Ingenieure und Consultants) wird von den jeweils vorliegenden Internationalen Wettbewerbsbedingungen bestimmt, deren Zusammenhänge anhand umfangreicher statistischer Daten und anhand von Beispielen dargestellt werden.
5. Abschätzung der Baggerleistung
Die mit dem ausgewählten Gerätesatz erzielbare Baggerleistung in m3/w zu bestimmen, ist im Zuge einer Angebotsbearbeitung neben der Abschätzung der Baggerkosten in €/w die Hauptaufgabe.
Volker Patzold, Günter Gruhn
7. Risiken bei der Angebotsbearbeitung
Ein prinzipielles Fließschema einer Projektbearbeitung ist in Abb. 7.1 dargestellt.
Chapter 7. Gliederung der Fallstudien
Chapter 8. Sicherheiten
Am Bau kommt dem Thema der wechselseitigen Absicherung der Vertragsparteien besondere Bedeutung zu. Schon eine kleine „Schieflage“ kann sich für einen Baubeteiligten existenzbedrohend auswirken. Hinzu kommt, dass der Auftragnehmer über die Vorleistungspflicht ein besonderes Risiko trägt.
Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Andreas Schmidt
Chapter 5. Der Baumangel
Die Mängelrechte stellen einen Kernbereich des Bauvertragsrechts dar. Zeit- und Kostendruck auf der einen und hohe qualitative Anforderungen auf der anderen Seite führen dazu, dass bei nahezu jedem Bauvorhaben irgendwann Mängel auftreten. Diese sind häufig Gegenstand streitiger Auseinandersetzungen der Vertragspartner.
Chapter 3. Die Abnahme der Werkleistung
Die Abnahme stellt den Dreh- und Angelpunkt bei der Abwicklung eines Bauvertrages dar. Bei jeder bauvertragsrechtlichen Fragestellung ist zunächst gedanklich zu prüfen, ob sich der Bauvertrag im Stadium vor oder nach der Abnahme befindet: Die Rechtsfolgen können jeweils völlig unterschiedlich sein. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Umkehr der Beweislast für Mängel.
Im Rahmen von Bauvorhaben wird Boden in großem Maße beansprucht: er wird befahren, umgelagert, aufgeschichtet, vermischt, rückverdichtet und erfährt dadurch zum Teil irreversible Bodenschäden.
Dr. Ulrike Meyer, Anne Wienigk
7. Bodenkundliche Baubegleitung
In der bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) wird der baubegleitende Bodenschutz umgesetzt.
Für viele Menschen sind die beiden Begriffe „Mathematik“ und „Kunst“ geradezu Gegensätze. Mathematik, diese doch so trockene und häufig auch viel zu schwierige Zahlenrechnerei – In Mathe war ich immer schlecht! – und dagegen die so anmutige, leicht beschwingte Muse der Kunst – wie kann das zusammengehen? Tatsächlich gibt es in vielen Teilbereichen Zusammenhänge zwischen Kunst und Mathematik. Denken Sie z. B. an die Perspektive in der Malerei. Ich werde an vielen Beispielen zeigen, wie sich Künstler häufig Anregungen aus der Mathematik geholt haben.
5. Bauen mit Baumanagement und neuen Lean-Methoden
Wenn ein Projektmanager die Abläufe auf der Baustelle qualifiziert planen, koordinieren und steuern will, muss er die einzelnen Gewerke, ihre Zusammenhänge und Besonderheiten beherrschen. Dabei geht es mehr um Prinzipien und Ausführungsalternativen denn um Einzeldetails und Berechnungsverfahren. Die Managementleistungen während der Bauausführung werden auf der Steuerungsebene durch die Methoden des Lean Construction Managements in effektiver Weise ergänzt.
3. Konventionelle Planung mit Projektmanagement
Nach wie vor kommt der konventionellen Planung in Verbindung mit einem professionellen Bauprojektmanagement eine große Bedeutung zu, da diese Verfahren noch einige Zeit am Markt Bestand haben werden. Von kompetenten Planern und Projektmanagern durchgeführt, lassen sich damit in Verbindung mit konventionellem Bauen auch gute Ergebnisse erzielen. Außerdem ist der Großteil von Vorschriften aller Art noch darauf abgestimmt. Ungeachtet dessen sollte allerdings das baubegleitende Facility Management Consulting auch bei konventionellen Planungsverfahren von Beginn an mit einbezogen werden.
2. Klärung der Ziele und Projektvorbereitung
In dieser ersten Phase entscheidet sich die Zukunft eines Projektes grundsätzlich. Bei allem, was in dieser Phase falsch gemacht wird, kann in den späteren Phasen nur noch Kosmetik betrieben werden.
22. Viel „Bubbel“ um Nichts?
Erforschung der Schallminderungsmaßnahme „Gestufter Blasenschleier“
Wenn riesige, bis zu 40 Meter lange Stahlpfähle im Sekundentakt in den Meeresboden gehämmert werden, ist der Lärm über 50 km weit hörbar. Bei der Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen kann der Rammschall das Gehör von Meeressäugetieren schädigen. Die Schallminderungsmaßnahme „Gestufter Blasenschleier“ stand im Mittelpunkt des gleichnamigen RAVE-Projektes. Hierin wurde die Wirksamkeit von Millionen, rund um den Pfahl aufsteigenden Luftbläschen erforscht, um die Auswirkungen des Rammschalls zu verringern. Vor Beginn der Rammarbeiten wurden die Meeressäugetiere zunächst mit hochfrequenten, akustischen Signalen vergrämt, um sie aus dem Baugebiet zu vertreiben. Das Konzept des gestuften Blasenschleiers, bei dem Auftriebskörper rund um den Pfahl und Tauchereinsätze notwendig sind, war eine große technische und organisatorische Herausforderung. Es zeigte sich, dass die Meeresströmung den Blasenschleier leicht wegtreiben und somit die Gesamteffizienz reduzieren kann.
Prof. Dr.-Ing. habil. Raimund Rolfes, Jörg Rustemeier, Dr.-Ing. Tanja Grießmann
Das allgemeine Schuldrecht stellt Regelungen auf, die für alle Arten von Schuldverhältnissen gelten. Da die einzelnen Verträge aber unterschiedliche Erfordernisse und Ausgestaltungen bedingen, reichen allgemeine, für alle geltende Vorschriften nicht aus, um die Rechtsbeziehungen untereinander ausreichend zu regeln. Daher stellt der Besondere Teil des Schuldrechts für die einzelnen Vertragstypen Sondervorschriften auf, die den speziellen Anforderungen des jeweiligen Vertragstyps Rechnung tragen.
17. Vertragsmanagement
Gegenstand des Vertragsmanagements ist die Steuerung der Gestaltung, des Abschlusses, der Fortschreibung und der Abwicklung von Verträgen zur Erreichung des Projektziels. Grundsätzlich umfasst dies im Rahmen eines Infrastrukturprojektes alle zur Erreichung des Projektziels abzuschließenden Verträge, folglich auch die Planerverträge und die Projektsteuerungsverträge. Das vorliegende Kap. 17 beschränkt sich hingegen auf das Vertragsmanagement des Bauvertrages, da dieser als Grundlage für die bauliche Umsetzung eines Infrastrukturprojektes im Vordergrund steht.Im Rahmen öffentlicher Bauaufträge, wie sie Infrastrukturprojekten in der Regel zugrunde liegen, lassen sich folgende Komplexe des Vertragsmanagements unterscheiden: Im Vergabeverfahren wird die Art und Weise der Vergabe eines öffentlichen Bauauftrages bestimmt, im Rahmen der Bauvertragsgestaltung werden die wechselseitigen Leistungspflichten und Regelungen für die Abwicklung des Vertrages festgelegt und bei der Bauvertragsabwicklung ist auf die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen hinzuwirken, ggf. sind Anpassungen vorzunehmen. Schließlich gilt es in der Abschlussphase eines Infrastrukturprojektes die ordnungsgemäße Erfüllung der wechselseitigen Leistungspflichten abschließend zu klären.
Rechtsanwalt Dietmar Lampe
Die Erstellung von Verkehrswegen, also das Planen und Bauen von Straßen oder Schienenwegen, erfolgt seit Menschengedenken in Form von Projekten. Strukturiertes Projektmanagement hat jedoch erst in den letzten Jahrzehnten Eingang in die Bauwelt gefunden und ist heute ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Infrastrukturprojekte.Aus den Erfahrungen mit Projekten entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis, dass ein auf den Herstellprozess und auf das Endprodukt bezogener gesamtheitlicher Projekterfolg nur bei einer gesamtheitlichen Betrachtung und Behandlung des Projektes von der Idee bis zur Nutzung möglich ist.Projekte unterscheiden sich durch ihre Einmaligkeit und andere Spezifika von vielen anderen Aktivitäten in unserer Arbeitswelt. Projektmanagement mit all seinen Elementen ermöglicht dabei ein strukturiertes und zielgerichtetes Arbeiten. Bei Straßen und Bahnstrecken sind dazu die Besonderheiten und Herausforderungen von Infrastrukturprojekten wie ihre Linienförmigkeit oder der Einfluss des Umfelds zu berücksichtigen. Klare Ziele und Entscheidungsstrukturen gehören neben anderen Voraussetzungen zu den zentralen Erfolgsfaktoren.
Bauschädenzunahme Neubau Wohngebäude_Infografik/© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Vernetzung digitaler Symbole/© j-mel / stock.adobe.com, Gefährdungskarte Erdbeben/© GFZ, Screenshot Fachgebiet Automobil + Motoren/© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

References: § 4
 § 611
 § 611

§ 8

§ 7
 § 34
 § 34
 § 5
 § 3

§ 24
 § 15