Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_000&IncludeSelf=False&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2020-02-20 23:21:12+00:00

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RIS - Rechtssätze für 4Ob595/95 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob47/58 6Ob122/68 (6Ob1...
RS0017670
1Ob47/58; 6Ob122/68 (6Ob123/68); 8Ob270/70; 7Ob695/76; 1Ob756/76; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 2Ob632/84 (2Ob633/84); 2Ob579/86; 6Ob629/87; 2Ob538/87; 8Ob506/89; 1Ob525/94; 1Ob544/95; 8Ob2005/96b; 7Ob2135/96p; 4Ob595/95; 1Ob2409/96p; 8Ob190/98v; 4Ob124/00i; 1Ob163/00b; 9Ob122/01h; 1Ob160/02i; 1Ob66/04v; 6Ob105/05t; 6Ob305/05d; 5Ob231/06s; 4Ob149/06z; 7Ob18/06g; 7Ob29/09d; 9Ob8/10g; 7Ob232/09g; 6Ob52/12h; 6Ob35/15p; 1Ob166/17v
ABGB §880a A
Eine Garantieerklärung ist nicht bloß nach dem Wortlaut, sondern gemäß § 914 ABGB, § 346 HGB nach Treu und Glauben und nach der Verkehrsgewohnheit auszulegen.
1 Ob 47/58
Entscheidungstext OGH 11.04.1958 1 Ob 47/58
Veröff: ÖBA 1960,125
6 Ob 122/68
Entscheidungstext OGH 02.05.1968 6 Ob 122/68
8 Ob 270/70
Entscheidungstext OGH 01.12.1970 8 Ob 270/70
7 Ob 695/76
Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 695/76
1 Ob 756/76
Entscheidungstext OGH 26.01.1977 1 Ob 756/76
Vgl auch; Beisatz: Aus der Selbständigkeit des Garantievertrages folgt allerdings, dass das Grundgeschäft für die Auslegung der Garantieerklärung nur beschränkt herangezogen werden kann. (T1)
Veröff: EvBl 1977/229 S 517 = JBl 1978,36
5 Ob 530/82
Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 530/82
2 Ob 632/84
Entscheidungstext OGH 10.09.1985 2 Ob 632/84
2 Ob 579/86
Entscheidungstext OGH 02.12.1986 2 Ob 579/86
Auch; Veröff: WBl 1987,64
6 Ob 629/87
Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 629/87
2 Ob 538/87
Entscheidungstext OGH 27.04.1988 2 Ob 538/87
Auch; Beisatz: Unter Bedachtnahme auf den wirtschaftlichen Zweck der Vereinbarung. (T2)
1 Ob 544/95
Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 544/95
Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Die Auslegung einer Garantieerklärung ist unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs vorzunehmen. (T3)
Veröff. SZ 68/64
8 Ob 2005/96b
Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 Ob 2005/96b
7 Ob 2135/96p
Entscheidungstext OGH 22.05.1996 7 Ob 2135/96p
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Bei der Auslegung einer Haftungerklärung ist auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage Bedacht zu nehmen. (T4)
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 70/198
Beis wie T2; Beisatz: Bei der gegebenen Interessenlage - Finanzierung eines "sale and lease back"-Geschäfts einer als nicht ausreichend finanzstark eingeschätzten Kapitalgesellschaft; Rückfluss der Gelder an die als Finanziererin des ursprünglichen Anlagenkaufs eingeschaltete Zweitbeklagte - musste sich die Zweitbeklagte im Klaren sein, dass ihr keine weiteren Einwendungen aus dem Grundgeschäft zustehen sollten, hätte sie doch sonst ihr Finanzierungsrisiko weitgehend auf die Klägerin überwälzt. (T5)
nur: Eine Garantieerklärung ist gemäß § 914 ABGB auszulegen. (T6)
Beisatz: Hier: Effektivklausel. (T7)
1 Ob 160/02i
Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 160/02i
1 Ob 66/04v
Entscheidungstext OGH 25.06.2004 1 Ob 66/04v
Auch; Beis wie T3; Beis wie T7; Beisatz: Dies gilt auch für eine in der Bankgarantie enthaltene Effektivklausel, mit der die Zahlung des Garanten von in der Garantieerklärung näher bezeichneten Tatsachen, die der Begünstigte anlässlich des Abrufs nachzuweisen hat, abhängig gemacht wird. (T8)
Beisatz: Mangels einer über den Wortsinn der Garantieurkunde hinausgehenden übereinstimmenden Parteiabsicht, kommt es nur auf den objektiven Erklärungswert der Urkunde an. (T9)
Auch; Beisatz: Auch die im Rahmen eines Garantievertrags abgegebenen Erklärungen des Garanten unterliegen den Auslegungsregeln der §§ 914, 915 ABGB, sodass deren Interpretation regelmäßig keine erheblichen Rechtsfragen aufwirft. Dies gilt ebenso für eine in der Bankgarantie enthaltene Effektivklausel. (T10)
Beisatz: Hier: Akkreditiv, Geschäftszweck, Sicherungsfunktion. (T11)
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hängt die Auszahlung der Bankgarantie nur von einer Erklärung des Begünstigten ab, so gilt die formelle Garantiestrenge uneingeschränkt und der Begünstigte hat die Anspruchsvoraussetzungen pedantisch genau zu erfüllen. (T12)
Auch; nur T6; Beisatz: Hier: Eine Garantieerklärung eines Rechtsanwaltes in seiner Funktion als Masseverwalter kann nicht ernsthaft dahin aufgefasst werden, der Masseverwalter habe sich persönlich, also zu einer Haftung mit seinem Privatvermögen verpflichtet. (T13)
7 Ob 29/09d
Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 29/09d
Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T10
9 Ob 8/10g
Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 8/10g
Auch; Beis wie T12; Beisatz: Die formelle Garantiestrenge gilt nach entsprechender Interessenabwägung zugunsten des Begünstigten dann nicht uneingeschränkt, wenn die exakte Erfüllung der Garantiebedingungen an Umständen scheitert, die vom Begünstigten weder beeinflusst wurden noch zu beeinflussen waren, wenn die Hindernisse also nicht seiner Sphäre zuzurechnen sind. Trifft letzteres hingegen nicht zu, hat der Begünstigte die Anspruchsvoraussetzungen grundsätzlich pedantisch genau zu erfüllen. (T14)
6 Ob 52/12h
Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 52/12h
Auch; Beis ähnlich wie T10; nur: Die Auslegung von Garantieerklärungen gemäß §§ 914 f ABGB wirft regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage auf. (T15)
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0017670
JJR_19580411_OGH0002_0010OB00047_5800000_001
Rechtssatz für 3Ob174/74 1Ob756/76 1Ob...
RS0017001
3Ob174/74; 1Ob756/76; 1Ob617/77; 6Ob789/77 (6Ob790/77 - 6Ob798/77); 4Ob583/79; 1Ob680/80; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 7Ob817/82; 8Ob637/84; 8Ob605/86; 6Ob629/87; 1Ob608/88; 1Ob702/89; 4Ob595/95; 4Ob182/05a; 5Ob7/06z; 6Ob217/09v
Im echten Garantievertrag verpflichtet sich jemand für den Eintritt eines bestimmten Erfolges einzustehen oder die Gefahr eines künftigen, noch nicht entstandenen Schadens zu übernehmen. Der im ABGB nicht geregelte selbständige (einseitig verpflichtende) Vertrag hat - auch im Zusammenhang mit Kaufverträgen und Werkverträgen abgeschlossen, zur Voraussetzung, dass der garantierte Erfolg weiter geht als die bloß vertragsmäßige Leistung.
Veröff: SZ 47/138 = EvBl 1975/183 S 394 = JBl 1976,35
Teilweise abweichend; Veröff: EvBl 1977/229 S 517 = JBl 1978,36
1 Ob 617/77
Entscheidungstext OGH 22.06.1977 1 Ob 617/77
nur: Im echten Garantievertrag verpflichtet sich jemand für den Eintritt eines bestimmten Erfolges einzustehen oder die Gefahr eines künftigen, noch nicht entstandenen Schadens zu übernehmen. (T1) Veröff: SZ 50/93 = JBl 1979,34
nur T1; Beisatz: Einlösungszusage für Scheckkarten - Schecks. (T2) Veröff: SZ 57/36 = EvBl 1980/178 S 519
Auch; Veröff: SZ 53/164
Veröff: JBl 1986,46 (kritisch Reidinger)
nur T1; Veröff: WBl 1987,121 = RdW 1987,225
1 Ob 608/88
Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 608/88
nur T1; Veröff: SZ 61/232 = EvBl 1989/74 S 273 = ÖBA 1989,625
nur T1; Veröff: ÖBA 1990,843 (Bydlinski)
nur T1; Beisatz: Der Garantievertrag begründet im Falle einer dreipersonalen Garantie eine selbständige, von der Verbindlichkeit des ursprünglichen Schuldverhältnisses unabhängige Schuld. (T3)
4 Ob 182/05a
Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 182/05a
5 Ob 7/06z
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 5 Ob 7/06z
6 Ob 217/09v
Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 217/09v
Vgl; Beisatz: Der Leasingnehmer hat ohne besondere Vereinbarung keine unmittelbaren eigenen Gewährleistungsansprüche. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017001
JJR_19741203_OGH0002_0030OB00174_7400000_002
Rechtssatz für 1Ob680/80 5Ob530/82 (5Ob...
RS0017739
1Ob680/80; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 2Ob535/82; 4Ob519/83; 1Ob609/84; 2Ob632/84 (2Ob633/84); 8Ob612/85; 7Ob653/85; 8Ob605/86; 1Ob681/87; 2Ob586/87; 8Ob506/89; 2Ob525/89; 1Ob525/91; 1Ob525/94; 7Ob559/95; 4Ob595/95; 7Ob2044/96f; 4Ob124/00i; 7Ob11/01w; 1Ob78/02f; 6Ob150/06m; 1Ob144/08w; 9Ob39/10s; 4Ob120/14x
ABGB §1346 B
Der echte Garantievertrag bewirkt die Begründung einer selbständigen Schuld, welche von der Verbindlichkeit des ursprünglichen Schuldverhältnisses unabhängig ist.
2 Ob 535/82
Entscheidungstext OGH 14.12.1982 2 Ob 535/82
Beisatz: Zum Unterschied von diesem (echten) Garantievertrag ist die Bürgschaft in ihrem Bestand von der Existenz der zu sichernden Hauptschuld grundsätzlich abhängig. (T1) Veröff: RdW 1985,308
1 Ob 609/84
Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 609/84
8 Ob 612/85
Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 612/85
Veröff: WBl 1987,121 = RdW 1987,225
Veröff: SZ 60/266 = EvBl 1988/49 S 276 = ÖBA 1988,390 (Bydlinski)
Veröff: ÖBA 1988,623 = NZ 1989,39 = RdW 1988,161
2 Ob 525/89
Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 525/89
Veröff: EvBl 1990/7 S 52 = WBl 1989,345 (dort falsch 5.12.1989)
1 Ob 525/91
Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 525/91
Beis wie T1; Veröff: EvBl 1991/134 S 595 = ecolex 1992,530 (Wilhelm)
Beis wie T1; Beisatz: Die Erklärung der "persönlichen Haftung" ist, wenn nicht klar gegenteilige Anhaltspunkte vorliegen, als verschuldensunabhängige Haftung zu verstehen. (T2)
1 Ob 78/02f
Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 78/02f
Vgl auch; Beisatz: Auch wenn der Abruf der Bankgarantie durch den Begünstigten allenfalls auf schuldhaftes Fehlverhalten des Garanten zurückzuführen sein sollte, änderte dies nichts an dessen Anspruch auf Aufwandersatz nach § 1014 ABGB. Sollte dem Garantieauftraggeber durch eine verschuldete Vertragsverletzung allerdings ein Vermögensnachteil entstanden sein, käme ein vertraglicher Schadenersatzanspruch des Garantieauftraggebers gegenüber dem Garanten in Betracht. (T3); Veröff: SZ 2002/58
6 Ob 150/06m
Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 150/06m
Vgl auch; Beisatz: Die ausdrückliche persönliche - schriftliche - Haftungsübernahme des beklagten Treuhänders gegenüber der klagenden Bank „für jenen Schaden oder Ausfall, der im Falle der Nichterfüllung dieser Verpflichtungen [ua die Auszahlung eines bestimmten Mindestbetrags aus einer abzuschließenden Liegenschaftstransaktion] entsteht", kann bei objektiver Betrachtung nur als Übernahme einer echten Garantieverpflichtung im Sinn des § 880a ABGB verstanden werden. (T4)
9 Ob 39/10s
Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 Ob 39/10s
4 Ob 120/14x
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 120/14x
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0017739
JJR_19801203_OGH0002_0010OB00680_8000000_003
Rechtssatz für 7Ob40/84 7Ob566/87 6Ob7...
RS0043858
7Ob40/84; 7Ob566/87; 6Ob700/87; 8Ob625/92; 1Ob600/93; 9ObA143/95; 4Ob595/95; 10ObS100/97x; 6Ob204/02x; 5Ob184/03z; 5Ob273/07v; 5Ob105/13x
ZPO nF §519 Abs2 F
Entscheidung nach Rechtskraftvorbehalt (hier durch Teilurteil) in der Sache selbst zum Nachteil des Rekurswerbers, weil reformatio in peius nicht gilt.
7 Ob 40/84
Entscheidungstext OGH 13.12.1984 7 Ob 40/84
7 Ob 566/87
Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 566/87
8 Ob 625/92
Entscheidungstext OGH 17.06.1993 8 Ob 625/92
Vgl auch; Veröff: SZ 66/76 = EvBl 1993/185 S 770
1 Ob 600/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 600/93
Auch; Veröff: SZ 66/179 = ZfRV 1994,161 (Schwind)
5 Ob 105/13x
Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 105/13x
Auch; Beisatz: Zufolge § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO kann der Oberste Gerichtshof im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht in der Sache selbst erkennen; dass eine Partei die Stattgebung ihres Begehrens, die andere hingegen die Zurückweisung der Klage begehrt, ändert daran nichts, weil insoweit das Verbot der reformatio in peius nicht gilt. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0043858
JJR_19841213_OGH0002_0070OB00040_8400000_001
Rechtssatz für 1Ob505/85 3Ob608/86 7Ob...
RS0043850
1Ob505/85; 3Ob608/86; 7Ob54/86; 7Ob566/87; 6Ob700/87; 10ObS219/91; 8Ob595/90 (8Ob596/90); 7Ob516/92; 10ObS75/93; 5Ob98/95; 9ObA143/95; 1Ob619/95; 4Ob595/95; 1Ob413/97k; 8ObS2316/96p; 8ObS183/98i; 9ObA160/99s; 8Ob3/00z; 9ObA61/02i; 6Ob204/02x; 4Ob22/04w; 10Ob49/12x; 10ObS2/14p
ZPO §519 Abs2 Satz2 F
Die Sachentscheidung durch den OGH im Sinne des § 519 Abs 2 Satz 2 ZPO kann auch zum Nachteil des Rekurswerbers getroffen werden.
1 Ob 505/85
Entscheidungstext OGH 29.01.1985 1 Ob 505/85
3 Ob 608/86
Entscheidungstext OGH 15.10.1986 3 Ob 608/86
Veröff: SZ 59/171
10 ObS 219/91
Entscheidungstext OGH 24.09.1991 10 ObS 219/91
Veröff: SSV - NF 5/96
8 Ob 595/90
Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 595/90
Auch; Veröff: SZ 64/91
7 Ob 516/92
Entscheidungstext OGH 05.03.1992 7 Ob 516/92
10 ObS 75/93
Entscheidungstext OGH 15.06.1993 10 ObS 75/93
5 Ob 98/95
Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 98/95
1 Ob 619/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 619/95
1 Ob 413/97k
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 413/97k
8 ObS 2316/96p
Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObS 2316/96p
Beisatz: § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO ist auch in Sozialrechtssachen anwendbar. (T1)
8 ObS 183/98i
Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObS 183/98i
9 ObA 160/99s
Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 ObA 160/99s
Veröff: SZ 72/112
9 ObA 61/02i
Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 ObA 61/02i
10 Ob 49/12x
Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 49/12x
10 ObS 2/14p
Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 2/14p
Auch; Veröff: SZ 2014/57
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0043850
JJR_19850129_OGH0002_0010OB00505_8500000_001
Rechtssatz für 5Ob555/89 7Ob1/90 7Ob68...
RS0043853
5Ob555/89; 7Ob1/90; 7Ob689/90; 10ObS219/91; 8Ob595/90 (8Ob596/90); 3Ob581/91; 10ObS75/93; 5Ob98/95; 9ObA143/95; 1Ob619/95; 2Ob574/94; 1Ob518/96; 4Ob595/95; 7Ob2253/96s; 10ObS259/97d; 1Ob413/97k; 8ObS183/98i; 9ObA160/99s; 7Ob296/98z; 9ObA245/00w; 7Ob192/02i; 10ObS138/02w; 6Ob204/02x; 5Ob184/03z; 4Ob22/04w; 6Ob130/05v; 8ObA1/06i; 3Ob80/06w; 9ObA89/06p; 5Ob21/07k; 9ObA46/07s; 9Ob73/07m; 1Ob243/07b; 7Ob190/08d (7Ob251/08z); 8Ob125/08b; 3Ob89/09y; 6Ob57/08p; 8Ob37/09p; 3Ob151/09s; 3Ob2/11g; 6Ob31/11v; 17Ob26/11i; 2Ob3/12y; 8Ob126/11d; 7Ob137/12s; 5Ob118/12g; 10Ob49/12x; 7Ob47/13g; 5Ob105/13x; 10ObS2/14p; 10ObS96/14m; 9ObA157/13y; 9ObA80/16d; 3Ob217/16g; 3Ob145/17w; 5Ob23/19x
ZPO §519 F
Da § 519 Abs 2 ZPO idF ZVN 1983 bei Spruchreife die Entscheidungsbefugnis des Berufungsgerichtes über die Berufung an den OGH devolviert, liegt kein Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot vor, wenn dem Rekurs der Klägerin gegen den Aufhebungsbeschluss infolge Spruchreife stattgegeben, aber über die Berufung des Beklagten das Urteil erster Instanz abgeändert und das Klagebegehren abgewiesen wird.
5 Ob 555/89
Entscheidungstext OGH 18.04.1989 5 Ob 555/89
7 Ob 1/90
Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 1/90
Veröff: VersRdSch 1990,315
7 Ob 689/90
Entscheidungstext OGH 31.01.1991 7 Ob 689/90
Auch; Veröff: SSV - NF 5/96
Veröff: SZ 64/191 = WBl 1992,166
2 Ob 574/94
Entscheidungstext OGH 30.10.1995 2 Ob 574/94
Auch; Veröff: SZ 68/204
1 Ob 518/96
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 518/96
Vgl; Veröff: SZ 69/75
10 ObS 259/97d
Entscheidungstext OGH 19.08.1997 10 ObS 259/97d
Ähnlich; Beisatz: Hier: Aufhebung der Aufkündigung. (T1)
Vgl auch; Veröff: SZ 72/112
7 Ob 296/98z
Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 296/98z
Vgl auch; Beisatz: Da beim Rekursverfahren gegen Aufhebungsbeschlüsse nach § 519 ZPO das Verbot der reformatio in peius nicht gilt, kann auf Grund des Rekurses des Klägers auch ein Urteil auf Klageabweisung gefällt werden. (T2)
7 Ob 192/02i
Entscheidungstext OGH 09.09.2002 7 Ob 192/02i
10 ObS 138/02w
Entscheidungstext OGH 16.09.2003 10 ObS 138/02w
Vgl auch; Beisatz: Da im Rekursverfahren gegen berufungsgerichtliche Aufhebungsbeschlüsse das Verschlechterungsverbot nicht gilt, kann auch auf Rekurs der beklagten Partei ein Urteil auf Klagestattgebung gefällt werden. (T3)
Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. Dass die Kläger die gänzliche Stattgebung ihres Begehrens, die Nebenintervenientinnen hingegen dessen gänzliche Abweisung anstreben, hindert eine Entscheidung in der Sache nicht. (T4)
8 ObA 1/06i
Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 ObA 1/06i
9 ObA 89/06p
Entscheidungstext OGH 09.05.2007 9 ObA 89/06p
Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Trotz erfolgreichen Rekurses der Klägerin gegen den Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichts besteht kein Kostenersatzanspruch gegen die Beklagte, weil der Oberste Gerichtshof in der Sache selbst zum Nachteil der Klägerin entscheidet. (T5)
5 Ob 21/07k
Entscheidungstext OGH 13.07.2007 5 Ob 21/07k
Beis wie T2; Beis wie T4 nur: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T6)
9 ObA 46/07s
Entscheidungstext OGH 02.09.2007 9 ObA 46/07s
Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann gemäß § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO über einen Rekurs gegen einen Beschluss des Berufungsgerichts gemäß § 519 Abs 1 Z 2 ZPO durch Urteil in der Sache selbst erkennen, wenn die Sache zur Entscheidung reif ist. (T7)
Vgl auch; Beisatz: Im Rekursverfahren nach einem Aufhebungsbeschluss ist die Spruchreife vom Obersten Gerichtshof (von Amts wegen) wahrzunehmen. (T8)
Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann aus Anlass eines zulässigen Rekurses gemäß § 519 ZPO, bei Spruchreife auch bereits in der Sache selbst entscheiden. (T9)
Beisatz: Hier: Da im Rekursverfahren gegen Aufhebungsbeschlüsse das Verschlechterungsverbot nicht gilt, war nicht nur auf Rekurs der Beklagten, sondern auch auf Rekurs der Klägerin ein Urteil auf Klagsabweisung zu fällen. (T10)
8 Ob 37/09p
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 Ob 37/09p
3 Ob 151/09s
Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 151/09s
6 Ob 31/11v
Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 31/11v
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Sicherungsverfahren. (T11)
Vgl; Auch Beis wie T9; Auch Beis wie T7
Auch; nur: Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T12)
7 Ob 47/13g
Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 47/13g
Vgl; Veröff: SZ 2014/57
10 ObS 96/14m
Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 96/14m
9 ObA 80/16d
Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 ObA 80/16d
3 Ob 145/17w
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 145/17w
Auch; Beisatz: Hier: Exekutionsverfahren. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0043853
JJR_19890418_OGH0002_0050OB00555_8900000_001
Rechtssatz für 9ObA172/90 2Ob568/91 2O...
RS0017832
9ObA172/90; 2Ob568/91; 2Ob577/91; 7Ob1657/92; 8ObA206/95; 7Ob543/95; 4Ob2094/96m; 4Ob595/95; 3Ob2135/96h; 9ObA83/98s; 1Ob28/99w; 9ObA264/01s; 8ObA116/04y; 3Ob249/04w; 6Ob157/05i; 1Ob219/06x; 4Ob47/08b; 2Ob12/08s; 7Ob251/09a; 8ObA23/09d; 6Ob100/10i; 3Ob191/11a; 10Ob41/12w; 7Ob29/13k; 7Ob11/14i; 1Ob37/14v; 5Ob141/14t; 3Ob94/15t; 8Ob121/15z; 5Ob166/15w; 9ObA86/17p; 7Ob168/17g
Als Mittel der ergänzenden Vertragsauslegung kommen der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs, der Grundsatz von Treu und Glauben sowie die Verkehrsauffassung in Betracht, wobei unter diesen Aspekten keine feste Rangfolge besteht, sondern unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten die Lücke so zu schließen ist, wie es der Gesamtregelung des Vertrages gemessen an der Parteienabsicht am besten entspricht.
Veröff: SZ 63/191 = WBl 1991,101 = ecolex 1991,115
2 Ob 577/91
Entscheidungstext OGH 11.12.1991 2 Ob 577/91
nur: Als Mittel der ergänzenden Vertragsauslegung kommen der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs, der Grundsatz von Treu und Glauben sowie die Verkehrsauffassung in Betracht. (T1)
7 Ob 543/95
Entscheidungstext OGH 13.09.1995 7 Ob 543/95
nur T1; Veröff: SZ 68/162
3 Ob 2135/96h
Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2135/96h
Entscheidungstext OGH 27.07.2004 3 Ob 249/04w
Vgl auch; Beisatz: Ungeachtet der Unredlichkeit aller Beteiligten bei der Steuerhinterziehung kommt es auf die fiktive Absicht redlicher Parteien an, was sie für den nicht vorbedachten Fall vereinbart hätten. (T2)
1 Ob 219/06x
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 219/06x
4 Ob 47/08b
Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 47/08b
8 ObA 23/09d
Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 ObA 23/09d
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ergänzende Auslegung einer Altersteilzeitvereinbarung („geblockte" Altersteilzeit). (T3); Veröff: SZ 2009/128
10 Ob 41/12w
Entscheidungstext OGH 20.11.2012 10 Ob 41/12w
Beisatz: Ein unsachliches Ergebnis ohne angemessenen Interessenausgleich der beteiligten Vertragsparteien lässt sich über eine ergänzende Vertragsauslegung nicht erzielen, weil es nicht der hypothetischen Absicht vernünftiger Parteien entsprechen kann. (T4)
Auch; nur T1; Beisatz: In erster Linie ist dabei auf den Vertragszweck Bedacht zu nehmen. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0017832
JJR_19901024_OGH0002_009OBA00172_9000000_001
Rechtssatz für 1Ob525/91 1Ob595/92 1Ob...
RS0045922
1Ob525/91; 1Ob595/92; 1Ob553/94; 1Ob525/94; 1Ob544/95; 7Ob559/95; 7Ob2135/96p; 4Ob595/95; 7Ob2044/96f; 5Ob56/97i; 1Ob2409/96p; 3Ob81/97a; 8Ob190/98v; 7Ob221/00a; 1Ob163/00b; 1Ob109/00m; 7Ob11/01w; 1Ob143/01p; 1Ob160/02i; 7Ob18/06g; 6Ob142/10s
Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. Vor allem die Interessenlage ist für die Abgrenzung der Garantie von der Bürgschaft von wesentlicher Bedeutung. Forderte die Interessenlage erkennbar die Sicherung des Begünstigten gegen allfällige Einwendungen aus dem Valutaverhältnis oder sonst eine Verstärkung seiner Stellung im Vergleich zu bloßer Bürgenhaftung, spricht das auch ohne Verwendung des Ausdrucks Garantie - ja selbst bei Verwendung des Begriffs Bürgschaft - für eine Garantie. Dagegen kann aus der auch bei Garantie üblichen Bezugnahme auf das Valutaverhältnis nicht allein auf eine akzessorische Haftung geschlossen werden, weil dadurch in erster Linie bloß umschrieben werden soll, welche Leistung eines bestimmten Dritten dem Begünstigten garantiert werden soll.
Veröff: EvBl 1991/134 S 595 = ÖBA 1991,822 (Bydlinski) = ecolex 1992,530 (Wilhelm) = RdW 1991,288
1 Ob 595/92
Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 595/92
Veröff: ÖBA 1993,146 (Apathy) = ZfRV 1993,167
1 Ob 553/94
Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 553/94
nur: Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. (T1) Veröff: SZ 67/128
Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/64
Auch; nur T1; Veröff: SZ 70/177
Auch; nur T1; Veröff: SZ 70/198
nur: Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. Forderte die Interessenlage erkennbar die Sicherung des Begünstigten gegen allfällige Einwendungen aus dem Valutaverhältnis oder sonst eine Verstärkung seiner Stellung im Vergleich zu bloßer Bürgenhaftung, spricht das auch ohne Verwendung des Ausdrucks Garantie. (T2)
nur T2; Beisatz: Die Frage, ob in einer Haftungserklärung eine vom Grundgeschäft losgelöste Garantiezusage zu erblicken sei, muss im Weg der Vertragsauslegung geklärt werden, die unter Heranziehung der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs vorzunehmen ist. (T3) Beisatz: Da der Bürge dem Wesen der Bürgschaft entsprechend nur dann in Anspruch genommen werden kann, wenn der Hauptschuldner leisten müsste, sind solche Verpflichtungen, bei denen dem Versprechenden nur bestimmte Einwendungen aus dem zwischen Schuldner und Gläubiger bestehenden Grundverhältnis eingeräumt werden, als Garantien zu beurteilen. (T4) Beisatz: Bei der gegebenen Interessenlage - Finanzierung eines "sale and lease back"-Geschäfts einer als nicht ausreichend finanzstark eingeschätzten Kapitalgesellschaft; Rückfluss der Gelder an die als Finanziererin des ursprünglichen Anlagenkaufs eingeschaltete Zweitbeklagte - musste sich die Zweitbeklagte im Klaren sein, dass ihr keine weiteren Einwendungen aus dem Grundgeschäft zustehen sollten, hätte sie doch sonst ihr Finanzierungsrisiko weitgehend auf die Klägerin überwälzt. (T5)
1 Ob 143/01p
Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 143/01p
nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Die Selbständigkeit des Garantievertrags betrifft nur die Verpflichtung des Garanten, nicht aber das Vorliegen von Tatsachen, die für das Rechtsverhältnis von Bedeutung seien, das durch die Garantie gesichert werden soll. (T6) Beisatz: Es entspricht dem Zweck der Garantie, wenn sie vom Bestehen bestimmter Tatsachen, die zu einem anderen Rechtsverhältnis zählten - so etwa vom Nachweis der Warenlieferung aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Begünstigten und dem Garantieauftraggeber -, abhängig ist. Durch eine solche Abhängigkeit wird eine Akzessorietät der Verpflichtung des Garanten nicht begründet, weil der Garant seine Zahlungspflicht damit im Allgemeinen lediglich an die Erfüllung einer der Absicherung dem Auftraggeber gegenüber dienenden Bedingung (sog. "Effektivklausel") knüpft. (T7)
Auch; Beisatz: Die Auslegung der Garantieerklärung erfolgt unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs. (T8)
Auch; Beis wie T8 nur: Die Auslegung der Garantieerklärung erfolgt unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB. (T9); Beisatz: Hier: Eine Garantieerklärung eines Rechtsanwaltes in seiner Funktion als Masseverwalter kann nicht ernsthaft dahin aufgefasst werden, der Masseverwalter habe sich persönlich, also zu einer Haftung mit seinem Privatvermögen verpflichtet. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0045922
JJR_19910410_OGH0002_0010OB00525_9100000_001
Rechtssatz für 7Ob608/94 1Ob544/95 1Ob...
ABGB §880a B
7 Ob 608/94
Entscheidungstext OGH 08.02.1994 7 Ob 608/94
1 Ob 557/95
Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 557/95
1 Ob 318/98s
Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 318/98s
9 Ob 319/99y
Entscheidungstext OGH 12.01.2000 9 Ob 319/99y
7 Ob 109/01g
Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 109/01g
9 Ob 9/03v
Entscheidungstext OGH 12.02.2003 9 Ob 9/03v
10 Ob 51/03b
Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 Ob 51/03b
1 Ob 44/05k
Entscheidungstext OGH 10.05.2005 1 Ob 44/05k
4 Ob 102/07i
Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 102/07i
8 Ob 96/11t
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 96/11t
9 Ob 9/16p
Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 Ob 9/16p
JJR_19940208_OGH0002_0070OB00608_9400000_001
Rechtssatz für 4Ob595/95
RS0104572
4Ob595/95
ABGB §358III
ABGB §1299 D
Ergibt sich bei Auslegung der Haftungserklärung eines Vertragserrichters und Treuhänders, wonach er aufgrund des Vorliegens einer verbindlichen Kreditzusage die persönliche Haftung dafür übernehme, daß der Kaufpreis von ihm umgehend nach Abzug der zur Lastenfreistellung dienenden Beträge und Eintritt anderer Bedingungen an die Liegenschaftsverkäuferin ausbezahlt werde, daß sich die übernommene Verpflichtung nur auf bereits eingegangene Beträge bezieht, so ist davon auszugehen, daß keine abstrakte Garantiehaftung begründet werden sollte.
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104572
JJR_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_001
Rechtssatz für 4Ob595/95 1Ob43/97y 7Ob...
RS0104573
4Ob595/95; 1Ob43/97y; 7Ob301/97h; 3Ob233/97d; 6Ob159/98w; 6Ob265/98h; 7Ob272/01b; 7Ob119/05h; 1Ob1/08s; 7Ob111/08m; 4Ob28/09k; 1Ob168/10b; 22Os1/14h; 9Ob87/16h
ABGB §358 III
Bei einer mehrseitigen offenen Treuhandschaft zum Zwecke der Abwicklung eines Liegenschaftskaufvertrages hat der Treuhänder für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen, daraus die in den Verträgen vorgesehenen Zahlungen zu leisten, die Freistellung von Pfandrechten durchzuführen und den, nach Abzug bestimmter Zahlungen verbleibenden Restkaufpreis nach Vorliegen der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung und hypothekarischer Sicherstellung des Kreditgebers und Einverleibung des Eigentumsrechts des Käufers an die Verkäuferin auszuzahlen) einzustehen; nicht jedoch gehört es zu seinen Obliegenheiten (als Treuhänder), das gültige Zustandekommen des Vertrages oder dessen Weiterbestehen zu garantieren.
1 Ob 43/97y
Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 43/97y
nur: Nicht jedoch gehört es zu seinen Obliegenheiten (als Treuhänder), das gültige Zustandekommen des Vertrages oder dessen Weiterbestehen zu garantieren. (T1)
7 Ob 301/97h
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 7 Ob 301/97h
3 Ob 233/97d
Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 233/97d
nur: Bei einer mehrseitigen offenen Treuhandschaft zum Zwecke der Abwicklung eines Liegenschaftskaufvertrages hat der Treuhänder für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen, daraus die in den Verträgen vorgesehenen Zahlungen zu leisten, die Freistellung von Pfandrechten durchzuführen und den, nach Abzug bestimmter Zahlungen verbleibenden Restkaufpreis nach Vorliegen der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung und hypothekarischer Sicherstellung des Kreditgebers und Einverleibung des Eigentumsrechts des Käufers an die Verkäuferin auszuzahlen) einzustehen. (T2) Veröff: SZ 71/12
Auch; nur T1; nur T2 nur: Der Treuhänder hat für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen) einzustehen. (T3)
6 Ob 265/98h
Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 265/98h
Vgl; Beisatz: Es kommt darauf an, wozu sich der Treuhänder im konkreten Fall verpflichtet hat. Insoweit hat der Treuhänder auch für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben einzustehen. (T4)
7 Ob 272/01b
Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 272/01b
7 Ob 119/05h
Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 119/05h
1 Ob 1/08s
Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 1/08s
Vgl auch; Beisatz: Der Notar hat als mehrseitiger Treuhänder die Interessen aller Beteiligten zu wahren, insbesondere auch darauf zu achten, dass unnötige Gebührenpflichten vermieden werden. (T5); Beisatz: Hier: Doppeltes Anfallen der Pfandrechtseintragungsgebühr. (T6)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Eine abstrakte Garantie für den Erfolg seiner Bemühungen (hier für die Erfüllung der zugrunde liegenden Verträge) müsste gesondert vereinbart sein. (T7); Veröff: SZ 2009/48
1 Ob 168/10b
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 168/10b
22 Os 1/14h
Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 1/14h
Auch; Beisatz: Im Fall der mehrseitigen offenen Treuhandschaft ergibt sich aus dem Willen der Parteien und dem dem Geschäft immanenten Zweck, dass der Treuhänder grundsätzlich nicht nur die Interessen des Käufers, sondern naturgemäß auch die des Verkäufers zu wahren hat. (T8)
9 Ob 87/16h
Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 Ob 87/16h
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Der Inhalt der Treuhandschaft richtet sich nach den getroffenen Vereinbarungen und der Parteienabsicht. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104573
JJR_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_002

References: §880
 § 914
 § 346
 OGH 
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 § 914
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 §1346
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 § 1014
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 § 880
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 §519
 OGH 
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 § 519
 §519
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 § 519
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 § 519
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 §519
 § 519
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 § 519
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 § 519
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 § 519
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 § 519
 § 519
 § 519
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 § 519
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 §880
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 §358
 §1299
 §358
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