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Timestamp: 2020-08-06 15:44:39+00:00

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Fahrzeug aus dem Ausland, Zulassung beantragen - Amt24
Fahrzeug aus dem Ausland, Zulassung beantragen
Wenn Sie ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug im Ausland kaufen oder mit einem im Ausland auf Sie zugelassenen Fahrzeug nach Deutschland umziehen, müssen Sie für dieses Fahrzeug in Deutschland die Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens beantragen.
Kfz-Zulassungsbehörde der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes
Die Zulassung Ihres Fahrzeugs müssen Sie als Halter bei der zuständigen Zulassungsbehörde beantragen. Sie können auch einen Vertreter (zum Beispiel Ihren Autohändler) mit einer schriftlichen Vollmacht beauftragen. Wichtig ist dabei, dass die Vollmacht gleichzeitig Ihr Einverständnis zur Bekanntgabe der kraftfahrzeugsteuerrelevanten Daten an den Bevollmächtigten beinhaltet.
Um das Verfahren zügig abschließen zu können, ist es vor allem notwendig, der Behörde möglichst lückenlos alle notwendigen Unterlagen beziehungsweise Dokumente vorzulegen.
Gegebenenfalls müssen Sie das Fahrzeug der Zulassungsbehörde zur Identitätsprüfung vorführen. Dies ist insbesondere in Fällen, in denen die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) nicht vorgelegt werden kann, erforderlich.
Steht einer Zulassung nichts im Wege, werden die Kennzeichen abgestempelt, das heißt, mit Plaketten für die Hauptuntersuchung und den Zulassungsbereich versehen.
Information der ausländischen Behörden
Bei gebrauchten Fahrzeugen aus dem Ausland kann es vorkommen, dass eine ausländische Behörde einen Nachweis über den Verbleib des Fahrzeugs fordert.
Dies wird in der Regel von Ihrer sächsischen Zulassungsbehörde, bei der Sie das Fahrzeug angemeldet haben, erledigt. Hierzu erfolgt eine Mitteilung an das Kraftfahrt-Bundesamt, das seinerseits die ausländischen zuständigen Stellen informiert.
In der Regel dauert dieser Vorgang bis zu drei Monate. Sollten Sie deswegen Probleme mit einer ausländischen Behörde bekommen, ist es empfehlenswert, Ihre sächsische Zulassungsbehörde um Hilfe zu bitten.
bei Zulassung eines aus der EU eingeführten neuen Fahrzeugs: zusätzlich
Darin bestätigt der Fahrzeughersteller, dass das Fahrzeug einem genehmigten Typ entspricht. Falls keine EG-Übereinstimmungsbescheinigung vorhanden ist, wird ein Gutachten eines Technischen Dienstes nach § 13 EG-FGV oder eines amtlich anerkannten Sachverständigen nach § 21 StVZO (Vollgutachten) benötigt.
bei Zulassung eines aus der EU eingeführten gebrauchten Fahrzeugs: zusätzlich
ausländische Zulassungspapiere Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Kraftfahrt-Bundesamts (auf Verlangen der Zulassungsbehörde)
Sie gibt beispielsweise darüber Auskunft, ob das Auto schon jemals in Deutschland zugelassen war (gilt, wenn die Zulassungsbehörde keinen Zugriff zu den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hat).
Eigentumsnachweis (Kaufvertrag/Kaufverträge beziehungsweise Originalrechnung/Originalrechnungen)
bisherige ausländische Kennzeichen (außer wenn stillgelegt)
Umsatzsteuererklärung, wenn die Erstzulassung nicht länger als sechs Monate zurückliegt und die bisherige Laufleistung weniger als 6.000 km beträgt
wenn eine EG-Typgenehmigung vorhanden ist: Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU), wenn diese dem Erstzulassungsdatum nach erforderlich ist
wenn keine EG-Typgenehmigung vorhanden ist: Gutachten eines Technischen Dienstes nach § 13 EG-FGV oder eines amtlich anerkannten Sachverständigen nach § 21 StVZO (Vollgutachten)
wenn das Fahrzeug von Ländern außerhalb der EU oder Streitkräften der NATO eingeführt wurde (gilt sowohl für neue als auch gebrauchte Fahrzeuge): zusätzlich
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Zollamts (Hinweis: gilt auch für EWR/EFTA-Staaten)
Eigentumsnachweis (lückenlose Rückverfolgung vom Zeitpunkt der Einführung an): Kaufvertrag/Kaufverträge beziehungsweise Originalrechnung/Originalrechnungen
Ursprungszeugnis beziehungsweise die ausländischen Fahrzeugpapiere
wenn eine EG-Typgenehmigung vorhanden ist, HU und AU, ansonsten Gutachten eines Technischen Dienstes nach § 13 EG-FGV oder eines amtlich anerkannten Sachverständigen nach § 21 StVZO (Vollgutachten)
Die benötigten Kennzeichenschilder können Sie während des Zulassungsverfahrens herstellen lassen. Dafür wenden Sie sich an die privaten Anbieter, die meistens in der Nähe der Zulassungsbehörden angesiedelt sind. Die Kosten für die Schilder sind in den Gebühren nicht enthalten.
je nach Verwaltungsaufwand: ab EUR 26,30
§ 7 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) – Zulassung im Inland nach vorheriger Zulassung in einem anderen Staat
§ 8 FZV – Zuteilung von Kennzeichen
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. 19.10.2017

References: § 13
 § 21
 § 13
 § 21
 § 13
 § 21

§ 7

§ 8