Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4169.htm
Timestamp: 2018-12-10 02:47:28+00:00

Document:
4.169 Beurener Heide
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Beurener Heide« vom 13.Juli 1990 (GBl. v. 31.08.1990, S. 264).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs.2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Hechingen, Gemarkung Beuren, Zollernalbkreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Beurener Heide«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 31,6329 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Beuren, Stadt Hechingen
· die Flurstücke Nr. 1187, 1189/1, 1190, 1192/1, 1193, 1238/1, 1240/1, 1241, 1242, 1243, 1244/1, 1338 (Weg) teilweise, 1341 (Weg) teilweise, sowie die innerhalb des Naturschutzgebietes vorkommenden Wassergräben und Wasserläufe.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen, Stand 27. Januar 1989 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Bürgermeisteramt der Stadt Hechingen in Hechingen und beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Sicherung eines Lebensraumes mit einer großen Vielfalt seltener, gefährdeter und geschützter Pflanzen‑ und Tierarten. Insbesondere erhalten, gepflegt und weiterentwickelt werden sollen
· eine besonders hochwertige, das Landschaftsbild prägende Wacholderheide
· einmähdige Wiesen, sowie
· Quellmoore
mit den daran gebundenen typischen Tier‑ und Pflanzenarten.
15. im Schutzgebiet zu reiten;
16. Luftfahrzeuge aller Art einschließlich Modellflugzeuge zu starten oder zu landen;
17. Pferche oder Weidezäune zu erstellen.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß der Schutzzweck nicht gefährdet wird. Dazu ist insbesondere erforderlich, daß
b) innerhalb des Naturschutzgebiets weder Wildfütterung noch Ankirren von Wild stattfindet;
2. für die ordnungsgemäße land‑ und forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die einmähdigen Wiesen einmal jährlich nach dem 31.Juli von Landwirten gemäht werden dürfen. Das Mähgut ist von der Fläche zu entfernen;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 1‑3 verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Hechingen über das Landschaftsschutzgebiet »Oberes Starzeltat und Zollerberg« (Schwarzwälder Bote vorn 28. Dezember 1972) außer Kraft, soweit sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung bezieht.
TÜBINGEN, den 13. Juli 1990

References: § 64
 § 22
 § 2
 § 64
 § 4
 § 5