Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=171
Timestamp: 2019-02-18 20:43:24+00:00

Document:
grunde Breidenbach, freiherr von Senkenberg
de jure Hassorum priuato antiquo, in beila-
gen, s. 61.
Zum gute gehören alle gebäude, nicht minderdie zubehö-
die zäune, hartes und weiches holz, obstbäume,
wisen und weiden, hängendes obst, die hälfte der
Dem bauer gehöret, was er erkaufet hat, nachdas gekauf-
te gehöret
dem bauer.
verschidenen landesgewohnheiten.
Ferner hat er nach einigen landesgewohnheiten
die hälfte von allen gebäuden, welche vom bau-
ern nicht herrühren, alle vorhandene baarschaften,
hausgeräth, vieh, heu, korn, flachs, obst und
Ueberdieses muß er spann- wagen- und pflug-die dienste
dienste leisten, wofern er mit zugvieh versehen ist,
widrigenfalls thut er handfronen, Stissers ein-
leitung zur landwirtschaft, cap. IX, abth. II § VII
s. 234 fg.
Ohne gutsherrliche einwilligung kan er vom ho-er kan von
nichts ver-
fe nichts verschreiben, noch veräusern; bey dem
leztern falle hat der halsherr den vorkauf, Osna-
brüg eigenth. ordn. cap. XI § 11, Heßisches ei-
gen buch § 1, Waldschmidt am a. o. s. 53.
Der eigentumsherr hat das bettemundsrecht,das bette-
mundsrecht
stehet dem
welches er wider denjenigen ausübet, welcher sei-
ne eigenbehörige magd geschwächet hat, Osnabr.
eigent. ordn. cap. 16 § 2, Estors kleine schriften,
band II, st. V cap. 5 § 35 Struvens sammlung unter-
schidener Teutschen wörter, unter der rubrick:
de jure Haſſorum priuato antiquo, in beila-
gen, ſ. 61.
Zum gute gehoͤren alle gebaͤude, nicht minderdie zubehoͤ-
die zaͤune, hartes und weiches holz, obſtbaͤume,
wiſen und weiden, haͤngendes obſt, die haͤlfte der
ausſaat.
Dem bauer gehoͤret, was er erkaufet hat, nachdas gekauf-
te gehoͤret
verſchidenen landesgewohnheiten.
die haͤlfte von allen gebaͤuden, welche vom bau-
ern nicht herruͤhren, alle vorhandene baarſchaften,
hausgeraͤth, vieh, heu, korn, flachs, obſt und
Ueberdieſes muß er ſpann- wagen- und pflug-die dienſte
leiſten,
dienſte leiſten, wofern er mit zugvieh verſehen iſt,
widrigenfalls thut er handfronen, Stiſſers ein-
leitung zur landwirtſchaft, cap. IX, abth. II § VII
ſ. 234 fg.
ſchreiben,
fe nichts verſchreiben, noch veraͤuſern; bey dem
leztern falle hat der halsherr den vorkauf, Oſna-
bruͤg eigenth. ordn. cap. XI § 11, Heßiſches ei-
gen buch § 1, Waldſchmidt am a. o. ſ. 53.
mundsꝛecht
ſtehet dem
Iſt von der
welches er wider denjenigen ausuͤbet, welcher ſei-
ne eigenbehoͤrige magd geſchwaͤchet hat, Oſnabr.
eigent. ordn. cap. 16 § 2, Eſtors kleine ſchriften,
band II, ſt. V cap. 5 § 35 Struvens ſammlung unter-
ſchidener Teutſchen woͤrter, unter der rubrick:
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[159/0171] leibeigenen bauern. grunde Breidenbach, freiherr von Senkenberg de jure Haſſorum priuato antiquo, in beila- gen, ſ. 61. § 371 Zum gute gehoͤren alle gebaͤude, nicht minder die zaͤune, hartes und weiches holz, obſtbaͤume, wiſen und weiden, haͤngendes obſt, die haͤlfte der ausſaat. die zubehoͤ- rungen des gutes, § 372 Dem bauer gehoͤret, was er erkaufet hat, nach verſchidenen landesgewohnheiten. das gekauf- te gehoͤret dem bauer. § 373 Ferner hat er nach einigen landesgewohnheiten die haͤlfte von allen gebaͤuden, welche vom bau- ern nicht herruͤhren, alle vorhandene baarſchaften, hausgeraͤth, vieh, heu, korn, flachs, obſt und fruͤchten. § 374 Ueberdieſes muß er ſpann- wagen- und pflug- dienſte leiſten, wofern er mit zugvieh verſehen iſt, widrigenfalls thut er handfronen, Stiſſers ein- leitung zur landwirtſchaft, cap. IX, abth. II § VII ſ. 234 fg. die dienſte leiſten, § 375 Ohne gutsherrliche einwilligung kan er vom ho- fe nichts verſchreiben, noch veraͤuſern; bey dem leztern falle hat der halsherr den vorkauf, Oſna- bruͤg eigenth. ordn. cap. XI § 11, Heßiſches ei- gen buch § 1, Waldſchmidt am a. o. ſ. 53. er kan von dem gute nichts ver- ſchreiben, § 376 Der eigentumsherr hat das bettemundsrecht, welches er wider denjenigen ausuͤbet, welcher ſei- ne eigenbehoͤrige magd geſchwaͤchet hat, Oſnabr. eigent. ordn. cap. 16 § 2, Eſtors kleine ſchriften, band II, ſt. V cap. 5 § 35 Struvens ſammlung unter- ſchidener Teutſchen woͤrter, unter der rubrick: Bet- das bette- mundsꝛecht ſtehet dem herrn zu. Iſt von der bedemund unterſchie- den.
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 159. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/171>, abgerufen am 18.02.2019.

References: § 11
 § 1
 § 2
 § 35
 § 11
 § 1
 § 2
 § 35
 § 11
 § 1
 § 2
 § 35
 § 371
 § 372
 § 373
 § 374
 § 375
 § 11
 § 1
 § 376
 § 2
 § 35