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Timestamp: 2019-09-17 11:37:28+00:00

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BGH, 15.01.2001 - II ZR 48/99 - dejure.org
BGH, 15.01.2001 - II ZR 48/99
https://dejure.org/2001,788
BGH, 15.01.2001 - II ZR 48/99 (https://dejure.org/2001,788)
BGH, Entscheidung vom 15.01.2001 - II ZR 48/99 (https://dejure.org/2001,788)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 2001 - II ZR 48/99 (https://dejure.org/2001,788)
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Gesellschafterrahmenvereinbarung
Nachträgliche objektive Klagehäufung (§ 260 ZPO, vgl. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO) ist kein Angriffsmittel iSv § 296 ZPO, sondern nach § 263 ZPO zu beurteilen;
zur actio pro socio
BGB § 705; ZPO § 138, § 296
BGB § 705; ZPO § 138; ZPO § 296
Actio pro socio für Ansprüche gegen Gesellschafter aus Grundstücksverkauf an GbR
Gesellschafter - Beitragspflicht - Verpflichtung zur Verzinsung des Kaufpreises - Zinsanspruch - Actio pro socio - Substantiierungspflicht - Verschulden bei Vertragsschluß - Zurückweisung neuen Vorbringens - Nachträgliche objektive Klagehäufung
Geltendmachung von Zinsen für Kaufpreis mit actio pro socio bei Rücktritt vom Kaufvertrag nach in Erfüllung einer Beitragspflicht vorgenommener Grundstücksveräußerung
Actio pro socio, - bei Rücktritt vom Kaufvertrag
Actio pro socio hinsichtlich der bei Rücktritt von einem Kaufvertrag, der in Erfüllung einer Beitragspflicht des Gesellschafters geschlossen wurde, entstehenden Verpflichtung zur Verzinsung des Kaufpreises ( 347 BGB)
BGB § 705; ZPO §§ 138, 296
Einforderung von Beiträgen im Wege der actio pro socio; Streitgegenstand des Anspruchs wegen Verschuldens bei Vertragsschluss
NJW 2001, 1210
ZIP 2001, 515
WM 2001, 465
BB 2001, 437
NZG 2001, 318
Eine auf Vertragserfüllung gestützte Klage hat einen anderen Streitgegenstand als der Schadensersatz wegen vorsätzlicher culpa in contrahendo (BGH, Urteil vom 15. Januar 2001 - II ZR 48/99, NJW 2001, 1210, 1211; vgl. auch zum Schaden beim Eingehungsbetrug BGH…, Urteil vom 15. November 2011 - VI ZR 4/11, WM 2012, 138 Rn. 9 f).
Die Änderung oder Erweiterung einer Klage stellt einen selbstständigen prozessualen Angriff dar, dessen Zulassung sich nicht nach den §§ 296, 530, 531 ZPO, sondern nach den §§ 263, 264, 533 ZPO bestimmt (Bestätigung von BGH, Urteile vom 23. April 1986, VIII ZR 93/85, WM 1986, 864 und vom 15. Januar 2001, II ZR 48/99, NJW 2001, 1210).
aa) Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass die Änderung oder Erweiterung einer Klage einen selbstständigen prozessualen Angriff darstellen, der von den Angriffsmitteln im Sinne von §§ 296, 530, 531 ZPO zu unterscheiden ist und deshalb nicht den in diesen Bestimmungen genannten Voraussetzungen über die Zurückweisung oder Zulassung verspäteter Angriffsmittel unterliegt (BGH, Urteile vom 23. April 1986 - VIII ZR 93/85, WM 1986, 864 unter II 2 b aa; vom 15. Januar 2001 - II ZR 48/99, NJW 2001, 1210 unter B II;… BAG, NJW 2006, 2716 Rn. 12;… MünchKommZPO/Prütting, 4. Aufl., § 296 Rn. 41 mwN).
Die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Klageänderung oder Klageerweiterung richten sich stattdessen nach den §§ 263, 264, 533 ZPO (BGH, Urteil vom 15. Januar 2001 - II ZR 48/99, aaO unter B II 1;… BeckOK-ZPO/Bacher, Stand: Juli 2016, § 296 Rn. 13).
Sachdienlichkeit liegt vor, wenn der bisherige Prozessstoff als Entscheidungsgrundlage verwertbar bleibt und durch die Zulassung der Klagehäufung ein neuer Prozess vermieden wird (BGH 15. Januar 2001 - II ZR 48/99 - NJW 2001, 1210).
Folglich handelt es sich um selbständige Streitgegenstände, wenn neben einem vertraglichen Anspruch ein auf eine schuldhafte Vertragsverletzung gestützter Anspruch geltend gemacht wird (BGH, Urteil vom 15. Januar 2001 - II ZR 48/99, NJW 2001, 1210, 1211).
Eine auf Vertragserfüllung gestützte Klage soll ebenfalls einen anderen Streitgegenstand haben als der Schadensersatz wegen vorsätzlichen Verschuldens bei Vertragsschluss (sog. vorsätzliche culpa in contrahendo; BGH 15. Januar 2001 - II ZR 48/99 - zu B II der Gründe) .
Feststellung des Herrührens titulierter Unterhaltsansprüche aus vorsätzlicher …
Grundsätzlich umfasst damit die mit Klageerhebung eintretende Rechtshängigkeit den geltend gemachten, den Streitgegenstand bildenden prozessualen Leistungsanspruch, und dieser umfasst ohne weiteres alle diejenigen materiellrechtlichen Ansprüche, die den Klageantrag zu begründen vermögen, auch wenn diese nicht ausdrücklich genannt und nicht schlüssig vorgetragen sind (BGH NJW 2001, 1210, 1211; Kahlert, ZinsO 2005, 192, 194).
So hat auch der BGH unterschiedliche Streitgegenstände darin gesehen, dass ein vertraglicher Anspruch geltend gemacht und später zur Stützung desselben Zahlungsantrags auch ein Schadensersatzanspruch aus Verschulden bei Vertragsschluss erhoben wird (BGH NJW 2001, 1210, 1211).
Der Verfahrensgegenstand wird daher erweitert iSd. auch auf die nachträgliche Antragshäufung anzuwendenden § 263 ZPO (vgl. zur nachträglichen Klagehäufung BGH 15. Januar 2001 - II ZR 48/99 - zu B II 1 der Gründe) , wenn zwar kein zusätzlicher Antrag gestellt, der Antrag aber zusätzlich auf einen weiteren Lebenssachverhalt gestützt wird (BAG 2. Oktober 2007 - 1 ABR 79/06 - Rn. 18) .
LAG Düsseldorf, 13.09.2016 - 14 Sa 874/15
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Sachdienlichkeit liegt vor, wenn der bisherige Prozessstoff als Entscheidungsgrundlage verwertbar bleibt und durch die Zulassung der Klagehäufung ein neuer Prozess vermieden wird (BAG…, Urteil vom 12.09.2006 - 9 AZR 271/06 -, BAGE 119, 238 - 247, Rn. 17; BGH, Urteil vom 15.01.2001 - II ZR 48/99 -, Rn. 17, juris; LAG Düsseldorf…, Urteil vom 30.01.2009 - 9 Sa 1695/07 -, Rn. 52, juris).
Eine solche nachträgliche Klagehäufung ist wie eine Klageänderung (§ 263 ZPO) zu behandeln (BGH 15. Januar 2001 - II ZR 48/99 - NJW 2001, 1210; 10. Januar 1985 - III ZR 93/83 - NJW 1985, 1841).
LAG Düsseldorf, 29.01.2010 - 9 Sa 303/07
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OLG Hamm, 29.12.2010 - 8 U 85/10
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LAG Sachsen, 02.12.2009 - 5 Sa 764/08
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LAG Berlin-Brandenburg, 28.09.2007 - 8 Sa 916/07
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LAG Schleswig-Holstein, 17.10.2007 - 6 Sa 532/05
Verdienstsicherung, Arbeitnehmer, ältere, Berufungsinstanz, Klageänderung, …

References: § 253
 § 296
 § 263
 § 705
 § 138
 § 296
 § 705
 § 138
 § 296
 § 705
 § 296
 § 296
 BGH 
 BGH 
 § 263
 BGH 
 § 613