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Timestamp: 2019-02-20 20:35:13+00:00

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BGH, 29.11.1965 - VII ZR 265/63 - dejure.org
BGH, 29.11.1965 - VII ZR 265/63
Zulässigkeit der Änderung der Berechnungsart und Auswirkung auf § 315 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und § 316 BGB - Bedeutung der Arbeit als Anhaltspunkt für eine Abwägung der Interessenlage beider Vertragsparteien für die Frage des Vorliegens der dem billigen Ermessen entsprechenden Bestimmung der Leistung i. S. d. § 315 BGB
Berechnung der Vergütung für Erstattung eines Gutachtens
NJW 1966, 539
MDR 1966, 314
DB 1966, 261
Andererseits fällt ebenso entscheidend ins Gewicht, dass das von einem Wert- oder Schadensgutachter begehrte Honorar die Gegenleistung für das als Erfolg des Werkvertrags geschuldete Gutachten darstellt, so dass das Honorar in angemessenem Verhältnis zu dem stehen muss, was der Auftraggeber durch das Gutachten an wirtschaftlichem Wert erhalten soll, wobei nicht außer acht gelassen werden darf, welche Honorare andere Sachverständige für ähnliche Gutachten verlangen (BGH, Urt. v. 29.11.1965 - VII ZR 265/63, NJW 1966, 539, 540).
Eine derartige Leistungsbestimmung konkretisiert den Leistungsinhalt, und zwar endgültig, weil sie unwiderruflich ist (BGH, Urt. v. 29. November 1965 - VII ZR 265/63, NJW 1966, 539, 540; BAG VersR 1981, 941, 942).
Durch Taxe festgelegte Vergütung für die Tätigkeit eines Sachverständigen; …
Diese Auffassung des BGH hat in der Literatur (…für alle-: Palandt-Heinrichs, 57. Auflage, § 315 Rz. 10) und Rechtsprechung (BGH NJW 1966, 539, 540; OLG München, NJW-RR 94, 161; OLG Köln, Versicherungsrecht 91, 1304, 1305) Zustimmung gefunden.
Entscheidend ist dabei nach der Rechtsprechung des BGH (BGH NJW 1966, 539, 540) gerade nicht eine Anlehnung an das Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen.
Damit hat der Beklagte die vergleichsweise höchste formelle Qualifikation eines üblichen Gutachters für den streitgegenständlichen Bereich ausgesucht, was sich bei der Honorarbildung - wie der BGH ausdrücklich anerkannt hat, BGH NJW 1966, 539, 540 - niederschlagen kann.
Dabei geht der Senat davon aus, daß das einseitige Leistungsbestimmungsrecht nach § 315 BGB, das rechtsgestaltende Wirkung hat, grundsätzlich unwiderruflich ist (vgl. BAG AP Nrn. 1 und 13 zu § 315 BGB; BGH NJW 1966, 539 [540];… Ballhaus in RGRK, 12. Aufl., § 315 Rdnr. 15;… Erman - Battes, BGB, 6. Aufl., Band 1, § 315 Rdnr. 8;… Palandt-Heinrichs, BGB, 40. Aufl., § 315 Anm. 3» Soergel- Siebert-Reimer Schmidt, BGB, 10. Aufl., § 315 Rdnr. 7 und Staudinger/Mayer-Maly, BGB, 12. Aufl., § 315 Rdnr. 64;… Larenz, Lehrbuch des Schuldrechts, I. Band Allgemeiner Teil, 10. Aufl., S. 64;… Enneccerus-Lehmänn, Lehrbuch des Bürgerlichen Rechts, 15. Aufl., Schuldrecht, S. 26).
Sie sind auch nach der Entscheidung des BGH in NJW 1966, 539 nicht als alleinigres Kriterium für die Höhe des Honorars geeignet.
Von den Oberlandesgerichten Karlsruhe (8. Zivilsenat; OLGZ 1965, 2, 5) und Nürnberg (BB 1959, 935) wird das zwar (ohne nähere Begründung) bejaht; überwiegend wird aber die gegenteilige Meinung vertreten (OLG Celle in BB 1958, 1045; VG Darmstadt in NJW 64, 120; vergl. ferner das dem Urteil des Senats vom 10. Juni 1968 zugrundeliegende Urteil des OLG Düsseldorf vom 9. Dezember 1965 8 U 40/65 sowie das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 27. September 1963 12 U 74/62, das dem Senat in der Sache VII ZR 265/63 vorgelegen hat; vgl. auch OVG Münster in NJW 1966, 2184).
27 Zwar bindet die Gebührenbestimmung nach § 11 StBGebVO als Leistungsbestimmung i.S.d. § 315 BGB ihrer nicht lediglich rechtsfeststellenden, sondern rechtsgestaltenden Wirkung wegen den Erklärenden - den Steuerberater - grundsätzlich abschließend und - damit - unwiderruflich (BGH NJW 1966, 539; vgl. auch BGH NJW 2002, 1424; BAGE 35, 141).
Gesamtzusage, Bonuszahlung, Bindung an Ermessensentscheidung.
BGH, 28.02.1974 - VII ZR 120/72
Werkvertrag-Zur Sorgfaltspflicht d.Chemikers bei Durchführung v. Wasseranalyse

References: § 315
 § 316
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 BGH 
 § 315
 BGH 
 BGH 
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 BGH 
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 § 315
 BGH 
 § 11
 § 315
 BGH