Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%202009,%20544
Timestamp: 2020-04-05 23:55:07+00:00

Document:
Rechtsprechung: NVwZ-RR 2009, 544 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2008 | OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.2008
https://dejure.org/2009,3246
VGH Baden-Württemberg, 17.02.2009 - 10 S 3156/08 (https://dejure.org/2009,3246)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 (https://dejure.org/2009,3246)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 17. Februar 2009 - 10 S 3156/08 (https://dejure.org/2009,3246)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,3246) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zur ausreichenden Darlegung des Zulassungsgrundes bei Verfahrensfehlern - hier: Verletzung der Aufklärungspflicht
§ 86 Abs 1 VwGO, § 124 Abs 2 Nr 1 VwGO, § 124 Abs 2 Nr 5 VwGO, § 124a Abs 4 Nr 4 VwGO
Ernstliche Zweifel; Verfahrensfehler; Darlegungserfordernis; Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht; Aufklärungsrüge
Zulassung der Berufung wegen Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht; Anforderungen an die Darlegung des Zulassungsgrundes im Falle der Herleitung der ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit des Urteils aus einem Verfahrensfehler
VG Stuttgart, 10.11.2008 - 12 K 5012/07
NVwZ-RR 2009, 544 (Ls.)
DÖV 2009, 548
Dieser Zulassungsgrund liegt nur dann vor, wenn sich der konkret zu entscheidende Fall in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht von dem Spektrum der in verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu entscheidenden Streitfällen deutlich abhebt und sich gerade die diesbezüglichen Fragen im Berufungsverfahren stellen werden (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 21.9.2005 - 9 S 437/05 - NVwZ-RR 2006, 255; Beschl. v. 22.4.1997 - 14 S 913/97 - NVwZ 1997, 1230; Beschl. v. 17.2.2009 - 10 S 3156/08 - juris Rn. 10).
Den Darlegungserfordernissen ist hierbei nur genügt, wenn in fallbezogener Auseinandersetzung mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts dargetan wird, inwieweit sich die benannten Schwierigkeiten in Vergleich mit Verfahren durchschnittlicher Schwierigkeit als "besondere" darstellen und für die Entscheidung des Rechtsstreits erheblich sein werden (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 10.6.1997 - 7 S 662/97 - NVwZ-RR 1998, 31; Beschl. v. 17.2.2009 - 10 S 3156/08 -, juris Rn. 10).
Eine Zulassung der Berufung nach § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO kommt in einer solchen Konstellation aber nur dann in Betracht, wenn auch eine entsprechende Verfahrensrüge zur Zulassung führen würde (vgl. Rudisile in Schoch/Schneider/Bier, Verwaltungsgerichtsordnung, Stand: Oktober 2015, § 124 Rn. 26g sowie Happ in Eyermann, VwGO, Kommentar, 14. Aufl. 2014, § 124a Rn. 67 jeweils unter Verweis auf VGH BW, B.v. 17.2.2009 - 10 S 3156/08 - juris).
Eine Zulassung kommt in derartigen Fällen allerdings grundsätzlich nur in Betracht, wenn auch eine entsprechende Verfahrensrüge zu einer Zulassung führen würde (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 29.11.2017 - 9 S 1537/16 - n.v. und vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 - juris Rn. 5;… Rudisile in Schoch/Schneider/Bier, VwGO, § 124 Rn. 26g).
Überschneiden sich die Anwendungsbereiche der beiden genannten Zulassungsgründe, weil - wie hier - geltend gemacht wird, das Verwaltungsgericht habe seine Aufklärungspflicht verletzt und deswegen auf einer unzureichenden Tatsachengrundlage entschieden, so dass die Richtigkeitszweifel gerade aus dem Verfahrensmangel hergeleitet werden, richten sich die Darlegungserfordernisse nach § 124 a Abs. 4 Satz 4 VwGO einheitlich nach denjenigen, die an die Verfahrensrüge zu stellen sind (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 17.02.2009 - 10 S 3156/08 - NVwZ-RR 2009, 544).
Denn mit der Verfahrensrüge, deren Darlegungserfordernisse auch im Rahmen des Zulassungsgrunds der ernstlichen Zweifel zu beachten sind (vgl. etwa VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 -, NVwZ-RR 2009, 544), dringt der Kläger, wie unten Ziff.4 dargelegt wird, nicht durch.
Dabei können die Gründe, aus denen heraus ernstliche Zweifel an der Richtigkeit einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen, auch aus einer unzureichenden Ermittlung und Feststellung des entscheidungserheblichen Sachverhalts (§ 86 VwGO) resultieren, weshalb auch im Rahmen des geltend gemachten Zulassungsgrundes der ernstlichen Richtigkeitszweifel eine Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht in zulässiger Weise gerügt werden kann (vgl. Senatsbeschluss vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 - juris Rn. 5).
Genügt das Vorbringen diesen Anforderungen, so kommt eine Zulassung nur dann in Betracht, wenn auch eine entsprechende Verfahrensrüge zu einer Zulassung führen würde (vgl. etwa VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 17.02.2009 - 10 S 3156/08 - NVwZ-RR 2009, 544).
10 Zwar können die Gründe, aus denen heraus ernstliche Zweifel an der Richtigkeit einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen, aus einer unzureichenden Ermittlung und Feststellung des entscheidungserheblichen Sachverhalts resultieren (vgl. etwa OVG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 03.01.2018 - 2 L 71/16 - Rn. 15), weshalb auch im Rahmen des geltend gemachten Zulassungsgrundes der ernstlichen Zweifel eine Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht in zulässiger Weise gerügt werden kann (VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 - juris Rn. 5).
Genügt das Vorbringen diesen Anforderungen, so kommt eine Zulassung nur dann in Betracht, wenn auch eine entsprechende Verfahrensrüge zu einer Zulassung führen würde (vgl. VGH Bad.-Württ. vom 17.2.2009 Az. 10 S 3156/08 - juris).
Dieser Zulassungsgrund liegt nur dann vor, wenn sich der konkret zu entscheidende Fall in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht von dem Spektrum der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu entscheidenden Streitfällen deutlich abhebt und sich gerade die diesbezüglichen Fragen im Berufungsverfahren stellen werden (vgl. VGH Bad.-Württ. vom 17.2.2009 a.a.O.).
Im Übrigen kann eine Verletzung der Aufklärungspflicht nur dann mit Erfolg gerügt werden, wenn ein Beteiligter, der anwaltlich vertreten oder wie hier selbst Rechtsanwalt ist, bereits im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in der mündlichen Verhandlung durch die Stellung eines Beweisantrags auf die Vornahme der Sachverhaltsaufklärung, deren Unterbleiben jetzt gerügt wird, hingewirkt hatte oder wenn sich dem Verwaltungsgericht die bezeichneten Ermittlungen auch ohne ein solches Hinwirken von sich aus hätten aufdrängen müssen (VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 17.02.2009 - 10 S 3156/08 -, juris m. w. N.).
OVG Sachsen, 16.06.2009 - 1 A 208/08
VGH Bayern, 16.10.2014 - 2 ZB 13.2466
Zwangsgeld; Androhung; Fälligkeitsmitteilung; Beweiswürdigung; Vermietung
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2008 - 13 E 1654/08
https://dejure.org/2008,6502
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2008 - 13 E 1654/08 (https://dejure.org/2008,6502)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 18.12.2008 - 13 E 1654/08 (https://dejure.org/2008,6502)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 (https://dejure.org/2008,6502)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,6502) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Begründetheit einer Beschwerde gegen den Streitwertbeschluss einesVerwaltungsgerichts
VG Düsseldorf, 24.11.2008 - 7 K 6883/08
NVwZ-RR 2009, 408
Beschlüsse vom 23. März 2009 - 13 A 2907/08 -, vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 - und vom 19. März 2007 - 13 A 3180/06.
vgl. Beschlüsse vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 - und vom 19. März 2007 - 13 A 3180/06.
Hess. VGH, Beschluss vom 19.1.2005 - 11 TE 3706/04 -, NVwZ-RR 2005, 583; OVG NRW, Beschluss vom 18.12.2008 - 13 E 1654/08 -, NVwZ-RR 2009, 408.
vgl. Hess. VGH, Beschluss vom 19. Januar 2005 11 TE 3706/04 -, NVwZ-RR 2005, 583; OVG NRW, Beschlüsse vom 28. Oktober 2009 - 13 E 1347/09 -, und vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 - a. A.: Hamb. OVG; Beschluss vom 9. November 2010 - 3 So 157/10 -, NVwZ-RR 2011, 303.
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.08.2013 - 13 E 802/13
Erfolgsaussichten einer Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung des …
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 4. April 2012 - 2 E 293/12 - und vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 -, jeweils juris.
vgl. dazu OVG NRW, Beschluss vom 18. Dezember 2008 - 13 E 1654/08 -, NVwZ-RR 2009, 408; Bay. VGH, Beschluss vom 5. Dezember 2003 - 15 C 03.2914 -, BayVBl. 2004, 541, jeweils auch juris.
https://dejure.org/2008,19580
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.10.2008 - 2 L 161/04 (https://dejure.org/2008,19580)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 29.10.2008 - 2 L 161/04 (https://dejure.org/2008,19580)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 29. Januar 2008 - 2 L 161/04 (https://dejure.org/2008,19580)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,19580) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Berufungszulassungsverfahren; Beweisantizipation
VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 2
VG Greifswald, 01.12.2003 - 4 A 212/96
NVwZ-RR 2009, 544

References: § 86
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124