Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/3554/40807.html
Timestamp: 2020-08-10 17:20:25+00:00

Document:
REVOSax - Pauschalförderungsverordnung – PauschVO
über die Pauschalförderung der Krankenhäuser
(Pauschalförderungsverordnung – PauschVO)
Vom 15. Juli 1998
Auf Grund von § 11 Abs. 5 Satz 1 des Gesetzes zur Neuordnung des Krankenhauswesens (Sächsisches Krankenhausgesetz – SächsKHG) vom 19. August 1993 (SächsGVBl. S. 675), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes über Maßnahmen zur Sicherung der öffentlichen Haushalte 1998 im Freistaat Sachsen vom 12. Dezember 1997 (SächsGVBl. S. 673, 675), wird im Einvernehmen mit dem Staatsministerium der Finanzen und im Benehmen mit dem Krankenhausplanungsausschuß verordnet:
Bildung der Jahrespauschale
Die Jahrespauschale nach § 11 Abs. 1 SächsKHG setzt sich bei den nach § 7 Abs. 1 SächsKHG in den Krankenhausplan des Freistaates Sachsen aufgenommenen Krankenhäusern zusammen aus
einem Sockelbetrag nach § 3,
einer Fachrichtungspauschale nach § 4,
einer Fallzahlpauschale nach § 5,
einem Zuschlag für Ausbildungsplätze nach § 6.
Aufteilung des Gesamtfördermittelvolumens
1Das jährlich zur Verfügung stehende Pauschalfördermittelvolumen ist um den Betrag für die Zuschläge für Ausbildungsplätze zu kürzen. 2Vom Rest sind zwei Anteile von jeweils 30 vom Hundert für Sockelbeträge und für Fachrichtungspauschalen sowie ein Anteil von 40 vom Hundert für Fallzahlpauschalen zu bilden. 3Diese Anteile verringern sich, wenn und soweit die Mittel zur Aufstockung von Jahrespauschalen bis zum Mindestbetrag nach § 11 Abs. 5 Satz 3 SächsKHG benötigt werden.
(1) Der Sockelbetrag für das einzelne Krankenhaus ist das Produkt aus dem Sockelwert, dem Sockelwertfaktor sowie der Anzahl der Planbetten und tagesklinischen Plätze.
(2) 1Zur Ermittlung des Sockelwertes ist der Anteil für Sockelbeträge nach § 2 durch die Gesamtsumme der mit dem entsprechenden Sockelwertfaktor gewichteten Planbetten und tagesklinischen Plätze aller Krankenhäuser zu teilen. 2Der Sockelwertfaktor beträgt bei Planbetten 1,0 und bei tagesklinischen Plätzen 0,5.
(3) Als Anzahl der Planbetten und tagesklinischen Plätze sind die Festlegungen im Krankenhausplan des Freistaates Sachsen vom 19. Dezember 1995 (SächsABl. 1996 Sonderdruck Nr. 1 S. 1) und die gemäß den Bescheiden nach § 7 Abs. 1 Satz 1 SächsKHG am 1. März 1997 geltenden Feststellungen zugrunde zu legen.
Fachrichtungspauschale
(1) 1Die Fachrichtungspauschale für das einzelne Krankenhaus ist das Produkt aus dem Fachrichtungswert, dem Fachrichtungsfaktor und der Anzahl der vorgehaltenen Fachrichtungen. 2Hat ein Krankenhaus Fachrichtungen mit unterschiedlichen Fachrichtungsfaktoren, wird der Fachrichtungswert mit der Summe der mit dem entsprechenden Fachrichtungsfaktor gewichteten Fachrichtungen multipliziert.
(2) 1Zur Ermittlung des Fachrichtungswertes ist der Anteil für Fachrichtungspauschalen nach § 2 durch die Gesamtsumme der mit einem Fachrichtungsfaktor gewichteten Fachrichtungen aller Krankenhäuser zu teilen. 2Der Fachrichtungsfaktor beträgt 1,0, wenn eine Fachrichtung nicht als Belegabteilung geführt wird. 3Bei Belegabteilungen, die zehn oder mehr Betten vorhalten, beträgt der Fachrichtungsfaktor 0,5. 4Belegabteilungen, die weniger als zehn Betten vorhalten, bleiben unberücksichtigt.
(3) Als Anzahl der vorgehaltenen Fachrichtungen sind die gemäß den Bescheiden nach § 7 Abs. 1 Satz 1 SächsKHG am 1. Januar des Jahres, für das die Förderung gewährt wird, geltenden Feststellungen zugrunde zu legen.
Fallzahlpauschale
(1) 1Die Fallzahlpauschale für das einzelne Krankenhaus ist das Produkt aus dem Fallwert, dem Fallwertfaktor und der Fallzahl. 2Hat ein Krankenhaus stationäre und teilstationäre Fälle, wird der Fallwert mit der Summe der mit dem entsprechenden Fallwertfaktor gewichteten stationären und teilstationären Fälle multipliziert.
(2) Zur Ermittlung des Fallwertes ist der Anteil für Fallzahlpauschalen nach § 2 durch die Gesamtsumme der mit einem Fallwertfaktor gewichteten stationären und teilstationären Fallzahlen aller Krankenhäuser zu teilen. Der Fallwertfaktor beträgt für vollstationäre Fälle der
Fallwertfaktoren
1. Krankenhäuser der Regelversorgung 1,0,
2. Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung 1,5,
3. Krankenhäuser der Maximalversorgung 1,5.
Unabhängig von der Versorgungsstufe beträgt der Fallwertfaktor für vollstationäre Fälle der Fachkrankenhäuser 1,5. Für teilstationäre Fälle beträgt der Fallwertfaktor 0,5.
(3) 1Als Fälle des einzelnen Krankenhauses sollen die stationären und teilstationären Fälle des Vorvorjahres zugrunde gelegt werden. 2Maßgebend soll dabei die Fallzahl sein, die bei der Pflegesatzvereinbarung oder Pflegesatzfestsetzung für das Krankenhaus als Kalkulationsgrundlage verwendet wurde; interne Verlegungen bleiben unberücksichtigt.
Der Zuschlag zur Jahrespauschale nach § 11 Abs. 6 SächsKHG beträgt 51,13 EUR für jeden Ausbildungsplatz.1
Sonderfestlegungen
(1) 1Abweichend von §§ 1 bis 6 kann ein anderer Betrag als Jahrespauschale festgelegt werden, soweit dies zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses unter Berücksichtigung seiner im Feststellungsbescheid nach § 7 Abs. 1 SächsKHG bestimmten Aufgaben notwendig oder ausreichend ist. 2§ 11 Abs. 5 Satz 3 SächsKHG bleibt unberührt.
(2) 1Wird ein Krankenhaus erstmals in den Krankenhausplan aufgenommen, erfolgt die Berechnung der Fallzahlpauschale nach § 5 in den ersten beiden Jahren auf der Grundlage der vorauskalkulierten Fallzahl für das erste Jahr. 2Liegen diese Daten für das erste Jahr noch nicht vor, werden die Daten vergleichbarer Krankenhäuser zugrunde gelegt.
Bekanntgabe der Berechnungswerte
Der Sockelwert nach § 3 Abs. 2 Satz 1, der Fachrichtungswert nach § 4 Abs. 2 Satz 1 und der Fallwert nach § 5 Abs. 2 Satz 1 werden jährlich im Sächsischen Amtsblatt2 veröffentlicht.
Dresden, den 15. Juli 1998
§ 6 geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 7. Dezember 2001 (SächsGVBl. S. 732, 734)
für das Jahr 1999: Bek. vom 22. Januar 1999 (SächsABl. S. 154)
für das Jahr 2000: Bek. vom 23. Febuar 2000 (SächsABl. S. 226)
für das Jahr 2001: Bek. vom 18. Dezember 2000 (SächsABl. 2001 S. 41)
für das Jahr 2002: Bek. vom 21. Januar 2002 (SächsABl. S. 242)
für das Jahr 2003: Bek. vom 16. Dezember 2002 (SächsABl. 2003 S. 38)
für das Jahr 2004: Bek. vom 16. Dezember 2003 (SächsABl. 2004 S. 54)
für das Jahr 2005: Bek. vom 5. Juli 2005 (SächsABl. S. 786)
für das Jahr 2006: Bek. vom 30. November 2005 (SächsABl. S. 1262)
für das Jahr 2007: Bek. vom 31. Januar 2007 (SächsABl. S. 293)
für das Jahr 2008: Bek. vom 11. Dezember 2007 (SächsABl. 2008 S. 11)
für das Jahr 2009: Bek. vom 18. Dezember 2008 (SächsABl. 2009 S. 36)
für das Jahr 2010: Bek. vom 5. Januar 2010 (SächsABl. S. 60)
für das Jahr 2011: Bek. vom 13. Januar 2011 (SächsABl. S. 174)
für das Jahr 2012: Bek. vom 25. Januar 2012 (SächsABl. S. 202)
für das Jahr 2013: Bek. vom 25. Januar 2013 (SächsABl. S. 179)
für das Jahr 2014: Bek. vom 13. Januar 2014 (SächsABl. S. 369)
für das Jahr 2015: Bek. vom 26. Februar 2015 (SächsABl. S. 356)
für das Jahr 2016: Bek. vom 22. Februar 2016 (SächsABl. S. 312)
für das Jahr 2017: Bek. vom 23. Februar 2017 (SächsABl. S. 314)
für das Jahr 2018: Bek. vom 14. Februar 2018 (SächsABl. S. 266)
für das Jahr 2019: Bek. vom 28. März 2019 (SächsABl. S. 597)
für das Jahr 2020: Bek. vom 30. März 2020 (SächsABl. S. 435)
Art. 6 der Verordnung vom 7. Dezember 2001 (SächsGVBl. S. 732, 734)
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/3554/40807.html Stand vom 10.08.2020

References: § 11
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 § 7
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
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 § 2
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 § 5
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 § 4
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