Source: https://brisix.beepworld.de/hundegesetze.htm
Timestamp: 2018-08-20 14:11:33+00:00

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Seit Juni 2002 müssen grössere Hunde bei Fahrten mit der Deutschen Bahn einen Maulkorb tragen. das bedeutet: Alle Hunde, die nicht in einem Behältnis, also Tragetasche oder Transportbox befördert werden können, müssen einen geeigneten Beissschutz tragen. Der Maulkorbzwang gilt nicht für Blindenführhunde.
Das Verbot, Kampfhunde im Zug mitzunehmen entfällt aufgrund der Verordnungen der verschiedenen Bundesländer in denen unterschiedliche gesetzliche Regelungen für Kampfhunde gelten.
Selbstverständlich müssen Hunde dieser Kategorien Maulkorb tragen und angeleint sein.
Am Preis der Fahrscheine ändert sich nichts. Für grössere Hunde, die nicht in einer Tragetasche oder Transportbox befördert werden, müssen Fahrscheine zur Hälfte des normalen Fahrpreises gekauft werden.
§ 1 Umherlaufenlassen von Hunden
Es ist verboten, Hunde ausserhalb des befriedeten Besitztums umherlaufen zu lassen, ohne dass sie beaufsichtigt werden. Sie dürfen im freien Gelände höchstens 50 m, in geschlossenen Ortschaften höchstens 20 m von der Aufsichtsperson entfernt frei laufengelassen werden. Zur Nachtzeit müssen Hunde so gehalten werden, dass sie das befriedete Besitztum, auf dem sie gehalten werden, nicht gegen den Willen des Hundehalters verlassen können.
Hunde sind an der Leine zu führen bei Umzügen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit grossen Menschenansammlungen, insbesondere in Gaststättenbetrieben, in der Allgemeinheit, in zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Parks, Gärten oder Grünanlagen, in Sportanlagen und auf Zeltplätzen, auf Friedhöfen, Märkten und Messen.
§ 3 Mitnahmeverbot
Es ist verboten, Hunde mitzunehmen in Kirchen, Schulen und Krankenhäuser, in Theater, Lichtspielhäuser, Konzerte, Vortrags- und Versammlungsräume, auf Kinderspielplätze, auf Liegewiesen, in Badeanstalten und Badeplätzen.
§ 4 Gefährliche Hunde
In Gewahrsam zu halten sind Hunde, die zum Umhertreiben, zum Hetzen oder Reissen von Wild und Vieh neigen, bissige Hunde und solche, die gewohnheitsmässig vorübergehende Menschen, Tiere oder Fahrzeuge anbellen oder anspringen, läufige Hündinnen, Ausserhalb des befriedeten Besitztums sind diese Hunde an der Leine zu führen. Bissige Hunde müssen dabei einen das Beissen verhindernden Maulkorb tragen.
§ 5 Halsbänder
Ausserhalb befriedeten Besitztums müssen frei laufende Hunde ein Halsband tragen, auf dem der Name und die Wohnungsanschrift des Eigentümers oder Halters des Hundes angebracht sind.
§ 1 und 5 gelten nicht für Hirtenhunde beim Hüten und für Jagdhunde bei ihrer jagdlichen Verwendung. § 3 gilt nicht für Blindenhunde. Die Bürgermeister der amtfreien Gemeinden und die Amtsvorsteher als örtliche Ordnungsbehörden können von den § 1 bis 3 Ausnahmen zulassen, wenn im Einzelfall eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung nicht zu befürchten ist.
§ 7 Örtliche ergänzende Sonderregelungen
Die Bürgermeister der amtfreien Gemeinden und die Amtsvorsteher als örtliche Ordnungsbehörden können den örtlichen Verhältnissen entsprechende ergänzende Regelungen durch Verordnungen über die öffentliche Sicherheit und Ordnung treffen.
Ordnungswidrig nach §172 Abs. 3 Landesverwaltungsgesetzes handelt, wer:
entgegen § 1 Hunde umherlaufen lässt oder hält,
entgegen § 2 Hunde nicht an der Leine führt,
entgegen § 3 Hunde mitnimmt,
entgegen § 4 Hunde nicht in Gewahrsam hält, nicht an der Leine führt oder ihnen nicht einen Maulkorb umhängt oder als Besitzer eines Hundes duldet, dass dieser sich entgegen § 5 ohne Halsband ausserhalb befriedeten Besitztums aufhält.
Nach § 23 Landeswaldgesetzes müssen Hunde im Wald, auch Waldwege immer an der Leine sein.
Nach § 21 Landesjagdgesetzes ist es nicht gestattet, Hunde in einem Jagdbezirk, also ausserhalb geschlossener Ortschaften unbeaufsichtigt zu lassen.
Nach § 21 des Landesjagdgesetzes dürfen Hunde, die in einem Jagdbezirk ausserhalb der Einwirkung ihres Herrn angetroffen werden, getötet werden.

References: § 1

§ 3

§ 4

§ 5

§ 1
 § 3
 § 1

§ 7
 §172
 § 1
 § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 23
 § 21
 § 21