Source: https://concunia.de/component/content/article/48-steuerberatung/tax-compliance/184-aenderungen-zur-kapitalertragsteuer-bei-gemeinnuetzigen-einrichtungen.html?Itemid=583
Timestamp: 2019-09-17 14:41:25+00:00

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Änderungen zur Kapitalertragsteuer bei gemeinnützigen Einrichtungen
Bei steuerbegünstigten Körperschaften wird von einem Kapitalertragsteuerabzug abgesehen, wenn eine NV-Bescheinigung vorliegt und die Erträge nicht im Rahmen eines steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs anfallen (§ 44a Abs. 4, 7, 10 Satz 1 Nr. 3 EStG). Gleichwohl besteht nach § 36a Abs. 4 EStG eine Pflicht zur Anzeige beim zuständigen Finanzamt und auf Zahlung in Höhe des unterbliebenen Steuerabzugs auf Kapitalerträge i. S. d. § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG, wenn die Mindesthaltedauer von 45 Tagen vor und nach der Fälligkeit der Kapitalerträge gemäß § 36a Abs. 2 Satz 1 EStG nicht erreicht wird.
Die Kapitalertragsteuer beträgt dann 15 %. Die Kapitalertragsteuer muss nicht nachentrichtet werden, wenn nach § 36a Abs. 5 EStG die Kapitalerträge im Veranlagungszeitraum nicht mehr als € 20.000,00 betragen oder die Körperschaft bei Zufluss der Kapitalerträge seit mindestens einem Jahr ununterbrochen Eigentümer der Aktien oder Genussscheine ist.
Ab 1. Januar 2019: 15 % Steuerabzug, wenn Kapitalertrag > T€ 20 und Gläubiger hält Aktie unter einem Jahr Ab dem 1. Januar 2019 ändert sich die Rechtslage durch den § 44a Abs. 10 Satz 1 Nr. 3 EStG i. d. F. des JStG 2018 dahingehend, dass ein Steuerabzug von 15 % zu erfolgen hat, soweit die Kapitalerträge höher als € 20.000,00 sind und wenn der Gläubiger bei Zufluss der Kapitalerträge nicht seit mindestens einem Jahr die Aktien oder Genussscheine un-unterbrochen im wirtschaftlichen Eigentum hält. Auf Antrag wird gemäß § 44b Abs. 2 EStG die Kapitalertragsteuer erstattet, wenn die Mindesthaltedauer vor und nach der Fälligkeit der Kapitalerträge eingehalten wird.

References: § 36
 § 43
 § 36
 § 36
 § 44
 § 44