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Timestamp: 2019-01-21 08:56:27+00:00

Document:
Urlaub bzw. Ortsabwesenheit | Erwerbslosenforum Deutschland
Urlaub bzw. Ortsabwesenheit
Themenstarter Skyline
Stichworte ortsabwesenheit urlaub
Seit 01.02.09 bekomme ich wieder Arbeitslosengeld (nicht viel). War von Jan-März diesen Jahres schon mal Arbeitslos.
Habe schon einiges gelesen über das Thema und meine Chancen stehen glaube ich nicht so gut das ich unseren (mein Mann+ich) gemeinsamen Urlaub antreten können. Mein Mann und ich sind nun auf 180.
Habe gestern meiner SB (die ich auch Anfang des Jahres hatte) offenbart, dass ich von Ende August-Mitte September also 3 Wochen schon länger Urlaub gebucht haben.
Nun möchte sie die Buchungsbestätigung denn wenn wir den Urlaub in meiner Arbeitslosigkeit gebucht haben, kommt es so rüber,
dass mir der Urlaub wichtiger ist als eine Arbeitsaufnahme
Nun fällt die Buchung in meine Arbeitslosigkeit, aber ich hatte gleich danach wieder eine Anstellung, dort wurde ich aber von
der Heimleitung gemobbt und habe auf ärztlichen Rat hin gekündigt.
Habe aber nirgendwo etwas darüber gefunden, dass ich in meiner Arbeitslosigkeit keinen Urlaub buchen darf?!
Wir haben ja deshalb auch den Urlaub nach hinten verlegt. Wir fahren nun schon zwei Wochen in den Sommerferien. Habe meiner SB-Tante schon gesagt, dass da eh nicht viel los ist, sie hat
dann damit Argumentiert, dass es ja sein kann, das in dieser Zeit 4-5 Stellenangebot reinkommen *dasichnichtlache*.
Muß dazu sagen, das ich einen Beruf habe wo die Jobangebot nicht so toll sind (sagt selber meine SB) und das ich in den ersten
drei Monaten sage und schreibe EIN Stellenangebot der Arge bekommen habe und nun soll ich in den Sommerferien daheim rumsitzen
um auf evtl. 4-5 Stellenangebote der Arge warte, die eh nicht kommen werden.
Wer übernimmt dann die Kosten unserer Stonierung, wenn wir die Reise nicht antreten. Wir haben schon eine Anzahlung geleistet. Die Arbeitsagentur bestimmt nicht?!
Habe ihr mal einen Brief geschrieben, dass sie doch den Antrag auf Ortsabwesenheit nachkommen soll.
Ich glaube zwar nicht dran
Das wäre schon ein Wunder, wenn die dem zustimmen würde, aber dann kann ich nicht mehr nett zu ihr sein
[aber dann kann ich nicht mehr nett zu ihr sein/QUOTE]
das wird sie nicht beeindrucken, in der Arbeitslosigkeit muss Ortsabwesenheit genehmigt werden
Dann lass es doch darauf ankommen. Du meldest dich ortabwesend. Bekommst du die Erlaubnis, ist es ok. Sonst wirst du ja sowieso abgemeldet. Da du ja, wie du schreibst, nicht viel ALG I bekommst, kannst du vielleicht darauf verzichten.
Mit mir hat das AA das vor Hartz IV gesetzt. Ortsabwesenheit? kein Problem, nur kurz vorher persönlich vorbeikommen - wurde genehmigt- wären keine Angebote in Aussicht - war früh morgens - schönen Urlaub gewünscht, beim Rausgehen gehört: Sie wissen ja, dass wir Sie für die Zeit abmelden.
Ganzen Tag recherchiert (da kannte ich die Foren noch nicht) und kurz vor 18 Uhr wieder zurückgezogen - immer noch kein Stellenangebot in Sicht
Abends empfahl mir ein Bekannter, ich solle an das Landesarbeitsamt in Düsseldorf ne E-Mail schicken.
Die hat eingeschlagen, wie ein Bombe. Um neun bekam ich einen Anruf aus Düsseldorf (hatte handynr. angegeben, weil ich den morgen unterwegs war)
Die hatten vorher schon aus Düsseldorf bei meinem Arbeitsamt angerufen und die stramm stehen lassen. Leider hätte ich ja den Antrag zurückgezogen, sonst hätte ich in Urlaub fahren dürfen mit Bezahlung.
Aber die hatten über Nacht auf einmal drei Stellenangebote für mich. Daher musste ich mich bewerben und konnte nicht wegfahren.
Dass die Angebote bei den ZAFs überhaupt nicht für mich zutrafen (3 x Buchhalter mit langjähriger Erfahrung) war ja nicht relevant. :-(
Mein Urlaub war futsch (Portugal mit Freiflug und freiem Wohnen, nur Verpflegung selbst kaufen)
Aber für andere Arbeitslose war es von Vorteil, ein paar Tage später stand in der Zeitung, dass die hiesigen Arbeitslosen nun auch die Ortsabwesenheit bezahlt bekämen.
also Ortsabwesenheit - da besteht ein Anspruch von bis zu drei Wochen. Muss aber vorher angemeldet werden. Vorsicht - in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit nur in Einzelfällen. Würde folgendes versuchen: 1. Urlaubsbuchung vorlegen und Antrag stellen 2. Darauf hinweisen, das in der Ferienzeit generell keine Einstellungen zu erwarten sind. Wenn niemand das Bedürfnis hat dir seine Macht zu demonstrieren dürfte das ausreichen. Wende dich am besten an die Leitung deiner Agentur! Von oben nach unten beschleunigt manchmal die Entscheidung!
@tuwas
Habe eben das Schreiben noch etwas umgeändert und darauf hingewiesen das es in den Sommerferien und es dort generell
keine Einstellungen zu erwarten sind.
Wenn das klappt lass ich was springen
Ich probiere es nun erstmal über meine SB und wenn die sich querstellt dann wird ganz oben weitergemacht.
Ich gebe mal noch nicht die Hoffnung auf.
Skyline sagte :
Erreichbarkeitsanordnung_EAO.pdf
Vorsicht - in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit nur in Einzelfällen.
Das wurde inzwischen geändert.
Auch Harald wird es bei der nächsten Änderung seines Folienvortrages einarbeiten.
Gemäß § 3 Abs. 1 Satz 1 der ErreiehbarkeitsAO hat ein arbeitsloser Alg-Bezieher Anspruch auf drei Wochen Urlaub pro Jahr. Dabei machte bisher § 3 Abs. 1 Satz 2 die Einschränkung, dass in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit nur "in begründeten Ausnahmefällen" Urlaub gewährt werden kann. Diese Einschränkung ist durch Streichung von § 3 Abs. 1 Satz 2 entfallen (ANBA 2008, Heft 12, S. 5).
[FONT=Arial, sans-serif]Dazu Ulrich Stascheit, Ute Winkler im Leitfaden für Arbeitslose – Der Rechtsratgeber zum SGB III - unter Mitarbeit von Dorothee Frings und Horst Steinmeyer, 26. Auflage:[/FONT]
■ [FONT=Arial, sans-serif]Was heißt pro Jahr?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Lange verstand die BA unter Jahr das Leistungsjahr. Wir haben dagegen unter Jahr stets das Kalenderjahr verstanden. Genauso haben auch die Sozialgerichte entschieden.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Inzwischen hat auch die BA nachgegeben. § 3 Abs. 1 Satz 1 der ErreichbarkeitsAO spricht jetzt ausdrücklich von Kalenderjahr.[/FONT]
■ [FONT=Arial, sans-serif]Kann ich Arbeitslosenurlaub nehmen, obwohl ich im Kalenderjahr bereits Urlaub als Arbeitnehmer hatte?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ja - denn der Anspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz hat einen anderen Rechtsgrund als der Urlaub nach § 3 ErreichbärkeitsAO (ebenso BMAS, BT-Drs. 13/1031 vom 31.3.1995).[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sie dürfen nicht einfach in Urlaub fahren, sondern müssen Ihren Urlaub mit der AA absprechen. Hierfür gibt es ein besonderes Urlaubsformular. Bei Urlaub ohne Absprache riskieren Sie die Streichung des Alg.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Einzelne AA wollen die »Einwilligung« zum Urlaub erst unmittelbar vor Urlaubsantritt erteilen. Wir halten diese Praxis für rechtswidrig, weil damit eine vernünftige, kostengünstige Urlaubsplanung verhindert wird. Wir meinen, dass die »Einwilligung« spätestens zwei Wochen vor Urlaubsantritt erteilt werden muss.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die AA kann den Urlaubsantrag gemäß § 3 Abs. 1 Satz 3 ErreichbarkeitsAO ablehnen, wenn durch den Urlaub »die berufliche Eingliederung (...) beeinträchtigt wird«.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die AA hat bei der Urlaubsabsprache die Belange des Arbeitslosen zu berücksichtigen (z.B. Schulferien der Kinder, Urlaubsplanung des (Ehe-)Parthers, bereits gebuchte Reisen). Solche Gründe können dazu führen, dass der Urlaub zu der von Ihnen gewünschten Zeit nicht versagt werden darf.[/FONT]
■ [FONT=Arial, sans-serif]Verlängern Feiertage, die auf Werktage fallen, den Urlaub?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die AA sagt nein. Wir meinen seit eh und je ja. Nach § 3 Abs. 2 Bundesurlaubsgesetz sind Werktage alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Wenn bei einem Arbeitnehmer ein Feiertag, der auf einen Werktag fällt, nicht auf den Urlaub angerechnet werden darf, so sollte dies auch für Arbeitslose gelten.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Das SG Berlin (vom 12.6.1998 - S 58 Ar 3208/97, info also 1998, S. 193) hat entschieden, dass der Arbeitslosenurlaub sich um Werktagsfeiertage (im Urteil ging es um den Karfreitag und den Ostermontag) verlängert. Das Gericht begründet das Nicht-Mitzählen dieser Feiertage damit, dass Arbeitslose an diesen Tagen postalisch sowieso nicht erreichbar seien und der Kurzurlaub arbeitsloser Familienmitglieder an verlängerten Wochenenden »nicht durch eine unnötige, weil vom Vermittlungszweck nicht gebotene Anrechnung von >Freistellungstagen< erschwert werden sollte«. Die von der BA gegen dieses Urteil zunächst eingelegte Berufung hat sie zurückgenommen (zur Auseinandersetzung vor dem LSG Berlin s. Udo Geiger, info also 2000, S. 148). Die BA zeigt damit, dass ihre Position nicht haltbar ist.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die EAO zum SGB III wurde mit dem Fortentwicklungsgesetz ins SGB II übertragen. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Gemäß § 7 Abs. 4a SGB II findet die Erreichbarkeitsanordnung auch im Rahmen des SGB II Anwendung.[/FONT]
AW: Urlaub bzw. OrtsAbwesenheit
Mal mein Beitrag hochschieb!!!!
Nachdem ich den Brief bei der Agentur abgegeben habe, habe ich nichts mehr gehört.
Nun habe ich gerade eben bei der Hotline angerufen, weil ich ein Vermittlungsvorschlag bekommen habe und mich bis heute melden mußte.
Jetzt habe ich gleich noch den netten Mann am anderen Ende gefragt wegen OrtsAbwesenheit.
Da hat er gefragt wann ich Urlaub möchte und hat dann gesagt, dass das schon drin steht und auch genehmigt wurde
So schlecht sind die SB von der Agentur dann doch auch nicht.
Der Urlaub kann entlich kommen *jjjiiieeeeeppppiiiii*
etzt habe ich gleich noch den netten Mann am anderen Ende gefragt wegen OrtsAbwesenheit.
das liest sich zwar gut, jedoch wäre ein Nachweis in Papierform für dich um so besser. So ist es auch eigentlich vorgesehen, dass nachdem man den Antrag auf freistellung von der Verfügbarkeit gestellt war auch eine Ausfertigung (Zu- oder Absage) schriftlich erhält. In einem EDV-System sind schnell gewisse Angaben eingetragen bzw. wieder gelöscht. Auf eine mündliche Aussage sollte man sich nicht verlassen. Ganz besonders nicht bei der ARGE. Im Zweifelsfall kommst nämlich du in Erklärungsnöte.
1: Fakt ist, jeder Erwerbslose hat Anspruch auf 3 Wochen Urlaub im Jahr. Lt. Aussage meiner SB 21 Tage. Gut, hört sich für den "Volksmund" bescheuert an, denn man hat als Arbeitslose ja eh schon "Zwangsurlaub".
dass mir der Urlaub wichtiger ist als eine Arbeitsaufnahm
Ne, denke ich mal nicht, dass Du da verpflichtet bist, Daten über eine Buchungsbestätigung "rüberzuschieben"!!! Du reichst Urlaub ein und damit Basta! Wo Du/ihr hinfahrt, geht "die" doch nichts an.
Das Argument der SB ist keinen "Pfifferling" wert!!! Dann kannst ja nie Urlaub machen...
Ich sag es mal so. Selbst als Erwerbloser ist man ja kein "Freiwild", sondern immerhin noch ein Mensch, der neben Pflichten auch noch Rechte hat.

References: § 3
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