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Timestamp: 2019-01-21 22:10:16+00:00

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Das Stadtparlament erlässt gestützt auf Art. 35 Abs. 1 Gemeindeordnung, Art. 10 Abs. 1 des Polizeigesetzes 1, Art. 23 des Strassengesetzes 2 - PDF
Das Stadtparlament erlässt gestützt auf Art. 35 Abs. 1 Gemeindeordnung, Art. 10 Abs. 1 des Polizeigesetzes 1, Art. 23 des Strassengesetzes 2
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1 Stadt Wil Stadtparlament Rathaus, Marktgasse 58, CH-9500 Wil 2 Telefon , Telefax a i Mnno 3. Juli 2008 s R S N r, Polizeireglement Das Stadtparlament erlässt gestützt auf Art. 35 Abs. 1 Gemeindeordnung, Art. 10 Abs. 1 des Polizeigesetzes 1, Art. 23 des Strassengesetzes 2 und Art. 7bis des Hundegesetzes 3, als Reglement: I. Allgemeine Bestimmung Zweck Art. 1 Dieses Reglement regelt die Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben auf dem Gebiet der Stadt Wil und ergänzt die Gesetzgebung von Bund und Kanton in den Bereichen: Sicherheitsorgane; Schutz von öffentlichen Sachen und privatem Eigentum; Schutz der öffentlichen Sittlichkeit; Schutz von Personen sowie der öffentlichen Ruhe und Ordnung; Videoüberwachung im öffentlichen Raum. II. Sicherheitsorgane Stadtpolizei Art. 2 Zur Verbesserung der Polizeipräsenz und zur Erfüllung gemeindepolizeilicher Aufgaben 4 unterhält die Kantonspolizei in der Stadt Wil neben der Mannschaft der ordentlichen Polizeistation eine Stadtpolizeigruppe. Der Stadtrat schliesst dazu mit der Kantonspolizei eine Vereinbarung 5 ab. Private Sicherheitsdienste Art. 3 Der Stadtrat kann privaten Sicherheitsdiensten im Rahmen bewilligter Kredite folgende Aufgaben übertragen: sgs Polizeigesetz sgs Strassengesetz sgs456.1 Hundegesetz Art. 13 und Art. 26 Abs. 2 und 3 des Polizeigesetzes sowie Art. 52bis der Polizeiverordnung (sgs ) Vereinbarung über die Erfüllung gemeindepolizeilicher Aufgaben auf dem Gebiet der Stadt Wil vom 4. April Polizeireglemem-9-SP doc
2 Seite 2 a) Revierdienste zur Kontrolle von Liegenschaften der Stadt Wil; b) Ordnungsdienstpatrouillen zur Überwachung von sensiblen Orten in der Stadt Wil; c) Überwachung des ruhenden Verkehrs. Private Sicherheitsdienste haben keine polizeilichen Befugnisse 6. III. Schutz von öffentlichen Sachen und privatem Eigentum Gesteigerter Gemeingebrauch Art. 4 Die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benützung des öffentlichen Grundes, einschliesslich des darunter liegenden Erdreichs und des darüber liegenden Luftraums, sowie von öffentlichen Sachen bedarf einer polizeilichen Bewilligung durch die zuständige Stelle. Als bewilligungspflichtig gelten namentlich: a) das Anbieten von Waren und Dienstleistungen zu Erwerbszwecken; b) das Verteilen von Flugblättern, Programmen, Reklamezetteln und dergleichen; c) das Anwerben für Dienstleistungen von oder zu ideellen Organisationen; d) die Durchführung von Kundgebungen, Umzügen, Festanlässen und Schaustellungen; e) das Aufstellen von mobilen Informations- und Werbeeinrichtungen; f) das Aufführen von Strassenmusik; g) das Aufstellen von Bauplatzinstallationen; h) die Ablagerung von Schnee und Eis. Sondernutzung Art. 5 Für eine ausschliessliche oder dauernde Nutzung einer öffentlichen Sache, insbesondere von öffentlichen Strassen, Plätzen, Wegen und Anlagen, bedarf es der Erteilung einer Konzession. Plakatmonopol auf öffentli- Art. 6 ehern Grund Das Anbringen von Werbe- oder Informationsmaterial auf öffentlichem Grund ist verboten. Der Stadtrat kann Privaten das Recht einräumen, Werbe- oder Informationsmaterial an Anschlagstellen auf öffentlichem Grund (ausgenommen an Bauinstallationen) während einer bestimmten Dauer anzubringen. 6 Art. 28 ff des Polizeigesetzes Polizeireglemem-9-SP doc
3 Seite 3 Unerlaubtes Plakatieren Art. 7 Auf privatem Grund ist das Anbringen von Werbe- oder Informationsmaterial, das vom öffentlichen Grund aus wahrnehmbar ist, ohne Einwilligung des Berechtigten verboten. Das Verbot gilt auch für die verantwortlichen Veranstalter/innen, Auftraggeber/innen oder sonstige Personen, die das widerrechtliche Anbringen von Werbe- oder Informationsmaterial durch andere Personen veranlasst haben. Widerrechtlich angebrachtes Werbe- oder Informationsmaterial kann auf Kosten des Verantwortlichen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung entfernt werden. Campieren Art. 8 Auf dem öffentlichen Grund ist das Campieren ausserhalb der von den zuständigen Behörden bezeichneten Grundstücke verboten. Das Campieren auf privaten Grundstücken kann verboten werden, wenn die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Ordnung gestört oder gefährdet werden. Schnee und Eis Art. 9 Schnee und Eis auf Dächern ist vom Eigentümer/von der Eigentümerin unverzüglich zu beseitigen, soweit die Schneefänge keinen ausreichenden Schutz gegen das Abgleiten gewährleisten und dadurch Personen oder Sachen gefährdet werden. Littering Art. 10 Das verunreinigende Wegwerfen und Liegenlassen von Abfällen jeglicher Art auf öffentlichem und privatem Grund ist untersagt. IV. Schutz der öffentlichen Sittlichkeit Prostitution Art. 11 Die Prostitution im Freien ist an folgenden Orten verboten: a) auf Strassen und Plätzen im Bereich von Wohnhäusern; b) an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel; c) in und bei Pärken und parkähnlichen Anlagen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie in Fussgängerzonen; d) in der Nähe von Kirchen, Schulen und Spitälern. Verrichten der Notdurft Art. 12 Es ist untersagt, auf öffentlichem Grund oder an einem von der Öffentlichkeit einsehbaren Ort die Notdurft zu verrichten.
4 Seite 4 V. Schutz von Personen sowie der öffentlichen Ruhe und Ordnung Wegweisung und Fernhaltung Art. 13 Die Polizei kann vorübergehend Personen von öffentlichem Raum wegweisen oder fern halten, wenn: a) sie unter Einfluss von Alkohol oder einem anderen Mittel mit berauschender Wirkung öffentliches Ärgernis erregen; b) der begründete Verdacht besteht, dass sie oder andere, die der gleichen Ansammlung zuzurechnen sind, die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden oder stören. Die Wegweisung kann mündlich für eine Zeitdauer von längstens 24 Stunden verfügt werden. Die Fernhaltung kann schriftlich für eine Zeitdauer von längstens 14 Tagen verfügt werden. Die Verfügung der Wegweisung oder Fernhaltung beinhaltet: a) die Dauer; b) den räumlichen Bereich; c) das verbotene Verhalten innerhalb des bezeichneten Bereichs; d) die Folgen bei Missachtung der amtlichen Verfügung; e) mögliche Rechtsmittel. Vermummungsverbot Art. 14 Strafbar ist, wer sich bei bewilligungspflichtigen Versammlungen oder Kundgebungen unkenntlich macht. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen vom Vermummungsverbot bewilligen, wenn achtenswerte Gründe für ein Unkenntlichmachen vorliegen. Hundehaltung a) Grundsatz b) Betretungsverbot Art. 15 Hunde sind so zu führen, dass sie weder sich selbst noch Dritte gefährden oder belästigen. Art. 16 Der/Die Halter/in sorgt dafür, dass sein/ihr Hund Spiel- und Sportplätze, Kinderspielplätze, Badeanstalten, Friedhöfe, fremde Gärten, Gemüse- und Beerenkulturen sowie Wiesen und Äcker während des fortgeschrittenen Wachstums ohne Einwilligung des Berechtigten nicht betritt. Von diesem Verbot ausgenommen sind Hunde, die eine sehbehinderte Person führen.
5 AT 3$ Seite 5 c) Leinenzwang Art. 17 Der Hund ist in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, auf verkehrsreichen Strassen, Wegen und Plätzen, auf Schulhausanlagen, in öffentlichen Grün- und Parkanlagen, Naturschutzgebieten sowie Fussgängerzonen an der Leine zu führen. Der Stadtrat kann zum Schutz der FussgängerVinnen Gemeindewege und -plätze oder ein örtlich begrenztes Stadtgebiet mit einem Leinenzwang für Hunde belegen. VI. Videoüberwachung im öffentlichen Raum Videoaufnahmen ohne Personenidentifikation Art. 18 Im öffentlichen Raum können Videokameras eingesetzt werden, welche eine Personenidentifikation nicht zulassen. Die BetreiberVinnen von fest installierten Anlagen haben diese der vom Stadtrat bezeichneten Stelle zu melden. Videoüberwachung mit Personenidentifikation a) Bewilligung Art. 19 Der Stadtrat kann die örtlich begrenzte Überwachung mit Videokameras bewilligen, welche die Personenidentifikation zulassen, wenn a) der Einsatz solcher Videokameras zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geeignet und erforderlich ist; b) die Öffentlichkeit am überwachten Ort durch Hinweistafeln auf die Videoüberwachung aufmerksam gemacht wird; c) eine missbräuchliche Verwendung des Bildmaterials durch geeignete technische und organisatorische Massnahmen ausgeschlossen werden kann. Der Stadtrat legt im Rahmen der nachstehenden Bestimmungen für jede Videoüberwachung den Zweck, das überwachte Gebiet, die Dauer, die Visionierung, die Datensicherheit und die Aufbewahrung fest. b) Bestimmung der Örtlichkeiten c) Einrichtung der Videokameras Art. 20 Die Örtlichkeiten mit Videoüberwachung werden durch den Stadtrat durch Allgemeinverfügung bestimmt. Diese werden öffentlich publiziert. Art. 21 Die Videokameras sind technisch so einzurichten, dass eine Erfassung weiterer als für die Überwachung notwendiger Bereiche ausgeschlossen ist.
6 Seite 6 d) Datensicherheit Art. 22 Die Videoaufzeichnungen sind geschützt aufzubewahren. Der Verlust oder die Manipulation der Daten, etwa durch Diebstahl, unbefugte Vernichtung, zufälligen Verlust, Fälschung oder widerrechtliche Verwendung, ist mittels geeigneter Massnahmen zu verhindern. Insbesondere ist: a) der Zutritt zum Speicherort für Unbefugte durch den Einsatz geeigneter Technologie zu verunmöglichen; b) ein unerwünschter Datentransfer in andere Medien auszuschliessen. e) Aufbewahrungsfrist Art. 23 Aufzeichnungen von Überwachungseinrichtungen müssen nach spätestens 100 Tagen gelöscht werden. Vorbehalten bleibt die Weiterverwendung in einem Strafverfahren. f) Nachträgliche Einsichtnahme g) Protokollierung h) Datenschutz Art. 24 Einsicht in gespeicherte Videoaufnahmen darf nur auf Anweisung des zuständigen Untersuchungsrichters bzw. der zuständigen Untersuchungsrichterin genommen werden. Art. 25 Sämtliche Zugriffe auf das gespeicherte Bildmaterial werden protokolliert. Die ProtokoHierung umfasst den Grund des Zugriffes sowie die Informationen, von welcher Person der Zugriff ausgegangen ist und welches Bildmaterial gesichtet wurde. Art. 26 Der Stadtrat bezeichnet eine externe Stelle, welche die rechtmässige Durchführung der Videoüberwachung kontrolliert, insbesondere ob: a) nachträgliche Einsichtnahmen rechtmässig erfolgen; b) Aufzeichnungsmaterial nach Massgabe dieses Reglements gelöscht wird. Sie ist in ihrer Tätigkeit unabhängig und erstattet dem Stadtrat regelmässig Bericht und beantragt erforderliche Massnahmen. VII. Bewilligung, Ersatzvornahme, Strafe Bewilligung Art. 27 Der Stadtrat bestimmt die zuständige Bewilligungsbehörde, soweit dieses Reglement nichts anderes vorsieht. Das Gesuch um Bewilligung ist in der Regel 20 Tage vor der geplanten Ausübung der bewilligungspflichtigen Tätigkeit schriftlich einzureichen.
7 Die Erteilung der Bewilligung ist gebührenpflichtig und kann befristet und mit Bedingungen oder Auflagen verbunden sein. Die Bewilligung wird entzogen, wenn die Voraussetzungen für die Erteilung nicht mehr gegeben sind oder wenn Bedingungen und Auflagen nicht eingehalten werden. Art. 28 Reglementwidrige Zustände können auf Kosten des Fehlbaren beseitigt werden. Ausser in dringlichen Fällen ist diesem zunächst Gelegenheit zu geben, die Störung selber zu beseitigen. Strafe, Anwendung von Verwaltungszwang und Ersatzvornahme sind unabhängig voneinander zulässig. Art. 29 Wer vorsätzlich oder fahrlässig die Bestimmungen dieses Reglements verletzt oder darauf gestützte Anordnungen missachtet, wird mit Busse bestraft. In leichten Fällen kann an die Stelle der Busse eine schriftliche Verwarnung treten. Soweit dieses Reglement keine abweichenden Vorschriften enthält, finden die allgemeinen Bestimmungen des Schweizerischen Strafgesetzbuches sinngemäss Anwendung. Wurde die Übertretung zum Vorteil einer juristischen Person, einer Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft begangen, so sind die Personen strafbar, die für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen. VIII. Schlussbestimmungen Art. 30 Für Verfahren, die im Zeitpunkt des Vollzugsbeginns dieses Reglements hängig sind, bleibt die Zuständigkeit nach bisherigem Recht bestehen. Art. 31 Mit dem Inkrafttreten dieses Reglements wird die Verordnung über das Reklame- und Plakatwesen vom 19. März 1962 aufgehoben. Art. 32 Dieses Reglement untersteht dem fakultativen Referendum. Es bedarf der Genehmigung des zuständigen kantonalen Departements. 7 des Kantons St. Gallen
8 Seite 8 Vollzug Art. 33 Der Stadtrat bestimmt den Vollzugsbeginn. Stadt Wil fr-hg Marcus lenzer Parlamentspräsident Armin Blöchlinger Sekretär Die Referendumsfrist vom 11. Juli 2008 bis 11. August 2008 ist unbenützt abgelaufen. Vom Sicherheits-und Justizdepartement genehmigt am: $ep Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St.Gallen Leiter Rechtsdienst lic. iur. Max Schlanser Vollzugsbeginn: 1. Januar 200 9
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 Art. 7
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 13
 Art. 26
 Art. 52
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 28
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
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 Art. 11
 Art. 12
 Art. 13
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 Art. 17
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 Art. 20
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 Art. 22
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 25
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 Art. 10
 Art. 7
 Art. 0
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 Art. 3
 Art. 90
 Art. 10
 Art. 29
 Art. 10
 Art. 7
 Art. 38
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 Art. 136
 Art. 5
 Art. 23
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