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Timestamp: 2019-08-18 05:57:49+00:00

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OLG Frankfurt, 01.07.2011 - 18 W 149/11 - dejure.org
OLG Frankfurt, 01.07.2011 - 18 W 149/11
https://dejure.org/2011,17923
OLG Frankfurt, 01.07.2011 - 18 W 149/11 (https://dejure.org/2011,17923)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 01.07.2011 - 18 W 149/11 (https://dejure.org/2011,17923)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 01. Juli 2011 - 18 W 149/11 (https://dejure.org/2011,17923)
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Kostenpflicht einer Partei aus einem Vergleich bei Bewilligung ratenfreier Prozesskostenhilfe; Geltendmachung von Ansprüchen der Prozessbevollmächtigten durch die Staatskasse
LG Frankfurt/Main, 08.06.2011 - 17 O 50/10
NJW-RR 2012, 316
Die Befreiung nach § 122 Abs. 1 Nr. 1 a ZPO greift in einem solchen Fall nicht ein (vgl. OLG Frankfurt, Beschl. v. 1.7.2011 - 18 W 149/11, Rn. 14-21, juris; Beschl. v. 27.9.2012 - 18 W 162/12, juris;… Zöller/Geimer 31. Aufl., § 123 Rn. 6).
Diese Vorschrift enthält auch keine allgemeine Wertung des Gesetzgebers, der entnommen werden könnte, dass nur Entscheidungsschuldner im Sinne von § 29 Nr. 1 GKG davor geschützt sein sollen, Gerichtskosten tragen zu müssen und der deswegen § 122 Abs. 1 Nr. 1a) ZPO dahingehend einschränkt (so aber OLG Frankfurt, Beschluss vom 01.07.2011 - 18 W 149/11).
Anders als der 13., der 14. und der 18. Zivilsenat des OLG Frankfurt (Beschlüsse vom 25.09.2008 -14 W 85/08-, 04.11.2010 -18 W 226/10-, 18.03.2011 -18 W 42/11-, 01.07.2011 -18 W 149/11- und 12.07.2011 -13 U 29/10-) geht der Senat auch nicht von einer Haftung der PKH-berechtigten Partei für den auf sie entfallenden Anteil der Gerichtskosten infolge einer in § 31 Abs. 3 GKG zum Ausdruck kommenden Wertung des Gesetzgebers aus.
Zudem überzeugen die eine Parallelkonstellation betreffenden Ausführungen des OLG Frankfurt/Main in seinem Beschluss vom 1. Juli 2011 (- 18 W 149/11 -, NJW-RR 2012, S. 316 [317 f.]), mit dem es seine frühere Auffassung einer analogen Anwendung des § 29 Nr. 2 GKG aufgegeben hat, der zufolge die Staatskasse berechtigt sei, die auf sie übergegangenen Ansprüche des im Wege der Prozesskostenhilfe beigeordneten Prozessbevollmächtigten gegen die eigene Partei entgegen § 122 Nr. 1 lit. b ZPO geltend zu machen, soweit die Partei die Verpflichtung zur Tragung ihrer eigenen Auslagen in einem Vergleich übernommen hatte.
§ 122 Abs. 1 Nr. 1a ZPO gilt auch zugunsten des Übernahmeschuldners dem PKH/VKH bewilligt ist (ebenso OLG Frankfurt a. M., 3. Sen. für FamS, Beschl. v. 20.09.2011, 3 WF 100/11; a. A. OLG Frankfurt a. M., 13., 14. und 18. ZS, Beschl. v. 25.09.2008, 14 W 85/08, v. 01.07.2011, 18 W 149/11, v. 12.07.2011, 13 U 29/10).
Allerdings haben in neuer Zeit drei Zivilsenate des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main § 122 Abs. 1 Nr. 1a dahingehend ausgelegt, dass die Kostenbefreiung nur für den Entscheidungsschuldner, nicht aber für den Übernahmeschuldner Geltung habe (14. Zivilsenat, Beschluss vom 25.09.2008 - 14 W 85/08; 18. Zivilsenat, Beschluss vom 01. Juli 2011 - 18 W 149/11; 13. Zivilsenat, Einzelrichterbeschluss vom 12. Juli 2011 - 13 U 29/10).

References: § 122
 § 123
 § 29
 § 122
 § 31
 § 29
 § 122

§ 122
 § 122