Source: https://www.zoll-export-wissen.de/zollrecht/das-einmaleins-des-neuen-uzk-so-handeln-sie-kuenftig-rechtssicher/
Timestamp: 2020-04-08 03:04:09+00:00

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Das Einmaleins des aktuellen Unionszollkodex (UZK)
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Das Einmaleins des neuen UZK: So handeln Sie künftig rechtssicher
©Grecaud Paul – Fotolia
Das Zollrecht gilt als beständig – eigentlich, insbesondere wenn man benachbarte Rechtsgebiete (wie z. B. das Umsatzsteu-errecht) betrachtet. Nun kam aber der Unionszollkodex (UZK). In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich ändert und was bleibt und wie Sie bei der Zollabfertigung rechtssicher agieren.
Übersicht: Diese UZK-bedingten Änderungen müssen Sie jetzt umsetzen
In der folgenden Übersicht finden Sie die wichtigsten Themenbereiche Ihrer Zollabwicklung und die entsprechenden Neuerungen. Diese Regelungen müssen Sie beherrschen.
Was bleibt und was neu ist
Summarische Eingangs-und summarische Ausgangsanmeldung (ASumA)
Sie müssen auch weiterhin für Waren eine summarische Eingangsmeldung abgeben. Die entsprechenden Regeln dazu finden Sie nun in den Art. 127 ff. UZK. Auch ist weiterhin die Ankunft des Beförderungsmittels (nur noch bei Flugzeugen und Schiffen) der ersten Eingangszollstelle zu melden. Rechtsgrundlage dazu: Art. 133 UZK.
Meine Empfehlung: Die summarische Eingangsmeldung liefert den Behörden Daten für die Risikoanalyse. Sie gehört zu den jüngeren Bestimmungen des Zollrechts. Hier wird auch weiterhin in der bereits bekannten Art verfahren. Nehmen Sie hier nur die geänderten Rechtsgrundlagen zur Kenntnis.
Seit dem 1.1.2011 ist vor Ausfuhr einer Ware, für die keine Zollanmeldung mit den sicherheitsrelevanten Daten vorliegt, zudem eine ASumA abzugeben. Auch diese Regelung bleibt inhaltlich bestehen. Rechtsgrundlage: Art. 263 ff. UZK.
Meine Empfehlung: Die Vereinfachungen im Bereich der Zollanmeldungen gewinnen noch mehr an Bedeutung. Gerade die zentrale Zollanmeldung und die Selbstkontrolle haben das Potenzial, in der Praxis zum Wettbewerbsfaktor zu werden.
Allerdings sind die bedeutendsten Verfahrenserleichterungen grundsätzlich AEO-zertifizierten Unternehmen vorbehalten. Denken Sie also über dieses Gütesiegel (sofern noch nicht zertifiziert) unbedingt nach.
Waren, die sich in der vorübergehenden Verwahrung befinden, dürfen ausschließlich in bewilligten
Meine Empfehlung: Aus den oben dargestellten Neuerungen im Bereich der vorübergehenden Verwahrung erhalten Sie einen neuen Gestaltungsspielraum. Die Kombination aus verlängerter Verwahrfrist und möglichem Transport innerhalb der vorübergehenden Verwahrung könnte für Sie das Zolllager- bzw. Versandverfahren überflüssig machen.
Meine Empfehlung: Tiefgreifende Veränderungen müssen Sie hierzu nicht berücksichtigen. An neue Begrifflichkeiten müssen Sie sich allerdings gewöhnen: Das oben genannte Begriffspaar wird durch Unionsware/Nicht-Unionsware ersetzt. Rechtsgrundlage: Art. 153 ff., 5 Nr. 23, 5 Nr. 24 UZK.
Wiederausfuhr von Nicht-Unionswaren, Rechtsgrundlage: Art. 270 UZK
Wichtig: Ggf. ist eine ASumA abzugeben (vgl. erste summarische Eingangsanmeldung). Und zwar dann, wenn keine Zoll- oder Wiederausfuhranmeldung abgegeben wird. Rechtsgrundlage: Art. 271 UZK.
Meine Empfehlung: Haben Sie aktuell Zollverfahren bewilligt, sollten Sie unmittelbar die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen prüfen. Lassen Sie hier keine Zeit verstreichen. Die Umstellung der entsprechenden Prozesse nimmt erfahrungsgemäß eine erhebliche Zeit in Anspruch.

References: Art. 127
 Art. 133
 Art. 263
 Art. 153
 Art. 270
 Art. 271