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Timestamp: 2019-06-16 12:59:12+00:00

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Ausgabe 9/2019, 11. Juni 2019
Ausgabe 9/2019, 11. Juni 2019 Ausgaben drucken Ausdruck
einige EU-Vertreter halten einen maximal einheitlichen Binnenmarkt für das Patentrezept zur Stärkung der europäischen Fondswirtschaft im globalen Wettbewerb. Sie glauben daher, eine Super-ESMA, die die Unterschiede in der Auslegung von EU-Recht in den Mitgliedstaaten glatt bügelt, würde den grenzüberschreitenden Vertrieb erleichtern. Ein Irrtum, denn Fonds werden nicht im Direktgeschäft verkauft, sondern über Vertriebsstellen. Diese sind von Land zu Land unterschiedlich. Der Zugang zu den Verkaufsregalen dieser unterschiedlichen Vertriebsstellen ist eine viel größere Herausforderung als der Umgang mit bisweilen unterschiedlichen Auslegungen von EU-Recht in den einzelnen Mitgliedstaaten – obwohl das die Ausnahme sein sollte. Von den hunderten europäischen Asset Managern sind die meisten in ihrem Heimatmarkt und allenfalls noch ein paar wenigen anderen Mitgliedstaaten aktiv.
Wenn man für diese Asset Manager – große wie kleine – wirklich etwas tun will, dann muss man sie von der Überregulierung befreien. Nach einer Umfrage unter unseren Mitgliedern stellt sie das Hauptproblem dar, noch vor den Herausforderungen durch die Kapitalmärkte und den rasanten technischen Fortschritt. Sie bindet Ressourcen, die den Asset Managern für Zukunftsinvestitionen fehlen und wird immer mehr zum Standortnachteil. Das muss sich ändern. Wir appellieren daher an die künftigen EU-Kommissare und Parlamentarier, beim Erlass neuer Regeln neben Verbraucherschutz und Finanzmarktstabilität auch die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Finanzindustrie zu bedenken. Die USA sind damit erfolgreich. Mit ausgewogener Regulierung wäre uns weit mehr geholfen als mit Superbehörden.
702 Fondshäuser aus 39 Herkunftsländern mit Vertriebszulassung in Deutschland
702 Anbieter haben eine Vertriebsberechtigung für Publikumsfonds in Deutschland. Das sind 66 mehr als Anfang 2017. Die meisten (157) stammen nach wie vor aus...
702 Anbieter haben eine Vertriebsberechtigung für Publikumsfonds in Deutschland. Das sind 66 mehr als Anfang 2017. Die meisten (157) stammen nach wie vor aus Deutschland, gefolgt von einem starken Mittelfeld bestehend aus den USA (108), England (107), Frankreich (72) und der Schweiz (61). Platz 6 belegt Luxemburg mit 29 Häusern, die dort ihren Ursprungssitz haben und neben den etablierten Round-Trip- und Cross-Border-Anbieter zunehmend in den Markt eintreten. Teilweise sind sie durch Verkauf aus deren früheren Einheiten hervorgegangen, teils handelt es sich um echte Neugründungen aus dem Kreis langjähriger Mitarbeiter verschiedener Fondshäuser am Standort Luxemburg.
Geschlossene Fonds: Bereits 35 Prozent des Vermögens sind KAGB-konform
Im Segment der geschlossenen Fonds ist der Anteil KAGB-konformer Fonds von 12 Prozent (Ende 2015) auf 35 Prozent (Ende 2018) stark gestiegen. Mit 65 Prozent...
Im Segment der geschlossenen Fonds ist der Anteil KAGB-konformer Fonds von 12 Prozent (Ende 2015) auf 35 Prozent (Ende 2018) stark gestiegen. Mit 65 Prozent entfällt noch ein Großteil des Vermögens auf „Altfonds“, die vor Inkrafttreten des KAGB im Juli 2013 aufgelegt wurden und keine zusätzlichen Anlagen mehr tätigen dürfen. Bei geschlossenen Immobilienfonds ist der Anteil der Altfonds bereits auf ein Drittel abgeschmolzen.
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank verwalten geschlossene Fonds ein Netto-Vermögen von 49 Milliarden Euro. Die Verwahrstellen in Deutschland (vgl. BVI-Verwahrstellenstatistik) haben uns ein Netto-Vermögen in KAGB-konformen geschlossenen Fonds von 17,2 Milliarden Euro gemeldet. Davon erfassen wir in der Investmentstatistik mit Anbieterübersichten 10 Milliarden Euro.
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No-Deal-Brexit: Keine Handelsplatzpflicht für UK-Wertpapiere
Wir haben uns bei der EU-Kommission erfolgreich dafür eingesetzt, den Zugang zu den liquidesten Handelsplätzen auch im Falle des No-Deal-Brexits zu...
Wir haben uns bei der EU-Kommission erfolgreich dafür eingesetzt, den Zugang zu den liquidesten Handelsplätzen auch im Falle des No-Deal-Brexits zu gewährleisten (vgl. Pressespiegel vom 31. Mai 2019 mit Berichten in der Financial Times, Politico und Bloomberg). Aufgrund der Handelsplatzpflicht (Share Trading Obligation, Artikel 23 MiFIR) hatte für EU-27-Marktteilnehmer ein eingeschränkter Handel von Wertpapieren aus dem Vereinigten Königreich (UK) an dortigen Handelsplätzen gedroht. Erfreulich ist daher eine Mitteilung der ESMA, die ihre bisherige Auffassung revidierte. Nun werden Wertpapiere mit GB-ISIN im Fall des No-Deal-Brexit von der Handelsplatzpflicht ausgenommen.
Allerdings gilt für EU-27-Wertpapiere, die sowohl an einer EU-27- als auch einer UK-Börse zum Handel zugelassen sind (dual listing), oder die hauptsächlich an UK-Handelsplätzen gehandelt werden und dort ihren Liquiditätsschwerpunkt haben, im Fall des No-Deal-Brexit weiterhin die Handelsplatzpflicht. Dies könnte zu einer unerwünschten Zersplitterung der Liquidität führen. Die britische Aufsichtsbehörde FCA hat die Mitteilung der ESMA entsprechend kommentiert.
BVI fordert Erleichterungen bei BaFin-Anforderungen an die IT
In unserer Stellungnahme gegenüber der BaFin zu einem neuen Rundschreiben (vgl. Newsletter 7/2019) über die aufsichtlichen Anforderungen von...
In unserer Stellungnahme gegenüber der BaFin zu einem neuen Rundschreiben (vgl. Newsletter 7/2019) über die aufsichtlichen Anforderungen von Kapitalverwaltungsgesellschaften an die IT (KAIT) begrüßen wir die Initiative der Aufsicht. Aufgrund der Bedeutung des Themas unterstützen wir das frühzeitige Regelungsbedürfnis der BaFin und lehnen zusätzliche Maßnahmen, die in dem Entwurf der KAIT enthalten sind und ohne konkrete Rechtsgrundlage von der Aufsicht eingefordert werden, nicht generell ab. Allerdings könnte das Rundschreiben im Vorgriff auf EU-Maßnahmen in Einzelbereichen striktere Vorgaben manifestieren, die den Wettbewerb in der EU maßgeblich beeinflussen und für deutsche Kapitalverwaltungsgesellschaften besondere Hürden schaffen können. Wir sehen daher insbesondere Nachbesserungsbedarf bei den Vorgaben zur Abgrenzung der Auslagerung vom Fremdbezug von IT-Dienstleistungen und der Einrichtung eines unabhängigen Informationssicherheitsbeauftragten. Darüber hinaus geht der Entwurf der KAIT an einzelnen Stellen über die bestehenden Vorgaben im Banken- und Versicherungsbereich (BAIT und VAIT) sowie über die gesetzlichen Vorgaben im KAGB zum Interessenkonfliktmanagement hinaus. Wir haben außerdem sehr umfangreich ausgeführt, dass der von der BaFin geschätzte Erfüllungsaufwand unvollständig ist und der tatsächliche Aufwand wesentlich höher ist. Wir fordern daher eine Umsetzungsfrist.
Finanzstabilitätsrat befasst sich weiter mit Cyberrisiken
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) arbeitet an einem Maßnahmenpaket zum Umgang mit Cyberereignissen. Dies geht aus einem Bericht an die G20-Finanzminister und...
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) arbeitet an einem Maßnahmenpaket zum Umgang mit Cyberereignissen. Dies geht aus einem Bericht an die G20-Finanzminister und deren Zentralbanken hervor. Damit sollen die bisherigen Anleitungen und Aufsichtspraktiken des FSB zur Informationssicherheit im Finanzsektor aus dem Jahr 2017 und das Ende 2018 veröffentlichte Cyberlexikon ergänzt werden. Das neue Maßnahmenpaket soll darauf angelegt sein, auf Cyberrisiken reagieren und Prozesse wiederherstellen zu können. Der FSB weist darauf hin, dass dies kein internationaler Standard werden soll, sondern lediglich als Hilfestellung in der Aufsichtspraxis genutzt werden soll. Erste Vorschläge will der Finanzstabilitätsrat Anfang 2020 konsultieren.
Europawahl 2019: deutliche Verluste für Konservative und Sozialisten, Grüne als Gewinner
Beim deutschen Ergebnis der Europawahl 2019 hat sich ein Trend abgezeichnet: Die Union und die SPD haben deutliche Verluste (CDU: -6,4 Prozentpunkte; SPD:...
Beim deutschen Ergebnis der Europawahl 2019 hat sich ein Trend abgezeichnet: Die Union und die SPD haben deutliche Verluste (CDU: -6,4 Prozentpunkte; SPD: -11,5 Punkte) zu verzeichnen. Die Grünen hingegen sind erstmals bei einer bundesweiten Wahl zweitstärkste Partei (+9,8 Punkte). Die FDP konnte ebenfalls leicht zulegen (+2 Punkte), blieb damit aber unter den eigenen Erwartungen.
Auf europäischer Ebene haben sowohl die Europäische Volkspartei (EVP) als auch die Sozialdemokraten (S&D) herbe Verluste eingefahren. Die EVP bleibt trotz der Verluste (-5 Punkte / -37 Sitze) die größte Fraktion im EU-Parlament. Die S&D hat 4,3 Punkte (-32 Sitze) an Stimmen verloren. Die Liberalen der ALDE-Fraktion haben durch den Anschluss von Emmanuel Macrons La République en Marche den größten Zugewinn (+4,8 Punkte / +36 Sitze) erreicht. Die Grünen gewannen ebenfalls deutlich mehr Stimmen (+2,3 Punkte / +17 Sitze).
Aufgrund der zusätzlichen Mandate wird der Einfluss der ALDE und der Grünen Fraktionen steigen. Künftig werden die beiden Fraktionen mehr Berichterstatter, Ausschussvorsitzende und Vizepräsidenten stellen sowie mehr Redezeit bekommen.
Durch die Verluste von EVP und S&D wird die große Koalition keine Mehrheit mehr stellen können. Damit sind die beiden Fraktionen für die Mehrheitsbildung im EU-Parlament auf andere Fraktionen angewiesen. Eine mögliche Koalition aus EVP, S&D und ALDE würde auf 58 Prozent der Sitze im EU-Parlament kommen und somit eine Mehrheit erreichen.
Deutschland, Frankreich und Niederlande wollen Kapitalmarktunion voranbringen
Die Finanzminister Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande haben am 17. Mai 2019 in einem Brief an die übrigen EU-Mitgliedstaaten die Gründung einer...
Die Finanzminister Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande haben am 17. Mai 2019 in einem Brief an die übrigen EU-Mitgliedstaaten die Gründung einer hochrangigen Arbeitsgruppe zur EU-Kapitalmarktunion angeregt. Ziel dieses Vorstoßes ist die Erarbeitung von Ideen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Vertreter unterschiedlicher Unternehmenszweige (z.B. KMUs, Finanzintermediäre, Marktinfrastruktur) und Experten für Digitalisierung sowie Finanzinnovationen sollen diesem unabhängigen Gremium angehören. Die Arbeitsgruppe soll die Stärken und Schwächen der EU-Kapitalmärkte analysieren und Konsultationen mit Interessengruppen des privaten und öffentlichen Sektors durchführen. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse sollen den europäischen Institutionen als politischer Handlungsplan in der neuen Wahlperiode 2019 bis 2024 dienen. Ein Zwischenbericht soll bis spätestens 31. Juli 2019 veröffentlicht werden, gefolgt von der Vorstellung der Endergebnisse bis spätestens 30. September 2019.
ESMA ergänzt Fragen und Antworten zur Kostenoffenlegung nach MiFID II
Die ESMA hat ihre Zusammenstellung der Fragen und Antworten unter MiFID II um weitere Aussagen zum Thema ex-ante-Kosteninformation ergänzt. Interessant sind...
Die ESMA hat ihre Zusammenstellung der Fragen und Antworten unter MiFID II um weitere Aussagen zum Thema ex-ante-Kosteninformation ergänzt. Interessant sind insbesondere die Erläuterungen zur rechtzeitigen Bereitstellung von Kosteninformationen bei telefonischen Kundenorders. Die ESMA sieht es dabei als zulässig an, die Angaben zu Kosten vor Ausführung der Order am Telefon mitzuteilen und „gleichzeitig“ die Informationen auf einem dauerhaften Datenträger „zu übermitteln“. Die zweite Anforderung könnte gegebenenfalls bereits durch die Veranlassung der (postalischen) Versendung erfüllt sein. Außerdem stellt die ESMA Folgendes klar:
Im Zusammenhang mit Verkaufsorders über Wertpapiere müssen die Vertriebsstellen ex-ante lediglich über die Kosten der Dienstleistung informieren.
Die Offenlegung der Kosten für Produkte mit nicht linearen Gebühren kann auf Grundlage eines angenommenen Anlagebetrags erfolgen, muss aber den Umfang der geplanten Transaktion berücksichtigen.
Angaben zu Bandbreiten der möglichen Kosten sind nicht zulässig.
Inzwischen hat die ESMA alleine zur Kostenoffenlegung 30 Fragen und Antworten veröffentlicht.
Marktuntersuchung der BaFin zur MiFID II zeigt Fortschritte und Schwächen
Die BaFin hat ein gutes Jahr nach Inkrafttreten der MiFID II eine erneute Marktuntersuchung (vgl. BaFin-Journal 5/2019, Seiten 20 ff.) zur Einhaltung...
Die BaFin hat ein gutes Jahr nach Inkrafttreten der MiFID II eine erneute Marktuntersuchung (vgl. BaFin-Journal 5/2019, Seiten 20 ff.) zur Einhaltung bestimmter Verhaltenspflichten beim Vertrieb von Finanzprodukten durchgeführt. Sie hat mit 20 Instituten eine relativ geringe Zahl an Häusern aus den verschiedenen Bereichen des Bankensektors befragt. Während die notwendigen Telefonaufzeichnungen (Taping) von den Instituten in aller Regel ordnungsgemäß vorgenommen werden, sieht die BaFin noch Schwächen bei den Informationen über die Kosten. Erheblicher Nachbesserungsbedarf besteht auch bei den sogenannten Geeignetheitserklärungen – hier sind neun von zehn fehlerhaft.
Grenzüberschreitender Fondsvertrieb: EU-Texte in deutscher Sprache verfügbar
Die finalen Texte der EU-Verordnung und Richtlinie zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Vertriebs von Fonds liegen nun in der deutschen Übersetzung vor....
Die finalen Texte der EU-Verordnung und Richtlinie zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Vertriebs von Fonds liegen nun in der deutschen Übersetzung vor. Die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt könnte sich noch einige Wochen hinziehen, da hierfür zunächst die Unterschrift des Präsidenten des neu konstituierten EU-Parlaments erforderlich ist.
Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie: BVI fordert Übergangsfrist für Berichtspflichten
In einer Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) sprechen wir uns dafür aus, für die...
In einer Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) sprechen wir uns dafür aus, für die Berichtspflichten über die Ausübung der Aktionärsrechte für KVGs und institutionelle Anleger eine Übergangsfrist bis September 2020 zu gewähren. Denn erst am 3. September 2020 treten technische Durchführungsbestimmungen in Kraft, die für die Übermittlung der Abstimmungsbestätigungen gelten und die Grundlage für eine sinnvolle Berichterstattung bilden sollen. Außerdem fordern wir eine Beschränkung der Pflichten zur Mitwirkungspolitik auf innerhalb der EU notierte Aktien und befürworten eine verbindliche Abstimmung der Hauptversammlung über die Vergütungspolitik. Die erste Lesung im Bundestag fand bereits am 9. Mai 2019 statt. Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum ARUG II wird jedoch nicht vor dem 20. September 2019 stattfinden, an dem die Abstimmung im Bundesrat geplant ist. Damit wird Deutschland die EU-weite Umsetzungsfrist, die am 10. Juni 2019 abläuft, nicht einhalten.
Regierungskommission beschließt überarbeiteten Corporate Governance Kodex
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat eine neue Fassung des Regelwerks veröffentlicht. Der neue Kodex einschließlich seiner Begründ...
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat eine neue Fassung des Regelwerks veröffentlicht. Der neue Kodex einschließlich seiner Begründung ist bereits jetzt verfügbar, soll aber erst nach dem Inkrafttreten des ARUG II (vgl. vorheriger Beitrag) beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zur Veröffentlichung eingereicht werden. Die Regierungskommission will auf diese Weise eine Übereinstimmung mit der finalen Fassung des überarbeiteten Aktiengesetzes sicherstellen. Der neue Kodex soll mit der dann folgenden Veröffentlichung durch das Ministerium im elektronischen Bundesanzeiger in Kraft treten.
Gegenüber dem Entwurf haben sich noch einige Änderungen ergeben. Insbesondere ist die Neugliederung des Kodex nach Funktionen deutlich klarer gelungen und enthält nun auch einen separaten Abschnitt zur Hauptversammlung. Die Präambel spricht nun davon, dass die Aktionäre ihre Mitwirkungsrechte regelmäßig vor oder während der Hauptversammlung ausüben und hebt die besondere Bedeutung institutioneller Anleger hervor. Die Passage, bei Übernahmeangeboten eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, wurde entsprechend unserer Forderung beibehalten.
BVI aktualisiert Muster-Anlagebedingungen
Wir haben die Muster-Anlagebedingungen für OGAWs überarbeitet. Die neue Version enthält u.a. den mit der BaFin abgestimmten Steuer-Baustein, der das neue...
Wir haben die Muster-Anlagebedingungen für OGAWs überarbeitet. Die neue Version enthält u.a. den mit der BaFin abgestimmten Steuer-Baustein, der das neue Investmentsteuergesetz, insbesondere den Begriff der Kapitalbeteiligung für Zwecke der steuerlichen Teilfreistellung, berücksichtigt.
BaFin überarbeitet Verwahrstellenrundschreiben
Die BaFin überarbeitet das Rundschreiben „08/2015 (WA)“ zu den Aufgaben und Pflichten der Verwahrstelle. Wir werden im Rahmen der geplanten Konsultation zum...
Die BaFin überarbeitet das Rundschreiben „08/2015 (WA)“ zu den Aufgaben und Pflichten der Verwahrstelle. Wir werden im Rahmen der geplanten Konsultation zum Entwurf Stellung nehmen.
Verwahrstellen: ESMA klärt weitere Anwendungsfragen zur AIFM- und OGAW-Richtlinie
Die ESMA hat die Fragen und Antworten zur Anwendung der AIFM-Richtlinie und der OGAW-Richtlinie aktualisiert. Sämtliche neue Fragen betreffen die...
Die ESMA hat die Fragen und Antworten zur Anwendung der AIFM-Richtlinie und der OGAW-Richtlinie aktualisiert. Sämtliche neue Fragen betreffen die Verwahrstelle, insbesondere die Auslagerung von bestimmten Aufgaben und Funktionen.
ESAs entwerfen neue Standards für Intragruppenreporting
Der gemeinsame Ausschuss der ESAs hat einen Vorschlag für einen technischen Durchführungsstandard für ein einheitliches Intragruppenreporting nach der Finanzko...
Der gemeinsame Ausschuss der ESAs hat einen Vorschlag für einen technischen Durchführungsstandard für ein einheitliches Intragruppenreporting nach der Finanzkonglomeraterichtlinie (FICOD) vorgelegt. Durch die FICOD unterliegen gruppeninterne Transaktionen einer besonderen Aufsicht. Für diese Zwecke müssen beaufsichtigte Unternehmen oder gemischte Finanzholdinggesellschaften als Teil eines Finanzkonglomerates dem in der Gruppe verantwortlichen Koordinator mindestens einmal jährlich alle bedeutenden gruppeninternen Transaktionen und wesentliche Risikokonzentrationen melden. Der Vorschlag enthält auch ein Formular, das die Inhalte der Meldung näher definiert. Betroffen sind auch Fondsgesellschaften und Wertpapierfirmen, die Teil einer solchen Gruppe sind. Wir werden die Einzelheiten in den Gremien erörtern und uns an der Konsultation beteiligen. Die Frist läuft bis zum 15. August 2019. Ihre Anmerkungen sind willkommen.
EU-Kommission bereitet Bericht zur Marktmissbrauchsverordnung vor
In einem Brief an die ESMA bittet die EU-Kommission die Aufseher um fachliche Unterstützung, um einen Bericht für Rat und Parlament zur...
In einem Brief an die ESMA bittet die EU-Kommission die Aufseher um fachliche Unterstützung, um einen Bericht für Rat und Parlament zur Marktmissbrauchsverordnung (MAR) vorzubereiten. Nach der MAR soll die Kommission bis zum 3. Juli 2019 über die Anwendung der MAR und gegebenenfalls über die Erforderlichkeit einer Überarbeitung berichten. So fordert die MAR selbst, dass der Bericht insbesondere darauf eingehen soll, ob einzelne Regeln zu den Sanktionen für Insidergeschäfte und Marktmanipulation und zu einzelnen Handelsverbote angemessen und die in der MAR enthaltene Definition der Insiderinformation ausreichend sind. Ergänzend bittet die Kommission die ESMA um weitere zusätzliche Empfehlungen. Insbesondere soll die ESMA prüfen, ob gesetzliche Änderungen für die Veröffentlichung von Eigengeschäften von Führungspersonen einer externen Fondsverwaltungsgesellschaft notwendig und hiervon auch Fondsanteile erfasst sind. Die Kommission deutet hierbei an, dass nach einer strengen Leseart die Führungspersonen Geschäfte mit Fondsanteilen nicht veröffentlichen müssten. Bei Anwendung der Regeln sollte jedoch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen internen und externen Organisationsstrukturen verfolgt werden. Der in der MAR vorgegebene Zeitplan für den Bericht wird nicht zu halten sein, weil die Kommission die ESMA um Rückmeldung bis Ende 2019 bittet. Damit wird mit dem finalen Bericht wohl erst 2020 zu rechnen sein.
BMF legt Referentenentwurf zur Umsetzung der Fünften EU-Geldwäscherichtlinie vor
Das BMF hat am 20. Mai 2019 einen Referentenentwurf zur Umsetzung der Fünften EU-Geldwäscherichtlinie veröffentlicht. Die Mitgliedstaaten müssen diese...
Das BMF hat am 20. Mai 2019 einen Referentenentwurf zur Umsetzung der Fünften EU-Geldwäscherichtlinie veröffentlicht. Die Mitgliedstaaten müssen diese Richtlinie bis zum 10. Januar 2020 umsetzen.
Die geplanten Änderungen im Geldwäschegesetz gehen hauptsächlich auf die Richtlinienvorgaben zurück und lassen einen nicht unerheblichen Mehraufwand für die Praxis befürchten. So werden beispielsweise die zu treffenden Maßnahmen in den gesetzlich geregelten Fällen eines höheren Risikos und verstärkter Sorgfaltspflichten erheblich erweitert. Dies gilt auch für die Pflicht, sich aktiv nach dem wirtschaftlich Berechtigten des Vertragspartners zu erkundigen. Besonders ins Gewicht fällt die neue Pflicht, Unstimmigkeiten zwischen den im Transparenzregister hinterlegten Daten über wirtschaftlich Berechtigte und eigenen Erkenntnissen an das Transparenzregister melden zu müssen. Unsere Stellungnahme zum Gesetzesentwurf finden Sie hier.
Der Referentenentwurf soll am 19. Juni 2019 in das Bundeskabinett eingebracht werden. Wir werden die Auswirkungen der geplanten Änderungen auf KVGs im Arbeitskreis Geldwäscheprävention erörtern.
Verbriefungsverordnung: ESMA und EU-Kommission klären weitere Details
Die ESMA hat die Fragen und Antworten zur Verordnung für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen überarbeitet. Die EU-Kommission hat zu dieser...
Die ESMA hat die Fragen und Antworten zur Verordnung für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen überarbeitet. Die EU-Kommission hat zu dieser Verordnung technische Regulierungsstandards zur Homogenität der einer Verbriefung zugrunde liegenden Risikopositionen veröffentlicht.
„Persönlichkeiten, nicht Prinzipien, bringen die Zeit in Bewegung."
BMF veröffentlicht Schreiben mit Anwendungsfragen zum Investmentsteuergesetz
Das BMF hat das – seit langem erwartete – finale Schreiben zur Besteuerung von Investmentfonds am 21. Mai 2019 veröffentlicht. Darin hat es viele unserer...
Das BMF hat das – seit langem erwartete – finale Schreiben zur Besteuerung von Investmentfonds am 21. Mai 2019 veröffentlicht. Darin hat es viele unserer Forderungen berücksichtigt, die wir mit unserer Stellungnahme (Anlage) vom 27. Juli 2018 zum Entwurf eines BMF-Schreibens vom 15. Juni 2018 adressiert hatten. Wir haben die Änderungen, die das finale Schreiben im Vergleich zur Entwurfsfassung enthält, am 3. Juni 2019 in der Sitzung des Ausschusses Steuern und Bilanzen vorgestellt. Wir gehen davon aus, noch in diesem Jahr einen weiteren Entwurf eines BMF-Schreibens zu Anwendungsfragen zu Spezial-Investmentfonds zu erhalten.
Fokus Bank Niederlande: BVI nimmt an mündlicher Verhandlung beim EuGH teil
Wir haben am 22. Mai 2019 an der mündlichen Verhandlung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache „Köln-Aktienfonds Deka“ (C-156/17)...
Wir haben am 22. Mai 2019 an der mündlichen Verhandlung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache „Köln-Aktienfonds Deka“ (C-156/17) teilgenommen. Ein deutscher Publikumsfonds hatte auf unsere Empfehlung in den Niederlanden Anträge auf vollständige Erstattung niederländischer Quellensteuern auf Dividenden gestellt (Rechtssache „Fokus Bank“) und sich dabei auf eine niederländische Erstattungsregel gestützt („FBI-Regime“), die nur für niederländische Fonds gilt. Das sich anschließende Gerichtsverfahren sollte als BVI-Musterverfahren dienen und klären, ob dieses Regime gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt. Der oberste niederländische Gerichtshof hat dem EuGH in diesem Verfahren drei Fragen zur Beantwortung vorgelegt. Weil die erste der drei Fragen, in der es um das niederländische Erfordernis einer Quellensteuererhebung bei Ausschüttung durch den Fonds ging, bereits vom EuGH beantwortet worden ist (vgl. Newsletter 8/2019), wurde in der mündlichen Verhandlung nur noch erörtert, ob die übrigen beiden Voraussetzungen des FBI-Regimes (bestimmte Anlegerzusammensetzung, Ausschüttungsverpflichtung innerhalb von acht Monaten) mit der Kapitalverkehrsfreiheit vereinbar sind.
v.l.n.r: Holger Sedlmaier (BVI), Eva Dill (DekaBank), Benjamin Hüsgen (DekaBank),
Robert van der Jagt (KPMG Niederlande)
Wir haben unter anderem vorgetragen, dass es auf den Nachweis der genauen Anlegerzusammensetzung bei einem offenen Publikumsfonds nicht ankommen darf, weil diese zum einen nicht bekannt ist und zum anderen zumindest ein regelmäßiger Nachweis bei einem niederländischen Publikumsfonds nicht verlangt wird. Außerdem ist die Einhaltung der Ausschüttungsverpflichtung nach den niederländischen Regeln – entgegen der Situation für einen niederländischen Fonds – bei einem deutschen Publikumsfonds unter anderem deshalb nicht erforderlich, weil für den damaligen Zeitpunkt auch die vom deutschen Fonds thesaurierten niederländischen Dividenden beim Anleger steuerpflichtig waren (ausschüttungsgleiche Erträge) und somit die Anlegerbesteuerung auch ohne Ausschüttungen gewährleistet war. Das Gericht hat die Vertreter der niederländischen und deutschen Finanzverwaltung intensiv zu diesen beiden Themen befragt, insbesondere weil auch die deutsche Finanzverwaltung vertreten hat, dass die beiden Anforderungen des FBI-Regimes von deutschen Fonds exakt eingehalten werden müssten. Beide Vertreter konnten dem Gericht nicht plausibel erklären, warum ein deutscher Fonds zwingend die niederländischen Regeln zur Anlegerzusammensetzung und Ausschüttungsverpflichtung einhalten soll, wenn die Besteuerungsfolgen auf der Anlegerebene auf andere Weise hergestellt wird und somit das gleiche Ergebnis wie bei einem niederländischen Fonds mit dessen Anlegern erzielt wird.
Die Schlussanträge des Generalanwalts beim EuGH wurden für den 3. September 2019 angekündigt.
BMF veröffentlicht neuen Vordruck für Mitteilung von Auslandsbeziehungen
Das BMF hat mit Schreiben vom 21. Mai 2019 den geänderten, amtlich vorgeschriebenen Vordruck zur Erstattung der Mitteilungen von Auslandsbeziehungen (§ 138...
Das BMF hat mit Schreiben vom 21. Mai 2019 den geänderten, amtlich vorgeschriebenen Vordruck zur Erstattung der Mitteilungen von Auslandsbeziehungen (§ 138 Absatz 2 der Abgabenordnung; Vordruck BZSt-2) bekannt gemacht. Der neue Vordruck ersetzt umgehend den mit BMF-Schreiben vom 5. Februar 2018 veröffentlichten Vordruck. Zu einer Mitteilungspflicht kann es beispielsweise für Immobilienfonds beim Erwerb von ausländischen Immobilien-Gesellschaften kommen. Im Übrigen setzen wir uns dafür ein, dass deutsche Privatanleger bei der Beteiligung an in Deutschland aufgelegten Investmentfonds, die in ausländische Zielfonds investieren, keine Meldung im Hinblick auf die ausländischen Zielfonds abgeben müssen (siehe folgender Beitrag).
BVI fordert Ausnahmen von der Meldepflicht für Beteiligungen an ausländischen Fonds
Wir sind gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft an das BMF herangetreten, um uns – nochmals – für Ausnahmen von der Pflicht zur Meldung von...
Wir sind gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft an das BMF herangetreten, um uns – nochmals – für Ausnahmen von der Pflicht zur Meldung von Auslandsbeteiligungen einzusetzen. Insbesondere weisen wir darauf hin, dass es unsinnig wäre, wenn deutsche Privatanleger bei der Beteiligung an in Deutschland aufgelegten Investmentfonds, die in ausländische Zielfonds investieren, eine Meldung im Hinblick auf die ausländischen Zielfonds abgeben müssten, sofern eine Betragsschwelle überschritten wird. Dies wäre weder für Zwecke der Besteuerung der Anleger relevant, noch hätten die Anleger die notwendigen Informationen. Wir beabsichtigen, auch eine gesetzliche Anpassung der Vorschrift für die Meldung von Auslandsbeteiligungen zu fordern.
Bundesfinanzhof positioniert sich zu vermögensverwaltenden Versicherungsverträgen
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass kein vermögensverwaltender Versicherungsvertrag vorliegt, wenn der Versicherungsnehmer lediglich die Möglichkeit hat,...
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass kein vermögensverwaltender Versicherungsvertrag vorliegt, wenn der Versicherungsnehmer lediglich die Möglichkeit hat, aus mehreren standardisierten Anlagestrategien, die einer unbestimmten Zahl von Versicherungsnehmern angeboten wurden, auszuwählen. Kapitalerträge aus vermögensverwaltenden Versicherungsverträgen werden dem Versicherungsnehmer zugerechnet und bei ihm besteuert. Dem Streitfall lag eine Todesfallversicherung mit Einmalprämie zu Grunde, deren Versicherungsleistung von der Wertentwicklung eines Anlagestocks abhängt. Voraussetzung für das Vorliegen einer vermögensverwaltenden Versicherung ist, dass der Berechtigte über die Veräußerung der Vermögensgegenstände und die Wiederanlage der Erlöse bestimmen kann. Diese Möglichkeit der Einflussnahme auf die Anlageentscheidung hat der Bundesfinanzhof abgelehnt, da nach den Vertragsbedingungen lediglich aus standardisierten Anlagestrategien frei ausgewählt werden konnten.
BMF veröffentlicht Vordruck-Entwürfe für die Anmeldung der Kapitalertragsteuer 2020
Das BMF hat uns folgende Entwürfe der bundeseinheitlichen Vordrucke für das Jahr 2020 zugeschickt:
Kapitalertragsteuer-Anmeldung / Anmeldung der Zahlung nach...
Kapitalertragsteuer-Anmeldung / Anmeldung der Zahlung nach § 36a Absatz 4 EStG / § 31 Absatz 3 Satz 2 InvStG
Merkblatt 2020 zur Kapitalertragsteuer-Anmeldung / zur Anmeldung der Zahlung nach § 36a Absatz 4 EStG / § 31 Absatz 3 Satz 2 InvStG.
Das BMF hat den Vordruck und das Merkblatt an den Erhebungszeitraum 2020 angepasst. Darüber hinaus gibt es keine Änderungen. Zu den Entwürfen können wir bis zum 5. Juli 2019 Stellung nehmen. Derzeit beabsichtigen wir keine Stellung abzugeben.
Entwürfe für Vordrucke zur Abgabe der Einkommensteuer-/Feststellungserklärungen liegen vor
Das BMF hat uns die Vordruckentwürfe zur Abgabe der Einkommensteuer-/Feststellungserklärungen für den Veranlagungs-/Feststellungszeitraum 2019 mit der Bitte um...
Das BMF hat uns die Vordruckentwürfe zur Abgabe der Einkommensteuer-/Feststellungserklärungen für den Veranlagungs-/Feststellungszeitraum 2019 mit der Bitte um Kenntnisnahme zugeleitet:
Schreiben des BMF vom 24. Mai 2019
Einkommensteuererklärungsvordrucke zur unbeschränkten Steuerpflicht
Einkommensteuererklärungsvordrucke zur beschränkten Steuerpflicht
Feststellungserklärungsvordrucke
Etwaige Änderungswünsche zur abschließenden Gestaltung können wir bis zum 5. Juli 2019 adressieren.
Wir haben das BMF bereits darauf hingewiesen, dass bei der Führung eines Fondssparplans und einem (Teil-)Verkauf des Anteilbestandes in einem ausländischen Depot der Erklärungsaufwand in den Zeilen 47 ff. der Anlage „KAP-INV“ sehr hoch ist. Dasselbe gilt nun auch für die Erklärung der Vorabpauschale in den Zeilen 31 ff., falls Anteile an Investmentfonds in einem ausländischen Depot verwahrt werden. Wir werden dies nochmals an das BMF adressieren.
Finanzverwaltung bereinigt fehlerhafte Daten für gemeinschaftliche Freistellungsaufträge
Nachdem wir gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft das BMF darauf aufmerksam gemacht hatten, dass die von den depotführenden Stellen für Ehegatten...
Nachdem wir gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft das BMF darauf aufmerksam gemacht hatten, dass die von den depotführenden Stellen für Ehegatten gemeldeten in Anspruch genommenen Freistellungsbeträge beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) fehlerhaft verarbeitet worden sind, hat das BMF nunmehr reagiert. Es teilt zu der fehlerhaften Verarbeitung von gemeinschaftlichen Freistellungsaufträgen bei Ehegatten/Lebenspartnern mit, dass die Daten von einer Auswertung ausgenommen werden. Das BZSt wird die Daten erneut an die Länder übermitteln.
Das BZSt hatte bei Ehegatten den von den depotführenden Stellen korrekt gemeldeten tatsächlich freigestellten Gesamtbetrag pro Ehegatten als freigestellten Betrag an die Finanzämter weitergegeben. So musste das Finanzamt der jeweiligen Kunden den Eindruck haben, als hätte ein Ehepaar insgesamt den Freistellungsauftrag unzutreffend in doppelter Höhe ausgeschöpft. Die Finanzämter schrieben daraufhin die Kunden an, die sich wiederum anschließend bei ihren depotführenden Stellen beschwerten.
Das BMF hat nunmehr bestätigt, dass der Fehler in der Finanzverwaltung passiert ist und auch dort bereinigt wird.
OECD: Pensionsvermögen sind 2018 gesunken
Einer Untersuchung der OECD zufolge sind die Pensionsvermögen in den OECD-Staaten im Jahr 2018 um knapp 4 Prozent gegenüber 2017 gesunken. 12 der 34...
Einer Untersuchung der OECD zufolge sind die Pensionsvermögen in den OECD-Staaten im Jahr 2018 um knapp 4 Prozent gegenüber 2017 gesunken. 12 der 34 berichtenden OECD-Staaten, darunter auch Japan, die Niederlande, England und die USA, verzeichneten schrumpfende Pensionsvermögen. Den größten Rückgang gab es in Polen mit über 12 Prozent, während Korea einen Zuwachs von knapp 13 Prozent verbuchte. Hauptgrund für den Rückgang war der Abschwung an den Kapitalmärkten im letzten Quartal des Jahres 2018, dem keine höheren Beiträge gegenüberstanden.
EMIR-Clearingpflicht für Investmentvermögen greift ab Juni 2019
Die überarbeitete EMIR-Verordnung (EMIR-Refit) ist im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden. Sie tritt zwanzig Tage später in Kraft. Die Regeln zu den...
Die überarbeitete EMIR-Verordnung (EMIR-Refit) ist im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden. Sie tritt zwanzig Tage später in Kraft. Die Regeln zu den CCP-Clearingpflichten werden daher ab dem 17. Juni 2019 gelten. KVGs bzw. Asset Manager sollten daher zeitnah mit den Berechnungen zur Einstufung der CCP-Clearingpflicht beginnen. Die ESMA hat am 28. Mai 2019 im Kontext der Einführung der CCP-Clearingpflicht für die neue Kategorie „Small Financial Counterparties“ (z.B. OGAWs und AIFs) einen aktualisierten FAQ veröffentlicht. Für die Fondsbranche sind folgende Themen relevant:
1. OTC: Frage 2 (Seiten 16 ff.)
Die Marktteilnehmer sollten mit dem Inkrafttreten der überarbeiteten EMIR-Verordnung am 17. Juni 2019 ihre CCP-Schwellenwerte berechnen. Sofern sie die ermittelten Schwellenwerte überschreiten, müssen sie dies bei der BaFin bzw. ESMA anzeigen. Sofern die betroffenen Marktteilnehmer entscheiden, keine Berechnungen durchzuführen, müssen sie das dort ebenfalls anzeigen. Bereits clearingpflichtige Marktteilnehmer müssen auch eine Anzeige an die BaFin bzw. ESMA übersenden.
Sofern die Marktteilnehmer die Clearingschwellen berechnen, muss dies alle zwölf Monate erfolgen. Sofern sich die Ergebnisse der Berechnungen nicht ändern, ist keine jährliche Anzeige an die BaFin bzw. ESMA erforderlich.
Gemäß den neuen Regeln muss das Clearing über einen CCP vier Monate nach der Anzeige bei der BaFin bzw. ESMA erfolgen. Sofern eine Neuberechnung innerhalb dieser Viermonatsfrist dazu führt, dass der betroffene Marktteilnehmer unterhalb der Clearingschwellen liegt, sind die BaFin bzw. ESMA zu informieren, und das CCP-Clearing muss nicht durchgeführt werden.
2. OTC: Frage 25 (Seiten 42 f.)
Finanzielle Gegenparteien der bisherigen CCP-„Kundenkategorie (3)“ (z.B. OGAWs und AIFs), die am 17. Juni 2019 oberhalb der CCP-Clearingschwellen liegen oder keine Berechnungen durchführen, müssen das CCP-Clearing durchführen. Die Aufnahme des CCP-Clearings muss dann vier Monate nach dem Notifizierungsverfahren bei der BaFin bzw. ESMA (hier: 18. Oktober 2019) erfolgen und nicht mehr am 21. Juni 2019.
Die ESMA hat eine Zusammenfassung zur neuen CCP-Clearingpflicht nebst Anzeigeformular erstellt.
Arbeitsgruppe gibt Empfehlungen für Übergang zur neuen Zinsbenchmark €STR
Die 2017 von der EZB, der belgischen Aufsichtsbehörde FSMA, der ESMA und der EU-Kommission eingesetzte Arbeitsgruppe „Risk-Free Rates“ hat für den...
Die 2017 von der EZB, der belgischen Aufsichtsbehörde FSMA, der ESMA und der EU-Kommission eingesetzte Arbeitsgruppe „Risk-Free Rates“ hat für den Übergangszeitraum zur Umstellung von dem EONIA auf die neue Zinsbenchmark €STR (Euro Short-Term Rate) eine Konsultation mit rechtlichen Empfehlungen veröffentlicht. Für die Umstellung schlägt die Arbeitsgruppe Folgendes vor:
Die EZB stellt die €STR ab dem 2. Oktober 2019 zur Verfügung. Finanzmarktteilnehmer sollten nach dem 2. Oktober 2019 keine neuen Verträge mehr auf Basis des EONIA abschließen, die eine Laufzeit über den 31. Dezember 2021 einschließen.
Für bereits abgeschlossene Verträge, die auf den EONIA referenzieren und deren Laufzeit über den Dezember 2021 hinausgehen, sollten die Finanzmarktteilnehmer zeitnah Ersatzbenchmarks festlegen.
Als Ersatzbenchmark für den EONIA empfiehlt die Arbeitsgruppe die Nutzung der €STR plus einen entsprechenden Spread.
Alle Finanzmarktteilnehmer sollten zeitnah mit der Umstellung der Vertragsdokumentation beginnen. Dazu wurden die entsprechenden Vertragsentwürfe bereits angepasst (z.B. ISDA- bzw. Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Der Umstellung der Verträge erfolgt auf freiwilliger Basis.
Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme endet am 12. Juni 2019. Wir beabsichtigen, uns über die EFAMA an der Konsultation zu beteiligen.
Formate zum Datenaustausch von Immobiliendachfonds sind aktualisiert
Im Internet haben wir eine neue Version des Datenaustauschformats eingestellt. Neben redaktionellen Klarstellungen und Korrekturen bildet eine zusätzliche...
Im Internet haben wir eine neue Version des Datenaustauschformats eingestellt. Neben redaktionellen Klarstellungen und Korrekturen bildet eine zusätzliche Tabelle die allgemeinen technischen Informationen zur Datenlieferung ab. Die Einzelheiten sowie Informationen zu allen Änderungen finden Sie wie gewohnt bei den Hinweisen in Ziffer 5 des Dokuments.
Der Standard für den Datenaustausch ist in Kooperation zwischen der gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung und dem BVI entstanden. Er wird regelmäßig erweitert und an etwaige regulatorische Anforderungen angepasst. Ziel des Standards ist ein besserer Datenaustausch zwischen Fondsmanagern zum Fondsportfolio auf Immobilienebene. Er dient auch mittelbar der Information von Anlegern. Dachfondsanlegern erleichtert der Standard durch die zusätzliche Transparenz die Steuerung und das Risikomanagement.
Behörden warnen vor wachsender Bedrohung durch Schadsoftware Emotet
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime der niedersächsischen Polizei warnen vor der...
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime der niedersächsischen Polizei warnen vor der zunehmenden Zahl von E-Mails, die mit der Schadsoftware (Verschlüsselungstrojaner) Emotet infiziert sind. Das Schadprogramm wird über Spam-Kampagnen oder in veränderter Form von E-Mails, die der Nutzer erwartet, verbreitet. Emotet liest die Kontaktbeziehungen sowie E-Mail-Inhalte aus den Postfächern infizierter Systeme und nutzt sie zur weiteren Verbreitung des Schadprogramms. Die korrekten Angaben der Namen und Mailadressen von Absender und Empfänger verleiten zum unbedachten Öffnen des schädlichen Dateianhangs oder der in der Nachricht enthaltenen Internetadresse. Auf den infizierten Geräten versucht das Schadprogramm etwaige Backups zu verändern oder zu löschen und verbreitet dann selektiv koordiniert Schadsoftware auf den Computersystemen. Das führt teilweise zu erheblichen Störungen der Betriebsabläufe. Anschließend stellen Angreifer hohe Lösegeldforderungen an die Unternehmen.
Der BVI ist Multiplikator der Allianz für Cybersicherheit. Wir informieren Sie sowohl im Newsletter als auch im Extranet regelmäßig über Neuigkeiten der Allianz (unter Menüpunkt BVI, „Informationssicherheit“).
Arbeitskreise Jahresberichte Immobilienfonds und Wertpapierfonds
Arbeitskreis MiFID-Novellierung
Facts Funds and Food
Linklaters: Der Unit-Deal – aktuelle Struktur für Immobilien-Portfoliotransaktionen
Axioma: Brexit, Gelbwesten und Fiskalpopulismus: Implikationen für Portfoliorisiko und –management
Erstattung von Quellensteuern nach der Rechtssache „Fokus Bank“ – aktuelle Entwicklungen
Umfrage: 70 Prozent lehnen staatliche Anreize für Nachhaltigkeit ab
Staatliche Anreize (z.B. steuerliche Entlastungen) oder regulatorische Erleichterungen (z.B. bei der Eigenkapitalbelastung für Banken, die weniger oder keine...
Staatliche Anreize (z.B. steuerliche Entlastungen) oder regulatorische Erleichterungen (z.B. bei der Eigenkapitalbelastung für Banken, die weniger oder keine Geschäfte mit umweltbelastenden Unternehmen machen) lehnt die große Mehrheit (70 Prozent) der Finanzmarktteilnehmer in Deutschland ab. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies (CFS). 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Finanzsektor bei der Erreichung der Klimaziele eine unterstützende Rolle einnehmen könnte. 17 Prozent ordnen dem Finanzsektor sogar eine tragende Rolle zu. 70 Prozent sind der Auffassung, dass die Nachhaltigkeit künftig für Investoren eine wichtige Rolle bei ihren Anlageentscheidungen spielen wird. Das CFS ist ein unabhängiges Forschungsinstitut, das unter dem Dach der Goethe-Universität in Frankfurt betrieben wird.
Nachhaltigkeit: Empfehlungen der Proxy Advisors unterstützen Abstimmungsverhalten
Institutionelle Investoren nutzen Empfehlungen der „Proxy Advisors“ nur als Hilfestellung für ihr Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlungen und kommunizieren...
Institutionelle Investoren nutzen Empfehlungen der „Proxy Advisors“ nur als Hilfestellung für ihr Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlungen und kommunizieren Ablehnungen der Verwaltungsvorlagen vorab an die Portfoliounternehmen. Dies sind Ergebnisse der Studie „ESG from the perspective of institutional investors“ des Deutschen Aktieninstituts und von Rothschild & Co. Die Untersuchung beruht auf Interviews mit institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 14,4 Billionen Euro. Die Mehrheit der befragten Anleger bekennt sich dazu, ESG-Faktoren umfassend in ihre Anlageentscheidungen zu integrieren. Die Governance der börsennotierten Unternehmen in Deutschland wird unterschiedlich beurteilt, wobei Aspekte wie die Vorstandsvergütung und ihre Offenlegung sowie die Zusammensetzung und Führungskultur der Gesellschaftsorgane die größte Rolle spielen. Die Studie enthält zahlreiche Zitate von Befragten, die die Erkenntnisse veranschaulichen.
Studie zu Gebühren im institutionellen Geschäft veröffentlicht
Für ein aktives Aktien-Mandat im Wert von bis zu 50 Millionen Euro müssen institutionelle Investoren im Schnitt 47 Basispunkte bezahlen. Die Bandbreite liegt...
Für ein aktives Aktien-Mandat im Wert von bis zu 50 Millionen Euro müssen institutionelle Investoren im Schnitt 47 Basispunkte bezahlen. Die Bandbreite liegt zwischen 20 und 102 Basispunkten. Dies ist ein Ergebnis einer Gebührenanalyse (deutsch / englisch) der Ratingagentur Telos. Sie hat deutsche und ausländische Asset-Management-Gesellschaften – nach Mandatsgröße gegliedert – zu ihren Gebühren für verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Multi Asset und deren Untergruppen wie Unternehmensanleihen befragt. Insgesamt umfasst die Auswertung Gebühren von über 60 liquiden und alternativen Anlagegruppen. Die Gebührenstudie bezieht auch spezielle Kostenkomponenten (z.B. ESG-Ansätze und Overlay-Angebote) sowie Administrationsdienstleistungen von Master-KVGs und Verwahrstellen ein.
BVI-Vollmitglieder können die Analyse zum Preis von 3.750 Euro zzgl. MwSt. (statt der regulären 7.500 Euro zzgl. MwSt.) direkt bei Telos beziehen. Bitte notieren Sie auf dem Bestellformular „BVI-Vollmitglied“.
USA: Gebühren spielen für 8 von 10 Privatanlegern bei der Fondsauswahl eine große Rolle
Für 78 Prozent der Fondsbesitzer in den USA sind Fondsgebühren bei der Auswahl für ein Produkt wichtig oder sehr wichtig. Eine ebenfalls große Bedeutung haben...
Für 78 Prozent der Fondsbesitzer in den USA sind Fondsgebühren bei der Auswahl für ein Produkt wichtig oder sehr wichtig. Eine ebenfalls große Bedeutung haben die erzielte Wertentwicklung sowie der Performancevergleich mit einer Benchmark. Ratings sind für 55 Prozent der Fondsbesitzer wichtig oder sehr wichtig. Das sind Ergebnisse aus einer Studie „What US Households Consider When They Select Mutual Funds“ des US-amerikanischen Fondsverbands ICI. Er befragte zwischen Mai und Juli 2018 die Finanzentscheider in 5.000 Haushalten. 44 Prozent der Haushalte besaßen Investmentfonds.
80 Prozent der Fondsbesitzer kaufen Anteile im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (z.B. 401k-Plan).
Die Telefone standen kaum still, als die Leser der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg am 21. Mai 2019 von 18 bis 20 Uhr Fragen zur Fondsanlage stellten. Die...
Die Telefone standen kaum still, als die Leser der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg am 21. Mai 2019 von 18 bis 20 Uhr Fragen zur Fondsanlage stellten. Die Experten David Krahnenfeld (Ampega), Achim Lorch (Union Investment), Dominik Vogt (Deka) und Frank Schöndorf (BVI) beantworteten Fragen von den Vorteilen von Immobilienfonds über die Wiederanlage von Auszahlungen aus Lebensversicherungen bis hin zu Sparplänen. In der Berichterstattung hat der Redakteur ausgewählte Fragen und Antworten aufgegriffen.
Wir bringen mit unseren Telefonaktionen breiten Bevölkerungsschichten die Themen Investmentfonds, Geldanlage und Altersvorsorge näher und beantworten grundlegende Fragen zu Fonds. Folgende Telefonaktionen werden demnächst stattfinden:
Straubinger Tagblatt am 18. Juli 2019.
Ihr nächster Newsletter erscheint am: 25.6.2019

References: EuGH 
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