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Timestamp: 2019-10-16 10:55:42+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ-RR 1997, 9 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 15.07.1996
https://dejure.org/1996,2774
BVerwG, 19.02.1996 - 4 B 20.96 (https://dejure.org/1996,2774)
BVerwG, Entscheidung vom 19.02.1996 - 4 B 20.96 (https://dejure.org/1996,2774)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Februar 1996 - 4 B 20.96 (https://dejure.org/1996,2774)
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Forstwirtschaftlicher Betrieb - Im Außenbereich privilegierte Vorhaben - Forstwirtschaftlicher Dienstleistungsbetrieb
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 1 § 201
VG Saarlouis, 13.04.1994 - 2 K 38/94
VG Saarlouis, 13.06.1994 - 2 K 38/94
NVwZ-RR 1997, 9
BauR 1996, 521
- BVerwG 4 C 13.82 - (Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 225) sowie die Beschlüsse vom 19. Februar 1996 - BVerwG 4 B 20.96 - (Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 320) und vom 4. Oktober 2006 - BVerwG 4 B 64.06 - (Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 373) beruft, arbeitet sie keine divergierenden abstrakten, die Frage der statistischen Zuordnung betreffenden Rechtssätze heraus.
Schließlich bejaht der Beschluss vom 19. Februar 1996 - BVerwG 4 B 20.96 - (…a.a.O.) für einen Betrieb, der unter anderem den Holzeinschlag, die Holzverwertung und bestimmte Waldpflegemaßnahmen auf dem forstwirtschaftlichen Grundstück eines Dritten übernimmt, ausdrücklich das Merkmal forstwirtschaftlicher Tätigkeit.
Damit § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB tatbestandlich eingreift, muss hinzukommen, dass die forstwirtschaftliche Bodennutzung in betrieblich organisierter Form planmäßig und eigenverantwortlich ausgeübt wird (vgl. BVerwG vom 19.2.1996 Az. 4 B 20/96).
Tätigkeiten mit rein gewerblichem Charakter aber werden von der Privilegierung des § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB nicht erfasst (vgl. BVerwG vom 19.2.1996 Az. 4 B 20/96).
In Anbetracht der wesentlich längeren Wachstumszyklen von Wald verglichen zur Landwirtschaft spricht einiges dafür, dass diese Überlegungen erst recht für forstwirtschaftliche Vorhaben gelten (vgl. aber auch BVerwG vom 19.2.1996 Az. 4 B 20/96).
Das Gegenteil hat das Bundesverwaltungsgericht bereits in seinem Beschluss vom 11.8.1989 (…- 4 B 151.89 -, NVwZ-RR 1990, 64 = ZfBR 1989, 269 = BRS 49 Nr. 93 = juris Rn. 1 m.w.N.; vgl. a. B. v. 19.2.1996 - 4 B 20.96 -, BRS 58 Nr. 89, juris Rn. 7) entschieden; das Zulassungsvorbringen des Klägers enthält keine Argumente, die Anlass gäben, diese Rechtsprechung auf den Prüfstand zu stellen.
Damit § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB tatbestandlich eingreift, muss hinzukommen, dass die forstwirtschaftliche Bodennutzung in betrieblich organisierter Form planmäßig und eigenverantwortlich ausgeübt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. Februar 1996 - BVerwG 4 B 20.96 -, juris Rn. 6).
VG Cottbus, 12.01.2017 - 3 K 1038/15
Zu § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB führt das Bundesverwaltungsgericht in seinem Beschluss vom 19. Februar 1996 (4 B 20/96, zit. nach juris) aus:.
Rein gewerbliche Tätigkeiten werden von der Privilegierung des § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB - und damit auch von der Privilegierung nach § 55 Abs. 2 Nr. 2 BbgBO - indes nicht erfasst (BVerwG, Beschluss vom 19. Februar 1996, - 4 B 20/96 - juris Rn. 7).
vgl. BVerwG, Urteil vom 4. März 1983 - 4 C 69.79 -, BRS 40 Nr. 71; Beschluß vom 19. Februar 1996 - 4 B 20.96 -, Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 320.
Damit § 35 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BauGB eingreift, muss hinzukommen, dass die forstwirtschaftliche Bodennutzung in betrieblich organisierter Form planmäßig und eigenverantwortlich ausgeübt wird (BVerwG, Beschluss vom 19.2.1996, 4 B 20/96).
Ein forstwirtschaftlicher Betrieb setzt eine forstwirtschaftliche Bodennutzung voraus, die in betrieblich organisierter Form planmäßig und eigenverantwortlich ausgeübt wird (BVerwG, B. v. 19.2.1996 - 4 B 20/96 - juris).
VG München, 22.03.2018 - M 11 K 16.2607
Abgrabungsgenehmigung für den Abbau von Sandvorkommen
§ 35 Abs. 1 Nr. 3 BauGB setzt voraus, dass das ortsgebundene Vorhaben dem eigenen Betrieb des Bauherrn dient - insofern gelten die von der Rechtsprechung zu landwirtschaftlichen Betrieben entwickelten Grundsätze (BVerwG, B.v. 11.8.1989 - 4 B 151/89; B.v. 19.2.1996 - 4 B 20/96 - jeweils juris) sinngemäß.
https://dejure.org/1996,1795
BVerwG, 15.07.1996 - 4 NB 23.96 (https://dejure.org/1996,1795)
BVerwG, Entscheidung vom 15.07.1996 - 4 NB 23.96 (https://dejure.org/1996,1795)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Juli 1996 - 4 NB 23.96 (https://dejure.org/1996,1795)
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Gartenbaubetrieb - Wohngebiet - Wirtschaftsstelle - Landwirtschaft
Gärtnerei im Wohngebiet? (IBR 1996, 474)
VGH Bayern, 10.11.1995 - 26 N 93.2201
DÖV 1997, 31
BauR 1996, 816
ZfBR 1996, 341
Für § 4 Abs. 3 Nr. 4 BauNVO hat das Bundesverwaltungsgericht das eingrenzende Kriterium der Gebietsverträglichkeit ausdrücklich angewandt (BVerwG, Beschluss vom 15. Juli 1996 - BVerwG 4 NB 23.96 - Buchholz 406.12 § 4 BauNVO Nr. 11 = NVwZ-RR 1997, 9).
Während die nördlich der R.-straße vorhandene Bebauung ausschließlich von Wohnnutzung geprägt war und ist, war die südlich davon gelegene Bebauung durch einen - aus einer Gärtnerei mit Gartenland und Gewächshäusern, einem dazugehörigen Wohnhaus des Betriebsleiters und dem westlich angeschlossenen Gartencenter ("Blumenparadies B.") mit Verkaufseinrichtung bestehenden - Betrieb geprägt, der aufgrund seiner gesamten, nicht mehr geringen Betriebsfläche und seiner Betriebsweise (Vorhalten eines größeren Kundenparkplatzes) und dem damit verbundenen Zu- und Abfahrtsverkehr nicht mehr einem in einem allgemeinen Wohngebiet ausnahmsweise zulässigen "Gartenbaubetrieb" i. S. des § 4 Abs. 3 Nr. 4 BauNVO entsprach (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 15.07.1996 - 4 NB 23.96 -, Buchholz 406.12 § 4 BauNVO Nr. 11).
Diese Rechtsprechung betrifft vor allem jene städtebaulichen Nutzungsarten, die die Baunutzungsverordnung begrifflich verselbständigt und mehreren der Baugebietstypen in §§ 2 bis 9 BauNVO zugeordnet hat (vgl. BVerwG, Beschluss vom 2. Juli 1991 - BVerwG 4 B 1.91 - Buchholz 406.12 § 4 BauNVO Nr. 6 - Sportanlagen; Urteil vom 29. April 1992 - BVerwG 4 C 43.89 - UPR 1993, 17 - Gewerbebetriebe; Beschluss vom 15. Juli 1996 - BVerwG 4 NB 23.96 - UPR 1996, 392 - Gartenbaubetriebe).
Allerdings hat das Bundesverwaltungsgericht im Beschluss vom 15.07.1996 - 4 NB 23.96 - (NVwZ-RR 1997, 9 = DÖV 1997, 31 = PBauE § 4 BauNVO Nr. 12) entschieden, dass ein Gartenbaubetrieb, der wegen seiner Größe oder seiner Arbeitsweise mit der Zweckbestimmung des Wohngebiets nicht vereinbar sei, nicht unter § 4 Abs. 3 Nr. 4 BauNVO, also die Ausnahmeregelung bei allgemeinen Wohngebieten, falle.
Zwar sind gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 4 BauNVO Gartenbaubetriebe in allgemeinen Wohngebieten ausnahmsweise zulässig, jedoch vermittelt dieses mit ca. 5.500 m 2 im Vergleich zu dem gesamten Gebiet sehr große Grundstück doch eine sehr eigenständige Nutzung, die mit der Zweckbestimmung der Wohnnutzung wenig gemein hat (vgl. BVerwG, B.v. 15.7.1996 - 4 NB 23.96; Baurecht 96, 816) und somit der Eindruck einer Gemengelage noch verstärkt wird.
Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach bei einem Gartenbaubetrieb, wie er in der Baunutzungsverordnung als eigenständiger städtebaulicher Nutzungsbegriff verstanden wird, als typische Gärtnerei mit Gartenland und Gewächshäusern - im Unterschied zu einer landwirtschaftlichen Hofstelle - grundsätzlich keine nennenswerte Konflikte mit der benachbarten Wohnnutzung zu erwarten sind (BVerwG v. 15.7.1996 DÖV 1997, 31).
vgl.: BVerwG, Beschluss vom 15. Juli 1996 - 4 NB 23.96 - BRS 58 Nr. 61.
Gartenbaubetriebe als solche sind auch in Plangebieten und im Innenbereich zulässig (vgl. die §§ 2 Abs. 2 Nr. 1, 4 Abs. 3 Nr. 4, 5 Abs. 2 Nr. 8 und 6 Abs. 3 Nr. 6 BauNVO; BVerwG, Beschluß v. 15.7.1996 - 4 NB 23.96 -, NuR 1997, 191 = UPR 1996, 392), sollen also gerade nicht nur im Außenbereich ausgeführt werden, wie es § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB voraussetzt.
Zwar sind gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 4 BauNVO Gartenbaubetriebe in allgemeinen Wohngebieten ausnahmsweise zulässig, jedoch vermittelt dieses mit ca. 5 500 qm im Vergleich zu dem gesamten Gebiet sehr große Grundstück doch eine sehr eigenständige Nutzung, die mit der Zweckbestimmung der Wohnnutzung wenig gemein hat (vgl. BVerwG, B. v. 15. Juli 1996 - 4 NB 23.96; BauR 96, 816) und somit der Eindruck einer Gemengelange noch verstärkt wird.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Juli 1996 - 4 NB 23.96 -, in:BRS 58 Nr. 61 = BauR 1996, 816 ff.

References: § 35
 § 201
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 55
 § 35
 § 35

§ 35
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 35
 § 4