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Timestamp: 2020-04-04 14:22:40+00:00

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18.8.2007 Thema abonnieren Zum Thema: ALG ALG2 Anspruch arg
Frage vom 18.8.2007 | 13:04
Beginner (76 Beiträge, 17x hilfreich)
bid jetzt war ich die letzten knapp 3 jahre selbstständig in der gebäudereinigung.
mein ek lag immer! unter dem alg2 satz, hilfe bekam ich keine, man verlangte von mir, ich müsse das gewerbe abmelden und einen 1 € job annehmen.....(hätte ich mehr geld gehabt, hätte ich auch mehr werbung machen können)#
ich bins leid, in haushalten der...gehobenen gesellschaft tätig zu werden, zu einem preis, der jeder beschreibung spottet, und muss mir dann noch anhören: arbeiten sie doch schwarz. ne danke,
habe ab montag eine befristete vollzeitstelle. leider kann ich deshalb das gewerbe noch nicht abmelden, ich weiss ja nicht, was kommt. es ist zudem eine zeitarbeitsfirma.
laut alg2 rechner hätte ich bei normal geleisteten stunden einen anspruch in höhe von 169 €. bei wohngeld kommt kein anspruch heraus.
ich hatte schon einmal einen 3 wochen job bei einer za, damals wurde mir ein darlehensantrag verwehrt mit den worten: ich hätte ja sparen können (frage: von was????)
ausserdem erhalten nur diejenigen ein darlehen, die alg2 beziehen?#
würde heissen, dass es praktisch unmöglich ist, einen festjob anzunehmen, da bisher gelder bei termin oder viiiiel später gezahlt wurden. rücklagen 0.
oder gibts da doch noch etwas? ich weiss, dass man sich vor arbeitsaufnahme quasi eine genehmigung holen muss, war aber zum einen gestern nicht mehr möglich und zum anderen kann ich mit dem nettolohn in zukunft meinen lebensunterhalt alleine bestreiten. es geht lediglich um eine überbrückung.
vielleicht ein hinweis auf ein gesetz?
ALG ALG2 Anspruch arg
Antwort vom 18.8.2007 | 16:55
Ich würde mal so spontan sagen, da hast Du Dich ziemlich verar... lassen.
man verlangte von mir, ich müsse das gewerbe abmelden und einen 1 € job annehmen.
Die ARGE kann Dir doch nicht vorschreiben, ein Gewerbe an- oder abzumelden. Diese Entscheidung liegt immer noch bei jedem selber. Wenn bei Ausübung einer selbständigen Tätigkeit das Einkommen unter dem ALG II - Satz liegt, dass hättest Du Anspruch auf ergänzende Leistungen gehabt. Gleichzeitig hätte die Möglichkeit bestanden, dass Du Einstiegsgeld, nach § 29 SGB II , bekommen hättest. Meines Erachtens hätte die ARGE Dich auf diese Möglichkeit hinweisen müssen, anstatt so einen Unsinn zu erzählen. Hast Du seinerzeit die Leistungen schriftlich beantragt und auch einen schriftlichen Ablehnungsbescheid bekommen? Wenn ja, dann kannst Du auch jetzt noch einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen und ggf. rückwirkend Leistungen beanspruchen.
leider kann ich deshalb das gewerbe noch nicht abmelden, ich weiss ja nicht, was kommt.
Das ist auch nicht notwendig. Du kannst das Gewerbe einfach ruhen lassen. Das heißt, Du teilst dem Finanzamt mit, dass das Gewerbe zwar vorerst weiter besteht, aber vorrübergend nicht ausgübt wird und somit keine Einnahmen daraus erzielt werden. Im Übrigen siehe oben.
laut alg2 rechner hätte ich bei normal geleisteten stunden einen anspruch in höhe von 169 €
Bezieht sich das auf die jetzige Tätigkeit bei der Zeitarbeitsfirma? Wenn ja, dann umgehend, schriftlich per Einschreiben, Antrag auf ergänzendes ALG II stellen. Den Antrag kannst Du auch persönlich abgeben, solltest Dir dann aber unbedingt den Empfang aller Unterlagen quittieren lassen. Für den Fall, dass die ARGE sich weigern sollte, die sind dazu verpflichtet. Nimm ansonsten einen neutralen Zeugen mit, der alles bestätigen kann.
ch hatte schon einmal einen 3 wochen job bei einer za, damals wurde mir ein darlehensantrag verwehrt mit den worten: ich hätte ja sparen können
Darlehnsvertrag von der ARGE? ALG II wird nur in ganz wenigen Ausnahmefällen als Darlehn gewährt. Ansonsten gilt, wenn Du Anspruch hast, wird gezahlt und die Leistung ist nicht rückzahlbar.
ich weiss, dass man sich vor arbeitsaufnahme quasi eine genehmigung holen muss,
Wer erzählt denn so einen Schwachsinn? Wo kämen wir denn da hin, wenn die ARGE jetzt auch noch die Aufnahme einer Arbeit genehmigen müsste? Diese Aussage entbehrt selbstverständlich jeder rechtlichen Grundlage.
zum anderen kann ich mit dem nettolohn in zukunft meinen lebensunterhalt alleine bestreiten.
Das widerspricht allerdings Deiner Aussage, dass ein ALG II Rechner einen Anspruch von 169 Euro ermittelt hat.
es geht lediglich um eine überbrückung.
Wenn es wirklich nur um eine Überbrückung für z.B. 4 Wochen geht, dann hättest Du besser eine Übergangsbeihilfe nach § 53 , 54 SGB III beantragt. Dieser Antrag hätte allerdings tatsächlich vor Arbeitsaufnahme erfolgen müssen.
Das war jetzt einiges so auf die Schnelle. Wenn Du noch Fragen hast, einfach stellen. Und noch eins: Die ARGE arbeit nur selten im Sinne des Bürgers, obwohl sie dazu eigentlich verpflichtet wäre. Darum darf man sich von denen auch nicht alles gefallen lassen.
Antwort vom 18.8.2007 | 16:59
stell einen überprüfungsantrag nach §44 sgbX, die arge hat dich offensichtlich verar***
einstiegsgeld hätte dir zugestanden z.b.
es gibt auch eine überbrückungshilfe, schlag mich nicht, ein § im sgb III
Antwort vom 18.8.2007 | 17:01
Ansonsten sind wir uns mal wieder ziemlich einig.
Antwort vom 18.8.2007 | 19:27
ich bin ja auch flügellahm...
Antwort vom 18.8.2007 | 22:24
hallo, erst einmal danke für eure ausführlichen antworten!!!!!
--------------------------------------- stimmt, das war allerdings nicht an meinem jetzigen wohnort. damals kam gerade alg2 neu, und die hatten vielleicht selbst keine ahnung? ich sollte eine putzstelle annehmen, dies bot man mir sofort an, hatte zunächst mündlich nachgefragt, im jobcenter.
Die ARGE kann Dir doch nicht vorschreiben, ein Gewerbe an- oder abzumelden. Diese Entscheidung liegt immer noch bei jedem selber. Wenn bei Ausübung einer selbständigen Tätigkeit das Einkommen unter dem ALG II - Satz liegt, dass hättest Du Anspruch auf ergänzende Leistungen gehabt. -------------------------------------------genau das hat man mir abgelehnt. habe einen vollständigen antrag abgegeben, und nur eine mdl. absage bekommen. dies war damals mein 1. besuch auf dem amt, hatte gedacht, man kann denen glauben....
Gleichzeitig hätte die Möglichkeit bestanden, dass Du Einstiegsgeld, nach § 29 SGB II , bekommen hättest. Meines Erachtens hätte die ARGE Dich auf diese Möglichkeit hinweisen müssen, anstatt so einen Unsinn zu erzählen. Hast Du seinerzeit die Leistungen schriftlich beantragt und auch einen schriftlichen Ablehnungsbescheid bekommen? Wenn ja, dann kannst Du auch jetzt noch einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen und ggf. rückwirkend Leistungen beanspruchen.
nein, auf einstiegsgeld oder ich ag zuschuss etc hatte ich keinen anspruch.
ja, auf den neuen job. diesen monat sind es ja noch 10 arbeitstage, also erhalte ich auch keine kompletten monatslohn. aufgrund einiger ausgefallener termine (wegen arbeitssuche, etc) habe ich nicht genug rücklagen, um zum ersten meine wohnkosten komplett zu zahlen, so viel vorschuss erhalte ich sicher noch nicht. die arge hier....hält sich sehr zurück. sie vergibt noch nicht einmal die antragsbögen, sie wollen, dass man die persönlich bei ihnen ausfüllt und sie wollen einen sofort zum jobcenter schicken..-------------
ja, von der arge, und auch von einem anderen amt. (vergibt sozialgeld)
abgelehnt, mündlich.
das war in bezug auf das darlehen. man sagte mir, wenn ich übergangsgeld benötige, muss dies vor arbeitsaufnahme erfolgen. geht aber nicht, montag frühschicht.
ja, für diesen monat, weil ich ja keine termine mehr wahrnehmen kann und ich bisher nicht genug umsatz gemacht habe. im nächsten monat hätte ich lt. rechner keinen anspruch mehr.
das meinte ich...zu spät.
habe durch zufall heute die adresse eines mitarbeiters gefunden, an den man sich bei unstimmigkeiten etc. wenden kann. ich werde ihm eine mail senden und ihm meine irrfahrt durch die zimmer berichten...und ihm die paragraphen nennen...vielleicht kann er mir ja weiterhelfen....auf jeden fall euch erst einmal ein dickes danke!!!!
Antwort vom 19.8.2007 | 15:43
Das bestätigt genau meine Einschätzung, dass Du völlig verar... worden bist. Ob nun bewußt oder auch aus Unwissenheit, ist dabei unerheblich. Du wusstest es auch nicht besser und hast Dich nicht gewehrt. Nun wird es Dir vermutlich kaum möglich sein, irgendetwas von dem, was Du hier schreibst, zu beweisen. Und damit sind Deine Chancen, jetzt noch irgendetwas zu erreichen gleich Null.
Wenn sich die Aussage bezüglich des Darlehns jetzt auf die Überbrückungshilfe bezog, dann ist das leider so korrekt. Traurig aber wahr.
Wer sagt, dass Du keinen Anspruch auf Einstiegsgeld hattest? Auch die ARGE? Naja, wie gesagt, jetzt ist es wohl sowieso zu spät.
Das einzige, was Dir m.E. jetzt noch bleibt, ist ein ruhiges Gespräch mit dem SB, bzgl. der Überbrückungsbeihilfe. Vielleicht läßt sich da ja doch noch was bewegen. Ggf. vielleicht auch mal mit dem Vorgesetzten sprechen. Dabei aber immer schön ruhig und sachlich bleiben. In diesem Punkt ist die ARGE nämlich leider im Recht.
Ansonsten solltest Du so schnell wie möglich Wohngeld beantragen. Sonst fällt mir da nichts mehr ein.
Ach ja, und wenn alles nichts bringt, dann solltest Du sofort mit Deinem Vermieter sprechen. Wenn Ihr ein einigermaßen vernünftiges Verhältnis habt und Du ihm die Situation erklärst, wird er sich vielleicht darauf einlassen, dass Du die Miete für September später, oder sogar in Raten bezahlst. Der Versuch wäre allemal besser, als einfach nicht zu bezahlen.
ALG2-Anspruch Obdachloser
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References: § 29
 § 44
 § 53
 §44
 § 29
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