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Timestamp: 2018-01-24 11:52:19+00:00

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Anleger trifft kein Mitverschulden bei Falschberatung durch Anlageberater - so der aktuell der BGH | anwalt24.de
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Anleger trifft kein Mitverschulden bei Falschberatung durch Anlageberater - so der aktuell der BGH
01.05.2015204 Mal gelesen
Anleger trifft kein Mitverschulden bei Falschberatung durch Anlageberater - so der aktuell der BGH in seiner Entscheidung vom 19.2.2015 zum Aktenzeichen III ZR 90/14. Nun kann einfacher durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht der Anspruch der Anleger durchgesetzt werden.
Mit seiner Entscheidung vom 19.02.2015 - III ZR 90/14 - hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Klarstellung vorgenommen. Die Richter haben festgestellt, dass Anleger im Falle einer fahrlässigen oder gar vorsätzlichen Falschberatung grundsätzlich kein Mitverschulden angelastet werden kann.
Sie müssen sich also regelmäßig einen bestehenden Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung nicht kürzen lassen.
Richtigerweise weist der BGH in seiner Entscheidung darauf hin, dass ein Kapitalanleger, der sich gerade an einen Anlageberater wendet, um sich fachkundig beraten zu lassen, besonderen Schutz verdient.
Er kann und muss sich regelmäßig auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Aufklärung und Beratung verlassen. Eine Ausnahme, komme allenfalls in Betracht, wenn der Anleger selbst über eigene Sachkunde oder zusätzliche Informationen von dritter Seite verfüge. Dass ein Anleger sich mit der ihm empfohlenen Anlage nicht intensiv beschäftigt, rechtfertige nicht die Annahme eines Mitverschuldens.
Der BGH weist weiter darauf hin, dass ein Anleger, der die besonderen Erfahrungen und Kenntnisse eines Anlageberaters in Anspruch nimmt, den Ratschlägen, Aus- künften und Mitteilungen des Beraters in einem persönlichen Gespräch besonderes Gewicht zumisst und zumessen darf. Insofern besteht regelmäßig keine Veranlass- ung, deren Richtigkeit in Zweifel zu ziehen.
Diese von dem BGH vorgenommene Klarstellung ist sehr erfreulich für Kapital- anleger, da immer wieder beratende Banken oder Anlageberatungsunternehmen, welche wegen einer fehlerhaften Anlageberatung in Anspruch genommen werden, einwenden, dass den Anleger ein Mitverschulden treffe und daher der Schadens- ersatzanspruch entweder nicht bestehe oder doch zumindest zu kürzen sei. Ein eingeschalteter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht hat es nun viel einfacher mit den Ansprüchen durchzudringen. Eine Vielzahl von geschädigten Kapitalanlegern, welche insbesondere durch die Zeichnung atypisch stiller Be- teiligungen oder geschlossener Fondsanlagen (z.B. Immobilienfonds, Medienfonds, Schifffonds) erheblich geschädigt worden sind, können nun auf einer bessere Entschädigung hoffen.

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 BGH

 BGH 
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