Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F10-11-2011-5A_381-2011
Timestamp: 2016-10-22 23:50:06+00:00

Document:
5A_381/2011 (10.11.2011)
5A_381/2011
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Felix M�ller,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Michael Gehring,
des Kantons Thurgau vom 22. M�rz 2011.
X.________ (geb. 1965) und Y.________ (geb. 1958) heirateten im Oktober 2001. Sie wurden Eltern der Tochter A.________ (geb. 2002) und des Sohnes B.________ (geb. 2005). Im September 2006 trennten sich die Ehegatten.
Auf das Eheschutzgesuch von Y.________ hin regelte das Pr�sidium des Bezirksgerichts Bischofszell die Folgen des Getrenntlebens. Im Ergebnis teilte es dem Vater die elterliche Obhut �ber die beiden Kinder zu, ernannte den Kindern einen Beistand im Sinne von "Art. 308 Abs. 2 und Art. 310 ZGB" und regelte das begleitete Besuchsrecht der Mutter. Es verpflichtete den Ehemann zu Unterhaltsbeitr�gen an seine Ehefrau von Fr. 3'800.-- pro Monat und zur Tragung der Ausgaben f�r die beiden Kinder unter Einschluss der Kosten der Begleitung des Besuchsrechts.
Mit Eingabe vom 17. September 2008 leitete der Ehemann beim Bezirksgericht M�nchwilen das Scheidungsverfahren ein. Nachdem das Bezirksgericht der Mutter mit superprovisorischer Verf�gung das Besuchsrecht entzogen hatte, best�tigte es in seiner vorsorglichen Massnahme vom 16. September 2009 die Obhutszuteilung an den Vater, ordnete die Wiederaufnahme eines begleiteten Besuchsrechts der Mutter an und hob die Unterhaltsverpflichtung des Ehemannes gegen�ber der Ehefrau per 1. Juli 2009 auf (vgl. dazu das bundesgerichtliche Verfahren 5A_853/2009). Den Kindern bestellte das Bezirksgericht mit Verf�gung vom 19. Juni 2009 einen Prozessbeistand.
Mit Urteil vom 15. Juli 2010 schied das Bezirksgericht die Ehe und regelte die Scheidungsfolgen. Es teilte dem Vater die elterliche Sorge �ber die beiden Kinder zu und ordnete die Weiterf�hrung der verf�gten Beistandschaft an. Der Mutter r�umte es ein begleitetes Besuchsrecht von einem halben Tag pro Woche ein, wobei es die Vormundschaftsbeh�rde erm�chtigte, dieses Besuchsrecht bis zum gerichts�blichen Umfang auszudehnen und die Begleitung aufzuheben. Es verpflichtete die Mutter zur �bernahme der Kosten des begleiteten Besuchsrechts sowie zur Zahlung von monatlichen Kinderunterhaltsbeitr�gen von je Fr. 750.--, abz�glich der Kosten der Vormundschaftsbeh�rde f�r die Durchf�hrung des begleiteten Besuchsrechts. Sodann legte es den durch Y.________ zu bezahlenden nachehelichen Unterhaltsbeitrag an X.________ auf Fr. 1'000.-- pro Monat f�r die Dauer von vier Jahren ab Rechtskraft des Scheidungsurteils fest.
Das Bezirksgericht regelte den Vorsorgeausgleich und wies die Vorsorgeeinrichtung von Y.________ an, dem Freiz�gigkeitskonto von X.________ Fr. 86'296.90 zu �berweisen. Schliesslich stellte es fest, die Parteien seien g�terrechtlich auseinandergesetzt.
Dagegen gelangten X.________ mit Berufung vom 6. Oktober 2010 und Y.________ mit Anschlussberufung vom 17. Dezember 2010 an das Obergericht des Kantons Thurgau.
Die Vizepr�sidentin des Obergerichts gew�hrte X.________ mit Schreiben vom 1. Februar 2011 die unentgeltliche Rechtspflege f�r das Rechtsmittelverfahren, verweigerte jedoch die ersuchte unentgeltliche Verbeist�ndung, da X.________ "wie ihre Eingaben zeigten durchaus in der Lage sei, ihre Interessen selbstst�ndig zu vertreten". Gegen dieses Schreiben hat X.________ kein Rechtsmittel erhoben.
Mit Urteil vom 22. M�rz 2011 hiess das Obergericht die Berufung und Anschlussberufung teilweise gut. Vorab stellte es die Rechtskraft des Scheidungspunkts fest. Es best�tigte sodann den bezirksgerichtlichen Entscheid betreffend Zuteilung der elterlichen Sorge an den Vater, Kinderunterhaltsbeitr�ge (abz�glich Kosten der Vormundschaftsbeh�rde), Vorsorgeausgleich und g�terrechtlicher Auseinandersetzung.
Weiter ordnete das Obergericht eine "umfassende Beistandschaft" nach Art. 308 ZGB an. Es r�umte der Mutter ein begleitetes Besuchsrecht von einem halben Tag pro Woche und einem zus�tzlichen halben Tag pro Monat ein und erm�chtigte die Vormundschaftsbeh�rde zur Ausweitung des Besuchsrechts bis zu einem gerichts�blichen Mass und zur Aufhebung der Begleitung. Schliesslich hob es die Verpflichtung von Y.________ zur Zahlung nachehelicher Unterhaltsbeitr�ge auf.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrerin) in ihrer als Beschwerde bezeichneten Eingabe vom 1. Juni 2011 sinngem�ss und zusammenfassend die Aufhebung des angefochtenen Urteils und verlangt in der Sache was folgt:
Es sei ihr die elterliche Sorge �ber die beiden Kinder zuzuteilen und Y.________ (nachfolgend Beschwerdegegner) ein unbegleitetes Besuchsrecht einzur�umen, eventualiter (f�r den Fall der Belassung der elterlichen Sorge beim Beschwerdegegner) sei ihr das Besuchsrecht unbegleitet zu gew�hren. Der Beschwerdegegner sei zu Kinderunterhaltsbeitr�gen von je Fr. 1'550.-- pro Monat zu verpflichten. Eventualiter (f�r den Fall der Belassung der elterlichen Sorge beim Beschwerdegegner) sei davon abzusehen, ihr Kinderunterhaltsbeitr�ge aufzuerlegen; subeventualiter seien die von ihr zu leistenden Kinderunterhaltsbeitr�ge auf je h�chstens Fr. 400.00 pro Monat festzulegen, unter Abzug der ihr durch die Besuchsrechtsaus�bung entstehenden Kosten.
Weiter sei der Beschwerdegegner zu nachehelichen Unterhaltszahlungen von Fr. 1'000.-- pro Monat zu verpflichten, eine Neuberechnung des Vorsorgeausgleichs vorzunehmen sowie im Zusammenhang mit der g�terrechtlichen Auseinandersetzung die Angelegenheit zur erg�nzenden Tatsachenfeststellung an das Obergericht zur�ckzuweisen.
Schliesslich stellt die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Mit Eingaben vom 29. und 31. August 2011 sowie vom 18. Oktober 2011 hat die Beschwerdef�hrerin ihre Beschwerde erg�nzt.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 und Art. 90 BGG) �ber die Scheidungsfolgen und damit ein Entscheid in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 1 BGG). Strittig sind sowohl verm�gensrechtliche wie auch nicht verm�gensrechtliche Fragen, womit die Beschwerde ohne Streitwerterfordernis gegeben ist (Urteil 5A_311/2010 vom 3. Februar 2011 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 137 III 118). Die Beschwerde in Zivilsachen ist damit grunds�tzlich zul�ssig.
1.2 Die Beschwerdef�hrerin hat ihre erg�nzenden Beschwerdeeingaben vom 29. und 31. August 2011 sowie vom 18. Oktober 2011 erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereicht. Auf diese Eingaben ist nicht einzutreten und die damit eingereichten Beweismittel haben unber�cksichtigt zu bleiben.
1.3 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne dieser Bestimmung sind Tatsachen, die weder im vorangegangenen Verfahren vorgebracht noch von der Vorinstanz festgestellt worden sind (BGE 136 V 362 E. 3.3.1 S. 364 f.).
Die Beschwerdef�hrerin reicht dem Bundesgericht mehrere Beweismittel (Beilagen 9 - 10) ein, die erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind. Solche Tatsachen sind - jedenfalls soweit sie den angefochtenen Entscheid in der Sache betreffen - unbeachtlich, da f�r diese von vornherein nicht der angefochtene Entscheid Anlass zur Einreichung vor Bundesgericht geben kann (BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Diese Beweismittel und die damit vorgebrachten Tatsachen sind demnach im vorliegenden Verfahren unbeachtlich.
Soweit die Beschwerdef�hrerin zudem die Einvernahme von Zeugen verlangt, ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, Beweise abzunehmen und Tatsachen festzustellen, �ber die sich das kantonale Sachgericht nicht ausgesprochen hat (BGE 136 III 209 E. 6.1 S. 214 f.). Darauf ist ebenfalls nicht einzutreten.
1.4 Neue Begehren sind vor Bundesgericht unzul�ssig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Die Neuheit eines Begehrens bemisst sich im Verh�ltnis zu den vorinstanzlich gestellten Begehren (BGE 136 V 362 E. 4.2 S. 367). Wie bereits aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, haben die Parteien im obergerichtlichen Verfahren die bezirksgerichtliche Regelung des Vorsorgeausgleichs nicht beanstandet. Das Begehren der Beschwerdef�hrerin, die "auszurichtende Vorsorgeleistung neu zu berechnen", erweist sich damit von vornherein als neu und unzul�ssig.
2.1 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, sind nicht ausreichend (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Gen�gt die Beschwerdeschrift diesen Begr�ndungsanforderungen nicht, ist darauf nicht einzutreten (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 246).
Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin muss pr�zise angeben, welches verfassungsm�ssige Recht verletzt wurde und substanziiert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides darlegen, worin die Verletzung besteht. Das Bundesgericht pr�ft nur ausdr�cklich vorgebrachte, klar und detailliert erhobene sowie, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich (BGE 136 III 636 E. 2.2 S. 638) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 III 608 E. 4.4 S. 612).
2.3 Die Beschwerdef�hrerin tr�gt im Anschluss an ihre Beschwerde allgemeine "Erl�uterungen zum Fallhergang" vor. Darin gibt sie den Sachverhalt seit der Trennung der Parteien aus ihrer Sicht in allgemeiner Weise wieder, ohne den angefochtenen Entscheid sachbezogen zu beanstanden. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 f. oben).
3.1 Hauptstreitpunkt bildet die Frage, wem die elterliche Sorge �ber die beiden Kinder zugeteilt werden soll.
3.2.1 Gem�ss Art. 133 Abs. 1 und 2 ZGB hat das Scheidungsgericht die elterliche Sorge einem Elternteil zuzuteilen und dabei alle f�r das Kindeswohl massgebenden Umst�nde zu ber�cksichtigen (vgl. zu den massgeblichen Kriterien f�r die Zuteilung der Kinder: BGE 136 I 178 E. 5.3 S. 180 f.; 117 II 353 E. 3 S. 354 f.; 115 II 317 E. 2 und 3 S. 319 ff.; 115 II 206 E. 4a S. 209; Urteil 5A_823/2008 vom 27. M�rz 2009 E. 3.1).
3.2.2 Bei der Zuteilung der elterlichen Sorge steht den kantonalen Beh�rden, welche die Parteien und die Verh�ltnisse besser kennen als das Bundesgericht, ein erhebliches Ermessen zu (Art. 4 ZGB; BGE 117 II 353 E. 3 S. 355). Das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung aus: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst, wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 136 III 278 E. 2.2.1 S. 279; 127 III 136 E. 3a S. 141).
3.3.1 Das Obergericht hielt fest, f�r die Zuteilung der elterlichen Sorge stehe vorliegend - gerade auch angesichts des Alters der Kinder - vor allem das Kriterium der Stabilit�t und Kontinuit�t im Vordergrund. Die seit Mitte 2007 bestehenden �rtlichen, beziehungsm�ssigen und ausserh�uslichen (insbesondere schulischen) Verh�ltnisse spr�chen daf�r, die Kinder beim Beschwerdegegner zu belassen. Die Zuteilung des Sorgerechts an die Beschwerdef�hrerin w�re hingegen mit gewichtigen Nachteilen verbunden, weil die Kinder aus ihrem seit drei Jahren bestehenden Umfeld herausgerissen w�rden.
3.3.2 Weiter st�tzte sich das Obergericht auf ein im Eheschutzverfahren eingeholtes psychologisches Gutachten vom 21. Juli 2008. Demnach erscheine aus psychologischer Sicht die Zuteilung der elterlichen Sorge f�r beide Kinder an den Beschwerdegegner als die bessere L�sung, da der Vater ein konstantes und ausgeglichenes Beziehungsangebot gew�hrleiste. In der Beziehung des Beschwerdegegners zu den Kindern zeigten sich weniger Konflikte und der Beschwerdegegner sei in der Lage, ein erzieherisches Setting aufzubauen.
3.3.3 Unter Verweis auf Aussagen der damaligen Kinderg�rtnerin der Tochter anl�sslich des Eheschutzverfahrens, der Besuchsbegleitperson (Zeugeneinvernahme vom 17. Juni 2009) sowie wiederum des psychologischen Gutachtens vom 21. Juli 2008 schloss das Obergericht zudem, auch die "fachlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Erziehungssituation" seien ausschlaggebend f�r die Zuteilung des Sorgerechts an den Beschwerdegegner.
3.3.4 Schliesslich erachtete das Obergericht auch die von der Beschwerdef�hrerin erhobenen Vorw�rfe des sexuellen Missbrauchs der Tochter durch den Beschwerdegegner als unbegr�ndet. Es verwies auf ein Expertengutachten vom 12. September 2008, wonach die Ursache f�r die im Gutachten vom 11. Juli 2007 des Instituts f�r Rechtsmedizin beschriebenen Verletzungen im Genitalbereich der Tochter nicht mehr eruierbar sei. Zudem f�hrte es an, das Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit einem Kind sei eingestellt worden und neue Verdachtsmomente h�tten sich zwischenzeitlich nicht ergeben.
3.3.5 Zudem verwies das Obergericht auf die umfassenden und einl�sslichen Erw�gungen des Bezirksgerichts (zur Zul�ssigkeit solcher Verweise: BGE 123 I 31 E. 2c S. 34).
3.4 Die Beschwerdef�hrerin z�hlt in ihrer Beschwerde einige der erw�hnten Kinderzuteilungskriterien auf und wertet diese nach ihrer Ansicht. Sie unterl�sst es dabei aber, sich mit der obergerichtlichen Begr�ndung auseinanderzusetzen beziehungsweise im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern das Obergericht im Zusammenhang mit der Pr�fung dieser Zuteilungskriterien Bundesrecht verletzt oder den Sachverhalt in willk�rlicher Weise festgestellt haben soll. Zu dem vom Obergericht als entscheidend erachteten Kriterium der Stabilit�t und Kontinuit�t der Verh�ltnisse nimmt die Beschwerdef�hrerin gar nicht Stellung. Vielmehr begn�gt sie sich damit, zu den von ihr erw�hnten Zuteilungskriterien ihre eigene Sichtweise der Dinge zu schildern. Damit gen�gt die Beschwerdef�hrerin den Begr�ndungsanforderungen an eine Beschwerde vor Bundesgericht nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 f.). Darauf ist nicht einzutreten.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich sodann gegen die Anordnung des begleiteten Besuchsrechts.
4.2.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unm�ndige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen pers�nlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB; vgl. dazu: BGE 136 III 353 E. 3.4 S. 360; 130 III 585 E. 2.2.2. S. 590; 127 III 295 E. 4a S. 298; 122 III 404 E. 3a S. 407).
Wird das Wohl des Kindes durch den pers�nlichen Verkehr gef�hrdet, �ben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gek�mmert oder liegen andere wichtige Gr�nde vor, so kann ihnen das Recht auf pers�nlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Der vollst�ndige Entzug des Rechts auf pers�nlichen Verkehr bildet die "ultima ratio". K�nnen die bef�rchteten nachteiligen Auswirkungen des pers�nlichen Verkehrs f�r das Kind durch die pers�nliche Anwesenheit einer Drittperson (sog. begleitetes Besuchsrecht) in Grenzen gehalten werden, so verbietet sich die Verweigerung des pers�nlichen Verkehrs (vgl. BGE 122 III 404 E. 3b und 3c S. 407 f.; Urteil 5A_377/2009 vom 3. September 2009 E. 5.2, in: FamPra.ch 2010 S. 211 f. und SJ 2010 I S. 314 f.; sodann zum Grundsatz der zeitlichen Beschr�nkung: BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590; 120 II 229 E. 3b/aa S. 233; Urteile 5C.197/2002 vom 18. November 2002 E. 2, in: Pra 2003 S. 234 ff.; 5P.33/2001 vom 5. Juli 2001 E. 3a, in: FamPra.ch 2002 S. 173 f.; SCHWENZER, in: Basler Kommentar, 4. Aufl. 2010, N. 27 zu Art. 273 ZGB).
4.2.2 Das Besuchsrecht wird nach richterlichem Ermessen festgesetzt (Art. 4 ZGB; BGE 120 II 229 E. 4a S. 235). Das Bundesgericht �bt wie bereits erw�hnt bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung aus (vgl. E. 3.2.2 oben).
4.3 Das Obergericht hat f�r die beiden Kinder eine "umfassende Beistandschaft" nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und ein begleitetes Besuchsrecht angeordnet.
F�r die Anordnung der Begleitung des Besuchsrechts st�tzte sich das Obergericht massgebend auf die Empfehlung im kinderpsychologischen Gutachten vom 21. Juli 2008, das ein fehlendes Einsch�tzungsverm�gen der Beschwerdef�hrerin und insbesondere deren Beeinflussungsversuche der Kinder anf�hrt. Weiter verweist das Obergericht auf das bezirksgerichtliche Urteil. Das Bezirksgericht wies ebenfalls auf die Beeinflussungsversuche beziehungsweise zumindest auf eine negative Haltung der Beschwerdef�hrerin gegen�ber dem Beschwerdegegner hin. Zudem k�nne die Beschwerdef�hrerin teilweise nicht genau unterscheiden, was kindergerechte Themen seien und wie Kindern heikle Angelegenheiten vermittelt werden sollen. Die Beschwerdef�hrerin brauche zudem Impulse, um zu wissen, wie sie sich mit den Kindern am Besuchsnachmittag besch�ftigen soll. Zudem sei das Strafverfahren gegen die Mutter wegen falscher Anschuldigung und Vernachl�ssigung der Erziehungs- und F�rsorgepflicht noch nicht abgeschlossen oder eingestellt.
4.4.1 Die Anordnung der Beistandschaft wird von der Beschwerdef�hrerin nicht beanstandet. Was das begleitete Besuchsrecht betrifft, macht sie geltend, das Obergericht nenne im angefochtenen Urteil keine konkreten Gefahrenmomente, welche die Anordnung des begleiteten Besuchsrechts rechtfertigen w�rden, obwohl daf�r gerade eine gr�ssere Gef�hrdung des Kindeswohls erforderlich sei und diese konkret belegt sein m�sse. Damit verfalle das Obergericht in Willk�r und verletze sein Ermessen.
4.4.2 Die Kritik der Beschwerdef�hrerin geht am angefochtenen Entscheid vorbei. Einzig mit dem pauschalen Verweis, f�r die Anordnung des begleiteten Besuchsrechts bed�rfe es einer gr�sseren Gef�hrdung des Kindeswohls, vermag die Beschwerdef�hrerin den Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung nicht nachzukommen. Das Obergericht nennt ausf�hrlich die Gr�nde f�r die Anordnung des begleiteten Besuchsrechts. Eine Auseinandersetzung mit diesen Gr�nden l�sst die Beschwerdef�hrerin g�nzlich vermissen. Damit wird sie weder den Anforderungen an das R�geprinzip gerecht, soweit sie dem Obergericht Willk�r vorwirft, noch zeigt sie sonstwie durch Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid auf, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt haben soll. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 f. oben).
5.1 Die Beschwerdef�hrerin verlangt f�r den Fall, dass die elterliche Sorge �ber die beiden Kinder beim Beschwerdegegner belassen werden sollte, es seien ihr keine Kinderunterhaltsbeitr�ge aufzuerlegen, eventualiter seien diese auf h�chstens je Fr. 250.-- (bei einem Arbeitspensum von 50%) beziehungsweise h�chstens je Fr. 400.-- (bei einem Arbeitspensum von 80%) pro Monat zu reduzieren.
5.2.1 Der Unterhaltsbeitrag f�r das Kind wird im Falle der Scheidung nach Art. 285 ZGB bemessen (Art. 133 Abs. 1 ZGB). Der Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammenlebt, hat nach Art. 285 Abs. 1 ZGB grunds�tzlich einen Beitrag in Geld an den Unterhalt des Kindes zu leisten. Der Beitrag bemisst sich nach den Bed�rfnissen des Kindes, der Lebenshaltung der Parteien und der Leistungskraft des Pflichtigen, und es sind die Eink�nfte und das Verm�gen des Kindes zu ber�cksichtigen.
Dabei ist grunds�tzlich vom tats�chlich erzielten Einkommen des Unterhaltspflichtigen auszugehen. Soweit dieses Einkommen allerdings nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erf�llt sein m�ssen. Im Verh�ltnis zum unm�ndigen Kind sind besonders hohe Anforderungen an die Ausn�tzung der Erwerbskraft zu stellen.
Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche T�tigkeit aufzunehmen als zumutbar erscheint. Tatfrage bildet hingegen, ob die als zumutbar erkannte T�tigkeit m�glich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist (vgl. zum Ganzen BGE 137 III 118 E. 2.3 und E. 3.1 S. 120 f.).
5.2.2 Dem Sachgericht kommt bei der Unterhaltsfestsetzung ein weites Ermessen zu (Art. 4 ZGB; BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162) und das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Ermessensentscheide wie erw�hnt Zur�ckhaltung aus (vgl. E. 3.2.2 oben).
5.3 Das Obergericht hielt fest, die Beschwerdef�hrerin sei gelernte Tiefbauzeichnerin und habe sich in "Englisch- und Proficiency und PR-Assistentin" weitergebildet. Vor der Heirat habe sie in einem vollen Pensum ein Einkommen von Fr. 6'500.-- erzielt. Zurzeit arbeite sie als "Call-Agent" und habe im Januar 2011 in einem Pensum von 50% Fr. 1'980.50 verdient. Anl�sslich der Berufungsverhandlung habe die Beschwerdef�hrerin selber ausgesagt, eine Erh�hung des Pensums auf 80% und damit ein Einkommen zwischen Fr. 3'700.-- und Fr. 4'000.-- pro Monat seien m�glich.
Weiter f�hrte das Obergericht aus (wiederum mehrheitlich durch Verweis auf das bezirksgerichtliche Urteil), die Kinder seien seit Mitte 2007 unter der Obhut des Beschwerdegegners, weshalb es der Beschwerdef�hrerin zumutbar gewesen w�re, ihre Erwerbst�tigkeit im Laufe der letzten Jahre sukzessive auszubauen. Sowohl mit Blick auf die Gesundheit als auch das Alter der Beschwerdef�hrerin sei es ihr m�glich und zumutbar, in einem Pensum von 100% zu arbeiten. Daran �ndere nichts, dass die Arbeit am Telefon anstrengend sei. Zwar werde sie in ihrem urspr�nglichen Beruf als Tiefbauzeichnerin wohl keine Stelle mehr finden. Ebenso m�ge es zutreffen, dass sie die neuesten Computerprogramme nicht mehr beherrsche. Jedoch spreche die Beschwerdef�hrerin mehrere Sprachen und habe sich weitergebildet, weshalb es ihr m�glich sei, eine gute Anstellung zu finden. Der Beschwerdef�hrerin sei es deshalb m�glich, in einem Pensum von 100% ein Einkommen von Fr. 5'417.-- pro Monat (inkl. 13. Monatslohn) zu erzielen.
Diesem Einkommen stellte das Obergericht einen monatlichen Bedarf der Beschwerdef�hrerin von Fr. 2'596.-- gegen�ber (h�lftiger Grundbetrag Fr. 850.--; Wohnkosten Fr. 600.--; Krankenversicherungspr�mien Fr. 396.--; Telefon/Versicherungen Fr. 50.--; Berufsauslagen Fr. 300.--; laufende Steuern Fr. 400.--).
5.4 Die Beschwerdef�hrerin macht in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht geltend, bei einem nicht realistischen Pensum von 80% w�rde sie ein Einkommen von Fr. 3'200.-- erzielen, was zu Kinderunterhaltsbeitr�gen von monatlich h�chstens Fr. 400.-- f�hren w�rde. Die vom Obergericht angeordneten Unterhaltsbeitr�ge entspr�chen einem Ermessensfehler beziehungsweise -missbrauch. Es gehe zudem nicht an, dass das Obergericht f�r die Berechnung ihrer finanziellen Verh�ltnisse auch ihren neuen Lebenspartner miteinbeziehe. Sie sei nicht immer in der Lage, ihren Mietanteil an ihren Lebenspartner zu bezahlen. Das bedeute aber sicherlich nicht, dass sie keine Ausgaben (von Fr. 600.--) f�r die Wohnkosten habe.
5.5 Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin gehen an den obergerichtlichen Urteilserw�gungen vorbei oder stehen mit diesen im Widerspruch (so anerkannte das Obergericht bei der Bedarfsberechnung einen Wohnkostenanteil von Fr. 600.-- pro Monat). Soweit sich die Beschwerdef�hrerin gegen die Ber�cksichtigung eines hypothetischen Einkommens richtet, erhebt sie weder eine Sachverhaltsr�ge, noch geht sie darauf ein, inwiefern ihr ein Pensum von 100% nicht zumutbar sein soll und das Obergericht insofern bei seinem Ermessensentscheid Bundesrecht verletzt haben soll. Darauf ist nicht einzutreten.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt schliesslich, es seien ihr von den Kinderunterhaltsbeitr�gen die Kosten f�r das begleitete Besuchsrecht abzuziehen. Das Obergericht hat diesem Begehren bereits entsprochen, womit es der Beschwerdef�hrerin insoweit an einem Rechtsschutzinteresse (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG) fehlt und darauf nicht einzutreten ist.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin beantragt weiter einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.-- pro Monat.
6.2 Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt selbst aufzukommen, so hat ihm der andere Teil gest�tzt auf Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Unterhalt zu leisten, soweit er hierzu in der Lage ist. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt fusst auf der Unterscheidung, ob eine Ehe lebenspr�gend war oder nicht. Bei fehlender Pr�gung wird an den vorehelichen Verh�ltnissen angekn�pft, w�hrend die Partner bei der lebenspr�genden Ehe Anspruch auf Fortf�hrung der ehelichen Lebenshaltung haben.
F�r oder gegen die Annahme einer Lebenspr�gung spielen verschiedene Vermutungen: So wird bei einer Kurzehe von weniger als f�nf Jahren vermutet, dass keine Lebenspr�gung vorliegt, w�hrend eine Ehe, die mehr als zehn Jahre gedauert hat, vermutungsweise lebenspr�gend war. Unabh�ngig von der Dauer gilt die Ehe in der Regel als lebenspr�gend, wenn aus ihr gemeinsame Kinder hervorgegangen sind (vgl. dazu: BGE 137 III 102 E. 4.1.2 S. 105 f.; 135 III 59 E. 4.1 S. 61).
6.3 Die Beschwerdef�hrerin f�hrt in ihrer Beschwerde einzig aus, es sei ihr nicht m�glich und zumutbar, ein h�heres Einkommen als aktuell Fr. 1'980.50 pro Monat zu erzielen.
6.4 Das Obergericht hat die Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdef�hrerin nicht gepr�ft, da es bereits die Lebenspr�gung der Ehe verneinte. Mit der Frage der Lebenspr�gung setzt sich die Beschwerdef�hrerin vor dem Bundesgericht jedoch nicht auseinander, weshalb auch insoweit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 oben).
7.1 Schliesslich erkl�rte das Obergericht die Parteien g�terrechtlich als vollst�ndig auseinandergesetzt.
Zur Begr�ndung f�hrte es aus, das Unternehmen des Beschwerdegegners sowie die eheliche Liegenschaft geh�rten unbestrittenermassen zu seinem Eigengut. Aus den Steuerveranlagungen werde zudem ersichtlich, dass zwischen der Eheschliessung und der Anordnung der G�tertrennung keine Errungenschaft entstanden sei. Auch wenn f�r die g�terrechtliche Auseinandersetzung der Verkehrs- und nicht der Steuerwert massgebend sei, k�nne bei diesen Gegebenheiten ausgeschlossen werden, dass "eine Errungenschaft resultiert haben" k�nnte. Weder mache die Beschwerdef�hrerin Ersatzforderungen oder Hinzurechnungen geltend, noch seien aus den Akten Anhaltspunkte daf�r ersichtlich. Damit er�brigten sich weitere Abkl�rungen zu der von den Parteien abgeschlossenen Teilkonvention vom Mai 2007, in der die Ehegatten einvernehmlich die Begutachtung mit Blick auf den Wert des Unternehmens des Beschwerdegegners im Zeitpunkt der Eheschliessung und der Anordnung der G�tertrennung vereinbart hatten.
7.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet dagegen ein, das Obergericht sei entgegen Art. 211 ZGB vom Steuerwert der Verm�gensgegenst�nde ausgegangen.
Um den Wert des Unternehmens des Beschwerdegegners beurteilen zu k�nnen, m�ssten zudem Unterlagen des Beschwerdegegners eingeholt werden. Die in der Teilkonvention vereinbarte Begutachtung sei deshalb erforderlich und diese Vereinbarung m�sse durchgesetzt werden.
7.3 Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin gehen an der obergerichtlichen Begr�ndung vorbei. Eine Auseinandersetzung mit dem obergerichtlichen Entscheid fehlt erneut. Entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin hat sich das Obergericht beispielsweise auch zum Verkehrswert der Verm�gensgegenst�nde ge�ussert und diese Frage bewusst offengelassen. Geht die Beschwerdef�hrerin in ihrer Begr�ndung nicht auf den angefochtenen Entscheid ein, ist darauf nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 oben).
Aus den dargelegten Gr�nden ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Beschwerdef�hrerin wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass ihre Beschwerde von Beginn an keine Aussicht auf Erfolg haben konnte (Art. 64 BGG). Dem Beschwerdegegner ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden (Art. 68 Abs. 2 BGG).

References: Art. 310
 Art. 308
 Art. 90
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 106
 Art. 133
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 273
 BGE 
 Art. 308
 Art. 106
 Art. 285
 Art. 285
 BGE 
 BGE 
 Art. 125
 BGE 
 Art. 211