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Timestamp: 2019-06-24 17:57:40+00:00

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Konsekration – Kathpedia
Konsekration (consecratio, consecrare: heiligen, weihen) ist die Bezeichnung für verschiedene Weihehandlungen:[1]
1. der Akt der Heiligen Wandlung im Kanon der Heiligen Messe, durch den die Substanz von Brot und Wein unter Verbleiben der äußern Gestalten derselben in Christi Leib und Blut umgewandelt wird (HG, Nr. 26).
2. Die Weihe des Chrisams [immer] durch den Bischof (CIC can 847 § 1; 880 § 2; CE 274).
3. die Bischofsweihe (Haupt des Bischofs wird mit Chrisam gesalbt - CE 274), die Priesterweihe (Hände des Neupriesters werden mit Chrisam gesalbt (CIC 835 § 2; CE 274), Kleriker werden allgemein konsekriert (CIC can 276 § 1, can 1008).
4. Weihe durch den Bischof: Salbung mit Chrisam: bei der Firmung, bei die Weihung eines Altares und des Kirchengebäudes (CE 903; Glockenweihe CE 1024 evtl. Salbung mit Chrisam).
5. Konsekrationen die einem Priester übertragbar sind: CIC can 1169 § 1: Weihen und Weihungen können gültig diejenigen vornehmen, welche die Bischofsweihe empfangen haben, sowie Priester, denen es von Rechts wegen oder durch rechtmäßige Ermächtigung gestattet wird: die Firmung (CIC can 884 § 1+2) durch den Pfarrer (CIC can 530, 2°) oder dem Priester bei Todesgefahr (CIC can 883, 3°), durch den Priester bei Erwachsenen mit Taufe (CIC can 883 2°); Weihung eines Kirchengebäudes d.h. Salbung der Wände des Gebäudes CE 868; Glockenweihe CE 1024 evtl. Salbung mit Chrisam).
6. die Professio religiosa und die Jungfrauenweihe (CIC can 604; N 7 [1971] 107.109f).[2]
Das Wort Konsekration kommt in der christlichen Literatur zuerst im eucharistischen Kontext vor: Tertullian drückt damit die Verwandlung des Weines in das Blut Christi aus (an. 17, 13; adv. Marc. IV, 40 C). Ambrosius von Mailand nennt, was bei den Worten Jesu über Brot und Wein geschieht, Konsekration (myst. 54; vgl. ebd. 50 u. 52; sacr. IV, 1416192123). In der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts taucht consecrare bei Aussagen über gottgeweihte Jungfrauen auf. Während jedoch das Tun der Kirche zunächst noch "Schleierübergabe" (velalio) oder auch nur "Bestellung" (institutio) heißt, wird der Akt des "Sich-Gott-Weihens" der Jungfrau mit consecrare bez. (Hier. ep. 24, 3 aus dem Jahr 384; Pseudo-Ignatius ad Antiochenses 8, 2); wenig später wird auch das Tun der Kirche consecrare gen. (Sulp. Sev. Mart. 19, 2). Da das Papst Julius I. (337-352) zugeschriebene Decretum sexturn (PL 8, 969 C) aus späterer Zeit stammt, dürfte consecrare zur Bezeichnung der Kirchweihe erstmals in Peregr. Aeth. 40f. bezeugt sein (381/384). Später werden weitere "Weihen" als Konsekration bezeichnet, bei denen Chrisam verwendet wird[3]: die Ordination der Bischofsweihe, die Dedikation des Altars.[4] Ebenfalls wurde die Salbung von Kelch und Patene mit Chrisam vorgenommen.[5]
↑ Joseph Braun: Handlexikon der katholischen Dogmatik, Herder & Co., Freiburg im Breisgau 1926, S. 179, Konsekration (Imprimatur Friburgi, die 17. Iulii 1926 Dr. Sester, Vic. Gen.; Reiner Kaczynski in: LThK 3. Auflage, Band 6, Sp. 288).
↑ Emmanuel von Severus in: LThK 3. Auflage, Band 5, Sp. 1095.
↑ Joseph Braun: Liturgisches Handlexikon. Josef Kösel Verlag & Friedrich Pustet Verlag Komm-Ges. Regensburg 1924, S. 368, Weihe (399 Seiten; Zweite, verbesserte und sehr vermehrte Auflage; Imprimatur Ratisbonae, die 1. Aprilis 1924 Dr. Scheglmann Vic. Gen).
↑ Reiner Kaczynski in: LThK 3. Auflage, Band 6, Sp. 288.
↑ Balthasar Fischer in: LThK, 2. Auflage, Band 6, Sp. 476; Joseph Braun: Liturgisches Handlexikon, S. 177, Konsekration.
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