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Timestamp: 2016-10-22 01:53:50+00:00

Document:
2C_180/2011 (22.09.2011)
2C_180/2011, 2C_181/2011
Bundesrichter Seiler, Donzallaz, Stadelmann,
Staats- und Gemeindesteuern 2005 sowie direkte Bundessteuer 2005,
Beschwerden gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 2. Kammer,
A.a Die im Bereich der Managementausbildung t�tige X.________ AG mit Sitz in M.________ wurde 1974 von B.________ als Einzelfirma gegr�ndet und 1977 in eine AG �bergef�hrt. Sie ist Stifterin der C.________ und verf�gt �ber ein voll liberiertes Aktienkapital von 1,3 Mio. Franken, eingeteilt in 13'000 Namenaktien � nominell Fr. 100.--. Mehrheitsaktion�r, Verwaltungsratspr�sident und Delegierter des Verwaltungsrats war damals B.________. Im Jahr 2001 wurde D.________ zu seiner Nachfolgerin und Schulleiterin bestimmt. Zur Umsetzung der Unternehmensnachfolge wurden am 17. Februar 2001 folgende Vertr�ge abgeschlossen:
1. Arbeitsvertrag zwischen der X.________ AG und D.________ mit Festlegung der Entl�hnung (Grundgehalt von Fr. 60'000.-- sowie Umsatzprovisionen);
2. Vereinbarung zwischen der X.________ AG und D.________ betreffend "Einstieg in die Unternehmensleitung und Mitarbeiterbeteiligung"; darin ist u.a. vorgesehen, dass die Provisionen grunds�tzlich durch Abgabe von X.________-Aktien zum festen Anrechnungswert von Fr. 300.-- pro Aktie abgegolten werden, und ferner ist die sukzessive Abtretung von X.________-Aktien zum selben Fixpreis stipuliert;
3. Vereinbarung betr. Verkauf von 4'333 X.________-Aktien (entsprechend 1/3 des Aktienkapitals) durch B.________ an D.________ zum Nennwert von Fr. 100.--; darin enthalten ist die Verpflichtung zur Hinterlegung s�mtlicher im Eigentum beider Vertragspartner stehenden X.________-Aktien bei der Revisionsstelle;
4. Vereinbarung zwischen B.________ und der X.________ AG betreffend Verkauf von 2'297 X.________-Aktien durch B.________ an die X.________ AG zwecks Bereitstellung von Aktien, die nach der Vereinbarung 2 laufend an D.________ abzugeben sind; dazu Kaufrecht der X.________ AG f�r weitere Aktien aus dem Portefeuille von B.________.
Die Vereinbarungen 2 und 3 enthalten spezielle Bestimmungen betreffend die vorzeitige Vertragsbeendigung und die damit verbundene R�ckabwicklung der Aktien�bertragungen. Tats�chlich wurden die X.________-Aktien in der Folge nur wirtschaftlich (rechnungsm�ssig), nicht aber zivilrechtlich (eigentumsrechtlich) �bertragen; ebenso wenig wurden die Aktien bei der Revisionsstelle hinterlegt.
A.b Nachdem D.________ per 1. April 2001 in die Dienste der X.________ AG eingetreten war und am Mitarbeiterbeteiligungsplan partizipiert hatte, kam es im Herbst 2003 zu Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten, und im Oktober 2003 wurden die mit D.________ bestehenden Vertr�ge gek�ndigt. Dies f�hrte zu einem Rechtsstreit zwischen D.________ und der X.________ AG vor dem Handelsgericht Z�rich, der am 15. November 2005 vergleichsweise erledigt wurde. Danach erhielt D.________ von der X.________ AG in Abgeltung s�mtlicher Anspr�che aus den Vereinbarungen 1 - 3 den Betrag von 4 Mio. Franken. Dieser wurde von der X.________ AG buchm�ssig wie folgt behandelt:
Gutschrift Kontokorrent B.________ (R�ckgabe der 4'333 Akten)
Fr. 433'333.--
Tilgung von Provisionsanspr�chen von D.________ der Vorjahre
Fr. 1'215'331.--
Ausserordentlicher Aufwand gest�tzt auf den Vergleich
Fr. 2'351'368.--
Fr. 4'000'000.--
F�r die Steuerperiode 2005 w�rdigte das kantonale Steueramt Z�rich die Zahlung von 4 Mio. Franken an D.________ im Umfang von 1,95 Mio. Franken aufgrund folgender Berechnung als verdeckte Gewinnaussch�ttung an B.________:
Zahlung aus Vergleich
- davon Verg�tung offene Lohnguthaben
- Fr. 1'290'000.--
- davon R�ckkauf 4'333 Aktien
- Fr. 433'300.--
Sonstige Entsch�digung
Fr. 2'276'700.--
- davon Anteil f�r ungerechtfertigte Entlassung
- Fr. 376'700.--
Restbetrag (= geldwerte Leistung B.________)
Fr. 1'950'000.--
Gest�tzt darauf veranlagte das kantonale Steueramt die X.________ AG am 17. April 2009 f�r die Steuerperiode 2005 mit einem sowohl bei der direkten Bundes- als auch bei der Staats- und Gemeindesteuer steuerbaren Gewinn von Fr. 1'925'100.-- und einem Eigenkapital per 31. Dezember 2005 (direkte Bundessteuer) bzw. einem steuerbaren Kapital (Staats- und Gemeindesteuer) von je Fr. 4'654'000.--. Einsprachen hiergegen wies das kantonale Steueramt Z�rich am 17. August 2009 ab. Einen Rekurs bzw. eine Beschwerde hiergegen hiess die Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich mit Entscheiden vom 26. April 2010 gut und setzte die steuerbaren Gewinne auf Fr. 0.-- fest, indem sie eine verdeckte Gewinnaussch�ttung an B.________ verneinte. Dagegen erhobene Beschwerden des kantonalen Steueramtes Z�rich an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich hiess dieses am 8. Dezember 2010 gut und stellte wieder die Steuerfaktoren gem�ss Einspracheentscheid her.
Gegen diese Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Dezember 2010 f�hrt die X.________ AG mit separaten Eingaben vom 21. Februar 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die direkte Bundes- sowie die Staats- und Gemeindesteuern 2005 an das Bundesgericht. Sie beantragt, die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich 8. Dezember 2010 seien aufzuheben und die steuerbaren Gewinne seien f�r beide Steuern mit Null zu veranlagen. Sie r�gt die Verletzung von Bundesrecht und eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung.
W�hrend das kantonale Steueramt Z�rich, das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (betreffend die direkte Bundessteuer) die Abweisung der Beschwerde beantragen, verzichtet die Bundesbeh�rde betreffend die Staats- und Gemeindesteuern auf einen Antrag.
1.1 Die weitgehend gleich lautenden Beschwerden betreffen die gleichen Parteien, richten sich gegen praktisch �bereinstimmende Entscheide und werfen identische Rechtsfragen auf. Es rechtfertigt sich deshalb, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 24 BZP; BGE 131 V 59 E. 1 S. 60 f. mit Hinweis).
1.2 Die Beschwerden sind zul�ssig (vgl. Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] bzw. mit Art. 73 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]).
1.4 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 Il 249 E. 1.4.2 S. 254). Diesen Begr�ndungsanforderungen gen�gt die Beschwerdeschrift nur teilweise. Soweit sie nicht erf�llt sind, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
1.5 Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Dabei hat ein Beschwerdef�hrer, der sich auf diese Ausnahmeregel beziehen will, klar aufzuzeigen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen f�r eine Ber�cksichtigung neuer Tatsachen und Beweismittel erf�llt sind.
Vorab gilt es diverse Fragen zum Sachverhalt zu kl�ren:
2.1 Zun�chst ist auf die R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz einzugehen. Die Beschwerdef�hrerin beanstandet die in der Sachverhaltsschilderung der Vorinstanz (vgl. angefochtenes Urteil lit. A in fine) bzw. in E. 4.1 enthaltene Aussage, wonach sie die bezahlte Vergleichssumme von 4 Mio. Franken in ihrer Jahresrechnung 2005 als ausserordentlichen Aufwand (erfolgswirksam) verbucht habe. Diese bereits in der Sachverhaltsschilderung des Entscheids der Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich vom 26. April 2010 (vgl. Sachverhalt lit. A, S. 3) enthaltene Aussage erweist sich als offensichtlich unzutreffend, wurden doch effektiv nur Fr. 2'351'368.-- der Erfolgsrechnung 2005 als ausserordentlicher Aufwand belastet. Dies geht bereits aus dem sich in den Veranlagungsakten des kantonalen Steueramtes Z�rich befindenden Kontoblatt betreffend die a.o. Aufwendungen der Beschwerdef�hrerin des Jahres 2005 hervor, weshalb es sich hier nicht um ein unzul�ssiges Novum handelt. Im �brigen ist dieses Sachverhaltselement gar nicht entscheidrelevant, zumal die bestrittene Aufrechnung von Fr. 1'950'000.-- tiefer ist als der tats�chlich in der Erfolgsrechnung 2005 verbuchte ausserordentliche Aufwand von Fr. 2'351'368.--.
2.2 Die Vorinstanzen gingen davon aus, dass die in Frage stehenden X.________-Aktien von B.________ effektiv auf die Beschwerdef�hrerin zu einem Vorzugspreis �bergegangen waren und von dieser sukzessive D.________ abgegeben wurden. Entsprechend gingen sie von einer verdeckten Kapitaleinlage durch B.________ bei der Beschwerdef�hrerin aus. Im Rekurs bzw. in der Beschwerde an die Steuerrekurskommission vom 17. September 2009 wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Parteien die Indossierung der Aktienzertifikate unterlassen und die Vertr�ge nur "wirtschaftlich so gelebt (hatten), wie sie vereinbart wurden". Gleichwohl ging die Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich in ihren Entscheiden vom 26. April 2010 von einer abmachungskonformen Abwicklung der getroffenen Vereinbarungen aus. Erst in Zusammenhang mit den Beschwerden des kantonalen Steueramtes an das Verwaltungsgericht wies die damalige Beschwerdegegnerin detailliert nach, dass die X.________-Aktien das Portefeuille von B.________ effektiv nie verlassen hatten und der Transfer der Namenaktien nur rein rechnungsm�ssig abgewickelt worden war. Die Vorinstanz ging auf diese neuen Beweismittel nicht ein, mit der Begr�ndung, es handle sich um unzul�ssige Nova (vgl. E. 1.2 bzw. 5.1 des angefochtenen Entscheids). Allerdings gaben erst die Entscheide der Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich vom 26. April 2010 der damaligen Beschwerdegegnerin Anlass, diesen Aspekt detailliert zu belegen. In einem solchen Fall ist auch die grunds�tzlich zul�ssige Kognitionsbeschr�nkung der zweiten kantonalen Gerichtsinstanz zu relativieren (vgl. BGE 131 II 548 E. 2.4 S. 552). Die Vorinstanz h�tte daher diese neuen Beweismittel nicht zur�ckweisen d�rfen.
Die Vorinstanz erw�gt in diesem Zusammenhang bloss, "am rechtlichen Befund" w�rde sich nichts �ndern, wenn B.________ seiner Verpflichtung zur Aktien�bertragung nicht nachgekommen w�re (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Entscheids). Allerdings werden die Rechtsfolgen dieses "alternativen Sachverhalts" nicht vertieft analysiert. Wenn aber die fraglichen Titel gar nie der Beschwerdef�hrerin �bertragen worden sind, erweisen sich die Ausf�hrungen �ber verdeckte Kapitaleinlagen nach altem und neuem Recht und die steuerlichen Konsequenzen einer R�ckabwicklung derselben letztlich als �berfl�ssig. Eine verdeckte Gewinnaussch�ttung f�llt auf dieser Argumentationslinie jedenfalls ausser Betracht.
2.3 �hnlich verh�lt es sich mit dem Sachverhaltselement, B.________ habe die X.________-Aktien, auf die D.________ aufgrund des Vergleichs vom 15. November 2005 verzichten musste, "unentgeltlich" an sich genommen bzw. die Beschwerdef�hrerin habe "diese ohne Entgelt ihrem Anteilsinhaber B.________ �berlassen" (vgl. Einspracheentscheide des kantonalen Steueramtes vom 17. August 2009 Ziff. 5). Diese Behauptung wird zwar im Rekurs bzw. in der Beschwerde vom 17. September 2009 widerlegt, aber die Steuerrekurskommission I �bernimmt dieses unzutreffende Sachverhaltselement ("um sie danach wiederum B.________ zu �berlassen", vgl. E. 2 in fine); entsprechend liegt es auch der Beschwerde des kantonalen Steueramtes Z�rich an die Vorinstanz zugrunde. In der Beschwerdeantwort der damaligen Beschwerdegegnerin vom 26. Juli 2010 zuhanden der Vorinstanz wird diese Fehlannahme erneut widerlegt, ohne dass dies im Urteil der Vorinstanz zum Ausdruck kommt. Mit der vorliegenden Eingabe weist die Beschwerdef�hrerin nach, dass die "R�ck�bertragung" der X.________-Aktien an B.________ zu denselben Konditionen erfolgte wie die seinerzeitige "�bertragung" (vgl. Ziff. 71 der Beschwerde). Diese beweism�ssige Klarstellung unter Hinweis auf die einzelnen Buchungen ist mithin nicht neu bzw. durch das angefochtene Urteil (mit)veranlasst, weshalb es sich hierbei nicht um ein unzul�ssiges Novum handelt (vgl. E. 1.5 hiervor).
2.4 Erstmals in den Einspracheentscheiden des kantonalen Steueramtes Z�rich vom 17. August 2009 (Ziff. 5) wird u.a. ein �ber dem Anrechnungspreis von Fr. 300.-- liegender h�herer Verkehrswert der X.________-Aktien thematisiert. Diesen Ansatz vertiefen die Entscheide der Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich vom 26. April 2010 (E. 2.c/dd/fff.). In der Beschwerde des kantonalen Steueramtes Z�rich an die Vorinstanz bildet dieser Punkt eines der Hauptargumente (Ziff. 3.6 lit. c). Dieser Ansatz wird zwar in der Beschwerdeantwort der damaligen Beschwerdegegnerin vom 26. Juli 2010 klar bestritten und unter Hinweis auf die beim Verkauf s�mtlicher X.________-Aktien an einen Dritten erzielten Preisverh�ltnisse belegt. Auch dieses neue Argument hat die Vorinstanz zu Unrecht - mit der Begr�ndung des Novenverbots - nicht ber�cksichtigt (vgl. E. 5.4 angefochtener Entscheid).
2.5 Daraus ergibt sich, dass die Vorinstanz s�mtliche Argumente bzw. Beweismittel der Beschwerdef�hrerin, die den relevanten Sachverhalt zu erhellen geeignet gewesen w�ren, mittels eines zu restriktiv gehandhabten Novenverbots zur�ckgewiesen hat. Dies wirkt sich hier besonders problematisch aus, weil das Vorliegen einer geldwerten Leistung an B.________ im Laufe des Verfahrens mit stets wechselnder Argumentation begr�ndet wurde. Es darf aber der Beschwerdef�hrerin nicht zum Nachteil gereichen, dass sie sich in ihren Eingaben jeweils auf die jeweilige Hauptstossrichtung der entsprechenden Eingaben konzentrierte und nicht zahllose Gegenbeweise f�r jede - noch so theoretische - Eventualit�t unterbreitete.
3.1 Der steuerbare Reingewinn der juristischen Personen setzt sich gem�ss Art. 58 Abs. 1 DBG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Ber�cksichtigung des Saldovortrages des Vorjahres (lit. a), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Gesch�ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von gesch�ftsm�ssig begr�ndetem Aufwand verwendet werden (lit. b) sowie den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Ertr�gen mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne (lit. c).
Zum steuerbaren Reingewinn geh�ren namentlich Zuwendungen der Gesellschaft an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumindest nicht im gleichen Masse gew�hrt w�rden. Solche geldwerte Leistungen sind nach der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn
(a) die Gesellschaft keine oder keine gleichwertige Gegenleistung erh�lt,
(b) der Aktion�r direkt oder indirekt (z.B. �ber eine ihm nahe stehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erh�lt, der einem Dritten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden w�re, die Leistung also insofern ungew�hnlich ist, und
(c) der Charakter dieser Leistung f�r die Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE 131 II 593 E. 5.1 S. 607; Urteil 2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.1, in: StR 64/2009 S. 915; je mit Hinweisen).
3.2 Als geldwerte Leistungen gelten insbesondere Ertragsverzichte zugunsten des Aktion�rs oder einer ihm nahe stehenden Person, die bei der Gesellschaft zu einer entsprechenden K�rzung des in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen Gewinnes f�hren. Diese Form der geldwerten Leistung wird als "Gewinnvorwegnahme" bezeichnet, obwohl handelsrechtlich gar keine Gewinne "vorweggenommen" werden k�nnen. Solche Ertragsverzichte liegen vor, wenn die Gesellschaft auf ihr zustehende Einnahmen ganz oder teilweise verzichtet und die entsprechenden Ertr�ge direkt dem Aktion�r oder diesem nahestehenden Personen zufliessen bzw. wenn diese nicht jene Gegenleistung erbringen, welche die Gesellschaft von einem unbeteiligten Dritten fordern w�rde (Urteil 2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.2, in: StR 64/2009 S. 915 mit Hinweisen).
3.3 Was die Beweislastverteilung betrifft, so gilt die Grundregel, dass die Steuerbeh�rde die Beweislast f�r steuerbegr�ndende und -erh�hende Tatsachen und die steuerpflichtige Person f�r steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen tr�gt (BGE 121 II 257 E. 4c/aa S. 266). Bei geldwerten Leistungen ist es grunds�tzlich an der Steuerbeh�rde, den Nachweis zu erbringen, dass einer Leistung der Gesellschaft keine oder keine angemessene Gegenleistung gegen�bersteht. Gelingt ihr dies nicht, so tr�gt sie die Folgen der Beweislosigkeit (Urteil 2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.4, in: StR 64/2009 S. 915 mit Hinweisen).
3.4 Wie bereits erw�hnt (vgl. E. 2.5 hiervor), wurde im vorinstanzlichen Verfahren das Vorliegen einer verdeckten Gewinnaussch�ttung an B.________ durch die Beschwerdef�hrerin mit stets wechselnder Argumentation begr�ndet. Die einzelnen Argumentationslinien sind im Folgenden n�her zu untersuchen.
3.4.1 Das kantonale Steueramt Z�rich bejahte eine geldwerte Leistung aufgrund der unentgeltlichen �berlassung der X.________-Aktien durch die X.________ AG zugunsten ihres Aktion�rs; es handle sich um Kosten des "R�ckkaufs" der Aktien durch B.________, welche von ihm zu tragen seien. Das Steueramt erblickte daher in der Vergleichszahlung von 4 Mio. Franken an D.________ - teilweise - eine geldwerte Leistung an B.________. Dies w�rde aber bedeuten, dass nur ein Teil dieser Zahlung effektiv von der Beschwerdef�hrerin geleistet worden und der Rest �ber B.________ (im Dreiecksverh�ltnis) an D.________ geflossen w�re, wobei der Rechtsgrund dieses Leistungsflusses von B.________ an D.________ unklar bliebe. Die Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich hat diese Version in ihren Entscheiden vom 26. April 2010 �berzeugend verworfen: Die Zahlung der Beschwerdef�hrerin von 4 Mio. Franken an D.________ war - soweit sie erfolgswirksam verbucht wurde - isoliert betrachtet gesch�ftsm�ssig begr�ndet und ist deshalb steuerlich nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht des kantonalen Steueramtes h�tte die Beschwerdef�hrerin ihre Zahlung gegen�ber D.________ keineswegs im Ausmass von Fr. 1'950'000.-- reduzieren k�nnen, wenn sie auf der Verpflichtung von B.________ zur Lieferung von Aktien beharrt h�tte. Es trifft mithin nicht zu, dass sie einen Aufwand von mindestens Fr. 1'950'000.-- h�tte vermeiden k�nnen, denn im Vergleich wurde offensichtlich ein vertragsgem�sses Verhalten unterstellt, sodann gedanklich r�ckabgewickelt und (u.a.) daf�r eine Entsch�digungszahlung geleistet. Diese w�re genau gleich geschuldet gewesen, wie wenn von Anfang an vertragsgem�ss gehandelt worden w�re. Dabei kann offen gelassen werden, ob dieser Mehrbetrag auf einen h�heren Wert der X.________-Aktien oder auf eine "Abl�sesumme" f�r eine nicht mehr erw�nschte Kaderkraft zur�ckzuf�hren war.
3.4.2 Allerdings verneint die Steuerrekurskommission I des Kantons Z�rich in ihren Entscheiden vom 26. April 2010 in E. 2 in fine ebenso eine geldwerte Leistung an B.________ durch Verzicht auf an sich der Beschwerdef�hrerin zustehende Leistungen. F�r diesen Ertragsverzicht ("Gewinnvorwegnahme") werden drei verschiedene Versionen angef�hrt:
3.4.2.1 Die Beschwerdef�hrerin �berliess die von D.________ zur�ckerhaltenen X.________-Aktien B.________ unentgeltlich. Diese Version erweist sich - wie bereits in E. 2.3 hiervor ausgef�hrt - als unzutreffend.
3.4.2.2 Die Beschwerdef�hrerin �berliess die von D.________ zur�ckerhaltenen X.________-Aktien B.________ insoweit unentgeltlich, als deren wirklicher Wert h�her war als die angerechneten Fr. 300.--. Man k�nne - vor Einf�hrung des Kapitaleinlageprinzips per 1. Januar 2011 - nicht die seinerzeitige verdeckte Kapitaleinlage gewinn- und einkommenssteuerneutral zur�cknehmen. Da aber die X.________-Aktien nur rein rechnungsm�ssig der Beschwerdef�hrerin bzw. D.________ "angedient" wurden, l�sst sich diese Version ebenso wenig aufrechterhalten: Zu einer eigentlichen "R�ck�bertragung" von X.________-Aktien durch D.________ an die Beschwerdef�hrerin bzw. von dieser an B.________ ist es gar nie gekommen. Damit f�llt auch eine "gewinnsteuerlich zu erfassende R�cknahme einer verdeckten Kapitaleinlage" ausser Betracht (vgl. auch E. 2.2 hiervor).
3.4.2.3 Einzig in ihrer Eventualbegr�ndung (E. 4.4 des angefochtenen Entscheids) untersucht die Vorinstanz die steuerlichen Folgen des tats�chlich verwirklichten Sachverhalts (d.h. keine zivilrechtlich g�ltige �bertragung der Aktien durch B.________ auf die Beschwerdef�hrerin): "H�tte die Pflichtige n�mlich einen unerf�llten Anspruch auf �bertragung einer bestimmten Anzahl von Aktien zu einem vertraglich fixierten Preis gegen�ber einem Dritten gehabt, h�tte sie diesen zweifellos durchgesetzt und durchsetzen m�ssen, um so verlustfrei ihren Verpflichtungen gegen�ber D.________ nachkommen zu k�nnen. Dass sie allenfalls gegen�ber B.________ davon absah, auf der Erf�llung der Vereinbarung mit diesem vom 17. Februar 2001 zu beharren, und demzufolge selber f�r die Differenz zwischen dem im Vergleich mit D.________ vereinbarten Verkehrswert der auf Provisionsbasis erworbenen Aktion und dem tieferen Wert von Fr. 300.-- pro Titel aufkam, l�sst sich beim Stand der Akten nur mit der dominanten Aktion�rsstellung von B.________ erkl�ren".
Genau hierin liegt die einzig plausible Begr�ndung f�r eine geldwerte Leistung der Beschwerdef�hrerin: Es l�ge mithin ein Ertragsverzicht zugunsten des Hauptaktion�rs vor, da die Beschwerdef�hrerin im Ergebnis einen Verm�gensabgang �bernahm, den gem�ss der urspr�nglichen Vereinbarung B.________ h�tte tragen m�ssen. Diese Begr�ndung f�r eine geldwerte Leistung beruht aber auf der Annahme, dass der ausserordentliche Aufwand 2005 effektiv auf eine H�herbewertung der X.________-Aktien gegen�ber dem Anrechnungswert von Fr. 300.-- zur�ckzuf�hren ist. Dies wird jedoch von der Beschwerdef�hrerin mit beachtlichen Argumenten bestritten, indem sie darauf hinweist, dass es ihr haupts�chlich darum gegangen sei, die in Missgunst geratene Kaderkraft "loszuwerden". Aus den Rechtsschriften im Prozess vor dem Handelsgericht Z�rich ergibt sich zudem, dass D.________ zun�chst die Vertragserf�llung bzw. die Anfechtung der ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten K�ndigung anstrebte, wogegen die Beschwerdef�hrerin die gegenteilige Ansicht vertrat. Erst im Laufe der Vergleichsverhandlungen traten dann Bewertungsfragen bzw. die H�he einer allf�lligen Abl�sesumme in den Vordergrund. Wenn man sich schliesslich auf einen Globalbetrag einigte, heisst dies keineswegs, dass damit nur gerade die Bewertungsfrage einvernehmlich geregelt wurde. Vielmehr wurden damit auch die Trennung mit D.________ per 1. November 2003, der R�cktritt aus dem Verwaltungsrat sowie aus s�mtlichen Stiftungsr�ten abgegolten. Entgegen der Auffassung des kantonalen Steueramtes in ihrer Beschwerde an die Vorinstanz vom 29. Mai 2010 lassen die Zahlen des Vergleichs nicht direkt auf einen "Drittpreis" bez�glich des Aktienwertes schliessen; allzu viele Anspr�che werden dadurch global entsch�digt. Der damalige Wert der X.________-Aktien ist vielmehr durch eine Unternehmensbewertung zu ermitteln. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass nur f�r einen Teil der "r�ck�bertragenen" Aktien der Verkehrswert, f�r einen anderen Teil der Anrechnungswert von Fr. 300.-- massgebend war. Alle diese Fragen sind mithin noch zu wenig gekl�rt. Im �brigen tr�gt die Steuerbeh�rde die Beweislast f�r diesen allf�lligen Mehrwert bzw. die damit einher gehende verdeckte Gewinnaussch�ttung im Sinne eines Ertragsverzichts (vgl. E. 3.3 hiervor; PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Rz. 168 ff. zu Art. 58 DBG). Dieser Nachweis ist vom Steueramt aber noch nicht schl�ssig erbracht worden.
3.5 Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer ist damit begr�ndet und gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Dezember 2010 ist aufzuheben und die Sache an das kantonale Steueramt Z�rich zur�ckzuweisen zur Erg�nzung des Sachverhalts und Neuverf�gung im Sinne der Erw�gungen. Die Steuerverwaltung wird insbesondere zu pr�fen haben, wie hoch der Verkehrswert der X.________-Aktien im Zeitpunkt der Entsch�digungsregelung bzw. der R�ck�bertragung auf B.________ war und entsprechend eine allf�llige Differenz zwischen diesem h�heren Verkehrswert und dem Anrechnungswert von Fr. 300.-- als geldwerte Leistung zu erfassen haben.
4.1 � 64 Abs. 1 des Steuergesetzes [des Kantons Z�rich] vom 8. Juni 1997 (StG/ZH; LS 631.1) harmoniert mit Art. 24 Abs. 1 StHG und entspricht w�rtlich Art. 58 Abs. 1 DBG. Daraus folgt, dass die Erw�gungen zur direkten Bundessteuer f�r die kantonalen Steuern analog massgebend sind, und es ergibt sich dasselbe Ergebnis.
4.2 Demnach erweist sich die Beschwerde betreffend die Staats- und Gemeindesteuern gleichermassen als begr�ndet und ist ebenfalls gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Dezember 2010 ist aufzuheben und die Sache an das kantonale Steueramt Z�rich zur�ckzuweisen zur Erg�nzung des Sachverhalts und Neuverf�gung im Sinne der Erw�gungen.
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind dem Kanton Z�rich, der Verm�gensinteressen verfolgt aufzuerlegen (Art. 65 f. BGG). Der Kanton Z�rich hat der Beschwerdef�hrerin zudem eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 BGG).
Die Verfahren 2C_180/2011 und 2C_181/2011 werden vereinigt.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die direkte Bundessteuer (2C_181/2011) wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Dezember 2010 aufgehoben.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die Staats- und Gemeindesteuern (2C_180/2011) wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Dezember 2010 aufgehoben.
Die Angelegenheit wird zur Neuveranlagung im Sinne der Erw�gungen an die Steuerverwaltung und zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen im kantonalen Verfahren an das Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- werden dem Kanton Z�rich auferlegt.
Der Kanton Z�rich hat der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung von Fr. 10'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Kantonalen Steueramt Z�rich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 2. Kammer, sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 71
 Art. 24
 BGE 
 Art. 82
 Art. 146
 Art. 73
 Art. 42
 BGE 
 Art. 99
in fine
 BGE 
in fine
 Art. 58
in fine
 Art. 58
 Art. 24
 Art. 58