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Timestamp: 2016-10-24 07:02:22+00:00

Document:
1C_283/2012 (02.04.2014)
1C_283/2012 � � Urteil vom 2. April 2014
World Wide Fund for Nature (WWF) Schweiz, Stiftung f�r Natur und Umwelt,
Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL),
Beschwerde gegen das Urteil vom 19. April 2012 des Kantonsgerichts Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung.
�Die KWOG Kraftwerke Obergoms AG (KWOG AG) plant, auf dem Gemeindegebiet von Obergoms ein Kraftwerk mit einer Bruttoleistung von 4.2 MW zu bauen. Das Projekt betrifft die beiden Fliessgew�sser Gerewasser und Gonerliwasser, die am Fusse des Hungerbergs oberhalb von Oberwald in die Goneri und sp�ter in die Rhone m�nden. Vorgesehen sind eine Wasserfassung, ein Entsander und ein Regulierbecken von 200 m3 im Gerental auf 1'650 m.�.M. sowie eine Wasserfassung und ein Entsander im Gonerlital auf 1'760 m.�.M. Das dem Gonerliwasser entnommene Wasser soll �ber eine unterirdische Hangleitung von 60 cm Durchmesser und 2.2 km L�nge zur Fassung des Gerewassers geleitet werden. Von dort f�hrt gem�ss den Pl�nen ein begehbarer Stollen von etwas mehr als 2 km L�nge zum Wasserschloss Hungerberg und zum Portal Griewald, wo das Wasser via Druckleitung (L�nge: ca. 640 m; Durchmesser: 90-100 cm) einer Zentrale in Oberwald zugef�hrt und schliesslich turbiniert werden soll.
�Der Gemeinderat Obergoms entschied am 24. Februar 2009, der KWOG AG eine Wasserrechtskonzession zu erteilen, und die Urversammlung genehmigte das Vorhaben am 20. M�rz 2009. Die vom 23. August 2010 datierende Konzession wurde nach �ffentlicher Auflage vom Staatsrat des Kantons Wallis mit Entscheid vom 30. M�rz 2011 unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen genehmigt. Die unter anderem vom World Wide Fund for Nature Schweiz (WWF), von Pro Natura, Schweizerischer Bund f�r Naturschutz (Pro Natura) und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (Stiftung Landschaftsschutz) erhobenen Einsprachen wies der Staatsrat ab, soweit sie nicht gegenstandslos geworden waren.
�Gegen den Entscheid des Staatsrats legten der WWF, Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein. Das Kantonsgericht Wallis hiess das Rechtsmittel mit Urteil vom 19. April 2012 teilweise gut und erg�nzte den staatsr�tlichen Entscheid mit weiteren Auflagen. Diese betreffen den Verzicht auf die Wasserfassung des T�llibachs, die Restwassermenge, eine Massnahme, die verhindern soll, dass Fische in die Turbinen des Kraftwerks gelangen, sowie die Beschr�nkung der f�r den Bau notwendigen Helikopterfl�ge. Im �brigen wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 24. Mai 2012 beantragen der WWF, Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz, das Urteil des Kantonsgerichts und die Wasserrechtskonzession seien aufzuheben. Zudem seien ihnen die Kosten des Gutachtens "X.________" von Fr. 17'589.65 von der Beschwerdegegnerin zu erstatten. Eventualiter beantragen sie, die Angelegenheit mit verschiedenen Vorgaben zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen: Die Restwassermenge f�r die Fassung des Gerewassers sei auf mindestens 750 l/s (Januar-September) bzw. 1'800 l/s (Oktober-Dezember) festzulegen und auf die Fassung des Gonerliwassers sei g�nzlich zu verzichten; zur Verhinderung der Kolmation in der Schluchtstrecke seien f�nf mittlere Hochwasser w�hrend zwei Tagen vollst�ndig durchzuleiten; f�r die Beeintr�chtigung schutzw�rdiger Lebensr�ume und Landschaften seien Ersatzmassnahmen zu bezeichnen und dazu sei eine Verlustbilanz zu erstellen; und schliesslich sei die Konzessionsdauer auf 40 Jahre zu begrenzen.
�Das Kantonsgericht beantragt die Abweisung der Beschwerde. Der Staatsrat und die Beschwerdegegnerin beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Gemeinde Obergoms hat sich nicht vernehmen lassen. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) �usserte sich in seiner Vernehmlassung zur Einhaltung von Art. 31 und 33 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 �ber den Schutz der Gew�sser (Gew�sserschutzgesetz, GSchG; SR 814.20). Nach dem jetzigen Kenntnisstand gebe es keinen Grund f�r eine Erh�hung der Restwassermenge. Indessen sei das Interesse am Landschaftsschutz nicht in nachvollziehbarer Weise ermittelt und gewichtet worden, wie dies im Rahmen einer Interessenabw�gung nach Art. 33 GSchG n�tig sei.
�Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels beantragt die Gemeinde Obergoms die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin h�lt im Wesentlichen an ihren Antr�gen und Rechtsauffassungen fest, ebenso der Staatsrat. Letzterer bringt zudem vor, die Beschwerdef�hrer seien nicht legitimiert, rein raumplanungsrechtliche R�gen vorzutragen. Die Beschwerdef�hrer selbst haben ebenfalls erneut Stellung genommen.
�Am 9. September 2013 f�hrte eine Delegation des Bundesgerichts einen Augenschein beim geplanten Kraftwerk durch. Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zum Protokoll des Augenscheins zu �ussern.
�Die I. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat die Angelegenheit am 2. April 2014 an einer �ffentlichen Sitzung beraten.
1.1.�Der angefochtene, kantonal letztinstanzliche Entscheid betrifft die Erteilung einer Wasserrechtskonzession. Dabei handelt es sich um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG. Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor.
1.2.�Der WWF, Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz geh�ren zu den gesamtschweizerischen Organisationen, die sowohl nach Art. 55 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 �ber den Umweltschutz (USG; SR 814.01) als auch nach Art. 12 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) zur Erhebung von Beschwerden ans Bundesgericht berechtigt sind (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG; vgl. Anhang der Verordnung vom 27. Juni 1990 �ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen [VBO; SR 814.076]). Der Gew�sserschutz und die Sicherung angemessener Restwassermengen geh�ren zu den Bundesaufgaben (Art. 76 Abs. 3 BV). Zudem unterliegt das geplante Kraftwerk der Pflicht zur Umweltvertr�glichkeitspr�fung (vgl. Art. 10a USG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung [UVPV; SR 814.011] und Nr. 21.3 des Anhangs zur UVPV). Die drei Organisationen sind deshalb sowohl nach dem Bundesgesetz �ber den Natur- und Heimatschutz als auch nach dem Umweltschutzgesetz zur Beschwerde befugt (vgl. Art. 2 und 3 i.V.m. Art. 12 Abs. 1 lit. b NHG; Art. 55 Abs. 1 USG).
1.3.�Sowohl Art. 55 Abs. 2 USG als auch Art. 12 Abs. 2 NHG sehen vor, dass das Beschwerderecht den Organisationen nur f�r R�gen in Rechtsbereichen zusteht, die seit mindestens zehn Jahren Gegenstand ihres statutarischen Zwecks bilden. Der Staatsrat ist der Ansicht, es sei den Beschwerdef�hrern deshalb verwehrt, eine Verletzung von Art. 9 BV, von Art. 8 und 24 RPG (SR 700), des kantonalen Richtplans oder des kommunalen Zonenplans geltend zu machen. Dabei handle es sich um rein raumplanungsrechtliche Bereiche. Der Staatsrat �bersieht indessen, dass das Beschwerderecht der Umweltschutzorganisationen im Dienst der Respektierung s�mtlicher bundesrechtlicher Vorschriften �ber den Schutz der Umwelt steht. Dazu geh�ren zum einen das Umweltschutzgesetz und die Vorschriften, die den Natur- und Heimatschutz, den Landschaftsschutz, den Gew�sserschutz, die Walderhaltung, die Jagd, die Fischerei und die Gentechnik betreffen (so die nicht abschliessende Aufz�hlung in Art. 3 Abs. 1 UVPV); zum andern sind aber auch die Anliegen der Raumplanung miteinzuschliessen (BGE 118 Ib 301 E. 1c S. 304 f. mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrer sind deshalb insbesondere auch befugt vorzubringen, der angefochtene Entscheid missachte die bundesrechtlichen Anforderungen an kantonale Richtpl�ne (E. 2 hiernach; vgl. dazu auch BGE 137 II 254).
2.1.�Die Beschwerdef�hrer machen in erster Linie geltend, die Richtplanung des Kantons Wallis sei unvollst�ndig (Art. 8 RPG). Der kantonale Richtplan selbst bezeichne Vorhaben f�r die Wassernutzung als koordinationsbed�rftig. Das Koordinationsblatt G.3/2 des Richtplans sehe zudem nicht den Neubau von weiteren Wasserkraftwerken vor, sondern verlange in erster Priorit�t die Erneuerung der bestehenden Anlagen. Weiter werde der Kanton angewiesen, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine kantonale �bersicht zu erstellen, die aufzeige, welche Anlagen Erneuerungspotenzial aufweisen, wo allf�llig neue Kraftwerksanlagen erstellt werden k�nnen und welche Kriterien daf�r erf�llt sein m�ssen. Ohne Koordination auf Richtplanebene k�nne nicht bestimmt werden, wo die Stromproduktion aus Wasserkraft unter besserer Schonung der Natur erfolgen kann.
2.2.�Das Kantonsgericht f�hrt im angefochtenen Entscheid aus, die Konzessionserteilung stehe weder zum Raumplanungsgesetz noch zum kantonalen Richtplan im Widerspruch. Aus den Koordinationsbl�ttern G.3/2, G.4/2 und G.2/2 werde ersichtlich, welch grosse Bedeutung der Wasserkraftnutzung zur Stromerzeugung im Kanton Wallis zukomme (G.3/2: "Produktion von Energie aus Wasserkraft", G.4/2: "Projekte und Ausbau bestehender Anlagen" [beide vom Staatsrat erlassen am 28. April 1999 und durch den Bund genehmigt am 22. Dezember 1999], G.2/2: "Energieversorgung" [vom Staatsrat erlassen am 11. Februar 2009 und durch den Bund genehmigt am 30. April 2009]). Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer lasse der Richtplan zu diesem Zweck nicht nur die Sanierung oder den Ausbau bestehender Wasserkraftwerke, sondern auch den Neubau zu. Dies gehe unter anderem aus Grundsatz 6 des Koordinationsblatts G.2/2 hervor. Wohl sei die bisherige Planung betreffend Kleinkraftwerke verbesserungsf�hig, doch sei die Erteilung von Wassernutzungskonzessionen nicht ausgeschlossen, nur weil Kanton und Gemeinden die von Koordinationsblatt G.3/2 geforderte �bersicht noch nicht erstellt h�tten. Aus dem Bundesrecht gehe zudem nicht schl�ssig hervor, welche Vorhaben derart bedeutend seien, dass sie nur aufgrund eines Richtplans genehmigt werden d�rften. Der Umstand, dass f�r ein Projekt eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung durchzuf�hren sei, sei zwar ein gewichtiges Indiz daf�r, dass es der Planungspflicht unterliege. Dabei handle es sich indessen um die Nutzungs- und nicht um die Richtplanung. F�r ein Vorhaben der Gr�ssenordnung, wie sie hier vorliege, bed�rfe es deshalb keiner Richtplananpassung.
2.3.1.�Die Raumplanung bildet mit der Richt- und Nutzungsplanung sowie den nachfolgenden Baubewilligungs- und allf�lligen Ausnahmebewilligungsverfahren ein Ganzes, in dem jeder Teil eine spezifische Funktion erf�llt. F�r die Erstellung der Richtpl�ne bestimmen die Kantone in den Grundz�gen, wie sich ihr Gebiet r�umlich entwickeln soll (Art. 6 Abs. 1 RPG). Nutzungspl�ne ihrerseits ordnen die zul�ssige Nutzung des Bodens f�r jede Parzelle und unterscheiden vorab Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen (Art. 14 RPG). Das Baubewilligungsverfahren schliesslich dient der Abkl�rung, ob Bauten und Anlagen den im Nutzungsplan ausgedr�ckten r�umlichen Ordnungsvorstellungen entsprechen (zum Ganzen BGE 137 II 254 E. 3.1 S. 257; 131 II 103 E. 3.3 S. 117 f.; Urteil 1C_7/2012 vom 11. Juni 2012 E. 2.3, in: ZBl 114/2013 S. 281; je mit Hinweisen; vgl. dagegen noch BGE 119 Ib 254 E. 5c S. 270). Das Bundesrecht verlangt mithin, dass bei der Erf�llung raumplanerischer Aufgaben das angemessene Planungs- bzw. Entscheidungsinstrument zum Einsatz gelangt.
2.3.2.�Gem�ss Art. 8 RPG zeigen Richtpl�ne mindestens, wie die raumwirksamen T�tigkeiten im Hinblick auf die anzustrebende Entwicklung aufeinander abgestimmt werden (lit. a) und in welcher zeitlichen Folge und mit welchen Mitteln vorgesehen ist, die Aufgaben zu erf�llen (lit. b). Laut Art. 5 Abs. 1 RPV (SR 700.1) zeigt der Richtplan die im Hinblick auf die anzustrebende r�umliche Entwicklung wesentlichen Ergebnisse der Planung im Kanton und der Zusammenarbeit mit Bund, Nachbarkantonen und benachbartem Ausland; er bestimmt die Richtung der weiteren Planung und Zusammenarbeit, insbesondere mit Vorgaben f�r die Zuweisung der Bodennutzungen und f�r die Koordination der einzelnen Sachbereiche, und bezeichnet die daf�r erforderlichen Schritte.
�Hinsichtlich der Bestimmung der Richtplaninhalte gesteht das RPG den Kantonen einen grossen Spielraum zu. Wohl verlangen teilweise Spezialbestimmungen, einzelne Nutzungen oder die Standorte bedeutender Vorhaben im Richtplan festzulegen. Dies gilt etwa f�r Intensivlandwirtschaftszonen (Art. 16a Abs. 3 RPG) oder f�r die Standorte von Abfalldeponien (Art. 17 der technischen Verordnung �ber Abf�lle vom 10. Dezember 1990 [TVA; SR 814.600]). Eine Norm, welche die Kantone verpflichten w�rde, die Standorte aller Wasserkraftwerke im Richtplan festzulegen, besteht jedoch nicht.
�In seiner bisherigen Rechtsprechung hat das Bundesgericht bei der Beurteilung der Notwendigkeit einer richtplanerischen Festsetzung auf die r�umliche Wesentlichkeit des Vorhabens abgestellt. In BGE 119 Ib 254 liess es vor diesem Hintergrund die Erteilung der Konzession f�r ein grosses Wasserkraftwerk zu, obwohl keine detaillierten Angaben im Richtplan bestanden (a.a.O., E. 5c S. 270). Es verlangte jedoch, dass bei der Projekt�berpr�fung die nach Raumplanungsrecht erforderliche Abstimmung der raumwirksamen T�tigkeiten beachtet und insbesondere dem Gebot der haush�lterischen und umweltschonenden Nutzung (Art. 2 Abs. 1 lit. d RPV) Rechnung getragen wird. In BGE 137 II 254 erachtete es einen Richtplan, der keine pr�zisen Vorgaben zur Ausdehnung und zum Standort einer Auto-Rundstrecke enthielt, dagegen als unvollst�ndig. Entscheidend ist gem�ss diesem Urteil, ob angesichts der weitreichenden Auswirkungen des Vorhabens eine vorg�ngige umfassende Interessenabw�gung notwendig erscheint, die nur durch den Prozess der Richtplanung garantiert werden kann (a.a.O., E. 3.2 f. S. 257 ff. mit Hinweisen; vgl. auch Art. 8 Abs. 2 des [noch nicht in Kraft stehenden] revidierten Raumplanungsgesetzes, wonach Vorhaben mit gewichtigen Auswirkungen auf Raum und Umwelt einer Grundlage im Richtplan bed�rfen; Bundesgesetz �ber die Raumplanung, �nderung vom 15. Juni 2012, BBl 2012 5988 f.; Botschaft vom 20. Januar 2010 zu einer Teilrevision des Raumplanungsgesetzes, BBl 2010 1067 ff.).
2.3.3.�Das BAFU, das Bundesamt f�r Energie (BFE) und das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) haben im Jahr 2011 gemeinsam eine Empfehlung zur Erarbeitung kantonaler Schutz- und Nutzungsstrategien im Bereich Kleinwasserkraftwerke publiziert ( http://www.bafu.admin.ch/publikationen [besucht am 11. April 2014]). Sie listet m�gliche Richtplaninhalte auf, die f�r die Interessenabw�gung bei der Wasserrechtsverleihung bedeutsam sein k�nnen. Dazu geh�rt auch die Bezeichnung von Gebieten, die f�r Kleinwasserkraftwerke nicht oder nur bedingt in Frage kommen oder sich daf�r besonders eignen (a.a.O., S. 24). Jedoch werden die Kantone im Einklang mit der erw�hnten Rechtsprechung nicht dazu angehalten, s�mtliche Standorte einzeln auszuweisen.
2.3.4.�Wie bereits von der Vorinstanz dargelegt, hat sich der Kanton Wallis auf Richtplanebene mit verschiedenen Fragen rund um die Produktion von Energie aus Wasserkraft auseinandergesetzt und dabei Vorgaben formuliert. Insbesondere hat er Grunds�tze zur Steigerung der Energieeffizienz und -produktion in Ber�cksichtigung der Anliegen der Raumplanung und des Umweltschutzes festgelegt und diese f�r den Bereich der Wasserkraft konkretisiert (Koordinationsbl�tter G.2/2, G.3/2 und G.4/2). Ein spezifisches Koordinationsblatt (g.316/2) wurde 2010 f�r das ebenfalls in der Gemeinde Obergoms gelegene und deutlich gr�ssere Projekt Gletsch erlassen. Daraus geht hervor, dass die Wasserkraftnutzung in diesem Gebiet in den letzten Jahren eingehend untersucht worden ist.
�Der Walliser Richtplan enth�lt mithin verschiedene Ans�tze zur Koordination des Baus k�nftiger Wasserkraftwerke, auch wenn die einzelnen Standorte nicht speziell ausgewiesen werden. Zwar trifft ebenfalls zu, dass das Koordinationsblatt G.3/2 der Erneuerung von bestehenden Anlagen den Vorrang gibt und eine kantonale �bersicht verlangt, die aufzeigt, welche Anlagen Erneuerungspotenzial aufweisen und wo neue Kraftwerksanlagen erstellt werden k�nnen. Diese Vorgaben haben jedoch keinen absoluten Charakter und es ist nicht die Rede davon, bis zur Schaffung einer entsprechenden �bersicht sei der Neubau von Kraftwerksanlagen ausgeschlossen. Zu ber�cksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass sowohl das 2009 erlassene Koordinationsblatt G.2/2 als auch die im gleichen Jahr in Kraft getretene Bestimmung von Art. 1 Abs. 4 des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998 (EnG; SR 730.0) die Steigerung der Energieproduktion aus Wasserkraft bezwecken - unabh�ngig davon, ob dies durch eine Erneuerung bestehender oder durch den Bau neuer Anlagen geschieht.
�Vor diesem Hintergrund kann nicht davon gesprochen werden, ohne eine entsprechende Grundlage im Richtplan sei der Bau eines Kleinwasserkraftwerks von den hier zur Diskussion stehenden Dimensionen nicht m�glich. Dass sich die geplanten Wasserfassungen und die Hangleitung vom Gonerli- zum Gerewasser innerhalb eines Landschaftsschutzgebiets von kantonaler Bedeutung befinden (vgl. E. 8.4.2 hiernach), �ndert daran nichts. Die Abstimmung der zu ber�cksichtigenden r�umlichen Interessen erfordert keine aufwendige Koordination, die nur der Prozess der Richtplanung gew�hrleisten k�nnte. Wie aus den nachfolgenden Erw�gungen hervorgeht, erlauben es die vorliegenden Grundlagen, die erforderliche umfassende Interessenabw�gung vorzunehmen (vgl. E. 4 ff. hiernach). Eine Ausscheidung s�mtlicher Standorte m�glicher k�nftiger Kleinkraftwerksanlagen ist daf�r nicht erforderlich. Das Kantonsgericht hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, wenn es die Notwendigkeit einer spezifischen Grundlage im kantonalen Richtplan verneinte. Wie es sich bei grossen Wasserkraftprojekten verh�lt, muss im konkreten Einzelfall gepr�ft werden und ist hier nicht n�her zu er�rtern.
3.1.�Die Beschwerdef�hrer werfen dem Staatsrat widerspr�chliches Verhalten vor (Art. 9 BV). Die Konzessionserteilung laufe einem fr�heren Entscheid zuwider, wonach Bauten im Gerental grunds�tzlich ausgeschlossen seien.
3.2.�Es trifft zu, dass der Staatsrat am 28. Juni 1991 entschieden hat, das Gerental sei in seinem Zustand zu belassen, unter Ausnahme wasserbaulicher Arbeiten. Der betreffende Entscheid betrifft jedoch einen Alpweg und die Auflage ist auf dieses Projekt beschr�nkt. Widerspr�chliches Verhalten liegt somit nicht vor.
4.1.�Das geplante Kraftwerk der KWOG AG stellt eine Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG dar. Bevor eine Beh�rde �ber die Planung, Errichtung oder �nderung von Anlagen entscheidet, pr�ft sie m�glichst fr�hzeitig die Umweltvertr�glichkeit (Art. 10a Abs. 1 USG). Anlagen, welche Umweltbereiche erheblich belasten k�nnen, so dass die Einhaltung der Vorschriften �ber den Schutz der Umwelt voraussichtlich nur mit projekt- oder standortspezifischen Massnahmen sichergestellt werden kann, sind der Umweltvertr�glichkeitspr�fung unterstellt (Art. 10a Abs. 2 USG). Gem�ss Art. 10a Abs. 3 USG bezeichnet der Bundesrat die Anlagetypen, die der Umweltvertr�glichkeitspr�fung unterstehen. Es handelt sich dabei um Anlagen, welche im Anhang zur UVPV aufgef�hrt sind (Art. 1 UVPV). Bei den Energieanlagen werden in Ziff. 21.3 des Anhangs zur UVPV Speicher- und Laufkraftwerke mit einer installierten Leistung von mehr als 3 MW genannt. Dabei wird eine mehrstufige Umweltvertr�glichkeitspr�fung vorgeschrieben. Die erste Stufe der Umweltvertr�glichkeitspr�fung ist im Konzessionsverfahren durch die zur Verleihung von Wasserrechten zust�ndige Beh�rde desjenigen Kantons vorzunehmen, in dessen Gebiet die in Anspruch genommene Gew�sserstrecke liegt (Art. 38 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Dezember 1916 �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte, Wasserrechtsgesetz, WRG; SR 721.80). Das massgebliche Verfahren f�r die zweite Stufe wird durch das kantonale Recht bestimmt.
4.2.�Gem�ss Art. 4 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Wallis vom 28. M�rz 1990 �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte (GNW; SGS 721.8) kommt das Recht, innerhalb der Kantonsgrenzen �ber die Wasserkr�fte der Rhone und des Genfersees zu verf�gen, dem Kanton zu. Die Verf�gung �ber die Wasserkr�fte der �brigen �ffentlichen Gew�sser obliegt den Gemeinden (Art. 4 Abs. 2 GNW). Zust�ndige Wasserrechtsverleihungsbeh�rde ist im vorliegenden Fall der Gemeinderat Obergoms, wobei die von der Gemeinde erteilte Wasserrechtskonzession der Genehmigung des Regierungsrats unterliegt (Art. 9 Abs. 2 GNW). Das Verfahren der Konzessionserteilung, in welches die erste Stufe der UVP eingebettet ist, wird in Art. 7 ff. GNW n�her ausgef�hrt. Auf das Konzessionsverfahren folgt gem�ss Art. 31 GNW ein Plangenehmigungsverfahren, in dessen Rahmen die in Aus�bung der Konzession zur errichtenden Bauwerke beurteilt werden. In diesem Plangenehmigungsverfahren erfolgt die zweite Stufe der Umweltvertr�glichkeitspr�fung (vgl. Urteil 1C_67/2011 vom 19. April 2012 E. 9.1.2, in: URP 2013 S. 72).
4.3.�Die Gliederung der Projektierung und Beurteilung erlaubt es, zun�chst einen Grundsatzentscheid �ber die Zul�ssigkeit eines Vorhabens herbeizuf�hren, ohne dass schon �ber s�mtliche, auch untergeordnete Bewilligungen entschieden werden m�sste (BGE 126 II 26 E. 5d S. 39 mit Hinweisen). Die Aufteilung auf zwei Verfahrensstufen erfordert, dass im Rahmen der ersten Stufe (dem Konzessionsverfahren) s�mtliche grunds�tzlich wesentlichen Aspekte der Anlage behandelt werden; diese d�rfen auf der zweiten Stufe nicht mehr in Frage gestellt werden (BGE 126 II 26 E. 5d S. 39; Urteil 1A.104/2001 vom 15. M�rz 2002 E. 2.1; je mit Hinweisen; RICCARDO JAGMETTI, Energierecht, SBVR Bd. VII, 2005, Rz. 4431; ENRICO RIVA, Wasserkraftanlagen: Anforderungen an die Vollst�ndigkeit und Pr�zision des Konzessionsentscheids, URP 2014 S. 11 ff.). Zu den wesentlichen Aspekten geh�rt insbesondere die Feststellung, dass dem fraglichen Projekt aus umweltrechtlicher Sicht grunds�tzlich nichts entgegensteht (BGE 121 II 378 E. 6c S. 393 f.; Urteil 1C_67/2011 vom 19. April 2012 E. 9.1.1, in: URP 2013 S. 72; je mit Hinweisen). In diesem Sinne hat das Bundesgericht aus der Koordinationspflicht abgeleitet, dass insbesondere die gew�sserschutzrechtliche Bewilligung nach Art. 29 GSchG, welche die nutzbare Wassermenge festlegt, zwingend zusammen mit der Konzession zu erteilen ist (BGE 125 II 18 E. 4b/aa S. 22 f.; 119 Ib 254 E. 6b S. 272; je mit Hinweisen). In das nachfolgende Verfahren der zweiten Stufe d�rfen regelm�ssig nur Fragen verwiesen werden, denen bei gesamthafter Beurteilung lediglich untergeordnete Bedeutung zukommt (BGE 121 II 378 E. 6c S. 394; 119 Ib 254 E. 9c S. 277 f.; Urteil 1A.104/2001 vom 15. M�rz 2002 E. 2.1 und 3.3.6; je mit Hinweisen). Dies kann Massnahmen betreffen, die f�r die Bauzeit anzuordnen sind, um dem L�rmschutz und der Luftreinhaltung Rechnung zu tragen (BGE 119 Ib 254 E. 10hd S. 297), im Einzelfall aber auch eine allenfalls notwendige Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG oder eine Rodungsbewilligung nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald ([Waldgesetz, WaG; SR 921.0]; vgl. im Einzelnen BGE 119 Ib 254 E. 9c S. 277 f.; HANS GAUDENZ SCHMID, Landschaftsvertr�gliche Wasserkraftnutzung, 1997, S. 125 ff.; RIVA, a.a.O., S. 20 f.). Im vorliegenden Fall erteilte der Staatsrat zusammen mit der Genehmigung der kommunalen Wasserrechtsverleihung die notwendige Rodungsbewilligung; in Bezug auf Art. 24 RPG wies er auf die positive Stellungnahme der kantonalen Dienststelle f�r Raumentwicklung hin und behielt die sp�tere Erteilung der Ausnahmebewilligung (im Rahmen der zweiten Verfahrensstufe) vor. Dieses Vorgehen steht mit der erw�hnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Einklang.
4.4.�Im Rahmen des Verfahrens der Verleihung der Wasserrechtskonzession (erste Verfahrensstufe) ist gem�ss Art. 39 WRG eine umfassende Interessenabw�gung vorzunehmen. Dabei sind nach dem Ausgef�hrten alle wesentlichen Fragen des Vorhabens zu kl�ren. Miteinzubeziehen sind allgemeinwirtschaftliche Interessen sowie der Schutz der Landschaft, des Ortsbilds, geschichtlicher St�tten und von Natur- und Kulturdenkm�lern (Art. 22 WRG, Art. 3 Abs. 1 NHG; vgl. J�RG RUF, Infrastrukturbauten, in: Beraten und Prozessieren in Bausachen, 1998, Rz. 21.105).
4.5.�Im Folgenden ist entsprechend den in der Beschwerdeschrift vorgebrachten R�gen zu pr�fen, ob die Erteilung der Wasserrechtskonzession die gew�sserschutzrechtlichen Bestimmungen �ber die Mindestrestwassermenge und die dem Landschaftsschutz dienende Vorschrift von Art. 22 WRG respektiert sowie einer umfassenden Interessenabw�gung standh�lt.
5.1.�Die Beschwerdef�hrer machen geltend, dass die Restwassermenge erh�ht werden m�sse, weil dies zur Erhaltung seltener Lebensr�ume und -gemeinschaften (Art. 31 Abs. 2 lit. c GSchG) und zur Gew�hrleistung der freien Fischwanderung (Art. 31 Abs. 2 lit. d GSchG) erforderlich sei. Zudem erfordere auch die Abw�gung der f�r und gegen die Wasserentnahme sprechenden Interessen, wie sie von Art. 33 GSchG vorgeschrieben werde, eine Erh�hung der Restwassermenge. Das Kantonsgericht habe in seiner Interessenabw�gung die wirtschaftliche Bedeutung des Kraftwerks �bersch�tzt und der landschaftlichen Beeintr�chtigung zu wenig Bedeutung beigemessen. Dies verstosse auch gegen Art. 22 Abs. 1 WRG.
5.2.�Wer einem Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung �ber den Gemeingebrauch hinaus Wasser entnehmen will, ben�tigt dazu gem�ss Art. 29 lit. a GSchG eine Bewilligung. Die Entnahme kann bewilligt werden, wenn die Anforderungen nach Art. 31-35 GSchG erf�llt sind (Art. 30 lit. a GSchG; BGE 120 Ib 233 E. 5a S. 240 mit Hinweisen). Art. 31 GSchG setzt die Einhaltung einer Mindestrestwassermenge voraus. Diese wird dabei in Abh�ngigkeit von der Abflussmenge Q347 definiert. Das ist jene Abflussmenge, die - gemittelt �ber zehn Jahre - durchschnittlich w�hrend 347 Tagen des Jahres erreicht oder �berschritten wird und die durch Stauung, Entnahme oder Zuleitung von Wasser nicht wesentlich beeinflusst ist (Art. 4 lit. h GSchG). Abs. 1 von Art. 31 GSchG setzt f�r Fliessgew�sser mit geringer Abflussmenge prozentual h�here Mindestrestwassermengen fest als f�r solche mit gr�sserer Abflussmenge (vgl. Botschaft vom 29. April 1987 zur Volksinitiative "zur Rettung unserer Gew�sser" und zur Revision des Bundesgesetzes �ber den Schutz der Gew�sser, BBl 1987 II 1129 Ziff. 322.2). Ausgehend von einer Abflussmenge Q347 des Gonerliwassers von 75 l/s und des Gerewassers von 230 l/s haben die Vorinstanzen eine Mindestrestwassermenge von 62 l/s f�r das Gonerliwasser und 161 l/s f�r das Gerewasser errechnet.
�Nach Abs. 2 von Art. 31 GSchG muss die nach Abs. 1 berechnete Restwassermenge unter bestimmten Voraussetzungen erh�ht werden, so etwa zur Erhaltung seltener Lebensr�ume und -gemeinschaften (lit. c) und zur Gew�hrleistung der freien Fischwanderung (lit. d). In einem weiteren Schritt ist die Mindestrestwassermenge gem�ss Art. 33 GSchG insoweit zu erh�hen, als sich dies aufgrund einer Abw�gung der Interessen f�r und gegen die Wasserentnahme ergibt (BGE 125 II 18 E. 4a/bb S. 22 mit Hinweis). Die hierbei unter anderem zu ber�cksichtigende Bedeutung der Gew�sser als Landschaftselement (Art. 33 Abs. 3 lit. a GSchG) ist dabei auch bei der Beurteilung im Licht von Art. 22 WRG bedeutsam (vgl. Urteil 1A.151/2002 vom 22. Januar 2003 E. 5.1, in: URP 2003 S. 235). Nach dieser letztgenannten Bestimmung sind Natursch�nheiten zu schonen und da, wo das allgemeine Interesse an ihnen �berwiegt, ungeschm�lert zu erhalten (Abs. 1). Zudem sind die Wasserwerke so auszuf�hren, dass sie das landschaftliche Bild nicht oder m�glichst wenig st�ren (Abs. 2). Vorausgesetzt ist mithin eine Beurteilung des mit einer Gew�ssernutzung verbundenen Landschaftseingriffs und eine Abw�gung der Interessen am Eingriff gegen�ber den Interessen an der Erhaltung der Landschaft (Urteil 1A.59/1995 vom 28. April 2000 E. 3b, in: URP 2000 S. 691).
�Der Schutz des landschaftlichen Bilds gem�ss Art. 22 WRG und die umfassende Interessenabw�gung gest�tzt auf Art. 39 WRG (vgl. E. 4.2 hiervor) k�nnen schliesslich �ber eine blosse Erh�hung der Mindestrestwassermenge hinaus gebieten, auf die Fassung eines Fliessgew�ssers ganz zu verzichten.
5.3.�Die Beschwerdef�hrer beanstanden die Berechnung der Mindestrestwassermenge nach Art. 31 Abs. 1 GSchG durch die kantonalen Beh�rden nicht. Sie sind nach dem Gesagten jedoch der Auffassung, die Mindestrestwassermenge m�sse gem�ss Art. 31 Abs. 2 und Art. 33 GSchG erh�ht werden und der mit dem Kraftwerksbau einhergehende Landschaftseingriff sei mit Art. 22 WRG nicht vereinbar. Wie es sich damit verh�lt, ist im Folgenden zu pr�fen. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass sich eine allf�llige Erh�hung der Restwassermenge im Gere- oder im Gonerliwasser direkt auf die Restwassermenge in der Goneri auswirkt, weshalb es angezeigt ist, das Augenmerk zun�chst auf die beiden obenliegenden Gew�sser zu legen.
6.1.�In einem ersten Schritt ist zu untersuchen, ob das Kantonsgericht eine Erh�hung der Mindestrestwassermenge zum Schutz seltener Lebensr�ume und -gemeinschaften h�tte anordnen m�ssen (Art. 31 Abs. 2 lit. c GSchG). Die Beschwerdef�hrer r�gen in dieser Hinsicht zum einen, der angefochtene Entscheid sei unzureichend begr�ndet (Art. 29 Abs. 2 BV). Zum andern bringen sie vor, ihrer Fotodokumentation seien Hinweise auf sch�tzenswerte Lebensr�ume zu entnehmen. Die Beschwerdegegnerin habe dazu jedoch keine Untersuchungen angestellt. Ihr Umweltvertr�glichkeitsbericht gen�ge insofern den Anforderungen von Art. 3 UVPV nicht.
6.2.�Das Kantonsgericht h�lt fest, es sei nach Art. 31 Abs. 2 lit. c GSchG keine Erh�hung der Mindestrestwassermenge erforderlich. Zur Begr�ndung verweist es unter anderem auf den Umweltvertr�glichkeitsbericht vom 17. Februar 2009, wo dargelegt wird, weshalb keine seltenen Lebensr�ume bestehen. Auch wenn sich das Kantonsgericht mit einem Verweis begn�gte, erf�llte es seine Begr�ndungspflicht. Das rechtliche Geh�r verlangt nicht, dass sich die Beh�rde mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Beschwerdef�hrer wurden durch den Verweis und die Ausf�hrungen im Umweltvertr�glichkeitsbericht in die Lage versetzt, sich �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache weiterzuziehen (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236 mit Hinweisen). Die R�ge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist deshalb unbegr�ndet.
6.3.�Art. 31 Abs. 2 lit. c GSchG zielt in erster Linie auf den Erhalt von inventarisierten Schutzzonen f�r seltene Lebensr�ume und -gemeinschaften ab (BBl 1987 II 1133 Ziff. 322.2). Die Vorschrift ist aber auch anwendbar, wenn keine Inventarisierung der seltenen Lebensr�ume und -gemeinschaften vorliegt (Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL, heute: BAFU], Wegleitung: Angemessene Restwassermengen - Wie k�nnen sie bestimmt werden?, 2000, S. 42; MAURUS ECKERT, Rechtliche Aspekte der Sicherung angemessener Restwassermengen, 2002, S. 64 f.). Vorausgesetzt ist, dass es konkrete Anzeichen daf�r gibt, dass mit den vorgesehenen Restwassermengen bestehende seltene Lebensr�ume und -gemeinschaften nicht erhalten werden k�nnten, wobei diesbez�glich mit der Pflicht zur UVP eine Untersuchungsobliegenheit einhergeht (vgl. Art. 10b Abs. 2 USG, Art. 3 und 9 UVPV).
�Das BAFU geht in seiner Vernehmlassung davon aus, dass es keine Hinweise auf das Schutzbed�rfnis von seltenen Lebensr�umen gibt. Im Umweltvertr�glichkeitsbericht wird ausgef�hrt, dass die Uferbereiche der Restwasserstrecken des Gere- und des Gonerliwassers steil seien und offene Felsfl�chen aufwiesen. Die Ufervegetation sei kaum ausgepr�gt. Die Ufer der Goneri, welche zudem teilweise stark kanalisiert sei, wiesen ebenfalls keine seltenen Lebensr�ume auf. An anderer Stelle erg�nzt der Bericht diese Feststellungen mit einer ausf�hrlichen Beschreibung der vom Projekt betroffenen Flora und Fauna, welche auch Artenlisten umfasst.
�Mit diesen Angaben sind die gesetzlichen Anforderungen an den Umweltvertr�glichkeitsbericht erf�llt worden. Eine weitergehende, insbesondere eine kartografische Erfassung s�mtlicher Pflanzen und Tiere im Projektbereich ist nicht erforderlich. Am Augenschein best�tigte sich zudem die erw�hnte Beschreibung der Restwasserstrecken im Umweltvertr�glichkeitsbericht. Auch ergaben sich keine konkreten Hinweise auf seltene Lebensr�ume und -gemeinschaften im Uferbereich, die durch die Wasserreduktion gef�hrdet w�rden. Weitere Abkl�rungen erscheinen deshalb nicht als notwendig.
7.1.�Unter dem Titel von Art. 31 Abs. 2 lit. d GSchG beanstanden die Beschwerdef�hrer, dass mit den vorgesehenen Restwassermengen die Wanderung der Bachforelle im Gerewasser nicht gew�hrleistet sei. Die Mindestrestwassermenge des Gerewassers sei deshalb auf 750 l/s und f�r die Zeit der Laichwanderung von Oktober bis Dezember auf 1'800 l/s zu erh�hen. Sie st�tzen sich f�r diese Forderung auf das von ihnen in Auftrag gegebene Gutachten der Unternehmen X.________ und Y.________ GmbH (nachfolgend: "Gutachten X.________"), datierend vom 22. Februar 2012. Dieses basiert auf der Untersuchung eines angeblich repr�sentativen Modellabschnitts von ca. 110 m L�nge im unteren Bereich der Restwasserstrecke des Gerewassers.
7.2.�Im Gerewasser wie im �brigen auch im Gonerliwasser und in der Goneri werden j�hrlich Jungfische ausgesetzt. Es handelt sich somit um Fischbesatzgew�sser bzw. um Fischgew�sser im Sinne des Gesetzes (vgl. BGE 119 Ib 254 E. 9g S. 283; AQUARIUS: ARBEITSGEMEINSCHAFT F�R FISCHEREI- UND UMWELTBIOLOGIE, Beurteilungshilfe zur Klassierung von Fliessgew�ssern als Nichtfischgew�sser nach Art. 32 Bst. b GSchG, 2000, S. 2 und 5). Nach Art. 31 Abs. 2 lit. d GSchG muss deshalb die f�r die freie Fischwanderung erforderliche Wassertiefe gew�hrleistet sein. Dies setzt freilich voraus, dass im naturnahen Zustand die freie Fischwanderung �berhaupt m�glich ist (BBl 1987 II 1134 Ziff. 322.2; BUWAL, a.a.O., S. 38). Im Gonerliwasser ist dies wegen der hohen Abst�rze nicht der Fall, wovon auch die Beschwerdef�hrer ausgehen. Laut dem Umweltvertr�glichkeitsbericht und der Stellungnahme des BAFU ist indessen auch das Gerewasser nicht fischg�ngig. Dieses weise ebenfalls einige gr�ssere Abst�rze auf. Zudem sei es aufgrund der geologischen Verh�ltnisse seines Einzugsgebiets bereits bei kleineren Hochwassern bedingt durch die hohe Menge an Schwebstoffen stark getr�bt. Daher seien in der Restwasserstrecke bei nat�rlichen Bedingungen Ablagerungen auf der Sohle sichtbar. Das Gerewasser eigne sich deshalb als Laichgew�sser nicht und eine Fischwanderung adulter Tiere finde nicht statt. Das BAFU weist zudem auf methodische Schwachstellen des Gutachtens X.________ hin. So sei die darin gew�hlte Modellstrecke nicht ohne Weiteres repr�sentativ f�r die weiteren Gew�sserabschnitte und Ungenauigkeiten der Vermessungsaufnahmen von bis zu 5 cm (in der H�he) k�nnten nicht ausgeschlossen werden. Die betreffenden Ergebnisse stellten im �brigen lediglich eine Momentaufnahme dar, da im Gerewasser bei Hochwasser Geschiebe umgelagert werde.
�In ihrer Replik bekr�ftigen die Beschwerdef�hrer, die Messungen und Berechnungen f�r die Modellstrecke seien die zuverl�ssigsten Angaben, die vorl�gen. Und die Feststellung bez�glich Schwebstoffen halten sie f�r gewagt, da die Hochwasser eher nicht in der Laichperiode vork�men. Mit diesen Argumenten stellen sie indessen die plausible Annahme, dass auch in der Laichperiode Ablagerungen auf der Flusssohle bestehen, nicht in Frage. Damit gibt es keinen Grund, diesbez�glich von den Feststellungen des BAFU als fachkundiger Bundesbeh�rde abzuweichen, zumal diese im Ergebnis mit der Beurteilung durch die kantonale Fachstelle �bereinstimmen (vgl. BGE 119 Ib 254 E. 8a S. 274 mit Hinweisen). Es ist deshalb davon auszugehen, dass das Gerewasser aufgrund der Abst�rze, der durch Schwebstoffe verursachten Tr�bung und der damit einhergehenden Ablagerungen auf der Sohle als Laichgew�sser ungeeignet ist und dass eine Wanderung adulter Fische nicht stattfindet. Art. 31 Abs. 2 lit. d GSchG kommt deshalb auf den Restwasserbereich des Gerewassers nicht zur Anwendung. Die betreffende R�ge der Beschwerdef�hrer ist unbegr�ndet.
�Dass im Rahmen von Art. 31 Abs. 2 lit. d GSchG keine Erh�hung der Mindestrestwassermenge anzuordnen ist, bedeutet freilich nicht, dass die Auswirkungen der Wasserentnahme auf die Fische rechtlich unbeachtlich bliebe. Diese sind im Rahmen der Interessenabw�gung nach Art. 33 GSchG und Art. 39 WRG zu ber�cksichtigen. Darauf ist im Folgenden einzugehen.
8.1.�Unter dem Titel der umfassenden Interessenabw�gung (Art. 33 GSchG und Art. 39 WRG) und insbesondere des Landschaftschutzes (Art. 22 WRG) fordern die Beschwerdef�hrer eine Erh�hung der Mindestrestwassermenge und einen g�nzlichen Verzicht auf die Fassung der Gonerli. Wohl habe der Staatsrat, wie gesetzlich vorgesehen, eine Interessenabw�gung vorgenommen. Dabei habe er jedoch die wirtschaftlichen Interessen jenen am Naturschutz zu Unrecht vorangestellt. Das Kraftwerk habe indessen eine bloss lokale Bedeutung. Es rechtfertige keinen Eingriff in ein noch weitestgehend intaktes Naturgebiet. Das Gonerliwasser, das vom Weg ins Gere- und Gonerlital sowie vom Weiler Gere bzw. vom Hungerberg gut einsehbar sei, bilde eine der wenigen unber�hrten und imposanten Kaskaden im Goms und sei landschaftlich sehr wertvoll. Eine Restwassermenge von 62 l/s w�rde dieses eindr�ckliche Landschaftselement zum Verschwinden bringen. Auch die Goneri und das Gerewasser seien teilweise einsehbar und das Rauschen vom Weg eindr�cklich h�rbar. Vor allem im Bereich der Br�cke erscheine das Gerewasser als imposanter Bergbach. Die Wirkung der vorgesehenen Bauten (Fassungen, Entsander und Regulierbecken) sei v�llig vernachl�ssigt worden. Diese Aspekte und die Frage der wirtschaftlichen Tragbarkeit fehlten im Restwasserbericht. Dieser gen�ge den Anforderungen von Art. 33 GSchG deshalb nicht.
8.2.�Art. 33 GSchG nennt in nicht abschliessender Weise Aspekte, welche in die umfassende Interessenabw�gung einfliessen sollen. Interessen f�r die Wasserentnahme sind danach namentlich die �ffentlichen Interessen, denen sie dienen soll, die wirtschaftlichen Interessen des Wasserherkunftsgebiets, die wirtschaftlichen Interessen desjenigen, der Wasser entnehmen will, sowie die Energieversorgung, wenn ihr die Wasserentnahme dienen soll (Abs. 2). Interessen gegen die Wasserentnahme sind namentlich die Bedeutung der Gew�sser als Landschaftselement und als Lebensraum f�r die davon abh�ngige Tier- und Pflanzenwelt, die Erhaltung einer ausreichenden Wasserf�hrung, um die Anforderungen an die Wasserqualit�t der Gew�sser langfristig zu erf�llen, die Erhaltung eines ausgeglichenen Grundwasserhaushalts und die Sicherstellung der landwirtschaftlichen Bew�sserung (Abs. 3). Wer einem Gew�sser Wasser entnehmen will, hat der zust�ndigen Beh�rde einen Bericht zu unterbreiten �ber die Auswirkungen unterschiedlich grosser Wasserentnahmen auf die Interessen an der Wasserentnahme, insbesondere auf die Herstellung von elektrischer Energie und deren Kosten sowie �ber die voraussichtlichen Beeintr�chtigungen der Interessen gegen eine Wasserentnahme und �ber m�gliche Massnahmen zu deren Verhinderung (Abs. 4).
8.3.�Der von den Beschwerdef�hrern vorgelegte Restwasserbericht, der Teil des Umweltvertr�glichkeitsberichts bildet (Art. 35 Abs. 1 der Gew�sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 [GSchV; SR 814.201]), behandelt entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer die voraussichtliche Beeintr�chtigung der Landschaft durch das Projekt (vgl. Art. 33 Abs. 4 lit. b GSchG). Im Ergebnis wird im Bericht festgehalten, dass aufgrund des �berlaufs zwischen Mai und Oktober sowie des schluchtartigen Charakters des Gonerli- und des Gerewassers das Landschaftserlebnis nur sehr gering beeintr�chtigt werde. Den Anforderungen von Art. 33 Abs. 4 GSchG ist insofern Gen�ge getan. Die Frage, ob die Feststellungen im Restwasserbericht tats�chlich zutreffen, beurteilt sich nach Abs. 1-3 von Art. 33 GSchG, nicht nach Abs. 4. Darauf ist weiter unten einzugehen.
�Diskutiert wird im Restwasserbericht auch die Frage der wirtschaftlichen Tragbarkeit, das heisst die Auswirkungen unterschiedlich grosser Wasserentnahmen auf die Interessen an der Wasserentnahme (vgl. Art. 33 Abs. 4 lit. a GSchG). So werden im Zusatzbericht vom 2. Februar 2011 zum Umweltvertr�glichkeitsbericht die wirtschaftlichen Auswirkungen von vier Projektvarianten aufgef�hrt (Varianten 1a-1d, welche sich hinsichtlich der Wasserentnahme unterscheiden).
�Variante 1a beinhaltet die Fassung des T�llibachs, welche die Projektanten urspr�nglich geplant hatten, auf die sie aber noch vor Verfassen des Umweltvertr�glichkeitsberichts verzichteten. Nach Variante 1b wird der T�llibach nicht gefasst, daf�r im Bereich zwischen der Fassung des Gerewassers und dem Zufluss des T�llibachs eine Restwassermenge vorgesehen, die unter dem Minimum gem�ss Art. 30 Abs. 1 GSchG liegt. Variante 1c schliesslich ist jene, die von der Beschwerdegegnerin gew�hlt wurde und somit Verfahrensgegenstand bildet. Sie basiert auf der Fassung des Gonerli- und des Gerewassers, wobei im Gegensatz zu Variante 1b bei Letzterem die Mindestrestwassermenge nach Art. 31 Abs. 1 GSchG eingehalten wird. Als Variante 1d wird im Umweltvertr�glichkeitsbericht im Sinne einer Modifikation von Variante 1c die deutliche Erh�hung der Restwassermenge im Gerewasser f�r die Monate Mai, September (je um 300 l/s), Oktober (um 200 l/s) und November (um 100 l/s) aufgef�hrt. Zur Wirtschaftlichkeit wird dargelegt, dass die Gestehungskosten bei Variante 1d bei 11.1 Rp./kWh liegen (bezogen auf eine Konzessionsdauer von 80 Jahren) und die kostendeckende Einspeiseverg�tung 11.85 Rp./kWh betr�gt. Diese geringe Differenz zwischen den Gestehungskosten und der Einspeiseverg�tung reiche indessen nicht aus, um w�hrend der Verg�tungsdauer jene erh�hten Abschreibungen vorzunehmen, die notwendig seien, um danach zu den deutlich tieferen Marktpreisen produzieren zu k�nnen. Die Wirtschaftlichkeit sei somit bei der Variante 1d nicht mehr gegeben. Variante 1c sei dagegen wirtschaftlich, da bei dieser die Gestehungskosten mit rund 10.5 Rp./kWh tiefer seien.
�Am Augenschein erg�nzte der Vertreter des BFE, der voraussichtliche Verg�tungssatz f�r das Projekt (Variante 1c) betrage 12.6 Rp./kWh (vgl. zur kostendeckenden Einspeiseverg�tung E. 8.4.1 hiernach). Die Verg�tung werde w�hrend 25 Jahren ausgerichtet, wobei das Werk in diesem Zeitraum nicht vollst�ndig abgeschrieben werde. Die Beschwerdef�hrer machten zudem in ihrer Stellungnahme zum Augenscheinsprotokoll geltend, selbst bei einem Verzicht auf die Nutzung des Gonerliwassers und angemessenen Restwassermengen im Gerewasser k�nne noch eine Rendite von 3.5-4 % auf die Gesamtinvestitionen erzielt werden.
�Die Ausf�hrungen im Restwasserbericht sind zum einen insofern unvollst�ndig, als sie f�r das Gonerliwasser die Auswirkungen unterschiedlich grosser Wasserentnahmen ausblenden. Zum andern wird nicht aufgezeigt, bei welcher Restwassermenge die Grenze der wirtschaftlichen Tragbarkeit liegt. Zwar wird ausgehend von Variante 1c behauptet, weitere Abstriche seien aus Gr�nden der Wirtschaftlichkeit nicht mehr m�glich, was nahelegt, dass Variante 1c die gr�sste, wirtschaftlich gerade noch tragbare Restwassermenge vorsieht. Doch wird diese Behauptung nicht weiter begr�ndet. Sie erscheint zudem angesichts der Aussage der Beschwerdegegnerin am Augenschein, dass bei einer Konzessionsdauer von 80 Jahren mit einer Rentabilit�t von immerhin 5-6 % zu rechnen sei, nicht ohne Weiteres plausibel. Trotz dieser M�ngel ist jedoch auf der Grundlage der Informationen in den Akten eine Beurteilung des Projekts und insbesondere eine umfassende Interessenabw�gung unter Ber�cksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte m�glich, wie sich aus den folgenden Erw�gungen ergibt.
8.4.1.�Das �ffentliche Interesse an der Wasserentnahme gr�ndet prim�r in der einheimischen Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen (Art. 33 Abs. 2 lit. a und d GSchG, Art. 89 Abs. 1 BV; Urteil 1A.151/2002 vom 22. Januar 2003 E. 4.6, in: URP 2003 S. 235). Das Energiegesetz enth�lt eine ausdr�ckliche Zielvorgabe f�r die Erzeugung von Elektrizit�t aus erneuerbaren Energien im Allgemeinen und Wasserkraft im Besonderen. Gem�ss Abs. 3 von Art. 1 EnG ist die durchschnittliche Jahreserzeugung von Elektrizit�t aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 gegen�ber dem Jahr 2000 um mindestens 5'400 GWh zu erh�hen (wobei der Bundesrat Elektrizit�t, welche aus erneuerbaren Energien im Ausland erzeugt wurde, bis zu einem Anteil von 10 % diesem Ziel anrechnen kann). Abs. 4 definiert f�r Elektrizit�t aus Wasserkraftwerken f�r denselben Zeithorizont das Ziel einer Erh�hung um 2'000 GWh. Zu dessen Erreichung ist im Gesetz das F�rderinstrument der kostendeckenden Einspeiseverg�tung (KEV) vorgesehen, von welcher auch die Wirtschaftlichkeit des von der Beschwerdegegnerin geplanten Kleinwasserkraftwerks abh�ngt (vgl. Art. 7a EnG und Art. 3 ff. der Energieverordnung [EnV; SR 730.01]). Die KEV deckt f�r die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien die Differenz zwischen dem (tieferen) Marktpreis und den (h�heren) Gestehungskosten. Die der Berechnung der KEV zugrunde gelegten Gestehungskosten entsprechen dabei jenen von Referenzanlagen mit der effizientesten Technologie (Art. 7a Abs. 2 EnG). Die Verg�tungsdauer ber�cksichtigt die Amortisation und betr�gt bei Kleinwasserkraftanlagen 25 Jahre (Art. 7a Abs. 2 lit. c EnG; Ziff. 4.2 von Anhang 1.1 zur EnV).
�Das projektierte Kleinwasserkraftwerk dient der Erreichung des gesetzgeberischen Ziels, die Erzeugung von Elektrizit�t aus erneuerbaren Energien zu f�rdern. Der Gesetzgeber hat indessen der erw�hnten Zielvorgabe und dem darauf gerichteten F�rderungsinstrumentarium kein erh�htes Gewicht gegen�ber den ebenfalls in Verfassung und Gesetz verankerten Anliegen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes verliehen (vgl. BGE 132 II 408 E. 4.5.1 S. 419). Es ist vielmehr davon auszugehen, dass jede Anlage, welche eine kostendeckende Einspeiseverg�tung beanspruchen will, alle gesetzlichen Anforderungen, insbesondere in den Bereichen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, von vornherein erf�llen muss (vgl. BFE, Wording zum Thema Kleinwasserkraftprojekte und kostendeckende Einspeiseverg�tung (KEV), 2009, http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/publikationen [besucht am 11. April 2014]). Vor dem Hintergrund der in Art. 33 GSchG und Art. 39 WRG vorgesehenen Interessenabw�gung bedeutet dies, dass vor allem Anlagen realisiert werden sollen, die mit m�glichst geringen Eingriffen einen m�glichst grossen Nutzen f�r die Stromproduktion bringen.
�Diese Zielsetzung stimmt weitgehend mit der Energiestrategie des Bundesrats �berein. Dieser schl�gt ein neues Energiegesetz vor, das den erneuerbaren Energien zu besseren Realisierungschancen verhelfen soll (Botschaft vom 4. September 2013 zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 [Revision des Energierechts] und zur Volksinitiative "F�r den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie [Atomausstiegsinitiative]", BBl 2013 7561). Eine Lockerung des Umweltschutz- und Gew�sserschutzrechts wird damit jedoch nicht angestrebt (BBl 2013 7604 Ziff. 2.5.4). Auch ist es nicht die Ansicht des Bundesrats, dass s�mtliche noch freien Standorte verbaut werden, erst recht nicht in Schutzgebieten (BBl 2013 7628 Ziff. 4.2.6). Bei der in jedem Einzelfall notwendigen Interessenabw�gung sollen Kriterien wie Leistung oder Produktion sowie die F�higkeit, zeitlich flexibel und marktorientiert zu produzieren, ber�cksichtigt werden (vgl. Art. 14 Abs. 5 des Gesetzesentwurfs, BBl 2013 7761 f.; vgl. auch BBl 2013 7666 Ziff. 5.1). Der Botschaft l�sst sich im Ergebnis entnehmen, dass nach den Vorstellungen des Bundesrats gegenw�rtig wie auch k�nftig dem untergeordneten Energiepotenzial von Kleinanlagen, namentlich wenn sie nur dank der kostendeckenden Einspeiseverg�tung finanziell tragbar sind, angemessen Rechnung zu tragen ist.
�Die Stromproduktion des geplanten Kraftwerks betr�gt laut den Unterlagen der nationalen Netzgesellschaft (Art. 3g EnV) 30.9 GWh pro Kalenderjahr, was bei einem durchschnittlichen schweizerischen Pro-Kopf-Verbrauch von 7'376 kWh (Basis: Jahr 2012) den Bedarf von rund 4'200 Personen deckt (BFE, Schweizerische Elektrizit�tsstatistik 2012, 2013 S. 24, http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/publikationen [besucht am 11. April 2014]). Der Beitrag an die heimische Energieerzeugung ist somit eher gering (vgl. Urteil 1A.151/2002 vom 22. Januar 2003 E. 4.3 mit Hinweisen, in: URP 2003 S. 235). Ung�nstig wirkt sich aus, dass die Sommerproduktion markant h�her ist als die Winterproduktion, was die bereits bestehende Divergenz zwischen saisonaler Produktion und saisonalem Verbrauch in der Schweiz negativ beeinflusst (Produktions�berhang im Sommer, Verbrauchs�berhang im Winter; vgl. BFE, a.a.O., S. 14; vgl. auch Urteil 1A.59/1995 vom 28. April 2000 E. 3d, in: URP 2000 S. 691, wonach der aktuellen energiepolitischen Situation Rechnung zu tragen ist). Eine weitere Verringerung des �ffentlichen Interesses an der Wasserentnahme ergibt sich aus dem insgesamt geringen Gef�lle der Restwasserstrecken. Der prognostizierten Energieproduktion steht mithin eine relativ lange beeintr�chtigte Restwasserstrecke gegen�ber.
�F�r die Wasserentnahme sprechende Interessen sind zudem die wirtschaftlichen Interessen des Wasserherkunftsgebiets (Art. 33 Abs. 2 lit. b GSchG). Diese liegen prim�r in der Einnahme von Wasserzins und der durch das Projekt ausgel�sten wirtschaftlichen Wertsch�pfung. Schliesslich sind auch die wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdegegnerin selbst in die Abw�gung miteinzubeziehen (vgl. Art. 33 Abs. 2 lit. c GSchG). Auf deren Ausf�hrungen zur Wirtschaftlichkeit verschiedener Projektvarianten mit unterschiedlichen Restwassermengen wurde bereits hingewiesen (E. 8.3 hiervor).
8.4.2.�Im Rahmen der gegen die Wasserentnahme sprechenden Interessen ist zun�chst die Bedeutung der betroffenen Gew�sser als Landschaftselement (Art. 33 Abs. 3 lit. a GSchG) zu beurteilen. Dabei fliessen auch die Vorgaben der Nutzungsplanung ein. Das Gere- und das Gonerliwasser liegen bis kurz nach ihrem Zusammentreffen in einem Landschaftsschutzgebiet von kantonaler Bedeutung (Landschaftsschutzgebiet Geren: "Mittaghorn-Piz Rotondo-Mutth�rner", LK 1a). Der erl�uternde Bericht zum Nutzungsplan der Gemeinde Oberwald vom 15./16. Mai 2004 wie auch der erl�uternde Bericht zum noch nicht in Kraft stehenden Nutzungsplan der Gemeinde Obergoms beschreiben das Gebiet als sch�nes, wildes Alpental mit sehr reicher, vielf�ltiger Tierwelt und interessanter Flora. Dieser landschaftliche Aspekt f�llt vorliegend besonders ins Gewicht, wie sogleich noch n�her auszuf�hren sein wird. Indessen kann entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer nicht schon aus dem Umstand, dass der erl�uternde Bericht f�r das Landschaftsschutzgebiet Geren das Schutzziel "keine Wasserfassungen" vorsieht, auf die Unzul�ssigkeit des Projekts geschlossen werden, zumal ein erl�uternder Bericht nach Art. 33 Abs. 4 des Gesetzes des Kantons Wallis vom 23. Januar 1987 zur Ausf�hrung des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung (SGS 701.1) keine Rechtsverbindlichkeit geniesst.
�Das Gonerliwasser bildet ein wertvolles Landschaftselement. Seine Kaskade verl�uft in einer geschwungenen Gel�ndestruktur, die in unmittelbarer N�he zum Wasser kaum bewaldet, sondern vor allem mit Buschwerk versetzt ist. Das Gew�sser ist deshalb gut sichtbar, insbesondere vom Weg ins Gere- und Gonerlital sowie vom Weiler Gere aus. Bei hoher Wasserf�hrung, wie sie am Tag des Augenscheins bestand, bietet das Gonerliwasser mit seinen zahlreichen Abst�rzen und dem aus der Ferne h�rbaren Rauschen ein eindr�ckliches Naturschauspiel. Es ist zudem in keiner Weise baulich beeintr�chtigt. Auch in seiner Umgebung befinden sich weder H�user noch Strassen. Andere Siedlungseinfl�sse sind ebenfalls nicht sichtbar. Einzig ein schmaler Fusspfad f�hrt hinauf zum vorgesehenen Fassungsort. Durch die Reduktion auf eine Restwassermenge von 62 l/s w�rde das Gonerliwasser die Dynamik, welche seinen landschaftlichen Reiz mit ausmacht, verlieren. Die Unterschiede zwischen der nat�rlichen Abflussmenge und der Restwassermenge sind bedeutend. Im August etwa st�nde einem nat�rlichen mittleren Monatsabfluss von 748 l/s eine weniger als einen Zehntel betragende Restwassermenge gegen�ber. Zwar ist im Winter die nat�rliche Abflussmenge deutlich kleiner und verringerte sich auch der Unterschied zur Restwassermenge, doch w�rde sich durch das Restwasserregime diese trockene Zeit erheblich verl�ngern. Lediglich im Juni und Juli sind die nat�rlichen mittleren Monatsabfl�sse derart hoch, dass es zu einem �berlauf k�me und sich Restwassermengen erg�ben, welche �ber dem gesetzlichen Minimum liegen. Im Juni w�rde ein nat�rlicher mittlerer Abfluss von 1'298 l/s einer Restwassermenge von 448 l/s gegen�berstehen, w�hrend die entsprechenden Werte im Juli 1'106 l/s gegen�ber 256 l/s betragen w�rden.
�Beim Gerewasser pr�sentiert sich der Verlust an nat�rlicher Dynamik �hnlich. Hier steht f�r den Monat August ein nat�rlicher mittlerer Monatsabfluss von 2'522 l/s einer Restwassermenge von 161 l/s gegen�ber. Dieser Verlust wird indessen dadurch gemindert, dass kurz nach der Fassung der T�llibach ins Gerewasser m�ndet und so dessen Restwasser stark erh�ht (im August um durchschnittlich 369 l/s). Zudem tritt das Gerewasser aufgrund der Gel�ndestrukturen viel weniger prominent in Erscheinung als das Gonerliwasser. Wiederum im Gegensatz zum Gonerliwasser ist der Bereich des Gerewassers schliesslich durch menschliche Einfl�sse deutlich vorbelastet: Es f�hrt ein Fahrweg ins Geretal und im Bereich des vorgesehenen Fassungsstandorts besteht eine Br�cke sowie ein kleines Geb�ude auf einer aufgesch�tteten Ebene.
�Hinsichtlich weiterer negativer Auswirkungen des Projekts, insbesondere auf Lebensr�ume (Art. 33 Abs. 3 lit. b GSchG), h�lt der Umweltvertr�glichkeitsbericht fest, es komme in der Restwasserstrecke wegen der reduzierten Wassermenge zu einer Verschlechterung der L�ngs- und Quervernetzung. Beeintr�chtigt w�rden aquatische Lebensr�ume (Fische und N�hrtiere) wie auch semiaquatische (Uferbereich). Die Reduktion des nat�rlichen Wasserabflusses habe zur Folge, dass die aquatischen Lebensr�ume in ihrer Fl�che abn�hmen. Zudem leide auch die Qualit�t der Lebensr�ume, da die nat�rlichen Variationen der Wassertiefen und der Fliessgeschwindigkeiten abn�hmen. Insbesondere die hohen Fliessgeschwindigkeiten seien wichtig, um das Sohlesubstrat zu bewegen und zu durchl�ften. Hingegen seien die Wasserentnahmen vorliegend f�r den Grundwasserhaushalt und die landwirtschaftliche Bew�sserung (Art. 33 Abs. 3 lit. d und e GschG) als nicht relevant einzustufen.
8.4.3.�Eine Abw�gung aller erheblichen in Frage stehenden Interessen f�r und gegen die Wasserentnahme ergibt, dass die geplante Fassung des Gonerliwassers einen Landschaftseingriff darstellt, der nicht zu rechtfertigen ist. Dabei f�llt besonders ins Gewicht, dass es sich um einen Ersteingriff handeln w�rde. Die durch die Klassifizierung als Landschaftsschutzgebiet von kantonaler Bedeutung best�tigte Schutzw�rdigkeit ist insbesondere bei hoher Wasserf�hrung offenkundig; die Kaskaden wirken auch aus der Distanz �usserst eindr�cklich. Der Beitrag, den das Gonerliwasser gem�ss den Akten an die Elektrizit�tsproduktion leisten w�rde, ist dagegen bescheiden. Er rechtfertigt den Verlust des Charakters dieses bisher noch ganz unber�hrten Gew�ssers nicht.
�Anders ist die Situation bez�glich des Gerewassers. Das Interesse an dessen Nutzung f�llt aufgrund der gr�sseren Wassermenge st�rker ins Gewicht als beim Gonerliwasser. Die Restwasserstrecke ist zudem in verschiedener Hinsicht bereits von menschlichen Eingriffen betroffen. Dies gilt insbesondere f�r den Bereich der geplanten Wasserfassung im Geretal. Die Restwasserstrecke ist auch weniger gut einsehbar, so dass die landschaftliche Wirkung der Wasserentnahme weniger gross ist. Dass der T�llibach kurz nach der Wasserfassung ins Gerewasser m�ndet, f�hrt zu einer verbesserten Gew�sserdynamik und mildert die landschaftliche Beeintr�chtigung. Auch die Verschlechterung der Lebensbedingungen f�r Wassertiere, insbesondere f�r Fische (vgl. E. 7.2 hiervor), f�llt dadurch weniger stark aus. Insgesamt �berwiegen deshalb die Interessen an der Wasserentnahme, auch wenn diese nach dem Ausgef�hrten aus gesamtwirtschaftlicher Sicht nicht als besonders gewichtig zu bewerten sind.
�W�hrend die Fassung des Gerewassers somit im Rahmen des Projekts der Beschwerdegegnerin mit Art. 22 und 39 WRG sowie Art. 33 GSchG vereinbar ist, ist es die Fassung des Gonerliwassers nicht. Der angefochtene Entscheid verst�sst insofern gegen Bundesrecht.
8.4.4.�Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass bei einem Verzicht auf die Nutzung des Gonerliwassers das Projekt nicht mehr wirtschaftlich ist, zumal die Kosten nur rund 10 % der gesamten Investitionskosten ausmachten, der Anteil an der Stromproduktion aber einen Viertel bis einen Drittel betrage. Ob dies zutrifft, l�sst sich aufgrund der Akten nicht beurteilen, da entsprechende Berechnungen fehlen. Es ist auch nicht entscheidend: Selbst wenn das Werk dadurch unrentabel w�rde, w�re nach den vorangehenden Erw�gungen auf die Fassung des Gonerliwassers zu verzichten. Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein zu pr�fen, ob und inwiefern ihr Projekt angepasst werden k�nnte, damit es einerseits wirtschaftlich ist, andererseits aber auch die bundesrechtlichen Vorschriften zum Umwelt-, Natur- und Heimatschutz einh�lt.
�Beim vorliegenden Zwischenergebnis er�brigt sich, auf die von den Beschwerdef�hrern vorgetragene R�ge einzugehen, wonach die Verlegung der Leitung zur Fassung des Gonerliwassers Art. 18 Abs. 1ter NHG verletzt. Mit der Fassung des Gonerliwassers entf�llt auch die Leitung zwischen dieser und der Fassung des Gerewassers.
9.1.�Die Beschwerdef�hrer tragen mehrere R�gen in Bezug auf die Restwassermenge in der Goneri vor, so etwa hinsichtlich der f�r die freie Fischwanderung erforderlichen Wassertiefe (Art. 31 Abs. 1 lit. d GSchG). Angesichts des Wegfalls der Fassung des Gonerliwassers er�brigen sich dazu vertiefte Ausf�hrungen, zumal sich die Wassermenge in der Goneri dadurch erh�ht. Im Hinblick auf eine allf�llige Anpassung des Projekts durch die Beschwerdegegnerin sind jedoch folgende Erg�nzungen angezeigt.
9.2.�Die Beschwerdef�hrer r�gen auch bei der Goneri die vorinstanzliche Interessenabw�gung nach Art. 33 GSchG und Art. 22 WRG. In dieser Hinsicht ist �hnlich wie beim Gerewasser zu ber�cksichtigen, dass es sich nicht um eine unber�hrte Landschaft handelt. Entlang der gesamten Restwasserstrecke f�hrt eine 3. Klass-Strasse und im unteren Bereich ist die Goneri stark verbaut. Nur ein sehr kurzes St�ck im obersten Bereich wird vom Landschaftsschutzgebiet kantonaler Bedeutung LK 1a erfasst. Weitergehende Massnahmen zum Schutz der Landschaft dr�ngen sich bei diesen Gegebenheiten ebenso wenig auf wie beim Gerewasser.
9.3.�Die Beschwerdef�hrer erachten Art. 18 Abs. 1ter NHG als verletzt, weil weder eine umfassende Revitalisierung des Unterlaufs der Goneri noch dessen Vernetzung mit der weiter oben liegenden, nat�rlicheren Restwasserstrecke angeordnet worden sei.
�Gem�ss dem Zusatzbericht vom 2. Februar 2011 zum Umweltvertr�glichkeitsbericht ist vorgesehen, im Unterlauf der Goneri, das heisst von der Wasserr�ckgabe bei der Zentrale bis zur M�ndung in die Rhone, die bestehenden Schwellen fischg�ngig zu machen (wobei die Kosten auf Fr. 70'000.-- bis Fr. 100'000.-- gesch�tzt werden). Der Staatsrat erkl�rte diese Kompensationsmassnahme im Sinne von Art. 18 Abs. 1ter NHG f�r verbindlich. Art. 18 Abs. 1ter NHG verlangt bei Eingriffen in schutzw�rdige Lebensr�ume einen angemessenen Ersatz, soweit nicht Massnahmen zum Schutz oder zur Wiederherstellung ausreichen. F�r zerst�rte Biotope soll somit, wenn sie sich nicht erhalten oder wiederherstellen lassen, ein m�glichst gleichwertiger Ersatz geschaffen werden (Urteil 1A.82/1999 vom 19. November 1999 E. 4a mit Hinweis, in: URP 2000 S. 369; vgl. in Bezug auf Bachforellen: Urteil 1C_371/2012 vom 30. Mai 2013 E. 5.8).
�Unbesehen des angeordneten Verzichts auf die Fassung des Gonerliwassers erscheinen die Beeintr�chtigungen, welche die Tier- und Pflanzenwelt durch das Projekt erf�hrt und welchen nicht durch Schutz- und Wiederherstellungsmassnahmen begegnet wird, nicht als gross. Wie bereits dargelegt, ist das Gerewasser (wie auch das Gonerliwasser) ohnehin nicht fischg�ngig. Die Goneri ist im oberen Bereich fischg�ngig, wobei das Projekt hier durch die Reduktion des Wasserabflusses eine gewisse Verschlechterung mit sich bringt. Diese Verschlechterung wird jedoch nach Ansicht der kantonalen Fachbeh�rde hinreichend kompensiert, indem im unteren Bereich der Goneri die Fischg�ngigkeit wieder hergestellt wird. Die Kritik der Beschwerdef�hrer gibt keinen Anlass, von dieser Einsch�tzung abzuweichen. Eine umfassende Revitalisierung und eine Vernetzung mit dem oberen Gew�sserbereich, die im �brigen auch eine Messstation des BAFU betreffen w�rde, ginge �ber die Anforderungen von Art. 18 Abs. 1ter NHG hinaus. Die R�ge ist unbegr�ndet.
10.1.�Die Beschwerdef�hrer r�gen die ihrer Ansicht nach �berm�ssig lange Konzessionsdauer von 80 Jahren und beantragen deren Reduktion auf 40 Jahre. Sie machen geltend, die Konzession�rin werde f�r das von ihr geplante Wasserkraftwerk w�hrend 25 Jahren von der KEV profitieren und die Anlage innerhalb dieser Zeit amortisieren k�nnen.
10.2.�Das Kantonsgericht f�hrt aus, bei der Festlegung der Konzessionsdauer handle es sich um eine zweiseitige Bestimmung. Die Autonomie der konzedierenden Beh�rde und des Konzession�rs werde in diesem Bereich nur durch die von Art. 58 WRG vorgesehene Maximaldauer von 80 Jahren beschr�nkt. Zweck der Beschr�nkung sei es, dass sich das Gemeinwesen nicht seiner Rechte und seiner Hoheit ent�ussere, wobei die Maximaldauer es dem Konzession�r aber auch erlauben solle, seine �konomischen Interessen zu wahren und insbesondere seine Investitionen zu amortisieren. Das Kantonsgericht weist zudem mit Blick auf die von den Beschwerdef�hrern wahrgenommenen Interessen des Gew�sserschutzes, der Fischerei und des Naturschutzes darauf hin, dass unter gewissen Voraussetzungen auch nachtr�glich noch Massnahmen zu deren Schutz angeordnet werden k�nnten. All dies habe sich mit der Einf�hrung der KEV nicht ge�ndert. Folgte man der Ansicht der Beschwerdef�hrer, so w�rde Art. 58 WRG seines Gehalts entleert.
10.3.�Die Konzessionsdauer von 80 Jahren entspricht der gesetzlichen H�chstdauer von Konzessionen f�r die Wasserkraftnutzung nach Art. 58 WRG. Wie die Vorinstanz richtig darlegte, wollte der Gesetzgeber mit der Maximaldauer verhindern, dass sich das Gemeinwesen dieses Hoheitsrechts ent�ussert. Der gesetzliche Rahmen wurde so gew�hlt, dass die �konomischen Interessen der Konzession�rin gewahrt bleiben, namentlich im Hinblick auf die Amortisation der get�tigten Investitionen (vgl. BGE 130 II 18 E. 3.2 S. 22; 127 II 69 E. 4c S. 74 f. und E. 5b S. 76 f. mit Hinweisen). Dies bedeutet indessen nicht, dass im Einzelfall die Konzessionsdauer nach der voraussichtlichen Amortisationsdauer bestimmt werden m�sste. Eine derartige Auslegung l�sst sich aus dem mit dem Erlass von Art. 58 WRG verfolgten �ffentlichen Interesse nicht ableiten. Die Bestimmung der Dauer der Konzession liegt vielmehr im Ermessen des konzedierenden Gemeinwesens und ist gleichzeitig Gegenstand der Vereinbarung der Parteien. Mithin steht eine Konzessionsdauer, die l�nger oder auch deutlich l�nger ist als die voraussichtliche Amortisationsdauer, deswegen nicht im Widerspruch zu Art. 58 WRG.
�An dieser Rechtslage hat sich mit der Einf�hrung der kostendeckenden Einspeiseverg�tung nichts ge�ndert (Urteil 1C_371/2012 vom 30. Mai 2013 E. 6.4 mit Hinweis). Das F�rderinstrument hat f�r die Festsetzung der Konzessionsdauer keine Bedeutung. Die R�ge der Beschwerdef�hrer ist deshalb unbegr�ndet.
11.1.�Die Beschwerdef�hrer verlangen, dass die Beschwerdegegnerin ihnen die Kosten f�r das Gutachten X.________ im Umfang von Fr. 17'589.65 zur�ckerstattet. Sie machen geltend, das Gutachten sei notwendig gewesen, weshalb sich die Pflicht zur Kostenerstattung namentlich aus Art. 422 Abs. 1 OR �ber die Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag ergebe.
11.2.�Das Ausrichten einer Parteientsch�digung (welche die Kosten f�r ein Parteigutachten beinhaltet) richtet sich vorliegend in erster Linie nach kantonalem Verfahrensrecht. Die Regeln des OR �ber die Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag sind schon deshalb nicht anwendbar, weil die Erstellung des Gutachtens offensichtlich nicht der mutmasslichen Absicht der Beschwerdegegnerin entsprach (vgl. Art. 419 und Art. 422 Abs. 1 OR). Es obliegt den Beschwerdef�hrern darzulegen, inwiefern das Kantonsgericht mit seinem Kostenentscheid Recht verletzt hat (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), wobei das Bundesgericht die Anwendung kantonalen Verfahrensrechts lediglich auf Willk�r pr�ft (Art. 9 BV, Art. 95 BGG). Nach dem Gesetz des Kantons Wallis vom 6. Oktober 1976 �ber das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege (SGS 172.6; im Folgenden: VVRG) hat die innert einer Frist von 30 Tagen einzureichende Beschwerdeschrift eine gedr�ngte Darstellung des Sachverhalts und der Begr�ndung unter Angabe der Beweismittel sowie die Begehren zu enthalten (Art. 46 Abs. 1, Art. 48 Abs. 2 Satz 1 und Art. 80 Abs. 1 lit. b und c VVRG). Die Beschwerdef�hrer reichten ihr Gutachten jedoch erst etwa neun Monate nach ihrer Beschwerde und knapp zwei Monate vor der Urteilsf�llung ein. Die Rechnung, welche sie schliesslich ihrer Beschwerde im bundesgerichtlichen Verfahren beilegten, behielten sie damals zur�ck (Art. 99 Abs. 1 BGG). Inwiefern das Kantonsgericht unter diesen Voraussetzungen Recht verletzte, indem es die Beschwerdegegnerin nicht zur Erstattung der Kosten des Gutachtens verpflichtete, ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdef�hrern auch nicht weiter substanziiert. Die R�ge erweist sich deshalb als unbegr�ndet, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist.
�Die Beschwerde ist im Sinne der vorstehenden Erw�gungen teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben, soweit er die Genehmigung der beanstandeten Wasserrechtskonzession best�tigt. Es steht der KWOG AG frei, ein neues Konzessionsgesuch zu stellen, welches mit den Erw�gungen des vorliegenden Urteils vereinbar ist. Insofern, als mit der Beschwerde die Erstattung der Kosten f�r das Gutachten X.________ beantragt wird, ist sie dagegen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
�Das Kantonsgericht auferlegte die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- zu drei Vierteln (Fr. 1'500.--) den Beschwerdef�hrern und zu einem Viertel (Fr. 500.--) der Beschwerdegegnerin. Zudem sprach es den Beschwerdef�hrern eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 150.-- zu. Der Beschwerdegegnerin sprach es keine Parteientsch�digung zu, zumal sie keine solche verlangt hatte. Da die Beschwerdef�hrer im Wesentlichen obsiegen, ist der vorinstanzliche Kosten- und Entsch�digungsentscheid dahingehend zu �ndern, dass der Beschwerdegegnerin s�mtliche Gerichtskosten aufzuerlegen sind und die Beschwerdegegnerin den Beschwerdef�hrern eine Parteientsch�digung von Fr. 600.-- zu bezahlen hat (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
�Die Gerichtskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die obsiegenden Beschwerdef�hrer wurden nicht vom Anfang des bundesgerichtlichen Verfahrens an durch einen externen Anwalt vertreten; einen solchen zogen sie erst anl�sslich des Augenscheins bei. Entsprechend ist die ihnen zustehende Parteientsch�digung zu bemessen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 III 439 E. 4 S. 446 mit Hinweis).
�Die Beschwerde wird im Sinne der Erw�gungen teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufgehoben, soweit er die Genehmigung der beanstandeten Wasserrechtskonzession best�tigt. Insofern, als mit der Beschwerde die Erstattung der Kosten f�r das Gutachten X.________ beantragt wird, wird sie abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
�Die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 2'000.--werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdef�hrern f�r das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 600.-- auszurichten.
�Die Gerichtskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.
�Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdef�hrern f�r das Verfahren vor Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 5'000.-- zu bezahlen.
�Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Obergoms, dem Staatsrat des Kantons Wallis, dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesamt f�r Energie schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 31
 Art. 33
 Art. 82
 Art. 83
 Art. 55
 Art. 12
 Art. 10
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 12
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 12
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 3
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 5
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 1
 Art. 7
 Art. 10
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 31
 Art. 29
 Art. 24
 Art. 5
 BGE 
 Art. 24
 Art. 39
 Art. 3
 Art. 22
 Art. 33
 Art. 22
 Art. 29
 Art. 31
 BGE 
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 33
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 39
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 33
 Art. 22
 Art. 3
 Art. 31
 BGE 
 Art. 29
 Art. 10
 Art. 3
 Art. 31
 BGE 
 Art. 32
 Art. 31
 BGE 
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 33
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 30
 Art. 31
 Art. 89
 Art. 1
 Art. 7
 Art. 3
 BGE 
 Art. 33
 Art. 39
 Art. 14
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 22
 Art. 33
 Art. 18
 Art. 33
 Art. 22
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 58
 BGE 
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 422
 Art. 419
 Art. 422
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 48
 Art. 80
 Art. 68
 BGE