Source: https://www.fcg-wien-aps.at/Servicebuch/J/Jahreszeugnis/
Timestamp: 2020-06-06 22:48:14+00:00

Document:
fcg - wiener lehrerInnen - Jahreszeugnis
Quellen: SchUG 5. Abschnitt
Am Ende des Unterrichtsjahres ist für jede Schülerin und jeden Schüler ein Jahreszeugnis über die betreffende Schulstufe auszustellen.
An Volks- und Sonderschulen bis einschließlich der 3. Schulstufe kann das Schulforum innerhalb der ersten neun Schulwochen festlegen, dass eine Information über die Lern- und Entwicklungssituation der SchülerInnen an die Stelle der Beurteilung der Leistungen tritt (gemäß § 18a). Falls eine Entscheidung des Schulforums nicht herbeigeführt werden kann, geht die Zuständigkeit auf die Schulleitung über.
Zum Zeitpunkt des erfolgreichen Abschlusses der letzten Schulstufe einer Schulart (oder der vorletzten – im Fall des Überspringens an einer „Nahtstelle“ gemäß § 26) ist ein Jahres- und Abschlusszeugnis auszustellen.
Dem Schüler/der Schülerin der Neuen Mittelschule ist für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung in schriftlicher Form auszustellen, die die Leistungsstärken des Schülers/der Schülerin ausweist.
Das Jahreszeugnis hat zu enthalten:
die Bezeichnung, Form bzw. Fachrichtung der Schulart und den Standort der Schule
Ort und Datum der Ausstellung, Unterschrift des Schulleiters und des Klassenvorstandes, Rundsiegel der Schule
die Personalien des Schülers
die besuchte Schulstufe und die Bezeichnung der Klasse (des Jahrganges)
die Unterrichtsgegenstände der betreffenden Schulstufe und die Beurteilung der darin erbrachten Leistungen (§ 20)
die Angabe der Leistungsgruppe, sofern der Unterricht in Leistungsgruppen erfolgt
Zusatz/Angabe der grundlegenden oder der vertieften Allgemeinbildung in der 7. und 8. Schulstufe der Neuen Mittelschule bei der Beurteilung in den differenzierten Pflichtgegenständen
die Beurteilung des Verhaltens des Schülers/der Schülerin in der Schule (§21) nach den Beurteilungsstufen (Noten): Sehr zufriedenstellend, Zufriedenstellend, Wenig zufriedenstellend, Nicht zufriedenstellend. Verhaltensnoten sind nur in der 5.-7. Schulstufe vorgesehen (siehe § 18 der Leistungsbeurteilungsverordnung). Die Beurteilung ist durch die Klassenkonferenz auf Antrag des Klassenvorstandes zu beschließen.
Vermerke über Abweichungen vom Lehrplan der Schulart und der Schulstufe, die der
Schüler/die Schülerin besucht, sofern für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Lehrpläne verschiedener Schularten oder Schulstufen Anwendung finden
eine Feststellung im Falle der Beendigung der allgemeinen Schulpflicht
Teilnahmevermerke für verbindliche und unverbindliche Übungen sowie für therapeutische und funktionelle Übungen anstelle der Beurteilung
Vermerk, wenn ein Schüler von der Teilnahme an einem Pflichtgegenstand befreit ist (§ 11 Abs. 6, 6a, 7 oder 8)
Darstellung des erreichten Entwicklungsstandes des Schülers/der Schülerin und die Entscheidung, ob er/sie zum Aufsteigen in die nächsthöhere Lehrplanstufe geeignet ist: in Sonderschulen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und in Sonderschulen für mehrfachbehinderte Kinder sowie bei Schülern mit diesen Schularten entsprechendem sonderpädagogischen Förderbedarf in allgemeinen Schulen
Das Jahreszeugnis kann folgende Vermerke enthalten:
Vermerk über die Stundung der Prüfung, wenn einem Schüler/einer Schülerin gemäß § 20 Abs. 3eine Prüfung gestundet worden ist (Nachtragsprüfung!). Es ist ihm/ihr auf sein/ihr Verlangen ein vorläufiges Jahreszeugnis auszustellen, wo an die Stelle der Beurteilung in dem betreffenden Unterrichtsgegenstand (den betreffenden Unterrichtsgegenständen) der Vermerk darüber zu treten hat. Nach Ablegung der Prüfung ist ein vorläufiges Jahreszeugnis einzuziehen und ein Jahreszeugnis auszustellen.
Vermerk, wenn ein Schüler/eine Schülerin berechtigt ist, eine Wiederholungsprüfung (§ 23 Abs. 1 bis 4) abzulegen. Nach Ablegung der Wiederholungsprüfung ist dieses Jahreszeugnis einzuziehen und ein Jahreszeugnis auszustellen, das die auf Grund der Wiederholungsprüfung gewonnene Beurteilung enthält.
Das Jahreszeugnis kann folgende allfällige Beurkundungen enthalten:
die Berechtigung oder Nichtberechtigung zum Aufsteigen oder den nicht erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe der besuchten Schulart (§ 20 Abs. 6, § 25)
die Berechtigung zum Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule nach der 8. Schulstufe der Neuen Mittelschule
die Zulässigkeit der Ablegung einer Wiederholungsprüfung (§ 23) oder der Wiederholung einer Schulstufe (§ 27)
die Beendigung des Schulbesuches wegen Überschreitens der zulässigen Höchstdauer (§ 33 Abs. 2)
Feststellung des ausgezeichneten Erfolgs
Ein ausgezeichneter Erfolg liegt vor, wenn der Schüler/die Schülerin die Schulstufe in mindestens der Hälfte der Pflichtgegenstände mit „Sehr gut“ und in den übrigen Pflichtgegenständen mit „Gut“ beurteilt wurde, wobei Beurteilungen mit „Befriedigend“ diese Feststellung nicht hindern, wenn dafür gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut“ über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus vorliegen.
In der Neuen Mittelschule setzt die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
In der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der Neuen Mittelschule und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges nicht zu treffen.
An Schularten mit Leistungsgruppen ist ein „Befriedigend“ in der höchsten Leistungsgruppe als „Gut“ bzw. ein „Gut“ als „Sehr gut“ zu bewerten.
An Schularten mit drei Leistungsgruppen ist die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges nur zu treffen, wenn:
1. das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut“ aufweist und das Jahreszeugnis - mit Ausnahme des Jahreszeugnisses der jeweils letzten Stufe der betreffenden Schulart - den Vermerk enthält, dass der Schüler/die Schülerin im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die höchste Leistungsgruppe zu besuchen hat.
2. der Schüler/die Schülerin in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
Feststellung des guten Erfolgs
Ein guter Erfolg liegt vor, wenn der Schüler/die Schülerin in keinem Pflichtgegenstand schlechter als mit „Befriedigend“ beurteilt worden ist und mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut“ aufweist wie mit „Befriedigend“.
In der Neuen Mittelschule setzt die Feststellung des guten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
In der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der Neuen Mittelschule und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des guten Erfolges nicht zu treffen.
An Schularten mit drei Leistungsgruppen ist die Feststellung des guten Erfolges nur zu treffen, wenn:
1. das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Befriedigend“ aufweist und
Wenn ein Schüler/eine Schülerin aus einer Schule zu einem Zeitpunkt ausscheidet, in dem über das Ergebnis des Schulbesuches ein Jahreszeugnis noch nicht ausgestellt werden kann, ist auf sein/ihr Verlangen eine Schulbesuchsbestätigung auszustellen, die die Angaben nach § 22 Abs. 2 lit. a bis c und l sowie die Beurteilung der bis zu diesem Zeitpunkt vom Schüler/der Schülerin erbrachten Leistungen zu enthalten hat.
Schulpflichtigen außerordentlichen SchülerInnen ist im Zeitpunkt ihres Ausscheidens bzw. am Ende eines jeden Unterrichtsjahres eine Schulbesuchsbestätigung über die Dauer ihres Schulbesuches bzw. über das Unterrichtsjahr auszustellen, die die Beurteilung ihrer Leistungen in den einzelnen Pflichtgegenständen enthält. Eine Leistungsbeurteilung (in den Fällen des § 4 Abs. 2 lit. a) ist nicht vorzunehmen, so ferne die Schülerin/der Schüler wegen mangelnder Kenntnis der Unterrichtssprache (im Sinne des § 3 Abs. 1 lit. b) die erforderlichen Leistungen nicht erbringt.
Die Gestaltung des Zeugnisformulares ist durch Verordnung des zuständigen Bundesministers nach den Erfordernissen der einzelnen Schularten zu bestimmen.
Pflichtschulzeugnisse werden in Wien im Schulverwaltungsprogramm WiSion erstellt.
Dazu muss man entweder die Rolle „SchulleiterIn“ haben (kann Zeugnisse für die ganze Schule erstellen) oder die Rolle „LehrerIn“. Als LehrerIn kann man nur in der eigenen Klasse beurteilen bzw. in den Gegenständen und Klassen, in denen man unterrichtet. Mit der Rolle „Zeugnisbeauftragte/r“ kann man in der ganzen Schule Beurteilungen erstellen. Diese Rolle wird von der Schulleitung zugewiesen.
Zeugnisse können in WiSion erst erstellt werden, nachdem die Schulleitung alle SchülerInnen in einer KGE (Klassen-Gruppen-Einteilung) einer Klasse und den entsprechenden Gruppen zugeordnet hat und die aktuelle KGE freigegeben ist.
Bevor Zeugnisse befüllt werden können, müssen sie angelegt werden. Das kann die Direktion oder die Klassenführung oder der/die Zeugnisbeauftragte erledigen.

References: § 18
 § 26
 § 18
 § 20
 § 25
 § 22
 § 4
 § 3