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Timestamp: 2018-12-17 04:01:10+00:00

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Lexikon Steuer: EU-Erweiterung
Zum 01.05.2004 sind die nachfolgenden zehn Staaten in die EU aufgenommen worden: Estland , Lettland , Litauen , Malta , Polen , die Slowakische Republik , Slowenien , die Tschechische Republik , Ungarn und Zypern (nur der griechische Teil). Zum 01.01.2007 sind Bulgarien und Rumänien hinzugekommen.
Lohnsteuer-Abzugsverfahren
Bei der Prüfung der Einkunftsgrenzen i.S.d. § 1 Abs. 3 EStG (ggf. i.V.m. § 1a Abs. 1 Nr. 2 EStG ) ist immer auf das Kalenderjahr abzustellen (Auslandseinkünfte nicht über dem Grundfreibetrag ). Nach § 1 Abs. 3 EStG werden auf Antrag auch natürliche Personen als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt, die im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, soweit sie inländische Einkünfte im Sinne des § 49 EStG haben. Dies gilt nur, wenn ihre Einkünfte im Kalenderjahr mindestens zu 90 % der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder nicht mehr als den Grundfreibetrag im Kalenderjahr betragen.
Die Inanspruchnahme der Vergünstigungen des § 1a EStG setzt weiterhin voraus, dass der Steuerpflichtige die Höhe der nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte durch eine Bescheinigung der zuständigen ausländischen Steuerbehörde nachweist (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 5 EStG bzw. § 1a Abs. 1 Satz 1 EStG ). Im Lohnsteuer-Abzugsverfahren ist dieser Nachweis auch bei in einem EU-Mitgliedstaat wohnhaften Steuerpflichtigen durch Vorlage der Anlage Grenzpendler EU/EWR zu führen. Das früher insoweit mögliche vereinfachte Nachweisverfahren (z.B. durch Vorlage eines Steuerbescheides) ist nicht mehr anwendbar.

References: § 1
 § 1
 § 1
 § 49
 § 1
 § 1
 § 1