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Timestamp: 2019-02-19 02:28:22+00:00

Document:
Grundstück kaufen in Falkenstein OT Ermsleben: Vertragsfreie Gehölzfläche am Rande eines Industriegebietes - Deutsche Internet Immobilien Auktionen
Vertragsfreie Gehölzfläche am Rande eines Industriegebietes
Blick auf ungefähre Lage der Verkaufsfläche und auf östlich liegendes Betriebsgelände
Zuwegung gesperrt durch Betriebsgelände
Auktions-ID 299-0007
Startpreis 600 EUR *	von —
Auszug FNP
Adresse Nahe Industriegelände
Grundstücksgröße 2.537 m², lt. Grundbuchangabe.
Amtsgericht Quedlinburg von Ermsleben, Blatt 2423, Flur 1, Flurstück 239/31
Die Stadt Falkenstein/ Harz teilt im Schreiben vom 15.01.2019 Folgendes mit: Das Flurstück liegt im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Flächennutzungsplanes mit der Ausweis siehe Anlage (Auszug FNP Ermsleben). (Hinweis des Auktionshauses: Der Auszug FNP Ermsleben wurde unter Dokumente veröffentlicht.) Erschließungskosten im Sinne des BauGB und Ausbaubeiträge nach dem Kommunalabgabengesetz fallen im Jahr 2019/ 2020 keine an.
Des Weiteren teilte die Stadt Falkenstein/ Harz mit Schreiben vom 21.12.2017 dem Veräußerer u.a. mit: Lage im Außenbereich gem. § 35 BauGB. Es handelt sich um eine Gehölzfläche. Zustimmung zur Nutzung als Forstfläche. Es ist keine ausreichende Erschließung gesichert.
Der Landkreis Harz teilte in den Schreiben vom 27.11.2017 dem Veräußerer mit, dass für das Flurstück nach gegenwärtigem Kenntnisstand keine altlastenverdächtigen Flächen bzw. Altlasten sowie schädliche Bodenveränderungen bzw. Verdachtsflächen im Altlastenkataster erfasst sind und auf dem Flurstück keine Baulast im hiesigen Baulastenverzeichnis eingetragen ist. Das Flurstück wurde anhand der zurzeit vorliegenden Unterlagen (Belastungskarte) und Erkenntnisse überprüft. Erkenntnisse über eine Belastung der Fläche mit Kampfmitteln konnte anhand dieser Unterlagen nicht gewonnen werden, so dass davon auszugehen ist, dass bei Baumaßnahmen keine Kampfmittel aufgefunden werden.
Des Weiteren wurde mitgeteilt, dass das Flurstück weder ganz noch teilweise in einem Naturschutzgebiet oder als solchem einstweilig gesicherten Gebiet oder in einem Nationalpark noch befindet sich auf dem Flurstück ein Naturdenkmal oder ein gesetzlich geschützter Biotop liegt. Das Grundstück ist nicht Bestandteil eines Landschaftsschutzgebietes. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich der KrBaumSchVO des Landkreises Harz (geschützter Landschaftsbestandteil gem. § 29 BNatSchG). Gehölzentnahmen unterliegen der Genehmigungspflicht. Das Grundstück ist nicht Bestandteil eines FFH- oder Europäischen Vogelschutzgebiete, grenzt aber nördlich an das Besondere Schutzgebiet „Bode und Selke im Harzvorland (FFH-RL 92/43/EWG)“. Für diese Flächen gilt ein Verschlechterungsgebot.
Weiterhin teilte der Landkreis Harz im Schreiben vom 19.12.2017 dem Veräußerer u.a. Folgendes mit: Das Flurstück wird durch ein Fließgewässergrundstück Flurstück 103/11 geteilt.
An dem Gewässer sind im Wasserrecht Gewässerrandstreifen wie folgt definiert: Gewässerrandstreifen betragen im planungsrechtlich definierten Außenbereich für Gewässer 2. Ordnung 5 Meter. Der Gewässerrandstreifen umfasst das Ufer und den Bereich, der an das Gewässer landseits der Linie des Mittelwasserstandes angrenzt - beidseitig (bei ausgeprägter Böschungskante ab dieser landseits bemessen). Für das Grundstück wäre die Länge des angrenzenden Gewässers ca. 48 m (beidseitig!). Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktion der oberirdischen Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen. Hier gelten Verbotstatbestände gemäß § 38 WHG i. V. mit § 50 WG LSA. Nach § 38 Abs. 4 und 5 WHG ist z.B. die Umwandlung von Grünland in Ackerland und die Entfernung von standortgerechten Bäumen und Sträuchern (ausgenommen die Entnahme im Rahmen einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft) und die Neuanpflanzungen von nicht standortgerechten Bäumen und Sträuchern verboten. Die Errichtung nicht standortgebundener baulicher Anlagen, Wege und Plätze im Gewässerrandstreifen ist verboten (gem. § 50 Abs. 2 WG LSA).
Das Flurstück ist mit geringen Flächenanteilen (ca. 380 m²) Bestandteil eines festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Selke, gemäß § 76 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Es gelten die Schutzvorschriften nach § 78 Abs. 1 Satz 1 bis 9 WHG.
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt teilte dem Veräußerer per E-Mail vom 01.12.2017 und im Schreiben vom 04.12.2017 mit, dass sich nach Prüfung keine eingetragenen Baudenkmale befinden und nach gegenwärtigem Stand der Unterlagen von dem Flurstück keine archäologischen Kulturdenkmale bekannt sind.
Ergänzend dazu teilte der Landkreis Harz im Schreiben vom 18.12.2017 dem Veräußerer mit, dass für das Flurstück keine archäologischen Bodendenkmale bekannt sind. Baudenkmalpflegerische Belange sind nicht betroffen.
Falkenstein/Harz ist eine Stadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.
Der Ortsteil Ermsleben ist Verwaltungssitz der Stadt Falkenstein/ Harz. Die Stadt liegt am Nordostrand des Harzes und erstreckt sich vom engen Selketal im Harz über die oberen Täler einiger Eine-Nebenflüsse (Leine, Schwennecke) bis zum flacheren Gebiet des nördlichen Harzvorlandes. Die B 185 von Ballenstedt nach Aschersleben durchquert Ermsleben. Magdeburg ist ca. 55 km entfernt.
Das Verkaufsobjekt liegt westlich außerhalb der geschlossenen Ortslage und hier wiederum westlich eines Industriegebietes.
Die Umgebung besteht aus Wald- und Landwirtschaftsflächen. Nach Darstellung auf Kartenmaterial verläuft südlich eine ehemalige Bahnlinie, nördlich umfließt die Selke das Grundstück.
Internetadresse Gemeinde www.stadt-falkenstein-harz.de
Behörde Stadt Falkenstein/Harz, Markt 1, 06463 Falkenstein/Harz, Tel.: 034 743/ 960
Zum Aufruf kommt ein nahezu dreieckig geschnittenes Grundstück mit einer Grundstücksgröße von 2.537 m², lt. Grundbuchangabe. Bei dem Verkaufsobjekt handelt es sich um eine Gehölzfläche.
Eine Begehung des Verkaufsgrundstücks durch einen Mitarbeiter des Auktionshauses erfolgte infolge beschränkter Zufahrtsmöglichkeit sowie auf Grund der nicht eindeutig feststellbaren Lage nicht.
Lt. Kartenmaterial führt zwar in Verlängerung der Straße „Industriegelände“ ein unbefestigter Weg zum Verkaufsobjekt, in der Örtlichkeit ist dieser aber mit dem Hinweis auf ein Betriebsgelände versperrt. Insofern handelt es sich um ein gefangenes Grundstück ohne eigene Anbindung an öffentliches Straßenland und eine Zuwegung ist nur über Fremdflurstücke möglich. Dingliche und/oder privatschriftliche Vereinbarungen hinsichtlich der Zuwegung bestehen nicht. Der Meistbietende muss sich bezüglich der zukünftigen Zuwegung mit dem Eigentümer des bzw. der dafür zu nutzenden Grundstücke in Verbindung setzen.
Bilder 299-0007 - Vertragsfreie Gehölzfläche am Rande eines Industriegebietes

References: § 35
 § 29
 § 38
 § 50
 § 38
 § 50
 § 76
 § 78