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Timestamp: 2020-02-25 15:41:21+00:00

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einbürgerung..ect.unbefristeter aufenthalt
| 19.07.2008 23:38 |
hallo habe da mal eine frage...bin türke und in deutschland geboren lebe hier seit 35 jahren,besitze den türkischen pass..2 habe ein sohn ist 16 jahre alt besitzt den deutschen pass.ich habe für ihn das alleinige sorgerecht.3.bin seit 07.08.07 mit einer deutschen verheiratet........so aber ich bin wegen kleinigkeiten straffälig geworden wie z.b.thc,greraucht koka durch die nase.beamten beleidigung,körperverletzung,,,also wirklich nichts schlimmes,,ich war bei der ausländerbehörde und wollte einen antrag auf unbefristeten aufenthalt,oder die sollen mich einbürgern ,,,wissen sie was die dame gesagt hat wir müssen schauen ob sie überhaupt in deutschland noch bleiben können wegen der straftaten ich bin lachend raus und habe gesagt das sie vom anwalt hören wird...nochwas meine eltern,und geschwistern tanten,onkels sind alle eingebürgert worden nur ich nicht kann ein anwalt der spezial dieses ausländerrecht hat mir helfen gruss
Ihre Frage beantworte ich basierend auf dem eingestellten Sachverhalt und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt:
Sie sind mit einer Deutschen Staatsangehörigen verheiratet. Sie leben seit 35 Jahren in Deutschland und sind hier geboren.
Gem. § 9 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) sollen Ehegatten Deutscher unter folgenden Voraussetzungen (§ 8 StAG) eingebürgert werden:
Sie müssten handlungsfähig nach Maßgabe des § 80 AufenthG sein,
eine eigene Wohnung oder ein Unterkommengefunden haben,
sich und Ihre Angehörigen zu ernähren imstande sein
und es dürfte kein Ausweisungsgrund nach §§ 53, § 54 oder § 55 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 des Aufenthaltsgesetzes erfüllt sein.
Sie sagten, Sie wären wegen "Kleinigkeiten" straffällig geworden, thc, Kokain durch die Nase geraucht, Beamten beleidigt, Körperverletzung...
Wenn Sie wegen einer oder mehrerer vorsätzlicher Straftaten zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und die Vollstreckung der Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden ist, könnte dies Ihrer Einbürgerung engegenstehen. (vgl. § 54 Nr. 1 AufenthG)
Auch § 53 Nr. 2 AufenthG könnte einschlägig sein in Ihrem Fall, so dass auch hier ein Hinderungsgrung gegeben wäre.
Zudem sieht § 9 Abs. 1 StAG vor, dass Sie Ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren oder aufgeben und gewährleistet ist, dass Sie sich in die deutschen Lebensverhältnisse einordnen,
es sei denn, dass die Einbürgerung erhebliche Belange der Bundesrepublik Deutschland entgegenstehen.
Ansonsten sieht das Staatsangehörigkeitsrecht auch eine Einbürgerung nach § 10 vor.
Hier könnte wiederum problematisch die Voraussetzung des § 10 Nr. 5 StAG sein, die hier nicht gegeben zu sein scheint. Hiernach dürften Sie nicht wegen einer Straftat verurteilt worden sein.
Mangels genauer Angaben Ihrer strafrechtlich relevanten Vorbelastungen (insbesondere welche Strafen verhängt worden sind), kann an dieser Stelle keine abschließende rechtliche Wertung vorgenommen werden.
Ich hoffe Ihnen mit dieser ersten Orientierung weitergeholfen zu haben.
Sie können gerne noch von der Nachfragefunktion Gebrauch machen und für eine weitere Mandatierung stehe ich Ihnen nach Absprache zur Verfügung.
Rechtsanwalt J. Kagerer
Nachfrage vom Fragesteller	20.07.2008 | 01:20
danke erstmals für die super schnelle antwort note 1 von mir.....ich war noch nie im gefängniss das allerhöchste strafmass war 3 jahre bewährung könnte ich es mit anwaltlicher hilfe evt schaffen.oder kann ich mich direkt an sie wenden ....mfg
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2008 | 01:36
Sie können sich gerne ab Montag telefonisch an mich wenden.
Die Bewertungsfunktion steht Ihnen noch abschließend zur Verfügung.
Ergänzung vom Anwalt 20.07.2008 | 02:16
Sollten Sie gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben, bzw. hier straffällig geworden sein, dann könnte dies ein Hindernis für das Einbürgerungsverlangen sein.
Die Voraussetzungen des § 54 Nr. 3 AufenthG und § 55 Abs. 2 Nr. 4 könnten erfüllt sein und gegen Ihre Einbürgerung sprechen.

References: § 9
 § 80
 § 54
 § 55
 § 54
 § 53
 § 9
 § 10
 § 10
 § 54
 § 55