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Timestamp: 2020-05-29 11:18:57+00:00

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Die Lebensräume für die gesamte freilebende Tier- und Pflanzenwelt sind unter Mitwirkung der Jägerinnen und Jäger zu schützen und zu verbessern. Bei der Reviergestaltung sollen naturraumtypische Pflanzengesellschaften und Biotopstrukturen gefördert werden. Reviereinrichtungen sind harmonisch in das Landschaftsbild einzubinden.
Unabhängig hiervon ist für die Ostsee insbesondere auf die Entwicklungsmöglichkeiten in Form von Aquakulturen hinzuweisen.
Die schleswig-holsteinischen Küstengewässer der Ostsee bieten grundsätzlich naturräumliche Potenziale für die Entwicklung einer Aquakultur. Bei der Planung eines Aquakulturvorhabens müssen im Einzelfall Untersuchungen zu den maßgeblichen Parametern am konkreten Standort ebenso durchgeführt werden wie die Berücksichtigung des Arten- und Biotopschutzes sowie der Eingriffsregelung, wobei entsprechende Vermeidungs-, Minimierungs- und Ausgleichsmaßnahmen standortspezifisch zu ermitteln und umzusetzen sind.
Nutzung von Lagerstätten Die oberflächennahen mineralischen Rohstoffe des Planungsraumes sind für die Wirtschaftsräume des mittleren, östlichen und südlichen Schleswig-Holsteins von regionalwirtschaftlicher Bedeutung. Sand – Kies – Gemenge werden heute bereits an einigen Stellen im Nassverfahren gewonnen. Die Gewinnung von Kreide im Raum Lägerdorf ist von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Der Abbau von Lagerstätten ist in NSG, Gebieten, die die Voraussetzung einer Unterschutzstellung nach § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG als NSG erfüllen, Natura 2000- Gebieten, im Umfeld von Naturdenkmälern und Geschützten Landschaftsbestandteilen sowie im Bereich von gesetzlich geschützten Biotopen nicht zuzulassen. Zur Bedeutung der Geotope siehe Kapitel 2.1.1.2: Böden, Geotope und Archivböden.
Im Umbegungsbereich der NSG sowie der Gebiete, die die Voraussetzung einer Unterschutzstellung als NSG nach § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG erfüllen, von Waldflächen sowie gesetzlich geschützten Biotopen (§ 30 BNatSchG in Verbindung mit § 21 LNatSchG, zum Beispiel Moore, Sümpfe, Brüche, Nasswiesen, Dünen, Trockenrasen) darf der Abbau nur zugelassen werden, wenn der Eingriff zu keiner dauerhaften Beeinträchtigung der genannten Gebiete und Landschaftsteile führt. Dieses ist durch Gutachten oder im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Begleitplanung nachzuweisen.
Einige Lagerstätten befinden sich in der Nähe von Natura 2000-Gebieten. Gemäß § 34 BNatSchG sind alle Vorhaben, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Schutzziele führen können, grundsätzlich nicht zulässig. Eine entsprechende (Vor-) Prüfung ist erforderlich.
Die Sand- und Kiesentnahme in der Nordsee im Seegebiet zwischen dem Nationalpark und der 12-Seemeilengrenze soll grundsätzlich nicht erfolgen (siehe Kapitel 4.2.2: Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Weltnaturerbe).
Oberflächennahe Rohstoffe unter Waldbeständen dürfen nur ausnahmsweise abgebaut werden. Hier finden der § 9 LWaldG und die Kapitel 3 und 4 LNatSchG Anwendung. Gleichzeitig wird auf den besonderen Schutz von Naturwäldern (§14 LWaldG) hingewiesen
Zu den in Hauptkarte 3, Blatt 1 und Blatt 2 dargestellten Lagerstätten und Rohstoffvorkommen werden, soweit erforderlich, nachfolgende überregionale landschaftsplanerische Hinweise und Empfehlungen aus Sicht des Naturschutzes gegeben. Sie sind in anderen Planungsverfahren zu berücksichtigen, wobei den Einzelfallentscheidungen, auch in künftigen Genehmigungsverfahren für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe, nicht vorgegriffen wird.
Mit dem Landschaftsrahmenplan werden Hinweise aus naturschutzfachlicher sowie naturschutzrechtlicher Sicht gegeben, die dann gemeinsam mit anderen Interessen und unter Vorgaben des Landesentwicklungsplans im Regionalplan bei der Darstellung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für die Rohstoffsicherung abgewogen werden.
Hollingstedt Ein Teil der nutzbaren oberflächennahen Rohstoffe ist hier bereits abgebaut. Bei einem weiteren Sand- und Kiesabbau ist sicherzustellen, dass die Gebiete, die die Voraussetzung einer Unterschutzstellung nach § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG (NSG) oder nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG (LSG) LNatSchG erfüllen, das Wasserschutzgebiet sowie die bestehenden LSG nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus ist anzumerken, dass sich unmittelbar südlich angrenzend das FFH-Gebiet „Wald bei Hollingstedt“ befindet.
Glüsing Der größte Teil der nutzbaren oberflächennahen Rohstoffe ist hier bereits abgebaut. Weitere Abbauvorhaben bedürfen wegen der Lage im Wasserschutzgebiet, der Nähe zum LSG „Steenkrooger Moor“ und zum Golfplatz einer besonders sorgfältigen Prüfung. Bei weiteren Abbauvorhaben ist sicherzustellen, dass das Wasserschutzgebiet und das LSG „Steenkrooger Moor“ nicht beeinträchtigt werden.
Pahlen Seit Jahren wird in diesem Raum schwerpunktmäßig Sand- und Kiesabbau betrieben. Über die jetzige Inanspruchnahme hinaus wären weitere Abbauvorhaben aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege nördlich der L 172 möglich. Südlich der Straße sollte ein weiterer Abbau zum Schutz der Gletscherrandablagerungen des Schalkholzer Zungenbeckens nicht erfolgen. Die Entscheidung über die Zulässigkeit von Abbauvorhaben ist der Abwägung im Einzelfall vorbehalten.
Barkenholm Ein Abbau ist hier wegen der kleinteilig strukturierten Landschaft aus naturschutzfachlicher Sicht kritisch zu bewerten. Eine Inanspruchnahme dieses Vorkommens wäre aus naturschutzfachlicher Sicht jedoch einem Abbau im Bereich Bunsoh vorzuziehen. Bei einem Abbau wäre sicherzustellen, dass das Wasserschutzgebiet nicht beeinträchtigt wird.
Schalkholz – Bergelieth Südöstlich von Schalkholz (östlich der L 149) wird seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig Sand- und Kiesabbau betrieben. Weitere Abbauvorhaben werden aufgrund der Belange zum Schutz der Gletscherrandablagerungen des Schalkholzer Zungenbeckens und der Belange des Grundwasserschutzes (Wasserschutzgebiet „Linden“) in Richtung Westen als sehr kritisch eingestuft. Der ohnehin schon erhebliche Eingriff in das Landschaftsbild würde sich durch weitere Ausweitung erheblich verstärken und sich auf Dauer nachhaltig negativ auf den gesamten Landschaftsbereich auswirken. Im Einzelfall wären besonders sorgfältige Prüfungen erforderlich, um sicherzustellen, dass das geplante Wasserschutzgebiet sowie die Struktur des Geotopes als Ganzes nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus sind in diesem Gebiet die Belange des archäologischen Denkmalschutzes zu beachten. Im Umfeld von Rederstall und Bergelieth sollte ein Rohstoffabbau zum Schutz des Landschaftsbildes (Niederungsbereich, Übergang zum Schwerpunktbereich 185 „Obere Broklandsau (Niederung Osterau / Lindener Au/ südlich Rederstall)“) möglichst nicht erfolgen.
Tellingstedt Der Sand- und Kiesabbau ist in diesem Bereich weitgehend abgeschlossen. Bei einem weiteren Abbau ist sicherzustellen, dass das Gebiet „Dellstedter Moor und Dörplinger Moor“ (Gebiet erfüllt die Voraussetzung einer Unterschutzstellung als LSG nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG), das Wasserschutzgebiet „Linden“ und die Eignungsbereiche zum Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus ist zu gewährleisten, dass das nordöstlich angrenzende Vogelschutzgebiet „Eider-Treene-Sorge-Niederung“ (hier das Dellstedter Birkwildmoor und südwestlich angrenzende Bereiche) nicht beeinträchtigt wird.
Bunsoh Unter Beachtung der Belange des archäologischen Denkmalschutzes ist ein Abbau des Rohstoffvorkommens aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege als äußerst kritisch einzuschätzen. Das LSG „Schalenstein“ darf nicht beeinträchtigt werden.
Jützbüttel Bei einem Abbau des Rohstoffvorkommens sind die Belange des archäologischen Denkmalschutzes zu beachten.
Vierthof Im nördlichen Bereich überlagert sich die Sand- und Kieslagerstätte mit dem FFH-Gebiet „Gieselautal“ und dem LSG „Gieselautal“. Außerdem befinden sich hier zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope und Ausgleichsflächenkomplexe. Ein Abbau der oberflächennahen Rohstoffe ist hier äußerst kritisch zu beurteilen. Im Bereich Grünental ist der Rohstoffabbau im Norden weitgehend abgeschlossen. Teile des Vorkommens liegen hier sowie im westlich angrenzenden Raum Vierthof unter Wald; ein Abbau ist deshalb hier aus naturschutz- und forstfachlicher Sicht kritisch zu sehen. Auf Abbauvorhaben finden nach Einzelfallprüfung die Bestimmungen des LWaldG und des LNatSchG Anwendung. Unter Beachtung der Belange des archäologischen Denkmalschutzes und des Grundwasserschutzes (Wasserschutzgebiet „Odderade/ Vierthof“) ist ein Abbau des Rohstoffvorkommens aus der Sicht des Naturschutzes und der Denkmalpflege möglich.
Quickborn Große Teile im nördlichen Bereich des Rohstoffvorkommens liegen unter Wald. Ein Abbau ist daher aus natur- und forstwirtschaftlicher Sicht kritisch zu sehen. Ein Abbau darf nur zugelassen werden, wenn das geplante Wasserschutzgebiet, der Forst „Christianslust“ und die LSG „Quickborner Schanze“ und „Klev- und Donnlandschaft bei St. Michaelisdonn“ nicht erheblich und / oder dauerhaft beeinträchtigt werden. Darüber hinaus sind die Belange der Denkmalpflege (Hügelgräber, Schanze) entsprechend einzubeziehen.
Kuden – Buchholz In diesem südöstlich an das Rohstoffvorkommen „Quickborn“ angrenzenden Raum wurde seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig Sand-, Quarz- und Kiesabbau betrieben. Der Abbau ist weitgehend abgeschlossen. Ein weiterer Abbau darf nur zugelassen werden, wenn das geplante Wasserschutzgebiet und das LSG „Klev- und Donnlandschaft bei St. Michaelisdonn“ sowie die Eignungsbereiche für den Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems nicht erheblich und/ oder dauerhaft beeinträchtigt werden.
Weddingstedt Große Teile des Vorkommens liegen unter Wald sowie in einem besonders vielfältig und kleinteilig strukturierten Landschaftsausschnitt. Ein Abbau ist daher aus natur- und forstwirtschaftlicher Sicht kritisch zu sehen.
Nindorf-Bargenstedt Teile der Lagerstätte liegen unter Wald und größeren Ausgleichsflächenkomplexen, so dass ein Abbau aus natur- und forstwirtschaftlicher Sicht kritisch zu sehen ist.
Bokelberg – Vierhof – Muldsberg – Reseliethberg – Nienbüttel sowie Bahrenhoop Der Abbau ist beendet. Die weiteren Vorkommen liegen in einem sehr sensiblen Raum, der im Schwerpunktbereich des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems liegt. Alle Teilflächen liegen in einem Gebiet mit hoher Erholungseignung, das die Voraussetzung einer Unterschutzstellung als LSG nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG erfüllt. Gleichzeitig handelt es sich um ein geplantes Wasserschutzgebiet, das sich durch einen für den Planungsraum sehr hohen Waldanteil auszeichnet. Ein Abbau erscheint daher nur in besonderen Einzelfällen möglich.
Reher – Jahrsdorf – Peissen Das Rohstoffvorkommen am Westrand des Peissener Lochs ist aus mehrfacher Sicht problematisch. Ein Abbau ist mit den Zielen des Schutzgebiets- und Biotopverbundes nur schwer vereinbar. Dieser Bereich ist auch für die Neuwaldbildung von Interesse. Dadurch würden auch die Belange des Grundwasserschutzes unterstützt. In der Summe der entgegenstehenden Belange wird ein Abbau sehr kritisch gesehen.
Poyenberg – Silzen – Hohenfiert – Altenjahn Die Rohstoffvorkommen liegen im Naturpark Aukrug. Sie reichen nach Westen in die Subrasionssenke des Peissener Lochs hinein. Diese ist ebenso wie das in Hohenfiert östlich der Kreisstraße gelegene Trockental als Geotop dargestellt. Im nordöstlichen Bereich ist der Abbau weitgehend abgeschlossen. Die Rohstoffvorkommen schließen hier historisch alte Waldstandorte ein. Zumindest im Bereich der Eichenwälder kann hier einem Abbau nicht zugestimmt werden. Südlich der Ortslage Silzen sind große Bereiche bereits im Abbau oder zum Abbau genehmigt. Der Abbau selbst stellt zum Teil einen erheblichen Eingriff in das Geotop Peissener Loch dar. Zum Schutz des Geotopes sowie aufgrund von Überlagerungen mit dem Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems und Bereichen, die die Voraussetzung für eine Unterschutzstellung nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG erfüllen (Peissener Loch, Naturpark Aukrug), wird hier ein weiterer Abbau kritisch gesehen. Im Osten schließt sich unmittelbar an das Rohstoffvorkommen der Schierenwald an, der als FFH- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen wurde. Bei den Flächen westlich der B 77 an der Kreisgrenze handelt es sich um ein bereits beendetes Abbauvorhaben. In der Gemeinde Peissen sind größere Abbauvorhaben östlich Helenenhof und südlich der B 77 ebenfalls beendet (Nachnutzung Naturschutz bzw. Solarpark). Direkt südlich Helenenhof befindet sich ein aktueller Abbau.
Hollenbek – Oeschebüttel Die in Oeschebüttel dargestellten Bereiche erfüllen in Teilbereichen die Voraussetzung für eine Unterschutzstellung als LSG nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG. Sie sind zum Teil von naturnahem Laubwald bestockt und landschaftlich reizvoll. Ein weiterer Abbau wird hier kritisch gesehen.
Schlotfeld Die Flächen liegen beiderseits der B 77 im Übergangsbereich von der bewaldeten Altmoräne bei Itzehoe zum Lockstedter Sander. Angrenzend nach Osten wie nach Süden liegen für den Naturschutz bedeutsame Bereiche wie das FFH-Gebiet „Rantzau-Tal“. Die Realisierung des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems ist durch die Umsetzung des Integrierten Fließgewässerschutzkonzeptes im Zuge der Rantzau-Renaturierung durch den Wasserverband erfolgt. Im Rahmen des Abbaues ist daher nicht das Gewässer, sondern die etwas nördlicher verlaufende ehemalige Bahntrasse (jetzt Fuß- und Radweg) als südliche Abgrenzung zu wählen. Gegen einen Abbau im Bereich der nördlich hiervon dargestellten Flächen bestehen keine grundsätzlichen Bedenken.
Kremper Marsch Verwertet wird der Marschenton derzeit noch von der letzten von ursprünglich bis zu 38 Ziegeleien in Glückstadt. Nicht genehmigungsfähig erscheinen die Flächen angrenzend an das im „Borsflether Außendeich“ ausgewiesene FFH- und Vogelschutzgebiet. Im nördlichen Teil sind Überschneidungen mit dem Wasserschutzgebiet „Krempermoor“ gegeben, die möglicherweise zu Einschränkungen führen. Weitere, einem Abbau entgegenstehende, Belange sind die Erholungseignung und die Erhaltung der Oberflächenstruktur mit zum Teil sehr ausgeprägten Beeten und Grüppen.
Ottenbüttel Ein Abbauschwerpunkt besteht nördlich von Itzehoe westlich der A 23 in Ottenbüttel. Auf rund 40 Hektar sind die Abbauvorhaben weitgehend beendet und befinden sich in der Rekultivierungs-/ Verfüllungsphase. Eine Wiederherstellung der Oberfläche ist zum Teil wegen des Umgebungsschutzes der Bodendenkmale erforderlich und erfolgt mit Abraumböden der Erweiterung der Kreidegrube Heidestraße und Aushubböden aus Itzehoe und Umland. Weitere 40 Hektar Fläche befinden sich aktuell im Abbau bzw. liegen hier bereits entsprechende Abbaugenehmigungen vor.
Hohenfelde In der Gemeinde Hohenfelde ist im Zuge der A 20 - Planung eine 30 Hektar große Sandentnahmefläche planfestgestellt worden. Die Fläche schließt direkt nördlich an das NSG „Baggersee Hohenfelde“ an. Einem Abbau in dem im Norden der Gemeinde Horst zwischen der A 23 und der L 100 gelegenen Bereich kann nur zugestimmt werden, wenn gewährleistet ist, dass das NSG „Baggersee Hohenfelde“ nicht beeinträchtigt wird.
Sarlhusen Einem Abbau in dem südlich der Gemeinde Sarlhusen liegenden Gebiet kann aus Sicht des Naturschutzes nicht zugestimmt werden. Der Bereich liegt in einem besonders charakteristischen Landschaftsteil des Naturparkes Aukrug und erfüllt die Voraussetzung für eine Unterschutzstellung als LSG nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG.
Dägeling Ein Abbau in dem Bereich zwischen der Ortslage Dägeling und der A 23 bedarf einer eingehenden Prüfung. Dieser Abbaubereich weist unter anderem eine hohe Knicknetzdichte auf. Der westliche Teil des Rohstoffvorkommens liegt zudem in dem FFH-Gebiet „Binnendünen Nordoe“. Eine Beeinträchtigung des Gebietes ist auszuschließen.
Südlich der Straße Holm-Etz ist ein Abbau der Rohstoffe aus Gründen der Erholungsnutzung und der Landschaftspflege nicht zuzulassen.
Die Lagerstätte befindet sich im LSG „Mittlere Pinnau“.
Der Abbau dieses Sand-Kies-Vorkommens kann bei einer vollständigen Nutzung nur im Nassabbau erfolgen. Beim Abbau ist auf die Erhaltung des Talraumes der Pinnau als Schwerpunktbereich im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems zu achten, zumal dieser Bereich als FFH-Gebiet ausgewiesen ist.
Der Abbau im Bereich Bokel/ Bokeler Mühlenteich/ Forst „Hasselbusch“ sowie die anschließenden Renaturierungsmaßnahmen sollen in diesem Bereich unter Berücksichtigung der Erholung erfolgen. Des Weiteren sollten bei weiteren Planungen die, durch die bereits erfolgten Renaturierungsmaßnahmen entstandenen trockenen Sonderstandorte berücksichtigt werden. Bei weiteren Planungen sollte die Entwicklung weitere Trockengebiete mit Biotopqualitäten fokussiert werden. Auch der landschaftsgebundenen Erholung ist besonders Rechnung zu tragen.
Eine Nutzung des Vorkommens im Lutzhorner Gehege ist ausgeschlossen, da dieser Wald aus forstlichen und landeskulturellen Gründen erhalten werden muss.
Aufgrund der Kleinräumigkeit des Tonvorkommens ist die Vereinbarkeit mit dem LSG östlich von Moorrege in besonderem Maße zu prüfen.
Bornhöved – Damsdorf – Stocksee – Daldorf – Gönnebek – Schmalensee – Tarbek – Tensfeld
In diesem größten zusammenhängenden Abbaugebiet des Kreises Segeberg befinden sich in den Gemeinden Damsdorf, Tensfeld und Stocksee viele Lagerstätten im Planungszustand, im Abbau oder sind bereits komplett ausgekiest und renaturiert.
In den Gemeinden Damsdorf und Tensfeld ist ein Abbau auf Flächen östlich der L 68 wegen der Lage im LSG „Stocksee-Tensfelder Au“ und im Naturpark Holsteinische Schweiz nicht zuzulassen. Bei Abbauvorhaben im Naturpark Holsteinische Schweiz ist die Erholungsfunktion dieses Gebietes in besonderem Maße zu beachten.
Bei Abbauvorhaben südlich der K 52 in den Gemeinden Tensfeld, Tarbek und Daldorf sind ausreichend große Abstände zu Wäldern und sonstigen Gehölzbeständen einzuhalten.
Ein Abbau der Kies- und Sandvorkommen soll nur auf Flächen südlich von Tarbek (L 69) sowie nördlich von Gönnebek erfolgen.
Die verbleibenden Landschaftsteile sind aus Gründen des Naturschutzes, des geologischen Formenschutzes und des archäologischen Denkmalschutzes von Abgrabungen freizuhalten. Aus Naturschutzgründen sind die reich gegliederten Landschaftsbereiche, insbesondere mit bedeutsamen Knickstrukturen zwischen Tarbek und Schmalensee, östlich Schmalensee, nördlich Trappenkamp und westlich Bornhöved / A 21 erhaltenswürdig.
Aus Gründen des archäologischen Denkmalschutzes sind insbesondere die Bereiche Grimmelsberg nördlich der Ortslage Tarbek und der Bereich des Grabhügels “Kongsbarg“ westlich der Ortslage Bornhöved / A 21 sowie deren Umgebungsschutzbereiche, die in diesem Gebiet in einem kulturhistorisch großflächigem Zusammenhang zu sehen sind, von Abbauvorhaben auszusparen.
Blunk – Pettluis – Hamdorf – Negernbötel
Im nördlichen Bereich der Gemeinde Blunk ist aufgrund des hohen Grundwasserstandes ein Abbau überwiegend nur im Nassabbau sinnvoll. Der Abbau der kieshöffigen Substrate würde wegen der geringen Mächtigkeit eine großräumige Beanspruchung der Landschaft bedeuten und ist insbesondere wegen der Nähe zum FFH-Gebiet „Tarbeker Moor“ kritisch mit den Naturschutzbelangen abzuwägen.
Im Bereich Pettluis befinden sich flächendeckend zusammenhängende Waldflächen. Zum Schutz dieser sollten hier keine Abbauvorhaben zugelassen werden.
In der Gemeinde Negernbötel soll ein Abbau lediglich westlich der Ortslage im Bereich Stüff stattfinden, der über einen Teillandschaftsplan vorbereitet wurde.
Der noch vorhandene Abbau in Hamdorf sollte nicht erweitert werden, insbesondere wegen seiner Lage im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem mit der Grünbrücke Negernbötel. Östlich von Hamdorf befinden sich gesetzlich geschützte Binnendünen, in deren Bereich ein Abbau unzulässig ist.
Wittenborn – Bark – Kükels – Högersdorf
Als östliche Begrenzung des Abbaugebietes Wittenborn, Bark, Kükels ist die Gemeindestraße Kükels - Wittenborn festzulegen, da zwischen Straße und Mözener See ein Schwerpunktbereich des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems betroffen ist. Die Lagerstätte berührt im westlichen Teil die NSG „Barker Heide“ und „Wittenborner Heide“ und darüber hinaus die dortigen Natura 2000-Gebiete. Ein Abbau bedarf einer vertieften Prüfung der Auswirkungen auf die betroffenen Naturschutzbelange.
In Högersdorf ist das vorhandene Abbaugebiet auf die Flächen beidseitig der K 47 zu begrenzen. Der hohe Biotopwert der dortigen kleinräumigen, strukturreichen Landschaft ist besonders zu beachten.
Heidmühlen – Rickling – Großenaspe – Bimöhlen
Die Landschaft im Bereich Heidmühlen, Rickling und Bimöhlen ist geprägt durch das FFH-Gebiet „Osterautal“ mit seinen Quellflüssen Radesforder Au und Rothenmühlenau, Binnendünen, Hoch- und Zwischenmooren (NSG „Halloher Moor“, „Stellbrookmoor“ und „Hasenmoor“). Dieses Gebiet - nördlich angrenzend an den Segeberger Forst und mit dem nahegelegenen Wildpark Eekholt - hat sowohl als Teil des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems als auch als Naherholungsgebiet eine hohe Bedeutung. Kiesabbauvorhaben sind hier mit den Belangen des Naturschutzes nicht vereinbar.
Kies- und Sandabbau sollten weiterhin auf den Bereich Großenaspe konzentriert bleiben. Für Flächen in Großenaspe bestehen bereits Abbaugenehmigungen.
Todesfelde – Fredesdorf
Aus übergeordneter Sicht bestehen gegen einen Rohstoffabbau keine Bedenken.
Der hohe Biotopwert der dortigen kleinräumigen, strukturreichen Landschaft ist besonders zu beachten. Insbesondere gilt dieses für die relativ hohe Knickdichte.
Lentföhrden – Nützen
Östlich der B 4 liegt ein großflächig zusammenhängendes Abbaugebiet mit einem genehmigten Gesamtgestaltungsplan. Auf Flächen westlich der B 4 soll ein Abbau aus landschaftspflegerischen Gründen nicht erfolgen, da hier zahlreiche Trocken- und Feuchtgebiete auftreten und zwei Gebiete die Voraussetzung als NSG gemäß § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG erfüllen (NSG „Heidkatener Heide“ und „Grotmoor“). Darüber hinaus liegt hier das Natura 2000-Gebiet „Kaltenkirchner Heide“.
Föhrden – Barl – Wrist
Abbauvorhaben sollen in diesem Bereich, in dem sich auch ein Natura 2000-Gebiet befindet, aus Gründen des Naturschutzes (Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem) südlich der Bramau und wiederum nur südlich der Ortsverbindungsstraße Föhrden-Barl - Wrist erfolgen.
Seth – Oering – Borstel
Im Bereich Oering-Borstel liegt ein großflächiges, bereits genehmigtes Abbaugebiet für Nass- und Trockengewinnung, für das ein zusammenhängendes Gestaltungskonzept vorliegt. Im Falle von Erweiterungen sind hier im Wesentlichen die vorhandenen Knickstrukturen zu beachten.
KremsI Bebensee
Die Abbauflächen westlich der B 432 sind zu wesentlichen Teilen unter Beachtung des angrenzenden FFH-Gebietes „Leezener Au-Niederung und Hangwälder“ genehmigt und teilweise bereits abgebaut und renaturiert.
Eine Erweiterung nach Osten in Richtung Bebensee kann nur unter naturschutzfachlicher Beachtung der dortigen zum Teil engmaschigen Knickstrukturen erfolgen.
Glashütte – Harksheide
Ein Abbau kommt im nördlichen Bereich aufgrund des bestehenden FFH-Gebietes „Glasmoor“, das zudem die Voraussetzungen gemäß § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG als NSG erfüllt, nicht in Betracht. Im süd-östlichen Bereich ist das FFH-Gebiet „Wittmoor“ einschließlich notwendiger Randzonen frei zu halten.
Der Campingplatz mit den dazugehörigen Naherholungsfunktionen ist zu beachten. Auf Grund der Lage im LSG „Großer Segeberger See“ ist eine Erweiterung des Kiesabbaues mit den Belangen des Naturschutzes und der Erholung abzuwägen.
Bei Abbauvorhaben sind vorhandene Knick- und sonstige Gehölzstrukturen als Vernetzungselemente zu beachten.
Zukünftige Abbauvorhaben sind auch weiterhin auf Flächen nördlich und südlich der L 167 zu beschränken. Der Bereich südlich Bebensee (Blocksberg) ist wegen seiner bedeutsamen Amphibienvorkommen für den Abbau aus Artenschutzgründen ungeeignet.
Bei Abbauvorhaben sind insbesondere das dichte Knicknetz und ausreichende Waldabstandsflächen zu beachten.
Bei Abbauvorhaben im Naturpark Holsteinische Schweiz ist die Erholungsfunktion dieses Gebietes in besonderem Maße zu beachten. Knicks und sonstige geschützte Biotope wie beispielsweise Kleingewässer sind zu erhalten.
Bei Abbauvorhaben des in der Gutslandschaft liegenden Rohstoffvorkommens sind die gliedernden Landschaftselemente aus Gehölzstrukturen und Kleingewässern zu erhalten. Die randliche Lage im Naturpark Holsteinische Schweiz und zum Vogelschutzgebiet „Wardersee“ ist zu beachten.
Wittorf – Gadeland
Bei Abbauvorhaben sind vorhandene Knick- und sonstige Gehölzstrukturen als Vernetzungselemente zu beachten. Ausreichende Waldabstandsflächen sind einzuhalten.
Das sehr kleinräumige Vorkommen erscheint für eine gewerbsmäßige Rohstoffgewinnung nicht geeignet. Abstände zu Wald- und Knickstrukturen sind zu beachten.
Der hohe Biotopwert der dortigen kleinräumigen, strukturreichen Landschaft ist besonders zu beachten. Insbesondere gilt dies für die relativ hohe Knickdichte. Auf Grund der Lage mittig zwischen den Teilgebieten des Vogelschutzgebietes „Kisdorfer Wohld“ ist hier ein Rohstoffabbau abzulehnen.
Bei einem Abbau des Kreidevorkommens ist auf den Schwerpunktbereich des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems, in dem das NSG „Bewerlohmoor“ liegt, in besonderem Maße Rücksicht zu nehmen. Gliedernde Landschaftselemente wie Waldflächen, Knicks und Gewässer sind zu erhalten.
Lägerdorf Der Abbau der Kreidevorkommen hat in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen. Derzeit gibt es Bemühungen die Grube Saturn Richtung Süden östlich des Förderbandes und der Ortslage Lägerdorf – Moorwiesen und Moorstücken – um 170 Hektar auszudehnen. Die betreffenden Bereiche sind im Regionalplan als Vorranggebiet für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe dargestellt. In dem hier betrachteten Raum ist eine Reihe von konkurrierenden Belangen, wie beispielsweise die direkt östlich angrenzenden 240 Hektar planfestgestellter Kompensationsflächen des Bundes für die A 20, zu berücksichtigen. Vorhandene und geplante Siedlungsflächen der Gemeinden Lägerdorf und Münsterdorf erfordern abbautechnische und Lärmschutz bedingte Abstände. Ersteres gilt auch für die vorhandene Infrastruktur von Eisen- und Autobahnen, Landes- und Kreisstraßen. Naturschutzbelange sind besonders im Westen des Kreidevorkommens (bewaldete Binnendüne, teilweise vermoorte Dolinen, Kammmolchvorkommen) als auch im Osten (Schwerpunktbereich des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems, Gebiet, das die Voraussetzung einer Unterschutzstellung nach § 26 BNatSchG in Verbindung mit § 15 LNatSchG erfüllt). Dazu sind erhebliche Teile möglicher Abbauflächen mit Wald bestockt.
Wilstedt/ Tangstedt
Die bisherigen Abbauverfahren sind weitestgehend abgeschlossen. Es wird noch ein Trocken- und ein Nassabbau betrieben.
Die anschließenden Renaturierungsmaßnahmen sollen unter Berücksichtigung der Erholung und der Erhaltung beziehungsweise Schaffung von schützenswerten Biotopen erfolgen.
Die Abbauflächen dieses Gebietes liegen in der Schutzzone III eines Wasserschutzgebietes. Bei der Wiedereingliederung der Abbaubereiche ist die verminderte Filterwirkung zu beachten. Im Bereich der Oher Tannen ist auf die Belange der Forstwirtschaft und der Naherholung besonders zu achten.
Das Vorkommen grenzt südlich an das NSG „Billetal“ an. Der erweiterte Talbereich der Bille gehört zu dem Entwicklungs- und Schwerpunktbereich für Erholung „Sachsenwald“, eines der am meisten besuchten Naherholungsgebiete im Nachbarraum von Hamburg.
Da im Zuge eines wirtschaftlichen Abbaus mit der Entstehung von Wasserflächen zu rechnen ist, sind die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse zu beachten. Weiterhin sollten bei einem Abbau genügend Pufferflächen zu den Schutz- und Erholungsgebieten festgelegt werden, die durch Detailplanungen, zum Beispiel Landschaftspläne, zu untersuchen sind.
Das Gebiet wird als Naherholungsgebiet genutzt. Bedeutsam ist die Schutzwürdigkeit des Gebietes. Im Bereich der Ammersbek/ Hunnau-Niederung besteht das NSG „Ammersbeker Niederung“. Ein Abbau findet zurzeit nicht statt, ist aber bei der Planung und Ausführung von Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Im Hinblick auf die Besonderheiten der Lagerstätte (Quarzsande) sind bei Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen Möglichkeiten für einen späteren Abbau zu erhalten.
Aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege sollte ein Abbau nicht erfolgen, da dieses Gebiet unter Landschaftsschutz steht, teilweise als Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem ausgewiesen ist und eine reichhaltige Knickstruktur aufweist.
Aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege sollte ein Abbau nicht erfolgen. Das, auch als FFH-Gebiet ausgewiesene, Tal der Trave ist zu erhalten.
Nördlich und westlich von Lanze stehen im Stecknitz-Tal großflächig Sand-Kies-Gemische an. Ein Abbau dieser Rohstoffe ist aus Gründen des Natur- und Geotopschutzes nicht zuzulassen.
Hamwarde – Wiershop
In diesem Gebiet stehen Sande und Kiese an, die fast ausschließlich im Trockenabbau gewonnen werden können. Bei Abbautiefen von teilweise über 20 Metern sind in diesem Gebiet erhebliche Eingriffe die Folge des Abbaus.
Die für die vorhandenen Eingriffe und geplanten Abbaumaßnahmen vorgesehenen Ausgleichs- und Renaturierungsmaßnahmen sollten in einem Gesamtkonzept (zum Beispiel Landschaftsplan) dargestellt werden.
Da bereits durch die bestehenden Kiesabbau- und Deponievorhaben schwerpunktmäßig im östlichen Teilbereich Ausgleichsflächen in größerem Umfang liegen, stehen diese für einen künftigen Abbau nicht zur Verfügung.
Büchen – Bröthen
Ein Abbau wäre aufgrund der Mächtigkeit der sand-kiesführenden Schichten von 10 bis 30 Metern fast nur im Nassverfahren möglich, so dass er aus naturschutzfachlicher Sicht auszuschließen ist. Der größte Teil dieser Lagerstätte liegt im Naturpark „Lauenburgische Seen“, für den trockenwarme Sanderflächen naturraumtypisch sind. Das Gebiet der Stecknitz (Delvenau) ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ein Abbau ist hier, in den Gebieten mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems sowie im Bereich der Geotope, nicht zuzulassen. Ein Abbau ist in den hier vorhandenen Natura 2000–Gebieten ebenfalls auszuschließen. Außerhalb dieser oben genannten Gebiete ist ein Abbau nur im Trockenabbauverfahren zulässig. Hierbei sollten möglichst natürliche, halbnatürliche oder naturnahe Ökosystemtypen geschaffen werden.
Gegenwärtig findet in einem verhältnismäßig kleinen Abbauvorhaben direkt östlich angrenzend an das NSG „Stecknitz-Delvenau-Niederung“ ein Kiesabbau statt. Weitere Abbauvorhaben wären in diesem Bereich der intensiven ackerbaulichen Nutzung denkbar, wenn die Flächen anschließend sich selbst überlassen werden bzw. zu den oben genannten Ökosystemtypen entwickelt werden.
Die in Groß Pampau ehemals vorhandenen Kiesvorkommen sind weitestgehend abgebaut. Die Flächen werden als Ausgleichsflächen entwickelt. Im südöstlichen Bereich sind geringe Kiesmächtigkeiten vorhanden, die außerhalb der Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems abgebaut werden können.
Klein Pampau, Groß Pampau
Dieses Rohstoffvorkommen enthält Tone mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von über 40 Metern, die hinsichtlich ihrer Qualität noch untersucht werden müssen. Große Bereiche liegen unter Wald und in Gebieten mit besonderen ökologischen Funktionen. Diese sind von einem Abbau auszuschließen. Bei einem Abbau ist der Erhalt des Geotopes sicherzustellen.
Im Bereich östlich der Gemeindestraße 111 in Groß Pampau befindet sich ein genehmigter Tonabbau.
Die in der Hauptkarte 3 dargestellten Bereiche grenzen direkt an Natura 2000-Gebiete, NSG sowie größere Waldflächen an bzw. werden von diesen überlagert. Zudem liegen sie zum Teil in dem landschaftlich wertvollen Bereich des Naturparkes „Lauenburgische Seen“.
In diesen Bereichen bzw. in den Übergangszonen zu diesen Bereichen ist ein Abbau aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zur Sicherung der Erholungseignung nicht zuzulassen.
Zwischen den Ortschaften Lütau und Dalldorf liegen Tonvorkommen. In der östlichen Teilfläche erfolgte außerhalb des Waldes in der Vergangenheit ein Tonabbau, der inzwischen abgeschlossen ist.
Ein Abbau unter den Waldflächen ist hier grundsätzlich nicht zuzulassen. Insbesondere die östliche Waldfläche weist wertvolle Waldgesellschaften (Eichen-Birken-Wald, Eichen-Hainbuchen-Wald) auf. Dieser Bereich liegt außerdem teilweise im Bereich des dortigen Geotopes (Kliff, Tunneltal), so dass ein Abbau der Rohstoffe aus Gründen des Natur- und Geotopschutzes nicht zuzulassen ist.
Siebeneichen – Roseburg
Dieses Rohstoffvorkommen schließt nördlich an die Lagerstätte Büchen - Bröthen an und umfasst großflächig kiesige Sande. Der südliche Teil dieses Gebietes liegt im Naturpark „Lauenburgische Seen“. Im Bereich Roseburg liegen die Rohstoffvorkommen unter größeren Waldflächen sowie in mehreren Bereichen, die die Voraussetzungen als NSG gemäß § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG erfüllen. Der Raum Trendelmoor und Gethsbek nördlich der Ortschaft Roseburg stellt als Schwerpunktbereich im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem des Landes einen komplexen Landschaftsausschnitt mit Wald, naturnahem Bachlauf, Moor und von Knicks gut gegliederter Offenlandschaft dar. Hier sollte kein Bodenabbau stattfinden.
Der Elbe-Lübeck-Kanal ist als Geotop „Bachtal der Stecknitz-Delvenau mit Nebentälern“ und den „Fluviatilen Erosionskliffs“ beiderseits zu erhalten. Besonders die Prallhänge bei Siebeneichen sind hier in hohem Maße schützenswert. Eingriffe in die Hauptverbundachse im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem des Landes am Elbe-Lübeck-Kanal sind nicht zuzulassen.
Ein weiterer Abbau in der Gemeinde Hornbek sollte auf Grund der vorhandenen Strukturvielfalt der „Hornbeker Tunneltallandschaft“ mit Mooren und Kerbtälern nicht zugelassen werden. Zudem ist ein Abbau unter den Waldflächen grundsätzlich nicht zuzulassen.
Aus Sicht des Naturschutzes kommt für einen Rohstoffabbau lediglich der Bereich zwischen Siebeneichen und Klein Pampau in Frage.
Die im Bereich Sachsenwald/ Schwarze Au gelegenen Tonvorkommen werden von Natura 2000 – Gebieten, Waldflächen, dem Entwicklungsbereich der Schwarzen Au, festgestellten Ausgleichsflächen sowie zum Teil von Siedlungsflächen überlagert.
Insbesondere im Norden des dargestellten Bereiches (Grove und Grabau) befinden sich auch Biotopverbundflächen. In den vorgenannten Gebieten ist ein Rohstoffabbau auszuschließen.
Außerdem steht die Planung der Ortsumgehung Schwarzenbek, die die B 404 und die B 207 nördlich von Schwarzenbek miteinander verbinden, einem Rohstoffabbau entgegen. Im nördlichen Teil der Stadt Schwarzenbek entstehen zudem Neubaugebiete über den dargestellten Tonvorkommen.
Ein Abbau darf in diesen Flächen und in den Schutzgebiets- und Biotopverbundflächen nicht und in den übrigen Bereichen nur im Trockenabbauverfahren erfolgen.
Groß Sarau – Groß Grönau; Klein Sarau
Ein Abbau kann aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege (Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems) sowie der Erholungsvorsorge lediglich im Bereich westlich von Klein Sarau erfolgen.
Grinau – Rondeshagen
Die Rohstoffvorkommen in diesem Bereich liegen zum Teil unter Wald (Bliestorfer Wald), die einen Schwerpunkt für die Erholungssuchenden aus dem Einzugsbereich von Lübeck darstellen. Dem Gebiet kommt insgesamt eine besondere Erholungseignung zu. Der westliche Bereich wird von der Grinau durchflossen, einer Nebenverbundachse mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems. Hieran grenzen Ausgleichsflächen an.
Ein Abbau sollte auf der gesamten Fläche nicht zugelassen werden.
Panten – Hammer
Die Lagerstätten umfassen Sande, die im Bereich des Stecknitztales liegen. Ein Kiesabbau ist in der südlichen Hälfte auf Grund der Lage innerhalb eines Naturschutzgebietes bzw. eines Natura 2000- Gebiet nicht möglich.
Der gesamte dargestellte Bereich stellt eine bedeutsame, kanalbegleitende Biotopverbundachse (Eignungsfläche für den Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems), ein Geotop sowie ein Gebiet mit besonderen ökologischen Funktionen dar. Der Erhalt dieses Bereiches ist sicher zu stellen, so dass ein Abbau der Rohstoffe nicht in Betracht kommen kann.
Gudow – Segrahner Berg
Die Lagerstätte liegt im Bereich der Kernzone des Naturparkes „Lauenburgische Seen“ sowie im Bereich des schützenswerten Geotopes „Moränenzug Segrahner Berg“. Der Segrahner Berg besteht nach neueren Geländeuntersuchungen in seinem Kern aus älterem, saaleeiszeitlichen Material und ist als Nunatak zu bezeichnen.
Trotz des bereits langandauernden Kiesabbaues ist die Außengestalt des Segrahner Bergs noch in Teilen vorhanden, jeder weitere Abbau dieser sehr charakteristischen Landschaftsform wird den Gesamtcharakter des Geotopes jedoch zusätzlich stören. Die Lagerstätte liegt im landschaftlich wertvollen Bereich des Naturparkes „Lauenburgische Seen“.
Im Bereich der Lagerstätte ist ein Schwerpunktbereich des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems betroffen (Segrahmer Bergwald und Rosengartener Moor). Weitere Abbauvorhaben sind deshalb hier über das bereits genehmigte Maß hinaus nicht zuzulassen.
Für den westlichsten Teil, das Kiesabbaugebiet Walkmöllerfeld, liegt eine Abbaugenehmigung vor. Diese Flächen, einschließlich der angrenzenden Ausgleichsflächen, stehen für einen künftigen Abbau nicht mehr zur Verfügung. Für eine Teilfläche liegt eine Deponiegenehmigung vor.
Der Erhalt des Geotops „Tal Farchau/Küchensee-Wensöhlengrund – Mölln“ ist sicherzustellen.
Östlich der B 207 sind überwiegend Waldflächen betroffen. Ein Abbau ist hier grundsätzlich nicht zuzulassen; insbesondere der westliche Waldbereich, welcher gleichzeitig als Geotop ausgewiesen wurde, weist wertvolle Waldgesellschaften auf (standorttypischer Eichen-Buchenwald, Kerbtäler, Steilhänge).
Die offenen Flächen südlich der L 218 sind als Ökokoto anerkannt. Sie liegen im landschaftlich wertvollen Bereich des Naturparks „Lauenburgische Seen“. Aus Gründen des Naturschutzes ist ein Abbau hier nicht zuzulassen.
Östlich von Woltersdorf (Moorweg) liegen in dem Bereich der dargestellten Rohstoffkulisse Ausgleichsflächen. Unter den Ausgleichsflächen ist ein Abbau von Rohstoffen auszuschließen.
Ratzeburg Dorotheenhof
In der Vergangenheit sind hier einzelne Abbauvorhaben genehmigt worden.
Der dargestellte Bereich grenzt direkt an Natura 2000-Gebiete, ein NSG sowie größere Waldflächen bzw. werden diese Flächen überschnitten. Zudem kommt es zu Überschneidungen mit landschaftlich wertvollen Bereichen des Naturparkes „Lauenburgische Seen“. In diesen Bereichen bzw. in den Übergangszonen zu diesen Bereichen ist ein Abbau aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zur Sicherung der Erholungseignung nicht zu zulassen.
Ob in direkter Nähe zur Stadt Ratzeburg ein Trockenabbau sinnvoll ist, ist im Einzelfall zu prüfen.
Der dargestellte Bereich östlich der Ortslage Kittlitz ist als ein Hauptbestandteil des „Grünen Bandes“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu werten. Dieses stellt die größte, zusammenhängende, innerdeutsche Biotopverbundstruktur dar. Entsprechend liegen angrenzend an den dargestellten Bereich NSG und Natura 2000-Gebiete. Der Bereich wird zudem von einer großen Hauptverbundachse der Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems gekreuzt und liegt angrenzend im landschaftlich wertvollen Bereich des Naturparkes „Lauenburgische Seen“.
Vor diesem Hintergrund ist ein Abbau aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zur Sicherung der Erholungseignung nicht zuzulassen.
In der Vergangenheit hat es hier bereits Kiesabbauvorhaben gegeben, die jedoch vollständig abgeschlossen sind.
In diesem Raum befinden sich zwei Verbundachsen der Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems und zahlreiche Feuchtgebiete (Bruchwälder, Feuchtwiesen).
Die Landschaft im Gebiet östlich von Müssen wird durch die Fließgewässer Müssener Mühlenbek, Schulendorfer Bek, den Scheidebach und die Steinau geprägt, die im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen der WRRL bereits in vielen Abschnitten renaturiert bzw. zum Teil bereits als naturnahe Gewässer einzustufen sind. Es gibt zahlreiche Bruchwaldflächen und wurden Feuchtwiesen, die durch die enge Verzahnung mit den Gewässern den Wert der Talräume und ihrer Hangflächen steigern.
Aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege kommt hier ein weiterer Abbau nicht in Betracht.
Kreuzkamp Eine bereits genehmigte Abbaufläche befindet sich zwischen Tiefenende und Waldhusener Forst. Eine Ausdehnung der Kiesabbauvorhaben in Richtung Kleinsee - Ovendorf im Nordosten des in der Hauptkarte 3 dargestellten Gebietes sollte aus Gründen des Naturschutzes nicht erfolgen, da es sich um eine besonders kleinstrukturierte Niederung mit angrenzenden Schluchten und natürlichen Steilhängen handelt. Diese ist von einem dichten Knicknetz durchzogen. Das Landschaftsbild und die ökologischen Funktionen des Raumes sollte hier nicht durch einen Bodenabbau beeinträchtigt werden. Zwischen den bereits abgebauten und noch im Abbau befindlichen Flächen im Raum Sielbek liegt das Sielbek-Tal. Aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege kommt hier ein weiterer Abbau nicht in Betracht. In den Waldgebieten schließt sich ein Abbau ebenfalls aus.
Luschendorf-Pansdorf Größere Bereiche sind von Wald eingenommen. Weiterhin zeichnet sich der Raum durch ein stark bewegtes Relief mit Niederungsbereichen einerseits sowie Kuppen und Hügeln andererseits aus. Eine Erweiterung der vorhandenen Kiesabbauvorhaben sollte aus naturschutzfachlicher Sicht ausgeschlossen werden. Bisher war eine Ausdehnung der bestehenden Abbauvorhaben wegen der fehlenden Erschließung nicht möglich. Zugleich befindet sich hier das LSG „Pönitzer Seenplatte und Haffwiesen". Daher ist aus naturschutzfachlicher Sicht eine Einzelfallprüfung durchzuführen. Eine geringfügige Erweiterung des Abbauvorhabens „Luschendorf“ in nördlicher Richtung ist vorstellbar.
Süsel Rund um den Süseler Baum befinden sich bereits abgebaute, noch im Abbau befindliche sowie genehmigte Vorhaben zur Kiesgewinnung. Aus Gründen des Naturschutzes sind keine weiteren Vorhaben zuzulassen. In Ergänzung des vorhandenen Abbauvorhabens ist lediglich eine begrenzte Erweiterung in nördlicher Richtung möglich. Westlich der B 76 befindet sich das NSG „Middelburger See”. Vom Süseler Baum in Richtung Norden befindet sich das „Röbeler Moor”, welches die gesetzlichen Voraussetzungen als NSG gemäß § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG erfüllt. Diese Niederung sollte aufgrund der vorhandenen Topographie und der kleinräumigen Struktur nicht beeinträchtigt werden. Dieses gilt auch hinsichtlich möglicher Eutrophierungen durch Veränderungen des Wasserhaushaltes durch Kiesabbau oder im Rahmen von Folgenutzungen. Des Weiteren befindet sich nordwestlich von Süsel, nördlich der B 76, das flächenhafte Naturdenkmal „Schwedenkuhle bei Süsel“. Sowohl Bodenabbau als auch Entwässerung und Grundwasserabsenkung sind verboten, da hier neben der geologischen Formation eines Toteisloches seltene nährstoffarme Schwingrasen zu schützen sind.
Kasseedorf Hier befinden sich rund um das Waldgebiet bereits abgebaute oder noch im Abbau befindliche Kieslagerstätten. Auch am Rand der in der Hauptkarte 3 dargestellten Lagerstätten wurde bereits abgebaut. Im Bereich um Kasseedorf, östlich der L 57, schließt sich ein weiterer Abbau aufgrund des bestehenden NSG aus. Auf der westlichen Seite der L 57 führt die vorhandene Schwentine - Niederung und vermutlich auch die Siedlungsnähe zu einem Ausschluss weiterer Abbauvorhaben. Im nordwestlichen Teil des dargestellten Gebietes, nördlich der Sibbersdorfer Mühle, besteht ein rezent genutztes Abbaugebiet.
Im Bereich Stendorf schließt sich ein Abbau in den Waldgebieten aus. Der gewässernahe Bereich der Schwentine ist auch als Teil des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems gekennzeichnet. Das Gebiet ist darüber hinaus mit dem Gut und der Siedlung Stendorf durch eine strukturreiche Kulturlandschaft geprägt. Eine exakte Abgrenzung eines möglichen Kiesabbaus bleibt der örtlichen Planung vorbehalten. Im Rahmen der Fachplanung sollte folgendes Konfliktpotential berücksichtigt und durch entsprechende Maßnahmen reduziert werden:
Die Nähe zum nördlich angrenzenden Gewässerlauf der Schwentine (FFH-Gebiet) - das Schwentine – Einzugsgebiet ist Pilotprojekt zur Umsetzung der WRRL. In diesem Zusammenhang sind im Bereich Stendorf großflächige Vernässungsmaßnahmen geplant.
das Landschaftsbild und die weithin einsehbare Lage des Nordhanges,
die Randlage zum westlich angrenzenden Waldgebiet,
der nördlich angrenzende Redder mit anteiligem Altbaumbestand,
die räumliche Nähe zur nordöstlich liegenden Siedlung Stendorf.
Auf die Möglichkeit vorgezogener Maßnahmen - unter anderem entlang der Schwentine - wird hingewiesen.
Im südlichen Bereich des dargestellten Gebietes schließt sich eine weitere Ausdehnung vorhandener Abbauvorhaben aufgrund der kleinteilig strukturierten Landschaft, der großen Wälder und insbesondere wegen des wertvollen Landschaftsraumes rund um den „Griebeler See” aus, der die Voraussetzung einer Unterschutzstellung nach § 23 BNatSchG in Verbindung mit § 13 LNatSchG als NSG erfüllt.
Malente – Oberkleveez
Das dargestellte Abbaugebiet bei Kreuzfeld wird bereits langjährig abgebaut und sollte - wie bisher genehmigt - abgeschlossen werden. Nördlich der L 56 ist in westlicher Richtung ein geringfügiger Erweiterungsraum für Bodenabbau aus naturschutzfachlicher Sicht denkbar. Ein weiterer Abbau Richtung Süden bedarf einer besonderen Prüfung naturschutzfachlicher Belange. In östlicher Richtung begrenzt das FFH-Gebiet "Buchenwälder Dodau" mögliche Erweiterungsflächen.
Söhren – Sieversdorf – Malkwitz Benz Die Lage im Landschaftsraum dieser Benzer - See - Niederung führt aufgrund seiner Topographie aus landschaftsplanerischer Sicht zum Ausschluss von Abbauvorhaben. Der gesamte Raum liegt innerhalb des LSG „Holsteinische Schweiz” und im gleichnamigen Naturpark. Aufgrund dieses besonders sensiblen Landschaftsraumes sollten daher keine weiteren Abbauvorhaben zugelassen werden. Die Tonvorkommen nördlich der Ziegelei Malkwitz, außerhalb der dargestellten Lagerstätten, sind bereits abgebaut.
Südlich Johannistal Hier sind großräumige Abbaugebiete vorhanden und zum Teil bereits abgeschlossen. Die Grenze von möglichen Erweiterungsflächen sollte aus landschaftspflegerischer Sicht der „Alte Postweg” entlang der Küste sein. Dieser bildet auch die Grenze des LSG „Küsten von Johannistal und Heiligenhafen einschließlich Salzwiesen”, das sich nördlich und östlich anschließt. Bei einer Ausdehnung der Abbauvorhaben zwischen Teschendorf und Wandelwitz ist zu prüfen, ob dieses mit den geologischen und vor- und frühgeschichtlichen Belangen in Einklang zu bringen ist.
Katharinenhof Aufgrund der Lage an der Ostküste Fehmarns ist wegen der Nähe zu dem dortigen Campingplatz und der intensiven Erholungsnutzung im Küstenraum zumindest für einen Teil des dargestellten Vorkommens ein Abbau auszuschließen.
Dummersdorf Im aktuellen Flächennutzungsplan der Hansestadt Lübeck ist unter Berücksichtigung des LSG „Dummersdorfer Feld” ein neues Abbaugebiet für Kiese und Sande dargestellt. Der Abbau mineralischer Rohstoffe läuft im LSG "Dummersdorfer Feld" gegenwärtig aus. Darüber hinaus sollte aus naturschutzfachlicher Sicht kein Abbau stattfinden. Gleiches gilt für den Bereich des Waldhusener Forstes – Pöppendorf. Es findet ein Restabbau im Rahmen bestehender Genehmigungen statt. Weitere Abbauvorhaben sind nicht beantragt worden.
Grienau (zu Oberbüssau) Die Tallage, die Niederungsflächen im Unterlauf der Grienau sowie Bereiche am Elbe - Lübeck - Kanal entlang der A 20 mit den dazugehörigen Ausgleichsflächen entfallen aus Naturschutzgründen für einen Abbau. Die Gebiete liegen innerhalb eines LSG. Ein Bodenabbau ist mit den Schutzzielen des LSG nicht vereinbar.
Hamberge Durch die Nähe zur Trave und durch den Verlauf der A 20 mit den dazugehörigen Ausgleichsflächen kommen weite Bereiche für den Bodenabbau nicht in Betracht.
Bei neuen Eingriffen gemäß § 11a LNatSchG sind die Eingriffsbereiche nach Beendigung des Abbaues zu naturnahen Lebensräumen zu entwickeln (Renaturierung). Die Flächen sind nach Beendigung des Abbaues so zu hinterlassen, dass die Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes soweit wie möglich durch selbständige Renaturierungsprozesse ausgeglichen werden können. Hierbei ist im Regelfall auf eine Wiederaufbringung des Oberbodens zu verzichten. Durch die prägende Wirkung des ursprünglichen Rohbodens sollen wieder möglichst naturnahe Ökosysteme entstehen. Die Belange des Grundwasserschutzes sind dabei zu berücksichtigen. Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, das ursprüngliche Geländerelief wiederherzustellen (beispielsweise zur Rekonstruktion eines beeinträchtigten Geotopes).
Bei Bodenabbaumaßnahmen in siedlungsnahen Bereichen sollte im Einzelfall geprüft werden, inwieweit die naturschutzfachliche Renaturierungs- und Eigenentwicklungsvorgabe ehemaliger Abbauflächen auch Erfordernissen der Naherholung und einer verbesserten Vernetzung mit den Siedlunsgflächen berücksichtigen kann.

References: § 23
 § 13
 § 23
 § 13
 § 21
 § 34
 § 9
 § 23
 § 13
 § 26
 § 15
 § 26
 § 15
 § 26
 § 15
 § 26
 § 15
 § 26
 § 15
 § 26
 § 15
 § 23
 § 13
 § 26
 § 13
 § 26
 § 15
 § 23
 § 13
 § 23
 § 13
 § 23
 § 13
 § 11