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Timestamp: 2016-10-22 17:56:09+00:00

Document:
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Rudolf Mayr von Baldegg,
Dienststelle Wirtschaft und Arbeit, Stab Recht, B�rgenstrasse 12, 6005 Luzern.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 1. M�rz 2012.
Die A.________ GmbH mit Sitz in Q.________/LU wurde im Juli 2010 ins Handelsregister des Kantons Luzern eingetragen. Sie bezweckt die Erbringung von Pflegedienstleistungen und Diensten in der privaten Haushaltsf�hrung an behinderte und �ltere Personen mit k�rperlichen oder geistigen Einschr�nkungen. F�r diese Dienstleistungen sieht die A.________ GmbH einen 24-Stunden-Service vor, bei dem die betreuende Person rund um die Uhr bei der zu betreuenden Person weilt, ein Zimmer bezieht und vollst�ndig in deren Haushalt eingegliedert wird. Daneben ist die A.________ GmbH auch anerkannte Spitex-Leistungserbringerin. Als Gesch�ftsf�hrer und Gesellschafter mit Einzelunterschrift ist B.________, als Gesellschafter sind C.________ und D.________, je mit Kollektivunterschrift zu zweien, im Handelsregister eingetragen. D.________ ist zugleich Pflegedienstleiterin des Unternehmens.
Gest�tzt auf den Internetauftritt der A.________ GmbH gelangte die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit des Kantons Luzern (nachfolgend: Dienststelle wira) mit Schreiben vom 20. Mai 2011 an B.________ und D.________ und wies diese darauf hin, dass die A.________ GmbH durch ihr Betreuungsangebot m�glicherweise im Bereich des bewilligungspflichtigen Personalverleihs t�tig sei. Um dar�ber befinden zu k�nnen, ersuchte die Dienststelle wira um Einreichung entsprechender Dokumente. Am 26. Mai 2011 reichte die A.________ GmbH die geforderten Unterlagen in anonymisierter Form bei der Dienststelle wira ein, bestritt jedoch, Personalverleih zu betreiben.
Am 14. Juni 2011 teilte die Dienststelle wira der A.________ GmbH mit, sie betreibe nach ihrer Einsch�tzung einen bewilligungspflichtigen Personalverleih und sei daher verpflichtet, ein entsprechendes Bewilligungsgesuch einzureichen. Da etwas sp�ter keine Unterlagen eingegangen waren, mahnte die Dienststelle wira die A.________ GmbH, die Unterlagen einzureichen; andernfalls erw�ge sie, Strafanzeige zu erstatten. Eine Kopie dieses Schreibens ging an das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern sowie an das Staatssekretariat f�r Wirtschaft (SECO).
Am 22. September 2011 stellte die Dienststelle wira verf�gungsweise fest, dass es sich bei der T�tigkeit der A.________ GmbH um bewilligungspflichtigen Personalverleih im Sinne des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 �ber die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG; SR 823.11) sowie der Verordnung vom 16. Januar 1991 �ber die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsverordnung, AVV; SR 823.111) handle. Eine hiergegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 1. M�rz 2012 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 20. April 2012 beantragt die A.________ GmbH dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass es sich bei ihrer T�tigkeit nicht um einen bewilligungspflichtigen Personalverleih handle; eventuell sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die A.________ GmbH macht geltend, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass sie umfassende Weisungsrechte gegen�ber ihren Mitarbeitern innehabe und daher ihre Mitarbeiter lediglich als Erf�llungsgehilfen, nicht als bewilligungspflichtige entliehene Arbeitskr�fte, eingesetzt w�rden. Des Weiteren k�nnten eine �ltere oder behinderte Person nicht als "Einsatzbetrieb" im Sinne des AVG angesehen werden.
Die Dienststelle wira sowie das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern haben darauf verzichtet, sich vernehmen zu lassen. Das Eidgen�ssische Volkswirtschaftsdepartement EVD beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin h�lt an ihren Antr�gen fest.
Mit Verf�gung vom 30. Mai 2012 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Dem angefochtenen Urteil liegt eine Streitigkeit zur Bewilligungspflicht im Personalverleih nach den Bestimmungen des Arbeitsvermittlungsgesetzes zugrunde. Dagegen steht gem�ss Art. 82 ff. BGG i.V.m. Art. 38 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 AVG die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen. Ein Ausschlussgrund gem�ss Art. 83 BGG liegt nicht vor.
1.2 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig gegen Endentscheide (Art. 90 BGG) letzter kantonaler Instanzen, sofern nicht die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zul�ssig ist (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Die Kantone setzen dabei als unmittelbare Vorinstanzen des Bundesgerichts obere Gerichte ein, soweit nicht nach einem anderen Bundesgesetz Entscheide anderer richterlicher Beh�rden der Beschwerde ans Bundesgericht unterliegen (Art. 86 Abs. 2 BGG). Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hat als oberes kantonales Gericht letztinstanzlich entschieden.
1.3 Nach Art. 89 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat. Dies trifft auf die Beschwerdef�hrerin zu, da ihr durch das vorinstanzliche Urteil eine Bewilligungspflicht auferlegt wird. Auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist deshalb einzutreten, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 BGG gen�gt und die Beschwerdef�hrerin sich darin sachbezogen mit den Ausf�hrungen der Vorinstanz auseinandersetzt (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1-2.3 S. 245 ff.).
1.4 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie ihn die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt wurde (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Betroffene hat darzulegen, dass und inwiefern dies klar und eindeutig der Fall ist (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 136 I 184 E. 1.2 S. 187 mit Hinweisen).
1.5 Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (E. 1.3) - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur noch die in seinem Verfahren geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde auf alle sich stellenden rechtlichen Fragen einzugehen, wenn diese ihm nicht mehr unterbreitet werden (BGE 135 II 384 E. 2.2 S. 389).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Geh�rsverletzung durch die Vorinstanz. Indem diese darauf verzichtet habe, die Pflegedienstleiterin als die von ihr vorgeschlagene Zeugin anzuh�ren, habe sie Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Erst durch die Anh�rung h�tte sie sich ein vollst�ndiges Bild von der T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin machen k�nnen, was Voraussetzung gewesen w�re, um den Sachverhalt vollst�ndig, nicht offensichtlich unrichtig und willk�rfrei zu erfassen bzw. Art. 12 AVG und Art. 26 AVV richtig anzuwenden.
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r beinhaltet das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu �ussern, sowie das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen, rechtserheblichen Beweismittel (BGE 135 II 286 E. 5.1 S. 293; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 127 I 54 E. 2b S. 56; 127 I 54 E. 2b S. 56). Das Gericht kann auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r annehmen kann, seine �berzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157).
Der Beschwerdef�hrerin gelingt es nicht, eine Geh�rsverletzung darzutun: Gest�tzt auf die von ihr eingereichten Unterlagen, namentlich die Mustervertr�ge sowie die Verlaufsberichte zu ihrer T�tigkeit, die aus dem Handelsregister ersichtlichen Angaben zum Unternehmenszweck und die weiterf�hrenden Informationen auf ihrer Homepage standen der Vorinstanz gen�gend relevante Informationen zur Verf�gung, um sich - auch ohne Anh�rung der vorgeschlagenen Zeugin - willk�rfrei ein Bild �ber die T�tigkeiten der Beschwerdef�hrerin zu machen. Die Vorinstanz hat sich mit diesen Unterlagen eingehend auseinandergesetzt (vgl. unten E. 4 ff.). Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor.
3.1 Das Arbeitsvermittlungsgesetz h�lt in Art. 12 Abs. 1 fest, dass "Arbeitgeber (Verleiher), die Dritten (Einsatzbetrieben) gewerbsm�ssig Arbeitnehmer �berlassen", eine Betriebsbewilligung des kantonalen Arbeitsamtes ben�tigen. Der Bundesrat hat von seiner Kompetenz zum Erlass von Ausf�hrungsbestimmungen in Art. 41 Abs. 1 AVG Gebrauch gemacht und die Bestimmung n�her definiert: Als Verleiher gilt, wer einen Arbeitnehmer einem Einsatzbetrieb �berl�sst, indem er ihm Weisungsbefugnisse gegen�ber dem Arbeitnehmer abtritt. Die Weisungsbefugnis muss dabei nicht vollst�ndig beim Dritten liegen; vielmehr reicht f�r das Bestehen eines Personalverleihverh�ltnisses die �bertragung wesentlicher Weisungsbefugnisse auf den Dritten (Art. 26 AVV); das Weisungsrecht zwischen dem rechtlichen Arbeitgeber (Personalverleiher) und dem Einsatzbetrieb wird aufgespalten (vgl. STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, Praxiskommentar Arbeitsvertrag, 2012, N. 2 ff. zu Art. 321d OR; vgl. hierzu auch unten E. 3.5).
Gem�ss Art. 29 Abs. 1 AVV verleiht gewerbsm�ssig Arbeitskr�fte, wer Arbeitnehmer Einsatzbetrieben regelm�ssig mit der Absicht �berl�sst, Gewinn zu erzielen oder mit seiner Verleiht�tigkeit einen j�hrlichen Umsatz von mindestens Fr. 100'000.-- erzielt. Die erforderliche Regelm�ssigkeit liegt vor, wenn mit Einsatzbetrieben innerhalb von zw�lf Monaten mehr als zehn Verleihvertr�ge bez�glich des ununterbrochenen Einsatzes eines einzelnen oder einer Gruppe von Arbeitnehmenden abgeschlossen werden (Art. 29 Abs. 2 AVV).
3.2 Im Rahmen des Verleihvertrags verpflichtet sich der Personalverleiher demnach nicht zur Erbringung einer bestimmten Arbeitsleistung, die er durch Hilfspersonen ausf�hren l�sst, sondern vielmehr dazu, dass er entsprechende Arbeitnehmer sorgf�ltig ausw�hlt und gegen Entgelt dem Einsatzbetrieb unter Einr�umung wesentlicher Weisungsbefugnisse �berl�sst (Botschaft zu einem revidierten Bundesgesetz �ber die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih, BBl 1985 II 556, Ziff. 233.1; CHRISTIAN DRECHSLER, Personalverleih: unscharfe Grenzen, AJP 2010 S. 314 ff.; HUBERT ST�CKLI, "M�nage � trois" bei der Tempor�rarbeit, recht 2010, S. 137 ff., 139 ff.; ANDREAS RITTER, Das revidierte Arbeitsvermittlungsgesetz, Diss., 1994, S. 19 ff.). Der wesentliche Unterschied zwischen Personalverleih und einem Auftragsverh�ltnis besteht darin, dass beim Auftrag kein Subordinationsverh�ltnis im arbeitsrechtlichen Sinne zwischen dem Dienstleistungserbringer und dem Empf�nger der Dienstleistung besteht (vgl. Art. 321 d OR; vgl. dazu STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., N. 2 ff., 5 zu Art. 321d OR): Der Beauftragte sucht und akquiriert seine Eins�tze f�r sich selbst und ist f�r verschiedene Auftraggeber gleichzeitig t�tig, ohne von einem einzigen Auftraggeber wirtschaftlich oder organisatorisch abh�ngig zu sein (ROLAND BACHMANN, Verdeckter Personalverleih: Aspekte zur rechtlichen Ausgestaltung, zur Bewilligungspflicht, zum Konzernverleih und zum Verleih mit Auslandsber�hrung, ArbR 2010, S. 53 ff., 62). Demgegen�ber ist der durch Personalverleih entliehene Arbeitnehmer den Weisungen des Dritten bzw. des Einsatzbetriebs unterstellt: Er wird in die Betriebsorganisation eines Dritten eingegliedert, wobei Letzterem dadurch die M�glichkeit er�ffnet wird, Personen wie Arbeitnehmer zu besch�ftigen, ohne mit ihnen ein Arbeitsverh�ltnis einzugehen; das Arbeitsverh�ltnis mit dem Verleiher besteht fort (BACHMANN, a.a.O., S. 57; vgl. auch CHRISTOPH SENTI, Auftrag oder Personalverleih?, St. Galler Tagung zum Arbeitsrecht vom 30. November 2012, S. 7, abrufbar unter: http://www.9450.ch/index.php?option=com_docman& task=doc_details&gid=50&Itemid=54, besucht am 19. Februar 2013).
3.3 Das Gesetz bezweckt mit der Bewilligungspflicht allgemein den Schutz der Arbeitnehmenden durch eine fachlich qualifizierte und rechtlich geregelte (Vermittlungs- und) Verleiht�tigkeit (Art. 1 lit. a und c i.V.m. Art. 12 AVG; vgl. Botschaft AVG, a.a.O., Ziff. 232.1). Mit der Bewilligungspflicht verbunden ist die Hinterlegung einer Kaution, welche der Absicherung der Lohnanspr�che der verliehenen Arbeitnehmenden dienen soll (Art. 14 AVG; Art. 35 AVV).
Die herangezogenen Bestimmungen bzw. die Bewilligungspflicht gilt auch f�r einen Arbeitgeber, der Dienstleistungen sowohl in Verleiht�tigkeit als auch im Rahmen von anderen rechtlichen Formen, z.B. Auftragsverh�ltnissen, anbietet; es kommt nicht darauf an, ob diese T�tigkeit zum Haupt- oder Nebenzweck eines Unternehmens geh�rt (vgl. Art. 12 AVG; Art. 26 AVV; vgl. CHRISTOPH SENTI, Untypischer Personalverleih, St. Galler Tagung zum Arbeitsrecht vom 24. Oktober 2008, S. 5, abrufbar unter: http://www.9450.ch/index.php?option=com _docman&task=doc_details&gid=50&Itemid=54, besucht am 19. Februar 2013).
3.4 Nach Art. 27 Abs. 1 AVV umfasst der Personalverleih die Tempor�rarbeit, die Leiharbeit und das gelegentliche �berlassen von Arbeitnehmenden an Kunden resp. Einsatzbetriebe. Der Bewilligungspflicht unterstellt sind jedoch nicht alle Formen von Personalverleih, sondern lediglich die Tempor�r- und die Leiharbeit (Art. 12 Abs. 1 AVG i.V.m. Art. 28 AVV). Bei der Tempor�rarbeit werden der Zweck und die Dauer des Arbeitsvertrags zwischen dem Arbeitgeber (Verleiher) und dem Arbeitnehmer auf einen einzelnen Einsatz beschr�nkt (Art. 27 Abs. 2 AVV), wobei typischerweise die Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer ausschliesslich zum Zweck des Verleihs anstellen, selbst jedoch �ber keinen eigenen Produktions- und Dienstleistungsbetrieb f�hren. Leiharbeit liegt hingegen vor, wenn der Zweck des Arbeitsvertrags zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer haupts�chlich im �berlassen des Arbeitnehmers an Einsatzbetriebe liegt und die Dauer des Arbeitsvertrags von einzelnen Arbeitseins�tzen bei Einsatzbetrieben unabh�ngig ist (Art. 27 Abs. 3 AVV). Im Gegensatz zur Tempor�rarbeit haben die Arbeitgeber bei der Leiharbeit meist auch einen eigenen Betrieb, in welchem sie ihre Angestellten einsetzen k�nnen. Der Arbeitsvertrag wird auf eine von den einzelnen Eins�tzen unabh�ngige Zeit abgeschlossen (Art. 27 Abs. 3 lit. b AVV). Nicht der Bewilligungspflicht unterliegt hingegen das gelegentliche �berlassen von Arbeitnehmenden an Einsatzbetriebe. Dieses liegt dann vor, wenn der Arbeitnehmer haupts�chlich unter der Weisungsbefugnis des Arbeitgebers t�tig ist und nur ausnahmsweise einem Dritten bzw. Einsatzbetrieb �berlassen wird; ebenso ist in solchen F�llen die Dauer des Arbeitsvertrags von allf�lligen Eins�tzen bei Dritten unabh�ngig (Art. 27 Abs. 4 AVV).
3.5 Ob die von der Beschwerdef�hrerin angebotenen Dienstleistungen als bewilligungspflichtiger Personalverleih zu qualifizieren sind oder ob es sich dabei um andere Arten von Dienstleistungen handelt, die einem Dritten erbracht werden, ergibt sich nach bundesgerichtlicher Praxis und Lehre aus einer Abgrenzung im Einzelfall. Massgeblich ist hierbei der Inhalt des Vertrags und die Umschreibung der konkreten T�tigkeit im Einsatzbetrieb ("le contenu du contrat, la description du poste et la situation du travail concr�te dans l'entreprise locataire"; Urteil 2A.425/2006 vom 30. April 2007 E. 3.2). Hingegen kann die Bezeichnung des Vertrags durch die Parteien nicht entscheidend sein (Urteil 2A.425/2006 vom 30. April 2007 E. 3.2; MATILE/ZILLA, Travail temporaire. Commentaire pratique des dispositions f�d�rales sur la location de services [art. 12-39 LSE], 2010, S. 33).
Als Hilfskriterien f�r Abgrenzungsfragen hat sich die Rechtsprechung auch an den Weisungen und Erl�uterungen zum Arbeitsvermittlungsgesetz des Staatssekretariats f�r Wirtschaft (SECO) orientiert (vgl. Urteil 2A.425/2006 vom 30. April 2007 E. 3.2; vgl. Staatssekretariat f�r Wirtschaft, Weisungen und Erl�uterungen zum Bundesgesetz �ber die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih vom 6. Oktober 1989, S. 66 ff., abrufbar unter http://www.seco.admin.ch/themen/00385/ 02902/index.html?lang=de, besucht am 19. Februar 2013). Danach k�nnen zur Abgrenzung des Vorliegens eines Personalverleihverh�ltnisses gegen�ber einer anderen Vertragsart als Kriterien herangezogen werden, ob a) der "Dritte" bzw. Einsatzbetrieb �ber keinerlei (d.h. auch �ber keine geteilte) Weisungsbefugnisse verf�gt; b) sich der Arbeitnehmer keiner Werkzeuge, Utensilien oder weiterer Materialien im Einsatzbetrieb bedient; c) der Arbeitnehmer nicht ausschliesslich am Sitz und im Rahmen der Arbeitszeiten des Einsatzbetriebs arbeitet; d) der prim�re Zweck des Vertragsverh�ltnisses nicht in einer Verrechnung von Einsatzstunden besteht, sondern in einer klar definierten Arbeitsleistung (bzw. eines Arbeitsziels) f�r eine bestimmte Verg�tung; und e) der Unternehmer im Falle einer Nichterf�llung dem Einsatzbetrieb f�r Nachbesserung oder Preismilderung haftet (vgl. Urteil 2A.425/2006 vom 30. April 2007 E. 3.2; Weisungen SECO, a.a.O., S. 66 ff.).
3.6 Auch Betreuungs- und Hausdienste k�nnen grunds�tzlich vom Arbeitsvermittlungsgesetz erfasst werden. Ob eine Betreuungsorganisation unter die Bewilligungspflicht des AVG f�llt, ist aufgrund der konkret vereinbarten T�tigkeit zwischen der betreffenden Organisation und den Kunden sowie den tats�chlichen Gegebenheiten beim Dritten bzw. im Einsatzbetrieb zu beurteilen. Die T�tigkeit kann in solchen F�llen bewilligungspflichtig sein, wenn der Privathaushalt, welcher die Dienstleistung in Anspruch nimmt, in einem konkreten Fall das (zumindest geteilte) Weisungsrecht im Sinne eines Arbeitgebers aus�bt (vgl. oben E. 3.2). Ebenso soll Gewerbsm�ssigkeit vorliegen (Regelm�ssigkeit und Gewinnabsicht oder ein Jahresumsatz von Fr. 100'000.--; Art. 29 AVV; oben E. 3.1), und der Privathaushalt muss, als Nutzniesser von Dienstleistungen, als Einsatzbetrieb oder "Dritter" bezeichnet werden k�nnen (Art. 12 AVG; oben E. 3.1). Demgegen�ber ist die T�tigkeit nicht bewilligungspflichtig, wenn die Person, welche die Dienstleistung in Anspruch nimmt, kein derartiges Weisungsrecht aus�ben kann, das Pflegepersonal nach den eigenen Fachkenntnissen arbeitet oder das Rechtsverh�ltnis einen Auftrag oder Werkvertrag darstellt (vgl. Weisungen SECO, a.a.O., S. 153 f.).
Zum Begriff des Weisungsrechts, dessen teilweiser �bergang auf den Kunden eine entscheidende Voraussetzung f�r das Vorliegen eines Personalverleihs darstellt, ist f�r die Betreuungs- und Haushaltsdienste Folgendes spezifisch festzuhalten: Aufgrund ihrer verfassungsm�ssig garantierten pers�nlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) und des zivilrechtlichen Pers�nlichkeitsschutzes (Art. 28 ZGB) steht es einem Kunden und Patienten jederzeit frei, in medizinische Eingriffe einzuwilligen oder diese zu verweigern und letztlich selbst �ber die Behandlung zu bestimmen; ein so verstandenes "Weisungsrecht" bzw. das Recht auf Selbstbestimmung besteht ungeachtet der Qualifikation der Rechtsbeziehung als Auftragsverh�ltnis, als Personalverleih oder als anderen Vertrag. Das hier interessierende Weisungsrecht ist demgegen�ber in einem weiteren, arbeitsrechtlichen Sinne zu verstehen: Es verlangt, dass ein Teil der Weisungsbefugnisse, wie sie sonst gest�tzt auf Art. 321d OR dem Arbeitgeber zur einseitigen konkretisierenden Bestimmung des Arbeitsvertrags zukommen (vgl. hierzu STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., N. 2 ff. zu Art. 321d), auf den Kunden �bergehen. Dieser kann demnach weitergehende Anordnungen �ber die Ausf�hrung der Arbeiten und das Verhalten der Hilfskraft im Haushalt treffen, als dies im Rahmen der Erf�llung eines Auftrages m�glich w�re (vgl. oben E. 3.2).
Die Beschwerdef�hrerin macht unter verschiedenen Gesichtspunkten in tats�chlicher (E. 4.1 und 4.2) und rechtlicher Hinsicht (E. 4.3 und 4.4) geltend, die Natur ihrer T�tigkeit schliesse das Vorliegen eines Personalverleihverh�ltnisses geradezu aus, da ihr die wesentlichen Weisungsrechte im Sinne eines Arbeitgebers gegen�ber dem eingesetzten Personal zust�nden. Sie r�gt eine offensichtlich unrichtige resp. willk�rliche Sachverhaltsfeststellung (Art. 105 Abs. 2 BGG) und die Verletzung von Bundesrecht.
4.1 Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz, die sich auf die Rahmen- sowie Muster von Einsatzvertr�gen, den Internetauftritt, den Handelsregistereintrag und die von der Beschwerdef�hrerin eingereichten Bedarfsanalysen und Verlaufsberichte st�tzen, besteht der Zweck der T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin in der Erbringung von Pflegedienstleistungen und Diensten in der privaten Haushaltsf�hrung, wie Hauswirtschaft- und Reinigungsdienste; dabei seien die Pflegedienstleistungen untergeordnet und auf T�tigkeiten beschr�nkt, denen kein spezifisches medizinisches Spezialwissen zugrunde liege. Insgesamt sei zumindest von einer geteilten Weisungsbefugnis auszugehen. Nach dem Vorbringen der Beschwerdef�hrerin hingegen halte sich ihr Betreuungspersonal an einen detaillierten t�glichen Pflegeplan, welcher spezifisches Pflegefachwissen erfordere und "notfalls gegen den Willen des Betroffenen" erf�llt werden m�sse. Diese Form der Betreuung widerspreche demnach einer Abtretung des hier massgeblichen Weisungsrechts.
4.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur beanstandet bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. oben E. 1.4). Vorliegend sind die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz zur geteilten Weisungsbefugnis entgegen den Einw�nden der Beschwerdef�hrerin nicht offensichtlich unrichtig oder willk�rlich:
4.2.1 Gem�ss dem Handelsregistereintrag beinhaltet der Zweck des Unternehmens die "Erbringung von Pflegedienstleistungen und Diensten in der privaten Haushaltsf�hrung an behinderte und �ltere Personen mit k�rperlichen und geistigen Einschr�nkungen". Auf der firmeneigenen Homepage wird dieser Zweck dahin gehend konkretisiert, dass f�r entsprechende Kunden eine "Betreuung und Begleitung soweit wie n�tig, aber so wenig wie m�glich erfolgen" soll, mit dem Ziel, dem Kunden zu erlauben, "autonom im gewohnten Umfeld zu leben"; insgesamt soll "unterst�tzend Hilfe bei allt�glichen Aufgaben erbracht" werden. Mit ihrem Dienstleistungsangebot strebt die Beschwerdef�hrerin demnach an, einen Beitrag zur Erhaltung der Lebensqualit�t von behinderten und �lteren Personen zu leisten, indem diese Kunden rund um die Uhr eine Betreuungsperson zur Verf�gung haben, um so m�glichst lange im gewohnten Umfeld verbleiben und den Alltag mit dieser Hilfe bew�ltigen zu k�nnen.
4.2.2 Eine Konkretisierung dieses Zwecks ergibt sich aus den bei der Vorinstanz eingereichten Verlaufsberichten, auf welche sich diese massgeblich st�tzt. Gem�ss den Berichten, welche die spezifische T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin festhalten, gew�hren die vollst�ndig in den Haushalt der Kunden eingegliederten Angestellten Unterst�tzung bei den t�glichen Verrichtungen im Haushalt, erledigen nach Bedarf Boteng�nge, bereiten das Essen vor oder auch einmal einen G�stekaffee, begleiten Spazierg�nge oder leisten Gesellschaft. Dies alles erfolgt nicht schematisch, sondern je nach dem Bed�rfnis des Kunden. In den eingereichten Bedarfsanalysen werden zwar zu erbringende Pflegedienstleistungen festgehalten, jedoch sind diese entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin zum einen nicht an ein umfassendes und spezifisches Fachwissen gebunden: Zu ihnen geh�rt namentlich, St�tzstr�mpfen anzuziehen, Augentropfen zu verabreichen sowie bei leichten k�rperlichen �bungen wie Treppengehen oder bei der K�rperpflege behilflich zu sein. Auf den Tagesverlauf bezogen sind sie zum anderen von deutlich untergeordneter Bedeutung: Im Vordergrund stehen die Betreuungsleistung ("Gesellschaft leisten"), die nicht medizinisch ist und die allgemeinen Haushaltsdienste, die nach den W�nschen der Kunden ausgerichtet werden. Auch bei Kundinnen und Kunden, welche gem�ss der Bedarfsanalysen als schwer pflegebed�rftig eingesch�tzt werden, konzentrieren sich die erbrachten Dienstleistungen gem�ss den bei der Vorinstanz eingereichten Unterlagen in der Regel auf T�tigkeiten wie Einkaufen, das Kochen und das Reinigen sowie das Behilflich-Sein beim Duschen und der K�rperpflege. Obwohl die Beschwerdef�hrerin bzw. ihre Pflegedienstleiterin als einzige Fachkraft an sich auch zur Erbringung von spezialisierten Pflegedienstleistungen bef�higt ist, liegt die Hauptt�tigkeit ihrer Mitarbeiter somit in der Erbringung von Haushalts- und Betreuungsdiensten im Rahmen einer vollst�ndigen Einordnung ihrer Arbeitskr�fte in den Kundenbetrieb. Eine offensichtlich unrichtige oder willk�rliche Feststellung des Sachverhalts kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden. An ihre Sachverhaltsfeststellung bleibt das Bundesgericht f�r die rechtliche W�rdigung gebunden (Art. 105 Abs. 2 BGG).
4.3 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie gest�tzt auf die festgestellten T�tigkeiten davon ausging, es seien wesentliche Weisungsbefugnisse im Sinne von Art. 12 AVG i.V.m. Art. 26 AVV auf die Kunden �bergegangen. Ihr Dienstleistungsangebot entspreche insgesamt exakt demjenigen des Spitex Verbands Schweiz. Insofern sei es nicht einsichtig und geradezu willk�rlich, wenn die Vorinstanz von einem Subordinationsverh�ltnis ihrer Arbeitnehmer gegen�ber den Kunden ausgehe.
4.3.1 Wie die Vorinstanz richtigerweise festh�lt, sind die im Einsatzbetrieb geleisteten T�tigkeiten f�r die rechtliche Qualifikation der Beschwerdef�hrerin entscheidend. Gem�ss ihren f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen (vgl. E. 4.2) besteht ihre Hauptt�tigkeit in der Erbringung von Haushalts- und Betreuungsdiensten im Rahmen einer vollst�ndigen Einordnung ihrer Arbeitskr�fte in den Kundenbetrieb, nach den individuellen Bed�rfnissen und W�nschen der Kunden. Die von der Beschwerdef�hrerin hiergegen vorgetragene allgemein gehaltene Relativierung, das Ziel ihrer Dienstleistungen best�nde gar nicht in der Gew�hrung einer m�glichst umfassenden Autonomie, sondern werde von der Vorinstanz nur "ins Zentrum ger�ckt" resp. einseitig dargestellt, um die Beschwerdef�hrerin f�r bewilligungspflichtig zu erkl�ren, �berzeugt ebenso wenig wie ihr Einwand, wonach ihre Homepage lediglich Werbebotschaften an potenzielle Kunden, nicht jedoch den wahren Zweck ihrer Dienstleistungen wiedergebe. Aus den eingereichten Mustervertr�gen, den Bedarfsanalysen und den Verlaufsberichten, im �brigen auch aus der im Handelsregister und auf ihrer Homepage publizierten Umschreibung ihrer konkreten T�tigkeit, durfte die Vorinstanz auf wesentliche Weisungsbefugnisse im Sinne von Art. 26 AVV beim Kunden schliessen.
4.3.2 Die Grundstruktur der 24-Stunden-Betreuung und die vollst�ndige Eingliederung in den Haushalt unterscheidet sich entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin von den spezifischen (Pflege-)Dienstleistungen, welche Spitex-Organisationen in Auftragsverh�ltnissen (Art. 394 ff. OR) typischerweise anbieten: Spitex-Angestellte sind meist alleine unterwegs, arbeiten unbeaufsichtigt und sehr autonom, und zwar f�r einzelne Stunden in verschiedenen privaten Haushalten von Klienten, um im Rahmen dieser Eins�tze - oft in minutengenauer Zeiterfassung - pflegerische Leistungen oder weitere spezifisch vereinbarte Dienstleistungen zu erbringen (vgl. ANGELA HENSCH, Arbeitsrechtliche Fragen der spitalexternen Krankenpflege, Pflegerecht 1 (2012), S. 1 ff., 16). Spitex-Angestellte bleiben organisatorisch vollst�ndig in die zust�ndige Spitex-Einheit eingegliedert und erhalten f�r ihre einzelnen Eins�tze in den verschiedenen Haushalten detaillierte Anweisungen hinsichtlich der Art und Weise der Arbeitsausf�hrung direkt von der Spitex-Organisation (Art. 321d OR; vgl. dazu STREIFF/VON K�NEL/RUDOLPH, a.a.O., N. 5 zu Art. 321d; HENSCH, a.a.O., S. 16).
Anders liegt dies bei den von der Beschwerdef�hrerin ausgew�hlten Betreuungspersonen: Diese stehen der zu betreuenden Person grunds�tzlich rund um die Uhr prim�r als Haushalts- und Betreuungshilfen f�r die Alltagsbew�ltigung und (nur sehr untergeordnet) f�r medizinische Hilfeleistungen zur Verf�gung. Es ist nicht denkbar, dass solche Hilfeleistungen f�r die Alltagsbew�ltigung jeden Tag nach einem durch die Pflegedienstleiterin vorgegebenen fixen Ablauf ausgef�hrt werden m�ssten. Vielmehr ist es den Kunden gem�ss den Bedarfsanalysen und den Verlaufsberichten offenbar m�glich, ihre Bed�rfnisse einerseits (in den Grundz�gen) zum Vornherein kundzutun, andererseits aber auch w�hrend des laufenden Betreuungseinsatzes und diese mittels Weisungen an die mit ihnen zusammenlebenden Betreuungspersonen zu konkretisieren. Der hier zu �berpr�fende T�tigkeitsbereich reduziert sich daher gerade nicht auf einsatzbezogene und klar definierte Pflegedienstleistungen oder weitere T�tigkeiten, wie sie Spitex-Organisationen gew�hnlicherweise erbringen, sondern auf die dargelegten Hilfestellungen rund um die Uhr an den Kunden im f�r diesen gewohnten Umfeld.
Im von der Beschwerdef�hrerin angebotenen umfassenden und privaten Vertrauensverh�ltnis gehen die Weisungsbefugnisse �ber die eingesetzten Arbeitskr�fte deutlich �ber das in Auftragsverh�ltnissen �bliche Mass hinaus (vgl. oben E. 3.2) und k�nnen - entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin - nicht allein bei der Pflegedienstleiterin liegen. Wesentliche Weisungsbefugnisse gehen an die Kunden �ber (Art. 26 AVV).
4.3.3 Die Beschwerdef�hrerin unterscheidet in ihren Ausf�hrungen nicht zwischen ihren Dienstleistungen als anerkannte Spitex-Leistungserbringerin im Rahmen des Krankenversicherungsgesetzes (Bundesgesetz vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung [KVG]; SR 832.10) und ihren Hauswirtschafts- und Betreuungsdienstleistungen, die nicht �ber das KVG abgerechnet werden. F�r die Frage, ob Personalverleih vorliegt, ist jedoch entgegen ihrer Ansicht auf die vertraglichen Vereinbarungen und die tats�chliche Situation im Einsatzbetrieb bzw. beim "Dritten" abzustellen und nicht auf die gesundheitspolizeilichen Bewilligungen: Selbst wenn die Beschwerdef�hrerin auch Spitexaufgaben erf�llt, kann sie gleichzeitig einen bewilligungspflichtigen Personalverleih betreiben; selbst verleihrelevante Nebent�tigkeiten w�rden der Bewilligungspflicht unterliegen (vgl. E. 3.3). Insgesamt verm�gen somit auch einzelne Pflegedienstleistungen aus dem Bereich der von der Beschwerdef�hrerin grunds�tzlich angebotenen Bedarfspflege (Verabreichen von Medikamenten, Krisenbetreuung) nichts an der Struktur ihres typischen Leistungsangebots zu �ndern, welche f�r die Qualifikation ihrer T�tigkeit massgeblich ist (vgl. oben E. 3.1 und 3.6): Als wesentlicher Unterschied zu den �blichen Spitex-Diensten erweist sich die von der Beschwerdef�hrerin angebotene (nicht-medizinische) Rundumbetreuung durch eine in den Haushalt integrierte Person mit Schwergewicht in der Haushaltf�hrung (Kochen, Reinigen).
4.4 Die Beschwerdef�hrerin bringt weiter vor, die Qualifikation des Kundenhaushalts als Einsatzbetrieb resp. "Dritter" im Sinne von Art. 12 AVG sei ausgeschlossen.
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist f�r eine Qualifikation als Einsatzbetrieb bzw. "Dritter" im Sinne des AVG ebenfalls entscheidend, ob dem Privathaushalt wesentliche Weisungsbefugnisse im Sinne eines Arbeitgebers gegen�ber den eingesetzten Arbeitnehmenden zustehen, d.h., ob ein Subordinationsverh�ltnis besteht (vgl. oben E. 3.2). Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz lebt und arbeitet im vorliegenden Arbeitsverh�ltnis die Betreuungsperson 24 Stunden pro Tag im Haushalt der zu betreuenden Person und ist somit organisatorisch, pers�nlich und zeitlich vollumf�nglich in die Hausgemeinschaft eingegliedert (vgl. oben E. 4.2; SECO, Weisungen und Erl�uterungen zu den Bestimmungen �ber den Personalverleih, a.a.O., S. 66 und 67 f.). Da eine entsprechende Eingliederung in Privathaushalte m�glich ist bzw. Privathaushalte Arbeitgeberfunktionen auszu�ben verm�gen, k�nnen auch sie grunds�tzlich als "Dritte" oder Einsatzbetriebe im Sinne von Art. 12 Abs. 1 AVG erachtet werden. Im Zusammenhang mit ihren Untersuchungen zur Weisungsbefugnis durfte die Vorinstanz demnach die Kundenhaushalte als Einsatzbetriebe im Sinne von Art. 12 Abs. 1 AVG qualifizieren, ohne Bundesrecht zu verletzen (vgl. ebenso die Weisungen des SECO zum Personalverleih, a.a.O., S. 153 f.; oben E. 3.6).
Die Beschwerdef�hrerin bringt punktuell weitere Umst�nde vor, welche aus ihrer Sicht der rechtlichen Qualifikation ihrer T�tigkeit als Personalverleih entgegen stehen:
5.1 So besorge sie selber Verbrauchsmaterial f�r die Pflege bis zu einem monatlichen Maximalbetrag von Fr. 300.--, wobei Verbrauchsmaterialien in Personalverleihverh�ltnissen typischerweise durch den Einsatzbetrieb zur Verf�gung gestellt w�rden. Dem ist einerseits zu entgegnen, dass verwendetes Verbrauchsmaterial ohne Weiteres und direkt dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Andererseits geht aus den Feststellungen der Vorinstanz zur T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin zudem hervor, dass die Haushalts- und Betreuungsdienste im Vordergrund stehen; die hierf�r ben�tigten Materialien werden auch vom Kunden zur Verf�gung gestellt (z.B. f�r die Zubereitung der Mahlzeiten, die Reinigungen etc.). Es kann demnach entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht davon ausgegangen werden, dass ihre Arbeitnehmer nicht "mit Material des Einsatzbetriebs arbeiten" w�rden, was atypisch f�r ein Personalverleihverh�ltnis w�re (vgl. oben E. 3.5; Weisungen des SECO, Weisungen und Erl�uterungen zu den Bestimmungen �ber den Personalverleih, a.a.O., S. 67).
5.2 Ebenfalls unzutreffend sind die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin, wonach vorliegend keine Einsatzstunden verrechnet w�rden. Aus den Mustervertr�gen und der anonymisierten Rechnung wird ersichtlich, dass f�r die Dienstleistungen jeweils kein konkretes Ziel, sondern die Einsatzwochen bzw. -monate ("Betreuung und Begleitung von Herrn X. f�r den Zeitraum von ... bis ...") in Rechnung gestellt werden. Es wird keinesfalls ein gewisser Erfolg garantiert und bei Nichterreichen dieses Erfolgs auf einen Teil des vereinbarten Entgelts verzichtet oder unentgeltlich Nachbesserung geleistet, was zwar f�r sich allein keinen Werkvertrag begr�ndete, jedoch gegen das Vorliegen eines Personalverleihverh�ltnisses sprechen w�rde (vgl. oben E. 3.5; SECO, Weisungen und Erl�uterungen zu den Bestimmungen �ber den Personalverleih, a.a.O., S. 62, 68).
5.3 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, gem�ss ihrem internen Reglement resp. den AGBs gelangten die Haftungsbestimmungen zum Auftragsrecht und zur Hilfspersonenhaftung zur Anwendung (Art. 394 ff. i.V.m. Art. 101 Abs. 1 und 2 OR), wobei die allgemeinen Haftungsbestimmungen in den AGBs beschr�nkt werden auf Grobfahrl�ssigkeit bez�glich Sachsch�den und Fahrl�ssigkeit bez�glich k�rperlicher Sch�den.
Es ist zwar zutreffend, dass sich die Haftung des Personalverleihers gegen�ber dem Einsatzbetrieb �blicherweise auf die sorgf�ltige Auswahl der verliehenen Arbeitnehmer beschr�nkt; er hat in der Regel auch nicht f�r allf�lligen fahrl�ssigen Schaden einzustehen, den seine Arbeitnehmer im Einsatzbetrieb verursacht haben (vgl. SECO, Weisungen und Erl�uterungen zu den Bestimmungen �ber den Personalverleih, a.a.O., S. 66). Da die Entliehenen keine Hilfspersonen sind, trifft den Arbeitgeber auch keine Hilfspersonenhaftung (Art. 101 Abs. 1 OR). Eine einseitige Abst�tzung des Rechtsverh�ltnisses auf die Haftung des Arbeitnehmers gegen�ber dem Entleiher erscheint jedoch bereits insofern nicht sachgerecht, als sich eine Qualifikation gest�tzt hierauf als besonders schwierig erweist, da �ber die konkrete Ausgestaltung und die Folgen der Haftung in Personalverleihverh�ltnissen Uneinigkeit herrscht: Die Botschaft zum AVG (Botschaft AVG, a.a.O., Ziff. 122.3; Ziff. 233.2) sieht, da kein Vertragsverh�ltnis zwischen dem Arbeitnehmer und dem Einsatzbetrieb vorliege, nur Anspr�che aus unerlaubter Handlung (Art. 41 ff. OR) oder aus ungerechtfertigter Bereicherung (Art. 62 OR) als Anspruchsgrundlage vor; ein Teil der Doktrin m�chte hingegen die Drittschadensliquidation heranziehen, ein anderer Teil vertritt die Auffassung, beim Personalverleih l�gen echte Vertr�ge zugunsten Dritter vor (Art. 112 Abs. 2 OR), durch die direkte Forderungen geltend gemacht werden k�nnten (vgl. den �berblick bei BACHMANN, a.a.O., S. 74; ST�CKLI, a.a.O., S. 139 f.). In Anbetracht der umstrittenen Grundlagen und Folgen der Haftung erscheint es unsachlich, ein Personalverleihverh�ltnis alleine aufgrund von vereinbarten auftrags�hnlichen Haftungsbedingungen, die vorliegend zudem erheblich modifiziert wurden, auszuschliessen.
Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz, selbst wenn gem�ss AGBs untypische Haftungsregeln analog dem Auftragsrecht zum Zuge kommen, mit Blick auf die Kernt�tigkeit der Beschwerdef�hrerin davon ausgehen, dass einzelne atypische Elemente das Vorliegen eines Verleihverh�ltnisses nicht umzustossen verm�gen; die Gesamtbetrachtung der konkreten Leistungen bleibt f�r die Qualifikation des Rechtsverh�ltnisses massgeblich (vgl. Urteil 2A.425/2006 vom 30. April 2007 E. 3.2; vgl. oben E. 3.5).
5.4 Hinsichtlich der konkreten Form des Personalverleihverh�ltnisses bestreitet die Beschwerdef�hrerin die Ausf�hrungen der Vorinstanz dahin gehend, dass sie ihre T�tigkeit nicht als Tempor�rarbeit im Sinne von Art. 27 Abs. 2 AVV versteht.
Dem Rahmenvertrag der Beschwerdef�hrerin ist zu entnehmen, dass dieser auf unbefristete Zeit gilt und dabei die Bestimmungen festlegt, die beim Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags f�r den konkreten Einsatz gelten sollen, wobei im Letzteren der konkrete Arbeitsort, die Arbeit, Vertragsdauer etc. geregelt wird. Diese Vertragsart (Rahmenvertrag) weist auf das Vorliegen einer Tempor�rarbeit hin. Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin k�nnen zudem insofern nicht relevant sein, da es zwischen den in Art. 27 AVV aufgez�hlten Arten des Personalverleihs zu �berschneidungen oder Mischformen der Verleiharten kommen kann; gleichwohl kann in solchen F�llen - wenn es nicht bloss um das gelegentliche �berlassen von Arbeitnehmern geht (Art. 28 AVV) - ein bewilligungspflichtiger Personalverleih vorliegen (vgl. oben E. 3.4).
Schliesslich macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Vorinstanz habe die Kopie des Schreibens vom 11. August 2011 der Dienststelle mit dem Titel "Bewilligungspflichtiger Personalverleih" zu Unrecht auch ans SECO versendet; dies verstosse gegen Art. 36 Abs. 2 AVG; f�r die Datenerhebung bestehe jedenfalls keine gesetzliche Grundlage. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin besteht eine gesetzliche Grundlage f�r die Bearbeitung von Personendaten durch die mit der Durchf�hrung, Kontrolle oder Beaufsichtigung betrauten Organe (Art. 33a Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 33 Abs. 1 AVG und Art. 31 Abs. 2 AVG). Im �brigen legt sie nicht dar, welche Anspr�che sie im Hinblick auf die Bewilligungspflicht aus ihrer R�ge ableiten m�chte, sodass auf ihre diesbez�glichen Ausf�hrungen nicht weiter einzugehen ist.
Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, die sich in der Hauptsache darauf st�tzen, einzig die Pflegedienstleiterin k�nne dem vor Ort im Einsatz stehenden Betreuungspersonal Anweisungen geben, erscheint nach dem Dargelegten mit dem Zweck ihrer T�tigkeiten und deren konkreten Ausgestaltung unvereinbar; diese bringen es mit sich, dass wesentliche Weisungsbefugnisse zur Gestaltung eines m�glichst autonomen Alltags gegen�ber dem - im Kundenhaushalt eingegliederten - Personal beim Kunden liegen (E. 4). Das zur Kundenbetreuung eingesetzte Personal wurde von der Vorinstanz demnach ohne Verletzung von Bundesrecht nicht als "im Auftragsverh�ltnis stehendes Hilfspersonal" qualifiziert. Es gelingt der Beschwerdef�hrerin auch mit ihren weiteren, punktuell vorgebrachten Einwendungen nicht, eine offensichtlich unrichtige und willk�rliche Sachverhaltsfeststellung bzw. eine unrichtige Anwendung von Art. 12 AVG resp. Art. 26 AVV darzutun (E. 5). Da die weiteren Voraussetzungen f�r das Vorliegen eines Personalverleihverh�ltnisses wie Gewerbsm�ssigkeit und Regelm�ssigkeit (Art. 29 AVV; E. 3.1 ff.) - wie auch das Weiterbestehen der Arbeitsvertr�ge zwischen der Beschwerdef�hrerin und ihren Arbeitnehmenden w�hrend der Betreuungsdienstleistungen im Einsatzbetrieb - von der Vorinstanz bejaht und von der Beschwerdef�hrerin nicht mehr bestritten werden, ist das Bundesgericht diesbez�glich an die Feststellungen der Vorinstanz gebunden (vgl. E. 1.4 und E. 1.5). Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn sie f�r den hier zu beurteilenden T�tigkeitsbereich der Beschwerdef�hrerin das Vorliegen eines bewilligungspflichtiges Personalverleihverh�ltnis bejaht hat.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Die unterliegende Beschwerdef�hrerin wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, und dem Eidgen�ssischen Volkswirtschaftsdepartement schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 82
 Art. 38
 Art. 83
 Art. 89
 Art. 42
 BGE 
 Art. 95
 Art. 96
 Art. 106
 BGE 
 Art. 29
 Art. 12
 Art. 26
 Art. 29
 Art. 12
 Art. 41
 Art. 321
 Art. 29
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 12
 Art. 35
 Art. 12
 Art. 26
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 29
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 12
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 321
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 101
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 36
 Art. 33
 Art. 31
 Art. 12
 Art. 26