Source: http://ig-eventus.de/content/pruefverband-vbw/gdw_-grundsaetze-der-genossenschaftlichen-pflichtpruefung---verstoss-vbw/
Timestamp: 2018-02-24 04:16:06+00:00

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Auszug aus der Prüfungsrichtlinie des GDW
Anmerungen der IG Eventus
Fragen und Meinungen der IG Eventus
1.2 Zu den wesentlichen Aufgaben der Prüfungsverbände gehört neben der eigentlichen Prüfung auch die umfassende Beratung und Betreuung der Mitglieder auf rechtlichem, betriebswirtschaftlichem und u. a. technischem Gebiet. Die genossenschaftliche Prüfung versteht sich insoweit als umfassende Betreuungsprüfung. Aus diesem Grunde sind auch üblicherweise bei der Prüfung von Kapitalgesellschaften vorgesehene Ausschlussgründe nicht ohne weiteres auf die Prüfung der Genossenschaften übertragbar.
Wo hat das bitte bei der Prüfung der Eventus eG stattgefunden?
3.2.1 Ferner sind die Grundsätze der Unternehmensfortführung zu prüfen. Das bedeutet, dass nicht nur die zurückliegende Geschäftsjahresperiode zu betrachten ist, sondern darüber hinaus auch Prognosen anzustellen sind, wie sich die Unternehmenstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr entwickeln wird und ob daraus Befürchtungen hinsichtlich der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit resultieren könnten. Nach dem Prüfungsstandard (PS) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) IDW PS 270 gilt als Bezugsperiode für den Betrachtungszeitraum für die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ein Zeitraum von mindestens zwölf Monaten, gerechnet vom Abschlussstichtag des Geschäftsjahres. Diese Mindestperiode von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag soll eine hinreichende Sicherheit bieten für die Beurteilung der Unternehmensfortführung. Die zeitliche Festlegung gilt, sofern keine besonderen Unsicherheiten bestehen bzw. neue Umstände auftreten, die die Beurteilung der Unternehmensfortführung beeinträchtigen könnten.
Die Provisionszahlungen an Herrn Terracciano wurden hier schon moniert. ---> Prüfungsergebniss 2012
"sondern darüber hinaus auch Prognosen anzustellen sind, wie sich die Unternehmenstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr entwickeln wird und ob daraus Befürchtungen hinsichtlich der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit resultieren" ---> Warum hat man sich dann bitte nicht schon 2013 zumindest das Konto Provisionen angeschaut?
Der Prüfer soll nicht nur vergangenheitsorientiert das abgeschlossene Geschäftsjahr und dessen Ergebnis prüfen und beurteilen, sondern vielmehr auch für einen überschaubaren Prognosezeitraum die Unternehmensentwicklung, insbesondere die Unternehmensfortführung im Blick haben. Dadurch gewinnt sein Prüfungsurteil (Bestätigungs-vermerk oder zusammengefasstes Prüfungsergebnis) an Bedeutung. Damit soll die Erwartung der Öffentlichkeit über die Reichweite der Prüfung und des Bestätigungsvermerks/Prüfungsurteils hinreichend befriedigt werden.
Warum hat man nicht Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Planrechnungen gemacht, wie es übich ist? Warum hat man in 2012 schon nicht in die vorläufigen Kontenblätter, Summen- und Saldenliste und BWA geschaut. Damit hätte man Hochrechnungen machen können. Bei der Aussenrüfung für das Jahr 2013 hat man nichtin das Jahr 2014 geschaut, ja warum denn nicht. Dann hätte man die Katastrophe verhindern können.
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung ist eines der zentralen Elemente der Betreuungsprüfung einer Genossenschaft durch den Prüfungsverband. Diese ausdrücklich vom Gesetzgeber gewünschten betreuerischen Elemente dienen den Interessen der Mitglieder, der Gläubiger sowie der Allgemeinheit.
Die Interessen der Mitglieder der IG Eventus interessierten wohl nicht?
7.3 Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG)
Die Prüfungsschlusssitzung nach § 57 Abs. 4 GenG hat in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Prüfung in einer gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates oder eines Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates stattzufinden (vgl. Abschnitt 4.4). Es ist über das voraussichtliche Ergebnis der Prüfung mündlich zu berichten.
Das das gemacht wurde bezweifeln wir! Es können niemals alle Aufsichtsräte und Vorstände anwesend gewesen sein!
An der gemeinsamen Beratung von Vorstand und Aufsichtsrat zur Auswertung des (schriftlichen) Prüfungsergebnisses sind Prüfer und Verband berechtigt teilzunehmen. Der Vorstand hat den Verband rechtzeitig vom Termin der gemeinsamen Sitzung zur Auswertung des Prüfungsergebnisses zu unterrichten. Für die Einberufung der Sitzung ist der Vorstand verantwortlich, soweit die Satzung nicht Anderes bestimmt. Liegt keine Satzungsregelung vor, so ist ggf. der Vorsitzende des Aufsichtsrates zur Einberufung berechtigt und verpflichtet. Falls der Vorstand die Einberufung ungebührlich verzögert, kann sie auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats vornehmen.
Warum hat das der vbw nichts getan bei den Mängeln?
Der Verband ist berechtigt, an der Generalversammlung beratend teilzunehmen. Auf Antrag des teil-nehmenden Verbandsvertreters kann ebenfalls der Bericht ganz oder in bestimmten Teilen verlesen werden. Ist eine Einladung des Verbandes unterblieben oder war die Frist zur Einladung nicht rechtzeitig ergangen, so dass eine Teilnahme des Verbandes nicht erfolgen konnte, hat der Verband nach § 60 GenG das Recht zur Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung.
Darüber hinaus erhält nach § 60 GenG der Verband über die allgemeinen Befugnisse eines Abschlussprüfers hinaus unter bestimmten Voraussetzungen (Unterrichtung der Generalversammlung wird ungebührlich verzögert oder unzulängliche Unterrichtung über wesentliche Feststellungen im Prüfungsbericht) das Recht zur Einberufung und Unterrichtung über den Prüfungsbericht in einer außerordentlichen Generalversammlung. Diese Vorschrift stellt eine Schutzfunktion für die Genossenschaftsmitglieder dar.
Warum hat man das nicht beachtet seitens vbw?
Der Prüfungsverband kann für die Beseitigung der beanstandeten Mängel eine angemessene Frist setzen. Er ist berechtigt, bei der Genossenschaft Feststellungen darüber zu treffen, ob die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden.
Warum hat vbw nicht klare Auflagen gemacht und diese kontrolliert?
Außerordentliche Prüfung (§ 57 Abs. 1 S. 2 GenG) Weiterhin kann es sich um Sonderprüfungen in Form von außerordentlichen Voll- oder außerordentlichen Teilbereichsprüfungen handeln. Abgrenzungsmerkmal hierbei ist der Prüfungsumfang. Wird die Genossenschaft in ihrer komplexen Natur als Wirtschaftsbetrieb und als Organisationseinheit sowie in dem Beziehungszusammenhang mit ihrer gesellschaftlichen und ökonomischen Umwelt analysiert, handelt es sich um eine Vollprüfung. Bei der Teilbereichsprüfung wird dagegen nur ein konkreter Ausschnitt der bei der Vollprüfung zu untersuchenden Tatbestände und Zusammenhänge untersucht. In der Regel sind die Sonderprüfungen Teilbereichsprüfungen, die die Begutachtung besonderer Situationen bei der Genossenschaft bezwecken. Um eine außerordentliche Vollprüfung handelt es sich beispielsweise, wenn der Prüfungsverband bei einer Genossenschaft mit einer Bilanzsumme von weniger als 2 Mio. EUR abweichend von dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Zweijahresturnus eine zusätzliche Prüfung im Umfang des § 53 Abs. 1 GenG anordnet.
Warum hat man nicht regelmässig die Provisionsabrechnungen von Marco Terraccciano zeigen lassen? Uns hat man erzählt wir sind ein zahnloser Papiertiger, was soll das bitte?
Katalog beispielhafter Verstöße
Im Nachfolgenden handelt es sich um eine beispielhafte Aufzählung von Verstößen, die Auswirkungen auf die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung haben. Der Aspekt der Wesentlichkeit und die Auswirkungen einzelner oder mehrerer Verstöße auf die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sind im jeweiligen Einzelfall zu bewerten.
Wesentliche Verstöße, die eine Einschränkung bzw. eine Versagung rechtfertigen, sind:
Verstöße im Rahmen der Organisation (Besetzung, Tätigkeit, Vergütung)
- Vorstand ist nicht ordnungsgemäß besetzt
- Aufsichtsrat ist nicht ordnungsgemäß besetzt
- Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder sind nicht Mitglieder der Genossenschaft
- Protokolle sind nicht ordnungsgemäß unterschrieben
- Nichterstellung/Nichtvorlage von Protokollen
- Vorteilsnahmen durch Organmitglieder
- Unangemessene Aufsichtsratsvergütungen
- Unangemessene Tantiemevereinbarungen für Vorstände
- Unterschlagungen oder Unregelmäßigkeiten im Bereich des Vorstandes
- Verletzung der Sorgfaltspflichten gemäß Satzung und GenG durch den Vorstand (z. B. durch Falschinformation der Mitglieder)
- Keine ausreichende Kontrolle und Wahrnehmung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Pflichten durch den Aufsichtsrat
- Interessenkonflikte durch bestehende geschäftliche Beziehungen zu Organmitgliedern
Bei der Eventus war: - Aufsichtsrat ist nicht ordnungsgemäß besetzt - Vorteilsnahmen durch Organmitglieder
Warum wurde dann die Ordnungsmässigkeit vom vbw bestätigt?
Verstöße gegen Genossenschaftsgesetz bzw. Satzung
- Verstoß gegen Förderauftrag gemäß § 1 Abs. 1 GenG
- Verfehlung des Förderauftrags gegenüber den Mitgliedern bezüglich einer Einrichtung der Genossenschaft (z. B. bei Verlust-ausgleich) gemäß § 1 Abs. 2 GenG
- Fehlende Beschlusslagen bzw. fehlende Beschlussfassungen zur Begrenzung bei Kreditgewährung nach § 49 GenG
- Unterlassung der Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung nach § 33 Abs. 3 GenG bei Aufzehrung der Hälfte der Geschäftsguthaben
- Vorzeitige Auszahlung von Geschäftsguthaben
- Nicht ordnungsgemäß geführte Mitgliederliste (§ 30 GenG)

References: § 57
 § 60
 § 60
 § 53
 § 1
 § 1
 § 49
 § 33