Source: http://architekturverzeichnis.blogspot.de/2014/09/
Timestamp: 2017-10-19 03:17:49+00:00

Document:
a:VZ: September 2014
Rapport (Bauwesen)
Im Baubereich werden häufig Rapportlisten für das interne, aber auch externe Controlling benutzt.
Ein Handwerksbetrieb kann z. B. folgende Rapportlisten führen:
eingehende Störmeldungen
eingehende Angebotsanfragen
Die Rapportlisten werden wöchentlich/täglich durchgegangen und verhindern, dass Aufträge liegen bleiben. Trotz EDV haben Rapportlisten immer noch auf dem Papier ihren Platz. Die wenigsten Unternehmen bedienen sich, aus Gründen der Übersichtlichkeit, einer Rapportsoftware.
Soll der Zementestrich mit einem Bodenbelag versehen werden, so muss der Estrich "genügend trocken" (3.1.1 der DIN 18365 – Bodenbelagsarbeiten) sein. Nach einer Empfehlung zweier Verbände aus dem Jahr 2007 soll die Feuchtigkeitsmessung mit der CM-Methode durchgeführt werden. Die so genannte Belegreife soll erreicht sein, wenn der Estrich eine Restfeuchte von maximal 2,0 CM % (unbeheizt) bzw. 1,8 CM % (beheizt) aufweist. Sowohl die Messmethode als auch die empfohlenen Grenzwerte werden kritisiert; nach einer im März 2012 veröffentlichte Studie der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) und der Universität Siegen trennt der CM-Grenzwert von 2 % belegreife Estriche nicht sicher von nicht belegreifen Estrichen. Bei diesem Grenzwert werden auch nasse Estriche als trocken bewertet.
Der wasserfreie Gussasphaltestrich (AS) (von Mastic Asphalt screed) besteht aus einem Gemisch aus Splitt, Bitumen, Sand und Steinmehl. Da dieses Gemisch auf eine Temperatur von 230 °C erhitzt werden muss, ist der Gussasphaltestrich beim Einbau gieß- und streichbar und braucht nicht verdichtet zu werden. Er kann schwellen- und fugenlos eingebracht werden. Seine geringe Wärmeleitfähigkeit und seine trittschallmindernde Eigenschaft kann dazu führen, dass abhängig von den bauphysikalischen Anforderungen an die Deckenkonstruktion keine Dämmungen eingebaut werden müssen. Er ist wasser- und wasserdampfdicht und stellt in Verbindung mit geeigneten Bitumen-Schweißbahnen oder einer Asphaltmastix eine Abdichtung im Sinne der DIN 18195 dar.
Der AS kann als Verbundestrich mit einer Bitumen-Schweißbahn auf hydraulisch gebundenen Untergründen und als Estrich auf Trennlage / Dämmschicht eingebaut werden. Auch als Gussasphaltheizestrich mit Kupferrohrleitungen.
Vor einer Belegung mit mineralischen Werkstoffen (Naturstein, Keramik, Betonwerkstein) ist i. d. R. eine Entkopplung oder eine Sperrschicht zu erstellen. Mörtelwasser ist hochalkalisch und kann die Oberfläche des AS kalt verseifen und eine Anhaftung erschweren. Hinzu kommt eine Verfärbungsgefahr durch wandernde bituminöse Stoffe. Eine weiterer Nachteil ist die langsame Bewegung bei Wärme und statischen und dynamischen Lasten.
Der größte Vorteil des AS ist die schnelle Belegreife, sein Nachteil die hohen Kosten. Bei elastischen Bodenbelägen (Holz, Linoleum, PVC, Gummi) kann es ohne entsprechende Sperrschicht zu chemischen Reaktionen mit Weichmachern und wandernden bituminösen Inhaltsstoffen kommen, weshalb auch dort ein entsprechender sperrender Voranstrich notwendig sein kann.
Mit der internationalen Bezeichnung SR (von synthetic resin screed) werden Kunstharzestriche, in der Regel Epoxydharzestriche, bezeichnet. Aber auch Polyurethan, Polymethylmethacrylat und andere Kunststoffe sind möglich. Diese sehr teuren Untergründe werden nur in Sonderfällen eingebaut, zum Beispiel wenn man kurze Trocknungszeiten oder hohe dynamische Belastbarkeit benötigt. Die Schrumpfung bei der Polyaddition liegt je nach Produkt bei 1 bis 5 Prozent. Dies ist bei der Auswahl des Verlegematerials zu berücksichtigen. SR ist wasserbeständig. Nachteilig sind mögliche Gefahren durch die Härter, wie z. B. Bisphenol A. Diese stehen in dem Verdacht, Unfruchtbarkeit zu verursachen. Auch ist ggf. eine Änderung der Brandklasse der Gesamtkonstruktion möglich. Polykondensate, wie Polyester, sind durch die hohe Schrumpfungsrate nicht geeignet.
Magnesitestrich MA (von Magnesite screed) ist den älteren Steinmetzen auch als Steinholz bekannt. Nach 1945 war Zement rationiert, Magnesit nicht. Deshalb ist er in vielen Altbauten zu finden. Magnesia ist vielen von Turnwettbewerben als „Trockenmittel“ für die Hände bekannt. 1867 entdeckte man, dass Magnesia mit Magnesiumchlorid zu einer zementartigen Masse erstarrt. MA ist leicht einfärbbar und wurde oft mit Holzmehl oder Holzstückchen vermischt. Sein besonderer Vorteil ist die Leichtigkeit und der Einsatz als „leitfähiger Fertigboden“. Sein großer Nachteil ist die Feuchteempfindlichkeit und Korrosivität gegenüber Metallen, da bei Wasserzugabe das enthaltene Chlorid und Magnesiumhydroxid „ausgewaschen“ werden und der MA aufquillt wie ein Hefekuchen. Er darf nie direkt mit wässrigem Mörtel in Kontakt kommen. Eine typische Verwendung heute ist die Verwendung als Nutzestrich für große trockene Flächen.
Neben seiner Aufgabe als „Füll- und Ausgleichsstoff“ ist ein Estrich vor allem als Lastverteilungsschicht anzusehen, unter der sich Heizungen, Wärme- und Schalldämmungen befinden können. Er kann ebenso die direkte Nutzschicht sein. Bei den Konstruktionsarten des Estrichs wird nicht nach Estrichbindemitteln sondern nach der Bauweisen bzw. der Konstruktionsart unterteilt.
Zwischen Rohbeton und Estrich befindet sich eine Schicht, die keine Verbindung zwischen den Bauteilen zulässt. Im Idealfall gleitet der Estrich zum Beispiel auf einer zweilagigen Folie aus Polyethylen. Das setzt einen absolut planen Rohbeton voraus, was in der Praxis illusorisch ist. Das Kriechen und Schwinden und die damit einhergehenden Verformungen des Rohbetons können die Ebenheit zusätzlich beeinflussen. Das führt dazu, dass sich der Estrich nicht mehr „bewegen“ kann, sich u. U. „einklemmt“ und schlimmstenfalls reißt. Bei einem Altbau ist das Risiko i. d. R. nicht mehr gegeben. Diese Konstruktionsart ist die schadensträchtigste Bauweise. Um eventuell eindringende Feuchtigkeit, zum Beispiel aus einer erdberührenden, nicht abgesperrten Betonplatte zu verhindern, sind Verbundabdichtungen die beste Alternative, denn ein darauf abgestimmter Verbundestrich ist wesentlich belastbarer und risikoärmer.
Der Estrich liegt dabei auf einer PE-Folie und diese auf einer Dämmplatte und wird seitlich von Dämmstreifen ummantelt, so dass keinerlei schall- oder wärmeübertragende Verbindung zum restlichen Gebäude besteht („schwimmen“). Die Dämmplatte kann dabei eine Trittschalldämmung und/oder eine Wärmedämmung sein. Typische Materialien für die Dämmung sind z. B. druckfestes Schaumglas oder EPS (expandiertes Polystyrol). Hier ist die Verformungsstabilität der Dämmmaterialien ein entscheidender Faktor. Estrichabsenkungen, z. B. durch mehr als 200 kg / m² in privaten Küchen sind eine der Hauptschadensursachen für gerissene Küchenarbeitsplatten oder Bodenbeläge. Im gewerblichen Bereich sind dynamische Lasten bei einem schwimmenden Estrich wesentlich problematischer. Im oberen Teil der Dämmschicht oder im Mörtel eines Heizestrichs werden Heizelemente bzw. Rohrschlangen für eine Fußbodenheizung verlegt. Normenrechtlich gilt die DIN 18560: Estriche im Bauwesen, neben diversen Merkblättern des ZDB (Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) und des BEB (Bundesverband Estrich und Belag).
Labels: Bodenbelag, Estrich
Wissenswertes rund ums Dach - Fachausdrücke und Fachbegriffe rund um das Dach
Flächenformziegel
1 – Lüftungsziegel
2 – Dunstrohrziegel/Durchgangsziegel
3 – Dunstrohrziegel mit Kappe
4 – Antennenziegel
5 – Trittziegel
6 – Schneestopziegel
First-, Grat- und Kehlziegel
7 – Firstanfangziegel
8 – Firstkreuzung
9 – Gratkappe, Gratglocke
10 – First- und Gratziegel
11 – Kehlziegel
12 – Gratanfangziegel
13 – Firstendziegel
Kantenziegel in Sparrenrichtung
14 – Ortgangziegel, links
15 – Ortgangziegel, rechts
16 – Doppelwulstziegel
17 – Seitenanschlußziegel, rechts
18 – Seitenanschlußziegel, links
Kantenziegel in Dachbreite
19 – Firstanschlußziegel
20 – Mansardziegel
21 – Pultdachziegel
22 – Schleppdachziegel
23 – Traufziegel, Traufbiber
24 – Wandanschlußziegel, firstseitig
25 – Mauerabdeckziegel
26 – Firstanschluß – Ortgangziegel
27 – Trauf – Ortgangziegel
28 – First – Doppelwulstziegel
29 – Trauf – Doppelwulstziegel
30 – Wand – Seitenanschlußziegel
31 – Trauf – Seitenanschlußziegel
32 – Wandanschluß – Doppelwulstziegel
33 – Wandanschluß – Ortgangziegel
34 – Pultdach – Ortgangziegel
35 – First – Seitenanschlußziegel
36 – Durchgangspfanne mit: Dunstrohraufsatz, Sani-Lüfter, Antennenaufsatz, Abgaskalotte
37 – Schneefangvorrichtung
38 – Lichtpfanne, Lichtbilder
39 – Dachausstiegsfenster
40 – Laufstege, Trittstufen, Einzeltritte
First, Grat, Kehle, Traufe, Ortgang
41 – Firstabschlußelement
42 – Firstlüftungselement
43 – Gratlüftungselement
44 – Trauflüftungselement
45 – Kehlelement
46 – Ortgangelement
Ausgewählte Gewerke der VOB / C
DIN 18299 Allgemeine Regelung für Bauarbeiten jeder Art – Juni 1996 -
DIN 18300 Erdarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18301 Bohrarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18302 Brunnenarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18303 Verbauarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18304 Rammarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18305 Wasserhaltungsarbeiten - Juni 1996 -
DIN 18306 Entwässerungskanalarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18307 Druckrohrleitungsarbeiten im Erdreich – Mai 1998 -
DIN 18308 Dränagearbeiten – Juni 1996 -
DIN 18309 Einpressarbeiten – Dezember 1992 -
DIN 18310 Sicherungsarbeiten an Gewässern, Deichen und Küstendünen – September 1988 -
DIN 18311 Nassbaggerarbeiten – Dezember 1992 -
DIN 18312 Untertagebauarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18313 Schlitzwandarbeiten mit stützenden Flüssigkeiten – Juni 1996 -
DIN 18314 Spritzbetonarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18315 Verkehrswegebauarbeiten, Oberbauschichten ohne Bindemittel – Juni1996 -
DIN 18316 Verkehrswegebauarbeiten, Oberbauschichten mit hydraulischem Bindemittel –Juni 1996-
DIN 18317 Verkehrswegebauarbeiten, Oberschicht aus Asphalt – Juni 1996 -
DIN 18318 Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken, Plattenbeläge, Einfassungen –Juni 1996-
DIN 18319 Rohrvortriebsarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18320 Landschaftsbauarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18325 Gleisbauarbeiten – Dezember 1992 -
DIN 18330 Maurerarbeiten – Mai 1998 -
DIN 19331 Beton- und Stahlbetonarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18332 Naturwerksteinarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18333 Betonwerksteinarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18334 Zimmer- und Holzbauarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18335 Stahlbauarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18336 Abdichtungsarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18338 Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18339 Klempnerarbeiten – Mai 1998 –
DIN 18349 Betonerhaltungsarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18350 Putz- und Stuckarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18351 Fassadenarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18352 Fliesen- und Plattenarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18353 Estricharbeiten – Mai 1998 -
DIN 18354 Gussasphaltarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18355 Tischlerarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18356 Parkettarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18357 Beschlagarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18358 Rolladenarbeiten – September 1998 -
DIN 18360 Metallbauarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18361 Verglasungsarbeiten – Juni 1996 -
DIN 18363 Maler- und Lackierarbeiten – Juni 1996 –
DIN 18354 Korrosionsschutzarbeiten an Stahl- und Aluminiumbauten – Juni 1996 -
DIN 18365 Bodenbelagarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18366 Tapezierarbeiten – Dezember 1992 -
DIN 18367 Holzpflasterarbeiten – Mai 1998 -
DIN 18379 Raumlufttechnische Anlagen - Mai 1998 -
DIN 18380 Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen – Mai 1998 -
DIN 18381 Gas-, Wasser- und Abwasser-Installationsarbeiten innerhalb von Gebäuden – Mai 1998 -
DIN 18382 Nieder- und Mittelspannungsanlagen mit Netzspannungen bis 36 kV – Mai 1998 -
DIN 18384 Blitzschutzanlagen – Dezember 1992 -
DIN 18385 Förderanlagen, Aufzugsanlagen, Fahrtreppen und Fahrsteige – Mai 1998
DIN 18386 Gebäudeautomation – Juni 1996 -
DIN 18421 Dämmarbeiten an technischen Anlagen – Mai 1998 -
DIN 18451 Gerüstarbeiten – Mai 1998
Überströmöffnungen bei Lüftungsanlagen
Überströmöffnungen und Schalldämmung
Ein zentrales Thema bei Überströmöffnungen ist die Verhinderung von zu hoher Schallübertragung von einem Raum in den anderen. Aus diesem Grund sind einfache Wandöffnungen oder Türausschnitte fast überall ungeeignet.
Überströmöffnungen und Zugerscheinungen
Weiters ist darauf zu achten, dass die Luftgeschwindigkeit in den Überströmzonen nicht zu groß wird. Zu große Luftgeschwindigkeit führt zu Geräuschbelästigung und Zugerscheinungen im Bereich der Öffnungen.
Türspalt als Überströmöffnung
Konstruktiv sehr einfach ist eine Überströmung zu lösen, wenn bei der Tür Dichtungen entfernt werden, die Tür an der Unterseite einen Luftspalt bildet ("abgesägtes Türblatt") oder Lüftungsgitter in das Türblatt eingesetzt werden. Aus schalltechnischen Gründen ist diese Lösung jedoch nicht optimal. Eingesetzt kann diese Lösung also nur dort werden, wo es nicht auf gute Schalldämmung ankommt und es kein Problem ist, wenn Licht durch den Türspalt fällt.
Türzarge als Überströmöffnung
Diese Lösung ist recht elegant, da die Überströmöffnung praktisch unsichtbar ist, kein Licht durch die Öffnung fällt und fast keine zusätzlichen Kosten entstehen. Konstruktiv werden solche Überströmöffnungen durch Ausfräsen der Querteile der Zargen erreicht, sodass zwischen der Zarge und der Wand (eigentlich: Türsturz) ein Luftdurchlass ermöglicht wird. Die Zarge muss zum Sturz einen Abstand von rund 2cm haben. Natürlich darf die Zarge dann nicht komplett eingeschäumt werden, sondern sollte nur teilgeschäumt oder am besten verschraubt werden. Um noch bessere Überströmeigenschaften zu erreichen können auch die seitlichen Wangen der Zarge mit etwas Abstand zur Wand eingebaut werden.
Spezielle Überströmelemente in der Wand
Für gehobenere Ansprüche gibt es fertige, schallbrechende Überströmelemente, die in die Wand eingesetzt werden. Diese Elemente sind zwar optisch zu erkennen, funktionieren aber hinsichtlich der Schalldämmung besser als andere Lösungen.
Die Kunst liegt also darin, alle Überströmöffnungen so klein wie möglich (bestmögliche Verhinderung von Schallübertragung) aber so groß wie nötig (Verhinderung von Zugerscheinungen, Luftführung möglichst wenig beeinflusst) zu gestalten. Im Prinzip lässt sich dies durch sorgfältige Dimensionierung eines seriösen Planers gut lösen. Für Einfamilienhäuser kommt man meist auf ca. 100cm² Wandöffnung (also z.B. etwa 10x10cm oder 1m x 1cm von einem Raum in den nächsten).
Labels: Bauphysik, Tür
Vorschriften über das Anbringen von Hausnummern und Straßenschildern (BauGB)
1. Auszug aus dem Gesetz über das Baugesetzbuch (BauGB) vom 23.September 2004 (BGBl. I Seite 2414)
§ 126 Pflichten des Eigentümers Abs. 1
Der Eigentümer hat das Anbringen von
1. Haltevorrichtungen und Leitungen für Beleuchtungskörper der Straßenbeleuchtung einschließlich der Beleuchtungskörper und des Zubehörs sowie
2. Kennzeichen und Hinweisschilder für Erschließungsanlagen auf seinem Grundstück zu dulden. Er ist vorher zu benachrichtigen.
§ 126 Abs. 3
1. Der Eigentümer hat sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Im übrigen gelten die landesrechtlichen Vorschriften.
2. Auszug aus der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Wolfenbüttel vom 06. April 2006 (veröffentlicht. im Amtsblatt des Landkreises Nr. 16 Jahrgang 57 vom 20.04.2006 )
§ 5 Hausnummernschilder
(1) Jeder Eigentümer eines Gebäudes ist verpflichtet, Schilder mit der ihm von der Stadt zugeteilten Hausnummer an seinem Gebäude anzubringen. Dies gilt auch im Falle erforderlicher Änderungen (Umnumerierungen).
(2) Die Hausnummer muß an der Straßenseite des Hauptgebäudes über oder unmittelbar neben der Eingangstür in einer Höhe von 1,50 Meter bis 2,50 Meter angebracht sein.
Befindet sich die Eingangstür nicht an der Straßenseite, so ist die Hausnummer an der, der Eingangstür nächstgelegenen Ecke des Gebäudes zur Straßenseite hin in gleicher Höhe anzubringen.
(3) Die Hausnummern müssen von der Straße aus sichtbar sein. Wird die Sichtbarkeit durch einen Vorgarten oder Pflanzenbewuchs ausgeschlossen, so ist die Hausnummer am Eingang zum Grundstück in geeigneter Höhe, mindestens aber in Höhe von 1,50 Meter anzubringen.
(4) Die Hausnummernschilder müssen stets lesbar sein. Ist die Lesbarkeit nicht mehr gegeben, so ist das Schild zu erneuern.
Ordnungswidrig nach § 59 Nds. SOG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Geboten oder Verboten nach § 2 bis 5 dieser Verordnung zuwiderhandelt. Ordnungswidrigkeiten können nach § 59 Absatz 2 Nds. SOG mit einer Geldbuße von bis zu 5.000,00 € geahndet werden.
Der Begriff hydrophob stammt aus dem Altgriechischen (hýdor „Wasser“ sowie phóbos „Furcht“) und bedeutet wörtlich „wassermeidend“. Das Maß für den Ausprägungsgrad der Hydrophobie von Stoffen ist die Hydrophobizität.
Mit diesem Fachausdruck aus der Chemie werden Substanzencharakterisiert, die sich nicht mit Wasser mischen und es auf Oberflächen meist „abperlen“ lassen. In der Biologie bezeichnet er wassermeidende Pflanzen oder Tiere.
Neben der Abnahme hat der Auftraggeber im Werkvertrag eine zweite Hauptpflicht zu erfüllen: die Vergütung der empfangenen Leistungen. Nach der Art der Vergütung werden unter Praktikern den Bauverträgen von vornherein schon Namen gegeben, wie z. B. »Pauschalvertrag« oder »Einheitspreisvertrag«.
Der überwachende Bauleiter und der Bauleiter des Auftragnehmers haben sich bei Beginn ihrer Tätigkeit über die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber auch hinsichtlich der Vergütung kundig zu machen. In der Regel enthält der Bauvertrag Festlegungen, wie die Höhe der Vergütung zu errechnen ist.
Vergütung von Bauverträgen
Eine Übersicht über die vier möglichen Vertragstypen enthält die Tabelle:
In den meisten Fällen ist die Feststellung der tatsächlich geleisteten Menge die Grundlage für die weitere Berechnungsweise. Das ist typisch beim Einheitspreisvertrag im Zusammenhang mit Mehr- und Mindermengen, aber es kann sogar beim Pauschalvertrag von Belang sein, nämlich wenn es darum geht, die Zumutbarkeitsgrenze auszuloten. Aber auch beim Stundenlohnvertrag ist die Kontrolle und Bestätigung der geleisteten Lohnstunden ein Aufmaß. Gleichermaßen muss beim Selbstkostenerstattungsvertrag gemessen und gezählt werden.
Aufmaßerstellung ist aber nicht nur ein preisrechtlicher und betriebswirtschaftlicher, sondern vor allem ein technischer Vorgang. Sofern die VOB vereinbart wurde, gelten auch die Technischen Vertragsbedingungen des Teiles C. In den DIN-Normen sind für jedes Gewerk jeweils unter der Textziffer 5 Bestimmungen über Aufmaß und Abrechnung enthalten.
Der überwachende Bauleiter muss den Fragen der Aufmaßerstellung nicht nur wegen der bindenden Wirkung für seinen Bauherrn, sondern auch für die Nachweisführung über seine eigene Tätigkeit große Aufmerksamkeit widmen. Alle Festlegungen, Entscheidungen und Handlungen sollten sorgfältig im Bautagebuch festgehalten werden.
Laser-Distanzmessgeräte erleichtern das Aufmaß
Laser-Distanzmessgeräte beschleunigen das Aufmaß, machen es präziser und sicherer. Für die Erfassung von Bauteillängen, Innen-, Außen- und Höhenmaßen sind Laser-Distanzmesser gegenüber konventionellen Messwerkzeugen unbestritten im Vorteil – insbesondere über größere Distanzen hinweg.
So kann etwa im Innenbereich in den meisten Fällen auf eine zweite, assistierende Person verzichtet werden. Außerdem können mit Bluetooth-Geräten die digitalen Messwerte noch an Ort und Stelle verarbeitet werden. Die praktische Marktübersicht der Zeitschrift “B+B Bauen im Bestand” hilft bei der Auswahl des geeigneten Gerätes.
(Quelle: B+B Bauen im Bestand)
Labels: Aufmaß, Baukosten
Der Anhydritestrich (AE) oder Calciumsulfatestrich (CA) ist eine Estrichart und besteht aus Anhydritbinder, Gesteinskörnung (bis zu einer Korngröße von 8 mm) und Zugabewasser. Um die Verarbeitung zu verbessern, können entsprechende Zusätze enthalten sein. Der Anhydritestrich kann etwa zwei Tage nach dem Einbau begangen und frühestens nach fünf Tagen geringfügig belastet werden.Er darf keiner dauerhaften Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt werden, daher eignet sich dieser Estrich besonders für Trockenbereiche in einem Gebäude. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden.
Die Herstellung von Terrazzo-Böden ist in Deutschland durch DIN 18353 geregelt.
Gipswandbauplatte (Gips-Dielen)
Die Wände werden ohne Unterkonstruktion allein mit Gipskleber errichtet. Wegen dieses grundsätzlichen Unterschieds dürfen Gips-Wandbauplatten nicht mit den dünneren Gipskartonplatten (GKP) verwechselt werden, wie sie als Beplankung von Ständerwänden zum Einsatz kommen.
Labels: Innenwand, Trockenbau
Als Dispersionsfarben bezeichnet man zähflüssige Anstriche, die aus einer chemischen Dispersion (meistens einer Emulsion) aus Füllstoffen, Binde- und Lösungsmitteln, Pigmenten und Zusatzstoffen bestehen. In diesem allgemeinen Sinn handelt es sich bei der Mehrzahl der flüssigen Anstriche (Lacke, Farben) um Dispersionen. Umgangssprachlich ist damit handelsübliche Wandfarbe gemeint, wie sie palettenweise in jedem Baumarkt zu kaufen ist. Meist sind es allerdings Acryl- oder Kunstharzdispersionsanstriche.
Dispersion (lat. dispersio „Zerstreuung“, von dispergere „verteilen, ausbreiten, zerstreuen“)
Labels: Fassade, Maler

References: § 126

§ 126

§ 5
 § 59
 § 2
 § 59