Source: http://wilkehl.de/lustig/35-der-handy-knigge
Timestamp: 2020-01-23 22:53:08+00:00

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§ 1 Sprich am Handy immer laut und deutlich. Deine Mitmenschen haben schließlich ein Recht darauf, dein Gespräch mit zu bekommen.
§ 2 Laß dir nicht einreden, die Leute in der Bar, der U-Bahn oder im Wald könnten auf das Mithören intimer Details verzichten. Einschaltquoten von Talkshows beweisen genau das Gegenteil.
§ 3 Wann immer irgendwo ein Handy klingelt, zeige den Umstehenden, daß du auch eines hast. Greife wie selbstverständlich erst einmal zu deinem Gerät.
§ 4 Bevor du einen Anruf entgegen nimmst, versäume nicht, laut aufzustöhnen. "Mein Gott, kann mein Personal nicht einmal etwas selbst entscheiden?!". So oder ähnlich macht das einen Super-Eindruck.
§ 5 Ignoriere dein kingelndes Handy, wenn du allein bist. Reine Zeitverschwendung. Wenn´s keiner sieht, macht´s keinen Spaß.
§ 6 Nutze Räume, in denen optimale Verständigung aufgrund der akustischen Verhältnisse garantiert ist, z.B.: Museen, Kirchen, Bibliotheken und Intensivstationen. Hier kommt es auf das richtige Timing an. Engagiere jemanden, der dich auf ein Zeichen hin anruft, z.B. genau vor dem Jawort, oder wenn der Direktor mit der Festansprache beginnt.
§ 7 Der Gipfel der Möglichkeiten ergibt sich natürlich im Theater oder in der Oper. Nur zu! Pavarotti & Co. werden sich vor Begeisterung besonders in´s Zeug legen. Außerdem ist dir der Neid der Nerz- und Frackträger sicher.
§ 8 Höre auch nicht auf das alberne Gemecker von Stewardessen, die dir das Telefonieren im Flugzeug aus angeblichen Sicherheitsgründen verbieten wollen. Purer Neid!
§ 9 Ein weiterer Aberglaube: Telefonieren beim Autofahren bringt Unglück... Leben wir noch im Mittelalter, daß wir so etwas glauben müssen? Es trainiert vielmehr die Konzentrationsfähigkeit, das Einhändigfahren und das Überkreuzschalten. Etwas mehr Geschicklichkeit hat noch keinem geschadet.
§10 Selbst ein Telefonat während des Liebesspieles ist nicht tabu. Man hat sicher..Verständnis dafür, daß du zuerst einmal deine Neugier befriedigen willst und dann erst ihren Trieb.
Insgesamt gesehen hat ein Handy anderen Spaßbringern gegenüber einige nicht wegzudiskutierende Vorteile:
1) Es muß weder gewaschen noch gebügelt werden
2) Es braucht keinen Ölwechsel
3) Es muß nicht gefüttert und gestreichelt werden
4) Es hat nie Migräne
5) Es pinkelt nicht auf den Teppich!
"Der richtige Umgang mit dem Mobiltelefon wird unsere Kinder in Zukunft mehr beschäftigen, als die Frage, ob man den Fisch mit dem Messer schneiden darf, oder nicht..."

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§10