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Timestamp: 2019-10-22 07:56:07+00:00

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Behandlungsfehler | horak. Rechtsanwälte - Arzthaftungsrecht
admin Allgemein, Alternative Behandlungsmethoden, Arzthaftung, Arzthaftungsrecht, Behandlungsfehler, Behandlungsrisiken, § 823 Abs 1 BGB 10. Juli 2018 Achalsie, Aufklärungspflichtverletzung, Blutung, Embolie, fehlerhafte ärztliche Behandlung, Infektion, laparoskopische Ösophagomyotomie;Flüssigkeitsansammlung, Nachblutung, Operation, Thrombose, Vereiterung	0 Kommentare
a) Eine Aufklärungspflicht des Arztes besteht nur hinsichtlich solcher Risiken, die im Zeitpunkt der Behandlung bereits bekannt sind.
b) Der in erster Instanz siegreiche Berufungsbeklagte darf darauf vertrauen, nicht nur rechtzeitig darauf hingewiesen zu werden, dass und aufgrund welcher Erwägungen das Berufungsgericht der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will, sondern dann auch Gelegenheit zu erhalten, seinen Tat-sachenvortrag sachdienlich zu ergänzen oder weiteren Beweis anzutreten.
c) § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO setzt voraus, dass die Rechtsansicht des Gerichts den erstinstanzlichen Sachvortrag der Partei beeinflusst hat und daher (mit-)ursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in das Berufungsverfahren verlagert hat. Hiervon ist aber bereits dann aus-zugehen, wenn das Gericht des ersten Rechtszugs, hätte es die später vom Berufungsgericht für zutreffend erachtete Rechtsauffassung geteilt, zu einem Hinweis nach § 139 Abs. 2 ZPO verpflichtet gewesen wäre.
BGH BESCHLUSS VI ZR 370/17 vom 29. Mai 2018
BGB § 280, § 823 Abs. 1 Aa, I; GG Art. 103 Abs. 1; ZPO § 531 Abs. 2 Weiterlesen
admin Arzthaftung, Behandlungsfehler, Tierarzt 29. August 2016 6. Februar 2018 Arzthaftung, Gesundheitsschaden, grober Behandlungsfehler, Tierarzthaftung	0 Kommentare
Auch bei der Behandlung eines Tieres durch einen Tierarzt führt ein grober Behandlungsfehler, der geeignet ist, einen Schaden der tatsächlich eingetretenen Art herbeizuführen, regelmäßig zur Umkehr der objektiven Beweislast für den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und dem Gesundheitsschaden.
BGH URTEIL VI ZR 247/15 vom 10. Mai 2016
BGB § 823 I Weiterlesen
Zahnarzt hat einen Patienten über eine prothetische Versorgung mittels Einzelkronen oder einer Verblockung vollständig aufzuklären
admin Allgemein, Alternative Behandlungsmethoden, Arzthaftung, Arzthaftungsrecht, Aufklärungspflicht, Behandlungsfehler, Patientenrecht 14. März 2014 6. Februar 2018 Arzt, Aufklärung, Einzelkrone, Haftung, Haftungsrecht, Schadensersatz, Verblockung, Zahnarzt	0 Kommentare
Ein Zahnarzt hat einen Patienten über eine prothetische Versorgung mittels Einzelkronen oder einer Verblockung vollständig aufzuklären, wenn beide Behandlungsmethoden medizinisch gleichermaßen indiziert und üblich sind und wesentlich unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, so dass der Patient eine echte Wahlmöglichkeit hat.
Oberlandesgericht Hamm, 26 U 54/13 vom 17.12.2013
§§ 823, 253, 249ff BGB Weiterlesen
Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten
admin Allgemein, Alternative Behandlungsmethoden, Arzthaftungsrecht, Aufklärungspflicht, Behandlungsfehler 20. Januar 2014 6. Februar 2018 alternative, Anwalt, Arzt, Arztfehler, Aufklärung, Aufklärungspflicht des Arztes, Bahandlungsmethode, falsche Aufklärung, Patentient, Patient, unterlassene Aufklärung	0 Kommentare
Zutreffend hat das Berufungsgericht eine Verpflichtung der Beklagten zur Aufklärung darüber bejaht, dass zwei Behandlungsalternativen zur Verfügung standen, wovon eine seinerzeit ein Neulandverfahren war. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Wahl der Behandlungsmetho-de zwar primär Sache des Arztes (Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; vom 11. Mai 1982 – VI ZR 171/80 – VersR 1982, 771, 772; vom 24. No-vember 1987 – VI ZR 65/87 – VersR 1988, 190, 191 und vom 15. März 2005 – VI ZR 313/03 – VersR 2005, 836; OLG Zweibrücken, OLGR 2001, 79, 81 mit NA-Beschluss des Senats vom 19. Dezember 2000 – VI ZR 171/00 -; OLG Karlsruhe, MedR 2003, 229, 230).
Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten erfordert aber eine Unterrichtung über eine alternative Behandlungsmöglichkeit, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten (Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; vom 14. September 2004 – VI ZR 186/03 – VersR 2005, 227; vom 15. März 2005 – VI ZR 313/03 – aaO; Katzenmeier, Arzthaftung, 2002, S. 331 f.; MünchKommBGB/Wagner, 4. Aufl., § 823 Rn. 707 f.; Staudinger/Hager, BGB, 13. Bearbeitung [1999], § 823, Rn. I 92 m.w.N.).
Dass danach im Streitfall die Pflicht zur Aufklärung über die alternativen Möglichkeiten der manuellen bzw. computergestützten Operation bestand, hat das Berufungsgericht ohne Rechts-fehler bejaht. Auch die Feststellung des Berufungsgerichts, die Klägerin sei über die damals bekannten Vor- und Nachteile der Behandlungsmethoden ordnungsgemäß aufgeklärt worden, ist aus revisionsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden, insbesondere unter Berücksichtigung dessen, dass der Patient auch bei Anwendung einer neuen Behandlungsmethode wie sonst nur “im großen und ganzen” über Chancen und Risiken der Behandlung aufgeklärt werden muss (ständige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteile BGHZ 90, 103, 106; 144, 1, 7 und vom 7. April 1992 – VI ZR 192/91 – VersR 1992, 960, 961).
Soweit die Revision gegen die Feststellungen zum Umfang der erteilten Aufklärung Verfahrensrügen erhebt, hat der Senat diese geprüft und für nicht durchgreifend erachtet (§ 564 ZPO). Gleichwohl war die der Patientin erteilte Aufklärung nicht in jeder Hinsicht ausreichend. Weiterlesen
Einstandspflicht des Arztes für die Folgen eines Zweiteingriffs durch einen nachbehandelnden Arzt
admin Allgemein, Arzthaftungsrecht, Behandlungsfehler, Ersteingriff, Patientenaufklärung, Patientenrecht, Versicherungsrecht, Zweiteingriff 15. Januar 2013 6. Februar 2018 Arzthaftpflichtrecht, Arzthaftung, Arzthaftungsrecht, Darm, Ersteingriff, Fistelbildung, Kausalität, Operationsauftrag.Nahtinsuffizienz, Patientenanwalt, Schadensersatz, Schmerzensgeld, Stomarückverlagerung, Tumor	0 Kommentare
Zur Einstandspflicht des Arztes für die Folgen eines Zweiteingriffs durch einen nachbehandelnden Arzt, der erforderlich wird, weil dem vorbehandelnden Arzt beim Ersteingriff ein Behandlungsfehler unterlaufen ist.
BGH, Urteil vom 22. Mai 2012 – VI ZR 157/11 – OLG München

References: § 823
 § 531
 § 139

BGH 
 § 280
 § 823
 Art. 103
 § 531

BGH 
 § 823
 § 823
 § 823