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Timestamp: 2019-12-09 22:43:02+00:00

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SR 412.101.220.47 Verordnung des SBFI vom 27. April 2015 über die berufliche Grundbildung Montage-Elektrikerin/Montage-Elektriker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
412.101.220.47
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Montage-Elektrikerin/Montage-Elektriker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 27. April 2015 (Stand am 1. Januar 2018)
Montage-Elektrikerin EFZ/Montage-Elektriker EFZ
Electricienne de montage CFC/Electricien de montage CFC
Montage-Elektrikerinnen und Montage-Elektriker auf Stufe EFZ beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:
Sie legen im Rohbau die Leitungsrohre ein, setzen Unterputzkasten für die Montage der Apparate und montieren Kabeltrassees.
betriebliche Aufgaben und Funktionen;
Bearbeitungstechnik;
technologische Grundlagen;
elektrische Systemtechnik;
übergreifende Bildungsthemen.
Informations- und Kommunikationstechniken;
1 Fassung gemäss Ziff. II 34 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 30 und höchstens 34 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
1 Fassung gemäss Ziff. III 12 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
1 Lernende dürfen in Betrieben ausgebildet werden, die gemäss der Verordnung vom 7. November 20011 über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV) über eine allgemeine Installationsbewilligung verfügen oder eine gemäss NIV fachkundige Person beschäftigen. Die fachkundige Person bestimmt eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner nach Absatz 2. Eine Teilzeitbeschäftigung der fachkundigen Person von mindestens 40 Prozent ist möglich, wenn im Betrieb zusätzlich mindestens eine Person nach Abs. 2 beschäftigt ist, welche die Betreuung der Lernenden sicherstellen.
2 Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:
Elektroinstallateurin EFZ oder Elektroinstallateur EFZ mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet unter fachkundiger Leitung gemäss NIV2;
gelernte Elektromonteurin oder gelernter Elektromonteur mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet unter fachkundiger Leitung gemäss NIV;
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung mit mindestens 5 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet unter fachkundiger Leitung gemäss NIV;
einschlägiger Hochschulabschluss mit mindestens 5 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet unter fachkundiger Leitung gemäss NIV;
fachkundige Person gemäss NIV.
1 SR 734.27
1 Betriebe, welche eine Berufsbildnerin oder ein Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.
2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung von zwei Fachkräften zu 100 Prozent oder von drei Fachkräften mit zusammen 200 Prozent Beschäftigungsgrad darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.
4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann, eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.
Die Berufsfachschulen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unter-richteten Handlungskompetenzbereichen und in der Allgemeinbildung und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.
Art. 17 Leistungsdokumentation in den überbetrieblichen Kursen
1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen für jeden überbetrieblichen Kurs.
Art. 18 Standortbestimmung
1 DieStandortbestimmung erfolgt im zweiten Semester.
2 Bei ungenügenden Leistungen in der Berufsfachschule (Berufskunde und allgemeinbildender Unterricht) oder im überbetrieblichen Kurs erfolgt zwingend eine schriftliche Mitteilung durch den jeweiligen Bildungsort an die Vertragspartner sowie an die kantonale Behörde.
3 Nach Eingang der Mitteilung veranlasst die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner die notwendigen Massnahmen. Die Vertragsparteien halten getroffene Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.
4 Die Wirkung der Massnahmen ist nach der gesetzten Frist durch die Berufsbildnerin oder den Berufsbildner zu überprüfen und im Bildungsbericht festzuhalten.
Art. 19 Zulassung
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 2 Jahre im Bereich der Montage-Elektrikerinnen und Montage-Elektriker unter fachkundiger Leitung nach NIV1 erworben hat, und
Art. 20 Gegenstand der Qualifikationsverfahren
In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4–6 erworben worden sind.
Art. 21 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung
Praktische Arbeit, als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 14 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation darf als Hilfsmittel verwendet werden.
Art. 22 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung
Art. 23 Wiederholungen
3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch des Unterrichts in den Berufs-kenntnissen wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird der Unterricht in den Berufskenntnissen während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.
Art. 24 Spezialfall
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Montage-Elektrikerin EFZ» oder «Montage-Elektriker EFZ» zu führen.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 24 Absatz 1, die Erfahrungsnote.
Art. 26 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Montage-Elektrikerinnen und Montage-Elektriker EFZ
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Montage-Elektrikerinnen und Montage-Elektriker EFZ setzt sich zusammen aus:
5 Vertreterinnen oder Vertretern des Verbandes Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI;
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Schweizerischen Elektro-Instruktoren-Verbandes SEIV;
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Schweizerischen Maschinenbau-Elektro- und Informatikfachlehrer-Verbandes SMEIV;
Art. 27 Aufhebung anderer Erlasse
1 Die Verordnung des SBFI vom 20. Dezember 20061 über die berufliche Grundbildung Montage-Elektrikerin/Montage-Elektriker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) wird aufgehoben.
2 Die Genehmigung des Bildungsplans Montage-Elektrikerin/Montage-Elektriker vom 20. Dezember 2006 wird widerrufen.
1AS 2007 611
1 Lernende, die ihre Bildung als Montage-Elektrikerin oder Montage-Elektriker EFZ vor dem 1. Januar 2015 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Montage-Elektrikerin oder Montage-Elektriker EFZ bis zum 31. Dezember 2019 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
1 Diese Verordnung tritt am 1. Juni 2015 in Kraft.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 19–25) treten am 1. Januar 2018 in Kraft.
AS 2015 1411
1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 34 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).

References: Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

Art. 23

Art. 24

Art. 26

Art. 27