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Timestamp: 2016-05-27 12:13:16+00:00

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BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, Titel
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(VBG 9)
gültig ab 1. Dezember 1974 in der Fassung vom 1. April 2001
mit Durchführungsanweisungen*
) vom April 2001
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, Inhaltsverzeichnis
§ 3a Krane im Anwendungsbereich der
Maschinenverordnung und der
§ 7 Steuerstände und
§ 10 Arbeitsstände und
§ 12 Sicherung gegen Entgleisen, Um- und
§ 14 Fahr- und Drehwerksbremsen, Sicherung
gegen ungewollte Kranbewegungen
§ 17 Höchstgeschwindigkeit flurbedienter
b) Zusätzliche Bestimmungen für programmgesteuerte
§ 23 Schutz gegen Anfahren und Herabfallen
§ 25 Prüfung vor der ersten
Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen
§ 29 Kranführer,
§ 35 Betreten und Verlassen von
§ 37 Schrägziehen, Schleifen von Lasten
sowie Bewegen von Fahrzeugen mit Kranen
§ 38 Losreißen festsitzender
§ 39 Einsatz bei Gefahren durch elektrischen
§ 40 Aufbau, Abbau und Umrüsten
ortsveränderlicher Krane
§ 41 Wartungs- und
§ 42 Instandsetzungs- und
Änderungsarbeiten an Kranen und Arbeiten im
§ 43 Wiederinbetriebnahme nach
§ 47 Ausnahmen für
§ 48 Ausnahmen für
§ 49 Ausnahmen für
§ 50 Ausnahmen für
§ 51 Ausnahmen für
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, Durchführungsanweisungen
Diese BG-Vorschrift ist eine Unfallverhütungsvorschrift im Sinne des § 15
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII).
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 1: Geltungsbereich
(1) Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt für Krane
einschließlich ihrer Tragkonstruktion und Ausrüstung. DA
(2) Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt nicht
Hebeeinrichtungen, die integrierter
Bestandteil von Maschinen oder maschinellen Einrichtungen sind und
die ausschließlich zu deren Beschickung dienen, DA
Schwenkarmaufzüge auf Baustellen
und Doppelrahmenstützenaufzüge auf Baustellen. DA
DA zu § 1
Derartige Hebeeinrichtungen können integrierter Bestandteil
sein z.B. von Blockbandsägeanlagen, Pressen zur Herstellung
von Betonsteinen oder Preßspanplatten, mechanischen
Bearbeitungszentren, Transferstraßen, galvanotechnischen
Ladekrane auf Fahrzeugen oder schienengebundenen Transportwagen,
z.B. Rundholzsortierwagen, fallen nicht unter die Ausnahme.
Siehe auch "Sicherheitsregeln für Beschickungseinrichtungen
galvanotechnischer Anlagen" (ZH 1/62).
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 2: Begriffsbestimmung
(1) Krane im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift
sind Hebezeuge, die Lasten mit einem Tragmittel heben und
zusätzlich in eine oder mehrere Richtungen bewegen
(2) LKW-Ladekrane im Sinne dieser
Unfallverhütungsvorschrift sind Fahrzeugkrane, die vorwiegend
zum Be- und Entladen der Ladefläche des Trägerfahrzeuges
gebaut und bestimmt sind, deren Lastmoment 30 mt und deren
Auslegerlänge 15 m nicht überschreiten. DA
(3) LKW-Anbaukrane im Sinne dieser
Unfallverhütungsvorschrift sind LKW-Ladekrane, die mit
Einrichtungen zum betriebsmäßigen An- und Abbau an
Lastkraftwagen versehen sind.
(4) Langholz-Ladekrane im Sinne dieser
Unfallverhütungsvorschrift sind LKW-Ladekrane, die zum Heben
von Stämmen bestimmt sind, die aufgrund ihrer Länge nicht
im Stammschwerpunkt gehoben werden können und deshalb für
das Verladen außer dem Heben noch ein Ziehen, Drücken
oder Hebeln erfordern.
(5) Regalbedienkrane im Sinne dieser
Unfallverhütungsvorschrift sind Krane mit geführtem
Lastaufnahmemittel, die dafür gebaut und bestimmt sind, Lasten
sowohl in Regale einzubringen oder aus ihnen zu entnehmen als auch
frei im Raum zu bewegen. DA
(6) Keine Krane im Sinne dieser
Unfallverhütungsvorschrift sind
1. Flurförderzeuge
einschließlich ihrer Anbaugeräte, DA
3. Geräte und Anlagen zur
Regalbedienung,
4. Anlagen, die der Aufzugsverordnung
6. Geräte für die forstliche
Seilbringung,
9. Hebeeinrichtungen, bei denen sich die
Stellteile der Befehlseinrichtungen unmittelbar an der
Lastaufnahmeeinrichtung befinden und deren Hubweg nicht mehr als
1,5 m beträgt,
10. Stapelautomaten, Setzmaschinen und
Abtraggeräte in der Baustoffindustrie,
(7) Im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift gelten Krane
1. ortsveränderlich, wenn sie an
wechselnden Standorten eingesetzt werden können,
2. handbetrieben, wenn die Hubbewegung
und alle weiteren Kranbewegungen durch Muskelkraft bewirkt
3. teilkraftbetrieben, wenn nur die
Hubbewegung oder eine oder mehrere andere Kranbewegungen
kraftbetrieben sind,
4. kraftbetrieben, wenn außer der
Hubbewegung noch mindestens eine weitere Kranbewegung
kraftbetrieben ist,
5. programmgesteuert, wenn eine oder
mehrere Kranbewegungen nach einem vorgegebenen Programm
selbsttätig ablaufen.
DA zu § 2
Tragmittel sind z.B. auch die Gabelzinken an einem als
Teleskopstapler bezeichneten Kran.
Ein Lastmoment von 30 mt entspricht einem Kraftmoment von 294
Die Führung des Lastaufnahmemittels kann durch die
Krankonstruktion oder durch die Regale erfolgen.
Freie Kranarbeit liegt dann vor, wenn mit dem Kran an beliebiger
Stelle außerhalb des Regalbereiches Lasten aufgenommen werden
Abs. 6 Nr. 1:
Siehe BG-Vorschrift "Flurförderzeuge" (BGV D27
Abs. 6 Nr. 2:
Siehe UVV "Hebebühnen" (VBG
Abs. 6 Nr. 3:
Siehe "Richtlinien für Geräte und Anlagen zur
Regalbedienung" (ZH 1/361).
Abs. 6 Nr. 4:
Siehe Aufzugsverordnung (jetzt BetrSichV
Abs. 6 Nr. 5:
Siehe "Sicherheitsregeln für Schienenhängebahnen" (ZH
1/72).
Abs. 6 Nr. 6:
Siehe "Sicherheitsregeln für die forstliche
Seilbringung".
Abs. 6 Nr. 7:
Siehe VDI 2860 "Montage- und Handhabungstechnik;
Handhabungsfunktionen, Handhabungseinrichtungen; Begriffe,
Definitionen, Symbole".
Abs. 6 Nr. 10:
Siehe "Sicherheitsregeln für Stapelautomaten, Setzmaschinen
und automatische Abtraggeräte in der Baustoff-Industrie" (ZH
1/520).
Abs. 6 Nr. 12:
Derartige Hebeeinrichtungen können ortsfest oder
ortsveränderlich sein.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 3: Regeln der Technik
Krane müssen nach den Bestimmungen dieser
Unfallverhütungsvorschrift und im übrigen nach den
allgemein anerkannten Regeln der Technik beschaffen sein und
betrieben werden. Von den allgemein anerkannten Regeln der Technik
darf abgewichen werden, wenn die gleiche Sicherheit auf andere
Weise gewährleistet ist.
Neben der UVV "Krane" (BGV D6) wird
Allgemeine Vorschriften (BGV A1
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (BGV A2
Winden, Hub- und Zuggeräte (BGV D8
Fahrzeuge (BGV D29
Schwimmende Geräte (BGV D21
2. Regeln der Technik DIN 4132
Kranbahnen; Stahltragwerke; Grundsätze für die Berechnung, bauliche Durchbildung und Ausführung,
DIN 15 018
Krane, Stahltragwerke,
DIN 15 019
Krane, Standsicherheit,
Hebezeuge, Grundsätze für Seiltriebe,
DIN 15 030
Hebezeuge; Abnahmeprüfung von Krananlagen, Grundsätze,
DIN VDE0100-726
Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1.000 V; Hebezeuge,
Instandsetzung von Krananlagen; Schweißen, Heften, Brennschneiden, Bohren,
Krane in Gebäuden; Planungsgrundlagen,
Auswahl der wirtschaftlichen Arbeitsgeschwindigkeiten von Brückenkranen,
Überlastungssicherungen für Krane,
Einrichtungen zur Sicherung von Kranen gegen Abtreiben durch Wind.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 3a: Krane im Anwendungsbereich der Richtlinie 89/392/EWG
Krane im Anwendungsbereich der Maschinenverordnung und der
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß die Krane
entsprechend den Bestimmungen dieses Abschnittes II beschaffen
(2) Für Krane, die unter den Anwendungsbereich
Maschinenverordnung und der Arbeitsmittelbenutzungsverordnung
(3) Für Krane, die unter den Anwendungsbereich der
Maschinenverordnung fallen, gelten anstatt der Beschaffenheitsanforderungen dieses
Abschnittes die Beschaffenheitsanforderungen nach § 2 der
Maschinenverordnung. Der Unternehmer darf Krane erstmals nur in
Betrieb nehmen wenn die Voraussetzungen der §§ 3 und 4
der Maschinenverordnung erfüllt sind. DA
(4) Absatz 3 gilt nicht für Krane, die den Anforderungen
dieses Abschnittes entsprechen und bis zum 31. Dezember 1994 in den
(5) Krane, die nicht unter Absatz 3 fallen, müssen mindestens den Anforderungen des Anhangs der
Arbeitsmittelbenutzungsverordnung entsprechen. DA
DA zu § 3a
Bei der Maschinenverordnung handelt es sich um die Neunte
Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (Maschinenverordnung -
9. GSGV), die die Richtlinie 98/37/EG in nationales Recht
Bei der Arbeitsmittelbenutzungsverordnung (AMBV (jetzt BetrSichV
)) handelt es sich
um die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei
der Benutzung von Arbeitsmitteln bei der Arbeit, die in Verbindung
mit dem Arbeitsschutzgesetz die Richtlinie 89/655/EWG in nationales
Recht umsetzt. DA zu § 3a
Unter den Anwendungsbereich der Maschinenverordnung fallen z.B.
- nicht am Kran angebaute
Kranaufstiege und Zugänge zu Steuerständen, - nicht am Kran angebaute Bühnen und Laufstege,
- Arbeits- und Verkehrsbereiche bei programmgesteuerten
Keine Beschaffenheitsanforderungen enthalten die Bestimmungen
der §§ 10
Aus den Bestimmungen des Anhangs zur
Arbeitsmittelbenutzungsverordnung ergeben sich
Nachrüstungsverpflichtungen nur für LKW-Ladekrane/Anbaukrane:
An LKW-Ladekranen/Anbaukranen mit nicht mitdrehendem
hochgelegenen Führerstand sind Arbeitsbereichsbegrenzungen zur
Vermeidung von Quetsch- und Schergefahren für den
Kranführer erforderlich.
An LKW-Ladekranen/Anbaukranen ist die Nachrüstung eines
NOT-HALT erforderlich, sofern die Gefahr des Quetschens des
Kranführers am Steuerstand durch den Ausleger besteht.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 4: Fabrikschild
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 5: Belastungsangaben
An jedem Kran müssen dauerhaft und leicht erkennbar die
Angaben über die höchstzulässigen Belastungen
(Tragfähigkeit) angebracht sein.
bei Portal- und Brückenkranen die
Schrift der Belastungsangabe so groß am Kran angebracht ist,
daß sie vom Boden oder von der Arbeitsebene aus gut gelesen
bei Schienenlaufkatzen die
Belastungsangabe an der Hakenflasche angegeben ist,
starren Auslegern und solchen, bei
denen die höchstzulässige Belastung auf die bei
größter Ausladung begrenzt ist, die
höchstzulässige Belastung angegeben ist,
verstellbaren Auslegern ohne
Auslegerverlängerung eine Anzeige bzw. Angabe der für die
jeweilige Ausladung höchstzulässigen Belastung vorhanden
verstellbaren Auslegern mit
Auslegerverlängerung durch Einsetzen von Zwischenstücken
eine Winkel- oder Ausladungsanzeige in Verbindung mit einer Tabelle
im Führerhaus, aus der die Werte für die jeweils
höchstzulässige Belastung hervogehen, vorhanden ist,
sofern nicht an der Winkel- oder Belastungsanzeige selbst die
jeweils höchstzulässige Belastung erkennbar ist,
Auslegerverlängerung durch Teleskopieren eine Anzeige der
jeweiligen Auslegerlänge oder Ausladung und des
Auslegerwinkels in Verbindung mit einer Tabelle im Führerhaus,
aus der die Werte für die jeweils höchstzulässige
Belastung hervorgehen, vorhanden ist.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 6: Verbotsschild
Bei Brückenkranen sind Aufstiege Treppen und gegebenenfalls
Steigleitern zum Fahrbahnlaufsteg bzw. zur Aufstiegsbühne
(s. § 8 Abs. 3
Befugte Personen sind z.B. beauftragte Kranführer und
Siehe auch BG-Vorschrift "Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz" (BGV A8) bzw. Richtlinien des Rates vom 25. Juli 1977 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz (77/576/EWG). BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 7: Steuerstände und...
(1) Steuerstände müssen so beschaffen,
Steuereinrichtungen müssen so beschaffen und angeordnet sein,
daß der Kranführer den Kran sicher steuern kann.
(2) Führerhäuser müssen Schutz gegen Kälte,
Hitze, Nässe und Wind bieten. Sie müssen ausreichend
belüftbar sein. DA
(3) An oder in der Nähe der Steuereinrichtungen muß ein
Abdruck der §§ 29 bis 43
(Betriebsvorschriften) so angebracht sein, daß sie für den
Kranführer jederzeit einsehbar sind. Dies gilt nicht für
handbetriebene oder teilkraftbetriebene Krane. DA
DA zu § 7
Steuereinrichtungen sind z. B. bei Schützensteuerung: Druckknopfschalter,
Meisterschalter;
Führerhäuser so
geräumig sind, daß die für die Bedienung
notwendigen Handgriffe und Tätigkeiten behinderungsfrei
ausgeführt werden können,
der Kranführer einen
ausreichenden Überblick über den jeweiligen
bei flurbedienten Kranen ohne
ortsfesten Steuerstand sichere Bedienungswege für den
Kranführer vorhanden sind,
die Steuereinrichtungen so ausgebildet
und gekennzeichnet sind, daß ein Verwechseln der
Bewegungsrichtungen des Kranes vermieden wird,
die Steuereinrichtungen von Kranen,
die wahlweise vom Führerhaus oder von Flur aus bedient werden
können, gegeneinander verriegelt sind,
Kranführersitze vorgesehen werden, die körpergerecht
ausgeführt und bei Bedarf gefedert sowie in der Höhe
verstellbar sind,
bei Auslegerkranen die
Steuerstände so angeordnet oder gesichert sind, daß der
Kranführer nicht durch den Ausleger gefährdet wird.
Kraftbetriebene und teilkraftbetriebene Krane sind nach § 12 UVV "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5) bzw. nach den Abschnitten 1.2.3 und 1.2.4 des Anhangs I der Richtlinie des Rates vom 14. Juni 1989 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Maschinen (89/392/EWG) - EG-Maschinen-Richtlinie - mit einer Hauptbefehlseinrichtung ausgerüstet, durch deren Betätigung Beginn und Ende der Energiezufuhr für die Kranbewegungen bestimmt werden können. Die Stellteile der Befehlseinrichtungen (Steuereinrichtungen)
liegen nach § 11 UVV "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5)
bzw. nach Abschnitt 1.2.2 des Anhangs I der EG-Maschinen-Richtlinie auf dem dem Steuerstand im Handbereich des Kranführers oder an einem Ort, von dem aus der Arbeitsbereich des Kranes überblickt werden kann. Die Stellteile der Befehlseinrichtungen für kraftbetriebene Hubwerke sind nach § 8 UVV "Winden, Hub- und Zuggeräte" (BGV D8) 50 beschaffen, daß sie beim Freigeben selbsttätig in die Nullstellung zurückgehen; dies gilt nicht für die Stellteile in mitfahrenden Steuerständen von Brücken., Portalkranen und Schienenlaufkatzen. Steuerungen sind nach § 11 Abs. 4 UVV "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5) bzw. nach Abschnitt 1.2.3 des Anhangs 1 der EG-Maschinen-Richtlinie so beschaffen, daß Krane nicht von mehreren Steuerständen aus gleichzeitig gesteuert werden können, d.h. z.B. Zustimmungsschaltungen oder Wahlschalter haben; dies ist nicht erforderlich für LKW-Ladekrane mit seitlichen Steuerständen, bei denen die Stellteile mechanisch miteinander verbunden und die Steuerstände gegenseitig einsehbar sind. Siehe auch "Sicherheitsregeln für höhenbewegliche Steuerstände von Kranen" (BGR 108). DA zu § 7
von Kranen, die im Freien oder in
nichtbeheizten Hallen laufen, mit Heizungen ausgerüstet
von Kranen, die über starke
Wärmequellen, z.B. Tieföfen, laufen, eine Klimatisierung
von Turmdrehkranen zusätzlich
einen wärmeisolierenden Fußboden haben.
Der Aushang der Betriebsvorschriften ersetzt nicht die
notwendige Unterweisung des Kranführers; er soll dem
Kranführer die Möglichkeit geben, die
Die Bestimmung ist bei
flurbedienten Kranen erfüllt, wenn die Betriebsvorschriften in
der Nähe des Netzanschlußschalters oder des üblichen
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 8: Zugänge zu Steuerständen
(1) Steuerstände müssen in allen Stellungen des Kranes
ohne Gefahr erreicht und verlassen werden können. DA
bei Kranen, bei denen der Boden des
Steuerstandes nicht mehr als 5 m über Flur liegt oder auf
dieses Maß auch bei Ausfall der Antriebsenergie abgesenkt
bei Deckenkranen mit beweglichem
Führerhaus und
der Steuerstand in einer Stellung des Kranes ohne besondere
Gefahr erreicht, über einen Notabstieg jedoch in allen
Stellungen des Kranes verlassen werden kann. DA
(3) Krane müssen eine ausreichende Anzahl von Aufstiegen
haben. Bei Brückenkranen und bei Kranen, bei denen die Bauart
es zuläßt, muß mindestens ein Aufstieg als Treppe
ausgeführt sein. Treppen müssen mindestens 2 m
Durchgangshöhe und mindestens 0,5 m Durchgangsbreite haben.
bei Steuerständen ab 0,6 m
über Flur besondere Aufstiege vorhanden sind,
bei direktem Aufstieg in ein
Führerhaus (z.B. Auto- oder Mobilkran) genügend lange
Haltestangen am Eingang angebracht sind,
bei Kranen, die auf hochliegenden
Kranbahnen laufen (z.B. Brückenkrane), Fahrbahnlaufstege mit
einem freien Durchgang von mindestens 1,8 m x 0,4 m neben, oberhalb
oder unterhalb der Kranbahn entlang führen,
führerhausbediente Krane in
Brückenkonstruktion (z.B. Brückenkrane oder
Portalkrane), die keinen unmittelbaren Zugang vom Fahrbahnlaufsteg
zum Führerhaus haben, mit Kranträgerlaufbühnen mit
einem freien Durchgang von mindestens 1,8 m x 0,4 m
bei Turmdrehkranen hochgelegene
Führerhäuser über Steigleitern mit einem
ungehinderten freien Durchstieg von mindestens 0,4 m x 0,5 m
erreicht werden können, wobei bei Innenleitern die
Turmkonstruktion den Rückenschutz übernehmen kann, sofern
der Abstand von der Aufstiegsseite der Leiter zur
gegenüberliegenden Seite nicht mehr als 0,7 m beträgt.
Besondere Bestimmungen für Steigleitern sind in § 15 Abs.
5 der BG-Vorschrift "Leitern und Tritte" (BGV D36)
Diese Bestimmung ist erfüllt, wenn für jeden Kran
eine über eine Treppe erreichbare Bühne vorhanden ist,
von der der Steuerstand unmittelbar oder über eine
Kranträgerlaufbühne betreten werden kann.
Die Forderung nach einem Notabstieg wird erfüllt durch ausziehbare Leitern,
Abseilgeräte, Seilschlauchleitern oder - bei
Steuerständen, deren Boden nicht mehr als 5 m über Flur
liegt - durch Knotentaue.
Deckenkrane sind Krane, deren Laufschienen am Dach oder an der
Deckenkonstruktion hängend angeordnet sind.
Notabstiege müssen in allen Stellungen des Kranes benutzbar
sein. Daraus ergibt sich, daß Krane, die die Erleichterung
bezüglich des Erreichens und Verlassens der Steuerstände
in Anspruch nehmen, nicht eingesetzt werden dürfen, wenn sie über Gruben, Bädern, Hafenbecken usw. verkehren.
bei Fahrbahnlängen bis zu 50 m
ein Aufstieg,
bei Fahrbahnlängen von mehr als
50 m bis zu 200 m zwei Aufstiege,
auf jede weiteren 100 bis 200 m
Länge ein weiterer Aufstieg
Die Anzahl der Aufstiege richtet sich nach der Länge der
Kranbahn und der Zahl der auf ihr laufenden Krane.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 9: Bühnen und Laufstege
(1) Bühnen und Laufstege, die dem Zugang zu
Steuerständen dienen, müssen einen freien Durchgang von
mindestens 1,8 x 0,4 m haben. Abweichend von Satz 1 können
diese Maße verringert sein
1. in Kranträgern in
Dreiecksbauweise auf eine Mindesthöhe von 1,4 m bei einer
Breite in Fußhöhe von mindestens 0,25 m,
2. in sonstigen Kranträgern auf eine
Mindesthöhe von 1,4 m, wenn die Mindestbreite auf 0,7 m
vergrößert ist. DA
(2) Auf Fahrbahnlaufstegen und Aufstiegsbühnen darf an der
dem Kran zugewandten Seite das Geländer fehlen, wenn auf der
dem Kran abgewandten Seite mindestens ein Handlauf vorhanden ist.
Ist die dem Kran abgewandte Seite offen, muß an dieser Seite ein
Geländer vorhanden sein. Bei Kranen in Hallen kann auf
Geländer verzichtet werden, wenn der Fahrbahnlaufsteg zwischen
zwei Kranfahrbahnen liegt und mindestens 4 m breit ist. Sind
Geländer mindestens 0,5 m von Absturzkanten und bewegten
Kranteilen entfernt, darf auf Zwischenstäbe und
Fußleisten verzichtet werden. DA
(3) Bei Aufstiegsbühnen dürfen Seitengeländer
nicht näher als 0,5 m an den Kran heranreichen.
DA zu § 9
Die Forderung gilt für den gesamten Kranfahrbereich. Die
notwendigen Freimaße dürfen z.B. nicht durch
Dachbinder, Rohrleitungen od. dgl. eingeschränkt sein.
Podeste, Bühnen und Laufstege, die höher als 1 m
über Flur liegen, müssen nach § 33
der UVV "Grundsätze der Prävention" (ab 1/2004)(BGV A1) Geländer und
Fußleisten haben. Die Höhe der Geländer soll 1 m
betragen. Nur in Ausnahmefällen kann zur Vermeidung von
Quetschgefahren die Geländerhöhe bis auf 0,7 m
§ 9 Abs. 2 enthält eine Sonderregelung gegenüber
der UVV "Grundsätze der Prävention" (BGV A1),
wonach Bühnen, Laufstege usw. Geländer als
Absturzsicherung haben müssen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 10: Arbeitsstände und -bühnen
Für Wartungs- und Reparaturarbeiten an maschinellen und
elektrischen Einrichtungen, die nicht vom Boden aus
durchgeführt werden können, müssen
Arbeitsstände oder -bühnen vorhanden sein, die gefahrlos
erreicht und von denen aus die Arbeiten so durchgeführt werden
können, daß Beschäftigte nicht gefährdet
fest an Gebäuden angebracht sind,
an die der Kran herangefahren werden kann, oder
transportabel und jederzeit
Die Bestimmung ist auch erfüllt, wenn für Wartungs-
bis zu 2 m Höhe Stehleitern
auf Oberwagen ortsveränderlicher
Krane rutschfeste Standflächen und Befestigungsvorrichtungen
für Sicherheitsgeschirre vorhanden sind.
Die Forderung des gefahrlosen Erreichens ist erfüllt, wenn
Treppen, Steigleitern oder einhakbare Leitern vorhanden sind,
über die Bühnen unmittelbar oder über Laufstege
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 11: Sicherheitsabstände
(1) Zur Vermeidung von Quetsch- und Schergefahren müssen
die kraftbewegten äußeren Teile schienengebundener und
ortsfest betriebener Krane, ausgenommen Trag- und
Lastaufnahmemittel, zu Teilen der Umgebung des Kranes hin einen
Sicherheitsabstand nach oben, unten und nach den Seiten von
mindestens 0,5 m haben. Der Sicherheitsabstand nach den Seiten hin
ist außerhalb des Verkehrs- oder Arbeitsbereiches nicht
erforderlich. DA
(2) Abweichend von Absatz 1 müssen Geländer, die der
Abgrenzung des Arbeits- oder Verkehrsbereiches dienen, einen seitlichen Abstand von mindestens 0,1 m zu bewegten Kranteilen oder, falls die Geländer auf dem Kran angebracht sind, zu festen Gebäude- oder Anlageteilen aufweisen. Beträgt der seitliche Abstand weniger als 0,5 m, müssen die Geländer durchgehend sein und mindestens zwei Zwischenstäbe haben.
(3) Die Bestimmung über den Sicherheitsabstand nach oben
2. Deckenkrane, sofern auf der
Kranbrücke keine Bühnen, Laufstege oder dgl.
vorhanden sind, DA
3. flurbediente Krane, sofern sich auf der Kranbrücke oder am Ausleger keine
Bühnen, Laufstege oder dergleichen befinden,
4. Stromzuführungen und deren
DA zu § 11
Gebäude und Gebäudeteile, z.B. Hallenstützen,
Die Ausnahme gilt nur für Deckenkrane (s. Durchführungsanweisungen zu § 8 Abs. 2
). Sie gilt nicht für Hängekrane, bei denen die Laufschienen an den Hallenstützen hängend angeordnet sind.
Bei derartigen Kranen dürfen auch mit Hilfsmitteln keine
Bühnen auf dem Kran eingerichtet werden. Für Probefahrten
im Zusammenhang mit Wartungs- oder Instansetzungsarbeiten wird auf
die Bestimmungen der §§ 41
Abs. 3 Nr. 4:
Stützen zur Stromzuführung sind sowohl die
Stromabnehmerstützen bei Schleifleitungen und
Schleifringkörpern als auch die Mitnehmer, Mitnehmerarme und
Stromzuführungsarme bei Schleppkabelanlagen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 12: Sicherung gegen Entgleisen, Um- und Abstürzen
sowie Laufkatzen müssen so beschaffen sein, daß sie nicht
entgleisen und bei einem Bruch von Laufrädern, Laufrollen oder
Königszapfen nicht um- oder abstürzen können.
Die Forderung, daß ein Entgleisen verhindert wird, ist
erfüllt, wenn Weichen und Überfahrten von Kranen oder
Kranfahrbahnen verriegelbar sind und wenn
Eisenbahn- oder ähnliche
genormte Spurkränze, jedoch von
mindestens 12 mm Höhe, bei handbetriebenen Kranen von
mindestens 10 mm Höhe (siehe DIN 15 049 bis DIN 15 050 und DIN
15 070 bis DIN 15 084),
Spurkränze auf beiden Seiten der
Räder oder Führungsrollen, sofern mit ungewollten
Veränderungen der Gleisanlage zu rechnen ist, z.B. bei
Laufräder mit zusätzlicher
Die Forderung, daß ein Um- oder Abstürzen der Krane
verhindert wird, ist erfüllt, wenn
Radbruchstützen vorhanden
Eisenbahnradsätze vorhanden
die Konstruktion ausreichenden Schutz
gegen diese Gefahren bietet, z.B. durch bis dicht auf die Schienen
heruntergeführte Rahmen, oder wenn bei Konstruktionen mit vier
Rädern der Bruch eines Rades nicht Um- oder Abstürzen zur
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 13: Schienenräumer
(1) Bei schienengebundenen Kranen, die zu ebener Erde fahren,
müssen die Fahrwerke mit Schienenräumern ausgerüstet
sein, sofern die Konstruktion nicht deren Aufgabe
DA zu § 13
Die Konstruktion kann beispielsweise dann die Aufgabe des
Schienenräumers übernehmen, wenn der Tragrahmen bis dicht
auf die Schiene geführt ist.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 14: Fahr- und Drehwerksbremsen, Sicherung gegen ungewollte Kranbewegungen
(1) Krane müssen so eingerichtet sein, daß ihre
kraftbetriebenen Fahr- und Drehbewegungen abgebremst und ungewollte
Kranbewegungen verhindert werden können. DA
begrenzt sind, müssen nach dem Ansprechen der
Notendhalteinrichtung selbsttätig abgebremst werden.
(3) Besteht für Krane mit festgestelltem Drehwerk eine
Umsturzgefahr durch Wind, müssen die Drehwerksbremsen so
beschaffen sein, daß sie lösbar sind, wenn der Kran
außer Betrieb gesetzt ist. DA
Die Forderung des Abbremsens ist erfüllt, wenn die
Bewegungen durch Bremsen oder Selbstverzögerung zum Stillstand
kommen (siehe auch VDI-Richtlinie 2397 "Auswahl der
wirtschaftlichen Arbeitsgeschwindigkeiten von
Brückenkranen").
Die Bestimmung ist erfüllt, wenn ungewollte Kranbewegungen
durch Bremsen, Feststellvorrichtungen oder Schienenzangen
verhindert werden, deren Wirksamkeit rechnerisch nachgewiesen ist
(siehe DIN 15 018, DIN 15 019).
Ungewollte Kranbewegungen können z.B. erfolgen durch Wind,
geneigte Aufstellung, beim Durchfahren von Kurven.
Nicht unter die Bestimmung fällt das Anstoßen durch
Nachbarkrane.
DA zu § 14
Diese Gefahr besteht insbesondere bei Turmdrehkranen, die ihrer
Bauart nach für den Baubetrieb bestimmt sind.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 15: Notendhalteinrichtungen
(1) Durch selbsttätig wirkende Notendhalteinrichtungen
müssen folgende kraftbetriebene Bewegungen begrenzt sein:
1. Aufwärtsbewegungen von Hub- und
Auslegereinziehwerken,
2. die Fahrbewegung von Kranen,
Laufkatzen oder Portalen, wenn sie von ortsfesten
Steuerständen aus, durch Fernbedienung oder Programm gesteuert
3. Fahrbewegungen von Turmdrehkranen und
Containerkranen,
4. Fahrbewegungen von Laufkatzen bei
Laufkatzenauslegern,
5. die Senkbewegung bei Hubwerken von
Turmdrehkranen,
6. die Senkbewegung bei Hubwerken, wenn
die Gefahr des gegenläufigen Auftrommelns des Tragseiles
7. die Abwärtsbewegung von
Auslegern, sofern sie unter Last verstellt werden können.
(2) Nach dem Ansprechen der selbsttätig wirkenden
Einrichtungen muß die jeweils entgegengesetzte Bewegung noch
(3) Nach dem Ansprechen der selbsttätig wirkenden
Notendhalteinrichtung für die Aufwärtsbewegung von
Hubwerken muß sichergestellt sein, daß Ausleger nicht abgesenkt
und Teleskope nicht ausgeschoben werden können, wenn dadurch
Seilbruchgefahr besteht.
1. Derrickkrane in der Steingewinnung,
deren Antrieb über Verbrennungsmotore erfolgt,
2. hydraulische und pneumatische Systeme,
bei denen die Bewegungen durch die Endstellung des Kolbens begrenzt
DA zu § 15
Notendschalter vorhanden sind, bei deren Anbringung der Nachlaufweg
b) einstellbare Rutschkupplungen vorhanden sind, die die
Arbeitsbewegungen gefahrlos begrenzen,
c) Überdruckventile in hydraulischen und pneumatischen
Systemen vorhanden sind, die die Arbeitsbewegungen begrenzen.
Zu den Aulegerziehwerken gehören sowohl die
Einziehwerke für das Heben und Senken als auch die für
das Teleskopieren des Auslegers.
Eine Begrenzung der Fahrbewegung ist nicht nur am Ende der
Fahrbahn vorzusehen, sondern auch vor dem nächsten Kran, wenn
mehrere Krane, Laufkatzen oder Portale auf einer Fahrbahn
Diese Forderung ist z.B. auch erfüllt, wenn Puffer vorhanden
sind, die die Bewegungsenergie so aufnehmen können, daß
ein Überschreiten der Bauteilfestigkeit der
Krananlage,
Die Gefahr des gegenläufigen Auftrommelns ist nicht
gegeben, wenn bei den vorgesehenen Einsätzen des Kranes beim
Aufsetzen der Last bzw. des Trag- oder Lastaufnahmemittels noch
mindestens zwei Seilwindungen auf der Seiltrommel vorhanden
Abs. 1 Nr. 7:
Die Forderung betrifft Nadelausleger von Turmdrehkranen und
Spitzenausleger von Auslegerkranen (siehe DIN 15 001).
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 16: Lastmomentbegrenzer
(1) Fahrbare Krane und ortsveränderliche Krane, bei denen
die Last an einem Ausleger hängt, müssen für ihre
kraftbetriebenen Hub-, Auslegereinzieh- und Katzfahrwerke
Einrichtungen haben, die ein Überschreiten des zulässigen
Lastmomentes verhindern. Arbeitsbewegungen, die eine Verringerung
des Lastmomentes bewirken, müssen nach Ansprechen des
Lastmomentbegrenzers noch möglich sein. DA
Krane, deren
höchstzulässiges Lastmoment nicht mehr als 2 mt
3. Krane mit Auslegern an hängend
angeordneten Katzen, DA
5. Krane, bei denen die Summe aller
Standmomente mindestens dreimal so groß ist wie die Summe
aller Kippmomente.
DA zu § 16
Diese Bestimmung ist erfüllt, wenn die Einrichtungen
bewirken, daß
eine unzulässig schwere Last
nicht angehoben werden kann und
beim Überschreiten des zulässigen Lastmomentes alle Kranarbeitsbewegungen, die eine Vergrößerung des Lastmomentes bewirken, selbsttätig zum Stillstand gebracht werden, z.B. das Ausziehen (Teleskopieren) oder Senken des Auslegers, das Ausfahren der Laufkatze. Wird die Auslegerlänge durch Teleskopieren unter Last verlängert, so muß der Lastmomentbegrenzer diese Längenänderung selbsttätig mit erfassen. Bei Änderungen der Auslegerlänge durch Ein- oder Ausbau von Ausleger-Zwischenstücken genügt es, wenn die Umstellung der Lastmomentbegrenzungseinrichtung von Hand vorgenommen werden kann (siehe § 31 Abs. 2 Satz 2). Es ist zulässig, daß nach dem Ansprechen des Lastmomentbegrenzers Arbeitsbewegung, die eine Verringerung des Lastmomentes bewirken, erst nach Betätigung eines besonderen Schalters (ohne Selbsthaltung) möglich sind. Dieser Schalter muß sich im Handbereich des Kranführers befinden.
Ortsveränderliche Krane sind z.B. Turmdrehkrane, Auto- und
Mobilkrane.
Das zulässige Lastmoment ergibt sich aus den vom Hersteller
höchstzulässigen Belastungen bei den jeweiligen
Auslegerstellungen.
Sicherheitstechnische Anforderungen an Hub- und
Auslegereinziehwerke siehe UVV "Winden, Hub- und Zuggeräte"
(BGV D8
). Hub-
und Auslegereinziehwerke von Kranen sind nach § 12
UVV "Winden, Hub- und Zuggeräte (BGV D8
) bzw. nach
Abschnitt 4.1.2.6 des Anhangs I der EG-Maschinen-Richtlinie mit
Rücklaufsicherungen ausgerüstet, z.B. mit einem
unmittelbar am Hydraulikzylinder angebrachten Rückschlagventil
in hydraulischen Systemen. Die Forderung nach einem
unbeabsichtigten Rücklauf beinhaltet die Vermeidung von
Z.B. Chargierkrane, Brückenkrane mit hängend
angeordneten Auslegerkatzen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 17: Höchstgeschwindigkeit flurbedienter Krane
Die Nennfahrgeschwindigkeit flurbedienter Krane, mit denen der
Kranführer mitgehen muß, darf nicht mehr als 63 m/min.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 18: Gleisanlagen
Gleise müssen auf einem tragfähigen Unterbau so
verlegt und Schienen müssen so befestigt sein, daß die Krane
standsicher betrieben werden können.
DA zu § 18
die Spurweite der Gleise
auf hölzernen Querschwellen die
Schienen nur unter Verwendung von Schienenunterlagplatten befestigt
zur Befestigung von Schienen und
Unterlagplatten nur Schrauben oder gleichwertige Verbindungsmittel
verwendet worden sind,
bei Turmdrehkranen die
äußere Schiene in Kurven nicht überhöht
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 19: Fahrbahnbegrenzungen
Schienenfahrbahnen von Kranen müssen an ihren Enden mit
Fahrbahnbegrenzungen ausgerüstet sein.DA
Diese Bestimmung ist erfüllt, wenn Anschläge,
Prellböcke, Puffer beidseitig und so angebracht sind,
daß sie gleichzeitig zur Wirkung kommen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 20: Warneinrichtung
2. flurbediente Krane, bei denen der
Kranführer, durch die Anordnung der Steuereinrichtung bedingt,
sich in der Nähe der Last aufhält und den Lastweg - bei
Portalkranen auch die Fahrbahn - überblicken kann,
DA zu § 20
Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, die vom
Kranführer zu betätigen ist.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 21: Montageanweisung
Eine Montageanweisung muß bei ortsveränderlichen Kranen,
die an ihrem jeweiligen Standort aufgebaut, abgebaut oder
umgerüstet werden müssen, vorhanden sein. DA
Die Montageanweisung ist im allgemeinen ein Teil der
Betriebsanleitung, die nach § 20 UVV
"Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5) bzw. nach Abschnitt 4.4 des
Anhangs 1 der EG-Maschinen-Richtlinie vorhanden ist und alle
sicherheitstechnischen Hinweise für die
bestimmungsgemäße Verwendung enthält; dazu
gerätespezifische Angaben
für die Prüfung durch den Sachkundigen,
für Turmdrehkrane Angaben
über die Herstellung und Instandhaltung der Gleisanlagen bzw.
des Fundamentes,
für ortsveränderliche Krane
die Angabe der Stützdrücke und der erforderlichen
Siehe auch DIN V 8418 "Benutzerinformation; Hinweise für
die Erstellung".
Krane und Kranbauteile sind nach §
21 UVV "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5) bzw. nach
Abschnitt 1.1.5 des Anhangs 1 der EG-Maschinen-Richtlinie für
Montage und Transport mit Transporthilfen (Anschlagstellen)
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 22: Abspannseile
An Standmasten von Kranen, die mit Seilen abgespannt sind,
müssen Zahl und Anordnung der Abspannseile so ausgelegt sein,
daß bei Bruch eines beliebigen Seiles der Mast nicht
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 23: Schutz gegen Anfahren und Herabfallen der Last
Bei programmgesteuerten Kranen müssen Arbeits- und
Verkehrsbereiche so gesichert sein, daß Personen weder durch die
Kranbewegung noch durch herabfallende Lasten verletzt werden. DA
DA zu § 23
Die Bestimmung ist erfüllt, wenn zum Schutz gegen
Verletzungen durch Kranbewegungen der Gefahrenbereich abgeschrankt
Diese Bestimmung ist erfüllt, wenn zum Schutz gegen
der Gefahrenbereich abgeschrankt
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 24: Nothalteinrichtungen
An handbedienten Be- und Entladestellen programmgesteuerter
Krane sowie in deren Arbeitsbereich müssen
Nothalteinrichtungen vorhanden sein, die leicht zugänglich und
so schnell erreichbar sind, daß der Kran bei Gefahr
unverzüglich stillgesetzt werden kann. Die
Nothalteinrichtungen müssen als solche auffällig
gekennzeichnet sein. DA
DA zu § 24
Das schnelle Erreichen ist nur bei einer ausreichenden Zahl von
Nothalteinrichtungen sichergestellt. Im allgemeinen dürfte es
ausreichen, wenn zwischen den Nothalteinrichtungen der Abstand
nicht mehr als 50 m beträgt.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 25: Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme und ...
Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen
kraftbetriebene Krane vor der ersten Inbetriebnahme und nach
wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme durch
einen Sachverständigen geprüft werden. Satz 1 gilt auch
für handbetriebene oder teilkraftbetriebene Krane mit einer
Tragfähigkeit von mehr als 1 000 kg und für
teilkraftbetriebene Turmdrehkrane. DA
(2) Die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme nach Absatz 1
erstreckt sich auf die ordnungsgemäße Aufstellung,
Ausrüstung und Betriebsbereitschaft. DA
(3) Für Krane nach § 3a Abs. 3
besteht die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme aus Vor-,
Bau- und Abnahmeprüfung.
(4) Die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme nach Absatz 1
ist nicht erforderlich für Krane, die betriebsbereit
angeliefert werden und für die der Nachweis einer
Typprüfung (Baumusterprüfung) oder die
EG-Konformitätserklärung vorliegt.
DA zu § 25
Wesentliche Änderungen sind z.B. Erhöhung der
Tragfähigkeit, Auswechseln von Katzen oder Auslegern,
Veränderung der Antriebe, Verlegung von Steuerständen,
Änderung der Stromart, Schweißungen an tragenden Teilen
(siehe VDI 2382 "Instandsetzung von Krananlagen"), Umsetzen von
Kranen auf andere Kranbahnen bei ortsfesten Krananlagen, Umbau auf
eine andere Steuerungsart, Änderung der
Betriebsverhältnisse hinsichtlich der Laufzeitklasse und des
Lastkollektivs des Kranes.
Nicht als wesentliche Änderung ist dagegen ein Ersatz von
Teilen gleicher Art und das Umrüsten von Kranen anzusehen,
z.B. Auslegerverlängerungen durch Einsetzen von
Zwischenstücken, soweit der Rüstzustand Gegenstand der
Prüfuung vor der ersten Inbetriebnahme war.
Ausrüstungsbestimmungen enthalten die Bestimmungen der §§ 10
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 26: Wiederkehrende Prüfungen
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Krane
entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen
Verhältnissen nach Bedarf, jährlich jedoch mindestens
einmal, durch einen Sachkundigen geprüft werden. Dabei sind
die Prüfhinweise der Hersteller in den Betriebsanweisungen zu
beachten. DA
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Turmdrehkrane
zusätzlich zu Absatz 1 bei jeder Aufstellung und nach jedem
Umrüsten durch einen Sachkundigen geprüft werden.
3. ortsveränderliche kraftbetriebene
geprüft werden. Diese Sachverstädigenprüfung ersetzt
eine Sachkundigenprüfung nach Absatz 1.
zusätzlich zu Absatz 3
kraftbetriebene Turmdrehkrane im 14.
und 16. Betriebsjahr und danach jährlich
kraftbetriebene Fahrzeugkrane im 13.
Betriebsjahr und danach jährlich
durch einen Sachverständigen geprüft werden. Diese
Sachverständigenprüfung ersetzt eine
Sachkundigenprüfung nach Absatz 1.
DA zu § 26
Sachkundiger ist, wer auf Grund seiner fachlichen
Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der
Krane hat und mit den einschlägigen staatlichen
Arbeitsschutzvorschriften, BG-Vorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik
(z. B. BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer
Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer
Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, daß er den
arbeitssicheren Zustand von Kranen beurteilen kann.
Als Sachkundige für die Prüfung können neben den
Sachverständigen auch Betriebsingenieure, Maschinenmeister,
Kranmeister oder hierfür besonders ausgebildetes Fachpersonal
herangezogen werden, sofern sie Erfahrungen und ausreichende
Kenntnisse haben, um den sicheren Zustand des zu prüfenden
Kranes zu beurteilen.
Bei der Prüfung ist auch der verbrauchte Anteil der vom
Hersteller genannten theoretischen Nutzungsdauer für
Kranhubwerke zu berücksichtigen; siehe hierzu § 23
Abs. 4 der BG-Vorschrift "Winden, Hub- und
Zuggeräte" (BGV D8, bisherige VBG 8
Siehe auch BG Grundsätze "Prüfung von Kranen" (BGG 905, bisher ZH 1/27). Ein Kran mit einer großen Betriebsstundenzahl (z.B.
Drei-Schichten-Betrieb), der noch dazu überwiegend mit Volllast
fährt, ist häufiger zu prüfen als beispielsweise ein
Kran, der nur gelegentlich zu Montagezwecken benutzt wird. Auch die
umgebende Atmosphäre ist bei den zu wählenden
Prüfabständen von Bedeutung, z.B. bei Kranen in
Beizereien mit aggressiven Dämpfen. Die Prüfabstände
werden zweckmäßigerweise im Einvernehmen mit dem
Kranhersteller festgelegt.
Die Prüfung von Turmdrehkranen bei jeder Aufstellung und
nach jedem Umrüsten ist eine Sicht- und Funktionsprüfung. Sie
umfasst insbesondere die Funktion der Sicherheitseinrichtungen, das
Hubseil einschließlich Lasthaken, die richtige Aufstellung
sowie die Konstruktionsteile, die bei der Aufstellung montiert bzw.
verändert werden müssen. Hierzu gehören neben der
Kontrolle auf augenfällige Mängel insbesondere die
Kontrolle von Bolzen, Schrauben, Seilführungen,
Seilverbindungen, Ballastierungen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 27: Prüfbuch
Ergebnisse der Prüfungen nach §§ 25
in ein Prüfbuch eingetragen werden. DA
(2) Der Unternehmer hat die Kenntnisnahme und die Abstellung
festgestellter Mängel im Prüfbuch zu bestätigen. Er
hat dafür zu sorgen, daß diese Mängel behoben werden.
Bestehen nach Art und Umfang der Mängel gegen die
Inbetriebnahme, die Wiederinbetriebnahme oder den Weiterbetrieb
Bedenken, hat er dafür zu sorgen, daß der Kran außer
Betrieb gesetzt wird. Er darf den Kran erst in Betrieb nehmen bzw.
weiter betreiben, wenn die Mängel behoben und eventuell
erforderliche Nachprüfungen, die er zu veranlassen hat,
(3) Der Unternehmer hat das Prüfbuch auf Verlangen dem
Technischen Aufsichtsbeamten vorzulegen. Bei
ortsveränderlichen Kranen hat er dafür zu sorgen, daß
eine Kopie des letzten Prüfberichtes des Sachkundigen und des
Sachverständigen beim Kran aufbewahrt wird.
(4) Der Unternehmer hat den mit der wiederkehrenden Prüfung
von Turmdrehkranen nach § 26 Abs. 2 und 3
beauftragten Sachverständigen zu veranlassen, den
Prüfbericht unverzüglich an die für den Unternehmer
zuständige Berufsgenossenschaft zu übersenden.
DA zu § 27
Kranprüfbuchmuster siehe "Prüfbuch für den Kran"
(ZH 1/29). Der Nachweis der Prüfungen nach § 26
kann auch durch maschinell erstellte Belege
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 28: Sachverständige
Als Sachverständige für die Prüfung von Kranen
gelten neben den Sachverständigen der Technischen
Überwachung nur die von der Berufsgenossenschaft
ermächtigten Sachverständigen. DA
DA zu § 28
Siehe auch BG-Grundsätze "Ermächtigung von
Sachverständigen für die Prüfung von Kranen durch
die Berufsgenossenschaft" (BGG 924).
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 28a: Allgemeines
Soweit nichts anderes bestimmt ist, richten sich die
Bestimmungen dieses Abschnittes IV an Unternehmer und
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 29: Kranführer, Instandhaltungspersonal
(1) Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Führen
(Kranführer) oder Instandhalten eines Kranes nur Versicherte
1. die das 18. Lebensjahr vollendet
haben, DA
2. die körperlich und geistig
3. die im Führen oder Instandhalten
des Kranes unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu ihm
nachgewiesen haben und
4. von denen zu erwarten ist, daß
sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig
Der Unternehmer muß Kranführer und Instandhaltungspersonal
mit ihren Aufgaben beauftragen. Bei ortsveränderlichen
kraftbetriebenen Kranen muß der Unternehmer den Kranführer
schriftlich beauftragen.
DA zu § 29
Die Vorschrift läßt den Einsatz jüngerer Personen als
18 Jahre zu Ausbildungszwecken unter Anleitung und ständiger
Aufsicht durch erfahrene Personen zu.
Zur Unterweisung gehören außer einer theoretischen
Wissensvermittlung die Gelegenheit zum Erwerb einer ausreichenden
Fahrpraxis sowie der Fähigkeit, Mängel zu erkennen, die
die Arbeitssicherheit gefährden.
Turmdrehkranführer gelten als unterwiesen, wenn sie an der
Prüfung nach der "Verordnung über die Prüfung zum
anerkannten Abschluß geprüfter Baumaschinenführer
(Hochbau)" oder an einem Kranführerlehrgang nach den BG-Grundsätzen "Auswahl, Unterweisung und
Befähigungsnachweis von Kranführern" (BGG 921) mit Erfolg teilgenommen haben. Siehe auch VDI
2194 "Auswahl und Ausbildung von Kranführern".
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 30: Pflichten des Kranführers
(1) Der Kranführer hat bei Arbeitsbeginn die Funktion der
Bremsen und Notendhalteinrichtungen - ausgenommen Rutschkupplungen
- zu prüfen. Er hat den Zustand des Kranes auf
augenfällige Mängel hin zu beobachten. Bei drahtlos
gesteuerten Kranen hat er die Zuordnung von Steuergerät und
Kran zu prüfen.
(2) Der Kranführer hat bei Mängeln, die die Sicherheit
gefährden, den Kranbetrieb einzustellen. DA
(3) Der Kranführer hat alle Mängel am Kran dem
zuständigen Aufsichtführenden, bei Kranführerwechsel
auch seinem Ablöser, mitzuteilen. Bei ortsveränderlichen
Kranen, die an ihrem jeweiligen Standort auf- und abgebaut werden,
hat er Mängel zusätzlich in ein Krankontrollbuch
einzutragen. DA
(4) Der Kranführer darf Steuereinrichtungen nur von
Steuerständen aus betätigen. DA
1. vor der Freigabe der Energiezufuhr zu
den Antriebsaggregaten alle Steuereinrichtungen in Null- oder
Leerlaufstellung gebracht werden,
2. vor dem Verlassen des Steuerstandes
die Steuereinrichtungen in Null- oder Leerlaufstellung gebracht und
die Energiezufuhr gesperrt werden,
3. beim Ablegen des Steuergerätes
für die drahtlose Steuerung dieses gegen unbefugtes
Einschalten gesichert wird.
1. dem Wind ausgesetzte Krane nicht
über die vom Kranhersteller festgelegten Grenzen hinaus
betrieben werden sowie rechtzeitig spätestens bei Erreichen
der für den Kran kritischen Windgeschwindigkeit und bei
Arbeitsschluss durch die Windsicherung festgelegt werden,
2. bei Turmdrehkranen und bei
Auslegerkranen, bei denen aus Gründen der Standsicherheit der
Ausleger sich in den Wind drehen muß, vor dem Verlassen des
Steuerstandes Lasten, Anschlag- oder Lastaufnahmemittel
ausgehängt und der Lasthaken hochgezogen, die Drehwerksbremse
gelöst, bei Katzauslegern die Katze in Ruhestellung und bei
Nadelauslegern der Ausleger in die weiteste Stellung gebracht wird.
Besteht die Gefahr, daß der Ausleger vom Wind gegen Hindernisse
getrieben wird, so hat der Kranführer die Maßnahmen
durchzuführen, die vom Unternehmer jeweils festgelegt worden
(7) Der Kranführer hat bei allen Kranbewegungen die Last
oder bei Leerfahrt die Lastaufnahmeeinrichtungen zu beobachten,
wenn durch sie Gefahren entstehen können. Ist eine Beobachtung
nach Satz 1 nicht möglich, darf der Kranführer den Kran
nur auf Zeichen eines Einweisers steuern. Dies gilt nicht für
programmgesteuerte Krane.
(9) Der Kranführer soll Lasten nicht über Personen
hinwegführen. Bei Verwendung von Lastaufnahmeeinrichtungen,
die die Last durch Magnet-, Reib- oder Saugkräfte ohne
zusätzliche Sicherung halten, sowie bei Kranen ohne
selbsttätig wirkende Hub- oder Auslegereinziehwerksbremse darf
er die Last nicht über Personen hinwegführen.
(10) Von Hand angeschlagene Lasten dürfen vom
Kranführer erst auf eindeutige Zeichen des Anschlägers,
des Einweisers oder eines anderen vom Unternehmer bestimmten
Verantwortlichen bewegt werden. Müssen zur Verständigung
mit dem Kranführer Signale benutzt werden, sind sie vor
ihrer Anwendung zwischen dem Verantwortlichen und dem
Kranführer zu vereinbaren. Erkennt der Kranführer, daß
Lasten unsachgemäß angeschlagen sind, darf er sie nicht
befördern. DA
(11) Solange eine Last am Kran hängt, muß der
Kranführer die Steuereinrichtungen im Handbereich behalten.
Dies gilt nicht für das Abschleppen von Fahrzeugen mit
Abschleppkranen und für programmgesteuerte Krane.
(12) Der Kranführer darf Getriebeschaltungen von Hub- und
Auslegereinziehwerken, die über eine Leerlaufstellung gehen,
nicht unter Belastung vornehmen. DA
(13) Der Kranführer darf Endstellungen, die nur durch
Notendschalter oder Rutschkupplungen begrenzt sind,
betriebsmäßig nicht anfahren.
(14) Der Kranführer darf eine Überlast nach Ansprechen
des Lastmomentbegrenzers nicht durch Einziehen/Anheben des
Auslegers aufnehmen.
(15) Der Kranführer muß hand- und teilkraftbetriebene
Krane so führen, daß er die ausgelösten Fahr- oder
Drehbewegungen gefahrlos anhalten kann.
DA zu § 30
Mängel, die die Sicherheit gefährden, sind z.B.
Seilbeschädigungen, Abfallen eines Seils von Rollen oder
Trommeln, Funktionsfehler der Steuerung, Versagen der
Notendhalteinrichtungen und Überlastsicherungen, nicht mehr
standsichere Aufstellung.
Es sind hier auch Mängel gemeint, die die Sicherheit nicht
oder noch nicht gefährden, wie z.B. defekte Fensterscheiben
am Führerhaus, lockere Bodenbeläge, beschädigte
Hier ist insbesondere an Turmdrehkrane gedacht, bei denen die
Führerhäuser sich im Turm übereinander befinden und
die Betätigungsstangen, die zu den Kontrollern führen,
vom untersten bis zum obersten Führerhaus reichen. Die
Kontroller dürfen also nicht zwischen den
Führerhäusern betätigt werden.
Grenzen für den Einsatz eines Kranes bei Windeinwirkung
gibt der Kranhersteller in der Betriebsanleitung - gegebenenfalls
auch in der Tragfähigkeitstabelle - an.
Eine Stützbatterie bei Magnetbetrieb ist nicht als
zusätzliche Sicherung anzusehen.
Als zusätzliche Sicherung kann ein Netz, ein Korb oder eine
Unterfangung des Lastweges in Frage kommen.
Auf Baustellen ist immer davon auszugehen, daß Lasten
über Personen hinweggeführt werden. Bei Verwendung von
Körben, Gabeln und Greifern zum Transport von Bausteinen und
ähnlichen Materialien sind deshalb immer zusätzliche
Sicherungen erforderlich, es sei denn, die Lasten werden nur im
Wird eine Last von mehreren Personen angeschlagen, so darf nur
eine Person die Zeichen geben. Diese Person muß dem
Kranführer bekanntgegeben werden.
Siehe auch DIN 33 409 "Sicherheitsgerechte Arbeitsorganisation;
Handzeichen zum Einweisen".
Siehe auch BG-Informationen "Sicherheitslehrbrief für
Kranführer" (BGI 555) und
"Sicherheitslehrbrief für Anschläger" (BGI 556).
Dies kann Krane betreffen, die bis zum 31. Dezember 1981
Siehe auch BG-Information "Sicherheitslehrbrief für
Kranführer" (BGI 555).
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 31: Tragfähigkeit, Belastung
(1) Der Unternehmer hat für den jeweiligen vorgesehenen
Einsatz den geeigneten Kran zur Verfügung zu stellen,
insbesondere unter Berücksichtigung einer ausreichenden
Tragfähigkeit, Hubhöhe und Reichweite, bzw. Ausladung.
(2) Der Kranführer darf Krane nicht über die jeweils
höchstzulässige Belastung hinaus belasten. Er hat
Lastmomentbegrenzer auf den jeweiligen Rüstzustand
(3) Der Kranführer darf Überbrückungsschalter
für Überlastsicherungen nur für die vom Hersteller
gemäß Betriebsanleitung vorgesehenen Auf- und
Abrüstvorgänge betätigen.
(4) Der Unternehmer darf nur geeignete, betriebsmäßig
anbaubare oder austauschbare Kranbauteile anbauen oder austauschen
lassen, wenn ihm folgende Angaben nachweislich bekannt sind:
1. Hersteller, Importeur oder
4. Zuordnung zum zulässigen
möglichen Kransystem,
6. Tragfähigkeit von Unterflaschen
und Traversen,
7. Fassungsvermögen und
Tragfähigkeit von Greifern. DA
1. auf Grund eines
Hauptüberdruckventiles das zulässige Lastmoment um nicht
mehr als 10 % überschritten werden kann,
2. der Steuerstand des Kranes so
angeordnet ist, daß sich der Kranführer außerhalb
des Gefahrbereiches des Auslegers befindet,
3. der Kran für die erhöhte
Beanspruchung, die sich durch das Heben, Ziehen, Drücken und
4. der Kran mit einem Lastaufnahmemittel
versehen ist, mit dem das Laden ohne Anschläger möglich
5. auf das Verbot des Aufenthaltes im
Schwenkbereich von Kran oder Last durch Aushang hingewiesen
DA zu § 31
Überbrückungsschalter für
Überlastsicherungen sind bei älteren Kranen zum Teil
vorhanden. Sie dürfen nur vorhanden sein, wenn sie für
Aufrüst- bzw. Abrüstvorgänge, z.B. bei gleislosen
Fahrzeugkranen, erforderlich sind. Sie müssen gegen unbefugte
Benutzung gesichert sein und dürfen auf keinen Fall für
den normalen Kranbetrieb benutzt werden.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 32: Sicherheitsabstände
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß bei
schienengebundenen, spurgeführten oder ortsfest betriebenen
Kranen ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m zwischen den
kraftbewegten äußeren Teilen des Kranes und gelagertem
Material eingehalten wird.
(2) Der Unternehmer hat ortsveränderliche Krane so
aufstellen zu lassen, daß ein Sicherheitsabstand von mindestens
0,5 m zwischen den kraftbewegten äußeren Teilen des
Kranes und den festen Teilen der Umgebung oder gelagertem Material
(3) Der Kranführer hat Lasten so abzusetzen, daß zwischen
ihnen und den kraftbewegten äußeren Teilen des Kranes
ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m eingehalten wird.
(4) Der Kranführer hat ortsveränderliche Krane so
aufzustellen, dass zwischen den kraftbewegten äußeren
Teilen des Kranes und den festen Teilen der Umgebung oder
gelagertem Material ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m
(5) Außerhalb des Arbeits- und Verkehrsbereiches ist der
seitliche Sicherheitsabstand nicht erforderlich.
(6) Der Unternehmer darf Rundholzsortierkrane auch ohne
seitlichen Sicherheitsabstand zu Sägetischen betreiben lassen,
wenn Fahrbereichssicherungsanlagen vorhanden und die
Steuereinrichtungen mit selbsttätiger Rückstellung
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 33: Zusammenarbeit mehrerer Krane
(1) Überschneiden sich die Arbeitsbereiche mehrerer Krane,
hat der Unternehmer den Arbeitsablauf vor Beginn der Arbeiten
festzulegen und für eine einwandfreie Verständigung der
Kranführer untereinander zu sorgen.
(2) Wird eine Last gemeinsam von mehreren Kranen gehoben, ist
der Arbeitsablauf vorher vom Unternehmer festzulegen und von einem
Aufsichtführenden zu überwachen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 34: Betriebsanweisung
Der Unternehmer hat für den Einsatz der Krane eine
Betriebsanweisung aufzustellen, wenn die betrieblichen
Verhältnisse oder die durchzuführenden Arbeiten dies
erfordern. DA
DA zu § 34
Die Aufstellung einer Betriebsanweisung kann erforderlich sein
beim Transport gefährlicher
bei der Zusammenarbeit mehrerer
beim Betrieb von Kranen unter
Windeinwirkung.
für die Rettung von
Turmdrehkranführern aus hochgelegenen Steuerständen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 35: Betreten und Verlassen von Kranen
(2) Krane dürfen erst nach Zustimmung des Kranführers
und nur bei Stillstand des Kranes betreten oder verlassen werden. DA
DA zu § 35
Bei programmgesteuerten Kranen gilt als Kranführer die
Person, die die Kranbewegung beeinflussen kann.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 36: Personentransport
(1) Der Kranführer darf Personen mit der Last oder der
Lastaufnahmeeinrichtung nicht befördern. DA
(2) Angehobene Lasten oder angehobene Lastaufnahmemittel
(3) Absätze 1 und 2 gelten nicht für das Mitfahren auf
Traversen zur Seilkontrolle, sofern der Mitfahrende einen festen
Standplatz hat und gegen Absturz gesichert ist.
(4) Das Befördern von Personen mit Personenaufnahmemitteln
und das Arbeiten von diesen Personenaufnahmemitteln aus ist
gestattet, wenn der Unternehmer geeignete
Sicherheitsmaßnahmen trifft und die beabsichtigten Vorhaben
der Berufsgenossenschaft schriftlich mitteilt. Für die
Personenbeförderung ist die Mitteilung mindestens zwei Wochen
vor der geplanten Beförderung erforderlich. Der Unternehmer
hat die mitgeteilten sicherheitstechnischen Maßnahmen
durchzuführen. DA
(5) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Krane mit
Hubwerken, deren Getriebe über eine Leerlaufstellung
verfügen oder bei denen die Last im freien Fall abgelassen
werden kann, nicht für Arbeiten nach Absatz 4 verwendet
(6) Kranführer dürfen Arbeiten nach Absatz 4 nicht mit
Kranen ausführen, die mit Hubwerken ausgerüstet sind,
deren Getriebe über eine Leerlaufstellung verfügen oder
bei denen die Last im freien Fall abgelassen werden kann.
DA zu § 36
Siehe auch § 41 Abs. 1 Satz 2
Diese Forderung beinhaltet auch eine Mitteilung an andere
Berufsgenossenschaften, falls deren Versicherte in die
Personenbeförderung einbezogen werden.
Geeignete Sicherheitsmaßnahmen sind die in den
"Sicherheitsregeln für hochziehbare Personenaufnahmemittel"
(ZH 1/461) genannten Bestimmungen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 37:
Schrägziehen, Schleifen von Lasten sowie Bewegen
Schrägziehen, Schleifen von Lasten sowie Bewegen von
Fahrzeugen mit Kranen
1. Lasten schrägziehen oder
2. Fahrzeuge mit Hilfe der Last oder der
Lastaufnahmeeinrichtung bewegen. DA
(2) Der Kranführer darf abweichend von Absatz 1 Nr. 1
folgende Lasten schrägziehen oder schleifen, wenn der Kran
für die bei diesen Arbeiten auftretenden Kräfte bemessen
und eingerichtet ist:
1. für die Beseitigung von Gefahren
bei Betriebsstörungen in Walzwerken, wenn die Arbeiten von
einem Aufsichtführenden überwacht werden, DA
2. mit Brückenkranen, sofern diese
mit einer Überlastsicherung ausgerüstet sind, die
Bewegung über eine Umlenkrolle erfolgt und die Bewegung der
Last kontrolliert abläuft,
3. für das Bergen von Fahrzeugen
unter zusätzlicher Verwendung einer Bergewinde oder eines
Zugmittels,
4. für Derrickkranen in der
Steingewinnung und auf Holzlagerplätzen,
5. beim Verholen von Stammholz mit Kranen
ohne Seiltrieb,
6. beim Befördern von Heu, Stroh,
Silage, Dung oder dergleichen.
DA zu § 37
Bewegen von Fahrzeugen betrifft sowohl Ziehen als auch
Es ist an Fälle gedacht, bei denen sich in Walzwerken
hinter den Walzen durch eine Störung plötzlich eine
größere Menge Schrott gebildet hat.
Das Bergen von Fahrzeugen mittels Bergewinde erfordert oft ein
geringes Abheben des zu bergenden Fahrzeugs vom Boden. Dies
geschieht unter Zuhilfenahme des Kranes; die Ausnahme erlaubt den
hierbei unumgänglichen Schrägzug.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 38: Losreißen festsitzender Lasten
(1) Der Unternehmer darf zum Losreißen festsitzender
Lasten nur Krane mit Überlastsicherung einsetzen. Er darf
Fahrzeug- und Turmdrehkrane nicht zum Losreißen festsitzender
Lasten einsetzen.
(2) Der Kranführer darf festsitzende Lasten mit Fahrzeug-
und Turmdrehkranen nicht losreißen, mit anderen Kranen nur,
wenn sie mit einer Überlastsicherung ausgerüstet
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 39: Einsatz bei Gefahren durch elektrischen Strom
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß bei Arbeiten
mit Kranen in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen
elektrischer Anlagen und Betriebsmittel Personen nicht durch den
elektrischen Strom gefährdet werden.
(2) Der Kranführer hat darauf zu achten, daß bei Arbeiten
elektrischen Strom gefährdet werden. DA
DA zu § 39
spannungsführende Teile
abgeschaltet und geerdet werden,
spannungsführende Teile im
Arbeitsbereich der Krane umwehrt werden,
spannungsführende Teile isoliert
gefahrbringende Kranbewegungen
begrenzt werden, z.B. Begrenzung des Drehwerkbereiches, des
Auslegereinziehwerkbereiches, oder
nachfolgende Sicherheitsabstände
nach DIN VDE 0105 eingehalten werden.
Sicherheitsabstände (Schutzabstände) bei
Freileitungen nach DIN VDE 0105 Teil 1 "Betrieb von
Starkstromanlagen; Allgemeine Festlegungen":
Fahrleitungen elektrischer Bahnen siehe DIN VDE 0105 Teil 3
"Betrieb von Starkstromanlagen; Zusatzfestlegungen für
Bahnen".
Die Werte für den Sicherheitsabstand müssen auch beim
Ausschwingen von Leitungsseilen, Lasten, Tragmitteln und
Lastaufnahmemitteln gewährleistet sein. Die Kranabmessungen,
bei der Verwendung von Anbaugeräten deren Bewegungen,
gegebenenfalls der Aufenthalt von Personen auf Kranen sind
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 40: Aufbau, Abbau und Umrüsten ortsveränderlicher Krane
ortsveränderliche Krane nur auf tragfähigem Untergrund
(2) Der Kranführer hat die Abstützungen
bestimmungsgemäß zu benutzen und in Abhängigkeit
von der Tragfähigkeit des Untergrundes entsprechend der
Montageanweisung zu unterbauen.
(3) Der Unternehmer hat einen Aufsichtführenden zu bestimmen,
unter dessen Verantwortung ortsveränderliche Krane, die
aufgrund ihrer Abmessung oder ihres Gewichtes für den
Transport zerlegt werden müssen, entsprechend der
Montageanweisung aufgebaut, abgebaut oder umgerüstet
(4) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß 1. LKW-Anbaukrane nur von Personen an-
oder abgebaut werden, die in der Durchführung dieser Arbeiten
unterwiesen sind und von deren Fähigkeiten er sich
2. beim An- und Abbau die Vorgaben der
Kran- und Fahrzeughersteller beachtet werden.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 41: Wartungs- und Inspektionsarbeiten
(1) Versicherte dürfen Wartungs- und Inspektionsarbeiten nur
durchführen, nachdem sie sich davon überzeugt haben, daß
der Kran abgeschaltet und gegen unbefugtes Wiedereinschalten
gesichert ist. Sie dürfen Wartungsarbeiten, die nicht vom
Boden aus möglich sind, nur von Arbeitsständen oder
-bühnen aus durchführen. DA
(2) Absatz 1 Satz 1 gilt nicht, wenn die Wartungs- und
Inspektionsarbeiten nur im eingeschalteten Zustand
durchgeführt werden können und während der
1. keine Quetsch- und Absturzgefahren
2. keine Gefahren des Berührens
unter Spannung stehender Teile elektrischer Anlagen und
Betriebsmittel bestehen und 3. Sprech- oder Sichtverbindung mit dem
Kranführer vorhanden ist. DA
DA zu § 41
Wartungsarbeiten sind Arbeiten an elektrischen und maschinellen
Einrichtungen, soweit es sich nicht um Instandsetzungs- und
Änderungsarbeiten handelt. Als Wartungsarbeit gilt z.B. das
Schmieren der Triebwerke, Laufräder, Rollen, Seile.
Das Abschalten erfolgt bei elektrisch betriebenen Kranen durch
Trennschalter oder Netzausschlußschalter und bei Kranen, die durch
Verbrennungsmotor angetrieben werden, durch Stillsetzen des
Siehe auch DIN 31051 "Instandhaltung; Begriffe und
Maßnahmen". DA zu § 41
Wartungsarbeiten, die nur im eingeschalteten Zustand
durchgeführt werden können, sind z.B. Schmierarbeiten an
bestimmten Tragmitteln wie Zangenbäume von Stripperkranen,
Inspektionsarbeiten, die nur im eingeschalteten Zustand
durchgeführt werden können, sind z.B.
Funktionsprüfungen der elektrischen Anlage,
Seilkontrollen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 42:Instandsetzungs-
und &Aumlnderungsarbeiten an Kranen und Arbeiten im
Instandsetzungs- und Änderungsarbeiten an Kranen und Arbeiten
im Kranfahrbereich
(1) Bei allen Instandsetzungs- und Änderungsarbeiten an
Kranen und bei Arbeiten in Bereichen, in denen Personen durch den
bewegten Kran gefährdet werden können, hat der
Unternehmer folgende Sicherheitsmaßnahmen anzuordnen und zu
1. Der Kran ist abzuschalten und gegen
unbefugtes Wiedereinschalten zu sichern. DA
2. Besteht die Gefahr des Herabfallens
von Gegenständen, ist der Gefahrbereich unter dem Kran durch
Absperrung oder Warnposten zu sichern.
3. Der Kran ist so zu sichern, daß er
von anderen Kranen nicht angefahren werden kann.
4. Die Kranführer der Nachbarkrane
auf der gleichen Fahrbahn, nötigenfalls auch auf den
benachbarten Fahrbahnen, sind über Art und Ort der Arbeiten zu
unterrichten. Dies gilt auch für Ablöser bei
(2) Sind die in Absatz 1 genannten Sicherheitsmaßnahmen
nicht zweckentsprechend oder aus betrieblichen Gründen nicht
zu treffen oder nicht ausreichend, hat der Unternehmer andere oder
weitere Sicherheitsmaßnahmen anzuordnen und zu
DA zu § 42
Bereiche, in denen Personen durch den bewegten Kran
gefährdet werden können, sind z.B. Hallenwände,
Dachkonstruktionen, Arbeitsbühnen auf Maschinen und Anlagen,
in den Fahrbereich hineinragende Gerüste oder Rohrleitungen.
Siehe auch §§ 6
UVV "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (BGV A2
mit elektrischem Antrieb durch ein
Vorhängeschloß oder einen Schlüsselschalter,
mit Antrieb durch Verbrennungsmotor
durch Abziehen des Schalt- oder Zündschlüssels
Sicherheitsmaßnahmen gegen Angefahrenwerden sind z.B.
Schienensperren, Distanziereinrichtungen, selbsttätige
Abschaltungen, Aufstellen von Warnposten.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 43:
Wiederinbetriebnahme nach Instandsetzungs- und
Krane dürfen nach Instandsetzungs- und Änderungsarbeiten
oder nach Arbeiten im Kranfahrbereich nur in Betrieb genommen
werden, wenn der Unternehmer den Betrieb wieder freigibt. Vor der
Freigabe hat der Unternehmer sich zu
überzeugen, daß
1. die Arbeiten endgültig
2. sich der gesamte Kran wieder in
sicherem Zustand befindet und DA
3. alle an den Arbeiten Beteiligten den
Kran verlassen haben.
DA zu § 43
Zur Herstellung des sicheren Zustandes gehört auch das
Entfernen von Werkzeugen, Werkstücken oder anderen losen
Teilen vom Kran oder deren Sicherung gegen Herabfallen.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 44: Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 209 Abs. 1 Nr. 1 Siebtes Buch
Sozialgesetzbuch (SGB VII) handelt, wer vorsätzlich oder
fahrlässig den Bestimmungen
§ 3a Abs. 1 in Verbindung
mit § 3a Abs. 3 Satz 2,
§ 30 Abs. 1 bis 6, Abs. 7 Satz 1 oder 2, Abs. 9 Satz 2, Abs. 10 Satz 1 oder 2, Absatz 11 Satz 1, Absätze 12 bis
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 45: Inkrafttreten
(1) Diese Unfallverhütungsvorschrift tritt am
1. Dezember 1974 in Kraft. Gleichzeitig treten die §§ 138
bis 146 des Abschnittes "XXII. Aufzüge, Krane und andere
Hebezeuge" der Unfallverhütungsvorschriften der
Bau-Berufsgenossenschaft Hannover vom 1. Januar 1930 in der
Fassung vom 1. März 1974 für Krane und die
Unfallverhütungsvorschriften "Auslegerkrane" (VBG 8f) vom 1.
März 1965 und "Turmdrehkrane" (VBG 8g) vom 1. Januar 1964 in
der Fassung vom 1. April 1974 außer Kraft.
(2) § 15 Abs. 1 Nr. 1
treten für Krane mit
Auslegern - ausgenommen Turmdrehkrane -, bei denen das Hubwerk und
das Auslegereinziehwerk oder eines der beiden mechanisch gesteuert
werden, erst am 1.4. 1978 in Kraft. Bei Kranen, die bis zu diesem
Zeitpunkt in Betrieb genommen werden, genügt es, wenn an
Stelle der in § 15 Abs. 1 Nr. 1 und § 16 Abs. 1
geforderten Abschalteinrichtungen selbsttätig wirkende
Warneinrichtungen vorhanden sind. DA
DA zu § 45
Mechanisch gesteuert bedeutet nicht elektrisch, pneumatisch oder
hydraulisch gesteuert. Dies trifft zu bei Kranen, bei denen z.B.
Kupplungen, die im Kraftfluß Motor - Winde liegen, ohne
Zwischenschaltung einer fremden Energiequelle durch Muskelkraft
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 46: Übergangs- und Ausführungsbestimmungen
§ 46 ist gegenstandslos geworden durch Aufhebung - siehe
§ 63 UVV "Grundsätze der Prävention" (ab 1/2004) (BGV A1):
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 47: Ausnahmen für Brückenkrane
(1) Für Brückenkrane, die vor dem Inkrafttreten dieser
Unfallverhütungsvorschrift in Betrieb waren, gelten nicht:
1. § 8 Abs. 3
hinsichtlich der Durchgangsmaße für Treppen,
2. § 9 Abs. 1
bei Kranen mit innen laufender Katze hinsichtlich des freien
Durchgangs im Kranträger, sofern der freie Durchgang
mindestens 1,4 m x 0,4 m beträgt,
3. § 11 Abs. 1
hinsichtlich des seitlichen Sicherheitsabstandes, sofern dieser
mindestens 0,4 m zu den Gebäude- und Anlageteilen
(Fahrbahnlaufstegseite) beträgt,
4. § 11 Abs. 1
hinsichtlich des Sicherheitsabstandes nach oben bei flurbedienten
5. § 11 Abs. 1
hinsichtlich des Sicherheitsabstandes nach unten zu vorhandenen
nicht begehbaren Gebäude- und Anlagenteilen, wenn Quetsch- und
Scherstellen durch Warnanstrich und Hinweisschilder gekennzeichnet
sind und wenn sich bis zu 2 m unter diesen Quetsch- und
Scherstellen keine begehbaren, ortsfesten Einrichtungen
6. § 11 Abs. 1
hinsichtlich des seitlichen Sicherheitsabstandes, soweit es sich um
Anlagen handelt, bei denen der Fahrbahnlaufsteg durch
Gebäudesäulen führt, wenn
Teilen des Kranes und den Gebäudesäulen durch einen
Warnanstrich gekennzeichnet sind und
c) an den Gebäudesäulen ein Warnschild, das auf die
Quetschgefahr hinweist, vorhanden ist.
(2) Für Brückenkrane, die vor dem 1. Januar 1957 in
Betrieb waren, gelten ferner nicht:
2. § 8 Abs. 1
bei Kranen, die nur gelegentlich zur Montage von
Betriebseinrichtungen benutzt werden, hinsichtlich des
Vorhandenseins eines Fahrbahnlaufsteges, wenn das Führerhaus
mindestens von einer Stelle aus leicht und gefahrlos erreicht und
verlassen werden kann,
3. § 9 Abs. 1
hinsichtlich der Breite der Kranträgerlaufbühnen, sofern
das Kranfahrwerk gefahrlos umgangen werden kann,
4. die Forderung hinsichtlich des
Geländers auf der Innenseite von
Kranträgerlaufbühnen, wenn an Stelle des
Innengeländers mindestens ein Seil oder eine Kette vorhanden
(3) Für Brückenkrane, die vor dem 1. April 1934 in
1. Die Forderung hinsichtlich des
Vorhandenseins der Geländer auf Kranträgerlaufbühne,
Katze und Kopfträger, sofern wegen der Geländer der
Sicherheitsabstand nach oben nicht eingehalten werden kann,
hinsichtlich des Vorhandenseins eines Fahrbahnlaufsteges, wenn das
Führerhaus mindestens von einer Stelle aus leicht und
Führerhaus vorhanden ist,
hinsichtlich der Höhe des freien Durchgangs auf
Kranträgerlaufbühnen, wenn
a) die verengten Stellen zwischen den höchsten Kranteilen
und darüber befindlichen Gebäude- oder Anlageteilen durch
einen Warnanstrich gekennzeichnet sind und durch Hinweisschilder
auf die Quetschgefahr hingewiesen ist oder
b) durch ein Drahtgitter verhindert wird, daß Personen, die die
Kranträgerlaufbühne begehen, in den Quetschbereich
hinsichtlich des Sicherheitsabstandes nach oben, wenn die verengten
Stellen durch einen Warnanstrich gekennzeichnet sind und durch
Warnschilder auf die Quetschgefahr an den verengten Stellen
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 48: Ausnahmen für Portalkrane
(1) Für Portalkrane, die vor dem Inkrafttreten dieser
hinsichtlich des gefahrlosen Erreichens und Verlassens des
in einer Stellung des Kranes gefahrlos erreicht und verlassen
werden kann und ein Notabstieg am Führerhaus vorhanden
3. § 8 Abs. 3
hinsichtlich der Ausführung mindestens eines Aufstiegs zum
Fahrbahnlaufsteg als Treppe und hinsichtlich der
Durchgangsmaße für Treppen,
4. § 9 Abs. 1
hinsichtlich der Breite der Kranträgerlaufbühnen, wenn
hinsichtlich der verengten Stellen zwischen den kraftbewegten
äußeren Teilen des Kranes zu den vorhandenen Teilen der
gekennzeichnet sind und durch Warnschilder auf die Quetschgefahr an
den verengten Stellen hingewiesen ist.
hinsichtlich der Geländer von Laufbühnen zwischen den
Schienen eines auf dem Portal fahrenden Drehkranes, wenn die
Bühnenbreite mindestens 1,5 m beträgt,
7. die Forderung hinsichtlich des
Kranträgerlaufbühnen, wenn auf der Innenseite von
Kranträgerlaufbühnen an Stelle des Innengeländers
mindestens ein Seil oder eine Kette vorhanden ist.
(2) Für Portalkrane, die vor dem 1. April 1934 in Betrieb
waren, gilt ferner nicht die Forderung hinsichtlich des
Sicherheitsabstand nach oben nicht eingehalten werden kann.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 49: Ausnahmen für Schienenlaufkatzen
(1) Für Schienenlaufkatzen, die vor dem Inkrafttreten dieser
2. § 11 Abs. 1
nicht begehbaren Gebäude- und Anlageteilen, wenn die Quetsch-
und Scherstellen durch Warnanstrich und Hinweisschilder
(2) Für Schienenlaufkatzen, die vor dem 1. Januar 1957 in
2. § 8 Abs. 3
Führerhaus als Treppe.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 50: Ausnahmen für Auslegerkrane
(1) Für Krane mit Auslegern - ausgenommen Turmdrehkrane -,
die vor dem Inkrafttreten dieser Unfallverhütungsvorschrift in
Betrieb waren, gilt § 15 Abs. 1
(2) Für Krane mit Auslegern - ausgenommen Turmdrehkrane -,
bei denen das Hubwerk und das Auslegereinziehwerk oder eines der
beiden mechanisch gesteuert werden und die bis zum 31. März
1964 in Betrieb genommen wurden, gelten die §§ 4,
"Winden" nicht, wenn diese Krane statt der Abschalteinrichtungen
nach § 15 Abs. 1
Nr. 1 und § 16 Abs. 1
selbsttätig wirkende
Warneinrichtungen haben.
(3) Für Krane mit Auslegern - ausgenommen Turmdrehkrane -,
die vor dem 1. Januar 1957 in Betrieb waren, gelten nicht:
hinsichtlich des Sicherheitsabstandes nach den Seiten hin, wenn die
hingewiesen ist,
3. § 14 Abs. 1
hinsichtlich der Drehwerksbremse.
BGV D 6, bisherige VBG 9: Krane, § 51: Ausnahmen für Turmdrehkrane
Für Turmdrehkrane, die vor dem 1. Januar 1964 in Betrieb
waren, gelten nicht:
1. § 14 Abs. 2
hinsichtlich des selbsttätigen Bremsens kraftbetriebener
2. § 15 Abs. 1 Nr.
hinsichtlich einer Begrenzung der Senkbewegung des
Hubwerks,
3. § 15
Webcode: M213-1

References: § 3

§ 7

§ 10

§ 12

§ 14

§ 17

§ 23

§ 25

§ 29

§ 35

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 47

§ 48

§ 49

§ 50

§ 51
 § 15
 § 1
 § 1
 § 2
 § 2
 § 3
 § 3
 § 2
 § 3
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 8
 § 7
 § 7
 § 12
 § 11
 § 8
 § 11
 § 7
 § 8
 § 15
 § 9
 § 9
 § 33

§ 9
 § 10
 § 11
 § 11
 § 8
 § 12
 § 13
 § 13
 § 14
 § 14
 § 15
 § 15
 § 16
 § 16
 § 31
 § 12
 § 17
 § 18
 § 18
 § 19
 § 20
 § 20
 § 21
 § 20
 §
21
 § 22
 § 23
 § 23
 § 24
 § 24
 § 25
 § 3
 § 25
 § 26
 § 26
 § 23
 § 27
 § 26
 § 27
 § 26
 § 28
 § 28
 § 28
 § 29
 § 29
 § 30
 § 30
 § 31
 § 31
 § 32
 § 33
 § 34
 § 34
 § 35
 § 35
 § 36
 § 36
 § 41
 § 37
 § 37
 § 38
 § 39
 § 39
 § 40
 § 41
 § 41
 § 41
 § 42
 § 42
 § 43
 § 43
 § 44
 § 209

§ 3
 § 3

§ 30
 § 45
 § 15
 § 15
 § 16
 § 45
 § 46

§ 46

§ 63
 § 47
 § 8
 § 9
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 8
 § 9
 § 48
 § 8
 § 9
 § 49
 § 11
 § 8
 § 50
 § 15
 § 15
 § 16
 § 14
 § 51
 § 14
 § 15
 § 15