Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F01-09-2011-5A_37-2011
Timestamp: 2016-10-22 03:42:24+00:00

Document:
5A_37/2011 (01.09.2011)
vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Silvia Brauchli,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Trudy Ab�cherli,
X.________ (geb. 1943) und Z.________ geb. W.________ (geb. 1951) hatten am xxxx 1980 geheiratet. Sie sind die Eltern zweier mittlerweile m�ndiger und wirtschaftlich selbst�ndiger Kinder. Der Ehemann betrieb eine Autofahrschule. Nachdem die Ehegatten den gemeinsamen Haushalt aufgehoben hatten, regelte der Eheschutzrichter am 16. August 2004 das Getrenntleben.
Am 2. September 2005 klagte der Ehemann auf Scheidung. Die Ehefrau erkl�rte sich am 24. Oktober 2005 mit der Scheidung einverstanden. �ber die Nebenfolgen ihrer Scheidung wurden sich die Parteien jedoch nicht einig. Mit Urteil vom 22. Januar 2010 schied die II. Abteilung des Amtsgerichts Luzern Land die Ehe und regelte die Nebenfolgen. Soweit hier noch relevant, verurteilte sie X.________, seiner Ehefrau aus G�terrecht einen Betrag von Fr. 70'462.25 zu bezahlen und ihr bis zur Aufgabe seiner selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'200.-- auszurichten.
Gegen dieses Urteil appellierte X.________ beim Obergericht des Kantons Luzern. Z.________ erkl�rte Anschlussappellation. Mit Urteil vom 26. Oktober 2010 (Versand am 29. November 2010) hiess die II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern beide Rechtsmittel teilweise gut. Sie reduzierte den aus der g�terrechtlichen Auseinandersetzung geschuldeten Betrag auf Fr. 54'727.-- und bestimmte den bis zur Aufgabe der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit vom Ehemann geschuldeten Unterhalt auf Fr. 2'370.--.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 13. Januar 2011 gelangt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern vom 26. Oktober 2010 aufzuheben, ihn von der Bezahlung von nachehelichem Unterhalt zu befreien, die g�terrechtliche Forderung seiner Ehefrau von Fr. 54'727.-- um Fr. 39'553.10 auf Fr. 15'173.90 zu reduzieren und die Gerichts- und Anwaltskosten s�mtlicher Instanzen Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) aufzuerlegen. Mit Bezug auf die Schuld aus g�terrechtlicher Auseinandersetzung und den vorinstanzlichen Kostenentscheid ersucht der Beschwerdef�hrer �berdies um aufschiebende Wirkung.
Mit Verf�gung vom 1. Februar 2011 gew�hrte die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung.
Auf Einladung hin, sich zur Beschwerde vom 13. Januar 2011 vernehmen zu lassen, beantragt die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 20. Mai 2011, die Beschwerde sei abzuweisen und das obergerichtliche Urteil sei vollumf�nglich zu best�tigen. Das Obergericht des Kantons Luzern hat sich nicht vernehmen lassen.
1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid. Dieser hat die Fr. 30'000.-- �bersteigenden verm�gensrechtlichen Folgen einer Ehescheidung zum Gegenstand. Auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
1.2 Im Rahmen behaupteter und begr�ndeter Rechtsverletzungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) �berpr�ft das Bundesgericht die Rechtsanwendung an sich von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 106 Abs. 1 BGG). F�r die Unterhaltsfestsetzung gilt es freilich zu beachten, dass der Richter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141; Botschaft, BBl 1996 I S. 115 f.). Das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 131 III 12 E. 4.2 S. 15; 132 III 97 E. 1 S. 99).
1.3 Im Unterschied zur Rechtsanwendung ist das Bundesgericht an die kantonalen Sachverhaltsfeststellungen grunds�tzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann der Beschwerdef�hrer einzig Verfassungs-, insbesondere Willk�rr�gen erheben (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). In der Beschwerde ist �berdies darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). F�r alle Vorbringen betreffend die Verletzung von Grundrechten gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Rechtslage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen. Vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.4 Mit der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzungen f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Beweismitteln erf�llt sein sollen (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
Im Zusammenhang mit dem Streit um die g�terrechtlichen Zuordnung von Fondsanteilen bei der Bank S.________ legt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht zahlreiche Kontoausz�ge des T.________-Kontos Nr. xxx vom Januar 1998 bis und mit Dezember 2001 vor. Zur Begr�ndung der Zul�ssigkeit dieser neuen Beweismittel f�hrt er aus, das erstinstanzliche Gericht habe sich nicht mit der Vermischung von Erbschafts- und Errungenschaftsmitteln auf dem T.________-Konto befasst, weil es bereits die Erbschaft selbst als nicht bewiesen erachtete. Die Vermischung sei erstmals vom Obergericht behauptet worden. Dieses habe ohne einen konkreten Hinweis eine Vermischung angenommen und auf diesen Sachumstand die Vermutung von Art. 200 Abs. 3 ZGB gest�tzt.
Nach Art. 200 Abs. 3 ZGB gilt alles Verm�gen eines Ehegatten bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft. Diese Rechtslage musste dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer bekannt sein. Entgegen seiner Behauptung h�tte er daher sehr wohl Anlass gehabt, die von ihm als Beweismittel angerufenen Bankausz�ge im kantonalen Verfahren zu den Scheidungsakten zu geben und gest�tzt darauf zu behaupten, er habe die Fondsanteile mit Mitteln aus seinem Eigengut erworben. Unter den gegebenen Umst�nden erweisen sich die neuen Beweismittel als unzul�ssige Noven. Sie bleiben unbeachtet.
Der Beschwerdef�hrer beantragt, keinen nachehelichen Unterhalt an die Beschwerdegegnerin bezahlen zu m�ssen.
2.1 Zun�chst macht er eine Verletzung von Art. 125 ZGB geltend. Er wirft dem Obergericht vor, gar nicht gepr�ft zu haben, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang ihm eine Erwerbst�tigkeit �berhaupt zuzumuten sei. Das Obergericht rechne ihm das Einkommen aus seiner Fahrschule an, obwohl er das ordentliche Pensionsalter erreicht habe und ihm deshalb eine weitere berufliche T�tigkeit nicht zugemutet werden d�rfe, und zwar selbst dann nicht, wenn er mit seiner Fahrschule aktuell noch Einkommen erziele. Zudem habe er durch Arztzeugnisse und Behandlungsberichte belegt, dass ihm sein Gesundheitszustand eine weitere Erwerbst�tigkeit verunm�gliche. Allein aus dem Umstand, dass er seine Erwerbst�tigkeit tats�chlich noch nicht habe aufgeben k�nnen, d�rfe nicht automatisch gefolgert werden, dass ihm der Erwerb zumutbar sei.
All diese Argumente zielen ins Leere. Das Obergericht hat die Pflicht zur Bezahlung eines Unterhaltsbeitrages "bis zur Aufgabe der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit" befristet. Es trifft zwar zu, dass in aller Regel niemand gezwungen werden kann, �ber das ordentliche Pensionsalter hinaus einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen (BGE 100 Ia 12 E. 4d S. 17 = Pra 1974 Nr. 135 S. 396). Solange der Beschwerdef�hrer aber seine Autofahrschule weiter betreibt und damit ein Erwerbseinkommen erzielt, ist dieses bei der Bestimmung seiner finanziellen Leistungsf�higkeit zu ber�cksichtigen und in die Berechnung des nachehelichen Unterhalts einzubeziehen. Aus Art. 125 ZGB l�sst sich nichts Gegenteiliges ableiten. Sollte der Beschwerdef�hrer beispielsweise aus gesundheitlichen Gr�nden k�nftig nicht in der Lage sein, einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen, und erzielt er auch tats�chlich kein Erwerbseinkommen mehr, so entf�llt - wie dies das Obergericht angeordnet hat - seine Leistungspflicht. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist keine Bundesrechtswidrigkeit festzustellen.
2.2 Sodann wendet der Beschwerdef�hrer ein, das Obergericht h�tte auch den Umfang der zumutbaren Erwerbst�tigkeit der Beschwerdegegnerin pr�fen m�ssen. Die Vorinstanz gehe ohne weitere Begr�ndung davon aus, dass die Ehefrau zu 60 % arbeitsf�hig sei, und verweise auf die erstinstanzlichen Erw�gungen. Es gehe nicht an, bei der Bestimmung der Leistungsf�higkeit auf die diesbez�glichen Feststellungen im Massnahmeverfahren abzustellen.
Die Frage, in welchem Umfang die Beschwerdegegnerin einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen vermag, ist tats�chlicher Natur. Der Beschwerdef�hrer h�tte mithin darlegen m�ssen, inwiefern das Obergericht den Sachverhalt offensichtlich unrichtig, das heisst in Verletzung des Willk�rverbots festgestellt hat. Hinsichtlich eines solchen Vorbringens gilt das R�geprinzip (s. E. 1.3). Der Beschwerdef�hrer kommt den entsprechenden Anforderungen nicht nach. Auf diesen Einwand kann daher nicht eingetreten werden.
2.3 Weiter erkennt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 125 ZGB darin, dass das Obergericht den nachehelichen Unterhalt nicht auf den Eintritt des Pensionsalters der Beschwerdegegnerin befristet habe. Sp�testens ab diesem Zeitpunkt k�nne diese f�r ihren Unterhalt selbst aufkommen bzw. liege keine Mangellage mehr vor, weil das Existenzminimum der Beschwerdegegnerin sozialversicherungsrechtlich gesichert sei. Gem�ss Art. 125 Abs. 2 Ziff. 8 ZGB seien auch die Anwartschaften aus der eidgen�ssischen Alters- und Hinterlassenenversicherung zu ber�cksichtigen.
Auch diese Vorbringen betreffen wiederum den Sachverhalt. Der Beschwerdef�hrer zeigt indessen nicht auf, inwiefern das Obergericht in Willk�r verfallen sein soll bzw. welche rechtlich relevanten Feststellungen es zu treffen unterlassen hat. Auch finden seine Behauptungen keine St�tze im angefochtenen Entscheid. Namentlich legt er nicht dar, welche Geldsumme der Beschwerdegegnerin nach ihrer Pensionierung als Bedarf anzurechnen und wie hoch ihr Einkommen dannzumal sein wird. Damit kommt der Beschwerdef�hrer auch in diesem Punkt seiner Begr�ndungspflicht nicht nach, so dass darauf nicht einzutreten ist.
2.4 Der Beschwerdef�hrer macht auch geltend, das Obergericht verletze Art. 125 ZGB, indem es den �berschuss schematisch und ohne Ber�cksichtigung der Besonderheiten des vorliegenden Falles h�lftig auf beide Ehegatten verteilt habe. Die Anwendung der Methode der h�lftigen �berschussteilung sei zudem willk�rlich, weil sie relevante Sachumst�nde nicht ber�cksichtige. Zur Begr�ndung f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, die Parteien h�tten im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils mehr als neun Jahre getrennt gelebt. Allein zwischen M�rz 2003 und Juni 2010 habe die Beschwerdegegnerin einen �berschuss von Fr. 83'973.-- erzielt und mit diesen Mitteln eine Altersvorsorge aufbauen k�nnen. Ihm selbst sei dies nicht m�glich gewesen, weil ihm aufgrund seines tieferen Einkommens keine Sparquote geblieben sei. Ohnehin sei die Methode der h�lftigen �berschussteilung bei einem �berobligatorischen Erwerb nicht anzuwenden, weil die Beschwerdegegnerin keinerlei Anspruch darauf habe, dass er seine Erwerbst�tigkeit weiterf�hre.
Der Sachrichter geniesst im Rahmen seines Ermessens bei der Unterhaltsfestsetzung weitreichende Freiheiten in der Gewichtung der relevanten Kriterien (s. E. 1.2 und Urteil 5A_241/2008 vom 16. Juli 2008 E. 2). Dass das Obergericht bei der Aus�bung dieses Ermessens einen Fehler begangen h�tte, vermag der Beschwerdef�hrer nicht darzulegen und ist auch nicht ersichtlich. Soweit er geltend macht, die Vorinstanz habe die Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse der Parteien nicht oder nicht ausreichend ber�cksichtigt, beanstandet er nur die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts. Seine diesbez�glichen Vorbringen sind indes weitgehend appellatorischer Natur und �berdies l�ckenhaft: Mit dem behaupteten �berschuss der Beschwerdegegnerin und seinem durchschnittlichen Jahreseinkommen in den Jahren 2006 bis 2009 nennt der Beschwerdef�hrer zwar zwei Geldbetr�ge, denen die Vorinstanz seiner Meinung nach h�tte Rechnung tragen m�ssen. Er zeigt jedoch nicht auf, wie diese Betr�ge zustande kommen und wie sie sich auf die vorinstanzliche Unterhaltsfestsetzung konkret ausgewirkt h�tten. Mit Bezug auf die Frage der Altersvorsorge kommt das Obergericht zum Schluss, die Beschwerdegegnerin habe sich abgesehen von den Lebensversicherungen, die sie mit dem Beschwerdef�hrer teilen m�sse, keine zus�tzliche Vorsorge aufbauen k�nnen. Der Beschwerdef�hrer wendet hiergegen ein, die Beschwerdegegnerin habe dank seiner Unterhaltsbeitr�ge eine Altersvorsorge ansparen k�nnen, er selbst hingegen nicht. Allein mit derlei Gegenbehauptungen ist indessen keine Willk�r darzutun. Soweit sich der Beschwerdef�hrer schliesslich mit Verweisen auf die Rechtsschriften begn�gt, die er den Vorinstanzen eingereicht hat, kommt er seiner Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG von vornherein nicht nach (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400).
2.5 Im Zusammenhang mit dem Streit um den nachehelichen Unterhalt der Beschwerdegegnerin tr�gt der Beschwerdef�hrer schliesslich verschiedene Verfassungsr�gen vor.
2.5.1 In zweierlei Hinsicht will der Beschwerdef�hrer eine Verletzung der Begr�ndungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) ausgemacht haben: Erstens kreidet er dem Obergericht an, es habe den f�r Renovationsarbeiten an seinem Haus eingerechneten Betrag im Ergebnis um Fr. 264.50 tiefer angesetzt als die Vorinstanz, diese Abweichung jedoch nicht begr�ndet. Zweitens beanstandet er, das Obergericht habe seine Vorbringen hinsichtlich seines Gesundheitszustandes weder gepr�ft noch gew�rdigt.
Nach der Rechtsprechung erfordert die Begr�ndungspflicht nicht, dass sich die Beh�rde mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Die Beh�rde kann sich auf diejenigen Gesichtspunkte beschr�nken, die f�r den Entscheid wesentlich sind. Die Begr�ndung muss aber so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. Daher m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f., je mit Hinweisen).
Der angefochtene Entscheid h�lt den genannten Prinzipien stand. Das Obergericht hat dem Beschwerdef�hrer f�r Unterhalts- und sonstige Renovationskosten "ermessensweise" einen Betrag von Fr. 500.-- pro Monat zugestanden. Zur Begr�ndung dieses Ermessensentscheids hat das Obergericht verschiedene Gesichtspunkte aufgef�hrt. Mithin konnte sich der Beschwerdef�hrer �ber die Tragweite des Entscheids durchaus Rechenschaft geben. Dass die Vorinstanz ihr Ermessen �berschritten oder gar missbraucht h�tte, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Was die Ber�cksichtigung seines Gesundheitszustandes angeht, hatte der Beschwerdef�hrer wie erw�hnt keinen Anspruch darauf, dass das Obergericht alle seine Vorbringen im Detail er�rtert und widerlegt. Wie auch die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkt, hat das Obergericht �ber diesen Punkt im �brigen nicht hinweggesehen. Es f�hrt n�mlich aus, der Beschwerdef�hrer h�tte es in der Hand gehabt, den �rztlichen Rat sofort zu befolgen und seine Erwerbst�tigkeit aufzugeben. Allein in seinem Befund, der Beschwerdef�hrer habe nicht bewiesen, dass er das vom Amtsgericht angerechnete Einkommen wegen seiner gesundheitlichen Probleme nicht mehr zu erzielen vermag, liegt weder eine Geh�rsverletzung noch eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Vielmehr ist dieser Befund das Ergebnis der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung. Dass das Obergericht hierbei Recht verletzt h�tte, behauptet der Beschwerdef�hrer nicht.
2.5.2 Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV) erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass die Vorinstanz bei der Beurteilung der Leistungsf�higkeit der Parteien den chronischen R�ckenschmerzen der Beschwerdegegnerin Rechnung getragen, sein eigenes gleiches Leiden jedoch in keiner Weise ber�cksichtigt bzw. gew�rdigt habe. Nach dem in Erw�gung 2.5.1 Ausgef�hrten trifft der Vorwurf, die Vorinstanz habe den Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers schlechterdings ignoriert, jedoch nicht zu. Daher erweist sich die R�ge der Verletzung von Art. 8 Abs. 1 BV als unbegr�ndet, soweit sie neben derjenigen der Geh�rsverletzung �berhaupt eine eigenst�ndige Bedeutung hat.
2.5.3 Schliesslich tr�gt der Beschwerdef�hrer vor, die Vorinstanz verletze Art. 27 BV. Um sein Arbeitspensum verringern zu k�nnen, sei er gezwungen, einen Ab�nderungsprozess nach Art. 129 ZGB zu f�hren. Die damit verbundenen Nachteile w�rden es ihm faktisch verwehren, seine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit zu reduzieren.
Entgegen dem, was der Beschwerdef�hrer anzunehmen scheint, l�sst ihm der angefochtene Entscheid nicht bloss die Wahl, seine Erwerbst�tigkeit entweder unvermindert weiterzuf�hren oder g�nzlich aufzugeben. Stellt der vorinstanzliche Rechtsspruch es in das Belieben des Beschwerdef�hrers, seine Erwerbst�tigkeit aufzugeben, so steht er auch der Reduktion des Arbeitspensums nicht entgegen. Wohl wird der Beschwerdef�hrer diesfalls ein Ab�nderungsverfahren nach Art. 129 ZGB anstrengen m�ssen. Denn die Vorinstanz regelt in ihrem Urteilsspruch nur den Fall, da der Beschwerdef�hrer seine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit vollumf�nglich aufgibt. Wenn sich der Beschwer-def�hrer �ber die Nachteile beklagt, die mit einem solchen Verfahren angeblich verbunden sein sollen, ist ihm jedoch entgegenzuhalten, dass jeder Unterhaltspflichtige ein gewisses Mass an Aufwand und Risiko in Kauf nehmen muss, falls er die von ihm geschuldete Rente herabsetzen, aufheben oder f�r eine bestimmte Zeit einstellen lassen will. Im �brigen erscheint fraglich, inwiefern die vorgebrachten Einw�nde den Schutzbereich der Wirtschaftsfreiheit �berhaupt beschlagen. Die Frage kann jedoch offenbleiben. Denn das Bundesgericht pr�ft die behauptete Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; s. E. 1.3). Dies ist hier nicht der Fall. Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich damit, die Grundrechtseinschr�nkung zu behaupten. Er setzt sich nicht einmal ansatzweise mit den Voraussetzungen f�r Grundrechtseinschr�nkungen (Art. 36 BV) auseinander und zeigt nicht auf, an welcher dieser Voraussetzungen es seines Erachtens mangelt. Auf diese R�ge ist daher nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer stellt weiter den Antrag, die g�terrechtliche Forderung der Beschwerdegegnerin von Fr. 54'727.-- um Fr. 39'553.10 auf Fr. 15'173.90 zu reduzieren. In sachlicher Hinsicht begr�ndet er diese Herabsetzung damit, gewisse Verm�genswerte seien seinem Eigengut zuzurechnen und nicht, wie das Obergericht annahm, seiner Errungenschaft.
3.1 Ausgangspunkt f�r die Pr�fung der Begr�ndetheit dieses Antrages sind die Feststellungen, welche die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht getroffen, und die Schl�sse, die sie daraus gezogen hat.
3.1.1 Seitens der Beschwerdegegnerin stellte das Obergericht einen Vorschlag von Fr. 35'050.97 fest. Ferner erachtete es als erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer von seinem Bruder Y.________ Fr. 145'609.65 geerbt und in mehreren Abschlagszahlungen insgesamt Fr. 150'000.-- ausbezahlt erhalten hat. Die erste Abschlagszahlung von Fr. 10'000.-- erfolgte am 15. Januar 1998 auf das Konto des Beschwerdef�hrers bei der Bank S.________ (Nr. yyy); weitere Einzahlungen in gleicher H�he auf das S.________-Konto folgten am 24. M�rz und 20. April 1998. Am 15. Januar 1998 ging die zweite Abschlagszahlung von Fr. 10'000.-- auf das T.________-Konto Nr. xxx des Beschwerdef�hrers ein. Am 10. Februar und 11. M�rz 1998 folgten auf dieses T.________-Konto weitere Einzahlungen von je Fr. 10'000.--. Bis 31. Dezember 2000 hat der Beschwerdef�hrer Fr. 140'000.-- �berwiesen erhalten; die letzte Auszahlung von Fr. 10'000.-- erfolgte am 18. April 2001.
Weiter anerkannte das Obergericht, dass der Beschwerdef�hrer vor seiner Heirat in A.________ eine Liegenschaft mit Anlagekosten von insgesamt Fr. 470'744.65 erwarb und in diesem Zusammenhang von seiner Schwester ein Darlehen von Fr. 40'000.-- erhielt. Das Obergericht stellt fest, der Beschwerdef�hrer habe seiner Schwester am 28. Januar 1998 vom besagten S.________-Konto Fr. 10'000.--, am 29. Januar 1998 zulasten des erw�hnten T.________-Kontos ebenfalls Fr. 10'000.-- und am 8. Juni 1998 zulasten seines Gesch�ftskontos Nr. zzz bei der T.________ Fr. 20'000.-- �berwiesen. Ausserdem hob der Beschwerdef�hrer den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz zufolge am 18. Juli 2001 von seinem T.________-Konto Nr. xxx einen Betrag von Fr. 45'000.-- in bar ab und erwarb am 24. Juli 2001 zulasten eines weiteren S.________-Kontos f�r Fr. 51'614.95 Anteile an einem S.________-Anlagefonds. Deren Wert belief sich per 30. Juni 2006 auf Fr. 53'953.--.
3.1.2 Hinsichtlich des zuletzt erw�hnten Erwerbs der Fondsanteile erwog das Obergericht, gem�ss dem letzten vor dem fraglichen Barbezug datierten, bei den Akten liegenden Auszug des T.________-Kontos Nr. xxx vom 30. Juni 1999 habe der Kontostand Fr. 87'945.60 betragen; unmittelbar vor dem Barbezug von Fr. 45'000.-- vom 18. Juli 2001 h�tten sich - gem�ss einem Kontoauszug vom 31. Juli 2001 - noch Fr. 79'419.15 auf dem Konto befunden. Das Obergericht befand, man wisse nicht genau, was zwischen diesen beiden Ausz�gen geschehen sei. Immerhin handle es sich um ein auf die Fahrschule des Beschwerdef�hrers lautendes Gesch�ftskonto. Deshalb sei anzunehmen, dass auch Barbetr�ge seiner Fahrsch�ler darauf eingezahlt worden sein k�nnten. Bei dieser Beweislage sei folglich Errungenschaft anzunehmen.
Was die R�ckzahlung des Darlehens anbelangt, so ging das Obergericht aufgrund der zeitlichen N�he zwischen den Ein- und Auszahlungen und der Identit�t des je beg�nstigten mit dem belasteten Konto davon aus, dass die Zahlungen des Beschwerdef�hrers an seine Schwester vom 28. und 29. Januar 1998 (zulasten T.________-Konto Nr. xxx und S.________-Konto Nr. yyy) mit Eigenmitteln erfolgt seien, und anerkannte eine entsprechende Ersatzforderung seines Eigenguts gegen�ber seiner Errungenschaft im Betrage von Fr. 20'000.--. Hinsichtlich des Betrages von Fr. 20'000.--, den der Beschwerdef�hrer seiner Schwester am 8. Juni 1998 zulasten seines T.________-Kontos Nr. zzz �berwies, verneinte das Obergericht die Identit�t des belasteten mit den beg�nstigten Konten (T.________-Konto Nr. xxx und S.________ Nr. yyy) und die zeitliche N�he zwischen den Abschlagszahlungen und der Darlehensamortisation. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Beschwerdef�hrer habe f�r diese �berweisung den Nachweis der Bezahlung aus Eigengutsmitteln nicht erbracht.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe nachgewiesen, die S.________-Fondsanteile mit Eigengutsmitteln erworben zu haben. Daher habe die Vorinstanz Art. 200 Abs. 3 ZGB verletzt.
3.2.1 Art. 200 Abs. 3 ZGB stellt die gesetzliche Vermutung auf, dass alles Verm�gen eines Ehegatten bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft gilt. Als Verm�gen im Sinne dieser Vorschrift gelten nicht nur dingliche Rechte, sondern namentlich auch Forderungen und andere obligatorische Rechte (HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1992, N 17 zu Art. 200 ZGB). Art. 200 Abs. 3 ZGB regelt die Beweislast mit Bezug auf die g�terrechtliche Qualifikation eines bestimmten Verm�genswertes (Urteil 5A_111/2007 vom 8. Januar 2008 E. 3.2). Die Beweislastregel kommt dann zur Anwendung, wenn zwar die Berechtigung des Ehegatten an einem Verm�gensgegenstand feststeht, jedoch streitig und unbewiesen ist, welcher der beiden G�termassen der fragliche Verm�genswert zugeordnet werden muss (HAUSHEER/AEBI-M�LLER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, 4. Aufl., 2010, N 3 zu Art. 200 ZGB).
Von der g�terrechtlichen Zuordnung eines bestimmten Verm�gensgegenstandes zu unterscheiden ist die v�llig anders gelagerte Frage, wer die Beweislast daf�r tr�gt, dass Mittel der einen Verm�gensmasse zur Tilgung von Schulden bzw. zum Erwerb von Verm�gensgegenst�nden der andern beigetragen haben, so dass derjenigen G�termasse, die f�r die andere aufgekommen ist, eine entsprechende Ersatzforderung zusteht, die entweder auf den Nominalwert beschr�nkt ist (Art. 209 Abs. 1 ZGB) oder dar�ber hinaus auch Anteil am Mehr- oder Minderwert des fraglichen Verm�gensgegenstandes hat (Art. 209 Abs. 3 ZGB). Entgegen dem, was die Beschwerdegegnerin anzunehmen scheint, regelt Art. 200 Abs. 3 ZGB diese Frage nicht. Vielmehr gilt diesbez�glich die allgemeine Beweisregel von Art. 8 ZGB (vgl. BGE 131 III 559 E. 4.3 S. 565 mit Hinweisen). Dieser Vorschrift zufolge hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet.
Im vorliegenden Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass Ehegatten die finanziellen Belange ihrer Gemeinschaft erfahrungsgem�ss nicht im Hinblick auf eine k�nftige g�terrechtliche Auseinandersetzung organisieren. Es erscheint daher nicht ungew�hnlich, wenn ein Ehegatte ein Bankkonto, das auf seinen eigenen Namen oder auf den Namen des von ihm betriebenen Einzelunternehmens lautet, sowohl mit Eigenguts- als auch mit Errungenschaftsmitteln speist. Entsprechend schwierig kann sich bei solchen Verh�ltnissen der Nachweis einer Ersatzforderung der einen G�termasse gegen�ber der anderen gestalten. Denn oftmals steht nicht von vornherein fest, ob der betreffende Ehegatte f�r den Erwerb eines bestimmten Verm�gensgegenstandes oder f�r die Tilgung einer bestimmten Schuld Mittel aus seiner Errungenschaft oder aus seinem Eigengut verwendet hat. Solcherlei Ungewissheiten bedeuten jedoch keineswegs, dass ein Ehegatte mit Blick auf die Berechnung des Vorschlags auch frei bestimmen kann, welcher G�termasse er eine bestimmte Verpflichtung belasten will. Vielmehr sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Aufwand f�r den Unterhalt der Familie, einschliesslich der Altersvorsorge, sowie die Auslagen zur Erzielung des Erwerbseinkommens und die darauf lastenden Steuern von der Errungenschaft zu tragen (BGE 135 III 337 E. 2 S. 341). Daraus folgt die nat�rliche Vermutung, dass die Ehegatten zur Deckung der laufenden Bed�rfnisse der ehelichen Gemeinschaft nicht die Substanz ihres Eigenguts angreifen, das ihnen im Zeitpunkt der Eheschliessung schon geh�rte oder sp�ter durch Erbschaft oder sonst wie unentgeltlich zugefallen ist. Solche Eigengutsmittel bleiben nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung grunds�tzlich unangetastet bzw. werden in erster Linie f�r ausserordentliche Investitionen eingesetzt. Freilich dient eine solche nat�rliche Vermutung lediglich der Beweiserleichterung. Sie hat keine Umkehr der Beweislast zur Folge (BGE 123 III 241 E. 3a S. 243; 117 II 256 E. 2b S. 258). Der Prozessgegner muss daher nur - aber immerhin - den Gegenbeweis erbringen, indem er beim Gericht Zweifel an der nat�rlichen Vermutung erzeugt (KUMMER, Berner Kommentar, 1966, N 366 zu Art. 8 ZGB).
3.2.2 Gem�ss den f�r das Bundesgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) Feststellungen des Obergerichts hat der Beschwerdef�hrer von seinem Bruder Y.________ Fr. 145'609.65 geerbt und aus dessen Nachlass �ber einen Zeitraum von rund drei Jahren Fr. 150'000.-- �berwiesen erhalten (E. 3.1.1). Die Erbschaft wurde im Umfang von Fr. 30'000.-- dem S.________-Konto Nr. yyy gutgeschrieben, das auf den Namen des Beschwerdef�hrers lautet. Der Restbetrag von Fr. 120'000.-- ist auf das T.________-Konto Nr. xxx geflossen. Letzteres lautet auf die Fahrschule des Beschwerdef�hrers, was die Vorinstanz zu Recht dazu veranlasste, das Konto - gest�tzt auf Art. 200 Abs. 3 ZGB - der Errungenschaft des Beschwerdef�hrers zuzuweisen. Die g�terrechtliche Zuweisung des Gesch�ftskontos �ndert freilich nichts daran, dass die Verm�genswerte, die der Beschwerdef�hrer durch Erbgang erworben hat, von Gesetzes wegen Eigengut sind (Art. 198 Ziff. 2 ZGB). Daher steht dem Eigengut des Beschwerdef�hrers mit Bezug auf die Abschlagszahlungen, die auf das T.________-Konto Nr. xxx �berwiesen und somit seiner Errungenschaft kreditiert wurden, eine entsprechende Ersatzforderung zu. Diese Ersatzforderung bel�uft sich grunds�tzlich auf Fr. 120'000.--. Sie bleibt jedoch nur in derjenigen H�he bestehen, in welcher die Erbschaft auch tats�chlich noch vorhanden ist. Im gleichen Umfang wie dieser Verm�genswert reduziert sich daher die Ersatzforderung des Eigengutes, soweit der Beschwerdef�hrer die fraglichen Gelder "verbraucht" hat. Gerade davon ist nach dem Gesagten aber nicht ohne weiteres auszugehen: Bei den Abschlagszahlungen aus der Erbschaft handelte es sich n�mlich nicht um laufende Eink�nfte des Beschwerdef�hrers, sondern um Eigengutsmittel, von denen anzunehmen ist, dass sie nicht zur Deckung des t�glichen Bedarfs aufgebraucht werden (E. 3.2.1).
3.2.3 Mit seinen Kontoausz�gen hat der Beschwerdef�hrer dargetan, dass vor dem Barbezug von Fr. 45'000.-- am 18. Juli 2001 noch fast zwei Drittel des �berwiesenen Erbschaftsverm�gens, n�mlich Fr. 79'419.15 auf dem besagten T.________-Konto vorhanden waren. Weiter ergibt sich aus den Belegen, die dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegen, dass der Beschwerdef�hrer am 18. Juli 2001 auf sein S.________-Konto Nr. www Fr. 45'000.-- eingezahlt und am 24. Juli 2001 zulasten dieses Kontos f�r Fr. 51'614.95 die streitigen S.________-Fondsanteile erworben hat. Damit hat der Beschwerdef�hrer - entgegen seinen Beteuerungen - zwar nicht aufgezeigt, dass er das Fondsguthaben unmittelbar mit Eigengutsmitteln erworben, das heisst im Sinne von Art. 198 Ziff. 4 ZGB eine Ersatzanschaffung f�r sein Eigengut get�tigt hat. Denn auch wenn die daf�r erforderlichen Mittel gr�sstenteils vom T.________-Konto Nr. xxx stammten, handelte es sich hierbei doch um Gelder von einem Konto der Errungenschaft des Beschwerdef�hrers. Immerhin hat der Beschwerdef�hrer aber dargetan, dass von seiner Erbschaft zur fraglichen Zeit immer noch mehr als gen�gend Mittel vorhanden waren, um eine Geldanlage in der fraglichen H�he zu t�tigen. Nachdem der Erwerb von Fondsanteilen zumindest in dieser H�he offensichtlich keinen Aufwandposten des t�glichen Bedarfs darstellt, ist gem�ss der erw�hnten nat�rlichen Vermutung (E. 3.2.1) davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer f�r den Erwerb dieser Fondsanteile auch nicht seine Erwerbseink�nfte, sondern - wenn auch indirekt - seine ausreichend vorhandenen Eigengutsmittel eingesetzt hat. Es w�re an der Beschwerdegegnerin gewesen, dieser nat�rlichen Vermutung mit dem Gegenbeweis zu begegnen, dass der Beschwerdef�hrer in gleichem oder in h�herem Umfang tats�chlich sein Eigengut angezehrt hat, um den Lebensunterhalt der ehelichen Gemeinschaft zu bestreiten. Dies hat sie indes nicht getan. Allein der von ihr wie auch von der Vorinstanz vorgetragene Einwand, das T.________-Konto Nr. xxx sei ein Gesch�ftskonto des Beschwerdef�hrers, auf das vermutlich auch Einnahmen aus dem Fahrschulbetrieb geflossen seien, ist nicht ausschlaggebend. Dieser Umstand kann allenfalls ein Indiz f�r die g�terrechtliche Zuordnung der Forderung sein, die dem Beschwerdef�hrer gegen�ber der kontof�hrenden Bank zusteht. Er l�sst aber keine R�ckschl�sse dar�ber zu, f�r welche Zwecke der Beschwerdef�hrer die auf dem Konto befindlichen Gelder verwendet hat (E. 3.2.1). Die Vorinstanz �bersieht dies im angefochtenen Entscheid und verletzt damit Art. 200 Abs. 3 ZGB. Im Ergebnis ist die Beschwerde daher in dem Sinne gutzuheissen, dass dem Eigengut des Beschwerdef�hrers bez�glich der S.________-Fondsanteile eine Ersatzforderung zusteht. Die Ersatzforderung ist im Zweifel auf den Erwerbspreis von Fr. 51'614.95 zu beschr�nken; sie partizipiert nicht am Mehrwert, denn wie erw�hnt k�nnen die S._______-Fondsanteile weder als Ersatzanschaffung f�r Eigengut im Sinne von Art. 198 Ziff. 4 ZGB gelten, noch hat der Beschwerdef�hrer dargetan, dass er seine Eigengutsmittel im Sinne von Art. 209 Abs. 3 ZGB unmittelbar zur Verbesserung eines Verm�gensgegenstandes der Errungenschaft eingesetzt, das heisst zum Zweck der Wertsch�pfung direkt in einen spezifischen Verm�gensgegenstand der Errungenschaft "investiert" hat.
3.2.4 Nach dem Gesagten kommt es entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht darauf an, ob auf dem fraglichen Gesch�ftskonto des Beschwerdef�hrers eine "Vermischung von Erbschaftsmitteln und Errungenschaft" stattgefunden hat. Als gegenstandslos erweist sich deshalb der Vorwurf des Beschwerdef�hrers, das Obergericht habe die aufgelegten Urkunden willk�rlich gew�rdigt, indem es die Bewegungen auf dem T.________-Konto Nr. xxx in der Zeit vom 1. Februar 1999 bis 30. Juni 1999 und im Monat Juli 2001 ausser Acht gelassen und angenommen habe, auf das T.________-Konto Nr. xxx seien auch Fahrschulgelder einbezahlt worden.
3.3 Auch hinsichtlich des Darlehens ist nach Ansicht des Beschwerdef�hrers erstellt, dass er dieses in vollem Umfang mit Mitteln aus seinem Eigengut zur�ckbezahlt hat.
3.3.1 Weder Art. 200 Abs. 3 ZGB noch Art. 209 Abs. 2 ZGB regelt direkt die Frage, welcher Masse eine getilgte Schuld im Zweifel belastet werden muss, wenn ungewiss ist, ob zu ihrer Tilgung Mittel der Errungenschaft oder des Eigenguts verwendet wurden, zum Beispiel weil der Ehegatte den fraglichen Betrag aus einem Bankkonto beglichen hat, das sowohl mit Eigengut als auch mit Errungenschaft gespiesen wurde (vgl. HAUSHEER/REUSSER/GEISER, a.a.O., N 42 zu Art. 200 ZGB). Mit Bezug auf diese Streitlage spricht sich die Lehre in Anlehnung an Art. 209 Abs. 2 ZGB f�r die Vermutung aus, dass eine Schuld als durch diejenige G�termasse beglichen zu gelten habe, der sie auch zugeordnet werden m�sste, wenn sie noch nicht getilgt worden w�re. Daher rechtfertige es sich, Auslagen, die f�r den Unterhalt der Familie get�tigt wurden, der Errungenschaft zu belasten, sofern nicht nachgewiesen ist, dass der Ehegatte die Schuld aus dem Eigengut bezahlen wollte (HAUSHEER/AEBI-M�LLER, a.a.O., N 17 zu Art. 209 ZGB; HAUSHEER/ REUSSER/GEISER, a.a.O., N 42 zu Art. 200 ZGB und N 40 zu Art. 209 ZGB; STETTLER/WAELTI, Droit civil IV, 2. Aufl., 1997, S. 170, Rz. 320). Diese Lehrmeinung harmoniert mit der zitierten Rechtsprechung und der nat�rlichen Vermutung, wonach die Ehegatten ihr Eigengut nicht zur Deckung ihrer laufenden Bed�rfnisse verwenden, sondern unangetastet lassen, l�ngerfristig investieren oder f�r ausserordentliche Ausgaben beiseitelegen (E. 3.2.1).
3.3.2 Vorliegend hat das Obergericht erkannt, dass die Darlehensschuld des Beschwerdef�hrers von Fr. 40'000.-- gegen�ber seiner Schwester seine Eigengutsliegenschaft belastet. Ist diese Schuld aber unzweifelhaft dem Eigengut des Beschwerdef�hrers zuzuschreiben, so muss auch die entsprechende Amortisation als durch Eigengutsmittel beglichen gelten, zumal der Beschwerdef�hrer mit der fraglichen Zahlung offensichtlich keine Auslage des gew�hnlichen Lebensunterhalts finanziert hat. Das Obergericht befand jedoch, der Beschwerdef�hrer habe nicht nachgewiesen, dass er auch die Amortisationstranche vom 8. Juni 1998 in der H�he von Fr. 20'000.-- aus seinen Eigengutsmitteln zur�ckbezahlt hat, weil das beg�nstigte mit dem belasteten Konto nicht identisch gewesen sei und es an der zeitlichen N�he zwischen den Abschlagszahlungen aus der Erbschaft und den Amortisationen gefehlt habe (E. 3.1.2). Damit hat es die in Art. 200 Abs. 3 ZGB enthaltene Beweisregel wiederum falsch angewendet, denn auf solcherlei Kriterien kommt es nach dem Gesagten nicht an. Entscheidend ist vielmehr, dass der Beschwerdef�hrer am 8. Juni 1998, dem Zeitpunkt der streitigen Amortisationszahlung an seine Schwester, aus dem Nachlass seines Bruders schon Fr. 60'000.-- an Eigengutsmitteln auf zwei verschiedene Bankkonten �berwiesen erhalten hatte (s. E. 3.1.1). Das Obergericht anerkennt, dass der Beschwerdef�hrer f�r die ersten beiden Amortisationen von je Fr. 10'000.-- auch die ersten beiden Abschlagszahlungen in entsprechender H�he verwendet hatte. Folglich verblieben dem Beschwerdef�hrer aufgrund der weiteren, zwischen dem 10. Februar und 20. April 1998 erfolgten Abschlagszahlungen noch Fr. 40'000.-- an neuen Eigengutsmitteln. Dieser Betrag war bei weitem ausreichend, um auch die zweite H�lfte der Eigengutsschuld zu begleichen. Daher ist im Sinne der beschriebenen nat�rlichen Vermutung davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer auch die Amortisationszahlung vom 8. Juni 1998 in ihrer vollen H�he von Fr. 20'000.-- letztendlich mit seinem Eigengut bestritt.
Dem angefochtenen Entscheid zufolge hat die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang lediglich den Einwand erhoben, "dass auf dem Bankkonto der Fahrschule bei der T.________ auch die Einzahlungen aus der Fahrschule des Gesuchstellers eingingen". Wie schon im Zusammenhang mit dem Erwerb der S.________-Fondsanteile erw�hnt, l�sst sich aus dem blossen Umstand, dass ein Bankkonto sowohl mit Errungenschafts- als auch mit Eigengutsmitteln gespiesen wird, hinsichtlich der Verwendung der auf das Konto eingezahlten Gelder nicht von vornherein etwas zugunsten der Errungenschaft herleiten. Vielmehr h�tte die Beschwerdegegnerin Tatsachen dartun m�ssen, die im Sinne eines Gegenbeweises Zweifel daran aufkommen lassen, dass der Beschwerdef�hrer sein Eigengut nicht auch zur Bestreitung des Familienunterhalts verwendet hat (E. 3.2.3). Da die Beschwerdegegnerin das Vorhandensein solcher Tatsachen nicht bewiesen hat, begr�ndet die R�ckzahlung des Darlehens keine Ersatzforderung zugunsten der Errungenschaft des Beschwerdef�hrers. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.
3.3.3 Im Streit um die Darlehensamortisation erhebt der Beschwerdef�hrer weitere R�gen, denen in Anbetracht der vorstehenden Erw�gungen keine eigenst�ndige Bedeutung mehr zukommt. Dies gilt zun�chst f�r den Vorwurf, das Obergericht habe die Verhandlungsmaxime gem�ss luzernischem Zivilprozessrecht verletzt, indem es von sich aus festgestellt habe, dass die R�ckzahlung des restlichen Darlehensbetrages von Fr. 20'000.-- am 8. Juni 1998 an seine Schwester vom T.________-Konto Nr. zzz erfolgt und das belastete Konto daher nicht mit dem Konto identisch sei, auf das die Zahlungen aus dem Erbe des Bruders �berwiesen worden seien. Nach dem Gesagten ist die fehlende Identit�t der beteiligten Konten kein Grund zur Annahme, der Beschwerdef�hrer habe das Darlehen nicht aus seinen Eigengutsmitteln zur�ckbezahlt. Gegenstandslos ist aber auch der als Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorgetragene Vorwurf, das Obergericht habe die Zeugenaussage seiner Schwester unbeachtet gelassen; diese habe ausgesagt, es sei f�r sie klar, dass er die Darlehen mit den Geldern aus der Erbschaft bezahlt habe.
3.4 Im Ergebnis berechnet sich der g�terrechtliche Anspruch der Beschwerdegegnerin wie folgt: Zur Errungenschaft des Beschwerdef�hrers z�hlen zun�chst die Ersatzforderungen aus der Amortisation der auf der Liegenschaft B.________ lastenden Schulden. Diese betragen neu nur mehr Fr. 52'000.--. Der Mehrwertanteil Liegenschaft B.________ ist beim vorinstanzlich ermittelten Betrag von Fr. 18'552.-- zu belassen. Der Beschwerdef�hrer hat den von ihm eingesetzten Betrag von Fr. 13'398.70 nicht begr�ndet. Insofern gen�gt seine Beschwerde den Begr�ndungsanforderungen nicht. Dem S.________-Fondsguthaben von Fr. 53'953.-- (einschliesslich des per 30. Juni 2006 aufgelaufenen Mehrwerts) ist eine Ersatzforderung des Eigenguts in der H�he des Erwerbspreises von Fr. 51'614.95 gegen�berzustellen. Daraus resultiert ein Vorschlag von Fr. 72'890.05. Der Anspruch der Beschwerdegegnerin aus g�terrechtlicher Auseinandersetzung bel�uft sich demnach auf Fr. 18'919.55 (� Vorschlag Beschwerdef�hrer, ausmachend Fr. 36'445.03, abz�glich � Vorschlag Beschwerdegegnerin, ausmachend Fr. 17'525.49).
4.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Soweit die g�terrechtliche Auseinandersetzung betreffend, ist Ziffer 2 des angefochtenen Urteils aufzuheben und im Sinne der vorstehenden Erw�gungen abzu�ndern. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
4.2 Auch wenn der Beschwerdef�hrer bez�glich der beantragten Reduktion der g�terrechtlichen Forderung weitgehend obsiegt, dringt er mit seiner Beschwerde zum weitaus gr�sseren Teil nicht durch, denn mit seinem streitwertm�ssig bedeutendsten Begehren, er habe der Beschwerdegegnerin �berhaupt keinen Unterhalt zu bezahlen, unterliegt er vor Bundesgericht vollumf�nglich. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Gerichtsgeb�hr vor Bundesgericht dem Beschwerdef�hrer zu drei Vierteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und den Beschwerdef�hrer zu verurteilen, der Beschwerdegegnerin eine teilweise reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
4.3 Hinsichtlich der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorangegangenen Verfahrens wird der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur neuen Kostenverteilung und neuen Festsetzung der Entsch�digung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
In dahingehender Aufhebung von Ziffer 2 des Urteils der II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern vom 26. Oktober 2010 wird der Beschwerdef�hrer verurteilt, der Beschwerdegegnerin aus g�terrechtlicher Auseinandersetzung Fr. 18'919.55 zu bezahlen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer zu drei Vierteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel auferlegt.
Ziffer 4 des Urteils der II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern vom 26. Oktober 2010 wird aufgehoben und die Sache wird zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Obergericht zur�ckgewiesen.

References: Art. 74
 Art. 75
 Art. 90
 BGE 
 Art. 97
 BGE 
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 42
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 27
 Art. 129
 Art. 129
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 200
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 200
 Art. 198
 Art. 200
 Art. 198
 Art. 209
 Art. 200
 Art. 209
 Art. 200
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 200
 Art. 209
 Art. 200
 Art. 68