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Timestamp: 2016-10-27 20:40:10+00:00

Document:
1P.807/2000 (29.05.2001)
Aeschlimann, Bundesrichter F�raud, Bundesrichter Catenazzi, Ersatzrichterin Pont Veuthey und Gerichtsschreiberin Leuthold.
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Carola Gruenberg, Niederdorfstrasse 18, Postfach, Z�rich,
Bezirksgericht Z�rich, Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich, Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer,
A.- Am 14. Juni 2000 kam es zwischen X.________ und ihrem ehemaligen Freund A.________ zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Wegen dieses Vorfalls wandte sich X.________ am gleichen Tag an die Polizei und stellte gegen A.________ Strafantrag wegen K�rperverletzung und sexueller Bel�stigung. Die Bezirksanwaltschaft Z�rich er�ffnete am 21. Juli 2000 gegen A.________ eine Strafuntersuchung.
X.________ stellte mit Eingabe vom 27. Juli 2000 beim Pr�sidenten des Bezirksgerichts Z�rich das Gesuch, es sei ihr f�r die Strafuntersuchung eine unentgeltliche Rechtsvertreterin beizuordnen. Zur Begr�ndung f�hrte sie im Wesentlichen aus, als Gesch�digte sei sie auf den Beistand eines Anwalts angewiesen, um ihre Zivilanspr�che geltend zu machen und ihre prozessualen Rechte zu wahren. Aufgrund ihrer pers�nlichen Verflechtung mit dem Angeschuldigten sei sie nicht in der Lage, ihre Interessen allein zu vertreten. Zudem verf�ge sie als Studentin weder �ber ein namhaftes Einkommen noch �ber Verm�gen und k�nne somit einen Anwalt nicht mit eigenen Mitteln bezahlen. Der stellvertretende Pr�sident des Bezirksgerichts Z�rich wies mit Verf�gung vom 22. September 2000 das Gesuch von X.________ um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ab. Die Gesuchstellerin erhob Rekurs, den das Obergericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 10. November 2000 abwies.
B.- Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 21. Dezember 2000 beantragt X.________, der Entscheid des Z�rcher Obergerichts vom 10. November 2000 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen.
Ausserdem ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
C.- Das Bezirksgericht Z�rich sowie die Staatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Z�rich verzichteten auf eine Vernehmlassung.
1.- Nach Art. 87 OG in der am 1. M�rz 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Oktober 1999 ist gegen selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide �ber die Zust�ndigkeit und �ber Ausstandsbegehren die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig (Abs. 1). Gegen andere selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zul�ssig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen (Abs. 2).
Mit dem vorliegenden Zwischenentscheid des Z�rcher Obergerichts wurde der Beschwerdef�hrerin als der Gesch�digten im Strafverfahren gegen ihren ehemaligen Freund die unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung verweigert. Auf diesen Entscheid kommt, da er weder die Zust�ndigkeit noch ein Ausstandsbegehren betrifft, Art. 87 Abs. 2 OG zur Anwendung, d.h. er ist nur dann mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann.
Nach der Rechtsprechung zu Art. 87 aOG, die grunds�tzlich in gleicher Weise auch bei der Anwendung des neuen Art. 87 Abs. 2 OG gilt, muss es sich um einen Nachteil rechtlicher Natur handeln, der auch mit einem sp�teren g�nstigen Endentscheid nicht g�nzlich behoben werden kann (BGE 126 I 207 E. 2 S. 210 mit Hinweisen). Zwischenentscheide, mit denen die unentgeltliche Rechtspflege oder Verbeist�ndung verweigert wurden, haben in der Regel einen solchen Nachteil zur Folge (BGE 126 I 207 E. 2a S. 210; 121 I 321 E. 1 S. 322; 111 Ia 276 E. 2b S. 279). Dies trifft auch auf den hier in Frage stehenden Zwischenentscheid zu, kann doch der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Interessen als Gesch�digte im Strafverfahren gegen ihren ehemaligen Freund allenfalls ohne den Beistand eines Anwalts wahrnehmen muss, einen irreparablen Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG bewirken.
Der Beschluss des Z�rcher Obergerichts vom 10. November 2000 ist daher mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.- Gem�ss � 10 Abs. 5 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich (StPO/ZH) wird dem Gesch�digten auf sein Verlangen vom Pr�sidenten des Bezirksgerichts ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beigegeben, wenn es "die Interessen und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Gesch�digten erfordern".
Was die pers�nlichen bzw. finanziellen Verh�ltnisse des Gesch�digten angeht, so hat dieser nach der Rechtsprechung der z�rcherischen Gerichte nur dann Anspruch auf unentgeltliche Verbeist�ndung, wenn ihm der Beizug eines Vertreters auf eigene Kosten unzumutbar w�re. Im Unterschied zum zivilprozessualen Armenrecht sei, wie gesagt wird, die Zumutbarkeit nicht erst dann zu verneinen, wenn sich der Gesch�digte eine sachgerechte Vertretung durch einen Anwalt "�berhaupt nicht leisten k�nnte"; die Grenze sei dort zu ziehen, wo der Beizug eines Anwalts eine "wesentliche und sp�rbare Einbusse in der �blichen Lebenshaltung zur Folge h�tte" (ZR 94/1995 Nr. 2 E. 1c S. 5, best�tigt in ZR 99/2000 Nr. 35 E. 2c S. 99).
Im vorliegenden Fall vertrat der erstinstanzliche Richter die Ansicht, die Beschwerdef�hrerin - eine 26-j�hrige ETH-Studentin in Erstausbildung - verf�ge selber nicht �ber gen�gend Einkommen und Verm�gen, um die Kosten f�r einen Rechtsbeistand zu finanzieren. Es sei jedoch auch darauf abzustellen, ob den Eltern der Beschwerdef�hrerin, die nach deren Darstellung f�r den Lebensunterhalt ihrer Tochter aufk�men, die Vorfinanzierung eines Rechtsbeistandes zumutbar sei. Zum Unterhalt geh�re die Leistung von Vorsch�ssen zur F�hrung von Prozessen, sofern diese zur Wahrung der Rechte des Kindes notwendig und nicht aussichtslos seien. Die familienrechtliche Unterhaltspflicht gehe dem Anspruch gegen das Gemeinwesen auf unentgeltliche Rechtspflege vor. Die konkreten Verh�ltnisse der Eltern der Beschwerdef�hrerin seien aber weder dargelegt noch belegt worden. Die Beschwerdef�hrerin habe daher nicht glaubhaft gemacht, dass ihre unterhaltspflichtigen Eltern wegen der Kosten f�r einen Rechtsbeistand eine wesentliche und sp�rbare Einbusse in ihrer gew�hnlichen Lebenshaltung erleiden w�rden.
Das Obergericht erachtete diese Erw�gungen des erstinstanzlichen Richters als zutreffend. Es betonte, die Beschwerdef�hrerin habe weder im Verfahren vor der ersten Instanz noch im Rekursverfahren dargetan und belegt, dass eine finanzielle Unterst�tzung durch ihre Eltern nicht zumutbar w�re. Der Rekurs sei deshalb abzuweisen. Es k�nne unter diesen Umst�nden offen bleiben, ob der Beizug eines Rechtsbeistandes als geboten erscheine.
3.- Die Beschwerdef�hrerin macht vor allem geltend, das Obergericht habe mit dem angefochtenen Entscheid den in Art. 29 Abs. 3 BV gew�hrleisteten Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand verletzt.
a) Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird in erster Linie durch das kantonale Prozessrecht geregelt. Unabh�ngig davon besteht ein solcher Anspruch unmittelbar aufgrund von Art. 29 Abs. 3 BV; unter der Geltung der fr�heren Bundesverfassung wurde er aus Art. 4 aBV abgeleitet. Die Auslegung und Anwendung der kantonalen Gesetzesbestimmungen �ber den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung pr�ft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots. Ob der durch die Bundesverfassung garantierte Anspruch verletzt wurde, untersucht es in rechtlicher Hinsicht frei; soweit es um tats�chliche Feststellungen der kantonalen Instanz geht, ist seine Pr�fungsbefugnis auf Willk�r beschr�nkt (BGE 124 I 304 E. 2c S. 306 f.; 119 Ia 11 E. 3a S. 12, je mit Hinweisen).
b) Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint; soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 4 aBV hat der Gesch�digte in einem Strafverfahren auch aufgrund von Art. 29 Abs. 3 BV nur dann Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung, wenn er bed�rftig ist (BGE 123 I 145 E. 2b/bb S. 147; Urteil vom 13. M�rz 2000 i.S. B., E. 2c, publiziert in: Pra 89/2000 Nr. 151 S. 908). Eine Person ist bed�rftig, wenn sie nicht in der Lage ist, f�r die Prozesskosten aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen m�sste, die zur Deckung des Grundbedarfs f�r sie und ihre Familie notwendig sind (BGE 124 I 1 E. 2a S. 2; 120 Ia 179 E. 3a S. 181, je mit Hinweisen).
Dass die z�rcherischen Gerichte bei der Anwendung der Vorschrift von � 10 Abs. 5 StPO/ZH die Bed�rftigkeit weniger eng umschreiben (vgl. E. 2), ist hier ohne Belang.
Abgesehen davon, dass keine willk�rliche Anwendung des kantonalen Rechts ger�gt wird, ist unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin selber bed�rftig im Sinne von � 10 Abs. 5 StPO/ZH und auch von Art. 29 Abs. 3 BV ist. Streitig ist im vorliegenden Fall, ob bei der Beurteilung der Bed�rftigkeit der Beschwerdef�hrerin die finanziellen Verh�ltnisse der Eltern herangezogen werden d�rfen. Diese Frage ist zu bejahen, sofern die Eltern der Beschwerdef�hrerin aufgrund ihrer familienrechtlichen Unterhaltspflicht f�r die Prozess- bzw.
Anwaltskosten ihrer Tochter aufkommen m�ssen, denn die familienrechtliche Unterst�tzungspflicht geht, wie die kantonalen Instanzen mit Recht ausf�hrten, der staatlichen Pflicht zur Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege vor (BGE 119 Ia 11 E. 3a S. 12, 134 E. 4 S. 135). Die Auslegung der einschl�gigen Bestimmungen des ZGB pr�ft das Bundesgericht im Rahmen der R�ge der Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV frei.
H�lt der angefochtene Entscheid einer freien Pr�fung stand, so ist er auch unter dem Gesichtspunkt von � 10 Abs. 5 StPO/ZH nicht zu beanstanden.
c) Gem�ss Art. 276 Abs. 1 ZGB haben die Eltern f�r den Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen. Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur M�ndigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). "Befindet es sich dann noch in Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf, f�r seinen Unterhalt weiterhin aufzukommen, bis diese Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann" (Art. 277 Abs. 2 in der bis Ende 1995 geltenden Fassung, im Folgenden: Art. 277 Abs. 2 aZGB).
Diese Vorschrift wurde mit der am 1. Januar 1996 in Kraft getretenen Herabsetzung des M�ndigkeitsalters von 20 auf 18 Jahre (Art. 14 ZGB) ge�ndert. Art. 277 Abs. 2 ZGB lautet in der seit 1. Januar 1996 geltenden Fassung wie folgt: "Hat es" (das Kind) "dann noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf, f�r seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann".
d) Nach Rechtsprechung und Lehre geh�rt zur Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber minderj�hrigen Kindern auch der Rechtsschutz. Die Eltern sind gehalten, f�r die Prozesskosten eines minderj�hrigen Kindes aufzukommen (BGE 119 Ia 134 E. 4 S. 135; 103 Ia 99 E. 4 S. 101; 67 I 65 E. 2 S. 69 f.; Hegnauer, Berner Kommentar zum ZGB, Bd. II, Familienrecht, 1997, N. 39 zu Art. 276 ZGB; derselbe, Grundriss des Kindesrechts,
4. Aufl. 1994, S. 136 Rz. 20.21; Breitschmid, Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Basel 1996, N. 22 zu Art. 276 ZGB; Arthur Haefliger, Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich, Bern 1985, S. 166; Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bern 1992, S. 121; Zen-Ruffinen, Assistance judiciaire et administrative: les r�gles minima impos�es par l'art. 4 de la Constitution f�d�rale, in: JdT 1989 I S. 42). Bei der Beurteilung der Frage, ob ein minderj�hriges Kind bed�rftig sei, d�rfen deshalb auch die finanziellen Verh�ltnisse der Eltern ber�cksichtigt werden (BGE 119 Ia 134 E. 4 u. 5 S. 135 f.; 108 Ia 9 E. 3 S. 10; 67 I 65 E. 2 u. 3 S. 69 ff.; Haefliger, a.a.O., S. 166).
e) Was die Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber m�ndigen Kindern angeht, so hat das Bundesgericht in seiner im Urteil BGE 118 II 97 E. 4a S. 98 f. zusammengefassten Rechtsprechung zu Art. 277 Abs. 2 aZGB stets auf den Ausnahmecharakter dieser Unterhaltspflicht hingewiesen: Unterhalt sei nur geschuldet, wenn sich der Jugendliche noch in Ausbildung befinde und diese beruflichen Charakter habe. Zweitausbildung, Weiterbildung und Zusatzausbildung w�rden grunds�tzlich nicht darunter fallen, wohl aber eine erste eigentliche Berufsausbildung, und zwar auch dann, wenn diese erst begonnen werde, nachdem der Jugendliche bereits erwerbst�tig gewesen sei. Die Ausbildung m�sse einem zumindest in seinen Grundz�gen bereits vor der M�ndigkeit angelegten Lebensplan entsprechen. Ferner folge aus dem Ausnahmecharakter, dass die Unterhaltsleistungen im Lichte der pers�nlichen Beziehungen zwischen dem Kind und dem pflichtigen Elternteil sowie der Leistungskraft des Pflichtigen als zumutbar erscheinen m�ssten. Sodann hat das Bundesgericht im erw�hnten Urteil BGE 118 II 97 E. 4b/aa S. 99 f. entschieden, einem Elternteil k�nnten Unterhaltsleistungen an ein m�ndiges Kind, das sich noch in Ausbildung befinde, grunds�tzlich nur zugemutet werden, wenn ihm nach Ausrichtung der Unterhaltsleistungen noch ein Einkommen verbleibe, das den (erweiterten) Notbedarf um ungef�hr 20% �bersteige.
aa) Ob die Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber m�ndigen Kindern gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB (in der alten oder neuen Fassung) auch die Prozesskosten umfasst, ist in der Literatur umstritten. Hegnauer erkl�rt ohne n�here Begr�ndung, f�r die Prozesskosten des m�ndigen Kindes h�tten die Eltern nicht aufzukommen (Berner Kommentar, a.a.O., N. 99 zu Art. 277 ZGB). Vincent Henriod stimmt dieser Meinung dem Grundsatz nach zu. Er weist darauf hin, es d�rfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Unterhaltsbeitr�ge den Zweck h�tten, die Ausbildung des Kindes zu finanzieren. Die Eltern m�ssten h�chstens f�r die Kosten eines im Hinblick auf die Erlangung einer Ausbildung notwendigen Prozesses aufkommen, z.B. wenn gegen das Nichtbestehen eines Examens ein Rechtsmittel eingelegt werde (Henriod, L'obligation d'entretien � l'�gard des enfants majeurs, Diss. Lausanne 1999, S. 157).
Demgegen�ber sind Poudret (a.a.O., S. 121) und ZenRuffinen (a.a.O., S. 42) der Ansicht, die in Art. 277 Abs. 2 aZGB vorgesehene Unterhaltspflicht gegen�ber dem m�ndigen Kind umfasse grunds�tzlich auch die Prozesskosten.
bb) Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat sich ebenfalls in diesem Sinne ge�ussert. Es f�hrte in einem Urteil vom 18. April 1994 (publiziert in Sozialversicherungsrecht:
Rechtsprechung [SVR] 1994 IV Nr. 9 S. 19 f.) aus, was f�r die Prozesskosten des minderj�hrigen Kindes gelte, sei nach Art. 277 Abs. 2 aZGB "grunds�tzlich analog auf m�ndige Kinder anwendbar". Wohl k�nnten sich Ausnahmen von dieser Unterhaltspflicht ergeben, wenn es den Eltern angesichts der gesamten Umst�nde nicht mehr zugemutet werden k�nne, weiterhin Zahlungen zu leisten. Dies k�nne namentlich zutreffen, wenn das Verh�ltnis zwischen ihnen und dem m�ndigen Kind stark gest�rt sei, die gegenw�rtige wirtschaftliche Lage der Eltern keine Beitr�ge mehr erlaube oder das Kind seinem Studium nicht pflichtbewusst obliege. Das Versicherungsgericht wies sodann darauf hin, je �lter das Kind werde, desto strenger sei die Zumutbarkeit zu beurteilen. Ferner hielt es fest, die unentgeltliche Verbeist�ndung k�nne unter Umst�nden gew�hrt werden, wenn die Eltern sich weigern w�rden, die Prozesskosten zu �bernehmen, da es dem Kind nicht zuzumuten sei, vorg�ngig gegen die Eltern den Rechtsweg zu beschreiten (E. 6b des erw�hnten Urteils, SVR 1994 IV Nr. 9 S. 19 f.).
f) An diesen �berzeugenden Erw�gungen des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts ist auch unter der Geltung der neuen Fassung von Art. 277 Abs. 2 ZGB festzuhalten. Dass mit der Herabsetzung des M�ndigkeitsalters von 20 auf 18 Jahre der Ausnahmecharakter des M�ndigenunterhalts abgeschw�cht bzw. relativiert wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. November 1998 i.S. C., E. 3; Heinz Hausheer/Annette Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, S. 338 Rz.
06.60,; Rolando Forni, Die Unterhaltspflicht der Eltern nach der M�ndigkeit des Kindes in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, in: ZBJV 132/1996 S. 433), �ndert daran nichts.
Sowohl nach der fr�heren wie nach der heute geltenden Fassung von Art. 277 Abs. 2 ZGB haben die Eltern f�r den Unterhalt des m�ndigen Kindes nur aufzukommen, soweit es ihnen "nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf". Dabei kommt, wie bisher, den pers�nlichen Beziehungen zwischen dem Kind und den Eltern und deren wirtschaftlichen Verh�ltnissen eine entscheidende Bedeutung zu (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 17. Februar 1993 �ber die �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Herabsetzung des zivilrechtlichen M�ndigkeits- und Ehef�higkeitsalters, Unterhaltspflicht der Eltern], BBl 1993 I 1183). Sind die in Art. 277 Abs. 2 ZGB genannten Voraussetzungen f�r die Unterhaltspflicht gegen�ber dem m�ndigen Kind erf�llt, so ist nicht ersichtlich, weshalb zum Unterhalt grunds�tzlich nicht auch die Prozesskosten geh�ren sollen. In diesem Sinne f�hrte das Obergericht im angefochtenen Entscheid aus, es sei zu ber�cksichtigen, dass es beim M�ndigenunterhalt nicht allein um Ausbildungskosten gehen k�nne, wenn die Ausbildung - wie das bei einem Hochschulstudium in der Regel der Fall sei - eigenen Arbeitserwerb praktisch ausschliesse. Vielmehr geh�rten in einem solchen Fall zum Unterhalt grunds�tzlich die gleichen Auslagen wie vor Erreichen der M�ndigkeit des Kindes.
Das Gesetz spreche vom "weiterhin" zu gew�hrenden Unterhalt (Art. 277 Abs. 2 aZGB). Es sei denn auch nicht einzusehen, weshalb die elterliche Unterst�tzung Gesundheitskosten und Krankenkassenpr�mien umfassen solle, nicht aber - immer im Rahmen des Zumutbaren - die Auslagen einer notwendigen Rechtsvertretung, die im Zusammenhang mit einer durch eine Straftat erlittenen K�rperverletzung stehe.
aa) Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, ein solcher Analogieschluss bei der Bemessung der Unterhaltspflicht von Eltern gegen�ber m�ndigen und unm�ndigen sich in Ausbildung befindenden Kindern verletze den in Art. 8 Abs. 1 BV enthaltenen Grundsatz der Rechtsgleichheit, wonach Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln sei.
Der Vorwurf ist unzutreffend. Die rechtsanwendende Beh�rde verletzt die Rechtsgleichheit, wenn sie zwei tats�chlich gleiche Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich und zwei tats�chlich verschiedene Situationen ohne sachlichen Grund gleich behandelt. Dabei ist entscheidend, dass die zu behandelnden Sachverhalte in Bezug auf die relevanten Tatsachen gleich bzw. ungleich sind (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168 mit Hinweisen). Wenn die in Art. 277 Abs. 2 ZGB genannten Voraussetzungen f�r die Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber dem m�ndigen Kind gegeben sind, so liegt darin, dass der Unterhalt - ebenso wie beim unm�ndigen Kind - auch die Prozesskosten umfasst, kein Verstoss gegen die Rechtsgleichheit, denn der Grund, weshalb die Eltern f�r die Prozesskosten aufkommen m�ssen, besteht sowohl beim unm�ndigen wie beim m�ndigen Kind darin, dass es noch keinen eigenen Arbeitserwerb hat; hinsichtlich der relevanten Tatsache besteht somit Gleichheit und nicht Ungleichheit.
bb) Sodann ist die Beschwerdef�hrerin zu Unrecht der Meinung, die Eltern m�ssten h�chstens die Kosten f�r Prozesse �bernehmen, die eng mit der Erm�glichung einer Erstausbildung zusammenh�ngen w�rden, nicht aber die Kosten f�r Verfahren, die unabh�ngig von einer Ausbildungssituation entstanden seien. Der Begriff der Prozesskosten kann nicht so eng interpretiert werden, dass darunter nur Kosten f�r Prozesse fallen d�rften, welche eng mit der Erm�glichung einer Erstausbildung zusammenh�ngen, sondern es sind darunter die Kosten f�r alle, den Rechtsschutz des Kindes betreffenden Prozesse zu verstehen.
cc) Die Argumentation des Obergerichts, es sei nicht einzusehen, weshalb die elterliche Unterst�tzung des m�ndigen Kindes Gesundheitskosten und Krankenkassenpr�mien umfassen solle, nicht aber die Auslagen einer notwendigen Rechtsvertretung, die im Zusammenhang mit einer durch eine Straftat erlittenen K�rperverletzung stehe, l�sst sich entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ebenfalls nicht beanstanden.
dd) Auch was die Beschwerdef�hrerin sonst noch gegen die oben (E. 3f) angef�hrten �berlegungen des Obergerichts vorbringt, ist nicht stichhaltig.
Nach dem Gesagten hat das Obergericht die Vorschrift von Art. 277 Abs. 2 ZGB nicht unrichtig ausgelegt, wenn es annahm, die Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber m�ndigen Kindern umfasse grunds�tzlich auch die Prozesskosten.
g) Verh�lt es sich so, dann gingen die kantonalen Instanzen im vorliegenden Fall mit Recht davon aus, bei der Beurteilung der Frage, ob die Beschwerdef�hrerin bed�rftig sei, seien auch die finanziellen Verh�ltnisse der Eltern zu ber�cksichtigen. Den Akten ist zu entnehmen, dass der erstinstanzliche Richter die Beschwerdef�hrerin aufforderte, innert einer bestimmten Frist die finanziellen Verh�ltnisse der Eltern (Einkommen, Verm�gen, Bedarf) darzulegen und zu belegen (Steuererkl�rung, Bankausz�ge, Lohnabrechnung, Bedarfsaufstellung).
Die Beschwerdef�hrerin hat die finanziellen Verh�ltnisse ihrer Eltern innert zwei Mal erstreckter Frist weder dargelegt noch belegt. Sie erkl�rte, die Wahrung der Interessen in einem Strafprozess geh�re zu den h�chstpers�nlichen Rechten. Es sei ihr als einer 26-j�hrigen Frau nicht zuzumuten, ihre Eltern um finanzielle Hilfe f�r den Beizug einer Rechtsvertreterin anzufragen. Diesen Standpunkt vertrat sie auch im Rekursverfahren vor Obergericht, in welchem sie ebenfalls keine Angaben �ber die finanziellen Verh�ltnisse ihrer Eltern machte.
Wie erw�hnt, setzt die Unterhaltspflicht gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB voraus, dass sie den Eltern zumutbar ist. Die Zumutbarkeit ist aufgrund aller im Einzelfall erheblichen Umst�nde zu beurteilen (Hegnauer, Berner Kommentar, a.a.O., N. 89 zu Art. 277 ZGB). Die Beschwerdef�hrerin war unter dem Gesichtswinkel dieser Vorschrift verpflichtet, Angaben �ber die finanziellen Verh�ltnisse ihrer Eltern zu machen, damit die kantonalen Instanzen abkl�ren konnten, ob den Eltern die Finanzierung der Prozess- bzw. Anwaltskosten der Beschwerdef�hrerin zumutbar sei. Nachdem sie dieser Pflicht weder im Verfahren vor der ersten Instanz noch im Rekursverfahren vor Obergericht nachgekommen war, hielt dieses mit Recht fest, die Beschwerdef�hrerin habe nicht dargetan und belegt, dass eine finanzielle Unterst�tzung durch ihre Eltern nicht zumutbar w�re.
Das Obergericht verletzte demnach Art. 29 Abs. 3 BV nicht, wenn es den Rekurs der Beschwerdef�hrerin gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtsverbeist�ndung abwies.
Bei dieser Rechtslage ist der angefochtene Entscheid auch unter dem Gesichtspunkt von � 10 Abs. 5 StPO/ZH nicht zu beanstanden.
4.- Ferner r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des in Art. 13 BV und Art. 8 EMRK garantierten Anspruchs auf Achtung der Privatsph�re. Soweit sie sich in diesem Zusammenhang auch �ber einen Verstoss gegen die Menschenw�rde beklagt, kommt dieser R�ge neben der Berufung auf die Art. 13 BV und 8 EMRK keine selbst�ndige Bedeutung zu.
a) Gem�ss Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK hat jede Person Anspruch auf Achtung ihres Privatlebens. Einschr�nkungen des durch Art. 13 Abs. 1 BV gew�hrleisteten Grundrechts m�ssen auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im �ffentlichen Interesse liegen, verh�ltnism�ssig sein und den Kerngehalt der Verfassungsgarantie wahren (Art. 36 BV).
Auch nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in die Privatsph�re nur zul�ssig, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft u.a. im Hinblick auf das �ffentliche Interesse notwendig ist.
b) In der staatsrechtlichen Beschwerde wird vorgebracht, die Beschwerdef�hrerin habe mit der Einreichung einer Strafanzeige ein h�chstpers�nliches Recht ausge�bt. Wenn dem Obergericht gefolgt w�rde, so h�tte die Abkl�rung der Frage der Bed�rftigkeit zur Folge, dass die Eltern "zwangsl�ufig �ber die Existenz einer Strafanzeige und somit auch �ber die Opferqualit�t ihrer m�ndigen Tochter informiert w�rden", was deren Intimsph�re verletze.
Die Beschwerdef�hrerin wurde durch die von den kantonalen Instanzen verlangten Angaben �ber die finanziellen Verh�ltnisse ihrer Eltern dazu verhalten, diese dar�ber zu informieren, dass sie gegen ihren ehemaligen Freund Strafantrag wegen K�rperverletzung und sexueller Bel�stigung gestellt habe und als Gesch�digte im betreffenden Strafverfahren einen Rechtsbeistand ben�tige. Mit dieser Pflicht zur Information der Eltern �ber einen pers�nlichen Lebenssachverhalt wurde in die Privatsph�re der Beschwerdef�hrerin eingegriffen.
Wie erw�hnt, ist ein solcher Eingriff nur statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist. Diese Voraussetzung war hier erf�llt. Die von der Beschwerdef�hrerin verlangten Angaben waren nach der gesetzlichen Ordnung (� 10 Abs. 5 StPO/ZH), wonach sie �ber ihre finanziellen Verh�ltnisse und allenfalls �ber jene ihrer Eltern Angaben machen musste, im Hinblick auf das von ihr gestellte Gesuch um Beiordnung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin erforderlich. Auch die weiteren Voraussetzungen f�r die Einschr�nkung der Privatsph�re waren im vorliegenden Fall gegeben. Der umstrittene Eingriff diente der Abkl�rung der Frage, ob bei der Beschwerdef�hrerin die Voraussetzungen f�r die Gew�hrung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes erf�llt seien oder nicht. Es liegt im �ffentlichen Interesse, dass nicht jemandem, der verm�gend ist oder dessen unterhaltspflichtige Eltern sich in guten finanziellen Verh�ltnissen befinden, auf Kosten des Staates ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beigeordnet wird. Der Eingriff in die Privatsph�re der Beschwerdef�hrerin war zudem verh�ltnism�ssig und wahrte den Kerngehalt der Verfassungsgarantie. Es mag F�lle geben, wo die Information der Eltern �ber einen Prozess, in welchem das m�ndige Kind einen unentgeltlichen Rechtsbeistand verlangt, einen unzumutbaren Eingriff in die Privatsph�re des Kindes bedeuten kann. Im vorliegenden Fall traf dies nicht zu. Der Entscheid des Obergerichts verletzte somit Art. 13 BV und Art. 8 EMRK nicht.
5.- Im Weiteren macht die Beschwerdef�hrerin geltend, wenn sie ihre Eltern zur Auskunft �ber deren finanzielle Verh�ltnisse anhalten m�sse, damit sie den Nachweis der Bed�rftigkeit erbringen k�nne, habe das zur Folge, dass ihr zugemutet werde, zur Finanzierung eines Anwalts ihre Eltern einzuklagen. "Nebst dem belastenden Strafverfahren h�tte sie einen Zivilprozess �ber die Frage der Zumutbarkeit der Kosten�bernahme der Eltern zu f�hren". Diese Zusatzbelastungsei unzumutbar und widerspreche einer "verfassungskonformen Auslegung des Gesch�digtenschutzes gem�ss Art. 5 OHG".
a) Die Vorschrift von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Hilfe an Opfer von Straftaten vom 4. Oktober 1991 (OHG; SR 312. 5) enth�lt den allgemeinen Grundsatz, dass die Beh�rden die Pers�nlichkeitsrechte des Opfers in allen Abschnitten des Strafverfahrens zu wahren haben. In Art. 5 Abs. 2-5 OHG wird diese Pflicht der Beh�rden n�her umschrieben.
Es handelt sich um den Schutz der Identit�t des Opfers (Art. 5 Abs. 2 OHG), den Ausschluss der �ffentlichkeit, wenn �berwiegende Interessen des Opfers es erfordern (Art. 5 Abs. 3 OHG), die Vermeidung einer Begegnung des Opfers mit dem Beschuldigten, wenn das Opfer dies verlangt (Art. 5 Abs. 4 OHG) sowie um Fragen der Konfrontation zwischen dem Opfer und dem Beschuldigten bei Straftaten gegen die sexuelle Integrit�t (Art. 5 Abs. 5 OHG). Im hier zu beurteilenden Fall steht keiner dieser F�lle zur Diskussion. Die Berufung der Beschwerdef�hrerin auf Art. 5 OHG ist deshalb klarerweise verfehlt.
b) Unbehelflich ist auch die Argumentation der Beschwerdef�hrerin, wenn sie ihre Eltern zur Auskunft �ber deren finanzielle Verh�ltnisse anhalten m�sse, so habe das zur Folge, dass ihr zugemutet werde, zur Finanzierung eines Anwalts ihre Eltern einzuklagen. Es steht dahin, ob den Eltern eine Zahlung zugemutet werden kann und ob sie sich, wenn diese Frage bejaht w�rde, weigern w�rden, f�r die Prozesskosten aufzukommen.
Wie im Fall einer Weigerung sp�ter vorzugehen w�re, h�tte der Richter gegebenenfalls dannzumal zu entscheiden (vgl. das in E. 3e/bb zitierte Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 18. April 1994).
6.- Die Beschwerdef�hrerin hat f�r das bundesgerichtliche Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht. Da die in Art. 152 Abs. 1 und 2 OG genannten Voraussetzungen erf�llt sind, ist dem Gesuch zu entsprechen.
b) Rechtsanw�ltin Carola Gruenberg, Z�rich, wird als amtliche Anw�ltin der Beschwerdef�hrerin bezeichnet und f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'000.-- entsch�digt.
3.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Bezirksgericht Z�rich sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 87
 Art. 87
 Art. 87
 Art. 87
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 Art. 29
 Art. 29
 Art. 4
 Art. 29
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 Art. 29
 Art. 29
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 Art. 276
 Art. 277
 Art. 277
 Art. 276
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 BGE 
 Art. 277
 BGE 
 Art. 277
 Art. 277
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 Art. 277
 Art. 277
 Art. 8
 Art. 277
 Art. 277
 Art. 277
 Art. 277
 Art. 29
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 152