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Timestamp: 2019-05-27 14:12:48+00:00

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Sind die Frauenfiguren Kleists typische Frauen ihrer Zeit? | Diplomarbeiten24.de
Drei ausgewählte Frauenfiguren
2.1. Der Familienbegriff vor
2.2. Der Familienbegriff ab
2.3. Der Familienbegriff in Bezug auf Kleist
3. Die Rolle der Frau um
3.1. Die Geschlechtscharaktere
3.2. Die Bedeutung der Ehe um
3.3. Kleists Frauenbild und seine Erwartungen an die Ehe
4. Die Marquise von O - eine Analyse der Figur Juliettas
5. Der Zweikampf- eine Analyse der Figur Littegardes
6. Amphitryon- eine Analyse der Figur Alkmenes
7.1. Inwiefern ist es wichtig, das Frauenbild dieser Zeit zu kennen, um die Werke richtig verstehen zu können?
7.1.1. Die Marquise von O
7.1.2. Der Zweikampf
7.1.3. Amphitryon
7.2. Sind die analysierten Frauenfiguren typische Frauen ihrer Zeit?
7.2.1. Die Marquise von O
7.2.2. Der Zweikampf
7.2.3. Amphitryon
7.3. Gesamtfazit
Heinrich von Kleist ist einer der wesentlichsten Autoren, die um 1800 geschrieben und gelebt haben. Die Zeit um 1800 war eine Zeit des Wandels und des Umbruchs. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich sowohl der Familienbegriff als auch, davon abhängig, das Frauenbild geändert. Demnach ist es natürlich besonders interessant, die Novellen, Dramen und Erzählungen Kleists auf diesen Aspekt hin zu untersuchen und herauszuarbeiten, wie genau sich der Familienbegriff geändert hat und in was für einer Zeit Kleist aufgewachsen ist, beziehungsweise dann auch, wie sich sein persönliches Frauenbild mit dem allgemeinen typischen Frauenbild dieser Zeit deckt. Denn diese Betrachtungen helfen, seine Werke und die darin vorkommenden weiblichen Charaktere zu verstehen und deren Verhalten und Handeln interpretieren zu können daran anschließend dann auch angemessen beurteilen zu können. Deshalb sollen im Folgenden nun drei Werke Kleists analysiert werden, wobei der Schwerpunkt dabei natürlich auf der jeweiligen weiblichen Hauptfigur liegt.
Die drei zu untersuchenden Werke, Die Marquise von O…., der Zweikampf und Amphitryon, haben von ihrer Grundstruktur gewisse Gemeinsamkeiten, weshalb sie sich sehr gut eignen, um die Bandbreite der Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen aufzuzeigen, die Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts zugeschrieben und zugestanden wurden. Die weiblichen Hauptfiguren der drei ausgewählten Werke geraten auf Grund eines sexuellen Fehltritts, sei er bewusst oder unbewusst, wirklich passiert oder nur scheinbar angenommen, von langer Hand geplant oder ganz spontan, in eine Notlage, die ihr Leben verändert und sie selbst in arge Bedrängnis bringt. Ein zweites Merkmal, das Julietta, Littegarde und Alkmene verbindet, ist ihre Schuldlosigkeit. Sie tragen alle drei keine Schuld an dem entstandenen Unglück und dieses kommt für sie plötzlich und unerwartet. Sie haben sich in ihrer Vergangenheit keine moralischen Verfehlungen erlaubt, sondern haben im Gegenteil ein tugendhaftes, vorbildliches Leben geführt. Doch nun werden sie von ihrem scheinbaren Lebensretter, ihrem um ihre Gunst buhlenden Verehrer oder sogar Gott selbst so getäuscht, dass in ihrem Leben nichts mehr so ist, wie davor. Die Schicksale dieser Charaktere weisen gewisse Parallelen auf, die es möglich machen, die Frauenfiguren miteinander zu vergleichen, um so schließlich eine Aussage über das Frauenbild Kleists treffen zu können.
Um nun einen adäquaten Eindruck der damaligen Zeit bekommen zu können, wird im Folgenden nun der Familienbegriff vor und nach 1800 behandelt und daran anknüpfend der Familienbegriff in Bezug auf Kleist. Nach einer ausführlichen Beschreibung des Frauenbildes, der Ehe und Kleists persönlichem Frauenbild folgt die eingehende Analyse der einzelnen Figuren: Julietta, Littegarde und Alkmene. Abschließend sollen noch einmal die Fragen aufgegriffen werden, weshalb es wichtig ist, das Frauenbild der Zeit zu kennen, um die Werke zu verstehen und welche der untersuchten Frauenfiguren denn jetzt dem Ideal der Zeit entspricht.
2.1. Der Familienbegriff vor 1800
Um diesen Familienbegriff umfassend charakterisieren zu können, wird im Folgenden eine Musterfamilie des 18. Jahrhunderts dargestellt. Jedes Familienmitglied wird mit prototypischen Eigenschaften belegt, die vor 1800 als das Ideal galten.
Vor 1800 war die Familie auf den Vater als Mittelpunkt und Hauptfigur zentriert. Der Haus- Herr oder Haus- Vater galt als der Fürst oder König an seinem Hof und hatte als ‚pater familias‘ die Oberhand über diesen und das Recht, der Familie und dem Hauswesen vorzustehen.[1] Seine Aufgabenfelder waren klar abgesteckt: er verteilte die häuslichen Pflichten, beaufsichtigte deren Erledigung und half nach, wenn es Probleme gab. Er hatte alle nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um seine Plichten vortrefflich erfüllen zu können und seine Rolle als Vorstand der Familie adäquat ausfüllen zu können. Alles in allem übertraf er seine gesamte Hausgemeinschaft an „Pflichteifer und unzuermüdender Geschäftigkeit“[2] und war ein „Muster jeder männlichen Tugend“[3].
Die Haus- Herrin hingegen hatte die Aufgabe die häuslichen Geschäfte zu leiten sowie das Hauspersonal zu beaufsichtigen und die Kinder zu erziehen. Wie der Haus- Herr für die männlichen Familienmitglieder als vortreffliches Vorbild angesehen wurde, so war es die Haus- Herrin für die Weiblichen. Auch sie war ein „Muster jeder weiblichen Tugend“[4]. Doch obwohl diese parallele Beschreibung den Anschein erweckt, dass die Position der Haus- Herrin der des Haus- Herrn gleichgestellt war, war das keineswegs der Fall. Der Haus- Vater war ganz klar das Haupt der Familie. Er hatte diese schließlich gegründet, während die Frau nur das Werkzeug war, durch das er die Familie gegründet hat.[5] Von dem Haus- Herrn ging alle Entscheidungsgewalt aus und er übertrug die Verantwortung in ausgewählten Bereichen dann seiner Frau. Er war derjenige, der durch seinen Verdienst die Existenz der Familie sicherte und sich deshalb souverän und gelassen auch in Kreisen außerhalb seiner vier Wände bewegte. Seine Lebenssphäre war hauptsächlich außerhalb des Hauses, während die der Haus- Frau im Inneren des Hauses war.
Die Eheleute heirateten damals nicht aus Liebe, sondern meist um Beziehungen zwischen verschiedenen Familien aufzubauen oder zu festigen. Einfluss auf die Wahl des Ehepartners nahmen „Name, Titel, Geld, Besitz und sogar zukünftige Erbschaften.“[6] Das Band, das die Eheleute verband, war demnach die Freundschaft und die gemeinsame Sorge um das Wohlergehen ihrer Lebensgemeinschaft,[7] insbesondere ihrer Kinder.
Im Säuglingsalter hatten die Kinder aber erst einmal wenig Kontakt zu ihren Eltern. Erfahrungsgemäß holten sich die Familien der Oberschicht oft eine Amme ins Haus, die das Baby stillen sollte. Teilweise gaben die Eltern ihr Neugeborenes auch zu einer Kinderfrau außer Haus, damit diese sich um den Nachwuchs kümmern konnte, obwohl die Eltern damit ein hohes Risiko eingingen. Denn dadurch, dass die Ammen die Säuglinge zum Teil nicht mit Milch, sondern mit Getreidebrei, der für Magen- Darm- Beschwerden sorgte, aufzogen, setzte bei den Kleinkindern eine hohe Kindersterblichkeit ein.[8] Wenn die Kinder dann älter wurden, unterstützen sie ihre Eltern, wo immer sie konnten. Die Töchter gingen ihren Müttern im Haushalt zur Hand, die Söhne ihren Vätern im elterlichen Betrieb. Gegenüber seinen Eltern legte der Nachwuchs stets bedingungslosen Gehorsam, Loyalität und Bescheidenheit an den Tag. Diese Unterordnung unter die elterliche Fügungsgewalt ging so weit, dass sie diese bis ins Erwachsenenalter hinein anerkannten und so ihre Eltern auch bei der Partner- und Berufswahl um Rat fragten.[9] Insgesamt war die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern weder von besonders inniger Liebe noch von besonderer Fürsorge geprägt. Vielmehr war der Nachwuchs ein Mittel zum Zweck, damit später einmal die Pflege der Eltern und die Bewirtschaftung der Güter gesichert waren.
Der Familienbegriff wurde sehr weit gefasst. Neben Mutter, Vater und Kindern zählten auch die Knechte, Mägde und das Hausgesinde zur Familie.[10] Das Hauspersonal gehorchte der Herrschaft auf das Wort und zeigte ihnen gegenüber Respekt und Treue. Sie waren ehrlich und „br[achten] nicht nur die Herrschaft um nichts, sondern l[ießen] sie auch mit ihrem Wissen um nichts bringen.“[11]
Mit der im 18. Jahrhundert einsetzenden Industrialisierung veränderte sich die Familie. Warum das so war, ist eine bisher nicht ausreichend geklärte Frage. Fest steht aber, dass sich der Familienbegriff und die familiären Beziehungen gewandelt haben. Im folgenden Kapitel soll nun genauer analysiert werden, worin diese Veränderung bestand.
2.2. Der Familienbegriff ab 1800
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Familie von der Lebensgemeinschaft zur Konsumtionsgemeinschaft. In der Familie als Konsumtionsgemeinschaft geht der Mann einer außerhäuslichen Beschäftigung nach, während „die Frau (…) die Gestaltung des Konsums [bestimmt] und (…) die private Reproduktionsarbeit [leistet].“[12] Durch die Industrialisierung musste die Arbeit und die Arbeitsteilung reorganisiert werden. Die Familie leitete selten einen eigenen Betrieb, für dessen Erfolg die ganze Familie zusammen arbeiten musste, sondern es wurde in immer mehr Familien zur Regel, dass der Vater einer außerhäuslichen Arbeit nachging, während die Mutter für die Erziehung und Versorgung des Nachwuchses zuständig war. Diese grundlegende Veränderung zog auch noch weitere Neuerungen und Umwälzungen innerhalb der Familie nach sich.
Der Familienbegriff reduzierte sich allmählich auf den der Kleinfamilie, bestehend aus Mutter, Vater und Kindern. Diese Familie wurde nun immer mehr von den außerhäuslichen Lebensbereichen, wie denen des Erwerbs oder des Berufs, oder generell von Eingriffen von außen abgegrenzt und abgeschottet.[13] Es gab also eine ganz klare Trennung zwischen der Familie als privater Sphäre und den anderen Lebensbereichen in der Öffentlichkeit.
Das Verhältnis der Familienmitglieder untereinander wurde gefühlsbetonter und intensiver, es entstand eine „Emotionalisierung und Intimisierung der Beziehungen“[14]. Dies äußerte sich auf mehreren Ebenen. Zum einen wurde eine Ehe ohne Liebe undenkbar und eine Hochzeit nur um des gesellschaftlichen Status willen war kaum mehr üblich. Die Liebe wurde nun zum ehestiftenden Motiv. Allerdings war die Grundlage dieser Liebesehe eine vernünftige Liebe also „die Liebe zu einem Menschen, an dem man Vollkommenheit erkannt hat oder erkannt zu haben glaubt.“[15] Die Vernunft und die Rationalität waren demnach immer noch das Fundament einer Ehe, allerdings in weniger starkem Maß als vorher. Einhergehend mit der Liebesheirat wandelte sich auch die Rollenverteilung zwischen Ehemann und Ehefrau. Die Ehe wurde immer mehr zu einer „Gefühls- und geistige[n] Gemeinschaft, “[16] die Partner wurden einander immer ebenbürtiger. Zum anderen wurde das Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern gefühlsbetonter. Die Eltern fühlten sich mehr und mehr verantwortlich für ihre Kinder und die Mütter der Oberschicht kümmerten sich nun auch im Säuglingsalter zunehmend selbst um die Erziehung ihrer Kleinkinder. „Das Leben des Kindes w[urde] zunehmend sakralisiert; am Ende des 19. Jahrhunderts ist das Kind unersetzlich geworden.“[17] Die Mutter nahm eine zentrale Rolle in dem Familiengefüge ein. Sie war der „affektive(…) Knotenpunkt“[18] und ihre Liebe zu ihren Kindern und ihrem Mann war die Grundlage für eine glückliche Familie. Denn nur einer liebenden Frau ist es möglich, eine liebende Familie zu erschaffen. Die veränderte Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Nachwuchs ist eines der bedeutendsten Charakteristika für die moderne Familie. Zwischen dem Baby und seiner Mama entstand ein Netz großer Gefühle, das auch die restliche Familie immer mehr einhüllte. Die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern waren also geprägt von einer großen emotionalen und intimen Nähe und als Familienideal galt die Familie, die zu einer „Insel der Intimität“[19] wurde.
Entscheidend für diese Entwicklung ist wahrscheinlich auch die Tatsache, dass sich das Verständnis von Kindheit grundlegend geändert hat. Zuvor „war die Kindheit (…) auf die kurze Phase beschränkt, in der das Kind physisch nicht ohne fremde Hilfe existieren konnte“[20]. Dank zahlreicher Pädagogen, Moralisten und Theologen wurde die Kindheit jetzt als ein Lebensalter anerkannt, das sich von dem Erwachsenendasein grundsätzlich unterscheidet. Das Kind gilt als ein „unbeschriebenes Blatt (…), auf das vorsichtig und mit Überlegung die ersten Zeichen gesetzt werden müssen. Das Kind ist ungebildet, aber bildungsfähig“[21] und die Kindheit ist somit eine Zeit der Formung. Denn in dieser Zeit wird der Grundstein für alle späteren geistigen und moralischen Haltungen, Entscheidungen und Verhaltensweisen gelegt.
Insgesamt betrachtet war das ausgehende 18. Jahrhundert, was die Familienstruktur und die Familienverhältnisse betrifft, eine „Umbruchsituation (…), in der sich Neues ankündigte, aber nur zögernd durchsetzen konnte.“[22] Es gab viele neue Ansätze und Entwicklungen, die sich, wie gezeigt wurde, sehr deutlich von den Auffassungen der vorrevolutionären Zeit unterschieden. Nach und nach wurden diese von einer immer breiter werdenden Öffentlichkeit akzeptiert und wurden somit zur Norm innerhalb der Gesellschaft.
Um nun allerdings verstehen zu können, wie und in welchem Maße diese Veränderungen der Gesellschaft Einfluss auf Kleists Schaffen hatten, ist es nötig, seine Familienstruktur genauer zu untersuchen, was im Folgenden nun passieren wird.
Kleist kam aus einem der ältesten Adelsgeschlechter mit slawischem Ursprung. Er ist am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Sein Vater heiratete zweimal innerhalb kurzer Zeit. Das lässt darauf schließen, dass für diesen keine romantischen Gefühle, sondern „pragmatische Überlegungen im Mittelpunkt der Beziehungen standen, wie es der älteren Auffassung von Liebe und Ehe entspricht.“[23] Kleist und seine Geschwister wurden von einer Amme gestillt und von Gouvernanten erzogen. Obwohl sich der Familienbegriff und die familialen Beziehungen zu dieser Zeit schon zu wandeln begannen, ist Kleist in einer Familie aufgewachsen, die noch dem älteren Familienmodell entsprach. Kleist wurde also in einer patriarchalisch organisierten und auf den Vater zentrierten Familie groß, was in einigen seiner Werke, zum Beispiel auch in der Marquise von O… und dem Zweikampf, zum Ausdruck kommt. Dies kann nun entweder unbeabsichtigt sein, und allein dadurch, weil er von dieser Familienkonstellation geprägt wurde, unbewusst in seinem Werk Einzug gehalten haben, andererseits ist es aber durchaus auch vorstellbar, dass Kleist seine Marquise und teilweise auch das Fräulein Littegarde absichtlich und bewusst in einer vom Vater determinierten Familie aufwachsen und leben lässt, da er dieses Familienmodell als gut und richtig empfunden hat und dies auch weitergeben möchte. Wahrscheinlich ist Letzteres der Fall. Kleist lässt, wie in Kapitel 3.3. ausführlich beschrieben, in seinen Briefen an seine Verlobte Wilhelmine durchblicken, dass er von einer Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nicht überzeugt ist, was eindeutig darauf hinweist, dass er das neu entstandene Familienbild nicht allzu sehr schätzt, und für ihn die patriarchalisch organisierte Familie das Idealbild ist.
Nachdem nun der Wandel der Familienstruktur und auch Kleists persönliche Sicht zu dieser Thematik ausführlich dargelegt worden ist, folgt die Analyse des Frauenbildes, das um 1800 vorherrscht, um so Kleists Frauenfiguren und deren Verhalten adäquat interpretieren zu können.
Der heute nicht mehr gebräuchliche Begriff Geschlechtscharakter wurde im 19. Jahrhundert dazu verwendet, die „mit den physiologisch korrespondierend gedachten psychologischen Geschlechtsmerkmale zu bezeichnen. Ihrem Anspruch nach sollten Aussagen über die Geschlechtscharaktere die Natur bzw. das Wesen von Mann und Frau erfassen.“[24] Den Männern und Frauen wurden also verschiedene Charakteristika zugewiesen, die sie auf Grund ihrer biologischen, physiologischen und natürlichen Veranlagung auszubilden hatten und die für das jeweilige Geschlecht dann als ideal galten. In dem folgenden Lexikoneintrag von 1904 wird deutlich, welche Tugenden dem jeweiligen Geschlecht zugeordnet wurden:
„In der Form des Mannes [offenbart sich] mehr die Kraft, in der Form des Weibes mehr die Idee der Schönheit. Der Geist des Mannes ist mehr schaffend, mehr aus sich heraus in das Weite hineinwirkend, zu Anstrengungen, zur Verarbeitung abstracter Gegenstände, zu weitaussehenden Plänen geneigter; unter den Leidenschaften und Affecten gehören die raschen, ausbrechenden dem Manne, die langsamen, heimlich in sich selbst gekehrten dem Weibe an. Aus dem Manne stürmt die laute Begierde; in dem Weibe siedelt sich die stille Sehnsucht an. Das Weib ist auf einen kleinen Kreis beschränkt, den es aber klarer überschaut: es hat mehr Geduld und Ausdauer in kleinen Arbeiten. Der Mann muß erwerben, das Weib sucht zu erhalten; der Mann mit Gewalt, das Weib mit Güte oder List. Jener gehört dem geräuschvollen, öffentlichen Leben an, diese dem stillen, häuslichen Cirkel. Der Mann arbeitet im Schweiße seines Angesichtes und bedarf erschöpft der tiefen Ruhe; das Weib ist geschäftig immerdar, in nimmer ruhender Betriebsamkeit. Der Mann stemmt sich dem Schicksal selbst entgegen, und trotzt schon zu Boden liegend noch der Gewalt; willig beugt das Weib sein Haupt und findet Trost und Hilfe noch in seinen Tränen.“[25]
Die Frau wird als Gattungswesen definiert. Als zentrale Eigenschaften werden ihr die Passivität, die Abhängigkeit und die Emotionalität zugeschrieben. Der Mann hingegen wird als gesellschaftlich- kulturelles Wesen definiert. Das heißt, der Mann kann sich in der Gesellschaft behaupten und hat das Recht sowohl selbst am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen als auch seine Familie innerhalb der Gesellschaft zu vertreten und zu repräsentieren. Als besonders wichtige Merkmale werden ihm die Aktivität, die Selbstständigkeit und die Rationalität zugeschrieben. Er handelt selbstbewusst, vernünftig und überlegt, verfügt über ein gutes Urteilsvermögen und ist voller Energie und Willenskraft. Die Frau hingegen ist bescheiden, empfindsam und schamhaft, sie strahlt Sympathie aus und ist liebenswürdig und taktvoll.
Bei der Betrachtung der Rollenverteilung ist es allerdings wichtig, die unterschiedlichen Stände gegeneinander abzugrenzen. Allen Ständen gemeinsam war die Stellung der Frau als Ehefrau, Hausfrau und Mutter. Aber während die Frauen des Bürgertums zusätzlich noch mit für den finanziellen Unterhalt sorgen mussten, hatten die adligen Damen Muße sich mit unterhaltsameren Dingen zu beschäftigen, was zu damaliger Zeit musisch- künstlerische Zeitvertreibe, wie Singen, Sticken und Klavierspielen, die Beschäftigung mit Mythologie und Geographie, sowie das Lesen und Schreiben auf Deutsch und Französisch implizierte.
Doch die unterschiedlichen Qualitäten, die laut den Geschlechtscharakteren ausgebildet werden sollten, divergieren noch stärker. Während der Mann das Recht hat „sich den Geschlechtstrieb [zu] [zu]gestehen und die Befriedigung desselben [zu] suchen“[26] ohne, dass er dadurch seine Würde verliert, ist die Erfüllung dieses Triebes für die Frau nicht möglich. Da aber auch für die Frau ein Leben ohne Triebe nicht denkbar ist, folgt sie dem Begehren, ihren Mann zu befriedigen und gibt sich damit dem Naturtrieb der Liebe hin. „Liebe also ist die Gestalt, unter welcher der Geschlechtstrieb im Weibe sich zeigt.“[27] Der Mann hingegen trägt den Naturtrieb der Liebe ursprünglich nicht in sich, sondern dieser entwickelt sich bei ihm „erst durch Verbindung mit einem liebenden Weibe.“[28] Mit dieser Verbindung war meist die Heirat gemeint.
Allerdings „ist das Wesen von Mann und Frau so konzipiert, daß nur beide zusammen die Summe aller menschlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu realisieren vermögen. Mann und Frau sind nach Natur und Bestimmung auf Ergänzung angelegt und demgemäß ist es einem einzelnen Menschen unmöglich, sich zur harmonisierenden Persönlichkeit zu entwickeln.“[29]
Es ist also von der Natur vorgegeben und gewollt, dass Mann und Frau sich zusammentun und heiraten, um so zu einer perfekt funktionierenden Einheit zu werden, innerhalb der sich ihre Schwächen und Stärken ausgleichen oder egalisieren. Deshalb soll im folgenden Unterkapitel die Bedeutung der Ehe um 1800 nun genauer betrachtet werden.
3.2. Die Bedeutung der Ehe um 1800
Weibliche Liebe und männlicher Geschlechtstrieb sind eins mit der Ehe.
„Die Ehe ist eine durch den Geschlechtstrieb begründete vollkommene Vereinigung zweier Personen beiderlei Geschlechts, die ihr eigener Zweck ist. (…) Das eheliche Verhältnis ist die eigentlichste, von der Natur geforderte Weise des erwachsenen Menschen von beiden Geschlechtern, zu existieren. In diesem Verhältnisse erst entwickeln sich alle seine Anlagen.“[30]
Der Mensch kann also erst in einer Ehe alle seine Eigenschaften frei entfalten und seine Persönlichkeit vollständig entwickeln. Damit kommt dem Bund des Lebens ein immens hoher Stellenwert zu.
Was der Sinn einer Eheschließung ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Während im Allgemeinen Landrecht für Preußische Staaten der Standpunkt: „Der Hauptzweck der Ehe ist die Erzeugung und Erziehung der Kinder“[31] vertreten wird, hat Fichte eine ganz andere Meinung in Bezug auf den Zweck der Ehe. Für ihn hat die Ehe „keinen Zweck außer ihr selbst; sie ist ihr eigener Zweck.“[32] Der Fortpflanzungszweck, der durch den Geschlechtstrieb bedingt wird, kann „ganz wegfallen und dennoch die eheliche Verbindung in ihrer ganzen Innigkeit fortdauern.“[33]
Nach dem Allgemeinen Landrecht für Preußische Staaten gehört der Geschlechtsverkehr untrennbar zu einer Ehe dazu. Fichte stimmt dieser Aussage zu: „Der Beischlaf ist die eigentliche Vollziehung der Ehe“[34] und „wo er nicht geschehen ist, da kann jede Verbindung, nur nicht eine wahre Ehe stattfinden.“[35] Wenn sich die Frau allerdings dem Mann ohne vorherige Heirat hingibt, ist damit die Ehe vollzogen und der Mann muss, notfalls vom Staat, dazu aufgefordert werden, den Bund des Lebens einzugehen. Er wird aber nicht dazu gezwungen, denn mit seiner Bereitschaft zum Beischlaf ist er bereits die eheliche Verbindung eingegangen.[36]
Für die breite Mehrheit war der voreheliche Geschlechtsverkehr oder eine uneheliche Schwangerschaft allerdings ein Tabu. Zu damaliger Zeit wurde dies als Fehltritt angesehen und hatte für die Frau ein Herabsinken des öffentlichen Ansehens, Rechtlosigkeit und Existenzbedrohung zur Folge. Bei einer Vergewaltigung sah das Allgemeine Landrecht für Preußische Staaten vor, dass der Vergewaltiger sein Opfer heiratet oder ihr zumindest eine finanzielle Wiedergutmachung zukommen lässt:
„Ist ein Beyschlaf durch Nothzucht in gesetzlichem Verstande bewerkstelligt worden: so muß er Verführer der Geschwächten alles das leisten, wozu er in dem Falle einer unter dem Versprechen der Ehe erfolgten Schwängerung verpflichtet seyn würde. Kann oder will die Geschwächte die Ehe mit ihm nicht vollziehen oder fortsetzen: so ist die Ehescheidungsstrafe, nach dem höchsten Satze, zu fordern berechtigt.“[37]
Sobald die Frau verheiratet war, stand sie unter der Gewalt ihres Mannes. Solange sie noch jungfräulich war, führte ihr Vater das Regiment, doch mit dem Eintritt in den Ehebund übernahm der Ehemann ihre Vormundschaft in jeglichen rechtlichen und staatlichen Angelegenheiten. Ihm fiel das „Verfügungsrecht über ihre Person und ihr Vermögen zu“[38] und er vertrat sie in ihrem öffentlichen Leben, so dass die Ehegattin sich ganz ihren häuslichen, von ihrem Geschlechtscharakter determinierten Pflichten und Aufgaben widmen konnte.
Nachdem nun das allgemeine Frauenbild im 19. Jahrhundert sowie die Bedeutung der Ehe dargelegt wurden, wird im nächsten Unterkapitel analysiert, welches Frauenbild Kleist persönlich hat und wie er zur Ehe steht.
Kleist selbst war nie verheiratet. Er verlobte sich 1800 mit Wilhelmine von Zenge, löste diese Verlobung allerdings 1802 schon wieder auf. In dieser kurzen Zeit haben sich die beiden jedoch kaum gesehen, weil Kleist nach der Beendigung seines Studiums von Frankfurt an der Oder nach Berlin umgezogen ist. Die Kommunikation des verbundenen Paares wurde durch rege Briefwechsel aufrechterhalten. Doch auch als Kleist wieder in die Nähe seiner Verlobten gezogen war, brach der Schriftverkehr der Beiden nicht ab.
In seinen Briefen schlüpft Kleist in die Rolle des Erziehers und versucht Wilhelmine seine Bildungsvorstellungen nahe zu bringen. Er gibt ihr Denkübungen und möchte, dass sie sich weiterbildet, indem er „seine Schülerin anweist, seine Instruktionen und Lektionen zu lernen.“[39] Er gibt ihr auch ganz klar zu verstehen, wie wichtig es für ihn ist, dass sie sich bildet:
„Ja, Wilhelmine, wenn Du mir könntest die Freude machen, immer fortzuschreiten in Deiner Bildung mit Geist und Herz, wenn Du es mir gelingen lassen könntest, mir an Dir eine Gattin zu formen, wie ich sie für mich, eine Mutter, wie ich sie mir für meine Kinder wünsche, erleuchtet, aufgeklärt, vorurteillos, immer der Vernunft gehorchend, gern dem Herzen sich hingebend – dann, ja dann könntest du mir für eine Tat lohnen, für eine Tat - “[40].
Obwohl Kleists Frauenbild dem von Johann Gottlieb Fichte sehr ähnlich ist, ist ihm die Bildung der Frau enorm wichtig, was zu dieser Zeit ein sehr fortschrittliches und aufgeklärtes Gedankengut ist. Dennoch sah auch er die Frau in der Rolle der Mutter und Hausfrau, die sich nur deshalb bilden soll, um ihrer von der Natur zugewiesenen Rolle bewusst werden zu können und die gemeinsamen Kinder mit größter Sorgfalt erziehen zu können. Der Sinn der Bildung bei Frauen ist es „vernünftig über die Bestimmung des irdischen Lebens nachdenken zu können.“[41]
Dass Frau und Mann für ihn aber keineswegs gleichberechtigt sind, wird in dem folgenden Abschnitt deutlich:
„Der Mann ist nicht bloß der Mann seiner Frau, er ist auch ein Bürger des Staates; die Frau hingegen ist nichts als die Frau ihres Mannes; der Mann hat nicht bloß Verpflichtungen gegen seine Frau, er hat auch Verpflichtungen gegen sein Vaterland; die Frau hingegen hat keine andern Verpflichtungen als Verpflichtungen gegen ihren Mann; das Glück des Weibes ist zwar ein unerlaßlicher, aber nicht der einzige Gegenstand des Mannes, ihm liegt auch das Glück seiner Landsleute am Herzen; das Glück des Mannes hingegen ist der einzige Gegenstand der Frau; (…) das Glück des Mannes [ist] eigentlich der Hauptgegenstand des Bestrebens beider Eheleute.“[42]
Wichtig für Kleist ist, dass die Frau mit ihrer ganzen Seele dem Mann tätig ist und sein Glück der einzige Gegenstand ihrer Sorge ist. Demnach ist sein Frauenbild ein durchaus Zeitgemäßes, das allerdings von untypisch emanzipatorischen Einschüben durchzogen ist.
Seine Erwartungen an die Ehe entsprechen weitestgehend denen des Allgemeinen Landrechts für Preußische Staaten: Der Zeugung und Erziehung von Kindern um den Erhalt des Staates zu sichern. Auch in seinem Denken über vorehelichen Geschlechtsverkehr und außereheliche Schwangerschaften schloss er sich, im Gegensatz zu Fichte, den Empfindungen der öffentlichen Mehrheit an.
Die möglichen Erklärungen, warum Kleist selbst nie geheiratet hat, sind weitreichend. Während einige der Meinung sind, er habe unter einer psychischen Impotenz gelitten, vertreten andere den Standpunkt, er sei bisexuell gewesen. Unabhängig davon, welche dieser Begründungen plausibler ist, wird deutlich, dass Kleist seinen eigenen Erwartungen an die Ehe wohl nicht gerecht werden konnte, was vermutlich der Grund ist, warum er den Ehebund nie eingegangen ist.
Nachdem er seine Verlobung mit Wilhelmine von Zenge aufgelöst hatte, ist er auch nur noch Verbindungen mit Frauen eingegangen, die für ihn sexuell tabu waren, wie seiner Halbschwester Ulrike oder seiner Cousine Marie von Kleist.[43]
4. Die Marquise von O… - eine Analyse der Figur Juliettas
Die Novelle um die Marquise von O… handelt von einer jungen Frau, die von einem russischen Soldaten vergewaltigt wird. Da sie sich selbst an dieses Gewaltverbrechen nicht erinnern kann, ist ihr unklar, wie sie ohne ihr Wissen in andere Umstände geraten konnte und macht sich auf die Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes.
Zu Beginn des Werks entspricht die Marquise durchaus dem typischen Idealbild einer Frau zu ihrer Zeit. Sie kehrt nach dem Tod ihres Mannes, dem Marquis von O…, „dem sie auf das innigste und zärtlichste zugetan war“[44] auf den Wunsch ihrer würdigen Mutter in ihr Elternhaus zurück.
In der damaligen Gesellschaft war es für eine Witwe üblich, nach dem Tod des Ehegatten zu ihren Eltern zurückzugehen, womit der Vater automatisch wieder die rechtliche und finanzielle Vormundschaft übernahm. Auch wenn Julietta - „im Gegensatz zu ihren verheirateten Geschlechtsgenossinnen - nicht unbedingt auf einen männlichen Beistand angewiesen [war]“[45], da sie finanziell abgesichert war, hat sie ihren Witwenstand aufgegeben. Denn solange sie alleine lebte, war sie in höchstem Maße verletzbar, weil sie dadurch ihre Selbstständigkeit gegen den Schutz eines männlichen Familienoberhaupts eintauschte.[46]
Demnach verfällt sie, obwohl sie in der Zwischenzeit selbst Mutter zweier Töchter ist, wieder in die Rolle der Tochter. Sie ist psychisch von ihren Eltern abhängig und lebt in größtem Kontakt mit diesen, was daran deutlich wird, dass sie sich sehr stark von diesen bevormunden lässt. Sie nimmt die Rolle der fürsorglichen, liebevollen Tochter ein. Ihre Zeit verbringt sie mit „Kunst, Lektüre, (…) [Kinder]erziehung und ihrer Eltern Pflege.“[47] Mit ihrer Rückkehr und ihrer Wiedereingliederung in die sozialen Hierarchien ihrer Familie ist die alte Ordnung der Dinge, die ihr Vaterhaus repräsentiert, wieder hergestellt[48].
Doch schon nach kurzer Zeit gerät diese Weltordnung ins Wanken. Die elterliche Zitadelle wird von den russischen Truppen bombardiert und die Familie wird aufgefordert sich zu ergeben. „Der Obrist erklärte gegen seine Familie, dass er sich nunmehr verhalten würde, als ob sie nicht vorhanden wäre; und antwortete mit Kugeln und Granaten.“[49] Inmitten dieses Durcheinanders bringt „ein Trupp feindlicher Scharfschützen“[50] die Marquise, die schutzlos und ohne männliche Obhut ist, in einen
[1] Vergleiche: Zedler , Johann Heinrich: Grosses Vollständiges Universal- Lexikon Band 9 (1735), Nachdruck: Graz 1961. Seite 205 f.
[2] Sintenis, Christian Friedrich: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten, in: Das grössere Buch für Familien Band 2 (1804/ 1807). Seite 94.
[3] Sintenis: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten. Seite 94.
[4] Sintenis: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten. Seite 95.
[5] Vergleiche: Sintenis: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten. Seite 143.
[6] Schmaußler, Beatrix: Blaustrumpf und Kurtisane. Bilder der Frau im 19. Jahrhundert. Stuttgart 1991. Seite 75.
[7] Die Familie wurde als Lebensgemeinschaft definiert.
[8] Vergleiche: Planert, Ute: Familie im Wandel. Mythos Familie. In: Spiegel Special Band 4 (2007). Seiten 98 – 102. Hier: Seite 102.
[9] Vergleiche: Sintenis: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten. Seite 101 f.
[10] Obwohl der Familienbegriff die ganze familiale Lebensgemeinschaft einschloss, wurden auch kinderlose Ehepaare und verwitwete Ehegatten als Familie bezeichnet.
[11] Sintenis: Der Mensch im Umkreis seiner Pflichten. Seite 108.
[12] Anker- Mader, Eva – Maria: Kleists Familienmodelle. Im Spannungsfeld zwischen Krise und Persistenz. Dissertation. München 1992. Seite 8.
[13] Vergleiche: Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main 1982. Seite 251.
[14] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 7.
[15] Gaus, Marianne: Das Idealbild der Familie in den moralischen Wochenschriften und seine Auswirkungen auf die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts. Rostock 1936. Seite 33.
[16] Rosenbaum: Formen der Familie. Seite 265.
[17] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 7.
[18] Vogel, Anke: Unordentliche Familien. Über einige Dramen Kleists. Heilbronn 1996. Seite 34.
[19] Schenk, Herrad: Freie Liebe, wilde Ehe. Über die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe. München 1995. Seite 37.
[20] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 8.
[21] Rosenbaum: Formen der Familie. Seite 269.
[22] Rosenbaum: Formen der Familie. Seite 252.
[23] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 15.
[24] Hausen, Karin: Die Polarisierung der Geschlechtscharaktere. Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In: Werner Conze (Herausgeber): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit. Stuttgart 1976. Seite 363.
[25] Meyer, Joseph: Das große Conversationslexikon. Band 7 (1904). Seite 685.
[26] Fichte, Johann Gottlieb: Grundlagen des Naturrechts nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre. Berlin 1796. § 3, Seite 303.
[27] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 304.
[28] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 304.
[29] Hausen: Die Polarisierung der Geschlechtscharaktere. Seite 377.
[30] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 309 f.
[31] Hattenhauer, Hans (Herausgeber): Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794. Band II 1 (1970). § 1, Seite 345.
[32] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 310.
[33] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 304.
[34] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 319 f.
[35] Fichte: Grundlagen des Naturrechts. § 3, Seite 304.
[36] Vergleiche: Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 24.
[37] Hattenhauer: Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten. § 1127 f., Seite 382.
[38] Schmaußler: Blaustrumpf und Kurtisane. Seite 35.
[39] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 18.
[40] Sembdner, Helmut (Herausgeber): Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Band 2 (1994). Seite 564 f.
[41] Sembdner: Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Seite 565.
[42] Sembdner: Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Seite 507 f.
[43] Anker- Mader: Kleists Familienmodelle. Seite 26.
[44] Zitiert nach: Kleist, Heinrich von: Die Marquise von O…. Stuttgart 2004. Seite 2, Zeile 16.
[45] Künzel, Christine: Vergewaltigungslektüren. Zur Codierung sexueller Gewalt in Literatur und Recht. Frankfurt am Main 2003. S.37.
[46] Vergleiche: Künzel: Vergewaltigungslektüren. S.38.
[47] Kleist: Die Marquise von O…. Seite 3, Zeile 23 f.
[48] Vergleiche: Pfeiffer, Joachim: Die wiedergefundene Ordnung. Literaturpsychologische Anmerkungen zu Kleists „Marquise von O…“. In: Dirk Grathoff (Herausgeber): Heinrich von Kleist. Studien zu Werk und Wirkung. Opladen 1988. Seiten 230 – 247. Hier: Seite 235.
[49] Kleist: Die Marquise von O…. Seite 4, Zeile 3 ff.
[50] Kleist: Die Marquise von O…. Seite 4, Zeile 25 f.
V437048
9783668783942
9783668783959
Heinrich von Kleist Frauenfigur Frauenbild Alkemene Marquise von O... Littegarde Der Zweikampf Amphitryon Vergleich
Christina Kienlen (Autor), 2014, Sind die Frauenfiguren Kleists typische Frauen ihrer Zeit?, München, GRIN Verlag, https://www.diplomarbeiten24.de/document/437048

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 § 1127