Source: http://zwangsbejagung-ade.de/printable/index.php
Timestamp: 2017-05-27 06:03:52+00:00

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Tierfreunde müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger duldenSind auch Sie Eigentümer eines Grundstückes, das gegen Ihren Willen bejagt wird? Sie können davon ausgehen, dass die Jagd auf Ihrem Grund und Boden ausgeübt wird, sofern Ihre Wiese, Ihr Feld oder Waldgrundstück außerhalb der Ortschaft liegen und nicht befriedet sind. Sie sind dann zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft und müssen dulden, dass bewaffnete Jäger Ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten und Wildtiere sowie Katzen und Hunde töten. Zwangsbejagung verstößt gegen Menschenrechte
All dies müssen Sie nicht mehr länger dulden: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. Lesen Sie das Urteil in deutscher Übersetzung Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten. Sie können bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird. Hier finden Sie alle Informationen
Von Bayern bis Schleswig-Holstein: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke!In Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet. Seit 2014 sind in Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. Seit 1.4.2015 ist das erste Grundstück in Sachsen-Anhalt und das erste Grundstück in Hessen jagdrechtlich friedet, auch weitere Grundstücke in Niedersachsen und Bayern sind seit 2015 offiziell jagdfrei. In Rheinland-Pfalz ist ab 1.4.2015 ein ganzes Bio-Weingut von den Behörden befriedet worden. 2016 wurden viele weitere Grundstücke jagdfrei, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. In Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Grundstück seit 1.4.2016 offiziell von der Jagdbehörde befriedet worden.Auch in diesem Jahr werden mit Beginn des neuen Jagdjahres 2017/18 am 1. April wieder weitere Grundstücke von den Behörden befriedet, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen.	Diese jagdfreien Grundstücke bieten wertvolle Schutzgebiete für Natur und Tiere. Bundesweit haben Hunderte Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. Lesen Sie unsere Übersicht jagdfreier Grundstücke in Deutschland Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstücks und wollen die Jagd auf Ihrem Grund und Boden nicht länger dulden? Hier finden Sie dazu alle wichtigen Informationen
Ein Grundstück im bayerischen Allgäu (im Landkreis Lindau) wird zum Ende des Jagdpachtvertrags am 1.4.2018 offiziell von der Jagd freigestellt. »Wir freuen uns für die bei uns lebenden Tiere, die immer gerne hier sind«, so Petra und Jürgen Kraft. »Es handelt sich zwar nur um ein kleines Wald/Busch/Wiesengrundstück mit knapp 1,6 Hektar, aber ein Anfang in unserer Region ist gemacht.« weiterlesen	Österreich: Klage vor dem Europäischen Gerichtshof
Ein Tierfreund und Veganer will in seinem Wald in Kärnten die Jagd aus ethischen Gründen verbieten. Der Jurist beruft sich auf sein Eigentumsrecht sowie seine Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen. Ende Januar 2017 reichte der Grundstückseigentümer Beschwerde gegen die Zwangsbejagung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein. Christian Aichinger, ein Rechtsanwalt aus Wien, besitzt etwa sechs Hektar Wald in Kärnten (Bezirk Spittal), in dem er die Jagd aus ethischen Gründen nicht länger dulden will. "Ich lebe vegan und möchte aus ethischen Gründen die Jagd in meinem Wald verbieten. Ich bin nicht damit einverstanden, dass auf meinem 6,5 Hektar großen Grundstück (das entspricht etwa der Fläche von sechs Fußballfeldern) in Kärnten Rehe und andere Tiere abgeschossen werden. Die Jäger schießen unerlaubt", sagte der Jurist aus Wien der Zeitschrift "Die ganze Woche"(Nr. 15/2017). "Die Jagd ist grausam und führt nur zur Ausdünnung und Ausrottung von Tierarten. Oft werden die Tiere auch nur angeschossen. Das ist Tierquälerei. Denn die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, oft Stunden und Tage.“ Im Vorjahr habe er in seinem Wald ein angeschossenes Reh entdeckt, dessen Eingeweide bereits herausgetreten waren, aber es lebte noch. „Ich habe dann sofort einen Jäger angerufen, damit er das Tier von dessen Leiden erlöst. Das war einfach grausam mitanzusehen. … Das alles passierte auf meinem Grundstück und ich kann nichts dagegen unternehmen."Bereits 2014 hat der 35jährige einen Antrag auf Jagdfreistellung für sein Waldgrundstück im Bezirk Spittal an der Drau gestellt und zog über mehrere Instanzen bis vor den Verfassungsgerichtshof. Doch das höchste Österreichische Gericht lehnte den Antrag auf Jagdfreistellung im Okotober 2016 ab. Deshalb reichte Christian Aichinger Ende Januar 2017 reichte der Grundstückseigentümer Beschwerde gegen die Zwangsbejagung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein.„Der Gerichtshof hat bereits in drei Entscheidungen - betreffend Luxemburg, Frankreich und Deutschland - ausgesprochen, dass die Zwangsbejagung von Grundstücken der Freiheit des Eigentums, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist, widerspricht", so der Jurist in der der Zeitschrift "Die ganze Woche"."Jäger schießen unerlaubt in meinem Wald". In: "Die ganze Woche" Nr. 15/2017, 12.04.2017, Seite 21 Weitere Informationen
Elektro-Meister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. Ab 1.4.2017 ist sein Grundstück offiziell jagdrechtlich befriedet. Kosten: 450,- Euro.»Gut 8 Hektar landwirtschaftliche Fläche steht jetzt uneingeschränkt auch den frei lebenden Tieren zur Verfügung«, freut sich der Naturfreund.Am 5.1.2015 hatte Ede Rieken die Befriedung seines Grundstücks beantragt. In dem Antrag legte er die ethischen Gründe für die Befriedung seiner Grundflächen dar: Er lehne es ab, dass die wildlebenden Tiere durch seine Duldung von den Jägern im Rahmen der Jagdausübung erlegt werden. Dies könne er mit seinem Gewissen nicht länger vereinbaren. Die Grundstücke vor allem in Waldnähe halte er bewusst als Mähwiesen, um den Wildtieren die Futtersuche zu vereinfachen. Wenn dann die Jäger auf genau diesen Feldern Tiere erlegen, sei das für ihn nicht hinnehmbar. Schon als Kind hätte er mit ansehen müssen, wie ein Reh direkt am Haus von einem Jäger getötet wurde. Noch heute hätte er vor Augen, wie der Jäger dem Reh einen Tannenzweig in das Maul steckte. Dieses Ereignis präge ihn bis heute. weiterlesen 7 Hektar im Landkreis Uelzen jagdfrei
Auf einem sieben Hektar großen Grundstück in der Gemeinde Altenmedingen (Landkreis Uelzen in Niedersachsen) wird es zukünftig keine Jagd mehr geben. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat am 8.3.2017 einer Grundeigentümerin Recht gegeben. (Urteil vom 8.03.2017, Az. - 5 A 231/16 -) Die Grundeigentümerin hatte 2013 einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt, weil sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. »Ich töte keine Tiere und möchte auch nicht sehen, dass auf meinem Grundstück Tiere getötet werden«, erklärt sie. Die Vegetarierin gibt Katzen, Hunden, Pferden und einem Esel ein Gnadenbrot auf ihrem Hof.weiterlesen NRW: 32 Hektar im Kreis Warendorf jagdfrei
Verwaltungsgericht Münster: Die 32 Hektar Acker und Grünland eines Landwirts aus Beckum in Nordrhein-Westfalen müssen ab 1.4.2017 jagdrechtlich befriedet werden.Der Landwirt hatte bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Warendorf beantragt, dass seine landwirtschaftlichen Flächen jagdrechtlich befriedet werden, weil er die Jagd auf seinem Eigentum nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne.weiterlesen	4 Hektar im Landkreis Lüneburg jagdfrei
Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat der Klage einer Jagdgegnerin entsprochen und ihr knapp 4 Hektar großes Stück Land mit einem 5000 Quadratmeter großem Teich zu einem jagrechtlich befriedeten Bezirk erklärt.Die 61-jährige Grundstückseigentümerin aus dem Landkreis Lüneburg in Niedersachsen hatte im Januar 2015 bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde die jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke beantragt. Sie erläuterte, dass sie als überzeugte Vegetarierin das Töten von Tieren grundsätzlich ablehne. weiterlesen	Hessen: Antrag auf Jagdverbot in Burg-Gräfenrode
Jörg Kötter will auf seinem 2400 Quadratmeter großen Grundstück mit Streuobstwiese im hessischen Burg-Gräfenrode die Jagd untersagen lassen. Anfang Januar 2017 stellte er bei der Unteren Jagdbehörde in Büdingen (Wetteraukreis) auf jagdrechtliche Befriedung. Seine Motivation: Er möchte Tieren Leid ersparen. Jörg Kötter lebt konsequenterweise seit zwei Jahren vegan. Sein Grundstück solle Ort sein, an dem Tiere keine Angst haben müssen, der Jagd zum Opfer zu fallen.Quellen: Schluss mit Jagdgenossenschaft: Karbener will das Töten verbieten. Frankfurter Neue Presse, 10.1.2017Jagdverbot: Jäger suchen das Gespräch. Frankfurter Neue Presse, 7.2.2017	Landkreis Uelzen: Keine Jagd auf meinem Grundstück
In Passau sind 14 Hektar privater Grundstücke offiziell jagdfrei. Das Verwaltungsgericht Regensburg hat die Klage von Jägern gegen die jagdrechtliche Befriedung abgewiesen. „Die Jäger haben eine Klatsche erhalten“, schreibt die Passauer Neue Presse am 19.1.2017. Die Stadt Passau hatte die 14 Hektar aus der Bejagung heraus genommen und damit dem Antrag zweier Grundeigentümer stattgegeben, die aus ethischen Gründen die Jagd auf ihrem Land nicht länger dulden wollten. Daraufhin klagten die Jagdpächter gegen die Stadt Passau, weil sich durch die Befriedung ihr Revier verkleinert hat und sie die ethischen Gründe der Grundstückseigentümer für nicht zutreffend erachteten. Das Verwaltungsgericht wies die Klage der Jäger ab. Die Begründung soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.	NRW: Erstes Grundstück im Kreis Düren jagdfrei
Der Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. hat jetzt einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung eines privaten Grundstücks genehmigt. Auf dem Grundstück darf nicht mehr gejagt werden. Dies berichtet die Aachener Zeitung am 14.12.2016 unter der Überschrift: „Treibjagd-Verbot: Wenn Jäger draußen bleiben müssen“. Die Grundstückseigentümer, Gerd und Konrad Schöller aus Schmidt haben demnach 20 Monate warten müssen, bis es in verkürzt in einem Schreiben des Kreises Düren hieß: „Hiermit erkläre ich ihr Grundstück zum befriedeten Bezirk“. Es sei der erste Antrag auf jagdrechtliche Befriedung, der vom Kreis Düren genehmigt wurde. Sachsen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"
Die Sächsische Zeitung berichtet am 6.12.2016 über Grundstückseigentümer in Sachsen, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen. Demnach wollten drei Familien ihre Waldstücke zur jagdfreien Zone erklären lassen. Der zuständige Jagdpächter wurde wegen eines so genannten Schonzeitvergehens bestraft: Im Dorf würden Gerüchte kursieren, dass er einen Hirsch in der Schonzeit geschossen habe. „Er hat eine Geldstrafe erhalten, weil er in der Tat etwas in der Schonzeit geschossen hat“, bestätigt eine Vertreterin des Landkreises gegenüber Sächsischen Zeitung.	Tierfreundin Christina Klausch aus Brößnitz gehe die Geldstrafe nicht weit genug, auch weil der Jäger in ihrem Waldstück aktiv ist. Mit ihren zehn Hektar Wald ist sie automatisch Zwangsmitglied in der Jagdgenossenschaft. „Ich habe versucht, mein Land zu befrieden“, wird die Tierfreundin von der Sächsischen Zeitung zitiert, „aber ich habe ein Jagdverbot in meinem eigenen Wald nicht genehmigt bekommen.“Zwei weitere Brößnitzer Familien, die ebenfalls Wälder in die Jagdgenossenschaft eingebracht haben, hätten das Gleiche probiert, so die Zeitung, jedoch bisher ohne Erfolg. Christina Klausch sieht darin einen klaren Eingriff in das Persönlichkeitsrecht. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012 gibt den Grundstückseigentümern Recht.„Die bundesweite Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade setzt sich dafür ein, dass das EGM-Urteil, das mittlerweile im Deutschen Jagdrecht berücksichtigt wurde, noch mehr populär wird“, schreibt die Zeitung. Noch fehle in Sachsen jemand, der als Erster den Kampf gegen die Jäger-Lobby aufnimmt - also jemand, der aus ethischen Gründen ein Jagdverbot auf seinem Grundeigentum beantragt und dies - wenn nötig - auch juristisch durchsetzt. "Aber wer macht den Anfang?", fragt die Sächsische Zeitung.
NRW: 6 Hektar in Essen jagdfrei!
Patrick Eikhof, ein Unternehmer aus Essen, hat es geschafft: Sein 6 Hektar großes Grundstück im Essener Süden ist ab 01.04.2017 offiziell jagdfrei. Seine Motivation für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung: Der Schutz der Tiere. „Ich habe es im ersten Durchgang und ohne Anwälte geschafft, mein Grundstück jagdrechtlich befrieden zu lassen“, freut sich der Unternehmer. „Das Prozedere hat 7 Monate gedauert und 350 Euro gekostet! Hoffentlich folgen mir noch mehr.“ Lesen Sie mehr über weitere jagdfreie Grundstücke in Nordrhein-Westfalen Verfassungsgerichtshof lehnt Jagdfreistellung ab
Ein Kärntner Waldbesitzer will in seinem Wald die Jagd aus ethischen Gründen verbieten. Der Rechtsanwalt beruft sich auf sein Eigentumsrecht und seine Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen. Die Verhandlung vor dem österreichischen Verfassungsgerichtshof (VfGH) fand am 27.9.2016 statt. Anfang November 2016 lehnte das höchste österreichische Gericht den Jagdfreistellungsantrag ab. »Der Verfassungsgerichtshof spricht Eigentümern Recht auf Entscheidung über Bejagung ihres Grundstücks ab«, kritisiert der Wiener Tierschutzverein in einer Pressemeldung. »Wie viele Richterinnen und Richter im VfGH sind Jägerinnen oder Jäger?«, fragt Madeleine Petrovic, die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. weiterlesen	Oberösterreich: Waldbesitzer klagt gegen Jagd
Der Tierfreund und Vegetarier Josef Fischer-Greiner aus Oberösterreich will die Jagd auf seinem Waldgrundstück verbieten lassen. Nachdem die zuständigen Behörden seinen Antrag abgelehnt haben, klagt er nun vor dem Landesverwaltungsgerichtshof.Beim Landesverwaltungsgerichtshof in Linz ist außerdem noch ein weiterer Fall eines Waldbesitzers anhängig. Immer mehr Österreicher beantragen ein Jagdverbot auf ihrem Grund und Boden. weiterlesen	Grundstück im Münsterland ab 2017 jagdfrei
»Endlich geschafft – unser rund 17.100 Quadratmeter umfassendes Grundstück im Münsterland wird zum 01.04.2017 jagdfrei!«, freut sich Dipl.-Ing. Dirk Leifeld. Im Bereits im Dezember 2014 hatten der Landschaftsarchitekt und seine Frau aus ethischen Gründen einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Warendorf gestellt. Es folgte ein langer und steiniger Weg und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Schließlich entschied das Verwaltungsgericht Münster: Das 1,7 Hektar große Grundstück wird ab 01.04.2017 offiziell jagdfrei. weiterlesen Nach EU-Recht: Jagdgegner sperren Jäger aus
Rhein-Berg: Zwei Anträge auf Jagdverbot
In Nordrhein-Westfalen haben bis Mitte August 2016 insgesamt 173 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. 37 Grundstücke sind inzwischen offiziell jagdfrei. Dies geht aus der Antwort der nordrhein-westfälischen Landesregierung vom 5.9.2016 auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervor.20 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung wurden demnach abgelehnt. Zwei Antragstellern ist es gelungen, ihren bereits abgelehnten Antrag auf Befriedung gerichtlich durchzusetzen. Von den 20 abgelehnten Anträgen wurden 14 abgelehnt, weil es sich bei den Antragstellern um juristische Personen (also Tier- und Naturschutzverbände oder Stiftungen) handelte.	NRW: Jagdfreie Zone in Eslohe
Im Kreis Eslohe (Nordrhein-Westfalen) hat eine Grundstückseigentümerin die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen beantragt. Sie beruft sich auf en Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der 2012 zu dem Urteil kam, nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. Der Kreis will ihre Flächen aber erst 2020 befrieden – wenn der Jagdpachtvertrag ausläuft. Dies berichtet „Der Westen“ am 16.7.2016 und zitiert Kreissprecher Jürgen Uhl: . „Das Auslaufen des Vertrages ist der Esloherin zuzumuten.“ Die Grundstückseigentümer klagt nun vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gegen den Bescheid. Noch weitere vier Jahre hinnehmen zu müssen, dass Jäger auf ihrem Eigentum Tiere tot schießen, kann sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren.	Jagdgenossenschaft klagt gegen Befriedung
Kreis Wittmund akzeptiert Jagdverbot aus ethischen Gründen - der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden Niedersachsen legt dagegen Klage einDer Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen hat erstmals auf einer Fläche von 8 Hektar die Jagd untersagt. Der Eigentümer des Grundstücks, Elektro-Meister Ede Rieken, wollte aus ethischen Gründen die Jagd nicht länger hinnehmen. Seit 1.6.2016 ist sein Grundstück offiziell jagdrechtlich befriedet.Der Verband der Jagdgenossenschaft und Eigenjagden Niedersachsen hat nun gegen die Entscheidung des Kreises Klage vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg eingereicht. Dies berichtet das Landwirtschaftsportal topagrar am 8.9.2016 und schreibt: »Der Verband ist der Meinung, dass der Antragsteller „objektive Umstände“ nachweisen müsse. Er habe das Vorliegen einer ernsthaften und echten Gewissensentscheidung nachvollziehbar darzulegen. Diesen Nachweis habe der Antragsteller nicht glaubhaft erbringen können.«	NRW: Privates Naturschutzgebiet jetzt jagdfrei
Ein 5,5 Hektar großes Grundstück in Königswinter bei Bonn ist jetzt offiziell jagdfrei. Der Biologe Dr. Til Macke stellte 1992 erstmals einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines privaten Naturschutzgebiet ist nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln. Weitere Anträge folgten 2003, 2012 und 2013 - sie wurden alle abgelehnt. Vom Verwaltungsgericht Köln erhielt der Natur- und Tierfreund schließlich Recht: Das Grundstück muss zum befriedeten Bezirk erklärt werden. weiterlesen	Mecklenburg-Vorpommern: Erstes Grundstück jagdfrei
Frau R. besitzt ein etwa 9 Hektar großes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. Weil sie das Töten jeglicher Art verabscheut, kann es die Tierfreundin nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf ihrem eigenen Grund und Boden Tiere tot schießen. Bereits im April 2013 beantragte Frau R. die sofortige jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Seit 1.4.2016 sind die 9 Hektar jagdfrei – als erstes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. weiterlesen Niedersachsen senkt Kosten für Befriedung
Bislang wurde betroffenen Grundstückseigentümern in Niedersachsen für die Bearbeitung des Antrags auf jagdrechtliche Befriedung eine Verwaltungsgebühr in Höhe bis zu 2.500 Euro angekündigt. Nach viel öffentlicher Kritik in Presse und Fernsehen hat Landwirtschaftsminister Meyer reagiert:"Der Minister hat ... die entsprechenden Gebühren korrigiert, so dass Niedersachsen jetzt ähnliche Gebühren nimmt, wie die anderen Bundesländer", heißt es am 17.5.2016 in einem Schreiben aus dem Landwirtschafstministerium."Auch die teilweise sehr restriktive Genehmigungspraxis der unteren Jagdbehörden sieht der Minister kritisch und ist hier mit den Landkreisen bezüglich möglichen Erleichterungen im Gespräch."Die Niedersächsische Gebührenordnung sieht jetzt einen Kostenrahmen von 200 bis 700 Euro für die Befriedung von Grundflächen vor. pdf-download: Auszug aus der Allgemeinen Gebührenordnung in der derzeit gültigen Fassung NRW: Mehr als 150 Anträge zur Jagdbefreiung
In Nordrhein-Westfalen haben 151 Grundeigentümer (Stand: Oktober 2015) Anträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. Dies berichtet die Westdeutsche Zeitung am 19.5.2016. Klare Gebührenregelung in NRW
Das Verwaltungsgericht Minden hat der Klage eines Landwirts aus stattgegeben, dass seine 34,5 Hektar jagdrechtlich befriedet werden müssen.„Auf einer 34,5 Hektar großen Fläche in Hille müssen Rehe künftig nicht mehr vor Jägern davonlaufen“, schreibt das Mindener Tagblatt am 18.5.2016.Der Landwirt hatte nach § 6a Bundesjagdgesetz di e jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beim Kreis Minden-Lübbecke beantragt, weil er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Der Kreis Minden-Lübbecke lehnte diesen Antrag jedoch ab, weil der Landwirt nicht ausreichend glaubhaft gemacht hätte, dass er die Jagd aus Gewissensgründen ablehne. Der Landwirt klagte gegen diesen Bescheid und erhielt vom Verwaltungsgericht Minden Recht: Die Behörde muss die Grundstücke des Landwirtes mit sofortiger Wirkung für jagdrechtlich befriedet erklären. (VG Minden, Urteil vom 03.05.2016 – 8 K 1480/15)	NRW: 6 Hektar im Kreis Mettmann jagdfrei
Seit 1.4.2016 sind 6 Hektar zusammenhängende Wald- und Wiesengrundstücke im Kreis Mettmann offiziell jagdfrei. Der Eigentümer, ein engagierter Tier- und Naturschützer, hat auf seinem Grundstück Biotope angelegt. »Wir sind sehr froh, dass nun die Füchse und Wasservögel sowie ein bis zwei übrig gebliebene Hasen bei uns sicher sind. Rehe gibt es leider seit etwa zwei Jahren keine mehr, wir fürchten, dass sie alle den Jägern zum Opfer gefallen sind.«weiterlesen Schleswig-Holstein: Landtag regelt Befriedung
Der Landtag von Schleswig-Holstein hat am 27.4.2016 das neue Landesnaturschutzgesetz verabschiedet. Im Landesjagdgesetz erhalten jetzt nicht nur private Grundeigentümer, sondern auch Naturschutzverbände und Stiftungen (so genannte »juristische Personen«) künftig die Möglichkeit, aus ethischen Gründen ihre Flächen zu befriedeten Bezirken zu erklären. In § 4 Landesjagdgesetz wurde der Absatz 2 neu angefügt: »Abweichend von § 6a Absatz 1 Satz 1 Bundesjagdgesetz sind auch Grundflächen, die im Eigentum einer juristischen Person stehen, auf deren Antrag hin zu befriedeten Bezirken zu erklären, wenn diese glaubhaft macht, dass sie die Jagdausübung aus ethischen Gründen ablehnt.« Damit setzt das nördlichste Bundesland das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 in Landesrecht um. www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3300/drucksache-18-3320.pdf (Seite 111)
Ein 0,7 Hektar großes Grundstück in Asch im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) ist jetzt offiziell jagdfrei. Dies meldet die Südwestpresse am 25.4.2016.Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 hatten die Grundstückseigentümer Eveline Jedynak und Ralf Rieks bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde den Antrag auf "Befreiung vom Zwang der Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft aus Gewissensgründen" gestellt. "Wir wollen nicht, dass auf unserem Grundstück ein Tier zu Schaden kommt", zitiert die Zeitung Grundstückseigentümerin Eveline Jedynak. weiterlesen Bayern: Noch ein Grundstück in Rottal-Inn jagdfrei
Das etwa 5 Hektar große Grundstück von Raphaela Maier in Dobl bei Neukirchen (Niederbayern, Landkreis Rottal-Inn) ist seit 1.4.2016 offiziell jagdfrei. Raphaela Maier lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab. Sie kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schießen. Darum stellte sie bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde des Landkreises Rottal-Inn einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen. Anschließend berichtete die Passauer Neue Presse, dass es im Landkreis Rottal-Inn 16 Anträge für eine Befriedung gebe. Doch der Weg zum jagdfreien Grundstück war steinig... weiterlesen	Bayern: Grundstück im Rottal jagdfrei
Ein Grundstück mit Obstwiesen, Hecken und Weiher im Rottal in Niederbayern ist seit 1.4.2016 jagdfrei. »Unsere Obstwiesen, Hecken und der Weiher bieten Unterschlupf für Bodenbrüter, Igel, Fasane, Frösche, Libellen, Fledermäuse, Tauben, Goldammer, Bachstelze, Kiebitz und Enten«, berichtet Silke Schüder. weiterlesen ZDF: "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?"
Jetzt online ansehen: ZDF TerraXpress "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?""Kaum ein Grundstückseigentümer weiß, dass auch ohne sein Einverständnis auf seinem Land gejagt werden darf, wenn dieses unter 75 Hektar groß ist. Einige Eigentümer wollen das nicht länger hinnehmen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft von einem Grundeigentümer aus ethischen Gründen abgelehnt werden kann. "Terra Xpress" zeigt, wie Grundeigentümer die Jagd auf ihrem Grundstück verhindern wollen."(TerraXpress-Senderinfo)	TerraXpress filmte- bei Raffaela Maier, die aus Gewissensgründen die Jagd auf ihrem Grundstück in Niederbayernstoppen will. Sie stellte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung und berief sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der am 26.06.2012 entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Raffaela Maier erhielt einen bescheid von der Jagdbehörde, dass ihr Grundstück ab 1.4.2016 offiziell jagdrechtlich befriedet wird. Jetzt wehrt sie sich gegen die überhöhten Kosten von über 1000 Euro.- beim Bio-Weingut Gänz, das für all seine landwirtschaftlichen Flächen die jagdrechtliche Befriedung beantragt hat. Inzwischen wurde zumindest für einen Teil der Grundstücke die jagdrechtliche Befriedung durch die Jagdbehörde ausgesprochen worden.- bei der Stiftung Hof Butenland: Die privaten Flächen sind inzwischen jagdrechtlich befriedet worden. Doch weil es sich bei der Tierschutzstiftung nicht um einen privaten Grundeigentümer handelt, sondern um eine so genannte „juristische Person“, ist nach derzeitiger Gesetzeslage auf den Flächen der Stiftung keine jagdrechtliche Befriedung möglich. Dagegen wehrt sich die Stiftung Hof Butenland durch alle Instanzen. Doch bis das Verfassungsgericht entscheidet, werden Monate, wenn nicht gar Jahre vergehen.
Kreis Coesfeld: Hier darf nicht mehr gejagt werden
Helmut Hielscher besitzt seit über 35 Jahren ein etwa zwei Hektar großes Grundstück zwischen Dülmen und Coesfeld, direkt neben dem Naturschutzgebiet Welter Bach. Das Wäldchen mit Seen und sumpfiger Wiese ist ein Biotop für Tiere. Sogar ein Storchenpaar lebt dort. Der Naturschützer wollte die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden und stellte vor über zwei Jahren einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung. Nun hat der Kreis Coesfeld den Antrag bewilligt. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung am 8.4.2016.Für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gab es einen traurigen Anlass: Im Welter Bach hatten Jäger 2013 streng geschützte Nonnengänse erschossen, die dazu noch ihre Jungen führten und auf den Inseln in den Teichen von Hielscher brüteten. „Der BUND verklagte damals den Jagdpächter aus Nottuln und seine Gäste“, berichtet die Zeitung. Die Jäger wurden vom Verwaltungsgericht Münster zur Zahlung einer Strafe von 1800 Euro an den BUND verurteilt. Mit diesem Geld unterstützte der BUND Helmut Hielscher bei dem Antrag auf jagdliche Befriedung.Im Kreis Coesfeld gibt es bislang 15 weitere Anträge auf jagdrechtliche Befriedung. Verhindert Niedersachsen jagdfreie Grundstücke?
60 Grundbesitzer aus Niedersachsen haben sich in den vergangenen zwei Jahren bereits bei den zuständigen Jagdbehörden ihrer Landkreise gemeldet. Doch die Anträge wurden fast immer abgelehnt. Nur fünfmal wurde bisher einem Antrag stattgegeben und damit ein Privatgrundstück von der Jagd befriedet.Der NDR hat beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (das übrigens von einem Minister der GRÜNEN geführt wird), nachfragt, warum es in Niedersachsen nur so wenigen Antragstellern gelungen sei, ihr Grundstück zu befrieden. Die Antwort: »Das Jagdrecht sieht grundsätzlich eine flächendeckende Bejagung vor. Befriedungen von Flächen sind Ausnahmen von gesetzlichen Grundsätzen, die eng ausgelegt werden.« Die Politik des grünen Landwirtschaftsministeriums scheint vor allem lodengrün zu sein... weiterlesen	Jagdverbot auf Privatgrundstück in der Eifel
Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Aachen: Ein Ehepaar muss nicht länger hinnehmen, dass auf seinem Wald- und Wiesengrundstück gejagt wird. (VG Aachen, 23.2.2016, 3 K 1667/14).Dr. Hans-Peter Schiffer und seine Frau Dr. Renate Käthe Schiffer sind bekennende Vegetarier und Pazifisten: Als Ärzte fühlen sie sich dem Leben verpflichtet, weshalb sie seit Jahrzehnten kein Fleisch mehr essen. Die Natur- und Tierliebhaber können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger ihrem 9,8 Hektar großen Grundstück in Odesheim in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) Tiere tot schießen. Das Ehepaar musste 2015 sogar eine Treibjagd auf seinem Wald- und Wiesengrundstück miterleben: Schüsse seien nur 30 Meter neben ihm und seiner Frau eingeschlagen, so Dr. Schiffer. weiterlesen Landkreis Höxter: Landwirt will Jagdverbot
„78-Jähriger beantragt Befriedung seiner Äcker – »Tieren Todesangst ersparen« - Bauer will Jagd verbieten“, titelt das Westfalenblatt am 10.2.2016.Albert Fögen aus aus Borgentreich im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) will die Jagd auf seinen Feldern und Wiesen nicht länger dulden. Der 78-Jährige bewirtschaftet seine Flächen inzwischen nicht mehr selbst, sondern hat sie an ökologische Landbaubetriebe verpachtet.Der Landwirt lehnt Schüsse und Waffen ab und will auch Tieren die Angst vor Schüssen und die Angst vor dem Tod ersparen. »Bei Treibjagden werden Wildtiere in Todesangst versetzt, die der von Tieren auf dem Schlachthof gleicht«, zitiert das Westfalenblatt den 78-Jährigen. »Ich habe als Bauer diese Tierängste, die bis zur Erstarrung gehen, kennengelernt.« Steiermark: Waldbesitzer will Jagd verbieten
Ein Grundstückseigentümer in Schillingsdorf bei Graz will die Jagd auf seinen Flächen verbieten lassen. Zu seinem Hof gehört auch ein drei Hektar großes Waldstück, in dem immer wieder Treibjagden stattfinden. weiterlesen	Die Bürgerinitiative „Zwangsbejagung ade“ und der Österreichische Tierschutzverein unterstützen den Landwirt. „Was wir wollen ist, dass Herr Gombocz nun einen Bescheid der BH bekommt. Diesen könnte er dann bis in die höchste Instanz beeinspruchen“, zitiert die Zeitung Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins. Der Steirer hofft auf eine rasche Befriedung seines Grundstückes. Andernfalls ist er gewillt, sein Recht bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einzufordern. Vielleicht kommt ihm der Österreichische Verfassungsgerichtshof zuvor, der derzeit Beschwerden von Grundeigentümern aus Kärnten und Niederösterreich prüft. Sollte er die Bestimmungen in den Jagdgesetzen als nicht verfassungskonform beurteilen, wäre diese Entscheidung richtungsweisend. Verfassungsgerichtshof prüft Jagdgesetz
Österreichische Jagdgegner erhalten derzeit Rückenwind vom Verfassungsgerichtshof: Ein Waldbesitzer aus dem Spittal in Kärnten, der die Jagd auf seinem Eigentum nicht länger dulden will, hatte Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht.Dieser prüft derzeit, ob das Jagdgesetz von Kärnten verfassungskonform ist. Der Waldbesitzer ist nach derzeitigem Recht verpflichtet, eine ethisch abgelehnte Aktivität auf dem eigenen Grundstück dulden zu müssen. Der Eingriff in das Eigentumsrecht scheine „eine besondere Intensität aufzuweisen“, meinen die Verfassungsrichter im Prüfbeschluss. Auch ein Jagdgegner aus Niederösterreich, Bezirk Melk, ist inzwischen mit seinem Anliegen vor dem Verfassungsgerichtshof. In Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark sind bereits weitere Verfahren anhängig. weiterlesen	Antrag auf Jagdverbot im Landkreis Lindau
Petra und Jürgen Kraft sind Eigentümer eines Grundstücks im bayerischen Allgäu (im Landkreis Lindau). Im November 2015 stellten sie einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung: „Ich bin seit über 25 Vegetarier und seit 5 Jahren ernähren meine Frau und ich uns fast ausschließlich vegan“, schreibt Jürgen Kraft als Begründung des Antrags. weiterlesenBild: Auf dem Grundstück der Krafts sind Füchse am hellichten Tag zu beobachten. Petra und Jürgen Kraft lehnen die Jagd aus ethischen Gründen ab. Auf 2,7 Hektar im Kreis Steinfurt ruht die Jagd
Sabine L. ist Eigentümerin von drei Grundstücken mit 2,7 ha im Kreis Steinfurt. Sie stellte den Antrag, ihre Flächen zu „befriedeten Bezirken“ zu erklären, da sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehne. Der Kreis Steinfurt wies ihren Antrag ab. Das Verwaltungsgericht Münster gab ihr jetzt Recht: Die Tierschützerin darf die betreffenden Flächen zu befriedeten Gebieten erklären und damit die Jagd dort untersagen (Urteil vom 30.10.2015, Az.1 K 1488/14). Dies berichtet das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben am 6.11.2015.Mit ihrer Klage gegen den Kreis Steinfurt hatte sich die Grundstückseigentümerin auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) aus dem Jahr 2012 berufen."Aus ethischen Gründen: Tierschützerin darf Jagd auf ihrem Grundstück verbieten", titelt Legal Tribune online am 2.11.2015 und zitiert die Grundstückseigentümerin mit den Worten: "Der Gedanke, dass auf meinem Grund und Boden Tiere getötet und zuvor auch noch gejagt und damit gequält werden sollen, ist für mich unerträglich." Niedersachsen: Zwei Anträge im Landkreis Northeim
"Grundstückseigentümer wollen rote Karte für Jäger", titelt die Hessisch-niedersächsische Allgemeine am 8.10.2015. Demnach haben jetzt zwei Grundstückseigentümer Landkreis Northeim einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt.Sie berufen sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26. Juni 2012: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.Laut Landwirtschaftsministerium sei bisher in Niedersachsen bis Oktober des vergangenen Jahres sechs Anträgen auf jagdrechtliche Befriedung mit einer Gesamtfläche von rund 40 Hektar stattgegeben worden. Aktuellere Zahlen lägen derzeit nicht vor. Lesen Sie: Jagdfreie Grundstücke in Niedersachsen und laufende Anträge auf jagdrechtliche Befriedung	Oberösterreich: Jagdverbot auf meinem Grundstück!
Werner Scherhaufer ist der erste Grundeigentümer aus Oberösterreich, der aus ethischen Gründen eine Jagdfreistellung beantragt hat. Dies berichtet nachrichten.at am 8.10.2015. Der 59-jährige Betriebselektriker will die Jagd auf seiner 1,6 Hektar großen Wald- und Wiesenfläche verbieten lassen. Wenn nötig, will er sein Menschenrecht durch alle Instanzen durchfechten. Werner Scherhaufer und seine Familie lehnen das Töten von Tieren ab. »Ich bin aus ethischen Gründen Veganer, weil für mein Essen kein Tier sterben soll. Aus diesem Grund bin ich auch gegen die Jagd«, erklärt der Tierfreund. »Auf meinem Grundstück soll kein Tier von einem Jäger erschossen werden. Daher will ich, dass mein Grundstück jagdfrei gestellt wird.« Im Oktober 2015 stellte Werner Scherhaufer einen Antrag auf Jagdfreistellung bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Schärding.In Österreich wollen immer mehr Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden. In Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten gibt es schon mehrere Antragsteller, ein Kärntner Fall liegt bereits beim Verfassungsgerichtshof.	ORF Thema: Jäger müssen draußen bleiben
HAZ: Jagdfreie Grundstücke in Niedersachsen
Unter dem Titel „Plötzlich ist den Jägern das Jagen verboten“ berichtet die Hannoversche Allgemeine am 23.9.2015 ausführlich über Grundstückseigentümer in Niedersachsen, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen: „Grundeigentümer in Niedersachsen können ihr Land neuerdings zur jagdfreien Zone erklären. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. 47 haben von der Gesetzesänderung schon Gebrauch gemacht und ihr Land ‚befriedet“.“ Wald in Lippstadt jagdfrei!
Ein Wäldchen in Lippstadt-Benninghausen, Nordrhein-Westfalen, ist seit 1.4.2015 jagdfrei. Kosten: 111 Euro.Gisela Splitthoff hatte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, dass Jäger in ihrem Wald Tiere tot schießen. Seit 1.4.2015 ist ihr kleiner Wald (3000 qm) offiziell von der Jagdbehörde befriedet worden. »Der Aufwand war enorm, aber er hat sich gelohnt«, so die Grundstückseigentümerin. »Ich bin der zuständigen Jagdbehörde sehr dankbar, dass sie trotz Proteste der Jägerschaft meinem Antrag zugestimmt hat, sogar noch vor Ablauf der laufenden Jagdpacht.« weiterlesen	Anträge auf Befriedung in Österreich
Der Kurier berichtet am 2.8.2015 von zwei Landwirten aus dem Waldviertel, die wollen, dass auf ihrem Grundbesitz nicht gejagt wird. Sie lehnen den Umgang der Jäger mit Wildtieren ab und fühlen sich gefährdet. Bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Zwettl haben sie beantragt, ihr Eigentum, gemeinsam rund 70 Hektar, zum "jagdrechtlich befriedeten Bezirk" zu erklären. Die Antragsteller verlangen einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, um Beschwerde einzulegen.„Sie rechnen ohnehin damit, dass die nächste Instanz, das nö. Landesverwaltungsgericht, die Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof weiter leitet, der bereits einen solchen Fall aus Kärnten bearbeitet“, so der Kurier.„Dass die Landwirte – wenn auch nach längerem Verfahren – mit einem Erfolg rechnen, liegt an einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte.“ Antrag auf Befriedung sorgt für Streit
Irmgard Bauderer freut sich, dass ihr ca. 10.000 Quadratmeter großes Wiesengrundstück im Landkreis Landshut nun offiziell jagdfrei ist, nachdem es vorher durch richterlichen Beschluss schon vorübergehend befriedet war. »Nun ist also mein Vogelbiotop endgültig jagdfrei und ich kann nur hoffen, dass sich viele Grundstücksinhaber dazu entschließen, ebenfalls Anträge zu stellen.«weiterlesen	NRW: Wald in der Hellwegbörde jagdfrei
Ein schöner Auenwald in der Aheaue bietet inmitten ausgeräumter Ackerflur der Hellwegbörde ein wichtiges Rückzuggebiet für Wildtiere - und ab 2016 auch Schutz vor den tödlichen Schüssen der Jäger.Dr. Karl-Heinz Loske hat auf seinen hausnahen Grundstücken in Geseke in der mittelwestfälischen Hellwegbörde auf einer ehemals ausgeräumten Ackerfläche ein Biotop für Wildtiere geschaffen: Eigenhändig legte er Hecken, Wälder, Streuobstwiesen und Teiche an. Zweimal im Jahr musste die Familie machtlos mit ansehen, wie Jäger bei Treibjagden hier die letzten Hasen und Fasane sowie Rehe und Ringeltauben abknallten. Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2012 stellte der Biologe und Ökologe einen Antrag auf Befriedung seiner Grundstücke und legte ausführlich seine ethischen Gründe für die Ablehnung der Jagd dar: Er kann das Töten von Tieren, die auf seinen Grundstücken Schutz suchen, nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. weiterlesen
Österreich: Jagdgegner geht vor Verfassungsgericht
»Wald zwangsbejagt - Jagdgegner zieht vor den Verfassungsgerichtshof«, titelt die Kronen Zeitung am 3.7.2015 und schreibt: »Nachdem ein Kärntner Waldeigentümer im Oktober 2014 aus tierschutzethischen Gründen die Jagdfreistellung seines Grundes beantragte, beschäftigt der Fall mittlerweile den Verfassungsgerichtshof – mit unabsehbaren Auswirkungen auf die Jagd in Österreich.«In Österreich sind Grundbesitzer ebenso wie in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Grundstücke bejagen zu lassen. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in Urteilen 1999 gegen Frankreich, 2007 gegen Luxemburg und 2012 gegen Deutschland entschieden, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.	»Das Landesverwaltungsgericht Kärnten wies dennoch am 18. Mai 2015 das Ansinnen jenes Waldbesitzers ab, der sich gegen diese "Zwangsbejagung" wehrt«, berichtet die Krone. Der Waldeigentümer hatte im Oktober 2014 die Jagdfreistellung seines Grundes aus tierschutzethischen Gründen beantragt, aber auch, weil die Jagdpraxis mit ständigen Fütterungen den Wildbestand so erhöht hatte, dass der Wald Schaden nahm, berichtet der Verein gegen Tierfabriken VGT.Der Waldbesitzer beschreitet nun den Weg zum Verfassungsgerichtshof, um zu seinem Recht zu kommen. »In Kärnten und auch weiteren Bundesländern sind bereits ähnliche Fälle anhängig, die durch diesen Präzedenzfall entschieden werden könnten«, so der VGT in einer Pressemeldung.Der Obmann der VGT, Dr. Martin Balluch begleitet den Fall: »So oft schon haben uns Grundstückseigentümer kontaktiert, die die Jägerschaft auf ihrem Besitz quasi als bewaffnete Besatzungsmacht betrachten. Die Jagdpächter ihres Grundstücks würden einfach Fütterungen und Jagdstände errichten und insbesondere auf den Wald keine Rücksicht nehmen. Jetzt steht unmittelbar ein bahnbrechendes Urteil des Verfassungsgerichtshofs bevor, das diesem Spuk ein Ende machen wird.«Auf Basis der mittlerweile gefestigten Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei kein anderes Ergebnis möglich, als die Zwangsbejagung für verfassungswidrig zu erklären.
Grundstückseigentümer stellen Antrag auf JagdverbotNach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden - auch in Österreich nicht. Auch in Österreich wollen nun immer mehr Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich, Österreichische Tierschutzverein und der Verein gegen Tierfabriken wollen dafür sorgen, dass diese in Deutschland losgetretene »Lawine« nun auch in Österreich ins Rollen kommt. weiterlesen Rheinland-Pfalz: Bio-Weingut jagdfrei!
Ab 1.4.2015 sind die Weinberge und Wiesen des Bio-Weinguts Gänz im rheinland-pfälzischen Hackenheim offiziell jagdfrei! Die Bio-Winzerfamilie Gänz kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger in den ökologisch bewirtschafteten Weinbergen oder auf den Streuobstwiesen Tiere tot schießen. »Dass auf meinen Grundstücken gejagt wird, kann ich beim besten Willen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren«, erklärt Albert Gänz, der Eigentümer des Weinguts. »Viele Wildtiere sterben durch die Jagd einen qualvollen Tod. Familienverbände werden zerrüttet und wertvolle Sozialstrukturen zerstört. Auch wenn es gerne abgestritten wird, werden viele Tiere aus Spaß oder als Freizeitvergnügen getötet und sterben einen unnötigen Tod. Auf meinen Grundstücken soll das Leben von Wildtieren geachtet werden. Deshalb ist es mit meiner Vorstellung von einem Leben mit der Natur nicht vereinbar, dass auf meinem Grund und Boden auf grausame Weise das Blut von Wildtieren vergossen wird«, so Gänz weiter. Familie Gänz sieht zudem in der Jagdruhe auf ihren Flächen einen Gewinn für die Allgemeinheit, den Natur- und Artenschutz: Ruhezonen, in denen Wildtiere nicht dem ununterbrochenen Jagddruck ausgesetzt sind, gebe es in Deutschland noch viel zu wenige.Bereits im Jahr 2010 hatte der Bio-Betrieb bei der zuständigen Behörde einen Antrag gestellt, aus ethischen Gründen von der Zwangsbejagung der eigenen Flächen befreit zu werden. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 stellte der Inhaber des Weinguts und Biohotels Gänz aus Hackenheim einen Eilantrag, um die Grundstücke vorläufig jagdfrei zu stellen, bis in Deutschland eine Jagdgesetzänderung in Kraft wäre. Doch das Verwaltungsgericht Koblenz hat den Eilantrag mit Beschluss vom 17.04.2013 zurückgewiesen. Die Winzerfamilie legte daraufhin Beschwerde ein, die jedoch ebenfalls zurückgewiesen wurde. In der Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 26.6.2013 - also genau ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Zwangsbejagung! - hieß es: »Die Jagd aus Gewissensgründen ablehnender Grundstückseigentümer muss Jagdausübung auf seinen Grundstücken vorläufig weiter dulden«. Dies war vor dem Hintergrund des völlig eindeutigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ein Skandal.Mit Bescheid vom 25.03.2015 hat die Kreisverwaltung Bad Kreuznach einen Großteil der Flächen der Bioweingutes Gänz in Hackenheim mit Wirkung zum 01.04.2015 – zunächst befristet auf drei Jahre – für befriedet erklärt. weiterlesen
Dieter Paul freut sich, dass seine Grundstücke in Viersen und Nettetal seit 1.4.2015 dauerhaft befriedet wurden. „Ich finde es unverantwortlich, dass Jäger auf meinem und anderen Grundstücken töten dürfen“, begründet Dieter Paul seinen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung, dem die zuständige Jagdbehörde innerhalb eines Jahres stattgegeben hat.„Der Entscheidungsprozess der Behörde hat trotz einer aktiven Jägerin als zuständige Beamtin weniger als ein Jahr gedauert", erklärt der Bauleiter. "Was mich ärgert, sind die hohen Kosten für einen Ausstieg aus einer Zwangsmitgliedschaft, der ich nie beitreten wollte. Es ist aber so, dass die Jäger eine wahnsinnige Macht haben, um Ihr unsinniges Treiben weiter ausführen zu können. Egal, Hauptsache die Tiere dürfen jetzt bei mir nicht mehr geschossen werden. Hoffentlich schließen sich noch viele Grundstücksbesitzer dem Ausstieg aus den Jagdgenossenschaften an.“ weiterlesen NRW: Grundstück in Mönchengladbach jagdfrei!
In Niederbayern wurden seit 2013 insgesamt 49 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke bei der unteren Jagdbehörde gestellt. Bisher seien rund 52 Hektar befriedet worden - 0,7 Prozent der bejagbaren Flächen. Dies berichtet die Passauer Neue Presse am 21.2.2015.In 31 Verfahren stehe die Entscheidung noch aus. Nach Informationen der Zeitung laufen in Oberbayern acht Verfahren, davon zwei im Landkreis Berchtesgaden, eines in Traunstein.	Österreich: Mehrere Jagdfreistellungsanträge
Wer in Österreich Wald- oder Wiesenflächen besitzt, muss auf diesen entweder selber für eine aktive Bejagung sorgen oder die Bejagung durch die örtliche Jagdgenossenschaft dulden. Doch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden - auch in Österreich nicht. Der erste österreichische Antrag auf jagdrechtliche Befriedung geht jetzt in die zweite Instanz. Weitere Anträge werden eingebracht. Im Oktober 2014 stellte erstmals ein österreichischer Grundbesitzer aus Kärnten einen entsprechenden Antrag, seine Waldflächen als „jagdfrei“ erklären zu lassen. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) berichtet am 13.2.2015, dass der Antrag Ende Januar zurückgewiesen wurde. Daraufhin wurde Anfang Februar Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht Kärnten gerichtet. Einen weiteren Antrag auf Jagdverbot auf ihrem Grundstück stellte eine Tierfreundin aus Oberösterreich bei der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. weiterlesen	Verfassungsbeschwerde gegen neues Bundesjagdgesetz
Zwei Tierschutzstiftungen, eine Stiftung aus Niedersachsen und eine Stiftung aus Bayern haben Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes eingelegt. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger auf ihren Flächen Tiere tot schießen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 26.06.2012 eindeutig entschieden hat, dass es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten.	Doch die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes gilt nicht für so genannte juristische Personen wie Tierschutzvereine oder Tierschutz-Stiftungen. Wenn also Tierschützer in Stiftungen oder Tierschutzvereinen zusammengeschlossen sind und Flächen besitzen, auf denen sie Biotope anlegen, um Lebensraum für Wildtiere zu schaffen, müssen sie weiterhin hinnehmen, dass Jäger auf diesen Flächen Tiere tot schießen! Lesen Sie dazu Pressemitteilung der Kanzlei Storr: Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht: Neues Jagdgesetz benachteiligt juristische Personen, die nicht zwangsbejagt werden wollenLesen Sie dazu auch: Skandal: Gesetzesänderung unter massivem Einfluss der Jagdlobby!
Bayern: 16 Anträge im Landkreis Pfarrkirchen
„Grundstücksbesitzer lehnen Jagd ab“, titelt die Passauer Neue Presse am 29.1.2015 und schreibt: „Mitbestimmen, was auf dem eigenen Grundstück geschieht, das ist das Ansinnen einer Anwohnerin aus Dobl im Trifterner Gemeindeteil Neukirchen. Sie lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab und will, dass auf ihrem Grund und Boden kein Wild mehr geschossen werden darf.“ Die Passauer Neue Presse fragte bei der Jagdbehörde nach: Allein im Landkreis Pfarrkirchen sind 16 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung gestellt worden. NRW: Waldbesitzer will Jagd verbieten lassen
Waldbesitzer Alexander von Spiegel aus Bielefeld-Senne in Nordrhein-Westfalen will die Jagd auf seinem Grundstück verbieten lassen. Er beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Es verstößt gegen den in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. Alexander von Spiegel, der aus einer Jägerfamilie stammt und aus Tradition den Jagdschein gemacht hat, sagt in einem Interview mit der Neuen Westfälischen vom 13.1.2015: „Ich lehne die Jagd inzwischen ab, weil sie mein ethisches Empfinden erheblich beeinträchtigt. Durch die Jagd werden die Wildtiere unnötig erschreckt und aufgescheucht.“ Der Waldbesitzer hält die Jagd für überflüssig und sogar störend für das Gleichgewicht in der Natur: Je mehr Tiere geschossen würden, desto mehr würden geboren. „Dass die Selbstregulierung funktioniert, wird in etlichen Nationalparks deutlich“, sagt er.Lesen Sie das Interview „Alexander von Spiegel will Jäger von seinem Grundstück verbannen“ (Neue Westfälische, 13.1.2015)	Niedersachsen: Antrag im Landkreis Wittmund
Elektro-Meister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. 100 Meter hinter seinem Grundstück steht ein Hochsitz auf einem Gemeindewaldweg. Im Dezember 2014 beantragte Ede Rieken den Austritt aus der Jagdgenossenschaft Moorweg: „Ausschlaggebend ist der letzte Vorfall am 11.12.2014, wo uns ein fremder Jäger bei Dunkelheit in die Wohnzimmerscheibe geschossen hat. Die Kugel hat mich nur um ca. einen halben Meter verfehlt! Die Kripo Wittmund versucht noch immer, gegen den Täter zu ermitteln.“ weiterlesen	Treibjagd auf der Pferdekoppel
„Hartwig Gravemeier sorgt sich um seine Pferde - Was treiben Jäger auf der Koppel?“, titeln die Westfälischen Nachrichten am 10.12.2014. Demnach hat ein Pferdehalter aus Ladbergen kein Verständnis dafür, dass Jäger und Treiber mit Jagdhunden während einer Treibjagd über seine Koppel liefen und die Pferde scheu machten. Zwei Pferde seien fast in Panik geraten. Die Treibjagd wurde nicht angekündigt, es gab auch keine Warnschilder. Dabei liegt eine viel befahrene Straße gleich um die Ecke. Erst vor wenigen Wochen war ein Pferd in einem Nachbarort vor ein Auto gelaufen.	„Auch in den Vorjahren hat es auf dem Ladberger Moor Ärger um Treibjagden gegeben“, schreiben die Westfälischen Nachrichten. „Ein Anwohner, ehemals wie andere auch „Zwangsmitglied“ einer Jagdgenossenschaft, hat es geschafft, dank neuerer Rechtsprechung aus diesem Verbund auszuscheiden. Jagden dürfen seitdem nicht mehr über sein Grundstück geführt werden.“Lesen Sie dazu: Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar jagdfrei!
DRadio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?
Deutschlandradio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?Sendung vom 5.12.2014Auf die Jagd gehen und Tiere erschießen: Manchen von uns macht das Spaß. Es gilt als Sport oder Hobby und ist - angeblich - Naturschutz. Andere glauben daran, dass sich der Tierbestand auch von alleine reguliert. Sie bezweifeln, dass das Wild wirklich den Wald kaputt beißt.DRadio begeleitet Jäger Paulus Müller auf der Pirsch nach Kaninchen.André Hölscher aus Ladbergen hat in diesem Jahr geschafft, Jäger von seinen Wiesen und Feldern zu verbannen. (SEHR HÖRENSWERT! - ab Minute 32:30)Potcast anhörenLesen Sie dazu auch den ausführlichen Bericht über das Grundstück von André Hölscher: Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar jagdfrei!	Österreich: Erster Antrag auf Jagdverbot
Österreich: Grundstückseigentümer stellt Antrag auf Jagdverbot»Keine Jagd auf meinem Grundstück!«Nach inzwischen vier Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden: Das höchste europäische Gericht stellte in Urteilen 1999 gegen Frankreich, 2007 gegen Luxemburg, 2012 und erneut 2013 gegen Deutschland fest, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt. Der Grundstückseigentümer, der rund 6,5 Hektar Wald im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten besitzt, beantragte am 27.10.2014 die Freistellung seiner Flächen von der Jagd. In seinem Antrag führt der Rechtsanwalt aus, dass er beinahe vegan (unter Verzicht auf beinahe alle Tierprodukte) lebe. Die auf seinen Grundstücken durchgeführte Jagd sei nicht mit seinen ethischen Grundsätzen vereinbar. weiterlesen Lesen Sie hier den Antrag des Waldbesitzers im Originaltext	ZDF berichtet über jagdfreie Grundstücke
In Niedersachsen beantragen immer mehr Grundstückseigentümer ein Jagdverbot auf ihren Flächen. Doch obwohl sie laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs damit ein Menschenrecht wahrnehmen, legen Behörden und Politik Steine in den Weg. „Jagdverbot kann teuer werden“, titelt der Weser Kurier am 11.2.2014. „Inzwischen haben mehr als 30 niedersächsische Grundeigentümer einen Antrag auf ‚Befriedung’ gestellt“, heißt es hier. Und die Behörden rechnen mit weiteren Anträgen. Allerdings sollen allein die Kosten so manchen Grundeigentümer abschrecken: „Gemäß der niedersächsischen Gebührenordnung können die zuständigen Behörden zwischen 1000 und 2000 Euro für die Bearbeitung der Anträge berechnen“, schreibt der Weser Kurier. „Das hat bereits zu geharnischten Protesten geführt, schließlich ist ein Antrag auf Jagdverbot zehn bis 20 Mal teurer als alle anderen Behördenleistungen in Sachen Jagdrecht.“ Niedersachsen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"
"Landeigentümer wollen ihr Recht durchsetzen: Ich will keine Jagd auf meinem Grundstück" titelt die Ostfriesen Zeitung am 3.2.2014. In dem lesenswerten Artikel wird über eine Grundstückseigentümerin berichtet, welche nicht länger dulden will, dass Jäger auf ihrem Grund und Boden Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen. Doch trotz eindeutigem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte stellt Niedersachsen den Grundstückseigentümern, die einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stellen, hohe Hürden. „Niedersachsen hat die meisten Schikanen“, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der bundesweit über 50 Grundstückseigentümer vertritt, im Interview mit der Ostfriesen Zeitung. "Dies soll die Grundeigentümer davon abhalten, ein vom Europäischen Gerichtshof zugesprochenes Menschenrecht wahrzunehmen." Lesen Sie den Artikel in der Ostfriesen Zeitung am 3.2.2014 (pdf-download) Lesen Sie das Interview mit Rechtsanwalt Dominik Storr in der Ostfriesen Zeitung 1.2.14: Grundbesitzer in Niedersachsen wehren sich
„Keine Jagd auf meinem Grund und Boden" titelt DIE WELT am 27.01.14. Demnach wollen in Schleswig-Holstein 20 Grundbesitzer Jagdverbote für ihr Land erwirken. "Vor dem Frühjahr wird voraussichtlich keine Entscheidung fallen", zitiert DIE WELT Referatsleiter Johann Böhling aus dem Umweltweltministerium. Von den 20 Anträgen stammten allein acht aus dem Kreis Ostholstein, weitere aus den Kreisen Plön, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie jeweils zwei aus Stormarn und Herzogtum Lauenburg. taz: "Wer Frieden will, muss zahlen"
Unter der Überschrift „Waidmanns-Stop - Wer Frieden will, muss zahlen“ berichtet die taz am 13.1.2014 über das Thema Zwangsbejagung ade: Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt, ist im Dezember 2013 nun eine Änderung des Bundesjagdgesetzes in Kraft getreten: Grundeigentümer können die Jagd auf ihren Flächen aus ethischen Gründen verbieten. „Wer dieses Recht wahrnehmen will, muss jedoch in Niedersachsen einen Berg Papierkram bewältigen und bis zu 2.000 Euro an Gebühren bezahlen“, schreibt die taz und zitiert Rechtsanwalt Dominik Storr von der Bürgerinitiative „Zwangsbejagung ade“, der zahlreiche Grundstückseigentümer vertritt: „Niedersachsen ist federführend, was die Schikanen angeht.“ Es gehe laut Rechtsanwalt Storr darum, dass eine akute Menschenrechtsverletzung abgestellt wird.Jan Gerdes von der Tierschutzstiftung Hof Butenland in Niedersachsen hat die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beantragt. Als ehemaliger Jäger weiß Jan Gerdes, wovon er spricht. Er habe viele Tiere gesehen, die nur angeschossen wurden und sich zu Tode quälten, zitiert ihn die taz: „Man fängt an, Mitleid zu bekommen.“ Lesen Sie den taz-Artikel 19.12.13: Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht
„Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht“, titelt die Rheinische Post am 19.12.2013 und schreibt: „Gregor von Danwitz hat Angst um seine Familie. Regelmäßig fliegen ihm auf seiner Plantage in Rasseln die Kugeln um die Ohren.“ Die Jäger würden der Obstanlage aus unterschiedlichen Richtungen schießen, wenn er mit seinem Hund auf dem Gelände unterwegs sei – und zwar ohne ihn als Eigentümer vorher zu informieren. Nicht nur er sei gefährdet, sondern auch seine Frau und der dreijährige Sohn sowie die Erntehelfer und Kunden.Beschwerden des Obstbauers bei den Behörden hatten bisher keinen Erfolg. Der Sprecher der Stadt verweist gegenüber der Rheinischen Post auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der zu dem Ergebnis kam, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer die Jagd auf ihren Flächen gegen ihren Willen dulden müssen. "Herr von Danwitz hat die Möglichkeit, seine Grundstücke aus der Jagd herausnehmen zu lassen", zitiert die Zeitung den Stadtsprecher.
Umweltverband beantragt jagdliche Befriedung seiner Grundstücke Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für die in seinem Eigentum befindlichen Grundstücke eine jagdliche Befriedung bei den jeweils zuständigen unteren Jagdbehörden beantragt. Die Naturschützer wollen sich damit von dem bisher nach Bundesjagdgesetz geltenden Jagdzwang befreien und die Jagd auf ihren rund 30 über das ganze Bundesland verteilten Flächen beenden. „Jagd ist ein zweifelhaftes Freizeitvergnügen, dessen Ausübung wir aus Gewissensgründen auf unseren Flächen nicht verantworten können“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Jagd stünde dem Tier- und Naturschutz und damit den Idealen der Vertreter seines Verbandes entgegen. Hintergrund ist das derzeit geltende Bundesjagdgesetz, das Vereine dazu zwingt, Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden. Damit wurde nach Ansicht des BUND das für das deutsche Recht verbindliche Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) aus dem Juni 2012 nur unzureichend umgesetzt. Der EGMR hatte festgestellt, dass ein Eigentümer nicht zur Jagd gezwungen werden darf, wenn er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Anders als das Bundesjagdgesetz schloss das Urteil Vereine nicht aus. „Auch aus naturschutzfachlicher Sicht ist es höchst problematisch, dass überall, selbst im Nationalpark und in fast allen Naturschutzgebieten, gejagt wird“, so Sticht. Durch Jagd komme es zur Beeinträchtigung von gefährdeten Lebensräumen sowie zur Störung und Tötung geschützter Arten. Quelle: Pressemeldung des BUND NRW vom 16.12.2013
Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 16.12.2013 über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR): Die Zwangsbejagung verstoße gegen das Recht von Besitzern privaten Waldes und landwirtschaftlicher Flächen, selbst zu entscheiden, ob auf ihrem Grund gejagt werden darf und dabei Tiere getötet werden. In dem Artikel greift die Süddeutsche unsere Kritik an der Umsetzung des EGMR-Urteils auf:„Die Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade kritisiert, dass den Grundstückseigentümern für diesen Schritt große Hürden auferlegt würden. Denn bei einem Austritt müssten sich die Eigentümer einer Gewissensprüfung durch die örtliche Jagdbehörde unterziehen, teilt die Initiative mit. Hinzu komme, dass die beantragte Befriedung des Grundstückes erst dann in Kraft trete, wenn der jeweilige Jagdpachtvertrag ausläuft. Das könne unter Umständen viele Jahre dauern, moniert die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung und empfiehlt den Grundstückseigentümern, in ihrem Antrag anzumerken, dass es aus Gewissensgründen unzumutbar wäre, den Ablauf des Jagdpachtvertrages abzuwarten.“ Erneute Entscheidung des Europ. Gerichtshofs
11.12.13: Erneute Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Zwangsbejagung in DeutschlandDie Zwangsbejagung von Grundstücken einer vegan lebenden Familie verstößt gegen die Europäische Konvention für Menschenrechte (EKMR). Dies entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am 15.11.2013 in der Sache Scholvien et al gegen die Bundesrepublik Deutschland. Familie Scholvien protestiert bereits seit Jahren gegen die Zwangsbejagung, insbesondere die Errichtung eines Hochsitzes auf ihrem Grundstück. Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 1999 im Falle französischer Kläger, die gegen die Zwangsbejagung ihrer Grundstücke geklagt hatten, riefen die Scholviens die deutschen Gerichte an: Die vegan lebenden Tierfreunde konnten es sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schossen. Nachdem alle deutschen Gerichte bis zum Bundesverfassunggericht die Klage zurückgewiesen hatten, reichte Familie Scholvien bereits im Jahr 2008 Beschwerde beim EGMR ein. Am 15.11.2013 stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Menschenrechte fest und verurteilte die Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung einer Entschädigung.Link zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechtedownload Urteil in englischer Sprache als pdfdownload Urteil in englischer Sprache als word-Dokument	4.12.13: Heftiger Streit um Treibjagd
„Heftiger Streit um Treibjagd“, titelt der Nordkurier am 4.12.2013. Demnach wehrt sich ein Grundstückseigentümer dagegen, dass Jäger in seiner Schonung eine Treibjagd veranstalteten. Die Aufforstungsfläche war durch einen Wildzaun geschützt, der von den Jägern an mehreren Stellen zu Boden gedrückt wurde – an einer Stelle wurde sogar ein Loch in den Zaun geschnitten.„Überdies hätten seine Schafe Panik erlitten. Gut 60 der 300er Herde weideten am Grundstück. Ebenso war das Pferd aufgeschreckt“, so die Zeitung. Der Grundstückseigentümer rief die Polizei und stellte Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Der Vorsitzender des Kreisjagdverbandes verwies gegenüber dem Nordkurier auf die Gesetzeslage, wonach keiner irgendwo die Jagd verbieten könne. "Eine Einschränkung gebe es aber. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte geurteilt, wenn Leute aus ethischen Gründen auf ihren Flächen keine Jagd wünschen." RTL-Reportage "Erschossene Haustiere"
Sehen Sie die RTL-Reportage „Erschossene Haustiere“ vom 28.10.13 in der Mediathek von RTL.Inhalt: Bewohner in einem kleinen Dorf in Schleswig Holstein trauern. Ein elf Monate alter Hund wird vom ortsansässigen Jäger erschossen. Es kommt zur Anzeige, weil die Hundebesitzerin nicht glauben will, dass ihr Hund gewildert hat. Polizei und Justiz ermitteln. Zeitungen berichten über den Fall. Der Jäger sieht sich einer Hetzjagd ausgesetzt, dabei habe er nach gültigem Jagdrecht gehandelt.Ähnlich sehen es in Deutschland andere Jäger, die zum Schutz des Wildes auch Katzen töten, wenn sie zu weit vom letzten Haus im Dorf entfernt angetroffen werden. Katzen müssen laut Jagdrecht dabei nicht mal wildern. Tierschutzorganisationen, die prinzipiell den Abschuss von Haustieren ablehnen, schreiben immer dann, wenn ein Tötungsfall öffentlich wird von den drei „S“ der Jäger: „Schießen, schaufeln, schweigen“. Informationen der Produktionsfirma zur Sendung mit TrailerKompette Sendung in der RTL-Mediathek ansehen (kostet 99 Cent)	14.10. NDR: "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"
Das NDR-Fernsehen sendete am 14.10.2013 die Reportage „45 Minuten“ mit dem Titel „Waidmannsheil – Jägern auf der Spur“.„Die Jagd ist für die einen eine wichtige Tradition, für die anderen grausam und überholt. Das deutsche Jagdrecht gewährt den 350.000 Jägern in Deutschland weitreichende Privilegien. Ist es noch zeitgemäß? Und wie sinnvoll sind einzelne Arten der Jagd? Brauchen wir sie überhaupt noch?“ (Senderinformation)weiterlesenInformationen des NDR zur SendungVideo online ansehen (45 min) Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie
Prof. Dr. Josef H. Reichholf zum Thema «Jägerlatein und Wildbiologie», Vortragsabend vom 15. 10. 2013 an der Uni Basel:"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen. Warum es funktionieren kann. Die Theorie verständlich erklärt." Bereits 1974 ist im Kanton Genf in der Schweiz ein vollständiges Jagdverbot in Kraft getreten. Seither wurden deutliche Veränderungen im Verhalten der Wildtiere festgestellt, die für alle Beteiligten (Tier, Pflanze und Mensch) eine Besserung gebracht haben: Die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich, die Tiere verlieren einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird, und die Menschen erhalten ein verlorengegangenes Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge zurück. Lesen Sie dazu: www.jagdreguliertnicht.ch
12.9.13: Am Ölberg ruht die Jagd
»Am Ölberg ruht die Jagd - Jagdgegner Günter Scheuring hat auf 2000 Quadratmetern bei Ostheim „befriedete Fläche“«, titelt die Main Post am 12.9.2013. Günter Scheurich hat auf seinem Grundstück am Ostheimer Ölberg Schilder aufgestellt, welche die Grundstücksgrenze zeigen. „Jagdfreies Grundstück“ steht auf den Schildern. Denn: Seine rund 2000 Quadratmeter Streuobstwiese sind eine „befriedete Fläche“. „Hier sollen auch die Tiere ihren Frieden haben. Auf ihr wird es erst einmal keine Jagd mehr geben. Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt hat dem zugestimmt – nach Absprache mit dem Ostheimer Jagdpächter und der Jagdgenossenschaft“, schreibt die Main Post. Der Tierschützer beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012. Demzufolge legt die in Deutschland geltende Verpflichtung, die Jagd auf dem eigenen Grundstück dulden zu müssen, Grundstücksbesitzern, welche die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auf. Damit folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich und Luxemburg betrafen.Günter Scheurich hatte bereits vor einigen Monaten einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf seinem Grundstück gestellt und einen Anwalt eingeschaltet. SWR Fernsehen: Streit am Grundstückszaun
"Streit am Grundstückszaun - Jäger machen Front gegen Rentnerin"Das SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz berichtete in der Landesschau vom 22.8.2013 über Frau Scheibe, welche die Jagd auf ihrem Grundstück nicht dulden will."Margot Scheibe aus Lauterecken lebt wie im Paradies. Ihr Grundstück liegt im Wald und ist mit 25 Hektar supergroß. Und die Tiere des Waldes gehen bei ihr ein und aus - eine Arche Noah mitten im Pfälzer Bergland.Umgeben ist die Idylle von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Aber an genau diesem Zaun erhitzen sich derzeit die Gemüter, insbesondere die der Jäger. Die nämlich wollen bei ihren Treibjagden auch das Wild jagen, das sich hinter den Zaun flüchtet. Dagegen aber hat Margot Scheibe etwas..." (aus der Ankündigung des SWR)	Deutschlandradio: "Schussfreie Zone"
Das Deutschlandradio berichtete am 9.7.2013 zum Thema: "Schussfreie Zone" – Bericht über eine Winzerfamilie, die auf ihrem Grundstück keine Jäger haben will.Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012 gab einem deutschen Waldbesitzer recht, der es aus ethischen Gründen nicht länger hinnehmen wollte, dass auf seinem Grund und Boden gejagt wird. "Genau auf dieses Urteil beruft sich auch Sarah Maria Gänz mit ihrer Familie. Familie Gänz betreibt ein Biohotel und ein Weingut bei Bad Kreuznach", heißt es in der Online-Ausgabe des Deutschlandradios. Hören Sie den Beitrag hierLesen Sie den Kommentar der Winzerfamilie Gänz zu dem Radiobeitrag Skandal:
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz verkehrt Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ins Gegenteil!Die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die Menschenrechte. Dennoch hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz den Eilantrag des Bio-Winzers Gänz aus Hackenheim zurückgewiesen. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden. In der Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 26.6.2013 – also genau ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen die Zwangsbejagung – heißt es: „Die Jagd aus Gewissensgründen ablehnender Grundstückseigentümer muss Jagdausübung auf seinen Grundstücken vorläufig weiter dulden“. Genau ein Jahr zuvor, nämlich am 26.6.2012 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sein Urteil verkündet, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.Somit waren bestehende Regelungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Die Gesetzesänderung ist ein Kniefall
Am 6.6.2013 wurde das "Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften" im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und wird sechs Monate später, am 6.12.2013 in Kraft treten. Schon beim ersten Gesetzesentwurf aus dem Aigner-Ministerium war klar: Man gar nicht mal zwischen den Zeilen lesen, um festzustellen, dass die Gesetzesänderung die Handschrift der jagenden Lobby trägt - und das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv torpediert. Lesen Sie Skandal Nr. 1 bis 9Lesen Sie das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften, im Bundesgesetzblatt veröfffentlicht am 6.6.2013Lesen Sie die Stellungnahme des Deutschen Tierschutzbunds zur Jagdgesetzänderung Antwort aus dem Umweltministerium Rheinland-Pfalz
Mit einem Offenen Brief vom 5.3.2013 hatte sich die bundesweite Bürgerinitiative "Zwangsbejagung ade" an alle Bundesratsmitglieder gewendet, mit der Bitte, die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Pflichtmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften nicht zu unterzeichnen. Denn: "Im vorliegenden Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes sind Hindernisse und Einschränkungen vorgesehen, die Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden aus ethischen Gründen ablehnen, erneut in ihren Menschen- und Grundrechten verletzen."Am 22.3.2013 ließ der Bundesrat das umstrittene Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften passieren. Am 28.5.2013 erhielten wir eine Antwort von Ministerin Ulrike Höfken, rheinland-pfälzisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten. Demnach stehe die Verkündung des Gesetzes zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften im Bundesgesetzblatt unmittelbar bevor. In dem Schreiben der Ministerin heißt es: "Mit dem Inkrafttreten (voraussichtlich in sechs Monaten) gilt die vom Bundesgesetzgeber verabschiedete Regelung im gesamten Bundesgebiet, somit dann auch unmittelbar in Rheinland-Pfalz. Allerdings liegen bereits Ankündigungen gerichtlicher Überprüfungen der bundesgesetzlichen Regelung vor." Für die Bundesländer bestehe die Möglichkeit, von der Bundesregelung abzuweichen."In der Frage, ob das Land Rheinland-Pfalz von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, erscheint es mir zunächst sinnvoll, die sich abzeichnenden rechtlichen Auseinandersetzungen in dieser Frage genau zu beobachten", so Ministerin Höfken weiter.Das heißt im Klartext: Grundstückseigentümer in Rheinland-Pfalz müssen weiter gegen ihren Willen die zwangsweise Bejagung ihrer Grundstücke hinnehmen - obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am 26.6.2012 mit großer Richtermehrheit zu dem Urteil kam, dass es nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen. So muss auch die Bio-Winzerfamilie Gänz aus Hackenheim (Rheinland-Pfalz) weiter warten, dass ihre Grundstücke jagdfrei gestellt werden. „Bis heute gibt es keinen Beweis, dass die Jagd notwendig ist. Dass dafür dann auf meinen Grundstücken unzählige Tiere einen unnötigen und meist qualvollen Tod sterben müssen, kann ich beim besten Willen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren”, sagt der Grundstücksinhaber Albert Gänz. Die Grundstückseigentümer müssen - trotz eindeutigem Urteil des höchsten Europäischen Gerichts - jetzt wieder den Weg durch die Instanzen nehmen...
Jägerpräsident: das gesamte Reviersystem in Gefahr
Der Bayerische Jägerpräsident Vocke sieht das gesamte deutsche Reviersystem in Gefahr, sollte sich aus einzelnen Klägern eine Bewegung der Jagdgegner entwickeln. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung am 6.5.2013 und schreibt: „Im Bayerischen Jagdverband herrscht helle Aufregung. Seit einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts vom Februar dieses Jahres können Grundstückseigentümer ‚aus ethischen Gründen’ ablehnen, dass auf ihrem Besitz gejagt wird.“ ARD: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?
"Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?", so lautete die Frage in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" vom 29.04.2013 mit dem Titel "Tier oder wir - Wie viel Natur erträgt der Mensch?". In der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern wurde deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun. Sehen Sie: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport? (Hart aber fair, Sendung vom 29.04.2013)Sehen Sie: Wildtiere erobern die Städte (Hart aber fair, Sendung vom 29.4.2013)Die gesamte Diskussion sehen Sie hier BILD titelte nach der Sendung: HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-KönigDenn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu: “Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin: „Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben". VG Koblenz weist Eilantrag von Bio-Winzer zurück
Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die MenschenrechteDennoch weist das Verwaltungsgericht Koblenz Eilantrag des Bio-Winzers Gänz zurückIn Bayern wird derzeit ein Grundstück nach dem anderen im Eilverfahren vorläufig jagdfrei gestellt, weil die Eigentümer das Töten von wild lebenden Tieren auf ihrem Grund und Boden nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können und sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs berufen, der 2012 entschieden hat, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt. Und in Baden-Württemberg gestatten Landratsämter Grundstückseigentümern vorläufig den Austritt aus der Jagdgenossenschaft. Vor diesem Hintergrund kommt es völlig überraschend, dass das Verwaltungsgericht Koblenz (Rheinland-Pfalz) mit Beschluss vom 17.04.2013 einen Eilantrag des Inhabers des Weinguts und Biohotels Gänz aus Hackenheim (Rheinland-Pfalz) zurückgewiesen hat. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden. weiterlesen Gerichte stellen immer mehr Grundstücke jagdfrei
Am 22.3.2013 ließ der Bundesrat das umstrittene Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften passieren. Die bundesweite Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade hatte sich in einem Offenen Brief an alle Mitglieder des Bundestags und des Bundesrats mit dem Appell gewandt, dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Währenddessen werden aufgrund von Gerichtsbeschlüssen immer mehr Grundstücke in Deutschland jagdfrei gestellt. Das umstrittene Gesetz war unter massiver Einflussnahme der Jagdlobby im Landwirtschaftsministerium von Ilse Aigner erstellt worden. Trotz völlig eindeutiger Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs wurde offen ausgesprochen, dass man den unfreiwilligen Jagdgenossen den Austritt aus der Jagdgenossenschaft so schwer wie möglich machen möchte. Bei der Öffentlichen Anhörung des Agrarausschusses am 20.02.2013 sprach eine Grundstückseigentümerin, die ein Bio-Weingut besitzt, den Parlamentarischen Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Peter Bleser, an: »Die Politik macht es den Grundstückseigentümern ganz schön schwer, ihr Grund- und Menschenrecht wahrzunehmen.« - Daraufhin antwortete Staatssekretär Bleser: »Ja, das ist auch genau unsere Absicht.« Am 28.2.2013 wurde das Gesetz dann mitten in der Nacht von einem kleinen Häuflein Bundestagsabgeordneter beschlossen - ohne jegliche parlamentarische Diskussion. Gerichtsbeschlüsse: Die ersten jagdfreien GrundstückeDoch während die Politik dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Zwangsbejagung nicht gerecht wurde, stellen gleichzeitig Gerichte immer mehr Grundstücke jagdfrei:Die Verwaltungsgerichte Würzburg und Regensburg schlossen sich damit der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an, der am 30.1.2013 in zwei Eilverfahren entschieden hatte, dass auf den Grundstücken von zwei Tierschützern in Unterfranken vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (BayVGH, Beschlüsse v. 30.01.2013 - 19 AE 12.2122 u. 19 AE 12.2123)Das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg hat am 5.3.2013 in einem Eilverfahren ein Grundstück vorläufig jagdfrei gestellt. (VG Würzburg, Beschluss v. 05.03.2013 - W 5 E 13.138)Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (VG Regensburg, Beschluss v. 19.02.2013 - RN 4 E 13.183)Ganze 47 Grundstücke eines Landwirts hat das VG Regensburg am 18.4.2013 vorläufig jagdfrei gestellt. (VG Regensburg, Beschluss v. 18.4.2013, Az.: RN 4 E 13.310)Vier weitere Waldgrundstücke im Landkreis Kelheim sind laut Beschluss des VG Regensburg vom 18.04.2013 ab 01.05.2013 ebenfalls vorläufig jagdfrei gestellt. (VG Regensburg, Beschluss v. 18.04.2013, Az.: RN 4 E 13.582)Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben inzwischen Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt - und fast täglich kommen neue hinzu.
In Baden-Württemberg hat das Landratsamt Konstanz als erste Behörde in Deutschland einem Landwirt vorläufig den Austritt aus der Jagdgenossenschaft gestattet, um einer Verurteilung durch das Verwaltungsgericht Freiburg im Eilverfahren zu entgehen. Das Landratsamt Calw, ebenfalls Baden-Württemberg, hat sich dieser Vorgehensweise angeschlossen. Andere Behörden haben bereits signalisiert, gleichartig zu entscheiden. Damit entlassen die ersten Behörden in Deutschland Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihren Flächen ablehnen, vorläufig aus der Zwangsmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften. Endgültige Regelungen werden erst nach Inkrafttreten der Änderungen des Bundesjagdgesetzes vorgenommen. »Es freut meine Mandanten und mich, dass der durch die gerichtlichen Eilanträge aufgebaute Druck auf die Behörden Erfolge bringt«, so Rechtsanwalt Dominik Storr, der zahlreiche Grundstückseigentümer vertritt. »Es ist auch sehr begrüßenswert, dass Behörden dem Begehren von Jagdgegner nachkommen, so dass in diesen Fällen entsprechende gerichtliche Eilanträge nicht mehr notwendig sind.« Grundbesitzer hält neues Jagdgesetz für skandalös
"Grundbesitzer hält neues Jagdgesetz für skandalös", titelt die Ibbenbürener Volkszeitung am 05.04.2013 und berichtet von Horst Löbbert aus Mettingen, der nicht länger dulden will, dass Jäger auf seinem Grund und Boden Tiere ins Visier nehmen. Das neue Gesetz, das kürzlich den Bundesrat passiert hat, hält Löbbert für einen Skandal, berichtet die Ibbenbürener Volkszeitung und zitiert den Grundstücksbesitzer wie folgt: Die »Eigentümern, die auf das Recht pochen, werden durch das Gesetz hohe Hürden vorgesetzt«, sagt er. Dadurch sei es fast nicht möglich, eine Befriedung seines Grundstücks zu erreichen. Befriedung heißt, dass Jäger seine Fläche meiden müssen. Der Grundstückseigentümer müsse seine »ethischen Motive« glaubhaft machen, erläutert Löbbert.Machen Sie mit bei der online-Abstimmung der Ibbenbürener Volkszeitung (rechte Seite etwas runterscrollen)	17.3.13: Biowinzer wollen Jäger aussperren
"Biowinzer wollen Jäger aussperren - Grundstückseigentümer möchten nicht auf umstrittene Änderung des Bundesgesetzes warten: Eilantrag beim Verwaltungsgericht", titelt die Rheinpfalz am 17.3.2013 und schreibt: "Auf den 60 Grundstücken des Bio-Weingutes Gänz soll nicht mehr gejagt werden dürfen. Und zwar möglichst bald. Das will die Winzerfamilie aus dem Kreis Bad Kreuznach mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Koblenz erreichen. Sie beruft sich auf eine im Juni verkündete Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte." Dem Artikel zufolge äußere sich auch das rheinland-pfälzische Umweltministerium kritisch: Rheinland-Pfalz setze sich dafür ein, dass Tierschutzbelange stärker im Jagdrecht berücksichtigt werden. Rheinland-Pfalz werde sich in der Bundesratssitzung am 22. März ”nochmals für den Verzicht auf unnötigen Verwaltungsaufwand sowie für den fairen Umgang mit den Grundeigentümern, die die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, einsetzen”, zitiert die Rheinpfalz das Umweltministerium. Richter "befrieden" Grundstücke
"Richter „befrieden“ Grundstücke: Jagdgegner bekommt recht", titelt die Main Post am 12.3.2013 und schreibt: "Zwei weitere bisher dem Jagdrecht unterliegende Flächen in der Region sind „befriedet“. Das Verwaltungsgericht Würzburg (VG) hat nach einer Klage von Stefan Körber (39) entschieden, dass auf Grundstücken in Dettelbach und Mainsondheim ab April bis auf weiteres nicht auf Wildtiere geschossen werden darf." Lesen Sie: Gerichtsbeschlüsse - Immer mehr jagdfreie Grundstücke	MDR: Jagdverbot aus Gewissensgründen
Der MDR THÜRINGEN berichtete am 11.3.2013 über Wald- und Flurbesitzer, die ein Jagdverbot auf ihren Grundstücken beantragt haben. Die Grundstückseigentümer berufen sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom Juni 2012. Informationen zur SendungSendung ansehen Sendung bei youtube	Gerichtsbeschlüsse:
Aufgrund von Gerichtsbeschlüssen wurden bereits die Grundstücke von vier Grundstückseigentümern in Deutschland jagdfrei gestellt: Das Bayerische Verwaltungsgerichts Würzburg hat am 5.03.2013 in einem Eilverfahren zwei Grundstücke in einer Gesamtgröße von ca. 2,5 Hektar vorläufig jagdfrei gestellt. (VG Würzburg, Beschluss v. 05.03.2013 - W 5 E 13.138)Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (VG Regensburg, Beschluss v. 19.02.2013 - RN 4 E 13.183)Die Verwaltungsgerichte Würzburg und Regensburg schlossen sich der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an: Der BayVGH hatte am 30.1.2013 in zwei Eilverfahren entschieden, dass auf den Grundstücken von zwei Tierschützern in Unterfranken vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (BayVGH, Beschlüsse v. 30.01.2013 - 19 AE 12.2122 u. 19 AE 12.2123)Mit diesen beiden Beschlüssen hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof Rechtsgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelang es ethischen Jagdgegnern, ihr der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben inzwischen Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt - und fast täglich kommen neue hinzu. BayVGH stellt Mithaftung für Wildschäden Absage
Der Bay. Verwaltungsgerichtshof erteilt der Mithaftung der ethischen Jagdgegner für Wildschäden im angrenzenden Jagdrevier eine klare Absage: Während der Gesetzesentwurf der Bundesregierung vorsieht, dass die ethischen Jagdgegner für Wildschäden bei den Nachbarn, die der Jagdgenossenschaft angehören, mithaften, kommt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zu einem ganz anderen Ergebnis: Es bestehe kein Anlass, in die hiesige vorläufige Regelung Bedingungen aufzunehmen, unter denen der Antragsteller zu einer Entrichtung von Wildschadenersatz an die Jagdgenossenschaft oder an ihre Mitglieder verpflichtet ist. Es obliege dem Revierinhaber, die Auswirkungen zu bewältigen, die durch eine andere Wilddichte im Nachbarrevier ausgelöst werden.
Eilanträge aus ganz Deutschland
Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben bereits Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt und fast täglich kommen neue hinzu. Die Lawine rollt! Wir empfehlen Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihrem Eigentum nicht länger dulden wollen, ebenfalls entsprechende Eilverfahren unter Berufung auf die Beschlüsse des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.01.2013 einzuleiten.Um Ihrem Antrag mehr Nachdruck zu verleihen, gibt es das Angebot der Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade, Herrn Rechtsanwalt Dominik Storr mit der Durchsetzung Ihrer Rechte zu beauftragen, was auch ratsam ist, damit Ihr Begehren ernst genommen wird. Kontakt per e-mail: storr@buergeranwalt.com Internetauftritt: www.buergeranwalt.com Lesen Sie zu diesem Thema auch das Interview mit Rechtsanwalt Dominik Storr: „Die Jäger sind für die meisten Probleme selbst verantwortlich“
Eilantrag für 60 Grundstücke
Rechtsanwalt Dominik Storr hat uns am 26.2.2013 mitgeteilt, dass er den bisher umfangreichsten Eilantrag, der ca. 60 Grundstücke der Familie Gänz (Bio-Weingut und Bio-Hotel) aus Hackenheim betrifft, bei Gericht eingereicht hat. Lesen Sie dazu auch: endlich-jagdfrei.deEbenso stellt Herr Storr einen Eilantrag für einen Landwirt aus der Nähe von Regensburg, nachdem das Verwaltungsgericht Regensburg einem anderen Eilantrag innerhalb nur einer Woche stattgegeben hatte. Dieser Landwirt verfügt über rund 50 Grundstücke.Es geht also mit großen Schritten voran. Es wäre für die Tiere schön, wenn noch andere Winzer/Landwirte nachziehen würden.	TV touring: JAGDGEGNER BEKOMMT RECHT!
Bericht in ZDF "heute nacht"
Das ZDF berichtete am am Mi., 13.2.2013 in heute nacht über den Beschluss des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Für diesen Beitrag wurde Roland Dunkel interviewt, auf dessen Grundstück ab 1. April 2013 nicht mehr gejagt wird.Sehen Sie die Sendung in der Mediathek (ab Minute 5:25). Bericht im Bayerischen Fersehen, Magazin Quer
Das Bayerische Fernsehen berichtete am 14.2.2013 im Magazin Quer zum Thema "Waidmanns Leid - Tierschützer bremsen Jäger aus".Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes ist es ethischen Jagdgegnern gelungen, ihre der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen. Roland Dunkel und Ursula Becker wurden für das magazin Quer auf ihren Grundstücken interviewt und gefilmt. Leider übernimmt die Sendung ungeprüft das ewige Jägerlatein (Wildschäden, Wildseuchen, Tollwut, Verkehrsunfälle etc.).Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Tollwut in Deutschland seit Jahren nicht mehr vorkommt, dass von Füchsen im Wald keine Fuchsbandwurmgefahr für den Menschen ausgeht und dass „Tierseuchen“ wie die Schweinepest aus der industriellen Schweinemast entspringen und die Wildschweine nicht als Erstverursacher anzusehen sind. Dies bestätigte auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Aufgrund einer Stellungnahme der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen bei Tieren, wonach in Wildschweingebieten ohne KSP-Problematik kein erhöhtes Einschleppungsrisiko für Hausschweine bestehe, ist dieser zu dem Ergebnis gelangt, dass eine hohe Wildschweinpopulation nicht als Erstursache für den Ausbruch von Tierseuchen angesehen werden kann. Danach kann nach Auffassung des BayVGH nicht von einer automatischen seuchenrechtlichen Gefährdungslage aufgrund eines hohen Wildschweinbestandes ausgegangen werden (vgl. BayVGH, Beschluss v. 14.01.2005, W 6 S 04.1496).Es gibt wissenschaftliche Langzeitstudien, die belegen, dass ein hoher Jagddruck die Vermehrung von Wildschweinen fördert und das „Wildschweinproblem“ damit immer weiter verschärft.All dies sind Fakten, die in der Öffentlichkeit einfach nicht zu Kenntnis genommen werden.Sehen Sie die Sendung in der Mediathek	Forderungen des BUND Naturschutz
Der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften wirft viele Fragen auf und erfüllt nicht die Vorgaben, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) dem Gesetzgeber auferlegt hat.So sollen beispielsweise Eigentümer, welche die Jagd auf ihren Grundstücken ablehnen, für sogenannte Wildschäden auf den umliegenden Flächen mithaften.Diese eklatante finanzielle Hürde für eben jene Grundstückseigentümer missachtet nicht nur das Recht, das ihnen der EGMR unentgeltlich zugesichert hat, sondern steht auch in völlig unbestreitbarem Widerspruch zu den Fakten: Denn die Eigentümer jagdfreier Flächen sind nicht verantwortlich für entstehende Wildschäden - und sollten somit auch nicht finanziell zur Verantwortung gezogen werden.Lesen Sie hierzu mehr in der Stellungnahme einiger Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet, welche ihre Grundstücke aus der Bejagung herausnehmen möchten.
„Keine Jagd auf meinem Grundstück!“Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30.01.2013, der unanfechtbar ist, in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Mit diesem Beschluss, den der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ausführlich begründete, hat der erkennende Senat Rechtsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelingt es einem ethischen Jagdgegner, sein der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen. Die Vorschriften betreffend des Jagdausübungsrechts durch die Jagdgenossenschaft, welcher der Grundstückseigentümer zwangsweise angehört, sind ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht anzuwenden (BayVGH, Beschluss vom 30.01.2013 - 19 AE 12.2123). weiterlesen Bayerischer Rundfunk, 6.2.2013
PROZESS - Jagdgegner gewinnt: Auf seiner Wiese darf nicht getötet werden"Roland Dunkel ist der Erste in Bayern, der seine Wiese für befriedet erklären darf. Er will nicht, dass dort Tiere getötet werden. Eine Gesetzesnovelle ist schon auf dem Weg."Augsburger Allgemeine online, 9.2.2013Urteil: Jagd-Gegner darf Bambi schützen "Roland Dunkel mag Rehe und konnte bislang trotzdem nichts dagegen tun, dass die Tiere auf seiner Wiese getötet werden. Nach jahrelangem Kampf hat er jetzt vor Gericht gewonnen. Die Jäger-Lobby ist geschockt, das Urteil könnte unabsehbare Folgen für sie haben."Süddeutsche Zeitung online, 5.2.2013Jagdgegner gewinnen vor Gericht"Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat vergangene Woche entschieden, dass auf Dunkels Wiese vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Auch eine Grundstücksbesitzerin aus Würzburg muss die Jagd nicht mehr zulassen. Beide Fälle hat Rechtsanwalt Dominik Storr aus Neustadt am Main vertreten. Von einem „riesigen Erfolg“ spricht er und findet, der Verwaltungsgerichtshof habe damit „Rechtsgeschichte“ geschrieben." Donaukurier online, 5.2.2013Jagdgegner bekommt recht: Das Töten von Tieren muss man auf seinem Grundstück nicht akzeptieren"Der Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts für ein neues Jagdrecht sieht vor, dass ethische Jagdgegner für Wildschäden mithaften. „Ein juristischer Skandal“, findet Storr. So sollten Jagdgegner eingeschüchtert werden, auf ihr Recht zu verzichten.Zu einem ganz anderen Ergebnis sei der VGH gekommen. Das Gericht habe keinen Anlass gesehen, Dunkel zu einer Entrichtung von Wildschadenersatz an die Jagdgenossenschaft oder an ihre Mitglieder zu verpflichten. Damit habe das Gericht dem Gesetzgeber den Wink gegeben, „dass es juristisch nicht statthaft ist, den ethischen Jagdgegnern Geld abzuknöpfen, nur weil diese von einem Menschenrecht Gebrauch machen“."Main Post online, 5.2.2013Tierschützer muss Jagd auf Grundstück nicht dulden"Richter geben Tierfreund Recht Ein Tierschützer muss die Jagd auf seinem Grundstück nicht hinnehmen, auch wenn dieses der generellen Jagdpflicht unterliegt. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in einem Eilverfahren entschieden."Main Echo online, 5.2.2013Urteil: Tierschützer muss Jagd auf Grundstück nicht dulden"Ein Tierschützer muss die Jagd auf seinem Grundstück nicht hinnehmen, auch wenn dieses der generellen Jagdpflicht unterliegt. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in einem Eilverfahren entschieden. Der 19. Senat trage damit der Auffassung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte Rechnung, teilte der Verwaltungsgerichtshof in München am Dienstag mit." Augsburger Allgemeine online, 5.2.2013
Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu: „Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“ Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet. Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."Lesen Sie dazu: Lusthaftigkeit des Tötens TV-Sendung: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"
Das Bayerische Fernsehen berichtete am 16.11.2012 in der Sendung "Unser Land"zu dem Thema "Jagd auf fremdem Grund: Ist das in Zukunft noch erlaubt?" Für diese Sendung wurden Roland Dunkel vom Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. und sein Rechtsanwalt Dominik Storr interviewt. Roland Dunkel wehrt sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die zwangsweise Bejagung seines Grundstücks. Er beruft sich dabei auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, der wie schon zuvor für Frankreich und Luxemburg feststellte, dass es gegen die Europäische Menschrechtskonvention verstößt, wenn ein Grundstücksbesitzer die Jagd auf seinem Land dulden müssen, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.Link zu Sicht der Kläger Sendung online ansehenWir freuen uns, dass dieses Thema immer mehr in die öffentliche Berichterstattung rückt, und hoffen, dass die Grundstückseigentümer in Deutschland endlich zu ihrem Recht kommen. Der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf erklärt in der BR-Sendung "Unser Land" vom 16.11.2012, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: „Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.“ Die Wildtiere würden ihre übermäßige Scheu verlieren, so dass Naturfreunde die Tiere wieder zu Gesicht bekämen.Außerdem könnten Ruhezonen die gefürchteten Wildschäden vermindern: „Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss. Was es frisst, entnimmt es verstärkt der Ruhezone. Dadurch werden die angrenzenden Flächen eher entlastet als durch das Wild belastet.“ Lesen Sie dazu: Fakten gegen die Jagd
WDR, 30.11.12: Grundstücksbesitzer contra Jäger
Der WDR (Sendung Lokalzeit) und die Münsterländische Volkszeitung berichten am 30.11.2012 von dem Grundstückseigentümer Andre Hölscher, der sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte beruft und die Jagd auf seinem 4,6 Hektar Grund und Boden nicht länger dulden will. Und so steht er – bekleidet mit einer Warnweste – auf seiner Wiese, weil der Jagdpächter eine Treibjagd auf Hasen und Kaninchen veranstaltet. Die Münsterländische Volkszeitung schreibt: „Die Jäger betreten die Weide, Andre Hölscher zieht sich langsam zurück. In einer Hand hält er ein Schild hoch. „Keine Jagd auf meinem Grundstück!“ ist darauf zu lesen.“ Zwangsbejagung ade!
Wenn auch Sie Eigentümer eines bejagten Grundstücks sind und sich der Zwangsbejagung widersetzen oder wenn Sie die Bemühungen der Bürgerinitiative »Zwangsbejagung ade« finanziell unterstützen möchten, so nehmen Sie bitte Kontakt auf:
In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke: Seit 1. April 2014 sind in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. In Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet. Mit Ablauf des aktuellen Jagdjahres werden weitere Grundstücke in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein jagdfrei gestellt.Ein großartiger Erfolg im Sinne der Rechte von Grundstückseigentümern und des Tierschutzes! Immer mehr Grundstückseigentümer, die ihren Wald, ihre Wiesen und Felder nicht bejagen lassen wollen, beantragen das Ruhen der Jagd. Möglich macht dies ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.
Von Rechtsanwalt Dominik StorrEs ist wieder die Zeit gekommen, in der vermehrt paramilitärisch gekleidete und schwerbewaffnete Jäger ihre Aggressionen und ihre anderen niederen Beweggründe an den (unbewaffneten) Tieren auslassen. Dabei sind unabhängige Wissenschaftler, d.h. diejenigen, die nicht selbst jagen, längst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Jagd nicht nur überflüssig, sondern auch in höchstem Maße schädlich ist.Jagd ist der Artenfeind Nr. 2 gleich nach der konventionellen Landwirtschaft, sagt zum Beispiel der renommierte Zoologe Prof. Reichholf, der auf diesem Gebiet ein international anerkannter Experte ist. Die Jagd zerstört das Gleichgewicht in den Naturabläufen. Die Jagd sorgt bei einigen Arten wie Schwarz- und Rehwild für überhöhte Wildbestände (und damit auch für mehr Wildschäden), bei anderen, seltenen Arten führt sie zur Bestandsminimierung oder sogar zum Verlust der gesamten Spezies. Die Jagd stresst die Tiere ungemein und vor allem ununterbrochen. Das macht die Tiere weit überdurchschnittlich hungrig und damit auch gefräßiger. Deutschland dürfte zudem eines der wenigen Länder sein, in denen an 365 Tagen im Jahr und an 24 Stunden am Tag gejagt werden darf. weiterlesen Niedersachsen: Hof Butenland jagdfrei!
Hof Butenland, ein Lebenshof mit Kuhaltersheim im Landkreis Wesermarsch (nordwestliches Niedersachsen), wurde mit Bescheid vom 14.10.2014 von der zuständigen Behörde Butenland offiziell jagdfrei gestellt - rückwirkend zum 1.4.2014.weiterlesen Sachsen-Anhalt: Erstes Grundstück jagdfrei!
In Sachsen-Anhalt ist das erste Grundstück mit Ablauf des Jagdjahres ab 1.4.2015 offiziell jagdfrei! Damit kam die zuständige Jagdbehörde einer anhängigen Beschwerde beim Bundesverfassunggericht zuvor: Der Landkreis Harz gab dem Antrag auf Befriedung zweier Grundstücke im Landkreis Quedlinburg aus ethischen Gründen mit Bescheid vom 28.8.2014 statt. Die Kosten: 450 Euro.Bereits 2002 hatte Ludwig Weyhe einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner beiden Grundstücke in der Gemarkung Schielo im Landkreis Quedlinburg gestellt, da er Tierschützer, Vegetarier und Jagdgegner ist. Auf auf seinen Flächen hat der Tier- und Naturfreund ein Biotop geschaffen, um wild lebenden Tieren ein Rückzugsgebiet zu geben. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie die Anlage von Hecken ist auf den Flächen bereits ein aus Naturschutzsicht wertvolles, ursprüngliches Brachland entstanden. weiterlesen Ostfriesland: Ulmenhof ab 1.4.215 jagdfrei!
Ab 1.4.2015 sind die Flächen des Ulmenhofs, einem Tierheim und Gnadenhof im Kreis Aurich in Ostfriesland, offiziell jagdrechtlich befriedet! Gnadenbrottiere wie Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen dürfen hier ihren Lebensabend verbringen. Zum Ulmenhof gehören knapp 5 Hektar Land. weiterlesen Hürden und Hindernisse im Saarland
Auch im Saarland wollen Tier- und Naturfreunde die Jagd auf ihrem Grundstücken verbieten. So hat ein Privatwaldbesitzer im Nordsaarland bereits im Juli 2012 einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt.Der Waldbesitzer beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2014: Das höchste Europäische Gericht hatte entschieden, dass es nicht mit der Menschenrechtskonvention zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. Somit waren Teile des Bundesjagdgesetzes ein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention. Bei der Änderung des § 6a des Bundesjagdgesetzes, die seit 6.12.2013 in Kraft ist, wurden jedoch etliche Ausnahmen, Hürden und Fußangeln für Grundstückseigentümer eingebaut, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen.	Dies muss jetzt der Waldbesitzer im Saarland erleben. Die Saarbrücker Zeitung berichtet am 27.8.2014 unter dem Titel „Völklinger will Tiere auf seinem Grundstück trotz bürokratischer Hürden schützen“: „Frieden in seinem Wald, das ist, was Norbert Schreiner aus Völklingen will. Kein Jäger soll den Grund und Boden des Privatwaldbesitzers mehr betreten, kein Wild soll dort mehr geschossen werden. Aus ethischen Gründen lehne er die Jagd ab, sagt er.“Weiter heißt es in der Saarbrücker Zeitung: "Bis es so weit ist, gilt es für Privatwaldbesitzer Schreiner jedoch Hürden zu überwinden – besonders die finanziellen: 63 000 Euro müsse er für eine amtliche Vermessung der 35 Parzellen zahlen, sagt er. Denn Jäger sollen sehen können, wann sie inmitten des Waldes befriedetes Gebiet betreten."Und: "Weitere 5000 Euro soll Schreiner für Bescheide zahlen. Laut Bundesjagdgesetz müsse nämlich eine Reihe von Personen angehört werden. Neben der Jagdgenossenschaft und dem Jagdpächter gehören dazu auch angrenzende Grundeigentümer, die oft nicht leicht zu ermitteln seien".Trotz dieser unglaublichen Hürden will sich der Waldbesitzer nicht abhalten lassen.
Für Gerald Zöphel ist es nicht vertretbar, dass Tiere im Rahmen der Jagdausübung getötet werden. Er kann nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dass für die Tötung von Tieren ausgerechnet sein Grundstück zur Verfügung gestellt werden soll. Seit 1.4.2014 ist sein 1,7 Hektar großes Waldgrundstück im Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) offiziell jagdrechtlich befriedet. Die Kosten: 115 Euro. weiterlesen	Grundstück in Dithmarschen jagdfrei!
Dieter Grade aus Dithmarschen hat auf seiner 8259 Quadratmeter großen Wiese ein Biotop geschaffen, auf dem auch seltene Pflanzen wie wilde Orchideen wachsen. Der Naturschützer kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die Jagd auf seinem Grund und Boden zuzulassen. Nach mehrfachen Verzögerungen wurde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung Anfang August 2014 zugestimmt.weiterlesen	Grundstück im Bodenseekreis jagdfrei
Das zwei Hektar große Grundstück von Rudolf Moser bei Markdorf im Bodenseekreis ist jetzt jagdrechtlich befriedet. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung am 19.8.2014 unter dem Titel „Tierfreund setzt sich gegen Jäger durch“.Rudolf Moser und seine Frau haben auf dem Grundstück ein Biotop errichtet, ein eingetragenes Naturschutzgebiet mit geschützten Pflanzenarten, einem Tümpel und Streuobstwiese. „Meine Frau und ich wollten, dass das Grundstück auch ein Refugium für Tiere und nicht nur für Pflanzen ist“, zitiert die Schwäbische Zeitung den 83-jähringen Tierfreund, der die Jagd aus tiefster Überzeugung ablehnt.weiterlesen	Grundstück in Eutin ab 1.4.2015 jagdfrei!
Familie Karcher besitzt ein malerisches Grundstück im schleswig-holsteinischen Eutin. Ab 1.4.2015 sind die 1,6 Hektar offiziell jagdfrei.»Wir haben schon lange versucht, unser Grundstück jagdfrei zu bekommen«, erzählt Adolf Karcher, ein pensionierter Richter. »Auf unserem Grundstück beobachten wir Hasen, Fasane, Adler und Reiher. Wir haben einem Teich mit verschiedenen Uferzonen angelegt, der die Tiere anzieht: nicht nur die verschiedensten Wasservögel, auch Rehe und Wildschweine kommen zum Trinken. Die Jäger haben direkt vor unserem Teich einen Jagdsitz errichtet. Wir wollten nicht, dass die Jäger die Tiere schießen, für die wir ein Biotop geschaffen haben.« weiterlesen Grundstück in Höxter ab 1.4.2015 jagdfrei!
Detlef Korsawe freut sich über sein jagdfreies Grundstück im Kreis Höxter beim Naturschutzgebiet Desenberg in der Nähe von Warburg: Mit Ende des laufenden Jagdjahres zum 1.4.2015 ist sein viertel Hektar Land offiziell jagdrechtlich befriedet!»Das Grundstück ist natürlich sehr klein, aber mir ging es ums Prinzip. Und jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt...«, berichtet der Tier- und Naturfreund. weiterlesen	NRW: 89 Anträge auf Jagdverbot
„Keine Jagd auf meinem Grundstück: 89 Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende April 2014 beantragt, dass auf ihrem Grund und Boden nicht mehr gejagt werden darf. Dies berichtet die Aachner Zeitung am 23.5.2014 und beruft sich auf eine Antwort des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.
PETA: Grundstücksbesitzerin „Heldin für Tiere"
Die internationale Tierrechtsorganisation PETA zeichnet eine Grundstücksbesitzerin als "Heldin für Tiere" aus: Jutta Reichardt aus Kreis Steinburg (Schleswig-Holstein) stellte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihres 6,4 Hektar großen Grundstücks. Dem wurde stattgegeben: Seit Anfang April 2014 darf auf der Fläche nicht mehr gejagt werden. Für ihr tierfreundliches Engagement zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Grundstücksbesitzerin nun mit einer „Heldin für Tiere“-Urkunde aus.„Wir sind begeistert von Jutta Reichardts vorbildlichem Einsatz gegen die Jagd“, sagt Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Auf ihrem Grundstück sind Tiere nun sicher vor dem großen Leid, dass ihnen durch Jäger zugefügt wird. Weil die Jagd unnötig ist und viele ökologische Probleme erst hervorruft, appellieren wir nun an alle Grundstücksbesitzer, Jutta Reichardts Beispiel zu folgen.“
Das SWR-Fernsehen berichtet in der Landesschau am 7.5.2014 von einem Grundeigentümer aus Markdorf im Bodenseekreis, der die Jagd auf seinen Flächen verbieten will. Rudolf Moser musste erleben, wie Jäger auf seiner Obstwiese, auf der er ein Biotop angelegt hat, eine Treibjagd veranstalteten. So etwas will der Senior nicht wieder erleben müssen: Er hat einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks gestellt und beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012.Rudolf Moser berichtet in der SWR-Sendung, dass er als Junge mit einem Luftgewehr auf Vögel geschossen habe. Dabei verletzte er eine Amsel und nahm das Tier in die Hand: "Die Amsel hat gefiept und mich angeschaut. Sie ist dann in meinen Händen gestorben. Und da habe ich gewusst, was ich bislang getan habe. Und da hat die Schießerei für mich aufgehört." Die Schwäbische berichtete am 24.04.2014, dass Rudolf Moser die Jagd grundsätzlich ablehne und nicht dulden will , dass Jäger auf seinem Grundstück Tiere schießen. Zudem befindet sich ein Storchennest auf seinem Grundstück. Die Storchenbeauftragte des Landes Baden-Württemberg empfehle, dass in einem Radius von 300 Metern um das Storchennest herum nicht geschossen werden sollte. SWR-Sendung ansehen 150 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung in NRW
"Premiere für NRW: André Hölscher duldet keine Jagd auf seinem Grundstück", melden die Ruhr Nachrichten am 22.4.2014. "Ein neuer Paragraph im Bundesjagdgesetz erlaubt es Grundstückseigentümern, die Jagd auf ihrem Land abzulehnen", heißt es in dem Artikel. In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Schätzungen des Landesjagdverbands NRW etwa 150 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke. Damit seien mehr Anträge als erwartet eingegangen.	Seit 1.4.14: Grundstück in Unterfranken jagdfrei
„Rote Stickel am Acker halten die Jäger fern“, titelt infranken.de am 28.4.2014 und berichtet, dass die rund 3,5 Hektar Acker von Stefan Körber bei Dettelbach und Kitzingen jetzt auch amtlich jagdrechtlich befriedet sind. „Einen Meter hohe, rot angemalte Stickel in der Flur machen es deutlich: Auf diesem Grundstück darf nicht gejagt werden“, so infranken.de Der überzeugte Tierschützer und Veganer sagt: „Ich will nicht, dass auf meinen Grundstücken Tiere totgeschossen werden“. Landratsamt seinem Antrag auf das Ruhen der Jagd nicht stattgegeben hatte, musste Körber vor Gericht ziehen. Bereits am 5. März 2013 hatte das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg hatte in einem Eilverfahren entschieden, dass auf den beiden Grundstücken vorläufig nicht auf Wildtiere geschossen werden darf, bis die Neureglung des Bundesjagdgesetzes in Kraft tritt. Seit April 2014 sind die Grundstücke offiziell jagdrechtlich befriedet. Stefan Körber musste dafür 500 Euro als Verwaltungsgebühr das Landratsamt Kitzingen zahlen. weiterlesenIn Unterfranken seien zwei weitere Entscheidungen auf jagdrechtliche Befriedung in den Landkreisen Kitzingen und Bad Kissingen noch ausstehend.
Seit 1.4.14: 10 Hektar im Münsterland jagdfrei!
André Hölscher hat es geschafft: Seine beiden landwirtschaftlichen Grundstücke im Münsterland mit insgesamt 10 Hektar Fläche sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 jagdfrei.André Hölscher ist als Comedian alias „Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp“ bekannt. Presse und Fernsehen haben immer wieder über sein Engagement gegen die Jagd auf seinem Grundstück berichtet. Am 7. März 2014 erhielt der 39-jährige Ladberger den Bescheid der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt. "Gleich nach Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Sommer 2012 habe ich den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung meiner Flächen gestellt. Aufgrund der Bindung an die deutsche Gesetzesgebung teilte mir die Behörde damals mit, derzeit nicht über mein Anliegen entscheiden zu können, den Antrag aber zurückzustellen." weiterlesen
Sofort nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2012 stellte der Biologe und Ökologe Dr. Karl-Heinz Loske einen Antrag auf Befriedung seiner Grundstücke. Seit 1.4.2014 sind 2,2 Hektar in der mittelwestfälischen Hellwegbörde (Geseke, Kreis Soest) offiziell jagdrechtlich befriedet. weiterlesen 4 Waldgrundstücke in Bayern seit 1.4.2014 jagdfrei
Seit Beginn des Jagdjahres 2014/15 am 1.4.2014 sind die vier Waldgrundstücke von Familie Vilsmaier in Niederbayern offiziell jagdfrei. »Das ging ohne Probleme, die Kosten hierfür waren nur 150 Euro«, berichtet Fred Vilsmaier.2008 kauften Susanne und Fred Vilsmaier vier Waldgrundstücke in Niederbayern. »Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir mit diesem Kauf automatisch Zwangsmitglieder der örtlichen Jagdgenossenschaft waren. Da wir uns seit vielen Jahrzehnten für den Tierschutz engagieren, waren wir entsetzt. Wir sind, was dieses Thema betrifft, dann ständig am Laufenden geblieben und so kam es dann Schlag auf Schlag, zuerst das Urteil vom Europäischen Gerichtshof, dann das Grundsatzurteil vom Bayerischen Verwaltungsgericht und zum Schluss unser Antrag beim Landratsamt in Kelheim.« weiterlesen	Schleswig-Holstein: Erste Grundstücke jagdfrei!
Seit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 sind auch in Schleswig-Holstein die ersten Grundstücke jagdfrei. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten bereits über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt - und es werden immer mehr. Das 6,5 Hektar große Grundstück von Jutta Reichardt in Neuendorf-Sachsenbande im Kreis Steinburg nördlich von Hamburg wird seit 1.4.2014 offiziell nicht mehr bejagt. Das Hofgrundstück ist von einem großen Garten und etlichen Anpflanzungen umgeben, daran schließt sich feuchtes Grünland an, wie es in der Küstenregion typisch ist. weiterlesen Seit 1.4.14: 25 Hektar im Rheinland jagdfrei!
Grundstückseigentümerin im Rheinland muss Jagd nicht länger duldenDas gut 25 Hektar große Grundstück von Margot Scheibe in Hohenöllen-Sulzhof in Rheinland-Pfalz ist ab 1. April 2014 jagdfrei. Die untere Jagdbehörde hat mit Bescheid vom 3.3.2014 ihrem Antrag stattgegeben, ihr Grundstück jagdrechtlich zu befrieden. Margot Scheibe, die vor Jahrzehnten selbst Jägerin gewesen war, ist seit vielen Jahren überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin. Mit ihrem gut 25 Hektar großem Grundstück war sie automatisch und gegen ihren Willen Mitglied in der Jagdgenossenschaft.	Das Grundstück ist ein kleines Paradies mit viel Wald, umgeben von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Sehr zum Unmut der Jäger, welche bei Treibjagden verhindern wollten, dass sich die Tiere hinter den Zaun flüchten. Die Forderung nach Abriss des Zauns wurde laut. weiterlesen
Seit 1.4.2014: 2 Hekatar in der Pfalz jagdfrei!
In Rheinland-Pfalz wurden die Flächen weiterer Grundstückseigentümer jagdrechtlich befriedet: Frank Schlimbach aus Kusel freut sich über 2 Hektar jagdfreies Grundstück in der Pfalz. Lesen Sie auch: Rheinland Pfalz: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Zwangsbejagung von Grundstücken im Landkreis PirmasensRheinland-Pfalz: Bio-Winzer will Jagd nicht dulden Hessen:Erster Antrag auf jagdrechtliche Befriedung
Jörg Hanstein hat für sein Grundstück in Morschen (Schwalm-Eder-Kreis) den ersten Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt. Hessenweit gebe es noch keinen vergleichbaren Fall, so der Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit beim Landkreis Schwalm-Eder-Kreis gegenüber der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 28.3.2014. Paragraf 6a des Bundesjagdgesetzes sieht allerdings eine Befriedung erst zum Ende des Jagdpachtvertrags vor, der im Fall von Jörg Hanstein noch zehn Jahre läuft. „Ich kämpfe doch nicht für eine Befriedung, bekomme Recht und muss noch zehn Jahre darauf warten“, kritisierte der Tierschützer gegenüber der HNA. Die untere Jagdbehörde kann ein Grundstück aber auch zum Ende des laufenden Jagdjahres (31. März), wenn es für den Eigentümer eine besondere Härte darstellen würde, zu warten. "Gesetz stellt Jagdwesen auf den Kopf"
Eine dpa-Meldung berichtet am 16.3.2014 von den hohen Kosten und Hürden, die in Schleswig-Holstein Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen, in den Weg gestellt werden. „Jahrzehntelang mussten Eigentümer den Abschuss von Tieren auf ihrem Grund und Boden dulden, auch wenn sie strikt dagegen waren“, heißt es auf shz.de am 16.3.2014. „Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte hielten sie ein Jagdverbot auf ihrem Grund und Boden nur noch für Formsache“. Umwelt- und Naturschützer Dieter Grade, der die Internetseite Natur in Not Dithmarschen ins Leben gerufen hat, ist einer von über 20 Grundstückseigentümern in Schleswig-Holstein, die einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt haben. Er muss nicht nur seine ethischen Motive „glaubhaft machen“ - wie früher bei der Wehrdienstverweigerung -, nicht nur jedes einzelne seiner Grundstücke Grundbuchauszüge, Karten und Angaben vorlegen, sondern auch für die Grundstücke seiner Nachbarn. Hamburg: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"
"Keine Jagd auf meinem Grundstück!", titelt das Hamburger Abendblatt am 12.3.2014 und berichtet von einem Grundbesitzer aus Hamburg-Neuengamme, der einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks aus ethischen Gründen gestellt hat. Noch sei über den Antrag noch nicht entschieden worden.Die Bergedorfer Zeitung meldet am 11.2.2014, in Schleswig-Holstein seien bisher 20 Anträge von Grundstückseigentümern auf Ruhen der Jagd gestellt worden, davon jeweils zwei im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Kreis Stormarn. Der erste Antrag in Hamburg stamme von dem Grundtsückseigentümer aus Neuengamme mit 8 Hektar Wiese. Er hatte bereits kurz nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 seinen Antrag eingereicht. "Ich habe das Grundstück vor 21 Jahren gekauft, bin wegen der schönen Natur nach Neuengamme gezogen", zitiert die Bergedorfer Zeitung den Senior und schreibt, dass der Hundehalter den Antrag auf Befriedung der Fläche habe der Hundehalter "aus ethischen Gründen" gestellt habe. Er sei eben ein großer Tierfreund.	NDR: Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände
NDR-Fernsehen "Schleswig-Holstein Magazin", Mi., 4.3.2014:Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände"Bislang musste jeder die Jagd auf seinem Land zulassen. Bei der Naturschutzbehörde können Eigentümer nun einen Antrag stellen, dass ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird." (NDR-Sender-Info)Der NDR hat bei Dieter Grade von Natur in Not Dithmarschen gefilmt, welche die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden will und einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt hat.Bericht in der NDR-Mediathek ansehen ZDF planet e: Jäger in der Falle
Das ZDF nimmt auf seiner Homepage zum Protest von Jägern gegen die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" Stellung: Der Film thematisiert auch ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das das Reviersystem der Jäger in Frage stellt: Durch das Urteil müssen private Grundstückbesitzer nicht mehr wie bisher Jäger auf ihrem Land zwangsweise dulden. Vielmehr kann jetzt ein Jagdverbot erwirkt werden, wenn die Gründe dafür gegenüber der zuständigen Jagdbehörde glaubhaft dargelegt werden können.Der Deutsche Jagdverband hat die Jäger im Internet dazu aufgerufen, sich beim ZDF-Fernsehrat über die Sendung zu beschweren. Tierschützer dagegen fordern wiederum ihre Mitstreiter im Netz auf, wegen der Kampagne gegen die planet e.-Dokumentation an den deutschen Jagdverband zu schreiben. Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, die für die planet e.-Filme verantwortlich ist, sieht die Reaktionen auf die Sendung positiv: "Offenbar hat der Film eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte angestoßen."Lesen Sie die komplette Stellungnahme des ZDF
planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)	40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz
Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich. An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht.weiterlesen 100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz
Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht. Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten. weiterlesen	Keine Jagd auf meinem Grundstück!
Grundstückseigentümer müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden: Am 06.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten. Grundstückseigentümer, welche die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, können jetzt bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird. Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass bewaffnete Jäger ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten sowie Wildtiere und Haustiere (Katzen und Hunde) töten. Denn jeder Eigentümer einer Wiese, eines Feld oder Waldgrundstücks, das außerhalb der Ortschaft liegt und nicht befriedet ist, ist zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft.Europäischer Gerichtshof: Zwangsbejagung verstößt gegen MenschenrechteDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. weiterlesen Lesen Sie dazu auch: Presseecho Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“

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 EGMR 
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