Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-04-2014-4A_69-2014
Timestamp: 2016-10-21 13:20:35+00:00

Document:
4A_69/2014 (28.04.2014)
4A_69/2014 � � Urteil vom 28. April 2014
Vertragsm�ngel, Zins,
C.________ (nachfolgend: Kl�ger) hatte insbesondere im Zusammenhang mit seiner �berbauung D.________ gegen�ber der Bank E.________ AG und weiteren Gl�ubigern Schulden in H�he von �ber Fr. 15 Mio. Aus diesem Grund sollte seine Privatliegenschaft mit Seeanstoss und Bootshaus, U.________, am 7. April 2006 versteigert werden. Einige Tage vor der Versteigerung meldete sich F.________ beim Kl�ger und erkl�rte ihm, er k�nne zusammen mit G.________ bzw. �ber die von ihnen beherrschte A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) eine Verwertung des Grundst�cks m�glicherweise verhindern. Am 5. April 2006 unterzeichneten der Kl�ger sowie die G.________ AG mit der Beklagten eine Vereinbarung mit unter anderem folgendem Inhalt:
�"Die A.________ AG hat diese Forderungen von der Bank E.________ AG mit Kaufvertrag vom 5. April 2006 gekauft und ist bereit, auf die Durchf�hrung der Versteigerung vom 07.04.2006 zu verzichten. C.________ verpflichtet sich demgegen�ber der A.________ AG �ber die �bernommenen Forderungen hinaus ein Risikospezialzins von CHF 0.8 Mio. betreffend Forderung U.________ und CHF 0.8 Mio. betreffend Forderung D.________ zu �bernehmen."
�Ebenfalls am 5. April 2006 r�umte der Kl�ger der Beklagten betreffend dasselbe Grundst�ck ein Kaufsrecht ein. Der Kaufpreis wurde f�r den Aus�bungsfall auf pauschal Fr. 8'160'000.-- festgesetzt. In der Folge unterzeichnete der Kl�ger verschiedene weitere Vereinbarungen respektive Erkl�rungen. Am 14. M�rz 2007 reduzierte er in einem Nachtrag zum Kaufsrechtsvertrag vom 5. April 2006 den Kaufsrechtspreis von Fr. 8'160'000.-- um Fr. 900'000.-- auf Fr. 7'260'000.-- und in einem weiteren Nachtrag vom 8. Oktober 2007 um Fr. 500'000.-- auf Fr. 6'760'000.--. Weiter �bertrug der Kl�ger der Beklagten zur Absicherung s�mtlicher Forderungen aus den gegenw�rtigen und zuk�nftigen Gesch�ftsbeziehungen zw�lf Inhaberschuldbriefe im Gesamtbetrag von Fr. 7'000'000.--, alle lastend auf dem Grundst�ck U.________ und zu Gesamtpfand haftend. Mit Schreiben vom 10. April 2008 widerrief der Kl�ger die am 9. April 2008 geleistete Unterschrift zur Eigentums�bertragung der Grundst�cke U.________ und V.________.
Mit Klageschrift vom 24. September 2008 unterbreitete der Kl�ger dem Bezirksgericht March die folgenden Rechtsbegehren:
"1. Es sei festzustellen, dass die nachfolgenden Vertr�ge und Erkl�rungen des Kl�gers mit bzw. gegen�ber der Beklagten infolge Nichtigkeit i.S.v. Art. 20 OR, �bervorteilung des Kl�gers i.S.v. Art. 21 OR und wegen M�ngeln bei Vertragsabschluss i.S. der Art. 23 ff. OR (absichtliche T�uschung, Furchterregung, Grundlagenirrtum des Kl�gers) f�r den Kl�ger unverbindlich sind:
- Vereinbarung der Beklagten mit dem Kl�ger sowie der G.________ AG vom 5. April 2006
2. Es sei das Notariat und Grundbuchamt March anzuweisen, wiederum den Kl�ger als Eigent�mer des Grundst�cks GB xxx, Wohnhaus, Bootshaus, Kleingeb�ude mit yyy m2 Geb�udegrundfl�che, U.________ im Grundbuch einzutragen; dies Zug um Zug nach Bezahlung eines noch zu bestimmenden Betrages durch den Kl�ger an die Beklagte.
3. Es sei das Betreibungsamt Altendorf anzuweisen, dem Kl�ger die nachfolgend aufgef�hrten Schuldbriefe Zug um Zug mit Bezahlung des gem�ss Ziffer 2 noch zu bestimmenden Betrages auszuh�ndigen:
GB Nr. xxx haltend yyy m2 mit Wohnhaus, Bootshaus und Kleingeb�ude U.________.
5. Es sei festzustellen, dass die Parteien nach Vollzug der Ziffern 2 bis 4 vorstehend per Saldo aller Anspr�che auseinandergesetzt sind.
Im Befehlsverfahren erliess der Einzelrichter des Bezirks March am 24. November 2008 gest�tzt auf ein (bereits vor Klageanhebung gestelltes) Gesuch des Kl�gers folgende Verf�gung:
"1. �ber die Liegenschaft GB xxx wird eine Kanzleisperre angeordnet.
einstweilen zur�ckzubehalten.
3. Die Steuerverwaltung Schwyz, Abteilung Grundst�ckgewinnsteuer, wird angewiesen, keinerlei Zahlungen an die Beklagte gest�tzt auf die Vereinbarung zur Forderungsabtretung der Parteien vom 12.11.2007 vorzunehmen.
"1. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kl�ger Fr. 498'326.00 zu bezahlen. Im �brigen wird die Klage abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2. Das Grundbuchamt March wird angewiesen, die mit Verf�gung vom 24.11.2008 (SV 08 70) �ber die Liegenschaft GB xxx verf�gte Kanzleisperre zu l�schen.
3. Die mit Verf�gung vom 24.11.2008 (SV 08 70) angeordnete Anweisung an das Betreibungsamt Altendorf, die auf GB xxx lastenden Inhaberschuldbriefe
seien einstweilen zur�ckzubehalten, wird aufgehoben.
4. Die mit Verf�gung vom 24.11.2008 (SV 08 70) angeordnete Anweisung an die Steuerverwaltung Schwyz, Abteilung Grundst�ckgewinnsteuer, keinerlei Zahlungen an die Beklagte gest�tzt auf die Vereinbarung zur Forderungsabtretung der Parteien vom 12.11.2007 vorzunehmen, wird aufgehoben.
Gegen dieses Urteil erhob der Kl�ger Berufung an das Kantonsgericht Schwyz. Mit Verf�gung vom 7. Februar 2011 wurde festgestellt, dass die Massnahmen SV 08 70 bis zu einem gegenteiligen Entscheid weiterhin in Kraft bleiben.
�Die Beklagte beantragte die Abweisung der Berufung und stellte mit gleichzeitig erhobener Anschlussberufung folgende Antr�ge in der Sache:
"1. In Aufhebung von Dispositiv Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheides sei die Klage vollumf�nglich abzuweisen.
2. Eventualiter sei die Tilgung einer allf�lligen vom Gericht best�tigten Zahlungsverpflichtung der Beklagten durch Verrechnung festzustellen."
Am 17. Juli 2013 teilte der Rechtsvertreter des Kl�gers mit, dass Letzterer am 11. Juli 2013 verstorben sei. Die Ehefrau des Kl�gers, B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), trat als alleinige Erbin in den vorliegenden Prozess ein.
Mit Urteil vom 17. Dezember 2013 �nderte das Kantonsgericht in teilweiser Gutheissung der Berufung und in Abweisung der Anschlussberufung Dispositivziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts insofern ab, als es die Beklagte verurteilte, dem Kl�ger Fr. 643'661.90 zu bezahlen. Im �brigen wies es die Berufung ab und best�tigte das angefochtene Urteil.
Die Beklagte beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts vom 17. Dezember 2013 aufzuheben und die Klage vollumf�nglich abzuweisen. Eventualiter sei die vom Kantonsgericht zugunsten der Beschwerdegegnerin festgelegte Zahlung im Sinne der bundesgerichtlichen Erw�gungen herabzusetzen, subeventualiter die entsprechende Dispositiv-Ziffer zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde "in Gutheissung" des Urteils des Kantonsgerichts vom 17. Dezember 2013 vollumf�nglich abzuweisen. Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 26. M�rz 2014 wurde das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG. Sodann �bersteigt der Streitwert die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinl�nglichen Begr�ndung (Erw�gungen 2.1-2.2) - grunds�tzlich auf die Beschwerde einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Unerl�sslich ist, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1).
�Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Soweit sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
�Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1; 132 III 209 E. 2.1). Die Beweisw�rdigung ist mithin nicht schon dann willk�rlich, wenn sie nicht mit der Darstellung der beschwerdef�hrenden Partei �bereinstimmt, sondern bloss, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 129 I 8 E. 2.1). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Sachgericht erhebliche Beweismittel �bersieht, augenscheinlich missversteht oder grundlos ausser Acht l�sst, oder wenn es aus den vorliegenden Beweisen unhaltbare Schl�sse zieht (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1). Inwiefern die Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2; 130 I 258 E. 1.3). Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltspr�fung zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b).
�Die Beschwerdef�hrerin pr�sentiert eine eigene Sachverhaltsdarstellung. Darauf kann nach dem Gesagten nicht abgestellt werden. Auch kann die Beschwerdef�hrerin im Folgenden nicht geh�rt werden, soweit sie ihre rechtliche Argumentation auf einen Sachverhalt st�tzt, der von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht, ohne im Einzelnen hinreichend begr�ndete Sachverhaltsr�gen zu formulieren.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, dass die Vorinstanz die von ihr im Berufungsverfahren erhobene Verrechnungseinrede wegen Versp�tung nicht gepr�ft hat.
3.1.�Eine materiell-rechtliche Einrede wie die Verrechnungseinrede kann nur ber�cksichtigt werden, wenn die Tatsachenbehauptungen und Beweisantr�ge, mit denen sie begr�ndet wird, novenrechtlich zul�ssig sind. Alle einredebegr�ndenden Tatsachen und diesbez�glichen Beweismittel fallen unter das Novenrecht (Urteil 4A_432/2013 vom 14. Januar 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. zur Verj�hrungseinrede Urteil 4A_305/2012 vom 6. Februar 2013 E. 3.3).
�Nach Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur noch ber�cksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b).
3.2.�Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdef�hrerin habe erstmals in der Anschlussberufung die Einrede der Verrechnung mit Gegenforderungen von insgesamt Fr. 2'077'685.30 erhoben. Diese Verrechnungseinrede sei jedoch versp�tet und nicht zu h�ren, nachdem die Beschwerdef�hrerin eine Novenberechtigung nicht dargetan habe.
3.3.�Wie ausgef�hrt, unterliegt das Tatsachenfundament, auf das sich die Verrechnungseinrede st�tzt, dem Novenrecht.
�Dass sie das Vorliegen einer Verrechnungsforderung in tats�chlicher Hinsicht erst im Berufungsverfahren behauptet hat, vermag die Beschwerdef�hrerin nicht zu widerlegen. Sie zitiert zwar aus ihrer Duplik an das Bezirksgericht, wo sie in Ziffer 4 Ausf�hrungen zu angeblichen Forderungen gegen den Kl�ger gemacht habe. Damit trat sie dem Begehren um Feststellung entgegen, dass die Parteien nach Vollzug der Klagebegehren per Saldo aller Anspr�che auseinandergesetzt seien. Die Beschwerdef�hrerin meint, mit diesen Darlegungen alle rechtsrelevanten Tatsachen f�r eine Verrechnung mit Forderungen von mindestens Fr. 357'000.-- sowie die Ber�cksichtigung der Entsch�digung wegen der Nutzung der Liegenschaft U.________ dargetan zu haben. Damit seien bereits im erstinstanzlichen Verfahren die f�r eine Verrechnung wesentlichen Tatsachen vorgebracht worden. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdef�hrerin vermag mit dem genannten Hinweis auf ihre in anderem Zusammenhang gemachten Ausf�hrungen in der erstinstanzlichen Duplik jedenfalls nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz zu Unrecht angenommen hat, die Beschwerdef�hrerin habe das Tatsachenfundament ihrer erstmals in der Anschlussberufung erhobenen Verrechnungseinrede f�r ihre Forderungen �ber Fr. 2'077'685.30 bereits im erstinstanzlichen Verfahren rechtsgen�glich dargelegt.
�Die Beschwerdef�hrerin bringt sodann vor, im erstinstanzlichen Verfahren habe sie mangels vom Kl�ger anbegehrter verrechenbarer Hauptforderung gar keine eigene Forderungen zur Verrechnung stellen k�nnen. Eine Hauptforderung habe sich �berhaupt erst aufgrund des erstinstanzlichen Urteils ergeben. Mithin habe erst der Entscheid des Bezirksgerichts, mit welchem dem Kl�ger ein Betrag von Fr. 498'326.-- zugesprochen worden sei, Anlass zur Verrechnungserkl�rung mit eigenen Forderungen der Beschwerdef�hrerin gegeben. Die Vorinstanz habe daher zu Unrecht die Verrechnung nicht ber�cksichtigt und �berdies den Antrag auf Zusprechung einer monatlichen Entsch�digung f�r den unrechtm�ssigen Verbleib in der Liegenschaft U.________ nicht behandelt. Die Beschwerdef�hrerin h�tte aber�
bereits im Berufungsverfahren�darlegen m�ssen, dass und inwiefern hinsichtlich der tats�chlichen Voraussetzungen der Verrechnungseinrede die Voraussetzungen von Art. 317 ZPO erf�llt waren. Indessen liess sie an der besagten Stelle ihrer Anschlussberufung jegliche Ausf�hrungen zur novenrechtlichen Zul�ssigkeit der Verrechnung vermissen. Sie beschr�nkte sich vielmehr auf die Behauptung, sie erkl�re f�r den Fall, dass die vorinstanzliche Zahlungsverpflichtung nicht aufgehoben werde, die Verrechnung mit gewissen eigenen Anspr�chen, die sie bereits in der Duplik "aufgef�hrt" habe. Weil die Beschwerdef�hrerin ihre Novenberechtigung nicht dargetan hatte, ging die Vorinstanz nicht auf die Verrechnungseinrede ein. Die Beschwerdef�hrerin vermag dies nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen.
�Die R�ge gegen die Nichtber�cksichtigung der Verrechnungseinrede erweist sich demnach als unbegr�ndet.
4.1.�Die Vorinstanz hielt fest, gem�ss Vereinbarung vom 5. April 2006 habe sich der Kl�ger "�ber die von der Bank E.________ AG �bernommenen Forderungen hinaus zur Zahlung eines Risikospezialzinses von CHF 0.8 Mio. f�r die Forderung U.________ und CHF 0.8 Mio. f�r die Forderung D.________" verpflichtet. Der Kl�ger habe der Beschwerdef�hrerin somit einerseits periodische Zinsen von 5 % und andererseits zus�tzlich die genannten Risikospezialzinsen geschuldet. Die Vorinstanz liess diese Risikospezialzinsen von Fr. 1.6 Mio. bei der Gesamtschuld, die sie der Zinsberechnung zugrunde legte, beiseite. Sie w�rdigte die Abrede der Parteien, wonach die Risikospezialzinsen zum Kreditkapital zu schlagen und ab sofort zu verzinsen seien, als Verstoss gegen die Bestimmung von Art. 314 Abs. 3 OR. Sie bejahte zwar, dass von einem kaufm�nnischen Verkehr auszugehen sei, verneinte aber die �brigen Voraussetzungen f�r eine Zul�ssigkeit von Zinseszinsen. Sie befand, die beklagtische Behauptung, es liege ein Kontokorrentverh�ltnis vor, sei erst im Berufungsverfahren und damit versp�tet vorgetragen und zudem auch nicht substanziiert worden.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, damit habe die Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung getroffen und Bundesrecht (Art. 314 Abs. 3 OR) verletzt.
4.2.�Die vorherige �bereinkunft, dass die Zinse zum Kapital geschlagen und mit diesem weiter verzinst werden sollen, ist ung�ltig unter Vorbehalt von kaufm�nnischen Zinsberechnungen im Kontokorrent und �hnlichen Gesch�ftsformen, bei denen die Berechnung von Zinseszinsen �blich ist, wie namentlich bei Sparkassen (Art. 314 Abs. 3 OR).
4.3.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, das Zinseszinsverbot gelange vorliegend nicht zur Anwendung, weil zwischen den Parteien ein Kontokorrentverh�ltnis vorgelegen habe. Diese Behauptung betrachtete die Vorinstanz als versp�tet und �berdies ohnehin als nicht substanziiert. Die Beschwerdef�hrerin vermag beide Vorw�rfe nicht zu widerlegen. Mit ihren Hinweisen auf Ausf�hrungen in der erstinstanzlichen Duplik S. 15 und 17 gelingt es ihr nicht, eine Aktenwidrigkeit aufzuzeigen. An besagter Stelle wird ausgef�hrt, dem Kl�ger seien Quartalsabrechnungen zugestellt worden, die er jeweils gepr�ft und visiert habe. Jedoch geht aus diesen Ausf�hrungen nicht klar hervor, dass die Beschwerdef�hrerin bereits in der Duplik das Vorliegen eines Kontokorrentverh�ltnisses in tats�chlicher Hinsicht behauptet und substanziiert h�tte. Die Vorinstanz traf mithin keine offensichtlich unrichtige Feststellung, indem sie festhielt, die Beschwerdef�hrerin erhebe diese Behauptung erstmals im Berufungsverfahren. Auch die mangelnde Substanziierung wird von der Beschwerdef�hrerin nicht widerlegt. Ist aber davon auszugehen, es habe kein Kontokorrentverh�ltnis zwischen den Parteien vorgelegen, ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz Art. 314 Abs. 3 OR verletzt haben k�nnte.
4.4.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt ferner, die Vorinstanz habe ebenfalls gegen Art. 314 Abs. 3 OR verstossen, soweit sie den Risikospezialzins in ihren Zinsberechnungen f�r die Zeit ab 1. Januar 2007 nicht ber�cksichtigt habe. Sie begr�ndet dies mit der Behauptung, der Risikospezialzins sei am 31. Dezember 2006 zur Zahlung f�llig geworden. Der Kl�ger sei danach in Verzug gewesen. Soweit die Parteien nach dem 31. Dezember 2006 weitere Zahlungsfristen festgelegt h�tten, h�tten sie neue Vereinbarungen betreffend den im jeweiligen Zeitpunkt noch ausstehenden Forderungsausstand getroffen. Die nachtr�gliche Vereinbarung, dass der f�llig gewordene Zins zum Kapital geschlagen werde und der vertragliche Zins alsdann auf diese Summe zu erstrecken sei, sei unter dem Aspekt von Art. 314 Abs. 3 OR zul�ssig.
�Diese Ausf�hrungen, insbesondere bez�glich des behaupteten F�lligkeitstermins und angeblicher nachtr�glicher, nach dem 31. Dezember 2006 getroffener Vereinbarungen, st�tzen sich auf tats�chliche Behauptungen, die im angefochtenen Urteil keine St�tze finden und die daher nicht ber�cksichtigt werden k�nnen, zumal die Beschwerdef�hrerin die Voraussetzungen f�r eine Sachverhaltserg�nzung nicht aufzeigt. Die R�ge entbehrt daher der tats�chlichen Grundlage (Erw�gung 2.2).
Die Vorinstanz qualifizierte die beiden Nachtr�ge vom 14. M�rz 2007 bzw. vom 8. Oktober 2007 zum Kaufsrechtsvertrag vom 5. April 2006, mit denen der Kl�ger den Kaufsrechtspreis f�r die Liegenschaft U.________ von Fr. 8'160'000.-- um Fr. 900'000.-- auf Fr. 7'260'000.-- bzw. um weitere Fr. 500'000.-- auf Fr. 6'760'000.-- reduziert hatte, als Zinsabreden. Die Beschwerdef�hrerin m�chte demgegen�ber die beiden Kaufsrechtspreisreduktionen als Konventionalstrafen verstanden wissen. Die Vorinstanz verwarf diese Sicht, was die Beschwerdef�hrerin als Verletzung von Art. 160 Abs. 2 OR r�gt.
5.1.�Unter Zins ist die Verg�tung zu verstehen, die ein Gl�ubiger f�r die Entbehrung einer ihm geschuldeten Geldsumme fordern kann, sofern diese Verg�tung sich nach der H�he der geschuldeten Summe und der Dauer der Schuld bestimmt (BGE 130 III 591 E. 3). Eine Zinsschuld liegt somit nur vor, wenn nicht nur eine Geldschuld vorhanden ist, sondern auch die Zeitdauer feststeht, w�hrend welcher der Gl�ubiger das Kapital entbehrt und entsprechend der sich die Verg�tung berechnet (BGE 115 II 349 E. 3 S. 355).
�Als Konventionalstrafe nach Art. 160 OR wird eine Leistung bezeichnet, die der Schuldner dem Gl�ubiger f�r den Fall verspricht, dass er eine bestimmte Schuld (Hauptverpflichtung) nicht oder nicht richtig erf�llt. Zweck der Konventionalstrafe ist die Verbesserung der Gl�ubigerstellung durch Befreiung vom Schadensnachweis (BGE 122 III 420 E. 2a). Als Konventionalstrafe kann sowohl eine positive Leistung als auch ein Rechtsverlust vereinbart werden, z.B. die Reduktion einer Kaufpreisforderung (BGE 135 III 433 E. 3).
�Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich in erster Linie nach dem �bereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Diese subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweisw�rdigung, die vorbeh�ltlich der Ausnahmen von Art. 97 und 105 BGG der bundesgerichtlichen �berpr�fung entzogen ist. Steht eine tats�chliche Willens�bereinstimmung fest, bleibt f�r eine Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz kein Raum. Erst wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erkl�rungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten. Das Bundesgericht �berpr�ft diese objektivierte Auslegung von Willenserkl�rungen als Rechtsfrage, wobei es an Feststellungen des kantonalen Richters �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grunds�tzlich gebunden ist (BGE 138 III 659 E. 4.2.1; 132 III 626 E. 3.1).
5.2.�Die Vorinstanz gelangte in W�rdigung der eingereichten Belege und der von den Parteien abgegebenen Erkl�rungen zum Schluss, dass die Reduktionen des Kaufsrechtspreises ein Entgelt f�r das Zuwarten der Beschwerdef�hrerin darstellten. Sie erwog, die Beschwerdef�hrerin habe in der von ihr redigierten Erkl�rung (Klagebeilage 39) selbst best�tigt, dass die Reduktionen des Kaufsrechtspreises von den Parteien als Gegenleistung f�r die Verl�ngerung des Kredits verstanden worden seien. Die Vorinstanz stellte mithin den �bereinstimmenden tats�chlichen Parteiwillen fest, dass die Kaufpreisreduktionen das Entgelt f�r die zweimal gew�hrte Verl�ngerung des Kredits darstellten. Aufgrund dieser Interpretation der einschl�gigen Erkl�rungen qualifizierte sie die Kaufpreisreduktionen als Zinsabrede.
�Die von der Beschwerdef�hrerin vertretene Auffassung, es liege eine Konventionalstrafe vor, verwarf die Vorinstanz mit der Begr�ndung, die Vereinbarung einer Konventionalstrafe verschaffe dem Gl�ubiger einen bedingten Anspruch auf Leistungen, insofern als die Verpflichtung des Schuldners, die Strafe zu leisten, vom Eintritt der ungewissen Tatsache abh�nge, dass er die Hauptleistung schlecht, nicht oder versp�tet erbringe. In der vorliegenden Konstellation treffe es gerade nicht zu, dass die Reduktion des Kaufsrechtspreises vom Eintritt einer ungewissen Tatsache, d.h. der R�ckzahlung des Kredits, abh�ngig gewesen sei. Vielmehr habe der Kl�ger die Preisreduktionen gew�hrt, und im Gegenzug habe die Beschwerdef�hrerin ihm den Kredit f�r eine bestimmte Zeit weiterhin zur Verf�gung gestellt. Die Reduktion des Kaufsrechtspreises - so die Vorinstanz - sei demnach nicht von der ungewissen Tatsache abh�ngig gewesen, ob der Kl�ger den Kredit zur�ckbezahle. Im �brigen erg�ben sich aus den von den Parteien eingereichten Belegen keine Hinweise daf�r, dass die Parteien mit den Reduktionen eine Konventionalstrafe h�tten vereinbaren wollen.
5.3.�Was die Beschwerdef�hrerin gegen diese Erw�gungen der Vorinstanz vorbringt, erheischt keine abweichende Beurteilung:
�Sie stellt der vorinstanzlichen Interpretation der einschl�gigen Erkl�rungen der Parteien lediglich ihre eigene Sicht entgegen und r�gt einen Verstoss gegen Art. 18 OR. Dabei bezieht sie sich auf einzelne Ausf�hrungen in ihrer Klageantwort und ihrer Duplik und behauptet, es sei der Beschwerdef�hrerin "belegtermassen niemals darum gegangen, f�r die weitere Entbehrung einer Geldsumme eine Entsch�digung zu erhalten". Mit ihren appellatorischen Ausf�hrungen zeigt sie nicht ansatzweise auf, inwiefern die tats�chliche Feststellung der Vorinstanz, wonach die Kaufpreisreduktionen nach dem �bereinstimmenden Willen der Parteien das Entgelt f�r die Verl�ngerung des Kredits darstellten, willk�rlich sein soll. Insbesondere widerlegt sie die vorinstanzliche W�rdigung der von ihr redigierten Erkl�rung gem�ss Klagebeilage 39 mit nichts.
�Weiter beanstandet die Beschwerdef�hrerin die vorinstanzliche Feststellung, es treffe nicht zu, dass die Leistung der Strafe bzw. die Reduktion des Kaufsrechtspreises vom Eintritt einer ungewissen Tatsache, d.h. der R�ckzahlung des Kredits, abh�ngig gewesen sei. Ihr Vorwurf einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung ist aber bereits ungen�gend begr�ndet. Sie behauptet, gem�ss den getroffenen Abreden sollte die Kaufpreisreduktion nur dann eintreten, wenn der Kl�ger seiner Pflicht, die Liegenschaft U.________ zu verkaufen, nicht zeitgerecht nachgekommen sein w�rde. Die Reduktion des Kaufpreises sei demnach vom Eintritt einer ungewissen Tatsache, n�mlich dem fristgerechten Verkauf der Liegenschaft durch den Kl�ger, abh�ngig gewesen. Mit diesen blossen Behauptungen und der eigenen Interpretation der Parteiabreden verfehlt sie die Begr�ndungsanforderungen an eine Sachverhaltsr�ge (vgl. Erw�gung 2.2). Darauf kann nicht abgestellt werden.
�Auf der Grundlage des verbindlich festgestellten Sachverhalts der Vorinstanz ist deren Folgerung, dass die Kaufpreisreduktionen als Zinsabrede und nicht als Konventionalstrafe zu qualifizieren sind, nicht zu beanstanden.
Weiter pr�fte die Vorinstanz, ob bez�glich der Zinsabreden eine Sittenwidrigkeit im Sinne von Art. 20 Abs. 1 OR vorliegt. Dies bejahte sie zusammengefasst, soweit der Zins �ber 18 % betrug, und verurteilte die Beschwerdef�hrerin in diesem Umfang wegen Teilnichtigkeit der Zinsvereinbarung zur entsprechenden R�ckerstattung. Auch dies wird von der Beschwerdef�hrerin in verschiedener Hinsicht angefochten.
6.1.�Zun�chst nahm die Vorinstanz f�r die drei betroffenen Zeitr�ume je die Zinsberechnung vor: F�r die Zeit von April bis Dezember 2006 errechnete sie einen Zins von 18.18 %. F�r den zweiten Zeitabschnitt f�r die Monate Januar und Februar 2007 ergab sich ein Zins von 42.88 %, und f�r den dritten Zeitraum von Oktober 2007 bis Januar 2008 schliesslich ein Zins von 18.85 %.
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt in diesem Zusammenhang eine unrichtige und "eindeutig" aktenwidrige Feststellung der Vorinstanz. Sie wendet sich gegen die folgende Erw�gung betreffend den zweiten Zeitabschnitt: "Im Berufungsverfahren von keiner Seite bestritten wurde die vorinstanzliche Feststellung der massgeblichen Laufzeit von Anfang Januar bis Ende Februar 2007."
�Dabei bezog sich die Vorinstanz auf die Berufungsantwort der Beschwerdef�hrerin. In der zitierten Passage wurden (unter anderem) die Ausf�hrungen des Kl�gers in Ziffer 1.4.3.2 seiner Berufung beantwortet, wonach das Bezirksgericht zutreffend davon ausgegangen sei, dass die Beschwerdef�hrerin bei der Reduktion des Kaufpreises um Fr. 900'000.-- eine Gegenleistung daf�r gesehen habe, dass sie mit der R�ckf�hrung ihres finanziellen Engagements bis Ende Februar 2007, d.h. f�r weitere zwei Monate, zuwarten w�rde. Dabei bestritt die Beschwerdef�hrerin die angenommene Laufzeit von zwei Monaten mit keinem Wort. Auch auf den Seiten 22 f., auf welche die Beschwerdef�hrerin auf S. 16 der Berufungsantwort verwies, findet sich keine Bestreitung besagter Laufzeit.
�Erst auf S. 37 der Anschlussberufung brachte die Beschwerdef�hrerin unter Hinweis auf ein Schreiben vom 16. M�rz 2007 vor, dass sie dem Kl�ger die Verkaufsfrist bis 10. April 2007, d.h. seit Dezember 2006 um gesamthaft 3 1/2 Monate, erstreckt habe. Indessen ist nicht dargetan, dass diese im Berufungsverfahren vorgetragene Behauptung novenrechtlich zul�ssig war. Ohnehin kann der Vorinstanz keine geradezu offensichtlich unrichtige Feststellung bzw. - wie moniert - Rechtsverweigerung vorgeworfen werden, wenn sie dennoch bez�glich der ersten Kaufpreisreduktion von einer Laufzeit von zwei Monaten ausging, nachdem die Beschwerdef�hrerin an der einschl�gigen Stelle ihrer Berufungsantwort, wo sie konkret zum angesprochenen Thema Stellung nahm, bez�glich der Laufzeit keine Bestreitung angebracht und sich nicht auf eine angebliche Fristerstreckung berufen hatte.
�Schliesslich kann in den beschwerdef�hrerischen Darlegungen "der Vollst�ndigkeit halber" unter Ziffer 4 S. 23 der Beschwerde keine hinreichend begr�ndete Sachverhaltsr�ge erblickt werden, so dass darauf nicht n�her einzugehen ist. Hierzu ist lediglich festzuhalten, dass die Beschwerdef�hrerin an der entsprechenden Stelle ihrer Berufungsantwort die vom Bezirksgericht betreffend die zweite Kaufpreisreduktion angenommene und vom Kl�ger unter Ziffer 1.4.3.3 seiner Berufung akzeptierte Laufzeit von vier Monaten (Oktober 2007 bis Ende Januar 2008) nicht bestritten hat. Die diesbez�gliche Feststellung der Vorinstanz ist daher nicht aktenwidrig.
�Die R�ge unrichtiger Sachverhaltsfeststellung erweist sich als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist. Somit ist von den Zinsberechnungen der Vorinstanz auszugehen.
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Verletzung von Art. 20 Abs. 1 OR. Sie meint, jedenfalls f�r den ersten und dritten Zeitabschnitt k�nne angesichts der ausserordentlichen Umst�nde (ansonsten nicht finanzierbares Kreditbed�rfnis mit den entsprechenden Risiken) f�r ein Darlehen im kaufm�nnischen Verkehr keine Sittenwidrigkeit angenommen werden.
6.3.1.�Nach Art. 20 Abs. 1 OR ist ein Vertrag nichtig, der einen unm�glichen oder widerrechtlichen Inhalt hat oder gegen die guten Sitten verst�sst. Sittenwidrig sind Vertr�ge, die gegen die herrschende Moral, d.h. gegen das allgemeine Anstandsgef�hl oder gegen die der Gesamtrechtsordnung immanenten ethischen Prinzipien und Wertmassst�be verstossen (BGE 132 III 455 E. 4.1 S. 458; 129 III 604 E. 5.3; 123 III 101 E. 2 S. 102; 115 II 232 E. 4a).
�Die Sittenwidrigkeit eines Vertrags betrifft eine Rechtsfrage. Ob sie vorliegt, ist von Amtes wegen zu beachten (vgl. BGE 80 II 45 E. 2b). Die Partei, die sich auf die Sittenwidrigkeit des Vertrags beruft, muss jedoch nach der Verhandlungsmaxime die tats�chlichen Grundlagen, aus denen sich die Sittenwidrigkeit ergeben soll, prozessrechtskonform dartun (Urteil 4A_3/2014 vom 9. April 2014 E. 3.1).
6.3.2.�Die gesetzlichen Zinsfussanordnungen sind dispositiver Natur. Die Parteien k�nnen die H�he des Zinses grunds�tzlich frei vereinbaren (vgl. Art. 73 Abs. 1 OR). Allerdings sind der Privatautonomie Schranken gesetzt: So bleiben einschr�nkende Zinsfussbestimmungen des �ffentlichen Rechts vorbehalten (Art. 73 Abs. 2 OR). Sodann hat der Bundeszivilgesetzgeber den Bezug von Zinseszinsen beim Darlehen eingeschr�nkt (vgl. Erw�gung 4.2). Ferner k�nnen Parteivereinbarungen am Verbot der Sittenwidrigkeit (Art. 20 OR) oder am �bervorteilungstatbestand (Art. 21 OR) scheitern (siehe Leu, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 4 zu Art. 73 OR; Weber, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 133 zu Art. 73 OR).
�Eine Vorschrift, die einen h�chstens zul�ssigen Zinssatz vorsieht, findet sich in Art. 14 des Bundesgesetzes vom 23. M�rz 2001 �ber den Konsumkredit (KKG; SR 221.214.1). Der vom Bundesrat festzulegende H�chstzinssatz soll in der Regel 15 Prozent nicht �berschreiten. Dieser Erlass ist indessen vorliegend nicht anwendbar (vgl. Art. 7 Abs. 1 lit. a und e KKG). Dasselbe gilt f�r das interkantonale Konkordat �ber Massnahmen zur Bek�mpfung von Missbr�uchen im Zinswesen vom 8. Oktober 1957. Indessen darf dieses, auch wenn der entsprechende Kanton nicht beigetreten ist, zum Vergleich herangezogen werden. So beurteilte das Bundesgericht die Vereinbarung eines Zinses von 26 % als aussergew�hnlich und ganz krass der allgemeinen �bung und den herk�mmlichen Anschauungen �ber einen angemessenen Zins widersprechend (vgl. BGE 93 II 189 E. b).
6.3.3.�Ausgehend von diesen Grunds�tzen erachtete die Vorinstanz den Zins von 42.88 % f�r die Monate Januar und Februar 2007 klarerweise als sittenwidrig. Sie befand aber auch den Zins f�r die beiden anderen Zeitabschnitte, soweit er �ber 18 % hinausging, als sittenwidrig. Dabei ging sie entgegen der Kritik der Beschwerdef�hrerin nicht einfach strikt und unbesehen der Umst�nde des Einzelfalles von einem zul�ssigen H�chstzinssatz von 18 % aus. Sie hielt zwar in Ber�cksichtigung des im erw�hnten Konkordat festgehaltenen H�chstzinssatzes von 18 % als Richtwert fest, dar�ber liegende Zinsen seien nach allgemeiner Anschauung generell als aussergew�hnlich hoch zu beurteilen, auch wenn es sich um einen Kredit im kaufm�nnischen Verkehr handle. Sie blieb aber bei dieser - durchaus vertretbaren - Pr�misse nicht stehen, sondern ber�cksichtigte vielmehr die besonderen Umst�nde des Einzelfalles, dass n�mlich die Beschwerdef�hrerin mit der Zwischenfinanzierung des Kl�gers grunds�tzlich ein nicht unerhebliches Verlustrisiko eingegangen sei, wobei sich dieses Verlustrisiko wiederum insofern bis zu einem gewissen Mass relativiere, als sich die Beschwerdef�hrerin verschiedene (Immobiliar-) Sicherheiten habe einr�umen lassen, namentlich das Kaufsrecht an der Liegenschaft U.________ sowie Sicherungs�bereignungen von diversen Schuldbriefen.
�Die Beschwerdef�hrerin verweist auf besondere Umst�nde des vorliegenden Falles, aus denen sich die Zul�ssigkeit der Zinsvereinbarung ergebe und mit denen sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt habe. Mit dem Gesch�ft sei einem stark verschuldeten gewerbsm�ssigen Liegenschaftenh�ndler die M�glichkeit einger�umt worden, seine vor der Verwertung stehenden Liegenschaften freih�ndig zu einem vorteilhafteren Preis zu verkaufen. Die Grundpfanddeckung sei offensichtlich ungen�gend gewesen, ansonsten die Bank E.________ AG kaum zu einem entsprechenden Forderungsverkauf bereit gewesen w�re. Zudem habe sich der Kl�ger wiederholt vertrags- und sittenwidrig verhalten. Der Zinssatz habe sich vor allem deshalb ergeben, weil der Kl�ger die Liegenschaft nicht - wie mehrfach versprochen - ver�ussert habe.
�Der Beschwerdef�hrerin ist beizupflichten, dass hier kein allt�gliches Kreditgesch�ft vorliegt. Relevant f�r die Frage, welche Zinsh�he noch als den herk�mmlichen Anschauungen angemessen betrachtet werden kann, ist vor allem das Verlustrisiko, das mit der Kreditgew�hrung verbunden war. Dass dieses vorliegend nicht unerheblich war, hat die Vorinstanz durchaus ber�cksichtigt. Sie durfte andererseits aber auch in die Waagschale werfen, dass sich die Beschwerdef�hrerin verschiedene Sicherheiten hatte geben lassen, selbst wenn diese nicht hinreichend gewesen sein sollten. Die Beschwerdef�hrerin vermag dar�ber hinaus keine entscheiderheblichen besonderen Umst�nde zu nennen, die einen Zins von �ber 18 % zu rechtfertigen verm�chten. Namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern das angebliche (sp�tere) vertragswidrige Verhalten des Kl�gers bez�glich der Angemessenheit der Zinsh�he relevant sein soll. Der vertragliche Darlehenszins stellt nicht Schadenersatz f�r vertragswidriges Verhalten dar, sondern Entgelt f�r das Zurverf�gungstellen einer bestimmten Geldsumme (vgl. Erw�gung 5).
�Die Vorinstanz hat auch nicht �bersehen, dass die �berschreitung der Grenze von 18 % f�r den ersten (18.18 %) und dritten (18.85 %) Zeitabschnitt lediglich minim ist. Es ist aber nicht bundesrechtswidrig, sondern vielmehr koh�rent, wenn sie f�r alle drei hier betroffenen Zeitr�ume einheitlich von einer H�chstlimite von 18 % ausging und den dar�ber hinausgehenden Zinssatz wegen Sittenwidrigkeit als sittenwidrig beurteilte, zumal die Beschwerdef�hrerin keine Umst�nde dartut, die einen unterschiedlichen Wert je nach Zeitabschnitt rechtfertigen w�rden.
�Zusammenfassend ist es bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Zinse f�r alle drei Zeitperioden wegen Sittenwidrigkeit als in dem Umfang teilnichtig erkl�rte, in dem sie den Zinssatz von 18 % �berstiegen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).

References: Art. 20
 Art. 21
 Art. 23
 Art. 75
 Art. 74
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 317
 Art. 317
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 314
 Art. 160
 Art. 160
 Art. 18
 Art. 97
 Art. 18
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 20
 BGE 
 Art. 73
 Art. 73
 Art. 73
 Art. 14
 Art. 7
 BGE 
 Art. 68