Source: https://campusdemokratie.ch/abc/
Timestamp: 2019-08-18 09:21:03+00:00

Document:
Informationen und Analysen zu aktuellen Abstimmungen auf nationaler und kantonaler Ebene erhalten Sie beim Bund, bei ch.ch, dem Politnetz und bei Vimentis. Einfach erklärt werden alle Abstimmungen auf easyvote. Gemeinden können die easyvote-Abstimmungsbüchlein direkt an die jungen Erwachsenen schicken.
Seit 2019 steht die Abstimmungs-App VoteInfo von Bund und Kantonen für Android und iOS zum Download zur Verfügung. Die App enthält Informationen und Erklärvideos zu den Vorlagen, an Abstimmungssonntagen werden die Ergebnisse laufend aktualisiert, ausserdem kann man sich über die App an bevorstehende Abstimmungen erinnern lassen.
Vom hep-Verlag wird Politics-Economics herausgegeben, ein spannendes Lernangebot zu Abstimmungen wie auch sonstigen aktuellen Fragen im Bereich Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aufgaben, Lösungsvorschläge und Internet-Links, oftmals mit Kurzfilmen, erscheinen kostenlos während der allgemeinen Schulzeiten alle zwei bis drei Wochen jeweils am Montagmorgen.
Möchten Sie eine Debatte zu aktuellen Themen veranstalten? Jugend debattiert stellt Argumentationsblätter mit pro und kontra Argumenten zur Verfügung.
Die Agenda 2030 ist ein von den UNO-Mitgliedstaaten verabschiedeter Aktionsplan für eine nachhaltige Entwicklung. Mit 17 Zielen verpflichten sich die Mitgliedstaten, darunter auch die Schweiz, eine gemeinsame Lösung für die grossen Herausforderungen dieser Welt, wie extreme Armut, Klimawandel, Umweltzerstörung oder Gesundheitskrisen zu finden. Das vierte Ziel sieht die Förderung der Bildung vor. Dabei wird im Teilziel 4.7 auch auf Aspekte der politischen Bildung eingegangen.
Auf Bundesebene haben Einwohnerinnen und Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht kein Wahl- oder Stimmrecht. Anders sieht das teilweise auf kantonaler und kommunaler Ebene aus. In gewissen Kantonen und Gemeinden können EinwohnerInnen ohne Schweizer Bürgerrecht mitentscheiden oder sich zur Wahl stellen. Ob Ausländerinnen und Ausländer in Ihrer Gemeinde und Kanton abstimmen dürfen, finden Sie bei der Eidgenössische Migrationskommission (EKM). Weitere Informationen zum Ausländerstimmrecht erhalten Sie auf ch.ch.
Für Einwohnerinnen und Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht gibt es zahlreiche Projekte, die die Mitwirkung unterstützen. Wir haben einige unter Partizipation von Einwohnerinnen und Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht zusammengefasst.
Verschieden Schweizer Städte setzen sich zudem für eine städtische BürgerInnenschaft ein mit der Idee von rechtlicher, politischer, sozialer und kultureller Teilhabe von EinwohnerInnen ohne Schweizer Bürgerrecht, wie zum Beispiel die Züri City Card oder Bern City Card.
Ausserschulische Projekte
Politische Bildung und Partizipation finden zu einem grossen Teil auch in der Freizeit der Jugendlichen statt. Angebote von nationalen und kantonalen sowie lokalen Initiativen finden Sie in unserer interaktiven Liste der ausserschulischen Projekte. Auf unserem Flyer Aktiv werden haben wir eine Übersicht gestaltet, wie und wo Jugendliche sich einbringen können.
Die Wirkung von ausserschulischen Aktivitäten zeigt die deutsche Studie von Balzer et al. Wie politische Bildung wirkt. Zur vertiefenden Auseinandersetzung können wir Ihnen weitere Studien empfehlen.
Viele Lehrpersonen haben Respekt davor, politische Themen im Unterricht zu diskutieren, da sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen lassen wollen, die Schülerinnen und Schüler zu beeinflussen. Dabei muss der Mythos, eine Lehrperson dürfe ihre politische Meinung nicht kundtun, genauer betrachtet werden. Eine Lehrperson soll dies sogar tun. Aufschluss dazu bietet die Handreichung Was darf politische Bildung? der PH Wien. Selbstverständlich muss dies unter Einhaltung verschiedener Bedingungen geschehen.
Als Leitlinie dazu dient der Beutelsbacher Konsens. Inhaltlich müssen drei Standards für den Unterricht gelten:
Das Überwältigungsverbot: Die Lehrperson darf die Schülerinnen und Schüler nicht indoktrinieren, ihnen also nicht die eigene Meinung aufzwingen.
Das Kontroversitätsprinzip: Was in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird, soll auch in der Schule kontrovers behandelt werden.
Die Schülerorientierung: Schülerinnen und Schüler sollen eine politische Situation und eigene Werte und Interessen analysieren können und befähigt werden, die vorgefundene politische Situation in ihrem Interesse zu beeinflussen.
Unter Einhaltung dieser drei Standards kann es förderlich für politisches Lernen sein, wenn eine Lehrperson ihre Meinung kommuniziert, da es sehr wertvoll ist, wenn den Jugendlichen authentische politische Meinungsbildung und Engagement vorgelebt wird. Unabdingbar dabei ist, dass die Lehrperson transparent kommuniziert, dass es sich nun um ihre Meinung handelt, dass sie ausserdem schildert, durch welche Argumente sie zu dieser Meinung gelangt ist und welche Werte und Interessen ihr dabei zugrunde liegen. Sind die Schülerinnen und Schüler, trotz Vorarbeit, in diesem Moment nicht fähig, die geschilderte Meinung in Frage zu stellen oder gegen diese zu argumentieren, ist die Lehrperson dazu verpflichtet, den SchülerInnen aufzuzeigen, was gegen ihre Sichtweise spricht.
Weiterführende Informationen zum Beutelsbacher Konsens stellt die Bundeszentrale für Politische Bildung zur Verfügung.
Die Handreichung Was darf politische Bildung? der PH Wien beantwortet weitere Fragen wie „Darf ich politische Parteien im Unterricht kritisieren?“, „Darf ich mit SchülerInnen an politischen Aktionen teilnehmen?“ etc.
Im Bundeshaus sind die Bundesversammlung (das Parlament, bestehend aus National- und Ständerat) sowie der Bundesrat (Regierung) untergebracht.
Der Besuch im Bundeshaus sowie Führungen mit der Familie, dem Verein oder der Schulklasse sind kostenlos. Diese sind gut mit den kostenlosen Führungen/Bildungsangeboten des Polit-Forum Bern im Käfigturm kombinierbar. Lohnenswert für Schulklassen ist auf jeden Fall das Polit-Spiel Mein Standpunkt, bei welchem den SchülerInnen das Erlebnis, selber im Nationalratssaal über aktuelle politische Themen zu debattieren, ermöglicht wird. Für Lernende von Berufsschulen besteht das Angebot Politik hautnah. Dieses beinhaltet die Diskussion mit einem Ratsmitglied in der Schule über eine anstehende Volksabstimmung sowie das Miterleben einer Ratssitzung im Bundeshaus.
Auch die Sessionen können kostenlos direkt in den Sälen verfolgt werden. Gruppen wird empfohlen, sich mindestens 8 Monate im Voraus online anzumelden. Für Einzelperson stehen 25 Plätze zur Verfügung, die sich nicht im Voraus reservieren lassen.
Alternativ lohnt sich der eindrückliche virtuelle Rundgang durch die verschiedenen Sääle des Bundeshauses.
Staatskundliches Wissen bietet die Broschüre Der Bund kurz erklärt, welche von der Bundeskanzlei publiziert wird und gratis erhältlich ist.
Bundeszentrale für politische Bildung (DE)
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Deutschland entstand in den Nachkriegsjahren mit dem Ziel, demokratische Werte und das Verständnis von politischen Sachverhalten zu fördern. Die bpb bringt diverse Publikationen heraus, organisiert Veranstaltungen mit Vergangenheit- und Gegenwartsbezug und leistet Förderbeiträge. Ausserdem enthält die Internetseite Beiträge zur Aktualität und Lexika.
Wir freuen uns sehr, den grössten deutschsprachigen Schülerwettbewerb zur politischen Bildung als Partner der bpb in die Schweiz zu bringen. Das Aufgabenheft erscheint im Juli, Einsendeschluss ist jeweils im Dezember. Ob zum Thema YouTuber, Karl Marx oder Olympia, äusserst abwechslungsreiche Aufgabenstellungen stehen zur Wahl für 4.-12. Klassen .
Ein interessantes Angebot der bpb für Junge ist Deine tägliche Dosis Politik. Dabei werden per WhatsApp, Insta o.Ä. von Montag bis Freitag eine Portion Politik, Geschichte oder aktuelle gesellschaftliche Debatten im Kurzformat erklärt.
Gewisse politische Rechte, wie das aktive und passive Wahlrecht, setzen das Schweizer Bürgerrecht voraus. Das Schweizer Bürgerrecht erhält man durch Abstammung oder durch Einbürgerung.
Die Bürgerrechte zu kennen ist Teil der politischen Bildung und Voraussetzung, um am politischen Geschehen teilnehmen zu können. Eine Auflistung sowie die Geschichte der Bürgerrechte in der Schweiz gibt es beim Historischen Lexikon der Schweiz.
Charta für Demokratie
Die Charta für Demokratie wurde 2015 von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sowie 103 National- und 35 Ständeräten/-innen unterzeichnet. Sie unterstreicht die Wichtigkeit von politischer Bildung und politischer Partizipation für die Demokratie und verpflichtet sich, diese zu fördern.
Unter unserem Medienspiegel finden Sie die Aussagen von Bundesrätin Sommaruga und Nationalparlamentariern.
Citoyenneté ist ein von der EKM (Eidgenössische Migrationskommission) lanciertes Projekt. Angestrebt werden dabei die Information, Mitsprache, Mitgestaltung und die Mitentscheidung in der Gesellschaft, unabhängig von Alter, Herkunft oder Geschlecht. Damit ist Citoyenneté gleich bedeutend mit Partizipation. Welche Projekte die EKM dabei fördert, ist auf ihrer Projektliste ersichtlich.
Gründe und Ziele zur Citoyenneté finden Sie auch in der Medienmitteilung EKM und SAJV fördern Citoyenneté bei Jugendlichen.
Für die weitere thematische Auseinandersetzung empfehlen wir unser Verständnis von politischer Partizipation oder unsere ABC-Einträge Partizipation in der Gemeinde und Partizipation in der Schule.
Debattieren ist ein wichtiges Instrument in der Politik, um seine Argumente, Interessen und vermutete Folgen darzulegen, den Wissensstand der Beteiligten zu erweitern und allenfalls sein Gegenüber zu überzeugen oder selbst überzeugt zu werden.
Auch ausserhalb der Politik fördert Debattieren den gewaltlosen Umgang mit Konflikten sowie breiteres Denken. Eine Debattierkultur muss gefördert und gepflegt werden. Jugend debattiert bietet dazu ausgezeichnetes pfannenfertiges Unterrichtsmaterial, Trainings und Debattierwettbewerbe an.
Wie werden Künstliche Intelligenz, Big Data und Internet der Dinge unsere Gesellschaft und unseren Staat verändern? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Demokratie werden immer wieder an Veranstaltungen diskutiert, die Sie in unserem Eventkalender finden können.
Im Bereich der digitalen BürgerInnenbeteiligung gibt es eine Vielzahl von Ideen und Instrumenten. Der Think Tank foraus (Forum Aussenpolitik) nutzt kollektive Intelligenz zum Beispiel, indem digital wie analog Lösungen zu verschiedenen politischen Themen von Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Fachwissen gesucht werden. Das Prinzip „Policy Kitchen“ wird im Video genauer erklärt.
Ein ähnliches digitales Werkzeug um Lösungen kollektiv zu sammeln, wird auch erfolgreich in Vorarlberg angewendet. Kernaussagen werden auf der Webseite verdichtet und an politische Instanzen weitergeleitet. Durch das grosse politische Einvernehmen ist die Plattform ein hervorragendes Beispiel nicht nur für Partizipation, sondern auch für Transparenz in politischen Entscheidungsfindungen.
Die offizielle Einführung digitaler Plattformen zur BürgerInnenbeteiligung wurde auch im Postulat CivicTech 2018 im Gemeinderat der Stadt Zürich gefordert. Momentan erprobt Zürich eine Smart-City-Strategie zur engen digitalen Vernetzung zwischen Stadt und BewohnerInnen. Ein Instrument für die Kollaboration zwischen Schweizer Gemeinden und ihren EinwohnerInnen bietet auch der Online-Dorfplatz 2324.ch. Auch partizipative Budgets machen sich das Internet zunutze, indem Einwohnerinnen und Einwohner online Projekte für ihr Quartier eingeben und über deren Finanzierung abstimmen können.
Organisationen wie das staatslabor wollen Staat und Öffentlichkeit dabei unterstützen, mit innovativen Methoden und Technologien Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. In einem Beteiligungs-Spider haben sie z.B. den Online-Grad von sieben Projekten der BürgerInnenpartizipation erhoben.
Ebenfalls interessant ist die Frage, wie in der Schweiz die Internetnutzung mit der Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit in Vereinen in Verbindung steht. Lesen Sie hier die Studie.
In der direkten Demokratie werden politische Entscheidungen direkt vom Volk getroffen. Die Schweiz ist eine parlamentarische Demokratie mit ausgeprägten direktdemokratischen Elementen. Einerseits enthält sie repräsentative Elemente wie die Bundesversammlung, andererseits kann das Volk mithilfe von Initiativen und Referenden direkt den Gesetzgebungsprozess beeinflussen.
Bei ch.ch und Vimentis finden Sie gute Hintergrundinformationen zur Schweizer Demokratie. Neuste Artikel und Studien über die direkte Demokratie in der Schweiz sowie die Geschichte finden Sie auch auf Swissinfo.
Die Schweizer Demokratie Stiftung fördert Projekte und Organisationen in den Bereichen Forschung, Beratung, Bildung, Medien und Netzwerke. Der «Navigator der direkten Demokratie» ist ein Online-Instrument, das die Verfahren der modernen direkten Demokratie weltweit erfasst. People2Power ist die erste globale Medienplattform zu Fragen der Partizipation und direkten Demokratie. Sie wird von der Schweizer Demokratiestiftung in enger Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Medienhäusern in der Schweiz, den Niederlanden und anderen Ländern betrieben.
Democracy International ist eine globale Dachorganisation von Menschen und Organisationen, die sich für eine nachhaltige Demokratieentwicklung einsetzen. Das Initiative and Referendum Institute Europe (IRI Europe) berät staatliche und nicht-staatliche Institutionen und Organisationen zu Fragen der direkten Demokratie und Bürgerbeteiligung.
Die Global Passport to Modern Direct Democracy vom International Institute for Democracy and Electoral Assistance (International IDEA) bietet grundlegende Informationen über die Instrumente der direkten Demokratie. Es stellt Schlüsseldefinitionen vor, beschreibt verschiedene Instrumente und enthält Empfehlungen zur Nutzung von Initiativen, Referenden und Volksabstimmungen.
Education21 / BNE
éducation21 ist das nationale Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schweiz und eine Fachagentur der eidgenössischen Erziehungsdirektorenkonferenz.
Im Auftrag der Kantone, des Bundes und der Zivilgesellschaft unterstützt éducation21 die Umsetzung und Verankerung von BNE auf Ebene obligatorische Schule und Sek II. Eine Kurzeinführung zur BNE in Schule und Unterricht finden Sie im folgenden Dossier.
Neben Weiterbildungen, Lernmedien, Beratung und Finanzhilfen für Schul- und Klassenprojekten koordiniert éducation21 auch das Schulnetz21, Schweizerisches Netzwerk gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen.
BNE hat verschiedene Schnittstellen mit politischer Bildung & Partizipation. So ist Partizipation sowohl eines der sieben pädagogischen BNE-Prinzipien als auch eine der zehn BNE-Zielkompetenzen. Die politische Bildung wird bei education21 als einen von fünf fächerübergreifenden Bildungszugänge, welche das Verständnis von BNE zusätzlich bereichern, ebenfalls hervorgehoben. Deswegen evaluiert und entwickelt éducation21 auch Lernmedien der politischen Bildung.
Gute Erklärvideos zu politischen Themen inkl. Unterrichtsdossiers werden zum Beispiel von SRFmySchool, von Easyvote oder von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten.
Viele Kantone verfügen über einen eigenen Youtube-Kanal. Über kantonale Abstimmungen informiert beispielsweise der Youtube-Kanal des Kantons Zürich. Ein gelungenes Video für Jugendliche, welches Einblick in ein Kantonsparlament gewährt und erklärt, wie ein Gesetz entsteht ist, wurde 2018 vom Parlamentsdienst des Kantons Basel-Stadt veröffentlicht.
Welche Podcasts politische Themen aufgreifen, finden Sie im Eintrag Radio.
Europa – EU – Europarat
Die Schweiz ist geografisch Teil von Europa und historisch und politisch eng damit verbunden. Viele Themen der Schweizer Aussenpolitik betreffen unsere Beziehungen zu Europa. Die wichtigsten Organisationen Europas sind die Europäische Union und der Europarat.
Die Europäische Union ist ein Integrationsprojekt mit (ehemals 6 und) heute 28 Mitgliedsstaaten. Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU, unterhält aber enge wirtschaftliche und politische Beziehungen zu ihr. Diese sind durch die bilateralen Verträge geregelt und zeigen sich auch darin, dass viele Schweizer Gesetzesregelungen autonom ans EU-Recht angepasst werden.
Der Europarat hingegen zählt 47 Mitgliedstaaten, darunter die Schweiz. Die Europäische Menschenrechtskonvention und der daraus entstandene Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stammen vom Europarat.
Einen guten Überblick über die Strukturen Europas verschafft die Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung Deutschland bpb, gratis verfügbar ist ebenso ein übersichtliches Dossier und Hörbucher. Die Seite Europawahlen bietet alle zugängliche Ressourcen in Heftsform und Hörbücher zum Verständnis von Wahlfragen.
Das ABC der Europapolitik des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten enthält weitere Informationen zum Thema Europäische Union und Europarat.
Viele Angebote im Bereich der politischen Bildung und Partizipation befassen sich mit der Europäischen Union und dem Europarat. So zum Beispiel die simulierten Sessionen des European Youth Parliament oder der Think-Tank zur Schweizer Aussenpolitik foraus, der unter anderem Ideen zu Europa-Fragen entwickelt.
Auch der Europarat initiiert Projekte und veröffentlicht Publikationen im Bereich der politischen Bildung und Partizipation, wie beispielsweise die EDC/HRE Volumes I-VI Education for democratic citizenship and human rights in school practice – Teaching sequences, concepts, methods and models.
In der Zusammenstellung der vergangenen Anlässe des Campus für Demokratie finden Sie Video und Zusammenfassung des Referates zum Thema Die Schweiz in Europa – Perspektiven für die politische Bildung.
Unter politischem Extremismus versteht sich eine ablehnende Haltung gegenüber der Verfassung und die Idee, sie abzuschaffen oder einzuschränken. V.a. die Demokratie an sich oder einzelne Institutionen erfahren eine grosse Ablehnung. Extremistische Gruppen/Personen scheuen nicht vor Gewalt zurück, im ihre Ziele zu erreichen. Weitere Eklärungen finden sich z.B. bei der Bundeszentrale für politische Bildung.
In der Schweiz gibt es seit 2017 einen Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus. Sie finden dort Fach- und Anlaufstellen bei Verdacht auf Radikalisierung oder gewalttägigen Extremismus.
Der Kanton St. Gallen hat zudem das Themenheft «Radikalisierung & Extremismus» veröffentlicht, welches Grundlagenwissen und Präventionsmöglichkeiten für Schule und Jugendarbeit vorstellt. Auf der Plattform «sicher! gesund» finden Sie weitere Informationen. Die Interventionsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus (IRE) Kt. Zürich hat für Gespräche mit Kindern eine Informationsbroschüre erstellt.
Als Lehrerin oder Lehrer finden Sie zudem im Lehrerhandbuch zur Prävention von gewalttätigem Extremismus eine Handreichung zum Führen eines Unterrichtsgesprächs.
Essays zu Rassismusprävention im Unterricht sind ausserdem frei zum Download beim Courageshop.
Filme sind ideal, um politische Themen im Unterricht zu diskutieren. Die Stiftung éducation21 schlägt ausgewählte Filme, Kurzfilme und passendes Unterrichtsmaterial vor.
Das Projekt Kinokultur in der Schule empfiehlt ebenfalls aktuelle und vergangene Kinofilme und liefert Ideen sowie Unterrichtsmaterial für den Einsatz im Unterricht.
Der jährliche Wettbewerb Jugendfilmtag gibt filminteressierten Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Filmideen zu entwerfen, zu präsentieren und mit Profis aus der Film- und Festivalbranche in Kontakt zu kommen.
Von verschiedenen Akteuren besteht ein breites Angebot an politischen Erklärvideos.
Eine Vielzahl an Kurzfilmen zur Motivationssteigerung, an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen, werden im Rahmen des Wettbewerbes CinéCivic der Staatskanzleien der französischsprachigen Kantone jedes Jahr realisiert.
Daneben gibt es viele thematische Filmprojekte, wie zum Beispiel die Videoporträts von Zürcher!nnen machen, in denen 41 ZürcherInnen von ihren ambivalenten Erfahrungen zwischen Zugehörigkeit und Fremdsein erzählen.
Jugendliche, die Erfahrungen in der Erstellung von Videoreportagen sammeln wollen, können zum Beispiel beim Filmteam youreport in Bern mitmachen. Daneben existieren verschiedene Regionalfernsehen wie zum Beispiel der Jump-TV in Solothurn, wo Video- und Fernsehworkshops für Kinder und Jugendliche angeboten werden.
Fördergelder für ausserschulische Projekte
Möchten Sie ein Projekt im Bereich der politischen Bildung und Partizipation durchführen? Untenstehend finden Sie einige Empfehlungen zu Stiftungen und staatlichen, kantonalen oder kommunalen Stellen, die Fördergelder sprechen.
Jugendprojekte, Kanton Aargau
Jugendkommission, Kanton Appenzell Innerhoden
Gemeinschaftliche Projekte, Stadt Bern
Prix Jeunesse Jura, Kanton Jura
Projektförderung, Kanton Luzern
Infogiovani, Kanton Tessin
Jugendförderung, Kanton Fribourg
À nous de jouer, Genf, Fondation Ethique et Valeurs
jaiunprojet, Centre vaudois d’aide à la jeunesse
My Project Fund, Infoklick, Stiftung Mercator Schweiz
Mitwirkung, Stiftung Mercator Schweiz
Jugend und Politik, Movetia
Partizipationsprojekte, politische Partizipationsprojekte und Modellvorhaben, Bundesamt für Sozialversicherungen
Club Konkret für Jugendliche aus dem Kanton Zürich
Welche Projekte zur politischen Partizipation vom Bund unterstützt werden, finden Sie in der Übersicht Finanzhilfen BSV.
Fördergelder für schulische Projekte
Für schulische Projekte gibt es neben allgemeinen Förderern auch spezifische Finanzhilfen, die wir Ihnen empfehlen:
éducation21: Finanzhilfe für Klassen- oder Schulprojekte in den Bereichen Bildung für Nachhaltige Entwicklung BNE, Menschenrechtsbildung oder Rassismusprävention
x-hoch-herz: Fördergelder für schulische Projekte im Bereich gesellschaftliches Engagement
Lesen Sie auch unseren Eintrag zu Wettbewerbe und Förderpreise. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Forschende der politischen Bildung
An Universitäten, pädagogischen Hochschulen und insbesondere am Zentrum für Demokratie Aarau wird zum Thema politische Bildung geforscht. Die Vereinigung der Schweizer Hochschuldozierenden hat im April 2017 ein Bulletin zu Politikwissenschaft und zur politischen Bildung herausgegeben, in welchem verschiedene Aspekte der Schweiz aufgenommen werden.
DemocrayNet.eu vereinigt Demokratie-Forschende, die sich speziell für die praktische Anwendung der Forschung interessieren. Der Prozedere-Verbund entwickelt und vermittelt prozedurale Praxis, sprich partizipative Vorgehensweisen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Democracy International-Lernende Demokratie haben darauf basierend DemocracyDevelopment-Laboratories entwickelt.
Das Demokratiebarometer ist ein neues Instrument zur Messung der Qualität etablierter Demokratien. Das Projekt wurde vom Zentrum für Demokratie Aarau und von der Forschungsstelle Demokratische Innovationen der Goethe-Universität Frankfurt unterstützt, undd während der Entwicklungsphase im Wintersemester 2018/19 dort in der Lehre eingesetzt.
Eine Datenbank zu Ergebnissen, Studien und Handlungsempfehlungen der politischen Bildung sammelt die Deutsche Transferstelle Politische Bildung.
Das Institut für Demokratie und Partizipationsforschung der Universität Wuppertal existiert seit 1975; es wurde seinerzeit als ‚Forschungsstelle Bürgerbeteiligung‘ errichtet. Hier wurde u.a. das aleatorische, d.h. auf Zufallsauswahl aufbauende Beteiligungsverfahren der „Planungszelle“ entwickelt und systematisiert. Es gibt Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung, ihre Lebenserfahrung und ihre Kompetenz konstruktiv und nicht interessengeleitet in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.
Freiwilligenarbeit ist eine Form von Partizipation, welche einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen von Jugendlichen und unter gewissen Bedingungen auch politischen Lernen leistet. Nebst der Steigerung der sozialen Kohäsion ist Freiwilligenarbeit für die Schweizer Gesellschaft auch strukturell und ökonomisch von unerlässlichem Wert. Laut BFS wurde im Jahr 2016 rund 660 Millionen Stunden für Freiwilligenarbeit aufgewendet, was 7% des Gesamtvolumens der unbezahlten Arbeit ausmacht.
Die Vernetzung und Kommunikation zwischen regionalen Fach- und Vermittlungsstellen für freiwilliges Engagement organisiert die nationale Dachorganisation benevol. Privatpersonen können hier auch kürzere oder längere Einsätze online finden.
Mit Five Up wurde eine App zur Vereinfachung der Vernetzung von Organisationen und engagierten Personen entwickelt. Den Austausch zwischen Organisationen oder AkteurInnen fördert ausserdem das Netzwerk Freiwillig Engagiert.
Welche Formen der Partizipation mit der Digitalisierung ermöglicht wurden oder laufend entwickelt werden, finden Sie im Eintrag Digitalisierung.
Weitere Informationen zum Engagement in Vereinen.
Onlineplattform/App und Medien über politische Partizipation finden Sie unter die Projektliste.
Zum einen gehört zu einer umfassenden politischen Bildung der Vergleich zwischen politischen Systemen verschiedener Länder, zum anderen kann interkulturelles Lernen einen wichtigen Beitrag zum Demokratielernen leisten. Beide Ansätze verfolgen ähnliche Ziele wie Toleranz und Respekt gegenüber anderen Sichtweisen, Interessen und Werten.
Über ein vielfältiges Angebot von internationalen Austauschprojekten verfügt Movetia (Agentur vom Bund). Die Angebote reichen von Klassenaustausch über Ferienaustausch bis zum Europäischen Freiwilligendienst sowie Mobilitätsprojekten in der Schulbildung, Berufsbildung und Erwachsenenbildung. Das Programm Jugend in Aktion fördert zum Beispiel den europäischen Austausch und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der ausserschulischen Jugendarbeit.
Kostenlos viersprachige Beratung zu Austauschprojekten für Jugendliche für Praktika, Au-pair, Sprachreisen, Freiwilligendienst etc bietet Eurodesk. Eine NGO für Freiwilligeneinsätze weltweit ist zum Beispiel SCI (Service Civil International Schweiz).
Interkulturelles Lernen ermöglicht das Projekt Building Walls – Breaking Walls von Nakultur. Während einer Woche bauen Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen eine – sinnvolle – Naturmauer. Abends wird Raum geschaffen für das gemeinsame Hinterfragen eigener Stereotypen und für Diskussionen über Mauern, Grenzen und Konflikte.
Für politisches Lernen in Europa engagiert sich das EYP: Das Europäische Jugendparlament organisiert in Kooperation mit mehr als 1300 Schulen europaweit Sessionen für Jugendliche und simuliert damit demokratische Abläufe im Europäischen Parlament.
Ebenfalls politisches Lernen fördern die Young European Swiss y-e-s: Das Projekt Challenge Europa bringt Jugendlichen auf einer Studienreise nach Brüssel und Strassburg die EU näher. Ausserdem bieten sie das Programm europe@school an.
Für die Kantone Bern und Wallis besteht zudem das interkantonale Austauschprogramm Deux langues – ein Ziel für Klassen der 9. oder 10. Oberstufe.
Ausserdem bestehen Möglichkeiten der Förderung des interkulturellen Austauschs innerhalb des Klassenzimmers, z.B. mit der Broschüre Ich spreche für mich: Erfahrungen von muslimischen Jugendlichen mit Vorurteilen vom NCBI.
GaYA (Governance and Youth in the Alps) zielt darauf ab, die Qualität der demokratischen Prozesse im Alpenraum durch eine verstärkte Jugendbeteiligung in der regionalen Governance und durch die Entwicklung neuer Ansätze für die EntscheidungsträgerInnen zu verbessern. Dafür wurden im Rahmen des Projekts in Zusammenarbeit mit acht Partnern aus fünf verschiedenen Alpenländern Methoden gesammelt und zur Verfügung gestellt, um die Herausforderung der territorialen Kohäsion und partizipativen Einbeziehung junger Menschen im täglichen politischen Handeln zu meistern.
Jugendräte und -parlamente sind eine gute Möglichkeit, um Jugendliche für die Politik zu begeistern / um dich einzubringen. Jugendparlamente bieten oft auch an, in Schulklassen über die politischen Prozesse in Gemeinden oder Kantonen zu berichten und Diskussionen zu veranstalten. Auf youpa findet sich eine Übersicht über alle ca. 70 bestehenden Jugendparlamente der Schweiz sowie Unterstützungsangebote und weitere Projekte wie Speed-Debating.
Ein besonders erfolgreiches Beispiel eines Jugendparlamentes als Sprachrohr der Jugend ist das Jugendparlament Zürich, da es im Gegensatz zu den meisten als Vereine strukturierten Jugendparlamenten eine offizielle politische Anerkennung erreicht hat.
Gibt es in Ihrer/deiner Gemeinde noch kein Jugendparlament? Der Dachverband für Jugendparlamente (DSJ) unterstützt Behörden und Jugendliche bei der Neugründung.
Ähnlich wie die Jugendparlamente aber mit Jugendlichen aus der ganzen Schweiz bietet die jährliche Jugendsession im Bundeshaus die spannende Gelegenheit, mit Gleichaltrigen zu diskutieren und politische Forderungen auszuarbeiten.
Du wolltest schon immer mal im Bundeshaus debattieren und bist zwischen 14 und 21 Jahren alt? Dann ist die jeweils im November stattfindende Jugendsession das Highlight für dich. Die Plätze sind jedes Jahr sehr begehrt, da „nur“ 200 Jugendliche mitmachen können. Anmeldungen werden jeweils ca. ab Ende Januar entgegengenommen und danach ausgelost. Das Prinzip ist ähnlich wie in Jugendparlamenten, bloss dass du hier Gleichaltrige aus der ganzen Schweiz antriffst. Die ersten 2 Tage arbeitest du in Arbeitsgruppen Forderungen zu bestimmten Themen aus, um diese am Samstag & Sonntag im Nationalratssaal vorzustellen. Hier kannst du den genauen Ablauf studieren. Das Organisationsteam aus 17 bis 25-jährigen ehemaligen Teilnehmenden bereitet Verpflegung, Unterkunft und ein tolles Rahmenprogramm für dich vor.
Just Community-Schulen
Just Community ist ein pädagogisches Prinzip einer klassenübergreifenden Demokratiebildung und stellt eine Umsetzung von Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung dar. Er zeigte auf, dass intensive Diskussionen über Gerechtigkeitskonflikte die eigenen Moralvorstellungen weiterentwickeln. In Just Community-Schulen entscheiden deshalb SchülerInnen beim Aufstellen von Regeln mit und fühlen sich für die Einhaltung davon verantwortlich. Kernstück einer Just Community-Schule ist dafür die Vollversammlung mit allen Schülerinnen und Schülern für Themen, welche alle betreffen. Diese werden zum Beispiel von einer Vorbereitungsgruppe bestehend aus GruppensprecherInnen/KlassenvertreterInnen gesammelt. Die Vollversammlung wird anschliessend ebenfalls von ihnen geführt und ausgewertet.
Einblick in eine lebendige Just Community in der Schweiz gewährt das Video der Schule Steiacher. Weitere Schweizer Schulen, welche Just Community umsetzen oder ausprobiert haben, sind die Primarschule Heiden oder die Schule Balainen. Eine gelungene Umsetzung einer gesamtschulischen Demokratiekultur ist im Video der Democratic School of Hadera zu sehen.
Politischebildung.ch bietet vertiefte Ausführungen zur Just Community.
Tücken und Chancen der Regelausarbeitung durch SchülerInnen sind unter Klassenrat geschildert. Weitere Anregungen finden Sie unter Partizipation in Schule und Klassenzimmer.
Kinder- und Jugendpolitik Schweiz
Die Kinder- und Jugendpolitik liegt in der Schweiz hauptsächlich in der Zuständigkeit der Kantone und Gemeinden. Auskunft bietet die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ.
Kinder- und Jugendpolitik Schweiz ist auch der Name einer Plattform des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV und der Konferenz der kantonalen SozialdirektorInnen SODK . Auf der Plattform sind die rechtlichen Grundlagen, Angebote wie Beratungsstellen, interessante Projekte und Programme auf nationaler, kantonaler oder kommunaler Ebene abrufbar.
Die Broschüre Broschüre «Grundlagen der politischen Partizipation von Jugendlichen» vereint das umfassende Fachwissen des DSJ zur politischen Partizipation und Bildung von Jugendlichen. Darunter fallen Begriffsdefinitionen, die Entwicklung der politischen Partizipation von Jugendlichen, rechtliche Grundlagen sowie aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema. Die Broschüre ist auf Deutsch und Französisch erhältlich.
Weltweit zertifiziert UNICEF Gemeinden mit dem Label Kinderfreundliche Gemeinde, wenn sie gezielt die Steigerung der Kinderfreundlichkeit in ihrem nahen Lebensumfeld fördern. Schritte zur Auszeichnung sind eine Standortbestimmung, die Veranstaltung eines Workshops/einer Zukunftswerkstatt mit Kindern und Jugendlichen, die Formulierung eines Aktionsplans sowie eine Evaluation.
Informieren Sie sich auch über Kinder- und Jugendparlamente.
Kinderbüros und Kinderparlamente
Die Kinderlobby organisiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV und dem Kinderdorf Pestalozzi die Kinderkonferenz. Bei dieser diskutieren die Kinder über ihre Rechte.
Das einzige kantonale Kinderparlament in der Schweiz ist das Kinderparlament Schwyz. Seit 2007 beraten sich 60 Kinder (ca. 5.-6.Klasse) zwei Mal jährlich im Kantonsratssaal in Schwyz.
Daneben gibt es in vielen Gemeinden und Städten Kinderparlamente. Eines der ältesten Kinderparlamente ist das Kinderparlament Luzern.
Weitere Projekte sind zum Beispiel Kinder mit Wirkung vom Kinderbüro Basel oder die Ombudsstelle Kinderrechte vom Verein Kinderrechte Ostschweiz.
Die UN-Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 wurde am 24. Februar 1997 von der Schweiz ratifiziert. Die Kinderrechte sind Teil der Menschenrechte. Sie sehen explizit die Beteiligung der Kinder an Entscheidungen vor, die ihr Wohl betreffen. Das bedeutet, dass Kinder ein Recht auf Partizipation haben. Sie haben ebenfalls das Recht auf Bildung und Ausbildung.
Der Artikel 11 der Bundesverfassung hält im Rahmen der Grundrechte den Anspruch der Kinder und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung fest.
Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz arbeitet gemeinsam mit den Kinderrechts-Netzwerken Österreich und Deutschland an einem Projekt zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Berichtsverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention.
Der 20. November als internationaler Tag der Kinderrechte bietet sich als Gelegenheit an, die Kinderrechte in- und ausserhalb der Schule zu thematisieren. Humanrights.ch und childsright führen Listen mit didaktischen Materialien für verschiedene Schulstufen. Compasito stellt Unterrichtsplanungen und Arbeitsblätter gratis zur Verfügung. Weitere Projekte gibt es von Enfants du Monde oder Pro Juventute. Das deutsche Kinderhilfswerk bietet ausserdem eine umfassende Methodendatenbank mit Spielen und Methoden, welche nach Sozialform, Gruppengrösse, Vorbereitungsaufwand etc. gefiltert werden können. Zu den einzelnen Kinderrechten wurden animierte Kurzvideos gestaltet.
Der Amt für Soziales Abteilung Kinder und Jugend des Kantons St Gallen stellt auch Materialien über Kinderrechte zur Verfügung.
Für den internationalen Kindesschutz setzt sich beispielsweise der Internationale Sozialdienst Schweiz mit individueller Unterstützung, Beratung etc. ein.
Im Juni 2019 fand in Frauenfeld die Veranstaltung Ich und wir – Kinderrechte und Demokratie leben und lernen des Campus für Demokratie statt. Lesen Sie den Bericht zum Event.
Welche Gestaltungs- und Partizipationsmöglichkeiten gibt es in Kindertagesstätten oder Kindergärten? Diese Frage beschäftigt das Zentrum für Frühkindliche Bildung Fribourg, welches in diesem Bereich im Projekt PINKS (Partizipation in der frühesten Kindheit) forscht.
Kennen Sie weitere Forschung oder Projekte in diesem Bereich? Wir freuen uns auf Ihre Hinweise!
Der Klassenrat ermöglicht Kindern, Demokratie zu erleben und Konflikte auszuhandeln. Wichtig ist dabei, dass der Klassenrat mit genügend Entscheidungs- und Handlungskompetenzen ausgestattet wird, sodass es sich nicht um eine Simulation, sondern ein authentisches Mitwirkungsinstrument handelt.
Gerade beim Aushandeln von Klassenregeln im Klassenrat werden schon viele Lehrpersonen beobachtet haben, dass diese zwar von allen angenommen, aber nicht unbedingt umgesetzt werden. Christiane Deapp, Gründerin des Ideenbüros, erklärte sich dies damit, dass die Kinder oder Jugendlichen entweder den Sinn der Regeln nicht eingesehen oder ihre Verantwortung und Mitsprache bei der Aushandlung nicht als echt empfunden haben. Sie gab darauf den SchülerInnen die Möglichkeit, in die Rolle der Lehrperson zu schlüpfen und in dieser freiwilligen Gruppe einen Morgen lang den Unterricht nach ihren Regeln zu gestalten. Anschliessende Reflexionen und die nun lebhafte Mitarbeit zu Massnahmen bei Missachtung bewiesen den Erfolg. Das Beispiel ist ausführlich beschrieben in Politik und Demokratie leben und lernen vom schulverlag plus, ebenso wie Erfolgsfaktoren und Stolpersteine eines Klassenrates. Sehr gute Inputs und inspirierende Praxisbeispiele zum Klassenrat inkl. Kopiervorlagen bietet auch das Praxisbuch Demokratiepädagogik.
Förderlich für einen Klassenrat ist die regelmässige Tagung (und Einhaltung), der Einbezug zurückhaltender SchülerInnen durch entsprechend gewählte Gesprächsformen und das Anstreben von Konsenslösungen. Ist dies unmöglich, wird nach dem Mehrheitsprinzip entschieden oder eine dritte resp. weitere Option herausgearbeitet. Die Reflexion solcher Praktiken bietet natürlich ideale Voraussetzung für politisches Lernen. Um den punktuellen Charakter des Klassenrates zu verringern, können Themen und Ideen unter der Woche z.B. in Form einer Wandzeitung von allen angebracht und unterzeichnet werden. Hinderlich für einen Klassenrat ist, wenn die Lehrperson zu oft eigene Themen einbringt, ihr Veto einlegt, diszipliniert oder die Leitung nie überträgt.
Die wesentlichen Punkte für einen gelingenden Klassenrat sind übersichtlich auf politischebildung.ch dargestellt. Auf Politiklernen.ch finden Sie Materialien und Leitfäden für die Einführung eines Klassenrats.
Die Fortführung des Klassenrates auf Schulebene sind der SchülerInnenrat und die Just Community.
Diverse weitere Anregungen zu partizipativem Unterricht finden Sie im Eintrag partizipative Methoden.
Der Lehrplan 21 entstand wie der plan d’études romand und der piano di studio della scuola dell’obbligo im Rahmen des HarmoS-Konkordats und hat zum Ziel, die Lehrpläne für die Volksschule der 21 deutsch- oder mehrsprachigen Kantone zu harmonisieren. Unter dem Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) nimmt der Lehrplan 21 Ziele der politischen Bildung auf. Als erstes von sieben fächerübergreifenden Themen werden dort im Kapitel Politik, Demokratie und Menschenrechte deren Relevanz erläutert sowie Beispiele für Bezüge zu anderen Fachbereichszielen aufgelistet.
Welche Kantone den Lehrplan 21 eingeführt haben und auf welche Art und Weise, lässt sich ebenfalls auf der offiziellen Internetseite des Lehrplanes 21 nachlesen.
Für die stärkere Verankerung der politischen Bildung wurde sich in verschiedenen Kantonen erfolgreich eingesetzt: Im Herbst 2017 haben die Stimmberechtigten des Kantons Tessin eine Gesetzesvorlage für ein Schulfach «Staatskunde» mit einer grossen Mehrheit von 63% Ja-Stimmen angenommen. Für das neue Fach sind zwei Stunden pro Monat in der Mittelstufe vorgesehen.
Eine Volksinitiative im Kanton Aargau hat erreicht, dass ab dem Schuljahr 2020/21 im dritten Oberstufenjahr das Fach «Politische Bildung» einmal pro Woche unterrichtet wird. Der Kanton Basel-Stadt könnte dem Beispiel folgen – ebenfalls durch eine eingereichte Initiative. In der Romandie haben die Kantone FR, GE und NE bereits ein eigenes Schulfach politische Bildung eingeführt. Weitere Möglichkeiten zur Stärkung der politischen Bildung hat der DSJ veröffentlicht.
Die Webseite von der bpb bietet Ressourcen, um demokratische Partizipation an der Schule zu thematisieren: das Heft Einmischen-mitentscheiden, das Hörbuch sowie Begleitsmaterial.
Empfehlenswerte Lehrmittel für die Sekundarstufen I und II sind Mein Demokratie-Journal vom Lehrmittelverlag Zürich sowie Politik und Du vom hep-Verlag.
Sehr zu empfehlen für ein umfassenderes Verständnis von Politischer Bildung und Partizipation und guten Praxisbeispielen ist der Ordner Politik und Demokratie – leben und lernen, Grundlagen für die Aus- und Weiterbildung, vom schulverlag und das Praxisbuch Demokratiepädagogik.
Eine Vielzahl an evaluierten Lernmedien können bei éducation21 ausgeliehen oder bestellt werden.
Weitere Lernmedien zum Thema politische Bildung und Partizipation stehen online von politischebildung.ch, zebis.ch, politiklernen.ch, der Webplattform für Schülerinnen und Schüler von «Gesellschaften im Wandel», der Bundeszentrale für politische Bildung sowie diversen pädagogischen Hochschulen zur Verfügung.
Die Unterrichtsmaterialien von easyvote-school bauen auf den neutralen easyvote-Grundlagen auf. Mit Begleitkommentar, fixfertigen Arbeitsblättern und verschiedenen Modulen hilft dieses Programm, die politische Bildung und Staatskunde für Lehrpersonen zu vereinfachen.
Das Verein Demokrative schlägt verschiedene interaktive Methoden, um demokratische Prozesse zu lernen. Die Demokratiebausteine sind angeleitete Lernmodule, in denen sich Jugendliche und junge Erwachsene interaktiv mit grundlegenden Werten und Zielkonflikten in der Demokratie beschäftigen. Weitere Angebote vor allem Spiele finden Sie auf ihre Webseite.
Das vom Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) herausgegebene Büchlein „Meine Gemeinde, mein Zuhause“ bringt Schülerinnen und Schülern die kommunalen Aufgaben und das Milizsystem näher.
Weitere Anregungen zur Gestaltung des Unterrichts finden Sie unter Staatskunde oder Partizipation in Klassenzimmer und Schule.
Projekte für Lehrpersonen und Schuleitungen und Unterrichtsmaterial über politische Partizipation finden Sie unter die Projektliste.
Um einen ersten Überblick zum Thema politische Bildung und Partizipation zu erhalten, empfehlen wir:
„Handbuch politische Bildung“, Wolfgang Sander Hrg. (2014), ISBN: 978-3-89974969-4
„Politik und Demokratie – leben und lernen“ Rolf Gollob, Christian Graf-Zumsteg, Bruno Bachmann, Susanne Gattiker, Béatrice Ziegler (2007), ISBN: 3-292-00453-5
Hintergrundinformationen zur schweizerischen Demokratie liefern:
Schweizerische Demokratie, Wolf Linder, Sean Müller (2017), ISBN: 978-3-258-08009-3
Als eine historische und auf die Schweiz bezogene Lektüre bietet der Reader:
„Was soll politische Bildung ?“, Alexander Lötscher, Claudia Schneider, Béatrice Ziegler, ISBN: 978-3-0355-0533-7
Weitere Literatur finden Sie auf den Internetseiten der Schweizerischen Nationalbibliothek sowie von swissbib.
Die Bundeszentrale für politische Bildung führt zudem ein Dossier zum Thema politische Bildung, in welchen Definitionen als auch aktuelle Debatten vorgestellt werden.
Siehe auch Forschende der politischen Bildung und Studien
Die Westschweizer Initiative Generation nomination setzt sich für ein Losverfahren für die Wahl des Nationalrates ein. Damit werde die Tatsache, dass höhere politische Ämter nur mit relativ grossen finanziellen Mitteln resp. Angehörigkeit einer grossen Partei zu erreichen seien, angegangen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass dies neutralere, sachbezogenere & dem Allgemeinwohl besser dienende Diskussionen und Entscheidungen ermögliche, da die zufällig gewählten BürgerInnen keine spezifische Interessensgruppen durch Sitz in Verwaltungsräten etc. zufriedenzustellen hätten, sondern dass durch die plötzliche Verantwortung eine starke Identifikation mit der Bevölkerung stattfinde und Themen fundiert aufgearbeitet würden – wissenschaftlicher als mit dem aktuellen System der Informationszufuhr durch LobbyistInnen in der Parlamentshalle. Die InitiantInnen argumentieren ausserdem mit der ausgeglichenen Berücksichtigung der verschiedenen Altersgruppen, Geschlechter oder weiteren möglichen Kategorien beim Losverfahren.
Wie bei den meisten politischen Vorhaben sind auf kommunaler Ebene weniger Hürden für solche Projekte zu nehmen, unter anderem weil diese nicht unbedingt offiziell verabschiedet werden müssen, wie dies erfolgreiche bestehende Beispiele zeigen. Im Bürgerrat Vorarlberg zum Beispiel, welcher pro Themendossier ausgelost und für 1-2 Tage einberufen wird – dabei nehmen rund 1/6 ihre Wahl wahr – werden „lediglich“ Empfehlungen an die PolitikerInnen ausgearbeitet. Durch das politische Einvernehmen und Präsenz in den Medien kommt dadurch eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit zustande.
Neu ist die Idee des Losverfahrens indes nicht. In der athenischen Demokratie war das Los Basis jeglicher politischer Amtsverteilung, um gesellschaftliche Stellungen, Vermögensunterschiede und unterschiedliche Interessen zu neutralisieren. 2000 Jahr später wiederholte Montesquieu fast wortgleich die Gedanken von Aristoteles: „Wahl durch Los entspricht der Natur der Demokratie, Wahl durch Abstimmung der Natur der Aristokratie.“
Losverfahren in der Politik nennt sich auch Demarchie oder Aleatorische Demokratie (alea, lat. Würfel).
Das Ziel der grenzüberschreitenden Bürgerdialog am Hochrhein ist, dass die BürgerInnen über die deutsch-schweizerische Nachbarschaft ins Gespräch kommen. Organisiert werden diese Dialoge dank der Initiative der Baden-Württembergischen Staatsrätin Gisela Erler, welche das Zufallsprinzip bereits 2017 an der deutsch-französischen Grenze erprobte. Im Interview mit dem Schaffhauser Fernsehen berichtet die Hochreheinkommission-Geschäftsführerin Vanessa Edmeier vom Bürgerdialog in Jestetten, welcher 2019 mit dem Staatsministerium Baden-Wurttemberg und den Gemeinden Jestetten, Neuhausen am Rheinfall un Rheinau organisiert wurde.
Weitere Beispiele partizipativer Projekte finden Sie unter Neue Formen der BürgerInnenpartizipation.
Die Menschenrechte sind in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 festgehalten. Der Europarat hat zudem am 4. November 1950 die Europäische Menschenrechtskonvention beschlossen. Sie wurde 28. November 1974 von der Schweiz ratifiziert. Über deren Einhaltung wacht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Auch die Kinderrechte sind Teil der Menschenrechte. Mehr Hintergrundwissen liefert das EDA in seinem ABC der Menschenrechte.
Wie können Menschenrechte gelernt und gelehrt werden?
Der Europarat hat eine Charta zur politischen Bildung und zur Menschenrechtsbildung erarbeitet. Humanrights.ch bietet zudem für verschiedene Unterrichtsstufen didaktische Materialien für die Menschenrechtsbildung an. Eine Vielzahl an interaktiven Gruppenübungen für Jugendliche und junge Erwachsene, auch für den ausserschulischen Kontext, finden Sie bei KOMPASS. Fertig aufbereitete Unterrichtssequenzen inkl. Arbeitsblätter zum Download finden sich auch auf compasito.
Das Internationale Menschenrechtsforum Luzern und das Zentrum Menschenrechsbildung der PH Luzern veranstalten Zusammenkünfte und Wissenstransfer zwischen den Hochschulen und Praxispartnern, ebenso die Fachstelle Demokratiebildung & Menschenrechte der PHSG. Weitere Informationen und Lernmedien finden sich auch bei éducation21.
In Anlehnung an die Jugendsession wurde 2015 die erste Migrant*innensession in Basel vom Verein Mitstimme durchgeführt. Diese soll Menschen ohne Schweizer Stimm- und Wahlrecht die Möglichkeiten geben, sich am politischen Leben in der Schweiz zu beteiligen.
Mit über 140 Teilnehmenden war die Migrantensession 2018 ein voller Erfolg. Die aktuellen Anliegen und Forderungen der Arbeitsgruppen beinhalten zum Beispiel die Bildung eines Migrant*innenrates für die Beratung von Regierung und Verwaltung, die Einführung von Begrüssungsgesprächen für alle Neuziehenden oder ein Sensibilisierungsprogramm zur Bekämpfung von «Racial Profiling». Fünf der zehn Vorschläge werden nun von lokalen Politikerinnen und Politikern in Form von Vorstössen aufgenommen.
Ein Museumsbesuch kann Interesse an historischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ereignissen wecken und Wissen zu diesen vermitteln.
Unter dem Dach des Schweizerischen Nationalmuseums sind das Landesmuseum Zürich, das Château de Prangins, das Forum Schweizer Geschichte Schwyz sowie das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis vereint. Diese Museen veranschaulichen die Schweizer Geschichte und bieten Ausstellungen zu aktuellen Themen an.
Das Polit-Forum Käfigturm, dessen Besuch sich gut mit einer Besichtigung im Bundeshaus verbinden lässt, empfiehlt sich für Ausstellungen und Veranstaltungen zu politischen Themen. Der Betrieb des Käfigturms wird ab 2018 wiederaufgenommen.
Ab dem 28. Oktober 2018 findet im Stapferhaus in Lenzburg eine Ausstellung zum Thema Fake News, Fake-Profile und Fake-Produkte statt. Die Ausstellung regt zur Reflexion an und bietet zusätzliche didaktische Angebote für Schulklassen.
Neue Formen der BürgerInnenpartizipation
Die Vorstellung politischer Beteiligung ist in der Schweiz eng mit Abstimmen und Wählen verknüpft. Gesellschaftliche Partizipation kennt jedoch alle Nuancen der formellen wie informellen Mitgestaltung. Vielfältige neue Formen der BürgerInnenpartizipation werden derzeit von engagierten Personen oder Organisationen initiiert. Das staatslabor hat dazu in einem Beteiligungs-Spider acht Partizipationskriterien entwickelt und spannende Schweizer Partizipationsprojekte damit analysiert.
Formen der BürgerInnenbeteiligung wurden auch am Campus für Demokratie-Event Neue Formen demokratischer Partizipation in Genf diskutiert. In Bologna zum Beispiel wird ein Grossteil der städtischen Politik im Rahmen eines „Stadt-Labors“ von Bürgerinnen und Bürgern unter die Lupe genommen und mit neuen Denkanstössen versehen. Eine ähnliche Zusammenarbeit strebt auch Zürich mit der Smart-City-Strategie an. Solche Formen der BürgerInnenpartizipation, die sich digitale Instrumente zu Nutzen machen, sind unter Digitalisierung gesammelt.
Eine spannende Bewegung partieloser Politik hat sich auch im Wallis für die Neugestaltung der kantonalen Verfassung gebildet. Appel citoyen rief interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich auf einer gemeinsamen Liste zur Wahl zu stellen, wovon 16 unabhängige Personen bei den Wahlen 2018 einen Sitz gewannen.
Ein in verschiedensten Ländern auftauchendes Instrument sind auch partizipative Budgets, womit BewohnerInnen aktiv ihre Quartiere/Stadt gestalten können.
ForscherInnen vom Zentrum für Demokratie Aarau haben eine Studie durchgeführt, welche zeigt, dass fünfzig Prozent der SchweizerInnen politisch konsumieren. Das heisst, sie entscheiden sich aus ethischen, sozialen, politischen oder ökologischen Gründen für ein bestimmtes Produkt (Buykott). Oder sie meiden eines, weil sie die Produktionsbedingungen des dahinterstehenden Unternehmens ablehnen (Boykott). Die ersten empirischen Beobachtungen des politischen Konsums in der Schweiz zeigen, dass dieser hierzulande eine relevante Form des politischen Engagements ist.
Eine weitere Bestrebung für mehr Einbezug und Verantwortung der BürgerInnen ist die Wahl gewisser Räte per Losverfahren.
Der DOJ hat ein praxisnahes Instrument für Fachpersonen und Auftraggebende (Gemeinderäte, Jugendkommissionen, Vorstände, etc.) der Offenen Kinder- und Jugendarbeit entwickelt. Damit stellt er allen ein Hilfsmittel zur Verfügung, die ihre Arbeit neu konzipieren, strukturieren, dokumentieren oder bewerten wollen. Qualitools enthält eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie ein Wirkungsmodell, welches interaktiv ausgefüllt werden kann. Die Anleitung kann auch als Leitfaden heruntergeladen oder bestellt werden.
Möglichkeiten der Beteiligung auf Gemeindeebene finden Sie unter Partizipation in der Gemeinde. Einen Fundus an Praxisbeispielen aus österreichischen Städten bietet partizipation.at.
Die Bundesversammlung sowie gewisse kantonale und kommunale Parlamente verfügen über einen Parlamentsdienst. Diese sind für den reibungslosen Parlamentsbetrieb zuständig und informieren die Öffentlichkeit über die Tätigkeiten des Parlaments.
Die nationalen Parlamentsdienste bieten einige spielerische Aktionen an – wie der virtuelle Rundgang oder JuniorParl mit einem Planspiel, Führungen und Basiswissen – um den Bundesbetrieb vorzustellen.
In einigen Kantonen gibt es auch kantonale Parlamentsdienste. Diese haben eine Reihe von Angeboten entwickelt, um die politische Partizipation und die Bildung zu fördern. Oftmals organisieren diese Führungen, Bsp. Rathaus Zürich, Broschüren für Schulklassen, Bsp. Basler Grossrat, Erklärvideos zur kantonalen Politik oder interaktive Führungen für Schulklassen, Bsp. Staatskunde live mit Grossratssitzungsbesuch, Fragerunde mit PolitikerInnen oder eigener Debatte in Basel.
Auch die Staatskanzleien der Kantone kümmern sich um die Förderung der politischen Teilnahme.
Chatbot „Parli„, der für die Wahlen 2019 das erste Mal zum Einsatz kommt, liefert Antworten auf Fragen zu den National- und Ständeratswahlen sowie zu kantonalen Besonderheiten. Der regelbasierte Chatbot der Parlamentsdienste führt die ErstwählerInnen Schritt für Schritt zur gültigen Stimmabgabe. Der Chatbot steht in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung und ist einem Video erklärt.
Parteien sind Organisationen, in denen sich Menschen mit ähnlichen oder gleichen politischen Positionen und Zielen zusammenschliessen. Sie sind ein wichtiger Grundpfeiler einer liberalen Demokratie, da sie in Parlamenten vertreten sind, Regierungsmitglieder stellen und den öffentlichen Diskurs prägen. Sich in einer Partei zu engagieren gehört zu den klassischen Formen der politischen Partizipation.
Die Bundeskanzlei listet auf ihrer Internetseite die grössten Parteien der Schweiz auf. Auf regionaler und kommunaler Ebene variiert deren Präsenz. Zudem existieren Parteien, die nicht auf nationaler Ebene aktiv sind.
Beim Parteienkompass können Sie Ihre eigene Position mit denjenigen der Parteien verglichen und herausfinden, welche Partei Ihnen am nächsten ist.
Zu möglichen Unsicherheiten bei der Thematisierung von Parteien und dem vermeintlichen Gebot der Neutralität als Lehrperson bietet die PH Wien eine sehr empfehlenswerte Handreichung „Was darf Politische Bildung?“.
Durch die föderale Struktur der Schweiz haben Bürgerinnen und Bürger auf Gemeindeebene viel Gestaltungsfreiheit und Mitwirkungsmöglichkeiten.
Partizipation in der Gemeinde-Strategie einzuplanen, empfiehlt auch der Schweizerische Gemeindeverband. In dessen Projekt in comune werden Partizipationsprojekte vorgestellt sowie Hintergrundinformationen über Praxisleitfäden, Literatur, Methoden und Studien zum Thema Partizipation gesammelt, wie beispielsweise der Partizipationsleitfaden, den die Stadt Winterthur mit der FHS St. Gallen entwickelt hat.
Infoklick vergibt zudem das Zertifikat Gemeinde mit Wirkung an Gemeinden, welche mindestens zwei Jugendmitwirkungstage im Rahmen des Projektes Jugend mit Wirkung durchführen und so die Partizipation von Jugendlichen in der Gemeinde fördern.
Weltweit zertifiziert UNICEF Gemeinden mit dem Label Kinderfreundliche Gemeinde, wenn sie gezielt die Steigerung der Kinderfreundlichkeit im nahen Lebensumfeld fördern.
Ein umfassendes Angebot zur Förderung der Mitwirkung von Jugendlichen in den Gemeinden bietet auch der DSJ mit dem Projekt engage.ch an. Die einjährige Struktur beinhaltet die Begleitung des Austausches und der Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Gemeinde sowie der Aufbau von Mitwirkungsstrukturen.
Sehr empfehlenswert ist ausserdem die Lektüre der Studie „Von der Stimme zur Wirkung“ zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde sowie gelingenden Faktoren.
Ein spannendes Instrument für Mitwirkung in der Gemeinde sind partizipative Budgets. Erfolgreiche Beispiele von lokalen Beteiligungsmöglichkeiten, die sich durch neue Technologien ergeben, finden Sie unter Digitalisierung.
Das Online-Tool zur politischen Nachwuchsförderung für Gemeinden Promo 35 gibt Ideen für GemeindepolitikerInnen und Parteien, bietet Analysen & Massnahmen für die Gemeindeverwaltung und hilft junge Erwachsene, in der Politik einzusteigen.
Schauen Sie sich auch Video/Bericht zu unserem ersten Vernetzungsanlass Ohne Partizipation keine Demokratie an.
Partizipation in der Schule und im Klassenzimmer
Demokratie betrifft nicht nur die Staatsform, sondern allgemein unseren Umgang miteinander. Um die Werte der Demokratie zu verinnerlichen, bietet die Schule eine besonders gute Möglichkeit. Inspiration zum Wie und Warum finden Sie im Video der FHNW.
Der Europarat hat zum Thema demokratische Schulgestaltung einen Leitfaden erarbeitet. Besonders gute Hinweise zur Umsetzung von erlebbarer Demokratie in der Schule liefert auch der Praxisleitfaden der Stadt Zürich oder des Kantons Aargau. Sehr empfehlenswert ist ausserdem die Lektüre der Studie „Von der Stimme zur Wirkung“ zu Formen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Schule sowie gelingenden Faktoren.
Inspirierende Beispiele für partizipative Schulkulturen sind die Luzerner Schule Wauwil mit dem mehrfach preisgekrönten Projekt Schul(T)räume und Pausen(T)räume oder das Video der Democratic School Hadera in Israel. Eine schöne Zusammenstellung von best-practise ist in schulpraxis erschienen. Weitere Praxisbeispiele und Ressourcen führt das schulnetz21 auf.
Bekannte Partizipationsinstrumente sind der Klassenrat, der SchülerInnenrat oder die Just Community. Weitere Ideen finden Sie in unserer Sammlung Partizipative Methoden.
Partizipation ermöglichen auch Sozialraumorientierte Schulen, welche eine starke Vernetzung zwischen schulischen und ausserschulischen Räumen und Akteuren anstreben. Die Schule wird Ausgangspunkt für verschiedene Angebote in den Bereichen Bildung, Freizeit, Betreuung und Kultur, die Schule und das Quartier Ausgangspunkt für entdeckendes Lernen.
Das neue Angebot Ich und meine Gemeinde – Politik erleben von engage & pro Juventute bringt Schulklassen die Gemeindepolitik näher. Dabei leiten in den Workshops junge Erwachsene unter anderem an, eigene Anliegen zu entwickeln, mit GemeindepolitikerInnen zu diskutieren und Schritte hin zu ihrer Verwirklichung zu unternehmen.
Schulen, die Interesse haben, systematische Erkenntnisse über Partizipation in ihrer Schule zu gewinnen und das Thema Partizipation weiterzuentwickeln, sind eingeladen, sich für ein Weiterbildungsangebot der PH Zürich anzumelden.
Wir empfehlen zudem die Lektüre des Berichts zu unserem ersten Vernetzungsanlass „Ohne Partizipation keine Demokratie“.
Partizipation von Einwohnerinnen und Einwohnern ohne Schweizer Bürgerrecht
Auf der Internetseite des Projektes Citoyenneté der eidgenössischen Migrationskommission EKM sind zahlreiche Beispiele aktueller Projekte aufgeführt.
Diverse Städte und Gemeinden geben Migranten und Migrantinnen die Möglichkeit, sich politisch einzubringen. Beispiele sind das Forum der MigrantInnen und Migranten der Stadt Bern, der Ausländerinnen- und Ausländerbeirat der Stadt Zürich oder Migralto – Modell aktive Bürgerschaft älterer Migrantinnen und Migranten der Stadt Biel. Verschiedene Organisationen haben zudem Projekte für jüngere Migrantinnen und Migranten lanciert. Darunter befinden sich beispielsweise Speak out, Junge Brückenbauer_innen oder Varietà.
Die Plattform „Votetandem“ ermöglicht es AusländerInnen die in der Schweiz wohnen, an der Abstimmung teilzunehmen.
Eine Analyse bestehender Freizeitangebote im Raum Zürich aus der Sicht geflüchteter Menschen wurde vom Verein Jass veröffentlicht.
Weitere Beispiele finden Sie in unserer Projektliste für ausserschulische Akteure.
Im Juni 2018 fand in Basel die Veranstaltung Partizipation im Zeitalter der Migration des Campus für Demokratie statt. Dabei wurden Ideen zu Partizipationsmöglichkeiten gesammelt, welche wir mit Links hinterlegt haben. Lesen Sie ausserdem den Bericht zum Event.
Die teils schwierigen Erfahrungen zwischen Zugehörigkeit und Fremdsein von Menschen verschiedener Herkunftsländer wurden filmisch vom Projekt Zürcher!nnen machen porträtiert. Ausserdem nimmt einem deren Quiz mit auf eine Auseinandersetzung mit Toleranz gegenüber verschiedenen Mundarten, Lebensstilen oder Einstellungen.
Partizipative Budgets
Unter den Begriff fallen Ansätze, die einen Teil der öffentlichen Finanzen in partizipativen Prozessen zur Debatte stellen. BewohnerInnen einer Stadt oder eines Quartiers können im Budgetprozess mitwirken, indem sie Projekte vorschlagen und ihre Meinung zu den einzelnen Ausgaben abgeben. In Europa kamen im Jahr 2010 in über 250 Städten partizipative Budgets zur Anwendung. Als grösste derartige Initiative weltweit gilt die Mitsprache & Abstimmung um die Verwendung von 100 Millionen in Paris mit 160’000 Teilnehmenden.
In der Schweiz hat als erste Stadt Lausanne partizipative Budgets 2019 eingeführt. In Zürich wurde 2018 eine Motion dazu eingereicht, jedoch abgelehnt.
Im Rahmen des Events des Campus für Demokratie Neue Erfahrungen demokratischer Partizipation in Genf hat die Stadt Bologna ihr Konzept partizipativer Budgets vorgestellt. Dort können Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 unabhängig von Staatsangehörigkeit Projekte für ihr Quartier einreichen und darüber abstimmen. Weitere Ausführungen finden Sie in unserer Zusammenfassung BürgerInnenpartizipation in der Stadtentwicklung – physisch oder digital im Eventbericht.
Im Eintrag Neue Formen der BürgerInnenpartizipation sind weitere Ideen gesammelt.
Hintergründe zu partizipativen Budgets finden Sie hier.
Die Fähigkeit zur Partizipation wird uns nicht in die Wiege gelegt, sondern muss wie alles andere erlernt werden. Wollen Sie Ihre nächste Veranstaltung, Sitzung oder Unterrichtseinheit partizipativ gestalten? Gut erläuterte Methoden und Anwendungsbeispielen liefert die Methodensammlung der voja, die Internetseite partizipation.at sowie die Methodendatenbank (Kinderrechte).
Es kann sich zudem lohnen, eine externe Trainerin oder einen externen Trainer zu engagieren.
Der im Rahmen des Projekts Governance and Youth in the Alps (GaYA) entwickelte Lokale Aktionsplan zur Partizipation hat ein einfaches Ziel: Es stellt die Reihenfolge der Aktivitäten vor, die durchgeführt werden müssen, damit eine Beteiligung der Jugendlichen zum Erfolg führt und somit die strategischen Ziele der lokalen Gemeinschaften erreicht werden. GaYA’s Toolbox für die Jugendbeteiligung gibt Einblicke und zeigt Wege auf, wie Partizipationsprozessen für Jugendliche geschaffen werden können. Die Organisation bietet auch politische Empfehlungen hinsichtlich der Bedeutung von partizipativer Demokratie in Entscheidungsprozessen, um zu betonen, wie wichtig Austausch und Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg im Rahmen der institutionellen Innovation von der nationalen bis zur lokalen Ebene ist.
Eine Petition ist eine schriftliche Bitte, Forderung oder Anregung an die zuständige Behörde. Um einer Petition mehr Gewicht zu verleihen, kann sie von mehreren Personen unterschrieben werden. Jede und jeder, unabhängig von Alter oder Staatsangehörigkeit, kann eine Petition lancieren oder unterschreiben.
Weitere Erklärungen zur Form der Petition finden Sie bei
Um Unterschriften online zu sammeln, eignen sich bestehende Plattformen wie campax (Schweizer NGO), openpetition (international) oder petitio. Letztere ist geeignet für die Regionen Aargau/Basel, da die AZ Medien versprechen, jeder erfolgreichen Petition mit einem Brief an die verantwortlichen Stellen Nachdruck zu verleihen.Für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 eignet sich besonders engage, um von einem bestehenden Netzwerk zu profitieren.
Als parlamentarische Demokratie mit ausgeprägten direktdemokratischen Elementen verfügen Schweizerinnen und Schweizer über viele institutionalisierte politische Rechte. Neben dem aktiven und passiven Wahlrecht sind dies unter anderem das Petitions-, Initiativ- und Referendumsrecht. Diese ermöglichen eine direkte Teilnahme am politischen Prozess.
Alle Informationen zu den politischen Rechten in der Schweiz lassen sich auf den Internetseiten der Bundeskanzlei und auf ch.ch finden.
Politische Vorstösse zur politischen Bildung
Zum Thema politische Bildung und Partizipation gab und gibt es immer wieder parlamentarische Vorstösse mit dem Ziel, sie zu fördern. Alle Vorstösse auf nationaler Ebene zum Thema politische Bildung sind hier einsehbar.
Alle Vorstösse auf nationaler Ebene zum Thema Partizipation sind hier einsehbar.
Auf den jeweiligen Internetseiten der kantonalen Parlamentsdienste sind zudem die Vorstösse auf kantonaler Ebene einsehbar.
Für die stärkere Verankerung der politischen Bildung in den kantonalen Lehrplänen wurde sich vielerorts erfolgreich eingesetzt: Im Herbst 2017 haben die Stimmberechtigten des Kantons Tessin eine Gesetzesvorlage für ein Schulfach «Staatskunde» mit 63% Ja-Stimmen angenommen. Eine Volksinitiative im Kanton Aargau hat erreicht, dass ab dem Schuljahr 2020/2021 im dritten Oberstufenjahr das Fach «Politische Bildung» einmal pro Woche unterrichtet wird. Der Kanton Basel-Stadt könnte dem Beispiel folgen. In der Romandie haben die Kantone Freiburg, Genf und Neuenburg bereits ein eigenes Schulfach dafür eingeführt. Weitere Möglichkeiten zur Stärkung der politischen Bildung hat der DSJ veröffentlicht.
Sie haben eine Idee für ein Projekt im Bereich der politischen Bildung und Partizipation?
Gerne hilft Ihnen der Campus für Demokratie mit Kontakten und Tipps weiter. Kinder und Jugendliche können sich zudem bei infoklick.ch beraten lassen.
Inspiration finden Sie bei partizipation.at, dem Service-Learning von x-hoch-herz oder den best-practice der internationalen Jugendarbeit von movetia.
Für finanzielle Anliegen lesen Sie Fördergelder für schulische und ausserschulische Projekte und Wettbewerbe und Förderpreise.
Sind für Ihr Projekt IT-Strukturen erforderlich, lohnt es sich, einen Blick auf Stifter-helfen zu werfen, welche gemeinnützigen Organisationen Produktspenden oder Sonderkonditionen ermöglichen.
Ebenfalls von Interesse könnten unsere Einträge Studien und Vereine sein.
Quartiere bieten eine ideale Möglichkeit zur Mitgestaltung.
Quartierentwicklungsprojekte vom Bund wurden 2008 – 2015 im Programm Projets urbains gefördert. Dieses ermöglichte diverse partizipative Projekte, welche in der Projektliste dokumentiert sind, zum Beispiel eine Politik der Gemeinschaft in Yverdon. Die Weiterführung der Quartierentwicklung wurde im Anschluss an den Schweizerischen Städteverband übertragen und in Form des Netzwerks Lebendige Quartiere erhalten.
Daneben gibt es viele weitere städtische Bestrebungen zur Partizipation in und durch Quartiere. Zürich beispielsweise hat Ende 2018 das Mitwirkungsverfahren zur Schnittstelle Stadt – Quartiere gestartet.
Nachbarschaftshilfe kann eine gänzlich informelle Form der Partizipation darstellen, kann aber auch von Städten, Bsp. Bern, Zürich, oder Vereinen, Bsp. Basel, organisiert werden. Der Verein KISS baut eine nachbarschaftliche 4. geldfreie Vorsorgesäule schweizweit auf. Der Verein Sozialkontakt ermöglicht Begegnung und Austausch in der Nähe. Das Start-Up Crossiety bietet Gemeinden einen digitalen Dorfplatz für Nachbarschaftshilfe.
Den Einbezug von Kindern in die Quartierentwicklung, deren Recht auf Partizipation oft vergessen geht, schafft die Quartierspionage, einer Methode in der Stadtentwicklung, um die Perspektive von Kindern sichtbar zu machen und aufzunehmen. Partizipation in Quartieren für Kinder und Jugendliche ermöglicht auch die offene Kinder- und Jugendarbeit. Weitere Informationen bietet der Dachverband DOJ.
Möglichkeiten, das Quartier im schulischen Lernen einzubinden, finden Sie unter Partizipation in der Schule. Vernetzung zwischen Schule und Quartieren fördern auch Bildungslandschaften.
Projektideen für Quartiere einzugeben und für deren Finanzierung abzustimmen, ermöglichen partizipative Budgets. Weitere Projekte für die Mitsprache der QuartierbewohnerInnen, in denen neue digitale Instrumente verwendet werden, sind in Digitalisierung geschildert.
Sie können sich über Politik auf verschiedenen Sendern informieren:
Einfach Politik Radio SRF4, ca. 15-minütige Audiobeiträge
Weitere SRF-Podcasts (Echo der Zeit, Wirtschaftswoche, Kultur kompakt, International)
Politspecial Radio X
Citoyen X Radio X, MigrantInnen erhalten eine öffentliche Stimme.
Kinder und Jugendliche haben an verschiedenen Orten die Möglichkeit, sich als Radiomoderatorinnen und Radiomoderatoren zu versuchen.
Radiojournalistisches Praktikum Kanal K
Kind – Audio – Kultur ein- bis dreitägigen Workshops, Radioschule klipp+klang
Ich…Du…Wir! zweitägiger Workshop, Radioschule klipp+klang
Radio c’est radio! zweisparchiger (FR-DE), zweitätiger Workshop, Radioschule klipp+klang
Für Schulklassen gibt es ebenfalls diverse Angebote:
Schulklassen machen eine Radiosendung Kanal K
Vom Bilderbuch zum Podcast Kanal K
Hörspiel-Workshop Kanal K
MINI-RaBe Studioführung und MIDI-RaBe: Workshop und MAXI-RaBe: Radioprojekt Radio Rabe Bern
Aktive Medienbildung Radioschule klipp+klang. Weitere Angebote für Schulen der Radioschule klipp+klang finden Sie hier.
Für Jugendliche auf Lehrstellensuche gibt es bei der Radioschule klipp+klang das Brückenmodul Ready-Steady-Go.
Spezifische Partizipationsangebote für Einwohnerinnen und Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht finden sich z.B. bei Radio X, Radio LoRa,
Möglichkeiten zur Mitgestaltung im Radio müssen auch immer inklusiv sein. Deshalb bietet die Radioschule klipp+klang verschiedene Empowerment-Projekte an.
Radioangebote auf Französisch finden Sie hier.
Projekte im Radiobereich werden z.B. von der Stiftung für Radio und Kultur Schweiz gefördert. Die Förderbedingungen finden Sie auf der Webseite.
Untenstehend finden Sie eine Sammlung aller gesetzlichen Grundlagen zur politischen Bildung und politischen Partizipation.
34; Art. 39; Art. 41; Art. 60; Art. 63; Art. 95 Bundesverfassung
Kinder- und Jugendförderungsgesetz KJFG
Bundesgericht (BGE 98 la 73,80; BGE 113 la 291, 295; BGE 117 la 41, 47f.; BGE 119 la 271; BGE 130 I 90, 305; BGE 130 I 290 E. 3.1. S. 294)
Planen Sie eine Tagung oder eine Weiterbildung zum Thema politische Bildung und Partizipation? Gerne empfehlen und vermitteln wir Ihnen Referentinnen und Referenten oder kommen den Campus für Demokratie vorstellen.
Der SchülerInnenrat ist eine besonders geeignete Form für Jugendliche, ihre Interessen zu vertreten und die Schule mitzugestalten. Im Unterschied zum Klassenrat ist dieser klassenübergreifend. Eine mögliche angeleitete Form ist, dass jede Klasse zwei SchülerInnen stellt, die für eine bestimme Zeitspanne als Delegierte im SchülerInnenrat vertreten sind. Diese sind dafür verantwortlich, die Klassenmeinungen zu vertreten, den Informationsfluss zwischen der Klasse und dem SchülerInnenrat sicherzustellen und Vertraulichkeit zu gewähren.
Auf der Sekundarstufe II strukturieren sich SchülerInnenvertretungen meist selber. Schweizweit gibt es dazu die Union der Schülerorganisationen, welche auch daran bestrebt ist, die Sicht der SchülerInnen in der Schweizer Bildungspolitik zu vertreten.
Ein gelungenes Beispiel der Zusammenkunft verschiedener SchülerInnenvertretungen und damit Empowerment ist der alljährlich mit ca. 200 Jugendlichen stattfindende Münchner SchülerInnenkongress.
Eine besondere Form eines Schülerrates ist das Ideenbüro. Hier beraten Kinder Kinder – und manchmal auch Erwachsene – mit Ideen und Ratschlägen.
In unserem Eintrag partizipative Methoden finden Sie weitere Anregungen.
Es gibt eine Vielzahl von schulischen Projekten mit dem Ziel, die politische Bildung und Partizipation zu fördern. Die interaktive Projektliste bietet Ihnen einen Überblick an nationalen als auch kantonalen und lokalen AkteurInnen und Projekten, die Ihren Schulalltag bereichern können.
Wollen Sie ein eigenes Projekt starten, haben wir Ihnen ebenfalls verschiedene Hinweise gesammelt.
Inspiration finden Sie auch bei Partizipation in der Schule und im Klassenzimmer.
Planspiele, Simulationen oder Rollenspiele eignen sich sehr gut, um politische Prozesse kennenzulernen und das Aushandeln von Lösungen erfahrbar zu machen. Zudem bringen sie Abwechslung in den Schulalltag.
Mit dem Planspiel ja – nein – vielleicht? können Lehrpersonen Rollenspiele zu verschiedenen Themen direkt im Klassenzimmer durchführen. Externe Trainer können Sie beim Projekt Politik-Macht-Gesetz für einen Tag buchen.
Beim Planspiel Eine neue Strasse für Felddorf schlüpfen Primarschulkinder in die Rolle von GemeindepolitikerInnen. Eine Planspiel-Datenbank mit hilfreichen Filtern bietet die bpb. Die Materialien sind teils frei zum Download, teils kostenpflichtig.
Bei der Rollenspiele Mein Standpunkt und Politik Hautnah von JuniorParl und Spielpolitik! von Schulen nach Bern können SchülerInnen im Nationalratssaal debattieren.
Für Primarschülerinnen und Primarschüler bietet YES das Programm Unsere Gemeinde an, um die Aufgaben, Rollen und Verantwortungsbereiche der verschiedenen Akteure der Gemeinde kennen zu lernen.
Mit seinem „Spielpolitik!„ermöglicht der Verein Schulen nach Bern Jugendlichen der 8. bis 10. Klasse in die Rolle von Nationalrätinnen und -räten zu schlüpfen. Mit dieser Politiksimulation im und ums Bundeshaus können Kinder und Jugendliche die nationale Politik erleben.
Brettspiele sind auch eine gute didaktische Mittel, demokratische Prozesse zu lernen und leben. Die Universität Zürich stellt in einem kleinen Video das Projekt „Demokratie als Bildungspiel“ vor.
Die Staatskanzleien der Kantone sind für die Organisation und Durchführung der eidgenössischen sowie kantonalen Wahlen und Abstimmungen verantwortlich. Die Staatskanzlei bildet die Drehscheibe zwischen der Bundeskanzlei, diversen Ämtern, den Gemeinden, den Parteien und der Öffentlichkeit. Die Kanzleien der Gemeinden heissen Stadt- oder Gemeindekanzlei.
Die Staatskanzleien initiieren auch verschiedene Projekte zur Förderung der politischen Beteiligung, wie zum Beispiel den Wettbewerb CinéCivic der Kantone Bern, Genf, Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis. 10- bis 25-jährige TeilnehmerInnen sollen dabei einen Kurzfilm drehen oder ein Plakat gestalten, um junge Menschen zu motivieren, von ihren politischen Rechten Gebrauch zu machen und an Abstimmungen und Wahlen teilzunehmen.
Förderung der politischen Partizipation wird auf Bundesebene und in einigen Kantonen auch durch kantonale oder kommunale Parlamentsdienste betrieben.
Mit einem ersten Netzwerktreffen zum Thema und zur Rolle der politischen Bildung und Partizipation hat der Campus für Demokratie 2018 in Kooperation mit dem Polit-Forum Käfigturm den Austausch der Parlamentsdienste und Staatskanzleien der verschiedenen Kantone und auf Bundesebene organisiert.
Politische Bildung ist weitaus mehr als Staatskunde, denn Lernen über Demokratie sollte immer begleitet sein von Lernen durch Demokratie, um Lernen für Demokratie zu ermöglichen. Trotzdem ist es wichtig, einen Überblick über bestehende Strukturen zu erhalten. Fragen rund um den Staat beantwortet ch.ch, zum Bundesrat admin.ch, zu National- und Ständerat parlament.ch und zu aktueller Schweizer Politik Vimentis. Basiswissen, Führungen und ein Planspiel sind auf Juniorparl zu finden, der Plattform des Schweizer Parlaments für Kinder und Jugendliche. Lohnenswert ist auch der bildgewaltige virtuelle Rundgang in die verschiedenen Räume des Bundeshauses.
Für den Unterricht bestehen zahlreiche online Angebote: SRF mySchool bietet ein sehr lebensnahes Einstiegsvideo zum demokratischen System der Schweiz inkl. Arbeitsblätter und didaktischen Hinweisen. Easyvote stellt Arbeitsblätter, Erklärvideos und Lektionsplanungen zur Schweizer Staatskunde und Abstimmungen zu Verfügung sowie viele weitere Themendossiers z.B. zu Migration, Altersvorsorge oder Europa. Politics-Economics ermöglicht die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen in den Bereichen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aufgaben, Lösungsvorschläge und Internet-Links, oftmals mit Kurzfilmen, erscheinen kostenlos vom hep-Verlag online während der allgemeinen Schulzeiten alle zwei bis drei Wochen jeweils am Montagmorgen.
Den Fokus auf politische Prozesse z.B. die Entstehung eines Gesetzes bietet das Lernspiel Politzyklus.
Für Menschen mit Leseschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen gibt es kurze Dossiers Einfach Politik zu Themen wie Europa oder Einmischen. Mitentscheiden frei zum Download von der bpb Deutschland.
Weitere Anregungen zur Unterrichtsgestaltung finden Sie unter Partizipation in Schule und Klassenzimmer oder Lehrmittel.
Projekte im und ausserhalb des Klassenzimmers machen die politische Bildung lebendig und partizipativ. Akteure sind in unserer interaktiven Projektliste zusammengestellt.
Auf Bundesebene und in 22 Kantonen erlangen Einwohner mit Schweizer Bürgerrecht ab dem abgeschlossenen 18. Lebensjahr das Wahl- oder Stimmrecht. Einzig im Kanton Glarus erlangen Einwohner mit dem Schweizer Bürgerrecht diese schon ab dem abgeschlossenen 16. Lebensjahr.
Mehr Informationen zu politischen Vorstössen zur Senkung des Wahlrechtsalters liefert Année Politique Suisse.
Das Projekt Demokratiebaustein Mitbestimmungsrechte befasst sich explizit mit unterschiedlichen Regelungen und Voraussetzungen für das Stimmrecht über Zeit und in unterschiedlichen Regionen.
Eine Ist- und Soll-Analyse von sozialer und politischer Partizipation von Jugendlichen wurde vom SAJV in Zusammenarbeit mit dem DSJ veröffentlicht.
Sehr empfehlenswert ist ausserdem die Lektüre der Studie „Von der Stimme zur Wirkung“ zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu Hause, in der Schule sowie auf Gemeindeebene.
Der jährliche von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft herausgegebene Freiwilligen-Monitor misst das freiwillige Engagement der Schweizerbevölkerung.
In Zusammenarbeit mit dem gfs.Bern publiziert der Dachverband der Schweizer Jugendparlamente den easyvote Politmonitor, der die Motivationsfaktoren zur politischen Teilhabe von jungen Erwachsenen misst.
Ein umfassendes Kompetenzzentrum und mit eigener Kampagnenforschung, kantonsbezogener Demokratieforschung oder Wahlanalysen stellt auch année politique suisse dar.
Im Zusammenhang mit der Besetzung von Ämtern in der Exekutivpolitik mit Gemeinden seien auch die Handlungsempfehlung für das Gewinnen von Jungen Erwachsenen sowie das Forschungsprojekt PROMO 35 der Hochschule für Technik und Wirtschaft zur Erforschung von Instrumenten der politischen Nachwuchsförderung genannt.
Der Vergleichsstudie „Demokratische Innovation und partizipative Demokratie im Alpenraum“ stellt einen der wichtigsten Outputs des Alpenraumprojekts „Governance und Jugend in den Alpen„(GaYA) dar. Der Bericht zeichnet ein Bild der rechtlichen Rahmenbedingungen der demokratischen Innovation in den Alpenländern und -regionen und skizziert den empirischen Trend, indem positive Beispiele und Statements über die in der Alpenregion implementierte partizipative Demokratie gesammelt wurden. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Umsetzung innovativer Formen von Governance ein großes Potential im Sinne einer nachhaltigeren und besser legitimierten Entscheidungsfindung bedeutet.
Um Anregungen von weiteren Studien sind wir dankbar.
Lesen Sie auch Forschende der politischen Bildung und Literatur.
Theater können das Interesse an Politik wecken, mit dem Publikum interagieren und es teilnehmen lassen. Es kann somit als Mittel für die politische Bildung und Partizipation eingesetzt werden. Ein Beispiel eines transkulturellen, partizipativen Theaters ist das MAXIM Theater in Zürich.
Für partizipative Entscheidungsprozess lohnt es sich, Trainerinnen oder Trainer zu engagieren. Euforia zum Beispiel wendet innovative Methoden für die partizipative Entscheidungsfindung an. Das NCBI wiederum bildet Trainer im Bereich der Friedensförderung und Konfliktbewältigung aus. Zum Thema Menschenrechte bietet Amnesty International ausgebildete Trainer an. Auch das ZDA, die DemocracyNet oder der Verein Demokrative können Ihnen Trainer für Workshops und Simulationen vermitteln.
Gerne können Sie uns für persönliche Empfehlungen anfragen.
Siehe auch Methoden für partizipative Entscheide.
Youth Rep gibt jährlich drei Jugendlichen die Möglichkeit, die Schweizer Jugend bei der UNO zu vertreten.
Wollen Sie Vereinten Nationen die UNO im Klassen Zimmer vorstellen? Die jährlich gewählten Youth Reps der Schweiz kommen gerne vorbei.
Informationen zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und der UNO gibt es auf der Internetseite des ABC der UNO.
Vereine gehören neben der Familie und der Schule zu wichtigen Instanzen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Wertevermittlung und können daher auch einen Ort der politischen Bildung und Partizipation darstellen. Vereinen kommt auch ein besonderer Stellenwert zu, zumal politische Parteien in der Schweiz meist als Vereine organisiert sind.
Auch viele Jugendorganisationen sind als Verein organisiert und werden vom Schweizerischen Dachverband der Jugendorganisationen vernetzt und beraten und erhalten durch sie eine Stimme in der Politik.
Plan international Schweiz hat 2018 das Projekt Wir reden mit lanciert, um die Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb von Vereinen zu fördern. Die Webseite beinhaltet sehr gute Umsetzungstipps, vielfältige Beispiele von Partizipationsformen sowie Vereinsporträts.
Informationen und Beratung zu rechtlichen und administrativen Vereinsfragen bietet die Fachstelle Vitamin B.
Zahlen zur Wahlbeteiligung liefert das Bundesamt für Statistik.
Anstehende Wahlen sind eine gute Gelegenheit, um das politische System der Schweiz in der Schule zu thematisieren.
Informationen und Analysen zu aktuellen Wahlen auf nationaler und kantonaler Ebene erhalten Sie bei ch.ch (kantonal), ch.ch (Wahlen 2019) und Vimentis.
Smartvote bietet die Möglichkeit, Ihre politischen Ansichten anhand eines Fragebogens mit Parteien und PolitikerInnen zu vergleichen. Was die Parteienlandschaft angeht, ist der Parteienkompass ebenfalls zu empfehlen.
Chatbot „Parli„, der für die Wahlen 2019 das erste Mal zum Einsatz kommt, liefert Antworten auf Fragen zu den National- und Ständeratswahlen sowie zu kantonalen Besonderheiten. Der regelbasierte Chatbot der Parlamentsdienste führt die ErstwählerInnen Schritt für Schritt zur gültigen Stimmabgabe. Der Chatbot steht in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung.
Easyvote bietet auch Unterrichtsmaterial zu den nationalen Wahlen.
Das Video vom SRF erklärt, wie die Parlamentswahlen funktionieren.
Verschiedenste europaweite Weiterbildungen im Bereich Jugendarbeit und Non-formale Bildung werden z.B. von salto-youth angeboten. Häufig sind die Programme von Erasmus+ finanziert und somit kostenlos. Im Bereich Politische Bildung und Partizipation bieten sie Seminars for intercultural trainers on Citizenship Education an.
Für Jugendliche, die sich in Jugendorganisationen wie z.B. einem Jugendparlament engagieren wollen, empfiehlt sich zum Beispiel die Leitungsausbildung Jugend + Politik vom DSJ.
Die Teilnahme an Wettbewerben hilft dem eigenen Projekt oder Vorhaben zu mehr Bekanntheit und kann das Projektbudget aufbessern. Für Organisationen gibt es zum Beispiel den Demokratiepreis der Neuen Helvetischen Gesellschaft – Treffpunkt Schweiz.
Für Jugendliche gibt es eine Vielzahl von Wettbewerben, an denen sie mit ihren Projekten teilnehmen können. Infoklick.ch macht in seinem Newsfeed darauf aufmerksam.
Der Wettbewerb «Projekt 9» bietet Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse die Gelegenheit, ihre Projektarbeit zu präsentieren und sich mit Gleichaltrigen zu messen.
Im Rahmen der UNO Agenda 2030 können Jugendliche am Wettbewerb von Eduki teilnehmen und sich für Ziele der nachhaltigen Entwicklung einsetzen. Dabei bestehen die Kategorien künstlerische Umsetzung, mediale Umsetzung oder konkrete Aktion.
Ein weiterer thematischer Wettbewerbe ist der grösste deutschsprachige Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), den wir als Partner in der Schweiz koordinieren. Das Aufgabenheft erscheint im Juli, Einsendeschluss ist jeweils im Dezember. Ob zum Thema YouTuber, Karl Marx oder Olympia, äusserst abwechslungsreiche Aufgabenstellungen stehen zur Wahl für 4.-12. Klassen.
Für Projekt- und Maturarbeiten empfiehlt sich der seit 2003 bestehende Schweizer Geschichtswettbewerb HISTORIA, der zur historischen Spurensuche in der Familie oder Umgebung animiert.
Jugendliche von Alter 13 bis 24 Jahre aus dem Kanton St.Gallen können auch eine Finanzierung zur Umsetzung ihres Projektes gewinnen, wenn sie am Jugendprojekt Wettbewerb teilnehmen.
Sind Sie StudentIn oder DozentIn und haben Vorschläge für Bachelor- oder Masterarbeiten im Bereich der politischen Bildung und politischen Partizipation? Sehr gerne sind wir Ihnen mit Inputs und Kontakten behilflich.
Das Zentrum für Demokratie Aarau forscht zu Demokratiefragen aus der Perspektive der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft und der politischen Bildung/Geschichtsdidaktik und macht seine Resultate frei zugänglich.
Dafür betreibt es z.B. Internetseite politischebildung.ch sowie die das Fachmagazin POLIS.
Das Zentrum wird getragen von der Universität Zürich, der Fachhochschule Nordwestschweiz, dem Kanton Aargau sowie der Stadt Aarau. Es wurde 2009 gegründet.
Zentrum Polis (A)
Das Zentrum Polis ist Teil der Internetseite schule.at, welche vom österreichischen Bundesministerium für Bildung unterhalten wird. Es ist wie der Campus für Demokratie eine Plattform für politische Bildung, welche Lehrpläne und -mittel, Akteurinnen und Akteure, Projekte sowie Veranstaltungen vereint.

References: Art. 39
 Art. 41
 Art. 60
 Art. 63
 Art. 95
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