Source: https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/konkurrenzverhaeltnis-zwischen-unsatzsteuerbefreiungsvorschriften_164_326946.html
Timestamp: 2017-08-20 11:53:21+00:00

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Konkurrenzverhältnis zwischen Umsatzsteuerbefreiungsvorschriften | Steuern | Haufe
Die Befreiungsvorschrift nach dem Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut hat Vorrang. Bild: Haufe Online Redaktion
Kommt für einen Umsatz neben der Befreiungsvorschrift des Artikel 67 Absatz 3 des Zusatzabkommens zum NATO-Truppenstatut (NATO-ZAbk) grundsätzlich auch eine Steuerbefreiung nach § 4 UStG in Betracht, stellt sich im Hinblick auf den Vorsteuerabzug die Frage nach dem Vorrang der einzelnen Steuerbefreiungsvorschriften.
Zum Konkurrenzverhältnis zweier Steuerbefreiungsvorschriften hat der BFH unter Zugrundelegung der Urteilsgrundsätze des EuGH-Urteils v. 7.12.2006, C-240/05, Eurodental, mit Urteil v. 22.8.2013, V R 30/12, BStBl 2014 II S. 133, entschieden, dass die Spezialvorschrift vorrangig anzuwenden ist.
Bei den Steuerbefreiungen nach den in § 26 Absatz 5 UStG bezeichneten Vorschriften (z. B. Artikel 67 Absatz 3 NATO-ZAbk) handelt es sich um Spezialvorschriften, die vorrangig vor den allgemeinen Steuerbefreiungen nach § 4 UStG anzuwenden sind. Die Steuerbefreiungen nach den in § 26 Absatz 5 UStG bezeichneten Vorschriften sind als Spezialvorschriften anzusehen, weil es sich um selbständige Befreiungstatbestände außerhalb des Umsatzsteuergesetzes handelt, die den Befreiungstatbeständen des Umsatzsteuergesetzes systematisch vorgehen. In der Folge tritt nach § 15 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe a UStG bei Anwendung dieser Spezialvorschriften der Ausschluss des Vorsteuerabzugs für steuerfreie Umsätze (§ 15 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 UStG) nicht ein.
Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird im Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) v. 1.10.2010, BStBl I S. 846, der zuletzt durch das BMF-Schreiben v. 21.10.2015, III C 2 - S 7243/07/10002-03 (2015/0946162), BStBl I S. XXX, geändert worden ist, in Abschnitt 15.13 Abs. 5 nach Satz 2 folgender Satz 3 angefügt:
"Abweichend davon geht eine Befreiung nach den in § 26 Abs. 5 UStG bezeichneten Vorschriften (z. B. nach Artikel 67 Abs. 3 NATO-ZAbk) als selbständiger Befreiungstat-bestand außerhalb des UStG den Befreiungstatbeständen des UStG mit der Folge vor, dass für diese Umsätze ein Ausschluss des Vorsteuerabzugs nicht eintritt."
BMF, Schreiben v. 4.11.2015, III C 2 - S 7304/15/10001
Helmut Kexel Thu Nov 05 12:54:01 CET 2015
Bitte für korrekte Suchergebnisse den Rechtschreibfehler in der Überschrift und ggf. auch gleich im Link bzw. Dateinamen ändern, statt "Unsatzsteuerbefreiungsvorschriften" bitte "Umsatzsteuerbefreiungsvorschriften" (nicht "n", sondern "m") - Danke.
Frank Holst Fri Nov 06 08:50:34 CET 2015
besten Dank für den Hinweis. Den Rechtschreibfehler ist nun behoben.
Die Aufhebung des Investmentgesetzes und die gleichzeitige Schaffung eines Kapitalanlagegesetzbuches durch das AIFM-Umsetzungsgesetz erforderte eine Änderung der Gesetze, die bisher Bezug auf das Investmentgesetz nahmen.Weiter

References: § 4
 § 26
 § 4
 § 26
 § 15
 § 26