Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=09.06.2016&Aktenzeichen=6%20AZR%20638%2F15
Timestamp: 2019-04-19 01:46:33+00:00

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BAG, 09.06.2016 - 6 AZR 638/15 - dejure.org
§ 113 Satz 2 InsO, § ... 1 Abs. 2 Satz 1 Var. 3 KSchG, § 111 Satz 3 Nr. 1 BetrVG, § 125 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InsO, § 1 Abs. 3 KSchG, § 125 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 InsO, § 102 Abs. 1 Satz 3 BetrVG, § 17 KSchG, § 134 BGB, § 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KSchG, § 17 Abs. 2 KSchG, § 17 Abs. 1, Abs. 3 KSchG, Richtlinie 98/59/EG, § 17 Abs. 1 KSchG, § 17 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 KSchG, § 17 Abs. 2, § 17 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 4 KSchG, § 18 Abs. 4 KSchG, § 111 BetrVG, § 17 Abs. 2 Satz 2 KSchG, § 111 Satz 1 BetrVG, §§ 85 f. SGB IX, § 17 Abs. 2 Satz 1 KSchG, § 17 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 und Nr. 3 KSchG, § 17 Abs. 3 KSchG, § 18 Abs. 1, Abs. 2 KSchG, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 17 Abs 1 S 1 KSchG, § 17 Abs 2 S 1 Nr 3 KSchG, § 17 Abs 2 S 1 Nr 2 KSchG, § 17 Abs 3 KSchG, § 18 Abs 4 KSchG
Maßgebliche Beschäftigtenzahl bei anzeigepflichtigen Massenentlassungen; Einheitliches Konsultations- und Anzeigeverfahren bei mehreren Massenentlassungen; Sperrfrist und Freifrist bei Massenentlassungen
Einheitliches Konsultations- und Anzeigeverfahren bei mehreren Massenentlassungen
Einheitliches Konsultations- und Anzeigeverfahren bei mehreren Massenentlassungen; Freifrist gemäß § 18 Abs. 4 KSchG
Maßgebliche Beschäftigtenzahl bei anzeigepflichtigen Massenentlassungen
Einheitliches Konsultations- und Anzeigeverfahren bei sukzessiven Massenentlassungen möglich
ZIP 2016, 2037
Nur dann, wenn der Arbeitgeber bei Einleitung des Verfahrens sicher ausschließen kann, dass Arbeitnehmer innerhalb des 30-Tage-Zeitraums gekündigt werden, etwa weil er ihre Entlassung erst in einer zweiten "Kündigungswelle" plant (vgl. die der Entscheidung des BAG vom 9. Juni 2016 - 6 AZR 638/15 - zugrunde liegende Konstellation), muss er diese nach der Konzeption der MERL auch dann nicht in das Konsultationsverfahren einbeziehen, wenn ihnen Sonderkündigungsschutz zukommt.
Probleme entstehen insbesondere, wenn die behördliche Zustimmung erst außerhalb der 90-tägigen Freifrist des § 18 Abs. 4 KSchG (vgl. dazu BAG 9. Juni 2016 - 6 AZR 638/15 - Rn. 28) erteilt wird, wenn bei einer Arbeitnehmerin in Elternzeit die Kündigung als solche zugleich Teil einer zweiten, § 17 KSchG unterfallenden Welle von Kündigungen ist oder wenn ein Arbeitgeber Kündigungen so staffelt, dass die Schwellenwerte stets (gerade noch) unterschritten werden, um so den Massenentlassungsschutz zu vermeiden.
Die gestaffelte Erklärung der Kündigungen kann nur bei den späteren Kündigungen die Frage aufwerfen, ob sie innerhalb der sog. Freifrist des § 18 Abs. 4 KSchG durchgeführt wurden (vgl. hierzu BAG 9. Juni 2016 - 6 AZR 638/15 - Rn. 26 ff.) .
Dies ist hier aber nicht der Fall, da sämtliche Kündigungen mit gleichem Datum ausgesprochen wurden (vgl. BAG vom 9.6.2016 - 6 AZR 638/15 AP KSchG 1969 § 17 Nr. 50, beck-online).

References: § 113
 § 111
 § 125
 § 1
 § 125
 § 102
 § 17
 § 134
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 18
 § 111
 § 17
 § 111
 § 17
 § 17
 § 17
 § 18
 § 97

§ 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 18
 § 18
 § 18
 § 17
 § 18
 § 17