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Timestamp: 2019-03-20 04:14:15+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1962, 1505 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 29.05.1962
Voraussetzungen für die Nichtigerklärung eines Patents - Überleitung von Vorschriften auf dem Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes - Notwendigkeit der eigenhändigen handschriftlichen Unterzeichnung bestimmender Schriftsätze
NJW 1962, 1505
DB 1962, 836
- Deswegen kann mit einem Unterschriftsstempel (Faksimile) nicht wirksam unterschrieben werden (vgl. RGZ 119, 62, 63; BGHZ 57, 160, 164; BGH, Urteile vom 29. Mai 1962 - I ZR 137/61, NJW 1962, 1505, 1507 und vom 18. Dezember 1975 - VII ZR 123/75, NJW 1976, 966, 967; Beschluß vom 4. Mai 1994 - XII ZB 21/94, NJW 1994, 2097).
BVerwG, 25.11.1970 - IV C 119.68
Daß dieser Schriftsatz infolge seiner die Unterschrift umfassenden Vervielfältigung nicht mit einer eigenhändigen , d.h. einer gerade auf dem eingereichten Schriftstück vollzogenen Unterschrift versehen war (vgl. dazu BGH, Urteil vom 29. Mai 1962 - I ZR 137/61 - in NJW 1962, 1505 [1506]), berührt die formgerechte Einlegung nicht.
BGH, 05.07.1984 - I ZR 102/83
Einwilligung in Sprungrevision
Es ist ein Gebot der Rechtssicherheit, soweit wie möglich jedem Zweifel darüber vorzubeugen, ob eine für den Gang des Verfahrens wesentliche Prozeßerklärung von der nach dem Gesetz dazu befugten Person auch tatsächlich abgegeben worden ist und der Erklärende dafür die Verantwortung trägt (RGZ 151, 82, 84, 85; BGHZ 37, 156;… GmS-OGB a.a.O.; BGH, Urt. v. 29. Mai 1962 - I ZR 137/61, NJW 1962, 1505, 1506;… Stein-Jonas-Leipold, ZPO, 20. Aufl., § 129 Rdnr. 8;… Wieczorek, ZPO, 2. Aufl., § 129 Anm. A II, A II b;… Zoller-Stephan, ZPO, 13. Aufl., § 130 Anm. II zu Nr. 6;… Baumbach-Lauterbach, ZPO, 42. Aufl., § 129 Anm. 1 B).
An der dafür erforderlichen Eigenhändigkeit fehlt es, wenn nach der Fertigung des Namenszugs dieser - wie hier - lediglich durch Vorgänge mechanischer, chemischer oder sonst technischer Art wiedergegeben wird (BGH, Urt. v. 29. Mai 1962 - I ZR 137/61, NJW 1962, 1505, 1506;… Stein-Jonas-Leipold, ZPO, 20. Aufl., § 129 Rdnr. 27).
Der BGH hat allerdings in Zivilsachen offenbar eine andere Auffassung vertreten (vgl. Urteil vom 29. Mai 1962 I ZR 137/61, NJW 1962, 1505).
Der BGH hat allerdings in der Entscheidung I ZR 137/61 auch ausgeführt, daß diese Formstrenge nicht auf Anwaltsprozesse zu beschränken sei.
Insoweit sei nochmals auf das Urteil des BVerwG IV C 119/68 verwiesen, das auch das BGH-Urteil I ZR 137/61 ausdrücklich erwähnt, ohne jedoch eine Anrufung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes zu erwägen.
BAG, 05.07.1990 - 8 AZB 16/89
Revisionsbeschwerde - Telekopie
Nicht ausreichend ist, daß der Rechtsmittelführer statt des bestimmenden Schriftsatzes eine Fotokopie desselben einreicht (vgl. BGH Urteil vom 29. Mai 1962 - I ZR 137/61 - NJW 1962, 1505;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 48. Aufl., § 518 Anm. 1 B).
Das genügt nicht dem Schriftformerfordernis des § 37 BRAO (vgl. BGH, Urt. v. 29. Mai 1962 - I ZR 137/61, NJW 1962, 1505, 1507).
BFH, 07.03.1985 - V R 128/83
Voraussetzungen des Vorliegens einer schriftlich vorzunehmenden Prozesshandlung
Es ist ein Gebot der Rechtssicherheit, soweit wie möglich jedem Zweifel darüber vorzubeugen, ob eine für den Gang des Verfahrens wesentliche Prozeßerklärung von der nach dem Gesetz befugten Person auch tatsächlich abgegeben worden ist und der Erklärende dafür die Verantwortung trägt (BGH-Beschluß vom 5. Juli 1984 I ZR 102/83, Versicherungsrecht 1984, 1068; BGH-Urteil vom 29. Mai 1962 I ZR 137/61 - DPA -, NJW 1962, 1505; BGH-Urteil vom 24. Mai 1962 II ZR 173/60, BGHZ 37, 156;… a. A. Vollkammer, Formstrenge und prozessuale Billigkeit, 1973, S. 126 ff., 260 ff.).
GRUR 1962, 453
Sinn der Unterschrift ist es vielmehr auch, klarzustellen, daß es sich bei der Rechtsmittelerklärung nicht nur um einen bloßen Entwurf handelt, sondern um eine für das Gericht bestimmte, diesem mit dem Willen des Unterzeichners und unter seiner vollen Verantwortung zugehende prozessuale Erklärung (BGH GRUR 1962, 453, 454 - Elektromagnetische Hörvorrichtung).
Sie steht mit der Rechtsprechung des beschließenden Senats und des früheren I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs, aus dem dieser hervorgegangen ist, in Widerspruch (vgl. BGH GRUR 1962, 453; 1966, 50; Bl. 1967, 225).
Insbesondere hat der frühere Erste Zivilsenat des Bundesgerichtshofs im Urteil vom 29. Mai 1962 (GRUR 1962, 453 ff) die Ausführungen des Großen Zivilsenats des Reichsgerichts in dem Beschluß vom 15. Mai 1936 (RGZ 151, 82 ff) aufgegriffen und dazu dargelegt, daß auch die Berufungsschrift in Patentnichtigkeitssachen eigenhändig unterzeichnet sein müsse, obwohl im Patentnichtigkeitsverfahren - ebenso wie im verwaltungsgerichtlichen, arbeitsgerichtlichen und sozialgerichtlichen Verfahren - kein Anwaltszwang bestehe und das Prinzip der Ermittlung der materiellen Wahrheit gelte.
Der angefochtene Beschluß geht zunächst zutreffend davon aus, daß die Rechtsprechung in allen Bereichen der Gerichtsbarkeit dem Grundsatz folgt, daß Rechtsmittelschriften die eigenhändige Unterschrift der für die Einlegung des Rechtsmittels verantwortlich zeichnenden natürlichen Person tragen müssen (für das Verfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten vgl. RGZ 126, 257; 151, 82, 84/85; für das Patentnichtigkeitsverfahren vgl. BGH GRUR 1962, 453; für das Beschwerdeverfahren in Patenterteilungssachen vgl. BGH GRUR 1966, 50, 280; für das Sozialgerichtsverfahren vgl. BSG 1, 243; für das Verwaltungsgerichtsverfahren vgl. BVerwG 2, 190).

References: § 129
 § 129
 § 130
 § 129
 § 129
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 518
 § 37
 BGH 
 BGH 
 BGH