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Timestamp: 2020-07-15 23:23:08+00:00

Document:
Regionalteam Süd - David-Fabricius-Schule
Kooperation mit dem Regionalteam Süd des Amtes für Kinder, Jugend, und Familie
Kooperationsvereinbarung nach § 8a SGB VIII zur Zusammenarbeit bei Kindeswohlgefährdung
- Regionalteam Süd -
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor drohender Gefährdung wird in allen Handlungsfeldern der Jugendhilfe und Schule diskutiert.
Der Gesetzgeber hat mit Einführung des § 8a in das SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) allen pädagogischen Fachkräften zur Pflicht gemacht, Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen konsequent nachzugehen. Zur Sicherstellung des Schutzauftrags und zu einem eindeutigen Umgang mit Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen sind deshalb zwischen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie - Regionalteam Süd - und der David-Fabricius-Schule, Großefehn Verfahrensstandards zu erarbeiten, die der besonderen Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte in diesem Bereich Rechnung tragen (§ 25 Absatz 3 Niedersächsisches Schulgesetz, SGB VIII § 8a)
Sie bilden die Grundlage für ein abgestimmtes und zeitnahes Handeln aller Verantwortlichen in Fällen drohender oder bereits bestehender Kindeswohlgefährdung.
Auf der Basis der entsprechenden Anwendung der vorgenannten Rechtsnormen vereinbaren die David-Fabricius-Schule, Großefehn und das Amt für Kinder, Jugend und Familie - Regionalteam
Süd - folgende Verfahrensregelung, um zukünftig Gefährdungen des Kindeswohls im Einzelfall besser entgegenzuwirken:
§ 25 Abs: 3 Niedersächsisches Schulgesetz
Schulen arbeiten mit den Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen, deren Tätigkeit sich wesentlich auf die Lebenssituation junger Menschen auswirkt, im Rahmen ihrer Aufgaben zusammen.
Werden bei einem Schüler/einer Schülerin Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung deutlich, ist zunächst zwischen Klassenleitung (oder anderen pädagogischen Fachkräften) und Schulleitung das weitere Vorgehen abzustimmen. Insbesondere ist zu prüfen, ob und in welchem Umfang den Eltern Hilfsmöglichkeiten eröffnet werden können. Bleiben trotz dieser im Vorfeld stattgefundenen pädagogischen Beratungen zwischen Schule und Erziehungsberechtigten gravierende Problemfelder offen, sind folgende Arbeitsschritte einzuleiten:
Die Klassenleitung/Schulleitung füllt den Dokumentationsbogen „Schutzplan“ aus und setzt sich mit den Eltern in Verbindung.
Wenn der Schutz des Kindes nicht gefährdet wird, werden die Erziehungsberechtigten über Hilfsmöglichkeiten des Amtes für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – informiert.
Die David-Fabricius-Schule, Großefehn nimmt eine Risikoeinschätzung vor und macht den Personensorgeberechtigten Vorschläge für geeignete Hilfen, um das Gefährdungsrisiko abzuwenden. Grundsätzlich soll das Kind in die gemeinsamen Überlegungen miteinbezogen werden, wenn nicht dadurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wird.
Ergibt sich die Notwendigkeit, dass zur Sicherung des Kindeswohls Hilfen an Anspruch genommen werden, so werden den Personensorgeberechtigten Wege und Möglichkeiten für die Inanspruchnahme solcher Hilfen aufgezeigt und angeboten.
Nehmen die Personensorgeberechtigten entsprechende geeignete und notwendige Hilfen in Anspruch, so soll dies auf der Basis von Absprachen mit den Personensorgeberechtigten insbesondere zu dem Inhalt und Umfang der Hilfen und zu den zeitlichen Perspektiven geschehen.
Ist die Gefährdung des Wohls des Kindes oder den Jugendlichen so akut, dass bei Durchführung der vereinbarten Abläufe mit großer Wahrscheinlichkeit das Wohl des Kindes nicht gesichert werden kann, so liegt ein Fall der Gefährdung des Wohls des Kindes vor. Dies gilt auch für die Fälle, in denen die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken.
In diesen Fällen ist eine unmittelbare Information des Amtes für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – durch die Schulleitung notwendig. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – entscheidet danach über das weitere Vorgehen.
Um eine gute Kommunikationsbasis und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der David-Fabricius-Schule, Großefehn und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – sicherzustellen, wird das Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – der Schule eine Fachkraft als AnsprechpartnerIn benennen. Die David-Fabricius-Schule, Großefehn benennt Frau R. Bücklers dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – als Ansprechpartnerin.
Da eine nachhaltige Sicherung des Wohles von Kindern und Jugendlichen nur möglich ist, wenn funktionierende Kooperationsbeziehungen bestehen und die Verfahrenabläufe für alle Beteiligten verbindlich festgelegt sind, erfolgt durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – eine Information der David-Fabricius-Schule, Großefehn über den weiteren Verlauf in den Fällen der Kindeswohlgefährdung. Hierbei sind datenschutzrechtliche Vorgaben zu beachten.
Zwischen der David-Fabricius-Schule, Großefehn und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – findet im Rahmen von Fachgesprächen ein Austausch darüber statt, inwieweit mit den vereinbarten Hilfen der Kindeswohlgefährdung wirksam begegnet werden kann.
Zwischen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – und der
David-Fabricius-Schule, Großefehn erfolgt einmal im Jahr eine gemeinsame Auswertung, um eine Optimierung der Risikoeinschätzungen und Verfahrensabläufe zu erreichen. Aufgrund der in diesem Zusammenhang gewonnenen Erkenntnisse erfolgt ggf. eine Überarbeitung dieser Vereinbarung.
Folgende verbindliche sozialraumbezogene Strukturen begünstigen die gemeinsame Arbeit:
 Fallunabhängiger Austausch, z. B. durch die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen.
 Aufbau zielgruppenorientierter und innovativer Formen der Zusammenarbeit zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien durch gemeinsame Aktionen.
 Gemeinsame Fortbildungen, gemeinsame Fachtagungen.
 Gemeinsame Durchführungen z. B. von Elternabenden (besonders bei Eltern, deren Kinder eingeschult werden).
 Ermutigung der Personensorgeberechtigten durch die David-Fabricius-Schule, bei Beratungsbedarf frühzeitig Kontakt zum Amt für Kinder, Jugend und Familie
– Regionalteam Süd – aufzunehmen.
Großefehn, ____________________
Landkreis Aurich David-Fabricius-Schule, Großefehn
Amt für Kinder, Jugend und Familie Förderschule Lernen
Schutzplan nach § 8a SGB VIII
1. Der Schutzplan versteht sich als Handlungsanleitung und Arbeitsmittel für Fachkräfte, um der im Rahmen der Risikoabschätzung ermittelten Kindeswohlgefährdung planvoll und koordiniert entgegenzuwirken. In diesem Sinne ist der Schutzplan gleichermaßen ein Kontrollinstrument und eine Dokumentation zu den Maßnahmen, die bei einer festgestellten Kindeswohlgefährdung zu ergreifen sind.
2. Ein Schutzplan ist im Ergebnis der Risikoeinschätzung gem. § 8 Abs. 1 SGB VIII im Zuge der unmittelbaren Abwendung einer Kindeswohlgefährdung umgehend und ggf. zunächst trägerintern zu erstellen.
3. Der Schutzplan ist zwischen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Regionalteam Süd – im Sinne der Gesamtverantwortung in den Fällen abzustimmen, in denen gem.
4. § 8a Abs. 2 SGB VIII die angebotenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Kindeswohlgefährdung abzuwenden.
5. Der Schutzplan dokumentiert umfassend die Maßnahmen des Einzelfalls in bezug auf die beteiligten und zu beteiligenden Fachkräfte und Institutionen.
6. Im Schutzplan sind alle an dessen Erstellung Beteiligte namentlich zu benennen.
7. Im Schutzplan sind die gewichtigen Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung sowie das Ausmaß des Gefährdungsrisikos zu beschreiben.
8. Im Schutzplan sind im Zuge der getroffenen Festlegungen die geeigneten und notwendigen Mittel und Wege zur Abwendung innerhalb der David-Fabricius-Schule, Großefehn einer Kindeswohlgefährdung zu dokumentieren.
9. Im Schutzplan sind die nächsten Maßnahmen zur unmittelbaren Abwendung der Kindeswohlgefährdung festzuschreiben.
10. Die im Schutzplan festgelegten Maßnahmen sind verbindlich zu terminieren.
11. Im Schutzplan sind Regelungen zur Beteiligung der Kinder und Jugendlichen sowie der Personensorgeberechtigten zu treffen.
12. Im Schutzplan ist zu begründen, wenn die Beteiligung der Personensorgeberechtigten der Sicherung eines wirksamen Schutzes des Kindes oder Jugendlichen im Zuge der Risikoabschätzung entgegensteht. In der folgenden Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz des Kindes sind die Personensorgeberechtigten jedoch unbedingt einzubeziehen, auch wenn diese dann unmittelbar oder später per Entscheidung des Familiengerichtes wieder ausgenommen werden könnten.
13. Speziell enthält der Schutzplan verbindliche Festlegungen und Terminierungen zur Kontrolle und Überprüfung. Dies dient in erste Linie den Fachkräften, den Prozess planvoll im Blick zu behalten, um an bestimmten Punkten zu reflektieren und ggf. steuernd, auch im Sinne von Intervention einzugreifen.
14. Der Schutzplan gilt als erfüllt, wenn die unmittelbare Kindeswohlgefährdung abgewendet wurde.
15. Der Schutzplan kann im Rahmen der Hilfeplanung weiterführend in die Gewährung einer Hilfe zur Erziehung münden.
16. Der Schutzplan ist bei Gewährung einer Hilfe zur Erziehung prioritärer Bestandteil des Hilfeplans.
durch die David-Fabricius-Schule, Großefehn
auf Grund der Risikoeinschätzung vom ___________________, Uhrzeit________________
Name der Lehrerin/des Lehrers ______________________________________________
Name der Familie __________________________________
Name des/der Minderjährigen __________________________________
Anschrift: _____________________________________________ Klasse _________
Kindeswohlgefährdung Meldung durch:
Eigene Beobachtung: _________________________________________________________
Informationen aus dem Lehrerkollegium: __________________________________________
Informationen von den Eltern: __________________________________________________
Informationen von den SchülerInnen: ____________________________________________
3. Schilderung der Situation / gewichtige Anhaltspunkte (beschreiben, nicht bewerten)
4. Prognose bei Fortbestand der Gefährdung
5. Notwendigkeit der Information weiterer Lehrkräfte
(Es besteht das Erfordernis der Kooperation mit allen Beteiligten unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen gem. §§ 61 – 65 SGB VIII, insbesondere § 65 Abs. 1 Satz 4)
ab wann _____________________________________________________________
6. Beteiligung der/des Schülerin/Schülers (ggf. Gründe für Nichtbeteiligung)
7. Beteiligung der Eltern/Personensorgeberechtigten (ggf. Gründe für Nichtbeteiligung)
8. Mithilfe der Eltern/Personensorgeberechtigten
Ja: _____________________________________________________________________
Nein: _____________________________________________________________________
Bei Nein – Information an das Amt für Kinder, Jugend und Familie, Regionalteam Süd
am: __________________________ an (Name): ______________________________
9. Angebotene Hilfen innerhalb der David-Fabricius-Schule, Großefehn:
Bei Nichtannahme der angebotenen Hilfen durch die David-Fabricius-Schule, Großefehn – Information an das Amt für Kinder, Jugend und Familie
am: __________________________

References: § 8
 § 8
 § 8

§ 25
 § 8
 § 8
 § 8
 § 65