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Timestamp: 2019-10-21 09:06:43+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1985, 447 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 05.07.1984
https://dejure.org/1985,952
BGH, 14.03.1985 - III ZR 12/84 (https://dejure.org/1985,952)
BGH, Entscheidung vom 14.03.1985 - III ZR 12/84 (https://dejure.org/1985,952)
BGH, Entscheidung vom 14. März 1985 - III ZR 12/84 (https://dejure.org/1985,952)
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Deckung der Kosten der Müllabfuhr - Voraussetzungen der Unmöglichkeit der Erfüllung einer Hauptleistungspflicht - Begriff des Abfalls
AbfG § 3 Abs. 1
NVwZ 1985, 447
Anders als im Zivilrecht setzt Abfallbesitz keinen Besitzbegründungswillen voraus; vielmehr genügt die - auf welche Weise auch immer erlangte - tatsächliche Gewalt über die Abfälle (BVerwG…, Urteil vom 11. Februar 1983 a.a.O.. S. 12; BGH, NVwZ 1985, 447).
Die zivilrechtlichen Besitzverhältnisse können für den abfallrechtlichen Begriff des Inverkehrbringens nicht allein maßgebend sein (zu den Unterschieden zwischen dem zivil- und dem abfallrechtlichen Besitzbegriff vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Februar 1983 - 7 C 45.80 - BVerwGE 67, 8 ; BGH, Urteil vom 14. März 1985 - III ZR 12/84 - NVwZ 1985, 447 = juris Rn. 19).
Das typische Beispiel hierfür ist der Grundstückseigentümer, der Räume vermietet und dem Mieter das Sammeln des Abfalls in Abfallbehältern außerhalb der Mieträume gestattet; ein solcher Grundstückseigentümer ist Abfallbesitzer (…Kunig, aaO, § 3 RdNr. 58;… Breuer, in: Jarass/Ruchay/Weidemann, KrW-/AbfG, Stand: September 2006, § 3 RdNr. 145; zum alten Recht BGH, Urt. v. 14.03.1985, NVwZ 1985, 447).
vgl. BVerwG, Urteile vom 11. Februar 1983 - 7 C 45/80 -, juris Rn. 11 f. = BVerwGE 67, 8, und vom 19. Januar 1989 - 7 C 82/87 -, juris Rn. 8 f.; BGH, Urteil vom 14. März 1985 - III ZR 12/84 -, juris Rn. 19; Schink/Krappel, in: Schink/Versteyl, KrWG, 2012, § 3 Rn. 82 f.; Versteyl, in: Versteyl/Mann/Schomerus, KrWG, 2012, § 3 Rn. 45; Dieckmann, in: Jarass/Petersen, KrWG, 2014, § 3 Rn. 182 f.
Während bei einem schuldrechtlichen Nutzungsverhältnis, namentlich der Miete oder Pacht, neben dem Mieter oder Pächter als unmittelbarem auch dem Eigentümer als mittelbarem Besitzer noch ein ausreichendes Maß an tatsächlicher Sachherrschaft an der Miet- oder Pachtsache sowie an den auf dem Grundstück außerhalb der Miet- oder Pachtsache gelagerten Gegenständen zugesprochen wird, vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 15. August 2012 - 9 B 19/12 -, juris Rn. 3; Sächsisches OVG, Urteil vom 27. Februar 2012 - 5 A 48/10 -, juris Rn. 20; VG Koblenz, Urteil vom 24. Juni 2010 - 7 K 1230/09.KO -, juris Rn. 20 m.w.N.; BGH, Urteil vom 14. März 1985 - III ZR 12/84 -, juris Rn. 19 f.; a.A. ausführlich zu § 3 Abs. 6 KrW/AbfG m.w.N. Radtke, Wege aus der "kostenlosen" Abfallentsorgung durch den Staat bei Insolvenz des Betreibers einer Abfallentsorgungsanlage, 2011, S. 304-315, dürften die Verantwortungsbereiche bei einem Erbbaurechtsverhältnis entlang der Grenzen zwischen Erbbaurecht und Grundstückseigentum zu ziehen und danach zu bestimmen sein, ob der interessierende Abfall bei der Nutzung des aufgrund des Erbbaurechts errichteten Gebäudes bzw. eines in das Erbbaurecht einbezogenen Grundstücksteils, durch die Nutzung des Grundstücks im Übrigen oder durch die einheitliche Nutzung beider angefallen ist.
Gemäß § 3 Abs. 1 AbfG hat der Besitzer (vgl. hierzu BGH NVwZ 1985, 447 f; BVerwGE 67, 8, 12;… Bartels, Abfallrecht 1967, S. 18) Abfall dem Entsorgungspflichtigen zu überlassen.
Anders als im Zivilrecht setzt Abfallbesitz keinen Besitzbegründungswillen voraus; vielmehr genügt die - auf welche Weise auch immer erlangte - tatsächliche Gewalt über die Abfälle (BVerwG…, Urteil vom 11. Februar 1983 a.a.O. S. 12; BGH, NVwZ 1985, 447).
Es geht dabei um die Zuordnung der Verantwortlichkeit (BGH, Urt. v. 14.03.1985 - III ZR 12/84 -, NuR 1985, 202;… vgl. Kunig in Kunig/Paetow/Versteyl, Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Kommentar, 2. Aufl., § 3 Rdnr. 57) und um die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit des Besitzers, die Abfälle einer Entsorgung zuzuführen (…BVerwG, Urt. v. 11.12.1997 - 7 C 58.96 -, E 106, 43, 45;… Frenz, a.a.O., § 3 Rdnr. 88).
Danach ist z.B. ein Vermieter von Räumen Abfallbesitzer hinsichtlich solcher Abfälle, die der Mieter mit seinem Einverständnis außerhalb der Mieträume in besonderen Behältnissen auf einem von ihm mitbewohnten Grundstück sammelt (BGH, Urt. v. 14.03.1985, a.a.O.;… Kunig, a.a.O., § 3 Rdnr. 58), nicht aber, wenn der Mieter als Abfallerzeuger die Abfälle bis zur Überlassung an den Entsorgungsträger im Mietobjekt behält.
vgl. BVerwG, Urteile vom 11. Februar 1983, BVerwGE 67 S. 8, und 19. Januar 1989, NJW 1989 S. 1295; BGH, Urteil vom 14. März 1985, NVwZ 1985 S. 447.
vgl. BGH, Urteil vom 14. März 1985 - III ZR 12/84 - juris Rn 19 = NVwZ 1985, 447 = NuR 1985, 202; Kunig in: Kunig/Paetow/Versteyl, KrW-AbfG Kommentar, 2. Auflage München 2003, § 3 Rn 57.
Der Besitzbegriff im Abfallbeseitigungsrecht dient dazu, die Verantwortlichkeit für entstandenen Abfall einzugrenzen und setzt ein Mindestmaß an tatsächlicher Sachherrschaft, nicht hingegen einen Besitzbegründungswillen voraus (BGH, Urt. v. 14. März 1985 - III ZR 12/84, zit. nach Juris).
OVG Schleswig-Holstein, 09.07.1996 - 4 L 17/96
Autobahnrastplatz; Abfall; Straßenbauverwaltung; Entsorgungspflicht
VG Aachen, 07.06.2006 - 9 L 263/06
VG Köln, 02.12.2003 - 14 K 792/01
Anforderungen an das Vorliegen des Anspruchs des Mitglieds einer …
https://dejure.org/1984,1196
BGH, 05.07.1984 - III ZR 94/83 (https://dejure.org/1984,1196)
BGH, Entscheidung vom 05.07.1984 - III ZR 94/83 (https://dejure.org/1984,1196)
BGH, Entscheidung vom 05. Juli 1984 - III ZR 94/83 (https://dejure.org/1984,1196)
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Amtshaftung - Verbürgung von Gegenseitigkeit - Verkehrsunfall - Schiffahrtsvertrag
Grundgesetz, Art. 34 ; Bürgerliches Gesetzbuch, § 839 ; Preussisches Staatshaftungsgesetz, § 7
NJW 1985, 1287
NVwZ 1985, 447 (Ls.)
VersR 1984, 1069
Ein Anspruch unter dem Gesichtspunkt des enteignungsgleichen Eingriffs (s. § 39 OBG NW) ist nicht gegeben, weil es an einem eine Entschädigungspflicht auslösenden (positiven) Eingriff fehlt (vgl. Senatsurteile vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1287, 1289 und vom 14. Juli 1988 - III ZR 78/87 = NZV 1989, 17, 18).
Das war zur Unfallzeit im Verhältnis zu Italien nicht der Fall (vgl. BGH Urteil vom 2. Februar 1966 - VIII ZR 153/64 - WM 1966, 185, 187 f., insoweit in BGHZ 45, 95 nicht mit abgedruckt, mit Anm. Mormann in LM EGBGB Art. 7 ff. [Deutsches intern. Privatrecht] Nr. 29; Senatsurteil vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1287; OLG Hamm RIW/AWD 1978, 549 - VersR 1980, 51).
Der Ausschluß der Staatshaftung gegenüber Ausländern bei fehlender Gegenseitigkeit ist weder durch Art. 131 WRV noch durch Art. 34 GG aufgehoben (vgl. Senatsurteil vom 5. Juli 1984 a.a.O. m. w. Nachw.).
Sie würde die Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung überschreiten (vgl. Senatsurteile vom 17. Dezember 1981 - III ZR 28/80 - VersR 1982, 297, 298 und vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1287, 1288).
Es unterliegt keinem vernünftigen Zweifel (zu dieser Einschränkung der Vorlagepflicht gemäß Art. 177 Abs. 3 EWGV s. zuletzt BVerfG NJW 1988, 1456 [BVerfG 09.11.1987 - 2 BvR 808/82] m. w. Nachw.), daß die Regelung des Staatshaftungsrechts im Streitfall nicht zum Anwendungsbereich (Art. 7 Abs. 1 EWGV) des EWG-Vertrages gehört (vgl. bereits Senatsurteil vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1287, 1288 und dazu Engelhardt NVwZ 1985, 621, 626 und in Die Friedens-Warte Bd. 65 [1982-1985] S. 124, 131 ff.).
Die Einholung einer Vorabentscheidung durch Anrufung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften ist nicht veranlaßt (s. auch Gramlich RIW/AWD 1981, 811, 814 m. w. Nachw. in Fußn. 43; ders. NVwZ 1986, 448 [BGH 05.07.1984 - III ZR 94/83]; Ritterspach IPrax 1986, 19, 20;… v. Mutius in Bonner Kommentar Zweitbearbeitung 1975 Art. 19 Abs. 3 Rdn. 52 S. 44 a; a. A. Steindorff IPrax 1986, 20).
§ 823 BGB wird durch § 839 BGB verdrängt, ein Anspruch unter dem Gesichtspunkt des enteignungsgleichen Eingriffs (s. § 39 OBG NW) ist nicht gegeben, weil es an einem eine Entschädigungspflicht auslösenden (positiven) Eingriff fehlt (vgl. Senatsurteil vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1287, 1289).
Ein solcher Haftungsausschluß ist zulässig (Senatsurteil v. 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = VersR 1984, 1069;… Kreft aaO Rn. 32); er ist gerechtfertigt durch das Ziel, die Verbesserung der Rechtsstellung deutscher Staatsangehöriger im Ausland dadurch zu fördern, daß für ausländische Staaten ein Motiv zur Herstellung der Gegenseitigkeit gesetzt wird (BVerfG NVwZ 1983, 89; Senatsurteil v. 5. Juli 1984 aaO).
Allerdings ist er schon deshalb eng auszulegen, weil die immer engere internationale Verflechtung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen eine Differenzierung zwischen Deutschen und Ausländern im Rahmen der Staatshaftung heute fragwürdig erscheinen läßt (vgl. BVerfGE 30, 409, 414; Senatsurteile v. 17. Dezember 1981 - III ZR 28/80 = VersR 1982, 297 und vom 5. Juli 1984 aaO).
Stellt man allein auf die unterlassene Regelung ab, die Ausgleichsforderung gegen ein Konkursausfallrisiko zu sichern, so tritt hinzu, dass durch ein bloßes Untätigbleiben ein entschädigungsrechtlich relevanter Tatbestand nicht verwirklicht werden kann (vgl. etwa BGHZ 12, 52 (56) = NJW 1954, 555; BGHZ 35, 209 (211) = NJW 1961, 1623 = VersR 1961, 754; BGH VersR 1987, 1038 (1039) = WM 1987, 1316 (1317/1318) = NVwZ 1987, 1115 (1116); VersR 1988, 1022 (1023) = NVwZ 1988, 1067), und zwar selbst dann nicht, wenn eine Rechtspflicht der verantwortlichen Stelle zum Handeln bestand (BGHZ 56, 40 (42) = NJW 1971, 1172 (1173); BGH NJW 1985, 1287 (1289) = VersR 1984, 1069 (1070) = WM 1984, 1971, 1172 (1173); BGH NJW 1985, 1287 (1289) = VersR 1984, 1089 (1070) = MN 1984, 1453); Papier in Maunz/Dürig, a.a.O., Rz. 43).
Danach haben die vorkonstitutionellen - reichs- und landesrechtlichen - Rechtsvorschriften, die die unmittelbare Staatshaftung gegenüber Ausländern einschränken, auch nach Inkrafttreten des Art. 34 GG ihre Geltung behalten (Senatsurteile BGHZ 76, 375, 376; 99, 62, 64 f.; Senatsurteil vom 5. Juli 1984 - III ZR 94/83 = NJW 1985, 1257; BVerfG NJW 1983, 1259 [L]).
Diese Bestimmung ist zwar in Fällen der Amtspflichtverletzung durch § 839 BGB ausgeschlossen, da § 839 BGB die Folgen einer Amtspflichtverletzung abschliessend regelt (BGH NJW 1985, 1287 (1289); OLG Köln, NJW-RR 1991, 33).
Zwar ist § 836 BGB in Fällen der Amtspflichtverletzung durch § 839 BGB als lex spezialis ausgeschlossen, weil § 839 BGB die Folgen einer Amtspflichtverletzung abschließend regelt (BGH NJW 1985, 1287, 1289 [BGH 05.07.1984 - III ZR 94/83] ;… BGB-RGRK-Kreft, 12. Aufl., § 839 Rn. 12).
LG Bonn, 30.11.2010 - 10 O 502/09
Keine Verweigerung der Annahme einer Klageschrift in englischer Sprache bei …
Der Bundesgerichtshof führt in diesem Zusammenhang aus, daß dieser Umstand allenfalls Bedeutung erlangen könne, wenn außerhalb der Hauptbetriebsstätte ein selbständig organisierter Geschäftsbetrieb mit eigener Rechnungs- und Kassenführung eingerichtet wird (BGH, NJW 1985, 1287).
Hier ist das Land nach der - inzwischen aufgehobenen - Vorschrift des § 7 PrStHG von der Haftung aus dem Gesichtspunkt der Amtspflichtverletzung nur deshalb befreit, weil im Verhältnis zu Italien die Gegenseitigkeit nicht verbürgt ist (BGH NJW 1985, 1287).

References: § 3
 § 3
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 § 3
 § 3
 § 3
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 § 3
 BGH 
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 Art. 34
 § 839
 § 7
 § 39
 BGH 
 Art. 7
 Art. 131
 Art. 34
 Art. 177
 Art. 19

§ 823
 § 839
 § 39
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 34
 § 839
 § 839
 § 836
 § 839
 § 839
 § 839
 § 7