Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/67c
Timestamp: 2019-12-13 02:51:42+00:00

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§ 67c StGB: Späterer Beginn der Unterbringung
1.der Zweck der Maßregel die Unterbringung nicht mehr erfordert oder
2.die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung unverhältnismäßig wäre, weil dem Täter bei einer Gesamtbetrachtung des Vollzugsverlaufs ausreichende Betreuung im Sinne des § 66c Absatz 2 in Verbindung mit § 66c Absatz 1 Nummer 1 nicht angeboten worden ist,setzt das Gericht die Vollstreckung der Unterbringung zur Bewährung aus; mit der Aussetzung tritt Führungsaufsicht ein. Der Prüfung nach Satz 1 Nummer 1 bedarf es nicht, wenn die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung im ersten Rechtszug weniger als ein Jahr vor dem Ende des Vollzugs der Strafe angeordnet worden ist.
OLG Nürnberg, Beschluss vom 4.11.2011, Az. 2 Ws 547/11 Deshalb darf die Entscheidung nach § 67c StGB von dem Ende der Strafe nicht so weit entfernt sein, dass in der Zwischenzeit noch mit Ereignissen und neuen Erkenntnissen gerechnet werden muss, die die Prognose maßgeblich ändern (BVerfG NStZ-RR 2003, 169; OLG Stuttgart NStZ 1988, 45; Fischer StGB 58. Aufl. § 67c Rdn. 4; LK-Rissung-van Saan/Peglau StGB 12. Aufl. § 67c Rdn. 90; MüKo-Veh StGB § 67c Rdn. 11).
BVerfG, Beschluss vom 1.10.1999, Az. 2 BvR 319/02 Die Entscheidung nach § 67c StGB darf von dem Ende der Strafe deshalb nicht so weit entfernt sein, dass in der Zwischenzeit noch mit Ereignissen und neuen Erkenntnissen gerechnet werden muss, die die Prognose maßgeblich ändern (vgl. OLG Stuttgart, NStZ 1988, S. 45; Horstkotte, in: Leipziger Kommentar, StGB, 10. Aufl., § 67c Rn. 33).

References: § 66
 § 66
 § 67
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