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Timestamp: 2016-10-28 23:50:41+00:00

Document:
7B.38/2003 (26.08.2003)
7B.38/2003 /bnm
Erbinnen des Nachlassschuldners Friedrich Jahn, Beschwerdef�hrerinnen,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Willy Huber, Bahnhofstrasse 28, 6430 Schwyz,
Kantonsgericht des Kantons Schwyz, 2. Rekurs-kammer, als obere kantonale Aufsichtsbeh�rde in Schuldbetreibung und Konkurs, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2265, 6431 Schwyz.
provisorische Verteilungsliste im Nachlassverfahren,
SchKG-Beschwerde gegen den Beschluss des Kantons-gerichts des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, als obere kantonale Aufsichtsbeh�rde in Schuldbetreibung und Konkurs, vom 4. Februar 2003.
Friedrich Jahn war Eigent�mer des vorab im Gastronomiebereich t�tigen Wienerwaldkonzerns. Das Kantonsgericht Schwyz gew�hrte ihm am 15. September 1982 die Nachlassstundung und best�tigte am 25. April 1983 - mit zwei �nderungen - den vom Nachlassschuldner und von der Mehrheit der stimmberechtigten Nachlassgl�ubiger angenommenen Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung. Das Kantonsgericht nahm dabei an, dass die Forderungen einer Grosszahl der Gl�ubiger nur zu 10 bis 20 % gedeckt werden k�nnten.
Der Nachlassvertrag erfasste das gesamte Verm�gen des Schuldners mit Ausnahme der Aktien der Wienerwald Holding AG. Im Gegenzug verzichteten die Gl�ubiger auf die Nachforderung eines sich bei der Liquidation des ihnen "abgetretenen" Verm�gens ergebenden Ausfalls. Die Liquidatorin, die L.________, kollozierte die Forderungen - pfandgesicherte ausgenommen - mit Kapital und Zinsen per 15. September 1982. Ein Nachlassvertrag betreffend die Wienerwald Holding AG wurde ebenfalls am 25. April 1983 gerichtlich best�tigt.
W�hrend des Nachlassverfahrens starb Friedrich Jahn. Er wurde von seiner Ehefrau und seinen T�chtern beerbt. Erbinnen der inzwischen ebenfalls verstorbenen Ehefrau des Nachlassschuldners sind ihre T�chter, n�mlich A.________ und B.________.
In Vollziehung des Nachlassvertrags wurden vier Abschlagszahlungen an die Gl�ubiger geleistet. Die kollozierten Forderungen samt Zins bis 15. September 1982 konnten damit zu 100 % gedeckt werden. Es verblieb ein Aktiven�berschuss von rund 7 Mio. Franken.
Zusammen mit dem Gl�ubigerausschuss entschied die Liquidatorin, den Aktiven�berschuss - nach Abzug der Masse- und Liquidationskosten - zur Tilgung von Zinsforderungen der Nachlassgl�ubiger f�r die Zeit zwischen dem 15. September 1982 und der Bezahlung der kollozierten Forderungen zu verwenden. Der Gl�ubigerausschuss beschloss am 5. M�rz 1999, eine Abschlagszahlung von 45 % auf die Zinsforderungen vorzunehmen. Zu diesem Zweck erstellte die Liquidatorin eine provisorische Verteilungsliste. Der Zins wurde ab 16. September 1982 zugelassen und mit 5 % j�hrlich veranschlagt, berechnet auf dem Forderungsbetrag, der nach den einzelnen Abschlagszahlungen jeweilen noch ungedeckt geblieben war. Die Gesamtsumme der Zinsforderungen ab dem 16. September 1982 betr�gt rund 9,5 Mio. Franken. Die provisorische Verteilungsliste f�r die f�nfte Abschlagszahlung im Betrag von rund 4,3 Mio. Franken lag vom 11. bis 20. Oktober 1999 bei der Liquidatorin zur Einsicht auf.
Die Erbinnen des Nachlassschuldners fochten die provisorische Verteilungsliste erfolglos bei den kantonalen Aufsichtsbeh�rden in Schuldbetreibung und Konkurs an. Das Bezirksgericht H�fe wie auch das Kantonsgericht Schwyz bejahten die Frage, ob Zinsforderungen f�r die Zeit nach der Bewilligung der Nachlassstundung zuzulassen und aus dem Liquidationserl�s zu decken seien. Ihrer Auffassung nach wird die Vorgehensweise der Liquidatorin, bis zur Zahlung der Gl�ubigerforderungen aufgelaufene, aber nicht kollozierte Zinsen aus dem Liquidations�berschuss zu bezahlen, weder durch das Gesetz untersagt noch im Nachlassvertrag ausgeschlossen (Verf�gung vom 20. Juni 2001 und Beschluss vom 4. Februar 2003).
Die Erbinnen des Nachlassschuldners beantragen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts, es seien der kantonsgerichtliche Beschluss wie auch die provisorische Verteilungsliste aufzuheben und es sei die Liquidatorin anzuweisen, keine Zins- bzw. Abschlagszahlungen mehr an die kollozierten Nachlassgl�ubiger vorzunehmen und den Aktiven- bzw. Liquidations�berschuss an die Beschwerdef�hrerinnen auszubezahlen. Ihre drei Hauptantr�ge erg�nzen die Beschwerdef�hrerinnen mit je drei Eventualantr�gen, in denen sie sich dazu �ussern, welche Zinsen zuzulassen seien und wie die Verteilungsliste auf Grund ihrer Zinsberechnungen zu �ndern sei. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangen sie, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, und eventuell die Sache zur Neubeurteilung an die Liquidatorin, subeventuell an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Liquidatorin, eventuell zu Lasten der Nachlassmasse.
Das Kantonsgericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet und beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Beschwerde ist die aufschiebende Wirkung zuerkannt worden (Pr�sidialverf�gung vom 25. Februar 2003).
Die L.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
Beschwerdegegenstand bildet die provisorische Verteilungsliste im Nachlassverfahren, die eine 5. Abschlagszahlung ausschliesslich f�r Zinsen auf rechtskr�ftig kollozierten Forderungen nach Bewilligung der Nachlassstundung vorsieht. In formeller Hinsicht ergibt sich Folgendes:
1.1 Die Beschwerde gem�ss Art. 19 SchKG hat sich gegen den Entscheid der oberen kantonalen Aufsichtsbeh�rde zu richten. Auf die Beschwerde kann deshalb nicht eingetreten werden, soweit die Beschwerdef�hrerinnen den Beschluss des Gl�ubigerausschusses vom 5. M�rz 1999 mitanfechten wollen. Diesbez�glich stellen sie zudem keinen Antrag.
1.2 Im Konkurs ist der Schuldner zur Beschwerde gegen die provisorische Verteilungsliste nicht legitimiert. Seine Erkl�rung zu den Konkurseingaben vorbehalten (Art. 244 SchKG), sieht das Gesetz die Mitwirkung des Konkursiten weder bei der Erwahrung noch in der Kollokation der angemeldeten Forderungen vor. Der Konkursit ist auch niemals Partei in einem sp�teren Kollokationsprozess. Seine Rechtsstellung bleibt unber�hrt, wenn an eine angemeldete Forderung, den �brigen Konkursforderungen vorg�ngig, Abschlagszahlungen gemacht werden. Nicht er, sondern die Konkursgl�ubiger k�nnen ein schutzw�rdiges Interesse daran haben, sich einem solchen Vorgehen zu widersetzen, sofern sie ihren Anspruch auf die gesetzlich ihnen zukommende Konkursdividende dadurch gef�hrdet sehen (BGE 28 I 67 Nr. 18; Gilli�ron, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Lausanne 2001, N. 20, und Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Z�rich 1997/99, N. 2, je zu Art. 266 SchKG).
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz rechtfertigt sich freilich dann, wenn die Liquidation einen Aktiven�berschuss ergibt. Diesfalls k�nnen Abschlagszahlungen den Anspruch des Konkursiten auf Herausgabe des Aktiven�berschusses - gleich jenem der Konkursgl�ubiger auf Dividende - gef�hrden. Der Konkursit ist insoweit an der Liquidation des an die Gl�ubiger "abgetretenen" Verm�gens beteiligt und berechtigt, auf eine rechtm�ssige Art der Liquidation hinzuwirken. Dasselbe gilt f�r den Schuldner beim Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung (BGE 85 III 175 E. 2 S. 179 ff.; 102 III 33 E. 1 S. 34). Die Voraussetzung des schutzw�rdigen Interesses ist hier erf�llt, wenn der Nachlassschuldner bzw. dessen Erbinnen geltend machen, der die Gesamtsumme der kollozierten Forderungen �bersteigende Betrag aus der Liquidation stehe ihnen zu und d�rfe nicht zur Tilgung weiterer Zinsanspr�che der Nachlassgl�ubiger verwendet werden. Abschlagszahlungen sind geeignet, die Durchsetzung des den Beschwerdef�hrerinnen angeblich zustehenden Anspruchs auf den Liquidations-�berschuss zu vereiteln (vgl. BGE 102 III 40 E. 1 S. 43).
Die ausnahmsweise Zulassung des Nachlassschuldners zur Beschwerde gegen eine provisorische Verteilungsliste umfasst nicht die Befugnis, Bestand und Umfang der in die Verteilungsliste aufgenommenen Forderungen anzufechten. Der Nachlassschuldner kann lediglich geltend machen, dass der Verteilungsplan dem Kollokationsplan nicht entspricht und dass die Voraussetzungen daf�r nicht erf�llt sind, den rechtskr�ftigen Kollokationsplan nachtr�glich abzu�ndern (BGE 102 III 155 E. 2 und 3 S. 158 ff.). Auf die materiell-rechtlichen Ausf�hrungen und die damit verbundenen Editionsbegehren der Beschwerdef�hrerinnen sowie auf s�mtliche Eventualantr�ge, mit denen in Frage gestellt wird, welche Forderungen zinsberechtigt sind, wie der Zins zu berechnen sein soll und welcher Zinssatz angewendet werden muss, kann deshalb nicht eingetreten werden; andernfalls k�nnten der Nachlassschuldner bzw. die Beschwerdef�hrerinnen auf dem Beschwerdeweg Rechte wahrnehmen, die ihnen im Kollokationsverfahren gerade nicht zustehen (vgl. dazu E. 5 hiernach).
1.3 Die beiden ersten Hauptantr�ge, den angefochtenen Beschluss und die provisorische Verteilungsliste aufzuheben und die Liquidatorin anzuweisen, keine Zins- bzw. und Abschlagszahlungen mehr an die kollozierten Nachlassgl�ubiger vorzunehmen, sind grunds�tzlich zul�ssig. Der dritte Hauptantrag auf Auszahlung des Liquidations�berschusses an die Beschwerdef�hrerinnen ist hingegen verfr�ht und damit unzul�ssig. Sollten die beiden ersten Hauptantr�ge gutzuheissen sein, wird die Beschwerdegegnerin zuerst die Schlussrechnung erstellen und diese mit der endg�ltigen Verteilungsliste auflegen m�ssen. Falls sie sich danach aber weigern sollte, den auf Grund der definitiven Verteilungsliste und Schlussrechnung ausgewiesenen Liquidations�berschuss auszubezahlen, k�nnten die Beschwerdef�hrerinnen auf dem Beschwerdeweg eine entsprechende Anweisung verlangen. Heute ist es dazu aber zu fr�h (vgl. BGE 35 I 480 E. 2 S. 482 f. und 784 E. 3 S. 787; Urteile 7B.127/2002 vom 5. September 2002 und 7B.256/2002 vom 27. Januar 2003).
1.4 Die Beschwerdegegnerin wendet ein, in der Beschwerdeschrift werde nicht dargelegt, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt seien (Art. 79 Abs. 1 OG), und es fehle �ber weite Strecken die unerl�ssliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Beschluss (unter Verweis auf das Urteil 7B.166/2000 vom 4. Dezember 2000, E. 4b). Eine Verweisung bzw. die blosse Wiederholung von im kantonalen Verfahren eingereichten Rechtsschriften sei zudem unzul�ssig. Es trifft zu, dass die Beschwerdeschrift den formellen Anforderungen nicht in allen Teilen gen�gt (vgl. Pfleghard, Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A Basel 1998, N. 5.80 und N. 5.82 S. 187 f.; Dieth, Beschwerde gem�ss Art. 17 ff. SchKG, AJP 2002 S. 363 ff., 379 f.). Es wird darauf im Sachzusammenhang zur�ckzukommen sein.
1.5 Mit den erw�hnten Vorbehalten kann auf die Beschwerde eingetreten werden. Die zu beantwortende Streitfrage nach der grunds�tzlichen Zul�ssigkeit, Zinsforderungen f�r die Zeit nach Bewilligung der Nachlassstundung aus dem Liquidations�berschuss zu bezahlen, ist vollstreckungsrechtlicher Natur und im Beschwerdeverfahren zu pr�fen. Die Entscheidbefugnis erstreckt sich dabei auch auf materiellrechtliche Vorfragen (BGE 101 III 1 E. 3 S. 8; 120 III 163 E. 2 S. 164). Diese vorfrageweise �berpr�fung umfasst die Auslegung des Nachlassvertrages; mit Sinn und Tragweite von Nachlassvertragsklauseln hat sich die erkennende Kammer in der Praxis auch immer wieder befasst (z.B. BGE 102 III 40 E. 3b S. 46; 129 III 284).
Der Nachlassvertrag wurde im Jahre 1983 gerichtlich best�tigt. Das Nachlassverfahren war damit abgeschlossen (vgl. etwa Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Aufl., Bern 1997, � 54 N. 83 S. 462). Die Wirkungen der Nachlassstundung und des Nachlassvertrags beurteilen sich deshalb nach dem bis Ende 1996 geltenden Recht (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Schlussbestimmungen zur SchKG-Revision von 1994/97; BGE B 30/02 vom 30. Mai 2003, E. 4.1; Urteil 2A.430/1999 vom 8. Mai 2000, E. 2a). Der �bergangsrechtlichen Regelung kommt indessen - wie noch zu zeigen sein wird - keine entscheidende Bedeutung zu, da mit der SchKG-Revision nur verdeutlicht wurde, was bis anhin g�ltig war.
Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die Nachlassgl�ubiger seien f�r ihre kollozierten Forderungen in vier Abschlagszahlungen befriedigt worden. Aus der �brig gebliebenen Liquidationsmasse von rund 7 Mio. Franken st�nden den Nachlassgl�ubigern keine Anspr�che mehr zu. F�r weitere Zinszahlungen, wie sie die Beschwerdegegnerin als Liquidatorin ausrichten wolle, fehle die gesetzliche Grundlage.
3.1 Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst, d.h. nach Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen und Zielsetzungen auszulegen (BGE 129 III 335 E. 4 S. 340). Erweist sich die gesetzliche Anordnung als zu undifferenziert und verlangt der Zweck der Norm f�r den in Frage stehenden Fall nach einer Ausnahme, kann das Gericht die Norm mittels teleologischer Reduktion f�r einen Fall als nicht anwendbar erkl�ren, der gem�ss dem noch m�glichen Wortsinn in den Anwendungsbereich der Norm f�llt. Das Gericht bleibt dabei aber an die klare Zwecksetzung der bestehenden Regelung gebunden (BGE 128 III 113 E. 2a S. 114; ausf�hrlich: BGE 121 III 219 E. 1d/aa S. 224 ff.). Die gezeigten Auslegungsgrunds�tze gelten auch im Bereich des Vollstreckungsrechts (BGE 120 III 128 E. 3a S. 129; 117 III 44 E. 1 S. 45; 115 III 111 E. 4 S. 117; 112 III 109 E. 4a S. 110).
3.2 Die vom Bundesgericht erlassene Verordnung vom 11. April 1935 betreffend das Nachlassverfahren von Banken und Sparkassen (VNB; SR 952.831) sieht in Art. 21 Abs. 2 vor, dass die w�hrend des Nachlass-Stundungsverfahrens auf den nicht pfandgesicherten Forderungen auflaufenden Zinsen und die den Gl�ubigern aus der Teilnahme am Verfahren erwachsenen Kosten als nachgelassen gelten, wenn der Vertrag nichts Gegenteiliges vorsieht. Die Bestimmung bezweckt die Vereinfachung des Verfahrens (BGE 102 III 40 E. 3c S. 46) und ist dispositiver Natur (Bauer/Winzeler, Kommentar zum Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. III, Basel 1998, N. 3 zu Art. 21 VNB). Sie hatte von Beginn an nicht nur Bedeutung f�r Banken und Sparkassen, sondern wurde f�r den gew�hnlichen Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung als analog anwendbar erkl�rt (Haab, Die Bedeutung der Verordnung �ber das Nachlassverfahren von Banken und Sparkassen vom 11. April 1935 f�r die Praxis, Festgabe Goetzinger, Basel 1935, S. 128 ff., 140) und vor�bergehend dem Gesetz gleichgestellt (Giovanoli, Der Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung nach dem revidierten Recht, BlSchK 1952 S. 97 ff., S. 99; vgl. Art. 45 und 51 der bundesr�tlichen Verordnungen �ber vor�bergehende Milderungen der Zwangsvollstreckung von 1939 und 1941, AS 1939 S. 1223 und AS 1941 S. 74). Die SchKG-Revision von 1949/50 erfasste auch das Nachlassvertragsrecht, enthielt aber keine Art. 21 Abs. 2 VNB entsprechende Bestimmung �ber den Zinsenlauf. Die Praxis behalf sich teilweise mit einer analogen Anwendung von aArt. 209 SchKG betreffend den Zinsenlauf nach Konkurser�ffnung (BGE 102 III 40 E. 3 S. 44; 110 III 105 E. 3a S. 106). Dabei blieb vieles zwar umstritten, eine abweichende Zinsklausel im Nachlassvertrag jedoch stets vorbehalten (vgl. etwa Schoder, Der Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung, ZBJV 88/1952 S. 409 ff., 422; Portmann, Die Verzinsung der Kurrentforderungen in aktiv saldierenden Konkurs- und Nachlassverfahren mit Verm�gensabtretung, BlSchK 1961 S. 33 ff., 37; Ludwig, Der Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung (Liquidationsvergleich), Diss. Bern 1970, S. 92 und S. 118 bei/in Anm. 15).
Inhaltlich mit Art. 21 Abs. 2 VNB �bereinstimmend sieht der geltende Art. 297 Abs. 3 SchKG vor, dass mit der Bewilligung der Stundung der Zinsenlauf f�r alle nicht pfandgesicherten Forderungen gegen�ber dem Schuldner aufh�rt, sofern der Nachlassvertrag nichts anderes bestimmt. Die Regelung entspricht einem Bed�rfnis der Praxis; das vom Sachwalter auf Grund des Schuldnerrufs zu erstellende Gl�ubigerverzeichnis kann n�mlich damit als Grundlage f�r die Berechnung der am Nachlassvertrag teilnehmenden Forderungen gelten. Der Nachlassvertrag darf die Frage der Verzinslichkeit aber besonders regeln (Botschaft, BBl 1991 III 1, S. 184). Mit der bloss subsidi�ren Gesetzesvorschrift �ber den Zinsenlauf wird dem Grundsatz der Vertragsfreiheit angemessen entsprochen (Bericht zum Vorentwurf f�r die Gesamt�berpr�fung des SchKG vom Dezember 1981, S. 107; B�rgi, Die vorgeschlagenen Neuerungen im Nachlassverfahren, Der Schweizer Treuh�nder [ST] 1982 H. 11 S. 12 ff., 15/16); das gesamte Nachlassvertragsrecht steht grunds�tzlich auf dem Boden der Privatautonomie (Gasser, Das neue Sanierungsverfahren, BlSchK 1993 S. 201 ff., 219).
Die gegenteiligen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen gehen an der wirklichen Rechtslage vorbei. Zumindest im Nachlassvertragsrecht gibt es eine Grundlage daf�r, dass aufgelaufene Zinsen nach der Bewilligung der Nachlassstundung aus dem Liquidationserl�s zu bezahlen sind. Sie findet sich im Nachlassvertrag selber. Die gesetzliche Regelung in Art. 21 Abs. 2 VNB bzw. Art. 297 Abs. 3 SchKG ist dispositiver Natur. Insoweit spricht zwar eine Vermutung gegen die Verzinslichkeit der nicht pfandgesicherten Forderungen nach Bewilligung der Nachlassstundung, doch kann der Nachlassvertrag die Frage abweichend regeln, indem er positiv umschreibt, in welchem Zeitpunkt der Zinsenlauf endet.
3.3 Die soeben erw�hnte Vermutung hat als widerlegt zu gelten, wenn sich aus der Liquidation des "abgetretenen" Nachlassverm�gens ein Aktiven�berschuss ergibt. Die erkennende Kammer hat in ihrer Rechtsprechung zu Art. 21 Abs. 2 VNB - und zum hier gleichlaufenden aArt. 209 SchKG - festgehalten, dass die Regelung einzig im Fall anwendbar ist, wo die Forderungen nicht vollst�ndig gedeckt sind. Wenn die Verwertung beim Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung aber einen Aktiven�berschuss ergibt, hat dieser zur Deckung der Zinsen zu dienen, die die Gl�ubiger ohne den Nachlassvertrag f�r die auf die Bewilligung der Nachlassstundung folgende Zeit h�tten verlangen k�nnen (BGE 102 III 40 E. 3 Abs. 2 S. 45 und E. 3c S. 46 mit Hinweisen; seither: Bauer/Winzeler, a.a.O., N. 4 zu Art. 21 VNB; Bodmer/Kleiner/Lutz, Kommentar zum schweizerischen Bankengesetz, Z�rich 1997, N. 116 zu Art. 36/37 BankG). Diese L�sung wird auch f�r den gew�hnlichen Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung bef�rwortet (Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, II, 3. Aufl., Z�rich 1993, � 77 N. 39 S. 674) und findet erst recht Zustimmung, nachdem mit der Revision von 1994/1997 in Art. 297 Abs. 3 SchKG eine mit Art. 21 Abs. 2 VNB �bereinstimmende Regelung getroffen worden ist (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 20 f. zu Art. 326 SchKG; Hunkeler, Das Nachlassverfahren nach revidiertem SchKG, Diss. Freiburg i.Ue. 1996, N. 756 f. S. 201). Von seinem Wort-laut her erfasst der Art. 297 Abs. 3 SchKG zwar auch den Fall eines Aktiven�berschusses, f�r den er von seinem Zweck her jedoch nicht gedacht ist. Dass die Liquidation mit einem Aktiven�berschuss abschliesst, ist die Ausnahme und l�sst die in Art. 297 Abs. 3 SchKG enthaltene Vermutung gegen die Verzinslichkeit hinf�llig werden (vgl. Erken, Verbesserte Rechtsstellung des Nachlassschuldners w�hrend der Nachlassstundung, ST 2002 S. 893 ff., 897/898).
Die gegenteiligen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen, vorab ihre W�rdigung der Rechtsprechung gehen an der wirklichen Rechtslage vorbei. Dass ein Nachlassvertrag mit hier nur teilweiser Verm�gensabtretung vorliegt, �ndert an den gezeigten Grunds�tzen nichts. Durch den Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung erlangen die Gl�ubiger das Verf�gungsrecht �ber das schuldnerische Verm�gen, soweit es ihnen - ganz oder teilweise - vom Schuldner "abgetreten" wird (aArt. 316a Abs. 1 bzw. Art. 317 Abs. 1 SchKG). Im Gegenzug verzichten die Gl�ubiger auf den bei der Liquidation nicht gedeckten Forderungsbetrag (aArt. 316b Abs. 1 Ziff. 1 bzw. Art. 318 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG), d.h. sie verzichten auf ihre Forderung und die damit verbundenen Zinsanspr�che als Nebenrechte nur, soweit sie durch die Liquidation des - ihnen ganz oder teilweise - "abgetretenen" Verm�gens nicht gedeckt werden. Ein Erl�schen der Zinsforderung kraft Gesetzes folgt zudem weder aus Art. 21 Abs. 2 VNB noch aus Art. 297 Abs. 3 SchKG, zumal diese Bestimmungen lediglich das Verfahren technisch zu vereinfachen bezwecken (E. 3.2 soeben).
Die Beschwerdegegnerin wendet ein, dass die gezeigte L�sung im Falle eines Aktiven�berschusses zwingend sei. Der Nachlassvertrag k�nne nicht vorsehen, dass der Zinsenlauf in einem bestimmten Zeitpunkt ende, wenn der Liquidationserl�s auch zur Bezahlung der Zinsen ausreiche, die zwischen der Bewilligung der Nachlassstundung und der Tilgung der kollozierten Forderung aufgelaufen seien. Die Auffassung kann nicht geteilt werden mit Blick darauf, dass es um Nachlassvertragsrecht geht und die Parteien den Inhalt des Vertrages - in den allgemeinen Schranken der Rechtsordnung - grunds�tzlich frei vereinbaren k�nnen (E. 3.2 hiervor; f�r ein einschl�giges Beispiel: Schoder, a.a.O., S. 414). Selbst eine Vertragsklausel ist zul�ssig, in der ein Zinsverzicht f�r den Fall eines Aktiven�berschusses stipuliert wird, mag sie auch als ungew�hnlich erscheinen. Sollte der Nachlassvertrag allerdings keine ausdr�ckliche Zinsklausel enthalten, ist entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrerinnen nicht von einem qualifizierten Schweigen auszugehen, sondern vom Grundsatz, dass die Gl�ubiger aus dem Verwertungserl�s m�glichst all das erhalten sollen, was sie vom Schuldner h�tten fordern k�nnen, wenn es nicht zum Abschluss eines Nachlassvertrags mit Verm�gensabtretung gekommen w�re. F�r den Fall des Aktiven�berschusses muss die Verzinslichkeit der Forderungen im Nachlassvertrag deshalb ausdr�cklich ausgeschlossen worden sein.
Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die Zinsfrage sei im Nachlassvertrag klar und abschliessend geregelt. Auch aus weiteren Dokumenten ergebe sich unzweideutig, dass die Nachlassgl�ubiger keinen Anspruch auf Verzinsung f�r die Zeit nach der Bewilligung der Nachlassstundung h�tten. Eine anderweitige Auslegung des Nachlassvertrags widerspr�che den Parteiinteressen.
4.1 Bei der Auslegung eines Nachlassvertrags stehen die objektiven Elemente wie Wortlaut, Sinnzusammenhang und Entstehungsgeschichte im Vordergrund. Von untergeordneter Bedeutung ist hingegen der subjektive Wille der Beteiligten. Beim gerichtlich best�tigten Nachlassvertrag handelt es sich nicht um einen privatrechtlichen Vertrag, sondern um eine dem �ffentlichen Recht angeh�rige Form der Zwangsvollstreckung. Insoweit besteht eine strukturelle Verwandtschaft mit den normativen Bestimmungen eines f�r allgemein verbindlich erkl�rten Gesamtarbeitsvertrags, bei deren Auslegung ebenfalls die objektiven Elemente im Vordergrund stehen (BGE 122 III 176 E. 5c S. 183 f.; Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 60 ff. zu Art. 306 SchKG; D�rr, Z�rcher Kommentar, 1998, N. 100 der Vorbem. zu Art. 1 und 4 ZGB).
Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin ist der gerichtlich best�tigte Nachlassvertrag somit nicht wie eine private Willens-erkl�rung auszulegen. Die Anwendung der f�r Gesetze massgebenden Auslegungsgrunds�tze rechtfertigt sich um so mehr, als der gerichtlich best�tigte Nachlassvertrag kraft Gesetzes f�r s�mtliche Gl�ubiger - ausgenommen Pfandgl�ubiger f�r den durch das Pfand gedeckten Betrag - gilt, unabh�ngig davon, ob sie am Verfahren teilgenommen und ob sie dem Vertrag zugestimmt haben (vgl. aArt. 311 bzw. Art. 310 Abs. 1 SchKG). Damit werden auch die Interessen der dem Vertrag unterworfenen, aber nicht teilnehmenden oder zustimmenden Gl�ubiger beachtet, wie das die Beschwerdef�hrerinnen verlangen.
Die Interessen von Gl�ubigern, die mit einem anderen Schuldner (hier: der Wienerwald Holding AG) einen Nachlassvertrag geschlossen haben, k�nnen die Auslegung des vorliegenden Nachlassvertrags nicht beeinflussen, zumal sie ihm nicht unterworfen sind ("res inter alios acta"). Ferner besteht keine Regel, wonach die f�r den Nachlass-schuldner g�nstigere Auslegung gelten soll, zumal der Nachlassvertrag das Ergebnis von wirtschaftlichen Zugest�ndnissen beider Vertrags-parteien darstellt. F�r die "Unklarheitsregel" der Beschwerdef�hrerinnen bleibt insoweit kein Raum (vgl. Sch�nenberger/Vischer, Z�rcher Kommentar, 1996, N. 110 zu Art. 356 OR).
4.2 Gem�ss Ziffer 1 des Nachlassvertrags hat der Schuldner seinen Gl�ubigern das Verf�gungsrecht �ber sein gesamtes Verm�gen - ausgenommen die Aktien der Wienerwald Holding AG - einger�umt, "damit sie sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen f�r ihre Forderungen bezahlt machen k�nnen". In Ziffer 5 haben die Gl�ubiger erkl�rt, sich aus dem Liquidationserl�s der Aktiven des Schuldners befriedigen zu wollen und gegen�ber dem Schuldner auf die Nachforderung eines sich bei der Liquidation ergebenden Ausfalls zu verzichten. Die beiden Vertragsklauseln verweisen auf die gesetzliche Regelung und gehen nicht dar�ber hinaus. Mit "Ausfall" ist zweifelsfrei ein bei der Liquidation nicht gedeckter Forderungsbetrag im Sinne von aArt. 316b Abs. 1 Ziff. 1 bzw. Art. 318 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG gemeint. Auf Gesagtes (E. 3.3 Abs. 2 hiervor) kann verwiesen werden.
4.3 Ziffer 5 des Nachlassvertrags beh�lt ein Nachforderungsrecht gem�ss den Ziffern 2 und 3 vor. Die beiden Nachforderungsrechte stehen vor dem konkreten Hintergrund, dass der Schuldner "sein gesamtes in- und ausl�ndisches Verm�gen" (Ziffer 1) abgetreten und dabei den Gl�ubigern insbesondere versprochen hat, seine Liegenschaft in �sterreich (Ziffer 2) und Teile eines Trustverm�gens in Nassau (Ziffer 3) zur Verf�gung zu stellen. Die "Nachforderungsrechte" sichern damit lediglich das Versprechen des Schuldners, ausl�ndische Verm�genswerte zur Liquidationsmasse zu geben, die vom schweizerischen Nachlassverfahren nicht direkt erfasst werden konnten (vgl. zur Territorialit�t: BGE 103 III 54 E. 3d S. 59). Werden damit lediglich zwei Spezialf�lle geregelt, kann nicht gesagt werden, die Nachforderungsrechte der Gl�ubiger seien abschliessend geregelt worden, wie das die Beschwerdef�hrerinnen behaupten. Entgegen ihrer Ansicht geht es bei der Vereinbarung �ber die Verzinslichkeit der Forderungen nach Bewilligung der Nachlassstundung zudem nicht um eigentliche Nachforderungsrechte im Gesetzessinne (aArt. 316b Abs. 1 Ziff. 1 bzw. Art. 318 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG). Nach zutreffender Auffassung geh�rt eine entsprechende Zinsklausel zum fakultativen Inhalt des Nachlassvertrags (Winkelmann/L�vy/Jeanneret/Merkt/Birchler, Kommentar zum Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. III, Basel 1998, N. 35 ff., 39 zu Art. 318 SchKG).
4.4 Die Beschwerdef�hrerinnen berufen sich f�r ihren Standpunkt vorab auf Ziffer 6 des Nachlassvertrages. Danach wird zur rechtsg�ltigen und rechtswirksamen Feststellung der am Liquidationsergebnis teilnehmenden Gl�ubiger, ihrer Rangstellung und der H�he ihrer Forderungen das Kollokationsverfahren gem�ss den gesetzlichen Bestimmungen durchgef�hrt (Abs. 1); die Forderungen, ausgenommen die pfandgesicherten, der Gl�ubiger werden mit Kapital und Zinsen, Wert 15. September 1982, kolloziert (Abs. 2). Nach Angaben der Beschwerdef�hrerinnen soll sich ferner in einer Vielzahl von Gl�ubigerausschussprotokollen ein ausdr�cklicher Hinweis auf diesen Stichtag finden. Damit sei, so die Beschwerdef�hrerinnen, eine Verzinsung f�r die Zeit nach dem 15. September 1982 (Bewilligung der Nachlassstundung) vertraglich ausgeschlossen worden.
Die Beschwerdegegnerin h�lt diesem Vorbringen unter anderem zu Recht entgegen, es handle sich bei der fraglichen Klausel um eine �bliche Formulierung mit nur deklaratorischer Bedeutung und ohne selbstst�ndigen Regelungsgehalt, die lediglich in verfahrensrechtlicher Hinsicht Klarheit schaffe. Abs. 2 von Ziffer 6 ist anders gesagt der erste Anwendungsfall des Verweises auf die gesetzlichen Bestimmungen in Abs. 1 von Ziffer 6, wonach der Zinsenlauf mit der Bewilligung der Nachlassstundung aufh�rt, um damit das Kollokationsverfahren zu vereinfachen (E. 3.2 hiervor).
Die Entstehungsgeschichte des Nachlassvertrags verdeutlicht �berdies, dass mit der auszulegenden Klausel kein materieller Verzicht auf Zinsforderungen gewollt gewesen sein kann, der explizit auch im Ausnahmefall eines Liquidations�berschusses h�tte gelten sollen. Das Kantonsgericht hat f�r die erkennende Abteilung verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG), dass im Zeitpunkt der Best�tigung des Nachlassvertrags von einer heillosen Verschuldung des Nachlassschuldners auszugehen war und dass die Gl�ubiger eine Quote von lediglich 10-20 % erwarten konnten. Der Pr�sident der entscheidenden Kammer, der bereits vor �ber zwanzig Jahren als Kammervorsitzender amtete, hat ausdr�cklich best�tigt, dass bei der gerichtlichen Pr�fung des Nachlassvertrags weder ein Aktiven�berschuss in Betracht gezogen noch eine Regelung vorgesehen wurde, die die Zinsanspr�che der Gl�ubiger betroffen haben k�nnte (E. 4a S. 16). Soweit beide Parteien zu diesen Feststellungen mehr oder anderes behaupten, ohne ausnahmsweise zul�ssige Sachverhalts-r�gen zu erheben, kann auf ihre Vorbringen nicht eingetreten werden (Art. 63 f. i.V.m. Art. 81 OG; BGE 119 III 54 E. 2b S. 55). Dass die Parteien vertraglich weder ausgeschlossen noch anerkannt haben k�nnen, was sie bei Vertragsschluss nicht bedacht hatten, bedarf keiner weiteren Er�rterung (z.B. BGE 102 III 40 E. 3f S. 47).
4.5 Insgesamt muss als Auslegungsergebnis festgehalten werden, dass die Verzinslichkeit der kollozierten Forderungen f�r die Zeit nach der Bewilligung der Nachlassstundung vertraglich nicht geregelt ist, geschweige denn f�r den Fall eines Aktiven�berschusses im Nachlassvertrag ausdr�cklich ausgeschlossen wird.
Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die Beschwerdegegnerin habe Verfahrensvorschriften verletzt. Sie berufen sich insbesondere auf die Rechtskraft des Kollokationsplans, der im Verteilungsverfahren nicht mehr ge�ndert werden k�nne. Allenfalls h�tte ein erg�nzender Kollokationsplan neu aufgelegt werden m�ssen.
5.1 Nach der Rechtsprechung darf in der Verteilung auf einen rechtskr�ftigen Kollokationsplan zur�ckgekommen werden, namentlich wenn sich herausstellt, dass eine Forderung offensichtlich zu Unrecht kolloziert oder nicht kolloziert worden ist, ein Rechtsverh�ltnis sich seit der Kollokation ge�ndert hat oder neue Tatsachen eine Revision rechtfertigen (Gilli�ron, a.a.O., N. 38-42 zu Art. 250 SchKG; Amonn/Gasser, a.a.O., � 46 N. 37 S. 370, je mit Hinweisen). Bezogen auf den Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung hat die erkennende Kammer die nachtr�gliche Erg�nzung eines rechtskr�ftigen Kollokationsplans um gewisse Zinsforderungen als grunds�tzlich zul�ssig betrachtet (BGE 105 III 88 E. 2 und 3 S. 89 ff.; 120 III 163 E. 3 S. 164 f.; f�r weitere Beispiele: Winkelmann/L�vy/Jeanneret/Merkt/Birchler, a.a.O., N. 19 zu Art. 326 SchKG). Desgleichen werden Zinsanspr�che auf kollozierte Forderungen im Falle eines Aktiven�berschusses sinnvollerweise in der Verteilungsliste ber�cksichtigt, ohne dass der Kollokationsplan f�rmlich erg�nzt und neu aufgelegt werden m�sste (Portmann, a.a.O., S. 40 f.; Ludwig, a.a.O., S. 119). Die Rechte des Schuldners bleiben gewahrt, indem er auf dem Beschwerdeweg einwenden kann, die Voraussetzungen f�r eine nachtr�gliche �nderung des Kollokationsplans im Rahmen der Verteilung seien nicht erf�llt (E. 1.2 hiervor).
5.2 Neben der formellen Vorgehensweise stellt sich die materiell-rechtliche Frage, welche kollozierten Forderungen und in welchem Umfang sie zinsberechtigt sind. Die Beschwerdegegnerin verweist zu Recht darauf, dass die Beschwerdef�hrerinnen diese Fragen auf dem Beschwerdeweg den Aufsichtsbeh�rden nicht unterbreiten k�nnen. Es handelte sich dabei nicht mehr um eine bloss vorfrageweise Pr�fung materiellrechtlicher Fragen, sondern um einen Eingriff in die Zust�ndigkeit der Zivilgerichte. Dem Nachlassschuldner k�nnen insoweit nur jene Beschwerdebefugnisse gegen�ber der Teilungsliste einger�umt werden, die auch dem Konkursiten gegen den Kollokationsplan zur Verf�gung stehen. Er kann sich bei den Aufsichtsbeh�rden �ber Verfahrensfehler beschweren (Amonn/Gasser, a.a.O., � 46 N. 41-44 S. 371 f., mit Beispielen), hingegen nicht die materielle Richtigkeit von Entscheiden der Konkursverwaltung in Frage stellen (Gilli�ron, a.a.O., N. 29 zu Art. 250 SchKG).
5.3 Im gezeigten Sinne machen die Beschwerdef�hrerinnen geltend, die Nachlassgl�ubiger h�tten �ber die Bewilligung der Nachlassstundung hinaus gar keinen Zins gefordert, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von Amtes wegen eine provisorische Verteilungsliste dar�ber erstellt habe. Ob die R�ge in tats�chlicher Hinsicht zutrifft, kann dahingestellt bleiben. Es verletzt kein Bundesrecht, wenn die Beschwerdegegnerin keine zus�tzliche Zinsanmeldung verlangt und die Zinsanspr�che auf die kollozierten Forderungen von Amtes wegen ber�cksichtigt hat; sie k�nnen als mit der Hauptforderung angemeldet gelten (Portmann, a.a.O., S. 40; Ludwig, a.a.O., S. 119). Die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrerinnen in diesem Zusammenhang sind �berwiegend unzul�ssig (E. 5.2 soeben), teils gen�gen sie den formellen Begr�ndungsanforderungen nicht (E. 1.4 hiervor).
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Das Beschwerdeverfahren ist grunds�tzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 1 SchKG), und es darf keine Parteientsch�digung zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG, SR 281.35). Der Antrag der Beschwerdef�hrerinnen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin bzw. der Nachlassmasse zu entscheiden, muss abgewiesen werden.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrerinnen und der Beschwerdegegnerin (L.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Franco Lorandi, Utoquai 29/31, 8008 Z�rich) sowie dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbeh�rde in Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 19
 Art. 266
 BGE 
 BGE 
 Art. 17
 BGE 
 Art. 2
 BGE 
 BGE 
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 45
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 297
 Art. 21
 Art. 297
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 36
 Art. 297
 Art. 21
 Art. 326
 Art. 297
 Art. 297
 Art. 317
 Art. 318
 Art. 21
 Art. 297
 Art. 306
 Art. 1
 Art. 310
 Art. 356
 Art. 318
 BGE 
 Art. 318
 Art. 318
 Art. 81
 Art. 81
 BGE 
 BGE 
 Art. 250
 Art. 326
 Art. 250