Source: http://albaufstiegb312stadtbahn.blogspot.com/2011/09/
Timestamp: 2020-08-14 17:57:01+00:00

Document:
Albaufstieg B312 Stadtbahn: September 2011
Eingestellt von Günther Frick um 16:48 Keine Kommentare:
Etwas Geschichte zum Vorläufer der Stadtbahn Teil 5
LÄNDERBAHNZEIT Reutlingen - Honau
Mit dem in Honau um 6.30 Uhr abgehenden Frühzug Nr.588 begann am 3.Juni 1892 der öffentliche Verkehr auf der Echazbahn. Die Stationen Eningen, Pfullingen und Unterhausen waren für den gesamten Verkehr eingerichtet, Pfullingen-Papierfabriken, Unterhausen –Spinnerei und Honau dagegen nur für den Personenverkehr. Die Bahnlinie unterstand dem Betriebsinspektionsbezirk Tübingen und dem Betriebsbauamt Reutlingen.
Die Züge bespannten anfangs höchstwahrscheinlich die Schlepptender - Lokomotiven „Fc“ oder „F2“ (Umbau aus F). Nach Ankunft in Honau mußten die Maschinen jeweils gedreht werden, wofür hier eine Drehscheibe vorhanden war.
Nach Inbetriebnahme der neuen Bahnlinie wurden neuerdings Tageskarten zur Besichtigung vom Schloß Lichtenstein eingeführt, um den Besucherstrom zu verteilen. Der Verkehr im Echaztal entwickelte sich recht gut. Vor allem nutzten Touristen die Bahnverbindung zu einem Ausflug des Lichtensteins. Als prominentester Gast während der ersten Betriebstage reiste Prinz Wilhelm vom Herzogtum Sachsen - Weimar mit einer größeren Gesellschaft hierher. Am Sonntag, den 13. Juni, herrschte ein derart großer Andrang, daß in beiden Richtungen mehrere Sonderzüge fahren mußten. Alleine an Pfingsten wurden von Reutlingen nach Honau 8.000 Fahrkarten ausgegeben!
Ab dem 1. Juli 1892 bestanden in den Stationen Eningen, Pfullingen und Unterhausen neu eingerichtete Grenzsteuerämter. Damit konnten hier auch Waren, sofern diese der Steuerpflicht unterlagen, in andere Länder versand werden.
Schon nach drei Betriebsmonaten entsprachen wegen des hohen Frachtaufkommens die Zufahrtsgleise und Güterschuppen in Eningen und Pfullingen nicht mehr den Anforderungen. Es tauchte die Frage auf, wie wohl der Güterverkehr erst im Herbst bewältigt werden könnte, wenn Obst, Wein und Hopfen hinzu kämen?
Ende 1892 wurden die Anschlußgleise zu den verschiedenen Unternehmen in Betrieb genommen. Nach Eröffnung des Güterverkehrs von der Station Honau wurde hier zum 1. Februar 1893 ebenfalls ein Grenzsteueramt eingerichtet.
Ab dem 15. Mai 1893 galten auf allen vier Stationen auch die Tarife für den Güterverkehr mit Berlin, Schlesien, Westfalen und Südwestdeutschland.
Am Nachmittag des 5. August 1893 gegen 2.30 Uhr kündigten Böllerschüsse die Ankunft des Herzogs Wilhelm von Urach mit seiner Familie und Gefolge auf dem Honauer Bahnhof an. Die Herrschaften wurden im Auftrag des Honauer Kriegervereins, der den Namen des Herzogs führte, durch Vorstand Karl Seitz begrüßt. Er überreichte der Herzogin einen Blumenstrauß, ehe sie zur Weiterfahrt nach Schloß Lichtenstein aufbrachen.
Nach kurzer Zeit gab es zur Echazbahn auch kritische Stimmen, die ein namentlich unbekannter Techniker 1894 veröffentlichte:
- Durch den Wechsel der Talseite oberhalb Pfullingens waren 4 Brücken notwendig, wäre man auf der rechten Seite geblieben hätte es nur eines Brückenbauwerkes bedurft.
- Mehrkosten von 200.000,00 Mark verursacht durch Sicherung zweier natürlichen Berghänge hätte man durch eine andere Trassenführung vermeiden können.
- Zahlreiche schienengleiche Weg- und Straßenübergänge beeinträchtigen den Verkehr auf den Straßen erheblich, der gerade wegen der Echazbahn angestiegen sei.
- Der Techniker verwies weiter auf Geröllhalden oberhalb von Honau. Hier hätte der Berg nicht einseitig angeschnitten werden dürfen. Es wären vielmehr höhere Ausgaben für Stützmauern in Kauf zu nehmen gewesen. Er begründete die mit dem ständig nachrutschenden Geröll aus den stark verwitterungsanfälligen Felswänden.
Eingestellt von Günther Frick um 18:42 Keine Kommentare:
Oktober ist bald, doch es wird November....
.... bis wir vom RP informiert werden.
Schaut einfach nochmals die Blogs vom 21.April - 14.April 2011 an.
Dort steht in Kurzform warum keine Deckeltrasse.
Eingestellt von Günther Frick um 10:08 Keine Kommentare:
Eingestellt von Günther Frick um 16:37 Keine Kommentare:
Nach Rücksprache mit Herrn Huber darf ich den Leserbrief (GEA 24.9.2011) veröffentlichen
„Nur warme Luft bewegt“
Durch die notwendigen Bauarbeiten an der Holzelfinger Steige muss der ganze Verkehr auf die Alb hinauf und herunter durch Honau fahren. Dies wird nun den Bewohner recht deutlich vor Augen geführt. Den fast gleichen Artikel gab es vor einem Jahr, als die Honauer Steige wegen Baumfällarbeiten gesperrt werden musste. Nun ist es auch den jeweiligen Teilorten von Lichtenstein aufgefallen, wie viel Verkehr täglich durch Unterhausen rollt und dies bereits seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Die ganze Situation wurde in den letzten Jahren verstärkt durch die Umfahrung von Pfullingen und nicht zuletzt durch die Lkw-Maut, hier sind verstärkt Lkw mit auswärtigen deutschen und ausländischen Autokennzeichen zu sehen (Mautflüchtlinge). Seitens der verantwortlichen Politik, sowohl auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, wird nur die warme Luft bewegt, die die Abgase ins Tal bringen, und immer nur ein Versprechen gegeben, das eh nie gehalten werden kann. Es wird auch immer gern die Differenz zwischen RP Tübingen und kommunaler Ebene über die Trassenführung vorgeschoben. Soll es nach dem RP gehen, wäre der Verkehr weiterhin im Ort, da weite Teile der »Umfahrung« oberirdisch sind und dadurch der Verkehr weiterhin im Ort bleibt. Ganz zu schweigen über die Belüftung der Tunnelstrecke, die auch im Ort erfolgen musste. Hier wird ständig das Argument der Kosten angeführt, da diese Strecke billiger sei als eine richtige Ortsumfahrung. Nur weiß anscheinend das RP nicht, dass im Tal der geologische Untergrund nicht aus Fels besteht, sondern vielfach aus Tuffstein, und dieser weitreichende Sicherungsmaßnahmen bedarf, die heute noch keiner vorhersagen kann, ganz zu schweigen vom Grundwasser und den vielen Quellen im Tal. Und, wenn wir schon bei den Kosten sind, für Stuttgart 21 werden jetzt schon Mehrkosten mit eingerechnet, die uns gleich mehrere Albaufstiege finanzieren würden. Die schon oft gestellte Frage verkneif ich mir an dieser Stelle, da sie eh im Tal verhallt, und nehme weiterhin den Verkehr hin.
Klaus Huber, Lichtenstein
Eingestellt von Günther Frick um 10:07 Keine Kommentare:
Unser derzeitiger Verkehrsminister Herrmann hat uns vorgeschlagen
Blumenkübel an der B 312 / B 313 aufzustellen, somit den Verkehr
ausbremsen und damit auf die nötige Ortsumfahrung (Albaufstieg)
In Neckargmünd ist es gerade umgekehrt!
Dort baute man erst den Tunnel, und dann die Blumenkübel!
Bitte Link öffnen!
http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/absurder-tunnel/-/id=3477354/nid=3477354/did=8429434/cwtxpw/index.html
﻿Danke an Herrn Gerstenmaier für diese Information
Eingestellt von Günther Frick um 14:52 Keine Kommentare:
Fährt die Regional-Stadtbahn einmal, können Fahrgäste bequem mit modernen Stadtbahnfahrzeugen in der Region den ÖPNV nutzen. Weitgehend umsteigefrei könnte man vom Umland bis in die Reutlinger und Tübinger Innenstädte fahren. Ein 30-Minuten-Takt wäre überall garantiert. Dort, wo sich mehrere Linien streckenmäßig überlagern und parallel verlaufen, kann sich auch ein 15-Minuten-Takt ergeben.
•Teilnetz 1: Stadtgebiet Reutlingen, Pfullingen, Tübingen, Neckartalbahn und Ammertalbahn, Ermstalbahn sowie der Albaufstieg
•Teilnetz 2: Zollernalb-Bahn und Talgang-Bahn
•Teilnetz 3: Gomaringer Spange (Querverbindung Reutlingen - Dusslingen)
Für eine Übersicht über das gesamte Streckennetz klicken Sie hier.
http://www.kreis-reutlingen.de/ceasy/modules/core/resources/main.php5?id=1281-0&download=1
Die Region steht hinter diesem Schlüsselprojekt - November 2010
Weitere Gespräche mit dem Land - Februar 2011
Landrat Reumann appelliert an Grüne: "Region darf in Sachen
Regional-Stadtbahn nicht gespalten werden" - März 2011
Standardisierte Bewertung für Regional-Stadtbahn auf einem guten Weg - April 2011
http://proregiostadtbahn.de/
http://rvna.de/projekte/rsb.htm
Quelle: Landratsamt Reutlingen
Eingestellt von Günther Frick um 12:41 Keine Kommentare:
Etwas Geschichte zum Vorläufer der Stadtbahn Teil 2
Bereits zwei Tage (27. März 1889) zuvor brachte die Regierung den Gesetzentwurf für die Finanzperiode 1889/91 ein. Hierin hieß es in Artikel 2 (Absatz 2):
„Eisenbahnen sind herzustellen: .....von Reutlingen über Pfullingen, Honau und Kleinengstingen nach Münsingen. Von dieser Eisenbahn ist zunächst die Strecke von Reutlingen bis Honau auszuführen und es werden hiefür bestimmt 1.236.000,00 Mark. Mit der Ausführung ist vorzugehen, wenn seitens der Amtskorporation Reutlingen die Erstattung der auf 264.000,00 Mark veranschlagten Kosten für den dauernd erforderlichen Grund und Boden übernommen und der vorübergehend erforderliche Grund und Boden zur Benützung für die Zeit des Bedürfnisses kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.“
Ferner wird erklärt, daß bei einer dem Verkehrsbedürfnis völlig genügenden Zahnradbahn beim Albaufstieg eine erheblich billigere Herstellung gegenüber einer Vollbahn zu erreichen sei und daß damit die Fortsetzung der Bahn von Honau nach Münsingen und weiter als bauwürdig angesehen werden könnte. Zum Vergleich wurde noch eine Vollbahn von Reutlingen nach Kleinengstingen bei einem von Honau ausgehenden Albaufstieg mit Kosten von 8 Millionen Mark angeführt.
Die Lage der Endstation Honau gestatte den Aufstieg in einer Steigung von 1 : 5 mittels Zahnradbahn bei Kosten von1,5 Millionen bis Kleinengstingen. Für eine gewisse Leistungsfähigkeit der Strecke soll die Neigung jedoch 1 : 10 nicht übersteigen.
Unklar blieb zunächst der Baubeginn für den Abschnitt zwischen Honau und Münsingen. Das Eisenbahn – Komitee Urach versuchte die Entscheidung zu beeinflussen, sie wollte den Aufstieg durchs Seeburger Tal. Letztendlich fiel die Entscheidung im Jahre 1890 für den Weiterbau zugunsten von Honau nach Münsingen.
Am 14.Juni 1889 beantragte die volkswirtschaftliche Kommission in der Kammer der Abgeordneten dem oben genannten Gesetzesentwurf zuzustimmen. Dies geschah mit großer Mehrheit. Am 28. Juni 1889 wurde das Gesetz im Königlichen Regierungsblatt veröffentlicht und damit rechtsgültig. Dem Bau der Echazbahn stand nichts mehr im Wege.
Eingestellt von Günther Frick um 16:29 Keine Kommentare:
Eingestellt von Günther Frick um 12:03 Keine Kommentare:
Info Regional-Stadtbahn Neckar Alb Teil 3
Nr.: 80/2011
Standardisierte Bewertung für Regional-Stadtbahn auf einem guten Weg
Die Prüfung der Auswirkungen der veränderten Angebotskonzeption 2020 des Landes Baden-Württemberg auf die Standardisierte Bewertung der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb ist jetzt abgeschlossen. Ergebnis: Der Nutzen-Kosten-Indikator (NKI) bleibt weiter über Eins - dank Anpassungen des Betriebskonzepts der Regional-Stadtbahn sowie kleinerer Änderungen im investiven Bereich. Damit befindet sich das "Projekt RSB" weiterhin auf einem guten Weg zum Etappenziel "Förderfähigkeit". Ziel ist jetzt, die Standardisierte Bewertung bis im August dieses Jahres abzuschließen und dann mit den Fördergebern Bund und Land abzustimmen. Parallel dazu steht eine Folgekostenrechnung an, die aufzeigt, wer mit welchen Kosten zu rechnen hat. Ergebnisse werden in beiden Fällen bis Ende des Jahres erwartet, sodass sich die Gremien der beteiligten Partner Anfang 2012 mit dem Thema befassen können.
Fachleute der Kommunen und des Landes hatten in den vergangenen Wochen intensiv am RSB-Betriebskonzept gefeilt. Dies war notwendig geworden, weil im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 die Angebotskonzeption 2020 des Landes Baden-Württemberg weiterentwickelt worden war.
So sollen bis zum Jahr 2020 von Stuttgart über Plochingen nach Tübingen pro Tag künftig 36 statt der bislang vorgesehenen 23 Zugpaare verkehren.
Darauf musste die Standardisierte Bewertung für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb abgestimmt werden. Mit dem Anpassen des Betriebskonzeptes an die Veränderungen der Angebotskonzeption des Landes konnte jetzt verhindert werden, dass darunter die Wirtschaftlichkeit der Regional-Stadtbahn leidet. So sollen etwa die Kosten der Stadtbahn durch eine reduzierte Fahrtenzahl zwischen Reutlingen und Tübingen gesenkt werden. Einsparungen und Änderungen sind auch bei den Investitionen möglich. Ziel ist immer, den größten Nutzen für Fahrgäste und Umwelt zu den geringstmöglichen Kosten zu erbringen.
Die sechs Partner des Regional-Stadtbahn-Projekts sind die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb, die Stadt Reutlingen und die Stadt Tübingen sowie der Regionalverband Neckar-Alb.
Verteiler: Lokalmedien, Gemeinden
Landkreis Reutlingen, den 21. April 2011
Eingestellt von Günther Frick um 17:08 Keine Kommentare:
Info Regional-Stadtbahn Neckar Alb Teil 2
Nr.: 39/2011
Landrat Reumann appelliert an Grüne:
"Region darf in Sachen Regional-Stadtbahn nicht gespalten werden"
Die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb ist für die Region ein bedeutendes Zukunftsprojekt. Die Federführung bei diesem konzeptionell und planerisch hochkomplexen Prozess hat vor zweieinhalb Jahren der Landkreis Reutlingen übernommen. Bei der Standardisierten Bewertung, die über die Zuschussfähigkeit des Projekts durch Land und Bund entscheidet, "sind wir entscheidend vorangekommen und kurz vor dem Ziel", sagt der Reutlinger Landrat Thomas Reumann.
A und O beim Regional-Stadtbahn-Projekt im Hinblick auf das hohe Investitionsvolumen von rund 560 Millionen Euro ist eine enge Abstimmung mit den Fördergeldgebern Land und Bund, betont Reumann. Das Land, so der Reutlinger Landrat weiter, stehe ohne Wenn und Aber zur Regional-Stadtbahn. Es unterstütze den Antrag auf Aufnahme in die Fortschreibung des GVFG-Bundesprogramms 2011 bis 2015 nachdrücklich.
"In dieser Situation helfen uns Schnellschüsse wie die aktuell vorgestellte Regio-S-Bahn Neckar-Alb der Grünen nicht weiter", erklärt der Reutlinger Landrat. Auch hierbei handele es sich um ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 65 Millionen Euro, das in der Hauptsache Bund und Land zu finanzieren hätten.
Dass das Regional-Stadtbahn-Projekt in den vergangenen Jahren so entscheidend vorangekommen ist und beim Land höchstes Gewicht hat, ist laut Reumann auch dem engen Schulterschluss und der konstruktiven Zusammenarbeit der sechs RSB-Projektpartner zu verdanken - die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb, die Städte Reutlingen und Tübingen sowie der Regionalverband Neckar-Alb.
Landrat Thomas Reumann appelliert in dieser Situation eindringlich an die Grünen, den Konsens jetzt nicht aufzukündigen. Der Erfolg dürfe nicht gefährdet werden. Reumann: "So kurz vor dem Ziel, auf das wir alle so lange und intensiv hingearbeitet haben, dürfen wir aus der Region keine zweideutigen Signale in Richtung Bund und Land senden. Die Region darf in Sachen Regional-Stadtbahn nicht gespalten werden."
Landkreis Reutlingen, den 1. März 2011
www.steinlachmobil.de/media/downloads/GRUENE_Regio-S-BahnNeckar-Alb_2011-02-28.pdf
Eingestellt von Günther Frick um 17:05 Kommentare:
Eingestellt von Günther Frick um 18:04 1 Kommentar:
Verfahren der Planfeststellung (Teil II)
1. Einreichen des Planes bei der zuständigen Anhörungsbehörde (§ 73 Abs. 1 VwVfG)
2. Anhörungsverfahren (§ 73 Abs. 2 VwVfG)
3. Öffentliche Auslegung (§ 73 Abs. 3 VwVfG)
 Betroffene können Einwendungen einreichen, in besonderen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene
 Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält.
 Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen (Präklusionswirkung).
 Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine sogenannte Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
4. Erörterung (§ 73 Abs. 6 VwVfG)
 Der Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden.
 An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen.
5. Weiterleitung der Anhörungsergebnisse (§ 73 Abs. 9 VwVfG)
6. Planfeststellungsbeschluss (§ 74 VwVfG)
 Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt.
 Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot.
 Der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d. h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z. B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt.
Rechtsmittel und Verfahren gegen Planfeststellungsbeschluss
 Generalklausel des § 40 Abs. 1 S. 1 VwGO.
 Das zuständige Gericht ist das Oberverwaltungsgericht, gem. § 48 Abs. 1 Nr. 7, 8, 9 VwGO
 Planfeststellungsbeschluss ist Verwaltungsakt. Die Regelung ergibt sich aus der Konzentrationswirkung.
 Statthafte Klageart ist die Anfechtungsklage, § 42 Abs. 1, 1. Var. VwGO.
 Diese ergibt sich aus § 42 Abs. 2 VwGO.
 An dieser Stelle kommt häufig die Verbandsklagebefugnis vor.
 Ein Vorverfahren ist nicht vorgesehen.
 Dies ergibt sich aus dem Verweis des § 74 Abs. 1 S. 2 VwVfG auf die § 69, § 70 VwVfG.
 Nach § 70 VwVfG bedarf es keines Vorverfahrens.
 Die Frist beginnt mit der Bekanntgabe, § 74 Abs. 4 und 5 VwVfG.
 Wenn keine Bekanntgabe erfolgt ist, greift der Rechtsgedanke der Verwirkung, bzw. § 242 BGB analog, wenn keine speziellere Regelung existiert.
 Eine speziellere Regelung mit gleicher Folge ist z.B. § 61 Abs. 4 BNatSchG.
Eingestellt von Günther Frick um 16:49 Keine Kommentare:
Planfeststellung (Teil I)
Die Planfeststellung ist in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Verwaltungsrecht des Bundes und der Länder ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für Bauvorhaben in den gesetzlich vorgesehenen Fällen durchgeführt wird. Bei normalen Bauvorhaben ist es nicht anzuwenden. Der abschließend erlassene Planfeststellungsbeschluss ist ein Verwaltungsakt.
 1 Planfeststellungspflichtige Vorhaben
 2 Beteiligung von Bürgern und Behörden
 3 Formelle Konzentration
 4 Verfahren der Planfeststellung
 5 Rechtsmittel und Verfahren gegen Planfeststellungsbeschluss
 Bundesstraßen oder Bundesautobahnen nach dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG)
 Bundeswasserstraßen nach dem Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG)
 Eisenbahnverkehrsanlagen nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG)
 Luftverkehrsanlagen nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
 Deponien nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
 Betriebsanlagen für Straßenbahnen nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG)
 Bergbauliche Vorhaben, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedürfen, nach dem Bundesberggesetz (BBergG)
 Gewässerausbau, Deichbau nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
 Endlagerstätten für radioaktive Abfälle nach dem Atomgesetz (AtG)
 Schaffung, Änderung, Verlegung und Einziehung (Entwidmung) von Straßen, Wegen, Gewässern und anderen gemeinschaftlichen Anlagen nach dem Flurbereinigungsgesetz (FlurbG)
Beteiligung von Bürgern und Behörden
Die Hauptunterschiede zum gewöhnlichen Verwaltungsverfahren bestehen in der umfassenden Beteiligung von Bürgern, deren Belange durch das Vorhaben betroffen sind, und der Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben berührt wird. Rechtzeitig erhobene Einwendungen der betroffenen Bürger und die Stellungnahmen der Behörden werden, ähnlich wie im förmlichen Verwaltungsverfahren, in einem mündlichen Termin gemeinsam erörtert. Dieser Erörterungstermin ersetzt die einfache Anhörung des gewöhnlichen Verwaltungsverfahrens. Zweck der Bürger- und Behördenbeteiligung ist, die Feststellungsbehörde in die Lage zu versetzen, die betroffenen Belange frühzeitig erforschen und sachgerecht bewerten zu können. Außerdem entfaltet die Auslegungsfrist eine materielle Präklusionswirkung. Einwendungen, die nach Ablauf der Ausschlussfrist erfolgen, werden weder durch die Feststellungsbehörde berücksichtigt, noch kann auf solche eine Drittanfechtungsklage gestützt werden.
Ein im Januar 2011 bekannt gewordener Entwurf für ein "Gesetz zur Vereinheitlichung und Beschleunigung von Planfeststellungsverfahren" des Bundesinnenministeriums sieht vor, "dass die jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden künftig von einem öffentlichen Erörterungstermin absehen können“.
Formelle Konzentration
Außerdem entfaltet die Planfeststellung eine umfassende formelle Konzentrationswirkung. Die Feststellung eines Plans ersetzt andere behördliche Genehmigungen, Verleihungen, Erlaubnisse, Bewilligungen oder Zustimmungen. Unberührt bleibt jedoch die Pflicht der Feststellungsbehörde die Übereinstimmung aller öffentlich-rechtlicher Vorschriften, die in den verdrängten anderen behördlichen Gestattungsverfahren zu prüfen wären, mit dem Vorhaben zu ermitteln. Ohne das Planfeststellungsverfahren wären bei größeren Vorhaben, übergeordneten raumbedeutsamen Fachplanungen, eine Vielzahl von öffentlich-rechtlichen Einzelverfahren (z. B. nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder dem Baugesetzbuch) durchzuführen, so dass eine wirksame und widerspruchsfreie Planung nahezu unmöglich wäre. Es werden allerdings ausschließlich öffentlich-rechtliche Beziehungen rechtsgestaltend geregelt.
Eingestellt von Günther Frick um 12:45 Kommentare:
Heute in einem Monat ist Nationalfeiertag
Auszug aus: Bundesfernstraßengesetz (FStrG)
Eingestellt von Günther Frick um 14:17 1 Kommentar:

References: § 40
 § 48
 § 42
 § 42
 § 74
 § 69
 § 70
 § 70
 § 74
 § 242
 § 61