Source: https://www.haufe.de/personal/personal-office-standard/kurzfristige-beschaeftigung_idesk_PI78_HI521625.html
Timestamp: 2020-01-19 09:50:28+00:00

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Kurzfristige Beschäftigung | Personal Office Standard | Personal | Haufe
Sozialversicherungsrechtlich ist eine Beschäftigung kurzfristig, wenn sie
von vornherein auf nicht mehr als 3 Monate (90 Kalendertage) bzw. insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder
im Voraus vertraglich begrenzt ist.
Diese Beschäftigungen sind sozialversicherungsfrei.
Arbeitslohn aus einer kurzfristigen Beschäftigung ist regulär lohnsteuerpflichtig. Es ist jedoch möglich, die Lohnsteuer mit 25 % zu pauschalieren, wenn die Beschäftigung nur gelegentlich ausgeübt wird, auf maximal 18 zusammenhängende Arbeitstage befristet ist und einen durchschnittlichen Arbeitslohn von 15 EUR je Stunde sowie die Tageslohngrenze von 120 EUR nicht überschreitet.
Arbeitsrecht: Aufgrund der zeitlichen Begrenzung findet regelmäßig das TzBfG Anwendung. Insbesondere zu beachten ist das Diskriminierungsverbot (§ 4 TzBfG) sowie die Zentralregelung zur Befristung in § 14 TzBfG. Das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) ist auch auf geringfügig Beschäftigte anwendbar.
Lohnsteuer: Der Arbeitslohn ist nach den allgemeinen Grundsätzen lohnsteuerpflichtig. Die Pauschalierung der Lohnsteuer für den Arbeitslohn kurzfristig Beschäftigter im steuerlichen Sinne regeln § 40a EStG, R 40a.1 LStR sowie H 40a.1 LStH.
Sozialversicherung: Die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung im Sinne der Sozialversicherung beschreibt § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV. Die Versicherungsfreiheit ist in § 7 Abs. 1 SGB V (Krankenversicherung), § 5 Abs. 2 SGB VI (Rentenversicherung) und § 27 Abs. 2 SGB III (Arbeitslosenversicherung) geregelt. Die Umlagen zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen sind nach dem AAG zu zahlen. Die Satzungen der Berufsgenossenschaften legen die Beitragsberechnung zur Unfallversicherung fest (§§ 153 ff. SGB VII). Insolvenzgeldumlage ist nach § 358 SGB III zu zahlen. Detailliert setzen sich die Geringfügigkeits-Richtlinien mit versicherungs-, beitrags- und melderechtlichen Fragestellungen auseinander.
Zeitraum von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen
Nachträgliche Verlängerung
Zeitgrenze überschritten
Kurzfristige Beschäftigungen bei demselben Arbeitgeber vor und nach dem Jahreswechsel
Kurzfristige Beschäftigung über den Jahreswechsel
Vorbeschäftigungszeiten verschwiegen
Pauschalbesteuerung im steuerrechtlichen Sinn
Ermittlung des Arbeitsentgelts bei Teilmonaten zur Prüfung der Berufsmäßigkeit
Zusammenrechung mehrerer kurzfristiger Beschäftigungen
Schülerbeschäftigung
Urlaubsrechtlich werden kurzfristig Beschäftigte, obwohl auch sie dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) unterfallen, regelmäßig die 6...
Tageslohngrenze: Anhebung der Pauschalierungsgrenze für kurzfristig Beschäftigte?
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Gestern noch Spargelstecher, heute Erdbeerpflücker – Erntehelfer werden durchgängig benötigt für kurzfristige Beschäftigung. Und bei gutem Wetter steigt der Bedarf an Aushilfen in der Außengastronomie. Bei Saisonkräften sind für die Sozialversicherung gewisse Spielregeln zu beachten.

References: § 14
 § 40
 § 8
 § 7
 § 5
 § 27
 § 358