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Timestamp: 2019-09-21 20:38:18+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 08.03.1995 - 8 S 3345/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,6749
VGH Baden-Württemberg, 08.03.1995 - 8 S 3345/94 (https://dejure.org/1995,6749)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 08.03.1995 - 8 S 3345/94 (https://dejure.org/1995,6749)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 08. März 1995 - 8 S 3345/94 (https://dejure.org/1995,6749)
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Zum gesetzlichen Parteiwechsel im Falle eines Kompetenzübergangs auf eine andere Behörde während eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens; Zulassung von Ausnahmen nach der WasgefStAnlV BW
§ 173 VwGO, § 239 ZPO, §§ 239 ff ZPO, § 10 Abs 1 S 2 WasgefStAnlV BW, § 10 Abs 5 WasgefStAnlV BW
VG Sigmaringen, 18.10.1994 - 4 K 874/94
VBlBW 1995, 200 (Ls.)
RdL 1995, 279
Die nunmehr zuständige Körperschaft tritt an die Stelle der bislang zuständigen Körperschaft in das anhängige Verfahren ein, ohne dass es besonderer Prozesserklärungen bedürfte (vgl. BVerwG, Urteil v. 02.11.1973 - IV C 55.70 - BVerwGE 44, 148; Urteil v. 30.05.2002 - 5 C 14.01 - BVerwGE 116, 287; VGH Baden-Württemberg, Urteil v. 13.03.1969 - II 708/67 - ESVGH 20, 145; Urteil v. 08.03.1995 - 8 S 3345/94 - RdL 1995, 279 = ZfW 1996, 386; Urteil v. 25.11.2008 - 10 S 2702/06 - NuR 2009, 650).
vgl. BVerwG, Urteil vom 2. November 1973 - IV C 55.70 -, BVerwGE 44, 148; VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 13. März 1969 - II 708/67 -, ESVGH 20, 145, und vom 8. März 1995 - 8 S 3345/94 -, ZfW 1996, 386; Meissner bzw. Ortloff, in: Schoch/Schmidt-Assmann/Pietzner, VwGO, Stand: April 2006, § 78 Rn 61 bzw. § 91 Rn. 51 ff., insb.
VG Darmstadt, 06.01.2009 - 5 E 1614/07
Zur Übernahme offener Verwaltungsverfahren bei einem gesetzlichen …
Sieht man in dieser Regelung nicht zugleich die Anordnung, noch nicht abgeschlossene Verwaltungsverfahren durch die neu zuständig gewordene Behörde fortzuführen, ergibt sich aus der Rechtsprechung, der das erkennende Gericht folgt, dass bei Übergang eines Aufgabenkreises der öffentlichen Verwaltung auf eine andere öffentlich-rechtliche Körperschaft in Verwaltungsstreitverfahren, die sich auf den übergegangenen Aufgabenkreis beziehen, ein gesetzlicher Parteiwechsel stattfindet, indem die nunmehr zuständige Körperschaft an die Stelle der bislang zuständig gewesenen Körperschaft in das anhängige Verfahren eintritt (OVG Nordrh.-Westf., Beschl. v. 06.03.1975 - IV B 1150/74 -, OVGE 31, 8; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 13.03.1969 - II 708/67 - ESVGH 20, 145; Beschl. v. 08.03.1995 - 8 S 3345/94 - juris).
Eine Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach § 130 Abs. 4 ThürWG kommt hier bereits aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht, diese Norm ist neben § 10 Abs. 3 Satz 1 Thür- VAwS nicht anwendbar, wie sich aus dessen Nichterwähnung in § 10 Abs. 6 ThürVAwS ergibt (vgl. auch VGH Bad.-Württ, Urteil vom 08.03.1995 - 8 S 3345/94 -, zitiert nach JURIS [zu einer ersichtlich gleich lautenden Vorschrift in Bad.-Württ.]).
Damit findet ein Parteiwechsel kraft Gesetzes statt, ohne daß es besonderer Prozeßerklärungen bedürfte ("Funktionsnachfolge des EBA": BVerwG, Beschluß vom 13.10.1994 -7 VR 10.94-, DÖV 1995, 198; zum Parteiwechsel kraft Gesetzes: VGH Ba.-Wü., Urteil vom 08.03.1995 -8 S 3345/94-).

References: § 173
 § 239
 § 10
 § 10
 § 78
 § 91
 § 130
 § 10
 § 10