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Timestamp: 2018-03-21 12:44:58+00:00

Document:
Förderung integrativer Maßnahmen - Teil 3 - Maßnahmen zum Erwerb der deutschen Sprache für Personen mit Migrationshintergrund
Ziel ist es, die Integration und gleichberechtigte Partizipation von Personen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund in der sächsischen Gesellschaft zu stärken.
Einstiegskurse "Deutsch sofort“ (Niveaustufe A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens – GER) mit dem Ziel einer elementaren Sprachanwendung mit 200 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Grundsätzlich zur Teilnahme berechtigt sind Personen mit Migrationshintergrund, die
a) keine Deutschkenntnisse haben
b) keinen Anspruch auf einen Integrationskurs gemäß § 43 Aufenthaltsgesetz haben
c) sofern sie geduldet sind, kein Fall des § 60a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 und 2 Aufenthaltsgesetz vorliegt und
d) sofern sie Asylsuchende sind oder ihr Asylantrag erfolglos war, einem Landkreis oder einer Kreisfreien Stadt im Freistaat Sachsen zugewiesen sind und sie nicht Staatsangehörige eines sicheren Herkunftsstaates nach § 29a des Asylgesetzes sind, es sei denn, sie sind Inhaber einer Duldung nach § 60a Abs. 2 Satz 3 oder Abs. 2b des Aufenthaltsgesetzes.
Aufbaukurse „Deutsch qualifiziert“ mit dem Ziel B1 GER mit 400 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten für Personen, die die Voraussetzungen gemäß o. g. Ziffer 1b) bis d) erfüllen und die zusätzlich
a) über Deutschkenntnisse angelehnt an Niveaustufe A1 GER verfügen oder
b) nachweislich innerhalb von drei Monaten nach Anmeldung keinen verfügbaren Platz in einem berufsbezogenen Sprachförderkurs (ESF-Bundesprogramm oder gemäß Deutschsprachförderverordnung) erhalten haben.
Aufbaukurse „Deutsch Beruf“ mit dem Ziel B2 GER mit 300 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten für Personen, die die Voraussetzungen gemäß o. g. Ziffer 1 c) und d) erfüllen und zusätzlich
a) über Deutschkenntnisse angelehnt an Niveaustufe B1 GER verfügen (Sprachstandnachweis) und
b) die in 2017 nachweislich innerhalb von 3 Monaten nach Anmeldung keinen verfügbaren Platz in einem weiterführenden Sprachförderkurs im Rahmen des ESF-Bundesprogramms für berufsbezogene Sprachförderkurse haben und
c) nicht zum Kreis der zugangsberechtigten Personen für berufsbezogene Sprachkurse gemäß Deutschsprachförderverordnung gehören.
Zuwendungsempfänger sind die Sprachkursträger.
Antragsberechtigt sind die Sprachkursträger.
Gefördert wird der Erwerb der deutschen Sprache für Personen mit Migrationshintergrund.
Die Sprachkursträger müssen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemäß § 18 der Integrationskursverordnung (IntV) als Integrationskursträger zugelassen oder Träger von berufsbezogenen Sprachförderkursen (ESF-Bundesprogramm oder Deutschsprachförderverordnung) sein.
Die Kurskonzepte müssen den Standards der Integrationskurse entsprechen. Die Kurse „Deutsch Beruf“ müssen inhaltlich den Basismodulen des Sprachniveaus B2 im Rahmen der Deutschsprachförderverordnung entsprechen.“
Einstiegskurse „Deutsch sofort“ und Alphabetisierungskurse werden mit einer Teilnahmebestätigung abgeschlossen.
Aufbaukurs „Deutsch qualifiziert“ soll mit einem bestandenen Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer“ (DTZ) abgeschlossen werden.
Der Kurs „Deutsch Beruf“ soll mit einer „Zertifikatsprüfung“ nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ abgeschlossen werden.
Die Teilnahmebestätigungen und Zertifikate werden durch die Sprachkursträger ausgegeben.
Die Teilnehmerzahl der Sprachkurse richtet sich nach § 14 IntV bzw. den aktuellen „BAMF-Trägerrundschreiben“. Es ist eine tägliche Anwesenheitsliste als Nachweis zu führen, auf der sowohl der Teilnehmende als auch der Kursträger unterschreiben. Eine Zuwendung wird nur gewährt, wenn der Teilnehmer mindestens 50 Prozent des Kursumfanges anwesend oder entschuldigt abwesend war.
Ausgaben für die Sprachkurse pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit gemäß den i. R. d. nach § 20 Abs. 6 IntV jeweils gültigen Abrechnungsrichtlinie vom BAMF festgelegten Kostensätzen und den „BAMF-Trägerrundschreiben“. Die Kostensätze beinhalten sämtliche Sachausgaben wie Lernmaterialien und Warmmiete sowie anfallende Personalausgaben.
Fahrtkosten von Teilnehmenden ab einer Entfernung von mehr als 3 Kilometern zwischen Wohnort und wohnortnahem Sprachkurs pauschal pro bedürftigem Teilnehmer maximal in Höhe einer ortüblichen Monatskarte.
Ausgaben für die Durchführung von Einstufungstests für die Sprachkurse einmalig pro Teilnehmer gemäß der IntV bzw. den „BAMF-Trägerrundschreiben“.
Ausgaben für den Abschlusstest des Aufbaukurses „Deutsch qualifiziert“ einmalig pro Teilnehmer in Höhe des in der IntV bzw. den „BAMF-Trägerrundschreiben“ vorgesehenen Betrages.
Der Sprachkursträger hat eine Anwesenheitsliste der Teilnehmenden für jeden Unterrichtstag zu führen und die darin enthalten Angaben mit seiner Unterschrift zu bestätigen. Auch der Teilnehmende hat die Anwesenheit mit seiner Unterschrift zu bestätigen. Es werden nur Anwesenheitstage erstattet.
Integration_Antrag_RL_Teil_3
Integration_Verwendungsnachweis _RL_Teil_3
Integration_Verwendungsnachweis _Teilnehmerübersicht_zu_Teil_3
Die Förderung von Aufbaukursen „Deutsch qualifiziert“ (Ziffer 3 des Absatzes Schwerpunkte der Förderung) wird ab dem 01.05.2017 bis zum 31.12.2017 ausgesetzt.
Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Afghanistan mit einer guten Bleibeperspektive können im zweiten Halbjahr 2017 an Berufssprachkursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nach der Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV) teilnehmen. Aus diesem Grund ist bei dem angeführten Personenkreis zu prüfen, ob ein Platz in einem berufsbezogenen Sprachkurs gemäß DeuFöV zur Verfügung steht.
Die Sprachkursträger haben dies bei der Kurszusammenstellung zu berücksichtigen.

References: § 43
 § 60
 § 29
 § 60
 § 18
 § 14
 § 20