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Timestamp: 2019-03-18 16:06:42+00:00

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Jägerprüfungsordnung (JPO) in Niedersachsen und Bremen
Niedersachsen und Bremen Jägerprüfungsordnung (JPrO)
Vom 13. Oktober 1998 Brem.GBl. S 271, berichtigt S. 288
Aufgrund des Artikels 19 Abs. 4 des Bremischen Landesjagdgesetzes vom 26. Oktober 1981
(Brem.GBl. S. 171) wird verordnet:
Die Jägerprüfung als Voraussetzung für den Erwerb des Jagdscheins (§ 15 Abs. 5 des Bundesjagdgesetzes) ist von der Jagdbehörde jährlich einmal durchzuführen.
(1) Für die Abnahme der Jägerprüfung wird von der Jagdbehörde ein Prüfungsausschuss gebildet, der sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt.
1. dem Stadtjägermeister oder der Stadtjägermeisterin als vorsitzendes Mitglied
2. dem stellvertretend-vorsitzenden Mitglied und
3. mindestens vier beisitzenden Mitgliedern.
Für die beisitzenden Mitglieder sind stellvertretend-beisitzende Mitglieder zu berufen. An Entscheidungen des Prüfungsausschusses wirken das stellvertretend-vorsitzende Mitglied als ständiges Mitglied, die stellvertretend-beisitzenden Mitglieder nur bei Verhinderung der beisitzenden Mitglieder mit.
(2) Das stellvertretend-vorsitzende Mitglied, die beisitzenden Mitglieder und die stellvertretend-beisitzenden Mitglieder werden von der Jagdbehörde auf Vorschlag des Stadtjägermeisters und nach Anhörung der Landesjägerschaft für fünf Jahre berufen. Sie müssen jagdpachtfähig sein. Wenn es die Anzahl der zu prüfenden Personen
erforderlich macht, kann die Jagdbehörde auf Antrag des Stadtjägermeisters und nach Anhörung der Landesjägerschaft für eine Jägerprüfung mehrere Prüfungsausschüsse berufen.
(4) Dem Prüfungsausschuss darf nicht angehören, wer bei der Ausbildung der von diesem Prüfungsausschuss zu prüfenden Person mitgewirkt hat.
2. bei Minderjährigen eine öffentlich beglaubigte Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten mit dem Antrag auf Zulassung zur Jägerprüfung, mit der Teilnahme an der Jägerprüfung und mit dem Erwerb des Jugendjagdscheines,
3. ein Führungszeugnis (§ 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes), das nicht älter als sechs Monate sein darf,
4. der Nachweis einer Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch,
5. der Nachweis einer theoretischen und praktischen Ausbildung zum Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten, die Gegenstand der Jägerprüfung sind (Lehrgang der
Landesjägerschaft oder ein vergleichbarer Ausbildungslehrgang oder ein vergleichbares forstwissenschaftliches oder forstwirtschaftliches Studium),
6. ein Nachweis über die Einzahlung der Prüfungsgebühren. Über die Vergleichbarkeit des Ausbildungslehrganges und des Studiums nach Satz 1 Nr. 5 entscheidet die Jagdbehörde nach Anhörung des Stadtjägermeisters. Personen, die ihre alleinige oder ihre Hauptwohnung weniger als ein Jahr im Gebiet der Jagdbehörde innehaben, müssen schriftlich versichern, dass sie sich in dieser Zeit nicht bei einer anderen Jagdbehörde zur Jägerprüfung angemeldet oder erfolglos an einer Jägerprüfung teilgenommen haben.
1. die unter § 3 Absatz 2 aufgeführten Unterlagen termingerecht eingereicht haben und
2. spätestens sechs Monate vor der Prüfung fünfzehn Jahre alt geworden sind und
3. im Gebiet der Jagdbehörde ihre Hauptwohnung haben.
Ausländische Bewerber und Bewerberinnen sind zu den gleichen Anforderungen zur Jägerprüfung zuzulassen, wie sie von deutschen Bewerbern und Bewerberinnen zu
(2) Die Anforderungen nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 3 gilt nicht für Bewerber und Bewerberinnen ohne Hauptwohnung auf dem Gebiet der Jagdbehörde,
1. die im Gebiet der Jagdbehörde eine Hochschule, Fachhochschule oder Fachoberschule besuchen oder Wehrdienst oder Ersatzdienst leisten oder
2. bei denen in der Person liegende andere besondere Gründe die Zulassung zur Jägerprüfung rechtfertigen und die für die Hauptwohnung zuständige Jagdbehörde
zustimmt oder
3. die ihre Hauptwohnung im Ausland und den gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet der Jagdbehörde haben.
1. wer eine in der Bundesrepublik Deutschland nicht bestandene Jägerprüfung vor Ablauf eines Jahres wiederholen will,
2. wer die Jägerprüfung zweimal nicht bestanden und die für die letzte Prüfung zuständige Behörde eine weitere Prüfung nicht zugelassen hat
3. wenn zu erwarten ist, dass der Jagdschein versagt wird (§ 17 des Bundesjagdgesetzes).
(4) Die Jagdbehörde kann die Zulassung ablehnen, wenn die Anmeldung verspätet eingegangen ist oder die erforderlichen Unterlagen nach § 3 Absatz 2 nicht oder nicht vollständig vorliegen.
1. Vertretern und Vertreterinnen der Landesjägerschaft, soweit sie mit Ausbildungs- und Prüfungsangelegenheiten befasst sind und
2. weiteren Personen, sofern keine zu prüfende Person widerspricht.
Die gestattete Anwesenheit bei der Jägerprüfung nach Satz 2 erfasst keine Anwesenheit bei Beratungen des Prüfungsausschusses oder der prüfenden Mitglieder des Prüfungsausschusses.
1. dem jagdlichen Schießen,
2. der schriftlichen Prüfung,
4. der mündlichen Prüfung.
1. Fachgebiet:
Dem Jagdrecht unterliegende und andere wildlebende Tiere (Jagdtierkunde, Ansprechen des Wildes, Wildbiologie)
2. Fachgebiet:
(Jagdwaffenkunde, zuverlässige Handhabung (u.a. verwenden, umgehen, verwahren und überlassen im Sinne von § 17 Absatz 3 Nr. 1 bis 3 des Bundesjagdgesetzes) von Jagdwaffen (Lang- und Kurzwaffen) im Jagdbetrieb und auf dem Schießstand, von blanken Waffen, Optik, Zielhilfen und sonstigen Jagdgeräten)
3. Fachgebiet:
(Verantwortung für die Natur, Grundlagen der Wechselbeziehungen in der Natur, des Natur- und Artenschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, Biotopschutz und Biotopgestaltung, Kenntnisse der wichtigen Feldfrüchte, Baum- und Straucharten)
5. Fachgebiet:
(Jagdmethoden, Verhalten auf der Jagd, Grundlagen des Jagdhundewesens, Kenntnis der Jagdhunderassen, Jagdschutz, Grundzüge der Geschichte der Jagd, jagdliches und zeitgemäßes Brauchtum, Waidgerechtigkeit, Verhinderung und Verminderung von Wild- und Jagdschäden, Kenntnis zum Bau von Jagdeinrichtungen und Kenntnis der wichtigsten Jagdsignale)
6. Fachgebiet:
7. Fachgebiet:
(Umfassende Kenntnisse des Bundesjagdrechts und des Landesjagdrechts, Gründzüge und für die jagdliche Praxis bedeutsame Vorschriften des Feldordnungsgesetzes, des Fleischhygienerechts, des Tierseuchenrechts, des Tierschutzrechts, des Waffenrechts, des Waldrechts, des Naturschutz- und Landschaftspflegerechts, der Unfallverhütungsvorschriften und sonstiger einschlägiger Sicherheitsbestimmungen).
(2) Jede zu prüfende Person ist im Rahmen aller Prüfungsteile durch je zwei prüfenden Mitglieder des Prüfungsausschusses gemeinschaftlich zu prüfen und zu bewerten, soweit nicht für die Aufsicht bei der schriftlichen Prüfung in § 11 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 etwas anderes geregelt ist.
(3) Über den Verlauf der Jägerprüfung ist eine Niederschrift anzufertigen und von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Die Niederschrift ist
Bestandteil der Prüfungsakten. Bestandteil der Niederschrift sind insbesondere die gesondert für jeden Prüfungsteil und jedes Prüfungsfachgebiet und gesondert für jede zu prüfende Person von den jeweiligen prüfenden Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu führende Protokolle, in denen jeweils im einzelnen die gestellten Prüfungsfragen und Prüfungsaufgaben sowie die Antworten und Leistungen und Einzelbewertungen und besondere Vorkommnisse zu protokollieren und von den
beiden jeweiligen prüfenden Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterschreiben sind.
(2) Für die Bewertung sind § 12 Absatz 3 und 4 Nr. 2 sowie § 13 Absatz 2 und 3 Nr. 2 jeweils maßgeblich.
(4) Die Gründe für den Ausschluss müssen in dem Protokoll für die Prüfung, in deren Verlauf die Ausschlussgründe aufgetreten sind (vorgezogen praktische oder mündliche Prüfung), und in der Niederschrift nach § 8 Absatz 3 festgehalten werden. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses hat der von der weiteren Prüfung ausgeschlossenen Person unverzüglich nach Entscheidung des Prüfungsausschusses den Ausschluss und die Gründe mündlich mitzuteilen. Nach dieser Mitteilung nimmt die ausgeschlossene Person an der weiteren Prüfung nicht mehr teil.
(2) Das jagdliche Schießen ist zeitlich – vorbehaltlich des § 9 – vor den anderen Prüfungsteilen auf einem geeigneten Schießstand zu prüfen. Das jagdliche Schießen ist unter Zugrundelegung der Schießvorschrift des Deutschen Jagdschutz-Verbandes e.V. in der jeweils geltenden Fassung zu prüfen – vorbehaltlich abweichender Ausnahmeentscheidung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses. Zum Nachweis der Schießfertigkeit müssen folgende Schießleistungen als Mindestleistung erbracht werden.
1. Büchsenschießen:
Bedingungen: (zugelassen sind für sämtliches Schalenwild erlaubte Kaliber und Laborierungen außer Vollmantelgeschosse)
5 Schuss auf den stehenden Rehbock (DJV-Scheibe 1), Entfernung 100 Meter, Anschlag sitzend aufgelegt, Visierung und Optik beliebig, gewertet werden nur Treffer bei den Ringen 3 und 10. Der berührte Ring gilt als getroffen. Mindestleistung: 40 Ringe.
2. Flintenschießen:
Bedingungen: (zugelassen sind Kaliber 20 oder größer)
Beschießen von 15 beweglichen Zielen nach Entscheidung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses entweder Wurftauben (Skeet oder Trap)
Mindestleistung: 5 Treffer
Mindestleistung: 8 Treffer.
(4) Wer die erforderliche Mindestleistung in der Schießprüfung nicht erbracht hat, kann auf Wunsch die Schießprüfung, soweit sie nicht erfüllt wurde (Büchsen- und /oder Flintenschießen), am selben Tag oder an einem anderen Tag vor den anderen Prüfungsteilen einmal wiederholen.
1. die erforderlichen Mindestleistungen - auch bei der Wiederholung – nicht erbracht hat oder
2. aufgrund Entscheidung des gesamten Prüfungsausschusses im Zusammenhang mit der Schießprüfung oder bei der Handhabung von Waffen ein Verhalten gezeigt hat, das in der Praxis geeignet wäre, sich selbst oder andere zu gefährden.
(6) Die Gründe für den Abschluss müssen in dem Protokoll für das jagdliche Schießen (Schießliste) und in der Niederschrift nach § 8 Absatz 3 festgehalten werden. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses hat der von der weiteren Prüfung ausgeschlossenen Person unverzüglich – im Fall von Absatz 5 Nr. 2 unverzüglich nach der Entscheidung des gesamten Prüfungsausschusses – Ausschluss und die Gründe mündlich mitzuteilen. Nach dieser Mitteilung nimmt die ausgeschlossene Person an der weiteren Prüfung nicht mehr teil.
(1) Bei der schriftlichen Prüfung sind auf Fragebögen, die vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses unter Mitwirkung der prüfenden Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Musterlösungen aufzustellen sind, für jedes Prüfungsfachgebiet jeweils zwanzig schriftlich gestellte Fragen schriftlich zu beantworten. Die Fragebögen können auch so gestaltet werden, dass die Beantwortung einzelner Fragen durch Ankreuzen einer richtigen Antwort oder mehrerer richtiger Antworten bei jeweils drei vorgegebenen Antworten möglich ist.
1. eines prüfenden Mitglieds des Prüfungsausschusses oder
2. einer sonstigen vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses bestimmten Aufsichtsperson statt und dauert dreieinhalb Stunden. Eine vorzeitige Abgabe der Fragebögen ist zulässig.
Im wesentlichen richtige Antwort: zwei (2) Punkte,
teilweise richtige Antwort: ein (1) Punkt,
keine oder im wesentlichen falsch Antwort: kein (0) Punkte.
(4) Für jedes Prüfungsfachgebiet (jeweils zwanzig Fragen) ist die jeweilige Prüfungsleistung (Summe der jeweiligen Antwortpunkte) in der schriftlichen Prüfung wie folgt zu bewerten:
weniger als 14 Punkte ungenügend Note 6.
(1) Die praktische Prüfung wird in einem geeigneten Jagdrevier abgenommen. Teile der praktischen Prüfung können auch im Rahmen anderer Prüfungsteile und an einem anderen Ort abgenommen werden. Satz 2 findet keine Anwendung für den Prüfungsgegenstand „zuverlässige Handhabung von Jagdwaffen im Jagdbetrieb“. Bei der praktischen Prüfung ist insbesondere das Verhalten auf der Jagd (Einzeljagd, Gesellschaftsjagd) einschließlich zuverlässige Handhabung mit Jagdwaffen sowie Verhalten nach dem Schuss zu prüfen.
(2) Bei der praktischen Prüfung sind für jedes Prüfungsfachgebiet jeweils zwanzig Fragen oder Aufgaben zu lösen, soweit nicht in Satz 2 etwas anderes geregelt ist für das Prüfungsfachgebiet „Jagdwaffen“. Bei der praktischen Prüfung sind für das Prüfungsfachgebiet „Jagdwaffen“ dreißig Fragen oder Aufgaben zu lösen, davon entfallen zehn auf den Prüfungsgegenstand „zuverlässige Handhabung von Jagdwaffen im Jagdbetrieb“, zehn auf den Prüfungsgegenstand „zuverlässige Handhabung von Jagdwaffen auf dem Schießstand“ und zehn auf die übrigen Prüfungsgegenstände des Prüfungsfachgebietes „Jagdwaffen“.
(3) Die einzelnen Antworten oder Lösungen der Fragen oder Aufgaben in der praktischen Prüfung sind nach dem Schlüssel des § 11 Absatz 3 zu bewerten.
1. Für das erste und das dritte bis siebente Prüfungsfachgebiet (jeweils zwanzig Fragen oder Aufgaben) ist die jeweilige Prüfungsleistung entsprechend § 11 Absatz 4 zu bewerten.
2. Für das zweite Prüfungsfachgebiet „Jagdwaffen“ (dreißig Fragen oder Aufgaben) ist die Prüfungsleistung wie folgt zu bewerten:
54 bis 60 Punkte sehr gut Note 1
46 bis 53 Punkte gut Note 2
39 bis 45 Punkte befriedigend Note 3
30 bis 38 Punkte ausreichend Note 4
21 bis 29 Punkte mangelhaft Note 5
weniger als 21 Punkte ungenügend Note 6.
(6) Die Gründe für den Ausschluss müssen in dem Protokoll für die praktische Prüfung und in der Niederschrift nach § 8 Absatz 3 festgehalten werden. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses hat der von der weiteren Prüfung ausgeschlossenen Person unverzüglich nach Entscheidung des Prüfungsausschusses den Ausschluss und die Gründe mündlich mitzuteilen. Nach dieser Mitteilung nimmt die ausgeschlossene Person an der weiteren Prüfung nicht mehr teil.
(1) Bei der mündliche Prüfung sind für jedes Prüfungsfachgebiet – mit Ausnahme des Prüfungsfachgebietes „Jagdwaffen“ – zehn mündlich gestellte Fragen mündlich zu beantworten. Bei der mündlichen Prüfung sind für das Prüfungsfachgebiet „Jagdwaffen“ dreißig Fragen nach Maßgabe von § 12 Absatz 2 Satz 2 mündlich zu beantworten. Die mündlichen Prüfung soll für die einzelne zu prüfende Person und das einzelne Prüfungsfachgebiet – mit Ausnahme des Prüfungsfachgebietes „Jagdwaffen“ – höchstens zehn Minuten dauern.
(2) Die einzelnen Antworten der Fragen in der mündlichen Prüfung sind nach dem Schlüssel des § 11 Absatz 3 zu bewerten.
1. Für das erste und das dritte bis siebente Prüfungsfachgebiet (jeweils zehn Fragen) ist die jeweilige Prüfungsleistung wie folgt zu bewerten:
18 bis 20 Punkte sehr gut Note 1
15 bis 17 Punkte gut Note 2
13 bis 14 Punkte befriedigend Note 3
10 bis 12 Punkte ausreichend Note 4
7 bis 9 Punkte mangelhaft Note 5
weniger als 7 Punkte ungenügend Note 6
2. Für das zweite Prüfungsfachgebiet „Jagdwaffen“ (dreißig Fragen) ist die Prüfungsleistung entsprechend § 12 Absatz 4 Nr. 2 zu bewerten.
(1) Aus den in den Prüfungsteilen der schriftliche, praktischen und mündlichen Prüfung erlangten einzelnen Noten der Prüfungsfachgebiete ist
1. für jedes Prüfungsfachgebiet eine Gesamtnote (= Durchschnittsnote = ein Drittel der Summe der drei Einzelnoten) und
2. für jeden Prüfungsteil eine Gesamtnote (= Durchschnittsnote = ein Siebtel der Summe der sieben Einzelnoten) zu bilden. Zwischennoten werden nicht erteilt.
1. bei Ausschluss von der weiteren Teilnahme an der Jägerprüfung nach § 9 Absatz 3, § 10 Absatz 5, § 12 Absatz 5 oder § 18 Absatz 2 oder
2. bei Rücktritt ohne Genehmigung nach § 16 Absatz 1 oder
3. wenn die Gesamtnote für das Prüfungsfachgebiet „dem Jagdrecht unterliegende und andere wildlebende Tiere“ oder „Jagdwaffen“ oder „Fallenjagd“ schlechter als
Note 4 ist oder
4. wenn die Gesamtnote für den Prüfungsteil „praktische Jägerprüfung“ schlechter als Note 4 ist oder
5. wenn der mittlere Wert (= Durchschnitt) der Gesamtnoten aller Prüfungsfachgebiete schlechter als Note 4 ist
6. wenn der mittlere Wert (= Durchschnitt) der Gesamtnoten aller Prüfungsteile schlechter als Note 4 ist
(3) Werden den Mitgliedern des Prüfungsausschusses Tatsachen bekannt, welche nach Beurteilung des Prüfungsausschusses zu einer Versagung des Jagdscheines nach § 17 Absatz 1 Nr. 2, Absatz 2 Nr. 4, Absatz 3 bis 6 des Bundesjagdgesetzes führen können, so sind diese Bedenken der Jagdbehörde mitzuteilen. Die Jagdbehörde hat über eine Aussetzung des Verfahrens zur Erteilung des Jagdscheins bzw. über die weitere Abwicklung zu entscheiden.
(4) In allen anderen Fällen ist die Prüfung bestanden. Satz 1 gilt nicht bei genehmigtem Rücktritt nach § 16 Absatz 2.
(1) Bei einem Rücktritt von der Jägerprüfung oder von einem Teil der Jägerprüfung ohne Genehmigung der Jagdbehörde ist die Jägerprüfung nicht bestanden (§ 14 Absatz 2 Nr. 2).
Wer die Jägerprüfung nicht besteht, kann sie frühestens nach einem Jahr nur vollständig wiederholen. § 10 Absatz 4 bleibt unberührt. Wird die Prüfung auch bei der Wiederholung nicht bestanden, ist aber zu erwarten, dass eine nochmalige Wiederholung Erfolg haben könnte, so kann die Jagdbehörde auf Empfehlung des Prüfungsausschusses eine zweite Wiederholung frühestens nach einem Jahr zulassen.
(2) Über die Folgen des Vorfalls nach Absatz 1 entscheidet der gesamte Prüfungsausschuss. Je nach Schwere der Verfehlung kann die Wiederholung einzelner Prüfungsleistungen oder die Bewertung der betreffenden Prüfungsleistung mit „ungenügend“ oder der Ausschluss von der weiteren Teilnahme an der Jägerprüfung beschlossen werden.
Eingeschränkte Jägerprüfung zum Erwerb des Falknerjagdscheines
(1) Wird auf Antrag die Jägerprüfung lediglich als Voraussetzung für die Zulassung zur Falknerprüfung und den Erwerb eines Falknerjagdscheines abgenommen, finden § 7 Absatz 1 Nr. 1, Absatz 2 Nr. 2, §§ 9 und 10 keine Anwendung und gelten §§ 1 bis 8 und 11 bis 18 mit der Maßgabe, dass alle im Zusammenhang mit dem Schusswaffengebrauch stehenden Vorschriften entfallen. Insbesondere entfällt das jagdliche Schießen und sind Kenntnisse der Jagdwaffenkunde, der zuverlässigen Handhabung von Jagdwaffen, der Waffentechnik, der Zielhilfen, der Jagdhornsignale, des Waffenrechts und – soweit sie Jagdwaffen betreffen – der Unfallverhütungsvorschriften und der sonstigen einschlägigen Sicherheitsbestimmungen nicht nachzuweisen.
(2) Für die Gesamtnotenbildung und das Gesamtergebnis der eingeschränkten Jägerprüfung gilt § 14 mit der Maßgabe, dass sich die nach § 14 Absatz 1 Nr. 2 für jeden Prüfungsteil zu bildende Gesamtnote aus einem Sechstel der Summe der sechs Einzelnoten ergibt.
(3) Auf dem nach bestandener eingeschränkter Jägerprüfung zu erteilenden Prüfungszeugnis ist zu vermerken, dass die eingeschränkte Jägerprüfung nur zum Nachweis der Voraussetzungen für die Zulassung zur Falknerprüfung und den Erwerb eines Falknerjagdscheines dient.
Die Falknerprüfung als Voraussetzung für den Erwerb des Falknerjagdscheins (§ 15 Absatz 7 des Bundesjagdgesetzes) ist von der Jagdbehörde durchzuführen, wenn mindestens fünf Anträge auf Zulassung zur Falknerprüfung vorliegen.
(1) Für die Abnahme der Falknerprüfung wird von der Jagdbehörde ein Prüfungsausschuss gebildet, der sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt:
1. dem vorsitzenden Mitglied,
§ 2 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(2) Das vorsitzende Mitglied, das stellvertretend-vorsitzende Mitglied, die beisitzenden Mitglieder und die stellvertretend-beisitzenden Mitglieder werden von der Jagdbehörde auf Vorschlag des Stadtjägermeisters und nach Anhörung der Landesjägerschaft für fünf Jahre berufen. Alle Mitglieder müssen jagdpachtfähig sein und mindestens drei Mitglieder müssen Falknerjagdscheine besitzen. § 2 Absatz 2 Satz 3 sowie Absatz 2 bis 6 gelten entsprechend.
Gliederung der Prüfung (Prüfungsteile, Prüfungsfachgebiete und
Prüfungsgegenstände)
1. der schriftlichen Prüfung und
2. der mündlich-praktischen Prüfung.
4. Fachgebiet
(Beizwildkunde, Hege und Bejagung von Beizwild, Falknerhunde, Versorgung des gebeizten Wildes, Handhabung von blanken Waffen, Brauchtum)
(1) Für die schriftliche Prüfung gelten § 11 Absatz 1 und 2 entsprechend mit der Maßgabe, dass für jedes Prüfungsfachgebiet jeweils zehn Fragen zu beantworten sind und die schriftliche Prüfung zwei Stunden dauert.
(2) Die einzelnen Antworten der Fragen in der schriftlichen Prüfung sind nach dem Schlüssel des § 11 Absatz 3 zu bewerten.
(1) Die mündlich-praktische Prüfung erstreckt sich auf alle vier Prüfungsfachgebiete, wobei auch praktische Aufgaben gestellt werden können. Ein Teil der Prüfung soll in einem geeigneten Jagdrevier abgehalten werden.
(3) Die einzelnen Antworten oder Lösungen der Fragen oder Aufgaben bei der mündlichpraktischen Prüfung sind nach dem Schlüssel des § 11 Absatz 3 zu bewerten.
1. für jedes Prüfungsfachgebiete eine Gesamtnote (= Durchschnittsnote = die Hälfte der Summe der zwei Einzelnoten) und
2. für jeden Prüfungsteil eine Gesamtnote (= Durchschnittsnote = ein Viertel der Summe der vier Einzelnoten)zu bilden.
Im übrigen gelten § 14 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 bis 4 entsprechend.
Prüfungszeugnis, Rücktritt, Wiederholung der Falknerprüfung, Täuschung, Gebühren
(2) Gleichzeitig tritt die Jägerprüfungsordnung des Landes Bremen vom 18. November1982 (Brem.GBl. S. 333), geändert durch Verordnung vom 28. November 1983
(Brem.GBl. S. 5), außer Kraft.

References: § 3
 § 3
 § 17
 § 11
 § 12
 § 13
 § 8
 § 9
 § 8
 § 11
 § 11
 § 8
 § 12
 § 11
 § 12
 § 9
 § 10
 § 12
 § 18
 § 16
 § 17
 § 16
 § 10
 § 7
 § 14
 § 14

§ 2
 § 2
 § 11
 § 11
 § 11
 § 14