Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=05.05.2000&Aktenzeichen=22%20U%20148/99
Timestamp: 2019-12-11 18:47:59+00:00

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OLG Düsseldorf, 05.05.2000 - 22 U 148/99 - dejure.org
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OLG Düsseldorf, 05.05.2000 - 22 U 148/99 (https://dejure.org/2000,2337)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 05.05.2000 - 22 U 148/99 (https://dejure.org/2000,2337)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 05. Mai 2000 - 22 U 148/99 (https://dejure.org/2000,2337)
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Schadensersatz; Tierhalterhaftung; Haftung; Tierhalter; Pferd; Fußgänger; Betreten auf eigene Gefahr; Schmerzensgeld
Pferdetritt - Schmerzensgeldansprüche
BGB § 833 S. 2 § 834 S. 2 § 847 Abs. 1
Pferderecht - Verletzung eines Fußgängers durch weidende Pferde
LG Duisburg, 26.06.1999 - 4 O 63/99
LG Duisburg, 28.06.1999 - 4 O 63/99
NJW-RR 2001, 890
Möglich ist - nur - eine Aufteilung auf bisher eingetretene und etwaige künftige immaterielle Folgen (immaterieller Vorbehalt), sofern die künftige Entwicklung nicht übersehbar ist und weitere Beeinträchtigungen in Zukunft möglich sind (…vgl. BGH NJW-RR 1989, S. 1367;… OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, S. 927; NJW-RR 2001, S. 890, 892 f.;… OLG Oldenburg, NJW-RR 1988, S. 615;… OLG Celle, VersR 1973, S. 60, 61;… OLG Karlsruhe, VersR 1971, S. 1068;… s. auch OLG Frankfurt/Main, VersR 1995, S. 1061;… Palandt /Thomas, aaO., § 847 Rdn. 11).
Auch kein Mitverschulden hat das OLG Düsseldorf darin gesehen, dass sich eine Fußgängerin beim erlaubten Überqueren einer Weide vor ein Pferd gestellt hatte, das ihr den Weg versperrte, und es mit "Hau ab" verscheuchen wollte, worauf sich das Pferd umdrehte und sie trat (U. v. 05.05.2000, 22 U 148/99, BeckRS 2000, 30110149).
Der Anspruch auf Schmerzensgeld ist ein einheitlicher Anspruch, der nicht willkürlich in mehrere Teilbeträge zerlegt werden kann (vgl. hierzu auch BGH NJW 2004, 1243; OLG Düsseldorf, NJW-RR 2001, 890; siehe auch OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, 927).
Soweit die Beklagte sich auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (NJW-RR 2001, 890-893) beruft, in welcher der dortigen Verletzten ein Schmerzensgeld von 12.000 DM (6.135,50 EUR) zugesprochen worden ist, entspricht jener Fall dem vorliegenden darin, dass im Anschluss an eine Fraktur eines Unterschenkelknochens mit einer dauerhaften Minderung der Erwerbstätigkeit von 20 % zu rechnen war.
LG Köln, 20.06.2014 - 16 O 448/13
Bemessung des Schmerzensgeldes bei einem leichten Fall einer Tibiakopffraktur in …
Das OLG Düsseldorf (Urteil vom 05.05.2000, Az. 22 U 148/99) hat für eine Tibiakopffraktur ein Schmerzensgeld von 6.000 EUR bei komplikationsfreiem Heilungsverlauf und einer voraussichtlichen Dauer-MdE von 20 % für angemessen erachtet.

References: § 833
 § 834
 § 847
 BGH 
 § 847
 BGH