Source: https://pronovabkk.bgm-bkk.de/bgm-basics/artikel/steuerliche-vorteile-durch-bgm/
Timestamp: 2020-02-23 13:38:43+00:00

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Steuerliche Vorteile durch BGM BGM Online
© Perry Mastrovito / CB066165 / Corbis
Die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, liegt im Interesse der Arbeitnehmer, der Unternehmen sowie der Gesellschaft. Investitionen des Arbeitgebers in die Gesundheit der Mitarbeiter werden aus diesem Grund steuerlich gefördert (§ 3 Nr. 34 EStG). Jedes Unternehmen kann bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr für Maßnahmen der Gesundheitsförderung steuer- und sozialabgabenfrei investieren.
Voraussetzung dafür ist, dass die Maßnahmen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen nach § 20 und § 20b SGB V genügen. Die Handlungsfelder und Qualitätskriterien für Gesundheitskurse und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen aufgestellt und sind im Leitfaden Prävention einsehbar.
Gefördert werden qualitätsgeprüfte bzw. -zertifizierte Kurse und Aktivitäten zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands (individueller Ansatz, sog. Primärprävention) und zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Ob qualitätsgesicherte Fitnesskurse in Fitnessstudios oder Sportvereinen, Yogakurse, Schulungen der leitenden Beschäftigten zum Thema „mitarbeiterorientierte Führung“, die Teilnahme an einem Raucherentwöhnungsprogramm oder die Erlangung des Sportabzeichens – sind die Voraussetzungen erfüllt, ist vieles möglich. Da kleinere oder mittlere Unternehmen oft nicht die Kapazität haben, um eigene Gesundheitsförderungsmaßnahmen anzubieten, werden externe Angebote in Form von steuerfreien Barleistungen bezuschusst, sofern sie den Anforderungen nach § 20 und § 20b SGB V entsprechen.
Handlungsfelder sind im Einzelnen:
Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung sowie Vermeidung und Reduktion von Übergewicht
Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung (verhältnispräventive Ausrichtung)
Gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil (verhaltenspräventive Ausrichtung)
Von der Steuerbefreiung ausgeschlossen sind…
Mitgliedsbeiträge in nicht-qualitätsgesicherten Sportvereinen, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen.
Maßnahmen, die ausschließlich zum Erlernen einer Sportart dienen.
Trainingsprogramme mit einseitigen körperlichen Belastungen.
reine oder überwiegend gerätegestützte Trainings.
Maßnahmen von Anbietern, die ein wirtschaftliches Interesse am Verkauf von Begleitprodukten (z.B. Diäten, Nahrungsergänzungsmittel) haben.
Maßnahmen, die einen Einsatz von Medikamenten zur Gewichtsabnahme, Formula-Diäten (Nahrungsersatz-oder -ergänzungsmitteln) sowie extrem kalorienreduzierter Kost propagieren.
bereits von der Krankenkasse finanzierte Maßnahmen (keine Doppelfinanzierung).
Nähere Informationen erhalten Unternehmen von ihrem Steuerberater oder dem örtlichen Finanzamt.
Einkommensteuergesetz (EStG), § 3 Nr. 34: Betriebliche Gesundheitsförderung, online unter: www.bmg.bund.de/themen/praevention/betriebliche-gesundheitsfoerderung/steuerliche-vorteile.html
Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, (SGB), § 20: Primäre Prävention und Gesundheitsförderung, online unter: dejure.org/gesetze/SGB_V/20.html
Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, (SGB), § 20b: Betriebliche Gesundheitsförderung, online unter: dejure.org/gesetze/SGB_V/20b.html
GKV Spitzenverband: Anforderungen an Arbeitgeberleistungen zu Prävention und Gesundheitsförderung gemäß § 3 Nr. 34 EStG, online unter: https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/praevention__selbsthilfe__beratung/praevention/bgf/2015_Umsetzungshilfe_Jahressteuergesetz_kurz.pdf
Spitzenverband: Leitfaden Prävention in der Fassung vom 10. Dezember 2014, online unter: www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/publikationen/Leitfaden_Praevention-2014_barrierefrei.pdf

References: § 20
 § 20
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 § 3
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