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VGH Bayern, 24.06.2010 - 12 BV 09.2527 - dejure.org
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VGH Bayern, 24.06.2010 - 12 BV 09.2527 (https://dejure.org/2010,28883)
VGH Bayern, Entscheidung vom 24.06.2010 - 12 BV 09.2527 (https://dejure.org/2010,28883)
VGH Bayern, Entscheidung vom 24. Juni 2010 - 12 BV 09.2527 (https://dejure.org/2010,28883)
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FamRZ 2011, 331
Mit dieser Regelung soll nämlich verhindert werden, dass Leistungen, die nach ausdrücklicher öffentlich-rechtlicher Bestimmung für einen bestimmten Zweck erbracht werden, vom Berechtigten als Einkommen eingesetzt werden müssen und deshalb für ihren besonderen Zweck nicht mehr zur Verfügung stehen (vgl. VGH München, Urteil vom 24. Juni 2010 - 12 BV 09.2527 - FamRZ 2011, 331 f. sowie bereits Urteil vom 12. April 1984 - BVerwG 5 C 3.83 - BVerwGE 69, 177 zu § 77 Abs. 1 BSHG).
vgl. Stähr, in: Hauck, SGB VIII, Stand Juli 2010, § 93,Rn. 5a; Schindler, in: Münder/Meysen/Tren-czek, SGB VIII, § 93, Rn. 7, wohl auch Kinkel, in: LPK-SGB VIII, 3. Auflage, § 93, Rn. 3; Fieseler/Schleicher/Busche GK-SGB VIII, Stand Juli 2010, § 93, Rn. 6; BayVGH, Beschlüsse vom 11. März 2009 - 12 CS 08.3091 -, juris, vom 10. Februar 2010 - 12 ZB 08.3290 -, juris, und vom 24. Juni 2010 - 12 BV 09.2527 -, juris; VG Köln, Urteil vom 24. Januar 2008 - 26 K 2084/07 -, juris.
A.A. BayVGH, Urteil vom 24. Juni 2010 - 12 BV 09.2527 -, BayVBl 2011, 113, juris, m.w.N.
VGH Bayern, 22.10.2013 - 12 ZB 12.1161
Anrechnung von Wohngeld als Einkommen bei der Berechnung eines …
Der Kläger trat dem Zulassungsantrag entgegen und verwies auf die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. Juni 2010 (FamRZ 2011, 331), in der der Senat entschieden habe, dass es sich bei Wohngeld um eine aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu einem ausdrücklichen Zweck erbrachte Leistung im Sinne von § 93 Abs. 1 Satz 4 SGB VIII handele, die beim Einkommen des Kostenbeitragspflichtigen nicht berücksichtigt werden könne.
Das Verwaltungsgericht hat seine Auffassung, Wohngeld unterfalle nach § 93 Abs. 1 Satz 4 SGB VIII nicht dem spezifisch kostenbeitragsrechtlich zu bestimmenden Einkommensbegriff explizit auf das Urteil des Senats vom 24. Juni 2010 (Az. 12 BV 09.2527, BayVBl 2011, 113 ff. = FamRZ 2011, 331) gegründet.
Der Senat hat im Urteil vom 24. Juni 2010 (Az. 12 BV 09.2527, BayVBl. 2011, 113 ff. = FamRZ 2011, 331, insb. Rn. 33 sowie Leitsatz 1) bereits entschieden, dass es sich bei Wohngeld in Form des Mietzuschusses um eine aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu einem ausdrücklichen Zweck erbrachte Leistung im Sinne des § 93 Abs. 1 Satz 4 SGB VIII handelt.
Die vom Senat vertretene Rechtsauffassung wird darüber hinaus in der Kommentarliteratur weit überwiegend geteilt (…vgl. Degener in Jans/Happe/Saurbier/ Maas, Kinder- und Jugendhilferecht, § 93 SGB VIII Rn. 14;… Kunkel in Kunkel, SGB VIII, 4. Aufl. 2011, § 93 Rn. 12, 18;… Mann in Schellhorn/Fischer/Mann/Kern, SGB VIII, 4. Aufl. 2012, § 93 Rn. 13, 17;… Stähr in Hauck, SGB VIII, § 93 Rn. 14, 18; .a.A. Schindler in Münder/Meysen/Trenczek, Frankfurter Kommentar SGB VIII, 7. Aufl. 2013, § 93 Rn. 11, der - unter wohl unzutreffender Berufung auf BayVGH, U.v. 24.6.2010 - 12 BV 09.2527 - FamRZ 2011, 331 kein "Schutzbedürfnis" für das Wohngeld sieht.).
Zur getrennten Heranziehung von Ehegatten (wie BayVGH vom 24. Juni 2010 BayVBl 2011, 113).
Für die Zeit ab dem 1. Januar 2008 entfällt wegen der seinerzeit eingetretenen Nachrangigkeit der Unterhaltspflicht der Ehefrau durch die Reform des Unterhaltsrechts, die der Verordnungsgeber bei Erlass der Kostenbeitragsverordnung bereits in den Blick genommen hatte (dazu auch OVG SH vom 24.8.2009 unter Hinweis auf BR-Drs. 648/05 S. 10), diese Zuordnung zu einer um zwei Stufen niedrigeren Einkommensgruppe gemäß § 4 Abs. 1 KostenbeitragsV (ausführlich im Senatsurteil vom 24.6.2010 BayVBl 2011, 113), so dass die Berechnung des Beklagten auch insoweit rechtsfehlerfrei ist.
Anders ausgedrückt, hat der Gesetzgeber mit dem Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz die Kostenbeteiligung ausdrücklich mit Blick auf die Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfeleistungen reformieren wollen (…so auch Schindler, a.a.O., § 92 RdNr. 17; siehe auch BayVGH vom 24.6.2010 BayVBl 2011, 113).
Diese Auffassung orientiert sich insbesondere an dem rechtsstaatlichen Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung sowie dem in § 89f Abs. 1 S. 1 SGB VIII für Fälle der Kostenerstattung festgehaltenen Prinzip, dass eine Kostenerstattung nur dann stattzufinden hat, wenn "die Erfüllung der Aufgaben den Vorschriften dieses Buches entspricht" (…vgl. etwa OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 06.06.2008 - 12 A 144/06 -, FamRZ 2008, 2314;… VG Bremen, Urt. v. 03.06.2010 - 5 K 3294/07 -, juris;… VG Ansbach, Urt. v. 27.06.2006 - AN 14 K 05.04505 -, juris;… VG Arnsberg, Urt. v. 23.10,1995 - 11 K 3211/94 -, FamRZ 1997, 1373;… Wiesner, SGB VIII, Komm, 3. Aufl., § 91 RdNr. 13;… Münder u.a., Frankfurter Kommentar SGB VIII, 6. Aufl., vor Kap. 8 RdNr. 9;… Mrozynski, SGB VIII, Komm., 5. Aufl., § 91 RdNr. 2;… Schellhorn u.a., SGB VIII, Komm., 3. Aufl., § 92 RdNr. 7; Hauck/Noftz , SGB VIII, Komm., § 92 RdNr. 12; anderer Auffassung: Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 24.11.1999 - 12 L 4460/99 -, juris;… VG München, Urt. v. 12.11.2003 - M 18 K 02.3435 -, juris; offen lassen dies: Bayerischer VGH, Urt. v. 24.06.2010 - 12 BV 09.2527 -, BayVBl. 2011, 113 …und Urt. v. 09.02.2010 - 12 ZB 08.3230 -, juris; Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 18.09.2009 - 4 LA 706/07 -, NJW 2010, 311).
Sollte die Klägerin mit diesem Einwand die Rechtswidrigkeit der Hilfemaßnahme als solche oder ihrer Durchführung rügen wollen, so wäre dem entgegenzuhalten, dass die Rechtmäßigkeit der Hilfemaßnahme nach Auffassung der Kammer nicht im Rahmen einer Klage gegen den Kostenbeitragsbescheid geltend gemacht werden kann, wenn der Klagende die Möglichkeit gehabt hätte, die Hilfemaßnahme selbst gerichtlich anzugreifen und überprüfen zu lassen (…Kunkel, in: LPK-SGB VIII, 4. Auflage 2011, RdNr. 14 zu § 91; offen gelassen von BayVGH v. 24.6.2010, 12 BV 09.2527 und VGH Baden-Württemberg v. 17.3.2011, 12 S 2823/08).
Eine Heranziehung z.B. von Elternteilen zu Kostenbeiträgen kann daher grundsätzlich nur dann erfolgen, wenn die Hilfegewährung rechtmäßig war (…vgl. zum Ganzen: OVG NW, B.v. 28.8.2014 - 12 A 1034/14 - juris Rn. 8;… NdsOVG, B.v. 17.9.2013 - 4 LA 50/12 - juris Rn. 5;… VG Augsburg, U.v. 4.10.2011 - Au 3 K 10.347 - juris Rn. 28;… offengelassen in: BayVGH, B.v. 25.10.2012 - 12 ZB 11.501 - juris Rn. 6; U.v. 24.6.2010 - 12 BV 09.2527 - juris Rn. 27;… VGH BW, U.v. 17.3.2011 - 12 S 2823/08 - juris Rn. 36).
Dabei ist davon auszugehen, dass eine vom Gesetzgeber gewollte Belastung, die aufgrund gesetzlicher Regelung eine Vielzahl von Einzelfällen betrifft, in der Regel keine besondere Härte im Einzelfall darstellt, weil sie schon nicht den Leitvorstellungen, die den §§ 91 bis 93 SGB VIII zugrunde liegen, widerspricht (BayVGH, U.v. 24.6.2010 - 12 BV 09.2527 - FamRZ 2011, 331).
VGH Bayern, 27.06.2011 - 12 C 10.1472
Kinder- und Jugendhilfe - sowie Jugendförderungsrecht; Beschwerde gegen die …
VG Würzburg, 22.03.2012 - W 3 K 10.245
Kostenbeitrag; Wohngeld; behinderte Ehefrau; keine besondere Härte
VGH Bayern, 05.08.2010 - 12 C 10.1512

References: § 77
 § 93
 § 93
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 § 89
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