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Timestamp: 2019-10-14 13:48:36+00:00

Document:
Transparenzportal Bremen - Verordnung über das Naturschutzgebiet Werderland im Gebiet der Stadtgemeinde Bremen vom 26. September 1996
Verordnung über das Naturschutzgebiet Werderland im Gebiet der Stadtgemeinde Bremen vom 26. September 1996
Veröffentlichungsdatum:17.10.1996 Inkrafttreten13.12.2011 Zuletzt geändert durch:zuletzt geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 05.07.2011 und 13.12.2011 (Brem.GBl. 2012 S. 24)
FundstelleBrem.GBl. 1996, 307
Gliederungsnummer:791-a-29
Zitiervorschlag: "Verordnung über das Naturschutzgebiet Werderland im Gebiet der Stadtgemeinde Bremen vom 26. September 1996 (Brem.GBl. 1996, 307), zuletzt zuletzt geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 05. Juli 2011 und 13. Dezember 2011 (Brem.GBl. 2012 S. 24)"
juris-Abkürzung: Werderl1NatSchGebV BR
Gliederungs-Nr:: 791-a-29
Fundstelle: Brem.GBl. 1996, 307
Gliederungs-Nr: 791-a-29
Der in § 2 näher bezeichnete Landschaftsteil in der Stadtgemeinde Bremen, Ortsteil Burglesum, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet ist bei der obersten Naturschutzbehörde im Naturschutzbuch unter der Nummer 14 eingetragen und führt die Bezeichnung „Werderland“.
entlang des Ostufers des Zuwässerungsgrabens, der ca. 100 m östlich der Südwestecke des Naturschutzgebietes „Dunger See“ vom Weg aus nach Südwesten durch die Flurstücke 139/2 und 195, VR, Flur 198, verläuft, sowie fortlaufend entlang der Ostgrenze der Fluren VR, 196, und VR, 185, bis zur Südspitze des Flurstückes 55/4, VR, Flur 185, sodann entlang der Ost- und Südgrenze des Flurstückes 10/5, VR, Flur 186, bis zur Ostgrenze des Flurstückes 18/5, VR, Flur 186, und dieser folgend bis zum Nordrand der Niederbürener Landstraße;
im Süden und Westen:
entlang des Nordrandes der Niederbürener Landstraße bis zum Betonweg auf dem Flurstück 20/5, VR, 187, entlang der West- und Südgrenze dieses Flurstückes sowie der Süd- und Westgrenze des Flurstückes 21/3, VR, Flur 187, und der Westgrenze des Flurstückes 3, VR, Flur 187, folgend bis zur Nordwestecke dieses Flurstückes, sodann der Nordgrenze dieses Flurstückes ca. 45 m folgend, sodann am Ostrand des als Grünland genutzten Teils des Flurstückes 28/1, VR, Flur 190, und weiter in Richtung Nordnordwesten unter Ausschluss des ca. 50 m breiten als Grünland genutzten Teils dieses Flurstückes bis zur Westgrenze der Flur VR, 185, und dieser folgend bis zum Landweg und weiter an dessen Nordrand bis zur westlichen Grenze des Flurstücks 65/1, VR, 195, dieser in Richtung Norden folgend bis zum Südufer des Mittelfleets;
am Südufer des Mittelfleetes in Richtung Osten bis zum Ostufer des Lindemanns Sielgrabens, entlang dessen Ostufer ca. 425 m nach Norden und entlang des Südufers des Dwarskampfleetes durch die Flurstücke 162/3, 172/2, 116/3, 103/2, 93/3, 72/3 und 46/3, alle VR, Flur 196, bis zum Lesumbroker Sielgraben. Das Naturschutzgebiet umfasst ebenfalls die Flurstücke 1, 2/3, 3/10 und 24/2 (teilweise), 25/2, 25/5 und 26, alle VR, Flur 194, auf dem Schönebecker Sand. Die Grenze verläuft in diesem Gebietsteil entlang der Ostkante des Weges an der Weser, der Böschungsoberkante der Lesum und 5 m vor dem Deichfuß des Landesschutzdeiches. Entlang dessen Westufer ca. 200 m nach Norden bis zur Höhe des hier abknickenden „Ökopfades“, entlang des „Ökopfades“ Richtung Osten und unter Einschluß der nördlich angrenzenden Wasser- und Brachflächen bis zur Grenze des Naturschutzgebietes „Dunger See“, sodann entlang der Westgrenze des Naturschutzgebietes „Dunger See“ bis zu dessen Südwestecke, von dort entlang der Südseite des südlich des Dunger Sees gelegenen Weges ostwärts.
(2) Der genaue Grenzverlauf des Naturschutzgebietes ist mit einer schwarzgestrichelten Linie in der dieser Verordnung beiliegenden Karte (Deutsche Grundkarte), Maßstab 1:5 000, eingetragen. Die Grenze verläuft an der Außenkante dieser Linie. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung. Sie wird beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr - oberste Naturschutzbehörde - aufbewahrt. Diese Verordnung nebst Karte kann während der üblichen Dienstzeiten kostenfrei eingesehen werden.
(3) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 330,7 ha.
(1) Zweck der Unterschutzstellung ist es, einen wesentlichen Teil des zentralen Werderlandes, das noch als offener Landschaftsraum mit großflächigem und störungsarmem Grünland-Graben-Areal verblieben ist, sowie das Sandfeld Mittelsbüren und den Schönebecker Sand als Lebensraum spezieller, an diese Verhältnisse angepasster Pflanzen- und Tiergemeinschaften mit zum Teil stark gefährdeten Arten auch als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 innerhalb des besonderen Schutzgebietes DE 2817-401 „Werderland“ und des Gebietes gemeinschaftlicher Bedeutung DE 2817- 301 „Werderland“ im Biotopverbundsystem des Bremer Feuchtgrünlandringes und der Wümme-Hamme-Niederung sowie der Ochtumniederung zu erhalten und zu entwickeln.
(2) Schutzzweck ist weiterhin der Erhalt und die Entwicklung der Lebensraumtypen 3150 („Natürliche eutrophe Seen“) und 6510 („Magere Flachland-Mähwiesen“) gemäß Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206, S. 7), die zuletzt durch die Richtlinie 2006/105/EG (ABl. L 363, S. 368) geändert worden ist.
(3) Schutzgüter sind insbesondere die
großflächigen von Gräben durchzogenen Feuchtgrünlandgebiete als Brut- und Nahrungsgebiet für Wiesenvögel, zum Beispiel Kiebitz, Rotschenkel, Bekassine und Braunkehlchen, sowie als Rastgebiet für Limikolen, zum Beispiel Kiebitz, sowie für Silberreiher, Schwäne und Gänse,
Röhricht-, Gehölz- und Uferstrukturen der Braken, Kolke und großen Fleete als Brut- und Nahrungsgebiet insbesondere für Röhricht- und Gehölzbrüter wie Schilfrohrsänger, Blaukehlchen und Neuntöter, sowie als Rastgebiet für Wasser- und Watvögel,
strukturreichen Brachen, Röhrichte und Kleingewässer, insbesondere entlang des „Ökopfades“, mit zum Teil seltenen Arten,
mageren Sandrasen auf dem Sandfeld Mittelsbüren als Lebensraum trockenheitsliebender Tier- und Pflanzenarten,
großen Schilfröhrichte und Prielsysteme auf dem Schönebecker Sand, insbesondere als Lebensraum schilf- und röhrichtbewohnender Vogelarten wie Rohrweihe, Schilfrohrsänger, Blaukehlchen und Wachtelkönig.
(4) Schutzzweck ist darüber hinaus der Erhalt des für den Landschaftsraum Wesermarsch charakteristischen Landschaftsbildes der offenen, durch Grünland und Gräben geprägten Kulturlandschaft.
(5) Prioritäre Lebensraumtypen gemäß Anhang I oder prioritäre Arten gemäß Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG kommen im Schutzgebiet nicht vor.
die Ruhe der Natur durch Lärm oder auf andere Weise zu stören (insbesondere durch Tonwiedergabegeräte, Modellflugzeuge, Lenkdrachen);
Bodenbestandteile zu entnehmen, Sprengungen, Bohrungen oder Grabungen vorzunehmen, Stoffe aller Art aufzuschütten oder einzubringen oder das Bodenrelief, insbesondere Mulden und Senken sowie Wasserläufe, zu verändern, soweit es sich nicht um Maßnahmen im Sinne des § 7 handelt;
mineralische stickstoffhaltige Düngemittel aufzubringen;
in der Zeit vom 1. März bis 10. Juni eines jeden Jahres das Grünland zu walzen, zu schleppen, zu striegeln, zu mähen sowie Düngemittel aufzubringen, soweit diese nicht nach den Nummern 14 und 15 generell verboten sind;
in der Zeit vom 1. Mai bis 10. Juni eines jeden Jahres das Grünland mit mehr als zwei Tieren je Hektar zu beweiden, Weideflächen sind nach jedem Weidegang nachzumähen; die Nutzung als Portionsweise ist unzulässig. Vor dem 1. Mai eines jeden Jahres ist keine Beweidung zulässig;
die erforderliche Räumung oder Krautung von Gräben und Fleeten in der Zeit vom 15. November bis 31. August durchzuführen. Diese dürfen innerhalb einer Räumungsperiode nur von einer Seite des Grabens aus vorgenommen werden. Der Einsatz von Grabenfräsen ist unzulässig;
die landwirtschaftliche Nutzung unter Beachtung der Verbote nach § 4 , wobei Handlungen nach den Nummern 1 und 3 sowie das Betreten von Grundstücken durch die Eigentümer, sonstige Berechtigte und deren Beauftragte zulässig sind. Ferner die Ausbringung von Stallmist und Phosphor-Kali-Dünger in der Zeit vom 1. März bis zum 10. Juni mit Zustimmung der obersten Naturschutzbehörde.
die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gräben und Fleete, soweit sie nicht durch § 4 Nummer 19 eingeschränkt wird;
die ordnungsgemäße Unterhaltung und Erneuerung der öffentlichen Ver- und Entsorgungsleitungen im Rahmen der vorhandenen Trassen unter Beachtung des Schutzzweckes nach § 3 ; die oberste Naturschutzbehörde ist vor Durchführung dieser Maßnahmen zu unterrichten;
der Betrieb und die Unterhaltung der auf dem Flurstück 10, VR, Flur 187, errichteten Windkraftanlagen im Rahmen der bestehenden Genehmigungen;
das Abbrennen von genehmigten oder angezeigten Osterfeuern auf dem Flurstück 10/5, VR, 186;
die Nutzung und Unterhaltung der Lesum als Bundeswasserstraße nach Maßgabe des Bundeswasserstraßengesetzes unter Berücksichtigung der Regelungen des Natur- und Landschaftsschutzes.
einem Verbot oder Gebot nach §§ 4 oder 5 zuwiderhandelt oder gegen §§ 6 oder 9 verstößt,
einer Nebenbestimmung nach § 8 Absatz 2 zuwiderhandelt,
einer vollziehbaren Verpflichtung nach § 11 nicht nachkommt oder zuwiderhandelt.
(1) Die Naturschutzbehörde kann anordnen, daß derjenige, der nach § 4 verbotene Handlungen vornimmt, den ursprünglichen Zustand soweit wie möglich wiederherzustellen hat, indem er die eingetretenen Schäden oder Veränderungen auf seine Kosten beseitigt.
Senator für Frauen, Gesundheit,
Verordnung über das Naturschutzgebiet Werderland im Gebiet der Stadtgemeinde Bremen vom 26. September 1996 18.10.1996
§ 5 - Beseitigung baulicher Anlagen 18.10.1996
§ 7 - - aufgehoben - 17.12.2010
§ 11 - Wiederherstellung 17.12.2010
§ 12 - Vollzug 17.12.2010
§ 13 - Inkrafttreten 17.12.2010

References: § 2
 § 7
 § 4
 § 4
 § 3
 § 8
 § 11
 § 4

§ 5

§ 7

§ 11

§ 12

§ 13