Source: http://www.gesetze-im-internet.de/d_v_2017/BJNR130510017.html
Timestamp: 2020-02-28 23:39:39+00:00

Document:
"Düngeverordnung vom 26. Mai 2017 (BGBl. I S. 1305)"
(+++ Textnachweis ab: 2.6.2017 +++)
EWGRL 676/91            (CELEX Nr: 391L0676)
EGRL 81/2001            (CELEX Nr: 32001L0081) +++)
Die V wurde als Art. 1 der V v. 26.5.2017 I 2017 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium der Finanzen mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen. Sie ist gem. Art. 5 Satz 1 dieser V am 2.6.2017 in Kraft getreten.
Anlage 1 Mittlere Nährstoffausscheidung landwirtschaftlicher Nutztiere; mittlere Nährstoffaufnahme von Wiederkäuern aus Grobfutter
Anlage 2 Kennzahlen für die sachgerechte Bewertung zugeführter Stickstoffdünger
Anlage 3 Mindestwerte für die Ausnutzung des Stickstoffs aus organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln im Jahr des Aufbringens, die aus folgenden Ausgangsstoffen bestehen
Anlage 4 Ermittlung des Stickstoffdüngebedarfs
Anlage 5 Jährlicher betrieblicher Nährstoffvergleich
Anlage 6 Mehrjähriger betrieblicher Nährstoffvergleich
Anlage 7 Stickstoffgehalt pflanzlicher Erzeugnisse
Anlage 8 Geräte zum Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, die nicht den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen
Anlage 9 Dunganfall bei der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere; Umrechnungsschlüssel zur Ermittlung der Großvieheinheiten (GV)
(2) Vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat mit Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln hat der Betriebsinhaber den Düngebedarf der Kultur für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit nach den Vorgaben des § 4 zu ermitteln. Satz 1 gilt nicht für die in § 8 Absatz 6 genannten Flächen und Betriebe sowie im Falle von Phosphat für Schläge, die kleiner als ein Hektar sind. Abweichend von Satz 1 können beim Anbau von Gemüse- und Erdbeerkulturen mehrere Schläge und Bewirtschaftungseinheiten, die jeweils kleiner als 0,5 Hektar sind, für die Zwecke der Düngebedarfsermittlung im Falle von Stickstoff zusammengefasst werden, höchstens jedoch zu einer Fläche von zwei Hektar. Abweichend von Satz 1 sind ferner bei satzweisem Anbau von Gemüsekulturen bis zu drei Düngebedarfsermittlungen im Abstand von höchstens jeweils sechs Wochen durchzuführen, bei satzweisem Anbau auf zusammengefassten Flächen mindestens für eine der satzweise angebauten Gemüsekulturen.
(3) Der nach Absatz 2 Satz 1 ermittelte Düngebedarf darf im Rahmen der geplanten Düngungsmaßnahme nicht überschritten werden. Teilgaben sind zulässig. Abweichend von Satz 1 sind Überschreitungen des nach Satz 1 ermittelten Düngebedarfs beim Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nur zulässig, soweit auf Grund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse, ein höherer Düngebedarf besteht. Im Falle des Satzes 3 hat der Betriebsinhaber vor dem Aufbringen der dort genannten Stoffe
Im Falle des Satzes 4 gelten Satz 1 und Absatz 2 Satz 2 bis 4 entsprechend.
Bei der Ermittlung der Gehalte nach Satz 1 Nummer 2 sind für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft und Düngemittel, bei denen es sich um Gärrückstände aus dem Betrieb einer Biogasanlage handelt, mindestens die Werte nach Anlage 1 Tabelle 1 und Anlage 2 Zeile 5 bis 9 Spalte 2 und 3 heranzuziehen.
Für in Anlage 3 nicht genannte Düngemittel sind im Falle des Satzes 1 Nummer 2 die anzusetzenden Werte bei der nach Landesrecht zuständigen Stelle zu erfragen. Als Aufbringungsverluste dürfen bei der Verwendung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und Düngemitteln, bei denen es sich um Gärrückstände aus dem Betrieb einer Biogasanlage handelt, höchstens die sich aus Anlage 2 Zeile 5 bis 9 ergebenden Werte, bei anderen organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln höchstens zehn vom Hundert der nach Absatz 4 bekannten, ermittelten oder festgestellten Gehalte an Gesamtstickstoff berücksichtigt werden.
(6) Auf Schlägen, bei denen die Bodenuntersuchung nach § 4 Absatz 4 Satz 1 Nummer 2 ergeben hat, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel) 20 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach dem Calcium-Acetat-Lactat-Extraktionsverfahren (CAL-Methode), 25 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach dem Doppel-Lactat-Verfahren (DL-Methode) oder 3,6 Milligramm Phosphor je 100 Gramm Boden nach dem Elektro-Ultrafiltrationsverfahren (EUF-Verfahren) überschreitet, dürfen phosphathaltige Düngemittel höchstens bis in Höhe der voraussichtlichen Phosphatabfuhr aufgebracht werden; im Rahmen einer Fruchtfolge kann die voraussichtliche Phosphatabfuhr für einen Zeitraum von höchstens drei Jahren zu Grunde gelegt werden. Wenn schädliche Gewässerveränderungen in Folge des Aufbringens phosphathaltiger Düngemittel nach Satz 1 festgestellt werden, kann die nach Landesrecht zuständige Stelle im Einzelfall gegenüber dem Betriebsinhaber anordnen, dass abweichend von Satz 1 nur geringere Phosphatmengen aufgebracht werden dürfen, oder das Aufbringen phosphathaltiger Düngemittel untersagen.
für Phosphat auf Grundlage der Untersuchung repräsentativer Bodenproben, die für jeden Schlag ab einem Hektar, in der Regel im Rahmen einer Fruchtfolge, mindestens alle sechs Jahre durchzuführen sind. Ausgenommen sind Flächen nach § 8 Absatz 6 Nummer 2.
Abweichend von Satz 3 dürfen unter den in Satz 3 Nummer 2 bis 4 genannten Voraussetzungen mit Düngemitteln, bei denen es sich um Festmist von Huftieren oder Klauentieren oder Komposte handelt, mehr als 60 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar aufgebracht werden.
(2) Beim Aufbringen von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln ist
Im Falle des Satzes 1 Nummer 1 ist zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abstand von mindestens vier Metern in Abhängigkeit von der Ausbringungstechnik zwischen dem Rand der durch die Streubreite bestimmten Aufbringungsfläche und der Böschungsoberkante des jeweiligen oberirdischen Gewässers einzuhalten. Abweichend von Satz 1 Nummer 1 in Verbindung mit Satz 2 beträgt der Abstand mindestens einen Meter, soweit für das Ausbringen der in Satz 1 genannten Stoffe Geräte, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite entspricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen, verwendet werden. Innerhalb eines Abstandes von einem Meter zur Böschungsoberkante eines oberirdischen Gewässers ist das Aufbringen der in Satz 1 genannten Stoffe verboten.
(3) Zur Vermeidung von Abschwemmungen in oberirdische Gewässer dürfen stickstoff- oder phosphathaltige Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel auf Flächen, die innerhalb eines Abstandes von 20 Metern zur Böschungsoberkante eines solchen Gewässers eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens zehn vom Hundert aufweisen (stark geneigte Flächen), innerhalb eines Abstandes von fünf Metern zur Böschungsoberkante nicht aufgebracht werden. Auf stark geneigten Ackerflächen dürfen ferner die in Satz 1 genannten Stoffe innerhalb eines Abstandes zwischen fünf und 20 Metern zur Böschungsoberkante nur wie folgt aufgebracht werden:
Die Absätze 1 und 2 bleiben unberührt.
(2) Die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, die unter Verwendung von Knochenmehl, Fleischknochenmehl oder Fleischmehl hergestellt wurden, ist auf landwirtschaftlich genutztem Grünland und Dauergrünland sowie zur Kopfdüngung im Gemüse- oder Feldfutterbau verboten. Wer die in Satz 1 bezeichneten Stoffe auf sonstigen landwirtschaftlich genutzten Flächen aufbringt, hat diese sofort einzuarbeiten.
(3) Die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, zu deren Herstellung Kieselgur verwendet wurde, ist auf bestelltem Ackerland, auf Grünland, auf Dauergrünland, im Feldfutterbau sowie auf Flächen, die für den Gemüse- oder bodennahen Obstanbau vorgesehen sind, verboten. Wer die in Satz 1 bezeichneten Stoffe auf sonstigen landwirtschaftlich genutzten Flächen aufbringt, hat diese sofort einzuarbeiten. Die Anwendung von trockenen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, zu deren Herstellung Kieselgur verwendet wurde, ist verboten. Die Anwendung der in den Sätzen 1 und 3 bezeichneten Stoffe außerhalb landwirtschaftlich genutzter Flächen ist verboten.
(4) Die Anwendung von flüssigen Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft ist zur Kopfdüngung im Gemüsebau verboten. Im Übrigen ist die Anwendung von flüssigen Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft im Gemüsebau nur gestattet, wenn der Zeitraum zwischen der Anwendung und der Ernte der Gemüsekulturen nicht weniger als zwölf Wochen beträgt.
(2) Bei der Ermittlung der Nährstoffabfuhr der angebauten Kulturen nach Absatz 1 in Verbindung mit Anlage 5 sind für den Stickstoffgehalt die Werte nach Anlage 7 Tabelle 1 bis 3 heranzuziehen. Für Kulturen, die in Anlage 7 Tabelle 1 bis 3 nicht genannt sind, sind die Stickstoffgehalte bei der nach Landesrecht zuständigen Stelle zu erfragen. Satz 2 gilt auch für die Phosphatgehalte der angebauten Kulturen. Werden die Nährstoffgehalte in den Haupternte- oder Nebenernteprodukten auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter Untersuchungs- oder Messmethoden ermittelt, so sind abweichend von den Sätzen 1 bis 3 diese Werte bei der Ermittlung der Nährstoffabfuhr zu verwenden.
(3) Betriebsinhaber, die Tierarten halten, die in Anlage 1 Tabelle 2 aufgeführt sind, haben abweichend von Absatz 2 die Nährstoffabfuhr von den Grobfutterflächen wie folgt zu berechnen:
Nährstoffabfuhr =
Nährstoffaufnahme aus dem Grobfutter nach Anlage 1 Tabelle 2 je Tier oder Stallplatz x Anzahl der Tiere oder Stallplätze + Nährstoffabfuhr über abgegebenes Grobfutter – Nährstoffzufuhr über erworbenes Grobfutter.
Für nicht verwertete Futtermengen darf der Betriebsinhaber für Feldfutter einen Zuschlag von bis zu 15 vom Hundert und für Grünland und Dauergrünland einen Zuschlag von bis zu 25 vom Hundert der nach Satz 1 ermittelten Nährstoffabfuhr vornehmen.
(5) Um Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei der Anwendung bestimmter Düngemittel, beim Anbau bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Qualitäten, der Haltung bestimmter Tierarten oder der Nutzung bestimmter Haltungsformen oder nicht zu vertretenden Ernteausfällen Rechnung zu tragen, darf der Betriebsinhaber unvermeidliche Verluste und erforderliche Zuschläge nach Vorgabe oder in Abstimmung mit der nach Landesrecht zuständigen Stelle berücksichtigen. Außerdem darf der Betriebsinhaber für die Ermittlung der Ergebnisse des Stickstoffvergleichs beim Anbau von Gemüsekulturen unvermeidliche Verluste in Höhe von 60 Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr berücksichtigen. Satz 2 gilt nicht für Flächen, auf denen Chicoréerüben, Kürbis, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzel, Speiserüben, Stangenbohnen, Wurzelpetersilie oder Trockenspeisezwiebeln angebaut wurden.
(2) Der im Rahmen des betrieblichen Nährstoffvergleiches nach § 8 Absatz 1 für Stickstoff nach Anlage 6 Zeile 10 im Durchschnitt der drei letzten Düngejahre ermittelte Kontrollwert soll möglichst niedrig sein. Der Betriebsinhaber hat sicherzustellen, dass der in Satz 1 genannte Kontrollwert 60 Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr, in den 2018, 2019 und 2020 und später begonnenen Düngejahren 50 Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr nicht überschreitet.
(3) Der im Rahmen des betrieblichen Nährstoffvergleiches nach § 8 Absatz 1 für Phosphat nach Anlage 6 Zeile 10 im Durchschnitt der sechs letzten Düngejahre ermittelte Kontrollwert soll möglichst niedrig sein. Der Betriebsinhaber hat sicherzustellen, dass der in Satz 1 genannte Kontrollwert 20 Kilogramm Phosphat je Hektar und Jahr, in den ab 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und später begonnenen Düngejahren 10 Kilogramm Phosphat je Hektar und Jahr nicht überschreitet.
(4) Stellt die nach Landesrecht zuständige Stelle eine Überschreitung des nach Absatz 2 Satz 2 oder Absatz 3 Satz 2 zulässigen Kontrollwertes fest, hat sie anzuordnen, dass der Betriebsinhaber im Jahr der Feststellung an einer von der zuständigen Stelle anerkannten Düngeberatung teilzunehmen hat. Die Teilnahme ist der zuständigen Stelle vom Betriebsinhaber innerhalb von zwei Wochen nach der Teilnahme nachzuweisen. Die Düngeberatung ist auf die Einhaltung der zulässigen Kontrollwerte auszurichten.
Überschreitungen nach § 3 Absatz 3 Satz 3 einschließlich der Gründe für den höheren Düngebedarf sind unverzüglich nach der Überschreitung aufzuzeichnen. Betriebsinhaber haben ferner bis zum 31. März des auf das jeweils abgelaufene Düngejahr folgenden Kalenderjahres die Ausgangsdaten und Ergebnisse der Nährstoffvergleiche nach § 8 Absatz 1 nach den Anlagen 5 und 6 aufzuzeichnen. Ausgenommen von den Sätzen 1 bis 3 sind Flächen und Betriebe nach § 8 Absatz 6.
Geräte zum Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln müssen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Das Aufbringen von Stoffen nach Satz 1 mit Geräten nach Anlage 8 ist verboten.
(1) Das Fassungsvermögen von Anlagen zur Lagerung von Wirtschaftsdüngern und Gärrückständen aus dem Betrieb einer Biogasanlage, die als Düngemittel angewendet werden sollen, muss auf die Belange des jeweiligen Betriebes und des Gewässerschutzes abgestimmt sein. Das Fassungsvermögen muss größer sein als die Kapazität, die in dem Zeitraum erforderlich ist, in dem das Aufbringen der in Satz 1 genannten Düngemittel auf landwirtschaftlich genutzten Flächen nach § 6 Absatz 8 und 9 verboten ist.
(2) Unbeschadet des Absatzes 1 Satz 2 haben Betriebe, die flüssige Wirtschaftsdünger, wie Jauche oder Gülle, oder Gärrückstände im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 erzeugen, sicherzustellen, dass sie mindestens die in einem Zeitraum von sechs Monaten anfallenden flüssigen Wirtschaftsdünger oder Gärrückstände sicher lagern können. Bei der Berechnung des Fassungsvermögens der Lagerbehältnisse ist der Dunganfall für jeden belegten Stallplatz nach Anlage 9 Tabelle 1 zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind bei der Lagerung anfallende Mengen an Niederschlags- und Abwasser sowie Silagesickersäfte und verbleibende Lagermengen, die betriebsmäßig nicht abgepumpt werden können, zu berücksichtigen. Bei der Berechnung des Fassungsvermögens können Zeiten, in denen die in Anlage 9 Tabelle 1 genannten Nutztiere im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. April des Folgejahres nicht im Stall stehen, durch entsprechende Abschläge berücksichtigt werden.
(3) Betriebe, die die in Absatz 2 Satz 1 genannten Wirtschaftsdünger erzeugen und nach dem in Anlage 9 Tabelle 2 genannten Umrechnungsschlüssel mehr als drei Großvieheinheiten je Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen halten, sowie Betriebe, die solche Wirtschaftsdünger oder in Absatz 2 Satz 1 genannte Gärrückstände erzeugen und über keine eigenen Aufbringungsflächen verfügen, haben ab dem 1. Januar 2020 sicherzustellen, dass sie mindestens die in einem Zeitraum von neun Monaten anfallenden flüssigen Wirtschaftsdünger oder Gärrückstände sicher lagern können, wenn sie diese im Betrieb verwenden oder an andere zu Düngezwecken abgeben. Absatz 2 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.
(4) Unbeschadet des Absatzes 1 Satz 2 haben Betriebe, die Festmist oder Kompost erzeugen, ab dem 1. Januar 2020 sicherzustellen, dass sie jeweils mindestens die in einem Zeitraum von zwei Monaten anfallende Menge der genannten Düngemittel sicher lagern können. Absatz 2 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.
(2) Den Landesregierungen wird die Befugnis übertragen, zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat durch Rechtsverordnung auf Grund des § 3 Absatz 4 Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 Nummer 3 und mit Absatz 5 des Düngegesetzes abweichende Vorschriften zu erlassen für
Eine Eutrophierung durch Phosphat im Sinne von Satz 1 Nummer 2 ist anzunehmen, wenn im Falle von langsam fließenden oberirdischen Gewässern die Werte für Orthophosphat-Phosphor nach Anlage 7 Nummer 2.1.2 der Oberflächengewässerverordnung vom 20. Juni 2016 (BGBl. I S. 1373) und im Falle von stehenden oberirdischen Gewässern die Werte für Gesamtphosphor nach Anlage 7 Nummer 2.2 der Oberflächengewässerverordnung überschritten sind. Die Landesregierungen können im Falle des Satzes 1 Nummer 1 Gebiete, die dem Bereich eines Grundwasserkörpers entsprechen, in dem weder mehr als 37,5 Milligramm Nitrat je Liter und eine ansteigende Tendenz des Nitratgehalts noch mehr als 50 Milligramm Nitrat je Liter festgestellt worden sind, von den in Satz 1 genannten abweichenden Vorschriften ausnehmen. Soweit und solange dies erforderlich ist, schreiben sie mindestens drei der nachfolgenden Anforderungen vor:
abweichend von § 4 Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 ist vor dem Aufbringen wesentlicher Mengen an Stickstoff der im Boden verfügbare Stickstoff vom Betriebsinhaber auf jedem Schlag oder jeder Bewirtschaftungseinheit – außer auf Grünlandflächen, Dauergrünlandflächen und Flächen mit mehrschnittigem Feldfutterbau – für den Zeitpunkt der Düngung, mindestens aber jährlich, durch Untersuchung repräsentativer Proben zu ermitteln,
Soweit sich Anforderungen in einer Rechtsverordnung nach den Sätzen 1 bis 4 auf den ganzen Betrieb beziehen, können die Landesregierungen auch ihre Anwendung auf Betriebe regeln, deren Flächen nicht vollständig im Geltungsbereich der Rechtsverordnung liegen.
(3) Soweit die Landesregierungen Rechtsverordnungen nach Absatz 2 erlassen, gelten die nach Landesrecht vorgeschriebenen Abweichungen nicht für Betriebe, die gegenüber der nach Landesrecht zuständigen Stelle nachweisen, dass der betriebliche Nährstoffvergleich nach § 8 Absatz 1 für Stickstoff nach Anlage 6 Zeile 10 im Durchschnitt der letzten drei Düngejahre den Kontrollwert von 35 Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr nicht überschreitet. In diesem Fall gelten die Vorgaben dieser Verordnung.
(4) Die Landesregierungen können in einer Rechtsverordnung nach Absatz 2 Satz 1 vorsehen, dass die nach Landesrecht zuständige Stelle auf Antrag Ausnahmen von den in der Rechtsverordnung nach Absatz 2 Satz 4 vorgesehenen Abweichungen für solche Betriebe genehmigen kann, die an einem Agrarumweltprogramm oder mehreren Agrarumweltprogrammen des Landes teilnehmen, wenn dieses oder diese
Die nach Landesrecht zuständige Stelle hat bei der Entscheidung nach Satz 1 die Bewirtschaftungsziele im Sinne des § 47 des Wasserhaushaltsgesetzes einzubeziehen. Die Genehmigung nach Satz 1 ist bei Änderungen von Regelungen nach Absatz 2 Satz 4 in einer Rechtsverordnung nach Absatz 2 Satz 1 oder bei Änderungen der die Genehmigung begründenden Tatsachen nach Satz 1 und Satz 2 neu zu erteilen. Im Falle einer Ausnahmegenehmigung nach Satz 1 gelten die Vorgaben dieser Verordnung.
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1317 - 1323)
Mittlere Nährstoffausscheidung landwirtschaftlicher Nutztiere je Stallplatz und Jahr bzw. je Tier1
4. Jungrinderaufzucht Erstkalbealter 27 Monate; 605 kg Zuwachs je aufgezogenes Tier je Tier und Jahr
5. Grünlandbetrieb, mit und ohne Flächen im „Naturschutz“ konventionell 57 16,4
10. mittelschwere und schwere Rassen Grünlandbetrieb (mit Weidegang) 6 000 kg ECM 114 36
11. 8 000 kg ECM 129 43
12. 10 000 kg ECM 143 47
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 109 37
14. 8 000 kg ECM 124 43
15. 10 000 kg ECM 141 48
16. 12 000 kg ECM 159 55
17. Ackerfutterbaubetrieb (mit Weidegang) 6 000 kg ECM 103 37
18. 8 000 kg ECM 117 42
19. 10 000 kg ECM 134 47
20. 12 000 kg ECM 153 52
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 100 36
22. 8 000 kg ECM 115 42
23. 10 000 kg ECM 133 47
24. 12 000 kg ECM 152 52
25. leichte Rassen Ackerfutterbaubetrieb 5 000 kg ECM 76 27
26. 7 000 kg ECM 91 33
27. 9 000 kg ECM 111 42
30. Rosa-Kalbfleisch Erzeugung Mast von 50 bis 350 kg LM; 1,3 Umtriebe p.a. 31,0 12,7
46. Ferkelaufzucht bis 8 kg LM 22 aufgezogene Ferkel
55. Ferkelaufzucht bis 28 kg LM 22 aufgezogene Ferkel
65. 450 g Tageszunahme im Mittel der Aufzucht 8 bis 28 kg LM Universalfutter 3,8 1,4
68. 500 g Tageszunahme im Mittel der Aufzucht 8 bis 28 kg LM Universalfutter 4,2 1,6
72. Jungsauenaufzucht 28 bis 115 kg LM;
74. Jungsaueneingliederung 95 bis 135 kg LM;
500 – 600 kg LM Stallhaltung 51,1 23,4
100. Aufzuchtpferde Großpferd; 365 kg Zuwachs; Stall-/Weidehaltung; 6. – 36. Monat 44,5 18,9
101. Pony; 150 kg Zuwachs; Stall-/Weidehaltung; 6. – 36. Monat 31,6 13,5
109. 52 aufgezogene Jungtiere/Häsin
116. Junghennenaufzucht 3,5 kg Zuwachs Standardfutter 0,269 0,176
118. Legehennenhaltung 17,6 kg Eimasse/Tier Standardfutter 0,764 0,396
130. Hähne 22,1 kg Zuwachs; bis 21 Wochen Mast (56,4 kg Futterverbrauch je Tier) Standardfutter 2,145 1,209
Mittlere Nährstoffaufnahme von Wiederkäuern aus Grobfutter je Stallplatz und Jahr bzw. je Tier1
Nährstoffaufnahme in kg
2. Jungrinderaufzucht Erstkalbealter 27 Monate; 605 kg Zuwachs je aufgezogenes Tier je Tier und Jahr
3. Grünlandbetrieb, mit und ohne Flächen im „Naturschutz“ konventionell 58 17
8. mittelschwere und schwere Rassen Grünlandbetrieb (mit Weidegang) 6 000 kg ECM 108 33
8 000 kg ECM 111 34
10 000 kg ECM 113 36
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 98 31
10. 8 000 kg ECM 98 31
11. 10 000 kg ECM 101 33
12. Ackerfutterbaubetrieb (mit Weidegang) 6 000 kg ECM 86 28
13. 8 000 kg ECM 93 31
14. 10 000 kg ECM 98 33
15. 12 000 kg ECM 101 34
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 77 27
17. 8 000 kg ECM 84 29
18. 10 000 kg ECM 89 31
19. 12 000 kg ECM 94 32
20. leichte Rassen Ackerfutterbaubetrieb 5 000 kg ECM 68 22
21. 7 000 kg ECM 75 25
22. 9 000 kg ECM 80 27
24. Rosa-Kalbfleisch Erzeugung Mast von 50 bis 350 kg LM; 1,3 Umtriebe p.a. 7,0 2,9
Kennzahlen für die sachgerechte Bewertung zugeführter Stickstoffdünger
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1324)
Anzurechnende Mindestwerte in Prozent der Ausscheidungen an Gesamtstickstoff in Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und andere Kenngrößen
Gärrückstände Festmist, Jauche Weidehaltung2
ab 1.1.2020: 75 60 25
Mindestwerte für die Ausnutzung des Stickstoffs aus organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln im Jahr des Aufbringens, die aus folgenden Ausgangsstoffen bestehen
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1325)
Ausgangsstoff des Düngemittels
Mindestwirksamkeit im Jahr des Aufbringens in % des Gesamtstickstoffgehaltes
Klärschlamm fest (≥ 15 % TM) 25
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1326 - 1333)
Düngebedarfsermittlung für Acker- und Gemüsebau
Faktoren für die Düngebedarfsermittlung
anzuwendende Tabelle/Vorschrift
4. Ertragsniveau grundsätzlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre in dt/ha Tabelle 3 oder 5
13. Zuschläge auf Grund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse § 3 Absatz 3 Satz 3 und 4
Stickstoffbedarfswerte für landwirtschaftliche Ackerkulturen in Abhängigkeit vom Ertragsniveau
Ertragsniveau in dt/ha
Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau bei Ackerkulturen
Ertragsdifferenz in dt/ha
Höchstzuschläge bei
Stickstoffbedarfswerte
für Gemüsekulturen und Erdbeeren in Abhängigkeit vom Ertragsniveau;
Stickstoffnachlieferung aus Ernteresten der Vorkultur für die Folgekultur im gleichen Jahr
Die Ermittlung der verfügbaren Stickstoffmenge im Boden ist abweichend von § 4 Absatz 4 bei den in Spalte 3 mit „*“ gekennzeichneten Kulturen in der 4. Kulturwoche und bei den in Spalte 3 mit „**“ gekennzeichneten Kulturen in der 6. Kulturwoche durchzuführen.
nahmetiefe
Abschläge auf Grund der
Erdbeeren, Pflanzung 0 60 0 – 30 0
Erdbeeren, Frühjahr 140 60 0 – 30 0
Erdbeeren, nach Ernte 140 60 0 – 30 0
Rettich, japanisch 1 000 230 60 45
Weißkohl, Industrie 1 000 320 90 75
Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau bei Gemüsekulturen
Ertragsdifferenz
Zuschläge bei
Abschläge bei
alle anderen in Tabelle 4 aufgeführten Kulturen 20 20 20
Abschläge auf Grund der Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat
Abschläge in Abhängigkeit von Vor- und Zwischenfrüchten
Vorfrucht (Hauptfrucht des Vorjahres)
Grünland, Dauerbrache, Luzerne, Klee, Kleegras, Rotationsbrache mit Leguminosen 20
Getreide (mit und ohne Stroh), Silomais, Körnermais, Kartoffel, Gemüse ohne Kohlarten 0
– im Frühjahr eingearbeitet 20
– im Herbst eingearbeitet 0
– im Frühjahr eingearbeitet 40
– im Herbst eingearbeitet 10
Düngebedarfsermittlung für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen Feldfutterbau
anzuwendende Tabelle
4. Gegebenenfalls Rohproteingehalt laut Stickstoffbedarfswerttabelle in % RP i. d. TM Tabelle 9
6. Gegebenenfalls Rohproteingehalt grundsätzlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre in % RP i. d. TM, soweit Werte vorliegen Tabelle 10
15. Zuschläge auf Grund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse § 3 Absatz 3 Satz 3 und 4
Stickstoffbedarfswerte bei Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigem Feldfutterbau
Im Falle von „Weide intensiv“ gelten die angegebenen Werte für Grünland- oder Dauergrünlandstandorte mit einer 4- bis 5-fachen Nutzung; die Stickstoffrückführung aus Weideexkrementen ist berücksichtigt.
Im Falle von „Weide extensiv“ gelten die angegebenen Werte für Grünland- oder Dauergrünlandstandorte mit einer 2- bis 3-fachen Nutzung und die Stickstoffrückführung aus Weideexkrementen ist berücksichtigt.
Im Falle von „Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr)“ gelten die angegebenen Werte für zeitweise trockene Standorte.
Trockenmasse (TM))
in dt TM/ha
in % RP i. d. TM
Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr) 120 16,2 310
(3 – 4 Schnitte/Jahr) 120 18,2 350
Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau oder Rohproteingehalt
je 1 % Rohprotein in der
Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr) 26 19
(3 – 4 Schnitte/Jahr)
Abschläge für Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat
Abschläge für Stickstoffnachlieferung aus der Stickstoffbindung von Leguminosen
Jährlicher betrieblicher Nährstoffvergleich für Stickstoff (N) oder Phosphat (P2O5) (Nährstoff unterstreichen) für das Düngejahr ………
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1334)
Erfassung der Daten für den betrieblichen Nährstoffvergleich
Eindeutige Bezeichnung des Betriebes: . . . . . . . . . .
Größe des Betriebes in Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche: . . . . . . . . . .
Beginn und Ende des Düngejahres: . . . . . . . . . .
Datum der Erstellung: . . . . . . . . . .
Der betriebliche Nährstoffvergleich erfolgt durch
Vergleich von Zufuhr und Abfuhr für die ( )
landwirtschaftliche genutzte Fläche insgesamt,
Zusammenfassung der Ergebnisse der Vergleiche für jeden Schlag, jede ( )
Bewirtschaftungseinheit oder nach § 3 Absatz 2 Satz 3 zusammengefasste Fläche.
Erfassung der Daten für den Nährstoffvergleich nach Nummer 1.1 oder 1.2
Notwendige Angaben bei einer Erfassung nach Nummer 1.2:
Eindeutige Bezeichnung des Schlages, der Bewirtschaftungseinheit oder der nach § 3 Absatz 2 Satz 3 zusammengefassten Fläche: . . . . . . . . . .
Größe des Schlages, der Bewirtschaftungseinheit oder der nach § 3 Absatz 2 Satz 3 zusammengefassten Fläche: . . . . . . . . . .
Bei Grünland, Dauergrünland, Flächen mit mehrschnittigem Feldfutterbau:
Anzahl der Schnittnutzungen: . . . . . . . . . .
Zahl der Weidetage auf dem Schlag: . . . . . . . . . .
Anzahl und Art der auf der Weide gehaltenen Tiere: . . . . . . . . . .
(auf die Gesamtfläche,
Bewirtschaftungseinheit,
Einzelschlag, zusammengefasste Fläche)
(von der Gesamtfläche,
Einzelschlag, zusammengefassten Fläche)
1. Mineralische Düngemittel Haupternteprodukte1
2. Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft Nebenernteprodukte
3. Weidehaltung Weidehaltung
4. Sonstige organische Düngemittel2
5. Bodenhilfsstoffe
6. Kultursubstrate
7. Pflanzenhilfsmittel
8. Abfälle zur Beseitigung
(§ 28 Absatz 2 oder 3 KrWG)
9. Stickstoffbindung durch Leguminosen
10. Summe der Zufuhr Summe der Abfuhr
11. unvermeidliche Verluste und erforderliche Zuschläge nach § 8 Absatz 53
12. Differenz zwischen Zufuhr und Abfuhr
Bei Grobfutterflächen ergibt sich die Nährstoffabfuhr aus dem Ergebnis der Berechnung nach § 8 Absatz 3.
Bei organischen Düngemitteln, bei denen es sich um Komposte handelt, kann die zugeführte Menge an Gesamtstickstoff auf drei Jahre aufgeteilt werden.
Detaillierte Aufschlüsselung erforderlich.
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1335)
gleitende Mittelwerte für Stickstoff (3 Jahre) und Phosphat (6 Jahre)
Letztes berücksichtigtes Dünge- bzw. Wirtschaftsjahr:
1. Betrieblicher Nährstoffvergleich
im Durchschnitt mehrerer aufeinander folgender Jahre nach Anlage 5
2. Differenz im Dünge- bzw. Wirtschaftsjahr
Kilogramm/Hektar
Düngejahr und
zwei Vorjahre Phosphat:
fünf Vorjahre
4. Vorjahr: –
5. Vorjahr: –
6. Vorjahr: –
10. Durchschnittliche betriebliche Differenz je Hektar und Jahr
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1336 - 1340)
% TS in der
HNV1 1 : x
kg N/dt
Weizen Korn (12 % RP2 )
Korn + Stroh3 86
Korn (14 % RP2)
0,8 2,11
Korn (16 % RP2)
0,8 2,41
Wintergerste Korn (12 % RP2)
Korn (13 % RP2)
0,7 1,79
Roggen Korn (11 % RP2)
0,9 1,51
Korn (12 % RP2)
Wintertriticale Korn (12 % RP2)
0,9 1,79
Sommerfuttergerste Korn (12 % RP2)
0,8 1,65
0,8 1,79
Braugerste Korn (10 % RP2)
0,7 1,38
Korn (11 % RP2)
0,7 1,51
Hafer Korn (11 % RP2)
Getreide Ganzpflanze 35 – 0,56
Körnermais Korn (10 % RP2)
1,0 1,38
1,0 1,51
Ackerbohne Korn (30 % RP2)
1,0 4,10
Erbse Korn (26 % RP2)
1,0 3,60
Lupine blau Korn (33 % RP2)
1,0 4,48
Sojabohne Korn (32 % RP2)
1,0 4,40
Raps Korn (23 % RP2)
Korn + Stroh3 91
1,7 3,35
Sonnenblume Korn (20 % RP2)
2,0 2,91
Senf Korn
1,5 5,08
Öllein Korn
1,5 3,50
Flachs (Faserlein) Ganzpflanze 86 – 1,00
(100 – 150 dt/ha TM) Ganzpflanze 40 – 0,4
(150 – 200 dt/ha TM) Ganzpflanze 80 – 0,15
Knolle + Kraut3 22
Zuckerrübe Rübe
Rübe + Blatt3 23
Gehaltsrübe Rübe
Rübe + Blatt3 15
Massenrübe Rübe
Rübe + Blatt3 12
Silomais Ganzpflanze 28 – 0,38
Rotklee Ganzpflanze 20 – 0,65
Luzerne Ganzpflanze 20 – 0,65
Kleegras Ganzpflanze 20 – 0,58
Luzernegras Ganzpflanze 20 – 0,58
Weidelgras (Ackergras) Ganzpflanze 20 – 0,53
Futterzwischenfrüchte Ganzpflanze 15 – 0,43
Grassamenvermehrung Samen
Samen + Stroh3 86
-vermehrung Samen
Samen + Stroh3 91
8,0 5,50
Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis.
Rohproteingehalt in der Trockenmasse.
Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt.
Gemüsekulturen und Erdbeeren
Nährstoffabfuhr
Schnittlauch, gesät, nach einem Schnitt 50,0 50
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1341)
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1342 - 1347)
Dunganfall bei der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere in t/Tier bzw. m3/Tier
Anfall je belegtem Tierplatz * 6 Monate
Frischmist1
Jauche2
Milchviehhaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
1. Kälberaufzucht 0 bis 16 Wochen, 90 kg Zuwachs je Kalb; 3 Durchgänge p.a. 3,0 1,84 1,5 0,2
2. Jungrinderaufzucht
Erstkalbealter 27 Monate;
605 kg Zuwachs je aufgezogenes Tier Grünlandbetrieb, mit und ohne Flächen im
„Naturschutz“ konventionell 3,0 4,0 4,65 1,2
4. Ackerfutterbaubetrieb mit Weide 3,0 4,0
6. Milcherzeugung
bezogen auf ECM
3,4 % Eiweiß); 0,9 Kalb Grünlandbetrieb
(mit Weidegang) 6 000 kg ECM 4,0 7,2 9,5 3,0
7. 8 000 kg ECM 4,0 7,5 10,0 3,2
8. 10 000 kg ECM 5,0 8,0 10,5 3,4
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 4,0 7,2 9,54 3,04
10. 8 000 kg ECM 4,0 7,5 10,04 3,24
11. 10 000 kg ECM 5,0 8,0 10,54 3,44
12. 12 000 kg ECM 6,0 8,5 11,05 3,65
13. Milcherzeugung
3,4 % Eiweiß); 0,9 Kalb Ackerfutterbaubetrieb
14. 8 000 kg ECM 4,0 7,5 10,0 3,2
15. 10 000 kg ECM 5,0 8,0 10,5 3,4
16. 12 000 kg ECM 6,0 7,2 11,05 3,65
17. Ackerfutterbaubetrieb
(ohne Weidegang mit Heu) 6 000 kg ECM 4,0 7,5 9,5 3,0
18. 8 000 kg ECM 4,0 8,0 10,0 3,2
19. 10 000 kg ECM 5,0 8,5 10,5 3,4
20. 12 000 kg ECM 6,0 8,5 11,05 3,65
21. Leichte Rassen Ackerfutterbaubetrieb 5 000 kg ECM 3,06 6,9 9,256 2,96
22. 7 000 kg ECM 4,06 7,4 9,756 3,16
23. 9 000 kg ECM 5,06 7,9 10,256 3,36
Rindermast kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
25. Kälbermast 50 bis 250 kg LM; 2,1 Umtriebe p.a. MAT 0,5 0,94 1,25 0,30
26. 50 bis 260 kg LM; 1,9 Umtriebe p.a. MAT
27. Fresseraufzucht 80 bis 210 kg LM;
Mutterkuhhaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
Schweinehaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
36. Ferkelaufzucht bis 8 kg LM 22 aufgezogene Ferkel;
39. 25 aufgezogene Ferkel;
42. Ferkelaufzucht bis 8 kg LM 28 aufgezogene Ferkel;
45. Ferkelaufzucht bis 28 kg LM 22 aufgezogene Ferkel;
48. 25 aufgezogene Ferkel;
51. 28 aufgezogene Ferkel;
54. Spezialisierte Ferkelaufzucht 450 g Tageszunahme im Mittel der Aufzucht von 8 bis 28 kg LM Standardfutter 0,2 0,185 0,3 0,15
57. Spezialisierte Ferkelaufzucht 500 g Tageszunahme im Mittel der Aufzucht von 8 bis 28 kg LM Standardfutter 0,2 0,185 0,34 0,154
60. Jungsauenaufzucht 28 bis 115 kg LM; 180 kg Zuwachs
eingliederung 95 bis 135 kg LM; 240 kg Zuwachs
64. Schweinemast; von 28
bis 118 kg LM 700 g Tageszunahme;
750 g Tageszunahme;
67. 850 g Tageszunahme;
70. 950 g Tageszunahme;
73. Jungebermast; von 28
2,7 Durchgänge; 246 kg Zuwachs Standardfutter 0,5 0,54 0,754 0,34
Pferdehaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
500 – 600 kg LM Stallhaltung 6,0 5,6 –3 –3
300 kg LM; leichte Arbeit Stallhaltung 4,0 3,4 –3 –3
77. Zuchtstuten Großpferd 600 kg LM; Stallhaltung; 0,5 Fohlen p.a. 6,0 5,6 –3 –3
78. Aufzuchtpferde Pony 350 kg LM; Stallhaltung;
0,5 Fohlen p.a. 6,0 3,4 –3 –3
Stallhaltung; 6. – 36. Monat 2,0 3,4 –3 –3
80. Aufzuchtpony Pony; 150 kg Zuwachs; Stallhaltung; 6. – 36. Monat 3,0 1,7 –3 –3
Schafhaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
je Lamm konventionell 0,6 0,55 –3 –3
je Lamm extensiv 0,6 0,55 –3 –3
83. Ziegenhaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
16 kg Zuwachs/Lamm 0,6 0,5 –3 –3
Eiererzeugung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
85. Junghennenaufzucht 3,3 kg Zuwachs
Fütterung Standardfutter 0,071 0,00198 0,043 –3
Kaninchenhaltung kg FM/Tier und Tag t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
86. Kaninchenaufzucht;
52 aufgezogene Jungtiere/Häsin p.a. Aufzucht bis 0,6 kg LM 75 0,1395 0,1020 –3
Aufzucht bis 3 kg LM 320 0,6076 0,4476 –3
14 kg Zuwachs/Platz 30 0,0563 0,0413 –3
45 kg Zuwachs je Produktionseinheit (1 Alttier mit 0,85 Damkalb) – –3 –3 –3
1 000 Tierplätze
und Jahr t/1 000 Tierplätze m3/Tierplatz m3/Tierplatz
89. Junghennenaufzucht 3,5 kg Zuwachs
Fütterung Standardfutter 710 3,5 –3 –3
90. Legehennenhaltung 17,6 kg Eimasse
Fütterung Standardfutter 1 220 11 –3 –3
92. Masthähnchen Mast über 39 Tage; 2,6 kg Zuwachs
je Tier Standardfutter 570 5,9 –3 –3
je Tier Standardfutter 500 5,55 –3 –3
je Tier Standardfutter 380 5,00 –3 –3
96. Mast bis 29 Tage; 1,55 kg Zuwachs
je Tier Standardfutter 330 4,65 –3 –3
Durchgang t/1 000 Tierplätze m3/Tierplatz m3/Tierplatz
bis 21 Wochen Mast (56,4 kg
Futterverbrauch) Standardfutter 7,00 24,2 0,127 –3
100. Hennen 10,9 kg Zuwachs 17 Wochen Mast (26,7 kg Futter) Standardfutter 5,25 25,2 –3 –3
102. Hähne ab der 6. Woche Standardfutter 6,00 30,5 –3 –3
104. Hennen ab der 6. Woche Standardfutter 4,25 30,0 –3 –3
50 % Hähne und 50 % Hennen Standardfutter 5,00 24,7 –3 –3
50 % Hähne und 50 % Hennen Standardfutter 1,00 6,6 –3 –3
Entenmast kg FM/Tierplatz
und Jahr t/Tierplatz m3/Tierplatz m3/Tierplatz
bis 26 Tage Mast 2,0 0,0288 –3 –3
(w:m = 1:1) 2,04 0,0230 –3 –3
Gänsemast kg FM/Tierplatz
111. Schnellmast; 5,0 kg Zuwachs je Tier 3,15 0,0083 –3 –3
112. Mittelmast; 6,8 kg Zuwachs je Tier 5,6 0,0187 –3 –3
113. Spät-/Weidemast; 7,8 kg Zuwachs je Tier 11,2 0,0303 –3 –3
Berechnet auch Gülle + Einstreu – Jauche bei Stroheinstreumenge laut Angabe.
Bei mittlerer Stroheinstreumenge (6 bis 8 kg/GV und Tag) ist angegebener Jaucheanfall zu halbieren, bei hoher Stroheinstreumenge (> 11 kg/GV und Tag) fällt keine Jauche an.
Kein Jauche- bzw. Gülleanfall wegen Haltungsverfahren oder hoher Einstreumenge.
Werte entsprechend der anderen Verfahren.
Werte extrapoliert.
Werte interpoliert.
Umrechnungsschlüssel zur Ermittlung der Großvieheinheiten (GV)1
Für Tierarten und Produktionsverfahren, die wesentlich von den in dieser Tabelle genannten Haltungsverfahren abweichen, kann die mittlere Einzeltiermasse (in GV/Tier) im Einzelfall festgelegt werden.
Eine GV entspricht 500 kg Lebendmasse.

References: Art. 1
 Art. 5
 § 4
 § 8
 § 4
 § 8
 § 8
 § 8
 § 3
 § 8
 § 8
 § 6
 § 3
 § 4
 § 8
 § 47
 § 3
 § 4
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 8
 § 8