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Timestamp: 2017-09-24 19:27:56+00:00

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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 48/2016
Eingetragen oder aktualisiert am 28.11.2016
1.2 - LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. September 2016 (Az.: L 12 AS 1315/16 B ER):
2. Es reicht hier nicht aus, wenn der SGB II-Träger lediglich den Entwurf einer Eingliederungsvereinbarung angeboten hat, ohne dass seitens dieses Jobcenters weitere Verhandlungsbereitschaft bestand. Dies gilt allerdings nicht, wenn erwerbsfähige Leistungsberechtigte es ablehnten, mit dem SGB II-Träger Verhandlungen zu führen.
1.3 - LSG Nordrhein- Westfalen, Beschluss vom 10. Oktober 2016 (Az.: L 6 AS 439/16 NZB):
1.4 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 04.11.2016 - L 6 AS 398/16 B - rechtskräftig
1. Das SG wird im Hauptsacheverfahren zu klären haben, ob ein Anspruch auf Erstausstattung bestand. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts auch durch außergewöhnliche Umstände, etwa durch Neubegründung eines Haushalts nach einer Trennung ein entsprechender Bedarf entstehen kann (vgl. BSG Urteil vom 19.09.2008 - B 14 AS 64/07 R).
1.5 - LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 24. November 2016 - L 9 AS 941/16 B ER
"Der Bedarf für KdU eines zur Miete wohnenden Hilfebedürftigen entsteht mit dem Tag der Fälligkeit der Mietzinsforderung. Eine (auch teilweise) Ablehnung von Leistungen für KdU führt damit bei Vorliegen der allgemeinen (§§ 7 ff. SGB II) und besonderen (§ 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II) Leistungsvoraussetzungen unmittelbar zu einer Unterdeckung des grundrechtlich geschützten Existenzminimums. Nimmt ein Betroffener in diesem Zusammenhang Rechtsschutz in Anspruch, folgt aus Art. 19 Abs. 4 GG die Verpflichtung des angerufenen Gerichts, glaubhaft gemachte Rechtsbeeinträchtigungen (Anordnungsanspruch) abzustellen bzw soweit zu minimieren, dass ein Abwarten der Hauptsachentscheidung im Einzelfall zuzumuten ist."
Quelle: Herbert Masslau: www.herbertmasslau.de
1.6 - LSG Baden- Württemberg, Urt. v. 08.11.2016 - L 9 AS 4164/15
Quelle: Pressemitteilung des LSG Stuttgart v. 24.11.2016: www.lsg-baden-wuerttemberg.de
1.7 - Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 18.10.2016 - L 5 AS 438/16 B - rechtskräftig
1.8 - Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil v. 23.06.2016 - L 5 AS 838/15 - B 4 AS 237/16 B 29.09.2016
1.9 - Hessisches Landessozialgericht, Beschluss v. 31.10.2016 - L 7 AS 565/16 B ER
1. Das Kindern zur Sicherstellung der Teilnahme am allgemeinen Schulunterricht aus Art. 10 der Verordnung (EU) Nr. 492/2011 steht dem Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II nicht entgegen. Es handelt sich allenfalls um ein abgeleitetes Recht vom abgeleiteten Recht, dem diesbezüglich keine Schutzwirkung zukommt (vgl. LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 11. August 2016 - L 3 AS 376/16 B ER).
2. Eine regelhafte Ermessensreduzierung auf Null nach Ablauf eines sechsmonatigen Aufenthalts im Rahmen des § 23 Abs 1 Satz 3 SGB XII findet nicht statt (Anschluss an 9. Senat des Hessischen LSG, Beschluss vom 29.09.2016 - L 9 AS 427/16 B ER; entgegen BSG Rechtsprechung, beispielhaft Urteil vom 03.12.2015 - B 4 AS 44/15 R).
a. A. Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 21.10.2016 - L 7 AS 973/16 B ER - kein SGBII-Leistungsausschluss für EU-Ausländer, deren Kinder in Deutschland dauerhaft Schule besuchen
2.1 - Sozialgericht Köln, Urteil vom 28. September 2016 (Az.: S 33 AS 1715/16):
2.2 - Sozialgericht Köln, Beschluss vom 22. Juli 2016 (Az.: S 25 AS 1856/16 ER):
2.3 - Sozialgericht Altenburg, Urteil v. 20.10.2016 - S 30 AS 471/14 - rechtskräftig
Erstattungsanspruch sperrt Rückforderung von Leistungen vom Leistungsempfänger (vgl. LSG Baden-Württemberg, 02.02.2016 - L 9 AS 2914/15 B und SG Augsburg, 17.11.2015 - S 8 AS 983/15).
2.4 - Sozialgericht Aachen, Urteil v. 08.11.2016 - S 14 AS 135/16
Vgl. LSG München, Beschluss v. 21.07.2016 – L 18 AS 405/16 B PKH - Keine Prozesskostenhilfe für eine Klage, mit der geltend gemacht wird, dass der seit 01.01.2016 geltende Regelbedarf zu niedrig festgesetzt wurde
2.5 - Sozialgericht Dortmund, Urteil vom 21.09.2016 - S 35 AS 1879/14
3.1 - SG Karlsruhe, Urteil vom 09.11.2016 - S 17 AL 1291/16
4.1 - LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 7. Oktober 2016 (Az.: L 9 SO 414/16 B):
4. Sollte sich das Erfordernis der Aufstellung eines Grabsteins nicht ergeben, wäre zu ergeben, ob auch ohne Ansehung religiöser Vorschriften nur ein (einfacher) Grabstein nach den allgemeinen Gepflogenheiten eine würdige Bestattung ausmacht, oder ob ein Holzkreuz hierfür ausreichend sein könnte.
5.1 - Sozialgericht Bremen, Beschluss vom 18. November 2016 (Az.: S 44 SO 308/16 ER):
1. Die Aufhebung der Weitergewährung eines Mehrbedarfszuschlags nach § 30 Abs. 5 SGB XII ist kritisch zu hinterfragen, wenn bei einer seelisch wesentlich behinderten Antragstellerin der Aspekt, ob ein Mehrbedarf wegen kostenaufwändigen Ernährung auch durch eine Betroffenheit mit einem psychiatrischen Krankheitsbild ausgelöst werden kann, vom Sozialamt ohne konkreten Bezug auf den einzelnen Leistungsfall nicht näher abgeklärt wurde.
2. Im Übrigen bedarf es für die Rechtmäßigkeit einer entsprechenden, auf § 45 SGB X gestützten Aufhebungsentscheidung stets einer aktuellen Begutachtung, ob eine Antragstellerin auf eine besondere Ernährung oder spezielle Krankheitskosten angewiesen ist, damit mögliche Einschränkungen ausgeschlossen oder spezifiziert werden können.
6.1 - Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 4. Senat, Beschluss vom 06.09.2016, 4 So 75/16
Quelle: www.rechtsprechung-hamburg.de
6.2 - Oberverwaltungsgericht für das Land Schleswig-Holstein, Urt. v. 23.11.2016 – 3 LB 17/16
Quelle: Pressemitteilung des OVG Schleswig v. 23.11.2016: www.juris.de
6.3 - VG Düsseldorf, Urt. v. 10.08.2016 - 3 K 7501/16.A
Ein Beitrag von Claudius Voigt: ggua.de
weiter zum Beitrag von Ulrich Wockelmann: www.lokalkompass.de

References: Art. 19
 Art. 10
 § 7
 § 23
 § 30
 § 45