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Timestamp: 2016-10-25 22:40:40+00:00

Document:
1C_551/2009 (15.04.2010)
1C_551/2009
nebenamtliche Bundesrichterin Stamm Hurter,
Baukonsortium X.________, bestehend aus:
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat
Einwohnergemeinde Muttenz, Hochbau/Planung, Kirchplatz 3, Postfach 332, 4132 Muttenz,
Basel-Landschaft, vertreten durch die Bau- und Umweltschutzdirektion, Bauinspektorat, Rheinstrasse 29, Postfach, 4410 Liestal.
Beschwerde gegen das Urteil vom 19. August 2009
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht.
Am 23. Juli 2004 wurde dem Baukonsortium X.________ die Baubewilligung Nr. 2620/2002 zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses auf der Parzelle Nr. 1779 in Muttenz erteilt. Anl�sslich der Baukontrolle vom 13. Mai 2005 stellte das Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft (Bauinspektorat) fest, dass teilweise entgegen den bewilligten Pl�nen gebaut worden war. Mit Verf�gung vom 19. Mai 2005 ordnete es die Einstellung s�mtlicher Arbeiten am Mehrfamilienhaus an. Der Bauherrschaft wurde bis zum 31. Mai 2005 Frist gesetzt zur Mitteilung, ob die ohne Baubewilligung ausgef�hrten Arbeiten entsprechend den bewilligten Pl�nen abge�ndert w�rden. Andernfalls seien bereinigte Planunterlagen einzureichen. Falls eine nachtr�gliche Baubewilligung nicht erteilt werden k�nne, w�rde die Baubewilligungsbeh�rde die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands anordnen. In der Folge reichte die Bauherrschaft mehrmals, zuletzt am 5. September 2005, bereinigte Pl�ne ein.
Am 20. Oktober 2006 verf�gte das Bauinspektorat unter Androhung von Strafe und Ersatzvornahme, dass einerseits die ohne Baubewilligung erstellten Dachaufbauten und der Dacheinschnitt an der S�dfassade bis zum 31. Januar 2007 im Sinne der Erw�gungen abzu�ndern seien und dass andererseits bis zu demselben Zeitpunkt die St�tzmauer an der Ostfassade gem�ss den bewilligten Pl�nen vom 26. Mai 2004 abzu�ndern sei. Zur Begr�ndung wurde zum einen ausgef�hrt, dass die Dachaufbauten und der Dacheinschnitt an der S�dfassade die maximal zul�ssige H�he von 1.60 Meter nicht einhielten und damit die zul�ssige Fassadenh�he an der S�dfassade �beschritten werde. Die Dachaufbauten und der Dacheinschnitt seien im unteren Bereich so abzu�ndern, dass die Dachhaut durchgezogen werde, wobei anstelle von Ziegeln Kupferblech angebracht werden k�nne. Zum andern �berschreite die Ostfassade die zul�ssige Fassadenh�he, da die St�tzmauer mit Einblick gew�hrenden Schlitzen versehen sei und das fertige Terrain somit nicht an der Oberkante der St�tzmauer, sondern an deren Fuss zu liegen komme.
Gegen diese Verf�gung gelangten das Baukonsortium X.________ bestehend aus Y.________ und Z.________ an die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft. Diese wies die Beschwerde am 28. August 2007 ab.
Daraufhin erhoben die Abgewiesenen Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Dieses f�hrte einen Augenschein durch und wies die Beschwerde am 19. August 2009 ab.
Am 18. Dezember 2009 haben das Baukonsortium X.________ bestehend aus Y.________ und Z.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass Dachaufbau und Dacheinschnitt gem�ss Ausf�hrung im Rahmen des Baugesuchs Nr. 2620/2002 bewilligt und dass die �ffnungen in den genehmigten Lichtsch�chten gem�ss Baugesuchs Nr. 2620/2002 bewilligt werden k�nnten. Die Beschwerdef�hrer r�gen sinngem�ss eine Verletzung des Willk�rverbotes (Art. 9 BV), des Anspruchs auf rechtliches Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips (Art. 36 Abs. 3 BV).
Die kantonalen Instanzen sowie die Gemeinde Muttenz haben auf Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG), der in einer Bausache und damit in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG ergangen ist. Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG besteht nicht. Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung besitzt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Dies trifft auf Y.________ und Z.________ zu. Als Miteigent�mer und Baugesuchssteller bez. Eigent�mer der fraglichen Wohnungen und Geb�udeteile sind sie durch die �nderungsverf�gung besonders betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert. Auf die Beschwerde kann eingetreten werden.
1.2 Der angefochtene Entscheid st�tzt sich in der Sache auf kantonales Planungs- und Baurecht. Dessen Verletzung stellt keinen Beschwerdegrund nach Art. 95 BGG dar. Das Kantonsgerichtsurteil kann daher nur darauf �berpr�ft werden, ob es auf willk�rlicher Gesetzesanwendung beruht oder sonst wie gegen Vefassungsrecht verst�sst (vgl. BGE 133 II E. 1.2.1 S. 251 f.).
Die Beschwerdef�hrer r�gen vorerst eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie machen geltend, die zugrunde liegende Verf�gung sei hinsichtlich der Dachaufbauten und des Dacheinschnitts nicht hinreichend begr�ndet. Weder die Baurekurskommission noch das Kantonsgericht h�tten dargelegt, warum die Kombination zweier erlaubter Massnahmen unzul�ssig sei und warum sich die Bauherrschaft nicht auf Ziff. 7.1 des Zonenreglements Siedlung der Gemeinde Muttenz (aZRS) vom 1. M�rz 1997 berufen k�nne.
2.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt unter anderem die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begr�ndung muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).
2.2 Die Baurekurskommission hat in ihrem Entscheid erwogen, dass aus dem nachtr�glich eingereichten, nicht bewilligten Plan "Querschnitt a-a", welcher am 4. Mai 2006 beim Bauinspektorat eingereicht worden sei, klar ersichtlich sei, dass die H�he der Dachaufbauten und des Dacheinschnitts ab Gel�nder 1.60 Meter betrage. Dies habe sich am Augenschein best�tigt. Gem�ss Zonenvorschriften werde die H�he von Dachaufbauten und -einschnitten ab Dachfl�che gemessen. Somit sei die H�he gem�ss Ziff. 7.3 bzw. Ziff. 7.4 i.V.m 7.3 aZSR offensichtlich nicht eingehalten. Insofern liegt eine im Lichte des Anspruchs auf rechtliches Geh�r hinreichende Begr�ndung vor, auf die das Kantonsgericht ohne Verfassungsverletzung verweisen durfte. Das gilt auch f�r den Einwand der Beschwerdef�hrer, weder das Bauinspektorat noch die Baurekurskommission h�tten die Kombination zweier erlaubter baulicher Massnahmen abgekl�rt. Indem sowohl das Bauinspektorat als auch die Baurekurskommission die vorliegenden Dachaufbauten als nicht mit den kommunalen Bauvorschriften vereinbar qualifiziert haben, haben sie so auch zum Ausdruck gebracht, dass die von den Beschwerdef�hrern gew�hlte Kombination unzul�ssig sei. Schliesslich war das Bauinspektorat nicht gehalten, in ihren Motiven ausf�hrlich zu begr�nden, weshalb die von den Beschwerdef�hrern geltend gemachte 10%-Regelung von Ziff. 7.1 aZRS nicht angewendet werden k�nne, nachdem gar nicht zur Diskussion stand, ob die fraglichen Dachaufbauten ein Flach- oder Pultdach aufweisen d�rfen.
Es zeigt sich somit, dass sich das Bauinspektorat und die Baurekurskommission mit den relevanten Rechtsfragen auseinandergesetzt haben und aus ihren Entscheiden hervorgeht, aus welchen Gr�nden und gest�tzt auf welche gesetzlichen Grundlagen die Baute als nicht bewilligungsf�hig bzw. materiell baurechtswidrig erachtet werde. Das Kantonsgericht durfte darauf verweisen. Bei dieser Sachlage erweist sich die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs als unbegr�ndet. Die Beschwerdef�hrer verkennen, dass sie gest�tzt auf Art. 29 Abs. 2 BV zwar einen Anspruch auf eine Begr�ndung haben, nicht aber auf eine ihnen materiell zusagende Begr�ndung.
Weiter r�gen die Beschwerdef�hrer, das Kantonsgericht habe den Sachverhalt hinsichtlich der �ffnungen in der St�tzmauer offensichtlich falsch abgekl�rt.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende, rechtsgen�glich substanziierte R�ge (Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG) setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die R�ge der offensichtlich falschen Sachverhaltsermittlung erweist sich von vornherein als unbegr�ndet. Die Beschwerdef�hrer stellen nicht in Frage, dass die St�tzmauer nunmehr mit Lichtsch�chten versehen worden ist. Diese Feststellung bildete Ausgangspunkt f�r die Beurteilung der Frage, wie die Fassadenh�he zu berechnen sei. Daran verm�gen die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer, die die Fragen von Sachverhalt und materieller Beurteilung vermengen, nichts zu �ndern.
Die Beschwerdef�hrer machen in materieller Hinsicht eine willk�rliche Anwendung der Vorschriften des Zonenreglements Siedlung der Gemeinde Muttenz in Bezug auf die Dachaufbauten und die Fassadenh�he geltend.
4.1 Gem�ss Ziff. 7.3 aZRS darf die H�he von Dachaufbauten ab Dachfl�che maximal 1.60 Meter betragen. F�r offene Dachaufbauten gelten gest�tzt auf Ziffer 7.4 aZRS dieselben Fl�chen- und Abstandsbestimmungen wie f�r Dachaufbauten.
4.1.1 Das Kantonsgericht erwog, dass die Bauherrschaft einen Dacheinschnitt vorgenommen und im Bereich dieses Dacheinschnitts ausserdem Dachaufbauten erstellt habe. Entgegen den bewilligten Pl�nen sei dabei der Dacheinschnitt nach unten v�llig ge�ffnet. In diesem Bereich sei somit kein Schnittpunkt der Dachfl�che mit der Fassade mehr vorhanden, anhand welchem die H�he der Dachaufbauten bemessen werden k�nnte. Mit der vollst�ndigen �ffnung des Dacheinschnitts gegen unten sei vielmehr ein Flachdach bzw. eine Flachdachterrasse entstanden. Die H�he der Dachaufbauten k�nne somit einzig ab der so entstandenen Dachfl�che bemessen werden, wodurch die zul�ssige H�he der Dachaufbauten gem�ss Ziff. 7.3 und Ziff. 7.4 aZRS ohne Weiteres �berschritten werde. Hinzu komme, dass mit der vorgenommenen Ausf�hrung des Dacheinschnitts ein zur�ckgestaffelter Fassadenteil entstehe, was zu einer �berschreitung der gem�ss Ziff. 5.3 aZRS zul�ssigen Fassadenh�he im Bereich der S�dfassade f�hre. Daran �ndere nichts, dass zur�ckgestaffelte Geb�udeteile gem�ss Ziff. 7.1 aZRS Flachd�cher aufweisen d�rften, wenn deren Dachfl�che nicht 10% der Dachfl�che des ganzen Geb�udes ausmache. Aus dem Umstand, dass diese Bestimmung vorliegend allenfalls eingehalten sei, k�nnten die Beschwerdef�hrer jedenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.1.2 Die Beschwerdef�hrer widersprechen der Auffassung des Kantonsgerichts, wonach die Aufbaute vom Flachdach resp. Terrassenboden aus gemessen werden m�sse. Die H�he des Dachaufbaus d�rfe gem�ss Ziff. 7.3 aZRS ab der Dachfl�che und nicht ab dem Terrassenboden maximal 1.60 Meter betragen. Dass in vorliegendem Fall keine Dachfl�che mehr vorhanden sei, lasse sich nicht halten. Gerade bei Dachaufbauvorschriften gehe es letztlich um das optische Erscheinungsbild einer Aufbaute oberhalb der Dachfl�che. Der Terrassenboden sei jedoch von nirgends her einsehbar. Oberhalb der Dachfl�che bleibe somit einzig der Aufbau erkennbar. Der Einschnitt liege klar unter der Dachfl�che. Das Kantonsgericht und die Vorinstanzen beanspruchten f�r den erstellten Bauk�rper eine Messweise, die sich nirgends aus dem Zonenreglement ergebe und auch der Logik des Reglements widerspreche.
4.1.3 Die Beschwerdef�hrer gehen mit ihrer Behauptung fehl, die Auffassung des Kantonsgerichts widerspreche dem Sinn und Zweck des fraglichen Reglements und missachte Gesetzesrecht. Der Wortlaut von Ziff. 7.3 aZSR l�sst vielmehr Raum f�r eine Bemessung der relevanten H�he im Sinne der g�ngigen Praxis der kommunalen und kantonalen Beh�rden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer l�sst sich aus dem Umstand, dass Ziff. 7.3 des geltenden Zonenreglements Siedlung vom 22. November 2005 auf die horizontal gemessene Fronth�he von maximal 1.60 Meter abstellt, nicht folgern, dass die von ihnen vertretene Messweise nach altem Recht zonenkonform sei. Es ist daher dem Kantonsgericht nicht Willk�r vorzuwerfen, wenn es die H�he der Dachaufbauten von vorne und nicht seitlich, wie von den Beschwerdef�hrern sinngem�ss geltend gemacht, gemessen hat. Inwiefern der Umstand, dass der Terrassenboden von der Strasse aus nicht einsehbar ist, f�r die Bemessung der H�he der Dachaufbauten von Bedeutung sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Wenn das Kantonsgericht bei der vorliegenden Konstellation (Fehlen eines Schnittpunktes der Dachfl�che mit der Fassade) auf den Terrassenboden als massgebliche Referenzlinie abgestellt hat, so erscheint dies nicht als unhaltbar. Von Willk�r bei der Anwendung der genannten baurechtlichen Bestimmungen kann somit nicht gesprochen werden.
Der Schluss des Kantonsgerichts, wonach die Dachaufbauten bzw. der Dacheinschnitt sowohl nach dem geltenden als auch nach dem alten Zonenreglement als nicht bewilligungsf�hig bzw. materiell baurechtsf�hig zu qualifizieren sind, l�sst sich somit verfassungsrechtlich nicht beanstanden.
4.2 Nach Ziff. 6.6 aZRS gilt als Fassadenh�he das Mass vom fertigen Terrain bis zum Schnittpunkt der Fassadenflucht mit der Oberkante Tragkonstruktion des Daches. Gem�ss Ziff. 5.3 aZRS bel�uft sich die maximal zul�ssige Fassadenh�he in der vorliegend massgebenden Zone W3 auf 9 Meter.
4.2.1 Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid gepr�ft, ob aufgrund der Ausf�hrung der St�tzmauer mit seitlichen �ffnungen der Messpunkt der Fassadenh�he nicht mehr an der Oberkante, sondern am Fuss der St�tzmauer festzusetzen sei. Anl�sslich des Augenscheins habe sich die Feststellung der Vorinstanz best�tigt, wonach das optische Erscheinungsbild der St�tzmauer durch das Anbringen von vier seitlichen �ffnungen wesentlich ver�ndert werde und die St�tzmauer dadurch als eigentliche Verl�ngerung der Geb�udefassade in Erscheinung trete. Die Vorinstanz habe daraus zu Recht den Schluss gezogen, der Messpunkt f�r das fertige Terrain im Sinne von Ziff. 6.6 aZSR sei nicht mehr an der Oberkante der St�tzmauer, sondern an deren Fuss festzusetzen. Die zul�ssige Fassadenh�he gem�ss Ziff. 5.3 aZSR werde dadurch im Bereich der Ostfassade �berschritten und die Baute erweise sich insofern als materiell baurechtswidrig.
4.2.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen, der Entscheid des Kantonsgerichts sei willk�rlich. Mit der seitlichen �ffnung der Lichtsch�chte sei die Fassade in keiner Art und Weise ver�ndert worden. Vielmehr befinde sich diese nach wie vor hinter dem umstrittenen Lichtschacht. Nach Ziff. 6.6 aZRS werde die Fassadenh�he an der Fassade gemessen. Weil jedoch an der Fassade keine kubischen �nderungen vorgenommen worden seien, sei nicht ersichtlich, warum die Fassadenh�he pl�tzlich nicht mehr an der Fassade, sondern an einem weiter vorne liegenden Lichtschacht gemessen werden solle. Massgeblich sei in der Gemeinde Muttenz nicht, ob Fenster in Fassadenteilen eingelassen seien, sondern es g�lten die �blichen Abgrabungsvorschriften. Demzufolge gehe es entgegen der Auffassung des Kantonsgerichts im vorliegenden Fall einzig darum, ob gesetzliche Vorschriften existierten, die das seitliche Anbringen einer �ffnung in einem bewilligten Lichtschacht ausschliessen w�rden. Eine solche Vorschrift sei weder vom Kantonsgericht noch von den Vorinstanzen zitiert worden. Die Argumentation, dass sich mit dem Einbau einer �ffnung in einen Lichtschacht die Messweise der Fassadenh�he �ndere, widerspreche somit klar den gesetzlichen Grundlagen sowie Sinn und Zweck der Bauvorschriften.
4.2.3 Von einer willk�rlichen Rechtsanwendung kann auch in dieser Hinsicht nicht gesprochen werden. Gem�ss Ziff. 6.6 aZSR ist f�r die Bestimmung der H�he der Fassadenh�he das fertige Terrain massgebend. Wie sich den in den Akten befindlichen Pl�nen und Fotografien entnehmen l�sst, kann die Auffassung der Vorinstanz, wonach sich die St�tzmauer durch das nachtr�gliche Einf�gen der vier seitlichen �ffnungen als Teil der Geb�udefassade pr�sentiert, nicht als unhaltbar bezeichnet werden. Wenn das Kantonsgericht gest�tzt auf die am Augenschein gewonnene Erkenntnis zum Schluss gekommen ist, dass f�r die Beurteilung der Fassadenh�he auf die Unterkante der St�tzmauer abzustellen sei, so erscheint dies mit Blick auf das Gesamterscheinungsbild der Liegenschaft als haltbar. Zudem darf ber�cksichtigt werden, dass die St�tzmauer aufgrund der vier �ffnungen nicht mehr als separater Bauteil, sondern als integrierter Bestandteil der Fassade wirkt. Aufgrund des Umstandes, dass der Gesetzgeber in Ziff. 6.6 aZSR ausdr�cklich das gestaltete und damit ein k�nstlich geschaffenes Terrain als massgeblichen Ankn�pfungspunkt gew�hlt hat, l�sst sich nicht sagen, die Auffassung des Kantonsgerichts widerspreche den gesetzlichen Bestimmungen sowie Sinn und Zweck der Bauvorschriften. Dass seitliche �ffnungen der St�tzmauer als solche gest�tzt auf die Zonenvorschriften nicht untersagt sind, �ndert an dieser Beurteilung nichts. Es liegt auf der Hand, dass auch bei einem Einbau von Fenstern in eine St�tzmauer die massgeblichen Fassadenh�hen eingehalten werden m�ssen.
Damit erweist sich die Willk�rr�ge auch in diesem Punkt als unbegr�ndet. Das Kantonsgericht durfte demnach die Gestaltung der Fassade in der ausgef�hrten Form als nicht bewilligungsf�hig und damit als materiell baurechtswidrig bezeichnen.
Schliesslich erachten die Beschwerdef�hrer die �nderungsverf�gung auch dann als verfassungswidrig, wenn die vorgenommene Bauausf�hrung als materiell baurechtswidrig betrachtet werden sollte. Sie berufen sich sinngem�ss auf die Eigentumsgarantie nach Art. 26 BV und r�gen eine Verletzung des Grundsatzes der Verh�ltnism�ssigkeit.
5.1 Eine Eigentumsbeschr�nkung ist nur zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist (Art. 36 BV). Das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip besagt, dass die Grundrechtseinschr�nkung zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich sein muss und dem Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschr�nkung zumutbar ist (BGE 135 I 176 E. 8.1). Das Vorliegen eines �ffentlichen Interesses und die Verh�ltnism�ssigkeit pr�ft das Bundesgericht bei der Beschr�nkung von Grundrechten frei. Es auferlegt sich aber Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser �berblicken (BGE 132 II 408 E. 4.3 S. 415 f.).
Im Falle einer nicht den Bauvorschriften bzw. der Baubewilligung entsprechenden Baute kann die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im �ffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausge�bte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang, und wenn ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden �ffentlichen Interessen widerspricht (BGE 132 II 21 E. 6 S. 35; 111 Ib 213 E. 6 S. 221 mit Hinweisen). Auf die Verh�ltnism�ssigkeit berufen kann sich auch ein Bauherr, der nicht gutgl�ubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, namentlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse ber�cksichtigen (BGE 132 II 21 E. 6.4 S. 39 f.; 111 Ib 213 E. 6b S. 224).
Im vorliegenden Fall beziehen sich die Beschwerdef�hrer einzig auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit und erachten den angefochtenen Entscheid aus diesem Grunde als verfassungswidrig.
5.2 Das Kantonsgericht hielt unter dem Gesichtswinkel der Verh�ltnism�ssigkeit fest, die entgegen den bewilligten Pl�nen vorgenomme Ausf�hrung der Baute f�hre zu einer erheblichen �berschreitung der H�he der Dachaufbauten und sei damit in einem erheblichen Ausmass baurechtswidrig. Es k�nne nicht mehr von einer bloss geringf�gigen Abweichung gesprochen werden. Die den Beschwerdef�hrern aus der Wiederherstellung erwachsenden finanziellen Nachteile, welche nach ihren eigenen Angaben auf rund Fr. 3'000.-- im Bereich der St�tzmauer sowie rund Fr. 35'000.-- im Bereich der Dachaufbauten und des Dacheinschnitts belaufen w�rden, seien demgegen�ber als relativ gering anzusehen. Die privaten Interessen erschienen jedenfalls nicht als so gewichtig, dass deshalb auf eine Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit zu verzichten w�re.
5.3 Die fraglichen Dachaufbauten bzw. der Dacheinschnitt sowie die Fassadenh�he an der Ostfassade widersprechen den materiellen Bauvorschriften. In beiderlei Hinsicht handelt es sich um erhebliche �berschreitungen der zul�ssigen H�he. Das Kantonsgericht hielt denn gest�tzt auf seinen Augenschein auch fest, dass sich das Erscheinungsbild der St�tzmauer durch das Anbringen von seitlichen �ffnungen wesentlich ver�ndert habe. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer kann daher nicht von untergeordneten Abweichungen von den baurechtlichen Bestimmungen gesprochen werden. Daran vermag der Umstand nichts zu �ndern, dass das Zonenreglement zwischenzeitlich ge�ndert worden ist. Das Kantonsgericht ist in dieser Hinsicht davon ausgegangen, dass allenfalls das mildere neue Recht anzuwenden w�re. Bei dieser Sachlage ist das �ffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands als gross einzustufen. Das Kantonsgericht durfte dem allgemeinen Interesse an der Durchsetzung der baurechtlichen Ordnung sowie der Wahrung der Rechtsgleichheit gegen�ber andern Bauherren Rechnung tragen. Umgekehrt k�nnen sich die Beschwerdef�hrer nicht auf den Gutglaubensschutz berufen. Sie machen denn auch nicht geltend, dass sie hinsichtlich der Ausf�hrung der Bauarbeiten von Seiten der Beh�rden get�uscht worden w�ren. Sie haben es selber zu vertreten, von den bewilligten Pl�nen abgewichen zu sein. Ihr privates Interesse an der Aufhebung der �nderungsverf�gung ist demnach von beschr�nktem Gewicht. Sie bringen nicht vor, dass die Wiederherstellung mit besondern baulichen Schwierigkeiten verbunden w�re oder die Nutzung in erheblichem Masse einschr�nken w�rde. Schliesslich durfte das Kantonsgericht ohne Verfassungsverletzung festhalten, dass die finanziellen Nachteile und die Kosten der Wiederherstellung verh�ltnism�ssig gering ausfallen.
Angesichts der den Beschwerdef�hrern anzurechnenden B�sgl�ubigkeit in Bezug auf die Herbeif�hrung des unrechtm�ssigen Zustands, der erheblichen Abweichung vom baurechtlich Erlaubten und des hoch zu gewichtenden �ffentlichen Interesses am Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung erscheint die sich durch die Anordnung der Wiederherstellung ergebende Einschr�nkung der Eigentumsrechte als zumutbar. Demnach erweist sich die Beschwerde auch unter dem Gesichtswinkel der Verh�ltnism�ssigkeit als verfassungsrechtlich haltbar.
Die Beschwerde erweist sich damit gesamthaft als unbegr�ndet und ist demnach abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend haben die unterliegenden Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Einwohnergemeinde Muttenz, der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt.
F�raud Steinmann

References: Art. 82
 Art. 83
 Art. 95
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 106
 Art. 26