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Timestamp: 2020-08-12 02:18:44+00:00

Document:
510.292
Verordnung vom 17. Oktober 2012 über die elektronische Kriegführung und die Funkaufklärung (VEKF)
Ordonnance du 17 octobre 2012 sur la guerre électronique et l’exploration radio (OGE)
Ordinanza del 17 ottobre 2012 sulla condotta della guerra elettronica e sull’esplorazione radio (OCGE)
1. Abschnitt: Funkaufklärung
Art. 1 Zuständige Stelle
Art. 2 Aufgaben des Zentrums für elektronische Operationen
Art. 3 Funkaufklärungsaufträge
Art. 4 Datenbearbeitung
Art. 5 Daten über Personen und Vorgänge im Inland
Art. 6 Kontakte zu ausländischen Fachstellen
Art. 7 Sicherheit
3. Abschnitt: Elektronische Kriegführung der Armee
4. Abschnitt: Technische Unterstützung von zivilen Behörden
Art. 15 Änderung bisherigen Rechts
(VEKF)
vom 17. Oktober 2012 (Stand am 1. September 2017)
gestützt auf die Artikel 38 Absatz 3 sowie 79 Absatz 4 des Nachrichtendienstgesetzes vom 25. September 20151 (NDG), Artikel 99 Absatz 1bis des Militärgesetzes vom 3. Februar 19952 (MG) sowie die Artikel 26 Absatz 2 und 48 Absatz 1 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 19973 (FMG),4
Art. 11Zuständige Stelle
Für die Funkaufklärung ist das Zentrum für elektronische Operationen (ZEO) zuständig.
1 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 9 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
1 Das ZEO nimmt die Funkaufklärungsaufträge seiner Auftraggeber entgegen und bearbeitet sie.
2 Es erfasst und bearbeitet elektromagnetische Ausstrahlungen von Telekommunikationssystemen im Ausland und leitet die Resultate an die Auftraggeber weiter.
3 Es beschafft die technischen Einrichtungen, die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben notwendig sind, und führt die erforderlichen Messungen und Versuche durch.
4 Es kann die Machbarkeit von neuen Funkaufklärungsaufträgen prüfen.
5 Es kann den Auftraggebern vorschlagen, zusätzliche Funkaufklärungsobjekte in laufende Aufträge aufzunehmen.
1 Die folgenden Stellen sind im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben berechtigt, Funkaufklärungsaufträge zu erteilen:
der Nachrichtendienst des Bundes (NDB);
der Nachrichtendienst der Armee.
2 Der NDB und der Nachrichtendienst der Armee dürfen ausschliesslich Funkaufklärungsaufträge zur Beschaffung von sicherheitspolitisch bedeutsamen Informationen über Vorgänge im Ausland erteilen.
3 Die Informationen nach Absatz 2 dienen:
im Bereich Terrorismus: der Erkennung von Aktivitäten, Verbindungen und Strukturen von terroristischen Gruppierungen und Netzwerken sowie der Erkennung von Aktivitäten und Verbindungen von Einzeltätern;
im Bereich Proliferation: zur Aufklärung von Weiterverbreitung nuklearer, biologischer oder chemischer Waffen, einschliesslich ihrer Trägersysteme, sowie aller zur Herstellung dieser Waffen notwendigen zivil und militärisch verwendbaren Güter und Technologien (NBC-Proliferation), zur Aufklärung von illegalem Handel mit radioaktiven Substanzen, Kriegsmaterial und anderen Rüstungsgütern, zur Aufklärung von Programmen für Massenvernichtungswaffen, einschliesslich ihrer Trägersysteme, sowie zur Aufklärung von Beschaffungsstrukturen und Beschaffungsversuchen;
im Bereich Spionageabwehr: der Erkennung von Aktivitäten und Strukturen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure;
im Bereich ausländische Konflikte mit Auswirkungen auf die Schweiz: der Beurteilung der Sicherheitslagen, Regimestabilitäten und strategischen Einflussfaktoren;
im Bereich Militär und Rüstung: der Aufklärung von aktuellen und potenziellen militärischen Konflikten sowie von militärischen Potenzialen und Rüstungsentwicklungen;
im Bereich Einsatzgebiete der Schweizer Armee: der Aufklärung der aktuellen Sicherheitslage und der Beurteilung von möglichen Entwicklungen;
in den Bereichen Aufklärung der Cyber-Bedrohung und Schutz kritischer Infrastrukturen: zur Aufklärung des Einsatzes, der Herkunft und der technischen Beschaffenheit der Cyber-Angriffsmittel sowie zur Gestaltung wirksamer Abwehrmassnahmen;
der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Beschaffungstätigkeiten der berechtigten Auftraggeber.
4 Die Funkaufklärungsaufträge werden schriftlich vereinbart. Dabei werden insbesondere der Aufklärungsbereich und die Form der Resultate festgelegt.
2 Eingefügt durch Anhang 4 Ziff. II 9 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
1 Das ZEO vernichtet die im Rahmen der Funkaufklärung gewonnenen Resultate spätestens im Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Funkaufklärungsauftrags.
2 Es vernichtet die erfassten Kommunikationen spätestens 18 Monate nach deren Erfassung.
3 Es vernichtet die erfassten Verbindungsdaten spätestens 5 Jahre nach deren Erfassung.
4 Es darf Daten, die aufgrund eines Funkaufklärungsauftrags erfasst worden sind, auch zur Erfüllung eines anderen Funkaufklärungsauftrags des gleichen Auftraggebers verwenden.
5 Die Anmeldung von Datensammlungen, das Auskunfts- und Einsichtsrecht sowie die Archivierung richten sich nach den für den jeweiligen Auftraggeber geltenden rechtlichen Bestimmungen.
1 Daten über Personen und Vorgänge im Inland, die als solche erkannt worden sind, werden vom ZEO umgehend vernichtet.
2 Vorbehalten bleiben Daten nach Artikel 38 Absätze 4 Buchstabe b und 5 NDG.1
Nachrichtendienstliche Kontakte des ZEO zu ausländischen Fachstellen erfolgen über den NDB.
1 Die Resultate der Funkaufklärungsaufträge werden nach der Informationsschutzverordnung vom 4. Juli 20071 klassifiziert.
2 Die betroffenen Stellen gewährleisten in ihrem Verantwortungsbereich einen angemessenen Personen-, Informations- und Objektschutz.
1 SR 510.411
Art. 8-111
1 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 5 der V vom 16. Aug. 2017 über die Aufsicht über die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten, mit Wirkung seit. 1. Sept. 2017 (AS 2017 4231).
1 Für die elektronische Kriegführung nach Artikel 99 Absätze 1bis und 1ter MG sowie die Beeinträchtigung des elektromagnetischen Spektrums ist die Armee zuständig.
2 Die Beeinträchtigung des elektromagnetischen Spektrums auf nicht militärischen Frequenzen muss von der Departementsvorsteherin oder vom Departementsvorsteher des VBS genehmigt werden.
3 Der Chef der Armee erlässt Weisungen über die Ausbildung und den Einsatz im Bereich elektronische Kriegführung.
4 Das ZEO unterstützt die Ausbildung und den Einsatz im Bereich elektronische Kriegführung.
1 Das ZEO kann Behörden des Bundes und der Kantone bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben technisch unterstützen.
2 Die Unterstützung erfolgt nach den für den jeweiligen Auftraggeber geltenden rechtlichen Bestimmungen und in Absprache mit dem Bundesamt für Kommunikation.
3 Das ZEO kann die notwendigen technischen Mittel beschaffen sowie Machbarkeitsstudien, Messungen und Versuche durchführen.
4 Die Leistungen des ZEO werden nach den Bestimmungen der Gebührenverordnung VBS vom 8. November 20061 vergütet.
1 SR 172.045.103
Die Verordnung vom 15. Oktober 20031 über die elektronische Kriegführung wird aufgehoben.
1 [AS 2003 3971, 2006 3719, 2007 4309, 2008 3217, 2009 6937 Anhang 4 Ziff. II 19]
1 Die Änderungen können unter AS 2012 5527 konsultiert werden.
Diese Verordnung tritt am 1. November 2012 in Kraft.
AS 2012 5527
1 SR 1212 SR 510.103 SR 784.104 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 9 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
Ordonnance sur la guerre électronique et l’exploration radio
du 17 octobre 2012 (Etat le 1er septembre 2017)
vu les art. 38, al. 3 et 3, et 79, al. 4, de la loi fédérale du 25 septembre 2015 sur le renseignement (LRens)1, vu l’art. 99, al. 1bis, de la loi du 3 février 1995 sur l’armée (LAAM)2, vu les art. 26, al. 2, et 48, al. 1, de la loi du 30 avril 1997 sur les télécommunications (LTC)3,4
Section 1 Exploration radio
Art. 11 HYPERLINK "https://www.admin.ch/opc/fr/classified-compilation/20121395/index.html" \l "a1"
Le Centre des opérations électroniques (COE) est compétent pour l’exploration radio.
1 Nouvelle teneur selon le ch. II 9 de l’annexe 4 à l’O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
Art. 2 Tâches du Centre des opérations électroniques
1 Le COE reçoit et exécute les mandats d’exploration radio de ses mandants.
2 Il intercepte et analyse les rayonnements électromagnétiques émis à l’étranger par des systèmes de télécommunication et transmet les résultats aux mandants.
3 Il acquiert les installations techniques nécessaires à l’accomplissement de ses tâches et procède aux mesures et essais qui s’imposent.
4 Il peut vérifier la faisabilité de nouveaux mandats d’exploration radio.
5 Il peut proposer aux mandants d’assumer d’autres objets d’exploration radio dans le cadre des mandats courants.
Art. 3 Mandats d’exploration radio
1 Les organes ci-après sont habilités à transmettre des mandats d’exploration radio dans le cadre de leurs tâches légales:
le Service de renseignement de la Confédération (SRC);
le Service de renseignement de l’armée.
2 Le SRC et le Service de renseignement de l’armée peuvent exclusivement confier des mandats d’exploration radio destinés à acquérir des informations majeures au regard de la politique de sécurité sur des événements se produisant à l’étranger.
3 Les informations visées à l’al. 2 servent :
dans le domaine du terrorisme : à repérer les activités, les connexions et les structures des groupuscules terroristes et des réseaux ainsi que les activités et les connexions des terroristes isolés;
dans le domaine de la prolifération: pour élucider la dissémination d’armes nucléaires, biologiques ou chimiques, y compris leurs vecteurs et tous les biens et technologies utilisables à des fins civiles ou militaires qui sont nécessaires à leur fabrication (prolifération NBC), pour élucider le commerce illégal de substances radioactives, de matériel de guerre et d’autres biens d’armement, pour identifier des programmes d’armes de destruction massive, y compris leurs vecteurs, ainsi que pour déceler des structures et des tentatives d’approvisionnement;
dans le domaine du contre-espionnage: à déceler les activités et les structures des acteurs étatiques et non étatiques;
dans le domaine des conflits à l’étranger ayant des répercussions sur la Suisse : à évaluer la situation influant sur la sécurité, la stabilité des régimes et les facteurs stratégiques d’influence;
dans le domaine de l’armée et de l’armement : à reconnaître les conflits militaires effectifs ou potentiels, les potentiels militaires et les développements en matière d’armement;
dans le domaine des régions d’engagement de l’armée suisse : à percevoir la situation influant sur la sécurité et à apprécier les évolutions possibles;
dans le domaine de l’exploration de la cybermenace et de la protection des infrastructures critiques: pour élucider la nature de l’engagement, l’origine et les caractéristiques techniques des moyens de cyberattaques ainsi que pour mettre en oeuvre des mesures efficaces de défense;
à maintenir et à développer les capacités d’acquisition des mandants autorisés.
4 Les mandats d’exploration radio sont convenus par écrit. Ils définissent en particulier le domaine de l’exploration et la forme des résultats.
2 Introduite par le ch. II 9 de l’annexe 4 à l’O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
1 Le COE détruit les résultats obtenus par l’exploration radio au plus tard à l’échéance du mandat correspondant.
2 Il détruit les communications au plus tard 18 mois après leur saisie.
3 Il détruit les données de liaison au plus tard 5 ans après leur saisie.
4 Il peut utiliser les données saisies sur la base d’un mandat d’exploration radio pour exécuter un autre mandat d’exploration radio émis par le même mandant.
5 L’enregistrement de fichiers, le droit d’accès et le droit de consultation ainsi que l’archivage sont soumis aux dispositions légales applicables aux mandants concernés.
Art. 5 Données relatives aux personnes et aux événements en Suisse
1 Les données relatives à des personnes ou à des événements en Suisse qui sont reconnus comme tels sont immédiatement détruites par le COE.
2 Les données visées aux art. 38, al. 4, let. b, et 5 LRens, sont réservées.1
Art. 6 Contacts avec des organes spécialisés étrangers
Les contacts en matière de renseignement du COE avec les organes spécialisés étrangers s’effectuent par l’intermédiaire du SRC.
Art. 7 Sécurité
1 Les résultats des mandats d’exploration radio sont classifiés conformément à l’ordonnance du 4 juillet 2007 concernant la protection des informations1.
2 Les organes concernés garantissent, dans leurs domaines de compétences respectifs, une protection appropriée des personnes, des informations et des objets.
Art. 8 à 111
1 Abrogés par le ch. 5 de l’annexe à l’O du 16 août 2017 sur la surveillance des activités de renseignement, avec effet au 1er sept. 2017 (RO 2017 4231).
Section 3 Guerre électronique de l’armée
1 L’armée est compétente en matière de guerre électronique en vertu de l’art. 99, al. 1bis et 1ter, LAAM, et en matière de perturbation du spectre électromagnétique.
2 La perturbation du spectre électromagnétique sur des fréquences autres que militaires doit être approuvée par le chef du DDPS.
3 Le chef de l’armée édicte des directives concernant l’instruction et l’engagement dans le domaine de la guerre électronique.
4 Le COE appuie l’instruction et l’engagement dans le domaine de la guerre électronique.
Section 4 Appui technique aux autorités civiles
1 Le COE peut fournir un appui technique à la Confédération et aux cantons dans l’accomplissement de leurs tâches.
2 L’appui est fourni dans le respect des dispositions légales applicables aux mandants concernés et en accord avec l’Office fédéral de la communication.
3 Le COE peut acquérir les moyens techniques dont il a besoin et procéder à des études de faisabilité, à des mesures et à des essais.
4 Les prestations du COE sont remboursées conformément aux dispositions de l’ordonnance du 8 novembre 2006 sur les émoluments perçus par le DDPS1.
1 RS 172.045.103
L’ordonnance du 15 octobre 2003 sur la guerre électronique est abrogée1.
1 [RO 2003 3971, 2006 3719, 2007 4309, 2008 3217, 2009 6937 annexe 4 ch. II 19]
1 Les mod. peuvent être consultées au RO 2012 5527.
La présente ordonnance entre en vigueur le 1er novembre 2012.
RO 2012 5527
1 RS 1212 RS 510.103 RS 784.104 Nouvelle teneur selon le ch. II 9 de l’annexe 4 à l’O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
Ordinanza sulla condotta della guerra elettronica e sull’esplorazione radio
(OCGE)
del 17 ottobre 2012 (Stato 1° settembre 2017)
visti gli articoli 38 capoverso 3 e 79 capoverso 4 della legge federale del 25 settembre 20151 sulle attività informative (LAIn); visto l’articolo 99 capoverso 1bis della legge militare del 3 febbraio 19952 (LM); visti gli articoli 26 capoverso 2 e 48 capoverso 1 della legge del 30 aprile 19973 sulle telecomunicazioni (LTC),4
Sezione 1: Esplorazione radio
Art. 11Servizio competente
L’esplorazione radio compete al Centro operazioni elettroniche (COE).
1 Nuovo testo giusta il n. II 9 dell’all. 4 all’O del 16 ago. 2017 sulle attività informative, in vigore dal 1° set. 2017 (RU 2017 4151).
Art. 2 Compiti del Centro operazioni elettroniche
1 Il COE riceve i mandati di esplorazione radio dai suoi mandanti e li elabora.
2 Rileva ed elabora le emissioni elettromagnetiche provenienti da sistemi di telecomunicazione all’estero e trasmette i risultati ai mandanti.
3 Acquista gli impianti tecnici necessari all’adempimento dei propri compiti ed effettua le misurazioni e le prove necessarie.
4 Può esaminare la fattibilità di nuovi mandati di esplorazione radio.
5 Può proporre ai mandanti di aggiungere oggetti dell’esplorazione radio supplementari ai mandati in corso.
Art. 3 Mandati di esplorazione radio
1 I servizi seguenti sono autorizzati, nel quadro dei rispettivi compiti legali, ad assegnare mandati di esplorazione radio:
il Servizio delle attività informative della Confederazione (SIC);
il Servizio informazioni dell’esercito.
2 Il SIC e il Servizio informazioni dell’esercito possono assegnare mandati di esplorazione radio esclusivamente per acquisire informazioni rilevanti in materia di politica di sicurezza su fatti che si verificano all’estero.
3 Le informazioni di cui al capoverso 2 servono:
nell’ambito del terrorismo: all’individuazione di attività, collegamenti e strutture di gruppi e reti terroristici nonché all’individuazione di attività e collegamenti di singoli terroristi;
nell’ambito della proliferazione: per l’accertamento della proliferazione di armi nucleari, biologiche o chimiche, compresi i loro sistemi vettori nonché tutti i beni e tutte le tecnologie a duplice impiego civile e militare necessari per la fabbricazione di tali armi (proliferazione NBC); per l’accertamento del commercio illegale di sostanze radioattive, materiale bellico e altri beni d’armamento; per l’accertamento di programmi concernenti armi di distruzione di massa, compresi i loro sistemi vettori; per l’accertamento di strutture di acquisizione e tentativi di acquisizione;
nell’ambito del controspionaggio: all’individuazione di attività e strutture di agenti statali e non statali;
nell’ambito dei conflitti all’estero con ripercussioni sulla Svizzera: alla valutazione della situazione in materia di sicurezza, della stabilità dei regimi e di fattori strategici d’influenza;
nell’ambito militare e dell’armamento: all’esplorazione di conflitti militari attuali e possibili nonché di potenziali militari e di sviluppi in materia d’armamento;
nell’ambito delle zone d’impiego dell’Esercito svizzero: all’esplorazione della situazione attuale in materia di sicurezza e alla valutazione dei possibili sviluppi;
negli ambiti dell’accertamento delle cyberminacce e della protezione di infrastrutture critiche: per l’accertamento dell’impiego, della provenienza e delle caratteristiche tecniche dei mezzi di cyberattacco nonché per l’elaborazione di misure di difesa efficaci;
al mantenimento e all’ulteriore sviluppo delle attività di acquisizione di informazioni dei mandanti autorizzati.
4 I mandati di esplorazione radio sono concordati per scritto. Vi si definisce il settore d’esplorazione e la forma dei risultati.
2 Introdotta dal n. II 9 dell’all. 4 all’O del 16 ago. 2017 sulle attività informative, in vigore dal 1° set. 2017 (RU 2017 4151).
Art. 4 Elaborazione dei dati
1 Il COE distrugge i risultati acquisiti nel quadro dell’esplorazione radio al più tardi al momento della conclusione del rispettivo mandato di esplorazione radio.
2 Distrugge le comunicazioni rilevate al più tardi 18 mesi dopo il loro rilevamento.
3 Distrugge i dati di collegamento rilevati al più tardi 5 anni dopo il loro rilevamento.
4 Può utilizzare i dati rilevati sulla base di un mandato di esplorazione radio anche per adempiere un altro mandato di esplorazione radio dello stesso mandante.
5 La notifica delle collezioni di dati, il diritto di informazione e di accesso nonché l’archiviazione sono retti dalle disposizioni legali applicabili al rispettivo mandante.
Art. 5 Dati su persone e fatti in Svizzera
1 I dati su persone e fatti in Svizzera riconosciuti come tali, sono distrutti immediatamente dal COE.
2 Sono fatti salvi i dati secondo l’articolo 38 capoversi 4 lettera b e 5 LAIn.1
Art. 6 Contatti con servizi specializzati esteri
I contatti in materia di servizi informazioni tra il COE e servizi specializzati esteri avvengono per il tramite del SIC.
Art. 7 Sicurezza
1 I risultati dei mandati di esplorazione radio sono classificati secondo l’ordinanza del 4 luglio 20071 sulla protezione delle informazioni della Confederazione.
2 I servizi interessati assicurano nella propria sfera di responsabilità un’adeguata protezione delle persone, delle informazioni e delle opere.
Sezione 2:...
Art. 8 a 111
1 Abrogati dal n. 5 dell’all. all’O del 16 ago. 2017 concernente la vigilanza sulle attività informative, con effetto dal 1° set. 2017 (RU 2017 4231).
Sezione 3: Condotta della guerra elettronica dell’esercito
1 La condotta della guerra elettronica secondo l’articolo 99 capoversi 1bis e 1ter LM nonché il disturbo dello spettro elettromagnetico competono all'esercito.
2 Il disturbo nello spettro elettromagnetico di frequenze non militari deve essere approvato dal capo del DDPS.
3 Il capo dell’esercito emana istruzioni sull’istruzione e sull’impiego nell’ambito della condotta della guerra elettronica.
4 Il COE presta assistenza per l’istruzione e l’impiego nell’ambito della condotta della guerra elettronica.
Sezione 4: Assistenza tecnica alle autorità civili
1 Il COE può fornire assistenza tecnica alle autorità della Confederazione e dei Cantoni nell’adempimento dei loro compiti.
2 L’assistenza è fornita secondo le disposizioni legali applicabili al rispettivo mandante e d’intesa con l’Ufficio federale delle comunicazioni.
3 Il COE può acquistare i mezzi tecnici necessari ed effettuare studi di fattibilità, misurazioni e prove.
4 Le prestazioni del COE sono indennizzate secondo le disposizioni dell’ordinanza dell’8 novembre 20061 sugli emolumenti del DDPS.
L’ordinanza del 15 ottobre 20031 concernente la guerra elettronica è abrogata.
1 [RU 2003 3971, 2006 3719, 2007 4309, 2008 3217, 2009 6937 all. 4 n. II 19]
Art. 15 Modifica del diritto vigente
1 Le mod. possono essere consultate alla RU 2012 5527.
La presente ordinanza entra in vigore il 1° novembre 2012.
RU 2012 5527
1 RS 1212 RS 510.103 RS 784.104 Nuovo testo giusta il n. II 9 dell’all. 4 all’O del 16 ago. 2017 sulle attività informative, in vigore dal 1° set. 2017 (RU 2017 4151).

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 15

Art. 11

Art. 8
 art. 38
 art. 26

Art. 11

Art. 2

Art. 3

Art. 5
 art. 38

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 11

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 15