Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.06.2016&Aktenzeichen=XII%20ZB%2052%2F15
Timestamp: 2018-07-22 21:57:58+00:00

Document:
BGH, 22.06.2016 - XII ZB 52/15 - dejure.org
PStG §§ 21 Abs. 1 Nr. 3, 22 Abs. 3; GG Art. 1 Abs. 1 iVm Art. 2 Abs. 1
§ 21 Abs. 1 Nr. 3 PStG, § ... 22 Abs. 3 PStG, Art. 2 Abs. 1 GG, §§ 21, 22PStG, § 1 Abs. 1 Satz 1 PStG, § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, Art. 100 GG, Art. 100 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 GG, §§ 21 Abs. 1 Nr. 3, 22 Abs. 3 PStG, §§ 48 Abs. 1, 47 Abs. 2 Nr. 1, Art. 1 Abs. 1 GG
§ 21 Abs 1 Nr 3 PStG, § 22 Abs 3 PStG, Art 1 Abs 1 GG, Art 2 Abs 1 GG
Personenstandssache: Zulässigkeit der Eintragung "inter" oder "divers" als Angabe des Geschlechts im Geburtenregister
Zulässigkeit einer Eintragung wie "inter" oder "divers" als Angabe des Geschlechts im Geburtenregister auf Grundlage des Personenstandsgesetzes ( PStG ); Geschlechtliche Identität einer Person als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts; Grundrechtlicher Schutz der Anerkennung der Intersexualität
"Inter" oder "divers" als Geschlechsangabe unzulässig!
Intersexualität: Kein drittes Geschlecht für Intersexuelle
Kein Recht auf Eintragung eines Intersexuellen im Geburtenregister als "inter" oder "divers"
Kein "inter" oder "divers" als Geschlecht im Geburtenregister
taz.de (Pressebericht, 04.08.2016)
Intersexuelle Menschen: Kein eigener Geschlechtseintrag
queer.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 25.04.2015)
Intersexualität: Entscheidung über drittes Geschlecht
Die "Dritte Option" vor dem BGH - Zwischenstopp auf dem Weg zum Verfassungsgericht
taz.de (Pressekommentar, 05.08.2016)
Intersexualität: Rosa, hellblau - nichts?
Personenstandsrecht: Intersexualität bleibt unsichtbar
Kurznachricht zu "Keine Eintragung von "inter" oder "divers" als Angabe des Geschlechts im Geburtenregister - Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 22.06.2016" von Franziska Brachthäuser und Juana Remus, original erschienen in: NJW 2016, 2885 - 2887.
NJW 2016, 2885
MDR 2016, 1090
Die Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2016 - XII ZB 52/15 -, des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Januar 2015 - 17 W 28/14 - und des Amtsgerichts Hannover vom 13. Oktober 2014 - 85 III 105/14 - verletzen die beschwerdeführende Person in ihren Grundrechen aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 und Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes.
Die Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2016 - XII ZB 52/15 - und des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Januar 2015 - 17 W 28/14 - werden aufgehoben.

References: Art. 1
 Art. 2

§ 21
 Art. 2
 § 1
 § 1
 Art. 100
 Art. 100
 Art. 1

§ 21
 § 22
 BGH 
 BGH