Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2116.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:22:52+00:00

Document:
2.116 Roberner See
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Roberner See" vom 23. Dezember 1988 (GBl. v. 20.03.1989, S. 83).
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Fahrenbach, Gemarkungen Fahrenbach und Robern und der Stadt Mosbach, Gemarkung Mosbach Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Roberner See".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 23 ha. Es wird im wesentlichen im Norden, Westen, Süden und Südosten von Wegen begrenzt. Der überwiegende Teil der Ostgrenze wird jedoch durch die Abbruchkante des Geländes markiert.
· Das Naturschutzgebiet umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Fahrenbach, Gemarkung Fahrenbach die Grundstücke Flst.Nrn. 1830 teilw., 1831, 1832, 1861 teilw., 1937 teilw., auf Gemarkung Robern die Grundstücke Flst.Nrn. 360, 361, 362, 364-371 jew. teilw., 374 teilw., 375 teilw., 377 teilw., 378 teilw., 383 teilw., 384 teilw., 400-403 teilw., 405-410 jew. teilw., 412-418 jew. teilw., 420-422 jew. teilw., 750, 752-754 und auf dem Gebiet der Stadt Mosbach, Gemarkung Mosbach die Grundstücke Flst.Nrn. 3768, 3769 teilw., 3769/1, 3675/11 teilweise.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in zwei Übersichtskarten im Maßstab 1:25000 und 1:5000 und in zwei Detailkarten im Maßstab 1:1500, jeweils mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach und beim Bürgermeisteramt Mosbach auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung des reich strukturierten Feuchtwiesenkomplexes am Oberlauf des Seebachs und seiner gestauten Wasserfläche mit seltenen Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensgemeinschaften. Es gilt besonders, die regionale und überregionale Bedeutung als Brut- und Rastplatz für seltene und gefährdete Wasservögel und Durchzügler zu bewahren.
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils gültigen Fassung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellten Maßnahmen durchzuführen;
14. die Wege mit Fahrzeugen aller Art, ausgenommen Fahrräder und Krankenfahrstühle zu befahren;
15. Flug- und Bootsobjekte aller Art zu betreiben;
19. Hunde schwimmen oder frei laufen zu lassen;
20. Tiere zu füttern;
21. zu reiten;
22. Schmuckreisigkulturen oder Vorratspflanzungen von Bäumen oder Sträuchern anzulegen.
a) die Jagd auf Wasservögel nur außerhalb der Seefläche - nördlich der in der Detailkarte 2 (M 1:500) gezogenen Grenze (gelb) erfolgen darf,
b) die bestehenden Entenbrutkörbe zu entfernen sind,
c) die Errichtung von Futterstellen, Hochsitzen und anderen jagdlichen Einrichtungen unter- bleibt,
d) keine Gesellschaftsjagden durchgeführt werden;
2. für die ordnungsgemäße Bekämpfung des Bisam in der Zeit vom 1.10. - 1.4.;
3. die ordnungsmäßige Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß südlich der in der Detailkarte 2 (M 1:1500) gezogenen Grenze (gelb) nur Kontroll- und Hegemaßnahmen im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium gestattet werden, die auf eine Person zu begrenzen sind;
4. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Um fang mit Ausnahme von § 4 Abs. 2 Nrn. 16 - 18;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer im Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer im Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Karlsruhe, den 23. Dezember 1988

References: § 2
 § 4
 § 64
 § 4
 § 33
 § 4
 § 5