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Timestamp: 2020-06-03 23:40:02+00:00

Document:
Wie weit dürfen Vorgesetzte gehen? | Erwerbslosenforum Deutschland
Wie weit dürfen Vorgesetzte gehen? (4 Betrachter)
Ich hab´ da mal eine ganz allgmemeine Frage zum Thema "Vorgesetzte". Habe vor kurzem meinen Job nach nur 11 Monaten Betriebszugehörigkeit zur Monatsmitte März gekündigt und fange demnächst in einem anderen Unternehmen an.
In meiner 9-jährigen beruflichen Laufbahn hatte ich kaum Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen, mein Verhältnis zu den Leuten war fast immer richtig toll. Nur leider bin ich letztes Jahr in eine Firma reingeraten, deren Führungsstil sehr autoritär ist, was ich allerdings vor Antritt meiner Stelle nicht gewusst hatte (sonst hätte ich dort wohl nie angefangen).
Ich lege nämlich sehr viel Wert auf einen menschlichen Umgang zwischen den Parteien und habe ein gewaltiges Problem damit, wenn Vorgesetzte aggressiv werden, mich beschimpfen und beleidigen und sich das Recht herausnehmen mich anzuschreien. Wenn mich jemand gut behandelt und respektiert, ist alles in bester Ordnung... aber da ich mir nicht alles gefallen lasse, kam es in meiner Noch-Firma ab und an zu Problemen, wenn ich mich gewehrt hatte.
Frage: Haben Vorgesetzte generell das Recht, einen zusammenzubrüllen wenn man einen Fehler gemacht hat? Bei gravierenden Fehlern seh´ ich das noch irgendwie ein, aber bei uns trauen sich Mitarbeiter nicht mal klitzekleine Fehler zuzugeben, weil sie alle Panik vor dem Anschiss bzw. der Kündigung haben. Und darf ein Arbeitnehmer sich wehren und zurückschreien? Hat der Chef/die Chefin daraufhin das Recht, jemandem deswegen zu kündigen? Muss ich meinen Vorgesetzten immer nach dem Mund reden und Recht geben, auch wenn ich ganz genau weiß dass ich Recht habe?
Zum Glück ist es jetzt vorbei, aber ich bin noch relativ jung (32) und noch lange nicht im Ruhestand... und möchte solche Probleme in Zukunft gerne vermeiden. Dieses "Klappe halten und blind gehorchen, ja nie widersprechen"-Ding ist überhaupt nicht meine Welt. Ich bin ein Mensch der in der Lage ist, eine eigene Meinung auch dann zu vertreten, wenn ich damit in der Minderheit bin... aber eigenständig denkende Menschen sind in meiner Noch-Firma unerwünscht, jeder hat sich anzupassen.
Andere Frage: Ist es in Ordnung, wenn Vorgesetzte ihre Angestellten unterschiedlich behandeln und einige ausgrenzen? Es gibt z. B. eine Vorgesetzte bei mir im Büro, welche mich bewusst spüren lässt, dass sie mich nicht mag... weil ich ihr eben schon einige Male widersprochen habe. Wenn sie in der Pause einkaufen geht, fragt sie alle Leute im Büro ob sie ihnen was mitbringen soll - nur mich nicht. Und wenn sie Knabberzeug dabei hat, bietet sie jedem was davon an - nur mir nicht. Wenn wir uns alle im Büro über Privates unterhalten, zieht sie jedesmal ein dummes Gesicht oder verdreht die Augen, wenn ich was sage... auf meine Kommentare gibt sie nie eine Antwort, und Fragen stellt sie mir auch keine mehr. Gut die Hälfte der Belegschaft (wir sind ca. 20 Leute) bekommen täglich von der Geschäftsleitung ein warmes Mittagessen bezahlt und öfters mal nachmittags Kuchen vom Bäcker, der Rest wird einfach ignoriert... ich find´ das einfach nur unterste Schublade.
Tja Melissa,
das könnte unter Umständen teuer werden für deinen Arbeitgeber.
Wenn du dich denn wehren würdest.
Die 10 Gebote des AGG:
1. Du sollst nicht aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität unmittelbar benachteiligen.
2. Du sollst auch nicht mittelbar benachteiligen.
3. Du sollst nicht belästigen.
4. Du sollst nicht sexuell belästigen.
5. Du sollst niemanden anweisen zu benachteiligen oder zu belästigen.
6. Du sollst Arbeitsplätze neutral und ohne direkte oder indirekte Diskriminierungsmerkmale ausschreiben.
7. Du sollst deine beschäftigten auch vorbeugend vor Benachteiligungen durch Kollegen und Dritte schützen.
8. Du sollst auf die Unzulässigkeit von Benachteiligungen hinweisen und - insbesondere durch Schulung - darauf hinwirken, dass sie unterbleiben.
9. Du sollst das AGG bekannt machen und die für Beschwerden zuständige Stellen benennen.
10. Du sollst nicht maßregeln.
Die 10 Sanktionen des AGG:
1. Rechtsunwirksamkeit benachteiligender Rechtsgeschäfte (auch Kündigungen?) und Kollektivverträge (§ 7 abs. 1, 2 AGG, §134 BGB)
2. Schadensersatz bei verschuldeter unzulässiger Benachteiligung für materielle Schäden (§ 15 abs. 1 AGG)
3. Schadensersatz nach §§ 280 abs. 1, 241 abs. 2 BGB iVm § 7 abs. 3 AGG für den Verstoß gegen Pflichten des AGG
4. Immaterielle Entschädigung bei unzulässiger Benachteiligung, § 15 abs. 2 und 3 AGG
5. Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche des unzulässig benachteiligten Beschäftigten, §§ 1004, 823 abs. 1 BGB
6. Gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit (Rechtsgedanke aus § 8 abs. 2 AGG)
7. Gleiche Behandlung unzulässig Benachteiligter mit dem Bevorzugten
8. Beschwerderecht bei "gefühlter" Benachteiligung, § 13 abs. 1 Satz 1 AGG
9. Leistungsverweigerungsrecht, § 14 Satz 1 AGG
10. Unterlassungs-, Vornahme- und Duldungsanspruch des Betriebsrats und der Gewerkschaft bei grobem Verstoß gegen das AGG, §17 abs. 2 AGG
Quelle: Prof. Dr. Ulrich Preis, Universität zu Köln, Vortrag DAI Jahresarbeitstagung 2006.
In meinen Augen ist das, was Dir da in Deiner Noch-Firma passiert, Mobbing und Bossing.
Gut wäre, wenn Du gerichtlich dagegen angehen willst, ein sog. Mobbing-Tagebuch, wo du alles reinschreibst, was an Ungerechtigkeiten, Ausgrenzungen etc. Dir gegenüber passiert.
Allerdings, wenn Du eh schon gekündigt hast ...
Jedenfalls ist das Mobbing, eindeutig.
Der Chef legt eben viel Wert auf Teamfähigkeit. Und er versteht unter diesem Begriff was anderes als ich: D. h. man hat sich anzupassen und zu allem ja zu sagen... und ich mag eben keine Mitläufer, die keine eigene Meinung vertreten können.
Bis Dezember hatte ich trotz dem rauhen Tons in der Firma wenig Probleme. Aber dann stand die Weihnachtsfeier an, und jeder wurde gefragt wie viel Geld er für das Weihnachtsgeschenk der Geschäftsleitung spenden würde... 2 Azubinen wollten 5 € geben, eine andere Kollegin und ich 10, der Rest meinte das sei viel zu wenig... und eine Person hat dann beschlossen, dass jeder 20 € bezahlt. Wir 4 fanden das eindeutig zu viel für eine Firma, wo wir menschlich nicht ernst genommen werden und nur zu kuschen haben... und wollten auf unseren 5 bzw. 10 € beharren. Antwort: "Entweder ihr gebt 20 oder gar nichts, weniger als 20 wird nicht angenommen." Wir ließen uns nicht erpressen und gaben schließlich nichts... woraufhin wir Riesenärger bekommen haben. Der Chef hat nämlich kontrolliert, wer alles auf der Karte unterschrieben hat und uns übelste Vorwürfe gemacht... dass wir nicht teamfähig seien, unkameradschaftlich und unseren Kollegen eiskalt in den Rücken gefallen sind. Ich musste mir anhören, dass ich für mein Alter ganz schön kindisch und unreif bin. Am Ende wurden wir gezwungen, uns offziell bei ihm zu entschuldigen... und mussten klein beigeben, sonst wären wir fristlos geflogen. Nach der Entschuldigung meinte der Chef, wir wollen das Thema vergessen und einen Neuanfang machen... aber die Realität sieht anders aus.
Eine der beiden Azubinen hat Ende Januar ihre Ausbildung beendet und bekam am Tag nach ihrer mündlichen Abschlussprüfung die Nachricht, dass sie nun doch nicht übernommen wird... obwohl es ihr im Dezember schon mündlich versprochen wurde (sollte erwähnen dass in dieser Firma niemand einen schriftlichen Arbeitsvertrag besitzt). Sie sieht das Versprechen wegen des Handschlags vom Chef als mündlichen Arbeitsvertrag und will nun die Firma auf Schadensersatz verklagen. Glaube aber kaum, dass sie durchkommt ohne schriftliche Beweise... die anderen Kollegen können nicht für sie aussagen, weil sie sonst ihre Jobs verlieren, und ich möchte mit dieser Firma endlich abschließen, weil sie mich psychisch total kaputt gemacht hat.
Abgesehen von der Vorgesetzten machen mir einige Kolleginnen das Leben zur Hölle, indem sie mich behandeln wie den letzten Dreck. Versuchen mich ständig über irgendwas auszuhorchen... und wenn ich nicht mitziehe, werden sie laut, aggressiv, beschimpfen mich und versuchen mir ein schlechtes Gewissen einzureden, so nach dem Motto ich böse Kameradensau etc. Auf Privatfeiern werde ich von vielen ignoriert als ob ich Luft sei... dabei habe ich eh keine Lust auf private Firmenfeste, wenn ich zur Teilnahme dazu gezwungen werde. Ich weiß ja, dass eine Firma uns das offiziell als Arbeitszeit bezahlen muss, wenn wir verpflichtet sind unsere Freizeit mit der Geschäftsleitung zu verbringen... aber das interessiert bei uns niemand. Wenn der Chef mit uns essen gehen will, MUSS jeder dabei sein... gestern war unsere Karnervalsparty, und ich war nicht dort. Jetzt muss ich befürchten, dass ich deswegen und wegen der Weihnachtsgeschenk-Story ein schlechtes Abschlusszeugnis bekomme. Ich würde ja gerne vor Gericht gehen, aber dummerweise hab´ ich den Fehler gemacht, mich einmal von der Vorgesetzten im Büro beim privaten Surfen im Internet erwischen zu lassen... was sie auch noch beweisen kann, weil unsere ganze Arbeit auf einem Stick aufgezeichnet und kontrolliert wird.
Ich hab´ so eine Stinkwut in mir, so einen Hass... zwar bin ich bald raus aus dem Laden, aber jede einzelne Minute dort verlangt von mir so eine Selbstbeherrschung... ich war schon einige Male innerlich kurz davor, diese Vorgesetzte zu verprügeln. Ich hab´ wirklich die ganzen Monate über verdammt gute Arbeit abgeliefert und den Laden weit vorangebracht... aber bei uns zählt weniger die Leistung als die Schleimerei bei der Geschäftsleitung und der Gehorsam :icon_kotz:.
Faschismus kann halt überall gedeihen, wo Menschen große Angst um ihre Existenz haben.
Wohl dem, der sich aus solchen Klitschen raus retten kann.
Eben, und wegen dieses "ersten Gebots" ist der Rest auch nicht auf Melissas Fall anwendbar. Die Aufzählung der vom AGG erfassten Diskriminierungsgründe ist abschliessend.
Ja Melissa, das dürfte heute wohl kein Einzelfall mehr sein, dass Chefs ihre Mitarbeiter so behandeln - in der "Eiszeit" , die heute zwischenmenschlich nicht nur im Arbeitsleben herrscht, muss man sich auf solche Vorgänge einrichten.
Sie zu ertragen, muss natürlich nicht sein - wichtig ist, zu sich und seiner Persönlichkeit zu stehen und seine Meinung ohne nennenswerte Kompromisse zu vertreten ! Natürlich kann man davon ausgehen, dass man sich dadurch weitgehend unbeliebt macht, wenn man nicht zum Herdenvieh zählt !
Was deine "nette" Kollegin angeht (wieder mal ein Beispiel zur leider fehlenden Solidarität unter Frauen :icon_kotz , machs doch mal anders rum - biete du etwas an und lass sie einfach außen vor - aber wie ich deinem Post entnommen habe, bist du diese ......... bald los !
Viel Glück bei der neuen Arbeitsstelle - und gib dich so, wie du bist - verstellen tun sich ohnehin so viele
AW: Mangelnde Solidarität unter Frauen?
< wieder mal ein Beispiel zur leider fehlenden Solidarität unter Frauen >
Ich war vor Jahrzehnten mal EDV-Organisator in einem Unternehmen, das über 5.000 Näherinnen beschäftigte (und heute durch die Medien geistert) Die arbeiteten im "Gruppenakkord" zu je 7-9, wobei jede Bandleiterin einen Lohnzuschlag von bis zu 10% auf den durchschnittlichen Gruppenakkordlohn bekam. So einen Meister konnte es gar nicht geben, der diese Nähsklavinnen stärker unter Druck gesetzt hätte. Später erlebte ich in zahlreichen Branchen immer wieder alles andere als "Solidarität unter Frauen".
Unvergessen bleibt mir der Kampf einer Betriebsrätin, die meinen Einsatz für Frauen in der Datenerfassung bekämpfte, nachdem ich diesen gute Büro-Drehstühle beschaffen konnte und Gleitzeit einführte. Sie war gelb vor Neid und Eifersucht, forderte meine Entlassung wg. Kompetenzüberschreitung und wurde dann in einem Arbeitsgerichtsverfahren mit kleiner Abfindung selber nach Hause geschickt. Von ihrer Gewerkschaft (IG Chemie) wurde sie dabei zwar vehement, jedoch erfolglos vertreten..
Ich kann nur sagen: wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Mobbingtagebuch, vorfühlen wer helfen könnte, Anwalt suchen und vor allem sich rechtzeitig gegen so übergriffiges Verhalten durchsetzen. Das bedeutet nicht Leute zu verhauen oder anzuschreien, sondern sich abzugrenzen.
Komisch ist, dass nicht jeder Angestellte gemobbt wird, d.h. man lädt manchmal tatsächlich dazu ein, wenn man selbst unsicher ist. Ich meine auf keinen Fall, dass man eine Mitschuld trägt!!! Nur finde ich es wichtig, diese Muster zu erkennen und entsprechend zu handeln (Therapie, Anwalt, Tagebuch, ein fester Blick mit flottem Text zurückgeben, was auch immer der Situation angemessen ist)
Viel Glück auf der neuen Arbeitsstelle.
Also: ich würde mich da sicher nicht mehr ärgern!
So ein Verhalten ist wirklich aller unterste Schublade!
Zieh die Konsequenzen - in 2 Wochen ist es eh vorbei... ich würde mich lecker krank schreiben lassen inkl. Resturlaub nehmen und "Pfeifendeckel"... zuhause bleiben!
Ja bulde, deswegen kanns auch mit der Emanzipation von Frauen in vielen Bereichen nix werden - leider da diese dummen Exemplare - wie Melissa sie beschreibt - sich offensichtlich explosionsartig ausbreiten - habe ich erst vor ein paar Wochen in einem Praktikum zu einem potentiellen Job selbst erfahren dürfen :icon_kotz:
Ach was, schlimmer als Frauen sind doch kleine Männer. Geht mir jedenfalls so. Meine beste Chefin war eine Frau. Meine Lieblingskollegen sind Männer, aber ich komme mit Frauen auch ganz gut aus. Aber schrecklich sind kleine Männer - was hinterfotzigeres kenne ich nicht. Die haben einen Geltungsdrang hoch 10.
Da muss ich dir zustimmen, Donauwelle
Kleine Männer sind auch sehr schlimm - mein letzter Chef war 1,60 mit Hut - und der egoistischste, aufgeblasenste und dämlichste Kerl, den ich je kennengelernt habe. Niemand war derart in der Lage, mit so vielen Worten so wenig zu sagen
Nicht nur sehr schlimm - ich habe beschlossen, diesen aus den Weg zu gehen... - selbst im Netz weiß ich schon, dass es nur Ärger gibt, wenn ein Mann von sich erzählt, dass er kleiner als 1,70 - 1,75 m ist. Ich hatte am Dienstag mein bestes Vorstellungsgespräch meines Lebens, weiß zwar nicht, ob es etwas wird (aber die richtige Chemie war gleich da) - aber ich habe erstmal aufgeatmet, als ich gesehen habe, dass dort nur große Männer sind. Frauen - egal welchen Typus - machen mir keine Probleme, auch wenn ich kein Frauengeklüngel mag.
Ich bin noch keinem kleinen Mann begegnet, der nicht irgendwie einen Knacks hatte.
[QUOTE von Melissa]die anderen Kollegen können nicht für sie aussagen, weil sie sonst ihre Jobs verlieren, und ich möchte mit dieser Firma endlich abschließen, weil sie mich psychisch total kaputt gemacht hat.[/QUOTE]
Das find ich schade, daß Du das so siehst.
Eine Aussage gegen diese Firma, wäre für mich ein perfekter Abschluß !
Aber will die junge Frau da wirklich weiterarbeiten?? :icon_eek:
Komisch ist, dass nicht jeder Angestellte gemobbt wird, d.h. man lädt manchmal tatsächlich dazu ein, wenn man selbst unsicher ist.
Im Gegensatz zu einer jüngeren Kollegin, die auch erst vor 9 Monaten angefangen hat, habe ich nie geheult und hatte auch keinen Nervenzusammenbruch... nur letztes Jahr musste ich mich etwas zurückhalten, weil ich Schulden hatte und mir Arbeitslosigkeit nicht leisten konnte.
Allerdings bin ich auch nicht wirklich schlagfertig... und bei uns haben die Leute was zu sagen, die gut labern und sich verkaufen können. Ich bin eher ruhig und überzeuge lieber durch Leistung.
Von knapp über 20 Angestellten sind gut 80% Frauen... wobei ich glaube, dass das nervige Gezicke gar nicht so schlimme wäre, wenn uns die Geschäftsleitung nicht ständig zum Konkurrenzkampf anstacheln würde. Kleine Männer mag ich auch nicht so gerne. Ich denke viele fühlen sich einfach aufgrund ihrer Größe nicht ernst genommen und meinen, sie müssen deshalb einen auf Machtgehabe machen. Ist doch ähnlich mit der Vorgesetzten in meinem Büro. Die Frau hat "nur" Hauptschulabschluss, ihre Ausbildung in einem Fahrradladen gemacht und ist danach gleich zu uns gekommen. Sie beherrscht weder das Office-Paket gut noch kann sie irgendwelche Fremdsprachen. Ihre Position hat sie nur wegen ihrer langen Betriebszugehörigkeit bekommen. Und dann komme ich daher mit meinem Abi, 5 Sprachen und sehr guten Office-Kenntnissen... mir haben schon einige Leute bestätigt, dass sie mich aus Neid so schlecht behandelt. Aber sie ist sich nie zu schade mich um Hilfe zu bitten, wenn sie nicht weiterkommt.
Resturlaub habe ich leider nimmer viel, nur 5 Tage... und die brauche ich für die erste Märzwoche, weil ich da schon im Oktober Urlaub beantragt und gebucht hatte. Krankschreibungen haben bei der Firma schon einen negativen Touch, wenn man wirklich krank ist... und ich brauch´ doch auch ein gutes Abschlusszeugnis. Wobei wir Ex-Mitarbeiter haben, die schon seit 2 Jahren auf ihre Zeugnisse warten...
Aber will die junge Frau da wirklich weiterarbeiten??
Nein, sie will nur einige Hundert Euro Schadensersatz wegen Vertragsbruch...
So einen Chef hatte ich auch mal. 3 Tage Probezeit, dann bin ich gegangen. Der Zwerg war dermaßen dominant, der hat sogar seine ganze Familie (Familienbetrieb mit Frau, Sohn und Tochter) eingeschüchtert. Und dann wollte er mich zwingen, seinen Sohn zu ehelichen. Da kam es dann zu sexuellen Annäherungsversuchen während der Arbeitszeit (mit ausdrücklicher Zustimmung des Vaters!). - Das wurde mir dann endgültig zuviel!
Die Sache mit dem Mobbing gibt es nicht erst seit der aktuellen "Eiszeit". Bereits Anfang der 90er Jahre, wo es auch nicht mehr ganz so einfach war, eine gute Stelle zu ergattern, gab es das Gerangel innerhalb der Betriebe, insbesondere unter den Frauen.
Problematisch ist immer, wenn mehrere "Damen" (auch wenn sie sich gar nicht damenhaft benehmen) mit unterschiedlichem Bildungsabschluss zusammen arbeiten.
Manche haben einfach eine Lehre gemacht, manche sind Quereinsteiger, manche angelernt, manche schon seit Jahrzehnten im Betrieb und mühsam hochgedient, manche mit super Abi und hoch qualifiziert - letztere sind den anderen natürlich ein Dorn im Auge.
Des weiteren ist der Kampf um Äußerlichkeiten zwischen Frauen nicht zu unterschätzen: ältere fühlen sich gegenüber jüngeren benachteiligt, insbesondere wenn die jüngeren auch noch besonders hübsch sind. - Dann ist der Ofen komplett aus.
Dieses System ist wohl schon so alt wie die Menschheit. Bestimmt gab es bereits in der Steinzeit den Kampf um den besten Platz am Lagerfeuer oder wer neben dem Chef sitzen darf ...
Aber schrecklich sind kleine Männer - was hinterfotzigeres kenne ich nicht. Die haben einen Geltungsdrang hoch 10.
Bitte nichts über diesen Kamm scheren. Geltungsdrang ist nicht von der
grösse Abhängig. Das haben sehr viele Menschen, es fehlt ihnen warum
auch immer an Selbstbewusstsein.
Kleinere Menschen werden, oft genug gar nicht beachtet oder die
Hemmschwelle den Macker zu markieren ist leichter zu überwinden.
Ich bin nicht gerade grösste (aber immerhin knapp über eurer 1,60) und
hatte oft genug das Grössere mich nicht beachten, das nahm vor
allem früher zeitweise merkwürdige Züge an. Meist erlebe ich dass, das die
Herren sich mir in den Weg stellen, vordrängeln und so.
Einer war mal ganz fresch den musste ich dann richtig aus dem Weg
schubsen, der flog dann Regelrecht ins Auslagenregal (war beim einkaufen)
dann war Ruhe mit dem Kerl. Solchen Leuten begegne ich schon lange mit
erst deutlich was sagen und dann wird kurz geschubst je nach Situation.
Das funktioniert je grösser der Kerl ist, umso besser ernsthaft, .
Manchmal gehts auch daneben, dann wird eben der Rückzieher gemacht.
Bis auf dicke Typen, da schubst du nichts, zuviel Masse ;-(
Manchmal ertappe ich solche Kerle, wie sie sich hinterher schämen,
und der Gesichtsausdruck allein schon die Entschuldigung ist.
Nicht das jetzt jemand denkt ich sei rabiat .
Selten erleb ich sowas mit Frauen. Die nehmen mich doch eher ernst .
Kleine Männer können aber auch gute Liebhaber sein. Ich hatte mal so ein Prachtstück. 1,58 Meter groß. (Damit meine ich jetzt natürlich "ihn" und nicht "ihn" ...)
Der Zwerg war dermaßen dominant, der hat sogar seine ganze Familie (Familienbetrieb mit Frau, Sohn und Tochter) eingeschüchtert.
Kommt mir bekannt vor, nur mit dem Unterschied dass mein Chef um die 1,80 m groß ist... Einige meinen das läge an seiner osteuropäischen Mentalität, aber ich habe einige Freunde und Bekannte aus diesem Land, und das sind ganz liebe Menschen.
Bei uns wird bei der Einstellung gar nicht auf die Bildung geachtet. Da ich es gewohnt war mit Ingenieuren, Doktoren und Professoren zu arbeiten, war es für mich anfangs seltsam bei der Arbeit gefragt zu werden, wie man den Kopierer bedient oder zu hören, dass Belgrad die Hauptstadt von Ibiza ist. Ich helfe wirklich gerne, wenn jemand eine Frage hat.... aber ich bin auch nur ein Mensch, und jeder Mensch macht mal Fehler... und wenn dann eine dieser Personen bei einem klitzekleinen Fehler von mir gleich zur Geschäftsleitung rennt und mich verpfeift, nur damit ich auch mal Ärger bekomme, habe ich kein Verständnis dafür.
Die Leute in der Firma sind im Schnitt ziemlich jung, wir haben nur 2 Frauen knapp über 40. Sticheleien wegen des Aussehens und so (was ich von anderen Arbeitsplätzen her nicht gewohnt war) hört man schon öfters. Ich habe einige Pfunde zu viel auf den Hüften, bin aber nicht wirklich dick... und muss mir trotzdem deswegen einiges anhören. Mich stört auch diese Oberflächlichkeit in den Büros... eine gutaussehende Frau muss eine Model-Figur haben, ein toller Mann aussehen wie David Beckham, alle kaufen ihre Klamotten in teuren Boutiquen (C&A ist peinlich), beim Urlaub geht natürlich nichts unter 4 Sternen All-Inclusive (Zelten ist ja unter unserem Niveau), natürlich schwärmen auch alle von Sportflitzern, Yachten und haben dumme Schnepfen wie Paris Hilton als Vorbilder. Schönheit und Geld geht vor Intelligenz. Sie verehren diese ganzen Promis, über die sich mein Freundeskreis und ich nur lustig machen... ach bin ich froh dass ich bald dort weg bin.
Super! Belgrad liegt in Ibiza und die Erde ist eine Scheibe! Fastnacht!
Was man hier so mitbekommt ist doch eigentlich kontraproduktiv für jedes Unternehmen; ich meine, dass je besser man mit den Chefs und den Kolleg(inn)en zurecht kommt, desto produktiver und kreativer wird auch die Arbeitsleistung des Betriebes sein.
Also ich habe bei mir ein "durchwachsenes Team" angeheuert; meine Mitarbeiter(inn)en sind zwischen 16 und 48 Jahre jung und ich habe sehr darauf geachtet, dass ich nur Menschen mit einem "gutem Charrakter" einstelle, denn ich möchte, dass wir ein Team sind und dass einer dem anderen hilft.
Die ersten Tage haben mir gezeigt, dass ich vermutlich ein glückliches Händchen hatte, weil genau so ein Betriebsklima entstanden ist, wie ich es mir gewünscht habe, nämlich eines, bei dem die Mitarbeiter gerne zur arbeit kommen und einfach mit Freude und Spaß unsere Kunden bedienen etc.
In meinem Berufsleben habe ich auch Mobbing erleben müssen und das ist das letzte was ich möchte - o. K. persönlich musste ich es noch nicht erleiden (kann mich eben durchsetzen) aber insbesondere an ehemaligen Kolleginnen konnte ich schon beobachten, wie sie seelisch fertig gemacht wurden und zwar von Leuten, mit denen man sich nicht anlegen konnte und so etwas gibt es bei mir einfach nicht - notfalls wiege ich dann 20 Zentner.
Eiszeit hat im #2 eine gute Zusammenstellung gepostet die erwähnenswert ist und eigentlich dringend umgesetzt gehört.
- nee Ofra - sowas Kleines hatte ich noch nicht

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