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Timestamp: 2017-02-22 04:18:08+00:00

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Geringwertige Wirtschaftsgüter Inhaltsverzeichnis 1. Sofortabschreibung 1.1. Gesetzliche Grundlagen 1.2. Selbstständige Nutzungsfähigkeit 1.3. ABC der geringwertigen Wirtschaftsgüter 1.4. Wahlrechte für Aufwendungen von nicht mehr als 410 € 1.4.1. Grundsatz 1.4.2. Aufwendungen bis 150 € 1.4.3. Aufwendungen zwischen 150 € und 410 € 1.5. Private Mitbenutzung 1.6. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.7. Nachträgliche Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten 2. Bildung von Sammelposten 2.1. Wahlrechtsausübung 2.2. Auflösung des Sammelpostens 3. Privatnutzung von Wirtschaftsgütern des Sammelpostens 4. Behandlung von Sammelposten bei Betriebsübertragungen 5. Die Auswirkungen der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrages auf die geringwertigen Wirtschaftsgüter; Sonderabschreibung und geringwertige Wirtschaftsgüter 6. Literaturhinweise 7. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »G« 1. Sofortabschreibung
Durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.12.2009 (BGBl I 2009, 3950) werden die Regelungen zur Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) geändert. Für WG, die nach dem 31.12.2009 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden (§ 52 Abs. 16 Satz 14 EStG), hat der Stpfl. mit Gewinneinkünften das Wahlrecht, einen Sofortabzug bei selbstständig nutzbaren beweglichen WG des Anlagevermögens vorzunehmen, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten (AK/HK) jeweils 410 € nicht übersteigen (§ 6 Abs. 2 EStG). Entsprechend der früheren Rechtslage vor der Einführung des Sammelposten (vor dem 1.1.2008) werden diese WG, deren Wert 150 € übersteigt, in einem laufend zu führenden Verzeichnis erfasst.
Alternativ zu der Sofortabschreibung nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG kann der Stpfl. mit Gewinneinkünften bewegliche abnutzbare WG des Anlagevermögens mit AK/HK von mehr als 150 € bis zu 1 000 € in einen jahresbezogenen Sammelposten einstellen (§ 6 Abs. 2a Satz 1 EStG).
Die Regelungen gem. § 6 Abs. 2 und 2a EStG gelten auch bei Einlagen und im Falle der Betriebseröffnung (§ 6 Abs. 1 Nr. 5 bis 6 EStG).
Ein Wirtschaftsgut ist einer selbstständigen Nutzung nicht fähig, wenn es nach seiner betrieblichen Zweckbestimmung nur zusammen mit anderen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens genutzt werden kann und die in den Nutzungszusammenhang eingefügten Wirtschaftsgüter technisch aufeinander abgestimmt sind. An der selbstständigen Nutzungsfähigkeit fehlt es auch, wenn das Wirtschaftsgut aus dem betrieblichen Nutzungszusammenhang gelöst und in einen anderen betrieblichen Nutzungszusammenhang eingefügt werden kann. Ob ein einheitliches Ganzes vorliegt und das einzelne Wirtschaftsgut nur in dieser Verbundenheit betrieblich genutzt werden kann, hängt u.a. von der Art und Dauer der Verbindung (Festigkeit, technische Gestaltung) und von der Abstimmung der Wirtschaftsgüter untereinander ab (auf die selbstständige Bewertbarkeit kommt es nicht an). Ein einheitliches Ganzes liegt allerdings in denjenigen Fällen nichtmehr vor, in denen trotz technischer Abgestimmtheit (einheitlichem Ganzen) weiterhin eine selbstständige Nutzbarkeit gegeben ist, z.B. bei einem Computertisch, der auf einen PC abgestimmt ist, bei Rollcontainern und Schreibtischen sowie Einbauschränken. Sind die Wirtschaftsgüter auch ohne andere Wirtschaftsgüter nutzbar, sind sie nicht in einen betrieblichen Nutzungszusammenhang eingefügt (kein einheitliches Ganzes). Sind sie technisch nicht abgestimmt, so ist die selbstständige Nutzungsfähigkeit zu bejahen. Die Einkommensteuerhinweise enthalten eine ABC-Aufzählung, in denen die selbstständige Nutzungsfähigkeit sowohl bejaht als auch verneint wurde (vgl. H 6.13 [ABC für selbstständige Nutzungsfähigkeit] EStH.
1.3. ABC der geringwertigen WirtschaftsgüterAusstellungsgegenständeeinzelne Gegenstände, die zu einer Verkaufsausstellung (z.B. Sanitärausstellung) zusammengefasst sind, es sei denn, einzelne der zu der Ausstellung zusammengefassten Wirtschaftsgüter haben ihre selbstständige Bewertbarkeit dadurch verloren, dass sie fest und auf längere Dauer mit anderen Gegenständen verbunden sind und nur in dieser technischen Verbundenheit ihren bestimmungsgemäßen Zweck erfüllen können, z.B. Badewanne und Armaturen (BFH vom 9.8.2001, BStBl II 2001, 842)BesteckeGaststätten, Hotels, Kantinen (BFH vom 19.11.1953, BStBl III 1954, 18)Bibliothekeines Rechtsanwalts (BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 566)Büchereiner Leih- oder Fachbücherei (BFH vom 8.12.1967, BStBl II 1968, 149)Einrichtungsgegenständein Läden, Werkstätten, Büros, Hotels, Gaststätten u.Ä. – auch als Erstausstattung und in einheitlichem Stil (BFH vom 29.7.1966, BStBl III 1967, 61)Fässer/FlaschenBFH vom 1.7.1981, BStBl II 1982, 246Grundausstattung einer Kfz-Werkstatt mit SpezialwerkzeugenBFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 571Instrumentariumeines Arztes, auch als Grundausstattung (BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 566)KistenBFH vom 1.7.1981, BStBl II 1982, 246Lampenals selbstständige Wirtschaftsgüter (Steh-, Tisch- und Hängelampen; BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 567)LeergutBFH vom 1.7.1981, BStBl II 1982, 246Legehennenin eiererzeugenden BetriebenMöbelin Hotels und Gaststätten, auch als Erstausstattung (BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 566)Müllbehältereines Müllabfuhrunternehmens, auch SystemmüllbehälterMusterbücher und -kollektionenim Tapeten- und Buchhandel (BFH vom 25.11.1965, BStBl III 1966, 86)Notfallkoffereines Arztes und darin enthaltene Geräte wie Sauerstoffflasche, Beatmungsbeutel, Absauggerät (BFH vom 7.9.2000, BStBl II 2001, 41Palettenzum Transport und zur Lagerung von Waren (BFH vom 9.12.1977, BStBl II 1978, 322 und vom 25.8.1989, BStBl II 1990, 82Regaledie aus genormten Stahlregalteilen zusammengesetzt und nach ihrer betrieblichen Zweckbestimmung in der Regel auf Dauer in dieser Zusammensetzung genutzt werden (BFH vom 26.7.1979, BStBl II 1980, 176) sowie Regale, die zu Schrankwänden zusammengesetzt sind (BFH vom 9.8.2001, BStBl II 2002, 100)Ruhebänkeals WerbeträgerSchallplattenSchreibtischkombinationsteiledie nicht fest miteinander verbunden sind, wie z.B. Tisch, Rollcontainer, Computerbeistelltisch (BFH vom 21.7.1998, BStBl II 1998, 789) sowie einzelne Elemente einer aus genormten Teilen zusammengesetzten und verschraubten Schreibtischkombination, es sei denn, das einzelne Element ist aus technischen Gründen (z.B. wegen fehlender Standfestigkeit) nicht selbstständig nutzungsfähig (BFH vom 9.8.2001, BStBl II 2002, 100)Schriftenminimain einem Druckereibetrieb (BFH vom 18.11.1975, BStBl II 1976, 214)Spezialbeleuchtungsanlagenin einem Schaufenster (BFH vom 5.3.1974, BStBl II 1974, 353)Spinnkanneneiner Weberei (BFH vom 9.12.1977, BStBl II 1978, 322)StraßenleuchtenBFH vom 28.3.1973, BStBl II 1974, 2TonbandkassettenTransportkästenin einer Weberei zum Transport von Garnen (BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 568)TrivialprogrammeR 5.5 Abs. 1 EStRVideokassettenWäschein Hotels (BFH vom 17.5.1968, BStBl II 1968, 566)
1.4. Wahlrechte für Aufwendungen von nicht mehr als 410 €
1.4.1. Grundsatz
Die Aufwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von abnutzbaren, beweglichen, selbstständig nutzungsfähigen WG des Anlagevermögens sind grundsätzlich durch Absetzungen für Abnutzung nach Maßgabe des § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStG unter Berücksichtigung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des WG gewinnmindernd als Betriebsausgaben abzuziehen. Zur selbstständigen Nutzungsfähigkeit von WG s. die Erläuterungen in R 6.13 Abs. 1 EStR sowie H 6.13 [Selbstständige Bewertbarkeit bzw. Nutzungsfähigkeit] EStH.
1.4.2. Aufwendungen bis 150 €
1.4.3. Aufwendungen zwischen 150 € und 410 €
Die Aufwendungen von mehr als 150 € und nicht mehr als 410 € können folgendermaßen berücksichtigt werden:Abb.: Wahlrechte für Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 410 €
1.5. Private Mitbenutzung
1.6. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Die nachfolgende Übersicht zeigt, wie sich die nachträglichen AK auf die einzelnen Fallgestaltungen auswirken.OptionenAfAGWGSammelposten 2010Sammelposten 20112010 AK145 / 405145 / 405405./. AfA, ND 3 Jahre = 48 bzw. 135 €, zeitanteilig für Dezember./. 4 / ./. 11Betriebsausgaben./. 145 / ./. 405Auflösung über 5 Jahre./. 81Buchwerte 31.12.2010141 / 3940 / 0324Nachträgliche AK 10 €+ 10 / + 10+ 10 / + 1010Neues AfA-Volumen (H 7.3 [Nachträgliche AK/HK] EStH)151 / 404Im Jahr der Entstehung (2011) in voller Höhe BetriebsausgabenNachträgliche AK erhöhen den Sammelposten des Wj., in dem die Aufwendungen entstehen (R 6.13 Abs. 5 Satz 2 EStR; Rz. 10 des BMF-Schreibens vom 30.9.2010, BStBl I 2010, 755).Rest-ND: 2 Jahre 11 Monate (35 Monate), verbleibt monatliche AfA von 4,32 bzw. 11,54 €.Jahres-AfA./. 52 / ./. 138Betriebsausgaben./. 10 / ./. 10Auflösung 2. Jahr./. 81Buchwert 31.12.201199 / 2660 / 0243Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die nachträglichen AK zusammen mit den ursprünglichen AK die Beträge von 150 € bzw. 410 € übersteigen (R 6.13 Abs. 4 EStR).
1.7. Nachträgliche Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Die AK/HK verringern sich im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Minderung (z.B. Skonto; H 6.2 [Skonto] EStH).
Alternativ kann nach § 6 Abs. 2a EStG im Wj. der Anschaffung ein Sammelposten gebildet werden, wenn die AK für das einzelne WG 150 €, aber nicht 1 000 € übersteigen. Skonti mindern die AK erst im Zeitpunkt der Inanspruchnahme (H 6.2 [Skonto] EStH).
Lösung Fall 3a:
Lösung Fall 3b:
Im Fall 2a und b können die AK auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von z.B. drei Jahren verteilt werden. Die folgende Berechnung stellt die Abschreibung im Fall 2b exemplarisch dar.Die AfA-Bemessungsgrundlage beträgt412,00 €Bei einer Nutzungsdauer von 3 Jahren beträgt die lineare AfA (§ 7 Abs. 1 EStG, R 7.4 Abs. 2 Satz 1 EStR) 1/3 von 412 € = 137,34 €zeitanteilig nach § 7 Abs. 1 Satz 4 EStG: 137,34 € : 12 Monate./. 11,00 €Restwert zum 31.12.2010401,00 €Die AK nach Abzug des Skontos betragen (412 € × 2 % Skonto)403,76 €abzgl. bereits in Anspruch genommene AfA./. 11,00 €AfA-Bemessungsgrundlage ab 1.1.2011392,76 €392,76 €Verteilt auf die Rest-ND von 2 Jahren und 11 Monaten (35 Monate) verbleibt eine monatliche AfA i.H.v. 11,22 €. Die Jahres-AfA beträgt./. 135,00 €Restwert zum 31.12.2011257,76 €
2. Bildung von Sammelposten
2.1. Wahlrechtsausübung
Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Optionsmöglichkeiten der Behandlung der AK/HK nach den Rechtslagen 2007 bis 2010.Anschaffungskosten bzw. Herstellungskostenangeschafft/hergestelltbis 150 €bis 410 €bis 1 000 €über 1 000 €bis 31.12.2007Kann-GWGKann-GWGAfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGAfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGoder AfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGab 1.1.2008Muss-GWG150,01 € bis 1 000 €Sammelposten (§ 6 Abs. 2a EStG)AfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGab 1.1.2010Kann-GWG bis 410 € nach § 6 Abs. 2 EStG oder AfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStG oderAfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGAfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGSofortabzug nach § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG und150,01 € bis 1 000 €Sammelposten § 6 Abs. 2a Satz 1 bis 3 EStG oderAfA nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStG undSammelposten § 6 Abs. 2a Satz 1 bis 3 EStG
2.2. Auflösung des Sammelpostens
Da die AK 1 000 € übersteigen, ist das WG nach § 6 Abs. 2a EStG nicht in den »Sammelposten 2010« einzustellen. Die AK sind auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von z.B. drei Jahren zu verteilen.Die AfA-Bemessungsgrundlage beträgt1 015,00 €Bei einer Nutzungsdauer von 3 Jahren beträgt die lineare AfA (§ 7 Abs. 1 EStG, R 7.4 Abs. 2 Satz 1 EStR) 1/3 von 1 015 € = 338,34 €Zeitanteilig nach § 7 Abs. 1 Satz 4 EStG: 338,34 € : 12 Monate./. 29,00 €Restwert zum 31.12.2010986,00 €Die AK nach Abzug des Skontos betragen (1 015 € × 2 % Skonto)995 €Abzgl. bereits in Anspruch genommene AfA./. 29 €AfA-Bemessungsgrundlage ab 1.1.2011966 €966,00 €Verteilt auf die Rest-ND von 2 Jahren und 11 Monaten (35 Monate) verbleibt eine monatliche AfA i.H.v. 27,60 €. Die Jahres-AfA beträgt./. 331,00 €Restwert zum 31.12.2011635,00 €
3. Privatnutzung von Wirtschaftsgütern des Sammelpostens
4. Behandlung von Sammelposten bei Betriebsübertragungen
5. Die Auswirkungen der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrages auf die geringwertigen Wirtschaftsgüter; Sonderabschreibung und geringwertige Wirtschaftsgüter
Das FG München entschied mit Urteil vom 19.12.2013 (10 K 1076/12), dass neben der Poolabschreibung für GWG nach § 6 Abs. 2a EStG keine Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG in Anspruch genommen werden kann. Die Poolabschreibung für GWG stellt gemäß § 6 Abs. 2a EStG eine Sonderregelung dar; sie verdrängt die Abschreibungen nach §§ 7 ff. EStG – und damit auch die Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG. Außerdem stellt der Sammelposten kein Wirtschaftsgut i.S.v. § 7g Abs. 5 EStG dar, sondern nur eine rechnerische Größe. Im Streitfall stellte der Unternehmer GWG mit Anschaffungskosten von 8 963 € in den Sammelposten für GWG ein und nahm eine AfA auf den Sammelposten von 1/5 vor (= 1 792 €). Daneben machte er eine Sonder-AfA nach § 7g Abs. 5 EStG i.H.v. ebenfalls 20 % (= 1 792 €) geltend. Das FG erkannte die Sonder-AfA nicht an.
Nimmt der Stpfl. für das WG im Kj. 10 den Investitionsabzugsbetrag von max. 40 % der geschätzten AK (40 % von 450 € =) i.H.v. 180 € in Anspruch, muss der Stpfl. im Jahr der Anschaffung (Kj. 11) den Investitionsabzugsbetrag gewinnerhöhend auflösen und gleichzeitig die AK um 180 € gewinnmindernd kürzen. Danach betragen die gekürzten AK für das WG noch lediglich 270 € und übersteigen nicht den für die Sofortabschreibung als GWG nach § 6 Abs. 2 EStG maßgebenden Betrag von 410 €. Die verbleibenden AK von 270 € können sofort als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.
Nimmt der Stpfl. für das WG im Kj. 09 den Investitionsabzugsbetrag von max. 40 % der geschätzten AK (40 % von 180 € =) i.H.v. 72 € in Anspruch, muss der Stpfl. im Jahr der Anschaffung (Kj. 10) den Investitionsabzugsbetrag gewinnerhöhend auflösen und gleichzeitig die AK um 72 € gewinnmindern kürzen. Danach betragen die gekürzten AK für das WG noch lediglich 108 € und übersteigen nicht den für die Einstellung in einen Sammelposten maßgebenden Betrag von 150 €. Die verbleibenden AK von 108 € können entweder sofort als Betriebsausgaben berücksichtigt oder auf die Nutzungsdauer verteilt werden. Das WG darf nach § 6 Abs. 2a EStG nicht in den Sammelposten 2010 eingestellt werden.
Ab dem Kj. 10 schafft der Stpfl. mit Gewinneinkunftsart folgende WG an:2010Bewegliches abnutzbares AnlagevermögenSelbstständig nutzungsfähigAnschaffungs- bzw. HerstellungskostenWG 1jaja180 €WG 2jaja900 €WG 3jaja220 €WG 4jaja200 €WG 5janein (Drucker)250 €WG 6janein (Scanner)120 €WG 7nein (Grund und Boden und Gebäude)ja100 000 €/300 000 €WG 8jaja120 €2011WG 9jaja280 €WG 10jaja920 €
Sammelposten 2010:2010Anschaffungs- bzw. HerstellungskostenAuflösung 2010Restwert 31.12.2010Auflösung 2011WG 1180 €36 €144 €36 €WG 2900 €180 €720 €180 €WG 3220 €44 €176 €44 €WG 4200 €40 €160 €40 €Summe1 500 €300 €1 200 €300 €
Sammelposten 2011:2011Anschaffungs- bzw. HerstellungskostenAuflösung 2011Restwert 31.12.2011Auflösung 2012WG 9280 €56 €224 €56 €WG 10920 €184 €736 €184 €Summe1 200 €240 €960 €240 €
Angenommen, der Erwerber zahlt für die WG des Sammelpostens 10 620 € und für die WG des Sammelpostens 11 740 €. Die AK müssen auf die einzelnen WG innerhalb der Sammelposten verteilt werden. Entweder bestimmen die Beteiligten die anteiligen AK oder die AK sind durch eine verhältnismäßige Aufteilung zu schätzen.2010Restwert 30.6.2012Verhältnis der Restwerte zum Gesamtwert des SammelpostensWG 172 €72/600 = 0,120WG 2360 €360/600 = 0,600WG 388 €88/600 = 0,147WG 480 €80/600 = 0,133Summe600 €
Sammelposten 2011:2011Restwert 30.6.2012Verhältnis der Restwerte zum Gesamtwert des SammelpostensWG 9168 €168/720 = 0,233WG 10552 €552/720 = 0,767Summe720 €
Alternative 1:2012Anschaffungs- bzw. HerstellungskostenGWG (§ 6 Abs. 2a Satz 4 EStG)Sammelposten (§ 6 Abs. 2a Satz 1 bis 3 EStG)§ 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGWG 1620 € × 0,120 = 74,40 €74,40 € oder74,40 €WG 2620 € × 0,600 = 372,00 €372,00 €WG 3620 € × 0,147 = 91,14 €91,14 € oder91,14 €WG 4620 € × 0,133 = 82,46 €82,46 € oder82,46 €WG 9740 € × 0,233 = 172,42 €172,42 €WG 10740 € × 0,767 = 567,58 €567,58 €
Alternative 2:2012Anschaffungs- bzw. HerstellungskostenGWG (§ 6 Abs. 2 EStG)Sammelposten (§ 6 Abs. 2a EStG)§ 7 Abs. 1 oder Abs. 2 EStGWG 1620 € × 0,120 = 74,40 €74,40 € oder74,40 €WG 2620 € × 0,600 = 372,00 €372,00 € oder372,00 €WG 3620 € × 0,147 = 91,14 €91,14 € oder91,14 €WG 4620 € × 0,133 = 82,46 €82,46 € oder82,46 €WG 9740 € × 0,233 = 172,42 €172,42 € oder172,42 €WG 10740 € × 0,767 = 567,58 €567,58 €
Hörster, Sofortabzug geringwertiger Wirtschaftsgüter, NWB Fach 3, 14665; Koch u.a., Geringwertige Wirtschaftsgüter nach der Unternehmensteuerreform – Bei Sammelposten erhebliche Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, NWB Fach 17, 2201; Conrad, GWG – Neue Problembereiche, DStR 2008, 710; Siegle, Abschreibungsmöglichkeiten beim beweglichen Anlagevermögen – Investitionsabzugsbetrag und geänderte Spielregeln bei geringwertigen Wirtschaftsgütern, NWB 23/2009, 1762 und NWB 24/2009, 1854; Kanzler, Irritationen um das Wahlrecht auf Sofortabschreibung, NWB 10/2010, 746; Siegle, Die Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter ab 2010, DStR 2010, 1068; Merker, Geringwertige Wirtschaftsgüter, Steuer & Studium 2011, 124; Zwirner/Künkele, Bilanzsteuerliche Änderungen durch die EStÄR 2012 – Überblick über die wichtigsten Neuregelungen, DStR 2013, 1199; Endert Sepetautz, Bilanzierung und Verbuchung geringwertiger Wirtschaftsgüter, BBK 2012, 828; Ruscheinsky, stseminar 2014 Fall 75; Rinker, Rücksendung von geringwertigen Wirtschaftsgütern, BBK 2014, 867.
» Bewertung von Wirtschaftsgütern
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Autor(en): David Jauch Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Weiterführende Informationen Geringwertige Wirtschaftsgüter Weiterführende Informationen zum Thema "Geringwertige Wirtschaftsgüter" finden Sie auch im Lexikon der Betriebsausgaben. Mehr Infos zu GWG's Erfahren Sie mehr zur praktischen Anwendung der Regelungen rund um GWG's (Geringwertige Wirtschaftsgüter). Verwandte Lexikonartikel Bewertung von Wirtschaftsgütern Einlage Weitere Lexikonartikel mit »G« Garagen, Abschreibung Garagenüberlassung des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber Garantieleistung in der Kfz-Wirtschaft Garantieverzinsung Geburts- und Heiratsbeihilfen Gebäude auf fremdem Grund und Boden Gebäude, Ausbau/Umbau Gebäude, Begriff Gebäude, Finanzierung Gebäude, Herstellungskosten/Erhaltungsaufwand Interessante Steuertipps Weitergabe von Belegen strafbar! Apartment als Arbeitszimmer anerkannt! Online-Verkäufe und Umsatzsteuer Spende und Ehrenamt Wann sind Zivilprozesskosten absetzbar? Richtig Einspruch einlegen smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©

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