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Timestamp: 2020-05-26 09:28:02+00:00

Document:
Promotionsfach / fächer Medizin; Zahnmedizin
Doktorgrad(e) Dr. med.; Dr. med. dent.
(1) Die Zulassung zum Promotionsverfahren setzt voraus,
a) dass der Bewerber nach abgeschlossenem Studium die nach der Approbationsordnung für Ärzte bzw. Prüfungsordnung für Zahnärzte erforderliche Ärztliche Prüfung / Zahnärztliche Prüfung erfolgreich bestanden hat und die in § 5 Abs. 2 genannten Unterlagen vorlegt. Abweichend von Satz 1 kann bereits vor dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Medizin bzw. der Zahnmedizin der Ant...
a) dass der Bewerber nach abgeschlossenem Studium die nach der Approbationsordnung für Ärzte bzw. Prüfungsordnung für Zahnärzte erforderliche Ärztliche Prüfung / Zahnärztliche Prüfung erfolgreich bestanden hat und die in § 5 Abs. 2 genannten Unterlagen vorlegt. Abweichend von Satz 1 kann bereits vor dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Medizin bzw. der Zahnmedizin der Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren erfolgen. Eine vorläufige Zulassung wird unwirksam, wenn die ärztliche oder zahnärztliche Abschlussprüfung nach der Approbationsordnung endgültig nicht bestanden wird;
b) ein Hochschullehrer oder ein in der Regel habilitiertes Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm sich bereit erklärt, die Betreuung zu übernehmen. In Ausnahmefällen kann der Fakultätsrat die Betreuung der Dissertation auch auf promovierte Personen übertragen.
(2) Ein Studienabschluss an einer ausländischen, einer Universität gleichgestellten Hochschule, der den in Abs. (1a) genannten Anforderungen entspricht, kann vom Promotionsausschuss unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Empfehlungen der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen über die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse als gleichwertig anerkannt werden. Der Promotionsausschuss kann bei fehlender Äquivalenz Ergänzungsleistungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren festlegen.
§ 5 Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren
(1) Der Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren ist schriftlich an den Dekan zu richten.
1. das Formblatt mit den darin zu machenden Angaben,
2. die Dissertation in der vom Promotionsausschuss festgelegten Anzahl in deutscher oder in englischer Sprache,
3. das Zeugnis über die bestandene ärztliche bzw. zahnärztliche Hochschul- bzw. staatliche Prüfu...
3. das Zeugnis über die bestandene ärztliche bzw. zahnärztliche Hochschul- bzw. staatliche Prüfung bzw. ein Antrag gemäß § 3 Abs. 1a Satz 2,
4. ein datierter und unterschriebener beruflicher und wissenschaftlicher Lebenslauf mit Publikationsliste,
5. eine schriftliche Erklärung des Bewerbers, dass er die Dissertation selbstständig angefertigt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie die wörtlich oder inhaltlich übernommenen Stellen als solche kenntlich gemacht und die Satzung der Universität Ulm zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis in der jeweils gültigen Fassung beachtet hat,
6. eine Erklärung des Bewerbers, dass er die vorgelegte Dissertation bisher nicht im In- oder im Ausland in dieser oder ähnlicher Form in einem anderen Promotionsverfahren vorgelegt hat,
E. Besondere Bestimmungen für die Promotion in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen Universität oder einer entsprechenden Einrichtung
§ 22 Gemeinsam mit einer ausländischen Universität oder einer entsprechenden Einrichtung durchgeführtes Promotionsverfahren
(1) Ein gemeinsam mit einer ausländischen Universität oder einer entsprechenden Einrichtung durchgeführtes Promotionsverfahren setzt voraus, dass
a) mit der ausländischen Universität/Einricht...
a) mit der ausländischen Universität/Einrichtung eine Vereinbarung über die grenzüberschreitende gemeinsame Betreuung von Promotionen abgeschlossen wurde, der der Promotionsausschuss zugestimmt hat und
b) die Zulassung zur Promotion sowohl nach Maßgabe dieser Ordnung als auch nach Maßgabe der Bestimmungen an der ausländischen Universität/ Einrichtung erfolgt ist.
(2) Die Dissertation kann an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm oder an der ausländischen Universität/ Einrichtung vorgelegt werden. Eine Dissertation, die bereits an der ausländischen Universität/Einrichtung vorgelegt und dort angenommen oder abgelehnt wurde, kann nicht erneut vorgelegt werden. Die Vereinbarung stellt sicher, dass Entsprechendes für eine an der Universität Ulm bereits angenommene oder abgelehnte Dissertation gilt.
(3) Wird die Dissertation an der Universität Ulm vorgelegt, ist § 23 anzuwenden; wird sie an einer ausländischen Universität/Einrichtung vorgelegt, ist § 24 anzuwenden.
(4) Die Festsetzung der Noten erfolgt nach den Bestimmungen der Universität, an der die Dissertation vorgelegt wird. Die jeweils andere Universität/Einrichtung stellt die nach ihrer Promotionsordnung äquivalenten Noten fest.
(5) Nimmt die Universität/Einrichtung, an der die Arbeit vorgelegt wird, sie nicht an, oder wird die mündliche Prüfung nicht bestanden, so ist das gemeinsame Verfahren beendet; es kann nicht erneut beantragt werden.
§ 23 Vorlage der Arbeit an der Universität Ulm
(1) Während der Arbeit an der Promotion erfolgt die Betreuung durch jeweils einen Hochschullehrer der Universität Ulm und einen Hochschullehrer der ausländischen Universität/ Einrichtung. Die nähere Ausgestaltung der gemeinsamen Betreuung ergibt sich aus der Vereinbarung nach § 22 Absatz 1.
(2) Die beiden Betreuer sind in der Regel zugleich Gutachter im Sinne von § 7.
(3) Wurde die Dissertation an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm angenommen, so wird sie der ausländischen Universität/Einrichtung zur Zustimmung über den Fortgang des Verfahrens übermittelt.
(4) Erteilt die ausländische Universität/Einrichtung diese Zustimmung, so findet das Promotionskolloquium gemäß § 11 an der Universität Ulm statt. Abweichend von § 11 können der Prüfungskommission in diesem Fall nach Maßgabe der Vereinbarung neben dem ausländischen Betreuer auch weitere prüfungsberechtigte Mitglieder der ausländischen Universität/ Einrichtung angehören, höchstens jedoch bis zur Erreichung der Parität.
(5) Ist die Dissertation zwar an der Medizinischen Fakultät angenommen, die Zustimmung über den Fortgang des Verfahrens von der ausländischen Universität/Einrichtung jedoch verweigert worden, ist das gemeinsame Verfahren beendet. Es kann nicht erneut beantragt werden. Das Promotionsverfahren wird nach dieser Promotionsordnung fortgesetzt.
§ 24 Vorlage der Arbeit an der ausländischen Universität/Einrichtung
(1) Während der Arbeit an der Promotion erfolgt die Betreuung durch jeweils einen Hochschullehrer der ausländischen Universität/Einrichtung und einen der Universität Ulm. Die nähere Ausgestaltung der gemeinsamen Betreuung ergibt sich aus der Vereinbarung nach § 22 Absatz 1.
(2) Die beiden Betreuer sind in der Regel zugleich Gutachter für die Arbeit.
(3) Wurde die Dissertation an der ausländischen Universität/Einrichtung angenommen, so wird sie der Medizinischen Fakultät zur Zustimmung über den Fortgang des Verfahrens übermittelt. Erteilt diese die Zustimmung, so findet die mündliche Prüfung an der ausländischen Universität/ Einrichtung nach Maßgabe der dortigen Bestimmungen statt. In der Vereinbarung nach § 22 Absatz 1 ist vorzusehen, dass in diesem Fall mindestens der Ulmer Betreuer der Arbeit dem die mündliche Prüfung abnehmenden Gremium als Prüfer angehören muss. Der Dekan benennt die nach Maßgabe der Vereinbarung erforderliche Zahl von Prüfern und sorgt für die Sicherstellung der sonstigen Anforderungen der Vereinbarung.
(4) Wird die Dissertation zwar an der ausländischen Universität/Einrichtung angenommen, die Zustimmung über den Fortgang des Verfahrens von der Medizinischen Fakultät jedoch verweigert, ist das gemeinsame Verfahren beendet; es kann nicht erneut beantragt werden. Die Universität Ulm erhebt keine Einwände, wenn das Promotionsverfahren nach den Bestimmungen der ausländischen Universität/Einrichtung fortgesetzt wird.
§ 25 Ausstellung der Promotionsurkunde
(1) Nach erfolgreicher Durchführung eines gemeinsamen Promotionsverfahrens wird von der Medizinischen Fakultät und von der ausländischen Universität/Einrichtung eine gemeinsame Urkunde über die Verleihung des Doktorgrades ausgestellt. Diese Urkunde bringt zum Ausdruck, dass die Promotion in gemeinsamer Betreuung erfolgte. Sie trägt diejenigen Unterschriften und Siegel, die nach den Bestimmungen der Universität Ulm sowie denen der ausländischen Universität/Einrichtung erforderlich sind.
(2) An die Stelle einer gemeinsamen Urkunde können auch Einzelurkunden der Medizinischen Fakultät und der ausländischen Universität/Einrichtung treten, aus denen deutlich hervorgeht, dass beide Urkunden zusammen eine gemeinsame Doktorurkunde darstellen.
(3) Aus der gemeinsamen Promotionsurkunde muss hervorgehen, dass der Promovierte berechtigt ist, in Deutschland den deutschen Doktorgrad und in dem ausländischen Staat den dort verliehenen Doktorgrad zu führen. Es wird die Berechtigung zur Führung nur eines Doktorgrads erworben. Die Promotionsurkunde erhält den Zusatz, dass der verliehene ausländische Doktorgrad kein im Ausland erworbener akademischer Grad im Sinne des Gesetzes über die Führung akademischer Grade ist.
§ 26 Pflichtexemplare
(1) Bei einer nach § 23 an der Universität Ulm durchführten Promotion richten sich die Drucklegung der Dissertation und Ablieferung der Pflichtexemplare nach den Bestimmungen dieser Ordnung sowie der nach § 22 Absatz 1 getroffenen Vereinbarung.
(2) Bei einer nach § 24 an einer ausländischen Universität/Einrichtung durchgeführten Promotion richten sich die Drucklegung der Dissertation und Ablieferung der Pflichtexemplare nach den für die ausländische Universität/Einrichtung maßgeblichen Bestimmungen. Die Vereinbarung nach § 22 Absatz 1 legt darüber hinaus fest, wie viele Exemplare der Fakultät, für die diese Ordnung gilt der Universität Ulm zur Verfügung zu stellen sind. In jedem Fall bleibt ein Exemplar der Dissertation bei den Akten der Universität Ulm.
Datum aktuelle Fassung 22.07.2009
Fundstelle Amtliche Bekanntmachungen 13/2009, S. 151 ff.

References: § 5
 § 5

§ 5
 § 3

§ 22
 § 23
 § 24

§ 23
 § 22
 § 7
 § 11
 § 11

§ 24
 § 22
 § 22

§ 25

§ 26
 § 23
 § 22
 § 24
 § 22