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Timestamp: 2016-10-24 08:51:32+00:00

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Höhe des absetzbaren Zinsenaufwands - Findok Internet
Berufungsentscheidung - Steuer (Referent) des UFSW vom 17.12.2009, RV/1762-W/08
Höhe des absetzbaren Zinsenaufwands
Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufungen der Bw, W., vertreten durch CMS Reich-Rohrwig Hainz, Rechtsanwälte GmbH, 1010 Wien, Ebendorferstraße 3, gegen die Bescheide des Finanzamtes Wien 9/18/19 Klosterneuburg, vertreten durch Mag. Martin König, betreffend Feststellung von Einkünften gemäß
§ 188 BAO für die Jahre 2001 bis 2006 entschieden: Den Berufungen wird in eingeschränktem Umfang Folge gegeben. Die angefochtenen Bescheide werden abgeändert. Die getroffenen Feststellungen sind dem Ende der folgenden Entscheidungsgründe zu entnehmen und bilden einen Bestandteil dieses Bescheidspruches. Entscheidungsgründe
Die Berufungswerberin (Bw.) wurde im Streitzeitraum in der Rechtsform einer KEG geführt. Ihr Geschäftszweig umfasst Leasing sowie Vermietung und Verpachtung. Nach Durchführung einer Außenprüfung nach § 150 BAO waren im Berufungsverfahren noch folgende Punkte strittig: 1) Prozentuelle Höhe des absetzbaren Zinsenaufwandes; die Berufungsbehörde hat folgende Berechnung als rechtlich zutreffend vorgeschlagen:
AK+Sanierung
K-gasse 872.578,87 75,71, davon 9,55% = 7,23% H-straße 250.736,44 21,76% E-Straße 29.172,67 2,53% Gesamt
1,152.487,98
Sowohl die Bw. als auch der Finanzamtsvertreter haben sich hiermit einverstanden erklärt. 2) Doppelerfassung von AfA- und Betriebskostenbeträgen; in der Stellungnahme der Betriebsprüfung wurde die Doppelerfassung konzediert. 3) Ausscheiden eines Anteils für Grund und Boden aus den Anschaffungskosten der Liegenschaft H-straße. Die Bw. hat zugestanden, dass ein Ausscheiden irrtümlich unterblieben ist. Der Verwaltungspraxis folgend, erachten die Parteien des Verwaltungsverfahrens übereinstimmend einen Anteil von 20% für angemessen. Über die Berufung wurde erwogen:
Auch die Berufungsbehörde hegt keine Bedenken, die angefochtenen Bescheide im diesem Sinne abzuändern. Hieraus ergibt sich folgende Berechnung (jeweils in €): 1) Absetzbarer Zinsenaufwand:
x 31,52%
29.423,29 9.274,22 20.149,07 2002
16.071,81 5.065,83 11.005,98 2003
16.266,44 5.127,18 11.139,26 2004
12.481,26 3.934,09 8.547,17 2005
12.449,79 3.924,17 8.525,62 2006
6.607,16 2.082,58 4.524,58 2) Korrektur von AfA- und Betriebskostenbeträgen: siehe Berufung. 3) Korrektur Anteil Grund und Boden H-straße: 2001: Anschaffungskosten: 218.018,50 minus 20% (43.603,70) = 174.414,80, davon 1,5% = 2.616,22; AfA-Differenz: 637,79
2002: Aktivierung der GrESt: 7.360,65 minus 20% (1.526,13) = 6.104,52, RND: 65,5 Jahre = 93,20; gesamte AfA ab 2002 daher: 2.709,42; AfA-Differenz: 659,34.
4) Gewinnermittlung:
22.953,34
14.724,28
23.552,97
24.690,64
5.035,11
Zinsendiff. bisher
- 25.101,01
- 13.710,86
- 13.876,90
- 10.647,76
- 10.620,92
- 5.636,57
Zinsendiff. neu
20.149,07
11.005,98
11.139,26
8.547,17
Korr. AfA + BK
- 4.202,03
- 3.045,70
- 2.226,13
- 2.191,29
- 2.103,21
- 2.247,55
AfA-Diff H-Str
14.437,16
9.633,04
19.248,54
13.902,34
21.151,47
2.334,91
§ 188 BAO:
1) Die im Kalenderjahr 2001 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 14.437,16 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 5.774,86 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 8.662,30 €
2) Die im Kalenderjahr 2002 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 9.633,04 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 3.853,22 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 5.779,82 €
3) Die im Kalenderjahr 2003 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 19.248,54 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 7.699,42 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 11.549,12 €
4) Die im Kalenderjahr 2004 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 13.902,34 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 5.560,94 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 8.341,40 €
5) Die im Kalenderjahr 2005 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 21.151,47 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 8.460,59 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 12.690,88 €
6) Die im Kalenderjahr 2006 erzielten Einkünfte werden gemäß
§ 188 BAO festgestellt: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 2.334,91 €
XX (Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg, St.Nr. 882/9090) Anteil Einkünfte: 933,96 €
YY (Finanzamt Wien 1/23, St.Nr. 061/9065) Anteil Einkünfte: 1.400,94 €
Findok-Nr: 44392.1, aufgenommen am: 05.01.2010 07:41:16, Dokument-ID: d5ea6261-2f40-49d8-8b66-09295c5827d9, Segment-ID: bc7d1255-c458-4007-acdc-4eaa04a1aedd

References: § 188
 § 150

§ 188

§ 188

§ 188

§ 188

§ 188

§ 188

§ 188