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Timestamp: 2017-07-28 10:57:39+00:00

Document:
Rechtsanwalt Dr. Marc Mewes - Verbrauchechrschutz Allgemein
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Klocke, Der
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Riehm,. Die Rolle des materiellen Verbraucherrechts in der neuen Verbraucherstreitbeilegung, erscheint in JZ 2016
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Festschrift für Peter Gottwald zum 70. Geburtstag, 2014, S. 713-724
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Festschrift für Ulrich Magnus zum 70. Geburtstag (2014), 449-458.
Rechtsgeschäftliche Selbstbestimmung im
StudPriv 21
Das Recht der Verbraucherverträge ist von großer praktischer Relevanz – auf zahllose
Transaktionen des alltäglichen Rechtsverkehrs ?nden Sonderregelungen Anwendung, sobald
ein Verbraucher beteiligt ist. Zugleich ist das Rechtsgebiet ständigen Fortentwicklungen –
insbesondere durch das Unionsrecht – unterworfen.
Kathleen Sedlmeier zeigt mit dem Prinzip rechtsgeschäftlicher Selbstbestimmung eine
Möglichkeit auf, das Sonderrecht der Verbraucherverträge unter Verzicht auf personale
Begründungsansätze, die an eine Unterlegenheit des Verbrauchers anknüpfen, mit den
allgemeinen Grundstrukturen des Privatrechts in Einklang zu bringen.
Ausgehend davon entwickelt sie stringente Lösungsansätze für zahlreiche praxisrelevante
Probleme des Verbrauchervertragsrechts, etwa für Zweifelsfragen bezüglich des
Verbraucherbegri?s selbst, der Beteiligung von Verbrauchern an Sicherungsgeschäften oder
im Zusammenhang mit dem sogenannten Immobilienstrukturvertrieb.
Kathleen Sedlmeier Geboren 1982; Studium der Rechtswissenschaften in Leip
Hodges, Verbraucher-Ombudsstellen: Bessere Regulierung und Beilegung von Streitigkeiten, GPR
demnächst: Gutlit, Verbraucherschutz und Institutsaufsicht, in: Chr.
Grüneberg/M. Habersack/P. O. Mülbert/A. Wittig, Bankrechtstag 2015, Berlin 2016, S. 3-27
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C. H. Beck (erscheint 2015)
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siehe jetzt Rehberg, Verbraucherleitbilder – Rechtsempirische Grundlagen, in: Klinck/Riesenhuber (Hrsg.), Verbraucherleitbilder – Interdisziplinäre und
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Consumer Protection in Choice of
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Internacional Privado [AEDIPr] 11 (2011), S. 91-121 (s.u.).
Zur Einführung gut geeignet als aktuelle Lehrbücher:
Barbara Grunewald/Karl-Nikolaus Peifer, Verbraucherschutz im Zivilrecht, 2011
Jan Schürnbrand, Examens-Repetitorium Verbraucher-schutzrecht, Reihe Unirep, 2011
Peter Bülow/Markus Arzt, Verbraucherprivatrecht, 2. Aufl., 2008
Paschke, Privatrechtliche Verbraucherschutzinstrumente, in: Graf/Paschke/Stober, Staatlicher Verbraucherschutz und private Unternehmerverantwortung, 2003, S. 39
Rütten, Verbraucherschutzrecht, in Ergänzbares Lexikon des Rechts, Band 8 -Wirtschaftsrecht, 17/1585
Dauner-Lieb, Europäisches Verbraucherschutzrecht als Motor der Veränderung des deutschen Privatrechts - Schuldrecht im Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und
Verbraucherschutz, in: Hopt/Tzouganatos (Hrsg.), Europäisierung des Handels- und Wirtschaftsrechts, 2006, S. 279 ff.
Aktuelle Kontroverse über Verbraucherschutz auf dem Deutschen Richtertag zwischen Prof. S. Lorenz (München) und RA Graf von Westphalen (siehe Bericht von Joachim Jahn
in der FAZ vom 12. April 2011)
Siehe jetzt die Habil. von Marina Tamm, Verbraucherschutzrecht - Europäisierung und Materialisierung des deutschen Zivilrechts und die Herausbildung eines
Verbraucherschutzprinzips
Tamm, Verbraucherschutzrecht, Standpunkte 32/2010,
http://edoc. vifapol.de/opus/volltexte/2011/3041/pdf/Standpunkte _32_ 201 O.pdf
M.Tamm/ K.Tonner, Hrsg., Verbraucherrecht - Beratungshandbuch, Rund 2500 Seiten
Tamm, Rechtsevolution – dargestellt am Beispiel des Verbraucherrechts, KJ 2013
Dies., in Tonner/Williingmann/dies, Einl. Rd. 15 ff
Marlene Schmidt, Nachhaltiges Verbraucherprivatrecht, (angekündigt)
Verbraucherrecht im Umbruch, herausgegeben von Susanne Augenhofer
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Einen guten Überblick über Verbraucherbelange während 50 Jahren EG Vertrag bietet Rösler unter
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Bechtold, Stefan, Die Grenzen zwingenden Vertragsrechts. Ein rechtsökonomischer Beitrag zu einer Rechtsetzungslehre des Privatrechts, 2010
Gerwin Haybäck, Verbraucherschutzmodelle für ein faires Vertragsrecht, 2008
Lüscher, Christoph, Zur Konzeptualisierung von Verbraucher- vertragsrecht unter besonderer Berücksichtigung des schweizerischen und europäischen
Verbraucher-vertragsrechts - eine Untersuchung im Schnittfeld von Vertragsrecht, Systemtheorie, (Basel, Univ., Habil.- Sehr., 2009)
Norbert Reich/ Hans Micklitz, Europäisches Verbraucherrecht, 4. Auflage 2003,
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Ökonomische Analyse des Sozialschutzprinzips im Zivilrecht - Vor einem Paradigmenwechsel im Zivilrecht? Beiträge zum IX. Travemünder Symposium zur ökonomischen
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Deutschland. Schriftenreihe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Verbraucherpolitik, Band 1, Berlin: BWV Berliner Wissenschaftsverlag, 2005, S. 77-114 (mit Lucia Reisch, Tilmann Becker und
Heribert Schatz).
Ein Sonderproblem behandeln Röthel, Anne ; Heßeler, Benjamin, Vertragsübernahme und Verbraucherschutz, WM 2008, 1001 ff.
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OLG Düsseldorf, 1 Ws 167/07, Beschl. vom 31.3.2008
jeweils zum Betrug durch Verlangen nach einer überhöhten Werksvergütung
Im öffentlichen Recht findet sich eine Vielzahl von Verbraucherschutz normen, z.B. im Lebensmittelrecht, im AMG und Produktsicherheitsgesetz usw.
Das AMG stellt insoweit eine Besonderheit dar, als es öffentlich-rechtliche Elemente mit haftungsrechtlichen Fragen verknüpft.
Besonders wichtig ist hierbei die s.g. Nachmarktkontrolle, dazu Hohm, Arzneimittelsicherheit und Nachmarktkontrolle. Eine arzneimittel-, verfassungs- und
europarechtliche Untersuchung, 1990 (Bsp. Helge Sodan, RabelsZ Band 60 (1996),S. 187 ff.)
Das Referenzgebiet AMG wird ebenfalls eingehend behandelt in der Habil von Udo di Fabio, Risikoentscheidungen im Rechtsstaat - Zum Wandel der Dogmatik im öffentlichen
Recht, insbesondere am Beispiel der Arzneimittelüberwachung (Besprechung z. B. von Möllers)
Mit Fragen des Verbraucherschutzes durch Regulierungsrecht hat sich die Vereinigung der Deutschen Staatsrechtler auf der Tagung 2010 befasst.
Die Thesen der Berichterstatter (Prof. Hellermann und Prof. Druner) finden Sie hier:
http://vdstrl.zar-muenster.de/Thesen/Thesen_Hellermann.pdf
http://vdstrl.zar-muenster.de/Thesen/Thesen_Durner.pdf
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Bumke, Kapitalmarktregulierung - Eine Untersuchung über Konzeption und Dogmatik des Regulierungsverwaltungsrechts In: Die Verwaltung 41 (2008), S. 227-257﻿
Verbraucherschutz außerhalb des BGB
In der Enzyklopädie Europarecht soll das Verbraucherschutzrecht im Band 6 (Europäisches Privat- und Unternehmensrecht),Bandherausgegeber sind Martin
Gebauer und Christoph Teichmann
Siehe einleitend
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Thomas Oppermann/Claus Dieter Classen/Martin Nettesheim, Europarecht, 4 .Aufl., 2009, S. 624 ff.
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Purnhagen, Die Auswirkungen der neuen EU-Richtlinie auf das deutsche Verbraucherrecht, ZRP 2012, 36-39.﻿﻿
Marcel Sonntag, Das BGB unter europäischem Einfluss - Eine Analyse der Mindest-und Vollharmonisierung von Richtlinien in Verbraucherprivatrecht Studien zum
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Kai Purnhagen,Finanzmarktaufsicht und Verbraucherschutz in der EU (mit Paul Verbruggen), in Jürgen Keßler, Hans-W. Micklitz, Norbert Reich, (Hrsg.),
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Michael Stürner, Vollharmonisierung im Europäischen Verbraucherrecht
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Herb. Roth, Wer ist im Europäischen Prozessrecht ein Verbraucher ?, in: Festschrift von Hoffmann (2011), 715-726﻿
Birgit Kreienbaum, Transparenz und AGB-Gesetz
Druner, Die verwaltungsrechtliche Durchsetzung zivilrechtlicher Standards im Verbraucherrecht, in: Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl.) 21/2014, S. 1356-1363.
Würdinger, Europäisches Verbraucherprozessrecht im Visier der Juristischen Methodenlehre, in: Adolphsen/Goebel/Haas/Hess/Kolmann/ Würdinger, Festschrift für
Peter Gottwald zum 70. Geburtstag, 2014, S. 713-724
Schöttler, Verbraucherschutz durch Verfahren - Grundstücksrechtliche Konzeptionen der vorsorgenden Rechtspflege im Vergleich, 2003
Daniel Matthias Klocke, Gewerkschaften als Verbraucherschützer, in: Picker/Latzel, Neue Arbeitswelt, Tübingen 2014, S. 145.
Frauke Wedeman, Schutz alter Menschen bei Anlagegeschäften, in: Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft (ZBB) 2014, 54
Sosnitza, Markenrecht und Verbraucherschutz – Verbraucherschutz im Markenrecht, ZGE 2013, 176 - 202
jetzt auch : Hassemer, Vom Datenschutz zum Verbraucherschutz - und zurrück, in: Till Müller-Heidelber /Elke Steven/Marei Pelzer/Martin Heiming/Martin Kutscha/Rolf
Gössner/Ulrich Engelfried und Melanie Küster (Hrsg.), Grundrechte Report 2012, Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland, Frankfurt 2012, S. 15 ff.
Wißmann, Verbraucherschutz als Aufgabe staatlicher Regulierung – Grundfragen der intradisziplinären Systembildung im Wirtschaftsrecht, FS Wilfried Berg, 2011
(Boorberg-Verlag), S. 556-577
Ackermann, Kartellrecht und Verbraucherschutz: Zur Notwendigkeit eines gemeinsamen Verbraucherleitbildes, in: FIW (Hrsg.), Herausforderungen für die
Wettbewerbsordnung: Kartellrecht zwischen Industriepolitik und Verbraucherschutz, 2013, S. 73 - 90
KATHLEEN SEDLMEIER, Rechtsgeschäftliche Selbstbestimmung im Verbrauchervertrag
Altmeppen, Unbestellte Leistungen: Die Kampfansage eines "Verbraucherschutzes" an die Grundlagen der Privatautonomie in: Festschrift für Friedrich Graf von Westphalen
zum 70. Geburtstag, 2010, S.1 - 12
Mareike Preisner, Verbraucherschutz, in Reform und Revolte - Eine Rechtsgeschichte der 1960er und 1970er Jahre, Herausgegeben von Martin Löhnig, Mareike Preisner und
und Thomas Schlemmer, 2013, S. 171 ff.
Gsell, Wohnraummietrecht als Verbraucherrecht (Vortrag auf dem Deutschen Mietgerichtstag 2014 4./5. April 2014)
Fachgespräch Fr. Ebert Stiftung:" Mehr empirische Evidenz in der Verbraucherpolitik? Konzeptuelle Überlegungen zur Einführung eines „Verbraucherchecks“ am
Meller-Hannich, Die Zukunft des AGB-Rechts für Verbraucher - Entwicklungslinien und Tendenzen im nationalen und europäischen Recht, AnwBl 2012, S. 676-682
Über "Versandhandel und Verbraucherschutz" Entstehung und Genese in rechtshistorischer Perspektive sinniert Stefan Stolte, in seiner diss 2005.
Gsell, Verbraucherrealitäten und Verbraucherrecht im Wandel, JZ 2012, 809-818 Lutz
Tiedemann/Christine Neumann, Zessionen von prozessualen und materiellen “Verbraucherrechten”, NJ 2013, Heft 1, S. 17 ff. Lorenz Kähler, Begriff und Rechtfertigung
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Schmidt-Kessel, Vernachlässigte Transformationsnormen – das Zusammenspiel öffentlich rechtlich und privatrechtlich organisierten Verbraucherschutzes bedarf der
Verbesserung, VUR 2013, Heft 3
Reichardt, Der Verbraucher und seine variable Rolle im Wirtschaftsverkehr- Die Problematik der rechtlichen Erfassung und Einordnung von Vertragsparteien als
Verbraucher oder Unternehmer im Sinne der §§ 13, 14 BGB. Diss. Univ. Freiburg i. Br. 2007
Theofanis Tacou - Das Verbot von Umgehungsgeschäften und das Prinzip der Vertragsfreiheit im Verbrauchervertragsrecht, 2013
Fornasier, Matteo, Freier Markt und zwingendes Vertragsrecht. Zugleich ein Beitrag zum Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Berlin 2013, 295
Auch auf dem 69. Deutschen Juristentages wird das Thema Verbraucherschutz erneut diskutiert werden. Gutachter ist Prof. Hans-W. Micklitz, Florenz/Bamberg; Referenten
Vors. Richter am BGH Wolfgang Ball, Rechtsanwalt Dr. Christian Kessel, Prof. Dr. Eva-Maria Kieninger
Thema ist: Brauchen Konsumenten und Unternehmen eine neue Architektur des Verbraucherrechts?
siehe auch Brönneke, Verbraucher – Schutz – Recht: Quo vadis?, VuR 2012, 325
ders., Verbraucherschutz durch Zivilrecht: Eine Verkürzung?, VuR 2012, 334
Reifner, Soziales Zivilrecht statt Verbraucherschutz, VuR 2012, 377
D. Felix, Verbraucherschutz im Krankenversicherungsrecht, in Igl (Hrsg.), Verbraucherschutz im Sozialrecht, Berlin 2011. (auf der Tagung des
Sozialrechtsverbundes Norddeutschland e. V. am 25. und 26. November 2010 in Lübeck)
Ferner: Verbraucherpolitische Entwicklungen und Herausforderungen in der Sozialpolitik Sozialer Fortschritt 62. Band (2013), Heft 02
Peters-Lange, Susanne, Sozialrecht und Privatautonomie, Habil
Wolf/von Bismarck, Kaufmann, Unternehmer, Verbraucher - wann gilt das BGB, wann das HGB, wann Verbraucherrecht ?
Siehe aber auch : H. E. Brandner / J. Kummer, Verbraucherschutz im neuen Transportrecht in Schachtschneider, Karl Albrecht, Henning Piper, Michael Hübsch
(Hrsg.), Transport - Wirtschaft – Recht- Gedächtnisschrift für Johann Georg Helm.
Der Verbraucherbegriff hat weitreichende Bedeutung. Das UWG enthält keinen eigenen Verbraucherbegriff, es verweist in § 2 Abs. 2 vielmehr auf § 13 BGB; zum Problem -
auch die Rechtsprechung zu § 13 BGB zusammenfassend - BGH, 5 StR 514/09, Beschl. vom 24.02.2011, NJW 2011, S. 1236 ff.
Fleur Denkinger, Der Verbraucherbegriff - Eine Analyse persönlicher Geltungsbereiche von verbraucher- rechtlichen Schutzvorschriften in Europa
Die Verbrauchereigenschaft durchaus zweifelhaft sein.
1.AG Hamburg-Wandsbek, 716A C 11/08
Leitsätze:1. Entscheidend für die Verbrauchereigenschaft iSd. § 13 BGB ist ausschließlich für welchen Zweck der Käufer den Kaufgegenstand erwirbt.2. Es ist daher unerheblich, wenn sich ein
Verbraucher die Kaufgegenstände in die betriebliche Firma, in der er arbeitet, liefern lässt oder wenn auf der Rechnung die Firmenanschrift vermerkt ist.
2. Der diese Entscheidung aufhebenden Berufungsentscheidung LG Hamburg, Urt. v. 16.12.2008 - Az.: 309 S 96/, welches der Auffassung war, dass Klägerin kein fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht
zustehe, da sie nicht als Verbraucherin gehandelt habe.und
3. Der Revisionsentscheidung BGH vom 30.09.2009, VIII ZR 7/09, JA 2010, S. 748 ff., welche auf die Revision der Klägerin das Urteil des Landgerichts Hamburg, Zivilkammer 9, vom 16. Dezember 2008
aufhob und die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek vom 13. Juni 2008 zurückgewies.
Siehe jetzt auch Landgericht Essen vom 09.09.2010, Az.: 6 O 132/10
BGH, Urt. vom 13 Juli 2011:Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Verkauf eines Gebrauchtwagens durch eine GmbH an einen Verbraucher grundsätzlich auch dann den Vorschriften über den
Verbrauchsgüterkauf (§ 474 BGB) unterliegt, wenn es sich hierbei um ein für die GmbH "branchenfremdes" Nebengeschäft handelt. (Anschluss an Rsp. zum Verbraucherdarlehensvertrag (BGHZ 179, 126
LG Darmstadt - Urteil vom 15. Oktober 2007 - 1 095/07
Ein Sonderproblem stellen Existenzgründerdar, hierzu : Schünemann/Blomeyer, Unternehmer oder Verbraucher?, in: JZ 2010, S. 1156 ff.
﻿Andere Ansätze (z.B. Canaris, AcP 202) meinen, es gehe insoweit um bestimmte Situationen als Ansatzpunkt des Schutzes. Diesen Ansatz kann wie folgt weiter ausdifferenzieren:
1. Schutz vor Überrumpelung z.B. durch beim Fernabsatz (vergl. Canaris, AcP 202, S.273 ff., 346. ["dient anerkanntermaßen dem Schutz vor Überrumpelung.")
2. Schutz vor bestimmten Verträgen z.B. beim Verbraucherkredit=Gegenstand Art des Vertrages (Canaris, AcP 202 [2000],S.273 ff. , S.348,siehe schon Heck,21 DJT, Band 2 [[1890!], aufgegriffen bei
G.Reiner, AcP 2003, S. 12ff.
3. Schutz bei struktureller Ungleichheit (§ 138 BGB - Bürgschaft oder Ehevertrag)
4. Inhaltliche Verbote= AGBG-Recht bez. § 242 BGB
Ferner werden Ausgleich von Informationsasymmetrien (hierzu H. Fleischer, Informationsasymmetrie im Vertrags- recht, 2001) und der Schutz des ökonomisch Schwächeren (hierzu v. Hippel, Der Schutz
des Schwächeren, 1982 und Weitnauer, Schutz des Schwächeren, 1975) als Merkmale genannt.
Brigitta Lurger bezeichnet in ihrem Aufsatz "Prinzipien eines europäischen Vertragsrechts"
Informationspflichten, Werbe‑ und Verkaufspraktiken, Widerrufsrechte und inhaltliche Eingriffe in den Vertrag
als Phänomen, wobei man auch von Charakteristik sprechen könnte. Text: http://www.ejcl.org/21/abs21-2html
Man denkt hierbei zunächst meist an das alte AGBG (also an Regelungen über "das Kleingedruckte"), heute §§ 305 ff BGB. Gerade dieses Gesetz kann aber wohl eher nicht als Verbraucherschutzgesetz
gelten, s.
D.Hart, Verbraucher - rechtliche Grundlagen des AGBG, JURA 2001, S. 649 – 658
so auch Horst - Diether Hensen, Das AGB - Gesetz: Seine Entstehung sowie seine Strukturen anhand aktueller Entscheidungen des Bundesgerichtshofs unter http://www.rathjenra.com/Hensen.htm﻿
Lange Zeit übersehen wurde das Problem, ob Allgemeininteressen in der Inhaltskontrolle von AGB-Klauseln zu berücksichtigen sind.
Hierzu jetzt Baetge, Dietmar, Allgemeininteressen in der Inhaltskontrolle Der Einfluss öffentlicher Interessen auf die Wirksamkeit Allgemeiner Geschäftsbedingungen,
AcP 202, S.972 - 993 Z
Zum Generalproblem H.P.Westemann, Drittinteressen und öffentliches Wohl als Elemente der Bewertung privater Rechtsverhältnisse, AcP 208 (2008), S. 141 - 181
mit folgendem Fall:"Ich habe mir eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit an einem unterhalb des meinigen liegenden Grundstück einräumen lassen, die bewirkt, dass der
Eigentümer dieses Geländes dort nicht in einer Weise bauen darf, die mir die Sicht auf den am Fuß des Hangs liegenden See verbaut; diese vielfach begehrte "Unverbaubarkeit" kommt auch meinem direkt
neben mir liegenden Nachbarn zugute. Als die Inhaberin des belasteten Grundstücks mich bittet, ihr gegen eine Vergütung die Bebauung mit einer Traumvilla zu gestatten, willige ich - gegenüber Frauen
meist wehrlos - ein, allerdings sehr zum Zorn des anderen Nachbarn, dem nun ebenfalls die Sicht auf den See genommen ist.Für Jhering - und sicher auch für uns heutige - war klar, dass die
unzweifelhaft bestehende Reflexwirkung meiner Dienstbarkeit auf die Interessen meines anderen Nachbarn nichts daran ändert, dass die erwähnte Dame und ich allein entscheiden können, ob ich auf das
Verbietungsrecht verzichte."
Ehlers, Jochen,Der Schutz des Verbrauchers vor Überregulierung,2011
Nils Neumann, Zur Bedenkzeit vor und nach Vertragsabschluss :
Klocke, Der Rechtsschutz in kollektiven Strukturen – die Verbandsklage im
Verbraucher- und Arbeitsrecht (Habilitationsschrift – erscheint in der Schriftenreihe jus privatum des Verlags Mohr Siebeck).
Klaus Tonner, Wann kommt der kollektive Schadensersatz- anspruch?, VuR 5/2015
Gsell, Kollektiver Rechtsschutz im deutschen Zivilprozessrecht und gebündelte treuhänderische Einziehung von Schadensersatzforderungen durch Dritte, in: Schulze, Götz (Hrsg.), Europäisches
Privatrecht in Vielfalt geeint: Der modernisierte Zivilprozess in Europa, 2014, S. 179-198
Korff, Kollektiver Verbraucherschutz - Gutachten im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (BAFin), 2013 zusammen mit Udo Reifner, Axel Halfmeier, Sebastien Clerc-Renaud und Helena
Meller-Hannich, Kollektiver Rechtsschutz in Europa und Europäischer Kollektiver Rechtsschutz. GPR 2/2014
Armin Höland, , Kollektiver Rechtsschutz im Arbeitsrecht und im Verbraucher- und Wettbewerbsrecht – Vergleichende Überlegungen – FS Bepler, 2012, S.229 ff.﻿
siehe eingehend C. Meller-Hannnich/A. Hölandt, Kollektiver Rechtsschutz im Verbraucherrecht, DRiZ 2011, S. 164 ff.
Krümmel/Sauer, Neue kollektive Rechtsschutzinstrumente im europäischen Wettbewerbs- und Verbraucherrecht, BB 2008, S. 2586 ff.
Mirja Sauerland, Die Harmonisierung des kollektiven Verbraucherschutzrechts in der EUR
Johannes Wigand, Kollektiver Rechtsschutz auf dem Gebiet des Kapitalmarktrechts – Regierungsentwurf zur Reform des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes (KapMuG), ZBB 2012, 194
Helmut Köhler Verbraucher und Unternehmer — zur Rollenverteilung im Lauterkeitsrecht, FS Roth,S. 299 UWG
Ein Nebenkriegsschauplatz der Diskussion um Verbraucherschutz ist das Wettbewerbsrecht, das UWG.
Mertens, Jens, Wettbewerbspolitische Aspekte in der Entwicklung des modernen Privatrechts (Working Paper - TranState working papers, No. 12)
Ackermann, Kartellrecht und Verbraucherschutz: Zur Notwendigkeit eines gemeinsamen Verbraucherleitbildes, in: FIW (Hrsg.), Herausforderungen für die Wettbewerbsordnung: Kartellrecht zwischen
Industriepolitik und Verbraucherschutz, 2013, S. 73 - 90
Christoph Busch, "Informationspflichten im Wettbewerbs- und Vertragsrecht"
who seeks equity must come with clean hands
Geht es indes um Belange des Verbraucherschutzes so gilt dieser Einwand nicht.
LG Köln (31. Zivilkammer, 31 O 33/09) führt aus:
„Die Beklagte kann sich schließlich nicht darauf berufen, bei Abruf der Angebote des Klägers per Handy seien die von diesem als fehlend beanstandeten Angaben ebenfalls nicht angezeigt worden. Ein
solcher "unclean hands"-Einwand ist unbeachtlich, wenn der Wettbewerbsverstoß zugleich die Interessen Dritter oder der Allgemeinheit berührt (vgl. BGH GRUR 1977, 494, 497 – "DERMATEX"; OLG Frankfurt
GRUR-RR 2008, 410 – "Ökostrom billiger als Atomstrom"). Dies gilt auch in einem Fall wie dem vorliegenden, da die Angaben zum Widerrufs- oder Rückgabe- recht, zu anfallenden Versandkosten, zum
Einschluss der Mehrwertsteuer und zur handelsregisterlichen Identifizierung des Anbieters der Information der Verbraucher dienen.“
siehe jetzt auch LG Berlin, 97 O 1/11:
Bei grob verbraucherschutzfeindlichen Praktiken ist auch sehr deutliche Kritik zulässig. Für ein Zurückhaltungsgebot innerhalb eines Wettbewerbsverhältnises ist kein Platz, wenn das
Wettbewerbsverhältnis lediglich angemaßt sei, weil die Erbringung der versprochenen Leistung legal gar nicht erfolgen dürfe.﻿
AGB-Kontrolle im Zivil- und Arbeitsrecht, in: Archiv für die civilistische Praxis /AcP), Bd. 212 (2012), S. 202-250﻿
Constantin Axer „Rechtfertigung und Reichweite der AGB-Kontrolle im unternehmerischen Geschäftsverkehr“, Peter Lang Verlag 2012,
Florian Maier, LL.M. , Das Widerrufsrecht als Element des Verbraucherschutzes unter besonderer Berücksichtigung des Versicherungsrechts,in Aktuelle Probleme des Versicherungsvertrags-,
Versicherungsaufsichts- und Vermittlerrechts / von Holger Drees, Robert Koch, Martin Nell
[ Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft ]
siehe auch Weller, Die
- Vertragsbindung -
Naturalerfüllungsgrundsatz – Leistungstreue –
Tübingen 2009, Seite
291 ff. Einer gesonderten Bearbeitung bedürfen die Widerrufsrechte, siehe
Eidenmüller, Widerrufsrechte als Element des Verbraucherschutzes,AcP 210
Martens, Matthias, Die Entwicklung der Widerrufsrechte des Verbrauchers bis zur Umsetzung der Richtlinie 2008/48/EG. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen Dimension (=
Nomos Universitätsschriften - Recht 697). Nomos, Baden-Baden 2010. 270 S
Solmecke u.a.,Das Widerrufsrecht im Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und Verbraucherschutz, KR 2013S. 699 ff.
Haar, B, Der Widerruf des Beitritts zu einem Immobilienfonds – zum Spannungsverhältnis zwischen Verbraucherschutz und institutionellem Anlegerschutz, in: Bechtold/Jickeli/Rohe, (Hrsg.),
Wettbewerb, Ordnung und Verantwortung, Festschrift zum 70. Geburtstag von Wernhard Möschel, Baden-Baden 2011, S. 1159
Leonie Vierck, Defragmentierung der Widerrufsrechte im europäischen Vertragsrecht - Versuch einer kohärenten dogmatischen Analyse
Martens, Matthias, Die Entwicklung der Widerrufsrechte des Verbrauchers bis zur Umsetzung der Richtlinie 2008/48/EG - Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen Dimension,
Gessner, Jenny, Widerrufsrecht und Widerrufsbelehrung im deutschen und europäischen Verbraucherrecht,2009
M. Schwab, Widerrufsrechte im deutschen und europäischen Verbraucherschutzrecht, in: Riesenhuber/Nishitani (Hrsg.), Wandlungen oder Erosion der Privatautonomie?, Verlag Walter de Gruyter, Berlin
2007, S. 149-174.﻿
Ragnhild Christiansen, Effektive und effiziente Widerrufsrechte -Eine rechtsvergleichende Analyse der Umsetzung der Widerrufsrechte der Haus- türwiderrufsrichtlinie und der
Fernabsatzrichtlinie in Deutschland und England im Vergleich mit dem Vorschlag für eine Richtlinie über Rechte der Verbraucher von (Studien zum Europäischen Privatrecht und zur
Rechtsvergleichung, Juli 2011,
Streitigkeiten können einmal über die Frage entstehen, ob ein Widerufsrecht besteht (siehe die Citybankentscheidungen des LG Hamburg und des AG Hamburg-Harburg, 650 C 175/08 vom
20.11.2008)
Die Problematik des Widerrufsrechts hat aber auch wettbewerbsrechtliche Aspekte. Der Entscheidung des Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 03.06.2010 , 3 U 125/09 lag zugrunde, dass
der Kläger den Beklagten im Wege der negativen Feststellungsklage aus Wettbewerbsrecht in Anspruch nahm.﻿
Das HansOLG entschied, dass die Belehrung über Widerrufsrecht mit einleitendem Satz "Verbraucher haben das folgende gesetzliche Widerrufsrecht" zulässig sei.
Umstritten ist hier der Streitwert. Das OLG Hamburg meint in einem aktuellen Beschluss (Az. 3 W 189/07, 30.10.2007), dass eine unzureichende Widerrufsbelehrung kaum die Umsätze des Abmahners
gefährden dürfte. Hierauf - so der Senat - komme es nicht entscheidend an. Wesentliche Kriterien seien in solchen Fällen vielmehr die Schwere des Verstoßes sowie der Umstand, dass jedenfalls durch
die Vielzahl von Anbietern, die sich – „gerichtsbekannt“ - gerade im Bereich der vom Gesetz vorgeschriebenen Aufklärung der Verbraucher über deren Rechte im Fernabsatz nicht strikt an das Gesetz
halten würden, die Wettbewerbsposition der rechtstreuen Wettbewerber tendenziell verschlechtert sein dürfte.
Anders: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Juli 2007 - 1-20 W 15/07
Zur Zuständigkeit bei der negativen Feststellungsdklage:
Eine negative Feststellungsklage kann als Gegenstück zur Leistungsklage vor dem Gericht erhoben werden, das für die Leistungsklage mit umgekehrtem Rubrum zuständig wäre (vgl. Teplitzky,
Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 8. Aufl. Kap. 41 Rn 71; Köhler/Bornkamm, UWG, 28. Aufl. § 14 Rn 3).﻿
ebenso AG Uelzen, 13 C 1524/10 unter Bezugnahme auf OLG Köln, GRUR 1978, S. 656
Prakt. Beispiel aus Hamburg (AG Wandsbek, 716a C 354/11)
a) Widerrufsbelehrung der Klägerin entsprach nicht den Anforderungen der §§ 360 I Ziffer 4, 312 d II BGB
b) Denn in ihr heißt es: "Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Erfüllung unserer Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB i.V.m. § 3 BGB
Infoverordnung.”
c) Tatsächlich beginnt die Widerrufsfrist jedoch gemäß § 312 d II BGB frühestens mit Vertragsschluss. Dies gerade ergibt sich nicht aus der Widerrufsbelehrung der Klägerin. Ob vorliegend oder
üblicherweise bei der Klägerin der Erhalt der Belehrung in Textform mit dem Vertragsschluss zusammen fällt, ist unbeachtlich, da der Verbraucher dies nicht weiss und er darüber hinaus gerade auf
die Gesetzeslage hingewiesen werden soll. Nach dem Wortlaut der klägerischen Widerrufsbelehrung sind jedoch Fälle unabhängig vom Vertragsschluss denkbar, die den Lauf der Widerrufsfrist in Gang
setzen - obwohl dies der Rechtslage nicht entspricht."
Verbraucherschutz durch Information
Ein Sonderproblem ist der Verbraucherschutz durch Information.
s. demnächst:
Grube / Immel / Wallau,Verbraucherinformationsrecht,2013
hierzu öffentlich-rechtlich: Ferdinand Wollenschläger, Staatliche Verbraucherinformation als neues Instrument des Verbraucherschutzes. Möglichkeiten und Grenzen der Informationsbefugnis nach dem
Verbraucherinformationsgesetz am Beispiel der Pankower Ekelliste und das Problem staatlicher Marktinformationen, VerwArch 102 (2011), Heft 1, 34 S., i.E.
Angermann, Juliane, Die Verletzung vertragsschlussbezogener Informationspflichten des Europäischen Privatrechts : unionsrechtliche Vorgaben und Sanktionierung fehlerhafter
Informationserteilung nach nationalem Recht ﻿ 2010
Börger, Andreas, Sanktionen für die Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten: Eine Untersuchung gemeinschaftlicher Vorgaben und deren Umsetzung in Deutschland, Frankreich und
﻿Hierzu auch das Verbraucherinformationsgesetz und die rechts- tatsächliche Auswertung dessen von Monika Böhm, Michael Lingenfelder und Wolfgang Voit in NVwZ 2011, 198 - 202, die vorschlagen, das
VIG in ein einheitliches Informationsfreiheitsgesetz zu integrieren.
Brigitte Haar, Verbraucherschutz durch Informationsregeln beim Verbrauchsgüterkauf - Zur Struktur der Garantie gem. § 477 Abs. 1 BGB, VuR
Anne Kind, Die Grenzen des Verbraucherschutzes durch Information - aufgezeigt am Teilzeitwohnrechtegesetz,1998.
Schön, Wolfgang: Zwingendes Recht oder informierte Entscheidung - zu einer (neuen) Grundlage unserer Zivilrechtsordnung. In: Heldrich, Andreas / J. Prölss, I. Koller (Hrsg.): Festschrift für
Claus-Wilhelm Canaris zum 70. Geburtstag, Band I. München, C.H. Beck, 2007, S. 1191 - 1211.
Heiderhoff, Information als Mittel des Verbraucherschutzes im europäischen Verbrauchervertragsrecht - eine Geschichte der Pyrrhussiege, Silesian Journal of Legal Studies, 2010
Fr. Schoch, Neuere Entwicklungen im Verbraucherinformationsrecht, NJW 2010, 2241-2247
﻿Marion Albers/Bettina Ortler, Verbraucherschutz und Markt- transparenz im Recht der Verbraucherinformation, Gewerbearchiv 2009, S. 225-230
jetzt Langenbucher, Verbraucherschutz durch Leistungstransparenz in der Anlageberatung (gemeinsam mit A. Hackethal und S.Meyer)
Sonderheft 61/10 zfbf (Schmalenbachs Zeitschriftfür betriebswirtschaftliche Forschung), „Herausforderungen der Finanzkrise für das Bankcontrolling“, S. 108﻿
Außergerichtlicher Verbraucherschutz
siehe jetzt neu:
Berlin, Alternative Streitbeilegung in Verbraucherkonflikten,2014
Günter Hirsch, Außergerichtliche Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten – ein alternativer Zugang zum Recht entsteht, NJW 2013, 2088
Der Verbraucherbeirat bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist am 20.06.2013 in Bonn zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen.
Hornuf, Lars/Engel, Martin, “Mediation als Verbraucherschutz – oderVerbraucherschutz vor Mediation?”, Neue Zeitschrift für Schiedsverfahren 10(1), pp.26-32.﻿
Jens M. Scherpe, Außergerichtliche Streitbeilegung in Verbrauchersachen, Ein deutsch-dänischer Rechtsvergleich, 2002
Boysen / Plett,Bauschlichtung in der Praxis
a) Ombudsfrau für geschlossene Fonds
http://www.ombudsstelle-geschlossene-fonds.de/faq.html﻿
Die Ombudsstelle für Investmentfonds beim Bundesverband für Investment und Asset Management (BVI) hat am 01.09.2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie kann von Verbrauchern kostenlos eingeschaltet
werden, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Fondsgesellschaft gegen Vorschriften des Investmentgesetzes verstoßen hat.
Arzthaftung Christina Meurer, Außergerichtliche Streitbeilegung in Arzthaftungssachen - unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den
Ärztekammern, 2008 (Kölner Schriften zum Medizinrecht, Band 3)
krit. zur Arbeit der Gutachterkommissionen Giesen, Arzthaftungsrecht, 4.Aufl., positiver Weyers, siehe jetzt H. Dieter Laum, Gutachterkommission und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern in
Deutschland - Ein wegweisendes Beispiel außergerichtlicher Streitbelegung, Festschrift für Samwer, S. 225 ff.
ders., MedR 2011 (n.B.:Verf. war Präsident des OLG und selbst Vorsitzender der Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler)
Katzenmeier, Arzthaftpflicht in der Krise - Entwicklungen, Perspektiven, Alternativen, MedR 2011, S. 214 ff. (zur außergerichtlichen Streitbeilegung)
Die Arbeit der Gutachterkommissionen beruht auf einem Vertrag der Schadensversicherer mit den Ärtzekammer, s. Ulsenheimer in Laufs/Uhlenbrock, Handbuch Arztrecht, S.687
Zahlen für 2010 jetzt in NJW Aktuell, Heft 28, 2011, S.10 (insg.7355 Fälle)﻿
6. Römermann, Ein nüchterner Blick auf den neuen Ombudsmann, AnwBl 2009, Seite 618
7. von Thomas von Hippel, Der Ombudsmann im Bank- und Versicherungswesen
7b) Jürgen Basedow, Der Versicherungsombudsmann und die Durchsetzung der Verbraucherrechte in Deutschland, VersR 2008, 7c) Jürgen Basedow, Small Claims Enforcement in a High Cost
Country: The German Insurance Ombudsman 7c) Nadine Rheker, Die außergerichtliche Streit-beilegung im Privatversicherungsrecht - Der Sachverständige und der Ombudsmann
Ferner Hirsch, Ansprache auf dem 3. Konfliktmanagement- Kongress 2006 in Hannover am 08.07.2006
" Ich möchte eine Form der außergerichtlichen freiwilligen Streit-schlichtung nicht unerwähnt lassen, die in einigen Branchen angeboten und dort überaus erfolgreich praktiziert wird: das Institut
des Ombudsmanns. So gibt es Ombudsleute bei Banken, Bausparkassen und Versicherungen. Herr Professor Römer ist z. B. bekanntlich erster Ombudsmann für Versicherungen. Ein Ombudsmann ist nicht nur
Schlichter. Er hat auch die Aufgabe, in einer Organisation oder in der Öffentlichkeit eine ungerechte Behandlung von Personengruppen zu verhindern. Er ist Sprachrohr von Personen, die ansonsten wenig
Beachtung finden würden. (10) In welchem Umfang der Ombudsmann die Gerichte entlastet, ist mir nicht bekannt. Die Anzahl der Beschwerden lassen jedoch vermuten, dass dies nicht unerheblich sein
dürfte. (11) So gehen beim Ombudsmann für Versicherungen jährlich über 15.000 Beschwerden ein, wovon etwa ein Drittel Erfolg hat.
Römer, Richter, Schlichter oder einfach nur Verbraucherschützer? - "Leipziger Versicherungsseminare" Hrsg. Fred Wagner, Heft 6, 2005, S. 145 (Verbraucher und Recht " (VuR) 2005,
S. 131 ff.)
Zu Erfahrungen des Ombudsmannes für Versicherungen: Zeitschrift für Schadensrecht (zfs) 2003, S. 158
Erste Erfahrungen des Ombudsmannes
"Der Verkehrsunfall im Versicherungsrecht"
Deutscher Anwalt Verlag (DAV), 2003, S. 97 ff.
Streitschlichtung durch Ombudsmänner - Gefahr für Anwälte?
Georg Greißinger (Hrsg.) Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht
Festschrift zum 25-jährigen Bestehen, S. 331 ff.
Zum Einfluss der Organisationsformen von Schlichtungsstellen auf deren Erfolg
Nach einem Bericht der Verbraucherzentrale Hamburg (http://www.vzhh.de/ schulden/31551/banken ombudsmann. aspx) hat der Ombudsmann für Banken in einer Entscheidung (Az. G67/03 vom 21. August 2003)
einem überschuldeten Kunden Recht gegeben, dem vom Geldinstitut die Einrichtung eines Guthaben-Kontos verweigert worden war. Trotz der Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses, auch verschuldeten
Kunden mit negativer "Schufa"-Eintragung auf deren Wunsch ein Girokonto auf Guthaben-Basis einzurichten, verweigern die meisten Geldinstitute das nach wie vor mit allerlei Ausflüchten. Der Kunde
solle doch "woanders hingehen", heißt es, und wird abgewimmelt. Dem hat jetzt der Ombudsmann einen Riegel vorgeschoben und schrieb der Bank ins Stammbuch, sie habe die "Empfehlung der Spitzenverbände
der deutschen Kreditwirtschaft (ZKA) zum "Girokonto für Jedermann" nicht beachtet.
Brömmelmeyer, Der Ombudsmann im Finanzsektor, WM 2012, S.337 ff.
Brödermann, Institutionelle Schlichtungsverfahren (Ombudsmannverfahren), in: Derleder, Peter/Knops, Kai-Oliver/Bamberger, Heinz Georg (Hrsg.), Handbuch zum deutschen
und europäischen Bankrecht, § 66, S. 1953-2010, 2. Aufl., Berlin (Mit einer rechtsvergleichenden Synopse der Ombudsmann-Verfahren)
Bürgerbeauftragter in RPfl (s. Landesgesetz über den Bürger- beauftragten vom 03. Mai 1974)
Bürgerbeauftragter gem. Artikel 8d und Artikel 138e des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft [hierzu Annette Guckelberger, Der Europäische Bürger- beauftragte und die
Petitionen zum Europäischen Parlament - Eine Bestandsaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts.(Schriftenreihe der Hochschule Speyer, Band 162) Berlin 2004]
Wehrbeauftragter, Bundesbeauftragter f. Zivildienst, Ausländer- und Asylbeauftragte
Daneben kennt bsw. Sachsen gemeindliche Schiedsstellen (Sächsiches Schiedsstellengesetz vom 1.1.2000)
Für Hamburg speziell: Patienten-Ombudsmann des UKE
s. http://www.uke.de/patienten-besucher/index_5675.php﻿
siehe Roland Makowka, Erfahrungen und Einsichten des Ombudsmanns in einer Hochschulklinik in Dieter Strempel / Theo Rasehorn (Hrsg.), Empirische Rechtssoziologie - Gedenkschrift für Wolfgang
Kaupen, S.269﻿
Makowka, Roland: Als Ombudsmann beim Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Zeitschrift „Konsens“, 1999, S. 36 ff.
Bericht über Roland Makowkas Tätigkeit bei Ira Mellenthin, Hamburger Abendblatt, Bd. 52 (1999),302, S.21
Diese Institution wurde nach dem sog. Bernbeck-Skandal geschaffen, hierzu
Jutta Krüger, Der Hamburger Barmbek-Bernbeck-Fall: rechtstatsächliche Abwicklung und haftungsrechtliche Aspekte eines medizinischen Serienschadens, 1993
Aufgrund der Liberalisierung u.a. des Telekommunikationsmarktes ist die Bundesnetzagentur immer wieder auch als Ansprechpartner bei Problemen mit den jeweiligen Dienstleistungsanbietern
s. http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Verbraucher/verbraucher _node.html
Zur gerichtsnahen Mediation in Hamburg:
Zur Mediation in Verbrauchersachen:
http://www.mediation-in-niedersachsen.de/Forum_8_-_Hartges.pdf﻿﻿
Löhner, Anne: "Die freiwillige (nichtobligatorische) Streitschlichtung vor Gütestellen"
Wer soll schlichten zwischen Arzt und Patient: Forderungen und Vorschläge für eine grundlegende Reform ; eine Studie über Erfahrungen mit der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der
norddeutschen Ärztekammern / [Hrsg.:] Verbraucher-Zentrale Hamburg. Ruth Greiner; Charlotte Henkel; Christoph Kranich
Koch, Verbraucherrecht = brauchbares Recht? Ausgewählte Aspekte nach Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie. Zugleich ein Beitrag zu den Grundfragen der Rechtsharmonisierung, GPR 3/201 a)
Herbert Messer(RaBGH), Der Schutz des Schwächeren im Zivilprozess, in: FS aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens von Bundesgerichtshof, Bundesanwaltschaft und Rechts-anwaltschaft beim
Bundesgerichtshof, 2000 S.67 ff. herausgegeben von Geiß, Karlmann u.a.4
Verbraucherschutz durch Diverses
Rechtswahl Seibl, IPRx
2011, 234 ff.
Zheng Sophia Tang, Electronic Consumer Contracts in the Conflict of Laws (Oxford/Portland, Oreg. 2009), Besp. Mankowski, RabelsZ 77 (2013), 185-191
Behme,Rechtswahlfreiheit ohne Grenzen? Zur Erweiterung der Privatautonomie durch die europäischen Grundfreiheiten und zum Wettbewerb der
Rechtsordnungen, in: M. Nueber / D. Przeszlowska / M.
Zwirchmayr (Hrsg.), Privatautonomie und ihre Grenzen im Wandel (Wien: Verlag Österreich, 2015), S. 221 -
Peter Andreas Brandt, Grenzüberschreitender Verbraucherschutz in der EU – Ungereimtheiten und Wertungswidersprüche im System des europäischen Kollisions- und Verfahrensrechts,IPRax 2013, S.
Hermann Hoffmann, Lars Stegemann, Die Parteiautonomie im internationalen Schuldvertragsrecht, JUS 2013
Thomas Richter, Die rügelose Einlassung des Verbrauchers im Europäischen Zivilprozessrecht, Recht der Internationalen Wirtschaft 2006, S. 578-583.
Gerald Mäsch, Rechtswahlfreiheit und Verbraucherschutz (1993), Dissertation Passau
Rezension: Mankowski in NJW 1993, 31282
Mit der AGB-Klausel „Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, auch wenn aus dem Ausland bestellt wird” hatte sich das LG Hamburg (Az. 327 O 779/10) zu beschäftigen.
Dabei ging es um die Frage, ob diese Klausel wettbewerbswidrig ist.
Das Gericht stellte fest, dass die Klausel nicht gemäß §§ 3, 4 Nr. 11 UWG wettbewerbswidrig ist. Das Gericht ist der Ansicht, die Kollisionsnormen der ROM-I-VO stellen keine Marktverhaltensregeln
Kathrin Kroll-Ludwigs , Die Rolle der Parteiautonomie im europäischen Kollisionsrecht / von
Rühl, Consumer Protection in Choice of Law, in: Cornell International Law Journal [Cornell Int'l L. J.] 44 (2011), S. 569-601, auch erhältlich
unterhttp://papers.ssrn.com/so13/papers.cfm?abstract_id=1816641, gekürzte spanische Übersetzung abgedruckt in Anuario Espanol de Derecho Internacional Privado [AEDIPr] 11 (2011), S. 91-121
Dem Problem des Verbraucherschutzes durch Rechtswahl widmete sich früher Art. 29 EGBGB. Die bisherigen international- privatrechtlichen Vorschriften des EGBGB über vertragliche Schuldverhältnisse
(Art. 27 bis 37) sind am 17.12.2009 außer Kraft getreten und durch die Rom-I-Verordnung ersetzt worden.
Unter dem Titel „Interessenpolitik und europäisches Kollisionsrecht“ präsentiert Peter Mankowski rechtspolitische Überlegungen zur Rom I- und zur Rom II- Verordnung.
Verlagstext hierzu:
"Internationales Privatrecht gilt als unpolitisch. Die Realität hat indes längst das Gegenteil erwiesen. In immer stärkerem Maße kämpfen Interessengruppen auch im IPR
für ihre Partikularinteressen. Dies hat sich insbesondere auf der europäischen Ebene erwiesen. Dort kämpfen nicht selten bestimmte Staaten für die Interessen einzelner Branchen, die ihn ihnen jeweils
besonders stark sind. Die Rom I- und die Rom II-Verordnung – das europäische IPR der vertraglichen und der außer- vertraglichen Schuldverhältnisse – sind voller Regeln, aus denen man solche
Einflussnahme ablesen kann. Oft sind sie versteckt, und oft findet man sie in Ausnahmeregeln, die auf die Interessen bestimmter Branchen zugeschnitten sind. Insbesondere der Finanzsektor hat seine
Interessen wohl zu wahren gewusst. Noch dem Kampf um die Rechtswahl wohnt ein Kräftemessen inne. Eine systematische und nicht nur punktuell ansetzende Analyse der rechtspolitischen Fragen rund um die
Rom I- und die Rom II-VO fehlt bisher. Diese Lücke wird jetzt geschlossen."
﻿Ders., Die Darlegungs- und Beweislast für die Tatbestände des Internationalen Verbraucherprozess- und Verbrauchervertragsrechts: IPRax 2009, 474-484
﻿Ders., P.-A. Brand, Grenzüberschreitender Verbraucherschutz in der EU – Ungereimtheiten und Wertungswidersprüche im System des europäischen Kollisions- und Verfahrensrechts, IPrax
Zum Problem der internationalen Zuständigkeit für Verbrauchersachen nach Art. 15, 16 bei Vertragsschluss aufgrund von Werbung auf Internetseiten; dem Merkmal des "Ausrichtens" einer
gewerblichen Tätigkeit auf einen Mitgliedstaat (Art. 15 I lit. c EuGVO), dem Begriff der Pauschalreise i.S.v. Art. 15 III EuGVO
EuGH (Große Kammer) , Urteil vom 7. 12. 2010 - C-585/08, C-144/09 Peter Pammer/ Reederei Karl Schlüter GmbH Co. KG und Hotel Alpenhof GesmbH/ Oliver Heller
BGH, Urteil vom 1. 3. 2007 - III ZR 164/06; LG Dortmund (Lexetius.com/2007,406) - Schiedsklausel in Verbrauchervertrag, Anm. JZ 2008, S. 359 ff.
Katharina Hilbig-Lugani, Absoluter Verbraucherschutz bei unzulässigen AGB-Schiedsvereinbarungen?, SchiedsVZ 2010, S. 74-81
Lars Weihe, Der Schutz der Verbraucher im Recht der Schiedsgerichtsbarkeit, 2005
Henryk Hielscher, Michael Kroker, Max Haerder und Anke Henrich, Schiedsgerichte - Justitia verzieht sich ins Hinterzimmer, Die WirtschaftsWoche 03.05.2013 (zum Toll-Collect Verfahren)
MATUSCHE-BECKMANN und KUMPF, Schutz des Verbrauchers vor der Schiedsgerichtsbarkeit? - Gedanken zum Urteil des Bundesgerichtshofes vom 19.05.2011 (III ZR16/11), FS Helmut Rüßmann, S. 587
Herbert Roth: Empfiehlt sich ein Sonderprozessrecht für Verbraucher? , Freiburger Symposion am 27. April 2013 anlässlich des 70. Geburtstages von Rolf Stürner, Hrsg.
v. Alexander Bruns, Joachim Münch u. Astrid Stadler
Bettina Heiderhoff, Einflüsse des europäischen Privatrechts zum Schutz des Verbrauchers auf das deutsche Zivilprozessrecht, ZEuP 2/2001
Andreas Kleinknecht, Die verbraucherschützenden Gerichts- stände im deutschen und europäischen Zivilprozessrecht,2007
Nina Kumm, Notwendigkeit und Ausgestaltung eines Verbrauchergerichtsstandes im deutschen Zivilprozessrecht, 2007
Frauke Bahnsen, Verbraucherschutz im Zivilprozeß - Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der DDR-Novelle der Zivilprozeßordnung vom 29. Juni 1990, 1997 (Diss Hamburg)﻿
Gärlitz, Das Notariat als Instrument des präventiv hoheitlichen Verbraucherschutzes?, in: Martin Schmidt,Kessel (Hrsg.), Notariat und Verbraucherschutz
Peter Ulmer, Notarielle Verbraucherverträge und § 24 a AGBG
- Verbraucherschutz contra Rechtssicherheit?, FS Heinrichs, S. 555
St. Lorenz, Privatautonomie, Vertragsbindung und neues Kaufrecht, in: Deutsche Notarrechtliche Vereinigung (Hrsg.), Der notarielle Kaufvertrag: Eine Bestandsaufnahme der Schuldrechtsreform und der
europäischen Einflüsse, Symposion des Instituts für Notarrecht an der Universität Würzburg, 2005, S. 4 - 23.
Für die notarielle Praxis siehe § 17 BeurkGAbs. 2a
dazu Armbrüster in ders./Preuss/ Renner, Beurkundungs-gesetz und Dienstordnung für Notarinnen und Notare, 5. Aufl., 2009, § 17 BeurkG, Rd.144 ff.:
"Ein Verstoß gegen § 17 berührt die Wirksamkeit des beurkundeten Rechtsgeschäfts nicht, ist allerdings die wesentliche Ursache für gegen den Notar gerichtete Ansprüche wegen Verletzung der
Amtspflicht" (Lerch, BeurkG, 4. Aufl., § 17, Rd. 69)
siehe jetzt : BGH, 7.2.2013 - III ZR 121/12 (2-Wochen-Frist des § 17 Abs. 2a S. 2 Nr. 2 BeurkG nicht disponibel )
Paul Terner, Verbraucherschutz durch Notare (Bsp. BGH, NJW 2013, 1451) , NJW 2013, S. 1404 ff.
Wolfgang Lüke, Verbraucherschutz durch Notare im Wandel der Zeit – Anforderungen an die verbraucherschützende Qualität notarieller Tätigkeit im Zeitalter des elektronischen Rechtsverkehrs,
in: Lüke/Püls (Hrsg.) – E-Justiz: Notare als Mittler und Motoren im elektronischen Rechtsverkehr, Tagungsband des 3. Dresdner Forums für Notarrecht, Baden-Baden, 2011, S. 9 – 33
Peter Limmer, Vertragsgerechtigkeit notarieller Urkunden und europäischer Verbraucherschutz, in NOTAR UND RECHTSGESTALTUNG Tradition und Zukunft - Jubiläums-Festschrift des Rheinischen
Notariats, S. 16 ff.
Brambring, Wer schützt den Verbraucher vor dem Verbraucherschutz ?, ZNotP 2003, S. 42 ff.
Kanzleitener, ZfIR 2009, S. 627 f.
Hinzuweisen ist insoweit noch auf einen Vortrag von Knieper, der – da sich mit vorbeugender Rechtspflege befassend- zwar nicht unbedingt allein zum Verbraucherschutz zählen ist, aber
gleichwohl wichtig ist.
K. bezieht Stellung gegen unter anderem von der Weltbank in ihren "Doing Business Reports" geäußerten neo-liberalen Tendenzen, denen zufolge die Beratung und Beurkundung von Rechtsgeschäften
durch Notare nicht mehr zeitgemäß und zu teuer sei
Er argumentiert, dass ein Staat auch immer daran gemessen, wie er die öffentlichen Infrastrukturen schafft, in denen die Menschen miteinander Verträge schließen könnten. In Anlehnung an die
Institutionenökonomik sprach er sich dafür aus, "durch die Schaffung einer stabilen Ordnung die Unsicherheit menschlicher Interaktionen zu vermindern." Eine besondere Rolle im Rahmen dieser stabilen
Ordnung komme der vorsorgenden Rechtspflege, also in erster Linie verlässlichen Handelsregistern und Grundbüchern sowie der notariellen Beurkundung wichtiger Rechtsgeschäfte zu.
Siehe auch Symposion „Gestaltungspraxis und Inhaltskontrolle“ mit folg. Vorträgen:
Problemfelder der Inhaltskontrolle in der notariellen Gestaltungspraxis
Inhaltskontrolle im Erbrecht
AGB-Kontrolle bei M&A-Verträgen
Inhaltskontrolle im Gesellschaftsrecht
Tobias Miethaner, AGB-Kontrolle versus Individualvereinbarung: Zweck und Grenzen (Diss)
Schärtel , "Die Guten Sitten in § 138 BGB als Schranke privatautonomer Gestaltungsmach", 2013
Ein Beispiel für § 138 BGB:
﻿Die Käuferin erwarb im Jahre 2006 eine 33 qm große vermietete Eigentumswohnung in Berlin-Friedrichshain zu einem Kaufpreis von 76.200,00 €. Später stellte sich heraus, dass die Wohnung
lediglich 29.000,00 € wert war. Die Käuferin klagte vor Gericht auf Rückabwicklung des Kaufpreises und bekam vor dem Landgericht Berlin (Urteil vom 15.April 2011 - Az 20 O 30/10) Recht.﻿
Das Kammergericht Berlin bestätigte dieses Urteil nunmehr im Berufungsverfahren (Kammergericht, Urteil vom 15. Juni 2012 - 11 U 18/11 -)﻿
Ferner: BGH, 10.02.2012 – V ZR 51/11 ﻿
auch bei notariellen Veträgen:
Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken, Az.: 8 U 26/06-7
Schrenk/Vieweg, Produktrückruf als Instrument präventiven Verbraucherschutzes – Bisherige Rechtslage und Änderungen nach Inkrafttreten des Produktsicherheitsgesetzes, Jura 1997,
S. 561 ff.
INGEBORG SCHWENZER, MAREIKE SCHMIDT , Pflicht zum Rückruf fehlerhafter Produkte
Was vom Wucher übrigbleibt. Zinsverbote im historischen und interkulturellen Vergleich, VII, 200 S. (gemeinsam hrsgg. mit Matthias Casper und Norbert Oberauer), Tübingen 2013, i.E.
﻿Preisrecht:
Peter Derleder,Der Stopp der Gaspreiserhöhungen durch die Zivilrechtsprechung. Vorstellung und Analyse eines wundersamen Eingriffs, KJ 3/2010, S. 292 ff.
Hamburger Rechtsprechung hierzu:
Das LG Hamburg hat die Auffassung vertreten, dass die Preisklausel des zwischen E.ON Hanse und dem Beklagten geschlossenen Gaslieferungsvertrag gemäß § 307 BGB unwirksam ist.
LG Hamburg, Urt. v. 27.10.2009 (Az.: 301 O 32/05)
Schulte-Nölke, Hans, Verbraucherpolitische Aspekte des deutschen Preissystems : Schlussbericht (Schriftenreihe: Schriftenreihe des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz : Reihe A, Angewandte Wissenschaft ; 516)
Dan Wielsch, Die Kontrolle von Energiepreisen zwischen BGB und GWB“, in: JZ 2008, S. 68 - 73
Carl Wolfgang Neumann, Allgemeine Wettbewerbstheorie und Preismißbrauchsaufsicht, Neuwied-Darmstadt1983 [Bsp. Joerges, Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht 1985, S.
361-366.]
Zum Zins: Max Vollkommer, Zinsfreiheit und rechtliche Kontrolle der Zinshöhe, in ders., Hrsg., Der Zins in Recht, Wirtschaft und Etheik- Atzelsberger Gespräche 1988, S. 7 ff.
Hubertus Bauriedel, Die Zulässigkeit der Inhaltskontrolle staatlich genehmigter Preise (Diss, unter www.bauriedel.de)
Verbraucherschutz durch Berufshaftung und Berufsregeln
Die nachfolgenden ersten Erwägungen fussen namentlich auf dem Skript von Prof. Damm, Uni Bremen, Dienstleistungshaftung , WS 2008/2009
Damm selbst schreibt:
" Dienstleistungshaftung betrifft einen wichtigen Bereich des zivilistischen Haftungsrechts. Es geht dabei um einen der am meisten expandierenden Ausschnitte des
allgemeinen Zivilrechts. In rechtsdogmatischer Hinsicht ist die Verknüpfung mit den wichtigsten Instituten des vertraglichen, quasivertraglichen und deliktischen Haftungs- und Schadensrechts
kennzeichnend. In rechtstatsächlicher Hinsicht ist ein breites Feld unterschiedlicher Märkte sowie ein weites Spektrum ausdifferenzierter Rechtsbereiche und Vertragsbeziehungen betroffen. Einschlägig
sind namentlich Dienst- und Werkvertrag, Auftrag und Geschäftsbesorgung in unterschiedlichen Handlungs- und Berufsfeldern. Hinsichtlich der deliktsrechtlichen Haftung ist zu berücksichtigen, dass es
in den behandelten Bereichen ganz überwiegend um "primäre" Vermögensschäden geht.
Auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften haben erhebliche Schwierigkeiten mit der Frage, was "Dienstleistung" begrifflich überhaupt ist. Repräsentativ ist eine
Abgrenzung der Dienstleistung gegenüber der Produktion von Sachgütern (haftungsrechtlich also dem Bereich der Produkthaftung). Gegenstand von Dienstleistung ist danach die "Produktion" von
immateriellen Gütern, wobei sich Dienstleistungen aber auch auf materielle Güter beziehen können. Unbestritten ist das außerordentlich große wirtschaftliche Gewicht von Dienstleistungen und ihre
gegenüber der industriellen Produktion immer größere Bedeutung. Dies kennzeichnet die daher auch schon so genannte „Dienstleistungsgesellschaft“ mit ihrem immer breiter werdenden „tertiären Sektor“.
Vor diesem Hintergrund geht es in der Veranstaltung um Dienstleistungshaftung in der Dienstleistungsgesellschaft.
Anknüpfungspunkt der rechtlichen Regelung ist danach nicht ein Produkt, sondern der Einsatz menschlicher Fähigkeiten und Arbeitskraft. Einschlägig sind die Haftung von
Freiberuflern, Sachverständigen, Anlageberatern und Banken sowie die Bereiche des Bau-, Reparatur-, Transport-, Reise- und Vertriebswesens. Kennzeichnend ist, daß es hinsichtlich der Haftungssubjekte
vielfach um die Haftung besonders sachkundiger Personen, also von "Experten" geht und mit Blick auf die betroffenen Pflichten namentlich um Auskünfte, Beratung und Begutachtung. Insofern geht es
insbesondere um Dienstleistungshaftung als Berufs- oder Expertenhaftung sowie speziell Informationshaftung. Die Materie ist auch in internationaler, nicht zuletzt europäischer Perspektive von
erheblicher Bedeutung. "
Damm, Ästhetische Chirurgie und Medizinrecht – Normstrukturen, Regelungsprobleme und Steuerungsebenen, GeshR 2010, S. 641 ff.
ders., Privatautonomie und Patientenautonomie - Selbstbestimmung auf Güter-, Dienstleistungs- und Gesundheitsmarkten, FS Eike Schmidt, S. 73 ff.
Stefanie Heidelk, Gesundheitsverletzung und Gesundheitsschaden
Der Dienstvertrag ist ebenso wie der Geschäftsbesorgungsvertrag im Schrifttum eher stifmütttlerlich behandelt worden, siehe aber:
Melanie Stähler, Der freie Dienstvertrag in der Rechtsprechung seit 1900 (Diss jur.)
Martin Illmer, DEUTSCHES UND EUROPÄISCHES WERK- UND DIENST(LEISTUNGS) VERTRAGSRECHT - Die Systematik des Werk- und Dienst(leistungs)vertragsrechts in rechtsvergleichender Perspektive
Thomas Kadner Graziano, Dienstleistungsverträge im Recht der Schweiz, Österreichs und Deutschlands im Vergleich mit den Regelungen des Draft Common Frame of Reference, in Service Contracts / hrsg.
von Reinhard Zimmermann, S. 59 ff.
KERSTIN TILLMANNS, Strukturfragen des Dienstvertrages - Leistungsstörungen im freien Dienstvertrag und im Arbeitsvertrag [dazu auch Canaris, Die Problematik der Minderung beim Dienstvertrag,
in: Festschrift für Karsten Schmidt, 2009, S. 177 – 198]
Heribert Hirte, Berufshaftung. Ein Beitrag zur Entwicklung eines einheitlichen Haftungsmodells für Dienstleistungen. Schriften des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität
zu Köln,München 1996.
G.Schiemann, Haftung der Dienstleistungsberufe nach deutschem Recht, in: E. Deutsch/J. Taupitz (Hrsg.), Haftung der Dienstleistungsberufe, 1993, 137-166.
ders.,Wandlungen der Berufshaftung, in: H. Lange/K. W. Nörr/H. P. Westermann (Hrsg.), Festschrift für Joachim Gernhuber zum 70. Geburtstag, 1993, 387-406.
Christiane Wendehorst, Das Vertragsrecht der Dienstleistungen im deutschen und künftigen europäischen Recht, in: Archiv für die civilistische Praxis (AcP) 106 (2006), Seiten 205 – 299

References: Art. 38
 BGH 
 § 2
 § 13
 § 13
 § 13
 BGH 
 § 242
 BGH 
 § 14
 § 312
 § 3
 § 312
 § 477
 § 66
 Art. 29
 Art. 15
 Art. 15

EuGH 
 § 24
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 138
 § 138
 § 307