Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/2908.1
Timestamp: 2019-12-08 15:32:13+00:00

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REVOSax Landesrecht Sachsen - Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung - OAVO
Historische Fassung war gültig vom 01.08.1996 bis 07.08.1998
Dritter Abschnitt – Leistungskontrolle
Vierter Abschnitt – Beratung
(1) Die gymnasiale Oberstufe um faßt die Jahrgangsstufen 11 und 12 und gliedert sich in vier Kurshalbjahre. Sie endet mit der Abiturprüfung. Das Zeugnis des Kurshalbjahres11/II enthält keinen Versetzungsvermerk.
(2) Die Verweildauer beträgt mindestens zwei, höchstens drei Jahre. Sie kann um den für die Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung erforderlichen Mindestzeitraum von einem Jahr überschritten werden.
Voraussetzung für den Eintritt in die gymnasiale Oberstufe ist der erfolgreiche Abschluß der Klasse 10 des Gymnasiums. Schüler der Mittelschule, die über einen mittleren Bildungsabschluß verfügen, müssen vor Eintritt in die gymnasiale Oberstufe die Klasse I 0 am Gymnasium besuchen.
(3) Leistungskurse können im Verlauf der Oberstufe nicht gewechselt werden. Grundkurse werden jeweils für ein Jahr gewählt. Ein Wechsel sowie die Zu- oder Abwahl von Grundkursen sind in den Grenzen zulässig, die sich aus den Bestimmungen über die Belegungspflicht und über die Zulassungsvoraussetzungen zur Abiturprüfung ergeben.
In der gymnasialen Oberstufe ist das Angebot an Leistungs- und Grundkursen so anzulegen, daß die Schüler die Voraussetzungen für die Zulassung zur schriftlichen und mündlichen Abiturprüfung erfüllen können. Die Schule soll bei der Einrichtung von Kursen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein breites Angebot schaffen. Fächerübergreifende Kurse sollen dabei berücksichtigt werden. Von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit benachbarten Gymnasien ist Gebrauch zu machen. Die Einrichtung fächerübergreifender und jahrgangsübergreifender Kurse bedarf der Genehmigung durch das Staatsministerium für Kultus.
(1) Im Rahmen ihrer Möglichkeiten kann die Schule im Wahlbereich weitere Grundkurse in Astronomie, Informatik oder Fremdsprachen, die in der Sekundarstufe I als Arbeitsgemeinschaften geführt wurden, und fächerübergreifende Grundkurse einrichten.
(1) Jeder Schüler wählt aus dem Angebot seiner Schule Leistungskurse in zwei Fächern des Pflichtbereichs. Erstes Leistungskursfach ist Deutsch, Mathematik oder eine fortgeführte Fremdsprache. Folgende Leistungskurskombinationen sind zulässig.
(2) Leistungskurse in Kunsterziehung und Musik sind nur an Schulen mit musischem Profil (§ 7 Abs. 3 SchulG) anzubieten. Sie können nur von Schülern, die dieses Profil in der Sekundarstufe I besucht haben, sowie von Schülern, die gleichwertige Leistungsnachweise erbringen, gewählt werden. Das erste Leistungskursfach ist dann Deutsch oder Mathematik.
(3) Das Leistungskursfach Sport wird an Schulen mit vertiefter sportlicher Ausbildung gemäß § 4 Abs. 1 Buchst. c der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über allgemeinbildende Gymnasien im Freistaat Sachsen (Schulordnung Gymnasien – SOGY) vom 15. Dezember 1993 (SächsGVBl. 1994 S. 220) eingerichtet. Näheres regelt eine gesonderte Verordnung.
(2) Durchgehend in allen Kurshalbjahren von II/I bis 12/ll sind zu belegen.
aus dem Aufgabenfeld nach § 7 Nr. I Deutsch und eine fortgeführte Fremdsprache sowie eines der Fächer Kunsterziehung oder Musik,
(3) Für das sorbische Gymnasium werden zusätzliche Festlegungen getroffen.
(1) Der Schulleiter legt das Unterrichtsangebot für die Jahrgangsstufen 11 und 12 nach Durchführung der Kurswahlen fest. Kurse dürfen nur eingerichtet werden, wenn im Leistungskurs mindestens zehn Schüler, im Grundkurs mindestens zwölf Schüler teilnehmen wollen
(2) Die Einrichtung kleinerer Kurse darf nur in begründeten Ausnahmefällen nach Genehmigung durch das zuständige Oberschulamt erfolgen. Dies gilt nicht, wenn es sich um Kurse handelt, die zur Erfüllung der Belegungspflicht für die Zulassung zur Abiturprüfung erforderlich sind.
Die Schüler wählen aus den Fächern des Pflicht- oder Wahlbereichs weitere Kurse. Die wöchentliche Unterrichtszeit soll 32 Stunden nicht unterschreiten.
(2) Die Gewichtung der beiden Teilbewertungen liegt im pädagogischen Ermessen des Kursfachlehrers. Im Regelfall sollte beiden Teilbewertungen das gleiche Gewicht zukommen.
(1) In jedem Leistungskurs sind in den Kurshalbjahren 11/1 bis 12/II mindestens jeweils zwei Klausuren, in 12/II mindestens eine Klausur anzufertigen.
1+ 1 1- 2+ 2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 4- 5+ 5 5- 0
Punkte 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
(1) Versäumt ein Schüler eine Klausur, entscheidet der Kursfachlehrer, ob diese zu wiederholen ist.
Die Organisation der gymnasialen Oberstufe übernimmt der Oberstufenberater. Er hat dafür Sorge zu tragen, daß die Schüler in ausreichendem Maße über ihre Kursbelegungspflichten informiert werden. Ferner steht er den Schülern, Erziehungsberechtigten und Kursfachlehrern als Berater zur Verfügung.
den Halbjahresleistungen aus den Leistungskursen gemäß§ 24,
die Leistungen aus den Kurshalbjahren 11/I, 11/II und 12/l in doppelter Wertung und
die Leistungen aus den Kurshalbjahren 11/I, 11/ll und 12/I im dritten und vierten Prüfungsfach gemäß § 27 Abs. 2 und,
jeweils einem Grundkurs in den Fächern Geographie und Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/ Wirtschaft,
zwei Grundkursen in Religion oder Ethik.
(3) Von den vier Pflichtgrundkursen im Fach Sport können Leistungen aus höchstens drei Kurshalbjahren eingebracht werden.
(4) Insgesamt hat jeder Schüler 22 Grundkurse in die Gesamtqualifikation einzubringen, von denen höchstens fünf mit weniger als 5 Punkten bewertet sein dürfen. Mit 0 Punkten bewertete Kurshalbjahre gelten als nicht belegt. Aus den Kursen des Grundkursbereichs müssen mindestens 110 von maximal 330 erreichbaren Punkten in die Gesamtqualifikation eingebracht werden.
(5) Schüler, die nach Abschluß der Mittelschule auf das Gymnasium wechseln und in den Klassen 7 bis 10 nicht in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet worden sind, müssen mindestens die Halbjahresleistungen der Grundkurse aus den Kurshalbjahren 12/l und 12/II in der zweiten Fremdsprache in die Gesamtqualifikation einbringen.
Summe der in den vier Prüfungsfächern erreichten Punk- te im Kurshalbjahr 12/II in einfacher Wertung.
(3) In zwei Abiturprüfungsfächern, darunter einem Leistungskursfach, müssen mindestens jeweils 25 Punkte der Wertung gemäß Absatz 1 erreicht sein.
Fächer Abiturprüfung
(3) Der Schüler bestimmt zu Beginn des Kurshalbjahres 12/1 seine Abiturprüfungsfächer aus den Fächern des Pflichtbereichs.
(5) Zu den Prüfungsfächern gehören die Fächer Deutsch und Mathematik.
(6) Unter den vier Abiturprüfungsfächern muß sich aus jedem der drei Aufgabenfelder gemäß § 7 mindestens eines befinden. Aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld kann nur ein Fach Prüfungsfach sein.
Der Prüfungsteilnehmer ist im Falle von Nummer 1 bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen entsprechend zu unterrichten. Der Antrag auf die Teilnahme an der zusätzlichen mündlichen Prüfung gemäß Nummer 2 ist spätestens am zweiten Werktag nach Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung schriftlich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Die Zusammensetzung der Abiturprüfungsnote in diesem Fach aus schriftlicher und mündlicher Prüfung erfolgt gemäß der in Anlage 1 festgelegten Berechnung.
Die Teilnahme an der Abiturprüfung bedarf der Zulassung durch den Schulleiter. Zugelassen zum schriftlichen Prüfungsteil wird ein Schüler der Jahrgangsstufe I2, der
die erforderliche Punktzahl der in die Gesamtqualifikation einzubringenden Leistungs- und Grundkurse unter Einschluß der Kursergebnisse aus 12/11 erreicht hat oder erreichen kann.
(1) Zur Durchführung der Abiturprüfung wird ein Prüfungsausschuß gebildet. Ihm gehören an:
der Schulleiter als Vorsitzender, soweit das zuständige Oberschulamt keine andere Festlegung trifft,
der Schulleiter als stellvertretender Vorsitzender, wenn er nicht den Vorsitz nach Nummer I führt, sonst der stellvertretende Schulleiter,
(2) Der Prüfungsausschuß hat folgende Aufgaben:
Herbeiführung einer Entscheidung durch das zuständige Oberschulamt in Ausnahmesituationen, insbesondere dann, wenn die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung nicht gewährleistet erscheint.
(4) Der Prüfungsausschuß wird durch die Fachprüfungskommissionen unterstützt.
(6) Lehrkräfte, deren Kinder sich der Abiturprüfung an der gleichen Schule unterziehen, können nicht Mitglied des Prüfungsausschusses sein.
der Vorsitzende oder ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses oder eine vom Ausschußvorsitzenden berufene Lehrkraft des Gymnasiums als Vorsitzender,
(3) Lehrkräfte, deren Kinder sich an der gleichen Schule der Abiturprüfung unterziehen, können in den betroffenen Prüfungsfächern nicht Mitglied einer Fachprüfungskommission sein.
(1) Der Prüfungsausschuß entscheidet bei Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln seiner Mitglieder mit einfacher Mehrheit. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
(3) Gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses und der Fachprüfungskommission kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das zuständige Oberschulamt anrufen.
(4) Die Prüfungsteilnehmer sind vor Beginn jeder Prüfung zu befrage n, ob sie sich gesundheitlich in der Lage fühlen, die Prüfung abzulegen. Dies ist im Protokoll zu vermerken.
(5) Die Prüfungen beginnen an allen Gymnasien um 8.00 Uhr. Die Prüfungsteilnehmer fertigen die schriftlichen Abiturprüfungsarbeiten ohne Angabe des Namens auf neutralen Bögen an, die die Schule zur Verfügung stellt. Jeder Prüfungsteilnehmer erhält vom Prüfungsausschuß eine Kennziffer, mit der er jedes Blatt seiner Prüfungsarbeiten oben rechts zu kennzeichnen hat. Über die Vergabe der Prüfungsplätze wird durch Los entscheiden.
(2) Der Prüfungsausschuß bestimmt in Abstimmung mit den Fachprüfungskommissionen die Termine für den praktischen Teil der Prüfung im Fach Musik.
(1) Jede Prüfungsarbeit wird zuerst vom Kursfachlehrer (Erstkorrektor) und danach von einem Fachlehrer eines anderen Gymnasiums (Zweitkorrektor), das vom zuständigen Oberschulamt bestimmt wird, korrigiert.
(3) Bei abweichenden Korrekturergebnissen zwischen Erst- und Zweitkorrektor um bis zu drei Punkte ist zur Festlegung der Bewertung das arithmetische Mittel zu bilden. Ergibt dies keine volle Punktzahl, so ist aufzurunden.
(4) Bei abweichenden Korrekturergebnissen zwischen Erst- und Zweitkorrektor um mehr als drei Punkte setzt ein Drittkorrektor, der vom zuständigen Oberschulamt bestimmt wird, innerhalb des durch Erst- und Zweitkorrektor vorgegebenen Bewertungsrahmens die endgültige Punktzahl fest.
(5) Das Staatsministerium für Kultus legt die Termine für die Erst-, Zweit- und Drittkorrektur fest.
Spätestens zehn Tage vor Beginn der mündlichen Prüfung ist den Prüfungsteilnehmern das Studienbuch mit dem Zeugnis für das Kurshalbjahr 12/II auszuhändigen. Sieben Tage vor Beginn der mündlichen Prüfung sind ihnen die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen und der Fachprüfungen gemäß § 36 Abs. 1 mitzuteilen. Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen und der Fachprüfungen endet der Unterricht der Jahrgangsstufe 12.
(1) Prüfungsteilnehmer, denen aufgrund ihrer bis dahin in die Gesamtqualifikation eingebrachten Leistungen das Erreichen der Mindestqualifikation unmöglich ist, werden zur mündlichen Prüfung nicht zugelassen. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuß. Sie ist im Protokoll zu vermerken.
(5) Die Fachprüfungskommission berät im Anschluß an die mündliche Prüfung und stimmt über die zu erteilende Punktzahl ab. Der Vorsitzende teilt das Ergebnis der mündlichen Prüfung unverzüglich dem Prüfungsteilnehmer mit.
(6) An der mündlichen Prüfung können weitere Lehrkräfte der Schule als Zuhörer teilnehmen.
(1) Benutzt ein Prüfungsteilnehmer unerlaubte Hilfsmittel oder hält er unerlaubte Hilfsmittel bereit oder unternimmt er auf andere Weise eine Täuschung oder einen Täuschungsversuch oder verweigert er die Leistung, wird dieser Teil der Prüfung durch den Prüfungsausschuß mit 0 Punkten bewertet.
(2) In besonders schweren Fällen kann der Prüfungsausschuß die gesamte Abiturprüfung eines Prüfungsteilnehmers für nicht bestanden erklären.
(3) In den Fällen der Absätze I und 2 kann die schriftliche Arbeit oder die gesamte Abiturprüfung auch nachträglich, jedoch nur binnen eines Jahres seit dem Ende des letzten Prüfungsteils der Abiturprüfung, mit 0 Punkten bewertet oder für nicht bestanden erklärt werden.
(4) Verhält sich ein Prüfungsteilnehmer ordnungswidrig und behindert er dadurch die Durchführung einer Prüfung, so kann er durch den Prüfungsausschuß von der weiteren Teilnahme an dieser Prüfung und in schweren Fällen auch von der Teilnahme an den weiteren Prüfungen ausgeschlossen werden. Im ersten Falle wird die Leistung des Prüfungsteilnehmers in dieser Prüfung mit 0 Punkten bewertet, im zweiten Falle gilt die Abiturprüfung als nicht bestanden.
(5) Bei Verdacht der Benutzung oder Bereithaltung unerlaubter Hilfsmittel, der Täuschung, des Täuschungsversuchs sowie bei Leistungsverweigerung und ordnungswidrigem Verhalten sind ein entsprechender Vermerk sowie die vom Prüfungsausschuß getroffene Entscheidung im Protokoll festzuhalten.
(1) Für Prüfungsteilnehmer, die die Abiturprüfung oder Teile davon aus einem von ihnen nicht zu vertretenden wichtigen Grund versäumt haben, wird vom Staatsministerium für Kultus pro Fach je ein Nachprüfungstermin festgelegt. § 29 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend. Nimmt der Prüfungsteilnehmer aus einem von ihm nicht zu vertretenden wichtigen Grund an der schriftlichen Nachprüfung nicht teil, so kann er die entsprechende Prüfung im Prüfungszeitraum des folgenden Schuljahres ablegen.
(2) Als wichtiger Grund gilt insbesondere Krankheit. Der Prüfungsteilnehmer hat den wichtigen Grund dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mitzuteilen, im Falle einer Erkrankung unter Beifügung eines ärztlichen Attests. Der Prüfungsausschuß kann die Vorlage eines amtsärztlichen Attests fordern.
(3) Verneint der Prüfungsausschuß das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne von Absatz 1, gilt die versäumte Abiturprüfung als nicht bestanden. Ein versäumter Teil der Abiturprüfung wird vom Prüfungsausschuß mit 0 Punkten bewertet.
(5) Steht aufgrund der bereits erbrachten Prüfungsleistung vor dem Nachprüfungstermin fest, daß der Prüfungsteilnehmer die Prüfung nicht bestehen kann, ist ihm dies durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mitzuteilen.
(6) Tritt ein Prüfungsteilnehmer nach Beginn der Abiturprüfung zurück, so gilt die gesamte Abiturprüfung als nicht bestanden.
keine der in den vier Prüfungen erbrachten Leistungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. I mit 0 Punkten bewertet wird.
§ 27 Abs. 8 bleibt unberührt.
(1) Der Prüfungsausschuß stellt die Gesamtqualifikation gemäß § 22 sowie die Durchschnittsnote nach der als Anlage 2 beigefügten Tabelle fest. Dem Prüfungsteilnehmer wird die allgemeine Hochschulreife zuerkannt, wenn er
(1) Haben Prüfungsteilnehmer den Unterricht in einem der Fächer Latein, Griechisch oder Hebräisch im erforderlichen Umfang erfolgreich besucht, so enthält das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife einen Vermerk darüber, daß das Zeugnis das Latinum, Graecum oder Hebraicum einschließt. Die näheren Einzelheiten bestimmen sich nach Anlage 3 zu dieser Verordnung.
(3) Mit Genehmigung des Schulleiters ist ausnahmsweise eine Wiederholung der Kurshalbjahre 11/II und 12/I möglich. Der Antrag hierfür ist von den Erziehungsberechtigten oder dem volljährigen Schüler bis zum Abschluß des Kurshalbjahres 12/I zu stellen. Die Höchstverweildauer gemäß § 2 Abs. 2 darf nicht überschritten werden.
(4) Bei der Wiederholung einer Jahrgangsstufe hat der Schüler keinen Anspruch darauf, daß Leistungs- und Grundkurse seiner früheren Wahl angeboten werden.
(1) Besteht ein Schüler die Abiturprüfung nicht, so wird ihm dies durch Bescheid der Schule unter Hinweis auf eine eventuelle Wiederholbarkeil bekanntgegeben.
(2) Die Abiturprüfung kann einmal wiederholt werden. § 28 gilt entsprechend. Die in die Gesamtqualifikation einzubringenden Leistungen aus der Jahrgangsstufe 12 müssen insgesamt im Wiederholungsjahr neu erbracht werden. Gleiches gilt, wenn der Schüler zur Abiturprüfung nicht angetreten ist.
(1) Zur Abiturprüfung für Schulfremde kann auf Antrag zugelassen werden, wer in dem der Prüfung vorangegangenen Jahr nicht Schüler eines öffentlichen oder eines diesem gleichgestellten privaten Gymnasiums oder eines Kollegs war und nachweist, daß er sich angemessen auf die Prüfung vorbereitet hat. Wer die Abiturprüfung bereits zweimal nicht bestanden hat, wird nicht zugelassen.
beglaubigte Kopien der Abschluß- oder Abgangszeugnisse der bisher besuchten Schulen,
(5) Zur mündlichen Prüfung kann nur zugelassen werden, wer den schriftlichen Teil bestanden hat. Die Entscheidung hierüber trifft der Prüfungsausschuß.
(2) Der Prüfungsausschuß stellt den Teilnehmern, die die Prüfung bestanden haben, das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife für Schulfremde aus.
(3) Die Abiturprüfung für Schulfremde kann einmal insgesamt und frühestens ein Jahr nach dem ersten Versuch wiederholt werden.
Die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung an allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen (Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung - OAVO) vom 15. Dezember 1993 (SächsGVBl. 1994 S. 209) findet auch nach ihrem Außerkrafttreten gemäß § 52 weiter Anwendung
für Schüler, die 1997 erstmalig die Abiturprüfung ablegen,
für Schüler, die nach dreijähriger Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe 1998 erstmalig die Abiturprüfung ablegen,
für Schüler, die 1997 die Abiturprüfung wiederholen,
für Schüler gemäß Nummer 1 oder Nummer 2, die 1998 oder 1999 die Abiturprüfung wiederholen,
für Schulfremde, die 1997 erstmalig die Abiturprüfung ablegen,
für Schulfremde, die 1998 die Abiturprüfung wiederholen.
(zu § 27 Abs. 8)
Tabelle für die Bildung eines Prüfungsergebnisses
bei schriftlicher und mündlicher Prüfung (Verhältnis 2 : 1)
mündliche Prüfung Noten 6 5 4 3 2 1 vierfach gewertetes Prüfungsergebnis
5 – 1 1 4 6 9 12 14 17 20 22 25 28 30 33 36 38 41
2 2 5 8 10 13 16 18 21 24 26 29 32 34 37 40 42
4 – 4 5 8 10 13 16 18 21 24 26 29 32 34 37 40 42 45
5 6 9 12 14 17 20 22 25 28 30 33 36 38 41 44 46
3 – 7 9 12 14 17 20 22 25 28 30 33 36 38 41 44 46 49
8 10 13 16 18 21 24 26 29 32 34 37 40 42 45 48 50
2 – 10 13 16 18 21 24 26 29 32 34 37 40 42 45 48 50 53
11 14 17 20 22 25 28 30 33 36 38 41 44 46 49 52 54
1 – 13 17 20 22 25 28 30 33 36 38 41 44 46 49 52 54 57
14 18 21 24 26 29 32 34 37 40 42 45 48 50 53 56 58
(zu§ 43)
Tabelle zur Errechnung der Durchschnittsnote (N) aus der Punktzahl der
Gesamtqualifikation (P)
840–768 1,0
767–751 1,1
750–734 1,2
733–717 1,3
716–701 1,4
700–684 1,5
683–667 1,6
666–650 1,7
649–633 1,8
632–617 1,9
616–600 2,0
599–583 2,1
582–566 2,2
565–549 2,3
548–533 2,4
532–516 2,5
515–499 2,6
498–482 2,7
481–465 2,8
464–449 2,9
448–432 3,0
431–415 3,1
414–398 3,2
397–381 3,3
380–365 3,4
364–348 3,5
347–331 3,6
330–314 3,7
313–297 3,8
296–281 3,9
(zu § 44)
Bei Vorliegen der nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen wird mit dem Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife die jeweils angegebene Qualifikation erworben. Schulfremde erhalten ein vom zuständigen Oberschulamt ausgefertigtes Zertifikat über die jeweils erworbene Qualifikation.
Pflichtunterricht in Latein von Klasse 5 bis I 0 oder 7 bis I0, der im Jahreszeugnis der I0. Klasse mit mindestens der Note ausreichend abgeschlossen sein muß, oder
Pflichtunterricht in Latein von Klasse 8 bis 10 und Belegung von zwei Grundkursen Latein in den Kurshalbjahren 11/1 und 11/11, wobei im zuletzt belegten Kurshalbjahr mindestens 5 Punkte erreicht sein müssen, oder
regelmäßiger Unterricht im R ahmen einer schulischen Arbeitsgemeinschaft im Umfang von drei Wochenstunden über einen Zeitraum von mindestens drei Schuljahren und Bestehen der Ergänzungsprüfung.
Voraussetzungen für den Erwerb des Hebraicum Regelmäßiger Unterricht im Rahmen einer schulischen Arbeitsgemeinschaft im Umfang von drei Wochenstunden über einen Zeitraum von mindestens drei Schuljahren und Bestehen der Ergänzungsprüfung.
Schüler, die die Voraussetzungen gemäß 1.1.3 oder 1.2.2 oder 1 .3 erfüllen,
Über die Zulassung der Bewerber nach 2.2.1 Nr. 1 entscheidet der Schulleiter des prüfenden Gymnasiums. Bewerber gemäß 2.2.1 Nr. 2 und 3 richten ihre Anträge auf Zulassung zur Ergänzungsprüfung bis spätestens sechs Wochen vor Beginn der Prüfung an das für sie zuständige Oberschulamt, das über den Antrag entscheidet und die Bewerber einem öffentlichen Gymnasium zur Ablegung der Prüfung zuweist. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
eine beglaubigte Kopie des Zeugnisses der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife,
eine Erklärung, daß der Antrag nur bei einem Oberschulamt eingereicht wurde.
Falls die Zahl der Bewerber nach 2.2.1 Nr. 2 und 3 gering ist, können diese zur Ablegung der Ergänzungsprüfung einem anderen Oberschulamt zugewiesen werden.
Die Prüfung für die Bewerber nach 2.2.1 Nr. 1 und 2 findet im zeitlichen Rahmen der Abiturprüfung statt. Prüfungsbewerber nach 2.2.1 Nr. 2 werden in der Regel den vom zuständigen Oberschulamt bestimmten Gymnasien zugewiesen. Für Bewerber nach 2.2.1 Nr. 3 findet die Prüfung zweimal jährlich an vom zuständigen Oberschulamt bestimmten Einrichtungen statt.
Zur Durchführung der Ergänzungsprüfung wird ein Prüfungsausschuß gebildet. Mitglieder des Prüfungsausschusses sind gemäß § 30 Abs. 1 Nr. 1 und 2 sowie § 31 Abs. 2 Nr. 2 und 3:
der Fachlehrer des Prüfungsfaches,
Wissenschaftliche Fachkräfte mit pädagogischer Qualifikation können Mitglieder des Prüfungsausschusses sein.
Fassung gültig ab: 1. August 1996
Fassung gültig bis: 7. August 1998
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/2908.1 Stand vom 08.12.2019

References: § 4
 § 7
 § 27
 § 7
 § 36
 § 29
 § 26

§ 27
 § 22
 § 2
 § 28
 § 52
 § 27
 § 44
 § 30
 § 31