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Timestamp: 2019-03-23 03:21:12+00:00

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OLG Brandenburg, 04.07.2002 - 15 UF 25/02 - dejure.org
OLG Brandenburg, 04.07.2002 - 15 UF 25/02
BGB § 1684 Abs. 2 S. 2
Hat der Vater / die Mutter das Recht die Kinder Weihnachten zu sehen?
AG Potsdam - 44 F 288/99 44 F 379/00
AG Potsdam, 19.12.2001 - 44 F 288/99
OLG Brandenburg, 25.06.2002 - 15 UF 25/02
OLG Brandenburg, 25.06.2002 - 15 WF 41/02
BVerfG, 08.12.2004 - 1 BvR 1417/02
BVerfG, 10.12.2004 - 1 BvR 1417/02
MDR 2003, 30
FamRZ 2003, 111
Daher setzt das Bedürfnis des Kindes nach einem auch räumlich sicheren Lebensmittelpunkt dem Umgangsrecht Grenzen (…vgl. Staudinger/Rauscher, BGB, Bearbeitung 2006, § 1684, Rz. 189; siehe auch OLG Brandenburg - 3. Senat für Familiensachen -, FamRZ 2003, 111).
Derartige Anordnungen sind im Rahmen der Umgangsregelung gemäß § 1684 Abs. 3 BGB zu treffen, soweit sie erforderlich sind, um den Umgang im Kindeswohlinteresse zu regeln (Senat, FamRZ 2003, 111 ).
c) In den Fällen, in denen das Kind derart erkrankt, dass es zwar keiner stationären Behandlung bedarf, allerdings auch nicht transportfähig ist, kommt im vorliegenden Fall eine Betreuung des Vaters am Krankenbett des Kindes wegen der erheblichen Spannungen zwischen den Eltern ausnahmsweise nicht infrage (zur grundsätzlichen Zulässigkeit der Betreuung des transportunfähig erkrankten Kindes durch den Umgangsberechtigten in der Wohnung des anderen Elternteils vgl. Senat, FamRZ 2003, 111 ; BVerfG, FamRZ 2005, 429 ).
Denn etwa zwischen den Eltern bestehende Schwierigkeiten sind kein Grund - und dürfen es auch nicht sein -, den Umgang eines Elternteils mit dem Kind einzuschränken, sondern vielmehr Anlass, Anstrengungen zu unternehmen, diese Schwierigkeiten im Interesse des Kindes zu überwinden (OLG Brandenburg, MDR 2003, 30, 31 l.Sp.).
gegen den Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 4. Juli 2002 - 15 UF 25/02 -.
Die für einen - hier von der Kindesmutter erstrebten - längeren Umgangsausschluss erforderliche Kindeswohlgefährdung im Sinne von § 1684 Abs. 4 Satz 2 BGB kann nur angenommen werden, wenn nach den Umständen des Einzelfalls eine konkrete gegenwärtige Gefährdung der körperlichen oder geistig-seelischen Entwicklung eines Kindes vorliegt und andere Maßnahmen zu seinem Schutz nicht verfügbar sind, also der Gefährdung des Kindes durch eine bloße Einschränkung des Umgangsrechtes und dessen sachgerechte Ausgestaltung nicht ausreichend vorgebeugt werden kann (vgl. zum Ganzen BVerfG FamRZ 2006, 605/606; 2007, 531/533; NJW 2002, 1863/1864; FamRZ 1993, 662/663; BGH FamRZ 1971, 421/425; 1984, 1084; 1994, 158/159; OLG Köln FamRZ 2003, 952; OLGR Koblenz 2005, 908/909; OLGR Saarbrücken 2006, 726/727;… OLGR Zweibrücken a.a.O.; Brandenburgisches Oberlandesgericht, 2. Familiensenat, FamRZ 2007, 577/578; Brandenburgisches Oberlandesgericht, 3. Familiensenat, FamRZ 2003, 111; erkennender Senat, Beschluss vom 2. Juni 2009, Az. 9 UF 166/08).
Daher setzt das Bedürfnis des Kindes nach einem auch räumlich sicheren Lebensmittelpunkt dem Umgangsrecht Grenzen (…vgl. Staudinger/Rauscher, BGB , Bearbeitung 2006, § 1684 Rdnr. 189; OLG Brandenburg FamRZ 2010, 1352 bis 1355; FamRZ 2003, 111 ).
Daher setzt das Bedürfnis des Kindes nach einem auch räumlich sicheren Lebensmittelpunkt dem Umgangsrecht Grenzen (…vgl. Staudinger/Rauscher, BGB, Bearbeitung 2006, § 1684 Rdnr. 189; OLG Brandenburg FamRZ 2010, 1352 bis 1355; FamRZ 2003, 111).

References: § 1684
 § 1684
 § 1684
 § 1684
 BGH 
 § 1684
 § 1684