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Timestamp: 2016-10-24 01:44:10+00:00

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1C_157/2011 (21.07.2011)
1C_157/2011
Beschwerdef�hrerin, handelnd durch D.________,
vertreten durch F�rsprecher Dr. Peter Conrad,
1. Gemeinderat Stetten, Schulhausstrasse 4, 5608 Stetten AG,
2. Regierungsrat des Kantons Aargau, Rechtsdienst, Staatskanzlei, Regierungsgeb�ude, Laurenzenvorstadt 9, 5001 Aarau.
Beschwerde gegen das Urteil vom 21. Januar 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer.
Am 16. Oktober 2009 reichte D.________, Mitglied und Vertreter der Erbengemeinschaft X.________, beim Gemeinderat Stetten eine Voranfrage zum Ausbau des Ober- und Dachgeschosses der Liegenschaft auf der Parzelle Nr. 207, Stetten, ein. Die Abteilung f�r Baubewilligungen des aargauischen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) erwog am 26. November 2009, eine Erweiterung der Wohnnutzung sei nicht m�glich, weshalb einem entsprechenden Vorhaben keine kantonale Zustimmung in Aussicht gestellt werden k�nne. Weiter hielt sie fest, bisher sei kein Gesuch f�r die Umnutzung und Fremdvermietung des ehemaligen Junghennenaufzuchtstalls auf derselben Parzelle eingereicht worden. Sie ersuchte deshalb den Gemeinderat, die entsprechenden Unterlagen bei D.________ einzufordern und dem Kanton zuzustellen.
Aufgrund eines entsprechenden gemeinder�tlichen Beschlusses vom 7. Dezember 2009, reichte die Erbengemeinschaft X.________ ein Baugesuch f�r die Nutzungs�nderung des Junghennenaufzuchtstalls ein. Gleichzeitig teilte D.________ dem Gemeindeschreiber mit, er beabsichtige, das Dachgeschoss zu isolieren. Der Gemeinderat bewilligte am 29. M�rz 2010 die Nutzungs�nderung unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen. Der zus�tzlichen Isolation des Dachgeschosses (Estrich) wurde dagegen die Bewilligung versagt.
Anl�sslich einer Baukontrolle vom 13. April 2010 stellte die kommunale Bauverwaltung fest, dass unbewilligte Isolationsarbeiten im Dachgeschoss des Wohnhauses im Gange waren; daraufhin verlangte der Gemeinderat mit superprovisorischer Verf�gung vom 16. April 2010 die unverz�gliche Einstellung der Bauarbeiten. Ein Gesuch der Erbengemeinschaft X.________ um aufschiebende Wirkung wies der Regierungsrat des Kantons Aargau am 5. Mai 2010 in Best�tigung der Baueinstellung ab.
Auf Beschwerde der Erbengemeinschaft X.________ hin, nahm der Regierungsrat am 1. September 2010 Vormerk davon, dass die Beschwerdef�hrerin die Entw�sserungsleitung des H�hnerstalls ausser Betrieb nahm. Im �brigen wies der Regierungsrat die Beschwerde ab, soweit er darauf eintrat. F�r die Beseitigung der rechtswidrigen Isolation und die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands setzte er eine Frist von drei Monaten ab Rechtskraft seines Entscheids an.
Das daraufhin angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Aargau wies die Beschwerde mit Urteil vom 21. Januar 2011 ab.
Am 1. April 2011 beantragt die Erbengemeinschaft X.________, bestehend aus A.________, B.________, C.________ und D.________, dem Bundesgericht mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten die Aufhebung des Verwaltungsgerichtsurteils und der Entscheide der Vorinstanzen. Es sei festzustellen, dass das Anbringen einer Innenisolation im rechtm�ssig erstellten, nach heutigen Vorgaben unzureichend isolierten Wohngeb�ude der Beschwerdef�hrerin nicht bewilligungspflichtig sei. Zur Neuregelung der Kostenfolgen sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter beantragt die Beschwerdef�hrerin, die Sache sei in Aufhebung des angefochtenen Urteils und der Entscheide der Vorinstanzen zur Neubeurteilung im Sinne einer nachtr�glichen Bewilligungserteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Subeventuell sei die Sache in Aufhebung des angefochtenen Urteils und der vorangegangenen Entscheidungen an den Gemeinderat zur�ckzuweisen, damit dieser in Beachtung des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes eine andere Massnahme als den R�ckbau zur Verhinderung einer Umnutzung des Estrichraums in Wohnzwecke verf�ge. Mit einem weiteren Subeventualantrag fordert die Beschwerdef�hrerin die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Beweiserhebung.
Der Gemeinderat Stetten, das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) verzichten allesamt auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 17. Mai 2011 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Dem angefochtenen Entscheid liegt ein Beschwerdeverfahren �ber eine baurechtliche Bewilligung zugrunde. Nach Art. 34 Abs. 1 RPG (SR 700) gelten f�r die Rechtsmittel an die Bundesbeh�rden die allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 lit. a BGG steht auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts zur Verf�gung. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt keinen Ausschlussgrund (Art. 83 BGG). Angefochten ist ein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz, welcher das Verfahren abschliesst (Art. 86 Abs. 1 lit. d; Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin als Eigent�merin des streitbetroffenen Wohnhauses und Bauherrin der umstrittenen Dachisolation hat ein sch�tzenswertes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Urteils. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt der rechtsgen�glichen Begr�ndung einzutreten.
1.2 Nicht zu h�ren ist die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Begehren, die dem Urteil vorangegangenen kantonalen und kommunalen Entscheide aufzuheben. Als Folge des im Beschwerdeverfahren geltenden Devolutiveffekts hat das Urteil des Verwaltungsgerichts diese Entscheide ersetzt. Sie gelten inhaltlich als mitangefochten (vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144).
Vorab macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend. Sie bem�ngelt, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf die Erhebung weiterer Beweise (Abkl�rung der baulichen Ausstattung, Durchf�hrung eines Augenscheins) verzichtet. Weiter r�gt sie, das Verwaltungsgericht sei seiner Begr�ndungspflicht nicht nachgekommen, weil es sich mit massgeblichen R�gen der Beschwerdef�hrerin nicht auseinander gesetzt habe.
2.1 Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Kl�rung des Sachverhalts, anderseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Der Betroffene hat das Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern. Dazu geh�rt insbesondere das Recht, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 133 I 270 E. 3.1 S. 277; 127 I 54 E. 2b S. 56). Die Begr�ndungspflicht soll verhindern, dass sich die Beh�rde von unsachlichen Motiven leiten l�sst, und dem Betroffenen erm�glichen, die Verf�gung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 I 270 E. 3.1 S. 277; je mit Hinweisen).
2.2 Diesen Anforderungen wird der angefochtene Entscheid gerecht. Die Motivation des Verwaltungsgerichts geht hinl�nglich daraus hervor und erlaubt es der Beschwerdef�hrerin, die Gr�nde f�r die Abweisung ihrer Begehren nachzuvollziehen. Ebenso wenig ist der Vorinstanz vorzuwerfen, dass sie auf die Durchf�hrung eines Augenscheins verzichtet hat, zumal der rechtlich relevante Sachverhalt sp�testens im Rahmen des regierungsr�tlichen Beschwerdeverfahrens umfassend erhoben wurde. In den Akten findet sich eine dreiseitige Fotodokumentation, welche die Gegebenheiten, wie sie sich anl�sslich des vom regierungsr�tlichen Rechtsdiensts durchgef�hrten Augenscheins pr�sentierten, ausreichend wiedergibt (act. 59 des Regierungsrats). Die vom Verwaltungsgericht vorgenommene antizipierte Beweisw�rdigung stellt keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs dar.
Das streitbetroffene Wohnhaus liegt ausserhalb Bauzone und wurde in der heutigen Form 1987 bewilligt. Unbestritten ist, dass es sich um kein landwirtschaftliches Gewerbe mehr handelt.
Die Beschwerdef�hrerin stellt zun�chst die Bewilligungspflicht f�r die Innenisolation des Dachs in Abrede. Ein Bewilligungsverfahren werde nach � 30a der Allgemeinen Verordnung zum Baugesetz vom 23. Februar 1994 (AbauV/AG; SAR 713.111) nur f�r Aussenisolationen zur energetischen Sanierung von bestehenden Bauten und Anlagen verlangt, wobei das vereinfachtes Verfahren gen�ge.
3.1 Von Bundesrechts wegen sind gest�tzt auf Art. 22 Abs. 1 RPG Neubauten, Wiederaufbauten, Ersatzbauten, Umbauten, Anbauten, Zweck�nderungen und Sanierungen, die �ber das �bliche Mass einer Renovation hinausgehen, bewilligungspflichtig. Den Kantonen bleibt es vorbehalten, �ber den bundesrechtlichen Mindeststandard hinauszugehen und weitere Vorg�nge der Bewilligungspflicht zu unterstellen. Zudem d�rfen sie f�r bestimmte Bauvorhaben ein vereinfachtes Verfahren vorsehen (sog. kleine Baubewilligung) sowie Kleinstbauten einer blossen Anzeigepflicht unterstellen oder �berhaupt von der Bewilligungspflicht ausnehmen, sofern sie keine nennenswerten Einfl�sse auf Raum, Erschliessung und Umwelt bewirken (EJPD/BRP, Erl�uterungen RPG, N. 7 f. zu Art. 22 RPG). Hingegen k�nnen die Kantone nicht von der Bewilligungspflicht ausnehmen, was nach Art. 22 RPG einer Bewilligung bedarf. Der Ausschluss der Bewilligungspflicht ist Gegenstand der Regelung von Art. 22 RPG und damit bundesrechtlich geordnet (ALEXANDER RUCH, Kommentar RPG, Z�rich 1999, Art. 22 Rz. 4; Urteil 1C_12/2007 des Bundesgerichts vom 8. Januar 2008 E. 2.2; grundlegend BGE 113 Ib 314 E. 2b S. 315 f.; vgl. auch BGE 123 II 256 E. 3 S. 259; 120 Ib 379 E. 3c S. 383 f.). Art. 22 Abs. 1 RPG umschreibt nicht n�her, unter welchen Voraussetzungen die �nderung einer Baute oder Anlage bewilligungspflichtig ist. Nach der Rechtsprechung ist eine bauliche Massnahme dann dem Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, wenn mit der Realisierung der Baute oder Anlage im Allgemeinen, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge, so wichtige r�umliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse der �ffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorg�ngigen Kontrolle besteht (BGE 120 Ib 379 E. 3c S. 383 f. mit Hinweisen). Wenn diese Voraussetzung erf�llt ist, unterstehen auch reine Umnutzungen der Baubewilligungspflicht (BGE 119 Ib 222 E. 3a S. 226 mit Hinweisen; Urteil 1C_47/2008 des Bundesgerichts vom 8. August 2008, E. 2.5.1, publ. in: ZBl 111/2010 S. 397; 1A.216/2003 vom 16. M�rz 2004, E. 2.1, erw�hnt in: URP 2004 S. 349).
3.2 � 59 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes �ber Raumentwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993 (BauG/AG; SAR 713.100) statuiert die Bewilligungspflicht f�r alle Bauten und Anlagen und ihre im Hinblick auf die Anliegen der Raumentwicklung, des Umweltschutzes oder der Baupolizei wesentliche Umgestaltung, Erweiterung oder Zweck�nderung sowie die Beseitigung von Geb�uden. Vorbehalten bleiben abweichende Zust�ndigkeitsregelungen des Bundesrechts und die Bestimmungen dieses Gesetzes �ber den Bau von �ffentlichen Strassen und den Wasserbau. Die kantonale Regelung geht somit nicht weiter als Art. 22 RPG.
3.3 Das Verwaltungsgericht f�hrt aus, es w�rde das Isolieren eines bis anhin nicht isolierten Daches kaum als Unterhalt bzw. Erneuerung qualifizieren, welche das �bliche Mass einer Instandhaltung �berschreite (E. 2.2 S. 6 des angefochtenen Entscheids). Der Zweck der Isolation bestehe im konkreten Fall aber nicht darin, das Dachgeschoss bzw. das Wohnhaus vor dem vorzeitigen Verfall oder der Unbenutzbarkeit der Baute vor Ablauf ihrer Lebensdauer zu sch�tzen. Um das Dach zu isolieren, w�rden hier zwischen den Dachsparren Zelluloseflocken eingef�gt und darauf eine Dampfbremse sowie eine Holzfaserplatte angebracht. Die Isolation solle im Estrichbereich eine klimatisch gem�ssigte Zwischenzone schaffen. Das Verwaltungsgericht zieht dazu in Erw�gung, ein Dachgeschoss, welches �ber drei Fenster verf�ge und mittels einer gut ausgebauten Treppe mit dem Obergeschoss verbunden sei, werde durch die geschilderten baulichen Massnahmen f�r Wohnzwecke nutzbar. Denkbar w�re f�r das Verwaltungsgericht eine Verwendung als Bastelraum, B�ro, Liegeraum, Musikzimmer etc. Die entsprechende Nutzung k�nne fraglos auch den Lichtverh�ltnissen angepasst werden. Die bestehende Steckdose erm�gliche �berdies den Anschluss von Heizger�ten. Entscheidend sei, ob eine Verwendbarkeit f�r Wohnzwecke nach objektiven Gesichtspunkten gegeben sei. Das Verwaltungsgericht bejahte dies und erachtete die Arbeiten als baubewilligungspflichtige Ver�nderung. Dies gelte umso mehr, als eine nutzbare Fl�che von 100 m� entstehe und Isolationskosten von Fr. 40'000.-- �blicherweise nicht f�r einen Estrich ausgegeben w�rden, der bloss als Abstellkammer bzw. M�bellager genutzt werden solle.
3.4 Diese Ausf�hrungen �berzeugen. Wie die Fotos in den Akten (act. 59) zeigen, verf�gt das Dachgeschoss bereits heute �ber drei Fenster, je ein Fenster auf der West- und der Ostseite sowie ein Dachfenster ungef�hr in der Raummitte. Damit besteht eine f�r etliche Nutzungen bei Weitem ausreichende Belichtung. Kein Argument ist, dass die Fenster nicht den baurechtlichen Normen entsprechen, wie die Beschwerdef�hrerin vorbringt: Den potenziellen Nutzer d�rfte kaum interessieren, ob gesetzliche Vorgaben eingehalten sind, solange er nur bei seinen T�tigkeiten gen�gend sieht. Auch ist das Dach grunds�tzlich schon isoliert. Allerdings ist die Isolation des Estrich-Bodens offensichtlich ungen�gend (Protokoll Augenschein S. 7, act. 53). F�r diese scheinen keine Verbesserungen vorgesehen zu sein. Stattdessen findet eine umfangreiche Gesamtisolation des Dachs statt. Damit wird aufgrund der �rtlichen Gegebenheiten objektiv gesehen bewohnbarer Raum geschaffen. Es kann insgesamt auf die zutreffenden Erw�gungen in den bereits ergangenen Entscheiden verwiesen werden (je die E. 2 des Urteils vom 21. Januar 2011 und des Regierungsratsbeschlusses vom 1. September 2010). Wo zus�tzlicher Wohnraum entsteht, sind Auswirkungen auf die Erschliessungssituation und die Umwelt nicht auszuschliessen. Dies wiederum hat die Bewilligungspflicht der baulichen Massnahmen zur Folge (siehe E. 3.1 hievor).
3.5 Insgesamt durften die kantonalen Beh�rden die Baubewilligungspflicht f�r die Dachisolation vorliegend bejahen. Die von der Beschwerdef�hrerin geplanten bzw. bereits ausgef�hrten Arbeiten sprengen den Rahmen einer einfachen Renovation.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet zun�chst, das Verwaltungsgericht habe zu Unrecht die Anwendbarkeit von Art. 24c RPG verneint. In einem n�chsten Schritt r�gt sie eine Verletzung von Art. 42a Abs. 1 RPV: Eine isolierte Geb�udeh�lle geh�re zur zeitgem�ssen Wohnnutzung, k�nnten doch sonst nur Wohnbauten in der Bauzone den heutigen Anforderungen entsprechend nachisoliert werden.
4.1 Zun�chst fragt es sich, unter welchem Rechtstitel die Bewilligungspflicht zu pr�fen ist. Die kantonalen Beh�rden haben eine Anwendung von Art. 24c RPG einhellig ausgeschlossen.
Artikel 24c RPG ist ausschliesslich auf Bauten und Anlagen anwendbar, die seinerzeit in �bereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt oder ge�ndert wurden, jedoch durch die nachtr�gliche �nderung von Erlassen oder Pl�nen zonenwidrig geworden sind (Art. 41 RPV; vgl. BGE 129 II 396 E. 4.2.1 S. 398). Im vorliegenden Fall wurde das Wohnhaus nicht durch eine Rechts�nderung, sondern durch ein tats�chliches Verhalten der Beschwerdef�hrerin zonenwidrig, als die landwirtschaftliche T�tigkeit zu einem massgeblichen Teil aufgegeben wurde. Die kantonalen Instanzen haben daher zu Recht Art. 24c RPG nicht f�r anwendbar gehalten (Urteil 1C_391/2010 des Bundesgerichts vom 19. Januar 2011 E. 4.2).
4.2 Zu pr�fen ist, ob die zus�tzliche Isolation des Dachraums nach Art. 24d Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 42a RPV bewilligt werden kann. Gem�ss Art. 24d Abs. 1 RPG kann das kantonale Recht in landwirtschaftlichen Wohnbauten, die in ihrer Substanz erhalten sind, landwirtschaftsfremde Wohnnutzungen zulassen, unter Beachtung der in Art. 24d Abs. 3 RPG genannten Voraussetzungen; insbesondere muss die �ussere Erscheinung und die bauliche Grundstruktur im wesentlichen unver�ndert bleiben (Art. 24d Abs. 3 lit. b RPG). Erweiterungen sind grunds�tzlich nur zul�ssig, wenn sie f�r eine zeitgem�sse Wohnnutzung unumg�nglich sind (Art. 42a Abs. 1 RPV). Einzig f�r altrechtliche landwirtschaftliche Wohnbauten, die schon rechtm�ssig bestanden, bevor das betreffende Grundst�ck Bestandteil des Nichtbaugebiets wurde, l�sst Art. 42a Abs. 2 RPV weitergehende Erweiterungen innerhalb des bestehenden Geb�udevolumens zu, und zwar bis zu den Grenzen von Artikel 42 Absatz 3 lit. a und b RPV (vgl. Erl�uterungen des Bundesamts f�r Raumentwicklung zu Art. 42a RPV vom 23. August 2004). Dass die letztzitierte Bestimmung hier nicht einschl�gig ist, wird auch von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten.
4.3 Das Verwaltungsgericht hat die Notwendigkeit der vorgesehenen bzw. bereits ausgef�hrten Massnahmen f�r eine zeitgem�sse Wohnnutzung verneint. Es beharrt darauf, dass die Isolation eine Nutzung zu Wohnzwecken erm�gliche. Die Beschwerdef�hrerin mache selber nicht geltend, die Wohnbaute gen�ge zeitgem�ssen Wohnanspr�chen nicht. Am vorinstanzlichen Augenschein sei vielmehr best�tigt worden, dass das Wohnhaus �ber einen dem �blichen Wohnstandard entsprechenden Ausbau verf�ge und zeitgem�sses Wohnen erm�gliche. Die Vorinstanz h�lt der Beschwerdef�hrerin zugute, die Dachisolation m�ge durchaus n�tzlich sein f�r die Aufbewahrung von Ger�tschaften, welche empfindlich auf grosse Temperaturschwankungen reagieren w�rden. Entscheidend sei jedoch, dass die Nutzungserweiterung des Estrichs f�r eine zeitgem�sse Wohnnutzung nicht unumg�nglich sei.
4.4 In der Tat hat A.________ anl�sslich des Augenscheins auf entsprechende Frage hin best�tigt, das Wohnhaus verf�ge "nat�rlich" �ber einen �blichen Ausbaustandard (Protokoll Augenschein S. 2, act. 56 unten). Die Frage nach der beabsichtigten Nutzung des Dachraums beantwortete der Lebenspartner von B.________ damit, dass der Estrich heute als Abstellkammer gebraucht und dort auch manchmal W�sche getrocknet werde. Ausbauabsichten wies der Befragte von sich. Der Estrich solle auch k�nftig vorwiegend als Abstellkammer benutzt werden, um z.B. doppelt vorhandene M�bel zu lagern. Auch ein TV-Ger�t h�tten sie zu viel. All diese Dinge seien bez�glich Temperaturschwankungen empfindlich (Protokoll Augenschein, act. 54). F�r die genannten Zwecke scheint die beabsichtigte Isolation unverh�ltnism�ssig und �bertrieben. Der Beschwerdef�hrerin ist zwar zuzugestehen, dass energiesparenden Massnahmen auch ausserhalb der Bauzone realisierbar sein sollten. Wie am Augenschein aber festgestellt wurde, ist es vor allem die Bodenisolation, welche mangelhaft ist. Ausgerechnet diese soll jedoch nicht erneuert werden, da dies nicht m�glich sei (Protokoll Augenschein, act. 54). Ob andere Massnahmen zur Eind�mmung des W�rmeverlusts gepr�ft wurden, ist nicht ersichtlich. Im vorliegenden Fall, in welchem zun�chst eine Voranfrage zum Ausbau des Dachgeschosses gestellt wurde und nach deren Ablehnung nur noch Isolationsarbeiten beabsichtigt sind, ist es den kantonalen Instanzen nicht vorzuwerfen, wenn sie eine den Rahmen von Art. 42a RPV sprengende Wohnnutzung verhindern wollen. Aufgrund der konkreten Situation auf dem Estrich - eine vorbestehende Isolation, drei Fenster, direkter Zugang aus dem unteren Geschoss �ber eine Treppe, Steckdose und elektrisches Licht - durfte eine Bewilligung f�r einen weitergehenden Ausbau verweigert werden.
Schliesslich wirft die Beschwerdef�hrerin den kantonalen Instanzen wegen des verlangten R�ckbaus Unverh�ltnism�ssigkeit vor.
5.1 Ist eine Baute materiell gesetzeswidrig, hat das noch nicht zur Folge, dass sie abgebrochen werden muss (BGE 123 II 248 E. 4b S. 255). Auch in einem solchen Falle sind die allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Grunds�tze zu ber�cksichtigen. Zu ihnen geh�ren namentlich das �ffentliche Interesse und die Verh�ltnism�ssigkeit. Diese Grunds�tze rechtsstaatlichen Handelns werden in Art. 5 Abs. 2 BV ausdr�cklich festgehalten. Ob der verf�gte Abbruch im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist, pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich frei. Allerdings auferlegt es sich eine gewisse Zur�ckhaltung, wenn es um die Beurteilung lokaler Gegebenheiten, welche die kommunalen und kantonalen Beh�rden besser kennen und �berblicken als das Bundesgericht, und um ausgesprochene Ermessensfragen geht (BGE 119 Ia 348 E. 2a S. 353, 445 E. 3c S. 451, mit Hinweisen). Vor dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit h�lt ein Grundrechtseingriff stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den eingesetzten Mitteln, d.h. den zu seiner Verwirklichung notwendigen Freiheitsbeschr�nkungen, steht (BGE 128 I 1 E. 3e/cc S. 15, mit Hinweisen). Ist die Abweichung vom Gesetz jedoch gering und verm�gen die ber�hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigent�mer durch den Abbruch entst�nde, nicht zu rechtfertigen, ist ein Beseitigungsbefehl unverh�ltnism�ssig (Urteil des Bundesgerichts 1A.301/2000 vom 28. Mai 2001, E. 6c S. 30). Grunds�tzlich kann sich auch der Bauherr, der nicht gutgl�ubig gehandelt hat, gegen�ber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit berufen. Er muss indessen in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (BGE 123 II 248 E. 4a S. 255; 111 Ib 213 E. 6b S. 224).
5.2 Die Vorinstanzen werfen der Beschwerdef�hrerin insbesondere B�sgl�ubigkeit vor. Der Regierungsrat f�hrt aus, nachdem der Gemeindeschreiber D.________ mitgeteilt habe, die Dachisolation sei wahrscheinlich bewilligungspflichtig, habe die Beschwerdef�hrerin zumindest damit rechnen m�ssen, dass ein Baugesuch notwendig sei. Auf die erw�hnte Mitteilung habe die Bauherrschaft mit Desinteresse reagiert und demnach nicht gutgl�ubig gehandelt. Das Verwaltungsgericht hat diese Einsch�tzung gesch�tzt. Ob der Beschwerdef�hrerin B�sgl�ubigkeit unterstellt werden kann, kann mit Blick auf E. 5.3 hiernach grunds�tzlich offen bleiben. Der Schluss liegt jedenfalls nahe, sp�testens nachdem in der kommunalen Verf�gung vom 29. M�rz 2010 in Ziff. 3 des Entscheidsdispositiv klar festgehalten wurde, die zus�tzliche Isolation des Estrichs werde nicht bewilligt. Die Beschwerdef�hrerin kann sich jedenfalls nicht darauf berufen, sie sei nach R�cksprache mit ihrem Architekten verunsichert gewesen, habe sich bei ihrem Anwalt erkundigt und gest�tzt auf dessen Auskunft gebaut. Wenn aufgrund einer beh�rdlichen Verf�gung erkennbar ist, dass sich rechtliche Probleme stellen, ist der Ausgang des Rechtsmittelverfahrens abzuwarten. Die Arbeiten hat die Bauherrschaft auf eigenes Risiko weiter gef�hrt.
5.3 Hinzu kommt aber, dass die Beschwerdef�hrerin mit den Isolationsarbeiten und der damit verbundenen Schaffung von ca. 100 m� zus�tzlichem Wohnraum den wichtigen Grundsatz der Trennung zwischen Baugebiet und Nichtbaugebiet verletzt. Sie muss in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands erh�htes Gewicht beilegen und die der Beschwerdef�hrerin erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse ber�cksichtigen (BGE 123 II 248 E. 4a S. 255 mit Hinweisen: Urteil 1C_127/2008 des Bundesgerichts vom 4. Dezember 2008 E. 3.4, publ. in: URP 2009 S. 201).
5.4 Es ist den Vorinstanzen darum nicht vorzuwerfen, wenn sie andere Massnahmen wie etwa das Zumauern der Fenster oder die regelm�ssige Kontrolle durch die Bauverwaltung sinngem�ss verworfen haben. Auch nach der Zumauerung der Fenster ist eine Nutzung als Hobby- oder etwa Fernsehraum mittels elektrischer Beleuchtung durchaus denkbar. Die vom Regierungsrat erw�hnten Vollzugsschwierigkeiten bei Durchsetzung eines Nutzungsverbots durften ebenfalls in Betracht gezogen werden. Anl�sslich des Augenscheins wurde eine solche L�sung offenbar diskutiert, die Parteien konnten sich aber nicht einigen (Protokoll Augenschein S. 9, act. 51). Es ist darum nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht den vom Regierungsrat verh�ngten R�ckbau gesch�tzt hat. Dass damit �berm�ssige Kosten verbunden w�ren, wurde nicht geltend gemacht.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin f�r die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Gemeinderat Stetten, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 34
 Art. 82
 Art. 90
 BGE 
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 22
 BGE 
 BGE 
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 42
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 42
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 5