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Timestamp: 2019-08-26 07:46:44+00:00

Document:
Dienstleistungen - 309148-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 309148-2019
03/07/2019 S126 - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Nicht offenes Verfahren
Deutschland-Leinefelde-Worbis: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2019/S 126-309148
Kontaktstelle(n): Stadtverwaltung, FG Stadtplanung, Herr Roland Senft
Telefon: +49 3605200430
E-Mail: lgs2024@leinefelde-worbis.de
Fax: +49 3605200499
Hauptadresse: https://www.leinefelde-worbis.de/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: www.subreport.de/E43868316
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.subreport.de/E43868316
Städtebaulich-freiräumlicher sowie hochbaulicher Realisierungswettbewerb „Landesgartenschau Thüringen 2024 in Leinefelde-Worbis: Gartenstadt mit Augarten“ mit Ideenteil Ausstellungskonzeption.
Die Stadt Leinefelde-Worbis ist beauftragt, die 5. Thüringer Landesgartenschau (LGS) im Jahr 2024 unter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ durchzuführen. Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen, funktional und gestalterisch hochwertigen Schnittstelle zwischen Siedlungs- und Landschaftsraum durch die Integration der städtebaulichen, baulichen und landschaftsplanerischen Konzeptebenen. Diese stadtplanerische Leitidee hat sich im Verlauf des Stadtumbaus kontinuierlich konkretisiert und ist in den Strategieplänen des ISEK und der Flächennutzungsplanung verankert. Wesentliche Merkmale sind – neben der baulich-funktionalen Konzentration auf die Siedlungskerne entlang der „Roten Achse“, dem Rückbau der Randzonen und der baulichen Abrundung des Siedlungsrandes – die Entwicklung der „Grünen Achse“ als freiräumliche Verbindung durch alle Siedlungsbereiche hin zum Landschaftsraum und ihre Umlenkung nach Osten und Hinführung zu den Naherholungs- und Tourismusangeboten am Birkunger Stausee („Grüne Schleife“).
In diesen Kontext ist das Gartenschaugelände und damit auch die Wettbewerbsaufgabe eingebettet.
Das Wettbewerbsgelände (Teilbereiche 1-3) umfasst eine Fläche von 15,2 ha.
Teilbereich 1: Aktivzone am südlichen Stadtrand; für die Realisierung der Maßnahmen darf ein Budget von 2,15 Mio. EUR (KG 500) netto nicht überschritten werden.
Teilbereich 2: Landschaftsraum Ohne-Aue;für die Realisierung der Maßnahmen darf ein Budget von 1,35 Mio. EUR (KG 500) netto nicht überschritten werden.
Teilbereich 3: Wohnsiedlung Gartenstadt (max. ca 120-130 neue Wohneinheiten)
Für den Ausstellungszeitraum der Landesgartenschau im Jahr 2024 ist darüber hinaus eine Ausstellungskonzeption (Ideenteil) mit Ideen für temporäre Freianlagen zu entwickeln.
Erwartet werden im Einzelnen für den Realisierungsteil:
Städtebaulich-freiräumlicher Entwurf im M 1:1000 (Wettbewerbsgebiet gesamt)
Übersichtsplan (Schwarz-Grün-Plan) mit Darstellung der Einbettung des städtebaulich-freiräumlichen Entwurfs in den stadträumlichen Gesamtzusammenhang M 1:2500
Vertiefungsausschnitt im M 1:500, Geländeschnitt im M 1 : 250 sowie 2 zusätzliche perspektivische Darstellungen, für den Teilbereich 3 Wohngebiet Gartenstadt
Gebäude- und Freianlagenplanung für die zur LGS 2024 exemplarisch erstellten Gebäudetypen mit ihren jeweils zugehörigen Hausgärten, im M 1:200 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
Ein Massenmodell M 1:1000
Ausstellungskonzeption LGS 2024 im M 1:1000.
Der Auslober beabsichtigt, nach Abschluss des Wettbewerbes und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichtes, den ersten Preisträger mit den weiteren Planungsleistungen für die Umsetzung der Wettbewerbsaufgabe zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht und sofern und sobald die Wettbewerbsaufgabe umgesetzt wird. Der Auslober behält sich vor, für die unterschiedlichen Teilbereiche und Fachdisziplinen entsprechend der Empfehlungen des Preisgerichtes mehr als einen Preisträger zu beauftragen.
Die zu vergebenden Planungsaufträge im Anschluss an den Wettbewerb umfassen:
Beauftragung Rahmenplan Gartenstadt auf Grundlage des städtebaulich-freiräumlichen Wettbewerbsentwurf, oder
Bebauungsplan einschl. Grünordnungsplan (Leistungsbild §§ 19 und 24 HOAI, Lph 1(anteilig) bis 3), zuzüglich Vorgaben / Leitlinien zur Gestalt
Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude (Leistungsbild § 34 HOAI, Lph 1 (ggf. anteilig) bis Lph 5) für die bis 2023 zu erstellenden, min. 3 exemplarischen Gebäudetypen (15 – 25 % der Gesamtwohneinheiten); Die weitere Beauftragung von Leistungsphasen und Teilobjekten behält sich der Auslober vor.
Planungsleistungen für die dauerhaft anzulegenden Freianlagen einschließlich Oberflächen der Erschließungsanlagen (Leistungsbild § 39 HOAI, Lph 1 (ggf. anteilig) bis 5, mit einer Beauftragung in 2 Stufen: Lph1-3 und Lph 4-5)). Die weitere Beauftragung von Leistungsphasen und Teilobjekten behält sich der Auslober vor.
Für die Bewerbung ist der veröffentlichte Bewerbungsbogen zu verwenden. Dieser kann unter der in Punkt I.3 genannten Internetadresse abgerufen werden. Die erforderlichen Nachweise sind dem Bewerbungsbogen als Anlage beizufügen. Alle Nachweise sind auf Deutsch oder zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung ins Deutsche vorzulegen. Die Unterlagen werden nach Abschluss des Bewerberverfahrens nicht zurückgesandt. Die fristgerecht eingegangenen und formal vollständigen Bewerbungen werden auf Erfüllung der nachfolgend genannten Mindestkriterien überprüft. Erfüllen mehr als 19 Bewerber die Mindestkriterien, wird die Auswahl der Wettbewerbsteilnehmer durch Los getroffen.
Beschreibung der Bedingungen für die Zulassung zur Wettbewerbsteilnahme:
Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen sowie sonstigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
1) Nachweis der Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung des Bewerbers / der Bewerbergemeinschaft nach § 44 VgV und § 75 VgV (Architekt und Landschaftsarchitekt) durch Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister; Juristische Personen: Nachweisführung mit Benennung eines für die Leistungserbringung verantwortlichen Berufsangehörigen
2) Zwingende Zusammenarbeit zwischen Architekten und Landschaftsarchitekten, auch als Bewerbergemeinschaft. Die Hinzunahme eines Stadtplaners sowie eines Verkehrsplaners wird empfohlen.
Sonstige Zulassungsvoraussetzungen:
3) Fristgerechter Eingang der Bewerbung
4) Rechtskräftige Unterschrift des Bewerbungsbogens; Nachweis der Unterschriftsberechtigung bei juristischen Personen nach § 43 VgV durch Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszugs. Bei Bewerbergemeinschaften ist im Bewerbungsbogen der bevollmächtigte Vertreter sowie alle weiteren Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft sowie Nachunternehmer zu benennen.
5) Eigenerklärung im Bewerbungsbogen, dass Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB nicht vorliegen. Bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied und jedem Nachunternehmer separat zu erklären.
6) Eigenerklärung im Bewerbungsbogen, dass kein Interessenskonflikt nach § 6 VgV besteht. Bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied und jedem Nachunternehmer separat zu erklären.
Landschaftsarchitekten und Architekten
UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten, Dresden, mit Atelier.Schmelzer.Weber, Dresden
Plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt, mit pape+pape architekten, Kassel, sowie quaas-stadtplaner, Weimar
Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden, mit Rohdecan Architekten GmbH, Dresden
Stefan Forster GmbH, Frankfurt a.M., mit nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover
Martin Hinz Architekt, Frankfurt a.M., mit bb22 architekten + stadtplaner, Frankfurt, sowie Bierbaum.Aichele.Landschaftsarchitekten, Frankfurt
IPROconsult GmbH, Dresden mit r+b landschaft s architektur, Dresden
Zulassungskriterien für Wettbewerbsarbeiten: termingerechter Eingang der Wettbewerbsarbeit des aufgeforderten Büros; formale Entsprechung der Bedingungen der Auslobung sowie des geforderten Leistungsumfang in wesentlichen Teilen. Über die abschließende Zulassung der Arbeiten befindet das Preisgericht.
Städtebauliche und landschaftsarchitektonische Leitidee / Qualität der Konzeption
Gestalterische und funktionale Qualität des hochbaulichen Entwurfs
Gestalterische und funktionale Qualität des freiräumlichen Entwurfs
Umweltschutz: Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Wassermanagement
Funktionsfähigkeit des städtebaulich-freiräumlichen und architektonischen Konzeptes zur Landesgartenschau im Zusammenhang mit der Ausstellungskonzeption
Flexibilität der Konzeption bezüglich Realisierungsstufen und Wohnungsmix
Qualität des Erschließungskonzeptes
Wirtschaftlichkeit im Sinne der Flächen- und Erschließungseffizienz
Tag: 05/08/2019
Die Wettbewerbssumme beträgt 155 000 EUR netto. Es ist folgende Aufteilung der Preissumme vorgesehen:
1) Preis: 51 000 EUR;
2) Preis: 34 000 EUR;
3) Preis: 23 000 EUR;
4) Preis: 16 000 EUR;
Anerkennungen: 31 000 EUR.
Im Falle einer Beauftragung werden gemäß § 8 (2) Satz 3 RPW 2013 die durch den Wettbewerb bereits erbrachten Leistungen bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.
Herr Dipl. Ing. Reinhard Goos, Landschaftsarchitekt, Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen GmbH
Herr Marko Grosa, Bürgermeister Stadt Leinefelde-Worbis
Herr Dirk Moll, Ortsteilbürgermeister Leinefelde
Herr Gerald Schneider, stellvertretender Landrat Landkreis Eichsfeld
Herr Dipl. Ing. Roland Senft, Fachgebietsleiter Stadtplanung im Bauamt Leinefelde-Worbis
Herr Dr. Klaus Sühl, Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft
Herr Dipl. Ing. Axel Lohrer, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner; München
Frau Prof. Dipl. Ing. Angela Mensing-de Jong, Architektin mit Schwerpunkt Städtebau; Dresden
Herr Prof. em. Dr. Franz Pesch, Stadtplaner; Stuttgart
Frau Dipl. Ing. Heike Roos, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin; Weimar
Frau Dr.-Ing. Anke Schettler, Architektin; Weimar
Herr Dipl. Ing. Bernhard Schwarz, Landschaftsarchitekt, Berlin
Herr Dr.-Ing. Claus D. Worschech, Architekt, Erfurt
Der erste bzw. ein Preisträger kann nur beauftragt werden, wenn die Eignungskriterien erfüllt werden und Einigkeit über Vertragsbedingungen und Honorar besteht. Falls die Eignungskriterien nicht erfüllt werden oder keine Einigkeit über Vertragsbedingungen und Honorar erreicht wird, wird der Auftraggeber mit den übrigen Preisträgern Verhandlungsgespräche durchführen. Die Bietergemeinschaft muss im Auftragsfall eine gesamtschuldnerisch haftende Arbeitsgemeinschaft bilden.
Die folgenden Eignungskriterien und Nachweise sind vom ersten Preisträger bzw. ggf. den weiteren Preisträgern erst nach Aufforderung im Anschluss an den Wettbewerb vorzulegen.
A) Mindestumsatz in brutto; im Bereich Objektplanung Gebäude: durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mind. 350 000 EUR; im Bereich Objektplanung Freianlagen: durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mind. 350 000 EUR;
B) Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit den folgenden Deckungssummen: 2 Mio. EUR für Personenschäden und 2 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden;
C) Referenzprojekte: Es wird je ein Referenzprojekt aus den Fachdisziplinen Objektplanung Gebäude, Objektplanung Freianlagen sowie Bauleitplanung (Bebauungsplanung) gefordert. Für das Referenzprojekt Objektplanung Gebäude: Wohnungsneubau, mind. Honorarzone III, mind. 1,5 Mio. EUR brutto Bauwerkskosten (KG 300-400), Lph 3-8, Fertigstellung (nutzungsfähige Übergabe) zwischen 1.1.2014 und 30.6.2019 (5 Jahre). Für das Referenzprojekt Objektplanung Freianlagen: Freianlagen, min. Honorarzone III, mind. 2 Mio. EUR Herstellungskosten (KG 500) brutto, Lph 3-8, Fertigstellung (nutzungsfähige Übergabe) zwischen 1.1.2014 und 30.6.2019 (5 Jahre). Für das Referenzprojekt Flächenplanung nach HOAI, Teil 2: mind. Honorarzone II, alle Leistungsphasen erbracht, Fertigstellung zwischen 1.1.2014 und 30.6.2019 (5 Jahre). Als Nachweise sind Projektdokumentationen als Projektbeschreibung mit bildlicher Darstellung zu liefern und vom jeweiligen Auftraggeber zu bestätigen.
D) Benennung der für die Erbringung der Leistung vorgesehene Verantwortlichen mit folgenden Mindestanforderungen: Berufserfahrung mind. 7 Jahre, berufliche Befähigung mind. Master / Dipl.-Ing. Architektur und Landschaftsarchitekt; Persönliche Referenzprojekte der Verantwortlichen: Erfahrung als (stellvertr.) Projektleiter mit disziplinübergreifenden Projekten, abgeschlossen zwischen 1.1.2014 und 30.6.2019
E) Angaben zu wirtschaftlichen und rechtlichen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen
F) Eigenerklärung zur Leistungserbringung unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen (§ 73 Abs. 3 VgV)
G) Angaben zu Unterauftragnehmern oder Eignungsleihe (ggf. Vorlage Verpflichtungserklärung); Bei Bietergemeinschaft von jedem Mitglied bzw. Nachunternehmer separat zu erbringen. Kann ein Bieter die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle sowie technische Leistungsfähigkeit nicht im eigenen Unternehmen erbringen, kann er die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eignungsleihe gemäß § 47 VgV).
In die Zuschlagskriterien werden das Wettbewerbsergebnis zu 50 %, die Darstellung der Projektumsetzung zu 40 % und das Honorarangebot zu 10 % eingehen. Die detaillierten Zuschlagskriterien werden in der Auslobung durch den Auftraggeber bekanntgegeben.
Abgabe der Wettbewerbsarbeit: 4.11.2019; Preisgerichtssitzung: 28.11.2019
Internet-Adresse: https://www.thueringen.de
Es gelten die Regelungen des § 160 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen).

References: § 34
 § 39
 § 44
 § 75
 § 43
 § 123
 § 124
 § 6
 § 8
 § 47
 § 160