Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=28.03.2013&Aktenzeichen=B%204%20AS%2047%2F12%20R
Timestamp: 2019-05-24 06:20:15+00:00

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BSG, 28.03.2013 - B 4 AS 47/12 R - dejure.org
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BSG, 28.03.2013 - B 4 AS 47/12 R (https://dejure.org/2013,15639)
BSG, Entscheidung vom 28.03.2013 - B 4 AS 47/12 R (https://dejure.org/2013,15639)
BSG, Entscheidung vom 28. März 2013 - B 4 AS 47/12 R (https://dejure.org/2013,15639)
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§ 21 Abs 7 S 1 SGB 2 vom 24.03.2011, § 13 SGB 1, RBEG/SGB2/SGB12ÄndG, § 20 Abs 1 SGB 2 vom 24.03.2011, § 20 Abs 2 S 1 SGB 2 vom 24.03.2011
Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II; höhere Leistungen nach dem sog. "Meistbegünstigungsprinzip"; Mehrbedarf für Kosten des Warmwasserverbrauchs
Nicht zuletzt darf der Verordnungsgeber berücksichtigen, dass nach der von Verfassungs wegen nicht zu beanstandenden Leitentscheidung des Gesetzgebers die Existenzsicherung nach dem SGB II nicht die Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung von Kraftfahrzeugen umfasst, weshalb Ausgaben hierfür im Regelbedarf nicht berücksichtigt sind (…vgl BSG Urteil vom 12.7.2012 - B 14 AS 153/11 R - BSGE 111, 211 = SozR 4-4200 § 20 Nr. 17, RdNr 72; BSG Urteil vom 28.3.2013 - B 4 AS 47/12 R - juris RdNr 19;… zur Verfassungsmäßigkeit BVerfG Urteil vom 9.2.2010 - 1 BvL 1/09 ua - BVerfGE 125, 175, 240 = SozR 4-4200 § 20 Nr. 12 RdNr 179) .
Diese sind - unabhängig von einem Abruf dieser Teilhabeleistungen - als Leistungsbestandteile zur Deckung des grundsicherungsrelevanten Bedarfs vorgesehen (vgl. BSG, Urteil vom 28. März 2013, a.a.O., (45)).
Der Gesetzgeber hatte jedoch kein besseres Zahlenmaterial, und er hat darüber hinaus die ermittelten Verbrauchsausgaben der 25 befragten Haushalte ungekürzt in den Bedarf der Kinder einberechnet (vgl. BSG, Urteil vom 28. März 2013, a.a.O. (40)).
Insgesamt folgt der Senat den Ausführungen des Bundessozialgerichts Urteil vom 28. März 2013 (a.a.O.), die auch für Kinder der Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren im Wesentlichen unverändert herangezogen werden können.
Darunter fallen etwa bei Berufskraftfahrern die für den Arbeitgeber verauslagten Kosten für Park- und Mautgebühren (BSG, Urteil vom 11. Dezember 2012, B 4 AS 47/12 R (34)).
Die Kammer ist nicht zur Überzeugung gelangt, dass die Neufassung des Grundsicherungsrechts des SGB II zum 1. Januar 2011 in Umsetzung des Urteils des BVerfG vom 9. Februar 2010 die im Rahmen der Gewaltenteilung zu beachtende Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers in Bezug auf die Ausgestaltung des sozialstaatlichen Existenzminimums und in der Konsequenz damit die Gewährleistung verfassungsrechtlicher Grundprinzipien wie den Schutz der Menschenwürde aus Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), das Sozialstaatsprinzip in Art. 20 Abs. 1 GG und die Grundrechtsgarantien des Individuums gemäß Art. 2 ff. GG im Hinblick auf die Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenzführung und der Teilhabe am Wirtschafts- und Sozialleben der Bundesrepublik Deutschland verletzt (vgl. auch SG Oldenburg…, Urteil vom 10. Januar 2011, S 48 AS 1136/11, Rn. 33; SG Duisburg, Urteile vom 20. März 2012, S 17 AS 1701/11, anhängig: BSG - B 14 AS 46/12 R und S 117 AS 2049/11, anhängig: BSG - B 4 AS 47/12 R;… LSG Baden-Württemberg, Urteile vom 10. Juni 2011, 1077/11, Rn. 27 ff. …und vom 21. Oktober 2011, L 12 AS 3445/11, Rn. 23 ff.; SG Berlin, Urteil vom 29. März 2012, S 18 AS 38243/10; LSG Bayern…, Beschluss vom 10. August 2011, L 16 AS 305/11, Rn. 30 ff., zitiert nach juris).
Dies sei vom Bundessozialgericht in seinen Urteilen vom 12. Juli 2012 (Az.: B 14 AS 153/11 R und B 14 AS 189/11 R) und vom 28. März 2012 (Az.: B 4 AS 12/12 R und B 4 AS 47/12 R) sowie vom Landessozialgericht Hamburg in seinem Urteil vom 19. März 2015 (Az.: L 4 AS 275/11) zutreffend dargelegt worden.
Der Senat nimmt insoweit Bezug auf die Ausführungen des BSG zur Verfassungsmäßigkeit der Neuermittlung der Regelbedarfe ab 1. Januar 2011 in den Urteilen vom 28. März 2013 (B 4 AS 12/12 R), vom 12. Juli 2012 (B 14 AS 153/11 R und B 14 AS 189/11 R) sowie vom 28. März 2012 (B 4 AS 12/12 R und B 4 AS 47/12 R), denen er sich nach eigener Überprüfung und Überzeugungsbildung anschließt.
Die Ermittlung der Höhe des Regelbedarfs von 364, 00 EUR (vgl. hierzu BSG Urteile vom 12.07.2012 - B 14 AS 153/11 R und - B 14 AS 189/11 R; siehe auch BSG Urteile vom 28.03.2013 - B 4 AS 12/12 R und - B 4 AS 47/12 R) sowie seine Fortschreibung zum 01.01.2012 auf 374, 00 EUR entsprechend dem in § 20 Abs. 5. S. 2 SGB II i.V.m. §§ 28a, 40 SGB XII festgelegten Fortschreibungsmechanismus (…vgl. hierzu BSG Urteil vom 12.07.2012 - B 14 AS 153/11 R, Rn. 81) und sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
BSG, 21.02.2014 - B 4 AS 3/14 BH
Der 4. Senat des BSG ist in seinem Urteil vom 28.3.2013 (B 4 AS 12/12 R; vgl auch BSG vom 28.3.2013 - B 4 AS 47/12 R) der Entscheidung des 14. Senats gefolgt und hat den Regelbedarf eines alleinstehenden Erwachsenen nicht in verfassungswidriger Weise als zu niedrig festgesetzt angesehen.
In Anknüpfung an die Rechtsprechung des 14. Senats hat der 4. Senat in seinen Urteilen vom 28.3.2013 (B 4 AS 12/12 R; B 4 AS 47/12 R) die im Rahmen des Statistikmodells erfolgte begründete Herausnahme einzelner Positionen durch den Gesetzgeber nicht beanstandet und ist davon ausgegangen, dass ein interner Ausgleich (noch) möglich sei.
BSG, 21.02.2014 - B 4 AS 2/14 BH
Der Senat hat keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Festsetzung des Regelsatzes im streitigen Zeitraum durch den Gesetzgeber Bereits mit Urteil vom 24. April 2014 (L 4 AS 365/13), seinerzeit noch auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (Urteile vom 28.3.2013 - B 4 AS 12/12 R und B 4 AS 47/12 R sowie vom 12.7.2012 - B 14 AS 153/11 R und B 13 AS 189/11 R) hat der Senat zu dieser Frage befunden, dass die Regelbedarfe für Alleinstehende nicht in verfassungswidriger Weise zu niedrig festgesetzt worden seien.
LSG Nordrhein-Westfalen, 16.07.2014 - L 2 AS 1866/13
Gewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
LSG Nordrhein-Westfalen, 13.01.2014 - L 2 AS 2226/13
LSG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2013 - L 2 AS 1881/13
LSG Nordrhein-Westfalen, 20.09.2013 - L 2 AS 961/13

References: § 21
 § 13
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 2
 § 20