Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%202002,%2081
Timestamp: 2019-03-25 00:27:33+00:00

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BGH, 19.04.2001 - I ZR 46/99 - dejure.org
Irreführung - Kanzleibezeichnung - Briefkopf einer Anwaltssozietät - Verkehrskreis - Auflistung von Kanzleimitgliedern - Berufliche Qualifikation - Tätigwerden von Steuerberatern - Eignung zur Irreführung
Grundsätzliche Eignung zur Irreführung bei Eigenbezeichnung als "Anwalts- und Steuerkanzlei"
Anwaltliche Werbung - Führung der Bezeichnung "Anwalts- und Steuerkanzlei" auf dem Briefbogen
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Zur Zulässigkeit der Bezeichnung einer Sozietät von Rechtsanwälten als "Anwalts- und Steuerkanzlei"
Irreführung durch die Bezeichnung Anwalts- und Steuerkanzlei?
Berufsrecht; Bezeichnung als Anwalts- und Steuerkanzlei
UWG §§ 3, 1; BRAO § 43b
NJW 2001, 3193
ZIP 2001, 1936
MDR 2002, 239
GRUR 2002, 81
VersR 2001, 1532
WM 2001, 2210
BB 2001, 2026
AnwBl 2001, 686
WRP 2002, 81
Dagegen wird der Verbraucher eine Angabe mit situationsadäquat gesteigerter Aufmerksamkeit zur Kenntnis nehmen, wenn er für die angebotenen Waren oder Dienstleistungen einen erheblichen Preis zu zahlen hat (vgl. BGH, GRUR 2000, 619, 621 - Orient-Teppichmuster; BGH, Urteil vom 19. April 2001 - I ZR 46/99, GRUR 2002, 81, 83 = WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei;… BGH, GRUR 2011, 1050 Rn. 24 - Ford-Vertragspartner; BGH…, Urteil vom 21. Juli 2011 - I ZR 192/09, GRUR 2012, 402 Rn. 34 = WRP 2012, 450 - Treppenlift;… Urteil vom 12. September 2013 - I ZR 123/12, GRUR 2014, 403 Rn. 17 = WRP 2014, 435 - DER NEUE).
Wie der Senat bereits entschieden hat, schützt § 3 UWG auch den flüchtigen Verbraucher, wenn es sich - wie bei dem hier in Rede stehenden Werbeprospekt - um eine Werbung handelt, die der durchschnittlich informierte, aufmerksame und verständige Verbraucher mit diesem Grad der Aufmerksamkeit wahrnimmt (…vgl. BGH, Urt. v. 20.10.1999 - l ZR 167/97, GRUR 2000, 619, 621 = WRP 2000, 517 - Orient-Teppichmuster; Urt. v. 19.4.2001 - I ZR 46/99, GRUR 2002, 81, 83 = WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei;… Urt. v. 7.6.2001 - I ZR 81/98, BGH-Rep. 2002, 76, 77 f. - Für'n Appel und n'Ei).
Sie besagt nichts über die Zulässigkeit von Kanzleibezeichnungen, mit denen auf die fachliche Ausrichtung der Kanzlei hingewiesen wird (vgl. BGH, Beschluss vom 12. Februar 2001 - AnwZ (B) 11/00, NJW 2001, 1573, 1574 = WRP 2001, 537; Urteil vom 19. April 2001 - I ZR 46/99, GRUR 2002, 81, 82 = WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei).
Entsprechendes gilt für die Annahme des Berufungsgerichts, die beanstandete Bezeichnung spreche ebenso für einen Verbund von Rechtsanwalt und Steuerberater wie die Bezeichnung "Anwalts- und Steuerkanzlei", die nach der Senatsentscheidung "Anwalts- und Steuerkanzlei" (GRUR 2002, 81, 82 f.) isoliert betrachtet geeignet sei, bei einem erheblichen Teil der Werbeadressaten den unzutreffenden Eindruck eines Zusammenschlusses von Rechtsanwälten und Steuerberatern zu erwecken.
Soweit das Berufungsgericht diesem Hinweis keine maßgebliche Bedeutung beigemessen hat, hat es unberücksichtigt gelassen, dass der Verbraucher die streitgegenständliche Preisangabe angesichts des erheblichen Preises, der für das beworbene Fahrzeug zu zahlen ist, mit situationsadäquat gesteigerter Aufmerksamkeit zur Kenntnis nehmen wird (vgl. BGH, Urteil vom 20. Oktober 1999 - I ZR 167/97, GRUR 2000, 619, 621 = WRP 2000, 517 - Orient-Teppichmuster; Urteil vom 19. April 2001 - I ZR 46/99, GRUR 2002, 81, 83 = WRP 2002, 81 - Anwalts und Steuerkanzlei;… GroßKomm.UWG/Lindacher, 2. Aufl., § 5 Rn. 87 mwN).
Die zeitliche Begrenzung der in Rede stehenden Versicherungsleistung ergibt sich für einen durchschnittlich informierten und verständigen Verbraucher, auf den im Streitfall abzustellen ist, weil es sich bei dem Angebot des Beklagten nicht um eine nur geringwertige Dienstleistung handelt (…vgl. BGH, Urt. v. 20.10.1999 - I ZR 167/97, GRUR 2000, 619, 621 = WRP 2000, 517 - Orient-Teppichmuster; Urt. v. 19.4.2001 - I ZR 46/99, GRUR 2002, 81, 83 = WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei), mit hinreichender Deutlichkeit aus dem in dem Werbeschreiben von November 1997 enthaltenen Hinweis, daß ein Versicherungsnehmer im Falle eines Kaskoschadens "innerhalb der ersten zwölf Monate" (also nur für die Dauer eines Jahres) mobil bleibt.
( vgl. BGH WRP 2002, 81 = NJW 2001, 3193, 3195 - Anwalts- und Steuerkanzlei; BGH GRUR 2004, 244 = NJW 2004, 1163, 1164 - Marktführerschaft; OLG Stuttgart NJW 2006, 2273 - Bodenseekanzlei ).
(vgl. BGH WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei; BGH GRUR 2004, 244 - Marktführerschaft; BGH GRUR 2005, 690 - Internet-Versandhandel; BGH GRUR 2007, 805 - Irreführender Kontoauszug).
(vgl. BGH WRP 2002, 81 - Anwalts- und Steuerkanzlei; BGH GRUR 2004, 244 - Marktführerschaft; BGH GRUR 2007, 805 - Irreführender Kontoauszug; BGH GRUR 2013, 401 - Biomineralwasser, Rn 32;… Bornkamm in: Köhler/Bornkamm, UWG, 34. Aufl., § 5, Rn 3.12).
Dies kann der Senat beurteilen, ohne ein Sachverständigengutachten einzuholen; denn die Mitglieder des Senats gehören zu dem Personenkreis, der durch die mit der beanstandeten Fotomontage illustrierte Berichterstattung angesprochen wird; sie können deshalb auf Grund eigener Anschauung und Lebenserfahrung grundsätzlich selbst beurteilen, wie der in der Fotomontage abgebildete Kopf des Klägers im Zeitpunkt der Veröffentlichung auf einen durchschnittlichen Betrachter wirkte (vgl. BGH, Urteil vom 19.4.2001, NJW 2001, 3193, 3195).
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References: § 43
 § 3
 § 5
 BGH 
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