Source: https://www.wien.gv.at/amtshelfer/bauen-wohnen/baupolizei/baubewilligung/baubewilligungsverfahren-70a-70b.html
Timestamp: 2020-03-29 09:33:04+00:00

Document:
Baubewilligungsverfahren nach § 70a oder 70b - Antrag
Vor Beginn der Bauführung muss für das jeweils geplante Vorhaben geprüft werden, welche Art von Verfahren angestrebt werden soll. Art und Umfang des Vorhabens bestimmen die Form der Bewilligung beziehungsweise des Bewilligungsverfahrens sowie die jeweils notwendigen Dokumente und entstehenden Kosten.
Ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren nach § 70a Bauordnung für Wien (BO) ist der schnellste Weg zum Baubeginn, falls eine Bauanzeige nicht genügt oder das Verfahren nach § 70b nicht zur Anwendung kommt.
Ein Baubewilligungsverfahren für Bauwerke kleinen Umfangs nach § 70b Bauordnung für Wien (BO) wird für Bauvorhaben im Gartensiedlungsgebiet oder in der Bauklasse I mit einer bebauten Fläche von höchstens 150 Quadratmetern angewendet.
Das Verfahren ersetzt nicht Bewilligungen, die nach anderen Gesetzen erforderlich sind. In vielen Fällen müssen weitere Genehmigungen eingeholt werden.
Voraussetzungen für vereinfachte Baubewilligungsverfahren nach § 70a BO:
Voraussetzungen für Baubewilligungsverfahren kleinen Umfangs nach § 70b BO:
Bauanzeige (genügt für die meisten Änderungen im Gebäudeinneren, für Loggienverglasungen usw.)
Baubeginn für Bauvorhaben nach § 70a BO:
Falls Sie innerhalb eines Monats ab Einreichung keine Mitteilung der Behörde erhalten, dass die Voraussetzungen für ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren nicht erfüllt sind, können Sie eine Baubeginnsanzeige erstatten und anschließend mit der Bauführung beginnen.
Zunächst wird auf eigenes Risiko gebaut, da die Baubehörde erst nach 3 Monaten (in Schutzzonen nach 4 Monaten) die Prüfung der Zulässigkeit abschließt. Bis zu diesem Zeitpunkt kann die Bauführung noch untersagt werden.
NachbarInnen können bis 3 Monate ab Baubeginn ihre subjektiv-öffentlichen Nachbarrechte nach § 134a BO geltend machen.
Baubeginn für Bauvorhaben nach § 70b BO:
Nach Vorlage der vollständigen und beurteilungsfähigen Dokumente können Sie eine Baubeginnsanzeige erstatten und anschließend mit der Bauführung beginnen.
Zunächst wird auf eigenes Risiko gebaut, da die Baubehörde erst nach 3 Monaten (in Schutzzonen nach 4 Monaten) die Prüfung der Zulässigkeit abschließt. Bis zu diesem Zeitpunkt kann die Bauführung noch untersagt werden oder es erfolgt eine Mitteilung der Behörde, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt werden und das Bewilligungsverfahren nach § 70 BO weitergeführt wird.
Der Bau muss innerhalb einer Frist von 4 Jahren ab Vorlage der vollständigen Unterlagen begonnen und innerhalb von weiteren 4 Jahren nach Baubeginn fertiggestellt werden.
Der Betrag ist von Art und Umfang des Vorhabens abhängig. Bei einem Baubewilligungsverfahren zum Beispiel für ein Einfamilienhaus müssen circa 100 bis 200 Euro bezahlt werden.
Antrag um Baubewilligung: 110 KB PDF
Antragstellerinnen und Antragsteller erhalten in diesem Verfahren keinen schriftlichen Bescheid, was bei einer eventuellen Banken-Finanzierung zu berücksichtigen ist.
Merkblätter - Bauvorhaben

References: § 70
 § 70
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 § 70
 § 70
 § 134
 § 70
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