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Timestamp: 2019-06-17 21:54:09+00:00

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BGH, 19.09.2007 - XII ZR 198/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,581
BGH, 19.09.2007 - XII ZR 198/05 (https://dejure.org/2007,581)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2007 - XII ZR 198/05 (https://dejure.org/2007,581)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05 (https://dejure.org/2007,581)
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Schriftformerfordernis hinsichtlich einer Vereinbarung über die Fälligkeit eines Mietzinses; Auslegung einer Verlängerungsklausel bzw. einer Optionsklausel
Schriftformerfordernis für von gesetzlicher Bestimmung abweichender Regelung über Fälligkeit des Mietzinses
Schriftformerfordernis bei von gesetzlicher Fälligkeit des Mietzinses abweichender Vertragsregelung; mündliche Vereinbarung über Änderung der vertraglichen Fälligkeitsklausel; Option; Optionsrecht; Verlängerungsklauseln; Kündigung; wesentlichen Vertragsbedingungen; einvernehmliche Umstellung der vierteljährlichen Mietzahlung auf monatliche Mietzahlung und Schriftform; mündliche Abrede über abweichende Fälligkeit der Miete
Zur Wahrung der Schriftform, wenn die Parteien die Fälligkeit des Mietzinses abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen regeln
Anforderungen an die Form einer Vereinbarung der Mietvertragsparteien über die Fälligkeit des Mietzinses
Abweichende Regelung der Fälligkeit des Mietzinses: Schriftform!
Mietrecht - Fälligkeit des Mietzinses - Regelung bedarf der Schriftform
Schriftformerfordernis bei Änderung wesentlicher Vertragsbedingungen
Schriftform für abweichende Fälligkeit des Mietzinses
Schriftform des Mietvertrages bei Umstellung der Mietzahlung von quartalsweise auf monatlich
Zur Schriftform des Mietvertrages bei Umstellung der Mietzahlung
Schriftformerfordernis für von gesetzlicher Regelung abweichender Vereinbarung über Mietzinsfälligkeit
Abweichende Regelung der Fälligkeit der Miete: Schriftform erforderlich! (IMR 2008, 41)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.9.2007, Az.: XII ZR 198/05 (Schriftformerfordernis für von gesetzlicher Bestimmung abweichender Regelung über Fälligkeit des Mietzinses)" von RAin Kim Delphine Weber und Notar Dr. Jörn Heinemann, original erschienen in: ZfIR 2008, 294 - 297.
Zusammenfassung von "Schriftformrisiken bei formlosen Änderungsvereinbarungen?" von RA, Dr. Marc Leonhard, LL.M., original erschienen in: NZM 2008, 353 - 356.
LG Potsdam, 30.12.2004 - 10 O 327/04
NJW 2008, 365
MDR 2008, 198
NZM 2008, 84
ZMR 2008, 105
WM 2008, 319
aa) Es verstößt gegen Treu und Glauben, wenn eine Mietvertragspartei eine nachträglich getroffene Abrede, die lediglich ihr vorteilhaft ist, allein deshalb, weil sie nicht die schriftliche Form wahrt, zum Anlass nimmt, sich von einem ihr inzwischen lästig gewordenen langfristigen Mietvertrag zu lösen (…Senatsurteile vom 25. November 2015 - XII ZR 114/14 - NJW 2016, 311 Rn. 27 und vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05 - NJW 2008, 365 Rn. 16; BGHZ 65, 49 = NJW 1975, 1653, 1655;… vgl. auch MünchKommBGB/Bieber 7. Aufl. § 550 Rn. 19 mwN;… Staudinger/Emmerich BGB [Updatestand: 27. März 2017] § 550 Rn. 41 mwN).
Der Schriftform bedürfen hingegen nicht solche Abreden, die für den Vertragsinhalt, auf den die Parteien sich geeinigt haben, von nur nebensächlicher Bedeutung sind (BGHZ 142, 158, 161 f.; BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05, NJW 2008, 365, Tz. 11, jeweils m.w.N.).
Der BGH habe bereits mit seiner Entscheidung vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05 - festgestellt, dass es sich bei dem Zeitpunkt der Mietzahlung um eine wesentliche Vertragsbedingung handele, für die das Schriftformerfordernis des § 550 BGB gelte.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich der erkennende Senat anschließt, ist es zur Wahrung der Schriftform des § 550 BGB grundsätzlich erforderlich, dass sich die wesentlichen Vertragsbedingungen - insbesondere Mietgegenstand, Mietzins sowie Dauer und Parteien des Mietverhältnisses - aus der Vertragsurkunde ergeben (BGH, Urteile vom 2. November 2005 - XII ZR 212/03 - NJW 2006, 139, 140; vom 18. Dezember 2002 - XII ZR 253/01 - NJW 2003, 1248; BGHZ 142, 158, 161; vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05 -).
Sie bedürfen deshalb ebenfalls der Schriftform, es sei denn, dass es sich um unwesentliche Änderungen handelt (BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05 - NJW 2008, 84 unter Hinweis auf Schmidt-Futterer/Lammel Mietrecht 9. Aufl. § 550 Rdnr. 41, nach dessen Meinung es bei einem Mietvertrag keine unwesentlichen Abreden gibt).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05-) ist eine Vereinbarung, in der die Parteien die Fälligkeit des Mietzinses abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen regeln, wesentlich und bedarf der Schriftform.
Treuewidrig handelt grundsätzlich nur derjenige, wer eine später getroffene Abrede, die lediglich ihm vorteilhaft ist, allein deshalb, weil sie nicht die schriftliche Form wahrt, zum Anlass nimmt, sich von einem ihm inzwischen lästig gewordenen Mietvertrag zu lösen (BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 198/05-).
Soweit nach der Rechtsprechung des BGH treuwidrig handelt, wer eine später getroffene Abrede, die lediglich ihm vorteilhaft ist, allein deshalb, weil sie nicht die schriftliche Form wahrt, zum Anlass nimmt, sich von einem ihm inzwischen lästig gewordenen Mietvertrag zu lösen (vgl. Urt. v. 19.9.2007, XII ZR 198/05, NJW 2008, 365), liegen diese Voraussetzungen ersichtlich nicht vor.
Zur Wahrung der Schriftform des § 550 BGB ist grundsätzlich erforderlich, dass sich die wesentlichen Vertragsbedingungen - insbesondere Mietgegenstand, Mietzins sowie Dauer und Parteien des Mietverhältnisses - aus der Vertragsurkunde ergeben (BGH, NJW 2008, 365).
Sie bedürfen ebenfalls der Schriftform, es sei denn, dass es sich um unwesentliche Handlungen handelt (BGH, NJW 2008, 365, 366 Tz. 11).
Als grundlegende Bedingungen des Mietvertrages müssen die Mietvertragsparteien, das Mietobjekt, die Miete (Mietzins) einschließlich Nebenkosten und die Mietdauer stets beurkundet werden (BGH NJW 2008, 1661; BGH NJW 2008, 365).Darüber hinaus sind alle Vereinbarungen formbedürftig, die nach dem Willen der Vertragsparteien für sie wegen der erheblichen rechtlichen oder wirtschaftlichen Folgen erkennbar wesentlich sind.
Indes ist die Schriftform nicht erforderlich, wenn die Änderungen nach dem Willen der Parteien keine wesentliche Bedeutung haben (BGH, Urteil vom 19.07.2007, XII ZR 198/05, Rn. 11, m.w.N.;… Staudinger/Emmerich, BGB, Neubearb. 2003, Rn. 28 zu § 550 BGB, m.w.N.).
Wird ein formgültig geschlossener Mietvertrag nachträglich verlängert oder in anderer Weise geändert oder ergänzt, so muss auch die nachträgliche Vereinbarung die Schriftform wahren (…BGH, Urt. v. 29.1.1992 aaO.; Urt. v. 19.9.2007 - XII ZR 198/05 = NJW 2008, 365 = NZM 2008, 84 = ZMR 2008, 105;… Urt. v. 9.4.2008 - XII ZR 89/06 aaO.;… Urt. v. 27.11.2009 - LwZR 15/09 = NZG 2010, 314 = NZM 2010, 553 = WPM 2010, 819).
Ob dies unter dem Gesichtspunkt des § 242 BGB auch für dem Mieter vorteilhafte Abänderungen wie eine Umstellung der Zahlungsweise oder die Herabsetzung von Mietzins oder Nebenkostenvorauszahlung gilt (…dazu BGH, Urt. v. 20.4.2005 - XII ZR 192/01 = NZM 2005, 456 = WPM 2005, 1336 ZMR 2005, 534 = DWW 2005, 233;… Urt. v. 15.11.2006 - XII ZR 92/04 = NZM 2007, 127 = ZMR 2007, 184 = DWW 2007, 64; Urt. v. 19.9.2007 - XII ZR 198/05 aaO.), bedarf vorliegend keiner Entscheidung; der unter dem 7.8.2001 vereinbarte und mit der Klage geltend gemachte Mietzins geht in seiner Höhe weit über die Regelung unter § 3 des Mietvertrages hinaus.

References: BGH 
 § 550
 § 550
 BGH 
 § 550
 § 550
 § 550
 BGH 
 § 550
 BGH 
 § 550
 § 242
 § 3