Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20362/02
Timestamp: 2020-02-19 11:02:59+00:00

Document:
BGH, 25.07.2003 - V ZR 362/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1944
BGH, 25.07.2003 - V ZR 362/02 (https://dejure.org/2003,1944)
BGH, Entscheidung vom 25.07.2003 - V ZR 362/02 (https://dejure.org/2003,1944)
BGH, Entscheidung vom 25. Juli 2003 - V ZR 362/02 (https://dejure.org/2003,1944)
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Grundbuchberichtigungsanspruch ist durch Restitutionsanspruch nach Vermögensgesetz nicht verdrängt
Rückübertragung von Grundstücken auf dem Gebiet der ehemaligen DDR - Möglichkeit der Entscheidung der Zivilgerichte durch Prozessurteil über die zivilrechtlichen Ansprüche des Enteignungsopfers - Entscheidung über die Ansprüche nach dem Vermögensgesetz (VermG) - ...
Grundbuchberichtigung; Vorrang des Vermögensgesetzes; nicht existent gewordener Enteignungsbeschluss
Geltendmachung eines Grundbuchberichtigungsanspruchs durch einen Eigentümer, dem ein in der Spätphase der DDR ergangener Enteignungsbeschluss nicht bekanntgegeben worden ist
Vermögensrecht - Grundbuchberichtigung nach unwirksamer Enteignung
GB-Berichtigung bei unlauterer Machenschaft
WM 2004, 244
Der insoweit notwendige Schutz begründet nach ständiger Rechtsprechung des Senats den Vorrang des Vermögensgesetzes und schließt die Geltendmachung konkurrierender zivilrechtlicher Ansprüche im ordentlichen Rechtsweg aus (Senat, BGHZ 118, 34, 36; 122, 204, 207; 130, 231, 234; Urt. v. 25. Juli 2003, V ZR 362/02, VIZ 2003, 581, 582; Beschl. v. 20. Januar 2005, V ZB 35/04, ZOV 2005, 85).
Den Entscheidungen BGH VIZ 1996, 87, BGH ZOV 2003, 322 und KG ZOV 2003, 104 ist - entgegen dem angefochtenen Urteil - nichts Abweichendes zu entnehmen, denn sie betreffen nicht § 1 Abs. 6 VermG, sondern die Frage, ob Vermögensgegenstände im Sinne von § 1 Abs. 3 VermG aufgrund unlauterer Machenschaften "erworben" worden sind.
Ein darüber hinausgehender Klärungsbedarf ist auch angesichts der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25. Juli 2003 (BGH V ZR 362/02 ZOV 2003, 322), die wiederum die Nichterheblichkeit der abweichenden Rechtsauffassung betont, nicht ersichtlich.
In einem Urteil vom 25. Juli 2003 (Az. V ZR 362/02) stellte der Bundesgerichtshof fest, dass ein Eigentümer einen Grundbuchberichtigungsanspruch geltend machen könne, wenn ein Enteignungsbeschluss rechtlich nicht existent geworden sei, unabhängig davon, ob die vorgenommene Enteignung mit unlauteren Machenschaften nach § 1 Abs. 3 VermG einherging.
LG Potsdam, 26.03.2004 - 1 O 547/01
(Bestätigung BGH ZOV 2003, 322).

References: BGH 
 BGH 
 § 1
 § 1
 § 1
 BGH