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Timestamp: 2016-10-26 23:07:19+00:00

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I 557/06 (19.07.2007)
I 557/06
D.________, 1966, Beschwerdegegnerin, vertreten durch die FaSo, Fachstelle f�r Soziale Sicherheit GmbH,
Niklaus Konrad-Strasse 18, 4501 Solothurn.
Die 1966 geborene D.________, verheiratet und Mutter eines 1986 geborenen Sohnes und einer 1999 geborenen Tochter, meldete sich, nachdem sie zuletzt vom 1. April 2001 bis 31. August 2002 zu knapp 50 % als Sachbearbeiterin Verkauf bei der Firma X.________ AG t�tig gewesen war, am 25. M�rz 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Aargau holte u.a. einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) sowie einen Bericht der Frau Dr. med. O.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Januar 2005 ein. Ferner liess sie die Versicherte einen "Fragebogen zur Rentenabkl�rung betreffend Erwerbst�tigkeit/ Haushalt" vom 4. August 2003 ausf�llen und veranlasste eine Abkl�rung der h�uslichen Verh�ltnisse vor Ort (Bericht vom 4. Juni 2004). Gest�tzt darauf ging sie von einer Aufteilung der Aufgabenbereiche Erwerbst�tigkeit/Haushalt im Gesundheitsfall von je 50 %, einer vollst�ndigen Erwerbsunf�higkeit sowie einer haushaltlichen Einschr�nkung von 29 %, d.h. einer gewichteten Invalidit�t von insgesamt 65 % ([0,5 x 100 %] + [0,5 x 29 %]), aus. Mit Verf�gungen vom 27. Juni 2005 sprach sie der Versicherten r�ckwirkend f�r die Zeit vom 1. Dezember 2002 bis 31. Dezember 2003 eine halbe Invalidenrente und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zu. Daran wurde auf Einsprache hin festgehalten (Einspracheentscheid vom 26. August 2005).
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau gut, hob den angefochtenen Einspracheentscheid auf und sprach D.________ mit Wirkung ab 1. Dezember 2002 eine ganze Rente zu (Entscheid vom 25. April 2006).
Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin hat D.________ mit Eingabe vom 8. Mai 2007 eine Best�tigung der Berufsschulen Y.________, Erwachsenenbildung, vom 3. Mai 2007 sowie einen Bericht des Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 30. Mai 2003 einreichen lassen. Diese Akten wurden der IV-Stelle zur Kenntnisnahme zugestellt.
Das Bundesgericht hat am 19. Juli 2007 eine partei�ffentliche Beratung durchgef�hrt.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdegegnerin auf Grund des Sachverhaltes, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses des - rechtsprechungsgem�ss die Grenze der richterlichen �berpr�fungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 445 E. 1.2 [mit Hinweisen] S. 446) - Einspracheentscheides vom 26. August 2005 darstellt, h�here als die ihr mit Verf�gungen der IV-Stelle vom 27. Juni 2005 r�ckwirkend ab 1. Dezember 2002 zugesprochenen Rentenbetreffnisse zustehen.
2.1 Da folglich keine laufenden Leistungen im Sinne der �bergangsrechtlichen Ausnahmebestimmung des Art. 82 Abs. 1 des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG, sondern Dauerleistungen im Streit stehen, �ber welche noch nicht rechtskr�ftig verf�gt worden ist, beurteilt sich der Streit - den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln folgend - f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf Grund der bisherigen Rechtslage und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen des ATSG und dessen Ausf�hrungsverordnungen (BGE 130 V 445). Ebenfalls Anwendung finden, wie das kantonale Gericht zutreffend festgestellt hat, die seit 1. Januar 2004 geltenden �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 (vgl. insbesondere auch die Schluss- und �bergangsbestimmungen lit. d-f) und der IVV vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision) sowie die damit einhergehenden Anpassungen des ATSG.
2.2 Die Vorinstanz hat namentlich die Bestimmungen �ber den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen und in der diese abl�senden Fassung) sowie �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG [seit 1. Januar 2004 in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG]; bis 31. Dezember 2002: altArt. 28 Abs. 2 IVG) und bei Teilerwerbst�tigen nach der so genannten gemischten Methode (ab 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2ter IVG in Verbindung mit Art. 27bis IVV [sowie Art. 16 ATSG, Art. 28 Abs. 2bis IVG und Art. 27 IVV]; f�r die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003: Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27bis Abs. 1 und 2 IVV sowie Art. 8 Abs. 3 und Art. 16 ATSG; vgl. f�r die Zeit vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2002: Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27bis Abs. 1 und 2 IVV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass die hierzu von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze weder mit Inkrafttreten des ATSG (Einkommensvergleichsmethode: BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f.; gemischte Methode: BGE 130 V 393 [mit Hinweis auf BGE 125 V 146]; zur Weitergeltung der f�r die Beurteilung der Statusfrage relevanten Kriterien: Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts [EVG] I 249/04 vom 6. September 2004, E. 4.2 [mit Hinweis u.a. auf BGE 117 V 194 E. 3b], publ. in: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 81) noch im Rahmen der ab 1. Januar 2004 auf Grund der 4. IV-Revision geltenden Neuerungen (BGE 130 V 393 E. 3.2 S. 394 f.; Urteil des EVG I 156/04 vom 13. Dezember 2005, E. 5.3 in fine [mit Hinweisen], publ. in: SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151; zum Ganzen: Urteil des EVG I 380/04 vom 28. Februar 2005, E. 3.1 und 3.2, je mit Hinweisen) eine �nderung erfahren haben.
Strittig und vorweg zu beurteilen ist der invalidenversicherungsrechtliche Status der Beschwerdegegnerin. W�hrend diese, best�tigt durch die Vorinstanz, von einer im Gesundheitsfall zu 100 % ausge�bten Erwerbst�tigkeit ausgeht, weshalb die Einkommensvergleichsmethode zur Anwendung gelange, stellt sich die Beschwerde f�hrende IV-Stelle auf den Standpunkt, der Versicherten sei - in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode - der Status einer im Umfang von je 50 % ausserh�uslich und im Haushalt T�tigen zuzuerkennen.
3.1 Die aus der T�rkei stammende, 1985 in die Schweiz eingereiste und seit 1998 �ber das Schweizerb�rgerrecht verf�gende Beschwerdegegnerin war, wie im kantonalen Entscheid unter Auflistung der IK-Eintr�ge zutreffend erwogen wurde, seit April 1986 durchgehend - selbstst�ndig oder im Rahmen eines Anstellungsverh�ltnisses - erwerbst�tig bzw. bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet gewesen. Zuletzt bet�tigte sie sich, nachdem sie von Januar bis Oktober 1998 vermutungsweise vollzeitig bei K.________ gearbeitet, von November 1998 bis September 2000 auf der Basis eines Vermittlungsgrades von 100 % Arbeitslosentaggelder bezogen und von Mitte September 2000 bis Ende M�rz 2001 selbstst�ndig das Personalrestaurant der Firma X.________ AG gef�hrt hatte, ab April 2001 zu knapp 50 % als Sachbearbeiterin im Verkauf der X.________ AG. Diese Besch�ftigung �bte sie aus gesundheitlichen Gr�nden letztmals am 21. Dezember 2001 aus, woraufhin das Arbeitsverh�ltnis per Ende August 2002 aufgel�st wurde. Seither geht die Versicherte keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach. Am 22. Oktober 2001 hatte die Beschwerdegegnerin, wie sich der Best�tigung der Berufsschule Y.________ vom 3. Mai 2007 entnehmen l�sst, einen einj�hrigen Lehrgang an der Abendhandelsschule aufgenommen, den sie im Verlaufe des Monats Januar 2002 krankheitsbedingt beendete.
3.2 W�hrend die Versicherte, welche aktuell an einer Fibromyalgie sowie einer anhaltenden schweren Depression leidet und deswegen seit 2002 in st�ndiger psychiatrischer Behandlung steht, sowohl im Rahmen des von ihr am 4. August 2003 zuhanden der Beschwerdef�hrerin ausgef�llten Fragebogens (zur Rentenabkl�rung betreffend Erwerbst�tigkeit/Haushalt, S. 2 oben) wie auch anl�sslich der durch die Verwaltung im Mai 2004 durchgef�hrten Abkl�rungen im Haushalt (vgl. Bericht vom 4. Juni 2004, Ziff. 2.1) angegeben hatte, aktuell ohne gesundheitliche Behinderung zu 50 % als B�roangestellte t�tig zu sein, bezeichnete sie die Herabsetzung des Besch�ftigungsgrades auf 1. April 2001 in ihrer Einsprache gegen die Rentenverf�gungen vom 27. Juni 2005 - sowie im nachfolgenden gerichtlichen Verfahren (Beschwerde, S. 2 ff.) - als im Gesundheitsfall vor�bergehenden, durch die ab Oktober 2001 beginnende berufsbegleitende Ausbildung zur Erlangung eines B�rofachdiploms bedingten Zustand. Sp�testens nach erfolgreichem Abschluss der Abendhandelsschule w�re sie, so die Beschwerdegegnerin im Weiteren, wieder vollzeitig einer Erwerbst�tigkeit nachgegangen. Die Halbtagesstelle sei ihr seitens der Arbeitgeberin bewusst mit dem Ziel angeboten worden, ihr einen abendlichen Schulbesuch sowie morgendliches Lernen zu erm�glichen (vgl. auch Arbeitszeugnis der X.________ AG vom 31. August 2002 und Bericht der Frau Dr. med. O.________ vom 12. Januar 2005).
3.2.1 Gem�ss ihrer schl�ssigen, im Abkl�rungsbericht Haushalt vom 4. Juni 2004 wiedergegebenen Aussage w�re die Beschwerdef�hrerin im Validit�tsfall noch zu 50 % als B�roangestellte erwerbst�tig. Derartige im Verlauf des Abkl�rungsverfahrens gemachte Angaben sind praxisgem�ss st�rker zu gewichten als sp�tere, anders lautende Erkl�rungen, welche von �berlegungen sozialversicherungsrechtlicher Natur beeinflusst sein k�nnen (u.a. Urteil des Bundesgerichts I 584/06 vom 24. April 2007, E. 3.2 mit diversen Hinweisen). Ihnen kann grunds�tzlich volle Beweiskraft beigemessen werden. Dies gilt f�r den vorliegend zu beurteilenden Fall umso mehr, als es sich dabei um eine Wiederholung der bereits im eigenh�ndig ausgef�llten Fragebogen vom 4. August 2003 enthaltenen Antwort auf die (identische) Fragestellung hin handelt. Damit nachtr�glich von diese(n) klare(n) Aussagen abgewichen werden k�nnte, bed�rfte es gewichtiger Gr�nde, zumal weder geltend gemacht wird, noch, insbesondere in Anbetracht der sehr pr�zise beantworteten �brigen Fragen, Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass die Beschwerdegegnerin den Aussagegehalt der Statusfrage infolge sprachlicher Verst�ndnisschwierigkeiten oder wegen ihres damals schon chronifizierten psychischen Krankheitsbildes nicht erfasst h�tte. Solche sind jedoch nicht ersichtlich. Namentlich l�sst sich entgegen den Vorbringen der Versicherten aus dem Umstand des Ende Oktober 2001 begonnenen Lehrganges - und der damit begr�ndeten Reduktion der Erwerbst�tigkeit auf rund 50 % per April 2001 - kein entsprechender Schluss ziehen, h�tte die Weiterbildung doch, bei guter Gesundheit der Beschwerdegegnerin, bis Ende Oktober 2002 gedauert und w�re im Zeitpunkt der Angaben der Versicherten zum hypothetischen Status ohne Krankheit (im August 2003 bzw. im Mai 2004) l�ngstens abgeschlossen gewesen. Auff�llig ist in diesem Zusammenhang ferner, dass die Beschwerdegegnerin, welche in ihrem Herkunftsland immerhin das Gymnasium besucht hat, ihre betreffenden Aussagen zweimal ohne jeglichen Vorbehalt, insbesondere ohne Hinweis auf die angeblich einzig auf Grund und w�hrend der Zeit der beruflichen Fortbildung reduzierte Erwerbst�tigkeit, vorbrachte. Von einer "unreflektierten Momentaufnahme" der zur Statusfrage eingeholten Ausk�nfte, wie von der Vorinstanz angef�hrt, kann sodann nicht die Rede sein, differieren die beiden - gleichlautenden - Aussagen zeitlich doch betr�chtlich. Die Versicherte h�tte demnach in gen�gendem Masse Gelegenheit gehabt, eine im Rahmen ihrer erstmaligen schriftlichen Stellungnahme allenfalls missverst�ndliche �usserung zu berichtigen. Was schliesslich die im angefochtenen Gerichtsentscheid erw�hnten konkreten Lebensumst�nde anbelangt, verm�gen diese ebenfalls kein von den klaren Statusantworten abweichendes Ergebnis herbeizuf�hren. Auch wenn die Beschwerdegegnerin �ber Jahre grossmehrheitlich vollzeitig erwerbst�tig war, bezog sie ab November 1998 Arbeitslosentaggelder und �bernahm erst im September 2000, nachdem sie �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht mehr aktiv im Berufsleben gestanden hatte, die F�hrung eines Restaurationsbetriebes. Diese offenbar sehr zeitintensive Besch�ftigung beendete sie jedoch bereits wieder Ende M�rz 2001 zugunsten einer kaufm�nnischen Halbtagesstelle im Umfang eines Pensums von - gem�ss Arbeitsbest�tigung der X.________ AG vom 26. April 2005 - durchschnittlich 54 % (sowie einer im Oktober 2001 beginnenden Weiterbildung). Daraus erhellt, dass die Versicherte zwar stets - auch nach der Geburt ihres zweiten Kindes Ende Dezember 1999 - gewillt war, sich ausserh�uslich zu bet�tigen, sei dies in Form reiner Erwerbst�tigkeit oder in Kombination mit schulischen Fortbildungsmassnahmen, nicht aber dass sie, namentlich vor dem Hintergrund der unmissverst�ndlich formulierten statusrechtlichen Angaben, nach Beendigung des Lehrganges dauerhaft ein erwerbliches Vollzeitpensum anstrebte. Es erscheint im �brigen nachvollziehbar, dass die Versicherte, welche gem�ss Bericht der Frau Dr. med. O.________ vom 12. Januar 2005 sehr unter der Trennung von ihrem �ltesten, 1985 geborenen Sohn gelitten hat, welcher kurz nach der Geburt in die T�rkei gebracht und dort bis zu seinem 9. Lebensjahr bei seiner Grossmutter lebte, zwar einen - nicht unbetr�chtlichen - Beitrag zum famili�ren Einkommen leisten, daneben aber auch noch �ber gen�gend Freiraum f�r die Betreuung ihrer Tochter verf�gen m�chte.
3.2.2 Nach dem Gesagten ist - entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise - als erstellt anzusehen, dass die Beschwerdegegnerin ohne gesundheitliche Beeintr�chtigungen weiterhin, auch nach Beendigung ihres einj�hrigen Lehrganges, zu 50 % erwerbst�tig gewesen w�re. Mit Blick auf die ansonsten unbeanstandet gebliebenen Invalidit�tsbemessungsfaktoren sowie das - ebenfalls unbestrittenermassen - im Dezember 2001 beginnende Wartejahr (gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) erweist sich der Einspracheentscheid der Beschwerdef�hrerin vom 26. August 2005, mit welchem der Versicherten - in Best�tigung der Verf�gungen vom 27. Juni 2005 - gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 65 % f�r die Zeit vom 1. Dezember 2002 bis 31. Dezember 2003 eine halbe und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zugesprochen wurde, als rechtens.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 25. April 2006 aufgehoben.

References: Art. 82
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 16
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 8
 Art. 16
 Art. 28
 Art. 27
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
in fine
 Art. 29