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Timestamp: 2016-10-23 07:54:55+00:00

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6B_316/2012 (01.11.2012)
6B_316/2012
Urteil vom vom 1. November 2012
vertreten durch Rechtsanw�ltin Olga Gamma Ammann,
Sch�ndung; Unschuldsvermutung etc.,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 20. M�rz 2012.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 20. M�rz 2012 im Berufungsverfahren wegen Sch�ndung schuldig und bestrafte ihn mit einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 8 Monaten. Es verpflichtete X.________ zudem zur Bezahlung von Fr. 2'000.-- Genugtuung an A.________. Deren Schadenersatzforderung hiess es dem Grundsatz nach gut und verwies sie bez�glich der H�he auf den Zivilweg. Die Kosten der Untersuchung auferlegte es X.________. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens nahm es zu 1/5 auf die Gerichtskasse. Den Rest auferlegte es dem Verurteilten.
A.________ begab sich am Abend des 7. M�rz 2010 zwecks Drogenerwerbs zu X.________ in dessen Wohnung in Z.________. Dort anwesend waren auch B.________, C.________ und D.________. A.________ konsumierte Alkohol, Kokain, Marihuana und GBL ("KO-Tropfen"). Ihr wurde schlecht, weshalb sie das Badezimmer aufsuchte. X.________ folgte ihr dorthin. Aufgrund ihrer �belkeit und ihrer starken Benommenheit hatte sich A.________ im Badezimmer hingelegt. X.________ beugte sich zu ihr herunter, k�sste sie auf Wange und Hals, zog ihr die Hosen hinunter, griff ihr an Ges�ss und Oberschenkel und befriedigte sich bis zum Samenerguss.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt im Wesentlichen, es sei das obergerichtliche Urteil vom 20. M�rz 2012 aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der Sch�ndung freizusprechen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Abweisung seiner Antr�ge auf nochmalige Befragung von B.________ und D.________. Diese am Tatabend anwesenden Personen seien lediglich als Beschuldigte einvernommen worden. Sie h�tten nach Abschluss ihrer Strafverfahren als Zeugen befragt werden k�nnen. Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 389 StPO (Beschwerde, S. 18 f.).
1.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, die am Verfahren Beteiligten seien unter Beachtung s�mtlicher Beweisvorschriften im Rahmen der Untersuchung mehrmals und - abgesehen von B.________ - auch an der Hauptverhandlung vor erster Instanz erneut befragt worden (Entscheid, S. 24). Sie seien mit Ausnahme des als Zeugen befragten C.________ als Beschuldigte einvernommen worden (Entscheid, S. 14). Sie h�tten sich dabei zum Zustand der Beschwerdegegnerin 2 und zu den von ihnen wahrgenommenen St�hnlauten ge�ussert (Entscheid, S. 25). Es sei nicht ersichtlich, weshalb sie erneut (zu diesen Themen) zu befragen seien. Das Unmittelbarkeitsprinzip gelte im Rechtsmittelverfahren gem�ss Art. 389 StPO entgegen der Verteidigung nicht (Entscheid, S. 23).
1.2 Die Auffassung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Nach Art. 389 Abs. 1 StPO beruht das Rechtsmittelverfahren auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben wurden. Die Beweisabnahmen des erstinstanzlichen Gerichts werden nach Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn die Beweisvorschriften verletzt worden sind (lit. a), die Beweiserhebungen unvollst�ndig waren (lit. b) und die Akten �ber die Beweiserhebungen unzuverl�ssig erscheinen (lit. c). Dass und inwiefern die Befragungen von B.________ und D.________ im Sinne von Art. 389 StPO mangelhaft oder unvollst�ndig sein k�nnten und deshalb zu wiederholen gewesen w�ren, ist nicht erkennbar. Die beiden Personen wurden zu den massgeblichen Themen ausreichend befragt. Da auch gegen sie ein Strafverfahren lief, wurden sie - entsprechend der fr�heren prozessrechtlichen Terminologie - korrekt als "(Mit-)Beschuldigte" unter Wahrung der Verteidigungsrechte des Beschwerdef�hrers befragt. Sie nach Abschluss ihrer Verfahren nochmals zu befragen, war daher nicht notwendig (vgl. Niklaus Schmid, Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, Z�rich 2009, S. 391, N. 916, siehe auch Fn 303; derselbe, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Z�rich 2004, S. 227, N. 659 f., Fn 205). Da �berdies auch keine Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass die Befragten den Beschwerdef�hrer (wahrheitswidrig) zu belasten versuchten, um sich selber in ein besseres Licht zu r�cken, hatte die Vorinstanz keinen Anlass, die Beweisabnahmen im Sinne von Art. 389 Abs. 2 StPO als Zeugenbefragungen zu wiederholen.
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz unter Berufung auf Art. 10 StPO eine willk�rliche Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vor.
2.1 Nach Art. 10 Abs. 2 StPO w�rdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen �berzeugung. Im Berufungsverfahren ber�cksichtigt es die im Vorverfahren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (Art. 389 Abs. 1 StPO). Dabei kann die aus der Beweisw�rdigung gewonnene vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 136 II 304 E. 2.4 S. 313 f. mit Hinweis). Willk�r liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560 mit Hinweisen). Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen).
Ebenfalls nur unter dem Gesichtspunkt der Willk�r pr�ft das Bundesgericht, inwiefern das Sachgericht den Grundsatz "in dubio pro reo" (Art. 10 Abs. 3 StPO) als Beweisw�rdigungsregel verletzt hat. Ob dieser Grundsatz als Beweislastregel verletzt ist, pr�ft es mit freier Kognition. Diese aus der Unschuldsvermutung (Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleiteten Maximen wurden wiederholt dargelegt, worauf zu verweisen ist (BGE 127 I 38 E. 2a).
2.2 Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass der Beschwerdef�hrer die im Badezimmer auf dem Boden liegende Beschwerdegegnerin 2 auf Wange und Hals k�sste, ihr die Hosen hinunterzog und an Ges�ss und Oberschenkel griff, sie dort streichelte und sich selber bis zum Samenerguss befriedigte, wobei Spermafl�ssigkeit auf die Unterhosen der Beschwerdegegnerin 2 gelangte. Die Vorinstanz stellt f�r die Vorg�nge im Badezimmer zur Hauptsache auf die Aussagen des Beschwerdef�hrers ab. Die Spermaspuren auf dem Slip der Beschwerdegegnerin 2 konnten zweifelsfrei ihm zugeordnet werden (kantonale Akten, act. 12/3; Gutachten der Universit�t Z�rich, Institut f�r Rechtsmedizin, vom 27. Mai 2010).
Die Vorinstanz h�lt weiter f�r erwiesen, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 aufgrund des Alkohol- und Bet�ubungsmittelkonsums und der starken �belkeit nicht auf den Beinen halten konnte, sie benommen und nicht ansprechbar war, nur "lallen" oder "St�hnlaute" von sich geben konnte und immer wieder eind�ste (Entscheid, S. 25, 27). Die Feststellungen betreffend den Zustand der Beschwerdegegnerin 2 st�tzt die Vorinstanz vornehmlich auf die Aussagen von B.________ und C.________, welche am Tatabend in der Wohnung anwesend waren (Entscheid, S. 17, 21). Diese h�tten die Beschwerdegegnerin 2 �bereinstimmend als stark benommen beschrieben. Die von B.________ wahrgenommenen St�hnlaute der Beschwerdegegnerin 2 erachtet die Vorinstanz nicht zwingend als Ausdruck eines aktiven und einvernehmlichen (sexuellen) Verhaltens. Diese liessen sich eben so gut auf den schlechten Zustand der Beschwerdegegnerin 2 zur�ckf�hren (Entscheid, S. 23).
Dem Beschwerdef�hrer ist gem�ss den Erw�gungen der Vorinstanz der Zustand der Beschwerdegegnerin 2 und deren Wehrlosigkeit nicht entgangen. Dass sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, habe sich ihm offenbart, als er versuchte, sie aufzurichten. Zudem habe er verschiedentlich selber einger�umt, die Beschwerdegegnerin 2 sei im Badezimmer nicht im Stande gewesen, Worte auszusprechen. Sie habe nur gelallt bzw. St�hnlaute ("aaah") von sich gegeben (Entscheid, S. 22, 28 f.).
2.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt die vorinstanzliche Beweisw�rdigung als willk�rlich. Es best�nden un�berwindbare Zweifel daran, dass die Beschwerdegegnerin 2 im Tatzeitpunkt nicht ansprechbar und willensunf�hig gewesen sei. Es sei aufgrund aller Umst�nde von einvernehmlichen sexuellen Handlungen auszugehen (Beschwerde, S. 10 ff.). Bei seiner Kritik gibt der Beschwerdef�hrer auszugsweise seine eigenen Aussagen (Beschwerde, S. 14) und diejenigen der Beschwerdegegnerin 2 (Beschwerde, S. 11 ff.) sowie der �brigen in der Wohnung Anwesenden (B.________, D.________, C.________; Beschwerde, S. 14 ff.) wieder. Er legt dar, wie die Beweise f�r sich alleine und im Verbund untereinander richtigerweise zu w�rdigen w�ren (Beschwerde, S. 14, 17, 18). Mit seinen Einw�nden widerlegt er die von ihm angefochtenen Feststellungen der Vorinstanz, soweit er sich damit �berhaupt substanziell befasst, nicht als schlechterdings unhaltbar. Er legt nur seine Sicht der Dinge dar.
2.3.1 Das gilt namentlich, soweit der Beschwerdef�hrer die Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 und die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen mit Hinweisen auf ihr angeblich freiz�giges Sexualverhalten zu untergraben versucht (Beschwerde, S. 13 und 18). Spekulativ ist seine Kritik, bei ihrem Aussageverhalten d�rfte es sich um eine Strategie handeln (Beschwerde, S. 18). Die Beschwerdegegnerin 2 gab im Wesentlichen an, sich nicht an die Vorf�lle im Badezimmer erinnern zu k�nnen. Sie habe im Badezimmer geschlafen oder sei bewusstlos gewesen (Entscheid, 17, 23). Die Vorinstanz w�rdigt ihre Aussagen willk�rfrei als glaubhaft. Eine von der Beschwerdegegnerin 2 an B.________ verfasste SMS am Folgetag, worin sie fragt, was sie mit ihr gemacht h�tten und ob sie noch Jungfrau sei, untermauert das vorinstanzliche Beweisergebnis (Entscheid, S. 17).
2.3.2 Rein appellatorisch ist das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die St�hnlaute der Beschwerdegegnerin 2 seien Ausdruck eines aktiven einvernehmlichen sexuellen Verhaltens gewesen und von den Anwesenden auch so wahrgenommen worden (Beschwerde, S. 18). Inwiefern sich die Aktenlage nur im Sinne des Beschwerdef�hrers w�rdigen liesse, ist nicht ersichtlich. B.________ und C.________ haben die Beschwerdegegnerin 2 nach den willk�rfreien Feststellungen der Vorinstanz als "total weggetreten", "v�llig benebelt" und "nicht bei Sinnen" umschrieben. Sie habe nicht mehr richtig sprechen k�nnen, sondern nur "gelallt" oder "gebrabelt" (Entscheid, S. 23). Ihre �bereinstimmenden Aussagen zur Benommenheit der Beschwerdegegnerin 2 decken sich mit den Aussagen des Opfers. Die Vorinstanz durfte die St�hnlaute ohne Willk�r auf ihren schlechten Zustand zur�ckf�hren.
2.3.3 Der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe die Widerstandsunf�higkeit der Beschwerdegegnerin 2 nicht erkannt (Beschwerde, S. 20), ersch�pft sich in blossen Behauptungen. Er war in seiner eigenen Wahrnehmungsf�higkeit unbestrittenermassen nicht beeintr�chtigt, als er die Beschwerdegegnerin 2 im Badezimmer stark benommen auf dem Boden liegend antraf. Anl�sslich seiner Einvernahmen gab er verschiedentlich an, die Beschwerdegegnerin habe nicht sprechen und seine Fragen (ob es ihr gut gehe) nicht beantworten k�nnen (Entscheid, S. 21 f). Die Vorinstanz durfte aus diesen Gr�nden ohne Willk�r darauf schliessen, der Beschwerdef�hrer habe den Zustand der Beschwerdegegnerin 2 und deren Wehrlosigkeit wahrgenommen. Inwiefern dieser Schluss "konstruiert" sein soll, ist nicht ersichtlich.
2.4 Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung h�lt vor der Verfassung stand. Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was das Beweisergebnis in Frage stellen k�nnte. Die Vorinstanz durfte erhebliche Zweifel an seiner Schuld verneinen. Der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel ist nicht verletzt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, den Tatbestand der Sch�ndung gem�ss Art. 191 StGB weder objektiv noch subjektiv erf�llt zu haben. Die Beschwerdegegnerin 2 sei nicht widerstandsunf�hig gewesen. Sie habe in die sexuellen Handlungen eingewilligt und ihn durch ihr Verhalten dazu animiert. Als er bemerkt habe, dass sie nicht mehr "bei der Sache" sei, habe er sofort von ihr abgelassen. Von Missbrauch k�nne daher nicht die Rede sein (Beschwerde, S. 19, 20). Abgesehen davon sei fraglich, ob �berhaupt von sexuellen Handlungen gesprochen werden k�nne, sei es doch nicht zu einer Ber�hrung der prim�ren Geschlechtsorgane gekommen (Beschwerde, S. 20).
3.1 Eine Sch�ndung gem�ss Art. 191 StGB begeht, wer eine urteilsunf�hige oder eine zum Widerstand unf�hige Person in Kenntnis ihres Zustands zum Beischlaf, zu einer beischlafs�hnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung missbraucht.
Widerstandsunf�hig im Sinne von Art. 191 StGB ist, wer nicht imstande ist, sich gegen ungewollte sexuelle Kontakte zu wehren. Die Bestimmung sch�tzt somit Personen, die einen zur Abwehr ausreichenden Willen zum Widerstand gegen sexuelle �bergriffe nicht oder nicht sinnvoll bilden, �ussern oder bet�tigen k�nnen. Dabei gen�gt, dass das Opfer vor�bergehend zum Widerstand unf�hig ist. Die Gr�nde f�r die Widerstandsunf�higkeit k�nnen dauernder oder vor�bergehender, chronischer oder situationsbedingter Natur sein. Erforderlich ist, dass die Widerstandsf�higkeit g�nzlich aufgehoben ist. Bei blosser - z.B. alkoholbedingter - Herabsetzung der Hemmschwelle ist keine Widerstandsunf�higkeit gegeben (BGE 133 IV 49 E. 7.2; 119 IV 230 E. 3a).
Subjektiv erfordert der Tatbestand der Sch�ndung Vorsatz, wobei Eventualvorsatz gen�gt. Eventualvors�tzlich handelt, wer zumindest ernsthaft f�r m�glich h�lt, dass das Opfer aufgrund seines physischen oder psychischen Zustandes nicht in der Lage ist, sich gegen das sexuelle Ansinnen zur Wehr zu setzen, und es trotzdem zu sexuellen Handlungen bestimmt (Urteil 6S.359/2002 vom 7. August 2003 E. 5.2 mit Hinweisen).
3.2 Nach den willk�rfreien Feststellungen der Vorinstanz k�sste der Beschwerdef�hrer die im Badezimmer auf dem Boden liegende Beschwerdegegnerin 2 auf Wange und Hals, zog ihr die Hosen hinunter, griff ihr an Ges�ss und Oberschenkel, streichelte sie dort und masturbierte bis zum Samenerguss. Bei der Ejakulation gelangte Sperma auf die Unterhosen der Beschwerdegegnerin 2. Die Handlungen des Beschwerdef�hrers sind als Ganzes und nicht isoliert zu betrachten. Ihre Sexualbezogenheit ist offensichtlich. Gem�ss seinen eigenen Aussagen ging er ins Badezimmer, um mit der Beschwerdegegnerin 2 "rumzumachen", und gab an, erregt ("spitz") gewesen zu sein (Entscheid, S. 28). Die Vorinstanz geht unter diesen Umst�nden zu Recht von einer sexuellen Handlung im Sinne von Art. 191 StGB aus. Dass der Beschwerdef�hrer weder die prim�ren Geschlechtsorgane der Beschwerdegegnerin 2 ber�hrte noch sein Glied in Kontakt mit dem K�rper des Opfers brachte, ist nicht massgeblich.
3.3 Die Vorinstanz durfte ohne Bundesrechtsverletzung von der Widerstandsunf�higkeit der Beschwerdegegnerin 2 ausgehen (Entscheid, S. 27). Diese befand sich aufgrund der willk�rfrei festgestellten Umst�nde in einem Zustand starker Benommenheit, welcher ihr nicht erlaubte, einen Willen im Hinblick auf einen sexuellen Kontakt zu bilden oder kundzutun. Dass die Beschwerdegegnerin 2 noch bei Bewusstsein war, ist unerheblich. Die Widerstandsunf�higkeit gem�ss Art. 191 StGB setzt keine Bewusstlosigkeit im Sinne eines komat�sen Zustands voraus. Soweit der Beschwerdef�hrer in seinen rechtlichen Ausf�hrungen von der willk�rfreien Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz abweicht und vorbringt, die Beschwerdegegnerin 2 habe in die eingeklagten Handlungen eingewilligt und ihn zu seinem Verhalten gar animiert, indem sie ihn gek�sst und ihm beim Runterschieben der Hose geholfen habe, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten (vgl. E. 1.3; Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG).
3.4 Die Vorinstanz stellt willk�rfrei fest, dem Beschwerdef�hrer sei die Widerstandsunf�higkeit der Beschwerdegegnerin 2 bewusst gewesen (siehe E. 2.3.3). Die Gr�nde daf�r musste er nicht kennen. Unerheblich ist, ob er um die GBL-Einnahme der Beschwerdegegnerin 2 wusste (Beschwerde, S. 21). Der Beschwerdef�hrer hatte keinen Anlass anzunehmen, die Beschwerdegegnerin 2 sei mit seinen Handlungen einverstanden. Dies gilt auch, wenn er der Meinung gewesen sein sollte, diese verhalte sich in sexueller Hinsicht freiz�gig (Beschwerde, S. 20; Entscheid, S. 29). Wer wie der Beschwerdef�hrer den Zustand des Opfers kennt und dessen sich daraus ergebende Wehrlosigkeit ernsthaft f�r m�glich h�lt, nimmt die Tatbestandsverwirklichung in Kauf, wenn er dieses dennoch zu sexuellen Handlungen missbraucht. Die Annahme eventualvors�tzlichen Handelns ist nicht zu bestanden.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung. Die "Einsatzstrafe" von sechs Monaten sei zu hoch und die Erh�hung auf acht Monate nicht angemessen. Straferh�hend seien nur die Vorstrafen zu ber�cksichtigen, w�hrend strafmindernd etliche Faktoren (Gest�ndnis, Nachtatverhalten, Therapiebem�hungen) in Betracht fielen (Beschwerde, S. 22).
4.1 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen).
4.2 Die Vorinstanz geht bei der Beurteilung der Tatkomponente von einem insgesamt eher leichten Verschulden aus und setzt die Einsatzstrafe auf sechs Monate fest. Die Tatschwere sei im weiten Spektrum m�glicher Tathandlungen im Sinne von Art. 191 StGB im geringf�gigen Bereich anzusiedeln. Subjektiv k�nne dem Beschwerdef�hrer bei zwar egoistischen Motiven der eigenen Triebbefriedigung nur eventualvors�tzliches Handeln vorgeworfen werden. Die Vorstrafen des Beschwerdef�hrers aus den Jahren 2002, 2004, 2005, 2008 und 2009 ber�cksichtigt die Vorinstanz als erheblich straferh�hend. Positiv w�rdigt sie seine Therapiebem�hungen und den Umstand, dass er die Vornahme sexueller Handlungen bereits zu Beginn der Untersuchung zugegeben hat. Die Strafempfindlichkeit und das Vorleben des Beschwerdef�hrers bewertet sie neutral. Insgesamt h�lt sie eine Strafe von acht Monaten f�r angemessen (Entscheid, S. 29 ff.).
4.3 Die Erw�gungen zur Strafzumessung halten sich im Rahmen von Art. 47 StGB und die daraus gezogenen Schl�sse sind nachvollziehbar. Die Vorinstanz ber�cksichtigt alle massgeblichen Gesichtspunkte. Die Festsetzung der "Einsatzstrafe" auf sechs Monate erscheint angesichts der objektiven Tatschwere angemessen. Eine ermessensverletzende Gewichtung der relevanten Strafzumessungsfaktoren ist nicht ersichtlich. Die ausgef�llte Strafe von acht Monaten bei einem ordentlichen Strafrahmen bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewegt sich auch bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des weiten sachrichterlichen Ermessens. Die Strafart (Freiheitsstrafe), zu welcher die Vorinstanz ebenfalls Stellung nimmt (Entscheid, S. 31 f.), ficht der Beschwerdef�hrer nicht an.
Die Vorinstanz verpflichtet den Beschwerdef�hrer zur Leistung einer Genugtuung von Fr. 2'000.-- (Entscheid, S. 35). Sie durfte die seelische Unbill der Beschwerdegegnerin 2, welche durch die ungewollt an ihr vorgenommenen sexuellen Handlungen in ihrer Pers�nlichkeit beeintr�chtigt wurde, und den Kausalzusammenhang (vgl. BGE 123 II 19) bejahen. Die H�he der Genugtuungssumme erscheint trotz des eher leichten Verschuldens des Beschwerdef�hrers unter Ber�cksichtigung der erlittenen psychischen Belastung der Beschwerdegegnerin 2 als angemessen und verletzt kein Bundesrecht. Der Antrag, es sei der Beschwerdegegnerin 2 lediglich eine Genugtuung von Fr. 1'000.-- zuzusprechen, ist abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer stellt verschiedene Antr�ge f�r den Fall eines Freispruchs (Beschwerde, S. 23 f.; Entsch�digung f�r Untersuchungshaft, anwaltliche Vertretung und Verletzung der pers�nlichen Verh�ltnisse, Kosten- und Entsch�digungsfolgen). Da es bei der Verurteilung bleibt, ist darauf nicht einzutreten.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

References: Art. 389
 Art. 389
 Art. 389
 Art. 389
 Art. 389
 Art. 389
 Art. 10
in dubio
 Art. 10
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 97
in dubio
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
 Art. 191
 Art. 191
 Art. 191
 Art. 191
 Art. 191
 Art. 105
 Art. 106
 Art. 47
 Art. 191
 Art. 47
 BGE