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Timestamp: 2016-04-30 01:33:34+00:00

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chapter 128 Raphael Kühner, Friedrich Blass, Ausführliche Grammatik der Griechischen Sprache
ὁ, Fischer.
ὁ, ἡ,
ἡ, alte
βοῦς,
ἁλιέως,
strengatt. ἁλιῶς
βο-ός,
bŏv-is
γρᾶ-ός
βο-ΐ,
bŏv-i
γρᾶ-ΐ
βασιλέ-ᾶ
ἁλιέᾶ,
strengatt. ἁλιᾶ
βασιλῆς,
neuatt. βασιλεῖς
ἁλιῆς,
neuatt. εῖς
ἁλιέων,
strengatt. ἁλιῶν
βο-ῶν,
bŏ-um
γρᾶ-ῶν
βασιλεῦσι（ν）
ἁλιεῦσι（ν）
βου-σί（ν）
γραυ-σί（ν）
βασιλέ-ᾶς
(spät-att. εῖς）
ἁλιέᾶς,
strengatt. ἁλιᾶς
βασιλῆς, εῖς
ἁλιῆς, εῖς
ἁλιῆ
βό-ε
γρᾶ-ε
βασιλέ-οιν
ἁλιέοιν
γρᾶ-οῖν.
So: ἱππεύς, Reiter,
ἱερεύς, Priester, νομεύς, Hirte u. a.; nach ἁλιεύς nur
Wörter, in denen vor der Endung ευς ein
Vokal steht: ὁ ἀγυιεύς, Altar vor der
Hausthür (G. ἀγυιῶς, A. ἀγυιᾶ, Pl. A. ἀγυιᾶς),
ὁ πολιεύς, Beschützer der Stadt (G.
πολιῶς C. I. A. I, 155, 8. 157, b, 9. 158, a, 8),
Παιανιεύς (Παιανιῶν Inschr.), Πειραιεύς
(Πειραιῶς, Πειραιᾶ), Μηλιεύς (Μηλιῶς, Μηλιᾶ A. Pers.
486, S.
Phil. 4, Ar.
Lys. 1169), Πλαταιεύς
(Πλαταιῶν Aesch. Pers. 817, Πλαταιᾶς), Εὐβο（ι）εύς u. a. Es ist dies die im 5. Jahrhundert, der Zeit des reinen und
ungemischten Atticismus, nach dem Zeugnisse der Grammatiker (Thom. Mag. 278, Moeris
Πειραιῶς) und Inschriften herrschende und darum
auch bei Thucydides mit Recht überall hergestellte Bildungsweise.1) Meisterhans S. 111^{2} (der indes nach O. Riemann auf
Grund von Ὀαέως C. I. A. I, 318, 8 die Regel auf
vorausgehendes ι beschränkt).2) Ἐρετριᾶς, Ἱσστιαιᾶς auch e. ion. Inschr. v. Eretria. —
Nach βοῦς geht nur noch ὁ
χοῦς (s. § 139) u. b. Spät. ὁ
ἡ ῥοῦς, Essigbaum, Lob. Phryn. 87; nach γραῦς nur ἡ ναῦς, das jedoch mehrfach
unregelmässig ist, s. § 130. Anmerk. 1. Im
4. Jahrh., besonders in der 2. Hälfte, kommen bei vorhergehendem Vokal
inschriftlich häufig die offenen Formen vor, weshalb auch bei
Schriftstellern dieser Zeit die Durchführung der Kontraktion ihre Bedenken
hat, je jünger ein Autor ist, desto mehr. Handschriftlich
überliefert ist viel derart, als Thuc. 4.64
Δωριέα und Δωριέως. 100
Μηλιέως (aber 8, 3 richtig Μηλιῶς).
6, 3, 1 Θεσπιέων; Isocr. Phil. § 103
Ἰδριέα; Dem. de cor. § 234. 237 f.
Εὐβοέας. 95 Εὐβοέων; X.
H. 4.2.20
Θεσπιέας. 4, 8, 25 Στειριέα. 5. 4, 10 Πλαταιέας. 42
Θεσπιέων. 6. 3, 1 Πλαταιέας, Θεσπιέας, Πλαταιέας, Θεσπιέων;
Hyperid. Euxen. col. 19, 20 Πειραιέως. 38, 26
Ἁζηνιέα. Vgl. Voemel, Dem. cont. p. 56 f. — Von ἁλιεύς findet sich ἁλιῶς Pherecrat. Bk. An. I, 383 (frg. 200 K., vgl. Bergk, reliq. com.
Att. p. 297), ἁλιέας Antiphan. 190 K., ἁλιᾶς Herodian I, 430. Bei Späteren ist
eigentümlich die Verwandlung des ι in
ε vor folgendem ει
= i, zu vgl. mit πτόλεϊ u. dergl. § 127,
2, als ἁλεεῖς Ev. Marc. 1, 16 f. Anmerk. 2. Die Länge des α
im Akk. S. und Pl. derer auf εύς (s. Pierson ad
Moer. p. 192 und 204) ist wie das ω des Genetivs
(§ 40) aus metath quantitatis zu erklären: ῆα ῆας ῆος wurden εᾶ εᾶς εως; vgl.
auch Anm. 5. Doch findet sich das α im Akk. S. in
der Sprache der Tragiker, aber nur selten, kurz gebraucht. Eur. Hec. 882 φονέα^, ebenso El. 599. 763. In der κοινή war diese Verkürzung im Sing. u. Plur.
gewöhnlich, s. Moeris p. 5. 192. 204, und sie stellt sich auch schon in der
mittleren attischen Komödie ein, Rutherford Phryn. 234, als γονέα^ς Antiphan. frg. 261 Kock. Anmerk. 3. Die von Thom. M. p. 115 und im Lex. Seguer. p. 87 getadelte
kontrahierte Form des Akk. Pl. auf εῖς st. έᾶς von den Wörtern auf εύς findet sich auf attischen Inschriften in der That erst seit etwa
307 v. Chr., und ist daher aus den Texten der älteren Attiker
überall zu beseitigen; in den Handschriften steht sie mehrfach, als:
ἱππεῖς Andoc. I, 45. III, 5 (aber § 7
ἱππέας). Dem. de cor. 151 Ἀμφισσεῖς. 234 Μεγαρεῖς (aber 237 Μεγαρέας). βασιλεῖς Xen. Comm. 3. 9,
10. γονεῖς
2. 2, 14. Lycurg § 15. 96. 97 (aber γονέας § 94). [Isokr.] Demon. § 14 und 16 (aber
γονέας Paneg. § 111 u. s.).3) Anmerk. 4.
Die Homerische Genetivform auf έος st. έως kommt höchst selten bei den attischen
Tragikern vor, als: Eur.
Ion 1082 im Ch. Νηρέος;
die alte Form auf ῆος desgl. höchst
selten: Ἀχιλῆος
I. T. 436 Ch.; ferner ῆες
ῆας Eur. Ph. 829 Ch. Andr. 1024. Ch. βασιλῆασ-ες;
οἰκῆος wird in einem Citate aus Solons Gesetzen Lys. 10.19 gelesen. — Die kontrahierte
Akkusativform auf η_ st. έᾶ ist in der κοινή nicht selten, als
βασιλῆ Dittenb., Syll. nr. 165 (Teos), ἱερῆ öfter, γραμματέα und -τῆ Inschr. aus
Kleinasien, Bull. de corr. hell. XII, 88. 204. Häufiger noch ist sie im
späteren Dorismus, § 128 b, 3; sie findet sich indes schon bei
Homer vereinzelt, und so auch bei att. Tragg., als: Eur. Rh. 708 Ὀδυσσῆ. Phaeth. fr. 781, 24 βασιλῆ. El. 439 Ἀχιλῆ. Alc. 25
ἱερῆ. Anmerk. 5. Der
Nom. und Vok. Pl. gehen bei den älteren Attikern auf ῆς aus, das aus der alten Form ῆες
entstanden ist, und zwar durch έης hindurch, welche
Form sich noch auf attischen Inschriften einzeln findet, als ἱππέης (s. Dittenberger, Hermes XVII, 38 ff.). Dies εης ist genau analog zu έως, έᾶ,
έᾶς; dagegen έες (von 350 ab nicht
ganz selten auf Inschr.) und das daraus kontrahierte εῖς zu έα^, έα^ς (oben Anm. 2). Die
Form ῆς ist auf den att. Inschr. bis gegen 350
vorherrschend, verschwindet um 325; εῖς zeigt sich
378 zuerst, seit 350 ist es häufig, allein vorkommend seit 329. Meisterhans
110^{2}. Darnach versteht es sich, dass für die Tragiker, Aristophanes,
Thucydides, Platon u. A. ῆς allein
zulässig ist, wie auch die Hdschr. es wenigstens z. T. bewahrt haben.4) Dagegen bei
Demosthenes, Aeschines u. s. w. ist von der alten Form keine Spur mehr vorhanden,
und wir dürfen sie auch nicht einführen wollen. Im Akk. Plur. aber
steht ῆς auf derselben Stufe wie η_ im Akk. Sg.; also zwar Soph. Ai. 390 τοὺς βασιλῆς Herodian I, 430. II, 324. 638. 677, aber
τοὺς νομῆς X. Cyr. 1. 1, 2, was Choerob. von
sich dem Beisp. Herodians hinzufügt (s. das. II, 324. 677), muss der
besseren Lesart νομέας weichen, obwohl auch
Helladius b. Phot. Bibl. 533 b 29 Bk. νομεῖς
bezeugt und dem X. als Verstoss anrechnet (s. Ddf. z. St.); ἱππῇς oder ἱππεῖς haben die
Hdschr. auch Hellen. 3. 4, 14. 20, Πλαταιῆς und
Thuc. 2.76. — Der
aufgelöste Nom. τοκέες (oder τοκέης?) Aesch.
P. 63. 580, (βασιλέες Sept.
804); Θησέες Plat. Theaet. 169, b (Θησέης?). — Der Dat. Plur. auf -έσι wird aus Callimachos angeführt (δρομέσι in einer Überschrift), Herodian II, 663;
vgl. τοκέσι späteres att. Epigr. C. I. Gr.
l, 948 = Kaibel 116; Lob. Phryn. 69. — Für den N. A. Du. wird
βασιλῆ gelehrt, Herod. L. II, 677. 711. 756, wozu
das Beisp. τὼ πρεσβῆ (§ 126, Anm. 4)
stimmt; auch ist dies die zu βασιλῆς einzig analoge
Bildungsweise, während zu dem neuattischen βασιλεῖς eine Dualform kaum mehr gebildet wurde. Der Gen. βασιλέοιν (Aesch.
Sept. 820) fällt insofern aus der Analogie heraus,
als nach βασιλέως u. s. w. βασιλέῳν zu erwarten wäre. Anmerk.
6. Von βοῦς und γραῦς wird der Nom. Pl. nicht kontrahiert; doch soll nach Thom. M. p. 55
Aristophanes aus Versnot (ἀναγκασθείς) einmal
βοῦς st. βόες
gesagt haben (vgl. Herodian II, 336. 706); so auch Xen. Cyr. 4. 1, 9 in Guelf. und
Par., s. Bornem. ed. Lips. Der Gen. βοῦ wird aus
Aeschylus und Sophokl. Inach. (fr. 277 D) angeführt, Choer. Hd. II, 704, d.
Akk. βόα aus Pherekyd. Athen. (das. 705 f. 337);
dann findet er sich bei dem Dichter Philippos (um 50 n. Chr.) in Kühners ausführl. Griech. Grammatik. I. T. Anth. Pal. IX, 255; über βῶν, βόεσσι, βόας b. Hom. s. § 128 b, 4. Von γραῦς soll nach Thom. M. p. 72 (vgl. Hd. II, 315) der Nom.
Pl. γρᾶες nur poetisch sein und γραῦς pros.; aber Moschop. p. 162 lehrt, γρᾶες werde im Nom., γραῦς im Akk. gesagt; auch findet sich der N. Pl. γραῦς nirgends.5) Anmerk. 7. Man vergleiche mit der Dekl. von
γραῦς die indische von nâu-s (=
ναῦ-ς): G. nân-as, Lok.
nâv-i, Akk. nâv-am, V. nâu-s, Pl. nâv-as, G.
nân-âm, D. nâu-śu, Akk. nâv-as,
und mit der von βοῦς die indische von
gâu-s (= βοῦς), G. găv-as, L.
găv-i u. s. w., aber Akk. ohne u (υ）
gâm, vgl. griech. βῶν § 128^{b},
4; ΒΟΝ und ΒΟΥΝ altattisch, wovon indes ersteres wohl nur ungenaue Schreibung
ist. Wackernagel, K. Z. 29, 141.6) 1 v. Bamberg, Zeitschr. f. G.-W. 1882, Jahresber. S. 200, 1886
Jahresb. S. 24 f. (nach O. Riemann). Anders Stahl, Qu. gramm. ad Thucyd. pert.
(Progr. Köln 1872) p. 12 f., der dem Thuc. beiderlei Formen
belässt.2 Dieses Ὀαεύς steht indes
selbst für Ὀαιεύς; also strengattisch
zwar Πειραιῶς Πειραιᾶ, aber Πειραέως Πειραέα??3 S. Bremi, Excurs. II ad Isocr. (bei Isocr. 16 mal έας, 4 mal εῖς
überliefert, wovon 2 mal in der unechten 1. Rede). Kühner ad
Xen. Comm. 2. 2, 14. Anab. 1. 5, 13.4 Vgl. Lobeck ad Soph. Ai. 188; Poppo ad Thuc., T. I, p. 221
sq. und 471 sqq.; Schneider ad Pl. Civ. T. I, p. 157.5 Vgl. Pierson ad Moerid. 110
sq.6 S. Bopp, V. Gr.
§§ 123. 124.

References: § 139
 § 130
 § 103
 § 234
 § 127
 § 7
 § 15
 § 94
 § 14
 § 111
 § 128
 § 128
 § 128