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1904 / 9 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger)
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währt hätten, müßten aber von den Unternehmern ges{chüßt werden. Die Unternehmer würden von den Arbeitswilligen förmlich gebeten, den lediglich von einigen Führern der Sozialdemokratie gestellten e jeßt nicht nachzugeben, da sie anderenfalls dem errorismus der Führer s{chu los gegenüberstehen würden. Siege der Verband der Terxtilarbeiter in Crimmitschau, \o werde einem anderen N bald dasselbe Schicksal bes reitet werden. Aus diesem Grunde fänden die Unternehmer in Crimmitschau bei den Unternehmern anderer Orte mit ähnlicher Industrie eifrige und opferfreudige Hilfe. An sih seien die Unter- nehmer in Crimmitshau keine Gegner des Zehnstundentages, hätten vielmehr die Arbeitershaft dringend ermahnt abzuwarten, ob nit vielleit von Reichs wegen eine geseßlide Regelung der Arbeitszeit für Frauen eintreten werde. Der Zehnstundentag fei mithin einen so erbitterten Kampf gar niht wert, zumal da die Arbeitszeit in Crimmitshau hon jeßt meistens nur 105 und 104 Stunden betrage. Berechtigte linshe der Arbeiter zu erfüllen, werde nah wie vor das stete und ernste Bestreben der Crimmitshauer Textilindustriellen sein. Es sei unrichtig, den egenwärtigen Kampf als einen Kampf der Unternehmer mit ihren Arbeitern zu bezeichnen, in Wirklichkeit sei es ein Kampf der Unter- nehmer mit der Sozialdemokratie, die durh planmäßige, fortwährende Agitation, durch Einshüchterungen und Lockungen die Arbeiterschaft in ihre Gewalt zu bringen suhe und im Falle ihres Sieges in diesem Kampfe einen für Arbeiter und Unternehmer verhängnis- vollen Einfluß gewinnen würde. Es gelte jeßt geradezu, die ruhigen, friedliebenden Arbeiter vor der Sozialdemokratie zu süßen. Von den Mitteln, die seitens der Sozialdemokratie in Crimmitschau angewendet würden, um Arbeiter, die sich der sozialdemokratischen Arbeiterorganisation und deren Unternehmungen niht anschließen wollen, dazu zu nötigen, hat der Geheime Rat Dr. Noscher in Crimmitschau durch Einzelgesprähe mit verschiedenen Arbeits- willigen mancherlei Bedauerlihes erfahren. Solchen Nötigungs- versuchen, die stetig und von Verschiedenen fortgeseßt würden, auf die Dauer zu widerstehen, erfordere seitens der damit Bedrängten eine große Festigkeit des Charakters. — An den Versu einer Einigung zwischen den Vertretern der Ar- beiter und der Unternehmer war hiernach nicht zu denken. Ein baldiges Ende des Kampfes ist daher zunächst niht zu erhoffen. A Schluß weist Roscher in seinem Bericht darauf hin, daß die Bildung von Arbeiteraus\chüssen für jede einzelne Fabrik, die gleichzeitig das Vertrauen der Arbeiter und das des Arbeitgebers besißen sollen, sozialpolitisch ungemein wertvoll sei. Der Arbeiteraus\chuß einer abrik fei die einfahste und natürlihste Organisation der in dieser abrik tâtigen Arbeiter. Wenn bas selbstverständlihe Bedürfnis des rbeiters nach Zusammenshluß mit seinesgleichen, nah Organen, durch die er seine Wünsche MNolY des Betriebs, dem er dient, ins- besondere bezüglih der Arbeitsbedingungen, geltend machen kann, in der engeren Gemeinschaft der Fabrik Befriedigung finde, dann werde er ein minderes Verlangen nach den großen Gemeinschaften haben, die ihm als Organisation der Arbeiter eines ganzen Industriezweigs werbend entgegentreten. :
Aus London wird dem „W. T. B.* telegraphiert: In dem Distrikt Ashton-under-Lyne hat eine Anzahl Baumwoll- \pinnereien, die amerikanische Baumwolle verarbeiten, mit der von dem Baumwollspinnerverband empfohlenen verkürzten Arbeitszeit von wöchentlich 40 Stunden begonnen (vgl. Nr. 1 d. Bl.). :
Die spanishen Schiffsreeder werden in nächster Zeit in Madrid zusammenkommen, um über den Matrosenausstand (vergl. Nr. 8 d. Bl.) zu beraten. Ueber hundert Schiffe liegen in den E ilden Häfen gegenwärtig nußlos da. — In Bilbao warfen die Ausständigen mit Steinen nah den Arbeitswilligen. — In Barcelona werden die Unterhandlungen durch die Hartnäckigkeit der Arbeitgeber gehemmt; die Zahl der Ausständigen wächst, und Mer agungen fließen ihnen reihlich zu; sie erklären, daß die Mannschaften der Postdampfer beim ersten Zeichen ihren Dienst niederlegen werden. Y
Die Landwirtschaftskammer für die Provinz P osen veranstaltet in den Tagen vom 20. bis 22. Januar 1904 wiederum einen Vor- tragskursus für praktishe Landwirte. Die Vorträge finden, wie im Vorjahre, in der Kaiser Wilhelm-Bibliothek in Posen — Ritterstraße — statt. Das Honorar für den Vortragskursus beträgt 15 46 für alle Vorträge, 7,50 4 für einen Tag und 3 F für bäuerlihe Besitzer und Wirtschaftsbeamte, die sh durch eine ent- \sprehende Bescheinigung des zuständigen Vereinsvorsigenden aus- weisen. Programme sind von der Landwirtschaftskammer zu beziehen, ebenso Einlaßkarten.
Es werden folgende Herren \prehen: Am Mittwoch, den 20. Januar: Professor Dr. Gerlah-Posen über die Versuche auf dem Bersuchsgute Pentkowo und die hieraus für den praktishen Landwirt =7 ztehenden Schlüsse (2 Stunden). Professor Dr. Albert-Königsberg über die Fütterungslehre im Lichte der neueren Forshungen (2 Stunden). Stadtbauinspektor Wulsh-Posen über die landwirtschaftlihe Ver- wertung der städtishen Kanalwässer nah dem Vorbilde von Eduards- felde bei Posen (1 Stunde). Am Donnerstag, den 21. Januar: Rittergutsbesißer und Domänenrat Brödermann-Knegendorf über all- gemeine und spezielle Grundsäße der Tierzüchtung für Groß- und Klein-
rundbesiß (2 Stunden). Professor Dr. Nachtweb-Halle über modernen DrelSmalidiuenbetrieb mit besonderer Berücksichtigung der Erneuerungen sowie der Antriebsmaschinen (Dampfdreshmaschinen, Motore) und Strohpresser 2c. (2 Stunden). Herr Paucksch - Landsberg über neuere Kartoffeltrocknungsverfahren und Verwendung von Trockenkartoffeln zu Fütterungszwecken 2c. (1 Stunde). Am Freitag, den 22. Januar: Rittergutsbesißer Vibrans-Calvörde — Vorsigender des Düngeraus- \husses der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft — über Bewirtschaftung des Sand- und Moorbodens mit besonderer Berücksichtigung des Roggen- und Kartoffelbaues und der Gründüngung (2 Stunden). S: Dr. Nachtweh-Halle über Erntemaschinen (1 Stunde) und
rofessor Dr. von Seelhorst-Göttingen über das Zusammenwirken von Organisation und Direktion auf den Betriebserfolg (2 Stunden).
Getreidebandel in Antwerpen.
Der Kaiserlihe Generalkonsul in Antwerpen berihtet unterm 9, d. M.: Die Lage des Weltmarktes für Weizen hat sh auch im Laufe des Monats Dezember v. J. noch nicht geklärt. Nordamerika fährt fort, seine hohen Preise zu behaupten, und auch Argentinien forderte bisher Preise, die ein größeres Geschäft niht ermöglichten. Der Konsum kauft nur vorsichtig; das Geschäft bleibt daher ruhig.
Im Laufe des Jahres 1903 haben die Schwankungen der Weizenpreise kaum mehr als 75 Centimes für 100 f ausgemacht.
Die Preise stellten sich Ende Dezember v. I. ungefähr, wie folgt:
nordamerilanisG . « + « Gr LOT gu 17 Kansas S 17,— californisher . 175/s Walla Walla . . Kurrachee, weißer .
Í T 6/9 Kalkutta und Bombay . Plata, je nah Güte .
154 zu 174 154 zu 164 16 zu 164 125 zu 14
103/; zu 11 11} zu 17
124 zu 15F 113 und 11 21 zu 22.
onau s
inländischer , ,
Donau und nordamerikanischer
inländischer . U 4
E E e Nu e e afer: russisher und nordamerikanischer . tais: nordamerikanisher und Plata
Weizenmehl: inländisches . R
Die Vorräte am hiesigen Plaße wurden Ende Dezember v. J., wie folgt, geschäßt: Weizen : 600 000 dz
Noggen: 15000 , Gerste: 45 000 , Hafer: 10 000 , Mais: 500 000 bis 750 000 dxz.
Die im „Deutschen Reichs- und Königlih Preußischen Staatsanzeiger“ vom 28. Dezember v. J. — Nr. 303, Erste Beilage — unter „Handel und Gewerbe“ veröffentlichten, die Einfuhr von Wein betreffenden Aenderungen des norwegishen Zolltarifs (Pos. 672—675) haben die Königliche Bestätigung erhalten und sind am 21. Dezember 1903 in Kraft getreten.
Verwendung von Süßstoff bei der Herstellung von Fodeisensesamöl. Als Ersaßstoff für Lebertranpräparate kommt „aromatishes Jodeisensesamöl (Oleum sesami ferrojodatum aro- maticum)“ in den Handel. Eine Versüßung dieses Präparats ist zur Verdeckung des höchst unangenehmen Gescchmads des Jodeisens notwendig, die Verwendung von Zucker zu diesem Zweck aber aus denselben Gründen wie bei den Lebertran- oder Nizinusölpräparaten ausges{lossen. : i i :
Nach einer allgemeinen Verfügung des preußischen Paares vom 30. November 1903 hat sich der Reichskanzler daher damit ein- verstanden erklärt, daß bei Gesuchen um Erteilung von Bezugsscheinen für Süßstoff, der zur Herstellung des Jodeisensesamöls Verwendung finden soll, von der Einholung seiner Zustimmung ebenfalls abgesehen wird. (Zentralblatt der Abgabengeseßgebung und Verwaltung in den Königlich preußischen Staaten.)
Die Einführung von Nickelscheidemünzen in Frankreich und anderen Ländern.
Die Schweiz war das erste Land, das sich zur Verwendung von Nickel für die Prägung von Scheidemünzen entshloß. Bei der Beratung des \{chweizerishen Münzgeseßes vom 7. Mai 1850 er- wählte man eine neue Metallegierung für Scheidemünzen, die aus Silber, Kupfer, Zink und Nickel bestand und Argentan genannt wurde. Zehn Jahre später entschied sih Belgien dur das Geseß vom 20. Dezember 1860 für die Ausprägung von Nickelmünzen; dort verwendete man eine einfahere Legierung von 29 ®/o Nidel und 75 9/ Kupfer, die au in vielen anderen Ländern zum gleichen Zwecke Eingang fand. Jn Europa gingen noch Deutschland, Dester- reih-Ungarn, Griechenland, Italien, Portugal und Rumänien zum Gebrauch von Nickelmünzen über, in Asien Japan und Persien, in Afrika Aegypten, in Amerika die Vereinigten Staaten, Peru, Honduras, Brasilien, Columbien, Venezuela, Mexiko, Bolivien, die dominikanishe Republik, Ecuador, Costarica, Argentinien und Jamaica.
Auch in zwei französishen Kolonien waren seit mehreren Jahren Nickelmünzen im Umlauf. Ungünstige Wechselverhältnisse hatten vor ungefähr 20 Jahren zur Ausfuhr der französishen Münzen aus Réunion und Martinique geführt. Dekrete vom Jahre 1879 und 1884 ordneten nun die Ausgabe von papiernen Kassenanweisungen im Werte von 1 und 2 Franken an, für die als Sicherheit Gold- und Silbermünzen in den Kassen des Generalshaßmeisters dieser Inseln hinterlegt waren. Klagen über den shmußigen und zerrissenen Zustand der in Umlauf geseßten Anweisungen führten zum Ersaß der- selben durch Nickelmünzen von gleihem Nominalwert für Réunion im Jahre 1896 und für Martinique im Jahre darauf. Die Münzen für erstere Insel enthalten ‘20 0/6, die für Martinique nur 10 %/0
In Frankreih trat man der Frage der Nickelprägung zum ersten Male im Jahre 1880 näher, wo eine Parlamentskommission sih mit großer Stimmenmehrheit gegen sie aussprah. Im Jahre 1885 wurde dann von privater Seite dem Parlament ein Vorschlag des Ersatzes von Bronze- durch Nickelmünzen, wieder ohne Erfolg, unter- breitet. Ein Regierungsprojekt von 1887 hatte die Herstellung von Nickelmünzen von 20, 10 und 5 Centimes im Gesamtbetrage von 70 Millionen Francs und die Einziehung der entsprehenden Bronze- münzen im Gesamtwerte von 60 Millionen Franken zum Gegenstand. Bei dieser Umwechslung sollte dem Staatsschaße ein Gewinn von 2 Millionen Franken erwachsen. Auch diesem Projekt wurde, namentlich wohl wegen der Größe der in Betracht kommenden Beträge, keine Folge gegeben. Verschiedene Vorschläge von geringerer Tragweite wurden seitdem gleihsam nur versuchsweise gemacht, ohne daß bis zum Jahre 1902 einer von ihnen Anklang gefunden hätte. Als Hauptgrund gegen die Schaffung von Nickelmünzen wurde in Frank- reih die Schwierigkeit der Unterscheidung derselben von den Silber- münzen angeführt. Pläne zur Ausprägung eckiger oder durhlohter Münzen, welche durch diese abweihende Form leiter kenntlih wären, stießen auf Widerspru. Die französische Münzverwaltung entwickelte nur geringen Eifer für die Einführung der Nickelmünzen, da ihr das gebräuchlihe aus Nickel und Kupfer hergestellte Münz- metall nit zusagte. Inzwischen machte die Metallurgie des Nickels bedeutende Fortschritte, und das heutzutage aus den Nîlelhütten ge- lieferte Metall kann obne jegliche Legierung zur Münzprägung ver- wendet werden. Die Münzen aus reinem Nickel sind vorteilhafter für den Verkehr als diejenigen aus Nickelbronze, denn ihr reeller Metallwert: ist höher, sie sind sehr fest und der Abnußung weniger unterworfen, und sie behalten ihre weiße Farbe, da Nickeloryd weiß ist. Oesterreih und die Schweiz haben bereits Münzen aus reinem Nickel geprägt, und Jtalien bereitet die Einführung von solchen vor.
Für die Prägung und Verausgabung von reinen Nickelmünzen hat man sich nunmehr auch in Frankreich duch das Gefeß vom 31. März 1903 entschieden. Der Gesegentwurf, welher vom Finanz- minister dem Parlament Ende 1902 vorgelegt wurde, ging nicht so weit wie das Regierungéprojekt von 1887; er sah nur die Prägung einer einzigen Münzsorte im Werte von 25 Centimes vor. Die Münze soll 7 g wiegen, einen Durhmesser von 24 mm haben, aus Niel von 980/1000 Reinheit bestehen, 1,77 mm dick und glattrandig sein ; die leihte Unterscheidbarkeit von dem silbernen Frankenstück, das einen Durchmesser von 23 mm, eine Dicke von 1,23 mm und einen gerieften Nand besißt, ist hierdurch genügend gesichert. Die neue Scheidemünze soll ohne die Einziehung einer anderen in Umlauf ge- seßt werden; in Wirklichkeit soll fie die Silbermünze von 20 Cen- times ersetzen, die fast völlig aus dem Verkehr verschwunden ist. Genehmigt wurde die Prägung der, neuen Münzen im Gesamtwerte von 10 Millionen Franken, während 1903 für 4 Millionen Franken ausgegeben werden sollten. Die französishe Münze hat mit einer französishen Produktionsgesells haft einen Lieferungsvertrag ab- geschlossen, wonach sie das Kilogramm Nickel zum Preise von 3,50 Fr. erhält; der Unterschied zwischen dem Metallwert und Nominalwert der Münze ist daher sehr bedeutend und ermögliht der Regierung bei Ausgabe von 4 Millionen Franken in den neuen Stücken einen Reingewinn von ca. 3 160 000 Fr. (Nah Ls Marché Financier, par A. Raffalovich.)
Geplante Zollvergünstigung für Schiffe und Schiffsbaumaterialien. Den Kortes ist am 6. November 1903 der folgende Gesetzentwurf zugegangen : :
Art. 1. Wasserfahrzeuge aller Art von mehr als 300 NRegister- tons (1 Ton = 2,83 cbm) werden von allen Einfuhrzöllen befreit.
Dergleihen Fahrzeuge von einem Gehalt bis zu 300 Registertons
wenn sie aus Vertragsländern, und einen Zoll von 48 Peseten für lede Registerton entrichten, wenn fie aus anderen als Vertrags8ftaaten ammen.
Art. 2. Die Arbeiten, welche auf ausländishen Schiff8werften an spanischen Fahrzeugen vorgenommen werden, sei es, daß sie in einfahen Auébesserungen oder in einem Maschinenersay oder in L i O thres NRaumgehalts bestehen, follen nicht zoll- psUhtig lein.
Art. 3. Zollfrei sollen ferner sein die Materialien, Maschinen und Apparate, die zur Erbauung, zum Kielholen und zur Aus- besserung der inländischen wie der ausländischen Schiffe aus dem Auslande eingeführt werden, sofern die Verwendung der erwähnten Geaenstände in der vorschriftsmäßigen Form oder den Vorschriften der Zollordnung ent\prechend nachgewiesen wird.
Diese Zollfreiheit kann nur von den Eigentümern der Fahrzeuge des von ihren geseßlich dazu ermächtigten Vertretern beansprucht werden.
Art. 4. Außer der in dem vorstehenden Artikel vorgesehenen Zollfreiheit dürfen die \panishen Schifféreeder oder deren geseßlich dazu ermächtigte Vertreter die folgenden Prämien für die Schiffe, welche auf den spanischen Schiffs8wersten oder Arsenalen gebaut werden, beanspruchen: C
40 Peseten für jede Negisterton (zu 2,83 cbm) für Fahrzeuge mit Rumpf aus Holz;
60 Peseten desgleihen für Schiffe mit Numpf aus Eisen, Stahl oder gemischter Bauart ; Et 7d
15 Peseten für je 100 kg für die Maschinen und Kessel von Fahr- zeugen der einen oder anderen Klasse, die mittels Dampf fort- bewegt werden.
Die genannten Prämien sollen nur unter folgenden Bedingungen gewährt werden: i
1) Die Fahrzeuge müssen von den Schiffswerften der Halbinsel und der Balearen gebaut, ausgerüstet und bemannt werden.
2) Die Fahrzeuge müssen insgesamt mehr als 130 Registertons (zu 2,83 cbm) messen.
3) Die Fahrzeuge müssen von dem Marineministerium als ge- eignet zu jeder Art von Schiffahrt auf hoher See erklärt sein.
Art. 5. (Vermessung der Fahrzeu ea .
Art. 6.. (Gesundheitspolizeilihe Besichtigung.)
H L 7. (Ermäßigung der Konsulargebühren für Schiffahrt und andel.
Art. 8. Die Küstenschiffahrt bleibt aus\chließlich der spanischen Flagge vorbehalten.
T O O8 Ll, 20
Erteilung von Schiffs- und Warenurkunden. Die Urkunden über Schiffe und Waren, die nah den Häfen der Republik Ns bestimmt sind, müssen in Ermangelung eines Konsuls dieser
tepublik von den Konsuln der Vereinigten Staaten von Amerika oder von den französischen Konsuln erteilt werden. Die Gebühren für die Beglaubigung von Manifesten betragen 5 Dollar und die für eine Faftura oder ein Gesundheitsatteft 2 Dollar. (The Board of Trade Journal.)
Beim Königlihen Amtsgeriht T Berlin wurde das Verfahren, betr. die Zwangsversteigerung des Herm. N its\cheschen Grundstücks Manteuffelstraße 23 aufgehoben.
An der Ruhr sind am 11. d. M. gestellt 18 467, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen.
In der gestrigen außerordentlihen Generalversammlung der Disconto-Gesellschaft in Berlin, in der 8691 Stimmen vertreten waren, wurde laut Meldung des „W. T. B.“ die beantragte Erhöhung des Kommanditkapitals auf 170 Millionen Mark durch Ausgabe von 20000000 Mark neuer Kommandit- anteile mit Dividendenberehtigung vom 1. Januar 1904 ab be- \{lossen. Von den neuen Kommanditanteilen find 6666 Anteile von je 1200 A von der Norddeutshen Bank in Hamburg übernommen worden gegen seitens dieser zu gewährende nom. 10 000 000 M ihrer eigenen Anteile; weitere 3548 Anteile von je 1200 M und ein Anteil von 2000 Æ sind von den Inhabern der Firma I. Schule u. Wolde in Bremen übernommen worden, wogegen das von diesen bisher betriebene Bankgeshäft mit allen Aktiven und Passiven sowie das von ihnen benußte Geschäftshaus in das Eigenthum der Disconto-Gesellshaft übergehen wird. Die restlichen 6451 Anteile von È 1200 M sind von einem unter Führung des Bankhauses S. Bleichröder stehenden Konfortium übernommen und werden den bisherigen Kommanditisten zum Kurse von 165 9% dergestalt angeboten werden, daß auf je nom. 24 000 M alte Anteile ein neuer Anteil von nom. 1200 A entfällt. Die An- träge wegen einiger Aenderungen der Statuten — in der Hauptsache, um diese mit der Ziffer des erhöhten Kommanditkapitals in Einklang zu bringen, sowie einige, die interne Verwaltung betreffende Anord- nungen enthaltend — erlangten gleichfalls die Genehmigung der Generalversammlung.
— Nach einer dem „W. T. B.* zugegangenen Depesche beträgt die Ausbeute für Dezember der in der Transvaal-Minenkammer vereinigten Minen 278 710 Unzen im Werte von 1183 887 Pfund Sterl., der Außendistrikte 7351 Unzen im Werte von 31 223 Pfd. Sterl., zusammen 286 061 Unzen im Werte von 1 215 110 Pfd. Sterl. gegen 272 107 Unzen (Wert 1 155 836 Pfd. Sterl.) resp. 7706 Unzen (Wert 32 735 Pfd. Sterl.) im November. Die Zahl der den Minen seitens der Native Labour Association zugeteilten Arbeiter betrug während des Monats Dezember 5410, während durch Tod oder aus anderen Gründen 5880 aus\cieden, sodaß Ende des Monats 68 841 Arbeiter gegen 69311 Ende November beschäftigt waren. Den Eisenbahnen wurden 366 Arbeiter zugeteilt.
— Nach einer durch „W. T. B.“ übermittelten Nachricht der „Kölnischen Volkszeitung" ergab eine Umfrage des Verbandes der rheinisch - westfälishen Gewerbevereine in Düsseldorf über die gegenwärtige Lage des rheinisch-westfälischen Arbeitsmarktes, daß in ihr eine Vershlehterung eingetreten sei. Soweit sich aber bis jeßt übersehen lasse, brauhe man keine über- triebene Furcht zu haben; alles komme nur darauf an, ob es in Ost- asien wirklih zum Kriege komme, worunter die Ausfuhr sehr leiden würde, und ob der geplante Stahlwerksverband zustande komme.
— In der vorgestrigen gemeinsamen Sitzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Waaren-Kredit-Anstalt zu Hamburg wurde laut Meldung des „W. T. B.“ beschlossen, für das Jahr 1903 eine Dividende von 64 Prozent, wie im Borjahre, zu verteilen.
— Laut Meldung des „W. T. B.* betrugen die Einnahmen der Canadishen Pacificeisenbahn in der vergangenen Woche bis zum 7. d. M. 697 000 Doll. (97 000 Doll. weniger als i. V.).
Wien, 11.- Januar. (W: T. B) Im Eisenhbahn- ministerium fanden heute Besprehungen über die Lage des D aat ea statt, die dur die Absicht der österreichishen
rivatbahnen, die Petroleumtarife zu erhöhen, veranlaßt waren. Die Vertreter der C erteilten die Zusicherung, daß vorerst für das Jahr 1904 von einer Erhöhung der Tarife für die Petroleumausfuhr Abstand genommen werde. Nur die feit dem 1. Januar 1904 bereits bestehende Erhöhung der Elbeumschlags- tarife um 5 bis 10 4 für 100 kg soll aufrechterhalten werden. Be- züglih des inländishen Verkehrs verhielten fih die Vertreter der Privatbahnen ablehnend gegenüber dem Verlangen, eine Erhöhung der
einschlißlich sollen für jede Registerton einen Zoll von 40 Peseten,
Tarife zu unterlassen oder aufzuschieben.
Wien, 11. Januar. Nah dem Bilanzabs{lusse der Oefter- reichisch-Ungarishen Bank beträgt die Beittntbibiberte für 1903 60,20 Kronen gleih 4,3 9% für die Aktie. Davon entfallen auf das zweite Semester 32,20 Kronen. Die österreichishe und die unga- rishe Staatsverwaltung erhalten von dem Gesamtertrage zusammen 629 t A a ;
msterdam, 11. Januar. (W. T. B.) „Algemêeen Handels- blad“ meldet aus Rotterdam: An der heutigea Börse O die Versiche rer den Maklern mit, daß sie auf die von ihnen abgeschlossenen Kontrakte für Verladungen mit russishen und japanischen Schiffen, sowie für Verladungen mit allen Schiffen nach und von japanischen, chinesishen und russishen Häfen Ostasiens das Mole t - risiko (Kriegsrisiko) kündigen.
Hamburg, 11. Januar. (W. L. B.) (S@&luß.) Gold in Barren: das Kilogramm 2788 Br., 2784 Gd., Silber n Batten: das U ans N Gb.
ien, anuar, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Ungar. Kreditaktien 775,00, Desterr. Kreditaktien 682,00, Saariset 677.00, Lombarden 86,00, Elbetalbahn —,—, Oesterreihische Papierrente 100,45, 4/9 Ungarische Goldrente 118.90. Oesterreihishe Kronen- anleihe 100,55, Ungarische Kronenanleihe 99,10, Marknoten 117,22, Bankverein 522 00, Länderbank 453,50, Buschtehrader Lit. B —,—, Türkische Lose 136,00, Brüxer —,—, Alpine Montan 436,50. London, 11. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) 22% Eg. 883/16. Plaßdiskont 3%6, Silber 273/16. — Bankeingang Ss, gur aris, 11. Januar. . X. B.) (Schluß.) 309%/ Franz. Ne O vie Fe dog Sn E 0 D
Madrid, 11. Januar. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 36,42.
Lissabon, 11. Januar. (W. T. B.) Gai E
New York, 11. Januar. (Schluß.) (W. T. B.) Die vom Auslande vorliegenden Nachrichten gewährten den Linde auf Erhaltung des Friedens weitere Unterstüßung und führten demgemäß bei Beginn zu einer Aufwärtsbewegung. Diese war jedoch nur von furzer Dauer. Eine MNeihe untergeordneter Eisenbahnwerte wurde im Kurse heraufgeseßt. Aber gerade der Umstand, daß Dividendenpapiere niederen Grades eine Hauptrolle in der Bewegung spielten, erregte Mißtrauen und wirkte auf die Tendenz ungünstig ein. Die Folge war ein Nachlassen der Lebhaftigkeit und eine Abshwähung der Tendenz. Von Zeit zu Zeit traten zwar Erholungen in ewissen Papieren ein, jedoch wurden diese begleitet von Neali- erungen in anderen Werten. Der Markt im großen und ganzen neigte zur Ermattung. Schluß willig. Aktienumsaß 480 000 Stü. Geld auf 24 Stunden Durh‘chnittszinsrate 24, do. Zinsrate für leßtes Darlehn des Tages 24, Wechsel auf London (60 Tage) 481,90, Cable Transfers 4,85,40, Silber, Commercial Bars »585/z, Tendenz für Gelb: Leicht.
Nio de Janeiro, 11. Januar. (W. T. B.) Wesel auf London 121/16.
Buenos Aires, 11. Januar. (W. T. B.) Goldagio 127,27.
Essener Börse vom 11. Januar. (Amtlicher Kursbericht. Koblen, Koks und Briketts, Sonn en der Svaditet im Oberbergamtsbezirk Dortmund für die Tonne ab Werk.) T. Gas- und Flammkohle: a. Gasförderkohle 11,00—12,50 4, b. Gas- flammuförbderfohle 9,75—10,75 #, ec. Flammförderkohle 9,00 bis 9,75 M, d. Stüdkfohle 12,50—14,00 A, e. Halbgesiebte 12,00 bis 13,00 4, f. Nußkohle gew. Korn 1 und II1 12,50—13,25 , do. do. TIT 11,00—11,75 Æ, do. do. IV 9,75—10,75 #4, g. Nuß- rusfohle 0—20/30 mm 6,90—8,00 #, do. 0—50/60 mm 8,00 is 9,00 „G, b. Grusfohle 4,00—6,75 #«; II. Fettfohle: a. Förderkoble 9,00—9,75" 4, b. Bestmelierte Kohle 10,50—11,00 4, C. Stückohle 12,090—13,50 Æ, d. Nußkoble gew. Korn I und II 12,50—13,50 M, do. do. III 11,00—12,00 Æ, do. do. IV 9,75 bis 10,75 Æ, e. Kokskohle 9,50—10,00 Á; IIT. Magere Kohle: a. Förderkohle 7,75—8,75 ÆM, b. do. melierte 9,50—10,00 M, c. do. aufgebefserte, je nah dem Stükgehalt 11,00-—12,50 46, d. Stüd- fohle 12,50——14,00 Æ, e. Anthrazit Nuß Korn 1 17,50—19,00 M, do. do. IT 19,50——23,00 M, f. Fördergrus 6,50—7,50 M, g. Grus- fohle unter 10 mm 4,00—5,50 M; IV. Koks: a. HoGofenkoks 15,00 Æ, b. Gießereifoks 16,00—17,00 Æ, c. Brehk'oks 1 und II 17,00—18,00 M; V. Briketts: Briketts je nah Qualität 10,50 E N A E E Ae Ce L U S findet am ontag, den . Januar 1904, Nachmittags 4 Uhr, im „Berliner Hof“, Hotel Hartmann, ftatt. 9 G
Produktenmarkt. Berlin, den 12. Januar. Die amtlich
ermittelten Preise waren (per 1000 kg) in Mark: Weizen, märkischer 161,00 —163,50 ab Bahn, Normal2ewiht 755 g 167,75 bis 168,25-——168 Abnahme im Mai, do. 169,75—170 Abnahme im Juli mit 2 4 Mehr- oder Minderwert. Etwas fester. 1 Roggen, märkischer 128,50—129,00 ab Bahn, Normalgewicht 712 g 136,50—136,75—136,50 Abnahme im Mat, do. 138,75 bis 139—138,75 Abnahme im Juli mit 1,50 A Mehr- oder Minder- wert. Behauptet.
Hafer __ pommerscher, märkischGer, mecklenburger, preußischer, posener, {lesisher feiner 138—154, pommerscher, märkischer, mecklen- urger, preußischer, posener, \{lesis{her mittel 130—137, pommerscher, märkischer, medlenburger, preußischer, posener, \{lesis{er geringer 12 —129, Normalgewicht 450 g 128,75—129 Abnahme im Mai mit 4 M Mehr- oder Minterwert. Behauptet.
; „ „Mais, La Plata 110,00—112,00 fret Wagen, amerikan. Mixed
117,90 frei Wagen, ohne Angabe der Provenienz 110 Abnahme im
Februar, do. 109,75—109,50- -109,75 Abnahme im Mai. Behauptet.
c Zelzenmehl (p. 100 kg) Nr. 00 20,25—22,50. Unver- ert.
Roggenmehl (per 100 kg) Nx. 0 u. 1 16,30—17,90. Still.
_ Rüböl (p. 100 kg) mît Faß 46,60 Brief Abnahme im laufenden Monat, do. 46,80—46,60—46,80 Abnahme im Mat, do. 41,90 Brief Abnahme im Oktober. Etwas {wäcer.
Berlin 11. Januar. Marktpreise nach Ermittelungen des Königlichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppeliztr. für: Weizen, gute Sortef) 16,35 #4; 16,31 A — (eizen, Mittelsorte f) 16,27 4; 16,23 4 — Weizen, geringe Sorte f) 6,19 #Æ; 16,15 A — Roggen, gute Sorte f) 12,90 A; —,— M S Noggen, Mittelsorte f) —,— F; —,— Æ# — Roggen, geringe tse ) —,— M; —,— M — Futtergerste, gute Sorte*) 14,00 4; 2,90 M — Vlritergerste, Mittelsorte*) 12,80 M; 11,80 A — Futtergerste, geringe Sorte*) 11,70 4; 10,70 # — Hafer, gute rgorte*) 15,50 A; 14,60 A — Hafer, Mittelsorte*) 14,50 #4, O #4 — Hafer, geringe Sorte*) 13,50 4; 12,60 A — Richt- stroh —,— 46; —,— M — Heu —,— M; —,— M — Erbsen, gelbe, ly: Kochen 40,00 46; 28,00 A — Speisebohnen, weiße 50,00 4; A M — Linsen 60,00 4; 20,00 A — Kartoffeln 7,00 4; d M — Rindfleish von der Keule 1 kg 1,80 MÆ; 1,20 M — 1,60 Bauchfleish 1 kg 150 4%; 1,10 4 — Schweinefleish 1 kg fist 411,00 M — Kalbfleisch 1 kg 1,80 6; 1,20 e — Hammel- 0 1 kg 1,80 (; 1,10 A — Butter 1 kg 2,80 M; 2,00 6 — er 60 Stück 5,00 4; 3,00 & — Karpfen 1 kg 2,40 4; 1,20 — Yale 1 kg 2,80 M; 1,40 A — Zander 1 kg 2,80 M; 1,20 A — Pechte 1 kg 2,40 4; 1,20 — Barsche 1 kg 1,80 4; 1,80 4 — Schleie 1 kg 3,00 A; 1,40 A — Bleie 1 kg 1,404; 0,80 4 rebse 60 Stück 15,00 M; 3,00 M b Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn.
Magdeburg, 12. Januar. (W.T. B.) Zuckerbericht. Korn- zucker 88% ohne Sa —,—, Nachprodukte 75% ohne Sack 6 00—6,20. Stimmung: Matt. Brotraffinade 1 ohne Faß 18 00. Kristallzucker 1 mit Sack 17,95. Gemahlene Raffinade mit Sack 17,95. Gemahlene Melis mit Sack 17,456. Roh- zucker I. Produkt KLransito f. a. B. Hamburg Januar 16,20 Gd., 16,39 Br., —,— bez., Februar 16,45 Gd., 16,50 Br,, —-,— bez., Mai 16,85 Gd., 16 90 Br., 16,95 bez., August 17,30 Gd., 17,35 Br., S bez, Oktober- Dezember 17,55 Gd, 17,65 Br.,, —,— bez.
Göôln, 11. Januar. (W. T. B.) Nüböl loko 51,50, Mai 50,00. ; Bremen, 11. Januar. (W. T. B.) (Schlußbeciht.) Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkins 36, Dovypeleimer 36}, {wimmend Aprillteferung Tubs und Firkins —, Doppeleimer —. — Speck. Stetig. Short loko —, Short clear —, Januarabladurg —, extra lang —. Kaffee. Behauptet. Baumwolle. Steigend. Upland middl. E 707 „S.
Hamburg, 11. Januar. (W.T. B. etroleum. Still. Standard white loko 7,90. ( L
Hamburg, 12. Januar. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags- beriht.) Good average Santos März 354 Gd.,, Mai 364 Gd. Zuli 37 Gd., September 374 Gd. Stetig. — Zuckermarkt. (Anfangsbericht.) MRübenrohzucker I. Produkt Basis 88 9/9 Nende- ment neue Usance frei an Bord Hamburg Januar 16,40. März Rubig Mai 16,95, August 17,30, Oktober 17,55, Dezember 17,55.
Budapest, 11. Januar. (W. T. B.) Raps August 11,75 Gd., R Br. e
„London, 11. Januar. (W. T. B.) 96% Javazucker loko L D Hh. 3 d. Verkäufer. Rübenrohzucker loko flau 8 \h.
London, 11. Sanuar. (W. T. B.) (S@luß.) Chile- 594, für 3 Monat 581. Fest. (Schluß.) hile-Kupfer
7000 B., davon für Spekulation und Export 1000 B. Tendenz: Fest. Amerikanishe good ordinary Lieferungen: Stetig. Januar 7,28, Januar-Februar 7,26—7,27, Februar-März 7,25, März-April 7,24, April-Mai 7,22—7,23, Mai-Juni 7,21—7,22, Juni-Juli 7,19, Juli-August 7,16, August-September 6,94 d. E pie
_ Glasgow, 11. Januar. (W. L. B.) (Schluß.) Roheisen. Träge. Mixed numbers warrants 49 \h. 9 d. ‘Middlesborough 42 b. 6 d.
Bradford, 11. Januar. m T. B.) Wolle im Preise anziehend, englishe Wolle 4 d. höher. Das Gar ngeschäft wird durch Forderungen höherer Preise beeinträhtigt. Für das Geschäft in Stoffen sind die Frühjahrsaufträge unbefriedigend.
Paris, 11. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) RoHzucker matt, 880% neue Kondition E, Weißer Zucker ruhig, Nr. 3 für 100 kg Januar 24/3, Februar 25!/3, Mai-August 261/s, A 26/5. N
Amsterdam, 11. Januar. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 30}. — Bancazinn 80Z. Me __ Antwerpen, 11. Januar. (W. T. B.) Petroleum. NRaffi- niertes Type weiß loïo 22 bez. Br., do. Januar 22 Br., do. A 224 Br., do. März 224 Br. Ruhig. — Schmalz. Me E Ï ew York, 11. Januar. (W. T. B.) (Schluß) WBaum- wollepreis in New R 13,95, do. für e Mai 14,03, do. für Leferung Juli 14,11, Baumwollepreis in New Orleans 13/8, etroleum Standard white in New York 9,10, do. do. in Phi- radelphta 9,05, do. Refined (in Cases) 11,80, do. Credit Balances at Dil City 1,85, Shmalz Western steam 7,10, do. Rohe u. Brothers 7,15, Getreidefracht nah Liverpool 1!/s, Kaffee fair Rio Nr. 7 7/s, do, Rio Nr. 7 Februar 7,05, do. do. April 7,30, Zucker 21/,¿—3, Dinn 28,29—28,62, Kupfer 12,75—13,00. — Die Visible Supplies Bergen an Weizen 40200000 Busbels, an Mais 6 208 000 ushels,
Der bekannte Geiger Albert Geloso brachte am Donners- tag in Gemeinschaft mit dem Philharmonishen Orchester im Beethovenfaal Violinkonzerte von Bruch und Sinding und die Symphonie espagnole von Lalo zu Gehör. Troß der guten Technik hinterließ sein Spiel diesmal bei dem auffallend temperament- losen Vortrag keine rechte Wirkung. Von der besten Seite zeigte er uo im Adagio des G-Moll-Konzerts von Bruch; in ruhiger Be- chaulichkeit entwidelte er hier niht nur einen s{öônen, gesangreihen Ton, sondern auch ein warmes, zu Herzen gehendes Gefühl. — Die Sängerin Asta Caspari gab zu gleicher Zeit einen Liederabend im Oberlichtsaal der Philharmonie. Das Programm beschränkte sich auf viel gefungene Lieder von Schubert, Shumann, Brahms, Wolf und Strauß. Der angenehm klingende, frishe Sopran erscheint ziemlih gut gebildet, und auh das musikalishe Verständnis der jungen Dame is} an\prechend entwickelt; einen persönlichen Ausdruck weiß fie freilih noch nit zu finden. — An demselben Tage gab Herr Lucien Wurmser im Saal Bechstein den ersten von zwei Klavierabenden, die er in diesem Winter zu veranstalten beabsichtigt, und bestätigte von neuem den günstigen Eindruck, den bereits sein vorjähriges Konzert gemacht hatte. Sein Spiel ist kraftvoller, männliher geworden, chne an der peinlihen Sauberkeit und der echt französischen Eleganz und Leichtigkeit im Anschlag * einzubüßen. Die Beethovensche Musik (Appassionata) \{chöôpfte er inhaltlich nicht aus, aber Chopinsche und Lisztshe Kompositionen gab er vorzüglich wieder. Auch Mendelssohns G-Moll-Scherzo wurde in reizvollster Weise vorgetragen, und der lebhafte Beifall, der der zum Schluß ge- spielten Polonaise in E-Dur von Liszt von seiten des nicht eben zahl- reichen Publikums gespendet wurde, war wohlverdient.
, Fräulein Tilly Koenen hatte am Freitag einen „Populären Liederabend* in der Philharmonie veranstaltet. Wahrlich ein ge- wagtes Unternehmen — eine Prüfung der eigenen E Zahl- reiche Verehrer ihrer Kunst waren ja erschienen, aber es gehören au sehr viele Menschen dazu, den großen Saal der Philharmonie zu füllen. Das Programm war interessant zusammengestellt. Zuerst Schubert, dann Nudolf Buks stimmungsvolle Komposition „,Asteroiden*", Hugo Wolf, van Gyken und zum Schluß drei sehr gefällige holländische Kinderlieder von Catharina van Rennes. Wenn auch nicht alles gut und ansprehend gesungen wurde, so machtedie höne, große Stimme docheinen vortrefflichen Eindruck. Mit Recht gefiel besonders der Vortrag der holländischen Lieder, namentlich der Kinderlieder von Catharina van Rennes, denen fo anhaltender Beifall zuteil wurde, daß eine Zugabe erfolgen mußte. — Die populären Musikabende der Herren Schnabel (Klavier), Wittenberg (Violine) und Hekking (Violoncell) gewinnen sich in stetig wahfendem Maße die Anteilnahme des Publikums. Das ließ fih an ihrem dritten Abend, gleichfalls am Freitag, aus dem gedrängt vollen Beethovensaal ersehen. Die Leistungen der drei Künstler bei der Wiedergabe der beiden Klaviertrios von F. Kiel und Mozart waren aber auch in ihrer Art von . so wunderbarer Voll- endung, daß dieses sich s\teigernde Interesse natürlich erscheint. Zur Mitwirkung war außerdem der ausgezeihnete junge Geiger Arthur Hartmann herangezogen worden, der eine überaus interessante Leistung bot dur Feine Vorträge auf der nur selten im
von Milandre hob den etwas gedämpften, aber sehr angenehm kflingenden Ton des Instruments in seiner eigenartigen Schönheit
fang Arthur van Eweyk Brahms? „Vier ernste Gesänge“ klangs{ön und mit ergreifendem Ausdruck. — Ein junger Geiger aus Paris, Marcel Clerc, trat ebenfalls am Freitag im Saal Bechstein auf. Aus dem interessanten Programm, das er zusammengestellt batte, ließ fi äuf künstlerischen Grnst und musikalishes Verständnis s{ließen. Der Abend wurde mit Cósar Francks A-Dur-Sonate eingeleitet, die auch in zufriedenstellender Weise wiedergegeben wurde; vollständig aus- gereift erscheint die Künstlershaft des jungen Geigers freilich
noh niht. — In Mr Singakademie trat an dem-
Liverpool, 11. Januar. (W. T. B.) Baumwolle. Umsay:
Gebrauch befindlihen Viole d’amour. Ein Andante und Menuett |
hervor; der \türmishe Applaus veranlaßte no eine Zugabe. Ferner |
felben Abend der Sr erste O N er E lies fi olonne, auf. er Künstler ließ sich {on früher hier hat damals seinen Ruf als ein bte L, O Reinheit seines Spiels, der Glanz seines feelenvollen Tons und die hochgebildete Kunst seines Vortrags erzielen in ihrer harmonischen Vereinigung ein wie selten volleudetes musikalisches Gebilde. Wiedergabe des Finale von Bruchs G-Moll-Konzert und Beethovens G-Dur-Romanze hinterließ einen besonders tiefen Eindruck, der sich in stürmischen Beifallsbezeugungen löste.
Am Sonnabend ließ sich die Violinistin Irma Saenger - Sethe im Beethovensaal hören. Ein Konzert von Mozart und ¡wei Nomanzen von Beethoven trug sie im Verein mit dem Phil- harm onishen Orchester mit klarem, {chönen Ton, mit einwands- freier Geläufigkeit und kräftiger Bogenführung vor. Ihr Spiel zeigte auch eine genügende Wärme der Empfindung, aber nicht die Tiefe des Gefsüh1s, welche die Herzen mit si reißt. sie in Brahms? D-Dur-Konzert ; hier entwickelte sie zum Vorteil des Gelingens größe1e Beweglichkeit des Ausdrucks und eine stärkere Schattierung des Tons.
In der Aula des Lettehauses (Victoria Luise-Plaß 5—6) fand am Sonntag ein „Populäres Konzert“ statt, dessen Reinertrag zum Besten einer unbemittelten Künstlerin bestimmt war. Violinvirtuosin Anna von Pilgrim der Veranstaltung. wiederum die zahlreiche Kantilene und duftige, feindurhdachte, temperamentvolle Vortragsweife, zu der sih noch die selbstverständlihe Sicherheit, elegante Bogenführung und vornehme Ruhe gesellten. Sie zeigte sih jedem Genre gewachsen, wenn ihr freilich auch die getragenen Kompositionen am besten liegen. Gleich beifällig {ätten Altistin Luise Klosseck-Müller aufgenommen, deren : im Verlaufe des Abends immer l ] ,. Ihre Schhülerin, Fräulein Anni Bremer, die eine Reihe froher Kinderlieder zu Gehör brachte, zeigte sich im Besiß
fraftvolle, klangreihe Stimme \ympathischer wurde.
Oliveira berühmten
stand bestens bekannte Zuhörerschaft durch
ceister der Geige begründet.
Mehr Temperament legte
einer ausgiebigen, vortrefflich ausgebildeten Altstimme.
Weinreis gesetzte
d Endlih machte sich Rudolf e, [lieben8würdige Wiedergabe einer Anzahl ungen um das Gelingen des Abends die feinsinnige Klavierbegleitung von
(R R R E E R S L I U F RNU S O IME S D ORE N i I S E
Wetterbericht vom 12. Jan
r 19094, 8 Uhr Vormittags.
a.0° u.Meeres- | niveau reduz. |
Stornoway Blacksod Valentia Roche Point ortland Bill olybead hields Scilly Isle d’Air Cherbourg Paris Bliifingen elder Christiansund Bodoe Skudesnaes Skagen Kopenhagen Karlstad Stockholm Wisby Haparanda Borkum Keitum Hamburg Swinemünde Nügenwaldermünde Neufahrwasser Memel Niga St. Petersburg Münster (Westf.)
Chemnitz Breslau
rag Krakau Lemberg Hermanstadt
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Ge EEaEaEaEe a8
QAVEaEAAE 0808
e 2 _- O
Va I WTW)
3\bedeckt bededckt Regen Regen Dunst
bededt wolkig 4 \bedeckt 3|bedeckt 4|Regen 4'bededckt 3|Dunjt 2\bedeckt
8'halb bedeckt 1\wolkenlos
2\wolfig
4'halb bededckt
3\Nebel
4Schnee 6|bedeckt 2\bedeckt 4 bedeckt 4\bededt 5Negen 4bededckt 4\bededt 4 wolkig 3|»olfkig 4bedeckt 2|bedeckt 2|\bedeckt 2 bededckt 2 bedeckt 3 bedeckt 2|\wolfkig 2'bedeckt 3|Schnee 3'bedeckt 2\bedeckt 3'heiter
1\wolkig l'bedeckt 1/\bedeckt
2 wolkenlos 1\wolkenlos
e |bededt
1\bedeckt 2bedeckt
1/halb bedeckt Sin Maximum von über 770 mm liegt über Südrußland,
In Deutsh-
ein Minimum von unter 742 mm bei den Lofoten.
land ist das Wetter, bei meist {wachen südlihen Winden, trübe, die ; _nahezi i im Nordwesten sind Niederschläge ge- fallen. — Ziemlih mildes Wetter mit Niedershlägen wahr|cheinlich.
Temperatur nabezu normal ;
Mitteilungen des Aëronautishen Observatoriums des Königlichen Meteorologishen Instituts,
Drachenaufstieg vom 12. Janúüar 1904, 11 bis 12 Uhr Vormittags :
Station 40m |200 m | 500 m [1000 m | 1500 m| 1810 m
Seehöhbe |
Temperatur (C ° Rel. Fhtgk. (0/0
Wind-Richtung . | SS5W
— 1,0 90 WSW 12,5 | 13,3
Zwischen 360 und 520 m Temperaturzunahme von —0,7 bis +- 1,3 ®, — Die untere Wolkengrenze wurde bei einem vorangegangenen Aufftieg in etwa 1400 m Höhe gefunden.
Pariser Franchetti),
im Mittelpunkte Künstlerin ihre weiche,
l b Dem reih- haltigen Programm reihten fih ferner vershiedene, von Heinrich ; eto. Und perfönlih dirigierte lieder ein, die von einem wohlgeshulten „a cappella-Doppelquartett“ ansprehend vorgetragen wurden. Presber durch die launi eigener, satirisch-humorvo verdient. Nicht vergessen sei au Sophie Medem.
altdeutsche Volks-
Temperatur in- Gelsius.
halb beckeckt
— 30 SW

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 8