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Vollziehungsverordnung zum Gesetz über den sozialen Wohnungsbau und die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet - PDF
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1 Vollziehungsverordnung zum Gesetz über den sozialen Wohnungsbau und die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet Vom 5. Oktober 984 (Stand. Januar 008) Gestützt auf Art. 5 des Gesetzes über den sozialen Wohnungsbau und die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet ) vom Grossen Rat erlassen am 5. Oktober 984 ). Bau, Erneuerung und Erwerb von Wohnungen und Hauseigentum.. BAU VON PREISGÜNSTIGEN WOHNUNGEN... Bürgschaft Art. Art Die Bürgschaft wird in der Regel als einfache Bürgschaft gemäss Artikel 495 des Schweizerischen Obligationenrechtes ) errichtet. Art. Umfang und Dauer Bei Wohnbauvorhaben kann der Kanton das investierte Fremdkapital bis zu höchstens 5 Prozent der Anlagekosten verbürgen. Die Bürgschaft wird nur für Nachgangshypotheken gewährt, wobei die Gesamtbelastung durch Hypotheken 95 Prozent der Anlagekosten nicht übersteigen darf. ) BR ) B vom 8. Juni 984, ; GRP 984/85, 469 ) SR 0 * Änderungstabellen am Schluss des Erlasses
2 Die Verbürgung setzt voraus, dass die Gemeinde oder Dritte sich verpflichten, einen allfälligen Verlust aus der Bürgschaft von Prozent zu übernehmen. 4 Der Zinssatz der verbürgten Nachgangshypotheken darf nicht höher sein als derjenige der Graubündner Kantonalbank. 5 Die Gewährung von Bürgschaften wird von Amortisationsverpflichtungen abhängig gemacht. Spätestens 5 Jahre nach der Zusicherung fällt die Bürgschaft dahin. Art. Voraussetzungen, Einkommens- und Vermögensgrenze Die allgemeinen Voraussetzungen sowie die Einkommens- und Vermögensgrenze für die Gewährung von Bürgschaften richten sich nach den Bestimmungen über Darlehen. Bauträger von Mietwohnungen sind an keine Einkommens- und Vermögensgrenzen gebunden.... Darlehen Art. 4 Art Bei den Darlehen handelt es sich um rückzahlungspflichtige, zinslose Leistungen. Art. 5 * Anspruchsberechtigter Personenkreis Die Darlehen werden ausgerichtet für Wohnungen von Familien und Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen. Art. 6 Umfang und Dauer Die Darlehen bestehen in der Ausrichtung jährlicher Beiträge zur Senkung der Eigentümerlasten auf anfangs 5 Prozent der Anlagekosten. Sie vermindern sich entsprechend einer alle zwei Jahre vorzunehmenden Mietzinserhöhung um 6 Prozent. Anstelle von eigenen Darlehen kann der Kanton zusammen mit den Gemeinden die Verzinsung der Grundverbilligung des Bundes übernehmen. Die Leistungen werden in der Regel eingestellt, wenn a) die Einkommens- oder Vermögensgrenze überschritten wird; b) die kostendeckende Miete erreicht ist; c) der Landesindex der Konsumentenpreise seit Bezug der ersten Leistung um mehr als 40 Prozent zugenommen hat. Art. 7 Rückzahlung Ab dem dritten Jahr seit Einstellung der Darlehen sind diese innert längstens 5 Jahren zu amortisieren. Für vorübergehende Sistierungen erlässt die Regierung die notwendigen Bestimmungen.
3 Art. 8 * Einkommens- und Vermögensgrenze Die Darlehensbeiträge werden gewährt, soweit das steuerbare Einkommen nach direkter Bundessteuer aller Bewohner Franken nicht übersteigt und das Reinvermögen nicht höher ist als Franken. * Für jedes minderjährige oder sich noch in Ausbildung befindende Kind und für jede andere Person, mit Ausnahme des Ehegatten, der eingetragenen Partnerin oder des eingetragenen Partners, für welche die Familie aufkommt, erhöht sich die zulässige Einkommensgrenze um 500 Franken und die zulässige Vermögensgrenze um Franken. * Das Einkommen und das Vermögen von volljährigen Kindern bis zum 5. Altersjahr, die in Gemeinschaft mit den Eltern leben, bleiben unberücksichtigt. 4 Betagten, Invaliden und Pflegebedürftigen wird /0 des die zulässige Grenze übersteigenden Vermögens als Einkommen angerechnet. 5 Die Regierung passt die Ansätze gemäss Absatz und veränderten Verhältnissen an und kann in Härtefällen von der Einkommens- und Vermögensgrenze abweichen.... Zusatzbeiträge Art. 9 Art Bei den Zusatzbeiträgen handelt es sich um nicht rückzahlungspflichtige Leistungen, die in Ergänzung zu den Darlehen ausgerichtet werden. Art. 0 Anspruchsberechtigter Personenkreis * Für die Gewährung von Zusatzbeiträgen gelten die Voraussetzungen gemäss Artikel 5. Art. Umfang und Dauer Die Zusatzbeiträge bestehen in der Ausrichtung eines jährlich gleichbleibenden Betrages von Prozent der beitragsberechtigten Anlagekosten. Sie werden während 0 Jahren ausgerichtet. * Art. * Einkommens- und Vermögensgrenze Zusatzbeiträge werden gewährt, soweit das steuerbare Einkommen nach direkter Bundessteuer aller Bewohner Franken nicht übersteigt und das Reinvermögen nicht höher ist als Franken. * Im Übrigen finden die Bestimmungen gemäss Artikel 8 Anwendung.
4 ERNEUERUNG BESTEHENDER WOHNUNGEN Art. Art, Umfang und Dauer Die Hilfeleistung besteht in der Verbürgung von Nachgangshypotheken und der Gewährung von Darlehen und Zusatzbeiträgen gemäss den Bestimmungen über den Bau von preisgünstigen Wohnungen. Art. 4 Voraussetzungen Die Leistungen werden nur für wesentliche wertvermehrende Aufwendungen ausgerichtet. Unterhalts- und Reparaturarbeiten sind nicht beitragsberechtigt. Die Gesamtkosten dürfen die Kosten vergleichbarer neuer Wohnungen nicht übersteigen. Im übrigen gelten die Voraussetzungen gemäss Artikel 5. Art. 5 Einkommens- und Vermögensgrenze Die Einkommens- und Vermögensgrenze richtet sich nach den Bestimmungen über den Bau von preisgünstigen Wohnungen. Art. 6 Wohnhygienische Sanierungen Ausserhalb des Berggebietes im Sinne des landwirtschaftlichen Produktionskatasters können Beiträge an die Zu- und Ableitung von Wasser und den Einbau sanitärer Installationen ausgerichtet werden. Für den Beitragssatz von Kanton und Gemeinden, die Einkommens- und Vermögensgrenze sowie die übrigen Voraussetzungen sind die Bestimmungen über die Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten massgebend... ERWERB VON WOHNUNGS- UND HAUSEIGENTUM Art. 7 Art, Umfang und Dauer Die Hilfeleistung besteht in der Verbürgung von Nachgangshypotheken und der Gewährung von Darlehen und Zusatzbeiträgen gemäss den Bestimmungen über den Bau von preisgünstigen Wohnungen. Art. 8 Voraussetzungen Der Erwerb von Wohnungs- und Hauseigentum wird gefördert, soweit er dem eigenen Bedarf natürlicher Personen dient und ein Eigenkapital von mindestens 5 Prozent der Anlagekosten ausgewiesen wird. Im übrigen gelten die Voraussetzungen gemäss Artikel 5. 4
5 Art. 9 Einkommens- und Vermögensgrenze Die Einkommens- und Vermögensgrenze richtet sich nach den Bestimmungen über den Bau von preisgünstigen Wohnungen. Die Leistungen werden nur erbracht, wenn die Finanzierbarkeit ausgewiesen ist..4. GEMEINSAME BESTIMMUNGEN Art. 0 Geltungsbereich Leistungen für den Bau, die Erneuerung und den Erwerb von Wohnungen und Hauseigentum im Sinne dieses. Abschnittes werden nur ausgerichtet, wenn keine Beiträge gemäss den Bestimmungen über die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet ) ausgelöst werden können. Art. Finanzierung Kanton Der Aufwand des Kantons für die Wohnbauförderung darf zusätzlich zu den Mitteln für die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet jährlich,8 Mio. Franken nicht übersteigen. Für Nachgangshypotheken dürfen jährlich Bürgschaften bis zu 5 Mio. Franken eingegangen werden. Art. Beteiligung der Gemeinde oder Dritter Voraussetzung für Beitragsleistungen des Kantons ist, dass die Gemeinde die Leistungen im Sinne dieser Verordnung je nach Finanzkraft zu Prozent übernimmt. Der Beitrag Dritter wird durch die Regierung bestimmt. Für wohnhygienische Sanierungen gelten die Bestimmungen über die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet ). Art. Bauliche Anforderungen Die Leistungen werden nur ausgerichtet: a) für zweckmässige, nach wirtschaftlichen Grundsätzen und bewährten Erkenntnissen der Bautechnik ausgeführte Wohnungen; b) für Wohnungen, deren Wohnfläche ein bestimmtes Mindestmass erreicht und die Ausstattung bestimmte Mindestanforderungen erfüllt. Art. 4 Weitere Voraussetzungen Die Gewährung von Leistungen setzt voraus, dass a) die vorgesehenen Kapitalverzinsungen nicht höher sind als die jeweiligen Ansätze der Graubündner Kantonalbank; ) Art. ff. ) Art. ff. 5
6 b) die Erstellungskosten ein bestimmtes Mass nicht überschreiten; c) die Landkosten nicht übersetzt sind; d) die Eigentümerlasten unter Ausschluss der Verzinsung des Eigenkapitals in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen stehen. Art. 5 Prioritäten Die Regierung strebt eine Zusammenarbeit mit den Geldinstituten zur Schaffung von günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, wie Bausparmodelle und verbilligte Hypothekarzinssätze, an. Wohnbauten mit günstigen Finanzierungsmöglichkeiten werden bevorzugt. Bei der Gewährung von Leistungen ist für eine angemessene, den Bedürfnissen entsprechende regionale Verteilung zu sorgen. Art. 6 Mietzinsfestlegung Wohnungen, an die gestützt auf diese Bestimmungen Leistungen ausgerichtet werden, unterliegen während der Dauer der Hilfemassnahmen der amtlichen Mietzinsfestlegung durch die kantonale Amtsstelle. Bei der Mietzinsfestlegung sind die Verzinsung des Fremd- und Eigenkapitals und die Kosten für Unterhalt, Verwaltung, Abgaben, Grundsteuern und Amortisation zu berücksichtigen. Art. 7 Überprüfung Die Beitragsberechtigung wird periodisch überprüft. Sie erfolgt unter Mitarbeit der Gemeinden durch die kantonale Amtsstelle. Sind die für die Zusicherung der Darlehens- und Zusatzbeiträge massgebenden Voraussetzungen und Bedingungen nicht mehr erfüllt, so ist die weitere Ausrichtung der Beiträge ganz oder teilweise zu streichen. Wird die massgebliche Einkommens- oder Vermögensgrenze überschritten, sind die Leistungen auf den nächstmöglichen Kündigungstermin einzustellen. 4 Zu Unrecht bezogene Darlehens- und Zusatzbeiträge sind sofort nach Feststellung des ungerechtfertigten Bezugs mit 5 Prozent Zins zurückzufordern. Das Rückforderungsrecht verjährt innert 0 Jahren seit der Ausrichtung. Art. 8 Zweckerhaltung Die mit der Wohnbauhilfe verbilligten Mietwohnungen dürfen während 5 Jahren nur für Wohnzwecke im Rahmen der in der Beitragsverfügung enthaltenen Bedingungen verwendet werden. 6
7 Art. 9 Kaufs- und Vorkaufsrecht Die Ausübung des Kaufs- und Vorkaufsrechts im Sinne von Artikel 9 des Gesetzes ) verfügt die Regierung. Art. 0 Zuständigkeit und Verfahren Wer für ein Bauvorhaben oder den Erwerb eines Objektes Leistungen beansprucht, hat bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle ein Gesuch mit Finanzierungsausweis einzureichen. Nach Abklärung der Voraussetzungen entscheidet die Regierung. Der Gesuchsteller hat innerhalb von 0 Tagen seit Erhalt der Beitragszusicherung der kantonalen Amtsstelle schriftlich mitzuteilen, ob er die an die Zusicherung geknüpften Verpflichtungen übernimmt. Die Annahme hat vorbehaltlos zu erfolgen. Übernimmt der Gesuchsteller die an die Beitragszusicherung geknüpften Verpflichtungen nicht fristgerecht, so fällt die getroffene Verfügung dahin. Die zuständige kantonale Amtsstelle kann die Frist gemäss Absatz nötigenfalls erstrecken.. Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet Art. * Beitragsansatz Der Kantonsbeitrag beträgt zusammen mit dem Beitrag der Gemeinde, in welcher die Verbesserung ausgeführt wird, 50 Prozent der anrechenbaren Kosten. Die zuständige Bewilligungsinstanz setzt die anrechenbaren Kosten nach dem Ausmass der vorgesehenen Massnahmen, der Finanzlage des Gesuchstellers und den im kantonalen Budget bereitgestellten Mitteln fest. Art. Beitrag der Gemeinde Der Gemeindebeitrag wird nach der Finanzkraft der Gemeinde wie folgt abgestuft: * Finanzkraftkategorie I 0 II 6 III IV 0 V 6 Gemeindeleistung und anrechenbare Leistung Dritter in Prozenten der anrechenbaren Kosten ) BR
8 Der Beitrag der Gemeinde kann auch von Dritten übernommen werden. Diese Beitragsleistungen unterliegen den gleichen Bedingungen wie die Anteile der Gemeinden. Art. Verfahren Die Gemeinden können die Beitragsleistung durch Gesetz allgemeingültig festlegen. Gesuche sind innert Monatsfrist durch die zuständige Gemeindebehörde zu erledigen. Art. 4 *. Ausführungsbestimmungen, Inkrafttreten Art. 5 Ausführungsbestimmungen Die Regierung erlässt die notwendigen Ausführungsbestimmungen ). Art. 6 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt zusammen mit dem Gesetz über den sozialen Wohnungsbau und die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet in Kraft. ) Ihr widersprechende Erlasse gelten als aufgehoben. Art. 7 Aufhebung bisherigen Rechts Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung wird die Vollziehungsverordnung zum Gesetz über die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet des Kantons Graubünden vom. Februar l97 ) aufgehoben. ) BR ) Gesetz mit RB 868/85 auf den. Januar 986 in Kraft gesetzt. ) AGS 97, 76 8
9 Änderungstabelle - Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle Erlass Erstfassung Art. 5 totalrevidiert Art. 8 totalrevidiert Art. 0 Titel geändert Art. Abs. geändert Art. totalrevidiert Art. 8 Abs. geändert Art. Abs. geändert Art. 8 Abs. geändert 007, Art. totalrevidiert Art. Abs. geändert Art. 4 aufgehoben - 9
10 Änderungstabelle - Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle Erlass Erstfassung - Art totalrevidiert - Art totalrevidiert - Art. 8 Abs geändert - Art. 8 Abs geändert 007, 09 Art Titel geändert - Art. Abs geändert - Art totalrevidiert - Art. Abs geändert - Art totalrevidiert - Art. Abs geändert - Art aufgehoben - 0

References: Art. 5
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 0
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
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