Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201998,%202286
Timestamp: 2019-10-21 01:33:12+00:00

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BGH, 15.04.1998 - VIII ZR 377/96 - dejure.org
https://dejure.org/1998,1382
BGH, 15.04.1998 - VIII ZR 377/96 (https://dejure.org/1998,1382)
BGH, Entscheidung vom 15.04.1998 - VIII ZR 377/96 (https://dejure.org/1998,1382)
BGH, Entscheidung vom 15. April 1998 - VIII ZR 377/96 (https://dejure.org/1998,1382)
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Unwirksamkeit der Nachfolgeklausel in einem Bierlieferungsvertrag bei Recht der Brauerei zur Übertragung der Bezugsverpflichtung mit Wechsel der Biersorte
Nachfolgeklausel in Bierlieferungsvertrag
NJW 1998, 2286
ZIP 1998, 1441
MDR 1998, 890
WM 1998, 1587
DB 1998, 1507
Für die die Anwendung des AGBG erfordernde einseitige Gestaltungsmacht des Verwenders ist es ein hinreichendes Indiz, wenn er den drei von ihm in Aussicht genommenen Verträgen seine vorformulierten Bedingungen zugrundezulegen beabsichtigt (vgl. BGH, Urteil vom 15. April 1998 - VIII ZR 377/96, NJW 1998, 2286, 2287;… Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz, 4. Aufl., § 1 Rdn. 14;… Ulmer in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz, 9. Aufl., § 1 Rdn. 25).
Die untere Grenze für eine Vielzahl von Verwendungsfällen ist nicht unter drei beabsichtigten Verwendungen anzusetzen (BGH, Urt. v. 15. April 1998 - VIII ZR 377/96, WM 1998, 1587, 1589; v. 27. September 2001 - VII ZR 388/00, WM 2001, 2352, 2353).
a) Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nach objektiven Maßstäben, das heißt nach dem typischen Verständnis redlicher Vertragspartner unter Abwägung der Interessen der an Geschäften dieser Art normalerweise beteiligten Kreise auszulegen (st.Rspr., vgl. BGHZ 102, 384, 389 f; BGH, Urteil vom 25. Juni 1992 - IX ZR 24/92, WM 1992, 1444 unter II 2 b; BGH, Urteil vom 15. April 1998 - VIII ZR 377/96, WM 1998, 1587 unter II 2 b bb, jew. m.w.Nachw.).
Bei einem wiederholt verwendeten Mustervertrag liegen Allgemeine Geschäftsbedingungen vor (BGH NJW 2002, 138; BGH NJW 1998, 2286).
OLG Rostock, 25.11.2010 - 3 U 124/09
Umfang eines Wegerechts; Gestattung der Benutzung des Weges an Dritte; …
Da es sich bei den Nutzungsverträgen um Allgemeine Geschäftsbedingungen im Sinne des § 305 Abs. 1 BGB handelt - es handelt sich um einen vorformulierten Vertragstext, der bereits im vorliegenden Verfahren von der Klägerin dreimal (vgl. BGH NJW 1998, 2286) verwendet worden ist - ist nach § 305c Abs. 2 BGB zulasten der Klägerin die letztgenannte Auslegung als maßgeblich anzusehen.
Denn allein dieses Neubauvorhaben weist insgesamt acht Eigentumseinheiten auf, so dass von einer - jedenfalls nahezu entsprechenden Erwerberanzahl und damit von einer Vielzahl von Verträgen i.S.v. § 1 Abs. 1 AGBG, die von der Rechtsprechung ab dreimaliger Verwendung(sabsicht) bejaht wird (BGH, Urteil vom 15.04.1998 - VIII ZR 377/96 -), ohne Weiteres ausgegangen werden kann.
Die untere Grenze, bei der eine Vermutung für die mehrfache Verwendung spricht, liegt bei drei Verwendungen (BGH NJW 1998, 2286, 2287).

References: § 1
 § 1
 BGH 
 § 305
 BGH 
 § 305
 § 1