Source: http://die-wuerde-des-menschen.blogspot.com/2014/12/heinrich-alt-uber-das-grundeinkommen_29.html
Timestamp: 2018-07-20 00:49:33+00:00

Document:
Die Würde des Menschen ...: Heinrich Alt über das Grundeinkommen (verbesserter Kommentar)
Anonym 29. Dezember 2014 um 18:08
Letzte Klarheit. – „Im Zeitungsnachruf für einen Geschäftsmann stand einmal: „Die Weite seines Gewissens wetteiferte mit der Güte seines Herzens.“ Die Entgleisung, die den trauernden Hinterbliebenen in der für solche Zwecke aufgesparten, gehobenen Sprache widerfuhr, das unfreiwillige Zugeständnis, der gütige Verblichene sei gewissenlos gewesen, expediert den Leichenzug auf dem kürzesten Weg ins Land der Wahrheit. …“
BbG 1. Januar 2015 um 12:17
Stefan Elbel 30. Dezember 2014 um 18:04
Eine "falsche Botschaft vermitteln" ist völliger Blödsinn. Das Gegenteil wäre der Fall: Die Würde des Menschen würde geachtet, das wäre human.
Das Gefühl gebraucht zu werden hängt doch nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen ab, aber die diversen blödsinnigen Maßnahmen der Jobcenter geben auch nicht das Gefühl gebraucht zu werden. Niemand soll verhungern müssen ist eine Verpflichtung nach dem Grundgesetz, dass hat Herr Alt leider vergessen zu erwähnen.
Anonym 30. Dezember 2014 um 18:25
Anonym 31. Dezember 2014 um 07:15
BbG 1. Januar 2015 um 12:18
Andi 31. Dezember 2014 um 09:57
Herr Alt....das sagt schon der Name: "Alt"....er steht für etwas ALTES, für ein krankes, gerade im sterben liegendes Menschenverachtendes System. Natürlich halten die Herrschenden Unterdrücker an ihrer "Macht" immer bis zu letzt, krampfhaft daran fest um dann später, wieder "von nichts gewusst" zu haben ("Aber, aber, ich liebe euch doch alles, ja ich liebe alle Menschen") oder um sich nach irgendwo davonzumachen, wenn der Kahn gesunken ist.
Herr Alt, repräsentiert, ebenso wie Merkel, Gauk und die gesamte andere Truppe, das alte, überholte, schlechte und negative und Menschenverachtende. Im sinne von Amerika und der NATO müssen die das ja auch....sie sind schließlich Menschen ohne Rückrad und verlangen dies auch von ihren "Untergegeben" den Bürgern. Um nicht aufzufallen und von sich abzulenken, erfinden sie dann Sätze wie: "das will der Steuerzahler so", um keine Verantwortung gegenüber irgendetwas zu übernehmen, um sich frei von Schuld zu erklären.
Doch die Uhr tickt.......
Anonym 1. Januar 2015 um 17:46
"Ein Punkt, der wenig bis gar nicht in der BGE-Diskussion beachtet wird, ist folgender.
Es gibt in der Tat sehr verschieden bewusste Menschen, wobei der Schwerpunkt eher weiter unten angesiedelt ist.
Nun sprach ich vom Missbrauch des Staates: Wie aber ist es, wenn so und so viele Leute, die ganz selbstverständlich ihr Grundeinkommen in Empfang nehmen würden, den Saat schmieren?
Wenn wir die Gleichung aufmachen: je weniger Bewusstheit= desto mehr Verschwendungssucht (in aller Regel), dann wird offenbar, dass der monatliche BGE-Bezug dieser Leute auch sehr viel eher zur Neige gehen würde, das heisst sie müssten notgedrungen arbeiten gehen. Dies wäre auch eine Form von Zwang, aber eine sehr viel abgeschwächtere, die zudem die Eigenverantwortung betonen und fördernd darauf einwirken müsste. (Einmal davon abgesehen, dass wiederum mehr Geld in die Wirtschaft einfliesst).
Dass die Kriminalität zunimmt, steht hingegen kaum zu befürchten. Die ist immer dann auf einem Höhepunkt, wenn Gewalt und Unterdrückung gesellschaftliche Konstanten sind."
Man bedenke hierzu: Wenn man nicht von aussen mit menschenverachtenden Geldkürzungen gedroht wird, sondern alles auf einen selbst zufällt, wird man nicht bockig oder trotzig, sondern kann sich so Fehler, falls einem welche unterlaufen sind, selbst gegenüber sehr viel ehrlicher eingestehen. Ausserdem fällt die Angst weitgehend weg, da man freier in seinen Entscheidungen als früher ist und nicht gegen lauter Gespenster (die inneren UND die äusseren) zu kämpfen hat; allein das stille Zugeständnis eines BGE wirkt äusserst befreiend. Ausserdem käme ein jeder damit erstmals in die einzigartige Situation, wirklich mit seinen eigenen Geldmitteln bis zu einem gewissen Grad für andere einstehen können, weil die Planung wesentlich erleichtert wird, der Rückhalt gewissermassen schon da ist; Menschen darunter, die bis jetzt noch nicht in eine solche Verlegenheit gerieten, HELFEN zu können! Allein das würde den sozialen Zusammenhalt und somit die Wirtschaft insgesamt nochmals stärken (selbst wenn tatsächlich nur ein paar freiwillige Helfer mehr sich engagierten.) Die positiven Rückkoppelungseffekte sind zur Zeit noch gar nicht absehbar!
Leute täuschen wir uns nicht; das BGE ist, so schlicht es auf den ersten Blick daherkommt und auch deswegen, ein geniales Konzept! Es würde so viele Bereiche positiv abdecken, und dabei uns mehr als jemals bisher uns unsere Innerlichkeit umarmen lassen.
Mag sein, dass es "nur" ein Gedanke der "Grünen" ist - doch vielleicht ist es ausnahmsweise ein überlegener Gedanke, wenn man ihn weiterspinnt.
Anonym 1. Januar 2015 um 18:48
Zu Ihrem Kommentar „ Die Schlagschatten seines eigenen Systems – die hält er für das Grundeinkommen. Das Grundeinkommen selber sieht er nicht.“:
„Lecture2go“ (frei übersetzt: „Lektion, wie’s gehen könnte“):
Volkswirtschaftler Prof. Dr. Bontrup erklärt klar und deutlich, welche Geldumverteilungen zu welchen Ergebnissen geführt haben. Er und seine Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ (Memorandum-Gruppe) zeigen auf (und rechnen vor), dass wir unsere volkswirtschaftliche Schieflage durch Umverteilung von Arbeit und Geld beheben könnten: durch konzertierte Einführung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
Ich halte diesen Weg für den einzig noch denkbaren. Denn es ist ja keineswegs der Fall, dass uns die Arbeit ausgehen würde, sie wird nur leider nicht mehr ordentlich bezahlt. (Und alle, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, müssen bis zum Umfallen malochen (zumindest die unteren Einkommensgruppen).
Es entspricht eben leider nicht der „Moral“ der größten Privatiers, die Arbeit gerecht zu verteilen und gerecht zu entlohnen. Und Einzel-Unternehmen KÖNNEN das allein auch gar nicht praktizieren, denn dann verlieren sie den Wettkampf um die Konsumenten ihrer Produkte.
Dazu benötigen wir den Gesetzgeber, denn er allein besitzt die dazu notwendige gesetzgeberische Gewalt – und damit die erforderliche Durchsetzungskraft.
Sehr geehrter Herr Boes, wir stehen am Scheideweg! Wir müssen uns entscheiden, ob wir den Weg in die Freiheit oder den Weg in die endgültige Sklaverei antreten wollen. (Letzterer wäre m.E. die Einführung eines BGE, denn es hilft lediglich, sich (noch) mit den Grundlebensmitteln zu versorgen, behebt aber keineswegs die URSACHE unserer Misere!!)
Das Schlimmste an der Einführung eines BGE wäre aber m.E., dass es dann kein Zurück mehr gibt!!!
Das IST der Weg in die Sklaverei!! Denn es geht einher mit der endgültigen Abschaffung der Sozialversicherungssysteme, (die sogar zwei Weltkriege überlebt haben, weil es sich dabei eben NICHT um Geld handelt, das in der Finanzwirtschaft landet, sondern reine Umverteilung ist: Was eingezahlt wird, wird an Kranke und Rentner ausgezahlt [weshalb eigentlich nicht mehr an Langzeit-Arbeitslose??]!!)
Die Unternehmen schaffen sich damit ihre Pflicht „vom Hals“, sich an der Sozialversicherung der Arbeitskräfte (in Form von Lohnnebenkosten) zu beteiligen. Die Löhne brauchen außerdem nur noch in Höhe dessen beglichen werden, was ÜBER dem BGE liegt, die Privatiers sparen pro Arbeitskraft also 1000,00 € Lohn monatlich ein!! Das ist eine GIGANTISCHE Umverteilung von unten nach oben!!!! Die Privatiers wissen jetzt schon nicht mehr, wohin mit ihrem Geld, weil ihnen die Schuldner ausgehen!!!! Der nächste Chrash wird unser Untergang!!!! Da helfen weder Gold noch Edelsteine, denn die kann man bekanntlich nicht essen.
"Eine "falsche Botschaft vermitteln" ist völliger Blödsinn. Das Gegenteil wäre der Fall: Die Würde des Menschen würde geachtet, das wäre human.
Das Gefühl gebraucht zu werden hängt doch nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen ab..."
DAs "Gefühl, gebraucht zu werden", rührt zu einem Gutteil von einer ausgeprägten Mangelerscheinung des jetzigen Systems (welches ich in den 1960er Jahren als ausgezeichnet beurteilt hätte, doch eben nicht mehr jetzt); es ist ihm inhärent.
Mite einm Bedingungslosen Grundeinkommen ausgestattet, könnte die Frage völlig anders gestellt werden Nicht mehr: Werde ich gebraucht (Einfachgebrauch oder Mehrfachbenutzung?) sondern: Wie bringe ich am Besten meine Fähigkeiten und Talente (die ich als MENSCH immer habe, dies implizit eingeschlossen) ein, aber eben auch: Wie verbessern wir die Welt weiter? Das wäre vollkommen das Gegenteil vom bisherigen Ego-Denken, weil es sich dabei schon von der Ausgangssituation her nicht mehr allein um mein "Weiterkommen" dreht. Von Zwangsketten und systemisch-künstlich herbeigeführtem Frustrationen ganz zu schweigen.
Auf den unteren Bewusstseinebenen würde man wahrscheinlich lange nicht so denken, jedenfalls nicht bis zum zweiten Teil der FRage - doch auch nicht mehr den bisherigen grossen Schaden anrichten können, der dem Egozentrischen in der heutigen Welt erwächst.
Denn die Firmen müssten die Menschenwürde mehr in den Fokus rücken, das heisst auch: Was kann jemand wirklich, außerhalb der vorzeigbaren, auf Papier geschriebenen Qualifikationen, die auch so oder so entstanden sein können? Schon aufgrund einer mehr nachhaltigen und mehr auf globales Allgemeinwohl bedachten Philosophie. Und da haben wir keine andere Wahl, sehr bald muss diese Transformation eintreten, wenn wir auf diesem Planeten noch ein wenig Besuchszeit haben wollen. Ob realistisch und wie realistisch diese ist, sind dabei relativ müssige Fragen.
Dann und nur dann wird überhaupt die heute von der Politik entgegen jeglicher Realitäten forcierte Multikulturalismus sanft erblühen können, statt die Konservativen mit Islam und derartigem bestenfalls zu verwirren, schlimmstenfalls Kriege zu provozieren!
"Es entspricht eben leider nicht der „Moral“ der größten Privatiers, die Arbeit gerecht zu verteilen und gerecht zu entlohnen. Und Einzel-Unternehmen KÖNNEN das allein auch gar nicht praktizieren, denn dann verlieren sie den Wettkampf um die Konsumenten ihrer Produkte."
Frau Haufe, Unternehmer brauchen Mitarbeiter! Wenn ich meine unanzutastende Grundsicherung besitze, bin ich in der ehrenvollen Lage, ein angemessenes Gehalt zu fordern (was das ist: siehe frühere Jahrzehnte!) Wenn die Mitarbeiter fehlen, brauchen wir über die Kunden nicht zu reden.
Doch auch die Unternehmer, die Firmenbosse etc. könnten mit einer soliden Rückenlage erst einmal die schlimmsten Zwänge abschütteln (und wer weiss, vielleicht würden ja einige durchaus begrüssen, nunmehr etwas humanere Entscheidungen treffen zu können!!!) Was Sie nicht mehr wie bisher durchgesetzt bekämen: die Mitarbeiter, angestellten oder potenziellen, wie Vieh zu behandeln! Also würde sich auch das Arbeitsklima drastisch wandeln MÜSSEN!
Sollten auch einige Unternehmen (vielleicht sehr gerechtfertigterweise) Pleite gehen, heisst das nicht, dass nicht auf der anderen Seite mehr gesellschafts- und problemlösungsorientiertere Firmen entstehen könnten.
Ein Grundeinkommen erfordert eben doch ein Umdenken und verhilft möglicherweise weiterhin dazu.
Ansonsten erlaube ich mir, Frau Olga Masur (www.olga-masur.de) zu zitieren:
-Es spricht nichts dagegen, einen Steuerfreibetrag für alle in genau der Höhe des BGE einzurichten, so dass es zum einen wirklich gerecht ist gegenüber jenen, die viel arbeiten und zum anderen alle ein Interesse daran haben, dass es weder zu hoch noch zu niedrig ausfällt.
-Es spricht nichts dagegen, es in voller Höhe erst ab Volljährigkeit auszuzahlen, um nicht verantwortungsvollen Eltern nicht in die Hände zu spielen. Ich würde einen vollen Monatssatz für die Erstausstattung auszahlen und dann von der Höhe des bestehenden Kindergeldes sukzessive bis zum 18. Lebensjahr steigern, dafür aber Kitas, Kindergärten, Schulen sowie Sportclubs und Musik- und Kunstschulen für Kinder stark ermäßigt halten. So wäre für alles gesorgt, insbesondere für Chancengleichheit, und so könnten junge Menschen ein selbstbestimmtes Leben leben und ggf. auch früher aus gewalttätigen Elternhäusern ausziehen. (Während heute Menschen bis zum Alter von 25 Jahren auf ihre Eltern verwiesen werden, wenn sie ALG II beantragen, egal wie sie sich mit ihnen verstehen oder nicht – was dazu führte, dass viele Jugendliche auf der Straße landeten. Dem Vorschlag, mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen für Kinder ANZUFANGEN kann ich jedoch nichts anfangen: Das wäre wirklich eine Wurfprämie.)
-Es spricht nichts dagegen, auch eine Anlaufstelle für Härtefälle einzurichten.
-Es spricht nichts dagegen, freiwillige und niedrigschwellige Coaching-Angebote zur Aktivierung einzurichten.
-Es spricht nichts dagegen, eine Basis-Krankenversicherung zu integrieren, so dass Veränderungen in diesem Bereich nicht zu unzumutbaren Härten führt.
-Es spricht nichts dagegen, den Mietmarkt soweit zu regulieren, so dass auch das BGE ausreichend für normales Wohnen ist. (Wer sagt denn, dass etwa Büro-/Flächen, die Vermieter leer stehen lassen, in Höhe und Dauer unbegrenzt steuermindernd geltend gemacht werden müssen?! Eine leichte Änderung an dieser Stellschraube würde den Missstand zwischen Wohnungsmangel und leerstehenden Bürohäusern, v.a. in Großstädten schnell beseitigen.)
Anonym 3. Januar 2015 um 02:39
Sehr geehrte/r Anonym 01.01.2015, 21:37 Uhr,
in der kapitalistischen Form des Wirtschaftens geht es um Geld, nicht um Moral. Die „moralische Macht“ können nur Menschen entfalten (unter den gegebenen Umständen muss das der Gesetzgeber sein.)
Entsprechend unserer kapitalistischen Wirtschaftsform ist es das Ziel jedes privatkapitalistischen Unternehmens (und MUSS es sein), Gewinn zu erwirtschaften. Gewinne lassen sich nur beim Absatz der Produkte realisieren.
Der Eigentümer der Produktionsmittel kauft zunächst also Waren ein, d.h. die Ware Arbeitskraft und die Ware Material, z.B. Rohstoffe, um mit diesen eingekauften Waren seine Produkte herzustellen. Die hergestellten Produkte muss er zu einem höheren Preis verkaufen, als er sie eingekauft hat, sonst macht er keinen Gewinn, sondern Verlust.
Da er am Markt aber nicht der einzige Anbieter ist, konkurriert er mit anderen Unternehmen um den Absatz seiner Produkte.
Die Unternehmen werden also ZWANGSLÄUFIG versuchen müssen, sich im Preis ihrer Produkte gegenseitig zu unterbieten.
Diesen Wettkampf gewinnen zwangläufig immer DIE Anbieter, die die Ware Arbeitskraft zu möglichst niedrigen Preisen einkaufen können, denn nur dann sind sie in der Lage, ihre Produkte am Absatzmarkt (=Verkauf an die Konsumenten) billiger anzubieten als ihre Konkurrenten; und dabei immer noch Gewinne zu machen.
Durch Einrichtung des europaweit größten Niedriglohnsektors ist es Deutschland „gelungen“, Export-Sieger zu werden. Nur leider gehen dabei die Staaten, an die Deutschland seine Produkte (billiger)verkauft, wirtschaftlich zugrunde, denn dieser Billigkonkurrenz können sie nur standhalten, wenn sie selbst wiederum die Ware Arbeitskraft zu noch niedrigeren Preisen einkaufen können (und dabei dennoch beim Verkauf ihrer Produkte noch Gewinne erzielen).
Diesem Unterbietungswettbewerb am Markt kann man nur Einhalt gebieten, wenn der Gesetzgeber eine Grenze zieht. Deutschland, das als Billiganbieter die Binnenmärkte anderer Länder zerstört, wäre wirtschaftlich durchaus in der Lage, seinen Exportüberschuss zu stoppen und stattdessen dafür zu sorgen, den deutschen Binnenmarkt gesünder zu gestalten (siehe Prof. Dr. Bontrup).
Dann hätten auch die anderen europäischen Länder eine Chance, sich zu erholen.
Ich bin kein Volkswirtschaftler; kann nur empfehlen, sich die zahlreich verfügbaren volkswirtschaftlichen Vorträge von Prof. Dr. Bontrup zur Gesundung unseres Binnenmarktes zu Gemüte zu führen.
(Deutschland ist infolge seines großen Reichtums durchaus in der Lage, den Anfang zu machen!)
Zum Thema Exportüberschuss Deutschlands und dessen Wirkung (nicht nur) auf Europa sind die Vorträge von Prof. Dr. Heiner Flassbeck zu empfehlen.
Anonym 3. Januar 2015 um 03:12
Es geht jedem Menschen relativ schnell über die Lippen, die Wirtschaft habe dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Tatsächlich ist es aber so, dass sich der Mensch dem herrschenden Wirtschaftssystem beugen muss. Denn aus kapitalistischer Betrachtungsweise geht es nicht um den Menschen, sondern um Geld. Obwohl es der MENSCH ist, der die Arbeit verrichtet, wird seine ARBEITSKRAFT ALS WARE bewertet, um diese Ware ins Verhältnis zum GELD setzen zu können. („Es muss sich rechnen lassen.“)
(Siehe KARL MARX: Waren- und Geldfetisch).
BbG 5. Januar 2015 um 13:37
Dazu folgenden Post:
http://die-wuerde-des-menschen.blogspot.de/2015/01/ist-der-mensch-mittel-oder-zweck.html
Anonym 3. Januar 2015 um 04:56
… Zweite Ergänzung:
Das BGB sollen die Steuerzahler bezahlen. Nach der Logik, die Steuern auf den Konsum zu erheben, werden die Gewinner des Systems aus ihrer Steuerpflicht entlassen.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!
Erst verkauft der Mensch seine Arbeitskraft an den Privatunternehmer, damit dieser Privatunternehmer mit der Arbeitskraft des Menschen Gewinne erzielen kann. (Nochmal: es ist NICHT das Geld, das arbeitet, es ist der MENSCH, der als Ware Arbeitskraft für den Gewinn des Unternehmens arbeitet.)
Logischerweise erhält der Mensch als Arbeitskraft also geringeren Lohn, als seine Arbeit wert ist. Denn er muss ja den sog. Mehrwert erarbeiten, damit das Unternehmen Gewinne erzielen kann.
Von seinem Lohn, der also geringer sein muss, als der Wert seiner Arbeit, kauft er dann dem sog. Hersteller seine (selbst erarbeiteten) Produkte wieder ab, um leben zu können.
Und nun soll es die „Rettung“ sein (statt die Gewinner der Produktion über Steuern zur Kasse des Staates zu bitten und die Arbeitszeit zu verkürzen, damit JEDER Mensch in der Lage ist, für sich und seine Familie ein ordentliches Einkommen zu erzielen), die Steuern komplett auf genau den Mehrwert zu erheben, den er als Arbeitskraft eines Unternehmens dem Unternehmen selbst erwirtschaftet hat??
Im GG steht zumindest noch geschrieben, dass Eigentum verpflichtet. (Aber mit einem BGE, das die Konsumenten aufbringen sollen, verpflichtet Eigentum dann zu gar nix mehr.)
Weshalb sind wir Menschen nicht in der Lage, zu erkennen, dass diese Wirtschaftsform A-MORALISCH ist?!?!
Weshalb sind wir Menschen nicht in der Lage, dem Gesetzgeber zu vermitteln, dass er VERPFLICHTET ist, seine Macht im MORALISCHEM Sinn der Menschen, statt im a-moralischen Sinn dieser Wirtschaftsform zu gebrauchen?!?!
Anonym 3. Januar 2015 um 06:49
… Dritte, abschließende Ergänzung an Anonym, 01.01., 21:37:
Sie zitierten mich eingangs mit dem Satz, dass es eben leider nicht der Moral der größten Privatiers entspricht, die Arbeit gerecht zu verteilen und gerecht zu entlohnen. Und dass es Einzel-Unternehmen in der Wirtschaftsform, in der wir „wirtschaften“, auch gar nicht möglich ist, nach moralischen Gesichtspunkten zu agieren.
Dass den größten Privatiers innerhalb unseres Wirtschaftssystem offenbar alle moralischen Gesichtspunkte abhandengekommen sind, sieht man an den Lobbyisten der Wirtschaft, die unseren Gesetzgeber „beraten“, was zu tun sei, um die Missstände zu beheben.
Das Ergebnis dieser Beratungen allerdings ist offensichtlich nicht nur eine immer weiterreichende Verschlimmerung der ökonomischen Verhältnisse für die Mehrzahl der Menschen nicht nur unseres Landes, sondern eine sich rasant beschleunigende Zerstörung unserer Lebensgrundlage: unseres Planeten.
Dass die Missstände, die wir mit unserer Wirtschaftsform anrichten, von den Regierenden (also offensichtlich der Mehrzahl der Wahlberechtigten nicht nur dieses Landes) vollkommen ausgeblendet und einfach nicht zur Kenntnis genommen, sondern stattdessen komplett ignoriert werden, ist das Schlimmste daran.
Denn es stimmt eben nicht, dass „jeder seines Glückes Schmied“ sei.
Diese Wirtschaftsform und die sich aus ihr ergebende Verblendung ist der Schmied unser aller Unglück!!!!
Ich halte es daher nicht nur für moralisch geboten, sondern halte es für die Pflicht eines jeden Menschen, der überhaupt noch irgendwelche seelische Empfindungen hat, endlich, endlich aufzuwachen.
Wir sind VERPFLICHTET, diese Welt für unsere Nachkommen zu erhalten.
Anonym 3. Januar 2015 um 19:38
"Es geht jedem Menschen relativ schnell über die Lippen, die Wirtschaft habe dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Tatsächlich ist es aber so, dass sich der Mensch dem herrschenden Wirtschaftssystem beugen muss."
Frau Haufe, dies scheint mir dann doch ein sehr ungesunder Dualismus zu sein. Der Mensch trat in die Welt ein und hat die (primitive, nachher "entwickelte") Wirtschaft erst hervorgebracht, sie ist ein Teil von ihm, also hat sie ihm zu dienen. Sie ist unsere Kreation und gewissermassen AUCH ein Werkzeug, und sollte eine gewisse sinnstiftende gesellschaftliche Funktion haben - "Funktion"!
Dem HERRSCHENDEN Wirtschaftssystem, wie Sie sagen, beugt der Mensch sich tatsächlich (er hat sich vielmehr sogar damit identifiziert) - deshalb ja auch die Forderung nach einem BGE.
Blosse Umverteilung der von Arbeit und Geld wird kaum etwas bringen - das liefe darauf hinaus, wieder eine Rückreise in die goldenen 60er antreten zu wollen. Die Welt hat sich aber inzwischen, wie Sie wissen, äusserlich so sehr gewandelt, dass unser Bewusstsein teils ziemlich abgehängt worden ist und weiter abgehängt zu werden droht, mit fatalen Folgen. Wir "können nicht mehr zurück", wie Sie richtig bemerkten. Deswegen müssen unbedingt bei eine ganzheitlich ausgerichteten Wirtschaftsreform so viele Aspekte der Realität wie nur möglich erfasst werden - die rein funktionelle Wirtschaft ist bloss die eine Hälfte der Geschichte, bestenfalls. Und ein BGE könnte um viel sinnvolle Erweiterung ergänzt werden - ich bin keinesfalls so BGE-fixiert, wie es aussieht. Es ist die Idee dahinter, die mich anzieht.
Wenn im Grundgesetz steht: Eigentum verpflichtet", dann stimmte und stimmt das immer auf einen bestehenden Systemkontext bezogen - und stimmt teilweise noch. Nun müssen wir aber erkennen, dass der Mensch ohne Eigentum immer mehr von den altertümlichen Erwerbsquellen abgeschnitten, gepeinigt und drangsaliert wird. Dem gilt es möglichst entgegenzuwirken und mit Weitblick - deshalb das BGE. So haben Menschen ein gewisses Grundrecht auf Eigentum (ganz früher einmal bekamen die Leute ein paar Quadratmeter Grundstück zur freien Verfügung, das niemand anrühren durfte und welches wieder abzutreten niemand "verpflichtet" werden konnte - zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes).
Mit einem BGE aber würden sich auch viele Begriffe verändern, so dass die Forderungen des Grundgesetzes nicht verfallen, sondern in einem erweiterten Rahmen Bestand haben.
Wir haben ja mitansehen dürften, wie das Grundgesetz in diesem System Mal um Mal einfach übergangen worden ist und übergangen wird - man pfeift, was grössere Austauschvorgänge im System angeht, allzu häufig nur darauf. Schlimmer kann es kaum noch werden, wenn Sie mich fragen. Wir sollten also überlegen, wie wir die Menschen zu mehr Eigenverantwortung sanft animieren, aus gelebter Praxis heraus - zumal vieles von dem, was Sie, Frau Haufe, als "Unmoral" verdammen, häufig nur die Ausweglosigkeit dieses Systems charakterisiert! Das heisst aber auch, dass wir nicht einfach sagen können: Bezahlen wir die Leute gut und gut is"- anders als in früheren Jahrzehnten stossen wir nunmehr an Grenzen, während dies früher wunderbar funktionierte. Echter Fortschritt würde immer etwas völlig Neues hervorbringen!
So könne wir es uns nicht länger leisten, zu sagen: Hauptsache genug Arbeit für alle. Die Frage, die sich heute stellte, müsste lauten: Was ist die Arbeit wert? Welche Werte werden geschaffen? Früher einmal hat amn stets Kolonnen von Müllmännern (insgesamt) auf den Müllwägen stehen sehen. DAs macht heute nur bedingt Sinn - sollen also dieselben Leute heute den Greifarm putzen, oder besser noch, der elektrische Greifarm wieder abgeschafft werden? Verstehen Sie das Problem dahinter? Und derlei Scheinbeschäftigungen werden heutzutage ja auch immer absurder, was im Endeffekt nichts anderes zu bedeuten hat als: Wir könnten die Leute auch genausogut freistellen.
Uns fehlt inzwischen vor allem Vertrauen, sowohl in die eigenen als auch die Fähigkeiten anderer.
"in der kapitalistischen Form des Wirtschaftens geht es um Geld, nicht um Moral. Die „moralische Macht“ können nur Menschen entfalten (unter den gegebenen Umständen muss das der Gesetzgeber sein.)"
Beides können Sie nicht voneinander trennen. Eine Moral kann immer nur aus einem entsprechenden Bewusstsein erwachsen, doch teils auch umgekehrt.
Und auch sonst, was solls denn besagen? Stünden wir heute noch immer auf der Stufe von wilden Barbaren, hätten wir uns LÄNGST gegenseitig ausgerottet, bevor wir überhaupt auch nur eine Ahnung vom Kapitalismus erlangt hätten (zu Wohl oder Weh). Das wäre auch fast passiert - doch eben nur fast. Doch erforderte das weit höhere Moralkompetenz als diejenige des Steinzeitmenschen, der jemanden gleicher Rasse, doch nicht Stammes niedermetzelt!
Ich will Ihnen, Frau Haufe, freimütig gestehen, dass bei Ihnen ein gewisser Glaube an die Allmacht von Systemen zu bestehen scheint, ein heute besonders oft anzutreffendes Übel. Wir sind aber ganz eigentlich nicht die Sklaven, sondern die Herren. WIR können jederzeit aussteigen, jederzeit mit entsprechendem Bewusstsein - tatsächlich zwingen wir uns nur selbst.
Sich damit förmlich zu identifizieren, oder weitgehend zu identifizieren, setzt erst neurotische Krankheiten frei (bis hin zu schweren Psychosen) und steht kennzeichnend dafür, sowie das Selbst erst zu verschwimmen und dann sich förmlich aufzulösen droht.
Systeme kommen und gehen, so wie der Mensch kommt und geht, indem er eine Entwicklung vollzieht. Doch stirbt der ganze Mensch aus, ist auch automatisch Schluss mit der Systemerei - nicht umgekehrt!
Anonym 4. Januar 2015 um 18:46
„Das einzige System, das vorerst Vertrauen verdient, ist das Sonnensystem.“

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