Source: https://kanzlei-moegelin.de/blog/benachteiligungsverbot_agg_bag_8_azr_604_16
Timestamp: 2018-04-26 01:26:46+00:00

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Anwalt Arbeitsrecht Berlin Frohnau Reinickendorf - Benachteiligungsverbot des AGG - BAG 8 AZR 604/16
Benachteiligungsverbot des AGG - BAG 8 AZR 604/16
Das Benachteiligungsverbot des § 7 Abs. 1 AGG erfasst allerdings nicht jede Ungleichbehandlung, sondern nur eine Ungleichbehandlung „wegen“ eines in § 1 AGG genannten Grundes. § 1 AGG zielt darauf ab, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Zwischen der benachteiligenden Behandlung und dem in § 1 AGG genannten Grund muss demnach ein Kausalzusammenhang bestehen. Soweit es um eine unmittelbare Benachteiligung iSv. § 3 Abs. 1 AGG geht, ist hierfür nicht erforderlich, dass der betreffende Grund iSv. § 1 AGG das ausschließliche oder auch nur ein wesentliches Motiv für das Handeln des Benachteiligenden ist; er muss nicht - gewissermaßen als vorherrschender Beweggrund, Hauptmotiv oder „Triebfeder“ des Verhaltens - handlungsleitend oder bewusstseinsdominant gewesen sein; vielmehr ist der Kausalzusammenhang bereits dann gegeben, wenn die Benachteiligung an einen Grund iSv. § 1 AGG anknüpft oder durch diesen motiviert ist, wobei die bloße Mitursächlichkeit genügt.
Volltext des Urteils des Bundesarbeitsgerichts vom 23.11.2017 - BAG 8 AZR 604/16:
Schlewing Vogelsang Pauli F. Avenarius

References: § 7
 § 1
 § 1
 § 1
 § 3
 § 1
 § 1