Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=26.04.2012&Aktenzeichen=2%20C%204.11
Timestamp: 2019-12-07 03:29:15+00:00

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BVerwG, 26.04.2012 - 2 C 4.11 - dejure.org
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BVerwG, 26.04.2012 - 2 C 4.11 (https://dejure.org/2012,16534)
BVerwG, Entscheidung vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 (https://dejure.org/2012,16534)
BVerwG, Entscheidung vom 26. April 2012 - 2 C 4.11 (https://dejure.org/2012,16534)
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§ 12 Abs 2 BBesG, § 195 BGB, § 199 Abs 1 Nr 2 BGB, § 812 BGB, §§ 812 ff BGB
Rückforderung von Bezügen; Ortszuschlag; Verjährung; Verschulden; Billigkeitsentscheidung
Rückforderung zu viel gezahlter Ortszuschläge bei Kenntnis des Mangels durch die Durchschrift der Zahlungsanweisung (sog. Verheiratetenzuschlag)
VG Hamburg, 22.02.2008 - 21 K 2102/07
VG Hamburg, 23.04.2009 - 8 K 432/08
OVG Hamburg, 12.02.2010 - 1 Bf 144/08
OVG Hamburg, 12.02.2010 - 1 Bf 203/09
BVerwG, 06.01.2011 - 2 B 19.10
Aus den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2012 (- BVerwG 2 C 4.11 und BVerwG 2 C 15.10 -, juris) und den darin in Bezug genommenen Entscheidungen ergebe sich, dass es eines sorgfältigen Abwägungsprozesses im jeweiligen Einzelfall bedürfe, um ein überwiegendes Verschulden der Behörde festzustellen.
Zwar kann nur bei relativ kleinen monatlichen Überzahlungsbeträgen, die 10 Prozent der monatlichen Gesamtbezüge unterschreiten, nach allgemeiner Lebenserfahrung davon ausgegangen werden, dass der Beamte sie im Rahmen seiner normalen Lebensführung verbraucht hat (vgl. Nds. OVG, Urteil vom 10.2.2015 - 5 LB 126/14 - vgl. auch BVerwG, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, juris Rn 14; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, juris Rn 8; Hamb. OVG, Urteil vom 10.2.2009 - 1 Bf 144/08 -, juris Rn 21).
Bei Behörden oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften ist hierzu auf die Kenntnis des zuständigen Bediensteten der verfügungsberechtigten Behörde abzustellen; verfügungsberechtigt in diesem Sinne sind dabei solche Behörden, denen die Entscheidungskompetenz für den Rückforderungsanspruch zukommt, wobei die behördliche Zuständigkeitsverteilung zu respektieren ist (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 21; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 15; Nds. OVG, Beschluss vom 7.8.2013 - 5 LA 291/12 -, juris Rn 20; Beschluss vom 18.8.2014 - 5 LA 85/14 -, juris Rn 8; Beschluss vom 20.3.2015 - 5 LA 139/14 -, juris Rn 21).
jeweils monatlich im Sinne des § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB entstanden (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 19; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 13; Nds. OVG…, Beschluss vom 18.8.2014, a. a. O., Rn 9;… Beschluss vom 20.3.2015, a. a. O., Rn 22).
Diese Fehleranfälligkeit begründet nach der Überzeugung des Senats unter dem Gesichtspunkt eines behördlichen Organisationsverschuldens die grob fahrlässige Unkenntnis im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB (vgl. zu diesem Gesichtspunkt auch BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 22; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 16).
Dabei ist jedoch nicht die gesamte Rechtsbeziehung, aus welcher der Bereicherungsanspruch erwächst, nochmals unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben zu würdigen, sondern auf das konkrete Rückforderungsbegehren und vor allem auf die Modalitäten der Rückabwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände des Besoldungsempfängers abzustellen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 24; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 18; vgl. ebenso Nds. OVG, Beschluss vom 26.9.2012 - 5 LA 233/11 -, juris Rn 9; Beschluss vom 24.7.2013 - 5 LB 85/13 -, juris Rn 34; Beschluss vom 29.7.2013 - 5 LA 275/12 -, juris Rn 26;… Beschluss vom 3.3.2014 - 5 LA 286/13 - Beschluss vom 5.3.2014 - 5 LA 177/13 - Beschluss vom 18.8.2014, a. a. O., Rn 28).
In diesen Fällen hat das Bundesverwaltungsgericht ein Absehen von der Rückforderung in der Größenordnung von 30 Prozent des überzahlten Betrages als angemessen angesehen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 25 ff.; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 19 ff.).
Nach der Rechtsprechung des beschließenden Senats ist zwar bei im Rahmen der Massenverwaltung erfolgenden Überzahlungen, deren Ursache entweder in einem Fehler des behördlich verwendeten Computersystems oder aber in einem Eingabefehler liegt, ohne ein Hinzutreten verschärfender Umstände - etwa bei einem Unbemerktbleiben des Fehlers auch bei nachfolgenden Kontrollen bzw. Eingaben in das System oder aber über lange Zeit (so in den Fällen BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O.; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.) - allenfalls von einem ganz geringfügigen Verschulden auf Seiten der Behörde auszugehen, weil es sich bei derartigen Fehlern um im Rahmen der Massenverwaltung auch bei Anwendung größter Sorgfalt nicht gänzlich zu vermeidende Fehler handelt.
Das Vorbringen der Beklagten stellt deshalb nicht eine von § 114 Satz 2 VwGO nicht gedeckte Auswechselung der die Billigkeitsentscheidung tragenden Gründe dar (vgl. auch BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 31; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 25).
Es trifft auch - wie die Beklagte geltend gemacht hat - zu, dass sich der vorliegende Fall hinsichtlich der Höhe der monatlichen Überzahlungsbeträge (zwischen 347, 47 EUR und 371, 36 EUR) von den Fällen unterscheidet, die den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2012 (- BVerwG 2 C 15.10 und BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.) zugrunde lagen (Überzahlungsbeträge dort etwa 23 EUR bzw. 21, 74 EUR bis 52, 64 EUR).
Da der Grund für die Überzahlung jedoch im überwiegenden behördlichen Verantwortungsbereich lag, erscheint dem Senat unter Zugrundelegung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 26; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 20) ein Verzicht der Beklagten in der Größenordnung von 30 Prozent des nicht verjährten Rückforderungsanspruchs angemessen (für die Zeit vom 1.1.20.. bis zum 31.10.20.. überzahlte Versorgungsbezüge von 16.753,85 EUR abzüglich 30 Prozent Verzicht = 11.727,69 EUR Rückforderungsbetrag).
Der Umstand, dass bei der Billigkeitsentscheidung auf das konkrete Rückforderungsbegehren und vor allem auf die Modalitäten der Rückabwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände des Beamten abzustellen ist (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 24; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 18), lässt es nicht zu, bei der Billigkeitsentscheidung zu Lasten des Klägers zu berücksichtigen, dass ein Teil des Rückforderungsanspruchs der Beklagten aus von ihr zu vertretenden Gründen verjährt ist.
Nur hinsichtlich dieser nicht verjährten Beträge kann überhaupt ein Rückforderungsanspruch der Beklagten nach § 52 Abs. 2 Satz 1 BeamtVG begründet sein und ist eine Billigkeitsentscheidung zu treffen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 29; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 23).
zur Folge (vgl. dazu, dass auch die Billigkeitsentscheidung notwendiger und untrennbarer Bestandteil der Rückforderungsentscheidung ist: BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 29; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., 23).
Eine solche Offensichtlichkeit liege nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 26. April 2012 - 2 C 15.10 - und - 2 C 4.11 -) noch nicht vor, wenn (nur) Zweifel bestünden und es einer Nachfrage bedürfe.
vgl. insoweit (zu Beträgen zwischen 21, 74 Euro und 52, 64 Euro, teilweise zuzüglich der anteilig überzahlten Sonderzuwendung bis zu 34, 74 Euro) Hamburgisches OVG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 1 Bf 144/08 -, NordÖR 2010, 209 = juris, Rn. 21, und (nachfolgend) BVerwG, Urteil vom 26. April 2012 - 2 C 4.11 -, juris, Rn. 8.
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 10, und - 2 C 15.10 -, NVwZ-RR 2012, 930 = juris, Rn. 16, vom 9. Mai 2006 - 2 C 12.05 -, NVwZ-RR 2006, 627 = RiA 2006, 275 = juris, vom 28. Februar 1985- 2 C 31.82 -, NVwZ 1985, 907 = juris, Rn. 21, und vom 25. November 1982 - 2 C 14.81 -, ZBR 1983, 185 = juris, Rn. 22; OVG NRW, Beschluss vom 4. August 2006 - 1 A 2509/05 -, juris, Rn. 23 f., = NRWE, Rn. 26 f., m.w.N.
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 11, und - 2 C 15.10 -, a.a.O., juris, Rn. 17, jeweils m.w.N., sowie vom 28. Februar 1985 - 2 C 31.82 -, NVwZ 1985, 907 = juris, Rn. 25 (erhöhte Sorgfaltspflicht bei Veränderung von Besoldungsmerkmalen, etwa dem Wegfall von Zulagen wegen Änderung der Verwendung des Beamten).
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 11, und - 2 C 15.10 -, a.a.O., juris, Rn. 17, jeweils m.w.N.
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 14 f.
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 18 f., und - 2 C 15.10 -, a.a.O., juris Rn. 24 f., jeweils m.w.N.; OVG NRW, Beschluss vom 7. Februar 2013 - 1 A 305/12 -, juris, Rn. 6.
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 20, und - 2 C 15.10 -, a.a.O., juris, Rn. 26; OVG NRW, Beschluss vom 7. Februar 2013 - 1 A 305/12 -, juris, Rn. 6.
vgl. insoweit auch die Ausführungen im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2012 - 2 C 4.11 -, juris, Rn. 21, nach welchen die Vorinstanz in nachvollziehbarer, nicht zu beanstandender Weise einen überwiegenden Verursachungsbeitrag der Behörde für die Überzahlungen festgestellt hat, und die entsprechenden Feststellungen im Urteil des Hamburgischen OVG vom 10. Dezember 2009 - 1 Bf 144/08 -, a.a.O., juris, Rn. 34 f. (Fehler bei der Behörde: die Besoldungsstelle führte eine Zahlungsanweisung der Personalstelle versehentlich nicht aus; keine fehlerhaften Angaben des Klägers, sondern nur keine Überprüfung der Besoldungsmitteilungen und keine Nachfrage; geringe Höhe der einzelnen Überzahlungsbeiträge und gegebene Entreicherung).
vgl. insoweit BVerwG, Urteil vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 22.
vgl. insoweit BVerwG, Urteile vom 26. April 2012 - 2 C 4.11 -, juris, Rn. 23, und - 2 C 15.10 -, a.a.O., juris, Rn. 29; OVG NRW, Beschluss vom 7. Februar 2013 - 1 A 305/12 -, juris, Rn. 6.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist der Mangel des rechtlichen Grundes für die Zahlung von Bezügen dann offensichtlich, wenn der Empfänger ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen (BVerwG…, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn. 22;… Urteil vom 27.1.1987 - BVerwG 2 C 9.85 -, juris Rn. 18;… Beschluss vom 19.11.1996 - BVerwG 2 B 42.96 -, juris Rn. 5;… Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, juris Rn. 16; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, juris Rn. 10), also grob fahrlässig gehandelt hat.
Der Betreffende haftet somit - anders ausgedrückt - auch dann verschärft, wenn er den Fehler durch Nachdenken oder logische Schlussfolgerung hätte erkennen können (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 16; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., 10).
Letztlich ist das Fehlen eines Rechtsgrundes für die Zahlung dann offensichtlich, wenn es für den Empfänger ohne weiteres erkennbar ist (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 16; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 10).
Zu den Sorgfaltspflichten des Beamten gehört aufgrund seiner beamtenrechtlichen Treuepflicht auch, die Besoldungsmitteilungen bei besoldungsrelevanten Änderungen im dienstlichen oder persönlichen Bereich auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und auf Überzahlungen zu achten (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Er darf sich insbesondere dann, wenn er ohne erkennbaren Grund höhere Leistungen erhält, nicht ohne weiteres auf die Rechtmäßigkeit der Zahlungen verlassen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 28.2.1985 - BVerwG 2 C 31.82 -, juris Rn. 21; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Für die Beurteilung, ob der Beamte die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders hohem Maße außer Acht gelassen hat, ist auf die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des Empfängers (z. B. Vor- und Ausbildung, dienstliche Tätigkeit) zur Prüfung der ihm zuerkannten Beträge abzustellen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn. 22;… Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Ihm muss sich aufdrängen, dass die Besoldungsmitteilung fehlerhaft ist; nicht ausreichend ist, wenn Zweifel bestehen und es einer Nachfrage bedarf (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Nicht erforderlich ist hingegen, dass außerdem die konkrete Höhe der Überzahlung offensichtlich ist (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Wie das Bundesverwaltungsgericht in seiner Entscheidung vom 26.4.2012 (Az.: 2 C 4.11) ausführe, sei bei der im Rahmen einer Rückforderung von überzahlter Besoldung zu treffenden Billigkeitsentscheidung von besonderer Bedeutung, wessen Verantwortungsbereich die Überzahlung zuzuordnen sei.
Schließlich verkenne der Kläger, dass wegen seiner erheblichen Pflichtverletzungen von einem lediglich untergeordneten eigenen Verursachungsbeitrag, wie dies zu Gunsten eines Beamten im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.4.2012 (Az.: 2 C 4.11) angenommen worden sei, hier nicht die Rede sein könne.
dazu: BVerwG, Urteil vom 26.4.2012 - 2 C 4.11 -, zitiert nach juris; Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG des Bundes, 8. Aufl. 2014, § 53 Rn. 6.
BVerwG, Urteil vom 26.4.2012 - 2 C 4.11 -, zitiert nach juris.
Urteil vom 27.1.1994 - 2 C 19.92 -, BVerwGE 95, 94; Urteil vom 26.4.2012 - 2 C 4.11 -, jeweils zitiert nach juris.
BVerwG, Urteile vom 26.4.2012 - 2 C 4.11 - und - 2 C 15.10 -, m.w.N., zitiert nach juris.
dazu etwa: BVerwG, Urteile vom 26.4.2012 - 2 C 4.11 - und - 2 C 15.10 -, zitiert nach juris.
Letztlich ist das Fehlen eines Rechtsgrundes für die Zahlung dann offensichtlich, wenn es für den Empfänger ohne Weiteres erkennbar ist (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 16; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, juris Rn. 10).
Zu den Sorgfaltspflichten des Beamten gehört aufgrund seiner beamtenrechtlichen Treuepflicht auch, die Bezügemitteilungen bei besoldungsrelevanten Änderungen im dienstlichen oder persönlichen Bereich auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und auf Überzahlungen zu achten (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn . 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Der Beamte darf sich insbesondere dann, wenn er ohne erkennbaren Grund höhere Leistungen erhält, nicht ohne Weiteres auf die Rechtmäßigkeit der Zahlungen verlassen (BVerwG…, Urteil vom 28.2.1985 - BVerwG 2 C 31.82 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Für die Beurteilung, ob der Beamte die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders hohem Maße außer Acht gelassen hat, ist auf die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des Empfängers (z. B. Vor- und Ausbildung, dienstliche Tätigkeit) zur Prüfung der ihm zuerkannten Beträge abzustellen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn. 22;… Urteil vom 27.1.1987 - BVerwG 2 C 4.85 -, juris Rn. 20; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11).
Ihm muss sich aufdrängen, dass die Bezügemitteilung fehlerhaft ist; nicht ausreichend ist, wenn Zweifel bestehen und es einer Nachfrage bedarf (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 17; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 11; Nds. OVG…, Beschluss vom 3.11.2016 - 5 LA 84/16 -, juris Rn. 35).
Nach der jüngeren höchstrichterlichen Rechtsprechung, der der Senat gefolgt ist, ist die Rückforderungssumme aus Billigkeitsgründen regelmäßig um 30 Prozent zu reduzieren, wenn der Grund für die Überzahlung in der überwiegenden behördlichen Verantwortung liegt, weil ein Beamter, der nur einen untergeordneten Verursachungsbeitrag gesetzt hat, besser stehen muss als ein Beamter, der die Überzahlung allein zu vertreten hat; bei Hinzutreten weiterer Umstände, etwa besonderer wirtschaftlicher Probleme des Beamten, kann auch eine darüber hinausgehende Ermäßigung des Rückforderungsbetrages in Betracht kommen (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn. 26; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn. 20;… Urteil vom 15.11.2016, a. a. O., Rn. 34; Nds. OVG, Beschluss vom 27.11.2014 - 5 LA 125/14 -).
Der Kläger kann sich auch nicht mit Erfolg auf die jüngere höchstrichterliche Rechtsprechung stützen, wonach aus Gründen der Billigkeit in der Regel von der Rückforderung teilweise abzusehen ist, wenn der Grund für die Überzahlung in der überwiegenden behördlichen Verantwortung liegt, weil ein Beamter, der nur einen untergeordneten Verursachungsbeitrag für die Überzahlung gesetzt hat, besser stehen müsse als ein Beamter, der die Überzahlung allein zu vertreten hat, so dass in diesen Fällen regelmäßig ein Absehen von der Rückforderung in der Größenordnung von 30 Prozent des überzahlten Betrages angemessen erscheint (BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 26; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 20).
Insoweit kommt die Annahme eines überwiegenden behördlichen Mitverschuldens an der Entstehung einer Überzahlung etwa dann in Betracht, wenn die Ursache für die Überzahlung auf einem Fehler des von der Bezügestelle verwendeten Computersystems oder auf einem Eingabefehler beruht und wenn weitere verschärfende Umstände - etwa ein Unbemerktbleiben des Fehlers auch bei nachfolgenden Kontrollen bzw. Eingaben in das System oder aber über lange Zeit (so in den Fällen BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O.; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.) - hinzutreten (vgl. auch Nds. OVG, Beschluss vom 24.7.2013 - 5 LB 85/13 -, juris;… Beschluss vom 29.7.2013, a. a. O., Rn 30; Beschluss vom 5.3.2014 - 5 LA 177/13 -).
Bei Behörden oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften ist hierzu auf die Kenntnis des zuständigen Bediensteten der verfügungsberechtigten Behörde abzustellen; verfügungsberechtigt in diesem Sinne sind dabei solche Behörden, denen die Entscheidungskompetenz für den Rückforderungsanspruch zukommt, wobei die behördliche Zuständigkeitsverteilung zu respektieren ist (BVerwG, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, juris Rn 21; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, juris Rn 15; Nds. OVG, Beschluss vom 7.8.2013 - 5 LA 291/12 -, juris Rn 20).
jeweils monatlich im Sinne des § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB entstanden (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 19; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 13).
Dabei ist jedoch nicht die gesamte Rechtsbeziehung, aus welcher der Bereicherungsanspruch erwächst, nochmals unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben zu würdigen, sondern auf das konkrete Rückforderungsbegehren und vor allem auf die Modalitäten der Rückabwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände des Besoldungsempfängers abzustellen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 24; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., Rn 18; vgl. ebenso Nds. OVG, Beschluss vom 26.9.2012 - 5 LA 233/11 -, juris Rn 9; Beschluss vom 24.7.2013 - 5 LB 85/13 -, juris Rn 34; Beschluss vom 29.7.2013 - 5 LA 275/12 -, juris Rn 26; Beschluss vom 3.3.2014 - 5 LA 286/13 - Beschluss vom 5.3.2014 - 5 LA 177/13 -).
Insofern ist der vorliegende Fall mit den Sachverhalten vergleichbar, die den grundlegenden Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2012 (- BVerwG 2 C 15.10 und BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.) zugrunde lagen.
unterbliebenen Kürzung der Versorgungsbezüge des Klägers verjährt und die von der Beklagten getroffene Billigkeitsentscheidung insgesamt rechtswidrig ist, hat die Rechtswidrigkeit der Rückforderungsentscheidung zur Folge (vgl. dazu, dass auch die Billigkeitsentscheidung notwendiger und untrennbarer Bestandteil der Rückforderungsentscheidung ist: BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O., Rn 29; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O., 23).
Nicht (mehr) ausreichend ist es nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 26.04.2012, a.a.O.), wenn bloße Zweifel bestehen und es einer Nachfrage bedarf (vgl. ferner BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, Schütz BeamtR ES/C V 5 Nr. 84…, vom 12.03.1991, a.a.O., vom 28.06.1990, a.a.O.; Senatsurteil vom 24.09.2013 - 4 S 1268/13 - Hessischer VGH…, Urteil vom 17.03.1993, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 12.08.1992, a.a.O.).
Dabei ist jedoch nicht die gesamte Rechtsbeziehung, aus welcher der Bereicherungsanspruch erwächst, nochmals unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben zu würdigen, sondern auf das konkrete Rückforderungsbegehren und vor allem auf die Modalitäten der Rückabwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände des Beamten abzustellen (vgl. BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 15.10 -, a.a.O., vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 12.03.1991, a.a.O., …und vom 25.11.1982, a.a.O.;… Senatsbeschlüsse vom 31.01.2005, a.a.O.;… vom 02.06.2003, a.a.O.; Niedersächsisches OVG…, Beschluss vom 29.07.2013, a.a.O.).
Ein Mitverschulden der Behörde an der Überzahlung ist in die Ermessensentscheidung nach § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG einzubeziehen (vgl. BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, a.a.O., …und vom 25.11.1982, a.a.O.;… Senatsurteil vom 24.09.2013, a.a.O.; Senatsbeschlüsse vom 18.12.2013 - 4 S 51.13 - …und vom 02.06.2003 - 4 S 2051/01 -, a.a.O.).
Bei Hinzutreten weiterer Umstände, etwa besonderer wirtschaftlicher Probleme des Beamten, kann auch eine darüber hinausgehende Ermäßigung des Rückforderungsbetrages in Betracht kommen (…BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 15.10 -, a.a.O., und vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, a.a.O.;… Senatsurteil vom 24.09.2013, a.a.O.;… Senatsbeschluss vom 18.12.2013, a.a.O.; zu Lasten des Beamten strenger für Fälle der verschärften Haftung nach § 819 BGB Niedersächsisches OVG…, Beschluss vom 29.07.2013, a.a.O.; einschränkend auch VG Gelsenkirchen, Urteil vom 06.05.2014 - 12 K 4704/12 -, IÖD 2014, 170).
Denn in Anwendung der vom Bundesverwaltungsgericht zu der Parallelvorschrift des § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG entwickelten Grundsätze, vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 18 bis 20, und - 2 C 15.10 -, juris, Rn. 24 bis 26, die auf § 49 Abs. 2 Satz 3 SVG zu übertragen seien, hätte die Beklagte deswegen teilweise von der Rückforderung absehen müssen, weil sie die Überzahlung überwiegend (mit-)verursacht habe.
In dem Urteil mit dem Aktenzeichen 2 C 4.11 hat das Bundesverwaltungsgericht die folgenden grundsätzlichen Ausführungen gemacht (…juris, Rn. 18 bis 20; die entsprechenden Ausführungen in dem Urteil mit dem Aktenzeichen 2 C 15.10 sind wortgleich):.
Denn dem vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fall (2 C 4.11) lag ebenfalls ein Eingabefehler im Rahmen der "Massenverwaltung" zugrunde.
vgl. insoweit BVerwG, Urteil vom 26. April 2012- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 1 f. und vorgehend OVG Hamburg, Urteil vom 10. Dezember 2009- 1 Bf 144/08 -, juris, Rn. 2 f.
Denn ein solcher Eingabefehler erlaubt die Annahme, "der Grund für die Überzahlung" liege "in der überwiegenden behördlichen Verantwortung", nicht stets, sondern nur dann, wenn eine gewichtende Betrachtung der Verursachungsbeiträge dies rechtfertigt (Zitate aus dem Urteil 2 C 4.11, juris, Rn. 20).
Es hat nämlich hervorgehoben, dass bei der Billigkeitsentscheidung von besonderer Bedeutung ist, wessen Verantwortungsbereich die Überzahlung zuzuordnen ist und in welchem Maße ein Verschulden oder Mitverschulden hierfür ursächlich war (2 C 4.11, juris, Rn. 19).
Außerdem hat es ausgeführt, dass der Beamte, der nur einen untergeordneten Verursachungsbeitrag für die Überzahlung gesetzt habe, besser stehen müsse als der Beamte, der die Überzahlung allein zu verantworten habe (2 C 4.11, juris, Rn. 20).
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. April 2012- 2 C 15.10 -, juris, Rn. 14 bis 18 (mangelnde Kenntnisnahme der Besoldungsmitteilungen hinsichtlich der unveränderten, fehlerhaft gewordenen Ausweisung einer "1/2 Wechselschichtzulage"), und- 2 C 4.11 -, juris, Rn. 8 bis 12 (dem dortigen Kläger hätte bei Prüfung der Besoldungsmitteilungen auffallen müssen, dass der darin gesondert ausgewiesene Verheiratetenzuschlag ihm entgegen einer Kürzungsmitteilung unverändert weitergezahlt wurde).
Denn die hier vorliegende Fallkonstellation lasse sich nicht mit den vom Bundesverwaltungsgericht in seinen Urteilen vom 26. April 2012 (- BVerwG 2 C 4.11 - und - BVerwG 2 C 15.10 -, juris) entschiedenen Fällen vergleichen.
48 Nach der Rechtsprechung des Senats ist bei im Rahmen der Massenverwaltung erfolgenden Überzahlungen, deren Ursache entweder in einem Fehler des behördlich verwendeten Computersystems oder aber in einem Eingabefehler liegt, ohne ein Hinzutreten verschärfender Umstände - etwa bei einem Unbemerktbleiben des Fehlers auch bei nachfolgenden Kontrollen bzw. Eingaben in das System oder aber über lange Zeit (so in den Fällen BVerwG…, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 15.10 -, a. a. O.; Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.) - allenfalls von einem ganz geringfügigen Verschulden auf Seiten der Behörde auszugehen, weil es sich bei derartigen Fehlern um im Rahmen der Massenverwaltung auch bei Anwendung größter Sorgfalt nicht gänzlich zu vermeidende Fehler handelt.
Auf Seiten des Verschuldens der Klägerin fällt darüber hinaus erheblich ins Gewicht, dass hier - im Gegensatz zu den vom Bundesverwaltungsgericht in den genannten Urteilen vom 26. April 2012 (a. a. O.) entschiedenen Fällen - nicht nur geringe monatliche Beträge überzahlt worden sind.
Ist der unberechtigte Vermögenszuwachs aber noch vorhanden, ist es grundsätzlich nicht unbillig, dass der Beamte den zurückgeforderten Betrag zahlt (so auch Hamb. OVG…, Urteil vom 10.12.2009 - 1 Bf 144/08 -, juris Rn. 36; bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 26.4.2012 - BVerwG 2 C 4.11 -, a. a. O.; VG Düsseldorf…, Urteil vom 17.6.2014 - 26 K 9255/12 -, juris Rn. 37).
Der vom Bundesverwaltungsgericht in seinen Urteilen vom 26. April 2012 (a. a. O.) aufgestellte Grundsatz, wonach bei einem überwiegenden behördlichen Mitverschulden an der Überzahlung im Regelfall 30 Prozent von dem rückgeforderten Betrag zu erlassen sind, dürfte in solchen Fällen keine Anwendung finden.
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 § 199
 § 812
 § 199
 § 199
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 § 52
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 § 199
 § 12
 § 819
 § 12
 § 49