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Timestamp: 2019-09-22 08:53:38+00:00

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§ 142 InsO: Bargeschäft
BGH, URTEIL vom 4.1.2015, Az. IX ZR 180/12 Bei der Vereinbarung eines erweiterten Eigentumsvorbehalts in der Form, dass der Schuldner Eigentum an den erstandenen Sachen erst erwerben soll, wenn er nicht nur den Kaufpreis bezahlt, sondern auch alle anderen oder zu demindest bestimmte andere Ansprüche aus der Geschäftsverbindung tilgt, fehlt es zudem an der Gleichwertigkeit der erbrachten Gegenleistung (vgl. OLG Saarbrücken, ZlnsO 2010, 92, 95; MünchKomm-lnsO/Kirchhof, 3. Aufl., § 142 Rn. 13d; Zeuner in Leonhardt/Smid/Zeuner, InsO, 3. Aufl., § 142 Rn. 4; Bräuer, Ausschluss der Insolvenzanfechtung bei Bargeschäften nach Maßgabe des § 142 InsO, 2006, S. 149 f).
BGH, URTEIL vom 4.6.2014, Az. IX ZR 192/13 24	bb) Die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts setzt sich aus sozi- alpolitischen Gründen (vgl. bereits BVerfGE 65, aaO S. 194) - wie nicht zuletzt die Gesetzesinitiativen, sie durch eine Änderung des Insolvenzanfechtungsrechts zu legalisieren, belegen (Huber, ZlnsO 2013, 1049, 1054 f) - über die Schranken richterlicher Rechtsfortbildung hinweg, indem sie Arbeitnehmern unter Verzicht auf das Tatbestandsmerkmal 'unmittelbar' mit Hilfe einer vom Wortlaut des § 142 InsO nicht mehr getragenen Auslegung im Gewand des Bargeschäftsprivilegs das vom Gesetzgeber ausdrücklich beseitigte Konkursvorrecht gewährt.
BGH, URTEIL vom 4.6.2014, Az. IX ZR 192/13 Da § 142 InsO eine Ausnahmeregelung darstellt, ist aus rechtsmethodischen Gründen für eine erweiternde Auslegung von vornherein kein Raum (vgl. BGH, Urteil vom 23. September 2010 - IX ZR 212/09, WM 2010, 1986 Rn. 35; Ganter, ZIP 2012, 2037, 2038).
BGH, URTEIL vom 4.9.2013, Az. IX ZR 319/12 Da die Deckung inkongruent war, scheidet ein Bargeschäft nach § 142 InsO aus (BGH, Urteil vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, ZIP 2011, 438 Rn. 18; vom 10. Mai 2007 - IX ZR 146/05, ZIP 2007, 1162 Rn. 10 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. IX ZR 67/09 Kongruente Verrechnungen sind jedoch insolvenzrechtlich wirksam, wenn die Voraussetzungen eines Bargeschäfts (§ 142 InsO) gegeben sind (ständige Rechtsprechung, vgl. nur BGH, Urteil vom 7. März 2002 - IX ZR 223/01, BGHZ 150, 122, 130 ff).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. IX ZR 67/09 Setzt die Bank auf diese Weise den Girovertrag fort, so handelt sie kongruent, wodurch die Möglichkeit des Bargeschäftseinwands gemäß § 142 InsO eröffnet wird (BGH, Urteil vom 7. März 2002, aaO S. 129 f; vom 17. Juni 2004 - IX ZR 124/03, ZlnsO 2004, 856, 857; vom 11. Oktober 2007 - IX ZR 195/04, ZlnsO 2008, 163 Rn. 6, 9; vom 7. Juli 2011 - IX ZR 100/10, ZlnsO 2011, 1500 Rn. 6, 8).
BGH, BESCHLUSS vom 1.9.2011, Az. IX ZR 244/09 Die Vorschrift des § 142 InsO war deshalb nicht anwendbar (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - IX ZR 227/92, BGHZ 123, 320, 328 zur KO; vom 7. März 2002 - IX ZR 223/01, BGHZ 150, 122, 130; vom 7. Mai 2009 - IX ZR 140/08, NJW2009, 2307 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 4.9.2010, Az. IX ZR 209/09 Mit der Genehmigung der Buchposition des Empfängers könnte der Insolvenzverwalter sich ohne Weiteres einen Anspruch gegen den Empfänger verschaffen, ohne dass hierfür die Voraussetzungen einer Insolvenzanfechtung vorliegen müssten und könnte insbesondere auch die Einschränkungen durch § 142 InsO (vgl. BGH, Urt. v. 29. Mai 2008 - IX ZR 42/07, NZI 2008, 482 Rn. 13 ff) umgehen.
BGH, URTEIL vom 4.8.2010, Az. IX ZR 177/07 Die Senatsrechtsprechung zu den Voraussetzungen einer Bardeckung (§ 142 InsO) bei der Genehmigung eines Lastschrifteinzuges (BGH, Urt. v. 29. Mai 2008, aaO Rn. 11 ff; v. 2. April 2009, aaO Rn. 10 f) betrifft den zeitlichen Zusammenhang von Leistung und Gegenleistung, nicht jedoch die Frage des Zeitpunkts der Vornahme der Rechtshandlung.
BGH, URTEIL vom 4.8.2010, Az. IX ZR 178/09 Die von der Revision herangezogene Rechtsprechung zu der Frage, auf welchen Zeitpunkt für den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung abzustellen ist (BGH, Urt. v. 29. Mai 2008, aaO Rn. 16), betrifft allein die Auslegung von § 142 InsO, nicht aber die für den Zeitpunkt der Rechtshandlung im Sinne der Anfechtungsvorschriften maßgebliche Vorschrift des § 140 InsO (vgl. Uhlenbruck/Hirte, aaO § 140 Rn. 5 B).
BGH, URTEIL vom 2.6.2010, Az. XI ZR 236/07 Für die Frage, ob ein Bargeschäft im Sinne des § 142 InsO vorliegt, weil der Zahlung eine auch in zeitlicher Hinsicht unmittelbare Gegenleistung des Zahlungsempfängers gegenübersteht, kommt es auch im SEPA-Verfahren auf den Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs an (Obermüller/Kuder, ZIP 2010, 349, 355; für das Einzugsermächtigungsverfahren BGHZ 177, 69, Tz. 47; BGH, Urteile vom 29. Mai 2008 - IX ZR 42/07, WM 2008, 1327, Tz. 15 und vom 2. April 2009 - IX ZR 171/07, WM 2009, 958, Tz. 10).
BGH, URTEIL vom 4.1.2010, Az. IX ZR 104/07 29	3. Das Berufungsgericht hat das Vorliegen eines - nur bei kongruenten Rechtshandlungen möglichen (BGHZ 123, 320, 328 f; 150, 122, 130)- Bargeschäfts (§ 142 InsO) mit Recht verneint.
BGH, URTEIL vom 4.1.2009, Az. IX ZR 78/07 16	Die	Belastung	des Kontos eines Schuldners durch seine Bank mit der Rückgriffsforderung aus der Inanspruchnahme einer Bürgschaft stellt keine der Anfechtung entzogene Bardeckung (§ 142 InsO) dar, weil es sich um eine eigene Forderung der Bank handelt (vgl. BGH, Urt. v. 17. Juni 2004 - IX ZR 124/03, WM 2004, 1576, 1577; Urt. v. 11. Oktober 2007 - IX ZR 195/04, WM 2008, 222,
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. XI ZR 283/07 d)	Auch im Falle der Genehmigungsfiktion nach Nr. 7 Abs.3 AGB-Banken ist für die Frage der Bardeckung im Rahmen des § 142 InsO der Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs maßgebend (Anschluss an BGH, Urteil vom 29. Mai 2008 - IX ZR 42/07, WM 2008, 1327, 1329 Tz. 15 f.).
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. XI ZR 283/07 Bei einer länger dauernden Vertragsbeziehung setzt § 142 InsO voraus, dass die jeweiligen Leistungen und Gegenleistungen zeitlich oder gegenständlich teilbar sind und zeitnah - entweder in Teilen oder abschnittsweise - ausgetauscht werden (BGHZ 167, 190, 201 Tz. 34).
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. XI ZR 283/07 War der Leistungsaustausch danach mit dem Lastschrifteinzug rechtsverbindlich abgeschlossen, ist folgerichtig auch im Rahmen des § 142 InsO eine Bardeckung erfolgt (BGH, Urteil vom 29. Mai 2008 - IX ZR 42/07, WM 2008, 1327, 1329 Tz. 16; Bork, in: Festschrift für Gerhardt S. 69, 73).
BGH, URTEIL vom 4.4.2008, Az. IX ZR 42/07 Diese rechtliche Würdigung entspricht, weil mittels einer Einziehungsermächtigung bewirkte Zahlungen in aller Regel nachfolgend genehmigt werden, den im Rahmen des § 142 InsO zu beachtenden verkehrsüblichen Gepflogenheiten (vgl. BGH, Urt. v. 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, ZIP 2003, 488, 493; BGHZ 167, 190, 199 Rn. 31).
BGH, URTEIL vom 4.4.2008, Az. IX ZR 42/07 War der Leistungsaustausch danach mit dem Lastschrifteinzug rechtsverbindlich abgeschlossen, ist folgerichtig auch im Rahmen des § 142 InsO eine Bardeckung erfolgt (LG Köln aaO; Bork in FS Gerhardt, 2004 S. 69, 85 bezogen auf eine Anfechtung gegenüber der Zahlstelle; Schröder ZlnsO 2006, 1, 3 f; aA LG Oldenburg NZI 2007, 53, 54).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2008, Az. IX ZR 29/07 erneuten Verfügungen zugelassen, berücksichtigt nicht, dass es im Rahmen eines Bargeschäfts nicht auf die Reihenfolge von Leistung und Gegenleistung ankommt (so zur kontokorrentmäßigen Verrechnung bereits BGH, Urt. v. 25. Januar 2001 - IX ZR 6/00, WM 2001, 689, 691; allgemein zu § 142 InsO BGHZ 167, 190, 202; BGH, Urt. v. 10. Mai 2007 - IX ZR 146/05, WM 2007, 1181, 1182).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 212/06 Der Bargeschäftseinwand gemäß § 142 InsO greift durch, soweit die Bank dem Schuldner aufgrund der Kontokorrentabrede allgemein gestattet, den durch die Gutschriften eröffneten Liquiditätsspielraum wieder in Anspruch zu nehmen, und der Schuldner den ihm schuldrechtlich versprochenen Kredit abruft (vgl. BGHZ 150, 122, 131 f).
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. IX ZR 146/05 Darlegungsund beweispflichtig für die tatsächlichen Voraussetzungen des § 142 InsO ist der Anfechtungsgegner (BGH, Urt. v. 1. Oktober 2002 - IX ZR 360/99, WM 2002, 2369, 2372; Kayser, ZIP 2007, 49, 50).
LG Köln, Urteil vom 3.3.2007, Az. 13 S 375/06 Eine derartige einheitliche wirtschaftliche Betrachtungsweise steht nach Auffassung der Kammer in Einklang mit Sinn und Zweck der Prüfung des zeitlichen Zusammenhangs in § 142 InsO, mit dem vor allem unzulässige 'Kreditierungen' ausgefiltert werden sollen (vgl. BGH v. 18.7.2002 – IX ZR 480/00, NJW 2002, 3252 f.; Hirte, a.a.O., § 142 Rn. 13), während die Vorschrift § 142 InsO ansonsten dem Betroffenen die ausgeglichene Teilnahme am Wirtschaftsleben weiter ermöglichen soll.
LG Köln, Urteil vom 3.3.2007, Az. 13 S 375/06 Jedenfalls die laufende Begleichung von Miet- oder Leasingraten bei Weiterbenutzung der Miet- oder Leasingsache - wie im vorliegenden Fall - wird man regelmäßig als 'Bargeschäft' i.S.d.§ 142 InsO behandeln können und müssen (vgl. BGH v. 18.7.2002 – IX ZR 195/01, NJW 2002, 3326, 3330 und vor allem auch OLG Stuttgart v. 23.1.2006 – 5 U 144/05, OLGR 2006, 278, 280).
BGH, URTEIL vom 4.10.2006, Az. IX ZR 239/04 Auch beim Vorliegen eines Kreditgeschäfts scheidet § 142 InsO aus (vgl. BGH, Urt. v. 19. Dezember 2002 -IXZR 377/99, ZIP 2003, 488, 493; MünchKomm-lnsO/Kirchhof, § 142 Rn. 15; HK-lnsO/Kreft, aaO § 142 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2006, Az. IX ZR 36/05 Dort hat der Senat nochmals bekräftigt, dass die Sozialversicherungsbeiträge hinsichtlich der Arbeitnehmeranteile kein zugunsten der Sozialversicherungsträger aussonderungsfähiges Treugut sind und es sich bei den angefochtenen Rechtshandlungen (dort: Kontenpfändung, Druckzahlung) nicht um Bargeschäfte im Sinne des § 142 InsO handelt (BGH, aaO S. 192).
FG Köln, Urteil vom 1.8.2005, Az. 8 K 5677/01 Allerdings teilt der erkennende Senat die vom BGH mit Urteil vom 22.01.2004 (IX ZR 39/03, a. a. O.) vertretene Ansicht, dass nur Leistungen des Steuerschuldners, für die dieser aufgrund einer Parteivereinbarung mit dem Finanzamt eine gleichwertige Gegenleistung in sein Vermögen erhalten hat, als Bargeschäft im Sinne des § 142 InsO angesehen werden können.
BGH, URTEIL vom 4.5.2005, Az. IX ZR 152/03 Ein Bargeschäft gemäß § 142 InsO liegt vor, wenn der Schuldner in engem zeitlichem Zusammenhang mit seiner Leistung aufgrund einer Vereinbarung mit dem Anfechtungsgegner eine gleichwertige Gegenleistung erhalten hat (BGHZ 157, 350, 360).
BGH, URTEIL vom 4.0.2004, Az. IX ZR 39/03 Dabei ist nicht beachtet worden, daß nur Leistungen des Schuldners, für die dieser aufgrund einer Parteivereinbarung mit dem anderen Teil, also dem Anfechtungsgegner, eine gleichwertige Gegenleistung in sein Vermögen erhalten hat, als Bargeschäfte gelten (§142 InsO; vgl. MünchKomm-lnsO/Kirchhof, §142 Rn. 4 f; zu dem bisherigen Recht BGHZ 123, 320, 328).
BGH, Urteil vom 4.2.2002, Az. IX ZR 223/01 Eine weitergehende Erwartung der Bank, den Kunden nur über eingegangene Beträge oder im Hinblick auf konkret bevorstehende Eingänge gleichsam als 'Zahlstelle' wieder verfügen zu lassen (so LG Bochum ZIP 2001, 87, 89; Heublein ZIP 2000, 161, 172), setzt § 142 InsO ebenfalls nicht voraus.
BGH, Urteil vom 4.2.2002, Az. IX ZR 223/01 § 142 InsO soll es dem Schuldner ermöglichen, auch in der Zeit seiner wirtschaftlichen Krise noch Rechtsgeschäfte, welche die Insolvenzgläubiger nicht unmittelbar benachteiligen, zeitnah abzuwickeln (amtliche Begründung der Bundesregierung zu § 161 des Entwurfs einer Insolvenzordnung, BT-Drucks. 12/2443 S. 167; so schon BGHZ 123, 320, 323; BGH, Beschl. v. 27. September 1984 - IX ZR 3/84, WM 1984, 1430 f).
BGH, Urteil vom 4.1.1999, Az. IX ZR 353/98 bb) Ein im Wege der Deckungsanfechtung unangreifbares Bargeschäft liegt vor, wenn für eine Leistung des Schuldners unmittelbar und absprachegemäß eine gleichwertige Gegenleistung in sein Vermögen gelangt (BGHZ118, 171, 173; 123, 320, 323 f; vgl. auch § 142 InsO).
BGH, Urteil vom 4.1.1999, Az. IX ZR 353/98 Der - für ein Bargeschäftvorausgesetzte (vgl. BGHZ70, 177, 185; 118, 171, 173; BGH, Urt. v. 25. Februar 1999, aaO S. 783) - zeitliche Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung muß so eng sein, daß noch von einem 'unmittelbaren' Leistungsaustausch gesprochen werden kann (vgl. § 142 InsO).

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