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Timestamp: 2017-08-22 20:21:29+00:00

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Webseite gegen Indizierung und Verbot von Videospielen
Indizierung und Verbot von Videospielen
Argumente Anmerkungen
Bereits während der Weimarer Republik wurde die Frage aufgeworfen, unter welchen Bedingungen Medien in der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. Während linke Parteien sich gegen staatliche Eingriffe aussprachen, forderten mit der „Deutschen Zentrumspartei" (ZENTRUM) und der „Deutschnationale Volkspartei" (DNVP) konservativen Kräfte eine staatliche Reglementierung.[1] Die Debatte endete mit dem am 18.12.1926 verkündeten „Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schmutz- und Schundliteratur", das die Einrichtung einer „Prüfstelle für Schund- und Schmutzschriften" vorsah.[2] Schriften, die unter diese Regelung fielen, durften u.a.:
„Personen unter 18 Jahren weder zum Kaufe angeboten noch innerhalb des gewerblichen Betriebs entgeltlich oder unentgeltlich überlassen werden […]. Sie dürfen […] auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten nicht feilgeboten, angekündigt sowie innerhalb der Verkaufsräume und in Schaufenstern [...] nicht zur Schau gestellt werden."[3]
„Hinsichtlich der Einfuhr ist zu berücksichtigen, dass diese nicht unter den Straftatbestand fällt, dass jedoch z.B. im Rahmen einer Zollkontrolle sich zunächst eine Verdachtslage ergibt, die möglicherwiese(sic!) zu einer Durchsuchung führen kann."[22]
Die (drohende) Indizierung stellt somit ein Instrument des Jugendschutzes dar, das (zumindest in der Theorie) nicht nur die Kenntnisnahme der Veröffentlichung der betreffenden Medien durch Jugendliche und Kinder, sondern darüber hinaus auch die Veröffentlichung selbst verhindert sowie den Import erheblich erschwert. Dieser Umstand, der in den betreffenden Kreisen des deutschen Jugendschutzes auch hinreichend bekannt ist, wird derzeit im besten Fall ignoriert[23] und im schlimmsten als Möglichkeit zum Missbrauch der Indizierung gesehen, um auf das in Deutschland verfügbare Medienangebot nachhaltig Einfluss nehmen zu können, ohne sich hierbei mit den Hürden eines offiziellen Verbotes auseinandersetzen zu müssen. So führt der ehemalige niedersächsische Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer im Beitrag eines Fachmagazins aus:
„in einer Weise gängig sind, dass davon auszugehen ist, dass sie von nahezu jedem Betrachter in einer Weise wahrgenommen und eingeordnet werden können, die einen verherrlichenden Charakter ausschließt und damit eine maßgebliche Wirkung auf die Einstellungen und Neigungen zu Gewalt nicht befürchten lässt."[61]
Letztendlich soll das Verbot des § 131 StGB also davon abhängig sein, ob der mit der Sache befasste Richter glaubt, dass die betreffende Handlung nach der Wahrnehmung „von nahezu jedem Betrachter" als „gängig" aufgefasst wird.[62] Spätestens an dieser Stelle dürften Zweifel aufkommen, ob der Ausnahmecharakter der Norm noch festzustellen ist, was diese zweifache moralische Wertung noch mit dem Ziel der Norm gemein hat und inwiefern der § 131 StGB - bzw. seine Auslegung - dem strafrechtlichen Bestimmtheitsgebot genügt. Insbesondere Letzteres ist zweifelhaft: Nach Art. 103 Abs. 2 GG soll der Einzelne „von vornherein wissen können, was strafrechtlich verboten ist, [...] damit er in der Lage ist sein Verhalten danach einzurichten".[63] Angesichts der Beliebigkeit der moralischen Wertungen, von denen das Eingreifen der Norm maßgeblich abhängt, ist es in der Regel schlicht nicht möglich im vornherein zu erkennen, ob ein Videospiel von dem Tatbestand umfasst sein soll. Darüber hinaus könnte irrwitziger Weise bereits der Punkt erreicht sein, dass das Verbot nach § 131 StGB die jetzige Schwelle der Indizierung unterschreitet, welche aktuell eine „besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt" voraussetzt.[64] Zumindest kann hier nicht mehr von einer restriktiven, sogar bewusst lückenhaften Regelung gesprochen werden.
Christian Pfeiffer: „Das Spiel Der Pate und viele ähnlich brutale Computerspiele negieren die Würde des Menschen wie sie in Artikel 1 GG niedergelegt ist. Das dürfen wir nicht hinnehmen."[75]
Uwe Schünemann: „Das ist so pervers, dass es keine Alternative zum Verbot gibt."[76]
Karl Heinz Gasser: „Wir müssen ein klares Zeichen setzen, dass solche Spiele mit unserem Wertesystem nicht vereinbar sind und deshalb die Herstellung und den Vertrieb solcher Spiele unter Strafe stellen."[77]
Günther Beckstein: „[…] durch ein strafbewährtes, gesetzliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot setzt der Gesetzgeber ein Signal, dass solche Spiele ethisch, moralisch und rechtlich abzulehnen sind."[78]
Gesetzesinitiative Bayerns: „Der Umstand, dass es sich um virtuelle Vorgänge handelt und nicht um ein reales Geschehen, ändert nichts an der Strafwürdigkeit. Das Bundesverfassungsgericht hat anerkannt, dass neben der realen Gewaltausübung auch die Darstellung fiktiver Gewaltakte zu Spiel- und Unterhaltungszwecken das Gebot der Achtung der Würde des Menschen verletzen kann."[79]
Meissner, Martina, WDR2 Stichtag: 3. Dezember 1926, WDR, 22.11.2006.
R.G.Bl. 1926 I, S. 533.
R.G.Bl. 1926 I, S. 533 f.
Buchloh, Stephan, „Pervers, jugendgefährdend, staatsfeindlich": Zensur in der Ära Adenauer als Spiegel des gesellschaftlichen Klimas, 2002, S. 81.
BGBl. I 1953, S. 377 f.
BGBl. 1973 I, S. 1725 f.
§ 131 StGB, Abs. 1.
BT-Drs.6/3521, S. 4 ff.
BVerwG, Urt. v. 24.10.2001 - 6 C 3.01, BVerwGE 115, 189.
FSK, Geschichte.
USK, Über uns.
USK, FAQs.
Löwenstein, Richard, Game over für Kriegsspiele, Spiegel Online, 21.03.2003.
USK, Prüfverfahren.
Vgl. Höynck, Theresia, Stumpfe Waffe? Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von § 131 StGB auf gewalthaltige Computerspiele am Beispiel „Der Pate -- Die Don Edition", ZIS 2008, 213.
§ 18 JuSchG, Abs. 8.
Vgl. §§ 12 ff. JuSchG.
Lange, Nicole, BPjM: Die neuen Indizierungsgesetze im Blickpunkt, DerWesten, 15.05.2008.
Höynck, Theresia/Pfeiffer, Christian, Verbot von „Killerspielen"? - Thesen und Vorschläge zur Verbesserung des Jugendschutzes, ZRP 2007, 92.
Nach einer Sprecherin der Media-Saturn-Holding werde auch deswegen vom Angebot der ungeschnittenen Originalversionen abgesehen, da der Vertrieb „unter der Ladentheke" nicht zu dem auf einer offenen Präsentation basierenden Ladenkonzept passe.
Vgl. Höynck, Theresia, Stumpfe Waffe? Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von § 131 StGB auf gewalthaltige Computerspiele am Beispiel „Der Pate -- Die Don Edition", ZIS 2008, 214.
So die Staatsanwaltschaft München nach: videogamezone, Forumseintrag (Telefonisch verifiziert).
So Monssen-Engberding nach: Dittmayer, Matthias, Interview mit der BPjM, stigma-videospiele.de, 28.12.2010.
Brunn, Inka/Dreier, Hardy/Dreyer, Stephan/Hasebrink, Uwe/Held, Thorsten/Lampert, Claudia/Schulz, Wolfgang, Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele, Hans-Bredow-Institut, S. 133.
So Wolf-Dieter Ring nach: Freude, Alvar, Der JMStV-Entwurf muss vom Tisch, AK-Zensur.de, 28.01.2010
So Rainer Fromm nach: Exklusiv: Rainer Fromm (Frontal 21) und Jürgen Hilse (USK) im Gespräch, Demonews, 10.11.2004.
GameStar, Februar 98, S. 69 f.
Schneider-Johne, Boris, Jugendschutz, dreisechzig, 21.04.2008.
Steinlechner, Peter, Keine Aktivierung für US-Version auf Steam, golem, 06.08.2010.
Amazon, Produktbeschreibung THQ.
World Of Video, Hinweis des Publishers THQ.
Laut Vitrex sei "Dead Rising 2: Off the Record" bei GFWL "nicht aus Deutschland registrierbar". Eintrag mittlerweile nicht mehr vorhanden.
Kautz, Paul, Probleme mit dem Online-Pass, 4players.de, 18.04.2011.
Brunn, Inka/Dreyer, Stephan/Hasebrink, Uwe/Held, Thorsten/Lampert, Claudia/Scheunert, Christine/Schulz, Wolfgang, Analyse des Jugendmedienschutzsystems Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Hans-Bredow-Institut, S. 52.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.), JIM-Studie 2004, 2004, S. 29.
So Mark Rehm nach: Stöcker, Christian, Jugendschützer wollen Webshops indizieren, Spiegel Online,19.06.2009.
Brunn, Inka/Dreier, Hardy/Dreyer, Stephan/Hasebrink, Uwe/Held, Thorsten/Lampert, Claudia/Schulz, Wolfgang, Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele, Hans-Bredow-Institut, S. 40.
Lill, Tobias, Amazon UK versendet jugendgefährdende Filme, Spiegel Online, 19.02.2009.
Periskop - Blut und Horror für alle, FOCUS Magazin Nr. 50 (2006), S. 16.
Christian Stöcker, Nerd Attack, S. 15.
Vgl. BuPP, Selbstdarstellung.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.), JIM-Studie 2004, 2004, S. 31.
Brunn, Inka/Dreier, Hardy/Dreyer, Stephan/Hasebrink, Uwe/Held, Thorsten/Lampert, Claudia/Schulz, Wolfgang, Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele, Hans-Bredow-Institut, S. 33, 40.
Vgl. § 131 StGB, Abs. 1.
BR-Drs. 76/07, S. 16.
So Uwe Schünemann nach: Fischer, Sebastian, Niedersachsen will bis zu zwei Jahre Haft für Killerspiel-Verkäufer, Spiegel Online, 12.12.2006.
BT-Drs. 10/2546, S. 21.
"Mortal Kombat" (AG München I, Beschl. v. 11.11.1994 - ER Gs 465b Js 172960/94.), „Mortal Kombat II" (AG München, Beschl. v. 08.02.1995 - 8340 Gs 9/95.), „Mortal Kombat 3" (AG Tiergarten, Besch. v. 12.06.1997 - 351 Gs 2856/97.), „Manhunt" (AG München, Beschl. v. 19.07.2004 - 853 Gs 261/04.), „Dead Rising" (AG Hamburg, Beschl. v. 11.06.2007 - 167 Gs 551/07.), „Scarface: The World Is Yours" (AG München, Beschl. v. 20.11.2007 - 855 Gs 426/07.), „Condemned" (AG München, Beschl. v. 15.01.2008 - 855 Gs 10/08.), „Soldier of Fortune: Payback" (AG Amberg, Beschl. v. 17.06.2008 - 102 UJs 1987/08.), „Codemned 2" (AG München, Beschl. v. 27.08.2008 - 855 Gs 384/08.), „Wolfenstein" (AG Detmold, Beschl. v. 19.01.2010 - 3 Gs 99/10.), „Left 4 Dead 2" (AG Tiergarten, Beschl. v. 15.02.2010 - (353 Gs) 75 Js 1079/09 (694/10).), „Manhunt 2" (AG Tiergarten, Beschl. v. 10.03.2010 - 853 Gs 79/10.), „Silent Hill: Homecoming" (AG Frankfurt (a.M.), Beschl. v. 19.11.2010 - 4843 Js 238595/10 - 931 Gs.).
"Painkiller - Battleout of Hell" (BAnz. Nr. 82 v. 31.04.2005.), „Postal 2 - Apocalypse Weekend" (BAnz. Nr. 186 v. 30.09.2005.), „The Punisher" (BAnz. Nr. 98 v. 31.05.2005.), „Painkiller - Hell Wars" (BAnz. Nr. 99 v. 31.05.2007.), „Postal 2 - Fudge Pack" (BAnz. Nr. 48 v. 28.03.2008.), „Saints Row 2" (BAnz. Nr. 166 v. 31.10.2008.), „Dead Rising - Chop till you drop" (BAnz. Nr. 79 v. 29.05.2009.), „House of the Dead: Overkill" (BAnz. Nr. 79 v. 29.05.2009.), „Necrovision" (BAnz. Nr. 112 v. 30.04.2009.), „Shellshock 2: Blood Trails" (BAnz. Nr. 79 v. 29.05.2009.), „X-Men Origins: Wolverine" (BAnz. Nr. 146 v. 30.09.2009.), „Left 4 Dead" (BAnz. Nr. 49 v. 31.03.2009.), „Ninja Gaiden 2" (BAnz. Nr. 65 v. 30.04.2009.) „Painkiller - Resurrection" (BAnz. Nr. 66 v. 30.04.2010.), „Aliens vs. Predator" (BAnz. Nr. 79 v. 28.05.2010.), „Call of Duty: Black Ops" (BAnz. Nr. 178 v. 24.11.2010.), „Call of Duty: Modern Warfare 2" (BAnz. Nr. 16 v. 29.01.2010.), „Call of Duty: World at War" (BAnz. Nr. 16 v. 28.01.2011.), „Dead Rising 2" (BAnz. Nr. 200 v. 31.12.2010.), „Medal Of Honor" (BAnz. Nr. 200 v. 31.12.2010.), „Mortal Kombat (9)" (BAnz. Nr. 70 v. 06.05.2011.).
Vgl. Höynck, Theresia, Stumpfe Waffe? Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von § 131 StGB auf gewalthaltige Computerspiele am Beispiel „Der Pate -- Die Don Edition", ZIS 2008, 209.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, § 131 Rdnr. 7.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, 2006, § 131 Rdnr. 6.
AG Amberg, Urt. v. 17.6.2008 - 102 UJs 1987/08.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, 2006, § 131 Rdnr. 6b.
Höynck, Theresia, Stumpfe Waffe? Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von § 131 StGB auf gewalthaltige Computerspiele am Beispiel „Der Pate -- Die Don Edition", ZIS 2008, 209.
Jarass/Pieroth, Kommentar zum GG, 2006, Art. 103 Rdnr. 48.
§ 15 JuSchG, Abs. 2 Nr. 3a.
BVerfGE 87, 209.
BT-Drs. 10/2546, S. 23.
AG München, Beschl. v. 15.01.2008 - 855 Gs 10/08.
AG München, Beschl. v. 27.08.2008 - 855 Gs 384/08.
AG München, Beschl. v. 20.11.2007 - 855 Gs 426/07.
AG Hamburg, Beschl. v. 11.6.2007 - 167 Gs 551/07.
§ 18 JuSchG, Abs 2 Nr. 1 und 2.
Pfeiffer, Christian, Offener Brief an die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Bundestagsausschussesfür Kultur und Medien, S. 3.
So Uwe Schünemann nach: Güßgen, Florian, „Das ist pervers", Stern, 08.12.2006.
Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.), Gesetzliches Verbot von Gewalt verherrlichenden Spielen unerlässlich.
So Günther Beckstein nach: Pilzweger, Markus, „Killerspiele": Innenminister für Haftstrafen, GameStar, 07.12.2006.
BR-Drs. 76/07, S. 15.
8.BT-Drs.6/3521, S. 5 f.
https://epetitionen.bundestag.de/files/0601.pdf.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, § 131 Rdnr. 2.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, § 131 Rdnr. 3.
Höltgen, Stefan, Killerspiele, telepolis, 29.12.2006.
So Horst Köhler nach: sto/AP/dpa/ddp/AFP, „Ganz Deutschland trauert", Spiegel Online, 21.13.2009.
So Hardy Schober nach: dpa/lk, Bündnis will öffentlich „Killerspiele" vernichten, Welt,16.10.2009.
Weiß, Rudolf/Hopf, Werner, „Gamer und die Wissenschaft", Stiftung gegen Gewalt an Schulen, 28.07.2010.
Videospiele würden anfällig für rechtsextremistische Beeinflussung (Weiß, Rudolf, Gewalt, Medien und Aggressivität bei Schülern, mediaculture-online, S. 10.) sowie dumm, dick und gewalttätig machen, (So Manfred Spitzer nach: Aussagen zu Bildschirmmedien, Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie.) eine Aufmerksamkeitsstörung [...] antrainieren, (So Manfred Spitzer nach: Günzel, Cathrin, Ballerspiele sind gefährlich, focus, 21.11.2006.) animieren [...] andere Menschen zu töten, (So Edmund Stoiber nach: Ihlenfeld, Jens, Stoiber: Killerspiele animieren zum Töten, golem, 21.11.2006.) Kinder für den Unterricht nicht mehr zu gebrauchen machen, (So Edmund Stoiber nach: Weiland, Severin, Was zum Töten animiert, gehört verboten, Spiegel Online, 22.11.2006.) Sämtliche Amokläufer unter 20 Jahre, […] massiv [...] beeinflusst haben, (So Christian Pfeiffer nach: Peschke, André, Prof. Pfeiffer im Interview, krawall, 23.11.2006.) „ein notwendiger Faktor für den Amoklauf" sein, (So Christian Pfeiffer nach: Peschke, André, Prof. Pfeiffer im Interview, krawall, 23.11.2006.) zu Lese- und Rechtschreibstörungen, (So Manfred Spitzer nach: Hirnforscher: Computerspiele machen dick, dumm und gewaltbereiter, pcfreunde, 29.11.2006.) zur Steigerung des Risikos, Gewalttäter zu werden (So Christian Pfeiffer nach: Durch „Killerspiele" „klare Erhöhung des Risikos, Gewalttäter zu werden", uni-protokolle, 25.05.2007.) und zu einer unglaublichen Zielgenauigkeit beim Gebrauch realer Schusswaffen führen, (So Karl-Heinz Gasser nach: Gerdesmeier, Simone, Killerspiele trainieren Amokläufer", politik-digital, 22.08.2007.) eine junge Generation auch geistig militarisieren, (So Rainer Fromm nach: Gehlen, Dirk von Oliver Kahn beim Handball-Spielen, jetzt.de, 04.12.2007.) Wegbereiter von massiv frauenfeindlichen Inhalten sein (So Rainer Fromm nach: 24C3 (Hrsg.), Spiel, Freude, Eierkuchen?, 28.12.2007.) und schleichende ideologische Botschaften transportieren, (So Rainer Fromm nach: 24C3 (Hrsg.), Spiel, Freude, Eierkuchen?, 28.12.2007.) eine gehörige Portion Geschichtsrevisionismus betreiben, (So Rainer Fromm nach: 24C3 (Hrsg.), Spiel, Freude, Eierkuchen?, 28.12.2007.) der stärkste Faktor, der Jugendgewalt beeinflusst (So Werner Hopf nach: Schmich, Monika Killerspiele machen aggressiv, brutal und dumm, Augsburger Allgemeine, 15.05.2008.) sowie vielfach Ursache für schlechte schulische Leistungen bei Kindern und Jugendlichen sein, (So Joachim Herrmann nach: Thoeing, Sebastian „GTA 4 hätte indiziert werden müssen" - Zwölf Fragen an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, pcgames, 15.09.2008.) die Konzentration auf neue Aufgaben massiv erschweren, (So Christian Pfeiffer nach: Spiele-Kritiker Prof. Dr. Pfeiffer im COMPUTER BILD SPIELE-Gespräch, computerbild, 04.01.2009.) Jugendliche psychisch kriegstauglich machen, (So Christian Pfeiffer nach: Spiele-Kritiker Prof. Dr. Pfeiffer im COMPUTER BILD SPIELE-Gespräch, computerbild, 04.01.2009.) die falschen Körpervorbilder des Fernsehens [...], die Gefahr für Essstörungen verstärken, (Pfeiffer, Regine, Forenbeitrag, gamesaktuell, 21.02.2009.) Bilder von Drogenkonsum positiv besetzen, (Pfeiffer, Regine Forenbeitrag, gamesaktuell, 28.02.2009.) die geübte Fähigkeit, durch gezielten Kopfschuss zu töten, vermitteln, (So Elke Ostbomk-Fischer nach: Frickel, Claudia Untergrabung der humanen Gesellschaft, focus, 13.03.2009.) eine Art Körperverletzung darstellen, (So Albert Lichtenthal nach: Spielend ins nächste Stresslevel, RTL Punkt 12.) zu „extremen körperlichen Belastungen" führen, (So Hans Volker Bolay nach: Der Ton macht den Stress, Apothekenumschau, 10.10.2010.) als Schießtraining genutzt werden können, (Expertenkreis Amok, Bericht, Baden-Württemberg.) 2020 40.000 Todesfälle durch Herzinfarkt, Gehirninfarkt; Lungenkrebs und Diabetes-Spätfolgen hervorrufen und einige hundert zusätzliche Morde, einige tausend zusätzliche Vergewaltigungen und einige zehntausend zusätzliche Gewaltdelikte gegen Personen verursachen. (So Manfred Spitzer nach: Frank, Dirk, Vorsicht Bildschirm?, medica-culture-online, S. 1.)
So Werner Hopf nach: Wilkens, Andreas, Schulpsychologe sieht Gewaltspiele als größten Risikofaktor für Gewaltkriminalität, heise, 15.05.2008.
Kölner Aufruf gegen Computergewalt, Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, 17.02.2009.
Chaitkin, Anton, Zum Töten programmiert, Neue Solidarität, 05.05.1999.
Lehming, Malte, Winnenden und die Killerspiel-Lobby, tagesspiegel, 10.03.2010.
So Rudolf Hänsel nach: Frei, Heinrich, „Vorbereitung für den Krieg", 05.01.2011.
Stöcker, Christian, Virtuell töten als Taliban, Spiegel Online, 23.08.2010.
Wagner, Michael, Zum Mythos der Tötungshemmung, Computer Game Studies, 31.03.2009.
Muehlbauer, Peter, Antiamerikanische Verschwörungstheorie in der CSU, telepolis, 26.09.2009.
Mit solchen Theorien hat man sich jedoch nicht nur argumentativ auf dünnes Eis begeben: Recherchen des Journalisten Birke zeigen, dass deutsche und schweizer Spielgegner eine Nähe zu Anhängern der früheren, umstrittenen Psychogruppe (Diese Bewertung geht auf das BMFSFJ zurück: LT-Drs. 12/ 683, S. 2 (Baden-Württemberg).) „Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis (VPM)" (Birke, Bastian, „Killerspiel"-Verbot in der Schweiz, telepolis, 13.03.2010.) aufweisen. Aber auch Bekenntnisse der Spielegegner selbst bieten erhellende Einblicke: So sprang die Initiatorin des Kölner Aufrufs, Maria Mies, Frau Dr. von Werlhof, die das Tabu über das Schweigen über die Ursachen und Folgen solcher Katastrophen durchbrochen hat, (So Maria Mies nach: Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen, Dokumentation zur Instituts- und Medien-Kampagne gegen Prof. Dr. Claudia von Werlhof, 2010, S. 32.) zur Seite, nach dem deren Aussage, es könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die militärische Besetzung des Landes durch US-Truppen zu ermöglichen, (So Claudia Werlhof nach: Brickner, Irene, „Kapitalismus, ein Zerstörungsprojekt", dieStandard, 12.02.2010.) in wissenschaftlichen Kreisen auf Skepsis stieß. (Vgl. Berger, Ulrich, Haiti, HAARP und Tesla: Wie Claudia von Werlhof die Frauenforschung demontiert, scienceblogs, 14.02.2010.) Des Weiteren sind mit der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) auch Teile der LaRouche-Bewegung in der Debatte präsent. (Die Bundesregierung bewertete die „Europäische Arbeiterpartei" als „Polit-Sekte" (BT-Drs. 13/ 3143, S. 2), deren Nachfolgerin die „Bürgerrechtsbewegung Solidarität" sein soll (Vgl.: Wer ist Helga Zepp-LaRouche?, büso, 14.07.2007.).; Als dieser nahestehende Organisation ist auch die „Neue Solidarität" zu werten. (Vgl. Neue Solidarität.com.) Daneben kommt es auch zu Kuriositäten mit Unterhaltungswert: Wo sonst eint den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und den Liedermacher Konstantin Wecker ein Vorhaben, abseits der Warnung vor Videospielen, die der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen z.B. im Irak und in Afghanistan" entsprächen? ( Kölner Aufruf gegen Computergewalt, Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, 17.02.2009.)
So Rudolf Weiß nach: Lange, Nicole Medienpsychologe Weiß: Killerspiele ächten, Der Westen, 06.05.2009.
Kuhr, Dieter, „Saubere Aktionen?", in: „Gewerkschaftliche Monatshefte", 1965, S. 418-422.
Herrmann, Joachim, abgeordnetenwatch, 06.04.2010.
So Joachim Herrmann nach: Sobiraj, Lars, Joachim Herrmann: über Killerspiele, Drogen und KiPos, gulli, 17.04.2009.
Fischer, Thomas, Kommentar zum StGB, 2006, § 131 Rdnr. 3.
So Luis Bunuel nach: David, Yasha, BUÑUEL!: Auge des Jahrhunderts, 1994, S. 21.
So Michael Haneke nach: Schneider, Sabine, Gewaltdarstellung im Film, 2007, S. 19.
So Vittorio Hösle nach: Zum Problem des Werteverständnisses im Zeitalter der audiovisuellen Kommunikation, Sichtwechsel e.V., S. 6 f.
Nach: Haworth, Alan, Free Speech, 1998, S. 39.
So Craig A. Anderson nach: Moore, Elizabeth Armstrong, Metastudy: Violent video games raise aggression, cnet, 02.03.2010.
Anderson, Craig A., FAQs on Violent Video Games and Other Media Violence, Iowa State University.
Ferguson, Christopher J./Kilburn, John, Much Ado About Nothing: The Misestimation and Overinterpretation of Violent Video Game Effects in Eastern and Western Nations: Comment on Anderson et al. (2010), American Psychological Association, S. 4.
Osterkamp, Jan, Bewiesen: Killerspiel-Studien sind kompliziert, spektrumdirekt - Die Woche.
Brown v. Entertainment Merchants Association, 564 U. S. ____ (2011), S. 2.
Vorschläge zur generellen Streichung sind schon an anderer Stelle erörtert worden; Vgl. Heinrich, Bernd, Entkriminalisierung von Gewaltdarstellungen (§ 131 StGB), S. 4.

References: § 131
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 Art. 103
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§ 18
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 Art. 103

§ 15

§ 18
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