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Timestamp: 2020-07-11 18:24:21+00:00

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1.230 Einheitsherstellungsgesetz (EinHG) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
1.230 Einheitsherstellungsgesetz (EinHG)
Artikel 1 Herstellung der Gemeinschaft
Artikel 2 Grundlage
Artikel 4 Geltung der Rechtsvorschriften
Anlage zu § 7 Absatz 1
Positiv-Katalog der Kirchengesetze der EKD
des Bundes der Evangelischen Kirchen
mit der Herstellung der Einheit der Evangelischen Kirche
in Deutschland vom 24. Februar 1991
(KABl S. 43)1#
Herstellung der Gemeinschaft
( 1 ) Mit dem Inkrafttreten dieses Kirchengesetzes nehmen
die Rechte und Pflichten von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland gemäß der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland wahr.
( 2 ) 1 Die Evangelische Kirche in Deutschland tritt vom gleichen Zeitpunkt ab in die Rechtsnachfolge des Bundes der Evangelischen Kirchen ein. 2 Dies umfasst auch die Verantwortung des Bundes der Evangelischen Kirchen für seine Werke, Einrichtungen und Arbeitsgemeinschaften.
1 Grundlage für die Beschlussfassung der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen und für die Zustimmung der Gliedkirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen nach Artikel 3 ist der Erlass des folgenden Kirchengesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland:
„Kirchengesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung der Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland“.
2 Zur Herstellung der Einheit beschließt die Synode der EKD mit Zustimmung der Kirchenkonferenz das nachfolgende Kirchengesetz, das die Grundlage bildet2# für die Beschlussfassung der Synode des Bundes und der Synoden der Gliedkirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen.
die Rechte und Pflichten von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland wahrnehmen, erhält Artikel 1 der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 13. Juli 1948 (Amtsblatt der EKD S. 233), zuletzt geändert am 6. November 1986 (ABl. EKD S. 481), folgende Fassung:
(1) Die Evangelische Kirche in Deutschland ist die Gemeinschaft ihrer lutherischen, reformierten und unierten Gliedkirchen. Sie versteht sich als Teil der einen Kirche Jesu Christi. Sie achtet die Bekenntnisgrundlage der Gliedkirchen und Gemeinden und setzt voraus, dass sie ihr Bekenntnis in Lehre, Leben und Ordnung der Kirche wirksam werden lassen.
(2) Zwischen den Gliedkirchen besteht Kirchengemeinschaft im Sinne der Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa (Leuenberger Konkordie). Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert darum das Zusammenwachsen der Gliedkirchen in der Gemeinschaft des christlichen Zeugnisses und Dienstes gemäß dem Auftrag des Herrn Jesus Christus.
(3) Mit ihren Gliedkirchen bejaht die Evangelische Kirche in Deutschland die von der ersten Bekenntnissynode in Barmen getroffenen Entscheidungen. Sie weiß sich verpflichtet, als bekennende Kirche die Erkenntnisse des Kirchenkampfes über Wesen, Auftrag und Ordnung der Kirche zur Auswirkung zu bringen. Sie ruft die Gliedkirchen zum Hören auf das Zeugnis der Brüder und Schwestern. Sie hilft ihnen, wo es gefordert wird, zur gemeinsamen Abwehr kirchenzerstörender Irrlehre.
(4) Durch seine Mitgliedschaft in einer Kirchengemeinde und in einer Gliedkirche gehört das Kirchenmitglied zugleich der Evangelischen Kirche in Deutschland an.
( 2 ) Von dem in Absatz 1 genannten Zeitpunkt an erhält Artikel 25 Absatz 1 der Grundordnung folgende Fassung:
(1) Die Synode wird für sechs Jahre gebildet. Ihre Amtszeit beginnt mit dem ersten Zusammentritt und endet mit dem ersten Zusammentritt der nächsten Synode, der frühestens 70 und spätestens 73 Monate nach Beginn der Amtszeit stattfinden soll.
( 1 ) Um die Gemeinschaft zwischen den Gliedkirchen zu stärken, ist zu prüfen, wie die von den Kirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen beschlossene „Gemeinsame Erklärung zu den theologischen Grundlagen der Kirche und ihrem Auftrag in Zeugnis und Dienst“ aus dem Jahre 1986 für die Evangelische Kirche in Deutschland wirksam und wieweit das in der Grundordnung verdeutlicht werden kann.
( 1 ) Nach dem in § 1 genannten Zeitpunkt besteht die Synode in Abweichung von Artikel 24 Absatz 1 Satz 1 der Grundordnung bis zum Ende der Amtsdauer der 8. Synode aus 134 Mitgliedern, die von den synodalen Organen der Gliedkirchen gewählt werden, und 26 Mitgliedern, die vom Rat berufen werden; sechs davon auf Vorschlag der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes der Evangelischen Kirchen, die dabei dafür Sorge trägt, dass der Synode mindestens ein Mitglied mit reformiertem Bekenntnis aus dem Bereich der in Absatz 2 genannten Gliedkirchen angehört.
( 2 ) 1 Für 100 Mitglieder verbleibt es bei der Wahl nach dem Kirchengesetz über die Verteilung der von den Gliedkirchen zu wählenden Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 10. November 1977 (ABl. EKD 1978 S. 1). 2 Die in § 1 genannten Gliedkirchen wählen Mitglieder in folgender Zahl:
die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen
die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg für die Region,
die dem Bund der Evangelischen Kirchen angehört
( 1 ) Der nach dem in § 1 genannten Zeitpunkt von der 8. Synode zu wählende Rat besteht in Abweichung von Artikel 30 Absatz 1 der Grundordnung und dem Kirchengesetz über die Zahl der Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 18. März 1966 (ABl. EKD S. 153) aus 18 gewählten Mitgliedern und dem Präses der Synode.
( 2 ) 1 Der Rat ist in Abweichung von Artikel 30 Absatz 4 Satz 1 der Grundordnung neu zu wählen, wenn er zu dem in § 1 genannten Zeitpunkt von der 8. Synode bereits gewählt war. 2 Sofern der von der 7. Synode gewählte Rat zu dem in § 1 genannten Zeitpunkt noch amtiert, wird er für die Dauer seiner Amtszeit um vier Mitglieder aus dem Bereich der in § 1 genannten Gliedkirchen ergänzt. 3 Die Ergänzung wird vom Rat auf Vorschlag der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen im Einvernehmen mit der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes vorgenommen.
1 Das Präsidium der 8. Synode ist in Abweichung von Artikel 26 Absatz 1 Satz 1 der Grundordnung neu zu wählen, wenn zu dem in § 1 genannten Zeitpunkt bereits ein Präsidium gewählt war. 2 Satz 1 gilt entsprechend für die Wahl der ständigen Ausschüsse der Synode.
( 1 ) 1 Zu dem in § 1 genannten Zeitpunkt treten die Kirchengesetze der Evangelischen Kirche in Deutschland mit Wirkung für die in § 1 genannten Gliedkirchen in Kraft.3# 2 Von den aufgrund des Artikel 10 Buchstabe b der Grundordnung erlassenen Kirchengesetze treten für die in § 1 genannten Gliedkirchen nur in Kraft
das Kirchengesetz über die Kirchenmitgliedschaft, das kirchliche Meldewesen und den Schutz der Daten der Kirchenmitglieder vom 10. November 1976 (ABl. EKD S. 389) und
das Kirchengesetz über den Datenschutz vom 10. November 1977 (ABI. EKD 1978 S. 2).
( 2 ) 1 Kirchengesetze und Ordnungen des Bundes der Evangelischen Kirchen bleiben in den in § 1 dieses Kirchengesetzes genannten Gliedkirchen als gliedkirchliches Recht in Kraft, soweit sie dort bisher in Geltung standen. 2 Künftige Rechtsänderungen regeln die Gliedkirchen im Rahmen ihrer Rechtsordnung, soweit nicht die Zuständigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland gegeben ist. 3 Das Haushaltsgesetz 1991 des Bundes der Evangelischen Kirchen gilt als Recht der Evangelischen Kirche in Deutschland weiter.
Der in § 1 genannte Zeitpunkt wird in Übereinstimmung mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Kirchengesetzes des Bundes der Evangelischen Kirchen zur Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung der Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Rat im Einvernehmen mit dem Präses des Bundes der Evangelischen Kirchen festgestellt.4#
1 Dieses Kirchengesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.5# 2 § 3 Absatz 2 gilt ab 1. Januar 1991.
( 1 ) Dieses Kirchengesetz bedarf der Zustimmung aller Gliedkirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen.6#
( 2 ) Dieses Kirchengesetz wird durch den Präses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in Kraft gesetzt, nachdem er festgestellt hat, dass die Voraussetzungen der Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 1 vorliegen und das Einvernehmen über den Zeitpunkt der Inkraftsetzung mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland festgestellt ist.7#
Geltung der Rechtsvorschriften
( 1 ) 1 Mit dem Inkrafttreten dieses Kirchengesetzes treten die Kirchengesetze der Evangelischen Kirche in Deutschland für die in Artikel 1 genannten Gliedkirchen in Kraft. 2 Von den aufgrund des Artikel 10 Buchstabe b der Grundordnung erlassenen Kirchengesetzen treten für die in Artikel 1 genannten Gliedkirchen nur in Kraft
das Kirchengesetz über den Datenschutz vom 10. November 1977 (ABl. EKD 1978 S. 2).
( 2 ) Mit dem Inkrafttreten dieses Kirchengesetzes treten außer Kraft
die Ordnung des Bundes der Evangelischen Kirchen vom 10. Juni 1969 und
das Kirchengesetz des Bundes der Evangelischen Kirchen über das Diakonische Werk/Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen vom 29. Juni 1970 in der Fassung vom 24. September 1979.
( 3 ) 1 Kirchengesetze und Ordnungen des Bundes der Evangelischen Kirchen bleiben in den in Artikel 1 dieses Kirchengesetzes genannten Gliedkirchen als gliedkirchliches Recht in Kraft, soweit sie dort bisher in Geltung standen. 2 Künftige Rechtsänderungen regeln die Gliedkirchen im Rahmen ihrer Rechtsordnung, soweit nicht die Zuständigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland gegeben ist. 3 Das Haushaltsgesetz 1991 des Bundes der Evangelischen Kirchen gilt als Recht der Evangelischen Kirche in Deutschland weiter.
– im formellen wie im materiellen Sinne –, die gemäß § 7 Absatz 1 des Entwurfs eines Kirchengesetzes der EKD zur Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung der Einheit der EKD in den östlichen Gliedkirchen in Kraft treten werden, zusammengestellt und vorgelegt auf Wunsch der Gemeinsamen Kommission.
Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland
Vom 13. Juli 1948 (ABl. EKD S. 233)
Kirchengesetz über die Verteilung der Stimmen der Kirchenkonferenz
Vom 10. Januar 1949 (ABl. EKD S. 5)
Kirchengesetz über die Zahl der Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Vom 18. März 1966 (ABl. EKD S. 153)
Verordnung des Leiters der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei über den Verlust der Rechte des geistlichen Standes
Vom 14. April 1944 (GBL. DEK S. 3)
Kirchengesetz über die Bildung eines Schiedsgerichtshofes der Evangelischen Kirche in Deutschland
Vom 13. Januar 1949 (ABl. EKD S. 25)
Kirchengesetz über die Kirchenmitgliedschaft, das kirchliche Meldewesen und den Schutz der Daten der Kirchenmitglieder
Vom 10. November 1976 (ABl. EKD S. 389)
Verordnung über die in das Gemeindeverzeichnis aufzunehmenden Daten der Kirchenmitglieder mit ihren Familienangehörigen
Vom 21. Juni 1985 (ABl. EKD S. 346)
Verordnung zum Kirchengesetz über die Kirchenmitgliedschaft
Vom 21.Juni 1985 (ABl. EKD S. 347)
Vom 10. November 1977 (ABl. EKD 1978 S. 2)
Verordnung zum Kirchengesetz über den Datenschutz (VO DSG-EKD)
Vom 21. März 1986 (ABl. EKD S. 117)
Datenschutzregisterordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland
Vom 8. September 1978 (ABl. EKD S. 421)
Kirchengesetz betreffend die Angliederung der Evangelischen Brüder-Unität in Deutschland an die Evangelische Kirche in Deutschland
Vom 12. Januar 1949 (ABl. EKD S. 3)
Kirchengesetz betreffend die Angliederung des Bundes evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands an die Evangelische Kirche in Deutschland
Vom 25. Februar 1960 (ABl. EKD S. 115)
Rechnungsprüfungsordnung für die Evangelische Kirche in Deutschland
Vom 4. Oktober 1963 (ABl. EKD 168)
Kirchengesetz über das Verhältnis der Evangelischen Kirche in Deutschland und ihrer Gliedkirchen zu evangelischen Kirchengemeinschaften und Gemeinden, Pfarrern und Gemeindegliedern deutscher Herkunft außerhalb Deutschlands
Vom 18. März 1954 (ABl. EKD S. 110)
Ausführungsbestimmungen zum Auslandsgesetz vom 18. März 1954
Vom 14. September 1985 (ABl. EKD S. 409)
Verwaltungsrichtlinien zu den Ausführungsbestimmungen zum Auslandsgesetz
Vom 18. März 1954 (ABl. EKD S.110)
Verordnung über die Ruhestands- und Hinterbliebenenversorgung von Auslandspfarrern
Vom 7. Juni 1980 (ABl. EKD S. 354)
Verordnung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland über die Beflaggung der kirchlichen Gebäude
Vom 18. November 1947 (ABl. EKD 1948, Heft 1, Spalte 4)
Red. Anm.: Das Kirchengesetz wurde ohne Eingangsformel verkündet.
Red. Anm.: Die Formulierung wurde redaktionell angepasst.
Red. Anm.: Vgl. Positiv-Katalog der Kirchengesetze der EKD im Anhang.
Red. Anm.: Der Zeitpunkt wurde vom Rat der EKD im Einvernehmen mit dem Präses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen auf den 27. Juni 1991 festgestellt (ABl. EKD S. 233).
Red. Anm.: Das Kirchengesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung der Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland“ vom 24. Februar 1991 (ABl. EKD S. 89) trat am 16. März 1991 in Kraft.
Red. Anm.: Die Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs hat diesem Kirchengesetz durch Kirchengesetz vom 16. März 1991 (KABl S. 41) zugestimmt, die Pommersche Ev. Kirche hat durch Beschluss der Landessynode vom 14. April 1991 zugestimmt (ABl. S. 74, 76).
Red. Anm.: Das Kirchengesetz trat am 27. Juni 1991 in Kraft, vgl. KABl S. 113.

References: § 7
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 § 3
 § 7