Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=27.03.2013&Aktenzeichen=17%20U%2011/12
Timestamp: 2019-06-20 16:14:33+00:00

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OLG Frankfurt, 27.03.2013 - 17 U 11/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,11987
OLG Frankfurt, 27.03.2013 - 17 U 11/12 (https://dejure.org/2013,11987)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 27.03.2013 - 17 U 11/12 (https://dejure.org/2013,11987)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 27. März 2013 - 17 U 11/12 (https://dejure.org/2013,11987)
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Schadensersatz; fehlerhafte Anlageberatung - Anrechnung außergewöhnlich hoher Steuervorteile im Rahmen der Rückabwicklung bei teilweiser "Fremdfinanzierung"
Fehlerhafte Anlageberatung: Anrechnung außergewöhnlich hoher Steuervorteile im Rahmen der Rückabwicklung bei teilweiser "Fremdfinanzierung"
LG Frankfurt/Main, 15.12.2011 - 25 O 651/10
BGH - XI ZR 160/13 (anhängig)
Schließlich ist auch die von der Beklagten erhobene Hilfsfeststellungswiderklage mangels eines bestehenden Feststellungsinteresses unzulässig (OLG Frankfurt, Urteil vom 27.03.2013, 17 U 11/12, zitiert nach Juris, Randnummer 133; OLG München, Urteil vom 17.01.2012, 5 U 2167/11, zitiert nach Juris, Randnummer 73).
Solcher "qualifizierter" Parteivortrag (BGH NJW 2006, 2181; OLG Frankfurt, Urt. v. 27.03.2013 - 17 U 11/12 [juris, Rn. 56]) geht zwar grundsätzlich sogar schriftsätzlichem Vorbringen vor (…OLG Frankfurt, a. a. O., …sowie Urt. v. 29.10.2012 - 1 U 1/12 [juris, Rn. 60]), ist jedoch kein Beweismittel.
Dem Erstgericht übersieht, dass derartige Angaben einer Partei im Rahmen des § 141 I ZPO nicht nur Parteivorbringen (BVerfG NJW 2001, 2531; BGH NJW 1960, 100), sondern gerade qualifizierten Parteivortrag bilden (BGH NJW 2006, 2181; OLG Frankfurt, Urt. v. 27.03.2013 - 17 U 11/12 [juris, Rn. 56]), der grundsätzlich schriftsätzlichem Vorbringen sogar vorgeht (…OLG Frankfurt, a. a. O., …sowie Urt. v. 29.10.2012 - 1 U 1/12 [juris, Rn. 60]).
Angaben einer Partei im Rahmen des § 141 I ZPO stellen nicht nur Parteivorbringen (BVerfG NJW 2001, 2531; BGH NJW 1960, 100), sondern gerade qualifizierten Parteivortrag dar (BGH NJW 2006, 2181; OLG Frankfurt, Urt. v. 27.03.2013 - 17 U 11/12 [juris, Rn. 56]), der grundsätzlich schriftsätzlichem Vorbringen sogar vorgeht (…OLG Frankfurt, a. a. O., …sowie Urt. v. 29.10.2012 - 1 U 1/12 [juris, Rn. 60]).
Zwar ist über die Steuern im Rahmen des einheitlich zu behandelnden Schadensersatzanspruchs des Klägers zu entscheiden ist, so dass für Feststellungswiderklagen grundsätzlich kein Raum ist (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 27. März 2013 - 17 U 11/12 -, juris), zumal der BGH es jedenfalls im Grundsatz als geboten erachtet, nach Möglichkeit den Schaden des Berechtigten abschließend in einem Prozess zu berechnen (BGH, Urteil vom 15.7.2010, III ZR 336/08).
Inwiefern steuerliche Vorteile des Anlegers auf eine Schadensersatzforderung aus einem Anlagegeschäft ausnahmsweise anzurechnen sind, ist aber lediglich ein Element des einheitlich zu behandelnden Schadensersatzanspruchs des Anlegers (OLG Frankfurt, Urt. v. 27.03.2013 - 17 U 11/12, juris Rn. 133).
Die Hilfsfeststellungswiderklage ist mangels Feststellungsinteresses unzulässig (vgl. OLG Karlsruhe…, Urteil vom 14. April 2015 - 17 U 57/14, juris Rn. 56;… zu schadensersatzrechtlichen Ansprüchen OLG Frankfurt, Urteile vom 26. August 2015 - 17 U 202/14, juris Rn. 44 und vom 27. März 2013 - 17 U 11/12, juris Rn. 133).

References: BGH 
 § 141
 BGH 
 § 141
 BGH 
 BGH