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Timestamp: 2019-11-19 19:06:50+00:00

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Die Zuläs­sig­keit des Dienst­herrn­wech­sels auch ohne Zustim­mung des betrof­fe­nen Beam­ten ist ver­fas­sungs­recht­lich all­ge­mein aner­kannt 5. Regel­mä­ßig wird für den unfrei­wil­li­gen Dienst­herrn­wech­sel dem ein­fa­chen Recht der Grund­satz ent­nom­men, dass die beam­ten­recht­li­che Rechts­stel­lung des betrof­fe­nen Beam­ten im Rah­men des Mög­li­chen gewahrt blei­ben muss und nur inso­weit ver­än­dert und beein­träch­tigt wer­den darf, als dies wegen der Umbil­dung und deren Fol­gen unum­gäng­lich ist 6. Das "Gebot der größt­mög­li­chen Wah­rung der beam­ten­recht­li­chen Rechts­stel­lung" bedeu­tet aber nicht, dass ein unfrei­wil­li­ger Wech­sel des Dienst­herrn ver­fas­sungs­recht­lich nur dann zuläs­sig ist, wenn der neue Dienst­herr durch eine ent­spre­chen­de gesetz­li­che Rege­lung dau­er­haft eine Besol­dung nach Maß­ga­be des Rechts des frü­he­ren Dienst­herrn gewähr­leis­tet. Viel­mehr wird den ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Rech­ten der betrof­fe­nen Beam­ten aus Art. 33 Abs. 5 GG auch dann aus­rei­chend Rech­nung getra­gen, wenn der Gesetz­ge­ber eine Aus­gleichs­zu­la­ge vor­sieht, die betrags­mä­ßig das Niveau der Besol­dung des Beam­ten beim bis­he­ri­gen Dienst­herrn zum Zeit­punkt des Über­tritts sicher­stellt (vgl. etwa § 6c Abs. 4 SGB II oder § 19b Abs. 2 BBesG). Der Schutz "wohl­erwor­be­ner Rech­te der Beam­ten" i.S.v. Art. 129 Abs. 1 Satz 2 WRV ist dem Grund­ge­setz dage­gen fremd.
Nach der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs der Bun­des­re­gie­rung soll die Besitz­stands­re­ge­lung des § 4 Abs. 3 RVOr­g­Re­fÜG sicher­stel­len, dass die Maß­nah­men der Orga­ni­sa­ti­ons­re­form im Bereich der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung für die betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten nicht mit finan­zi­el­len oder ande­ren Nach­tei­len ver­bun­den sind 7. § 4 Abs. 3 Satz 3 RVOr­g­Re­fÜG i.V.m. § 13 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BBesG 2002 setzt vor­aus, dass sich die Dienst­be­zü­ge eines Beam­ten als Fol­ge des unfrei­wil­li­gen Wech­sels des Dienst­herrn ver­rin­gern. Ein "Ver­rin­gern" liegt aber nur vor, wenn sich die Dienst­be­zü­ge eines Beam­ten infol­ge der Maß­nah­me redu­zie­ren, nicht dage­gen, wenn sie sich nicht so erheb­lich oder so schnell erhö­hen wie beim frü­he­ren Dienst­herrn. Damit erfasst die Aus­gleichs­zu­la­ge nur sol­che Fäl­le, in denen die Bezü­ge – i.S.v. § 13 Abs. 4 Satz 1 BBesG 2002 – im ent­spre­chen­den Sta­tus­amt beim neu­en Dienst­herrn im Zeit­punkt des Über­tritts betrags­mä­ßig hin­ter den­je­ni­gen beim frü­he­ren Dienst­herrn zurück­blei­ben.
vom 09.12 2004, BGBl. I S. 3242, 3292 ff.[↩]
Auf­ga­be von BVerwG, Urtei­le vom 30.01.2014 – 2 C 27.12, Buch­holz 240 § 13 BBesG Nr. 6 und – 2 C 12.13[↩]
BGBl. I S. 3020 – BBesG 2002[↩]
BVerwG, Urtei­le vom 30.01.2014 – 2 C 27.12, Buch­holz 240 § 13 BBesG Nr. 6; und 2 C 12.13[↩]
BVerfG, Beschluss vom 26.11.1963 – 2 BvL 12/​62, BVerfGE 17, 172, 187 f.[↩]
stRspr; vgl. BVerwG, Urtei­le vom 02.04.1981 – 2 C 35.78, BVerw­GE 62, 129, 132 m.w.N.; vom 28.04.2011 – 2 C 27.10, Buch­holz 240 § 46 BBesG Nr. 5 Rn. 30; und vom 30.01.2014 – 2 C 27.12, Buch­holz 240 § 13 BBesG Nr. 6 Rn. 17[↩]
BT-Drs. 15/​3654, S. 106[↩]
Besol­dungs­grup­pe A 12 BBe­sO[↩]
GV.NRW. S. 233[↩]
GV.NRW. S. 154[↩]
BGBl. I S.2039[↩]
vgl. hier­zu die Dar­stel­lung der Rechts­ent­wick­lung bei Bau­manns, in: Lenders/​Baumanns/​Schwarz, Das neue Dienst­recht in Nord­rhein-West­fa­len, 2017, A Rn. 12 f. und 24 ff.[↩]
Janu­ar 2008[↩]
GV.NRW. S. 750[↩]

References: Art. 33
 § 6
 § 19
 Art. 129
 § 4
 § 4
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 46
 § 13