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Timestamp: 2016-10-22 11:58:57+00:00

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118 Ia 44660. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 9. September 1992 i.S. Gemeinde Alvaneu gegen B., Departement des Innern und der Volkswirtschaft des Kantons Graub�nden sowie Verwaltungsgericht (Kammer 4) des Kantons Graub�nden (staatsrechtliche Beschwerde)
Projet de construction dans la zone de maintien de l'habitat rural (Grisons); autonomie communale. 1. La zone de maintien de l'habitat rural pr�vue par le droit grison peut �tre assimil�e � une zone o� la construction est admise dans une mesure restreinte, superpos�e � une zone non constructible; elle est conforme � l'art. 18 al. 1 LAT et, par son but, elle �quivaut presque � une zone de protection. En l'esp�ce, il n'est cependant pas n�cessaire de d�terminer exactement la nature juridique de cette zone (consid. 2a/c). 2. L'int�r�t � la conservation de l'aspect originel du hameau prime l'int�r�t du propri�taire � r�aliser le projet litigieux (chauffage comprenant un capteur solaire de grande dimension). C'est de fa�on arbitraire que le Tribunal administratif cantonal a jug� ce projet conforme � l'affectation de la zone. Il a d�s lors viol� l'autonomie de la commune qui refuse son autorisation (consid. 4). Faits � partir de page 447
B. ist Eigent�mer einer Maiens�ss-Liegenschaft in der Erhaltungszone "Aclas Dafora" oberhalb der Gemeinde Alvaneu. Am 26. Juli 1990 unterbreitete er der Gemeinde ein Baugesuch zwecks Umbauarbeiten an seiner Maiens�ss-H�tte. Er ersuchte einerseits um die Bewilligung daf�r, einen neuen Kamin mit einem Holzkochherd und einen neuen Fussboden mit Isolationseffekt im Erdgeschoss einbauen zu d�rfen; und andererseits sei ihm zu bewilligen, zwecks Betreibung einer Solar-Schwerkraftheizung einen Sonnenkollektor mit den Massen 3,0 m x 1,25 m (3,75 m2) auf dem Dach der erw�hnten Baute montieren zu k�nnen.
Mit Verf�gung vom 10. September 1990 lehnte der Gemeindevorstand von Alvaneu als Baubeh�rde das von B. eingereichte Baugesuch ab und begr�ndete dies im wesentlichen damit, das Vorhaben sei nicht mit der bestehenden Erhaltungszone in "Aclas Dafora" vereinbar. Insbesondere erm�gliche die Solar-Schwerkraftheizung eine Komfortsteigerung und f�hre dadurch zu einer erweiterten Geb�udenutzung, die dem Sinn einer Erhaltungszone als nicht dauernd bewohntem Siedlungsgebiet zuwiderlaufe. Sodann sei die Installation solcher Sonnenkollektoren als Ausbau bestehender Erschliessungs- bzw. Infrastrukturanlagen zu qualifizieren, was mit den einschl�gigen Gesetzesbestimmungen der Gemeindebauordnung ebenfalls nicht in Einklang zu bringen sei. Aus �sthetischer Sicht sei ferner festzustellen, dass eine auf dem Dach anzubringende Kollektorenfl�che von 3,75 m2 unter Ber�cksichtigung der vom Baugesetz geforderten einheitlichen Dachbedeckung nicht mehr akzeptabel sei, dies im Gegensatz zu kleinfl�chigeren Sonnenkollektoren. Insgesamt verstosse demnach die Erteilung der nachgesuchten Baubewilligung sowohl gegen die Zielsetzungen einer Erhaltungszone als auch gegen die Anforderungen, die in gestalterischer Hinsicht an die Dachlandschaft der Maiens�ss-Siedlung "Aclas Dafora" gestellt w�rden.
Gegen diese Verf�gung erhob B. Rekurs an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, welchen dieses mit Entscheid vom 21. November 1990 guthiess, soweit er nicht gegenstandslos geworden war. Gegenstandslosigkeit ergab sich insoweit, als die Gemeinde Alvaneu den projektierten Einbau eines neuen Heizungskamines und die Installation eines neuen Fussbodens mit Isolationseffekt im Erdgeschoss anerkannte. Die im �brigen erfolgte Gutheissung des Rekurses wurde im wesentlichen damit begr�ndet, die Zuteilung der B. geh�renden Maiens�ss-H�tte zur Erhaltungszone "Aclas Dafora" sei zwar zu Recht erfolgt; entgegen der Ansicht der Gemeinde k�nne aber im Hinblick auf die f�r diese Zone geltenden Vorschriften nicht gesagt werden, die vorgesehene Dachinstallation von Sonnenkollektoren sei unzul�ssig.
Mit Eingabe vom 28. Januar 1991 erhob die Gemeinde Alvaneu staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graub�nden vom 21. November 1990 sei aufzuheben.
2. a) Die Verordnung �ber die Raumplanung vom 2. Oktober 1989 (RPV; SR 700.1), die am 20. Oktober 1989 in Kraft getreten ist, enth�lt die folgenden f�r den vorliegenden Fall interessierenden Vorschriften:
Zur Erhaltung bestehender Kleinsiedlungen ausserhalb der Bauzonen k�nnen besondere Zonen nach Artikel 18 RPG (wie Weiler- oder Erhaltungszonen) bezeichnet werden, wenn der kantonale Richtplan (Art. 8 RPG) dies in der Karte oder im Text vorsieht.
1 In Gebieten mit traditioneller Streubauweise, die von Abwanderung betroffen sind und in denen die Dauerbesiedelung im Hinblick auf die anzustrebende r�umliche Entwicklung gest�rkt werden soll, k�nnen die Kantone als standortgebunden (Art. 24 Abs. 1 Bst. a RPG) bewilligen:
a. Die �nderung der Nutzung bestehender Geb�ude mit Wohnungen zu landwirtschaftsfremden Wohnzwecken, wenn das Geb�ude nach der �nderung ganzj�hrig bewohnt wird;
b. die �nderung der Nutzung bestehender Geb�ude oder Geb�udekomplexe mit Wohnungen zu Zwecken des �rtlichen Kleingewerbes (wie BGE 118 Ia 446 S. 449
K�sereien, holzverarbeitende Betriebe, mechanische Werkst�tten, Schlossereien, Detailhandelsl�den, Wirtsh�user); der Gewerbeanteil darf nicht mehr als die H�lfte des bestehenden Geb�udes oder Geb�udekomplexes beanspruchen.
2 In Landschaften mit sch�tzenswerten Bauten und Anlagen k�nnen die Kantone die �nderung der Nutzung bestehender Geb�ude als standortgebunden (Art. 24 Abs. 1 Bst. a RPG) bewilligen, wenn das Geb�ude durch Verf�gung der f�r Ortsbild- und Landschaftsschutz zust�ndigen Beh�rde als landschaftstypisch gesch�tzt ist und die dauernde Erhaltung der Bausubstanz nicht anders sichergestellt werden kann.
a. die Gebiete nach den Abs�tzen 1 und 2 im kantonalen Richtplan (Art. 8 RPG) �rtlich festgelegt sind;
b. das Geb�ude f�r die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr ben�tigt wird;
c. die �ussere Erscheinung und die bauliche Grundstruktur des Geb�udes im wesentlichen unver�ndert bleiben;
d. die �nderung keine zus�tzliche Verkehrserschliessung erfordert;
e. keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 Abs. 1 Bst. b RPG). "
Das Raumplanungsgesetz f�r den Kanton Graub�nden vom 20. Mai 1973 (KRG) weist in Art. 27a folgende Bestimmungen auf:
"Art. 27a F�r die Erhaltung von landschaftlich oder kulturgeschichtlich wertvoller Bausubstanz k�nnen die Gemeinden Erhaltungszonen festlegen. In den Erhaltungszonen sind Neubauten unzul�ssig. Der Zweck bestimmungsgem�ss nutzbarer Bauten darf innerhalb der bestehenden Bausubstanz ge�ndert werden. Die Bauarbeiten sind in der herk�mmlichen Bauweise auszuf�hren.
Bei abgelegenen Erhaltungszonen k�nnen die Gemeinden besondere Vorschriften �ber die Erschliessung erlassen."
Sodann ist Art. 14 der Raumplanungsverordnung f�r den Kanton Graub�nden (KRVO) vom 26. November 1986 von Bedeutung. Er lautet wie folgt:
"Art. 14 Erhaltungszonen umfassen in der Regel Baugruppen von mindestens 5 Geb�uden.
Kleinere Baugruppen oder besondere Bauobjekte k�nnen im Rahmen einer Gesamtbeurteilung als Erhaltungszone bestimmt werden. Voraussetzung hief�r ist die Inventarisierung aller Bauten ausserhalb der Bauzonen in der betreffenden Gemeinde.
Die Regierung kann im Genehmigungsverfahren �ber den Umfang von Zweck�nderungen sowie Art und Weise der Ausbaum�glichkeiten der einzelnen Geb�ude Weisungen erteilen.
Baubewilligungen f�r Bauvorhaben in der Erhaltungszone sind dem Amt f�r Raumplanung mitzuteilen.
Die Regierung bestellt eine 3- bis 5-k�pfige Kommission, die der zust�ndigen kantonalen Beh�rde in Fragen der Erhaltungszonen beratend zur Verf�gung steht."
Am 27. November 1991 hat der Grosse Rat des Kantons Graub�nden Art. 14 Abs. 1 KRVO erg�nzt. Diese Bestimmung lautet neu wie folgt:
"Erhaltungszonen umfassen in der Regel Baugruppen von mindestens 5 Geb�uden. Ihre Ausscheidung setzt voraus, dass der kantonale Richtplan dies vorsieht."
"4) Schaffung von 2 Erhaltungszonen Aclas Davains und Aclas Dafora Art. 67bis Die Erhaltungszonen in Aclas Davains und Aclas Dafora, gem�ss Zonenplan 1:5000, bezwecken die Erhaltung der Baugruppen als Bestandteile der Kulturlandschaft. In diesen Zonen k�nnen alle bestehenden, nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Bauten zu Ferienzwecken umgebaut werden, wenn nachstehende Bedingungen erf�llt sind:
a) Das Gruppenbild und der Maiens�sscharakter muss erhalten bleiben.
b) Die Geb�ude d�rfen weder in Form noch im Volumen ver�ndert werden. Die Neugestaltung von aussen sichtbaren Geb�udeteilen ist in Form, Material und Farbe in herk�mmlicher Weise vorzunehmen. Das Mauerwerk ist mit Rasapietra- oder Grubenkalk-Verputz zu verkleiden. Balkone und grosse Fenster sind nicht zul�ssig. Die D�cher d�rfen nicht mit Blech oder Welleternit eingedeckt werden.
d) Die bestehende landwirtschaftliche Nutzung des Geb�udeumschwunges muss auch nach dem Umbau gew�hrleistet sein. Die Herrichtung garten�hnlicher Anlagen und die Erstellung von festen Abz�unungen irgendwelcher Art sind verboten. Nur w�hrend der Atzung sind ablegbare Z�une gestattet. Terrainver�nderungen sind nur zul�ssig, wenn die Herbeif�hrung des urspr�nglichen nat�rlichen Zustandes es erfordert.
e) Die Baubeh�rde ist berechtigt, bestehende maiens�ssfremde Bauten auf Kosten des Eigent�mers ab�ndern zu lassen.
f) Bestehende Erschliessungsanlagen d�rfen erneuert, jedoch nicht ausgebaut werden. Die Erstellung neuer Anlagen, wie Wege, elektrische Leitungen oder Telefonleitungen ist nicht zul�ssig. Der Anschluss an die Stromversorgung oder an das Telefonnetz kann gestattet werden. S�mtliche Anschl�sse sind zu verkabeln.
g) F�r Abwasser- und F�kalienbeseitigung ist eine Bewilligung des kantonalen Amtes f�r Gew�sserschutz einzuholen. Der Kehricht ist von den Bewohnern in einem in Alvaneu-Dorf, Abzweigung Kantons-/Maiens�ss-Strasse, bereitgestellten Kehrichtschopf zu deponieren. Es gelten die entsprechenden Bestimmungen des Regulativs der Gemeinde und des Kehrichtverbandes.
h) Der Bauherr hat an geeigneter Stelle die nach Art. 46 des Baugesetzes erforderlichen Abstellpl�tze auf eigenem oder fremdem Boden zu erstellen und allf�llige Rechte an fremdem Boden grundbuchlich nachzuweisen. Vorbehalten bleibt die Beteiligung an einer gemeinschaftlichen Parkierungsanlage.
i) Der Gemeinde d�rfen durch den Umbau oder die sp�tere Ben�tzung des Geb�udes keine Kosten entstehen."
c) Nach der Praxis des Bundesgerichtes ist die Festsetzung von Kleinstbauzonen ausserhalb des Baugebietes, welche eine die Landschaft und die geordnete Siedlungsentwicklung beeintr�chtigende Streubauweise sanktioniert, nicht nur unzweckm�ssig, sondern gesetzwidrig (nicht publ. Urteil vom 26. M�rz 1991 betr. Gemeinde Sent, BGE vom 23. Mai 1984 in: Informationshefte des BRP 1/85, S. 12 [= BVR 1984 S. 294 ff.], und BGE vom 3. Februar 1982 in: ZBl 83/1982 S. 351 ff. [= BVR 1982 S. 249 ff. bzw. BR 4/82 S. 79]; s. auch KARL SP�HLER, Die Nutzung leeren Geb�udevolumens ausserhalb der Bauzonen, ZBJV 125/1989 S. 339; CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. Bern 1989, N. 98 S. 70; HEINZ AEMISEGGER, RPG/NO, Nr. 4/1982, S. 5 f.). Diese Rechtsprechung bezieht sich jedoch nicht auf Erhaltungszonen der hier umstrittenen Art. Sie ist vielmehr auf eigentliche, allgemeine Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG ausgerichtet, in denen vor allem auch Neu- und Erweiterungsbauten vorgesehen sind. Solche Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG m�ssen allgemeinen planerischen Erw�gungen hinsichtlich der r�umlichen Ausdehnung des Siedlungsgebietes und der rationellen Erschliessung gem�ss Art. 19 RPG entsprechen. Sie haben sich auf die in Art. 22quater BV sowie namentlich in den Art. 1, 3, 15 und 19 RPG enthaltenen Planungsgrunds�tze auszurichten. Im Lichte dieser Grunds�tze sind Kleinstbauzonen, welche f�r Neubauvorhaben ausgeschieden werden, unzul�ssig. Ganz anders verh�lt es sich aber bei den hier umstrittenen Erhaltungszonen. Ihre Ausscheidung wird von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausdr�cklich begr�sst. So wird in BGE 115 Ib 151 dargelegt, die Zuweisung von bestehenden Kleinsiedlungen in Bauzonen m�sse nicht dazu f�hren, dass an sich unerw�nschte Kleinstbauzonen f�r Neubauten entst�nden. Das Bundesgericht geht in diesem Entscheid BGE 118 Ia 446 S. 452davon aus, solche Erhaltungszonen seien beschr�nkte Bauzonen und keine Nichtbauzonen. So verh�lt es sich auch hinsichtlich der zur Diskussion stehenden Erhaltungszone "Aclas Dafora". Die erw�hnte, vom Departement des Innern und der Volkswirtschaft des Kantons Graub�nden diesbez�glich dargelegte Rechtsauffassung ist weitgehend zutreffend. Sie ist allerdings nachfolgend in gewissen Punkten zu pr�zisieren.
Die B�ndner Erhaltungszone bezweckt die Erhaltung bestehender, insgesamt betrachtet wertvoller Bausubstanz, die vor dem Zerfall gerettet werden soll. Sie will solche Bausubstanz einer zweckm�ssigen Nutzung zuf�hren und verfolgt damit Zielsetzungen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes. Diese Zielsetzungen k�nnten auch in Anwendung von Art. 17 Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 24 RPG und Art. 24 RPV verwirklicht werden. In diesem Fall w�ren auf den Einzelfall zugeschnittene Schutzmassnahmen zu treffen und gest�tzt darauf Bewilligungen im Sinne von Art. 24 RPG zu erteilen (s. in diesem Zusammenhang nicht publ. Urteil des Bundesgerichtes vom 19. April 1989 betr. Gemeinde Alterswil). Zur Erhaltung der B�ndner Maiens�sse ist aber der Weg der Ausscheidung von Erhaltungszonen oft zweckm�ssiger. Wie die Gemeinde in ihrer im bundesgerichtlichen Verfahren erstatteten Replik zutreffend darlegt, sind Baugesuche, welche sich an den Rahmen von Art. 67bis BauG halten und damit zonenkonform sind, auf dem ordentlichen Baubewilligungsweg in Anwendung von Art. 22 RPG zu beurteilen. Es stellt sich jedoch die Frage, wie es sich verh�lt, wenn Baugesuche eingereicht werden, die den Rahmen des gest�tzt auf Art. 67bis BauG Zul�ssigen sprengen. Sind dann allenfalls Ausnahmebewilligungen gem�ss Art. 23 RPG zul�ssig, oder ist in einem solchen Fall Art. 24 RPG anwendbar? Mit R�cksicht auf die besondere Natur der hier zur Diskussion stehenden Erhaltungszone muss letzteres zutreffen. Dies bedeutet, dass die B�ndner Erhaltungszone mit einer eine Nichtbauzone �berlagernden beschr�nkten Bauzone verglichen werden kann, die sich auf Art. 18 Abs. 1 RPG st�tzt; hinsichtlich ihrer Zielsetzung steht sie einer Schutzzone nahe (s. hierzu EJPD/BRP, Erl�uterungen zum RPG, N. 27 f. zu Art. 17, sowie LEO SCH�RMANN, Bau- und Planungsrecht, 2. Aufl., Bern 1984, S. 171 f.). �berschreitet ein Vorhaben den Rahmen dessen, was in einer solchen auf die Erhaltung der bestehenden Bausubstanz beschr�nkten Nutzungszone zonenkonform ist, so kommen die Vorschriften der Grundnutzungszone zur Anwendung, welche von der Erhaltungszone �berlagert wird. In einem solchen Fall stellt sich dann die Frage, ob das in der BGE 118 Ia 446 S. 453Erhaltungszone zonenwidrige Bauvorhaben der Grundnutzungsordnung entspricht und mit R�cksicht darauf gest�tzt auf Art. 22 RPG im ordentlichen Baubewilligungsverfahren bewilligt werden kann. Trifft dies nicht zu, so ist das betreffende Baugesuch, das den Rahmen der Erhaltungszone sprengt, gest�tzt auf Art. 24 RPG und das dazu erlassene kantonale Ausf�hrungsrecht zu �berpr�fen. Die Verh�ltnisse liegen mithin �hnlich wie bei einer eine Landwirtschaftszone �berlagernden Kiesabbauzone, die nach Abbau und Rekultivierung des Landes erneut der landwirtschaftlichen Nutzung zur Verf�gung stehen soll. Es ist auch denkbar, eine Erhaltungszone der erw�hnten Art im Sinne einer auf die Erhaltung der bestehenden Bausubstanz beschr�nkten Nutzungszone gest�tzt auf Art. 18 Abs. 1 RPG als Grundnutzungszone auszuscheiden. Eine solche k�nnte allerdings nicht als Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG gelten, was zur Folge h�tte, dass Art. 24 RPG auf alle Bauvorhaben anwendbar w�re, die mit den Nutzungsvorschriften der Erhaltungszone unvereinbar w�ren (vgl. in diesem Zusammenhang auch die Regelung in bezug auf die Freihaltezone gem�ss � 40 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Z�rich vom 7. September 1975 in der Fassung vom 1. September 1991). Im Hinblick auf die nachfolgenden Erw�gungen er�brigt es sich hier allerdings, die Frage der Rechtsnatur der B�ndner Erhaltungszone abschliessend zu beurteilen.
3. a) Die vorstehenden Erw�gungen f�hren zum Ergebnis, dass das hier umstrittene Bauvorhaben in zutreffender Weise im Verfahren gem�ss Art. 22 RPG auf seine Zonenkonformit�t und damit auf seine �bereinstimmung mit Art. 67bis BauG �berpr�ft worden ist. Die Beschwerdef�hrerin ist der Auffassung, das Verwaltungsgericht habe derart auf willk�rliche Weise kantonales Recht und damit auch ihre Gemeindeautonomie verletzt. Zutreffend hat sie diese R�ge im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde vorgetragen. Durch den angefochtenen Entscheid wird die Beschwerdef�hrerin in ihrer Eigenschaft als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt getroffen. Sie ist daher beschwerdelegitimiert. Ob ihr im betreffenden Bereich tats�chlich Autonomie zusteht, ist keine Frage der Legitimation, sondern Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 117 Ia 354 f. E. 3a, BGE 116 Ia 43 E. 1a, BGE 114 Ia 76 E. 1, 81 E. 1a und 467 E. 1a, BGE 113 Ia 202 E. 1a, mit Hinweisen).
b) Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung �berl�sst und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einr�umt (BGE 117 Ia BGE 118 Ia 446 S. 454355 f. E. 4a, mit Hinweisen). Ist diese Voraussetzung erf�llt, so kann sich die Gemeinde mit staatsrechtlicher Beschwerde dagegen zur Wehr setzen, dass die kantonale Beh�rde im Rechtsmittelverfahren ihre Pr�fungsbefugnis �berschreitet oder dass sie bei der Anwendung der kommunalen, kantonalen und bundesrechtlichen Normen, die den betreffenden Sachbereich ordnen, gegen das Willk�rverbot verst�sst, oder, soweit kantonales oder eidgen�ssisches Verfassungsrecht in Frage steht, dieses unrichtig auslegt oder anwendet (BGE 115 Ia 44, 114 Ia 169 f. und 372 E. 2a, 112 Ia 270 E. 2a, je mit Hinweisen).
c) Wie das Bundesgericht schon vielfach festgestellt hat, sind die B�ndner Gemeinden in weiten Bereichen der Raumplanung und des Bauwesens autonom (BGE 110 Ia 207 E. 2b, 108 Ib 238 E. 3b, mit Hinweisen). Diese Autonomie erstreckt sich klarerweise auf die Frage der Zonenkonformit�t, welche sich nach den im kantonalen und kommunalen Baurecht enthaltenen Grunds�tzen beurteilt. Im vorliegenden Fall sind in dieser Hinsicht die Art. 27a KRG und 67bis BauG massgebend. Es ist zu pr�fen, ob das Bauvorhaben des Beschwerdegegners in der Erhaltungszone "Aclas Dafora" namentlich im Lichte von Art. 67bis BauG zonenkonform ist. Bei der Anwendung dieser Vorschrift steht der Gemeinde Alvaneu zweifellos eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu.
4. Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihre Willk�rr�ge in bezug auf Art. 67bis BauG damit, diese Vorschrift bezwecke die Erhaltung der Maiens�ss-Siedlungen als Bestandteil der Kulturlandschaft. Urspr�nglich h�tten die Bergbauern die Maiens�sse als Unterkunft im Herbst ben�tzt, wenn sie das Vieh h�tten ausf�ttern m�ssen. Daher wiesen die Maiens�sse auch einen Stall- und einen Wohnteil auf. Diese Bausubstanz sei erhaltenswert, zeige sie doch deutlich die kulturhistorische Bedeutung der Maiens�sse auf. Infolge des Bedeutungsverlustes der Berglandwirtschaft h�tten auch die Maiens�sse ihre urspr�ngliche Funktion verloren. Trotzdem habe die Gemeinde Alvaneu den besonderen Charakter solcher Siedlungen bewahren wollen. Um die bestehenden Bauten einem erweiterten Nutzungszweck zu �ffnen, habe die Gemeinde in ihrem Baugesetz eine Ferienhausnutzung erm�glicht, welche jedoch nur unter Einhaltung strengster Bedingungen zul�ssig sein solle. So enthalte Art. 67bis BauG ein ausdr�ckliches Ausbauverbot der bestehenden Erschliessungsanlagen. Das zeige deutlich, dass die bestehenden Verh�ltnisse gewahrt werden sollten und die Wohnnutzung auf denjenigen Rahmen beschr�nkt sei, welcher mit der bestehenden Erschliessung BGE 118 Ia 446 S. 455vereinbar und vertr�glich sei. Das Verwaltungsgericht habe den Zweck der Erhaltungszone krass falsch definiert. Die bestehende Bausubstanz solle nur beschr�nkt dem Wohnen dienen, und vor allem solle der urspr�ngliche Zustand erhalten werden. Es gehe darum, einen k�nftig drohenden Zerfall der Maiens�ss-H�tten zu verhindern und die Bausubstanz zu bewahren. Deshalb sei die Erhaltungszone auch nicht diejenige Zone, in welcher vor allem die umweltvertr�glicheren Alternativenergien gef�rdert werden sollten. Das sei bei Bauvorhaben in der eigentlichen Bauzone zu tun. In der Erhaltungszone sei ein Aus- und Neubau unzul�ssig. Die Gemeinde Alvaneu werde daher den Einbau eines Solar- oder konventionellen �lheizungssystems in einem Geb�ude der Erhaltungszone nie bewilligen, da sonst eine zonenwidrige Benutzung m�glich w�re. Sie wolle alle Vorkehren treffen, um einen solchen zonenwidrigen Zustand zu verhindern, weshalb sie auch noch nie den Einbau eines Heizsystems in einer Maiens�ss-H�tte bewilligt habe. Dar�ber hinaus h�tten auch die bestehenden Blechd�cher keinen Einfluss auf den Zweck der Erhaltungszone. Die Erhaltungszone sei u.a. gerade deshalb ausgeschieden worden, um derartige Missgriffe in Zukunft zu verhindern. Die Gemeinde habe seit 1982 kein Blechdach mehr bewilligt. Die Maiens�ss-Siedlung "Aclas Dafora" sei trotz der altrechtlichen Baus�nden von ausnehmender Sch�nheit und deshalb erhaltenswert.
Trotz diesen von der Beschwerdef�hrerin ge�usserten Bedenken entschied das Verwaltungsgericht, die Baubewilligung f�r die Installation eines Sonnenkollektors mit den Massen 3,0 m x 1,25 m (3,75 m2) auf dem Dach der Maiens�ss-H�tte des Beschwerdegegners sei zu erteilen. Dies sei sowohl im Hinblick auf den Wortlaut von Art. 67bis BauG als auch angesichts des Zwecks der Erhaltung von Wohnsubstanz notwendig. Am bundesgerichtlichen Augenschein hat sich ergeben, dass die Gemeinde die Bewilligung der vom Beschwerdegegner f�r die Betreibung einer Solar-Schwerkraftheizung projektierten Anlage vor allem bek�mpft, weil sie ein negatives Pr�judiz f�r die �brigen Dachfl�chen des Maiens�sses "Aclas Dafora" bef�rchtet. Bisher wurden dort zwar Sonnenkollektoren bewilligt, aber nur kleinfl�chige von in der Regel rund 1/3 m2. Diese dienen ausschliesslich zur Stromerzeugung f�r Beleuchtungs-zwecke. Die Gemeinde liess diese Anlagen nicht zuletzt deshalb zu, weil sie wesentlich ungef�hrlicher sind als andere Beleuchtungssysteme, wie etwa Petrol- oder Gaslampen. Im Interesse der Zielsetzungen der Erhaltungszone "Aclas Dafora" wurde der Nutzen dieser Lichtstromanlagen h�her gewertet als die Interessen am Schutz des Ortsbildes. Die BGE 118 Ia 446 S. 456vom Beschwerdegegner vorgesehene Sonnenkollektoranlage soll Heizzwecken dienen. Sie ersetzt aber die bestehende Holzheizung nicht, sondern soll diese lediglich unterst�tzen und erg�nzen. Am Augenschein ist klar geworden, dass der Heizungsbeitrag der geplanten Anlage im Verh�ltnis zum gesamten Heizungsbedarf unwesentlich ist. Schon aus diesem Grund ist es willk�rlich, wenn das Verwaltungsgericht das Interesse an der Erhaltung des Ortsbildes des in Frage stehenden Maiens�sses weniger hoch bewertete als das Interesse des Beschwerdegegners an der Errichtung der Heizungsanlage.
Aber auch aus einem weiteren Grund ist der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichtes verfassungsrechtlich nicht haltbar. W�rde dem Beschwerdegegner die umstrittene Sonnenkollektoranlage bewilligt, so m�sste dies auch gegen�ber weiteren Hausbesitzern des Maiens�sses getan werden. Dadurch w�rde aber die heute - von einzelnen, wenn auch nicht un�bersehbaren Ausnahmen abgesehen - guterhaltene Dachlandschaft des Maiens�sses "Aclas Dafora" stark beeintr�chtigt. Eine solche Beeintr�chtigung des Ortsbildes wollen aber die erw�hnten kommunalen und kantonalen Vorschriften betreffend die Erhaltungszone "Aclas Dafora" offensichtlich verhindern. Davon, dass das urspr�ngliche Ortsbild des Maiens�sses schon an verschiedenen Stellen beeintr�chtigt ist, hat sich die bundesgerichtliche Delegation am Augenschein �berzeugen k�nnen. Dies ist zwar bedauerlich, vermag aber das Interesse daran, das auch heute noch sehr sch�ne und beeindruckende Erscheinungsbild des Maiens�sses mit verh�ltnism�ssigen Vorkehren zu erhalten, nicht wesentlich herabzumindern. Die Gemeinde bem�ht sich im �brigen seit einigen Jahren mit ihrer am Augenschein n�her dargelegten Baubewilligungspraxis sehr um die sinnvolle und zweckm�ssige Erhaltung des Maiens�sses, wobei sie ganz besonders auf �sthetische Belange achtet. Sie beabsichtigt, vorhandene Beeintr�chtigungen nach M�glichkeit zu beseitigen und neue zu verhindern. Das ist keine leichte Aufgabe, besonders wenn es auch darum geht, eigenm�chtigem unbewilligtem Vorgehen von Hauseigent�mern zu begegnen.
Indem das Verwaltungsgericht den geplanten Sonnenkollektor mit Solar-Schwerkraftheizung in der Erhaltungszone "Aclas Dafora" von Alvaneu als zonenkonform bezeichnet hat, hat es somit die Bestimmungen gem�ss Art. 27a KRG in Verbindung mit Art. 67bis BauG in verfassungsrechtlich unhaltbarer Weise angewendet. Sein Urteil verst�sst daher gegen die Gemeindeautonomie. Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde der Gemeinde Alvaneu gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben.

References: BGE 
 Art. 27
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 67
 Art. 46
 BGE 
 BGE 
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 19
 Art. 22
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 17
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 67
 Art. 22
 Art. 67
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 18
 Art. 17
 BGE 
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 18
 Art. 15
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 67
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 27
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 67
 BGE 
 Art. 67
 BGE 
 Art. 27
 Art. 67