Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2004/04'4'11.htm
Timestamp: 2018-01-19 21:10:31+00:00

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14. Jahrgang, Nr. 4 vom 31. August 2004, S. 34
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Bioinformatik-Diplom
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nummer 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19. März 2002 (GVBl. LSA S. 130), hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Studiengang Bioinformatik-Diplom am Fachbereich Mathematik und Informatik erlassen.
Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Bioinformatik. Sie besteht aus der Diplomarbeit und Fachprüfungen. Durch sie soll festgestellt werden, ob die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse erworben wurden, die Zusammenhänge des Faches überblickt werden und die Fähigkeit ausgeprägt wurde, nach wissenschaftlichen Grundsätzen selbständig zu arbeiten.
Nach bestandener Diplomprüfung verleiht der Fachbereich Mathematik und Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den akademischen Grad „Diplom-Bioinformatikerin“ bzw. „Diplom-Bioinformatiker“ (abgekürzt „Dipl.‑Bioinform.“).
(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester und umfasst obligatorische und wahlobligatorische Bereiche sowie Lehrveranstaltungen nach freier Wahl der Studierenden. Grund- und Hauptstudium gliedern sich in die drei Säulen Informatik, Mathematik und biowissenschaftlich/chemisch (im weiteren kurz als „biowissenschaftlich“ bezeichnet) orientierte Lehrveranstaltungen.
Zusätzlich wird durch die am Studiengang beteiligten Fachbereiche eine nicht prüfungsrelevante gemeinsam zu gestaltende „Ringvorlesung“ im Umfang von 1-2 SWS angeboten, die die Studierenden mit potentiellen Arbeitsfeldern einer Bioinformatikerin bzw. eines Bioinformatikers, sowohl aus Sicht der Informatik als auch aus Sicht der biowissenschaftlich orientierten Disziplinen, bekannt machen soll.
Projektarbeit 8 SWS
In einer der beiden Vertiefungsrichtungen ist eine Projektarbeit im Umfang von 8 SWS und die Diplom­arbeit anzufertigen. Die Ausgabe des Diplomthemas kann erst nach Abschluss der Projektarbeit erfolgen.
(6) Zur Abstimmung der Studienpläne innerhalb der Vertiefungsrichtungen und zur Abgrenzung der von den Studierenden über die Vertiefungsrichtung hinaus zu wählenden Lehrgebiete von diesen Vertiefungsrichtungen benennen die am Studium beteiligten Fachbereiche Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer oder habilitierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Tutorinnen und Tutoren.
· drei Professorinnen und Professoren, Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten,
· einer bzw. einem wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter des Fachbereiches Mathematik und Informatik und
· einem studentischen Mitglied, das die Diplom-Vorprüfung in einem der am Fachbereich Mathematik und Informatik angebotenen Studiengänge abgelegt haben muss. Das studentische Mitglied des Prüfungsausschusses wirkt bei der Bewertung und Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen nicht mit.
(1) Wenn in der Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung eine Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet wurde, so kann diese Prüfung einmal wiederholt werden. Fehlversuche in demselben Fach an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen werden mitgerechnet.
(6) Wird die Diplomarbeit mit „nicht bestanden“ bewertet, so ist auf Antrag, der spätestens vier Wochen nach Bekanntgabe der Note der Diplomarbeit zu stellen ist, eine Wiederholung mit neuem Thema möglich. Die erneute Themenstellung muss spätestens innerhalb der nächsten drei Monate erfolgen. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Studiengang Bioinformatik an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes, die zu Zeiten erbracht wurden, in denen die Studierenden noch nicht im Studiengang Bioinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren, werden anerkannt.
Soweit eine anzuerkennende Diplomvorprüfung Lehrgebiete nicht enthält, die an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Gegenstand der Diplomvorprüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann insbesondere versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen bzw. die Diplomarbeit anerkannt werden soll.
(2) Über die Gleichwertigkeit von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhörung von Fachvertreterinnen und Fachvertretern unter Beachtung der von der Kultusminister- und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen.
(3) Prüfungsleistungen von Studierenden, die bereits im Studiengang Bioinformatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren bzw. sind, die durch Teilprüfungen im Studiengang Bioinformatik an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nachgewiesen wurden bzw. werden sollen, können auf Antrag anerkannt werden, sofern die Teilprüfung wenigstens 14 Tage vor dem entsprechenden Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss schriftlich angemeldet wurde und es sich um eine benotete Teilprüfung handelt.
Hiervon ausgenommen sind die Projektarbeit, die Diplomarbeit und die Fachprüfung in den nach § 20 Abs. 2 Punkt a) wählbaren Vertiefungsrichtungen.
· zusammen mit dieser Teilprüfung nicht über die Hälfte der in dieser Fachprüfung verlang­ten Semesterwochenstunden außerhalb der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erworben werden,
· im Falle einer Teilprüfung zur Vordiplomprüfung diese Teilprüfung in großen Teilen der bzw. den entsprechenden Teilprüfungen im Studiengang Bioinformatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entspricht,
· die bzw. der Studierende bisher keinen Fehlversuch in der entsprechenden Teilprüfung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte und die Teilprüfung ordnungsgemäß beim Prüfungsausschuss schriftlich angemeldet wurde.
(4) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen erbracht wurden, werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen im Studiengang Bioinformatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und -bewertung vorzunehmen.
(8) Soweit Studienzeiten nach den Abs. 1, 2, 3, 4, 5 angerechnet werden, erfolgt eine entsprechende Änderung der jeweiligen Meldefristen, der Wiederholungsmöglichkeiten für Prüfungsleistungen.
· mündliche Prüfungen nach § 10,
· schriftliche Prüfungen nach § 11,
· prüfungsrelevante Studienleistungen nach § 12 Abs. 1 und 2,
· Diplomarbeiten nach § 13.
(2) Machen Kandidatinnen und Kandidaten durch ein ärztliches Attest glaubhaft, dass sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage sind, eine Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das Recht, den Kandidatinnen und Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen.
(3) In den Prüfungen sollen die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen, dass sie die Inhalte eines Faches beherrschen, dass sie die Zusammenhänge des Prüfungsgebiets erkennen und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermögen und dass sie in der Lage sind, in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln mit den geläufigen Methoden des Faches ein Problem zu erkennen und Wege zu einer Lösung zu finden.
(1) Mündliche Prüfungen werden als Einzelprüfungen vor mindestens zwei Prüfenden oder von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer Beisitzerin bzw. eines Beisitzers gemäß § 6 Abs. 5 abgelegt. Die Dauer der Prüfung soll dem Prüfungsgegenstand angemessen sein und in der Regel 15 Minuten nicht unterschreiten und 45 Minuten nicht überschreiten.
(3) Die wesentlichen Gegenstände und die Ergebnisse der mündlichen Prüfungen sind in einem Protokoll festzuhalten. Die Leistungen der Kandidatinnen und Kandidaten in den einzelnen Prüfungen werden durch die jeweilig Prüfenden bewertet. Das Protokoll ist von den Prüfenden und Beisitzenden zu unterschreiben. Die Bewertung ist den Kandidatinnen und Kandidaten direkt im Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben.
(1) Eine schriftliche Prüfung ist eine Klausurarbeit unter Aufsicht. Die Dauer einer Klausurarbeit beträgt in der Regel 10-15 Minuten pro Semesterwochenstunde der zugehörigen Lehrveranstaltung(en). Sie soll in der Regel 120 Minuten nicht überschreiten.
Die Anerkennung dieser Leistungen erfolgt für Proseminare werden durch einen qualifizierten Vortrag, für Seminare der Informatik durch einen qualifizierten Vortrag sowie eine positiv bewertete, schriftliche Ausarbeitung zum Thema des Vortrages, für die Projektarbeit durch einen positiv bewerteten Abschlussbericht und einen Vortrag zu den Ergebnissen der Projektarbeit erworben.
(2) Der Termin der Ausgabe des Diplomarbeitsthemas ist durch die Betreuerin bzw. den Betreuer bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses aktenkundig zu machen. Die Studierenden haben das hierzu auszustellende Formular gegenzuzeichnen. Die Zeit von der Themenstellung bis zur Abgabe der Diplomarbeit darf sechs Monate nicht überschreiten. Die Themenstellung muss diesem Zeitrahmen angepasst sein. In begründeten Fällen kann der Prüfungsausschuss auf Antrag der Kandidatinnen und Kandidaten die Frist nach Rücksprache mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer einmalig um drei Monate verlängern.
(3) Die Diplomarbeit ist in drei gebundenen Exemplaren fristgemäß beim Prüfungsausschuss einzureichen, der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Versäumen Kandidatinnen und Kandidaten die Frist, gilt die Diplomarbeit als mit „nicht ausreichend“ bewertet. Auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuss im Einzelfall hiervon abweichend entscheiden.
(4) Das Thema der Diplomarbeit wird vom Prüfungsausschuss ausgegeben. Hierzu muss das Einverständnis einer Hochschullehrerin bzw. eines Hochschullehrers der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die bzw. der am Studiengang Bioinformatik beteiligt ist, als Themenstellerin bzw. Themensteller zu fungieren, vorliegen.
Die Diplomarbeit kann von jeder Hochschullehrerin bzw. jedem Hochschullehrer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die an dem Studiengang Bioinformatik beteiligt sind, betreut werden.
(5) Die Diplomarbeit kann in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule ausgeführt und betreut werden, sofern eine Hochschullehrerin bzw. ein Hochschullehrer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die bzw. der am Studiengang Bioinformatik-Diplom beteiligt ist, schriftlich ihr Einverständnis erklärt, als Themenstellerin bzw. Themensteller der Arbeit zu wirken. Die betreuende Person gilt in diesem Fall als Prüferin bzw. Prüfer der Diplomarbeit nach § 6.
(6) Das Thema der Diplomarbeit darf erst ausgegeben werden, nachdem die Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomvorprüfung bestanden und die Projektarbeit nach § 3 Abs. 5 abgeschlossen haben.
(9) Die Diplomarbeit ist von zwei prüfungsberechtigten Personen (nach § 6), von denen mindestens eine den Status „Hochschullehrer“ besitzen muss, gutachterisch zu bewerten. Eine der Gutachterinnen oder einer der Gutachter soll die Themenstellerin bzw. der Themensteller der Arbeit sein. Die zweite Gutachterin bzw. der zweite Gutachter wird vom Prüfungsausschuss bestellt. Die Gesamtnote der Diplomarbeit ergibt sich als arithmetisches Mittel der durch die Gutachten festgelegten Noten, sofern die Differenz der Einzelbewertungen nicht mehr als 2,0 beträgt. Beträgt die Differenz mehr als 2,0, wird vom Prüfungsausschuss eine dritte Prüferin bzw. ein dritter Prüfer zur Bewertung der Diplomarbeit bestimmt. In diesem Fall wird die Note der Diplomarbeit aus dem arithmetischen Mittel der beiden besseren Noten gebildet. Die Diplomarbeit kann jedoch nur dann als „ausreichend“ oder besser bewertet werden, wenn mindestens zwei Noten „ausreichend“ oder besser sind. Das Bewertungsverfahren soll acht Wochen nicht überschreiten
eine Leistung, die deutlich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
eine Leistung, die trotz Mängel den Mindestanforderungen entspricht
(3) Die Fachnote einer Fachprüfung, die nach § 7 Abs. 6 bestanden ist, errechnet sich aus dem nach Semesterwochenstunden gewichtete Durchschnitt (gewichtetes arithmetisches Mittel) der Noten der Prüfungsleistungen, aus denen sich die Fachprüfung zusammensetzt. Bei der Notenbildung wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Fachnote lautet:
(4) Für die Bildung der Gesamtnoten gemäß § 19 Abs. 1 und § 23 Abs. 2 gilt § 14 Abs. 3 entsprechend.
(5) Gleichfalls sind die Fristen der Erziehungszeit nach Maßgabe de jeweils gültigen Fassung des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BerzGG) auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Erziehungszeit antreten, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Erziehungszeit nehmen wollen. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Erziehungszeit nach dem jeweils gültigen Gesetz auslösen würden, und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen den Kandidatinnen und Kandidaten mit.
(6) Kandidatinnen und Kandidaten können verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs. 1 und 2 innerhalb von vier Wochen vom Prüfungsausschuss überprüft werden.
Zweck, Umfang und Art der Diplomvorprüfung
(1) Durch die Diplomvorprüfung sollen die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen, dass sie die inhaltlichen Grundlagen der Informatik, Biologie, Biochemie, Chemie und der Mathematik, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben haben, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Erfolg zu betreiben.
(3) Die Fachprüfung in Informatik ist bestanden, wenn Prüfun­gen zu allen folgend aufgezählten Lehrveranstaltungen der Informatik im Gesamtumfang von 28 SWS bestanden sind:
· Informatik II,
· Datenbanken I,
· Informatik IV,
· Programmierpraktikum oder Datenbankpraktikum,
· Proseminar sind zu erwerben.
(5) Die Fachprüfung in Chemie ist bestanden, wenn Prüfungen zu allen folgend aufgeführten Lehrveranstaltungen der Chemie im Gesamtumfang von 10 SWS bestanden sind:
(6) Die Fachprüfung in Biologie ist bestanden, wenn Prüfungen zu allen folgend aufgeführten Lehrveranstaltungen der Biologie im Gesamtumfang von 12 SWS bestanden sind:
(7) Die Fachprüfung in Biochemie besteht aus einer Prüfung zur Lehrveranstaltung
· Allgemeine Biochemie
a. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis besitzt;
b. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Zulassungszeitpunkt im Studiengang Bioinformatik eingeschrieben ist.
a. das Zeugnis gemäß Abs. 1 a);
b. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie oft bereits Prüfungsleistungen in einem Studiengang Bioinformatik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht bestanden wurden oder sich die Kandidatinnen und Kandidaten in einem Prüfungsverfahren befinden;
c. eine Erklärung darüber, ob bereits eine Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung im Studiengang Bioinformatik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht bestanden oder in einem solchen Studiengang der Prüfungsanspruch verloren wurde.
(4) Können Kandidatinnen und Kandidaten ohne ihr Verschulden die erforderlichen Unterlagen nicht in der in Abs. 3 vorgeschriebenen Weise beibringen, so kann der Prüfungsausschuss ihnen gestatten, die Nachweise auf andere Weise zu führen.
a. die in Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder
b. die Unterlagen unvollständig sind und trotz Aufforderung nicht fristgemäß vervollständigt wurden oder
c. Kandidatinnen und Kandidaten die die Diplomvorprüfung oder die Diplomprüfung im Studiengang Bioinformatik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden haben oder sich an einer solchen Universität oder Hochschule in einem Prüfungsverfahren befinden oder
d. die Kandidatinnen und Kandidaten den Prüfungsanspruch verloren haben oder
e. nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Prüfungsleistungen in einem Studiengang Bioinformatik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes als Fehlversuche anzurechnen sind und deshalb keine Möglichkeit einer Wiederholung dieser Prüfungsleistung im Studiengang Bioinformatik besteht.
a. die Meldefrist gemäß § 18 Abs. 2 und 3 nicht eingehalten wird oder
b. eine weitere Wiederholung gemäß § 7 ausgeschlossen ist oder
c. Kandidatinnen und Kandidaten nach § 15 Abs. 3 von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausgeschlossen wurden oder
d. die Zulassung zur Diplomvorprüfung nicht vorliegt.
(1) Bei der Anmeldung zur ersten Prüfung zur Diplomvorprüfung der Kandidatinnen und Kandidaten muss der Antrag auf Zulassung zur Diplomvorprüfung gestellt werden.
(2) Zu jeder Teilprüfung der Diplomvorprüfung haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich beim Prüfungsausschuss anzumelden. Dies gilt auch für Teilprüfungen, die gemäß § 8 Abs. 3 an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes abgelegt werden.
(3) Die Anmeldung zu studienbegleitenden Teilprüfungen hat in der Regel bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin. Die Anmeldetermine werden öffentlich durch Aushang unter Angabe einer Ausschlussfrist bekannt gegeben. Für Teilprüfungen, die gemäß § 8 Abs. 3 an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes abgelegt werden, sind die Anmeldefristen gemäß § 8 Abs. 3 verbindlich.
(5) Sind prüfungsrelevante Studienleistungen für eine Teilprüfung gemäß § 4 Abs. 4 vorgesehen, so sind deren Art und ihre mögliche Einbeziehung in die Bewertung der Prüfung zu Beginn der Lehrveranstaltungen von den Prüfenden bekannt zu geben.
(1) Die Diplomvorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche in § 16 Abs. 2 angegebenen Fachprüfungen bestanden sind und das Proseminar in Informatik erfolgreich absolviert wurde. Für jede Fachprüfung wird eine Fachnote gebildet. Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung errechnet sich gemäß § 14 Abs. 4 aus dem nach den Semesterwochenstunden gewichteten Durchschnitt (gewichtetes arithmetisches Mittel) der Fachnoten.
(3) Haben Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomvorprüfung endgültig nicht bestanden oder gilt sie als endgültig nicht bestanden, wird ihnen auf Antrag durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt, dass die Diplomvorprüfung nicht bestanden ist.
(1) Durch die Diplomprüfung sollen die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen, dass sie die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge ihres Faches überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Bioinformatik anzuwenden.
(4) Die Fachprüfungen in den beiden Vertiefungsrichtungen nach Abs. 2 Punkt a) finden als mündliche Prüfungen statt, deren Gegenstand jeweils Lehrinhalte von Lehrveranstaltungen über mindestens 15 SWS ist.
(5) Die Fachprüfungen gemäß Abs. 2 Punkte b) und c) bestehen aus in der Regel mündlichen Teilprüfungen zu Lehrgebieten, die sich inhaltlich von den beiden gewählten Vertiefungsrichtungen abgrenzen. Eine Entscheidung hierüber ist im Zweifelsfall durch den Prüfungsausschuss unter Einbeziehung von Fachvertreterinnen und Fachvertretern zu treffen.
(1) Zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer neben den in § 17 Abs. 1 aufgeführten Anforderungen die Diplomvorprüfung im Studiengang Bioinformatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg oder eine gemäß § 8 als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung bestanden hat.
a. Zeugnis über die bestandene Diplomvorprüfung, wobei im Falle der an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes abgelegten Diplomvorprüfung die Anerkennungsbescheinigung gemäß § 8 beigefügt werden muss;
b. weitere Unterlagen entsprechend § 17 Abs. 3 Punkte b und c.
(3) Für die Zulassung und das Zulassungsverfahren zur Diplomprüfung gilt § 17 Abs. 4 bis 7 entsprechend.
(1) Bei der Anmeldung zur ersten Prüfung zur Diplomprüfung der Kandidatinnen und Kandidaten muss der Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung gestellt werden.
(2) § 18 Abs. 2 bis 5 gelten entsprechend.
(3) Die Anmeldung der Diplomarbeit kann erst erfolgen, sobald die Voraussetzungen von § 13 Abs. 6 erfüllt sind.
(4) Die Fachprüfungen nach § 20 Abs. 2 Punkt a) müssen vor den Fachprüfungen nach § 20 Abs. b) und c) abgelegt werden.
Bei der Anmeldung einer Fachprüfung zur Diplomprüfung wird geprüft, dass die Regelungen von § 20 Abs. 3 erster Satz und § 20 Abs. 5 eingehalten werden. Im Zweifelsfall entscheidet der Prüfungsausschuss unter Einbeziehung von Fachvertreterinnen und Fachvertretern. Werden diese Regelungen verletzt, ist die Zulassung zur Prüfung zu versagen.
(1) Die Diplomprüfung ist bestanden, sobald alle Fachprüfungen nach § 20 Abs. 2 bestanden sind, der erfolgreichen Abschluss des „Biologischen Querschnittspraktikums“ und Studienleistungen im Umfang von 8 SWS in Mathematik nachgewiesen werden sowie die Projektarbeit im Umfang von 8 SWS erfolgreich absolviert und die Diplomarbeit mit mindestens der Note 4 bewertet wurde.
(2) Die Noten der Fachprüfungen nach § 20 Abs. 2 errechnen sich gemäß § 15 Abs. 3. Die Gesamtnote der Diplomprüfung errechnet sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Noten der vier Fachprüfungen gemäß § 20 Abs. 2 und der Note der Diplomarbeit. Die Wichtungsfaktoren der einzelnen Bestandteile der Diplomprüfung sind:
· Diplomarbeit – Wichtungsfaktor 3,
· Fachprüfungen nach § 20 Abs. 2 – jeweils Wichtungsfaktor 1.
(4) Haben Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomprüfung bestanden, so erhalten sie das Zeugnis der Diplomprüfung innerhalb von 4 Wochen nach dem Bestehen der letzten Prüfung ausgestellt. Das Zeugnis enthält
· sämtliche Prüfungsleistungen mit Angabe der erreichten Noten,
· das Thema der Diplomarbeit, deren Note sowie den Namen der Themenstellerin bzw. des Themenstellers,
· die Gesamtnote der Diplomprüfung.
(6) § 19 Abs. 3 gilt entsprechend.
(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird den Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Grades Diplom-Bioinformatikerin bzw. Diplom-Bioinformatiker beurkundet.
(4) Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für „nicht bestanden“ erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von 5 Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
(1) Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kraft. Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 16.12.1998 außer Kraft.
(2) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung gelten für alle Studierenden, die ab dem Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Bioinformatik eingeschrieben werden.
(3) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung über die Diplomprüfung gelten für alle Studierenden, die vor Inkrafttreten im Studiengang Bioinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren, ihre Diplomvorprüfung bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeschlossen hatten.
Studierenden, die vor dem Wintersemester 2003/2004 immatrikuliert wurden, die Diplomvorprüfung beim Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung noch nicht abgeschlossen hatten und das nach der Prüfungsordnung vom 16.12.1998 vorgeschriebene Praktikum in Biologie im Grundstudium erfolgreich abgelegt haben, können auf Antrag durch den Prüfungsausschuss vom verpflichtenden „Biologischen Querschnittspraktikum“ entbunden werden. Diese Regelung kann letztmalig im Wintersemester 2004/2005 angewandt werden.
(4) Studierende, die bei Inkrafttreten der vorliegenden Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Bioinformatik-Diplom an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben sind, können unwiderruflich erklären, dass sie nach der vorliegenden Diplomprüfungsordnung geprüft werden möchten. Sobald diese Erklärung beim Prüfungsausschuss eingegangen ist, gilt für diese Studierenden die vorliegende Prüfungsordnung.
Über die Anrechnung von Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss gemäß § 8. Prüfungen nach der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Bioinformatik-Diplom der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 16. Dezember 1998 sind letztmals sechs Semester nach Inkrafttreten der vorliegenden Prüfungsordnung möglich. Diese Frist kann im Ausnahmefall auf Antrag mit Begründung durch den Prüfungsausschuss um zwei Semester verlängert werden.
(5) Andere als die in § 27 Abs. 2, 3, 4 aufgeführten Studierenden des Studienganges Bioinformatik-Diplom der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg werden nach Ablauf einer Frist von sechs Semestern nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung von Amts wegen in die vorliegende Prüfungsordnung übergeleitet. Über die Anrechnung bereits erbrachter Leistungen entscheidet der Prüfungsausschuss gemäß den Festlegungen des § 8.

References: § 17
 § 20
 § 10
 § 11
 § 12
 § 13
 § 6
 § 6
 § 3
 § 6
 § 7
 § 19
 § 23
 § 14
 § 18
 § 7
 § 15
 § 8
 § 8
 § 8
 § 4
 § 16
 § 14
 § 17
 § 8
 § 8
 § 17
 § 17
 § 18
 § 13
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 20
 § 15
 § 20
 § 20
 § 19
 § 8
 § 27
 § 8