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Links zur Presse Vol. 4 - Seite 7 - VDVC
Beitrag von TheRealWinston » Fr 27. Jun 2014, 18:16
Kommt zwar ein bischen spät, hat nämlich wieder was mit Wolfenstein: The New Order zu tun, nämlich der Verzicht der Computerbildspiele, dem Spiel keine Wertung zu verpassen.
http://www.computerbild.de/artikel/cbs- ... 44936.html
Hab ich auch nur bemerkt, weil ich heute am Kiosk in der Zeitschrift rumblätterte.
Beachtenswert finde ich die Aussage, eine Version ohne den genannten Szenen, erhälte eine Note nachträglich.
In der Magazinvariante wurde übrigens die Erklärung, wieso kein Fazit, über die Wertung und das eigentlich Fazit "geklebt".
Dann wurde noch die Konkurrenz analysiert, wie sie mit dem Spiel umgingen. Einen prangerten sie zu starken Werbeeinfluss an (als ob das bei der Computerbildspiele anders ist)
Computerbildspiele hat damals doch auch Doom3 den Test (oder war es nur die Wertung) verweigert.
(Würde mich nicht wundern wenn die Konzernmutter bei beiden fällen vielmehr ihre Finger im Spiel hatte)
Beitrag von Pyri » Fr 27. Jun 2014, 21:30
Ich erinnere mich bloß daran, dass sie "God of War III" scheinbar die USK-Einstufung aberkennen wollten http://www.presseportal.de/pm/51005/171 ... altspielen
Wobei die besagten Szenen von Nationalsozialismus oder industrieller Vernichtung in der deutschen Fassung sowieso zensiert sind, siehe
Vicarocha hat geschrieben: schnittberichte.com hat jetzt einen umfassenden Schnittbericht zu Wolfenstein: The New Order veröffentlicht...
Ich würde ja eher meinen, dass jemand der Games gegenüber anderen Medien für dermaßen minderwertig hält, dass sie bestimmte Sachen offenbar nicht thematisieren sollten, nicht darüber schreiben bräuchte. Ansonsten kann ich mich nämlich sowieso nur darüber wundern, welche Verbrechen da verdrängt oder ausgeblendet werden sollen, das heißt auch in Büchern, Musik etc. Zugegeben, soll kein expliziter Vorwurf sein, aber ich hab solche Stimmen auch schon bei Theateraufführungen in Deutschland erlebt... Diese Stücke scheinen mir jedenfalls öfter gespielt zu werden, wenn es darum geht Unliebsames lieber zu vermeiden.
Beitrag von TheRealWinston » Fr 27. Jun 2014, 23:57
Du vergisst aber das die ComputerBildSpiele noch den Ariertest, eine Stelle mit einem Baby und eine Szene wo auf einem Menschen rumgetrampelt wird raushaben möchte,
dann werden sie eventuell eine Wertung und ein Fazit veröffentlichen. Und diese Szenen, die sie bemängeln kommen so auch in der deutschen Variante vor, soweit ich weiß(habe das Spiel leider (noch) nicht gespielt).
(Um noch mal die Magazinversion kurz zu erwähnen, im Magazin zeigen sie ein Bild aus den jeweiligen Szenen, obwohl sie sie finden das sie in kein Spiel gehören, leicht doppeldeutig)
Mit der Stelle wo BJ aus einem Verbrennungsofen "flieht" haben sie scheinbar keine Problem (by the way diese Stelle ist in der deutschen Version wohl so ziemlich das lächerlichste was es gibt. Musste man aber nicht schon in CoD: BlackOps2 am Anfang ein brennendes T-Shirt befreien? )
Beitrag von Rey Alp » So 29. Jun 2014, 10:38
SPON berichtet über Lasertag, ein verbotenes Gewerbe - erwähnt das aber nicht.
Wikipedia ist da etwas uneindeutig. Es hört sich so an, als ob die polizeiliche Generalklausel zum Verbot nicht genügen würde:
Wikipedia hat geschrieben: In der Rechtsprechung herrscht mittlerweile Einigkeit darüber, dass Laser Tag zumindest nicht aufgrund bestehender rechtlicher Möglichkeiten durch die Verwaltungsbehörden der Gemeinden und Länder verboten werden könne. Viel mehr obliege es nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) dem Gesetzgeber selbst, den gewerblichen Betrieb eines Laserspiels als eine, so wörtlich, neue Form der Berufsausübung zu bewerten und die rechtlichen Grundlagen dafür oder dagegen zu schaffen.[1]
In dem verlinkten Urteil heißt es aber:
BVerwG hat geschrieben: Nicht ausreichend ist diese Grundlage dann, wenn die Entscheidung darüber, ob durch diese Berufstätigkeit die öffentliche Ordnung verletzt würde, “von einer verwickelten, in das Gebiet der Weltanschauungen hineinreichenden, abwägenden Wertung einer Mehrzahl verschiedener Schutzinteressen” abhängt (a.a.O. S. 165). In solchen Fällen darf die Generalklausel nicht auf Einzelfälle angewandt und dadurch der Sache nach das getan werden, was die Gesetzgebung hätte tun müssen, nämlich eine verbreitete neue Erscheinungsform der Berufsausübung zu regeln (Urteil vom 26. Februar 1970 – BVerwG I C 11.69 – Buchholz 402.41 Allgemeines Polizeirecht Nr. 17 = DVBl 1970, 504).
Die Voraussetzungen für eine zu treffende neue gesetzliche Regelung für die vorliegend streitigen Veranstaltungen in Laserdromes sind gegenwärtig noch nicht gegeben. Die Spiele haben keine solche Verbreitung, dass die Leistungsfähigkeit der Generalermächtigung zur Regelung von Einzelfällen überfordert wäre.
Verboten ist das Spiel übrigens, weil es gegen die Menschenwürde verstößt:
Da das Grundgesetz den Schutz der Menschenwürde unabhängig davon garantiert, ob der Eingriff vom Staat oder von privater Hand ausgeht (vgl. Dreier in: Dreier, Hrsg., Grundgesetz- Kommentar, Bd. 1, 1996, Art. 1 Rn. 88), können auch gewerbliche Unterhaltungsspiele gegen Art. 1 Abs. 1 GG verstoßen. Ein solcher Verstoß ist in erster Linie dann anzunehmen, wenn durch die Spielhandlungen konkrete Personen in ihrer Menschenwürde verletzt werden. Davon kann im vorliegenden Fall freilich nicht ausgegangen werden. Nach den Feststellungen in der Tatsacheninstanz ist das von der Beklagten verbotene Spiel im Laserdrome der Klägerin durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Die Spieler tragen maschinenpistolenähnliche Schusswaffen (Laserzielgeräte) und Stoffwesten, an denen im Brust- und im Rückenbereich jeweils ein Sensorempfänger befestigt ist. Zusätzlich sind in der Halle zehn feste Sensorempfänger installiert, die von den Spielern gefunden werden müssen. Ziel des Wettkampfes ist es, innerhalb einer Spielzeit von 15 Minuten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Für jeden Treffer auf einen fest installierten Empfänger erhalten die Spieler Punkte. Getroffene Gegner werden mit Punktabzügen belastet. Ein Spieler, der fünf Treffer erhalten hat, wird “blockiert” und muss an einer Ladestation sein Zielgerät neu aufladen. Darin liegt keine entwürdigende Behandlung eines Mitspielers selbst. Die Treffer auf den Sensoren der Spielanzüge erinnern zwar an Verletzungen oder Tötungen von Menschen. Doch stehen sich die Spieler in diesem Kampfgeschehen prinzipiell “chancengleich” gegenüber. Dies legt es nicht nahe, in dem einen Mitspieler ein Objekt zu sehen, welches dem anderen hilflos ausgeliefert ist.
Unterhaltungsspiele können aber auch dadurch gegen die verfassungsrechtliche Garantie der Menschenwürde verstoßen, dass beim Spielteilnehmer eine Einstellung erzeugt oder verstärkt wird, die den fundamentalen Wert- und Achtungsanspruch leugnet, der jedem Menschen zukommt. Das geschieht insbesondere dann, wenn Gewaltakte gegen Menschen in der Absicht dargestellt werden, den Beteiligten ein sadistisches Vergnügen an dem Geschehen zu vermitteln. Denn eine solche Tendenz schließt die Vorstellung von der Verfügbarkeit des Menschen als bloßes Objekt ein, in dessen Leben und körperliche Integrität nach Belieben eingegriffen werden kann. Darum kann neben der realen Gewaltausübung auch die Darstellung fiktiver Gewaltakte zu Spiel- und Unterhaltungszwecken das Gebot zur Achtung der Würde des Menschen verletzen (vgl. für Gewaltdarstellungen in Filmen BVerfGE 87, 209, 228). Demnach ist ein gewerbliches Unterhaltungsspiel, das auf die Identifikation der Spielteilnehmer mit der Gewaltausübung gegen Menschen angelegt ist und ihnen die lustvolle Teilnahme an derartigen – wenn auch nur fiktiven – Handlungen ermöglichen soll, wegen der ihm innewohnenden Tendenz zur Bejahung oder zumindest Bagatellisierung der Gewalt und wegen der möglichen Auswirkungen einer solchen Tendenz auf die allgemeinen Wertvorstellungen und das Verhalten in der Gesellschaft mit der verfassungsrechtlichen Menschenwürdegarantie unvereinbar (vgl. BVerfGE a.a.O. S. 228 ff.). So verhält es sich nach den im Revisionsverfahren maßgeblichen Tatsachenfeststellungen und deren Würdigung durch das Berufungsgericht im vorliegenden Fall.
Das Oberverwaltungsgericht sieht den hauptsächlichen Reiz des untersagten Spiels im Laserdrome der Klägerin in dem “Vergnügen an simulierten Tötungshandlungen”. Es spricht von einem “im Spiel erlebten Macht- und Lustgewinn” durch solche Handlungen und begründet dies im Einzelnen wie folgt: Das Spiel sei nach seinen Regeln darauf angelegt, dass nicht nur auf fest installierte Ziele, sondern auch und gerade auf Menschen “geschossen” werde und damit Tötungshandlungen simuliert würden. Der Schütze müsse stets auf die Körpermitte des Gegners zielen, damit der Treffer zähle. Die Spieler würden so zu kriegsähnlichen, nahkampfgleichen Verhaltensmustern gezwungen. Die durch das reale körperliche Gegenüber mehrerer Menschen gekennzeichnete Spielsituation werde durch die Ausstattung realitätsnah ergänzt. Die benutzten Laserwaffen wiesen große Ähnlichkeit mit einer Maschinenpistole auf. Die von den Spielern getragene Weste erwecke den Eindruck einer passiven Bewaffnung. Die in der Halle aufgebauten Hindernisse und Tarnmöglichkeiten erweiterten die Variationsmöglichkeiten des simulierten Nahkampfes. Der Einsatz von Tarnnetzen und Nebeleffekten verstärke die Kampfatmosphäre.
Während das Oberverwaltungsgericht somit die Nähe des umstrittenen Spiels zu einem realen körperlichen Kampfgeschehen mit Tötungshandlungen hervorhebt und es damit zugleich von der rollengebundenen Aufführung von Gewaltszenen im Theater oder in ähnlichen Spielstätten und von der Ausübung formalisierter und ritualisierter traditioneller Kampfsportarten wie Fechten und Boxen abhebt, betont die Klägerin in ihrem Revisionsvorbringen die fiktiven Elemente des Spiels und rückt es in die Nähe eines sportlichen Wettkampfs. Sie übersieht dabei jedoch, dass das Revisionsgericht nicht befugt ist, die Sachverhaltswürdigung des Tatsachengerichts durch eine eigene Würdigung zu ersetzen; die im Berufungsverfahren vorgenommene Feststellung und Würdigung der Tatsachen ist vielmehr grundsätzlich der Überprüfung im Revisionsverfahren entzogen (§ 137 Abs. 2 VwGO). Nur wenn die Würdigung des Tatrichters gegen revisible Rechtssätze, allgemeine Erfahrungssätze oder die Denkgesetze verstößt, ist sie vom Revisionsgericht zu beanstanden (vgl. BVerwGE 81, 74, 76). Das Vorbringen der Klägerin läuft darauf hinaus, dass das umstrittene Spiel im Gegensatz zu den Ausführungen des Oberverwaltungsgerichts bei lebensnaher Würdigung der Gesamtumstände mit der Realität nichts zu tun habe und dass daher von einem “spielerischen Töten” nicht die Rede sein könne. Ein revisionsrechtlich erheblicher Mangel des Berufungsurteils ist damit nicht aufgezeigt; er ist auch sonst nicht ersichtlich.
Hiernach ist das Oberverwaltungsgericht ohne Rechtsverstoß zu dem Ergebnis gelangt, dass das verbotene Spiel im Laserdrome der Klägerin von der Beklagten in der angefochtenen Verfügung zutreffend mit dem Begriff des “spielerischen Tötens” umschrieben worden ist und dass es gerade von daher seinen besonderen Reiz für die Spieler empfängt. Ein solches simuliertes Töten zu Unterhaltungszwecken wird nach dem Gesagten dem gebotenen Respekt vor der Individualität, Identität und Integrität der menschlichen Persönlichkeit nicht gerecht. Es banalisiert und trivialisiert gerade diejenigen Rechtsgüter, an deren Schutz dem Grundgesetz in besonderem Maße gelegen ist. Zu den Höchstwerten der Verfassung ist nämlich neben der Menschenwürde insbesondere auch das menschliche Leben zu zählen; dieses hat der Verfassungsgeber des Jahres 1949 mit Blick auf die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes als die vitale Basis der Menschenwürde und zugleich Voraussetzung für alle anderen Grundrechte in Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG ausdrücklich unter gesonderten Grundrechtsschutz gestellt (vgl. BVerfGE 39, 1, 36, 42). Zu dieser Grundaussage der Verfassung setzen sich Behörden und Gerichte der Bundesrepublik Deutschland in Widerspruch, wenn sie Unterhaltungsspiele der hier in Rede stehenden Art dulden. Die Freiwilligkeit der Teilnahme sowie das gegenseitige Einvernehmen der Spieler ist rechtlich unerheblich, weil die aus Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG herzuleitende Wertordnung der Verfassung nicht im Rahmen eines Unterhaltungsspiels zur Disposition steht.
ee) Der Verstoß der Spielvariante gegen Art. 1 Abs. 1 GG führt zwingend zu ihrem Verbot. Verstöße gegen die Menschenwürde können vom Staat allenfalls unter besonderen Umständen hingenommen werden; im Regelfall – und so auch hier – sind sie zu unterbinden. Raum für eine Ermessensabwägung unter Berücksichtigung der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG), des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebes (Art. 14 Abs. 1 GG) sowie des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) verbleibt nicht. Angesichts dessen kann es der Klägerin nach dem Grundsatz “keine Gleichheit im Unrecht” nicht zum Vorteil gereichen, sollte die Beklagte in ihrem Zuständigkeitsbereich Unterhaltungsspiele vergleichbarer Art dulden oder in zurechenbarer Weise fördern.
Beitrag von amegas » So 29. Jun 2014, 10:51
mist rey, du warst schneller
Beitrag von marcymarc » So 29. Jun 2014, 11:06
Lächerlich, demnach müssten auch Spielzeugpistolen verboten werden und Erziehungsberechtigte müssten Kinder daran hindern, Cowboy und Indianer zu spielen.
Die frage ist doch, kann die Menschenwürde einvernehmlich verletzt werden? Wenn ein Unterhaltungsmedium weder auf Zwang beruht oder die Spielregeln den Teilnehmern vorenthalten werden, so liegt meiner Meinung nach keine Verletzung der Würde vor. Sonst müssten einvernehmliche "entwürdigende" Behandlungen in anderen Bereichen ebenfalls verboten werden, bspw. im Schauspiel, bei sexuellen Handlungen, kampfsportarten und im Übungsbetrieb bei Polizei- und ähnlichen Einheiten...
Beitrag von Rey Alp » So 29. Jun 2014, 11:29
Das - die Frage der Einvernehmlichkeit - hat das BVerwG für sich oben schon beantwortet:
Ein solcher Verstoß ist in erster Linie dann anzunehmen, wenn durch die Spielhandlungen konkrete Personen in ihrer Menschenwürde verletzt werden. Davon kann im vorliegenden Fall freilich nicht ausgegangen werden. [...]
Unterhaltungsspiele können aber auch dadurch gegen die verfassungsrechtliche Garantie der Menschenwürde verstoßen, dass beim Spielteilnehmer eine Einstellung erzeugt oder verstärkt wird, die den fundamentalen Wert- und Achtungsanspruch leugnet, der jedem Menschen zukommt. Das geschieht insbesondere dann, wenn Gewaltakte gegen Menschen in der Absicht dargestellt werden, den Beteiligten ein sadistisches Vergnügen an dem Geschehen zu vermitteln. [...] So verhält es sich nach den im Revisionsverfahren maßgeblichen Tatsachenfeststellungen und deren Würdigung durch das Berufungsgericht im vorliegenden Fall. [...] Die Freiwilligkeit der Teilnahme sowie das gegenseitige Einvernehmen der Spieler ist rechtlich unerheblich, weil die aus Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG herzuleitende Wertordnung der Verfassung nicht im Rahmen eines Unterhaltungsspiels zur Disposition steht.
Beitrag von Rey Alp » So 29. Jun 2014, 14:41
Das Verfahren war 2006 abgeschlossen: das BVerwG hat seine Ansicht aber nicht geändert:
BVerwG, [url=http://www.bverwg.de/131206U6C17.06.0]BVerwG, Urteil vom 13.12.2006 - 6 C 17.06[/url], hat geschrieben: Soweit die Voraussetzungen der ordnungsrechtlichen Generalermächtigung vorliegen, weil bei ihrer Auslegung und Anwendung auf den bundesverfassungsrechtlichen Wertmaßstab des Art. 1 Abs. 1 GG zurückzugreifen ist, ist die Ordnungsbehörde in derartigen Fällen zum Einschreiten verpflichtet. Das ändert aber nichts daran, dass der Gesetzgeber einen gewissen Gestaltungsspielraum hinsichtlich der Voraussetzungen besitzt, unter denen er bestimmte Arten von Spielen als verbotswürdig erachtet. Ohne eine solche gesetzliche Regelung hängt die Rechtmäßigkeit einer auf die Generalermächtigung gestützten Untersagungsverfügung stets davon ab, ob die konkret betroffene Spielvariante nach den im Einzelfall getroffenen Feststellungen in einem solchen Maße geeignet ist, den Respekt vor der Würde des Mitmenschen zu mindern und der Verrohung Vorschub zu leisten, dass sie mit der verfassungsrechtlichen Garantie der Menschenwürde schlechthin unvereinbar ist. So verhielt es sich hier, wie das Oberverwaltungsgericht in dem angefochtenen Urteil unter Hinweis auf den von den Spielern erlebten „Macht- und Lustgewinn“ in tatsächlicher Hinsicht abschließend festgestellt hat.
Beitrag von buzzti » Mi 2. Jul 2014, 07:58
http://www.sozialismus.info/2014/07/das ... industrie/
Beitrag von Pyri » Mi 2. Jul 2014, 16:10
Passend dazu vielleicht auch diese Chip-Rezension des jüngsten Glaßer-Buches "Das virtuelle Schlachtfeld": http://blog.chip.de/itrezensionen/rezen ... -20140530/ : "Zusammenfassend kann ich sagen, dass das virtuelle Schlachtfeld speziell im deutschschprachigen Raum eine wichtige Veröffentlichung ist. Die zunehmenden Anknüpfungen zwischen Spielen und dem militärisch-industriellen Komplex sind erschreckend und verdienen unbedingt mehr Aufmerksamkeit. Schulze von Glaßer ist es gelungen, hierfür einen äußerst lesenswerten Beitrag zu leisten, welcher für Spieler ebenso wie für Nichtspieler ein Augenöffner sein dürfte."
Als Andersdenkender scheint man da im Übrigen wirklich keinerlei Chancen mehr zu haben, der Markt von diesen Leuten praktisch im Alleingang definiert worden zu sein...

References: Art. 1
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 Art. 2
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