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Timestamp: 2018-06-24 15:37:45+00:00

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MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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22.02.2011, 15:29 #1
MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank
auch ich kenn mich nicht so richtig aus.
Ich bin seit dem 19.7. Juli auf grund psychischer Krankheit arbeitsunfähig. Anfang Februar habe ich dann von meiner KK den Bescheid bekommen, dass der MDK mich wiedeer gesund schreibbt. Auszug." wir haben dem MDK Ihre ärztlichen Unterlagen zur Beurteilung vorgelt. Dieser teilte uns nun mit, dass Sie laut diesen Unterlagen die Arbeit ab 5.02.11 wieder aufnehmen können."
Ich war dann bei meinem arzt (HA) und er hat mich weiterhin krank geschrieben (missglückter arbeitsversuch). jetzt meldet sich ein sachbearbeiter der kk, und sagt, sie würden definitiv nicht zahlen, auch wenn der Arzt mich weiter au schreibt. Ich soll einen aufhebungsvertrag unterschreiben und dann aufs arbeitsamt.
sorry, für die blöden fragen, war noch nie solange au. Wie muss ich jetzt weiter vorgehen? der mdk hat mich ja noch nie gesehen, wie kann er mich gesund schreiben? soll ich einen widerspruch einlegen, hab schon nachgeforscht und das rundschreiben vom bundesversicherungsamt?
aufhebungsvertrag unterschreiben (geh nicht wieder in den laden) oder doch erst mal abwarten?? Vielen dank für eure hilfe!!
22.02.2011, 16:05 #2
AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank
Widersprechen, auch der behandelnde Arzt.
LSG Hessen, Urt. v. 18.10.2007 - L 8 KR 228/06 - rechtskräftig
Krankengeld darf von einer Krankenkasse nicht nach bloßer Aktenlage verweigert werden. Krankenkassen müssen vor einer Verweigerung der Krankengeldzahlung den medizinischen Sachverhalt vielmehr genau ermitteln. Sind Krankenkassen der Auffassung, dass Versicherte trotz einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes keinen Anspruch auf Krankengeld haben, so sind sie von Amts wegen zu eigenen medizinischen Ermittlungen verpflichtet. Dazu gehören, wie jetzt das Hessische Landessozialgericht entschied, in der Regel die Befragung der behandelnden Ärzte und eine Untersuchung des Patienten.
22.02.2011, 16:17 #3
vielen dank. muss der arzt extra widersprechen oder zusammen?
reicht es so zu schreiben: Sehr geehrte Damen und Herren,
Gleichzeitig verweise ich auf das beigefügte Schreiben vom BVA vom ..., das u.a. beinhaltet, dass ein Widerspruch aufschiebende Wirkung hat.
Ich gehe davon aus, dass Sie die Krankengeldzahlung wieder aufnehmen und bei Einreichen des nächsten Auszahlungsscheins umgehend Zahlung leisten. und dazu noch der rundbrief vom bundesversicherungsamt??
22.02.2011, 16:37 #4
Der behandelnde Arzt muss förmlichen Widerspruch dagegen einlegen.
BSG, Urt. v. 08.11.2005 - B 1 KR 18/04 R
22.02.2011, 16:58 #5
ok, vielen dank, dann werd ich einen termin beim arzt machen.
wie ist es mit dem schreiben? ist das auch ok so?? bitte antworten,
bin so langsam ganz verzweifelt. danke.
22.02.2011, 19:14 #6
nachstehend eine Zusammenfassung für solche und ähnliche Fälle - und auf keinen Fall das Arbeitsverhältnis lösen, denn das verschlechtert die Position enorm - selbst Arbeitslosengeld kann man trotz bestehendem Arbeitsverhältnis beziehen (wenn dieses wegen Unmöglichkeit der vereinbarten Arbeit ruht).
Häufig beginnen enorme Probleme damit, dass die Krankenkasse die Krankengeldzahlung unter Hinweis auf ein Aktenlagegutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) einstellt. Da die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit nach § 4 Abs. 1 Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) nur auf Grund ärztlicher Untersuchungen erfolgen darf und die Befragung des Versicherten zu Tätigkeit, Anforderungen und Belastungen voraussetzt, ist nur schwer vorstellbar, dass die Arbeitsfähigkeit dagegen von irgendeinem MDK-Arzt ohne entsprechende Erkenntnisse aus der Ferne festgestellt werden kann. Deswegen fehlt den inzwischen verbreiteten Aktenlagegutachten oft die erforderliche medizinische Basis. Nach Auffassung des Hessischen Landessozialgerichtes bewegt sich diese Praxis wohl eher an der Grenze der Willkür und ist damit jedenfalls nicht immer akzeptabel L 8 KR 228/06 · LSG HES · Urteil vom 18.10.2007 · rechtskräftig nsitive=
In diesen aber auch in anderen Fällen einer womöglich unberechtigten Einstellung der Krankengeldzahlung ist das Allerwichtigste, dass der behandelnde Arzt weiterhin ununterbrochen arbeitsunfähig schreibt und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AUB) jeweils rechtzeitig bei der Krankenkasse eingereicht werden. Außerdem ist der sofortige – eigene – Widerspruch wichtig.
Die Begründung kann nachgereicht werden. Dafür empfiehlt sich, zumindest vorher das MDK-Gutachten in Kopie zu verlangen - und die Unterlagen, die dem MDK von der Kasse vorgelegt wurden. Auf die Herausgabe besteht Anspruch (Akteneinsichtsrecht, § 25 SGB X, zu Kopien siehe Abs. 5 : SGB X - Einzelnorm Und wenn man die Unterlagen dann vorliegen hat, empfiehlt sich, diese mit der Auflistung im MDK-Gutachten zu vergleichen.
http://www.bundesversicherungsamt.de...chreiben49.pdf
Außerdem sollte der Arzt unverzüglich nach § 7 Abs. 2 der AU-RL verfahren: http://www.g-ba.de/downloads/62-492-...2006-09-19.pdf , denn sonst ist das Gutachten des Medizinischen Dienstes grundsätzlich verbindlich. Bestehen zwischen dem Vertragsarzt und dem Medizinischen Dienst Meinungsverschiedenheiten, kann der Vertragsarzt unter schriftlicher Darlegung seiner Gründe bei der Krankenkasse eine erneute Entscheidung auf der Basis eines Zweitgutachtens beantragen.
Diese Argumentation hinsichtlich des Bewertungs- / Beurteilungsmaßstabes der Arbeitsunfähigkeit enthält das BSG-Urteil vom 14.02.2001, B 1 KR 30/00 R, : B 1 KR 30/00 R · BSG · Urteil vom 14.02.2001 ·=
Wer noch während des Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig und dann arbeitslos wurde, findet ein gutes Beispiel im Urteil des BSG vom 08.02.2000, B 1 KR 11/99 R: B 1 KR 11/99 R · BSG · Urteil vom 08.02.2000 · sitive= Ein Auszug ergibt das Wesentliche in wenigen Sätzen:
Bei Arbeitsunfähigkeit aus der Arbeitslosigkeit heraus ist der Bewertungsmaßstab für die Arbeitsunfähigkeit in § 2 Abs. 3 der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) definiert. Danach sind Arbeitslose arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Dabei ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging. http://www.g-ba.de/downloads/62-492-...2006-09-19.pdf
Somit haben Arbeitslose zwar keinen Berufsschutz. Die berufliche Qualifikation fließt aber insoweit in die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Beschäftigung ein, als sie sich in dem Entgelt widerspiegelt, das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zu Grunde liegt (Entgeltschutz). Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes können Arbeitslose somit nicht auf jede Tätigkeit des Arbeitsmarktes verwiesen werden. Maßstab für die Arbeitsunfähigkeit sind vielmehr nur Arbeiten, auf die sie nach dem Recht der Arbeitsförderung verwiesen werden können (zumutbare Beschäftigung). BSG, Urteil vom 4. 4. 2006 - B 1 KR 21/ 05 R und vorausgehende Urteile.
Die Grenzen der Verweisbarkeit werden - wie im Bereich des Arbeitslosengeldes I – durch § 121 Abs. 3 SGB III bestimmt, also über Entgeltabstufungen. Damit ist die Verweisung auch krankenversicherungsrechtlich immer unzumutbar, wenn das aus den möglichen Beschäftigungen erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld (wäre). SGB 3 - Einzelnorm Während der ersten drei bzw. sechs Monate der Arbeitslosigkeit liegt die Grenze noch wesentlich höher.
Trotzdem weiß man nie, was letztlich nach einem Widerspruch oder gar nach einer Klage rauskommt; deswegen ist unbedingt und schnellstens die vorsorgliche persönliche Arbeitslosmeldung und Antragstellung auf Arbeitslosengeld erforderlich – auch wenn das weitere Procedere hierzu zunächst nicht vordringlich erscheint. Arbeitslosengeld - www.arbeitsagentur.de
Arbeitslosengeld kann auch bekommen wer arbeitsunfähig ist, denn AU heißt aus dem Arbeitsverhältnis heraus ja nur, dass die letzte oder ähnliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Für das Arbeitslosengeld muss Verfügbarkeit vorliegen, und dem steht nicht entgegen, wenn beispielsweise für die letzte Tätigkeit als Dachdecker Arbeitsunfähigkeit festgestellt ist aber eine leichte Tätigkeit im Warmen (z. B. als Pförtner) in Betracht käme SGB 3 - Einzelnorm Mann muss also eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des in Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben können und dürfen.
Außerdem gibt es die Nahtlosigkeitsregelung für Leute, die wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung der Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben können, wenn der Rententräger verminderte Erwerbsfähigkeit noch nicht festgestellt hat SGB 3 - Einzelnorm
Entweder steht also Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu. Das muss die Krankenkasse mit der Arbeitsagentur bzw. die Arbeitsagentur mit der Krankenkasse klären, denn die sind zur engen Zusammenarbeit verpflichtet SGB X - Einzelnorm Bei Verzögerungen könnte der Vorschrift des § 43 SGB I Bedeutung beikommen: Besteht ein Anspruch auf Sozialleistungen – Krankengeld oder Arbeitslosengeld – und ist zwischen den beiden Leistungsträgern streitig, wer zur Leistung verpflichtet ist, kann der unter ihnen zuerst angegangene Leistungsträger vorläufig Leistungen erbringen. Er hat Leistungen zu erbringen, wenn der Berechtigte es beantragt; die vorläufigen Leistungen beginnen spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags. SGB 1 - Einzelnorm Deswegen empfiehlt sich, diese Vorschrift von Anfang an zu benennen und vorsorglich sofort einen entsprechenden Antrag zu stellen. Ob es hilft? Wer weiß, aber schaden kann es nicht.
Im Übrigen sind sowohl die Krankenkassen wie auch die Arbeitsagenturen zur Aufklärung, Beratung und Auskunft verpflichtet: SGB 1 - Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) - Allgemeiner Teil - (Artikel I des Gesetzes vom 11. Dezember 1975, BGBl. I S. 3015)
22.02.2011, 21:29 #7
Niemals irgendwelche Auflösungsverträge oder Verzichtserklärungen unterschreiben! NIE!
unterschreibe am Besten nichts sofort. Nimm die Unterlagen mit und schlaf einige Nächte drüber - beraten lassen wäre auch eine gute Idee.
22.02.2011, 22:24 #8
vielen dank für die tips, berichte etc.
ohne wäre ich aufgeschmissen. man hat mir dringend nahegelgt zu kündigen-
und ich wusste nicht mehr ein noch aus.
22.02.2011, 22:44 #9
wirst du von einem Facharzt krank geschrieben oder nur vom HA?
22.02.2011, 23:22 #10
Klar - die wollen Dich möglichst schnell los werden, weil Du Geld kostest. Dir steht dieses Geld aber zu wenn Du krank bist.
Ein kleiner Rat noch - informiere Dich sehr umfassend und hinterfrage alles. Ich war sehr blauäugig und dachte die würden mir helfen wollen. Bisher habe ich das nur bei der DRV erfahren können. KK, AFA und Sozialamt wollten nur eines - Geld sparen um jeden Preis.
Stelle lieber eine Frage zu viel. Hier ist eigentlich immer einer da, der Dir gute Tipss geben kann.
22.02.2011, 23:32 #11
lupin->Emailproblem
Ich kann zwar zum eigentlichen Problem nichts beitragen, aber ich würde in deinem Fall da es ja wirklich komplex ist auf alle Fälle versuchen einen geeigneten Fachanwalt mit einzubeziehen.
Mit einem Beratungsschein kostet dich das auch maximal 10 Euro. Viele Anwälte verziochten aber auf diese "Bearbeitungsgebühr". Ein Anwalt hat eben dan Vorteil das er über dieses Verfahren einfach mehr weiß und dir auch sagen kann was du unterschreiben sollst und was nicht :)
Aber auf alle Fälle alles gute und gute Besserung
Mehr Beiträge von lupin finden
22.02.2011, 23:38 #12
@nordlicht22: ja, das Gefühl habe ich auch, die wollen mich einfach nur loswerden - habe jetzt einen Widerspruch aufgesetzt und geh morgen zu meinem Arzt. Ich wäre auch schon fast blauäugig gewesen und hätte gestern schier einen Aufhebungsvertrag unterschreiben (sei das Beste für mich) - doch kamen mir erhebliche Zweifel, da ich immer wieder gehört habe, man soll nie kündigen (bin schon 11 Jahre im Betrieb). Bin jetzt froh, dieses Forum gefunden zu haben. Als Normalsterblicher kennt man sich ja nicht aus - war auch noch nie in der Situation.
@sufenta: mein HA schreibt krank - erstens kennt er mich seit ner Ewigkeit und somit wohl am Besten und zweitens hat noch nie jemand was anderes verlangt.(facharzt) Ich mach jetzt eine Psychtotherapie (lange Wartenzeiten incl.) und der Antrag auf eine Reha ist abgegeben.
22.02.2011, 23:47 #13
Habe da noch was interessantes für Dich gefunden
http://http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/MDK-Gutachten-bei-Arbeitsunfaehigkeit-1037.html
Da steht u.a. drin
Sind der Patient und seine behandelnde Ärztin nicht mit der Stellungnahme des MDK einverstanden, so kann unter ausführlicher Darlegung der Gründe bei der Krankenkasse Widerspruch eingelegt und ein Zweitgutachten beantragt werden.
Dieses Zweitgutachten soll von einem Facharzt der betreffenden Erkrankung, in diesem Fall einem Orthopäden, erstellt werden. Die Kosten für dieses weitere Gutachten muss die Krankenkasse tragen.
Das wusste ich bisher auch nicht, dass das Zweitgutachten beantragt werden muss. Frau lernt nie aus
Ziemlich hinterlistig nach 11 Jahren
Lass Dich da nur nicht einschüchtern. Die Firma kann Dir nichts, ebenso wenig die KK. Wenn nun sogar ein Rehaantrag läuft - was wollen die? Geld sparen und Dich in die Sozialhilfe abschieben.
Hoffe Dein Arzt steht hinter Dir. Wenn die KK weiterhin Ärger machen sollte, kann ich den sozialpsychiatrischen Dienst empfehlen. Die können meist sehr kurzfristig helfen und erstellen manchmal auch Gutachten.
23.02.2011, 00:10 #14
interessant - den sozialpsychiatrischen Dienst kannte ich noch nicht -
ich frag mich sowieso wo man Hilfe herkriegt, wenn man sie benötigt. Anwalt ist zu teuer. Ich denke, viele sind auch zu krank, um sich wehren zu können. Wer hilft diesen personen?
Ja, ich hoffe auch, das mein Arzt weiter hinter mir steht. Kürzlich hat er es
mal noch gesagt - kann die Kk ihn einschüchtern?? Hab ich mich mal so gefragt?!?
Vielen dank für die netten Antworten. :-)
23.02.2011, 00:30 #15
Die Meinungen zu diesem Dienst gehen weit auseinander. Ich habe nur die allerbesten Erfahrungen mit denen gemacht. Besonders weil mir zunächst die Gutachten fehlten. Ohne Gutachten kommt man nicht sehr weit. Alles muss belegt werden. Das Problem dabei sind die langen Wartezeiten auf einen passenden Therapieplatz.
Ein Anruf bei diesem Dienst schadet nichts. Meist bemerkt man sehr schnell ob das passt oder nicht.
ich frag mich sowieso wo man Hilfe herkriegt, wenn man sie benötigt.
Gute Frage und schwer zu beantworten.
Anwalt ist zu teuer.
Beratungsschein beim Amtsgericht besorgen. Da benötigst Du Kontoauszug, Verdienstbescheinigung und manchmal muss man einen Zettel ausfüllen mit Miete usw. Die Grenzen sind recht niedrig, so dass Du durchaus einen bekommen kannst. Es sei denn Du verdienst sehr gut, aber dann würdest Du sicher nicht auf das Geld achten.
Ich denke, viele sind auch zu krank, um sich wehren zu können. Wer hilft diesen personen?
Denke das ist sehr unterschiedlich. Manche können sich Hilfe organisieren oder haben Familie, Freunde, Nachbarn. Wer alleine ist hat da schon schlechtere Karten.
Hast Du Dich mal nach Selbsthilfegruppen umgeschaut?
Eigentlich sollte Dein Arzt nichts zu befürchten haben, wenn er überzeugt von Deiner Erkrankung ist. Da er Dich bereits weiter AU geschrieben hat, ist er es wohl. Achtet auf eine durchgehende AU. Sobald da nur ein Tag fehlt könnte das Folgen haben.
Es soll Ärzte geben die diesen möglichen Gegenwind und zusätzliche Arbeit nicht wollen. Die lassen ihren Patienten dann alleine. Zum Glück bin ich bisher nicht auf so einen Arzt gestoßen.
23.02.2011, 00:49 #16
Wer hilft diesen personen?
obwohl ich mich wiederhole - der obige Beitrag ist ja sehr umfangreich - empfehle ich nochmals, zweigleisig zu fahren. Das macht zwar mehr Aufwand, ist aber gleichzeitig um so beruhigender, zumal man zumindest "theoretisch" die Arbeitsagentur auf der eigenen Seite und als Verbündete gegen die Krankenkasse hat. Also entweder ist man gesund und bekommt Arbeitslosengeld oder man ist arbeitsunfähig und bekommt Krankengeld - das ist doch eher ein Klärungs-Problem der beiden möglichen Leistungsträger und die eigene Rolle besteht darin, das nicht zum eigenen Problem zu machen, sondern möglichst die beiden aufeinander los zu lassen und sich selbst zu schonen.
23.02.2011, 00:53 #17
@machts sinn: so hab ich's noch nicht gesehen. aber im prinzip hast du recht, sollen die das untereinander regeln. vielen dank für deine mühe!
23.02.2011, 04:07 #18
hast schon viele sehr nützliche Tipps bekommen, vor ALLEM auch, dass du auf gar keinen Fall dein Arbeitsverhältnis lösen solltest.
Bei der AfA hast du aktuell allerdings noch nichts verloren, du bist NICHT OHNE Job, du bist krank (mit Anspruch auf Krankengeld) und Ausgesteuert bist du auch noch (lange) nicht.
@Machts Sinn meint es gut, aber ich glaube die AfA sollte man mit den Querelen der Krankenkassen, auch nicht immer früher "belasten", die AfA ist aktuell einfach nicht zuständig und wird @mibo wegschicken.
Es besteht aktuell rechtlich gesehen keinerlei Zweifel an den Zuständigkeiten, wenn die KK der "Meinung ist", dass @mibo "gesund ist", dann muss sie arbeiten gehen, oder mit ihrem Arzt zusammen (und ALLEN sonst möglichen Mitteln, notfalls SG) um ihr Krankengeld kämpfen.
Es ist eine Unverschämtheit von der KK das überhaupt von dir zu fordern, dazu haben die keinerlei Recht, welchen Sinn soll das machen, dass du 3 Monate bei der AfA gesperrt wirst, oder WAS
Inzwischen ist eine sehr hilfreiche Stelle wieder aktiv, die sich ganz speziell mit solchen KK-Problemen befasst
Bitte wende dich an den UPD (Unabhängige Patientenberatung), die kennen so langsam ALLE (bösen) Tricks der KK beim Krankengeld "sparen" und helfen bundesweit kostenlos!!!
Tel.: 0800-011 77 22 / Mo-Fr 10-18 Uhr
23.02.2011, 10:15 #19
Die hatte ich noch nicht wieder auf dem Plan
Wirklich gut das die weiter machen können - gute Beratung dort.
@ Machts Sinn
wo ich Deine Antwort gelesen habe, kam mir der Gedanke - wer soll da denn durch steigen?
Nicht bös gemeint - aber ich bezweifele stark, dass Jemand, der noch nicht viel mit §§ und dem ganzen Mist zu tun hatte, nicht wirklich verstehen kann was Du da alles geschrieben hast.
Ich schreibe oft zu viel unwichtige Dinge rein - weiß ich... Frau eben
23.02.2011, 10:39 #20
ja, wir meinen es alle gut. Das bedeutet für mich aber auch, sich nicht auf halber Strecke abwimmeln zu lassen, sondern die Ansprüche präzise geltend zu machen und das wiederum hängt sehr von den Details ab.
Also nochmals zum Kern der Sache: Der MDK sagt „wieder arbeitsfähig“ und meint damit speziell, dass „die Tätigkeit auf dem letzten Arbeitsplatz wieder möglich ist“. Mibo sieht das anders und sagt „ich geh nicht wieder in den Laden“, denn er nimmt für sich in Anspruch, dass seine Tätigkeit dort zur Verschlimmerung der Erkrankung führen kann, zumal Arbeitsunfähigkeit auch vorliegt, wenn absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen erwachsen, die Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen, § 2 Abs. 1 AU-RL http://www.g-ba.de/downloads/62-492-56/RL_Arbeitsunfaehigkeit-2006-09-19.pdf Und sein Arzt sieht das ebenso, denn er schreibt ja weiterhin arbeitsunfähig.
Das Problem daraus: Zunächst sticht der Ober den Unter, § 7 Abs. 2 AU-RL, und der Ober ist bisher der MDK, auch wenn er nur ein Aktenlage-Gutachten hat. Und bis das geklärt ist, können Monate oder Jahre vergehen. Aber was ist dann, wenn der Ober recht hatte? Dann hat Mibo für die gesamte Zeit kein Geld!
Deswegen „zweigleisig“! Es ist nämlich bisher zumindest von keiner Seite streitig, dass Mibo seine oder eine vergleichbare Tätigkeit woanders unter günstigeren Bedingungen (ohne Mobbing?) ausüben könnte. Vielmehr sind sich Mibo und der MDK da sogar wohl einig und die Krankenkasse sieht das ebenso, weshalb sie zur Lösung des bisherigen Arbeitsverhältnisses geraten hat. Also scheidet entsprechende Leistungsfähigkeit nicht von vornherein aus.
Verfügbarkeit als Anspruchsvoraussetzung für Arbeitslosengeld kann also zumindest behauptet werden. Und das Gegenteil wäre allenfalls durch eine arbeitsagentur-ärztliche Begutachtung festzustellen. Und die dürfte kaum notwendig sein, denn der MDK hat Arbeitsfähigkeit ja bejaht. Jedenfalls müsste die AA zunächst zahlen – wenn die Krankenkasse nicht zahlt.
Dabei ist auch unerheblich, dass das Arbeitsverhältnis noch besteht. Für die Arbeitslosigkeit kommt es nämlich nur auf das Beschäftigungsverhältnis im leistungsrechtlichen Sinne an. Und dieses endet nicht nur durch Kündigung, sondern auch, wenn der Arbeitnehmer nicht dienstbereit ist, weil er die Verfügungsgewalt des Arbeitgebers nicht anerkennt, was bei Mibo ja ganz eindeutig ist; dies dokumentiert sich im Regelfall durch die Arbeitslosmeldung und Antragstellung. Falls du einen Beweis für diese These willst: Seite 22 der internen Weisungen der Arbeitsagentur: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/da-alg-p119.pdf
So – und weil das alles zumindest meist auch die Behörden nicht immer begreifen wollen, ist es – wie oben dargestellt – erforderlich, von Anfang an auch nach § 43 SGB I zu verfahren. Da ein Anspruch entweder auf Krankengeld oder aber auf Arbeitslosengeld eindeutig besteht, hat Mibo bei jetzigem entsprechendem Antrag spätestens in einem Monat mit einem Antrag an das SG die allerbesten Karten, falls die Krankenkasse nicht bereits jetzt im Rahmen der aufschiebenden Wirkung zahlt, zumal wenn er auch noch das Rundschreiben des Bundesversicherungsamtes vom 12.11.2010 in den Ring wirft.
Was meinst du - ist deine obige Aussage unter diesen Gesichtspunkten zu korrigieren?
wer soll da denn durchsteigen? ... ich bezweifele stark, dass Jemand, der noch nicht viel mit §§ und dem ganzen Mist zu tun hatte, nicht wirklich verstehen kann was Du da alles geschrieben hast.
da hast du wohl recht - und ich habe mich deswegen nochmals bemüht. Es sind ja alles nur Denkanstöße für diejenigen, die damit umgehen können oder wollen - zum Vorteil, nicht zum Nachteil.
Also wer kann, der mache das Beste daraus.
24.02.2011, 02:23 #21
@doppeloma: vielen Dank für den Tip mit dem UPD, habe ich gestern angerufen und sie haben mir geholfen ein Widerspruchs-Schreiben aufzusetzen. damit war ich heute bei der aok und habs gleich abgegeben.
@machts sinn: auch dir herzlichen Dank - bin im moment aber tatsächlich nicht arbeitsfähig - mdk hin, mdk her :-)
14.06.2012, 19:59 #22
Hallo zusammen, habe nun auch dieses Problem bekam heute Post von der Krankenkasse
zur Sicherung Ihres Heilerfolges haben wir Ihre Unterlagen den beratenden Ärzten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung vorgelegt.
Das Ergebnis der sozialmedizinischen Begutachtung liegt uns nun vor. Nach Angaben des MDK endet Ihre Arbeitsunfähigkeit zum 20.06.12
Wir zahlen Ihnen somit längstens bis zum 20.06 Krankengeld. Bitte lassen Sie sich auf dem Krankengeldzahlschein das Ende der Arbeitsunfähigkeit bescheinigen und reichen ihn uns im Original ein.
Wir empfehlen Ihnen, sich umgehend bei der Arbeitsagentur vorzustellen, damit Sie dort direkt im Anschluss Leistungen erhalten.
Mehr steht da nicht, bin aber noch krank und nicht gesund, was mache ich da am besten, stehen keine Paragraphen drin oder was man tun soll, ausser man solle sich gesund schreiben lassen... Ist doch Hohn, wenn man krank ist und unter Angst u Panikattacken leidet...
29.08.2012, 20:11 #23
derdonpetro->Emailproblem
Also ich stehe sehr wahrscheinlich auch bald vor diesem Problem mit dem MDK. Was ist denn bei Dir daraus geworden. Musstest Du wieder arbeiten gehen oder wurdest Du doch länger krank geschrieben. Oder musstest Du zum Arbeitsamt?
Mehr Beiträge von derdonpetro finden
30.08.2012, 07:11 #24
das problem hatte ich vor jahren auch schon, der behandelnde arzt ein orthopäde hat dagegen gleich widerspruch eingelegt.
schließlich wird ja seine entscheidung in frage gestellt, das lassen die nicht so einfach auf sich sitzen.
einfach mit dem schreiben von der KK zum arzt, der wird das dann entscheiden ob er sich belehren lässt oder sein urteil untermauert und weiter AU schreibt.
mich hatte er weiter AU geschrieben!!!
09.10.2015, 18:40 #25
Meer->Emailproblem
dank, gesund
MDK schreibt mich gesund ... :-( Arbeitssuchend Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 64 23.01.2011 21:26
Gesund melden? franzi Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 25 11.11.2009 19:38
Krank / Gesund franzi Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 3 16.08.2009 15:35
Gesund oder krank? jackie Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 3 29.05.2007 22:03

References: § 4
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 § 7
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 § 121
 § 43
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