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Timestamp: 2019-09-17 05:03:07+00:00

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ZulLogV: Verordnung über die Zulassung zu den öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie (ZulLogV) Vom 19. Dezember 2005 (GVBl. 2006 S. 46) BayRS 2236-4-4-1-K (§§ 1–7) - Bürgerservice
Verordnung über die Zulassung zu den öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie
(ZulLogV)
(GVBl. 2006 S. 46)
BayRS 2236-4-4-1-K
Vollzitat nach RedR: Verordnung über die Zulassung zu den öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie (ZulLogV) vom 19. Dezember 2005 (GVBl. S. 46, BayRS 2236-4-4-1-K), die zuletzt durch § 1 Abs. 238 der Verordnung vom 26. März 2019 (GVBl. S. 98) geändert worden ist
Auf Grund des Art. 44 Abs. 4 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl S. 414; ber. S. 632, BayRS 2230-1-1-UK), zuletzt geändert durch § 2 des Gesetzes vom 26. Juli 2005 (GVBl S. 272), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus folgende Verordnung:
(1) In die öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie werden jährlich je 15 Schüler neu aufgenommen.
(2) 1Bei der Festsetzung der Kapazität der Schulen ist berücksichtigt, dass die Ausbildung der Logopäden den Anforderungen der Schulordnung für die Berufsfachschulen für Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, Physiotherapie, Logopädie, Massage und Orthoptik (Berufsfachschulordnung nichtärztliche Heilberufe – BFSO HeilB) vom 18. Januar 1993 (GVBl S. 35, BayRS 2236-4-1-4-UK), in der jeweils geltenden Fassung und dem vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus erlassenen Lehrplan für die Berufsfachschulen für Logopädie genügen muss. 2Der Unterricht muss vollständig durch geeignete Lehrkräfte und Räume mit der erforderlichen technischen Ausstattung gewährleistet sein. 3In den Fächern Stimmbildung und Sprecherziehung, Praxis der Logopädie und Praxis der Fachgebiete darf eine Unterrichtsgruppe nicht mehr als fünf Schüler umfassen. 4Die praktische Ausbildung muss durch geeignete Behandlungsfälle gewährleistet sein.
(1) 1Das Zulassungsverfahren wird durch die Schule durchgeführt. 2Es beginnt mit der Ermittlung einer Durchschnittsnote für jeden Bewerber. 3Grundlage für die Ermittlung der Durchschnittsnote ist das Zeugnis, mit dem der Bewerber die Mindestvoraussetzungen an die schulische Vorbildung nachweist oder – auf Antrag des Bewerbers – das letzte Jahres- oder Abschlusszeugnis einer auf dem mittleren Schulabschluss aufbauenden Schule. 4Legt der Bewerber mehrere solcher Zeugnisse vor, hat er anzugeben, welches Zeugnis die Grundlage für die Berechnung der Durchschnittsnote bilden soll.
(2) 1Wird die schulische Vorbildung durch ein Zeugnis nachgewiesen, das den mittleren Schulabschluss verleiht, oder durch das Zeugnis einer weiterführenden, auf dem mittleren Schulabschluss aufbauenden Schule, ist die Durchschnittsnote dieses Zeugnisses maßgeblich. 2Die Durchschnittsnote wird bei einer Note „sehr gut“ im Fach Deutsch im Zeugnis nach Satz 1 um 0,4 verbessert, bei einer Note „gut“ um 0,2.
(3) 1Wird die schulische Zugangsvoraussetzung durch eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer nachgewiesen und verleihen die hierfür ausgestellten Zeugnisse den mittleren Schulabschluss nicht, werden die Durchschnittsnote des Abschlusszeugnisses der Hauptschule und die Durchschnittsnote aus allen Fächern des Abschlusszeugnisses der Berufsschule oder der sonstigen beruflichen Schule, die während der Berufsausbildung besucht wurde, addiert und durch zwei geteilt. 2Das Ergebnis ist die Durchschnittsnote. 3Die Durchschnittsnote wird um 0,4 verbessert, wenn der Durchschnitt der Noten im Fach Deutsch aus den Abschlusszeugnissen der Hauptschule und der beruflichen Schule 1,5 oder besser ist („sehr gut“); die Durchschnittsnote wird um 0,2 verbessert, wenn der Durchschnitt der Noten im Fach Deutsch über 1,5 liegt und 2,5 nicht überschreitet („gut“).
(1) 1Die Durchschnittsnote im Sinn von § 3 wird bei Bewerbern mit Hochschulreife um 0,4 und bei Bewerbern mit Fachhochschulreife um 0,2 verbessert. 2Der Bonus wird auch erteilt, wenn auf Grund des vorgelegten Zwischenzeugnisses glaubhaft gemacht wird, dass die Hochschulreife oder Fachhochschulreife vor dem Beginn der Ausbildung erreicht wird.
(2) 1Für jedes Jahr einer einschlägigen beruflichen Ausbildung oder Tätigkeit nach dem Erwerb der Mindestvoraussetzungen der schulischen Vorbildung wird die Durchschnittsnote um 0,1 verbessert, jedoch bei Bewerbern mit Hochschulreife höchstens um 0,2, bei Bewerbern mit Fachhochschulreife höchstens um 0,4 und bei den übrigen Bewerbern höchstens um 0,6. 2Als einschlägig gelten Ausbildungen und Tätigkeiten im pädagogischen, psychologischen, sozialpädagogischen, pflegerischen und sozialpflegerischen Bereich und in der Rehabilitation.
(3) 1Für längerfristige musikalische Aktivitäten wird die Durchschnittsnote für jeden vollen Zeitraum von drei Jahren, in dem der Bewerber musikalisch aktiv war, um 0,1 verbessert, jedoch höchstens um 0,4. 2Als musikalische Aktivitäten werden Gesangsunterricht, Instrumentalunterricht oder die Mitwirkung in einem Chor oder Orchester berücksichtigt.
(1) 1Die nach §§ 3 und 4 errechneten Bewerbungsnoten werden in eine mit der besten Bewerbungsnote beginnenden Rangfolge gebracht. 2Bei gleichen Bewerbungsnoten ist zunächst die Durchschnittsnote im Sinn von § 3 maßgeblich. 3Bei gleichen Durchschnittsnoten ist die Note im Fach Deutsch maßgeblich; weist der Bewerber seine schulische Vorbildung durch eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer nach, ist die Durchschnittsnote im Fach Deutsch aus den Abschlusszeugnissen der Hauptschule und der beruflichen Schule zu ermitteln. 4Hiernach gleichstehende Bewerber teilen sich einen Rang.
(2) 1Die Bewerber werden nach ihrem Rang in drei Gruppen eingeteilt. 2Die erste, zweite und dritte Gruppe umfassen jeweils die Bewerber auf den ersten, zweiten und dritten 60 Rängen. 3Aus der Gruppe mit den besten Bewerbungsnoten werden 30 Bewerber ausgelost. 4Die nicht ausgelosten Bewerber der ersten Gruppe nehmen gemeinsam mit der Gruppe mit den mittleren Bewerbungsnoten an einer zweiten Verlosung teil, bei der weitere 30 Bewerber ausgelost werden. 5Die nicht ausgelosten Bewerber der ersten und der zweiten Gruppe nehmen gemeinsam mit der dritten Gruppe an einer dritten Verlosung teil, bei der nochmals 30 Bewerber ausgelost werden.
(1) 1Die gemäß § 5 ausgelosten 90 Bewerber werden durch Lehrkräfte der Schule auf ihre stimmliche, sprachliche, musikalische und therapeutische Eignung für den Beruf des Logopäden geprüft. 2Nimmt einer der ausgelosten Bewerber nicht an der Auswahlprüfung teil, sind aus der Gruppe der zunächst nicht ausgelosten 90 Bewerber bis zu weitere 40 Bewerber wiederum per Los als Nachrücker zu ermitteln.
(2) 1An alle Bewerber sind dabei die gleichen Anforderungen zu stellen; diese sind an dem Berufsbild auszurichten, das sich aus der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO) vom 1. Oktober 1980 (BGBl. I S. 1892) in der jeweils geltenden Fassung ergibt. 2Auf Grund der Ergebnisse aller Prüfungen sind die Bewerber in eine Rangfolge zu bringen. 3Bei stark abweichenden Beurteilungen durch die Prüfer entscheidet der Leiter der Schule.
(3) 1Die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze werden den Bewerbern in der gemäß Abs. 2 Satz 2 festgelegten Rangfolge angeboten. 2Bewerber, die bei den Prüfungen als geeignet beurteilt worden sind, aber zunächst keine Zusage erhalten können, bleiben mit ihrem Rangplatz auf einer Warteliste. 3Sie bekommen hierüber eine Nachricht und erhalten Ausbildungsplätze, die bis zum Beginn der Ausbildung wieder frei werden, in der Reihenfolge ihres Rangplatzes angeboten. 4Bewerber, die bei den Prüfungen als nicht geeignet beurteilt worden sind, erhalten einen ablehnenden Bescheid.
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2006 in Kraft.
(2) Mit Ablauf des 31. Juli 2006 tritt die Verordnung über die Zulassung zu den staatlichen Berufsfachschulen für Logopädie (ZulLogV) vom 14. November 1985 (GVBl S. 782, BayRS 2236-4-4-1-UK), geändert durch Verordnung vom 20. März 1996 (GVBl S. 121), außer Kraft.
München, den 19. Dezember 2005

References: § 1
 Art. 44
 § 2
 § 3
 § 3
 § 5