Source: https://www.elo-forum.org/threads/widerspruch-erwerbsminderungsrente-bitte-mal-darueber-schauen.193243/
Timestamp: 2019-01-18 21:26:18+00:00

Document:
Widerspruch Erwerbsminderungsrente - bitte mal darüber schauen | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter LisaS
Stichworte erwerbsminderungsrente widerspruch
meine Erwerbsminderungsrente wurde leider abgelehnt.
Ich habe versucht, einen Widerspruch zu formulieren.
Es wäre schön, wenn sich jemand das mal anschauen könnte.
Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung vom xx.xx. 2017
in der oben genannten Angelegenheit begründe ich meinen Widerspruch wie folgt:
Meine Akte liegt mir inzwischen zur Einsichtnahme vor. Sie stützen sich in Ihrer Entscheidung allein auf das das neurologische und psychiatrische Gutachten von Herrn Dr. med. xxx.
Laut gutachterlicher Äußerung des Herrn Dr. med. xxx vom xx.xx.2017 wurde bei mir aufgrund meines Gesundheitszustandes ein Leistungsvermögen für eine vollschichtige Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt. Dort wurde auch festgestellt, so dass die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente nicht vorliegen.
Das Gutachten ist nicht überzeugend, weil nicht alle Erkrankungen berücksichtigt worden sind. So finden das langjährig bestehende Gallensäureverlustsyndrom sowie das Reizdarmsyndrom lediglich eine kurze Erwähnung, aber keine entsprechende Berücksichtigung, obwohl diese auch auf den Seiten xx, xx, xx und xx der Verwaltungsakte bescheinigt worden sind. Ebenso wie das xx und das xxx. Hierzu verweise ich auf die Seiten xx, xx und xx der Akte.
Die Untersuchung durch Herrn Dr. med. xxx verlief unter sehr großem Zeitdruck, welches zur regelrechten Überforderung meinerseits führte. Schwer vorstellbar, dass ich das Gallensäureverlustsyndrom sowie das Reizdarmsyndrom nicht weiter ausgeführt haben soll, da diese mich im täglichen Leben seit meiner Gallenblasenentfernung Ende xxx 199x stark beeinträchtigen. Seit dieser Zeit leide ich fast täglich unter ... Da ich nur ..., ist es für mich schier unmöglich, vollschichtig arbeiten zu gehen, da ... Zusätzlich möchte ich auf meinen Anhang zum Selbsteinschätzungsbogen R0215 sowie auf den beigefügten Arztbrief von Frau Dr. med. xxx vom xx. April 2018 verweisen.
Ich beantrage daher die nochmalige Prüfung und bitte um eine erneute Entscheidung in dieser Sache.
Ich finde deinen Widerspruch so wie wie du ihn formuliert hast ganz gut.
Aber ich weiß nicht ob das so in Ordnung ist. Ich denke mal das sich noch
jemand meldet der das besser weiss.
Warte noch mal ab ich hoffe du hast noch etwas Zeit.
Es ist aber auch vielleicht besser sich einen Fachanwalt für die Hilfe des Widerspruchs zu suchen.
Sind deine Beschwerden richtig und vollständig in den betreffenden Gutachten angegeben? Über dieses Thema schreibst du wenig. Dies wäre aber entscheidend.
Dass dein Gutachten unter Zeitdruck verlief, ist auch viel zu allgemein. Was soll man sich darunter vorstellen?
Ich finde es zu wenig! Denk daran, dass ist deine letzte Chance vor der Klage. Zitiere mehr, was richtig ist und beschreibe dann step by step und ganz ausführlich, was nicht richtig ist. Beschreibe genau, wie die Einschränkungen behindern, warum du deswegen keine Tätigkeit nachgehen kannst. Da müssen klasklare Fakten rein
Im Gutachten wurden meine Beschwerden nur kurz unter Punkt 1 (Anamnese) erwähnt. Allerdings nicht vollständig. Unter 3. (Diagnose) stehen dann letzten Endes nur drei Diagnosen. Die beiden wichtigsten Diagnosen aus dem Widerspruch wurden zwar unter Punkt 1 erwähnt, aber erscheinen nicht mehr unter Diagnosen.
Auszug aus Punkt 1:
"Dann habe sie seit der Gallenblasenentfernung Durchfälle, weshalb sie auch Colestyramin einnehme. ... Sie habe auch einen Reizdarm."
Das ist alles. Keine weitere Erwähnung bzw. Berücksichtigung.
Der Arzt (Psychotherapeut) war sehr von oben herab. Ich musste meinen Lebenslauf, meine Beschwerden, meine Medikation usw. regelrecht herunterrasseln. Danach eine kurze körperliche Untersuchung, ein paar Fragen beantworten, ein kurzes Abschlussgespräch und das war es auch schon. Zwischenzeitlich hat er noch weitere Patienten behandelt. Ich fühlte mich nicht gut aufgehoben.
Das habe ich gemacht. Wollte es nur nicht öffentlich stellen. Trotzdem eine Frage: Muss ich auch meine Einschränkungen erwähnen, die ich dadurch im Privatleben habe? Zum Beispiel kann ich keine längeren Bus- und Bahnreisen unternehmen. Oder keine Veranstaltungen, wie Konzerte, besuchen.
Zu spät. Der Widerspruch muss bis Anfang nächster Woche eingegangen sein.
LisaS, das Privatleben würde ich raus lassen, es geht um die Erwerbungsminderungsrente.
Wenn dann geht es darum nicht zu einem weiter entfernten Arbeitsplatz zum kommen, nicht ohne körperlich erzwungene Pausen zu arbeiten.
Beschreibe die Widersprüche genau und auch den Ablauf der Untersuchung.
ich bekam ebenfalls von der DRV nach meinem Antrag erst vor kurzem eine Ablehnung!
Hatte nun auf Anraten zunächst wie folgt reagiert!
Im Beitrag2 von Doppeloma hier :
https://www.elo-forum.org/schwerbeh...nk-algii-bezug-em-rentenantrag-abgelehnt.html
Bestenfalls könntest Du vorab zunächst den Text von dort übernehmen, und fristwahrend ohne Begründung deinen Widerspruch nachweislich einreichen!
Das verschafft dir aus meiner Sicht etwas Zeit, um dich weiter zielgerecht zu orientieren!
Eine Begründung des Widerspruchs kann man immer noch nachreichen. Man muss nur den Widerspruchsantrag innerhalb der Monatsfrist einreichen. Du kannst auch um eine Fristverlängerung bitten, falls nötig. Mein Anwalt war darin Meister für alles Mögliche einen Aufschub zu erlangen.
deine inhaltlich medizinischen Leidensangaben (Identifizierung und Sozialdatenschutz) sind leider hier nicht zielführend.
Zu einem erfahrungsgemäß eingelegten Widerspruch an die DRV ist kompetenter Rechtsbeistand notwendig, diesen Weg allein durchzufechten ist nicht beherrschbar und mit Maulwurfshügeln gespickt.
Ich weiß, aber wie sollte ich es denn sonst verpacken? Das sind ja nur zwei von vielen Diagnosen.
Für einen Anwalt ist es leider zu spät. Aber dies kann ich im Klageverfahren immer noch nachholen, denke ich. In meinem Reha-Verfahren vor einem Jahr hatte ich auch einen Anwalt, hat nur nichts genützt.
... (at)LisaS, du solltest in Foren nicht so naiv heran gehen, z. B. durch "DXXXX" kannst du das kommunikativ so "verpacken".
Nein, besser spät als nie, aber es ist schwierig, einen kompetenten Fachanwalt auf Augenhöhe zu erwischen, der die Spreu vom Weizen trennt, denn das ist die Nadel im Heuhaufen zu suchen.
Für einen Anwalt ist es leider zu spät.
Warum bitte ist es für einen Anwalt zu spät, wenn du den Widerspruch bereits (fristgerecht) eingelegt hast und es nur noch um die Begründung geht KANN es gar nicht "zu spät" sein, eine gesetzliche Frist gibt es NUR für den Widerspruch und nicht für die Begründung.
Falls dir die DRV bei Zusendung der Unterlagen eine willkürliche Frist gesetzt hat kannst du die jederzeit verlängern, indem du einfach schriftlich / nachweislich die DRV dazu informierst, dass du diese Frist nicht einhalten kannst weil sie (z.B.) zu kurz bemessen ist, um dir z. B. rechtlichen Beistand an die Seite zu nehmen.
Aber dies kann ich im Klageverfahren immer noch nachholen, denke ich.
Ist zwar nicht so einfach einen Widerspruch bei EM-Rente überhaupt durch zu bekommen, mit deinen "mageren" Argumenten wirst du die DRV ganz sicher nicht überzeugen können, ihre Meinung zu ändern.
Die EM-Rente bekommt man nicht wegen bestimmter Diagnosen, sondern weil man nicht mehr arbeiten KANN, dafür sind die konkreten Diagnosen eigentlich nur "Beiwerk" ...
Ein Psychiater / Psychologe (als Gutachter) kann sich ohnehin gar nicht ernsthaft zu internistischen Krankheiten äußern, das ist auch nicht seine Aufgabe ...
Trotzdem sollte man sich nicht schon für die Begründung gleich wieder von der DRV unter Zeit-Druck setzen lassen, ein Anwalt kann z.B. eine umfassendere Akteneinsicht bei der DRV nehmen und weiß eher welche juristisch relevanten Fehler die DRV bei der Bearbeitung deines Antrages bereits gemacht haben könnte.
NUR damit (Verfahrensfehler) kann man die DRV über Widerspruch (vielleicht) zum Einlenken zwingen ... mit deinen gesundheitlichen Problemen alleine kommst du da jetzt nicht mehr weit, dass sieht man ja im Moment als "ausreichend geklärt" an ... ob das wirlich ausreichend war, kann ein Anwalt besser herausfinden.
Bei Gericht übernimmt der Richter diese Ermittlungen schon von Gesetzes wegen, aber man sollte doch zumindest versuchen einen langen Prozess (schon im eigenen Interesse) zu vermeiden ...
Ohne die ganzen Unterlagen zu kennen (und zu verstehen) kann man hier im Forum gar nicht beurteilen, was sinnvoll in deine Widerspruchs-Begründung rein sollte ...
Auch die Länge der Begründung ist zweitrangig, wichtiger ist der Gehalt an gewichtigen Argumenten ... warum das so NICHT akzeptabel ist.
In meinem Reha-Verfahren vor einem Jahr hatte ich auch einen Anwalt, hat nur nichts genützt.
Kommt ja drauf an was du in diesem Verfahren konkret für dich erreichen wolltest ... so allgemein kann man dazu nicht erkennen, warum der nichts genützt hat ...
PS: auch für einen fristwahrenden Widerspruch ist es noch nicht zu spät, so wie es dir bereits (von @edeler Ritter) verlinkt wurde.
Du solltest dir erst mal die Argumente für deine Begründung einfordern bei der DRV, ich hatte angenommen das wäre schon erledigt ...
Was meinst du damit? Die Akte habe ich erhalten.
Ich meine damit, dass zumindest MIR im Moment nicht ganz klar ist, ob du den fristwahrenden Widerspruch bereits eingereicht hast (also die Kurzform mit Forderung der Akten-Einsicht ?) oder nicht, weil du oben auch schreibst, dass du der Ablehnung widersprechen willst.
Das braucht man ja nicht mehr erwähnen wenn der Widerspruch bereits bei der DRV vorliegt, dann bezieht man sich ja nur noch darauf, dass man diesen Widerspruch vom XX nun begründen will ...
Da siehst du, dass schon dein Ansatz nicht besonders korrekt ist, du stellst KEINEN Antrag aktuell ...
Du legst entweder Widerspruch ein gegen die Ablehnung der EM-Rente mit Bescheid vom XX / Aktenzeichen usw.
ODER du begründest nur noch den bereits eingelegten Widerspruch vom XX ...
Für den Widerspruch gibt es eine gesetzliche Frist = 1 Monat ab Kenntnisnahme des Bescheides (also Zugang bei dir).
Für die (separat) nachfolgende Begründung gibt es KEINE gesetzliche Frist aber die DRV setzt trotzdem gerne willkürlich welche, die meist sehr eng bemessen sind.
10 - 14 Tage Frist für die Begründung sind einfach zu wenig um einen Widerspruch, eventuell mit Anwalt gut begründen zu können.
Einen fristwahrenden Widerspruch habe ich längst eingelegt. Die Frist zur Abgabe meiner Begründung wurde bereits einmal verlängert. Ich habe leider momentan sehr viele Baustellen, so dass ich diesbzgl. ein bisschen geschludert habe.
Wie schon Doppeloma geschrieben hat ist es richtig das man eine EM-Rente nicht nur aufgrund der Summe bestehender Diagnosen/Erkrankungen bekommt sondern wie selbige sich insgesamt im Zusammenspiel auf die Erwerbsfähigkeit auswirken.
Eine höhere Anzahl von Diagnosen und Erkrankungen bedeutet nicht automatisch eine stärkere Erwerbsminderung nach den medizinischen Richtlinien/Bewertungen betreffs einer EM-Rente.
Viele wissen das nicht...
Ja, das denke ich auch. In meiner Ablehnung wurden vier Diagnosen aufgezählt, von denen lediglich eine Diagnose eine Erwerbsminderung darstellen könnte. Umso mehr ärgert es mich, dass die beiden o.a. Diagnosen keine weitere Beachtung gefunden haben.
Im Nachhinein hätte ich darüber Tagebuch führen sollen. Wäre besser gewesen.
So eine Frist kannst du auch noch mal verlängert bekommen. Du musst dir nur eine gescheite Begründung einfallen lassen.
Du brauchst doch nur zu schreiben, dass du noch mit deinen behandelnden Docs in Kontakt treten willst, als Beispiel.
Ich habe den Widerspruch jetzt abgeschickt. Sollte ich Klage einreichen müssen, werde ich mich an einen Anwalt wenden.
Teile doch bitte uns bitte deine Argumentation mit. Vielleicht kann man da noch etwas nachbessern! Ich mache mir Sorgen bezüglich deines Antrags.
ich gehe leider davon aus, dass dein eingelegter Widerspruch nicht das zielorientierte Ergebnis bei der DRV bringen wird.
Als kontraproduktiv erweist sich, dies als juristischer Laie ohne vielschichtigen (Insider)Wissen, Fakten und das Erkennen von medizinischen Fehleinschätzungen blauäugig in einem Widerspruch (begründet) selbst einzubringen.
Die Aufklärung bzw. einige Punkte bliebst du schuldig und von deinem Verständnis her, ist es halt mit dem "mal anschauen/mal drüber schauen" bei so einer existenziellen Lebenslage NICHT getan, weil im Detail es immer um individuelle Ausgangsbedingungen geht.
Und deine Privatanimositäten (Beitrag #7) haben als berechnenden Faktor in dem Gemenge überhaupt nichts verloren und das wurde auch bereits schon erwähnt.
Das geht dann in dem DRV-Tenor auf, DU begehrst die Erwerbsminderungsrente. An dem Punkt kann die Chose nach hinten los gehen.
https://www.test.de/erwerbsminderungsrente-5176318-0/
Wichtig ist, sich eine entsprechende schriftl. Chronologie der Geschehnisse (wann Anträge gestellt, Arzttermine und -berichte, Posteingang- und Postausgang etc.) anzufertigen.
Es wird garantiert eng, lass mich gern korrigieren, falls das nicht zutrifft.
habe heute einen neuen Termin zwecks Begutachtung bekommen. Leider sitzt der Gutachter diesmal noch weiter entfernt wie der Letzte (mehr als zwei Stunden einfache Fahrt), obwohl ich in einer Großstadt wohne. Wollte schon immer mal an die Nordsee ...
Zudem bin ich 45 Minuten zu früh da. Oder auch 20 Minuten zu spät. Je nachdem.
Wollen die meine Belastbarkeit testen?
Leider sitzt der Gutachter diesmal noch weiter entfernt wie der Letzte (mehr als zwei Stunden einfache Fahrt), obwohl ich in einer Großstadt wohne. Wollte schon immer mal an die Nordsee ...
Dann wird es wohl näher dran keinen geben, der bereit ist zu schreiben, was die DRV gerne lesen möchte ... über 4 Stunden Fahrt (hin und zurück) ist schon ziemlich hart und natürlich eine excellente "Belastungsprobe" ...
Welche Fachrichtung wird das jetzt sein ???
Zu spät solltest du besser nicht riskieren, es sei denn du kannst es nicht beeinflussen (Zugverspätungen usw.) obwohl du dich rechtzeitig auf den Weg gemacht hast.
Auf jeden Fall, wer in der Lage ist so lange, ( GANZ ALLEINE mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem fremden, bisher unbekannten Ort) unterwegs zu sein, kann so krank nicht sein, wenigstens Teilzeit arbeiten zu gehen.
Je nachdem welche (auch psychischen) Probleme du haben solltest, wird das viele Aussagen dazu machen, ob du dich irgendwo zurecht finden kannst, ob du alleine Ängste hast mit Öffis zu fahren, besonders wo du dich nicht auskennst ...
Du solltest mindestens eine Begleitung organisieren, egal ob der Gutachter die später als nötig "empfinden" wird oder nicht, ganz Alleine ist schon mal falsch (auch wenn du schon immer mal an die Nordsee wolltest, da ist bestimmt gerade kein Wasser da ), verlange Pausen während der Begutachtung, schon weil die Anfahrt so anstrengend war ...
Du musst ja auch noch "einigermaßen" in der Lage sein anschließend wieder nach Hause zu fahren ...
Es wird sicher seine Gründe haben, dass man dich so weit reisen lässt, obwohl es bestimmt näher dran auch passende Fachärzte geben dürfte für dieses Gutachten ...
Nimm dir trotzdem einige aktuelle medizinische Unterlagen mit (die bei der DRV noch nicht vorliegen können aber auch andere sehr wichtige Berichte) und überlasse Kopien davon dem Gutachter (sofern er bereit ist die anzunehmen).
Denn die DRV hält gerne die wichtigsten medizinischen Sachen zurück, anstatt wenigstens den Gutachter umfassend zu informieren, damit er sich ernsthaft auf dich vorbereiten kann.
Es sind also nicht immer die Gutachter "schuld" wenn sie nur nach ihrem eigenen Eindruck (als "Momentaufnahme") deine Gesundheit einschätzen können.
Ich wünsche dir natürlich trotzdem eine möglichst faire Begutachtung, die Erfahrungen besagen aber leider, dass solche Gutachten im Widerspruchsverfahren meist nur die bisherige Ansicht der DRV erneut bestätigen sollen, dass man keine EM-Rente braucht ...
dein neuer Gutachtertermin wird es vermutlich ganz schön in sich haben, wann soll denn der stattfinden?
Auf einiges möchte ich noch hinweisen bzw. ergänzen. Dazu ist dieser Link - "Hinweise zur Begutachtung" als Grundgerüst zu betrachten.
Beachte bitte ab S. 22 - Anamnese. Ich habe es bei meinen DRV-Begutachtungen als "Fragenkatalog" erlebt, der es stets in sich hatte. Es war nicht leicht, meine Zeit-EMRente beim Rentenversicherungsträger durchzusetzen.
Zum auferlegten "Belastungstest" in seiner Gesamtheit möchte ich versus "Wegstrecke" und deine Erkrankungen, die nicht berücksichtigt wurden, aufmerksam machen.
Die Befragung bei der Begutachtung wird inhaltlich so formuliert, ob und wie du "wegefähig" bist. (S. 42)
Bei eingeschränkter Wegefähigkeit (siehe S. 52 im Glossar) ist der Versicherte nicht mehr in der Lage, viermal täglich eine Wegstrecke von mehr als 500 m einschließlich kurzer Pausen zurückzulegen, wobei die unter den Gesundheitsbedingungen mögliche Verkehrsmittelbenutzung zu erläutern ist.
Aufgepasst!, denn darin liegt eine ausgelegte Spitzfindigkeit zu der/den Leistungseinschränkung(en). Hier ist deine Einschätzung, wieviel mit Erkrankungen bei noch vorhandener Kraft du in der Lage bist (aus deiner Sicht auch einkaufstechnisch mit Last gesehen und zu berücksichtigen ist), wegefähig zu sein. Übertrieben schreibe ich mal, einen Marathonläufer mit Krankheitsbild R*izd*rm würde ich nicht aus mir machen.
Also, wie bereits erwähnt, eine involvierte Begleitung zum Gutachtertermin (schon wegen der mehrstündigen An-/Abreise mit Krankheitsbildern, dass man sich um dich kümmern kann, falls ...) ist eine gute Option.
Ich wünsche dir eine angemessene & sachliche Begutachtung auf Augenhöhe.
Danke für eure Tipps, Links und guten Wünsche.
Die haben heute bei meinem Mann angerufen. Ich soll am Dienstag vorbeikommen. Aber ausgerechnet an diesem Tag habe ich einen längeren Zahnarzttermin, der sich nicht verschieben lässt. An dem Ausweichtermin haben meine Eltern Goldene Hochzeit. Das ist mir dann doch alles zuviel.
Der letzte Gutachter war ein Neurologe, Psychiater. Der jetzige ist ein Facharzt für Innere Medizin.
Du solltest mindestens eine Begleitung organisieren
Mein Mann kommt auf jeden Fall mit.
Habe schon überlegt, ob ich morgen mal beim Rententräger anrufe. Die Strecke ist für mich schon etwas beschwerlich.
(auch wenn du schon immer mal an die Nordsee wolltest, da ist bestimmt gerade kein Wasser da )
Laut Bundessozialgericht muss viermal täglich eine
Wegstrecke von mehr als 500 m einschließlich kurzer Pausen jeweils in der Zeit von bis zu 20 Min. zu Fuß zurückgelegt werden können.
Zweimal täglich schaffe ich, aber auch nur, wenn ich weiß, dass irgendwo eine Toilette ist. Viermal täglich würden mich aber dann doch auch kräftemäßig überfordern. Zum Glück bin ich bei uns im Viertel gut mit Toiletten bestückt (drei REWE = drei Toiletten, dazu ein Pflegeheim, wo man die Toilette benutzen darf). Zum Netto kann ich bspw. nicht einkaufen gehen, weil da weit und breit keine Toilette ist. Und genau das ist dann auch mein Hauptproblem an dem Gutachtertermin.
... man tut, was man kann.
Da bin ich doch sehr irritiert. In der Regel ergeht ein Schreiben vom RT, worin auch der Ort, Tag, Uhrzeit und/oder benannte Arzt mitgeteilt wird. Selbst ein Fahrkostenantrag sollte beiliegen. Den bestätigt der Gutachter nach dem Begutachtungsende, z. B. ob mit dem Auto oder ÖPNV.
Wo wendest du dich nun hin, wer hat denn da angerufen, welche Uhrzeit, Tel.Nr., Name, hat dein Mann alles notiert? Warum wird dein Mann telefonisch vom RT benachrichtigt, ist das nur so zu händeln?
Also das ist m. M. nach etwas kurzfristig und wegen einem schon bestehenden Zahnarzttermin ist dieser Termin ablehnungswürdig.
Bist du überhaupt durchgängig krank geschrieben?
Dann entspricht der Facharzt deinen Krankheitsbildern (G*llens*ureverlusts*ndrom sowie das R*izd*rms*ndrom).
Das kannst du entsprechend mit Argumentation und anderweitiger Terminierung dem RT umgehend schriftlich mitteilen. Telefongespräche sind in dieser Konstellation nicht zu empfehlen.
Als wichtig zu erachten ist, dein Mann, der dich begleitet, sollte alles protokollieren. Das ist im Nachhinein immer schwierig, gedächtnismäßig den Gutachtertag abzurufen.
Das ist genau der Punkt - die Unwegbarkeit, Überforderung der Kräfte - und das noch bei örtlicher Unkenntnis auf diesem Gutachterwege, da du Toilettennähe benötigst. Somit ist das bitte vom RT bei der Terminvereinbarung adäquat zu berücksichtigen und so möge man auch in der Nähe einen Facharzt für Inneres zur Gutachtertätigkeit benennen.
heute kam der Bescheid. Mir wurde eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung unbefristet bewilligt.
Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung wird noch geprüft. Ich soll innerhalb von vier Wochen mitteilen, ob der Widerspruch erledigt ist.
Nachdem mich die Gutachterin Anfang August gefühlte 2,5 Stunden nur bedauert hat, meinte sie abschließend, dass es für eine Rente nicht reichen wird. Wegen meines Leidens gäbe es ein Medikament. Daraufhin meinte ich, dass ich das Medikament kenne und dies nicht für die dauerhafte Anwendung geeignet wäre. Ihr Kommentar: Das Medikament gäbe es jetzt auch als Tropfen. Aber einer Reha könne sie zustimmen.
Ich finde es gut, dass man dich zum Nervenarzt schickt. Verdauungsbeschwerden belasten doch den gesamten Körper. Ich habe immer Angst vor Durchfällen und denke, wenn es mir passiert, dass ich überhaupt nicht aus dem Haus gehen kann. Bei mir ist es ständig so. Ich esse deshalb morgens nur ein trockenes Brötchen mit 2 kleinen Cabanossis dazu. Das vertrage ich und mehr oder etwas anderes zu essen traue ich mir nicht. So etwas ist doch nicht normal!
Der erste Gutachter war ein Neurologe/Psychotherapeut. Der ist so gut wie gar nicht auf meine Darmbeschwerden eingegangen. Lt. seinem Gutachten bin ich voll erwerbsfähig. Der zweite Gutachter war eine Fachärztin für Innere Medizin. Sie meinte ja auch, dass meine Erkrankungen für eine Erwerbsminderungsrente nicht ausreichen würden. Umso überraschter war ich über den gestrigen Bescheid. Letzten Endes wird der Bericht noch einmal gegengelesen.
So etwas ist doch nicht normal!
Nein, das ist es auch nicht. Ich habe auch alles versucht: Tee, Wasser, Zwieback, rohe Möhren, nix essen. Nichts hat geholfen.
Ich vermute mal, dass mir meine ursprünglichen Darmbeschwerden regelrecht auf die Psyche geschlagen haben, weil ich ja viele Jahre nicht wusste, worunter ich leide.
Hallo, heute kam der Bescheid. Mir wurde eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung unbefristet bewilligt.
Das ist ja wirklich toll Lisa ich gratuliere dir zu deiner EMR
Dann drück ich dir ganz fest die Daumen das du die volle EMR bekommst.
Habe heute einen neuen Bescheid bekommen:
Der Bescheid über die unbefristete Teilerwerbsminderungsrente wurde aufgehoben. Mir wurde nun eine volle Erwerbsminderungsrente als sogenannte Arbeitsrente gewährt. Allerdings nur für drei Jahre. Der Rentenbeginn hat sich auch noch um sechs Monate zu meinen Ungunsten verschoben.
Wie kann das sein? Unbefristet bedeutet doch, dass sich mein Gesundheitszustand nicht mehr verbessern wird.
Erst vor ein paar Tagen habe ich ein Nachzahlung bzgl. der Teilerwerbsminderungsrente bekommen.
Eine Arbeitsmarktrente wird immer befristet bewilligt, weil sich die Verhältnisse am Arbeitsmarkt ja Sendern könnten.
Und dafür nehmen sie mir eine unbefristete Teilerwerbsminderungsrente?
Ichhbe mal irgendwo hier gelesen, dass es auch unbefristete Teierwerbsminderungsrente und Arbeitsmarktrente parallel gibt, da kamen dann glaube ich sogar 2 Bescheide. Vielleicht weiss Doppeloma das.
Weißt du denn was das bedeutet, ich glaub mal weniger.
Die DRV hat dir eine unbefristete Teil-EMR bewilligt und dazu ausgeführt das man eine Arbeitsmarktrente prüfe.
Nun das ist heute ein üblicher Weg, wenn gewisse Voraussetzungen vorliegen, denn viele bekommen mit einer Teil-EMR leider keine neue Arbeit mehr. Soll man die dann einfach mit einer halben Rente im Regen stehen lassen - ich glaub mal nicht.
Also prüft die DRV wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind.
Da nach § 89 SGB VI immer nur eine höherrangige Rente zur Auszahlung gelangen darf, wird hier eben die volle EM-Arbeitsmarktrente ausgezahlt. Deine unbefristete Teil-EMR verlierst du nicht, die wird jetzt nur nicht ausgezahlt.
Sollte die volle EM-Arbeitsmarktrente nach Ablauf der 3-jährigen Frist nicht weiter verlängert werden (weil du oder die AfA vielleicht eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle gefunden hast/hat), würdest du eben wieder die Teil-EMR erhalten.
Aktuell stehst du dir finanziell mit der Arbeitsmarktrente jetzt besser als mit einer Teil-EMR. Im übrigen wolltest du ja eigentlich auch eine volle EMR, die hast du jetzt ja, eben nur nicht unbefristet und mit dem kleinen Nachteil das wenn du z.B. aufstocken müßtest beim JC eben immer als zwischen 3-6 Std./tägl. nach § 8 SGB II fiktiv vermittelbar wärst.
Sei doch froh das du jetzt erst mal für 3 Jahre Ruhe hast.
Mit der Arbeitsmarktrente solltest du aber weiterhin darauf achten in fortlaufender ärztlicher Behandlung zu bleiben, denn es kann ohne weiteres sein das die DRV diese bei der nächsten anstehenden Verlängerung bezügl. deinem Gesundheitszustand anfragt (so zumindest bisher schon 2x bei mir), z.B. b sich was positiv bzw. negativ verändert hat.
Vielleicht sollte ich am Rande auch noch erwähnen, daß es bei diesem Konstrukt zu vereinzelten Fällen von Rentenüberzahlungen kommen kann, wenn die Arbeitsmarktrente auf den Beginn einer rückwirkenden Teil-EMR festgelegt wird, welche dann die DRV zurück fordern. Rückwirkender Rentenbeginn kann bedeutet, daß dieser je nach Verfahren in einen Zeitraum fällt in dem man KG bzw. ALG-I erhalten hat.
Sorry, ich glaube, ich lag falsch.
In meinem Bescheid steht:
"Der Bescheid vom ... über die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird hinsichtlich des Zahlungsanspruchs für die Zeit ab * aufgehoben."
Allerdings steht auch auf Seite 3:
"Die Rente endet mit dem xx.xx.2021, ohne dass wir einen weiteren Becheid erstellen. Die Rente kann auf Antrag weiterbewilligt werden, wenn eine Minderung der Erwerbsfähigkeit weiterhin vorliegt."
Das hatte ich so ähnlich, nur umgekehrt, das ich die volle EM bekam, aber nur tw. EM wollte und einen Teilzeitjob unter 6 Std. habe.
Wobei ich erst als voll Arbeitsfähig gelten sollte, d.h. erstmal wurde abgelehnt. Das ganze wurde Rückwirkend bewilligt, so das eine Überschneidung mit dem ALG2 und meinem Arbeitslohn passierte, das wurde dann verrechnet. Der gesamte EM-Kram dauerte über 1 Jahr, ohne Anwalt mit mehreren Begutachtungen, Widerspruch, Gewährung volle EM, da ich in der Zwischenzeit tz. Arbeit annahm Rückstufung auf tw. EM.
Die volle EM gilt danach gar nicht mehr. Entfällt die tw. EM irgend weshalb, gehts von vorne los. Wie es bei dir ist, muss ganz genau in den Bescheiden stehen.
Du musst daran denken, rechtzeitig die Verlängerung zu beantragen. Mir wurde gesagt, ob das zutrifft kann ich mangels Erfahrung noch nicht sagen, das man die Weiterbewilligung schon min. 6 Monate vor Ablauf stellen soll. Die Mühlen arbeiten dort schon mal recht langsam.
Das wäre eine Bewilligung auf Zeit. Ist das der letzte Bescheid, den du bekamst?
Das ist normal, wenn du bei bewilligter Teil-EM-Rente keinen "leidensgerechten / versicherungspflichtigen" Teilzeit-Arbeitsplatz hast, wird dir (wegen verschlossenem Teilzeit-Arbeitsmarkt) die EM-Voll-Rente als "Arbeitsmarktrente" bewilligt.
Der Bescheid über die unbefristete Teilerwerbsminderungsrente wurde aufgehoben.
Bitte lies dir genau durch was dazu geschrieben wurde, eine Teil-EM-Rente (bereits "unbefristet") kann nicht einfach wieder "aufgehoben" werden.
Der Zahlungs-Anspruch auf die Teil-Rente "ruht" allerdings, denn du bekommst ja mit dem 2. Bescheid nun eine volle EM-Rente überwiesen, es wird bei EM immer nur die (finanziell) höherwertige Rente ausgezahlt.
Ich hatte damals auch eine EM-Teilrente bereits bis zum Eintritt in die Regel-Altersrente, mir wurde dann aber direkt (noch am Gericht) auch die "Arbeitsmarktrente" bewilligt und die wird IMMER (auf höchstens 3 Jahre) befristet.
Die EM-Teilrente "ruht" dann faktisch, bis die "Arbeitsmarktrente" mal nicht mehr verlängert wird ... dann muss die DRV zumindest die EM-Teilrente wieder zahlen.
Mir wurde nun eine volle Erwerbsminderungsrente als sogenannte Arbeitsrente gewährt. Allerdings nur für drei Jahre. Der Rentenbeginn hat sich auch noch um sechs Monate zu meinen Ungunsten verschoben.
Auch das ist völlig normal, denn bei EM-Renten mit Befristung beginnen die Rentenzahlungen nicht vor dem 7. Monat nach der Bewilligung, du schreibst ja oben, dass du die Teilrente bereits bezogen hast.
Es geht aber nur um eine Teil-Erwerbsminderung dabei für UNTER 6 Stunden, so sieht das aktuell zumindest noch die DRV ...
Meine erste Verlängerung der "Arbeitsmarkt-Rente" wurde direkt in eine reguläre EM-Vollrente (unbefristet) vorgenommen, das ist eher selten der Fall ...
Bei der Verlängerung der "Arbeitsmarktrente" wirst du die DRV durch aktuelle medizinische Nachweise überzeugen müssen, dass du VOLL EM bist.
Ansonsten wird die "Arbeitsmarkt-Rente" (vermutlich) problemlos verlängert, denn am Arbeitsmarkt wird sich für EM-Teilrentner eher nichts verbessern.
Wenn du von der vollen EM-Rente ohne Amt leben kannst wirst du nichts dagegen machen können (wenn nicht, eigentlich auch nicht), du bekommst ja trotzdem die EM-Vollrente aber nur befristet, weil die DRV noch nicht überzeugt ist, dass du gar nicht mehr arbeiten kannst (also UNTER 3 Stunden).
Es gibt aktuell (und vorläufig) "nur" keinen passenden Teilzeit-Arbeitsplatz für dich ...
Bewahre dir den Bescheid zur EM-Teilrente sehr gut auf, der gilt weiter "unbefristet", nur die Rente daraus wird vorerst nicht mehr gezahlt ...
Ich habe eben in Berlin angerufen. Die Teilerwerbsminderungsrente wurde nur hinsichtlich des Zahlbetrages aufgehoben. Einen Antrag muss ich nur stellen, wenn ich nach Ablauf der vollen Erwerbsminderungsrente diese weiterhin beziehen möchte. Ansonsten geht die Teilerwerbsminderungsrente weiter.
Meinem Mann wurde sofort die volle Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente) bewilligt, allerdings befristet. Aber eben nur ohne Teilerwerbsminderungsrente vorher. Und vier Jahre rückwirkend. - War das denn überhaupt korrekt? Ich meine, ohne die Teilerwerbsminderungsrente?
Was ich nicht verstehe: Ich habe meinen Rentenantrag persönlich am 30. Juni 2017 bei der hiesigen Deutschen Rentenversicherung abgegeben. Meine Rente beginnt allerdings erst ab August 2017, weil der Antrag scheinbar erst Anfang Juli 2017 in Berlin eingegangen ist. Das kann doch so nicht richtig sein?
Die Frau in Berlin hatte allerdings diesbzg. keinen Plan. Sie meinte, alle Erwerbsminderungsrenten würden erst sechs Monate später beginnen und ich hätte ja noch einen Widerspruch eingelegt. Hä?
So wie ich das aber verstanden habe, beginnen Teilerwerbsminderungsrenten ab dem Monat nach Antragstellung, volle Erwerbsminderungsrenten aber erst ab dem 7. Monat, oder?
also aus aktuell eigener Erfahrung sag ich mal soviel dazu:
Also der Zahlungsanspruch betrifft ja nur die Rentenzahlung (mtl. Überweisung) und nicht die Rentenanspruch selbst (§ 89 SGB VI), denn es darf immer nur die höherrangige Rente ausgezahlt werden.
Deine einmal unbefristet gewährte Teil-EMR wird damit gar nicht angetastet, hier geht es nur um den Anspruch auf Zahlung aus der Teil-EMR.
Der Zahlungsanspruch wird im Regelfall gestützt auf § 48 Abs. 1 Satz 3 SGB X aufgehoben und stattdessen dann die neue (hier eben volle EMR) gezahlt.
Sollte dir dann die neue volle EMR nun z.B. wegen ggf. gesundheitlicher Verbesserung nicht mehr gezahlt werden bzw. läßt du sie mit Fristablauf auslaufen ohne einen Weiterbewilligungsantrag zu stellen, dann erhälst du im Anschluss wieder die Teil-EMR weiter.
Meinem Mann wurde sofort die volle Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente) bewilligt, allerdings befristet. Aber eben nur ohne Teilerwerbsminderungsrente vorher. Und vier Jahre rückwirkend.
Na ja, so ähnlich sah es bei mir 2012 auch aus, nur mit dem kleinen Unterschied das ich zuvor seit 1998 bereits ein BU-Rente per Gerichtsbeschluss erhielt.
Mir bewilligte man 2012 dann auch plötzlich rückwirkend um 1 1/2 Jahre eine volle EM-Arbeitsmarktrente und dies ohne zuvor zu prüfen ob ich überhaupt noch einen Teil-Zeitarbeitsplatz respektive eine Teilzeitarbeit inne hatte. Das allerdings ist eine grundlegende Voraussetzung für eine Arbeitsmarktrente.
Deswegen läuft in meinem Fall jetzt auch ein Klageverfahren, weil in meinem Fall damit verbunden auch eine erhebliche Rentenüberzahlung erfolgte die ich der DRV erstatten soll.
Das dürfte für deinen Mann wohl nicht zutreffend sein, oder.
War das denn überhaupt korrekt? Ich meine, ohne die Teilerwerbsminderungsrente?
Ja das kann sehrwohl korrekt sein.
Für eine Arbeitsmarktrente (Voraussetzung ist immer der Status einer Teil-EMR) ist es erforderlich, daß dem Betroffenen eben kein sozialversicherungspflichter Teilzeitarbeitsplatz seitens der AfA max. binnen einem Jahr angeboten werden kann, bzw. er keinen inne hat.
Bei deinem Mann damals dürfte im Reha-Abschlussbericht sehr wahrscheinlich gestanden haben, daß er nur noch zwischen 3 - 6 Std./tägl. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig ist, woraufhin die DRV eben bereit war im eine Teil-EMR zu bewilligen. Ggf. hat da dann die DRV sich mit der AfA intern in Verbindung gesetzt und von dieser die Mitteilung erhalten das kein entsprechender Arbeitsplatz aktuell vorhanden ist, womit man ihm sofort die befristete volle EM-Arbeitsmarktrente bewilligte.
Man muß nicht vor einer Arbeitsmarktrente zwingend vorher einen Bescheid über ein Teil-EMR erhalten, mitunter wird dies auch im Rentenbescheid zusätzlich erwähnt.
Sollte bei deinem Mann jetzt aus welchen Gründen auch immer die Arbeitsmarktrente nach Fristablauf (Arbeitsmarktrenten sind immer bis max. 3 Jahre befristet) nicht verlängert werden (z.B. weil kein Antrag gestellt wurde oder der Arbeitsmarkt plötzlich etwas hergibt), dann erhält er automatisch halt seine Teil-EMR sofern die zuvor schon unbefristet war, was man eigentlich aus dem Rentenbescheid entnehmen können sollte.
Sie meinte, alle Erwerbsminderungsrenten würden erst sechs Monate später beginnen
Nun ja, volle EMR beginnen ab dem 7. Monat mit der Rentenzahlung in Abhängigkeit von dem eigentlichen Rentenbeginn welcher z.B. auf den ersten Tag der auslösenden AU abgestellt sein kann, genauso gut aber auch auf eine Umdeutung des Rehaantrages oder eben dem Rentenantrag, da ist die DRV sehr erfinderisch, halt wie es ihr finanziell am besten paßt. Wir wollen ja nicht vergessen, daß meist dann das KG bzw. ALG-I aus den Rentennachzahlungen zum großen Teil von der KV bzw. AfA zurück gefordert wird (§§102 - 107 SGB X).
Ich hoffe ich hab es einiger Maßen verständlich rüber gebracht.
Ich habe eben in Berlin angerufen. Die Teilerwerbsminderungsrente wurde nur hinsichtlich des Zahlbetrages aufgehoben.
Dann wurde ja bereits bestätigt, was dir dazu hier schon geschrieben wurde, zudem sollte das auch so in deinem Bescheid zur vollen "Arbeitsmarkt-Rente" erwähnt sein ...
Einen Antrag muss ich nur stellen, wenn ich nach Ablauf der vollen Erwerbsminderungsrente diese weiterhin beziehen möchte. Ansonsten geht die Teilerwerbsminderungsrente weiter.
Richtig, du wirst rechtzeitig von der DRV den Antrag zugeschickt bekommen und dafür hättest du dieses Telefonat gar nicht gebraucht.
Wenn du aktuell schon der Meinung bist, die Teil-EM wäre (eigentlich) gar nicht ausreichend, dann solltest du fleißig vorsorgen für diesen Verlängerungs-Antrag auch aussagefähige (dann aktuelle) medizinische Unterlagen beifügen zu können.
Sonst wird man nur die "Lage am Teilzeit-Arbeitsmarkt" prüfen und dir die Verlängerung (sehr wahrscheinlich) bestätigen bis zu weiteren 3 Jahren.
Der Hinweis auf die vorliegende Teilweise Erwerbsminderung steht aber auch in seinem Bescheid (Rente wird nicht nur aus rein gesundheitlichen Gründen bewilligt ...), man sollte schon etwas mehr vom Bescheid lesen als nur die 1. Seite ...
In den meisten Fällen wird die "Arbeitsmarktrente" direkt bewilligt, dann ist die Teil-EM-Rente bereits darin enthalten und auch nur befristet.
Beim Verlängerungs-Antrag geht dann die komplette Erwerbsfähigkeit erneut "auf den Prüfstand" ... und nicht nur die Arbeitsmarktlage für Teil-EM-Rentner ...
Man könnte es auch so ausdrücken, dass die DRV bei deinem Mann noch auf die komplette "Wunderheilung" hofft, daher ist auch die Teil-EM erst befristet anerkannt worden, dann gibt es dazu KEINEN separaten Bescheid.
Wann die EM-Rente wirklich beginnt entscheidet letztlich die DRV und hat nicht immer was mit dem Antragsdatum zu tun.
Der Juni war ja sowieso schon vorbei, die DRV ist ja nicht das JC, wo das "auf den Monats-Anfang" zurückwirkt ...
Ich hatte meinen Antrag im Sommer 2009 gestellt, als "Eintritt der Erwerbsminderung" hat die DRV dann (am Gericht im Sommer 2012) den Februar 2010 "gewählt", weil sie sonst (die Arbeitsmarktrente) gar nicht mehr hätte befristet bewilligen können ... und ohne Befristung gibt es die GAR NICHT ...
Mir dann direkt die volle (reguläre) EM ab Antragstellung zu bewilligen (unbefristet) soweit war die DRV da noch nicht ... dann hätte sie noch ein Jahr mehr rückwirkend nachzahlen müssen.
Die hatte wohl wirklich keinen "Plan", denn es beginnen NICHT "alle EM-Renten erst 6 Monate später" ...
NUR befristete EM-Renten beginnen mit der Zahlung der Rente (Zahlungs-Anspruch) erst (frühestens) ab dem 7. Monat nach Feststellung der Erwerbsminderung.
EM-Renten die bereits "unbefristet" (bis zur Altersrente, wie deine Teil-EM-Rente) bewilligt werden, beginnen mit der Feststellung der Erwerbsminderung (Eintritt des Leistungsfalles) durch die DRV (da beginnt dann auch sofort der Zahlungs-Anspruch).
Das muss also auch nicht unbedingt das Datum der Antragstellung sein, da ist die DRV ziemlich "frei" in ihren Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann.
Das ist also nicht richtig gedacht, der Zahlungs-Anspruch auf EM-Rente beginnt bei EM-Renten auf Befristung (egal ob Teilweise oder volle EM-Rente) immer erst ab dem 07. Monat nach der Anerkennung des Leistungsfalles.
Eine "Arbeitsmarktrente" wird IMMER nur befristet bewilligt auf höchstens 3 Jahre am Stück.
Bei "Unbefristet" bewilligter EM-Rente (auch egal ob Teilweise oder Volle EM-Rente) setzt der Zahlungs-Anspruch sofort ein, ab Monat der Anerkennung durch die DRV.
Darum wurde deine EM-Teilrente ja bisher auch schon überwiesen, nun wird das durch den Betrag für eine volle EM-Rente "ersetzt", zunächst bis zum Ablauf der "Arbeitsmarktrente".
Sehr traurig, wenn ein DRV-Mitarbeiter das nicht zu wissen meint, das gilt immerhin schon seit Einführung der EM-Renten 2001.
Bei deinem Mann damals dürfte im Reha-Abschlussbericht sehr wahrscheinlich gestanden haben, daß er nur noch zwischen 3 - 6 Std./tägl. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig ist, woraufhin die DRV eben bereit war im eine Teil-EMR zu bewilligen
Während der Betriebsärztliche Dienst seines Arbeitgebers zweimal festgestellt hat, dass mein Mann nur noch halbschichtig erwerbsfähig wäre, jedoch weiterhin arbeitsunfähig, sah die Rehaklinik dies anders und stufte ihn als vollschichtig erwerbsfähig, jedoch arbeitsunfähig, ein. Darüber hinaus existiert noch ein orthopädisch/neurologisches Gutachten, welches das Sozialgericht bzgl. seines GdBs sowie seines Merkzeichens in Auftrag gab, und ihm einen höheren GdB plus Merkzeichen G zugestand.
Mein Mann hat noch einen AG (ö.D.; halbe Arbeitsrate), der ihn aber nur "vollständig gesund" zurücknehmen möchte. Eine Wiedereingliederung, drei Tage die Woche, wurde abgelehnt. Ebenso eine Umsetzung in den Verwaltungsbereich (die entsprechende Ausbildung hat er). Der AG setzte ihn so sehr unter Druck, dass mein Mann eine Erwerbsminderungsrente beantragt hat. Umso größer war dann unsere Verwunderung, dass die Rente durchgegangen ist. Grund genug für den Arbeitgeber, das Arbeitsverhältnis ruhend zu stellen.
--> Krank - Lohnfortzahlung - Krankengeld - Alg1 - Alg2 - befristete volle Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente)
Das Problem für meinen Mann ist vor allem u.a. der Arbeitsweg, den er streckenweise mühselig zu Fuß zurücklegen muss. Wir haben zwei Integrationsämter (da zwei Bundesländer, Arbeits- und Wohnort) mehrmals konsultiert und um Hilfe gebeten. Nix.
Wenn du aktuell schon der Meinung bist, die Teil-EM wäre (eigentlich) gar nicht ausreichend, dann solltest du fleißig vorsorgen
Nein, dieser Meinung bin ich eben nicht. Ich bin froh, dass mir überhaupt die Teil-EM bewilligt wurde. Ich habe nur gedacht, dass man mir die Teil-EM "weggenommen" hat. Einen Verlängerungsantrag werde ich nicht stellen.
Das nicht, aber hätte die Rente nicht schon am 01.07. beginnen müssen? Habe den Antrag ja noch im Juni abgegeben.
Oha. Das wusste ich nicht.
EM-Renten die bereits "unbefristet" ... bewilligt werden, beginnen mit der Feststellung der Erwerbsminderung ...
Habe auch keinen Rentenausweis mitgeschickt bekommen. Voraussichtlich im Januar gibt es eh Neue. Insofern ...
Lisa, welch Merkzeichen hat Dein Mann? Wenn das Problem der Arbeitsweg ist, da gibt es Möglichkeiten.(Kraftfahhrzeighilfe, was nicht nur ein Zuschuss zu einem FAhrzeug sein kann, sondern auch ein Fahrdienst oder Taxikosten).
Mein Mann hat das Merkzeichen G. Wegen Taxi usw. haben wir nachgefragt. Ich meine, es war das Integrationsamt seines Arbeitsortes, welches gesagt hat, dass nur Beamte diese Art von Hilfe bekommen würden.
Problem ist auch die Schwere seiner Arbeit. Aber dies wäre sicher lösbar, wenn man nur wollte.
Das ist Blödsinn, was die Euch da erzählt haben. Beamte haben da nur einen anderen Kostenträger.
Bei Angestellten ist das zum Beispiel die AfA oder die DRV, je nachdem, ob man mehr oder weniger als 5 Jahre eingezahlt hat.
Aber erst muss die Arbeit an sich stimmen. Wenn das geregelt ist, kann man sich um den Weg kümmern.
Heute kam Post vom Jobcenter. Unsere Leistungen wurden zum 01. Januar 2019 wegen "Wegfall der Erwerbsfähigkeit" eingestellt. Mein Mann und ich haben beide den gleichen Passus in unserem Rentenbescheid (siehe Anhang).
Rentenbescheid.png
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und wieder eine Sau... eines JC.
Abwimmeln, hauptsache nicht zahlen und das auch noch kurz vor Weihnachten - vielen Dank JC.
Mach dich umgehend mit deinem Männe auf zum JC und vor allem lege sofort schriftlichen Widerspruch gegen den Bescheid ein. Bitte mit Nachweis zwecks Beweisbarkeit.
Unsere Leistungen wurden zum 01. Januar 2019 wegen "Wegfall der Erwerbsfähigkeit" eingestellt.
Das stimmt eben nicht, eure Erwerbsfähigkeit ist nicht weggefallen!, sie ist nur eingeschränkt.
Wie du ja selbst aus dem Hinweis zur EMR entnommen hast, bezieht ihr beide eine sogenannte Arbeitsmarktrente.
Nach dieser Rentenform seit ihr seitens der DRV befristete Teil-EMR (also zwischen 3-6 Std./tägl. Leistungsfähig), bekommt jedoch die volle EM-Arbeitsmarktrente weil euch die AfA nicht binnen einem Jahr eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle anbieten kann.
Diese kleine aber dennoch sehr wichtige Feststellung ist hier ausschlag gebend dafür, daß ihr eine volle EM-Arbeitsmarktrente erhaltet.
Theoretisch könntet ihr seitens der DRV einer Arbeit nachgehen, nur faktisch ist dies mangels Arbeitsangebot eben nicht möglich.
Da ihr jedoch über eine zwischen 3-6 Std./tägl. Erwerbsfähigkeit verfügt, ist das JC für euch als Leistungsträger weiterhin zuständig, punkt aus. Da gibt es auch keine großartige Diskussion, denn der § 8 SGB II regelt dies so.
Hier liegt es nun an euch, wie es dann bei eurem JC mit euch weiter geht.
Zuerst wäre da ja mal die Frage, müßt ihr mit eurer Arbeitsmarktrente tatsächlich noch aufstocken, weil ihr sonst unter dem ALG-II Satz wärt, oder liegt ihr ggf. knapp an der Grenze so das ihr ggf. mit Wohngeld weit besser fahren würdet. Das sollte ihr euch schon sehr genau überlegen.
Sollte ihr mit eueren Arbeitsmarktrenten und einem möglichem Wohngeldanspruch nämlich aus dem Zugangsbereich des JC raus kommen, hättet ihr Ruhe vor den Herrschaften und könntet eure Rente bis zum Fristablauf erst mal genießen.
Wenn das nicht geht, nun ja viele JC versuchen Arbeitsmarktrentner mit aller Gewalt in Arbeit zu vermitteln - leider -, was allerdings völliger Unsinn ist, denn die AfA hat ja bereits festgestellt das es eben keine passende Arbeitsstelle gibt. Wo also will das JC sie her nehmen.
Laßt euch da dann auf keine dummen Spielchen ein, für euch zählt nur eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle die auch den jetzt eingeschränkten gesundheitlichen Ansprüchen genügt - die es lt. AfA ja schon nicht gibt.
Das heißt für euch, kein 1,-€ Job, kein Minijob, keine Fortbildungsmaßnahme, keine Aktivierungsmaßnahme etc..
Ganz egal mit welchen Geschichten wohlmöglich ein SB kommt, merkt euch - jedes Arbeitsangebot/Arbeitsaufnahme - muß zuvor bei der DRV gemeldet und von dieser entsprechend auf Durchführbarkeit geprüft werden, denn ggf. zahlt die DRV dem Arbeitgeber eine Lohnsubvention bzw. Hilfsmittel für euch zwecks Eingliederungshilfe.
Hier auch noch als Tip, falls ein SB mit Schulungsmaßnahmen kommen sollte, ja gar bei Verweigerung mit Leistungskürzung droht, lehnt sie einfach dankend ab, denn sowas hätte die DRV von sich aus auch schon gemacht wenn es für euch etwas bringen würde, nur um die Rente zu sparen. Laßt euch damit auf keinen Fall einschüchtern.
Zuvor hier im Forum ist ein ähnlicher Fall, wie auch ein älterer vom Teilnehmer "Rechtens", der z.B. viel ärger mit seinem SB hatte/hat - kam keine Meldung mehr -.
Denkt bitte daran trotz Arbeitsmarktrente auch weiterhin in fortlaufender ärztlicher Behandlung zu bleiben, denn spätestens kurz vor Ablauf der Rente dürfte die DRV beim Arzt den aktuellen Gesundheitszustand anfragen, aber auch prüfen ob sich am Arbeitsmarkt ggf. was positiv getan hat.
Beim JC seit ihr natürlich verpflichtet zu Terminen zu erscheinen und für Vermittlungsversuche mitzuwirken, denn wie gesagt ihr seit ja zwischen 3-6 Std./tägl. Leistungsfähig und zwar leider für jede Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt - unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen -.
Man kann also auch Bewerbungsbemühungen verlangen, solange keine aktuelle AU dagegen spricht.
Ein kleiner Tip am Rande von mir dazu (weil ich es vor einigen Tagen mit meiner neuen Ärztin selbst besprochen hab und sie die Gesetzeslage noch gar nicht kannte), redet mit euren behandelnden Ärzten und informiert sie darüber, das ihr die Sonderform der vollen EMR eben die Arbeitsmarktrente erhaltet. Klärt den/die Ärztin darüber auf, daß ihr verpflichtet seit jede Arbeit seitens des JC anzunehmen, welche eben nicht gegen eure gesundheitlichen Einschränkungen spricht.
Aber auch, daß ihr trotz voller EMR weiterhin im Krankheitsfall entsprechend der AUB-Richtlinie zwingend eine AU als Nachweis fürs JC benötigt, denn das wissen nicht alle Ärzte.
Wir haben jetzt den kurzen "Dienstweg" gewählt und um einen Rückruf gebeten. Notfalls können wir dann immer noch einen Widerspruch schreiben. Unsere Telefonnummer werden wir anschließend wieder löschen lassen.
Wohngeld bekommen wir lt. Rechner nicht. Aber wir würden weiterhin Alg2 bekommen, da unsere Miete zu hoch ist. Vor längerer Zeit mussten wir mal darlegen, was gegen einen Umzug sprechen würde. Damit hatte sich dies vorerst erledigt.
Mein Mann hat noch eine Teilzeitstelle im ö.D. Diese ruht jedoch derzeit. Sein Arbeitsvermittler meinte allerdings vor längerer Zeit, dass mein Mann sich über die Krankenkasse einen Rollator besorgen soll, um damit auf Arbeitssuche zu gehen. Es gäbe genug Stellen für Menschen wie ihn. Notfalls müsse er eben seine unbefristete Stelle kündigen, selbst wenn die neue Stelle nur auf wenige Monate befristet wäre.
Dass mit der Stellengenehmigung durch den Rententräger usw. wusste ich so nicht. Zum Arzt gehen wir regelmäßig, da wir an einem Programm teilnehmen. Habe für nächste Woche einen Termin bei meiner Ärztin und werde dies alles besprechen.
also was so alles beim öffentlichen Dienst gibt/gilt, nun da kann ich leider mangels Erfahrung nichts zu sagen.
Jedoch für Arbeitnehmer gilt, laß dir keinen Unsinn von einem SB einreden.
Wir haben jetzt den kurzen "Dienstweg" gewählt und um einen Rückruf gebeten.
Merke dir - man regelt mit Behörden NIEMALS etwas auf dem telefonischen Weg
Telefonische Auskünfte nutzen diverse SB´s sehr gerne, weil sie dann allerhand unsinn erzählen können, der rechtlich niemals bestand hätte, weil solch ein Telefongespräch immer abgestritten werden kann. Es fehlt hier an einer Beweiskraft.
Wer mit Behörden kommuniziert macht dies nur per Post oder im persönlichen Gespräch mit einem Zeugen (Beistand gemäß § 13 SGB X)
Das ist eine der wichtigsten Grundregeln beim Umgang mit Behörden und erst recht mit einem JC.
Notfalls können wir dann immer noch einen Widerspruch schreiben.
Hallo, nicht Notfalls, sondern immer wenn etwas nicht paßt was nach deiner Auffassung nicht korrekt ist. Hier gilt dann der Spruch - lieber einmal mehr, als einmal zu wenig -.
Wohngeld bekommen wir lt. Rechner nicht. Aber wir würden weiterhin Alg2 bekommen, da unsere Miete zu hoch ist.
Sorry das ich es jetzt so sagen muß, aber hier paßt doch was nicht zusammen.
Das Wohnungsamt bemißt euer Wohngeld doch wie folgt:
3. dem Gesamteinkommen
Warum soll da nichts heraus kommen.
Ja, korrekt wäre es, wenn ihr bei JC erstmalig einen Antrag stellen würdet, daß euch dieses für 6 Monate auch eine höhere Miete (größere Wohnung/höhere Miete) zugestehen würde. Dieser Umstand würde jedoch bei der ersten Verlängerung entfallen.
Also versucht es doch nochmals indem ihr zum Wohnungsamt geht und die Vermieterbescheinung sowie jeweil die erste Seite der Rentenbescheides als Einkommensnachweis vorlegt.
Bitte nur die erste Seite des Rentenscheides, denn wenn manch ein SB beim Wohnungsamt erkennt das es sich um eine Arbeitsmarktrente handelt könnte er geneigt sein euch direkt ans JC abzuschieben - man will auch dort gerne Geldleistungen einsparen.
So könntet ihr ggf. aus den Fängen des JC raus kommen, denn du siehst ja jetzt schon wie dort die SB geschult sind um euch in Arbeit zu drängen.
Mein Mann hat noch eine Teilzeitstelle im ö.D. Diese ruht jedoch derzeit.
Sorry, aber auch diese Aussage irritiert mich jetzt ein wenig, denn das paßt so nicht zusammen.
Wenn dein Mann eine Teilzeitstelle inne hat, die aktuell ruht, aber gleichzeitig von der DRV eine Arbeitsmarktrente bekommt, eben weil aktuell keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle vorhanden sein soll - ja dann paßt hier doch was nicht zusammen, oder.
Entweder kann dein Mann Teilzeit arbeiten (3-6 St./tägl.) oder eben genau auf dieser Stelle nicht. Wenn er dies nicht kann, dann muß er eben notgedrungen diese Arbeitsstelle aufgeben und sich dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, der seinen gesundheitlichen Einschränkungen entspricht. Vergiß bitte nicht, für den allgemeinen Arbeitsmarkt soll es ja lt. AfA keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle aktuell geben, deshalb auch die Arbeitsmarktrente.
Sein Arbeitsvermittler meinte allerdings vor längerer Zeit, dass mein Mann sich über die Krankenkasse einen Rollator besorgen soll, um damit auf Arbeitssuche zu gehen. Es gäbe genug Stellen für Menschen wie ihn. Notfalls müsse er eben seine unbefristete Stelle kündigen, selbst wenn die neue Stelle nur auf wenige Monate befristet wäre.
Nun ja, diese Aussage wäre bedingt betrachtet leider nicht ganz falsch. (siehe vorherige Aussage von mir).
Dabei wäre aber schon noch zu berücksichtigen, ob für deinen Mann überhaupt eine Aussicht besteht, die alte Arbeit in einem angemessenen zeitlichen Rahmen wieder aufzunehmen, oder ob da überhaupt keine Chance mehr besteht, daß sich der Gesundheitszustand soweit wieder verbessert.
Sollte hier die Chance tatsächlich bestehen, daß sich der Gesundheitszustand wieder bessert, dann braucht er die Stelle keineswegs aufzugeben. Das hängt aber von der medizinischen prognose ab, die wir ja nicht kennen (z.B. Reha-Entlassungsbericht).
Das ist eben die krux als Arbeitsmarktrenter mit einem Leistungsbezug beim JC.
Notfalls müsse er eben seine unbefristete Stelle kündigen, selbst wenn die neue Stelle nur auf wenige Monate befristet wäre.
Also diese Aussage des SB halte ich für gelinde gesagt BLÖDSINN, denn das BSG hat bereits in mehreren Urteil ausdrücklich festgestellt, daß nur eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle zählt von der man seinen Lebensunterhalt auch bestreiten kann. Da dürfte ein kurzfristiger Job bei weitem nicht ausreichen. Im übrigen muß auch erst die DRV ihr O.K. dafür geben und ob die wohlmöglich alle 6 Monate ein neues Verfahren durchlaufen lassen wollen, na das bezweifle ich mal.
Im übrigen kann ich nur jeden Frührentner raten möglichst schnell einen SchwerB-Ausweis zu beantragen, denn dieser stellt für viele fiktive Arbeitgeber (beim JC meist ZAF´s) eine unüberbrückbare Hürde da.
Genauso würde ich da dann auch argumentieren und eben zur Not es auf eine Klage mal ankommen lassen.
Habe für nächste Woche einen Termin bei meiner Ärztin und werde dies alles besprechen.
Ja bespreche diese Problematik mal in Ruhe mit eurer Ärztin, denn auch die kann euch ohne weiteres den Rücken stärken. Das ganze ist ja auch abhängig von eurem derzeitgen Alter und wie lange ihr noch hab bis die Altersrente bzw. vorzeitige SchwerB-Rente mal kommt, denn zu eurem Alter hab ich nichts gelesen bzw. wohlmöglich überlesen.
Das kann nicht sein, denn Wohngeld ist eine vorrangige Leistung.
Es gibt immer mal Sachen, die man auch auf dem kurzen "Dienstweg" erledigen kann. Habe damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Wenn ich binnen einer Woche keinen neuen Bewilligungsbescheid bekomme, kann ich immer noch Widerspruch einlegen.
Bei der Ermittlung des Anspruches auf Wohngeld gibt es einen Miethöchstbetrag. Wären wir eine Person mehr bzw. hätten wir eine höhere Mietstufe, würden wir Wohngeld bekommen. So eben nicht.
Das wird daran liegen, dass mein Mann Probleme mit dem Arbeitsweg hat (Merkzeichen G in Verbindung mit drei Verkehrsmitteln (incl. DB) und langer Fußweg) und dass der Arbeitgeber ihm keine andere Tätigkeit anbieten kann/möchte.
Wir wohnen in dem Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote in ganz Deutschland. Und wer will bitte einen schwerbehinderten (GdB 60), älteren Mann mit einer u.a. inkompletten Querschnittslähmung einstellen, der zudem noch das Merkzeichen G innehat? Niemand.
nun ja, ob das mit dem Wohngeld so seine Richtigkeit hat, das kann ich ohne Daten von hier natürlich nicht sagen.
Es gibt allerdings unzählige Wohngeldrechner im Netz mit denen man Ausgagen von SB´s grob prüfen kann.
Leider ist es ja so, daß die vielen Mieterhöhungen eben nicht zeitnah ins Wohngeld bzw. KdU eingerechnet werden, denn der Staat will es sich hier ja nicht mit seiner Klientel verderben und zumindest den Kommunen ist bezgl. ALG-II mit KdU sehr an geringen Sätzen gelegen.
Für eine einzelne Person kommt da eben nur 50qm und für 2 Personen 65qm an Wohnfläche zusammen und alles was darüber liegt gilt dann als Luxus, trotz explodierender Mieten.
Ich kann dir nur empfehlen prüfe es über einen Wohngeldrechner, denn bei den KdU wird es nach 6 Monaten auch nicht mehr geben. Bei ersterem seit ihr allerdings aus dem Machtbereich des JC raus.
Nun was du bezügl. dem Arbeitsplatz deines Mannes schreibst hört sich nachvollziehbar an.
Nur warum bitte hält man ihm dann seine Stelle weiterhin frei, daß verstehe ich nicht.
Und wer will bitte einen schwerbehinderten (GdB 60), älteren Mann mit einer u.a. inkompletten Querschnittslähmung einstellen, der zudem noch das Merkzeichen G innehat?
Nun ja, rosig dürfte das wohl nicht aussehen, vor allem ja nicht für die von den JC zumeist zur Verfügung gestellten Jobs. Ich stelle mir gerade einen Lageristen oder gar Kassierer vor, der im Rollstahl oder mit Rollator daher kommt.
Andererseits bestünde doch ggf. die Möglichkeit mittels Mobilitätshilfen seitens der DRV etwas zu bewerkstelligen damit dein Mann zur Arbeit kommen kann, daran schon mal gedacht.
Saurbier, da s hatte ich schon angesprochen. Wenn es nur am Arbeitsweg scheitert, das ist lösbar, aber da scheint noch mehr zu sein.
Doch, das passt durchaus zusammen, hatte ich an anderer Stelle auch schon mal erklärt ...
Wenn dieser vorhandene Arbeitsplatz NICHT "leidensgerecht" ist und / oder eine Teilzeitmöglichkeit vom AG NICHT angeboten wird, dann gilt der erforderliche Teilzeit-Arbeitsmarkt ebenfalls als "verschlossen" ...
Entweder kann dein Mann Teilzeit arbeiten (3-6 St./tägl.) oder eben genau auf dieser Stelle nicht.
Genau auf dieser Stelle eben NICHT, das war in meinem Falle auch so, ich hatte noch einen festen Arbeitsvertrag aber diese Tätigkeit kam gesundheitlich NICHT mehr in Frage, auch NICHT in Teilzeit ... = Arbeitsmarktrente musste bewilligt werden.
Wenn er dies nicht kann, dann muß er eben notgedrungen diese Arbeitsstelle aufgeben und sich dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, der seinen gesundheitlichen Einschränkungen entspricht.
WARUM bitte sollte er das tun "müssen", damit er eine Sperre bei der AfA bekommt, wegen Aufgabe eines vorhandenen Arbeitsplatzes ???
Es gibt KEINEN entsprechenden Teilzeit-Arbeitsplatz, AUCH NICHT bei seinem AG, es ist überhaupt nicht notwendig einen ruhenden Arbeitsvertrag deswegen aufzugeben.
Die Abklärungen ob der AG da was anbieten kann (und möchte) erfolgen bereits im EM-Rentenverfahren ..., ich war noch weiter fest angestellt bis zum Bescheid über EM-Rente ohne Befristung (als Verlängerung der "Arbeitsmarktrente"), das ist keineswegs selten.
Obwohl auch mein AG wusste, dass ich dort nie wieder aktiv arbeiten werde, Teilzeit wäre KEIN Problem gewesen aber die Tätigkeit wäre NICHT zu ändern gewesen ...
In einem CallCenter wird nun mal mit Kunden telefoniert und unter Zeit- und Leistungsdruck (im Schicht-Dienst) gleichzeitig am PC gearbeitet (auch bei Teilzeit), genau DAS sollte ich aber NICHT mehr machen (müssen).
Vergiß bitte nicht, für den allgemeinen Arbeitsmarkt soll es ja lt. AfA keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle aktuell geben, deshalb auch die Arbeitsmarktrente.
Das wichtigste Kriterium ist aber, dass eine solche Teilzeitstelle (für 3 bis UNTER 6 Stunden) "leidensgerecht" zu sein hat und das ist der vorhandene Arbeitsplatz offenbar NICHT.
Am sonstigen Arbeitsmarkt gibt es auch NIX und daher folgerichtig die "Arbeitsmarktrente" trotz vorhandenem Arbeitsplatz.
Deine Annahme ist einfach falsch, dass man arbeitslos sein müsse, um die "Arbeitsmarkt-Rente" bewilligt zu bekommen, das stimmt aber nicht.
Verpflichtet diesen (ruhend) bestehenden Arbeitsvertrag zu kündigen ist man schon gar nicht, das wäre ja erst dann sinnvoll (und jederzeit auch möglich), wenn es tatsächlich ein gesundheitlich machbares (anderes) Arbeitsangebot gibt.
Ob der neue (potentielle) AG dann die (meist schon längere) Kündigungsfrist wirklich abwarten möchte, wäre schon wieder die nächste "spannende" Frage ...
Wobei, wenn der neue Arbeitsplatz wirklich passt und man diese Arbeit auch machen möchte, dann könnte man ja durchaus mal mit dem alten Arbeitgeber reden, ob de einen vorzeitig aus dem Vertrag lässt. Von einem rugenden Arbeitsverhältnis hat er ja nichts mehr.
Wobei, wenn der neue Arbeitsplatz wirklich passt und man diese Arbeit auch machen möchte, dann könnte man ja durchaus mal mit dem alten Arbeitgeber reden, ob de einen vorzeitig aus dem Vertrag lässt.
Völlig richtig aber darum ging es mir gerade nicht, sondern NUR darum die "irrige Annahme" aus der Welt zu schaffen, dass man keine "Arbeitsmarktrente" bekommt (bekommen kann) wenn es noch ein "ruhendes Arbeitsverhältnis" gibt.
Dass man (wenn es sinnvoll ist) JEDES Arbeitsverhältnis auch (im gegenseitigen Einvernehmen = Aufhebungsvertrag) ohne Kündigungsfrist beenden kann ist an sich unbestritten.
Allerdings muss auch der AG dann damit einverstanden sein, das sollte man nicht einfach "voraussetzen" ... zunächst mal ist davon auszugehen, dass der geschlossene Arbeitsvertrag bis zum Schluss zu beachten ist.
Vermutlich sind die Hürden für eine Kündigung zu hoch. Ansonsten wäre er längst gekündigt worden.
Dass mit dem Arbeitsweg ist schwer lösbar. Ein eigenes Auto ist mit einem Teilzeitjob kaum finanzier- bzw. haltbar. Zudem hat mein Mann aufgrund seiner Erkrankung Probleme beim Autofahren. Wir haben uns bereits bei zwei Integrationsämtern (da zwei Bundesländer) sowie beim Rententräger erkundigt, da es auch die Möglichkeit der Übernahme von Taxifahrten gibt. Ohne Resultat. Niemand fühlte sich zuständig bzw. wir wurden abgewimmelt (angeblich gibt es das nur für Beamte).
Ja, eben. Mein Mann hat sogar einen Antrag auf Umsetzung (oder wie das heißt) gestellt, nachdem seine Wiedereingliederung an nur drei Tagen die Woche seitens des Arbeitgebers abgelehnt wurde. Ergebnis: Es gibt keinen leidensgerechten Arbeitsplatz. Da sein Arbeitgeber Stellen öffentlich ausschreiben muss, verfolgen wir selbstverständlich die Stellenausschreibungen. Nix.
Sein Arbeitgeber nimmt ihn nur gesund und nur für fünf halbe Arbeitstage wöchentlich zurück. Mein Mann arbeitet in der Allgemeinen Verwaltung. Es wäre sicher ein Leichtes gewesen, ihn dort tageweise mit reduzierter Stundenzahl ausschließlich am Empfang bzw. in der Telefonzentrale einzusetzen.
Hör mir bloss auf mit den Integrationsämtern. Wenn die so viel Lust zum Atbeiten haben wie hier, dann wundert mich nichts mehr,
SO lange er keinen passenden Arbeitsplatz hat, macht das eh keinen Sinn, aber wenn es mal soweit kommen sollte, sagst Du mir Nescheid und dann dage ich Dir, welche Formulare von der DRV er braucht. Rechtsgrindlage ist die Kraftfahzeighilfeverordnung. Bei sowas labert man nicht rum, sondern stellt einen schriftlichen antrag und fertig. Gerade für die Beamte ist die DRV da nämlich nicht zuständig.Müsste ich mal meine Schwester Fragen, wer da der Kostenträger ist. Die fähr schon ihr ganzes Berufsleben mit dem tai zur Arbeit. Zum Autofahren sind ihre Augen zu schlecht.
Die DRV ist zuständig, wenn man 5 Jahre Beiträge eingezahlt hat. Wenn sie meint nicht zuständig zu sein, dann hat sie den Antrag weiterzuleiten und der zweite muss dann erstmal leisten, bis die Kostenträger sich einig sind. So hat das zu laufen und nicht anders.
sorry, aber ich habe das mit dem Problemen im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktrente schon länger verstanden.
Wir haben da vor langer Zeit ja mal ausgiebig drüber diskutiert.
Hier im vorliegenden Fall geht es aber um das kleine Problem das nicht die AfA sondern das weit härter vorgehende JC involviert ist.
Bei der AfA gibt es da nach meinen Erfahrungen keine Probleme, beim JC hingegen schon, denke da nur mal z.B. an den Fall von Rechtens etc..
Genau da sehe ich dann auch das Problem mit den jetzigen Äußerungen des SB das er sich dann nach einer passenden Stelle umsehen soll.
Ich glaube leider auch weniger, daß man sich da auf das bisherige Arbeitsverhältnis weiter berufen kann, denn das ALG-II läßt eben keinen Berufsschutz mehr zu, leider.
Genauso kann ich mir keinen rechtlichen Grund vorstellen, weshalb der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter den Arbeitsvertrag nicht aufkündigen können soll, wenn dieser ja seine Arbeitsleistung nicht Vertragsmäßig erbringen kann.
Ich könnte mir hier sehr gut vorstellen, daß das JC in einem echten Streifall auch vor einem SG recht bekommen würde, denn ein festhalten an dem Arbeitsvertrag, wo es dem Arbeitnehmer nicht mal möglich ist zur Arbeitsstelle zu gelangen bringt ja keiner Seite einen wirtschaftlichen Vorteil.
Ich kann mir hier auch nicht mal vorstellen, daß im vorliegenden Fall das Integrationsamt große Einwände hätte, denn ihm ist ja die Möglichkeit genommen a) an 5 Tagen halbtags zu arbeiten und b) überhaupt den Weg zur Arbeitstelle zu bewältigen.
Wenn da also wie von Kerstin_K bereits erwähnt, unter anderem keine Mobilität zustande kommt, weil keiner die Kosten übernehmen will, ja bitte was soll denn da an dem Arbeitsvertrag festgehalten werden.
Es bliebe also eh mal abzuwarten wie das JC hier jetzt auf LisaS und ihrem Mann als Arbeitsmarktrentner weiter reagieren wird.
Hoffen wir mal nicht, wie in unseren bisherigen Erfahrungen, deshalb ja auch mein Rat sich ggf. mit Wohngeld vom JC unabhängig zu machen.
Offenbar ja nicht, denn du meinst ja oben, dass es nicht sein könne mit einem "ruhenden" Arbeitsverhältnis eine "Arbeitsmarktrente" zu bekommen.
Da sehe ich kein besonderes "Extra-Problem", denn auch das JC wäre nicht "begeistert" wenn (angeblich) grundlos ein bestehendes Arbeitsverhältnis aufgegeben wird, dafür besteht also auch im SGB II überhaupt keine Notwendigkeit.
Es sei denn es gäbe tatsächlich ein geeignetes Teilzeit-Angebot und einen sicheren Arbeitsvertrag dafür, das hat doch mit irgendeinem "Berufsschutz" gar nichts zu tun.
Ein bestehender Arbeitsvertrag ist ein FAKT, den auch das JC nicht einfach "beseitigen" kann, ebenso ist (zumindest aktuell) auch FAKT, dass der Betroffene dort NICHT (in Teilzeit) arbeiten KANN und der sonstige Teilzeit-Arbeitsmarkt auch als "verschlossen" gilt.
Das JC wird sich hüten schriftlich zu verlangen, dass der LE den Arbeitsplatz selbst aufgeben soll, ehe ein anderer ("leidensgerechter") Arbeitsplatz sicher für ihn vorhanden wäre.
Wir bekamen auch noch fast 2 Jahre ALGII MIT festen Arbeitsverträgen, allerdings auch durchgehend AU geschrieben ... Niemand kam je auf den Gedanken, dass wir nun unsere Arbeitsverträge deswegen selbst kündigen müssten.
Ob es bei User @Rechtens noch ein bestehendes Arbeitsverhältnis gab ist mir nicht (mehr) erinnerlich, ich merke mir nicht alle Einzelheiten aller Fälle hier über längere Zeit.
Bei der BA gibt es dabei inzwischen genug (bisher ungeahnte) Probleme wenn man nach der Aussteuerung ALGI haben möchte weil man die bisherige Tätigkeit (im "ruhenden" Arbeitsverhältnis) NICHT mehr ausüben kann.
Man fordert seit einiger Zeit schon von den AG der Ausgesteuerten (völlig unzulässige) "Bescheinigungen" darüber ein, dass man den (immer noch) kranken Mitarbeiter weiter beschäftigen wird oder nicht, obwohl es für solche "Anfragen" überhaupt KEINE Rechtsgrundlagen gibt.
Darum beauftragt man auch den Ausgesteuerten selbst damit, unter Hinweis auf die allgemeinen "Mitwirkungspflichten" und Androhung ohne Abgabe dieser Bescheinigung kein ALGI zu bekommen (nach § 145 SGB III).
Das hat sich die AfA damals bei uns auch noch nicht gewagt, es wurde einfach akzeptiert, dass man diese (vorhandene) Arbeit nicht mehr aufnehmen kann, sonst wäre man ja nicht zur AfA gekommen nach dem Ablauf des Krankengeldes um ALGI im Rahmen der "Nahtlosigkeit" zu beziehen ...
Das interessiert inzwischen bei der AfA auch Niemanden mehr, natürlich bekommt auch kein ausgesteuerter Antragsteller schriftlich, dass er dieses Arbeitsverhältnis nun kündigen sollte aber man hätte es "schon gerne" und dann wird 12 Wochen gesperrt wegen freiwilliger Arbeitsaufgabe ...
Du bist nicht ganz auf dem "Laufenden" was die AfA und "ruhende" Arbeitsverhältnisse betrifft ... schau mal öfter in den entsprechenden Forenbereich rein ...
Die gleichen Probleme gibt es also inzwischen auch bei der AfA, nur dass man dort mit einer "Arbeitsmarktrente" überhaupt KEIN Geld mehr zu bekommen hat ... dort betrifft es die Ausgesteuerten mit vorhandenem Arbeitsplatz (oder auch ohne), denen man eine volle Leistungsfähigkeit für die Arbeitsvermittlung bescheinigt (lt. AfA-ÄD).
Weil das z.B. in DRV-Reha-Berichten so drin steht oder in Ablehnungen von EM-Rente ... die sollen sich dann auch "bewerben" als "Pförtner" usw, weil sie ja für sonst nix mehr tauglich sind (lt. AfA-ÄD).
Berufen kann man sich darauf weder im ALGI noch im ALGII, nur bei der AfA gilt auch für Ausgesteuerte mit ruhendem Arbeitsvertrag noch die Zumutbarkeit nach § 140 SGB III ... dazu "passt" dann der "Pförtner" meist schon vom Einkommen her nicht.
Hat Niemand so behauptet, es sei denn der Betroffene ist Schwerbehindert oder Gleichgestellt, dann hat ein AG durchaus Probleme den Mitarbeiter einfach zu entlassen, wenn er nicht nachweisen kann, dass es keine andere (leidensgerechte) Beschäftigung (auch in Teilzeit) geben würde.
Ansonsten steht es dem AG doch frei die Kündigung zu schreiben, warum er das trotzdem nicht tut muss aber nicht der Arbeitnehmer erforschen wollen.
Und welchen "Vorteil" hat das JC dann von so einem sinnlosen Verfahren, das ruhende Arbeitsverhältnis "stört" doch zunächst gar nicht bei der Vermittlung, wenn es denn was (leidensgerecht in Teilzeit) zu vermitteln geben würde ... ???
In diesem Falle findet sich bestimmt auch eine schnelle Lösung für das bisherige Arbeitsverhältnis ... das Problem ist doch der fehlende "geeignete" Teilzeit-Arbeitsplatz, den auch das JC gar nicht anzubieten hat.
Erreichen können muss er natürlich jeden anderen Arbeitsplatz auch, also gibt es keinen akuten Grund für eine Eigenkündigung, das ändert doch NICHTS am aktuellen Stand ...
ja bitte was soll denn da an dem Arbeitsvertrag festgehalten werden.
Wem nützt es was den Arbeitsplatz nun aufzugeben, ist es dann sinnvoller, dass er sich bewerben soll für andere Arbeit, zu der er dann auch nicht hinkommen wird ohne weitere Unterstützung ???
Richtig und noch besser wäre es wirklich wenn sie mal nachrechnen, ob sie nicht mit Wohngeld (vorerst) unabhängig vom JC werden könnten ...
Tja, genau das hab ich bereits mehrfach versucht LisaS darzulegen.
Nur Ihre antwort war ja,
Da bleibt dann wohl die Frage offen, woher LisaS nach dem Januar 2019 noch Geld bekommen wird/kann, wenn das JC seine Leistung einzustellen gedenkt.
Alleine weil beide jetzt Arbeitsmarktrentner sind, ist ja kein ausreichender Rechtsgrund.
Hier kann nur aufgrund der bisherigen Äußerungen spekuliert werden, daß die Mietkosten (KdU) halt nicht mehr vom JC getragen werden, vielleicht weil doch oberhalb des Leistungssatzes.
Das könnte uns nur die TE beantworten, wenn es mal "Butter bei de Fische" gibt und (ungefähre) Beträge der beiden EM-Renten zusammen + Wohnkosten = SGB II-Bedarf bleibt offen oder eben nicht ???
Na-Ja, das kommt eben auf die Gesamteinnahmen an, ob da noch "Bedarf aus dem SGB II" übrig bleibt, nur wegen der (von ihr beschriebenen) unangemessenen Miete wird das JC auch nicht weiterhin zahlen müssen.
Das war (vermutlich) nur so lange nötig wie es sonst überhaupt KEIN anderes Einkommen für den Lebensunterhalt gegeben hat.
Letztlich gilt der reguläre Bedarf (gemäß SGB II) wie für alle anderen auch, das ist 2 X Regelsatz + "angemessene KdU".
Als Ausnahme wird für begrenzte Zeit auch eine höhere Miete übernommen aber letztlich muss man sich (meist) bald eine andere Wohnung suchen ODER die Mehrkosten irgendwann aus dem Regelsatz bestreiten.
Das gleiche gilt auch für Wohngeld es gibt natürlich auch dort Grenzen der Miethöhe, je nach Wohnort und Personen-Zahl die in der Wohnung gemeldet ist.
Bei der Ermittlung des Anspruches auf Wohngeld gibt es einen Miethöchstbetrag.
Das habe ich auch schon erleben müssen, das war sogar eine Sozial-Wohnung, trotzdem schon über der (eigentlichen) Wohngeld-Grenze.
Ich bekam aber das was bis dahin zugestanden hat (also bis zu dieser Höchstgrenze) trotzdem als Wohngeld, war immer noch besser als gar nichts ...
Wirklich sicher weiß man das nur wenn man den Antrag auf Wohngeld gestellt hat, dann muss man auch einen Bescheid dazu bekommen.
Wären wir eine Person mehr bzw. hätten wir eine höhere Mietstufe, würden wir Wohngeld bekommen. So eben nicht.
Das glaube ich nicht wirklich, eine weitere Person (außer Kinder) hat dann (in der Regel) auch Einkommen und das wird natürlich dann zusätzlich mit eingerechnet beim Wohngeld-Anspruch.
Mit meiner Tochter (sie hatte noch kein eigenes Einkommen) zusammen habe ich damals Wohngeld bekommen, als mein Männe dann eingezogen ist (nach ihrem Auszug wegen Studium in HH) bekamen wir KEIN Wohngeld mehr, wir hatten ja beide Erwerbseinkommen.
Für mich alleine hätte man diese Wohnung (54 m² / 2 Zimmer / Küche / Bad) wohl auch schon als "zu groß" angesehen ... Hartz 4 gab es noch nicht und der WBS (Wohnberechtigungs-Schein für eine Sozial-Wohnung) war für 2 Personen ausgestellt.
Das wurde ja im Prinzip weiter oben schon bestätigt, dass die Wohnung eigentlich schon "zu teuer" ist beim JC, wenn die EM-Renten für den Lebensunterhalt (Regelsatz X 2) ausreichen, dann wird das JC keine Veranlassung sehen nur was für die Miete beizusteuern (die man ohnehin nicht für "angemessen" hält).
Auch wenn das jetzt bestimmt sehr "böse" klingt, müssen andere Betroffene sich auch eine günstigere Wohnung suchen, wenn die Kosten der Aktuellen einfach auf lange Sicht nicht mehr bezahlbar sind.
Mieten und Wohnkosten werden ja (leider) eher weiter ansteigen und nicht sinken, so lange "Wohnen eine Ware" ist ...
Wenn beide voraussichtlich nicht mehr viel arbeiten können, um irgendwann wieder ein deutlich besseres Einkommen zu haben, dann bleibt es wohl nicht aus, darüber mal ernsthaft nachzudenken.
Mir viele da als einziger Ausweg nur noch ein, daß sich LisaS sofern es gesundheitlich überhaupt möglich wäre, einen adäquaten Minijob zulegen würde.
Bei ihrem Lebenspartner würde ich dies mal eher ausschließen, denn mit Rollstuhl dürfte dies wohl eher sehr schwierig sein.
Mit einem Minijob - wenn es denn überhaupt ginge - wären sie zumindest aus dem Zugriff des JC entgültig raus und bräuchten sich keine großartigen Sorgen von wegen Vermittlung in irgendwas mehr zu machen.
Dann könten sie abwarten, wie die DRV bei der nächsten anstehenden Rentenverlängerung entscheidet und hätten auf diese Weise für einen längeren Zeitraum endlich die erforderliche Ruhe um zu genesen.
Auch mit Rollstuhl kann man am passenden Arbeitsplatz arbeiten. Die Auswahl ist halt etwas eingeschränkt, aber ein Ausschlusskriterium ist das nicht.
Theoretisch habe ich daran auch schon gedacht aber meine eigene Erfahrung (und gesundheitliche Lage) hat mich davor "gewarnt", wir könnten ein wenig Geld nebenbei auch gut gebrauchen ... ABER ...
Was hier vor Ort so angeboten wird (als MiniJob meist in Geschäften) käme schon nicht in Frage, ich werde schon fast "irre" wenn ich das Gepiepe der Scanner an den Kassen beim eigenen Einkauf ertragen muss ...
So viel Geld könnte mir Keiner zahlen, dass ich das länger als (privat) nötig aushalten möchte und Waren-Regale einräumen / ausräumen stelle ich mir auch nicht so "leicht" vor auf die Dauer.
Für Männe wäre das auch NIX, der kommt ja schon kaum noch wieder hoch wenn er mal die sauberen Teller unten in den Küchenschrank einräumen will ...
Letztens hatte ich was gelesen, wo es um Fahrkarten-Verkauf für die Schiffstouren hier vor Ort ging, habe mich dann aber doch schnell wieder "gebremst", denn diese Mitarbeiter laufen stundenlang (bei JEDEM Wetter) draußen rum, um die Leute anzusprechen, ob sie nicht mitfahren möchten ...
Kommt drauf an aber es liest sich nicht unbedingt danach, dass beide "wild" auf einen Mini-Job wären und eine "endgültige" Lösung wird das wohl auch nicht werden können.
Liest sich zunächst ganz nett aber das funktioniert ja auch nur so lange wie die "Restgesundheit" da noch mitmacht, sofern man überhaupt was Geeignetes / Machbares findet.
Stundenweise zu Hause am PC (bei freier Zeit-Einteilung was gegen Bezahlung schreiben ) wäre ich auch noch für so Manches bereit, aber da habe ich den "Traumjob" für mich auch noch nicht entdeckt.
Na-Ja, gerade bei einer EM-Rente mit Befristung (die auf Teil-EM beruht) wäre ich sehr vorsichtig mit der Aufnahme einer Tätigkeit wenn ich noch auf die (relativ problemlose) Verlängerung hoffen will oder gar auf eine reguläre EM-Vollrente ...
Man sollte sich nicht auf die (oft ungenauen) Wohngeld-Rechner im Netz verlassen, sondern den Antrag bei der zuständigen Wohngeldstelle einreichen, NUR dann wird man es genau wissen, ob man Wohngeld bekommen kann (und wie viel es sein könnte) oder nicht...
Die (vielleicht) möglichen Sonderfälle (bei den Berechnungen von Wohngeld) werden sicher nicht immer online korrekt beachtet ...
nun ja, ob man einem Minijob nachgehen will oder nicht, daß muß jeder Betroffene doch für sich selbst entscheiden. Unsereins kennt da z.B. die gesundheitlichen Beeinträchtigungen genauso wenig wie ein mögliches Arbeitsangebot.
Hier in meiner Gegend gibt es diesbezügl. zum Glück unzählige offene Stellenangebote, wo man dann eine Auswahl treffen könnte.
Mein Hinweis war ja auch nur als Überlegung ggf. in Erwägung zu ziehen, um so aus dem unsäglichen Zugriffsbereich des JC zu kommen.
Wir beide wissen doch inzwischen das bei den JC SB´s mal in die eine aber durchaus auch in die andere Richtung abschweifen können, eben ganz wie die Teamleitung es vorgibt.
Und ja, es ist immer am besten einen Wohngeld-Antrag zu stellen, um dann Gewissheit zu haben, aber auch das hängt ja leider wieder vom zuständigen SB ab.
Ob es bei einem Arbeitsmarktrentner tatsächlich von Nachteil ist wenn dieser einen Minijob annimmt, nun ich persönlich hab da meine Zweifel, vor allem wenn der Minijob nach dem Kriterium gesundheitliche Einschränkung und eben unterhalb der 15wochenstunden (AfA untersteVermittlungsanforderung) gewählt wurde/wird.
Solange man von den behandelnden Ärzten keine gesundheitliche Verbesserung attestiert bekommt und die AfA eben keine passende Teilzeitarbeitsstelle anbieten kann, blieben für die DRV die Voraussetzungen zu einer Arbeitsmaktrente ja gegeben. Mal ganz abgesehen davon, daß man ja mit jeder möglichen Verlängerung auch altersmäßig auf einen schwierigeren Arbeitsmarkt stößt.
In meinem Fall zumindest als ü60 dürfte es da wohl keine positive Aussichten für eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit mehr geben, außer es geschähe tatsächlich ein Wunder.
Naja,es könnte ja mal sein,das man bei 15 Stunden auch mal eine Überstunden machen muss(wir wissen ja wie manche Betriebe Leute unter Druck setzen,und die meisten lassen es sich gefallen)und wenn da die DRV Wind davon bekommt,sagen sie eventuell man könnte auch mehr Stunden probieren,dann schicken wir Ihn mal zu unserem Gutachter.
Das ist nur meine Meinung,will keinem Angst machen,aber ich traue der DRV mittlerweile alles zu.
Also das sehe ich bei einer Arbeitsmarktrente eigentlich als unkritisch an. Bei einem Arbeitsmarktrentner sit es medizinisch ja so, dass die DRV meint, er könne noch 3-6 Stunden arbeiten und er bekommt de rente nur, weil es eben solche leidensgerechten Teilzeitarbeitsplätze derzeit nicht gibt. Nun hat er eben doch einen gefunden, nur keider nicht sozialversicherungspflichtig. Aber das kann ja nicht das Prpbelem sein, so lange die Arbeit leidensgerecht ist.
Da kann ich mich Kerstin_K nur anschließen.
Die Arbeitsmarktrente basiert ja auf einer Teil-EMR für welche man noch mindestens zwischen 3-6 Std./tägl. Erwerbsfähig sein soll.
Da jedoch aktuell eben kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist, bekommt man eben die Arbeitsmarktrente befristet zugebilligt.
Als Minijobber sind heutzutage eh aktuell nur noch 450,-€ : 8,84€/Stundenlohn demzufolge 50,9 Std. im Monat erlaubt.
Überstunden hin oder her, mehr darf mal rechtlich als Minijobber eben nachweislich auf einem Lohnzettel nicht arbeiten.
Und mal am Rande erwähnt, wer als Minijobber Überstunden macht, nun ja ich verkneife mir mal eine Aussage dazu.
Mein jetziger Chef kommt auch immer wieder aufs neue - schneller, mehr, schneller -, nur da ist er bei mir leider an der falschen Stelle, denn das gibt die Bezahlung eben nicht her. Wenn der Akkord und mehr will, ja dann muß er eine Vollzeitkraft mit entsprechender Bezahlung einstellen, nur für seine Lohnvorstellung findet er eben keinen. Der letzte welcher sich vorstellte, wollte sogar ganz dreist den Lohn schwarz ausgezahlt bekommen, damit er nebenbei sein Hartz IV nicht gefährdet.
Und noch was für deori1, die hier erwähnten 15 Wochenstunden stellen die magische Grenze der AfA da, denn ab 15 Wochenstunden gilt man dort bereits in reguläre Arbeit vermittelt. Nur da wissen leider die wenigsten.
15 Wochenstunden mal den Monatsfaktor von 4,33 ergeben dann 64,95 Stunden im Monat und damit ist man dann dank Mindestlohn bereits weit jennseits eines Minijobs.
Man muß halt immer auf gewisse Fallstricke bei den unterschiedlichen Sozialträgern achten, will man sich nicht plötzlich ein eigenes Bein stellen.
Im übrigen sehe ich einen Minijob bei einem EMR aus rein gesundheitlichen Gründen mit viel mehr Skepsis, denn da könnte die DRV tatsächlich mit einem gewissen Argwohn kommen, eben weil hier ja eine grundsätzliche gesundheitliche Einschränkung für jede Erwerbstätigkeit und damit oberhalb von 3 Std./tägl. vorliegt.
Minijob muss ja nicht zwingend heissen,dass man nr Mindestlohn verdient und die erlaubten Stunden voll ausreizt.
Meine Haushaltshilfe kommt lait Arbeitsvertrag 1x in der Woche für 2 Stunden. Sie bekommt 10,50/Stunde, ab Februar 11 EUR, das weiss sie aber noch nicht.
Wenn mal mehr anliegt, macht sie halt auch mal länger, manchmal nur 15 Minuten, wenn mal Gardnen oder Fenster anstehen oder was anderes zeitaufwendiges, sprechen wir das ab, wann das in ihren Zeitplan passt. Natürlich bekommt sie jeder Minute bezahlt. Ich runde immr auf Viertelstunden auf, sonst rechnet man sich ja nen Wolf.
Das geht sogar soweit, dass sie wenn ihr gewöhnlicher Einsatztag der Dienstag mal auf einen Feiertag fällt, ich ihr schon vorgeschlagen habe, in der Woche an einem anderen Tag zu kommen. Das zahle ich ihr dann zusätzlich. Und sie nimmt das gerne an, weil die das Geld brauchen kann und bei mir ist die Bude sauber. Allerdings wohnen wir auch nur ca. 100 m oder so auseinander, sie hat also keine Wegezeiten.
Also Überstunden und Minijob schliessen sich nicht aus.
nimms mir nicht übel, aber sowas betrachte ich weniger als Minijob, eher als Haushaltshilfe.
Das bei solchen Jobs mit 2 Std./Woche wohlmöglich hier und da mal etwas mehr Zeit möglich sein kann, o.k..
Aber Minijob im Gewerbe sieht da schon etwas anders aus. Mit diesen Leuten hat man Vollzeitarbeitsplätze zu Hauf vernichtet. Da arbeiten heute 3 ohne Rentenansprüche etc. anstelle von früher einer Person mit gutem Gehalt/Einkommen) und entsprechenden Sozialabgaben.
So wird wohl eher ein Schuh daraus.
Genau bei dem Personenkreis kann wie ich schon ausführte es unter regulären Umständen keine Überstunden geben, außer halt man läßt sich diese abpressen.
Das, was ich mit meiner Haushaltshilfe praktiziere ist das, wozu der Minijob eigentlich mal gedacht war.
Das, was Du beschreinst ist das, was verboten gehört, da das leider ein Auswuchs unserer verkorksten Arbeitsmarktpolitik ist.
Nun ja, das hat nach meiner persönlichen Auffassung weniger mit der verkorksten Arbeitsmarktpolitik zu tun, als viel mehr mit den im Bundestag verkehrenden Lobbyisten.
Die Schwarzen haben sich doch damals über Schröders Hartz IV gefreut - übernahm doch ein anderer den schwarzen Peter und gab die Arbeitnehmer wieder zur Ausbeutung frei.
Man muß doch nur mal zwischen den Zeilen bei z.B. J. Spahn oder Merz lesen, wie diese zur Ausbeutung unter Hartz IV stehen.
Hierzulande glauben leider immer noch viel zu viele, daß ihnen ein solcher Abstieg niemals passieren kann und ein Großteil wird sich wundern, wenn die Arbeit 4.0 hier einzieht.
Warte mal ab, wenn die Autoindustrie in wenigen jahren komplett auf E-Mobilität umgestellt hat, wieviel Werkstätten dann dicht machen, ja wieviel in den Autowerken ihre Jobs verlieren.
So wie sich unsere Volksvertreter in über 30 jahren um die Schulbildung gekümmert haben, so kümmern sie sich seit ewigen Zeiten um den Kohleausstieg, da wird lieber jahrelang in Kaffeekränzchen debatiert und auf Lobbyveranstaltungen um eigene Profite gefeilscht, als sich darüber gedanken gemacht wie man die ältere Generation fit für die neue Arbeitswelt machen kann.
Wir erleben es doch aktuell, daß zwar bis 67 gearbeitet werden soll, aber einem über 40 bereits keine Umschulung mehr zugebilligt wird und wenn dann doch ist es aus Kostengründen eine auf 2 Jahre verkürzte.
Die vielen Minijobber, nun die nimmt man in Berlin doch gar nicht wahr, wozu auch. Das diese zumeist von ihren Arbeitgeber dreist ausgenommen werden (Lohn unterhalb dem gesetzlichen Mindestlohn, Lohnzahlungen ganz nach Laune des Chefs, Urlaub ist meist nur Wunschdenken und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ebenfalls). Für all sowas gibt es zwar den Zoll, nur der ist seitens der Politik ja wohl nicht umsonst unterbesetzt, oder.
Den Deutschen fehlt halt der Mut es wie die Gelbwesten in Frankreich zu machen.

References: § 89
 § 8
 § 48
 § 8
 § 13
 § 145
 § 140