Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202000,%201788
Timestamp: 2019-10-18 00:18:30+00:00

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BGH, 22.02.2000 - VI ZR 100/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,831
BGH, 22.02.2000 - VI ZR 100/99 (https://dejure.org/2000,831)
BGH, Entscheidung vom 22.02.2000 - VI ZR 100/99 (https://dejure.org/2000,831)
BGH, Entscheidung vom 22. Februar 2000 - VI ZR 100/99 (https://dejure.org/2000,831)
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§ 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, grds. Aufklärungspflicht über Möglichkeit einer Vermeidbarkeit der Operation und konservativer Behandlung bei bloß relativer Indikation;
§ 402 ZPO, Berücksichtigung von vorgelegter Fachliteratur, die dem Sachverständigengutachten ...
Vermeidung einer Operation - Konservative Behandlung - Aufklärung des Patienten
NJW 2000, 1788
MDR 2000, 700
VersR 2000, 766
Einer der dabei in Betracht kommenden Fälle ist der, dass als Alternative zu einer sofortigen Operation die Fortsetzung einer konservativen Behandlung medizinisch zur Wahl steht (Senatsurteile vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87, VersR 1988, 190, 191 und vom 22. Februar 2000 - VI ZR 100/99, VersR 2000, 766, 767).
Mit dieser Erklärung wurde ihr nicht deutlich gemacht, dass die Fortsetzung der Therapie eine echte Behandlungsalternative gewesen wäre, über die hätte aufgeklärt werden müssen (BGH NJW 2000, 1788, 1789).
Ergänzend wird auf eine Entscheidung des BGH (NJW 2000, 1788) verwiesen, wonach es schon für das Jahr 1990 Hinweise in Gutachten und Literatur auf eine konservative Therapie als echte Alternative zur Bandscheibenoparation (Teilhemilaminektomie bei Bandscheibenprolaps L 5/S 1) gegeben hat.
aa) Das Landgericht geht im Ansatz zutreffend von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus, dass der Patient über Alternativen der vom Arzt vorgesehenen Behandlung aufzuklären ist, wenn es mehrere medizinisch indizierte und übliche Behandlungsmethoden mit unterschiedlichen Risiken und Erfolgschancen gibt, sodass der Patient eine echte Wahlmöglichkeit hat (BGH NJW 2000, 1788, 1789 = VersR 2000, 766, 767).
Dann nämlich bestehen im Sinn der vom Landgericht zitierten Entscheidung des BGH in NJW 2000, 1788 mehrere medizinisch indizierte und übliche Behandlungsmethoden und eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten.
Behandlungsalternativen liegen vor, wenn es mehrere medizinisch indizierte und übliche Behandlungsmethoden gibt, die unterschiedliche Risiken oder Erfolgschancen haben (BGH NJW 1992, 2354; NJW 1997, 1637; NJW 1998, 1784; NJW 2000, 1788; OLG Köln VersR 1999, 1484).
Ist ein Eingriff nur relativ und nicht absolut indiziert, muss der Arzt den Patienten auch hierüber aufklären (vgl. BGH VersR 2000, 766).
Es gilt der Grundsatz: Die Aufklärung muss umso intensiver (genauer) sein, desto weniger der Eingriff indiziert ist (vgl. BGH NJW 1991, 2349; BGH VersR 2000, 766; st. Rspr. des 4. ZS des THOLG).
Über derartige Behandlungsalternativen ist grundsätzlich aufzuklären (vgl. etwa BGH NJW 2000, 1788; OLG Köln VersR 1999, 1484).
OLG Hamm, 01.12.2003 - 3 U 128/03
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OLG Köln, 09.04.2003 - 5 U 218/02
OLG Hamm, 26.09.2001 - 3 U 5/01
Durchführung einer Wirbelsäulenoperation von links bei einer einseitigen …
LG Berlin, 18.04.2012 - 36 O 179/09

References: § 823

§ 402
 BGH 
 BGH 
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