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Timestamp: 2016-10-26 09:30:50+00:00

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2C_554/2010 (21.09.2011)
2C_554/2010 � � Urteil vom 21. September 2011
X.________ f�hrt an verschiedenen Standorten in der Schweiz unter seinem K�nstlernamen "Y.________" Coiffeurgesch�fte teilweise als Einzelfirma, teilweise als Gesellschafter von einfachen Gesellschaften oder Kollektivgesellschaften sowie teilweise als Gesch�ftsf�hrer von juristischen Personen. Die Einzelfirma X.________ mit Sitz in A.________ ist seit dem 1. Januar 1995 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung (ESTV) unter der Nr. xxx eingetragen.
Zwischen dem 16. und 30. April 2003 f�hrte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung in verschiedenen, von X.________ (mit-) betriebenen Unternehmen eine Kontrolle durch, wobei diverse Umsatzdifferenzen, nicht korrekt verbuchte Aufwandminderungen sowie Vorsteuerdifferenzen festgestellt wurden. Zudem wurden die Ums�tze verschiedener "Untermieter", die in den Ladenlokalen von X.________ weitere Leistungen im Bereich der Sch�nheitspflege anbieten (Kosmetik, Naildesign, Massage, Dentalkosmetik, etc), gesch�tzt und diesem aufgerechnet, da die Untermieter nicht als selbst�ndige Leistungserbringer im mehrwertsteuerlichen Sinn in Erscheinung traten. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung machte die Nachbelastungen gegen�ber der Einzelfirma X.________ mittels mehrerer Erg�nzungsabrechnungen geltend.
�Am 6. Juni 2003 bestritt X.________ die Erg�nzungsabrechnungen (EA) vom 23. April 2003, mit denen die Ums�tze seiner "Untermieter" aufgerechnet worden waren. Es handelte sich dabei um folgende Nachbelastungen:
Arte Y.________,�A.________:
EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2000 (Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 2000), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 78'548.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001;
�EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002 (Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2002), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 47'728.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001;
Coiffure Y.________, A.________:
EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2000 (Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 2000), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 28'118.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. M�rz 2000;
�EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002 (Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2002), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 31'106.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 15. April 2002;
Beauty V.________Y.________, A.________:
�EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002 (Zeit vom 1. Oktober 2001 bis zum 31. Dezember 2002), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 102'434.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 24. September 2002;
Coiffure Y.________, B.________:
�EA betreffend die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 3. Quartal 2000 (Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 30. September 2000), Mehrwertsteuer in H�he von Fr. 19'840.-- zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 31. Oktober 1999 (mittlerer Verfall).
Am 11. September 2003 fand eine Besprechung zwischen X.________ (in Begleitung seines Rechtsvertreters und seiner Treuh�nderin) und Vertretern der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung statt. Mit Schreiben vom 12. September 2003 ersuchte X.________ um Erlass eines einsprachef�higen Entscheids. Mit f�rmlichen Entscheiden vom 6. Juni 2005 betreffend einerseits die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2000 sowie andererseits die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002 forderte die Eidgen�ssischen Steuerverwaltung in Best�tigung der erw�hnten Erg�nzungsabrechnungen insgesamt Fr. 126'506.-- bzw. Fr. 181'268 (jeweils zuz�glich Verzugszins) nach.
Gegen diese beiden Entscheide vom 6. Juni 2005 erhob X.________ Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 12. Februar 2008 wurden die beiden Verfahren vereinigt und in teilweiser Gutheissung wurde erkannt, dass der Steuerpflichtige (mehrheitlich als solidarisch haftender Gesellschafter und nur im zuletzt genannten Fall als Einzelfirmeninhaber) der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung folgende Steuerbetr�ge schulde und zu bezahlen habe:
- Einfache Gesellschaft "Arte Y.________, X.________ & Z.________" (seit dem 1. Januar 2003: Kollektivgesellschaft "Arte Y.________" X.________ & Z.________), A.________, f�r die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2000: Fr. 76'842.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001 (Reduktion von Fr. 1'706.-- gem�ss Gutschriftsanzeige vom 12. Februar 2008), und f�r die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002: Fr. 46'968.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001 (Reduktion von Fr. 760.-- gem�ss Gutschriftsanzeige vom 12. Februar 2008);
�- Einfache Gesellschaft "Coiffure Y.________, X.________ & W.________", A.________, f�r die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2000: Fr. 26'899.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001 (Reduktion von Fr. 1'219.-- gem�ss Gutschriftsanzeige vom 12. Februar 2008), und f�r die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002: Fr. 19'531.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 30. April 2001 (Reduktion von Fr. 11'575.-- gem�ss Gutschriftsanzeige vom 12. Februar 2008);
�- Einfache Gesellschaft "Beauty V.________�Y.________, X.________ & W.________", A.________, f�r die Steuerperioden 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2002: Fr. 63'597.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 24. September 2002 (Reduktion von Fr. 38'837.-- gem�ss Gutschriftsanzeige vom 12. Februar 2008);
�- Einzelfirma "Coiffure Y.________", B.________, f�r die Steuerperioden 1. Quartal 1998 bis 3. Quartal 2000: Fr. 21'280.-- Mehrwertsteuer zuz�glich Verzugszins von 5 % ab 31. Oktober 1999 (mittlerer Verfall) (Zuschlag von Fr. 1'440.-- gem�ss Erg�nzungsabrechnung vom 12. Februar 2008).
Dagegen beschwerte sich X.________ am 14. M�rz 2008 beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, den Einspracheentscheid, vorbeh�ltlich des anerkannten Betrags ("Stuhlmiete" einer Coiffeuse) von Fr. 12'147.05 f�r "Arte Y.________", ersatzlos aufzuheben. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragte in teilweiser Gutheissung die Nachbelastungen auf insgesamt Fr. 197'245.-- Mehrwertsteuer nebst Verzugszins festzusetzen.
�Mit Urteil vom 19. Mai 2010 reduzierte das Bundesverwaltungsgericht (gem�ss Antrag der ESTV) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die geschuldete Mehrwertsteuer auf Fr. 197'295.-- (zuz�glich Verzugszinsen), im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 25. Juni 2010 beantragt X.________, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Mai 2010 ersatzlos aufzuheben und festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer keine Mehrwertsteuer schuldet, eventualiter den Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Erg�nzung und Verbesserung der Untersuchung an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen.
�Das Bundesverwaltungsgericht hat auf Vernehmlassung verzichtet. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliesst auf Abweisung der Beschwerde. X.________ wurde auf Gesuch hin Akteneinsicht und Gelegenheit zur Stellungnahme gew�hrt, wovon er mit Eingabe vom 19. November 2010 Gebrauch machte.
1.1.�Angefochten ist ein Endentscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, die unter keinen Ausschlussgrund gem�ss Art. 83 BGG f�llt und daher mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden kann (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG). Als Steuerpflichtiger ist der Beschwerdef�hrer zur Ergreifung dieses Rechtsmittels legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden (Art. 95 lit. a BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 bzw. Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
1.3.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.4.�Am 1. Januar 2010 sind das Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 2009 (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20) sowie die dazugeh�rige Verordnung vom 27. November 2009 (MWSTV; SR 641.201) in Kraft getreten. Die materielle Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts richtet sich jedoch f�r den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2002 gem�ss Art. 112 Abs. 1 MWSTG noch nach dem Bundesgesetz vom 2. September 1999 �ber die Mehrwertsteuer (aMWSTG; AS 2000 1300) bzw. f�r den Zeitraum vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2000 gem�ss Art. 93 und 94 aMWSTG nach der (alten) Verordnung vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer (aMWSTV; AS 1994 1464).
Die in Art. 5 aMWSTG genannten Ums�tze, d.h. die im Inland entgeltlich erbrachten Lieferungen von Gegenst�nden und die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland, sowie der Eigenverbrauch, unterliegen der Mehrwertsteuer (objektive Steuerpflicht), sofern sie von einem Steuerpflichtigen get�tigt werden (subjektive Steuerpflicht) und nicht ausdr�cklich von der Steuer ausgenommen (oder befreit) sind. Als Dienstleistung gilt dabei jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegenstandes ist (Art. 7 aMWSTG). Das Gesagte gilt in gleicher Weise nach den Bestimmungen der fr�heren Mehrwertsteuerverordnung (Art. 4 und 6 aMWSTV).
2.2.�Die Details der subjektiven Steuerpflicht ergeben sich aus Art. 21 aMWSTG bzw. Art. 17 aMWSTV. Diese Bestimmungen gehen davon aus, dass steuerpflichtig ist, "wer eine mit der Erzielung von Einnahmen verbundene gewerbliche oder berufliche T�tigkeit selbst�ndig aus�bt, auch wenn die Gewinnabsicht fehlt, sofern seine Lieferungen, seine Dienstleistungen und sein Eigenverbrauch im Inland j�hrlich gesamthaft 75'000 Franken �bersteigen". Die subjektive Steuerpflicht ist dann gegeben, wenn eine gewerbliche oder berufliche T�tigkeit vorliegt, welche selbst�ndig ausge�bt wird, mit der Einnahmen erzielt werden und die auf eine gewisse Dauer ausgerichtet ist (vgl. dazu den Bericht der Kommission f�r Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vom 28. August 1996 zur parlamentarischen Initiative Dettling betreffend das Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer, in: BBl 1996 V 713, S. 757 f., zu Art. 20 des Entwurfs; Urteil des Bundesgerichts 2C_518/2007 vom 11. M�rz 2008 E. 2.2 mit Hinweisen sowie JEAN-MARC RIVIER/ANNIE ROCHAT PAUCHARD, Droit fiscal Suisse, La Taxe sur la Valeur Ajout�e, Freiburg 2000, S. 99 f.). Als Indizien, welche f�r eine selbst�ndige T�tigkeit sprechen, werden in der Praxis insbesondere genannt: Das Tragen des unternehmerischen Risikos (Gewinn und Verlust), das Handeln und Auftreten in eigenem Namen gegen�ber Dritten, die Wahlfreiheit, eine Aufgabe anzunehmen oder nicht und diese selbst�ndig organisieren zu k�nnen (vgl. Urteile 2C_518/2007 vom 11. M�rz 2008 E. 2.2, 2P.47/2006 vom 6. Juli 2006 E. 3.2 und 2P.304/2003 vom 14. November 2003 E. 3.3; je mit Hinweisen). Daneben werden in der Lehre weitere Kriterien angef�hrt, wie die Besch�ftigung von Personal, die Vornahme erheblicher Investitionen, eigene Gesch�ftsr�umlichkeiten, verschiedene und wechselnde Auftraggeber sowie die betriebswirtschaftliche und arbeitsorganisatorische Unabh�ngigkeit (vgl. dazu ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern 2003, S. 346 f. Rz. 1009-1013). Ob eine T�tigkeit als selbst�ndig oder unselbst�ndig anzusehen ist, bestimmt sich aufgrund einer umfassenden W�rdigung s�mtlicher einschl�giger Faktoren (vgl. Urteil 2C_518/2007 vom 11. M�rz 2008 E. 2.2 mit Hinweis). Aus dem deutschen Recht l�sst sich dagegen bei dieser Rechtslage - entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers - nichts Abweichendes zu dessen Gunsten ableiten.
Streitig ist haupts�chlich, ob die Ums�tze aus den Dienstleistungen, welche die "Untermieter" in den Gesch�ftslokalen des Beschwerdef�hrers erzielten, mehrwertsteuerlich dem Beschwerdef�hrer als Betreiber zuzuordnen sind. Der Beschwerdef�hrer stellt dies in Abrede mit der Begr�ndung, die "Untermieter" seien einer selbst�ndigen T�tigkeit nachgegangen. Er macht zudem geltend, f�r die vorgenommene Besteuerung fehle es an einer gen�genden gesetzlichen Grundlage.
Nicht bestritten ist der vorinstanzliche Entscheid dagegen insoweit, als der Beschwerdef�hrer als Gesellschafter verschiedener einfacher Gesellschaften einzeln belangt wird (vgl. dazu E. 2.2 des angefochtenen Urteils).
3.1.�Ein f�r die Beurteilung der Selbst�ndigkeit wesentliches Indiz ist - wie oben (E. 2.2) dargelegt - ob das Handeln und der Auftritt nach Aussen in eigenem Namen oder unter einer gemeinsamen Firma erfolgt.
Vorliegend steht aufgrund umfassender - nicht bestrittener - Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz Folgendes fest: Die Gesch�ftsfl�che bzw. -r�ume der "Untermieter" befinden sich in den Gesch�ftsr�umlichkeiten des Beschwerdef�hrers. Der Zugang zu den Dienstleistungen der "Untermieter" erfolgt ausschliesslich durch das Gesch�ftslokal des Beschwerdef�hrers. Es besteht eine unternehmerische bzw. partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Dienstleistern. Der Beschwerdef�hrer bestimmt f�r die Dienstanbieter betriebs- und arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen. Die Werbung erfolgt unter dem Namen des Beschwerdef�hrers f�r ein Gesamtpaket an Dienstleistungen im Sch�nheits- und Wellnessbereich.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers ergibt sich aus den Sachverhaltsfeststellungen, dass seine "Untermieter" gerade nicht v�llig unabh�ngig handeln k�nnen. Sie haben dem Konzept der Y.________-Gesch�fte entsprechend nach aussen als Einheit aufzutreten (z.B. Werbung, Plakate), wobei als Leistungserbringer lediglich der Beschwerdef�hrer in Erscheinung tritt, und sich an diverse Weisungen des Beschwerdef�hrers beispielsweise betreffend Erscheinungsbild, Rauchverbot, Farbe der Innenw�nde, einheitliche Frottiert�cher und Badem�ntel zu halten.
Das Bundesverwaltungsgericht hat nicht �bersehen, dass gewisse Anhaltspunkte (vereinzelte Anschriften der "Untermieter" beim Eingang, eigenes unternehmerisches Risiko der " Untermieter", teilweise vorhandene eigene Telefonanschl�sse usw.) bestehen, die rein zivilrechtlich f�r die Selbst�ndigkeit sprechen, aber es hat diese zu Recht als nicht so bedeutend erachtet, dass die obgenannnten Indizien in den Hintergrund treten w�rden.
3.2.�Der Schluss der Vorinstanz, die in den Gesch�ftsbetrieben des Beschwerdef�hrers angebotenen Dienstleistungen der "Untermieter" seien aufgrund des �usseren Erscheinungsbildes und der (gesch�fts-) internen Organisation als abh�ngige, unselbst�ndige T�tigkeiten zu qualifizieren, ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden. Folgerichtig ergibt sich daraus, dass der damit erzielte Umsatz dem jeweiligen Gesch�ftsbetrieb des Beschwerdef�hrers, bzw. an welchem der Beschwerdef�hrer beteiligt ist, aufzurechnen ist.
Diese Zurechnung des Umsatzes der wirtschaftlich als unselbst�ndig t�tigen "Untermieter" basiert direkt auf Art. 21 aMWSTG bzw. Art. 17 aMWSTV, weshalb die R�ge der fehlenden gesetzlichen Grundlage fehl geht.
3.3.�Aus dem Urteil 2C_742/2008 vom 11. Februar 2009 kann der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Steuerumgehung als Voraussetzung der Anwendung des Grundsatzes der Unternehmenseinheit ist dann erforderlich, wenn mehrere selbst�ndige Unternehmen gegeben sind, die ausnahmsweise nicht als je separate Unternehmen betrachtet werden. Wie dargelegt, handelt es sich bei den "Untermietern" des Beschwerdef�hrers gerade nicht um separate selbst�ndige Steuersubjekte. Vielmehr sind die von den "Untermietern" namentlich aufgrund ihres fehlenden selbst�ndigen Auftritts nach aussen erzielten Ums�tze direkt den gegen�ber unabh�ngigen Dritten allein als Leistungserbringer in Erscheinung tretenden Gesch�ftsbetrieben des Beschwerdef�hrers zuzurechnen. Demzufolge geht es hier nicht um die Anwendung des Grundsatzes der Unternehmenseinheit im obgenannten Sinne, weshalb sich die Frage der Steuerumgehung nicht stellt. Ebenso geht aus diesem Grunde die R�ge ins Leere, der Begriff der Unternehmenseinheit sei schwammig.
3.4.�Die Berufung auf Treu und Glauben ist unbehelflich. Dass die Mehrwertsteuerpflicht die Selbst�ndigkeit der ausge�bten T�tigkeit voraussetzt, ergibt sich direkt aus den Gesetzesbestimmungen (Art. 21 Abs. 1 aMWSTG bzw. Art. 17 Abs. 1 aMWSTV). Die logische Folge, dass bei mehrwertsteuerrechtlich unselbst�ndiger T�tigkeit der damit erzielte Umsatz dem zust�ndigen selbst�ndigen Unternehmensinhaber zuzurechnen ist, leitet sich ebenfalls aus der gesetzlichen Regelung ab. Irgendwelche besonderen Publikationen der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung waren diesbez�glich nicht erforderlich. Ob und wie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ihre Praxis allenfalls dem Coiffeurmeisterverband mitteilte, ist daher nicht von Belang. Aus den Schreiben der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung an den Coiffeurmeisterverband kann der Beschwerdef�hrer folglich nichts zu seinen Gunsten ableiten.
4.1.�Unbegr�ndet ist auch die R�ge, die Ermessenseinsch�tzung sei unzul�ssig. Vorab ist festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund des Selbstveranlagungsprinzips (Art. 37 f. aMWSTV bzw. Art. 46 f. a MWSTG) f�r die korrekte und umfassende Deklaration selbst verantwortlich ist (vgl. Urteil 2C_382/2007 vom 23. November 2007 E. 4.2). Entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers trifft nicht zu, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ihm zur Beibringung von Unterlagen h�tte Frist ansetzen sollen. Sodann ist unbestritten, dass die eidgen�ssische Steuerverwaltung �ber keine vollst�ndigen Aufzeichnungen verf�gte, welche insbesondere die Ums�tze der "Untermieter" enthielten. Es geht auch nicht um verschiedene Unternehmen, die allenfalls einheitlich (analog einer Gruppenbesteuerung) zu besteuern w�ren. Die Ausf�hrungen betreffend Auskunftspflicht nach Art. 73 Abs. 2 lit. b MWSTG erweisen sich daher als nicht relevant. Vielmehr handelt es sich vorliegend um eine einzige Unternehmung (diejenige des Beschwerdef�hrers), da sich die T�tigkeiten der einzelnen Dienstleister innerhalb seiner Gesch�ftsbetriebe - wie erw�hnt - mehrwertsteuerrechtlich nicht als selbst�ndig erweisen. Unter den vorliegenden Umst�nden nahm die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zu Recht eine Ermessenseinsch�tzung (Art. 60 aMWSTG bzw. Art. 48 aMWSTV) vor. Die durch das Bundesverwaltungsgericht gesch�tzte ermessensweise Aufrechnung der Ums�tze wird vor Bundesgericht betragsm�ssig nicht angefochten.
4.2.�Weiter kann von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) im Zusammenhang mit der Einsch�tzung der Ums�tze der "Untermieter" nicht die Rede sein. Der Beschwerdef�hrer hatte zweifellos Gelegenheit, sich im Rahmen des Verfahrens zur Frage der Einsch�tzung zu �ussern. Dass dies allenfalls erst nach Abschluss der vorgenommenen Kontrolle m�glich war, ist nicht zu beanstanden und stellt keineswegs eine Verletzung des Geh�ranspruchs dar. Wie lange die Kontrolle in den Gesch�ftsbetrieben des Beschwerdef�hrers gedauert hat, ist insofern nicht von Belang, weshalb es sich er�brigt auf die diesbez�glichen Vorbringen des Beschwerdef�hrers in seiner Replik n�her einzugehen. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung informierte unter anderem auch den Beschwerdef�hrer �ber das Kontrollergebnis und ihre Absicht, ihm die Ums�tze der einzelnen "Untermieter" ermessensweise zuzurechnen. Die Erg�nzungsabrechnungen, welche sp�ter erfolgten, stellen zudem noch keine anfechtbaren Verf�gungen dar, weshalb es f�r die Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs ausreicht, wenn sich der Steuerpflichtige nach der Erstellung der Erg�nzungsabrechnung �ussern kann. Im vorliegenden Fall fand zudem vor Erlass des einsprachef�higen Entscheids noch eine Besprechung zwischen dem Beschwerdef�hrer (in Begleitung seines Rechtsvertreters und seiner Treuh�nderin) und Vertretern der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung statt. Im Einspracheverfahren muss der Steuerpflichtige sodann mit schl�ssigen Beweismitteln darlegen, weshalb die Ermessenseinsch�tzung nicht den Tatsachen entspricht. Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, er habe mit entsprechenden Belegen nachgewiesen, dass die vorgenommene Sch�tzung falsch sei. Dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung sich zu Unrecht nicht mit seinen Vorbringen auseinandergesetzt und insofern das rechtliche Geh�r verletzt h�tte, ist weder dargetan noch ersichtlich.
4.3.�Was die ger�gte Verletzung des Beschleunigungsgebots (Art. 29 Abs. 1 BV) anbelangt, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, inwiefern die diesbez�glichen Ausf�hrungen des Bundesverwaltungsgerichts falsch sein sollten. Er �bersieht insbesondere, dass es seine Aufgabe gewesen w�re, die Unterlagen einzureichen, welche die Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung h�tten belegen k�nnen. Dass er die seines Erachtens im Jahr 2003 leichter zug�nglichen notwendigen Beweismittel damals nicht besorgt hatte, hat er sich - wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt - selber zuzuschreiben.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Zur Begr�ndung kann erg�nzend auf die zutreffenden Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden.
�Dem Ausgang entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 65 f. BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung und dem Bundesverwaltungsgericht Abteilung I schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 112
 Art. 93
 Art. 5
 Art. 21
 Art. 17
 Art. 20
 Art. 21
 Art. 17
 Art. 17
 Art. 46
 Art. 73
 Art. 48