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Timestamp: 2018-06-18 17:43:59+00:00

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Leichtathletik-WM in Moskau: US-Sportler widmet Silbermedaille LGBTs | thinkoutsideyourbox.net
In Moskau findet derzeit die Leichtathletik-WM statt. Nun hat sich ein US-Sportler, der zuvor über 800 Meter die Silbermedaille gewonnen hat, das russische Anti-Homosexuellen-Gesetz, welches fundamentale Grund- und Menschenrechte mit Füßen tritt, kritisiert und erklärt, dass er seine Medaille seinen LGBT-FreundInnen widmet.
Am Dienstag hat der US-Läufer Nick Symmonds über 800 Meter bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Moskauer Luzhniki-Stadium die Silbermedaille gewonnen. Nach seinem zweiten Platz hat der US-Leichtathlet in Russland klar Stellung für die Rechte von Lesben und Schwulen bezogen, die unter dem vom russischen Präsident Wladimir Putin mit Füßen getreten werden.
Symmonds widmet Medaille seinen LGBT-FreundInnen
Ausländischen StaatsbürgerInnen, die öffentlich in Russland gegen das Gesetz gegen die „Propagierung nicht traditioneller sexueller Beziehungen“ verstoßen, droht die Verhaftung und anschließende Ausweisung aus dem Land. Trotz dieser Gefahr hat der US-Sportler Nick Symmonds nicht geschwiegen.
Nach dem Gewinn der Silbermedaille hat Symmonds gegenüber „Russia’s R-Sport“ den Gewinn seiner Silbermedaille seinen LGBT-FreundInnen gewidmet und erklärte:
„So viel ich darüber sagen ich, ich denke, dass alle Menschen Gleichheit verdienen, wie auch immer Gott sie geschaffen hat. Egal, ob du homosexuell, heterosexuell, schwarz, weiß bist, wir alle verdienen die gleichen Rechte. Wenn es etwas gibt, was ich tun kann, um gegen die Ursache zu kämpfen, dann werde ich angstfrei vor einer Verhaftung das tun.“
Unabhängig von seiner Kritik an der homophoben und diskriminierenden Gesetzgebung in Russland, sagte Symmonds weiters:
„Ich respektiere das Recht der RussInnen, ihre Bevölkerung zu regieren. Ich bin nicht mit ihren Gesetzen einverstanden. Ich habe Respekt für ihre Nation. Ich bin nicht einverstanden mit ihren Regeln.“
Bereits vor dem Start der Weltmeisterschaften in Moskau erklärte Symmonds im Magazin „Runner’s World„, dass er einen allfälligen Gewinn einer Medaille seinen LGBT-FreundInnen widmen würde und für ihn klar ist, dass alle Menschen die gleichen Rechte verdienen.
Bleibt zu hoffen, dass mehr SportlerInnen dem Vorbild Symmonds folgen und ihre Stimme gegen die diskriminierende und menschenverachtende Gesetzgebung erheben, so wie dies anlässlich der Olympischen Winterspiele in Sotschi in Russland im Februar 2014 der neuseeländische Eisschnellläufer Blake Skjellerup angekündigt hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete).
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Leichtathletik-WM: Schwedische Sportlerinnen im Zeichen des Regenbogens für LGBT-Rechte
jürgen wenke says 5 years ago
Hut ab, das ist Zivilcourage vom Feinsten!
Tito says 5 years ago
Welches Menschenrecht wird denn eingeschränkt ihr Homos?
Mich würde interessieren in welchem Artikel der EMRK diese „Menschenrecht“ erwähnt wäre…
thinkoutsideyourbox.net says 5 years ago
@Tito: Offenbar haben Sie die Menschenrechte nie gelesen, verstehen sie einfach nicht oder sprechen diese LGBTs ab. Daher einfach mal den Link zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“:
Und hier die „Europäische Konvention der Menschenrechte“:
http://www.bmask.gv.at/cms/site/attachments/3/3/9/CH2255/CMS1219127809211/europaeische_menschenrechtskonvention.pdf
Lesben und informieren bildet und bewahrt vor Vorurteilen und Stereotypen. Probieren sie es aus. ;)
[BLOCKED BY STBV] Leichtathletik-WM: Schwedische Sportlerinnen im Zeichen des Regenbogens für LGBT-Rechte | thinkoutsideyourbox.net 5 years ago
[…] Leichtathletik-WM in Moskau: US-Sportler widmet Silbermedaille LGBTs — In Moskau findet derzeit die Leichtathletik-WM statt. Nun hat sich… […]
In der EMRK ist von der Ehe zwischen Mann und Frau die Rede, Punkt.
Desweiteren habe ich keinerlei Interesse zu lesben…
Das Gesetz verletzt ua folgende Artikel der EMRK:
Artikel 1 – Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Artikel 7 – Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.
Ehe: Die Ehe hat in der Geschichte schon oft Änderungen der Definition erfahren. Und die Ehe-Öffnung ist eines der letzten großen BürgerInnenrechtsthemen dieser Zeit. Auch hier werden die BürgerInnenrechte gewinnen vor ideologischen und diskriminierenden Weltanschauungen.
Daß die oben genannten Artikel allesamt (ausser 1) mit einem materiellen Gesetzesvorbehalt versehen sind haben Sie offensichtlich wieder ein bissi „überlesen“ gell..
Und im Übrigen ist es eben kein Bürgerrecht, wie Sie es ja selbst so schön definieren ;-)
Die Situation war beispielsweise ähnlich bei der Frage des Ehe von verschiedenen Ethnien in den USA.
Auch der VfGH hat in Österreich bereits viele Ungleichstellungen/Diskriminierungen als verfassungswidrig aufgehoben.
Mit Ihnen lässt sich offensichtlich nicht debattieren. Sie lehnen die Gleichstellung von Lesben und Schwulen ab, ok. Ist zu respektieren.
Schauen Sie, die Geschichte wird Sie eines besseren belehren und spätestens die übernächste Generation wird sich fragen, wie Anfang des 21. Jahrhunderts Menschen einzig aufgrund ihrer sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität ungleich behandelt/diskriminiert werden konnten.
Ich lehne keinerweise eine Debatte ab, allerdings denke ich eher daß Sie dies versuchen da Sie offenbar nicht auf og Argumente eingehen wollen..
Desweiteren: Der VfGH hat einige Bestimmungen aufgehoben, das ist richtig, allerdings nicht deshalb weil Homosexuelle „gleichzubehandeln“ sind, und das dürften Sie auch wissen, oder?!
Die Urteile des VfGH wurden gelesen und hier hat dieser sehr wohl festgestellt, dass zB. gleichgeschlechtliche Paare als Familie angesehen werden können und einige Ungleichbehandlungen sachlich nicht haltbar sind und daher als verfassungswidrig aufgehoben werden.
Weitere Rechtssprechungen des EGMR werden ihnen wohl auch bekannt sein.
Insofern ist dies mMn klar und eindeutig, dass auch Gerichte Schritt für Schritt die Gleichbehandlung aller BürgerInnen – unabhängig der sexuellen Orientierung/geschlechtliches IDentität – judizieren werden, sofern die konservative Politik diese Notwendigkeit bis dahin nicht selbst erkannt hat.
Mit Verlaub: Aufgehoben wurde mit dem NRÄG das Verbot des gemeinsamen Familiennamens und des weiteren die Stiekindadoption…
Mich würde ein weiteres Erkenntnis des EGMR interessieren, daß Österreich Versäumnisse vorwirft…
Kontaktieren Sie doch beispielsweise das Rechtskomitee Lambda und Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, der viele dieser Fälle betreut hat. Er wird Sie gerne aufklären und informieren.
Ich darf Ihnen mitteilen, daß ich Universitätsassistent an einer österreichischen juridischen Fakultät bin und Ihren Argumentationsspielraum als etwas bedenklich halte…
(Lambda ist ein Idealverein, daher ist die Meinung dessen Mitglieder soviel oder sowenig wert, wie Ihre oder meine)
für etwas…
Sehen Sie. Ich für meinen Teil kämpfe für die, in meinen Augen, mir vorenthaltenen Rechte und mit meinen Argumente. Diese darf ich äußern und das tue ich. Sie sehen die Rechtslage anders und äußern dies. Das ist zu akzeptieren und auch das wird getan.
Ich bin jedenfalls überzeugt, dass in einigen Jahren sich viele denken werden, wozu haben wir über die Ehe-Öffnung und die rechtliche Gleichbehandlung von LGBTs überhaupt diskutiert?
FÜr mich ist das ein BürgerInnenrechtsthema.
Das ist auch absolut zu akzeptieren!
Allerdings sollten Sie auch akzeptieren, daß viele Menschen etwas dagegen haben, daß Sportler einer Nation, die laufend „Menschenrechte“ missachtet und mit Füssen tritt, in den Himmel hehoben werden..
Wie gesagt: Für mich ist das russische Gesetz eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention (Ähnlich sieht dies beispielsweise auch die deutsche Justizministerin.), die Russland unterzeichnet hat, und widerspricht der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, sowie dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit.
Ich kann Ihnen versichern, daß es nicht der EMRK widerspricht. Dieser Gesetzesentwurf mag Ihnen zwar nicht „schmecken“, trotzdem ist er zu respektieren, zumal es für Österreicher absolut unerheblich sein sollte, was deutsche Minister meinen…
Und ja, die RF ist Mitglied des Europarates, trotzdem kann jedes Land Gesetzesvorbehalte ausnutzen.
Nun, andere JuristInnen werden diese Frage wmöglich anders beantworten. Wenn Sie juristisch tätig sind, werden Sie ohnehin wissen, dass Rechtskonstrukte, etc häufig einen Interpretationsspielraum zulassen. ;-)
Meinen Sie zB. daß Gleiches und Undgleiches nicht gleich behandelt werden darf? Wie es bsp. in jedem Lehrbuch für Verfassungsrecht (Kapitel Grundrecht) steht?
Bei vielen Fragen der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften wird gleiches (gleiche Liebe zw. zwei Personen) ungleich behandelt. Oder gleiche Familien („Regenbogen“familien) undgleich behandelt.
Sie müssen hier jetzt nicht juristisch ausführen, aber als Bsp nur das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Rechtssache Schalk & Kopf v. Austria.
Folgendes hielt ECOSOL zu dem Urteil fest:
1. Der EGMR kann Art. 12 EMRK noch nicht so interpretieren, dass die Mitgliedsstaaten des Europarats verpflichtet sind, lesbischen und schwulen Paaren die Ehe zu erlauben, aber er machte klar, dass sich das ändern kann, wenn einmal mehr als die derzeit sieben europäischen Staaten den Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare aus der Ehe aufgehoben haben.
2. Der EGMR hielt fest, dass der Hinweis auf „Männer und Frauen“ in Art. 12 nicht mehr bedeutet, dass das in Art. 12 geschützte Recht auf Ehe in allen Fällen auf zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts eingeschränkt sein muss.
3. Bei der Frage, ob Österreich durch Artikel 14 (Diskriminierungsverbot) in Verbindung mit Art. 8 (Achtung des Privat- und Familienlebens) verpflichtet war, ein Gesetz für eingetragene Partnerschaften zu schaffen, sahen drei von sieben Richter_innen einen solche Verpflichtung als gegeben an. Die Mehrheit von vier Richter_innen urteilten, dass es dem österreichischen Gesetzgeber nicht vorgeworfen werden kann, dass er das entsprechende Gesetz nicht früher erlassen hat. Sie unterstrichen, dass sie angesichts des Inkrafttretens des Gesetzes mit Anfang Jänner 2010 nicht mehr prüfen mussten, ob das Fehlen jeglicher rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare eine Verletzung von Art. 14 iVm Art. 8 darstellt. Damit hat sich der Gerichtshof
4. die Möglichkeit offen gelassen, in zukünftigen Fällen eine Verletzung zu finden.
5. Die wichtigste Aussage im Urteil ist die Feststellung, dass Artikel 14 in Verbindung mit dem „Achtung des Familienlebens“-Teils von Art. 8 anwendbar war. Von 1983 bis 1996 hat der Gerichtshof regelmäßig entschieden, dass gleichgeschlechtliche Paare ein Recht auf Achtung des Privatlebens haben, aber, zum Unterschied von etwa unverheirateten verschiedengeschlechtlichen Paaren, kein Recht auf Achtung des Familienlebens. Diese Feststellung wiederholte der Gerichtshof 2001 im Fall Mata Estevez v. Spain. In der Folge wurde Mata Estevez von Gegner_innen der vollen Gleichberechtigung immer wieder als Rechtfertigung dafür herangezogen, dass gleichgeschlechtlichen Paaren Familenrechte verweigert wurden. In der aktuellen Entscheidung nimmt das Gericht Bezug auf Mata Estevez und erklärt, dass angesichts der raschen Entwicklung der gesellschaftlichen Haltung zu gleichgeschlechtlichen Paaren eine solche künstliche Unterscheidung heute nicht mehr angebracht ist und dass die Beziehung der Antragsteller, eines gleichgeschlechtlichen Paares, das in einer stabilen De-Facto Partnerschaft zusammenlebt, ebenso unter den Begriff „Familie“ fällt wie ein verschiedengeschlechtliches Paar in der gleichen Situation.
„Sie müssen hier jetzt nicht juristisch ausführen…“ und Sie knallen hier ein Erkenntnis des EGMR hin?!
Aber ok: Sie können aus diesem gekürzten Erkenntnis herauslesen, daß es eben „kann“ Bestimmungen sind (somit in Einklang mit der EMRK) oder
Die Rechtssprechung des EGMR entwickelt sich weiter, so wie auch des VfGH oder bspw. des US Supreme Court (bei welchem vor noch vor wenigen Jahren jenes ergangene Urteil zu DOMA und Prop 8 undbenkbar gewesen wäre).
Von daher wird sich das „kann“ auch noch entwickeln und die vorhin genannten Diskriminierungen erkennen und die Beseitigung anordnen. Der besondere Schutz der Ehe leitet nicht zwangsläufig die Definition auf Verbindung zw. Mann und Frau ab bzw. begründet nicht die Verweigerung der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, wie dies der BVerfG bereits festgehalten hat.
Einer Vertragsänderung müsste allerdings jeder einzelne Mitgliedsstaat des Europarats zustimmen, da völkerrechtliche Verträge nicht unilateral geändert wrden dürfen, daher kann auch der EGMR nur innerhalb seiner Kompetenzen Erkenntnisse erlassen…
ps: ich finde es wirklich toll von Ihnen, daß Sie sich auf eine solche Diskussion einlassen, chapeau!

References: EGMR 
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 Art. 12
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 Art. 12
 Art. 12
 Art. 8
 Art. 14
 Art. 8
 Art. 8
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