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Timestamp: 2018-04-26 13:15:25+00:00

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Anleger Beteiligungen: Investoren-Brief 2014 10 30
Ausgabe 43/2014 | 30.10.2014 | 24.668 Abonnenten | www.anleger-beteiligungen.de
Leitartikel: Datenschutz und Datensicherheit
Vorratsgesellschaft als Auffanggesellschaft und zum Schutz der Arbeitsplätze
Unternehmensfinanzierung - Folge 2: Bedeutung von Eigenkapital
Partiarische Nachrangdarlehen am Kapitalmarkt beliebt
Buchtipp: Peter Scholl-Latour: Der Fluch der bösen Tat
Die Enthüllungen des ehemaligen US-amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters Snowden haben nicht nur die Bürger verunsichert, sondern insbesondere die deutschen Unternehmen erschüttert.
Die Bürger und die Unternehmer wissen und sind entsprechend einsichtig, dass eine effektive Terrorabwehr heutzutage unumgänglich ist. Aber bei diesen umfassenden und flächendeckenden Schnüffeleien ist der Verdacht von Wirtschaftsspionage zugunsten und mit Hilfe zahlreicher US-amerikanischer Unternehmen nicht abwegig. Auch wenn man vieles auf dem geheimdienstlichen Gebiet für möglich gehalten hat, dass ein vermeintlich demokratischer Rechtsstaat wie die USA zu solchen Mitteln und Methoden greift und keine Einsicht zeigt ist erschütternd.
Gefahr im Verzug auf ganzer Breite besteht für die IT-Branche. Besonders deutlich wird das für das Wachstumsthema Cloud: Auf der letzten CeBIT insbesondere für die so wichtigen mittelständischen Unternehmen hoch interessant. Dabei gibt es viele Fragen aufgrund einer gesunden Skepsis wenn man bedenkt, dass unternehmensrelevante Daten in weit entfernte bzw. ausländische Rechenzentren verlagert werden. Das bisher mulmige Gefühl hat sich nun aufgrund der Enthüllungen von Snowden in Gewissheit und Angst verdichtet, auch wenn die Cloud für Unternehmen viele Vorteile bieten mag.
Es bleibt spannend zu sehen wie Regierungen, Unternehmen und Bürger mit dem Thema Datensicherheit und Datenschutz zukünftig umgehen werden.
Mit einer Vorratsgesellschaft als Auffanggesellschaft aus der Krise: Auffanggesellschaft zur sofortigen Unternehmensfortführung ohne Altlasten mit Bankverbindung und Bankkonto von www.vorratsgesellschaft-kaufen.de.
Bei der Übernahme einer Auffanggesellschaft bieten wir Ihnen den gesamten Übernahmeservice und eine "Rund-um-Beratung" für einen guten Start mit Ihrer neuen Auffanggesellschaft. Wir helfen zudem auf Wunsch bei der weiteren Aufkapitalisierung und Finanzierung bzw. Kapitalerhöhung der Auffanggesellschaft.
4. Die Dienstleistungen der Dr. Werner Financial Service Gruppe für eine Auffanggesellschaft:
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Folge 2: Bedeutung von Eigenkapital
Das Thema „Finanzierung“ gehört für jeden Unternehmer zweifellos zu den Topthemen. Berater und Unternehmer wissen, dass Finanzierungsfehler die häufigste Ursache für Unternehmenskrisen sind.
Zum Eigenkapital gehören finanzielle Rücklagen und - je nach Rechtsform - das Grund- bzw. Stammkapital Ihres Unternehmens, der erwirtschaftete Gewinn sowie Vermögenswerte, die vom Eigentümer oder Existenzgründer in das Unternehmen eingebracht werden. Darüber hinaus gehören zum Eigenkapital auch Gegenstände (Maschinen, Anlagen, Fuhrpark usw.), die Ihrem Unternehmen unbegrenzt zur Verfügung stehen. Der Anteil des unternehmerischen Eigenkapitals am Gesamtkapital sollte möglichst nicht unter 20% liegen.
Vertrauen: Das eingesetzte Eigenkapital gilt für Banken und Sparkassen oftmals als Messlatte für die Ernsthaftigkeit eines Vorhabens.
Bonität: Ausreichendes Eigenkapital erhöht die Bonität des Unternehmens zur Erlangung von Fremdkapital und anderen Finanzierungsarten.
Neben den tatsächlichen eigenen Mitteln, die Sie als Gründer oder Unternehmer aufbringen, gibt es auch Eigenkapital, das von Dritten zur Verfügung gestellt wird. Für Existenzgründer und junge Unternehmen beispielsweise bietet der Bund aus dem ERP-Sondervermögen das "ERP-Kapital für Gründung" an. Es handelt sich dabei zwar um geliehenes Geld, das Sie zurückzahlen müssen, allerdings wird es rein "bilanztechnisch" nicht als Fremdkapital, sondern als Eigenkapital behandelt. Ein wichtiger Vorteil dabei ist: Es erleichtert Ihnen die weitere Kreditaufnahme. Und: Es handelt sich um Nachrangdarlehen. Sie benötigen also keine Sicherheiten. Bei einer Insolvenz wird der Darlehensgeber nachrangig bedient, also erst dann, wenn die Forderungen aller anderen Kreditgeber befriedigt wurden.
Eigenkapital kann auch durch Geschäftspartner ins Unternehmen fließen. Darüber hinaus bringen diese auch zusätzliches Know-how und tatkräftige Unterstützung mit ins Unternehmen ein. Bei der Vermittlung von kapitalkräftigen Partnern helfen z.B. der InnovationMarket, das Eigenkapitalforum der Deutschen Börse AG, die KfW Mittelstandsbank und das Business Angels Network Deutschland.
Ähnlich verhält es sich mit Beteiligungskapital. Es handelt sich um Eigenkapital, das dem Unternehmen von öffentlichen oder privaten Beteiligungsgesellschaften bzw. Anlegern zur Verfügung gestellt wird; und zwar in Form von Einlagen als Stamm- oder Grundkapital, aber auch als stille Beteiligung am Unternehmen.
Partiarische Nachrang-Darlehen mit einem Mindestzins und einem erfolgsabhängigen Gewinnbonus (ausführlich www.finanzierung-ohne-bank.de) sind bei Unternehmen und Anlegern am Beteiligungsmarkt gleicher Maßen anerkannt. Das partiarische (Nachrang-)Darlehen zur bankenfreien Unternehmensfinanzierung gewährt neben einer festen Mindestverzinsung einen Gewinnbonus oder eine anteilige Gewinnbeteiligung; deshalb spricht man auch von "Gewinndarlehen" oder „Gewinnbeteiligungs-Darlehen“.
Der partiarische Darlehensgeber des Unternehmens erhält für die Überlassung des Kapitals neben einer festen Zinszahlung zusätzlich einen vertraglich definierten Anteil am Ertrag oder Umsatz des Unternehmens. Der Gewinnbonus ist also variabel und rein erfolgsabhängig. Wird kein Gewinn erzielt oder eine bestimmte Umsatzgrößenordnung nicht erreicht, gibt es auch keinen Gewinnanteil. Die variable Gewinnbeteiligung kann an verschiedene bilanzielle Ergebnisse angekoppelt und somit unterschiedlich definiert werden: Es kann die Beteiligung am Gewinn vor oder nach Steuern sein, es kann die Beteiligung am Jahresüberschuss vor Abschreibung oder die Beteiligung an bestimmten, definierten Produktumsätzen etc. sein. Die Gewinnbeteiligung kann sich auch auf einen abgegrenzten Geschäftszweck oder ein bestimmtes Projekt beschränken, für welchen(s) das Unternehmensdarlehen gewährt wurde. Es kann auch die gesamte Umsatz- und Ertragstätigkeit als Gewinnbeteiligungsquelle umfassen.
Von der stillen Gesellschaft der §§ 230 ff HGB unterscheidet sich das partiarische Darlehen insbesondere dadurch, dass keine gemeinsame Zweckverfolgung vorliegt und der Gewinndarlehensgeber somit auch keiner gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht unterliegt. Der partiarische Darlehensgeber muss also keine Rücksicht auf die Liquiditätsverhältnisse des Darlehensempfängers nehmen. Er hat keinerlei Beteiligungsrechte, keine gesellschaftsrechtlichen Auskunftsrechte und ebenso keinen Einfluss auf die Unternehmens-Geschäftsführung. Im Gegensatz zur stillen Beteiligung ist eine Teilnahme des partiarischen Darlehensgebers am Verlust des Unternehmens grundsätzlich ausgeschlossen.
Gegenüber anderen Finanzierungsinstrumenten hat auch das Nachrangdarlehen mit Gewinnbeteiligung (partiarisches Darlehen) kapitalmarktrechtlich den Vorzug, dass es ohne einen Verkaufsprospekt nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) öffentlich angeboten und platziert werden darf. Dem kapitalsuchenden Unternehmen entstehen daher keine Aufwendungen für eine kostspielige Prospekterstellung und es bedarf keines Gestattungsverfahrens bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin); also auch ohne teure BaFin-Billigungsgebühren, die jetzt bei Euro 6.500,- liegen.
Bei entsprechender Ausgestaltung des Nachrangdarlehens mit Gewinnabrede benötigt ein Finanzdienstleister für die Vermittlung von derartigen Darlehen auch keiner Genehmigung nach dem Kreditwesengesetz (z.B. § 32 KWG), sondern nur eines Gewerbescheins nach § 34c Gewerbeordnung (GewO). Das Nachrangdarlehen mit Gewinnbeteiligung ist also ein Finanzierungsmodell (= modellhafte Vertragsgestaltung zur unbegrenzten Wiederverwendung), das unter Beachtung der Abgrenzung zu den Einlagengeschäften der Banken nach § 1 KWG zu erstellen ist und am Finanzierungsmarkt umgesetzt werden kann. Die Gestaltung auch des Gewinndarlehens muss derart sein, dass bei Beendigung und Tilgung des partiarischen Darlehens "keine fest rückzahlbaren Gelder" fixiert sind. Anderenfalls würde es sich um ein unerlaubtes Bankgeschäft handeln.
Somit liegt das Vertragsgestaltungs-Problem des prospektfreien Nachrangdarlehens und des Gewinndarlehens von privaten Kapitalanlegern in der Beurteilung durch die BaFin, die in vielen Fällen den privat begebenen Darlehen die Anerkennung als prospektfreies Finanzierungsinstrument oder bankenfreies Kreditgeschäft versagt hat. Es kommt also bei der Vertragsgestaltung des privaten Nachrangdarlehens als "Massen-Finanzierungsinstrument" entscheidend auf die kapitalmarkt- und bankaufsichtsrechts-konforme Vertragsgestaltung an. Es geht dabei um die vertragliche Umsetzung eines qualifizierten Rangrücktritts des Darlehensgebers. In Zweifelsfällen ist eine Vorlage des Nachrangdarlehens-Vertrages bei der BaFin zu empfehlen, um ein sogen. BaFin-Negativ-Testat (keine Verletzung des Kreditwesengesetzes) als rechtsverbindliche Auskunft zu erhalten.
Zur Platzierung und zum Vertrieb von partiarischen Darlehen mit Nachrangklausel : Bei der Platzierung eines prospektfreien, KWG-konformen partiarischen Nachrangdarlehens bedarf ein Finanzdienstleister zur Vermittlung von derartigen partiarischen Darlehen keiner Zulassung als Finanzdienstleistungsinstitut nach dem Kreditwesengesetz (z.B. § 32 KWG), sondern allenfalls wird ein Gewerbeschein nach § 34c Gewerbeordnung (GewO) benötigt. Ein Private Placement von qualifizierten Nachrangdarlehen ist also kapitalmarktaufsichtsfrei zulässig und kann von Vertrieben und Vermittlern ohne den Befähigungsnachweis gem. § 34 f Gewerbeordnung platziert bzw. vermittelnd verkauft werden. Partiarische Nachrangdarlehen sind keine Finanzinstrumente im Sinne des Vermögensanlagengesetzes und deshalb auch nicht von der Vertriebserlaubnis des § 34 f GewO umfasst. Weitere detailliertere Auskünfte erteilt der Kapitalmarktrechtler Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de
€ 24,99 [D] € 25,70 [A], sFr 34,90

References: § 32
 § 34
 § 1
 § 32
 § 34
 § 34
 § 34