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Timestamp: 2019-05-19 21:43:49+00:00

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BGH, 20.02.2013 - VIII ZR 339/11 - dejure.org
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BGH, 20.02.2013 - VIII ZR 339/11 (https://dejure.org/2013,7351)
BGH, Entscheidung vom 20.02.2013 - VIII ZR 339/11 (https://dejure.org/2013,7351)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11 (https://dejure.org/2013,7351)
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BGB § 254 Abs. 1, § 280 Abs. 1
§ 254 Abs 1 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 434 Abs 2 S 2 BGB, § 437 Nr 3 BGB
Schadenersatzanspruch im Zusammenhang mit der Lieferung von Baustoffen zur Fliesenverlegung: Doppelkausalität und Mitverursachungsbeitrag bei fehlerhaftem Verarbeitungshinweis und fehlerhafter Verlegung
Mängelgewährleistung - Doppelkausalität
BGB § 254 Abs. 1; BGB § 280 Abs. 1; BGB § 437 Nr. 3
Doppelkausalität bei Schadensverursachung; Nachweis des Mitverursachungsbeitrags
BGB § 254 Abs. 1 Cb, § 280 Abs. 1
Zur Frage der Doppelkausalität bei einer Schadensverursachung durch Mängel eng zusammengehöriger Arbeitsvorgänge zur Herstellung eines Bodenbelags
Doppelkausalität bei der Schadenverursachung an einem Fliesenbelag
BGB § 254; BGB § 280 Abs. 1; BGB § 437 Nr. 3
Fugen mangelhaft: Baustoffverkäufer haftet für Verarbeitungshinweis!
Die fehlgeschlagene Fliesenverlegung - Doppelkausalität und Mitverursachungsbeitrag
Doppelkausalität - Ausführungsfehler und falsche Verarbeitungshinweise: Fliesenleger und Baustoffhändler haften jeweils anteilig
Ausführungsmangel und falscher Verarbeitungshinweis: Baustoffhändler haftet (nur) anteilig! (IBR 2013, 1152)
Fugen mangelhaft: Baustoffverkäufer haftet (anteilig) für falschen Verarbeitungshinweis! (IBR 2013, 349)
LG Bielefeld, 09.03.2009 - 44 O 105/05
LG Essen, 09.03.2009 - 44 O 105/05
NJW 2013, 2018
MDR 2013, 589
NZBau 2013, 492
VersR 2014, 252
BauR 2013, 1131
BauR 2013, 1268
Dann sind beide Umstände als ursächlich zu behandeln (Senat, Urteil vom 7. Mai 2004 - V ZR 77/03, NJW 2004, 2526, 2528; BGH, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 27 mwN).
Es genügt, wenn eine Person zwei Ursachen setzt, welche jede für sich den vollen Schaden herbeigeführt hätte (Senat, Urteil vom 7. Mai 2004 - V ZR 77/03, NJW 2004, 2526, 2528; BGH, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 27).
Auch steht der Annahme einer Doppelkausalität nicht entgegen, dass sich der Geschädigte das Verhalten des einen Schädigers im Verhältnis zum anderen Schädiger als eigenes anrechnen lassen muss (BGH, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 26 f.).
Das führt aber jedenfalls deshalb nicht zu einer Anspruchskürzung, weil den Mitverschuldenseinwand nur ein Verhalten begründet, von dem feststeht, dass es zu dem Schaden oder dessen Umfang beigetragen hat (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 24. September 2013 - VI ZR 255/12, VersR 2014, 80 Rn. 7 mwN …und vom 28. April 2015 - VI ZR 206/14, VersR 2015, 767 Rn. 10; BGH, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, VersR 2014, 252 Rn. 34 mwN).
In einem solchen Fall sind sämtliche Umstände als rechtlich ursächlich für den Schadenseintritt zu behandeln, obwohl keiner der Umstände als "conditio sine qua non" für den Schadenseintritt beurteilt werden kann (…vgl. BGH, Urteile vom 13. März 2012 - II ZR 50/09, NJW-RR 2012, 728 Rn. 25; vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 27).
Die für die Abwägung maßgebenden Umstände müssen feststehen, d.h. unstreitig, zugestanden oder nach § 286 ZPO bewiesen und für die Entstehung des Schadens ursächlich geworden sein (vgl. Senatsurteile vom 15. November 1960 - VI ZR 30/60, VersR 1961, 249, 250; vom 8. Januar 1963 - VI ZR 35/62, VersR 1963, 285, 286; vom 29. November 1977 - VI ZR 51/76, VersR 1978, 183, 185; vom 10. Januar 1995 - VI ZR 247/94, VersR 1995, 357, 358 …und vom 21. November 2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263 Rn. 15 ff.; BGH, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 34).
Die Verursachungsanteile sind abzuwägen (zum Ganzen BGH, NJW 2013, 2018 , beck-online).
Die Verursachungsanteile sind abzuwägen (zum Ganzen BGH, NJW 2013, 2018, beck-online).
Zu Recht hat die Klägerseite somit die Unbrauchbarkeit dieser Hündin als Sachmangel im Sinne von § 434 Abs. 2 Satz 2 BGB angesehen, den sich die Beklagte hier somit dann auch zurechnen lassen muss (BGH, Urteil vom 20.02.2013, Az.: VIII ZR 339/11, u.a. in: NJW 2013, Seiten 2018 ff. OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 24.01.2013, Az.: 3 U 142/11, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 01863 = "juris"; OLG Stuttgart, Urteil vom 08.11.2007, Az.: 19 U 52/07, u.a. in: BeckRS 2012, Nr.: 05403 = "juris"; OLG Köln, Urteil vom 21.12.2005, Az.: 11 U 46/05, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 677 f.).
Selbst in diesem - hier noch nicht einmal nachgewiesenen - Fall der sogenannten "Doppelkausalität" bedürfte es nämlich einer entsprechenden Modifikation der Äquivalenztheorie, weil der eingetretene Schadenserfolg ansonsten auf keine der tatsächlich wirksam gewordenen Ursachen zurückgeführt werden könnte (BGH, Urteil vom 20.02.2013, Az.: VIII ZR 339/11, u.a. in: NJW 2013, Seiten 2018 ff.; BGH, Urteil vom 13.03.2012, Az.: II ZR 50/09, u.a. in: WM 2012, Seite 990; BGH, Urteil vom 23.03.2006, Az.: IX ZR 134/04, u.a. in: WM 2006, Seite 1211; BGH, Urteil vom 07.05.2004, Az.: V ZR 77/03, u.a. in: NJW 2004, Seite 2526).
Dann sind nach der Rechtsprechung des BGH (…vgl. nur: Urteil vom 10.02.2011 - VII ZR 8/10 - Rn. 20; Urteil vom 20.02.2013 - VIII ZR 339/11 - Rn. 27;… Urteil vom 04.04.2014 - V ZR 275/12 - Rn. 16) sämtliche Umstände als rechtlich ursächlich zu behandeln, obwohl keiner von ihnen als "conditio sine qua non" qualifiziert werden kann.
Liegt im Sinne einer Doppelkausalität eine von zwei nebeneinander bestehenden Ursachen für einen Schaden im Verantwortungsbereich des Geschädigten, führt dies nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 20.02.2013 - VIII ZR 339/11 - Rn. 33 ff.) zur Anwendbarkeit des § 254 Abs. 1 BGB.
Nur notfalls, also wenn mit der Anhörung keine Aufklärung zu erreichen ist, wäre die Einholung eines Obergutachtens geboten gewesen (BGH NJW 1994, 1596: "Allerdings bedarf es der Einholung eines weiteren Gutachtens nicht schon allein deswegen, weil der gerichtlich bestellte Gutachter zu einem das Gericht überzeugenden anderen Gutachten ... kommt"; s.a. BGH NZBau 2013, 492; Beschluss vom 13.12.2016 - VI ZR 201/16 [BeckRS 2016, 112694]; NJW 1997, 1638).
Zwar können in Fällen, in denen zwei Ereignisse einen Schaden herbeigeführt haben, von denen jedes ihn auch alleine verursacht hätte, beide Ereignisse im Rechtssinne kausal für den Schaden sein (sog. Doppelkausalität, vgl. z.B. BGH, Urteil vom 20.02.2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018, Rn. 27; BGH…, Urteil vom 04.04.2014 - V ZR 275/12, NJW 2015, 468, Rn. 16).

References: § 254
 § 280

§ 254
 § 280
 § 434
 § 437
 § 254
 § 280
 § 437
 § 254
 § 280
 § 254
 § 280
 § 437
 § 286
 § 434
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