Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/fsv_technik_und_wirtschaft
Timestamp: 2018-04-26 01:40:28+00:00

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(GVBl.II/05, [Nr. 18], S.314)
Auf Grund des § 28 Abs. 5 in Verbindung mit den §§ 13 Abs. 3, 56 Satz 1 Nr. 4, 57 Abs. 4, 58 Abs. 3, 59 Abs. 9, 60 Abs. 4 Satz 1 und 61 Abs. 3 des Brandenburgischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. August 2002 (GVBl. I S. 78) verordnet der Minister für Bildung, Jugend und Sport:
§ 37 Zweck der Prüfung, Beratung
§ 38 Antragstellung und Zulassung
§ 39 Prüfungsausschuss, Fachprüfungsausschuss
§ 40 Durchführung
Anlage 1 Übersicht über die Fachrichtungen
Anlage 2.1 Fachschule Technik Fachrichtung Agrartechnik
Anlage 2.2 Fachschule Technik Fachrichtung Bautechnik
Anlage 2.3 Fachschule Technik Fachrichtung Elektrotechnik
Anlage 2.4 Fachschule Technik Fachrichtung Foto- und Medientechnik
Anlage 2.5 Fachschule Technik Fachrichtung Informatik
Anlage 2.6 Fachschule Technik Fachrichtung Maschinentechnik
Anlage 2.7 Fachschule Technik Fachrichtung Mechatronik
Anlage 3.1 Fachschule Wirtschaft Fachrichtung Betriebswirtschaft
Anlage 3.2 Fachschule Wirtschaft Fachrichtung Hotelbetriebswirtschaft und Hotelmanagement
(1) Die Bildungsgänge der Fachschule Technik und Wirtschaft vermitteln eine vertiefte berufliche Fachbildung und eine erweiterte Allgemeinbildung.
(2) Sie führen zu einem staatlichen Berufsabschluss der beruflichen Weiterbildung im Fachbereich Technik als „staatlich geprüfter Techniker“ oder „staatlich geprüfte Technikerin“ und im Fachbereich Wirtschaft als „staatlich geprüfter Betriebswirt“ oder „staatlich geprüfte Betriebswirtin“.
(3) Fachschulen ermöglichen den Erwerb der Fachhochschulreife.
(1) Die Fachschulen Technik und Wirtschaft werden in Oberstufenzentren eingerichtet und gliedern sich in Fachrichtungen.
(2) Der Bildungsgang der Fachschule Technik gliedert sich in folgende Fachrichtungen:
(3) Der Bildungsgang der Fachschule Wirtschaft gliedert sich in folgende Fachrichtungen:
(2) Die Dauer der Bildungsgänge der Fachschule beträgt in Vollzeitform zwei Schuljahre, für Schülerinnen und Schüler ohne berufliche Erfahrungen gemäß § 4 Abs. 2 drei Schuljahre und in Teilzeitform drei Schuljahre. In der Teilzeitform können bis zu 480 Unterrichtsstunden als betreute und durch Lehrkräfte vor- und nachbereitete andere Lernformen organisiert werden.
(3) Der Unterricht wird in der Regel in Klassen erteilt. Eine Teilung in Gruppen ist möglich.
(4) Der Unterricht gliedert sich in einen berufsübergreifenden, einen berufsbezogenen Lernbereich und in einen Wahlbereich zum zusätzlichen Erwerb der Fachhochschulreife gemäß § 34. Der Wahlbereich wird nach den Möglichkeiten der Schule mit Genehmigung des staatlichen Schulamtes eingerichtet. Der Unterricht im Wahlbereich kann klassenübergreifend oder klassenstufenübergreifend durchgeführt werden. Er kann auch für Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen gemeinsam durchgeführt werden.
(5) Der Unterricht umfasst pro Unterrichtswoche in der Fachschule in der Vollzeitform maximal 36 Unterrichtsstunden, in der Teilzeitform maximal 16 Unterrichtsstunden.
(6) Die Fächer/Lernfelder im berufsbezogenen Lernbereich sowie die Fächer im berufsübergreifenden Lernbereich und im Wahlbereich ergeben sich aus den Stundentafeln gemäß den Anlagen. Für die Unterrichtsinhalte und die Anforderungen gelten die Vorgaben des für Schule zuständigen Ministeriums.
(7) Für jede Klasse ist vor Beginn der Ausbildung durch die Schulleitung ein Gesamtausbildungsplan aufzustellen und dem staatlichen Schulamt zur Genehmigung vorzulegen. Er stellt
die zeitliche und organisatorische Planung,
(1) Aufnahmevoraussetzungen für die Bildungsgänge der Fachrichtungen Technik und Wirtschaft sind:
(2) Die entsprechende Berufstätigkeit kann während der Fachschulausbildung in Form eines gelenkten Praktikums von 1 200 Stunden geleistet werden. Die Ausbildung in Vollzeitform verlängert sich dann um ein Schuljahr.
die Zeugnisse, mit denen der schulische und der berufliche Abschluss gemäß § 4 nachgewiesen wird,
zwei Lichtbilder neueren Datums.
(1) Die Aufnahme erfolgt auf Probe. Die Probezeit dauert ein Schulhalbjahr. Bei der Entscheidung über die Aufnahme ist schriftlich auf die Probezeit und die Folgen des Nichtbestehens hinzuweisen.
(3) Eine mangelhafte Leistung in einem Fach oder Lernfeld kann durch eine gute Leistung in mindestens einem anderen Fach oder Lernfeld oder durch befriedigende Leistungen in zwei anderen Fächern oder Lernfeldern ausgeglichen werden. Eine ungenügende Leistung kann nicht ausgeglichen werden.
Für die Eignungsfeststellung sind die bisherigen Leistungen heranzuziehen. Maßgebend ist die auf eine Dezimalstelle ohne Rundung errechnete Durchschnittsnote des Zeugnisses, mit dem der berufliche Abschluss gemäß § 4 nachgewiesen wird.
(1) Leistungen können insbesondere durch schriftliche Arbeiten, Referate und Hausarbeiten erbracht werden. Die Unterrichtsmitarbeit im Sinne der Berücksichtigung der Anzahl und Qualität konstruktiver Beiträge ist bei der Leistungsbewertung zu berücksichtigen.
(2) Pro Schulhalbjahr ist mindestens ein erforderlicher Leistungsnachweis in jedem Fach und/oder Lernfeld vorzusehen. Neben schriftlichen Klassenarbeiten sollen dies auch andere Leistungen sein.
(5) Die Halbjahres- oder Jahresnote in einem Fach wird von der Lehrkraft festgesetzt, die in diesem Fach zuletzt unterrichtet hat. Die Note für ein Lernfeld wird durch die in diesem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte gemeinsam festgesetzt. Über die Gewichtung der einzelnen Noten ist vor Unterrichtsbeginn ein Beschluss in der Fach- oder Lernbereichskonferenz zu fassen. Grundlage dafür bilden die während dieses Zeitraumes gezeigten Leistungen.
(6) Für Schülerinnen und Schüler mit einer erheblichen Sprachauffälligkeit, Sinnes- oder Körperbehinderung oder Lese-Rechtschreib-Schwäche kann die Fachkonferenz eine Empfehlung zum spezifischen Umgang mit der Leistungsbewertung erarbeiten, um Nachteile auszugleichen, die sich aus Art und dem Umfang der jeweiligen Behinderung oder Benachteiligung ergeben. Die Leistungsanforderungen müssen den Zielsetzungen des besuchten Bildungsganges entsprechen.
(1) Eine Versetzung erfolgt bei mindestens ausreichenden Leistungen in allen Fächern und Lernfeldern.
(2) Maximal eine mangelhafte Leistung in einem Fach oder einem Lernfeld kann durch eine gute Leistung in einem anderen Fach oder einem Lernfeld oder durch befriedigende Leistungen in zwei anderen Fächern oder Lernfeldern ausgeglichen werden. Eine ungenügende Leistung kann nicht ausgeglichen werden.
(4) Wer gemäß Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 2 Satz 2 die Schule verlässt, kann keinen Antrag auf Aufnahme in einen anderen Fachschulbildungsgang stellen. In diesen Fällen sind die eingereichten Unterlagen gemäß § 5 Abs. 1 den Schülerinnen und Schülern unverzüglich zurückzugeben, wenn kein anderer Bildungsgang im Oberstufenzentrum besucht wird.
(1) Zum Ende eines Schulhalbjahres wird ein Halbjahreszeugnis ausgegeben. Am Ende eines Schuljahres wird ein Jahreszeugnis mit dem Vermerk über die Versetzung oder Nichtversetzung erteilt.
(3) Ein Abgangszeugnis erhält, wer die Probezeit nicht bestanden hat oder den Bildungsgang ohne Abschluss verlässt.
das den Vorsitz führende Mitglied der Schulleitung und
die Lehrkräfte, die den Unterricht erteilt haben als Prüferin oder Prüfer und zur Protokollführung.
(3) Schulaufsicht ausübende Personen können den Prüfungsvorsitz übernehmen. Sie können an allen Prüfungen teilnehmen. In diesem Fall ist das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende Mitglied vorher zu informieren.
(8) Das den Prüfungsvorsitz führende Mitglied hat das Recht, Entscheidungen des Prüfungsausschusses bei dem zuständigen staatlichen Schulamt zu beanstanden, wenn
die Lehrkraft, die den Unterricht erteilt hat oder eine Vertretung als Fachprüferin oder Fachprüfer und
eine fachkundige Lehrkraft zur Protokollführung.
(5) Der Fachprüfungsausschuss ist nur dann beschlussfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Der Fachprüfungsausschuss beschließt mit der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet das den Vorsitz führende Mitglied. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(1) Zur Prüfung wird durch das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende Mitglied zugelassen, wer die Ausbildung absolviert hat. Wer zugelassen wurde, ist zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet.
(1) Die Lehrkräfte legen die Vornoten für die Fächer der schriftlichen Prüfung frühestens zwei Wochen vor Beginn der schriftlichen Abschlussprüfung fest. Die Vornote wird aus dem arithmetischen Mittel aller Noten zu den während der Ausbildung erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung der Leistungsentwicklung gebildet. Die Vornote wird als ganze Zahl angegeben.
(2) Die Niederschriften über die schriftliche Prüfung enthalten insbesondere
(4) Die Niederschriften über die mündliche Prüfung sollen die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses, die Aufgabenstellung und die Besonderheiten des Prüfungsablaufs sowie die Leistungen des Prüflings erkennen lassen und die Teilnoten sowie die Gesamtnote enthalten. Das Abstimmungsergebnis über die Note ist ebenfalls aufzunehmen. Eine Beurteilung mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist im Einzelnen zu begründen. Die Niederschrift ist von der protokollführenden Lehrkraft und von der den Vorsitz des prüfenden Ausschusses führenden Person zu unterschreiben. Die Aufgabenstellungen und die Notizen, die der Prüfling bei der Prüfungsvorbereitung angefertigt und bei der Prüfung benutzt hat, sind der Niederschrift beizufügen.
(1) In der schriftlichen Prüfung sind drei Arbeiten aus dem fachrichtungsbezogenen Lernbereich mit jeweils drei Zeitstunden Prüfungsdauer anzufertigen.
(2) Die Fächer und/oder Lernfelder, in denen eine schriftliche Prüfung stattfindet, sind in den Stundentafeln gemäß den Anlagen mit „s P“ gekennzeichnet.
(4) Das für Schule zuständige Ministerium oder ein Schulrat des von ihm beauftragten staatlichen Schulamtes prüft und genehmigt die Aufgabenvorschläge und entscheidet, welcher der beiden Vorschläge verwendet werden soll und sendet beide in versiegeltem Umschlag an die Schulleiterin oder den Schulleiter zurück. Die gewählten und nicht gewählten Vorschläge, Entwürfe, Durchschriften und Vervielfältigungen sind unter Verschluss zu halten. Dem Prüfling dürfen über die eingereichten Vorschläge in keiner Weise Informationen zugänglich gemacht werden.
(1) Vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden die Prüflinge über die Folgen der Verwendung unerlaubter Hilfsmittel, von Täuschungen und Täuschungsversuchen oder der Mitwirkung an Täuschungen gemäß § 28 belehrt.
(3) Für die Arbeiten einschließlich der Konzepte sind von der Schule einheitlich gekennzeichnete Bögen bereitzustellen; die Verwendung anderer Bögen ist unzulässig. Die Seiten der Reinschrift sind fortlaufend zu nummerieren. Sämtliche Entwürfe und der Aufgabentext sind mit dem Namen des Prüflings zu versehen und mit der Reinschrift abzugeben.
(4) Auf schriftlichen Antrag an die Schulleitung sind für behinderte oder benachteiligte Prüflinge die sich aus ihrer Behinderung oder Benachteiligung ergebenden Nachteile auszugleichen. Für eine begründete Entscheidung kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangt werden.
(5) Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt je Prüfling in der Regel 20 Minuten. Für die unmittelbare Vorbereitung auf die Prüfung sind dem Prüfling 20 Minuten Zeit zu gewähren. Wenn es die Aufgabenstellung erfordert, kann die Fachprüfungskommission die Vorbereitungszeit bis auf 40 Minuten verlängern.
(7) Die mündliche Prüfung nimmt die prüfende Lehrkraft ab, die auch die Aufgabenstellung erarbeitet. Aus wichtigem Grund kann der Vorsitzende der Prüfungskommission eine andere Lehrkraft hierfür bestimmen. Die Prüfungsaufgaben werden dem Prüfling schriftlich vorgelegt. Während der Vorbereitung, die unter Aufsicht stattfindet, darf sich der Prüfling Aufzeichnungen als Grundlage für seine Ausführungen machen. Im Prüfungsgespräch sind vor allem größere fachliche Zusammenhänge zu berücksichtigen.
(2) Grundlage für die Festlegung sind die Vornoten sowie die Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Die Notenbildung erfolgt durch die Bildung des rechnerischen Mittelwertes aus der Vornote sowie den Prüfungsnoten. Die Noten sind nach der rechnerischen Ermittlung des Mittelwertes aus der Vornote, der Note der schriftlichen Prüfung und der Note der mündlichen Prüfung durch Auf- oder Abrunden festzusetzen. Abweichende Entscheidungen sind bei besonderer Würdigung der Prüfungsleistungen möglich, wenn sie im Einzelfall schriftlich begründet im Protokoll der Abschlusskonferenz festgehalten werden.
(1) Schülerinnen und Schüler, die die Abschlussprüfung in einem Fach oder Lernfeld mit einer schlechteren Note als „ausreichend“ abgeschlossen haben, müssen die Abschlussprüfung in diesem Fach oder Lernfeld innerhalb eines Monats nach Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres einmal wiederholen.
(2) Schülerinnen und Schüler, die die Fächer und Lernfelder nach Absatz 1 nicht erfolgreich wiederholt haben, sind erst nach Wiederholung des letzten Schuljahres zu einer erneuten Abschlussprüfung zuzulassen, sofern nicht gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 eine Wiederholung ausgeschlossen ist.
(1) Ist eine Schülerin oder ein Schüler durch Krankheit oder sonstige von ihm nicht zu vertretende Umstände an der Ablegung der Abschlussprüfung eines Prüfungsteils verhindert, so hat sie oder er dies in geeigneter Weise unverzüglich nachzuweisen. Bei Krankheit ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Sie oder er entscheidet, ob eine nicht zu vertretende Verhinderung gegeben ist. Liegt eine solche Verhinderung vor, bestimmt die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission einen neuen Prüfungstermin. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden angerechnet.
(2) Die Prüflinge sind vor Beginn jeder Prüfung zu befragen, ob sie sich gesundheitlich in der Lage fühlen, an der Prüfung teilzunehmen. Muss für einen Prüfling die Prüfung aus gesundheitlichen oder anderen stichhaltigen Gründen ausgesetzt oder abgebrochen werden, ist diese Prüfung nachzuholen. Die Entscheidung über das Aussetzen oder den Abbruch der Prüfung liegt für die schriftliche Prüfung bei der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission, für die mündliche Prüfung bei der oder dem Vorsitzenden der jeweiligen Fachprüfungskommission. Werden gesundheitliche Gründe geltend gemacht, ist unverzüglich ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Bei schriftlichen Prüfungen kann die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission, bei einer mündlichen Prüfung die oder der Vorsitzende der jeweiligen Fachprüfungskommission die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen.
(1) Schülerinnen und Schüler erwerben die Fachhochschulreife gemäß Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 5.Juni 1998 in der jeweils geltenden Fassung (Vereinbarung über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen) mit dem Abschlusszeugnis, wenn mindestens ausreichende Leistungen in den Fächern und Lernfeldern des Pflichtunterrichts, des Wahlbereichs und im Fach der schriftlichen Prüfung gemäß Absatz 2 erreicht wurden.
(2) Das schriftliche Prüfungsfach zum Erwerb der Fachhochschulreife ist im Bildungsgang Wirtschaft Deutsch/Kommunikation und im Bildungsgang Technik Mathematik. Die Prüfungszeit beträgt 180 Minuten.
(3) Schülerinnen und Schüler, die die Prüfung im schriftlichen Prüfungsfach zum Erwerb der Fachhochschulreife mit einer schlechteren Note als „ausreichend“ abgeschlossen haben, können die Prüfung innerhalb eines Monats nach Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres einmal wiederholen.
(4) Schülerinnen und Schüler, die sich der Wiederholungsprüfung gemäß Absatz 3 unterziehen wollen, haben dies der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses schriftlich mitzuteilen. Der Termin für die Wiederholungsprüfung wird von der Prüfungskommission festgesetzt und den Schülerinnen und Schülern rechtzeitig bekannt gegeben.
(5) Wird die Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife nicht bestanden, bleiben die Noten der Fächer des Wahlbereichs bei der Festlegung der Endnote unberücksichtigt.
(6) Die unterrichtenden Lehrkräfte reichen der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission spätestens vier Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung für das jeweilige Fach gemäß Absatz 2 je zwei Vorschläge für die Prüfungsaufgaben unter Angabe der zugelassenen Hilfsmittel ein. Die Prüfungsaufgaben müssen den Standards der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz vom 5. Juni 1998 über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen entsprechen. Das für Prüfungen in Bildungsgängen und Fächern zum Erwerb der Fachhochschulreife zuständige staatliche Schulamt prüft und genehmigt die Vorschläge und wählt jeweils einen Vorschlag aus. Die genehmigten Vorschläge, Entwürfe, Durchschriften und Vervielfältigungen sind bis zur unmittelbaren Prüfungsvorbereitung unter Verschluss zu halten.
(1) Der Abschluss der Fachschule für Technik und Wirtschaft kann auch nachträglich durch eine Prüfung erworben werden. Die Prüfung kann jedoch nicht eher abgelegt werden, als es bei regulärem Schulbesuch möglich gewesen wäre. Grundsätzlich finden Nichtschülerprüfungen nur in Fachrichtungen statt, die an öffentlichen Schulen eingerichtet sind.
(2) Das für die Nichtschülerprüfung für Fachschulabschlüsse zuständige staatliche Schulamt informiert die Bewerberin oder den Bewerber über die Regelungen dieser Prüfung, insbesondere über die Zulassungsvoraussetzungen und die Prüfungsanforderungen.
(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist an das gemäß § 37 Abs. 2 zuständige staatliche Schulamt bis zum 1. November des Schuljahres, in dem die Prüfung stattfinden soll, zu richten. Zugelassen wird, wer
seinen Hauptwohnsitz im Land Brandenburg nachweist,
in dem der Prüfung vorangegangenen Jahr nicht Schülerin oder Schüler einer Schule in öffentlicher Trägerschaft oder einer anerkannten Ersatzschule war und
durch Berufsweg und bisherige schulische Ausbildung nachweist, dass Kenntnisse und Fertigkeiten erworben wurden, die denen im originären Bildungsgang entsprechen und sich auf die Prüfung vorbereitet hat.
eine Übersicht über die bisherige berufliche Laufbahn
und die Schullaufbahn, einschließlich einer beglaubigten Abschrift der Zeugnisse, mit dem die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 4 nachgewiesen werden und
(3) Das gemäß § 37 Abs. 2 zuständige staatliche Schulamt entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und legt auch fest, welches Oberstufenzentrum oder im Einzelfall welche anerkannte Ersatzschule mit der Durchführung der Prüfung beauftragt wird. Liegt diese Schule nicht im eigenen Zuständigkeitsbereich, beantragt es die Beauftragung bei dem zuständigen staatlichen Schulamt. Die Zulassungsentscheidung und gegebenenfalls der Prüfungsort werden der Bewerberin oder dem Bewerber bis spätestens zum 31. Januar des folgenden Jahres mitgeteilt. Wer nicht zur Prüfung zugelassen wurde oder von der Prüfung auf eigenen Antrag zurücktritt, erhält die eingereichten Unterlagen gemäß Absatz 2 unverzüglich zurück.
Prüfungsausschuss, Fachprüfungsausschuss
(1) Für die Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Das für die prüfende Einrichtung zuständige staatliche Schulamt beruft den Prüfungsausschuss. Dem Prüfungsausschuss gehören das den Vorsitz führende zuständige Mitglied der Schulleitung und die Lehrkräfte an, die in den zu prüfenden Fächern und Lernfeldern eine Befähigung zur Erteilung des Unterrichts besitzen. Im Übrigen ist § 18 Abs. 3 bis 8 entsprechend anzuwenden.
(2) Für die Durchführung der mündlichen Prüfungen kann der Prüfungsausschuss Fachprüfungsausschüsse bilden. Das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende Mitglied bestimmt die Fachprüfungsausschüsse und beruft als Mitglieder:
(3) Alle Mitglieder des Fachprüfungsausschusses sind berechtigt, Fragen zu den Themen der Prüfung zu stellen. Der Fachprüfungsausschuss ist nur dann beschlussfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(1) Die Prüfung besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Für die Erarbeitung der Aufgabenstellungen ist § 24 anzuwenden. Für Unregelmäßigkeiten im Prüfungsverlauf gilt § 28 entsprechend.
(3) Die prüfenden Lehrkräfte erarbeiten die jeweilige Aufgabenstellung für die schriftlichen und die mündlichen Prüfungen. Die Entscheidung über das Verfahren der Genehmigung der Aufgabenstellungen für die mündlichen Prüfungen trifft das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende Mitglied. Ist das Mitglied keine Schulaufsicht führende Person, ist das Einvernehmen mit dem staatlichen Schulamt herzustellen.
(4) Die schriftliche Prüfung erfolgt in drei gemäß den Anlagen bezeichneten berufsbezogenen Fächern und/oder Lernfeldern. Die Prüfungszeit beträgt jeweils drei Zeitstunden. Der Prüfungsablauf soll so organisiert werden, dass die jeweiligen schriftlichen Prüfungen nicht an aufeinander folgenden Tagen durchgeführt werden.
(5) Eine mündliche Prüfung erfolgt in allen Fächern und Lernfeldern der jeweiligen Stundentafel. Die Zulassung zur mündlichen Prüfung erfolgt, wenn das Gesamtergebnis der schriftlichen Prüfung bei höchstens einer mangelhaften Leistung durchschnittlich mindestens „ausreichend“ lautet. Mündliche Prüfungen sind auf mindestens zwei Tage zu verteilen und dauern jeweils in der Regel 15 Minuten. Auf eine mündliche Prüfung in den Fächern und Lernfeldern der schriftlichen Prüfung kann verzichtet werden, wenn die schriftliche Prüfung mit mindestens guten Leistungen abgeschlossen wurde.
(7) Abweichend von § 38 Abs. 3 Satz 1 kann die Prüfung für Bewerberinnen und Bewerber, die sich an einem anerkannten Fernlehrinstitut oder in einer genehmigten Ersatzschule vorbereitet haben, auch am Sitz der genehmigten Ersatzschule oder des anerkannten Fernlehrinstituts, sofern dieser im Land Brandenburg liegt, durchgeführt werden. Für die Kosten von Prüfungen am Sitz eines Fernlehrinstituts oder einer genehmigten Ersatzschule kommt das Fernlehrinstitut oder die Ersatzschule auf.
(8) Das für Schule zuständige Ministerium kann für Prüflinge von Lehrgängen anerkannter Fernlehrinstitute mit Sitz im Land Brandenburg in einzelnen Fächern und/oder Lernfeldern die Leistungen aus dem Zeugnis des Fernlehrinstituts als Vornoten übernehmen, wenn das Fernlehrinstitut von der Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen worden ist und beim erstmaligen Ablegen der Prüfung das Zeugnis des Fernlehrinstituts nicht älter als ein Jahr ist. Für die schriftliche und mündliche Prüfung gelten die Bestimmungen der §§ 23 bis 33.
(9) Die Erhebung von Prüfungsgebühren richtet sich nach den Bestimmungen der Gebührenordnung in der jeweils geltenden Fassung.
(1) Für die Schülerinnen und Schüler, die vor dem 1. August 2005 die Ausbildung in einem der Bildungsgänge der Fachschule aufgenommen haben, gelten die Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachschulen vom 17. Mai 1994 (GVBl. II S. 370), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. August 2002 (GVBl. II S. 489), fort.
(2) Abweichend von Absatz 1 gilt für die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Fachschule Wirtschaft, die im Schuljahr 2004/2005 die Ausbildung begonnen haben, § 3 Abs. 2 dieser Verordnung. Im Übrigen gilt Absatz 1.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2005 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachschulen vom 17. Mai 1994 (GVBl. II S. 370), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. August 2002 (GVBl. II S. 489), nach Maßgabe von § 41 außer Kraft.
Potsdam, den 23. Juni 2005
Übersicht über die Fachrichtungen
Bildungsgang Fachschule Technik
Bildungsgang Fachschule Wirtschaft
Fachschule Technik Fachrichtung Agrartechnik
Wirtschafts- und Arbeitsrecht 120
Politische Bildung 120
Berufsbezogener Lernbereich 1 920
Naturwissenschaftliche Grundlagen 480
Ökologie und Landespflege 160
Unternehmens- und Mitarbeiterführung 480
Wahlpflichtbereich *
1. Schwerpunkt Gartenbau
Betriebsorganisation und Verkaufsberatung (s P) 160
Pflanzenproduktion (s P) 360
Züchtung und Versuchswesen (s P) 120
Gartenbautechnik 160
2. Schwerpunkt Garten- und Landschaftsbau
Bauabwicklung (s P) 160
Pflanzenkunde/Pflanzenverwendung (s P) 220
Technik des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues (s P) 240
Technisches Zeichnen und Vermessungstechnik 180
3. Schwerpunkt Landbau
Verkaufsberatung (s P) 120
Pflanzliche Erzeugung/Verfahrenstechnik (s P) 300
Tierische Erzeugung/Verfahrenstechnik (s P) 300
Landtechnik 80
* Der Wahlpflichtbereich wird entsprechend den Möglichkeiten der Schule in Abhängigkeit der Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler im Umfang von 800 Stunden angeboten.
Fachschule Technik Fachrichtung Bautechnik
Baustofflehre/Bauchemie/Bauphysik 280
Technische Kommunikation 280
Baukonstruktion 280
Tragwerksplanung (s P) 320
Vermessung 80
Baubetrieb (s P) 240
Rechnungswesen/Betriebswirtschaft 80
Komplexe Planung (s P) 240
Fachschule Technik Fachrichtung Elektrotechnik
Mathematisch-Elektrotechnische Grundlagen 440
Software-Engineerung (s P) 340
Automatisierungsprozesse, Steuerungs-und Regelungstechnik (s P) 440
Qualitäts- und Projektmanagement (s P) 480
Gebäudeleittechnik 220
Fachschule Technik Fachrichtung Foto- und Medientechnik
Erfassen und Aufbereiten analoger und digitaler Daten (s P) 320
Ausgabe und Weiterleiten von analogen und digitalen Daten (s P) 320
Gestaltungstheorien und -mittel (s P) 240
Datennetze und interaktive Komponenten 240
Printprodukte 240
Online- und Multimedia-Produkte 120
Betriebswirtschaft und Medienmarketing 160
Medien- und Materialkunde 80
Fachschule Technik Fachrichtung Informatik
Rechnersysteme und ihre Peripherie 160
Installation und Administration von Betriebssystemen (Stand alone) 160
Planen und Realisieren von lokalen Netzen (s P) 320
WAN und Internet 160
Multimedia und Webdesign 80
Softwareentwicklung mit Hilfe objektorientierter und Skriptsprachen (s P) 640
Projektierung und Anwendung von Datenbanken (s P) 240
Betriebswirtschaftliche Prozesse 160
Fachschule Technik Fachrichtung Maschinentechnik
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Grundlagen 480
Fertigungstechnik 320
Automatisierungsprozesse (s P) 480
Konstruktionstechnik (s P) 440
Produktionsorganisation (s P) 200
Fachschule Technik Fachrichtung Mechatronik
Lernen und arbeiten im inner- und außerbetrieblichen Bereich 160
Projekte planen und durchführen 240
Installation und Inbetriebnahme von mechatronischen Systemen (s P) 460
Konstruieren und dimensionieren mechatronischer Systeme (s P) 480
Mechatronische Systeme instand halten und modifizieren (s P) 420
Planen, organisieren und optimieren von Produktionsprozessen 160
Fachschule Wirtschaft Fachrichtung Betriebswirtschaft
Betriebswirtschaftslehre (s P) 420
Rechnungswesen/Controlling (s P) 400
Finanzierung/Investition (s P) 240
Volkswirtschaftslehre 240
Steuerlehre 200
Mathematik/Statistik 180
Anwendungsbezogene Informatik 240
Fachschule Wirtschaft Fachrichtung Hotelbetriebswirtschaft und Hotelmanagement
Hotelmanagement (s P) 240
Food- und Beverage-Management (s P) 360
Investition und Finanzierung, Abgaben und Wirtschaftsrecht 200
Praxisorientierte Bilanzierung und Erfolgsanalyse (s P) 280
Controlling und Marketing 200
Personalwesen und Arbeitsrecht 200
Datenverarbeitung im Hotel- und Gaststättenbereich 200
Fremdsprachen im Hotel- und Gaststättenbereich 240

References: § 28

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40
 § 4
 § 34
 § 4
 § 4
 § 5
 § 28
 § 15
 § 37
 § 4
 § 37
 § 18
 § 24
 § 28
 § 38
 § 3
 § 41