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Timestamp: 2019-05-22 01:57:20+00:00

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Rechtsprechung: VersR 1989, 155 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: LG Münster, 07.12.1987
https://dejure.org/1988,835
BGH, 18.10.1988 - VI ZR 94/88 (https://dejure.org/1988,835)
BGH, Entscheidung vom 18.10.1988 - VI ZR 94/88 (https://dejure.org/1988,835)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 1988 - VI ZR 94/88 (https://dejure.org/1988,835)
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Ersatz für die Beerdigungskosten eines ertrunkenen Kindes - Umfang der Verkehrssicherungspflichten zur Verhinderung eines Badeunfalls - Besondere Gefährlichkeit eines Baggersees wegen plötzlichen Abfallens des Untergrunds - Risikoverteilung für "wildes" Baden an einem See - Kindgerechte Warnung vor den tückischen Gefahren des vermeintlich flachen Baggersees
Zum Umfang der Verkehrssicherungspflicht bei Nutzung eines Baggersees zum "wilden" Baden
BGB §§ 823, 844 Abs. 1
NJW-RR 1989, 219
MDR 1989, 243
VersR 1989, 155
Risiken, die ein freies Bewegen in der Natur mit sich bringt, gehören grundsätzlich zum entschädigungslos hinzunehmenden allgemeinen Lebensrisiko (vgl. Senatsurteil vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88, VersR 1989, 155, 156; Braun, AUR 2012, 207, 208).
Doch kann eine tatsächliche Vermutung dafür bestehen, daß dann, wenn auf bestimmte Gefahren deutlich und für den Adressaten plausibel hingewiesen worden ist, dies auch beachtet worden wäre (vgl. Senatsentscheidung Urteil vom 18. Oktober 1988 VI ZR 94/88 - VersR 1989, 155, 157 = JZ 1989, 249 mit Anm. v. Bar (Baggersee)).
Nach anerkannten Rechtsgrundsätzen hat jeder, der Gefahrenquellen schafft oder unterhält, die nach Lage der Verhältnisse erforderlichen Vorkehrungen zum Schutz anderer Personen zu treffen (st. Rspr.; BGHZ 103, 338, 340; BGHR BGB § 823 Abs. 1 Verkehrssicherungspflicht 18).
Nach anerkannten Rechtsgrundsätzen hat jeder, der Gefahrenquellen schafft oder unterhält, die nach Lage der Verhältnisse erforderlichen Vorkehrungen zum Schutze anderer Personen zu treffen (BGHZ 103, 338, 340; Senatsurteile vom 22. Oktober 1974 - VI ZR 149/73 - VersR 1975, 88, 89 und vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88 - VersR 1989, 155, 156).
Doch besteht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass dann, wenn auf bestimmte Gefahren deutlich und für den Verwender plausibel hingewiesen worden wäre, dies auch beachtet worden wäre (BGH, VersR 1989, 155; 1992, 96; OLG Hamm, NZV 1993, 310;… Wagner, in: Münchener Kommentar, a.a.O., § 823 RN 692).
OLG Saarbrücken, 31.08.2004 - 3 U 748/03
Amtshaftung der straßensicherungspflichtigen Gemeinde: Fahrzeugschaden durch …
Auch dann, wenn der Verkehrssicherungspflichtige mit einer naheliegenden bestimmungswidrigen Nutzung rechnen muss, kann er sich nicht entlasten (BGH, VersR 1965, 515 [re. Sp.]; OLG Celle, NJW-RR 1995, 984 [re. Sp.]; LG Aachen, VersR 1974, 682 [683 li. Sp.]; zur einer erweiterten Haftung gegenüber Kindern: BGH, NJW 1980, 1745 [1746 li. Sp.]; BGH, VersR 1989, 155 [156 re. Sp. f]; OLG München, VersR 1988, 961 [re. Sp.];… vgl. hierzu im Einzelnen Staudinger/Hager, Kommentar zum BGB, 13. Auflage, § 823, Rdnr. E 42 ff;… MünchKomm(BGB)/Wagner, 4. Aufl., § 823 Rdnr. 260, jeweils m.w.N.).
Liegt somit aber eine bestimmungswidrige Benutzung nicht ganz fern, löst schon die Erkennbarkeit einer konkreten Gefährdung, die hier auf Grund der Automatik des Hochfahrens des Pollers gegeben war, die Pflicht des Verkehrssicherungspflichtigen zum Einschreiten aus (BGH, VersR 1989, 155 [157]).
So wird dieser Begriff z.B. im Zusammenhang damit verwendet, dass die von mit Feuer spielenden Kindern ausgehenden Gefahren nach dem Gedanken des § 832 BGB nicht zum allgemeinen Lebensrisiko gehören, sondern in erster Linie von den Eltern zu tragen sind (…vgl. BGH, Urt.v. 29.5.1990, NJW 1990, S. 2553, 2554;… Urt.v. 10.7.1984, NJW 1984, S. 2575, 2576), während etwa Gefahren, die ein freies Bewegen in der Natur mit sich bringen ("wildes Baden") entschädigungslos hinzunehmen sind (vgl. BGH, Urt.v. 18.10.1988, NJW-RR 1989, S. 219, 220).
VG Düsseldorf, 09.11.2010 - 17 K 8924/08
Herstellung und Einhaltung einer profilgerechten Neigungslinie einer …
So hat der Betreiber eines Badestrands die Verpflichtung, die Benutzer vor den Gefahren zu schützen, die über das übliche Risiko bei der Anlagebenutzung hinausgehen, nicht ohne weiteres erkennbar und auch vom Benutzer nicht vorhersehbar sind, 58 vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88 -, Rn. 12 (juris).
Wildes Baden gehöre grundsätzlich zum allgemeinen Lebensrisiko, 60 vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88 -, Rn. 13 (juris).
Hier müssen Verkehrssicherungsmaßnahmen getroffen werden, um der Gefahr, die ein Kind nicht erkennen kann, durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu begegnen, 62 vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88 -, Rn. 14 (juris).
Dass Schilder hierfür nicht ausreichen, ist zumindest nicht offensichtlich, 64 vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 94/88 -, Rn. 16 (juris); LG Arnsberg, Urteil vom 31. Juli 2002 - 2 O 156/02 -, Rn. 23 (juris).
Auf die Anreizfunktion stellt wesentlich auch sonst die Rechtsprechung zur allgemeinen Verkehrssicherungspflicht gegenüber Kindern ab, die - auch bei unbefugtem Verhalten - vor den Folgen ihrer Unbesonnenheit und Unerfahrenheit zu schützen sind (vgl. BGH NJW 1975, 108, 109; NJW-RR 1989, 219, 220; NJW 1995, 2631).
OLG Saarbrücken, 11.09.2012 - 4 U 339/10
Verkehrssicherungspflicht des Hestellers von Ölkanistern mit schadhaften …
LG Arnsberg, 31.07.2002 - 2 O 156/02
OLG Frankfurt, 24.03.2014 - 13 U 56/12
Ausschluss der Haftung des Waldbesitzers für waldtypische Gefahren
OLG Hamm, 19.02.2004 - 9 W 41/02
Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich einer bei schlechten Lichtverhältnissen …
VG München, 31.01.2013 - M 11 K 12.3959
Baubeseitigung; keine berufsmäßige Binnenfischerei oder Landwirtschaft; …
dejure.org Übersicht LG Münster
LG Münster, 07.12.1987 - 16 O 209/87
https://dejure.org/1987,15120
LG Münster, 07.12.1987 - 16 O 209/87 (https://dejure.org/1987,15120)
LG Münster, Entscheidung vom 07.12.1987 - 16 O 209/87 (https://dejure.org/1987,15120)
LG Münster, Entscheidung vom 07. Dezember 1987 - 16 O 209/87 (https://dejure.org/1987,15120)
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References: § 823
 § 823
 § 823
 § 823
 § 832
 BGH