Source: http://qualitaet-berufsbildung-agrar.de/a/
Timestamp: 2019-08-21 23:01:14+00:00

Document:
Bildungsglossar Anfangsbuchstabe A
Arbeitskreis der zuständigen Stellen
Ausbildungsvertragslösung
Agrarische Berufsbildung
Angemessenes Verhältnis von Ausbildern zu Auszubildenden
Ausbilderschlüssel
Teils verkürzt verwendeter Begriff für Ausbildungsabbruch.
Im § 8 des Berufsbildungsgesetzes werden die Fachbegriffe Abkürzung und Verkürzung der Ausbildungszeit synonym verwendet.
Inhaltlich geht es um die Ab- oder Verkürzung der Ausbildungszeit oder der
Ausbildungsdauer. Weitere Informationen unter Verkürzung.
Für die Abnahme von Prüfungen sind nach § 39 Berufsbildungsgesetz Prüfungsausschüsse von den zuständigen Stellen zu errichten. Die Abnahme der Prüfungen ist eine die entscheidende Aufgabe der Prüfungsausschüsse.
Die Abnahme der Prüfung ist der eigentliche Mittelpunkt des Prüfungsgeschehens. Sie umfasst das Ermitteln und Bewerten der Leistungen nach den Vorgaben der in der jeweils geltenden Ausbildungsordnung, Ausbildungsregelung, Fortbildungsordnung oder Fortbildungsprüfungsregelung festgelegten Prüfungsanforderungen. Dabei sind auch die Vorschriften der Prüfungsordnungen der jeweiligen zuständigen Stelle zu beachten.
Das Wort Abnahme begründet keine Zuständigkeit des Prüfungsausschusses für alle die Prüfungen betreffenden Fragen.
siehe auch Durchführung von Prüfungen
Der Begriff Abschlussnote wird teils synonym verwendet für das Gesamtergebnis einer Abschlussprüfung oder die Gesamtleistung einer Fortbildungsprüfung. Die Abschlussnote spiegelt das Prüfungsergebnis wider.
Daneben gibt es noch die schulische Abschlussnote für die in der Berufsschule erbrachten Leistungen. Auf Antrag des Auszubildenden kann das Ergebnis berufsschulischer Leistungsfeststellungen (Abschlussnote der Berufsschule) auf dem Zeugnis der Abschlussprüfung ausgewiesen werden.
Nach § 37 Berufsbildungsgesetz sind in anerkannten Ausbildungsberufen Abschlussprüfungen durchzuführen. Die Abschlussprüfung kann im Falle des
Nichtbestehens zweimal wiederholt werden. Zu einer Abschlussprüfung muss der Prüfling zugelassen wer-den (Zulassung zur Abschlussprüfung). Die Zulassung muss bei der zuständigen Stelle für Berufsbildung termingerecht und formgebunden beantragt werden.
Der § 38 des Berufsbildungsgesetzes beschreibt den Prüfungsgegenstand wie folgt: Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die
berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In ihr soll der Prüfling nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
Die Ausbildungsordnung legt die Prüfungsanforderungen, die Prüfungsinstrumente, die Prüfungszeiten und die Berechnung des Gesamtergebnisses fest.
Die Abschlussprüfung ist handlungsorientiert durchzuführen
Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss abgenommen.
Das Prüfungsverfahren wird durch die Prüfungsordnung geregelt.
Wird die Abschlussprüfung vor dem Ende der vertraglich festgelegten Ausbildungsdauer erfolgreich abgelegt, endet die Ausbildung am Tag der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses. Ausbildungsabschluss
Übersicht des Verbandes der Landwirtschaftskammern über die Strukturen aller landwirtschaftlichen Abschlussprüfungen.
In zweierlei Hinsicht gebrauchter Begriff:
1. Oft synonym gebrauchter Begriff für das Prüfungszeugnis einer mit bestandener Abschlussprüfung abgeschlossenen Berufsausbildung.
2. Der Rechtsbegriff Abschlusszeugnis findet sich im § 103 des
Berufsbildungsgesetzes für die Gleichstellung von Abschlusszeugnissen im Rahmen der deutschen Einheit. Auch hier handelt es sich um die Gleichstellung von Prüfungszeugnissen.
Kurzform von Ausbildereignungsverordnung, Erläuterungen dort
Der Begriff Agrarbildung ist offiziell nicht definiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird darunter die Gesamtheit der staatlich anerkannten und nicht staatlich anerkannten Bildungsmöglichkeiten mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt in folgenden Bereichen verstanden:
-Ausbildung,
-staatlicher anerkannter Fort- und Weiterbildung (beruflich und schulisch),
-Hochschul- und Universitätsbildung,
-Weiterbildung, in sehr unterschiedlichen Formaten, ohne Abschluss.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dieser Begriff inhaltlich synonym, aber fachlich nicht korrekt für landwirtschaftliche Berufsbildung verwendet.
Der Begriff agrarische Berufsbildung ist offiziell nicht definiert und findet keinen Ansatz im gesamten vom Berufsbildungsgesetz geprägten Berufsbildungsrecht.
Ansatzweise findet er sich bei den vom Schulrecht geprägten Fachschulen als Fachbereich Agrarwirtschaft wieder.
Allgemeine Rechtsverbindlichkeit tarifvertraglicher Vergütungsregelungen für alle Auszubildenden eines gesamten Berufs- oder Wirtschaftsbereichs.
Allgemeinverbindliche Regelungen sollen eine angemessene Ausbildungsvergütung auch für nicht tariflich gebundene Auszubildende sichern.
Das Berufsbildungsgesetz definiert die Anforderungen an staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Die Berufsausbildung hat somit die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln, der auch den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrung ermöglicht.
Als Grundlage für eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung kann das für die Landwirtschaft zuständige Bundesministerium im Einvernehmen mit dem für Bildung zuständigen Bundesministerium durch Rechtsverordnung Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft staatlich anerkennen und hierfür Ausbildungsordnungen erlassen.
Die Anerkennung von Ausbildungsbetrieben in der Landwirtschaft ist ein formeller Akt der regionalen zuständigen Behörden für Berufsbildung als Ergebnis der Eignungsfeststellung.
In der Regel wird ein schriftlicher Bescheid erlassen, der auch Auflagen und Nebenbestimmungen enthalten kann. Auf der Grundlage dieses Bescheides können Auszubildende eingestellt und ausgebildet werden.
Synonym gebrauchter Begriff für die Anrechnung oder Befreiung von Prüfungsleistungen.
Nach § 17 Berufsbildungsgesetz haben Auszubildende Anspruch auf eine angemessene Vergütung.
Diese ist angemessen, wenn sie hilft, die Lebenshaltungskosten zu bestreiten und wenn sie zugleich eine Mindestentlohnung für die Leistungen der Auszubildenden darstellt. Die Ausbildungsvergütung ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.
Es ist gängige Rechtsprechung, dass einschlägige tarifliche Vorschriften die Mindestvergütung darstellen und stets angemessen sind. Sind die Vertragspartner nicht tarifgebunden, müssen sie die Höhe der Vergütung festlegen. Auch hier gilt: Richten sie sich dabei an einem Tarifvertrag aus, ist die Ausbildungsvergütung stets angemessen. Die Angemessenheit ist immer auf den Zeitpunkt der Fälligkeit und nicht auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzustellen. Das heißt: Ändert sich der Tarifvertrag während der Berufsausbildung, so ist die Ausbildungs-vergütung auf die neuen Sätze anzupassen.
Vereinbaren die Vertragsparteien eine Ausbildungsvergütung, die um mehr als 20 Prozent unter den tariflichen Sätzen bzw. den Empfehlungen der zuständigen Stellen liegt, ist sie nicht mehr angemessen.
Es gibt Ausnahmen. Wird die Ausbildungsvergütung überwiegend aus staatlichen Mitteln oder durch Spenden finanziert, kann sie an gemessen sein, obwohl sie das Tarifniveau um mehr als 20 Prozent unterschreitet.
Die Einhaltung der angemessenen Ausbildungsvergütung ist eine der Voraussetzungen für die Eintragung des Berufsausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverträge.
Artikel des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Angemessenheit von Ausbildungsvergütungen
Ausbilder in der Landwirtschaft müssen in besonderem Maße fachlich sowie
persönlich geeignet sein und in der Zahl in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden stehen.
Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung hat folgende Kriterien festgelegt:
– Es muss mindestens ein Ausbilder vorhanden sein.
– Ausbilder, die neben der Aufgabe des Ausbildens noch weitere betriebliche Funktionen ausüben, sollen nicht mehr als drei Auszubildende selbst ausbilden. Es muss sichergestellt sein, dass ein angemessener Teil der Arbeitszeit für die Tätigkeit als Ausbilder zur Verfügung steht.
– Ausbilder, denen ausschließlich Ausbildungsaufgaben übertragen sind, sollen nicht mehr als 12 Auszubildende in einer Gruppe unmittelbar selbst ausbilden.
– Bei gefahrenanfälligen Tätigkeiten ist die Zahl der Auszubildenden entsprechend geringer anzusetzen.
Darüber hinaus können Fachkräfte, die eine Berufsausbildung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen haben, den Ausbilder bei seiner Tätigkeit unterstützen. Als angemessenes Verhältnis der Zahl der Auszubildenden zur Zahl der Fachkräfte gilt in der Regel:
– eine bis zwei Fachkräfte = ein Auszubildender
– drei bis fünf Fachkräfte = zwei Auszubildende
– sechs bis acht Fachkräfte = drei Auszubildende
– je weitere drei Fachkräfte = ein weiterer Auszubildender.
Zu jeder öffentlich – rechtlichen Prüfung, zu denen die Abschlussprüfung oder die Fortbildungsprüfung zählen, ist eine Anmeldung bei der zuständigen Stelle erforderlich.
Die zuständige Stelle gibt die Termine der Prüfung einschließlich der Anmelde-fristen in geeigneter Weise mindestens einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist öffentlich bekannt. Wird die Anmeldefrist überschritten, kann die zuständige Stelle die Annahme des Antrags verweigern. Die Anmeldung ist zum nächsten Termin möglich. Auch bei Entgegennahme nach Fristversäumnis kann die zuständige Stelle die Durchführung der Prüfung im nächsten Prüfungszeitraum festlegen.
Zur Zulassung zur Abschlussprüfung melden sich an:
– bei einem bestehenden Berufsausbildungsvertrag in der Regel
Auszubildender und Ausbildender mit gemeinsamem Antrag,
– wenn das Berufsausbildungsverhältnis ausgelaufen ist der Prüfling,
– in allen anderen Fällen (s. Zulassung zur Abschlussprüfung) der Prüfling.
Die Zulassung zur Fortbildungsprüfung beantragt immer der Prüfling.
Die Teilnahme an einer Wiederholungsprüfung beantragt immer der Prüfling.
Bei der Anmeldung sind die genauen Bestimmungen der Prüfungsordnung für die Abschlussprüfung bzw. der Prüfungsordnung für die Fortbildungsprüfung der zuständigen Stellen zu beachten.
Nach einem Ausbildungsabbruch oder Betriebswechsel kann bei Fortsetzung der Berufsausbildung in demselben oder einem anderen Beruf die zurückgelegte Ausbildungszeit ganz oder teilweise für eine Kürzung der weiteren Ausbildungsdauer berücksichtigt werden.
Soweit festgestellt wird, dass nach Abschluss des ersten Ausbildungsjahres bei einem Berufswechsel die Grundausbildung des Erstberufes im Wesentlichen identisch ist mit der Grundausbildung des neuen Ausbildungsberufes, so kann diese in vollem Umfang (12 Monate) berücksichtigt werden.
Hinweis: Der Begriff „zurückgelegte Ausbildungszeit“ wird hier im Sinn von
Ausbildungsdauer gebraucht.
Siehe auch Verkürzung
In allen Verordnungen zur Meisterprüfung, mit Ausnahme des Pferdewirtschaftsmeisters, sowie in einigen anderen Rechtsverordnungen zur Fortbildung (z. B. Fachagrarwirt) kann die zuständige Stelle unter diesem Rechtsbegriff den Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der Prüfung einzelner Prüfungsbestandteile freistellen, wenn
– vor einer zuständigen Stelle, einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss eine Prüfung mit Erfolg abgelegt wurde,
– die den Anforderungen der entsprechenden Prüfungsinhalte nach der Fortbildungsprüfungsordnung entspricht.
Dieser Rechtsbegriff wird nicht stringent angewendet. In § 18 der Pferdewirt-schaftsmeisterprüfungsordnung wird der Rechtsbegriff Befreiung von Prüfungsleistungen verwendet. Er ist synonym zu verstehen, es gelten die oben beschriebenen Regeln.
Eine Anrechnung oder Befreiung von Prüfungsleistungen im Rahmen der
Abschlussprüfungen in landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen ist rechtlich nicht möglich. Diese Möglichkeit gibt es nur bei Umschulungsprüfungen.
Siehe berufliche Fortbildung.
Als Anschlussverträge werden Ausbildungsverträge mit Personen erfasst, die auf einem erfolgreichen Abschluss einer zweijährigen Berufsausbildung aufbauen. Die neue Berufsausbildung ist die zweite Stufe eines drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufes. Der erste Abschluss wird auf die neue Berufsausbildung angerechnet. Die Ausbildungsordnungen müssen diese Möglichkeit der
Anrechnung explizit vorsehen. In den Ausbildungsordnungen ist von Fortführung / Fortsetzung der Berufsausbildung, von aufbauenden Ausbildungsberufen, von Anrechnungsregelungen und in älteren Ausbildungsordnungen auch von Stufenausbildung die Rede.
Ausbildungsordnungen mit aufbauenden Stufen gibt es bei landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen nicht. In der Landwirtschaft gibt es Folgeverträge.
Die Frage „Wer ist mein Ansprechpartner für …?“ wird über die örtliche Zuständigkeit geregelt. Dabei muss unterschieden werden nach
– der örtlichen Zuständigkeit in Fragen der Berufsausbildung (Ausbildungsbetrieb, Ausbilder, Berufsausbildungsvertrag etc.) und
– der örtlichen Zuständigkeit in Fragen der Fortbildungsprüfung
(z. B. Zulassung und Prüfung zum Meister)
Weitere Informationen und Liste der Ansprechpartner unter obigen Links.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer bilden die Sozialpartner.
Sie haben entscheidenden politischen und fachlichen Einfluss auf die Berufsausbildung:
– als Mitglieder des Hauptausschusses im Bundesinstitut für Berufsbildung.
Arbeitgebervertreter in Prüfungs- und Berufsbildungsausschüssen können u.a.
Ausbildende, Führungskräfte oder Ausbilder in einem Unternehmen, Freiberufler, Selbständige sein. Damit können auch Beschäftigte die Vertretung als Arbeitgeber wahrnehmen. Letztlich entscheidend ist nicht die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Berufsstand, sondern die Sach- und Fachkunde sowie die Eignung.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber bilden die Sozialpartner.
Arbeitnehmer werden auf Vorschlag der bestehenden Gewerkschaften und selbständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung berufen. In Berufen mit schwachem Organisationsgrad, zu denen die landwirtschaftlichen Berufe gehören, können auch nicht organisierte Personen berufen werden. Letztlich entscheidend ist nicht die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Berufsstand, sondern die Sach- und Fachkunde sowie die Eignung.
Die Arbeitsaufgabe ist ein Prüfungsinstrument und die vorgegebene Verfahrensweise des Prüfens und den Gegenstand der Bewertung. Für jeden
Prüfungsbereich sind die Prüfungsinstrumente festzulegen.
– die Arbeits-/Vorgehensweise und das Arbeitsergebnis oder
– nur die Arbeits-/Vorgehensweise.
Die Arbeitsaufgabe wird in der Regel mit anderen Prüfungsinstrumenten kombiniert.
In beiden Fällen wird die Arbeitsaufgabe mit einem auftragsbezogenen Fachgespräch kombiniert. Das Fachgespräch hat keine eigenen Prüfungsanforderungen. Es wird also nur eine Note unter Berücksichtigung von Arbeitsaufgabe und Fachgespräch gebildet.
Der Arbeitskreis der zuständigen Stellen für die Berufsbildung im Agrarbereich ist ein Zusammenschluss der für die landwirtschaftlichen Berufe zuständigen Stellen aller Bundesländer unter dem Dach des Verbandes der Landwirtschaftskammern.
Der Arbeitskreis der zuständigen Stellen hat folgende Aufgaben:
– Vereinheitlichung und länderübergreifende Abstimmung des Verwaltungshandelns der zuständigen Stellen für die Berufsbildung in der Landwirtschaft,
– Koordinierung der Maßnahmen beim Vollzug des Berufsbildungsgesetzes und der Verordnungen in der beruflichen Aus- und Fortbildung,
– Abstimmung der zuständigen Stellen zu Vorlagen für den Erlass von Rechtsvorschriften,
– fachliche Beratung bei Verordnungsverfahren,
– Erarbeitung von Initiativen und Stellungnahmen für den Erlass von Rechtsverordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz,
– Beratende Tätigkeit für den Vertreter des Agrarbereichs im
Hauptausschuss des Bundesinstitutes für Berufsbildung,
– Erfahrungsaustausch über die inhaltliche Ausgestaltung von Lehrgängen und Prüfungen,
– Organisation und Mitwirkung bei der Durchführung von Seminaren und
– Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung.
Der Arbeitskreis hat Koordinierungs- und Entscheidungsfunktion für alle Berufe der Landwirtschaft. Für die Beratung berufsspezifischer Fachbelange hat der Arbeitskreis der zuständigen Stellen acht berufsbezogene Arbeitsbereiche eingerichtet.
Auszug aus der Geschäftsordnung des Arbeitskreis der zuständigen Stellen
Prüfungsinstrument in der beruflichen Fortbildung (insbesondere Meisterprüfung) und beschreibt die vorgegebene Verfahrensweise des Prüfens und den Gegenstand der Bewertung.
Das Arbeitsprojekt ist eine auf Wochen oder Monate befristete klar umrissene Aufgabe, die komplexe betriebliche Prozesse in den berufsspezifischen Tätigkeitsfeldern umfasst. Das Projekt soll für die weitere Entwicklung des Gesamtbetriebes oder eines wesentlichen Teils des Betriebes von Bedeutung sein. Dabei muss das Arbeitsprojekt nachfolgende Kriterien erfüllen. Es:
– bezieht sich auf berufstypische Aufgaben, auch der jeweils gewählten Fachrichtung.
– erfordert vertiefte und erweiterte berufliche Handlungsfähigkeit. Die Projektaufgabe grenzt sich in ihren Anforderungen klar von den gestellten Anforderungen an Fachkräfte ab.
– soll real durchgeführt werden. Reine Planungs- oder Fiktivprojekte sind damit nicht möglich.
– muss in seinem Aufbau prozessorientiert sein. Als Projektgegenstand kommen somit nur betriebliche Prozesse und deren Weiterentwicklung, Neugestaltung oder Ergänzung in Frage. Reine Situationsanalysen, Betriebsanalysen, Marktanalysen, etc. können somit keine Projekte sein. Wohl hingegen können dies Bestandteil und Instrument im Rahmen der Projektdurchführung sein.
– ist inhaltlich ganzheitlich durchzuführen. Das bedeutet, dass die Projektaufgabe in ihrem Kern berufstypisch zu gestalten ist, allerdings sind bei der Bearbeitung alle projektrelevanten Faktoren zu berücksichtigen und ebenfalls im Projektverlauf zu beachten bzw. zu bearbeiten oder zu gestalten, falls sie Einfluss auf das Gelingen des Projektes haben.
Zu den Arbeitsverwaltungen gehören die Bundesagentur für Arbeit und alle örtlichen Agenturen mit all ihren Dienststellen. Die Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit auf regionaler Ebene werden als „Regionaldirektionen“ bezeichnet, auf lokaler Ebene als „Agenturen für Arbeit“. Aber ebenso finden sich unter Arbeitsverwaltung u. a. die Jobcenter als gemeinsame Einrichtungen der Kommunen und der Agentur für Arbeit wieder.
Hauptaufgaben der Bundesagentur für Arbeit sind:
– Arbeitsvermittlung,
– Arbeitsmarktberatung,
– Berufsberatung (für Jugendliche und Erwachsene) in Berufsinformationszentren,
– Arbeitsmarktbeobachtung (z. B. Herausgabe des monatlichen Stellenindex BA-X),
– Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
Die Bundesagentur für Arbeit betreibt umfangreiche Ausbildungsförderung.
Berufsinformationsseiten der Bundesagentur für Arbeit:
– Berufe nach Interessen finden:
– umfangreiche Informationen zu den Berufen und zu Fortbildungsmöglichkeiten, aber auch zur akademischen Ausbildung:
Landläufig verwendeter Begriff. Da der originäre Zweck der Berufsausbildung jedoch nicht die Tätigkeit als Arbeitnehmer sondern die Ausbildung ist, ist der korrekte Begriff Ausbildungszeit.
Es können für die Ausbildungszeit einzelne Rechtsregelungen aus dem Arbeitsrecht gelten, wie z. B. das Arbeitszeitgesetz oder das Jugendarbeitsschutzgesetz.
Das Arbeitszeitgesetz gilt für die Festlegung der täglichen und wöchentlichen Ausbildungszeit erwachsener Auszubildender, soweit keine tariflichen Regelungen bestehen.
Für die Ausbildungszeit jugendlicher Auszubildender gelten die Rechtsgrundsätze des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Erläuterungen und Gesetzestext, Stand Juli 2016
Arbeitszeugnis ist hier im Sinne eines Ausbildungszeugnisses über die Berufsausbildung nach § 16 Berufsbildungsgesetz gemeint. Die Ausstellung des Zeugnisses ist für den Ausbildenden verpflichtend.
Ausbildende haben den Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis auszustellen. Die elektronische Form ist gesetzlich ausgeschlossen. Haben Ausbildende die Berufsausbildung nicht selbst durchgeführt, so soll auch der Ausbilder oder die Ausbilderin das Zeugnis unterschreiben.
Das Zeugnis muss Angaben über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Auszubildenden enthalten. Auf Verlangen Auszubildender sind auch Angaben über Verhalten und Leistung aufzunehmen.
Abschlussbezeichnung für den erfolgreichen Abschluss eines Bildungsganges an einer Berufsfachschule. Diese Bildungsgänge sind immer länderspezifisch geregelt. Im landwirtschaftlichen Bereich beispielsweise ist der Landwirtschaftlich – Technische Assistent geläufig.
Assistierte Ausbildung ist ein Modell einer kooperativen Ausbildung.
Assistierte Ausbildung ist kein Sonderweg, sondern eine ganz normale betriebliche Berufsausbildung. Die Ausbildungsverantwortung verbleibt bei den Betrieben. Die Auszubildenden werden in einem Betrieb ausgebildet, schließen einen normalen Berufsausbildungsvertrag ab und erhalten die normale Ausbildungsvergütung.
Faltblatt der Bundesagentur für Arbeit zur assistierten Ausbildung
Die Abnahme der Prüfungen ist nach § 39 Berufsbildungsgesetz die entscheidende Aufgabe der Prüfungsausschüsse.
Weitere Aufgaben der Prüfungsausschüsse sind:
– Entscheidung über die Zulassung oder Nichtzulassung zur Prüfung, wenn die zuständige Stelle die Voraussetzungen für nicht gegeben hält,
– Bekanntgabe des Ergebnisses der Prüfung (hier als Organ der zuständigen Stelle).
Die Entscheidung über die Auswahl der zu verwendenden Prüfungsaufgaben obliegt der zuständigen Stelle. Es ist jedoch sachlich geboten, dass die zuständige Stelle für die Prüfungsaufgabenerstellung fachlich geeignete Prüfer heranzieht, nach Möglichkeit auch unter Berücksichtigung der Personengruppen in den Prüfungsausschüssen. Die Prüfer werden somit nicht in ihrer unmittelbaren Zuständigkeit als Prüfer sondern als sachkundige Personen tätig. Die Fragen in der mündlichen Prüfung oder mündlichen Ergänzungsprüfung sind aber ausschließlich vom Prüfungsausschuss zu stellen.
Berufsausbildungsverträge sind privatrechtliche Verträge, die auch mit einem Auflösungsvertrag (synonym Aufhebungsvertrag) vorzeitig im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden können. Er bedarf zur Rechtswirksamkeit wie bei einer Kündigung der Schriftform und muss von den Vertragspartnern im Original unterschrieben werden.
Für den Auflösungsvertrag gibt es keine Fristen, die Berufsausbildung kann also am Tag der Unterzeichnung beendet sein. Der Zeitpunkt der Beendigung muss zweifelsfrei ersichtlich sein.
Im Auflösungsvertrag sollten alle Ansprüche im Einzelnen geregelt sein. Dies umfasst unter anderen die Ansprüche auf Ausbildungsvergütung, Überstunden-abgeltung, Resturlaub, Rückgabe von Ausbildungsmaterial und Arbeitskleidung, Herausgabe von Unterlagen, Ausbildungszeugnis. Alle Punkte sollen fest terminiert sein.
Ein Auflösungsvertrag kann für beide Vertragspartner hilfreich sein, er sollte aber nur abgeschlossen werden, wenn man sich ganz sicher über die Beendigung des Berufsausbildungsvertrages ist. Aus Sicht des Auszubildenden ist es einfacher, gegen eine Kündigung vorzugehen als gegen einen Auflösungsvertrag.
Ausbildender ist, wer einen anderen als Auszubildenden zur Berufsausbildung einstellt. Die persönliche Eignung des Ausbildenden muss vorliegen.
Ausbildende schließen mit dem Auszubildenden, wenn notwendig auch mit dessen gesetzlichen Vertretern, einen Berufsausbildungsvertrag ab und lassen diesen im Verzeichnis der Berufsausbildungsverträge bei den zuständigen Stellen für Berufsbildung registrieren.
Zu den Rechten und Pflichten des Ausbildenden gehören:
– Antrag zur Verlängerung oder Verkürzung der Ausbildungsdauer gemeinsam mit dem Auszubildenden,
– Abschluss und Aushändigung des Berufsausbildungsvertrages,
– Sicherstellung einer planmäßig, zeitlich und sachlich gegliederten Berufsausbildung,
– Auszubildenden nicht mit ausbildungsfremden Tätigkeiten zu beschäftigen,
– kostenlose Bereitstellung der Ausbildungsmittel,
– Auszubildende zum Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen anzuhalten und diese zu kontrollieren
– den Auszubildenden zur Teilnahme am Berufsschulunterricht und an
Prüfungen. sowie zu Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte freizustellen,
– den Auszubildenden charakterlich fördern sowie sittlich und körperlich nicht gefährden,
– bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ein Zeugnis auszustellen,
– die Zahlung einer angemessenen Ausbildungsvergütung,
– Anmeldung zur Abschlussprüfung gemeinsam mit dem Auszubildenden.
Die Pflicht zur Ausbildung trifft grundsätzlich den Ausbildenden selbst. Er kann einen Ausbilder mit der Ausbildung beauftragen. Er muss einen Ausbilder beauftragen, wenn er fachlich nicht selbst geeignet oder nicht selbst ausbildet.
Der Ausbilder vermittelt dem Auszubildenden berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in einer planmäßig, zeitlich und sachlich gegliederten Berufsausbildung. Er übernimmt ebenso die Erziehungspflicht des Ausbildenden.
Der Ausbilder muss die persönliche Eignung und die fachliche Eignung besitzen
(Ausbildereignung).
Die Eignung als Ausbilder setzt darüber hinaus die überwiegende Anwesenheit im Betrieb und beim Auszubildenden voraus. Damit ist von einer Anwesenheit des Ausbilders im Betrieb von mehr als 20 Stunden in der Woche auszugehen.
Die Anzahl der Ausbilder muss in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden stehen.
Umgangssprachlicher Begriff für die Eignung von Ausbildern.
Die Ausbildereignung umfasst folgende Teilbereiche:
– die persönliche Eignung,
– die fachliche Eignung einschließlich berufs- und arbeitspädagogische Eignung („erweiterte Eignung“).
Nach dem Berufsbildungsgesetz darf in Deutschland Auszubildende nur ausbilden, wenn der Ausbilder dazu die fachliche Eignung und die persönliche Eignung nachweist. Zweck ist die Sicherung der Ausbildungsqualität durch qualifizierte Ausbilder.
Für die Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz setzt die fachliche Eignung auch voraus, dass Ausbilder über hinreichende berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse verfügen. Die Ausbildereignungsverordnung gibt vor, worin diese Kenntnisse konkret bestehen und wie der Nachweis hierfür erbracht werden kann.
Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach der Ausbildereignungs-verordnung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in den Handlungsfeldern:
Die Ausbildereignungsverordnung gilt für alle Berufs- und Wirtschaftsbereiche.
Der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse kann auch über die Meisterprüfung erfolgen.
Text der Ausbildereignungsverordnung
Empfehlung des Hauptausschusses des BiBB zum Rahmenlehrplan zur Ausbildereignungsverordnung
Als Ausbilderschlüssel wird das Verhältnis der Anzahl der Ausbilder zur Anzahl der Auszubildenden in einem Ausbildungsbetrieb oder einer anderen Ausbildungsstätte bezeichnet.
Es ist auf ein angemessenes Verhältnis zu achten.
siehe Ausbildungsberuf, Agrarbildung, landwirtschaftliche Berufsbildung
Behinderte Menschen sollen (gem. den Bestimmungen der §§ 64 und 65 des Berufsbildungsgesetztes) grundsätzlich in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. In der Berufsausbildung und bei Prüfungen kann ihnen ein individueller Nachteilsausgleich gewährt werden.
Kommt eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen aufgrund ihrer besonderen persönlichen Umstände nicht in Betracht, sind eigenständige Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen von den zuständigen Stellen zu erlassen.
Unter Ausbildungsabbruch wird im Allgemeinen die Beendigung einer Berufsausbildung vor einem endgültigen Abschluss (d.h. ohne Abschlussprüfung) verstanden. Der Auszubildende setzt die Berufsausbildung nicht in demselben Ausbildungsberuf weiter fort.
Die Neuaufnahme einer Berufsausbildung führt zum Wechsel in einen anderen Ausbildungsberuf. Auf Antrag kann die bereits zurückgelegte Ausbildungsdauer von den zuständigen Stellen durch Einzelfallentscheidung ganz oder teilweise angerechnet werden.
Der Ausbildungsabbruch kann auch zu einem Einstieg in ein Hochschulstudium oder zu einem direkten Einstieg in eine berufliche Tätigkeit (ohne Ausbildung) führen.
siehe auch: Betriebswechsel ist kein Ausbildungsabbruch, Anrechnung von Ausbildungszeiten
Beendigung einer Berufsausbildung mit bestandener Abschlussprüfung.
Bei schlechten Leistungen/Noten in der Berufsausbildung oder bei anderen Hindernissen zur Erlangung des Berufsabschlusses bietet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) an.
Das ist eine Unterstützung durch einen Bildungsträger/Bildungseinrichtung, der/die einen individuellen Förderplan ausarbeitet. Damit kann der Auszubildende zum Beispiel Nachhilfeunterricht in Deutsch und anderen Fächern erhalten. Oder man hilft bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Auch bei persönlichen Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb kann geholfen werden.
Die Teilnahme an den ausbildungsbegleitenden Hilfen ist kostenlos.
Faltblatt der Bundesagentur für Arbeit zu abH
weitere Fördermöglichkeiten unter Ausbildungsförderung
Ausbildungsberater werden nach § 76 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz von den regionalen zuständigen Stellen für die Berufsbildung bestellt. Sie unterstützen die zuständige Stelle für Berufsbildung bei der Überwachung der Berufsbildung und Beratung der Beteiligten. Fachliche Weisungen zur Durchführung der Aufgaben können ihm nur von der zuständigen Stelle erteilt werden.
Der Ausbildungsberater soll die Eignung als Ausbilder im Sinne des Berufsbildungsgesetzes und eine mehrjährige Berufserfahrung sowie Verwaltungskenntnisse nachweisen.
Ausbildungsberater haben folgende Aufgabenbereiche:
– berät die an der Berufsausbildung Beteiligten in Fragen der beruflichen Bildung,
– unterstützt die zuständige Stelle dabei, die persönliche und fachliche Eignung der Ausbildenden und Ausbilder festzustellen und zu überwachen sowie die Eignung der Ausbildungsstätten zu prüfen,
– überwacht die planmäßige, zeitlich und sachlich gegliederte Durchführung der Berufsausbildung und Umschulung nach den geltenden Ordnungsmitteln,
– führt die Geschäfte der Prüfungsausschüsse.
In einigen Bundesländern werden die Ausbildungsberater der zuständigen Stellen in der Landwirtschaft auch Bildungsberater genannt.
Empfehlung des Arbeitskreises der zuständigen Stellen für die Berufsausbildung in der Landwirtschaft zur Ausbildungsberatung
Beruf mit einer staatlich geregelten Ausbildung, die in verschiedener Form erfolgen kann.
– Nach Berufsbildungsgesetz wird in anerkannten Ausbildungsberufen sowie in Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im System der dualen Berufsausbildung ausgebildet.
– Daneben gibt es die schulische Berufsausbildung (siehe Berufsfachschule) und
– die berufliche Ausbildung im akademischen Bereich (hochschulische / akademische Ausbildung).
Im Ausbildungsberufsbild sind alle inhaltlichen Bereiche einer Berufsausbildung in kurzer, zusammenfassender Form dargestellt. Das Ausbildungsberufsbild ist wesentlicher Bestandteil der Ausbildungsordnung eines anerkannten Ausbildungsberufes.
Im Ausbildungsberufsbild sind die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten festzulegen, die mindestens Gegenstand der Berufsausbildung sind und zur beruflichen Handlungsfähigkeit befähigen. Die sachliche und zeitliche Gliederung sowie fachliche Vertiefung des Ausbildungsberufsbilds ist im Ausbildungsrahmenplan enthalten.
Die einzelnen Ausbildungsinhalte sind im Ausbildungsrahmenplan auf Grundlage des Ausbildungsberufsbildes vollständig dargestellt.
Der Ausbildungsbetrieb ist nach Berufsbildungsgesetz eine Ausbildungsstätte und Lernort der dualen Ausbildung.
Es sind in der Regel Betriebe der Wirtschaft.
Der Ausbildungsbetrieb muss eine Anerkennung für die Berufsausbildung erhalten. Voraussetzung ist die Feststellung der Eignung durch die zuständigen Stellen.
Mehrere Ausbildungsbetriebe können in verschiedenen Kooperationsformen (z.B. im Verbund) gemeinsam ausbilden.
Die Ausbildungsdauer ist die in den Ausbildungsordnungen rechtlich vorgegebene Dauer der dualen Berufsausbildung in Monaten.
Bei allen landwirtschaftlichen Ausbildungsordnungen und Ausbildungsregelungen beträgt die Ausbildungsdauer 36 Monate.
Die Dauer der Ausbildung kann ausgehend von individuellen Voraussetzungen
verkürzt oder verlängert werden (siehe Verkürzung und Verlängerung).
Der Fachbegriff Ausbildungsdauer wird jedoch nicht stringent angewendet. Bei der Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildung wird regelmäßig von der
Ausbildungszeit gesprochen. Gemeint ist damit jedoch die Ausbildungsdauer.
Ausbildungseinrichtung oder genauer Berufsbildungseinrichtung ist ein Lernort außerhalb der schulischen und betrieblichen Berufsbildung (außerbetriebliche Berufsbildung). Für die Ausbildungseinrichtungen gelten dieselben gesetzlichen Vorgaben wie für Ausbildungsbetriebe der Wirtschaft.
siehe Beendigung der Berufsausbildung
Auszubildende erhalten kein Entgelt für erbrachte Arbeitsleistungen, da sie kein Beschäftigungsverhältnis eingehen. Sie erhalten statt dessen Ausbildungsvergütung zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten.
Die Ausbildungsförderung soll hier auf die Förderung der dualen Berufsausbildung begrenzt bleiben.
Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfangreiche Förderungen an, unter anderen:
– Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB),
– Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH),
– assistierte Ausbildung (AsA),
– begleitete betriebliche Ausbildung (bbA)
– Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE),
– Einstiegsqualifizierung (EQ),
– Berufsausbildungsbeihilfe (BAB),
– Förderung von Wohnheimen für Auszubildende,
– Ausbildungsmanagement (AMA),
– Entscheidungstraining (BEST).
Daneben gibt es von den Bundesministerien und in den Bundesländern noch eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten der Berufsausbildung und zur Erlangung von Zusatzqualifikationen. Diese Förderprogramme werden in verschiedenen Bundesländern aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) oder dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert. Die Bundesländer haben die eigene Hoheit zur Nutzung der Förderung, die Inanspruchnahme ist regional unterschiedlich stark.
BiBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2016: Dokumentation der Bundes- und Länderprogramme zur Förderung der Berufsbildung
Dazu können Ausbildungskooperationen in Form von betrieblichen Kooperationen oder Verbünden geschlossen werden. Hierbei werden zwei Grundstrukturen unterschieden.
– Einerseits kann die vertragschließende Ausbildungsstätte mit einer oder mehreren anderen Ausbildungsstätten Kooperationsvereinbarungen abschließen, um Teile der Ausbildung dort durchführen zu lassen.
– Andererseits kann der Berufsausbildungsvertrag mit einem rechtlich selbständigen Ausbildungsverbund abgeschlossen werden, der von den ausbildenden Unternehmen getragen wird.
Sowohl kooperative Ausbildungsstätten als auch eigenständige Ausbildungs-verbünde müssen ausbildungsrechtlich anerkannt sein.
Darüber hinaus können anlassbezogene Ausbildungskooperationen von Ausbildungsbetrieben existieren, z. B. zur Durchführung gemeinsamer Lehrunterweisungen oder Ausbildungsexkursionen.
Ausbildungskooperation darf nicht mit kooperativer Ausbildung verwechselt werden.
Empfehlung des Arbeitskreises der zuständigen Stellen zu Ausbildungskooperationen in den Berufen Fachkraft Agrarservice und Landwirt
Nach § 5 Berufsbildungsgesetz sind schriftliche Ausbildungsnachweise zu führen, sobald das die Ausbildungsordnungen vorsehen. Dies ist in allen landwirtschaft-lichen Ausbildungsordnungen der Fall.
– Auszubildende und Ausbildende sollen zur Reflexion über die Inhalte und den Verlauf der Ausbildung angehalten werden.
– Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule soll für die an der Berufsausbildung Beteiligten sowie für die zur Überwachung der Berufsausbildung zuständigen Stellen in einfacher Form nachvollziehbar und nachweisbar gemacht werden.
Der vollständige, ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweis ist gemäß § 43 Berufsbildungsgesetz Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung.
In allen Berufsausbildungsverträgen ab dem 01.10.2017 muss bereits mit dem Vertragsabschluss vereinbart werden, ob der Ausbildungsnachweis elektronisch geführt wird oder nicht. Siehe auch online-Ausbildungsnachweis.
Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung hat eine Empfehlung zur Führung des schriftliche Ausbildungsnachweises gefasst. Die zuständigen Stellen für die Berufsbildung in der Landwirtschaft können weitere ergänzende Regelungen festlegen.
Über den schriftlichen Ausbildungsnachweis hinaus kann das umfangreichere
Berichtsheft weiter geführt werden.
Den Auszubildenden ist Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden sollen den schriftlichen Ausbildungsnachweis mindestens einmal im Monat durchzusehen.
Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Führung des schriftlichen Ausbildungsnachweises
Für anerkannte Ausbildungsberufe kann das für die landwirtschaftliche Berufsbildung zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Ausbildungsordnungen erlassen. Die Ausbildungsordnungen werden als
Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Wenn die Inhalte oder die Struktur eines Ausbildungsberufs modernisiert werden sollen oder ein neuer Beruf entstehen soll, geht die Initiative hierfür in der Regel von den Fachverbänden, von den Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und/oder von den Gewerkschaften aus (Sozialpartner). Der Entwurf einer Ausbildungsordnung wird durch eine Sachverständigenkommission des Bundes unter Moderation durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erarbeitet. Die Sachverständigen werden von den Spitzenorganisationen der Sozialpartner benannt. Sie sollen durch ihre beruflichen Kompetenzen und den Erfahrungen aus der beruflichen Praxis den Praxisbezug der Ausbildungsordnung sicherstellen.
Ausbildungsordnungen sind die zentrale Rechtsgrundlage in der dualen Berufsausbildung. In anerkannten Ausbildungsberufen darf nur nach der Ausbildungsordnung ausgebildet werden.
In einer Ausbildungsordnung sind folgende Punkte festgelegt:
– die Bezeichnung des Ausbildungsberufes, der staatlich anerkannt wird,
– die Ausbildungsdauer,
– die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die als Mindestanforderung Gegenstand der Berufsausbildung sind
(Ausbildungsberufsbild),
– eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
– die Prüfungsanforderungen
– die Bestehens- und Übergangsregelungen.
Schaubild des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Ordnungsverfahren von Ausbildungsregelungen
siehe betrieblicher Ausbildungsplan und Ausbildungsrahmenplan
Der Ausbildungsrahmenplan ist Teil der Ausbildungsordnung und beschreibt auf Grundlage des Ausbildungsberufsbilds alle im Rahmen einer Berufsausbildung zu vermittelnden Ausbildungsinhalte sowie deren zeitliche Gliederung.
Er ist somit eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung der Mindestanforderungen der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Berufsausbildung in einem planmäßigen, zeitlich und sachlich geordneten Ausbildungsgang durchgeführt wird.
Der Ausbildungsrahmenplan bildet die Grundlage für die Aufstellung des betrieblichen oder individuellen Ausbildungsplanes.
Behinderte Menschen sollen grundsätzlich in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. In der Berufsausbildung kann ihnen individueller Nachteilsausgleich gewährt werden.
Kommt eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen (oft auch als „Vollausbildung“ oder „Regelausbildung“ bezeichnet) aufgrund ihrer besonderen persönlichen Umstände nicht in Betracht, sind für behinderte Menschen eigenständige regionale Ausbildungsregelungen nach § 66 Berufsbildungsgesetz von den zuständigen Stellen zu erlassen. Die erfolgreiche Ausbildung in Ausbildungsregelungen ermöglichen behinderten Menschen einen deutlich verbesserten Einstieg in der Arbeitsmarkt.
Ausbildungsregelungen sind von anerkannten Ausbildungsberufen abgeleitet. Es handelt sich um eine duale Berufsausbildung. Die Ausbildungsdauer in Ausbildungsregelungen der Landwirtschaft beträgt immer 36 Monate. Die Ausbildungsinhalte sowie die zeitliche und sachliche Gliederung orientieren sich, unter Berücksichtigung der spezifischen Belange behinderter Menschen, an den Ausbildungsordnungen des jeweiligen anerkannten Ausbildungsberufs („Referenzberuf“).
Die Abschlussbezeichnung der regionalen Ausbildungsregelungen ist bislang nicht einheitlich. Bisher üblich sind Werker, Fachwerker und Helfer. Zukünftig sollte die Abschlussbezeichnung Fachpraktiker verwendet werden.
Der Arbeitskreis der zuständigen Stellen für Berufsbildung in der Landwirtschaft setzt sich für eine Vereinheitlichung der regionalen Ausbildungsregelungen ein und hat eine Empfehlung für eine Ausbildungsregelung Fachpraktiker Landwirtschaft verabschiedet.
Der Hauptausschuss beim Bundesinstitut für Berufsbildung hat Regelungen für den allgemeinen Rahmen von Ausbildungsregelungen beschlossen, die als Standard anzuwenden sind.
Empfehlung des Arbeitskreises der zuständigen Stellen für Berufsbildung in der Landwirtschaft für eine Ausbildungsregelung zum Fachpraktiker Landwirtschaft
Empfehlung des Hauptausschusses beim Bundesinstitut für Berufsbildung zu den allgemeinen Rahmenregelungen
Erläuterungen unter Strukturelemente von Ausbildungsordnungen
Der Begriff Ausbildungsstätte umfasst alle Betriebe und Einrichtungen, die
Lernorte der betrieblichen Berufsausbildung sein können, ausgenommen die berufsbildenden Schulen.
Sie ist eine organisatorische Einheit, in und mit der der Ausbildende allein oder mit Ausbildern mit Hilfe materieller oder immaterieller Mittel Ausbildungszwecke verfolgt.
Eine Ausbildungsstätte ist nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung in Berufen der Landwirtschaft nur geeignet, wenn sie von der nach Landesrecht
zuständigen Behörde als Ausbildungsstätte anerkannt ist. Nur von anerkannten Ausbildungsstätten dürfen Berufsausbildungsverträge bei den zuständigen Stellen registriert werden.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft hat , ausgehend von den
Ausbildungsordnungen, für die Ausbildungsstätten in den landwirtschaftlichen Berufen Mindestanforderungen für die Art, Größe, Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand der Ausbildungsstätte durch Rechtsverordnung (Ausbildungsstättenverordnungen) festgesetzt.
Ausbildungsstättenverordnungen bei Bildungsserver agrar:
https://www.bildungsserveragrar.de/rechtliche-regelungen/regelungen-fuer-ausbilder/
Dazu können Ausbildungskooperationen in Form von Verbünden geschlossen werden. Hierbei werden zwei Grundstrukturen unterschieden.
Sowohl kooperative Ausbildungsstätten als auch eigenständige Ausbildungsverbünde müssen ausbildungsrechtlich anerkannt sein.
Auszubildende erhalten kein Entgelt für erbrachte Arbeitsleistungen, da sie kein Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnis eingehen. Sie erhalten statt dessen eine Ausbildungsvergütung zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten und als Mindestvergütung für erbrachte Leistungen.
Die Ausbildungsvergütung ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.
Bei Unterbringung und Verpflegung im Betrieb kann der Betrieb entsprechende Kostensätze (Sachbezüge) von der Ausbildungsvergütung gemäß der Sozialversicherungsentgeltverordnung abziehen.
Ausbildungsordnungen erlangen ihre Rechtskraft durch Veröffentlichung als Verordnung im Bundesgesetzblatt. Sie werden als „Verordnung über die Berufsausbildung zum Berufsname“ veröffentlicht und dann als Ausbildungsverordnungen bezeichnet. Erst nach der Veröffentlichung kann nach diesen Verordnungen ausgebildet werden.
Die Begriffe Ausbildungsverordnung und Ausbildungsordnungen werden oft synonym gebraucht.
Synonym gebrauchter Begriff zum korrekten Fachbegriff Berufsausbildungsvertrag.
Ausbildungsvertragslösung ist die Beendigung des Berufsausbildungsvertrags durch Kündigung durch den Ausbildenden oder Auszubildenden oder die einvernehmliche Aufhebung während der Berufsausbildung.
Die Ausbildungsvertragslösung kann nach Wechsel des Ausbildungsbetriebes zur Fortführung der Berufsausbildung im selben Ausbildungsberuf oder zum
Ausbildungsabbruch führen.
Studie des Vereins zur Förderung der Land- und Forstarbeiter e.V. zur vorzeitigen Lösung von Berufsausbildungsverträgen
Ausbildungszeit ist die tägliche und wöchentliche Zeit in Stunden.
Soweit keine Besserstellung durch tarifliche Regelungen bestehen, gilt für
– jugendliche Auszubildende das Jugendarbeitsschutzgesetz,
– erwachsene Auszubildende das Arbeitszeitgesetz
zur Bemessung der täglichen und wöchentlichen Ausbildungszeit.
Auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden kann die tägliche und wöchentliche Ausbildungszeit herabgesetzt werden
(Teilzeitausbildung). Dies kann zur Verlängerung der Ausbildungsdauer führen.
Der Fachbegriff Ausbildungszeit wird jedoch nicht stringent angewendet. Bei der Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildung wird regelmäßig von der Ausbildungszeit gesprochen. Gemeint ist jedoch die Verlängerung oder Verkürzung der in der Ausbildungsordnung vorgegebenen Ausbildungsdauer in Monaten.
Auch die Teilnahme am Berufsschulunterricht ist Ausbildungszeit. Nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes hat der Ausbildende den Auszubildenden für die Teilnahme freizustellen. Diese Freistellungspflicht gilt auch für die Teilnahme an Nachhilfeunterricht, Schulveranstaltungen etc. Für die Zeit der Freistellung, also für die Teilnahme am Berufsschulunterricht, ist dem Auszubildenden die Vergütung fortzuzahlen. Die Verpflichtung zur Freistellung für den Berufsschulunterricht beinhaltet auch die Pausen in der Berufsschule und die Wegezeiten zwischen Betrieb und Berufsschule. Freistellung bedeutet, dass die Berufsschulzeit mit der betrieblichen Ausbildungszeit identisch ist. Ob über die Berufsschulzeit hinaus noch betriebliche Ausbildung stattfindet hängt von den betrieblichen Regelungen und bei volljährigen Auszubildenden vom
Arbeitszeitgesetz und bei minderjährigen Auszubildenden vom Jugendarbeitsschutzgesetz ab.
Teile der Berufsausbildung können im Ausland durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient. Die Gesamtdauer soll ein Viertel der in der
Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer nicht überschreiten.
Beträgt die Dauer eines Ausbildungsabschnitts im Ausland mehr als vier Wochen, ist hierfür ein mit der zuständigen Stelle abgestimmter Plan erforderlich.
Ausbildende haben den Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis nach § 16
Berufsbildungsgesetz auszustellen. Die elektronische Form ist ausgeschlossen.
Berufsausbildung wird kann nicht nur in Ausbildungsbetrieben, sondern auch in sonstigen Berufsbildungseinrichtungen außerhalb der betrieblichen Berufsbildung (außerbetriebliche Berufsbildung) durchgeführt werden.
Das sind Bildungsträger, -einrichtungen,-werke. Einrichtungen der außerbetrieblichen Berufsausbildung müssen wie Betriebe eine Anerkennung für die Berufsausbildung erhalten. Voraussetzung ist die Feststellung der Eignung durch die zuständigen Stellen.
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen wird in
integrativer und kooperativer Form durchgeführt.
Während der Durchführung einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung sind alle Möglichkeiten wahrzunehmen, um den Übergang des Auszubildenden auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu fördern.
Das Berufsbildungsgesetz enthält keine abgegrenzte Definition des Begriffs Auszubildender.
Auszubildender ist wer einen Berufsausbildungsvertrag abschließt, um im Rahmen einer geregelten Berufsausbildung die notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu erlangen.
– Antrag zur Verlängerung oder Verkürzung der Ausbildungsdauer gemeinsam mit dem Ausbildenden,
– Abschluss des Berufsausbildungsvertrages,
– die ihnen im Rahmen ihrer Berufsausbildung aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen,
– den Weisungen zu folgen, die ihnen im Rahmen der Berufsausbildung von Ausbildenden, von Ausbildern oder Ausbilderinnen oder von anderen weisungsberechtigten Personen erteilt werden
– die bereitgestellten Ausbildungsmittel sorgsam zu behandeln,
– schriftlichen Ausbildungsnachweis führen und diesen durch den Auszubildenden oder Ausbilder abzeichnen zu lassen,
– am Berufsschulunterricht und an Prüfungen. sowie zu Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte teilzunehmen,
– Anmeldung zur Abschlussprüfung gemeinsam mit dem Ausbildenden.
Allgemein gebräuchliche Kurzform für Auszubildender.

References: § 8
 § 39
 § 37
 § 38
 § 103
 § 17
 § 18
 § 16
 § 39
 § 76
 § 5
 § 43
 § 66
 § 16