Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=19.05.1999&Aktenzeichen=8%20AZB%208/99
Timestamp: 2019-10-14 02:40:03+00:00

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BAG, 19.05.1999 - 8 AZB 8/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1607
BAG, 19.05.1999 - 8 AZB 8/99 (https://dejure.org/1999,1607)
BAG, Entscheidung vom 19.05.1999 - 8 AZB 8/99 (https://dejure.org/1999,1607)
BAG, Entscheidung vom 19. Mai 1999 - 8 AZB 8/99 (https://dejure.org/1999,1607)
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Rechtsmitteleinlegung durch Telefax - Berufungsfrist - Begründungsfrist - Eingang der Berufungsschrift
ZPO § 518, § 519
Prozeßrecht; Berufungsbegründungsfrist bei Rechtsmitteleinlegung durch Telefax
ArbG Elmshorn, 09.12.1997 - 4c Ca 607/97
NJW 1999, 2989
NVwZ 1999, 1260 (Ls.)
NZA 1999, 895
BB 1999, 1766
DB 1999, 1812
Ausreichend war der Eingang per Fax (Senat 19. Mai 1999 - 8 AZB 8/99 - AP ZPO § 518 Nr. 72 = EzA ZPO § 518 Nr. 40, zu II 1 der Gründe).
Eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts sei erforderlich, weil der angefochtene Beschluß fehlerhaft sei und von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluß vom 20. September 1993 - II ZB 10/93 - VersR 1994, 575) und des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Beschluß vom 19. Mai 1999 - 8 AZB 8/99 - NJW 1999, 2989) abweiche.
Allerdings beruft sich die Klägerin auf Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (…Beschluß vom 20. September 1993 - II ZB 10/93 - aaO) und des Bundesarbeitsgerichts (Beschluß vom 19. Mai 1999 - 8 AZB 8/99 - aaO), die sich mit der Frage befassen, wann die Frist zur Berufungsbegründung abläuft, wenn - wie hier - die Berufung vorab per Telefax und anschließend noch innerhalb der Berufungsfrist im Original beim Berufungsgericht eingeht.
Dass der Beklagte mit Schriftsatz vom 28. Februar 2014 hilfsweise erneut Berufung eingelegt hat, ist vor diesem Hintergrund nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen zur wiederholten Rechtsmitteleinlegung unbeachtlich, da es sich um ein einheitliches Rechtsmittel handelt, über dessen Zulässigkeit nur unter Berücksichtigung der mehreren, in ihrer Wirksamkeit voneinander abhängigen Einlegungsakte entschieden werden kann (vgl. BAG 19. Mai 1999 - 8 AZB 8/99 - Rn. 5, BGH 20. September 1993 - II ZB 10/93 - Rn. 9; jeweils zitiert nach juris).
Auch das Bundesarbeitsgericht (BAG, NZA 1999, 895) versteht den Begriff des "Eingangs" eines Schriftsatzes - entgegen der Auffassung des Klägers - nicht anders als der Senat.
Die Einreichung der Berufungsschrift am 19. März 2007 per Fax genügte zur Fristwahrung (vgl. BAG 19. Mai 1999 - 8 AUB 8/99 - AP ZPO § 518 Nr, 72 = NZA 1999, 895, zu 11 1 der Gründe = Rn. 5; BAG 27. März 1996 - 5 AZR 576/94 - AP ZPO § 518 Nr. 67 = NZA 1996, 1115, zu 1 1 der Gründe = Rn, 12).
Die eigentliche Rechtsmittelschrift dient deshalb nicht lediglich der Akten- oder Beweissicherung, ihr kommt vielmehr weiterhin eine eigene Qualität zu (BAG in NJW 1999, 2989 mwN).

References: § 518
 § 519
 § 518
 § 518
 BGH 
 § 518
 § 518