Source: https://vdvc.de/blog/2009/08/24/wahlspezial-in-der-gamestar/
Timestamp: 2019-02-18 04:19:49+00:00

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Wahlspezial in der GameStar - VDVC
Wahlspezial in der GameStar
Veröffentlicht am 24. August 2009 von Rey Alp
(GameStar) In der aktuellen Ausgabe des Gaming-Magazins “GameStar” werden Vertreter der im Bundestag vertretenen Parteien und die Piratenpartei zu Videospielen befragt. Die Antworten sind überwiegend vorhersehbar, selbst die Union wirbt um Spieler und verurteilt ein Verbot von “Killerspielen” als “aktionistisch“. Interessanter ist das Ergebnis einer Umfrage: 43 % der “GameStar”-Leser würden Piraten wählen, zweitstärkste Kraft ist die FDP mit 11 %. Repräsentative Umfragen fallen natürlich anders aus. Schließlich bräuchte man bei der üblichen Wahlbeteiligung ca. 2,3 Millionen Stimmen um die 5 % Hürde zu erreichen. Das klingt nach viel, aber angesichts von 8 Millionen wahlberechtigten Gamern in Deutschland – ohne Casual Gamer – dürfte genug Potential vorhanden sein.
46 Gedanken zu “Wahlspezial in der GameStar”
Hejoba sagte am 24. August 2009 um 00:08 :
jeder 20te müsste piraten wählen…
Dom200 sagte am 24. August 2009 um 00:17 :
Hab den Artikel gelesen und fand den ganz gut, auch wenn meine Wahlentscheidung schon vorher fest stand, war aber trotzdem interessant zu lesen was die so sagen.
Allerdings darf man nicht alles glauben, da speziell CDU/CSU die letzten Monate sehr viel Stuss geredet und gefordert haben. Bei den Interviews, die die GameStar geführt hat muss man hier eh aufpassen, schließlich schreiben sie für Spieler und die Parteien versuchen somit auch gut bei denen anzukommen. Als Gegenprobe währe es mal interessant zu erfahren, was speziell CDU, SPD, FDP und Grüne sagen würden, wenn sie von einer anderen Zeitung/Zeitschrift interviewt werden würden – denke da würde es bei einigen gravierende Unterschiede geben.
Grobi sagte am 24. August 2009 um 00:38 :
Das ist ein guter Artikel! Im Kommentar des Redakteurs wird angeführt, dass man natürlich kein repräsentatives Statement der Parteien in der Höhle des Löwen erwarten kann. Dass Jungpolitiker selbstverständlich vor der Führung kuschen werden etc.
Vollkommen berechtigt wird auch erwähnt, dass man die Wahl nicht von seinem Lieblingsspielzeug abhängig machen soll, dafür seien sie dann doch zu trivial. Trotzdem ist zu beachten, wer in der Diskussion populistisch, selbstherrlich, aktionistisch und wer gelassen bzw. differenziert auftritt. Kein schlechter Tip…
Cyclonos sagte am 24. August 2009 um 01:09 :
Ich wähle auch Piraten und habe auch einige Freunde die sie wählen wollen aber wer wirklich ernsthaft darauf hofft das sie in denBundestag einziehen sollte seine Erwartungen besser etwas runterschrauben.
Pyri sagte am 24. August 2009 um 01:10 :
Ich kauf meine Gamestar immer am Kiosk. Wer schrieb, dass man die Wahl “nicht von seinem Lieblingsspielzeug abhängig machen soll” :-D
Konzertheld sagte am 24. August 2009 um 03:12 :
@Pyri hä?
Klingt ja ansonsten danach, als sei der Artikel tatsächlich recht differenziert. Habe leider keine Gamestar zur Hand. Woher kommt die Zahl mit den 8 Millionen wahlberechtigten Gamern?
can't wait sagte am 24. August 2009 um 05:25 :
ich freu mich schon auf die wahlen. ich glaube das wäre ein riesen schlag ins gesicht der großen partein, wenn die piraten partei wirklich in den bundesrtag einzihen würde. es gibt ja mehr als genug stimmberechtigte junge menschen in deutschland. wenn wirklich genug zur wahl gehen kann man den großen parteuien mindestens einen denkzettel verpassen.
Seth sagte am 24. August 2009 um 08:15 :
aufgrund der sozialen schieflage im Land hääte ich normalerweise die Linke gewählt mangels alternativen…wie gut das es Piraten gibt :)
Dom200 sagte am 24. August 2009 um 08:59 :
Ich persönlich glaube, dass die Piraten nicht nur für jüngere Menschen interessant sind, da sie auch auf bürglerlicher Ebene einige Änderungen fordern – wie z. B. die Forderung zu dem gläsernen Staat anstatt des gläsernen Bürger.
Zur Zeit liebäugle ich auch mit den Violetten, da mir deren Einstellung auch gefällt – jeder bekommt ein Mindesteinkommen, egal ob man arbeitet oder nicht – natürlich bekommen dann die, die arbeiten auch noch Geld extra – sonst würd ja niemand mehr was machen :) .
Die Finanzierung der ganzen Sache ist zwar ein Knackpunkt, da Deutschland ja eh schon über die Ohren in Schulden steckt, aber vom Prinzip her finde ich es super. Dann könnte man wenigstens nicht mehr auf den Arbeitslosen rumhacken. Speziell in der älteren Generation werden solche Personen oft diskriminiert und als Faule Leute bezeichnet, aber es gibt halt einfach zu wenig Arbeit und zu viele Suchende – bin ja selbst einer, der schon ein Jahr lang sucht. Was man dadurch auch noch Bekämpfen könnte währe die Armut – zumindest dürfte es dann keinen mehr geben, der auf der Straße betteln muss.
Es währen zwar einige Reformen nötig – so z. B. eine Schulreform (mal wieder :) ) sonst würde womöglich keiner mehr dahin gehen, weil man ja so oder soo Geld bekommt und wenn dann doch wieder andere Parteien an die Macht kommen, die das ändern, schaut man auf einmal blöd aus der Wäsche, wenn man keinen Abschluss hat.
Mal schaun was sich in den letzten Wochen vor der Wahl noch so tut.
Grobi sagte am 24. August 2009 um 09:59 :
Trotzdem glaube ich nicht an einen durchschlagenden Erfolg der Piraten. Dafür sind deren Interessen einfach zu speziell. Ausserdem sind die Wähler der großen Parteien schon aus Altersgründen disziplinierter. Die älteren Generationen sehen das Wahlrecht noch als Privileg bzw. Pflicht und sind wesentlich leichter zu mobilisieren. Gemessen an allen Wahlberechtigten und den Petitionen zu den Internet-Sperren bzw. Killerspiele sind die zu erwartenden Zahlen für die Piraten dann doch eher Peanuts…
GreenNinja sagte am 24. August 2009 um 09:59 :
Die CDU hat mir auch schon mal in nem Brief geantwortet, dass sie nicht “für ein Verbot” sei. Wenn es denen damit wirklich so ernst wäre könnten sie ein paar von hardcore Verbotsforderern doch endlich mal öffentlich auf die Finger klopfen.
Seth sagte am 24. August 2009 um 10:45 :
@Dom200 ein Grundeinkommen ist eigentlich ziemlich einfach zu finanzieren, es ist unterm Strich allerdings egal ob du nun BGE(deckt kinder, Arbeitslose, arbeitende, rentner ab) oder Mindestlohn(nur arbeitende) machst, wenn du für Mindestlohn bist musst man aber auch ALG2, Kindergeld/bildung und Rente überarbeiten, die rente würde schon durch den mindestlohn gesichert sein naja zumindest sicherer als jetzt.
das ist btw auch der grund warum die SPD mit ihrem mindestlohn unglaubwürdig ist, die werden niemals harz Iv wieder abschaffen, es wird immer nur der gerettet der einen auch wählen soll. Minderheiten gehen da ganz schnell den bach runter oder werden mit lippenbekenntnissen gelockt.
Dom200 sagte am 24. August 2009 um 12:39 :
Bin zwar auch dafür, dass es einen Mindestlohn geben sollte, aber die Violetten wollen da einen Schritt weiter gehen – hab mich da wohl etwas missverständlich ausgedruckt. Die fordern nämlich eine ich zitiere aus deren Kernthemen eine “[l]ebenslange finanzielle Grundabsicherung für jeden Bürger.” Das bedeutet soviel wie, dass jeder einen bestimmten Geldbetrag erhält unabhängig davon ob er nun arbeitet oder nicht. Wenn es so ein Modell irgendwann geben sollte, könnte man sich viele Verwaltungsarbeiten (Agentur für Arbeit z. B.) sparen. Die Übersichtlichkeit für den Bürger währe auch besser, da jedem das gleiche Geld zusteht.
Zusätzlich dazu bestünde natürlich noch die Möglichkeit sich durch Arbeit zusätzliches Geld zu verdienen. Da ich nicht weiß wie hoch die finanzielle Förderung sein soll, kann ich aber auch nicht sagen, inwieweit das zum Leben reichen würde. Aber selbst wenn es nicht soo hoch ist, währe es doch gerechter wie das jetzige System, dass einen nur dann hilft wenn man wirklich nichts mehr hat.
hopfen sagte am 24. August 2009 um 14:17 :
Man müsste sich mal ansehen was die Parteien z.B. dem AAW versprechen. Leider kommt es wieder immer stärker in Mode einfach jedem nach seinem Interesse etwas zu versprechen.
Mortipher sagte am 24. August 2009 um 14:23 :
Geschrieben hat das Christian Schmidt, stellvertr. Chefredakteur, in einem Kasten neben den Interviews mit einzelnen Parteimitgliedern, so dass es deutlich als sein Kommentar erkenntlich ist. Nur das Wort “Lieblingsspielzeug” hat er nicht verwendet.
Der Artikel ist in der Tat erstaunlich sachlich und auch wenn die Union im Interview plötzlich zurückrudert, so versäumt es der Artikel doch nicht, zum einen auf den derzeitigen Wahlkampf, zum anderen auf die Sternstunden der Killerspieldebatte (Joachim Herrmanns Kinderpornographievergleich und Thomas Strobls Forderung einer Ausweitung der von der Leyen’schen Netzsperren – auf die auch kurz eingegangen wird) hinzuweisen.
An einen großen Erfolg der PIRATEN glaube ich auch nicht, mehr als 1% sehe ich als unrealistisch an – aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren :)
Das Potential ist da, es müsste aber auch genutzt werden.
Seth sagte am 24. August 2009 um 15:09 :
@Dom200 ich verstehe schon :) und ich habe das auch verstanden du hast da nix missverständlich gesagt. Ein BGE ist immer Lebenslang da es auch einen teil der rente mit einbezieht.
Die verwaltungsarbeit der ARGE sinkt nicht unbedingt, aber evtl. die kosten der Kinderkasse oder die Harz IV leute, das ist glaube das sozialamt.
Hejoba sagte am 24. August 2009 um 15:45 :
@Bedingugnsloses Grundeinkommen:
ich mache mich nun wohl unbeliebt, aber: grober unfug. BGE beinhaltet einen betrag von über 1000€, eine derartige summe ist vom staat unter keinen umständen zu finanzieren. hier wird nun zwar argumentiert, dass arbeitsunfehigkeits, kranken und hast du nicht gesehn beiträge, die der staat eigendlich auch entrichten würde wegfallen, das würde aber auch bedeuten, dass ernsthaft kranke am hungertuch nagen, (noch weit aus mehr als jetzt) da eine behandlung weit mehr als 1000€ kosten kann. darüber hinaus gibt es jetzt genug arbeiten, die mit weit weniger als 1000€ finanziert werden würden. diese menschen würde einfach aufhöhren zu arbeiten und sich ein schönes leben machen. ok, sie würden natürlich mehr verdienen wenn sie weiterhin (bsp:)toiletten putzen, aber dieser betrag würde entsprechend kelin ausfallen. darüberhinaus würden in deutschland preise explodieren, da jedem prinzipiell mehr geld zur verfügung stehen würde, eine inflation würde vorangetrieben werden, innerhalb eines landes aber mit einer währung die eu weit gild. das würde dazu führen, dass man nicht mehr in deutschland kauft sondern im ausland. das täglich brot wohl nicht, aber: autos, elektrogeräte, pc kram, ahlt alles was irgendwie teurer ist. dies würde dazu führen, dass deutsche firmen konkurs anmelden dürfen und noch mehr menschen ihren job verlieren. kurzum: die gesammte wirtschaft würde zusammenbrechen, chronisch und schwerkranke aus sozial schwächeren schichten könnten sich gleich die kugel geben und der staat würde sich so über die maße verschulden, wie noch nie zuvor in der geschichte der menschheit. (wobei letzteres durch ein gesetzt mitlerweile verboten ist soweit ich weiß)
Markus sagte am 24. August 2009 um 16:15 :
genau meine Meinung. Nächstes Thema ist Mindestlohn. Volkswirtschaftlich betrachtet gibt es 2 Arten von Mindestlohn. 1. unter dem Gleichgewichtspreis (Angebot- & Nachfragekurve), der wäre bekanntlich wirkungslos und 2. der über dem Gleichgewichtspreis. Dies führt zu einem Nachfragerückgang, sprich weniger Arbeitskräfte können bezahlt werden (sind wirtschaftlich). Selbst wenn das nicht zwangsläufig zu Massenentlassungen führt ist das Resultat zumindest ein Rückgang der Neueinstellungen. Das heißt ein Mindestlohn fördert Langzeitarbeitslosigkeit, zumindest im Niedriglohnsektor. Ein meiner Meinung nach viel besserer Ansatz ist die Senkung der Lohnnebenkosten (weniger die Steuer als andere Abgaben wie Krankenversicherung).
Seth sagte am 24. August 2009 um 19:47 :
Mindestlohn gibt es in Frankreich und die gibts heute noch :)
BGE in Canada, wenn auch nicht besonders hoch.
desweiteren vergesst ihr das solche eingriffe immer zu einer umverteilung anderer steuern führen.
es ist eine reine verteilungsfrage und gesellschaftsphychologische.
Pyri sagte am 24. August 2009 um 19:49 :
Das mit den 8 Millionen hab ich mich auch gefragt…
Danke für die Info. Ok – auch wenn ich Schmidts Meinung oft nicht teile, so find ich sie meistens doch erfrischend
Markus sagte am 24. August 2009 um 20:08 :
mindestlohn gibts in einigen länder und in manchen branchen wäre es eventll. sogar angebracht aber flächendeckend wie es die Linken forden und in praktisch astronomischer Höhe (letzte BT forderten die Linken 1400€ mtl. für jeden) zerstört es die Wirtschaft. Bezüglich Canada (noch einer der das Land grundsätzlich mit C schreibt? :) ) die haben eine wesentlich weniger Probleme mit Langzeitarbeitslosigkeit (Steuereinnahmen pro Kopf) und dieses Pauschalgeld pro Kopf ist im Prinzip auch ungerecht, da es ja wirklich jeder bekommt. Was will Beispielsweise ein Millionär mit den paar Dollar extra? Die sind meiner Meinung nach bei einem Arbeitslosen besser angelegt.
Hybris sagte am 24. August 2009 um 20:43 :
Wie ich an anderer Stelle schonmal äin ähnlicher Form geschrieben habe: Ich mache meine Wahlentscheidung nicht von meinem “Lieblingsspielzeug” abhängig, sondern von Bürgerrechten und demokratischen Grundsätzen. Und was für ein Verständnis von diesen Themen die großen Parteien in der Killerspieldebatte haben durchblicken lassen, das war so richtig ekelhaft.
Roland_09 sagte am 24. August 2009 um 21:06 :
Eine weiterer Höhepunkt der Killerspieldebatte (oder Tiefpunkt, je nach Perspektive) war, als Herr Schünemann Gefängnisstrafen für SPIELER von Computerspielen einführen wollte. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,454024,00.html
Ich erinnere immer gerne daran, wenn CDU-Leute mir als Gamer erklären wollen, daß doch eigentlich alles gar nicht so schlimm sei. Da können irgendwelche Parlaments – Hinterbänkler gerne hundertmal Verbotsforderungen als “aktionistisch” bekritteln – wenn gleichzeitig die erste Garde der CDU – Landespolitiker sich unwidersprochen in solchen law-and-order – Phantasien ergehen darf, glaube ich den “Abweichlern” kein Wort. Die haben bestenfalls Feigenblattfunktion für den Wahlkampf.
Markus sagte am 24. August 2009 um 21:47 :
So ganz kann ich dir nicht zustimmen. Ich stelle mir die Zusammensezung bei der Innenministerkonferenz eher so vor: die Mehrheit steht den Spielen vielleicht skeptisch aber nicht komplett ablehnent (siehe Antwort die ich von sächs. Innenministerium bekommen habe) und dann kommen die Spielekiller Herrmann und Sünemann und erzählen ihren Stuss. Natürlich lassen die “Skeptiker” von besagten einwickeln und stimmen dem Verbotsantrag zu. Das Problem war/ ist einfach das die Neutraleren nur diese eine Position gehört haben.
Mal was anderes dieser Vergleich von Herrmann der Spiele mit Kipos ist das nicht eine Beleidigung oder Verleumdung oder so was. Schließlich werden wir da ja auf eine Stufe mit Pädophilen gestellt. Könnte das nicht für ne Anzeige oder offene Rücktrittsforderung reichen?
Seth sagte am 24. August 2009 um 21:59 :
@Markus die frage ist nicht ob der Millionär etwas mit dem geld anfangen kann, es geht um den gleichstellungsgrundsatz, desweiteren würde soetwas wie gesagt an anderer stelle kompensiert werden z.b. durch überarbeiten/entfernen von steuerfreibeträgen evtl. kann man dann sogar steuern senken (z.B. rentensystem siehe schweiz alle zahlen 10% ein wir hingegen fast 20% und ab einem bestimmten wert steigt dein rentenanteil nicht mehr mit).
Außerdem gibt es auch die frage was eigentlich arbeit ist :) due Hausfrau macht ja auch etwas, oder wenn du dich in einem verein angagierst.
BTW wenn ich nicht iree ist der Mindestlohn in Frankreich flächendeckend.
Canada wird immer mit C geschrieben :> und Canada ist eigentlich nur ein kleines bsp. da ein BGE sich wie gesagt aus verschiedenen dingen zusammensetzt, also steigt das BGE sinken andere abgaben und wieder andere steigen :)
wie gesagt es kann alles funktionieren man muss nur wollen, geld hat deutschland wie heu es wird nur an allen ecken und enden rausgeschmissen.
Markus sagte am 25. August 2009 um 07:47 :
1. Gleichstellungsgrundsatz schön und gut aber bei der deutschen Haushaltslage würde das BGE definitiv unter Hartz 4 liegen, was die Grundsicherung gefährden würde. Außerdem leidet die Gesamtwohlfahrt der Gesellschaft da das Grenzprodukt der Sozialleistung bei sozial Schwachen höher ist als bei Millionären. In Canada (wird laut Duden im Deutschen mit K geschrieben) gab es meines Wissens nur ein Experiment mit einer Art BGE (MinCom) in dem 70ern (ich lass mich gern besserem Belehren) (http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen). Es gibt in Deutschland bereits Mindestlohn (tw. höher als in Fr.), dieser liegt in etwa um den Gleichgewichtspreis, was hilft extremes Lohndrücken zu verhindern. Wogegen ich bin ist ein Mindestlohn für alle. Arbeit wird im Allgemeinen nach Bildung und Verantwortung bezahlt. Bei einem Gleichen Satz für alle würden also Putzkräfte, die nicht zwingend Schulabschluss und Ausbildung haben müssen, finanziell mit, beispielsweise Elektrikern gleichgestellt. Also was denken sich manche Schüler, etc. dann? “Warum Schulabschluss machen und einen Beruf lernen, ich kann auch Secutrity- Mann in der Dorfdisco werden.” (Dabei will ausdrücklich keinen Berufsstand schlecht machen nur hervorheben das man so fähige Leute für andere Berufe verliert, siehe Fachkräftemangel). Weiterhin haben die Franzosen auch nicht solche Probleme mit der Ost/West Verteilung. So ist es zur Zeit nicht möglich gleiche Sätze für Ost und West machen da sonst hier im Osten reihenweise Firmen entlassen oder zumachen müssten. Zu der Frage was Arbeit ist: Hierbei zähle ich zu Arbeitslos wer Sozialhilfe bezieht und eigentlich arbeiten sollte/könnte (also eine 7fache Mutter und Hausfrau nicht).
Das grundsätzliche Problem mit BGE ist eigentlich nicht die Umsetzbarkeit sondern der Mensch an sich. Viele würden sich einfach von anderen “durchfüttern” lassen und ehrlich gesagt habe auch ich keine Lust für jemand arbeiten zu gehen der schlicht zu faul ist sich selbst einen Job zu besorgen.
Markus sagte am 25. August 2009 um 07:49 :
sorry für doppelpost der Link funktioniert nich
Densor sagte am 25. August 2009 um 12:35 :
Ich bin da leider nicht so optimistisch.. von den 3 gamern in meinem engeren freundeskreis hören sich die aussagen ungefähr so an:
2 gehen garnicht wählen weil das anscheinend “cool” ist oder was auch immer
Und die dritte wählt keine piraten weil ihr die partei zu klein ist und damit ihre stimme “verschwendet” wäre.
Gott.. hat jemand freunde zu verkaufen?
Seth sagte am 25. August 2009 um 14:16 :
“1. Gleichstellungsgrundsatz schön und gut aber bei der deutschen Haushaltslage würde das BGE definitiv unter Hartz 4 liegen”
Unwahrscheinlich, so schlecht ist unsere Haushaltslage nun auch nicht wir sind immernoch eines der wirtschaftslich stärksten Länder und unteranderem die Ausgaben für ALG 2 würden in das BGE fließen.
Es gibt verschiedene BGE-Modelle das geht von übersozial über angemessen bis hin zu abzockerisch…also kaum ein unterschied zu jetzt.
“Gleichgewichtspreis”
Der Gleichgewichtspreis hat aber auch seine Probleme, z.B. das Spekulationsgeschäft.
“Bei einem Gleichen Satz für alle würden also Putzkräfte, die nicht zwingend Schulabschluss und Ausbildung haben müssen, finanziell mit, beispielsweise Elektrikern gleichgestellt.”
Der Midnestlohn ist nicht zwingend der Gesammtlohn. Wie viel es den Leuten Wert ist eine saubere Wohnung/Unternehmen zu haben ist jedermanns eigene Entscheidung.
“Also was denken sich manche Schüler, etc. dann? “Warum Schulabschluss machen und einen Beruf lernen, ich kann auch Secutrity- Mann in der Dorfdisco werden.””
Angebot und Nachfrage gibts aber auch auf dem Arbeitsmarkt und Menschen sind Grundsätzlich gierig sowohl nach Gelöd wie auch nach Wissen (sicherlich nicht alle im selben umfang), sind die Elteren finanziell unabhäniger werden sie auch mehr auf die Erziehung ihrere Kinder achten, womit wir schon zu den auswirkungen auf Familienpolitik und Bildungspolitik kommen würden.
Der Fachkräftemangel lässt sich auch ehr auf das Bildungssystem zurückführen als auf BGE oder Mindestlohn und wie gesagt niemand sagt das der Mindestlohn 20€ sien sollen..aber was sind denn 10€ brutto? ca. 5€ netto die Stunde und dann noch wohngeld beantragen und andere leistungen…das ist die Situation wo man sich fragt wozu man arbeiten gehen soll..oder ob man nicht gleich schwarzarbeit macht unterm Strich kann sich das Lohnen.
“Weiterhin haben die Franzosen auch nicht solche Probleme mit der Ost/West Verteilung.”
Das Problem wird sich auch nicht so schnell ändern obwohl man mit dem BGE eine weitere Möglichkeit dazubekommen würde es zu lösen das betrifft auch den Mindestlohn, das hängt aber auch wieder mit Gesetzen zusammen.
Zu deinem letzten Satz das durchfüttern hängt einzig und allein von der höhe des BGE ab ist es wesentlich zu hoch kann so ein effekt eintretten.
Auf der anderen seite habe ich von Einbrüchen gehört wo Kühlschränke leergeräumt wurden außerdem haben wir auch noch ein massives Armutsproblem das immer größer wird im gleichen zuge steigt die kriminalität und wir brauchen mehr gelder für die Strafverfolgung…ich bezweifle das ein BGE oder Mindestlohn teurer wären als das was wir jetzt haben.
Booomboy sagte am 25. August 2009 um 19:20 :
“selbst die Union wirbt um Spieler und verurteilt ein Verbot von “Killerspielen”
Ja ja, alte Masche.
Schmiert den bösen “Killerspielspielern” noch einmal Honig ums Maul und dann, wenn die CDU wieder machtstärkste Partei ist, wird dann doch ein “Killerspielverbot” durchgepeitscht, so wie das Internetsperrgesetzt gegen KiPo einfach so durchgepeitscht wurde.
Außerdem waren doch so viele CDU Politiker Pro AAW und haben das Volk uns gegenüber zur Ächtung ausgerufen.
Also wer glaubt “hey die CDU hat gelernt” der sollte den Balken vor den Augen wegnehmen.
Markus sagte am 25. August 2009 um 19:36 :
Also bei dem Modell mit dem BGE müsste man schon so ziemlich alle Sozialleistungen zusammenstreichen (sprich private Rente, KV, usw.). Ich hab ja auch nicht gesagt das es nicht möglich ist aber das wäre eine komplette Staatsreform. Außerdem hast du keine Grundsicherung mehr wenn du die privaten Ausgaben hast, gut ein Altersvorsorge wäre nicht zwingend nötig beim BGE aber wohl ein KV. Zum Gleichgewichtspreis: natürlich ist das ein Modell aber ein Modell mit allen Daten ist so nützlich wie eine Landkarte im Maßstab 1:1. Außerdem heißt Gleichgewichtspreis nicht dauerhaftes Gleichgewicht. Gemeint ist eher das Momentane also der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage: Zu deinem Mindestlohnvorschlag kann man sagen genau das haben wir zur Zeit (Bsp.: Bauhauptgewerbe: 9,00 € bis 12,85 €, der Niedrigste ist 6,58€ für Reinigung). Mit diesem Mindestlohn bleibt man oft auch unter dem Steuerfreibetrag, d.h. es bleiben sogar mehr übrig als 5€. Mit deinem Aspekt über die menschliche Gier hast du Recht. Mein Statement war auf besagte 1400€ für jeden bezogen. Und in diesem Bereich würden dann zuviele verschiedene Jobs liegen und selbst wenn man davon ausgeht das die Preise von einigen steigen würden (Bsp: Elektriker) würden viele Firmen die Übergangsphase nicht überstehen. Natürlich hängt das durchfüttern von der Höhe des BGE ab, aber dann müsste das BGE grade so zum Leben reichen und da haben wir dann ein Problem mit Verarmung eben weil Deutschland europaweit den 2. höchsten Stand an Langzeitarbeitslosen hat.
Doktor Trask sagte am 25. August 2009 um 20:11 :
Balken? Die Jahreserzeugnisse eines Sägewerkes meinst du wohl eher!? So Blind und Blöd kann keiner sein der diese Parteien kennt das er auch nur ein Wort von denen glaubt.
(Hoffe es stört niemanden das ich so offen und hart geschrieben habe)
Seth sagte am 25. August 2009 um 22:27 :
@Markus ein BGE wird wie jedes einkommen versteuert, aber ja es wäre eine Staatsreform..das schöne ist noch mehr verhauen als es jetzt ist kann man es nicht mehr ;D
Wie ich oben schon sagte muss man Steuerfreibeträge generell abschaffen, seien sie oben oder unten, das der z.B. Arbeitslose noch genug Netto hat das er über dem existenzminimum liegt sollte einzurichten sein.
Der Gleichgewichtspreis geht btw auch von einem funktionierenden system aus also realpreise, und da kommt man wieder zur Spekulation und vorallem betrug oder wie es Lehmann gemacht hat, die Kreditfähigkeit außer acht lassen, womit mit mehr geld gehandelt wurde als eigentlich da war.
Der Gleichgewichtspreis im allg. ist daran natürlich nicht schild aber die gesetzgebung schon ebenso die gescheiterte selbstverantwortung der spekulanten. In DE wird über selbstmord ja nicht soviel berichtet aber ich möchte nicht wissen wieviele ihr geld und ihre zukunft verloren haben.
Ein BGE kann locker über dem existenzminimum liegen, es kommt halt darauf an wie du geldflüsse ins land und aus dem land besteuerst, wird das bge für den binnenmarkt ausgegeben hast du zwar kein wachstum aber eben auch keinen rückgang.
Das man ein BGE oder auch einen Mindestlohn in mehreren Schritten einführen müsste ist klar, zur wende hat man gesehen was mit firmen passiert die in so drastisch andere wirtschaftssysteme geworfen werden..sie gehen bis auf einige wenige kaputt.
Die Arbeitslosen haben wir zu einem großen Teil der Industrialisierung zu verdanken, zwar ist das nicht der einzigste Grund aber einer. Je weniger Menschen ein einkommen haben oder arbeiten können, weil halt einfach keine arbeit da ist, destso ehr neigt das ganze system zusammenzubrechen. Um das zu verhindern wurde damals Hartz IV eingeführt weil die SPD nicht die kompetenzen hatte das system zu retten..die niedriglohnarbeit war die “einzigste” lösung die sich die arbeiterpartei einfallen lassen konnte…deswegen gehen die jetzt auch krachen.
Tatsache ist Arbeitslose wirst du bei steigender Industrialiesierung immer mehr haben und nicht jeder mensch kann in die wissenschaften gehen, wenngleich ihm eine höhere Bildung zur Verfügung steht….auf kurz oder lang ist es einfach nicht möglich alle Menschen in einem unternehmerischen arbeitsverhältniss zu haben, je mehr wir automatiesieren destsoweniger von uns müssen arbeiten, wenn wir in 100 oder 200 jahren Androiden haben wird der mensch nur noch in der Entwicklung arbeiten müssen..alles andere ist freiwillig :) klingt leider sosehr nach Startrek deswegen wird es wohl nicht ernst genommen..naja das richtige kann auch von unten durchgedrückt werden.
Markus sagte am 26. August 2009 um 07:15 :
Ich will nochmal kurz trennen. Die Steuerfreibeträge müssten beim BGE gestrichen werden, das ist klar (hatte ich mit zu den Sozialleistungen gezählt). Aber das mit den Steuerfreibeträgen bezog sich auf das jetzige Modell mit dem Mindestlohn und da Steuerfreibeträge zu streichen wäre fatal. Kannst du mir in etwa eine Höhe nennen in der du dir das BGE vorstellst? Klar bei dem Gleichgewichtsmodell hab ich nicht wirklich die Krise mit einbezogen. Im allgemeinen geht man ja bei einem Sozialmodell von einer funktionierenden Wirtschaft aus. Das wir diese Krise einigen Betrügen (hauptsächlich in den USA verdanken) ist auch klar. Auch hier war der Grund mal wieder die menschliche Gier (auch der Grund warum Kommunismus nicht funktionieren kann). Wobei wir die Krise weniger Spekulanten zu verdanken haben als Kreditvergebern. Die Banken gerieten ja in Not weil sie Kredite vergeben haben ohne das die zurückgezahlt werden konnten (war nicht nur Lehmann sodern alle, Lehmann hat nur keine Staatshilfen bekommen). Auch seh ich die Gesetzgebung hier weniger in der Pflicht (es gibt ja bereits Gesetze) als die Überprüfung, Kontrolle und eventuell auch die Rechtsprechung.
“zur wende hat man gesehen was mit firmen passiert die in so drastisch andere wirtschaftssysteme geworfen werden..sie gehen bis auf einige wenige kaputt.”
Naja eher eine Halbwahrheit, hier liegt die Schuld eher bei der DDR-Regierung schließlich wurde in viele Firmen (meist VEBs) seit den 70ern nichts mehr investiert, sprich die waren auch vor der Wende nicht mehr konkurrenzfähig. Diese wurde durch ein System am Leben gehalten was letztendlich irgendwann kollabieren musste.
“Die Arbeitslosen haben wir zu einem großen Teil der Industrialisierung zu verdanken,…”
Ich würde eher sagen der Technisierung und Automatisierung, (zu Industriealisierungszeiten war Niedriglohnarbeit nicht so schwer zu bekommen). Ich hab auch nicht den Grund bemängelt sondern die Tatsache mit der Langzeitarbeitslosigkeit, denn eine Kurzzeitarbeitslosigkeit ist kein Problem, siehe Canada. Insgesamt ist es sowieso wichtiger mehr Bildung zu vermitteln, schließlich sinkt die (Langzeit-) Arbeitslosigkeit mit der Bildung.
Zurück zu dem Modell vom BGE, darf ich fragen was deiner Meinung nach von Staat- was privat finanziert werden soll?
Seth sagte am 26. August 2009 um 18:52 :
Nunja ich würde beim BGE nicht soweit gehen gleich die ganzen sozialbeiträge zu streichen aber eine senkung und umverteilung als erster schritt wäre wohl nötig, ob man am ende diese Abgaben gleich streichen kann hängt sehr stark von den Gesetzen ab, also ehr eine senkung und eine versteuerung des BGE.
Wie hoch ein BGE sein müsste kann ich unmöglich sagen, anders als die ganzen BGE modelle die so herumschwirren bin ich nicht der Meinung das man schon mit Beträgen umsich werfen kann ohne zu berücksichtigen, dass die gesammte umverteilung massiv die Preise beeinflusst. Deswegen schreibe ich auch meist (spürbar) über dem Existenzminimum ;)
Die Kriese startete mit einer Immobilenkriese, welche wiederum durch eine massive überschätzung (spekulation) auf die wertentwicklung der grundstücke beruhte. Am Anfang dazu standen natürlich die Betrüger welche eine Kettenreaktion auf dem Immobilenmarkt ausgelöst haben.
Die Banken sind also pleite gegangen weil sie die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden nicht überprüft haben. Normalerweise muss jeder Kreditvergeber zu allererst fragen ob der Kunde noch Verbindlichkeiten offen hat. (und das wird oft genug nicht getan).
Zur DDR, naja fast, ein großes Problem war die Mauer welche massive Mengen des BNP geschluckt hat die man anderswo gebraucht hätte, desweiteren die Korruption der SED. dazu kommt sicherlich auch noch, dass die Firmen kein Eigenkapital in dem sinne hatten…war ja Volkseigentum und die Ostmark wurde für Unternehmen ungünstig getauscht..für Privatpersonen btw auch, was zwar auch seine Gründe hatte, aber in der Konsequenz die Lage nicht gerade verbessert hat. Wie ich oben schon gepostet habe waren die Betriebe aber auch wissenstechnisch garnicht Vorbereitet auf eine freie Marktwirtschaft, die waren zwar nicht blöd, aber was man nicht kennt das versteht man auch nicht. Ich glaube nichteinmal die Besitzverhältnisse waren da von anfang an klar geregelt z.b. bei den LPG wurde ja erst alles verstaatlicht (“freiwillig”) und mit der wende ging alles wieder zurück….ich denke dochmal das ein großteil der Unternehmen oder hier Landwirte/Viehwirte einfach überfordert waren, es ging zu schnell und sie hätten Milliarden gebraucht um ersteinmal hochzukommen etc.
Das also dazu das man ein BGE schrittweise einführen muss, oder eben einen Mindestlohn.
Automatisierung u. Technisierung, lass ich so stehen das ist das was ich meinte. (also Firma produziert trotz weniger Mitarbeiter mehr Produckte -> mehr Gewinn, zahlt aber nicht mehr steuern, eigentlich müsste man eine Tabelle haben wo drin steht wieviel reale Menschen man bräuchte ohne Maschienen um ein Produkt herzustellen und das in die Unternehmensbesteuerung einfließen zu lassen, durch die höhere Qualität und die allg. erhöhte Effizienz die man durch Technisierung bekommt wären die Gewinne immernoch Extrem, die Fimen werfen ja Leute raus weil sie diese nicht mehr brauchen nicht um geld zu sparren. die löhne machen ja nur einen sehr geringen teil der Unternehmenskosten aus da gibt es weit wichtigere Kriterien die Standort-, Logistik-, Transportkosten, Steuer- und Subventionsbedingt etc. sind .
BGE Finanzierungsmöglichlkeit.
Ich verstehe ehrlichgesagt deine Frage nicht, wie werden denn Sozialleistungen normalerweise finanziert? :>
Das was sich selbst tragen kann tut das auch, das was es nicht kann muss unterstützt werden bzw überarbeitet sodass es sich selbst trägt.
Auch zu beachten ist das es immer weniger Millionäre gibt und immer mehr arme…also immer mehr Multimillionäre, ich will den zwar nicht unbedingt ans Leder aber das Geld darf sich nicht derart konzentrieren vorallem, wenn der zuwachs des gesammten deutschen privatvermögens seit jahren nur durch die “oberen 10.000” angehoben wird bei gleichbleibenden oder sogar sinkendem Vermögen bei anderen.
Markus sagte am 26. August 2009 um 20:15 :
Naja in einigen Punkten sind wir uns ja einig. Allerdings ist das schon wieder ein Problem mit der definition von “arm”. Mit meiner Ausbildungsvergütung würde ich auch darunter fallen,aber i ch kann meiner Meinung nach gut davon leben (Ich hab kaum mehr als der Hartz 4 Satz). Und den Millionären ans Geld ist auch problematisch. Zumindest wenn es fair verdient ist, hab ich da moralischen Skrupel. Kann daran liegen das z.B. mein Urgroßvater 1945 aufgrund einer Falschaussage enteignet wurde und bis zu seinem Lebensende die Kredite für seinen Betrieb zahlen müsste.
Nun ja mit BGE Finanzierung mein ich wo das Geld herkommen soll. Fiktives Beispiel: BGE Satz 600€ abzüglich der Steuer (da ja kein Freibetrag) 500€ also müsste der Staat jedem Bürger 500€ zahlen. 500*82mio Einwohner macht ca. 41 Milliarden dem gegenüber stehen 4mio Arbeitslose. 4mio*550€ (geschätzt Hartz4 Regelsatz + Wohnung) = 2,2 Milliarden selbst wenn da noch Rente und andere Leistungen dazukommen (Kindergeld,…) komm ich lange nicht auf die Ausgleichssumme, das ich sagen würde ok es ist finanzierbar und gleichzeitig ist die Grundsicherung gewährleistet.
“die allg. erhöhte Effizienz die man durch Technisierung bekommt wären die Gewinne immernoch Extrem, die Fimen werfen ja Leute raus”
Das mag auf große Firmen zutreffen, aber beim Mittelstand und in Kleinbetrieben trifft das meist nicht zu. Klar sind meist die Lohnkosten nicht die höchsten, außer bei vielen Dienstleistungsbetrieben (Friseur). Dafür steigen andere Ausgaben wie Forschung, und auch die Maschienen sind extrem teuer. Was ich sagen will ist das nicht die großen Konzerne Opfer eines überzogenen Mindestlohns wären sondern die kleinen.
Zur DDR geb ich dir größtenteils Recht, die DDR- Führung hat ihr Geld für alles mögliche rausgeschmissen bloß nicht für die nötigen Investitionen (gibt da ein Foto auf dem Honecker 1988) in den VEBs und weil Maschienen fehlten mussten Menschen die Arbeit übernehmen daher kam die Vollbechäftigung. Naja zum Thema kein Wissen über die Marktwirtschaft, das mag bei VEBs stimmen kleine Unternehmen kannten die Grundzüge durchaus und hatten wirtschaftliche Erfolge. Das nächste ist das einige Fälle bekannt sind wo die Wendezeit ausgenutz wurde. Bei uns in der Region würden einige Fabriken an Westdeutsche oder ausländische Firmen verkauft die sie dann nur runterwirtschafteten bis nichts mehr ging. Das waren nicht unbedingt die meisten aber doch einige.
Und wie ich schon sagte in einigen stark betroffenen Branchen gibt es den Mindestlohn. Andere können auch vor Gericht Lohnforderungen durchsetzen wenn der bezahlte Lohn zu stark von den üblichen Tarifverträgen abweicht.
Auf meine Frage die du nicht verstanden hast, ich wollte wissen was bei einem BGE deiner Meinung nach der Staat was der Private zahlen soll, bezogen auf jetzige Sozialleistungen (KV für Arbeitslose, Kindergeld, …)
Letzter Punkt die Krise da geb ich dir Recht mit der Kreditwürdigkeit (hauptsachlich USA), ich habe unter Spekulaten eher Börsenhändler verstanden, diese Spekulaten waren nur für die horenden Spritpreise letzes Jahr verantwortlich. Später habe ich mich auf die schlechte Beratung bei Fonds, Anleihen, Altersvorsorge und co in Deutschland bezogen, denn um Schadensersatzforderungen geltend zum machen muss man ja selbst nachweisen das man schlecht beraten wurde. Hierbei sollten spekulative Geschäfte einen besonderen Vertrag bekommen oder ein Protokoll Standart werden, das muss dann natürlich kontrolliert werden.
Seth sagte am 26. August 2009 um 21:24 :
Arm ist meiner Meinung nach wer heute für 1200€ Brutto arbeiten geht, alles darunter ist noch Katastrophaler.
ich will den Millionären nicht direkt ans geld, aber ich will das sie die selben Prozente bezahlen wie jeder andere auch. Wenn Geld rechtmäßig erwirtschaftet wurde dann gibt es ja keine Grundlage die zu enteignen :) und an den fehlern der Politik sind die ja auch nicht schuld.
BGE da gibt es z.B. neben Lohnnebenkosten, noch subventionen die man etwas stutzen kann, einige sogar abschaffen, außerdem geben die Leute das Geld ja wieder aus, im grunde also zirkuliert das geld nur immer wieder hin und her. Der Wachstum rührt ja von woanders her da Unternehmen gegeneinander Konkurieren.
Einer der Gründe warum ich ehr für ein BGE bin :) damit sinken die löhne -> mehr finanzielle flexibilität für kleinst unternehmen, der mindestlohn so wie ihn die linke machen will wird aber sowieso nicht allzuhoch sein…er dient hauptsächlich zum retten der sozialsysteme.
lassen wir ddr mal sein :) da kann man stunden schreiben und ist immernoch nicht fertig, das sind zuviele facetten. naja eins noch…wo dann nach der wende die ganzen Unternehmensberater rüber kamen die es in den alten bundesländern nicht geschafft hatten und hier dann alles noch weiter in den ruin gewirtschaften haben XD da kenn ich auch ein paar episoden
BGE – Du meinst Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil? logischerweise der Saat 50%. ansich könnte man die versteuerung für die privaten auch ganz aus dert berehnung auf bürgerseite ziehen und das intern verrechnen, also der Bürger bekommt “nur” netto aber da leidet die transparenz drunter deswegen sollte es imo drin bleiben…ist auch eine ganz nützliche rechenhilfe für den rechnungshof/ottonormal.
Spekulant – grundsätzlich kann man auf alles Spekulieren die frage ist ehr ob du jmd findest der mitmacht :>
Jegliche Spekulationen egal wo bedürfen eines gesetzlichen Rahmens und einer Finanzaufsichtsbehörde ansonsten lässt man puren Kapitalismus los und der ist, wie du sagtes, Kommunismuss alleine nicht funktionsfähig beide systeme scheitern am mensch, der Kapitalismus weil Menschen keine Roboter sind, der Kommunismus weil er die Natur des Menschen verleugnet..ebenso wie Kapitalismus :)
Seth sagte am 26. August 2009 um 21:26 :
zusatz: klingt etwas einfach, Wachstum kommt natürlich nur aus der Produktion von Gütern also eigentlich der entwicklung von neuen produckten und dann das jagen von Marktanteilen :)
Markus sagte am 26. August 2009 um 22:38 :
Gott… bin ich arm :), nee im Ernst also, deine Grenze von arm ist find ich ein wenig extrem kommt auch immer auf die Lebenshaltungskosten an. Bei uns in der Region ist das schon ein halbwegs normales Gehalt. Deinen Aspekt mit den Millionären versteh ich nicht so ganz da die ja den Spitzensteuersatz zahlen müssten (Steuerhinterziehung ist ein anderes Kapitel).
“BGE – Du meinst Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil?”
Nein ich meinte was soll der Bürger zahlen was der Staat.
“Spekulant – grundsätzlich kann man auf alles Spekulieren die frage ist ehr ob du jmd findest der mitmacht :>
Jegliche Spekulationen egal wo bedürfen eines gesetzlichen Rahmens und einer Finanzaufsichtsbehörde ansonsten lässt man puren Kapitalismus los und der ist, wie du sagtes, Kommunismuss alleine nicht funktionsfähig beide systeme scheitern am mensch, der Kapitalismus weil Menschen keine Roboter sind, der Kommunismus weil er die Natur des Menschen verleugnet..ebenso wie Kapitalismus :)”
Amen. Ich hatte das bloß so verstanden das Börsenspekulaten an der Krise Schuld seien.
Also das BGE soll Hälfte Staat, Hälfte Unternehmen sein? Da seh ich wieder das Problem mit der Grundsicherung von Arbeitslosen.
Ganz nebenbei bemerkt der letzte ernstzunehmende Vorschlag eines BGE kam von Dieter Althaus (CDU)
Wie gesagt ich bin nicht komplett dagegen aber ich sehe entweder ein Problem bei der Grundsicherung oder mit der Finanzierung.
Seth sagte am 27. August 2009 um 11:25 :
Wenn ich sage existenzminimum dann soll das ja die Lebenshaltungskosten decken.
Seit einigen jahren ist der Trend deutlich abzulesen das es immer weniger Millionäre gibt.
Starten wir bei der therorethischen Annahme das alle Menschen gleichviel Kapital haben.
Nun beginnt der Handel. Diejenigen mit einem guten Händchen verlagern damit nach und nach Kapital auf sich um. Das Unternehmen wirft Gewinn ab, sie beschäftigen wiederum Leute, sie entwickeln neue Geschäftstrategien um anderen Unternehmen Marktanteile abzuluxen und Produzieren auch neue güter womit neue Märkte erschlossen werden -> Wirtschaftswachstum.
Der Wert des Geldes steigt also mit der Anzahl an verschiedenen Gütern die man damit Erwerben kann. Früher gab es Gold das war ein Univereselles Zahlungsmittel womit man überall bezahlen konnte aber auch da war die Menge an Gold zum erwerben eines Produktes vom jeweiligen Markt abhänig und natürlich wo sich dieser befand.
Das beuteuted meiner Meinung nach, dass der Unternehmer in erster linie daraus seinen Profit erzielt, also 1. das übernehmen von Marktanteilen und 2. das erschließen neuer Märkte.
Jetzt kommt unser Sozialsystem dazu, dieses verlangt von jedem Bürger einen prozentualen Satz ~50% des Einkommens, die Firma zalt aber eigentlich 100% da das Kapital welches der Arbeitnehmer bekommt ja auch von dem Arbeitgeber bezahlt wird.
Die Lohnkosten wiederum zählen mehr oder weniger als Produktionskosten werden also auf den Endpreis der Dienstleistung oder Güter aufgeschlagen.
Nun kommt die Automatisierung, der Unternehmer beschäftigt weniger Menschen da er durch neue Maschinen höhere Stückzahlen in besserer Qualität herstellen kann, ähnlich verhält es sich im Dienstleistungsgewerbe wo man die Oragnisationstrukturen vereinfacht und technisiert wodurch man, beim Beispiel Computer/E-Mail, keine Laufburschen/Postabteilung mehr braucht.
Der Gewinn des Unternehmers steigt also da sein Betrieb erstens effizienter Arbeitet oder wenigstens deckungsgleich und zweitens er weniger Leute beschäftigen muss wodurch wiederum sein Angebot günstiger anbieten kann wodurch in der Folge sein Marktanteil steigen kann was er ja normalerweise nur mit Geschäftsstrategien (Ok das ist eigentlich auch eine) und neue Produkte ereichen kann(welche auch in den Bereich Geschäftsstrategien fallen).
Der Arbeitgeber macht also mit seinem Unternehmen mehr Gewinn bei weniger Lohnkosten, abzüglich der Investitionskosten für neue Maschinen, Entwicklung, Expansion…also allg. seine w.o. Invenstionskosten.
Seine ehemaligen Mitarbeiter sind nun aber Arbeitslos und zahlen demnach nicht mehr in die Sozialsysteme ein, einige Menschen werden nun noch zur Wartung von neuen Systemen gebraucht und bei einer Expansion natürlich auch wieder neues Personal, das aber geht immer nur bis zur der Markt ausgereizt ist also ist eine unendliche Expansion faktisch nicht möglich.
Also haben wir am ende sehr viele Arbeiter an die Technik verloren, aber unser Wirtschaftswachstum steigt. Jetzt könnte man annehmen das man einfach die Unternehmen zum ausgleich höher besteuern könnte das aber würde nur dazu führen das die Produkte teurer werden da Kosten Grundsätzlich plus Gewinnspanne an den Konsumenten weiter gegeben werden.
Daraus ergibt sich das ich Steuern nur am Anfang eines Geldsystems und am Ende entnehmen kann. Vereinfacht wäre das als Anfang der Konsument(en) als Ende die Bank(en) welche ihr Geld wieder von den Konsumenten/Unternehmen haben, am ende steht also der Bürger aber alle Bürger.
Die Spitzensteuersätz erklärt aus dem Wiki:
Spitzensteuersatz [Bearbeiten]
Ein Einkommensteuerpflichtiger mit einem zu versteuernden Einkommen von über 250.400 € (Ausnahme: siehe Reichensteuer) zahlt also nur auf jenen Betrag 45 % Einkommensteuer, der diese Grenze überschreitet.
Zum Vergleich: In den 70er Jahren betrug der Spitzensteuersatz noch 56 %. Im Vergleich zum Jahr 1998 (53 %) zahlte ein Einkommensteuerpflichtiger mit einem zu versteuernden Einkommen von 70.000 € im Jahre 2005 etwa 4.000 € weniger, ein Steuerpflichtiger mit 100.000 € etwa 7.000 € weniger und jemand mit einem zvE von 200.000 € etwa 18.000 € weniger.
Man sieht hier das am Anfang in den 70ern soviele Menschen gearbeitet haben das sich die Sozialleistungen ohne Probleme finanzieren ließen, da es auch noch nicht soviele Rentner gab aufgrund des Krieges. Jetzt nach und nach pegeln sich die Abgaben auf normalmaß ein, also so wie es sein sollte.
Das Problem stellt sich nun in der Entwicklung des Arbeitsmarktes, der Verschuldung der privaten Haushalte und dem Vermögenszuwachs der privaten Haushalte dar.
Zuerst (vor Harz IV) hatten wir viele Arbeitslose die aber halbwegs Vernümpftig leben konnten, davon waren einige so wie immer “Schmarotzer” welche man aber so oder so immer mitschleift.
Jetzt haben wir weniger Arbeitslose, aber auch Zeitarbeit, 1 Eurojobs etc., wenn du nicht arbeiten gehst kann dir der Harz IV Satz gekürzt werden im schlimmsten Fall um 100%. Die Auswirkungen auf Ernährung und Lebensumgebung kann man sich ausmahlen. Man könnte nun sagen das der ALG 2-Empfänger ja einfach hätte arbeiten gehen können. Das Problem ist das es vollkommener Blödsinn ist arbeiten zu gehen für 1 Euro in der Stunde und dann immernoch Unterstützung beantragen zu müssen evtl. muss hat man auch noch eine Anfahrtstrecke.
Was macht ALG 2 also? Es bewirkt am ähnliche Zustände wie bei Zwangsarbeit ohne Rücksicht auf die Betroffenen Arbeitnehmer.
Auf der Arbeitgeberseite wiederum hast du Billiglohnarbeiter und die Techisierung (s.o.). Nun haben wir also Arbeitnehmer die so wenig verdienen das die nicht mehr in die Sozialkassen einzahlen können und die es gekonnt hätten wurden zugunsten der Billiglohnarbeiter gefeuert mit Abfindung, in Frührente geschickt oder rausgemobbt.
Sagt der Staat also dass die Sozialausgaben immer höher werden ist das Richtig, aber das die Kosten nicht gedeckt sind ist einzig und allein die Schuld des Staates.
Was hat das jetzt eigentlich alles mit den Millionären zu tun?
Eigentlich garnichts, es geht um das Kapital und wer in die Kassen einzahlt. Logischerweise hat man immer mehr “normal” Bürger als Millionäre.
Blöderweise ändern sich damit aber nicht die Kosten für das Renten oder Gesundheitsystem. Das Problem ist das außer den “Gerechtverdienern” niemand mehr angemessen in die Sozialkassen einzahlt.
Und diese Mittelschicht rutscht immer mehr in die Armut ab, es gibt sogar immer weniger Millionäre dafür aber immer mehr Multimillionäre bzw. Milliardäre. Das kapital konzentriert sich an einer Stelle und dadurch haben wir diese Entwicklung -> http://www.crp-infotec.de/01deu/vermoegensverteilung.html
““BGE – Du meinst Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil?”
Nein ich meinte was soll der Bürger zahlen was der Staat.”
Es ist immer der Bürger der alles bezahlt, absolut immer. Ob das Geld da vorher noch ein paarmal woanders hinfließt spielt dabei keine Rolle.
Ein BGE Modell müsste erstellt werden und die nötigen Kapazitäten eines ernstzunehmendes zu entwickeln hat nur der Staat. Der Einzelne kann vorschläge bringen und auf Dinge zeigen die man beachten muss.
btw. der Staat nimmt da mehr oder weniger die Position des Arbeitgebers ein. Aber es ist immer nur ein Umverteilen, das Geld steckt zum tail auch in langfristigen Subventionen, welche zu einer Marktverzerrung führen. Tatsache ist das man nichteinmal weiss wie hoch unser Bruttonationalprodukt ist, vieles ist einfach nur heisse Luft, wirtschaftszweige die durch Subventionen in künstlich aufgeblasen werden um z.B Arbeitsplätze zu schaffen…aber diese Leute arbeiten am ende nur für den erahlt ihres eigenen Arbeitsplatzes fördern aber kaum das Wirtschaftswachstum.
Seth sagte am 27. August 2009 um 11:27 :
Edit: zum Teil -.-…
Markus sagte am 28. August 2009 um 08:02 :
Dein Wirtschaftsexkurs stimmt soweit, hab ich auch verstanden. Ein unendliches Wachstum ist in einem!!! Markt nicht möglich Gesamtwirtschaftlich schon, aufgrund von Trends, Neuerungen und Bevölkerungswachstum.
Das mit der Steuer stimmt auch allerdings wird das unter den 250400€ ja auch besteuert, zwar abgestuft aber für lau ist es nicht. Das sich Steuersätze geändert haben ist eine rein politische Frage. Zu bedenken ist auch das die Personalausgaben zwar sinken aber die Investitionsausgaben steigen. Auf diese zahlt das Unternehmen ja als Endverbraucher auch die 19% USt. Das Geld fließt bloß leider nicht in die Sozialversicherung. Ob sich Summen ausgleichen würden weiß ich nicht. Ein größeres Problem in Deutschland ist Verschwendung und undurchdachtes Handeln. Bsp die Dienstwagenaffäre von Ulla Schmidt anstatt den Wagen über 5000km durch Europa kutschieren zu lassen, hätte sie sich auch ein Auto mieten können. Also Verschwendung.
“Das Problem ist das es vollkommener Blödsinn ist arbeiten zu gehen für 1 Euro in der Stunde”
würde ich nicht sagen wenn man 100 oder 200€ mehr im Monat hat ist das doch ok, natürlich müsste die Regelung so sein das trotz entstehender Kosten mehr übrig bleibt. Weiterer Effekt ist die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen ins ein Arbeitsumfeld, viele sind einen normalen Arbeitstag ja nicht mehr gewöhnt (was nicht ihre Schuld ist, wenn man zu Hause ist kann man auch erst mittags aufstehen). Definitiv ist der 1€ Job nichts für eine lange Zeit aber eine Vorbereitung auf ein Arbeitsleben.
“Was macht ALG 2 also? Es bewirkt am ähnliche Zustände wie bei Zwangsarbeit ohne Rücksicht auf die Betroffenen Arbeitnehmer.”
Stimmt aber ohne unseren Sozialstaat wäre dieser Zwang ja auch da. Früher musste man für seinen Lebensunterhalt jagen oder anbauen, heute arbeiten gehen. Dieser Zwang ist also natürlích beim Menschen vorhandenund auch gesund. Ich will jetzt nicht sagen das ein Ingenieur gezwungen werden sollte bei einer FastFood Kette Burger zu wenden, aber eine niedere Arbeit in seinem Berufsfeld kann man ja annehmen und wenn man sich gut macht hocharbeiten.
“Und diese Mittelschicht rutscht immer mehr in die Armut ab,”
Der Mittelschicht ging es bis zur Krise eigentlich recht gut und zur Zeit sollte man froh sein noch einen Job zu haben auch wenn man weniger verdient. Beispiel Daimler die waren teilweise doch stark in Bedrängnis, dank Zeitarbeit konnte der Großteil der Stammbelegschaft ja gehalten werden, ohne diese ständen noch viel mehr Leute auf der Straße.
So und nochmal zum BGE.
“Nein ich meinte was soll der Bürger zahlen was der Staat.”
Klar zahlt der Steuerzahler alles. Was ich wissen wollte ist welche Leistungen der normale Arbeiter von dem Lohn den er (mit BGE) erwirtschaftet hat selbst noch zahlen muss wann du sagst du willst nicht alle Sozialleistungen streichen.
Ich seh immernoch das Problem mit der Finanzierung, wenn ein (realistisches) Modell gebracht wird welches Grundsicherung für arbeitslose und Finanzierbarkeit erfüllt ohne den Bürger wesentlich stärker zu belasten dann kann man das gern einführen, solange das nicht gegeben ist sag ich sorry feine Idee aber Utopie.
Seth sagte am 30. August 2009 um 18:31 :
““Das Problem ist das es vollkommener Blödsinn ist arbeiten zu gehen für 1 Euro in der Stunde”
würde ich nicht sagen wenn man 100 oder 200€ mehr im Monat hat ist das doch ok, natürlich müsste die Regelung so sein das trotz entstehender Kosten mehr übrig bleibt. Weiterer Effekt ist die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen ins ein Arbeitsumfeld, viele sind einen normalen Arbeitstag ja nicht mehr gewöhnt (was nicht ihre Schuld ist, wenn man zu Hause ist kann man auch erst mittags aufstehen). Definitiv ist der 1€ Job nichts für eine lange Zeit aber eine Vorbereitung auf ein Arbeitsleben.”
Kommt darauf an, ob man am Ende tatsächlich auch mit merklich mehr Geld nach Hause geht. Das Verhältnis scheint des öfteren nicht gerade “fair” zu sein. Entsprechende Fälle findet man ja zuhauf im Netz.
Ein Langzeitarbeitsloser ist aber auch verpflichtet zuhause zu sein, da das Arbeitsamt die Erwerbslosigkeit (in dieser Situation) als Beschäftigung wertet.
Die 1 Euro-Jobs sind, wie du sagtest, dazu gedacht gewesen Menschen wieder in die Beschäftigung zu bringen, zumindest wurde das mal gesagt, und falls die Regierung das ernst gemeint hatte war sie gnadenlos naive. Natürlich ist der Arbeitnehmer an einer Beschäftigung interessiert, genau wie der Zeitarbeiter, aber vorallem versucht eine Langzeitanstellung zu bekommen. Ungünstigerweise schauts aus Arbeitgeberseite genau andersherum aus, und aus diesem Grund war der “Gute Wille” des Staates eine reine Lüge.
Sollte der Staat die Situation aus Unternehmenssicht wirklich nicht bedacht haben, wäre er mit den Wort “Inkompetent” noch sehr geschmeichelt.
““Was macht ALG 2 also? Es bewirkt am ähnliche Zustände wie bei Zwangsarbeit ohne Rücksicht auf die Betroffenen Arbeitnehmer.”
Stimmt aber ohne unseren Sozialstaat wäre dieser Zwang ja auch da. Früher musste man für seinen Lebensunterhalt jagen oder anbauen, heute arbeiten gehen. Dieser Zwang ist also natürlích beim Menschen vorhandenund auch gesund. Ich will jetzt nicht sagen das ein Ingenieur gezwungen werden sollte bei einer FastFood Kette Burger zu wenden, aber eine niedere Arbeit in seinem Berufsfeld kann man ja annehmen und wenn man sich gut macht hocharbeiten.”
Schon, aber wozu brauche ich dann noch einen Sozialstaat, wenn er genauso arbeitet wie ein Feudalstaat?
Der Wille etwas zu leisten muss natürlich von einem selbst ausgehen, anderenfalls würden wir alle auf der Couch sitzen und uns der Kultivierung von Pilzen und Kleinstlebewesen hingeben.
Das Prinzip des “hocharbeitens” funktioniert aber auch nur sehr eingeschränkt. Nicht jede Tätigkeit ist zwangsweise mit Aufstiegschancen verbunden, schon garnicht der des Bürgerbraters. Angenommen du schaffst es trotz aller Umstände aufzusteigen, wieviele willst/kannst du neben dir dulden, ohne das deine eigene Position gefährdet ist?
““Und diese Mittelschicht rutscht immer mehr in die Armut ab,”
Der Mittelschicht ging es bis zur Krise eigentlich recht gut und zur Zeit sollte man froh sein noch einen Job zu haben auch wenn man weniger verdient. Beispiel Daimler die waren teilweise doch stark in Bedrängnis, dank Zeitarbeit konnte der Großteil der Stammbelegschaft ja gehalten werden, ohne diese ständen noch viel mehr Leute auf der Straße.”
Der Mittelschicht ging es meiner Meinung nach nur so gut, weil die Verschuldung der Privathaushalte nach oben ging. Leben auf Pump also.
Bei Daimler stehe ich leider nicht so im Bilde, aber generell würde ich davon aisgehen das ohne Leiharbeiter die Stammbelegschaft nicht gahelaten hätte werden können. Die Entlassungen kommen schleichend, und sind, in der Summe, wesentlich mehr als eine Massenentlassung.
“So und nochmal zum BGE.
Anders als die meisten BGE-Modelle die man so sieht, denke ich ehr an ein Schrittweisesn Übergang vom Jetzt-Zustand zum BGE.
Angenommen ich führe ein BGE sofort ein müsste ich allen Menschen die in die Rentenlasse eingezahlt haben das gesammte Geld zurück geben, am ende steht auch bei der Ausstieg aus den Lohnnebenkosten.
“Ich seh immernoch das Problem mit der Finanzierung, wenn ein (realistisches) Modell gebracht wird welches Grundsicherung für arbeitslose und Finanzierbarkeit erfüllt ohne den Bürger wesentlich stärker zu belasten dann kann man das gern einführen, solange das nicht gegeben ist sag ich sorry feine Idee aber Utopie.”
Genau daran hapert die Idee, was aber auch nicht bedacht wird ist, dass auch das jetzige Sozialsystem (angeblich) nicht finanzierbar ist.
Der größte Vorteil des BGE ist aber die massive Einsparung bei den Verwaltungskosten.
Markus sagte am 31. August 2009 um 07:14 :
“Kommt darauf an, ob man am Ende tatsächlich auch mit merklich mehr Geld nach Hause geht”, deswegen sag ich ja müsste die Regelung so sein. Das Arbeitslose dazu gezwungen sind zu Hause zu bleiben ist mir auch klar. Darum seh ich die Schuld ja nicht bei ihnen wenn sie den normalen Tagesablauf nicht gewöhnt sind (wenn ich Urlaub hab steh ich auch nicht um 5 auf :) ). Und das es nicht so wirklich klappt sie dann in Arbeit zu bringen da geb ich auch recht, aber hier liegt meiner Meinung nach das Problem eher in der Wirtschaft oder eben in der Bildungspolitik. Vllt kennst du ja diese statistische Verteilung der Arbeitslosungkeit auf den Bildungsgrad. In dieser Tabelle (Link hab ich leider nicht gefunden) sind verschiedene Abschlüsse und die dazugehörige Langzeitarbeitslosigkeit aufgelistet. Ohne Schulabschluss liegt der Prozentsatz von Dauerarbeitslosigkeit bei über 30% Universität, FH usw. bei, teilweise unter 1%. Daraus kann man verallgemeintert schließen Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit.
“Der Wille etwas zu leisten muss natürlich von einem selbst ausgehen”
hier würde ich sagen “müsste”. Es gib viel, vor allem Saisonarbeit, die Deutsche nicht annehmen können/wollen, Bsp.: Spargelernte – Die Spargelbauern sagen immerwieder das sie gern Arbeitslose einstellen würden, die meisten sind aber solche harte Arbeit nicht mehr gewöhnt, anders als die Polen die jedes Jahr diese Arbeit machen. Daraus kann man ja auch schließen das das Sozialsystem die Leute bis jetzt zu sehr verwöhnt hat.
Ja teilweise war es auf Pump, aber es gab mehr als genug Beispiele wo die Leute trotz guter Lebensumstände auf Investitionen verzichtet haben, Bsp: Autos – viele Autohersteller hatten schon vor 2008 eine Absatzkrise, vor allem die im Kleinwagensegment, weil die eben nicht diese “Flottenkunden”, wie Audi, Mercedes und co haben.
“Bei Daimler stehe ich leider nicht so im Bilde, aber generell würde ich davon aisgehen das ohne Leiharbeiter die Stammbelegschaft nicht gahelaten hätte werden können.”
Daimler war auch nur ein Beispiel. Generell war es anders herum nämlich das die Stammbelegschaft hätte! verstärkt werden müssen um den Output auf dem nötigen Level zu halten. Dann kam die Krise und die meisten Autohersteller haben den Leiharbeitern gekündigt und nicht der Stammbelegschaft. Also warum stellt man Leiharbeiter ein? Ersten, klar ist billiger (viele zahlen außerdem einen ähnlichen Lohn wie der Stammbelegschaft). Zweitens ein wichtiger (wenn nicht wichtigerer) Grund ist das man selber keine Arbeitskräfte “besitzt”, die durch den übertriebenen Kündigungsschutz geschützt sind. Mein Vater hatte das Beispiel mit einem Azubi: bis Ende der Frist hat er sich ganz gut geschlagen und danach praktisch nur Mist gebaut, rauswerfen konnte er ihn nicht.
Das jetziger Sozialsystem ist nicht finanzierbar. Zwar gingen die reinen Arbeitlosenzahlen zurück, dabei wurden aber Bezuschussungen, 1€ Jobs und so weiter nicht mehr mitgezählt.
“Der größte Vorteil des BGE ist aber die massive Einsparung bei den Verwaltungskosten.”
Hast du Recht aber auch da hängen eine Menge Jobs dran die dann überflüssig wären, zumindest teilweise. Sowieso ist es besser mehr Ämter wie Firmen zu führen weil das erwiesenermaßen die Kosten senkt (auch da gibt es einige interessante Modelle).
Seth sagte am 5. September 2009 um 12:05 :
Sorry hatte etwas zu tun :)
hier ein Link der vllt besser darstellt warum ein BGE einer der wichtigsten Schritte unserer Entwicklung sien wird…und ein unausweichlicher.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/916564_0_9223_-interview-langfristig-wird-die-arbeit-verschwinden-.html?_skip=3
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