Source: http://www.versicherungsmakler-augsburg.eu/versicherungen/lebensversicherung-nein-danke.html
Timestamp: 2017-09-22 15:03:52+00:00

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Lebensversicherung - Nein Danke - Information, Beratung und Lösungen gibt es hier von Ihrem privaten Berater - Streitwein
Die klassische Lebensversicherung - Nein, Danke!
2. Renditerechner - Lebensversicherung (Pdf Download)
3. Alternativen : Rürup Fördersparer & Sachwerte
4. BGH Urteil zur Neuberechnung des Rückkaufswertes "Zillmerung"
5. Musterschreiben zur Neuberechnung des Rückkaufswert (PDF-Download)
6. Deutschlandweiter Vergleichsrechner für Lebensversicherungen
1. Hintergrundinformationen - Lebensversicherung
Die Lebensversicherung galt in den 80èr und 90èr Jahren als dass Anlageinstrument schlechthin. Schon der Name allein suggeriert einem Sicherheit par excellence, man Versichert schließlich das wichtigste, nämlich seine Existenz. Nachdem es die Politik & Versicherungslobby erreicht hat, die gesetzliche Rente Sturmreif zu schießen, über die Medien Armutsaussichten verbreitet und errechnet wurden, stürzten sich Millionen von deutschen Bürgern in die zusätzliche Absicherung, sogar in zweifacher und dreifacher Variante. Unglaubliche 25 Millionen Lebensversicherungen wurden in den 90èr Jahren policiert, erreicht wurde dies durch anpreisen als "Bomben sichere Anlage" schlechthin, mit Schützenhilfe durch die Medien.
Die Wahrheit sieht allerdings wie folgt aus : Der Policenwert im Bestand der Lebensversicherer hat eine stolze Summe in Höhe von 2,5 Billionen Euro. Kunden können bereits folgendes feststellen, wenn sie ihre jährliche Abrechnung einsehen : Die als "Bomben sicher" angepriesene Zusatzanlage haltet lange nicht, was ursprünglich versprochen wurde. Auch die versprochene Rentenhöhe ist alles andere als sicher.
Seit ca. 10 Jahren befinden sich die Renditen der Lebensversicherungen im freien Fall : Der durchschnittliche Renditewert betrug im Jahr 2000 noch 7,2 Prozent, heute tingelt er in etwa um die 4,2 Prozentpunkte – Tendenz: weiter fallend. Heute geht es sogar schon oft an die Substanz des Garantiezinses mit 2,25 Prozent. Branchenstimmen prognostizieren sogar bei Neukunden einen Zins von weniger als 2 Prozentpunkten Mitte des nächsten Jahres. Die Versicherer leiden im Moment sehr unter dem niedrigen Marktzinssatz. Versicherer legen zu 95 Prozent in Staatsanleihen an und leiden deshalb im Moment unter der gegenwärtigen Zinspolitik der Notenbanken. Zum Vergleich : In der Wild West Phase der 80èr & 90èr Jahre, sprich die Blütezeit der Lebensversicherungen, haben Bundesanleihen ca. drei Viertel ihrer Ertragsrendite eingebüßt. Die niedrigen Zinssätze von Notenbanken zwingen die Branche somit, gleichfalls ihre Konditionen zu reduzieren, ansonsten würden sie selbst in existenzielle Schwierigkeiten kommen.
Vor einigen Jahren noch unvorstellbar : Die Umlaufrendite, der Durchschnittszins von öffentliche Anleihen, ist im Moment unter der Garantiemarke von 2,25 Prozent. Aus der Vergangenheit wissen wir : Wenn die Umlaufrendite den Garantiezins erreicht, folgt eine Korrektur des Garantiezins für Neukunden, geschehen im Jahr 2000, 2004 und 2007. Doch der enge Rahmen des Gesetzgebers wird auch diesen Garantiezins zwangsläufig bald nach unten korrigieren, der Garantiezins darf, um wirtschaftlich keine nachhaltigen Versprechen zu vermeiden, nach aktueller Gesetzeslage eine bestimmte Marke nicht überschreiten. Nicht mehr als 60 % eines Zehnjahresdurchschnitts der Umlaufrendite muss der Garantiezins haben. Gegenwärtig liegt der Schwellenwert bei 2,36 Prozent, vor einem Jahr betrug dieser noch 2,5 Prozent – Tendenz, raten Sie mal !? : weiter fallend. Wenn sich diese Entwicklung so weiter fortsetzt, wäre der Puffer etwa in elf Monaten aufgezehrt und dies würde eine nochmalige Senkung des Garantiezinses bedeuten. Sollte dies eintreten, werden wir bald eine Verzinsung mit einer 1 vor dem Komma haben.
Dieser Pfeil trifft nicht nur Neukunden, sondern auch Sparer, die bereits im Besitz einer solchen Police sind. Die Folge wäre, das weitere Abschläge, logischerweise vom Kunden getragen und hingenommen werden müssten. Die erfolgte Garantie bleibt bestehen, doch Alt-Kunden der Lebensversicherer müssten die Pille schlucken, nur noch den Garantiezins zu bekommen. Doch wie wir Wissen, machen Anlagen jeglicher Form unter 6 % p.a. Rendite keinen wirklichen Sinn. In naher Zukunft ist eher zu erwarten, dass die Lebensversicherer bei einer Erholung der Situation, erst ihre Verluste sanieren werden und im Anschluss die Rendite wieder poe a poe anheben werden. Nur im Moment gehts in die andere Richtung, zum Leid der Versicherten.
Für die Versicherten wird diese Situation dramatische Folgen haben : Solch ein Renditerutsch birgt gerade bei langfristigen Anlagen einen beachtlichen Hebel in sich : Diese Senkung drückt sich enorm auf die Ablaufleistung aus. Im Jahr 2000 konnten Kunden mit einer Rentensumme in Höhe von ca. 114.000 Euro nach 30 Jahren rechnen, bei einer angenommener monatlichen 100 Euro Sparrate – zwischenzeitlich ist diese Vorsorgesumme gegenwärtig gehälftet !!!
Die ursprüngliche Idee der parallel betriebenen gesetzlichen und privaten Vorsorge geht in dieser Form für die Kunden nicht mehr auf. Die anhaltende Phase des niederen Zinssatzes ist ein Disaster für alle Sparer. Wenn diese Phase noch weiter anhaltet, was ganz danach aussieht, ist zu befürchten, dass viele kleinere Lebensversicherer, in akute Probleme geraten werden, wenn er gesetzliche Garantiezins beibehalten wird. Jetzt sollte klar sein, dass diese Form der Anlage ein Verlustgeschäft par excellance ist und Sie sich dadurch regelrecht arm sparen. Gerechter weise sei aber angeführt, dass es ganz ohne auch nicht geht und meine Privatierplanungen einen ausgesuchten Versicherer heranziehen, für spätere Verkapitalisierungen (Einmalanlage in Rentenleistung). Jedoch ist dieser sehr sorgsam ausgewählt in Punkto Kosten, Gebühren und Garantieleistungen.
Entgegen aller Beteuerungen und Versprechen der Versicherer, dass vereinbarte Leistungen Pflicht bleiben, kann ich Ihnen nur empfehlen: Sollten Sie solche Anlageprodukte haben, zögern Sie nicht sich davon zu trennen. Lebensversicherungen sind prinzipiell für den finanziellen Bereich in höchstem Maße ungeeignet, da sie auf dem Wertanlagesystem, sprich dem instabilen Papiergeldsystem der Staaten basieren. Nicht alleinig der verachtliche Zinssatz sollte ein Grund sein – Hauptgrund ist die Anlageform selbst. In solch rauhen Wirtschaftszeiten ist mehr denn je die Anlage in Sachwerte angeraten, ja fast schon Pflicht, denn Rendite bekommen Sie nur bei Sachwerten. Rendite bedeutet, Kaufkraftmehrung, nicht Geldwertmehrung und diese Mehrung beginnt ab 6 %p.a., die weit sicherer erwirtschaftet werden, als bei den meisten Mogelpackungen vieler Banken und Versicherungen!
2. Renditerechner für Lebensversicherungen
Mit wenigen Angaben die wahre Rendite ermitteln - der LV- Renditerechner als Pdf Download.
LV Renditerechner
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Der Rürup ist ein hervorragendes Instrument, um Ihre Rentenvorsorge zu betreiben, mit Option der Vererbbarkeit auf Lebenspartner und Kinder. Sollte eine weitreichendere Vererbung ein Thema für Sie sein, sind Sachwertanlagen sicherlich die bessere Kapitalanlage. Meistens ist jedoch ein Mix aus beiden effektiven Anlagemöglichkeiten eine gängige Kundenvorstellung.
4. BGH Urteil zu Kapitalbildenden Versicherungen (Zillmerung)
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 12.10.2005 in einem Urteil verkündet, dass die Versicherungsgesellschaften verpflichtet sind, Versicherten, die gekündigt haben, einen Mindestrückkaufswert zu zahlen. Betroffen sind Verträge, die bis Mitte 2001 abgeschlossen worden sind. Alle Versicherungsnehmer gekündigter Verträge, die in dieser Zeit Verträge abgeschlossen haben und deren Verträge getreuhändert wurden, haben Anspruch auf eine Mindestrückzahlung.
Wer in den ersten Jahren eine kapitalbildende Versicherung gekündigt hat, bekommt oft nur einen geringen oder gar keinen Rückkaufswert. Grund dafür ist die so genannte "Zillmerung". Hierbei werden die Abschlusskosten mit den ersten Beiträgen der Versicherungsnehmer verrechnet. Zudem wird auch noch eine Stornogebühr abgezogen. Der Bund der Versicherten (BdV) hat dagegen geklagt. Am 09.05.2001 entschied der BGH über zwei Verbandsklagen des BdV (Az.: IV ZR 121/00 u. IV ZR 138/99) und stellte fest, dass verschiedene Bedingungen zu Lebensversicherungen für Versicherungsnehmer undurchschaubar sind. Die Klauseln zum Rückkaufswert und zu den Abschluss- und Stornokosten waren somit unwirksam. Bei der Kündigung eines Vertrages durften also weder die Abschluss- noch die Stornokosten abgezogen werden. Die Gesellschaften waren bestrebt, den entstandenen Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Sie ersetzten die unwirksamen Bedingungen mit Hilfe eines von ihnen bezahlten Treuhänders ihres Vertrauens ohne Mitwirkungsmöglichkeiten des Versicherungsnehmers. Die Unternehmen glaubten, damit aus dem Schneider zu sein. Der BdV hält ein solches Vorgehen für nicht akzeptabel. Er hat deshalb einige Versicherte bei Ihren Klagen zur Nachforderung von Abschlusskosten bis zum BGH unterstützt. Der BGH hat am 12.10.2005 nun ein Urteil verkündet und die Auffassung des BdV größtenteils bestätigt.
Zwar hat der BGH eine Klauselersetzung für Bedingungen bei Kapitallebensversicherungen/Rentenversicherungen grundsätzlich für zulässig erachtet, also das "Ob" einer Klauselersetzung bejaht. Aber er hat entschieden: Die konkrete inhaltliche Umsetzung ist fehlerhaft erfolgt!
Der BGH hat Folgendes entschieden: Stornoabzug:
"Die Vereinbarung zum Stornoabzug ist unwirksam. Dementsprechend durften die Unternehmen keinen Stornoabzug vornehmen".
Beitragsfreistellung und Rückkaufswert:
Das Gericht hat festgestellt, dass die Gesellschaften die unwirksamen Klauseln einfach durch inhaltsgleiche ersetzt haben. Die Gesellschaften umgehen damit einfach die vorgesehene Sanktion für die Verwendung unwirksamer Bedingungen. Der Verstoß der Versicherungsunternehmen gegen das Transparenzgebot darf jedoch nicht folgenlos bleiben.
Der Senat hat deshalb selbst einen Interessenausgleich zu Gunsten der Versicherungsnehmer vorgenommen und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Bei vorzeitiger Beendigung der Beitragszahlung steht den Kunden eine Mindestzahlung zu. Die beitragsfreie Summe und der Rückkaufswert dürfen einen Mindestbetrag nicht unterschreiten. Dieser Mindestbetrag muss mindestens der Hälfte des ungezillmerten Deckungskapitals entsprechen. "Ungezillmert" bedeutet, dass die Abschlusskosten nicht mehr auf den Beitrag angerechnet werden dürfen.
Betroffen sind laut BGH alle Versicherungsnehmer, die eine kapitalbildende Lebensversicherung bis Mitte 2001 abgeschlossen haben und bei denen die Gesellschaft eine einseitige Klauselersetzung durchgeführt hat. Auch wenn private Rentenversicherungen im Urteil nicht erwähnt werden, findet das BGH-Urteil nach Ansicht des BdV auch auf diese Anwendung.
Der Bundesgerichtshof hat am 26.09.2007 (Az: IV ZR 321/05) entschieden, dass auch eine fondsgebundene Rentenversicherung von der BGH-Rechtsprechung vom 12.10.2005 betroffen ist. Auch Versicherungsnehmer von fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen sollten sich daher an ihr Versicherungsunternehmen wenden.
Alle Versicherungsnehmer, die von "getreuhänderten" Klauseln betroffen sind, haben einen Anspruch auf Nachzahlung des bei ihnen vorgenommenen Stornoabzugs!
Versicherungsnehmer, die die Beitragszahlung vorzeitig beendet haben - entweder durch Kündigung oder durch eine Beitragsfreistellung - können eine Neuberechnung und eine Nachzahlung bzw. Gutschrift fordern.
Sie sollten einen Brief an Ihr Versicherungsunternehmen schreiben und um eine Neuberechnung bitten. Musterbriefe finden Sie am Ende dieser Information als Pdf Download.
Lohnen wird sich eine Nachforderung vor allem bei Verträgen, die schon nach kurzer Zeit wieder gekündigt worden sind. Hier wirken sich der Stornoabzug und die Verrechnung der Abschlusskosten besonders aus. Grob geschätzt wird die Mindestsumme, auf die man laut BGH Anspruch hat, bei etwa 40 Prozent des eingezahlten Betrages liegen. Bei länger laufenden Verträgen kann es sein, dass nur der Stornoabzug zurückverlangt werden kann. Der bereits ausgezahlte Rückkaufswert kann dann schon die Mindestzahlung erreicht haben, was bei Laufzeiten von ca. acht bis zwölf Jahren möglich ist. Für Versicherungsnehmer, die eine Kündigung planen, gilt dies entsprechend.
Beitragsfrei gestellte Verträge:
Bei beitragsfrei gestellten Verträgen können Sie nur eine Neuberechnung der beitragsfreien Versicherungssumme nach den Grundsätzen des BGH und eine Gutschrift verlangen. Dies gilt auch für geplante Beitragsfreistellungen.
Das Gesetz regelt im Versicherungsvertragsrecht "VVG - § 12. (Verjährung; Klagefrist)" folgendes:
(1) Die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag verjähren in zwei Jahren, bei der Lebensversicherung in fünf Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in welchem die Leistung verlangt werden kann...“
Der BdV meint, die Verjährung beginnt erst, wenn der Versicherungsnehmer Kenntnis von den Umständen, die die Forderung begründen, hat. Zu dieser "Kenntnis" konnte der Versicherungsnehmer frühestens mit dem Urteil vom 12.10.2005 gelangen. Die Verjährungsfrist endet nach unserer Auffassung erst am 31.12.2010.
Die Versicherungswirtschaft hat für sich in Anspruch genommen, bei bereits gekündigten Verträgen nachträglich noch die Bedingungen zu ändern. Als Begründung wurde angeführt, dass diese noch nicht endgültig beendet seien, sie sich sozusagen noch im Abwicklungsstadium befänden, weil die Versicherten noch Ansprüche stellen würden. Jetzt können sich die Unternehmen nicht auf eine Verjährung berufen, wenn die Kunden eine Neuberechnung wünschen.
5. Musterschreiben - Neuberechnung von Lebensversicherungen
Inhalt des Pdf Downloads:
BGH Urteil Infotext
Musterschreiben für gekündigte Verträge
Musterschreiben für zu kündigende Verträge
Musterschreiben für Beitragsfreistellung
Musterschreiben für geplante Beitragsfreistellung
LV BGH Urteil & Musterbriefe
6. Vergleichen, sparen & beantragen- Ihr unabhängiger Onlinevergleich
Anleitung online Rechner-Vergleich

References: BGH 
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 § 12

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