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Timestamp: 2017-10-17 04:03:43+00:00

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Einrichtungsleiter/in : Zusatzqualifikationen : Management : Studienangebote : FH-Diakonie
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/ Beraten + Anleiten
Organisationsentwickl. (MA)
Leitung von Pflegeheimen und Einrichtungen der Alten- und der Behindertenhilfe
Die Festlegung der Voraussetzungen für die Übernahme von Leitungsaufgaben in Pflegeheimen und Einrichtungen der der Alten- und der Behindertenhilfe sind in Deutschland „Ländersache“ und in entsprechenden Landesgesetzen geregelt.
Wir stellen im Folgenden (a) die Regelungen des Landes NRW (Wohn- und Teilhabegesetz) beispielhaft dar und verweisen (b) am Schluss des Textes auf die rechtlichen Grundlagen in den anderen Bundesländern.
Der Bachelor-Studiengang Management sowie der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Management qualifizieren direkt für die Übernahme von Leitungsaufgaben in den Bereichen
„1. Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot,
2. Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen,
3. Angebote des Servicewohnens,
4. ambulante Dienste und
5. Gasteinrichtungen“ (WTG NRW § 2, Abs. 2),
soweit die weiteren persönlichen Voraussetzungen vorliegen (z.B. Berufserfahrung, s.u.).
Hinweis: Einrichtungen der Jugendhilfe werden von diesem Gesetz nicht erfasst (vgl. WTG NRW § 2, Abs. 3.).
Die Bachelor-Studiengänge Pflege sowie der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik mit Schwerpunkt Mentoring qualifizieren für die Übernahme von Leitungsaufgaben in den o.g. Einrichtungen, soweit zusätzlich betriebswirtschaftliche Kenntnisse nachgewiesen werden (z.B. durch den Besuch des Moduls MM08 „Grundlagen der BWL, der Personalarbeit und des QM“ aus dem Studiengang Management).
Folgende Voraussetzungen müssen Einrichtungsleitungen erfüllen:
§ 21 Personelle Anforderungen
(1) Die Einrichtung muss unter der Leitung einer persönlich und fachlich ausreichend qualifizierten Person stehen (Einrichtungsleitung). Diese muss zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergänzend zu den Qualifikationserfordernissen des § 4 Absatz 9 sowohl über grundlegende betriebs- und personalwirtschaftlichen Kenntnisse sowie angebotsbezogen auch über grundlegende pflege- oder betreuungsfachlichen Kompetenzen verfügen. Sie soll in der Regel eine mindestens zweijährige Leitungserfahrung nachweisen können. Einrichtungen, die vornehmlich auf die Erbringung von Pflegeleistungen ausgerichtet sind, müssen außerdem über eine verantwortliche Pflegefachkraft (Pflegedienstleitung) verfügen.
Der § 4 Abs. 9 WTG, auf den hier Bezug genommen wird, lautet:
(9) Leitungskräfte (Einrichtungsleitung, verantwortliche Fachkraft und Pflegedienstleitung) müssen Fachkräfte sein oder über einen Studienabschluss verfügen, der in besonderer Weise die für eine Leitungskraft erforderlichen Kompetenzen vermittelt. Sie müssen darüber hinaus über eine mindestens zweijährige einschlägige hauptberufliche Berufstätigkeit verfügen. Zeiten einer Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zählen in vollem Umfang, Zeiten einer Teilzeitbeschäftigung mit weniger als der Hälfte zählen entsprechend ihrem Verhältnis zur hälftigen Beschäftigung.
Noch genauer klärt den Sachverhalt die dazu gehörende Durchführungsverordnung (WTG DVO):
§ 9 Personelle Anforderungen
(1) Einrichtungsleitungen haben den Erwerb der grundlegenden Kenntnisse nach §21 Absatz 1 des Wohn- und Teilhabegesetzes, soweit diese nicht bereits Gegenstand ihrer Ausbildung oder ihres Studiums waren, durch den Nachweis geeigneter Fort- und Weiterbildungsmaß-nahmen zu belegen.
(2 )Grundlegende Kenntnisse im Sinne des §21 Absatz 1 des Wohn- und Teilhabegesetzes umfassen allgemeine Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Abläufe und Zusammenhänge sowie insbesondere Grundkenntnisse der Personalwirtschaft und Mitarbeiterführung. Daneben ist die Kenntnis grundlegender Prozesse der Pflege und Betreuung umfasst, soweit die jeweilige Einrichtung die entsprechenden Leistungen anbietet.“
Wie schon oben erwähnt, werden alle erforderlichen Kompetenzen in den Studiengängen Management (in beiden Studienzweigen), Pflege und Heilpädagogik vermittelt.
Gesetzliche Grundlagen in den anderen Bundesländern
Der Bachelor-Studiengang Management sowie der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Management qualifizieren direkt für die Übernahme von Leitungsaufgaben in Einrichtungen der Alten- und der Behindertenhilfe, die Bachelor-Studiengänge Pflege sowie der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik mit Schwerpunkt Mentoring qualifizieren dafür, soweit zusätzlich betriebswirtschaftliche Kenntnisse nachgewiesen werden (z.B. durch den Besuch des Moduls MM08 „Grundlagen der BWL, der Personalarbeit und des QM“ aus dem Studiengang Management).
Die Regelungen der Länder sind im Detail in den folgenden Gesetzen aufgeführt:
Baden-Württemberg: „Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege" (WTPG) vom 31.5.2014
Bayern: Gesetz zur Regelung der Pflege-, Betreuunggs- und Wohnqualität im Alter und bei Behinderung (Pflege- und Wohnqualitätsgesetz − PfleWoqG) vom 1.8.2008; Ausführungsverordnung vom 1.7.2013
Berlin: Wohnteilhabegesetz (WTG) vom 1.7.2010; WTG-Personalverordnung vom 1.8.2011
Brandenburg: Brandenburgische Pflege- und Betreuungswohngesetz (BbgPBWoG) vom 8.7.2009; Strukturqualitätsverordnung dazu vom 1.7.2010
Bremen: Bremisches Wohn- und Betreuungsgesetz (BremWoBeG) vom 2.10.2010; Personalverordnung dazu vom 30.4.2015
Hamburg: Hamburgisches Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz(HmbWBG) vom 1.1.2010; Personalverordnung dazu (WBPersVO) vom 14.2.2012
Hessen: Hessisches Betreuungs- und Pflegesetz vom 21.2.2012
Mecklenburg-Vorpommern: Einrichtungsqualitätsgesetz (EQG M-V) vom 29.5.2010; Personalverordnung dazu (EPersVO M-V) vom 10.11.2010
Niedersachsen: Niedersächsisches Gesetz über unterstützende Wohnformen (NuWG) v. 14.4.2016
Rheinland-Pfalz: Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe (LWTG) vom 1,3,2016; Durchführungsverordnung dazu (LWTGDVO) vom 1.3.2016
Saarland: Landesheimgesetz (LHeimGS) vom 19.6.2009
Sachsen: Sächsisches Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz (SachsBeWoG) vom 12.8.2012; Durchführungsverordnung dazu (SachsBeWoDVO) vom 5.9.2014
Sachsen-Anhalt; Wohn- und Teilhabegesetz (WTG-LSA) vom 25.2.2011
Schleswig-Holstein: Selbstbestimmungsstärkungsgesetz (SbStG) vom 1.8.2009; Durchführungsverordnung dazu (SbStG-DVO) vom 23.11.2011
Thüringen: Thüringer Wohn- und Teilhabegesetz (ThürWTG) vom 10.6.2014
Hinweis: Soweit einzelne Länder keine Durchführungsverordnungen erlassen haben, gelten die entsprechenden – recht allgemein gehaltenen - Regelungen des (alten) Heimpersonalverordnung (HeimPersVO) weiter: http://www.biva.de/dokumente/gesetze/Bund_Heimpersonalverordnung.pdf
Stand: 01.02.2017; für ggf. eingetretene Veränderungen vgl. z.B. die Übersicht bei http://www.biva.de/gesetze/laender-heimgesetze/
am Mi., 22. Nov. 2017

References: § 2
 § 2

§ 21
 § 4
 § 4

§ 9
 §21
 §21