Source: https://issuu.com/boulevardbaden/docs/stadtzeitung_karlsruhe_42
Timestamp: 2017-03-25 22:25:29+00:00

Document:
Stadtzeitung Karlsruhe, Ausgabe 42 by Röser Media - issuu
Mit dem Festakt zum Jubiläum und
der Enthüllung einer Skulptur zum
Finale des „Meilers der Kultur“ enden an diesem Sonntag die Feiern zu
„300 Jahre Thomashof“.
Am Mittwochabend eröffnete die
Kinemathek mit einer kleinen Feier
ihr neues Domizil im Haus der „Kurbel“ in der Kaiserpassage.
Zustimmung zu neuer Vereinbarung für Jobcenter, Beitritt zum
Klimabündnis oder Satzungsbeschluss für Bebauungsplan: Beiträge
über die jüngste Sitzung des Gemeinderats sind zu lesen auf Seite III
64. Jahrgang · Nr. 42
Kinder in Ferien
Die Herbstferien stehen vor der
Tür. In diesen bietet der Stadtjugendausschuss ein Betreuungsprogramm
an. Die Aktion findet vom 2. bis 5. November jeweils von 7.30 bis 16 Uhr
auf dem Spielplatz beim Alten Friedhof in Durlach und auf dem Aktivspielplatz Nordweststadt statt. Die
Ferientage stehen im Zeichen des
Handwerks – und die Kinder können
ihre Fertigkeiten in Werkstätten an
verschiedenen Maschinen erproben.
Das Programm mit Frühbetreuung
und Verpflegung an allen Tagen ist
mit 40 Euro kostenpflichtig. Es können auch Bildungsgutscheine des
Karlsruher Passes eingelöst werden.
Die eigentliche Aktion zwischen
10 und 15 Uhr ist kostenfrei. Weitere
Infos: www.jfbw.de und im jfbw, KarlRöckl-Passage, Bürgerstraße 16.
Regelmäßige Information über Kombilösung:
Berichte schaffen Transparenz
Debatte im Gemeinderat / OB: „Wir haben nichts zu verbergen“
Einmal im Jahr wird die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) künftig dem Gemeinderat einen Statusbericht
zur Umsetzung der Kombilösung vorlegen. Darauf verständigten sich das Gremium und die Verwaltung in der Sitzung am
Dienstag. „Wir haben nichts zu verbergen“, zeigte sich OB Heinz
Fenrich dem Anliegen gegenüber offen und betonte, dass auch
ihm an einem „Höchstmaß an Transparenz“ gelegen sei. Informiert werden solle künftig dann, wenn es Neues über bauliche
Zwischenziele, aktuelle Kostenentwicklung oder auch größere
Probleme zu berichten gäbe, sagte das Stadtoberhaupt zu.
Ursprünglich hatten die Fraktion der
Grünen und die Freien Wähler (FW) halbjährliche Berichte beantragt, schlossen
sich aber dem von SPD-Chefin Doris Baitinger angeregten Jahres-Rhythmus an.
Auf eine FW-Anfrage teilte die Verwaltung zudem mit, dass die Baukosten für
die Kombilösung mit Stand 30. Juli auf
637,7 Millionen Euro veranschlagt werden. Als Gründe für die Kostensteigerungen von knapp 23 Millionen Euro hatte
Kasig-Chef Dr. Walter Casazza bereits
Ende vergangener Woche eine allgemeine Erhöhung von Sicherheitsauflagen
und gestiegene Versicherungsprämien
als Konsequenzen aus dem Unglück in
Köln angegeben. Über diese kalkulierten
Mehrkosten liegt dem Verkehrsministerium in Stuttgart als Zuwendungsgeber bereits ein entsprechender Ergänzungsantrag vor, ebenso wie ein Gutachten, nach
dem die Förderfähigkeit der Kombilösung
weiterhin gewährleistet sei, hatte die Verwaltung auf FW-Anfrage geantwortet.
Die Sprecherin der Grünen, Bettina Lisbach, forderte die Stadt in der Debatte
auf, auch Folgekosten und das Finanzierungskonzept des Projektes ebenso wie
den „überproportional“ gestiegenen städtischen Eigenanteil offen zu legen. Mit
den jetzt genannten gut 637 Millionen
Euro sei das „letzte Wort“ noch nicht gesprochen, so Lisbach. Sie habe vielmehr
den Eindruck, man habe einiges zu verbergen. OB Heinz Fenrich sah darin den
Versuch, „mit Behauptungen Unsicherheit in die Bevölkerung zu tragen“.
Doris Baitinger (SPD) sagte, die „durch
keine Zahl untermauerten Behauptun-
STATUSBERICHT: Im Gemeinderat gibt
es künftig einmal im Jahr Informationen
über die Umsetzung der Kombilösung.
es um „eine Wertediskussion“ unserer
Gesellschaft gehe. Die SPD habe nichts
zu verbergen, deshalb trete sie für die
jährlichen Berichte ein.
Auch Sven Maier (CDU) zeigte sich
überzeugt, dass man vor „offensiver Information“ keine Angst haben müsse:
„Das Projekt ist es wert.“ Die Fraktionsvorsitzende der FDP, Rita Fromm, hielt die
Anträge und Anfragen für „politischen
Aktionismus“, angesichts der Tatsache,
dass im Aufsichtsrat regelmäßig informiert werde. Sie stellte auch die Frage
nach dem „Demokratieverständnis“ angesichts des deutlichen Bürgerentscheids
in Sachen Kombilösung.
Ein „selbstbewusstes und informatives
Vorgehen“ von Kasig und Rathausspitze
gegenüber der Bevölkerung forderte Lüppo Cramer (KAL) und schloss den „offensiven“ Umgang mit der Erhöhung des Eigenanteils ein. Die Mehrheit der Bevölkerung könne damit „verantwortlich umgehen“, so Cramer. FW-Stadtrat Jürgen
Wenzel bekannte, dass die Kombilösung
„laufe und nicht mehr rückgängig gemacht werden“ könne. Mit ihren Anfragen hätten die FW Informationen bekannt
machen und dadurch einen Beitrag zu
„größtmöglicher Akzeptanz“ leisten wollen. Aus Sicht von Niko Fostiropoulos (Die
Linke) seien vor dem Bürgerentscheid
„nicht korrekte Zahlen“ genannt worden.
Jetzt ginge das Projekt zu Lasten anderer
Aufgaben. Friedemann Kalmbach (GfK)
beklagte als Befürworter des Projekts, er
habe als Einzelstadtrat nicht überall Einblick und forderte eine „selbstbewusste
feiern Kürbisfest
Gedenkstunde an
Opfer der Deportation
Erste Jahre der
Helfen gehört
zum Christ sein
Das frisch gegründete „Netzwerk Rintheim“ feiert am Freitag, 29. Oktober, von
15 bis 17 Uhr ein Kürbisfest im Sanierungsbüro in der Mannheimer Straße 25.
Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils sind eingeladen, gemeinsam Kürbislaternen und Papier-Drachen zu basteln.
Versüßt wird die Arbeit durch frische
Waffeln und Langos. Herbstliche Lieder
und Kürbissuppe runden den Nachmittag
ab. Das Kürbisfest ist die erste gemeinsame Aktion des Netzwerks. Es vereint
zahlreiche Rintheimer Vereine und Einrichtungen und bündelt ihre Kräfte für die
Entwicklung des Stadtteils. Zukünftig
wollen die Mitglieder der Interessengemeinschaft noch stärker zusammenarbeiten. So will das Netzwerk das interkulturelle und generationenübergreifende Zusammenleben in Rintheim fördern.
Vor 70 Jahren haben die Nationalsozialisten rund 6 500 Jüdinnen und Juden aus
Baden und der Saarpfalz in Karlsruhe zusammengetrieben und mit Zügen ins südfranzösische Lager Gurs verschleppt. Viele starben dort oder wurden in den Vernichtungslagern des Ostens ermordet.
Aus diesem Anlass veranstalten die
Stadt Karlsruhe und die Gesellschaft für
christlich-jüdische Zusammenarbeit am
Sonntag, 31. Oktober, um 16 Uhr im Rathaus eine Gedenkstunde. Zunächst
spricht Staatsministerin Regina Ammicht
Quinn. Jugendliche des Humboldt-Gymnasiums präsentieren Teile des Gedenkbuchs für Karlsruher Juden. Die Gedenkansprache hält die Präsidentin des
Zentralrats der Juden in Deutschland,
Charlotte Knobloch. Ab Dienstag gibt es
an der Rathauspforte kostenlos Karten.
Dr. Detlev Fischer, Richter am Bundesgerichtshof und Vorsitzender des Vereins
Rechtshistorisches Museum e.V. Karlsruhe, lädt für Dienstag, 26. Oktober, 19.30
Uhr, zu einem kostenlosen LichtbilderVortrag zum Thema „Karlsruhe wird Residenz des Rechts“ in die Badische Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15, ein.
Der Vortrag gewährt anlässlich des
60. Jahrestags der Errichtung des Bundesgerichtshofs einen Rückblick auf die
ersten Jahre der neuen Residenz, den
vielschichtigen Entscheidungsprozess in
den gesetzgeberischen Gremien für den
Sitz des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe
und die damit verbundene Ansiedlung
des Bundesverfassungsgerichts. Außerdem werden der Auf- und Ausbau der
beiden Bundesgerichte, sowie ihre maßgeblichen Entscheidungen gewürdigt.
Da konnte selbst Erste Bürgermeisterin
Margret Mergen nur staunen: „Das ist
unglaublich“ kommentierte sie den „unerwartet hohen“ Spendenerlös von 15 000
Euro aus einem Benefizkonzert der Neuapostolischen Kirche (NAK) für „Schulen
in Niger“. Als dann aber Michael Ehrich,
der Präsident der Gebietskirche Süddeutschland, beim Pressetermin im Rathaus letzten Freitag noch einmal die gleiche Summe drauflegte und der Scheck
sich schließlich auf satte 30 000 Euro für
die Unicef-Kinderstadt belief, verschlug
es ihr fast die Sprache. Für den guten
Zweck hatten am 17. Juli Mädchen und
Jungen im Brahmssaal musiziert. „Eine
offene, helfende Hand macht Christ sein
aus“, betonte Ehrich und verwies auf von
der NAK betriebene Schulen in Äthiopien
und Waisenhäuser in Westafrika. -maf-
gen“ der Grünen hätten die „Qualität von
Verschwörungstheorien“. Die Fraktionsvorsitzende weiter: Hier werde anlässlich
einer Infrastrukturmaßnahme „ein Glaubenskrieg“ vom Zaun gebrochen, als ob
Ein bundesweites Fortbildungsprogramm soll türkische Imame zu Brückenbauern für muslimische Migranten
machen und so deren Integration in
Deutschland fördern. Am Montag fiel in
Karlsruhe der Startschuss für das Projekt, das vom Goethe-Institut, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
und vom Verein Türkisch-Islamische
Union der Anstalt für Religion (DITIP)
organisiert wird. Neben deutschen
Sprachkursen steht auch Unterricht in
Landeskunde auf dem Stundenplan der
Theologen, die so auf ihre Arbeit in
deutschen Gemeinden vorbereitet werden. Insgesamt sollen in den nächsten
drei Jahren an neun Standorten in
Deutschland 135 Imame das berufsbegleitende Programm durchlaufen, 15
Imame für
davon in der Fächerstadt.. Die Imame besuchen 516 Stunden Deutschunterricht
und ein zwölftägiges landeskundliches
Seminar, das Themen wie plurale Gesellschaft oder deutsche Geschichte behandelt. „Das starke Interesse der türkischen
Imame, an diesen Fortbildungen teilzunehmen, ist ein Beweis für die Integrations- und Dialogbereitschaft der meisten
Muslime mit türkischem Hintergrund“,
sagte Oberbürgermeister Heinz Fenrich.
„In Deutschland sind Imame in ihren
Gemeinden auch Ansprechpartner für
Alltagsfragen, etwa bei Familien- oder
L-Bank ist fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2010
DAS THEMA RADVERKEHR hat die L-Bank umfassend abgedeckt: Die Sieger Simon
Hönig und Nicola Priemer von der L-Bank mit AOK-Vertreter Ibach, dem Landes-Fahrradmanager Malik, Weymann von Paul Lange & Co sowie Obert. Foto: Müller-Gmelin
Rund 10 000 Beschäftigte stehen hinter
den zwölf Betrieben, die am Wettbewerb
„Fahrradfreundlichster Arbeitgeber in
Karlsruhe 2010“ teilgenommen und sich
ein radfreundliches Ambiente verschrieben haben. Alle hätten sich etwas Besonderes ausgedacht, würdigte Bürgermeister Michael Obert bei der Preisverleihung
das Engagement der Teilnehmer.
Der Wettbewerb gehört zu den Bausteinen des vor fünf Jahren vom Gemeinderat beschlossenen 20-Punkte-Programm
zur Radverkehrsförderung. An die Spitze
geradelt hat sich die L-Bank: Das Unternehmen motiviert aktiv seine Mitarbeiter,
mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, bietet
entsprechende Infrastruktur und Service
an, etwa durch Kooperation mit einem
Fahrradhändler. „Fast 70 Prozent unserer
Mitarbeiter kommt mindestens einmal die
Woche mit dem Rad ins Büro, 40 Prozent
davon sogar jeden Tag“, freute sich Nicola Priemer bei der Entgegennahme des
ersten Preises – 2000 Euro und ein von einem Studenten der Hochschule für Gestaltung entworfenen Vermarktungskon-
Schulproblemen“, betonte Mustafa Akpinar, Religionsattaché am türkischen
Generalkonsulat in Karlsruhe. Daher
sei es wichtig, dass die Imame in ihrer
Funktion als Multiplikatoren in der
Lage seien, die Bedürfnisse und Probleme von Muslimen bei der Integration in
Deutschland zu erkennen, Lösungen
anzubieten oder Hilfsangebote zu vermitteln. Der deutschen Sprache komme
hierbei eine Schlüsselfunktion zu, so
Akpinar. Bevor die Imame nach Deutschland kommen, haben sie bereits in Ausbildungszentren in Bursa und Ankara
Deutsch- und Landeskundeunterricht
erhalten. „Wir wollen, dass die Imame
sich später sicher in ihrem Umfeld bewegen“, erklärte Angela Kaya, Projektleiterin vom Goethe-Institut.
FÜR EINE ÜBERRASCHUNG sorgte Michael Ehrich (2. v. rechts) bei EB Margret
Mergen mit seiner hohen Spende für die Unicef-Kinderstadt 2010. Fotos (3): Fränkle
Brunnen beginnt
Rechtzeitig vor dem Beginn der
frostigeren Jahreszeit wird die Mehrzahl der 133 Brunnen im Stadtgebiet
in den nächsten Wochen in die Winterruhe geschickt. Bereits in den letzten Tagen wurde mit der Stilllegung
in den äußeren Stadtbezirken begonnen. Das vollständige Entleeren der
Leitungen und Düsen ist notwendig,
um Schäden durch den Frost zu verhindern. Die Wintermonate werden
aber auch dazu genutzt, um die Technik der Brunnenanlagen gründlich
zu untersuchen und nötigenfalls wieder instand zu setzen. Dazu werden
die Pumpen und auch die Beleuchtungseinrichtungen ausgebaut, in
den Werkstätten der Stadtwerke
überholt und bis zum Frühjahrseinsatz eingelagert. Einige Brunnen in
der Innenstadt, wie der Fontänenbrunnen auf dem Friedrichsplatz und
die Wasserspiele auf dem Kirchplatz
St. Stephan bleiben am längsten in
Betrieb. Die Winterruhe beginnt für
diese Brunnen erst Mitte November.
EINEN BEITRAG ZUR INTEGRATION von muslimischen Migranten wollen die 15 Imame leisten, die OB Fenrich am Montag
im Rathaus begrüßte. Die zehnmonatigen Fortbildungskurse finden in der Zentralmoschee in der Käppelestraße statt.
zept für den fahrradfreundlichsten Arbeitgeber. Auch die weiteren Sieger hätten das Thema Radverkehr als System
begriffen und Radförderung umfassend
behandelt, so Obert. Platz zwei ging an
Mailänder Geo Consult, wo etwa der
„Radler des Jahres“ unter der Belegschaft
ausgemacht wird, Platz drei an L’Oréal,
wo Radeln unter anderem mit einer Verlosung belohnt wird. Ein Sonderpreis ging
an die Hagsfelder Werkstätten & Wohngemeinschaften aufgrund des integrativen Ansatzes, Beschäftigte mit Behinderung ein Fahrradtraining anzubieten.
Beim Fotowettbewerb „Ich fahre Fahrrad, weil…“ hatte Arno Neuber Losglück
und ein Fahrrad gewonnen, Sonderpreise
gingen an Wolfgang Werner (originellstes
Foto) und EIFER für die meisten Teilnehmer beim Fotowettbewerb. Selbstkritisch
sagte Obert, dass sich die Stadt bei allen
Teilnehmern eine Scheibe abschneiden
könne, sie könne derzeit im Rathaus keine Umkleiden anbieten mit der Möglichkeit, nasse Kleidung zu trocknen. Obert:
„Da sollten wir aber drangehen.“
Bei einem Aktionstag gegen Gewalt zeigen am heutigen Freitag, 22.
Oktober, zahlreiche Akteure in der
Südstadt von 14 bis 17 Uhr ihre vielfältigen Aktivitäten zur Gewaltprävention. Der Kinder- und Jugendtreff
Südstadt, der Soziale Dienst MitteSüd, die Schulen und der Polizeiposten der Südstadt sind beim Aktionstag für Kinder und Jugendliche dabei. Gleichzeitig soll der Tag auch
der Beginn einer noch engeren Zusammenarbeit der Institutionen im
Stadtteil sein. Um 14 Uhr gibt Jugendamtsleiterin Susanne Heyen im
Kinder- und Jugendtreff den Startschuss für die vielen Aktivitäten. Danach stehen dort und in der „Walhalla“ die Ergebnisse einer Schülerbefragung zu Gewalt, Workshops und
Theaterstücke auf dem Programm.
Die Polizei präsentiert im Polizeiposten (Luisenstraße 31) ihre Projekte
„BogG – Boxen gegen Gewalt“ und
„Kids online“ sowie das Mitmachprogramm „Wehr dich, aber richtig!“.
II StadtZeitung
64. Jahrgang · Nr. 42 · 22. Oktober 2010
Im „K.“ Kabarett
der Geschichte(n)
Verkäufen zugestimmt
Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat verwandelt sich der „K.“ am Ettlinger
Tor in einen AUTORiKA-Lesesaal. Am
Dienstag, 26. Oktober, werden Punkt
19 Uhr die Scheinwerfer für den Kabarettabend der Geschichte(n) angeschaltet.
Die kabarettistische Doppelspitze, André
Richter und Kai Ahnung, bietet dann einen Nerven anregenden, aber nicht nervenaufreibenden, etwa einstündigen Auftritt, gefüllt mit Satire, Ironie und auch
jeder Menge Klamauk der intelligenten
Art. Wer darauf Lust hat, der sollte den
Termin im kulturellen Fahrplan markieren und das Ticket für fünf Euro buchen.
Unternehmen können sich weiterentwickeln
Verkäufe dreier städtischer Grund­stücke oder von Teilflächen dieser Grundst��cke
standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des gemeinderätlichen Wirtschaftsförderungsausschusses, der in der vergangenen Woche in nichtöffentlicher
Sitzung unter Leitung von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen zusammen kam.
Einstimmig sprachen sich die Stadträtinnen und Stadträte dabei für den Verkauf einer rund 7 000 Quadratmeter großen Teilfläche im Kurzheckweg aus. Diese Fläche wird einem Garten- und Landschaftsbauunternehmen eine ideale Erweiterungsmöglichkeit bieten. Ohne
Gegenstimme oder Enthaltung votierten
die Mitglieder des Ausschusses auch für
den Verkauf einer rund 3 200 Quadratmeter großen Teilfläche eines städtischen
Grundstücks in der Schenkenburgstraße.
Hier möchte sich ein 1997 als Start-up aus
der Technologiefabrik gegründetes Unternehmen erweitern, das sich in der
Wachstumsphase befindet. Einhellig
stimmte das gemeinderätliche Gremium
schließlich dem Verkauf eines rund 2 000
Quadratmeter großen Grundstücks an der
Rüppurrer Straße zu. Zwischen Tivoli und
Vier Stadtteile hat das Schadstoffmobil nächste Woche auf dem Plan.
Am Dienstag, 26. Oktober, wartet das
Mobil des Amts für Abfallwirtschaft
von 15 bis 16 Uhr in Knielingen auf
dem Parkplatz des VfB Knielingen
und von 17 bis 18 Uhr in Daxlanden/
Rheinstrandsiedlung in der Lindenallee vor der Rheinstrandhalle.
Schädliche Stoffe aus Haushalt und
Freizeit können auch Bewohnerinnen und Bewohner im Dammerstock
in der Nürnbergerstraße/Rechts der
Alb bei der Kirche am Donnerstag,
28. Oktober, von 15 bis 16 Uhr loswerden. Von 17 bis 18 Uhr ist das
Auto in Hohenwettersbach am Alten
Weinweg beim Grüncontainer.
Bahngleisen ist ein Bauvorhaben geplant,
das – nach Zukauf einer weiteren, nicht
städtischen Teilfläche – Lebensmittelmarkt, Büroflächen und Studentenwohnungen in sich vereinen will.
Nach welchen Kriterien die Wirtschaftsförderung über den Verkauf städtischer
Grundstücke entscheidet, hatte zuvor
Erich Geißler, stellvertretender Leiter der
Wirtschaftsförderung erläutert. Am wichtigsten sind demnach der Außenbeitrag
des Unternehmens für den Standort Karlsruhe, die Bedeutung des Unternehmens
für den lokalen Arbeitsmarkt, sein Flächenverbrauch und seine Steuerkraft.
Außerdem fließen in die Bewertung ein
die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, seine Wachstumsperspektive und
seine Finanzkraft. Und natürlich werden
auch die Interessen der Stadtverwaltung
berücksichtigt: Das sind beispielsweise
die Stärkung des Oberzentrums, Verbesserung der Wirtschaftsstruktur, Umweltschutz und ökologisches Innovationspotenzial sowie die Frage nach Gestaltung
und Kosten für die Infrastruktur.
Gut abgeschnitten bei der Bewertung
durch die Wirtschaftsförderung hat vor einiger Zeit auch die Unternehmensgruppe
Vollack, die im Jahre 2009 im Gewerbegebiet Breit an der Autobahn A5 bei Durlach ihren neuen Stammsitz mit Forum 1
und Werk 1 gebaut und zu diesem Zweck
ein städtisches Grundstück erworben hat.
In dem klaren, eleganten Bau tagte dieses
Mal der städtische Wirtschaftsförderungsausschuss und bekam von Geschäftsführer Thorsten von Killisch-Horn einen Einblick in die Struktur und in die Unternehmenskultur der europaweit tätigen Consult- und Bau-Dienstleistungs­gesellschaft,
die mit ihren rund 300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern die Planung und Realisierung von gewerblichen und industriellen Projekten verantwortet.
millionste Besucher: BM LENZ (l.) und Geschäftsführer Sternagel (r.) begrüßten
die Gäste Núria Cunillera und Flavio Venturelli im Europabad.
Holzhäusle auf der Höhe
Thomashof wird 300 Jahre alt / Festakt am Sonntag
Im Grunde könnte die Siedlung auf
dem Thomashof eine 900-Jahr-Feier ausrichten. Doch die Geschichte lief anders.
Rückblick im Zeitraffer: Bereits im Mittelalter lebten Menschen auf der Bergkuppe
zwischen Durlach, Stupferich und Hohenwettersbach. In einem Ort, der 1110 als
Alterichs- oder Elterichsdorf in einer Urkunde auftaucht. Im selben Urbar, in dem
auch Aue, Beiertheim und Rintheim erstmals urkundlich erwähnt werden. Doch
im Gegensatz zu den drei Stadtteilen mit
stolzer eigenständiger Vergangenheit
ging das frühmittelalterliche Elterichsdorf
ein. Seine Bewohner gaben es spätestens
in der frühen Neuzeit auf. Im 17. Jahrhundert wird es nirgendwo mehr erwähnt,
war Wüstung. Als sich Thomas Dörner
hier im Jahre 1710 niederließ, kündete
einzig noch ein von Gestrüpp überwucherter Holzkohlemeiler von früherer Besiedlung. Der aus Oberbayern zugewanderte Holzhauer und Köhler hatte vom
Rat der Stadt Durlach die Erlaubnis erhalten, das Gelände um den Meiler zum
Acker zu roden und sich ein Haus zu bauen. Vom bescheidenen Holzhäusle, das er
sich auf der Höhe zimmerte, erhielt der
spätere Weiler den Namen Thomas­häusle
oder Thomashof. Dörner blieb nicht lange
Einsiedler, bald eröffnete Josef Völkle
dort eine Gastwirtschaft für Reisende,
weitere Siedler folgten. 1924 erwarb die
mennonitische Gemeinde das Gasthaus
„Zum Thomashof“ und führte es als Bibelheim weiter. Heute ist es Tagungsstätte der evangelischen Freikirche.
Mit einer Hommage an den Gründer,
einem mit Buchenholz aufgeschichteten
glimmenden Kohlemeiler, und einer Wo-
che „Kultur am Meiler“ feiern die Bewohner des Wohngebiets Thomashof derzeit
den 300. Geburtstag. Eine Ausstellung in
der Tagungsstätte der Mennoniten beleuchtet die Geschichte. Die Kulturwoche
mündet in das Jubiläumsfest zum Finale.
Das eröffnet Erste Bürgermeisterin Margret Mergen am Sonntag um 11.30 Uhr.
Danach gibt es die Enthüllung der Skulptur „der Thomashofer“und den ganzen
Tag über ein buntes Programm. 
GRÜSSE: Bis 1924 war auf dem Thomashof ein Ausflugslokal. Repro: Stadtarchiv
Wartung des
DIE PLÜSCHLÖWEN von der EnBW waren für die kleinen Kita-Gäste viel interessanter als die Herren im Anzug. Stadträtin Geiger,
VBK-Chef Casazza, BM Lenz und EnBW-Vorstand Beck (von links) freuten sich über die Eröffnung der Kita „Mikado“.
Solardach als Zugabe für die Kita
In „Mikado“ Bildung in Deutsch und Französisch / Plätze für EnBW und VBK
Die Entscheidung war schnell getroffen: Architekt Ulrich Schumacher zeigte
sich stolz darüber, bei der neuen Kindertagesstätte „Mikado“ der AWO in der
Oststadt zwar 25 Prozent mehr Raum geschaffen zu haben als erforderlich, bei
den Kosten aber um rund 25 000 Euro unter dem gesetzten Rahmen geblieben zu
sein. Weil aber ein zusätzlich notwendiger Zaun davon 15 000 Euro verschlungen
hätte, habe es nicht mehr für ein Solardach gereicht. Er schenkte „Mikado“ daher symbolisch ein Solar-Element und forderte die Sponsoren der Kita singend auf,
den Rest zu finanzieren. VBK-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza und EnBW-Arbeitsdirektor Dr. Bernhard Beck stimmten
spontan zu. Denn die VBK und die EnBW
haben den Bau mit Zuschüssen ermöglicht und sich so Kita-Plätze für junge Familien in ihren Belegschaften gesichert.
Von den 55 Plätzen für Kinder zwischen
null und sechs Jahren sind 15 für den
EnBW- und 16 für den VBK-Nachwuchs
reserviert. Zu den 1,5 Millionen Euro Baukosten haben die EnBW deshalb 350 000
Euro beigesteuert. Von den Verkehrsbetrieben stammt das Grundstück, das unmittelbar an den neuen Betriebshof anschließt – und einstmals dem EnBW-Vorgänger Badenwerk gehört hat. Diese
Nachbarschaft, so erwartet Casazza, werde auch zu häufigen Besuchen genutzt.
Die Kleinen könnten so Geschmack an
technischen Berufen vom Tramfahrer bis
zum Ingenieur finden. Dieser Wunsch
entspricht dem naturwissenschaftlichen
Bildungsschwerpunkt bei „Mikado“. Außerdem werden die Kinder in „Mikado“
zweisprachig in Deutsch und Französisch
erzogen. Und so haben ihre vier Gruppen
auch deutsche und französische Namen.
Sie heißen Feuer-feu, Wasser-eau, Erdeterre und Luft-air. Dem Namen „Mikado“
entsprechend, sehen die Streben des Vordachs wie Mikado-Stäbchen aus. Auch
die Außenfassade ist mit Mikado-Verzierungen versehen. „Kinder sind hochtourige Lerner“ freute sich Bürgermeister Martin Lenz bei der offiziellen Eröffnung über
die Kita, während Beck und Casazza betonten, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten nahe des Arbeitsplatzes Chancen
zur Kinderbetreuung bieten müssten.-erg-
im Europabad
Erst wollten sie gar nicht vor die Kamera, dann freuten sie sich: Eine übertragbare Geldwertkarte in Höhe von 200 Euro
nahmen am Montag Núria Cunillera aus
Spanien und Flavio Venturelli aus Italien
entgegen. Bürgermeister Martin Lenz
und der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Oliver Sternagel, begrüßten gegen
14 Uhr das Paar als den millionsten Gast
im Europabad seit dessen Eröffnung.
Nicht so hoch wie erwartet sei das Defizit
in dem vor zweieinhalb Jahren in Betrieb
gegangenen Freizeitbad, stellte Martin
Lenz fest. „Wir sind auf dem richtigen
Weg“, äußerte der Sportdezernent zuversichtlich. Auch Sternagel sah das Bad auf
einem guten Weg. Die Besucherzahlen
hätten sich positiv entwickelt. 2009 seien
insgesamt 420 000 Gäste gekommen.
Ende Dezember hofft der Geschäftsführer
dieses Ergebnis knapp zu toppen. Gut
entwickelt habe sich der Zuspruch aus
Frankreich. 15 Prozent aller Besucher kämen aus dem Nachbarland, in den Ferien
sogar 50 Prozent, sagte Sternagel. -Lä-
Die Stadtwerke informieren an zwei Stationen
Die Stadtwerke sind auf EnergiesparTour. Um Klimaschutz, Spartipps beim
Energieverbrauch und um Förderprogramme geht es zu Beginn der Heizperiode für Herbst und Winter. Dort versprechen sich die Energieberater an Stationen
in verschiedenen Stadtteilen offene Ohren bei den Verbrauchern. Die Tipps für
kalte Tage gibt es am heutigen Freitag
(22. Oktober) von 14 bis 19 Uhr beim Gartencenter Dehner in der Neureuter Straße
8. Am Samstag (23. Oktober) endet die
Energiespar-Tour der Stadtwerke vor der
Karlsburg. Dort werden Informationen in
der Zeit von 10 bis 16 Uhr erteilt.
Die Sparfüchse des Energieversorgers
informieren darüber, wie in der kalten
Jahreszeit mit richtigem Lüften, Heizen,
Kochen und Waschen bares Geld gespart
werden kann. Auf der Suche nach der
richtigen Heizlösung helfen die Berater
ebenfalls weiter: Förderprogramme bieten finanzielle Unterstützungen. So sei
laut Stadtwerke die Erdgas-Brennwerttechnik in Kombination mit einer thermischen Solaranlage eine Lösung, die das
Unternehmen als „Erdgas plus Solar“ anbietet. Insgesamt 660 000 Euro Fördermittel haben die Stadtwerke für Programme
eingeplant. Allein in diesem Jahr seinen
laut Geschäftsführer Harald Rosemann
99 Erdgas-Brennwertheizungen in Karlsruhe mit 151 400 Euro bezuschusst worden. Unterstützt wurde unter anderem
auch der Kauf von Erdgasfahrzeugen mit
4 300 Euro. Mit 47 250 Euro seien 88 thermische Solaranlagen gefördert worden.
Insgesamt gaben die Stadtwerke in den
vergangenen zehn Jahren 4,5 Millionen
Euro Fördergelder aus. Wer heute und
morgen einen Stadtwerke-Stand besucht,
kann an einem Quiz teilnehmen und einen Kühlschrank gewinnen. Berater informieren Interessierte auch in den beiden Kundenzentren Kaiserstraße 182 und
in der Durlacher Pfinztalstraße 65. -red-
Sechs mittelständische Unternehmen aus dem Raum Karlsruhe jetzt ECOfit
Sechs Unternehmen aus dem Großraum Karlsruhe sind jetzt „ECOfit“ – fit
in der Kombination von Ökonomie und
Ökologie. „ECOfit“, das ist eine Umweltberatungsprogramm des BadenWürttembergischen Landesumweltministeriums, mit dessen Hilfe vor allem
mittelständische Unternehmen ihren
betrieblichen Klima- und Umweltschutz
optimieren können. Das Programm läuft
landesweit seit 2006, die Dienststelle
Umwelt- und Arbeitsschutz Karlsruhe
hat sich zusammen mit der städtischen
Wirtschaftsförderung 2009/10 mit einer
ersten ECOfit-Runde eingeklinkt. Da
sich aber alle beteiligten Unternehmen
positiv über den Fortgang des Beratungsjahrs und ihre Einsparungen auf
den Gebieten Energieeinsatz, Wasserverbrauch und Rohstoffe geäußert haben, folgt im nächsten Jahr eine zweite
Runde, an der auch die Karlsruher
Energie- und Klimaschutzagentur KEK
beteiligt sein wird.
Die sechs Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen – vom Arzneimittelhersteller bis zur GrundbesitzVerwaltungsfirma, von der Bank bis
zum Busunternehmen, von der Versicherung bis zum Papierhersteller –
konnten mit der unabhängigen Beratung, die ihnen geboten wurde, insgesamt Kosteneinsparungen von 146 000
Euro erzielen. Alleine Energieeinsparungen brachten ihnen einen Kostenvorteil von 111 000 Euro. Hinzu kamen
Einsparungen bei Rohstoffen von 15 000
Euro und ein geringerer Wasserver-
brauch, der mit etwa 20 000 Euro zu Buche schlug. Zugleich erzielten sie etwa
Energieeinsparungen von 693 000 Kilowattstunden, allein beim Strom waren
dies 246 000 Kilowattstunden. Das ist soviel wie der Gesamtjahresverbrauch von
mehr als 55 Vier-Personen-Haushalten.
Mit der Energiereduktion ersparten sie
der Umwelt und dem Klima die Emission
von 273 Tonnen Kohlendioxid.
Bei der Vergabe der Zertifikate am
Montag betonten Bürgermeister Klaus
Stapf und Ministerialdirigent Martin
Eggstein vom Umweltministerium, dass
Ökologie und Ökonomie nicht mehr im
Widerspruch zueinander stünden. Ökologisches Handeln werde im Wirtschaftsleben immer wichtiger. Und führe letzten Endes auch zu messbaren
Kosteneinsparungen. 
ÖKONOMIE UND ÖKOLOGIE VEREINBAR: Bürgermeister Stapf und Ministerialdirigent Eggstein (Mitte) vergaben ECOfit-Zertifikate an sechs Unternehmen.
Für den B 10 Straßentunnel in Grötzingen stehen nächste Woche die regelmäßigen Tunnelreinigungs- und Wartungsarbeiten an. Dafür muss der Tunnel in den
Nachtstunden voll gesperrt werden und
zwar jeweils von 19 bis 5.30 Uhr von Montag, 25. Oktober, bis Donnerstag, 28. Oktober. Der Verkehr wird während der
Sperrung über die Augustenburgstraße
geleitet. Tagsüber kann der Tunnel ungehindert befahren werden.
Fünftes Fest
Das Kinderrechtefest im Tollhaus
ist zu einer festen Einrichtung geworden und findet an diesem Sonntag, 24. Oktober, in der Zeit von
14 bis 18 Uhr im Tollhaus (Schlachthausstraße 1) statt. Die Veranstaltung
steht ganz im Zeichen des „Rechts
auf Gesundheit“, das im Jahr 2009
von mehr als 700 Karlsruher Kindern
und Jugendlichen zum wichtigsten
Kinderrecht gewählt wurde. Die Mobile Spielaktion lädt zum Mitspielen
ein, außerdem stehen Theateraufführungen sowie Informationen und Angebote rund um das Thema „Gesundheit“ auf dem Programm. Zugunsten der Unicef-Kinderstadt 2010
gibt es eine große Tombola.
VIELE FRAGEN ums Energiesparen im
Haushalt. Stadtwerke geben Tipps.
Eine lange Nacht der Informatik mit
Vorträgen und Workshops für alle Altersklassen gibt es am heutigen Freitag, 22.
Oktober, von 15 bis 24 Uhr in der Dualen
Hochschule, Erzberger Straße 121. Weitere Infos: www.dhbw-karlsruhe.de.
„Die weiße Frau vom Turmberg“ leitet
am heutigen Freitag, 22. Oktober, einen
Rundgang des Historischen Vereins durch
die Durlacher Altstadt. Treffpunkt ist um
19.30 Uhr am Marktplatzbrunnen.
Blaurausch lautet der Titel einer Lesung des Schauspielers und Regisseurs
Jürg Hummel aus „Nur Blau“ von Bernhard Aichner mit Vernissage einer Ausstellung zum Thema Blau am Sonntag, 24.
Oktober, um 11 Uhr im Bernays-Saal der
Volkshochschule, Kaiserallee 12 e.
Eine Hausführung bietet das Hardtwaldzentrum im Kanalweg 40 bis 42 am
kommenden Dienstag, 26. Oktober, um
16 Uhr an. Interessierte sollten sich dazu
unter Telefonnummer 91 23 00 anmelden.
Windenergien und deren Speicherung
stehen am Dienstag, 26. Oktober, um
18 Uhr im Mittelpunkt des nächsten Vortragsabends in der Kundenberatung der
Stadtwerke in der Kaiserstraße 182.
Chronische Wunden und deren Versorgung sind am kommenden Mittwoch, 27.
Oktober, um 18 Uhr das Thema beim
nächsten Arzt-Patienten-Forum des Städtischen Klinikums im Veranstaltungszentrum von Haus R in der Moltkestraße 90.
Wer in Bussen, Bahnen oder an Haltestellen Gegenstände in der Zeit vom 1. bis
31. Juli verloren hat, muss sich sputen.
Noch bis Freitag, 29. Oktober, können
sich Fahrgäste im zentralen Fundbüro bei
den Verkehrsbetrieben und der AlbtalGesellschaft, Tullastraße 71, melden. Danach erlischt der Eigentumsanspruch.
Doppelter Beitritt
Mitglied im Bündnis und Wettbewerbsteilnahme
Karlsruhe tritt dem Klimabündnis bei
und beteiligt sich an dem vom Landesumweltministerium ausgeschriebenen
Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune“. Beides hat der Gemeinderat am
Dienstag mit großer Mehrheit gegen
die Stimmen der FDP-Fraktion beschlossen. Lediglich bei dem im Zusammenhang mit dem Beitritt zum Klimabündnis stehenden Austritt aus der
Vereinigung „ICLEI“ waren die Liberalen einig mit dem Haus. Dieser Austritt
erfolgte damit einstimmig.
Mit dem Beschluss zum Klimakonzept der Stadt Karlsruhe, den der Gemeinderat 2009 gefasst hatte, war der
Mitgliedschaftswechsel bereits angedacht. Nun hat ihn die Stadt vollzogen.
„ICLEI“ beizutreten sei 1993 der richtige Schritt gewesen, betonten die Fraktions-Sprecherinnen und -sprecher
Alexander Geiger (GRÜNE), Gabriele
Luczak-Schwarz (CDU) und Ute Müllerschön (SPD). Klimaschutz sei eine
der drängendsten Zukunftsaufgaben.
Die Zustimmung fiel ihnen nicht schwer,
zumal die Verwaltungsvorlage sehr gut
sei, wie sie übereinstimmende erklärten. Tom Høyem (FDP) hingegen äußerte die Ansicht, Klimaschutz müsse vor
allem in Berlin, Brüssel oder Washington auf den Weg gebracht werden. Hier
widersprach Bürgermeister Klaus Stapf
und machte deutlich, dass gerade die
Kommunen wichtige Aufgaben beim
Klimaschutz hätten. Die Befürworter
des Mitgliedschaftswechsels erläuter-
MÜLLENTSORGUNG: Das Plenum vergab die Abholung in östlichen Stadtteilen.
ten auch, dass sich das Klimabündnis
seit seiner Entstehung erheblich professionalisiert habe und erinnerten an das
Klimaschutzkonzept, das der Gemeinderat einstimmig verabschiedet habe.
Dort finden sich unter anderem die plakativ „2-2-2“ genannten Ziele der Stadt
Karlsruhe. Gemessen an 2007, will
Karlsruhe bis 2020 jährlich zwei Prozent
weniger Endenergie verbrauchen, zwei
Prozent weniger CO2 ausstoßen und
den Anteil regenerativer Energien verdoppeln. Die Beteiligung am Landeswettbewerb befürworteten Doris Baitinger (SPD), Karin Wiedemann (CDU),
Bettina Lisbach (GRÜNE) und Dr. Eberhard Fischer (KAL). Tom Høyem (FDP)
dagegen führte aus, dass sich die Stadt
auch ohne diesen Wettbewerb in Sachen Klimaschutz weiterentwickeln
könne. Der Wettbewerb als solcher sei
zwar eine gute Sache. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen benötige aber
nicht unbedingt eine Wettbewerbsteilnahme. Entsprechende Synergieeffekte
könnten auch so erzielt werden.
Bürgermeister Stapf rief in Erinnerung, dass Klimaschutz langfristig angelegt sei und Perspektiven bis in 100
Jahren öffne. Mit dem Wettbewerb
könne man von anderen Kommunen
lernen, wie sie das Thema angingen. Er
räumte ein, dass die 1,4 Millionen Euro,
mit denen der Wettbewerb bestückt
sind, kein hoher Betrag seien, verband
aber damit die Hoffnung, dass weitere
Wettbewerbe kämen.
Zwei Plänen zugestimmt
Das Industriegebiet zur Ansiedelung
von Unternehmen der Logistikbranche
zwischen Wolfartsweierer Straße, ICEBahntrasse und Bahnbetriebsflächen ist
beschlossene Sache. Einstimmig fasste
der Gemeinderat am Dienstag unter Leitung von Oberbürgermeister Heinz Fenrich den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Industriegebiet Wolfartsweierer Straße“. Schon heute entspricht die
Nutzung dem Charakter eines Industrieareals. So befindet sich hier bereits ein
Speditionsbetrieb, große Flächen liegen
brach. In Nachbarschaft des Gebietes
sind westlich der Wolfartsweierer Straße
eine Ölwechselstation und mehrere kleinere Firmen ansässig. Mit seiner Lage
nahe dem Umschlagbahnhof der DB AG,
der Anbindung an die Südtangente und
die beiden Autobahnen A5 und A8 ist das
Gebiet als Industriefläche prädestiniert.
Im Gebiet sind Gebäude bis zu einer
Höhe von 15 Metern zulässig, Flachdächer müssen begrünt werden oder aber
mit Materialen beschichtet werden, welche die Aufheizung reduzieren.
Auf den Weg gebracht wurde zudem
der Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet am südlichen Rand der Reitschulschlagsiedlung. Bei Enthaltungen der
AUFGRUND DER GUTEN ANBINDUNG an das Fernstraßennetz ist das Areal an der Wolfartsweierer Straße hervorragend für
Unternehmen vor allem der Logistikbranche geeignet. Ein Speditionsbetrieb ist bereits auf dem Gelände ansässig.
Stadträtinnen und Stadträte von Grünen
und Die Linke fasste der Gemeinderat
den Einleitungs- und Aufstellungsbeschluss zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Lachenweg (Wohnen am Wasser)“. Der Entwurf war bereits 2008 Thema im Planungsausschuss, wurde jetzt
aber erst wieder vom Vorhabensträger
aufgegriffen. Vorgesehen sind 40 Reihenund Doppelhäuser auf dem Areal zwischen Gustav-Heinemann-Allee, Lachen-
in Ost-Stadtteilen
Sachkundige berufen
Der Gemeinderat hat die Müllabfuhr in
Grötzingen, Wettersbach, Hohenwettersbach und Wolfartsweier nach neuer Ausschreibung an zwei private Firmen vergeben. Eine sammelt den Rest- und Biomüll
sowie die Wertstoffe ein, die andere
Sperrmüll und Altholz. Wegen entsprechenden EU-Rechts waren die bisherigen
Verträge zum 31. Dezember gekündigt
worden. In der Ausschreibung erfolgte
entgegen der bisherigen Praxis eine Trennung der Abfallarten. So sollte der Wettbewerb gefördert werden. Der Beschluss
des Gemeinderats erfolgte einstimmig.
Dabei hatten die meisten Mitglieder mit
sofortiger Abstimmung gerechnet. Aber
Stadtrat Tom Høyem (FDP) wollte noch
eine Anmerkung machen. Seine Fraktion
befürwortete die private Vergabe ausdrücklich. Die Liberalen bedauern allerdings, dass sich diese nur auf die neuen
Stadtteile im Osten beschränke. Sie wollen, dass die Abfallentsorgung in der gesamten Stadt künftig von privaten Unternehmen vorgenommen wird.
36 Mitglieder für die Sparten des Forums Ehrenamt
Insgesamt 36 sachkundige Bürgerinnen
und Bürger zur Besetzung des „Forums
Ehrenamt“ hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig berufen.
Das Forum berät den Gemeinderat über
geeignete Maßnahmen, die das ehrenamtliche Engagement fördern und unterstützen. Vorschlagsberechtigt sind ehrenamtliche und gemeinnützige Vereinigungen mit Sitz in Karlsruhe. Gewählt wurden jeweils zwei sachkundige Bürgerinnen
und Bürger für jede der 20 Sparten des
„Forums Ehrenamt“. Im Einzelnen sind
dies: Dr. Philipp Wendy und Hans-Dieter
Herbst für die Sparte „Jugend“, Ursula
Rossbach und Hildegard Wensauer für
Senioren, Ingrid Schäfer-Martin und Marion Wenzel für Frauen, Najoua Benzarti
und Jürgen Raphael für Integration/Migration, Peter Scherer und Peter Schweigert für Sport, Michael Weber und Prof.
Robert Mürb für Kultur, Gabriele Becker
und Ursula Villhauer für Gesundheit/
Menschen mit Behinderungen, Bernd
Breidohr und Susanne Viehbacher für
Selbsthilfe, Ursula Jäger und Ursula Feßler für Umwelt, Alfred Lüthin und Wolfgang Walter für Gartenfreunde, Jürgen
Olm und Gerold Böhmert für Karlsruher
Fastnacht, Dr. Dirk-Michael Harmsen und
Britta Hansen für Evangelische Kirche,
Margita Volk und Winfried Kuhn für Katholische Kirche, Norbert Vöhringer und
Marianne Feix für Wohlfart, Hans Kleebauer und Stefan Rupp für Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und Feuerwehren,
Prof. Dr. Wolfgang Fritz und Jürgen Sickinger für die Bürgervereine, Peter
Scheuble und Manfred Weichhold für
Fördervereine und Stiftungen sowie Gisela von Renteln und Gerhard Rudolph für
die Sparte Engagierte Unternehmen.
Die Beschlussvorlage steht unter www.
karlsruhe.de/rathaus/gemeinderat.de. Infos gibt es unter: www1.karlsruhe.de/
Stadtentwicklung/afsta/aktivbuero. -res-
Altenhilfe bleibt
bei Heimstiftung
Gemeinderat stimmt neuer Jobcenter-Vereinbarung mit alten Partnern zu
Die FDP wollte sich des Bereichs Altenhilfe der Heimstiftung entledigen und
stand damit im Gemeinderat allein auf
weiter Flur. Laut FDP-Chefin Rita Fromm
leisteten die Seniorenzentren, die Mobile
Pflege sowie das Betreute Wohnen der
Heimstiftung zwar gute Arbeit, aber die
letzten Jahre hätten eine „strukturelle
Unterfinanzierung“ zutage gefördert und
das obwohl die zu Pflegenden vergleichsweise tief in die Tasche greifen müssten.
Als rechtlich problematisch schätzte hingegen die Verwaltung einen möglichen
Verkauf ein, dies bedinge die Änderung
des Stiftungszwecks und sei – wenn überhaupt – nur unter strengen Voraussetzungen möglich. Die finanzielle Schieflage
hänge auch mit der Generalsanierung des
Durlacher Parkschlössle zusammen. Außerdem fielen die höheren, weil tarifgebundenen Personalkosten ins Gewicht.
Aber das Ganze ist sowieso vom Tisch.
CDU-Stadtrat Dr. Thomas Müller verwies
auf den vom Stiftungsrat beschlossenen
Konsolidierungskurs, der eine gewisse
entstandene Vereinbarung als „sehr gut“.
Sie habe allen Beteiligten einen wahren
„Kraftakt“ abverlangt. Einige Neuerungen gibt es allerdings: Beide Partner haben künftig Weisungsbefugnis in ihren
Zuständigkeitsbereichen. So entscheidet
die Bundesagentur über Leistungen zur
Eingliederung in Arbeit und Sicherung
des Lebensunterhalts und die Stadt über
Kosten der Unterkunft und Heizung, sozialintegrative Leistungen, Schuldner- und
Suchtberatung sowie Kinderbetreuung.
Da der Bund zwei Drittel der Hilfen für
Erwerbslose finanziert, „wird der Einfluss
der Kommunen reduziert“ verwies Grünen-Stadtrat Michael Borner darauf, dass
„wer bezahlt, bestimmt“. Positiv sei, dass
„die Hilfe aus einer Hand erhalten bleibt“.
Für CDU-Stadtrat Dr. Thomas Müller war
die Fortführung des bislang Erreichten
„auf Augenhöhe“ und das „gute Klima“
entscheidend und auch SPD-Sprecherin
Gisela Fischer sah in der Vereinbarung
eine gute Grundlage, die gut „zur sozialen Kultur unserer Stadt passt“ und die
dem Personal nach Monaten der Ungewissheit Sicherheit und Partnern und
Kunden „Vertrauen durch Kontinuität“
gebe. Gleichwohl bleiben Fragen etwa
nach angemessener Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft oder
der Neuberechnung der Regelsätze offen.
„Der Erhalt des guten Klimas scheint
gesichert“ lobte KAL-Stadträtin Margot
Döring das Vertragswerk ebenso wie
Heinz Golombeck (FDP). Ein „Kompliment für die gute Arbeit“ gab es von Friedemann Kalmbach (GfK) und auch Niko
Fostiropoulos war zufrieden, wünschte
sich aber eine bessere Qualifikation der
ALGII-Bezieherinnen und -Bezieher. Wie
OB Heinz Fenrich dankte auch Sozialdezernent Martin Lenz insbesondere den
früheren Arge, „die seit 2007 nicht wussten, wohin die Reise gehen würde“. -maf-
weg und Baggersee. Momentan ist das
Areal zur Lagerung gewerblicher Materialien genutzt. Problematisch ist der Lärm,
der von der L 560 und der Bahntrasse ausgeht. Daher soll auf der vorhandenen Böschung eine drei Meter hohe und rund
130 Meter lange Lärmschutzwand errichtet werden. Zudem wird der Plan für die
zur L 560 gelegene erste Hauszeile passive Lärmschutzmaßnahmen festsetzen. Es
seien noch viele Fragen offen, meinte
Stadträtin Bettina Lisbach und lehnte für
die Grünen den Planentwurf ab. Zustimmung signalisierte dagegen CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz, im Laufe des Verfahrens könne man über einzelne Aspekte noch diskutieren. Das sah auch Michael
Zeh (SPD) so, dem der preiswerte Wohnraum für junge Familien ein Anliegen
war. Thomas Hock (FDP) würdigte „den
schlüssigen Plan“, den auch die Bürgerkommission Hagsfeld befürworte.
KVVH stockt Anteil auf
Erwerb von Ruhrgas-Beteiligung an Stadtwerken
Der Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung den Rückerwerb des von
der E.ON Ruhrgas International GmbH
gehaltenen Anteils von 10 Prozent an
den Stadtwerken Karlsruhe beschlossen. Die Stadt stockt dadurch über ihre
Tochter Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH) ihren
Anteil an den Stadtwerken von 70 auf
80 Prozent auf. 20 Prozent gehören weiterhin der Energie Baden-Württemberg
AG (EnBW). Mit dem Erwerb der bisher
von der E.ON Ruhrgas gehaltenen Beteiligung endet eine langjährige, von
großem gegenseitigen Vertrauen sowie
fachlicher Wertschätzung geprägte Geschäftsbeziehung. Die Entscheidung
zur Veräußerung der vormals – und
zwischenzeitlich von E.ON Tochter
Thüga – gehaltenen Beteiligung durch
E.ON war dort bereits Ende letzten Jah-
res gefällt worden. Im Zuge der Umgründung des Eigenbetriebs Stadtwerke Karlsruhe zu einer GmbH übernahm
die damalige Ruhrgas AG einen 10-Prozent-Anteil an der neuen Stadtwerke
Karlsruhe GmbH. Über den Kaufpreis
Stillschweigen vereinbart. In den kommenden Wochen werden die abschließenden vertraglichen Vereinbarungen
zwischen den Parteien ausgearbeitet.
Die Stadtwerke Karlsruhe behaupten
auch heute ihre starke Position als kundennaher Energieversorger vor Ort mit
dem Leitsatz „Versorgung mit Verantwortung“. Die Umsatzerlöse liegen bei
fast einer Milliarde Euro, die Beschäftigung bei 1100 Mitarbeitern. Die Stadtwerke tragen maßgeblich zur Unterstützung der Wirtschaft bei und investieren jährlich 50 Millionen Euro. -red-
DIE GENERALSANIERUNG des Durlacher Pflegeheims Parkschlössle macht die Heimstiftung unter anderem für die finanzielle Schieflage verantwortlich. Fotos (4): Fränkle
Zeit brauche und nicht „von heute auf
morgen“ greife. „Soziale Kaltschnäuzigkeit“ warf GRÜNE-Stadtrat Michael Borner den Freien Demokraten vor und verurteilte damit einhergehende „Dumpinglöhne“. SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger war froh, dass es gelungen sei, „in
diesem sensiblen Bereich die Tarifbindung zu erhalten“ und prophezeite, die
Gesellschaft müsse irgendwann Rechenschaft darüber ablegen, „was ihr Pflege
wert ist“. Geradezu „empörend“ fand
KAL-Stadträtin Margot Döring den von
der FDP vorgeschlagenen Sparkurs, der
„auf dem Rücken alter und pflegebedürftiger Menschen und von Fachkräften“
ausgetragen werde. Auch Jürgen Wenzel
(FW) setzte auf die Maxime „Mensch statt
Gewinn“. Für Sabine Zürn (Die Linke)
muss Pflege unter den Gesichtspunkten
„Qualität, Zeit und menschliche Zuwendung“ organisiert werden.
FRAGEN UND ANTWORTEN AUS DEM GEMEINDERAT
Gymnasium für
Volle Unterstützung bekam der
Antrag der SPD, wonach sich die
Stadt beim Regierungspräsidium für
die Einrichtung eines sozialpädagogisches Gymnasiums in Karlsruhe
stark machen soll. „Der Bedarf des
sozialpädagogischen Aufgabengebietes ist im Hinblick auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen
als auch auf zunehmende Tätigkeitsfelder in der Betreuung einer älter
werdenden Gesellschaft zukunftsfähig“, erläuterte Ute Müllerschön den
Antrag ihrer Fraktion. „Wir begrüßen
grundsätzlich die Idee“ stimmte Detlef Hofmann für die CDU zu. „Der
Bedarf ist da“, sah Uta van Hoffs
(GRÜNE) die Ausweitung des Angebots ebenso für sinnvoll an wie KarlHeinz Jooß (FDP) und Margot Döring
(KAL). Die Verwaltung wird nun eine
Bedarfserhebung und -abstimmung
durchführen und das Ergebnis in die
regionale Schulentwicklung für den
Mittleren Oberrhein einbringen. -fis-
Reform ist für Kunden kaum spürbar
Von der für Januar 2011 geplanten Jobcenter-Reform des Bundes merken Arbeit
suchende Karlsruherinnen und Karlsruher,
die auf staatliche Hilfe angewiesen sind,
nicht viel. Nachdem das Grundgesetz geändert und die auch in der Fächerstadt seit
2005 erfolgreich praktizierte gemeinsame
Vermittlung und Betreuung von Hartz IVEmpfängern durch Agentur für Arbeit
und Kommunen nun verfassungskonform
ist, erhält die „Mischverwaltung“ eine
dauerhafte und stabile Struktur. Dem Entwurf der dafür notwendigen „Vereinbarung über die Bildung und Ausgestaltung
einer gemeinsamen Einrichtung“ zwischen den alten und neuen Partnern, der
die innere Organisation des künftigen
„Jobcenters Stadt Karlsruhe“ mit Sitz in
der Brauerstraße 10 regelt, stimmte der
Gemeinderat mehrheitlich zu.
„Der Geist des alten Vertrags wurde
auf neues Recht übertragen“, wertete OB
Heinz Fenrich die unter großem Zeitdruck
64. Jahrgang · Nr. 42 · 22. Oktober 2010
AUCH KÜNFTIG FREIE FAHRT: Für die Benutzung der B10 und der B36 im Stadtgebiet gibt es keine Mautgebühr für LKW, erfuhren die Freien Wähler im Gemeinderat.
Verheiratete und unverheiratete Paare,
aber auch Alleinstehende können ein
Vollzeitpflegekind aufnehmen. Dabei
sollte sich eine Person überwiegend der
Versorgung und Erziehung des Kindes
widmen können und die Wohnung groß
genug sein, damit keine beengte Situation entsteht. Dies sind einige Anforderungen an Pflegeeltern, wie sie das Bürgermeisteramt in seiner Stellungnahme zu
einer Anfrage der CDU-Gemeinderatsfraktion zur jüngsten Gemeinderatssitzung auflistet. Außerdem erfuhren die
CDU-Stadträte, dass die Jugendämter der
Städte und Landkreise in Baden-Württemberg seit vielen Jahren durch regionale Arbeitsgruppen vernetzt sind. Den gestiegenen Anforderungen an Pflegeeltern
stehe jedoch mit 250 Euro pro Monat eine
relativ geringe Entlohnung gegenüber.
„Die Verlängerung der Laufzeiten der
Kernkraftwerke ist eine energiepolitische
Entscheidung, die auf die Stadt Karlsruhe
und ihre Stadtwerke keine unmittelbare
Auswirkung hat“, teilt das Bürgermeisteramt Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die
Linke) und seiner Kollegin Sabine Zürn
als Antwort auf eine entsprechende Anfrage mit. Auch sei die Stadt Karlsruhe nicht
aktiv, um die Verlängerung der Laufzeiten
der Kernkraftwerke noch zu verhindern.
Für die Benutzung der B 10 und B 36
wird keine LKW-Maut erhoben. Dies erfuhren die Stadträte Eduardo Mossuto und
Jürgen Wenzel (Freie Wähler) vom Bürgermeisteramt, das weiter mitteilte: „In
ganz Baden-Württemberg wird für keine
Bundesstraße Maut erhoben.“ Auch antwortete die Verwaltung, dass eine LKWMaut für ein verhältnismäßig kurzes Stück
vermutlich überhaupt keine Veränderung
bewirken, die regionale Wirtschaft aber
finanziell belasten würde. Deshalb beabsichtige die Stadt auch nicht, die Südtangente in die LKW-Maut einzubeziehen.
Eine Anfrage zu Entwicklung und Ausbaumöglichkeiten der erneuerbaren
Energien in Karlsruhe kam von Niko Fostiropoulos und Sabine Zürn (Die Linke).
Laut Bürgermeisteramt ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 13,9
Millionen Kilowattstunden im Jahr 2005
auf 16,6 Millionen im Jahr 2009 gestiegen.
Der Anteil erneuerbarer Energien am
Strommix der Stadtwerke Karlsruhe ist
von 15,9 Prozent im Jahr 2005 auf rund 22
Prozent im vergangenen Jahr gestiegen.
Weitere Standorte für neue Windkraftanlagen sind laut Bürgermeisteramt im
gültigen Regionalplan für Karlsruhe nicht
zulässig. Vorranggebiete für regional bedeutsame Windkraftanlagen seien laut
Regionalplan in Östringen, Kraichtal, Loffenau und Baden-Baden ausgewiesen.
Die beiden Stadträte Niko Fostiropoulos
und Sabine Zürn (Die Linke) stellten ebenfalls eine Anfrage zum Thema Zeitarbeit.
Hier teilte das Bürgermeisteramt mit, dass
die Beschäftigung in Zeitarbeit im Bezirk
Karlsruhe im Fünfjahresvergleich 2005
und 2010 um 37 Prozent zugenommen hat
(jetzt 8 646 Beschäftigte). Der Anteil ungelernter Arbeitnehmer sei seit 2005 mit ca.
38 Prozent konstant geblieben, die Zahl
der Zeitarbeitsunternehmen im Bezirk
Karlsruhe jedoch von 140 im Jahr 2005 auf
288 im Jahr 2010 gestiegen.
IV StadtZeitung
Energiebericht 2009:
Mehr regenerativ
Städtische Gebäude systematisch im Blick
Bezogen auf das Basisjahr 1979 hat sich der spezifische Heizenergieverbrauch in
städtischen Gebäuden bis 2009 um rund 40 Prozent gesenkt. Dies geht aus dem Energiebericht 2009 hervor, den das städtische Amt Hochbau und Gebäudewirtschaft
(HGW) jüngst dem Hauptausschuss des Gemeinderats vorgelegt hat.
Hebel-Schüler
spendeten zum 50.
Voll besetzt war
die Sporthalle der
letzten Samstag,
denn die Lehranstalt feierte ihren 50.
Geburtstag mit einem großen Festprogramm. Rektor Dieter Stäbler sprach
von fünf Dekaden, „in der die Schule
reifen und sich bewähren konnte und
dabei eine Einrichtung entstand, mit
der sich alle identifizieren können“. Bei
der Gelegenheit wurde auch der Scheck
einer Spendenaktion der Grund- und
Realschule übergeben. Hebel-Schüler
hatten im Sommer bei einer BenefizAktion 6 470 Euro erlaufen. Die Summe
wurde geteilt und an die Sri-Lanka-Initiative „Matara“ und die Obdachlosen-
hilfe „Iglu“ übergeben. Der Verein „Ma­
tara“ wurde nach der
Tsunami-Katastrophe auf Sri Lanka von OB Heinz Fenrich
initiiert. Sehr erfreut über die Spende
zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende von „Matara“, Samuel Degen
(unser Bild), der den Vorsitzenden Harald Denecken vertrat. Das Geld kommt
224 Kindern in Sri Lanka zu Gute. Paten aus der Fächerstadt kommen für deren Schul- und Ausbildung, medizinische Versorgung, Kleidung und Unterbringung in den Familien auf. Bei der
Sri Lanka-Initiative aus Karlsruhe handele es sich um das größte PatenkindProjekt des Landes. -voko-/Foto: Knopf
Seit dem Basisjahr untersuchen HGW
und seine Vorgängereinrichtungen systematisch den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden. Das Amt sorgt mit seinem städtischen Energiemanagement
seither kontinuierlich für eine Absenkung
des Energieverbrauchs und trägt so in erheblichem Maße zur Verringerung des
CO2-Ausstoßes und anderer Emissionen
bei. Weiterer Nutzen ist dabei eine gewisse Entlastung des städtischen Haushalts,
auch wenn in der gleichen Zeit die Kosten
für den Energieeinsatz in erheblichem
Maße angestiegen sind. Da in der Untersuchungszeit Gebäude hinzu gekommen
und andere weggefallen sind, verwenden
die Energie-Experten als Bezugsgröße für
den Energieverbrauch pro Quadratmeter
die Nettogrundfläche und das Jahr.
Da eine Reduktion des Energieverbrauchs einen bedeutenden Beitrag zum
Klimaschutz leistet, legt HGW mehr und
mehr Wert darauf, regenerative Energiequellen einzusetzen. So wurde etwa im
Jahre 2009 in der Grötzinger Emil-ArheitHalle eine Holzhackschnitzelheizung in
Betrieb genommen. Sie hat eine mit Heizöl befeuerte Kesselanlage ersetzt, die sanierungsbedürftig war. Für Betrieb und
Finanzierung sind die Stadtwerke Karlsruhe zuständig, mit denen über sechs
Jahre ein Contractingvertrag läuft. Eine
weitere Einrichtung im Stadtteil Grötzingen, die Kindertagesstätte „Obere Setz“,
besitzt als erstes städtisches Gebäude
eine Erdwärmesondenanlage in Verbindung mit einer effizienten Wärmepumpe.
Alleine diese Anlage erspart, verglichen
mit einer konventionellen Heizung, jährlich rund 3,5 Tonnen CO2.
Der Energiebericht 2009 spricht sehr
viele weitere Themen an, beispielsweise
Energieausweise, die für städtische Bauten ausgestellt werden. Das HGW hat
2008 und 2009 rund 145 dieser Ausweise
erstellt und an einer für die Öffentlichkeit
zugänglichen Stelle in dem Gebäude ausgehängt. Ergänzt wurde die Ausweise um
Hinweise zur Einsparung von Energie
und Wasser. Im gleichen Zeitraum hat
HGW sieben Schul-, Sport und Jugendeinrichtungen neu gebaut, alle nach dem
Standart der Energieeinsparungsverordnung von 2007. Der Pavillon der Südendschule ist sogar um rund 30 Prozent besser als es diese Verordnung vorschreibt.
Der insgesamt 72 Seiten starke Energiebericht ist im Internet über die Adresse
www.karlsruhe.de/Bauen/Hochbau/
Energiemanagement zu finden.
Beizjagd auf
Altem Flugplatz
Die diesjährige Natura 2000-Kampagne beleuchtet unter dem Motto „Weites
Land in der Stadt“ die ökologische Bedeutung des Alten Flugplatzes unter vielfältigen Aspekten. So stehen etwa bei der
nächsten Veranstaltung der Reihe mit insgesamt neun Führungen oder Vorträgen
am morgigen Samstag, 23. Oktober, unter
dem Titel „Habicht und Kaninchen“ Erläuterungen zur Beizjagd auf dem Gelände auf dem Programm. Treffpunkt für Interessierte zum Rundgang mit Erläuterungen von Revierförster und Jäger Andreas Kolb ist um 10 Uhr am Eingang zum
Alten Flugplatz an der New-York-Straße.
mit „Geiger“ Rech
„Durch Wahrheit
zum Miteinander“
stand der diesjährige „Tag der Heimat“ des Bundes der
Vertriebenen. Neben dem Chor der
Landsmannschaft der Deutschen in
Russland oder der Kindertanzgruppe
der Banater Schwaben sorgte dabei ein
weiterer Auftritt für besonderes Aufsehen im Kongresszentrum. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech,
seine Eltern stammen aus Donauschwaben, begeisterte die Zuschauer mit einem spontanen Violinen-Intermezzo.
Seine Melodien virtuos dargebrachten
Melodien aus Ungarn (unser Bild) sorgten für Begeisterungsstürme. In seiner
Rede betonte Rech:
„Wir möchten ihrer
Generation, der wir
so unendlich viel zu
verdanken haben, auch ein kleines
Stück zurückgeben.“ Europa stünde
nicht da, wo wir heute sind, so Rech,
„ohne die Lebensleistung der Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern“.
Auch OB Heinz Fenrich würdigte die
Leistungen der Vertriebenen. Dazu
zählte er den Willen zur Versöhnung.
Fenrich: „Ihnen war die Schaffung eines geeinten, friedlichen Europas ohne
Furcht und Zwang eine Herzensangelegenheit. Und Sie sind badische Landeskinder geworden, die unsere Kultur
bereichert haben.“ -voko-/Foto: Knopf
Für eine neue globale Partnerschaft
Hohenwettersbach: Aktion gegen „Elterntaxis“
Dem Thema „Bäume“ widmet das städtische Gartenbauamt seine nächste Führung durch den Stadtgarten. Treffpunkt
für den Rundgang mit Gartenbauamtschef Helmut Kern ist an diesem Sonntag,
24. Oktober, um 10.30 Uhr am Eingang
des Zoologischen Stadtgartens an der
Nancyhalle. Rund 700 große Bäume in
verschiedenen, auch seltenen Arten –
vom Amberbaum aus Amerika bis zum
Kuchenbaum aus Japan – machen den
Baum-Reichtum des Zoologischen Stadtgartens aus. Vorgestellt werden die unterschiedlichen Baumgestalten mit ihrem für
diese Jahreszeit typischen Erscheinungsbild mit Fruchtschmuck und bunten Blättern. Naturfreunde erfahren bei dem
Rundgang außerdem Wissenswertes über
Heimat und Verbreitungsgebiet, Holz,
Blatt, Blüte sowie Frucht der Bäume.
Millenniums-Bericht war Thema im Hauptausschuss / Aktivitäten aufgelistet
Ein besonderes „Empfangskomitee“
wartete letzten Freitag auf Hohenwettersbacher Eltern, die ihren Nachwuchs mit
dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten fuhren: An sie verteilten Bürgermeister Martin Lenz und Ortsvorsteherin
Elke Ernemann Faltblätter und kleine Informationspäckchen und warben so für
einen Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Die Aktion ist Bestandteil der Mobilitätskampagne „Kopf an: Motor aus.“ Karlsruhe hatte die Mobilitätskampagne 2009
mit seinem Radförderkonzept gewonnen
und auch 2010 weitergeführt. „Kopf an:
Motor aus.“ will dazu motivieren, vor allem auf Kurzstrecken auf das Auto zu verzichten. Mit den „Coaching Packs“, die
Mütter oder Väter vor der Schule im Lust-
garten und vor den Kindergärten erhielten, machten Bürgermeister Martin Lenz
und Ortsvorsteherin Elke Ernemann mit
Unterstützung des Stadtplanungsamtes
auf die Folgen der „Elterntaxis“ aufmerksam. Denn der Hol- und Bringdienst der
Eltern führt immer wieder zum Schulbeginn zu chaotischen Verkehrsverhältnissen vor den Schulen, was das Unfallrisiko
der Kinder erhöht. Um das eigene Kind zu
schützen, werden so andere Kinder oft
unbeabsichtigt gefährdet. Für Gesund­
heit und Entwicklung eigenständiger Mobilität ist es für Kinder zudem wichtig,
dass sie möglichst viele Wege selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen – je nach Alter alleine oder zusammen mit Eltern oder Freunden.
Stand up, take action! So lautet das
Motto der Millenniumserklärung, die
Staats- und Regierungschefs von 189 Mit­
gliedsstaaten der Vereinten Nationen im
Jahr 2000 als Strategie für eine neue globale Partnerschaft für Entwicklung ver­
abschiedet haben. Auch der Gemeinderat
der Stadt Karlsruhe hat sich zu einem nachhaltigen kommunalen Engagement zur
Umsetzung der Millenniumsziele bekannt. Das war im Juni 2007, wenige Monate nachdem der Deutsche Städtetag
seine Millenniums-Erklä­rung verabschiedet hatte. Einen Bericht darüber, was in
den vergangenen drei Jahren in der Fächerstadt im Sinne der MillenniumsErklärung unter­nommen wurde, hat nun
das Hauptamt der Stadt Karlsruhe dem
Hauptausschuss vorgelegt. Das gemeinderätliche Gremium tagte am Dienstag
unter Vorsitz von OB Heinz Fenrich und
hat den Bericht in öffentlicher Sitzung
zustim­mend zur Kenntnis genommen.
Zu den acht Millenniums-Zielen zählt
die Bekämpfung von extremer Armut und
Hunger, die Sicherung der Grundschul­
ausbildung für alle Kinder, die Gleich­
stellung der Geschlechter und Stärkung
der Rolle der Frau oder auch die Gewährleistung einer ökologischen Nachhaltigkeit. Alle Dienststellen und Fachbereiche
der Verwaltung sind aufgerufen, selbst­
ständig zur Umsetzung der Millenniumsziele aktiv zu werden, das Hauptamt ist
Ansprechpartner und koordiniert zentrale
„Millenniums-Veranstaltungen“, um Bür-
gern die Inhalte der Erklärung bekannt
zu machen. So fand im Juni 2008 die zentrale Auftaktveran­stal­tung der Karlsruher
Mil­len­niums-Kam­pag­ne statt und im Mai
2009 sowie im März 2010 lud das Haupt­
amt Organisationen und Personen zu
Informations­­austausch und Abstimmung
ins Rathaus ein. Über 140 Veranstaltungen und Projekte listet das Hauptamt auf,
durch die „Karlsruhe handelt“: Den Bau
einer Wasserleitung im Senegal, Hilfe für
Straßenkinder in Brasilien, ein KSCFanprojekt in Südafrika, das Festival
Frauenperspektiven 2009, ein Gender
Mainstreaming-Projekt der Städtischen
Galerie oder die Energiespartage in Durlach. Infos unter: www.karls­ruhe.de/stadt/
international/millennium.
In Carl-Benz-Halle
GRÜNE OASE IN DER STADT: Die Kleingartenanlage Exerzierplatz zwischen Knielinger Allee und Altem Flugplatz ist mehr als ein
Refugium für Hobbygärtner. Hier können alle Bürgerinnen und Bürger Karlsruhes Ruhe und Erholung finden. F
 oto: Gartenbauamt
Gold für Karlsruher Gartenfreunde
Die Anlage Exerzierplatz hatte beim 22. Bundeswettbewerb die Nase vorne
Eine Goldmedaille schmückt künftig
die Kleingartenanlage Exerzierplatz in
der Nordstadt. Beim 22. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“, einer Art
deutschen Meisterschaft der 15 000 Kleingartenvereine in der Republik, erhielt die
Anlage an der Knielinger Allee neben
sechs weiteren Teilnehmern die Auszeichnung in Gold. Insgesamt hatten sich
28 Kleingartenvereine als Sieger der Landeswettbewerbe für die Endrunde in Berlin qualifiziert. Die Jury würdigte bei der
Preisverleihung im Palais am Funkturm
nicht nur die ansprechende Gestaltung
der Karlsruher Kleingartensiedlung. Auch
mit ihrer optimalen Lage und guten Erreichbarkeit für die benachbarten Wohnquartiere sowie der hohe Aufenthaltsqualität konnte die Anlage punkten. „In anderen Städten liegen die Kleingartenan-
lagen oft am Stadtrand. Das ist beim
Exerzierplatz nicht so. Dank ihrer zentralen Lage ist die Anlage auch städtebaulich sehr wertvoll“, erklärte Alfred Lüthin,
Vorsitzender des Bezirksverbands der Gartenfreunde Karlsruhe. Weil sie allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, also auch
Nichthobbygärtnern, offen stehe, erfülle
die Anlage vorbildlich das Motto des 22.
Bundeswettbewerbs „Leben und Begegnen im Grünen“, lobte die Jury. Die Anlage wird auch sehr stark von den Patienten
der benachbarten Herzklinik besucht. Sie
gleicht eher einem wunderschönen Park
als einer Kleingartensiedlung.
„Die Artenvielfalt in der Anlage ist phänomenal“, machte Lüthin deutlich, der
gemeinsam mit Bürgermeister Michael
Obert, Wolfgang Winter, Vorsitzender der
Kleingartenanlage Exerzierplatz, und
Gartenbauamtsleiter Helmut Kern die
Auszeichnung in Berlin entgegennahm.
Der Bundeswettbewerb wurde 1951 ins
Leben gerufen und wird vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde und dem
Stadtentwicklung ausgerichtet. Im Sommer hatte eine siebenköpfige Jury die 28
Finalisten unter die Lupe genommen und
ihr Augenmerk dabei nicht auf geharkte
Wege und akkurat geschnittene Hecken
gelegt. Stattdessen sollten die Vereine
beweisen, dass sie einen Beitrag für eine
lebenswerte, soziale und naturnahe Stadt
leisten, der über die Grenzen der Anlage
hinausgeht. Für den Bezirksverband der
Gartenfreunde Karlsruhe war es bereits
die zehnte Goldmedaille, die er mit unterschiedlichen Mitgliedsvereinen seit Beginn des Wettbewerbs gewonnen hat.-nil-
Die Carl-Benz-Halle ist am Samstag,
23. Oktober, Schauplatz des zweiten
Mühlburger Gesundheitstages. Zwischen
10 Uhr und 20 Uhr können sich Interessierte über die unterschiedlichsten Gesundheitsthemen informieren. Mehr als
25 Betriebe stellen bei dieser Veranstaltung der IG Attraktives Mühlburg ihre
Angebote im Gesundheitsbereich vor,
vom Sanitätshaus über die Apotheke bis
hin zum Optiker. Außerdem sind verschiedene Selbsthilfegruppen wie der
Deutsche Diabetikerbund, eine Selbsthilfegruppe für Sehbehindert oder der Verein „Arche Noah“ in der Halle. Die Themen an Infoständen gehen von „besseres
Hören und Sehen“ bis zu „Gymnastik,
Sport und Fitness im Dienste der Gesundheit“. Zwei Vorträge haben um 14 Uhr
Herzinfarkt und Schlaganfall und um 16
Uhr die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung zum Thema. Für die Verköstigung mit gesundem Essen sorgt der
Bürgerverein. Bürgermeister Klaus Stapf
nimmt um 11 Uhr die Eröffnung vor.
Bis zu 50 Prozent Strom sparen einkommensschwache Haushalte ein,
die sich von den 15 „Stromspar-Partnern“ beraten lassen. Die durchschnittliche Einsparung beträgt immerhin 20 Prozent. Die Aktion Stromspar-Partner wurde im Februar von
der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur KEK, von der Arbeitsagentur und von den Arbeitsförderungsbetrieben eingerichtet und hat
seither bereits 500 Haushalten geholfen, ihr Einsparpotenzial zu erkunden. Dabei ist es vor allem die Qualität der Beratungen, die die Aktion so
erfolgreich macht. Eine Umfrage hat
gezeigt, die Stromspar-Partner leisten durchweg sehr gute Arbeit. Im
Durchschnitt erhielten die Beratungen nach Schulnoten eine 1,25.-red-
64. Jahrgang · Nr. 42 · 22. Oktober 2010 Netzwerkladen:
Stärken vor
Ort bündeln
Anlaufstelle in Leos Café
Kinderjury entschied
„Bitte recht kinderfreundlich“ werben Plakate für das internationale Hilfswerk Unicef. Kinderfreundlich ist Karlsruhe schon lange und vergibt für besonders eindrückliche Beispiele seit
2005 Preise, die zur Nachahmung anregen sollen. Kürzlich lud die Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK)
wieder zur Feierstunde ins Jubez am
Kronenplatz, um die „Besten“ unter
den Guten zu ehren, die von einer ausschließlich mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jury unter zehn Bewerbern ausgewählt worden waren. Erstmals konnten in diesem Jahr Kinder
selbst Vorschläge einreichen. Eine Neuerung, die nicht nur Bürgermeister
Martin Lenz, sondern auch Laudator
und CDU-Stadtrat Detlef Hofmann beeindruckte. Den ersten Preis und 500
Euro erhielten die Durlacher Friseurin
Nadine König und ihr Team, das seit
jetzt zwei Jahren im Laden in der Pfinz-
VON KINDERN AUSGESUCHT: BM Martin Lenz (l.) und Detlef Hofmann (r.) flankierten die Gewinnerinnen und Gewinner des Preises für Kinderfreundlichkeit.
talstraße eine Weihnachtswunschaktion
organisiert. Kinder aus armen Familien
dürfen aufschreiben, was sie gerne auf
dem Gabentisch hätten. Mit den Wunschzetteln werden dann die Wände des Friseursalons geschmückt – und die Kundinnen und Kunden können sich überlegen,
ob und welches Geschenk sie übernehmen möchten. Platz zwei (350 Euro) nahm
in der Gunst der Jury das Mensch-Tier-
Begegnungszentrum Birkenhof ein, das
mit seinen tiergestützten Therapien
verschiedene Krankheitsbilder und Behinderungen wie ADHS oder Autismus
lindern und kurieren hilft. Das Restgeld
von 150 Euro ging an Engenio Donadio,
Martin Sauter und Peter Ullrich, die für
die SG Daxlanden tätig sind und dort
im Verein junge E2- und E3-Fußballspieler aus elf Nationen trainieren.-maf-
Blicke hinter die Fassade von Armut
Ausstellung von Sandra Jacques über „Prekäre Lebenswelten in Karlsruhe“
„Diese Woche das fünfte Mal an“ steht
als Bildtext unter einem Schwarz-WeißFoto, das die Rückenansicht eines Jugendlichen zeigt, dessen schwarzes T-
Shirt ein weißer Ed-Hardy-Schriftzug
schmückt. Damit deutet das Exponat auf
dezente Weise an, worum es geht. Wer
sich keine Markenprodukte angesagter
„Stärken vor Ort“ lautet der Titel eines
Förderprogramms des Bundes, das die
Arbeit für und mit sozial benachteiligten
Gruppen in Stadtteilen direkt vor Ort unterstützen will. Gelder von „Stärken vor
Ort“ fließen jetzt auch in ein neues Projekt in der Innenstadt-West, das die Angebote der Vereine und Organisationen
des Stadtteils bündeln und Anlaufstelle
für die Bürgerinnen und Bürger sein will.
Um dies zu realisieren, „betreiben“ zwölf
Einrichtungen unter der Koordination der
städtischen Sozial- und Jugendbehörde
einen so genannten Netzwerkladen. Der
hat in der vergangenen Woche im „Leos
Café“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der
Leopoldstraße 7 seine Pforten geöffnet.
Unter dem Motto „Wir ist stark“ mit von
der Partie sind dort neben AWO, Caritas
und städtischem Aktivbüro auch die Wirtschaftsstiftung Südwest, der Bürgerverein, das Stadtwiki, Sozpädal oder Ikarus,
ein Verein für interkulturelle Kommunikation und russische Sprache. Allesamt
bieten die Netzwerker den Bewohnern
der City West Beratungen zu vielfältigen
Fragen des Lebens, koordinieren ihre Angebote untereinander, vermitteln Ratsuchenden den richtigen Ansprechpartner.
Nehmen aber auch gerne Anregungen
entgegen. „Wir sind für alles offen, wollen
die bunte Vielfalt im Stadtteil fördern“,
betont Thomas Hentschel von Ikarus.
Geöffnet hat der Netzwerkladen in der
Leopoldstraße 7 jeweils montags und
donnerstags von 10 bis 12 Uhr. 
MIT EINER KLEINEN FEIER wurde am Mittwochabend das „studio 3“ der neuen
Kinemathek­im Haus der „Kurbel“ in der Kaiserpassage eröffnet.  Fotos (5): Fränkle
„Playtime“ im studio 3
Kinemathek: Ambitioniertes Kino im Passagehof
Kommerziell und Kommunal unter einem Dach: Seit Mittwoch flimmern in
zwei Sälen Filme in der umgebauten
„Kurbel“ über die Leinwände. Im „studio 3“ im Erdgeschoss hat die Kinemathek
ihr neues Domizil bezogen. Im Obergeschoss macht die „Kurbel Filmtheater Genossenschaft“ kommerzielles Kino. Damit
hat der Passagehof sein 1957 als erstes
„Doppelkino“ eröffnetes Filmtheater mit
neuer Aufgabenverteilung zurück.
Für die Kinemathek ist jetzt die Zeit der
cineastischen Obdachlosigkeit vorbei.
Ende 2009 hatte der als Kommunales Kino
arbeitende Verein seine Heimat im PrinzMax-Palais verlassen. Wegen vertraglicher Unstimmigkeiten mit dem bisherigen Pächter verzögerte sich der Umzug in
das neue Haus. Im „studio 3“ finden doppelt so viele Zuschauer Platz wie einst im
Kellergeschoss des Palais. Die Saalhöhe
gestattet bei Filmen mit Untertiteln eine
bessere Sicht auf die Leinwand. Gespür
GEDANKENAUSTAUSCH: Bürgermeister Martin Lenz unterhält sich mit der Foto­
künstlerin Sandra Jacques über Armut und ihre Erscheinungsformen.
Designer leisten kann, gehört einfach
nicht dazu. Also wird Geld zusammengekratzt und der Schein gewahrt. Es ist eine
brüchige Fassade, die die Fotokünstlerin
Sandra Jacques in ihrer Ausstellung „Prekäre Lebenswelten in Karlsruhe“ präsentiert. Denn Armut ist nicht immer augenfällig. Sie versteckt sich. Und für Menschen, die in schwierigen Verhältnissen
oder nahe der Armutsgrenze leben, bedeutet sie Einschränkungen in nahezu
allen Bereichen des Alltags. „Armut ist
kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Schicksal“, zeigte sich Bürgermeister Martin Lenz bei der Ausstellungseröffnung letzten Freitag insbesondere von den geplanten Hartz-IV-Korrekturen enttäuscht. Die vom Kinderbüro
angeregte Schau mit 16 Bildern ist noch
bis heute im Foyer des Rathauses am
Marktplatz und vom 2. bis 12. November
im ersten Obergeschoss des Rathauses
West (Kaiser­allee 4) zu sehen.
VIELFALT: In Leos Café „betreiben“ zwölf
Einrichtungen einen Netzwerkladen.
Thriller auch am Krankenbett
Historisches zu
Dinner für die Kunst
Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung steigt der Bedarf an Akademikerinnen und Akademikern bis 2020 um rund
1,9 Millionen Hochschulabsolventen.
Deshalb haben Wirtschaftsförderung
Karlsruhe und Wirtschaftsstiftung Südwest 2009 eine Internetplattform initiiert,
auf der Unternehmen in der Region Patenschaften und Praktika für Studierende
anbieten können, um frühzeitig Verbindung aufzunehmen und den Grundstein
für eine dauerhafte Zusammenarbeit zu
legen. Mit Beginn des Wintersemesters
2010/2011 können sich Unternehmen nun
wieder unter www.mykareer.de registrieren. Bewerben können sich Studierende
der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, Physik,
Wirtschaftswissenschaften, Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Informatik/Wirt­schaftsinformatik sowie weiterer
Naturwissenschaften. Die Patenschaft beinhaltet die finanzielle Studienförderung
durch eine Firma in Form eines Darlehens
in Höhe der Studiengebühren. Beim späteren Berufseinstieg in diese Firma kann
je nach Vereinbarung die Rückzahlung
des Darlehens entfallen. Im Gegenzug
verpflichtet sich der Studierende zur bezahlten Tätigkeit im Unternehmen.
Die zweite Vorsitzende des Fördervereins Karlsruher Stadtgeschichte, Prof. Dr.
Sabine Liebig, von der PH, spricht am
Donnerstag, 28. Oktober, um 19 Uhr im
Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais über
„Migration – Der Traum vom besseren Leben“. In ihrem bebilderten Vortrag schildert Liebig zunächst allgemeine Gründe
und Formen von Migration und geht danach auf die Zuwanderung nach Karlsruhe anhand von Einzelschicksalen ein. Sabine Liebig ist Prorektorin der Pädagogischen Hochschule und leitete als Professorin für Geschichte und ihre Didaktik ein
Seminar zur „Zuwanderung nach Karlsruhe“. Außerdem ist sie Autorin und Mitherausgeberin der jüngsten Publikation
des Stadtarchivs mit dem Titel „Integration und Migration in Karlsruhe“. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist
frei. Dies gilt auch für die Führung durchs
Stadtarchiv am Donnerstag, 28. Oktober,
um 17.30 Uhr. Archivleiter Dr. Ernst Otto
Bräunche präsentiert die Bestände des
Sportarchivs, das im Stadtarchiv aufbewahrt wird. Dies ist eine Veranstaltung im
Rahmen des 125-Jahre-Jubiläums des
Stadtarchivs. Jeweils am letzten Donnerstag des Monats bietet das Archiv Themenführungen. Treffpunkt ist im Foyer.
Ein Festessen mit Musik in der Karlsburg Durlach
Seit 60 Jahren gibt es die Bücherei
am Städtischen Klinikum. Bei einer Feierstunde wurde jetzt das Jubiläum mit
einer Lesung des badischen MundartAutors Werner Puschner gefeiert, am
Piano begleitet von seiner Tochter Lena.
„Bücher sind dazu da, den Horizont zu
erweitern oder um Zerstreuung zu finden. Sie sind ein Stück Normalität. Und
auch Krankheiten sowie das Klinikum
sind Teil dieser Normalität. Die Bibliothek sorgt für ein Mehr an Lebensqualität und Humanität. Deshalb bin ich sehr
froh, dass wir diese Einrichtung haben“,
sagte Prof. Martin Hansis, Geschäftsführer des Städtischen
Klinikums, in seiner Ansprache.
Rund 2 000 Bände stehen in der
von ehrenamtlichen Mitarbeitern betriebenen Bibliothek den
Patienten zur Verfügung – vom
Sachbuch über Biographien
oder Familienromane bis zum
Thriller. Auch Hörbücher gehören mittlerweile zum Angebot.
Von „einer unverzichtbaren
Einrichtung mit einem hohem
Stellwert“ sprach Josef Hug,
Pflegedirektor des Klinikums.
Speziell bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern bedankte sich Jutta Kruse, Leiterin der
Patientenbücherei, die einst
JUBILÄUM: Josef Hug, Prof. Martin Hansis, die aus der Evangelischen Gefrühere Bücherei-Leiterin Else Aschermann und meindebücherei der KrankenNachfolgerin Jutta Kruse (v. l.).
Foto: Knopf anstalten hervor ging. -voko-
Ein Bürgerpark
oder Kleingärten?
Baden-Brezeln für
Lothringen-Mägen
Was soll mit dem ursprünglich als Stadtteilfriedhof geplanten Gelände südlich
der Heidenstückersiedlung geschehen?
Zur Diskussion stehen zwei Alternativen:
Zum einen der Vorschlag der Stadt, auf
dem durch eine Feldsteinmauer eingefassten Areal eine Kleingartenanlage anzulegen. Zum anderen der Vorschlag des
Vereins Siedler von KA, der dort einen
„offenen Bürgerpark“ für Jung und Alt
vorsieht. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Grünwinkel bietet die Stadtverwaltung am Dienstag, 26. Oktober, ab 19.30
Uhr in der Aula der Grund- und Hauptschule Grünwinkel, Hopfenstraße 18,
hierzu einen Informationsabend an. Dabei stellen das Gartenbauamt und der
Verein Siedler von KA die Konzepte zur
Diskussion. Den Abend moderiert Gartenbauamtsleiter Helmut Kern. Auf dem
Podium nehmen Platz: Karlheinz Schmidt
(Vorsitzender Bürgerverein Grünwinkel),
Manfred Einhaus (1. Vorsitzender Verein
Siedler von KA), Kordula Manegold
(2. Vorsitzende), Wolf-Dietrich Gierth (Leiter Liegenschaftsamt), Matthäus Vogel
(Leiter Friedhof- und Bestattungsamt).
Die Partnerschaft zwischen Karlsruhe
und Nancy ist 55 Jahre alt. Dies hat eine
Delegation unter Führung von OB Heinz
Fenrich vorige Woche in der LothringenMetropole gefeiert. Anlass war die deutsche Woche in Nancy, mit der sich
Deutschland und Karlsruhe den französischen Freunden präsentierten. Aus diesem Grunde besuchten die badischen
Gäste auch das Goethe-Institut in Nancy,
dessen Leiterin Elisabeth Schraut lange
Zeit in Karlsruhe tätig war. Die regionalen
Energieversorger Stadtwerke Karlsruhe
und ERDF Nancy feierten zugleich ihre
seit 45 Jahren andauernde Partnerschaft.
OB Fenrich und der für internationale
Beziehungen verantwortliche Nancy-Bürgermeister Jean-Michel Berlemont betonten während eines Galadiners die Bedeutung der Partnerschaft. OB Rossinot hatte
erst später zur Feier stoßen können. Großen Zuspruch fanden 150 badische Brezeln auf der Place Stanilas vor dem alten
Rathaus. Stadtrat Jooß, Innungsobermeister der Bäckerinnung Karlsruhe, sowie
Stadträtin Kluth und Stadtrat Pfannkuch
hatten sie an Passanten verteilt.
Im Festsaal der Karlsburg Durlach darf
am Sonntag, 14. November, wieder für
die Kultur geschlemmt werden. Mit der
dritten Benefiz-Gala „Dinner for Art“
wollen die Initiatoren Ortsvorsteherin
Alexandra Ries und Architekt Matthias
Irmscher Kunst für den öffentlichen Raum
in Durlach fördern. Beim Festessen stellt
Wolfgang Ketz abstrakte Gemälde in Acryl auf Leinwand vor, die er an interessierte Gäste verkaufen möchte. Papierarbeiten von Ute Maria Schmidt, die 2009
beim Dinner ihre Kunst servierte, sind
derzeit als „Faltenwürfe“ im Foyer ausgestellt – Bilder, deren „musikalischer
Rhythmus“ sich in dem Gewölberaum erst
bei genauem Hinsehen erschließt, stellte
die ehemalige Chefin der Städtischen Galerie, Dr. Erika Rödiger-Diruf, fest.
Das Ticket zum Dinner an Achtertischen kostet 135 Euro. 50 Euro davon gehen in einen Topf für den Durlacher Ankauf von einem Bild oder mehrerer Werke
von Ketz, der zudem eine Sondereredition
von Lithografien mitbringt. Musikalisch
begleiten die Sopranistin Christine Zoller
und der Pianist und Kapellmeister Carl
Robert Helg mit Opern- und Operetten-
und Verantwortung gegenüber Historie
und alter Architektur haben Kinemathek
und Architekt bei der Raumgestaltung
bewiesen. Modernes Baudesign kooperiert mit nostalgischer Ästhetik der 50er
Jahre. Das „Studio 3“ erhielt seine Farben Blau und Gold zurück, Treppenwände haben ihre ursprüngliche Wandbemalung wieder erhalten. Die Stadt hatte sich
nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats mit 400 000 Euro an den Baukosten beteiligt. Mit seinem Programm
aus Stummfilmen, Filmklassikern, Autoren- und Avantgardefilmen sei das Kommunale Kino ein wichtiger Träger der
Filmkultur, sagte Bürgermeister Wolfram
Jäger bei der Eröffnung mit Jacques Tatis
Klassiker „Playtime“. Kinemathek-Geschäftsführer Alfred Meyer hofft, dass Kinogäste den Charme des Kinos wiederentdecken, der nach unglücklichen Umbauten verloren gegangen sei. Filmprogramm:
www.kinemathek-karlsruhe.de.
melodien den kulinarischen Kunstabend.
Wer am 14. November von 17.30 bis 22
Uhr am „Dinner for Art“ teilnehmen
möchte, kann sich bis Samstag, 30. Oktober, unter Telefon 94 37 00 anmelden.-Lä-
WURDE 2009 ANGEKAUFT: „Faltenwürfe“ von Uta Maria Schmidt.
KulturKompakt · KulturKompakt
BADISCHE BREZELN FÜR LOTHRINGER MÄGEN: Jean-Michel Berlemont (Mitte)
schmeckte das Gebäck von Innungsobermeister Jooß. 
Foto: Hauptamt
Unter dem Titel „Expresso doppio, aber
flotto, flotto“, zeigen junge Künstlerinnen
und Künstler vom heutigen Freitag, 22.
Oktober bis 7. November Arbeiten in der
Durlacher Orgelfabrik, Amthausstraße 17.
In der Ausstellung der Städtischen Galerie „Der unaufhaltsame Aufstieg von
Draufgängern und Flaschen“ können sich
Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 24. Oktober, um 15 Uhr einer Führung anschließen. Die Kinderwerkstatt ist
an diesem Tag von 15 bis 16.30 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 28. Oktober, steht
von 12.15 bis 12.45 Uhr ein Ausstellungsrundgang auf dem Programm.
Malerei, Zeichnungen und Aquarelle
der im Alter von nur 43 Jahren verstorbenen Karlsruher Künstlerin Christa Banakar-Bund sind vom 26. Oktober bis 14. November im BBK Künstlerhaus ausgestellt.
Im Jazzclub widmet sich am Montag,
25. Oktober, um 20.30 Uhr Franz Littmann
in einer Lesung „Karlsruhe im Werk von
Johann Peter Hebel“. Littmanns Mix aus
Lesung und freier musikalischer Improvisation (Helmut Bieler-Wendt spielt Klavier, Rudolf Theilmann Schlagzeug) will
den Wohnort Hebels von 1781 bis 1826
erfahrbar machen. Im Mittelpunkt stehen
Kalendergeschichten, Rätsel und Gedichte des badischen Schriftstellers.
Poetogramme zu Johann Peter Hebels
und Bertolt Brechts Kalendergeschichten
liest am Donnerstag, 28. Oktober, Jan
Knopf im Literaturmuseum im Prinz-MaxPalais. Die Lesung „Viel Kleines, aber
nichts Kleinliches“ beginnt um 20 Uhr.
Das Irish Folk Festival 2010 geht mit
drei Bandformationen am 27. Oktober ab
20 Uhr im Tollhaus über die Bühne.
Ein Junge verwandelt sich in einen
Frosch, der Teufel jagt ihn als Storch. Der
Junge wird zur Taube, der Teufel zu einem Falken, die Taube wird ein Schaf,
der Falke wird Löwe, das Schaf zum Floh,
der sich dem Löwen in den Pelz setzt...
Mit theatralischen Mitteln stellt das Theater Rayo, unterstützt vom Badischen Staatstheater, Tiere dar und deckt Tierisches im
menschlichen Verhalten auf. Das Stück
„Wo zum Teufel steckt der Teufel?“ wird
in einer Uraufführung am nächsten Donnerstag, 28. Oktober, um 11 und 15 Uhr in
der Nancyhalle am Festplatz gespielt.-Lä-
ISU-Spende für
Projekt „mp13“
Das Projekt „mp13 –
Die starke Mittagspause“ ist ein Jahr alt
geworden. Im Oktober 2009 hatte der
Stadtjugendausschuss (StJA) das neue
Bildungs- und Betreuungsangebot ins
Leben gerufen, das heute in der Spitze
rund 220 Kinder aus Karlsruhe in acht
Kinder- und Jugendtreffs erreicht. Zentraler Bestandteil von „mp13“ ist das
Mittagessen zum Preis von 1,50 Euro.
Wöchentlich werden etwa 600 Essen
ausgegeben. Hinzu kommen bei
„mp13“ eine Gratis-Hausaufgabenbetreuung sowie Freizeitangebote in den
jeweiligen Treffs. Mit diesem Angebot
schließe der Stadtjugendausschuss
„eine Betreuungslücke, die sich für vie-
le Kinder nach
der Schule auftut
und setzt die gesellschaftspolitische Forderung
nach einer warmen und gesunden
Mahlzeit in die Realität um“, unterstrich
StJA-Chef Klaus Pistorius. Dass der
Preis für das Essen so günstig ausfällt,
ist auch der Unterstützung von Sponsoren zu verdanken. Zum einjährigen Geburtstag überreichte Manfred Unser,
Geschäftsführer der Karlsruher ISU
Personaldienstleistungen GmbH, im
Kinder- und Jugendtreff Waldstadt eine
Spende in Höhe von 10 000 Euro.
„’mp13’ ist ein sehr wichtiges Projekt“
begründete Unser die Motivation seines Unternehmens.
-red-/Foto: pr
Handyticket für
iPhone-Mobiltelefone
Premiere für TRK
Im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)
können Kundinnen und Kunden ab sofort
auch dann ihre Fahrkarten für Stadt- oder
Straßenbahn mit dem Mobiltelefon erwerben, wenn sie ein iPhone des Herstellers Apple besitzen. Wie der KVV vor kurzem in einer Pressemitteilung betonte, ist
die eigens für dieses Mobiltelefon konzipierte Anwendung „KVV-App“ ab sofort
kostenlos im AppStore auf dem AppleEndgerätenutzern vertrauten Weg zu beziehen. Die Bedienungsanleitung für die
Installation der Anwendung auf dem
iPhone und die Benutzerverwaltung finden sich im Internet unter www.kvv.de,
dann weiter unter „Tarife“ und „HandyTicket“. Die Bezahlung der gekauften Fahrkarten erfolgt für den Kunden einmal monatlich über das von ihm angegebene
Bankkonto oder die Kreditkarte. Informationen zu den monatlich getätigten Fahrkartenkäufen erhalten Kunden auf
Wunsch per E-Mail oder nach dem Einloggen ins Kundenkonto. Die Fahrkarte
wird nach erfolgtem Kauf auf dem Display des Handys ähnlich wie eine Fahrkarte auf Papier dargestellt.
Erstmals unter dem Dach der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) präsentierten
sich insgesamt 13 Unternehmen, Institutionen und Organisationen auf der Expo
Real Anfang Oktober in München. Der
gemeinsame Messeauftritt auf der internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen schärfte das Profil
der TRK im internationalen Umfeld und
schafft eine Plattform für Städte, Landkreise und Unternehmen der Region
Karlsruhe, auf der diese ihre Immobilienprojekte einem Investorenpublikum aus
aller Welt präsentieren konnten – dazu
zählten etwa der Gewerbepark Cité in
Baden-Baden, der Karlsruher City Park
und das Quartier Hauptbahnhof Süd.
„Der große Vorteil des Standortes Baden-Württemberg liegt in der Vielfalt und
der Stärke der Regionen“, befand Wirtschaftsminister Ernst Pfister, der von TRKGeschäftsführer Jochen Ehlgötz am Stand
der TRK begrüßt wurde. Mit 1 645 Unternehmen aus 35 Ländern und 21 000 Fachbesuchern meldete die Expo Real ein
leichtes Wachstum und wurde von allen
Beteiligten als Erfolg eingestuft.
CyberForum prämierte die CyberChampions 2010
startet am Montag, 8. November, wieder
eine Mutter-Vater-Babygruppe. Zu den
Treffen, die 14-tägig, jeweils montags in
der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Passagehof 10, Innenstadt West stattfinden, werden regelmäßig Referentinnen eingeladen. Ziel der Gruppe ist es, Eltern für die
Belange ihrer Babys sowie für die eigenen Bedürfnisse zu sensibilisieren. Das
Angebot richtet sich an Eltern, deren Babys seit April dieses Jahres geboren wurden. Weitere Infos gibt es bei Sozialpädagogin Susanne Voigt unter der Telefonnummer 913 75 17 oder per E-Mail an die
Adresse fachteamfk@sfk-karlsruhe.de.
AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN ·
tagt der Ortschaftsrat
seiner nächsten öffentlichen Sitzung am
Dienstag, 26. Oktober, im Sitzungssaal
des Neureuter Rathauses zusammen. Unter der Leitung von Ortsvorsteher Jürgen
Stober berät das Gremium ab 19 Uhr folgende Tagesordnung:
1. Bebauungsplan „Nördlich des Blankenlocher Weges – Kirchfeld-Nord, Änderung Cluster 2“, Karlsruhe-Neureut:
2. Aktueller Bericht über die Schulsozialarbeit in Neureut
4. Anfragen und Anregungen aus dem
In öffentlicher Sitzung kommt der Grötzinger Ortschaftsrat am Mittwoch, 27. Oktober, 19 Uhr, im Bürgersaal des dortigen
Rathauses zusammen. Die Stadtteilvertreterinnen und -vertreter nehmen sich unter Vorsitz von Ortsvorsteher Thomas
Tritsch folgende Themen der Tagesordnung vor:
1. Baumkonzept Friedhof
2. Neugestaltung der Infotafel bei der Rathausapotheke
Sanierungsgebiets „Soziale Stadt Programm“
Rintheimer Feld (SSP)
2. Für die Fälle des § 144 Absatz 1 Nr. 2 BauGB (Mietund Pachtverträge) wird gemäß § 144 Absatz 3
BauGB die Genehmigung für das gesamte Sanierungsgebiet erteilt.
3. Hinweis: Es bedürfen daher der schriftlichen Genehmigung durch die Stadt alle im § 144 Absatz 1
und 2 BauGB genannten Vorhaben und Rechtsvorgänge mit Ausnahme der Vereinbarungen gemäß
§ 144 Absatz 1 Nr. 2 BauGB.
Karlsruhe, 20. Oktober 2010
Hinweis gemäß § 4 der Gemeindeordnung
Festlegung der Grenzen des Sanierungsgebietes
„Soziale Stadt Programm“ Rintheimer Feld (SSP)
In der Stadt Karlsruhe wird das Gebiet, das umgrenzt
wird durch die Haid-und-Neu-Straße im Nordwesten,
den Hirtenweg im Nordosten einschließlich einer
Grundstückstiefe auf der gegenüberliegenden Straßenseite, einschließlich der Mannheimer Straße im
Südosten und dem Ostring im Südwesten, als Sanierungsgebiet mit der Bezeichnung „Soziale Stadt Programm“ Rintheimer Feld (SSP) gemäß § 142 BauGB
förmlich festgelegt.
Der beigefügte Lageplan mit der zeichnerischen Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs ist Bestandteil dieser Satzung.
Befristung der Sanierung
Die Durchführung der Sanierungsmaßnahme ist bis
zum Ablauf des 31. Dezember 2017 befristet.
Das Sanierungsverfahren wird ohne Anwendung der
§§ 152 – 156 a BauGB („besondere sanierungsrechtliche Vorschriften“) durchgeführt.
1. Die Vorschriften des § 144 BauGB finden Anwendung.
Sollte diese Satzung unter Verletzung von Verfahrensoder Formvorschriften der Gemeindeordnung oder unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften,
die auf der Gemeindeordnung beruhen, zustande gekommen sein, gilt sie ein Jahr nach ihrer Bekanntmachung dennoch als von Anfang an gültig zustande gekommen. Dies trifft nicht zu, wenn
– die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung,
die Genehmigung oder die Bekanntmachung der
– der Oberbürgermeister dem Beschluss nach § 43
der Gemeindeordnung wegen Gesetzwidrigkeit widersprochen hat oder wenn – jeweils vor Ablauf der
Jahresfrist- die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet hat oder die Verletzung der
Verfahrens- oder Formvorschrift gegenüber der
Stadt Karlsruhe unter Bezeichnung des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, schriftlich
Entscheidung der Stadt Karlsruhe über den Antrag der
Firma Grötz GmbH & Co. KG auf Erteilung einer
immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung
ohne Öffentlichkeitsbeteiligung (nach § 16 Absatz 2
Bundes-Immissionsschutzgesetz – BImSchG). Gemäß
§ 10 Absatz 7 und 8 Bundes-Immissionsschutzgesetz
AUF EXPO REAL: TRK-Geschäftsführer
Ehlgötz (l.) und Wirtschaftsminister Pfister.
Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den
jüngsten Hightech.
Unter neh mer.Kongress am 12. Oktober im Kon gresszentrum zu einem
vollen Erfolg werden lassen. Wie das
veranstaltende CyberForum mitteilt,
war „das Feedback
so positiv“, dass sich
das Karlsruher
H i g h t e c h . U n t e rnehmer.Netz werk
schon jetzt erste Gedanken für den Kongress 2011 macht. CYBERCHAMPIONS: Über einen ersten Platz und 2 500 Euro
Höhepunkt des Kon- Preisgeld konnte sich die Jatuso GmbH freuen.
gresses war die Auszeichnung der „CyberChampions“. Mit verliehen. Den ersten Platz machte hier
diesem Preis prämierte das CyberForum die Lumo Graphics GmbH, ein Spezialist
bereits zum siebten Mal die besten Unter- für 3D-Konfigurationen, der sich nun über
nehmen der Region. In der Kategorie 2 500 Euro Preisgeld freuen kann.
NewComer konnte sich die Jatuso GmbH
Den zweiten Platz belegte die Boster
über den ersten Platz und ein Preisgeld in GmbH, ein IT-Dienstleister für mittelstänHöhe von 2 500 Euro freuen. Das Unter- dische Unternehmen und Großkonzerne
nehmen aus dem von der Hoepfner-Stif- für maßgeschneiderte Microsoft Backoftung unterstützten Mentoren-Programm fice-Lösungen. An dieses Unternehmen
des CyberForums war mit einem Barcode- gingen 1 000 Euro Preisgeld. Und Erste
scanner angetreten, der als Bestellgerät Bürgermeisterin Margret Mergen prophein Privat- und Büroküchen für Waren des zeite für alle CyberChampions: „Das ist
täglichen Bedarfs dient. „Ein äußerst cle- die nächste Generation erfolgreicher ITveres Geschäftsmodell, eine Shopping- Unternehmer.“ Vergeben wurde im RahTour im Internet für Kunden, die wenig men des Kongresses auch der mit 1 500
Zeit haben“, lobte Laudator Hubert Mei- Euro dotierte Sonderpreis des Wirtschaftser, Vorstandsmitglied der Volksbank ministeriums Baden-Württemberg. Dieser
Karlsruhe. Der zweite Platz in der Katego- Preis ging an die cynora GmbH, eine Ausrie NewComer ging, wie das CyberForum gründung aus einem Projekt am Karlsruweiter mitteilte, an die Discovergy GmbH, her Institut für Technologie. Das Unterdie neue Standards für Stromzähler setzt. nehmen hat eine patentierte TechnologieSie erhielt 1 000 Euro. Zwei weitere Preise plattform für neue optoelektronische Mawurden in der Kategorie HighPotentials terialien entwickelt.
(BImSchG) wird der verfügende Teil der Entscheidung
vom 7. Oktober 2010 sowie die Rechtsbehelfsbelehrung öffentlich bekannt gemacht:
Auf Ihren Antrag vom 28. August 2009 mit den hierzu
eingereichten Ergänzungen, zuletzt vom 19. August
2010, erteilen wir folgende
1. Der Firma Grötz GmbH & Co. KG wird gemäß §§ 4,
10, 16 ff Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur
Änderung der bestehenden Anlage zur zeitweiligen Lagerung und Behandlung von Abfällen auf
dem Grundstück Nordbeckenstraße 1 a, 76189
Karlsruhe, Flurstück-Nummer 14507/3 erteilt.
Folgende Änderungen sind insbesondere Gegenstand dieser Genehmigung:
– Bau einer Halle mit anschüttbaren Seitenwänden
und als Wanne ausgeführter Bodenbefestigung
– Installation eines Durchfahrbeckens mit Ladegutberegnung
– Komplettierung der Geländeeinfriedung und der
bituminösen Flächenbefestigung des gesamten
– Bau einer 4,5 m hohen Lärm- und Staubschutzwand an der Ostseite des Geländes
– Ergänzung bzw. Modifizierung der zwischengelagerten Abfallarten bei gleich bleibender Gesamtlagermenge
– zusätzliche Behandlung einiger nicht gefährlicher Abfallarten durch Sieben, Brechen bzw.
1.1 Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung
schließt gemäß § 13 BImSchG die Baugenehmigung nach §§ 49, 58 Landesbauordnung (LBO) einschließlich der Ausnahme nach § 56 in Verbindung
mit §§ 5, 6 LBO für die Unterschreitung der Abstandsfläche zu Flurstück-Nummer 14507/4 sowie
die Entwässerungsgenehmigung ein.
1.2 Der Genehmigung liegen die unter Ziffer 2 genannten Antragsunterlagen zugrunde, die Bestandteil dieser Entscheidung sind. Die genehmigte Anlage ist entsprechend diesen Unterlagen zu errichten und zu betreiben, soweit in den Ziffern 1 bzw. 3
dieses Bescheides nichts anderes geregelt ist.
1.3 Die sich aus bisherigen Genehmigungsbescheiden
ergebenden Rechte und Pflichten bleiben unberührt, soweit sie mit dem Inhalt dieses Bescheides
nicht in Widerspruch stehen.
1.4 Diese Genehmigung erlischt, wenn die geänderte
Anlage nicht innerhalb von drei Jahren nach Eintritt der Bestandkraft dieses Bescheids in Betrieb
genommen ist. Die Inbetriebnahme ist der Genehmigungsbehörde schriftlich anzuzeigen.
1.5 Die geänderte Anlage umfasst im Wesentlichen
– die zeitweilige Lagerung von maximal 54 000 t
(30 000 m³) Abfällen, davon maximal 5 400 t gefährliche Abfälle (innerhalb der Halle bzw. in
geschlossenen Containern),
– einen maximalen Durchsatz an Abfällen von
72 000 t pro Jahr (davon maximal 7 200 t gefährliche Abfälle) beziehungsweise 1 500 t pro Tag,
– die Behandlung von jährlich maximal 27 000 t
nicht gefährlicher Abfälle durch Sieben, Brechen
mineralischer Abfälle beziehungsweise Shreddern von Holz.
Der Bescheid enthält Auflagen.
Gegen diese Entscheidung kann Widerspruch erhoben
werden. Dieser ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe bei der Stadtverwaltung Karlsruhe schriftlich (Postanschrift: Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst, Immissionsschutzbehörde, 76124 Karlsruhe) oder mündlich zur Niederschrift (Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, Zentraler Juristischer
Dienst, 76133 Karlsruhe) zu erheben. Die Widerspruchsfrist gilt auch als gewahrt, wenn der Widerspruch beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 bis 3, 76131 Karlsruhe, innerhalb der oben genannten Frist eingelegt wird.
Eine Ausfertigung des vollständigen Bescheids und
seine Begründung liegt in der Zeit vom 25. Oktober
2010 bis einschließlich 8. November 2010 beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe, Rathaus
am Marktplatz, Zimmer C 324, während der Dienststunden zur Einsichtnahme aus.
Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst
Plan unwirksam
Bebauungsplan „An der Klam/Illwig“,
Mit rechtskräftigem Urteil vom 17. Juni 2010 hat der
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg den Bebauungsplan „An der Klam/Illwig“ der Stadt Karlsruhe vom 16. Dezember 2008 für unwirksam erklärt. Gemäß § 47 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung
(VwGO) wird die Entscheidungsformel wie folgt bekannt gemacht: Der Bebauungsplan „An der Klam/
Illwig“ der Stadt Karlsruhe vom 16. Dezember 2008
wird für unwirksam erklärt.
Karlsruhe, 4. Oktober 2010
Die Stadt Karlsruhe stellt ein
Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe
sucht für ein zunächst dreijähriges Projekt zur Weiterentwicklung ihres Netzwerks „Automotive Engineering Network Südwest“ (AEN) eine/einen
Das AEN ist ein regional, aber auch
grenzüberschreitend wie international
agierendes, im Automotivebereich tätiges Netzwerk mit Mitgliedern aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung.
Das Netzwerk unterstützt bei der Anbahnung von Kooperationsprojekten,
der Projektabwicklung und ist Plattform
für den dafür notwendigen Informations- und Innovationstransfer.
Der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit liegt
– Organisation und Betreuung von Veranstaltungen, Workshops etc.,
– Unterstützung des Clustermanagers,
zur Stärkung der Zusammenarbeit,
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Treffen und Firmenbesuchen.
Sie besitzen ein abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaft (FH/BA) bzw.
eine vergleichbare Qualifikation, Organisationstalent sowie Kenntnisse in den
MS-Office-Produkten. Sie können sich
gut in unternehmerische Denk- und
Handlungsweisen hineinversetzen und
sind in der Lage, sowohl selbstständig
als auch im Team zu arbeiten. Daneben
überzeugen Sie nicht nur durch fachliche Kompetenz sowie gute Englisch-,
Französisch- und Spanischkenntnisse,
sondern auch durch Zielstrebigkeit,
Kommunikationsstärke und eine positive, sympathische Ausstrahlung. Von
Vorteil sind Erfahrungen im Bereich
Projektmanagement sowie eine wirtschaftlich orientierte, möglichst bereits
praxisbewährte Denk- und Handlungsweise. Die Stelle ist nach Entgeltgruppe
E 10 bewertet. Die Eingruppierung
richtet sich nach Ihrer Vorbildung und
Sie fühlen sich angesprochen? Dann senden Sie uns bitte Ihre aussagefähige Bewerbung unter Angabe der Kennziffer
800.210 bis zum 5. November 2010 an:
Für Fragen steht Ihnen Herr Ralf Eichhorn, Wirtschaftsförderung, Telefon
0721/133-7340, gerne zur Verfügung.
Stadt Karlsruhe · Öffentliche Ausschreibungen
ID: 10 42 66 01
Deckenerneuerung und Radwegumbau in der
Asphaltbinder AC 16 B-HSF
Asphaltdeckschicht LOA 5 D
Blindenleitstreifen herstellen
Pflasterbelag herstellen
Ausführungszeit: 28. Februar bis 30. April 2011
Submission: 11. November 2010, 10 Uhr
Übersendung eines Verrechnungsschecks ab
Montag, 25. Oktober 2010, 10 bis 12 Uhr, beim
Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 305, Telefon 07 21/1 33-66 17, abgegeben oder übersandt.
Ein Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgt nur gegen Vorauszahlung eines Portozuschlags von fünf Euro zu dem Abgabepreis der
Ausschreibungsunterlagen. Der Unkostenbeitrag
wird nicht erstattet. Den Ausschreibungsunterlagen liegt – je Baumaßnahme – eine CD-R bei, auf
der die Leistungsverzeichnisse in vier verschiedenen digitalen Formaten enthalten sind. Nähere
Informationen zu diesem Thema können unserem
Infoblatt „CD-R statt DISKETTE“ entnommen
werden, welches auf jeder CD-R enthalten ist. Die
Datenträger werden kostenlos abgegeben. Bei Maßnahmen, für die keine Standardleistungstexte verfügbar sind, werden auch weiterhin keine Datenträger bereitgestellt. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.
ID: 10 42 53 50
Ausschreibung Nr. 50 – 10
Los 1, Durlach:
Rillenschienenweichen mit Kreuzung
Rillenschienen Ri59N gebogen
Los 2, Oberreut:
Vignolschienenauszugsvorrichtungen
Rillenschienen Ri59N
Los 3, Karl-/Ebertstraße:
Folgeweichen
Los 4, Ettlinger-/Rüppurrer Straße:
Rillenschienenweichen
mit Kreuzungen
Los 5, Nordweststadt:
Vignolschienenwechsel
Vignolschienen 49E1
Los 6, Durlacher Tor:
Los 7, Schienenlieferungen:
ca. 7 330
Los 8, Rheinbahn:
Schienen Ph37a
Los 9, Europahalle:
Vignolschienenweiche
Amt für Hochbau und
in der Innenstadt von Karlsruhe
a) Tiefgarage Zähringerstraße 74/76
Stellplatzmiete 60 Euro monatlich
b) Parkhaus Ständehausstraße 6
Stellplatzmiete: 77,35 Euro monatlich
Telefon 0721/133-2738 oder
Telefax 0721/133-2649
wird am Donnerstag, 25. November 2010, 9 Uhr, unter
dem Aktenzeichen 2 K 18/09 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von Karlsruhe-Durlach, Blatt 12.199: Flurstück Nr. 60130/1, Gebäude- und
Freifläche, Westmarkstraße mit 577 m² (Zweieinhalbgeschossiges, nicht unterkellertes Zweifamilienwohnhaus
in 2. Reihe mit je einer Vierzimmerwohnung im OG
und DG sowie ein Gartenhaus – ohne Gewähr –).
Verkehrswert: 280 000 Euro
wird am Donnerstag, 25. November 2010, 13.30 Uhr,
unter dem Aktenzeichen 2 K 155/09 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von
Karlsruhe-Durlach, Blatt 3811: 83/1000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Flurstück Nr. 55147/1, Gebäude- und Freifläche, Pfinzstraße 2, 4 mit 1 202 m²,
verbunden mit dem Sondereigentum an der im Aufteilungsplan vom 21. Oktober 1981 mit Nr. 11 bezeichneten Wohnung mit Abstellräumen (Dreizimmerwohnung mit Küche, Bad/WC und kleiner Loggia sowie je
ein Abstellraum im KG und DG, im 2. Obergeschoss
eines dreigeschossigen, voll unterkellerten Mehrfamilienhauses – ohne Gewähr –)
Verkehrswert: 71 000 Euro
StadtZeitung /
Losweise Vergabe ist möglich.
Ausführungszeitraum: März bis Oktober 2011
Submission: 30. November 2010, 14 Uhr
Die Zuschlagsfrist endet am 21. Januar 2011.
bei der Bauabteilung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe, Telefon 0721/6107-5305, Telefax 0721/6107-5399,
anzufordern. Auskünfte werden erteilt durch unsere Bahnmeisterei, Herrn Brecht, Telefon 0721/
6107-5320. Der angegebene Unkostenbeitrag ist
nur per Verrechnungsscheck einzureichen. Die
Verdingungsunterlagen werden dem Bewerber
zugesandt. Die Unterlagen werden ab 25. Oktober
2010 versandt. Die Eröffnungstermine sind der
Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zu entnehmen. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen vorzuweisen. Der
Zuschlag wird nach § 29 SektVO auf das Angebot
das annehmbarste erscheint. Die zuständige Stelle zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße:
Vergabekammer Baden Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe, 76247 Karlsruhe.
Helga Riedel (-rie-)
RedaktionsHannelore Walda
übernimmt die Redaktion keine Haftung.
Stadtzeitung Karlsruhe, Ausgabe 42

References: § 144
 § 144
 § 144

§ 144
 § 4
 § 142
 § 144
 § 43
 § 16

§ 10
 § 13
 § 56
 § 47
 § 29