Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=212
Timestamp: 2019-02-21 16:33:27+00:00

Document:
XXX haubtst. vom nideren,
den wäre; jeweilen wird, vermittels eines erteile-
ten privilegiens, über das wapen gebaret, besage
des Grafens von Wurmbrand in collect. ge-
neal. hist. s. 72.
Von der hinrichtung auf eine adeliche weise,
wird in den neuen kleinen schriften, im Iten bande,
s. 154 -- 157 gehandelt.
wie die hurerei
der adelichen
in Mecklen-
burg bestrafet
Jnhalts der mecklenburgischen polizei-ordnung
tit. vom todschlage, und ehebruche s. 16 fg. soll
die hurerei des adelichen mit dem verluste des leh-
nes bestrafet werden, und wenn einer sich mit der
verlobeten fleischlich vermischet, wird er für ehrloß
gehalten, und soll in keiner erbaren zusammen-
kunft zugelassen werden, Sibrand de iuribus sing.
Mecklenb. ex. 19. 20. Der adelichen unehliche
kinder werden in Pommern nicht lehnfähig,
Schwarz in der lehnhistori s. 1026.
von der erneu-
erung des adels
Die erneuerung des adels geschihet öfters,
sihe meine alten kleinen schriften im Iten bande,
s. 957 fg.; allein ein solcher, welcher seinen adel
hat wider erneuern lassen, passiret doch für keinen
alten von adel, sihe jedoch den Eisenhardt de re-
nunciat. nobilitat. s. 13, § 9.
von der bege-
bung des adels.
Die begebung des adels kan so wohl ausdrück-
lich, als auch stillschweigend geschehen. Jene er-
folget: wenn einer mit ausdrücklichen worten er-
kläret: daß er nicht adelich seyn wolle, Johann
Frid. Eisenhardt de renunciatione nobilitatis,
Helmst. 1758, 4t, § 5 fg., s. 8 fgg.; folglich ei-
XXX haubtſt. vom nideren,
den waͤre; jeweilen wird, vermittels eines erteile-
ten privilegiens, uͤber das wapen gebaret, beſage
neal. hiſt. ſ. 72.
Von der hinrichtung auf eine adeliche weiſe,
wird in den neuen kleinen ſchriften, im Iten bande,
ſ. 154 — 157 gehandelt.
burg beſtrafet
Jnhalts der mecklenburgiſchen polizei-ordnung
tit. vom todſchlage, und ehebruche ſ. 16 fg. ſoll
die hurerei des adelichen mit dem verluſte des leh-
nes beſtrafet werden, und wenn einer ſich mit der
verlobeten fleiſchlich vermiſchet, wird er fuͤr ehrloß
gehalten, und ſoll in keiner erbaren zuſammen-
kunft zugelaſſen werden, Sibrand de iuribus ſing.
kinder werden in Pommern nicht lehnfaͤhig,
Schwarz in der lehnhiſtori ſ. 1026.
Die erneuerung des adels geſchihet oͤfters,
ſihe meine alten kleinen ſchriften im Iten bande,
ſ. 957 fg.; allein ein ſolcher, welcher ſeinen adel
hat wider erneuern laſſen, paſſiret doch fuͤr keinen
alten von adel, ſihe jedoch den Eiſenhardt de re-
nunciat. nobilitat. ſ. 13, § 9.
Die begebung des adels kan ſo wohl ausdruͤck-
lich, als auch ſtillſchweigend geſchehen. Jene er-
folget: wenn einer mit ausdruͤcklichen worten er-
klaͤret: daß er nicht adelich ſeyn wolle, Johann
Frid. Eiſenhardt de renunciatione nobilitatis,
Helmſt. 1758, 4t, § 5 fg., ſ. 8 fgg.; folglich ei-
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[188/0212] XXX haubtſt. vom nideren, den waͤre; jeweilen wird, vermittels eines erteile- ten privilegiens, uͤber das wapen gebaret, beſage des Grafens von Wurmbrand in collect. ge- neal. hiſt. ſ. 72. § 180 Von der hinrichtung auf eine adeliche weiſe, wird in den neuen kleinen ſchriften, im Iten bande, ſ. 154 — 157 gehandelt. § 181 Jnhalts der mecklenburgiſchen polizei-ordnung tit. vom todſchlage, und ehebruche ſ. 16 fg. ſoll die hurerei des adelichen mit dem verluſte des leh- nes beſtrafet werden, und wenn einer ſich mit der verlobeten fleiſchlich vermiſchet, wird er fuͤr ehrloß gehalten, und ſoll in keiner erbaren zuſammen- kunft zugelaſſen werden, Sibrand de iuribus ſing. Mecklenb. ex. 19. 20. Der adelichen unehliche kinder werden in Pommern nicht lehnfaͤhig, Schwarz in der lehnhiſtori ſ. 1026. § 186 Die erneuerung des adels geſchihet oͤfters, ſihe meine alten kleinen ſchriften im Iten bande, ſ. 957 fg.; allein ein ſolcher, welcher ſeinen adel hat wider erneuern laſſen, paſſiret doch fuͤr keinen alten von adel, ſihe jedoch den Eiſenhardt de re- nunciat. nobilitat. ſ. 13, § 9. § 187 Die begebung des adels kan ſo wohl ausdruͤck- lich, als auch ſtillſchweigend geſchehen. Jene er- folget: wenn einer mit ausdruͤcklichen worten er- klaͤret: daß er nicht adelich ſeyn wolle, Johann Frid. Eiſenhardt de renunciatione nobilitatis, Helmſt. 1758, 4t, § 5 fg., ſ. 8 fgg.; folglich ei- ne
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 188. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/212>, abgerufen am 21.02.2019.

References: § 9
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 § 180
 § 181
 § 186
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 § 187
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