Source: https://www.elster.de/elsterweb/helpGlobal?themaGlobal=help_ust_ufa_50_2019
Timestamp: 2019-06-24 12:37:37+00:00

Document:
Anleitung zur Umsatzsteuererklärung 2019
Die in den steuerpflichtigen Umsätzen enthaltenen Beförderungs- und Versendungslieferungen im Sinne des § 3c UStG in das übrige Gemeinschaftsgebiet sind zusätzlich in Zeile 111 einzutragen.
Nach § 1 Absatz 1a UStG unterliegen die Umsätze im Rahmen einer Geschäftsveräußerung an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen nicht der Umsatzsteuer. Solche Umsätze sind daher in Zeile 116 zu erklären.
Der Unternehmer hat im Kalenderjahr 2016 ein Bürogebäude errichtet, das er ab 1.12.2016 zur Hälfte steuerpflichtig und zur Hälfte steuerfrei vermietet. Die auf die Herstellungskosten entfallende Vorsteuer von 60000 Euro hat er in Höhe von 30000 Euro abgezogen. Ab Juli 2019 wird das gesamte Gebäude steuerpflichtig vermietet. Auf Grund der insgesamt steuerpflichtigen Vermietung kann der Unternehmer 1500 Euro Vorsteuer für das Kalenderjahr 2019 nachträglich in Zeile 147 geltend machen. In Zeile 137 ist eine Angabe zu machen.
60000 Euro Vorsteuer geteilt durch 120 Monate Berichtigungszeitraum = 500 Euro monatliche Berichtigung; bereits im Kalenderjahr 2015 abgezogen: 50 Prozent = verbleibende Berichtigung somit 250 Euro mal 6 Monate (Juli bis Dezember 2019 ) = 1500 Euro
Der Unternehmer hat Anfang Oktober 2017 eine Maschine erworben, die er zur Hälfte zur Ausführung von Umsätzen, die den Vorsteuerabzug ausschließen und zur Hälfte zur Ausführung von Umsätzen, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen, verwendet. Der Unternehmer zieht die hierauf entfallende Vorsteuer von 24000 Euro in Höhe von 12000 Euro ab.
Am 11.12.2019 veräußert der Unternehmer die Maschine steuerpflichtig. Dieser Verkauf führt zu einer einmaligen Berichtigung des Vorsteuerabzugs in Höhe von 6000 Euro. Dieser Betrag ist in Zeile 148 als nachträglich abziehbare Vorsteuer einzutragen. Zusätzlich ist in Zeile 138 eine Angabe zu machen.
24000 Euro Vorsteuer geteilt durch 60 Monate Berichtigungszeitraum = 400 Euro monatliche Berichtigung; bereits im Kalenderjahr 2016 abgezogen: 50 Prozent = verbleibende Berichtigung somit 200 Euro mal 34 Monate restlicher Berichtigungszeitraum (Dezember 2019 bis September 2022) = 6800 Euro.
Beträge nach dem Wechsel von der Regelbesteuerung zur Kleinunternehmer-Regelung
Hier sind - vorbehaltlich der Ausnahmeregelungen des § 13b Abs. 6 UStG - die Umsätze einzutragen, für die Sie die Steuer als Leistungsempfänger schulden:
Die von Ihnen erbrachten Umsätze, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG schuldet, sind in Zeile 107 einzutragen.
Hier sind folgende Umsätze einzutragen, für die Sie die Steuer als Leistungsempfänger schulden:
– unter das Grunderwerbsteuergesetz fallende Umsätze, insbesondere Lieferungen von Grundstücken, für die der leistende Unternehmer nach § 9 Absatz 3 UStG zur Steuerpflicht optiert hat. Dies gilt auch, sofern Sie als Leistungsempfänger eine juristische Person sind.
Zum Vorsteuerabzug für die vom Leistungsempfänger geschuldete Steuer vgl. Erläuterungen zu Zeile 126 der Umsatzsteuererklärung.
– Werklieferungen und die nicht in Zeile 100 einzutragenden sonstigen Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers. Dies gilt auch, sofern Sie als Leistungsempfänger eine juristische Person sind.
– Lieferungen sicherungsübereigneter Gegenstände durch den Sicherungsgeber an den Sicherungsnehmer außerhalb des Insolvenzverfahrens. Dies gilt auch, sofern Sie als Leistungsempfänger eine juristische Person sind.
– Bauleistungen einschließlich Werklieferungen und sonstigen Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen (ohne Planungs- und Überwachungsleistungen), wenn Sie als Leistungsempfänger ein Unternehmer sind, der selbst solche Bauleistungen erbringt;
– Lieferungen von Gas über das Erdgasnetz oder von Elektrizität sowie von Wärme oder Kälte durch einen im Ausland ansässigen Unternehmer unter den Bedingungen des § 3g UStG.
– Lieferungen von Gas über das Erdgasnetz durch einen im Inland ansässigen Unternehmer, wenn Sie als Leistungsempfänger Wiederverkäufer von Gas im Sinne des § 3g UStG sind;
– Lieferungen von Elektrizität eines im Inland ansässigen Unternehmers, wenn der liefernde Unternehmer und Sie als Leistungsempfänger Wiederverkäufer von Elektrizität im Sinne. des § 3g UStG sind; nicht hierunter fallen Betreiber von Photovoltaikanlagen.
– Übertragung der in § 13b Absatz 2 Nummer 6 UStG bezeichneten sog. CO2-Emissionszertifikate;
– Lieferungen der in der Anlage 3 zum UStG aufgeführten Gegenstände, insbesondere Altmetalle und Schrott;
- Lieferungen der in der Anlage 4 zum UStG bezeichneten Metalle, wenn die Summe der für sie in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5.000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt;
– Reinigen von Gebäuden und Gebäudeteilen, wenn Sie als Leistungsempfänger ein Unternehmer sind, der selbst solche Leistungen erbringt;
– Lieferungen von Gold in der in § 13b Absatz 2 Nummer 9 UStG bezeichneten Art;
- Lieferungen von Mobilfunkgeräten, Tablet-Computern und Spielekonsolen sowie von integrierten Schaltkreisen vor Einbau in einen zur Lieferung auf der Einzelhandelsstufe geeigneten Gegenstand, wenn die Summe der für sie in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt.
Zum Vorsteuerabzug für die vom Leistungsempfänger geschuldete Steuer vergleiche Erläuterungen zu Zeile 126 der Umsatzsteuererklärung.
Es sind die aufTeilseite 4 des Hauptvordrucks berücksichtigten Umsätze anzugeben, für die zulässigerweise nach § 9 UStG auf die Steuerbefreiung verzichtet worden ist.
Hier sind die übrigen von Ihnen ausgeführten nicht steuerbaren Umsätze einzutragen, deren Leistungsort nicht im Inland liegt und die der Umsatzsteuer unterlägen, wenn sie im Inland ausgeführt worden wären. Hierzu gehören auch Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen und auf elektronischem Weg erbrachte sonstige Leistungen, die ein im Inland ansässiger Unternehmer an Nichtunternehmer mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im übrigen Gemeinschaftsgebiet ausführt; ausgenommen sind die Umsätze des § 3a Absatz 5 Sätze 3 und 4 UStG (vergleiche Erläuterungen zu Zeilen 112 und 113). Im Inland ausgeführte nicht steuerbare Umsätze (zum Beispiel Geschäftsveräußerungen im Ganzen, Innenumsätze zwischen Unternehmensteilen) sind nicht anzugeben. Dies gilt auch für die Umsätze, die in Zeile 117 einzutragen sind.
Eintragungen sind vorzunehmen für grenzüberschreitende Personenbeförderungen im Luftverkehr, für die die Voraussetzungen für eine niedrigere Steuerfestsetzung oder einen (Teil-)Erlass vorliegen. Anzugeben sind nur die Entgelte, die auf den jeweiligen inländischen Streckenanteil entfallen.

References: § 3
 § 1
 § 13
 § 13
 § 9
 § 3
 § 3
 § 3
 § 13
 § 13
 § 9
 § 3