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Timestamp: 2019-12-13 03:03:25+00:00

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Rezeptfälschung für Medikament - Was droht mir? - frag-einen-anwalt.de
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21.10.2013 09:22 |
im Mai dieses Jahres habe ich zweimal versucht, ein gefälschtes Privatrezept einzulösen und bin beide Male erwischt worden. Habe jedes Mal gestanden und die Polizisten die Fälschungen auf meinem Computer einsehen lassen. Beim zweiten Mal waren sie, natürlich, nicht mehr so "freundlich" wie beim ersten Mal, haben meinen Computer eingezogen. Jetzt steht ja wohl noch die Verhandlung aus. Habe dieser nach dem ersten Schock relativ gelassen entgegengesehen, gestern jedoch eine riesige Panik bekommen und mich schon im Gefängnis gesehen.
Ich bin 58, nie in einer Strafsache auffällig geworden, nicht vorbestraft. Was möglicherweise erschwerend dazu kommt, ist die Tatsache, dass ich beim zweiten Mal unter Medikamenteneinfluss (Diazepam) gefahren bin und vor zwei Wochen die Mitteilung über einen vorläufigen Entzug meines Führerscheins bekommen habe. Diese Sache läuft unter einem anderen Aktenzeichen.
Wie stehen meine Chancen, womit muss ich schlimmstenfalls rechnen?
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Es ist immer äußerst schwierig eine Prognose hinsichtlich des Strafmaßes abzugeben, wenn man die jeweiligen Strafakten nicht eingesehen hat.
1. Einreichen gefälschter Privatrezepte
Da Sie strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getreten sind, ist es wahrscheinlich, dass Sie mit einer Geldstrafe rechnen müssen.
Allerdings hängt dies auch von der Höhe der Beträge ab, die den jeweiligen Privatrezepten zugrunde lagen.
Hier ist zu klären, ob eine Strafbarkeit nach § 316 StGB oder eine Ordnungswidrigkeit nach § 24 a StVG vorliegt.
Bei der Vorschrift des § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) muss neben dem Nachweis des Drogenwirkstoffes im Blut weitere aussagekräftige Beweisanzeichen festgestellt werden, die die Annahme der Fahrunsicherheit rechtfertigen (bspw. stark benommener apathischer Eindruck, Mühe bei der Beantwortung von Fragen, unsicherer Gang, verwaschene Aussprache).
Im schlimmsten Fall bliebe Ihre Fahrerlaubnis entzogen.
Hier sollten Sie sich durch einen Verteidiger vertreten lassen.
Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen eine Blutprobe entnommen worden ist, da sie dem Nachweis akuten Drogen- und/oder Alkoholkonsums dient und zunächst für den Nachweis einer OWi nach § 24 a StVG bedeutsam ist.
Materiellrechtliche Ausführungen ohne Akteneinsicht sind allerdings seriöserweise nicht möglich. Gleiches gilt für Fragen der Strafzumessung.
Meine Ausführungen können daher nur eine grobe Orientierung in der Sache sein.
Strafmildernd ist jedenfalls Ihr Unbestraftsein.
Ergänzung vom Anwalt 22.10.2013 | 14:22
der guten Ordnung halber verhält es sich so, dass der Tatbestand einer OWi nach § 24a StVG ausscheidet, weil das Medikament Diazepam nicht in der Anlage zu § 24a StVG aufgeführt ist.

References: § 316
 § 24
 § 316
 § 24
 § 24
 § 24