Source: http://www.bgbau-medien.de/tr/rab10/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2017-11-21 10:04:20+00:00

Document:
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), Titel
(Konkretisierung von Begriffen der BaustellV)
(BArbBl. 3/2004 S. 42)
Diese RAB 10 enthält Begriffsbestimmungen zur Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV ).
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), Inhalt
4 Änderung einer baulichen Anlage
5 Planung der Ausführung eines Bauvorhabens
6 Allgemeine Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes bei Anwendung der Baustellenverordnung
7 Gleichzeitig tätig werden von mehr als 20 Beschäftigten
8 Personentag
9 Einrichtung der Baustelle
10 Vorankündigung
11 Anpassung der Vorankündigung bei erheblichen Änderungen
12 Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber
13 Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan
14 Anpassung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens
15 Koordinierung
16 Bestellung des Koordinators
17 Geeigneter Koordinator
18 Spätere Arbeiten an der baulichen Anlage
19 Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage
20 Zusammenstellen einer Unterlage
21 Bauherr
22 Beauftragung eines Dritten
23 Hinweise des Koordinators und den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan berücksichtigen
24 Verständliche Form und Sprache
25 Besonders gefährliche Arbeiten
Anlage A Muster einer Vorankündigung
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 1 Beschäftigte (zu § 1 Abs. 1 BaustellV)
1 Beschäftigte (zu § 1 Abs. 1 BaustellV)
Der Begriff Beschäftigte ist im Sinne von § 2 Abs. 2 ArbSchG zu verstehen.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 4 Änderung einer baulichen Anlage (zu § 1 Abs. 3 BaustellV)
4 Änderung einer baulichen Anlage (zu § 1 Abs. 3 BaustellV)
Unter Änderung einer baulichen Anlage im Sinne der BaustellV wird deren nicht unerhebliche Umgestaltung verstanden.
Hierzu gehören insbesondere die Änderung des konstruktiven Gefüges sowie die Änderung oder der Austausch wesentlicher Bauteile (z. B. Erneuerung von Dächern und Fassaden, Entkernung, Erneuerung des Überbaus von Straßenbrücken, Erneuerung des Straßenoberbaus).
Änderungen baulicher Anlagen können auch im Rahmen von Instandhaltungs- einschließlich Instandsetzungsarbeiten3) erfolgen.
Nicht um die Änderung einer baulichen Anlage handelt es sich bei einfachen Instandhaltungs- einschließlich Instandsetzungs- sowie einfachen Reparaturarbeiten und laufenden Bauunterhaltungsmaßnahmen geringen Umfangs (z. B. Ausbesserungarbeiten an Dächern und Fassaden4), Austausch von Bodenbelägen, Arbeiten an der Heizung, Badrenovierungen, Verfüllen von Rissen, Verfüllen von Aufbrüchen in Straßenbelägen) soweit nicht die Schwellenwerte5) des § 2 Abs. 2 BaustellV überschritten werden.
Lässt sich anhand der vorstehenden Kriterien im Einzelfall nicht eindeutig festlegen, ob es sich um die Änderung einer baulichen Anlage handelt, sollte im Sinne der BaustellV verfahren werden.
3) siehe "DIN 31051 Instandhaltung"
4) Hierunter fallen z. B. auch Anstricharbeiten, Putzarbeiten, Dämmarbeiten, Werksteinarbeiten, Metallarbeiten, Glasarbeiten, Austausch einzelner Fenster und Fassadenreinigungsarbeiten.
5) Die Schwellenwerte werden bei Änderungen von Ein- und Zweifamilienhäusern in der Regel nicht überschritten.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 6 Allgemeine Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes bei Anwendung der Baustellenverordnung
6 Allgemeine Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes bei Anwendung der Baustellenverordnung (zu § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 2 Nr. 1 und § 3 Abs. 3 Nr. 1 BaustellV)
Die Berücksichtigung der Allgemeinen Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) sowie deren Koordinierung während der Planung der Ausführung und die Koordinierung der Anwendung der Allgemeinen Grundsätze während der Ausführung von Bauvorhaben durch die jeweiligen Adressaten bei Erfüllung der Verpflichtungen der Baustellenverordnung (BaustellV ) wird in RAB 33 konkretisiert.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 7 Gleichzeitig tätig werden von mehr als 20 Beschäftigten (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
7 Gleichzeitig tätig werden von mehr als 20 Beschäftigten (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
Gleichzeitig tätig werden im Sinne der BaustellV heißt, dass planmäßig mindestens 21 Beschäftigte auf der Baustelle über eine Dauer von mindestens einer Arbeitsschicht zur selben Zeit Arbeiten verrichten.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 8 Personentag (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
8 Personentag (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
Ein Personentag umfasst die Arbeitsleistung einer Person über eine Arbeitsschicht.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 9 Einrichtung der Baustelle (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
9 Einrichtung der Baustelle (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
Die Einrichtung der Baustelle im Sinne der BaustellV beginnt mit den wesentlichen vorbereitenden Arbeiten am Ort des Bauvorhabens, die unmittelbar vor dessen Durchführung erforderlich sind, z. B. Aufbau von Sozialeinrichtungen, Installation von Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Anlieferung von Baumaterialien, Maschinen und Geräten.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 10 Vorankündigung (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
10 Vorankündigung (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
Ein Muster für die Vorankündigung enthält Anlage A .
Der Bauherr oder ein von ihm nach § 4 BaustellV beauftragter Dritter ist verantwortlich dafür, dass die Vorankündigung sichtbar auf der Baustelle angebracht wird, sodass alle Betroffenen, z. B. die Beschäftigten oder neu auf der Baustelle tätig werdende Arbeitgeber, umgehend von ihrem Inhalt Kenntnis nehmen können. Dafür ist unverzichtbar, dass die Lesbarkeit der Vorankündigung, die z. B. durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt wird, während der Bauarbeiten erhalten bleibt. Treten erhebliche Änderungen ein, ist die Vorankündigung auf der Baustelle zu aktualisieren. Eine erneute Mitteilung an die Behörde ist nicht erforderlich.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 11 Anpassung der Vorankündigung bei erheblichen Änderungen (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
11 Anpassung der Vorankündigung bei erheblichen Änderungen (zu § 2 Abs. 2 BaustellV)
"Erhebliche Änderungen" bezogen auf den Inhalt der Vorankündigung (Anhang I BaustellV ) betreffen z. B.:
Wechsel des/r Bauherren oder des von ihm nach § 4 BaustellV beauftragten Dritten,
erstmalige Bestellung des Koordinators bzw. Wechsel des/r bereits bestellten Koordinators/en,
Verkürzung der Dauer der Bauarbeiten, sofern dadurch verstärkt gleichzeitig oder in nicht geplanter Schichtarbeit gearbeitet werden muss,
erstmaliges Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber,
wesentliche Erhöhung der Höchstzahl gleichzeitig Beschäftigter oder der Anzahl der Arbeitgeber oder der Anzahl der Unternehmer ohne Beschäftigte.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 12 Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber (zu § 2 Abs. 3 und § 3 Abs. 1 BaustellV)
12 Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber (zu § 2 Abs. 3 und § 3 Abs. 1 BaustellV)
Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber liegt dann vor, wenn absehbar ist, dass Beschäftigte von mindestens zwei Arbeitgebern gleichzeitig oder nacheinander auf der Baustelle Arbeiten verrichten.
nur kurzzeitig tätig werden, wie zum Beispiel beim An- oder Abtransportieren und Abladen von Stoffen, Bauteilen oder Geräten, bei Prüfungen, Probenahmen und Vermessungsarbeiten,
ausschließlich kontrollierende und/oder koordinierende Tätigkeiten ausführen.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 13 Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (zu § 2 Abs. 3 BaustellV)
13 Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (zu § 2 Abs. 3 BaustellV)
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan wird in RAB 31 konkretisiert.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 14 Anpassung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens (zu § 3 Abs. 3 BaustellV)
14 Anpassung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens (zu § 3 Abs. 3 BaustellV)
Eine erhebliche Änderung in der Ausführung des Bauvorhabens, die zu einer Anpassung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes führt, liegt dann vor, wenn sich diese auf die weitere Koordination auswirkt.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 15 Koordinierung (zu § 3 BaustellV)
15 Koordinierung (zu § 3 BaustellV)
So steht hier u. a. der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan im Vordergrund, der eine wichtige Informationsgrundlage für alle Arbeitgeber darstellt. Im Vordergrund stehen auch die Aufgaben des Koordinators nach § 3 Abs. 3 BaustellV , alle Beteiligten im Sinne einer Abstimmung und Optimierung zusammenzubringen und zu beraten, die Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber zu organisieren und die Überwachungsmaßnahmen der einzelnen Arbeitgeber zu koordinieren. Das bedeutet nicht eine Überwachung der Erfüllung von Arbeitsschutzpflichten, die durch die einzelnen Arbeitgeber zu treffen sind.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 16 Bestellung des Koordinators (zu § 3 Abs. 1 BaustellV)
16 Bestellung des Koordinators (zu § 3 Abs. 1 BaustellV)
Bei der Bestellung des Koordinators sind die Aufgaben nach § 3 Abs. 2 und 3 BaustellV in Verbindung mit Abschnitt 3 RAB 30 zu übertragen.
Die Bestellung sollte schriftlich erfolgen.
Die Bestellung des Koordinators nach § 3 Abs. 1 BaustellV muss so rechtzeitig erfolgen, dass die während der Planung der Ausführung des Bauvorhabens zu erfüllenden Aufgaben des Koordinators nach § 3 Abs. 2 BaustellV erledigt werden können.
Bei der Auswahl des Koordinators hat der Bauherr dessen Eignung zu berücksichtigen.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 17 Geeigneter Koordinator (zu § 3 Abs. 1 BaustellV)
17 Geeigneter Koordinator (zu § 3 Abs. 1 BaustellV)
Der Geeignete Koordinator wird in RAB 30 konkretisiert.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 18 Spätere Arbeiten an der baulichen Anlage (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)
18 Spätere Arbeiten an der baulichen Anlage (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)
Spätere Arbeiten im Sinne von § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV umfassen insbesondere vorhersehbare Arbeiten an baulichen Anlagen. Dies sind z. B. nach der Systematik:
der "DIN 31051 Instandhaltung" und "DIN 4426 Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege" die Instandhaltung, bestehend aus Wartung, Inspektion und Instandsetzung
der "ZTV BEA-StB Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen - Asphaltbauweisen" die betriebliche und bauliche Erhaltung für Infrastrukturanlagen.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 19 Unterlage für spätere Arbeiten (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)
19 Unterlage für spätere Arbeiten (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)
Die Unterlage für spätere Arbeiten wird in RAB 32 konkretisiert.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 20 Zusammenstellen einer Unterlage (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustelIV)
20 Zusammenstellen einer Unterlage (zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustelIV)
Zusammenstellen im Sinne der Baustellenverordnung beinhaltet das Einfordern der erforderlichen Angaben für die sichere und gesundheitsgerechte Durchführung späterer Arbeiten an der baulichen Anlage und deren systematische Dokumentation.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 21 Bauherr (zu § 4 BaustellV)
21 Bauherr (zu § 4 BaustellV)
Der Begriff Bauherr ist im Sinne des jeweils geltenden Bauordnungsrechts zu verstehen.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 22 Beauftragung eines Dritten (zu § 4 BaustellV)
22 Beauftragung eines Dritten (zu § 4 BaustellV)
Dritter im Sinne von § 4 BaustellV ist eine Person, die Kraft Vereinbarung Maßnahmen des Bauherren gem. §§ 2 , 3 Abs. 1 Satz 1 BaustellV eigenverantwortlich übernimmt. Dritter in diesem Sinne kann eine natürliche (z. B. ein Architekt, Ingenieur oder Bauunternehmer) oder eine juristische Person (z. B. ein Planungsbüro als GmbH) sein.
Die Beauftragung muss rechtzeitig und sollte schriftlich erfolgen.
Nicht zulässig ist damit die nachträgliche pauschale Übertragung aller Pflichten des Bauherrn.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 24 Verständliche Form und Sprache (zu § 5 Abs. 2 BaustellV)
24 Verständliche Form und Sprache (zu § 5 Abs. 2 BaustellV)
In verständlicher Form und Sprache zu informieren bedeutet, dass die Beschäftigten die Informationen verstehen können. Wesentliche Informationen sind zu übersetzen, wenn in anderer Form eine Verständigung nicht gewährleistet ist. Zu den verständlichen Formen der Information können z. B. Bilder, Piktogramme, praktische Unterrichtung am Arbeitsplatz und arbeitsplatzbezogene Demonstrationen gehören.
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), 25 Besonders gefährliche Arbeiten im Sinne der Baustellenverordnung (zu Anhang II BaustellV)
25 Besonders gefährliche Arbeiten im Sinne der Baustellenverordnung (zu Anhang II BaustellV)
Stoffe, in die man versinken kann, sind z. B. Bentonitsuspension, Schlamm, lose Schüttgüter wie Zement, Getreide, Zucker u. Ä.
"Arbeiten, bei denen die Beschäftigten explosionsgefährlichen, hochentzündlichen, krebserzeugenden (Kategorie 1 oder 2), erbgutverändernden, fortpflanzungsgefährdenden oder sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen im Sinne der Gefahrstoffverordnung oder biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppen 3 und 4 im Sinne der Richtlinie 90/679/EWG des Rates vom 26. November 1990 über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch biologische Arbeitsstoffe bei der Arbeit (ABI. EG Nr. L 374 S. 1)6) ausgesetzt sind"
Ausgesetzt sein im Sinne der BaustellV bedeutet, dass im Arbeitsbereich der Beschäftigten einer oder mehrere der vorgenannten Stoffe oder Zubereitungen freigesetzt werden und dadurch z. B. die Exposition der Beschäftigten über der ubiquitären (in der Umwelt natürlich vorhandenen) Luftverunreinigung liegt oder durch einen Kontakt eine Aufnahme der Stoffe oder Zubereitungen über die Haut oder den Magen-Darm-Trakt erfolgt.
explosionsgefährlich, wenn sie in festem, flüssigem, pastenförmigem oder gelatinösem Zustand auch ohne Beteiligung von Luftsauerstoff exotherm und unter schneller Entwicklung von Gasen reagieren können und unter festgelegten Prüfbedingungen detonieren, schnell deflagrieren oder beim Erhitzen unter teilweisem Einschluss explodieren (z. B. Peroxide wie Dibenzoylperoxid),
hochentzündlich, wenn sie in flüssigem Zustand einen extrem niedrigen Flammpunkt und einen niedrigen Siedepunkt haben oder als Gase bei gewöhnlicher Temperatur und Normaldruck in Mischung mit Luft einen Explosionsbereich haben (z. B. Acetylen, Propan, Butan, Dimethylether),
krebserzeugend, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut Krebs erregen oder die Krebshäufigkeit erhöhen können (z. B. Asbest, Azofarbstoffe, Benzo[a]pyren, Buchenholzstaub, Cadmium/-verbindungen, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, Dieselmotoremissionen in nicht ausreichend durchlüfteten Bereichen, Eichenholzstaub, Keramikfasern, Nickeloxide),
erbgutverändernd, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut vererbbare genetische Schäden zur Folge haben oder deren Häufigkeit erhöhen können (z. B. Benzo[a]pyren),
fortpflanzungsgefährdend, wenn sie bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut nicht vererbbare Schäden der Nachkommenschaft hervorrufen oder deren Häufigkeit erhöhen (fruchtschädigend) oder eine Beeinträchtigung der männlichen oder weiblichen Fortpflanzungsfunktionen oder -fähigkeit zur Folge haben können (z. B. Benzo[a]pyren. Blei/-verbindungen, Kohlenmonoxid, 2-Methoxyethanol, Polychlorierte Biphenyle (PCB)),
sehr giftig, wenn sie in sehr geringer Menge bei Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode führen oder akute oder chronische Gesundheitsschäden verursachen können (z. B. chromhaltige 'CKB'-Holzschutzmittel).
Biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 i. S. der Biostoffverordnung sind Stoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen können und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen können; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung kann bestehen, doch ist normalerweise eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung möglich (z. B. Bacillus anthracis, der Erreger des Milzbrandes).
Biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 4 i. S. der Biostoffverordnung sind Stoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung ist unter Umständen groß; normalerweise ist eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich (z. B. Ebola-Virus).
"Arbeiten mit ionisierenden Strahlungen, die die Festlegung von Kontroll- oder Überwachungsbereichen im Sinne der Strahlenschutz - sowie im Sinne der Röntgenverordnung erfordern"
Hierzu gehören im Baustellenbereich z. B. die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, Bodenfeuchteprüfung, Siloanlagen mit Füllstandsmessanlagen mit radioaktiven Stoffen.
Eine unmittelbare Gefahr des Ertrinkens i. S. der BaustellV besteht dann, wenn Tätigkeiten an, auf oder über Flüssigkeit, insbesondere Wasser, in einem Abstand von weniger als 2,00 m von der Absturzkante ohne technische Schutzmaßnahmen stattfinden.
Dabei befinden sich die Taucher in lebensfeindlicher Umgebung. Der Ausfall der Atemgasversorgung bedeutet akute Lebensgefahr für den Taucher. Daher dürfen derartige Arbeiten nur unter besonderen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden, vgl. Unfallverhütungsvorschrift "Taucherarbeiten" (BGV C 23 ).
Arbeiten in Druckluft sind Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einem Überdruck von mehr als 0,1 bar und dadurch besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind. Bei diesen Arbeiten ist die Druckluftverordnung (DruckLV ) anzuwenden. Die RAB 25 "Arbeiten in Druckluft (Konkretisierungen zur DruckLV)" enthält Empfehlungen zu Bestimmungen der DruckLV und Antworten zu häufig gestellten Fragen zur DruckLV.
Konstruktionselemente des Massivbaus sind Körper mit relativ großer Masse unabhängig von der Wahl des Baustoffes, der z. B. Mauerwerk, Beton und Stahlbeton, Stahl und Holz sein kann.
6) die Einteilung der Risikogruppen wurde national inhaltsgleich in der Biostoffverordnung vorgenommen
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), Anlage A
gemäß § 2 der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen
Bezeichnung und Ort der Baustelle:
2. Name und Anschrift des Bauherren: 3. Name und Anschrift des anstelle des Bauherren verantwortlichen Dritten:
4. Art des Bauvorhabens:
5. Koordinator(en) (sofern erforderlich) mit Anschrift und Telefon, ggf. Fax, E-Mail
- für die Planung der Ausführung:
- für die Ausführung des Bauvorhabens:
6. Voraussichtl. Beginn u. Ende der Arbeiten: 7. Voraussichtl. Höchstzahl der gleichzeitig
von _ _ _ _ _ _ bis _ _ _ _ _ _ _
Beschäftigten auf der Baustelle: _ _ _ _ _ _ _
8. Voraussichtliche Zahl der Arbeitgeber: 9. Voraussichtl. Zahl der Unternehmer ohne
_ _ _ _ _ _ _ Beschäftigte: _ _ _ _ _ _
(weitere Angaben ggf. als Anlage)
(Bauherr oder anstelle des Bauherren verantwortlicher Dritter)
1 x zuständige Behörde
1 x Baustellenaushang
1 x Bauherr
RAB 10: Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV), Alphabetisches Register
Allgemeine Grundsätze nach § 4 des ArbSchG 6
Bauherr 21
Bauliche Anlage 3
-, Änderung 4
Besonders gefährliche Arbeiten 25
-, Absturz 25 Nr. 1
-, biologische Arbeitsstoffe 25 Nr. 2
-, Brunnenbau 25 Nr. 6
-, Druckluft 25 Nr. 8
-, Ertrinken 25 Nr. 5
-, Gefahrstoffe 25 Nr. 2
-, Hochspannungsleitungen 25 Nr. 4
-, ionisierende Strahlungen 25 Nr. 3
-, Massivbauelemente 25 Nr. 10
-, Sprengstoff, Sprengschnüre 25 Nr. 9
-, Tauchgeräte 25 Nr. 7
-, Versinken 25 Nr. 1
Dritter, Beauftragung 22
Einrichtung der Baustelle 9
Form und Sprache, Verständliche 24
Gleichzeitig tätig werden von mehr als 20 Beschäftigten 7
-, Bestellung 16
-, geeigneter 17
-. Hinweise berücksichtigen 23
Koordinierung 15
Personentag 8
Planung der Ausführung eines Bauvorhabens 5
Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan 13
-, Anpassung 14
Spätere Arbeiten an der baulichen Anlage 18
Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber 12
Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage 19
Vorankündigung 10
-, Anpassung bei erheblichen Änderungen 11
Zusammenstellen einer Unterlage 20
Webcode: M525-1

References: § 4
 § 1
 § 1
 § 2
 § 1
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 § 4
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 § 3
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 § 5
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