Source: https://issuu.com/kzvlb/docs/zbb_03_2013
Timestamp: 2017-05-27 21:10:55+00:00

Document:
ZBB Ausgabe 3/2013 by kzvlb - issuu
ZahnärzteblattBrandenburg
OffizielleS Mitteilungsblatt für die Zahnärzte im Land BrandenburgUnnötiger Plan
Mediziner brauchen kein
Anti-Korruptionsgesetz S. 3Gefährliches Licht
Beim Einsatz von Lasern ist der Arbeitsschutz
besonders wichtig S. 22Exakte Rechnung
Möglichkeiten der Nebeneinander-Berechnung der BEMA-Nummern 40 und 41 S. 30ZahlenspielNeuer Verteilungsmaßstab
verabschiedet S. 6
Ausgabe 3Juni 2013www.gerl-digital.de
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viernau@gerl-dental.deIrrtümer und Druckfehler vorbehalten.ZBB Ausgabe 3/2013Die Seite 3Korruptionsgesetz für Mediziner unnötig
Autor: Dipl.-Stom. Jürgen Herbert,
Derzeit arbeitet der gesundheitsausschuss
des Deutschen Bundestages daran, mit zusätzlichen paragrafen im Strafgesetzbuch gegen Bestechlichkeit und Bestechung im gesundheitswesen anzugehen. Vielleicht haben
Sie den Beitrag „experten wurden angehört“
in den „Zahnärztlichen Mitteilungen“ (zm 103,
Nr. 9 vom 1. Mai 2013) selbst gelesen: Dort
ging es um die Überlegungen, entweder über
das SgB V oder das Strafgesetzbuch Abschnitte aufzunehmen, um Korruption verschärft bestrafen zu können. Zu diesem Thema erfolgte am 17. April im gesundheitsausschuss des
Deutschen Bundestages eine Anhörung von
Verbänden aus dem gesundheitsbereich, unter
anderem der Bundeszahnärztekammer (BZäK)
und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Der Tenor: es gibt bereits funktionierende und bewährte berufsinterne Sanktionsmöglichkeiten bei den Zahnärztekammern
und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, da
weder Fehlverhalten noch Korruption in der
Zahnärzteschaft geduldet werden.regelungen im Land
So besagt beispielsweise der § 2 Abs. 6 der Berufsordnung der LZäKB: „Dem Zahnarzt ist es
nicht gestattet, für die Verordnung und empfehlung von heil- oder hilfsmitteln sowie Materialien und geräten von dem hersteller oder
händler eine Vergütung oder sonstige wirtschaftliche Vergünstigung zu fordern oder anzunehmen.“ Die Kontrolle über eine lückenlose
Abrechnung und Wirtschaftlichkeitsprüfungsverfahren hat die KZVLB zur hand, um auf die
rechtmäßigkeit kassenzahnärztlicher Behandlungen zu achten. Sanktionen inbegriffen.
Jüngstes Beispiel einer wirksamen Sanktion
ist ein urteil des Bundesverwaltungsgerichtes
vom 20. September 2012 (BVerwg 3 B 7.12).
Der Kläger (ein Arzt) wollte dem Approbationsentzug wegen versuchten Betruges an paZBB Ausgabe 3/2013tienten in 364 Fällen widersprechen. es ging
um eine Betrugssumme von rund 48.000 euro.
Das Bundesverwaltungsgericht wies den Widerspruch zurück und bestätigte damit den
Approbationsentzug unter anderem mit der
Bemerkung: „Nach den Feststellungen im
Strafbefehl spiegelte der Kläger sowohl gegenüber der Bayerischen Beamtenkrankenkasse Ag, bei der die patienten privat versichert
waren, als auch bei den patienten vor, dass
die von ihm durchgeführten Leistungen nach
der goä abrechnungsfähig und damit erstattungsfähig seien; er nahm zumindest billigend
in Kauf, dass die abgerechneten Leistungspositionen von der Krankenkasse nicht erstattet
worden wären, wenn die tatsächlich erbrachten Behandlungen in den rechnungen korrekt
bezeichnet worden wären ...“.Dipl.-Stom. Jürgen
herbert, präsident
der LZäKBSumma Summarum: Diese bestehenden Mittel
reichen – weitere gesetzliche regelungen sind
nicht notwendig und werden sowohl von der
LZäKB als auch der KZVLB abgelehnt!gut gemeintes gesetz mit Macken
Das patientenrechtegesetz, welches in diesem
Jahr in Kraft trat, sorgt zunehmend für ärger.
Das war zu erwarten – wie unseren bisherigen
Veröffentlichungen zu entnehmen. Inzwischen
ist sogar der politik aufgefallen, dass unter anderem die regelungen zur elektronischen Dokumentation so nicht praxisgerecht sind. Bei
der Bundesärztekammer laufen die Direktoren
der Krankenhäuser Sturm, die im Moment vor
der entscheidung stehen, ihre elektronischen
Dokumentationsanlagen abzuschalten und auf
papier umzustellen. Die Schwierigkeit in ambulanten Arzt- oder Zahnarztpraxen sind da fast
schon untergeordneter Art.§ 630 f BgB Abs. 1:
„Der Behandelnde
ist verpflichtet, zum
Zweck der Dokumentation in unmittelbarem zeitlichen
mit der Behandlung
eine patientenakte
in papierform oder
elektronisch zu führen. BerichtigungenBZäK und Bundesärztekammer stehen zu diesem Thema in direktem Kontakt. Beide Bundeskammern versuchen, eine händelbare und
praxisfähige Lösung zu finden. Vielleicht wäre
es vor dem Schreiben solcher gesetze besser,
Fachleute zu befragen.und änderungen von
eintragungen in der
patientenakte sind
nur zulässig, wenn
Inhalt erkennbar
bleibt.“3InhaltSeite 14 – Prophylaxekoffer erleichtern die Behandlung von
immobilen Patienten.Seite 6 – Am 29. Mai tagte in Potsdam die 51. VV der KZVLB.
Im Mittelpunkt standen die Honorarverhandlungen mit den
Krankenkassen und der neue Verteilungsmaßstab, zu dem
auch ein Antrag gestellt wurde. Ziel ist es, Honorarrückzahlungen, die aufgrund von Budgetüberschreitungen fällig
werden könnten, auszuschließen. Die VV beschäftigte sich
auch mit der Verbesserung des Prüfverfahrens in der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Hier soll der Fokus künftig mit „Bera-Seite 16 – Pflegebedürftige brauchen ein besonders auf sietung statt Kürzung“ neu gesetzt werden.zugenschnittenes Behandlungskonzept.Die Seite 3
ANTIKorruptionsgesetz für Mediziner unnötig34Berufspolitik
Geänderter Verteilungsmaßstab beschlossen
Gutachtertagung der KZVLB
Gemeinsame Linien suchen	Zeit für einen Fortbildungspunkte-Check
Neuzulassungen im Land Brandenburg
Zahnärztliche Versorgung im Bereich der KZVLB
KFO-Versorgung im Bereich der KZVLB
Prophylaxekoffer für Schulungen nutzen6
14Fortbildung
Aktuelle Nachrichten vom Philipp-Pfaff-Institut
Pflegesituation bei Schwerstpflegebedürftigen16
ZBB Ausgabe 3/2013InhaltSeite 22 – Der Einsatz eines Lasers erfordert besondereSeite 44 – Das Team um Dr. Pöhl hilft in Peru denAufmerksamkeit im Arbeitsschutz.Schwächsten und wurde sogar zum Lebensretter.Spendenaufruf
hilfe für Kollegen21Praxis
Vorsicht beim Einsatz von Lasertechnik
Datenbank des BfArM jetzt öffentlich zugänglich
Gemeldete Infektionskrankheiten im Land (Auswahl) 
Inhaltsverzeichnis Jahrgang 201226
Abrechnung
Fragen und Antworten zur Abrechnung
Nebeneinanderberechnung BEMA-Nrn. 40 und 4128
30Privates Gebührenrecht
GOZ 2012 im Detail – Abschnitte J, K und L34Recht& Steuern
Aktuelle Rechtsprechung zur GOZ 2012
Anfragen privater Krankenversicherer38
39Aktuelles
Zahninfos im Potsdamer Berufsbildungswerk
Rekordzahlen beim Schülergesundheitstag
Operationskampagne für peruanische Kinder
Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag
Versorgungswerk zieht in neue Räume42
50Impressum49Termine
Ausgewählte Termine von Kammer und KZV
Wir trauern um unsere Kollegen50
50Verlagsseite/Kleinanzeigen51ZBB Ausgabe 3/20135BerufspolitikDie 51. Vertreterversammlung der KZVLB
tagte am 29. Mai in
PotsdamGeänderter Verteilungsmaßstab beschlossen
Die 51. Vertreterversammlung der KZVLB beschloss eine Änderung des Verteilungsmaßstabes. Weitere Themenschwerpunkte bildeten die Vertragsverhandlungen,
der Haushalt und die Prüfvereinbarung. Auch die Bürgerversicherung wurde diskutiert.
Autorin: Christina Pöschel,
PotsdamChristina Pöschel
Abteilung Kommunikation der KZVLBObwohl der 22. September noch weit entfernt
ist, liegt die Bundestagswahl schon jetzt in der
Luft. Über allen Tagesordnungspunkten, die
von der Vertreterversammlung diskutiert wurden – Vertragsverhandlungen, Honorarumsätze, Prüfvereinbarung, Berufspolitik – schwebte unsichtbar das Thema Bürgerversicherung.
Aus Sicht der Zahnärzte und ihrer Patienten
wäre die Abschaffung des dualen Krankenversicherungssystems zugunsten dieses Modells die
denkbar schlechteste Option. Der Vorsitzende
des Vorstands der KZVLB, Dr. Eberhard Steglich,
und sein Stellvertreter Rainer Linke warnten in
ihren Tätigkeitsberichten vor dem Weg in Richtung Einheitskasse, den die Oppositionsparteien im Falle eines Wahlsiegs favorisieren.
Da heute noch niemand gesundheitspolitische Prognosen für die Zeit nach der Wahl
und damit über ein eventuell verändertes
abgeben kann, verlaufen
Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen derzeit eher schleppend. So konnte Vor-6standsvize Linke nur verhalten positiv über
den Stand der Vergütungsverhandlungen für
das Jahr 2013 berichten. Knackpunkt bei den
Honorarverhandlungen ist der im Rahmen
des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes neu gefasste Paragraph 85 Abs. 3 SGB V (Stichworte: Wegfall der Grundlohnsummenbindung,
landeseinheitlicher Punktwert, Abschaffung
der restriktiven Budgetierung und die Berücksichtigung neuer Faktoren, wie Morbidität und
Zahl sowie Struktur der Versicherten), der für
die Vergütungsverhandlungen eine völlig neue
Zeit eingeläutet hat. Immerhin konnte mit allen Krankenkassen die Beibehaltung der Vertragsstrukturen vereinbart werden. Rainer Linke zeigte sich optimistisch, auch dem Auftrag
der Vertreterversammlung, gerecht zu werden
und nachträgliche Honorarrückzahlungen wegen Budgetüberschreitungen weitgehend auszuschließen. Eine wesentliche Rolle bei den
Vertragsverhandlungen, insbesondere in Bezug auf die Morbidität spielt die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen, um
deren Verbesserung der Vorstand der KZVLB
seit Jahren bemüht ist. Auch hier zeichnen sich
positive Regelungen ab.
ZBB Ausgabe 3/2013PraxisAntrag auf Änderung des Verteilungsmaßstabes der KZVLB
Die Vertreterversammlung beschließt die als Anlage beigefügte Fassung des Verteilungsmaßstabes (VM) der KZV Land
Brandenburg vom 29.05.2013.“
Aufgrund des Versorgungsstrukturgesetzes (GKV-VStG) und der eindeutigen rechtlich veränderten Rahmenbedingungen
(vgl. § 85 III SGB V) ergibt sich ein zwingender Handlungsbedarf zur Änderung des VM.
Dies insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der Gesetzgeber in seiner amtlichen Begründung zum GKV-VStG klargestellt hat, dass mit der Aufhebung des Vorrangs des Grundsatzes der Beitragssatzstabilität, der daraus resultierenden
Aufgabe der starren Ausgabenbegrenzung durch die Grundlohnanbindung und der Erweiterung der Verhandlungsspielräume bei der Vereinbarung der Gesamtvergütungen im vertragszahnärztlichen Bereich, auch die Möglichkeiten, mit
denen auf eine Überschreitung der vereinbarten Gesamtvergütung reagiert wird, flexibilisiert werden sollen.
Weiterhin heißt es wörtlich: „Die Vertragsparteien sind bei Vertragsgestaltung auf der Grundlage von Einzelleistungen
nicht mehr verpflichtet, prospektiv Regelungen zur Vermeidung der Überschreitung des Gesamtvergütungsvolumens zu
treffen, sondern haben geeignete Mechanismen zu finden, um einen Ausgleich der Interessen herzustellen. Die Vertragsparteien sind weiterhin verpflichtet, die Höhe der Gesamtvergütung als Ausgabenvolumen für die Gesamtheit der zu
vergütenden vertragszahnärztlichen Leistungen festzulegen (§ 85 Absatz 2 Sätze 1 und 2). Auch im Falle von Einzelleistungsvergütungen hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung zu verhindern, dass es zu Überschreitungen der vereinbarten
Gesamtvergütungen kommt (s. § 85 Absatz 4 Satz 4).“den 7. Dezember in
der Fortbildungsetage der KZVLB statt.Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.Einstimmigkeit für den neuen
Nach intensiven Diskussionen hatte die Vertreterversammlung über den Verteilungsmaßstab
ZBB Ausgabe 3/2013terversammlung
findet am Samstag,Rainer LinkeKaum ein Bereich weckt so große Abneigung bei den Zahnärzten wie die Wirtschaftlichkeitsprüfung. Gemeinsam mit dem Vorstand erarbeitet die AG Grundsatzfragen
zur Wirtschaftlichkeitsprüfung derzeit eine
neue Prüfordnung, die weg von Restriktionen und undurchsichtigen Prüfverfahren,
hin auf ein frühzeitiges Beratungsverfahren zielt. Das Motto „Beratung vor Kürzung“
steht als Sinnbild für eine neue Gewichtung der Prüfkriterien. Unter der Leitung von
Dr. Paul Zorn wirkt die AG Wirtschaftlichkeitsprüfung eng mit dem Vorstand zusammen mit
dem Ziel, das Prüfgeschäft einfacher, transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten.
Dazu beitragen wird auch, dass die derzeit bestehende Prüfvereinbarung samt Ergänzungsvereinbarungen zu einer neuen Vereinbarung
zusammengeführt werden, die auch die neuen
Gesichtspunkte, die von der AG Wirtschaftlichkeitsprüfung erarbeitet wurden, beinhaltet.Die nächste Vertre-abzustimmen, dessen Neufassung mit dem
Auftrag an den Vorstand notwendig geworden
war, alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten
auszuschöpfen, um zukünftig nachträgliche
Honorarkürzungen auszuschließen. Die Vertreterversammlung folgte dem Antrag von Rainer
Linke und votierte einstimmig für den neuen
VM (siehe Kasten).Neubesetzungen
Für den leider verstorbenen Zahnarzt Jochen
Rosenkranz wurden Nachfolger in verschiedene Ausschüsse gewählt:
•	Beratungsausschuss: Dr. Hannelore Hoppe
•	Satzungsausschuss: Dr. Uwe Pscheidl
•	Berufungsausschuss: Dr. Uwe Pscheidl
Ferner wurden als stellvertretendes Mitglied
für den Beschwerdeausschuss gewählt:
•	KFO: Dr. Joachim Böhme
•	MKG: Dr. Thomas Jähnichen
Die Abstimmungsergebnisse im Detail werden
im Vorstandsrundschreiben veröffentlicht.
Die 51. Vertreterversammlung der KZVLB endete mit einer Fragestunde.
7BerufspolitikZE-Gutachtertagung der KZVLB
22. Mai 2013 fand in Potsdam im Konferenzsaal der KZV die Gutachtertagung der
Kassengutachter für ZE des Landes Brandenburg statt. Der Vorstand der KZV Land
Brandenburg lädt alljährlich zu dieser Veranstaltung ein.
Autor: Dr. Ingo Frahm
Groß PankowDr. Ingo Frahm,
Mitglied der VV der
KZVLB, VertragsgutachterDr. Matthias Stumpf
(Mitte) eröffnet die
im Beisein des Vorstandsvorsitzenden
der KZVLB,
Steglich (re.) und
des Stellvertretenden Vorsitzenden
Rainer Linke8Bei der jährlichen Tagung haben wir Gutachter Gelegenheit zum Austausch über Probleme
und Fragen, die bei unserer Tätigkeit auftreten.
Gern erweitern wir auch unseren Kenntnisstand, sei es zu juristischen Themen bei der
Gutachtertätigkeit oder bei einem Fachvortrag
wie in diesem Jahr. Prof. Dr. Daniel Edelhoff
aus München referierte zu Thema: „Zirkoniumdioxidkeramik“. Alle anwesenden Gutachter
folgten interessiert seinem fachlich fundierten
und kurzweiligen Vortrag. Im Folgenden eine
Zusammenfassung seiner Darlegungen:
•	Brücken auf Zirkonoxid-Basis benötigen einen höheren Platzbedarf.
•	Mindestverbinderstärken im Verbinderbereich von dreigliedrigen Brücken auf Zirkonoxid-Basis: 7 mm² anterior, 9 mm² posterior, Käppchenmindeststärke: 0,5 mm bei
•	Zurzeit gibt es nur eine sichere Datenlage
für bis zu viergliedrige Brücken, größere
Brücken sind risikobehaftet.
•	Gerüstgestaltung/ -dimensionierung sind
wichtige Erfolgsparameter.
•	Häufigste Komplikation: Abplatzung derVerblendkeramik.
•	Okklusionskonzept und passive Passung
sind weitere wichtige Erfolgsparameter.
•	Präparationsgestaltung:
•	abgerundet und Konvergenzwinkel: 6°
bis 15° Konvergenzwinkel
•	Hohlkehle oder Stufe mit abgerundetem Innenwinkel.
•	Bei okklusalen Einschleifmaßnahmen:
•	bis 1 mm2 Polieren mit spezifischen
Keramikpolierern
•	größer als 1 mm2 Glanzbrand.
•	Befestigung: vorzugsweise voll- oder semiadhäsiv, bei Stümpfen von 4 mm Höhe
und mehr konventionelle Befestigung mit
Glasionomer-Zement oder Zink-Phosphatzement.
•	Bei monolithischem Zirkonoxid gibt es zur
Zeit zu wenig klinische Daten, wenn überhaupt, sollte es nur handpoliert verwendet
Diese Zusammenfassung gibt in keiner Weise
die Brillanz des Vortrages wieder.
Nach seinen Ausführungen antwortete Prof.
Edelhoff souverän auf alle gestellten Fragen.
Im Anschluss wurden allgemein interessierende Fragen im Rahmen unserer Gutachtertätigkeit besprochen. Unter anderem waren Fristen
ein Thema, die von Gutachtern eingehalten
werden müssen, wie neuerdings in § 13 SGB V
Absatz 3a festgelegt.
Dr. Norbert Jahn erörterte die Begutachtung eines Patientenfalles im ZE-Einigungsverfahren.
Er bat alle Gutachter um kollegiales Verhalten
bei gutachterlichen Stellungnahmen gegenüber Krankenkassen. Viele Fragen wurden in
Vorbereitung der Tagung von den Teilnehmern
schriftlich gestellt und konnten umfassend beantwortet werden. Die Veranstaltung war wie
immer sehr informativ und wird, wie die hohen
Teilnehmerzahlen belegen, von den Gutachtern geschätzt.
ZBB Ausgabe 3/2013BerufspolitikGemeinsame Linien suchen
Die KZV Land Brandenburg war Gastgeberin für die
diesjährige Tagung der Nord-KZVen. Die Runde tagte im
historischem Cecilienhof.NATÜ R LIC H
GUT B ERATENAutor: Dr. Eberhard Steglich,
Vorsitzender des Vorstands der KZVLB
Die KZV Land Brandenburg und Potsdam gaben der Koordinierungskonferenz der Nord KZVen den Rahmen für die Frühjahrstagung. Die Sichtachsen des Neuen Gartens in Potsdam sind eine Metapher, die auch in der
zahnärztlichen Vertragspolitik zur Anwendung gelangt. Entsprechend der
aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklung standen dabei Gespräche
über die Vertragsgestaltung nach den neuen im Versorgungsstrukturgesetz
gegebenen Vorgaben im Mittelpunkt. Diese Gespräche sind somit ein wichtiger Bestandteil der eigenen Entwicklung von Vertragsstrategien und sollen
auch in den kommenden Jahren so weitergeführt werden. Diese Form hat
bei den Vertragspartnern – Krankenkassen – eine lange Tradition und ist
zwangsläufig im Sinne einer gemeinsamen Gesamtzielrichtung unverzichtbar. Der gleiche Grundtenor ist auch in den Diskussionspunkten zum Gutachter- bzw. Zulassungswesen vorhanden. Hier zwingen zunehmend Länder
(KZV)- übergreifende Versorgungsformen zu einer koordinierten Vorgehensweise. Insofern sind unsere Sichtachsen klar definiert, sollten uns aber nicht
davon abhalten auch mal einen Seitenblick zu wagen bzw. auch einen kleinen Umweg zu nehmen, um letzten Endes doch an das angestrebte Ziel zu
gelangen. Zahnärztliche Selbstverwaltung ist notwendig und Dank unserer
Vorgänger ein Pfeiler zum wirtschaftlichen Überleben des Berufsstandes,
aber sie ist kein Selbstzweck und muss sich jeden Tag neu hinterfragen.
Der gewählte Ort mit seinem historischen Hintergrund, einem der größten
Verträge (Potsdamer Abkommen) der letzten 100 Jahre, ist natürlich ein viel
zu großer Rahmen in der Definition von Zielen. Aber wir sollten aus der Geschichte lernen und nicht deren Fehler wiederholen. Nicht Trennung bringt
voran, nur Gemeinsamkeit sorgt in diesem Fall für Fortschritt. 
ZBB Ausgabe 3/20139Mit den Highlights der IDS06. – 07.09.2013
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Thüringen OstBerufspolitikZeit für einen Fortbildungspunkte-Check
Der erste Fünfjahreszeitraum endete am 30.06.2009. Nun kündigt sich bereits das
Ende des nächsten Fünfjahreszeitraumes vom 01.07.2009 bis 30.06.2014 an und
erneut müssen 125 Fortbildungspunkte nachgewiesen werden.
Autorin: Gabriele Sotscheck,
Das Punktekonto, das die zahnärztliche Fortbildung belegt, rückt in den Fokus der Aufmerksamkeit, denn kommendes Jahr ist zum zwei-Gabriele Sotscheck
der KZVLBten Mal der Nachweis bei der KZV fällig. Was
muss beachtet werden? Welche Fortbildungen
sind anrechenbar und wie wird das Literaturstudium bewertet? Antworten auf diese und
andere wichtige Fragen für einen fehlerfreien
Nachweis haben wir für Sie zusammengestellt:FrageAntwortWer muss Fortbildungspunkte nachweisen?Alle zugelassenen und angestellten Zahnärzte.Müssen Assistenten auch Fortbildungspunkte nachweisen?Nein, Assistenten sind von der Fortbildungspflicht aus-In welcher Höhe müssen Punkte nach gewiesen werden?125 Punkte in 5 Jahren.Wie viele Fortbildungspunkte muss ich erbringen, wenn
ich nicht vollzeit- sondern nur teilzeitbeschäftigt bin?Ebenfalls 125 Punkte in 5 Jahren.Wie kann ich die erforderlichen Punkte bekommen?Zunächst können pro Jahr 10 Punkte für das Selbststu-genommendium (z.B. Lesen von Fachliteratur) geltend gemacht
werden. Weiterhin kann die Punktzahl durch Fortbildungsangebote u.a. der KZVLB erreicht werden.
Können die Punkte für das Lesen von Fachliteratur im
Voraus angerechnet werden?Nein, nur bis zum jeweils laufenden Jahr.Können überschüssige Punkte vom vorigen Zeitraum mit
in den nächsten Zeitraum übertragen werden?Nein, nur Punkte, die im aktuellen Fortbildungszeitraum
erbracht wurden, sind anrechenbarWerden Fortbildungspunkte anerkannt für Fortbildun-Nein. Es können nur die Fortbildungspunkte anerkannt
werden, die innerhalb des Zeitraumes erbracht werden,
in denen der Zahnarzt fortbildungsverpflichtet ist. Eine
Fortbildungspflicht besteht für Assistenten nicht.gen, an denen ich während der Assistenzzeit teilgenommen habe?Wie wird der Nachweis erbracht?Die KZVLB stellt Ihnen im Internet (www.kzvlb.de) einen
Erfassungsbogen zur Verfügung. Diesen übermitteln Sie
vor Ablauf der Fortbildungsfrist bearbeitet und unterschrieben an die KZVLB.Müssen Kopien der Teilnahmebescheinigungen mit ein-Nein, zunächst nicht. Erst auf Anforderung.gereicht werden?Mit freundlicher
Genehmigung auf
Grundlage einer
KZVN10Was passiert, wenn der Nachweis erbracht wurde?Die KZVLB stellt Ihnen eine Bescheinigung über die
Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung aus und sendet
Ihnen diese zu.Wie lange müssen die Bescheinigungen über die Teilnahme an den Fortbildungskursen aufgehoben werden?Bis die Bescheinigung der KZVLB über die Erfüllung der
Fortbildungspflicht erstellt ist.Wer bestimmt, ob ein Kurs anrechenbar ist?Die ZahnärztekammerWie werden die Veranstaltungen bewertet?Pro Stunde 1 Punkt, im Höchstfall 8 Punkte pro Tag + 1
möglichen Punkt für schriftliche Lernerfolgskontrolle + 1
Punkt für die Arbeit am Patienten.ZBB Ausgabe 3/2013BerufspolitikWas passiert, wenn der Zahnarzt erkrankt und nicht an
Veranstaltungen teilnehmen kann?Jeder Zahnarzt ist für die Erfüllung der Fortbildungspflicht verantwortlich. Sollten Ihnen vor Ablauf der
Fortbildungsfrist aufgrund von besonderen Umständen
Punkte fehlen, kann der ZA beim Vorstand der KZVLB
einen Antrag auf Verlängerung der Frist zur Erbringung
der Fortbildungspflicht stellen. In diesem Fall wird aber
nur die Frist zur Einreichung des Erfassungsbogens
verlängert und nicht der Fortbildungszeitraum selbst.
Der Folgezeitraum wird von dieser Verlängerung nicht
berührt.Haben Sie weitere Fragen? Dann
wenden Sie sichWas passiert, wenn der Fortbildungsnachweis nicht erbracht wurde?Nach Ablauf der Frist wird Ihr Honorar im 1. Jahr um
10% danach um 25 % gekürzt. Danach kann sogar unter
Umständen ein Zulassungsentzug drohen.Wie wird der Fortbildungszeitraum berechnet?Ab Beginn der Zulassung bzw. des Angestelltenverhält-Abteilungsleiterinnisses.Zulassung/Register/Was passiert beim Wechsel von Zulassung zum Angestelltenverhältnis?
Was passiert, wenn die Zulassung aufgrund eines Be-Sollte der Wechsel ohne eine Unterbrechung erfolgen,
läuft ihr Fortbildungszeitraum weiter.bitte an:
Gabriele SotscheckNotdienst
Tel.: 0331 2977-334Bei einem Ruhen verlängert sich der Fortbildungszeitraum um die Zeit des Ruhens.Kersten SiebkeKönnen Punkte, die die Helferinnen erworben haben, bei
einem Zahnarzt angerechnet werden?Nein!FortbildungWerden im Ausland gemachte Fortbildungskurse aner-Ja, auch im Ausland absolvierte Fortbildungsveranstaltungen werden, wenn sie den Leitsätzen der BZÄK/
DGZMK/KZBV zur zahnärztlichen Fortbildung entsprechen, gemäß dieser Punktebewertung bewertet. schlusses des Zulassungsausschusses ruht?kannt?Sachbearbeiterin für
Tel.: 0331 2977-153Neuzulassungen im Land Brandenburg
Am 13. Juni tagte der Zulassungsausschuss für Zahnärzte turnusgemäß in der KZV.
Auf dieser Sitzung wurde fünf Anträgen auf Zulassung eines Vertragszahnarztsitzes
im Land Brandenburg positiv beschieden. Wir sagen: „Herzlich willkommen“.
NamePlanungsbereichVertragszahnarztsitzZahnärztin
Schmitz, JudithUckermarkBerthold-Brecht-Platz 1a
16303 SchwedtZahnärztin
Dr. med. dent. Liebenow,
Anna-LisaBarnimPuschkinstraße 14
16225 EberswaldeZahnärztin
Siemer, JulianeDie nächste Sitzung
des Zulassungsausschusses findet am
26. September 2013Ostpriegnitz-RuppinStüdenitzer Straße 3
16845 ZernitzZahnärztin
Vogel, AnnekatrinPotsdam-StadtGroßbeerenstraße 16
14482 PotsdamZahnarzt
Huber-Bleienheuft, HansMärkisch-OderlandHegermühlenstraße 1
15344 Strausbergstatt.
für die UnterlagenZBB Ausgabe 3/2013ist der 30. August
2013.11BerufspolitikZahnärztliche Versorgung im Bereich der KZVLB
Kreisfreie Städte, GroßkreiseStand: April 201312EinwohnerZahnärzte
SollIst%1. Brandenburg, Stadt71.47342,559,0138,82. Cottbus, Stadt101.75479,592,5116,43. Frankfurt, Stadt59.78635,653,0148,94. Potsdam, Stadt159.695124,8128,5103,05. Barnim177.120105,4105,75100,36. Dahme-Spreewald161.45396,1106,0110,37. Elbe-Elster109.60665,280,5123,58. Havelland155.21392,480,086,69. Märkisch-Oderland189.421112,8100,589,110. Oberhavel203.857121,3131,25108,211. Oberspreewald-Lausitz119.25471,084,0118,312. Oder-Spree182.452108,6123,0113,313. Ostprignitz-Ruppin101.76560,666,0108,914. Potsdam-Mittelmark205.953122,6122,599,915. Prignitz80.55247,955,0114,816. Spree-Neiße124.01173,881,0109,817. Teltow-Fläming161.57796,2100,5104,518. Uckermark127.56175,981,75107,7gesamt2.492.5031532,21.650,75107,7ZBB Ausgabe 3/2013BerufspolitikKFO-Versorgung im Bereich der KZVLB
GroßkreiseAltersgruppe
0-18 JahreKieferorthopäden
SollIst%1. Brandenburg, Stadt8.5812,14190,52. Cottbus, Stadt12.0343,06200,03. Frankfurt, Stadt7.4701,95263,24. Potsdam, Stadt24.2086,19147,55. Barnim24.6236,2696,86. Dahme-Spreewald22.6635,78140,47. Elbe-Elster13.6863,44117,78. Havelland24.3596,1698,49. Märkisch-Oderland25.9176,5576,910. Oberhavel31.1067,8789,711. Oberspreewald-Lausitz14.2633,6383,312. Oder-Spree24.0426,0350,013. Ostprignitz-Ruppin13.3303,3130,314. Potsdam-Mittelmark32.4048,1786,415. Prignitz9.8452,53120,016. Spree-Neiße15.1293,8252,617. Teltow-Fläming23.7605,96101,718. Uckermark16.5094,15122,0gesamt343.92986,190,0104,5ZBB Ausgabe 3/2013Stand: April 201313BerufspolitikDipl.-Stom. Bettina
Suchan übergab während einer Schulung
einen Prophlylaxekoffer unter anderem an
Dr. Toralf Best. Er ist
beauftragter Zahnarzt
im Bereich Frankfurt
(Oder).Prophylaxekoffer für Schulungen nutzen
Seit 2011 gibt es das Projekt der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB),
Prophylaxekoffer für Schulungen von Pflegepersonal oder pflegenden Angehörigen zur
Verfügung zu stellen. Nach über einem Jahr fragten wir: Wurde das Angebot genutzt?
Autorin: Jana Zadow-Dorr,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der LZÄKB
Mit dem Zahnärzteblatt 6/2011 informierten
wir alle Zahnarztpraxen über dieses Projekt:
19 Prophylaxekoffer wurden seitens der Kammer angeschafft und an 19 beauftragte Zahnärzte – flächendeckend im gesamten Bundesland verteilt – überreicht. Erstes Ziel ist
nach wie vor, mit diesen Prophylaxekoffern in
Heimen, in der Praxis oder an anderen Orten
Pflegepersonal, angehende Pfleger in der Ausbildung/Umschulung oder pflegende Angehörige zu schulen. Als zweites Ziel steht obenan,
damit eine verbesserte Mundgesundheit für
Menschen zu erreichen, die sich aufgrund des
Alters, der Hilfsbedürftigkeit oder eines Handicaps gar nicht mehr oder nicht besonders gut
die Zähne putzen können.Liste der beauftragten Zahnärzte
Zahlreiche Zahnärzte hatten sich bereit erklärt,
entsprechende Schulungen selbst vorzunehmen und für andere Kollegen den Prophylaxe14koffer bereit zu halten. Diese 19 beauftragten
Zahnärzte erhielten Ende 2011 ihre Koffer. Eine
Liste der entsprechenden Zahnärzte finden Sie
im Internet unter: www.lzkb.de >> Kammer
>> Bezirksstellen. So hat jeder Kollege die
Möglichkeit, sich direkt an den beauftragten Zahnarzt in seiner Nähe zu wenden,
um den Prophylaxekoffer auszuleihen.
Mit diesen Koffern sind einerseits Schulungen
möglich, denn es liegt eine begleitende DVD
bei. Andererseits kann man den Prophylaxekoffer auch für Demonstrationen von praktischen
Hilfsmitteln für die Mundhygiene nutzen. Enthalten sind allgemeine Zahn-, Mund- und Zahnersatzpflegeprodukte, spezielle Hilfsmittel wie
die Dreikopfzahnbürste für das Putzen sowie
Hilfsmittel für den Pflegenden wie beispielsweise Aufbisshilfen zum Aufhalten des Mundes
(siehe dazu auch den Beitrag „Pflegesituation
bei Schwerstpflegebedürftigen“ in dieser Ausgabe ab Seite 16). Eine Abbildung des Koffers
sehen Sie auf der nächsten Seite.
Um zu ergründen, ob und wie die Prophylaxekoffer im Alltag angekommen sind, führte die
ZBB Ausgabe 3/2013BerufspolitikLZÄKB eine Umfrage unter den beauftragten
Zahnärzten durch. Ergänzend gab es eine Umfrage für Pflegeheime zur Situation der Zahnund Mundhygiene sowie zahnärztlichen Betreuung.Prophylaxekoffer zu wenig
In diesem ersten Jahr (Ende 2011 bis Ende
2012) wurde 21 Mal ein Prophylaxekoffer entweder ausgeliehen oder selbst für eine Schulung genutzt. Fünf Mal gab es dabei eine Schulung in einer Pflegeeinrichtung, neun Mal in
einem Altenheim, zwei Mal bei Angehörigen,
ein Mal bei einem ambulanten Pflegedienst.Heime gaben an, dass sie nicht zahnärztlich
betreut werden. Knapp die Hälfte davon würden sich eine ständige Betreuung oder Sprechstunde wünschen, in der Mehrzahl ein Mal im
Monat. Eine vertragliche Bindung wäre dabei
nicht so wichtig, ein Untersuchungsraum stände aber auch nicht zur Verfügung.
Nicht ein Heim von denen, die ihren Fragebogen zurück sandten, hatten bisher Kontakt
mit einen beauftragten Zahnarzt der Kammer.
Bei sechs davon finden immerhin regelmäßig
Schulungen zur Zahn- und Mundpflege statt.
23 verneinten diese Frage, zwölf würden sich
regelmäßige Schulungen wünschen.Die Heime haben sehr unterschiedliche Größen
Manche der beauftragten Zahnärzte vermu- – von unter 20 Bewohnern bis Häuser mit über
teten, dass der Koffer viel zu wenig unter der 100 Bewohnern. Insgesamt gaben die Heime
Kollegenschaft bekannt sei. Der Bedarf wäre auf 2.117 Bewohner an. 438 davon waren den
jeden Fall da, worauf im Anschluss eingegan- Angaben zufolge in der Lage, selbstständige
gen werden soll. Und mit diesem Artikel wird Mundhygiene durchführen zu können. Nicht
jedes Heim füllte das entsprechende Feld aus.
sich der Bekanntheitsgrad hoffentlich erhöhen.Einmal monatliche Betreuung/
Sprechstunde wünschenswertAuf jeden Fall ist dieser Umfrage eines zu entnehmen: Soll ein Umdenken erreicht werden,
geht es nur über das Heimpersonal.Manches Mittel wirkt
vielleicht deplatziert,
wie das Fit. Aber: Es
die Empfehlung, mit
einem Spülmittel
die Protheses zu
reinigen. Das
verträgt der
Kunststoff besser als
manche Zahnpasta.Die Auswertung der Fragebögen, welche über
die Träger der Alten- und Pflegeheime versandt
wurden, ist nicht representativ. Insgesamt antworteten 34 Heime. Aber sie zeigt Tendenzen
auf. So wird bei rund Dreiviertel der Heime
bei der Neuaufnahme eines Bewohners der
Mundgesundheitszustand erfasst. Die Art des
Zahnersatzes steht dabei an oberster Stelle,
gefolgt von der Erfassung des Zustandes des
Zahnersatzes und der Restzähne. Auch Besonderheiten oder Erkrankungen im Mundraum
erfassen knapp die Hälfte der Heime. Wurde
der Mundgesundheitszustand aufgenommen,
aktualisieren fast alle den Befund jährlich. Etwas mehr als die Hälfte der Heime schätzte
den durchschnittlichen Mundgesundheitszustand als „gut“ ein.
Bei der Frage, ob die Einrichtung zahnärztlich
betreut wird, antwortete fast die Hälfte mit:
„Zahnarzt kommt jährlich zur Kontrolluntersuchung“. Die gleiche Anzahl antwortete mit:
„Zahnarztbesuch nur bei Beschwerden“. Vier
ZBB Ausgabe 3/201315FortbildungAktuelle Nachrichten vom Philipp-Pfaff-Institut
Neues: Kurs zur Digitalen Volumentomographie (DVT) inklusive
Mitarbeiterschulung | Abgeschlossenes: ZMV-Verabschiedung |
Bewährtes: Kurse innerhalb der Strukturierten Fortbildung
[Pfaff] Das Philipp-Pfaff-Institut bietet erstmalig eine zweitägige DVT-Fortbildung zum Erwerb der Sach- und Fachkunde gemäß RöV an.
Samstag, 26. Oktober 2013, sowie Samstag,
1. Februar 2014, beide Tage 09:00 – 17:00 Uhr
OÄ Dr. Christiane Nobel, OA PD Dr. Frank Striezel, MTRA Wanda Schrade
Fortbildungspunkte: 8+1+8+1+1Das DVT ergänzt das diagnostische Spektrum
der Zahnarztpraxis heute in vielen Indikationsbereichen. Dies sind unter anderem:•	Implantalogie: genaue präoperative Kenntnis der anatomischen Strukturen des Operationsgebiets für Implantation und Augmentation
•	Oralchirurgie: beispielsweise bei der operativen Weisheitszahnentfernung oder Zystenoperationen
•	KFO: zum Beispiel Behandlungsplanung bei
verlagerten und retinierten Zähnen
•	Auch Endodontie und Parodontologie sind
Indikationsbereiche, in denen das DVT eine
wertvolle Ergänzung zu konventionellen
bildgebenden Verfahren im Kiefer- und Mittelgesichtsbereich bietet.
Der DVT-Sach- und Fachkundekurs beinhaltet
zwei Kurstage mit jeweils acht Unterrichtsstunden. Zwischen den Kurstagen liegt ein Zeitraum von mindestens drei Monaten, in dem
Sie 25 Muster-DVTs bearbeiten, die wir Ihnen
am ersten Kurstag zur Verfügung stellen. Am
zweiten Kurstag werden diese Befunde bespro-ZMVs verabschiedet:
Die jüngsten ZMVAbsolventinnen,
darunter elf aus dem
wurden im März
verabschiedet.16ZBB Ausgabe 3/2013Fortbildungchen. Der Kurs endet mit einer Abschlussprüfung. Damit erfüllen Sie die Voraussetzungen
zum Erwerb der Sach- und Fachkunde gemäß
Röntgenverordnung, um ein DVT betreiben zu
Gleichzeitig absolvieren Sie mit Bestehen des
Kurses die alle fünf Jahre notwendige Fachkundeaktualisierung auch für intraorale Aufnahmen, PSA und FRS. Der Kurs ist stark am praktischen klinischen Alltag ausgerichtet. Neben
der Vermittlung der notwendigen Grundlagen
versetzt er Sie in die Lage, selbstständig DVTs
anzufertigen und sicher zu befunden.Mitarbeiterschulung inklusive
Als Besonderheit bietet Ihnen das PhilippPfaff-Institut folgende Schulung inklusive an:
Sie bringen am zweiten Termin vormittags
(09:00 bis 11:30 Uhr) einen/-e Mitarbeiter/in mit. Diese erhalten mit Frau Schrade als
Referentin einen auf Ihren Kurs abgestimmten DVT-Informations-Kurs.Bewährt: Strukturierte Fortbildung
Im zweiten Halbjahr 2013 starten zwei Strukturierte Fortbildungen am Philipp-Pfaff-Institut.
Das rechtzeitige Anmelden sichert Ihnen nicht
nur einen der gefragten Kursplätze, sondern
ermöglicht Ihnen auch, den Frühbucherrabatt
Strukturierte Fortbildung:
Applied Kinesiology für Zahnärzte
Bei Applied Kinesiology (AK) handelt es sich
um eine primär diagnostische Methode, bei
der die Adaptionsfähigkeit von Muskeln im Zusammenhang mit gezielten Testreizen geprüft
wird. Applied Kinesiology ermöglicht somit die
Überprüfung von biochemischen Funktionen,
Meridianen, Organen als auch Zähnen. In Österreich ist sie bereits landesweit als ärztliche
bzw. zahnärztliche Methode anerkannt. Wir
alle wissen, dass trotz guter schulzahnmedizinischer Diagnostik immer noch viele Fragen
offen bleiben. Hier kann die Applied KinesioloZBB Ausgabe 3/2013gy bei Materialunverträglichkeiten, Störfeldsuche, Schwermetallbelastungen, Kiefergelenksproblematiken und vielem mehr ihren Einsatz
Referenten: Dr. Ulrich Angermaier • Roth
DDr. Margit Riedl-Hohenberger • Innsbruck
Kursgebühr: 1.690,– € (ermäßigt 1.525,– € bei
Anmeldung bis zum 9. August)
Teilnahme an einzelnen Bausteinen auf Anfrage. Zielgruppe Kurs für Zahnärzte
Fr., 20. September • 09:00 - 18:00 Uhr
Sa., 21. September • 09:00 - 17:00 Uhr
Fr., 22. November • 09:00 - 18:00 Uhr
Sa., 23. November • 09:00 - 17:00 Uhr
Fr., 17. Januar 2014 • 09:00 - 18:00 Uhr
Sa., 18. Januar 2014 • 09:00 - 17:00 Uhr
Im Praxisalltag stellt die zahnärztliche Chirurgie den Behandler immer wieder vor Herausforderungen. Typische Probleme reichen vom
umfassenden Aufklärungsgespräch über das
korrekte chirurgische Vorgehen bis hin zum
sicheren Umgang mit Risikopatienten. In dieser Strukturierten Fortbildung werden Sie das
alles in Theorie und Praxis erlernen. Innerhalb
praxisnaher Theorieblöcke wird in instruktiven
Videodemonstrationen Step-by-Step das praktische Vorgehen demonstriert. Sie werden einige Techniken in mehreren Hands-on-Übungen
selbst durchführen: aktuelle Schnittführungen
und Nahttechniken, plastische Deckung der
Kieferhöhle, Laserchirurgie, Piezochirurgie und
Schienung nach Zahnunfällen.
Referenten: Prof. Dr. Andreas Filippi • Basel
OA Dr. Sebastian Kühl • Basel und
Prof. Dr. Dr. J. Thomas Lambrecht • Basel
Kursgebühr: 1.750, € (ermäßigt 1.575,– € bei
Anmeldung bis zum 27. September)
Fr., 25. Oktober • 14:00 - 19:00 Uhr
Sa., 26. Oktober • 09:00 - 17:00 Uhr
Fr., 15. November • 14:00 - 19:00 Uhr
Sa., 16. November • 09:00 - 17:00 Uhr
Fr., 13. Dezember • 14:00 - 19:00 Uhr
Sa., 14. Dezember • 09:00 - 17:00 Uhr
17FortbildungPflegesituation bei Schwerstpflegebedürftigen
Im Teil 1 (ZBB 2/2013) ging es um die Ziele des Konzeptes, die mögliche Lagerung
der Patienten während der Zahnpflege sowie besondere Hilfsmittel. Im Teil 2 geht
der Autor auf spezielle Details der Zahn- und Mundhygiene ein.
Autor: Dr. Guido Elsäßer,
KernenMundsperrer(v.l.n.r.) Schaumstoffaufbissblock,
Aufbissbank,
Gummiaufbissblock,
Absaugkanüle – alles
gut geeignet, um bei
Schwerstpflegebedürftigen den Mund
offen zu halten18Patienten, die entweder den Mund nicht offen halten können oder ständig unwillkürlich
zusammenbeißen, kann ein Mundsperrer zwischen die Zahnreihen geschoben werden. Es
gibt Schaumstoffaufbissblöcke, die für einen
Patienten auch mehrmals verwendet werden
können (Open Wide® Mouth Rest). Eine Aufbissbank mit seitlichen Flügeln, die ein Abrutschen verhindern, hat sich ebenso bewährt
(Zahnbank, Athena Nordic AB, Schweden).
Gummiaufbissblöcke eignen sich ebenfalls,
können aber aufgrund ihrer Elastizität Kaubewegungen produzieren (z. B. PCA Universal
Mundsperrer, Ubert-Dental) und sollten mit
Zahnseide oder Kettchen gesichert werden.
Bestens geeignet sind die großen Absaugkanülen aus der Zahnarztpraxis. Diese können
gut gehalten werden, sind breit genug, um
den Kiefer ausreichend zu sperren und können
keine Verletzungen der Zähne oder der Weichteile verursachen.Ungeeignet sind sämtliche Mundsperrer aus
Metall, die für die Behandlung in Intubationsnarkose entwickelt wurden. Völlig abzulehnen
und gefährlich ist, die Wange des Patienten
zwischen die Oberkiefer- und Unterkieferzahnreihen zu schieben. Dies kann schlechtheilende
und schmerzhafte Bissverletzungen der Wangenschleimhaut zur Folge haben. Ebenfalls obsolet ist es, die Nase des Patienten zuzuhalten,
bis dieser „freiwillig“ den Mund öffnet.
Bevor gar keine Zahnpflege durchgeführt wird,
da sich die Zahnreihen nicht öffnen, sollten
die Pflegenden motiviert werden, die Außenflächen regelmäßig zu reinigen. So werden
wenigstens diese von Belägen befreit und Fluoride gelangen in die Mundhöhle. Patienten
mit Beißreflex knirschen und pressen meist, so
dass auf den Kauflächen kein erhöhtes Kariesrisiko besteht. Problematisch und schwierig zu
reinigende Stellen bleiben die Lingualflächen
der Unterkieferfrontzähne und die Zahnzwischenräume. Interdentalpflege ist nur bei äußerst kooperativen Patienten und gut instruierten Pflegenden realisierbar. Die Erfahrung
zeigt, dass sich durch regelmäßige Zahnpfle-ZBB Ausgabe 3/2013Fortbildungge die gesamte Mundmotorik lockert, Ängste
und Abwehrhaltungen abgebaut werden können und sich die Zahn- und Mundpflege immer
leichter durchführen lässt.Mundschleimhaut
Mundatmung und herabgesetzte Speichelproduktion führen zu trockenen Schleimhäuten.
Glycerinstäbchen bzw. Lemonsticks dienen der
Benetzung der Schleimhäute, sind allerdings
für die Plaqueentfernung ungeeignet. Sie wirken wasserentziehend und sollten nur kurzfristig (zum Beispiel auf einer Akut-Intensivstation) eingesetzt werden. Speichelersatzmittel
und Feuchthaltemittel sollten nicht zu sauer
sein, da sie sonst entmineralisierend wirken.
Sie sollten vorzugsweise auf Muzinbasis aufgebaut sein. Auch sollte man sich vergegenwärtigen, dass die meisten dieser Präparate
keinen keimreduzierenden Effekt besitzen. Die
keimreduzierende Wirksamkeit von CHX-Lösungen und -Sprays ist gut untersucht, diese
dürfen aber keinen Alkohol enthalten. Auch
Dexpanthenol-Präparate werden empfohlen,
insbesondere bei Entzündungen und Schleimhautläsionen.
Zuckerfreier Tee oder entsprechendes Öl bieten sich zum Feuchthalten der Schleimhäute
an. Tee ist preiswert und kann unkompliziert
bereitgestellt werden. Salbei- und Kamillentee
wirken desinfizierend. Gut praktikabel ist es,
eine Kanne voll Tee neben das Bett des Pflegendbedürftigen zu stellen. Mit einer mit Mull
umwickelten Klemme kann dann die Schleimhaut ein bis zwei Mal stündlich benetzt werden.
ZBB Ausgabe 3/2013In der Pflegeliteratur werden auch Sonnenblumen- oder Rapsöl empfohlen. Auch Milch eignet sich zur Benetzung der Schleimhaut oder
Wasser. Eine Salz-Bikarbonat-Lösung (je ½ bis
1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) wirkt schleimlösend und verhindert Verkrustungen. Es scheint
wohl weniger das Mittel über den Erfolg einer
Mundspülung zu entscheiden als die Häufigkeit
der Anwendung.Für die Benetzung
der Mundschleimhäute eignet sich
eine präparierte
Klemme mit Tupfer.Zur Applikation von Lösungen eignen sich Zerstäuber, die immer wieder aufgefüllt werden
können. Mit Wattestäbchen, Schaumstoff- oder
Schwammapplikatoren, die mit dem gewählten Präparat angefeuchtet werden, können die
Mundschleimhäute gefahrlos benetzt werden.
Ebenso eignet sich eine Klemme mit Tupfer. Zur
Vermeidung von Verletzungen möglichst über
die Branchen der Klemme ein Stück Kunststoffschlauch (zum Beispiel abgeschnittener
Kathederschlauch) schieben, dann den Tupfer
so einschlagen, dass die Enden der Klemme
vom Tupfer abgedeckt sind.Zunge und Lippen
Hartnäckige Verkrustungen auf der Zunge
(Borken) lassen sich mit Butter, Bepanthensalbe oder CHX-Gel anlösen und nach kurzer
Einwirkzeit mit einem stabilen Zungenreiniger
entfernen. Der Zungenreiniger sollte zur Vermeidung von Würgereizen und zum besseren
Abtransport der Verkrustungen von dorsal
nach ventral geführt werden. Bitte die Lippenpflege nicht vergessen: Vaseline oder entsprechende Fettstifte beugen einer Austrocknung
19FortbildungSchlussbemerkungenDie 3-Kopf-Zahnbürste reinigt die
Zähne bei gleicher
Putzdauer erheblich besser als eine
normale Handzahnbürste und ist somitBasale Stimulation®besonders für die
Zahnhygiene von
geeignet.Die beschriebene Zahnputztechnik sollte zunächst an gesunden Probanden oder Phantomköpfen mit Gebissmodellen geübt werden. Die
Zahn- und Mundhygienemaßnahmen müssen
bei schwerstpflegebedürftigen Patienten individuell und gemeinsam mit dem Patienten
und den Pflegenden festgelegt werden. Die
Übergänge von selbständiger Zahnpflege über
unterstützende Zahnpflege bis zur Zahnpflege
durch Fremdpersonen sind fließend. Schriftliche Arbeitsanweisungen beispielsweise im
Rahmen eines QM-Systems der Pflegeeinrichtung haben sich bewährt.Eine interessante Ergänzung zur Zahn- und
Mundhygiene bietet das Konzept der Basalen
bzw. Oralen Stimulation®. Bei der Basalen Stimulation® wird davon ausgegangen, dass auch
Patienten im Wachkoma noch eine gewisse
Wahrnehmungsfähigkeit besitzen, die gezielt
gefördert werden kann. Ein Teil aus diesem
Therapiekonzept ist die Orale Stimulation®, bei
der ein Zugang zum Patienten über die Geschmacksstimulation gesucht wird. Ziele sind Im Artikel wurden die Betroffenen stets als
die Stimulation des Speichelflusses, die Förde- „Patienten“ bezeichnet. Es ist dem Autor aber
rung der Mundöffnung und die Anregung von bewusst, dass sich in der ambulanten Pflege
Schluckbewegungen. Diese Ziele sind auch der Begriff „Klienten“ durchgesetzt hat und in
Wohneinrichtungen von „Bewohnern“ gesproaus zahnmedizinischer Sicht zu befürworten.
chen wird.Ernährungsberatung
Pflegepersonal und Angehörige sollten die Zusammenhänge zwischen Zuckerimpulsen und
Entmineralisierungsprozessen am Zahn kennen. Werden bei Schluckstörungen (Dysphagie)
Eindickungsmittel verwendet, so sollte darauf
hingewiesen werden, dass der häufig verwendete Inhaltsstoff Maltodextrin (ein Kohlenhydratgemisch) kariogene Wirkung aufweist.
Auch wenn die Patienten wegen vorhandener
Schluckstörungen mit erheblicher Aspirationsgefahr nicht mehr oral, sondern über eine Magensonde (PEG-Sonde; perkutane endoskopische Gastrostomie) ernährt werden, muss eine
Zahn- und Mundpflege aus oben genannten
Gründen weiterhin durchgeführt werden.
Nachdruck aus ZBW
Tel: 0711/222966-14
Fax: 222966-21
zahnaerzteblatt.de20Zahnärztliche Kontrolle
Pflegebedürftige müssen regelmäßig zahnärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt
werden. Der Transport in die Praxis ist zwar
mühsam, doch nur in der Praxis ist es möglich,
Röntgenbilder anzufertigen, professionelle
Zahnreinigungen, Prothesenreparaturen und
falls notwendig Behandlungen in sicherer Umgebung durchzuführen.Die beschriebenen Konzepte und Erfahrungen sind das Ergebnis aus dem interdisziplinären Austausch zwischen Judith Kübler, Heilerziehungspflegerin, die eine Wohngruppe
schwerst mehrfachbehinderter Menschen leitet, Ingeborg Rist, Krankenschwester mit jahrelanger Erfahrung in der ambulanten Kranken- und Palliativpflege, Silvia Reichmann,
Dentalhygienikerin, die aufsuchende Zahnund Mundpflege in einer Behindertenwohneinrichtung durchführt und anleitet, und des
Autors, der viele dieser Patienten zahnärztlich
betreut und in der entsprechenden Literatur
recherchiert hat.
Interessant war festzustellen, dass die Mitarbeiter aus der Pflege ihr Augenmerk viel stärker auf die Mundschleimhaut legen (insbesondere auf die Soorprophylaxe) und die Zähne
und die Gingiva eher vernachlässigen. Umgekehrtes gilt für zahnmedizinisch ausgebildetes
Personal. Gerade in der Alters- und Behindertenzahnheilkunde ist es immer wieder lehrreich, über das eigene Fachgebiet hinauszublikken. 
ZBB Ausgabe 3/2013SpendenaufrufHilfe für Kollegen - SpendenaufrufSolidarische Hilfe für in Not geratene Kolleginnen und Kollegen
in den Überschwemmungsgebieten
In weiten Teilen Deutschlands kämpfen die Menschen gegen das Rekord-Hochwasser. In den Katastrophengebieten sind Straßen und Schienenwege unterspült, Versorgungsleitungen zerstört, Häuser einsturzgefährdet. Betroffen sind auch eine Vielzahl von Zahnarztpraxen. Die Wassermassen haben große Schäden an Praxisräumen und
zahnmedizinischen Apparaturen verursacht. In den Katastrophengebieten gilt es nun, den betroffenen Kolleginnen
und Kollegen zu helfen und die Patientenversorgung aufrecht zu erhalten.
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete (HDZ) wenden sich mit einem Appell an die Zahnärzteschaft,
die in existentielle Not geratenen Kolleginnen und Kollegen mit Spenden zu unterstützen.
Die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg schließen sich dieser
Bitte an und bitten um Ihre kollegiale Hilfe:
Eine Spendenbescheinigung wird bei genauer Adressenangabe ausgestellt. Zur Steuerbegünstigung bis 200,- Euro
kann als vereinfachter Zuwendungsnachweis nach § 50 Abs. 2 EStDV der Kontoauszug vorgelegt werden.ZBB Ausgabe 3/201321PraxisDer Einsatz eines
Lasers in der
Zahnmedizin hat auch
Auswirkungen auf den
Arbeitsschutz.Vorsicht beim Einsatz von Lasertechnik
Oftmals werden Laser in der Zahnmedizin in der konservierenden und/oder
chirurgischen Therapie oder bei der Herstellung und Reparatur von Zahnersatz
angewendet. Doch denken Sie auch ausreichend an den Arbeitsschutz?
Autor: Zahnarzt Thomas Schwierzy,
StrausbergGefährdungen des Augenlichts
und der HautZahnarzt
Thomas Schwierzy,
der LZÄKB,
Berufsausübung22Eine nicht unbedeutende und nicht zu unterschätzende Gefahr besteht darin, dass der
Laserstrahl oder reflektierte Anteile davon
unbeabsichtigt das Auge treffen. Dies kann
zu irreversiblen Schädigungen des Auges und
somit zu leichten bis schweren Beeinträchtigungen des Sehvermögens oder sogar zur
Erblindung führen. Ist die Haut betroffen, so
können in Abhängigkeit von der Bestrahlungsstärke nicht „nur“ Hautrötungen, sondern auch
Verbrennungen oder starke Blasenbildung mit
späterer Vernarbung entstehen.hindert, dass Dritte – andere Patienten oder
Mitarbeiter – während einer Behandlung den
Laserbereich betreten. Darüber hinaus sollte
der Laserbereich mit reflexionsarmen, schwer
entflammbaren Materialien ausgestattet sein.
Laserstrahlung kann Abdecktücher oder leicht
entflammbare Flüssigkeiten (Desinfektionsmittel) entzünden. Daher dürfen keine brennbaren Flüssigkeiten im Laserbereich aufbewahrt
werden.Laserklassen
Laser werden beim Inverkehrbringen durch
den Hersteller oder Inverkehrbringer nach DIN
60825-1 klassifiziert. Diese Klassifizierung ermöglicht dem Anwender die einfache Auswahl
geeigneter Schutzmaßnahmen (siehe Übersicht auf der nächsten Seite).Laserbereich ausreichend
kennzeichnenDamit nichts ins Auge gehtDie deutlich erkennbare und dauerhafte
Kennzeichnung in Kombination mit der Beschränkung des Zugangs in Laserbereiche
ist erforderlich, damit der Praxisinhaber ver-Der Betrieb von Lasereinrichtungen der Klassen 3R, 3B und 4 unterliegt der sogenannten
Anzeigepflicht und muss sowohl der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und
ZBB Ausgabe 3/2013PraxisKlassenDefinitionVorkommen1Die zugängliche Laserstrahlung ist unter vernünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen ungefährlich. Diese Laser verursachen auch
bei längerer Bestrahlung keine Schäden am Auge, selbst dann nicht,
wenn optische Instrumente (Lupen, Linsen, Teleskope) in den Strahlengang gehalten werden.CD-Player, Laserdrucker, Scanner1MLaser der Klasse 1M senden einen zugänglichen Strahl im Wellenlängenbereich von 302,5 bis 4.000 nm aus, der entweder divergent
verläuft oder aufgeweitet ist. Die zugängliche Laserstrahlung ist für
das Auge ungefährlich, solange der Strahlquerschnitt nicht durch
optische Instrumente verkleinert wird. Dadurch unterscheidet sich
ein Laser der Klasse 1M von einem Laser der Klasse 1.Strichcode-Lesegeräte2Die zugängliche Laserstrahlung liegt im sichtbaren Wellenlängenbereich. Sie ist bei kurzzeitiger Bestrahlungsdauer (bis 0,25 s) für
das Auge ungefährlich. Dies gilt auch, wenn sich ein optisches
Instrument im Strahlengang befindet. Zusätzliche Strahlungsanteile
außerhalb des Wellenlängenbereichs von 400 bis 700 nm erfüllen
die Bedingungen für die Klasse 1.Messlaser (Landvermessung),
Laserwasserwaagen, Lichtschranken,
Laserpointer2MLaser der Klasse 2M senden einen zugänglichen Strahl im sichtbaren Wellenlängenbereich aus, der entweder divergent verläuft oder
aufgeweitet ist. Er ist bei kurzzeitiger Bestrahlungsdauer (bis 0,25 s)
für das Auge ungefährlich, solange der Strahlquerschnitt nicht durch
optische Instrumente verkleinert wird. Sofern keine optischen Instrumente verwendet werden, die den Strahlquerschnitt verkleinern,
besteht bei den Lasern der Klasse 2M eine vergleichbare Gefährdung wie bei den Lasern der Klasse 2.Motivlaser3RDie zugängliche Laserstrahlung liegt im Wellenlängenbereich von
302,5 bis 106 nm und ist gefährlich für das Auge.Ziellaser für militärische Zwecke und
Nivellierlaser3BDie zugängliche Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge, häufig
auch für die Haut. Laser der Klasse 3B sind typischerweise Dauerstrichlaser.Show- und Disco-Laser sowie Laser für
kosmetische Anwendungen4Die zugängliche Laserstrahlung ist sehr gefährlich für das Auge und
gefährlich für die Haut. Auch diffus gestreute Strahlung kann gefährlich sein. Die Laserstrahlung kann Brand- und Explosionsgefahr verursachen. Lasereinrichtungen der Klasse 4 sind Hochleistungslaser.Materialbearbeitungslaser (zum Beispiel
Laserschweiß- oder Laserschneideanlagen), Forschungslaser, Laser für
medizinische Anwendungen, Show- und
Disco-Laser; Lasersysteme, die in der
medizinischen Therapie für die Koagulation, Vaporisation, Ablation und Disruption von Gewebe eingesetzt werden.Wohlfahrtspflege als auch dem Landesamt
für Arbeitsschutz gemeldet werden. Darüber
hinaus ist der Sachkundenachweis und die
Bestellung eines Laserschutzbeauftragten erforderlich. Die Bereitstellung entsprechender
Laserschutzbrillen sowie eine Zugangsbeschränkung während des Betriebs von Lasereinrichtungen sind Maßnahmen für Sicherheit
und Gesundheitsschutz – nicht nur der Beschäftigten bei der Arbeit. Vorteilhaft ist die
Zugangsbeschränkung – vor allem beim Betrieb der Laserklasse 4 – durch Einbau eines
Schlüsselschalters zur Türverriegelung. Dieser
verhindert den Zutritt unberechtigter PersoZBB Ausgabe 3/2013nen (vgl. § 7 Abs. 3 OStrV). Denkbar ist auch
der Einbau eines gewöhnlichen Türknaufs mit
einseitiger Betätigung. Darüber hinaus muss
der Bereich während des Betriebs zusätzlich
durch eine Warnleuchte (nur bei Klasse 4) gekennzeichnet sein.Tabelle:
ArbeitsmedizinLaserschutzbeauftragter
Für den Betrieb von Lasereinrichtungen
der Klassen 3R, 3B und 4 hat der Betreiber
schriftlich eine sachkundige Person als Laserschutzbeauftragten zu bestellen, sofern er
nicht selbst über die erforderliche Sachkunde
23Praxisden Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei
der Arbeit ist das Landesamt für Arbeitsschutz.
Im Normalfall erfolgt eine Betriebsbesichtigung nach vorheriger schriftlicher Anmeldung.
Allerdings ist das Landesamt für Arbeitsschutz
gemäß § 22 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) dazu befugt „… zu den Betriebs- und
Arbeitszeiten Betriebsstätten, Geschäfts- und
Betriebsräume zu betreten, zu besichtigen und
zu prüfen sowie in die geschäftlichen Unterlagen der auskunftspflichtigen Person
Einsicht zu nehmen, soweit dies zur
Erfüllung ihrer Aufgaben erforder„Terminerinnerung“
lich ist. …“ Demnach ist ein Überraim Z-QMS Portal
schungsbesuch jederzeit ohne vorkönnen Unterweiherige Anmeldung möglich.
sungen mit einemverfügt. Der Laserschutzbeauftragte hat die
Aufgabe, den Betreiber bei der Durchführung
der notwenigen Schutzmaßnahmen zu unterstützen und den sicheren Betrieb des Lasers
zu überwachen. Die Sachkunde ist durch die
erfolgreiche Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang nachzuweisen.Regelmäßige Unterweisungen
Alle Beschäftigten sind in einem angemessen Umfang regelmäßig zu unterweisen. Dabei kann „regelmäßig“
unterschiedlich definiert werden. Es
wird empfohlen, die Unterweisung
einmal jährlich durchzuführen. Die
Unterweisung sollte schriftlich dokumentiert sein und folgende Schwerpunkte beinhalten (§ 2 Abs. 1 Medizinprodukte-Betreiberverordnung
i.V.m. § 8 Abs. 3 BGV A2):festen oder indivi-Kommt der Betreiber seinen Pflichten nicht nach (Einhaltung von Arwerden.
beitsschutzmaßnahmen,
Wirksamkeitsprüfung und gegebenenfalls deren Anpassung sowie
Schaffung einer geeigneten betrieblichen Ar•	Allgemeines zu Laserstrahlung und ihre Ge- beitsschutzorganisation), kann die zuständige
Behörde notwendige Maßnahmen anordnen.
Werden diese Anordnungen nicht befolgt oder
•	Wirkungen der Laserstrahlen auf das Auge
•	sonstige Gefährdungen und Nebenwirkun- gibt es grobe Verstöße gegen geltendes Recht,
können Bußgelder verordnet werden.
•	Schutzvorschriften und betriebliche Anweisungen
•	Verhalten im Laserbereich
•	Schutzmaßnahmen und -vorrichtungen am
bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
•	Benutzung von Körperschutzmitteln
Arbeitsmedizin unter www.baua.de >>
•	Kontrolle baulicher und apparativer SchutzPublikationen >> Broschüren >> „Damit
nichts ins Auge geht – Schutz vor Laser•	Verhalten im Schadensfall
strahlung“
oder bei der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung unter www.dguv.de >>
Befugnisse der ÜberwachungsMedien und Datenbanken >> Publikationen
>> Arbeitsmedizin >> „Laserstrahlung BGV
B2“.
Die zuständige Überwachungsbehörde für die
Einhaltung von Regelungen zur Sicherheit und
duellen Intervall als
Recall hinterlegtIm Z-QMS-Service-Portal: www.z-qms.de finden Sie im Bereich
„Zahnärztliche Berufsausübung“ >> „Formulare“
die Vordrucke für die Anzeige
über den Betrieb von Lasereinrichtungen 3B, 3R oder 4 sowie
einen Vordruck für die Bestellung eines Laserschutzbeauftragten.24ZBB Ausgabe 3/2013PraxisDatenbank des BfArM jetzt öffentlich zugänglich
[PM] Das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) bietet seit April einen
Online-Zugang zu seiner Datenbank mit Verdachtsmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) an. Das neue Internetangebot bietet Ärzten und Patienten eine weitere
Möglichkeit, sich über Arzneimittelrisiken zu
Unter: http://nebenwirkung.bfarm.de kann
man in der Datenbank unerwünschter Arzneimittelwirkungen („UAW-Datenbank“) recherchieren. Sie umfasst alle seit 1995 gemeldeten Verdachtsfälle von UAW aus Deutschland
(außer Verdachtsfälle aus klinischen Prüfungen
und solchen, die in der wissenschaftlichen Literatur publiziert worden sind). Die Meldungen
sind dem BfArM zum Beispiel durch pharmazeutische Unternehmer, durch die Arzneimittelkommissionen der Heilberufe, direkt durch
niedergelassene oder in Krankenhäusern tätige Ärzte sowie von Patienten berichtet worden. Die Verdachtsfälle beziehen sich auf un-erwünschte Ereignisse, die nach der Einnahme
von Arzneimitteln eingetreten sind und mit
dem Verdacht auf einen ursächlichen Zusammenhang mit diesem Arzneimittel gemeldet
wurden. Dies bedeutet also nicht ohne Weiteres, dass ein ursächlicher Zusammenhang mit
dem Arzneimittel tatsächlich existiert. Darüber hinaus müssen weitere methodische Einschränkungen bei der Interpretation von Spontanmeldungen beachtet werden.
Gemeinsam mit weiteren Informationen sind
diese Meldungen Grundlage für die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der
Arzneimittelsicherheit. Signale für neue Risiken, die sich aus den Verdachtsmeldungen ergeben, führen bei Bedarf zu Sicherheitsmaßnahmen. Für die Meldung von Verdachtsfällen
finden Sie auf der Internetseite der AkdÄ einen
Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht
darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAWVerdachtsfall online zu melden. Gemeldete Infektionskrankheiten im Land (Auswahl)
Fälle im
Norovirus**
Mumps1.108
1Kumulativwert
(31.12.12 bis 28.04.13)*
4Die Übersicht stellt
einen Auszug aller
Fälle im Land Brandenburg dar.
und Verbraucherschutz (LUGV)* vorläufige Zahlen, Stand: 13. Mai 2013 (durch Nachmeldungen kann es Differenzen zwischen der Summe der Einzelmonate und dem aktuellen Kumulativwert geben)
** ausschließlich labordiagnostische FälleZBB Ausgabe 3/201325Inhaltsverzeichnis Jahrgang 23/2012Heft 1Strukturierte Fortbildung Implantologie am Pfaff 20Rechte und Pflichten 3Soziale und kommunikative Kompetenz, Teil 1 20Zum Gedenken an Dr. Peter Daniel 7Inhalt siehe Inhaltsverzeichnis 25Die neue Kammerversammlung ist gewählt | Absichtserklärung zum Heilberufeausweis	„Horizonte 2012“ – ein Abend voller Dialoge GOZ 2012: Was gibt es Neues? 388Informationsquellen für die GOZ 2012 399Fragen und Antworten zur Abrechnung 42Neujahrsempfang von BZÄK und KZBV 11Hoteliers müssen zahlen – Zahnärzte nicht 45Heilberuflerinnen knüpfen ihre Netze 12Gericht untersagt PZR und Bleaching im Dentalstudio 46www.ms-hilfe.de – erste Schritte im Internet	13Azubisuche auf der Gesundheitsmesse 47Arbeiten mit dem Z-QMS-Internetportal	14Gesundheitsregion Brandenburg/BB gegründet 48Infektionschutz – Jahresrückblick 2011	16Zahngold für die Potsdamer Garnisonskirche 49Ladakhpartner helfen nachhaltig im Himalaya 52GOZ 2012: Erste Fragen, erste Antworten, Liste der
berechenbaren Materialkosten 18Wir trauern um unsere Kollegen 54Fragen und Antworten zur Abrechnung 22Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 55Ergebnis der Wahl zur Kammerversammlung 2012 bis 2016 25
Den „Zukunftstag Brandenburg“ nutzen 30Heft 3Beraterwechsel in der Berufsausbildung 32Bundestagswahl 2013 lässt bereits grüßen 3Mit Faltblättern in den Praxen für den Beruf werben 3349. Vertreterversammlung der KZVLB 6Update Team 2012: Work-Life-Balance 34Notdienst soll neu geregelt werden Prof. Dr. Hugo De Clerck am Philipp-Pfaff-Institut 34Bündnis „Gesund Älter werden“ gegründet 10Aufstiegsfortbildungen am Philipp-Pfaff-Institut 35Erstes Sommerfest der Heilberufskammern 11Faktor Okklusion nun besser bewertbar 36Zahnrettungsboxen für alle Schulen im Land 12Nichts ohne Einverständnis des Patienten 38Stunde Null und der Resetknopf 148ZahnRat – FAX-Bestellformular 29Neuzulassungen in Brandenburg 15Mitarbeiter der Körperschaften stellen sich vor 40Bundesregierung gibt Kontrollwünschen Absage 18Neuzulassungen im Land Brandenburg 41GOZ-Seminare von der KZVLB angeboten | Gesundheits-Neues aus der AG Wirtschaftlichkeitsprüfung 22Radikuläre und follikuläre Zysten 24bewusste in der Messe Cottbus 42Verwaltung dank ZMV in guten Händen 26Bibel in Pink 43Hinweis zu einem Infobrief zum Produkt „PerioChip“ 27Drei Wochen Zahnarzt in der Mongolei 44Praxisbegehungen starten in die zweite Runde 28Infektionskrankheiten /Impfschutz /Krankenhaushygiene 29Der Fachzahnarzt Allgemeine Zahnheilkunde 30Fragen und Antworten zur Abrechnung 32Termine Fachzahnarztprüfungen | Bitte melden für
Goldenes Doktordiplom 46Cottbuser Sternsinger in der Kammer | Wir trauern um
unsere Kollegin 46Bei richtiger Diagnose wird PZR erstattet 34Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 47Die GOZ 2012 im Detail – Teil 1 36Erfassung gewerblicher Einträge 38Aufklärungspflicht bei Veneer-Behandlungen 38Auf zu neuen Ufern? Ja, aber nicht um jeden Preis!	3Namibia reizt mit unendlichen Landschaften 40Zahnärzte setzen auf Kontinuität 6Soziale und kommunikative Kompetenz, Teil 2 42Drei erste Fragen an den Kammerpräsidenten 8Update Team: Noch einmal Work-Life-Balance 44Bezirkstellenvorsitzende sind gewählt 9Zahnärztliche und kieferorthopädische Versorgung imHeft 2Bereich der KZVLB 4610Vorgestellt: Die Vertragsabteilung der KZVLB 48Reden Sie noch – oder „posten“ Sie schon? 12Wir trauern um unseren Kollegen 52ZahnRat auch im Internet für Patienten nutzen 13Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 53Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen 14Röntgenverordnung wurde novelliert 16Heft 4Zahnrat – Faxformular für Nachbestellungen 24Nachhaltig transparent 3Ideen sammeln, Konzepte erarbeiten 6Entwicklungstendenzen in Europa | Patienten brauchen
verlässliche Portale Neubewerbung Kammergutachter | Neuzulassungen
im Land Brandenburg 37Neues Aussehen und erweiterte Angebote 7Hochwertig, anspruchsvoll, zukunftsorientiert 18Grundstein für Vertragsverhandlungen gelegt 826ZBB Ausgabe 3/2013Inhaltsverzeichnis Jahrgang 23/2012Neues aus der AG Wirtschaftlichkeitsprüfung 10Neuzulassungen im Land Brandenburg 43Dampfsterilisator und dessen Validierung Nach Prophylaxe-Pässen bitte immer fragen 12Der Rechtssicherheit ein Stück näher 4414Klicken, spenden, Gutes tun 44Prüfungstermine für den Zeitraum 2012/2013 15Warnung vor dubiosen Branchenbüchern 44Mit Faltblättern in den Praxen für den Beruf werben 15Vorgestellt: Das Justitiariat der KZVLB 46Wirksamkeit von Adhäsivsystemen verbessern 16Auf dem Schiff in Erinnerungen geschwelgt 48Pfaff: Termine für DH-Seminar und Prophylaxetag 18Dringende Sicherheitsinformation | Kliniktag zuZahnärztetag bietet aktuelle Parodontologie 19Kiefergelenkserkrankungen 50Infektionskrankheit Parodontitis 20Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 51Parodontaler Knochenabbau, Teil 1 22Infektionskrankheiten | Impfschutz | Krankenhaushygiene 25Heft 6Änderung der Satzung des Versorgungswerkes derNeue Strukturen 3Zahnärztekammer Berlin 27Kammerversammlung: Altersversorgung der ZahnärzteAufbaufüllung und Analogleistung berechnen 32gesichert Die GOZ 2012 im Detail – Teil 2 34Versorgungswerk: Selbst im Krisenjahr 2008Fragen und Antworten zur Abrechnung 36ohne Verluste 10Gesetzlich und privat nicht kombinierbar 3850. Vertreterversammlung der KZVLB 14Checkliste für einen Prophylaxeshop 41Meinungsaustausch der VV-Vorsitzenden 15Fehlerhafter Zahnersatz – wer haftet? 42Zweite Satzung zur Änderung der BeitragsordnungVersorgungswerk für die Zukunft gut aufgestellt 44der LZÄKB 13Zahnärztetag rückt Parodontologie ins Blickfeld 16Mitarbeiter der Körperschaften stellen sich vor:6Sekretariat und Empfang der LZÄKB 46Meinungen rund um den Zahnärztetag 18Zum 10. Motorradtreffen den Harz erkundet 47An erster Stelle steht antiinfektiöse Therapie 19Kieferorthopädie und Porzellan 48Gute Noten für das ZFA-Programm 21Das war schon der 14. Bambini-Lauf! 50Pfaff: Fortbildungskataloge auf dem Weg | CurriculaWir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 51erstes Halbjahr 2013 22Wir trauern um unsere Kolleginnen 52Teil II: Infektionskrankheit Parodontitis 24Einladung zum 21. Zahnärztetag derParodontaler Knochenabbau, Teil 3 a 27ZÄK Mecklenburg-Vorpommern 52Fragen und Antworten zur Abrechnung 30Inhaltsverzeichnis Jahrgang 22/2011 29Neuzulassungen im Land Brandenburg 32ZahnRat-Faxformular für Nachbestellungen 31Die GOZ 2012 im Detail – Teil 4: „Prothetische Leistungen“ 33Heft 5Haftung, Gewährleistung, Verjährung 36Gemeldete Infektionskrankheiten im Land (Auswahl) 37Ein ruhiger Herbst??? – Nur auf den ersten Blick 3Neuordnung des Notdienstes beraten 38Früherkennung in der Zahnarztpraxis 6Rekord-Teilnehmerzahl bei ZE-Gutachtertagung 39Freiberufler genießen hohes Ansehen 8Nord-KZVen veranstalten KFO-Gutachtertagung 409Öffentlichkeitsarbeit für Zahnarzt und Patient	Neue RKI-Richtlinie in Kraft getreten 42Vertretertätigkeit 10Einführungslehrgang Wirtschaftlichkeitsprüfung 44Die Konstanzprüfung 12Thomas Schwierzy neuer LFB-Präsident 45Unterwegs mit der „mobilen Zahnarztpraxis“ 1417. Sportwochenende in Bad Saarow 46Zivilprozessordnung für Gutachter 16Schwimmen für den guten Zweck 48Parodontaler Knochenabbau Teil 2 20Sven Albrecht in den IGZ-Vorstand gewählt 49Aufstiegsfortbildungen am Philipp-Pfaff-Institut 26Patienten wollen informiert sein 49Die GOZ 2012 im Detail – Teil 3 28VNZLB: Kongress-Schiffsreise auch im nächsten Jahr 50Fragen und Antworten zur Abrechnung 32Jahresgruss Ihrer beiden zahnärztlichen Körperschaften 51Knapp die Hälfte mit „gut“ und „sehr gut“ 36Ein berufspolitischer Vordenker wird 70 52ZahnRat – Fax-Bestellformular 31ZFA: Prüfungstermine für das erste Halbjahr 2013 54Ein tierisch zahngesundes Abenteuer 38Wir trauern um unseren Kollegen 54Dank Sponsoring: Ein Auto für das Theaterschiff 40Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag 55Lebensweg in Richtung Kunst 41ZahnRat-Faxformular für Nachbestellungen 56Benefiz-Schwimmen mit dem Olympiazweiten 42ZBB Ausgabe 3/201327AbrechnungFragen und Antworten zur Abrechnung
„Der Körper ist das Haus der Seele. Sollten wir unser Haus nicht pflegen, damit es
nicht verfällt?“ *
*Philon von Alexandria
Autoren: Rainer Linke,
Anke KowalskiRainer Linke
des Vorstandes der
KZVLBFür viele Menschen mit Behinderung, eingeschränkter Alltagskompetenz und für pflegebedürftige Menschen ist dies leichter gesagt
als getan. Die zum 01.04.2013 im BEMA neu
aufgenommenen Leistungspositionen sind ein
erster Schritt zur Umsetzung des Konzeptes
„Mundgesundheit trotz Handicap und hohem
Alter“ und zielen vorrangig auf eine Verbesserung der Versorgungssituation dieser Patienten ab. Bezogen auf die Abrechnungsfähigkeit
beschäftigt sich unsere erste Frage-AntwortGegenüberstellung mit dieser Thematik.Besuch von pflegebedürftigen,
immobilen GKV-VersichertenAnke Kowalski
AbrechnungFrage: Ein Ehepaar (beide AOK-Versicherte),
das ich bereits seit vielen Jahren zahnmedizinisch betreue, ist in ein 15 km entferntes
Seniorenheim gezogen. Da beide aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind,
meine Praxis aufzusuchen, baten sie mich um
einen Besuch. Was habe ich im kausalen Zusammenhang mit diesem Besuch zu beachten?nächsterreichbaren Kassenzahnärzte in Anspruch genommen, so hat der Versicherte
entstehende Mehrkosten zu tragen.
(2) Besuche außerhalb seines üblichen Praxisbereiches kann der Kassenzahnarzt ablehnen,
es sei denn, dass es sich um einen dringenden
Fall handelt und ein Kassenzahnarzt, in dessen
Praxisbereich die Wohnung des Kranken liegt,
nicht zu erreichen ist.
(3) Anspruch auf Besuchsbehandlung haben
Kranke nur, wenn ihnen das Aufsuchen des
Zahnarztes in dessen Praxisräumen nicht möglich oder nicht zumutbar ist.“
Abrechnungstechnisch sind neben den zahnmedizinisch erbrachten Leistungen folgende
Besuchsleistungen ansatzfähig:
BE-152„(1) Auch für die Behandlung außerhalb der
Praxisräume des Zahnarztes (Besuchsbehandlung) hat der Berechtigte die freie Wahl
unter den Kassenzahnärzten. Wird ohne
zwingenden Grund ein anderer als einer der
28BewertungBesuch eines weiteren Versi-34 Pkt.cherten in derselben häuslichen
Gemeinschaft oder Einrichtung
in unmittelbarem zeitlichen
Zusammenhang mit einer Leistung nach Nr. 151, einschließlich Beratung und eingehende
UntersuchungAntwort:
Da Ihren Patienten ein Besuch in Ihrer Praxis
aufgrund ihres körperlichen Zustandes nicht
möglich ist, ergibt sich der Anspruch auf eine
Besuchsbehandlung aus dem § 7 des BMV-Z
wie folgt:LeistungsinhaltMANr.171bZuschlag für das Aufsuchen
von weiteren Versicherten,
die pflegebedürftig sind,
eine Behinderung oder eine
eingeschränkte Alltagskompe-30 Pkt.tenz aufweisen, in derselben
häuslichen Gemeinschaft oder
Einrichtung in unmittelbarem
zeitlichen Zusammenhang mit
einer Leistung nach Nr. 171a
7840Wegegeld, Entfernungsradius
>10 bis 25 km18,40 €: 2
= 9,20 €*ZBB Ausgabe 3/2013AbrechnungEhemann
BE-LeistungsinhaltBewertungMANr.
151Besuch eines Versicherten,
einschließlich Beratung und
eingehende Untersuchung36 Pkt.171aZuschlag für das Aufsu-35 Pkt.•	Werden mehrere Patienten in derselben
häuslichen Gemeinschaft oder Einrichtung in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang besucht, ist für den Besuch des
„ersten“ Versicherten die Geb.-Nr. 151 BEMA
abrechenbar, für jeden weiteren Versicherten die Geb.-Nr. 152 BEMA.* Bei der KZV-Abrechnung muss der
Divisor 2 (Anzahl der
besuchten Patienten) angegeben
werden.•	Neben den Geb.-Nrn. 151 und 152 BEMA
sind Beratungen und Untersuchungen
nach den Geb.-Nrn. Ä1, 01, 01k und FU nicht
abrechenbar. Hingegen ist neben der Geb.Nr. 153 (diese Leistung gilt den Besuch
Wegegeld, Entfernungsradius
18,40 €: 2
eines Patienten auf einer Pflegestation ab,
>10 bis 25 km
= 9,20 € *
sofern der Arzt regelmäßig auf der Pflegestation zu vorher vereinbarten Zeiten tätig
ist) die Abrechnung von Untersuchungen
Modalitäten und Hinweise:
nach den Geb.-Nrn. 01, 01k und FU nicht
•	Die Anforderung des Besuches durch den
ausgeschlossen. Lediglich die Beratung
Patienten, dessen Angehörigen oder Benach der Geb.-Nr. Ä1 ist Leistungsinhalt der
treuer ist in geeigneter Weise (z. B. TelefonGeb.-Nr. 153 und somit nicht daneben annotiz, Fax) für den konkreten Einzelfall zu
dokumentieren und zur Behandlungsakte
satzfähig.
•	Neben den Geb.-Nrn. 151, 152 und 153
•	Folgebesuche in einem Behandlungsfall
BEMA sind Wegegeld oder eine Reisekönnen unter Beachtung des Wirtschaftlichentschädigung, ggf. anteilig, abrechenbar.
keitsgebots durchgeführt werden. Die NotDie hierfür geltenden Hinweise sind zu bewendigkeit des Aufsuchens (z. B. die Praachten. Nach wie vor gilt, dass der Zahnxis kann nicht oder nur mit hohem Aufwand
arzt beim Besuchen mehrerer Patienten in
aufgesucht werden, fehlende Unterstütderselben häuslichen Gemeinschaft oder in
zung durch das Lebensumfeld, Desorientiedemselben Heim (z. B. Alten-/Pflegeheim)
rung oder Bettlägerigkeit des Versicherten)
das Wegegeld und die Reiseentschädigung
unabhängig von der Anzahl der besuchten
Patienten und deren Versichertenstatus ins•	Die im Rahmen des Besuches erhobenen
gesamt nur einmal und nur anteilig berechDiagnosen sowie die durchgeführten Benen darf (§ 8 Abs. 2 Satz 4, § 8 Abs. 3 Satz 3
ratungen und Therapiemaßnahmen
GOZ). Beispielsweise sind beim Aufsuchen
sind vollständig und zeitnah (§ 630f BGB)
von fünf Patienten in demselben Heim für
– wie auch in der Praxis – zu dokumentiejeden dieser Patienten 20 Prozent des Weren.
gegeldes (oder der Reiseentschädigung) abzurechnen. Da diese anteilige Berechnung
•	Der Begriff „häusliche Gemeinschaft“
unabhängig vom Versichertenstatus der
ist erfüllt, wenn zentrale Bereiche eines
aufgesuchten Patienten zu erfolgen hat, gilt
Hauses (z. B. Wohnzimmer, Esszimmer,
die gleiche Berechnung, wenn beispielsweiKüche) gemeinschaftlich genutzt werden;
se zwei der fünf Patienten Privatpatienten
eine Wohngemeinschaft kann somit eine
sind: Für die drei GKV-Patienten sind dann
„häusliche Gemeinschaft“ sein. Der Begriff
jeweils 20 Prozent des Wegegeldes/der Rei„Einrichtung“ gilt für Alten- und Pflegeheiseentschädigung (gegenüber der KZV) abme und Betreuungseinrichtungen für Menzurechnen, gegenüber jedem der beiden
schen mit Behinderungen.
Privatpatienten ebenfalls 20 Prozent.
chen von Versicherten, die
pflegebedürftig sind, eine
Behinderung oder eine eingeschränkte Alltagskompetenz
aufweisenZBB Ausgabe 3/201329AbrechnungNebeneinanderberechnung BEMA-Nrn. 40 und 41
Häufig gibt es in der Praxis folgende Situation: Es wird ein unterer Weisheitszahn extrahiert. Dazu werden mehrere Anästhesien durchgeführt. Es stellt sich die Frage, ob
Infiltrations- und Leitungsanästhesie zusammen nach dem BEMA abrechenbar sind.tungsanästhesie dem Unterkiefer. Dies gilt für:
•	konservierende Behandlungsmaßnahmen
(zahnerhaltend, endodontisch)
Dies wollen wir zum Anlass nehmen, uns mit •	prothetische Behandlungsmaßnahmen (z.B.
Kronenpräparation)
diesem Thema ausführlich zu beschäftigen.
Dazu muss zunächst die Begriffbestimmung •	chirurgische Maßnahmen gewöhnlichen
Sabrina Stallknecht, PotsdamRainer Linke
KZVLBUnter einer Infiltrationsanästhesie versteht
man eine Injektionsanästhesie, bei der die
Schmerzrezeptoren und die feinen Nervenäste in einem bestimmten, sehr begrenzten Behandlungsgebiet erfasst werden.
Die Leitungsanästhesie ist in der medizinischen Fachsprache eine Injektionsanästhesie, die unter Kenntnis der Nervenverläufe
direkt einen Teil der Verlaufsbahn eines den
Schmerz leitenden Nervs umspritzt, so dass
an dieser Stelle eine Fortleitung aller aus dem
Versorgungsgebiet dieses Nervs eintreffenden
Schmerzimpulse unterbrochen werden.
In der medizinischen Fachsprache wird also
zwischen Infiltrations- und Leitungsanästhesie
durch die jeweils angewendete Anästhesietechnik unterschieden.Zudem kann im Oberkiefer bei größeren chirurgischen Eingriffen – nicht bei Nrn. 43 bis 46, 49
und 50 – oder bei entzündlichen Prozessen (z.
B. Therapie eines Abszesses), die die Anwendung der Infiltrationsanästhesie nicht gestatten, die Abrechnung der Leitungsanästhesien
Bei chirurgischen Eingriffen ist eine Schmerzausschaltung durch eine Leitungsanästhesie
im Kieferbereich im Sinne des Teminus technicus (durch einen Einstich allein) in der Regel
nicht möglich. Hier ist eine Schmerzausschaltung fast immer nur durch eine Kombination
von Infiltrations- und Leitungsanästhesie oder
einer zweiten Leitungsanästhesie zu erreichen.
Diese notwendige technische Kombination berechtigt aber nicht zu einer kombinierten Abrechnung der Infiltrations- und Leitungsanästhesie!Berechenbarkeit im BEMA geregelt
Beispiel für den Unterkiefer:
Die Berechenbarkeit der unterschiedlichen Anästhesietechniken wird aber im BEMA durch
die Abrechnungsbestimmungen zu den Nr. 40
und 41 und der Richtlinie B.IV.6. geregelt. Hier
liegt das Hauptkriterium der Unterscheidung
von Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der
Lokalisation der Anästhesie bzw. der Art der
unter der Anästhesie durchzuführenden gewünschten Behandlung.
Demnach ist im Regelfall die Infiltrationsanästhesie dem Oberkiefer zugeordnet, die Lei30Zur Schmerzausschaltung im Bereich des ersten unteren Molaren sind erforderlich:
1.	ein Depot des Betäubungsmittels am Foramen mandibulae (Term. techn. Leitungsanästhesie)
2.	ein Depot des Betäubungsmittels im Bereich des Nervus lingualis (Term. techn.
Leitungsanästhesie)
3.	ein Depot in der Umschlagfalte (Term.
techn. Infiltrationsanästhesie) an den NerZBB Ausgabe 3/2013Abrechnungvenendigungen des Nervus buccalis oder
ein Depot im Bereich des Nervus buccalis
an der Vorderkante des aufsteigenden Astes (Term. techn. Leitungsanästhesie)Wann ist aber doch die Nr. 40(I) neben Nr. 41(L)
BEMA abrechnungsfähig?
Hierzu wird verwiesen auf die:Diese Maßnahmen zusammen werden durch 1.	Abrechnungsbestimmung Nr. 3 zu Nr.
41 BEMA
den einmaligen Ansatz der BEMA-Nr. 41 abge„Bei chirurgischen und parodontal-chirurgigolten!
schen Leistungen können in begründeten
Ausnahmefällen die Nr. 41 und die Nr. 40 abBeispiel für den Oberkiefer:
gerechnet werden, wenn nur so eine ausreiFür die Extraktion des ersten oberen Molaren chende Anästhesietiefe oder die Ausschaltung
von Anastomosen erreicht werden kann.“
sind zur Schmerzausschaltung erforderlich:
1.	submuköses Depot des Betäubungsmittels 2.	Richtlinie B.IV.6
im buccalen Bereich des Zahnes (Term. „Bei der chirurgischen Behandlung im Obertechn. Infiltrationsanästhesie)
kiefer wird Schmerz in der Regel durch Infilt2.	ein Depot des Betäubungsmittels in der rationsanästhesie ausgeschaltet, bei größeren
Gaumenschleimhaut (Term. techn. Infiltra- Eingriffen oder bei entzündlichen Prozessen
tionsanästhesie)
sowie bei der chirurgischen Behandlung im
Unterkiefer durch Leitungsanästhesie, notfalls
Diese Maßnahmen zusammen werden durch durch Leitungs- und Infiltrationsanästhesie.
den einmaligen Ansatz der BEMA-Nr. 40 abge- Die Infiltrationsanästhesie ist neben der Leitungsanästhesie in der Regel nicht angezeigt.
golten!
Wird ein Depot an das Foramen palatinus ma- Dies gilt nicht bei der Parodontalbehandlung.“
jus gelegt (Term. techn. Leitungsanästhesie), Demgemäß kann
ist dies im vorliegenden Beispiel (Extraktion 1.	bei größeren Eingriffen im Oberkiefer,
nach BEMA-Nr. 44) nicht als Leitungsanästhe- 2.	bei der chirurgischen Behandlung im Unterkiefer
sie abrechenbar, siehe Abrechnungsbestimnotfalls eine Schmerzausschaltung durch
mung Nr. 2 der BEMA-Nr. 41:
Leitungs- und Infiltrationsanästhesien erfolgen
„Die Abrechnung nach der Leistung der Nr. (vgl. Abrechnungsbestimmung Nr. 3 zu Nr. 41
41 kann nur erfolgen, wenn die Infiltrati- BEMA: in begründeten Ausnahmefällen, wenn
nur so eine ausreichende Anästhesietiefe oder
onsanästhesie (Nr. 40) nicht ausreicht.
die Ausschaltung von Anastomosen erreicht
werden kann). Hingegen ist im Rahmen der PaDies ist gegeben:
rodontalbehandlung neben der Leitungsanästhesie in der Regel eine Infiltrationsanästhesie
•	im Unterkiefer in der Regel
•	im Oberkiefer bei entzündlichen Prozessen, angezeigt. Voraussetzung ist aber auch hier,
die die Anwendung der Infiltrationsanäs- wenn nur so eine ausreichende Anästhesietiethesie nicht gestatten, oder bei größeren fe oder die Ausschaltung von Anastomosen erchirurgischen Eingriffen, nicht bei Nr. 43-46, reicht werden kann.
49 und 50.“
Die „begründeten Ausnahmefälle“ werden GeZu größeren chirurgischen Eingriffen zählen genstand der nächsten Sitzung der AG Grundz. B. Wurzelspitzenresektionen, Osteotomien, satzfragen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung sein.
Knochenchirurgie oder präprothetische Chir- Hierüber berichten wir im nächsten Zahnärzteblatt.
urgie.ZBB Ausgabe 3/201331AbrechnungGegenüberstellung der alten und neuen Regelung
Abrechnungsbestimmung alt zu 41 BEMAAbrechnungsbestimmung neu zu 41 BEMANotfalls kann bei größeren Eingriffen neben der Nr. 41
die Nr. 40 berechnet werden.Bei chirurgischen und parodontal-chirurgischen Leistungen können in begründeten Ausnahmefällen die Nr. 41
und die Nr. 40 abgerechnet werden, wenn nur so eine
ausreichende Anästhesietiefe oder die Ausschaltung von
Anastomosen erreicht werden kann.Richtlinie altRichtlinie neuBei der chirurgischen Behandlung im Oberkiefer wird
der Schmerz in der Regel durch Infiltrationsanästhesie
ausgeschaltet, bei größeren Eingriffen oder bei ent-Bei der chirurgischen Behandlung im Oberkiefer wird
Schmerz in der Regel durch Infiltrationsanästhesie ausgeschaltet, bei größeren Eingriffen oder bei entzündlichen Prozessen sowie bei der chirurgischen Behandlung
im Unterkiefer durch Leitungsanästhesie, notfalls durch
Die Infiltrationsanästhesie ist neben der Leitungsanästhesie in der Regel nicht angezeigt.
Dies gilt nicht bei der Parodontalbehandlung.zündlichen Prozessen durch Leitungsanästhesie, notfalls
durch Leitungs- und Infiltrationsanästhesie.
Im Unterkiefer ist die Leitungsanästhesie in der Regel
angezeigt.anzeigezeit für wesentliches
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Enrico Cogo | Pietro Sibilla | Roberto TurriniZAHNBLEACHING
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Best.-Nr.: 19020€ 98,–
Zahnärzte sehen sich heute viel häufiger mit dem
Wunsch der Patienten nach weißeren Zähnen konfrontiert. Dem Wunsch kann durch Bleichen der Zähne entsprochen werden. Bleichen dient jedoch nicht
nur dem rein kosmetischen Zweck, sondern ist auch in
komplexeren Situationen bei der Versorgung verfärbter vitaler und devitaler Zähne wirksam und sinnvoll.DRUCKFRISCHIn diesem Buch bieten die Autoren nicht nur Indikationen und Techniken rund ums Thema Bleichen, sondern sie präsentieren auch den wissenschaftlichen
Hintergrund, klinische Anregungen und Forschungsergebnisse, die es erlauben, das Bleichen der Zähne
berufsethisch korrekt und mit gesundem Menschenverstand anzugehen. Illustriert mit zahlreichen Abbildungen und Patientenfällen stellt das Buch eine neue
und umfassende Übersicht zum Thema Bleichen dar.„Die Zahnweißung ist eine (...),
dem Zahnarzt vorbehaltene
zahnärztliche Tätigkeit.“ *
* aus der Stellungnahme der BZÄK (September 2012)
zur Änderung der KosmetikverordnungEine ausführliche Leseprobe und
Bestellmöglichkeit finden Sie unter:
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___ Expl. „Zahnbleaching“ zum Preis von je € 98,–
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ZBB Ausgabe 3/201333Privates GebührenrechtGOZ 2012 im Detail – Abschnitte J, K und L
Teil 6: Die zehn meistgestellten Fragen zu den Abschnitten J „Funktionsanalytische
und funktionstherapeutische Leistungen“, K „Implantologische Leistungen“ und L
„Zuschläge zu bestimmten zahnärztlich-chirurgischen Leistungen“ der GOZ.
Autor: Dr. Ulfilas Rühtz,
CottbusDr. Ulfilas Rühtz,
Mitglied des GOZAusschusses derFrage 1: Ist die GOZ-Position 9060 für die Abnahme und Wiederbefestigung von Aufbauelementen innerhalb einer Zahnreinigung berechenbar oder erfolgt diese Leistung analog?
Die PKV verneint eine Analogberechnung und
sieht keinen Raum der Berechnung für die
Analogie.LZÄKBDiese Leistung ist in der GOZ nicht beschrieben und somit gemäß § 6 (1) GOZ analog berechnungsfähig. Diese Auffassung geht konform mit der Kommentierung der BZÄK.
Frage 2: Darf für das Auffüllen von parodontalen Knochendefekten mit
intraoral gewonnenem Knochenmaterial die GOZ-Nr. 9140
zusätzlich zu GOZ-Nr. 4110 berechnet werden?
Dies ist, ebenso kommentiert
durch LZÄKB und BZÄK, möglich.
Frage 3: Ist die Relationsbestimmung Pos.
8010 neben 2200 bis 2250 u. 5000 bis 5040
berechenbar? Die PKV verneint dies.
Sofern die zahnmedizinische Notwendigkeit
besteht, gibt es keine Ausschlussregelung in
den Abrechnungsbestimmungen der GOZ.
Frage 4: Gibt es für die GOZ-Pos. 8000 „Klinische Funktionsanalyse einschließlich Dokumentation“ ein vorgeschriebenes Formblatt?
Die komplette Abrechnungsbestimmung zur
GOZ-Pos. 8000 lautet: „… Die Leistung nach
8000 umfasst auch folgende zahnärztliche
Leistungen: prophylaktische, prothetische,
parodontologische und okklusale Befunderhebung, funktionsdiagnostische Auswertung
34von Röntgenaufnahmen des Schädels und der
Halswirbelsäule, klinische Reaktionstests (zum
Beispiel Resilienztest, Provokationstest)“. Ein
bestimmtes Formblatt ist entsprechend dieser
Definition nicht vorgeschrieben, weshalb die
Art der Dokumentation/Aufzeichnung dem Behandler überlassen bleibt.
Hinweis: Laut BZÄK-Kommentar werden „… die
Befunde … in der Regel formgebunden erfasst
(beispielsweise ‚Klinischer Funktionsstatus‘ der
Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie/DGFDT). … Die Befunde müssen dokumentiert und ausgewertet werden. …“
Frage 5: Die GOZ Positionen 9003 bzw. 9005
beschreiben das Verwenden einer Orientierungsschablone/Positionierungsschablone bzw. auf
dreidimensionale Daten gestützte Navigations- /chirurgische Führungsschablonen
zur Implantation, je Kiefer.
Wie kann der zahnärztliche
Aufwand im Zusammenhang
mit der Herstellung der Schablonen berechnet
Gemäß Kommentierung und Analogliste der
BZÄK ist diese Leistung analog § 6 (1) GOZ berechenbar.
Frage 6: Wie kann das PRP-Verfahren (Platelet
Rich Plasma) bzw. das PRGF-Verfahren (Plasma
Rich in Growth. Factors) berechnet werden?
Dieses Verfahren ist sowohl in der GOZ als
auch in der GOÄ nicht beschrieben und somit
gemäß § 6 (1) GOZ berechenbar.
Frage 7: Gibt es bei temporären Implantaten
(GOZ-Nr. 9020) eine Zeitvorgabe für den Verbleib des Implantates?
ZBB Ausgabe 3/2013Privates GebührenrechtGemäß Abrechnungsbestimmungen gibt es für
den Verbleib von temporären Implantaten keine Zeitvorgabe.
Frage 8: Wenn zusätzlich zur GOZ-Nr. 9090
(Knochengewinnung, zum Beispiel Knochenkollektor oder -schaber, Knochenaufbereitung
und –implantation, auch zur Weichteilunterfütterung) eine ortsgleiche Augmentation mit
alloplastischem Material zur Weichteilunterfütterung erforderlich ist, erfüllt dieser Umstand
die Berechnung der GOÄ-Nr. 2442?
„Wird ortsgleich eine zusätzliche Augmentation mit alloplastischem Material zur Weichteilunterstützung erforderlich, erfüllt diese selbständige Maßnahme den Leistungsinhalt der
Nummer 2442 (GOÄ) und ist zusätzlich berechnungsfähig.“ – Zitat aus dem BZÄK-Kommentar
zur GOZ 2012.
Frage 9: Seit der Einführung der GOZ 2012 gibt
es den Bereich L „Zuschläge zu bestimmten
zahnärztlich-chirurgischen Leistungen“. Ist in
diesen Zuschlägen das OP-Set abgegolten?des anzusetzenden Zuschlages maßgeblich.
Ausschließlich dieser ist berechnungsfähig.
Mehrere Zuschläge sind somit nicht abrechenbar. Der jeweilige Zuschlag ist ohne Ausnahme
mit dem einfachen Gebührensatz (Faktor 1,0)
zu liquidieren.Die Abrechnung
von Implantaten
wirft immer wieder
Fragen auf.Hintergrund PRP-Verfahren
Das menschliche Blut enthält zahlreiche Faktoren, die
zur Wundheilung wichtig sind. Eine besondere RolleDiese Anfrage wurde auf der Sitzung des Gebührenausschusses der BZÄK am 18. Januar
dieses Jahres mit „ja“ beantwortet. Somit kann
das OP-Set nicht gesondert neben dem OP-Zuschlag berechnet werden.spielen dabei die Blutplättchen. Sie sind mit einer Fülle
von Heilungs- und Wachstumsfaktoren für die Vorgänge
der Reparation und Regeneration ausgestattet. In den
USA wurde ein Verfahren entwickelt, das diese Fähigkeit
der Blutplättchen ausnutzt. Mit Hilfe von Trägersubstanzen werden die in konzentrierter Form gewonnenen
Blutplättchen eingesetzt, um die Einheilung von Implan-Frage 10: Können Zuschläge aus dem Abschnitt L mehrfach in einer Sitzung abgerechnet werden?
Bei mehreren zuschlagberechtigten Leistungen innerhalb einer Sitzung ist die Leistung mit
der höchsten Punktzahl für die Bestimmungtaten zu verbessern und zu beschleunigen. Es handelt
sich um ein risikoarmes und sicheres Verfahren. Bei
jedem Patienten werden nur Bestandteile des eigenen
Blutes verwendet. Durch ein spezielles ZentrifugationsVerfahren wird ein Plasma gewonnen, das reich an
körpereigenen Blutplättchen ist („Platelet Rich Plasma“
= thrombozytenreiches Plasma = PRP-Verfahren).Im Kommentar der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) finden Sie Erläuterungen,
Hinweise und Berechnungsempfehlungen zur besseren
Verständlichkeit und Anwendbarkeit. Der Kommentar versteht sich nicht als
abgeschlossenes Werk, sondern wird ständig weiter entwickelt und angepasst.
Ebenfalls möchten wir Sie auf den „Katalog selbstständiger zahnärztlicher,
gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen“ –
die sogenannte Analogliste – aufmerksam machen.
Sie erreichen den Kommentar und den Katalog über:
www.lzkb.de >> Zahnärzte >> GOZ.ZBB Ausgabe 3/201335DER WELTKONGRESS IN DEUTSCHLAND
2009: Las Vegas
6. WELTKONGRESS2011: Rio de Janeiro
7. WELTKONGRESS2013: München
8. WELTKONGRESS
der „International
„International Federation
of Esthetic
Esthetic Dentistry“
Dentistry“ (IFED)
(IFED)
Jahrestagung der DGÄZ18. bis 21. September 2013JETZT
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ZBB Ausgabe 3/2013
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Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ e.V.) lädt in diesem Jahr zu einem besonderen Großereignis ein: der 8. Weltkongress der International Federation of Esthetic Dentistry (IFED) findet erstmals in Deutschland statt. Gemeinsam mit der 10. Jahrestagung
der DGÄZ bringt der Kongress vom 18. bis 21. September 2013 in München Kollegen aus Wissenschaft und Praxis zum Meinungsaustausch
über die wichtigsten Themen und Behandlungskonzepte zusammen.ü ÄSTHETIK VON WEICH- UND HARTGEWEBE
ü DIGITALE ZAHNHEILKUNDE UND ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN
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Simultanübersetzung für alle
Vorträge!Aus dem wissenschaftlichen Programm:
DONNERSTAG, 19. September 2013FREITAG, 20. September 2013SAMSTAG, 21. September 2013Natürliche vs. Implantat-Abutments
• Beständigkeit endodontisch behandelter
• Beständigkeit von ZahnimplantatenRelative Auswirkung von Operationstechniken und Biomaterialien auf die
Parodontale Regeneration in ästhetischen Bereichen
• Aktueller Stand der regenerativ-chirurgischen Behandlungsoptionen
• Aktuelle Entwicklung der regenerativen
parodontalen Therapie und der Einﬂuss
auf die klinische PraxisMeisterung extremer Herausforderungen
beim Weich- und Hartgewebe
• Indikationen und Einschränkungen
chirurgischer Eingriffe und
prothetischer LösungenTraditionelle vs. moderne kieferorthopädische Behandlungsoptionen
• Neue kieferorthopädische Techniken
• Behandlungsplanung – Session 1
Bayerischer DGÄZ-Abend zum 10-jährigen
Traditionsgaststätte NockherbergDirekte vs. indirekte ästhetische
• Stand der Technik der direkten bzw.
indirekten Restaurationen
Traditionelle vs. Digitale Abformung
• Neue Entwicklungen beider traditionellen
• Innovationen bei der digitalen Abformung
• Behandlungsplanung – Session 224
PunktePosteraward Preisverleihung
Manuelle vs. Maschinelle Fertigung
ästhetischer Restaurationen
• Stand der Technik bei manuell gefertigten
ästhetischen Restaurationen
• Aktueller Stand der CAD/CAMRestaurationen
• Entwicklung der digitalen Welt in der
Zahnheilkunde (Bildgebung, Diagnostik,
Radiologie)
IFED 2013 auf dem Oktoberfest in München
OktoberfestIFED 2013-Night „Ästhetik hat viele Gesichter“
BMW WeltDas Zahntechnikerprogramm finden Sie unter:
http://www.ifed-2013.com/de/dental_
technology_program.phpWEITERE INFORMATIONEN UND ANMELDUNG UNTER: www.ifed-2013.comZBB Ausgabe 3/201337Privates GebührenrechtAktuelle Rechtsprechung zur GOZ 2012
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf urteilte im Januar 2013: Keine Analogberechnung
für die Entfernung subgingivaler Beläge bei einer Professionellen Zahnreinigung (PZR)
möglich. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ist nach wie vor anderer Meinung.
Autorin: Carola Kirsch,
GOZ-Referat der LZÄKBCarola KirschDie Auffassung des
Gerichtes:
§ 6 (1) GOZ ist hier
Leistung ist in die
GOZ-Nr. 1040
aufgenommenDas Verwaltungsgericht Düsseldorf urteilte
am 17. Januar 2013 (Az. 13 K 5973/12) ablehnend über die zusätzliche und selbstständige
analoge Abrechnung subgingivaler Beläge bei
einer professionellen Zahnreinigung. Entgegengesetzt der Stellungnahme der Bundeszahnärztekammer entschied das Gericht, dass
die nicht-chirurgische subgingivale Belagsentfernung keine Analogleistung im Sinne des
§ 6 Abs. 1 der GOZ darstellt.
In der Urteilsbegründung heißt es: „Nach
§ 6 Abs. 1 Satz 1 GOZ können selbstständige
zahnärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind, entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand
gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses berechnet werden. Diese Vorschrift
ist hier nicht anwendbar, weil die Entfernung
von subgingivalen Belägen, also die zahnärztliche Leistung, um die es hier geht, in das Gebührenverzeichnis, nämlich in Nr. 1040 GOZ,
aufgenommen ist.“
Zur Erklärung führt das Gericht aus: „Dabei
ist zu berücksichtigen, dass ein Zahn aus dem
oberen sichtbaren Teil – der natürlichen Zahnkrone – und dem unteren, nicht sichtbaren Teil
– der Zahnwurzel – besteht. Der Übergangsbereich zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel
wird als Zahnhals bezeichnet. Die Zahnwurzel
(und zumindest teilweise auch der Zahnhals)
ist vom Zahnfleisch (Gingiva) überzogen.“ Das
Gericht bezieht sich dabei auf das bekannte klinische Wörterbuch „Pschyrembel“. „Dieses vorausgesetzt umfasst die professionelle Zahnreinigung nach Nr. 1040 GOZ das Entfernen
von Belegen sowohl in dem sichtbaren, oberhalb des Zahnfleisches liegenden, also supragingivalen Bereich (natürliche Zahnkrone), als38auch in dem nicht sichtbaren, vom Zahnfleisch
überzogenen – also gingivalen – Bereich (insbesondere Zahnwurzel). Der zuletzt genannte
Bereich kann – weil er vom Zahnfleisch überzogen ist, also unter dem Zahnfleisch liegt – auch
als subgingivaler Bereich bezeichnet werden
(vgl. Nr. 4070 und Nr. 4075 GOZ).“Auffassung des GOZ-Ausschusses
Die subgingivale Belagsentfernung ist nicht
in der GOZ-Nr. 1040 aufgeführt. Der Gesetzgeber hat die Leistung GOZ-Nr. 1040 wie folgt
beschrieben: „Die Leistung umfasst das Entfernen der supragingivalen/gingivalen Beläge
auf Zahn- und Wurzeloberflächen einschließlich Reinigung der Zahnzwischenräume, das
Entfernen des Biofilms, die Oberflächenpolitur
und geeignete Fluoridierungsmaßnahmen, je
Zahn oder Implantat oder Brückenglied.“ Würde die GOZ-Nr. 1040 auch die subgingivale
Belagsentfernung enthalten, wäre dies hier
mit aufgeführt (wie bei GOZ-Nrn. 4070/4075).
Jedoch ist das Gericht der Meinung, dass der
gingivale Bereich auch den Bereich der Zahnwurzel betrifft.
Fazit: Die Auffassung der BZÄK: „Die subgingivale Belagsentfernung im Sinne einer PZR,
zum Beispiel im Rahmen einer parodontalen
Nachsorge, ist von dieser Nummer nicht umfasst und muss daher analog berechnet werden“ (GOZ-Kommentar der BZÄK) bleibt ungeachtet dieses Urteiles gegenwärtig bestehen.
Dennoch wird diese Entscheidung zukünftig
Auswirkungen auf das Erstattungsverhalten
der Beihilfe und sicherlich auch anderer privater Kostenerstatter haben. Sofern Sie diese
analoge Berechnung der Entfernung der subgingivalen Beläge bei einer PZR vornehmen,
müssen Sie aber Ihre Patienten über die eventuelle Nichterstattung aufklären.
ZBB Ausgabe 3/2013Recht & SteuernEin Feld, gern mit
Fallen bestückt:
Einsichtsrechte und
Auskunftspflichten der
BeteiligtenAnfragen privater Krankenversicherer
Was sollten Zahnärzte beachten, wenn sie von privaten Krankenversicherern Anfragen
zum Gesundheitszustand, dem Behandlungsablauf oder aber zu einer geplanten
Behandlung eines eigenen Patienten erhalten? Ein Überblick zu den Möglichkeiten.
Autorin: Dr. jur. Kathrin Janke, Justitiarin der
Insbesondere bei Patienten, die eine private
haben, kommt es regelmäßig zu Anfragen die
Behandlung betreffend. Dabei kann es sich um
Anfragen vor Abschluss des Versicherungsvertrags, bei bestehendem Versicherungsverhältnis im Vorfeld einer geplanten Behandlung
oder aber nach der Behandlung im Rahmen
der vom Patienten begehrten Kostenerstattung handeln.
Mangels Rechtsbeziehung und in Anbetracht
der zahnärztlichen Schweigepflicht ist eine unmittelbare Korrespondenz zwischen Zahnarzt
und dem privaten Krankenversicherer eines
Patienten nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, die es im Einzelfall zu überprüfen
Da der Arbeits- und Zeitaufwand für die Bearbeitung der Anfragen zum Teil erheblich ist,
stellt sich unweigerlich auch die Frage nach
der angemessenen Vergütung und dem jeweiZBB Ausgabe 3/2013ligen Kostenschuldner. Schließlich sehen sich
Zahnärzte zunehmend mit umfangreichen Fragenkatalogen, deren Inhalt über die eigentliche Behandlung hinausgeht, und auch der
Anforderung zur Übersendung der vollständigen Behandlungsunterlagen konfrontiert. Dies
wirft die Frage auf, welche Daten die Versicherer erheben dürfen.Verschiedene Vertragsbeziehungen
Private Krankenversicherer sind an dem Behandlungsvertrag zwischen Zahnarzt und
Patienten nicht beteiligt. An dem Versicherungsvertrag zwischen Patient/Versicherungsnehmer (hier als Regelfall abgenommen:
zugleich Versicherter) und Versicherer ist wiederum der Zahnarzt nicht beteiligt. Verknüpfendes Element ist somit allein der Patient, der
zwei verschiedene, voneinander unabhängige
Vertragsverhältnisse eingegangen ist. Demzufolge können mangels vertraglicher Grundlage
keine eigenen Auskunfts- und Einsichtsansprüche eines privaten Krankenversicherers gegen
den behandelnden Zahnarzt bestehen.
39Recht & SteuernEinsichtsrecht des Patienten in die
zahnärztliche DokumentationAuskunftspflicht des Patienten
gegenüber seinem VersichererDer Patient hat nach ständiger Rechtsprechung jedoch aufgrund des Behandlungsvertrags das Recht, in der Praxis des Zahnarztes
in die Behandlungsunterlagen Einsicht zu nehmen. Der Zahnarzt kann dieser Verpflichtung
nachkommen, indem er vollständige Kopien
der Behandlungsunterlagen bereithält und
dem Patienten gegen Kostenerstattung zur
Verfügung stellt. Ein Anspruch auf Herausgabe der Behandlungsdokumentation im Original
besteht im Regelfall nicht.Die Auskunftspflichten des Patienten im Rahmen seiner Krankenversicherung bestimmen
sich nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag und nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Vor Abschluss des Versicherungsvertrags besteht eine Anzeigepflicht des
Patienten über den vom Versicherer angefragten Gesundheitszustand, § 19 VVG. Nach
Eintritt eines Versicherungsfalls ist der Patient
verpflichtet, dem Versicherer auf Verlangen
die notwendigen Informationen zur Verfügung
zu stellen, damit dieser den Versicherungsfall
und den Umfang der Leistungspflicht feststellen kann, vgl. § 31 VVG. Darüber hinaus wird
regelmäßig vertraglich eine Pflicht zur Einholung einer Kostenzusage des Versicherers vor
Beginn bestimmter Behandlungen vereinbart.Das Einsichtsrecht erstreckt sich auf die objektive Dokumentation, die aus medizinischen
Gründen zur Therapiesicherung zu erstellen
ist; soweit der Zahnarzt persönliche Anmerkungen (subjektive Eindrücke und Wahrnehmungen) ohne medizinischen Zusammenhang
in die Karteikarte aufgenommen hat, sind diese nicht vom Einsichtsrecht des Patienten erfasst. Wenn entsprechende Einträge unkenntlich gemacht worden sind, ist jedenfalls auf
Nachfrage des Patienten und zur Vermeidung
von Missverständnissen zu erläutern, dass es
sich bei den unkenntlichen Einträgen nicht um
Bestandteile der objektiven, medizinischen
Dokumentation handelt. Pauschale Zweifel an
der Richtigkeit einer solchen Erklärung sind
Der Patient hat das
Recht zur Einsichtnahme in seine
Behandlungsunterlagen – aber nicht
uneingeschränkt.Als Nebenpflicht aus dem Behandlungsvertrag
sind Fragen des Patienten zur Behandlung und
auch zur Rechnungslegung im gebotenen Umfang zu beantworten.Der Patient ist jedoch nicht verpflichtet, sein
Einverständnis mit der Befragung anderer Personen, beispielsweise Zahnärzten, über seinen
Gesundheitszustand zu erklären. Die rechtlichen Anforderungen an die „Erhebung personenbezogener Gesundheitsdaten bei Dritten“
sind zum 1. Januar 2008 abschließend in § 213
VVG normiert worden, nachdem die frühere
Praxis der Versicherer zur Einholung einer umfassenden Schweigepflichtentbindungserklärung bei Abschluss des Versicherungsvertrags
vom Bundesverfassungsgericht beanstandet
worden war. Nach der Neuregelung ist die Datenerhebung von der ausdrücklichen Einwilligung des Patienten abhängig, die jederzeit
widerrufen werden kann. Wird die Einwilligung
nicht erteilt, dürfen keine Daten bei Dritten
erhoben werden; die Auskunftspflicht des Patienten gegenüber dem Versicherer gemäß § 31
VVG bleibt davon unberührt.
Diese Auskunftspflicht im Rahmen einer Kostenerstattung ist auf die Gewährung der für
die Prüfung im Einzelfall erforderlichen Informationen durch den Versicherungsnehmer
beschränkt. Der Versicherungsfall wird regelmäßig mit Übersendung der Abrechnung über
zahnärztliche Leistungen angezeigt. Da ein
Zahnarzt gemäß § 1 Abs. 2 GOZ nur Vergütun-40ZBB Ausgabe 3/2013Recht & Steuerngen für Leistungen berechnen darf, die nach
den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind, hat der Versicherer zunächst davon auszugehen, dass die Aufwendungen nach
objektivem Maßstab notwendig waren. Hat der
Versicherer Zweifel an der Notwendigkeit der
Behandlung und an der Richtigkeit der Rechnungslegung, so sind diese Zweifel bei der
Anfrage an den Versicherungsnehmer nachvollziehbar und hinreichend substantiiert darzulegen. Die pauschale Angabe von Zweifeln
versetzt den Versicherungsnehmer nicht in die
Lage, die erforderlichen Auskünfte zu erteilen.
Nach hinreichender Konkretisierung ist die
Versicherungsanfrage sodann vom Standpunkt
eines verständigen Versicherungsnehmers zu
beantworten. Sind ihm Umstände unbekannt,
besteht eine ergänzende Erkundigungspflicht
im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren.
Soweit erforderlich, kann über die Auskunft
hinaus auch die Vorlage von Belegen – etwa
Arztbriefe oder anderes – verlangt werden.
Die Vorlage von Auszügen aus der Behandlungsdokumentation kann nur in Ausnahmefällen verlangt werden, wenn durch die
Auskunftserteilung die zur Beurteilung erforderliche Datenlage nicht hergestellt werden
konnte. Entgegen der Ansicht einiger Versicherer ist der Versicherungsnehmer keinesfalls per se verpflichtet, von seinem eigenen
Einsichtsrecht in die Dokumentation gegenüber dem Zahnarzt Gebrauch zu machen und
sodann sämtliche Informationen (beispielsweise eine Kopie der gesamten Behandlungsdokumentation) weiterzuleiten, die er von seinem
behandelnden Zahnarzt erhalten hat.
Eine Einsicht in die vollständige Dokumentation ist regelmäßig nicht erforderlich, da sie
auch Gesundheitsdaten enthält, die sich nicht
auf den Versicherungsfall beziehen. Die Vorlagepflicht kann sich somit allenfalls auf die einschlägigen Teile der Krankenakte beziehen.
Eine Ausnahme bestünde allenfalls bei begründeten Zweifeln im konkreten Einzelfall zum
Beispiel an den Angaben des Patienten über
ZBB Ausgabe 3/2013seinen Gesundheitszustand vor Abschluss des
Versicherungsvertrags. Ohne diese begründeten Zweifel dürfen weitergehende Daten jedoch nicht infolge eines „Pauschalverdachts“
angefordert werden.Unmittelbare Kommunikation
Zahnarzt/Versicherer
Eine unmittelbare Kommunikation zwischen
dem privaten Krankenversicherer und dem
behandelnden Zahnarzt kommt in Betracht,
wenn der Patient seinen Versicherer zur Befragung des Zahnarztes ermächtigt und diesen
für den konkreten Einzelfall von seiner Schweigepflicht entbunden hat.
Die bereits angesprochene Einwilligung zur Datenerhebung nach § 213 VVG sowie die Entbindung von der zahnärztlichen Schweigepflicht
sind regelmäßig in einer Erklärung und einem
Schriftstück zusammengefasst. Wichtig ist,
dass der Zahnarzt sich zur eigenen Absicherung vor jeglicher Auskunftserteilung
an einen Krankenversicherer eine Kopie
dieser Erklärungen des Patienten gegenüber dem Versicherer vorlegen lässt. Zusätzlich sollte eine Rückfrage beim Patienten
über den Fortbestand dieser Erklärungen erfolgen, da es dem Patienten jederzeit freisteht,
diese Erklärungen gegenüber seinem Versicherer zu widerrufen.
Die Datenerhebung nach § 213 VVG ist ebenfalls nur dann zulässig, wenn diese zur Beurteilung des zu versichernden Risikos oder der
Leistungspflicht objektiv erforderlich ist.
Der Versicherer kann keine Ansprüche stellen,
die über die eigenen Einsichtsrechte des Patienten hinausgehen (zum Beispiel die Herausgabe der Dokumentation im Original, die Vorlage einer Behandlungsdokumentation, in der
subjektive Anmerkungen ohne medizinische
Relevanz nicht unkenntlich gemacht worden
sind). Es fehlt insoweit an einer Rechtsgrundlage.Erstveröffentlichung:
RZB 11/2011, S.
644 ff.Eine Fortsetzung des Beitrages erfolgt im ZBB
Nr. 4/2013.
41AktuellesZahninfos im Potsdamer BerufsbildungswerkSie nimmt sich vor,
besser zu putzen,
um ihre Zähne lange
Dr. Bundschuh freut
es.Beim Anblick der Werkstätten und Internate
des Potsdamer Berufsbildungswerks gewinnt
man schnell den Eindruck, hier sind die körperlich oder geistig behinderten jungen Menschen
gut aufgehoben. Zum Wohlfühl-Faktor tragen
nicht nur die modernen Werkstätten und die
schönen Internate auf dem parkähnlichen Ge-lände bei, sondern auch das umfangreiche
Bildungs- und Feizeitangebot. Einmal im Jahr
gehört dazu eine Informationsveranstaltung
zum Thema Gesundheit, die die jungen Leute
teilweise selbst gestalten, zu der sie jedoch
auch Gäste einladen. Die KZVLB war der Einladung gerne gefolgt und hatte Anschauungsund Studienmaterial über die Zahngesundheit
vorbereitet. Das Interesse der jungen Besucher
war groß und viele kamen mit einem Bündel
Fragen an den Stand. Erstaunlich waren das
Wissen und das Interesse an schönen Zähnen
sowie die Zahl körperbehinderter Jugendlicher
(hauptächlich weiblich), die stolz ein gesundes Gebiss präsentierten – zu erklären wohl
durch das intensive Körperbewusstsein, das
sie durch ihre Behinderung entwickelt haben.
Auf reizende Art nahmen auch einige geistig
Behinderte die Modelle in Augenschein und ließen sich von Dr. Bundschuh deren Funktion erläutern. Durchweg alle Besucher zeigten sich
interessiert und aufgeschlossen und bereit, etwas für ihre Zahngesundheit zu tun. Rekordzahlen beim SchülergesundheitstagPotsdamer Schüler
haben Spaß an der
Zahnpflege42Potsdams Kinder und Jugendliche zeigen Gesundheitsbewusstsein. Mehr als je zuvor, näm-lich 940 Schülerinnen und Schüler aus den
umliegenden Schulen informierten sich im Mai
beim Schüler-Gesundheitstag im Potsdamer
Treffpunkt Freizeit über die Aspekte eines gesunden Lebens. Vielfältige gesundheitsrelevante Themen wurden interessant dargeboten,
Mitmach-Aktionen und Bewegungsangebote
luden zum Ausprobieren ein. Ob Bewegung,
Ernährung, chronische Krankheiten, Sucht und
Drogen, Liebe und Sexualität: Experten aus
Einrichtungen, Krankenkassen und Selbsthilfegruppen boten eine aktuelle und kindgerechte Beratung. Die KZVLB bot Zahntipps, Putzunterweisung und ein Quiz, dessen Gewinner
mit einer elektrischen Zahnbürste belohnt und
motiviert wurden. Für Silke Klipp und Ute Lewerenz, die den Stand betreuten, waren es
zwei anstrengende aber auch sehr abwechslungs- und erfolgreiche Tage.
ZBB Ausgabe 3/2013LÜCKEN SCHLIESSEN
Christoph T. SliwowskiIMPLANTOLOGIE STEP BY STEP
2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage,
608 Seiten, 2.329 farbige Abb., Best.-Nr.: 18120Vorbestellpreis € 148,–
(gültig bis 31.12.2013, danach € 178,–)Implantologie Step by Step hat als konsequent praxisorientiertes und Schritt für Schritt bebildertes Fachbuch einer ganzen Generation von Zahnärzten beim
Einstieg in das Gebiet der dentalen Implantologie
wertvolle Anleitung und Hilfe geleistet.
Nun erscheint das erfolgreiche und beliebte Werk in
vollständig neu bearbeiteter und erweiterter 2. Auflage. Autor Christoph Sliwowski hat hierfür die Behandlung des Ober- und Unterkiefers in nunmehr einem Band zusammengeführt und einen Abschnitt
zum vollständig unbezahnten Patienten hinzugefügt.
Zahlreiche neu aufgenommene Patientenfälle illustrieren neue Verfahren und Techniken und ersetzen inzwischen Überholtes.
Geblieben ist das innovative Konzept, das für alle klinischen Situationen - von der Versorgung von Einzelzahnlücken bis hin zur Behandlung des zahnlosen
Ober- bzw. Unterkiefers mit Sinuslift und Sofortimplantaten - verschiedene Ausgangssituationen und Schwierigkeitsgrade berücksichtigt. Zudem werden wichtige
Komplikationen mit ihren Ursachen und Lösungen behandelt. Schließlich hat es der Autor nicht gescheut,
exemplarische Fälle mit unbefriedigendem Behandlungsresultat aufzunehmen, die den Leser für besondere Tücken der Implantattherapie sensibilisieren.Bitte liefern Sie mir
___ Expl. des Titels „Implantologie Step by Step“ von Sliwowski zum Vorbestellpreis für je € 148,– (gültig bis 31.12.2013, danach € 178,–)
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Nun ist sie schon wieder Geschichte, lange vorbereitet, gerade von den Erstmitfahrern
im Team aber auch von uns „alten Hasen“ erwartungsvoll entgegengefiebert,
die OP-Reise nach Peru für Patienten mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten.
Operationskampagne für Patienten mit LippenKiefer- Gaumenspalten durchzuführen. Man
kann sich nicht einfach in den Flieger setzen
Die vielen Eindrücke und Gedanken sortieren und mal so nach Peru reisen, um zu operieren.
sich langsam. Und dennoch fällt es wie jedes Nichts würde funktionieren ohne die monaMal schwer, in Worte zu fassen, was diese Rei- telange Vorbereitung vor Ort und das Mitmase ausgemacht hat, was das Besondere war. chen unserer – man kann es wirklich so sagen
– Freunde in Peru.
Autor: Dr. Andreas Pöhl
TemplinDas für mich Prägnanteste möchte ich gleich
an den Anfang stellen. Es war die bisher engste deutsch-peruanische Gemeinschaftskampagne. Wie schon so oft hat sich das deutsche
Team wieder etwas verändert. Wir stecken alle
mit Beruf und Familie in Verpflichtungen und
haben Ziele, die Priorität haben. Aber mit unserer Suche nach „Ersatz“ hat sich, fast wie
eine verlässliche Fügung, wieder ein tolles
Team gefunden, mit allen Fachkräften, die wir
so brauchen, um unsere speziellen Operationen in Peru zu ermöglichen und durchzuführen.
Ganz wichtig ist, dass sich Charaktere finden,
die auch in Stress und Tumult den Kopf und
die Toleranz bewahren, sich einbringen und
einordnen, aber auch den Humor/Spaß nicht
Vom 15. September bis zum 5. Oktober waren
wir unterwegs, um in Cajamarca und Huaraz
mit unseren peruanischen Mitstreitern, Kollegen und Freunden zusammen eine weitereIn Cajamarca ist es natürlich Christa Stark de
Dias, die mit ihrer ganz eigenen Art, bewundernswerter Energie und Hartnäckigkeit alle
behördlichen und bürokratischen Hürden aus
dem Weg räumt, mit ihren Helfern ständig präsent ist, um uns ein möglichst reibungsloses
Arbeiten mit unseren Patienten zu ermöglichen.
Der plastische Chirurg Oscar Julcamoro hat
uns 2010 eigentlich nur ein paar Tage im OP
zugeschaut und sich aber nach unserer Abreise dankenswerter Weise um die Nachsorge unserer operierten Patienten gekümmert. Daraus
ist ein vielversprechender Kontakt entstanden,
der mich bewogen hat, ihn dieses Mal viel mehr
mit einzubeziehen – ihm auch von Anfang an
das Gefühl zu geben, dass er gleichberechtigt
mitmacht. Oscar hat bereits Vorkenntnisse in
der Spaltchirurgie, so konnte er nach wenigen
gemeinsamen OPs bereits selbständig Operationen übernehmen.Christa Stark de
Dias und räumt bürokratische Hürden
Im OP-Saal (re.)44ZBB Ausgabe 3/2013AktuellesNach der Operation werden die
Patienten in einer
Hacienda so lange
betreut, bis sie ihren
oft weiten Heimweg
antreten könnenDie größte Überraschung war ein neues Hospital Regional am Rande von Cajamarca. Dieses
neue moderne Krankenhaus erschien uns fast
unwirklich. Einige Ärzte und OP-Schwestern
kannten wir noch von unseren früheren Kampagnen im Regional. Es war ein sehr angenehmes Wiedersehen und zusammen arbeiten.
Da die Ärzte Perus gerade streikten (bis auf
Notfalloperationen), standen uns zwei OP-Säle
und fast das ganze Personal zur Verfügung.
Traumhafte Bedingungen, die wir für die vielen zu operierenden Patienten gut gebrauchen
konnten und genossen haben.
Bis auf die Weiterführung einer bereits 2010
begonnenen Ohrmuschelkorrektur waren es
Eingriffe des gesamten spaltchirurgischen
Spektrums, Patienten jeden Alters, viele Kleinkinder mit primären Verschlussoperationen,
aber auch schwierige Re-Operationen nach
missglückten Ersteingriffen und Korrekturen,
z.B. abschließende Nasen-Lippenkorrektur-OPs
bei Jugendlichen.serem konsequenten schrittweisen Vorgehen
beim Verschluss des Gaumens bestätigt.
Nach den Operationen und einer Nacht im
Hospital werden die Patienten in einer am Rande Cajamarcas gelegenen Hacienda untergebracht und weiterbetreut, bis der Heilungsfortschritt es zulässt und ihnen die oft sehr weite
Heimreise zuzumuten ist.
Mit Oscar und auch den Kollegen in Huaraz
und Lima haben wir uns viel über Operationstechniken und Vorgehensweisen ausgetauscht
und was sehr wichtig ist überlegt wie es weitergehen könnte. Wir sind uns einig, dass es
auch in Peru nicht mehr reicht, Patienten mit
diesen Gesichtsfehlbildungen zu operieren.
Hier in Deutschland nennen wir es eine inter-Maria Elisabeth
wurde bereits als
Kleinkind von dem
deutschen OP-Team
operiert. Mit der
letzten Korrektur-OP
hat sie es geschafft.
Primäre Verschlussoperationen (li)
und Einsatz einer
TrinkplatteDie jetzt 17 jährige Maria Elisabeth z.B. haben
wir bereits 1997 als Kleinkind das erste Mal
operiert. Mit dieser letzten Korrekturoperation
ist es geschafft. Ich denke, dass wir mit dem
Resultat sehr zufrieden sein können. Bemerkenswert ist das weitgehend unbeeinträchtigte Mittelgesichtswachstum, was uns in un-ZBB Ausgabe 3/201345Aktuellesdisziplinäre Rehabilitation. Das bedeutet das keit, fast pausenlos mit ihrem Handy telefonieoptimale Ineinandergreifen aller notwendigen rend, sie regelte, was hinter den OP-Kulissen
Fachdisziplinen, um letztendlich ein optimales für uns und unsere Patienten zu regeln war.
ästhetischen aber auch funktionelles Ergeb- Bemerkenswert war die sehr enge Zusamnis zu erreichen. Diese beginnt schon wenige menarbeit unseres Anästhesieteams mit den
Tage nach der Geburt mit der Anfertigung ei- peruanischen Kollegen, insbesondere Rafael
ner Trinkplatte, um die Zungenlage und Nah- Pais, den wir seit der ersten Kampagne kennen
rungsaufnahme zu normalisieren. Eine kin- und schätzen. Es war eine gleichberechtigte
derärztliche Betreuung ist, bei oft drohender Arbeitsteilung und ein reger GedankenausUnterernährung und oft mit einer Spaltbildung tausch. Die Medikamentenkombinationen und
des Gesichtes kombinierten weiteren Fehlbil- -dosierungen flirrten nur so durch den OP-Saal.
dungen, notwendig. Die Beeinträchtigung der Ich halte dies für genauso wichtig, wie den
Mittelohrfunktion erfordert das Miteinbeziehen Erfahrungsaustausch der Chirurgen. Gerade
eines HNO-Kollegen. Kiefer-Gaumenspalten unsere Patienten sind oft erst wenige Monate
führen immer zu Zahnstellungs- und Bissver- alt, unterernährt, oder haben weitere Gesundänderungen, welche ein damit erfahrener Kie- heitsprobleme – für das Narkoseteam eine geferorthopäde korrigieren kann. Sprachtherapie, waltige Verantwortung. Unser Nachsorgeteam
Sozialbetreuung u.s.w.. Klar, das Problem ist ist natürlich viel enger an unseren Patienten
es, diese Kollegen zu finden, dann zu motivie- und ihren Eltern dran. Sie erfahren mehr über
ren und irgendwie müssen auch diese Behand- die oft schwierigen Lebensumstände, geprägt
lungen bezahlt werden. Aber es gibt vielver- vom täglichen Kampf für das Nötigste und Sorsprechende Entwicklungen, wie wir in Huaraz ge und Verzweiflung, die ein Kind mit dieser
Fehlbildung mit sich bringt.
erfahren konnten.
Huaraz liegt noch deutlich höher als Cajamarca. Man merkt, die Luft ist dünner und jeden
Nachmittag um vier fängt es an zu regnen. Jeden Morgen auf dem Weg zum Hospital, fast
wie ein Ritual, damit alles gut läuft, genießen
wir kurz den Blick auf die imposante Bergwelt
der Cordillera blanca. In Huaraz sind unsere
Partner Mitglieder des Rotary Clubs und ärztliche Kollegen des Hospitals. Es war nun schon
die dritte gemeinsame Kampagne. Für die Organisation hauptverantwortlich war diesmal
die Zahnärztin Tania Castillo. Es war bewundernswert, mit welcher Ruhe und Freundlich-Es gibt immer wieder besondere Patienten, Geschichten, Schicksale, die lange in Erinnerung
bleiben. Eine davon ist ein wenige Monate altes
Kind, eher eine Hand voll Mensch, völlig unterernährt, gerade noch am Leben. Mit der doppelseitigen Lippen-Kiefer- Gaumenspalte hat
es nicht gelernt an, Brust oder Flasche ausreichend zu saugen. Dazu kam, dass die Mutter
doch etwas unbeholfen war. Anne, Sven, Vero-Ein Häuflein Mensch
hat dank der Operation gute Chancen46ZBB Ausgabe 3/2013Aktuellesnika, Tania und der peruanische Kinderarzt Jonny nahmen sich beherzt dieses Kindes an. Es
wurde eine Trinkplatte angefertigt, die das Kind
sofort annahm und ausgiebig trank. Eine finanzielle und soziale Unterstützung wurde organisiert, gebunden an das regelmäßige Erscheinen
beim Kinderarzt. Vor wenigen Tagen erhielten
wir von Tania eine E-Mail mit Fotos und der aktuellen Gewichtszunahme: Fast ein Kilogramm!
Beeindruckt hat uns auch eine Lehrerin aus der
Gegend um den Alpamayo – man sagt, er sei
der schönste Berg der Welt, aber es leben dort,
oft sehr abgeschieden, wohl mit die ärmsten
Menschen Perus. Sie hat beherzt einen ihrer
Schüler samt Vater mit einem Alkoholproblem,
unter Androhung einer Anzeige eingepackt,
nachdem sie von uns hörte, und zu uns nach
Huaraz gebracht. Für uns war sie ein Glücksfall, denn sie sprach neben Spanisch auch Ketschua, die alte Indiosprache und konnte uns
bei einigen weiteren Patienteneltern weiterhelfen.
So auch bei der erst 17-jährigen Mutter von
Jaider – sie war unglaublich verschüchtert und
völlig überfordert mit ihrem Baby und seiner
Spaltbildung. Der Vater hat sie sofort nach der
Geburt des Kindes verlassen. Ihr musste viel
gezeigt und erklärt werden. Wir haben Kindersachen, Windeln etc. besorgt und hoffen, dass
sie jetzt ihres und das Leben des operierten
Kindes fester und mit Vertrauen in die Zukunft
in die Hand nimmt.Für die armen, oft
noch sehr jungen
Frauen ist das Leben
schwerWie geht es weiter? Mit den Kollegen in Cajamarca und Huaraz habe ich besprochen, bei
Bedarf im nächsten Jahr eine Minikampagne je
zwei oder drei Tage für besondere Patientenfälle durchzuführen. Der Faden soll nicht zu lange
abreißen. Das deutsche Team wird 2014 wieder aufbrechen und fortführen, was sich seit
1995 entwickelt hat.
Vielen Dank fürs Lesen, Anteilnehmen und Unterstützen!
Im Namen des deutsch-peruanischen Teams
Dr. Andreas PöhlDas deutsch-peruanische Team plant
schon den nächsten
EinsatzZBB Ausgabe 3/201347TermineWer so lebt, dass er
mit Vergnügen auf
sein vergangenes
Leben zurückblicken
kann, lebt zweimal.
(Martial, römischer Dichter)Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag
... und wünschen allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die in den Monaten Juli und
August ihren Ehrentag feiern, beste Gesundheit, Freude am Leben sowie
vergnügliche Stunden mit Familie und guten Freunden. Alles Gute insbesondere ... *
zum 91. am 11. Juli
MR Hans-Georg Neumann
aus Burg (Spreewald)zum 90. am 17. Juli
Zahnärztin Helga
Rademacher aus Stahnsdorfzum 90. am 27. Juli
Dr. med. dent. Barbara
Händel aus Frankfurt (Oder)zum 87. am 28. Juli
SR Dr. med. dent. Ingeborg
Renner aus Eberswaldezum 86. am 29. Juli
Dr. med. Egon Richter
aus Zehdenickzum 85. am 3. Juli
Zahnarzt Paul Sandner
aus Cottbuszum 83. am 14. Juli
Dr. med. dent. Horst Henkel
aus Sprembergzum 82. am 5. Juli
Norbert Brandt aus Potsdamzum 82. am 25. Juli
Dr. med. dent. Gisela Huhle
aus Templinzum 81. am 17. Juli
SR Dr. med. dent. Ursula
Schröter aus Schönermarkzum 70. am 18. Juli
Dr. med. dent. Christine
Schiemenz aus Cottbuszum 70. am 21. Juli
Zahnarzt Siegfried Haas
aus Erknerzum 70. am 23. Juli
Zahnärztin Heidi Tostmann
aus Leegebruchzum 70. am 26. Juli
Zahnarzt Hans-Jörg Albrecht
aus Cottbus/Gallinchenzum 65. am 10. Juli
Zahnärztin Veronika Madel
aus Petershagenzum 65. am 12. Juli
Dr. med. Roland Heine
aus Luckauzum 65. am 23. Juli
Dipl.-Stom. Jürgen Lenk
aus Werneuchenzum 65. am 24. Juli
Dipl.-Stom. Jutta Bayreuther
aus Breddin
__________________________im Monat August
zum 100. am 5. August
Zahnarzt Kurt Peschky
aus Zepernickzum 91. am 4. August
Dr. med. Ilse Buckentin
aus Heidesee/Dolgenbrothzum 91. am 22. August
Dr. med. dent. Gerhard Koch
aus Zeuthenzum 88. am 22. August
Dr. med. dent. Joachim
Bärwald aus Sprembergzum 86. am 28. August
Dr. med. dent. Eberhard
Schneider aus Ludwigsfeldezum 85. am 13. August
OMR Dr. med. dent. Richard
Faupel aus Wolfsburgzum 83. am 18. August
Dr. med. dent. Anneliese
Hoffmann aus Prenzlauzum 83. am 20. August
MR Dr. med. dent. Gertraude
Schreinert aus Eberswaldezum 83. am 25. August
Zahnärztin Elli Riemer
aus Wusterwitzzum 82. am 2. August
Dr. med. dent. Richard
Richter aus Cottbuszum 75. am 11. August
MR Dr. med. dent. Hans J.
Appel aus Wittenbergezum 75. am 16. August
Dr. med. dent. Klaus-Peter
Reblin aus Potsdamzum 70. am 3. August
Zahnärztin Marianne Baarsch
aus Werder (Havel)zum 70. am 3. August
Dr. med. Gerhard Bundschuh
aus Groß Glienickezum 70. am 5. August
PD Dr. med. Klaus Retemeyer
aus Schulzendorfzum 70. am 12. August
Zahnärztin Monika
Eckermann aus Hoppegartenzum 70. am 12. August
Dr. med. dent. Karin Knappe
aus Eberswaldezum 70. am 17. August
Dr. med. Norbert Hanisch
aus Wandlitz/Schönwaldezum 65. am 16. August
Zahnärztin Gisela Eckardt
aus Potsdam* Zahnärzte, die keine Gratulation wünschen, wenden sich bitte spätestens drei Monate vorher an: Jana Zadow-Dorr, LZÄKB, Tel. 03 55 381 48-15.48ZBB Ausgabe 3/201324. JahrgangSIE HABEN FORMAT
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Christina Pöschel
Telefon: 0331 2977-0 / Fax: 0331 2977-318
E-Mail: christina.poeschel@kzvlb.de
Internet: http://www.kzvlb.deFür dIe LZÄKB
Maria-Luise Decker (verantwortlich)
Telefon: 0355 38148-0 / Fax: 0355 38148-48
Internet: http://www.lzkb.de
gemeinsames Internetportal: http://www.zahnaerzte-in-brandenburg.deRedaktionsbeirat:
KZVLB: Rainer Linke, Dipl.-Stom. Sven Albrecht, Raimar Köster,
Dr. Loretta Geserich
LZÄKB: Dipl. -Stom. Jürgen Herbert, Dipl.-Stom. Bettina SuchanHinweis der Redaktion:84,– €
98,– €„Zahnarzt“ ist die formelle Bezeichnung gemäß Zahnheilkundegesetz. Im Inter­
esse einer besseren Lesbarkeit wird auf die weibliche und männliche Form der
Berufsbe­zeichnung verzichtet. Das gleiche gilt für die Berufsbezeichnungen
„Zahnmedi­zinische Fachangestellte“, „Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin“,
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403,– €* unter Textspalte; ** außen, neben Textspalte im red. TeilAnzeigenschluss: am 20. des Vormonats
Druckunterlagen: am 25. des VormonatsMartin Athenstädt © dpa Fotoreport, Sabine Berg, Guido Elsäßer, Dr. Andreas Pöhl,
Christina Pöschel, proDente e. V., Jana Zadow-Dorr, Bayerisches Staatsministerium für
Das Zahnärzteblatt beinhaltet zugleich amtliche Mitteilungen gemäß § 25 der
Hauptsatzung der LZÄK Brandenburg. Zuschriften redaktioneller Art bitten wir nur
an die Herausgeber zu richten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernehmen wir keine Haftung. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Leserbriefe gekürzt
zu veröffentlichen. Gezeichnete Artikel, Anzeigen und Leserbriefe geben nicht
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rummler@quintessenz.deZBB Ausgabe 3/2013ISSN 0945- 9782
Die Zeitschrift erscheint sechs Mal im Jahr, Erscheinungstermin ist jeweils der
20. des geraden Monats. Die Zeitschrift wird von allen Brandenburgischen Zahnärzten im Rahmen ihrer Mitgliedschaft zur Landeszahnärztekammer bezogen. Der
Bezugspreis ist mit dem Mitgliedsbeitrag abge­golten. Bezugsgebühr: jährlich 26,– €
zzgl. Versandkosten Einzelheft 3,– €. Bestellungen werden vom Verlag entgegengenommen. Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende des
Kalenderjahres.49TermineVersorgungswerk zieht in neue Räume
[PM] Im August ist es soweit: Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) wird
seine neuen Räume in der Klaus-Groth-Straße
3 in 14050 Berlin beziehen. Aufgrund des Umzuges bleibt die Verwaltung des VZB vom 12.
bis 16. August 2013 geschlossen. Die ordnungsgemäße Zustellung der Post ist gesichert, Anrufe und Faxe können in der Zeit nicht
entgegengenommen werden. Ab dem 19. Au-gust ist das Versorgungswerk unter der neuen
Adresse gern für Sie da.Neue Telefonnummer ab August
Mit dem Umzug wird es eine neue Rufnummer
geben: 030 93 93 58-0. Die Durchwahlnummern werden rechtzeitig auf der Internetseite
www.VZBerlin.org bekanntgegeben. Ausgewählte Termine von Kammer und KZV
•	23. August: Tennis- und Golfturnier
Rückfragen: Martin Milanow KZVLB,
Tel. 0331 2977-444
•	28. August: Seniorenausflug
Rückfragen: Margit Harms, LZÄKB,
Tel. 0355 38148-25
•	6. September: KFO-Gutachtertagung
Rückfragen: Annett Klinder, KZVLB,
Tel: 0331 2977-304
•	18. September: Zentrale Aktion aus Anlass
des Tages der Zahngesundheit im Cottbuser TierparkRückfragen: Jana Zadow-Dorr, LZÄKB,
Tel. 0355 38148-15
•	16. Oktober: Kammerversammlung
Rückfragen: Sabine Leipholz, LZÄKB,
Tel. 0355 38148-21
•	22./23. November: 23. Brandenburgischer
Rückfragen: Margit Harms, LZÄKB, Tel.
0355 38148-25
•	7. Dezember: Vertreterversammlung
Rückfragen: Angela Fina, KZVLB,
Tel. 0331 2977-338Wir trauern um unsere Kollegen50Dr. med. dent.
Roswitha MoltrechtDr. med. dent.
Detlef Becker-DetertDr. med. dent.
Alice Kanitzaus Wittenberge
geboren am 5. Oktober 1938
verstorben im März 2013aus Potsdam
geboren am 28. April 1963
verstorben im April 2013aus Potsdam
geboren am 2. Januar 1926
verstorben im Mai 2013ZBB Ausgabe 3/2013VerlagsseiteParodontitiskontrolle für zu Hause
Zahnärzte kennen von Chair-SideSchnelltests die frühe Signalwirkung
des aktiven Enzyms Matrix-Metalloproteinase-8, kurz aMMP-8. Damit lässt
sich gegenüber herkömmlichen Diagnostika wie Röntgen, Parodontalsonden oder Bakterientests frühzeitig der
Kollagenabbau am Zahnhalteapparat
anzeigen, bevor sichtbare Schäden
auftreten. Mit einem neuen Selbsttest
können Risikopatienten oder bereits wegen einer Parodontitis behandelte Patienten sowie deren Lebenspartner ergänzend zur ärztlichen Diagnostik erhöhte Werte
des Schlüsselenzyms erstmals auch zu Hause, das heißt
außerhalb der regelmäßigen Kontroll- und Recalluntersuchungen, feststellen. Dadurch werden die rechtzeitige
Vorbeugung einer Parodontitis sowie im Bedarfsfall die
regelmäßige Kontrolle sowie schnelle Behandlung durch
den Zahnarzt oder Parodontologen unterstützt. Zahnärzte können den neuen PerioSafe® für 34,95 Euro (UVP)
anbieten. Er ähnelt in der Anwendung dem bekannten
Chair-Side-Schnelltest, ist ebenfalls völlig schmerzfrei,
und das Ergebnis liegt in nur zehn Minuten vor. Ergänzt
wird der Selbsttest durch ein neues antimikrobiell wirksames Pflegesystem, bestehend aus einer Zahncreme
und einer Mundspülung. Parodontologen oder parodon-tologisch tätige Zahnärzte, die den Test und das Pflegesystem ihren Kunden anbieten, können sich auf der
Internetseite www.mundgesundheitstest.de registrieren.
Damit finden Betroffene den nächstgelegenen Spezialisten für die Behandlung.Großer Zahnseidenspender von
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am Behandlungsstuhl durch ein spezielles Klebeband,
im Lieferumfang enthalten, angebracht werden. Für den
nachfüllbaren Zahnseidenspender sind unterschiedliche
Ersatzrollen mit je 200 m Zahnseide erhältlich. Weitere
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References: § 2
 § 85
 § 85
 § 13
 § 50
 § 7
 § 22
 § 8
 § 7
 § 8
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 § 213
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