Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.10.2005&Aktenzeichen=VII%20ZR%20190/02
Timestamp: 2019-08-22 01:58:56+00:00

Document:
BGH, 20.10.2005 - VII ZR 190/02 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1996
BGH, 20.10.2005 - VII ZR 190/02 (https://dejure.org/2005,1996)
BGH, Entscheidung vom 20.10.2005 - VII ZR 190/02 (https://dejure.org/2005,1996)
BGH, Entscheidung vom 20. Januar 2005 - VII ZR 190/02 (https://dejure.org/2005,1996)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,1996) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VOB/B § 6 Nr. 7
Kündigungsrecht bei Unterbrechung der Bauausführung; Voraussetzungen für einen Anspruch des Auftragnehmer auf eine besondere Vergütung; Vorliegen eines außerordentlichen Kündigungsrechts; Zurechnung des Planungsverschuldens der Bauherrin
Bauunterbrechung: Auch Verursacher kann kündigen!
Schürmann-Bau: Durften Auftraggeber nach § 6 Nr. 7 VOB/B kündigen? (IBR 2006, 84)
LG Köln, 09.08.2000 - 91 O 49/96
NJW-RR 2006, 306
MDR 2006, 328
NZBau 2006, 108
BauR 2006, 371
ZfBR 2006, 145
Auf nichts anderes verweist der BGH, wenn er betont, dass der Bestimmung des § 6 Abs. 7 VOB/B wie jeder Regelung über eine außerordentliche Kündigung die Frage der Zumutbarkeit der Kündigung immanent ist (BGH, Urteil vom 20.10.2005, VII ZR 190/02, Rz 15; Urteil vom 13.5.2004, VII ZR 363/02, BGHZ 159, 161).
Dies gilt zum Einen für die Frage der Wirksamkeit von § 6 Abs. 7 VOB/B bei AGB-Einzelkontrolle, die durch den BGH - soweit ersichtlich - nicht geklärt ist (vgl. insbesondere BGH, Urteil vom 20.10.2005, VII ZR 190/02; Urteil vom 13.5.2004, VII ZR 363/02, BGHZ 159, 161).
Umstände, die aus der Risikosphäre des Auftraggebers herrühren, aber keine Vertragverletzung darstellen, begründen grundsätzlich keine Haftung nach § 6 Nr. 6 VOB/B (vgl. BGH, Urteil vom 20.10.2005, Az.: VII ZR 190/02, Rn. 22, zitiert nach juris).
Auch die Entscheidung des Senats vom 20. Oktober 2005 (VII ZR 190/02, BauR 2006, 371 = NZBau 2006, 108) führt, anders als die Revision meint, zu keiner anderen Beurteilung.
Die Höhe folgt aus einer Fortschreibung der Vertragspreise und ihrer Einzelbestandteile, wie sie sich aus der ursprünglichen Kalkulation des Auftragnehmers ergeben ("vorkalkulatorische Preisfortschreibung"; vgl. nur BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02 -, Rdnr. 28, juris).
Der Anspruch aus § 642 BGB besteht neben einem Schadensersatzanspruch nach § 6 Nr. 6 VOB/B (BGH BauR 2000, 722 und BauR 2006, 371 ).

References: § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 BGH 
 § 6
 § 642
 § 6