Source: https://studylibde.com/doc/2099571/briefvorlage-kanton-bs---visual-step
Timestamp: 2020-06-03 03:28:51+00:00

Document:
Briefvorlage Kanton BS - Visual-Step
Volksschulen und Weiterführende Schulen
Verordnung über die Beurteilung und die Schullaufbahnentscheide der Schülerinnen und Schüler der
Volksschule und der weiterführenden Schulen (Schullaufbahnverordnung; SLV)
1. Inhaltsverzeichnis (S. 2-3)
2. Verordnung mit Kommentar (S. 4-69)
3. Schulgesetzbestimmungen (S. 70-71)
Stand Verordnung: 17. August 2015
Stand Kommentierung: 16. November 2015
II. AUFNAHME UND AUSTRITT
1. Aufnahme in die Volksschule und Austritt
2. Aufnahme in die weiterführenden Schulen und Austritt
3. Aufnahme in die Profilklassen und Rückversetzung
5. Leistungserhebungen in der Sachkompetenz
7. Lernbericht und Standortgespräch
8. Information über Leistungsveränderungen
9. Leistungstests
IV. BEFÖRDERUNG UND NICHTBEFÖRDERUNG, WIEDERHOLEN UND ÜBERSPRINGEN
10. Beförderung und Wiederholung in der Volksschule
11. Beförderung, Nichtbeförderung und Wiederholung in den weiterführenden Schulen
12. Überspringen in den Volksschulen, Gymnasien und der FMS
V. ÜBERTRITT VON DER PRIMARSCHULE IN DIE SEKUNDARSCHULE
VI. WECHSEL DER LEISTUNGSZÜGE UND ZUSÄTZLICHE INDIVIDUELLE FÖRDERUNG IM LEISTUNGSZUG IN DER
VII. ÜBERTRITT VON DER SEKUNDARSCHULE IN DIE WEITERFÜHRENDEN SCHULEN
VIII. SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT INDIVIDUELLEN LERNZIELEN
IX. ABSCHLÜSSE
14. Weiterführende Schulen
X. VERFAHREN UND ZUSTÄNDIGKEITEN
15. Zeugnisklassenkonferenz
16. Ausfertigung, Abgabe, Kenntnisnahme und Aufbewahrung der Zeugnisse und Zwischenzeugnisse
17. Ausfertigung, Abgabe und Kenntnisnahme der Lernberichte
18. Formulare und Mindestvorgaben für Zeugnisse, Zwischenzeugnisse, Zeugnismappen Volksschule und Lernberichte
19. Aufnahmeprüfungen und Leistungstests
20. Lehrpersonenteam und mündige Schülerinnen und Schüler
21. Information der Schulleitungen anderer Schulstufen
XI. RECHTSMITTEL
XII. AUSFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN
I. Fachmaturitätsschule (FMS)
II. Brückenangebote
III. Profilklassen
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, gestützt auf § 74 Abs. 2
lit. a und b des Schulgesetzes vom 4. April 19291, auf Antrag des Erziehungsrates, beschliesst:
§ 1. Gegenstand
Diese Verordnung regelt die Beurteilung und die Schullaufbahnentscheide der Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der weiterführenden Schulen.
Diese Verordnung gilt für die folgenden Schulen:
1. Volksschule:
a) Primarstufe:
aa) Kindergärten;
ab) Primarschulen.
b) Sekundarstufe I:
ba) Sekundarschulen.
2. Weiterführende Schulen / Sekundarstufe II:
SG 410.100
Um eine konsistente Regelung der Beurteilung und der Schullaufbahnentscheide über alle Stufen hinweg zu erhalten, werden die Verordnungen aller Vollzeitschulen in einer Verordnung zusammengefasst. In der vorliegenden Bestimmung werden die entsprechenden
Stufen und Schulen genannt, für die diese Verordnung gilt.
Abs. 1 Ziff. 1:
Die Volksschule führt für Schülerinnen und Schüler mit besonderem
Bildungsbedarf sonderschulische Spezialangebote. Die vorliegende
Verordnung gilt uneingeschränkt auch für diese Angebote der Volks-
a) Gymnasien;
b) Fachmaturitätsschule (FMS);
c) Informatikmittelschule (IMS);
d) Wirtschaftsmittelschule (WMS);
e) Allgemeine Gewerbeschule Basel (AGS Basel), Berufsfachschule
Basel (BFS Basel) und Schule für Gestaltung Basel (SfG Basel) in ihrer Eigenschaft als Berufsmaturitätsschulen (BMS) und Anbieter von
Brückenangeboten;
f) Brückenangebote.
² Sie gilt ausserdem sinngemäss für die Schülerinnen und Schüler, die
im Auftrag des Staates in einer Sonderschule mit kantonalem Auftrag,
in einer Privatschule oder in einer privaten oder staatlichen Einrichtung
geschult werden. Für die Handelsschule KV Basel gelten die besonderen Bestimmungen der Unterrichtskommission.
³ Für den Lehrgang «Link zum Beruf» an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel gilt die Verordnung für den Lehrgang «Link zum Beruf»
an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel vom 12. Oktober 2010.
schule. Die Schülerinnen und Schüler werden aber in der Regel mit
individuellen Lernzielen arbeiten (vgl. § 70a SLV).
Für die Berufsmaturität gibt es auch bundesrechtliche Vorschriften zur
Leistungsbewertung und Promotion. Diese sind vorbehalten.
Schülerinnen und Schüler, die im Auftrag des Staates geschult werden, sind (1) Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf, die in Sonderschulen mit kantonalem Auftrag oder in Privatschulen geschult werden, (2) Schülerinnen und Schüler der Handelsschule
KV Basel und (3) Schülerinnen und Schüler, die in einem Schulheim
geschult werden. Auch für sie soll diese Verordnung gelten, allerdings
nur sinngemäss, da die Regelungen an die jeweils betroffene Institution angepasst werden müssen und bei der Handelsschule KV Basel
auch bundesrechtliche Vorgaben zu beachten sind (bei den KVAusbildungen mit eidg. Abschluss legen die Bildungsverordnungen
des Bundes und die entsprechenden Rahmenlehrpläne insbesondere
die zu prüfenden Kompetenzen fest). Für die Handelsschule KV Basel
gelten die entsprechenden Bestimmungen der Unterrichtskommission.
Der Lehrgang «Link zum Beruf» an der Allgemeinen Gewerbeschule,
der Grundkenntnisse der Sekundarstufe I vermittelt und dessen Abschluss den Einstieg in eine berufliche Grundbildung oder Weiterbildung ermöglicht, wird weiterhin in der separaten Verordnung für den
Lehrgang «Link zum Beruf» an der Allgemeinen Gewerbeschule vom
12. Oktober 20102 geregelt.
SG 421.760
§ 3. Zuweisung in die Schulen der Volksschule
Die schulpflichtigen Kinder werden in den vom Kanton geführten
Schulen durch die Volksschulleitung, in den von den Gemeinden geführten Schulen durch die zuständige Stelle der Gemeinden erfasst.
² Die Volksschulleitung oder die zuständige Stelle der Gemeinden trifft
die organisatorischen Anordnungen für die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler in die Schulen. Sie berücksichtigt dabei die Vorgaben
für die Klassengrössen und die Schulraumkapazitäten.
³ Im Kindergarten und in der Primarschule werden der Aufenthaltsort
der Schülerinnen und Schüler und die Präferenz der Erziehungsberechtigten für Tagesstrukturen nach Möglichkeit berücksichtigt. Bei einem Wechsel des Aufenthaltsortes während des Schuljahres werden
die Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit in die nächstgelegene
Schule versetzt; auf Gesuch der Erziehungsberechtigten kann ihnen
das Verbleiben in der bisherigen Schule gestattet werden.
In der Sekundarschule werden die Präferenzen der Erziehungsberechtigten in Bezug auf den Schulungsort nach Möglichkeit berücksichtigt.
§ 4. Aufnahme in eine Schule der Volksschule
Für die Aufnahme nach den §§ 58 und 62 des Schulgesetzes sind
die Leistungen der Schülerinnen und Schüler durch Zeugnisse
und/oder, falls notwendig, andere Dokumente nachzuweisen. Für die
Berechtigung für die Aufnahme in einen Leistungszug der Sekundarschule gelten die §§ 56-58.
² Die vorzeitige Aufnahme in den Kindergarten und das Hinausschie-
Kindergarten und Primarschule sind Schulen mit einem definierten
Einzugsgebiet. Bei der Zuweisung wird deshalb der Aufenthaltsort berücksichtigt. Da die Erziehungsberechtigten einen verfassungsmässigen Anspruch auf Tagesstrukturen haben (§ 11 Abs. 2 lit. a der Kantonsverfassung) und diese nicht überall gleich ausgebaut sind, wird
bei der Zuweisung zu einer Schule auch die Präferenz der Erziehungsberechtigten für Tagesstrukturen berücksichtigt.
Erziehungsberechtigte können nach Priorität geordnet drei Sekundarschulstandorte als Schulungsorte angeben. In der Regel kann der in
erster oder zweiter Priorität genannte Sekundarschulstandort als
Schulungsort berücksichtigt werden.
Die Schulleitung der Schule, an welche die Kinder durch die Volksschulleitung oder die zuständige Stelle der Gemeinden zugewiesen
wurden, nimmt die Kinder in ihre Schule auf. Später ist die Schulleitung auch für Aufnahmen von Schülerinnen und Schülern zuständig,
die von einer anderen staatlichen Schule oder einer Privatschule in die
staatlichen Schulen übertreten oder aus einem anderen Kanton oder
ben der Aufnahme in den Kindergarten richten sich nach § 56 des
Schulgesetzes.
³ Beim Entscheid über die Aufnahme kann die Schulleitung besonderen Umständen Rechnung tragen.
Die Leitung Volksschulen kann in Absprache mit den Schulleitungen
der Volksschulen mit Schulleitungen von Privatschulen Übertrittsvereinbarungen abschliessen, welche die Übertrittsvoraussetzungen dieser Verordnung ergänzen sowie Modalitäten des Übertritts regeln.
aus dem Ausland zuziehen. Für die Aufnahme sind die §§ 58 und 62
des Schulgesetzes massgebend.
In der Volksschule gilt die Schulpflicht. Deshalb kann die Schulleitung
der Volksschule – anders als die Schulleitungen der weiterführenden
Schulen – keine Schülerinnen und Schüler, die ihren Aufenthaltsort in
Basel-Stadt haben, abweisen. Die Schulleitung einer Sekundarschule
kann jedoch nach § 58 Abs. 2 und 3 und 62 Abs. 2 und 3 des Schulgesetzes für die Aufnahme in einen bestimmten Leistungszug eine
Probezeit festlegen oder eine Aufnahmeprüfung anordnen.
Mit der Gesetzesänderung zur Schulharmonisierung kann ein Kind
auch vorzeitig in den Kindergarten aufgenommen werden. Rückstellungen vom Eintritt in den Kindergarten sind weiterhin möglich. Der
vorzeitige Eintritt und die Rückstellung richten sich nach der neuen
Formulierung von § 56 des Schulgesetzes. Die Bestimmung wird am
1.1.2016 wirksam. Bis dahin gilt der bisherige § 56 des Schulgesetzes
(ohne vorzeitige Aufnahme in den Kindergarten). (siehe unter Ziff. 5)
Bei den Aufnahmen gibt es immer Fälle, die zu Lösungen führen würden, die der besonderen Situation der Schülerinnen und Schüler nicht
gerecht würden. Die Schulleitung soll deshalb beim Entscheid über
die Aufnahme besonderen Umständen Rechnung tragen können.
§ 5. Dispens und Austritt sowie Abmeldung von der Volksschule
Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler sind im Sinne von § 59 des
Schulgesetzes vom Besuch der staatlichen Schule dispensiert, wenn
sie eine nach § 130 ff. des Schulgesetzes bewilligte Privatschule besuchen oder mit einer Bewilligung nach § 135 des Schulgesetzes Pri-
Aus der Schule austreten können Schülerinnen und Schüler, wenn sie
die Schulpflicht anderweitig erfüllen (z.B. Übertritt in eine andere
staatliche Schule) oder die Erziehungsberechtigten wegziehen.
vatunterricht erhalten.
² Aus der Schule treten schulpflichtige Schülerinnen und Schüler aus,
wenn sie die Schulpflicht anderweitig erfüllen oder die Erziehungsberechtigten wegziehen. Treten sie innerhalb von acht Kalendertagen
vor der Zeugnisklassenkonferenz aus, so erhalten sie ein vollständiges Zeugnis.
³ Nicht als Austritt aus der staatlichen Schule gilt, wenn Schülerinnen
und Schüler im Auftrag des Staates in einer Sonderschule mit kantonalem Auftrag, in einer Privatschule oder in einer privaten oder staatlichen Einrichtung geschult werden.
Bei einem Dispens oder Austritt sind die Erziehungsberechtigten
verpflichtet, die Schülerinnen und Schüler bei der Volksschulleitung
oder der zuständigen Stelle der Gemeinden abzumelden.
Kein Austritt aus der Schule liegt vor, wenn der Schulbesuch in einer
Sonderschule mit kantonalem Auftrag oder in einer Privatschule (verstärkte Massnahme als dritte Stufe der sonderpädagogischen Fördermassnahmen) oder in einer privaten oder staatlichen Einrichtung
(z.B. Schulheim) im Auftrag des Staates erfolgt.
§ 6. Anmeldung für die weiterführenden Schulen
Die Schülerinnen und Schüler sind durch ihre Erziehungsberechtigten für die Aufnahme in das Gymnasium bei der Leitung Mittelschulen
und Berufsbildung, für die FMS, IMS, WMS und BMS bei der Schulleitung der betreffenden Schule anzumelden.
Für die Anmeldung zur lehrbegleitenden Ausbildung der BMS (BM 1)
bedarf es der Zustimmung des zuständigen Lehrbetriebs.
³ Die Schülerinnen und Schüler, die keine Schule nach Abs. 1 besuchen und keine berufliche Grundbildung beginnen, müssen sich bei
der Triagestelle des Kantons Basel-Stadt anmelden.
Die Leitung Mittelschulen und Berufsbildung setzt die Termine für die
Anmeldung fest. Schülerinnen und Schüler, die während des Schuljahres zuziehen, haben sich unverzüglich anzumelden.
In der FMS, IMS, WMS und BMS werden die Schülerinnen und Schüler wie bisher bei der betreffenden Schule angemeldet werden. Für
das Gymnasium, das über mehrere Standorte verfügt, werden die
Schülerinnen und Schüler zentral bei der Leitung Mittelschulen und
Berufsbildung angemeldet werden.
Die Triagestelle wird in der Abteilung Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung (BBE) des Erziehungsdepartements geführt. Die
Triagestelle sorgt dafür, dass am Ende der obligatorischen Schulzeit
alle Schülerinnen und Schüler eine für sie passende Anschlusslösung
§ 7. Nachträgliche Anmeldung für die weiterführenden Schulen
Schülerinnen und Schüler, welche die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, müssen von der Schulleitung bei nachträglicher Anmeldung
a) für eine andere Schule rechtzeitig angemeldet waren; und
b) für die Schule, für die sie nachträglich angemeldet werden:
ba) infolge des Zeugnisses am Ende des Schuljahres die Aufnahmeberechtigung erreichen; oder
bb) die Aufnahmeprüfung bestanden haben.
² In den übrigen Fällen können Schülerinnen und Schüler bei verspäteter Anmeldung nur aufgenommen werden, wenn einer Aufnahme
nicht schulorganisatorische Gründe entgegenstehen.
Abs. 1 lit. a:
Beispielsweise erreicht eine Schülerin, die sich nach dem ersten Semesterzeugnis bei der FMS angemeldet hat, mit dem zweiten Semesterzeugnis die Berechtigung für die provisorische Aufnahme ins Gymnasium. Diese Schülerin muss auch bei einer verspäteten Anmeldung
ins Gymnasium aufgenommen werden.
Schulorganisatorische Gründe sind u.a. personelle oder räumliche
Gründe (z.B. wenn für die Aufnahme eine neue Klasse gebildet werden müsste).
§ 8. Zuweisung in ein Gymnasium
Die Leitung Mittelschulen und Berufsbildung trifft die organisatorische Anordnung für die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler in
² Sie berücksichtigt dabei die Vorgaben für die Klassengrössen und
die Schulraumkapazitäten. Die Präferenzen der Erziehungsberechtigten in Bezug auf den Schulungsort werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
Für das Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler bei der Leitung Mittelschulen und Berufsbildung angemeldet (§ 6 Abs. 1). Bei der
Anmeldung haben die Erziehungsberechtigten einen Schulungsort in
erster und zweiter Priorität anzugeben. In der Regel kann der in erster
oder zweiter Priorität genannte Gymnasialstandort als Schulungsort
§ 9. Aufnahme in eine weiterführende Schule
und/oder, falls notwendig, andere Dokumente nachzuweisen.
In allen Fällen, die durch diese Verordnung nicht geregelt sind, entscheidet die Schulleitung der aufnehmenden Schule unter Berücksich-
Die Schulleitung der Schule, für die die Schülerinnen und Schüler angemeldet sind, nimmt die Schülerinnen und Schüler in ihre Schule auf.
Die Schulleitung ist auch für Aufnahmen von Schülerinnen und Schülern zuständig, die von einer anderen staatlichen Schule oder von einer Privatschule in die staatlichen Schulen übertreten oder aus einem
tigung der schulischen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler über die Aufnahme, die Form der Aufnahme oder die Abweisung.
Beim Entscheid über die Aufnahme kann die Schulleitung besonderen Umständen Rechnung tragen.
Die Leitung Mittelschulen und Berufsbildung kann in Absprache mit
den Schulleitungen der weiterführenden Schulen mit Schulleitungen
von Privatschulen Übertrittsvereinbarungen abschliessen, welche die
Übertrittsvoraussetzungen dieser Verordnung ergänzen sowie Modalitäten des Übertritts regeln.
anderen Kanton oder aus dem Ausland zuziehen.
Für die Aufnahme sind die §§ 58 und 62 des Schulgesetzes massgebend. §§ 10-14 der SLV konkretisieren die schulgesetzliche Regelung.
Bei der Form der Aufnahme kann die Schulleitung insbesondere eine
Probezeit festlegen (siehe § 15) oder eine Aufnahmeprüfung anordnen (siehe § 16).
Bei den Aufnahmen gibt es immer Fälle, bei denen insbesondere die
in den §§ 10-14 festgelegten Fälle zu Lösungen führen, die der besonderen Situation der Schülerin oder des Schülers nicht gerecht
werden. Die Schulleitung soll deshalb beim Entscheid über die Aufnahme besonderen Umständen Rechnung tragen können.
Mit der Bénédict-Schule, dem Freien Gymnasium und der Minerva bestehen mit den staatlichen Schulen bereits solche Übertrittsvereinbarungen.
§ 10. Aufnahme ins Gymnasium
In eine 1. Klasse des Gymnasiums werden Schülerinnen und Schüler
der Sekundarschule aufgenommen, die eine Berechtigung nach § 69
In das Gymnasium werden nur Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die den schulischen Abschluss spätestens in dem Kalenderjahr erreichen können, in dem sie 22 Jahre alt werden.
Schülerinnen und Schüler mit Aufenthalt in den Kantonen des Bil-
dungsraums Nordwestschweiz werden in das Gymnasium aufgenommen, wenn die interkantonalen Vereinbarungen dies zulassen und
wenn einer Aufnahme nicht schulorganisatorische Gründe entgegenstehen.
§ 11. Übertritt von der FMS, IMS und WMS ins Gymnasium
Schülerinnen und Schüler der FMS, IMS und WMS können in eine 1.
Klasse des Gymnasiums übertreten, wenn:
a) sie im Zeugnis am Ende des Schuljahres der 1. Klasse in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch einen Durchschnitt von 5,25 erreicht haben, wobei Deutsch und Mathematik doppelt gezählt werden; und
b) das Lehrpersonenteam der FMS, IMS oder WMS den Übertritt empfiehlt.
Schülerinnen und Schüler der FMS, IMS und WMS können in eine 3.
a) sie im Zeugnis am Ende des Schuljahres der 3. Klasse in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch einen Durchschnitt von 5,0 erreicht haben, wobei Deutsch und Mathematik doppelt
gezählt werden;
b) das Lehrpersonenteam der FMS, IMS oder WMS den Übertritt empfiehlt; und
c) sie die Eignungsabklärung im Schwerpunktfach bestehen.
§ 12. Aufnahme in die FMS, IMS und WMS
In eine 1. Klasse der FMS, IMS und WMS werden Schülerinnen und
Schüler der Sekundarschule aufgenommen, die eine Berechtigung
nach den §§ 69 und 70 haben.
In die FMS, IMS und WMS werden nur Schülerinnen und Schüler
aufgenommen, die den schulischen Abschluss spätestens in dem Kalenderjahr erreichen können, in dem sie 22 Jahre alt werden.
Für die horizontale Durchlässigkeit in den weiterführenden Schulen
soll festgelegt werden, unter welchen Voraussetzungen Schülerinnen
und Schüler von der FMS, IMS oder WMS ins Gymnasium übertreten
Für die weiterführenden Schulen soll zwischen den Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz (AG, BL, BS, SO) eine Vereinbarung
abgeschlossen werden, in der festgehalten wird, dass die Schülerinnen und Schüler der anderen Kantone den eigenen gleichgestellt
Schülerinnen und Schüler mit Aufenthalt in den Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz werden in die FMS und WMS aufgenommen, wenn die interkantonalen Vereinbarungen dies zulassen und
§ 13. Aufnahme in die BMS
In eine 1. Klasse der lehrbegleitenden Ausbildung (BM 1) der BMS
werden Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule aufgenommen,
die eine Berechtigung nach den §§ 69-70 oder einen Abschluss der
FMS haben und über einen gültigen Lehrvertrag für eine drei- oder
vierjährige berufliche Grundbildung verfügen.
² In eine 1. Klasse der Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung
(BM 2) der BMS werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die
über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ verfügen und eine
der folgenden Zusatzqualifikationen erfüllen:
a) Der Notenausweis belegt eine Gesamtnote von mindestens 5,3;
b) Es liegt eine Berechtigung nach den §§ 69-70 vor;
c) Es liegt ein Abschluss der FMS vor.
³ Für eine Berufsmaturität in der Ausrichtung Gestaltung und Kunst
muss zusätzlich eine gestalterische Prüfung abgelegt werden, sofern
keine entsprechende gestalterische Vorbildung nachgewiesen werden
Ebenfalls aufgenommen werden ausserkantonale Schülerinnen und
Schüler, die in ihrem Wohnsitzkanton die Aufnahmevoraussetzungen
erfüllen und das entsprechende Aufnahmeverfahren erfolgreich durchlaufen haben.
Für Schülerinnen und Schüler der BMS, welche die Ausbildung nach
der beruflichen Grundbildung absolvieren (BM 2) und nach dem ersten
Semester aus der Schule austreten mussten (§ 50), ist ein Wiedereintritt in die BMS ein Mal möglich.
werden, sofern nicht schulorganisatorische (insb. räumliche oder personelle) Gründe entgegenstehen. Die Übertrittsvoraussetzungen sollen vom abgebenden Kanton definiert werden.
§ 14. Zuweisung und Aufnahme in die Brückenangebote
Die Triagestelle des Kantons Basel-Stadt weist in Absprache mit den
Schulleitungen der Brückenangebote die Schülerinnen und Schüler
den Brückenangeboten zu. Die Schülerinnen und Schüler werden
durch die jeweilige Schulleitung in das konkrete Brückenangebot aufgenommen.
² Für die Aufnahme in die Brückenangebote gelten die Aufnahmebestimmungen des Anhangs Ziff. II.
§ 15. Provisorische Aufnahme in eine weiterführende Schule
Nimmt die Schulleitung Schülerinnen und Schüler provisorisch auf,
so legt sie eine angemessene Probezeit fest. Diese dauert in der Regel bis längstens zum Ende des Schuljahres.
² Die Schulleitung legt die Voraussetzungen für eine definitive Aufnahme fest und informiert die Erziehungsberechtigten vor Schulbeginn
schriftlich darüber.
³ Nach Ablauf der Probezeit entscheidet sie über die definitive Aufnahme, die Verlängerung der Probezeit oder die Abweisung der Schülerinnen und Schüler.
§ 16. Aufnahme in eine weiterführende Schule nach bestandener angeordneter Aufnahmeprüfung
Schülerinnen und Schüler, für welche die Schulleitung eine Aufnahmeprüfung nach den §§ 58 oder 62 des Schulgesetzes angeordnet
hat, werden aufgenommen, wenn sie die Aufnahmeprüfung bestanden
Für die einzelnen Brückenangebote (z.B. Basis, Basis Plus, Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS), Login) gelten zusätzliche Aufnahmevoraussetzungen, die im Anhang Ziff. II geregelt werden.
Nach den §§ 58 Abs. 2 und 62 Abs. 2 des Schulgesetzes können die
Schulleitungen eine Schülerin oder einen Schüler provisorisch aufnehmen (davon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler, die eine Berechtigung für die Aufnahme in die Schule vorweisen können).
Die Schulleitung wird eine Probezeit festlegen, wenn sie das Leistungsniveau der Schülerin oder des Schülers aufgrund der vorgelegten Zeugnisse und/oder Dokumente nicht einschätzen kann.
Nach den §§ 58 Abs. 3 und 62 Abs. 3 des Schulgesetzes können die
Schulleitungen für die Aufnahme eine Aufnahmeprüfung anordnen.
Diese angeordnete Aufnahmeprüfung ist zu unterscheiden von der
freiwilligen Aufnahmeprüfung nach § 57b Abs. 2 des Schulgesetzes,
die alle Schülerinnen und Schüler absolvieren können, die nicht den
gewünschten Übertrittsentscheid erhalten haben (siehe § 55 Abs. 3,
67 Abs. 3 und 68 Abs. 2 SLV).
§ 17. Austritt
Schülerinnen und Schüler einer weiterführenden Schule können aus
der Schule austreten nach der Abmeldung durch die Erziehungsberechtigten. Ein Austritt aus der lehrbegleitenden Ausbildung (BM 1)
der BMS bedarf zusätzlich der Zustimmung des Lehrbetriebs. Treten
die Schülerinnen und Schüler innerhalb von acht Kalendertagen vor
der Zeugnisklassenkonferenz aus, so erhalten sie ein vollständiges
² Schülerinnen und Schüler einer weiterführenden Schule müssen aus
der Schule austreten, wenn sie nicht befördert werden und das Unterrichtsjahr nicht wiederholen können.
³ Für die Brückenangebote gelten zusätzlich die Bestimmungen des
Anhangs Ziff. II.
Freiwillig kann aus den weiterführenden Schulen jederzeit ausgetreten
werden. Voraussetzung ist lediglich, dass die Erziehungsberechtigten
die Schülerin oder den Schüler abmelden. In der BM 1 bedarf es der
Zustimmung des Lehrbetriebs.
Obligatorisch ist der Austritt, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht
befördert werden (siehe §§ 44 45, 48, 49 und 50) und das Schuljahr
nicht wiederholen können (siehe §§ 51 und 52).
Im Falle der BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1) treten die
Schülerinnen und Schüler nur aus der Schule als Berufsmaturitätsschule aus; im Rahmen der beruflichen Grundbildung verbleiben sie
3. Aufnahme in Profilklassen und Rückversetzung
Für die Aufnahme in Profilklassen der Sekundarschule und des
Gymnasiums sowie die Rückversetzung in eine Klasse der allgemeinen Richtung gelten die Bestimmungen des Anhangs Ziff. III.
In der Sekundarschule und im Gymnasium werden Profilklassen (z.B.
Sportklassen) geführt. Die Voraussetzungen für die Aufnahme in eine
Profilklasse und die Rückversetzung von einer Profilklasse in eine
Klasse der allgemeinen Richtung sollen für beide Stufen einheitlich im
Anhang Ziff. III geregelt werden.
§ 19. Beurteilungsinhalt
Schülerinnen und Schüler werden in Bezug auf:
a) die Sachkompetenz beurteilt;
b) die Selbst- und Sozialkompetenz eingeschätzt.
² Mit der Beurteilung in der Sachkompetenz:
a) wird der Lernzuwachs der einzelnen Schülerinnen und Schüler
festgestellt;
b) werden die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler mit den
vorgegebenen Lernzielen des Lehrplans verglichen.
§ 20. Anforderungen an die Beurteilung
Die Beurteilung muss sich an sachlichen Kriterien ausrichten sowie
Die Beurteilung einer Schülerin oder eines Schülers umfasst drei Arten von Kompetenzen:
- Die Sachkompetenz: diese wird im Rahmen von Leistungserhebungen (§ 21 ff.), im Zeugnis (§ 26), bis zum 7. Schuljahr im Lernbericht (§ 35) und im Rahmen von Leistungstests (§ 39) beurteilt.
Zur besseren Verständlichkeit wird die Sachkompetenz in den
Zeugnissen und Lernberichten «Fachbereiche und Fächer», im
Kindergarten «Fachbereiche» genannt.
- Die Selbst- und Sozialkompetenz: diese werden im Lernbericht (§
34) eingeschätzt. Zur besseren Verständlichkeit für die Erziehungsberechtigten und die Schülerinnen und Schüler wird in der
Primarschule und Sekundarschule die Selbstkompetenz im Lernbericht «Lern- und Arbeitsverhalten» und die Sozialkompetenz
«Sozialverhalten» genannt.
In einer allgemeinen Bestimmung soll festgehalten werden, welche
Anforderungen an eine Beurteilung der Sach-, der Selbst- und der
Sozialkompetenz gestellt werden.
§ 21. Leistungserhebungen
Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die Sachkompetenz werden ab dem 3. Schuljahr insbesondere durch schriftliche und mündliche Prüfungen, durch schriftliche, gestalterische und
praktische Arbeiten und durch mündliche Beiträge erhoben.
² Die Leistungserhebung kann einzeln oder in Gruppen durchgeführt
In dieser Bestimmung werden – nicht abschliessend – verschiedene
Formen von Leistungserhebungen genannt.
³ Die Lehrperson informiert die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig
über die Lernziele, die Form der Leistungserhebung und die Kriterien
Die Leistungserhebungen werden datiert und in Worten, mit Prädikaten, Noten (ab dem 7. Schuljahr) oder einer anderen Bewertungsform
beurteilt. Die in dieser Form dokumentierten Leistungserhebungen
gelten als Belege für die Beurteilung der Sachkompetenz nach § 30.
Die datierten und beurteilten Leistungserhebungen werden den
Schülerinnen und Schülern abgegeben.
Die Leistungserhebungen sollen in Worten, mit Prädikaten, mit Noten
oder mit einer anderen Bewertungsform beurteilt werden. Unter Worte
ist ein Fliesstext zu verstehen. Prädikate sind kurze, prägnante Aussagen (siehe § 32). Bei Noten wird die Leistung in einem Zahlenwert
von 6-1 ausgedrückt (siehe § 33). Mit dieser Regelung soll den Lehrpersonen ein möglichst grosser Freiraum gelassen und es den Lehrpersonen ermöglicht werden, im Rahmen der Beurteilung der Sachkompetenz für das Zeugnis eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen (§
30 Abs. 3): Wenn die Leistungserhebungen nicht nur mit Noten bewertet wurden, sondern die Lehrperson verschiedene Bewertungsformen verwendet hat, kann kein Durchschnitt ausgerechnet werden und
die Lehrperson muss eine Gesamtbeurteilung der vorliegenden Beurteilungsbelege vornehmen.
Die Leistungserhebungen werden den Schülerinnen und Schülern abgegeben. Die Lehrpersonen müssen dementsprechend keine Leistungserhebungen aufbewahren.
§ 22. Fernbleiben von Leistungserhebungen
Bleiben Schülerinnen und Schüler einer Leistungserhebung fern, so
haben die Erziehungsberechtigten innerhalb von acht Kalendertagen
nach der Leistungserhebung den Lehrpersonen und in der BMS zusätzlich den Berufsbildnerinnen und –bildnern das Fernbleiben schriftlich zu begründen.
² Die Schülerinnen und Schüler haben die Leistungserhebung an einem neu angesetzten Termin zu wiederholen. Ausnahmen hiervon
sind nur möglich beim Fernbleiben infolge Krankheit, Unfall oder sonstiger wichtiger Gründe.
³ Bleiben in der Sekundarschule oder in den weiterführenden Schulen
Schülerinnen und Schüler ohne wichtigen Grund dem Wiederholungstermin fern, so wird die Note 1 gesetzt.
Wenn in den Fällen von § 22 die Note 1 gesetzt wird, steht diese Note
nicht für eine sehr schwache Leistung, sondern für eine nicht erbrachte Leistung (vgl. § 33).
§ 23. Unredlichkeiten bei Leistungserhebungen
Bei Unredlichkeiten, insbesondere bei der Benutzung oder der versuchten Benutzung von unerlaubten Hilfsmitteln, kann die Lehrperson
die erreichte Note, das erreichte Prädikat oder die erreichte andere
Bewertung für die Leistungserhebung bis zur niedrigsten möglichen
Bewertung reduzieren.
Bei der Reduktion der Bewertung berücksichtigt die Lehrperson die
Schwere des Falles.
§ 24. Massnahmen zum Nachteilsausgleich
Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer attestierten Entwicklungsstörung oder Behinderung bei Leistungserhebungen benachteiligt sind, haben Anspruch darauf, dass die äusseren Bedingungen, die
Form oder auch die Aufgabenstellung der Leistungserhebung so verändert wird, dass der behinderungsbedingte Nachteil so gut wie möglich ausgeglichen wird.
² Die Anforderungen der Leistungserhebung müssen für alle Schülerinnen und Schüler gleichwertig sein.
³ Die Entwicklungsstörung oder Behinderung muss durch eine vom
Kanton bezeichnete Stelle attestiert werden.
Die Schulleitung legt nach Vorlage des Attests und auf Antrag des
Lehrpersonenteams (§ 92), in der BMS auf Antrag der Lernberatung,
die Massnahmen zum Nachteilsausgleich fest.
Neu sollen auf Verordnungsebene Bestimmungen zum Nachteilsausgleich aufgenommen werden. Ergänzend zu dieser Bestimmung gibt
es Richtlinien zum Nachteilsausgleich, verbindliche Formulare und eine Umsetzungshilfe (siehe Handbuch und Schülerinnen und Schüler /
Beurteilung).
§ 25. Anzahl der Zeugnisse
Ab dem 2. Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende
jedes Schuljahres ein Zeugnis.
² Zusätzlich zum Zeugnis am Schuljahresende erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende des ersten Semesters:
a) im 8. und 11. Schuljahr sowie in der FMS, WMS, IMS und BMS ein
Zeugnis;
b) im 9. und 10. Schuljahr sowie den Brückenangeboten ein Zwischenzeugnis.
³ Im Brückenangebot Basis erhalten die Schülerinnen und Schüler am
Ende des ersten und zweiten Trimesters ein Zwischenzeugnis.
§ 26. Inhalt der Zeugnisse
Für die ersten beiden Schuljahre bestätigt das Zeugnis den Schulbesuch.
² Ab dem 3. Schuljahr gibt das Zeugnis Aufschluss über die Sachkompetenz der Schülerinnen und Schüler, den Schullaufbahnentscheid, die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten und ab dem 9.
Schuljahr die Regelmässigkeit des Schulbesuchs.
³ Das Zwischenzeugnis im 9. und 10. Schuljahr gibt Aufschluss über
den Zwischenstand in der Sachkompetenz der Schülerinnen und
Schüler, mögliche Leistungszugwechsel oder zusätzliche individuelle
Förderungen nach den §§ 60, 61 oder 62, die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten und die Regelmässigkeit des Schulbesuchs.
§ 27. Sachkompetenz im Zeugnis
Für die Pflicht- und Wahlpflichtfächer legt der Erziehungsrat, für die
Wahlfächer die Volksschulleitung oder die Leitung Mittelschulen und
Berufsbildung fest, ob die Sachkompetenz im Zeugnis beurteilt wird.
² In der BMS wird die Sachkompetenz für alle unterrichteten Fächer im
Zeugnis beurteilt.
Im 3.-6. Schuljahr werden die Leistungen in den Fachbereichen oder
Fächern mit einem Prädikat beurteilt.
Im 7.-11. Schuljahr werden die Leistungen in den Fachbereichen oder Fächern mit Noten beurteilt.
Im 12.-15. Schuljahr werden die Leistungen in den Fächern mit Noten beurteilt.
Im Zeugnis soll nur die Sachkompetenz beurteilt werden (die Selbstund Sozialkompetenz werden im Lernbericht (§ 34) eingeschätzt). Zusätzlich soll das Zeugnis Aufschluss geben über den Schullaufbahnentscheid (z.B. Beförderung/Nichtbeförderung, Wiederholung eines
Schuljahrs, Leistungszugwechsel), die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten (z.B. HSK) und ab der Sekundarschule die Regelmässigkeit
des Schulbesuchs (unbegründete Absenzen).
Der Zwischenstand in der Sachkompetenz beruht auf den Beurteilungsbelegen des ersten Semesters. Für das Zeugnis am Ende des
Schuljahrs zählen die Beurteilungsbelege des gesamten Schuljahrs.
Zur Bewertung im Zeugnis stehen Prädikate und Noten zur Verfügung. Prädikate sind kurze, prägnante Aussagen wie z.B. «hohe Anforderungen erreicht» und «Grundanforderungen erreicht» (siehe §
31). Bei Noten wird die Leistung in einem Zahlenwert von 6-1 ausgedrückt (siehe § 32).
§ 28. Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer und Wahlfächer
Pflichtfächer sind Fächer, die besucht werden müssen.
² Wahlpflichtfächer sind in Gruppen geordnete Fächer, von denen eine
bestimmte Auswahl besucht werden muss.
³ Wahlfächer sind Fächer, die freiwillig besucht werden können.
§ 29. Individuelle Lernziele im Zeugnis der Volksschule
Wenn für ein Fachbereich oder ein Fach individuelle Lernziele festgelegt wurden, werden die Leistungen für diesen Fachbereich oder
dieses Fach mit einem gesonderten Bericht in Worten beurteilt. Die
Leistungen von besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern werden zusätzlich nach den regulären Bestimmungen mit Prädikaten oder Noten beurteilt.
Im Zeugnis wird bei diesem Fachbereich oder Fach «individuelle
Lernziele» eingetragen; davon ausgenommen sind die Zeugnisse von
besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern.
Wenn für die Mehrzahl der Fachbereiche oder Fächer individuelle
Lernziele festgelegt wurden, kann das Zeugnis in Form eines Berichts
in Worten ausgestellt werden.
§ 30. Beurteilung der Sachkompetenz in den Fachbereichen oder Fächern
Die zuständige Lehrperson beurteilt die Sachkompetenz in den
Fachbereichen oder Fächern auf der Grundlage der während der
massgeblichen Beurteilungsperiode erstellten Beurteilungsbelege (§
² Das Gewicht eines einzelnen Beurteilungsbelegs muss kleiner sein
Die Festlegung von individuellen Lernzielen ist in § 70a geregelt.
Diese Regelung kommt derzeit nicht zur Anwendung. Es werden für
alle Schülerinnen und Schüler die regulären Formulare verwendet, für
Schülerinnen und Schüler mit iLz ergänzt durch einen Bericht.
Das bedeutet, dass mindestens drei Beurteilungsbelege vorliegen
müssen und keiner dieser Beurteilungsbelege zu mehr als 50% gewichtet werden darf.
Bei der Beurteilung der Sachkompetenz kommt es zu einer Gesamt-
Erfolgt die Beurteilung der Sachkompetenz durch eine Kombination
von verschiedenen Beurteilungsformen, hat die zuständige Lehrperson eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen.
Wenn nicht genügend Beurteilungsbelege vorhanden sind, kann die
Schulleitung ab dem 7. Schuljahr auf Antrag der zuständigen Lehrperson eine Semester- oder Jahresprüfung anordnen. Bleiben die Schülerinnen und Schüler dieser ohne wichtigen Grund fern, so wird die
Note 1 gesetzt.
beurteilung, wenn die einzelnen Beurteilungsbelege mit unterschiedlichen Bewertungsformen (Noten, Prädikate, Worte oder andere) beurteilt wurden (siehe § 21 Abs. 4).
In diesen Fällen entspricht die Note 1 nicht einer sehr schwachen,
sondern einer nicht erbrachten Leistung (siehe § 32 Abs. 2).
§ 31. Einschätzung der Sachkompetenz in den Kompetenzbereichen
der Fächer Deutsch und Mathematik
§ 32. Prädikate für die Beurteilung der Sachkompetenz und die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten
Für die Beurteilung der Sachkompetenz werden die folgenden Prädikate verwendet: «hohe Anforderungen erreicht», «mittlere Anforderungen erreicht», «Grundanforderungen erreicht» und «Grundanforderungen nicht erreicht».
² Für Wahlfächer und die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten können andere Prädikate verwendet werden.
Die Anforderungen richten sich im 3.-8. Schuljahr nach dem grundlegenden Kompetenzniveau des Lehrplans 21. In der Sekundarschule
beziehen sich die Prädikate auf die Anforderungen des jeweiligen
Leistungszugs, in den weiterführenden Schulen auf die Anforderungen der jeweiligen weiterführenden Schule.
§ 33. Noten für die Beurteilung der Sachkompetenz
Für die Beurteilung der Sachkompetenz werden ganze Noten von 6
bis 1 und die dazwischenliegenden halben Noten verwendet.
² Den Noten kommen die folgenden Bedeutungen zu: 6 = sehr gut; 5 =
gut; 4 = genügend; 3 = ungenügend; 2 = schwach; 1 = sehr schwach
oder nicht erbrachte Leistung.
³ Noten unter 4 stehen für nicht genügende Leistungen.
In Anlehnung an den Kanton Basel-Landschaft sollen die Noten 2 und
1 die Bedeutung von «schwach» und «sehr schwach» (statt bisher
«schlecht» und «sehr schlecht») haben.
Die Note 1 steht nicht nur für sehr schwache Leistungen. Aufgrund
der Regelungen in den §§ 22 Abs. 3 und 30 Abs. 4 und wenn die
Schülerin oder der Schüler ein leeres Blatt abgibt, steht die Note 1
auch für nicht erbrachte Leistungen.
§ 34. Lernbericht
Vom 1.-14. Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler in den
Volksschulen und Gymnasien einen Lernbericht.
Im 1. Schuljahr wird der Lernbericht am Ende des Schuljahres, vom
2.-14. Schuljahr am Ende des ersten Semesters ausgestellt.
³ Der Lernbericht dient der Förderung des eigenverantwortlichen Lernverhaltens sowie der Orientierung der Schülerinnen und Schüler und
deren Erziehungsberechtigten.
Der Lernbericht, der in der Orientierungsschule entwickelt und – mit
Anpassungen − auf andere Stufen übertragen wurde, soll weitergeführt und gleichermassen für alle Stufen der allgemeinbildenden
Schulen als fördernde Beurteilungsform festgeschrieben werden.
Aufgrund der Konsultationsrückmeldungen soll der Zeitpunkt des
Lernberichts festgelegt werden.
Der Lernbericht dient der Förderung und Orientierung der Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigten. Er ist nicht für
Aussenstehende wie beispielsweise Lehrbetriebe bestimmt. Der Lernbericht soll aber neu allen Schülerinnen und Schülern in Kopie abgegeben werden (siehe § 88), sodass die Schülerinnen und Schüler ihn
bei Bewerbungen verwenden können, falls sie dies möchten.
§ 35. Inhalt des Lernberichts
Vom 1.-7. Schuljahr enthält der Lernbericht:
a) den Zwischenstand zur Sachkompetenz in den Fachbereichen oder
Fächern und die Einschätzung der Leistungen in den Kompetenzbereichen und Handlungsaspekten der Fächer Deutsch und Mathematik;
b) die Einschätzung der Selbst- und Sozialkompetenz;
c) die Festlegung von einem oder zwei Förderzielen.
² Vom 8.-11. Schuljahr enthält der Lernbericht:
a) die Einschätzung der Leistungen in den Kompetenzbereichen und
Handlungsaspekten der Fächer Deutsch und Mathematik;
Abs. 1-3:
Entsprechend den Wünschen in der Konsultation soll der Lernbericht
in der Volksschule ein standardisierter Lernbericht sein, von dem die
einzelnen Schulen nicht abweichen können. Für die weiterführenden
Schulen sollen hingegen nur Mindestvorschriften in Bezug auf den Inhalt und die Gestaltung festgelegt werden. (Abs. 3 und § 89)
Die Sachkompetenz ist gegliedert in Fachbereiche, Fächer und Kompetenzbereiche der Fachbereiche oder Fächer. Der Begriff Fachbereich ist terminologisch weiter gefasst als ein Fach: ein Fachbereich
ist z.B. «Natur/Mensch/Gesellschaft (NMG)». Ein Kompetenzbereich
³ Vom 12.-14. Schuljahr enthält der Lernbericht mindestens:
a) die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler zu Lernen und Unterricht;
b) den Zwischenstand zur Sachkompetenz in den Fachbereichen oder
ist ein Teilbereich eines Faches. Die Benennung der Fachbereiche
und Fächer richtet sich vom 1.-11. Schuljahr nach dem Lehrplan 21.
Die Kompetenzbereiche der Fächer Deutsch und Mathematik richten
sich nach den im Lehrplan 21 festgelegten Kompetenzbereichen und
Handlungsaspekten.
Die Kompetenzbereiche der Fächer Deutsch und Mathematik sollen
im Lernbericht eingeschätzt werden. Im Fach Deutsch beispielsweise
sollen die Leistungen in den vier Kompetenzbereichen «Hören und
Sprechen», «Lesen», «Schreiben» und «Sprache(n) im Fokus» eingeschätzt werden.
Vom 8.-11. Schuljahr werden Zeugnisse und Zwischenzeugnisse ausgestellt. Deshalb braucht es im Lernbericht keinen Zwischenstand
mehr zur Sachkompetenz.
Vorliegend soll mit lit. a aufgenommen werden, dass im Rahmenkonzept «Qualitätsmanagement (QM) an den Schulen des Kantons Basel-Stadt» ein Individualfeedback der Schülerinnen und Schüler vorgesehen ist.
§ 36. Einschätzung der Selbst- und Sozialkompetenz
Aufgrund der Beobachtungen aller in der Klasse unterrichtenden
Lehrpersonen schätzt das Lehrpersonenteam die Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler während der massgeblichen
Beurteilungsperiode ein.
² Die Lehrpersonen informieren die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres, auf welche Kompetenzen sie achten werden.
Alle unterrichtenden Lehrpersonen beobachten die Schülerinnen und
Schüler in ihrem Unterricht in Bezug auf die Selbst- und Sozialkompetenz. Zur Unterstützung erhalten die Lehrpersonen von der Volksschulleitung einen entsprechenden Kriterienkatalog zur Verfügung gestellt. Die Einschätzung des Lehrpersonenteams ist ebenfalls kriteriengestützt.
Mit der Information zu Beginn des Schuljahres soll sichergestellt werden, dass den Schülerinnen und Schülern explizit erläutert wird, welche Erwartungen die Schule in Bezug auf die Selbst- und Sozialkompetenz hat.
§ 37. Standortgespräch
Vom 1.-14. Schuljahr findet ein Standortgespräch statt zum Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler sowie
über die Stärken und Schwächen in der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz. In der BMS legt die Zeugnisklassenkonferenz fest, mit
welchen Schülerinnen und Schülern ein Standortgespräch stattfindet.
² Im 1. Schuljahr findet das Standortgespräch am Ende des Schuljahres, vom 2.-14. Schuljahr nach dem ersten Semester statt.
³ Grundlagen für das Standortgespräch sind:
a) der Lernbericht;
b) ab dem 3. Schuljahr die Selbsteinschätzung, die die Schülerinnen
und Schüler schriftlich abgeben;
c) im 5., 8. und 11. Schuljahr das Ergebnis des Leistungstests (§ 39).
Am Standortgespräch nehmen teil:
a) die zuständige Lehrperson;
b) die Schülerinnen und Schüler: im 3. und 4. Schuljahr auf Wunsch,
ab dem 5. Schuljahr obligatorisch;
c) die Erziehungsberechtigten: bis zum 11. Schuljahr immer, ab dem
12. Schuljahr auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler;
d) in der BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1) die Berufsbildnerinnen und –bildner.
Abs. 3 lit. b:
Parallel zu der Beurteilung der Schülerinnen und Schüler im Lernbericht erstellen die Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Selbsteinschätzung ihrer Leistungen. Auch diese Selbsteinschätzung ist ein
bewährtes Element der Lernberichte, das beibehalten werden soll.
Abs. 3 lit. c:
Im 5. und 8. Schuljahr findet zu Beginn des Schuljahres, im 10. und
11. Schuljahr am Ende des Schuljahres ein Leistungstest (vierkantonal Check genannt) statt. Die Leistungstests sollen im 5. und 8. Schuljahr, der Leistungstest des 10. Schuljahrs im 11. Schuljahr am
Standortgespräch kurz besprochen werden.
Bei einem markanten Leistungsanstieg oder Leistungsabfall informiert die zuständige Lehrperson die Erziehungsberechtigten, in der
BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1) die Berufsbildnerinnen
und -bildner, über die Leistungsveränderung.
² Auf Wunsch der Erziehungsberechtigten, der Berufsbildnerinnen und
-bildner und der Schülerinnen und Schüler werden in einem Gespräch
die Gründe für die Leistungsveränderung besprochen und gegebenenfalls Massnahmen formuliert.
Die Leistungstests nach § 57c des Schulgesetzes finden zu Beginn
des 5. und 8. und am Ende des 10. und 11. Schuljahres statt.
² Die Ergebnisse der Leistungstests werden den Schülerinnen und
Schülern abgegeben.
Im Schulgesetz werden neu in § 57c die Leistungstests (vierkantonal
Checks genannt) geregelt. Laut § 57c des Schulgesetzes haben die
Leistungstests die folgenden Funktionen:
- Die Leistungstests sollen Informationen über den jeweiligen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler liefern (Abs. 2);
- Die Ergebnisse sind im Hinblick auf die individuelle Förderung der
Schülerinnen und Schüler und auf die Weiterentwicklung des Unterrichts, der Schule und des gesamten Schulsystems auszuwerten und zu verwenden (Abs. 3).
In der Schullaufbahnverordnung muss festgehalten werden, in welchen Schuljahren diese Leistungstests stattfinden.
Die Zuständigkeiten und die Zugriffsberechtigungen für die Daten, die
bei den Leistungstests anfallen, werden nach § 57c des Schulgesetzes durch das Erziehungsdepartement bzw. die zuständige Stelle der
Gemeinden festgelegt.
IV. BEFÖRDERUNG UND NICHTBEFÖRDERUNG, WIEDERHOLEN
UND ÜBERSPRINGEN
§ 40. Beförderung in der Volksschule
In der Volksschule werden die Schülerinnen und Schüler unabhängig
von der Beurteilung im Zeugnis in das nächste Schuljahr, im 8. und
11. Schuljahr in das nächste Semester befördert.
Im Zeugnis wird «befördert» eingetragen.
In der Volksschule werden die Schülerinnen und Schüler immer befördert. Es ist einzig eine ausserordentliche Wiederholung nach § 41
möglich. Dafür muss ein individueller, in der Person der Schülerin oder des Schülers liegender Grund vorliegen (siehe § 41 Abs. 1 lit. ac). Ungenügende Leistungen allein sind kein Wiederholungsgrund.
Ein Rückstand bei den Schulleistungen soll im Sinn einer «Förderung
statt Selektion» durch individuelle Fördermassnahmen aufgeholt werden.
Das 8. und 11. Schuljahr sind Übertrittsjahre, in denen zwei Zeugnisse
§ 41. Ausserordentliche Wiederholung eines Schuljahres
Schülerinnen und Schüler können ausnahmsweise nach § 57a des
Schulgesetzes ein Schuljahr wiederholen, wenn mit der Wiederholung
des Schuljahres die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn eine bessere Entwicklungsperspektive haben und
einer der folgenden Gründe vorliegt:
a) unregelmässiger Bildungsgang, insbesondere aufgrund einer län-
In der Volksschule ist die Wiederholung eines Schuljahres nur ausnahmsweise möglich. Bereits das Parlament hat die Wiederholungsmöglichkeit in der Volksschule eingeschränkt, indem es in § 57a festgehalten hat, dass eine Wiederholung in der Volksschule nur möglich
ist, wenn es für den Schulerfolg der Schülerin oder des Schülers förderlich ist. In der SLV wird konkretisiert, wann eine Wiederholung für
den Schulerfolg förderlich ist.
geren Krankheit oder eines häufigen Wechsels des Schulsystems;
b) einschneidende persönliche Umstände, die bei den Schülerinnen
und Schülern zu einem Leistungsabfall geführt haben;
c) verzögerter Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler;
² Eine ausserordentliche Wiederholung eines Schuljahres kann auf
Wunsch des Lehrpersonenteams oder auf Wunsch der Erziehungsberechtigten geprüft werden. Die Erziehungsberechtigten haben die zuständige Lehrperson spätestens 14 Kalendertage vor dem Entscheid
über die Beförderung oder den Übertritt über ihren Wunsch zu informieren und sie über einen der in Abs. 1 genannten Gründe in Kenntnis zu setzen.
³ Die Schulleitung entscheidet aufgrund einer Empfehlung des Lehrpersonenteams und nach Anhörung der Erziehungsberechtigten. Bei
Schülerinnen und Schülern, die im Auftrag des Staates in einer Sonderschule mit kantonalem Auftrag, in einer privaten Schule oder in einer privaten oder staatlichen Einrichtung geschult werden, entscheidet
die Volksschulleitung oder die zuständige Stelle der Gemeinden.
Im Zeugnis wird «Wiederholung des Schuljahres nach § 41 SLV»
In begründeten Fällen, insbesondere wenn ein weiteres Zuwarten
die Entwicklungsperspektive verschlechtert, können Schülerinnen und
Schüler während des Schuljahres in das vorangehende Schuljahr
wechseln. Für das Verfahren gilt Abs. 3.
Eine ausserordentliche Wiederholung eines Schuljahres kann in der
Volksschule in der Regel nur ein Mal stattfinden.
Die empirische Forschung3 sieht keinen nachhaltigen Effekt von Klassenwiederholungen bei Repetierenden: «Die Sitzengebliebenen und
überalterten Schüler finden auch durch die Wiederholungsjahre
durchschnittlich nicht den Anschluss an die mittleren Leistungen der
glatt versetzten Schüler. Je häufiger sie sitzengeblieben sind, desto
grösser wird ihr durchschnittlicher Leistungsrückstand». Dieser Befund wird auch durch Metastudien aus Deutschland bestätigt4. Die
Wirkung der Repetition sowie die Kosten wurden im deutschsprachigen Raum ganz allgemein sehr wenig untersucht.
Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wird eine Wiederholung des
Schuljahres nur in drei Fällen (siehe Abs. 1 lit. a-c) und auch nur
dann, wenn die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die weitere
Schullaufbahn eine bessere Entwicklungsperspektive haben, als für
den Schulerfolg förderlich angesehen.
z. B.: KLEMM, Klaus: Klassenwiederholungen – teuer und unwirksam – Eine Studie zu den Ausgaben für Klassenwiederholungen in Deutschland, Gütersloh 2009.
vgl. Artikel „Sitzenbleiben“ in: ROST, Detlef: Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, Weinheim 1998.
§ 41a. Ausserordentlicher Übertritt in die Sekundarschule, ausserordentlicher Wechsel und Verbleib in der Sekundarschule
Schülerinnen und Schüler können ausnahmsweise
a) definitiv in einen Leistungszug der Sekundarschule mit höheren Anforderungen übertreten, ohne dass die Voraussetzungen für den
Übertritt in den Leistungszug E oder P nach den §§ 57 oder 58 erfüllt
b) in der Sekundarschule in einen Leistungszug mit höheren Anforderungen wechseln, ohne dass die Voraussetzungen für den Wechsel
des Leistungszugs nach § 60 erfüllt sind; oder
c) in der Sekundarschule im Leistungszug bleiben, auch wenn die Voraussetzungen für den Wechsel in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen nach den §§ 62 oder 63 vorliegen.
² Voraussetzung für die ausserordentlichen Massnahmen nach Abs. 1
sind, dass die Schülerinnen und Schüler dadurch im Hinblick auf die
weitere Schullaufbahn eine bessere Entwicklungsperspektive haben
und bei ihnen einer der folgenden Gründe vorliegt:
a) unregelmässiger Bildungsgang, insbesondere aufgrund einer längeren Krankheit oder eines häufigen Wechsels des Schulsystems;
c) verzögerter Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler.
Die ausserordentlichen Massnahmen nach Abs. 1 können auf
über die Beförderung oder den Übertritt über ihren Wunsch zu informieren und sie über einen der in Abs. 2 genannten Gründe in Kenntnis zu setzen.
Die Schulleitung entscheidet aufgrund einer Empfehlung des Lehr-
Für bestimmte Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule, die
wegen einer langen Krankheit, eines einschneidenden persönlichen
Umstands oder eines verzögerten Entwicklungsstands die entsprechenden Notendurchschnitte nicht erreicht haben oder in einen tieferen Leistungszug wechseln müssten, bietet eine ausserordentliche
Wiederholung im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn keine bessere Entwicklungsperspektive. Ihnen wäre mehr geholfen, wenn sie in
den anspruchsvolleren Leistungszug übertreten oder wechseln oder
im Leistungszug bleiben könnten. Dem soll mit einer neuen Regelung
Rechnung getragen werden. Diesen Fällen liegen die gleichen Überlegungen wie bei der ausserordentlichen Beförderung nach § 52 SLV
bei den weiterführenden Schulen zugrunde.
personenteams und nach Anhörung der Erziehungsberechtigten. Bei
Im Zeugnis wird «Ausserordentlicher Übertritt in E-Zug bzw. P-Zug
nach § 41a SLV», «Ausserordentlicher Wechsel in E-Zug bzw. P-Zug
nach § 41a SLV» oder «Ausserordentlicher Verbleib im Leistungszug
nach § 41a SLV» eingetragen.
§ 42. Beförderungsfächer
Die Fächer, die für die Beförderung in den weiterführenden Schulen
massgebend sind, werden in den Stundentafeln der Lehrpläne ausgewiesen.
² Die Beförderungsfächer des Gymnasiums sind die Maturitätsfächer
gemäss dem Maturitäts-Anerkennungsreglement MAR vom 16. Januar 1995.
³ Die Beförderungsfächer der BMS richten sich nach den Rahmenlehrplänen des Bundes.
§ 43. Beförderung im Gymnasium
Im Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler in das nächste
Schuljahr befördert, wenn im Zeugnis die folgenden Voraussetzungen
a) Die doppelte Summe der Notenabweichungen aller Maturitätsfächer
von 4,0 nach unten übersteigt nicht die Summe aller Notenabwei-
Die Regelung von § 43 entspricht der heutigen Regelung bei den
chungen von 4,0 nach oben; und
b) Nicht mehr als drei Noten liegen unter 4,0.
² Im Zeugnis wird «befördert» eingetragen.
§ 44. Nichtbeförderung im und Austritt aus dem Gymnasium von provisorisch übergetretenen Schülerinnen und Schülern am Ende des 12.
Schülerinnen und Schüler, die provisorisch in das Gymnasium übergetreten sind und im Zeugnis am Ende des 12. Schuljahres nicht die
Voraussetzungen nach § 43 erfüllen, werden nicht befördert und müssen aus dem Gymnasium austreten. Vorbehalten bleibt eine ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder ausserordentliche Beförderung nach § 52.
² In das Zeugnis wird «Austritt nach § 44 SLV» eingetragen.
³ Die Schülerinnen und Schüler können provisorisch in die FMS, IMS
oder WMS übertreten, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt
a) Der Durchschnitt der Zeugnisnoten aller Maturitätsfächer ergibt
mindestens 4,0; und
b) Das zuständige Lehrpersonenteam des Gymnasiums empfiehlt den
Wechsel in die FMS, IMS oder WMS.
§ 45. Nichtbeförderung im Gymnasium am Ende des 12. bis 15.
Sind die Voraussetzungen nach § 43 nicht erfüllt, werden die Schülerinnen und Schüler nicht befördert.
² In das Zeugnis wird «nicht befördert» eingetragen.
Provisorisch treten die Schülerinnen und Schüler in das Gymnasium
über, wenn sie in einem der beiden Zeugnisse des 11. Schuljahres die
Berechtigung für den Übertritt in das Gymnasium erreicht haben (siehe § 67).
Zur Koordination mit dem Kanton Basel-Landschaft sollen provisorisch
übergetretene Schülerinnen und Schüler nicht wie bisher nach einem
Semester aus dem Gymnasium austreten müssen, sondern erst nach
einem Jahr. Faktisch ist es kein grosser Unterschied, weil heute aufgrund der schwierigen Suche einer Anschlusslösung viele Schülerinnen und Schüler bis ans Ende des Schuljahres noch als Hospitantinnen und Hospitanten im Gymnasium verbleiben.
§ 46. Beförderung in der FMS, IMS, WMS und BMS
In der FMS, IMS, WMS und BMS werden die Schülerinnen und
Schüler in das nächste Semester befördert, wenn im Zeugnis die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
a) der Durchschnitt der Zeugnisnoten aller Pflicht- und Wahlpflichtfächer, in der BMS aller unterrichteten Fächer, ergibt mindestens 4,0;
b) die Summe aller Notenabweichungen von 4,0 nach unten übersteigt
nicht den Wert 2; und
c) in der FMS, IMS und WMS sind nicht mehr als drei Noten, in der
BMS nicht mehr als zwei Noten unter 4,0.
Schülerinnen und Schüler der BMS, die die Ausbildung nach der
beruflichen Grundbildung absolvieren (BM 2), müssen zusätzlich bis
zu dem von der Schulleitung festgelegten Stichtag pro Unterrichtsfach
mindestens 80% der Unterrichtslektionen des Semesters besucht haben.
² Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen nach Abs. 1
nicht erfüllen, werden provisorisch in das nächste Semester befördert.
Davon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler, die provisorisch
in die FMS, IMS und WMS übergetreten sind (§ 48) und Schülerinnen
und Schüler der BMS, die die Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung absolvieren (BM 2) (§ 50).
Im Zeugnis wird «befördert» oder «provisorisch befördert» eingetragen.
§ 47. Aufnahme in eine Fachrichtung an der FMS nach der 1. Klasse
Für die Aufnahme in eine Fachrichtung an der FMS nach der 1.
Klasse gelten zusätzlich zur Beförderung nach § 46 die Zulassungskriterien nach dem Anhang § 2.
In der FMS, IMS, WMS und BMS findet eine Semesterpromotion statt.
In diesen Schulen werden zwei Zeugnisse im Schuljahr ausgestellt (§
25). In das nächste Semester wird jeweils befördert, wer die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 erfüllt. Diese Regelung entspricht der
bisherigen Regelung in den weiterführenden Schulen.
Werden die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllt, werden
die Schülerinnen und Schüler provisorisch befördert (Abs. 2).
Eine provisorische Beförderung ist jedoch in zwei Fällen nicht möglich:
- Bei Schülerinnen und Schülern, die provisorisch in die FMS, IMS
und WMS übergetreten sind; diese werden nach § 48 nicht befördert und müssen aus der Schule austreten.
- Bei Schülerinnen und Schülern der BMS, die die Ausbildung nach
der beruflichen Grundbildung absolvieren (BM 2); diese werden
nicht befördert. Sie können nach § 51 ein Unterrichtsjahr wiederholen oder müssen nach § 50 aus der Schule austreten.
Nach dem ersten Schuljahr teilt sich die Ausbildung an der FMS in
Fachrichtungen, für die bestimmte Zulassungskriterien gelten.
§ 48. Nichtbeförderung in und Austritt aus der FMS, IMS und WMS
von provisorisch übergetretenen Schülerinnen und Schülern nach dem
ersten Semester des 12. Schuljahres
Schülerinnen und Schüler, die provisorisch in die FMS, IMS und
WMS übergetreten sind, werden nicht befördert und müssen aus der
Schule austreten, wenn im Zeugnis nach dem ersten Semester des
12. Schuljahres die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllt
sind. Vorbehalten bleibt eine ausserordentliche Beförderung nach §
² Im Zeugnis wird «Austritt nach § 48 SLV» eingetragen.
§ 49. Nichtbeförderung in der FMS, IMS, WMS und BMS (BM 1) vom
12. bis 15. Schuljahr
Schülerinnen und Schüler der FMS, IMS und WMS, die nach einer
provisorischen Beförderung im vorhergehenden Semester die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllen, werden nicht befördert.
Vorbehalten bleibt eine ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder eine ausserordentliche Beförderung nach § 52.
² Schülerinnen und Schüler der BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1), die nach einer provisorischen Beförderung in der BMS
die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllen, werden nicht befördert und müssen aus der Schule austreten. Vorbehalten bleibt eine
ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder eine
ausserordentliche Beförderung nach § 52.
³ In das Zeugnis wird «nicht befördert» eingetragen.
Provisorisch treten die Schülerinnen und Schüler in die FMS, IMS und
WMS über, wenn sie in einem der beiden Zeugnisse des 11. Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt in die FMS, IMS und WMS
erreicht haben (siehe § 67).
Schülerinnen und Schüler der FMS, IMS und WMS werden nicht befördert, wenn sie im vorausgegangenen Semester provisorisch befördert wurden und damit zum zweiten Mal hintereinander die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllen. Schülerinnen und Schüler der
BMS, die die Berufsmaturität lehrbegleitend absolvieren (BM 1), werden nicht befördert, wenn sie die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1
nicht erfüllen und bereits einmal in der BMS provisorisch befördert
wurden (z.B. werden sie im 6. Semester nicht befördert, wenn sie den
Notenschnitt nicht erreichen und bereits im 2. Semester einmal provisorisch befördert wurden).
Die Schülerinnen und Schüler können nach § 51 ein Unterrichtsjahr
wiederholen. Das gilt nicht für die Schülerinnen und Schüler der BMS,
die die Berufsmaturität lehrbegleitend absolvieren (BM 1). Die Wiederholung eines Schuljahres hätte eine Verlängerung des Lehrvertrages zur Folge. Diese Schülerinnen und Schüler müssen aus dem Bildungsgang BM 1 austreten, ihnen steht es aber offen, nach Abschluss
der Grundbildung in die BM 2 (Berufsmaturität nach absolvierter
Grundbildung) einzutreten.
§ 50. Nichtbeförderung in der BMS (BM 2)
Schülerinnen und Schüler, welche die Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung in einem Jahr absolvieren (BM 2 Vollzeit) und welche die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllen, werden nicht
befördert. In das Zeugnis wird «nicht befördert» eingetragen. Wenn
sie nach dem ersten Semester nicht befördert werden, müssen sie
aus der Schule austreten. Vorbehalten bleibt eine ausserordentliche
Wiederholung eines Schuljahres oder Beförderung nach § 52.
² Schülerinnen und Schüler, welche die Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung in zwei Jahren absolvieren (BM 2 Teilzeit) und die
nach einer provisorischen Beförderung in der BMS die Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllen, werden nicht befördert und müssen aus der Schule austreten. In das Zeugnis wird «nicht befördert»
eingetragen. Vorbehalten bleibt eine ausserordentliche Wiederholung
eines Unterrichtsjahres oder eine ausserordentliche Beförderung nach
Schülerinnen und Schüler, welche die Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung absolvieren (BM 2) und die Voraussetzung nach §
46 Abs. 1bis nicht erfüllen, werden nicht befördert und müssen aus der
Schule austreten. In das Zeugnis wird «Austritt nach § 50 Abs. 3 SLV»
§ 51. Wiederholung eines Unterrichtsjahres in den weiterführenden
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der FMS, IMS und
WMS, die nicht befördert werden, können das vorausgehende Unterrichtsjahr wiederholen, wenn im Zeugnis die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten um höchstens den Wert 2 grösser ist
als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben.
² Schülerinnen und Schüler der BMS, welche die Ausbildung nach der
Schülerinnen und Schüler der BMS, die die Ausbildung nach der beruflichen Grundbildung in Vollzeit absolvieren (BM 2), werden sofort
(ohne vorherige provisorische Beförderung) nicht befördert, wenn die
Voraussetzungen nach § 46 Abs. 1 nicht erfüllt werden. Wenn sie im
1. Semester nicht befördert werden, müssen sie aus der Schule austreten. Sie können aber auf Beginn des neuen Schuljahres noch ein
Mal in die Schule eintreten und die Ausbildung beginnen (siehe § 13).
Insofern besteht für alle Schülerinnen und Schüler der BM 2 eine
zweite Chance: entweder können sie direkt wiederholen (siehe § 51
Abs. 2) oder sie müssen zwar austreten, können aber im August noch
einmal in den Ausbildungsgang eintreten (§ 13).
Wenn sie die Ausbildung in zwei Jahren absolvieren (BM 2 Teilzeit)
und nach einer provisorischen Beförderung im zweiten oder dritten
Semester nicht befördert werden, können sie aber ein Unterrichtsjahr
wiederholen (siehe § 51).
Der für die Wiederholung eines Schuljahres geforderte Mindestschnitt
soll gewährleisten, dass die Leistungsbereitschaft auch dann bestehen bleibt, wenn abzusehen ist, dass die Schülerin oder der Schüler
nicht befördert wird.
In der BMS können nur Schülerinnen und Schüler, die die Ausbildung
nach der beruflichen Grundbildung in zwei Jahren absolvieren (BM 2
beruflichen Grundbildung in zwei Jahren absolvieren (BM 2 Teilzeit),
können das vorausgehende Unterrichtsjahr wiederholen, wenn sie im
zweiten oder dritten Semester nicht befördert werden.
³ Eine Wiederholung ist in der gleichen weiterführenden Schulart nur
ein Mal möglich.
Teilzeit) und im zweiten oder dritten Semester nicht befördert werden,
das Unterrichtsjahr wiederholen. Zusätzliche Voraussetzungen für das
Wiederholen wie in Abs. 1 sind für die BMS nicht gerechtfertigt, da im
Vergleich zu den allgemeinbildenden Schulen die Promotionsregelungen bei der BMS strenger sind (siehe § 46 Abs. 2).
§ 52. Ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder
ausserordentliche Beförderung in den weiterführenden Schulen
Sind die Voraussetzungen für eine Nichtbeförderung nach den §§
44, 45, 48, 49 und 50 gegeben, können Schülerinnen und Schüler
ausnahmsweise das vorausgehende Unterrichtsjahr wiederholen oder
in das nächste Unterrichtsjahr befördert werden, wenn mit der Wiederholung oder der Beförderung die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn eine bessere Entwicklungsperspektive haben und einer der folgenden Gründe für die ungenügenden
Leistungen vorliegt:
und Schülern zu einem Leistungsabfall geführt haben.
² Eine ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder
eine ausserordentliche Beförderung kann auf Wunsch des Lehrpersonenteams oder auf Wunsch der betroffenen Schülerinnen und Schüler
und ihren Erziehungsberechtigten oder in der BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1) ihren Berufsbildnerinnen und -bildnern geprüft werden. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler und ihre Erziehungsberechtigten oder ihre Berufsbildnerinnen und -bildner haben
die zuständige Lehrperson spätestens 14 Kalendertage vor dem Entscheid über die Beförderung oder Nichtbeförderung über ihren
Wunsch zu informieren und sie über einen der in Abs. 1 genannten
Analog zu der Regelung in den Volksschulen (§ 41) soll es auch in
den weiterführenden Schulen möglich sein, dass Schülerinnen und
Schüler ausnahmsweise ein Unterrichtsjahr (bei Semesterpromotion;
bei der Jahrespromotion entspricht das Unterrichtsjahr dem Schuljahr)
wiederholen. Zusätzlich zur Wiederholung des Unterrichtsjahres soll
es in den weiterführenden Schulen möglich sein, die Schülerin oder
den Schüler ausnahmsweise zu befördern.
Voraussetzung für die ausserordentliche Wiederholung und Beförderung ist, wie bei den Volksschulen, dass die Schülerin oder der Schüler im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn eine bessere Entwicklungsperspektive hat und einer der folgenden Gründe für die ungenügenden Leistungen vorliegt:
- unregelmässiger Bildungsgang;
- einschneidende persönliche Umstände.
Kein Grund mehr ist in den weiterführenden Schulen ein verzögerter
Entwicklungsstand der Schülerin oder des Schülers (vgl. dazu § 41
Abs. 1 lit. c).
Da bei den Schülerinnen und Schülern der BMS, die die Berufsmaturität lehrbegleitend absolvieren (BM 1), eine Wiederholung eine Verlängerung des Lehrvertrages zur Folge hat, muss mit der Wiederholung
Gründe in Kenntnis zu setzen.
³ Die Schulleitung entscheidet aufgrund einer Empfehlung des Lehrpersonenteams und nach Anhörung der Schülerinnen und Schüler
und ihren Erziehungsberechtigten. Bei Schülerinnen und Schülern der
BMS, die die Berufsmaturität lehrbegleitend absolvieren (BM 1), entscheidet die Schulleitung im Einvernehmen mit dem zuständigen
Die Schulleitung kann die ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder die ausserordentliche Beförderung mit einer Probezeit verbinden. § 15 gilt sinngemäss.
Im Zeugnis wird «Wiederholung des Unterrichtsjahres nach § 52
SLV» oder «befördert nach § 52 SLV» eingetragen.
Eine ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder
eine ausserordentliche Beförderung kann in der gleichen weiterführenden Schulart in der Regel nur ein Mal stattfinden.
der Lehrbetrieb einverstanden sein.
Eine ausserordentliche Wiederholung oder Beförderung soll in der
Regel nur ein Mal in der gleichen weiterführenden Schulart erfolgen.
Zu beachten ist, dass die vorliegende Bestimmung für Schulen mit einer Semesterpromotion (FMS, IMS, WMS und BMS) und Schulen mit
einer Jahrespromotion (Gymnasium) anwendbar ist. Wenn die Schülerin oder der Schüler im Gymnasium ein Mal provisorisch befördert
werden muss, muss sie oder er für die gleiche Dauer bei einer Schule
mit Semesterpromotion zwei Mal ausserordentlich befördert werden.
§ 53. Prüfung des Überspringens eines Schuljahres
Das Lehrpersonenteam prüft jedes Jahr, ob es bei Schülerinnen und
Schülern mit sehr guten Leistungen der Schulleitung ein Überspringen
des Schuljahres oder in Einzelfällen während des Schuljahres einen
Wechsel in eine nächsthöhere Klasse oder Schulstufe empfehlen
² Die Schulleitung entscheidet nach § 57 des Schulgesetzes aufgrund
dieser Empfehlung und im Einverständnis mit den Erziehungsberechtigten.
³ Schülerinnen und Schüler, die ein Schuljahr überspringen, werden
während dem ersten Semester in der neuen Klasse zusätzlich individuell gefördert.
Mit der Schulharmonisierung wurde die reguläre Schullaufbahn um ein
Jahr auf 15 Schuljahre verlängert. Ziel ist es jedoch, das Durchschnittsalter der Schülerinnen und Schüler bei der Maturität stabil zu
halten. Dies soll erreicht werden, indem mehr Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr überspringen. Das Verfahren für das Überspringen
richtet sich nach § 57 des Schulgesetzes:
§ 57. Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler können ein
Schuljahr überspringen. In Einzelfällen können sie auch während des
Schuljahres in eine nächsthöhere Klasse oder Schulstufe wechseln.
² Die Schulleitung entscheidet aufgrund einer Empfehlung des Lehrpersonenteams und im Einverständnis mit den Erziehungsberechtigten.
³ Bei einem Stufenwechsel ist die Schulleitung der aufnehmenden
Schule zuständig.
In der SLV soll festgehalten werden, dass die Lehrpersonenteams bei
Schülerinnen und Schülern mit sehr guten Leistungen systematisch
prüfen, ob sie der Schulleitung das Überspringen eines Schuljahres
V. ÜBERTRITT VON DER PRIMARSCHULE IN DIE
§ 54. Übertritt von der Primarschule in die Sekundarschule
Die Schülerinnen und Schüler der Primarschule treten nach dem 8.
Schuljahr in die Sekundarschule über.
§ 55. Verfahren für den Übertritt in einen der drei Leistungszüge
Schülerinnen und Schüler, die in einem der beiden Zeugnisse des 8.
Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt in einen der drei Leistungszüge nach den §§ 56 - 58 erreichen, können provisorisch in den
Leistungszug mit höheren Anforderungen übertreten.
² Schülerinnen und Schüler, die in beiden Zeugnissen des 8. Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt in einen der drei Leistungszüge
nach den §§ 56 - 58 erreichen, können definitiv in diesen Leistungszug übertreten.
³ Schülerinnen und Schüler, welche die freiwillige Aufnahmeprüfung
nach § 57 Abs. 2 des Schulgesetzes bestanden haben, können definitiv in den entsprechenden Leistungszug übertreten.
Bei Schülerinnen und Schülern mit einer provisorischen Berechtigung teilen die Erziehungsberechtigten der Schulleitung innert acht
Kalendertagen seit Zustellung des Zeugnisses am Schuljahresende
mit, in welchen Leistungszug die Schülerinnen und Schüler übertreten.
Für den Übertritt von der Primarschule in einen der drei Leistungszüge
soll das gleiche Verfahren zur Anwendung gelangen wie für den Übertritt von der Sekundarschule in die FMS, IMS, WMS und das Gymnasium (siehe § 67). Dieses Übertrittsverfahren ist mit dem Kanton Basel-Landschaft abgestimmt. Die beiden Kantone regeln das Verfahren
Schülerinnen und Schüler, die eine provisorische Berechtigung erreicht haben, haben die Wahl, ob sie provisorisch in den Leistungszug
mit höheren Anforderungen oder ob sie definitiv in den Leistungszug
mit tieferen Anforderungen übertreten möchten.
§ 56. Berechtigung für den Übertritt in den A-Zug
In den Leistungszug A mit allgemeinen Anforderungen (A-Zug) treten
die Schülerinnen und Schüler über, die nicht in den Leistungszug E
mit erweiterten Anforderungen (E-Zug) oder den Leistungszug P mit
hohen Anforderungen (P-Zug) übertreten.
§ 57. Berechtigung für den Übertritt in den E-Zug
In den E-Zug (sowie den A-Zug) können die Schülerinnen und Schüler übertreten, die im Zeugnis des 8. Schuljahres die folgende Voraussetzung erfüllen:
Die Summe der dreifach gezählten Zeugnisnoten in den Fächern
Deutsch, Mathematik und Natur/Mensch/Gesellschaft und der eineinhalbfach gezählten Zeugnisnoten in den Fächern Französisch und
Englisch und der einfach gezählten Zeugnisnoten in den Fächern Gestalten, Musik und Bewegung/Sport ergibt mindestens den Wert 67,5
(3D+3M+3NMG+1,5F+1,5E+G+Mu+B/Sp ≥ 67,5).
² In das Zeugnis wird «Berechtigung für den Übertritt in den E-Zug und
den A-Zug» eingetragen.
§ 58. Berechtigung für den Übertritt in den P-Zug
In den P-Zug (sowie den E-Zug und den A-Zug) können die Schülerinnen und Schüler übertreten, die im Zeugnis des 8. Schuljahres die
folgende Voraussetzung erfüllen:
Englisch und der einfach gezählten Zeugnisnoten in den Fächern Gestalten, Musik und Bewegung/Sport ergibt mindestens den Wert 78,75
Die Notensumme 67,5 entspricht einem Mittelwert von 4,5.
Da die Schülerinnen und Schüler mit einer Berechtigung für den EZug auch in den A-Zug übertreten können, wird auch der A-Zug bei
der Berechtigung genannt.
Die Notensumme 78,75 entspricht einem Mittelwert von 5,25.
(3D+3M+3NMG+1,5F+1,5E+G+Mu+B/Sp ≥ 78,75).
² In das Zeugnis wird «Berechtigung für den Übertritt in den P-, den Eund den A-Zug» eingetragen.
Da die Schülerinnen und Schüler mit einer Berechtigung für den PZug auch in den A-Zug und den E-Zug übertreten können, werden alle
Züge bei der Berechtigung genannt.
VI. WECHSEL DER LEISTUNGSZÜGE UND ZUSÄTZLICHE
INDIVIDUELLE FÖRDERUNG IM LEISTUNGSZUG IN DER
Schülerinnen und Schüler sollen während der Sekundarschule den
Leistungszug wechseln können (horizontale Durchlässigkeit). Diese
Schülerinnen und Schüler erhalten in den folgenden beiden Semestern zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug mit den höheren Anforderungen, damit sie leistungsmässig den Anschluss schaffen.
Ab dem 10. Schuljahr sollen jedoch die Leistungszugwechsel in den
Hintergrund treten. Stattdessen erhalten die Schülerinnen und Schüler
die individuelle Förderung im Leistungszug, den sie bisher besucht
haben. Damit können die Schülerinnen und Schüler eine Berechtigung
für eine Schule mit höheren Anforderungen erreichen (vertikale
Durchlässigkeit). Im Laufe der Sekundarschule soll die Durchlässigkeit von der horizontalen Durchlässigkeit auf die vertikale Durchlässigkeit verlagert werden.
Die Leistungszüge sind keine starren Zubringer für die weiterführenden Schulen. Der P-Zug und der E-Zug bereiten auf berufsbildende
und allgemeinbildende Laufbahnen vor. Alle Leistungszüge sind leistungsheterogen und es ist in allen Leistungszügen die Aufgabe der
Lehrpersonen, die guten Schülerinnen und Schüler so zu fördern,
dass sie den nächsthöheren Abschluss erreichen können.
Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler sollen in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen wechseln und mit den für leis-
tungsschwache Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehenden
Fördermassnahmen unterstützt werden, damit sie eine möglichst anspruchsvolle Berechtigung bzw. Berufsbildung erreichen können.
§ 59. Wechsel in einen Leistungszug mit höheren Anforderungen im
ersten Quartal des 9. Schuljahres
Im ersten Quartal des 9. Schuljahres kann das Lehrpersonenteam im
Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten Schülerinnen und
Schüler, die in ihrem Leistungszug stark unterfordert sind, in einen
Leistungszug mit höheren Anforderungen zuweisen.
Im ersten Quartal des 9. Schuljahres soll die horizontale Durchlässigkeit am stärksten zum Tragen kommen. Für Schülerinnen und Schüler, die in ihrem Leistungszug stark unterfordert sind, ist ein Leistungszugwechsel zu Beginn der Sekundarschule einfach möglich: der
Stoff kann schnell aufgeholt werden, die Klassen haben noch keine
gefestigte Struktur und zu den Lehrpersonen besteht erst eine lose
§ 60. Wechsel in einen Leistungszug mit höheren Anforderungen im 9.
und 10. Schuljahr
Auf Beginn des zweiten Semesters des 9. Schuljahres und auf Beginn des ersten und zweiten Semesters des 10. Schuljahres können
Schülerinnen und Schüler in einen Leistungszug mit höheren Anforderungen wechseln, wenn im Zwischenzeugnis oder Zeugnis des 9.
Schuljahres oder im Zwischenzeugnis des 10. Schuljahres die folgende Voraussetzung erfüllt ist:
Der Durchschnitt der Zeugnis- bzw. Zwischenzeugnisnoten aller
Pflicht- und Wahlpflichtfächer ergibt mindestens 5,25.
² In das Zeugnis oder Zwischenzeugnis wird «Wechsel in E-Zug möglich» oder «Wechsel in P-Zug möglich» eingetragen.
³ Die Erziehungsberechtigten haben der Schulleitung innert acht Kalendertagen seit Zustellung des Zeugnisses oder Zwischenzeugnisses
mitzuteilen, ob die Schülerinnen und Schüler in den Leistungszug mit
höheren Anforderungen wechseln oder nicht.
Wechseln die Schülerinnen und Schüler in einen Leistungszug mit
höheren Anforderungen, haben sie während den beiden folgenden
Semestern Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung.
Bis Mitte des 10. Schuljahres steht die horizontale Durchlässigkeit
noch im Vordergrund.
§ 61. Zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug für leistungsfähige Schülerinnen und Schüler des A-Zugs oder E-Zugs im 11.
Im 11. Schuljahr erhalten Schülerinnen und Schüler des A-Zugs oder
E-Zugs eine zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug, wenn
im Zeugnis des 10. Schuljahres oder im Zeugnis nach dem ersten
Semester des 11. Schuljahres die folgende Voraussetzung erfüllt ist:
Der Durchschnitt der Zeugnisnoten aller Pflicht- und Wahlpflichtfächer
ergibt mindestens 5,25.
² Im Zeugnis wird «Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung im
Leistungszug im 11. Schuljahr» oder «Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug im zweiten Semester des 11.
Schuljahres» eingetragen.
³ Die Schülerinnen und Schüler können auf die zusätzliche individuelle
Förderung im Leistungszug im 11. Schuljahr verzichten und stattdessen in einen Leistungszug mit höheren Anforderungen wechseln. Die
Erziehungsberechtigten haben die Schulleitung innert acht Kalendertagen seit Zustellung des Zeugnisses über den Verzicht auf die zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug und den Wechsel in
einen Leistungszug mit höheren Anforderungen zu informieren.
Im Verlauf des zweiten Semesters des 10. Schuljahres, also im Hinblick auf das 11. Schuljahr, tritt die horizontale Durchlässigkeit in den
Hintergrund; die vertikale Durchlässigkeit steht im Vordergrund. Ziel
der zusätzlichen individuellen Förderung im Leistungszug im
11. Schuljahr ist es, den Schülerinnen und Schülern eine bessere
Ausgangslage für eine anspruchsvollere Berechtigung für eine weiterführende Schule oder Berufsbildung zu ermöglichen.
§ 62. Wechsel in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen für
provisorisch übergetretene Schülerinnen und Schüler nach dem ersten Semester des 9. Schuljahres
Schülerinnen und Schüler, die provisorisch in einen Leistungszug
übergetreten sind, wechseln nach dem ersten Semester des 9. Schuljahres in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen, wenn die
folgende Voraussetzung erfüllt ist:
Der Durchschnitt der im Zwischenzeugnis ausgewiesenen Noten aller
Provisorisch treten die Schülerinnen und Schüler in einen Leistungszug über, wenn sie in einem der beiden Zeugnisse des 8. Schuljahres
die Berechtigung für den Übertritt in einen Leistungszug mit höheren
Anforderungen erreicht haben (siehe § 55).
Im Gegensatz zum Leistungszugwechsel nach § 60, erhalten die
Schülerinnen und Schüler bei diesem Leistungszugwechsel keine zusätzliche individuelle Förderung im höheren Leistungszug.
Pflicht- und Wahlpflichtfächer liegt unter 4,0.
² Im Zwischenzeugnis wird «Wechsel in E-Zug» oder «Wechsel in AZug» eingetragen.
§ 63. Wechsel in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen auf
Beginn des 10. oder 11. Schuljahres
Auf Beginn des 10. oder 11. Schuljahres wechseln Schülerinnen und
Schüler in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen, wenn sie
das 9. oder 10. Schuljahr wie folgt abgeschlossen haben:
liegt unter 4,0.
² In das Zeugnis wird «Wechsel in E-Zug» oder «Wechsel in A-Zug»
§ 64. Freiwilliger Wechsel in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen auf Beginn des 10. und 11. Schuljahres
Schülerinnen und Schüler können auf Beginn des 10. oder 11.
Schuljahres freiwillig in einen Leistungszug mit tieferen Anforderungen
² Die Erziehungsberechtigten müssen innerhalb von acht Kalendertagen seit Erhalt des Zeugnisses die Schulleitung über den Leistungszugwechsel informieren.
Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler werden mit den im
Grundangebot vorhandenen Fördermassnahmen gefördert. Beim
Leistungszug A wird es jedoch Schülerinnen und Schüler geben, bei
denen entweder auf Dauer oder zeitweise akzeptiert werden muss,
dass sie die Mindestanforderungen nicht erfüllen können, ebenso wie
umgekehrt beim Leistungszug P zu akzeptieren ist, dass es hochbegabte bzw. hochleistungsfähige Schülerinnen und Schüler gibt, die
Kompetenzen besitzen, die im Lehrplan 21 und in den Kompetenzrastern für die drei Leistungszüge gar nicht existieren.
VII. ÜBERTRITT VON DER SEKUNDARSCHULE IN DIE
§ 65. Übertritt von der Sekundarschule in eine weiterführende Schule
Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule können nach dem
11. Schuljahr in die weiterführende Schule übertreten, für die sie die
Nach dem 11. Schuljahr können die Schülerinnen und Schüler eine
weiterführende Schule besuchen oder eine berufliche Grundbildung
beginnen. Für den Übertritt in eine weiterführende Schule müssen die
Schülerinnen und Schüler eine Berechtigung nach den §§ 69-70 vorweisen können (siehe § 9 ff.).
§ 66. Orientierung am Ende des 10. Schuljahres
Mit dem Zeugnis des 10. Schuljahres wird zur Orientierung der Schülerinnen und Schüler ausgewiesen, welche Übertrittsberechtigungen
sie mit diesen Noten im 11. Schuljahr erhalten würden.
Damit die Motivation der Schülerinnen und Schüler erhalten bleibt, soll
der Übertrittsentscheid so spät wie möglich fallen. Eine Orientierung
am Ende des 10. Schuljahres ist aber möglich. Die Wirtschaft und Berufsberatung hoffen, dass sich so auch Schülerinnen und Schüler mit
ihren Berufswünschen und –chancen auseinandersetzen, die unrealistischerweise mit einem Übertritt ins Gymnasium oder in die WMS und
FMS rechnen. Diese könnten vielleicht am Ende des 10. oder zu Beginn des 11. Schuljahres (Zeitraum für die Lehrstellenvergabe) für eine anspruchsvolle berufliche Grundbildung gewonnen werden.
§ 67. Verfahren im 11. Schuljahr für den Übertritt in das Gymnasium,
die FMS, IMS und WMS
Schülerinnen und Schüler, die in einem der beiden Zeugnisse des
11. Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt nach den §§ 69 oder 70 erreichen, können provisorisch in das Gymnasium, die FMS,
IMS oder WMS übertreten.
² Schülerinnen und Schüler, die in beiden Zeugnissen des 11. Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt nach den §§ 69 oder 70 erreichen, können definitiv in das Gymnasium, die FMS, IMS oder WMS
übertreten.
Für den Übertritt von der Sekundarschule in das Gymnasium, die
FMS, IMS oder WMS soll das gleiche Verfahren zur Anwendung gelangen wie für den Übertritt von der Primarschule in einen der drei
Leistungszüge der Sekundarschule (siehe § 55). Dieses Übertrittsverfahren ist mit dem Kanton Basel-Landschaft abgestimmt. Die beiden
Kantone regeln das Verfahren gleich.
nach § 57 Abs. 2 des Schulgesetzes bestanden haben, können definitiv in die entsprechende weiterführende Schule übertreten.
§ 68. Verfahren im 11. Schuljahr für den Übertritt in die BMS
11. Schuljahres die Berechtigung für den Übertritt nach § 70 erreichen, können definitiv in die BMS übertreten.
² Die Schülerinnen und Schüler, welche die freiwillige Aufnahmeprüfung nach § 57 Abs. 2 des Schulgesetzes bestanden haben, können
definitiv in die entsprechende weiterführende Schule übertreten.
Die BMS kennt keine provisorischen Aufnahmen. Deshalb reicht es für
eine definitive Aufnahme, wenn in einem der beiden Zeugnisse des
11. Schuljahres die Anforderungen nach § 70 erreicht werden. Auch
dieses Übertrittsverfahren ist mit dem Kanton Basel-Landschaft abgestimmt.
§ 69. Berechtigung für den Übertritt in das Gymnasium
In das Gymnasium (sowie in die FMS, WMS, IMS und BMS) können
die Schülerinnen und Schüler übertreten, welche die Sekundarschule
wie folgt abgeschlossen haben:
a) der Durchschnitt der Zeugnisnoten in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern ergibt:
aa) für Schülerinnen und Schüler des P-Zugs mindestens 4,0;
ab) für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs mindestens 5,0;
b) die Summe der doppelt gezählten Zeugnisnoten in den Fächern
Deutsch und Mathematik und der einfach gezählten Zeugnisnoten in
den Fächern Natur/Technik , Räume/Zeiten/Gesellschaften, Französisch und Englisch ergibt:
ba) für Schülerinnen und Schüler des P-Zugs mindestens den Wert 34
(2D+2M+ NT + RZG+F+E ≥ 34);
bb) für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs mindestens den Wert 40
(2D+2M+NT+RZG+F+E ≥ 40).
² In das Zeugnis wird «Berechtigung für den Übertritt in das Gymnasium, die FMS, IMS, WMS und BMS» eingetragen.
Ein Übertritt in das Gymnasium soll aus dem P- und aus dem E-Zug
möglich sein. Auch die Schülerinnen und Schüler des P-Zugs müssen
sich qualifizieren – der Besuch des P-Zugs reicht nicht aus. Damit soll
der Vorgabe von § 32 Abs. 3 des Schulgesetzes entsprochen werden,
wonach die Einteilung in einen Leistungszug nicht massgebend für die
Berechtigung für den Eintritt in eine weiterführende Schule sein soll.
§ 70. Berechtigung für den Übertritt in die FMS, IMS, WMS und BMS
In die FMS, IMS, WMS und BMS können die Schülerinnen und
Schüler übertreten, welche die Sekundarschule wie folgt abgeschlossen haben:
ab) für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs mindestens 4,5;
ac) für Schülerinnen und Schüler des A-Zugs mindestens 5,5;
ba) für Schülerinnen und Schüler des P-Zugs mindestens den Wert 32
(2D+2M+NT+RZG +F+E ≥ 32);
bb) für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs mindestens den Wert 36
(2D+2M+NT+RZG +F+E ≥ 36);
bc) für Schülerinnen und Schüler des A-Zugs mindestens den Wert 42
(2D+2M+NT+RZG +F+E ≥ 42).
² In das Zeugnis wird «Berechtigung für den Übertritt in die FMS, IMS,
WMS und BMS» eingetragen.
Ein Übertritt in die FMS, IMS, WMS und BMS soll aus allen drei Leistungszügen möglich sein. Damit soll der Vorgabe von § 32 Abs. 3 des
Schulgesetzes entsprochen werden, wonach die Einteilung in einen
Leistungszug nicht massgebend für die Berechtigung für den Eintritt in
eine weiterführende Schule sein soll.
VIII. SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT INDIVIDUELLEN
LERNZIELEN IN DER VOLKSSCHULE
§ 70a. Festlegung von individuellen Lernzielen in der Volksschule
In der Volksschule können für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf in einem Fach oder in mehreren Fächern ganz
oder teilweise individuelle Lernziele festgelegt werden, wenn:
a) sie Förderangebote oder verstärkte Massnahmen erhalten und die
Lehrplanziele markant und über eine längere Zeit nicht erreichen oder
übertreffen; oder
b) sie Unterricht in Deutsch als Zweitsprache erhalten und sie aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse die Lehrplanziele nicht erreichen können.
Das zuständige pädagogische Team prüft, ob individuelle Lernziele
festgelegt werden sollen und formuliert Anträge zuhanden der Schulleitung. Es berücksichtigt dabei die Ergebnisse von Gesprächen mit
den Erziehungsberechtigten und der Schülerin oder dem Schüler.
Die Schulleitung entscheidet aufgrund der Anträge über die Festlegung von individuellen Lernzielen. Im letzten Schuljahr vor einem Stufenwechsel sollen in der Regel nicht neu individuelle Lernziele festgelegt werden; davon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler mit
Unterricht in Deutsch als Zweitsprache.
Das zuständige pädagogische Team überprüft mindestens jährlich,
ob die individuellen Lernziele angepasst oder aufgehoben werden sollen.
Die Formulierung in Abs. 1 soll deutlich machen, dass individuelle
Lernziele auch für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler mit Unterricht in Deutsch als Zweitsprache festgelegt werden können.
Nach Abs. 3 sollen im letzten Schuljahr vor einem Stufenübertritt nicht
neu individuelle Lernziele festgelegt werden. Die Formulierung „in der
Regel“ macht deutlich, dass jedoch Ausnahmen von diesem Grundsatz möglich sind. Das gilt für alle Schülerinnen und Schüler, die individuelle Lernziele erhalten sollen. Für die Schülerinnen und Schüler
mit Deutsch als Zweitsprache soll jedoch besonders hervorgehoben
werden, dass für sie diese Einschränkung nicht gilt und zu jedem
Zeitpunkt individuelle Lernziele festgelegt werden können.
Im Zeugnis wird nach § 29 Abs. 2 für Schülerinnen und Schüler mit
individuellen Lernzielen beim entsprechenden Fach „individuelle Lernziele“ eingetragen. Zudem wird unter Bemerkungen der folgende Satz
aufgenommen: «Die Schülerin / der Schüler wird aufgrund von individuellen Lernzielen beurteilt (siehe beiliegender Bericht).»
Bei Schülerinnen und Schülern mit individuellen Lernzielen aufgrund
fehlender Sprachkenntnisse (§ 70a Abs. 1 lit. b) wird unter der Rubrik
Bemerkungen im Zeugnis der folgende Satz aufgenommen werden:
„Die Schülerin / der Schüler lernt Deutsch als Zweitsprache und wird
aufgrund von individuellen Lernzielen beurteilt.“
Bei Schülerinnen und Schülern, die die Lernziele markant und über
längere Zeit übertreffen wird im Zeugnis unter der Rubrik Bemerkungen folgender Satz eingetragen: «Die Schülerin / der Schüler übertrifft
im Fach/den Fächern xxx die Lernziele markant und wird deshalb aufgrund von individuellen Lernzielen beurteilt (siehe beiliegender Be-
richt).»
Von den individuellen Lernzielen (iLz) abzugrenzen ist der Nachteilsausgleich (§ 24). Im Gegensatz zu den iLz, ist eine Schülerin oder
ein Schüler mit Nachteilsausgleich trotz einer attestierten Entwicklungsstörung oder Behinderung in der Lage, die Lehrplanziele zu erreichen. Der behinderungsbedingte Nachteil wird z.B. bei einem Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche durch mehr Zeit für das Beantworten der Prüfungsfragen ausgeglichen.
§ 71. Leistungserhebungen und Leistungstests
Bei Schülerinnen und Schülern mit individuellen Lernzielen legt das
Lehrpersonenteam fest:
a) wie in den Fachbereichen oder Fächern, für die individuelle Lernziele festgelegt wurden, die Leistungserhebungen an die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler angepasst werden;
b) ob die Schülerinnen und Schüler in den Fachbereichen oder Fächern, für die individuelle Lernziele festgelegt wurden, an den Leistungstests teilnehmen oder nicht.
§ 72. Übertritt, Leistungszugwechsel, Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug
Bei Schülerinnen und Schülern mit individuellen Lernzielen erfolgt
der Übertritt, ein Leistungszugwechsel oder der Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug in der Volksschule auf-
Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf, die
Förderangebote oder verstärkte Massnahmen erhalten und die Lehrplanziele markant und über eine längere Zeit nicht erreichen oder
übertreffen, können nach § 21a der Sonderpädagogikverordnung in
einem oder mehreren Fächern (ganz oder teilweise) individuelle Lernziele festgelegt werden.
Wenn bei einer Schülerin oder einem Schüler in einem Fachbereich
oder Fach solche individuellen Lernziele festgelegt wurden, hat das
Lehrpersonenteam festzulegen, wie die Leistungserhebungen an die
Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler angepasst werden
sollen (lit. a). Leistungstests können nicht individuell angepasst werden. Bei Leistungstests muss entschieden werden, ob die Schülerin
oder der Schüler daran teilnehmen soll oder nicht (lit. b).
Wenn für Schülerinnen und Schüler in einem Fach individuelle Lernziele festgelegt wurden, werden die Leistungen in diesem Fachbereich
oder Fach mit einem gesonderten Bericht in Worten beurteilt und im
Zeugnis wird in der Regel «individuelle Lernziele» eingetragen (§ 29).
Das hat zur Folge, dass für dieses Fach keine Note vorliegt, die für
den Algorithmus z.B. für den Übertritt oder den Leistungszugwechsel
grund einer Gesamtbeurteilung in persönlicher und leistungsmässiger
Hinsicht und unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungsperspektive.
² Bei besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gelten
die regulären Verfahren für den Übertritt, den Leistungszugwechsel,
den Anspruch auf zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug.
³ Bei Schülerinnen und Schülern mit einer Verfügung der Leiterin oder
des Leiters Volksschulen oder der zuständigen Stelle der Gemeinden
für die Schulung in einer Integrationsklasse ist eine Zuteilung in einen
Leistungszug der Sekundarschule nicht erforderlich.
herangezogen werden kann. Der entsprechende Schullaufbahnentscheid muss deshalb aufgrund einer Gesamtbeurteilung in persönlicher und leistungsmässiger Hinsicht und unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungsperspektive erfolgen.
Bei besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern, die mit
individuellen Lernzielen arbeiten, werden die Leistungen in Noten
ausgedrückt, sodass die regulären Verfahren für die Schullaufbahnentscheide angewendet werden können.
Integrationsklassen (= Regelklassen mit vier Kindern mit besonderem
Bildungsbedarf) werden auf der Sekundarschule in der Regel im EZug oder im P-Zug geführt. Für die vier Kinder mit besonderem Bildungsbedarf ist es jedoch unerheblich, in welchem Zug sie unterrichtet werden, da sie nicht mit den Lernzielen des entsprechenden Leistungszugs arbeiten, sondern mit individuellen, auf sie abgestimmten
Lernzielen. Eine Leistungszugzuteilung ist für sie deshalb nicht erforderlich.
§ 73. Volksschulabschluss
Der Volksschulabschluss wird den Schülerinnen und Schülern mit
der Zeugnismappe Sekundarschule und dem darin enthaltenen Abschlusszertifikat bestätigt.
Der Grosse Rat hat im Rahmen seiner Beschlüsse zur Schulharmonisierung die Bestimmung zum Abschlusszertifikat durch eine neue Bestimmung zu einem Volksschulabschluss ersetzt (§ 57d des Schulgesetzes). Mit diesem Beschluss wollte sich das Parlament nicht gegen
das Abschlusszertifikat aussprechen. Es wurde anerkannt, dass das
Abschlusszertifikat wichtig und sinnvoll ist. Gleichzeitig sah das Parlament aber auch den Bedarf für einen Volksschulabschluss. Dieser
soll laut § 57d des Schulgesetzes «über die Fähigkeiten der Schülerin
oder des Schülers sowie über seine oder ihre Eignung und entsprechende Berechtigungen für die weiterführenden Schulen Auskunft geben». Zwei voneinander unabhängige Dokumente – einen Volksschulabschluss und ein Abschlusszertifikat – auszustellen, wäre unzweckmässig, insbesondere deshalb, weil sich die Inhalte teilweise
überschneiden. Zudem brauchen die Schülerinnen und Schüler ihre
Leistungsausweise zu einem frühen Zeitpunkt (Lehrstellen werden
Ende des 10., anfangs des 11. Schuljahres gesucht). Zu diesem Zeitpunkt liegen noch keine Berechtigungen vor.
Der Volksschulabschluss soll deshalb den Schülerinnen und Schülern
in Form einer Zeugnismappe bestätigt werden, in der das Abschlusszertifikat integriert ist und die immer dann ergänzt wird, wenn
ein neuer Leistungsausweis vorliegt.
§ 74. Zeugnismappe Sekundarschule
Die Zeugnismappe Sekundarschule enthält:
a) die Zeugnisse und Zwischenzeugnisse des 9.-11. Schuljahres;
b) die Berechtigung für den Übertritt an die weiterführenden Schulen,
enthalten im Zeugnis am Ende des 11. Schuljahres;
c) das Abschlusszertifikat.
§ 75. Abschlusszertifikat
Das Abschlusszertifikat enthält:
a) das Ergebnis des Leistungstests am Ende des 10. Schuljahres;
b) die Semesterleistungen in den Fachbereichen Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Natur und Technik des 11. Schuljahres;
c) das Ergebnis der Projektarbeit des zweiten Semesters des 11.
Schuljahres;
d) das Ergebnis des Leistungstests am Ende des 11. Schuljahres.
Mit dem Abschlusszertifikat werden im Bildungsraum Nordwestschweiz die Leistungen jeder Schülerin und jedes Schülers am Ende
der Volksschulzeit ausgewiesen. Als Information für die Abnehmenden der Sekundarstufe II (Lehrbetriebe, Schulen) werden so Schulleistungen unabhängig vom Klassenverband vergleichbar gemacht.
Das Abschlusszertifikat setzt sich aus den Leistungstests am Ende
des 10. und 11. Schuljahrs, den fachlichen Semesterleistungen im
11. Schuljahr und einer Projektarbeit im 11. Schuljahr zusammen. Die
Leistungen der einzelnen Komponenten werden in Teilzertifikaten
ausführlich und im Abschlusszertifikat zusammenfassend dokumentiert. Das Abschlusszertifikat ist kein Selektionsinstrument. Die Zugangsberechtigungen zu den weiterführenden Schulen werden separat geregelt (§ 69 f.) und im Volksschulabschluss ausgewiesen.
Ebenso wie die Zeugnismappe Sekundarschule ist das Abschlusszertifikat ein Dokument, das immer dann ergänzt wird, wenn ein neuer
Leistungsausweis vorliegt.
§ 76. Gymnasium
Das Gymnasium wird mit dem Maturitätsausweis abgeschlossen.
² Die Durchführung der Maturitätsprüfungen richtet sich nach der Maturitätsprüfungsverordnung vom 28. März 2000.
§ 77. Fachmaturitätsschule (FMS)
Die FMS wird mit dem Fachmittelschulausweis und nach Zusatzleistungen dem Fachmaturitätszeugnis abgeschlossen.
² Die Durchführung der Abschlussprüfungen richtet sich nach der Abschlussverordnung FMS vom 5. April 2005.
§ 78. Informatikmittelschule (IMS)
Die IMS wird mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Informatikerin EFZ (Richtung Applikationsentwicklung) / Informatiker EFZ
(Richtung Applikationsentwicklung) und nach Zusatzleistungen der
In den §§ 76-81 sollen der Vollständigkeit halber die Abschlüsse der
einzelnen weiterführenden Schulen genannt werden. Die Abschlüsse
und die Bestimmungen für die Durchführung der Prüfungen werden
aber in separaten Erlassen geregelt.
kaufmännischen Berufsmaturität abgeschlossen.
² Die Durchführung der Abschlussprüfungen richtet sich nach der Prüfungsverordnung IMS vom 22. Juni 2004.
§ 79. Wirtschaftsmittelschule (WMS)
Die WMS wird mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Kauffrau
EFZ / Kaufmann EFZ und nach Zusatzleistungen der kaufmännischen
Berufsmaturität abgeschlossen.
² Die Durchführung der Abschlussprüfungen richtet sich nach der Prüfungsverordnung WMS vom 20. Dezember 2011.
§ 80. Berufsmaturitätsschule (BMS)
Die BMS wird mit dem Berufsmaturitätszeugnis abgeschlossen.
² Die Durchführung der Berufsmaturitätsprüfungen richtet sich nach
der kantonalen Berufsmaturitätsverordnung vom 1. Februar 2011.
§ 81. Brückenangebote
Die Brückenangebote werden mit dem Jahreszeugnis abgeschlossen.
§ 82. Ergänzende Abschlusszertifikate
Es können, sofern sie von der Schule angeboten werden und die Voraussetzungen erfüllt werden, zusätzliche Abschlusszertifikate erworben werden.
Ergänzende Abschlusszertifikate sind z.B. das International Baccalaureate (IB) an den Gymnasien Münsterplatz und Bäumlihof oder
Sprachzertifikate.
§ 83. Beschlussfassung für das 3.-6. Schuljahr
Die Lehrpersonen tragen bis zu dem von der Schulleitung festgesetzten Datum die Prädikate in die Zeugnistabellen ein.
² Das Lehrpersonenteam bildet unter der Leitung der Klassenlehrperson die Zeugnisklassenkonferenz. Diese bespricht die Zeugnisse der
Schülerinnen und Schüler, insbesondere derjenigen, bei denen sich
eine ausserordentliche Wiederholung nach § 41 oder ein Überspringen nach § 53 abzeichnet.
³ Anschliessend an die Besprechungen der Zeugnisklassenkonferenz:
a) legt die zuständige Lehrperson die Zeugnisprädikate für die Beurteilung nach § 30 und die Einschätzung nach § 31 fest;
b) beschliesst die Zeugnisklassenkonferenz über die Beförderung
nach § 40 und Empfehlungen für die ausserordentliche Wiederholung
nach § 41 und das Überspringen eines Schuljahres nach § 53.
Die Zeugnisklassenkonferenz beschliesst mit Mehrheitsbeschluss.
Jede an der Zeugnisklassenkonferenz anwesende Lehrperson hat eine Stimme. Bei Stimmengleichheit hat die Schulleitung den Stichentscheid.
Nach der Zeugnisklassenkonferenz dürfen Zeugnisprädikate und
Beschlüsse der Zeugnisklassenkonferenz nur geändert werden, wenn
der Lehrperson bei der Prädikatgebung oder der Zeugnisklassenkonferenz bei der Beschlussfassung nachweisbar ein Irrtum unterlaufen
ist. Änderungen von Prädikaten bedürfen der Genehmigung durch die
Schulleitung, Änderungen von Beschlüssen der Zeugnisklassenkonferenz bedürfen der Genehmigung durch die Zeugnisklassenkonferenz.
§ 84. Beschlussfassung ab dem 7. Schuljahr
Die Lehrpersonen tragen bis zu dem von der Schulleitung festgesetzten Datum die Noten und bei einer Einschätzung die Prädikate in
die Zeugnistabellen ein.
² Das Lehrpersonenteam bildet unter der Leitung der Klassenlehrperson die Zeugnisklassenkonferenz. Diese bespricht die Zeugnisse und
Zwischenzeugnisse der Schülerinnen und Schüler, insbesondere derjenigen, bei denen sich kein eindeutiger Schullaufbahnentscheid abzeichnet.
a) setzen die Fachlehrpersonen die Zeugnisfachnoten für die Beurteilung nach § 30 und bei einer Einschätzung die Zeugnisprädikate nach
§ 31 fest;
nach den §§ 40, 43 und 46, die Nichtbeförderungen nach den §§ 4445 und 48-50, die Berechtigungen für den Übertritt in einen Leistungszug der Sekundarschule nach den §§ 56-58, den Wechsel eines Leistungszugs und die zusätzliche individuelle Förderung im Leistungszug
nach den §§ 60-63 oder die Berechtigung für den Übertritt in eine weiterführende Schule nach den §§ 69-70 sowie die Empfehlungen für
eine ausserordentliche Wiederholung eines Schuljahres nach § 41, einen ausserordentlichen Übertritt in die Sekundarschule, einen ausserordentlichen Wechsel oder Verbleib in der Sekundarschule nach §
41a, eine ausserordentliche Wiederholung eines Unterrichtsjahres oder eine ausserordentliche Beförderung nach § 52, für das Überspringen eines Schuljahres nach § 53, im Gymnasium für den Übertritt in
die FMS, IMS und WMS nach § 44 oder in der FMS oder WMS für den
Übertritt in das Gymnasium nach § 11.
Jede an der Zeugnisklassenkonferenz anwesende Lehrperson hat ei-
ne Stimme. Bei Stimmengleichheit hat die Schulleitung den Stichentscheid.
Nach der Zeugnisklassenkonferenz dürfen Zeugnisfachnoten, Zeugnisprädikate und Beschlüsse der Zeugnisklassenkonferenz nur geändert werden, wenn der Fachlehrperson bei der Noten- oder Prädikatgebung oder der Zeugnisklassenkonferenz bei der Beschlussfassung
nachweisbar ein Irrtum unterlaufen ist. Änderungen von Fachnoten
und Prädikaten bedürfen der Genehmigung durch die Schulleitung,
Änderungen von Beschlüssen der Zeugnisklassenkonferenz bedürfen
der Genehmigung durch die Zeugnisklassenkonferenz.
16. Ausfertigung, Abgabe, Kenntnisnahme und Aufbewahrung der
Zeugnisse und Zwischenzeugnisse
§ 85. Ausfertigung und Abgabe der Zeugnisse und Zwischenzeugnisse
Die Zeugnisse und Zwischenzeugnisse werden aufgrund der Angaben der zuständigen Lehrperson ausgefertigt und von der Klassenlehrperson unterzeichnet.
² Die Zeugnisse und Zwischenzeugnisse werden an dem von der
Schulleitung festgesetzten Datum den Schülerinnen und Schülern
persönlich übergeben. Zeugnisse und Zwischenzeugnisse, die nicht
übergeben werden können oder Zeugnisse, die eine Nichtbeförderung
nach den §§ 44-45 oder 48-50, einen Wechsel in einen Leistungszug
mit tieferen Anforderungen nach den §§ 62-63 oder eine provisorische
Berechtigung für den Übertritt nach den §§ 55 und 67 beinhalten, werden den Erziehungsberechtigten zugestellt.
³ Die Zeugnisse der BMS für die lehrbegleitende Ausbildung (BM 1)
werden zusätzlich den Lehrbetrieben zugestellt.
§ 86. Kenntnisnahme der Zeugnisse und Zwischenzeugnisse in den
Volksschulen, Gymnasien und FMS
In den Volksschulen, Gymnasien und FMS haben die Erziehungsberechtigten und ab dem 3. Schuljahr auch die Schülerinnen und Schüler durch Unterschrift zu bestätigen, dass sie von den Zeugnissen und
Zwischenzeugnissen Kenntnis genommen haben.
§ 87. Aufbewahrung der Zeugnisse und Zwischenzeugnisse in der
In der Volksschule werden die Originale der Zeugnisse und Zwischenzeugnisse in der Schule aufbewahrt. Die Schülerinnen und
Schüler und die Erziehungsberechtigten erhalten eine Kopie der
Zeugnisse und Zwischenzeugnisse.
² Den Schülerinnen und Schülern werden die Originale der Zeugnisse
und Zwischenzeugnisse am Ende des 8. und 11. Schuljahres oder bei
ihrem Austritt übergeben.
Die Zeugnisse sollen in der Volksschule in einer Zeugnismappe der
Primarschule (am Ende des 8. Schuljahres) und in einer Zeugnismappe Sekundarschule (am Ende des 11. Schuljahres, siehe auch § 74)
gesammelt werden. Deshalb sollen sie von den Schülerinnen und
Schülern nach der Unterzeichnung wieder abgegeben und durch die
Schule aufbewahrt werden.
17. Ausfertigung, Abgabe, Kenntnisnahme und Aufbewahrung der
Die Lernberichte werden aufgrund der Angaben der zuständigen
Lehrperson ausgefertigt, von der zuständigen Lehrperson unterzeichnet und den Schülerinnen und Schülern abgegeben.
² Die am Standortgespräch teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
und Erziehungsberechtigten haben mit ihrer Unterschrift auf dem
Lernbericht zu bestätigen, dass das Standortgespräch stattgefunden
hat und sie den Lernbericht zur Kenntnis genommen haben.
³ In der Volksschule wird das Original des Lernberichts in der Schule
aufbewahrt. Die Schülerinnen und Schüler und Erziehungsberechtig-
Die Lernberichte sollen in der Volksschule ebenfalls von der Schule
aufbewahrt werden. Die Erziehungsberechtigten und die Schülerinnen
und Schüler erhalten eine Kopie davon, damit sie auf die vereinbarten
Förderziele immer Zugriff haben.
ten erhalten eine Kopie des Lernberichts.
Den Schülerinnen und Schülern werden die Originale der Lernberichte am Ende des 8. und 11. Schuljahres oder bei ihrem Austritt übergeben.
Der Erziehungsrat bestimmt auf Antrag des Erziehungsdepartements:
a) die zu verwendenden Formulare für die Zeugnisse und Zwischenzeugnisse;
b) die zu verwendenden Formulare für die Zeugnismappe Volksschule;
c) die vom 1.-11. Schuljahr zu verwendenden Formulare für die Lernberichte;
d) für das 12.-14. Schuljahr: die Mindestvorgaben für die Gestaltung
der Lernberichte.
Der Lernbericht der Volksschule ist ein standardisiertes Formular, das
von den Schulen nicht verändert werden darf. Der Lernbericht der weiterführenden Schulen liegt in der Teilautonomie der Schulen; der Erziehungsrat legt lediglich Mindestvorgaben für die Gestaltung fest.
§ 90. Durchführung der Aufnahmeprüfungen
Die Volksschulleitung und die Leitung Mittelschulen und Berufsbildung legen in Richtlinien5 die Prüfungsinhalte und Verfahren für die
Aufnahmeprüfungen fest.
² Sie sorgen für die Durchführung der Aufnahmeprüfungen durch eine
Stelle des Erziehungsdepartements oder durch eine Schulleitung der
weiterführenden Schulen. Diese legt die weiteren Prüfungsmodalitäten
Die Richtlinien können beim Erziehungsdepartement, Bereich Bildung, oder auf der Website des Erziehungsdepartements eingesehen werden.
§ 91. Durchführung der Leistungstests
Die Volksschulleitung sorgt für die Durchführung der Leistungstests.
§ 92. Lehrpersonenteam
Das Lehrpersonenteam der Klasse setzt sich aus allen Lehrpersonen
zusammen, die für den Unterricht der Schülerinnen und Schüler verantwortlich sind, einschliesslich der schulischen Heilpädagoginnen
und Heilpädagogen.
Das Lehrpersonenteam setzt sich aus allen Lehrpersonen zusammen,
die in einer Klasse unterrichten. Die schulischen Heilpädagoginnen
und Heilpädagogen sind ebenfalls Lehrpersonen und damit Teil des
Lehrpersonenteams. Die Lehrpersonen und das Lehrpersonenteam
sind für die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler zuständig und
entscheiden im Rahmen dieser Verordnung über die Schullaufbahnentscheide.
Vom Lehrpersonenteam abzugrenzen ist das pädagogische Team,
das nach § 5 der Sonderpädagogikverordnung aus Lehr- und Fachpersonen besteht, die für den Unterricht und Förderung einer oder
mehrerer Klassen zuständig sind (Für die Volksschule sieht das Rahmenkonzept Förderung und Integration vor, dass das pädagogische
Team für mindestens zwei Klassen zuständig ist.). Zusätzlich zu den
Lehrpersonen sind im pädagogischen Team die folgenden Fachpersonen vertreten: Logopädinnen und Logopäden, Psychomotoriktherapeutinnen und – therapeuten, Sozialpädagoginnen und -pädagogen
und Fachangestellte Betreuung. Das pädagogische Team übernimmt
Aufgaben bei sonderpädagogischen Massnahmen (Förderangebote,
verstärkte Massnahmen), die näher in der Sonderpädagogikverordnung geregelt sind.
§ 93. Mündige Schülerinnen und Schüler
Schülerinnen und Schüler, die das 18. Altersjahr vollendet haben,
nehmen die Pflichten und Rechte, die nach dieser Verordnung den
Erziehungsberechtigten zukommen, alleine wahr. Zu Gesprächen
können sie ihre Erziehungsberechtigten oder eine andere Person ihres Vertrauens beiziehen.
Die Schulleitung einer Schulstufe kann auf Anfrage die Schulleitung
einer anderen Schulstufe darüber informieren:
a) wie Schülerinnen und Schüler in der vorangegangenen Schulstufe
unterstützt und gefördert wurden;
b) wie Schülerinnen und Schüler in der nachfolgenden Schulstufe die
Leistungsanforderungen der Schule erfüllen konnten.
Gestützt auf diese Verordnung erlassene Verfügungen können nach
den Bestimmungen des Organisationsgesetzes vom 22. April 1976 bei
der zuständigen Departementsvorsteherin oder dem zuständigen Departementsvorsteher angefochten werden, in den von den Gemeinden
geführten Schulen bei der zuständigen Stelle der Gemeinden.
Ausführungsbestimmungen zu dieser Verordnung können erlassen:
a) für die Volksschule: die Volksschulleitung;
b) für die weiterführenden Schulen: die Leitung Mittelschulen und Berufsbildung.
§ 97. Gültigkeit der bisherigen Erlasse
Für die Schülerinnen und Schüler mit den Schullaufbahnen nach § 1
lit. a und b der Übergangsverordnung Schulharmonisierung vom 31.
Januar 2012 gelten weiterhin die bisherigen Erlasse.
§ 98. Änderung anderer Erlasse
1. Die Prüfungsverordnung WMS vom 20. Dezember 20116 wird wie
In § 15 lit. h werden nach dem Wort «resultiert» die Worte «aus dem
auf eine Dezimalstelle gerundeten arithmetischen Mittel von der Erfahrungsnote Rechnungswesen und» eingefügt.
2. Die Verordnung über die Berufsmaturität (Berufsmaturitätsverordnung) vom 1. Februar 20117 wird wie folgt geändert:
Die §§ 1 lit. a und b, §§ 3-11 und der Titel VI vor § 27 werden aufgehoben.
In § 27 werden jeweils die Worte «Aufnahme- oder» und in § 28 die
Worte «Aufnahme- und» aufgehoben.
SG 424.200
SG 424.100
Anpassung an die Vorgaben des Eidgenössischen Reglements über
die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Kauffrau/Kaufmann
vom 24. Januar 2003 und die Systematik der Prüfungselemente vom
Die Aufnahme- und Promotionsregelungen werden neu in der Schullaufbahnverordnung geregelt und können deshalb in der Berufsmaturitätsverordnung aufgehoben werden (vgl. separate synoptische Darstellung der Änderung der Berufsmaturitätsverordnung).
Die Änderung wird auf Beginn des Schuljahres 2018/19 am 13. August 2018 wirksam.
§ 99. Aufhebung von Erlassen
1. per 11. August 2013:
a) Verordnung über die Anmeldefristen bei Schüleraufnahmen vom
10. April 1985;
b) Verordnung über die Lernbeurteilung und die Klassenwiederholung
an der Primarschule vom 24. März 1998;
c) Verordnung über die Abschlussprüfungen an der Kaufmännischen
Vorbereitungsschule (Prüfungsverordnung KVS) vom 9. Mai 2000.
2. per 16. August 2015:
a) Verordnung betreffend die Beurteilung des Lernens der Orientierungsschülerinnen und –schüler sowie den Übertritt von der Orientierungsschule an die Weiterbildungsschule oder an ein Gymnasium
(Lernbeurteilungsverordnung OS) vom 10. Juni 2003.
3. per 31. Dezember 2015:
a) Verordnung über die Aufnahmebedingungen der Weiterbildungsschule (Aufnahmeverordnung WBS) vom 2. Dezember 2003.
4. per 13. August 2017:
a) Verordnung betreffend die Promotion und Leistungsbeurteilung an
der Weiterbildungsschule (Lernbeurteilungsverordnung WBS) vom 2.
5. per 31. Dezember 2017:
a) Verordnung über die Aufnahme in die Brückenangebote (Aufnahmeverordnung Brückenangebote) vom 19. September 2000;
b) Verordnung über die Aufnahmebedingungen der Gymnasien (Aufnahmeverordnung Gymnasien) vom 9. Dezember 2003;
c) Verordnung über die Aufnahmebedingungen der Fachmaturitätsschule (Aufnahmeverordnung FMS) vom 7. Dezember 2004;
d) Verordnung über die Aufnahmebedingungen der Informatikmittelschule (Aufnahmeverordnung IMS) vom 18. März 2003;
e) Verordnung über die Aufnahmebedingungen der Wirtschaftsmittellschule (Aufnahmeverordnung WMS) vom 18. Januar 2011.
6. per 12. August 2018:
a) Verordnung über die Lernbeurteilung und die Berichte über das
Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten der Schule für Brückenangebote
(Lernbeurteilungsverordnung SBA) vom 22. August 2000;
b) Verordnung über die Zeugnisse, die Promotionen und Remotionen
an der Kaufmännischen Vorbereitungsschule (Promotionsverordnung
KVS) vom 14. Dezember 1999.
7. per 15. August 2021:
a) Verordnung über die Zeugnisse, die Promotionen und Remotionen
an der Fachmaturitätsschule Basel-Stadt (Promotionsverordnung
FMS) vom 10. Mai 2005;
sowie die Lernberichte an den Gymnasien Basel-Stadt (Lernbeurteilungsverordnung Gymnasien) vom 23. Januar 1996;
c) Verordnung über die Zeugnisse, die Promotionen und Remotionen
an der Wirtschaftsmittelschule (Promotionsverordnung WMS) vom 14.
d) Verordnung über die Zeugnisse, die Promotionen und Remotionen
an der Informatikmittelschule (Promotionsverordnung IMS) vom 17.
Diese Verordnung ist zu publizieren. Sie wird, abgesehen von § 4 Abs.
2, wirksam
a) für die Primarstufe auf Beginn des Schuljahres 2013/14 am 12. Au-
Entsprechend der Umsetzung der Schulharmonisierung (vgl. Übergangsverordnung Schulharmonisierung vom 31. Januar 2012) soll die
Schullaufbahnverordnung von unten aufsteigend wirksam werden. Die
gust 2013;
b) für die Sekundarschule auf Beginn des Schuljahres 2015/16 am 17.
c) für die weiterführenden Schulen auf Beginn des Schuljahres
2018/19 am 13. August 2018.
§ 4 Abs. 2 wird am 1. Januar 2016 wirksam. Den Zeitpunkt der Wirksamkeit der Änderungen und Aufhebungen anderer Erlasse bestimmen §§ 98 und 99.
bisherigen Lernbeurteilungs- bzw. Promotionsverordnung werden mit
dem Auslaufen der letzten Jahrgänge aufgehoben (siehe § 99).
§ 1. Zusätzliche Angebote (Besondere Schulanlässe) (§ 26 SLV)
Zusätzliche, obligatorische Angebote (Besondere Schulanlässe) in
der FMS sind:
1. Projektwoche;
2. Landdienst/Sozialpraktikum;
3. Kulturprojekt;
4. berufsfeldbezogenes Praktikum;
5. Studienreise.
Die Projektwoche, das Kulturprojekt und die Studienreise werden im
Zeugnis mit den Prädikaten «mit Auszeichnung erfüllt», «erfüllt» oder
«nicht erfüllt» bewertet. Das berufsfeldbezogene Praktikum und der
Landdienst/das Sozialpraktikum werden auf speziellen Formularen mit
«erfüllt» oder «nicht erfüllt» bewertet.
Das Absolvieren der in § 1 genannten zusätzlichen Angebote ist in der
FMS obligatorisch. Sie sind für den FMS-Abschluss relevant.
§ 2. Zulassungskriterien für die Aufnahme in eine Fachrichtung (§ 47
Für die Aufnahme in die Fachrichtungen gelten die folgenden Zulassungskriterien:
a) Fachrichtung Pädagogik: Notendurchschnitt von mindestens 4,6 in
den Fächern Deutsch, Französisch, Mathematik, Biologie, Musik und
b) Fachrichtung Gestaltung/Kunst: Bestehen einer Eignungsabklärung, deren Modalitäten durch die Schulleitung geregelt werden;
c) Fachrichtung Musik/Theater/Tanz: Bestehen einer Eignungsabklärung, deren Modalitäten durch die Schulleitung geregelt werden;
d) Fachrichtung Gesundheit/Naturwissenschaften: Notendurchschnitt
von mindestens 4,25 aus den Fächern Biologie und Mathematik;
e) Fachrichtung Soziale Arbeit: Notendurchschnitt von mindestens
4,25 aus den Fächern Individuum und Gesellschaft, Geografie sowie
dem ungerundeten Durchschnitt aus Bildnerischem Gestalten und
Technischem Gestalten;
f) Fachrichtung Kommunikation/Medien: Notendurchschnitt von mindestens 4,75 aus den Fächern Deutsch und einer Zweitsprache (Englisch oder Französisch) sowie keine Sprachnote unter 4,5.
² Die Schulleitung entscheidet aufgrund zusätzlicher Abklärungen über
die Aufnahme in eine Fachrichtung bei Schülerinnen und Schülern, die
am Ende der 1. Klasse nach § 46 Abs. 1 der Schullaufbahnverordnung befördert werden, aber:
a) keine der in Abs. 1 genannten Zulassungskriterien erfüllen;
b) die Zulassungskriterien für die gewünschte Fachrichtung Pädagogik
um 0,1 Punkte nicht erreicht haben; oder
c) die Zulassungskriterien für eine der gewünschten Fachrichtungen
nach Abs. 1 nicht erreicht haben und das Nichterreichen auf einen unregelmässigen Bildungsgang oder einschneidende persönliche Um-
Abs. 1 lit. d, e und f:
Da das mathematische Runden von 4,25 auf 4,3 bzw. von 4,75 auf
4,8 immer wieder zu Fragen Anlass gibt, sollen diese Notenschnitte
explizit auf zwei Stellen nach dem Komma definiert werden. Materiell
bedeutet dies keine Änderung gegenüber der jetzt gültigen Promotionsordnung.
Abs. 1 lit. e:
Als Zulassungskriterium für den Eintritt in die Fachrichtung Soziale
Arbeit werden neu auch die Fächer Geografie und Technisches Gestalten (letzteres in Kombination mit Bildnerischem Gestalten) beigezogen. Geografie ist an der FMS sehr humangeografisch orientiert
und bildet deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum sozialwissenschaftlich geprägten Fach Individuum und Gesellschaft als Zulassungskriterium für die Fachrichtung Soziale Arbeit. Da im Berufsfeld Sozialpädagogik in verschiedenen Tätigkeitsfeldern dreidimensional gearbeitet
wird, ist es angezeigt, auch das Fach Technisches Gestalten in den
Kanon der Zulassungskriterien für die Fachrichtung Soziale Arbeit
Da mit den Fächern Individuum und Gesellschaft sowie Geografie die
sprachlichen Kompetenzen bereits in rezeptiver als auch produktiver
Hinsicht stark gefordert sind, wird das Fach Deutsch als explizites Zulassungskriterium für die Fachrichtung Soziale Arbeit gestrichen.
Abs. 1 lit. f:
Angesichts der Notwendigkeit solider Kenntnisse in allen Sprachen
(D, F, E) in der Fachrichtung Kommunikation/Medien ist eine Aussage
betreffend minimaler Noten für alle Sprachen notwendig. Die vorgeschlagene Ergänzung entspricht der praktizierten Empfehlungspraxis.
stände (§ 52 Abs. 1 SLV) zurückzuführen sind.
Wer nicht mindestens eine 4,5 in allen Sprachfächern erreicht, kann
die entsprechende Fachrichtung nicht mit Erfolg absolvieren.
Wer die Zulassung zu den Fachrichtungen Pädagogik um 0,1 Punkte
verpasst, hat die Möglichkeit doch noch in die genannte Fachrichtung
zugelassen zu werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass sie/er
sich regelmässig in der Kinderarbeit (z.B. als Leiter/in in der Pfadi, einem Sportverein) engagiert. Damit soll der mit dem Erwerb von zusätzlicher Sozial- und Selbstkompetenz verbundene Einsatz honoriert
werden. Die Erfahrungen mit dieser Regelung sind positiv.
Wer keine der in Abs. 1 genannten Zulassungskriterien erfüllt (lit. a)
und wer die Zulassungskriterien für die gewünschte Fachrichtung
nicht erfüllt (neu lit. c) kann ebenfalls aufgrund zusätzlicher Abklärungen von der Schulleitung in eine Fachrichtung aufgenommen werden.
Auf die bisherige Relevanz des erfolgreich absolvierten berufsfeldbezogenen Praktikums für die Beförderung in die 3. Klasse soll mit der
neuen Schullaufbahnverordnung verzichtet werden. Bei einzelnen
Fachrichtungen sind quantitative Engpässe bei einer Fixierung auf ein
kurzes zweiwöchiges Zeitfenster in der 2. Klasse feststellbar. Wenn
das berufsfeldbezogene Praktikum erst bis zum FMS-Abschluss absolviert sein muss, stehen mehr Zeitfenster (auch in den Schulferien)
zur Verfügung. Dies ist auch vorteilhaft, wenn das Praktikum aus gesundheitlichen Gründen verschoben/abgebrochen werden muss oder
(sehr selten) nicht bestanden wird. So steht mehr Zeit für das Absolvieren/Nachholen zur Verfügung, ohne dass dies zu einer Remotion
führen muss. Die Verantwortung wird mit der neuen Regelung auch
stärker auf die Schülerinnen und Schüler übertragen.
Die Anmeldung für den Besuch eines Brückenangebots erfolgt in
Form einer Bewerbung.
§ 4. Schriftliche Empfehlung
Zur Anmeldung für ein Brückenangebot hat die zuständige Lehrperson der Sekundarschule eine schriftliche Empfehlung abzugeben.
² In begründeten Fällen oder wenn die Jugendlichen zur Zeit der Anmeldung die Sekundarschule nicht mehr besuchen, kann die schriftliche Empfehlung auch von anderen Bezugs- oder Fachpersonen abgegeben werden.
§ 5. Zuweisung in die Brückenangebote
Schulleitungen der Brückenangebote die Jugendlichen den Brückenangeboten zu.
² Sie berücksichtigt dabei die persönlichen und schulischen Voraussetzungen der Jugendlichen, die Anmeldeunterlagen sowie bei Brückenangeboten mit beschränkter Platzzahl die verfügbaren Plätze.
³ Sie kann Abklärungsgespräche führen und kantonale Beratungsstellen einsetzen.
Die Schulleitung nimmt die Jugendlichen in das konkrete Brückenangebot auf, wenn sie die Aufnahmevoraussetzungen nach den §§ 716 dieses Anhangs erfüllen und noch nicht 20 Jahre alt sind.
§ 7. Intensiv-Integrationskurs (IIK) und Integrations- und Berufswahlklasse (IBK)
Für die Aufnahme in die Angebote IIK und IBK gelten für die Jugendlichen die folgenden Aufnahmevoraussetzungen:
a) Sie sind fremdsprachig;
b) Sie haben nicht die ganze Schullaufbahn in der Schweiz absolviert;
c) Sie haben ihren Aufenthaltsort im Bildungsraum Nordwestschweiz.
² Über die Aufnahme in das Angebot IBK wird aufgrund eines Aufnahmegesprächs entschieden.
§ 8. Brückenangebot Basis
Für die Aufnahme in das Brückenangebot Basis gelten die folgenden
a) Nachweis, dass die Schülerinnen und Schüler eine Schnupperlehre
absolviert haben; und
b) für Schülerinnen und Schüler des A-Zugs: Im Zeugnis nach dem
ersten Semester des 11. Schuljahrs ergibt der Durchschnitt der Zeugnisnoten in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mindestens 4,0.
² Wenn die Aufnahmevoraussetzungen nach Abs. 1 nicht erfüllt sind,
ist eine Aufnahme möglich, wenn:
a) die zuständige Lehrperson der Sekundarschule eine Aufnahme
empfiehlt; und
b) die Jugendlichen im Laufe des 11. Schuljahres in den Ferien einen
Arbeitseinsatz absolviert haben oder den Nachweis erbringen, dass
sie sich intensiv darum bemüht haben.
§ 9. Brückenangebot Basis Plus
Für die Aufnahme in das Brückenangebot Basis Plus gilt die folgende Aufnahmevoraussetzung:
a) Für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs: Im Zeugnis nach dem
ersten Semester des 11. Schuljahrs ergibt der Durchschnitt der Zeugnisnoten in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mindestens 4,0;
ersten Semester des 11. Schuljahrs ergibt der Durchschnitt der Zeugnisnoten in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mindestens 5,0.
§ 10. Login
Für die Aufnahme in das Angebot Login gelten die folgenden Aufnahmevoraussetzungen:
a) Die Jugendlichen sind fremdsprachig;
c) Sie verfügen über genügend Deutschkenntnisse, um dem Unterricht zu folgen.
² Über die Aufnahme wird aufgrund eines eingereichten Dossiers und
eines Aufnahmegesprächs entschieden.
§ 11. Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS)
Für die Aufnahme in das Angebot KVS gelten die folgenden Aufnahmevoraussetzungen:
im Bereich KV oder Detailhandel absolviert haben; und
b) für Schülerinnen und Schüler des E-Zugs: Im Zeugnis nach dem
ersten Semester des 11. Schuljahrs ergibt der Durchschnitt der Zeugnisnoten in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik mindestens 4,0;
c) für Schülerinnen und Schüler des A-Zugs: Im Zeugnis nach dem
ersten Semester des 11. Schuljahrs ergibt der Durchschnitt der Zeugnisnoten in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik mindestens 5,0.
§ 12. Allgemeine berufsorientierende Vorlehre (Vorlehre A) inklusive
Für die Aufnahme in das Angebot Vorlehre A inklusive Aprentas gilt
die folgende Aufnahmevoraussetzung:
Die Jugendlichen haben eine zugesicherte Praktikumsstelle.
² Jugendliche, die zur Zeit der Anmeldung noch keine Praktikumsstelle
haben, sind verpflichtet, bis zum Schulbeginn ernsthaft und intensiv
eine Praktikumsstelle zu suchen. Sie dokumentieren ihre Praktikumssuche.
³ Die Triagestelle des Kantons Basel-Stadt kann die Suche nach einem Praktikumsplatz zeitlich befristen und die Jugendlichen bis zu
dieser Frist in ein anderes Brückenangebot einteilen.
Wer die Vorlehre A ohne Praktikumsstelle beginnt, wird unter der
Bedingung aufgenommen, bis zu den Herbstferien eine Praktikumsstelle zu finden. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, kann die Schulleitung des Brückenangebots die Jugendlichen von der Schule weisen.
§ 13. Allgemeine Vorlehre mit heilpädagogischer Förderung (Vorlehre
A-Job)
Über die Aufnahme in das Angebot Vorlehre A-Job wird aufgrund eines eingereichten Dossiers und eines Aufnahmegesprächs entschieden.
§ 14. Praxis Plus
Für die Aufnahme in das Angebot Praxis Plus gilt die folgende Aufnahmevoraussetzung:
Die Jugendlichen werden mit verstärkten Massnahmen unterstützt.
§ 15. Vorkurse der Berufsfachschulen
Für die Aufnahme in die Vorkurse der Berufsfachschulen gilt die folgende Aufnahmevoraussetzung:
Erfolgreiche Eignungsabklärung durch die Berufsfachschule.
² Die Modalitäten der Eignungsabklärung werden in Absprache mit
den Triagestellen Basel-Stadt und Basel-Landschaft durch die Berufsfachschule festgelegt.
§ 16. Duale Vorlehren der Berufsfachschulen
Für die Aufnahme in eine duale Vorlehre gilt die folgende Aufnahmevoraussetzung:
Nachweis eines Vorlehrvertrags mit einem Ausbildungsbetrieb.
Treten Schülerinnen und Schüler während des Schuljahres aus oder
werden sie aufgrund ihres Verhaltens von der Schule gewiesen, so
wird den Erziehungsberechtigten ein Betrag von CHF 800 in Rechnung gestellt. Davon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler,
die eine berufliche Grundbildung beginnen.
III. Profilklassen (§ 18 SLV)
1. Sportklassen
§ 18. Aufnahmevoraussetzungen
In die Sportklassen der Sekundarschule und des Gymnasiums werden auf Antrag der Erziehungsberechtigten die Schülerinnen und
Schüler aufgenommen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
a) Sie erfüllen die schulischen Voraussetzungen für die Aufnahme in
die Schule. Für die Aufnahme in eine Sportklasse des Gymnasiums ist
ein definitiver Übertritt erforderlich (§ 67 Abs. 2 und 3 SLV).
Die bisherigen Regelungen für die Aufnahme in die Sportklassen in
der Lernbeurteilungsverordnung der Gymnasien und der Weiterbildungsschule wurden in eine gemeinsame Regelung für die Sekundarschule und das Gymnasium übernommen. Betreffend das Gymnasium sollen zwei Verschärfungen vorgenommen werden, die sich aus
einer Evaluation der Sportklassen ergeben haben und bereits so praktiziert werden:
b) Sie erfüllen die sportlichen Kriterien, die von den Schulleitungen in
Absprache mit der verantwortlichen Stelle für Leistungssportförderung
des Sportamts Basel-Stadt festgelegt werden. Für den Bereich Tanz
oder Ballet kann ein den Anforderungen genügenden Leistungsausweis aus dem Bereich Tanz oder Ballett vorgewiesen werden. In eine
Sportklasse können auch Musikerinnen und Musiker aufgenommen
werden, die die musikalischen Kriterien erfüllen, die von der Schulleitung in Absprache mit der Musik-Akademie Basel festgelegt werden.
c) Sie unterzeichnen die Charta für Sportklassen und verpflichten sich
die Leitideen einzuhalten, sich u.a. durch Eigeninitiative, Disziplin und
Planung ihrer Aktivitäten im schulischen und sportlichen Bereich für
gute Leistungen einzusetzen und die Betreuenden der Sportklassen
über ihre sportlichen Zielsetzungen, ihr Trainings- und Wettkampfprogramm, die erzielten sportlichen Resultate sowie allfällige Verletzungen zu informieren.
² Übersteigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Voraussetzungen nach Abs. 1 erfüllen die Zahl der vorhandenen Plätze, entscheidet die Schulleitung über die Reihenfolge der Aufnahme. Sie
achtet dabei auf die Ausgewogenheit der Sportarten, der Geschlechter
sowie auf das sportliche und schulische Potenzial.
§ 19. Wiederholen eines Schuljahres
Schülerinnen und Schüler einer Sportklasse der Sekundarschule, die
nach § 41 der Schullaufbahnverordnung ein Schuljahr wiederholen,
müssen neu nach § 18 dieses Anhangs in eine Sportklasse aufgenommen werden.
² Schülerinnen und Schüler einer Sportklasse des Gymnasiums, die
nach §§ 51 oder 52 der Schullaufbahnverordnung ein Schuljahr wiederholen, müssen in eine Klasse der allgemeinen Richtung wechseln.
In begründeten Fällen und auf Antrag der Erziehungsberechtigten
kann die Schulleitung einer Wiederholung des Schuljahres in einer
In eine Sportklasse der Gymnasien sollen nur Schülerinnen
und Schüler aufgenommen werden, die definitiv in das Gymnasium übertreten (§ 18 Abs. 1 lit. a);
Die Wiederholung eines Schuljahres in einer Sportklasse soll
nur in Ausnahmefällen möglich sein (§ 19 Abs. 2).
Es hat sich gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler, die schulisch
über keine Reserven verfügen, mit der Doppelbelastung Leistungssport und hohe schulische Leistung nicht erfolgreich umgehen können.
Das Sportklassenangebot ist auch für besonders begabte Musikerinnen und Musiker geeignet, die Berufsmusikerinnen und –musiker
werden möchten. In den letzten Jahren wurden deshalb immer wieder
auch solche Schülerinnen und Schüler in die Sportklasse des Gymnasiums aufgenommen. Die Verordnung soll deshalb entsprechend erweitert werden (§ 18 lit. b).
In der Sekundarschule wird die Sportklasse zugübergreifend geführt
werden, weshalb bei ungenügenden Leistungen ein Leistungszugwechsel erfolgen kann, ohne dass die Sportklasse verlassen werden
muss. Sollte in Ausnahmefällen eine Wiederholung eines Schuljahres
angezeigt sein, muss die Schülerin oder der Schüler neu in die Sportklasse des nächsten Jahrganges aufgenommen werden.
Im Gymnasium soll die Wiederholung eines Schuljahres nur in Ausnahmefällen möglich sein (siehe auch Kommentar zu § 18).
Sportklasse zustimmen. Diese Schülerinnen und Schüler müssen neu
nach § 18 in eine Sportklasse aufgenommen werden.
§ 20. Versetzung in eine Klasse der allgemeinen Richtung
Bei Nichterfüllung (§ 18 Abs. 1 lit. b) oder wiederholter Nichteinhaltung (§ 18 Abs. 1 lit. c) der Aufnahmevoraussetzungen oder der übrigen gesetzlichen Pflichten kann die Schulleitung nach schriftlicher
Verwarnung die Versetzung in eine Klasse der allgemeinen Richtung
3. Schulgesetzbestimmungen
Folgende Bestimmungen im Schulgesetz beziehen sich auf die Schullaufbahn:
Angebot und Dauer
§ 32. Die Sekundarschule wird in drei kooperativen Leistungszügen geführt:
a) A-Zug mit allgemeinen Anforderungen
b) E-Zug mit erweiterten Anforderungen
c) P-Zug mit hohen Anforderungen
² Die Leistungszüge werden so aufeinander abgestimmt, dass ein einfacher Übertritt von einem Leistungszug in einen anderen möglich ist.
³ Die Einteilung in einen Leistungszug gemäss Abs. 1 ist nicht massgebend für die Berechtigung für den Eintritt in eine weiterführende Schule.
Die Sekundarschule dauert drei Jahre.
§ 56. Mit dem Beginn jedes Schuljahres werden die Kinder schulpflichtig, die bis zum vorangegangenen 31. Juli das fünfte Altersjahr begonnen
² Kinder, die zwischen dem 1. August und dem 31. Januar das fünfte Altersjahr beginnen und deren Entwicklungsstand den Anforderungen des
Kindergartens entspricht, können vorzeitig in den Kindergarten aufgenommen werden.
³ Bei Kindern, deren Entwicklungsstand bei Beginn der Schulpflicht noch nicht den Anforderungen des Kindergartens entspricht, kann die Aufnahme in den Kindergarten hinausgeschoben werden.
Die Schulleitung entscheidet auf das Gesuch der Erziehungsberechtigten und aufgrund einer Empfehlung der zuständigen Abklärungsstelle.
Die Schulpflicht dauert bis zum erfolgreichen Abschluss der Volksschule, längstens aber bis zum Schluss des Schuljahres, in dem das 16. Altersjahr zurückgelegt wurde.
§ 57. Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler können ein Schuljahr überspringen. In Einzelfällen können sie auch während des
³ Bei einem Stufenwechsel ist die Schulleitung der aufnehmenden Schule zuständig.
Wiederholen eines Schuljahres
§ 57a. In der Volksschule ist die Wiederholung eines Schuljahres nur möglich, wenn es für den Schulerfolg der Schülerin oder des Schülers
² Die Schulleitung entscheidet aufgrund einer Empfehlung des Lehrpersonenteams und nach Anhörung der Erziehungsberechtigten.
Übertrittsentscheide
§ 57b. Das Lehrpersonenteam verfügt aufgrund einer Promotionsordnung, in welchen Leistungszug der Sekundarschule oder in welche weiterführende Schule die Schülerin oder der Schüler übertreten kann.
² Schülerinnen und Schüler, die nicht den gewünschten Übertrittsentscheid erhalten, können sich über eine freiwillige Aufnahmeprüfung qualifizieren.
§ 57d. Nach der obligatorischen Schulzeit erhält jede Schülerin und jeder Schüler einen Volksschulabschluss, der auf vordefinierten Kriterien
beruht und über die Fähigkeiten der Schülerin oder des Schülers sowie über seine oder ihre Eignung und entsprechende Berechtigungen für
weiterführende Schulen Auskunft gibt.
Texte zur Ethik Deutscher Taschenbuch Verlag
biomechanische stimulation bms - geräte
Medienmitteilung mit Tabelle (PDF, 3 Seiten, 132 kB)
Informationen - Schulen Aargau
Botschaft der Evangelischen Landeskirche zum Bettag 2006
Anamnese und allgemeine Diagnostik - NVL Typ-2
Basiskenntnistest Medizinische Studien (BMS)
1 - Regierungsrat Interpellation der Fraktion der Grünen vom 25
Begriffe 1mf - Website von Christian Hänni

References: § 74

§ 1
 § 70

§ 3

§ 4
 § 56
 § 58
 § 56
 § 56

§ 5
 § 59
 § 130
 § 135

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 § 15
 § 16

§ 10
 § 69

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16
 § 57
 § 55

§ 17

§ 19

§ 20

§ 21
 § 30
 § 32
 § 33

§ 22
 § 22
 § 33

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27
 §
31
 § 32

§ 28

§ 29

§ 30
 § 70
 § 21
 § 32

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34
 § 88

§ 35
 § 89

§ 36

§ 37
 § 57
 § 57
 § 57
 § 57

§ 40
 § 41
 § 41

§ 41
 § 57
 § 57
 § 41

§ 41
 § 60
 § 52
 § 41
 § 41
 § 41

§ 42

§ 43
 § 43

§ 44
 § 43
 § 52
 § 44

§ 45
 § 43
 § 67

§ 46

§ 47
 § 46
 § 2
 § 46
 § 46
 § 48
 § 51
 § 50

§ 48
 § 46
 § 48

§ 49
 § 46
 § 52
 § 46
 § 52
 § 67
 § 46
 § 46
 § 51

§ 50
 § 46
 § 52
 § 46
 §
46
 § 50

§ 51
 § 46
 § 13
 § 51
 § 51
 § 46

§ 52
 § 41
 § 15
 § 52
 § 52

§ 53
 § 57
 § 57

§ 57

§ 54

§ 55
 § 57
 § 67

§ 56

§ 57

§ 58

§ 59

§ 60

§ 61

§ 62
 § 55
 § 60

§ 63

§ 64

§ 65
 § 9

§ 66

§ 67
 § 55
 § 57

§ 68
 § 70
 § 57
 § 70

§ 69
 § 32

§ 70
 § 32

§ 70
 § 29

§ 71

§ 72
 § 21

§ 73
 § 57

§ 74

§ 75

§ 76

§ 77

§ 78

§ 79

§ 80

§ 81

§ 82

§ 83
 § 41
 § 53
 § 30
 § 31
 § 40
 § 41
 § 53

§ 84
 § 30

§ 31
 § 41
 §
41
 § 52
 § 53
 § 44
 § 11

§ 85

§ 86

§ 87
 § 74

§ 90

§ 91

§ 92
 § 5

§ 93

§ 97
 § 1

§ 98
 § 15
 § 27
 § 27
 § 28

§ 99
 § 4

§ 4
 § 99

§ 1
 § 1

§ 2
 § 46

§ 4

§ 5

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 18

§ 19
 § 41
 § 18
 § 18
 § 18

§ 20

§ 32

§ 56

§ 57

§ 57

§ 57

§ 57