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Timestamp: 2020-06-06 01:58:53+00:00

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Prüfungs- und Studienordnung (PStO) (Satzung) der Europa-Universität Flensburg für den Weiterbildungsstudiengang „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ mit dem Abschluss Master of Arts
Tag der Bekanntmachung im NBL. MSGWG. Schl.-H. 2015, S. 140 Tag der Bekanntmachung auf der Internetseite der EUF, 05.02.2015
geändert durch Satzungen vom
3. Februar 2017 (NBl. HS MSGWG Schl.-H. 2017, S. 7; Amtliche Bekanntmachungen lfd. Nr.
16. Januar 2018 (NBl. HS MBWK Schl.-H. 2018, S. 5; Amtliche Bekanntmachungen lfd. Nr.
6. März 2018 (NBL. HS MBWK. Schl.-H. 2018 S. 18; Amtliche Bekanntmachungen lfd. Nr.
8. Januar 2020 (NBl HS MBWK Schl.-H. 2020, S. 5; Amtliche Bekanntmachungen lfd. Nr.
In der konsolidierten – nicht amtlichen – Fassung der Änderungssatzung vom 8. Januar 2020
Aufgrund des § 52 Abs. 1 Satz 1 des Hochschulgesetzes (HSG) vom 28.Februar.2007
(GVOBI. Schl.-H. S. 184), zuletzt geändert durch § 2 Nr.4 des Gesetzes vom17.Juni 2015 (GVOBI. Schl.-H., S. 162), wird nach Beschlussfassung durch den Senat der EuropaUniversität Flensburg vom 29. Januar 2014 die folgende Satzung erlassen. Die Zustimmung des Hochschulrates wurde am 26. März 2014 erteilt.
§ 10a Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, Kompetenzen und Fähigkeiten
§ 12 Modulprüfung und Modulnoten; Höchstzahl täglicher Prüfungsleistungen
§ 21 Master Thesis
§ 24 Ungültigkeit des Master-Abschlusses
Diese Prüfungsordnung regelt das Studium des Fachs „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ an der Universität Flensburg.
Das besondere Profil des Master-Studiengangs liegt darin, Schlüsselfragen der frühkindlichen Bildung für die Leitungsarbeit vor dem Hintergrund einschlägiger Forschungsbefunde zur Kompetenzentwicklung und zur Wirksamkeit von Förderkonzepten zu thematisieren. Da diese Expertise nicht allein von einer Institution bereitzustellen ist, wird der Studiengang in Kooperation mit Universitäten und Instituten in Deutschland wie dem Mercator-Institut der Universität zu Köln, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gestaltet. Durch diese Kooperation wird sichergestellt, dass der Studiengang neue Erkenntnisse der gemeinsamen Initiative des Bundes und der Länder „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BISS) im Elementarbereich aufnimmt und nutzt.
Eine professionelle Ausbildung von Führungskräften oder potentiellen Führungskräften in der frühkindlichen Bildung umfasst die Vermittlung wissenschaftlich fundierter Kenntnisse über Bildungs- und Erziehungsprozesse von Kindern. Das betrifft im übergreifenden Sinn die Themen Inklusion, Entwicklung, Diagnostik sowie Förderung und im speziellen die Kompetenzentwicklung in den Bereichen Sozialverhalten, Sprache, mathematischnaturwissenschaftliche Bildung, Bewegung und Gesundheit. Die Vermittlung und Vertiefung von „Wissen über“ und „Wissen wozu“ wird im Sinne der Anwendungsorientierung eng verknüpft mit „Wissen wie“, also mit prozeduralen Kompetenzen. Letztere stehen insbesondere im Zentrum derjenigen Module, die auf die konkrete Praxis der Leitungsarbeit ausgerichtet sind: Hier geht es um die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Qualitätsmanagement, Personalführung und Kommunikation. Angesichts des dynamischen Wandels von Kindheit und Gesellschaft zielt der Studiengang auf Fähigkeiten und Haltungen, für Neues offen zu sein, Entwicklungen hinsichtlich von Chancen und Problemen kritisch zu reflektieren, Gelerntes auf neue Probleme der Leitungsarbeit anzuwenden sowie sich auch nach dem Studienabschluss selbstständig neues Wissen anzueignen.
Nach erfolgreichem Abschluss verleiht die Europa-Universität Flensburg den akademischen Grad „Master of Arts“.
Das berufsbegleitend konzipierte Master-Studium hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern und umfasst ein Studienvolumen von 60 Leistungspunkten.
7 Pflichtmodule im Umfang von 41 Leistungspunkten,
10 Tage Praktika im Umfang von 4 Leistungspunkten und
die Master Thesis im Umfang von 15 Leistungspunkten.
Der folgende Studienverlauf wird empfohlen:
1: Institutionelle Rahmenbedingungen, Qualitätsmanagement (6 LP)
2: Leitungsarbeit, Personalführung, Kommunikation (6 LP)
3: Elternarbeit, Erziehungspartnerschaften, Beratung (6 LP)
4: Finanzen, Recht, Öffentlichkeitsarbeit (6 LP)
5: Gesundheit, Bewegung, Prävention (6 LP)
6: Inklusion, Entwicklungsdiagnostik (6 LP)
7: Frühkindliche Kompetenzentwicklung (5 LP)
Modulanforderungen Prüfungsleistung
1: Institutionelle Rahmenbedingungen, Qualitätsmanagement
Teilnahme an Präsenzphase und E-Learning;
Modulprüfung: Klausur (90 Min.)/Hausarbeit (1015 Seiten; Bearbeitungszeit: 60 h)
2: Leitungsarbeit, Personalführung, Kommunikation
Modulprüfung: Klausur (90 Min.)/schriftliche Präsentation (10-15 Seiten; Bearbeitungszeit: 4 Wochen)
3: Elternarbeit, Erziehungspartnerschaften, Beratung
Modulprüfung: Klausur (90 Min.)
4: Finanzen, Recht, Öffentlichkeitsarbeit
5: Gesundheit, Bewegung, Prävention
Modulprüfung: Hausarbeit (10-15 Seiten; Bearbeitungszeit: 60 h)/Präsentation (10-15 Seiten;
Bearbeitungszeit: 4 Wochen)
6: Inklusion, Entwicklungsdiagnostik
7: Frühkindliche Kompetenzentwicklung
Modulprüfung: Einsendearbeit (10-15 Seiten;
Bearbeitungszeit: 4 Wochen)/Präsentation (10-15
Seiten; Bearbeitungszeit: 4 Wochen)
Modulprüfung: Praktikumsbericht (10-15 Seiten)
Teilnahme an E-Learning / Online-Seminar
Modulprüfung: Masterarbeit (50-80 Seiten; Bearbeitungszeit: 4 Monate)
Zum Weiterbildungsstudium kann zugelassen werden, wer über ein abgeschlossenes bildungswissenschaftliches Hochschulstudium mit mindestens 180 Leistungspunkten verfügt und eine qualifizierte pädagogische Berufstätigkeit im Bereich frühkindliche Bildung wahrnimmt bzw. wahrgenommen hat.
ein Zertifikatsstudium absolvieren (7 Module und Praktika, zusammen 45 Leis-tungspunkte) oder
durch das erfolgreiche Absolvieren von drei zusätzlichen Modulen „Forschendes Lernen“ (30 LP) und die Anrechnung einer mindestens zweijährigen berufspraktischen pädagogischen Tätigkeit im Bereich frühkindliche Bildung (30 LP) die Voraussetzungen zum Abschluss des Studiums mit einem Master of Arts erreichen.
Da der Studiengang 60 Leistungspunkte umfasst, sind 240 Leistungspunkte durch das Erststudium, gegebenenfalls ergänzt um die unter Abs. 2 b) genannten Leistungen, zu erbringen, damit ein Master of Arts vergeben werden kann.
Der Weiterbildungsstudiengang „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ wird auch für Bewerberinnen und Bewerber ohne ersten Hochschulabschluss bzw. für beruflich Qualifizierte mit einschlägiger Berufserfahrung im Bereich frühkindlicher Bildungseinrichtungen angeboten. Voraussetzung ist das erfolgreiche Ablegen einer Eingangsprüfung.
Bewerberinnen und Bewerber mit einer beruflichen Ausbildung (staatlich anerkann-te Erzieherinnen und Erzieher, staatlich anerkannte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen) mit qualifiziertem Ergebnis (= Abschlussnote 2,5 oder besser) müssen eine fünfjährige Berufserfahrung mit hinreichenden inhaltlichen Zusammenhängen zum Weiterbildungsstudiengang „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ nachweisen.
Bewerber/innen mit einer Meisterprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung müs-sen eine dreijährige einschlägige Berufserfahrung zum Weiterbildungsstudiengang „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ nachweisen.
Das Verfahren der Eingangsprüfung ist wie folgt geregelt:
Formloser Antrag inkl. Portfolio; das Portfolio soll die Eignung und Befähigung zum Weiterbildungsstudiengang „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ durch folgende Dokumente belegen:
Sind die formalen Voraussetzungen erfüllt und ist das Portfolio vollständig, folgt die Einladung zum Online-Seminar als dem ersten Teil der Eingangsprüfung.
Online-Seminar: In dem online-basierten Teil der Eignungsprüfung zeigen die Teil-nehmer/innen ihre Kompetenzen und ihr Wissen zu theoretischen und methodischen Voraussetzungen des wissenschaftlichen Arbeitens. Das Online-Seminar dauert zwei
Wochen. Es wird mit Hilfe der Lernplattform, d. h. mit einer synchronen OnlineEinführungsveranstaltung und asynchronen Kommunikationstools gearbeitet. Bezugspunkt ist der Studienbrief „Grundlagen wissenschaftlicher Untersuchungen“, zu dem Einsendeaufgaben einzureichen sind. Inhalte des Online-Seminars sind ausgewählte Aspekte qualitativer und quantitativer Bildungsforschung sowie entsprechende Forschungsmethoden (u.a. Fragebogenerhebung, Interviewverfahren, Feld- und Evaluationsstudien). Bis auf die Einführungsveranstaltung gibt es keine festgelegten Zeiten, zu denen sich die Prüfungsteilnehmer/innen einloggen müssen. Das OnlineSeminar wird mit „bestanden“ bzw. „nicht bestanden“ bewertet. Für das erfolgreiche Bestehen wird eine regelmäßige und aktive Teilnahme vorausgesetzt.
Mündliche Eingangsprüfung: Die mündliche Eingangsprüfung besteht aus einer dreißigminütigen Prüfung. Hier sollen die Teilnehmer/innen vertiefte theoretische Kenntnisse sowie eigene Erfahrungen und Kompetenzen (erfolgreiche Projekt nachweisen. Dazu gehören:
Vertiefte Diskussion der schriftlichen Ausarbeitung mit Blick auf die An- forderungen wissenschaftlichen Arbeitens
Über die erfolgreiche Eingangsprüfung wird eine Bescheinigung ausgestellt, die die Teilnahme am regulären Bewerbungsverfahren um einen Studienplatz in den darauffolgenden zwei Bewerbungszyklen ermöglicht. Eine nicht bestandene Eingangsprüfung kann zweimal wiederholt werden. Eine Wiederholung der Eingangsprüfung bedeutet, dass diese vollständig wiederholt werden muss und immer nur im darauffolgenden Zyklus abgelegt werden kann.
Bewerbung um einen Studienplatz: Die Eingangsprüfung ist zeitlich so organisiert, dass die Teilnehmer/innen sich regulär bis zum Wintersemester um einen Studienplatz bewerben können.
Bewerberinnen und Bewerber mit bestandener Eingangsprüfung werden so einge-stuft wie Bewerberinnen und Bewerber, die sich mit 180 Leistungspunkten bewerben (vgl. Abs. 1).“
Die Europa-Universität Flensburg und ihre Kooperationspartner stellen durch ihr Lehrangebot sicher, dass die Prüfungen innerhalb der in dieser Prüfungsordnung festgesetzten Fristen abgelegt werden können und das Studium innerhalb der Regelstudienzeit absolviert werden kann.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden vom Senat der Europa-Universität Flensburg gewählt. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre, diejenige des studentischen Mitglieds ein Jahr. Wiederwahl ist möglich. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die restliche Amtszeit gewählt.
Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind die in dem Weiterbildungsstudiengang tätigen Lehrenden berechtigt und verpflichtet.
§ 10 a Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, Kompetenzen und Fähigkeiten
Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen inländischen oder anerkannten ausländischen Hochschulen erbracht wurden, werden anerkannt, wenn keine wesentlichen Unterschiede zu den Leistungen bestehen, die im Studium an der Europa-Universität Flensburg zu erwerben sind. Eine ablehnende Entscheidung ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
Das Verfahren der Anerkennung wird den Studierenden in geeigneter Weise bekanntgemacht.
Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten – soweit die Notensysteme vergleichbar sind – zu übernehmen und nach Maßgabe dieser Prüfungs- und Studienordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei nicht vergleichbaren Notensystemen oder unbenoteten Prüfungsleistungen wird die anerkannte Prüfungsleistung mit „bestanden“ bewertet. Eine Kennzeichnung anerkannter Studien- und Prüfungsleistungen in den Abschlussdokumenten ist zulässig.
Für Studien- und Prüfungsleistungen, die anerkannt werden, sind die in dieser Prüfungs- und Studienordnung vorgesehenen Leistungspunkte zu vergeben.
Außerhalb von Hochschulen erworbene Kompetenzen und Fähigkeiten sind auf ein
Hochschulstudium anzurechnen, wenn ihre Gleichwertigkeit mit den Kompetenzen, die im Studium zu erwerben sind, nachgewiesen ist. Bis zu 50 % der für den Studiengang erforderlichen Leistungspunkte können angerechnet werden. Dabei sind die in dieser Prüfungs- und Studienordnung vorgesehenen Leistungspunkte zu vergeben. In Einzelfällen ist eine Einstufungsprüfung zulässig.
Einzel- note
Gesamtno-
Die Gesamtnote des Master of Arts errechnet sich aus dem mit Leistungspunkten gewichteten arithmetischen Mittel der Gesamtnoten der Module und der Master Thesis. Bei der Bildung der Note wird nur die erste Dezimalstelle nach dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden gestrichen.
Studierende sollen pro Tag höchstens zwei Prüfungen absolvieren.
Alle schriftlichen Arbeiten (entsprechend im Falle einer zulässigen Gruppenarbeit der jeweils entsprechend gekennzeichnete Teil der Arbeit) müssen abschließend die nachfolgende schriftliche und eigenhändig von der oder dem Studierenden zu unterzeichnende Versicherung enthalten:
„Hiermit versichere ich ausdrücklich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe. Ich versichere insbesondere ausdrücklich, dass ich bei Anfertigung der vorliegenden Arbeit keine Dienstleistungen oder sonstigen Unterstützungsleistungen, gleich welcher Art, von Ghostwriter-Agenturen bzw. vergleichbaren Dienstleistungsanbietern oder sonstigen Dritten, gleich ob entgeltlich oder unentgeltlich, in Anspruch genommen habe. Wörtlich oder dem Sinn nach aus gedruckten, elektronischen oder anderen Quellen entnommene oder entlehnte Textstellen sind von mir eindeutig als solche gekennzeichnet worden.
Die vorgelegte Arbeit oder wesentliche Teile daraus wurden vorher nicht in einem anderen Prüfungsverfahren eingereicht, und die eingereichte schriftliche Fassung entspricht derjenigen auf dem elektronischen Speichermedium.
Mir ist bekannt, dass Verstöße gegen diese Versicherung nicht nur zur Bewertung der vorgelegten Prüfungsleistung mit ‚nicht ausreichend (5,0)‘, sondern in schwerer wiegenden Fällen zu weiteren Maßnahmen der Europa-Universität Flensburg bis zur Exmatrikulation führen können.
Mir ist bekannt, dass die Arbeit digital gespeichert und durch eine Anti-Plagiatssoftware überprüft werden kann. Sowohl mit der Datenspeicherung als auch mit der Überprüfung meiner Arbeit durch den Einsatz einer Anti-Plagiatssoftware erkläre ich mich einverstanden.
Flensburg, Datum Unterschrift
Prüfungen, die mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet werden oder als nicht bestanden gelten, können einmal wiederholt werden. Gegebenenfalls findet die Wiederholungsprüfung in anderer Form als die Erstprüfung statt (z.B. mündliche Prüfung statt Klausur). Nach erfolgloser Wiederholung der Prüfung gilt der Studiengang als endgültig nicht bestanden. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erteilt der oder dem Studierenden hierüber einen schriftlichen Bescheid mit einer Rechtbehelfsbelehrung. In besonderen Härtefällen kann der Prüfungsausschuss auf Antrag, der innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheids zu stellen ist, eine weitere Wiederholung genehmigen.
Die Meldung zur Wiederholung der Prüfung hat spätestens in dem Semester zu erfolgen, das auf das Semester folgt, in welchem die Prüfung nicht bestanden wurde. In begründeten Ausnahmen können vom Prüfungsausschuss längere Fristen eingeräumt werden. Sofern der Prüfungsausschuss in Härtefällen eine zweite Wiederholung genehmigt, legt er auch die Fristen fest, innerhalb derer die Meldung zu der zweiten Wiederholungsprüfung zu erfolgen hat. Werden Fristen für die Meldung zur Wiederholung von Prüfungen von Studierenden versäumt, gelten die versäumten Prüfungen als nicht bestanden.
Die Master Thesis kann bei einer Beurteilung mit „nicht ausreichend“ einmal wiederholt werden. In besonderen Härtefällen kann der Prüfungsausschuss auf Antrag, der innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheids zu stellen ist, eine weitere Wiederholung genehmigen.
Die Einwendung muss substantiiert sein, d.h. konkret und nachvollziehbar begründet werden. Sie kann sich
gegen den Bewertungsvorgang an sich richten oder
fachspezifischer Art sein.
Der Prüfungsausschuss übermittelt das Anliegen der oder dem bzw. den Prüfenden.
Wenn die oder der Studierende sich vorbehält, ihr oder sein Anliegen am Ende des Prüfungsverfahrens (Abschluss des Master-Studiums) nach § 18 weiterzuverfolgen, so sind die Verfahrensunterlagen (Prüfungsleistung, Einwendungen, Vermerk der Prüfenden aufgrund des Überdenkens) bis zum Abschluss des Master-Prüfungsverfahrens aufzubewahren. Anderenfalls können die Verfahrensunterlagen nach Ablauf einer vierwöchigen Frist der oder dem Studierenden ausgehändigt oder vernichtet werden.
Versucht eine Kandidatin oder ein Kandidat die Ergebnisse ihrer oder seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gelten die betreffenden Prüfungsleistungen als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Vor einer solchen Entscheidung ist die bzw. der Betroffene zu hören. Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat, die bzw. der gegen die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung verstoßen hat, kann durch die jeweiligen Prüferinnen und Prüfer oder Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss die betreffende Kandidatin bzw. den betreffenden Kandidaten von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Diese Entscheidung bedarf der Bestätigung durch das Präsidium der Europa-Universität Flensburg. Als schwerwiegender Fall der Täuschung wird grundsätzlich jedwede Form des Plagiats sowie die Auftragsarbeit durch Dritte verstanden. Wird das Vorliegen eines Plagiats durch den Prüfungsausschuss festgestellt, verliert die betreffende Kandidatin bzw. der betreffende Kandidat das Anrecht auf eine Wiederholungsprüfung im selben und im unmittelbar darauf folgenden Semester. Außerdem kann die Kandidatin bzw. der Kandidat durch Beschluss des Prüfungsausschusses von der Erbringung aller weiteren Prüfungsleistungen im Studiengang ausgeschlossen werden. Diese Entscheidung bedarf der Bestätigung durch das Präsidium der Europa-Universität Flensburg.
Den besonderen Bedürfnissen von Studierenden ist gemäß § 3 Abs. 5 des Hochschulgesetzes (HSG) in Verbindung mit § 52 Abs. 2 Nr. 14, Abs. 4 HSG Rechnung zu tragen.
Belastende Verwaltungsakte, die nach dieser Bestimmung getroffen werden, sind schriftlich zu begründen, mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen und nach § 41 VwVfG bekannt zu geben. Gegen diese Verwaltungsakte kann innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides Widerspruch beim zuständigen Prüfungsausschuss nach §§ 68 ff Verwaltungsgerichtsordnung eingelegt werden.
Soweit sich der Widerspruch gegen eine Bewertung einer oder eines Prüfenden richtet, entscheidet der zuständige Prüfungsausschuss nach Überprüfung nach den Absätzen 3 und
Die allgemeinen und die modulspezifischen Leitfragen sind Bezugspunkt des Praktikumsberichts. Der Bericht enthält ggf. einen Vergleich der Erfahrungen aus dem Besuch unterschiedlicher Praktikumsorte. Der Bericht soll 10 – 15 Seiten nicht überschreiten. Die inhaltliche Betreuung wird durch Lehrende des Studiengangs wahrgenommen.
Die Master Thesis dient der Überprüfung der Fähigkeit, eine wissenschaftliche Arbeit zu einem Thema des Studiengangs verfassen zu können. In der Master Thesis soll eine Auseinandersetzung mit ausgewählten Inhalten der Module stattfinden.
Zur Master Thesis kann zugelassen werden, wer durch Absolvieren der Pflichtmodule und Praktika 45 Leistungspunkte erworben hat. Studierende, die gemäß § 6 im Studiengang weitere 30 LP erwerben, können zugelassen werden, wenn sie durch Absolvieren der Pflichtmodule und Praktika 75 Leistungspunkte erworben haben.
Der Antrag auf Zulassung zur Master Thesis ist beim Servicezentrum für Prüfungsangelegenheiten (SPA) schriftlich und mit Unterschrift der Erstgutachterin oder des Erstgutachters und unter Angabe des Themas und des Vorschlags für die Zweitgutachterin oder den Zweitgutachter zu stellen, ohne dass dadurch ein Anspruch auf Berücksichtigung des Vorschlags begründet wird.
Die Zeit von der Ausgabe des Themas bis zur Ablieferung der Master Thesis beträgt vier Monate. Eine Verlängerung der Bearbeitungszeit darf nicht mehr als zwei Monate betragen.
Das Thema der Master Thesis kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate zurückgegeben werden.
Der Umfang der Master Thesis soll 40 – 50 Seiten nicht überschreiten.
Die Master Thesis ist innerhalb von sechs Wochen durch beide Gutachterinnen oder Gutachter zu bewerten. Die Note für die Master Thesis wird aus dem arithmetischen Mittel der beiden Bewertungen gebildet.
Am Ende der Thesis (entsprechend im Falle einer zulässigen Gruppenarbeit der jeweils entsprechend gekennzeichnete Teil der Arbeit) hat die oder der Studierende gesondert und schriftlich die nachfolgende und eigenhändig zu unterzeichnende Versicherung abzugeben:
„Hiermit versichere ich ausdrücklich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe. Ich versichere insbesondere ausdrücklich, dass ich bei Anfertigung der vorliegenden Arbeit keine Dienstleistungen oder sonstigen Unterstützungsleistungen, gleich welcher Art, von GhostwriterAgenturen bzw. vergleichbaren Dienstleistungsanbietern oder sonstigen Dritten, gleich ob entgeltlich oder unentgeltlich, in Anspruch genommen habe. Wörtlich oder dem Sinn nach aus gedruckten, elektronischen oder anderen Quellen entnommene oder entlehnte Textstellen sind von mir eindeutig als solche gekennzeichnet worden.
Mit einer Ausleihe meiner Arbeit bin ich einverstanden / nicht einverstanden.
Für die Berechnung der Gesamtnote werden die Modulnoten und die Note für die Master Thesis mit den zugeordneten Leistungspunkten gewichtet.
Mit dem Zeugnis erhält die Kandidatin oder der Kandidat die Master-Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses. Darin wird die Verleihung des Master-Grades gemäß § 3 beurkundet. Die Urkunde wird von der Präsidentin oder dem Präsidenten der Europa-Universität Flensburg oder ihrer oder seiner Stellvertreterin bzw. ihrem oder seinem Stellvertreter unterschrieben und mit dem Siegel der Universität versehen.
Ist die Gesamtnote besser als 1,2, wird die Urkunde mit dem Prädikat „mit Auszeichnung bestanden“ versehen.
Hat die Kandidatin oder der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache nach der Aushändigung der Abschlussdokumente bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei denen die Kandidatin oder der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären. Diese Entscheidung bedarf der Bestätigung durch das Präsidium der Europa-Universität Flensburg.
Die unrichtigen Abschlussdokumente sind einzuziehen und gegebenenfalls neue zu erstellen. Mit dem unrichtigen Zeugnis sind auch die Master-Urkunde, das Diploma Supplement und das Transcript of Records einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschungshandlung für „nicht bestanden“ erklärt wurde.
Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Die Genehmigung nach § 22 Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 HSG wurde durch das Präsidium der Europa-Universität Flensburg am 29. Januar 2014 erteilt.

References: § 52
 § 2

§ 10

§ 12

§ 21

§ 24

§ 10
 § 18
 § 3
 § 52
 § 41
 § 6
 § 3
 § 22