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Timestamp: 2019-05-26 09:43:49+00:00

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Kündigungsschutz | Ra Bgg | Rechtsanwälte Buchwald & Kollegen - München
Kanzlei |Leistungen |Arbeitsrecht |Kündigungsschutz
Der Kündigungsschutz hängt von der Frage ab, ob eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber wirksam ist. Die Wirksamkeit einer Kündigung hängt wiederum davon ab, ob das Kündigungsschutzgesetz anwendbar oder nicht anwendbar ist.
Ist das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis jederzeit ordentlich (d.h. fristgerecht) kündigen, ohne dass er dazu einen Kündigungsgrund nach dem KSchG benötigt. Es genügt, dass die Kündigung aus nachvollziehbaren Gründen sachlich gerechtfertigt.
Ist hingegen das Kündigungsschutzgesetz anwendbar, ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich.
Das KSchG ist anwendbar, das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer ununterbrochen länger als 6 Monate besteht und der Betrieb regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt.
Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von
und von mehr als 30 Stunden mit 1,0
Nicht zu berücksichtigen sind Auszubildende, Freie Mitarbeiter, Geschäftsführer / Vorstände.
Ist das KSchG anwendbar, so ist eine Kündigung unwirksam, wenn sie sozial ungerechtfertigt ist, § 1 Abs. 1 KSchG. Sozial ungerechtfertigt ist eine Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder im Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist.
Der Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis nur aus
kündigen (§ 1 Abs. 2 KSchG).
Sonderkündigungsschutz haben
Schwerbehinderte oder Gleichgestellte, § 85 SGB IX
Schwangere Arbeitnehmerinnen, § 9 MuSchG
Arbeitnehmer, die sich in der Elternzeit befinden, § 18 BErzGG
Arbeitnehmer, die zu einer Betriebs-, Wahl- oder Bordversammlung einladen, § 15 Abs. 3a KSchG
Mitglieder eines Wahlvorstandes, § 15 Abs. 3 KSchG
Mitglieder des Betriebsrats, einer Jugend- und Auszubildendenvertretung, einer Bordvertretung oder eines Seebetriebsrates, § 15 Abs. 1 KSchG
BR-Ersatzmitglieder
Wehr- und Zivildienstleistende, WPflG und ZDG
Datenschutzbeauftragte, § 4 f Abs. 3 BDSG
muen-bucw 2019-05-26 wid-475 drtm-bns 2019-05-26

References: § 1
 § 85
 § 9
 § 18
 § 15
 § 15
 § 15
 § 4