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Timestamp: 2017-12-11 00:52:04+00:00

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habe Minijob und soll zusätzlich Ein Euro Job annehmen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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01.07.2011, 13:46 #1
NOMOS->Emailproblem
habe Minijob und soll zusätzlich Ein Euro Job annehmen
Ich beziehe ALG II bzw. Harz IV. Jedoch habe ich auch einen unbefristeten Minijob und möchte diesen behalten. Hier verdiene vertraglich festgelegte 120 € für 2,5h / Woche. Die meiste andere Zeit kümmere ich mich um mein Enkelkind (ihm Frühstück machen, ihn zur Schule bringen und abholen, Essen kochen, zur Sport/Musik -schule bringen/abholen usw.) da die Mutter (meine Tochter) selbst arbeitstätig ist und keine Zeit dafür aufbringen kann. Nun "hat" ein Sachbearbeiter der ARGE einen Ein Euro Job für mich (dh ich soll den Job annehmen, sonst kürzt er mir die Leistungen). Der Job ist 20h / Woche, täglich mind. 4h und auf ein halbes Jahr befristet.
Mein Problem besteht nun darin, dass ich nur vormittags zeit habe und somit zumindest an einem Tag den Minijob nicht mehr machen kann, wenn ich den Ein Euro Job annehme. Außerdem würde mich interessieren, inwieweit die ARGE beide Verdienstquellen einbehalten würde. Ich tendiere dazu, den Minijob aufzugeben mein Arbeitgeber macht sich auch schon Sorgen, mich zu verlieren.
Habe ich ein Recht darauf, meinen Minijob so wie er ist, weiter ausüben zu können? Und kann ich evtl. meine Sorge ums Kind irgendwie gegen den Ein Euro Job einbringen, zumindest solange das Kind etwas selbsstängiger wird und meine Tochter ihre Ausbildung zu Ende gebracht hat?
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01.07.2011, 13:56 #2
AW: habe Minijob und soll zusätzlich Ein Euro Job annehmen
Der Minijob hat wegen der Verringerung der Hilfsbedürftigkeit Vorrang. Erst recht, wenn er zeitlich mit einer Maßnahme oder anderem kollidiert, muß Dein SB seine Maßnahme abblasen. Sollte er eigentlich wissen.
Er soll Dir schriftlich geben, daß Du gesetzwidrig den Minijob auf sein Verlangen aufgeben sollst.
........und meine Tochter ihre Ausbildung zu Ende gebracht hat?
Bekommt Deine Tochter ALG II ?
Ist sie Alleinerziehend ?
02.07.2011, 11:04 #4
Er sagt ja nicht, dass ich den ersten Job aufgeben soll. Er sagt nur, dass ich diesen Job dem Ein Euro Job anpassen soll aber das schaffe ich nicht, denn ich brauche oft länger als 3h insgesammt + 1/2h wegzeit. Ist das auch wie oben erwähnt zu bewerten? Könntest du mir Bitte eine eine rechtliche Grundlage für deine Antwort dazugeben?
02.07.2011, 11:10 #5
Die Tochter bekommt kein ALG II und sie ist Alleinerziehend. Im Übrigen hat mein SB ihr die neue Ausbildung vermittelt und weiß eigentlich bestens über unsere Verhältnisse Bescheid.
02.07.2011, 11:17 #6
1euro job soll für die sein die keine arbeit finden können als letztes mittel
da du in arbeit bist auch wenn nur geringfügig
kommt der 1eruo job für dich nicht in frage
das SB solle begründen warum du zur arbeit eine 1euro job machen sollst
du kannst ihm auch sagen was ich oben geschrieben hab
mal sehen was der dann dazu sagt
Ja, sie ist Alleinerziehend. Im Übrigen hat mein SB ihr die neue Ausbildung vermittelt und weiß eigentlich bestens Bescheid.
Die Tochter bekommt kein ALG II.
Hmmmm.....ok.....
Deine Tochter kann die Ausbildung nicht zu Ende machen,wenn Du ihr nicht das Kind abnimmst,richtig?
Hat Deine Tochter Betreuungsgeld (Tagesmutter,gibt es auch stundenweise) beantragt?
02.07.2011, 12:03 #8
Eine andere Möglichkeit wäre, mit denen vom Eurojob zu sprechen.
Da dein Zusatzjob Vorrang hat, du verringerst, wenn auch nur wenig, deine Hilfsbedürftigkeit. Somit sollen die sich deinem Job anpassen. Man muss auch nicht 20 Stunden machen, vielleicht 15 Std.
Dann kannst du noch die schwierige Lage mit deinem Enkel aufführen.
Es kann ganz gut sein, dass die unter den Umständen eh keinen Bedarf mehr haben, oder sie stellen sich auf dich ein.
02.07.2011, 12:14 #9
Was ist das für ein 1 Euro Job
ist der auch zusätzlich
erstmal prüfen ob der auch legal ist
02.07.2011, 12:50 #10
Da man bei einer MAE Maßnahme (so genanter 1,-€ Job) keinen Lohn erhält, sondern lediglich nur eine MehrAufwandsEntschädigung, hat ein Mini-Job natürlich auch Vorrang. Nur dieser kann deine finanzielle Abhängigkeit auch mindern.
Wer einen Minijob oder sonstige Arbeit hat, darf nach § 16d SGBII keinen 1 € Job bekommen.
"Für erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden"
Widersetzt sich ein Amtsträger dem, obwohl er auf das anwendbare SGB II - Gesetz sogar noch hingewiesen worden ist, so begeht er gemäß § 339 StGB eine wissendliche Rechtsbeugung. Diese wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft.
In dem Fall Strafanzeige stellen. Bei dieser betonen, dass man bei etwiger Einstellung des Verfahrens, um eine rechtsplausible Begründung bittet, um einer Beschwerde bei der Bundesgeneralstaatsanwaltschaft schon im Vorfeld entgegentreten zu können.
02.07.2011, 14:12 #11
Danke an alle! Mit so viel Zuspruch habe ich nicht gerechnet
er begründet es damit, dass ich ans Arbeiten gewöhnt werden müsse und 2,5h / Woche würden dafür nicht ausreichen. Er möchte also den Ein Euro Job als eine "Gewöhnungsmaßnahme" einsetzen bzw. rechtfertigen.
ich weiß es nicht. Ab welchen Alter gilt ein Kind als selbständig genug?
ich möchte schon mit allen Verantwortlichen darüber sprechen aber ich fühle mich dabei total abhängig, es kommt mir wie betteln vor...
wie soll ich denn das prüfen?
danke für den fundierten rechtliche Quelle! aber stimmt es nicht auch, dass ich als erwerbsfähige Leistungsberechtigte jeden Job annehmen muss sofern mich dieser dem ersten Arbeitsmarkt näher bringt? Dieser Meinung sind viele SB. Wo entnehmen sie dieses Recht?
02.07.2011, 14:24 #12
Schreib doch mal was es genau ist
02.07.2011, 14:27 #13
Gut.. ..Du kennst also die Möglichkeit Betreuungsgeld zu beantragen nicht.
Deine Tochter beantragt beim Jugendamt durchgängig (Ferien ! )Betreuungsgeld,schliesslich kann sie ihr Kind ja nicht mit zur Arbeit nehmen.
Als Betreuende gibt sie Dich an .....(Das Geld,dürften so um die 130€ sein bekommt sie dann auf ihr Konto und zahlt es an Dich aus,dieses Geld wird nicht auf die ALG-Leistung angerechnet)
Du sprichst mit dem SB,das Du ganz offiziell neben Deiner Arbeit noch ein Kind betreust damit die Kindesmutter ihre Ausbildung beenden kann.....eventuell wirst Du dann zumindest für die Zeit in Ruhe gelassen.
Das jetzt auf die Schnelle...ich muss leider weg.
Links dazu : Klick mich Mich auch ;)
02.07.2011, 14:34 #14
Ein 1,- € Job ist kein Job / Arbeit, sondern eine Maßnahme! Der Mini-Job hingegen ist jedoch Arbeit! Die Meinungen vereinzelter Sachbearbeiter ist irrelevant, da die Aussage in § 16d SGB II eindeutig ist! Hat man Arbeit darf keine MAE- Maßnahme zur Anwendung kommen, da die Maßnahme, anders als der Mini-Job, nicht zur Absenkung der Hilfebedürftigkeit führt. Das Jobcenter kann hier lediglich eine bessere sozialversicherungspflichtige Arbeit abverlangen, welche die Hilfebedürftigkeit weiter absengt als der Mini-Job bisher. Bitte den 1,- € Job nicht immer mit Arbeit verwechseln! Wenn es Arbeit wäre, so müsste man gegen diese ja auch arbeitsrechtlich vorgehen können, was aber nicht der Fall ist, da es sich ja um eine Maßnahme handelt. Die MAE- Maßnahmen nennt man nur im Volksmund 1,-€ "Jobs"! Rein rechtlich haben diese Zwangsbeschäftigungsmaßnahmen aber überhaupt nichts mit Jobs bzw. Arbeit zu tun.
Was wäre wenn, oder Betreuung von Kindern der Tochter etc.. kann außer betracht bleiben, weil man dir ohnehin keine MAE- Maßnahme bei Ausübung eines Mini-Jobs überhelfen darf. Das wäre zweifelsfrei nach §16d SGB II rechtswidrig. Mach das deinem SB klar! Die meisten SB sind eh völlige Rechtslaien und kennen sich im SGB "so gut" aus, wie der Zitronenfalter beim Falten von Zitronen.
02.07.2011, 14:58 #16
er begründet es damit, dass ich ans Arbeiten gewöhnt werden müsse und 2,5h / Woche würden dafür nicht ausreichen. Er möchte also den Ein Euro Job als eine "Gewöhnungsmaßnahme" einsetzen bzw. rechtfertigen
das kann der vergessen
es gibt keine regel was die stunden zahl angeht um wieder in an arbeit gewöhnt zu werden
dein minijob hat vorrang
und das muss der akzeptieren
würd ihm auch vorm kop schmeissen das der nur die statisktik schönen will und nur dumme sucht die das mit sich machen lassen
zeig ihm das du deine rechte kennst
dann wirt der zurückschrauben müssen wenn der keine lust hat
auf mehr arbeit bei wiedersprüchen ^^
02.07.2011, 16:04 #17
Näharbeit. Mehr weiß ich noch nicht.
§ 2 Abs. 1 SGB II: "...Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken..."
dieser Passus verwirrt mich. bitte helft mir wenn ich mich irre, denn ich würde jetzt auch die MAE-Maßnahmen dazuzählen soweit sie neben einem Mini-Job möglich sind, was evtl. mein der Fall sein wird.
danke dir! Jedoch besteht bei uns Verwandtschaft 1. Grades somit, lt. Auskunft des zuständigen Jugendamtes, eine Ausnahme von der Zuschussberechtigung. Ich finde ja diese Ausnahme inkonsequent und sehe dank deinem 2. link sogar einen Widerspruch zum Zweck des § 16 Abs. 1 SGB VIII im Gesetz. Gibt es tatsächlich eine (richtig angewandte) Rechtsgrundlage für deren Entscheidung und wo finde ich diese? -SORRY OFF TOPIC!-
02.07.2011, 16:14 #18
Der Passus mag ja dort stehen. Trotzdem kann man den § so verstehen, daß der Minijob Vorrang hat u. so wird es auch rechtlich gehandhabt bei Streitfällen.
Außerdem spielt da noch was anderes mit rein, nämlich, daß man bei einem Minijob normalerweise einen Arbeitsvertrag hat, der zu erfüllen ist.......... egal was SBchen sich denkt u./oder vorstellt.
Diese Geschichte gibt es jedes Jahr tausendfach u. die SB probieren es immer wieder bis zum Erbrechen, obwohl sie wissen müßten, daß sie im Unrecht sind u. HE zum Gesetzesverstoß auffordern.
02.07.2011, 16:16 #19
muss aktiv an allen Maßnahmen "zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken"
Da du bereits Arbeit hast, musst und kannst du auch logischerweise nicht zur Eingliedrung in eine solche aktiv werden! Wenn man so will, ist dein Mini-Job schon eine aktive Maßnahme und zwar sogar in einer regulären Entgeltform! Der Mini-Job vermindert dein Regelsatzanspruch. Die MAE- Maßnahme hingegen nicht. Also ist auch klar, dass der MINI-Job vorrangig ist!
02.07.2011, 17:19 #20
was würde denn gelten, wenn es keine Rangordnung gäbe? Damit meine ich den Fall, dass neben dem Mini-Job eine weitere Maßnahme grds. möglich wäre. Oder konkret: müsste ich für Mo - Do einen Ein Euro Job annehmen (zur Erinnerung: den Mini-Job habe ich nur am Fr), um dem Gesetzeslaut "muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken" gerecht zu werden. Könnte also der SB weitergehende Eingliederung fordern, sofern dies der ungehinderten Ausübung meines Mini-Jobs nicht entgegensteht?
02.07.2011, 17:25 #21
was würde denn gelten, wenn es keine Rangordnung gäbe? Damit meine ich den Fall, dass neben dem Mini-Job eine weitere Maßnahme grds. möglich wäre. Oder konkret: müsste ich für Mo - Do einen Ein Euro Job annehmen (zur Erinnerung: den Mini-Job habe ich nur am Fr), um dem Gesetzeslaut "an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken". gerecht zu werden. Könnte der SB weitergehende Eingliederung fordern, sofern dies der ungehinderten Ausübung meines Mini-Jobs nicht entgegensteht?
Das solltest Du nicht mitteilen, daß der Minijob nur Freitags stattfindet.
Dagegen wäre eine Bescheinigung des Arbeitgebers hilfreich, daß der Minijob flexibel ausgeübt wird. Dann ist für den SB schon mal weitgehend die Luft raus.
In meinem AV stand glücklicherweise "Aushilfskraft auf Abruf".
Ich konnte seitens JC in der Zeit zu nichts verpflichtet werden.
02.07.2011, 18:18 #22
was würde denn gelten, wenn es keine Rangordnung gäbe? Damit meine ich den Fall, dass neben dem Mini-Job eine weitere Maßnahme grds. möglich wäre.
Es gibt diverse verschiede Maßnahmen! Eine Maßnahme gemäß §16d SGB II scheidet jedoch bei Ausübung einer Arbeit prinzipiell aus! Deshalb das Gesetz zum so genannten "1,- € Job".
Hätte, Wäre, Wenn, ist Wurst!
02.07.2011, 19:11 #23
Eine Rechtsgrundlage für die Entscheidung Deines Jugendamtes kann ich Dir nicht nennen,weil es sie nicht gibt.
Nur weil Du die Großmutter bist,hast Du nicht automatisch die Pflicht Deinen Enkel unEntgeltlich zu betreuen.
Steht Deiner Tochter Betreuungsgeld auf Grund ihres niedrigen Einkommens zu,ist es allein ihre Angelegenheit,wen sie als betreuende Person einsetzt und wem sie das Geld auszahlt.
Aber gut,dann eben anders :
Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit in Höhe von 130 Euro monatlich je Kind, und zwar unabhängig von der Höhe der Ihnen tatsächlich entstehenden Kosten.Quelle : Klick mich ;)
Deine Tochter macht die Ausbildung über das Jobcenter,sie braucht eine betreuende Person,das kannst Du sein........und eigentlich berät das Jugendamt,nimmt den Antrag entgegen etc. .....Deins anscheinend aber nicht.
Du hast einen Minijob und betreust offiziell Deinen Enkel....das Jobcenter könnte Dich dann für die Zeit (Ausbildung Tochter) freistellen.......in meiner Stadt schon geschehen.Das Geld wird bis zu 2 Kindern nicht angerechnet.
20.09.2012, 18:32 #24
toffifeeeee->Emailproblem
Hallo,was ist denn nun im enddefekt bei rausgekommen,musste der minijob gekündigt werden?
toffifeeeee
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