Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82260000030.htm
Timestamp: 2018-11-17 22:17:44+00:00

Document:
2.26.030 Sandgrube am Grafenrain
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Sandgrube am Grafenrain" vom 23. Dezember 1988 (Ges. Bl. v. 20.03.1989, S. 85).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von §22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20.Dezember 1978 (GBl. 1979, S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Mauer und Bammental, Rhein-Neckar-Kreis, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Sandgrube am Grafenrain".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 5,5 ha. Es beinhaltet im wesentlichen die ehemalige Sandgrube und umfaßt nach dem Stand vom 5. Juli 1988 auf dem Gebiet der Gemeinde Mauer die Grundstücke Flst. Nrn. 726 (teilweise), 775 (teilw.), 776 (teilw.), 776/1, 789/1 (teilw.), 793 (teilw.), 795 bis 801 (jeweils teilweise), 802 bis 804, 804/1, 805, 806/1, 806/2, 807 bis 810, 811 bis 814 (jeweils teilweise), 815/3 (teilw.), 816 (teilw.), 817 (teilw.), 817/1, 817/2, 818, 819, 820, 821 (teilw.), 822 bis 825, 827/1, 828, 829 (teilw.), 830, 831, 831/1, 832, 833, 834, 836.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 14,5 ha. Es wird im wesentlichen durch die B 45 im Westen, die Klinge im Norden, den vorgeschichtlichen Neckarprallhang im Osten und die Wohnbebauung im Süden begrenzt. Es umfaßt nach dem Stand vom 5. Juli 1988 auf dem Gebiet der Gemeinde Mauer die Grundstücke Flst. Nrn. 726 (teilw.), 738 bis 747, 747/1, 748, 748/1, 749 bis 754, 755/1, 756 bis 760, 762/1, 762/2, 766, 767, 768/1, 768/2, 769 bis 771, 775 (teilw.), 789 (teilw.), 789/1 (teilw.), 794, 795 bis 801 (jeweils teilw.), 811 bis 814 (jeweils teilw.), 815/1, 815/2, 815/3 (teilw.), 816 (teilw.), 817 (teilw.), 821 (teilw.), 829 (teilw.), 839 bis 846, 846/1 bis 846/6, 847, 848, 848/1, 849 (teilw.), 850 (teilw.), 853 (teilw.), 857 (teilw.), 858 (teilw.), 1041/1, 1045/1, 1045/2, 1049, 1050, 1051 (teilw.), 1053, 1055 bis 1058, 1059/1, 1060 bis 1070.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Bammental umfaßt es nach dem Stand vom 5. Juli 1988 die Grundstücke Flst. Nrn. 3547 (teilw.), 3549, 3551, 3551/1 (teilw.), 3551/2 bis 3551/5, 3551/6 (teilw.), 3551/7.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) und in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 1 500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
1. die Erhaltung der Sandgrube auf Grund ihres hohen paläontologischen Wertes (Fundort des "Homo erectus heidelbergensis"),
2. die Erhaltung typischer Bodenprofile, insbesondere an den Steilhängen mit den daran angepaßten Insekten und anderen Tieren,
1. die Erhaltung des durch den vorgeschichtlichen Verlauf des Neckars geprägten Landschaftscharakters,
2. die Erhaltung und Entwicklung der ausgeprägten Streuobstwiesen, Wiesen, Weiden und Gebüsche,
6. Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen der anderen Verkehrswegen;
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Wege sowie der oberirdischen Leitungen aller Art, ausgenommen Maßnahmen nach § 8 Abs. 2 Nr. 13;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 handelt, wer

References: § 64
 §22
 § 33
 § 2
 § 8
 § 64