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Timestamp: 2019-07-18 14:07:13+00:00

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B 6 KA 41/11 R - Urteil BSG vom 17.10.2012
B 6 KA 41/11 R
BSG 17.10.2012 - B 6 KA 41/11 R
vorgehend Sozialgericht für das Saarland, 18. April 2007, Az: S 2 KA 173/06, Urteilvorgehend Landessozialgericht für das Saarland, 1. Oktober 2010, Az: L 3 KA 22/07, Urteil
§ 70 Nr 1 SGG
§ 99 Abs 1 SGG
§ 34 Abs 1 SGB 10
§ 1a Nr 18 BMV-Ä
Anl 9.1 § 3 Abs 3 BMV-Ä
Anl 9.1 § 4 Abs 1 S 2 Nr 1 BMV-Ä
Anl 9.1 § 4 Abs 1 S 2 Nr 2 BMV-Ä
Anl 9.1 § 6 Abs 1 BMV-Ä
Anl 9.1 § 7 Abs 2 BMV-Ä
§ 1a Nr 18 EKV-Ä
Anl 9.1 § 3 Abs 3 EKV-Ä
Anl 9.1 § 4 Abs 1 S 2 Nr 1 EKV-Ä
Anl 9.1 § 4 Abs 1 S 2 Nr 2 EKV-Ä
Anl 9.1 § 4 Abs 1 S 2 Nr 3 EKV-Ä
Anl 9.1 § 6 Abs 1 EKV-Ä
Anl 9.1 § 7 Abs 2 EKV-Ä
§ 24 S 1 Buchst e ÄBedarfsplRL
b) Ob die Anfechtungsklage der Klägerin begründet ist, vermag der Senat mangels ausreichender Feststellungen nicht zu entscheiden. Die Prüfung der Begründetheit von Drittanfechtungen vertragsärztlicher Konkurrenten erfolgt nach der Rechtsprechung des Senats zweistufig (s zuletzt BSGE 105, 10 = SozR 4-5520 § 24 Nr 3, RdNr 17 ff) . Zunächst ist zu klären, ob der Vertragsarzt berechtigt ist, die dem konkurrierenden Arzt erteilte Begünstigung (zB Zulassung, Ermächtigung) anzufechten. Ist das zu bejahen, so muss geprüft werden, ob die Entscheidung in der Sache zutrifft.
Unter welchen Voraussetzungen Vertragsärzte berechtigt sind, zugunsten anderer Ärzte ergangene Entscheidungen anzufechten (sog defensive Konkurrentenklage), hat das BSG in seinem Urteil vom 7.2.2007 - im Anschluss an die Entscheidung des BVerfG vom 17.8.2004 (BVerfG SozR 4-1500 § 54 Nr 4) - im Einzelnen dargestellt (BSGE 98, 98 = SozR 4-1500 § 54 Nr 10). Danach müssen erstens (1) der Kläger und der Konkurrent im selben räumlichen Bereich die gleichen Leistungen anbieten, weiterhin (2) dem Konkurrenten die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung eröffnet oder erweitert und nicht nur ein weiterer Leistungsbereich genehmigt werden, und ferner (3) der dem Konkurrenten eingeräumte Status gegenüber demjenigen des Anfechtenden nachrangig sein. Letzteres ist der Fall, wenn die Einräumung des Status an den Konkurrenten vom Vorliegen eines Versorgungsbedarfs abhängt, der von den bereits zugelassenen Ärzten nicht abgedeckt wird (BSGE 98, 98 = SozR 4-1500 § 54 Nr 10, RdNr 19 ff; in der Folgezeit weiterführend BSGE 99, 145 = SozR 4-2500 § 116 Nr 4, RdNr 17 f, 20, 22 bis 24; BSGE 103, 269 = SozR 4-1500 § 54 Nr 16, RdNr 19 ff; BSGE 105, 10 = SozR 4-5520 § 24 Nr 3, RdNr 17 ff).
Das BVerfG hat in einem Beschluss vom 23.4.2009 an diese Rechtsprechung angeknüpft (BVerfG , Beschluss vom 23.4.2009 - 1 BvR 3405/08 - GesR 2009, 376 = NVwZ 2009, 977) und ausgeführt, dass eine unter dem Aspekt der Berufsfreiheit nach Rechtsschutz verlangende Verwerfung der Konkurrenzverhältnisse dann in Frage steht, wenn den bereits zum Markt zugelassenen Leistungserbringern ein gesetzlicher Vorrang gegenüber auf den Markt drängenden Konkurrenten eingeräumt ist (BVerfG aaO unter II.1.a unter Bezugnahme auf seinen früheren Beschluss vom 17.8.2004).

References: § 70

§ 99

§ 34

§ 1
 § 3
 § 4
 § 4
 § 6
 § 7

§ 1
 § 3
 § 4
 § 4
 § 4
 § 6
 § 7

§ 24
 § 24
 § 54
 § 54
 § 54
 § 116
 § 54
 § 24