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Timestamp: 2016-10-25 21:01:38+00:00

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6B_1240/2014 (26.02.2015)
6B_1240/2014 � � Urteil vom 26. Februar 2015
Versuchte vors�tzliche T�tung, etc.; Willk�r: Strafzumessung,
A.a.�Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach erhob am 16. Mai 2013 beim Bezirksgericht Zurzach gegen X.________ Anklage wegen versuchter T�tung, schwerer K�rperverletzung und Drohung sowie Fahrens in fahrunf�higem Zustand, alles begangen am 9. M�rz 2012, und weiteren Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung.
A.b.�Das Bezirksgericht Zurzach sprach X.________ am 25. September 2013 von den Vorw�rfen der versuchten T�tung und der Drohung frei. Es sprach ihn der versuchten schweren K�rperverletzung, des Raufhandels, des Fahrens in nicht fahrf�higem Zustand, alles begangen am 9. M�rz 2012, sowie weiterer Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, unter Anrechnung von 566 Tagen Untersuchungshaft und vorzeitigem Strafvollzug, sowie mit einer Busse von Fr. 300.--. Die Freiheitsstrafe wurde im Umfang von 18 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Das Bezirksgericht stellte fest, dass der vollziehbare Teil der Strafe bereits erstanden ist. Es stellte im Weiteren fest, dass X.________ gegen�ber dem Zivil- und Strafkl�ger A.________ aus dem Ereignis vom 9. M�rz 2012 dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs wurde der Zivil- und Strafkl�ger auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. Das Bezirksgericht verpflichtete X.________, dem Zivil- und Strafkl�ger A.________ Fr. 8'000.-- zuz�glich 5 % Zins seit dem 9. M�rz 2012 als Genugtuung zu bezahlen.
Gegen das Urteil des Bezirksgerichts reichten die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach, der Beschuldigte X.________ und der Zivil- und Strafkl�ger A.________ Berufungen ein.
A.c.�Das Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, sprach X.________ mit Urteil vom 20. November 2014 vom Vorwurf der Drohungen zum Nachteil des Zivil- und Strafkl�gers A.________ und von B.________ sowie vom Vorwurf des Fahrens in fahrunf�higem Zustand frei. Es sprach ihn der versuchten vors�tzlichen T�tung (Art. 111 in Verbindung mit Art. 22 StGB ), der Drohung zum Nachteil von C.________ (Art. 180 Abs. 1 StGB), des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern (Art. 97 SVG) sowie der �bertretungen gegen Art. 143 Ziff. 3 und Art. 147 VZV schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren, mit einer Geldstrafe von 30 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- und mit einer Busse von Fr. 150.--. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 304 Tagen sowie der vorzeitige Strafvollzug von 262 Tagen wurden in Anwendung von Art. 51 StGB und Art. 236 StPO auf die Strafe angerechnet. Das Obergericht stellte fest, dass der Beschuldigte gegen�ber dem Zivil- und Strafkl�ger aus dem eingeklagten Ereignis vom 9. M�rz 2012 dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs wurde der Zivil- und Strafkl�ger auf den Zivilweg verwiesen. X.________ wurde verpflichtet, dem Zivil- und Strafkl�ger als Genugtuung Fr. 15'000.-- zuz�glich 5 % Zins seit dem 9. M�rz 2012 zu bezahlen.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts vom 20. November 2014 sei, soweit ihn belastend, aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei das Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Sache vom Bundesgericht reformatorisch direkt neu zu behandeln. Hierbei sei er wegen Raufhandels, subeventualiter wegen (vors�tzlicher) einfacher K�rperverletzung mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten zu bestrafen.
Auf ein Gesuch von X.________ um Haftentlassung trat der Pr�sident der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts mit Verf�gung vom 27. Januar 2015 nicht ein.
Die Staatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Aargau wurden zu Vernehmlassungen eingeladen, beschr�nkt auf die Frage der Anwendung von Art. 147 VZV. Die Staatsanwaltschaft und das Obergericht haben auf eine Stellungnahme verzichtet.
Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist einzig das Urteil der Vorinstanz. Soweit der Beschwerdef�hrer den erstinstanzlichen Entscheid anficht, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
2.1.�Nach einem Telefongespr�ch zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Strafkl�ger, in dem um Geld gestritten wurde, dessen Inhalt aber im Einzelnen ungekl�rt blieb, fuhr der Beschwerdef�hrer in Begleitung von D.________ zum Restaurant des Strafkl�gers. Vor der Abfahrt steckte er ein Messer ein. Er tat dies nach seinen Aussagen f�r den Fall, dass der Strafkl�ger etwas mache, dass etwas passieren werde, beziehungsweise um sich notfalls zu verteidigen. Die Geschehnisse nach dem Eintreffen des Beschwerdef�hrers im Restaurant des Strafkl�gers sind im Einzelnen umstritten. Ebenfalls umstritten ist, was in der Folge im Rahmen der Auseinandersetzung vor dem Restaurant im Einzelnen geschah, an deren Ende der Beschwerdef�hrer ein Messer in die Brust des Strafkl�gers stiess, wodurch er diesen verletzte.
Die Vorinstanz erachtet im Wesentlichen Folgendes als erwiesen. Als der Beschwerdef�hrer in Begleitung von D.________ das Restaurant des Strafkl�gers betrat, hielten sich dort neben diesem ein Angestellter, C.________, und ein Gast, B.________, auf. Als die verbale Auseinandersetzung immer heftiger wurde, fasste der Strafkl�ger den Beschwerdef�hrer am Arm und sagte, dass man nach draussen gehen solle. Hierauf z�ckte der Beschwerdef�hrer das von ihm mitgebrachte Messer, das er in der Folge stets in der rechten Hand hielt. D.________ versuchte, schlichtend einzugreifen und den Beschwerdef�hrer zu bes�nftigen. In Anbetracht des Messers, welches der Beschwerdef�hrer in seiner rechten Hand hielt, begab sich C.________ in den Keller, wo er eine circa 2 m lange Holzlatte beh�ndigte. C.________ schlug mit der Holzlatte auf den Arm des Beschwerdef�hrers, der daher das Messer fallen liess. Dem Beschwerdef�hrer gelang es, das Messer vom Boden wieder aufzuheben. Der Strafkl�ger entnahm aus einer Schublade einen Schlagstock. Der Beschwerdef�hrer begab sich ins Freie und beh�ndigte dort einen Stuhl. Der Strafkl�ger schlug mit dem Stock auf den Stuhl ein. Der Beschwerdef�hrer schlug mit dem Stuhl in Richtung des Strafkl�gers, der in der Folge zu Boden ging. Hierauf beugte sich der Beschwerdef�hrer �ber den Strafkl�ger und stiess mit dem Messer in dessen Brust. Dem Strafkl�ger gelang es, wieder aufzustehen. Er schlug mit dem Schlagstock mehrere Male auf den Beschwerdef�hrer ein, der dadurch unter anderem eine ca. 6 cm lange, oberfl�chliche Rissquetschwunde am Kopf erlitt. Der Beschwerdef�hrer ergriff hierauf mit D.________ die Flucht.
2.2.�Die Vorinstanz kommt aufgrund der von ihr als glaubhaft gewerteten Aussagen des Strafkl�gers sowie von C.________ und B.________ zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer entgegen seinen Aussagen mit einer bewussten Verletzungsabsicht und nicht in Verteidigungsabsicht auf den am Boden liegenden Strafkl�ger zuging und diesem die Stichwunde zuf�gte (angefochtener Entscheid S. 33). Die Vorinstanz legt ausf�hrlich dar, wieso sie die Aussagen des Strafkl�gers sowie von C.________ und B.________ als glaubhaft, die Aussagen des Beschwerdef�hrers hingegen als nicht glaubhaft erachtet (angefochtener Entscheid S. 25 ff.).
2.3.�Was der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung vorbringt, ersch�pft sich in einer appellatorischen Kritik, die zur Begr�ndung einer Willk�rr�ge nicht gen�gt. Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich darauf, seine eigene Sicht der Dinge darzustellen. Er setzt sich mit der ausf�hrlichen Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern diese und die darauf gest�tzten tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz schlechterdings unhaltbar seien.
3.1.�Gem�ss dem �rztlichen Bericht des Kantonsspitals Baden vom 21. M�rz 2012 trat das Messer von links im Bereich der Mamille in den Thoraxraum ein. Es durchstiess die Brustmuskulatur und drang anschliessend zwischen den Rippen hindurch in den linken Brustraum ein. Dort verursachte es einen Lungenkollaps. Der 9.6 cm lange Stichkanal verfehlte den Herzbeutel und die grossen Gef�sse nur knapp, weshalb der Strafkl�ger mit einigermassen geringen Verletzungen davonkam. W�re das Messer in einem anderen Winkel in den Brustraum eingetreten, h�tte es ohne weiteres zu einer katastrophalen und m�glicherweise nicht beherrschbaren Blutung mit Todesfolge kommen k�nnen. Das Aktengutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern vom 21. Juni 2012 stellte anhand der vorgelegten medizinischen Unterlagen Luftansammlungen und Blutungen in den beiden Brusth�hlen als Folge des Messerstiches fest. Es habe sich jedoch kein Anhaltspunkt auf eine akute Lebensgef�hrdung ergeben. Grunds�tzlich k�nne es bei einer Stichverletzung in den Brustkorb zu Verletzungen verschiedener Organe respektive Strukturen kommen, die einen akut lebensbedrohlichen Zustand nach sich ziehen k�nnten. Zudem h�tte sich ohne �rztliche Intervention m�glicherweise ein lebensbedrohlicher Zustand einstellen k�nnen (angefochtenes Urteil S. 17 f.).
3.2.�In der Anklageschrift wurden dem Beschwerdef�hrer versuchte vors�tzliche T�tung, schwere K�rperverletzung und Drohung vorgeworfen. Die erste Instanz verurteilte ihn insoweit wegen Raufhandels sowie wegen versuchter schwerer K�rperverletzung. Die Staatsanwaltschaft und der Strafkl�ger beantragten im Berufungsverfahren eine Verurteilung des Beschwerdef�hrers gem�ss Anklageschrift wegen versuchter vors�tzlicher T�tung, schwerer K�rperverletzung und Drohung. Der Beschwerdef�hrer stellte im Berufungsverfahren den Antrag, er sei insoweit lediglich des Raufhandels schuldig zu sprechen und somit von den Vorw�rfen der versuchten vors�tzlichen T�tung, der schweren K�rperverletzung und der Drohung freizusprechen.
3.3.�Die Vorinstanz erw�gt, dem Beschwerdef�hrer k�nne nicht nachgewiesen werden, dass eine T�tung des Strafkl�gers sein Handlungsziel gewesen sei. Er habe demnach nicht mit direktem T�tungsvorsatz gehandelt. Die Vorinstanz bejaht indessen unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum T�tungseventualvorsatz bei Messerstichen in den Bauch- und Brustbereich eines Menschen den T�tungseventualvorsatz des Beschwerdef�hrers (angefochtener Entscheid S. 34 ff.). Inwiefern dies bei der von der Vorinstanz festgestellten Sachlage Bundesrecht verletze, vermag der Beschwerdef�hrer nicht darzulegen und ist nicht ersichtlich. Das Messer drang im Bereich der linken Brustwarze in den K�rper des Strafkl�gers ein und hinterliess einen 9.6 cm langen Stichkanal. Unter diesen Umst�nden hat die Vorinstanz unter Berufung auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Recht abweichend von der ersten Instanz nicht bloss versuchte schwere K�rperverletzung, sondern versuchte vors�tzliche T�tung als gegeben erachtet (siehe zum Beispiel Urteile 6B_239/2009 vom 13. Juli 2009, E. 2.4; 6B_432/2010 vom 1. Oktober 2010, E. 4; 6B_177/2011 vom 5. August 2011, E. 3.2; 6B_230/2012 vom 18. September 2012, E. 2 mit weiteren Hinweisen).
4.1.�Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer habe sich entgegen seiner Darstellung im Zeitpunkt des Messerstiches nicht in einer Notwehrsituation befunden. In einer Eventualerw�gung f�hrt sie aus, selbst bei Annahme einer Putativnotwehrsituation falle eine rechtfertigende Notwehr (Art. 15 StGB) ausser Betracht, da der Beschwerdef�hrer durch den Messerstich die Grenzen der Notwehr (im Sinne von Art. 16 Abs. 1 StGB) �berschritten habe, ohne dabei (gem�ss Art. 16 Abs. 2 StGB) in entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung �ber einen Angriff gehandelt zu haben. Die Vorinstanz verweist im �brigen zum unentschuldbaren Notwehrexzess auf die ihres Erachtens diesbez�glich zutreffenden Erw�gungen der ersten Instanz (angefochtenes Urteil S. 37).
4.2.�Inwiefern die Vorinstanz einen unentschuldbaren Notwehrexzess zu Unrecht bejaht habe, vermag der Beschwerdef�hrer nicht darzulegen. Ob sie zu Unrecht - abweichend von der ersten Instanz - eine Notwehrlage verneint, kann dahingestellt bleiben, da sie dem Beschwerdef�hrer in einer Eventualbegr�ndung eine Putativnotwehrsituation zubilligt, also davon ausgeht, er habe irrt�mlich gemeint, sich in einer Notwehrsituation zu befinden.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, sein Verhalten sei als Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB zu qualifizieren, was eine Verurteilung wegen versuchter vors�tzlicher T�tung ausschliesse.
5.2.�Die erste Instanz sprach den Beschwerdef�hrer wegen des Vorfalles vom 9. M�rz 2012 der versuchten schweren K�rperverletzung (Art. 122 in Verbindung mit Art. 22 StGB) und des Raufhandels (Art. 133 Abs. 1 StGB) schuldig. Die Vorinstanz spricht ihn der versuchten vors�tzlichen T�tung (Art. 111 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) und der Drohung zum Nachteil von C.________ (Art. 180 Abs. 1 StGB) schuldig. Mit der Frage, ob der Beschwerdef�hrer allenfalls auch den Tatbestand des Raufhandels (Art. 133 Abs. 1 StGB) erf�llte, befasst sich die Vorinstanz nicht. Zur Begr�ndung erw�gt sie, dass dieser Tatbestand nicht Gegenstand der Anklageschrift gewesen sei und die erste Instanz es unterlassen habe, den anwesenden Parteien gem�ss Art. 344 StPO zu er�ffnen, dass sie den Anklagesachverhalt rechtlich anders w�rdigen wolle als die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift. Eine Verurteilung wegen Raufhandels falle daher von vornherein ausser Betracht (angefochtener Entscheid S. 38).
5.3.�Gem�ss Art. 133 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder die K�rperverletzung eines Menschen zur Folge hat. Der Tod und die K�rperverletzung sind beim Tatbestand des Raufhandels objektive Strafbarkeitsbedingungen. Der beim Raufhandel Beteiligte, der vors�tzlich oder fahrl�ssig einen Menschen t�tet oder verletzt oder einen Menschen zu t�ten oder zu verletzen versucht, wird nicht nur wegen Beteiligung an einem Raufhandel, sondern auch wegen vors�tzlicher oder fahrl�ssiger bzw. versuchter T�tung oder K�rperverletzung verurteilt. Zwischen Raufhandel einerseits und vors�tzlichen oder fahrl�ssigen T�tungs- und K�rperverletzungsdelikten andererseits besteht echte Konkurrenz, wenn und weil neben dem Verletzten oder Get�teten weitere Beteiligte gef�hrdet waren (BGE 118 IV 227 E. 5b; STEFAN TRECHSEL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 133 StGB N. 8; STEFAN MAEDER in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 133 StGB N. 33; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, Straftaten gegen Individualinteressen, 7. Aufl. 2010, � 4 N. 35). Eine Verurteilung wegen Raufhandels h�tte mithin entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht zur Folge, dass die Verurteilung wegen versuchter vors�tzlicher T�tung wegfiele. Vielmehr w�rde der Beschwerdef�hrer, da er eine allf�llige T�tung des von ihm durch den Messerstich in den Brustbereich verletzten Strafkl�gers in Kauf nahm, sowohl wegen versuchter vors�tzlicher T�tung als auch wegen Raufhandels verurteilt. In BGE 106 IV 246, auf welchen sich der Beschwerdef�hrer zur Begr�ndung seiner Auffassung beruft, war nicht zu pr�fen, ob zwischen K�rperverletzungsdelikten und Raufhandel echte Konkurrenz besteht. Der Beschwerdef�hrer ist dadurch, dass die Vorinstanz eine Qualifikation des Anklagesachverhalts als Raufhandel nicht pr�fte, nicht beschwert. Ob die erste Instanz entsprechend der Auffassung der Vorinstanz Art. 344 StPO (betreffend abweichende rechtliche W�rdigung) verletzte, indem sie den Beschwerdef�hrer aufgrund des Anklagesachverhalts auch wegen Raufhandels verurteilte, wovon in der Anklageschrift nicht die Rede war, ist hier nicht zu pr�fen.
6.1.�Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer der Drohung (Art. 180 StGB) schuldig, begangen am 9. M�rz 2012 zum Nachteil von C.________ dadurch, dass er ein Messer z�ckte. Von der Anklage der Drohung auch zum Nachteil des Strafkl�gers und von B.________ spricht sie ihn frei, da sich aus deren Aussagen und Verhalten ergebe, dass sie durch das Z�cken des Messers nicht in Angst oder Schrecken versetzt wurden (angefochtenes Urteil S. 38 ff.).
6.2.�Der Beschwerdef�hrer ficht den Schuldspruch wegen Drohung an. Er macht geltend, das Tatmittel der schweren Drohung sei an einem objektiven Massstab zu messen. Tatbestandsm�ssig sei nur die Drohung, die ein verst�ndiger Mensch mit durchschnittlicher Belastbarkeit als schwer empfinde. Da ein objektiver und damit ein einheitlicher Massstab gelte, k�nne es nicht angehen, dass er f�r ein und dasselbe Verhalten des Messerz�ckens in zwei F�llen freigesprochen, in einem Fall hingegen verurteilt werde.
6.3.�Die R�ge ist unbegr�ndet. Indem der Beschwerdef�hrer im Restaurant in der gegebenen Situation das Messer z�ckte, beging er nach objektiven Massst�ben eine Drohung im Sinne von Art. 180 StGB, auch wenn offen blieb, ob er zugleich verbal androhte, die Beteiligten umzubringen oder fertigzumachen. Durch das Z�cken des Messers in der offensichtlich angespannten Situation wird ein verst�ndiger Mensch mit durchschnittlicher Belastbarkeit in Angst versetzt. Ob in Bezug auf den Strafkl�ger und B.________, welche nach ihren Aussagen keine Angst empfanden, der Beschwerdef�hrer richtigerweise immerhin wegen versuchter Drohung h�tte verurteilt werden m�ssen, kann hier dahingestellt bleiben, da allein der Beschwerdef�hrer Beschwerde in Strafsachen erhoben hat.
7.1.�Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Urteils der Widerhandlung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG schuldig, begangen dadurch, dass er den ihm entzogenen F�hrerausweis trotz beh�rdlicher Aufforderung nicht abgab (angefochtenes Urteil S. 43 f.). Aus den erstinstanzlichen Urteilserw�gungen (S. 63), auf welche die Vorinstanz verweist, ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer wegen fahrl�ssiger Widerhandlung verurteilt worden ist.
7.2.�Der Beschwerdef�hrer macht wie im kantonalen Verfahren geltend, er sei im massgebenden Zeitraum in Untersuchungshaft gewesen. Er habe seiner Ehefrau anl�sslich eines Besuchs gesagt, dass sie den Ausweis abgeben solle. Sie habe dies offenbar vergessen beziehungsweise vers�umt. Daf�r k�nne er nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
7.3.�Der Einwand ist unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer unternahm offensichtlich nicht alles ihm Zumutbare, um sicherzustellen, dass der Ausweis fristgerecht abgegeben werde. Es ist ihm daher Fahrl�ssigkeit vorzuwerfen, die zur Verurteilung gen�gt, wie sich aus Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG ergibt.
8.1.�Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Urteils der Widerhandlung im Sinne von Art. 147 VZV schuldig, wonach mit Busse bestraft wird, wer ein Fahrzeug mit ausl�ndischem F�hrerausweis f�hrt, obwohl er einen schweizerischen Ausweis h�tte erwerben m�ssen (angefochtenes Urteil S. 44).
8.2.�Fahrzeugf�hrer aus dem Ausland, die seit zw�lf Monaten in der Schweiz wohnen und sich in dieser Zeit nicht l�nger als drei Monate ununterbrochen im Ausland aufgehalten haben, ben�tigen zum F�hren eines Motorfahrzeugs in der Schweiz einen schweizerischen F�hrerausweis (Art. 42 Abs. 1 lit. a, Art. 42 Abs. 3bis lit. a VZV). Ausl�ndische F�hrerausweise, die der F�hrer unter Umgehung der Bestimmungen dieser Verordnung �ber den Erwerb des schweizerischen F�hrerausweises oder der in seinem Wohnsitzstaat geltenden Zust�ndigkeitsbestimmungen erworben hat, d�rfen in der Schweiz nicht verwendet werden (Art. 42 Abs. 4 VZV). Ausl�ndische F�hrerausweise sind auf unbestimmte Zeit abzuerkennen, wenn sie in Umgehung der schweizerischen oder ausl�ndischen Zust�ndigkeitsbestimmungen im Ausland erworben worden sind (Art. 45 Abs. 1 Satz 2 VZV). Die schweizerischen Zust�ndigkeitsbestimmungen umgeht, wer einen F�hrerausweis im Ausland erwirbt, obwohl er ihn in der Schweiz h�tte erwerben m�ssen, und diesen ausl�ndischen Ausweis nach den objektiven Umst�nden widerrechtlich in der Schweiz ben�tzen k�nnte (BGE 129 II 175 E. 2.5). Im Unterschied zur fr�heren Rechtsprechung ist mithin nicht erforderlich, dass der Inhaber die Absicht hat, den in Missachtung des Wohnsitzprinzips im Ausland erworbenen F�hrerausweis widerrechtlich in der Schweiz zu verwenden (so noch BGE 109 Ib 205 E. 4). Es gen�gt, wenn aufgrund der objektiven Umst�nde die M�glichkeit besteht, dass der Inhaber den ausl�ndischen Ausweis widerrechtlich in der Schweiz verwenden k�nnte.
8.3.�Der Beschwerdef�hrer ist Ausl�nder und wohnt seit mehreren Jahren in der Schweiz. Er ben�tigt zum F�hren eines Motorfahrzeugs in der Schweiz den schweizerischen F�hrerausweis. Einen solchen besitzt er. Nachtr�glich erwarb er einen UNMIK-F�hrerschein im Kosovo. Der Beschwerdef�hrer trug den ausl�ndischen F�hrerausweis neben dem schweizerischen F�hrerausweis und einem Duplikat des schweizerischen F�hrerausweis auf sich, als er am 9. M�rz 2012 mit einem Motorfahrzeug von seinem Wohnort zur Gastst�tte des Strafkl�gers fuhr. Damit bestand allenfalls die M�glichkeit, dass er den ausl�ndischen Ausweis in der Schweiz widerrechtlich verwenden k�nnte.
8.4.�Den Straftatbestand von Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV erf�llt indessen nicht schon, wer im Sinne der zitierten Rechtsprechung (BGE 129 II 175 E. 2) die Zust�ndigbestimmungen gem�ss Art. 45 Abs. 1 Satz 2 VZV umgeht, indem er einen F�hrerausweis im Ausland erwirbt, obwohl er ihn in der Schweiz h�tte erwerben m�ssen, und aufgrund der objektiven Umst�nde den ausl�ndischen Ausweis in der Schweiz widerrechtlich ben�tzen k�nnte. Strafbar nach Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV macht sich nach dem Wortlaut der Bestimmung bloss, wer ein Fahrzeug mit einem ausl�ndischen F�hrerausweis f�hrt, obwohl er den schweizerischen Ausweis h�tte erwerben m�ssen. Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV erfasst den T�ter, der zwar einen ausl�ndischen F�hrerausweis hat, aber keinen schweizerischen F�hrerausweis besitzt, obschon er gem�ss Art. 42 Abs. 3bis lit. a VZV aufgrund des Wohnsitzes in der Schweiz einen schweizerischen F�hrerausweis ben�tigt, um in der Schweiz ein Motorfahrzeug zu f�hren. Dem Beschwerdef�hrer wird indessen nicht vorgeworfen, er habe in der Schweiz mit einem ausl�ndischen F�hrerausweis ein Motorfahrzeug gef�hrt, ohne den erforderlichen schweizerischen F�hrerausweis zu besitzen. Weder aus der Anklageschrift (siehe angefochtenes Urteil S. 5/6) noch aus dem erstinstanzlichen Entscheid (S. 59 ff.) noch aus dem angefochtenen Urteil (S. 44) geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der inkriminierten Tat gem�ss Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV nicht �ber einen g�ltigen schweizerischen F�hrerausweis verf�gte. Es wird ihm lediglich zur Last gelegt, dass er w�hrend der Fahrt vom 9. M�rz 2012 neben dem (g�ltigen) schweizerischen F�hrerausweis und einem Duplikat davon den UNMIK-Ausweis (Kosovo) auf sich trug. Dadurch f�hrte er jedoch nicht im Sinne von Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV ein Fahrzeug mit ausl�ndischem F�hrerausweis, "obwohl er die schweizerischen Ausweise.... h�tte erwerben m�ssen". Einem Fahrzeuglenker, der den schweizerischen F�hrerausweis bereits besitzt, kann nicht vorgehalten werden, dass er ihn h�tte erwerben m�ssen.
Das inkriminierte Verhalten im Zusammenhang mit dem Mitf�hren des UNMIK-Ausweises erf�llt daher entgegen der Auffassung der Vorinstanzen nicht den Tatbestand von Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV. Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt gutzuheissen.
9.1.�Die Vorinstanz hat die Strafe nach Massgabe der einschl�gigen Bestimmungen und in Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bemessen. Die Vorinstanz geht f�r den Fall, dass ein T�tungserfolg eingetreten w�re, unter Ber�cksichtigung des Strafrahmens von f�nf bis zwanzig Jahren f�r vors�tzliche T�tung (Art. 111 StGB) von einer Einsatzstrafe von neun Jahren aus. Da der Erfolg nicht eintrat und es beim Versuch (Art. 22 Abs. 1 StGB) blieb, reduziert sie die Einsatzstrafe auf 4.5 Jahre. Sie erh�ht diese wegen der Drohung (Art. 180 StGB) um sechs Monate. Sie ber�cksichtigt die diversen Vorstrafen (bedingte und unbedingte Freiheitsstrafen sowie eine unbedingte Geldstrafe) wegen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung zu Recht straferh�hend. Ebenfalls zu Recht straferh�hend wertet sie, dass der Beschwerdef�hrer sein Verhalten bagatellisiert und die Schwere seiner Taten nicht einsieht. Die famili�re Situation des Beschwerdef�hrers, der sich als Familienmensch bezeichnet, ber�cksichtigt sie mangels Vorliegens aussergew�hnlicher Umst�nde zu Recht nicht strafmindernd.
9.2.�Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, geht gr�sstenteils an der Sache vorbei und ist im �brigen nicht hinreichend begr�ndet. Er macht im Wesentlichen geltend, die Sache habe sich anders zugetragen als die Vorinstanz festgestellt habe. Dies ist nicht zu h�ren. Er meint, dass erhebliche Ungereimtheiten und unerkl�rliche Divergenzen im Rahmen der Strafzumessung zwischen der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz zu erkennen seien. Damit ist nicht dargetan, inwiefern die vorinstanzliche Strafzumessung Recht verletze. Die Vorinstanz hat sich bei der Strafzumessung nicht an diesbez�glichen Ausf�hrungen der Staatsanwaltschaft zu orientieren. Der Strafmilderungsgrund im Sinne Art. 48 lit. b StGB (Versuchung) ist entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers offensichtlich nicht erf�llt. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit der Ausf�llung einer Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren Recht verletzt, bei der Gewichtung einzelner Strafzumessungskriterien ihr Ermessen �berschritten oder relevante Gesichtspunkte ausser Acht gelassen habe.
10.1.�Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Zivil- und Strafkl�ger aus dem eingeklagten Ereignis vom 9. M�rz 2012 dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs verweist sie den Zivil- und Strafkl�ger auf den Zivilweg. Im Weiteren erw�gt die Vorinstanz, der Zivil- und Strafkl�ger habe in Anbetracht der gem�ss Art. 47 OR relevanten Umst�nde einen Anspruch auf Genugtuung in der H�he von Fr. 20'000.--. Diesen Betrag setzt die Vorinstanz aufgrund des Verhaltens des Zivil- und Strafkl�gers um Fr. 5'000.-- auf Fr. 15'000.-- herab.
10.2.�Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, geht gr�sstenteils an der Sache vorbei und ist im �brigen unbegr�ndet. Soweit er von einem anderen Sachverhalt ausgeht als die Vorinstanz, ist er nicht zu h�ren. Die Vorinstanz h�lt zur Begr�ndung der Genugtuungssumme unter anderem fest, der Zivil- und Strafkl�ger habe als Langzeitfolgen der Tat zeitweise Atemprobleme angegeben (angefochtener Entscheid, S. 54). Der Beschwerdef�hrer macht geltend, diese Atemprobleme seien �berhaupt nicht belegt. Es gebe weder einen Arztbericht noch sonst wie einen objektiven Beweis. Damit ist nicht dargelegt, inwiefern die auf die Aussagen des Zivil- und Strafkl�gers gest�tzte Feststellung, dass er seit dem inkriminierten Ereignis zeitweise unter Atemproblemen leide, willk�rlich sei. Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht, er habe im kantonalen Verfahren den Beweisantrag gestellt, dass zur Frage der Atemprobleme ein �rztlicher Bericht oder ein anderer Beweis eingeholt werde.
Der Beschwerdef�hrer ficht den Entscheid der Vorinstanz im Kosten- und Entsch�digungspunkt an. Inwiefern die vorinstanzliche Regelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen auch bei Best�tigung des angefochtenen Entscheids im Schuld- und im Strafpunkt Recht verletze, legt er nicht dar und ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz wird pr�fen, ob und gegebenenfalls inwiefern die Aufhebung der Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen �bertretung im Sinne von Art. 147 VZV Einfluss auf die Kosten- und Entsch�digungsfolgen im kantonalen Verfahren hat.
Der Beschwerdef�hrer ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Gesuch ist gegenstandslos, soweit die Beschwerde in Bezug auf die Verurteilung wegen �bertretung im Sinne von Art. 147 VZV gutgeheissen wird. Im �brigen ist das Gesuch abzuweisen, da die Beschwerde in allen �brigen Punkten von vornherein aussichtslos war. Somit hat der Beschwerdef�hrer 19/20 der Gerichtskosten zu tragen und hat der Kanton Aargau dem Vertreter des Beschwerdef�hrers eine reduzierte Entsch�digung zu zahlen.
Die Beschwerde wird, soweit die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen �bertretung im Sinne von Art. 147 VZV betreffend, gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 20. November 2014 in diesem Punkt aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
In den �brigen Punkten wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'800.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Der Kanton Aargau hat dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Patrick Stutz, eine Entsch�digung von Fr. 150.-- zu zahlen.

References: Art. 22
 Art. 143
 Art. 147
 Art. 51
 Art. 236
 Art. 147
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 133
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 344
 Art. 133
 Art. 133
 Art. 133
 BGE 
 Art. 344
 Art. 180
 Art. 97
 Art. 100
 Art. 147
 Art. 42
 BGE 
 Art. 147
 Art. 45
 Art. 147
 Art. 147
 Art. 42
 Art. 147
 Art. 147
 Art. 147
 Art. 48
 Art. 47
 Art. 147
 Art. 147
 Art. 147