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Timestamp: 2016-12-05 16:46:32+00:00

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⭐Die Zukunft des Anwaltsberufs aus Sicht der Rechtsanwälte
Die Zukunft des Anwaltsberufs aus Sicht der Rechtsanwälte
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1 Das Thema Die Zukunft des Anwaltsberufs aus Sicht der Rechtsanwälte Zwischenprüfung am Shuttle-Mediation der Rechtsschutzversicherung Rechtsanwälte in Bayern WISSENSWERTE INFORMATIONEN DER RECHTSANWALTSKAMMER NÜRNBERG2 Europaecke Neues aus Brüssel Wohnimmobilienkreditverträge Am 22. April 2013 haben sich der Rat der Europäischen Union, die Europäische Kommission und das EP in den Trilogverhandlungen auf einen Kompromiss zum Richtlinienvorschlag für Immobilienkredite geeinigt. Die Informationspflicht der Kreditgeber wird erhöht. Außerdem soll dem Kreditnehmer eine Bedenkzeit von sieben Tagen eingeräumt werden, bevor der Kreditvertrag unterzeichnet werden muss. Alternativ kann ihm ein Rücktrittsrecht vom Vertrag eingeräumt werden. Zudem müssen Kreditnehmer die Möglichkeit haben, ihren Kredit vor Ablauf der Vertragslaufzeit abzuzahlen. Ebenso wird dem Kreditnehmer die Möglichkeit eingeräumt, die Währung des Kredites zu wechseln, wenn dieser in einer anderen Währung erteilt wurde. Alternative und Online-Streitbeilegung Am 22. April 2013 hat der Rat die Richtlinie über die alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ADR) und die Verordnung über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ODR) offiziell angenommen. Das Regelungspaket gibt dem Verbraucher bessere Möglichkeiten, seine Rechte gegenüber Händlern in einem außergerichtlichen Verfahren zur Streitbeilegung geltend zu machen. Der Anwendungsbereich der Verordnung zur alternativen Streitbeilegung wurde auf Onlinekäufe ausgedehnt und bezieht sich sowohl auf nationale, als auch auf grenzüberschreitende Einkäufe. Echtheit öffentlicher Urkunden Am 24. April 2013 hat die Europäische Kommission einen Verordnungsvorschlag zur Förderung der Freizügigkeit von Bürgern und Unternehmen durch die Vereinfachung der Annahme bestimmter öffentlicher Urkunden innerhalb der Europäischen Union veröffentlicht. Sie soll die Anerkennung der Echtheit von öffentlichen Urkunden in anderen Mitgliedstaaten vereinfachen. Der Verordnung hängen Vorschläge für mehrsprachige Formulare in allen EU-Amtssprachen an, die Bürger anstelle der nationalen Urkunde beantragen können. EuGH zum Europäischen patent Am 16. April 2013 hat der EuGH die Nichtigkeitsklage Spaniens und Italiens gegen die Einrichtung eines Einheitlichen Europäischen Patents im Rahmen des Verfahrens der Verstärkten Zusammenarbeit abgewiesen (C-274/11 und C-275/11). Regelungen zum geistigen Eigentum gehören zum Binnenmarkt und fallen damit in den gemeinsamen Kompetenzbereich von Union und den Mitgliedstaaten. Daher war der Rat der Europäischen Union ermächtigt, eine Verstärkte Zusammenarbeit zu genehmigen. Da die Sprachenregelung mit diesem Vorhaben in engem Zusammenhang steht, ist diese ebenfalls vom gemeinsamen Kompetenzbereich abgedeckt. Elektronische Auftragsvergabe Die Europäische Kommission hat am 9. April 2013 das Goldene Buch empfehlenswerter Praktiken für die elektronische Auftragsvergabe veröffentlicht. Gegenwärtig gibt es in Europa etwa 300 elektronische Beschaffungssysteme. Nach Auffassung der Kommission unterscheiden sich die Plattformen teilweise erheblich in ihrer Aufmachung und Handhabung. Probleme können hierbei für Unternehmen auftreten, die sich in einem anderen Mitgliedstaat an Ausschreibungsverfahren beteiligen möchten. Neue Informationsquellen des EuGH Der EuGH informiert nun auch über Twitter über seine Tätigkeit. Zusammen mit dieser Neuerung wurde am 15. April 2013 für Smartphones und Tablets eine neue mobile App für EuGH- Pressemitteilungen eingerichtet. Über den Link mobile.jsp erhält man über eine Indexseite Zugang zu den letzten zehn Pressemitteilungen. Quelle: BRAK, weitergehende Informationen unter (Nachrichten aus Brüssel) S.1263 Editorial Liebe Kolleginnen und Kollegen, Der Ruf wird schlechter betitelte Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vom 2. Mai 2013 einen Artikel, mit dem er eine sinkende Akzeptanz gerichtlicher Entscheidungen geißelt eine durchaus polemische Kritik, die an spektakulären Verfahren aus der jüngsten Vergangenheit aufgehängt wird. Die Rechtspflege hätte den Ruf der unaufgeregten Beständigkeit und Seriosität gehabt. Dies ändere sich gerade, das Gefühl der Grundgeborgenheit im Rechtsstaat lasse nach. In der Anwaltschaft habe ich derartige Empfindungen bislang nicht feststellen können. Wer allerdings jüngst mit verschiedenen Bayerischen Vollstreckungsgerichten korrespondiert hat, den beschleicht möglicherweise doch das Gefühl, dass Kritik an dem ein oder anderen Organ der Rechtspflege angebracht ist. Konkret: Das Amtsgericht München hat Anträge auf Erlass von Pfändungs-/ Überweisungsbeschlüssen zurückgewiesen, wenn kein Formular mit grünem Rand eingesetzt wurde. Die Rechtspfleger des Gerichts beriefen sich auf einen Vordruckzwang entsprechend einer Veröffentlichung des BMJ im Bundesgesetzblatt. Danach sei das vom BMJ gewollte zum Ausdruck gekommen, wonach Anträge mit einem grünen Rand zu verwenden seien. Da eine sachliche Begründung für die Notwendigkeit dieses grünen Randes von niemandem auch nicht vom BMJ gegeben wurde, gelang es der Münchener Kollegenschaft schließlich, die Rechtspfleger davon zu überzeugen, dass es der Gerechtigkeit keinen Abbruch tue, wenn Anträge in schwarz/ weiß verbeschiedet würden, so dass immerhin eine flächendeckende Versorgung der Münchener Rechtsanwaltschaft mit Farbdruckern derzeit noch nicht erforderlich ist. Leider mussten auch Kollegen in unserem Bezirk Auswüchse der beschriebenen Form feststellen: Beim Amtsgericht Hersbruck wurde eine ähnlich bunte Rechtsauffassung vertreten. Auf die Beschwerden der Kollegen hin wurde empfohlen, die Formulare von Hand (z.b. mit Farboder Filzstiften!) zu kolorieren. Das Amtsgericht Regensburg beanstandete geringfügige Abweichungen der Linierungen, Zeilenabstände und Umrandungen sowie die Schriftart und/oder Schriftgröße von Antragsformularen. Auf die Verwendung eines farbigen Vordrucks werde derzeit noch verzichtet so der tröstliche Hinweis einer Verfügung allerdings seien Anträge künftig gegebenenfalls auch mit Farbfeldern vorzulegen, wenn hierzu eine obergerichtliche Rechtsprechung ergehe. Wer bei Erhalt einer solchen Verfügung zunächst auf einen Aprilscherz getippt hatte, der geht fehl: Allen Ernstes scheint die Auffassung vertreten zu werden, dass die geschilderte Rechtsproblematik höchstrichterlich geklärt werden müsse. Warten wir also auf eine obergerichtliche Entscheidung vielleicht sogar des Bundesverfassungsgerichts in der die Größe eines Kästchens in einem Antrag nicht mit dem Lineal, sondern am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gemessen wird. Ob dies der Reputation der Justiz in der Öffentlichkeit förderlich ist, darf allerdings bezweifelt werden der Ruf nach dringend notwendigen zusätzlichen personellen Ressourcen wird durch eine derartige Praxis mit Sicherheit nicht argumentativ untermauert werden können. Mit besten kollegialen Grüßen Hans Link Präsident Inhaltsverzeichnis Europaecke Das Thema Zukunft des Anwaltsberufs aus Sicht der RAe Gerichte, Ämter, Ministerien Beschlüsse der Satzungsversammlung Gewerbeaufsicht für Berufsbetreuer Zweitverteidigungen als Fallnachweis Fallnachweis Gewichtung Aus der Arbeit des Vorstands Rechtswidrige Ankündigung der Mandatsniederlegung Berufsrechtsreferentenkonferenz Ausbildungsstellenbörse 2013 in Ansbach Impressum Kanzleiwebsite Shuttle-Mediation der Rechtsschutzversicherer seriöse Mediation oder Mogelpackung? Unser Bezirk Masterstudiengang Wirtschaftsrecht Rechtsanwälte in Bayern Fortbildungsprüfung Neues Vorstandsmitglied Daniela Gunreben Personalien Kanzleiforum Anwaltsinstitut Fortbildungsveranstaltungen Anmeldeformular S.1274 Das Thema Eckhard Schwarzer ist Vorstandsmitglied der DATEV eg in Nürnberg und für den Bereich Service und Vertrieb verantwortlich. Die Zukunft des Anwaltsberufs aus der Sicht der Rechtsanwälte Ergebnisse einer repräsentativen Befragung bei 324 Rechtsanwälten Abb. 1: Erwartungen der Rechtsanwälte zur wirtschaftlichen Situation im kommenden Jahr Für die eigene Kanzlei Für Deutschland gesamt Positiv Zufriedenstellend Negativ Positiv-/Negativ-Saldo in % 2013 IRES GmbH, Düsseldorf Abb. 2: Die wichtigsten berufsständischen Entwicklungen für die eigene berufliche Lage (freie Frage) In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IRES, Düsseldorf, hat DATEV auch in 2012 wieder eine repräsentative Studie bei Rechtsanwälten mit mindestens drei qualifizierten Beschäftigten durchgeführt. Themenschwerpunkt waren die wichtigsten berufsständischen Rahmenbedingungen und die darauf basierenden Kanzleistrategien, die Anwälte sich vorstellen können, um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren. Um die eigene Kanzlei zukunftsorientiert ausrichten und organisieren zu können, ist es unerlässlich, über aktuelle Entwicklungen und Trends des Berufsstandes informiert zu sein. Als verlässlicher und kompetenter Partner der rechtsberatenden Berufe möchte DATEV hierbei einen wertvollen Beitrag leisten und der Rechtsanwaltschaft die Forschungsergebnisse zur Verfügung stellen. Nachfolgend die Kernergebnisse dieser Studie. 1. Berufliche Rahmenbedingungen Konkurrenzdruck Wirtschaftliches/Finanzielles Spezialisierung Öffnung/Änderung des Berufsfeldes Neue Beratungs-/Angebotsformen (Online/Telefon/Filialen) Entwicklung zu größeren Einheiten EDV/Internet Mandantenorientierung/Marketing/Werbung Kooperation (mit StB/Wirtschaftsprüfern/Anwälten) Internationalisierung Gesetzesflut/unklare Gesetze in % 2013 IRES GmbH, Düsseldorf Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung Was die wirtschaftliche Lage der eigenen Kanzlei in 2013 angeht, sind die Erwartungen der Rechtsanwälte weniger zuversichtlich als in den letzten drei Jahren. 39% der Befragten haben positive Erwartungen an die wirtschaftliche Situation der eigenen Kanzlei in 2013, 56% schätzen die Situation eher zufriedenstellend ein und 5% sogar negativ. Im Unterschied dazu ist die Sicht auf Deutschland insgesamt nicht mehr ganz so gedämpft, wenn auch weiterhin deutlich pessimistischer in Relation zur eigenen Entwicklung. Jeweils 25% der Befragten haben positive oder negative Erwartungen, 50% S.1285 Das Thema hingegen schätzen die wirtschaftliche Situation Deutschlands in 2013 als zufriedenstellend ein. Spontan präsente Einflussfaktoren Konkurrenzdruck wird zwar auch diesmal wieder sehr häufig spontan, also ohne vorgegebene Antwortmöglichkeiten, als maßgeblich für die eigene berufliche Lage genannt (54%), er teilt sich aber jetzt die Spitzenposition mit wirtschaftlichen/finanziellen Einflüssen (54%). Wirtschaftliches/Finanzielles stieg in der Nennungshäufigkeit an, der spontane Verweis auf Konkurrenzdruck ging dagegen seit 2010 kontinuierlich zurück. Ist für Spezialisierung ein gewisses Auf und Ab in den letzten drei Jahren zu verzeichnen, so wird die Öffnung des Berufsfeldes für andere Anbieter 2012 weniger häufig erwähnt (26%). Stetige Zunahme ist dagegen für neue Beratungs-/Angebotsformen (20%) zu sehen, und auch EDV/Internet (16%) nahmen an Bedeutung zu. Kleinere Kanzleien mit nur einem Anwalt sehen sich stärker mit Konkurrenzdruck und wirtschaftlichen/ finanziellen Einengungen konfrontiert als größere Kanzleien mit mehreren Anwälten (ohne Chart). Die Abschwächung des Konkurrenzdrucks, ist v.a. auf die stark zurückgegangenen Befürchtungen hinsichtlich einer Anwaltsflut durch steigende Zulassungszahlen zurückzuführen (2011: 60%; 2012: 51%). Aus diesem Grund werden nahezu alle Entwicklungen, die den Wettbewerbsdruck erhöhen, auf niedrigerem Niveau angesiedelt als noch im Vorjahr. Einzige Ausnahme sind Bedenken bzgl. der steigenden Zahl an Fachanwälten, welche von 2011 auf 2012 um 6%-Punkte zugelegt haben Hinsichtlich der Erwartungen für die Kanzleisituation in den nächsten 3 Abb.: 3 Entwicklung, die den Wettbewerbsdruck erhöhen Wirtschaftlich schwierige Lage von Mandanten Steigende Zahl von niedergelassenen Anwälten Zunehmende Zahl von Fachanwälten Rechtsdienstleistungen durch andere Anbieter Erschwerung von Prozesskosten/Beratungshilfen Zunahme europäischer Gesetze/Verordnungen Entstehung von spezialisierten Kanzleien Zunahme int. Großkanzleien in Deutschland Verstärkte Rechtsberatung per Telefon oder Internet Eingeschränkte Anwaltswahl durch Rechtschutzversicherungen Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung/Mediation überhaupt nicht Spezialisierung Fachanwaltschaft Kooperation mit anderen Kanzleien Breites Dienstleistungsangebot Anwaltliche Online-Beratung Ständige Weiterbildung Hohe Qualifikation/gute Ausbildung Personal/Mitarbeiter schulen Internetpräsenz/Homepage Werbung/Öffentlichkeitspräsenz Netzwerk-Tätigkeit Marketing/Vorträge Für guten Ruf sorgen/mund-zu-mund-propaganda Gute Erreichbarkeit Akquise Gute Arbeit abliefern Persönliche/individuelle Beratung Gute Beratung Informationen an Kunden weitergeben Komplettberatung/Rundumbetreuung Besser sein als Kollegen Mandantenpflege/Kundenbindung Zufriedene Mandanten Lukrative Kunden/gezielte Kundenauswahl Professionelle Büroorganisation Einsatz modernster Technik Kostensenkung/Kostenminimierung Kostenkontrolle Aufnahme einer Nebentätigkeit/Zweiteinkommen in hohem Maße % auf den Skalenstufen 5+4 0,0 2,0 2,5 3,0 4,0 5, ` * * 6 * 6 * IRES GmbH, Düsseldorf Abb. 4: Rechtsanwälte: Ansätze/Lösungen für die Erfolgssicherung der eigenen Kanzlei (freie Frage) 2013 IRES GmbH, Düsseldorf in Mittelwerten + % *2011 nicht genannt in % S.1296 Das Thema Abb. 5: Wie gut gerüstet fühlt man sich für schwierige Zeiten? Fühle mich gerüstet... sehr gut gut einigermaßen kaum/unzureichend/ überhaupt nicht Rechtsanwalt-Querschnitt Organisationsform Interprofessionelle Kanzleien Andere Kanzleigröße 1 Anwalt 2-3 Anwälte 4 und mehr Anwälte Alter -39 Jahre Jahre 50 Jahre und älter in % 2013 IRES GmbH, Düsseldorf bis 5 Jahren, überwiegt auch in 2012 die Skepsis: rund 60% sind der Auffassung, dass aus den vermuteten Entwicklungen für die einzelne Kanzlei mehr Nach- als Vorteile resultieren. Größere Kanzleien und jüngere Anwälte geben sich etwas optimistischer. Vor allem Kanzleien mit vier und mehr Anwälten sowie Anwälte mit einem Alter unter 39 Jahren sehen überwiegend Vorteile für die eigene Lage (52%). 2. Kanzleistrategien Lösungsansätze zur Erfolgssicherung Vor allem Spezialisierung wird als Möglichkeit zur Erfolgssicherung der eigenen Kanzlei genannt (38%); dabei hat die Fokussierung auf die Fachanwaltschaft im Vergleich zum Vorjahr um 9%-Punkte abgenommen und damit nicht mehr den hohen Stellenwert wie zuvor. Mit weitgehend unveränderten Gewichten folgen Weiterbildung (2011: 23%; 2012: 24%) und verschiedene Wege der Präsenzstärkung, wie z. B. Werbung/Öffentlichkeitspräsenz (2011: 15%; 2012: 13%), Netzwerk- Tätigkeit (2011: 12%; 2012: 13%) oder auch gute Erreichbarkeit (2011: 7%; 2012: 8%). Ein Nennungsblock ist in 2012 neu hinzugekommen: die angestrebte Verbesserung der Kostensituation. Spezialisierungen sind bei größeren Kanzleien, Kooperationsmöglichkeiten bei kleineren Kanzleien häufiger im Gespräch als im Rechtsanwalts- Querschnitt. Kleinere Kanzleien kommen außerdem häufiger auf Werbung/ PR, Rufstärkung und professionelle Organisation als Beiträge zur Erfolgssicherung zu sprechen. Weiterbildung hingegen ist vor allem ein Thema jüngerer Anwälte. Familien- (39%), Arbeits- (39%) und Verkehrsrecht (26%), sind die wichtigsten Rechtsgebiete, für die sich Rechtsanwälte schon als spezialisiert betrachten. Rechtsberatung durch andere Berufsgruppen Fragt man die Anwälte, was Sie davon halten, dass das neue Rechtsdienstleistungsgesetz anderen Berufsgruppen wie Sachverständigen, Versicherungsfachleuten oder Autohäusern unter bestimmten Bedingungen Rechtsberatung erlaubt, so sind jene Anwälte, die das negativ einschätzen, im Zeitverlauf leicht auf dem Rückzug. Allerdings sind sie mit einem Anteil von 67% immer noch in der Überzahl. Mit steigender Kanzleigröße sinkt dieser Prozentsatz, aber auch jüngere Anwälte stehen dieser Entwicklung aufgeschlossener gegenüber. Die Negativassoziationen bezüglich der Rechtsberatung durch andere Berufsgruppen werden vor allem von der Befürchtung dominiert, dass die Beratungsqualität darunter leide (57%). Die Frage hinsichtlich einer möglichen Ausrichtung der Kanzlei auf andere Tätigkeiten oder Beratungsthemen beziehen die Befragten fast ausschließlich auf verschiedene Rechtsgebiete, obwohl diese offene Frage in ihrer Formulierung ganz allgemein gehalten war. Vor allem Arbeits- (16%), Familien- (15%) und S.1307 Gerichte, Ämter, Ministerien Erbrecht (14%) wurden als diejenigen Rechtsgebiete genannt, die die Befragten bei einer weiteren Ausrichtung der Kanzlei in Betracht ziehen. Lediglich Mediation ist mit 12%-Punkten als Ausnahme in der Spitzengruppe vertreten. 3. Zukunftszuversicht Die Überzeugung, für schwierige Zeiten gut gerüstet zu sein, ist im Anwalts- Querschnitt in den letzten Jahren rückläufig (2009: 75%, 2012: 67%). Die Zuversicht steigt jedoch mit der Kanzleigröße an, dementsprechend sind auch interprofessionelle Kanzleien optimistischer eingestellt. Jüngere Anwälte haben ebenfalls eine tendenziell größere Zukunftszuversicht. q Die komplette Studie können Sie auf unserer Homepage unter abrufen Beschlüsse der Satzungsversammlung In ihrer letzten Sitzung am hat die 5. Satzungsversammlung unter anderem Beschlüsse zur Gestaltung von Briefbögen und zum Umzugshinweis nach der Beendigung der gemeinschaftlichen Berufsausübung verabschiedet. Briefbogengestaltung Der I. Zivilsenat des BGH hatte am (I ZR 74/11) entschieden, dass ein Anwalt weder nach 10 Abs. 1 BORA noch nach 5a Abs. 2 UWG verpflichtet sei, auf den für seine anwaltliche Tätigkeit verwendeten Briefbögen sämtliche Standorte seiner Niederlassungen zu nennen oder durch Verwendung der Begriffe Kanzlei und Zweigstelle kenntlich zu machen, wo er seine Kanzlei im Sinne von 27 Abs. 1 BRAO und wo er Zweigstellen unterhalte. Er sei nach 10 Abs. 1 BORA nicht verpflichtet, auf den für seine anwaltliche Tätigkeit in einer Zweigstelle verwendeten Briefbögen den Standort der Kanzlei im Sinne von 27 Abs. 1 BRAO anzugeben. Vielmehr habe er nach dieser Bestimmung auf solchen Briefbögen nur die Anschrift der Zweigstelle und nicht auch die Anschrift der (Haupt-)Kanzlei anzugeben. Die Entscheidung des BGH ist auf Kritik gestoßen, insbesondere weil 10 Abs. 1 BORA und 31 Abs. 3 BRAO fehlerhaft ausgelegt worden wären. Auch der in der Satzungsversammlung zuständige Ausschuss Werbung war sich darüber einig, dass die höchstrichterliche Entscheidung dem von der Satzungsversammlung gewollten Norminhalt widerspreche. Deshalb hat die Satzungsversammlung beschlossen, 10 Abs. 1 BORA durch einen neuen Satz 2 wie folgt zu ergänzen: Kanzleianschrift ist die im Rechtsanwaltsverzeichnis als solche eingetragene Anschrift ( 31 Abs. III 1 Halbs. 1, 27 I BRAO). Durch die Ergänzung soll klargestellt werden, dass auf Briefbögen stets die Anschrift der Hauptkanzlei anzugeben ist, also die Anschrift, unter der der Anwalt zur Rechtsanwaltschaft zugelassen ist und die seine Zugehörigkeit zu der für ihn zuständigen Rechtsanwaltskammer bestimmt. Damit soll sichergestellt werden, dass der Rechtsuchende über die Anschrift der Hauptkanzlei schnell die die Berufsaufsicht ausübende Kammer ermitteln kann. Nach Ansicht der Satzungsversammlung existiert dafür unabhängig vom Bestehen des Rechtsanwaltsregisters nach 31 BRAO ein praktisches Bedürfnis der Rechtsuchenden, weil viele Bürger keinen Internetzugang haben und das Rechtsanwaltsregister im allgemeinen Bewusstsein noch wenig präsent sei. Künftig muss der Rechtsanwalt deshalb auch auf dem Briefbogen der Zweigstelle die Anschrift der seine Zulassung bestimmenden Hauptkanzlei angeben. Eine Verpflichtung, auf dem Briefbogen auch die Anschriften der Zweigstellen anzugeben, besteht nach wie vor nicht. Umzugshinweis Die Satzungsversammlung hat zudem die Änderung des 32 Abs. 1 S. 4 BORA beschlossen. Danach kann der ausscheidende Sozius künftig am bisherigen Kanzleisitz und auf der Internetseite der Sozietät den Hinweis auf seinen Umzug für ein Jahr anbringen. Begründet wurde die Änderung damit, dass die Homepage heute die Hauptinformationsquelle für Mandanten sei. Deshalb sei es gerechtfertigt, dass der Ausscheidende dort einen Umzugshinweis anbringen dürfe. Wo genau der Hinweis anzubringen sei, hat die Satzungsversammlung nicht geregelt. Es sei aber selbstverständlich, dass dies nicht an einem entlegenen Platz zu erfolgen habe, sondern grundsätzlich dort, wo sich auch die verbleibenden Partner präsentieren würden. Die Änderungen sind dem Bundesjustizministerium zur Genehmigung vorgelegt worden. Die Nichtbeanstandung unterstellt werden die Neufassungen mit dem ersten Tag des dritten Monats nach Verkündung in den BRAK- Mitteilungen in Kraft treten. Dies wird voraussichtlich der sein. q Alle Beschlüsse finden Sie unter beschluesse-4-sitzung-5-sv-fuer-internet.pdf S.1318 Gerichte, Ämter, Ministerien BVerwG - Urt. v , 8 C 7.12 bzw. 8 C 8.12 Berufsbetreuer unterliegen der Gewerbeaufsicht Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass Rechtsanwälte, die sich neben ihrem Anwaltsberuf als Berufsbetreuer betätigen, verpflichtet sind, die Betreuertätigkeit als Gewerbe anzumelden. Die Kläger, eine Rechtsanwältin und ein Rechtsanwalt, wurden von der beklagten Stadt aufgefordert, die gewerbliche Tätigkeit Berufsbetreuer(in) anzumelden. Die hiergegen gerichteten Klagen hatten in den Vorinstanzen keinen Erfolg. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Revisionen der Kläger zurückgewiesen. Bei der Tätigkeit des Berufsbetreuers handelt es sich um den Betrieb eines stehenden Gewerbes mit der Folge, dass die Tätigkeit gewerberechtlich angezeigt werden muss. Das gilt auch dann, wenn sie von einem Rechtsanwalt ausgeübt wird. Die Tätigkeit als Berufsbetreuer erfüllt alle Merkmale des Gewerbebegriffs, da es sich um eine erlaubte, auf Gewinnerzielung gerichtete, auf Dauer angelegte und selbstständige Tätigkeit handelt. Sie ist auch kein Freier Beruf, so dass die Gewerbeordnung nicht anwendbar wäre. Eine freiberufliche Tätigkeit würde jedenfalls eine höhere Bildung oder schöpferische Begabung voraussetzen. Das ist bei einem Berufsbetreuer nicht der Fall Abs. 1 BGB verlangt lediglich, dass der Betreuer geeignet ist, in dem gerichtlich bestimmten Aufgabenkreis die Angelegenheiten des Betreuten rechtlich zu besorgen und diesen persönlich zu betreuen. Eine spezielle berufliche Ausbildung wird vom Gesetz nicht gefordert. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass die Betreuungstätigkeit vorrangig als Ehrenamt ausgestaltet ist ( 1897 Abs. 6 Satz 1 BGB). Des Weiteren fehlt es an der für einen Freien Beruf typischen fachlichen Unabhängigkeit, da der Berufsbetreuer seine Entscheidungen nicht kraft überlegenen Fachwissens trifft. Die Betreuertätigkeit ist auch nicht Bestandteil der anwaltlichen Tätigkeit. Insbesondere die Vergütungsregelung für Betreuer (Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz) zeigt, dass die Übernahme von Betreuungen keine dem Rechtsanwaltsberuf vorbehaltene oder ihn in besonderer Weise charakterisierende Tätigkeit ist. Die Vergütung richtet sich nach den Regelungen des Betreuungsrechts und gerade nicht nach dem anwaltlichen Gebührenrecht. Nur soweit der Rechtsanwalt eine originär anwaltliche Dienstleistung erbringt, kann er nach anwaltlichem Gebührenrecht abrechnen. Es ist schließlich nicht ersichtlich, dass der ordnungsrechtliche Zweck der gewerberechtlichen Anzeigepflicht, eine wirksame Gewerbeüberwachung zu ermöglichen, schon durch die Aufsicht durch das Vormundschaftsgericht oder durch die Überwachung seitens der Rechtsanwaltskammern erreicht würde. q Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts Volltext unter BGH, Urt. v AnwZ (Brfg) 24/12 Zweitverteidigungen genügen nicht für Fachanwalt für Strafrecht Der BGH hat in einer verwaltungsrechtlichen Anwaltssache entschieden, dass Zweitverteidigungen im Rahmen eines Antrags auf Verleihung der Fachanwaltsbezeichnung für Strafrecht nur dann als Hauptverhandlungstag anerkannt werden könnten, wenn der Rechtsanwalt in geeigneter Form näher glaubhaft machen könne, dass er, wie es die Fachanwaltsordnung verlange, den Fall persönlich und weisungsfrei als Rechtsanwalt bearbeitet habe. Hierfür könne insbesondere sprechen, dass er sich in Vorbereitung der Hauptverhandlung mit dem Inhalt der Verfahrensakten vertraut gemacht und die Sache mit dem Mandanten besprochen habe. Die Erlaubnis zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung werde Rechtsanwälten verliehen, deren auch praktische Erfahrungen auf dem jeweiligen Gebiet überdurchschnittlich seien. Vor diesem Hintergrund stünden die in 5 Abs. 1 FAO normierten Mindestfallzahlen im Drei-Jahres-Zeitraum. Die teilweise gepflogene Verfahrensweise, Kollegen mit dem alleinigen Ziel des Erreichens der Mindestzahlen daraufhin anzusprechen, ob man als zweiter Verteidiger an einer kurz danach stattfindenden Hauptverhandlung teilnehmen dürfe, sei mit den Zielvorstellungen der Fachanwaltsordnung demgemäß schwerlich vereinbar. q Volltext unter S.1329 Gerichte, Ämter, Ministerien BGH, Urt. v AnwZ (Brfg) 54/11 Fallnachweis Gewichtung a) Die Gewichtungsregelung des 5 Abs. 4 FAO ist keine Ausnahmebestimmung; jeder eingereichte Fall ist darauf zu prüfen, ob eine Minder- oder Höhergewichtung angezeigt ist. b) 5 Abs. 1 FAO geht von dem Grundsatz aus, dass der Erwerb besonderer praktischer Erfahrungen schon mit dem Nachweis der vorgegebenen Fallzahlen aus den betreffenden Bereichen des jeweiligen Fachgebiets belegt ist; soll hiervon abgewichen werden, müssen tragfähige Anhaltspunkte vorliegen, welche die zuverlässige Beurteilung zulassen, dass der zu beurteilende Fall außerhalb der Bandbreite eines durchschnittlichen Falles liegt. c) Eine auch erhebliche Mindergewichtung ist vorzunehmen, wenn Wiederholungsfälle eng miteinander verknüpft sind, etwa weil ihnen im Wesentlichen derselbe Lebenssachverhalt zugrunde liegt oder sie Teil eines Verfahrensverbundes sind (im Anschluss an Senatsbeschluss vom AnwZ (B) 48/08, FamRZ 2009, 1320 Rn. 21, 30 f.) d) Die Entscheidung der Rechtsanwaltskammer über die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung ( 43 c Abs. 1 BRAO) ist auch in Bezug auf die Höher- oder Mindergewichtung rechtlich gebunden und unterliegt einschließlich der ihr vorausgehenden Würdigung des Fachausschusses ( 43 c Abs. 2 BRAO) in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht grundsätzlich uneingeschränkt der richterlichen Nachprüfung (im Anschluss an Senatsbeschluss vom AnwZ (B) 29/26, NJW 1997, 1307; vom AnwZ (B) 40/01, NJW 2003, 741). q Volltext unter VERTRAUEN SIE DEM SPEZIALISTEN! Mehr als 15 Jahre erfolgreiche, praxisnahe Ausbildung Erfahrenes Referententeam Hohe Erfolgsquoten Start im Oktober 2013 Am 11. Oktober 2013 beginnt in Nürnberg ein Seminar zur Erreichung des Abschlusses Gepr. Rechtsfachwirt/in (gem. Bundesgesetzblatt 2001 Teil I Nr. 45) Weitere Informationen: Hans Soldan GmbH Telefon: soldan.de/seminare_weiterbildung Zertifiziertes Unternehmen gem. 8 Abs. 4 SGB III (AZWV); Geltungsbereich Seminare. S.13310 Aus der Arbeit des Vorstands BGH, Urt. v IX ZR 138/11 Rechtswidrige Ankündigung der Mandatsniederlegung Veranlasst der Rechtsanwalt den persönlich nicht haftenden Gesellschafter seiner Mandantin erstmals unmittelbar vor einem anberaumten Gerichtstermin mit dem Hinweis, anderenfalls das Mandat niederzulegen, zum Abschluss einer Haftungsübernahme, kann hierin eine widerrechtliche Drohung liegen. Aus den Gründen: In der Ankündigung eines Rechtsanwalts, das Mandat niederzulegen, um hierdurch eine günstigere Vergütungsabrede durchzusetzen, könne ausnahmsweise eine rechtswidrige Drohung liegen. Ob eine Drohung in einem solchen Fall rechtswidrig sei, hänge von dem Verhältnis zwischen dem verfolgten Zweck und dem dazu eingesetzten Mittel ab; entscheiden sei, ob der Drohende an der Erreichung des Zwecks ein berechtigtes Interesse habe und die Drohung nach Treu und Glauben als angemessenes Mittel Berufsrechtsreferentenkonferenz Am fand in Stuttgart die Berufsrechtsreferentenkonferenz statt, an der Vertreter aller regionaler Rechtsanwaltskammern teilnahmen, um aktuelle berufsrechtliche Probleme zu erörtern. zur Erreichung des Zwecks anzusehen sei. Das sei der Fall, wenn der Verteidiger unmittelbar vor Beginn der Hauptverhandlung erstmals seinen Mandanten mit dem Hinweis, andernfalls das Mandat niederzulegen, zur Unterzeichnung einer Gebührenvereinbarung veranlasse (BGH, Urt. v , IX ZR 18/09). Der Anwaltsvertrag sei in besonderer Weise durch Vertrauen geprägt. Die erstmalige Androhung der Mandatsniederlegung kurz vor Aufruf der Sache sei sei deshalb kein angemessenes Mittel zur Erreichung des an sich berechtigten Anliegens, eine beträchtliche, offenstehende Vergütung zu erhalten oder zu sichern. Ebenso wie es dem Anwalt verwehrt sei, das Mandat aus Gebühreninteressen unmittelbar vor dem Verhandlungstermin niederzulegen (Mandatskündigung zur Unzeit, 627 Abs. 2 S. 1 BGB), dürfe er eine solche Maßnahme auch nicht zur Unzeit androhen. q Volltext unter Insolvenzverwaltertätigkeit Auf der umfangreichen Tagesordnung stand unter anderem die Frage, ob die BRAO/BORA auf Amtsträger wie Insolvenzverwalter, Testamentsvollstrecker oder Nachlassverwalter Anwendung findet. Hierzu werden verschiedene Thesen vertreten: Nach These 1 unterwirft sich derjenige, der als Anwalt auftritt, dem Berufsrecht mit der Folge, dass auch für die Tätigkeit als Amtsträger anwaltliches Berufsrecht gilt und die Rechtsanwaltskammer zuständige Aufsichtsbehörde ist (so Nasse, BRAK- Mitt. 2007, 14 f). Nach der entgegengesetzten Meinung handelt es sich bei der Insolvenzverwaltung um einen Zweitberuf, so dass anwaltliches Berufsrecht nicht anwendbar wäre und die Rechtsanwaltskammern nicht zuständig wären (gestützt auf OLG Hamburg, Beschl. v VA 15/11; BVerfG, Beschl. v , 1 BvR 135/00 und 1086/01). Nach der dritten, von den Kammervertretern mehrheitlich für richtige erachteten These handelt es sich bei der Insolvenzverwaltung um keinen echter Zweitberuf. Die Verwaltertätigkeit prägt vielmehr den Beruf des Rechtsanwalts im weiteren Sinn, wobei die Insolvenzverwaltung nicht Kerntätigkeit des Rechtsanwalts ist [BGH, Urt. v , WpSt 1/04 (KG)]. Es bedürfe deshalb einer Einzelfallprüfung, ob die Normen der BRAO/ BORA auch für die Insolvenzverwaltertätigkeit gelten, wobei die Regelungen der InsO als lex specialis vorgehen. Interessenkollision Die Problematik Interessenkollision beschäftigt viele Kolleginnen und Kollegen und die Fachliteratur. Eine pauschale Antwort auf die Frage, wann eine Kollision vorliegt, gibt es nicht. Entscheidend ist der jeweilige Einzelfall. Vor allem in Familienangelegenheiten gibt es häufig Konstellationen, bei denen der Grad zwischen zulässiger Beratung und Kollision schmal ist so beispielsweise in den Fällen, in denen der betreuende Elternteil und das minderjährige Kind wegen Unterhalts vertreten werden und das Kind auch nach Volljährigkeit weiter- S.13411 Aus der Arbeit des Vorstands vertreten werden soll. Die Entscheidung des BGH vom , Anw(Z) Brfg) 25/11 zu dieser Frage hilft zwar bei der ex post Beurteilung. Ex ante muss aber nach wie vor häufig von der gleichzeitigen Vertretung wegen drohender Interessenkollision abgeraten werden. Erstattung überzahlter Honorarvorschüsse Der AGH NRW hat sich mit der Pflicht zur Erstattung zu hoher Honorarvorschüsse befasst. Der Rechtsanwalt hatte die vereinnahmten Honorarvorschüsse zwar abgerechnet, den die Gebührenforderung übersteigenden Vorschussbetrag zunächst aber nicht an den Mandanten ausgekehrt. Das Gericht sah keinen Berufspflichtverstoß. In seiner Entscheidung führt der AGH Hamm aus, dass es sich bei Honorarvorschusszahlungen nicht um anvertraute, fremde Vermögenswerte i. S. d. 43a Abs. 5 S. 1 BRAO handle, so dass die verspätete Erstattung keinen Verstoß gegen diese Norm darstelle. 23 BORA normiere nur eine Abrechnungs-, keine Auszahlungspflicht. 43 BRAO stelle zwar nicht nur eine Transportnorm, sondern einen Auffangtatbestand dar. Er könne hier jedoch nicht herangezogen werden, weil durch die Ausgestaltung des 23 BORA eine bewusste Regelungslücke geschaffen worden sei und 43 BRAO nur bei unbewussten Regelungslücken greife. Die Entscheidung des AGH Hamm wurde von den Teilnehmern der Konferenz sehr kritisch gesehen, weil der gesetzlich normierten Vorschusspflicht ( 9 RVG) die Auszahlungspflicht im Berufsrecht als Korrelat gegenüberstehen müsse. Zurückbehaltungsrecht an geldwerten Urkunden Das OLG Stuttgart hat sich mit seinem Urteil vom , Az. 12 U 140/11 mit der Frage der Herausgabepflicht von Vollstreckungstiteln befasst. Im zu entscheidenden Fall hatte ein Rechtsanwalt die Herausgabe des Vollstreckungstitels über ,33 von der Bezahlung seiner offenen Honorarforderung in Höhe von 7.895,27 abhängig gemacht. Das OLG Stuttgart hat entschieden, dass ein Herausgabeanspruch nach 667 BGB bestehe. Das Zurückbehaltungsrecht des 273 BGB führe nicht zur Klageabweisung, sondern zu einer Zug-um Zug-Verurteilung nach 274 Abs. 1 BGB. Das gelte auch für das Zurückbehaltungsrecht nach 50 Abs. 3 S. 1 BRAO. Treu und Glauben stehe dem nicht entgegen. Vielmehr sei eine Zug-um-Zug-Verurteilung eine Ausformung von Treu und Glauben. Ein für den Mandanten erwirkter Vollstreckungstitel sei nach überwiegender Meinung ein handaktenfähiges Schriftstück und als Bestandteil der Personalakte zu behandeln. Höchstrichterlich sei noch nicht entschieden, ob das anwaltliche Zurückbehaltungsrecht nach 50 Abs. 3 BRAO auch Vollstreckungstitel erfasse, die der Rechtsanwalt in Wahrnehmung des Mandats in Besitz genommen habe. In der Literatur werden hierzu unterschiedliche Meinungen vertreten. Der Senat schließe sich der Meinung an, dass ein Zurückbehaltungsrecht nach 50 Abs. 3 BRAO bestehe. Dem stehe auch 4 Abs. 2 S. 1 BORA nicht entgegen. Zwar zählten Vollstreckungstitel zu den anvertrauten Vermögenswerten i. S. d. 43 a Abs. 5 S. 1 BRAO. Dem Wortlaut könne jedoch nicht entnommen werden, dass der Rechtsanwalt wegen einer offenen Honorarforderung aus dem Mandat, bei dessen Wahrnehmung er den Vollstreckungstitel erhalten habe, kein Zurückbehaltungsrecht an der Urkunde haben solle. q Ausbildungsstellenbörse 2013 in Ansbach Am fand im Tagungszentrum Onoldia in Ansbach die 14. Ausbildungsmesse statt. Auch in diesem Jahr waren der Ansbacher Anwaltsverein und die Rechtsanwaltskammer Nürnberg mit einem gemeinsamen Ausbildungsstand auf der Ausbildungsstellenbörse in Ansbach vertreten und haben interessierten Schülern alle Fragen zum Ausbildungsberuf der/ des Rechtsanwaltsfachangestellten beantwortet. Die Schüler wollten unter anderem wissen, was das Tätigkeitsfeld einer/eines Rechtsanwaltsfachangestellten ausmacht und wie hoch die Ausbildungsvergütung bemessen ist. Auch das Interesse an Praktikumsplätzen war groß. q Foto: Uwe Brühschwein RA Gramsamer, RAin Fendt S.13512 Aus der Arbeit des Vorstands Welche Angaben gehören in das Impressum der Kanzleiwebsite? Die maßgebliche Regelung für Pflichtangaben im Impressum von Internetseiten ist 5 TMG (Telemediengesetz). Jede Internetpräsenz einer Rechtsanwaltskanzlei ist ein geschäftsmäßig angebotenes Telemedium im Sinne dieser Vorschrift. Zunächst einmal müssen daher die in 5 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 TMG aufgeführten Grundangaben im Impressum erfolgen. Dies sind bei natürlichen Personen der Familienname und mindestens ein ausgeschriebener Vorname (vgl. KG Berlin vom W 34/07). Ein abgekürzter Vorname genügt nicht. Bei juristischen Personen und Personengesellschaften muss zudem die Rechtsform der Gesellschaft und der oder die Vertretungsberechtigten angegeben werden. Hier ist wiederum zu beachten, dass der Vertretungsberechtigte mit dem Familiennamen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen dargestellt wird. Außerdem muss die ladungsfähige Anschrift angegeben werden. Die Angabe eines Postfachs ist nicht ausreichend. In jedem Fall zwingend ist auch die Angabe einer -Adresse ( 5 Abs. 1 Nr. 2 TMG). Neben der -Adresse muss noch mindestens ein weiteres Kommunikationsmittel angegeben werden. Dies kann eine Telefon- oder Faxnummer oder auch ein elektronisches Kontaktformular sein. Wesentlich ist, dass durch das Kommunikationsmittel eine schnelle und direkte Kontaktaufnahme möglich ist. Es empfiehlt sich daher die Angabe einer Telefonnummer. Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ergeben sich weitere Pflichtangaben aus 5 Abs. 1 Nr. 5 TMG. So muss die Rechtsanwaltskammer, deren Mitglied die Rechtsanwältin oder der Rechtsanwalt ist, mitgeteilt werden. Ferner sind die gesetzliche Berufsbezeichnung und der verleihende Staat anzugeben. Zwingend ist ebenso die Angabe der aktuellen berufsrechtlichen Regelungen und ein Hinweis darauf, wo diese Regelungen zu finden sind. Hier empfiehlt sich ein Link auf die entsprechende Unterseite der Internetpräsenz der Bundesrechtsanwaltskammer: berufsrecht/. Sofern eine Umsatzsteueridentifikationsnummer vergeben wurde, ist diese ebenfalls im Impressum aufzuführen. Schließlich besteht bei einer juristischen Person die Verpflichtung, im Impressum das zuständige Registergericht und die Registernummer anzugeben. Das Impressum muss unmittelbar über maximal zwei Links erreichbar sein. Es hat jederzeit zur Verfügung zu stehen und muss mit den gängigen Internetbrowsern ohne Installation zusätzlicher Programme lesbar sein. Die Darstellung des gesamten Impressums oder von Teilen des Impressums als Bilddatei ist nicht zulässig, da das Impressum dann für Blinde oder sehbehinderte Nutzer nicht maschinell vorlesbar ist. Sofern über die Internetpräsenz auch reine Online-Rechtsberatungen angeboten werden, muss neben 5 TMG noch 2 Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV) besonders beachtet werden. In diesem Fall ist im Impressum auch die Angabe einer Telefonnummer und die Mitteilung der Berufshaftpflichtversicherung erforderlich. Handelt es sich nicht um reine Online-Rechtsberatung, sind die Berufshaftpflichtversicherung und die Telefonnummer gem. 2 Abs. 1 DL-InfoV gegenüber dem Mandanten zwar auch anzugeben, aber nicht unbedingt auf der Kanzleiwebsite, sondern gem. 2 Abs.2 DL-InfoV auch auch auf andere Weise vor Abschluss des Vertrages bzw. vor Erbringen der Dienstleistung (vgl. LG Dortmund, Urt. v O 102/13, Letztlich ist noch zu beachten, dass sich bei Berufsausübungsgemeinschaften mit Angehörigen anderer Berufe noch weitere Informationspflichten ergeben können. q S.13613 Aus der Arbeit des Vorstands Shuttle-Mediation der Rechtsschutzversicherer seriöse Mediation oder Mogelpackung? von RA und Mediator Dr. Michael Burmann Am ist das Mediationsgesetz in Kraft getreten. In 1 Mediationsgesetz ist Mediation als ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren definiert, bei dem die Parteien mit Hilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Für die Mediation wird ins Feld geführt, dass sie kostengünstigere und schnellere Lösungen als ein Gerichtsverfahren herbeiführen kann. Dies trifft in den für die Mediation geeigneten Fällen grundsätzlich zu. Die Mediation ist allerdings sicherlich keine generelle Alternative zur klassischen justizförmigen Konfliktlösung. Seitens der Rechtsschutzversicherer ist nun in vielen Bedingungswerken aufgenommen worden, dass auch Rechtsschutz für eine Mediation besteht. Das ist zu begrüßen. Wenn die Parteien in geeigneten Fällen der Auffassung sind, eine Lösung Ihres Konflikts durch die Mediation herbeiführen zu können, so sollte man dieses Unterfangen unterstützen. Allerdings ist im Rahmen der klassischen Mediation davon auszugehen, dass der Rechtsanwalt zumindest an der Konfliktlösung beteiligt wird. Ausbilder gelehrt, dass spätestens bei der Abschlussvereinbarung den Medianten empfohlen werden soll, anwaltlichen Rat einzuholen. Einige Rechtsschutzversicherer beschränken sich jedoch nicht darauf, Rechtsschutz für die Mediation zu gewähren. Vielmehr betreiben sie, sobald ihnen ein Rechtsschutzfall bekannt wird, eine Art Schadensmanagement in der Form, dass sie ihrem Versicherungsnehmer ein Mediationsverfahren andienen, bevor er sich an einen Rechtsanwalt wendet. Insbesondere der Versicherungsnehmer, der sich direkt an seine Rechtsschutzversicherung wendet mit der Bitte, ihm einen Anwalt zu empfehlen, sieht sich mit dem Vorschlag des Rechtsschutzversicherers konfrontiert, ob er nicht zuvor eine Mediation versuchen wolle. Vielfach geht der Versicherungsnehmer auf dieses Angebot ein. Dann meldet sich beim Versicherungsnehmer ein vom Rechtsschutzversicherer beauftragter Mediator und erfragt, worum es dem Versicherungsnehmer geht. Anschließend ruft dann der Mediator bei der Gegenseite an und fragt dort an, ob man mit einer Mediation einverstanden sei. Wird hierzu das Einverständnis erklärt, so erfragt der Mediator, welche Lösungsmöglichkeit sich die Gegenseite vorstellen kann. Er übermittelt dieses Ergebnis dem VN und versucht dann durch ein Hin und Her von Telefonaten mit den jeweiligen Parteien eine Einigung zu erzielen. Ich habe schon, gelinde gesagt, mehr als Zweifel, ob ein solches Verfahren den Ansprüchen einer Mediation genügt. Wie will der Mediator feststellen, ob der Versicherungsnehmer überhaupt über seine Rechte informiert ist. Schließlich hat sich der VN an den Rechtsschutzversicherer gewandt, weil er eine Rechtsberatung wünscht. Diese soll durch die vorbeschriebene Shuttle-Mediation überflüssig werden. Der Sache nach dürfte diese Shuttle-Mediation nichts anderes als ein Vermittlungsverfahren sein. Vermittlung in rechtlichen Bereichen unterfällt Mediation setzt voraus, dass die Parteien eigenverantwortlich in der Lage sind, eine Lösung ihres Konfliktes herbeizuführen. Eigenverantwortlichkeit setzt jedoch zwangsläufig Informiertheit voraus. Wie eine Partei informiert sein soll, wenn sie die Rechtslage nicht überschaut, erschließt sich zumindest mir nicht. Von daher wird z.b. in dem Mediationskurs, den die Deutsche Anwalts Akademie anbietet, seitens der Alles was Recht ist... Ihre juristische Fachliteratur bei Zeiser+Büttner Hallplatz Nürnberg Fürther Straße Nürnberg Telefon 0911/ Telefax 0911/ Telefon 0911/ Telefax 0911/ S.13714 Unser Bezirk KANZLEISOFTWARE K2L NÜRNBERG GmbH KANZLEIORGANISATION Sulzbacher Straße Nürnberg Infoline: ra-micro Vertragspartner ra-micro Zertifiziertes Schulungszentrum jedoch dem Rechtsdienstleistungsgesetz. Dieser Tatbestand wird nicht dadurch aufgehoben, dass man das Ganze Mediation nennt. Zwar ist die Mediation gemäß 2 Abs. 3 Nr. 4 RDG ausdrücklich nicht als Rechtsdienstleistung bezeichnet und somit von der Geltung des RDG ausgenommen. Das gilt aber nur, wenn der Vermittler nicht durch rechtliche Regelungsvorschläge in die Verhandlung eingreift (Greger/Unberath, Mediationsgesetz, 1 Rz. 73). Selbst wenn man jedoch die Shuttle-Mediation noch als Mediation i. S. d. 2 Abs. 3 Nr. 4 RDG ansehen sollte, so stellt sich immer noch die Frage, was mit der Abschlussvereinbarung ist. Die Shuttle-Mediation kann ja nicht im luftleeren Raum enden. Vielmehr muss zwischen den Kontrahenten eine Einigung herbeigeführt werden. Wer soll diese Abschlussvereinbarung entwerfen bzw. protokollieren? Der normale VN wird wohl nicht in der Lage sein, eine derartige Abschlussvereinbarung zu entwerfen. Schließlich hatte er ursprünglich bei seiner Rechtsschutzversicherung um Vermittlung rechtlichen Rates gesucht. Wenn der vom Rechtsschutzversicherer beauftragte Mediator jedoch die Abschlussvereinbarung formuliert, so unterbreitet er letztlich einen rechtlichen Regelungsvorschlag, der nach 2 Abs. 3 Nr. 3 als Rechtsdienstleistung anzusehen ist. Wenn der Mediator vom Rechtsschutzversicherer in den Fällen der Shuttle-Mediation beauftragt wird, so besorgt er letztlich ein Geschäft des Rechtsschutzversicherers. Der Rechtsschutzversicherer darf jedoch keine Rechtsdienstleistungen erbringen. Daran ändert sich auch nichts dadurch, wenn er die Shuttle-Mediation durch Rechtsanwälte erbringen lässt (BGH NJW 2009, 3242; Offermann-Burckart, in: Krenzler, RDG 2 Rz. 158 ff, 223; Greger a. a. O. Rz. 74). Ohnehin berührt es merkwürdig, wenn der Rechtsschutzversicherer seinen Kunden durch die Shuttle-Mediation davon abhalten will, rechtlichen Rat einzuholen. Nach 125 VVG ist der Versicherer verpflichtet, die für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers erforderlichen Leistungen im vereinbarten Umfang zu erbringen. Shuttle-Mediation dient jedoch im Zweifelsfall nicht der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers, denn er soll ja gerade davon abgehalten werden, sich über seine Rechte umfassend zu informieren. Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass der Rechtsschutzversicherer sich in derartigen Fällen tendenziell vertragswidrig verhält. q Wir trauern um unsere verstorbenen Kollegen Engelhardt Edgar, Weißenburg verst Jahre Ryan Herr, Kammerstein verst Jahre Uwe Peters, Nürnberg verst Jahre Eduard Kalb, Nürnberg verst Jahre S.13815 Unser Bezirk Bamberg Nürnberg Rechtsanwälte in Bayern Das Bayerische Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat die Zulassungszahlen für das Jahr 2012 bekanntgegeben. München 2012 wurden in Bayern Bewerber (2007: 1.399, 2008: 1.335, 2009: 1.448, 2010: 1.161, 2011: 1.402) zur Rechtsanwaltschaft und 18 Gesellschaften mit beschränkter Haftung als Rechtsanwaltsgesellschaften zugelassen. Damit ist die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich zurückgegangen. Da die Zahl der Abgänge (Verzicht, Tod oder Zulassungswechsel) wiederum hinter der Zulassungszahl zurückgeblieben ist, ist die Gesamtmitgliederzahl der bayerischen Rechtsanwaltskammern erneut gestiegen. Zum 31. Dezember 2012 lag sie bei Das sind 588 Mitglieder mehr als Ende des Jahres 2011 (2,15 %) und Mitglieder mehr als vor zehn Jahren, d.h. Ende 2002 (37,59 %). Innerhalb von nur 16 Jahren (Ende 1996 waren es Mitglieder) hat sich die Mitgliederzahl fast verdoppelt. Das entspricht in etwa der prozentualen Verteilung des Vorjahrs. Die Rechtsanwaltsdichte (RAe pro Einwohner) in Bayern beträgt: im Landesdurchschnitt (12,6 Mio. E.) 221 RAK München (6,9 Mio. E.) 289 RAK Nürnberg (3 Mio. E.) 151 RAK Bamberg (2,4 Mio. E.) 113 Stadt und LK München (1,6 Mio. E.) Die Mitglieder der Rechtsanwaltskammer München konzentrieren sich wie bisher auf den Raum München. Ende 2012 waren in der Stadt und im Landkreis München Mitglieder zugelassen; das entspricht 48,32 %. q Mitgliederstand zum in Bayern inkl. Neuzulassungen Landesdurchschnitt RAe/ Einw. Einw./RA Mitglieder gesamt davon Neuzulassungen München Nürnberg Bamberg München Stadt und LK RAe/ Einw. Einw./RA RAe/ Einw. Einw./ RAe RAe/ Einw. Einw./RA RAe/ Einw. Einw./RA Mitglieder nach Kammern München Nürnberg Bamberg Neuzulassungen nach Kammern S.13916 Unser Bezirk Fortbildungsprüfung Geprüfter Rechtsfachwirt / Geprüfte Rechtsfachwirtin 2013 Wie auch in den Vorjahren fanden 2013 die Fortbildungsprüfungen parallel in Nürnberg (Teilnehmer aus den Bezirken der RAKen Bamberg und Nürnberg) sowie in München (Teilnehmer aus dem Kammerbezirk München) statt. In Nürnberg haben 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zum Teil Wiederholerinnen, die Prüfung abgelegt, in München waren es 81. Erfolgreich waren in Nürnberg 58, in München 59 Prüflinge. Die Teilnehmerzahl ist nach wie vor sehr hoch. Inzwischen gibt es bayernweit 782 Geprüfte Rechtsfachwirtinnen und Rechtsfachwirte, 210 davon in unserem Bezirk. Prüfungsteilnehmer Jahrgang gesamt Prüfung bestanden davon Wiederholer Mü Ba Nbg Mü Ba Nbg Mü Ba Nbg Das schlechte Ergebnis des Vorjahres hat Wirkung gezeigt. Erfreulicherweise war die Durchfallquote in diesem Jahr wieder deutlich niedriger; sie lag bayernweit bei 23,03 % (2012: 38,8 %; 2011: 20,6; 2010: 10,34; 2009: 21,97). Der Notendurchschnitt bei den bestandenen Prüfungen lag mit 3,45 zwar besser als im Vorjahr (2012: 3,54; 2011: 3,24; 2010: 3,17). Allerdings konnte die Note 1 auch in diesem Jahr nicht vergeben werden, die Note 2 wurde im Bezirk der RAK München 9 mal erreicht, die Note 3 wurde 46 mal, die Note 4 wurde 62 mal erzielt. 34 Teilnehmerinnen haben die S.14017 Unser Bezirk Prüfung nicht bestanden, eine Teilnehmerin hat die Prüfung abgebrochen. Am wurden den Absolventinnen und Absolventen aus den Bezirken Nürnberg und Bamberg durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses I, RA Martin Rößler, im Rahmen einer feierlichen Abschlussfeier ihre Zeugnisse und Urkunden überreicht. Wir gratulieren den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unserem Bezirk und natürlich ihren Kolleginnen bzw. ihren Kollegen aus den Nachbarbezirken zu ihrem Erfolg. q Neues Vorstandsmitglieder für die Rechtsanwaltskammer Nürnberg Daniela Gunreben Rechtsanwältin Daniela Gunreben wurde 1966 in Köln geboren und wechselte nach dem Abitur in Königstein/ Ts. und dem Abschluss der Ausbildung zur Industriekauffrau in Oberursel zum Studium der Rechtswissenschaften an die Friedrich-Alexander-Universität nach Erlangen. Nach Abschluss der zweiten juristischen Staatsprüfung arbeitete sie als zugelassene Rechtsanwältin zunächst für die Kanzlei Schweizer & Schneider und wechselte 1998 zur internationalen Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner, wo sie die Leitung des Bereichs Arbeitsrecht übernahm. Im Jahr 2000 wurde ihr die Bezeichnung Fachanwalt für Arbeitsrecht verliehen. Im Jahr 2006 wurde sie zum Partner bei Rödl & Partner ernannt. Seit März 2012 ist sie zur Erweiterung des Arbeitsrechtsteams in der Insolvenzverwalterkanzlei Dr. Beck & Partner tätig und betreut für die Insolvenzverwalter der Kanzlei die Verfahren in allen personalrechtlichen Themen, insbesondere bei Verhandlungen von Interessenausgleich, Sozialplan und Unternehmensveräußerungen. Seit Beginn ihrer Tätigkeit ist Frau Kollegin Gunreben Mitglied im Erlanger Anwaltsverein e. V. Weiter ist sie Mitglied im Diskussionsforum Arbeitsrecht e. V., der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im DAV, des Verbandes deutscher ArbeitsrechtsAnwälte e. V. und des Arbeitsgerichtsverbandes e. V. und referiert zu arbeitsrechtlichen Themen u. a. auch für die RAK. Am wurde Frau Kollegin Daniela Gunreben in der Jahreshauptversammlung der Rechtsanwaltskammer Nürnberg zum Mitglied des Vorstands gewählt. Als Vertreterin des speziellen Fachgebiets Arbeitsrecht sowie des Exotengebiets der Insolvenz möchte sich Frau Gunreben für die Einbindung dieser Gebiete in die Entwicklungen im Anwaltsbereich innerhalb der RAK und der berufsständischen Rahmenbedingungen einsetzen. Außerdem liegt ihr die fachspezifische und allgemeine Ausbildung, Fortbildung und weitere Spezialisierung der Rechtsanwälte sowie der nichtanwaltlichen Kanzleimitarbeiter am Herzen. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund ihres klaren Bekenntnisses zum Anspruch an die Anwälte zu hoher anwaltlicher Qualität und Verantwortungsbewusstsein als Vertreter der Rechtspflege innerhalb unseres Rechtsstaates. q S.14118 Unser Bezirk Farbige Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse Teil 2 Zu früh gefreut! In den letzten Kammermitteilungen ( 3/2013, S. 88) hatten wir darüber berichtet, dass es in unserem Kammerbezirk keine Probleme mit schwarz-weißen Antragsformularen gäbe. Zwischenzeitlich wurde die Geschäftsstelle von verschiedenen Kanzleien darüber informiert, dass doch Rechtspflege an einigen Gerichten auf den farbigen Vordrucken bestehen. Das Amtsgericht Hersbruck akzeptiert schwarz-weiß ausgedruckte Anträge mit der Begründung nicht, dass es dem Willen des Gesetzgebers entspreche, dass Teilbereiche des Vordrucks grün umrandet bzw. hinterlegt sind. Diese Rechtsauffassung wird sich wohl nicht halten lassen. Inzwischen sind die ersten Beschlüsse der für die sofortigen Beschwerden zuständigen Landgerichte ergangen, die die Rechtsauffassung der Rechtspfleger nicht bestätigen. So führt beispielsweise das LG München, Beschl. v T Neue Fachanwälte FA für Bau- und Architektenrecht RA Andreas Hoffmann, Nürnberg FA für Handels- und Gesellschaftsrecht RAin Beate Plewa, Nürnberg FA für Miet- und Wohnungseigentumsrecht RAin Doris Ferner, Reichenschwand FA für Verkehrsrecht RA Albert Hiereth, Mainburg 6241/13 aus, dass es unschädlich sei, dass der Ausdruck des Vordruckes nicht farbig erfolgt sei. Ziel der Vorgabe verbindlich zu verwendender Formulare sei es, die Gerichtsvollzieher und die Vollstreckungsgerichte davon zu entlasten, die bislang von den Gläubigern verwendeten nach Aufbau und Umfang sehr unterschiedlich gestalteten Anträge zu erfassen. Diesem Zweck werde durch einen nicht farbigen Ausdruck des amtlichen Formulars Rechnung getragen. Soweit die Farbgestaltung im amtlichen Vordruck funktionalen Charakter habe, solle dies lediglich das Ausfüllen erleichtern. Mit einer ähnlichen Begründung hat auch das LG Dortmund, Beschl. v T 118/13 der sofortigen Beschwerde stattgegeben. Die Rechtspfleger beim Amtsgericht Regensburg verzichten zwar bislang auf Farbausdrucke. Dafür werden dort Antragsformulare nicht akzeptiert, wenn es sich um von Softwareanbietern nachgebaute Formulare handelt, die nicht exakt der optischen Gestaltung des amtlichen Vordrucks entsprechen (z. B. Layout der Seitenzahlen, Breite der Umrandung, Schriftart und -größe, Zeilenabstände). Sie hätten sich entschieden, eine Harte Linie im Hinblick auf die optische Form des Vordrucks zu vertreten. Bis Redaktionsschluss lag uns leider noch keine Entscheidung des LG Regensburg vor. In einem ähnlichen Fall hat das LG Kiel (Beschl. v T 16/13) jedoch entschieden, dass die Verschiebung von Seitenzahlen und die Veränderung der Proportionen des Antragsformulars nicht dazu führten, dass der Antrag zurückzuweisen wäre. Sollten uns weitere Entscheidungen aus unserem Bezirk erreichen, werden wir auf unserer Homepage darauf hinweisen. Hoffentlich hat der Spuk bald ein Ende! q pp Ehrung von Kanzleiangestellten 10-jähriges Jubiläum Nadine Ziegler Rechtsanwalt Kreißl Niederhofener Str Weißenburg 20-jähriges Jubiläum Lore Mümmler Beisse & Rath Partnerschaft von Rechtsanwälten Fürther Str Nürnberg Heike Gleixner Pecher & Dr. Neumann Rechtsanwälte Ludwig-Eckert-Str Regensburg S.14219 Personalien Zwischenprüfung 2013 Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung abzulegen. Sie findet in der Regel nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres statt, spätestens jedoch 18 Monate nach Beginn der Ausbildung. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung ( 8 Nr. 1 b PO). Auszubildende, die an der Abschlussprüfung 2014 I (Winterprüfung) oder 2014 II (Sommerprüfung) teilnehmen wollen und die Zwischenprüfung bislang noch nicht abgelegt haben, müssen daher zwingend teilnehmen. Die Zwischenprüfung findet am Freitag, den , von Uhr bis Uhr in den Berufsschulen Nürnberg und Regensburg statt. Eine Anmeldung zu dieser Prüfung über die Rechtsanwaltskammer Nürnberg ist nicht erforderlich. Die Auszubildenden werden gebeten, sich direkt in der Berufsschule einzufinden. Die Bekanntgabe der Zimmer-Nummern erfolgt durch die jeweiligen Berufsschulen. Folgende Fächer werden schriftlich anhand praxisbezogener Fälle und Aufgaben geprüft: 1. Recht 2. Büropraxis und -organisation 3. Wirtschafts- und Sozialkunde Die Prüfung dauert insgesamt höchstens 180 Minuten. Mitgliederentwicklung Mitgliederstand zum (einschließlich Rechtsbeistände): Aufnahmen (22) Erstzulassung (keine Kennzeichnung) Mitglied durch Kammerwechsel * Mitglied durch Wiederzulassung ** Böhm, Veronika (Obermichelbach) Brosch, Verena / LL.M. (Nürnberg) Cevc, Baltasar (Erlangen) * Fuchs, Florian (Nürnberg) Groß, Silvia (Amberg) * Hennig, Dagmar (Nürnberg) * Jörck, Thorsten (Nürnberg) * Kotzamanidis, Anastasios (Schwaig) * Kreißl, Andreas (Weißenburg) Kreißl, Michaela (Weißenburg) Kunze, Dr. Birgit (Regensburg) * Liscak, Suzane (Nürnberg) Müller, Michael (Sinzing) * Nedyalkova, Tanya (Fürth) * Renninger, Esther (Nürnberg) Rosbach, Oliver (Nürnberg) * Schäfer, Dr. Maximilian / LL.M. (Nürnberg) * Spannruft, Jacqueline (Lauf) * Steinkugler, Linus (Fürth) Vollmann, Martin (Nürnberg) Zech, Dr. Alexandra (Tuchenbach) * Zipprich, Eva (Nürnberg) Löschungen (18) An, Seong-Jun (Fürth) ^ Becker-Ebel, Hildegard (Stein) Böckl, Chantal (Nürnberg) ^ Deubelli, Sebastian (Regensburg) ^ Herr, Ryan (Kammerstein) ^^ Knollmeyer, Christine (Nürnberg) Kollmer, Dr. Gero (Regensburg) ^ Panhans, Nicole (Erlangen) ^ Peters, Uwe (Nürnberg) ^^ Preukschat, Christian (Marloffstein) ^ Schenkel, Eva-Maria (Nürnberg) ^ Schulz, Corinna (Uffenheim) ^ Seufert, Constanze (Burglengenfeld) Urlberger, Andrea (Nürnberg) ^ Werner, Andreas (Nürnberg) ^ Wölfel, Sabine (kanzleipflichtbefreit) Zeitträger, Markus (Eckental) Zierer, Andrea (Reichenbach) ^ ^^ Wechsel in anderen Kammerbezirk verstorben S.14320 Kanzleiforum Stellenmarkt Stellenangebote Rechtsanwälte/ Rechtsanwältinnen Peter Möller, Tel Wir suchen eine/n verkehrsrechtlich orientierte/n Kollegin/en für Kanzlei in Feuchtwangen. In einem 2-seitigen Artikel in der NJW Heft 19/2013, S. 12/13 finden Sie interessante Informationen über unsere Kanzlei. Bewerbungen richten Sie bitte an: Hr. Dr. Grüner Zur Verstärkung unserer Abteilung für M&A und (internationales) Gesellschaftsrecht suchen wir Rechtsanwälte (m/w) mit mehrjähriger Berufserfahrung. Wir setzen außergewöhnliche, durch zwei Prädikatsexamen nachgewiesene juristische Kenntnisse und ein in jeder Hinsicht überzeugendes Auftreten voraus. Hr. Dr. Grüner Zur Verstärkung unseres immobilienund baurechtlichen Teams suchen wir Rechtsanwälte (m/w) mit mehrjähriger Berufserfahrung. Wir setzen außergewöhnliche, durch zwei Prädikatsexamen nachgewiesene juristische Kenntnisse und ein in jeder Hinsicht überzeugendes Auftreten voraus. Arnd Bühner, Tel Kanzlei für Öffentliches Wirtschaftsrecht in Nbg. (www.buehner-rae.de) sucht engagierte(-n) Kollegen/Kollegin mit mind. drei Jahren Berufserfahrung. Wir beraten die Öffentliche Hand isb. im Vergabe- und Beihilfenrecht. 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Wenn Ihnen der Anwaltsberuf Berufung ist und Sie mit Leidenschaft bei der Sache sind, freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit den übl. Unterlagen. RAe Stühlein, Barthelmes & Kollegen Zur Verstärkung unserer zivil- und strafrechtlich ausgerichteten Kanzlei suchen wir insbesondere für die Gebiete Verkehrs- und Mietrecht eine/n sympathische/n, engagierte/n und kompetente/n Kollegen/in, bevorzugt mit Fachanwaltsbezeichnung. RAe Ederer und Partner, Regensburg Für unsere Standorte Regensburg und Straubing suchen wir ab sofort für die Referate Arbeits- und Allg. Zivilrecht engagierte und überdurchschnittlich qualifizierte Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen. Bewerbungen und weitere Info unter: de/karriere Susan Conradi, Tel Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort eine/n engagierte/n und qualifizierte/n RA/RAin. Ihre Bewerbung richten Sie bitte per Post an: Dr. Waldhorn & Partner Rechtsanwälte, Frau Susan Conradi, Kürschnerhof 4, Würzburg, oder per an: / Diskretion wird zugesichert. Linhardt. Rechtsanwälte, Nürnberg Zivil- und wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Kanzlei sucht schnellstmöglich zur Verstärkung ihres Teams eine/n Rechtsanwältin/Rechtsanwalt. Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an: Rechtsanwalt Zäh Wir suchen für unsere allgemeine Zivilrechtsabteilung eine/n Rechtsanwalt/in, gerne auch Berufseinsteiger zur Anstellung/freien Mitarbeit, evtl. auch promotionsbegleitend in Teilzeit. Bewerbungen ausschließlich per /Ansprechpartner: Rechtsanwalt Zäh S.144 Mehr anzeigen
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 Art. 12
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