Source: http://service-cct.ch/Contract.aspx?stellaNumber=590002&versionName=2
Timestamp: 2019-06-24 16:15:00+00:00

Document:
GAV Feldschlösschen Getränke AG und Supply Company AG - Service-CCT.ch
609 (davon 10 Frauen)
Firmenvertrag (Gilt für die Standorte Rheinfelden, Sion, Rhäzüns, Satigny, Givisiez, Sion, Visp, Bern, Gwatt/Thun, Biel, Härkingen, Dietikon, Bioley, Winterthur, Taverne, Landquart, Develier und Emmen der Feldschlösschen Supply Company AG, sowie die Abteilung Gastroservice der Feldschlösschen Getränke AG.)
Artikel 2.2; Anhang
Gilt für die Standorte Rheinfelden, Sion, Rhäzüns, Satigny, Givisiez, Sion, Visp, Bern, Gwatt/Thun, Biel, Härkingen, Dietikon, Bioley, Winterthur, Taverne, Landquart, Develier und Emmen der Feldschlösschen Supply Company AG, sowie die Abteilung Gastroservice der Feldschlösschen Getränke AG.
Gilt für Mitarbeitende des Betriebs- und Fahrpersonals mit befristetem und unbefristetem Vertrag, welche direkt von der Feldschlösschen Getränke AG bzw. der Feldschlösschen Supply Company AG angestellt werden; einschliesslich Teilzeitbeschäftigte mit mindestens der Hälfte der vollen Arbeitszeit. Nicht dem GAV unterstellt sind Lernende und übriges Personal.
GAV erneuert sich jeweils um ein weiteres Jahr, sofern er nicht 6 Monate vor Ablauf von einer der Vertragsparteien mit eingeschriebenem Brief gekündigt wird.
Die Arbeitnehmenden werden im Monatslohn entlöhnt. Sie haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit gemäss Art. 1.1 GAV. Die Einzelheiten sind in einem separaten Lohnreglement geregelt.
Gemäss separatem Lohnreglement
Lohnreglement
generelle Lohnerhöhung von CHF 35.-- für Einkommen bis CHF 5'000.-- bzw. CHF 25.-- für Einkommen zwischen CHF 5'001.-- und 5'500.--
Lohnsumme wird um 1% erhöht
Alljährlich auf den 1. Januar verhandeln die Vertragspartner über die Anpassung der Löhne. Die Verhandlungen werden unter Berücksichtigung folgender Grundlagen geführt: Allgemeine Wirtschaftslage, Arbeitsmarkt, Kaufkrafterhaltung der Löhne, sowie Geschäftsgang und -aussichten der Arbeitgeberin.
Artikel 21.1; Lohnverhandlungen 2017
13. Monatslohn, der in der Regel im November ausbezahlt wird
Als Überzeitarbeit gilt die von der Arbeitgeberin angeordnete Überschreitung der 45 Stunden-Woche. Sie ist nach Möglichkeit innerhalb der nächsten vier bis sechs Monate zu kompensieren, in Ausnahmefällen kann die Überzeit auch ausbezahlt werden. Die Zuschläge können sowohl als Zeit gutgeschrieben oder ausbezahlt werden. Bei Inventuren kann die Überzeit generell ausbezahlt werden.
Für Teilzeitpersonal gelten nur diejenigen Arbeitsstunden als Überzeit, welche die Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche überschreiten.
Lohnzuschlag von 25% für Überzeitarbeit
Artikel 15.4 und 23.1
regelmässige Nachtarbeit (25 Nächte pro Jahr und mehr) 23h00-06h00 resp. gemäss Art. 10 ArG Lohnzuschlag von 30% zuzüglich 10% Zeitkompensation
Samstagsarbeit 30%
Arbeit an Sonn- und Feiertagen 70%
Nachtarbeit 23h00-06h00 resp. gemäss Art. 10 ArG 30%
Lohnzuschlag von CHF 2.70 pro Stunde für Schichtarbeit am Tage von 06.00 Uhr bis 23.00 Uhr
41 Stundenwoche im Jahresschnitt
ab Eintritt 4 Wochen und 3 Tage
ab dem Kalenderjahr, in welchem das 45. Altersjahr, oder das 25. Dienstjahr vollendet wird 5 Wochen
für Arbeitnehmende unter 20 Jahren 5 Wochen
ab dem Kalenderjahr, in welchem das 60. Altersjahr vollendet wird 6 Wochen
Geburt (Vater) oder Adoption eines Kindes 3 Tage
Tod des Ehegatten oder des Lebenspartners, eigener Kinder, eines Elterteils 3 Tage
Tod von Familienangehörigen (Grosseltern, Enkel, Geschwister, Schwager, Schwägerin, Schwiegersohn und Schwiegertochter, sofern sie im gleichen Haushalt leben 2 Tage
Tod von Familienangehörigen (Grosseltern, Enkel, Geschwister, Schwager, Schwägerin, Schwiegersohn und Schwiegertochter 1 Tag
Tod von anderen Verwandten oder nahen Bekannten Teilnahme an Bestattung
Arbeitnehmende mit Familienpflichten gem. ArG Art. 36 3 Tage
Wohnungswechsel pro Jahr (gegen Vorweisung des Mietvertrages) 1 Tag
Militärische Rekrutierung mit EO-Karte maximal 3 Tage
Es gelten die am Ort der jeweiligen Betriebe durch die Arbeitgeberin bekannt gegebenen Feiertage.
Für die Teilnahme an Weiterbildungskursen, deren Sinn und Zweck von der Arbeitgeberin anerkannt werden, erhalten Vertrauensleute der Gewerkschaft Unia und Mitglieder der Betriebskommission bezahlten Bildungsurlaub von maximal fünf Arbeitstagen pro Jahr. Die Gesamtzahl der jährlichen Urlaubstage bestimmt sich für jeden Standort nach folgender Tabelle:
Zahl der Arbeitnehmer im GAV
1 bis 50 7 Tage
51 bis 100 12 Tage
101 bis 175 20 Tage
176 bis 250 25 Tage
251 und mehr 30 Tage
Lohnfortzahlung von 100% des Lohnes während maximal 720 Tagen, sofern das Arbeitsverhältnis wenigstens drei Monate gedauert hat.
- Lohnfortzahlung von 100% des Lohnes während 720 Tagen
- Nach den 720 Tagen richten sich die Leistungen nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG).
- Treten an die Stelle des Lohnes Lohnersatzleistungen, darf die Auszahlung bei Arbeitsverhinderung nicht grösser sein, als die Auszahlung bei Arbeitsleistung wäre. Dabei werden die bei Arbeitsleistung und Arbeitsverhinderung unterschiedlichen Abzüge berücksichtigt, besonders bei Arbeitsverhinderung entfallende Sozialversicherungsbeiträge.
- Die Arbeitgeberin übernimmt die Prämien für die Berufsunfallversicherung. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer trägt die Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung.
Artikel 24.1, 25.2 und 25.3
Voller Lohn während 14 Wochen, ab 6. Dienstjahr während 16 Wochen
Vaterschaftsurlaub oder bei Adoption eines Kindes: 3 Tage
Artikel 27.2 und 18.1
ohne Unterstützungspflicht
mit Unterstützungspflicht
WK und andere obligatorische Dienstleistungen 100% des Lohnes 100% des Lohnes
Rekrutenschule und Beförderungsdienste (Unteroffiziers-, Feldweibel-, Fourier-, Offiziersschule, Führungslehrgänge und technische Lehrgänge, einschliesslich Abverdienen) 75% des Lohnes 100% des Lohnes
Die Arbeitgeberin zieht den Arbeitnehmenden monatlich den Vertrags- und Berufsbeitrag von CHF 20.-- ab. Eine separate Vereinbarung regelt die Einzelheiten.
Die Arbeitgeberin schützt die persönliche Integrität der Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz und trifft Massnahmen, um Verletzung der Würde oder Benachteiligung etwa aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Staats- oder Religionszugehörigkeit oder des Alters zu verhindern.
Sie sorgt für ein Klima des persönlichen Respekts und Vertrauens, das Missbräuche, Diskriminierungen, Übergriffe und sexuelle Belästigungen verhindert.
Weiterbeschäftigung:
Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehre werden Lernende der Arbeitgeberin nach Möglichkeit weiterbeschäftigt.
Artikel 2.2, 10.2 und 17.3; OR Art. 329e
vom 10. Dienstjahr 3 Monate
Das Arbeitsverhältnis von Mitgliedern der Betriebskommission kann wegen Fehlverhaltens oder ungenügender Leistung nur nach einer schriftlichen Verwarnung gekündigt werden. Die Verwarnung enthält in jedem Fall eine individuelle Zielvereinbarung. Führt dies nicht zu einer festgelegten Verhaltens- oder Leistungsverbesserung, kann die Arbeitgeberin kündigen. Die Arbeitgeberin orientiert die Betriebskommissionspräsidentin bzw. den Betriebskommissionspräsidenten (oder das Vize-Präsidium) über diese schriftliche Verwarnung unter Angabe der Gründe. Diese/r kann im Namen der betroffenen Person dazu Stellung nehmen.
Feldschlösschen Getränke AG und Feldschlösschen Supply Company AG
Beide Betriebe zusammen wählen eine Betriebskommission. Als konsultatives Organ hat diese neben der Wahrung der Interessen der Arbeitnehmenden die gegenseitige Aussprache, das Vertrauen und das gute Einvernehmen zwischen der Betriebsleitung und den Arbeitnehmenden sowie auch unter der Belegschaft zu fördern.
Die Betriebskommission versucht, strittige Fragen betriebsinterner Natur zu lösen, falls direkte Besprechungen nicht zum Ziele führen.
Beide Betriebe zusammen wählen eine Betriebskommission. Als konsultatives Organ hat diese neben der Wahrung der Interessen der Arbeitnehmenden die gegenseitige Aussprache, das Vertrauen und das gute Einvernehmen zwischen der Betriebsleitung und den Arbeitnehmenden sowie auch unter der Belegschaft zu fördern. Die Betriebskommission versucht, strittige Fragen betriebsinterner Natur zu lösen, falls direkte Besprechungen nicht zum Ziele führen.
Betriebsschliessungen und wirtschaftliche Notlagen:
Für den Fall einer gänzlichen oder teilweisen Betriebsschliessung aus Gründen des wirtschaftlichen oder technischen Strukturwandels, welche die Entlassung aller oder einer grösseren Zahl von Arbeitnehmenden zur Folge hat, besteht eine spezielle Vereinbarung, die einen integrierenden Bestandteil dieses Gesamtarbeitsvertrags bildet.
Sofern es die wirtschaftlichen Verhältnisse oder die Ertragslage der Arbeitgeberin erfordern, verpflichten sich die Vertragsparteien, ohne Kündigung des Vertrags Verhandlungen über eine allfällige Anpassung aufzunehmen, sobald eine der Parteien hierfür ein schriftlich begründetes Gesuch stellt.
Direkte Verhandlungen / Miteinbezug der Arbeitgeberin
Arbeitgeberin und Arbeitnehmende bemühen sich, auftretende Meinungsverschiedenheiten durch direkte Verhandlungen innerhalb des Betriebes zu schlichten. Wenn auf diese Weise keine Verständigung erzielt werden kann, so verpflichten sich die Arbeitgeberin einerseits und die betroffenen Arbeitnehmenden sowie deren allfällige Vertretung andererseits, eine direkte Verständigung anzustreben.
Wenn über die Streitsache keine Einigung erzielt werden kann, muss die Angelegenheit den Vertragsparteien zur Kenntnis gebracht werden, die dieselbe, sollten auch sie keine Einigung erzielen können, dem vertraglichen Schiedsgericht gemäss Art. 7 zu überweisen haben.
Bei Rechtsstreitigkeiten ist die deutsche Version dieses Vertrages massgebend.
Artikel 6.2 und 8.1
Die Vertragsparteien unterstellen sich der absoluten Friedenspflicht. Sie verzichten auf die Anwendung von Kampfmitteln wie Streik, Aussperrung und Boykott und unterlassen jede Pressepolemik, die geeignet wäre, Konflikte heraufzubeschwören oder zu verschärfen. Nötigenfalls werden die Vertragsparteien ihren Einfluss ausüben und die statutarischen und gesetzlichen Möglichkeiten anwenden, um auch ihre Mitglieder am Ergreifen solcher Massnahmen zu hindern.
» GAV Feldschlösschen 2014 (706 KB, PDF)
» CCT GAV Feldschlösschen 2005 (66 KB, PDF)

References: Art. 1
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 36
 Art. 329
 Art. 7