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Timestamp: 2019-07-21 19:10:04+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung 2019 Vergabe der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Kernsanierung und Erweiterung des Rathauses in Siegburg Referenznummer der Bekanntmachung: ZV31F/2019 2019-07-09
Ausschreibungen Siegburg
Vergabe der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Kernsanierung und Erweiterung ...
Vergabe der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Kernsanierung und Erweiterung des Rathauses in Siegburg Referenznummer der Bekanntmachung: ZV31F/2019
Telefon: +49 2241-102492
Fax: +49 2241-102284
NUTS-Code: DEA2C
Hauptadresse: https://www.siegburg.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.vmp-rheinland.de/VMPSatellite/notice/CXS0YY0YYMC/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.vmp-rheinland.de/VMPSatellite/notice/CXS0YY0YYMC
Vergabe der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Kernsanierung und Erweiterung des Rathauses in Siegburg
Referenznummer der Bekanntmachung: ZV31F/2019
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
- der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung Leistungsphasen 1 bis 4 gem. § 55 HOAI,
- der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung Leistungsphasen 5 bis 9 gem. § 55 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG,
- Besondere Leistungen.
Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Zunächst sollen die Leistungsphasen 1 bis 4, optional können dann die Leistungsphasen 5 bis 9 zur Beauftragung kommen.
Zusätzlich werden Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen gemäß § 55 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG beauftragt.
Die besonderen Leistungen können sein:
- Mitwirkung der Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsprozesse.
Rathaus der Stadt Siegburg
Das Rathaus der Kreisstadt Siegburg am Nogenter Platz 10 soll eine umfassende Generalinstandsetzung mit Erweiterung erhalten. Bei der geplanten Baumaßnahme handelt es sich um einen Bestandsbau aus den 1960er Jahren mit 2 bis 5 Geschossen im Stadtzentrum der Stadt Siegburg.
Der Gebäudekomplex besteht aus 3 Bauteilen: BT I der Hochbautrakt, BT II der Saaltrakt und BT III der Verbindungstrakt. Der 5 geschossige BT I soll kernsaniert und um eine weitere Etage aufgestockt werden. Der 2 geschossige BT II soll kernsaniert und zusätzlich im Untergeschoss erweitert werden. Der 4 geschossige BT III bildet die bauliche Verbindung zur Nachbarbebauung und soll ebenfalls kernsaniert werden. Im Zuge der Sanierung soll die Liegenschaft jeweils abschnittsweise freigezogen werden. Die Maßnahmen sind so zu planen und umzusetzen, dass der Betrieb der übrigen Liegenschaft möglichst störungsfrei aufrechterhalten werden kann.
Im Rahmen des planerischen Gesamtkonzepts sollen bestimmte Bereiche wie z. B. Empfangsbereiche, Besprechungsräume, Teeküchen und Aufenthaltsbereiche neu strukturiert werden. Darüber hinaus soll die bestehende Grundrissstruktur für die Nutzung eines modernen Verwaltungs- und Bürogebäudes funktional aufgearbeitet und neu konzipiert werden. Hierbei ist die Einbeziehung des Urhebers zu beachten.
Die Nutzfläche BT I-III beträgt 6 000 m2, Bruttogrundfläche BT I-III ca. 9 750 m2. Die Kosten für KG 300 + 400 liegen geschätzt bei ca. 15 500 000,00 EUR brutto, entspricht ca. 13 025 000 EUR netto. Die Baukosten der Gesamtmaßnahme betragen voraussichtlich ca. 20,3 Mio. brutto, entspricht ca. 17,06 Mio. EUR netto (KGR 200-700).
Es soll vom Auftraggeber im Vorfeld eine eingehende Untersuchung möglicher schadstoffbelasteter Bereiche erfolgen. Ein Schadstoffkataster wird durch einen Gutachter erstellt. Die Schadstoffsanierung muss innerhalb der baulichen Umsetzung berücksichtigt werden.
Es wird vom Auftraggeber ein Change Manager für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit sowie den betroffenen Mitarbeitern des Rathauses während der Bauzeit beauftragt.
Deutlich geringere Betriebskosten sowie Nachhaltigkeit sind für den Auftraggeber wichtige Aspekte der Sanierung. Optional soll bei der Projektsteuerung eine Qualitätssicherung der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung beauftragt werden.
Die Kreisstadt Siegburg wird die Teilnahmeanträge einer Prüfung und Wertung unterziehen.
Dies erfolgt dabei anhand der folgenden Eignungskriterien und Wertungsmethoden.
Die Höchstpunktzahl von jeweils 400 Punkten für die 2 einzureichenden Referenzen ist erreichbar durch die Erfüllung folgender Kriterien bei beiden Referenzen:
- Sanierung im laufenden Betrieb,
- Büro- und Verwaltungsgebäude,
- über 8 000 m2 BGF (tatsächlich beplante Fläche),
- Baukosten nach DIN 276 (KGR 400 in EUR netto) über 4 Mio.EUR,
- Planung der Technischen Gebäudeausrüstung von 7 bis 8 Anlagengruppen,
- Öffentlicher Auftraggeber oder sonstiger öffentl. Auftraggeber i. S. d. § 99 GWB.
Die detaillierte Wertung der Referenzen ist aus dem beigefügten "Auswahlbogen" zu ersehen.
Optional können die Leistungsphasen 5 bis 9 zur Beauftragung kommen.
Der für diesen Auftrag vorgesehene Projektleiter muss über folgenden Abschluss verfügen: Dipl.-Ing. (FH/Uni) od. M. Sc./M. Eng. Versorgungstechnik, Haustechnik oder gleichwertig.
Zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber mit dem Teilnahmeantrag folgende Erklärungen bzw. Nachweise einzureichen:
Aktueller Nachweis (nicht älter als 12 Monate und noch gültig) der Berufshaftpflichtversicherung (mind. 2 Mio. EUR für Personenschäden, mind. 1,5 Mio. EUR für sonstige Schäden). Die schriftliche Bestätigung der Versicherung der Bewerber, die Berufshaftpflicht im Auftragsfall auf die geforderten Höhen anzuheben, ist als Nachweis ausreichend. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt.
Versicherungsnachweise bei Bietergemeinschaften müssen von jedem Mitglied einzeln und jeweils in voller Deckungshöhe nachgewiesen werden. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt, d. h. die Versicherung muss bestätigen, dass für den Fall, dass bei dem Bewerber mehrere Versicherungsfälle in einem Jahr eintreten (z. B. aus Verträgen mit anderen Auftraggebern), die Obergrenze für die Zahlungsverpflichtung der Versicherung bei mindestens dem Zweifachen der obenstehenden Versicherungssummen liegt.
Bankerklärung
Bescheinigung der Hausbank mit Hinweisen über die Geschäftsbeziehung und Angaben zur gegenwärtigen Finanz- und Liquiditätslage (nicht älter als 6 Monate)
Erklärung über den Umsatz des Bewerbers für den Leistungsbereich in Entsprechung der Technischen Gebäudeausrüstung nach § 55 HOAI in den letzten 3 Geschäftsjahren (je Jahr; 2016, 2017; 2018). Der durchschnittliche Jahresumsatz muss mindestens 400 000 EUR netto erreichen.
Sofern sich ein Bewerber bzw. eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens beruft, sind die vorgenannten Erklärungen auch für dieses Unternehmen abzugeben.
Bedient sich ein Bewerber bzw. eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Fähigkeiten anderer Unternehmen, ist mit einer Verpflichtungserklärung der Bewerbungsbedingungen zum Teilnahmewettbewerb nachzuweisen, dass ihm/ihr die für die Erfüllung des Auftrages erforderlichen Mittel auch jeweils zur Verfügung stehen.
Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber folgende Erklärungen bzw. Nachweise vorzulegen:
- Eigenerklärung über die Anzahl der Mitarbeiter (Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der vergangenen 3 Jahre).
Mindestanforderungen: 5 festangestellte, technische Mitarbeiter der TGA, davon mind. 3 Ingenieure und ggf. 2 Techniker.
Der für diesen Auftrag vorgesehene Projektleiter (Dipl.-Ing. (FH/Uni) od. M.Sc./M.Eng. Versorgungstechnik, Haustechnik oder gleichwertig) muss mindestens 10 Jahre Berufserfahrung aufweisen.
2 Referenzen für realisierte Projekte im Bereich Technische Gebäudeausstattung. Einzureichen sind dem hier zu vergebenden Auftrag nach Art und Umfang vergleichbare Referenzen mit Angaben zu Baumaßnahme, Gebäudetyp, Projektgröße BGF in m2 (tatsächlich beplante Fläche), Baukosten nach DIN 276 (KGR 400 in EUR netto), erbrachte Leistung, Auftraggeber.
Mindestanforderungen pro Referenz:
- der Auftrag muss innerhalb der letzten 10 Jahre fertiggestellt worden sein, nicht älter als bis zum Stichtag 1.1.2009,
- Sanierungsprojekt,
- vergleichbares Gebäude (kein Wohngebäude),
- über 3 500 m2 BGF (tatsächlich beplante Fläche),
- Baukosten nach DIN 276 (KGR 400 in EUR netto) 2 Mio. EUR,
- mindestens privatwirtschaftender Auftraggeber.
Die Kreisstadt Siegburg behält sich vor, die Angaben zu den erbrachten Leistungen vom jeweiligen Auftraggeber bestätigen zu lassen.
Die vorstehenden Erklärungen zur Eignung sind zwingend durch Verwendung der beigefügten Formblätter anzugeben (siehe Anlage Bewerberbogen). Die Referenzprojekte sind im Teilnahmeantrag in den dafür erstellten Vordrucken vorzustellen.
Zu den Einzelheiten der geforderten Angaben wird auf diese Formblätter sowie die nachfolgenden Erläuterungen unter Ziffer III der Bewerbungsbedingungen für den Teilnahmeantrag verwiesen.
Sofern sich ein Bewerber bzw. eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ganz oder teilweise auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens beruft, sind die vorgenannten Erklärungen von diesem Unternehmen abzugeben.
Bedient sich ein Bewerber bzw. eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der technischen und fachlichen Leistungsfähigkeit der Fähigkeiten anderer Unternehmen, ist mit einer Verpflichtungserklärung der Bewerbungsbedingungen für den Teilnahmeantrag nachzuweisen, dass ihm/ihr die für die Erfüllung des Auftrages erforderlichen Mittel auch jeweils zur Verfügung stehen.
Soweit vorliegend als Berufsqualifikation der Beruf des Ingenieurs gefordert wird, ist nach § 75 Abs. 2 VgV zugelassen, wer nach dem für die öffentliche Auftragsvergabe geltenden Landesrecht berechtigt ist, die entsprechende Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend tätig zu werden.
Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß § 75 Absatz 2 VgV benennen.
Im Auftragafall werden die Besonderen Vertragsbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Einhaltung des Tariftreue- u. Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (BVB Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen) Vertragsbestandteil.
Tag: 12/09/2019
Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag gem. § 17 Abs. 11 VgV auf der Grundlage des Erstangebotes zu erteilen.
Bewerber müssen eine Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB abgeben (ist Bestandteil der Vergabeunterlagen).
Bewerbergemeinschaften:
Die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft bestellen einen bevollmächtigten Vertreter. Sämtliche Mitglieder haften gesamtschuldernisch.
Form der Nachweise
Die geforderten Erklärungen und Nachweise sind in deutscher Sprache einzureichen. Bei fremdsprachigen Bescheinigungen ist eine Übersetzung in deutscher Sprache beizufügen.
Der Auftraggeber behält sich vor, Eigenerklärungen des Bewerbers durch entsprechende Bescheinigungen der zuständigen Stellen bestätigen zu lassen.
I) Präsentation des Angebots (85 %):
1) Fachliche Wert: 10 Punkte, Gewichtung 2,0-fach;
2) Qualität: 10 Punkte, Gewichtung: 3,0-fach;
3) Kommunikation und Verfügbarkeit: 10 Punkte, Gewichtung 2,0-fach;
4) Kapazitätenplanung: 10 Punkte, Gewichtung: 1,5-fach.
II) Angebotspreis: (15 %)
Für das günstigste Angebot werden 10 Punkte vergeben, 1 Punkt für das höchste, alle dazwischenliegenden Angebote werden interpoliert. Gewichtung: 1,5-fach.
Die detaillierte Wertung ist in den Vergabeunterlagen aufgeführt ("Auswahlbogen").
Bekanntmachungs-ID: CXS0YY0YYMC
Vergabekammer Rheinland c/o Bezirksregierung Köln
Telefon: +49 221147-3045
Internet-Adresse: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/vergabekammer/index.html
Nach § 160 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit:
Die Unwirksamkeit eines öffentlichen Auftrags nach § 135 Absatz 1 GWB kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

References: § 55
 § 55
 § 55
 § 99
 § 55
 § 75
 § 75
 § 17
 § 160
 § 135