Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:222883-2017:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-07-08 15:27:07+00:00

Document:
Lieferungen - 222883-2017 - TED Tenders Electronic Daily
Lieferungen - 222883-2017
13/06/2017 S111 Lieferungen - Auftragsbekanntmachung - Offenes Verfahren
2017/S 111-222883
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://prego-vergabeplattform.prhos.com/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-15c87d26bd6-2c5249a0746a06b4
Offizielle Bezeichnung: Abteilung FSFB, Frau Pfaff
Andere: öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten
Andere Tätigkeit: Einzug des Rundfunkbeitrags
KODAK Scanner.
Referenznummer der Bekanntmachung: BW 11/16
Unter der Bezeichnung „KODAK Scanner“ schreiben die Landesrundfunkanstalten der ArbeitsgemeinsUnter der Bezeichnung „KODAK Scanner“ schreiben die Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD), das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) und das Deutschlandradio, vertreten durch die Geschäftsführung des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio (nachfolgend „Beitragsservice“) auf der Grundlage des Vergaberechts für öffentliche Auftraggeber den Kauf und die Wartung von vier Farbscannern KODAK i5850 (inkl. En-hanced Printer Accessory) aus.
Ziel der Vergabemaßnahme der Abschluss eines Kauf- und Wartungsvertrags. Kauf- und Wartungsvertrag kommen mit Zuschlagserteilung zustande. Der Wartungsvertrag soll eine Festlaufzeit von 48 Monaten ab Abnahme haben und einseitig vom Beitragsservice zwei Mal im jeweils 1 Jahr verlängert werden können.
FSFB BW
Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio (im Folgenden Beitragsservice genannt) ist eine öffentlich-rechtliche, nicht rechtsfähige Gemeinschaftseinrichtung der in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, des ZDF und des Deutschlandradio zum Zwecke des Einzugs der Rundfunkbeiträge nach dem Rundfunkbeitragsstaatsvertrag.
Im Rahmen dieser Aufgabenstellung scannt der Beitragsservice jährlich
ca. 40 – 50 Mio. Seiten. Hierzu setzt der Beitragsservice derzeit folgende Hochleistungsscanner der Firma KODAK ein:
3 x KODAK i1860 (Farbscanner) produktiv im Einsatz
1 x KODAK i1860 (Farbscanner) als Backup und für die Entwicklung
Der Beitragsservice plant in diesem Jahr die vorhandenen vier KODAK i1860 Farbscanner durch vier Farbscanner KODAK i5850 (inkl. Enhanced Printer Accessory) zu ersetzen.
Die vier neuen Scanner KODAK i5850 sollen an das Capture-System Captiva Capture (Version 7.1) der Firma OpenText angebunden werden. Zum Scannen der Belege kommt das Modul ScanPlus – ebenfalls von OpenText – zum Einsatz. Mit Hilfe von Captiva Capture-Prozessen wird der Scanvorgang gesteuert und u. a. festgelegt, welche Images (schwarzweiß oder farbig und Blindfarbe) produziert werden sollen.
Die Images werden im Captiva Capture Prozess für die Datenextraktion und automatische Klassifikation der Belege verwendet, anschließend werden sie archiviert.
Ausgeschrieben sind Kauf und Wartung von vier Scannern KODAK i5850 (inkl. Enhanced Printer Accessory), bei denen es sich um für den deutschen Markt zugelassene Neugeräte handeln muss.
Zwei Optionen zur Verlängerung des Wartungsvertrags zu gleichen Konditionen um jeweils 1 Jahr.
Zum Nachweis ihrer Eignung haben die Bieter das nachfolgende Formblatt auszufüllen und die geforderten Eigenerklärungen abzugeben. Die Eigenerklärungen müssen den gegenwärtigen Tatsachen entsprechen. Sollten sich während des Verfahrens Änderungen an den vom Bieter erbrachten Eigenerklärungen ergeben, ist der Bieter verpflichtet, den Auftraggeber unverzüglich über die Änderungen zu informieren und gegebenenfalls aktualisierte Eigenerklärungen abzugeben. Der Auftraggeber ist verpflichtet, diese Änderungen bei der Prüfung der Eignung des Bieters zu berücksichtigen.
Zum Nachweis der Eignung ist bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft die Vorlage der verlangten Eigenerklärungen erforderlich. Im Hinblick auf die Fachkunde und die Leistungsfähigkeit genügt bei Bietergemeinschaften die Vorlage der Eigenerklärungen über die Fachkunde und Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitglieds der Bietergemeinschaft für die jeweilige von ihm zu erbringende Teilleistung. Alternativ können Bietergemeinschaften einheitliche Eigenerklärungen für die gesamte Bietergemeinschaft zum Nachweis von Fachkunde und Leistungsfähigkeit vorlegen. Eine Vorlage dieser Eigenerklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft ist daher nicht notwendig.
B. Unterauftragnehmer und Eignungsleihe (§ 47 VgV)
Bei Einsatz von Unterauftragnehmern ist die Vorlage der „Eigenerklärung für Unterauftragnehmer“ erforderlich, sofern und soweit beabsichtigt ist, wesentliche Teile der zu erbringenden Leistung (qualitative oder quantitative Leistungsteile) auf den/die Unterauftragnehmer zu übertragen.
Dies gilt nicht, wenn der Bieter beabsichtigt, den Hersteller als Subunternehmer einzusetzen.
Beabsichtigt der Bieter oder ein Mitglied einer Bietergemeinschaft, sich zum Nachweis seiner wirtschaftlichen und finanziellen sowie technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten Dritter (Unterauftragnehmer oder sonstige Dritte) zu berufen (sog. Eignungsleihe gemäß § 47 VgV), so muss er mit seinem Angebot den Nachweis der tatsächlichen Verfügbarkeit der Kapazitäten im Auftragsfall, beispielsweise durch Vorlage einer entsprechenden Verpflichtungserklärung des Dritten, erbringen. Die in der Auftragsbekanntmachung benannten Erklärungen zur Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen sowie technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit müssen für die Dritten insoweit vorgelegt werden, als sich ein Bieter oder Mitglied einer Bietergemeinschaft, zum Nachweis der Eignung auf diese Ressourcen des Dritten beruft.
Der Bieter/Unterauftragnehmer erklärt, dass
a) eine Person, deren Verhalten nach § 123 Absatz 3 GWB dem Unternehmen zuzurechnen ist, nicht wegen einer Straftat i.S.d. § 123 Absatz 1 GWB rechtskräftig verurteilt oder gegen das Unternehmen keine Geldbuße nach § 30 OWiG rechtskräftig festgesetzt worden ist; einer Verurteilung oder Festsetzung einer Geldbuße im Sinne des 1. Halbsatzes stehen eine Verurteilung oder die Festsetzung einer Geldbuße nach den vergleichbaren Vorschriften anderer Staaten gleich;
b) das Unternehmen seinen Verpflichtungen zur ordnungs- und fristgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Staats, in dem er ansässig ist, regelmäßig nachkommt und zukünftig ordnungsgemäß nachkommen wird und zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Eigenerklärung keine fälligen Rückstände bestehen;
c) das Unternehmen bei der Ausführung öffentlicher Aufträge nicht gegen geltende umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen verstoßen hat;
d) das Unternehmen nicht zahlungsunfähig ist, über das Vermögen des Unternehmens kein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares Verfahren beantragt oder eröffnet worden ist, die Eröffnung eines solchen Verfahrens nicht mangels Masse abgelehnt worden ist und sich das Unternehmen nicht im Verfahren der Liquidation befindet oder seine Tätigkeit eingestellt hat;
(Alternativ: Vorlage zusätzlicher aktueller Nachweise, die seine wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit belegen.)
e) das Unternehmen oder eine Person, deren Verhalten dem Unternehmen zuzurechnen ist, im Rahmen der beruflichen Tätigkeit keine schwere Verfehlung begangen hat, durch die die Integrität des Unternehmens in Frage gestellt wird;
f) das Unternehmen keine Vereinbarungen mit anderen Unternehmen getroffen hat, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken;
g) keine Umstände vorliegen, die einen Interessenskonflikt bei der Durchführung des Vergabeverfahrens begründen könnten, der die Unparteilichkeit und Unabhängigkeit des öffentlichen Auftraggebers bzw. für den öffentlichen Auftraggeber tätige Personen zu beeinträchtigen vermag;
h) trotz einer etwaigen Einbeziehung des Unternehmens bereits in die Vorbereitung des Vergabeverfahrens keine Wettbewerbsverzerrung eingetreten ist;
i) das Unternehmen bei der Ausführung eines früheren öffentlichen Auftrages die wesentlichen Anforderungen des öffentlichen Auftrages stets ordnungsgemäß und fristgerecht erbracht hat;
j) der Bieter im vorliegenden Vergabeverfahren keine unzutreffenden Erklärungen auch in Bezug auf seine Fachkunde und Leistungsfähigkeit abgegeben hat und in der Lage ist, die geforderten Nachweise – soweit erforderlich – zu übermitteln;
k) das Unternehmen er in das Berufs- oder Handelsregister eingetragen ist, sofern dies gesetzlich in dem Staat, in dem er ansässig ist, vorgeschrieben ist bzw. dass eine Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister nach den jeweiligen für den Bieter einschlägigen gesetzlichen Regelungen nicht vorgeschrieben ist;
l) das Unternehmen weder versucht hat, die Entscheidungsfindung des öffentlichen Auftraggebers in unzulässiger Weise zu beeinflussen, vertrauliche Informationen zu erhalten, durch die es unzulässige Vorteile beim Vergabeverfahren erlangen könnte, noch fahrlässig oder vorsätzlich irreführende Informationen übermittelt hat oder versucht hat, zu übermitteln, die die Vergabeentscheidung des öffentlichen Auftraggebers erheblich beeinflussen könnten
m) das Unternehmen insbesondere seinen Verpflichtungen zur Zahlung des Mindestlohns nach dem MiLoG und zur Gewährung von Arbeitsbedingungen nach dem AEntG erfüllt und nicht gegen das SchwarzArbG verstößt oder verstoßen hat und die Voraussetzungen von § 19 MiLoG, § 21 AEntG bzw. § 21 SchwarzArbG nicht vorliegen, d.h. er nicht wegen eines Verstoßes nach § 21 MiLoG, § 23 AEntG bzw. § 8 ff. SchwarzArbG mit einer Geldbuße von wenigstens 2500 Euro belegt worden ist;
Der Bieter/Unterauftragnehmer erklärt, dass der Bieter/Unterauftragnehmer entweder einen qualifizierten Techniker für die Wartung einsetzt oder die ausgeschriebene Wartungsleistung im Zuschlagsfall vom Hersteller erbringen lässt. (Definition „ Qualifizierter Techniker“ in den Vergabeunterlagen ersichtlich.).
Der Beitragsservice nutzt für die Durchführung seiner Vergabeverfahren eine Vergabesoftware. Es besteht die Möglichkeit, die Vergabeunterlagen ohne vorherige Registrierung von der Vergabeplattform (https://prego-vergabeplattform.prhos.com) abzurufen.
Es ist zwingend erforderlich, dass jeder Bieter, der am Vergabeverfahren teilnehmen möchte, sich über die Vergabeplattform registriert und die dort bereitgestellte kostenfreie Bietercockpit-Software herunterlädt. Anderenfalls ist eine elektronische Kommunikation mit dem Auftraggeber über die Vergabesoftware im laufenden Vergabeverfahren nicht möglich.
Sofern und soweit der Abruf durch ein anderes Unternehmen aus einer einheitlichen Unternehmensgruppeerfolgt, müssen die Vergabeunterlagen vor Ablauf der Abgabefrist zwingend nochmals von dem Unternehmen abgerufen werden, in dessen Namen das Angebot abgegeben werden soll. Andernfalls ist eine Kommunikation mit diesem Bieter über die Vergabesoftware ebenfalls nicht möglich.
Um sicherzustellen, dass der vom Bieter im Angebot angegebene bevollmächtigte Vertreter sämtliche Schreiben in diesem Vergabeverfahren erhält, ist es zudem zwingend notwendig, dass der bevollmächtigte Vertreter mit seiner E-Mail-Adresse als (weiterer) Mitarbeiter und neben dem Bearbeiter im registrierten Benutzerkonto des Bieters im Bietercockpit freigeschaltet ist.
Das Angebot muss schriftlich und in allen Teilen in deutscher Sprache erstellt sein. Dokumenten, die in anderen Sprachen erstellt sind, ist eine deutsche Übersetzung beizufügen. Das Angebot ist in dreifacher Ausfertigung(1 Original und 2 Kopien) in einer Sendung in einem verschlossenen Umschlag/Paket einzureichen. Dieser Umschlag/dieses Paket ist von außen gut sichtbar mit folgendem Hinweis zu versehen:
„Nicht öffnen – Angebot zum Offenen Verfahren BW 11/16 KODAK Scanner“.
Das Angebot kann entweder per Post an folgende Anschrift:
ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, Abteilung FSFB, Frau Pfaff, Freimersdorfer Weg 6, 50829 Köln-Bocklemünd, geschickt oder persönlich beim Empfang des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio während der üblichen Geschäftszeiten im Gebäude des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf dem Gelände in Köln-Bocklemünd (nicht beim „Schrankenhäuschen“) abgegeben werden.
Bieter haben etwaige Rückfragen zum Angebot /zu den Vergabeunterlagen unverzüglich und rechtzeitig im Sinne des § 20 Abs. 3 VgV über das Bietercockpit der Vergabesoftware zu stellen. Das heißt, der Beitragsservice muss in der Lage sein, die Antworten auf die Fragen spätestens 6 Tage vor Ablauf der Abgabefrist allen Bietern zur Verfügung zu stellen. Der Beitragsservice weist ausdrücklich darauf hin, dass Auskünfte grundsätzlich nur über die Vergabesoftware erteilt werden. Telefonische Auskünfte werden den Bietern nicht erteilt.
Die Vergabestelle wird den Bietern rechtzeitig angeforderte, sachdienliche Auskünfte in schriftlicher Form über das Bietercockpit der Vergabesoftware erteilen, wenn und soweit aus der Fragestellung eine Relevanz für die Erstellung der Angebote ersichtlich ist. Solche Auskünfte werden grundsätzlich in anonymisierter Form allen Bietern gleichzeitig mitgeteilt.
Nicht registrierte Bieter können diese Auskünfte zwar grundsätzlich über die Vergabeplattform einsehen, sie erhalten aber mangels Registrierung keine automatische Benachrichtigung bei Vorliegen neuer Informationen zum Vergabeverfahren (bspw. Vorliegen von Antworten auf Bieterfragen).

References: § 47
 § 123
 § 123
 § 30
 § 19
 § 21
 § 21
 § 21
 § 23
 § 8
 § 20