Source: https://www.paychex.de/news-liste/07-01-Jahreswechsel.html
Timestamp: 2017-10-21 06:50:25+00:00

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Lohnabrechnung 2007 Änderungen | Paychex
Die im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigende Vorsorgepauschale ist entsprechend den Regelungen des Alterseinkünftegesetzes für 2007 angepasst worden. Außerdem wird ein Zuschlag von 3 % auf die Einkommensteuer ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 € (Einzelveranlagung) bzw. 500.000 € (Zusammenveranlagung) für das diese Werte übersteigende Einkommen erhoben. Dadurch gelten seit 1.1.2007 neue Abzugsbeträge für Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Der Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag werden – abhängig vom Zeitpunkt des Rentenbeginns – jährlich abgeschmolzen. Liegt der Versorgungsbeginn im Kalenderjahr 2007, so gilt für den Versorgungsfreibetrag ein Prozentsatz von 36,8 % der Bezüge, ein Höchstbetrag von 2.760 € und ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in Höhe von 828 €. Der nach dem Prozentsatz ermittelte Betrag gilt für die gesamte Dauer der Rentenzahlung.
Mit dem Übergang zur Gleichbesteuerung von Rentnern und Beziehern von Versorgungsbezügen erfolgt zeitgleich der Abbau des Altersentlastungsbetrags. Für jeden Anspruchsberechtigten wird der anzuwendende Prozentsatz und der dazugehörige Höchstbetrag, der sich für das auf die Vollendung des 64. Lebensjahres folgende Jahr bestimmt, zeitlebens berücksichtigt. Für Arbeitnehmer, die im Kalenderjahr 2006 das 64. Lebensjahr vollendet haben, gilt ab 2007 für den Altersentlastungsbetrag ein Prozentsatz von 36,8 % des Arbeitslohns und ein dazugehöriger Höchstbetrag von 1.748 €.
Steuerfreie Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung
Beiträge zu Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds sind bis zu 4 % der RV-Beitragsbemessungsgrenze (West) steuerfrei (und sozialversicherungsfrei). Im Jahr 2007 gilt weiterhin ein steuerfreier Höchstbetrag von 2.520 €. Dieser Betrag erhöht sich um 1.800 € für Versorgungszusagen, die nach dem 31.12.2004 erteilt wurden, sofern keine weiterhin pauschal besteuerte Altzusage besteht. Der erhöhte Freibetrag von 1.800 € ist sozialversicherungspflichtig.
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind ab 1.1.2007 nicht mehr als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 2 neu, § 4 Abs. 5a EStG). Zur Abgeltung erhöhter Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte wird ab dem 21. Entfernungskilometer eine Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 € für jeden vollen Entfernungskilometer wie Werbungskosten berücksichtigt. Die Aufwendungen können jährlich höchstens mit 4.500 € angesetzt werden. Ein höherer Betrag als 4.500 € ist nur zulässig, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassen Kraftwagen benutzt. Damit können tatsächlich höhere Kosten für öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr in Ansatz gebracht werden. Durch die Entfernungspauschalen sind sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte veranlasst sind. Das gilt insbesondere für Unfallkosten, die bisher zusätzlich als außergewöhnliche Kosten berücksichtigt werden konnten.
Nach § 40 Abs. 2 EStG können Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit einem Pauschsteuersatz von 15 % besteuert werden, höchstens jedoch die nach § 9 Abs. 2 EStG wie Werbungskosten abziehbaren Beträge. Das betrifft: - den Sachbezugswert der unentgeltlich oder verbilligten Überlassung eines Firmenwagens für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, - die als Aufwendungsersatz gezahlten Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Diese pauschalbesteuerten Arbeitgeberleistungen sind nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 SvEV sozialversicherungsfrei.
Durch einen neu eingefügten § 37b EStG kann die Einkommensteuer für alle betrieblich veranlassten Geschenke eines Wirtschaftsjahres (bis zu 10.000 € je Empfänger), die nicht in Geld bestehen, mit einem Pauschsteuersatz von 30 % erhoben werden. Der Zuwendende übernimmt die Pauschalsteuer und unterrichtet den Zuwendungsempfänger darüber. Dadurch wird die steuerliche Erfassung des geldwerten Vorteils beim Zuwendungsempfänger abgegolten. Die Pauschalierung bei Sachzuwendungen kann unabhängig von der Rechtsform von allen Steuerpflichtigen angewendet werden (natürliche Personen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften), auch dann, wenn die Aufwendungen beim Zuwendenden ganz oder teilweise unter das Abzugsverbot des § 160 AO fallen. Gelten bereits vereinfachende gesetzliche Bewertungsregelungen für den Sachbezug, ist keine Pauschalierung nach § 37b EStG vorzunehmen.
Gesonderte Anmeldung der pauschalen Lohnsteuer und der pauschalen Kirchensteuer
Die Summe der mit festen oder besonderen Pauschsteuersätzen erhobenen Lohnsteuer nach den §§ 40 bis 40b EStG und die pauschale Einkommensteuer nach §§ 37a und 37b EStG ist in der Lohnsteuer-Anmeldung gesondert auszuweisen. Nicht einzubeziehen ist die an die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See abzuführende 2 %-ige Pauschsteuer für geringfügig Beschäftigte. Die Summe der im vereinfachten Verfahren erhobenen pauschalen Kirchensteuer ist ebenfalls gesondert in der Lohnsteuer-Anmeldung einzutragen. Die Aufteilung der pauschalen Kirchensteuer auf die erhebungsberechtigten Religionsgemeinschaften wird ab 2007 von der Finanzverwaltung übernommen.
42.750,00 €/Jahr 63.000,00 €/Jahr 42.750,00 €/Jahr 54.600,00 €/Jahr
3.562,50 €/Monat 5.250,00 €/Monat 3.562,50 €/Monat 4.550,00 €/Monat
118,75 €/Tag 175,00 €/Tag 118,75 €/Tag 151,67 €/Tag
(1.1.2006),
zusätzlicher Beitragssatz 0,9 % RV: 19,9 %, AV: 4,2 %,
2.450,00 € (West) / 2.100,00 € (Ost)
Faktor F = 0,7673
Für die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze ausschlaggebend. Sie beträgt für das Jahr 2007 47.700 €. Für Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 krankenversicherungsfrei oder privat krankenversichert waren, beträgt die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 42.750 €.
Geänderte Voraussetzungen für KV-Pflicht bzw. KV-Freiheit von Arbeitnehmern ab 2007
Nach dem Gesetzentwurf zum GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz endet für Arbeitnehmer die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung erst dann, wenn das Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren überschritten hat. Das gilt nicht, wenn das Entgelt die für das nächste (= vierte) Kalenderjahr geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt (Neuregelung § 6 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 4 SGB V). Bei der Prüfung von Krankenversicherungspflicht/-freiheit der Beschäftigten zum Jahreswechsel 2006/2007 ist noch die bisherige gesetzliche Regelung zugrunde zu legen. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wird voraussichtlich im Februar 2007 verabschiedet. Die Neuregelung zur Versicherungspflicht soll dann rückwirkend in Kraft treten.
West 198,00 €/Monat
Ost 192,06 €/Monat
Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Lohn- und Gehaltsabrechnung – was ändert sich in 2007?" zum Download als pdf-Datei.

References: § 4
 § 40
 § 9
 § 1
 § 37
 § 160
 § 37
 § 6