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Timestamp: 2020-08-08 21:40:25+00:00

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BGH, 22.05.1985 - IV a ZR 190/83 - Urteil - EversOK
BGH, Urteil, 22.05.1985 - IV a ZR 190/83 - EversOK
AA des HV476
Darlegungs- und Beweislast367
Buchauszug311
AA des VH160
Begriff155
§ 242 BGB794
§ 87 c Abs. 2 HGB563
§ 89 a HGB468
BGH1598
BAG608
OLG Düsseldorf352
OLG München320
OLG Köln283
Juris4410
Wolters Kluwer3082
EversOK1312
openJur1302
EversOK*1298
prinz.law1089
Judicialis1010
IWW895
Lexetius558
NRWE510
Urteil7821
Beschluss1076
Verfügung15
BGHZ 94, 356; NJW 85, 2595; VersR 85, 930; LM Nr. 1 zu § 48 VVG; LM Nr 93 zu § 652 BGB; Griess/Zinnert, Der Versicherungsmakler, 3.A., S. 642; VerBAV 85, 356; r+s 85, 206; Information StW 85, 426; MDR 85, 916; ZfS 85, 365; (L1); Juris; BeckRS 9998, 100823; Wolters Kluwer; IWW; prinz.law
§§ 48 ff. VVG; § 282 ZPO; § 652 BGB; § 675 BGB; § 276 BGB; § 278 BGB; § 254 BGB; § 242 BGB; § 287 Abs. 1 ZPO
- Victoria 1 -; Sachwalter; Sachwalterurteil; Sachwalterentscheidung; VMV; Begriff Versicherungsvermittler; Sachwalterhaftung des VM; Beweislastumkehr; Umkehr der Beweislast; tatsächliche Vermutung für ratskonformes Verhalten; Haftung des VM; Mitverschulden des VN; Beratungspflicht des VM; Grenzen der Interessenwahrnehmungspflicht des VM; keine Pflicht zur Antragsrücknahme zu raten, um die Ablehnung nicht zu offenbaren; Tippgeber
Vorinstanzen OLG Düsseldorf, 05.08.1983 - 7 U 122/82 -; LG Duisburg 05.03.1982 - 10 O 36/81 -;
Zu der Entscheidung vgl. auch die Beiträge von Kutz, ZfV 91, 34; o.Verf., VW 91, 1541; Werber, VersR 96, 917; Müller-Stein, VW 96, 1062; o. Verf., ZfV 96, 674; Spatz, VW 97, 1394; Fenyves, Die Haftung des Versicherungsmaklers nach österreichischem Recht, in Fenyves/Korban, Die Haftung des Versicherungsmaklers 1993, S. 1, 14 ff.; Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A., S. 43 ff.; Platzen, Zivilrechtliche Haftung bei Informationsverschulden in der Versicherungsvermittlung 2014, S. 148 ff.; Erdmann, ZfV 8/20, 242 ff.; vgl. ferner die Entscheidungen BGH, 11.11.1987 - IVa ZR 143/86 - Juris; LG Wuppertal, 22.06.1990 - 10 S 181/90 - VersR 91, 94 = ZfS 91, 96; OLG Stuttgart, 28.12.1990 - 2 U 121/90 -; OLG Düsseldorf, 10.11.1995 - 7 U 81/94 -; OLG Hamm, 11.05.1995 - 18 U 57/94 -; OLG Schleswig, 16.07.1999 - 6 U 28/99 -;
Der im Streitfall als VM behandelte Versicherungsvermittler war in Wahrheit echter Mehrfachagent (vgl. dazu Werber, VW 88, 1159, 1162; VersR 92, 917 ff.; vgl. auch WVK 12/98, 4; Baumann, Die Courtage des Versicherungsmaklers 1996, S. 23). Er wurde bei der Eindeckung des fraglichen Risikos für die Victoria tätig. Vermögensschadenhaftpflichtversicherer des Mehrfachgeneralagenten war die Albingia.
zur haftungsrechtlichen Behandlung des VV vgl. OLG Düsseldorf, 06.06.1997;
zur Möglichkeit der Haftungsbeschränkung vgl. Werber, VersR 10, 253 ff.; ders., VersR 96, 917; Müller-Stein, VW 96, 1062; Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A., S. 184 ff.;
allgemein zu den Pflichten und der Haftung des VM vgl. Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A.;
zum Einfluss der Deregulierung der Versicherungsmärkte auf die Haftung des VM vgl. Benkel/Reusch, VersR 92, 1302;
zur Erfüllungshaftung des VU für seine VV vgl. Reichert-Facilides, VersR 77, 208;
zu LS 1 vgl. OLG Frankfurt/Main, 13.12.2007 LS 6 - Krankenversicherung 2 -; LG Offenbach, 20.04.2004 LS 4 - Atlanticlux 12 -;
- zur Rechtfertigung der Unterscheidung zwischen Courtageanspruch des VM und Provisionsanspruch des VV - vgl. LG Berlin, 05.03.1997 LS 13;
zu LS 4 vgl. OLG Koblenz, 19.12.2018 LS 10; OLG Frankfurt/Main, 27.06.2019 LS 2; OLG Karlsruhe, 13.06.2018 LS 24 - MLP 34 -; OLG Saarbrücken, 03.03.2004 LS 2; LG Hamburg, 30.04.2010 LS 2 - Tchibo -; LG Erfurt, 24.10.2013 LS 1; 16.05.2013 LS 1; LG Wiesbaden, 14.05.2008 LS 5 - Penny -; VG Stuttgart, 30.04.1993 LS 12; Landmann/Rohmer/Schönleiter, GewO, § 34 d Rzz. 39 ff.; BeckOK-GewO/Will, § 34 d GewO Rz. 24a; Erbs/Kohlhaas/Ambs, Strafrechtliche Nebengesetze, § 34 d GewO Rz. 6; Prölss/Martin/Dörner, VVG, 30.A., § 34 d GewO Rz. 3; Tettinger/Wank/Ennuschat-Ennuschat, GewO, 8.A., § 34 d Rz. 23; MünchKommVVG/Reiff, 2.A., § 59 Rz. 3 f.; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Vor §§ 43-48 Anm. 10, 11; Möller, Recht und Wirklichkeit der Versicherungsvermittlung 1944, S. 19; Trinkhaus, HdB der Versicherungsvermittlung 1955, S. 15 f.; Baumann, Versicherungsvermittlung durch Versicherungsmakler 1998, S. 7; Müller-Stein, Das Recht der Versicherungsvermittlung, 3.A., S. 9/637; Dreyer/Haaskamp, ZVertriebsR 19, 92, 94 a.E.; Adjemian/Dening/Klopp/Kürn/Moraht/Neuhäuser, GewArch 09, 137, 138; abweichend hiervon definiert Gauer, als Versicherungsvermittler denjenigen, der VN für die von den Versicherern bereit gehaltenen Versicherungszweige und -arten gewinnt (Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft, S. 14); vgl. auch BGH, 19.09.2001 LS 6.
4.1 Mit der Vorschrift des § 34 d GewO hat der deutsche Gesetzgeber den Begriff des Versicherungsvermittlers legal definiert. Versicherungsvermittler ist nach dieser Legaldefinition, wer gewerbsmäßig als VM oder VV den Abschluss von Versicherungsverträgen vermitteln will. Auch der Begriff des VV ist gesetzlich neu definiert worden. Nach § 59 Abs. 2 VVG 2008 ist VV, wer von einem Versicherer oder einem VV damit betraut ist, gewerbsmäßig Versicherungsverträge zu vermitteln oder abzuschließen. Der Begriff VM wird mit der Vorschrift des § 59 Abs. 3 VVG 2008 definiert. Danach ist VM eine Person, die gewerbsmäßig für den Auftraggeber die Vermittlung oder den Abschluss von Versicherungsverträgen übernimmt, ohne von einem Versicherer oder von einem VV damit betraut zu sein. Gemeinsamer Nenner der Definition des VV und des VM ist eine Tätigkeit, die darauf zielt, Versicherungen abzuschließen oder zu vermitteln. Ausweislich der Begründung zur Vorschrift des § 34 d GewO hat der Gesetzgeber der Legaldefinition aber die auf Möller (Recht und Wirklichkeit der Versicherungsvermittlung 1944, S. 19) zurückgehende Definition des Begriffs Versicherungsvermittlers als einer Person zugrunde gelegt, die kraft rechtsgeschäftlicher Geschäftsbesorgungsmacht für einen anderen Versicherungsschutz ganz oder teilweise beschafft, ausgestaltet und abwickelt, ohne selbst VN oder VU zu sein (BT-Drs. XVI/1935, S. 18).
4.2 Erforderlich für die Annahme einer Tätigkeit als Versicherungsvermittler ist in jedem Fall eine Tätigkeit, die auf den Abschluss eines Versicherungsvertrages zielt (Reiff, Versicherungsvermittlerrecht im Umbruch, S. 24, 27; Gamm/Sohn, Versicherungsvermittlerrecht, S. 20f.; vgl. auch BGH, 19.05.1982 LS 2 m.w.N.; 02.06.1976 LS 2 m.w.N.). Daran fehlt es, wenn eine Person nur als Tippgeber fungiert, weil es sich insoweit lediglich um vorbereitende Handlungen handelt, die nicht auf eine auf den Abschluss einer Versicherung gerichtete Willenserklärung abzielen (LG Wiesbaden, 14.05.2008 LS 7 - Penny -; Gamm/Sohn, Versicherungsvermittlerrecht, S. 20f.). Der Begriff des Tippgebers ist nicht legaldefiniert, aber anerkannt (BGH, 28.11.2013 LS 14 - Tchibo -; BT-Drs. XVI/1935, S. 17; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598). Daran haben auch die RiLi 2016/97/EU (IDD) und das Gesetz zur Umsetzung derselben nichts geändert (Goretzky, VersR 18, 1, 3). Die BaFin hat Leitlinien zur Zusammenarbeit von Versicherern mit Tippgebern herausgegeben (RS 10/2014 (VA) v. 23.12.2014). Die vielfältigen Vertriebsformen lassen eine pauschale Einteilung in erlaubnisfreie Tippgeberleistung oder regulierte Vermittlung kaum zu, weshalb die Praxis zur Abgrenzung des Tippgebers vom Versicherungsvermittler auf eine Einzelfallbetrachtung angewiesen ist (Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598). Wegen der vielfältigen Möglichkeiten, Tippgeberleistungen zu entfalten, insbesondere über das Internet, ist die Praxis daher stets auf eine Einzelfallbetrachtung angewiesen (Schönleiter/Sprafke, GewArch 10, 294, 297; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598; Notthoff, r+s 18, 523, 525; Beckmann/Matusche-Beckmann/Dörner, Versicherungsrechts-Handbuch, 3.A., § 9 Rz. 77). Entscheidend für die Annahme, ob eine Tätigkeit als Versicherungsvermittler vorliegt, ist das objektive Erscheinungsbild der Tätigkeit (Notthoff, r+s 18, 523, 525). Unter Tippgebern sind zum einen Kontaktgeber zu verstehen, die einen Kontakt zu dem Kunden herstellen oder pflegen (so genannte Kontaktgeber, vgl. dazu BGH, 28.11.2013 LS 14 - Tchibo -; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598). Ferner sind darunter so genannte Namhaftmacher zu fassen. Dies sind Personen, die einem Dritten die Gelegenheit zum Abschluss von Versicherungen namhaft machen (BGH, 28.11.2013 LS 14 - Tchibo -; Reiff, Beratungspflichten und Beratungshaftung des Versicherungsvermittlers, in IVR (Hrsg.), Düsseldorfer Vorträge zum Versicherungsrecht 2009, S. 1, 13; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598). Die Tätigkeit der Tippgeber ist also der Sache nach eine reine Nachweistätigkeit. Sie ist darauf beschränkt, Möglichkeiten zum Abschluss von Versicherungsverträgen nachzuweisen oder Kontakte hierfür herzustellen (vgl. BGH, 28.11.2013 LS 14 - Tchibo -). Eine solche Nachweistätigkeit wird nicht vom Regelungsbereich des § 34 d GewO erfasst (vgl. Begründung zum Entwurf des Gesetzes zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts, BT-Drs. XVI/1935, S. 17f.). Die Nachweistätigkeit bleibt auch hinter den Anforderungen an eine Vermittlungstätigkeit i.S. des § 84 Abs. 1 HGB zurück (vgl. dazu LAG Hamm, 02.12.1958 LS 1 m.w.N. sowie die Anm. 11.2 zu LG Stuttgart, 15.05.1981 - Mercedes Benz 1 -); es handelt sich um eine für den Begriff des HV nicht wesentliche bloße Kontaktpflege (BGH, 19.05.1982 LS 3 m.w.N.). Es fehlt ihr die Einwirkung auf die Willensbildung zur Abgabe einer Vertragserklärung (Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 598), die wiederum für die Vermittlungsleistung kennzeichnend ist (BGH, 19.05.1982 LS 2 m.w.N). Versicherungsvermittlung liegt stets dann nicht vor, wenn die Tätigkeit sich darin erschöpft, den Kontakt zwischen dem Versicherungsinteressenten und dem VU oder dem Versicherungsvermittler herzustellen (BGH, 19.05.1982 LS 2), ohne dass sich das Interesse schon auf einen konkreten Bedarf des Interessenten, nicht etwa ein bestimmtes Produkt (a.A. Reiff, Beratungspflichten und Beratungshaftung des Versicherungsvermittlers, in IVR (Hrsg.), Düsseldorfer Vorträge zum Versicherungsrecht 2009, S. 1, 14) konkretisiert hat. Der wesentliche Unterschied zur Versicherungsvermittlung ist dabei, dass der Tippgeber keine Daten erhebt, die eine auf die konkrete Person und Situation des VN zugeschnittene individuelle Beratung erlauben, sondern lediglich pauschale Angaben für einen „Tipp“ im Bereich bestimmter Absicherungsmöglichkeiten abfragt (Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 599). Dabei kann die Nachweistätigkeit die Übermittlung von Namen, Anschrift, Geburtstag, Beruf und Familienstand des Interessenten umfassen. Jede darüber hinausgehende auf die Erkundung eines konkreten Versicherungsbedarfs des Interessenten gerichtete Befragung erfüllt die weitergehenden Anforderungen einer Vermittlungstätigkeit (vgl. dazu auch § 376 Nr. 18 Abs. 8 der GewO der Republik Österreich; zur Umsetzung der RiLi 2016/97/EU (IDD) in das österreichische Gewerberecht vgl. Gruber/Baier, VersR 19, 1457). Dies ist etwa der Fall bei der Einholung von Fahrzeugdaten für ein Angebot in der Kfz-Versicherung oder von Informationen über Vorerkrankungen für die Prüfung, ob ein bestimmter Tarif in der Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten werden kann. Nach weitergehender Ansicht soll Versicherungsvermittlung allerdings erst beginnen, wenn nicht nur das Kundeninteresse auf ein bestimmtes Versicherungsprodukt verdichtet wird, sondern andererseits auch die Möglichkeit des konkreten Vertragsabschlusses, etwa auch durch Weiterleitung auf die Webseite eines Versicherers oder Versicherungsvermittlers, eröffnet wird (Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 599 f, 601). Damit aber würde die Einwirkung auf die Willensbildung zum Abschluss dem Bereich der Tippgeberleistung zugeschlagen, obwohl die Schwelle bei weitem überschritten wird. Letztlich führte dies aber zu einer gefährlichen Problemverlagerung auf den nachgelagerten Abschlussprozess bei dem Versicherungsvermittler oder dem Versicherer. Diesem obliegt es, durch Befragung und Beratung die richtige Entscheidung sicher zu stellen. Dabei wird allerdings einerseits übersehen, dass es gar nicht zum Abschluss kommen muss, weil der Verbraucher durch bloße Tippgebertätigkeit den falschen Eindruck gewonnen hat, seine bestehende Versicherung decke das Risiko oder das Risiko sei nicht zu decken. Andererseits spricht dagegen, dass die Anforderungen an Befragung und Beratung auch davon abhängig sind, wie spezifiziert der Kunde nach einem bestimmten Versicherungsschutz fragt (vgl. OLG Hamm, 21.05.2015 LS 12, 13, 14, 15). Die Befragung zu einem bestimmten Sachinteresse kann daher nur dann eine Tippgebertätigkeit darstellen, wenn sich das versicherungsfremde Bedarfsprofil des Kunden mit dem zu versichernden Risiko deckt. So wird beispielsweise ein Bestattungsunternehmer auch dann noch als Tippgeber (Namhaftmacher) zu qualifizieren sein, wenn er den Interessenten nach seinen Vorstellungen für eine Bestattung befragt, dabei über die Kosten einer Bestattung informiert und anschließend die Daten an einen im Bereich der Bestattungsvorsorge tätigen Lebensversicherer oder einen Versicherungsvermittler weiter gibt. Denn hier bildet das eigene Geschäft des Bestatters Gegenstand der Befragung mit der Folge, dass die Weitergabe der Kundendaten im Hinblick auf ein bestimmtes Versicherungsprodukt unerheblich ist. Die Beratung und Information, einen bestimmten Versicherungstarif betreffend, insbesondere die Einholung einer Unterschrift des Interessenten unter einen Versicherungsantrag, ist aber auch in diesem Fall wie stets als Versicherungsvermittlung zu qualifizieren (vgl. dazu auch Reiff, Beratungspflichten und Beratungshaftung des Versicherungsvermittlers, in IVR (Hrsg.), Düsseldorfer Vorträge zum Versicherungsrecht 2009, S. 1, 14). Bei einer Tippgeberleistung erhält der Empfohlene also keine konkrete Empfehlung eines oder mehrerer spezifischer Versicherungsprodukte, sondern allenfalls allgemeine Aussagen, so dass sich sein Interesse nicht bereits vor der entweder von einem empfohlenen Vermittler oder Versicherer zu leistenden Bedarfsermittlung und Beratung auf ein bestimmtes Produkt verdichtet (Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 599). Empfiehlt ein Internetportal also lediglich ganz allgemein einen oder mehrere Versicherer und ist erst auf den dortigen Webseiten eine konkretisierte Anfrage möglich, liegt eine eindeutige Tippgebertätigkeit vor (Reiff, VersR 15, 649, 652; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 599). Versicherungsvermittlungsleistungen erbringt ein Internetportal dagegen, wenn es bestimmte Versicherungsprodukte anbietet, und zwar selbst dann, wenn es selbst nicht die digitale Abschlusstrecke zur Verfügung stellt, sondern zum Abschluss an den Versicherer oder einen Versicherungsvermittler weiterleitet (Reiff, VersR 15, 649, 652; Lehmann/Rettig, NJW 17, 596, 599).
4.3 Ebenso fehlt es an einer Vermittlungstätigkeit, wenn ein Finanzdienstleistungsunternehmen Kreditkarten emittiert, deren Leistungsangebot auf der Grundlage eines von dem Finanzdienstleistungsunternehmen abgeschlossenen Gruppenversicherungsvertrages Versicherungsschutz für die Karteninhaber als Gruppenmitglieder umfasst. Der Absatz solcher Kreditkarten ist keine Tätigkeit, die darauf gerichtet ist Versicherungen abzuschließen. Vielmehr zielt die Tätigkeit darauf ab, den Kunden in den Kreis der versicherten Personen einzuschließen. Ein Versicherungsvertrag kommt nicht durch die Ausgabe der Kreditkarte zustande, sondern er besteht bereits auf Grund des zuvor zwischen dem Versicherungsunternehmen und der Herausgeberin der Kreditkarte als VN abgeschlossenen Gruppenversicherungsvertrages. Der Kunde erlangt den Versicherungsschutz nur über den Einschluss seines Risikos in den bestehenden Gruppenversicherungsvertrag, und zwar in seiner Eigenschaft als versicherte Person. Die Stellung als VN einer Gruppenversicherung schließt daher die gleichzeitige Stellung als Versicherungsvermittler i.S. der §§ 59 ff. VVG ebenso aus (Herdter, Der Gruppenversicherungsvertrag 2010. S. 69) wie die Stellung als Versicherungsvermittler i.S. des § 34 d GewO (OLG Koblenz, 19.12.2018 LS 1, 11; Prölss/Dreher/Grote, VAG, 13.A., § 48 Rz. 34; Evers, VW 4/14, 78; Bruck/Möller/Schwintowski, VVG, 9.A., § 59 Rz. 27; Cornelissen, Die Gewerberechtliche Erlaubnis zur Versicherungsvermittlung und –beratung unter besonderer Berücksichtigung des Polarisationsprinzips 2016, S. 33; im Ergebnis ebenso Fiala, Experten Report v. 12. April 2019; vgl. aber LG Erfurt, 24.10.2013 LS 3, 16.05.2013 LS 3; Landmann/Rohmer/Schönleiter, GewO, § 34 d Rz. 32; Adjemian/Dening/Klopp/Kürn/Moraht/Neuhäuser, GewArch 09, 137, 139; wonach eine Einzelfallprüfung wegen einer möglichen missbräuchlichen Gestaltung erforderlich sein soll).
4.4 Ein Einschluss eines Risikos in einen bestehenden Versicherungsvertrag kann dem Abschluss eines Versicherungsvertrages auch nicht mit der Folge gleich gestellt werden, dass auch die Ausgabe einer Versicherungsschutz umfassenden Kreditkarte als Versicherungsvermittlung anzusehen wäre. Der Referentenentwurf zum Ersten Gesetz zur Umsetzung der RiLi 2002/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Dezember 2002 über Versicherungsvermittlung (BMWA, Az. VIII B 4 - 120363) stellt insoweit in der Begründung unter Bezugnahme auf BGH 22.05.1985 LS 4 klar, dass als Versicherungsvermittler nur diejenigen Personen angesehen werden, die Kraft rechtsgeschäftlicher Geschäftsbesorgungsmacht für einen anderen Versicherungsschutz ganz oder teilweise beschaffen, ausgestalten und abwickeln, ohne selbst VN oder Versicherer zu sein. Ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das Kreditkarten ausgibt, kann mit der Kreditkartenemittierung keine Versicherungsvermittlung ausüben, sofern das Finanzdienstleistungsunternehmen VN ist. Dies gilt ebenso für den CIF-Verkäufer, der das verkaufte Gut unter Seeversicherungsschutz bringt wie für den Spediteur, der für Rechnung des Auftraggebers eine Speditionsversicherung abschließt, in allen Fällen schließt das Auftreten als VN die Eigenschaft als Versicherungsvermittler aus (Möller, Recht und Wirklichkeit der Versicherungsvermittlung 1944, S. 18).
4.5 Gemäß Art. 2 Nr. 3 der RiLi 2002/92/EG ist Versicherungsvermittlung das Anbieten, Vorschlagen oder Durchführen anderer Vorbereitungsarbeiten zum Abschließen von Versicherungsverträgen (1. Variante) oder das Abschließen von Versicherungsverträgen (2. Variante) oder das Mitwirken bei deren Verwaltung und Erfüllung, insbesondere im Schadensfall (3. Variante). Die RiLi 2016/97/EU über Versicherungsvertrieb, die nach Ziff. (1) ihrer Erwägungsgründe die RiLi 2002/92/EG neu fasst, definiert den Begriff der Versicherungsvermittlung nicht mehr, sondern ersetzt ihn in Art. 2 Abs. 1 Nr. 3 RiLi 2016/97/EU durch den weitergehenden der Versicherungsvertriebstätigkeit. Als „Versicherungsvertrieb“ ist nach Art. 2 Abs. 1 Nr. 1 RiLi 2016/97/EU u.a. die Beratung, das Vorschlagen oder Durchführen anderer Vorbereitungsarbeiten zum Abschließen von Versicherungsverträgen (1. Variante), das Abschließen von Versicherungsverträgen (2. Variante) oder das Mitwirken bei deren Verwaltung und Erfüllung, insbesondere im Schadensfall zu verstehen (3. Variante). Mit dem Angebot einer Kreditkarte, die die Einbeziehung in einen Gruppenversicherungsvertrag umfasst, führt ein Finanzdienstleistungsunternehmen keine Tätigkeiten aus, die ein Beraten, Anbieten, Vorschlagen oder andere Vorbereitungsarbeiten zum Abschluss von Versicherungsverträgen zum Inhalt haben. Mit den Karteninhabern werden auch keine Versicherungsverträge abgeschlossen, sondern das Risiko der Karteninhaber wird in einen zwischen dem Finanzdienstleistungsunternehmen und dessen Versicherer geschlossenen Gruppenversicherungsvertrag eingeschlossen. Auch die Voraussetzungen der dritten Variante der RiLi 2002/92/EG oder der RiLi 2016/97/EU sind nicht erfüllt, weil sämtliche Leistungen im Zusammenhang mit der Erfüllung und Verwaltung von Versicherungsverträgen nicht von dem Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern von dem Risikoträger oder den von ihm eingeschalteten Dritten erbracht werden.
4.6 Als Versicherungsvermittler im gemeinschaftsrechtlichen Sinne dürfte ebenfalls nur derjenige in Betracht kommen, der nicht gleichzeitig Partei des Versicherungsvertrages ist. Dies zeigt die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Begriff der „Vermittlung“. Danach ist Vermittlung eine Tätigkeit, die von einer Mittelsperson ausgeübt wird, die nicht den Platz einer Partei des Hauptvertrages einnimmt. Die Vermittlertätigkeit ist eine Dienstleistung, die einer Vertragspartei erbracht und von dieser als eigenständige Mittlertätigkeit vergütet wird (EuGH, 13.12.2001 LS 13 - CSC Financial Services -). Die vorstehende Entscheidung betraf zwar den gemeinschaftsrechtlichen Begriff der Vermittlung im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften. Der EUGH hat dieses Verständnis vom autonomen gemeinschaftsrechtlichen Begriff der Vermittlung aber auch dem Begriff der Vermittlung von Versicherungen zu Grunde gelegt (vgl. EUGH, 03.03.2005 LS 15 - Royal Nederland Verzekeringsgroep NV -).
4.7 Dafür, dass der Versicherungsschutz verschaffende VN nicht als Versicherungsvermittler anzusehen ist, spricht auch die am 23.02.2018 in Kraft getretene Regelung des § 7 d VVG für Restschuldversicherungsverträge (vgl. dazu BT-Drs. XVIII/13009, S. 53; Wendt, VersR 19, 257, 262 f., 264 ff., 270). Die Norm hat der Gesetzgeber unabhängig von den Vorgaben der RiLi 2016/97/EU (IDD) eingeführt (Wendt, VersR 19, 257, 262). Die Norm soll sicherstellen, dass beim Querverkauf von Restschuldversicherungen als Paket oder als Nebenprodukt auch dann entsprechend der Vorgaben in §§ 6 ff. VVG beraten und informiert wird, wenn der Kunde lediglich Versicherter wird (Armbrüster, VW 9/17, 62; Wendt, VersR 19, 257, 262). Deshalb stellt die Vorschrift klar, dass die versicherte Person eines Gruppenvertrages zur Absicherung von Restschuldrisiken die Rechte eines VN hat und dass der versicherten Person gegenüber deshalb vor allem die Informations- und Beratungspflichten nach §§ 6 bis 7a VVG und nach der VVG-InfoV zu erfüllen sind. Nur aus diesem Grund obliegen einem Kreditinstitut, das Personen unter einer Restschuldgruppenversicherungspolice Versicherungsschutz verschafft, Informations- und Beratungspflichten, wobei die Beratung auch unter Berücksichtigung der Komplexität des angebotenen Versicherungsvertrags zu dokumentieren ist, und zwar nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 Satz 2 VVG. Da § 7 d VVG nur auf Gruppenversicherungsverträge anwendbar, die Restschuldrisiken decken (BaFin, 03.12.2018), ist aus der Vorschrift im Gegenschluss zu folgern, dass die Verschaffung von Versicherungsschutz unter einem Gruppenversicherungsvertrag außerhalb von Restschuldrisiken keine Versicherungsvermittlung darstellt.
4.8 In ihrem Entwurf zur Änderung des „Rundschreibens 10/2014 (VA) - Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern, Risikomanagement im Vertrieb“ vom 11. Januar 2018 hatte die BaFin auf Seite 33 f. Nachstehendes verlautbart:
"Im Rahmen von Gruppenversicherungsverträgen (vgl. §§ 43 ff. VVG) kann Versicherungsschutz in der Weise angeboten werden, dass der Versicherungsnehmer den Versicherungsschutz „vermittelt“. Im Fall der Vereinbarung eines Gruppenversicherungsvertrages, der nach den gesamten Umständen des Einzelfalls darauf gerichtet ist, dass der Versicherungsnehmer für das Versicherungsunternehmen Versicherte akquiriert, ist die Tätigkeit des Versicherungsnehmers als „Mitwirken bei der Verwaltung und Erfüllung“ von Versicherungsverträgen anzusehen. Indizien für das Vorliegen einer solchen Tätigkeit im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrages sind: Der Versicherungsnehmer ist gewerbsmäßig tätig und wird für die Akquise von versicherten Personen durch das Versicherungsunternehmen vergütet. Der Versicherungsnehmer und die versicherten Personen untereinander verfolgen keinen gemeinsamen Zweck (etwa im Rahmen der Mitgliedschaft in einem Verein). Der Versicherungsnehmer bietet den Versicherungsschutz als ergänzende Leistung zu einem sonstigen Produkt/einer sonstigen Dienstleistung an. Diese Voraussetzungen dürften regelmäßig bei Restschuld-Versicherungsverträgen in der Form eines Gruppenversicherungsvertrages erfüllt sein."
Unter Nennung der Besonderheiten bei echten Gruppenversicherungen und der Vermittlerdefinition der IDD-Richtlinie hatte die BaFin damit den Standpunkt eingenommen, dass Gruppenspitzen unter bestimmten Voraussetzungen als Vermittler zu qualifizieren seien. Dies sollte die Tätigkeit der Gruppenspitze zumindest dann als Versicherungsvermittlung anzusehen sein, wenn die Gruppenspitze gewerbsmäßig tätig ist, für den Versicherer versicherte Personen akquiriert und hierfür vom Versicherer vergütet wird, die Gruppenspitze und die versicherten Personen keinen gemeinsamen Zweck verfolgen (etwa im Rahmen der Mitgliedschaft in einem Verein) und die Gruppenspitze den Versicherungsschutz als ergänzende Leistung zu einem sonstigen Produkt oder einer sonstigen Dienstleistung anbietet. Dies sei insbesondere – aber nicht nur – bei Risikolebensversicherungen der Fall, die Kreditunternehmen zusammen mit Darlehensverträgen anbieten. Diese Passage hat die BaFin offenbar auf die entsprechende Anregung des Bundesverbandes Deutscher Leasing Unternehmen vom 20. Februar 2018 nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nicht in die endgültige Fassung des RS 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb aufgenommen. Dort heißt es nur noch wie folgt:
"100 Die Vorgaben über die Vertriebsvergütung gelten auch für Vertriebstätigkeiten bei dem Angebot von Restschuldversicherungen im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrages im Sinne des § 7 d VVG, denn die von der Gruppenspitze ausgeübten Vertriebstätigkeiten sind dem Versicherungsunternehmen zuzurechnen (vgl. § 7 d Satz 2 VVG)."
Daraus ist zu schließen, dass auch die BaFin nicht mehr davon ausgeht, die Gruppenspitze würde bei der der Verschaffung von Versicherungsschutz unter einer Gruppenversicherung zur Abdeckung anderer als Restschuldrisiken der Tätigkeit der Versicherungsvermittlung nachgehen.
zu LS 5 vgl. BGH, 25.03.1987 LS 5 m.w.N.;
zu LS 6 vgl. OLG München, 24.03.2000 LS 4;
zu LS 7 vgl. BGH, 27.11.1985 LS 5 m.w.N.; LG Aachen, 08.04.2003 LS 7; OLG München, 24.03.2000 LS 4; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 16 ff., 40 ff.; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Vor §§ 43-48 Anm. 13;
zu LS 8 vgl. BGH, 26.07.2018 LS 5 - MLP 37 - (Rürup-Rentenversicherung und Lebensversicherung); 30.11.2017 LS 8 (Unfallversicherung); 10.03.2016 LS 10 - Eiffe & Moos - (Betriebs-Haftpflichtversicherung); 26.03.2014 LS 10 (Betriebs-Haftpflichtversicherung); 16.07.2009 LS 2 (Unfallversicherung); OLG Schleswig, 16.09.2011 LS 4 (Bauherren-Haftpflichtversicherung); OLG Braunschweig, 28.12.2018 LS 6 (Berufsunfähigkeitsversicherung); OLG Celle, 16.04.2009 LS 4 (Gebäudefeuerversicherung); OLG Brandenburg, 18.09.2018 LS 5 (Rürup-Rentenversicherung); OLG Hamm, 20.06.2018 LS 1 (Gebäudefeuerversicherung); 21.05.2015 LS 5 (Wohngebäudeversicherung); 30.04.2012 LS 16 (Gebäudefeuerversicherung); 10.06.2010 LS 1 (Krankenversicherung); 01.02.2007 LS 4, 7 (Transportversicherung); 08.03.1996 LS 6 (Krankenversicherung); OLG Düsseldorf, 13.07.2018 LS 6 - Unit - (Berufshaftpflichtversicherung für Architekten); 05.03.1999 LS 8 - Victoria 3 - (Berufshaftpflichtversicherung für Chirurgen); 10.11.1995 LS 1 (Hausrat- und Valorenversicherung); 06.06.1997 LS 1, 4 (Krankentagegeldversicherung); 20.12.1996 LS 1 (Transportversicherung); OLG Dresden, 09.04.2019 LS 5 (Betriebsinhaltsversicherung); OLG Köln, 07.05.2004 LS 1 (Allgefahrenversicherung für Gewerbebetriebe); OLG Frankfurt/Main, 13.12.2007 LS 6 (Krankenversicherung); OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 1 (Berufshaftpflichtversicherung für Lohnunternehmer in der Landwirtschaft); OLG Saarbrücken, 26.02.2014 LS 3 - Canada Life 2 - (Basisrentenversicherung); OLG Saarbrücken, 04.05.2011 LS 4 - LV 1871) - (Lebensversicherung); OLG Nürnberg, 20.08.2002 LS 3 (Gebäudeversicherung); OLG Stuttgart, 30.03.2011 LS 6 (Gebäude-, Hochbau- und Betriebszubehör-Versicherung); OLG München, 24.03.2000 LS 5 - Kfz-Haftpflichtversicherung); OLG Naumburg, 05.12.2013 LS 9 (Maschinenversicherung); LG Itzehoe, 29.10.2009 LS 2 (Lebnensversicherung); LG Düsseldorf, 27.05.1998 LS 3 - Victoria 3 - (Berufshaftpflichtversicherung für Chirurgen); LG Saarbrücken, 23.12.1999 LS 9 - FWU 2 - (Risikolebensversicherung; Unfallversicherung; Berufsunfähigkeitsversicherung; fondsgebundene Lebensversicherung als Nettopolicen; LG Offenburg, 20.04.2004 LS 3 - Atlanticlux 12 - (fondgebundene Lebensversicherung als Nettopolice)
zu LS 9 vgl. BGH, 19.05.2005 LS 7 - Atlanticlux 9 -; 14.04.2005 LS 29 - Atlanticlux 5 -; 14.04.2005 LS 29 - Atlanticlux 6 -; 14.04.2005 LS 29 - Atlanticlux 7 -; 20.01.2005 LS 31 - Atlanticlux 4 -; 25.03.1987 LS 12; OLG Braunschweig, 28.12.2018 LS 7; 01.04.2010 LS 17; OLG Dresden, 09.04.2019 LS 6; OLG Saarbrücken, 03.03.2004 LS 3; LG Passau, 03.05.2018 LS 10 - 1:1 Assekuranzservice -; vgl. Prölss/Martin/Kollhosser, VVG, 26.A., Anh. zu §§ 43-48 Rz. 4; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Vorb. §§ 43-48 Anm. 40;
zu LS 10 vgl. BGH, 26.03.2014 LS 13; 01.03.2012 LS 12 - Atlanticlux 34 -; OLG Braunschweig, 28.12.2018 LS 9; OLG Brandenburg, 23.12.2012 LS 7; OLG Dresden, 09.04.2019 LS 9; OLG Hamm, 20.06.2018 LS 2; 21.05.2015 LS 7; 08.03.1996 LS 6; OLG Frankfurt/Main, 05.07.2006 LS 11; OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 4; OLG Hamm, 11.05.1995 LS 1 (kurzfristig);
BGH, 10.03.2016 LS 11 - Eiffe & Moos -; OLG Schleswig, 16.09.2011 LS 5; OLG Hamm, 19.05.2017 LS 4; OLG Düsseldorf, 20.12.1996 LS 3; OLG München, 24.03.2000 LS 5; LG Nürnberg-Fürth, 10.09.1999 LS 2 - Atlanticlux - FWU 1 -; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 35 (oft kurzfristig);
OLG Düsseldorf, 30.04.1999 LS 4 (alsbald);
BGH, 05.05.1971 LS 2; OLG Düsseldorf, 10.11.1995 LS 4; 17.10.1972 LS; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Anm. 53 vor §§ 43-48 (weitergehend i.S.v. unverzüglich);
passenden Versicherungsvertrag vgl. OLG München, 24.03.2000 LS 5; AG Kassel, 14.05.1996 LS 1; Höra/Baumann, Münchener Anwaltshandbuch Versicherungsrecht, 4.A. § 4 Rz. 30; vgl. aber auch AG Lichtenberg, 26.07.2016 LS 1 (passendsten Versicherungsvertrag); OLG Düsseldorf, 30.04.1999 LS 4 (notwendige Deckung zu möglichst günstigen Konditionen);
zu LS 11 vgl. BGH, 14.06.2007 LS 8; 05.05.1971 LS 3 m.w.N.; 13.01.2005 LS 21; OLG Celle, 16.04.2009 LS 7; OLG Düsseldorf, 30.04.1999 LS 3; 20.12.1996 LS 5; 10.11.1995 LS 2; OLG München, 24.03.2000 LS 6; Prölss/Martin/Kollhosser, 26.A., Anh. zu §§ 43-48 Rz. 4; Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A., S. 29 ff.; Looschelders/Pohlmann/Baumann, VVG, 2.A., § 59 Rz. 17; Prölss/Martin/Dörner, VVG, 28.A. § 59 Rz. 48.; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Anm. 87 vor §§ 43-48; Trinkhaus, Handbuch der Versichrungsvermittung 1955, S. 131; Waldstein, Der Versicherungsmakler 1928, S. 12; Baumann, Versicherungsvermittlung durch Versicherungsmakler 1998, S. 39, 44;
Der Versicherer ist an dem VMV auch nicht beteiligt (Schulz, Der Versicherungsmakler im Doppelrechtsverhältnis 2014, S. 53; eingehend zu dieser Fragestellung unter Berücksichtigung des Punktekatalogs zur Vermeidung einer missbräuchlichen Ausgestaltung von Maklerverträgen, Baumann, Versicherungsvermittlung durch Versicherungsmakler 1998, S. 39 ff., 45).
zu LS 12 vgl. BGH, 05.05.1971 LS 2 m.w.N.; OLG Düsseldorf, 30.04.1999 LS 3; 20.12.1996 LS 4; 10.11.1995 LS 5; Baumann, Versicherungsvermittlung durch Versicherungsmakler 1998, S. 50; Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A., S. 51; Griess/Zinnert, Der Versicherungsmakler, 3.A., Ziff. 3.1, S. 93; Prölss/Martin/Kollhosser, 26.A., Anh. zu §§ 43-48 Rz. 4; Trinkhaus, HdB der Versicherungsvermittlung 1955, S. 131; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 35; Waldstein, Der Versicherungsmakler 1928, S. 13; Bruck/Möller, VVG, 8.A., Vor. §§ 43-48 Anm. 53 und 55; Küstner/Thume/Kneiß, HdB-VertR, Bd. III, 4.A., Teil V Kap. 5 Rz. 2; Werber, VW 88, 1159, 1161, 1162; Benkel/Reusch, VersR 92, 1303, 1306;
zu LS 13 vgl. OLG Düsseldorf, 30.04.1999 LS 4 m.w.N.; OLG Celle, 16.04.2009 LS 8;
zu LS 14 vgl. BGH, 10.03.2016 LS 12 - Eiffe & Moos -; 14.06.2007 LS 9 - Atlanticlux 17 -; OLG Schleswig, 16.09.2011 LS 6; OLG Celle, 16.04.2009 LS 8; OLG Brandenburg, 19.03.2014 LS 10; OLG Hamm, 21.05.2015 LS 8; 08.03.1996 LS 7; 11.05.1995 LS 2; OLG Düsseldorf, 20.12.1996 LS 7 - Transportversicherung 5 -; 10.11.1995 LS 7; OLG Frankfurt/Main, 13.12.2007 LS 8 - Krankenversicherung 2 -; 05.07.2006 LS 11; OLG Karlsruhe, 10.12.2008 LS 8; OLG Stuttgart, 30.03.2011 LS 8; OLG München, 24.03.2000 LS 7; LG Itzehoe, 29.10.2009 LS 5; LG Nürnberg-Fürth, 10.09.1999 LS 4 - FWU 1 -; AG Kleve, 29.07.2010 LS 9 - Atlanticlux 46 -; Matusche, Pflichten und Haftung des Versicherungsmaklers, 4.A., S. 49; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 45, 46 und 54; Benkel/Reusch, VersR 92, 1302, 1305. Rechtsgrundlage dieser Pflicht bilden die Vorschriften der §§ 675, 666 BGB.
zu LS 15 vgl. BGH, 01.06.2016 LS 18; 26.03.2014 LS 12 m.w.N.; 01.03.2012 LS 11 - Atlanticlux 30 -; 16.07.2009 LS 4; 14.06.2007 LS 10 - Atlanticlux 17 -;10.05.2000 LS 3; OLG Schleswig, 16.09.2011 LS 7; 16.07.1999 LS 2; OLG Oldenburg, 13.01.1999 LS 2; OLG Celle, 16.04.2009 LS 8; OLG Braunschweig, 28.12.2018 LS 8; OLG Düsseldorf, 13.07.2018 LS 7 - Unit -30.04.1999 LS 8; 06.06.1997 LS 1; 20.12.1996 LS 8; 10.11.1995 LS 8, 12; OLG Köln, 01.06.2010 LS 3; 07.05.2004 LS 1 m.w.N.; OLG Dresden, 09.04.2019 LS 7; 22.11.2016 LS 8; OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 3; OLG Saarbrücken, 04.05.2011 LS 6; OLG Stuttgart, 30.03.2011 LS 7; LG Nürnberg-Fürth, 10.09.1999 LS 5 - Atlanticlux -; LG Passau, 03.05.2018 LS 10 - 1:1 Assekuranzservice -; Anm. 19 zu LG Berlin, 03.01.2001 - Feuersozietät 4 -; Trinkhaus, HdB der Versicherungsvermittlung 1955, S. 132; Benkel/Reusch, VersR 92, S. 1305; Prölss/Martin/Dörner, VVG, 28.A., § 59 Rzz. 2, 43; BT-Drs. XVI/1935 S. 22 f.;
zum Begriff Sachwalter vgl. Möller, Recht und Wirklichkeit in der Versicherungsvermittlung 1944, S. 266; Wiegand, Die Sachwalterhaftung als richterliche Rechtsfortbildung 1991, S. 29 ff.; Ballerstedt, AcP 151, 501, 504 ff, 519;
zur Rechtsstellung des Maklers als Treuhänder vgl. die Nachweise zu LS 28;
zur Einschränkung der Rechtsstellung als Sachwalter beim gemeinsamen Angebot und Vertrieb eines Anlageprodukts vgl. BGH, 26.09.2012 LS 11 - Vienna Life -;
zu LS 16 - VU als der Courtageschuldner - vgl. BGH, 13.01.2005 LS 3; 20.01.2005 LS 4 - Atlaticlux 3 -; 20.01.2005 LS 6 - Atlanticlux 4 -; 14.04.2005 LS 4 - Atlanticlux 5 -; 14.04.2005 LS 4 - Atlanticlux 6 -; 14.04.2005 LS 4 - Atlanticlux 7 -; 14.04.2005 LS 4 - Atlanticlux 8 -; OLG Hamm, 24.11.2004 LS 9 m.w.N. - Continentale 2 -; 03.03.1994 LS 3; KG, 02.05.1934 LS 2 m.w.N.; OLG Frankfurt/Main, 12.11.1993 LS 5; 23.06.1987 LS 5 m.w.N.; 25.09.2001 LS 13 - Atlanticlux 15 -; LG Hamburg, 23.06.1961 LS 2; LG Saarbrücken, 23.12.1999 LS 12 - FWU 2 -; AG Berlin-Neukölln, 27.06.2002 LS 7 - Atlanticlux 13 -; Bruck/Möller, Vorb. §§ 43-48 Anm. 72, 73; Matusche, VersR 95, 1391, 1394; Migsch, VersR 89, 321; Koch, VW 95, 112, 113; Odendahl, ZfV 93, 390, 391; Thürnagel, Die Zulässigkeit von Honorarvereinbarungs-, Provisionsabgabe- und Nettoprämienmodellen bei der Vergütung des Industrieversicherungsmaklers 1997, S. 11, die als Rechtsgrundlage Gewohnheitsrecht ansehen; demgegenüber sehen einen Handelsbrauch die Rechtsgrundlage OLG Frankfurt/Main, 12.11.1993 LS 5 m.w.N.; OLG Düsseldorf, 10.11.1995 LS 8; Trinkhaus, Handbuch der Versicherungsvermittlung 1955, S. 170; Pfeiffer, Der Versicherungsmakler 1932, S. 46; Waldstein, Der Versicherungsmakler 1928, S. 80; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 66; Umhau, Vergütungssysteme für die Versicherungsvermittlung im Wandel 2003, S. 10 ff.; Voß/Höft, Das Recht der Versicherungsvermittlung, 3.A., S. 28; Looschelders/Pohlmann/Baumann, VVG, § 59 Rz. 44; Beckmann/Matusche-Beckmann, Versicherungsrechtshandbuch, 2.A., § 5 Rzz. 229, 393f.; Prölss/Martin/Dörner, VVG, 28.A., § 59 Rz. 67 ff., 68 (Rechtsgrund Kooperationsvertrag mit dem VU) nach Prölss/Martin/Kollhosser, VVG, 27.A. nach § 48 Rz. 29; Prölss/Martin, 23.A., Anh. §§ 43-48 Anm. 1 B; Baumann, Versicherungsvermittlung durch Versicherungsmakler 1998, S. 286, findet die Courtageschuldnerstellung ihr Rechtgrundlage im Versicherungsvertrag als Vertrag zu Gunsten Dritter, § 328 BGB; unklar OLG Hamm, 08.12.1994 LS 1; Migsch, VersR 89, 321, 322;
zur wirtschaftsgeschichtlichen Erklärung des Umstandes, dass die Courtage vom VU gezahlt wird, vgl. Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft 1951, S. 66 ff.;
zu LS 17 - Grenzen der Interessenwahrungspflicht des VM - vgl. Zinnert, Recht und Praxis des Versicherungsmaklers 2008, S. 163 f.; Bruck/Möller, VVG, Anm. 54 a.E. vor §§ 43-48; Gauer, Der Versicherungsmakler und seine Stellung in der Versicherungswirtschaft, S. 43, 53; Trinkhaus, Handbuch der Versicherungsvermittlung, 1955, S. 133; Schlegelberger/Schröder, HGB, § 93 HGB Rz.13; Evers/Friele, Maklerkompass 2014, A.I.2.1 a.E.;
zur Frage, ob dem VM auch eine Interessenwahrnehmungspflicht gegenüber dem VU obliegt vgl. OLG Frankfurt/Main, 12.11.1993 LS 4 m.w.N.;
zu LS 21 vgl. OLG Düsseldorf, 16.11.2018 LS 22; 10.11.1995 LS 14 m.w.N., 26.10.1990 LS 15; OLG Karlsruhe, 18.12.2008 LS 19;
zu LS 23 vgl. BGH, 23.10.2014 LS 3 m.w.N.; OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 19;
zu LS 24 vgl. OLG Köln, 07.05.2004 LS 9; OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 22;
zu LS 27 vgl. BGH, 27.11.1985 LS 8; OLG Hamm, 19.06.2000 LS 12; 16.02.1998 LS 5; OLG Düsseldorf, 10.11.1995 LS 9; OLG Frankfurt/Main, 13.12.2007 LS 39 - Krankenversicherung 2 -; OLG Nürnberg, 20.08.2002 LS 11 - Gebäudeversicherung -; OLG Zweibrücken, 14.11.2018 LS 22; LG Aachen, 08.04.2003 LS 18;
zu LS 28 - Makler als treuhänderischer Sachwalter des VN - vgl. BGH, 01.07.2014 LS 5; 26.03.2014 LS 12; 01.03.2012 LS 11 - Atlanticlux 34 -; OLG Braunschweig, 01.04.2010 LS 5; allgemein zur Rechtsstellung des Maklers als Treuhänder vgl. auch Löhnig, Treuhand 2006, S. 554

References: § 242

§ 87

§ 89
 § 48
 § 652
 § 282
 § 652
 § 675
 § 276
 § 278
 § 254
 § 242
 § 287
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 59
 § 34
 § 59
 § 59
 § 34
 § 9
 § 34
 § 84
 § 376
 § 34
 § 48
 § 59
 § 34
 BGH 
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 EUGH 
 § 7
 § 6
 § 7
 § 7
 § 7
 § 4
 § 59
 § 59
 § 59
 § 59
 § 5
 § 59
 § 48
 § 328
 § 93