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Timestamp: 2019-10-14 14:46:31+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 30.07.1985 - 5 S 2553/84 - dejure.org
VGH Baden-Württemberg, 30.07.1985 - 5 S 2553/84
https://dejure.org/1985,1428
VGH Baden-Württemberg, 30.07.1985 - 5 S 2553/84 (https://dejure.org/1985,1428)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 30.07.1985 - 5 S 2553/84 (https://dejure.org/1985,1428)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 30. Juli 1985 - 5 S 2553/84 (https://dejure.org/1985,1428)
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§ 10 Abs 1 WHG, § 31 Abs 1 S 2 WHG, § 64 WasG BW, § 10 Abs 1 NatSchG BW, § 11 Abs 1 Nr 3 NatSchG BW
VG Freiburg, 23.05.1984 - 2 K 154/84
DVBl 1986, 364
Dies gilt insbesondere dann, wenn der Gewässerausbau - wie im vorliegenden Fall - zum Zwecke der Herstellung bzw. der Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgt (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.7.1985 - 5 S 2553/84 - ZfW 1986, 315 [Hochwasserrückhaltebecken an der Kinzig];… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 31.3.1980 - 11 A 1971/78 - ZfW 1981, 55;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 10. Aufl. 2010, § 6 Rn. 30; Reinhardt ZfW 2003, 193).
Diese beschränkt sich daher auf die Frage, ob die Planfeststellungsbehörde die abwägungserheblichen Gesichtspunkte rechtlich und tatsächlich zutreffend erfasst und ob sie - auf der Grundlage des zutreffend ermittelten Abwägungsmaterials - die Grenzen der ihr obliegenden Gewichtung eingehalten hat (…vgl. dazu BVerwG Urt. v. 14.2.1975 - 4 C 21.74 -BVerwGE 48, 56;… Urt. v. 27.9.1990 - 4 C 44.87 - BVerwGE 85, 348; Beschl. v. 16.1.2007 - 9 B 14.06 - NVwZ 2007, 462;… Urt. v. 24.11.2011 - 9 A 24.10 - NuR 2013, 184; Beschl. v. 28.1.2009 - 7 B 45.08 - NVwZ 2009, 521; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.7.1985 - 5 S 2553/84 - ZfW 1986, 315).
Da die Planfeststellungsbehörde in den Nrn. 5 und 6 der Nebenbestimmungen zum Planfeststellungsbeschluss ferner die Führung des statischen bzw. erdstatischen Nachweises bezüglich der Standsicherheit und des Auftriebs der Deiche gefordert hat und im Übrigen Einzelheiten der baulichen Ausführung und der technischen Sicherheit regelmäßig erst anlässlich der Verwirklichung des Plans behandelt werden müssen ( VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364), sind Abwägungsfehler nicht ersichtlich.
Dieses Gebot der Problem- oder Konfliktbewältigung soll zu einer abschließenden und ausgewogenen Planungsentscheidung führen ( VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364).
Schließlich ist ein Vorbehalt nur zulässig, wenn sich im Zeitpunkt der Entscheidung die für die Problemlösung notwendigen Kenntnisse nicht mit vertretbarem Aufwand beschaffen lassen ( BVerwG, Beschluss vom 17. Dezember 1985 -4 B 214.85 -, NVwZ 1986, 640; vgl. auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364;… Czychowski/Reinhardt, a.a.O., § 10 Rdnr. 2).
Da die Planfeststellungsbehörde in den Nrn. 5 und 6 der Nebenbestimmungen zum Planfeststellungsbeschluss ferner die Führung des statischen bzw. erdstatischen Nachweises bezüglich der Standsicherheit und des Auftriebs der Deiche gefordert hat und im Übrigen Einzelheiten der baulichen Ausführung und der technischen Sicherheit regelmäßig erst anlässlich der Verwirklichung des Plans behandelt werden müssen (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364), sind Abwägungsfehler nicht ersichtlich.
Dieses Gebot der Problem-oder Konfliktbewältigung soll zu einer abschließenden und ausgewogenen Planungsentscheidung führen (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364).
Schließlich ist ein Vorbehalt nur zulässig, wenn sich im Zeitpunkt der Entscheidung die für die Problemlösung notwendigen Kenntnisse nicht mit vertretbarem Aufwand beschaffen lassen (BVerwG, Beschluss vom 17. Dezember 1985 -4 B 214.85 -, NVwZ 1986, 640; vgl. auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 -5 S 2553/84 -, DVBl 1986, 364;… Czychowski/Reinhardt, a.a.O., § 10 Rdnr. 2).
Sie enthalten keine Planungsleitsätze, sondern Optimierungsgebote (vgl. BVerwG DVBl. 1986, 364).
Dies ist dann der Fall, wenn der Beklagte bei Erlaß des Planfeststellungsbeschlusses abwägungsfehlerfrei davon ausgegangen ist, daß die für die Durchführung der Planungsmaßnahme sprechenden Umstände so gewichtig sind, daß ihnen gegenüber den behaupteten Nachteilen kein Vorrang eingeräumt werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Januar 1981 - Az.: 4 C 68.78 - BVerwGE 61, 307, 311; Beschluß vom 17. Dezember 1985 - Az.: 4 B 214.45 -, Buchholz 445.4, Nr. 10 zu § 31 WHG; VGH Baden-Württemberg, DVBl. 1986, 364).
S. 165; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 - 5 S 2553/84 - DVBl. 1986, 364 ff., 367 zu §§ 10 und 11 des Baden-Württembergischen Naturschutzgesetzes vom 21. Oktober 1975, die mit § 1 BNatSchG vergleichbar sind).
Vielmehr ergibt sich aus den Folgeregelungen, daß die Vermeidbarkeit sich darauf bezieht, daß eine anderweitige Art der Durchführung nicht möglich erscheint (vgl. z.B. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 - 5 S 2553/84 - DVBl. 1986, 364 ff., 367 mit Bezug auf Breuer, NuR 1980, S. 93;… vgl. auch Kolodziejcok/Recken, a.a.O.).
Vielmehr ergibt sich aus den Folgeregelungen, daß die Vermeidbarkeit sich darauf bezieht, daß eine anderweitige Art der Durchführung nicht möglich erscheine (vgl. z.B. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30. Juli 1985 - 5 S 2553/84 - DVBl. 1986, 364 ff., 367 mit Bezug auf Breuer, NuR 1980, S. 93;… vgl. auch Kolodziejcok/Recken, a.a.O.).
Darüber hinaus ist maßgeblich, ob die Vorgaben des Abwägungsgebots eingehalten wurden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 10.02.1978 - IV C 25.75 -, zitiert nach [...]; VGH B.-W., Urt. v. 30.07.1985 - 5 S 2553/84 -, DVBl. 1986, 364, 365;… Ziekow, in: Ziekow, Praxis des Fachplanungsrechts, 2004, Rz. 585).
Somit wird das Abwägungsgebot nicht verletzt, wenn sich die zur Planung ermächtigte Stelle in der Kollision zwischen verschiedenen Belangen für die Bevorzugung des einen und damit notwendig für die Zurückstellung des anderen entscheidet (vgl. zu den vorstehend zusammengefasst dargelegten Anforderungen an das Abwägungsgebot im Einzelnen: BVerwG, Urteil v. 14.02.1975 - IV C 21.74 -, Nds. OVG, Beschl. v. 21.07.1995 - 3 M 7182/94 -, VGH B.-W., Urteil v. 30.07.1985 - 5 S 2553/84 -, jeweils zitiert nach [...];… Ziekow, in: Ziekow, Praxis des Fachplanungsrechts, 2004, Rz. 645 ff., m.w.N.).
bb) Die durch den Eingriff erfolgenden erheblichen Beeinträchtigungen sind nicht vermeidbar (vgl. § 11 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG), da sie nicht unterlassen werden können, ohne das mit dem Vorhaben der Steinbrucherweiterung verfolgte Ziel in Frage zu stellen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.07.1985 - 5 S 2553/84 -, NuR 1987, 31, 33).
VGH Baden-Württemberg, 20.02.1992 - 5 S 2064/91
Naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme als Enteignungsgrund im Zusammenhang mit …
In dem hier vorliegenden Fall eines unvermeidbaren Eingriffs (vgl. dazu Urt. des Senats v. 23.06.1988 - 5 S 1030/87 - VBlBW 1989, 61 = NuR 1989, 439 und schon Urt. v. 30.07.1985 - 5 S 2553/84 - DVBl. 1986, 364 = NuR 1987, 31) muß die Beeinträchtigung soweit wie möglich ausgeglichen werden (vgl. § 11 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2, Abs. 3 S. 2 NatSchG).
Es handelt sich dabei nicht um einen Planungsleitsatz, sondern um ein Optimierungsgebot, das lediglich in der Abwägung überwunden werden kann (BVerwG Beschl. v. 28.08.1990 - IV B 104/90 - NVwZ 1991, 69 und ebenso schon Urt. des erk. Senats v. 30.07.1985 a.a.O.).

References: § 10
 § 31
 § 64
 § 10
 § 11
 § 6
 § 10
 § 10
 § 31
 § 1
 § 11
 § 11