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Ärger mit Seiler und Kollegen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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24.04.2009, 14:50 #1
Ärger mit Seiler und Kollegen
in dem Rechtstreit der Deutschen Telekom AG, (....) Klägerin
Es soll das vereinfachte Verfahren gemäss § 495a Satz 1 ZPO durchgeführt werden.
2.)Dem Beklagten wird aufgegeben, binnen drei Wochen auf die Anspruchsbegründung zu erwidern.
Nach Ablauf der Fristen könnte eine Entscheidung des Gerichts ergehen,, auch ein Enderteil, gegen das ein Rechtsmittel nicht statthaft ist.
Dazu mehrere Unterlagen:
Namens und in Auftrag der Klägerin stellen wir den Antrag:
1.)Der Beklagte wird verurteilt an die Klägerin € 145, 70 nebst Zinsen hieraus in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 21.11.06 sowie 8 Euro Nebenkosten zu zahlen.
2.) Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin aussergerichtliche Rechtsverfolfungskosten in Höhe von € 39 nebst Zinsen hieraus in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit Rechtsanhängigkeit zu bezahlen.
Wir beantragen ferner, im Falle der Säumis bzw. des Vorliegens der hierfür notwendigen ges. vorausetzungen ein Versäumnisurteil gem. § 331 III Zu erlassen.
Das fand ich heute im Briefkasten.
Ich habe vor 3 jahren mal Inkaseobriefe erhalten die aber ignoriert.Auch einen MAhnbescheid gegen den ich Widerspruch eingelegt habe.
Was ist das jetzt?Was mache ich da am besten????
Ich habe leider auch keiner lei Unterlagen mehr.
24.04.2009, 14:54 #2
AW: Ärger mit Seiler und Kollegen
Dann nimm dir einen Anwalt, der kann dann Akteneinsicht beantragen. Warum werden Unterlgen weg geschmissen, wenn man gegen etwas einen Widerspruch eingelegt hat?
24.04.2009, 15:02 #3
Muss es da nicht einen Mahnbescheid gegeben haben?Oder ist das die Klage nachdem ich auf den Widerspruch (vor 3 Jahren) Widerspruch eingelegt habe?
Wie soll am denn jetzt die Ansprüche erwidern?Jeder kennt die Vorgehensweise dieser Kanzlei.
Du hattest doch dem Mahnbescheid widersprochen?
Allerdings bkleibt jetzt die Frage, ob die Klage auf Grund deines Widerspruchs zulässig ist.
Eigentlich setzt nach 6 Monaten Untätigkeit wieder die normalen Fristen der Verhjährung ein (4 Jahre). Allerdings finde im § 696 ZPO keine Fristen, bis wann eine Klage eingereicht werden muss.
Vielleicht weiß jamnd anderes etwas darüber
24.04.2009, 16:14 #5
wenn der Widerspruch abgewiesen wurde und die Klagefrist- logischerweise- vorbei ist, ist da wohl wenig zu machen, nimm Dir einen Anwalt oder zahl es, musst abwägen was preiswerter wäre
Ja habe dem Mahnbescheid widersprochen.
Ich blicke da nicht mehr durch.Ich habe leider die ganzen Unterlage nicht mehr, aber ich weiss dass der Betrag im Mahnbescheid ein anderer war, als der hier jetzt.
Es finden sich auch keinerlei hinweise auf den Mahnbescheid.
Ber warum kommt erst jetzt die Klage?Ist da viell. nicht schon irgendwas verjährt?
Bekomme ich dafür PKH bzw. BH?
24.04.2009, 16:30 #7
Ich schrieb ja schon, dass der § 696 ZPO nichts über Fristen zur einreichung einer Klage aussagt.
du kannst auch selbswt erstmal schreiben, dass Du die Klage erwiedern möchstest und aber vorab Einsicht in die akten benötigst. Dann kannst Du beim Gericht einsicht in die akten nehmen und dir diese sogar kopieren (auf eigene Kosten').
24.04.2009, 16:40 #8
Am besten ist ich mache das über einen Anwalt.Zu was für einem geht man da am besten?
24.04.2009, 16:58 #9
Du hast doch in Thread 1 folgendes geschrieben:
"Das fand ich heute im Briefkasten. Ich habe vor 3 jahren mal Inkaseobriefe erhalten die aber ignoriert.Auch einen MAhnbescheid gegen den ich Widerspruch eingelegt habe."
Ob Du jetzt noch Unterlagen zu dem Vorgang hast ist im Moment auch nicht wichtig, weil die Gläubigerin ihre Forderung beweisen muß.
Damit die Rechtsanwälte Seiler & Kollegen nicht so leicht zu einem Versäumnisurteil kommen, mußt Du Dich innerhalb der vom Amtsgericht gestellten Erwiderungsfrist von 3 Wochen schriftlich zu der Forderung äußern. Andernfalls bist Du nach Ablauf dieser Frist von weiteren Einwendungen ausgeschlossen.
Also entscheide Dich ob Du Dich gegen die Klage und die damit geltend gemachte Forderung wehren willst ! Wenn die Forderung zu Recht bestehen sollte, kannst Du entweder schweigen, kassierst das von der Klägerin nach § 311 ZPO beantragte VU und Dir werden die Kosten des Rechtsstreits (3 fache Gerichtsgebühr + Rechtsverfolgungskosten der Telekom) auferlegt.
Alternativ kannst Du die Forderung auch anerkennen, dann erhältst Du ein Anerkenntnisurteil (1fache Gerichtsgebühr + Rechtsverfolgungskosten der Telekom). Das ist etwas billiger.
Wenn Du die Klage für unberechtigt hältst, solltest Du nach § 495a Abs.1 Satz 2 ZPO die mündliche Verhandlung beantragen:
§ 495a Verfahren nach billigem Ermessen:
Nur damit hast Du die Chance, daß die Gläubigerin gezwungen wird, ihren Hauptanspruch und die Nebenkosten auch in einer mündlichen Verhandlung durch Vorlage von schriftlichen Beweismitteln nachzuweisen. Im übrigen müssen Dir mit Zustellung der Klageschrift durch das AG auch die Klagebegründung nebst Anlagen (Kopien von Rechnungen, Mahnungen, eventuell von Dir bereits geleisteten Zahlungen auf die Forderung ec.) zugeschickt worden sein. Damit hast Du prüfbare Unterlagen, um auf die Klage zu erwidern. Der Mahnbescheid ist doch schon aktenkundig, den mußt Du doch nicht noch mal lesen.
Wenn Du meinst, daß es sich lohnt, die Forderung inklusiv Nebenfoderungen und außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten substantiiert zu bestreiten oder im Termin herunter zuhandeln, mach was und zwar fristgemäß.
Schweigst Du wird das Amtsgericht ohne Deine Einwendungen entscheiden. Schreib einen Dreizeiler an das Amtsgericht und Du bleibst im Geschäft.
Verjährt ist die Forderung vermutlich nicht - eher wegen Nichtbetreibung des Verfahrens durch die Klägerin möglicherweise verwirkt. Das läßt sich hier nicht genau beurteilen, weil ja der Antrag zum Erlaß eines Mahnbescheids zumindest die drohende Verjährung gehemmt hatte.
24.04.2009, 17:13 #10
Also das heisst es ist jetzt nicht so wichtig ob ich Unterlagen habe oder nicht?
Ich schätze mal wenn ich das jetzt so stehen lasse und nix sage habe ich ganz verloren?
Also am besten zum Anwalt mit den Unterlagen und beraten lassen?
Ich habe mal nachgeschaut, das heisst ich müsste, wenn ich jetzt schweige, die 145 Euro + die 39 Rechtsverfolgungskosten + ca. 75 Euro Gerichtskostne zahlen?
24.04.2009, 17:40 #11
Wer zu einer Klage schweigt und sich nicht erklärt, der verliert !
Du sollst es eben nicht so stehen oder seinen Gang gehen lassen, wenn die Forderung zweifelhaft ist.
Wer kann das außer Dir schon wissen ?
Gegen eine unberechtigte Forderung wehrt man sich. Richtig so !
Mein Rat war doch zu überlegen ob es sich lohnt, dagegen zuhalten. Die Beteiligung an einer Zivilklage, bei der ein Beklagter sich von einem eigenen Anwalt vertreten läßt, kostet den Beklagten im Unterliegensfall auch Geld, das Du vermutlich als ALG 1- oder ALG 2-Bezieher oder mangels sonstiger bereiter finanzieller Mittel nicht hast. Wenn Du den Prozeß verlierst, zahlst Du auch den eigenen Anwalt weil Du vermutlich auch keine Rechtsschutzversicherung hast.
Schätze doch das Prozeßkostenrisiko mal richtig ein, dann hast Du eine Grundlage für Deine weitere Vorgehensweise :
Prozesskostenrisikorechner/ Prozessrisikorechner
Hier kannst Du alle Varianten durchrechnen.
Und frage einen Anwalt, ob er die Angelegenheit und Deine Chancen im Prozeß für eine geringe Beratungsgebühr (vielleicht 25 € aber nicht 190 €) prüft.
24.04.2009, 18:06 #12
Ich kann mir schon einen Anwalt nehmen auf PKH-Basis.Da müsste ich den eigenen Anwalt nicht zahlen.
24.04.2009, 18:29 #13
Äh jetzt mal im ernst. ist die forderung berechtigt?
Wenn ja, müsste bei PKH die Erfolgsaussichten geprüft werden und sollte es zum überwiegenden Teil wahrscheinlöich sein, dass du nicht gewinnst, gibt es keine.
Also sag mal was darüber aus, was mit der forderung ist.
24.04.2009, 18:37 #14
Das ist es ja, in der Klage sind ca. 20 Seiten Rechnungen aus Anfang 06 aufgeführt.Manche Beträge sind eingekreist.
Ich weiss selber nicht, wie die auf die jeweiligen Beträge kommen.Ich kann so auch nicht sagen ob sie berechtigt sind.Für mich waren das in den Inkassobriefen immer Phantasiebeträge.
24.04.2009, 19:03 #15
Dann schreib denen doch, die Forderung entbehre jeder Nachvollziehbarkeit.
24.04.2009, 21:04 #16
Eine Klage ist jederzeit zulässig - auch wenn nach dem MB Widerspruch 1 oder 2 Jahre vergangen sind.
Meines Wissens arbeitet die Telekom nicht über ein Inkassobüro sondern über die RAs aus Heidelberg
Ein Inkassobüro wird dann bei titulierten Geschichten oft nachgeschoben ( accumio)
Bist Du sicher das es sich damals um eine Forderung der Telekom gehandelt hat ?
24.04.2009, 22:13 #17
Ja klar war von T-Com
Da steht auch in dem Rechtsstreit Deutsche Telekom AG (....) Prozessbevollmächtigte RAe Seiler und Kollegen, Heidelberg
27.05.2009, 23:24 #18
Also war bei einem Anwalt ich werde wohl PKh bekommen, erhat beantragt die Klage abzuweisen, hat er auch ganz gut formuliert.
Meine Frage ist was passiert nun?Wie lange dauert es bis eine Entscheidung ergeht?
28.05.2009, 05:13 #19
Jaja, mit Seiler und Kollegen hatte ich damals so vor 2 oder 3 Jahren auch ma meine Probleme, das sind Massenanwälte.....
08.07.2009, 12:04 #20
ich habe jetzt eine Ladung zum Verhandlungstermin erhalten, "es soll der Sachverhalt aufgeklärt werden".
Hat jemand Erfahrung mit Verhandlungen gegen Seiler und was wie verhält man sich am besten.
08.07.2009, 19:39 #21
Was sagt Dein Anwalt zu dieser Sache ?
08.07.2009, 19:55 #22
Bisher hat er erstmal schriftlich dargelegt, dass die Auflistung der Beträge nicht nachvollziehbar seien etc , und dass die Klage abgewiesen werden soll.
Dann kam lange nix und nun das.Ich werde erstmal einen Termin mit meinem Anwalt vereinbaren.
Muss ich eigentlich auch zu der Verhandlung erscheinen, oder reicht es wenn nur der RA kommt, auch wenn das Erscheinen angeordnet ist?
08.07.2009, 20:45 #23
Ich beantrage die Klage der Deutschen Telekom AG zurückzuweisen.
Es stand der Klägerin bzw. deren Bevollmächtigten frei den Klageweg zu wählen oder das Mahnverfahren einzuleiten. Die Klägerin bzw. deren Bevollmächtigte entschieden sich für das Mahnverfahren.
Die Klägerin bzw. Deren Bevollmächtigte folgten dann nicht den Regeln des gerichtlichen Mahnverfahrenes. Spätestens 6 Monate nach Zustellung des Mahnbescheids muss der Antrag auf einen Vollstreckungsbescheid auf Grundlage des nichtangefochtenen Mahnbescheids, bzw. dessen nicht angefochtenen Teils gestellt werden.
Dies ist nicht erfolgt. Damit ist die Wirkung des Mahnbescheids aufgehoben. Bereits daraus kann der Schluss gezogen werden, dass die Klägerin bzw. deren Bevollmächtigte kein weiteres Interesse an der Begleichung der behaupteten Schuld haben.
Die Klägerin bzw. deren Bevollmächtigte blieben weitere zwei Jahre untätig. In der folge berufe ich mich auf folgendes:
„Ein Recht ist verwirkt, wenn der Berechtigte es längere Zeit nicht geltend gemacht hat und der Verpflichtete sich darauf eingerichtet hat, und sich nach dem gesamten Verhalten des Berechtigten auch darauf einrichten durfte, dass dieser das Recht auch in Zukunft nicht geltend machen werde, so dass die Geltendmachung zum jetzigen Zeitpunkt als illoyal und damit gegen Treu und Glauben verstoßend erscheint (BGH WM 1985, 1271).“
09.07.2009, 07:41 #24
Das Spielchen haben sie mit mir auch versucht! -Auf jeder Forderung (S&K) ein anderer Betrag, alles aus weit zurückliegenden Monaten - ich habe jede Forderung beantwortet.
Das ging von Juli 2006 bis Dezember 2006 - Da kam dann der Mahnbescheid.
Seit Januar 2007 liegt mein Widerspruch vor Gericht. Mit ausführlicher, mehseitiger Begründung von mir.
Daraufhin bekam ich noch einhmal Post von S&K, man forderte mich auf, den Widerspruch, im eigenen Interesse, zurückzunehmen, da es sonst für mich SEHR teuer werden würde, .."denn mein Erfolgsaussichten" ...seien wohl gering. -Blablabla.
Man bot mir mit gleichem Schreiben natürlich die berühmte Ratenzahlung an.
Der "Witz" ist folgender:
Die Telekom schmiß mich zum 01.07.2006 raus !!! -Schrieb mir eine Kündigung zum 30.06.06. Anschluß gesperrt, versteht sich.
- Und jeden Monat, also Juli bis einschl. November kam eine saftige Rechnung!!!!
Immer so um die 70ungrad Euro. - Obwohl die Leitung Tod war !
Das Kündigungsschreiben und alle diese Rechnungen habe ich in Kopie dem Widerspruch beigefügt.
Seit dem haben wir nun "Stille Messe".
Wenn es nach "Krach riecht" hebe ich mir alle Unterlagen jahrelang sorgfältig auf.
Und damit rechnen die Gauner nicht. Vor allem ist wichtig nicht aufzugeben und alle komischen Schreiben umgehend zu beantworten!
09.07.2009, 07:57 #25
S&K dachte wohl, ich sei zu doof um die Rücknahme des WS selbst zu verfassen und schrieb den Wisch gleich für mich, das Einzige was fehlte war mein "Servus" und einen Rückumschlag, an sich selbst adressiert, haben sie auch gleich mitgeschickt !
-Sind doch eigentlich ganz nett ! - Oder ?
Den Krempel habe ich dann im Original an das Gericht zur Beifügung meines WS und zur Kenntnisnahme, geschickt - selbstverständlich OHNE meinen "Servus" -dafür aber mit kleinem Begleitschreiben von mir.
Ich bin mal gespannt, ob da noch was kommt, -hoffentlich muß ich nicht doch noch nach Eskirchen! -Könnte ich mir gar nicht leisten.
kollegen, seiler, Ärger
Seiler & Kollegen Überblick verloren JustMe Schulden 27 08.07.2009 18:01
»Die Fehler liegen nicht bei den Kollegen« Mario Nette Archiv - News Diskussionen Tagespresse 9 28.08.2008 01:24
Trotz Titel mit Telekom/Seiler verhandeln ? Werniman Schulden 40 19.05.2008 09:39
Seiler und Kollegen listche Schulden 8 20.04.2006 21:18

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