Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A4988994%2C76.html
Timestamp: 2020-06-07 06:35:27+00:00

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Siehe auch § 3 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1), §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz, § 3 Abs. 1 der Betriebssicherheitsverordnung und Arbeitssicherheits-Informationen "Handlungsanleitung Betriebliche Gefährdungs- und Risikobeurteilung" (ASI 10.0), "Sicherheits-Check für Backbetriebe" (ASI 10.3) und "Sicherheits-Check für Büroarbeitsplätze" (ASI 10.8).
Arbeitsverfahren müssen so gewählt und Einrichtungen so ausgerüstet sein, dass Versicherte durch Mehlstäube nicht gefährdet werden können.
Es müssen staubarme Reinigungsverfahren angewandt werden.
Bei der offenen Eingabe von Mehl in Behälter müssen staubarme Verfahren angewendet werden, z.B. vorsichtiges Aufschneiden des Sackes, Einhalten geringer Fallhöhen bzw. Einsatz von Füllschläuchen, die bis zum Behälterboden reichen, Verwendung von speziellen Mehlschaufeln oder Mehlrutschen, punktuelle Absaugung an der Entstehungsstelle.
Entleerte Säcke müssen staubarm entsorgt werden.
Siehe auch § 6 der Betriebssicherheitsverordnung und Arbeitssicherheitsinformation: Leitfaden für Backbetriebe "Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes gemäß Betriebssicherheitsverordnung" (ASI 8.52).
Maschinen mit Restgefährdungen können z.B. sein: Knetmaschinen, Teigteilmaschinen, Hub- und Kippeinrichtung für Bottiche.
Der Unternehmer hat Betriebsanweisungen in verständlicher Form und Sprache aufzustellen und den Versicherten bekannt zu machen, sofern besondere Gefährdungen auftreten, für die bei der Arbeit benutzten Arbeitsmittel oder bestimmte Unfallverhütungsvorschriften dies fordern.
Betriebsanweisungen sind z.B. beim Umgang mit Gefahrstoffen, mit Flüssiggasanlagen und beim Umgang mit gefährlichen Maschinen erforderlich.
Der Unternehmer hat den Versicherten auf ihren Wunsch, unbeschadet der Pflichten aus anderen Rechtsvorschriften, zu ermöglichen, sich je nach den Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit regelmäßig arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen, es sei denn, auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.
Arbeitnehmern, die bei ihren Tätigkeiten z.B. Mehlstaub und Getreidestaub ausgesetzt sind, hat der Unternehmer Vorsorgeuntersuchungen anzubieten.
Siehe auch § 11 Arbeitsschutzgesetz und Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (BGV A4).
Abweichend von Abschnitt 3.6.8.1 kann der Unternehmer ein alternatives Betreuungsmodell wählen.
Der Umfang der zu erbringenden betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Leistung besteht bei der alternativen Betreuung in der Durchführung von Grundbetreuung und anlassbezogener Betreuung. Eine Qualifizierung des Unternehmers über Informations- und Motivationsmaßnahmen werden vorausgesetzt.
Die Mindestzahl der Sicherheitsbeauftragten beträgt in Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten mit
Siehe auch § 20 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) und § 22 Abs. 1 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII).
Typische Steharbeitsplätze sind z.B. vorhanden im Verkaufsbereich und an Produktionslinien.
Siehe auch § 7 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).
Die Anforderungen des Abschnittes 3.6.15 ergeben sich aus § 22 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1), § 10 Arbeitsschutzgesetz und §§ 3, 4 und 6 der Arbeitsstättenverordnung.
Versicherte, die in Kühlräumen beschäftigt sind, haben eine Kleidung zu tragen, die einen ausreichenden Kälteschutz bietet.
Siehe auch DIN 33 403 "Klima am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung; Teil 5: Ergonomische Gestaltung von Kältearbeitsplätzen".
Bei Temperaturen höher als -5 �C kann die normale Arbeitskleidung mit warmer Unterwäsche ausreichend sein.
Für kurze Aufenthalte in Kühlräumen mit Temperaturen von tiefer als -5 �C kann von einer besonderen Kälteschutzkleidung, insbesondere für Gesicht und Füße, abgesehen werden.
3.6.16.2
3.6.16.3
Fußschutz für
Betriebshandwerker,
für Versicherte im innerbetrieblichen Transport,
beim Handtransport von Waren abhängig vom Umfang der Tätigkeit, von der Formgebung und vom Gewicht der Gebinde
beim Reinigen von schweren Arbeitsmitteln,
Augen-, Gesichts-, Handschutz und Schutzkleidung
beim Umgang mit reizenden oder ätzenden Reinigungs- und Desinfektionsmitteln,
bei der Wartung von Batterien,
beim Umgang mit Brezellauge,
beim Handtransport von Gefriergut,
beim Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen; Entfernen von Spannbändern,
Gehörschutz, z.B. beim Betreiben von Blechputz- oder Zerkleinerungsmaschinen
"Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR 195),
Die Anforderungen des Abschnittes 3.6.19 ergeben sich aus den §§ 3 und 15 Arbeitsschutzgesetz und den §§ 4 und 9 der Betriebssicherheitsverordnung.
3.6.19.3
3.6.19.4
3.6.19.5
Das Wechseln und Aufbewahren der Werkzeuge von Arbeitsmitteln muss entsprechend den Angaben in der Betriebsanleitung erfolgen.
Trennung vom Netz,
Vorsehen einer geeigneten Werkzeugablage,
Benutzung der mitgelieferten Hilfsmittel beim Werkzeugwechsel
Arbeitsmittel sind z.B. Schneidemaschinen und Teigteilmaschinen.
3.6.19.6
Zum Einsteigen in Maschinen und Anlagen müssen die hierfür vorgesehenen Zugänge benutzt werden.
3.6.19.7
3.6.20 Mängelfeststellung
Die Anforderungen des Abschnittes 3.6.22 ergeben sich aus § 12 der Betriebssicherheitsverordnung.
3.6.22.1
3.6.22.2
3.6.22.3
3.6.24 Kühlräume
(Froster, Gärunterbrecher)
3.6.26.1
Siehe auch Verordnung über Lebensmittelhygiene (852/2004).
3.6.26.2
3.6.26.3
3.6.26.4
Zum Reinigen von hochgelegenen Einrichtungen, z.B. Leuchten, müssen geeignete Aufstiege oder Podeste verwendet werden. Das Betreten z.B. von Maschinen und Anlagen ist nicht zulässig, es sei denn, die Maschinen und Anlagen sind dafür eingerichtet.
Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe "Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" (TRGS 401) regelt Tätigkeiten, bei denen die Versicherten
einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit, d.h. regelmäßig täglich mehr als ca. zwei Stunden, mit ihren Händen Arbeiten im feuchten Milieu ausführen,
3.6.26.6
3.6.26.7
3.6.26.8
3.6.26.9
3.6.26.10
Siehe auch § 29 Abs. 1 und § 30 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) und BG-Regel "Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR 195).
Die Anforderungen des Abschnittes 3.6.28 ergeben sich aus der Gefahrstoffverordnung.
Gibt es im Betrieb Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, hat der Unternehmer zu prüfen, ob andere Stoffe mit geringerem Gefahrenpotenzial eingesetzt werden können. Unter Umständen ist auf diese Weise der Verzicht auf weitere Schutzmaßnahmen ganz oder teilweise möglich.
Eine Unfallgefährdung ist z.B. zu verringern durch die Bereitstellung geeigneter Arbeitsmittel, wie Transporthilfsmittel oder Umfüllvorrichtungen. Eine Gefährdung durch die Aufnahme von Gefahrstoffen über die Atemwege kann verringert werden durch die Wahl eines geeigneten Arbeitsverfahrens, z.B. feucht wischen statt sprühen.
3.6.28.4
Vor Aufnahme der Tätigkeiten mit Gefahrstoffen hat der Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Gefährdungsbeurteilung darf nur von fachkundigen Personen erstellt werden. Sie muss unabhängig von der Zahl der Versicherten dokumentiert werden. Die Gefährdungsbeurteilung ist auf dem aktuellen Stand zu halten.
3.6.28.5
3.6.28.6
die Versicherten vor Aufnahme der Tätigkeiten und danach wiederkehrend, mindestens aber einmal jährlich, mündlich arbeitsplatzbezogen zu unterweisen; die Unterweisung ist zu dokumentieren,
3.6.29 Flüssiggasanlagen
3.6.29.3
Die fachliche Qualifikation als Elektrofachkraft wird im Regelfall durch den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung, z.B. als Elektrogeselle, Elektromeister oder Elektroingenieur, nachgewiesen. Sie kann auch durch eine mehrjährige Tätigkeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis nach Überprüfung durch eine Elektrofachkraft nachgewiesen werden. Der Nachweis ist zu dokumentieren.
Die Anforderungen des Abschnittes 3.6.31 ergeben sich aus den §§ 24 bis 26 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).
In Backbetrieben bis 20 anwesende Versicherte muss mindestens ein "Kleiner Verbandkasten" nach DIN 13 157 vorhanden sein.
In Backbetrieben von 21 bis 100 anwesenden Versicherten muss mindestens ein "Großer Verbandkasten" nach DIN 13 169 vorhanden sein.
Je weitere 100 anwesende Versicherte muss zusätzlich ein "Großer Verbandkasten" nach DIN 13 169 vorhanden sein.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass jede Erste-Hilfe-Leistung dokumentiert und diese Dokumentation fünf Jahre lang verfügbar gehalten wird. Aus ihr müssen Angaben über Zeit, Ort (Unternehmensteil) und Hergang des Unfalls bzw. des Gesundheitsschadens, Art und Umfang der Verletzung bzw. Erkrankung, Zeitpunkt, Art und Weise der Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie die Namen des Versicherten, der Zeugen und der Personen, die Erste Hilfe geleistet haben, hervorgehen. Die Dokumente sind vertraulich zu behandeln.

References: § 3
 § 3
 § 6
 § 11
 § 20
 § 22
 § 7
 § 22
 § 10
 § 12
 § 29
 § 30