Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.08.2012&Aktenzeichen=WpSt%20(R)%201/12
Timestamp: 2019-05-19 07:34:06+00:00

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BGH, 14.08.2012 - WpSt (R) 1/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,24808
BGH, 14.08.2012 - WpSt (R) 1/12 (https://dejure.org/2012,24808)
BGH, Entscheidung vom 14.08.2012 - WpSt (R) 1/12 (https://dejure.org/2012,24808)
BGH, Entscheidung vom 14. August 2012 - WpSt (R) 1/12 (https://dejure.org/2012,24808)
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WPO §§ 67, 68 StPO § 264
§ 264 StPO; §§ 68, 67 WPO
§ 61 Abs 1 S 1 WiPrO, § 67 WiPrO, § 68 WiPrO, § 128 Abs 3 WiPrO, § 264 StPO
Berufsgerichtliches Verfahren: Erneute Berufspflichtverletzung eines vereidigten Buchprüfers bei Nichtzahlung einer verhängten Geldbuße; Verpflichtung von Staatsanwaltschaft und Berufsgericht zur Zusammenfassung mehrerer Pflichtverletzungen in einem einheitlichen Verfahren
WPO § 67; WPO § 68
Geldbuße nicht bezahlt: Berufspflichtverletzung?
Nichtbezahlung einer Geldbuße wegen Verletzung der Berufspflicht begründet regelmäßig keine gesondert zu ahndende Berufspflichtverletzung
Nichtzahlung einer berufsgerichtlichen Geldbuße
LG Berlin, 06.10.2009 - WiL 4/09
KG, 15.09.2011 - (Az. unbek.)
KG, 15.09.2011 - 1 WiO 1/09
BGHSt 57, 289
NJW 2012, 3251
Denn das deliktische Verhalten des Berufsangehörigen und die daraus resultierende Verletzung seiner Berufspflichten (zum Grundsatz der einheitlichen Pflichtverletzung vgl. etwa BGH, Urteil vom 14. August 2012 - WpSt (R) 1/12, BGHSt 57, 289, 294 f.) werden hinreichend durch die von ihm als mittelbarer Täter im Rahmen eines Organisationsdelikts mittels der durch die Anleger bewirkten unrichtigen Angaben gegenüber den Finanzbehörden dargelegt.
Dies gilt im berufsgerichtlichen Verfahren in besonderem Maße, weil der Grundsatz der Einheitlichkeit der Pflichtverletzung in weiterem Umfang als im Strafrecht zu einem (!Strafklage"verbrauch führt (vgl. BGH, Urteil vom 14.08.2012, Az. WpSt (R) 1/12 (KG), Leitsatz 2, NJW 2012, 3251).
Die der berufsgerichtlichen Sanktionierung unterliegenden Pflichtverstöße müssen daher auch dem verfassungsrechtlichen Bestimmtheitserfordernis nach Art. 103 Abs, 2 GG genügen (vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 14.08.2012, Az. WpSt (R) 1/12 (KG), NJW 2012, 3252 Rn. 8).
Zwar hat der Bundesgerichtshof im Urteil vom 14. August 2012 (- WpSt (R) 1/12 -, juris Rn.16) ausgesprochen, dass der Vertrauensgrundsatz der neuerlichen disziplinarischen Ahndung von Vorgängen, die bereits Gegenstand einer berufsgerichtlichen Prüfung waren, entgegenstehen könne, aber abgesehen davon, dass dem Urteil des Bundesgerichtshofs ein anderes Verfahrensrecht zugrunde lag, führt die Entscheidung schon deswegen nicht zu einer anderen Beurteilung des Sachverhalts, weil die gegen die Beklagte erhobenen Vorwürfe, soweit die Kammer ihr Urteil auf sie stützt, bislang nicht Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens gewesen sind.

References: § 264

§ 264

§ 61
 § 67
 § 68
 § 128
 § 264
 § 67
 § 68
 Art. 103