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Timestamp: 2016-10-22 16:16:11+00:00

Document:
4P.302/2005 (20.02.2006)
4P.302/2005 /ruo
Spitalstiftung X.________,
Art. 9 BV (Staatshaftung aus �rztlicher T�tigkeit),
des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 5. Oktober 2005.
A.________ (Beschwerdef�hrer) ist Arzt f�r Allgemeinmedizin. Er betreibt gemeinsam mit seiner Frau in Deutschland eine Landarztpraxis. Bei einem Fahrradunfall in der Schweiz verletzte er sich am linken Fuss. Er wurde am 3. August 1991 in der Notfallabteilung des Spitals X.________ untersucht und am gleichen Tag wieder entlassen mit der Empfehlung, den Bruch nicht operieren, sondern konservativ behandeln zu lassen. Bei der Nachkontrolle erkannten die �rzte in Deutschland, dass das Gelenk beim Fersenbeinbruch erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden war, was die �rzte des Spitals X.________ �bersehen und deshalb von einem operativen Eingriff abgeraten hatten. Die deutschen �rzte rieten von einer Operation ab, da das Risiko nach Ablauf von 4 Wochen zu hoch sei. Das zust�ndige Versorgungsamt Darmstadt bescheinigte dem Beschwerdef�hrer in der Folge eine 50%ige, ab 25. August 1993 eine 30%ige Gehbehinderung wegen schmerzhafter Funktionsminderung am linken Fuss.
Mit Klage vom 19. Mai 1995 beantragte der Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, die Spitalstiftung X.________ (Beschwerdegegnerin) zur Zahlung von mindestens Fr. 2'317'319.95 Schadenersatz und Genugtuung zu verpflichten, vorbeh�ltlich abge�nderter Klagesumme infolge ver�nderter Wechselkurse. Diese Summe reduzierte er im Laufe des Verfahrens auf Fr. 1'669'457.-- zuz�glich noch zu bestimmender Anwaltskosten. Das Verwaltungsgericht stellte mit Urteil vom 31. August 1998 zun�chst fest, dass allf�llige Anspr�che des Beschwerdef�hrers im Zusammenhang mit der Behandlung durch die Beschwerdegegnerin nicht verj�hrt seien. Mit Urteil vom 15. Februar 2000 verpflichtete es sodann die Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdef�hrer eine Genugtuung von Fr. 16'700.-- nebst Zins zu bezahlen. Im �brigen wies es die Klage ab. Es gelangte zum Ergebnis, der Beschwerdef�hrer habe keinen ersatzpflichtigen Schaden erlitten. Da der Praxisgewinn gegen�ber dem zuvor vom Beschwerdef�hrer allein erzielten auch nach Abzug der L�hne der nach dem Unfall zus�tzlich eingestellten Assistenten angestiegen sei, m�ssten diese das Leistungsvolumen ausgeweitet haben. Dazu w�re es ohne Unfall nicht gekommen, weshalb sich der Beschwerdef�hrer den betreffenden Gewinn anrechnen lassen m�sse.
Auf staatsrechtliche Beschwerde des Beschwerdef�hrers hob das Bundesgericht dieses Urteil am 31. August 2000 auf. Es hielt fest, der Beschwerdef�hrer sei daf�r beweispflichtig, dass er die Gewinnsteigerung nicht durch eine Ausweitung der Praxist�tigkeit erzielt habe, und wies das Verwaltungsgericht an, die vom Beschwerdef�hrer diesbez�glich angebotenen Beweismittel abzunehmen und namentlich ein Gutachten �ber die konkreten Auswirkungen der Tarif�nderungen auf den Praxisgewinn anzuordnen.
Daraufhin holte das Verwaltungsgericht bei der Kassen�rztlichen Vereinigung J.________ (Gutachterin) ein Gutachten (datiert vom 7. Mai 2002, nachfolgend erstes Gutachten) ein. Da dieses nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortete, wurden der Gutachterin Erg�nzungsfragen gestellt, worauf die Gutachterin ein Erg�nzungsgutachten (datiert vom 19. September 2003, nachfolgend Erg�nzungsgutachten) vorlegte. Dieses korrigiert einige Fehler des ersten Gutachtens und zeichnet sich ansonsten insbesondere dadurch aus, dass es die Werte des Beschwerdef�hrers nicht mit fiktiven Durchschnittswerten vergleicht, sondern mit den Werten vergleichbarer Arztpraxen in der �rtlichen Umgebung der Praxis des Beschwerdef�hrers.
Der Beschwerdef�hrer bezifferte den geforderten Schadenersatz- und Genugtuungsanspruch daraufhin auf Fr. 1'697'514.-- zuz�glich Anwaltskosten. Das Verwaltungsgericht gelangte gest�tzt auf die beiden Gutachten im Rahmen einer Sch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR zum Schluss, die Umsatzsteigerung sei zur H�lfte auf �ussere Faktoren zur�ckzuf�hren und zur H�lfte auf eine Mengenausweitung. Nach Auffassung des Verwaltrungsgerichtes war daher der Nachweis eines ersatzf�higen Schadens nicht gelungen, und es entschied im Wesentlichen wieder gleich wie in seinem ersten Urteil.
Auch gegen dieses Urteil hat der Beschwerdef�hrer staatsrechtliche Beschwerde ergriffen. Er beantragt im Wesentlichen, das angefochtene Urteil aufzuheben, soweit es nicht die ihm zuerkannte Genugtuung betrifft. Sein Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung hat das Bundesgericht mit Pr�sidialverf�gung vom 23. November 2005 abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin und das Verwaltungsgericht schliessen im Wesentlichen auf Abweisung der Beschwerde.
1.1 Die Gutachterin h�lt im Erg�nzungsgutachten fest, die Steigerung der Fallzahlen falle verglichen mit jenen der herangezogenen konkreten Vergleichspraxen nicht mehr deutlich aus. Lagen die Fallzahlen in den Jahren 1990 bis 1996 eher tiefer als in der Vergleichsgruppe, sind sie ab Mitte 1996 konstant dar�ber. Nach Auffassung der Gutachterin erkl�rt sich diese Zunahme allerdings dadurch, dass ein Kollege des Beschwerdef�hrers seine Aktivit�ten ab dem dritten Quartal 1995 wegen einer Suchterkrankung einschr�nken musste, beziehungsweise seine Praxis 1997 ersatzlos geschlossen wurde und seine Patienten ab dieser Zeit vermehrt andere am Ort ans�ssige Praxen aufsuchten. Damit seien f�r die Fallsteigerung Gr�nde gegeben, die der Einwirkung des Beschwerdef�hrers weitestgehend entzogen gewesen seien.
1.2 In Bezug auf den Fallwert sei zwar aufgrund des neuen Datenmaterials immer noch zu erkennen, dass eine gewisse Ausweitung der erbrachten und abgerechneten Leistungen erfolgt sei. Allerdings sei auch diesbez�glich der Abstand nicht mehr so erheblich wie im ersten Gutachten angenommen. Eine Ursache daf�r liege darin, dass durch die Budgetierung eine Abkappung der Leistungsspitzen erfolgte, indem das angeforderte Honorar auf den Budgetrahmen gek�rzt wurde. Dennoch sei wie schon im ersten Gutachten eine Steigerung der Fallwerte ersichtlich, insbesondere ab dem vierten Quartal 1997. Allerdings sei in den Vergleichsgruppen ebenfalls eine Aufw�rtsentwicklung erkennbar. Auch wenn diese nicht ganz so deutlich wie beim Beschwerdef�hrer ausfalle, k�nne dennoch eine gewisse Parallelit�t in der Leistungsentwicklung festgestellt werden. �berdies habe die Praxis des Beschwerdef�hrers schon vor dem dritten Quartal 1991 Fallwerte aufgewiesen, die deutlich �ber denjenigen der Vergleichspraxen lagen. Dieser Abstand, bedingt durch die Besonderheiten dieser Praxis, sei danach mit Ausnahme von drei Quartalen best�ndig fortgef�hrt worden, so dass insoweit von einer Perpetuierung einer von Anfang an gegebenen Leistungsbesonderheit gesprochen werden m�sse.
1.3 Ein Teil der erh�hten Fallwerte lasse sich auch auf von den Krankenkassen gewollte Struktureffekte (wie vermehrte Hausbesuche und Schutzimpfungen) zur�ckf�hren, welche in der Praxis des Beschwerdef�hrers in besonderem Masse verwirklicht worden seien.
1.4 Bei den Zusatzbudgets weist die Gutachterin darauf hin, dass dem Beschwerdef�hrer f�r dasselbe Zusatzbudget eine im Verh�ltnis zu den Vergleichspraxen erh�hte Fallpunktzahl zugesprochen wurde.
1.5 Zusammenfassend stellt die Gutachterin fest, dass im Erg�nzungsgutachten die Praxis des Beschwerdef�hrers und diejenigen der Vergleichsgruppe nur noch in abgeschw�chter Form abweichen. Die Steigerungstendenz sei indessen bei der Praxis des Beschwerdef�hrers ausgepr�gter als bei der Vergleichsgruppe, insbesondere ab 1996. Bis 1996 lag das durchschnittliche Netto-Honorar lediglich um ca. 0.91% �ber den durchschnittlichen Nettohonoraren der Vergleichsgruppe, ab 1996 bis 2002 dann aber um durchschnittlich ca. 15.68%. Diese Entwicklung habe jedoch vermutlich ihre Begr�ndung zumindest teilweise in der vermehrten Erbringung von unbudgetierten Leistungen und h�heren Fallpunktzahlen bei einem Zusatzbudget, sowie der Schliessung der Nachbarpraxis.
2.1 Das Verwaltungsgericht erachtete die effektiv in der Region ans�ssigen Gemeinschaftspraxen von Allgemeinmedizinern am ehesten f�r vergleichbar mit der Praxis des Beschwerdef�hrers. Wegen der kleinen Betriebszahl von drei Praxen bestehe aber die Gefahr von Zufallsresultaten, zumal fraglich sei, ob die Praxisstruktur mit derjenigen des Beschwerdef�hrers identisch sei. Daher sei auch das erste Gutachten erg�nzend heranzuziehen, wobei es im Ergebnis keinen Unterschied mache, wenn allein auf das f�r den Beschwerdef�hrer g�nstigste Gutachten abgestellt w�rde. Im �brigen nehme das Gericht eine eigene Wertung des statistischen Materials vor, welche teilweise von den Ergebnissen der Gutachterin abweiche.
2.2 Das Verwaltungsgericht hielt fest, es seien zwar f�r den Beschwerdef�hrer g�nstige Tarif�nderungen vorgenommen worden. Diesen st�nden aber noch zahlreichere Neuerungen entgegen, welche sich ung�nstig ausgewirkt h�tten.
2.3 In Bezug auf die Schliessung der Nachbarpraxis sei festzuhalten, dass auch die zweite Gemeinschaftspraxis vor Ort Patienten �bernommen habe. Insoweit sei die Aussage im Erg�nzungsgutachten, die Fallzahlsteigerungen seien haupts�chlich auf die �bernahme von Patienten des erkrankten Arztes zur�ckzuf�hren, zu relativieren. Das Gutachten f�hre nur aus, die Patienten des erkrankten Arztes h�tten sich auf die beiden vor Ort ans�ssigen Praxen verteilt. Unter diesen Umst�nden sei nicht belegt, dass der Beschwerdef�hrer die Mehrheit der Patienten �bernommen habe. Vielmehr sei davon auszugehen, dass auch die andere Gemeinschaftspraxis Patienten �bernommen habe, was zu einer Steigerung in Bezug auf die Vergleichspraxen f�hre. Die Steigerung der Fallzahlen k�nne daher nur teilweise mit der Schliessung der Nachbarpraxis begr�ndet werden.
2.4 Die Nettohonorare h�tten sich zun�chst unter denjenigen der Vergleichsgruppe befunden, da sich die Praxis des Beschwerdef�hrers noch in der Aufbauphase befunden habe. Danach h�tten sich die Nettohonorare trotz des Unfalls stetig gesteigert, was belege, dass der Unfall f�r die anf�nglich unter den Vergleichspraxen liegenden Betriebsergebnisse nicht kausal gewesen sei.
2.5 Bei den Fallzahlen sei zwischen den Jahren 1991 und 2002 eine Zunahme von 6.94% ersichtlich. Damit habe klarerweise eine nicht unbeachtliche Mengenausweitung stattgefunden. Dies k�nne nicht auf die Praxisschliessung zur�ckzuf�hren sein, da bereits im Jahre 1995 rund 120 F�lle mehr behandelt wurden als im Jahre vor dem Unfall und im Jahre 1996 rund 90 F�lle mehr. Unter diesen Umst�nden k�nne offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer ohne Unfall �berhaupt die Kapazit�t gehabt h�tte, die Patienten der geschlossenen Praxis zu �bernehmen. Jedenfalls sei die Mengenausweitung w�hrend der gesamten Vergleichsperiode schwergewichtig auf Massnahmen zur�ckzuf�hren, die der Beschwerdef�hrer erst nach dem Unfall getroffen habe.
2.6 Die Fallwerte der Praxis des Beschwerdef�hrers seien bereits vor dem Unfall �ber denjenigen der Vergleichspraxen gelegen. Auffallend sei, dass die Fallwerte ab der zweiten Jahresh�lfte 1997 erheblich zunahmen. Ab diesem Zeitpunkt seien die Zusatzbudgets gew�hrt worden und h�tten Einzelleistungsverg�tungen ausserhalb des Praxisbudgets abgerechnet werden k�nnen. Der Beschwerdef�hrer habe sich die Tarifbeg�nstigungen offenbar in h�herem Umfang als die Vergleichspraxen zu Nutzen machen k�nnen. Die den Beschwedef�hrer beg�nstigenden Regelungen betreffend die Abrechnung bez�glich Einzelleistungen wie Hausbesuche und Schutzimpfungen seien erst ab 1997 in Kraft getreten. Die Fallwerte seiner Praxis seien aber schon ab der zweiten Jahresh�lfte 1991 bis 1997 rund 10 Prozent �ber den Werten der Vergleichspraxen gelegen.
2.7 Die Nettohonorare seien schon ab 1993 �ber denjenigen der Vergleichspraxen gelegen, die speziell beg�nstigenden tariflichen Auswirkungen h�tten sich dagegen erst ab der zweiten H�lfte des Jahres 1997 ausgewirkt und k�nnten nur als Teilsursache der dargestellten Fallwert- und Nettohonoraranstiege betrachtet werden. Die Fallzahlen seien in der Vergleichsperiode um rund 8% angestiegen. Auch hierf�r liege die Ursache nur teilweise in der Praxisaufgabe des anderen Arztes.
2.8 Gest�tzt auf diese �berlegungen nahm das Verwaltungsgericht im Rahmen einer Sch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR an, die statistisch belegten Umsatzsteigerungen seien nur zur H�lfte durch Tariferh�hungen und die Praxisaufgabe zu erkl�ren. Die andere H�lfte sei demnach auf eine Mengenausweitung zur�ckzuf�hren. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung sah es das Verwaltungsgericht als unwahrscheinlich an, dass der Beschwerdef�hrer bessere Resultate erzielt h�tte, wenn ihm seine volle Arbeitskraft erhalten geblieben w�re. Dies stimme �brigens mit der Annahme des Beschwerdef�hrers selbst �berein, der heute nicht mehr davon ausgehe, sein Valideneinkommen w�re ohne Behinderung h�her ausgefallen.
2.9 Angesichts der Versicherungsleistungen, die der Beschwerdef�hrer bezieht und die seinen Schaden �bersteigen, schloss das Verwaltungsgericht f�r die bisherige Zeit einen Schaden aus. Da die Versicherungsleistungen indessen vor dem Ende der Arbeitst�tigkeit des Beschwerdef�hrers eingestellt werden, pr�fte das Verwaltungsgericht, ob dem Beschwerdef�hrer allenfalls ein zuk�nftiger Schaden entstehen k�nnte. Im Rahmen der Vorteilsanrechnung, von welcher nach Auffassung des Verwaltungsgerichts beide Parteien ausgingen, gen�ge der aus den Versicherungsleistungen akkumulierte �berschuss, um auch diesen Schaden abzudecken.
2.10 In Bezug auf die Genugtuung hielt das Verwaltungsgericht an seinen Erw�gungen fest und entschied gleich wie im ersten Urteil. Betreffend die vom Beschwerdef�hrer verlangte Entsch�digung f�r vorprozessuale Anwaltskosten erkannte das Verwaltungsgericht, der Ausgang des Verfahrens sei bei der Frage, ob diese Kosten zu ersetzen seien, zu ber�cksichtigen. Der Zuspruch einer Genugtuung k�nne allenfalls einen sehr eingeschr�nkten Anspruch auf Ersatz der vorprozessualen Kosten nach sich ziehen. Ein allf�lliger Anspruch w�re aber ohnehin durch den dem Beschwerdef�hrer verbleibenden Gewinn�berschuss abgedeckt. Damit entschied das Verwaltungsgericht im Wesentlichen wieder gleich wie in seinem ersten Urteil, das vom Bundesgericht aufgehoben worden war.
Der Beschwerdef�hrer r�gt haupts�chlich die Beweisw�rdigung des Verwaltungsgerichts als willk�rlich. Daneben bringt er aber auch vor, der gem�ss der Rechnung des Verwaltungsgerichts bestehende Leistungs�berschuss d�rfe jedenfalls nicht auf den zuk�nftigen Schaden und schon gar nicht auf eine allf�llige Entsch�digung f�r vorprozessuale Bem�hungen angerechnet werden. Dies widerspreche dem Grundsatz, dass eine Anrechnung nur bei sachlicher und zeitlicher Identit�t beziehungsweise Kongruenz zul�ssig sei. �berdies habe die Vorinstanz unterlassen abzukl�ren, ob in Bezug auf die ausbezahlten Versicherungsleistungen �berhaupt eine Anrechnung vorgenommen werden d�rfe.
3.1 Nach st�ndiger Praxis des Bundesgerichts gilt im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde das grunds�tzliche Verbot, neue Tatsachenbehauptungen sowie rechtliche Argumente vorzubringen und neue Beweisantr�ge zu stellen (BGE 128 I 354 E. 6c S. 357 mit Hinweisen). Aus dem Gebot der Ersch�pfung des Instanzenzuges folgt �berdies, dass der Beschwerdef�hrer die in der staatsrechtlichen Beschwerde erhobenen R�gen schon vor der kantonalen Instanz vorgebracht haben muss, es sei denn, erst deren Entscheid habe dazu Anlass gegeben (Forster, Staatsrechtliche Beschwerde, in: Geiser/M�nch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Auflage, N. 2.14, S. 63 f.). Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, dass er die Einw�nde gegen die Anrechnung des �berschusses bereits im kantonalen Verfahren eingebracht hat. Damit gelten sie als neu und daher unzul�ssig. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
3.2 Hinzu kommt, dass sich das Bundesgericht mit dem vorliegenden Streitfall bereits befasst hat und das urspr�ngliche Urteil des Verwaltungsgerichts nur in einem Punkt bem�ngelte.
3.2.1 Die kantonale Instanz, an die eine Sache zur�ckgewiesen wird, darf nach Art. 66 Abs. 1 OG, welcher auch im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde zu beachten ist (Art. 74 OG; BGE 111 II 94 E. 2 S. 95), neue Vorbringen nur ber�cksichtigen, soweit sie nach kantonalem Prozessrecht zul�ssig sind und Punkte betreffen, die Gegenstand des R�ckweisungsentscheides bildeten. Dabei hat die kantonale Instanz ihrer Entscheidung die rechtliche Beurteilung, mit der die Zur�ckweisung begr�ndet wird, zugrunde zu legen (BGE 131 III 91 E. 5.2 S. 94 mit Hinweisen). Diese Beurteilung bindet auch das Bundesgericht (BGE 125 III 421 E. 2a S. 423). Wegen dieser Bindung der Gerichte ist es, abgesehen von allenfalls zuzulassenden Noven, ihnen wie den Parteien verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen andern als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu pr�fen, die im R�ckweisungsentscheid ausdr�cklich abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden sind (BGE 116 II 220 E. 4a S. 222; 111 II 94 E. 2 S. 95, je mit Hinweisen).
3.2.2 Diese Grunds�tze verkennt der Beschwerdef�hrer. Soweit das Bundesgericht das erste Urteil in seinem R�ckweisungsentscheid nicht beanstandete, kann der Beschwerdef�hrer, der es vers�umt hat, gegen�ber dem ersten Urteil entsprechende R�gen anzubringen, im jetzigen Stadium des Verfahrens keine erneute �berpr�fung verlangen. Sollte tats�chlich ein �berschuss bestehen, kann sich der Beschwerdef�hrer mithin nicht gegen die Anrechnung wehren, wie sie das Verwaltungsgericht bereits im ersten Entscheid vorgenommen hat.
Damit bleibt zu pr�fen, ob die Beweisw�rdigung des Verwaltungsgerichts dem Willk�rvorwurf standh�lt.
4.1 Willk�rlich ist ein Entscheid nach konstanter Rechtsprechung nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, je mit Hinweisen). Dabei gen�gt es nicht, wenn sich nur die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich nur dann, wenn der Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 128 I 177 E. 2.1 S. 182; 127 I 38 E. 2a S. 41 mit Hinweisen).
4.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, aus den Fallzahlen des Erg�nzungsgutachtens ergebe sich, dass die Fallzunahme nach dem Unfall relativ gering sei. Im ersten Quartal 1991 habe die Fallzahl seiner Praxis 2'253 betragen, im j�ngsten in der Tabelle des Gutachtens ber�cksichtigten Quartal, dem ersten des Jahres 2002, dagegen 2'358, was einer Zunahme von nur gerade 4.66% entspreche. Ein derartiger Zuwachs sei f�r den Beschwerdef�hrer ohne Assistenten bei voller Arbeitsf�higkeit ohne Weiteres zu bew�ltigen, zumal sich seine Praxis 1991 im Aufbaustadium befunden habe.
4.3 Ein Vergleich der Fallwerte zeige, dass sowohl die Fallwerte der Praxis des Beschwerdef�hrers als auch diejenigen der Vergleichspraxen �ber die Jahre einen leichten Aufw�rtstrend zeigten. Die Zunahmen und Abnahmen der Fallwerte in den einzelnen Quartalen verlaufe bei der Praxis des Beschwerdef�hrers und den Vergleichspraxen fast genau parallell. Dies beweise, dass die entsprechenden Ausschl�ge tarifbedingt seien. Die gleiche Entwicklung h�tte sich somit auch ergeben, wenn der Beschwerdef�hrer zu 100% arbeitsf�hig gewesen w�re, weshalb die von ihm bezahlten Assistentenl�hne als Schaden anzurechnen seien, denn ohne Unfall h�tte der Beschwerdef�hrer denselben Ertrag ohne Mitwirkung von Assistenten erwirtschaftet. Die Feststellung des Verwaltungsgerichts, der Beschwerdef�hrer selbst gehe nicht mehr davon aus, dass sein Valideneinkommen ohne Unfall h�her gewesen w�re, widerspreche diametral den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers an der zitierten Aktenstelle. Auch diesbez�glich sei das Verwaltungsgericht in Willk�r verfallen.
4.4 Die tendenziell h�heren Fallwerte erg�ben sich, wie das Zusatzgutachten aufzeige, aus der speziellen Ausrichtung der Praxis des Beschwerdef�hrers und dessen Spezialisierung, die beispielsweise dazu gef�hrt habe, dass er f�r die Disziplin Psychosomatik eine Fallpunktzahl 2 erhalten habe, w�hrend den Vergleichspraxen nur die Fallpunktzahl 1 zugebilligt worden sei. Das h�here Fallwertniveau habe nichts mit einer Mengenausweitung zu tun, sondern mit der Qualit�t des angebotenen Leistungsspektrums. Die speziellen und h�her tarifierten Leistungen der Praxis des Beschwerdef�hrers seien durch die Tarifreformen zus�tzlich privilegiert worden, weil entsprechende Leistungen gef�rdert werden sollten. Dass die erh�hten Fallwertzahlen nicht auf einer Erh�hung der Anzahl der Arztleistungen durch Assistenz�rzte beruht, sondern bereits vor dem Unfall bestanden h�tten und durch die Sonderheiten seiner Praxis bedingt seien, werde im Erg�nzungsgutachten ausdr�cklich festgehalten.
4.5 Zudem sei eine mengenm�ssige Ausweitung der T�tigkeit durch Assistenz�rzte gar nicht zul�ssig. Verstosse ein Arzt gegen diese Vorschriften, w�rden entsprechende Leistungen nicht honoriert. Die Annahme, die relativ hohen Assistentenl�hne von € 71'425.00 pro Jahr k�nnten vollst�ndig kompensiert werden, m�sse als willk�rlich bezeichnet werden.
Mit seinen Vorbringen vermag der Beschwerdef�hrer allenfalls aufzuzeigen, dass auch eine andere L�sung denkbar oder vielleicht sogar vorzuziehen w�re. Zur Begr�ndung eines Willk�rvorwurfes reichen sie dagegen nicht aus.
5.1 Zwar darf das Gericht in Fachfragen nicht ohne triftige Gr�nde von einem Gutachten abweichen und muss Abweichungen begr�nden (BGE 130 I 337 E. 5.4.2 S. 345 f.; 128 I 81 E. 2 S. 86). Angesichts der Tatsache, dass das Erg�nzungsgutachten selbst zum Schluss kommt, die Entwicklung finde ihre Erkl�rung zumindest teilweise in der vermehrten Einbringung von unbudgetierten Leistungen und h�heren Fallzahlpunkten bei einem Zusatzbudget sowie der Schliessung der Nachbarpraxis, ist aber die Annahme der Vorinstanz, neben diesen Faktoren h�tte auch eine Mengenausweitung zu den guten Praxisresultaten gef�hrt, nicht geradezu unhaltbar. Schliesslich kommt auch das Erg�nzungsgutachten zum Schluss, die Steigerungstendenz bei der Praxis des Beschwerdef�hrers sei ausgepr�gter als bei der Vergleichsgruppe. Wenn der Beschwerdef�hrer zwei einzelne Quartale am Anfang und am Ende der Vergleichsperiode herauspickt und vorbringt, er h�tte die zwischen diesen Quartalen bestehende Differenz bei voller Arbeitskraft ohne Assistenten bew�ltigen k�nnen, l�sst dies den angefochtenen Entscheid nicht willk�rlich erscheinen. Massgeblich ist, ob die Entwicklung �ber die gesamte Vergleichsperiode betrachtet ohne Willk�r auf eine Mengenausweitung schliessen l�sst.
5.2 In Bezug auf die Fallwerte h�lt das Erg�nzungsgutachten fest, aufgrund des neuen Datenmaterials sei immer noch zu erkennen, dass eine gewisse Ausweitung der erbrachten und abgerechneten Leistungen erfolgt sei. Auch insoweit vermag der Beschwerdef�hrer keine Willk�r aufzuzeigen.
5.3 Daraus, dass gem�ss Erg�nzungsgutachten die Kurven der Praxis des Beschwerdef�hrers und diejenigen der Vergleichspraxen eine gewisse Parallelit�t aufweisen, kann der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich ableiten, geht doch auch das Verwaltungsgericht davon aus, die Steigerung sei nicht ausschliesslich auf eine Mengenausweitung zur�ckzuf�hren. Daher konnte es ohne Willk�r annehmen, die Parallelit�t ergebe sich aus den Tarif�nderungen, welche nach Auffassung des Verwaltungsgericht zusammen mit der Praxisaufgabe zur H�lfte f�r die Umsatzsteigerung verantwortlich sind.
5.4 Dem Beschwerdef�hrer ist zuzugeben, dass gem�ss dem ersten Gutachten die Besch�ftigung von Assistenz�rzten oder angestellten �rzten grunds�tzlich nicht zu einer Ausweitung der Praxis f�hren soll und dass gewisse Mechanismen bestehen, um Missbrauch vorzubeugen.
5.4.1 F�r die Besch�ftigung von Assistenten gibt es aber gem�ss dem ersten Gutachten keine feste Grenze, ab der Massnahmen ergriffen werden, und auch bei angestellten �rzten wird im Rahmen des Job-Sharing-Systems eine gewisse Steigerung toleriert (das Abrechnungsvolumen, das sich aus dem Mittelwert der letzten vier Abrechnungsquartale ergibt, darf um nicht mehr als 3% des durchschnittlichen Volumens der Fachgruppe �berschritten werden, sonst wird die Abrechnung sachlich-rechnerisch berichtigt).
5.4.2 �berdies hat die Schliessung der Nachbarpraxis unzweifelhaft zu einer Erh�hung des Praxisumfangs gef�hrt. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, wie diese Zunahme zu einer Verbesserung des Praxisergebnisses f�hren konnte, wenn Mengenausweitungen in Praxen, die �rzte oder Assistenten besch�ftigen, K�rzungen zur Folge haben. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Annahme, eine gewisse Steigerung sei auch unter Zuhilfenahme von Assistenz�rzten zu erreichen, nicht als offensichtlich unhaltbar.
5.5 Indem das Verwaltungsgericht davon ausging, die statistisch belegten Umsatzsteigerungen seien nur zur H�lfte durch Tariferh�hungen und die Praxisaufgabe und zur anderen H�lfte durch eine Mengenausweitung zu erkl�ren, hat es mithin von dem ihm nach Art. 42 Abs. 2 OR bei der Absch�tzung des Schadens in tats�chlicher Hinsicht zustehenden Ermessen im Ergebnis keinen willk�rlichen Gebrauch gemacht.
Der Feststellung des Verwaltungsgerichts, der Beschwerdef�hrer nehme heute selbst nicht mehr an, sein Valideneinkommen w�re ohne Behinderung h�her ausgefallen, welche in den Akten in der Tat keine St�tze findet, kommt damit keine Bedeutung zu. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen und der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 156 Abs. 1 und 159 Abs. 2 OG).
Die staatsrechtlichen Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

References: Art. 9
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 66
 BGE 
 Art. 42