Source: http://www.tenhumbergreinhard.de/taeter-und-mitlaeufer/staedte-1933-1945/lidice.html
Timestamp: 2017-10-24 09:31:28+00:00

Document:
Tschechien, Region Středočeský kraj, Bezirk Kladno
Lidice ist eine Gemeinde im Okres Kladno in Tschechien. Sie liegt 7,1 km (Luftlinie) östlich von Kladno und 20 km westlich von Prag in der Mittelböhmischen Region
Lidice wurde 1942 von den deutschen Nationalsozialisten als Teil der Racheaktionen nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich zerstört. Nach dem Krieg wurde Lidice 300 m vom alten Ort entfernt neu aufgebaut. An der Stelle des früheren Lidice befinden sich heute eine Gedenkstätte und ein Museum.
Zitat des Amerikanischen Zeitungs Verlegers und republikanischen Vize-Präsidentschafts- Kandidaten von 1936, William Franklin "Frank" Knox.
"When future generations ask us what we're fighting in WWII, we will tell them the story of Lidice".
Heydrich Reinhardt (Eugen Tristan)
Der Teufel von Böhmen, ein Mörder, der durch Blut und Tränen watete, ein Scherge, der tausende Menschen auf dem Gewissen hat
Namensliste der am 16.06.1942 gegen 18:45 Uhr auf dem Schießplatz Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) erschossenen Männer aus Lidice
Die Mörder waren Polizisten aus Halle an der Saale.
Reinhard Heydrich kam aus Halle an der Saale - Zufall?
Waren wir Menschen?
Wir waren – es
wir sind wir es noch,
Menschen, Unmenschen
liegen wir nebeneinander
auf den Brettern in der Erde auf dem Boden im Grab
ohne Urne
der Tag der Verbrennung
Unmenschlich ist der Traum
Unmenschen.
Lidice bedeutet auf Deutsch: Menschen.
Ležáky etwa: liegen.
riefen aus:
Die Schafe von Lidice (in Theresienstadt)
Flockige, gelbweiße Schafe trotten die Straße entlang.
Zwei Hirtinnen folgen der Herde, durch die Dämmerung tönt ihr Gesang.
Es ist ein Bild voller Frieden, und doch bleibst du, Eilender, stehn
Als fühlst du den Hauch allen Todes grausig vorübergehen.
Flockige, gelbweiße Schafe, sie sind der Heimat so fern,
verbrannt sind ihre Ställe, getötet ihre Herrn.
Ach, alle Männer des Dorfes, sie starben den gleichen Tod.
Ein kleines Dorf in Böhmen, und soviel Unglück und Not.
Verschleppt die fleißigen Frauen, die sorgsam die Herde betreut,
verschollen die fröhlichen Kinder, die sich an den Lämmern erfreut.
Zerstört die kleinen Häuser, in denen der Friede gewohnt.
Ein ganzes Dorf vernichtet, das Vieh nur gnädig verschont.
Das sind die Schafe von Lidice und trefflich am Platze hier.
In der Stadt der Heimatlosen, das heimatlose Getier.
Umschlossen von einer Mauer, durch grausamen Zufall gesellt,
das gequälteste Volk der Erde und die traurigste Herde der Welt.
Die Sonne ist untergegangen, der letzte Strahl versinkt.
Und irgendwo bei den Kasernen ein jüdisch Lied erklingt.
Auf der Suche nach den Attentätern und den Hintermännern des Anschlags auf Heydrich, wird jeder noch so winzigen Spur nachgegangen, auch Spuren, die offensichtlich nichts mit dem Attentat zu tun haben. So tauchte plötzlich der Name Lidice auf:
Der Fabrikbesitzer Jaroslav Pala in Slany, stößt bei der Kontrolle der Post seiner Angestellten auf einen mysteriösen Brief, dessen Inhalt er auf das Attentat bezieht. Die Adressatin des Briefes, die neunzehnjährige Angestellte, Anna Marusczakova aus Holousy bei Slany, glaubt, es handele sich bei dem Absender um den Sohn einer Familie Horák aus Lidice. Der Absender des Briefes ist in Wirklichkeit Vaclav Riha, ein Arbeiter, der in Kladno arbeitete, und ein verheirateter Mann, der eine Liebesaffäre beenden will. Er wollte den Eindruck erwecken, das er sich Illegal in den Wäldern um Krivoklat aufhaltete. Deshalb hatte er einen seiner Mitarbeiter gebeten, den Brief in den Briefkasten in deren Wohnort zu werfen.
Der Fabrikbesitzer Jaroslav Pala übergab den Brief der Gestapo in Kladno.
Der Brief hatte folgenden Inhalt:
Liebe Anicka!
Verzeih, dass ich so spät schreibe, und vielleicht verstehst Du mich, denn Du weisst, dass ich viele Sorgen habe. Was ich tun sollte, das habe ich auch getan. An jenem verhängnisvollen Tag habe ich irgendwo in Cabarna geschlafen.
Ich bin gesund, auf Wiedersehen diese Woche und dann sehen wir uns nicht mehr.
Es grüssen dich die Eltern von Pepik Horak aus Lidice.
Josef Horak aus Lidice war Soldat in der tschechoslowakischen Auslandsarmee. Das führte die Gestapo nach Lidice.
Am 4. Juni 1942 stirbt Reinhard Heydrich an einer Blutvergiftung. Mit den Granatsplittern waren Bakterien in den Körper eingedrungen. Der Leichnam Heydrichs wurde im Prager Hradschin aufgebahrt. Unter den Trauernden, die am Sarg vorbei defilierten waren auch viele Tschechen. Nach einem Staatsakt mit Reden Hitlers und Himmlers auf der Prager Burg wurde der Sarg anschließend nach Berlin in die Neue Reichskanzlei überführt. Der Sarg mit Heydrichs Leichnahm, wurde auf dem Berliner Invalidenfriedhof beigesetzt, wo er heute noch in einem ungekennzeichneten Grab liegt.
Die Gestapo durchsuchte alle Häuser in Lidice, am grünlichsten die Häuser der Familien Horak und Stribrny, deren Söhne, Offiziere der tschechoslowakischen Armee waren. Ohne irgenwelche Beweise, nahm die Gestapo die gesammte Verwandschaft, 8 Männer und 7 Frauen, fest.
Bericht des Prager Befehlshabers der Sicherheitspolizei, Horst Böhme
um 19.45 Uhr, teilt mir SS-Gruppenführer K.H. Frank aus Berlin fernmündlich mit, dass auf Grund einer Führerbesprechung die Ortschaft Liditz folgendermaßen noch am gleichen Tag zu behandeln ist:
2. alle Frauen sind in ein Konzentrationslager zu überstellen,
3. die Kinder zu sammeln und, soweit eindeutschungsfähig, an SS-Familien ins Reich zu geben. Der Rest wird einer anderen Erziehung zugeführt,
4. die Ortschaft ist niederzubrennen und dem Erdboden gleich zu machen. Die Feuerwehr ist hierbei einzuschalten.
Ich habe hiervon sofort verständigt:
den Befehlshaber der Ordnungspolizei, Generalleutnant Riege, den Leiter der Staatspolizeileitstelle Prag, SS-Standartenführer Dr. Geschke, mit der Bitte um Kenntnisgabe an den Leiter der Außendienststelle Kladno, SS-Hauptsturmführer Wiesmann. Daraufhin bin ich mit SS-Standartenführer Geschke nach Kladno gefahren, wo sich inzwischen der Führer der Kladnoer Schutzpolizeikompanie mit seinen Offizieren eingefunden hatte.
Zunächst wurde die Ortschaft sofort umstellt. Die Kompanie erhielt die Weisung, niemanden aus dem Ort herauszulassen, dagegen alle Ortsansässigen einzulassen. Von Kladno aus habe ich das Ersatz Bataillon 480 der Wehrmacht in Schlan angefordert. Der Kommandeur sagte zu, daß er 200 Mann motorisiert heranschaffen würde. Hiervon habe ich sofort den Chef des Stabes beim Wehrmachtbevollmächtigten verständigt und ihn weiterhin um Pioniere für die Brandlegung gebeten. Oberstleutnant Vorbrugg erklärte mir, daß keine Pioniere da seien, er würde mir jedoch sofort Feuerwerker mit Benzin nach Kladno entsenden.
Von der Anforderung des Schlaner Bataillons nahm Oberstleutnant Vorbrugg Kenntnis und wollte auch von sich aus nochmals eine gleiche Weisung nach Schlan geben. Die Protektorats Gendarmerieabteilung in Buschtiehrad, unter Führung des deutschen Oberstleutnants Vid, wurde am Ortsausgang Liditz Buschtiehrad bereitgestellt, um die sichergestellten Gegenstände zu registrieren und für ihre ordnungsgemäße Verwahrung Sorge zu tragen.
An Ort und Stelle in Liditz wurde festgestellt, daß der Ort 483 Einwohner und 93 Gebäude hat. Daraufhin wurden in Prag zwei weitere Kompanien der Ordnungspolizei angefordert. Vom Einsatz der Feuerwehr wurde abgesehen, da nur tschechische Feuerwehr zur Verfügung stand. Nach dem Eintreffen der Schlaner Wehrmacht in Stärke von zwei Offizieren und 200 Mann übernahm diese Einheit die Außensicherung, während die Kladnoer Bataillone der Schutzpolizei die Festnahmen und Sammlung der Einwohner durch führte. Nach dem Eintreffen der zwei Prager Kompanien Schutzpolizei wurde das Vieh, landwirtschaftliches transportables Gerät, Fahrräder, Radioapparate u. ä. aus dem Ort unter Leitung des landwirtschaftlichen Sachbearbeiters des Oberlandrates Kladno, Hense, herausgeschafft.
Nachdem die Frauen und Kinder gesammelt waren, wurden diese in die Turnhalle des tschechischen Realgymnasiums Kladno überführt.
Die Bewachung übernahm die Gendarmerie des Oberlandrates Kladno. Nach dem Abtransport der Frauen und Kinder (198 Frauen und 98 Kinder) wurden 173 erwachsene Einwohner durch ein Exekutionskommando in Stärke von einem Offizier, zwei Unterführern und 20 Mann erschossen. Die frei werdenden Teile der Schutzpolizei wurden nunmehr beauftragt, von der Westseite her die Gebäude brandfertig zu machen. Der bereits zu Beginn der Aktion eingetroffene Pioniermajor der Wehrmacht hatte 200 Liter Benzin mitgebracht, die ergänzt wurden durch 300 Liter Benzin und 200 Liter Petroleum aus den Beständen der Geheimen Staatspolizei. Nachdem der Ort bezüglich des aufgeführten Viehs und der Gegenstände im großen und ganzen als geräumt gelten konnte, wurde um 7 Uhr früh das erste Haus in Brand gesteckt.
Um 10 Uhr konnte insoweit die Aktion als beendet angesehen werden. Da die gesamte Ortschaft massiv gebaut war, blieben alle Mauern stehen, so daß es erforderlich ist, daß nunmehr Pioniere zur Sprengung eingesetzt werden. Der Pioniermajor der Wehrmacht wollte zwei Kompanien aus Riesa anfordern, schlug aber dann vor, daß zwei Kompanien der Dresdner SS-Pioniere angefordert werden, die eher eintreffen würden.
Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Berlin am 10.06.1942, um 11 Uhr, besichtigte SS-Gruppenführer KH Frank den Ort und veranlaßte dann sofort von Prag aus den Einsatz von zwei Pionierkompanien aus Dresden.
Statt der angeforderten zwei Kompanien traf jedoch nur ein Zug in Stärke von einem Offizier und 36 Mann mit unzulänglichem Hilfsmaterial ein. Der Führer dieses Pionierzuges setzte sich auf meine Veranlassung mit dem Pioniermajor Fehrer in Verbindung, um dort abzusprechen, was die Wehrmacht noch einsetzen könnte. Gleichzeitig hat SS-Gruppenführer Frank beim SS-Führungshauptamt Verstärkung der Pioniere angefordert. Um weitere landwirtschaftliche Geräte und zur Verschrottung geeignete Eisenteile u.a. sicherzustellen, wurden drei Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes am 11.06.1942 eingesetzt.
Da nach meiner Auffassung nicht damit zu rechnen ist, daß die SS weitere Pioniere zur Verfügung stellt, und vermutlich eine Anforderung bei der Wehrmacht auf Schwierigkeiten stoßen wird, bitte ich in Erwägung zu ziehen, ob nicht die Regierungstruppe, die meines Wissens ausgebildete Pioniere hat, zur Sprengung eingesetzt werden kann. Zwei Verzeichnisse des sichergestellten Viehs und der sichergestellten Gegenstände füge ich bei. Das Vieh befindet sich auf dem Staatsgut Buschtiehrad, die Gegenstände nicht landwirtschaftlicher Art sind in Verwahrung der Geheimen Staatspolizei Kladno. Das Bodenamt wurde angewiesen, den gesamten Grund und Boden der Ortschaft in landwirtschaftliche Nutzung zu übernehmen.
SUA Reichsprotektor
Vernichtung von Lidice
Ein zwölfjähriger Junge versuchte fortzulaufen. Er wurde von einem Soldaten sofort erschossen.
Eine Frau versuchte zu entkommen, eine Kugel in den Rücken setzte ihrer Flucht ein Ende. Nach der Ernte wurde ihr Leichnam in den Feldern gefunden.
Der Kommandant im Ghetto Theresienstadt, SS-Hauptsturmführer Dr. Seidl Siegfried erhält Order, 30 Häftlinge aus der Kleinen Festung (Gestapogefängnis Theresienstadt) ausgerüstet mit Schaufeln, Krampen und dgl. für ein Sonderkommando bereitzustellen.
Beteiligte Häftlinge:
Mautrra Rudolf
Am 10.06.1942 werden 195 Frauen und 105 Kinder aus dem von deutschen Verbrechern besetzen Lidice ins 7,1 km (Luftlinie) enfernte Kladno verschleppt. Der Transport erfolgt mit LKW und Busse. Die verschleppten werden in der von Wachen abgesperrten Turnhalle des Gymnasiums untergebracht.
Der deutsche Rundfunk im Protektorat meldete am 10. Juni 1942:
"Achtung, Achtung. Amtlich wird bekannt gegeben: Im Zuge der Fahndungen nach den Mördern des SS-Obergruppenführers Heydrich wurden einwandfreie Hinweise dafür gefunden, dass die Bevölkerung der Ortschaft Liditz bei Kladno dem in Frage kommenden Täterkreis Unterstützung und Hilfe leistete. Die betreffenden Beweismittel wurden trotz Befragung ohne Mithilfe der Ortseinwohner erbracht. Die damit bekundete Einstellung zum Attentat wird noch durch weitere reichsfeindliche Handlungen unterstrichen, wie Funde von staatsfeindlichen Druckschriften, Waffen- und Munitionslagern eines illegalen Senders sowie bewirtschafteter Waren im größten Ausmaße, und durch die Tatsache, dass Ortseinwohner sich im aktiven Dienste des Feindes im Ausland befinden. Nachdem die Einwohner dieses Dorfes durch ihre Tätigkeit und durch die Unterstützung der Mörder von SS-Obergruppenführer Heydrich gegen die erlassenen Gesetze schärfstens verstoßen haben, sind die männlichen Erwachsenen erschossen, die Frauen in ein Konzentrationslager überführt und die Kinder einer geeigneten Erziehung zugeführt worden. Die Gebäude des Ortes sind dem Erdboden gleichgemacht und der Name der Gemeinde ist ausgelöscht worden. Soweit dieses Bekanntmachung."
aus Goebbels Tagebuch
In Lidice seien "im ganzen 460 Erschießungen vorgenommen" worden. "Immerhin ein Strafgericht, das sich sehen lassen kann und zweifellos seine abkühlende Wirkung auf die noch verbliebenen Reste der Oppositionsbewegung im Protektorat nicht verfehlen wird."
aus dem Rundschreiben des Ministeriums des Innern und dem Protektorat (Propagandaministerium) vom 15.06.1942.
„In der gegenständlichen Angelegenheit wurde der hiesigen Behörde mit Runderlass
der Ministeriums des Innern vom 15.06.1942 Z1:16697/42-IV/2 folgendes mitgeteilt:
Das Ministerium des Innern hat mit Entscheidung vom 15. Juni 1942, Z.16.697/42-IV/42, auf Grund des § 1 des Gesetzes vom 14. April 1920 Slg. Nr. 266, folgendes bestimmt:
Der amtlichen Namen der Gemeinde Liditz im politischen Bezirk Kladno ist für alle Zeiten erloschen. Hiervon wird zur weiteren Veranlassung Kenntnis gegeben.“
Die New York Times am 19. Juni 1942 schrieb über das Massaker in Lidice
"Is it not high time to clarify for us what we mean when we speak of" just peace with Germany fair is "The Answer" to talk you decide to citizens of the village of Lidice, whats this word? ": Yes, are they. they are who appeared behind every tree and demolished walls, there is a great retreat of the Nazis. you decide that a beaten and broken by Nazi thugs, no water or food, nor respite. they will ensure that no mountains in the world, found in one of the valleys, the depths of the sea or on the islands offenders refuge from retaliation. you avenge Lidice. Nejsouce trapped in this vicious fight up close, you'd better not try to moderate vengeance those of our allies, who lived near Nazi beast. Firstly, we give them the opportunity to satisfy revenge. deserve this right in the throes of grief and sadness. Only then can we help you to make peace.'s name "Lidice" deleted! this Name will run all over the world. it is written in the blood of an atlas of every free man. For each map of Europe in September nehasnoucím race. What happened in Lidice, will never forget, never forgive. if perhaps there was an honorable spirit with only tiny compromise, then it is no more. good fit in the rubble and glorious martyrs village where all the men are dead, just because they found among them that they might betray. "
New York Post, 26. Juni 1942
Die Stadt Berlin im Staate New Hampshire, USA, hat beantragt, ihren Namen ab sofort in Lidice umzuändern
Am 1. Juli 1942 wurden die Ruinen durch 1 Zug (1 Offizier und 39 Mann) der Pionierkompanie „Morigl“ vom Pionier-Ersatzbataillon 14 (Heimatstandort Weissenfels) gesprengt.
Pionier-Ersatz-Bataillon 14
Aufgestellt am 8. September 1939 vom Wehrkreis IV in Weißenfels. Das Bataillon wurde anfangs der Division 174 unterstellt. Dazu traten am 10. Juni 1940 die Pionier-Ersatz-Kompanien 1., 2./209 und 1./255 als 3. bis 5. Kompanie. Am 16. September 1942 wurde das Bataillon in ein Ersatz- und in ein Reserve-Bataillon geteilt. Das Pionier-Ersatz-Bataillon 14 blieb in Weißenfels und wurde ab dem 1. Oktober 1942 der Division 464 unterstellt. Es wurde im April 1945 als Pionier-Ausbildungs-Bataillon 14 mit 5 Kompanien in der 464. Division mobil gemacht.
Ersatzgestellungen:
Vom Ersatz-Bataillon wurde u. a. für folgende Bataillone die Aufgabe der Ersatzgestellung wahrgenommen:
Pionier-Bataillone: 134, 156, 187, 209, 223, 255, 256, 275, 294, 304, 336, 655, 752, 1548
Minier-Pionier-Bataillone: 752
Im August 1944 befanden sich folgende Einheiten in Weißenfels (Pionier-Kaserne, Selauer Straße)
4 Ausbildungskompanien des Grenadier-Ersatzbataillons 11
1 Infanterie-Pionier-Ersatz-Kompanie 14
Pionier-Ersatz-Bataillon 14 (mit 1 Stammkp., 2 Genesenden-Kp., 5 Marsch-Kp. und 1 Ausbildungs-Kp.)
12.10.1942: 4. Kompanie Reserve-Pionier-Bataillon 14. Unterstellung 174. Reserve-Division. Einsatzraum: Gora Kalvarja
Nach dem Krieg diente die Kaserne in der Folgezeit Sammellager und Notunterkünfte für Vertriebene. In der Pionier-Kaserne wurde kasernierte Volkspolizei stationiert. Mit der Aufstellung der NVA wurde die Kaserne durch Teile des Mot-Schützen-Regiment 18 belegt. Später wurde eine Flugabwehr-Einheit in der Kaserne untergebracht. Zu DDR-Zeiten erhielt die Kaserne den Namen Thomas-Müntzer-Kaserne. Mit der Wende wurden die Einheit der NVA aufgelöst. Dafür zog jetzt die Bundeswehr in Weißenfels ein.
Auf Befehl des SS-Reichsführers Heinrich Himmler wurden nach Aussage des Kriminalrats Heinz Pannwitz 252 Angehörige und Freunde der Bewohner von Lidice am 24. Oktober 1942 im Konzentrationslager Mauthausen vergast, darunter 130 Frauen und viele Kinder.
Am 29.03.1945 werden im Konzentrationslager Ravensbrück nach einer Selektion unter anderem 16 Tschechinnen, davon 6 Frauen aus Lidice vergast
Angehörige der Gestapo in Kladno sagten nach ihrer Verhaftung über den Tagesverlauf des 09.06.1942 aus.
Rudolf Vlcek berichtete am 14.05.1945:
Am 09.06.1942 ordnete mir im Lauf des Tages H. Wiesmann an, ein Lastauto mit 2 Fässern Benzin zu beladen und mich um Mitternacht auf den Weg zu machen.
Oskar Felkl (der Sudetendeutsche war 1941 in die Kladnoer Gestapo aufgenommen worden und stieg bis zum Kriminalassistenten auf) sagte aus:
Am 09.06.1942 erhielten alle Männer der Gestapo Dienststelle Kladno den Befehl, die Uniformen anzuziehen und in Bereitschaft auf weitere Befehle zu warten. Nach Aussage von Ewald Hartge kamen am Vormittag des 09.06.1942 Wiesmann und Thomsen ins Büro. Thomsen habe zu ihm gesagt, dass etwas passieren würde, was die Tschechen noch nie gesehen hätten.
Nach Aussage von Wiesmann traf Böhme mit Geschke zwischen 15 und 16 Uhr in Kladno ein, dabei wurde die Aktion besprochen danach habe Wiesmann Böhme darauf hingewiesen, dass für die Behauptung, dass in Lidice Fallschirmspringer unterstützt wurden, keine ausreichenden Beweisevorliegen würden und dass dies auch im Bericht seiner Dienststelle vom 06.06. stehen würde. Böhme jedoch teilte mit, dass 2 Meldungen von Konfidenten vorlägen, die Meldung über Waffen in der Mühle habe sich als richtig herausgestellt. Als Wiesmann nach Beweisen dieser Behauptung fragte, so das Protokoll, wurde er von Böhme scharf zurechtgewiesen, die Meldung sei überprüft worden, die Zerstörung von Lidice sei von Frank und von höchster Stelle angeordnet.
Gegen 19 Uhr verließ Böhme Kladno, fuhr nach Prag und kehrte gegen 21 Uhr zurück. In Bustehrad, dem Nachbarort von Lidice, wurden die tschechischen Gendarmen auf ihrem Posten von Schutzpolizei bewacht, auch die Gestapo war zeitweise dort. Telefonisch wurden 2 Feldküchen und Feuerwehrbteilungen bestellt.
Lidice wird zum zweiten Mal umstellt
Treffpunkt war um 21 Uhr in einer Scheune nördlich von Lidice. Böhme war aus Prag zurückgekommen und stellte sich dort mit Geschke ein, ebenso wie Wiesmann mit seiner Mannschaft, weiters Mitglieder der Sonderkommission Prag, Angehörige der Gestapo Prag sowie des SD Kladno mit Max Rostock an der Spitze: Er wurde zum Leiter des Exekutionskommandos bestimmt. Die gesamte Operation mit ihren vielen Teilaktionen (Böhme) sollte reibungslos und mit maximalem Tempo erfolgen. Zunächst wurde die Ortschaft sofort umstellt. Die Kompanie erhielt die Weisung, niemand aus dem Ort herauszulassen, dagegen alle Ortsansässigen einzulassen. Von Kladno aus habe ich das Ersatzbataillon 480 der Wehrmacht in Schlan angefordert. Der Kommandeur sagte zu, dass er 200 Mann motorisiert heranschaffen werde. Nach dem Eintreffen der Schlaner Wehrmacht in Stärke von 2 Offizieren und 200 Mann übernahm diese Einheit die Außensicherung, während die Kladnoer Bataillone der Schutzpolizei die Festnahmen und Sammlung der Einwohner durchführte. Soweit amtlich, verfasst von Böhme am 12.06.1942. Die Wehrmacht war in der Folge auch an den Zerstörungsmaßnahmen beteiligt. Etwa um 23 Uhr langten die verschiedenen Einheiten bei der Ortschaft ein. Unverzüglich machte Böhme das erste Haus am nördlichen Ortsrand zur Kommandostelle für sich und seine Stab. Die Bewohner wurden sofort abgeführt, eine letzte Lagebesprechung folgte. Thomsen und Felkl brachten den Bürgermeister herbei, der alle Papiere betreffend Viehbestand, Vorräte und Bargeld der Gemeinde bringen musste. Friedrich Henze, der Stabsleiter im Amt des Oberlandesrates stellte sich ein, um als Fachmann die Verbringung des Viehs und der Vorräte sowie der landwirtschaftlichen Geräte zu leiten. Er wurde von Böhme gefragt, wie viel Zeit er dazu benötige. Als Henze ihm antwortete 14 Tage, habe Böhme ihn ausgelacht und gab ihm einige Stunden. Tatsächlich ist vieles, Geräte, zum Teil Kleinvieh usw. auf Grund des rasanten Tempos der Aktion zurückgeblieben und wurde durch Flammen und Sprengung vernichtet. Auch der Verwalter des staatlichen Gutes von Bustehrad wurde beigezogen. Dort sollten die Haustiere, landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen sowie Getreidevorräte usw. untergebracht werden
Der Henker von Lidice
Am 24. April 1947 wurde in Prag der für die Auslöschung der Gemeinde Lidice verantwortliche Kriegsverbrecher, SS-Hauptsturmführer Harald Wiesmann * 22.04.1909 hingerichtet. Vom 1. Oktober 1939 bis zum 30. September 1943 war er als Befehlshaber der Gestapo-Dienststelle in Kladno tätig, wo mit ihm auch seine Frau Gudula diente.
Lili Wiesmann, Wiesmanns Mutter, schrieb am 25. Januar 1947 an den Präsidenten Edvard Beneš einen Brief mit einem Gnadengesuch, in dem sie unter anderem schreibt: Mein Sohn ist vor dem Volksgericht in Kladno angeklagt. Ich weiß, dass sich mein Sohn unschuldig fühlt, da er bei jeder seiner Tat nur auf Befehl gehandelt hat. Da ihn seine vorgesetzte Behörde für allzu menschlich hielt, wurde er über lange Jahre überhaupt nicht befördert.
Wahr ist, dass er aus der Gestapo Kladno wegen einer Verletzung interner Vorschriften abberufen wurde und nicht deshalb, weil er irgendwie menschlich gewesen wäre. Er wurde nach Prag und später nach Warschau verlegt, wo er schließlich zum Kriminalrat aufstieg.
Der Präsident lehnte das Gnadengesuch ab und Wiesmann wurde am 24. April 1947 im Gefängnis Pankrác durch Erhängen hingerichtet.
BROOKLYN 1, N. Y., THURSDAY, APRIL 24, 1947
6 Gestapo Men Ate Doomed For Part in Wiping Out Lidice
Prague, April 24 (U.R)
The Czech People's Court exacted revenge for Lidice today and sentenced to death by hanging six Gestapo men who wiped out the famous little town.
Nine others were given prison terms totaling 105 years.
The justice of the death sentences will be as swift as the Nazis' own action in eliminating the Czechs town. They were to be hanged this afternoon if their appeals to President Eduard Benes are rejected.
The court convictgd Harald Wiesmann, chief of the Kladmo Gestapo, of direct responsibility for the deaths of 333 Czechs and partial responsibility for others, besides his share in the destruction of Lidice.
Others who received death sentences were his deputy, Thomas Karl Thomsen and Rudolf Vlcek, Otto Gehle, Oskar Felkl and Walter Forster.
The court forwarded .the. appeals to President Benes without recommendation.
Only one of the 16 on trial was let off without punishment, although pronounced guilty. He was Joseph Gebert, Sudeten German of Czech origin, assigned by the Germans as a chauffeur to the Prague Gestapo during the occupation.
He was treated leniently because he gave food to Czech prisoners and otherwise helped Gestapo victims.
Prison sentences were meted out to Alfred Forkel, 30 years; Heinrich Faber, 20; Heinrich Gutweniger, 13; Josef Richter, 12; Jan Svoboda, 10; Peter Porst, six; Heinrich Lockert, five; Antonin Szpat, five, and Ewald Hartke, four.
Lidice was leveled and all its male inhabitants killed in June, 1942, in retaliation for the assassination of Reinhardt (The Hangman) Heydrick, German protector and Gestapo executive, by Czech patriots.
Aktenzahl des Gerichts (Geschäftszahl): LG Wien Vg 11g Vr 7268/46
Partisanen, Juden/Jüdinnen
Wien, Polen
Volksgerichtsverfahren gegen: Leo Arbter
wegen: Illegalität, Dienstauszeichnung der NSDAP in Bronze, Alter Kämpfer, Totenkopfring, Ostmarkmedaille, SS-Obersturmführer
Im Jahre 1940 soll Arbter als stellvertretender Zugführer der 11. SS-Reiterstandarte innerhalb der Waffen-SS im Gebiet von Radom (PL) 140 Partisanen gefangengenommen und über Auftrag die Fesselung, die Verladung sowie den Transport zur Hinrichtungsstätte beaufsichtigt haben. Bei der Ermordung selbst sei er nur Zuschauer gewesen. (Einmal soll sich Arbter gebrüstet haben, an der Hinrichtung der Heydrich-Mörder mitgewirkt zu haben. Des weiteren soll er an der Auslöschung des Dorfes Lidice und an der Ermordung von Juden/Jüdinnen im Warschauer Ghetto beteiligt gewesen sein, was ihm jedoch nicht nachgewiesen werden konnte)
Anlässlich der Beziehung seiner neuen Wohnung aus jüdischem Besitz im Jahre 1938/39 habe er versucht, gewaltsam in die damals noch von dem Vorbesitzer Fischer bewohnte Wohung einzudringen, wobei er diesen u.a. mit Saujud beschimpfte. Innerhalb von kurzer Zeit habe er Fischer zum Auszug gezwungen
Registrierungsbetrug
Am 06.08.1947 wurde Arbter wegen § 11 VG und § 4 KVG zu 2 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Das Verfahren wegen § 8 VG und § 1 KVG wurde mangels Spruchreife ausgeschieden und an den Untersuchungsrichter rückgeleitet.
Am 17.03.1947 hatte die Staatsanwaltschaft die Erklärung nach § 34 StPO hinsichtlich § 6 KVG (Arisierungen in der Tschechoslowakei und in Polen) abgegeben.
Am 23.06.1948 wurde das Verfahren wegen §§ 8 VG, 1 KVG ausgeschieden.
Sudetendeutsche Spende unerwünscht
Kurz vor dem 70. Jahrestag der Zerstorung des mittelbohmischen Dorfes Lidice sorgt eine Geste des guten Willens fur einen Eklat. Grund der Empörung ist eine bescheidene Geldspende von 8000 Kronen (350 Euro), mit der das Prager Kontaktburo der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“ (SL) zum multimedialen Gedenken an die Ausloschung des Dorfes und seiner Bewohner beitragen wollte. „Als wir das herausfanden, waren wir entsetzt. Es geht zwar nur um eine symbolische Summe, aber wir wollen nicht, dass sich diese Organisation an diesem Projekt beteiligt“, sagt der stellvertretende Bürgermeister von Lidice, Tomaš Skala.
Mit dem Projekt „Rozezněni“ („Ertönen“) soll an den Nazi-Terror erinnert werden, der in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 1942 das Dorf Lidice dem Erdboden gleichmachte und seine Bewohner tötete oder in die Konzentrationslager verschleppte. Mit verschiedenen Techniken will das Projekt Rozezněni an der Stelle des ursprünglichen Lidice das Dorfleben vor der Katastrophe nachzeichnen. Seine symbolische Spende für dieses Jahres geleistet. „Wir wären schon damals aufgestanden und gegangen, hätten wir gewusst, dass das Sudetendeutsche Büro zu den Unterstützern zählt. Wir sind dagegen, dass das Projekt mit dieser Unterstützung weiterläuft“, schimpft Pavel Horešovsky, der als jüngstes der Kinder von Lidice das Massaker überlebte.
Bis heute werfen die Bewohner des Dorfes, das schon während des Zweiten Weltkriegs zum internationalen Symbol grausamster Nazi-Willkur wurde, den Sudetendeutschen vor, bei der Zerstörung des Dorfes an vorderster Front mitgemacht zu haben. „Die Sudetendeutschen waren damals die ersten im Dorf, die den Einwohnern die Befehle überbrachten. Diese Erfahrung bringt uns dazu, eine Zusammenarbeit in dieser Sache auszuschliesen“, sagt der Vorsitzende der Bürgervereinigung Lidice, Antonin Nešpor, selbst ein Nachkomme uberlebender Opfer.
Das Sudetendeutsche Buro will sich in dieser Sache nicht weiter äusern. Sein Leiter Petr Barton erklärte aber der Tageszeitung MF Dnes sein Unverständnis.
„Der deutsche Nazismus ist fur schreckliches Leid verantwortlich. Deshalb betrachte ich es als eine Selbstverständlichkeit, diese Initiative zu unterstützen“, sagte Barton.
Vilem Faltynek, dessen Firma Sonosfera das Gedenkprojekt in Lidice organisiert, versteht die ganze Aufregung nicht. Die Sudetendeutschen hatten schlieslich schon öfters an Gedenkveranstaltungen teilgenommen. „Zuletzt zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und SL-Sprecher Bernd Posselt“, sagt Faltynek und verweist darauf, dass sie damals von der Bürgermeisterin, dem Leiter der Gedenkstätte und Nazi-Opfer Pavel Horešovsky empfangen wurden. Zu mehr gegenseitigem Verständnis hat jetzt der Prager Priester Tomaš Halik aufgerufen: „Der Druck auf Rückgabe der Spende schiebt das Gedenken der Tragödie von Lidice zurück in die Zeiten der kommunistischen Propaganda, die dieses Ereignis fur eine antideutsche Hetzjagd missbrauchte und sudetendeutsche Organisationen pauschal damonisierte.“
geraubte Werte
An Wertgegenstände wurden von den deutschen nachweißlich in Lidice geraubt:
Zahlungsmittel und Ersparnisse zusammen:
1716934,85 K
hiervon wurde an die Gestapo ausgezahlt:
264048,25 K
auf dem Depot Nr. 39350 bei der Civic Savings Bank in Kladno wurden eingezahlt:
1452886,60 K
Das Sparbuch wurde bei der Gestapo in Kladno hinterlegt
Wertpapiere wurden im Tresor Nr. 410 in den Citizens Savings in Kladno eingelagert.
13 Paar Ohrringe
10 silberne Taschenuhren
16 Nickel-Uhren
6 Silberene Damen Armbanduhren
9 Nickel Armbänder
2 goldene Uhren
22 goldene Hochzeits Ringe
18 goldene Ringe
5 Silber-Ringe,
9 goldene Halsketten
4 Silber-Ketten
2 Silbermedaillens
Goldzahn Zähne
3 Armbänder,
3 Nickel Halsketten
5 verschiedene Uhren Anhänger.
Häftlinge des Gestapogefängnisses Theresienstadt mußten das Nutzvieh des Dorfes Lidice in die Kleine Festung nach Theresienstadt treiben. Die Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe und Schweine wurde im Wirtschaftstrakt untergebracht und von den Häftlingen für die SS-Familien gehalten.
Sämtliche Hunde des Dorfes wurden erschossen.
Bei der Befreiung Theresienstadts 1945 wurde ein Sparbuch der Stadtsparkasse in Roudnice mit 36813,10 K gefunden. Das Geld stammte aus dem Verkauf von Nutztieren (Geflügel, Ziegen und Kaninchen) aus Lidice.
Nicht feststellbar sind Gegenstände die einzelne der Mörder beiseite geschafft haben.
Die Verantwortlichen des Verbrechen
Kommandeur des SD in Prag
SS-Obersturmbannführer Dr. Walter Jacobi
* 02.07.1909 München + 03.05.1947 im Pankrác Gefängnis in Prag hingerichtet
Kommandeur der Gestapo in Prag Bredauer Gasse 18
SS-Oberführer (SS-Standartenführer) Dr. Hans-Ulrich Geschke
* 16.05.1907 Frankfurt an der Oder + 1959 von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt für Tod erklärt
Ulrich verschwand am Ende des Krieges. Es gab Verwirrung damals mit seinem Namensvetter Hans-Otto Geschke. Es ist nicht bekannt, ob sie verwandt waren.
Kommandeur des SD in Kladno
SS-Obersturmführer Max Heinrich Rostock
* 29.09.1912 Ludwigshafen + 13.09.1986 Mannheim
Kommandeur der Gestapo in Kladno
SS-Hauptsturmführer Harald Wiesmann
* 22.04.1909 Krefeld + 24.04.1947 im Pankrác Gefängnis in Prag hingerichtet
Gestapo-Chef (Stellvertreter) in Kladno und Stellvertreter von Wiesmann
SS-Untersturmführer Thomas Thomsen
* 25.07.1908 Hamburg + 24.04.1947 im Pankrác Gefängnis in Prag hingerichtet
Angehöriger der Gestapo Kladno
Felkl Oskar * 13.04.1913 New Bela, Kreis Shelf + 24.07.1947 Gefängnis Prag Pankrac hingerichtet.
gelernter Schlosser, 1934-1936 diente er beim 154. Flak-Artillerie-Regiment der tschechoslowakischen Armee, 1937-1940 bei der tschechischen Gendarmerie, von 1940 an der Kölner Gestapo-Interpreter, von 1941 bis 1945 Assistent bei Gestapo in Kladno
Vlcek Rudolf * 07.04. 1910 Dresden + 24.07.1947 Gefängnis Prag
wohnte in Kladno in der Žďárské Straße Nr. 2797
Angehöriger der Gestapo
* 02.07.1909
+ 24. 04.1947 Tod durch Erhängen
am 27.03.1947 in Prag von einem tschechischen Gericht für Kriegsverbrechen, im Zusammenhang mit der Zerstörung von Lidice zum Tode verurteilt
Chauffeur von SS-Hauptsturmführer Harald Wiesmann
SS-Oberscharführer Gebert Josef
am 27.03.1947 in Prag von einem tschechischen Gericht für Kriegsverbrechen, im Zusammenhang mit der Zerstörung von Lidice verurteilt, jedoch für Verdienste um den Widerstand wieder freigelassen.
Gehle Heinrich Otto
* 01.05.1901 Hamburg
Chef der 4. Komp./ Reserve Polizeibataillon "Prag", welches zum 20. Polizeiregiment Böhmen gehörte
Major der Schutzpolizei (Oberstleutnant 1945) August Marwedel
* 16.06.1884 Berlin + Er ist 1973 unbehelligt in Berlin verstorben
August Marwedel war 1931 Hauptmann bei der Berliner Schutzpolizei am Bülo Platz stationiert, seine beiden Kollegen Paul Anlauf gen. Schweinebacke und Franz Lenk, wurden dort durch Erich Miehlke erschossen.
Seine Einheit war es, die das Dorf Lidice umstellte. Marwedel war als stellv. Bataillonskommandeur dem Operativen Stab zugeteilt, der das Massaker von Lidice zu verantworten hatte. Er ist als einer der meistgesuchten Kriegsverbrecher (Liste der UN Kriegsverbrecher / Wanted Report 451 Teil B) nie verurteilt worden. Er war nachweislich bis 1945 in Kladno zuletzt Major, ist 1945 noch zum Oberstleutnant befördert worden.
Festnahmen und Sammlung der Einwohner
Reserve-Polizei-Bataillon Leipzig
Das Bataillon „Leipzig“ ist wahrscheinlich eigens in Dresden zusammengestellt worden, um in Tabor zu morden. Vorher kommt dieses Reservebataillon nirgendwo vor. Es unterstand dem Befehlshaber der Ordnungspolizei von Böhmen und Mähren,
Chef des Bataillons „Leipzig“ war der Major der Schutzpolizei Wilhelm Rodewald * 13.02.1892 in Büttlingen bei Lüneburg, verheiratet 3 Kinder, NSDAP-Eintritt 01.05.37 Nr. 5 213 144, SS-Nr. 382 371.
Oberstleutnant der Schutzpolizei Wilhelm Rodewald war seit dem 01.09.1943 bis Oktober 1944 Kommandeur der Schutzpolizei Warschau. Wilhelm Rodewald wird in einer Aufstellung der deutschen Vebände die an der Niederschlagung des Aufstands in Warschau erwähnt. (SS-Pol.-Reg. 22 (800 Mann) Oberst Wilhelm Rodewald). Führer des Abschnitts II /Südfront- Innenstadt (Frontlänge 2900m).
Riege Paul * 27.04.1888 Cuxhaven-Lüdingworth + 1980
Riege unterstützte das auf Heydrichs Tötung folgende Massaker von Lidice durch Abkommandierungen von über 200 Mann der Ordnungspolizei. Im September 1943 wurde Riege nach Differenzen mit Frank seines Amtes enthoben und von Generalleutnant der Polizei Ernst Hitzegrad abgelöst
(Der SS-Gruppenführer und Polizeibefehlshaber in Prag, Paul Riege, hatte schon unmittelbar vor dem Massaker von Lidice das offenkundige Unrecht erkannt. Er bekam am Abend des 9. Juni 1942 den Befehl, das Dorf auszulöschen und meldete sich umgehend krank. Angeblich habe er ein Darmleiden, doch nur Stunden zuvor hatte er an einer Jagdgesellschaft teilgenommen. Riege war nach seiner Verabschiedung Hauptabteilungsleiter beim Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren, dessen Präsidialbüroleiter ein Hans Martin Schleyer war. (Riege war ab 00.11.1943 dauernd Dienstunfähigkeit, Anfang1944 wurde er in den Ruhestand versetzt)
Ersatz Battalion 480 der Wehrmacht aus Schlan (200 Mann motoriesiert + Offiziere) zur Aussensicherung - wurden extra angefordert
Das Infanterie-Ersatz-Bataillon 480 wurde am 10. September 1939 in Nürnberg, im Wehrkreis XIII, aufgestellt. Das Bataillon unterstand der Division 173 und stellte den Ersatz für die 260. Infanterie-Division. Anfang Dezember 1939 leistete das Bataillon Abgaben zur Aufstellung des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 480. Fast gleichzeitig machte das Bataillon auch Abgaben zur Aufstellung des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 330. Anfang Mai 1941 gab das Bataillon seine 2. Kompanie zur Aufstellung der 11. Kompanie vom Infanterie-Regiment 733 ab, diese wurde später wieder ersetzt. Am 20. Juli 1941 wurde das Bataillon nach Schlan, in das Protektorat Böhmen und Mähren, verlegt. Ab diesem Tag unterstand das Bataillon auch der Division 193. Am 1. Oktober 1942 wurde das Bataillon in ein Infanterie-Ersatz-Bataillon 480 und ein Infanterie-Ausbildungs-Bataillon 480 geteilt. Beide Bataillone wurden am 7. November 1942 in Grenadier-Ersatz-Bataillon 480 bzw. Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 480 umbenannt. Am 10. April 1943 wurden beide Bataillone zum Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 480 zusammengelegt. Am 13. Dezember 1943 wurde das Ausbildungs-Bataillon zur Aufstellung des I. Bataillons vom Grenadier-Regiment 979 der 271. Infanterie-Division abgegeben und damit aufgelöst. Dadurch hieß das Bataillon jetzt wieder Grenadier-Ersatz-Bataillon 480. Am 26. März 1945 wurde das Bataillon, wieder als Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 480, mit 6 Kompanien mobil gemacht.
Mitarbeiter der Gestapo Prag Abteilung IV-2 Bredauer Gasse 18
SS-Hauptsturmführer und Kriminalkommissar Wilhelm Leimer
* 25.07.1912 Neuwied + 10.09.1947 im Pankrác Gefängnis in Prag hingerichtet (?)
Heimkehrerberichten zufolge wurde Leimer zuletzt im September 1945 in einem Sonderlager der Sowjets in Sewastopol gesehen.
Leimers Ehefrau Maria Barbara ließ ihren Mann bereits 1950 für tot erklären und ging wieder eine Ehe ein. Leimers damals noch lebende Mutter dagegen stellte 1953 eine Suchantrag beim Deutschen Roten Kreuz. Leimer hatte mit seiner Ehefrau zwei Söhne, von denen einer im Zusammenhang mit der Suche nach seinem Vater berichtete, daß der Brude seines Vaters, ein bekannter Konzertpianist, Ende der 50er Jahre überraschend und ohne sie bestellt zu haben regelmäßig eine technische Zeitung aus einem Ostblockland zugeschickt erhielt. Hinweise, die auf Willy Leimer schließen ließen, seien allerding nicht zu finden gewesen.
Täter die mit dem Verbrechen in Lidice in Verbindung stehen
Leiter der Umwandererzentralstelle Posen/Dienststelle Lodz
Zuständig für die Verschleppung der Kinder von Lidice
Obersturmbannführer Krumey Hermann nach 1945: Kreistagsabgeordneter in Waldeck und Drogist in Korbach
* 18.04.1905 Mährisch Schönberg + 27.11.1981 Erftstadt
SS-Obersturmbannführer Heise Hermann
Am 9. Juni 1942 muss er in der nähe von Lidice gewesen sein, denn es wurde wegen eben dieses Massakers bis in die 1970er gegen ihn ermittelt.
Kameramann (er filmte die ereignisse)
Kommandant im Ghetto Theresienstadt
verantwortlich für die Auplünderung der Opfer in Lidice
SS-Hauptsturmführer Dr. Seidl Siegfried
* 24.08.1911 Tulln + 04.02.1947 Wien (hingerichtet)
03.10.1946: Todesurteil (mit Vermögensverfall)
wegen seiner Tätigkeit als Kommandant des Konzentrationslagers Theresienstadt
wegen der Ermordung von 16 Häftlingen des KZ Theresienstadt im Jahre 1942
wegen seiner Tätigkeit als stellvertretender Leiter des Sondereinsatzkommandos Eichmann / Außenstelle Wien (Lager für nach Wien und Niederösterreich verschickte ungarische Juden) in den Jahren 1944 und 1945.
Kriminalsekretär der Gestapo und Oberwachtmeister der Polizei
* 28.07.1898 Succase
Wohnort: Rostock, Sassnitz u. Hanover
vor 1945: adoptierte er Emilie Chvalov geb. Frejova aus dem von den Deutschen zerstörten Lidice
vor 1945: Kriminalsekretär im Außendienst der Hauptabteilung III der Gestapo
vor 1945: Polizeibeamter in Rostock u. Sassnitz
03.05.1945 erschoß er den Politiker Hermann Bebert
01.03.1963 - 31.12.1966 Mitarbeiter des BND V Nr. 309611
Pionierkompanie „Morigl“ des Pionier-Ersatzbataillon 14 (Heimatstandort Weissenfels)
Reserve-Polizei-Kompanie Mönchengladbach
Diese Einheit war aller Wahrscheinlichkeit nach an dem Verbrechen beteiligt. Sie kam am 29. Mai 1942 nach Tabor.
Zerstörter Friedhof in Lidice
an den Aufräumarbeiten beteiligt:
RAD-Abt. 1/385 Brünn-Pisarky, und 2 weitere Abteilungen der Gruppe 385 ist gesichert. Die RAD-Abt. 1/385 erhielt am 21.09.1942 für ihren Einsatz den Ehrenamen "Reinhard Heydrich"
RAD-Abt. 5/381 Brünn
Die RAD-Abt. 5/381 war nachweislich im November 1945 noch in Brünn. 1945 unterstand sie dem Abschnitt C (Fest.Rgts-Stab 51) zur Verfügung des Kommandanten
In Brünn befand sich zudem das 13/210 Brünn Weibliche Jugend
Namensliste von Angehörige des RAD:
Rompel Gerhard
Fernschreiben Litzmannstadt
Geheimes Fernschreiben der Gestapo vom 22. Juni 1942
Betreff: Überstellung von 88 tschechischen Kindern
Fernschreiben Prag
Brief der SS in Prag vom 6. Juli 1942
Betreff: Nichtwiedereindeutschungsfähige Kinder aus dem Protektorat Böhmen und Mähren
Marie Schupickova geb. Dolezalova
Damals waren wir Kinder aus Lidice in dem Lager in Lodz versammelt. Ich weiß noch, daß die Gestapo kam, wir mußten uns alle in einem Raum auf den Fußboden setzen, und sie sind zwischen uns hindurch gegangen, haben auf einzelne von uns gezeigt. Warum sie gerade uns ausgesucht haben, wußten wir nicht. Wir kamen dann von diesem Sammellager in der Gneisenaustraße in ein anderes, das auch in Lodz war. Das war ein ehemaliges Kloster. Da waren vor allem erwachsene Leute, die meisten Polen. Wir waren dort ungefähr einen Monat. Da wurden wir fotografiert, ständig wurde etwas unternommen, jemand hat etwas aufgeschrieben usw. Ungefähr nach einem Monat wurden wir in ein Heim gebracht in der Nähe von Poznan. Da haben wir erst erfahren, warum wir ausgesucht wurden. Als wir aus Lodz weggebracht worden waren damals, haben wir natürlich gefragt, warum und wohin wir gehen. Es wurde uns gesagt, wir fahren zu den Eltern. Wir haben uns sehr gefreut, haben das geglaubt. Natürlich waren die Tatsachen ganz anders. Das war damals sehr rührend, als die anderen Kinder sich versammelt haben, die nicht ausgesucht wurden, und haben uns gewinkt und gesagt, wir sollen Grüße bestellen und daß sie uns bald wiedersehen.
Das war eigentlich das letzte Mal, daß wir unsere Mitschüler und Freunde gesehen haben. Was mit ihnen passiert ist, haben wir dann erst viel später erfahren, als wir nach Hause zurückgekehrt sind. Als erstes hat man uns verboten, in dem Kinderheim untereinander Tschechisch zu sprechen. Wir wurden bestraft, wenn wir erwischt wurden, wie wir Tschechisch sprachen. Vorher kannte ich nur ein paar Worte Deutsch, das war damals schon Pflicht bei uns in der Schule gewesen. Wir mußten also Deutsch lernen, und langsam kamen einzelne deutsche Familien in das Lager, dadurch haben wir mitbekommen, daß wir wahrscheinlich für etwas anderes bestimmt waren. Was sie sich vorgenommen haben, ging langsam in Erfüllung, wir haben tatsächlich unsere eigene Sprache vergessen. Wir haben nur noch Deutsch gesprochen, gingen auch in eine deutsche Schule, und wir hatten keine tschechischen Bücher. Ich war damals zehn Jahre alt, der jüngste von uns, Vaclav Hanf, war nicht einmal acht, die älteste war zwölf.
Ich war bis 1943 in dem Heim, bis Juni vielleicht. Dann kam ich in eine Familie Alfred Schiller in Poznan. Als Ausrüstung bekam ich zwei Kleider, eine Schürze und ein paar Schuhe. Ich habe meinen Namen verloren und bekam einen neuen, ich hieß dann Ingeborg Schiller.
Die Schillers waren mehrmals in dem Heim gewesen vorher. Die Direktorin hat mich einmal in das Büro gerufen, die Familie war da. Sie haben mit mir kurz gesprochen, und ich mußte vor ihnen ein paar Schritte Iaufen. Vielleicht habe ich ihnen gefallen. Mehrmals sind sie dann noch gekommen, und ich durfte immer mit ihnen spazieren gehen. Dann haben sie alles mit der Direktorin abgesprochen, und ich kam schließlich zu ihnen.
Ich glaube, sie waren keine Faschisten. Sie war in irgendeinem Bund der deutschen Frauen. Er hatte irgendein kleines Abzeichen, ein rundes, schwarzes Zeichen. Aber er gehörte nicht zur NSDAP oder SS. Er war schon ziemlich alt damals, um die 60. Sie hatten ursprünglich drei Kinder, und alle drei sind gestorben. Sie wollten wahrscheinlich nicht alleine bleiben und haben darum ein Kind aufgenommen. Ich weiß nicht, ob sie wußten, woher ich eigentlich kam. Es hieß immer, daß wir Waisenkinder aus dem Sudetenland seien. Wenn es Kleiderkarten gab, hat man da hingeschrieben: den Namen, Geburtstag, aber nie den Ort, woher man stammt - da stand bei mir nur immer: unbekannt. Das Wort Lidice durfte man nicht erwähnen.
Vielleicht habe ich nachts im Schlaf Tschechisch gesprochen. Die Frau Schiller - sie war ursprünglich Polin, wurde dann Volksdeutsche - hat manchmal gesagt, daß sie mich nicht verstehen konnte, daß ich sehr schnell gesprochen habe. Ich muß sagen, daß sie mich gut behandelt haben. Wir haben vorher so schlimme Sachen erlebt in dem Kinderheim, obwohl wir da zu Essen bekamen und Betten hatten - aber sehr fein behandelt wurden wir da auch nicht. Wir wurden manchmal geschlagen, ohne zu wissen warum. Als wir in die Familien kamen, waren wir schon mal dankbar, daß uns keiner geschlagen hat.
Aber nicht alle Kinder, die in deutsche Familien kamen, hatten es so gut. Einer der Jungs hat es abgelehnt, Deutsch zu lernen, und dem ist es nicht so gut ergangen. Der war zuletzt in verschiedenen Lagern und endete in einem Lager in Ungarn. Ein anderes Mädchen war in drei Familien nacheinander.
Ich muß noch etwas erzählen: als wir Lidice verließen, haben die Nazis Gold und allen Schmuck gesammelt. Meine Mutter hat meine Ohrringe versteckt und sie in die Realschule von Kladno mitgebracht. Die habe ich dann immer mitgehabt, bis in die Familie Schiller. Die Frau - sie hieß Ilse, ich habe sie aber Mutter genannt - hat mir die Ohrringe abgenommen und mir andere gegeben. Erst als ich nach dem Krieg nach Hause kam, hat sie mir die einfachen Korallen wieder abgenommen und mir meine eigenen Ohrringe zurückgegeben. Sie sagte: dann wird Dich Deine eigene Mutter erkennen. Mit den Ohrringen kam ich dann nach Hause zurück später.
Im Januar 1945 bin ich mit der Familie Schiller evakuiert worden nach Mecklenburg, in eine kleine Stadt, die hieß Boizenburg und lag an der Elbe. Meine eigene Mutter war im Lager in Ravensbrück. Sie ist dann nach Neubrandenburg gekommen, das war eigentlich nicht weit von dort, wo ich wohnte. Aber wir haben natürlich nichts voneinander gewußt damals...
Dann kam es zu der Suche nach den Kindern von Lidice. Einige waren schon gefunden, sie haben ausgesagt, wo die anderen Kinder vielleicht sein könnten. Die Direktorin des Kinderheims war auch festgehalten worden. Bei ihr waren mehrere Dokumente gefunden worden. Eine große Suchaktion begann. Plakate sind erschienen mit den Namen der Kinder von Lidice und dem Bild einer Mutter, fragend: wo sind unsere Kinder?
Eines Tages hat auch Alfred Schiller ein Plakat gelesen, auf dem stand, daß die Familie Schiller zuletzt in Poznan gewohnt hat und daß man nicht weiß, wo sie sich befindet. Da stand auch, daß jeder, der damals ein Kind adoptiert hat, es im eigenen Interesse melden soll. Die Schillers haben mich genommen und nach Berlin gebracht. Dort war ein Büro für die Opfer des Faschismus, wo deutsche Antifaschisten tätig waren. Meist Leute, die aus den Lagern zurückgekommen waren. Da mußte ich aussagen, und es wurde alles aufgeschrieben. Da habe ich zum ersten Mal erfahren, was mit Lidice passiert ist: daß die Männer erschossen wurden, die Frauen in ein Lager kamen. Sie haben mir ein Buch gezeigt, das über Lidice erschienen ist, darin war ein Schulfoto, und ich habe mich darauf erkannt.
Dann ging es sehr schnell. Ich sehe das wie heute, ein Foto ist gemacht worden, und in einer Woche war ich zu Hause!
Ich mußte zuerst einen Ausweis bekommen in Berlin. Die Schillers sind noch einmal nach Boizenburg gefahren und kamen nach Berlin mit meinen persönlichen Sachen, den Kleidern. Wir haben damals in einer Villa gewohnt, da war auch ein spanisches Kind, das nach Hause geschickt werden sollte. Die Familie Schiller durfte mich dann nicht mehr treffen. ihr wurde gesagt, ich hätte alles, was ich bräuchte. Das hat mir später der Mann erzählt, der uns betreute, am selben Tag, als mich die Schillers in dem Büro angemeldet haben, hat übrigens eine andere Familie ein Kind angemeldet. Maruska Stulikova, die war aus dem Dorf Lezaky, das auch von den Faschisten abgegebrannt worden war. Wir kamen an demselben Tag zurück in die Heimat. Das war am 7. August 1946.
!n Berlin hatte ich auch schon erfahren, daß meine eigene Mutter zurückgekommen ist, daß sie aber sehr krank ist. Und daß sie hofft, daß ich zurückkomme. Ich ging gleich zu ihr ins Krankenhaus in Prag, sie hatte Tuberkulose. Das war das Schlimmste, wir haben uns erkannt, aber wir konnten nicht mehr zusammen sprechen. Denn sie sprach nur Tschechisch, ich sprach nur Deutsch. Es war sehr schmerzhaft, aber trotzdem schön.
Ich wollte als erstes wissen, was mit meinem Bruder geschehen ist. Ich hatte einen Bruder, der fünf Jahre älter war als ich. Mein Bruder war zusammen mit uns in der Realschule von Kladno. Und als der Transport der Kinder zusammengestellt wurde, hat man festgestellt, daß er zwei Monate älter ist als 15 Jahre, und die Kinder über 15 wurden schon als Männer betrachtet. Er fuhr nicht mit uns nach Polen. Erst nach dem Krieg haben wir Dokumente gefunden, daß er 1942 zusammen mit der Familie Horak in Prag hingerichtet wurde.
Meine Mutter ist dann vier Monate nach meiner Rückkehr gestorben. Im Krankenhaus in Prag. Sie hat gar nicht gesehen, wie Lidice dann ausgesehen hat. Sie wußte aber, was passiert ist, und hat Bilder gesehen. Im Oktober 1947 war ich als Zeugin beim Nürnberger Gericht. Noch mit einem anderen Mädchen aus Lidice, Marie Hanfova. Es wurde gefragt, wo ich war, in welchem Kinderheim, wie viele Kinder da waren, was für Kinder. Die Schillers habe ich nie wiedergesehen.Heute leben sie auch wahrscheinlich nicht mehr. 1964 oder 65 war hier einmal eine Familie aus Schwerin, die Frau hat selbst im Krieg in Boizenburg gewohnt und kannte die Frau Schulze, bei der ich mit den Schillers in der Bahnhofstraße zur Untermiete gewohnt hatte. Ich erinnerte mich dann, daß die Frau Schulze eine Tochter namens Inge hatte, die einen kleinen weißen Hund hatte. Diese Frau hat gesagt: jaja, das stimmt alles. Später schrieb sie eine Karte aus Boizenburg, sie hatte die Frau Schulze besucht, die Frau hatte sich auch erinnert. Aber die Schillers seien weg - man wußte nicht, wo sie jetzt wohnten.
Hronikova Anna
Es war eine bittere Zeit für das ganze tschechoslowakische Volk. Der deutsche Protektor Heydrich führte unserem Volk in Praxis vor, wie er sich den Hitlerfaschismus, seine Macht und seine Herrschaft vorstellte...
Es fanden sich Mutige, welche zeigten, daß sie sich widersetzen und um ihr Volk kämpfen können. Am 26. Mai 1942 wurde auf Heydrich ein Attentat verübt. Ein hoher Preis wurde auf den Kopf der Täter ausgesetzt. Das Standrecht wurde verhängt, treue Patrioten verhaftet und hingerichtet. Im Rundfunk erklärte der tschechische Verräter Moravec, daß das Los der Tschechen das gleiche wird wie jenes der Polen und Juden, falls der Täter nicht gefunden würde...
Auch wir in Lidice verfolgten bang die Ereignisse und fürchteten die Zukunft. So kam der 9.Juni 1942. Tagsüber arbeiteten wir in den Feldern. Von der Arbeit ermüdet legten wir uns zur Ruhe. Aber gleich nach 9 Uhr abends sahen wir, daß uns diese Nacht keine Ruhe bringen wird.
Ins Dorf kamen Lastwagen voll Soldaten. Die Luft erschütterte vom Gerassel der Motoren und dem Geschrei der faschistischen Söldner.
Im Augenblick war das Dorf voll Militär. Vor Mitternacht begannen die Soldaten, die Menschen aus den Häusern zu jagen. Die Frauen mit den Kindern wurden in die Dorfschule gebracht, die Männer in Horáks Gehöft.
Es war ein trauriger Anblick; die Frauen standen da mit kleinen Ranzen ihres Hab und Guts, die weinenden Kinder im Arm. In aller Augen stand die Frage:
Was soll nun mit uns geschehen? Die Faschisten waren schnell von Entschluß. Am frühen Morgen wurde uns befohlen, in bereitstehende Lastautos einzusteigen, welche uns in die Realschule von Kladno brachten. Schwer verließen wir die liebe Heimat. Am Hofe von Horáks Gehöft standen unsere Männer. So haben wir sie zum letzten Mal gesehen.
In der Realschule von Kladno wurde für uns der Turnsaal drei Tage lang zur Heimat.
Gegen Abend des dritten Tages kam der Gestapo-Mann Skalak, welcher uns sagte, daß wir nun für einige Zeit in ein Lager kommen. Da aber nicht genügend Autobusse zur Verfügung stehen, fahren die Kinder im Autobus voraus, die anderen fahren per Zug nach.
Nun begann ein trauriges Abschiednehmen. Es kam zu dramatischen Szenen, welche dem Gestapo-Mann Tomson nicht gefielen. Mit grober Stimme befahl er Ruhe, und um zu zeigen, daß er nicht spaße, schoß er. Wir waren alle durch dieses Handeln entsetzt und fast apathisch gehorchten wir dem Befehl, in die bereitstehenden Lastwagen einzusteigen, welche uns zum Bahnhof brachten...
Gleich am Bahnhof von Kladno sagte mir unauffällig ein Eisenbahner, daß Lidice venichtet sei. Es war uns allen bang zu Mute. Wir waren uns keiner Schuld bewußt, und trotzdem wurde uns soviel Leid zugefügt!
Am 14.Juni 1942 kamen wir ans Ziel. Der Zug hielt im Walde. Wir stiegen aus. Da standen einige unfreundliche Frauen in Uniform. Jede hielt einen wohlgenährten Wolfshund. Sie jagten uns vor sich hin, und so kamen wir ins Lager – ins KZ Ravensbrück.
Wir hielten vor einer großen Baracke, in welcher das Bad und die Küche untergebracht waren. Da standen wir bis Mittag und sahen neugierig das Leben um uns herum.
Viele Frauen und Mädchen gingen ziemlich entfernt um uns herum und besahen uns ebenso neugierig wie wir sie. Manche weinten. Alle waren gleich gekleidet, am linken Ärmel einen weißen Leinenstreifen, darauf eine Nummer und ein rotes Dreieck mit verschiedenen Buchstaben. Wir rieten, was das bedeuten soll. Wir haben es bald erfahren.
Aus dem Bad begann man, unsere Namen zu rufen; wir traten ein.
Dort wurden wir unserer Zivilkleider entledigt und bekamen auch alle die gleichen Kleider. So sind wir zu Häftlingen des KZ geworden.
Nachmittags kamen wir auf Block 11, welchen die anderen Tschechinnen Block Lidice tauften. Trotzdem es streng verboten war, kamen einige tschechische Mädels, uns zu begrüßen. Sie fragten, wie es bei uns zu Hause geht und lehrten uns das Leben im Lager, das uns erwartet, kennen.
Eine Redakteurin tröstete uns; sie sagte, irgendwie werden wir es schon überleben – bald ist der Krieg aus, dann kehren wir alle nach Hause zurück. Wir lassen kein einziges Weibchen aus Lidice da; welche nicht gehen könnten, werden wir in unseren Armen zum Bahnhof tragen. Keiner darf zurückbleiben. Sie gab uns soviel Kraft und Lebensmut und ist selber 6 Wochen später einem Nervenschock erlegen. Sie verlor den Verstand und starb an der „Kur“, die in solchen Fällen zur „Heilung“ angewendet wurde.
Wir mußten 12 Stunden täglich, am Tag und in der Nacht, arbeiten. Es gab eine Menge Arbeit, dafür aber desto weniger Essen. Ein kleines Stückchen Brot pro Tag, am Mittag ein bißchen Gemüse, am Abend ein Näpfchen Suppe. Was an Essen fehlte, wurde durch Schläge ersetzt. Mit den Schlägen sparten weder die Aufseher noch die Aufseherinnen.
Sie konnten die hungrigen und wehrlosen Frauen bis aufs Blut quälen.
Man brauchte viel moralische und physische Kraft, um alle Greuel, die das Leben im Lager mit sich brachte, zu überleben. Manche Frauen wurden erschossen, manche Versuchsoperationen unterworfen. Die Mehrzahl dieser Frauen starben; es waren Märtyrerinnen.
Im Jahre 1944, im Februar, wurde ein Transport alter und kranker Frauen aller Nationalitäten nach Lublin und von da aus nach Auschwitz geschickt. Auf diesen Transport gingen ca. 35 Lidicer Frauen. Nur 10 davon kehrten zurück.
Die letzte Zeit im Lager war die fürchterlichste. Es brach eine Typhusepidemie aus.
Der Tod hatte eine reiche Ernte. Täglich starben viele Frauen. Früh und abends war das ganze Lager von den Flammen des Krematoriums beleuchtet, vom Rauche der verbrannten Menschenkörper durchzogen. Und jede von uns trug den Gedanken in sich: wann bin wohl ich an der Reihe.
Im Jahre 1945, vor Ostern, begann in Ravensbrück das Vergasen. Am Osterdonnerstag gingen 16 Tschechinnen, davon 6 Frauen von Lidice, ins Gas.
Ende April begann man mit der Evakuierung des Lagers. Am 27. April gingen ich und meine Tochter mit einem großen Transport zum Lagertor hinaus, andere Transporte wurden formiert. Wir gingen bis in die Nacht, welche wir im Wald verbrachten. Man hörte Kanonendonner, die Front kam näher. In der Nacht sah man Feuerschein, hörte Detonationen; es war, als hätte sich die Hölle geöffnet. Der Morgen war ein wenig ruhiger. Wir gingen weiter bis Nachmittag, als ein Flugzeugangriff den Transport auseinanderriß.
Wir haben uns im Walde versteckt. Da verbrachten wir mit noch vier anderen tschechischen Kameradinnen drei Nächte und zwei Tage. Wir erwarteten jeden Augenblick unser Ende.
Am 1. Mai wurde alles ruhig. Nahe am Wald, in dem wir uns befanden, lag das Städtchen Wesenberg. Ich ging, um zu sehen was los sei. Das Städtchen war voll Soldaten; als ich sie eine Weile lang ansah, wollte ich Augen und Ohren nicht trauen – ihre Uniformen hatten eine andere Farbe als die, die wir vor drei Tagen sahen. Und ihre Sprache klang bekannt, nah, unserer Sprache ähnlich – die russische Sprache.
Auf Kappen und Jacken Knöpfe mit dem fünfzackigen Stern. Ich fragte den ersten:
„Bist du Russe?“ Er antwortete stolz: „Da!“ ich schaute mich um; sie sind alle gleich.
Unsere Befreiung kam! Es war ein schöner 1. Mai – ich werde ihn nie vergessen!
Schnell lief ich zu den Kameradinnen, um ihnen diese freudige Nachricht zu bringen.
Alle gingen wir dann ins Städtchen. Wir fanden ein Häuschen, wo wir bis zum 11. Mai blieben. In diesen Tagen trafen wir noch drei Frauen aus Lidice und mit denen begaben wir uns zu Fuß auf den Heimweg – voll Hoffnung und voll Bangen vor den nächsten Tagen... aber wohin nach Hause? Daß Lidice nicht mehr stand, wußten wir... Die ganze Zeit über nährten wir die Hoffnung, Männer und Kinder wiederzusehen.
Erst jetzt erfuhren wir die Wahrheit: Die Kinder waren irgendwo nach Polen verschleppt worden und dort vielleicht vergast. Und alle Männer, von 16 Jahren bis ins höchste Greisenalter, erschossen und im Massengrab begraben.
Emilie Chvalova geb. Frejova
* 15.02.1934
† 23.01.2012
Ich war achteinhalb Jahre alt, als das alles geschah. Zu uns kam die Gestapo mit einem Zivilisten. Man hat uns gesagt, daß wir uns warm anziehen sollen, besonders die Kinder, und zur Schule begeben sollen. Als wir dort hin kamen, konnte man schon Kinder und Mütter weinen hören.
Am nächsten Morgen wurden wir in Lastwagen geladen und nach Kladno gebracht. In der Stadt haben wir in der Turnhalle auf Stroh geschlafen. Am dritten Tag kam die Gestapo und sagte, daß die Kinder von den Müttern getrennt werden. Es wurde geschrien, die Kinder haben geweint, die Mütter haben geweint. Die Gestapo hat geschossen.
Wir wurden von den Müttern weggeschleppt in den 1. Stock des Gebäudes, und da war die Gestapo und fing an, unsere Köpfe zu messen. Sie haben uns dann Zettel um den Hals gehängt mit Namen und unseren Daten. An dem Tag abends, wurden wir dann nach Lodz gebracht. Damals hieß es Litzmannstadt.
Wir kamen in eine große Fabrik, da waren Männer, Frauen, Kinder zusammen. Wie ich später erfahren habe, handelte es sich um ein Sammellager. Dort kamen wir Kinder aus Lidice alle zusammen in den 1. Stock, wo wir für uns waren. Wir haben auf dem Fußboden geschlafen, Kinder im Alter von einem Jahr bis fünfzehn. Das Schlimmste war, daß die kleinsten Kinder weinten, die waren hungrig, und man konnte sie nicht sauberhalten. Wir größeren Kinder haben Kleidungsstücke ausgezogen und den Kleinen als Windeln gegeben. Aber später hatten wir selbst nichts mehr.
Morgens kriegten wir schwarzen Kaffee und ein Stück Brot. Zum Mittagessen bekamen wir nur Wassersuppe, in der Ungeziefer und solche Sachen drin schwammen. Zum Abendessen wieder schwarzen Kaffee mit einem Stück Brot und entweder Margarine oder Marmelade. Wir waren in einem schlechten Zustand. Hatten Läuse und Hunger und waren schmutzig. Ein Mädchen von uns wurde krank und wollte aus dem Fenster springen. In der Mittagspause wurden wir auf den Hof gebracht zu einem kurzen Spaziergang, und wir haben da schlimme Sachen gesehen: wie Leute erschossen wurden.
Später kamen Leute, man hat uns gesagt, daß es Ärzte waren, die haben einige Kinder ausgesucht. Angeblich nach dem Typ - wer blond war und blaue Augen hatte usw. Sie haben zuerst sieben Kinder ausgesucht; darunter war auch ich. Dann kam später noch ein Junge dazu, denn er hatte zwei Schwestern mit, und die Mädchen haben geweint, daß sie den Bruder mithaben wollen. Er kam erst später zu uns dazu. Wir acht wurden in eine andere Fabrik gebracht, und da hat man sich um uns schon besser gekümmert. Wir bekamen eine polnische Erzieherin, sie hat uns gewaschen und gekämmt, und wir haben Essen gekriegt.
Von dort kamen wir in ein Kinderheim nach Puschkau. Das war auch noch in Polen. Wir gingen zusammen mit deutschen Kindern zur Schule - wir mußten anfangen mit dem Deutschunterricht. Wir haben auch gelernt zu nähen und zu sticken. Nach einem Jahr haben festgestellt, daß wir schon Deutsch konnten, und wir wurden in Familien aufgeteilt. Eine von uns, Maruska Hanfova, ist für 50 Mark verkauft worden.
Ich kam in eine SS-Familie, der Mann hieß Otto Kuckuck. Das war in Saßnitz auf Rügen. In der Familie ging es mir ganz gut. Sie hatte selbst keine Kinder. Ich bin dort weiter zur Schule gegangen. Ich war auch in der Hitler-Jugend. Ich muß sagen, ich hatte alles da in der Familie, was Essen angeht, Spielzeug. Sogar mein eigenes Boot das Meer. Man nannte mich Mirchen Kuckuck. Der Mann war ein großer Gestapo-Mann, der heute immer noch gesucht wird als Kriegsverbrecher.
Vielleicht hört sich das seltsam an. Aber ich war ein Kind damals,, zu jung, und war in der Hitler-Jugend mit dabei. Ich habe das anders empfunden als die Frauen von Lidice - für mich war das alles natürlich. Ich merkte wohl, daß ich von woanders komme, aber habe keinen Haß empfunden. Ich habe das damals einfach nicht verstanden.
Nur die Frau des Mannes, sie hieß Frieda, fing an, mit mir zu sprechen und wollte, daß ich Mutti zu ihr sage. Das wollte ich nicht haben. Aber ich habe sie durchaus gemocht. Auch den Mann. Sie waren beide nett zu mir, er sogar noch netter als sie. Er wußte wohl, daß ich Tschechin bin. Ihr wurde angeblich gesagt, daß ich ein deutsches Waisenkind sei.
Im Lager in Polen war ich geschlagen worden. Ich war hungrig. Nun war ich dankbar, als ich auf einmal Essen kriegte und sich jemand um mich gekümmert hat. Ich kam normal zur Schule. Die anderen Kinder wußten nicht, daß ich keine Deutsche bin. Zu Hause, was war das damals für mich? Ich habe mich an das Leben auf Rügen gewöhnt, es ging mir dort gut. Schon als ich von Lidice kam, war ich ein Waisenkind, ich war von meinem Onkel und meiner Tante erzogen worden. Schon als kleines Kind kam ich von einer Familie zur anderen, von einem Platz zum anderen. Und nun auf einmal habe ich ein Zuhause gehabt.
Ich blieb dort bis April 1946. Nach Saßnitz kam die sowjetische Armee, und der Mann, Otto Kuckuck, mußte fliehen. Er kam nach Hannover. Ich bin mit der Frau erst mal allein zurückgeblieben. Der Mann hat dann gefragt, ob wir ihm nachkommen können. Es war schon alles klar, aber mittlerweile kamen tschechische Soldaten aus Decin. Die kamen und sagten, daß ich eines der Kinder von Lidice bin. Sie haben mir ein Foto von Lidice gezeigt, ein Schulfoto, und ich habe natürlich alle Schüler und Lehrer erkannt. Auf diese Art haben sie festgestellt, daß ich eines der Kinder bin. Daß sie darauf kamen, hat sich so ergeben, ein anderes Mädchen, das mit mir ursprünglich zusammen war, ist bei Frau Strauß in Puschkau geblieben. Das war die Erzieherin von dem Heim. Wir haben uns geschrieben bis 1944. Das andere Mädchen ist allein nach Hause geschickt worden. Ihre Familie hat sie in den Zug gesetzt. Sie hatte meinen Brief dabei, mit der Adresse. Den hat sie dann abgegeben.
Ich habe auch selbst gewußt, daß ich aus Lidice komme. Aber weil sie in Uniform waren, wollte ich nicht mitgehen. Ich habe Angst vor der Uniform gehabt. Aber schließlich habe ich mich doch von Frieda verabschiedet. Ich hatte sie später doch Mutter genannt, und wir hatten uns aneinander gewöhnt. Sie hat natürlich geweint und wollte mich nicht weg lassen. Ich bin auch zur Schule gegangen, um mich zu verabschieden von den Schülern und der Lehrerin. Die hieß Else Schinkel und hat auch geweint, sie hat mich sehr gern gemocht. Ich hatte auch keine große Lust wegzugehen.
In dem Jahr 1946 kam ich zurück nach Kladno, wo meine Tante wohnte. Bei der bin ich dann geblieben. Damals wußte ich noch nicht, was mit den anderen Kindern aus dem Dorf geschehen ist. Das habe ich erst später hier erfahren.
Als ich hierher in das Dorf kam, war es ein schreckliches Gefühl - als ich gesehen habe, daß überhaupt nichts stehengeblieben ist, und als ich erfahren habe, was alles passiert ist. Das kann man schwer erzählen, was man da empfunden hat.
Emilie Frey heiratete den Hüttenwerker Josef Chvalov. Gemeinsam haben sie zwei Söhne.
ab 1954 bis zu ihrem Tod im Januar 2012 lebte sie in Nové Lidice und arbeitete im Museum der Gedenkstätte Lidice.
Stemberk Josef
"Die gesamte Dienststelle des Sicherheitsdienstes in Kladno hat sich an den Vorgängen in Lidice beteiligt. Sicher ist, das sie den Lidicer Pfarrer Josef Stemberk abgeführt haben. Rostock persönlich hat den 73-jährigen Geistlichen dabei misshandelt. Er ist dann in einen Keller zu den anderen Männern des Ortes gekommen und später zusammen mit ihnen hingerichtet worden."
Ein ehemaliger Gestapo-Mitarbeiter hat bei einer Untersuchung unmittelbar nach Kriegsende seine Erinnerungen an den Tag zu Protokoll gegeben:
"Ich habe gesehen, wie der Pfarrer, ein schon älterer Herr, bei Rostock Halt gemacht und ihm eine Bitte vorgetragen hat. Rostock hat ihn darauf an beiden Schultern gepackt, mit Gewalt umgedreht und so getreten, dass er auf die Straße gestürzt ist. Als er wieder aufstehen wollte, haben auch andere Sicherheitsdienst-Leute auf ihn eingetreten. Später hat Rostock dann erklärt: Der Pfaffe hat das gut gemacht. Durch sein Beten und die Segnungen hat er die Leute dazu gebracht, dass sie wie Schafe zur Hinrichtung gegangen sind. Und alle haben dazu gelacht."
Vodrážková Božena
"Nad Ravensbrück krásné slunce a věděl jsem, že tvůrce za to všechno."
Božena Vodrážková narodil 9. 12. 1923 v Praze Na Bulovce. Vyrůstala ve venkovských okraji Prahy, v závislosti na tom, kde matka pracovala. Cesta do práce, po vypuknutí druhé světové války vedla do Lidic. Božena Vodrážková byl o rok starší bratr Josef. Paní Vodrážková odkazy na to, že po smrti mého otce starala se o ni, a matka byla velmi špatná. "Ty bychom mohli hrát s cihlou," "Ta dívka je obtížná," říkáte bratra cihly zábavu.
Jak píše ve svých pamětech, Kronika Cecilia Brožová matka, její partner a otec dvou dětí, pojmenovaných Josef Kalous, oni byli oddáni a měli děti příjmení po matce (a dědeček). Joseph byl původně Pathfinder, ale pak se stěhoval do práce v zemědělství, a před narozením Bozena šel do Francie a poslali peníze domů. Po narození dcery Cecily za ním se dvěma dětmi, a žili nejprve v Lotrinsku, publikovaných později na severu Francie, kde v roce 1925 Joseph dostal práci u dolu Parisien. Zranění, a to je nakonec nucen v roce 1927 k návratu. Doma, její otec trpěl tuberkulózou a byl neschopný najít práci. Jeho zdravotní stav se rapidně zhoršila. On šel do domu v obci, Domažlice, a zemřel.
Božena Vodrážková jako dítě vychován prarodičů v Brandýsku, chodit do školy v Stehelčeves. Moje babička a dědeček byli kuchaři babička pracovala v restauraci Zlatá husa na Václavském náměstí v Praze. Bratr Josef byl vycvičen jako mechanik v Buštěhradu na pana Minaříka, Bravo nastoupil službu v Hostivicích s Kafkou, a později dostal práci v továrně na nábytek dětskou u společnosti Hostouně patřil panu Kučera. Pak žila se svou matkou na farmě v Makotřasy Karhan. Tam se setkala s matčin nový partner Vasil generály, kteří pravděpodobně přišel z Podkarpatské Rusi.
V listopadu 1939 se svou matkou a bratrem přestěhoval do Lidic, kde matka vstoupila do služby s Jaroslavem a Miloslava Podhorových. Mají pronajato velká místnost, prádelna původně mlýn č. 66, deputátního dům Podhorovu farmě patřil. Moje matka pracovala na poli, péče o zvířata a jako. Božena byla ještě zaměstnána v továrně, pane Kučera.
Božena Vodrážková klesly v Lidicích, "Bylo to hezká vesnice proti Makotřasům bylo lepší, protože je to církev, muži hráli hokej a tam byl větší komunita." S přáteli jak jste byli zvyklí jít sedět na lavičce u rybníka, který byl nedaleko od domu, kde žil se svou matkou. Vstřebává v jejich vzájemných konfliktů mezi obyvateli Lidic. "Pýcha, hrdost, bylo to hrozné. Jsem byl chudý, a moje matka mi dala ušít dvoje šaty, jeden modrý a jeden zelený. Pokud by byly šité dát míč, a já si to, bratr řekl:" Pojď ke . tanec "tak jsem šel do této krátké šaty, a všichni měli dlouhý míč, a já jsem krátký. takže tam, díval se a přišel ke mně z chlapce na hřebce, tak jsem šel s ním tančí." oni cítil, že tomu tak není do Lidic.
Brother v roce 1940 odešel s jeho kamarádům Gophers Joseph pracovat v Německu. Usadil se ve městě Varel-Oldenburg. Po válce se vrátil do Československa.
Lidice nacisty byli v noci z 9. naplněné do 10. června 1942. Božena honí sen v noci, jak obtížné je v suterénu plné zlých černých koček. Probudil německých vojáků vykřikl: "! Ven, ven" Oba jeho matka do školy, ostatní ženy a děti přijata. Oni byli pravděpodobně mezi poslední, protože nepobyly dlouho ráno, když se probudil, a ve škole. "Bylo ticho v kostele, jako je. Klid před bouří, jako ošklivé ticho" Zpěv ptáků. Vasil Generalov měl Horáka farmu.
Božena Vodrážková vzpomíná pan Fox, Mlynář ze mlýna Podhorova. "Chudák pan Fox, na které si vzpomínám jsme museli Otevřít Všechna Okna v dopoledních hodinách, ABY ty, kteří zaměstnávají, abychom PŘEHLED Meli, Sel KOLEM, jsme Meli nízkou OKNO, SEL KOLEM řekl, Brožová, CO SE s nami Stane, co o sobě Stane s Nami! "Ne. Zoufalý Hlas. Na oběsil sám o sobě, smrt, "vzpomíná TAKE Lisková Mirecka syn." Jsme Mirecka Takový krásný kluk, na krabice was Schopen noviny. Takový malý chlapec, já jsem si svůj noviny! "
Božena Vodrážková připomíná koše na cennosti ve vesnické škole, umístěných na slámě na podlaze tělocvičny v Kladně, holčička s modrýma očima Eva Kubík.Písemné paměti Cecilia Brožová příklad, jsme se dozvěděli, co jejich potraviny vojáci na střední škole. Po třech dnech v tělocvičně tělocvična Kladno ženy vlakem do Ravensbrücku. Cecilia Brožová mohl podpořit strop a při příjezdu do tábora se k ní přirozeně.
V Ravensbrücku Boženy Vodrážková dělal s jiným statutem Lidice politické vězně. Ale byly tam i ti, kteří byli vězněni pro svou víru - Svědkové Jehovovi. Ona je začali používat pravidelně ve svém volném čase. "Bylo to, jako bychom měli volný období, a to byla velmi krásná, západ slunce, a nyní říkají:" Bůh tě miluje. On miluje všechny lidi a také si. "Byl jsem rád, že Pán miluje mě, protože mám příliš mnoho a jsem šťastný, jsem se cítil dobře, že jsem ublížit ani jeden pohled na krásný západ slunce a řekl: .." Kdo to udělal?Stvořitel. Konečně, to je nemožné, aby se tu bez Stvořitele. Objevil lidem vybaven moudrost, rozum, a všechny tyto vlastnosti "
Mezi svědky Jehovovými jsou jako Božena Novák z Prahy, který byl zatčen jako JW splněné. Oni byli přátelé. Božena oddaných vytáhl sílu překonat těžkosti existence zde. Byla hrdá, že se nacisté Svědkové Jehovovi začal počítat a dostal fialové místo černým trojúhelníkem. "Když jsem měl volný čas, tak jsem běžel k nim." Vzhledem k tomu, svědci byli spolu na 1 blok a lidických žen bylo jinde Božena Vodrážková museli udělat omezené kontakty s lidických žen na svědky. "Musel jsem nic s nimi, měli jiné zájmy."
Blok spal s její matkou. V roce 1943 moje matka pracovat někde jinde, pravděpodobně zaujatý v Lipsku a Boženy Vodrážková dostal informováni Joseph Součková. S ní, ale nijak zvlášť rozumět. Můj bratr ji poslal do Camp balíčků. Během války, v roce 1943, je ženatý a poslala svatební fotografii.
Svědkové Jehovovi v táboře měla mírně odlišné zacházení. Pro vaši poslušnost a pravdy odvozené od doktríny, dostávat úkoly pokud je to požadováno nacisty odejít s ostatními vězni. Později, ke konci válce utekli blokovat.Důvěra byla založena v kostele tak hluboko, že Božena Vodrážková spolu dnes.
Vzpomíná na skupinu několika židovských dětí, které byly odebrány někdy na jaře roku 1943 nebo 1944 za asi tři dny Ravensbrücku. Židovský chlapec zpívá populární polský píseň "Little House Biały" kroniku ještě pamatuje a zpívá ji. "Asi tři dny, kdy děti byly. A řeknu jim pohádky, a já za nimi, jsem hladil je, a oni (pak) odešel." V koncentračním táboře a zkušených námluv polských vězňů, dopisy jejich láska a balíčky poslal. On se stěhoval do polských vězňů na námluvy po válce: "Nenech mě psát, nenech mě poslat Paczki (balíky), že jsem, žít, chcete vidět konec války." Později nikdy jsem o něm neslyšel.
Na rozdíl od žen z Lidic zůstaly až do konce války na starém táboře. Strávil poslední dny ve společnosti svědků Jehovových. Jakmile opilý SS začal křičet, že tábor rozebrán a vyhodit do povětří. Během noci, úzkosti spát, nemohl Bozena Vodrážková, na rozdíl od jiných, kteří spali po modlitbě tiše. Raid přišel a bomby padaly v blízkosti tábora.
Pokud Svědkové Jehovovi tábor opustit, šli třikrát v řadě pro potravinový balíček. "Kdo jde a dostane balíček, takže jsem měl balíček, druhý a třetí balíček, takže jsem musel jíst to, co děláte? Kakao? Nebo kávu? Nebo mléko? Nevěděl jsem, co se stalo. "A jak je možné, že oni mají tři balíčky?" No, protože jsem tam byl několikrát, "směje se svědka.
Přepravní provozovány v Československu zvláštními autobusy od domova. Se svou matkou a bratrem se setkal se svým strýcem. Prakticky jediný Lidice rodina sešla proto zcela.
Po válce, žila a pracovala v Kladně. Během 50 let po výstavbě nových Lidic se pohyboval tam a pracoval jako dělník v zahradě a na růžovou zahradu u památníku. 90. Let žije opět v Kladně. K tomuto dni se hlásí ke Svědkové Jehovovi. Brother již nežije, naživu jen jeho manželka Marie Brož. Zamítnutí natáčení Post Bellum.
Brief Bulinova Anna
Vážení babičku,
Zejména naše pozdravy posílám spoustu polibků a tisíce našich pozdravem. Babička, prosím, mohl byste mi poslat nějaké oblečení změnu a nějaké spodní prádlo, vzal jsem nic, ale šaty a jsme bosí. Prosím pošlete nám kus chleba, pokud máte nějaké ušetřit. Babička, pokud se nemůžete dostat žádné oblečení, musel bych čekat - si mohl napsat tetě získat nějaké? Joseph a Jaroslava mi řekl, že jí pozdravy, těšíme se na Vaši odpověď. Babička, pošlete mi papírnictví, takže můžu psát. Prosím, nezlob se na mě můžete dát všechny tyto problémy a požádat tak, doufám, že budu moci oplatit.
Napište brzy, naše nejteplejší jde,
Napište brzy a hodně. Anna.
Josef a Anna Jaroslava
Verzeichnis der Ermordeten Männer
Opfer der deutschen Polizei
von den Deutschen zusammengestellt
113 Arbeiter (überwiegend Berg- und Hüttenleute)
18 Bauern
9 Pensionisten
11 Handwerker und Geschäftsleute
1 Gutsverwalter
1 Redakteur (Fr. Kubik)
1 Bauführer
1 Totengräber
1 Wachmann
1 Lagerhausverwalter
1 Geistlicher
Truppenverbände der Ordnungspolizei und ihre Aufgaben
Vorschrift für die Führung und Verwendung der Polizeitruppe
Die Nazis wollten den Namen Lidice aus allen Landkarten ausradieren. Zwar ist es ihnen gelungen, das Dorf dem Erdboden gleich zu machen, jedoch nicht den Namen zu vernichten. Als die Gräuel von Lidice bekannt wurden, haben mehrere Gemeinden den Namen Lidice angenommen. So findet man Lidice in Brasilien, der ursprüngliche Name dieser Kleinstadt in der Nähe von Rio de Janeiro war Vila Parado. Die Umbenennung erfolgte 1944, am zweiten Jahrestag der Zerstörung Lidices, in Anwesenheit brasilianischer Honoratioren und einer diplomatischen Vertretung der tschechoslowakischen Exilregierung, San Jerónimo-Lídice in Mexiko, Lidice im US-Bundesstaat Illinois, Lídice de Capira in Panama, Ortsteile mit dem Namen Lidice gibt es in Lima (Peru), Caracas (Venezuela), Regia (Kuba) und Gan Yaoneh (Israel). Nur in Deutschland kommt der Name Lidice nicht vor.
Witwenrente für Lina Heydrich
Nachdem die Bundesrepublik Deutschland der Witwe Lina Heydrich zunächst wegen der Verbrechen ihres Mannes das Anrecht auf eine Witwenrente abgesprochen hatte, prozessierte diese 1956 bis 1959 erfolgreich. Trotz der führenden Rolle ihres verstorbenen Mannes bei der Judenvernichtung erging ein Gerichtsbeschluss, der ihr die Rente einer Generalswitwe zubilligte, deren Mann im Kampf gefallen war, die sie bis zu ihrem Tod 1985 erhielt.
Die gerichtlichen Auseinandersetzungen um die Rente führten 1958 unter der Kanzlerschaft Konrad Adenauers zu einer Kabinettserörterung und einer Großen Anfrage der SPD im Bundestag.
Als wollte sie den Staatsanwalt und die deutschen Medien verhöhnen, die das Urteil des Gerichts empört kritisiert hatten, wählte Lina Heydrich als Titel für ihre 1976 publizierten Memoiren "Leben mit einem Kriegsverbrecher’“. Die Witwe betrieb nun auf der Ostseeinsel Fehmarn die Pension „Imbria Parva“, die häufig „ehemalige SS-Kameraden ihres Mannes zu Wiedersehensfeiern“ beherbergte, die dort „Erinnerungen an bessere Zeiten’ austauschten“.
LG/BG Halle 520320 Az.: I13aStKs101/51
Tatland: Tschechien
Tatort: Lidice
Tatzeit: 4206
Opfer: Zivilisten
Nationalität: Tschechische
Dienststelle: Polizei Polizei-Einsatz-Reservekompanie Halle
Verfahrensgegenstand: Beteiligung an der in Lidice nach dem Attentat auf Heydrich durchgeführten Vergeltungsmassnahmen, die zur Erschiessung der männlichen Dorfbewohner und zur Verschleppung der Frauen und Kinder führten, durch Absperren des Dorfes und Begleitung der Frauen ins KL Ravensbrück
Kreisarchiv Bautzen
247 - 39 1946, 1948
Umsiedlerangelegenheiten (1946)
Enthält: Mitteilungen des Landrates Bautzen betreffs vereinfachter Meldungen und
Formblätter für Umsiedler; betreffs aufzunehmender Umsiedler in Schönbrunn; betreffs
Auflistung der Personen, die aus der Tschechoslowakei, Schlesien, Oberschlesien
ausgewiesen wurden; betreffs Anfrage, in welchen Orten sich ein Bahnhof mit
Güterabfertigung befindet; betreffs Regelung der Aufnahme der Umsiedler; betreffs
Umsiedler- und Quarantänelager; betreffs Geldunterstützung für arbeitsunfähige Umsiedler.-
Aufruf der Volkssolidarität Bautzen an die Gemeinden zur Mitarbeit in der Volkssolidarität.-
Rundschreiben der Kreisbeauftragten des Amtes für deutsche Umsiedler betreffs
Heimkehrerbetreuung.- Statistische Meldungen des Gemeinderates Schönbrunn an das
Landratsamt Bautzen über Anzahl der Umsiedler in der Bevölkerung.- Mitteilungen der
Landesverwaltung Sachsen an alle Bürgermeister, Landratsämter und Räte der Städte
Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Görlitz betreffs Suchaktion der Kinder aus
Lidice; betreffs Rückführung von Kindern aus der amerikanischen, englischen und
französischen Besatzungszone; betreffs Rückkehr in die amerikanische Zone.- Mitteilung
der Landesverwaltung Sachsen an den Kreis Bautzen betreffs der Arbeitseinsatzfähigkeit
der Umsiedler.- Bitte des Gemeinderates Schönbrunn an das Landratsamt Bautzen um
Austausch der bei der Familie Fichtner wohnenden Umsiedlerfamilie Pletz mit einer anderen
Familie.- Verzeichnis über aufgenommene Pflegekinder in Schönbrunn.- Anfrage des
Gemeinderates Schönbrunn und von Bürgern an das Landratsamt Bautzen betreffs
Zuzugsgenehmigungen.- Nichterteilung von Zuzugsgenehmigungen durch das Landratsamt
Bautzen.- Mitteilung des Gemeinderats Schönbrunn an das Landratsamt Bautzen betreffs
Umsiedlertransport.
Enthält auch: Umsiedlerzählbogen (1948)
Provenienz: Gemeinde Schönbrunn
Umfang: 59 Blatt
Indexnummer: 35
Bartunkova Rosalie geb. Stribrna
* 12.01.1863 Lidice
Wohnort: Lidice
+ 29.06.1944 Konzentrationslager Auschwitz	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11757 Block 8)
überstellt: 02.02.1944 Konzentrationslager Ravensbrück – Konzentrationslager Auschwitz
* 26.12.1907 Nove Benatky
+ 10.06.1942 Lidice	 Er wurde durch Angehörige der deutschen Polizei in den Hof der Familie Horak in Lidice gebracht, und dort in den Morgenstunden des 10.06.1942 ermordet
Brejcha Charles
* 28.08.1909 Lidice
+ 10.06.1942 Lidice Er wurde durch Angehörige der deutschen Polizei in den Hof der Familie Horak in Lidice gebracht, und dort in den Morgenstunden des 10.06.1942 ermordet
* 20.03.1937 Lidice
+ 02.07.1942 Vernichtungslager Chelmno nad Nerem (Kulmhof am Ner) dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt 13.06.1942 Kladno - Lager der Umwandererzentrale in Litzmannstadt Gneisenaustraße 41
überstellt 02.07.1942 Lager der Umwandererzentrale in Litzmannstadt Gneisenaustraße 41 - Vernichtungslager Chelmno nad Nerem (Kulmhof am Ner)
Brejchova Bozena (Ptáčníková roz., Klatová)
* 12.01.1910 Bustehrad
1945 befreit	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11701 Block 8)
Bublik Josef
* 10,11 1885 Velke Hydeice
Bulin Karel
* 25.10.1926 Liza Nähe Pribram
Bulin Joseph
* 30.03.1930 Lidice
Bulinova Anna
* 22.02.1928 Lidice
Bulinova Anna geb. Vesela
* 19.07.1909 Unhost
1945 befreit dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11708 Block 8)
überstellt: Konzentrationslager Ravensbrück - Konzentrationslager Ravensbrück (Aussenlager Waldbau)
Bulinova Jaroslav
* 23.06.1931 Lidice
* 10.04.1903 Bustehrad
Cermak Jiri
* 04.05.1930 Lidice
+ 02.07.1942 Vernichtungslager Chelmno nad Nerem (Kulmhof am Ner)	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
Cermak Miroslav
* 09.02.1934 Lidice
Cermak Vaclav
* 03.07.1876 Lidice
Cermakova Anna geb. Luksova
* 11.03.1898 Krovice (Hobsovice)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11704 Block 8)
Cermakova Bozena
* 27.12.1932 Lidice
Cermakova Miloslava
* 1934 Lidice
Chalupova Anna geb. Novakova
* 26.07.1920 Chyne
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11709 Block 8)
Dolezal Joseph
* 07.08.1901 Beloky
* 09.04.1927 Lidice
Dvorak Arnost
* 16.02.1896 Prag
Dvorak Ernest
Farsky Frantisek
* 05.09.1896 Velke Horousany
Fortik Josef
* 05.03.1886 Srbec
Freja Vaclav
* 27.11.1906 Bustehrad
Frühauf Frantisek
* 03.08.1911 Luka u Jihlavy
Frühauf Jiri
* 1938 Lidice
Generalov Vasil
* 28.02.1889 Vasilovka v Rusku
Hanf Frantisek
* 10.05.1916 Lidice
Hanf Vaclav
* 24.06.1904 Bustehrad
Hanzl Charles
* 07.02.1903 Bustehrad
Hanzlik Josef
* 13.04.1909 Lidice
Hanzlik Vaclav
* 06.05.1882 Lidice
* 12.12.1910 Lidice
Hanzlikova Karolina geb. Kolarova
* 15.08.1875 Vysoka u Pribrami
+ 27.07.1944 Konzentrationslager Auschwitz	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11718 Block 8)
überstellt: 02.02.1944 Konzentrationslager Ravensbrück - Konzentrationslager Auschwitz
Hanzlikova Marie
* 27.10.1914 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11719 Block 8)
Hanzlikova Marie geb. Svetla
* 17.08.1894 Vysoka
+ 00.03.1943 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
Hejma Charles
* 25.11.1901 Lidice
Hejma Frantisek
* 1928 Lidice
* 19.09.1893 Lidice
* 24.11.1859 Bustehrad
Hejma Jaroslav
* 14.06.1922 Bustehrad
Hejma Karel
Hermanova Emily (Emilie) geb. Novotna
* 14.08.1910 Lidice
Wohnort: Lidice	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück
Herman Ladislav
* 28.05.1912 Hostau
Hermanova Jaroslava
* 1939 Lidice
Hinken Francis
* 25.01.1935 Lidice
Hockova Marie
* 1932 Lidice
Honzikova Bozena
* 1929 Lidice
Honzíkova Vera
* 30.03.1929 Lidice
Horak Stanislav
* 29.10.1897 Lidice
+ 16.06.1942 Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice)	 Er wurde am 16.06.1942 gegen 18:45 Uhr auf dem Schießplatz Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) erschossen
Horakova Anastasia geb. Storkova
* 25.04.1902 Lidice
+ 16.06.1942 Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice)	 Sie wurde am 16.06.1942 gegen 18:45 Uhr auf dem Schießplatz Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) erschossen
Horesovska Olga geb. Tumova (wiederverheiratete Zamecnik)
* 18.04.1920 Chodoun
kehrte am 20.04.1945 nach Ihrer Befreiung nach Lidice zurück dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: Kladno (Turnhalle des Gymnasium) - Ghetto Theresienstadt
überstellt: 06.07.1942 Ghetto Theresienstadt - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 12394 Block 8)
Horesovsky Bohumil
* 09.03.1915 Makotrasy
Horesovsky Pavel
* 25.05.1942 Lidice
kehrte nach 1945 nach Lidice zurück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
verlegt in die damalige Technische Hochschule in der Resslova Straße am Karlsplatz in Prag, danach in das Provincial Hospital in Charles in Prag und schließlich in das Waisenhaus im Krankenhaus in Prag-Krc
Hronik Cyril
* 04.08.1902 Lidice
Hronik Frantisek
* 28.10.1942 Konzentrationslager Ravensbrück
+ 1942 Konzentrationslager Ravensbrück
getötet bald nach der Geburt
(Mutter: Hronikova Frantiska geb. Kratochvilova, Lidice)
Hronik Jaroslav
* 25.06.1924 Lidice
Hronik Josef
* 16.08.1927 Lidice
Hronik Vaclav
* 03.06.1922 Lidice
* 13.06.1896 Lidice
Hronik Zdenek
* 08.07.1934 Lidice
Hronikova Bozena
* 16.03.1929 Lidice
Hronikova Bozena geb. Müllerova
* 16.10.1871 Lidice
+ 15.05.1944 Konzentrationslager Auschwitz	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11731 Block 8)
Hronikova Frantiska geb. Kratochvilova
* 11.08.1900 Dusniky
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11732 Block 8)
überstellt: Konzentrationslager Ravensbrück - Konzentrationslager Ravensbrück (Kommando Grüneberg)
Hronikova Kvetoslava (Pellerova)
* 04.03.1926 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11733 Block 8)
Hronikova Marta
* 16.01.1941 Lidice
Hronikova Ruzena geb. Pleskotova
* 13.12.1903 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11735 Block 8)
Hronikova Zdenek (Platkova)
* 29.03.1926 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11736 Block 8)
Hronikova Zdenek
* 28.09.1930 Lidice
Hurik Oldrich
* 09.12.1921 Lidice
Hurik Vojtech
* 14.03.1888 Bustehrad
Hurikova Ludmila geb. Zihlova
* 15.09.1888 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11729 Block 8)
überstellt: 02.02.1944 Konzentrationslager Ravensbrück – Konzentrationslager Auschwitz (Häftlings-Nu 73360)
überstellt: 30.09.1944 Konzentrationslager Auschwitz - Konzentrationslager Ravensbrück
Husak Frantisek
* 29.12.1908 Kacice
Jadlicka Vaclav
* 1937 Lidice
Jelinek Vaclav
* 23.10.1918 Bustehrad
Jelinkova Helena geb. Kosinova (nach 1945 Karlikova)
* 07.11.1915 Boboviste
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11740 Block 8)
Jirku Josef
* 03.10.1905 Kysice
Kacl Karel
* 10.12.1911 Ujezd
* 17.04.1886 Revnice (Martina Navrátilová wurde hier geboren)
* 18.10.1916 Lidice
Kadlec Vaclav
* 02.03.1922 Lidice
+ 16.06.1942 Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) Er wurde am 16.06.1942 gegen 18:45 Uhr auf dem Schießplatz Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) erschossen
Kadlecova Marie geb. Hunkova
* 21.03.1902 Lhota
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11745 Block 8)
Kafkova Vara
* 1936 Lidice
Kaimlova Anna
Kindlova Ruzena (Žaludková roz., Kárníková)
* 18.07.1890 Jince
+ 1945 auf dem Todesmarsch dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 11752 Block 8)
Klima Francis
* 01.08.1911 Olsany
Klima Josef
* 06.08.1886 Bustehrad
Klimova Marie geb. Fiserova
* 15.02.1891 Cvrcovice
+ 1942 Lublin (Auschwitz ?)	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 11753 Block 8)
Kobera Jaroslav
* 19.10.1932 Lidice
Kobera Vaclav
* 26.11.1936 Lidice
Koberova Blazena
* 25.05.1904 Kladno (Ortsteil Rozdelov)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 11754 Block 8)
Koberova Milada
* 10.06.1931 Lidice
Koberova Zdenek
* 26.02.1934 Lidice
Kohlicek Jaroslav
* 26.12.1921 Bustehrad
Kohlickova Anna geb. Horakova (Nesporova)
* 23.01.1920 Lidice
+ 20.09.2006
Dienstag 26.09.2006 auf dem Friedhof vom neuen Lidice begraben
kehrte 1945 nach Ihrer Befreiung nach Lidice zurück dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 12.06.1942 Kladno (Turnhalle des Gymnasium) - Gefängniskrankenhaus Prag Dykova Street No 20
überstellt: 29.06.1942 Prag - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 13042)
Kohlickova Marie geb. Zdrpecka
* 08.12.1894 Knezivce
+ 1983 im neuen Lidice
kehrte am 27.04.1945 nach Ihrer Befreiung nach Lidice zurück dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11755 Block 8)
Korecka Marie geb. Müller
* 15.02.1873 Stehelceves (Bustehrad)
+ ?	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11793 Block 8)
Kotmel Stephen
* 07.04.1904 Lidice
Kotmelova Marie geb. Horáková
* 28.10.1879 Lidice
+ 22.05.1944 Konzentrationslager Auschwitz dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 11794 Block 8)
Kovarovska Hana
Kovarovska Ludmila
Kovarovska Marie geb. Himlova
* 29.10.1888 Lidice
+ 24.04.1945 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11798 Block 8)
überstellt: 02.02.1944 Konzentrationslager Ravensbrück – Konzentrationslager Auschwitz (Häftlings-Nu 73366)
Kozel Anthony
* 06.10.1897 Belokach
* 14.07.1936 Lidice
Kozlova Marie geb. Votrubova
* 05.05.1897 Lidice
+ 30.03.1945 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11801 Block 8)
Krasova Venceslava
* 1935 Lidice
Kruntova Anna geb. Koubova
* 28.08.1890 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11804 Block 8)
Kruntova Josef
* 03.01.1886 Vrbno nad Lesy
Kruntova Marie geb. Javurkova
* 25.11.1924 Lidice
Kubela Rudolf
* 25.12.1938 Lidice
* 15.04.1909 Bustehrad
Kubela Vaclav
* 16.09.1923 Lidice
* 24.07.1872 Beech
Kubelova Anna (Pulcova roz. Pokorna)
* 10.04.1915 Vraclav u Vysokeho Myta
befreit 24.04.1945	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11806 Block 8)
Kubelova Josefa geb. Kosova
* 17.03.1871 Lidice
+ 1944 Konzentrationslager Auschwitz	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11807)
Kulhava Marie geb. Pojezna
* 27.09.1905 Podlesin
Am 27.04.1945 konnte sie vom Evakuierungsmarsch entkommen und hat überlebt	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11810 Block 8)
Kulhavy Frantisek
Liska Miloslav
Mastalir Francis
* 17.11.1892 Podlesin
* 18.09.1922 Lidice
Mastalir Jaroslav
* 14.06.1925 Lidice
Mastalirova Marie geb. Frolikova
* 21.01.1893 Prag
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11813 Block 8)
Miko Nicholas
* 08.12.1916 Kolarovice
Mikova Alzbeta geb. Stribrna
* 15.04.1915 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11814 Block 8)
Mikova Milada
* 24.11.1936 Lidice
Moravcova Jitka
* 1940 Lidice
Moravec Vaclav
* 1931 Lidice
Mulak Karel
* 1930 Lidice
Mulakova Marie
* 1927 Lidice
Müller Antonin
* 11.10.1910 Lidice
Muller Zdenek
Nejedla Marie geb. Storkova
* 06.01.1891 Chynava
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11821 Block 8)
Nejedly Vaclav
* 13.06.1887 Lidice
Nerad Antonin
Nova Alena
Novotna Katerina geb. Krupkova
* 21.07.1870 Strelska Hostice
+ 02.03.1944 Konzentrationslager Auschwitz dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
Novotna Milada
Pek Antonin
Pelichovsky Emilie
Pelichovsky Vaclav
Peskova Anna
Peskova Jirina
Petrak Miloslav
* 09.05.1927 Lidice
Petrak Zdenek
* 19.01.1933 Lidice
Petrakova Jirina
Petrakova Josef
* 18.12.1903 Bustehrad
+ 16.06.1942 Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice)	 Am 04.06.1942 wurde er während der Nachtschicht in der Poldi Hütte (Teil der Reichswerke Hermann Göring) verhaftet, und am 16.06.1942 gegen 18:45 Uhr auf dem Schießplatz Prag-Kobylisy (Kobyliska strelnice) erschossen
Petrakova Ruzena geb. Dolezalova
* 29.04.1906 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11831)
Petrik Zdenek
* 1941 Lidice
Pitinova Marie
Podhora Jaroslav
* 23.04.1904 Trebusice
Podhorova Miloslava geb. Studnickova (Jirasova)
* 27.11.1913 Lidice
kehrte 1945 nach der Befreiung nach Lidice zurück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11834 Block 8)
Podzemsky Anna geb. Storkova
* 13.10.1905 Buchalka
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11835 Block 8)
02.03.1945 Transport mit circa 1981 Frauen aus Ravensbrück nach Mauthausen. Unter ihnen waren 450 Sinti und Roma mit 182 Säuglingen und Kleinkindern, die nach der Ankunft von der SS sofort erschlagen wurden
Podzemaky Stepan
Podzemsky Stephen
* 24.04.1901 Lidice
Prihodova Anna
* 1926 Lidice
Prihodova Jaroslava
Prihodova Josef
Pruchova Vera
Prynych Alois
* 26.03.1897 Rakovník (Rakonitz)
Prynychova Pavlina geb. Bartosova
* 24.06.1900 Cernovice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11842 Block 8)
Puchmeltrova Venceslava
Radosta Miloslav
Radova Elizabeth
* 14.07.1894 Rapice
+ 19.02.1945 Konzentrationslager Ravensbrück (vergast)	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11845 Block 8)
Rames Vaclav
* 1933 Lidice
Ramesh Josef
* 28.08.1924 Lidice
Ramesova Bozena geb. Brejchova
* 15.06.1897 Lidice
Wohnort: Lidice (nach 1945 Prag)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11762 Block 8)
Ramesova Jaroslava
Ratzka Alois
* 21.06.1920 Trhove Dusnikach
Reed Josef
* 26.03.1911 Lidice
Reed Vaclav
* 04.06.1917 Lidice
* 09.06.1881 Lidice
Rohlova Bozena
Ruzenecka Elizabeth (Alžběta) geb. Sechtrov
* 12.11.1889 Lidice
+ 20.12.1942 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings Nu 11770)
Ruzenecka Jirina
* 13.04.1929 Lidice
Ruzenecky Josef
* 05.02.1924 Lidice
* 12.11.1888 Svarove
* 22.12.1891 male Cicovice
* 24.06.1919 Lidice
Ruzicka Zdenek geb. Souckova
* 28.12.1895 Lidice
+ 22.03.1945 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11771 Block 8)
Sajdl Anthony
* 15.08.1890 Lidice
Sajdl Francis
* 02.09.1918 Lidice
Sajdl Joseph
* 17.03.1898 Msec
Sajdl Karel
* 24.05.1925 Lidice
Sajdl Zdenek
* 10.10.1919 Lidice
Sajdlova Agnes (Anežka) geb. Brejchová
* 21.07.1888 Lidice
+ 30.03.1945 Konzentrationslager Ravensbrück
zusammen mit 5 weiteren Frauen aus Lidice in Ravensbrück vergast dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11773 Block 8)
Sajdlova Bedriska geb. Hejdukova (Pokorna provd)
* 05.03.1922 Makotrasy
+ 06.04.1945 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11776 Block 8)
Sajdlova Marie geb. Kulhava
* 29.08.1894 Lidice
+ 05.04.1945 Konzentrationslager Ravensbrück	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11777 Block 8)
Screw Josef
* 20.03.1934 Lidice
* 23.05.1894 maly Cicovice
Sechtr Francis
* 31.10.1894 Lidice
Senfeldr Joseph
* 31.03.1880 Lidice
Sejc George
* 25.01.1936 Lidice
Sejc Vojtech
* 06.08.1890 Pohnani
Sejcova Antonie geb. Prochazkova
* 08.06.1894 Dobra
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11772 Block 8)
Silhan Vaclav
* 31.03.1907 Lidice
Silhova Vlasta (Dostalova)
* 31.12.1914 Dubi u Kladna
Am 27.04.1945 konnte sie mit anderen Frauen vom Evakuierungsmarsch entkommen	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11882 Block 8)
* 17.09.1917 Lidice
* 19.02.1894 Silver Stallion
Skalova Anastazie (verheiratete Cerna)
* 20.04.1911 Pelhrimov (Pilgrams)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11779 Block 8)
Skrdlova Antonie
* 01.10.1884 Zasmuky
+ 1951 Lidice	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11780 Block 8)
Souckova Jirina
* 08.03.1930 Lidice
Souckova Marie
* 07.06.1928 Lidice
Souckova Miloslav
Sroubkova Marie
Sroubkova Marie geb. Chalupova
* 12.02.1914 Chyne
+ 00.00.1942 Konzentrationslager Ravensbrück (starb nach einem Medizinischen Experiment am Bein) dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11883 Block 8)
Stahl Francis
* 06.01.1922 Polomce
* 02.02.1869 Pecka
Storek Jan
* 07.05.1900 Chynava
Storkova Jaroslava
* 04.08.1932 Lidice
Storkova Jaroslava geb. Bartunkova (Lorberova)
* 15.12.1902 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11852 Block 8)
Straka Bohuslav
* 18.01.1921 Pelhrimov-Pond
* 15.10.1916 Outechovickach am Pelhrimov
* 28.12.1893 Humpolec (Gumpolds)
Wohnort: ab 1938 Lidice
Strakova Anezka geb. Simpachova
* 10.10.1893 Opatov
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11854 Block 8)
Strakova Anna
* 05.12.1942 Gefängniskrankenhaus Prag-Pankratz
+ 02.03.1943 Gefängniskrankenhaus Prag-Pankratz
(Mutter Strakova Anna aus Lidice)
Strakova Jarmila
* 20.11.1939 Lidice
* 30.12.1940 Lidice
Stribrna Anna geb. Hovorkova
* 31.12.1872 Statenice
+ 1944	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11855 Block 8)
Studnicka Bohumil
* 01.07.1879 Little Pritocno
Studnickova Pavla geb. Zimova
* 29.05.1882 Lotouz
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11858 Block 8)
Suchy Josef
Syslova Wiroslava
Tybl Josef
* 15.02.1878 Lidice
Tyblova Rozalie geb. Rakosova
* 13.02.1878 Lidice
+ 04.02.1945 Auschwitz (Nach der Befreiung des Lagers)	 dep. 10.06.1942 Lidice – Kladno (Turnhalle des Gymnasium)
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11859 Block 8)
Urban Antonin
Urbanova Vera
Vandrdle Josef
Vesela Dagmar
* 01.01.1936 Lidice
Vesela Marie geb. Cermakova
* 04.11.1913 Lidice
überstellt: 13.06.1942 Kladno - Konzentrationslager Ravensbrück (Häftlings-Nu 11863 Block 8)
* 20.11.1906 Drinov
* 19.11.1907 Svarove
Vlcek Karel
Zelenka Jaromir
Zid Ivan
gefallene Deutsche
Krüger Erfried
* 25.11.1924 in Pinnow / Sparsee
+ 01.04.1945 in Lidice

References: § 1
 § 11
 § 4
 § 8
 § 1
 § 34
 § 6