Source: https://www.jagdprofi.de/glossar%20Jagdrecht/Sachliche%20Verbote.htm
Timestamp: 2019-01-23 22:04:33+00:00

Document:
1. mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuss, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen;
2. a) auf Rehwild Seehunde mit Büchsenpatronen zu schießen, deren Auftreffenergie auf 100 m (E 100) weniger als 1 000 Joule beträgt;
c) auf Wild mit halb automatischen oder automatischen Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, zu schießen;
3. Die Lappjagd innerhalb einer Zone von 300 Metern von der Bezirksgrenze, die Jagd durch Abklingeln der Felder und die Treibjagd bei Mondschein auszuüben.
4. Schalenwild, ausgenommen Schwarzwild, sowie Federwild zur Nachtzeit zu erlegen; als Nachtzeit gilt die Zeit von 1½ Stunden nach Sonnenuntergang bis 1½ Stunden vor Sonnenaufgang; das Verbot umfasst nicht die Jagd auf Möwen, Waldschnepfen, Auer-, Birk- und Rackelwild;
5. a) Künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen sowie zur Nachtzeit an Leuchttürmen oder Leuchtfeuern Federwild zu fangen;
b) Vogelleim, Fallen, Angelhaken, Netze, Reusen oder ähnliche Einrichtungen sowie geblendete oder verstümmelte Vögel beim Fangen oder Erlegen von Federwild zu verwenden;
6. Belohnungen für den Abschuss oder den Fang von Federwild auszusetzen, zu geben oder zu empfangen;
11. Wild aus Luftfahrzeugen, Kraftfahrzeugen oder maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen zu erlegen; das Verbot umfasst nicht das Erlegen von Wild aus Kraftfahrzeugen durch Körperbehinderte mit Erlaubnis der zuständigen Behörde;
12.die Netzjagd auf Seehunde auszuüben;
13.die Hetzjagd auf Wild auszuüben;
14.die Such- und Treibjagd auf Waldschnepfen im Frühjahr auszuüben;
15.Wild zu vergiften oder vergiftete oder betäubende Köder zu verwenden;
16.die Brackenjagd auf einer Fläche von weniger als 1000 Hektar auszuüben;
17.Abwurfstangen ohne schriftliche Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten zu sammeln;
LJG § 17 Nachtjagd
In der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Januar kann Rot- und Damwild zur Nachtzeit erlegt werden, wenn nicht die Jagdbehörde Einschränkungen bestimmt. Bei schweren Wildschäden kann die Jagdbehörde die Jagd zur Nachtzeit außerhalb dieses Zeitraumes genehmigen.
LJG § 19 Beunruhigen von Wild
(1) Die oberste Jagdbehörde kann für bestimmte Wildarten zu wissenschaftlichen Zwecken, Lehr- und Forschungszwecken Ausnahmen von den Verboten des § 19 a des Bundesjagdgesetzes zulassen.
(2) Für Wildarten, die internationalen Artenschutzabkommen unterliegen, sind die Ausnahmen im Einvernehmen mit der obersten Naturschutzbehörde zu regeln.
LJG § 22 Sachliche Verbote
(1) Es ist verboten, die Jagd unter Verwendung von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln auszuüben. Die oberste Jagdbehörde kann im Einzelfall die Ausübung der Jagd unter Verwendung von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln für Zwecke der Forschung und Lehre genehmigen.
(2) Es ist verboten, Wild aus Luftfahrzeugen, Kraftfahrzeugen oder maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen zu beschießen; das Verbot umfasst nicht das Beschießen von Wild aus Kraftfahrzeugen durch Körperbehinderte mit Erlaubnis der Jagdbehörde.
(3) Es ist verboten, die Jagdausübung absichtlich zu stören.
(4) Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung nach Maßgabe des § 19 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes sachliche Verbote zu erlassen oder einzuschränken.
Weitere Einschränkungen, Verbote bzw. Erleichterungen in MV:
(1) Es ist verboten, die Jagd auszuüben auf:
auf Feldhasen mittels Such-, Drück- oder Treibjagd; ausgenommen ist die Suchjagd zur Ausbildung oder Prüfung von Jagdgebrauchshunden. Dies gilt nicht für Jagdbezirke mit einem Frühjahrsbesatz ab 20 Hasen je 100 Hektar.
jagdbare Wildgänse auf den in der Anlage aufgeführten Gewässern sowie im 500-Meter-Abstand von deren Ufer; die Anlage ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitergehende Regelungen bezüglich Naturschutzgebieten und Nationalparken bleiben unberührt.
Wasserwild mittels Bleischrot auf Gewässern und im 400-Meter-Abstand von deren Ufer.
(2) Das Betreiben von tierschutzgerechten Saufängen ist ganzjährig zulässig.
(3) Die oberste Jagdbehörde kann aus Gründen der Wildseuchenbekämpfung, der Landeskultur, der Wahrung der Interessen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, zu wissenschaftlichen, Lehr- und Forschungszwecken oder bei Störungen des biologischen Gleichgewichtes Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 zulassen.
(1) Es ist verboten, die Jagd auszuüben:
mit Bolzen oder Pfeilen,
an Unter- und Überführungen von Autobahnen und Kraftfahrstraßen, die zum Wechseln von Wild bestimmt sind,
bei der Ernte von landwirtschaftlichen Kulturen; ausgenommen ist die Jagdausübung von erhöhten jagdlichen Einrichtungen (Ansitzleitern, Ansitzkanzeln) aus,
in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli in Form der Treib- oder Drückjagd.
BJG § 28 Sonstige Beschränkungen in der Hege

References: § 17
 § 19
 § 19
 § 22
 § 19
 § 28