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Timestamp: 2019-10-17 01:48:07+00:00

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BGH, 24.10.2001 - XII ZB 142/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,650
BGH, 24.10.2001 - XII ZB 142/01 (https://dejure.org/2001,650)
BGH, Entscheidung vom 24.10.2001 - XII ZB 142/01 (https://dejure.org/2001,650)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 2001 - XII ZB 142/01 (https://dejure.org/2001,650)
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BGB § 1908 i, § 1836 c, § 1836 d; BSHG § 88 Abs. 2
Schonvermögen des Betreuten
Betreuungsrecht - Mittellosigkeit des Betreuten - Schonvermögen - Feststellung der Mittellosigkeit - Voraussetzungen für eine Vorlage
BGB §§ 1908i 1836c 1836d; BSHG § 88 Abs. 2
Betreuungsrecht - Schonvermögen - Im neuen Betreuungsrecht gelten grundsätzlich 4500 DM
Betreuungsrecht; Höhe des Schonvermögens des Betreuten
NJW 2002, 366
MDR 2002, 277
FGPrax 2002, 23
FamRZ 2002, 157
Rpfleger 2002, 262
Die Einstandsverpflichtung des Staatskasse für die Betreuervergütung bei einer Mittellosigkeit des Betreuten ist als Sozialleistung (ähnlich) der Hilfe in besonderen Lebenslagen nach Kap. 5 - 9 des SGB XII einzuordnen, vgl. § 1836c Nr. 1 BGB (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 2001 - XII ZB 142/01 -, Rz. 15, juris).
Insoweit entsprach es der herrschenden Auffassung, dass der erhöhte Freibetrag des § 88 Abs. 3 S. 3 BSHG nicht nur "bei der Eingliederungshilfe zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen" selbst, sondern für Empfänger dieser Art der Eingliederungshilfe auch bei der Ermittlung des für die Betreuervergütung einzusetzenden Vermögens zu berücksichtigen ist (Bayerisches Oberstes Landesgericht…, Beschluss vom 26. Februar 2003 - 3Z BR 207/02 -, Rz. 16 ff., juris; OLG Celle…, Beschluss vom 11. April 2003 - 15 W 4/03 -, Rz. 4, juris; vgl. auch OLG Zweibrücken…, Beschluss vom 25. August 2000 - 3 W 151/00 -, Rz. 7, juris; OLG München…, Beschluss vom 14. Dezember 2005 - 33 Wx 122/05 -, Rz. 21, juris; OLG Hamm…, Beschluss vom 11. April 2006 - 15 W 322/05 -, Rz. 9 f., juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 14. November 2006 - 11 Wx 45/06 -, Rz. 7, juris; sowie allgemein zu besonderen Freibeträge auf Grundlage des BSHG: BGH, Beschluss vom 24. Oktober 2001 - XII ZB 142/01 -, juris).
Denn der Senat, der selbständig zu prüfen hat, ob ein Abweichungsfall im Sinne von § 28 Abs. 2 FGG tatsächlich vorliegt (Senatsbeschluß vom 5. Februar 1986 - IVb ZB 1/86 - FamRZ 1986, 460, 461), hat die Rechtsfrage, die zur Vorlage geführt hat, zwischenzeitlich mit Beschluß vom 24. Oktober 2001 - XII ZB 142/01 - im Sinne des vorlegenden Oberlandesgerichts entschieden.
Bei der Inanspruchnahme des Vermögens ist daher auf diesen Freibetrag zurückzugreifen (vgl. BGH NJW 2002, 366 = FamRZ 2002, 157 = Rpfleger 2002, 34).
Damit wird jedoch erkennbar, dass betreuungsbedürftige Personen insgesamt dem Personenkreis gleichgestellt werden sollen, die auf Hilfe in besonderen Lebenslagen angewiesen sind (vgl. BGH NJW 2002, 366).
Für die Kosten der Betreuung hat der Betreute nach § 1836c Nr. 2, § 1908i Abs. 1 Satz 1 BGB, § 88 Abs. 1 BSHG sein gesamtes verwertbares Vermögen einzusetzen, soweit keiner der Tatbestände des § 88 Abs. 2 oder 3 BSHG vorliegt (vgl. BGH FamRZ 2002, 157/158 unter Hinweis auf BT-Drucks. 13/7158 S.31).
Dabei ist auch bei der Inanspruchnahme des Vermögens auf den bei Hilfe in besonderen Lebenslagen geltenden Freibetrag - auf den in § 1836 c Nr. 1 BGB ausdrücklich Bezug genommen wird - zurückzugreifen, da eine sachliche Rechtfertigung dafür fehlt, Einkommen und Vermögen des Betreuten unterschiedlich zu behandeln (vgl. BGH FamRZ 2002, 157 ff., 158).
Nach allgemeiner Auffassung tritt in Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit im Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Beteiligten grundsätzlich keine Unterbrechung des Verfahrens ein (BayObLG Rpfleger 2002, 262 für das Grundbuchverfahren;… Zöller/Greger: ZPO, 24. Aufl., § 240, Rdnr. 2).

References: § 1908
 § 1836
 § 1836
 § 88
 § 88
 § 1836
 § 88
 § 28
 BGH 
 BGH 
 § 1836
 § 1908
 § 88
 § 88
 BGH 
 § 1836
 BGH 
 § 240