Source: https://www.fraunberg.de/3-gemeinde/gemeinderat
Timestamp: 2020-08-08 23:44:29+00:00

Document:
Satzung zur Regelung des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts
Geschäftsordnung des Gemeinderates Fraunberg
§ 2 Aufgabenbereich des Gemeinderats
§ 3 Rechtsstellung der ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder, Befugnisse
§ 4 Umgang mit gemeindlichen Dokumenten und neuen Medien
§ 5 Fraktionen .
§ 6 Rechtsstellung der berufsmäßigen Gemeinderatsmitglieder, Aufgaben
§ 9 Rechnungsprüfuingsausschuss
§ 10 Vorsitz im Gemeinderat
§ 11 Leitung der Gemeindeverwaltung, Allgemeines
§ 13 Vertretung der Gemeinde nach außen
§ 16 Weitere Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, weitere Stellvertretung, Aufgaben
ll, Vorbereitung der Sitzungen
zur Regelung von Fragen des örtlichen
§ 3 Tätigkeit der ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder; Entschädigung
des Gemeinderats der Gemeinde Fraunberg
Der Gemeinderat der Gemeinde Fraunberg gibt sich aufgrund des Art. 45 Abs. 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998 (GVBl. S. 796, BayRS 2020-1-1-I), zuletzt geändert durch § 1 Abs. 38 der Verordnung vom 26.03.2019 (GVBl. S. 98) folgende
1. die Beschlussfassung zu Bestands oder Gebietsänderungen der Gemeinde und zu Änderungen des Namens der Gemeinde oder eines Gemeindeteils (Art. 2 und 11 GO),
9. die Beschlussfassung über die allgemeine Regelung der Bezüge der Gemeindebediensteten und über beamten-, besoldungs-, versorgungs- und disziplinarrechtliche Angelegenheiten der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen und der berufsmäßigen Gemeinderatsmitglieder, soweit nicht das Gesetz über kommunale Wahlbeamte und Wahlbeamtinnen oder das Bayerische Disziplinargesetz etwas anderes bestimmen,
10. die Beschaffung von Dienstfahrzeugen für Bürgermeister und Bürgermeisterinnen,
13. die Entscheidungen im Sinne von Art. 96 Abs. 1 Satz 1 GO über gemeindliche Unternehmen,
14. die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens (Art. 18 a Abs. 8 GO) und die Durchführung eines Bürgerentscheids (Art. 18 a Abs. 2, Abs. 10 GO),
15. die allgemeine Festsetzung von Gebühren, Tarifen und Entgelten,
16. die Entscheidung über Ernennung, Beförderung, Abordnung, Versetzung, Zuweisung an eine Einrichtung, Ruhestandsversetzung und Entlassung der Beamten und Beamtinnen ab Besoldungsgruppe A 9,
17. die Entscheidung über Einstellung, Höhergruppierung (nicht nur vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit), Abordnung, Versetzung, Zuweisung an einen Dritten, Beschäftigung mittels Personalgestellung und Entlassung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ab Entgeltgruppe 9 des TVöD oder ab einem entsprechenden Entgelt,
18. die Entscheidung über Altersteilzeit der Gemeindebediensteten,
19. die Beschlussfassung über die Beteiligung an Zweckverbänden und über den Abschluss von Zweckvereinbarungen,
20. die grundsätzlichen Angelegenheiten gemeindlicher Planungen, z. B. der Bauleitplanung (Flächennutzungsplanung und Bebauungsplanung), der Ortsplanung, der Landschaftsplanung und der Landesplanung, der Gewässerplanung und gemeindeübergreifender Planungen und Projekte,
21. die Namensgebung für Straßen, Schulen und sonstige öffentliche Einrichtungen,
22. der Vorschlag, die Entsendung und die Abberufung von Vertretern der Gemeinde in andere Organisationen und Einrichtungen,
23. die Beschlussfassung über die Vereinbarung einer kommunalen Partnerschaft,
(2) Für die allgemeine Rechtsstellung der Gemeinderatsmitglieder (Teilnahmepflicht, Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflicht, Geheimhaltungspflicht, Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Geltendmachung von Ansprüchen Dritter, Ablehnung, Niederlegung und Verlust des Amtes) gelten die Art. 48 Abs. 1, Art. 20 Abs. 1 bis 3, Art. 56a, Art. 49, 50, 48 Abs. 3 GO sowie Art. 47 bis Art. 49 Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz.
(4) Zur Ausübung von Verwaltungsbefugnissen sind Gemeinderatsmitglieder nur berechtigt, soweit ihnen der erste Bürgermeister im Rahmen der Geschäftsverteilung nach Anhörung der weiteren Bürgermeister oder Bürgermeisterinnen einzelne Befugnisse (§§ 7 bis 11) überträgt (Art. 39 Abs. 2 GO).
(5) [1] Gemeinderatsmitglieder, die eine Tätigkeit nach Absatz 3 oder 4 ausüben, haben ein Recht auf Akteneinsicht innerhalb ihres Aufgabenbereichs. [2] Zur Vorbereitung von Tagesordnungspunkten der nächsten Sitzung erhält jedes Gemeinderatsmitglied nach vorheriger Terminvereinbarung das Recht zur Einsicht in die entscheidungserheblichen Unterlagen, sofern Gründe der Geheimhaltung nicht entgegenstehen.
[3] Im Übrigen haben Gemeinderatsmitglieder ein Recht auf Akteneinsicht, wenn sie vom Gemeinderat durch Beschluss mit der Einsichtnahme beauftragt werden. [4] Das Verlangen zur Akteneinsicht ist gegenüber dem ersten Bürgermeister geltend zu machen.
Umgang mit Dokumenten und elektronischen Medien [1]
(1) [1] Der Verschwiegenheitspflicht unterfallende schriftliche und elektronische Dokumente sind so aufzubewahren, dass sie dem unbefugten Zugriff Dritter entzogen sind. [2] Im Umgang mit solchen Dokumenten beachten die Gemeinderatsmitglieder Geheimhaltungsinteressen und den Datenschutz. 3Werden diese Dokumente für die Tätigkeit als Gemeinderatsmitglied nicht mehr benötigt, sind sie zurückzugeben oder datenschutzkonform zu vernichten bzw. zu löschen.
(2) [1] Beschlussvorlagen sind interne Ausarbeitungen der Verwaltung für den Gemeinderat. [2] Eine Veröffentlichung der Beschlussvorlagen und weiterer Sitzungsunterlagen durch Gemeinderatsmitglieder ist nur zulässig, wenn der erste Bürgermeister und der Gemeinderat unter Berücksichtigung des Datenschutzes zugestimmt haben und die Unterlagen nur Tatsachen enthalten, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen. [3] Die Veröffentlichung von Beschlussvorlagen und weiteren Sitzungsunterlagen zu nichtöffentlichen Sitzungen ist nicht zulässig.
(3) Die Gemeinderatsmitglieder, die über die technischen Voraussetzungen zum Versenden und Empfangen elektronischer Post verfügen, können dem ersten Bürgermeister schriftlich eine elektronische Adresse mitteilen, an die Einladungen im Sinne des § 20 übersandt bzw. von der Anträge im Sinne des § 21 versandt werden. [2])
(4) [1] Die Nutzung elektronischer Medien während der Sitzung darf nur erfolgen, soweit durch sie eine aktive Sitzungsteilnahme nicht gefährdet und der Sitzungsverlauf nicht gestört wird. 2Für die Fertigung von Ton- und Bildaufnahmen durch Gemeinderatsmitglieder gelten § 16 Abs. 2 Sätze 3 und 4 entsprechend.
[1] Gemeinderatsmitglieder können sich zur Erreichung gemeinsamer Ziele zu Fraktionen zusammenschließen. [2] Eine Fraktion muss mindestens zwei Mitglieder haben. [3] Die Bildung und Bezeichnung der Fraktionen sowie deren Vorsitzende und ihre Stellvertretung sind dem ersten Bürgermeister mitzuteilen; dieser unterrichtet den Gemeinderat. [4] Satz 3 gilt entsprechend für während der Wahlzeit eintretende Änderungen des Stärkeverhältnisses der Fraktionen und Gruppen.
Rechtsstellung der berufsmäßigen Gemeinderatsmitglieder, Aufgaben
Bildung, Vorsitz, Auflösung
(1) [1] In den Ausschüssen nach § 2 der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts sind die den Gemeinderat bildenden Fraktionen und Gruppen unter Berücksichtigung von Ausschussgemeinschaften gemäß ihren Vorschlägen nach dem Verhältnis ihrer Stärke vertreten (Art. 33 Abs. 1 GO). [2] Die Sitze werden nach dem Verfahren Hare/Niemeyer verteilt; haben Fraktionen, Gruppen oder Ausschussgemeinschaften den gleichen Anspruch auf einen Ausschusssitz, so entscheidet das Los / so entscheidet die größere Zahl der bei der Gemeinderatswahl auf die Wahlvorschläge der betroffenen Parteien oder Wählergruppen abgegebenen Stimmen. [3] Wird durch den Austritt oder Übertritt von Gemeinderatsmitgliedern das ursprüngliche Stärkeverhältnis der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und Gruppen verändert, so sind diese Änderungen nach Satz 2 Halbsatz 1 auszugleichen; haben danach Fraktionen, Gruppen oder Ausschussgemeinschaften den gleichen Anspruch auf einen Ausschusssitz, so entscheidet das Los.
Der Gemeinderat kann mit einstimmigem Beschluss der anwesenden Mitglieder beschließen, dass Ausschüsse ohne Beachtung der o. g. Grundsätzen nach fachlicher Eignung besetzt werden.
(2) Für jedes Ausschussmitglied wird für den Fall seiner Verhinderung in der Regel ein Stellvertreter namentlich bestellt.
(3) [1] Den Vorsitz in den Ausschüssen führt der erste Bürgermeister, einer seiner Stellvertreter oder ein vom Gemeinderat bestimmtes Gemeinderatsmitglied (Art. 33 Abs. 2 GO). [2] Den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss führt ein vom Gemeinderat bestimmtes Ausschussmitglied (Art. 103 Abs. 2 GO).
(4) Der Gemeinderat kann Ausschüsse jederzeit auflösen (Art. 32 Abs. 5 GO); das gilt nicht für Ausschüsse, die gesetzlich vorgeschrieben sind.
(1)Beschließende Ausschüsse werden nicht gebildet.
(2) [1] Vorberatende Ausschüsse haben die Aufgabe, die ihnen übertragenen Gegenstände für die Beratung in der Vollversammlung des Gemeinderats vorzubereiten und einen Beschlussvorschlag zu unterbreiten. [2] Berührt eine Angelegenheit das Arbeitsgebiet mehrerer vor beratender Ausschüsse, können diese zu gemeinsamen Sitzungen zusammentreten.
(3) Es werden folgende vor beratende Ausschüsse mit nachstehendem Aufgabenbereich gebildet:
b) Bau- und Umweltausschuss:
-Vorberatung der Bauanträge
-Vorbereitung der Entscheidung über notwendige energetische Maßnahmen an gemeindlichen Gebäuden
c) Ausschuss für Jugend und Familie
- Belange der Jugend und der Familien.
d) Rechnungsprüfungsausschuss (§ 9 Geschäftsordnung),
bestehend aus dem Vorsitzenden und drei weiteren Mitgliedern des Gemeinderates
e) den Ortsplanung- und Entwicklungsausschuss
-Vorberatung und Vorbereitung ortsräumlicher Entwicklungen.
Der Rechnungsprüfungsausschuss prüft die Jahresrechnung und die Jahresabschlüsse (örtliche Rechnungsprüfung, Art. 103 Abs. 1 GO).
(1) [1] Der erste Bürgermeister führt den Vorsitz im Gemeinderat (Art. 36 GO). [2] Er bereitet die Beratungsgegenstände vor und beruft die Sitzungen ein (Art. 46 Abs. 2 GO). [3] In den Sitzungen leitet er die Beratung und die Abstimmung, handhabt die Ordnung und übt das Hausrecht aus (Art. 53 Abs. 1 GO).
(2) [1] Hält der erste Bürgermeister Entscheidungen des Gemeinderats oder eines beschließenden Ausschusses für rechtswidrig, verständigt er den Gemeinderat oder den Ausschuss von seiner Auffassung und setzt den Vollzug vorläufig aus. [2] Wird die Entscheidung aufrechterhalten, führt er die Entscheidung der Rechtsaufsichtsbehörde herbei (Art. 59 Abs. 2 GO).
(1) [1] Der erste Bürgermeister leitet und verteilt im Rahmen der Geschäftsordnung die Geschäfte (Art. 46 Abs. 1 GO). [2] Er kann dabei einzelne seiner Befugnisse den weiteren Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, nach deren Anhörung auch einem Gemeinderatsmitglied und in den Angelegenheiten der laufenden Verwaltung Bediensteten der Gemeinde übertragen (Art. 39 Abs. 2 GO). 3Geschäftsverteilung und Befugnisregelung sollen übereinstimmen.
(2) [1] Der erste Bürgermeister vollzieht die Beschlüsse des Gemeinderats (Art. 36 GO). [2] Über Hinderungsgründe unterrichtet er den Gemeinderat oder den Ausschuss unverzüglich.
(3) [1] Der erste Bürgermeister führt die Dienstaufsicht über die Gemeindebediensteten und übt die Befugnisse des Dienstvorgesetzten gegenüber den Gemeindebeamten und Gemeindebeamtinnen aus (Art. 37 Abs. 4, Art. 43 Abs. 3 GO). [2] Art. 88 Abs. 3 Satz 3 GO bleibt unberührt.
(4) [1] Der erste Bürgermeister verpflichtet die weiteren Bürgermeister und Bürgermeisterinnen schriftlich, alle Angelegenheiten geheim zu halten, die im Interesse der Sicherheit oder anderer wichtiger Belange der Bundesrepublik oder eines ihrer Länder Unbefugten nicht bekannt werden dürfen. [2] In gleicher Weise verpflichtet er Gemeinderatsmitglieder und Gemeindebedienstete, bevor sie mit derartigen Angelegenheiten befasst werden (Art. 56a GO).
5. die Entscheidung über die Ernennung, Beförderung, Abordnung, Versetzung, Zuweisung an eine Einrichtung, Ruhestandsversetzung und Entlassung von Beamten und Beamtinnen bis zur Besoldungsgruppe A 8 (Art. 43 Abs. 2 Satz 1 GO),
6. die Entscheidung über die Einstellung, Höhergruppierung (nicht nur vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit), Abordnung, Versetzung, Zuweisung an einen Dritten, Beschäftigung mittels Personalgestellung und Entlassung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen bis zur Entgeltgruppe 8 des TVöD oder bis zu einem entsprechenden Entgelt (Art. 43 Abs. 2 Satz 1 GO),
7. die vorübergehende Übertragung einer höher zu bewertenden Tätigkeit auf einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin im Geltungsbereich des TVöD oder eines entsprechenden Tarifvertrags,
8. dringliche Anordnungen und unaufschiebbare Geschäfte (Art. 37 Abs. 3 GO),
9. die Aufgaben als Vorsitzender des Verwaltungsrats selbstständiger Kommunalunternehmen des öffentlichen Rechts (Art. 90 Abs. 3 Satz 2 GO),
10. die Vertretung der Gemeinde in Unternehmen in Privatrechtsform (Art. 93 Abs. 1 GO).
1. in Personalangelegenheiten der Gemeindebediensteten:
b) Entscheidungen im Zusammenhang mit Nebentätigkeiten.
- im Übrigen bis zu einem Betrag von 20.000 € im Einzelfall,
- Erlass 1.600 €
- Niederschlagung 500 €
- Stundung 3.000 €
- Aussetzung der Vollziehung 3.000 €
c) die Entscheidung über überplanmäßige Ausgaben bis zu einem Betrag von
10.000 € und über außerplanmäßige Ausgaben bis zu einem Betrag von
4.000 € im Einzelfall, soweit sie unabweisbar sind und die Deckung gewährleistet
ist (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 GO),
d) Handlungen oder Unterlassen jeder Art mit Auswirkungen für die Gemeinde, insbesondere der Abschluss von Verträgen und sonstiger Rechtsgeschäfte sowie die Wahrnehmung von Rechten und Pflichten der Gemeinde, bis zu einem Betrag oder – falls dieser zum Zeitpunkt der Handlung oder des Unterlassens nicht feststeht – einer Wertgrenze oder einem geschätzten Auftragswert von 3.000 €,
3. in allgemeinen Rechts und Verwaltungsangelegenheiten:
a) die Behandlung von Rechtsbehelfen einschließlich Abhilfeverfahren, die Abgabe von Prozesserklärungen einschließlich Klageerhebung, Einlegung von Rechtsmitteln und Abschluss von Vergleichen sowie die Erteilung des Mandats an einen Prozessbevollmächtigten oder eine Prozessbevollmächtigte, wenn die finanzielle Auswirkung auf die Gemeinde bzw., falls diese nicht bestimmbar, der Streitwert voraussichtlich 20.000 € nicht übersteigt und die Angelegenheit keine grundsätzliche Bedeutung hat,
b) Angelegenheiten des übertragenen Wirkungskreises ohne grundsätzliche Bedeutung, soweit sie nicht dem Gemeinderat vorbehalten sind (§ 2), insbesondere Staatsangehörigkeits und Personenstandswesen, Meldewesen, Wahlrecht und Statistik, Gesundheits und Veterinärwesen, öffentliches Versicherungswesen, Lastenausgleich.
a) die Abgabe der Erklärung der Gemeinde nach Art. 58 Abs. 2 Nr. 5 bzw. die Mitteilung nach Art. 58 Abs. 3 Satz 4 BayBO,
c) die Stellungnahme nach Art. 64 Abs. 1 Satz 2 BayBO bzw. die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens nach § 36 BauGB und Art. 63 Abs. 3 Satz 2 Halbsatz 1 BayBO für Gebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3 sowie für bauliche Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe bis zu 10 m im Geltungsbereich eines Bebauungsplans nach § 30 Abs. 1 BauGB oder eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans nach § 30 Abs. 2 BauGB, soweit für das Vorhaben die Erteilung nur geringfügiger Ausnahmen und Befreiungen nach § 31 BauGB erforderlich ist.
e) die Erteilung von Negativzeugnissen nach § 28 Abs. 1 Satz 3 BauGB bei Nichtbestehen eines Vorkaufsrechts.
(4) Soweit die Aufgaben nach Absatz 1 Nr. 7 und Absatz 2 nicht unter Art. 37 Abs. 1 Satz 1 GO fallen, werden sie hiermit dem ersten Bürgermeister gemäß Art. 37 Abs. 2 GO zur selbstständigen Erledigung übertragen.
(2) Der erste Bürgermeister kann im Rahmen seiner Vertretungsbefugnis unter Beachtung des Art. 39 Abs. 2 GO anderen Personen Vollmacht zur Vertretung der Gemeinde erteilen.
(1) [1] Der erste Bürgermeister beruft mindestens einmal jährlich, auf Verlangen des Gemeinderats auch öfter, eine Bürgerversammlung ein (Art. 18 Abs. 1 GO). [2] Den Vorsitz in der Versammlung führt der erste Bürgermeister oder ein von ihm bestellter Vertreter.
(2) Auf Antrag von Gemeindebürgern und Gemeindebürgerinnen nach Art. 18 Abs. 2 GO beruft der erste Bürgermeister darüber hinaus eine weitere Bürgerversammlung ein, die innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Antrags bei der Gemeinde stattzufinden hat.
Weitere Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, weitere Stellvertretung, Aufgaben
(1) Der erste Bürgermeister wird im Fall der Verhinderung vom zweiten Bürgermeister und, wenn dieser ebenfalls verhindert ist, von der dritten Bürgermeisterin vertreten (Art. 39 Abs. 1 Satz 1 GO).
(2) Für den Fall gleichzeitiger Verhinderung der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen bestimmt der Gemeinderat aus seiner Mitte gemäß Art. 39 Abs. 1 Satz 2 GO eine weitere Stellvertretung in folgender Reihenfolge:
Das jeweils nach Lebensjahren älteste Gemeinderatsmitglied.
(3) Der Stellvertreter oder die Stellvertreterin übt im Verhinderungsfall die gesamten gesetzlichen und geschäftsordnungsmäßigen Befugnisse des ersten Bürgermeisters aus.
(4) [1] Ein Fall der Verhinderung liegt vor, wenn die zu vertretende Person aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen, insbesondere wegen Abwesenheit, Urlaub, Krankheit, vorläufiger Dienstenthebung oder persönlicher Beteiligung nicht in der Lage ist, ihr Amt auszuüben. [2] Ist die zu vertretende Person bei Abwesenheit gleichwohl dazu in der Lage, die Amtsgeschäfte auszuüben und bei Bedarf wieder rechtzeitig vor Ort zu sein, liegt ein Fall der Verhinderung nicht vor.
(1) [1] Gemeinderat und erster Bürgermeister sorgen für den ordnungsgemäßen Gang der Geschäfte, insbesondere für den Vollzug der gesetzlichen Vorschriften im eigenen und im übertragenen Wirkungskreis und für die Durchführung der gesetzmäßigen Anordnungen und Weisungen der Staatsbehörden. [2] Sie schaffen die dazu erforderlichen Einrichtungen (Art. 56 Abs. 2, Art. 59 Abs. 1 GO).
(2) [1] Eingaben und Beschwerden der Gemeindeeinwohner an den Gemeinderat (Art. 56 Abs. 3 GO) werden durch die Verwaltung vorbehandelt und sodann dem Gemeinderat vorgelegt. [2] Eingaben, die in den Zuständigkeitsbereich des ersten Bürgermeisters fallen, erledigt dieser in eigener Zuständigkeit; in bedeutenden Angelegenheiten unterrichtet er den Gemeinderat.
(3) [1] Wird der Gemeinderat wegen Beschlussunfähigkeit in einer früheren Sitzung infolge einer nicht ausreichenden Zahl anwesender Mitglieder zum zweiten Mal zur Verhandlung über denselben Gegenstand zusammengerufen, so ist er ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig. [2] Bei der zweiten Einladung muss auf diese Bestimmung hingewiesen werden (Art. 47 Abs. 3 GO).
(2) [1] Die öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats sind allgemein zugänglich, soweit der für die Zuhörerschaft bestimmte Raum ausreicht. [2] Für die Medien ist stets eine angemessene Zahl von Plätzen freizuhalten. [3] Ton- und Bildaufnahmen jeder Art bedürfen der Zustimmung des Vorsitzenden und des Gemeinderats; sie sind auf Verlangen eines einzelnen Mitglieds hinsichtlich seiner Person zu unterlassen. [4] Ton- und Bildaufnahmen von Gemeindebediensteten und sonstigen Sitzungsteilnehmern sind nur mit deren Einwilligung zulässig.
(3) Zuhörende, welche die Ordnung der Sitzung stören, können durch den Vorsitzenden aus dem Sitzungssaal gewiesen werden (Art. 53 Abs. 1 GO).
(1) [1] In nichtöffentlicher Sitzung werden in der Regel behandelt:
3. Angelegenheiten, die dem Sozial oder Steuergeheimnis unterliegen.
[2] Außerdem werden in nichtöffentlicher Sitzung behandelt:
(2) [1] Zu nichtöffentlichen Sitzungen können im Einzelfall durch Beschluss Personen, die dem Gemeinderat nicht angehören, hinzugezogen werden, wenn deren Anwesenheit für die Behandlung des jeweiligen Beratungsgegenstandes erforderlich ist. [2] Diese Personen sollen zur Verschwiegenheit nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Verpflichtungsgesetz verpflichtet werden.
(1) [1] Der erste Bürgermeister beruft die Gemeinderatssitzungen ein, wenn die Geschäftslage es erfordert oder wenn ein Viertel der Gemeinderatsmitglieder es schriftlich oder elektronisch unter Bezeichnung des Beratungsgegenstandes beantragt (Art. 46 Abs. 2 Sätze 2 und 3 GO). [2] Nach Beginn der Wahlzeit und im Fall des Art. 46 Abs. 2 Satz 3 GO beruft er die Gemeinderatssitzung so rechtzeitig ein, dass die Sitzung spätestens am 14. Tag nach Beginn der Wahlzeit oder nach Eingang des Verlangens bei ihm stattfinden kann (Art. 46 Abs. 2 Satz 4 GO).
(2) [1] Die Sitzungen finden im Sitzungssaal des Gemeindezentrums Fraunberg, Rathausplatz 1, 85447 Fraunberg statt; sie beginnen in der Regel um 19.00. Uhr. [2] Regelmäßiger Sitzungstag für Gemeinderatssitzungen ist der Dienstag. [3] In der Einladung (§ 20) kann im Einzelfall etwas anderes bestimmt werden.
(1) [1] Der erste Bürgermeister setzt die Tagesordnung fest. [2] Rechtzeitig eingegangene Anträge von Gemeinderatsmitgliedern setzt der erste Bürgermeister möglichst auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung. [3] Ist das nicht möglich, sind die Anträge in jedem Fall innerhalb von 3 Monaten auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung zu setzen. [4] Eine materielle Vorprüfung findet nicht statt.
(2) [1] In der Tagesordnung sind die Beratungsgegenstände einzeln und inhaltlich konkretisiert zu benennen, damit es den Gemeinderatsmitgliedern ermöglicht wird, sich auf die Behandlung der jeweiligen Gegenstände vorzubereiten. [2] Soweit die Konkretisierungen schutzwürdige Daten enthalten, sollten diese den Gemeinderatsmitgliedern regelmäßig gesondert zur Verfügung gestellt werden. [3] Das gilt sowohl für öffentliche als auch für nichtöffentliche Gemeinderatssitzungen.
(3) [1] Die Tagesordnung für öffentliche Sitzungen ist jeweils unter Angabe von Ort und Zeit der Sitzung spätestens am 3. Tag vor der Sitzung ortsüblich bekannt zu machen (Art. 52 Abs. 1 GO). [2] Die Tagesordnung nichtöffentlicher Sitzungen wird nicht bekannt gemacht.
Variante: Schriftliche oder elektronische Ladung (ohne Ratsinformationssystem)
(1) [1] Die Gemeinderatsmitglieder werden schriftlich unter Beifügung der Tagesordnung oder mit ihrem Einverständnis elektronisch [18]) zu den Sitzungen eingeladen. [2] Im Falle einer elektronischen Einladung wird die Tagesordnung als nicht veränderbares Dokument durch E-Mail oder, soweit Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder berechtigte Ansprüche Einzelner dies erfordern, durch De-Mail oder in verschlüsselter Form versandt. [3] Die Tagesordnung kann bis spätestens zum Ablauf des 3. Tages vor der Sitzung ergänzt werden.
(2) [1] Im Falle der elektronischen Ladung geht die Tagesordnung zu, wenn sie im elektronischen Briefkasten des Empfängers oder bei seinem Provider abrufbar eingegangen und üblicherweise mit der Kenntnisnahme zu rechnen ist. [2] Für den Nachweis des Zugangs einer De-Mail genügt die Eingangsbestätigung nach § 5 Abs. 8 des De-Mail-Gesetzes.
(3) [1] Der Tagesordnung sollen weitere Unterlagen, insbesondere Beschlussvorlagen, beigefügt werden, wenn und soweit das sachdienlich ist und Gesichtspunkte der Vertraulichkeit sowie des Datenschutzes nicht entgegenstehen. [2] Die weiteren Unterlagen können schriftlich oder elektronisch gemäß Abs. 1 Satz 2 zur Verfügung gestellt werden; sind schutzwürdige Daten enthalten, erfolgt die elektronische Übermittlung durch De-Mail oder in verschlüsselter Form. [3] Hat das Gemeinderatsmitglied sein Einverständnis zur elektronischen Ladung erklärt, werden die weiteren Unterlagen grundsätzlich nur elektronisch bereitgestellt.
(4) [1] Die Ladungsfrist beträgt fünf Tage; sie kann in dringenden Fällen auf 3 Tage verkürzt werden. [2] Der Sitzungstag und der Tag des Zugangs der Ladung werden bei der Berechnung der Frist nicht mitgerechnet.
Anträge [3])
Variante: Schriftliche oder elektronische Anträge
(1) [1] Anträge, die in einer Sitzung behandelt werden sollen, sind schriftlich oder elektronisch zu stellen und ausreichend zu begründen. [2] Bei elektronischer Übermittlung sind Geheimhaltungsinteressen und der Datenschutz zu beachten; schutzwürdige Daten sind durch De-Mail oder in verschlüsselter Form zu übermitteln. [3] Anträge sollen spätestens am vierzehnten Tag vor der Sitzung beim ersten Bürgermeister eingereicht werden. [4] Soweit ein Antrag mit Ausgaben verbunden ist, die im Haushaltsplan nicht vorgesehen sind, soll er einen Deckungsvorschlag enthalten.
(3) Anträge zur Geschäftsordnung, z. B. Nichtbefassungsanträge, Zurückziehung eines Antrags u. ä., oder einfache Sachanträge, z. B. Änderungsanträge, können auch während der Sitzung und ohne Beachtung der Form gestellt werden.
(1) [1] Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung. [2] Er oder sie stellt die ordnungsgemäße Ladung der Gemeinderatsmitglieder sowie die Beschlussfähigkeit des Gemeinderats fest und erkundigt sich nach Einwänden gegen die Tagesordnung. [3] Ferner lässt er oder sie über die Genehmigung der Niederschrift über die vorangegangene öffentliche Sitzung, falls sie mit der Einladung verschickt wurde, abstimmen.
(2) [1] Die Niederschrift über die vorangegangene nichtöffentliche Sitzung wird nicht zugestellt, sondern liegt während der Dauer der Sitzung zur Einsicht für die Gemeinderatsmitglieder auf. Die Niederschrift wird in der Regel in der darauffolgenden nichtöffentlichen Sitzung verlesen und durch Beschluss des Gemeinderates genehmigt; spätere Änderungen sind nicht möglich.
(1) [1] Die einzelnen Tagesordnungspunkte werden in der in der Tagesordnung festgelegten Reihenfolge behandelt. [2] Die Reihenfolge kann durch Beschluss geändert werden.
(2) [1] Soll ein Tagesordnungspunkt in nichtöffentlicher Sitzung behandelt werden (§ 17), so wird darüber vorweg unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten und entschieden (Art. 52 Abs. 2 Satz 2 GO). [2] Wird von vornherein zu einer nichtöffentlichen Sitzung eingeladen, gilt die Behandlung in nichtöffentlicher Sitzung als gebilligt, wenn und soweit nicht der Gemeinderat anders entscheidet.
(3) [1] Der Vorsitzende oder eine von ihm mit der Berichterstattung beauftragte Person trägt den Sachverhalt der einzelnen Tagesordnungspunkte vor und erläutert ihn. [2] Anstelle des mündlichen Vortrags kann auf schriftliche Vorlagen verwiesen werden.
(4) [1] Soweit erforderlich, können auf Anordnung des Vorsitzenden oder auf Beschluss des Gemeinderats Sachverständige zugezogen und gutachtlich gehört werden. [2] Entsprechendes gilt für sonstige sachkundige Personen.
(2) [1] Mitglieder des Gemeinderats, die nach den Umständen annehmen müssen, von der Beratung und Abstimmung zu einem bestimmten Punkt der Tagesordnung wegen persönlicher Beteiligung (Art. 49 Abs. 1 GO) ausgeschlossen zu sein, haben dies vor Beginn der Beratung dem Vorsitzenden unaufgefordert mitzuteilen. [2] Entsprechendes gilt, wenn Anhaltspunkte dieser Art während der Beratung erkennbar werden. [3] Das wegen persönlicher Beteiligung ausgeschlossene Mitglied hat während der Beratung und Abstimmung seinen Platz am Beratungstisch zu verlassen; es kann bei öffentlicher Sitzung im Zuhörerraum Platz nehmen, bei nichtöffentlicher Sitzung verlässt es den Raum.
(3) [1] Sitzungsteilnehmer dürfen das Wort nur ergreifen, wenn es ihnen vom Vorsitzenden erteilt wird. [2] Der Vorsitzende erteilt das Wort in der Reihenfolge der Wortmeldungen. [3] Bei gleichzeitiger Wortmeldung entscheidet der Vorsitzende über die Reihenfolge. [4] Bei Wortmeldungen „zur Geschäftsordnung“ ist das Wort außer der Reihe sofort zu erteilen. [5] Zuhörenden kann das Wort erteilt werden.
(4) [1] Redner und Rednerinnen sprechen von ihrem Platz aus; sie richten ihre Rede an den Gemeinderat. [2] Die Redebeiträge müssen sich auf den jeweiligen Tagesordnungspunkt beziehen.
(5) [1] Während der Beratung über einen Antrag sind nur zulässig:
2. Zusatz oder Änderungsanträge oder Anträge auf Zurückziehung des zu beratenden Antrags.
(6) Wenn keine Wortmeldungen mehr vorliegen, wird die Beratung von dem oder der Vorsitzenden geschlossen.
(7) [1] Bei Verstoß gegen die vorstehenden Regeln zu Redebeiträgen , ruft der Vorsitzende zur Ordnung und macht die betreffende Person auf den Verstoß aufmerksam. [2] Bei weiteren Verstößen kann der Vorsitzende ihr das Wort entziehen.
(8) [1] Mitglieder des Gemeinderats, die die Ordnung fortgesetzt erheblich stören, kann der Vorsitzende mit Zustimmung des Gemeinderats von der Sitzung ausschließen. [2] Über den Ausschluss von weiteren Sitzungen entscheidet der Gemeinderat (Art. 53 Abs. 2 GO).
(9) [1] Der Vorsitzende kann die Sitzung unterbrechen oder aufheben, falls Ruhe und Ordnung im Sitzungssaal auf andere Weise nicht wiederhergestellt werden können. [2] Eine unterbrochene Sitzung ist spätestens am nächsten Tag fortzuführen; einer neuerlichen Einladung hierzu bedarf es nicht. [3] Die Beratung ist an dem Punkt fortzusetzen, an dem die Sitzung unterbrochen wurde. [4] Der Vorsitzende gibt Zeit und Ort der Fortsetzung bekannt.
(1) [1] Nach Durchführung der Beratung oder nach Annahme eines Antrags auf „Schluss der Beratung" schließt der Vorsitzende die Beratung und lässt über den Beratungsgegenstand abstimmen. [2] Er vergewissert sich zuvor, ob die Beschlussfähigkeit (§ 15 Abs. 2 und 3) gegeben ist.
(3) [1] Grundsätzlich wird über jeden Antrag insgesamt abgestimmt. [2] Über einzelne Teile eines Antrags wird getrennt abgestimmt, wenn dies beschlossen wird oder der Vorsitzende eine Teilung vornimmt.
(4) [1] Vor der Abstimmung soll der Antrag verlesen werden. [2] Der Vorsitzende formuliert die zur Abstimmung anstehende Frage so, dass sie mit „ja" oder „nein" beantwortet werden kann. 3Grundsätzlich wird in der Reihenfolge „ja" „nein" abgestimmt.
(5) [1] Beschlüsse werden in offener Abstimmung durch Handaufheben oder auf Beschluss des Gemeinderats durch namentliche Abstimmung mit einfacher Mehrheit der Abstimmenden gefasst, soweit nicht im Gesetz eine besondere Mehrheit vorgeschrieben ist. [2] Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt (Art. 51 Abs. 1 GO); wird dadurch ein ausnahmsweise negativ formulierter Antrag abgelehnt, bedeutet dies nicht die Beschlussfassung über das Gegenteil. [3] Kein Mitglied des Gemeinderats darf sich der Stimme enthalten (Art. 48 Abs. 1 Satz 2 GO).
(6) [1] Die Stimmen sind, soweit erforderlich, durch den Vorsitzenden zu zählen. [2] Das Abstimmungsergebnis ist unmittelbar nach der Abstimmung bekannt zu geben; dabei ist festzustellen, ob der Antrag angenommen oder abgelehnt ist.
(7) [1] Über einen bereits zur Abstimmung gebrachten Antrag kann in derselben Sitzung die Beratung und Abstimmung nicht nochmals aufgenommen werden, wenn nicht alle Mitglieder, die an der Abstimmung teilgenommen haben, mit der Wiederholung einverstanden sind. [2] In einer späteren Sitzung kann, soweit gesetzlich nichts anderes vorgesehen, ein bereits zur Abstimmung gebrachter Beratungsgegenstand insbesondere dann erneut behandelt werden, wenn neue Tatsachen oder neue gewichtige Gesichtspunkte vorliegen und der Beratungsgegenstand ordnungsgemäß auf die Tagesordnung gesetzt wurde.
(2) [1] Wahlen werden in geheimer Abstimmung mit Stimmzetteln vorgenommen. [2] Ungültig sind insbesondere Neinstimmen, leere Stimmzettel und solche Stimmzettel, die den Namen des Gewählten nicht eindeutig ersehen lassen oder aufgrund von Kennzeichen oder ähnlichem das Wahlgeheimnis verletzen können.
(3) [1] Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. [2] Ist mindestens die Hälfte der abgegebenen Stimmen ungültig, ist die Wahl zu wiederholen. [3] Ist die Mehrheit der abgegebenen Stimmen gültig und erhält niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen, findet Stichwahl unter den beiden sich bewerbenden Personen mit den höchsten Stimmenzahlen statt. [4] Haben im ersten Wahlgang mehr als zwei Personen die gleiche höchste Stimmenzahl, wird die Wahl wiederholt. 5Haben mehrere Personen die gleiche zweithöchste Stimmenzahl, entscheidet das Los darüber, wer von ihnen in die Stichwahl kommt. 6Bei Stimmengleichheit in der Stichwahl entscheidet gleichfalls das Los.
[1] Die Gemeinderatsmitglieder können in jeder Sitzung nach Erledigung der Tagesordnung an den Vorsitzenden Anfragen über solche Gegenstände richten, die in die Zuständigkeit des Gemeinderats fallen und nicht auf der Tagesordnung stehen. [2] Nach Möglichkeit sollen der Vorsitzende oder anwesende Gemeindebedienstete solche Anfragen sofort beantworten. [3] Ist das nicht möglich, so werden sie in der nächsten Sitzung oder schriftlich beantwortet. [4] Eine Aussprache über Anfragen findet in der Sitzung grundsätzlich nicht statt.
(1) [1] Über die Sitzungen des Gemeinderats werden Niederschriften gefertigt, deren Inhalt sich nach Art. 54 Abs. 1 GO richtet. [2] Die Niederschriften werden getrennt nach öffentlichen und nichtöffentlichen Tagesordnungspunkten geführt. [3] Niederschriften sind jahrgangsweise zu binden.
(2) [1] Als Hilfsmittel für das Anfertigen der Niederschrift können Tonaufnahmen gefertigt werden. [2] Der Tonträger ist unverzüglich nach Genehmigung der Niederschrift zu löschen und darf Außenstehenden nicht zugänglich gemacht werden.
(3) [1] Ist ein Mitglied des Gemeinderats bei einer Beschlussfassung abwesend, so ist dies in der Niederschrift besonders zu vermerken. [2] Jedes Mitglied kann verlangen, dass in der Niederschrift festgehalten wird, wie es abgestimmt hat (Art. 54 Abs. 1 Satz 3 GO).
(4) Die Niederschrift ist vom Vorsitzenden und dem Schriftführer oder der Schriftführerin zu unterzeichnen und vom Gemeinderat zu genehmigen (Art. 54 Abs. 2 GO).
Einsichtnahme und Abschrifterteilung [4])
(1) In die Niederschriften über öffentliche Sitzungen können alle Gemeindebürger und Gemeindebürgerinnen Einsicht nehmen; dasselbe gilt für auswärts wohnende Personen hinsichtlich ihres Grundbesitzes oder ihrer gewerblichen Niederlassungen im Gemeindegebiet (Art. 54 Abs. 3 Satz 2 GO).
(2) [1] Gemeinderatsmitglieder können jederzeit die Niederschriften über öffentliche und nichtöffentliche Sitzungen einsehen und sich Abschriften der in öffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse erteilen lassen (Art. 54 Abs. 3 Satz 1 GO). [2] Abschriften von Beschlüssen, die in nichtöffentlicher Sitzung gefasst wurden, können sie verlangen, wenn die Gründe für die Geheimhaltung weggefallen sind (Art. 52 Abs. 3 i.V.m. Art. 54 Abs. 3 Satz 1 GO).
(3) [1] Niederschriften über öffentliche Sitzungen können den Gemeinderatsmitgliedern elektronisch zur Verfügung gestellt werden. [2] In diesem Fall werden die Niederschriften als nicht veränderbare Dokumente durch E-Mail oder, wenn schutzwürdige Daten enthalten sind, durch De-Mail oder in verschlüsselter Form übermittelt. [3] Beschlüsse, die in nichtöffentlicher Sitzung gefasst wurden, können elektronisch übermittelt werden, wenn die Gründe für die Geheimhaltung weggefallen sind.
(5) In Rechnungsprüfungsangelegenheiten können die Gemeinderatsmitglieder jederzeit die Berichte über die Prüfungen einsehen (Art. 102 Abs. 4 GO); Abschriften werden nicht erteilt.
(1) [1] Für den Geschäftsgang der Ausschüsse gelten die §§ 18 bis 34 sinngemäß. [2] Gemeinderatsmitglieder, die einem Ausschuss nicht angehören, erhalten die Ladungen zu den Sitzungen nebst Tagesordnung nachrichtlich.
(2) [1] Mitglieder des Gemeinderats können in der Sitzung eines Ausschusses, dem sie nicht angehören, nur als Zuhörer anwesend sein. [2] Berät ein Ausschuss über den Antrag eines Gemeinderatsmitglieds, das diesem Ausschuss nicht angehört, so gibt der Ausschuss dem Antragsteller Gelegenheit, seinen Antrag mündlich zu begründen. [3] Satz 1 und 2 gelten für öffentliche und nichtöffentliche Sitzungen.
(1)Satzungen und Verordnungen werden durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Gemeinde amtlich bekannt gemacht.
(2) Wird eine Satzung oder Verordnung oder sonstige amtliche Veröffentlichung aus wichtigem Grund ausnahmsweise auf eine andere in Art. 26 Abs. 2 GO bezeichnete Art bekannt gemacht, so wird hier in dem in Abs. 1 bezeichneten Druckwerk nachträglich darauf hingewiesen. Das gilt nicht wenn Fristen die in dieser Bekanntmachung genannt sind beim Erscheinen des ersten darauf erscheinenden Amtsblattes bereits abgelaufen sind.
[1] Jedem Mitglied des Gemeinderats ist ein Exemplar der Geschäftsordnung auszuhändigen. [2] Im Übrigen liegt die Geschäftsordnung zur allgemeinen Einsicht in der Verwaltung der Gemeinde auf.
[1] Diese Geschäftsordnung tritt mit Wirkung vom 01.05.2020 in Kraft. [2] Gleichzeitig tritt die Geschäftsordnung vom 01.05.2014 außer Kraft.
Fraunberg, 06.05.2020
Hans Wiesmaier, 1.Bürgermeister
Die Gemeinde Fraunberg erlässt auf Grund der Art. 20 a, 23, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 88 und 103 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern folgende Satzung:
Der Gemeinderat besteht aus dem berufsmäßigen ersten Bürgermeister und 16 ehrenamtlichen Mitgliedern.
a) den Finanzausschuss (§ 8 Abs. 2 Buchstabe a GeschO), bestehend aus dem 1. Bürgermeister und vier Mitgliedern des Gemeinderates und deren Stellvertreter,
b) den Bau- und Umweltausschuss (§ 8 Abs. 2 Buchstabe b GeschO) , bestehend aus dem Vorsitzenden und fünf weiteren Mitgliedern des Gemeinderates,
c) den Ausschuss für Jugend und Familie (§ 8 Abs. 2 Buchstabe c GeschO), bestehend aus dem Vorsitzenden und sechs weiteren Mitgliedern des Gemeinderates,
d) den Rechnungsprüfungsausschuss (§§ 8 Abs. 2 Buchstabe d, 9 GeschO), bestehend aus dem Vorsitzenden und drei weiteren Mitgliedern des Gemeinderats und deren Stellvertreter
e) den Ortsplanungs- und Entwicklungsausschuss (§ 8 Abs. 2 Buchstabe e GeschO) zur Vorberatung und Vorbereitung ortsräumlicher Entwicklungen, bestehend aus dem 1. Bürgermeister als Vorsitzendem und sieben weiteren Mitgliedern des Gemeinderates
(2) [1] Den Vorsitz im Finanzausschuss und im Ortsplanungs- und Entwicklungsausschuss führt der erste Bürgermeister. [2] Im Bauausschuss im Rechnungsprüfungsausschuss und im Kultur- und Sozialausschuss führt ein vom jeweiligen Ausschuss bestimmtes ehrenamtliches Gemeinderatsmitglied den Vorsitz.
(3) [1] Die Ausschüsse sind vor beratend tätig, soweit der Gemeinderat selbst zur Entscheidung zuständig ist.
(1) [1] Die Tätigkeit der ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder erstreckt sich auf die Mitwirkung bei den Beratungen und Entscheidungen des Gemeinderats und seiner Ausschüsse. [2] Außerdem können einzelnen Mitgliedern besondere Verwaltungs- und Überwachungsbefugnisse nach näherer Vorschrift der Geschäftsordnung übertragen werden.
(2) Die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Gemeinderat, Bauausschuss, Finanzausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss, Sozial- und Kulturausschuss sowie im Jugendausschusses als Entschädigung ein Sitzungsgeld von je 35 € für die notwendige Teilnahme an Sitzungen; im Bauausschuss beträgt diese Entschädigung 10 €, soweit die Bauausschusssitzung unmittelbar vor einer Gemeinderatssitzung stattfindet.
(3) [1] Gemeinderatsmitglieder, die Arbeiter oder Angestellte sind, haben außerdem Anspruch auf Ersatz des nachgewiesenen Verdienstausfalls. [2] Selbstständig Tätige erhalten eine Pauschalentschädigung von 50 € je volle Stunde für den Verdienstausfall, der durch Zeitversäumnis ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden ist. [3] Sonstige Gemeinderatsmitglieder, denen im beruflichen oder häuslichen Bereich ein Nachteil entsteht, der in der Regel nur durch das Nachholen versäumter Arbeit oder die Inanspruchnahme einer Hilfskraft ausgeglichen werden kann, erhalten eine Pauschalentschädigung von 50 € je volle Stunde. [4] Die Ersatzleistungen nach diesem Absatz werden nur auf Antrag gewährt.
Der zweite Bürgermeister und die dritte Bürgermeisterin sind Ehrenbeamte.
[1] Diese Satzung tritt am 01.05.2020 in Kraft. [2] Gleichzeitig tritt die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts vom 06.05.2014 außer Kraft.
Fraunberg, den 06.05.2020
14.01. / 28.01. / 18.02. / 10.03. / 31.03. / 05.05. / 02.06. / 23.06. / 07.07. / 28.07. / 08.09. / 29.09. / 13.10. / 03.11. / 24.11. / 08.12. / 29.12.
Hier die Termine für die öffentlichen Finanzausschusssitzungen 2020:
24.03. / 17.11.
Hier die Termine für die Sitzungen des Ortsplanungs- und Entwicklungsausschusses 2020:
21.01. / 12.05. / 15.09. / 10.11.
Hier die Termine für die Bürgerversammlungen 2020:
Fraunberg, Donnerstag 22.10.2020 in Fraunberg
Maria Thalheim, Dienstag, 27.10.2020 in Oberbierbach
Reichenkirchen, Mittwoch, 28.10.2020 in Grucking
Die Sitzungen finden jeweils um 19.00 Uhr statt.
Vor den Sitzungen finden in der Regel die Bauausschusssitzungen statt.
Bauanträge müssen 12 Tage vor der jeweiligen Bauausschusssitzung bei der Gemeinde Fraunberg eingereicht werden.
Algasinger Bartholomäus
Großstürzlham 2, 85447 Fraunberg, (Großstürzlham), 08084/5319947,
E-Mail: b.algasinger@freenet.de
Wählergruppierung: Wählergemeinschaft Maria Thalheim
Verbandsrat / Ausschussmitglied:
Blumoser Michael
Sifridusstraße 18, 85447 Fraunberg, 0151/57541581
E-Mail: michael_blumoser@web.de
Wählergruppierung:
Fischer Gertraud
Siedlungsstraße 1, 85447 Fraunberg, (Fraunberg), 08762/5490
E-Mail: traudl.fischer@gmx.net
Wählergemeinschaft Fraunberg
Verbandsrätin / Ausschussmitglied:
Ortsplanung- und Entwicklungsausschuss
Vorprüfungsgremium „Der Fraunberger“
v. Fraunberg Kai
Schloßstraße 3, 85447 Fraunberg, 08762/725413
E-Mail: kaivonfraunberg@gmail.com
Gfirtner Anni
Oberbierbach 5, 85447 Fraunberg, (Oberbierbach), 08084/2081, 08084/7536
E-Mail: anna.gfirtner@freenet.de
Wählergemeinschaft Maria Thalheim
Römerstraße 2 A, 85447 Fraunberg, (Tittenkofen), 08122/2277222
E-Mail: gruber.chris@gmx.de
Wählergemeinschaft Reichenkirchen
Nett Michael
Rihhostraße 7 A, 85447 Fraunberg, (Reichenkirchen), 08762/1227
E-Mail: mi-nett@t-online.de
Obermaier Christian
Jakob-Zeilmeier-Weg 3, 85447 Fraunberg, (Maria Thalheim), 08762/724561
E-Mail: christian.obermaier@t-online.de
Peis Josef
Niedermühlstraße 8, 85447 Fraunberg, (Reichenkirchen), 08762/724446
E-Mail: sepp.peis.@gmx.de
Pfanzelt Hubert
Siedlungsstraße 13, 85447 Fraunberg, 08762/727271
E-Mail: hubert.pfanzelt@gmx.de
Pfeil Maria
Dorfstraße 12, 85447 Fraunberg, (Grucking), 08122/48337, 08762/5751
E-Mail: maria-pfeil@t-online.de
Rasthofer Johann
Hatting 2, 85447 Fraunberg, (Hatting), 08762/3840, 08762/1227,
E-Mail: J.Rasthofer@web.de
Reingruber Karl-Heinz
Am Geißberg 3, 85447 Fraunberg, (Riding), 08762/484,
E-Mail: evakh.reingruber@t-online.de
Scheiel Georg
Birkenweg 3, 85447 Fraunberg, (Tittenkofen), 08122/999603, 08122/9588797
E-Mail: gc.scheiel@t-online.de
Selmeier Simon jun.
Bachham 3 A, 85447 Fraunberg, (Bachham), 08762/7279897
E-Mail: simon.selmeier@t-online.de
Unterreitmeier Petra
Kleinthalheim 3, 85447 Fraunberg, (Kleinthalheim), 08762/5721
E-Mail: familie.unterreitmeier@freenet.de
Ausschussmitglieder und Verbandsräte des Gemeinderates der Gemeinde Fraunberg in der Wahlperiode 2020 bis 2026
Ausschuss/ Verband
Gemeinderat Simon Selmeier
Gemeinderat Michael Blumoser
Finanzausschuss (Stellvertreter)
Gemeinderat Karlheinz Reingruber
Gemeinderat Hubert Pfanzelt
Gemeinderat Bartholomäus Algasinger Gemeinderat Michael Blumoser
Gemeinderat Kai von und zu Fraunberg
3. Bürgermeisterin Anna Gfirtner Gemeinderätin Traudl Fischer
Gemeinderätin Maria Pfeil Gemeinderat Christian Obermaier
1. Bürgermeister Johann Wiesmaier („geborenes“ Mitglied)
Gemeinderätin Maria Pfeil 2. Bürgermeister Johann Rasthofer
als gesetzlicher Stellvertreter des 1. Bürgermeisters

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 9

§ 10

§ 11

§ 13

§ 16

§ 3
 Art. 45
 § 1
 Art. 96
 Art. 48
 Art. 20
 Art. 56
 Art. 49
 Art. 47
 Art. 49
 § 20
 § 21
 § 16
 § 2
 Art. 103
 Art. 43
 Art. 88
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 64
 § 36
 Art. 63
 § 30
 § 30
 § 31
 § 28
 Art. 37
 Art. 37
 Art. 39
 Art. 18
 Art. 39
 Art. 59
 § 1
 Art. 46
 § 5
 Art. 54
 Art. 54
 Art. 26
 Art. 20