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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 16/2015 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Urteil vom 18.11.2014 – B 4 AS 12/14 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Erstattung zu Unrecht erbrachter Leistungen – Haftungsbeschränkung zugunsten minderjähriger Kinder – Erlass von Erstattungsbescheiden nach Eintritt der Volljährigkeit
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2014-11-18&nr=13802&pos=7&anz=13
Anmerkung: S. a. dazu Beitrag von RA Mathias Klose: http://sozialrecht-aktuell.blogspot.de/2014/11/keine-haftung-junger-volljahriger-nach.html#more
1. 2 BSG, Urteil vom 18.11.2014 – B 4 AS 9/14 R
Arbeitslosengeld II – Unterkunft und Heizung – Angemessenheitsprüfung – Einpersonenhaushalt in Dresden – Anforderungen an ein schlüssiges Konzept des Grundsicherungsträgers
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=177026&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Kinderzuschlag nach § 6a BKGG 1996 – Einkommens- bzw Vermögensberücksichtigung – Erbschaft – Verwertbarkeit – Dauertestamentsvollstreckung
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2015&nr=13801&pos=1&anz=2
3. 1 BSG, Urteil vom 18.11.2014 – B 8 SO 9/13 R
Sozialhilfe – Nothilfe – Vorliegen eines Eilfalls – Erstattung der Aufwendungen im gebotenen Umfang – Krankenhilfe – Anwendbarkeit der Vergütungsregelungen der GKV – Vergütung der Krankenhausleistungen durch Fallpauschalen – Begrenzung des Erstattungsanspruchs durch Kenntnis des Sozialhilfeträgers vom Hilfefall – tagesbezogene anteilige Vergütung
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2014-11-18&nr=13807&pos=12&anz=13
4. 1 Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 19.03.2015 – L 4 AS 12/14 – Die Revision wird zugelassen.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=177048&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 2 Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16.12.2014 – L 3 AS 505/13
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=175910&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: S. a. Pressemitteilung des LSG Mainz Nr. 7/2015 v. 15.04.2015: http://www.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/a0b/broker.jsp?uMen=a0bc3768-b0b2-11d4-a737-0050045687ab&uCon=2d439ca6-37bb-c416-a452-da377fe9e30b&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042
4. 3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.03.2015 – L 19 AS 2347/14 B ER / L 19 AS 2348/14 B – rechtskräftig
Einstweiliger Rechtsschutz – Arbeitslosengeld II – Unterkunftskosten – vorherige Zusicherung für neue Unterkunft – fehlender Anordnungsgrund
1. Mit der anderweitigen Vermietung dieser Wohnung ist das Rechtsschutzbedürfnis der Antragsteller entfallen. Ein Rechtsschutzinteresse ist zu verneinen, wenn die weitere Rechtsverfolgung einem Antragsteller keinerlei rechtliche oder tatsächliche Vorteile mehr bringen, das Rechtsschutzziel also nicht mehr erreicht werden kann (BSG Urteil vom 06.04.2011 – B 4 AS 5/10 R). Eine Zusicherung zu den Unterkunftskosten für eine konkrete Wohnung, die die Antragsteller wegen anderweitiger Vermietung nicht mehr beziehen können, bringt für die Antragsteller keinerlei Vorteil mehr.
2. Die Voraussetzungen für eine Elementenfeststellungsklage, wenn eine solche Klage für möglich gehalten wird, liegen nach gefestigter Rechtsprechung des Bundessozialgerichts im Fall der Feststellung der Erforderlichkeit eines Umzugs i.S.v. § 22 Abs. 4 SGB II nicht vor (vgl. zur Vorgängerregelung des § 22 Abs. 2 SGB II a.F. BSG Urteil vom 22.11.2011 – B 4 AS 219/10 R – und vom 06.04.2011 – B 4 AS 5/10 R; LSG NRW Beschluss vom 06.10.2014 – L 19 AS 1098/14; siehe auch BSG Urteil vom 17.12.2014 – B 8 SO 15/13 R).
3. Ein Anspruch eines Leistungsempfängers auf isolierte Feststellung der Erforderlichkeit eines Umzugs ohne Prüfung der Angemessenheit der künftigen Wohnung sieht das Gesetz nicht vor. Eine vorzeitige und unabhängig von den Aufwendungen für die neue Unterkunft erfolgende Bindung des Grundsicherungsträgers allein bezogen auf das Tatbestandsmerkmal der „Erforderlichkeit“ i.S. des § 22 Abs. 4 SGB II soll nicht möglich sein (BSG Urteil vom 06.04.2011 – B 4 AS 5/10 R).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=177094&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 20.03.2015 – L 19 AS 116/15 B ER – rechtskräftig
1. Nach gefestigter Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteile vom 05.05.2014 – L 19 AS 430/13 (Revision anhängig B 14 AS 33/14 R) und vom 10.10.2013 – L 19 AS 129/13 (Revision anhängig B 4 AS 64/13 R); Beschlüsse vom 22.08.2013 – L 19 AS 766/13 B ER – und vom 19.07.2013 – L 19 AS 942/13 B ER) findet der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II auf Unionsbürger ohne materielles Aufenthaltsrecht vor einer Verlustfeststellung nach §§ 2 Abs.7, 5 Abs. 4, 6 FreizügG/EU keine Anwendung.
2. Nicht gefolgt wird der Auffassung, dass die Vorschrift des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II im Wege teleologischer Auslegung neben Unionsbürgern mit einem Aufenthaltsrecht zur Arbeitsuche auch Unionsbürger ohne materielles Aufenthaltsrecht erfasst (LSG Sachsen-Anhalt Beschluss vom 04.02.2015 – L 2 AS 14/15 B ER; LSG NRW Beschlüsse vom 04.02.2015 – L 2 AS 2224/14 B ER ).
3. Auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache Dano – C-333/13 stützt nicht eine erweiternde Auslegung des Leistungsausschlusses.
4. Der Leistungsträger kann seine finanziellen Belange durch die Anmeldung eines Erstattungsanspruchs nach §§ 102 ff. SGB X beim örtlichen Sozialhilfeträger wahren kann. Denn bei einem Eingreifen des Leistungsausschlusses des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II kommt ein Anspruch des Antragstellers auf Leistungen nach dem Dritten Kapitel des SGB XII in Betracht. § 21 S. 1 SGB XII greift bei Hilfebedürftigen, die von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen sind, nicht ein (Beschlüsse des Senats vom 29.06.2012 – L 19 AS 973/12 B ER m.w.N. und 02.10.2012 – L 19 AS 1393/12 B ER m.w.N.; LSG Hamburg Beschluss vom 01.12.2014 – L 4 AS 444/14 B ER m.w.N.; LSG Niedersachen-Bremen Beschluss vom 23.05.2014 – L 8 SO 129/14 B ER mit Zusammenfassung des Meinungstandes in Rechtsprechung und Literatur; so wohl auch BSG Urteil vom 12.12.2013 – B 8 SO 24/12 R, siehe auch BSG, Urteil vom 16.05.2011 – B 4 AS 105/11 R; ablehnend LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 10.12.2014 – L 20 AS 2697/14 B ER ).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=177093&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 5 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.02.2015 – L 7 AS 856/14
Fortsetzung des Verfahrens – Ein Vergleich beendet das Sozialgerichtsverfahren, ein Beitrag von RA Mathias Klose.
4. 6 Sächsisches Landessozialgericht, Urteil vom 04.12.2014 – L 3 AS 430/12
Rücknahme eines rechtswidrigen begünstigenden Verwaltungsakts bzw Aufhebung eines Verwaltungsakt mit Dauerwirkung bei Änderung der Verhältnisse – Anhörung – Nichterkennbarkeit der Rechtsgrundlage – fehlende Mitteilung einer vor Erlass des Bewilligungsbescheides eingetretenen Änderung – Nichterweislichkeit des Zugangs einer Änderungsmitteilung – Beweislastentscheidung
Quelle: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Sachsen&Datum=04.12.2014&Aktenzeichen=L%203%20AS%20430/12
5. 1 Sozialgericht Magdeburg, Beschluss vom 08.04.2015 – S 14 AS 766/15 ER –
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einstweiliger Rechtsschutz – Inanspruchnahme vorrangiger Leistungen – Aufforderung zur Beantragung einer vorzeitigen Altersrente – Anforderungen an die Ermessensausübung –
Quelle: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/04/S25AS2705_14ER.pdf
Anmerkung 1: S. dazu Beitrag des RA Kay Füßlein – Abermals: Der gescheiterte Zwangsrentenantrag- Beschluss des SG Frankfurt/Oder vom 07.04.2015 – S 25 AS 2705/14 ER: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/
Anmerkung 2: im Ergebnis ebenso – LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 10.12.2014 – L 2 AS 520/14 B ER – Prüft das Jobcenter bei der Aufforderung an einen Leistungsberechtigten, vorzeitig einen Rentenantrag zu stellen, nicht, wie sich diese Antragstellung wirtschaftlich für diesen auswirkt, ist dies ermessensfehlerhaft.
5. 3 SG Heilbronn, Beschluss vom 18.02.2015 – S 10 AS 3035/13
Quelle: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20Heilbronn&Datum=2015-02-18&Aktenzeichen=S%2010%20AS%203035/13
Anmerkung: Vgl. LSG NSB, Beschluss vom 24.07.2014 – L 15 AS 202/14 B ER – Es gibt keine starre Grenze in Bezug auf Einkommen oder Arbeitszeit oberhalb derer die Arbeitnehmereigenschaft (§ 2 Abs 2 Nr 1 FreizügG/EU) bejaht werden muss.
5. 4 Sozialgericht Dortmund, Beschluss vom 08.04.2015 – S 35 AS 594/15 ER
Die Rechtmäßigkeit eines zugrundeliegenden Eingliederungsverwaltungsaktes ist Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit einer Sanktion aufgrund einer Pflichtverletzung gemäß § 31 Abs.1 SGB II, solange der Eingliederungsverwaltungsakts nicht bestandskräftig ist – Verkürzung der Sanktion auf sechs Wochen gemäß § 31 b Abs.1 Satz 3 SGB II – Inzidentprüfung
1. Die bloße Wirksamkeit beziehungsweise Vollziehbarkeit eines Eingliederungsverwaltungaktes steht der inzidenten Prüfung seiner Rechtmäßigkeit im Rahmen der Rechtmäßigkeitsprüfung einer Sanktion nicht entgegen (a. A. SG Berlin, Urteil vom 09.07.2014 – S 205 AS 30970/13 – anhängig LSG Berlin unter dem Az. L 26 AS 1921/14 ).
Quelle: http://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_dortmund/j2015/NRWE_S_35_AS_594_15_ER.html
5. 5 SG Dortmund, Urteil vom 20.03.2015 – S 37 AS 5496/11
Grundsicherung nach dem SGB II – Mitwirkungsobliegenheit nach § 60 Abs. 1 S. 1 SGB I – § 65 SGB I – selbstständige Tätigkeit – Nachweis der Hilfebedürftigkeit bei der Bewilligung von Leistungen des SGB 2
2. Ist das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen der Bedürftigkeit nicht nachgewiesen, so geht dies zu Lasten des Antragstellers ( vgl. LSG NRW, Urteil v. 12.03.2008 – L 12 AS 70/06 ).
5. 6 SG Dortmund, Urteil vom 20.03.2015 – S 37 AS 3425/13
Versagung von Leistungen nach § 66 SGB I – Mitwirkungsobliegenheit nach § 60 Abs. 1 S. 1 SGB I – § 65 SGB I – selbstständige Tätigkeit
Anmerkung: ebenso im Ergebnis LSG NRW, Beschluss vom 19.02.2015 – L 7 AS 234/14 B und Beschl. v. 11.02.2015 – L 7 AS 312/14 B – Fordert das Jobcenter den Antragsteller auf, eine Aufstellung der tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum sowie diesbezüglich Nachweise vorzulegen, so ist diese Aufforderung, die den Vorgaben des § 3 Alg II-V zur Berechnung der Leistungen Selbständiger entspricht, vom Amtsermittlungsgrundsatz gedeckt (vgl. auch § 21 Abs. 1 Satz 1 SGB X) und der Leistungsempfänger aufgrund seiner Mitwirkungsobliegenheit nach § 60 Abs. 1 S. 1 SGB I dazu verpflichtet, dieser Aufforderung nachzukommen.
6. 1 SG Karlsruhe, Urteil vom 31.03.2015 – S 17 AL 3360/14
Quelle: http://www.sozialgericht-karlsruhe.de/pb/,Lde/Einer+ledigen+Arbeitslosen+im+Alter+von+29+Jahren+sind+drei+Bewerbungen+pro+Woche+als+Verkaeuferin+zumutbar+und+moeglich/?LISTPAGE=2290388
Kroatische EU-Bürger – Sozialhilfe – Folgenabwägung
Quelle: Rechtsanwälte Beier & Beier, Gröpelinger Heerstraße 387, 28239 Bremen: http://www.kanzleibeier.eu/lsg-nsd-bremen-eu-auslaender-ohne-arbeitserlaubnis-eu-erhalten-vorlaeufig-leistungen-nach-dem-sgb-xii-in-ungekuerzter-hoehe/
weiterlesen: http://www.bsg.bund.de/DE/03_Presse/01_Termin_Tipp/Termin_Tipp_Texte/7_15.html?nn=3461722
Anmerkung: Vorinstanz LSG NRW, Urteil vom 08.05.2014 – L 6 AS 22/14 – Antragsteller hat keinen Anspruch gegen den Grundsicherungsträger, den Datenabgleich gemäß § 52 Abs. 1 Nr. 3 SGB II zu unterlassen.
Anmerkung: gleicher Auffassung: LSG NRW, Beschluss vom 28.03.2013 – L 7 AS 370/13 B ER – und Beschluss vom 25.03.2010 – L 20 AS 39/08 – .

References: § 6
 § 22
 § 22
 § 22
 § 7
 § 7
 § 7
 § 21
 § 31
 § 31
 § 60
 § 65
 § 66
 § 60
 § 65
 § 3
 § 21
 § 60
 § 52