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Timestamp: 2017-11-21 23:03:35+00:00

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Die Kennzeichnungspflicht bei Buchbloggern | Leselurch. Der bibliamphibische Buchblog
Tags: blogger insides, bloggerrecht, buchblogger, influencer, influencer marketing, kennzeichnungspflicht, werbung » Gepostet am 22 Oktober 2017 um 16:35
Wann muss ich meinen Beitrag als Werbung kennzeichnen? Ist ein Post mit einem Rezensionsexemplar immer eine Produktplatzierung?
Am 28. September fand eine neue HashtagLounge der Influencer-Agentur #hashtaglove in den Räumlichkeiten des Bastei Lübbe Verlags statt. Im Fokus der Veranstaltung standen zwei Workshops, die sich mit SEO und der aktuellen Rechtslage im Influencer Marketing beschäftigt haben. Vor allem der zweite Vortrag hat mich interessiert, denn seit geraumer Zeit flattern die wildesten Theorien zum Thema durch das Web – und niemand scheint so richtig zu wissen, was nun eigentlich Sache ist. Da ich die Möglichkeit hatte, eine Rechts- und Fachanwältin für IT-Recht speziell mit Fragen zu meinem Buchblog zu löchern, möchte ich meine Learnings heute endlich mit euch teilen.
Wer meinen Instagram-Kanal verfolgt, wird bereits gemerkt haben, dass ich seit der Veranstaltung meine Bilder anders vertagge und kennzeichne. Aber warum eigentlich? Buchblogs haben im Vergleich zu Blogs anderer Fachbereiche eine recht überschaubare Reichweite, da muss man ja wohl nichts kennzeichnen, oder? Verdiene ich etwa doch so viel Geld mit meinen Beiträgen, dass ich alles entsprechend markieren muss? Mein Instagram-Post zur Veranstaltung hat viele Rückfragen von euch hervorgerufen, die ich in diesem Beitrag alle zu beantworten versuche. Vorweg sei jedoch klargestellt, dass ich kein Profi in diesem Bereich bin. Ich gebe mit bestem Wissen und Gewissen weiter, was ich bei der HashtagLounge gelernt habe. Mein Artikel ersetzt jedoch weder eine Rechtsberatung noch unterschreibe ich, dass alles vollkommen richtig ist (vor allem im Hinblick darauf, dass die Rechtslage in der nächsten Woche vielleicht schon wieder ganz anders ausschauen mag).
Was ist eigentlich „Werbung“?
Nach § 2 Nr. 5 TMG (Telemediengesetz) ist Werbung „jede Form der Kommunikation, mit der unmittelbar oder mittelbar der Absatz von Waren, Dienstleistungen oder das Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer sonstigen Organisation oder einer natürlichen Person gefördert wird“.
Folglich machen wir alle immer Werbung, wenn wir über ein Buch sprechen. Ganz egal, ob wir uns positiv oder negativ äußern. Ganz egal, auf welcher Plattform wir uns tummeln – sei es der eigene Blog, Facebook, Instagram oder Twitter. Das wird nun den wenigstens unter euch neu sein, denn nicht selten fällt in Diskussionen irgendwann einmal der Kommentar „Wir machen schließlich kostenlos Werbung!“. Die Frage ist wohl eher: Ab wann muss ich einen Beitrag als Werbung kennzeichnen?
Wann muss ich einen Beitrag als Werbung kennzeichnen?
Hier müssen wir nun genauer in die Details eines jeweiligen Beitrags schauen. Was steht im Fokus eures Posts? Die Produktdarstellung oder euer redaktioneller Beitrag, z.B. in Form einer Rezension?
Allgemein gilt: Wenn ihr
- Geld für euren Beitrag bekommt, also bezahlt werdet
- ein kostenloses Produkt gestellt bekommt, das mehr als 1000 Euro wert ist
- Vorgaben erhaltet, wie euer Beitrag aufgebaut sein soll bzw. welche Elemente er enthalten soll
müsst ihr diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Keine Diskussionen!
Für uns Buchblogger gelten demnach folgende Grundsätze:
Du erhältst ein kostenloses Rezensionsexemplar für eine Besprechung oder eine Verlosung.
Da Bücher nicht auf purem Gold gedruckt werden, gehen wir also davon aus, dass der Wert eures Buches bzw. eures Pakets mit mehreren Rezensionsexemplaren nicht die 1000 Euro-Grenze überschreitet.
Der Verlag macht dir keinerlei Vorgaben zu deinem Post, du darfst deine Meinung völlig frei kundtun.
Du brauchst deinen Beitrag nicht als Werbung kennzeichnen.
Der Verlag verlangt(!), dass du das Cover einbindest, auf die Verlagsseite oder sogar den Verlagsshop verlinkst o.ä.
Anders ausgedrückt: Du erhältst vorab Bedingungen für den Beitrag, die du akzeptieren musst, um ein Rezensionsexemplar zu erhalten. Da dir in diesem Fall Vorgaben gemacht werden, musst du den Beitrag als Werbung kennzeichnen. Die Vorgabe muss nicht lauten, dass du das Buch gut bewertest, damit du sie kennzeichnen musst. Schon diese für uns eigentlich selbstverständlichen Bedingungen reichen aus. Die Betonung liegt hier aber auf dem Wort "verlangen". Eine Bitte seitens der Verlage ist keine Bedingung.
Du erhältst Geld dafür, dass du ein Buch auf einem deiner Kanäle präsentierst.
Hier gibt es kein Wenn und Aber: Dieser Beitrag muss als Werbung gekennzeichnet werden. Handelt es sich um einen Instagram-Post oder eine Insta-Story, muss die Werbung auch deutlich auf dem Bild selbst zu lesen sein.
Du wirst zwar nicht für deinen Beitrag bezahlt, nimmst aber an einem Affiliate Programm teil und baust diese Links in deinen Beitrag ein.
Auch Affiliate Links sind eine Art der Bezahlung, weshalb du den Beitrag als Werbung kennzeichnen musst.
Klingt seltsam, soll aber so sein: Auch in diesem Fall musst du deinen Beitrag unter Umständen als Werbung kennzeichnen. Mehr dazu im nächsten Absatz.
Ausnahmesituation: Links und Tags
Generell müssen jegliche Arten von Links und Verlinkungen – ganz egal, auf welcher Plattform – als Werbung gekennzeichnet werden, sofern sie zu einer Seite bzw. einem Profil eines Autors oder eines Verlags führen. Sogar dann, wenn ihr das Buch selbst gekauft habt und ihr noch nie Kontakt zu dem Verlag gehabt habt. Das Stichwort hier lautet „mittelbare Absatzförderung“. Es mag vielleicht gar nicht eure Absicht sein, jemanden zum Kauf zu animieren, z.B. nach einer schlechten Rezension. Eigentlich verlinkt ihr den Verlag bzw. den Autor nur, um euren Lesern die Möglichkeit zu geben, sich ohne Umwege genauer informieren zu können. Vielleicht führt aber genau dieser Link von eurem Blog doch dazu, dass sich jemand das Buch kauft. Schwupps, schon seid ihr Teil der mittelbaren Absatzförderung – und euer Beitrag somit kennzeichnungspflichtig.
Ihr verlinkt einen Verlag auf eurem Bild auf Instagram? Kennzeichnungspflichtig. Ihr verlinkt einen Autor in eurem Beitrag auf Facebook? Kennzeichnungspflichtig. Ihr verlinkt den Verlag, den Autor oder vielleicht auch eine Buchhandlung – auch ohne Affiliate Link – in den bibliographischen Daten eures Beitrags? Kennzeichnungspflichtig. Jedes Mal müsst ihr euren Post mit einem dicken „WERBUNG“ einleiten. Die einzige Ausnahme – ohne ganz auf Verlinkungen zu verzichten – bietet hier die Möglichkeit eines klar gekennzeichneten Werbeblocks nach eurem redaktionellen Beitrag.
Nachtrag: Links
Aufgrund zahlreicher Nachfragen bezüglich der Zusätze a und b des § 2 Nr. 5 TMG habe ich noch einmal die Anwältin kontaktiert: Müssen Links, bei denen es sich nicht um Affiliate Links handelt, tatsächlich als Werbung gekennzeichnet werden? Die Antwort darauf lautet ja - sofern es sich bei dem Link um "kommerzielle Kommunikation" handelt. "Dazu gehören z. B. auch „uneigennützige“ Informationen über kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, die unter die Stichworte: „Sponsoring“, „Imagepflege“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „mittelbare Verkaufsförderung“ zu fassen sind (Spindler/Schuster, Recht der elektronischen Medien, 3. Aufl. 2015, § 2 TMG Rn. 11)".
Die bloße Angabe einer Domain oder einer E-Mail-Adresse muss nicht gekennzeichnet werden. Das gilt jedoch nur dann, wenn diese nicht Bestandteil von Werbung oder anderen kommerziellen Kommunikationsformen sind (wie z.B. Newsletter, Produkthinweise, Werbenachrichten; § 2 S. 1 Nr. 5 lit. a TMG, Spindler/Schuster, Recht der elektronischen Medien, 3. Aufl. 2015, § 2 TMG Rn. 13). Ich schließe für mich daraus, dass ich Verlags- und Autorenseiten kennzeichnen muss, da diese durchaus werbliche Absichten haben. Darüber lässt sich, je nach Auslegung, sicherlich streiten. Fakt ist: Es gibt dazu noch keinen Präzedenzfall, der für eindeutige Klarheit sorgt. Natürlich kann es sein, dass wir alle weitermachen wie gehabt und nichts passiert. Oder dass in den kommenden Wochen eine Aussage dazu getroffen wird, die das (seien wir ehrlich: sinnlose und echt ätzende) Kennzeichnen von Links als Werbung unnötig macht. Die Anwältin riet uns während der Veranstaltung jedoch zur klaren Kennzeichnung, um im Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein.
Redaktioneller Beitrag oder Werbung?
Ganz egal, ob ihr ein Buch selbst gekauft oder es als Rezensionsexemplar (ohne Vorgaben!) zur Verfügung gestellt bekommen habt: Wenn es in eurem Beitrag rein um eure persönliche Meinung geht, ihr also z.B. mit einer Rezension allein ein redaktionelles Interesse verfolgt, müsst ihr ihn nicht als Werbung kennzeichnen. Das gilt ebenso für eine Vorstellung auf Facebook und/oder Instagram und/oder Twitter. Sobald ihr jedoch jemanden verlinkt, tritt wieder die Kennzeichnungspflicht in Kraft. In diesem Fall hat man aber die Freiheit, den werbenden Teil mit den Verlinkungen von dem redaktionellen Part deines Beitrags trennen zu dürfen. Man kann also ganz frei seinen Beitrag schreiben – ohne die Verwendung von „Werbung“ im Titel – und dann im Anschluss an seine Post einen „Werbeblock“ mit z.B. den bibliographischen Daten einbauen, in welchen sich dann auch Verlinkungen befinden dürfen. Wichtig ist aber auch hier, dass der Werbeabsatz richtig gekennzeichnet wird. Ich persönlich nutze dafür folgenden Wortlaut, den ich im Anschluss an meinen eigenen Text einfüge:
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: …
Wie das in action aussieht, kann man sich auch in den letzten Beiträgen auf meinem Instagram-Account anschauen oder bis zum Ende des Beitrags weiterscrollen.
Wie kennzeichne ich richtig?
Es tummeln sich unzählige unterschiedliche Kennzeichnungen im Netz. Ob „sponsored“, „Promotion“, „#sp“ oder #ad“ – ihr werdet sicherlich schon einige Variationen selbst entdeckt haben. Diese Wortlaute sind aber nicht 100%ig zulässig. Tatsächlich wird es hier im Falle einer Verhandlung auf den Richter ankommen. Ein junger, im Netz sicherer Richter sitzt euch gegenüber? Glück gehabt, denn dann habt ihr zumindest eine Chance, mit Hashtags oder englischen Begriffen durchzukommen. Ist allerdings ein Jurist mit eurem Fall betraut, für den das Internet noch immer Neuland ist, dann werdet ihr vor ihm nicht argumentieren können, dass solche Bezeichnungen der Zielgruppe durchaus bekannt sind. Es gilt: Dem Konsumenten muss auf den allerersten Blick – am besten ohne jegliche Anstrengung einer Gehirnzelle – klar erkenntlich sein, dass es sich um Werbung handelt. Man wird davon ausgehen, dass sich unter euren Lesern vielleicht auch jemand befindet, der die englische Sprache nicht beherrscht und für den folglich die Kennzeichnung nicht verständlich ist. Auf der sicheren Seite seid ihr also nur mit den Begriffen „Werbung“, „Anzeige“, „#Werbung“ oder „#Anzeige“. Diese Worte müssen an erster Stelle und in ausreichender Größe und Klarheit positioniert sein, also am besten noch in einem eigenen Absatz vor eurem Beitragstitel oder zumindest in der Überschrift. Eine Kennzeichnung im Fließtext oder in einer Hashtag-Sammlung am Ende eures Beitrags reicht nicht aus – auf keiner Plattform.
Bullsh*t-FAQ
Ich blogge, weil es mir Spaß macht, und das rein aus privatem Interesse am Austausch mit anderen. Wieso muss ich trotzdem Werbung kennzeichnen?
Weil jeder von uns, der einen öffentlichen Blog betreibt, seine Meinung auch der Öffentlichkeit zugänglich macht. Wenn ihr euren Blog privat stellt, müsst ihr selbstverständlich nichts kennzeichnen. Wer eine Leserschaft hat, die nicht bloß aus dem eigenen Familien- und Freundeskreis besteht, muss jedoch kennzeichnen. Das ist genauso fix wie die Impressumspflicht, ob ihr wollt oder nicht.
Wie bescheuert! Dann ist ja gleich das ganze Internet kennzeichnungspflichtig!
Ja, ich finde das ganze Theater um die Kennzeichnungspflicht auch total daneben. Gerade Buchblogger betreiben ihre Blogs und Kanäle aus Liebe zum Buch heraus. Die pure Leidenschaft wird einen Richter jedoch nicht von einer Strafe abhalten.
Pfff, mir ist das zu blöd. Ich habe keine Lust, jeden Beitrag zu kennzeichnen. Da passiert mir doch sowieso nichts!
Was ihr mit den Informationen aus diesem Beitrag anstellt, bleibt ganz euch überlassen. Auch ich halte die Wahrscheinlichkeit, das Buchblogger abgemahnt werden, noch für relativ gering. In anderen Branchen können Abmahnanwälte viel mehr Geld für sich herausschlagen. Trotzdem: Wenn ein solcher Abmahnanwalt zufällig auf deinen Blog stößt und schlechte Laune hat, behaupte nicht, man hätte dich nicht gewarnt.
Viktoria Anskinewitsch 22. Oktober 2017 um 17:22
Erst mal vielen herzlichen Dank für den tollen Beitrag,Der ist wirklich informativ!!! Oh je da muss ich dann auch mal schauen wie ich das in Zukunft anstellen werde.
buch - leben 22. Oktober 2017 um 19:14
Ja, ich bin jetzt auch am Überlegen ob ich das Buch dann überhaupt noch verlinke...
Julia L. Jordan 22. Oktober 2017 um 18:01
Interessanter Artikel. Und wie wird §2 Abs 5a in dem Zusammenhang erklärt?
"[...] die Übermittlung der folgenden Angaben stellt als solche keine Form der kommerziellen Kommunikation dar:
Angaben, die unmittelbaren Zugang zur Tätigkeit des Unternehmens oder der Organisation oder Person ermöglichen, wie insbesondere ein Domain-Name oder eine Adresse der elektronischen Post,[...]"
Leselurch 22. Oktober 2017 um 18:08
Auf den Zusatz ist die Anwältin während der Veranstaltung leider nicht eingegangen. Ich habe aber noch eine Mail hinterhergeschickt. Ich gehe aber davon aus, dass sie das als Fachanwältin durchaus mit berücksichtigt hat, als sie ihren Vortrag hielt. Sobald ich eine Antwort erhalten habe, werde ich den Beitrag entsprechend anpassen!
Leselurch 23. Oktober 2017 um 09:57
ich habe den Beitrag noch um einen Absatz diesbezüglich aktualisiert.
Jana 22. Oktober 2017 um 18:06
Also ganz ehrlich, ich finde das supersinnvoll. Okay, wenn man nur den Verlag verlinkt - das ist eventuell übertrieben. Aber wenn man Geld oder Vorgaben für Postings bekommt, fände ich das schon fair das zu kennzeichnen, alleine auch um als Leser ein Bild davon zu bekommen, wie viel die Verlage eigentlich so in der Bloggerwelt rumschwirren, wer eventuell nur noch gesponsorte Postings macht etc. Das dient einfach dazu, dass jeder Leser informiert ist, was man jetzt mit der Information anfängt sei mal dahingestellt. Und damit mach ich mich jetzt vielleicht unbeliebt, aber viele Blogger machen es eben nicht nur aus einer Leidenschaft für Bücher, sondern definitiv für Geld und Fame. Sobald du das als Hauptberuf macht, geht es dir ja neben der Leidenschaft immer ums Geld, schließlich musst du ja ein Dach über dem Kopf und Lebensmittel davon finanzieren können. In der Buchbloggerwelt ist das vielleicht nicht so sehr wie in anderen Themenbereichen, aber trotzdem sollten wir keine Extrawürste bezüglich der Regeln bekommen, oder?
Lieben Dank auf jedenfalls für die tolle Zusammenfassung, wirklich sehr Hilfreich! :)
Naemi & Luisa 22. Oktober 2017 um 20:43
Ich finde es auch sinnvoll, sollte Geld verdient werden, Vorgaben gemacht werden etc. In dem Fall gibt es glaub ich auch keine Streitfrage. Für Buchblogger allerdings stellt sich ein anderes Problem. Die Verwendung von Coverbildern ist sehr häufig an die Bedingung geknüpft, dass dann auch zum Verlag verlinkt wird. Mitunter wird es von den Verlagen nur als Bitte formuliert. Das gilt nicht nur für heruntergeladene Cover, sondern, wenn man es genau nimmt, auch für ein Foto vom Cover, welches du selbst machst.
Dh: Bildverwendung~Verlinkung zum Verlag gewünscht oder nötig~ nach diesem Artikel Werbekennzeichnung nötig. Und das ist doch irgendwie Mist. Oder?
Lg, Naemi
Tamara Bretthauer 23. Oktober 2017 um 18:00
Da das Urheberrecht des Covers beim Verlag liegt, ist das keine Bitte, sondern ein Muss. Die Quelle muss definitiv angegeben werden.
Rica 22. Oktober 2017 um 18:13
Hallo, meine Liebe! Vielen Dank für den superinformativen Beitrag :) da ich gerne auf der sicheren Seite bin, werde ich dann wohl in Zukunft ganz oft mit dem Wort "Werbung" um mich schmeißen :D hast Du etwas dagegen, wenn ich Deine Formulierung da klaue?
Und zum besseren Verständnis: wenn ich einen Autorennamen mit einem Link unterlegen möchte, darf ich das nur in dem Werbeblock? Nicht bei den bibliografischen Angaben? Bzw. dann müsste ich quasi schon im Titel das Wort "Werbung" unterbringen?
Weinlachgummi 22. Oktober 2017 um 19:02
Sollte man Vorgaben und Geld bekommen finde ich dir Bezeichnung Werbung Sinnvoll. Aber wenn man bei jeder verlinkung bzw. wenn man Verlag / Autor verlinkt Werbung dazu schreiben muss , ist es für mich wieder völlig Sinnlos, da man dann erst nicht weiß, in wie weit die Meinung beeinflusst wurde. Und da man eigentlich bei jeder Rezi den Klappentext mit Quelle angibt , muss man immer Werbung dazu schreiben. Finde ich wirklich schade und muss mir nun auch Gedanken machen, wie ich es umsetzte.
buch - leben 22. Oktober 2017 um 19:17
Danke für den tollen Beitrag. Ich bin jetzt ziemlich geschockt und auch etwas ratlos.
Ich sehe es wie meine Vorredner - bei bezahlten Rezis etc. finde ich die Kennzeichnung sinnvoll. Aber allein die Verlinkung zum Buch oder dem Autor??? Sehr schade... Ich denke, ich werde das dann in Zukunft weglassen...
Jeany Music / Büchertraum 22. Oktober 2017 um 19:31
Vielen Dank für deinen Beitrag ich werden dann mal alle meine Kanäle überarbeiten und dann in Zukunft wesentlich weniger verlinken - was echt schade ist das FB und Instagram gerade über solche Verlinkungen aufbaut xD
Aber so ist Deutschland eben :D daher: danke fürs aufklären! :-)
Jennifer 22. Oktober 2017 um 19:46
Herzlichen Dank, dass du dein Wissen weitergibst!
Obwohl ich natürlich auch schlucken muss ... auf dem Blog selbst verlinke ich den Verlag nur, wenn es eine Lese-/Hörprobe auf dessen Website gibt. Das finde ich einen schönen Service für meine Leser. Aber ist dann ja auch Werbung (die aber relativ leicht zu kennzeichnen ist).
Verlinke ich z. B. aber auf den Blog eines Autors (auf der sich kein Shop befindet), dann fände ich daran überhaupt nichts werblich. Aber das zieht wohl rechtlich nicht, was ich so finde. ;))
Auf Social-Media-Kanälen geht es ja vor allem ums Verlinken von Verlagen, Autoren etc., damit sie die Besprechung sehen. Seufz ... ;)
Aber in der Tat, wie schon ein paarmal von anderen hier erwähnt, wenn man nur wegen der Verlinkung "Werbung" hinschreibt, ist für den Leser nicht erkennbar, dass es sich hier vielleicht trotzdem um reine Meinungsäußerung zu einem selbst gekauften Buch handelt ... Vielleicht wird an Vorgaben noch ein bisschen gefeilt, damit sie praxisnäher werden ... :)
Danke dir nochmal! Ich glaube, da hast du viele von uns aufgerüttelt und sensibilisiert. :)
Jazznrhythm 22. Oktober 2017 um 19:54
Dann verlinke ich halt keine Verlage mehr. Das tut mir leid, aber ich werde das transparent handhaben und die Leser darüber aufklären. Was ich nicht machen werde: Ich werde, schon aus Glaubwürdigkeitsgründen, keine Links, die ich als Werbung kennzeichnen muß, einbinden. Das ist alles sehr bedauerlich, und ärgerlich, aber ich habe mir mal geschworen, dass meine Seite werbefrei bleibt, und ich habe keine Lust irgendjemand zu erklären, wie es sein kann, das ich Werbungslinks habe und behaupte keine Einnahmen zu haben. Diese Kuriosität wird irgendwann auch das Finanzamt interessieren, die ja auch die Schminktipps-Blogger im Blick hat.
The Empire of Books 22. Oktober 2017 um 20:08
Vielen Dank für deinen Beitrag und die Mühe, die du dir gemacht hast!
Da muss ich mir jetzt was überlegen. Grundsätzlich überall "Werbung" vorschreiben finde ich persönlich ziemlich irreführend. Mir als Verbraucher suggeriert das, dass jemand bezahlt wurde, aber nicht,dass er nur Affiliate - Links benutzt... Puhh... Gut dass demnächst ein paar Feiertage kommen wo ich Zeit habe, alles zu überarbeiten.
Naemi & Luisa 22. Oktober 2017 um 20:56
Das man Affliate-Links kennzeichnen muss, ist ja eigentlich nichts neues. Da wissen die meisten ja mittlerweile auch, wie das funktioniert. Bei Nicht-Affliate-Links allerdingsfinde ich es doch ziemlich sinnlos...
Aleshanee Tawariell 22. Oktober 2017 um 20:10
Vielen Dank für deinen Beitrag, das ist echt interessant und sehr verständig erklärt!
Unsere vielen lustigen "Gesetze" ... ich kann da echt nur den Kopf schütteln. Ich weiß wie es gemeint ist, auch die "versteckte Werbung" wenn ich einen Verlag verlinke, aber ich denke ich gehöre zu denen, die es trotzdem machen, ohne den Zusatz dazuzuschreiben.
Meine Rezensionen stehen für mich für meine freie Meinung und den Verlag oder Autoren zu verlinken ist eine Information an den Leser, sonst nichts. Dass der Gesetzgeber das anders sieht mag gut sein, aber ich werds wohl drauf ankommen lassen müssen.
Das Buch ist ja schließlich von dem Autor und dem Verlag - ich kann da echt nur den Kopf schütteln über so viel Kleinkariertheit der Paragraphen ...
Aber wie gesagt: vielen Dank auf jeden Fall für die Infos!
Naemi & Luisa 22. Oktober 2017 um 20:33
Ich schließe mich Aleshanee an. Es ist spannend, das zu wissen, aber es gibt ja ein riesengroßes Aber: Die Mehrzahl aller Verlage bittet darum - in manchen Fällen wird es sogar vorgeschrieben - dass auf die Verlagsseite verlinkt wird. Im Gegenzug dazu stellen die Verlage die Coverbilder zur Verfügung (was meines Wissens nach auch gilt, wenn ich ein Foto von meinem Buch zu Hause mache). Das heißt, wer es ordentlich macht, verlinkt in jeder Rezension zur Verlagsseite. Dort kann man die Bücher häufig nicht mal direkt kaufen, sondern wird auf Wunsch zu einem beliebigen Anbieter (thalia, privater Buchladen, Amazon etc) weitergeleitet. Das heißt der Nutzer muss durchaus noch etwas mehr klicken.
Ich habe also die Wahl, einen rechtmäßigen Blog zu führen, in dem ich anständig auf die Verlage, die die Bücher produzieren, hinweise - die Strafe dafür ist, dass ich dann immer einen bestimmten Teil als Werbung kennzeichnen muss?? Oder ich verlinke nicht und halte mich damit nicht an die Regeln der Verlage?
Liebe Grüße, Naemi
Sabrina Sch. 22. Oktober 2017 um 20:43
Also jetzt muss ich mal fragen, es wird sich auf §2 Nr 5 TMG berufen, der lautet:
ist kommerzielle Kommunikation jede Form der Kommunikation, die der unmittelbaren oder mittelbaren Förderung des Absatzes von Waren, Dienstleistungen oder des Erscheinungsbilds eines Unternehmens, einer sonstigen Organisation oder einer natürlichen Person dient, die eine Tätigkeit im Handel, Gewerbe oder Handwerk oder einen freien Beruf ausübt; die Übermittlung der folgenden Angaben stellt als solche keine Form der kommerziellen Kommunikation dar:
Angaben, die unmittelbaren Zugang zur Tätigkeit des Unternehmens oder der Organisation oder Person ermöglichen, wie insbesondere ein Domain-Name oder eine Adresse der elektronischen Post,
Angaben in Bezug auf Waren und Dienstleistungen oder das Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer Organisation oder Person, die unabhängig und insbesondere ohne finanzielle Gegenleistung gemacht werden.
So b) sagt aber aus, das wenn etwas unabhängig und insbesonders ohne finanzielle gegenleistung gemacht wird, dass man eben NICHT kommerziell handelt. was für mich heißt. Kaufe ich ein Buch und verlinke ich aus freien stücken den verlag, bekomme ich keine finanzielle Gegenleistung. also keine werbung.
Leselurch 22. Oktober 2017 um 20:47
wie oben bereits einmal erwähnt, habe ich der Anwältin diesbezüglich noch einmal geschrieben. Sobald ich eine Antwort erhalten habe, gebe ich Bescheid! Das klingt tatsächlich widersprüchlich, aber sie wird das sicher im Blick haben.
Prinz Rupi 22. Oktober 2017 um 21:05
Das entscheidende Kriterium in der ganzen Geschichte ist doch, ob es sich um eigenständige redaktionelle Beiträge handelt, die mit eigenen stilistischen und sprachlichen Mitteln redaktionell unabhängig gestaltet werden. Dies ist z.B. bei http://www.literaturzeitschrift.de der Fall, also einer Plattform, die ausschließlich Rezensionen veröffenticht. Bei den meisten Buchblogs handelt es sich hingegen um platte Werbung, weil hier lediglich der Klappentext repitiert wird und dann ein paar Sätzchen à la »hat mir gut gefallen« abgesondert werden. Das ist keine eigenständige redaktionelle oder literarisch-künstlerische Leistung, insofern müssten derartige Beiträge als Werbung gekennzeichnet werden.
Mikka Liest 23. Oktober 2017 um 11:30
Das ist eine sehr verallgemeinernde Aussage. Ich kenne viele Buchblogger, die durchaus Stunden an Arbeit in jede einzelne Rezension stecken – von meinem eigenen Rezensionen kann ich dies zumindest mit absoluter Sicherheit behaupten.
Wenn ich zum Beispiel die auf literaturzeitschrift.de verlinkten Rezensionen zu "Außer sich", "Romeo oder Julia" und "Die Kieferninseln" mit meinen eigenen Rezensionen zu diesen Büchern vergleiche, möchte ich behaupten, dass ich meine Meinung ähnlich fundiert und ausführlich begründet habe.
Dennoch habe ich meine Beiträge nun als Werbung gekennzeichnet.
Buchgefieder 23. Oktober 2017 um 12:52
Mich würde interessieren, welche Blogs genau Sie lesen, lieber Herr Prinz Rupi. Die Buchblogs, die ich lese, haben sehr wohl eine redaktionell unabhängige Gestaltung. Die Menschen hinter diesen Blogs repetieren auch keinen Klappentext oder schreiben kurze Sätze. Im Gegenteil sie haben den Anspruch zu redigieren, setzen eigene sprachliche und stilistische Mittel ein und stellen so für mich eine Ein-Person-Redaktion dar.
Im Übrigen finde ich es ein wenig befremdlich, dass man unter einem sehr informativen Beitrag zum Thema Kennzeichnungspflicht, Werbung für seine eigene Seite da lässt.
Aleshanee Tawariell 23. Oktober 2017 um 13:22
Haha, das würde ich auch gerne wissen welche Buchblogs hier gemeint sind ^^
Lena's infinite library 23. Oktober 2017 um 15:45
Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie geschätzt Buchblogger doch sind. Nicht. Vielleicht kennen Sie ja einige Blogger, die Rezensionen auf diese Art und Weise schreiben, aber ich selbst habe selten eine Rezension gelesen, die keine eigenen Gedanken beeinhaltet. Man muss an dieser Stelle auch beachten, dass Blogger nicht unbedingt die Möglichkeit haben, eine Rezension mit 1500 bis 2000 Wörtern zu schreiben (wie das bei Literaturkritikern oft der Fall ist), da das oft nicht zu ihrem Zielpublikum passt. Natürlich bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man deshalb auch weniger Inhalte hat, aber im Zweifelsfall kann es dann eben etwas verkürzt sein.
Mikka Liest 23. Oktober 2017 um 11:33
Danke für diesen hilfreichen Beitrag! Ich habe meinen Blog jetzt um einen einleitenden Hinweis erweitert, der meine Beiträge generell aufgrund der enthaltenden Links als Werbung kennzeichnet – ich sehe mich außerstande, jeden alten Beitrag der letzten 5 Jahre einzeln durchzusehen und hoffe, dass dieser Hinweis, der jetzt über jedem Beitrag eingeblendet wird, den Anforderungen Genüge tut. :-)
angeltearz 23. Oktober 2017 um 12:19
danke für deinen Post. :)
Mich nervt es tierisch, dass sich immer wieder was ändert. Immer wieder werde die Gesetze verschlimmbessert. Ich glaube, die das machen, haben null Ahnung davon, was es für einen Blogger bedeutet, die Gesetze umzusetzen.
Einerseits bin ich bockig und würde am Liebsten alle Links rausnehmen, so wie du das machst in den Rezensionen. Andererseits ist mein Stand der Dinge, dass Quellenangaben (wie beim Klappentext) verlinkt sein müssen. Das kann sich natürlich in der letzten Zeit auch schon wieder geändert haben. Also müsste dieser so oder so als Werbung gekennzeichnet werden. Also... Im Prinzip ist das doch alles Schwachsinn.
Ich habe fast 900 Beiträge auf dem Blog. Die durchzuarbeiten dauert Wochen. Das wäre echt übel.
Würde nicht ein Hinweis in der Sidebar reichen? Dann wäre es ja immer im Blick. *überleg*
Weinlachgummi 23. Oktober 2017 um 18:34
Die Frage mit der Sidebar oder Header stelle ich mir auch gerade 😕
cosis.bookworld 25. Oktober 2017 um 15:40
Das frage ich mich auch. Denn ich habe auch keine Lust vor meine Rezensionen Werbung zu schreiben, wenn in diesem Post nur ein Link zur Webside ist, woher ich den Autoren Text und/oder Klappentext habe.
Und wenn man dann alles trotzdem als Werbung kennzeichnen muss, wäre das echt eine Frage, ob man das einfach in die Sidebar schreiben darf.
Anja Bauer 23. Oktober 2017 um 13:32
puh, ist das kompliziert. Sichere ich mich ab, wenn ich unten dann immer anführe "Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung"?.
Da traut man sich ja nicht mal mehr einen Autor oder Verlag zu verlinken :-)
Lena's infinite library 23. Oktober 2017 um 15:26
Ugh, das ist ja wirklich kompliziert. 🙊 Ich glaube ich mache es mir einfach und schreibe ab jetzt über jeden Blogpost einen Absatz, auf Instagram werde ich das wohl mit dem separaten Werbeteil machen...
Vielen Dank für diesen super informativen Beitrag! =)
SandrasBookcorner 23. Oktober 2017 um 16:00
Das hört sich kompliziert an. Reicht es, wenn ich generell einen Vermerk zu meinem Header hinzufüge, oder muss ich das bei jedem einzelnen Post?
Hanna 23. Oktober 2017 um 17:23
immer was neues im Bloggerland ;D Danke für den Info-Bericht. Werde ihn mir auf jeden Fall zu herzen nehmen.
Infraredhead 23. Oktober 2017 um 17:45
Klasse Artikel! Tausend Dank!
Ich habe heute Morgen auch überlegt, alle meine Links zu Verlagsseiten rauszunehmen, aber ich hab sooo viele Rezensionen... Hilfe! Und doof finde ich das auch, weil es (wie andere ja auch schon meinten) eher als weiterführende Info und nicht als Werbung gedacht ist...
Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass auch so Sachen wie "@Hanser" auf Facebook und Twitter schon zu viel sind? Das wäre so schade, weil das ja (zumindest für mich) eher dazu dient, den Verlag auf meine Rezension aufmerksam zu machen, und nicht dafür, die Leute zum Kaufen zu animieren (zumal man mit "@Hanser" ja nirgends hinkommt, wo man was kaufen könnte). Oder hab ich das (HOFFENTLICH! :-))falsch verstanden?
Jay Mixtape 23. Oktober 2017 um 18:02
ich bin zufällig über deinen Artikel gestolpert und finde ihn wirklich gut und informativ. Jetzt muss man nur überlegen, wie man es am schönsten in den Blog einbindet.
Aber da werde ich wohl eine Lösung finden =)
Kari Lessír 23. Oktober 2017 um 18:59
Danke vielmals für den ausführlichen Beitrag. Ob man die "Werbepflicht" für sinnvoll oder nicht hält, wenn das Gesetz vorschreibt, dass wir das so handhaben müssen, werde ich das ab sofort tun. Die Verlinkung zum Autor oder Verlag mache ich bei (selbst gekauften) und gelesenen Büchern immer, um dem Autor eine Rückmeldung zu geben und den Lesern die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu informieren. Dann schreibe ich halt jetzt Werbung zum Link. Na, denn …
Leselurch 23. Oktober 2017 um 19:22
Als ich den Beitrag geschrieben habe, habe ich mit euch mit bestem Wissen und Gewissen daran teilhaben lassen, was die Teilnehmer der HashtagLounge in Köln erfahren haben. Es handelte sich um einen Beitrag im Rahmen des Influencer Marketings – und ich nehme Blogger, Bookstagramer und BookTuber nicht aus diesem Begriff heraus. Ich weiß, das Thema ist sensibel und noch nicht ausreichend diskutiert – sonst wäre der Ansturm auf das Thema nicht so riesengroß. Dennoch möchte ich noch einmal betonen, dass ich euch hier lediglich die Informationen mitgeben konnte, die ich im Rahmen der Veranstaltung gesammelt habe. Wie ihr damit umgeht, müsst ihr entscheiden – ebenso, wie es auch in eurer Verantwortung liegt, euch zusätzlich selbst zu informieren.
Ich werde es handhaben, wie in meinem Beitrag aufgeführt. Ich verdiene kein Geld mit meinem Blog, bekomme kein Geld für Beiträge oder Fotos und lasse es euch immer wissen, wenn es im Rahmen eines Gewinnspiels zu einer Kooperation gekommen ist. Die Werbung, die ich kennzeichne, bezieht sich also ausschließlich auf die Verlinkungen, die ich setze. Nicht jedoch auf meine Meinung oder den Beitrag per se.
Nun habe ich trotzdem eine gesonderte Anfrage an die Landesmedienanstalten geschickt, die für solche Fälle verantwortlich sind, da es durch die Diskussionen doch zu einigen Ungereimtheiten gekommen ist. Ich vertraue auf das, was die Anwältin uns erzählt hat, trotzdem können gerade durch die noch sehr unklare Rechtslage bezüglich der sozialen Netzwerke auch unterschiedliche Meinungen unter den Experten entstehen. Ich hoffe, dass wir diese zügig aus der Welt räumen können. Sollte ich eine Antwort erhalten, lasse ich es euch natürlich wissen.
Jay Mixtape 23. Oktober 2017 um 22:47
Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt.
Aleshanee Tawariell 23. Oktober 2017 um 21:16
Ich hab durch Eva (Astis Hexenwerk) einen tollen Artikel auch über das Thema bei Skoutz gefunden, vielleicht ist das ja auch interessant :)
skoutz.de/rzensionen-auf-dem-blog-meinungsfreiheit-oder-schleichwerbung/
Aleshanee Tawariell 24. Oktober 2017 um 06:06
Hier ist auch noch ein Beitrag (von einem Rechtsanwalt)
https://www.54books.de/schleichwerbung/
Hier ein Zitat von Sarah Liske, die mir auf meiner FB Seite dazu geantwortet hat: "Da dies nicht der Absatzförderung dient, solange es weiterführende Informationen gibt (was bei den Autoren- und Verlagsseiten der Fall ist)" muss man es nicht kennzeichnen wenn man nur die Seiten erwähnt.
Es scheint da also verschiedene Meinungen zu geben und wie du oben schon gesagt hast, gibt es noch keinen speziellen Fall in dem Bereich.
Dunkelbunt 24. Oktober 2017 um 11:21
das Thema ist ja ganz schön heiß diskutiert und wirft einige Fragen auf. Ich danke dir für das Aufbereiten der Infos, der Post ist auf jeden Fall sehr hilfreich!
Unter deinem Post-Titel stehen ja die Tags, bei mir ist das auch so. Reicht es nicht eigentlich, dort einen Tag mit "Werbung" zu haben und das jedes Mal zu taggen? Vorausgesetzt natürlich da stehen nicht 20 oder mehr Tags, dann geht es natürlich unter. Weißt du was ich meine?
Marina Prokopp 24. Oktober 2017 um 13:02
Danke für den übersichtlichen Post!
Ich weiß noch nicht was ich machen werde und wie die Situation in Österreich ist.
Stephie 25. Oktober 2017 um 00:25
Ein sehr interessanter Beitrag, der mir aber nur noch klarer macht, wie albern ich diese Kennzeichnungspflicht bei Links finde. Links sind doch ein wesentlicher Bestandteil des Internets und dienen für mich in erster Linie der Information - bei mir wie auch bei anderen. Ich muss nicht darauf klicken, wenn ich nicht will, etc. Die Werbung im TV finde ich da deutlich penetranter und, wenn wir schon dabei sind, in Filmen erscheint auch nicht jedes Mal das Wort "Werbung" auf dem Bildschirm bzw. der Leinwand, wenn ein Auto beworben oder ein Mac zu sehen ist, etc. Aber, wie du schon sagtest, gibst du ja nur wissen weiter und was wir damit anfangen, liegt bei uns.
Als Juristin möchte ich, unabhängig vom Fachgebiet, noch einmal kurz anmerken, dass auch ein (!) Präzedenzfall nur bedingt Klarheit zu schaffen vermag, denn anders als beispielsweise in den USA basiert unser Rechtssystem ja gerade nicht auf Präzedenzfällen. D.h. bei uns darf jeder Richter selbst entscheiden und der eine kann das so sehen, der andere so. Anders wäre das bei einem BGH-Urteil, allerdings steht es auch den verschiedenen Senaten des BGH grundsätzlich frei, unterschiedliche Entscheidungen zu treffen, was in der Praxis gar nicht mal so selten vorkommt. Für Klarheit brauchst es also vielmehr eine Vielzahl an gleich lautenden Urteilen. :)
Ela Literaturliebe 25. Oktober 2017 um 07:49
danke für diesen tollen Beitrag. Das ist ja echt schwierig. Ich verlinke immer auf den Verlag eben - wie du schon sagst - um den Leser die Möglichkeit zu bieten sich einfach nochmal selbst zu informieren. Aber theroetisch müsste ich dann jede einzelne geschriebene Rezension als Werbung kennzeichen, auch wenn ich das Buch selbst gekauft habe. Das habe ich so richtig verstanden oder? Das ist ja mega ätzend ...
Trotzdem wie gesagt danke für den informativen Artikel :)
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Rezension: "Das Lied der Krähen"
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