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Timestamp: 2020-02-24 01:36:57+00:00

Document:
Trinkwasseruntersuchung 2019/2020
Trinkwasseruntersuchung nach Trinkwasserverordnung 2001
Labor: UIS Umweltinstitut synlab
Probenbezeichnung: Reinwasser - Periodische Untersuchung
Probenahme am: 28. März 2019
Vor Ort Parameter
Diese Parameter werden vor Ort bestimmt.
Aussehen (Farbe)
Ergebnis: farblos
Verfahren: visuell
Reines Wasser ist farblos. Die natürliche blaue Eigenfärbung des Wassers wird erst bei großer Sichttiefe erreicht.
Färbungen können durch verschiedene Wasserinhaltsstoffe verursacht werden. Eisen und Huminstoffe färben das Wasser z. B. gelblich oder braun. Kupfer und Algen verursachen eine grüne Färbung. Gefärbtes Wasser erweckt den Verdacht auf Verunreinigung durch Oberflächenwasser, z. B. nach starken Niederschlägen oder Hochwasser. Durch mikrobiologische und chemische und hydrogeologische Untersuchungen ist die Ursache zu prüfen.
Neben der organoleptischen (visuellen) Prüfung werden nach der Trinkwasserverordnung auch objektive Messverfahren eingesetzt, indem der spektrale Absorbtionskoeffizent bei 436 nm (Absorptionsmaximum typischer Wasserfärbungen)
Wassertemperatur vor Ort (t)
Ergebnis: 10,5
Verfahren: DIN 38 404-C4-2
Die Wassertemperatur wird von vielen Faktoren beeinflusst: Herkunft des Wassers, Standzeiten in Behältern und Rohrleitungen, Transportgeschwindigkeiten usw. Die Wassertemperatur hat einen großen Einfluss auf die allermeisten biologischen, chemischen und physikalischen Prozesse und ist deshalb auch für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung.
Trinkwasser wird als besonders appetitlich empfunden, wenn seine Temperatur zwischen 7 und 12°C liegt; bei Temperatur > 15°C schmeckt Wasser häufig schal und fade. Die Temperatur der Grundwässer beträgt in unserem Raum zirka 10°C; sie ist kaum jahreszeitlichen Änderungen unterworfen. Die Trinkwasserverordnung setzt einen Grenzwert von 25°C fest; sehr kalte Wässer unter 5-6°C werden beim Trinken nicht mehr als angenehm empfunden und können gesundheitsbeeinträchtigend wirken (Magen- Darm- Nierenstörungen).
Trübung (qualitativ)
Ergebnis: klar
Reines Wasser ist klar. Trübungen entstehen durch ungelöste feindisperse Stoffe, wie feinen Sand, Ton, Schluff, Eisen, Mangan, organische Stoffe und Abfallstoffe. Auch Zinkablösungen in verzinkten Eisenrohren der Hausinstallation können zu milchig-weißen Trübungen führen. Die relativ häufig auftretende milchige, nach dem Stehen des Wassers schnell verschwindende Trübung ist dagegen durch Übersättigung mit Luft verursacht, (das Wasser wird von unten nach oben klar). Plötzliche auftretende Trübungen bei Grund und Quellwasser sind ein Hinweis für das Eindringen von Niederschlagswasser, das ungenügend durch Bodenfiltration gereinigt ist.
Die Trübung wird photometrisch mit dem Trübungsmessgerät gegen eine Formazin-Standart-Suspension (als TE/F: Trübungseinheiten Formazin) gemessen. Trübstoffe lassen sich auch abfiltern und als Filterrückstand bestimmen. Vor allem beim Einsatz von Desinfektionsverfahren mit UV-Licht kommt es durch Trübung zur Beeinträchtigung der Desinfektion.
pH-Wert (vor Ort) pH T
Ergebnis: 7,3
Grenzwert: 6,5 - 9,5
Verfahren: DIN 38 404-C5
Der pH-Wert ist definiert als: Negativer dekadischer Logarithmus des Zahlenwertes der Aktivität des Hydroniumions in mol/l oder vereinfacht als „Maß für die Wasserstoffionenkonzentration. Die Angabe des negativen Logarithmus statt der Wasserstoffionenkonzentration selbst erfolgt aus Gründen der einfacheren Handhabung. Die Kontrolle des pH-Wertes ist wichtig, da der Einfluss auf alle chemischen und biologischen Vorgänge im Wasser erheblich ist. Die für die Trinkwasserversorgung genutzten Grundwässer werden in ihrem pH-Wert meist durch die Bodenpassage (CO2 der Bodenluft, Kontakt mit den Bodenmineralien) beeinflusst. Wässer aus Urgestein- und Bundsandsteinböden weisen meist niedrige pH-Werte, solche aus Gips- und Kalksteinböden meist höhere pH-Werte auf. Man empfindet den Geschmack als erfrischend, wenn der pH-Wert unter 7,5 liegt, das Wasser gleichzeitig kühl ist und eine hinreichende Menge an CO2 aufweist. Wasser mit einem pH-Wert von etwa 8 schmeckt häufig fade, bei noch höheren pH-Werten macht sich ein seifiger Geschmack bemerkbar.
Der pH-Wert in den zur Trinkwasserversorgung verwendeten Wässern ist direkt für den menschlichen Organismus unbedenklich. Indirekt können aber Gefährdungen dadurch entstehen, dass bei niedrigen pH-Werten es zu Korrosionserscheinungen in Rohrleitungen (verzinkten Stahl- und Kupferrohren) kommt und die Inhaltsstoffe dann in das Wasser übergehen könnten. Der pH-Wert darf nach der Trinkwasserverordnung weder unter 6,5 noch über 9,5 sein. Weiterhin darf bei metallischen oder zementhaltigen Werkstoffen – außer bei passiven Stählen – der pH-Wert des abgegebenen Wassers nicht unter dem pH-Wert der Calciumcarbonat-Sättigung liegen. Ein Absinken des pH-Wertes des Wassers unter diesen Sättigungswert bleibt bis zu 0,2 pH - Einheiten unberücksichtigt.
Sauerstoff, gelöst (09/10) O²
Einheit: mg/l
Ergebnis: --
Verfahren: DIN EN 25 814
Ein niedriger Sauerstoffgehalt ist nicht nur ein Hinweis auf reduzierende Inhaltstoffe, sondern er verhindert auch die Ausbildung passivierender (schützender) Schichten im Leitungssystem. Die Folge ist eine Lochfraßkorrosion. Sauerstoffarme Wässer enthalten oft hohe Gehalte an Eisen-, Mangan- und Arsen Ionen. Bei hohen Sauerstoffgehalten werden diese Ionen hingegen nicht im Wasser festgestellt.
Bei niedrigem Sauerstoffgehalt muss außerdem mit einer Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung gerechnet werden. Im Umkehrschluss lassen sich oft Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen durch Belüften entfernen.
Sauerstoffarme Wässer müssen zur Verwendung als Trinkwasser aufbereitet werden (Erhöhung des Sauerstoffgehalts).
Die Löslichkeit des Sauerstoffs im Wasser ist von der Temperatur abhängig. Zum Beispiel beträgt die Sauerstoffsättigung bei 20 ° C Wassertemperatur 9,2 mg/l.
Geruch (qualitativ)
Ergebnis: ohne
Verfahren: DEV B1/2
Der Geruch ist eine physikalisch-chemische Charakterisierung des Trinkwassers. Mineralstoffe und gelöste Gase wie Sauerstoff und Kohlensäure verleihen dem Wasser einen frischen Charakter und tragen zu seinem Wohlgeschmack bei. Ein eventuell vorliegender Geruch kann nicht nur Güte und „Appetitlichkeit“ eines Trinkwassers beeinträchtigen, sondern unter Umständen auch auf eine Trinkwasserverunreinigung hindeuten. Geruchsbildende Stoffe natürlichen Ursprungs sind beispielsweise Schwefelwasserstoff, Huminstoffe und Eisen; anthropogen verursachte geruchsbildende Stoffe können z. B. Phenole, Mineralölprodukte, Kalilaugen, Chlor und Lösemittel sein.
Da es sich beim Geruch um eine Sinneswahrnehmung handelt, ist diese bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Geruchssinn empfindlicher Personen ist manchmal in der Lage, Stoffe wahrzunehmen, die in dieser Konzentration analytisch noch nicht fassbar sind. Aufgrund verschiedener chemisch-physikalischer Vorgänge, ist der Geruch meist von der Wassertemperatur abhängig. Für die Messung des Geruchsschwellenwertes wurden deshalb auch zwei Messtemperaturen festgelegt (12 und 25 °C). Geruchsbelastungen sollten aber in jedem Fall durch entsprechende Analytik abgeklärt und die Ursache identifiziert werden.
Leitfähigkeit (20°C) vor Ort
Einheit: µS/cm
Ergebnis: 585
Grenzwert: 2500
Verfahren: DIN EN 27 888
Die elektrische Leitfähigkeit ist ein Maß für den Gehalt an gelösten Salzen (Ionen, Elektrolyte) im Trinkwasser, gemessen in µS/cm. Eine Veränderung der normalerweise im unbeeinflussten Wasser stabilen Leitfähigkeit ist ein erster wichtiger Hinweis auf eine Verunreinigung desselben z.B. durch Salze (Erhöhung der Leitfähigkeit) oder durch Niederschlagswasser über oberflächennahe Einwirkung (Erniedrigung).
Die Gesamtheit der nicht flüchtigen, gelösten und ungelösten Wasserinhaltsstoffe wird als Abdampfrückstand bestimmt. Die Leitfähigkeit ist ein Summenparameter und gibt keine Aussage über einzelne Wasserinhaltsstoffe.
Mikrobiologische Parameter nach Anlage 1 Teil I zu § 5 Abs. 2 TrinkwV
Mikrobiologische Anforderungen nach Trinkwasserverordnung Anlage 1 Teil I (Allgemeine Anforderungen an Wasser für den menschlichen Gebrauch)
Einheit: in 100 ml
Grenzwert: 0
Verfahren: Colilert
Einer der wichtigsten Aspekte bei der Beurteilung der Wasserqualität ist die Frage nach der Anwesenheit von Krankheitserregern.
Das Darmbakterium Escherichia coli ( Benannt nach dem deutschen Kinderarzt Theodor Escherich ) vermehrt sich ebenso wie Viren und die meisten krankheitserregenden Bakterien nur im Körper von Warmblütern, nicht aber im Boden oder in der Wasserversorgungsanlage. Der Eintrag von Krankheitserregern in die Brunnen erfolgt beinahe ausschließlich durch fäkalienhaltiges sogenanntes Oberflächenwasser. Der Nachweis des Darmbakteriums Escherichia coli zeigt folglich eine Kontamination des Wassers mit Fäkalien an. Dabei sind die häufigsten Vertreter des E.coli selbst harmlos und als Symbiont in unserer Darmflora unverzichtbar. Bei dem Versuch, gefährliche Keime wie Salmonellen, Streptokokken im Labor nachzuweisen, werden diese jedoch regelmäßig von den im Übermaß vorhandenen E.coli überwuchert, der Nachweis der Krankheitserreger selbst ist oft sehr umfangreich. Durch die langjährigen Erfahrungen mit den Krankheitserregern spart man sich den differenzierenden und methodisch schwierigen Nachweis diverser Schadkeime und benutzt E.coli als Indikator für das Risiko. Weitere in der Trinkwasserverordnung aufgeführte Indikatoren für eine fäkale Verunreinigung sind Enterokokken, Clostridium Perfringens und in der Aussagekraft eingeschränkt auch Coliforme Bakterien. Auch wenn bei diesen Bakterien das Indikatorprinzip angewendet wird, gelten sie nicht als Indikatorparameter im Sinne der Trinkwasserverordnung , da ihre Anwesenheit auf eine mögliche Gesundheitsgefahr hinweist.
Die Grenzwerte für bakterielle Werte liegen bei 100 „ Koloniebildenden Einheiten“ (KbE) je Milliliter für die Gesamtzahl, E.coli, Enterokokken und coliformen Bakterien dürfen in 100 ml Wasserprobe nach einem Anreicherungsverfahren nicht nachweisbar sein.
Verfahren: ISO 7899-2
Chemische Parameter nach Anlage 2 Teil I zu § 6 Abs. 2 TrinkwV
Chemische Parameter, deren Konzentration sich im Verteilungsnetz einschließlich der Hausinstallation in der Regel nicht mehr erhöht.
Einheit: µg/l
Ergebnis: < 0,3
Grenzwert: 1
Verfahren: DIN 38 407-F9-1
Chrom, gesamt Cr
Ergebnis: < 0,001
Grenzwert: 0,05
Verfahren: DIN 38 406-29
Chrom (Cr) wird zur Herstellung von Edelstählen, in der Galvanik, Farbherstellung (Keramik), zu Gerben (Chromate) und als Holzbeizmittel verwendet. Das 3-wertige Chrom ist für den Menschen essentiell und wenig toxisch. Höhere Konzentrationen von Chrom bzw. Chromaten insbesondere der 6-wertigen Form im Wasser können vor allem Magen-Darm-Störungen (Kolitis u.a.) verursachen. Bei Hautkontakten sind Kontaktekzeme möglich. Das 6-wertige Chrom wirkt außerdem (mutagen) und cancerogen.
Fluorid F
Ergebnis: 0,24
Grenzwert: 1,5
Verfahren: DIN EN ISO 10 304-1
Fluorid kommt natürlicherweise in Wässer vor, die mit fluridhaltigen Mineralien (Flussspat, Apatit, Turmalin, Glimmer, vulkanische Gesteinen) in Berührung kamen.
Wegen seiner kariesmindernden Wirkung werden in verschiedenen Staaten Trinkwasserfluoridierungen zur Kariesprophylaxe (versuchsweise oder dauernd) angewandt. Dies wird in der Bundesrepublik Deutschland aus verschiedenen Gründen abgelehnt, wobei der Grundsatz Zusätze zum Trinkwasser soweit als möglich zu unterbinden, an erster Stelle steht. Zu hohe Fluoridgehalte im Trinkwasser führen zu gelblich-braun gesprenkelten Zähnen (Fluorose), Chronische Fluorid-Vergiftungen bis zur Entwicklung schwerer Knochendeformitäten (Osteoklerose) sind bekannt.
Grenzwert: 0,01
Selen gehört zu den selteneren Elementen; es kann bei der Öl- und Kohleverbrennung, sowie bei der Erzverhüttung freigesetzt werden. Häufig ist ein Zusammenhang zwischen Staubemissionen und Gewässerbeschaffenheit zu beobachten. Eine weitere Quelle können industrielle Abwässer sei.
Als Spurenelement soll es eine tumorhemmende Wirkung haben. Der tägliche Selenbedarf des Menschen wird mit 0,05 bis 2 mg angegeben. In höheren Dosen kann es jedoch toxisch wirken. Die Krankheitserscheinungen sind vorwiegend Missbildungen des Knochengerüsts, Gewichtsabnahmen und Haarausfall. Selenvergiftungen über das Trinkwasser dürften kaum vorkommen, da bei hohen Selengehalten das Trinkwasser nach Knoblauch riechen würde.
Ergebnis: < 0,01
Verfahren: DIN EN ISO 11885
Bor kommt als natürlicher Spurenstoff in Gesteinen sehr selten vor. Eine erhöhte Konzentration ist meist ein Hinweis auf eine Belastung des Wassers durch Dünger, aber vor allem durch häusliches Abwasser mit hohem Waschmittelanteil (Perborate) oder Deponiesickerwässer. Für den Menschen sind Perborate nur sehr schwach giftig, sie besitzen aber eine deutliche ökotoxische Wirkung (z.B. auf Fische). Eine Reduzierung des Perborat Einsatzes in den Waschmitteln bzw. eine Vermeidung seiner Ableitung in die Vorfluter wäre zweckmäßig, da Bor-Verbindungen in Gewässern und bei der Bodenpassage nur geringe Veränderung erfährt.
Cyanid, gesamt CN
Ergebnis: < 0,005
Verfahren: DIN 38 405-D14-1
Normalerweise ist im Trinkwasser nicht mit Cyaniden zu rechnen. Diese hochgiftige Substanz kann vor allem aus industriellen Abwässern (Galvanik, Kokereien, Gaswerk, Hüttenwerke (Gold und Silbergewinnung), Chemische Industrie bei Bränden (Bettfedern) und Altablagerungen) in das Trinkwasser gelangen. Hochgiftig sind die einfachen Cyanide z.B. KCN und instabile Komplexverbindungen.
Sie wirken vor allem als schnelles Gift auf die Zellatmung. Die tödliche Dosis beträgt beim Menschen zwischen 0,5 und 1 mg/kg Körpergewicht.
Nitrat NO³
Ergebnis: 0,22
Grenzwert: 50
Ein erhöhter Nitratwert ist normalerweise ein Hinweis auf eine Verunreinigung aus Mineraldünger, durch organische Stoffe (z.B. aus Gülle, Jauche, Abwasser) seltener auch Luftschadstoffen. Nitrat kann auch, normalerweise in Spuren in natürlichen Gewässern vorkommen.
Nitrat selbst ist relativ ungiftig. Nur in höheren Konzentrationen kommt es zu Wirkungen auf die Darmschleimhaut und die Schilddrüse. Durch Umwandlung zu Nitrit, das sich im Körper oder außerhalb des Körpers z.B. durch Bakterien im Wasser und in Lebensmitteln, bilden kann, wird es besonders für Säuglinge zu einem Atemgift, indem es die Sauerstoffaufnahme des Hämoglobins blockiert. Die Folge ist eine Methämoglobinämie bis hin zu einer Blausucht (Zyanose) durch Atemnot. Außerdem kann Nitrit mit bestimmten Aminen krebserregende Nitrosamine bilden.
Der Grenzwert für Nitrat ist nach der Trinkwasserverordnung 50 mg/l.
Tetrachlorethen und Trichlorethen (Summe)
Ergebnis: 0,1
Grenzwert: 10
Verfahren: DIN EN ISO 10 301 (2)
Organische Chlorverbindungen
Das Vorkommen von organischen Chlorverbindungen ist auf ihre verbreitete Verwendung im häuslichen, gewerblichen und industriellen Bereich (z. B. als Lösemittel zur Entfettung und chemischen Reinigung, als Extraktionsmittel, sowie als Zwischenprodukt für chemische Synthesen) zurückzuführen.
Es handelt sich hierbei um eine Stoffgruppe, für die zur Trinkwasserbeurteilung eine Auswahl an Einzelstoffen getroffen wurde: 1,1,1-Trichlorethan, Tri- und Tetrachlorethen, Di- und Tetrachlormethan. Für die genannten Stoffe sind in Langzeitstudien kanzerogene Eigenschaften beschrieben, so dass durch entsprechende Trinkwassergrenzwerte eine möglichst geringe Belastung und ein sorgfältiger Umgang mit diesen Stoffen erreicht werden soll.
1.2-Dichlorethan
Einheit: ug/l
Grenzwert: 3
Ergebnis: < 0,0001
Grenzwert: 0,001
Verfahren: DIN EN 12 338 (2)
Quecksilber (Hg) gelangt über Abfälle, Katalysatoren (Chlor-Alkali-Elektrolyse), Leuchtstoffröhren, Akkumulatoren, Amalgam, Desinfektionsmittel, Thermometer, elektronische Bauteile und früher auch über Saatbeizmittel und Holzschutzmittel (Imprägnierung von Eisenbahnschwellen) in die Umwelt. Es verursachte in den 50er und 60er Jahren in Japan eine Massenvergiftung, die Minamatakrankheit, die bis heute 2.000 Todesopfer forderte. Dabei wurde Hg im Abwasser durch Bakterien methyliert (Giftung) und gelangte über die Fische in die menschliche Nahrungskette. Symptome der chronischen Vergiftung sind v. a. Nerven- und Hirnschäden mit Hör-, Seh- und Bewegungsstörungen, Lähmungen, Immunschäden sowie Embryonalschäden. Außerdem treten durch Hg-Salz schwere Nierenschäden auf.
Ergebnis: < 0,1
Chemische Parameter nach Anlage 2 Teil I zu § 6 Abs. 2 TrinkwV - Pestizide
Unter dem Begriff Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel werden ca. 300 ( von der Biologischenanstalt für die Bundesrepublik zugelassene) unterschiedliche Wirkstoffe zusammengefasst, von denen es wiederum 1000 verschiedene Handelsprodukte gibt. Sie kommen vorrangig zum Einsatz zur Unkrautvernichtung ( Herbizide ), Insektenbekämpfung ( Insektizide ) und Pilzvernichtung ( Fungizide ), aber auch gegen Milben ( Akarizide ), Schnecken ( Molluskizide ) u. a.
Üblich ist für einen Teil der PBSM auch die Sammelbezeichnung Pestizide. In der Bundesrepublik wurden jährlich etwa 30000 t PBSM auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche aufgebracht, durchschnittlich 2,5 kg/ha im Jahr, vorrangig zur Unkrautbekämpfung, aber gebietsweise auch Wachstumsregler ( z. B. Chlormequat ). Entgegen früheren Ansichten weiß man heute, dass viele Wirkstoffe der PBSM und ihre Metaboliten ( Abbauprodukte ) aufgrund ihrer Wirkdauer und Mobilität und der hohen Aufbringmengen leicht in das Grundwasser gelangen. Dabei ist bisher erst die Hälfte der Wirkstoffe in dem interessierenden niedrigen Konzentrationsbereich ( < 1 µg/l ) analytisch sicher erfassbar; bei den Metaboliten ist die Situation noch ungünstiger.
Die verschiedenen Wirkstoffe der PBSM sind hinsichtlich ihrer Toxizität für den Menschen außerordentlich unterschiedlich einzuschätzen. Die Grenzwerte sind deshalb in vielen Fällen nicht gesundheitlich begründet, sondern haben die Zielsetzung die Gewässer von solchen Stoffen freizuhalten. In Trinkwasserschutzgebieten dürfen deshalb keine Pflanzenschutzmittel angewandt werden, wenn diese in Grund- und Oberflächenwasser übergehen und dort lange wirken können.
Ergebnis: < 0,02
Grenzwert: 0,1
Verfahren: DIN EN ISO 11 369 (F 12) (UST)
Desethylterbutylazin
Propazin
Cyanazin
Desisopropylatrazin
Sebutylazin
Desethylatrazin
Hexazionon
Chemische Parameter nach Anlage 2 Teil II zu § 6 Abs. 2 TrinkwV
Chemische Parameter, deren Konzentration im Verteilungsnetz einschließlich der Hausinstallation ansteigen kann.
Antimon Sb
Blei Pb
Grenzwert: 0,025
Blei kann bei täglicher Aufnahme von wenigen Mikrogramm bei Kindern chronische Vergiftungen mit Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Nervosität und Störungen der geistigen Entwicklung verursachen, während höhere Konzentrationen zu akuter „ Bleivergiftung „ mit Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Nierenversagen, Leberschäden und „Bleisaum“ an den Zähnen führen.
Es kann aus Altablagerungen, Farbpigmenten und Straßenrückständen in das Grund- und Oberflächen- oder Trinkwasser gelangen.
In Grundwässern kommt Blei aufgrund seiner geringen Löslichkeit nur selten in merklichen Mengen vor. Deutlich erhöhte Gehalte in Trinkwasser sind zumeist auf Bleirohre zurückzuführen, wie sie vor allem in der Hausinstallation Anwendung fanden. Bei ungünstigen Randbedingungen, wie langer Sandzeit des Wassers, wenig gepuffertem und stark kohlensäurehaltigen Wasser, langen Bleileitungen, sind schon Konzentrationen gemessen worden, die den Grenzwert fast um das 10fache überschritten. Für neue Trinkwasserleitungen dürfen deshalb Bleirohre nicht mehr verwendet werden.
Grenzwert: 0,02
Nickel (Ni) wird vor allem in der Metallindustrie (Vernickelung und Herstellung von Edelstählen und Akkumulatoren oder Farben) verwendet. Eine weitere wichtige Quelle ist die Verbrennung von Erdöl. Eisen enthält geogen bis 10% Nickel als Begleitmetall. Im sauerstoffreichen Wasser (oxischen Milieu) ist Eisen in der 3-wertigen Form immobil (unlöslich), während Ni²+ gut löslich ist. Gelöstes Nickel ist in dem im Trinkwasser üblichen Konzentrationen ungefährlich. Bei erhöhten Konzentrationen treten Darmbeschwerden und ev. Hirnschäden auf. Die allergische Wirkung von Nickel im Hautkontakt ist im Trinkwasser oft diskutiert und ist umstritten.
Verfahren: GC/MS
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (Summe)
Zu den PAK gehören mehrere hundert Verbindungen, deren Grundkörper aus zwei oder mehr Benzolringen besteht. Ein Teil von ihnen wirkt krebserregend.
Zur Bewertung eines Wassers wird auf 6 Verbindungen untersucht, die relativ leicht nachweisbar sind und von denen mindestens vier Cancerogene sind. Es sind dies: - Fluoranthen, Benzo-(b)-Fluoranthen, Benzo-(k)-Fluoranthen, Benzo-(a)-Pyren, Benzo-(ghi)-Perylen und Indeno-(1,2,3-cd)-Pyren. Die PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung organischen Materials und kommen in Autoabgasen, Teer, Ruß, Zigarettenrauch und in Abgasen aus der Verbrennung fossiler Energieträger vor, viele dieser Verbindungen sind weltweit verbreitet. In Lebensmitteln entstehen PAK beim Räuchern und Grillen. Obwohl die PAK Aufnahme beim Menschen zu rund 99% über die Nahrung und bis zu 1% über die Luft und nur 0,1 – 0,3% über das Trinkwasser erfolgt, ist man bestrebt, auch diese Aufnahme zu minimieren.
Fluridanthen
Verfahren: DIN 38 407-F8 (ULE)
Trichlormetan (Chloroform)
Ergebnis: < 0,03
Tribrommethan (Bromoform)
Arsen (As) wurden früher in Medikamente und Farben (Schweinfurter Grün), Kampfstoffen, und Pestiziden verwendet. Heute sind die wichtigsten Quellen die Deponiesickerwässer und die Halbleiterherstellung.
Einige Wasservorkommen (z.B. in Mittelfranken) mit sauerstoffarmen Wässern enthalten geogene (natürliche) Arsenkonzentrationen.
Massenvergiftungen durch Arsen im Trinkwasser wurden immer wieder beschrieben, so bei über 100.000 Menschen in Chile, Taiwan und Bangladesch am Ganges-Delta. Möglicherweise war auch die Haffkrankheit (am Kurdischen Haff) durch arsenbelastete Fische verursacht. Die Folgen dieser chronischen Vergiftung waren Durchblutungsstörungen, Hyerkeratosen ( Hornhautwucherungen an Händen und Füßen). Darüber hinaus werden durch Arsen Magen-Darmstörungen verursacht und bei chronischer Aufnahme geringer Mengen von Arsen (täglich etwa 1mg/kg Körpergewicht) traten bestimmte Karzinome (v. a. Hautkrebs) deutlich häufiger auf.
Organische Arsenverbindungen sind wie die organischen Quecksilberverbindungen wesentlich giftiger.
Cadmiun Cd
Grenzwert: 0,005
Cadmium kann im menschlichen Körper schwere Nierenschäden hervorrufen und ev. Schleimhautschäden, Eisenmangelanämien und Atemwegserkrankungen, da es sich dort anreichert. In die Gewässer kann Cadmium durch Abwässer der eisenveredelnden Industrie, aus Zinkhütten, Galvanisierbetrieben, Beizerein, Klärschlämmen und Deponien gelangen, wenn die Abwässer nicht ausreichend behandelt worden sind. Aber auch über die Atmosphäre erfolgt ein Eintrag, vor allem aus Feuerungs- und Müllverbrennungsanlagen. Eine Erhöhung der Konzentration im Trinkwasser kann durch verzinkte Hausinstallationen verursacht werden. (siehe Zink)
Nitrit NO²
Grenzwert: 0,5
Verfahren: DIN EN 26 777
Verunreinigungen des Trinkwassers durch Nitrit und Ammonium deuten auf eine akute, frische organische Verunreinigung hin (z.B. durch Fäkalien, Abwasser). Es besteht dann immer auch der Verdacht auf mikrobiologische Belastung. Nitrit kann durch chemische Reduktion aus Nitrat entstehen. Es ist wesentlich giftiger als Nitrat ( siehe auch Nitrat ).
Ammonium kann vor allem bei Desinfektion mit Chlor zur Bildung von Desinfektionsnebenprodukten ( Chloramine ) führen. Geruchsbeeinträchtigungen (der typische „Schwimmbadgeruch“) sind die Folge.
Ammonium kann aber auch (selten) natürlich in Wässern mit weinig oder keinem Sauerstoff vorkommen.
Bromdichlormethan
Verfahren: DIN EN 14207
Ergebnis: < 0,002
Ergebnis: 0,00296
Grenzwert: 2
Einerseits ist Kupfer ein essentielles Spurenelement für den Menschen, andererseits können besonders bei Säuglingen aber durch Kupfer im Trinkwasser in Konzentrationen von wenigen mg/l akute Vergiftungen mit Erbrechen, Leberschmerzen etc. auftreten und als weitere Folge Leberschäden. Hohe Kupferkonzentrationen im Trinkwasser können insbesondere in Einzelwasserversorgungen mit Stagnationswasser und relativ saurem Wasser (pH<6,5) und Kupferleitungen festgestellt werden. Bei älteren Kupferleitungen sind die Kupfergehalte deutlich niedriger als bei neuen In Oberfächenwasser kann Kupfer durch Abwässer der Kupferverarbeitenden Industrie kommen, auch die Anwendung von Kupferverbindungen zur Algenbekämpfung kann den Kupfergehalt lokal erhöhen. Kupfer ist auch ein Fischgift.
Polycycl. Aromat. KW (Summe nach TrinkwV)
Trihalogenmethane (Summe TrinkwV)
Dibromchlormethan
Vinylchlorid im Trinkwasser
Ergebnis: < 0,2
Verfahren: DIN 38 413-P2 (UWE)
Indikatorparameter nach Anlage 3 zu §7 Trinkwv
Indikatorparameter sind Anzeigeparameter die einen Rückschluss auf den Zustand oder Funktion der Aufbereitung zu lassen.
Grenzwert: 0,2
Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste, das die meisten natürlichen Wässer enthalten (0,01 bis 0,1 mg/l). In ungepufferten Oberflächengewässer (in kalkfreien Landschaften) kann es durch saure Niederschläge zu deutlich höheren Gehalten ( 0,02 – 3,5 mg/l ) kommen. Neben einer toxikologischen Wirkung auf Tiere und Pflanzen in versauten Gewässern, hat Aluminium in neuster Zeit im Hinblick auf die Gefährdung von Dialysepatienten stark an Bedeutung gewonnen. Es wird auch ein Zusammenhang mit dem Auftreten der Alzheimer Krankheit behauptet.
Die Festlegung des Grenzwertes für Trinkwasser auf 0,2 mg/l hat vor allem ästhetische – sensorische Gründe, da für den Verbraucher spürbare Trübungen im Trinkwasser bereits ab 0,1 mg/l auftreten können.
Eisen(II)ionen sind in geringen Konzentrationen lebensnotwendiges Spurenelement (sorgt für Sauerstofftransport im Körper). Sie bewirken im Wasser vor allem bei Anwesenheit von Sauerstoff aber Trübungen, Färbungen und Geschmacksbeeinträchtigungen. Neben natürlichen Ursachen sind Eisenausfällungen (rostbraunes Wasser) auf Korrosion und Rostbildung in der Rohrinstallation zurück zuführen. An diesem Prozess können auch Bakterien beteiligt sein, die sogar Rohrverstopfungen verursachen können (Verockerung durch Eisenoxide durch Oxidation von Fe2+ zu unlöslichen Fe3+ bzw. Fe(III)oxid).
Eisenausfällungen verursachen selbst keine Gesundheitsrisiken, sie haben jedoch negative Auswirkungen auf das Wasser (Färbung, rotbraune Niederschläge, Rostflecken auf der Wäsche) und weisen auf möglicherweise weitere gesundheitsschädliche Korrosionsprodukte aus dem Leitungssystem hin, wie Kupfer, Zink, Blei, die v. a. aus häuslichen Installationen stammen. Hohe Gehalte an Eisen Ionen und hohe Sauerstoffgehalte in Wässern schließen sich gegenseitig aus.
Geschmack (qualitativ)
Der Geschmack ist eine physikalisch-chemische Charakterisierung des Trinkwassers. Trinkwasser soll frisch, nicht fad, tintig, sauer, süß, bitter und salzig schmecken. Ein Gehalt an Mineralöl oder Benzin in einer Verdünnung von 1: 250 000 macht ein Wasser ungenießbar, in einer Verdünnung von 1: 1000 000 ist er noch wahrnehmbar. Ein höherer Gehalt an freier Kohlensäure schmeckt angenehm. Ein Gehalt an Huminsäure ( Moorwasser), Eisen und Mangan gibt dem Wasser tintigen Geschmack, ein höherer Gehalt an Chloriden salzigen Geschmack, seuchenhygienisch ist dies zwar nicht bedenklich, die Appetitlichkeit des Wassers wird aber dadurch beeinträchtigt, außerdem sind Verschlammungen und Verkrustungen der Rohrleitungen zu erwarten. Das Geschmacksempfinden hängt sehr wesentlich von der Gewöhnung ab. Wenn im allgemeinen Oberflächenwasser mit einem höheren Eisengehalt genossen wird, kann ein Wasser mit einem niedrigen Eisengehalt den Geschmack des Kaffees verändern, da das Eisen den Brühvorgang beeinflusst.
Grenzwert: 100
Verfahren: TrinkwV (2001) Anl. 5.1
TOC (organ. geb. Kohlenst., gesamt)
Ergebnis: < 0,5
Verfahren: DIN EN 1484
Neben den in der Trinkwasserverordnung mit Grenzwerten versehenen Parametern für organische Stoffe sind in der wasseranalytischen Praxis weitere Parameter üblich, die teils von höherer Rangigkeit für das erkennen und Beurteilen organischer Verunreinigungen sind. Da die genäherte Erfassung der organischen Stoffe mittels Summen- und Gruppenparameter oft weniger aufwendig und teils leichter automatisierbar ist, als die Bestimmung der sehr zahlreichen unterschiedlichen organischen Einzelstoffe, werden diese Parameter auch gern zur Kontrolle und Bewertung herangezogen.
Der TOC ( Total Organic Carbon ) in mg/l C umfasst den gesamten organisch gebundenen Kohlenstoff, also den echt gelösten, kolloidalen und suspendierenden Anteil, der im Wasser vorhandenen organischen Stoffe. Die EU-Richtlinie von 1998 sieht den TOC als Indikatorparameter vor, ohne aber einen Maximalwert vorzugeben.
Trübung (quantitaiv) Gemäß §14 Abs.1 Punkt 5, Satz 3
Einheit: FNU
Ergebnis: 0,07
Verfahren: DIN EN ISO 7027
Reines Wasser ist klar. Trübungen entstehen durch ungelöste feindisperse Stoffe, wie feinen Sand, Ton, Schluff, Eisen, Mangan, organische Stoffe und Abfallstoffe. Auch Zinkablösungen in verzinkten Eisenrohren der Hausinstallation können zu milchig-weißen Trübungen führen. Die relativ häufige auftretende milchige, nach dem Stehen des Wassers schnell verschwindende Trübung ist dagegen durch Übersättigung mit Luft verursacht (das Wasser wird von unten nach oben klar). Plötzliche auftretende Trübungen bei Grund und Quellwasser sind ein Hinweis für das Eindringen von Niederschlagswasser, das ungenügend durch Bodenfiltration gereinigt ist.
Die Trübung wird photometrisch mit dem Trübungsmessgerät gegen eine Formazin-Standart-Suspension (als TE/F: Trübungseinheiten Formazin) gemessen. Trübstoffe lassen sich auch abfiltern und als Filterrückstand bestimmen.
Vor allem beim Einsatz von Desinfektionsverfahren mit UV-Licht kommt es durch Trübung zur beeinträchtigung der Desinfektion.
Ergebnis: 87,5
Die Ionen von Calcium und Magnesium sind die bedeutendsten Kationen im Trinkwasser. Sie sind die Ursache der Härte ( Gesamthärte ) und spielen eine entscheidende Rolle als Puffer im Wasser.
Die im Wasser üblichen, normalerweise geogen verursachten Gehalte sind vor allem bei Magnesium aus ernährungsphysiologischer Sicht sogar erwünscht.
Calcium ist der wichtigste Mineralstoff für Kochen und Zähne. 99 Prozent des im Körper enthaltenen Calciums sind im Skelett gespeichert. Magnesium ist besonders wichtig für Muskeln und Knochen. Ein Mangel macht sich manchmal durch Krämpfe bemerkbar. Es kommt in fast allen Zellen unseres Körpers vor und ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt (z.B.: Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel).
Wasser mit hoher Härte scheidet vor allem nach Erwärmung die Erdalkaliionen bei entsprechendem Gehalt an Hydrogencarbonat, als Carbonate ab. Es entsteht Kesselstein.
Ammonium NH4
Verfahren: DIN 38 406-E 5 (UWE)
Spektr. Absorbtionskoeff. 436
Einheit: 1/m
Verfahren: DIN EN ISO 7887
Koloniezahl bei 20 °C n.44h
Einheit: in 1 ml
Verfahren: TrinkwV (1990) Anl. 1.5
Die Koloniezahl /Gesamtkeimzahl ist eine unspezifische Größe bei der mikrobiologischen Untersuchung von Trinkwasser. Sie gibt an, wie viele Mikroorganismenkolonien sich auch einem für diesen Zweck normierten Agar-Nährboden im Verlauf von 48 Stunden bei einer geregelten Bebrütungstemperatur von 22 bzw. 37 °C bilden, wenn man 1 ml Wasserprobe auf oder in den Nährboden verteilt.
Der Nährboden ist darauf ausgelegt, eine möglichst breite Auswahl verschiedener Mikroorganismenarten wachsen zu lassen, damit sind sie Anzeiger für eine organische Belastung im Wasser.
Die beiden Bebrütungstemperaturen (22 °C und 36 °C) werden angewendet, weil man in dem einen Kulturansatz ( bei 22 °C ) die Mikrooganismenarten, die frei in der Umwelt leben, bevorzugen will, im Kulturansatz ( bei 36 °C ) solche, die mit Fäkalien aus dem Darm warmblütiger Tiere assoziiert sind. Aus dem Unterschied der beiden Ergebnisse werden Rückschlüsse auf den Anteil der mit Fäkalien eingetragenen Mikroorganismen gezogen.
Nach der Trinkwasserverordnung gilt ein Grenzwert von 100 KbE/ml („Koloniebildende Einheiten je Milliliter“) für leitungsgeführtes Trinkwasser aus Brunnen.
Ein Mineralwasser darf mit dem Zusatz „Geeignet für Zubereitung von Säuglingsnahrung“ werben, wenn folgende chemische Werte nicht überschritten werden. :
Mineralwasser Trinkwasser der Gemeinde
Nitrat: 10 mg/l < 0,5 mg/l
Nitrit: 0,02 mg/l 0,004 mg/l
Natrium: 20 mg/l 5,7 mg/l
Fluorid: 0,7 mg/l 0,33 mg/l
Sulfat: 240 mg/l 33 mg/l
Arsen: 0,005 mg/l < 0,001 mg/l
Mangan: 0,05 mg/l < 0,003 mg/l
Außerdem fordert die Verordnung die Einhaltung strenger mikrobiologischer Grenzwerte.
coli: 0 0
Enterokokken 0 0
Coliforme 0 0
Mangan, gesamt Mn
Ergebnis: < 0,003
Mangan ist in der Natur häufig mit Eisen vergesellschaftet, wobei fast überall der Mangangehalt niedriger ist als der Eisengehalt. Mangan ist relativ ungiftig und ein wichtiges Element für den menschlichen Organismus.
Nur die chronische Aufnahme von Mangan in relativ hohen Konzentrationen führt vor allem bei Säuglingen und Kindern zu Nerven- und Hirnschäden, die Parkinson-ähnliche Symptome zeigen. Ein Manganmangel ist häufiger die Ursache von Erkrankungen als eine Manganvergiftung. Daher ist das Vorkommen von Mangan im Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich.
Es beeinträchtigt jedoch, ähnlich wie Eisen den Geschmack. Zudem verursacht es Flecken auf der Wäsche, bildet Trübungen und führt zu Ausfällungen von Braunstein in Rohrleitungen und Korrosion in Stahlleitungen kann die Folge sein.
Die für das Trinkwasser festgelegten Grenzwerte orientieren sich an diesen Störungen, nicht an der gesundheitlichen Bedeutung des Elements.
Oxidierbarkeit (Mn VII-> Mn II) O²
Grenzwert: 5
Verfahren: DIN EN ISO 8467
Der Summenparameter Oxidierbarkeit dient als Maß für die organische Stoffbelastung eines Wassers. Reine Quell- und Grundwässer weisen meist eine Oxidierbarkeit von 1-2 mg/l (angegeben als Sauerstoff) und weniger auf. Reine Oberflächenwässer liegen häufig zwischen 2 und 3 mg/l, mäßig verunreinigte Flüsse zwischen 5 und 9 mg/l, stark verunreinigte Flüsse zwischen 25 und 40 mg/l. Manchmal gibt es auch huminstoffhaltige Grundwässer mit einer Oxidierbarkeit von > 25 mg/l.
Einheit: mmol/l
Ergebnis: 0,705
Verfahren: DIN 38 409-H 7-4-1
Chlorid Cl
Ergebnis: 7,03
Grenzwert: 250
Sulfat und Chlorid gehören zu den natürlichen Wasserinhaltsstoffen, die in niedrigen Konzentrationen den Geschmack des Wassers positiv beeinflussen. Erst bei höheren Konzentrationen kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und zu Korrosion. Während erhöhte Chloridkonzentrationen das Wasser ungenießbar machen und erhöhten Blutdruck (siehe auch Natrium) verursachen können, verursachten höhere Sulfatwerte eine abführende Wirkung. Sulfat und Chloridbelastungen können durch natürliche, „geogene“ Ursachen bedingt sein ( Salz- und Gipslagerstätten). Andererseits können in reduzierenden (sauerstoffarmen) Wässern auch aus Sulfaten Sulfide entstehen, die dann durch einen Schwefelwasserstoffgeruch erkennbar sind. In der Regel sind erhöhte Belastungen auf Abwässer, Deponiesickerwässer oder Wintersalzung (Chlorid) von Straßen zurückzuführen. Speziell bei der Wintersalzung lässt sich auch die zeitliche Verzögerung beobachten, bis Verunreinigungen ins Trinkwasser gelangen. Dies äußert sich auch in einer erhöhten Leitfähigkeit.
Geruchsschwellenwert bei 12 °C
Koloniezahl bei 36 °C n.44h
Ergebnis: 5,17
Grenzwert: 200
Die Ionen von Natrium und Kalium sind im allgemeinen natürliche, für den Menschen lebensnotwendige Wasserinhaltsstoffe, die an wichtigen Stoffwechselreaktionen beteiligt sind. Zusammen mit Chlorid und Kalium reguliert Natrium den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt. Es befindet sich zu 98% außerhalb der Zelle und beeinflusst die Funktion der Membranen. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle für die Muskeln und den Blutdruck. Kalium befindet sich in der Zelle.
Neben geogenen Ursachen kann besonders Natrium auch durch menschliche Aktivitäten in das Grund- und Oberflächenwasser gelangen. Eine wichtige Quelle ist dabei der Eintrag von NaCl in das Wasser. Das natürliche Verhältnis im Süßwasser von Natrium zu Kalium beträgt im allgemeinen 4 zu 1 Natrium, besonders in Verbindung mit Chlorid wird es für eine Erhöhung des Blutdrucks bei Kindern und Erwachsenen verantwortlich gemacht. Allerdings sind die Untersuchungsergebnisse widersprüchlich.
Für die Aufnahme von Natriumionen ist das Trinkwasser gegenüber anderen Quellen von geringer Bedeutung.
Sulfat SO4
Ergebnis: 27
Grenzwert: 240
Säurekapazität bis pH 4,3 (Ks 4,3)
Ergebnis: 5,91
Verfahren: DIN 38 409-H7-2
Mit Säurekapazität oder Pufferung bezeichnet man das pH-Wert verhalten eines Wassers bei Säuren- oder Laugenzugabe. Je nach vorhandenen Puffersubstanzen, vorrangig die Kohlensäure mit ihren Anionen, können gleiche Säuren- oder Laugenzugaben sehr unterschiedliche pH- Änderungen zur Folge haben.
Bei einem hydrogencarbonatarmen Wasser z.B. führt ein Säurezusatz zu einer starken pH-Abnahme, während bei einem Wasser mit hohem Hydrogencarbonatgehalt die gleiche Säuremenge nur eine geringe pH- Änderung verursacht. Das Pufferungsvermögen eines Wassers ist korrosionschemisch und indirekt auch gesundheitlich von großer Bedeutung, da gering oder gar nicht gepufferte Wässer keine schützenden Deckschichten bilden können und die Korrosion und damit auch den Eintrag von Schwermetallen in das Trinkwasser begünstigen.
Korrosioschemische Parameter nach DIN EN 12502
Calcitlöskapazität
Ergebnis: -13,858
Verfahren: DIN 38 404-C 10-R 3 (*)
Einheit: ° dH
Verfahren: berechnet
Die Härte des Wassers ( Wasserhärte ), hängt von dem Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser. Die Härte des Wassers spielt beim Waschen der Wäsche eine erhebliche Rolle. Je weicher das Wasser, desto weniger Wasserenthärter ( bzw. Waschmittel ) sind bei der Wäschepflege erforderlich. Bitte halten Sie sich bei der Dosierung an die Angaben der Waschmittelhersteller.
Härtebereich Gesamthärte Millimol ( mmol/l ) Deutsche Härtegrade ( dH )
1 bis 1,3 0 - 7 weich (kein Weichspüler erforderlich)
2 1,3 – 2,5 7 - 14 mittel
3 2,5 – 3,8 14 – 21 hart
4 über 3,8 über 21 sehr hart
Härtebereich n. Waschmittelgesetz
Ergebnis: hart
Ergebnis: 0,00219
Verfahren: DIN EN ISO 17294-2 (E 29) (ULE)
Das untersuchte Wasser entspricht bezüglich der gemessenen Parameter zum Zeitpunkt der Probenahme, den Anforderungen der TrinkwV (2001).
Dr. J. Biedermann (Laborleitung)
Trinkwasseruntersuchung 2018/2019

References: § 5
 § 6
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 §7
 §14