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Timestamp: 2019-11-19 05:11:47+00:00

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BGH, 18.07.2003 - V ZR 431/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,934
BGH, 18.07.2003 - V ZR 431/02 (https://dejure.org/2003,934)
BGH, Entscheidung vom 18.07.2003 - V ZR 431/02 (https://dejure.org/2003,934)
BGH, Entscheidung vom 18. Juli 2003 - V ZR 431/02 (https://dejure.org/2003,934)
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Verweisung auf andere notarielle Niederschrift: Fehlender Vermerk in der Urkunde verändert Beweislast zwischen Vertragsparteien
Formwirksamkeit eines notariell beurkundeten Vertrages; Reichweite des Beurkundungserfordernisses bei Grundstücksgeschäft; Verzicht auf Vorlesen; Beweislast bei Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung; Umkehr der Beweislast; Grundlage für ein ...
Zur Frage der Beweislast, wenn in einer notariellen Urkunde die in § 13a Abs. 1 Satz 2 BeurkG vorgesehene Feststellung fehlt
Verweisung auf andere notarielle Niederschrift im Kaufvertrag
NJW-RR 2003, 1432
DNotZ 2004, 188
NZM 2003, 820
FamRZ 2003, 1460 (Ls.)
WM 2004, 195
DB 2003, 2597 (Ls.)
Denn nach den allgemeinen Beweislastregeln muss diejenige Partei, die sich auf einen Ausnahmetatbestand zu ihren Gunsten beruft, dessen Tatbestandsvoraussetzungen darlegen und gegebenenfalls beweisen (vgl. BGH, Urt. v. 18.7.2003 - V ZR 431/02, NJW-RR 2003, 1432, 1434; OLG Frankfurt a.M. NJW-RR 1996, 62;… Zöller/Greger, ZPO, 26. Aufl., Vor § 284 Rdn. 17a;… Thomas/Putzo/Reichold aaO Vorbem. § 284 Rdn. 24;… HK-ZPO/Saenger, § 286 Rdn. 58).
Im übrigen stünde es der Wirksamkeit der Urkunden selbst dann nicht entgegen, wenn entgegen § 13a Abs. 1 Satz 2 BeurkG in der Niederschrift die Feststellung fehlen würde, dass diese Erklärungen abgegeben wurden (BGH, NJW-RR 2003, 1432).
Nur wenn dies nicht der Fall ist, ist die Beurkundung unwirksam (BGH, NJW-RR 2003, 1432; BGH, WM 1992, 670).
Dass insoweit eine Spaltung der Beweislastverteilung und des Risikos eines non liquet bei wechselseitig erhobenen Ansprüchen eintreten kann, hat der Bundesgerichtshof ausdrücklich hingenommen (BGH NJW-RR 2003, 1432 betreffend Urteil OLG Stuttgart 6 U 27/02 vom 02.12.2002).
Der Bundesgerichtshof hat bereits wiederholt entschieden, dass die Darlegungs- und Beweislast für vertragliche und bereicherungsrechtliche Ansprüche, die auf demselben Lebenssachverhalt beruhen, entsprechend den jeweiligen Regeln des materiellen Rechts unterschiedlich verteilt ist und daher für die einzelnen Ansprüche auch zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 2003 - V ZR 431/02, WM 2004, 195, 196;… Senatsurteile vom 23. September 2008 - XI ZR 262/07, WM 2008, 2155 Rn. 21 und XI ZR 253/07, WM 2008, 2158 Rn. 36).Danach "schlägt" weder die eine noch die andere Beweislastverteilung auf die jeweils andere Anspruchssituation "durch", sondern jeder der unterschiedlichen Ansprüche teilt beweisrechtlich das Schicksal der für ihn maßgeblichen Beweisregeln.
Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen kann der Senat offen lassen, ob sich -wie die Klägerin geltend macht- Zweifel an der Wirksamkeit der vom Beklagten vorgenommenen Beurkundung auch aus der Bestimmung des § 13a Abs. 1 und 2 BeurkG im Hinblick darauf ergeben, dass in der Urkunde des Beklagten auf eine andere Niederschrift in Gestalt des notariellen Kaufangebots der Fa. L GmbH & Co. KG vom 24.09.2005 verwiesen wird, die im Zuge der Beurkundung des Beklagten -unstreitignicht vorgelesen wurde, ohne dass die Urkunde des Beklagten einen Verzicht auf Verlesung (vgl. hierzu allerdings auch BGH NJW-RR 2003, 1432 ff; juris-Tz. 9 ) und Beifügung der Angebotsurkunde feststellt.

References: § 13
 § 284
 § 284
 § 286
 § 13
 § 13
 BGH