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Timestamp: 2016-10-23 20:28:39+00:00

Document:
R.________, 1960, Beschwerdef�hrerin, handelnd durch
R.________ (geb. 1960) leidet an dem angeborenen Prader-Labhart-Willi-Syndrom (PWS), einem Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 462 GgV-Anhang. Diese Krankheit, die bei der Betroffenen 1973 diagnostiziert wurde, f�hrt unter anderem zu einer Verlangsamung der psychomotorischen Entwicklung, zu Dysfunktionen in der Ausformung des zentralen Nervensystems (mit geistiger Retardierung und anderen Verhaltensauff�lligkeiten), Adipositas infolge unkontrollierten, zwanghaften Essverhaltens sowie zu Kleinw�chsigkeit und allgemeiner Muskelhypotonie.
R.________ bezieht eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Mit Wirkung ab Dezember 1984 wurde ihr zudem eine Hilflosenentsch�digung f�r leichtgradige Hilflosigkeit zugesprochen. Am 26. November 1999/3. Januar 2000 ersuchten die Eltern von R.________ um Ausrichtung einer Entsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit. Nach Durchf�hrung von Abkl�rungen und des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle Aargau das Gesuch mit Verf�gung vom 16. Juni 2000 ab.
R.________ l�sst den im vorinstanzlichen Prozess gestellten Antrag, es sei ihr eine Hilflosenentsch�digung auf Grund einer Hilflosigkeit mittelschweren Grades zuzusprechen, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuern.
Die IV-Stelle und das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichten auf Vernehmlassung.
1.1 Die Vorinstanz hat die massgebenden Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung (Art. 42 Abs. 1 und 2 IVG), die in Art. 36 IVV geregelte, f�r die H�he der Entsch�digung wesentliche Unterscheidung dreier Hilflosigkeitsgrade und die nach der Rechtsprechung bei deren Bestimmung massgebenden sechs allt�glichen Lebensverrichtungen (Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen, Absitzen, Abliegen; Essen; K�rperpflege; Verrichtung der Notdurft; Fortbewegung [im oder ausser Haus], Kontaktaufnahme; BGE 127 V 97 Erw. 3c, 125 V 303 Erw. 4a, 124 II 247 f., 121 V 90 Erw. 3a mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Richtig sind auch die Ausf�hrungen dar�ber, dass die ben�tigte Hilfe nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern auch in Form einer �berwachung der versicherten Person bei Vornahme der relevanten Lebensverrichtungen bestehen kann, indem etwa die Drittperson sie auffordert, eine Lebensverrichtung vorzunehmen, die sie wegen ihres psychischen oder geistigen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen w�rde (so genannte indirekte Dritthilfe; BGE 107 V 149 Erw. 1c und 139 Erw. 1b, 106 V 157 f., 105 V 56 Erw. 4a).
Schliesslich ist mit dem kantonalen Gericht festzuhalten, dass sich das Erfordernis der dauernden pers�nlichen �berwachung als zus�tzliche bzw. als alternative Anspruchsvoraussetzung gem�ss Art. 42 Abs. 2 IVG und Art. 36 IVV nicht auf die allt�glichen Lebensverrichtungen bezieht und deshalb von der indirekten Dritthilfe zu unterscheiden ist (ZAK 1984 S. 357 Erw. 2c). Es handelt sich hier vielmehr um eine Art medizinischer oder pflegerischer Hilfeleistung, welche infolge des physischen, geistigen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendig ist (BGE 107 V 139, 106 V 158, 105 V 56 Erw. 4; ZAK 1990 S. 46 Erw. 2c).
1.2 Das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 (in Kraft seit dem 1. Januar 2003) ist vorliegend nicht anwendbar; massgebend sind die rechtlichen und tats�chlichen Verh�ltnisse im Zeitpunkt der streitigen Verf�gung vom 16. Juni 2000 (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
Strittig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin - wie bis anhin - Anspruch auf Hilflosenentsch�digung nach Massgabe einer leichten Hilflosigkeit hat oder aber ob sich der Grad der Hilflosigkeit in einer f�r den Anspruch erheblichen Weise ge�ndert hat (vgl. Art. 35 Abs. 3 IVV in Verbindung mit Art. 86 IVV und Art. 41 IVG), sodass ihr die Leistung fortan auf Grund einer mittelschweren Hilflosigkeit auszurichten ist.
Verwaltung und Vorinstanz haben f�r die Ermittlung der invalidit�tsbedingten Hilfsbed�rftigkeit entscheidwesentlich auf den Bericht einer Mitarbeiterin der IV-Stelle vom 8. Februar 2000 abgestellt. Dieses Dokument beruht auf einer an Ort und Stelle vorgenommenen Abkl�rung der zur Beurteilung der Hilflosigkeit massgebenden funktionellen Einschr�nkungen und der �berwachungs- bzw. Hilfsbed�rftigkeit der Versicherten.
3.1 Im Abkl�rungsbericht wird die Hilflosigkeit f�r die Verrichtungen "An-/Auskleiden", "Essen" und "Fortbewegung/Kontaktaufnahme" bejaht, hinsichtlich der Kategorien "Aufstehen/Absitzen/Abliegen", "K�rperpflege" sowie "Verrichten der Notdurft" hingegen verneint. Gest�tzt auf die n�mliche Entscheidungsgrundlage nahm die IV-Stelle im Weitern den vorinstanzlich gesch�tzten Standpunkt ein, eine dauernde pers�nliche �berwachung sei nicht erforderlich.
Die Eltern der Versicherten machen dagegen geltend, dass ihre Tochter stets zur K�rperpflege angehalten und die entsprechenden Verrichtungen auch kontrolliert werden m�ssten. Auch das rechtzeitige Verrichten der Notdurft bed�rfe entsprechender Aufforderung; zudem erschwerten in diesem Zusammenhang der erhebliche K�rperumfang und die kurzen Arme eine selbst�ndige Sicherstellung ausreichender Reinlichkeit. Der angefochtene Entscheid verkenne sodann dem Abkl�rungsbericht folgend die st�ndige �berwachungsbed�rftigkeit der Beschwerdef�hrerin im Hinblick auf deren Essverhalten.
3.2 Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat in einem �hnlichen Zusammenhang (Betreuungsaufwand in Hauspflege nach Art. 4 IVV) unl�ngst erkannt, die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abkl�rung an Ort und Stelle sei die geeignete Vorkehr f�r die Ermittlung des Betreuungsaufwandes. Im Einzelnen hielt es Folgendes fest (BGE 128 V 93 f. Erw. 4):
"F�r den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes sind - analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten gem�ss BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis - verschiedene Faktoren zu ber�cksichtigen. Es ist wesentlich, dass als Berichterstatterin eine qualifizierte Person wirkt, welche Kenntnis der �rtlichen und r�umlichen Verh�ltnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeintr�chtigungen und Behinderungen der pflegebed�rftigen Person hat. Weiter sind die Angaben der die Pflege Leistenden zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begr�ndet und detailliert bez�glich der einzelnen, konkret in Frage stehenden Massnahmen der Behandlungs- und Grundpflege sein und in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abkl�rungsbericht voll beweiskr�ftig.
Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverl�ssige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abkl�rung t�tigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch�tzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abkl�rungsperson n�her am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zust�ndige Gericht. Obwohl von zentraler Bedeutung f�r die Beurteilung des Anspruchs auf Beitr�ge an die Hauspflege und im Hinblick auf die Beweisw�rdigung regelm�ssig zumindest w�nschenswert, besteht an sich keine strikte Verpflichtung, die an Ort und Stelle erfassten Angaben der versicherten Person (oder ihrem gesetzlichen Vertreter) zur Durchsicht und Best�tigung vorzulegen. Nach Art. 73bis Abs. 1 IVV gen�gt es, wenn ihr im Rahmen des Anh�rungsverfahrens das volle Akteneinsichtsrecht gew�hrt und ihr Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Ergebnissen der Abkl�rung zu �ussern (vgl. - generell - BGE 125 V 404 Erw. 3; bei Abkl�rung der gesundheitlichen Behinderung der im Bereich der Haushaltf�hrung t�tigen Personen nach Art. 27 IVV: Urteil S. vom 4. September 2001, I 175/01)."
Diese Grunds�tze sind auch auf die Beurteilung der Hilflosigkeit im Sinne von Art. 42 Abs. 2 IVG und Art. 36 IVV anwendbar.
3.3 Aus der vorstehend zitierten Rechtsprechung geht hervor, dass bei der W�rdigung von Abkl�rungsberichten ein vom Gericht zu respektierender Beurteilungsspielraum der abkl�renden Fachperson bzw. der Verwaltung besteht, sofern der Bericht gemessen an den dargelegten Kriterien eine ausreichende und auch zuverl�ssige Entscheidungsgrundlage darstellt. Damit ist einerseits vorausgesetzt, dass sich die Sachlage �berhaupt durch entsprechende Berichte umfassend kl�ren l�sst, anderseits, dass sich das Dokument als voll beweiswertig erweist.
3.3.1 Die erstgenannte Voraussetzung wird regelm�ssig dann erf�llt sein, wenn die Hilflosigkeit vorwiegend auf funktionellen Ausf�llen beruht, die ohne weiteres auch durch eine Person ohne medizinische Fachkenntnisse aus direkter Wahrnehmung beurteilt werden k�nnen. Doch je komplexer sich die Auswirkungen der Invalidit�t darstellen und je geringer die unmittelbare Einsehbarkeit der leidensbedingten Hilfsbed�rftigkeit ist, desto eher sind weitere Elemente, namentlich Arztberichte, in die Beurteilung einzubeziehen. Dies kann vor allem dann angezeigt sein, wenn indirekte Dritthilfe geltend gemacht wird. Denn in diesen F�llen verm�gen Aufzeichnungen, die auf einer funktionellen Betrachtung der allt�glichen Lebensverrichtungen beruhen, regelm�ssig kein umfassendes Bild des Hilfebedarfs zu vermitteln. Auch die volle Tragweite einer dauernden pers�nlichen �berwachungsbed�rftigkeit ist in vielen F�llen durch eine praktische Abkl�rung an Ort und Stelle nicht zuverl�ssig zu ermitteln.
Vorliegend sind die spezifischen Krankheitssymptome zwar an sich einfach zu umschreiben; deren Vielgestaltigkeit und das Zusammenwirken geistiger und somatischer Faktoren (Erw. 4.1.1 hienach) machen es dem medizinischen Laien aber schwer, die Beeintr�chtigungen und Gefahren, die sich aus der Symptomatik ergeben, und deren �bereinstimmung mit den Angaben des Versicherten oder der die Pflege Leistenden einzusch�tzen. Angesichts dieser Eigenschaften des konkreten Leidens hat die Feststellung des Betreuungs- und �berwachungsbedarfs erh�hten Anforderungen gerecht zu werden; die vollst�ndige Erhebung des Sachverhalts kann hier nicht allein mit dem Bericht einer Abkl�rungsperson der Invalidenversicherung gew�hrleistet werden. Die strittigen Fragen sind demnach insbesondere auch anhand �rztlicher Zeugnisse und weiterer medizinischer Akten zu entscheiden.
3.3.2 Mit Bezug auf die Zuverl�ssigkeit des Abkl�rungsberichtes bzw. die einschl�gigen Beweiswertkriterien (Erw. 3.2 hievor) ist im vorliegenden Fall festzustellen, dass die durch den behandelnden Arzt best�tigten Angaben der Eltern der Versicherten, wie sie im Anmeldungsformular dokumentiert sind, im Bericht vom 8. Februar 2000 soweit ersichtlich grossenteils unber�cksichtigt bleiben. So wird hinsichtlich der - im Abkl�rungsbericht verneinten - Hilfsbed�rftigkeit im Bereich K�rperpflege sinngem�ss die Notwendigkeit indirekter Dritthilfe geltend gemacht, mit Bezug auf das Verrichten der Notdurft gar direkte Hilfe. Im Weiteren steht der ebenfalls bei der Anmeldung vorgebrachte Bedarf einer pers�nlichen �berwachung w�hrend 16 Stunden t�glich ("besonders, um unrechtm�ssiges Beschaffen von Essbarem oder Bargeld zu verhindern") dem im Bericht enthaltenen Befund gegen�ber, die Versicherte m�sse nur im Zusammenhang mit der allt�glichen Lebensverrichtung "Essen" �berwacht werden (vgl. dazu Erw. 4.1 hienach). Diesbez�glich ist auch von Bedeutung, dass der Internist Dr. med. Z.________ der IV-Stelle mit Schreiben vom 25. August 1998 mitgeteilt hatte, die typischen Merkmale des PWS "wie Kleinwuchs, geistige Retardierung im Sinne einer Debilit�t, sowie abnorme Fettsucht infolge einer Stoffwechselst�rung" seien bei der Beschwerdef�hrerin "sehr ausgepr�gt". Zwischen den Angaben sowohl des behandelnden Arztes als auch der Eltern der Beschwerdef�hrerin einerseits und den im Abkl�rungsbericht gemachten Feststellungen anderseits bestehen somit erhebliche Divergenzen. Da sich der Bericht nicht mit den abweichenden Angaben auseinandersetzt, ist dessen Beweiskraft dementsprechend zu relativieren; die in ihm enthaltenen Schlussfolgerungen sind auch unter diesem Gesichtspunkt vorbeh�ltlich der medizinischen Akten und in deren Lichte zu w�rdigen.
Es steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin bei den Lebensverrichtungen An- und Auskleiden sowie Fortbewegung und Pflege gesellschaftlicher Kontakte der (zumindest indirekten) Dritthilfe bedarf. Daher stellt sich die Frage, ob die Versicherte zus�tzlich eine dauernde pers�nliche �berwachung ben�tigt und deshalb gem�ss Art. 36 Abs. 2 lit. b IVV mittelschwere Hilflosigkeit angenommen werden muss oder ob sie allenfalls in zwei weiteren Lebensverrichtungen hilflos ist, womit die n�mliche Rechtsfolge verbunden w�re (Art. 36 Abs. 2 lit. a IVV).
4.1 Wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, ist die Aufsicht, mit welcher verhindert werden soll, dass eine Lebensverrichtung in einem gesundheitssch�digenden �bermass ausge�bt wird, unter dem Titel der �berwachungsbed�rftigkeit als selbst�ndiger Anspruchsvoraussetzung zu pr�fen.
4.1.1 Das PWS umfasst geistige und physische Komponenten. Hinsichtlich der im Zusammenhang mit dem Essverhalten bestehenden �berwachungsbed�rftigkeit ist bedeutsam, dass sich die f�r das Syndrom typische Polyphagie (krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme infolge Fehlens eines S�ttigungsgef�hls [Roche Lexikon Medizin, 4. Aufl. M�nchen 1999, S. 1353]) mit einer Geistesschw�che verbindet (vgl. dazu das bei den Akten liegende, fallunabh�ngig erstattete "Gutachten im Hinblick auf eine Schwerpflegebed�rftigkeit bei Patienten mit Prader-Willi-Syndrom zur Vorlage beim Medizinischen Dienst" des Instituts f�r Humangenetik am Universit�tsklinikum X.________ vom 24. Januar 1992). Die Beschwerdef�hrerin ist aufgrund dieses Zustandes ausweislich der Akten und unbestrittenermassen selber nicht in der Lage, ihre Esssucht zu beherrschen. Die ausnehmend grosse Bedeutung einer strengen Kontrolle und �berwachung des Ern�hrungsverhaltens erhellt mit Blick auf die k�rperlichen Folgesch�digungen, die bei starkem �bergewicht zu gew�rtigen sind; zu denken ist vor allem an Diabetes und Herz-/Kreislauferkrankungen. In Verbindung mit der ebenfalls typischerweise auftretenden Muskelschw�che besteht im Weitern ein erh�htes Risiko f�r Sch�digungen des Bewegungsapparats (vgl. dazu auch die in AHI 2001 S. 80 Erw. 3b wiedergegebene �rztliche Feststellung, dass eine morbide Adipositas in gewissen F�llen zu schwersten Komplikationen f�hren k�nne).
Zur Substantiierung der konkreten �berwachungsbed�rftigkeit wird seitens der Eltern geltend gemacht, ohne entsprechende Aufsicht verschaffe sich die Versicherte unter Einsatz aller Mittel Nahrung, so durch Ladendiebst�hle und Entnahme von - allenfalls auch verdorbenem - essbarem Abfall aus M�llbeh�ltern. Angesichts der allgemeinen Beschreibungen des Krankheitsbildes spricht nichts daf�r, dass diese den Lebensalltag betreffenden Schilderungen die Tatsachen in unn�tig dramatisierender Weise wiedergeben k�nnten. Da der behandelnde Arzt diese schon insoweit glaubhaften Angaben auf dem Anmeldefragebogen vom 3. Januar 2000 ausdr�cklich best�tigt, ist mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) von deren Richtigkeit auszugehen.
4.1.2 Die Vorinstanz vertritt die Auffassung, dass die Notwendigkeit einer dauernden pers�nlichen �berwachung zu verneinen sei, soweit sich die Beschwerdef�hrerin im Elternhaus oder am Arbeitsplatz - in einer gesch�tzten Werkstatt im Arbeitszentrum f�r Behinderte - befinde. Nahrungsmittel k�nnten f�r sie unerreichbar versorgt werden. Zudem sei gem�ss Abkl�rungsbericht eine "kollektive Beaufsichtigung" gew�hrleistet. Dadurch k�nne eine unkontrollierte Nahrungsaufnahme grunds�tzlich verhindert werden, sodass nur eine sporadische, also nicht dauernde �berwachung notwendig sei, etwa wenn sich die Versicherte w�hrend ihrer Freizeit nicht zu Hause aufhalte.
Es trifft zu, dass gem�ss Rechtsprechung nur eine dauernde pers�nliche �berwachung von einer gewissen Intensit�t anspruchsbegr�ndend ist. Da die Voraussetzungen in Bezug auf die Dritthilfe bei Vornahme der Lebensverrichtungen im Zusammenhang mit der mittelschweren Hilflosigkeit weit weniger umfassend sind als bei der schweren Hilflosigkeit (Art. 36 Abs. 1 IVV), ist der dauernden pers�nlichen �berwachung im Rahmen von Art. 36 Abs. 2 lit. b IVV ein gr�sseres Gewicht beizumessen und nicht bloss ein minimales wie bei Art. 36 Abs. 1 IVV (BGE 107 V 150 Erw. 1d mit Hinweisen). Aus einer bloss allgemeinen und kollektiven Aufsicht (etwa im Rahmen eines Heims oder einer Klinik) kann keine rechtlich relevante Hilflosigkeit abgeleitet werden (ZAK 1984 S. 358 Erw. 2c). Eine dauernde pers�nliche �berwachung setzt vielmehr die Notwendigkeit einer auf die Person des Versicherten bezogenen �berwachung durch eine damit betraute Person voraus, die gezielter ist als die kollektive Aufsicht. Das Erfordernis der Dauer bedingt indes nicht, dass die betreuende Person ausschliesslich an die �berwachte Person gebunden ist (EVGE 1969 S. 218 f. Erw. 2), und hat auch nicht die Bedeutung von "rund um die Uhr", sondern ist als Gegensatz zu "vor�bergehend" zu verstehen (BGE 107 V 139; ZAK 1990 S. 46 Erw. 2c). Ob Hilfe und pers�nliche �berwachung notwendig sind, ist objektiv, nach dem Zustand des Versicherten, zu beurteilen. Grunds�tzlich unerheblich ist die Umgebung, in welcher sich der Versicherte aufh�lt. Es darf hinsichtlich der Bemessung der Hilflosigkeit keinen Unterschied ausmachen, ob ein Versicherter allein oder in der Familie, in der offenen Gesellschaft oder in einem Spital bzw. in einer Anstalt lebt. W�rde anders entschieden, d.h. die Hilflosigkeit nach der M�he bemessen, die im Rahmen der jeweiligen Umgebung erw�chst, so w�ren stossende Konsequenzen unumg�nglich, insbesondere dann, wenn ein Wechsel von der Haus- in die Spitalpflege stattf�nde (BGE 98 V 25 Erw. 2 mit Hinweisen; nicht ver�ffentlichtes Urteil W. vom 18. Juni 1993, I 373/92, Erw. 3b/aa).
4.1.3 In Anwendung dieser Grunds�tze auf die hier massgebenden tats�chlichen Verh�ltnisse ist festzustellen, dass mit Blick auf die beschriebenen Gef�hrdungen von einer "allgemeinen und kollektiven Beaufsichtigung" der Beschwerdef�hrerin (durch die Eltern bzw. die Betreuer im Arbeitszentrum) nicht die Rede sein kann. Was den Aufenthalt im Arbeitszentrum anbelangt, so erhellt die Erforderlichkeit einer gezielten, personenbezogenen �berwachung etwa aus der Feststellung der Abkl�rungsperson, am Mittagstisch sitze jeweilen ein Betreuer neben der Versicherten und kontrolliere, dass sie den Arbeitskolleginnen nicht Esswaren "wegstibitze". Im h�uslichen Bereich k�nnen zwar s�mtliche Nahrungsmittel weggeschlossen werden. Doch abgesehen davon, dass diese Vorkehr im Alltag wohl nicht immer durchg�ngig umzusetzen ist, vermag sie das Erfordernis einer dauernden �berwachung angesichts der relativ grossen Bewegungs- und Bet�tigungsfreiheit der Beschwerdef�hrerin nicht zu beseitigen. Diese geht - teilweise krankheitsbedingt - vielf�ltigen ausserh�uslichen Aktivit�ten (v.a. regelm�ssigen sportlichen Aktivit�ten) nach. In diesem Zusammenhang f�llt schliesslich das - durch die medizinischen Unterlagen gest�tzte - Vorbringen ihrer Eltern ins Gewicht, die �berwachung d�rfe f�r die Betroffene nicht allzu stark sp�rbar sein, ansonsten unkontrollierbare Wutausbr�che zu gew�rtigen seien, die bis hin zu Selbstverletzungen f�hren k�nnten. Die mit entsprechender Zur�ckhaltung durchzuf�hrende �berwachung ist einsehbar mit einem zus�tzlich erh�hten Aufwand verbunden.
4.1.4 Auf Grund des Gesagten steht fest, dass eine �berwachungsbed�rftigkeit vorliegt, welche die in Art. 36 Abs. 2 lit. b IVV geforderte Intensit�t aufweist. Da somit s�mtliche Teilanspruchsvoraussetzungen gem�ss dieser Bestimmung erf�llt sind, ist ein Anspruch auf Hilflosenentsch�digung wegen Hilflosigkeit mittelschweren Grades gegeben.
4.2 Mit Blick auf die �rztlich bekr�ftigten Vorbringen der Eltern der Versicherten ergeben sich gewisse Anhaltspunkte daf�r, dass die Betroffene in weiteren allt�glichen Lebensverrichtungen (K�rperpflege; Verrichtung der Notdurft) regelm�ssig in erheblicher Weise auf die direkte oder indirekte Hilfe Dritter angewiesen sein k�nnte. Umgekehrt ist nicht ohne weiteres einsichtig, weshalb sie im Bereich Essen hilfsbed�rftig sein soll. Da der anbegehrte Anspruch bereits auf Grund der Notwendigkeit einer dauernden pers�nlichen �berwachung in Verbindung mit den zwei feststehenden Lebensverrichtungen An- und Auskleiden sowie Fortbewegung und Pflege gesellschaftlicher Kontakte bejaht werden konnte, erweist sich eine Pr�fung dieser Belange jedoch als entbehrlich.
�ndert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so finden die Art. 86 bis 88bis IVV Anwendung (Art. 35 Abs. 3 Satz 1 IVV). Gem�ss Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV ist bei einer Verschlimmerung der Hilflosigkeit die anspruchsbeeinflussende �nderung zu ber�cksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Die Erh�hung der Hilflosenentsch�digung erfolgt, sofern der Versicherte die Revision verlangt, fr�hestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde (Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV).
Das Gesuch der Eltern der Beschwerdef�hrerin ist am 26. November 1999 bei der IV-Stelle eingegangen. Als gesichert gelten kann, dass die Hilflosigkeit bereits w�hrend mehr als drei Monaten vor der Gesuchseingabe in leistungserh�hendem Umfang gegeben war, was im �brigen durch die im Abkl�rungsbericht der IV-Stelle vom 8. Februar 2000 enthaltenen Ausf�hrungen hinsichtlich der �berwachung im Bereich der Nahrungsaufnahme (Ziff. 3.1.3: "Regelm�ssige Dritthilfe seit 03/99") best�tigt wird. Der Beschwerdef�hrerin steht die Hilflosenentsch�digung wegen Hilflosigkeit mittelschweren Grades daher ab 1. November 1999 zu.
Die im letztinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin hat dem Verfahrensausgang entsprechend Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG). Diese ist mit Blick auf den Umstand, dass der Rechtsvertreter erst nach Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beigezogen worden ist, auf Fr. 1'500.-- festzusetzen.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 9. Januar 2001 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 16. Juni 2000 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin ab 1. November 1999 Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung wegen Hilflosigkeit mittelschweren Grades hat.
Die IV-Stelle des Kantons Aargau hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: Art. 36
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 36
 Art. 35
 Art. 86
 Art. 41
 Art. 4
 Art. 69
 BGE 
 Art. 73
 BGE 
 Art. 27
 Art. 42
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 86
 Art. 88
 Art. 135