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Timestamp: 2016-10-24 23:48:25+00:00

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1A.157/2006 (09.02.2007)
1A.157/2006
1P.481/2006 /fun
Politische Gemeinde Vilters-Wangs, vertreten durch den Gemeinderat, Dorfstrasse 34, Postfach 20,
Ausbau Vadanabach,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde (1A.157/2006) und staatsrechtliche Beschwerde (1P.481/2006) gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2006.
X.________ ist Eigent�mer der Parzelle Nr. 4499, Grundbuch Vilters-Wangs, das mit einem Wohnhaus, einem �konomiegeb�ude und einer Remise �berbaut ist. Das Grundst�ck liegt in der Landwirtschaftszone nord�stlich des Bereichs, in welchem die Rosengasse den Vadanabach �berquert. Der Vadanabach f�hrt an der westlichen Grundst�cksgrenze entlang Richtung Nordosten und ist in diesem Bereich als Parzelle Nr. 4498 ausgeschieden. Zwischen dem Grundst�ck von X.________ und der nordwestlich gelegenen Parzelle Nr. 3915 besteht eine Fussg�ngerbr�cke �ber den Vadanabach.
Am 23. Juni 2004 erteilte das Baudepartement des Kantons St. Gallen die Plangenehmigung f�r den Ausbau des Vadanabachs. Das Vorhaben sieht im Abschnitt entlang der Grenze zum Grundst�ck Nr. 4499 eine geschl�ngelte Niederwasserrinne mit einer mittleren Sohlenbreite von 0,8 bis 1,6 m vor. Soweit erforderlich soll eine 30 cm starke Kiessohle aus Bachschotter eingebracht werden. Die vorgesehenen B�schungsneigungen variieren zwischen 1:2 bis 2:3. Die B�schungen sollen mit standortgerechten Geh�lzgruppen und Magerwiesen bestockt werden. In diesem Bereich sollen zudem im Abstand von etwa 8 m Sohlschwellen eingebaut werden, um die Sohle zu sichern und eine abwechslungsreiche Abfolge kleiner Gumpen, Flachpartien und kleiner Abst�rze entwickeln zu lassen. Mit diesen Massnahmen soll eine Verbesserung der gew�sser�kologischen Situation in diesem Abschnitt erreicht werden. F�r den Ausbau des Vadanabachs ist kein Landerwerb vorgesehen. F�r die Bauarbeiten, die voraussichtlich etwa zwei Monate dauern werden, ist eine vor�bergehende Landbeanspruchung erforderlich, die sich im Abschnitt des Grundst�cks von X.________ auf etwa 8 bis 12 m Land �stlich des Gew�ssergrundst�cks erstrecken wird.
Der Gemeinderat Vilters‑Wangs legte das Projekt vom 16. November bis 15. Dezember 2004 �ffentlich auf. Am 15. Dezember 2004 erhob X.________ Einsprache beim Baudepartement. Er machte im Wesentlichen geltend, das Projekt habe f�r ihn Eigentumsbeschr�nkungen zur Folge und belaste ihn ungleich st�rker als andere Anst�sser, weshalb das Projekt nicht zu bewilligen sei.
Das Baudepartement wies die Einsprache am 23. November 2005 ab, soweit es darauf eintrat. Es erwog, das umstrittene Projekt beruhe auf einer gen�genden gesetzlichen Grundlage und entspreche �berwiegenden �ffentlichen Interessen des Hochwasser- und Naturschutzes, wobei auch die raumplanerische Interessenabw�gung zugunsten des Projekts ausfalle. Die dem Grundeigent�mer auferlegten Einschr�nkungen seien im �brigen auch verh�ltnism�ssig.
Gegen den Entscheid vom 23. November 2005 gelangte X.________ am 5. Dezember 2005 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Er brachte insbesondere vor, dass er gegenw�rtig bei einem hundertj�hrigen Hochwasser (HQ100) keine Geb�udesch�den und nur wenig Flursch�den zu bef�rchten h�tte. Mit dem aufgelegten Projekt falle unter anderem der absolute Schutz vor Hochwasser im Bereich zwischen Rosengasse und Fussg�ngerbr�cke weg. Die Fussg�ngerbr�cke werde abgebrochen und nicht wieder aufgebaut. Str�ucher und B�sche erschwerten die Bewirtschaftung und verringerten durch Beschattung den Ertrag. Die nutzbare Bodenfl�che werde verkleinert und der Verlust nicht entsch�digt.
An einem Augenschein an Ort und Stelle stellte das Verwaltungsgericht fest, dass die technischen Querprofile Nr. 12 und 13 in den Planunterlagen bez�glich der westlichen B�schungsh�he fehlerhaft eingezeichnet worden waren. Daraufhin reichten das kantonale Tiefbauamt und die Politische Gemeinde Vilters‑Wangs am 9. Mai 2006 korrigierte Pl�ne ein. Aus deren �usserungen ergibt sich, dass ein Zeichnungsfehler vorgelegen habe und dass die von der �nderung betroffenen Grundeigent�mer von der Korrektur unterschriftlich Kenntnis genommen h�tten. Es sei von Anfang an vorgesehen gewesen, die linksseitige B�schung, welche die Bauzone sch�tze, durchgehend bis zu 10 cm h�her auszugestalten als die rechtsseitige B�schung. Mit Urteil vom 8. Juni 2006 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde von X.________ ab, soweit es darauf eintreten konnte.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtlicher Beschwerde vom 3. August 2006 beantragt X.________ im Wesentlichen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 8. Juni 2006 sei aufzuheben. Eventuell sei die Politische Gemeinde Vilters-Wangs aufgrund der �ffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschr�nkung zur Einleitung des Enteignungsverfahrens sowie im Falle des Abbruchs der Br�cke �ber den Vadanabach zu Realersatz zu verpflichten.
Die Politische Gemeinde Vilters‑Wangs hat sich zu den Beschwerden nicht ge�ussert. Das Baudepartement beantragt die Abweisung der Beschwerden, und das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der Beschwerdef�hrer hat von der Gelegenheit, sich zu den Vernehmlassungen zu �ussern, mit Eingabe vom 13. November 2006 Gebrauch gemacht. Er h�lt darin an seinen Antr�gen und Rechtsauffassungen fest.
Mit Verf�gung vom 12. September 2006 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung den Beschwerden aufschiebende Wirkung beigelegt.
2.1 Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts hat der Beschwerdef�hrer sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer andern Bundesbeh�rde ger�gt werden kann. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ihrerseits kann die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte geltend gemacht werden (BGE 130 II 337 E. 1.3 S. 341 mit Hinweisen). Es ist deshalb zun�chst zu untersuchen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig ist.
2.2 Nach Art. 97 und 98 lit. g OG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 VwVG kann gegen Verf�gungen letzter kantonaler Instanzen, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder h�tten st�tzen sollen, Verwaltungsgerichtsbeschwerde gef�hrt werden.
2.2.1 Das Verwaltungsgericht hat seinen Entscheid auf Art. 37 Abs. 2 und Art. 38 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 �ber den Schutz der Gew�sser (Gew�sserschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) sowie Art. 2 und 34 des kantonalen Wasserbaugesetzes vom 23. M�rz 1969 (kWBG, sGS 734.11) und damit teilweise auf Bundesrecht gest�tzt. Die Zust�ndigkeit des Bundes zum Erlass von Vorschriften �ber den Wasserbau und den Gew�sserschutz ergibt sich aus Art. 76 Abs. 3 BV. Dieser umfassende Gesetzgebungsauftrag wurde vom Bund namentlich mit dem Gew�sserschutzgesetz und dem Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 �ber den Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG, SR 721.100) erf�llt. W�hrend das Wasserbaugesetz unter anderem Grunds�tze f�r den Hochwasserschutz (Art. 3 WBG) und den Wasserbau (Art. 4 WBG) enth�lt, den Hochwasserschutz aber als Aufgabe der Kantone bezeichnet (Art. 2 WBG), enthalten die auf das WBG abgestimmten Art. 37-39 und 44 GschG im Sinne eines quantitativen Gew�sserschutzes weitere Anforderungen an den Wasserbau (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.252/1997 vom 14. April 1998, E. 1b, in ZBl 101/2000 89 ff.). Die entsprechenden Bestimmungen bilden unter anderem die Grundlage f�r das angefochtene Urteil. Es liegt somit ein Entscheid �ber eine Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG vor, die mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden kann. Ausschlussgr�nde gem�ss Art. 99 ff. OG liegen nicht vor.
2.2.2 Die Beschwerde ist indessen nur im Rahmen des Streitgegenstands zul�ssig. Dieser wird durch den Gegenstand des angefochtenen Entscheids und durch die Parteibegehren bestimmt, wobei der angefochtene Entscheid den m�glichen Streitgegenstand begrenzt (Alfred K�lz/Isabelle H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Z�rich 1998, N. 403 f.). Streitgegenstand ist vorliegend somit einzig die Ausgestaltung des Bachausbauprojekts. Die grunds�tzliche Notwendigkeit des Vorhabens war im kantonalen Verfahren nicht umstritten. Soweit Antr�ge, R�gen und weitere Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers sich nicht direkt auf den vorliegenden Streitgegenstand beziehen, kann darauf nicht eingetreten werden (s. nachfolgend E. 4 am Ende).
2.2.3 Nach Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat. Das Interesse an der Aufhebung oder �nderung der Verf�gung kann rechtlicher oder auch bloss tats�chlicher Natur sein, doch muss es sich um eigene pers�nliche Interessen des Beschwerdef�hrers handeln; auf �ffentliche Interessen allein oder die Interessen Dritter kann er sich nicht berufen. Das Interesse des Beschwerdef�hrers gilt als schutzw�rdig, wenn seine tats�chliche oder rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens unmittelbar beeinflusst werden kann, d.h. wenn er durch das Beschwerdeverfahren einen materiellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden oder aus diesem einen praktischen Nutzen ziehen kann (vgl. zum Ganzen BGE 121 II 176 E. 2a; 123 II 376 E. 2; 125 I 7 E. 3a, je mit Hinweisen; s. auch Urteil des Bundesgerichts 1A.160/2005 vom 24. Oktober 2005, E. 2). Der Beschwerdef�hrer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids und direkter Anst�sser des Vadanabachs zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert, soweit die Auswirkungen des Projekts auf seine Liegenschaft umstritten sind (Art. 103 lit. a OG).
2.2.4 Da die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Vorbehalt der Ausf�hrungen in E. 2.2.2 und 2.2.3 hiervor einzutreten. F�r die staatsrechtliche Beschwerde bleibt somit kein Raum.
Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). Er bestreitet einerseits, dass f�r die umstrittenen Eigentumsbeschr�nkungen eine gen�gende gesetzliche Grundlage bestehe, und wirft dem Verwaltungsgericht eine Missachtung der Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, weil es lediglich auf die vom Baudepartement genannten rechtlichen Grundlagen abgestellt habe.
3.1 Unbestritten ist, dass das vorliegende Projekt zum Ausbau des Vadanabachs f�r den Beschwerdef�hrer mit einer Eigentumsbeschr�nkung verbunden ist. Zwar ist f�r die Verwirklichung des Vorhabens kein Landerwerb vorgesehen, doch wird der B�schungsbereich auf dem Grundst�ck des Beschwerdef�hrers als extensiv genutzte Wiese ausgeschieden und auf der Dammkrone sollen kleine Geh�lzgruppen aus standortgerechten Str�uchern angepflanzt werden. Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass diese Uferbestockung die landwirtschaftliche Nutzung seines Grundst�cks auf einer Breite von 3-4 m entlang des Vadanabachs beeintr�chtige. Er macht weiter geltend, das Projekt f�hre zum Abbruch einer privaten Fussg�ngerbr�cke, die sein Grundst�ck mit der nordwestlich gelegenen Parzelle Nr. 3915 verbinde. Zudem sei das Ausbauprojekt nicht geeignet, die Schutzziele einzuhalten.
3.2 Ein Gew�sser darf bzw. muss verbaut oder korrigiert werden, wenn dies dem Schutz von Menschen und erheblichen Sachwerten dient (Art. 1 ff. WBG, Art. 37 Abs. 1 lit. a GSchG). Die Kantone haben den Hochwasserschutz in erster Linie durch den Unterhalt der Gew�sser und durch raumplanerische Massnahmen zu gew�hrleisten (Art. 3 Abs. 1 WBG). Reicht dies nicht aus, so m�ssen Massnahmen wie Verbauungen, Eind�mmungen, Korrektionen etc. getroffen werden, die Bodenbewegungen verhindern. Gew�sser sind so zu unterhalten und auszubauen, dass das Wasser ungehindert abfliessen und eine Gef�hrdung von Bauwerken und genutztem Boden vermieden werden kann (Art. 2 WBG). Der Ausbau der Gew�sser soll einen hinreichenden Abfluss gew�hrleisten, Sohle und Ufer sichern sowie einer geregelten Geschiebef�hrung und dem Schutz der Umgebung vor �berflutung dienen (Art. 34 Abs. 1 kWBG). Bei Eingriffen in ein Gew�sser muss dessen nat�rlicher Verlauf aber m�glichst beibehalten oder wiederhergestellt werden. Ausserdem m�ssen die Gew�sser und Ufer so gestaltet werden, dass sie einer vielf�ltigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dienen k�nnen, die Wechselwirkung zwischen ober- und unterirdischen Gew�ssern weitgehend erhalten bleibt und eine standortgerechte Ufervegetation gedeihen kann (Art. 4 Abs. 2 WBG, Art. 37 Abs. 2 GSchG). In �berbauten Gebieten kann die Beh�rde Ausnahmen von Art. 37 Abs. 2 bewilligen (Art. 37 Abs. 3 GSchG). Nach Art. 38 Abs. 1 GSchG d�rfen Fliessgew�sser grunds�tzlich nicht �berdeckt oder eingedolt werden. Die Beh�rde kann Ausnahmen u.a. f�r den Ersatz bestehender Eindolungen und �berdeckungen bewilligen, sofern eine offene Wasserf�hrung nicht m�glich ist (Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG).
Diese bundesrechtlichen Gesetzesgrundlagen werden in Art. 34 ff. kWBG weiter konkretisiert. So bestimmt Art. 34 Abs. 2 kWBG, dass zum Ausbau alle �ber den Unterhalt hinausgehenden Arbeiten mit Einschluss der Entw�sserung von Rutschgebieten sowie der Aufforstung und Neubepflanzung von H�ngen und B�schungen geh�ren. Das zust�ndige Departement genehmigt das Projekt und entscheidet �ber Einsprachen (Art. 36 Abs. 2 und Art. 37 Abs. 3 kWBG).
3.3 Mit diesen rechtlichen Grundlagen besteht eine hinreichende gesetzliche Grundlage f�r das umstrittene Vorhaben. Das betroffene Gebiet ist unbestrittenermassen hochwassergef�hrdet und nach den genannten Vorschriften zu sch�tzen. Das kantonale Recht sieht zur Umsetzung der materiellen Vorschriften ein Plangenehmigungsverfahren vor, das in der vorliegenden Angelegenheit angewendet wurde. Zudem ist es nach dem kantonalen Wasserbaugesetz grunds�tzlich Sache des Beschwerdef�hrers als Anst�sser bzw. Mitglied des Perimeterunternehmens, f�r Unterhalt und Ausbau des Gew�ssers zu sorgen (Art. 11 und 14 kWBG). Das Verwaltungsgericht hat sich im angefochtenen Entscheid auf diese gesetzlichen Grundlagen gest�tzt und hat dies unter anderem mit der Verweisung auf die Erw�gungen des Baudepartements im Einspracheentscheid vom 23. November 2005 zum Ausdruck gebracht. Somit kann weder von einer Missachtung der Begr�ndungspflicht noch von einer ungen�genden gesetzlichen Grundlage f�r die behauptete Eigentumsbeschr�nkung die Rede sein. Auch der Vorwurf, das Verwaltungsgericht habe zu Unrecht die Entsch�digungsfrage nicht gepr�ft, geht fehl, da die Entsch�digung f�r die Eigentumsbeschr�nkung gar nicht Gegenstand des beim Verwaltungsgericht angefochtenen Entscheids bildete.
3.4 Bei den in Art. 76 und 78 BV verankerten Anliegen des Hochwasser- und des Naturschutzes handelt es sich um wichtige �ffentliche Interessen, welche durch die in E. 3.2 und 3.3 hiervor wiedergegebenen gesetzlichen Grundlagen n�her umschrieben werden. Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass der Eingriff in sein Eigentum zum Schutz der Allgemeinheit erfolge und nicht prim�r in seinem Interesse als betroffener Grundeigent�mer liege, da seine Liegenschaft bereits heute vor einem 100-j�hrlichen Hochwasser (HQ100) gesch�tzt sei. Im �brigen k�nnten die Schutzziele in Bezug auf die s�d�stlich der Dorfstrasse liegende Landwirtschaftszone auch nach der Realisierung des Projekts gar nicht erreicht werden, da bei einem Hochwasser verschiedene Strassen und ein Grundwasserpumpwerk �berflutet w�rden.
3.4.1 Ob ausreichende, die privaten Anliegen �berwiegende �ffentliche Interessen die Eigentumsbeschr�nkung rechtfertigen, pr�ft das Bundesgericht ohne Beschr�nkung seiner Kognition umfassend. Doch auferlegt es sich Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser kennen und �berblicken als das Bundesgericht, und soweit sich ausgesprochene Ermessensfragen stellen (vgl. BGE 131 II 680 E. 2.3.2 S. 683 f.; 125 II 591 E. 8a S. 604; 120 Ia 270 E. 3b S. 275; 120 Ib 224 E. 4 S. 230, je mit Hinweisen).
Aus den Akten des vorliegenden Verfahrens ergibt sich, dass mit der Festlegung der Schutzziele f�r das vorliegende Projekt das Siedlungsgebiet n�rdlich des Vadanabachs vor einem HQ100, w�hrend das intensiv genutzte Landwirtschaftsgebiet vor einem 20-j�hrlichen Hochwasser (HQ20) gesch�tzt werden soll. Dieser differenzierte Hochwasserschutz ist grunds�tzlich anerkannt und entspricht dem in der Schweiz vielerorts angewendeten Standard (Bundes�mter f�r Raumentwicklung, f�r Wasser und Geologie sowie f�r Umwelt, Wald und Landschaft, Empfehlung Raumplanung und Naturgefahren, S. 18 f.). Die Gewichtung der Schutzziele zeigt auf, dass der Siedlungsschutz den Schutz des landwirtschaftlichen Bodens �berwiegt. Schutzprojekte werden nach der Stellungnahme des kantonalen Baudepartements so geplant, dass Menschenleben und hohe Sachwerte besser gesch�tzt werden als einzelne Geb�ude in der Landwirtschaftszone. Aus den Ausf�hrungen des Baudepartements ergibt sich zudem, dass das Grundwasserpumpwerk durch den hinterliegenden Schutzdamm gesch�tzt und somit bei Hochwasser nicht �berflutet wird.
Das Verwaltungsgericht hat sich dieser Beurteilung angeschlossen und f�hrt im angefochtenen Entscheid zutreffend aus, dass beim umstrittenen Ausbauprojekt die bestehende Eindolung des Vadanabachs unterhalb der Dorfstrasse bestehen bleibe, obwohl diese an sich zu klein dimensioniert sei. Um das anfallende Wasser bei einem Hochwasserereignis dennoch gefahrlos abf�hren zu k�nnen, werde dieses entlang einer Dammaufsch�ttung von ca. 60 cm nach Osten geleitet. Die bestehende Eindolung diene weiterhin der Ableitung des Nieder- und Mittelwassers. Diese Erw�gungen stimmen mit den Projektpl�nen �berein und sind nicht zu beanstanden. Mit den getroffenen Massnahmen soll nach den genehmigten Pl�nen sichergestellt werden, dass auch das Siedlungsgebiet rechts des Vadanabachs vor einem HQ100 gesch�tzt wird. Insoweit besteht auch in Bezug auf die Liegenschaft des Beschwerdef�hrers ein h�herer Schutz als nach den Grundlagen der Bundesbeh�rden in der Landwirtschaftszone einger�umt werden m�sste. Der Einwand des Beschwerdef�hrers, die geltenden Schutzziele k�nnten mit dem Projekt nicht erreicht werden, erweist sich jedenfalls insoweit als seine Liegenschaft vom vorliegenden Ausbau betroffen ist, als unzutreffend. Zur Beschwerdef�hrung im Interesse anderer Grundeigent�mer ist er im �brigen nicht legitimiert (Art. 103 lit. a OG, s. vorne E. 2.2.3).
3.5 Es ergibt sich, dass ein �berwiegendes �ffentliches Interesse am umstrittenen Projekt besteht und dieses unter den gegebenen Verh�ltnissen auch geeignet und erforderlich ist, um den angestrebten differenzierten Hochwasserschutz zu erreichen. Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten privaten Interessen f�hren zu keinem anderen Ergebnis.
Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 9 BV), da nach dem umstrittenen Projekt eine bestehende private Fussg�ngerbr�cke ersatzlos beseitigt werden solle, obwohl ihm seitens der Gemeinde und des Kantons mehrmals versichert worden sei, dass die Br�cke im Zuge des Ausbaus wieder aufgebaut werde. Er legt jedoch keine entsprechenden Zusicherungen vor, sondern beschr�nkt sich auf die Anrufung einer Vorprojektstudie, aus welcher sich der damals beabsichtigte Ersatz eines Fussg�ngerstegs ergibt. Daraus kann jedoch keine Zusicherung des Kantons auf einen Ersatz abgeleitet werden. Das Verwaltungsgericht f�hrt im angefochtenen Entscheid zutreffend aus, es k�nne nicht von einer Zusicherung der zust�ndigen kantonalen Beh�rden f�r den Wiederaufbau des Stegs ausgegangen werden. Ausserdem bestehe an dem privaten Fussg�ngersteg kein �ffentliches Interesse, weshalb er zu Recht nicht in das umstrittene Ausbauprojekt aufgenommen worden sei.
Soweit der Beschwerdef�hrer in der vorliegenden Beschwerde geltend macht, der Bestand des Fussg�ngerstegs sei durch die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) gesch�tzt, geht seine Beschwerde �ber den Streitgegenstand hinaus. Die Frage, ob und in welcher Form er den Steg wieder aufbauen darf, setzt wie die Frage einer allf�lligen Entsch�digung ein entsprechendes Gesuch voraus, �ber das noch kein kantonal letztinstanzlicher Entscheid vorliegt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann nicht eingetreten werden.
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Politischen Gemeinde Vilters-Wangs sowie dem Baudepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 84
 Art. 97
 Art. 5
 Art. 37
 Art. 38
 Art. 2
 Art. 76
 Art. 37
 Art. 5
 Art. 99
 Art. 103
 BGE 
 Art. 37
 Art. 37
 Art. 37
 Art. 38
 Art. 34
 Art. 34
 Art. 37
 Art. 76
 BGE