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Timestamp: 2017-04-25 14:28:21+00:00

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BFH-Urteil vom 28.11.2002 (VII R 27/02) BStBl. 2003 II S. 202
1. Eine Neubewertung von Prüfungsleistungen durch andere Prüfer als diejenigen, die die Prüfungsleistung ursprünglich bewertet haben, kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn ein Prüfer an der Teilnahme am Überdenkungsverfahren aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen gehindert ist. Das gilt nicht nur dann, wenn das Überdenkungsverfahren vor Erhebung einer Klage oder während des Klageverfahrens auf Grund von Einwendungen des Prüflings durchgeführt wird, sondern ebenso, wenn das Gericht die Prüfungsentscheidung wegen Rechtswidrigkeit der Bewertung aufgehoben hat.
2. Ein Prüfer, der in einen Prüfungsausschuss als Beamter der Finanzverwaltung berufen worden ist, ist von der Mitwirkung am Überdenkungsverfahren nicht deshalb ausgeschlossen, weil er vor dessen Abschluss in den Ruhestand getreten ist.
DVStB § 10 Abs. 1, §§ 24, 29.
Vorinstanz: FG Hamburg vom 26. März 2002 V 348/00 (EFG 2002, 1263)
BFH-Urteil vom 31.5.2001 (V R 71/99) BStBl. 2003 II S. 206
Bestreitet der Leistungsempfänger substantiiert Bestehen und Höhe des vereinbarten Entgelts, kommt - übereinstimmend mit der Berichtigung des Vorsteuerabzuges beim Leistungsempfänger - beim Leistenden eine Berichtigung der Umsatzsteuer nach § 17 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 UStG 1993 in Betracht.
UStG 1993 § 17 Abs. 2 Nr. 1; Richtlinie 77/388/EWG Art. 11 Teil C Abs. 1, Art. 20 Abs. 1 Buchst. b.
BFH-Urteil vom 16.8.2001 (V R 59/99) BStBl. 2003 II S. 208
Die Umsatzsteuer für die steuerpflichtige Lieferung eines mit Grundpfandrechten belasteten Grundstücks im Konkurs durch den Gemeinschuldner nach "Freigabe" durch den Konkursverwalter gehört zu den Massekosten und ist durch Steuerbescheid gegen den Konkursverwalter festzusetzen.
UStG 1993 § 3 Abs. 1; KO § 47, § 58 Nr. 2, § 127.
BFH-Urteil vom 19.10.2001 (V R 48/00) BStBl. 2003 II S. 210
Wird das Entgelt für eine Leistung des Unternehmers wegen des Konkurses des Leistungsempfängers uneinbringlich und zahlt eine Bank, die zu dem Leistungsempfänger Geschäftsbeziehungen unterhalten hat, an den Unternehmer gegen Abtretung der Konkursforderung einen Betrag, der sich - unter Berücksichtigung von Gewährleistungsansprüchen - an der Höhe des noch nicht bezahlten Entgelts orientiert, kann diese Zahlung Entgelt eines Dritten für die Leistung des Unternehmers sein.
UStG § 10 Abs. 1 Satz 1 und 3, § 17 Abs. 2 Nr. 1; Richtlinie 77/388/EWG Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a.
Vorinstanz: FG München (EFG 2000, 1280)
BFH-Urteil vom 20.12.2001 (V R 81/99) BStBl. 2003 II S. 213
1. Ein Unternehmer, der die einer Gemeinde nach Landesrecht obliegende Verpflichtung zur Abwasserbeseitigung einschließlich der Errichtung der dafür benötigten Bauwerke übernimmt und dafür u.a. einen vertraglichen Anspruch auf die Förderungsmittel erlangt, die der Gemeinde zustehen, erbringt eine steuerbare Leistung an die Gemeinde.
2. Ein für Rechnung der Gemeinde vom Land an den Unternehmer gezahlter Investitionszuschuss für die Errichtung einer Kläranlage ist Entgelt (§ 10 Abs. 1 Satz 2 UStG 1993) und kein echter Zuschuss.
UStG 1993 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 10 Abs. 1 Satz 2 und 3.
Vorinstanz: FG Schleswig-Holstein (EFG 2000, 656)
BFH-Urteil vom 6.6.2002 (V R 59/00) BStBl. 2003 II S. 215
UStG 1993 § 15 Abs. 1 Nr. 1, § 17 Abs. 1.
Vorinstanz: Hessisches FG vom 30. August 2000 6 K 4562/98 (EFG 2001, 242)
BFH-Urteil vom 9.10.2002 (V R 73/01) BStBl. 2003 II S. 217
Zahlt eine Rundfunkanstalt zugunsten ihrer freien Mitarbeiter Beiträge an die Pensionskasse für freie Mitarbeiter der Deutschen Rundfunkanstalten, gehören auch diese Beiträge zum Entgelt für die Leistungen der Mitarbeiter.
UStG 1991 § 10 Abs. 1; Richtlinie 77/388/EWG Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 21. Juni 2001 5 K 33/00 (EFG 2001, 1325)
BFH-Beschluss vom 4.9.2002 (I B 145/01) BStBl. 2003 II S. 223
1. Es ist nicht ernstlich zweifelhaft, dass haftungsbegründende Pflichtverletzungen gemäß § 69 AO 1977 - nur - die Nichtabgabe der Steuererklärungen und die Nichtabführung der sich insoweit ergebenden Zahlungen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen sind, nicht jedoch - zusätzlich - der Zeitpunkt der tatsächlichen Fälligkeit der Steuerzahlungen und der Eintritt eines Schadens auf Seiten der Finanzverwaltung. Mit der so verstandenen Verwirklichung des Haftungstatbestandes beginnt zugleich der Lauf der Haftungsverjährung gemäß § 191 Abs. 3 Satz 3 AO 1977.
AO 1977 § 69, § 171 Abs. 10, § 191 Abs. 1 und Abs. 3 Sätze 2, 3 und 4; FGO § 69 Abs. 3.
Vorinstanz: FG Berlin vom 19. September 2001 9 B 9160/01
BFH-Urteil vom 7.11.2002 (VII R 11/01) BStBl. 2003 II S. 226
Maßgebender Zeitpunkt für die Frage, ob die wesentlichen Grundlagen eines Unternehmens auf den Erwerber übergegangen sind, ist derjenige der Übereignung (Festhaltung an der st. Rspr. des Senats). Eine Übereignung eines Unternehmens im Ganzen liegt danach jedenfalls dann vor, wenn die bei Beginn der Übertragung der einzelnen Grundlagen des Unternehmens vorhandenen Betriebsgrundlagen im Wesentlichen vollständig auf den Erwerber übergehen.
AO 1977 § 75.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 21. Oktober 1999 11 K 101/97
BFH-Urteil vom 18.12.2002 (II R 20/01) BStBl. 2003 II S. 228
BewG § 72 Abs. 1, § 129 Abs. 2; RBewDV § 33a Abs. 2.
Vorinstanz: FG des Landes Brandenburg vom 13. Dezember 2000 2 K 2501/98 BG (EFG 2001, 342)
BFH-Urteil vom 12.6.2002 (II R 4/00) BStBl. 2003 II S. 231
Gehören einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in der Bundesrepublik mehr als 25 v.H. der stimmberechtigten Anteile an einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in den Niederlanden, sind die Anteile in der Bundesrepublik von der Besteuerung auszunehmen.
DBA-Niederlande Art. 13 Abs. 4, Art. 19 Abs. 1 Buchst. c, Art. 20 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Münster vom 17. November 1999 3 K 2224/95 EW (EFG 2000, 341)
BFH-Urteil vom 13.9.2001 (IX R 15/99) BStBl. 2003 II S. 232
EigZulG § 9 Abs. 5 Satz 2, § 11 Abs. 1 Satz 2.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1999, 323)
BFH-Urteil vom 23.4.2002 (IX R 52/99) BStBl. 2003 II S. 234
EigZulG § 9 Abs. 5 Satz 2.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz (EFG 1999, 1006)
BFH-Urteil vom 23.4.2002 (IX R 101/00) BStBl. 2003 II S. 235
BFH-Urteil vom 14.5.2002 (IX R 33/00) BStBl. 2003 II S. 236
EigZulG § 9 Abs. 5 Sätze 1 und 2, § 11 Abs. 1 Satz 2.
Vorinstanz: FG Berlin vom 11. Oktober 1999 8 K 8373/99 (EFG 2000, 611)
EStG 1990 § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2, § 16 Abs. 3, § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz (EFG 2000, 480)
BFH-Urteil vom 18.9.2002 (X R 183/96) BStBl. 2003 II S. 238
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg vom 24. Oktober 1996 2 K 44/95 (EFG 1997, 338)
EStG § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1.
Vorinstanz: FG Münster vom 28. Mai 2001 4 K 1392/99 E, (EFG 2001, 1364)
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz vom 11. August 1998 2 K 2857/96
EStG 1990 § 22 Nr. 3, § 49 Abs. 1 Nr. 9.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg, Außensenate Freiburg, vom 20. September 2001 3 K 95/99 (EFG 2002, 28)
BFH-Urteil vom 28.11.2002 (III R 1/01) BStBl. 2003 II S. 250
Die Veräußerung eines 50 %igen Kommanditanteils an einer gewerblich geprägten Grundstücksgesellschaft ist steuerrechtlich als - anteilige - Übertragung so vieler Objekte im Sinne der Rechtsprechung zum gewerblichen Grundstückshandel (Indizwirkung der sog. Drei-Objekt-Grenze) zu werten, wie sich im Gesamthandseigentum der Personengesellschaft befinden (Fortentwicklung des BFH-Urteils vom 10. Dezember 1998 III R 61/97, BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390).
AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 2; EStG § 15 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Nürnberg vom 19. Oktober 2000 IV 384/98 (EFG 2001, 818)
GG Art. 100 Abs. 1 EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 §§ 34, 39b Abs. 3 Satz 9, § 52 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 47.
EStG § 62 Abs. 2 Satz 2; SGB IV § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 25. Februar 1999 10 K 508/97 Kg (EFG 1999, 477)
BFH-Urteil vom 15.1.2003 (II R 23/01) BStBl. 2003 II S. 267
BGB § 426 Abs. 1, § 1360b; AO 1977 § 44 Abs. 1 Satz 1; ErbStG § 10 Abs. 5 Nr. 1.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 23. Februar 2000 3 K 209/97
BFH-Beschluss vom 5.12.2002 (IV B 190/02) BStBl. 2003 II S. 269
FGO §§ 128, 155; ZPO § 321a.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 12. September 2002 13 V 3953/02 A (F)
BFH-Beschluss vom 12.12.2002 (V B 185/02) BStBl. 2003 II S. 270
2. Statt dessen kann zur Beseitigung schweren Verfahrensunrechts in mit förmlichen Rechtsmitteln nicht anfechtbaren Entscheidungen eine fristgebundene Gegenvorstellung bei dem Ausgangsgericht entsprechend § 321a ZPO erhoben werden.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 12. Dezember 2002 5 K 500/01
BFH-Urteil vom 30.10.2002 (IV R 33/01) BStBl. 2003 II S. 272
1. Ein bewegliches Wirtschaftsgut gehört auch dann i.S. von § 2 Nr. 2 FöGbG zum Anlagevermögen einer Betriebsstätte des Steuerpflichtigen im Fördergebiet, wenn es im Rahmen einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung von dem Besitzunternehmen außerhalb des Fördergebiets dem Betriebsunternehmen im Fördergebiet überlassen wird.
2. Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt, wenn das überlassende Unternehmen zugleich eine eigenständige gewerbliche Tätigkeit entfaltet.
FöGbG § 2; EStG § 15 Abs. 3 Nr. 1.
Vorinstanz: FG Münster vom 5. Mai 2000 11 K 5722/98 F, 11 K 1838/99 F (EFG 2001, 1460)
BFH-Urteil vom 4.12.2002 (II R 75/00) BStBl. 2003 II S. 273
ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1, § 12 Abs. 1; BewG § 15 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Münster vom 17. August 2000 3 K 4284/97 Erb (EFG 2000, 1261)
BFH-Urteil vom 30.1.2002 (I R 71/00) BStBl. 2003 II S. 279
KStG § 8 Abs. 1; EStG § 5 Abs. 1 Satz 1; HGB § 249 Abs. 1 Satz 1, § 246 Abs. 1, § 252 Abs. 1 Nr. 4; EHGB Art. 28 Abs. 1 Satz 2.
Vorinstanz: FG Nürnberg vom 18. April 2000 I 156/95 (EFG 2000, 1306)
EStG § 10 Abs. 1 Nr. 4; AO 1977 § 163; EStR 1990 Abschn. 101 Abs. 2.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 20. August 1996 XV 622/94
EStG § 2 Abs. 1, § 15 Abs. 2; BGB §§ 1372 ff.
Vorinstanz: Schleswig-Holsteinisches FG vom 16. Juni 1999 685/95 (EFG 2000, 118)
BFH-Urteil vom 18.9.2002 (X R 5/00) BStBl. 2003 II S. 286
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 27. Mai 1999 V 602/96 (EFG 2000, 503)
EStG §§ 9, 21 GG Art. 105 Abs. 2a.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 23. Mai 2001 14 K 415/97 (EFG 2002, 828)
EStG 1990 i.d.F. des StMBG § 3 Nr. 62, § 10 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a; EGVtr Art. 234.
Vorinstanz: Schleswig-Holsteinisches FG vom 13. September 2000 V 37/99 (EFG 2000, 1315)
BFH-Urteil vom 9.12.2002 (VIII R 40/01) BStBl. 2003 II S. 294
EStG § 15 Abs. 1 und 2.
Vorinstanz: FG Münster vom 28. September 2001 11 K 6361/99 F (EFG 2002, 83)
BFH-Urteil vom 12.12.2002 (III R 20/01) BStBl. 2003 II S. 297
EStG § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 15 Abs. 1; GewStG § 7.
Vorinstanz: Hessisches FG vom 29. März 20018 K 1568/98 (EFG 2001, 1309)
EStG § 33 Abs. 1 und 2.
Vorinstanz: FG des Saarlandes vom 31. Mai 2001 1 K 359/98 (EFG 2001, 1134)

References: § 10
 § 17
 § 17
 Art. 11
 Art. 20
 § 3
 § 47
 § 58
 § 127
 § 10
 § 17
 Art. 11
 § 1
 § 10
 § 15
 § 17
 § 10
 Art. 11
 § 69
 § 191
 § 69
 § 171
 § 191
 § 69
 § 75
 § 72
 § 129
 § 33
 Art. 13
 Art. 19
 Art. 20
 § 9
 § 11
 § 9
 § 9
 § 11
 § 6
 § 16
 § 34
 § 9
 § 21
 § 22
 § 49
 § 39
 § 15
 Art. 100
 § 52
 § 62
 § 4
 § 5
 § 426
 § 1360
 § 44
 § 10
 § 321
 § 321
 § 2
 § 2
 § 15
 § 7
 § 12
 § 15
 § 8
 § 5
 § 249
 § 246
 § 252
 Art. 28
 § 10
 § 163
 § 2
 § 15
 Art. 105
 § 3
 § 10
 Art. 234
 § 15
 § 4
 § 5
 § 15
 § 7
 § 33