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Timestamp: 2019-06-26 22:13:34+00:00

Document:
223-2-77
über die Ausbildung und Prüfung an Berufsfachschulen für Kinderpflege
(APO-BFS-KI)
geändert durch die Verordnung vom 19. Juli 2016 (Amtsbl. I S. 590).
Fundstelle: Amtsblatt 2008, S. 986
§§ 1, 8 und 14 geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 19. Juli 2016 (Amtsbl. I S. 590)
Aufgrund des § 33 Abs. 1 bis 4 des Gesetzes zur Ordnung des Schulwesens im Saarland (Schulordnungsgesetz: SchoG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 1996 (Amtsbl. S. 846; 1997, S. 147), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 21. November 2007 (Amtsbl. 2008, S. 75),1 verordnet das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur:
§ 3 Ausbildungsstruktur, Stundentafel
§ 7 Zeugnisarten, Zeugnisausstellung
§ 8 Zeugnisnoten, sonstige Zeugniseintragungen
§ 9 Festsetzung der Zeugnisnoten
§ 10 Zeugnisausgabe, Bestätigung der Kenntnisnahme
§ 11 Zweck der Abschlussprüfung
§ 12 Gliederung der Abschlussprüfung
§ 14 Zulassung zur Prüfung, Rücktritt und -Säumnis
§ 15 Teilnahme von Schulfremden
§ 17 Prüfungsnoten
§ 18 Prüfungsliste
§ 19 Festsetzung der Vornoten
§ 20 Gegenstand und Dauer der schriftlichen -Prüfung
§ 23 Beurteilung der Prüfungsarbeiten
§ 25 Gegenstand der mündlichen Prüfung
§ 26 Umfang der mündlichen Prüfung
§ 27 Bekanntgabe der bisherigen Prüfungsergebnisse
§ 28 Äußere Vorbereitung der mündlichen Prüfung
§ 29 Durchführung der mündlichen Prüfung
§ 30 Festsetzung der Endnoten
§ 31 Ergebnis der Abschlussprüfung
§ 32 Abschlusszeugnis, Urkunde über die Berufsbezeichnung
§ 33 Berechtigungen eines mittleren Bildungsabschlusses
§ 34 Abgangszeugnis
§ 35 Nachteilsausgleich für behinderte Prüflinge
§ 37 Täuschungsversuche und Verstöße gegen die Ordnung
(1) Diese Verordnung gilt für öffentliche Berufsfachschulen für Kinderpflege.
(1) Ziel der Ausbildung an Berufsfachschulen für Kinderpflege ist die Befähigung, in Familien und sozialpädagogischen Einrichtungen, insbesondere in Kindertageseinrichtungen, in der Pflege, Erziehung und Betreuung von Kindern tätig zu sein. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die erfolgreich abgelegte Prüfung verleiht die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Kinderpfleger/Staatlich anerkannte Kinderpflegerin“.
(2) Das Bestehen der Abschlussprüfung schließt unter den in § 33 genannten Voraussetzungen die Berechtigungen eines mittleren Bildungsabschlusses ein.
Ausbildungsstruktur, Stundentafel
(1) Die Ausbildung an Berufsfachschulen für Kinderpflege dauert zwei Schuljahre (Unter- und Oberstufe). Sie umfasst einen allgemeinen und einen berufsbezogenen Lernbereich. Lernfeldorientierte fachpraktische Anteile werden möglichst in Kooperation mit geeigneten Praxiseinrichtungen in die Fächer des berufsbezogenen Lernbereichs - Theorie und Praxis sozialpädagogischen Handelns - eingebunden. Die einzelnen Unterrichtsfächer und ihr Stundenumfang ergeben sich aus der Stundentafel (Anlage 1). Außerdem ist ein dreiwöchiges Säuglingspflegepraktikum abzuleisten.
(1) In eine Berufsfachschule für Kinderpflege kann aufgenommen werden, wer folgende Voraussetzungen erfüllt und nachweist:
den Abschluss der einjährigen Berufsgrundschule/Hauswirtschaft-Sozialpflege
den Abschluss des Berufsgrundbildungsjahres im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft
eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Hauswirtschafter/zur Hauswirtschafterin
eine von der Schulaufsichtsbehörde[3] als gleichwertig anerkannte schulische oder berufspraktische Ausbildung,
die gesundheitliche Eignung für den Beruf des Kinderpflegers/der Kinderpflegerin.
(2) Wer eine Akademie für Erzieher und Erzieherinnen - Fachschule für Sozialpädagogik - nach Nichtzulassung zur ersten Teilprüfung oder Nichtbestehen der ersten Teilprüfung verlässt, kann unmittelbar in die Oberstufe der Berufsfachschule für Kinderpflege aufgenommen werden.
(1) Die Aufnahme in die Unterstufe einer Berufsfachschule für Kinderpflege ist bis zu einem von der Schulleitung jeweils festzusetzenden Anmeldetermin in schriftlicher Form zu beantragen. Dem Antrag sind beizufügen:
ein Lebenslauf mit Darstellung des Bildungs- und gegebenenfalls Berufswegs,
die zum Nachweis der in § 4 Abs. 1 Nr. 1 und 2 genannten Aufnahmevoraussetzungen erforderlichen Zeugnisse in beglaubigter Abschrift,
ein ärztliches Zeugnis zum Nachweis der gesundheitlichen Eignung, dessen Ausstellung nicht länger als drei Monate zurückliegt; die Verpflichtungen nach den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 13. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2904), in der jeweils geltenden Fassung bleiben unberührt.
Zeugnisse, die zum Anmeldetermin noch nicht vorliegen, sind innerhalb einer von der Schulleitung zu setzenden Frist nachzureichen.
(2) Für eine Aufnahme in die Oberstufe nach § 4 Abs. 2 ist ein entsprechendes Abgangszeugnis der Fachschule für Sozialpädagogik vorzulegen. Ein erneuter Nachweis der gesundheitlichen Eignung ist entbehrlich, wenn der Übergang in die Berufsfachschule für Kinderpflege zum unmittelbar anschließenden Schuljahr stattfindet.
(3) Über die Aufnahme in eine Berufsfachschule für Kinderpflege entscheidet die Schulleitung in Form eines schriftlichen Bescheids. In begründeten Zweifelsfällen legt sie den Aufnahmeantrag der Schulaufsichtsbehörde [3] zur Entscheidung vor.
(1) Übersteigt die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen, die die Aufnahmevoraussetzungen nach § 4 Abs. 1 erfüllen, nach Ablauf des Anmeldetermins und gegebenenfalls der Nachfrist die Aufnahmefähigkeit der Berufsfachschule für Kinderpflege, ist von dieser ein Auswahlverfahren durchzuführen. Die Auswahl erfolgt durch das Los; dies schließt auch ein Nachrückverfahren mit ein für den Fall, dass Schulplätze von ausgelosten Bewerbern oder Bewerberinnen nicht in Anspruch genommen werden.
(1) Zeugnisse während des Besuchs einer Berufsfachschule für Kinderpflege werden als Halbjahres- und Jahreszeugnisse (Anlage 2) sowie als Abgangszeugnisse (Anlage 3) ausgestellt. Sie sind der urkundliche Nachweis über Schulbesuch und Leistungen.
(4) Die Zeugnisse werden als Einzelzeugnisse ausgestellt. Sie tragen das Datum des Ausgabetags und sind von dem Schulleiter oder der Schulleiterin und dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin zu unterzeichnen. Halbjahreszeugnisse und Jahreszeugnisse können auch von dem jeweiligen Abteilungsleiter oder der jeweiligen Abteilungsleiterin im Auftrag des Schulleiters oder der Schulleiterin unterzeichnet werden. Abgangszeugnisse sind mit dem Siegel der Schule zu versehen.
Zeugnisnoten, sonstige Zeugniseintragungen
(2) Die Noten sind in Wortbezeichnungen in die Zeugnisse einzutragen. Zwischennoten und Bewertungszusätze sind nicht zulässig.
(3) Bei Befreiung von der Teilnahme an einem Unterrichtsfach ist an Stelle der Zeugnisnote das Wort „befreit“ einzutragen. Im Falle der Abmeldung vom Religionsunterricht wird die Nichtteilnahme in der Notenzeile des Fachs Religionslehre durch einen Schrägstrich ausgedrückt. Beträgt jeweils bezogen auf die Unterstufe oder die Oberstufe der Berufsfachschule für Haushaltsführung und ambulante Betreuung, der Berufsfachschule für Kinderpflege und aller zweijährigen Berufsfachschulen eines öffentlichen Berufsbildungszentrums die Zahl der Schüler und Schülerinnen, die am Religionsunterricht nicht teilnehmen, mindestens 5, so soll - soweit von der Stundentafel für das Fach Religionslehre dieselbe Sollstundenzahl vorgesehen ist - gemäß § 15 Absatz 1 Satz 2 und 3 des Schulordnungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 1996 (Amtsbl. S. 846; 1997 S. 147), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 20. Januar 2016 (Amtsbl. I S. 120), in der jeweils geltenden Fassung für diese Schüler und Schülerinnen der jeweiligen Stufe Unterricht in allgemeiner Ethik erteilt werden.
(4) In Halbjahres- und Jahreszeugnissen ist die Zahl der insgesamt (entschuldigt und unentschuldigt) versäumten sowie die Zahl der unentschuldigt versäumten Unterrichtstage und Einzelstunden zu vermerken. Darüber hinaus kann in sonstigen, nicht nach Satz 1 erfassten Fällen unentschuldigter Versäumnisse unter „Bemerkungen“ ein entsprechender Hinweis erfolgen.
(5) Beurteilungen eines Schülers oder einer Schülerin unter „Bemerkungen“ in Abgangszeugnissen sind unzulässig.
(2) Die Zeugnisnote fasst die Gesamtleistung des Schülers oder der Schülerin in dem betreffenden Fach zusammen. Dabei sind alle besonderen Gesichtspunkte je nach Lage des Falls zu würdigen. Die Zeugnisnote darf nicht allein aus den Ergebnissen von Klassenarbeiten hergeleitet werden; maßgeblichen Einfluss hat auch die Qualität der Mitarbeit im Unterricht. Demzufolge ist die Zeugnisnote das Ergebnis einer wertenden fachlich-pädagogischen Gesamtbeurteilung und kann nicht schematisch errechnet werden.
(1) Die Halbjahreszeugnisse werden an dem von der Schulaufsichtsbehörde [3] für jedes Schuljahr festgelegten Tag, die Jahreszeugnisse am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgegeben.
(3) Die Erziehungsberechtigten, bei Volljährigen diese selbst, bestätigen die Kenntnisnahme von Halbjahres- und Jahreszeugnissen durch Unterschrift auf dem Zeugnis. Die Zeugnisse sind dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin zur Kontrolle dieser Kenntnisnahme vorzulegen. Bei fehlender Unterschrift hat der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin auf deren Vornahme hinzuwirken, wenn der Verdacht besteht, dass den Erziehungsberechtigten das Zeugnis nicht vorgelegen hat.
In der staatlichen Abschlussprüfung sollen das Erreichen des Ausbildungsziels der Berufsfachschule für Kinderpflege und damit der Erwerb der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine berufliche Tätigkeit als Kinderpfleger oder Kinderpflegerin nachgewiesen werden.
(1) Die Abschlussprüfung findet gegen Ende des Schuljahres statt.
(2) Die Schulaufsichtsbehörde [3] bestimmt die Prüfungstermine. Sie sind den Schülern und Schülerinnen durch die Schulleitung alsbald nach der Festlegung bekannt zu geben.
(1) Die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters oder der Schulleiterin entscheidet spätestens zwei Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung ohne förmliche Anmeldung über die Zulassung zur Prüfung. Bei Schulen in freier Trägerschaft bedürfen diese Entscheidungen der Bestätigung der Schulaufsichtsbehörde.[3]
(2) Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist der ordnungsgemäße Schulbesuch einschließlich der Ableistung des Säuglingspflegepraktikums. Die Zulassung kann überdies versagt werden, wenn nach den während des Schulbesuchs gezeigten Leistungen keine Aussicht auf einen Prüfungserfolg besteht, oder wenn aufgrund fehlender Leistungsnachweise eine Beurteilung nicht möglich ist.
(4) Im Fall des Rücktritts von der Prüfung nach erfolgter Zulassung gilt die Abschlussprüfung insgesamt als nicht bestanden. Das Gleiche gilt, wenn die Prüfung ganz oder teilweise versäumt wird.
(1) Zur Teilnahme an der Abschlussprüfung können auch Bewerber und Bewerberinnen zugelassen werden, die keine Berufsfachschule für Kinderpflege besucht haben (Schulfremde), sofern die Voraussetzungen nach § 4 erfüllt sind und nach Bildungsgang und Berufsweg zu erwarten ist, dass sie den Anforderungen der schulischen Ausbildung entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben.
(2) Der Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung ist bei der Schulaufsichtsbehörde [3] spätestens zwei Monate vor Prüfungsbeginn schriftlich zu stellen. Folgende Unterlagen sind beizufügen:
Zeugnisse zum Nachweis der Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 und 2 oder nach § 4 Abs. 2 in beglaubigter Abschrift sowie ein ärztliches Zeugnis nach § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 ,
ein ausführlicher Bericht über Art und Umfang der den Anforderungen des schulischen Bildungsgangs entsprechenden Prüfungsvorbereitung,
eine Erklärung, gegebenenfalls mit Nachweisen, ob der Bewerber oder die Bewerberin sich bereits einer gleichartigen Prüfung unterzogen oder sich bereits bei einer anderen Stelle zur Prüfung gemeldet hat.
(3) Schulfremde können die Abschlussprüfung nicht eher ablegen, als es bei normalem Schulbesuch möglich gewesen wäre.
(4) Die Schulaufsichtsbehörde [3] entscheidet über die Zulassung und weist die zugelassenen Schulfremden einer Schule - bei Schulen in freier Trägerschaft im Einvernehmen mit dem Schulträger - zur Abschlussprüfung zu.
Prüfungsfächer sind alle nach der Stundentafel (Anlage 1) unterrichteten Fächer.
Für die Festsetzung der Vornoten, die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen und die Bildung der Endnoten gilt § 8 Abs. 1 und 2 . In den Prüfungsarbeiten und in den Zeugnissen sind die Noten in Wortbezeichnungen auszuweisen.
Vermerk über die Zulassungsentscheidung (§ 14 Abs. 1, § 15 Abs. 4),
die Vornoten (§ 19),
die Noten der schriftlichen Prüfung (§ 23),
die Noten der mündlichen Prüfung (§ 29 Abs. 4),
die Endnoten (§ 30),
das Ergebnis der Abschlussprüfung (§ 31).
(3) Die für den Vorsitzenden oder die Vorsitzende der Prüfungskommission bestimmte Liste wird ihm oder ihr unverzüglich im Anschluss an die vor der mündlichen Prüfung durchzuführende Klassenkonferenz (§ 26) mit den Angaben zu Absatz 1 Nr. 1 bis 5 zugeleitet.
(1) Im Rahmen der Entscheidung über die Zulassung zur Prüfung nach § 14 Abs. 1 setzt die Klassenkonferenz auf Vorschlag der Fachlehrkräfte die Vornoten in den Prüfungsfächern fest. Dabei sind die Noten des Jahreszeugnisses der Unterstufe, des Halbjahreszeugnisses der Oberstufe und die Bewertung der im Anschluss an dieses Zeugnis in der Oberstufe erbrachten Leistungen in der Regel als gleichwertig zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt im Fall eines auf die Oberstufe beschränkten Schulbesuchs nach § 4 Abs. 2 ohne Berücksichtigung des Jahreszeugnisses der Unterstufe.
(2) Die Vornoten sind nach ihrer Festsetzung und Eintragung in die Prüfungslisten zusammen mit der Zulassung zur Prüfung (§ 14 Abs. 3 Satz 1) den Prüflingen mündlich bekannt zu geben.
(1) Die schriftliche Prüfung umfasst die Fächer
Deutsch/Kinderliteratur,
Erziehungslehre,
(2) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer Aufsichtsarbeit je Fach mit einer Bearbeitungszeit von jeweils drei Zeitstunden. Für jede Prüfungsarbeit ist ein eigener Prüfungstag vorzusehen.
(1) Die Schulaufsichtsbehörde [3] bestimmt die Aufgaben der schriftlichen Prüfung.
Die Schulleitungen der Berufsfachschulen für Kinderpflege verständigen sich für jedes Fach der schriftlichen Prüfung nach Maßgabe der in den Lehrplänen festgelegten Prüfungsanforderungen auf zwei Aufgabenvorschläge, die mit Angabe der erforderlichen Hilfsmittel, gegebenenfalls der Lösungen, der Korrekturhinweise und der Bewertungsmaßstäbe spätestens zwei Monate vor Prüfungsbeginn der Schulaufsichtsbehörde [3] zur Entscheidung vorzulegen sind. Sie kann die Vorlage weiterer Aufgabenvorschläge verlangen. Die Aufgaben dürfen im Unterricht nicht behandelt werden.
(2) Die von der Schulaufsichtsbehörde [3] bestimmten Prüfungsaufgaben werden den Schulen in der erforderlichen Anzahl in versiegelten Umschlägen zugeleitet. Sie dürfen erst am jeweiligen Prüfungstag im Prüfungsraum in Gegenwart der Prüflinge geöffnet werden. Die auf den Umschlägen vermerkten zugelassenen Hilfsmittel werden den Prüflingen spätestens am letzten Unterrichtstag vor Beginn der Prüfung bekannt gegeben.
(3) Es besteht die Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit (§ 38).
(1) Die Arbeiten und die Entwürfe sind auf Bogen zu schreiben, die von der Schule zur Verfügung gestellt und mit dem Schulstempel versehen werden. Die Prüflinge tragen Namen, Vornamen, Klasse und Prüfungsfach am Kopf der ersten Seite der Reinschrift ein. Die erste Seite und ein Rand jeder weiteren Seite sind für amtliche Eintragungen freizuhalten. Die Seiten der Reinschriften sind fortlaufend zu nummerieren. Sämtliche Entwürfe und Beilagen sind mit dem Namen des Prüflings zu versehen.
(4) Vor Eintritt in die Prüfung werden die Prüflinge darauf hingewiesen, dass Täuschungsversuche, Beihilfe hierzu und Ordnungsverstöße zum Ausschluss von der Abschlussprüfung führen können. Der Wortlaut von § 37 ist bekannt zu geben. Nach Klärung technischer Fragen und Bekanntgabe der Prüfungsaufgaben beginnt die Bearbeitungszeit.
(5) Über den Verlauf der schriftlichen Prüfung ist von den Aufsichtführenden in jedem Prüfungsraum für jedes Prüfungsfach eine Niederschrift zu fertigen und zu unterzeichnen. In diese werden aufgenommen:
ein Vermerk über die erfolgte Belehrung gemäß § 37 ,
(2) Weichen die Noten der beiden Fachlehrkräfte voneinander ab, so setzt der Schulleiter oder die Schulleiterin im Benehmen mit ihnen die Note für die Prüfungsarbeit fest. Er oder sie kann weitere Fachlehrkräfte hinzuziehen.
(3) Die Note und gegebenenfalls eine Begründung werden auf der ersten Seite der Prüfungsarbeit eingetragen. Die beiden Fachlehrkräfte bestätigen durch Unterschrift die Beurteilung und die Note der Arbeit, im Falle des Absatzes 2 bestätigt der Schulleiter oder die Schulleiterin zusätzlich die in eigener Zuständigkeit festgesetzte Note.
ein Regierungsbeauftragter als Vorsitzender oder eine Regierungsbeauftragte als Vorsitzende, der/die von der Schulaufsichtsbehörde [3] bestellt wird,
der Schulleiter oder die Schulleiterin oder der ständige Vertreter oder die ständige Vertreterin,
alle Fachlehrkräfte, die in den Oberstufenklassen der Schule in den Prüfungsfächern (§ 16) unterrichten,
weitere von der Schulaufsichtsbehörde [3] berufene Fachlehrkräfte als Fremdprüfer oder Fremdprüferinnen.
(3) Der oder die Vorsitzende bildet für die Durchführung der mündlichen Prüfung in den einzelnen Fächern aus den Mitgliedern der Prüfungskommission Fachausschüsse. Ein Fachausschuss besteht aus der jeweils zuständigen Fachlehrkraft als Prüfer oder Prüferin und einem fachkundigen Fremdprüfer oder einer fachkundigen Fremdprüferin. Fällt ein Mitglied eines Fachausschusses aus, ist unverzüglich ein Vertreter oder eine Vertreterin zu berufen.
Alle Prüfungsfächer (§ 16) können Gegenstand der mündlichen Prüfung sein.
(1) Unmittelbar nach Festsetzung der Noten der schriftlichen Prüfung (§ 23) entscheidet die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters oder der Schulleiterin vorbehaltlich der Bestätigung des oder der Vorsitzenden der Prüfungskommission, ob und in welchen Fächern ein Prüfling mündlich zu prüfen ist.
(4) Die mündliche Prüfung in einem schriftlich geprüften Fach soll nicht entfallen, wenn eine unter „ausreichend“ liegende Note entweder nur als Vornote oder nur in der schriftlichen Prüfung erteilt wurde. Das Gleiche gilt, wenn in einem Fach die Vornote „mangelhaft“ und in der schriftlichen Prüfung die Note „ungenügend“ oder die Vornote „ungenügend“ und in der schriftlichen Prüfung die Note „mangelhaft“ erteilt wurden.
(5) Jeder Prüfling kann bis drei Werktage vor Beginn der mündlichen Prüfung schriftlich bei der Schulleitung beantragen, in weiteren Prüfungsfächern mündlich geprüft zu werden. Dem Antrag ist zu entsprechen. In Fällen des Absatzes 3 Nr. 3 wird der Prüfling, wenn er eine mündliche Prüfung in einem der betreffenden Fächer wünscht, in beiden Fächern geprüft.
(6) Der oder die Vorsitzende der Prüfungskommission hat das Recht, auf mündliche Prüfungen, die von der Klassenkonferenz festgesetzt wurden, zu verzichten und in besonderen Fällen Prüfungen in weiteren Fächern anzuordnen.
(7) Schulfremde werden in allen Prüfungsfächern (§ 16) mündlich geprüft.
die Fächer, in denen jeweils mündlich geprüft werden soll,
Dabei sind die Prüflinge auf die Vorschriften des § 26 Abs. 5 und 6 ausdrücklich hinzuweisen.
die Prüfungslisten (§ 18),
die Niederschriften über die nach §§14, 19 vor der schriftlichen Prüfung und die nach §26 vor der mündlichen Prüfung durchzuführenden Klassenkonferenzen,
(2) Die für die mündliche Prüfung notwendigen Hilfsmittel (z. B. Texte, Hard- und Software) müssen in den Prüfungsräumen zur Verfügung stehen.
(6) Bei privaten Ersatzschulen kann bei der mündlichen Prüfung - ausgenommen die Beratung und die Beschlussfassung über die Leistungsbewertung - ein Vertreter oder eine Vertreterin des Schulträgers anwesend sein.
(1) Die Prüfungskommission stellt in der Schlusskonferenz aufgrund der Endnoten fest, ob die Abschlussprüfung bestanden oder nicht bestanden ist.
wenn die Endnote im Fach Erziehungslehre mindestens „ausreichend“ ist und die Endnote „mangelhaft“ in höchstens zwei weiteren Prüfungsfächern, von denen nur eines ein schriftliches Prüfungsfach sein darf, jeweils durch mindestens die Endnote „befriedigend“ in einem anderen Prüfungsfach ausgeglichen wird; dabei kann der Notenausgleich in einem schriftlichen Prüfungsfach nur durch ein anderes schriftliches Prüfungsfach erfolgen.
In allen anderen Fällen ist die Prüfung nicht bestanden; insbesondere schließt eine unter „ausreichend“ liegende Endnote im Fach Erziehungslehre das Bestehen der Prüfung aus.
(3) Über die Schlusskonferenz ist eine Niederschrift zu fertigen. Die Niederschrift und die Prüfungslisten (§18) werden von allen Mitgliedern der Prüfungskommission unterzeichnet und mit dem Siegel der Schule versehen.
Abschlusszeugnis, Urkunde über die Berufsbezeichnung
(1) Wer die Abschlussprüfung bestanden hat, erhält ein Abschlusszeugnis (Anlage 4) und ist berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Kinderpfleger/Staatlich anerkannte Kinderpflegerin“ zu führen. Hierüber wird von der Schulaufsichtsbehörde [3] eine Urkunde (Anlage 5) ausgestellt.
(2) Das Abschlusszeugnis ist von dem oder der Vorsitzenden der Prüfungskommission, dem Schulleiter oder der Schulleiterin und dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin zu unterzeichnen und mit den Siegeln der Schulaufsichtsbehörde [3] und der Schule zu versehen. Ausfertigungsdatum ist der Tag der Schlusskonferenz. § 8 Abs. 3 gilt entsprechend.
(3) Wer die Prüfung als Schulfremder oder Schulfremde abgelegt hat, erhält im Abschlusszeugnis einen entsprechenden Vermerk.
Berechtigungen eines mittleren Bildungsabschlusses
(1) Das Bestehen der Abschlussprüfung schließt die Berechtigungen eines mittleren Bildungsabschlusses ein, wenn
in den im Abschlusszeugnis ausgewiesenen Prüfungsfächern (§ 16) ein Notendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht wird, der als arithmetisches Mittel auf eine Stelle hinter dem Komma zu berechnen ist, wobei nicht gerundet wird,
die Note des Abschlusszeugnisses im Fach Fremdsprache mindestens „ausreichend“ lautet und einschließlich des Besuchs der Berufsfachschule für Kinderpflege eine insgesamt mindestens fünfjährige Teilnahme am Fremdsprachenunterricht einer öffentlichen Schule oder einer privaten Ersatzschule nachgewiesen wird; die insgesamt mindestens fünfjährige Unterrichtsteilnahme kann sich auf eine oder mehrere Fremdsprachen beziehen.
Die Schulaufsichtsbehörde [3] kann den Nachweis anderweitig erworbener Fremdsprachenkenntnisse, die den in Satz 1 Nr. 2 aufgeführten Fremdsprachennachweisen gleichwertig sind, anerkennen.
(2) Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Absatz 1 erhält das Abschlusszeugnis im Original folgenden Vermerk:
„Dieses Zeugnis schließt die Berechtigungen eines mittleren Bildungsabschlusses ein.“
Der Vermerk, der von der Schule auf der Rückseite des Abschlusszeugnisses einzutragen ist, trägt das Datum seines Ausstellungstages und ist zusätzlich mit dem Siegel der Schule und der Unterschrift des Schulleiters oder der Schulleiterin zu versehen.
Die Eintragung des Vermerks entfällt, wenn der Zeugnisinhaber oder die Zeugnisinhaberin bereits über einen mittleren Bildungsabschluss verfügt.
(1) Wer die Abschlussprüfung nicht bestanden hat oder wessen Prüfung nach den Vorschriften des § 14 Abs. 4 oder des § 37 als nicht bestanden gilt, erhält im Fall des Abgangs von der Schule ein Abgangszeugnis (Anlage 3).
(2) Hat ein Prüfling, der die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, an der gesamten Prüfung teilgenommen, werden die Endnoten in das Abgangszeugnis übernommen. Hat er nicht an der gesamten Prüfung teilgenommen, erhält er
(2) Wer die Abschlussprüfung nicht bestanden hat oder wessen Prüfung nach den Vorschriften des § 14 Abs. 4 oder des § 37 als nicht bestanden gilt, kann sie in der Regel einmal, und zwar frühestens zum nächsten allgemeinen Prüfungstermin, wiederholen. Die Wiederholung erstreckt sich auf die gesamte Prüfung und setzt - außer bei Schulfremden - die Wiederholung der Oberstufe voraus. Eine Wiederholung von Teilen der Prüfung oder eine Wiederholung in einzelnen Prüfungsfächern ist nicht möglich.
(3) In besonders begründeten Ausnahmefällen kann die Schulaufsichtsbehörde [3] eine zweite Wiederholung der Abschlussprüfung gestatten.
Täuschungsversuche und Verstöße gegen die -Ordnung
(4) Bei Ausschluss von der weiteren Teilnahme gilt die Abschlussprüfung insgesamt als nicht bestanden.
(5) Wird eine schwerwiegende Täuschungshandlung erst nach Ablauf der Abschlussprüfung festgestellt, kann die Schulaufsichtsbehörde [3] die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären und das Abschlusszeugnis und die Urkunde einziehen. Dies gilt jedoch nur für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem letzten Tag der mündlichen Prüfung.
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2008 mit der Maßgabe in Kraft, dass sich das Aufnahmeverfahren und ein erforderlichenfalls durchzuführendes Auswahlverfahren für einen Schuleintritt zu diesem Termin bereits nach den Vorschriften dieser Verordnung richten.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung - Schul- und Prüfungsordnung - über die Ausbildung und Prüfung an Berufsfachschulen für Kinderpflege im Saarland (APO-BFS-KI) vom 20. Juni 1988 (Amtsbl. S. 565), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 18. Mai 2005 (Amtsbl. S. 794), außer Kraft.
(3) § 40 bleibt unberührt.
(1) Diese Verordnung findet erstmals auf die zum Schuljahr 2008/2009 mit der Unterstufe beginnende Ausbildung an einer Berufsfachschule für Kinderpflege Anwendung.
(2) Eine vor dem 1. August 2008 begonnene Ausbildung an einer Berufsfachschule für Kinderpflege wird nach den bisherigen Vorschriften (§ 39 Abs. 2), längstens bis zum Abschluss des Schuljahres 2009/2010 einschließlich etwaiger Nachtermine, fortgeführt und beendet.
Gültig ab 1. August 2008
(beginnend mit der Unterstufe)
(Französisch oder Englisch)
- Theorie und Praxis*)
sozialpädagogischen Handelns -
Die Organisation der fachpraktischen Anteile kann in Absprache mit ausgewählten Kindertageseinrichtungen im Block, an einem Tag pro Woche oder thematisch erfolgen.

References: § 33

§ 3

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 14

§ 15

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 23

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 37
 § 33
 § 4
 § 4
 § 4
 § 15
 § 4
 § 4
 § 4
 § 5
 § 8
 § 15
 § 14
 § 4
 § 37
 § 37
 § 26
 §26
 § 8
 § 14
 § 37
 § 14
 § 37
 § 40