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Timestamp: 2018-06-19 09:18:11+00:00

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DAS URANTIA BUCH, Schrift 106. Realitätsebenen des Universums
DAS URANTIA BUCH - Schrift 106. Realitätsebenen des Universums
Schrift 106. Realitätsebenen des Universums
§ 1. Primäre Verbindung endlicher funktioneller Realitäten
§ 2. Sekundäre Supreme Integrierung der endlichen Realitäten
§ 3. Transzendenter tertiärer Realitätszusammenschluss
§ 4. Ultime vierte Integration
§ 5. Coabsolutes oder Zusammenwirken der fünften Phase
§ 6. Absolute oder Integration der sechsten Phase
§ 7. Finalität der Bestimmung
§ 8. Die Trinität der Trinitäten
§ 9. Existentielle unendliche Einigung
106:0.5 (1162.5) 3. Transzendente Realitäten. Diese überendliche Ebene folgt auf die endliche Vorwärtsbewegung (und geht ihr voraus). Sie enthält die vorendliche Entstehung endlicher Anfänge und die nachendliche Bedeutung aller scheinbar endlichen Abschlüsse oder Bestimmungen. Ein großer Teil von Paradies Havona ist offenbar transzendenter Art.
106:0.6 (1162.6) 4. Ultime Realitäten. Diese Ebene schließt alles in sich, was Alluniversumsbedeutung besitzt und einen Einfluss auf die Ebene der Bestimmung des vervollständigten Alluniversums hat. Paradies Havona (insbesondere der Kreis der Welten des Vaters) hat in vieler Hinsicht ultime Bedeutung.
106:0.7 (1163.1) 5. Coabsolute Realitäten. Diese Ebene enthält die Projektion erfahrungsmäßiger Realitäten auf ein Über-Alluniversumsfeld schöpferischen Ausdrucks.
106:0.10 (1163.4) Diese Realitätsebenen sind brauchbare Kompromisssymbolisierungen für das gegenwärtige Universumszeitalter und für die menschliche Perspektive. Es gibt eine ganze Reihe anderer Betrachtungsweisen der Realität aus anderen Perspektiven als der menschlichen und vom Standpunkt anderer Universumszeitalter aus. Man sollte deshalb zur Kenntnis nehmen, dass die hier vorgestellten Konzepte gänzlich relativ sind, relativ in dem Sinne, dass sie bedingt und begrenzt sind durch:
106:0.17 (1163.11) 7. Die Unfähigkeit jeglichen Geschöpfes zu begreifen, was mit vorexistentiellen und nach erfahrungsmäßigen Realitäten wirklich gemeint ist — mit dem, was vor den Anfängen und nach den Bestimmungen liegt.
106:1.3 (1164.2) Der Siebenfache Gott bedeutet die Anerkennung der Schranken der Zeit in den evolutionären Universen des Raums durch die Paradiesgottheit. Ganz einerlei, wie fern vom Paradies und wie tief im Raum eine materielle, potentiell fortlebende Persönlichkeit ihren Ursprung hat — man wird dort den Siebenfachen Gott antreffen, wie er sich in Liebe und Barmherzigkeit darum bemüht, solch einem unvollständigen, kämpfenden, evolutionären Geschöpf Wahrheit, Schönheit und Güte zu bringen. Der göttliche Dienst des Siebenfachen reicht nach innen über den Ewigen Sohn bis zum Paradies Vater und nach außen über die Ältesten der Tage bis zu den Universumsvätern — den Schöpfersöhnen.
106:2.1 (1164.4) So wie der Siebenfache Gott die endliche Evolution funktionell koordiniert, führt das Supreme Wesen schließlich die zusammenfassende Erfüllung der Bestimmung herbei. In der Gottheit des Supremen Wesens gipfelt die Entwicklung des Großen Universums — einer physischen Evolution rund um einen geistigen Kern und einer schließlichen Herrschaft dieses geistigen Kerns über die ihn umkreisenden und umwirbelnden Bereiche physischer Evolution. Und all das findet in Übereinstimmung mit den Weisungen der Persönlichkeit statt: der Paradies Persönlichkeit im höchsten Sinn, der Schöpferpersönlichkeit im Universumssinn, der sterblichen Persönlichkeit im menschlichen Sinn und der Supremen Persönlichkeit im kulminierenden oder alles umfassenden erfahrungsmäßigen Sinn.
106:2.2 (1164.5) Das Konzept des Supremen soll die differenzierte Erkenntnis von geistiger Person, evolutio-närer Macht und Macht-Persönlichkeits-Synthese gestatten — die Einigung von evolutionärer Macht mit geistiger Persönlichkeit und die Herrschaft dieser über jene.
106:2.3 (1164.6) Letzten Endes kommt der Geist über Havona aus dem Paradies. Die Energie-Materie entwickelt sich anscheinend in den Tiefen des Raums und wird von den Kindern des Unendlichen Geistes in Verbindung mit den Schöpfersöhnen Gottes als Macht organisiert. Und all das ist ein erfahrungsmäßiges Geschehen; es spielt sich in Zeit und Raum ab und umfasst einen breiten Fächer von Lebewesen, der sogar göttliche Schöpfer und evolutionäre Geschöpfe einschließt. Die Beherrschung der Macht durch die göttlichen Schöpfer im Großen Universum nimmt langsam zu, um schließlich die evolutionäre Beruhigung und Stabilisierung der Zeit-Raum-Schöpfungen zu beinhalten, und das ist das Erblühen der erfahrungsmäßigen Macht des Siebenfachen Gottes. Es umfasst die gesamte Skala göttlichen Vollbringens in Zeit und Raum von den Justierer-Verleihungen des Universalen Vaters bis zu den Lebens-Hingaben der Paradies Söhne. Das ist verdiente Macht, bewiesene Macht, durch Erfahrung gewonnene Macht; sie steht im Gegensatz zu der ewigen Macht, der unergründlichen Macht, der existentiellen Macht der Paradies Gottheiten.
106:2.6 (1165.3) Michael von Nebadon gleicht dem Paradies Vater, weil er die Paradies Vollkommenheit mit ihm teilt; ebenso werden die evolutionären Sterblichen eines Tages zu einer Verwandtschaft mit dem erfahrungsmäßigen Supremen gelangen, denn sie werden wahrhaftig seine evolutionäre Vollkommenheit teilen.
106:2.7 (1165.4) Der Supreme Gott ist ein Gott der Erfahrung; deshalb ist er vollständig erfahrbar. Die existen- tiellen Realitäten der sieben Absoluten können durch die Technik der Erfahrung nicht wahrgenommen werden; nur die Persönlichkeitsrealitäten des Vaters, des Sohnes und des Geistes können von der Persönlichkeit des endlichen Geschöpfes in betender und verehrender Haltung erlebt werden.
106:3.3 (1166.1) Die Paradies Trinität ist wirklich unendlich, und keine Trinität, die nicht auch diese ursprüngliche Trinität mit einschließt, kann möglicherweise unendlich sein. Aber die ursprüngliche Trinität ist der Fall eines Zusammenschlusses von ausschließlich absoluten Gottheiten; unterabsolute Wesen hatten mit dieser Urvereinigung nichts zu tun. In den in der Folge erscheinenden erfahrungsmäßigen Trinitäten wirken auch Geschöpfespersönlichkeiten mit. Auf jeden Fall trifft das für die Ultime Trinität zu, in welcher gerade die Anwesenheit der Meister-Schöpfersöhne unter den Supremen Schöpfermitgliedern Zeugnis ablegt von der gleichzeitigen Anwesenheit wirklicher und echter Geschöpfeserfahrung innerhalb dieser trinitären Vereinigung.
106:3.4 (1166.2) Die erste erfahrungsmäßige Trinität erlaubt das Erreichen ultimer Möglichkeiten in der Gruppe. Gruppenzusammenschlüsse sind fähig, die Fähigkeiten Einzelner vorwegzunehmen oder gar weit zu übertreffen; und das ist auch jenseits der endlichen Ebene wahr. In künftigen Zeitaltern, wenn die sieben Superuniversen einmal im Licht und Leben verankert sind, wird das Finalitätskorps zweifelsohne die Vorhaben der Paradies Gottheiten verkünden, so wie sie von der Ultimen Trinität diktiert werden und in der Macht-Persönlichkeit des Supremen Wesens geeint sind.
106:4.1 (1166.4) Wohl koordiniert die Paradies Trinität im ultimen Sinne, aber sie wirkt dabei als ein sich selbst einschränkendes Absolutes; die erfahrungsmäßige Ultime Trinität koordiniert Transzendentes als eine transzendente Realität. In der ewigen Zukunft wird diese erfahrungsmäßige Trinität durch wachsende Einheit die eventuierende Gegenwart der Ultimen Gottheit weiter aktivieren.
5. Coabsolutes oder Zusammenwirken der fünften Phase
106:6.3 (1168.2) Wenn wir ein Kosmos-Unendliches annehmen — einen unbegrenzbaren, noch über das All-universum hinausgreifenden Kosmos — und wenn wir uns vorstellen, dass sich die finalen Entwicklungen der Absoluten Trinität auf einem solch überultimen Schauplatz abspielen werden, dann wird es möglich zu mutmaßen, dass die vollendete Funktion der Absoluten Trinität ihren finalen Ausdruck in den Schöpfungen der Unendlichkeit finden und die absolute Verwirklichung aller Potentiale vollziehen wird. Die Integrierung und Assoziierung immer größerer Segmente der Realität wird sich dem absoluten Zustand in dem Maße nähern, wie sie die gesamte in den solcherweise einbezogenen Segmenten enthaltene Realität umfasst.
106:6.5 (1168.4) Einer Sache hingegen sind wir gewiss: Während die existentielle Paradies Trinität unendlich und die erfahrungsmäßige Ultime Trinität unterunendlich sind, ist die Absolute Trinität nicht so einfach einzuordnen. Obwohl ihrer Entstehung und ihrem Wesen nach erfahrungsmäßig, berührt sie eindeutig die existentiellen Absoluten der Potentialität.
106:6.6 (1168.5) Auch wenn es dem menschlichen Verstand kaum zuträglich ist, solch weit entfernte und übermenschliche Konzepte begreifen zu wollen, möchten wir dennoch den Gedanken vorschlagen, dass das ewige Wirken der absoluten Trinität in einer Art Teilhabe der Absoluten der Potentia-lität an der Erfahrungswelt seinen Höhepunkt findet. Das schiene eine vernünftige Folgerung zu sein, was das Universale Absolute anbelangt, wenn auch nicht das Eigenschaftslose Absolute; wenigstens wissen wir, dass das Universale Absolute nicht nur statisch und potentiell, sondern auch assoziativ ist im vollen Gottheits-Verständnis dieser Begriffe. Aber was die vorstellbaren Göttlichkeits- und Persönlichkeitswerte betrifft, setzen diese mutmaßlichen Ereignisse die Personifizierung des Gottheits-Absoluten und das Erscheinen jener überpersönlichen Werte und ultrapersönlichen Bedeutungen voraus, die im Wesen der Persönlichkeitsvollendung des Absoluten Gottes liegen — der dritten und letzten der erfahrungsmäßigen Gottheiten.
106:7.3 (1169.2) Die Bestimmung wird durch den Willensakt der Gottheiten festgelegt, die die Paradies Trinität bilden; die Bestimmung wird in der Unermesslichkeit der drei großen Potentiale festgelegt, deren Absolutheit die Möglichkeiten aller künftigen Entwicklung enthält; die Bestimmung wird wahrscheinlich durch den Akt des Vollenders der Universumsbestimmung vollzogen, und an diesem Akt mitbeteiligt sind wahrscheinlich der Supreme und der Ultime in der Absoluten Trinität. Jede erfahrungsmäßige Bestimmung kann vom erfahrenden Geschöpf wenigstens teilweise verstanden werden; aber eine Bestimmung, welche unendliche existentielle Realitäten berührt, ist kaum verständlich. Die finale Bestimmung ist eine existentiell-erfahrungsmäßige Vollbringung, an der das Gottheit-Absolute beteiligt zu sein scheint. Aber das Gottheit-Absolute steht in einer Ewigkeitsbeziehung zum Eigenschaftslosen Absoluten durch das Universale Absolute. Und diese drei Absoluten, potentiell erfahrungsmässig, sind tatsächlich existentiell und mehr, denn sie sind grenzenlos, zeitlos, raumlos, schrankenlos und maßlos — wahrhaft unendlich.
106:7.4 (1169.3) Die Unwahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, verbietet indessen nicht philosophisches Theo-retisieren über solch hypothetische Bestimmungen. Das Wirklichwerden des Gottheits-Absoluten als eines erreichbaren absoluten Gottes mag praktisch unmöglich sein; nichtsdestoweniger bleibt solch eine finale Erfüllung eine theoretische Möglichkeit. Die Einbeziehung des Eigenschaftslosen Absoluten in irgendein unvorstellbares Kosmos-Unendliches mag in einer unermesslich weit entfernten Zukunft endloser Ewigkeit liegen, aber eine solche Hypothese ist trotzdem gültig. Sterbliche, Morontianer, Geiste, Finalisten, Transzendentale und andere, ebenso wie die Universen selber und alle anderen Phasen der Realität haben mit Sicherheit eine potentiell finale Bestimmung, deren Wert absolut ist; aber wir bezweifeln, dass irgendein Wesen oder Universum alle Aspekte einer solchen Bestimmung vollständig erreichen wird.
106:7.5 (1169.4) Wie sehr ihr auch immer im Verstehen des Vaters wachsen möget, wird eurem Denken doch stets schwindlig werden ob der nicht offenbarten Unendlichkeit des Vater-ICH BIN, dessen unerforschte Unermesslichkeit durch alle Zyklen der Ewigkeit hindurch immer unergründlich und unverständlich bleiben wird. Wie viel von Gott ihr euch auch immer aneignen mögt, wird immer viel mehr von ihm übrig bleiben, wovon ihr nicht einmal die Existenz vermutet. Und wir glauben, dass dies auf transzendenten Ebenen genauso zutrifft wie in den Bereichen endlicher Existenz. Die Suche nach Gott hat kein Ende!
106:7.10 (1170.3) Solche Eventualitäten liegen, gelinde gesagt, eher in weiter Ferne; trotzdem glauben wir in den Mechanismen, Persönlichkeiten und Verbindungen der drei Trinitäten die theoretische Möglichkeit einer Wiedervereinigung der sieben absoluten Phasen des Vater-ICH BIN zu entdecken. Und das führt uns direkt zum Konzept der dreifachen Trinität, welche die existentiellen Status besitzende Paradies Trinität und die beiden später erscheinenden Trinitäten erfahrungsmäßigen Wesens und Ursprungs umfasst.
106:8.9 (1171.2) 1. Die Paradies-Trinität, der Zusammenschluss der drei Paradies-Gottheiten — Vater, Sohn und Geist. Es sollte in Erinnerung gerufen werden, dass die Paradies Trinität eine dreifache Funktion beinhaltet — eine absolute Funktion, eine transzendente Funktion (Trinität der Ultimität) und eine endliche Funktion (Trinität der Suprematie). Die Paradies-Trinität ist in jedem Augenblick jede dieser Funktionen und alle zusammen.
106:8.14 (1171.7) 1. Der Supreme. Er ist die Gottheitskonsequenz der Einheit der Paradies Trinität im erfahrungsmäßigen Bund mit den Schöpfersöhnen und den Schöpferischen Töchtern, den Kindern der Paradies Gottheiten. Der Supreme ist die Gottheitsverkörperung der Vollendung des ersten Stadiums endlicher Evolution.
106:8.17 (1172.2) Die Schwierigkeit, sich dieses dritte Mitglied vorzustellen, liegt im Wesen der Tatsache, dass die Annahme einer solchen Mitgliedschaft in Wahrheit bloß ein einziges Absolutes zulässt. Theo-retisch, und wenn sich so etwas ereignen könnte, sollten wir zu Zeugen der erfahrungsmäßigen Einigung der drei Absoluten in eins werden. Und man lehrt uns, dass es in der Unendlichkeit und existentiell ein einziges Absolutes gibt. Obwohl es höchst unklar ist, was dieses dritte Mitglied sein könnte, wird oft postuliert, dass es aus dem Gottheit-, dem Universalen und dem Eigenschaftslosen Absoluten in irgendeiner Form unvorstellbarer Verbindung und kosmischer Manifestation bestehen könnte. Bestimmt könnte die Trinität der Trinitäten vor der vollen Einigung der drei Absoluten kaum zu vollständigem Funktionieren gelangen, und schwerlich können sich die drei Absoluten einigen, bevor alle unendlichen Potentiale sich vollständig verwirklicht haben.
106:9.1 (1173.2) Im Konzept der Trinität der Trinitäten postulieren wir die Möglichkeit einer erfahrungsmäßigen Einigung grenzenloser Realität, und wir stellen manchmal die Theorie auf, dass all dies in der äußersten Entlegenheit einer weit entfernten Ewigkeit geschehen könnte. Aber dennoch gibt es eine wirkliche und gegenwärtige Einigung der Unendlichkeit gerade in diesem Zeitalter wie in allen vergangenen und zukünftigen Universumszeitaltern; eine solche Einigung ist existentiell in der Paradies Trinität. Unendliche Einigung als eine erfahrungsmäßige Realität liegt in unvorstellbarer Ferne, aber eine uneingeschränkte unendliche Einheit beherrscht gerade jetzt den gegenwärtigen Augenblick der Universumsexistenz und einigt alles Auseinanderstrebende der gesamten Realität mit einer existentiellen Erhabenheit, die absolut ist.
106:9.4 (1173.5) Das Konzept der Einigung aller Realität, sei es in diesem oder irgendeinem anderen Universumszeitalter, ist grundlegend doppelter Natur: existentiell und erfahrungsmäßig. Eine solche Einigung geht in der Trinität der Trinitäten als erfahrungsmäßige Verwirklichung vor sich, aber der Grad der augenscheinlichen Verwirklichung dieser dreifachen Trinität steht in direktem Verhältnis zum Verschwinden der Beschränkungen und Unvollkommenheiten der Realität im Kosmos. Aber die totale Integration der Realität ist in der Paradies Trinität uneingeschränkt und ewig und existentiell gegenwärtig. In ihr ist gerade in diesem Universumsaugenblick die unendliche Realität absolut geeint.
106:9.5 (1174.1) Das durch den erfahrungsmäßigen und existentiellen Gesichtspunkt geschaffene Paradox ist unvermeidlich und fußt zum Teil auf der Tatsache, dass die Paradies Trinität und die Trinität der Trinitäten beide eine ewige Beziehung sind, welche die Sterblichen nur als Zeit-Raum-Relativität wahrnehmen können. Die menschliche Vorstellung von der schrittweisen erfahrungsmäßigen Verwirklichung der Trinität der Trinitäten — der Gesichtspunkt der Zeit — muss durch das zusätzliche Postulat ergänzt werden, dass diese bereits eine Tatsache ist — der Gesichtspunkt der Ewigkeit. Aber wie können diese beiden Gesichtspunkte miteinander versöhnt werden? Wir legen den endlichen Sterblichen nahe, die Wahrheit zu akzeptieren, dass die Paradies Trinität die existentielle Einigung der Unendlichkeit ist, und dass die Unfähigkeit, die tatsächliche Gegenwart und vollendete Manifestation der erfahrungsmäßigen Trinität der Trinitäten zu erkennen, teilweise auf wechselseitigen Verzerrungen beruht. Deren Gründe sind:
106:9.9 (1174.5) Der Universale Vater in der Paradies Trinität ist das ICH BIN der Trinität der Trinitäten, und das Unvermögen, den Vater als unendlich zu erfahren, kommt von den endlichen Begrenzungen. Das Konzept des existentiellen, einsamen, vortrinitären und nicht erreichbaren ICH BIN und das Postulat des erfahrungsmäßigen, auf die Trinität der Trinität folgenden und erreichbaren ICH BIN sind ein und dieselbe Hypothese; es hat sich im Unendlichen tatsächlich nichts verändert; alle scheinbaren Entwicklungen sind wachsender Empfänglichkeit für die Realität und wachsender kosmischer Würdigung zuzuschreiben.
106:9.12 (1175.1) Ein auf die Ausführung des Willens des Vaters gegründetes Leben führt materielle, evolutio-näre, endliche Geschöpfe direkt zum Erreichen geistiger Herrschaft im Persönlichkeitsbereich und bringt diese Geschöpfe dem Verständnis des Vater-Unendlichen einen Schritt näher. Solch ein Leben im Vater ist eines, das sich auf Wahrheit gründet, auf Schönheit anspricht und durch Güte beherrscht wird. Eine solche Gott kennende Person ist durch Anbetung inwendig erleuchtet und widmet sich nach außen hin von ganzem Herzen dem Dienst an der universellen Bruderschaft aller Persönlichkeiten, einem dienenden Wirken, das von Barmherzigkeit erfüllt ist und durch Liebe motiviert wird, während all diese Lebensqualitäten in der sich entwickelnden Persönlichkeit eine Einigung erfahren auf immer höheren Ebenen der kosmischen Weisheit, der Selbstverwirklichung, des Findens von Gott und der Anbetung des Vaters.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 Art.
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