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Timestamp: 2019-11-13 19:29:56+00:00

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BGH, 25.02.1999 - VII ZR 190/97 - dejure.org
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BGH, 25.02.1999 - VII ZR 190/97 (https://dejure.org/1999,631)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1999 - VII ZR 190/97 (https://dejure.org/1999,631)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97 (https://dejure.org/1999,631)
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BGB §§ 635, 638 Abs. 1 Satz 2
Mangelhafte Bauplanung eines Architekten bei nicht dauerhafter baurechtlicher Genehmigungsfähigkeit; Abnahmefähigkeit einer Bauplanung eines Architekten bei fehlender baurechtlicher Genehmigungsfähigkeit; Unvollständigkeit einer zu erbringenden Werkleistung bei ...
BGB § 635, § 638 Abs. 1 S. 2
Schadensersatzpflicht des Architekten bei nicht genehmigungsfähiger Planung
Genehmigungsplanung: Was schuldet Architekt? (IBR 1999, 326)
NJW 1999, 2112
MDR 1999, 800
WM 1999, 1181
BB 1999, 1294
DB 1999, 1492 (Ls.)
BauR 1999, 786 (Ls.)
BauR 1999, 934
ZfBR 1999, 202
Zwar kann eine konkludente Abnahme im Regelfall nur angenommen werden, wenn alle vertraglich geschuldeten Leistungen erbracht sind (…BGH, Urteile vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 155/04, BauR 2006, 396 Rn. 12 = NZBau 2006, 122; vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, 935 = ZfBR 1999, 202 und vom 10. Februar 1994 - VII ZR 20/93, BGHZ 125, 111, 114).
Die vertraglich geschuldete Leistung des Architekten ist deswegen in der Regel nicht erbracht, wenn die angestrebte Baugenehmigung durch die Behörde zunächst erteilt, jedoch später wegen erfolgreichen Drittwiderspruchs aufgehoben wird (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, 935 = ZfBR 1999, 202).
Die Unterschrift der Kläger unter dem vom Beklagten gefertigten Bauantrag nebst Plänen beinhaltet weder eine solche Vereinbarung noch eine Abnahme oder Billigung der Architektenleistungen des Beklagten als vertragsgemäß (BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934;… auch Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 168/169 und Fn 188/189).
Der Architekt muss die Planung so erstellen, dass keine Verwaltungsbehörde Anlass hat, eine einmal erteilte Baugenehmigung aus wie immer gearteten Gründen zurückzunehmen; er schuldet - wie oben bereits ausgeführt - eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; OLG Celle, Urteil vom 09.08.2007, 13 U 48/07, NZBau 2008, 328; OLG München, Urteil vom 02.07.1990, 28 U 6783/89, BauR 1992, 534;… vgl. Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 172-174; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
Diese Aufklärungs- und Hinweispflicht des Architekten ist aber mit seiner vertraglichen Hauptpflicht, eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung zu erbringen, derart eng verknüpft, dass sie als eine leistungsbezogene Nebenpflicht anzusehen ist, für die nach den o.a. Grundsätzen regelmäßig eine fünfjährige Verjährungsfrist gilt (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, dort zu 2.; vgl. auch Senat, Urteil vom 30.03.2004, I-23 U 65/03, BauR 2004, 1331).
Für die Abnahme gelten auch beim Architektenwerk im Wesentlichen die allgemeinen Grundsätze des Bauvertragsrechts (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 12. Teil, Rn 387;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2397).
Damit hätten die Kläger die eigentliche Schadensursache gesetzt, indem sie von der erkennbar rechtswidrig erteilten Baugenehmigung ohne Rücksicht auf Verluste Gebrauch gemacht hätten (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112; BGH, Urteil vom 28.06.1984, III ZR 182/83, NJW 1985, 265).
Dies gelte auch für Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung, die das Bauaufsichtsamt als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - beherrschen müsse (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698).
Der Architekt muss die Planung so erstellen, dass keine Verwaltungsbehörde Anlass hat, eine einmal erteilte Baugenehmigung aus wie immer gearteten Gründen zurückzunehmen; er schuldet - wie im Senatsurteil vom 18.12.2009 und im Urteil des BGH vom 09.12.2009 bereits im Einzelnen ausgeführt - eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; OLG Celle, Urteil vom 09.08.2007, 13 U 48/07, NZBau 2008, 328; OLG München, Urteil vom 02.07.1990, 28 U 6783/89, BauR 1992, 534;… vgl. Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 172-174; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
Die Kläger können sich insoweit auch nicht mit Erfolg darauf stützen, das Bauaufsichtsamt müsse als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - das öffentliche Baurecht beherrschen (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698), wozu auch Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung gehörten.
Im Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97 (NJW 1999, 2112) hat der BGH im Rahmen der dort erfolgten Aufhebung des Berufungsurteils und Zurückverweisung an das Berufungsgericht darauf hingewiesen, dass nur bei vollständiger Bestätigung des dort unter Rn 18 dargestellten und vom vorliegenden Sachverhalt abweichenden Beklagtenvorbringens (dem Bauherrn sei die Möglichkeit von Nachbarwidersprüchen bereits bewusst gewesen, er sei ein langjährig erfahrener Makler und Mitgesellschafter einer Bauträgergesellschaft, er sei von der Archtitektin auf das Erfordernis einer Ausnahmegenehmigung für die beabsichtigte Nutzung des Grundstücks besonders hingewiesen worden und habe daraufhin erklärt, er werde dies seinerseits un.a. auch mit den Nachbarn regeln) eine Architektenhaftung wegen überwiegenden Eigenverschuldens des Bauherrn ausgeschlossen sei, weil er den geltend gemachten Schaden insoweit selbst verursacht habe, als er mit dem Umbau begonnen habe, obwohl er um die Klärungsbedürtigkeit der Nachbarrechte gewusst und gegenüber dem Architekten die entsprechenden Regelungen mit den Nachbarn übernommen habe (Hervorhebung durch den Senat).
BGH, 06.07.2000 - VII ZR 82/98
Die Verjährungsfrist für die gegen einen Architekten oder Ingenieur gerichteten Gewährleistungsansprüche beginnt erst mit Abnahme seiner Werkleistung oder mit der abnahmereifen Herstellung sämtlicher geschuldeter Leistungen einschließlich einer etwa vereinbarten Objektbetreuung während der Gewährleistungszeit zu laufen (BGH, Urteil vom 10. Februar 1994 - VII ZR 20/93, BGHZ 125, 111 = BauR 1994, 392, 393 = ZfBR 1994, 131; Urteil vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, BauR 1999, 934 = NJW 1999, 2112 = ZfBR 1999, 202).
BGH, 20.10.2005 - VII ZR 155/04
Zur abnahmefähigen Herstellung gehört die Vollendung aller vertraglich geschuldeten Leistungen (BGH, Urteil vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, 935 = ZfBR 1999, 202).
Konkludente Abnahme durch Entgegennahme der Werkleistung: Berücksichtigung …
Danach kommt eine konkludente Abnahme durch Entgegennahme der Leistung regelmäßig nicht in Betracht, wenn die Leistung noch nicht vollständig erbracht worden ist (BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 155/04, BauR 2006, 396, 397 = NZBau 2006, 122 = ZfBR 2006, 148; Urteil vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, 935 = ZfBR 1999, 202).
Für die Erfüllung der Leistungsphase 4 ausreichend ist aber jedenfalls das Einreichen dauerhaft genehmigungsfähiger Planungs-Unterlagen (vgl. auch BGH, Urt. v. 25.02.1999 - VII ZR 190/97 = BauR 1999, 934, zitiert nach juris Rz. 11 und 13;… OLG Naumburg, Urt. v. 14.06.2006 - 6 U 111/05 = BauR 2009, 119, zitiert nach juris Rz. 24).
Eine entsprechende, dauerhaft genehmigungsfähige Planungsleistung hat der Beklagte erbracht, wie sich daraus ergibt, dass die Genehmigung erteilt wurde, ohne dass diese - etwa aufgrund einer Drittanfechtung (vgl. BGH, Urt. v. 25.02.1999 a.a.O.) - zurückgenommen wurde.
Soweit die Berufung sich für ihre Ansicht, die bloße Unterzeichnung der Bauantragsunterlagen reiche für eine Werksabnahme nicht aus, auf das Urteil des BGH vom 25.02.1999 (- VII ZR 190/97, a.a.O., Rz. 15 f.) beruft, vermag diese Entscheidung die Auffassung der Klägerin schon deshalb nicht zu stützen, weil die Ausführungen des BGH sich allein auf - im Gegenteil zum Streitfall - nicht genehmigungsfähige Pläne beziehen (…a.a.O., Rz. 11-15).
Zur abnahmefähigen Herstellung gehört die Vollendung aller vertraglich geschuldeten Leistungen (BGH, Urteil vom 25. Februar 1999 - VII ZR 190/97, juris, Rz. 13).
OLG Celle, 16.06.2005 - 6 U 187/04
Architektenhaftung: Sorgfaltsanforderungen bei Überprüfung des Bebauungsplans

References: § 635
 § 638
 BGH 
 BGH 
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