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Timestamp: 2019-06-15 23:51:16+00:00

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BGH, 18.12.1973 - VI ZR 158/72 - dejure.org
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BGH, 18.12.1973 - VI ZR 158/72 (https://dejure.org/1973,666)
BGH, Entscheidung vom 18.12.1973 - VI ZR 158/72 (https://dejure.org/1973,666)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72 (https://dejure.org/1973,666)
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Anforderungen an die Durchführung des Innenausgleichs unter Gesamtschuldnern - Zu berücksichtigende Umstände bei der Berechnung der Ausgleichsforderung - Ermittlung des für den Umfang des Forderungsübergangs auf den Kläger maßgebenden Ausgleichungsverhältnisses
MDR 1974, 573
VersR 1974, 653
Der Grund dafür liegt darin, dass jeder Gesamtschuldner mit der Inanspruchnahme auf das Ganze rechnen muss; es fällt daher in seine alleinige Verantwortung, wenn er den Gläubiger nicht streitlos befriedigt und dann im Prozess unterliegt (BGH NJW 2003, 2980, 2981; NJW 1974, 693, 694; NJW 1971, 884, 885; VersR 1969, 1039, 1040;… Palandt/Grüneberg, a. a. O., § 426 RN 24; Stamm NJW 2003, 2940, 2943).
Denn dann handelt es sich bei derartigen Kosten, die zur Vorbereitung der Vollstreckung aus dem Titel beim Gläubiger anfallen, um Verfahrenskosten im weiteren Sinn, deren Erstattungsfähigkeit auf dem zugrunde liegenden Prozessrechtsverhältnis beruht (BGH, Beschluss vom 3. Dezember 2007 - II ZB 8/07, NJW-RR 2008, 515, 516; Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72, NJW 1974, 693, 694) und deshalb ebenfalls nach § 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu beurteilen ist.
Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, dass die Kosten für eine zur Ermöglichung der Zwangsvollstreckung beigebrachte Avalbürgschaft jedenfalls Verfahrenskosten im weiteren Sinne sind (…BGH, Beschlüsse vom 4. Oktober 2012 - VII ZB 11/10, NJW 2012, 3789 Rn. 8 …und vom 3. Dezember 2007 - II ZB 8/07, NJW-RR 2008, 515 Rn. 6 ff.; Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72, NJW 1974, 693, 694, juris Rn. 38 ff.).
Der Bundesgerichtshof konnte diese Frage bislang offen lassen (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 4. Oktober 2012 - VII ZB 11/10, NJW 2012, 3789 Rn. 8;… vom 3. Dezember 2007 - II ZB 8/07, NJW-RR 2008, 515 Rn. 6; Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72, NJW 1974, 693, 694, juris Rn. 40).
Die Kosten einer zur Ermöglichung der Zwangsvollstreckung beigebrachten Avalbürgschaft sind - auch wenn man sie bei durchgeführter Zwangsvollstreckung als Kosten dieses Verfahrens verstehen will - den Verfahrenskosten im weiteren Sinn zuzurechnen; ihre Erstattungsfähigkeit beruht auf dem zugrunde liegenden Prozessrechtsverhältnis und bedarf keiner Rechtfertigung durch materiellrechtliche Normen (BGH, Urt. v. 18. Dezember 1974 - VI ZR 158/72, NJW 1974, 693, 994).
Der Erstattungsanspruch des die Zwangsvollstreckung abwehrenden Schuldners ist prozessualer Natur und hat seinen Sachgrund unmittelbar in dem zugrunde liegenden Prozessrechtsverhältnis (vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72 - NJW 1974, 693, 694).
Das ist, nachdem die Verurteilung zur Räumung und Herausgabe der gemieteten Räume unzweifelhaft nicht mehr Gegenstand der vorliegenden Klage ist, nur noch wegen der Vollstreckungskosten von 586, 71 DM sowie allenfalls wegen der Avalprovision von 622, 22 DM zu bejahen, falls insofern der Auffassung gefolgt wird, diese sei als Teil der Kosten der Zwangsvollstreckung aufgrund des für den Hauptanspruch bestehenden Vollstreckungstitels gemäß § 788 Abs. 1 ZPO ohne Kostenfestsetzung beizutreiben (…so z.B. Thomas/Putzo ZPO 19. Aufl. § 788 RdNr. 18; offen gelassen in BGH, Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72 - NJW 1974, 693, 694).
Im Übrigen sind Prozesskosten im Rahmen des § 426 Abs. 1 BGB nicht ausgleichsfähig (BGH VersR 1957, 800, NJW 2003, 2981; 1971, 884; 1974, 693).
Um so mehr gilt dies, als die Kosten einer vom Gläubiger als Voraussetzung für die Zwangsvollstreckung beigebrachten Bankbürgschaft ohnehin als Prozeß- und/oder Vollstreckungskosten nach §§ 91, 788 ZPO erstattungsfähig sind (…vgl. in diesem Sinne: Zöller/Stöber, ZPO 16. Aufl. 1990 § 788 Rd.-Nr. 5;… Zöller/Schneider/Harget aaO.. § 91 Rd.-Nr. 13 s.v. "Sicherheitsleistung" sowie BGH, Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72 = NJW 1974, 693).
Die einem Gesamtschuldner im Rechtsstreit entstandenen Kosten sind grundsätzlich von diesem selbst zu tragen, weil er den Gläubiger nicht streitlos befriedigt hat (BGH, Urteil vom 18. Dezember 1973 - VI ZR 158/72, VersR 1974, 653 unter III 1 a m.w.N.).
OLG Frankfurt, 12.11.2003 - 12 W 144/03
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OLG Oldenburg, 01.10.1997 - 2 U 196/97
Gesamtschuldner, Ausgleichungspflicht, Verzug, Mitwirkungsverpflichtung
OLG Frankfurt, 14.03.2012 - 18 W 37/12
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FG Hessen, 05.08.1996 - 12 Ko 1918/96
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OLG Bamberg, 09.08.1983 - 3 W 104/83
Sofortige Beschwerde gegen Kostenfestsetzungsbeschluss; Bürgschaftskosten als zur …
LG Lüneburg, 10.10.2001 - 6 S 91/01

References: § 426
 § 91
 § 788
 § 788
 § 426
 § 788
 § 91
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