Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202014,%20174
Timestamp: 2019-12-06 02:52:32+00:00

Document:
BFH, 26.06.2013 - I R 39/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,35341
BFH, 26.06.2013 - I R 39/12 (https://dejure.org/2013,35341)
BFH, Entscheidung vom 26.06.2013 - I R 39/12 (https://dejure.org/2013,35341)
BFH, Entscheidung vom 26. Juni 2013 - I R 39/12 (https://dejure.org/2013,35341)
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§ 6a Abs 3 S 2 Nr 1 S 3 EStG 2002, § 6a Abs 5 EStG 2002, § 8 Abs 3 S 2 KStG 2002, § 662 BGB, § 6a Abs 3 S 2 Nr 1 S 2 EStG 2002
Pensionsrückstellung und verdeckte Gewinnausschüttung
Rückstellung für Pensionszusage
Beginn des Dienstverhältnisses im Sinne von § 6a Abs. 3 S. 2 Nr. 1 EStG; Übertragung von Vordienstzeiten bei Beendigung und Neuabschluss eines Dienstvertrages; Einkommensteuerliche Behandlung von Pensionszusagen an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer
Rückstellung für Pensionszusage - und Einbeziehung von Vordienstzeiten
wolterskluwer-online.de (Kurzinformation und Leitsatz)
Pensionszusage mit Vordienstzeit löst beim Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) aus
Einbeziehung von Vordienstzeiten bei der Pensionsrückstellung
Die »Wartezeit«
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 26.06.2013, Az.: I R 39/12 (Vordienstzeiten bei Pensionszusage)" von RA/StB Harald Schwetlik, original erschienen in: EStB 2014, 10 - 11.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 26.6.2013, Az.: I R 39/12 (Rückstellung für Pensionszusage: Einbeziehung von Vordienstzeiten - Verstoß gegen das Nachzahlungsverbot)" von RA Heinz-Josef Heger, original erschienen in: BB 2014, 238 - 241.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 26.06.2013, Az.: I R 39/12 (Vordienstzeiten bei Pensionszusagen)" von RA/StB Harald Schwetlik, original erschienen in: GmbH-StB 2014, 36 - 37.
FG Berlin-Brandenburg, 14.03.2012 - 12 K 12081/09
BFHE 242, 305
BB 2014, 1563
BB 2014, 238
BB 2014, 46
BB 2014, 941
DB 2013, 2832
BStBl II 2014, 174
NZA-RR 2014, 145
Herabsetzung der einem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer erteilten …
Denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs unterliegen Pensionszusagen an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer dem sogenannten Nachzahlungs- bzw. Rückwirkungsverbot, so dass ein Versorgungsversprechen zugunsten dieses Personenkreises steuerrechtlich (teilweise) als verdeckte Gewinnausschüttung behandelt werden würde, wenn die für den Anrechtserwerb geltenden Unverfallbarkeitsfristen nicht an den Zeitpunkt der Erteilung der Pensionszusage, sondern an einen früheren Zeitpunkt des Diensteintritts anknüpfen (vgl. zuletzt BFH NZA-RR 2014, 145 Rn. 23 und BFH GmbHR 2008, 663, 666 mwN).
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des Umstandes, dass die vGA lediglich die Eignung der bei der Körperschaft eingetretenen Unterschiedsbetragsminderung, beim Gesellschafter einen sachlich korrespondierenden Bezug i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG auszulösen, voraussetzt (Senatsurteile vom 26. Juni 2013 I R 39/12, BFHE 242, 305, BStBl II 2014, 174; vom 7. August 2002 I R 2/02, BFHE 200, 197, BStBl II 2004, 131).
Außerdem muss der Vorgang geeignet sein, bei dem begünstigten Gesellschafter einen Bezug i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG auszulösen (ständige BFH-Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 26.06.2013 I R 39/12, BStBl II 2014, 174; vom 11.11.2015 I R 26/15, BStBl II 2016, 489).
Damit enthält eine nach § 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Satz 1 ermittelte Pensionsrückstellung keine Beträge, die auf zukünftige Leistungen entfallen (vgl. BFH vom 26. Juni 2013 I R 39/12, BStBl II 2014, 174 Rz. 10; Dommermuth in Hermann/Heuer/Raupach § 6a EStG Anm. 49 und 100;… Kirchhof/Gosch § 6a EStG Rz. 15).
Damit enthält eine nach § 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Satz 1 ermittelte Pensionsrückstellung keine Beträge, die auf zukünftige Leistungen entfallen (vgl. BFH vom 26. Juni 2013 I R 39/12, BStBl II 2014, 174 Rz. 10; Dommermuth in Hermann/ Heuer/Raupach § 6a EStG Anm. 49 und 100;… Kirchhof/Gosch § 6a EStG Rz. 15).
Außerdem muss die Unterschiedsbetragsminderung bei der Körperschaft geeignet sein, beim Gesellschafter einen sonstigen Bezug i. S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG auszulösen (…BFH-Urteile vom 11.03.2015 I R 16/13, BFH/NV 2015, 1273; vom 26.06.2013 I R 39/12, BFHE 242, 305, BStBl II 2014, 174).
a) Unter einer verdeckten Gewinnausschüttung i.S. des § 8 Abs. 3 S. 2 KStG, für die Gewerbesteuer i.V.m. § 7 Abs. 1 Gewerbesteuergesetz (GewStG), ist nach der gefestigten Rechtsprechung des BFH bei einer Kapitalgesellschaft eine Vermögensminderung (oder verhinderte Vermögensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist, sich auf die Höhe des Unterschiedsbetrages nach § 4 Abs. 1 S. 1 EStG i.V.m. § 8 Abs. 1 KStG auswirkt und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Ausschüttung steht (vgl. z.B. BFH, Urt. vom 26.06.2013 - I R 39/12, Deutsches Steuerrecht - DStR - 2013, 2750 m.w.N.).
Eine Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis ist anzunehmen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zuwendet, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gewährt hätte (BFH-Urteile vom 23.10.2013 I R 60/12, BFHE 244, 256, HFR 2014, 421; vom 26.06.2013 I R 39/12, BFHE 242, 305, BStBl II 2014, 174).

References: § 6
 § 6
 § 8
 § 662
 § 6
 § 6
 § 20
 § 20
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 20
 § 8
 § 7
 § 4
 § 8