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Timestamp: 2019-05-20 15:55:55+00:00

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BGH, 28.09.1995 - III ZR 202/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,2267
BGH, 28.09.1995 - III ZR 202/94 (https://dejure.org/1995,2267)
BGH, Entscheidung vom 28.09.1995 - III ZR 202/94 (https://dejure.org/1995,2267)
BGH, Entscheidung vom 28. September 1995 - III ZR 202/94 (https://dejure.org/1995,2267)
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Amtspflichtverletzung bei Vorliegen aller Voraussetzungen auf Erteilung einer Baugenehmigung - Aussetzung der Entscheidung über einen Baugenehmigunsantrag - Abhängigkeit des Verschuldens von den Fähigkeiten und Kenntnissen eines Beamten
BauGB § 15; BGB § 839; GG Art. 34
NVwZ-RR 1996, 65
Wenn die nach sorgfältiger Prüfung gewonnene Rechtsansicht des Amtsträgers als rechtlich vertretbar angesehen werden kann und er daran bis zu gerichtlichen Klärung der Rechtslage festhält, so kann aus der Missbilligung seiner Rechtsauffassung durch die Gerichte ein Schuldvorwurf nicht hergeleitet werden (vgl. BGH, Beschluss vom 28.9.1995 - III ZR 202/94).
Die Veröffentlichung ist Voraussetzung seiner Rechtswirksamkeit (vgl. BVerwGE 79, 200, 205; NVwZ 1989, 661, 662; BRS 54 Nr. 77; OVG Rheinland-Pfalz BRS 36 Nr. 108;… Brügelmann/Grauvogel, BauGB § 14 Rn. 8;… Lemmel aaO § 14 Rn. 5;… Stock aaO § 14 Rn. 11; vgl. auch Senatsbeschluß vom 28. September 1995 - III ZR 202/94 - NVwZ-RR 1996, 65).
Jeder staatliche (oder kommunale) Amtsträger muß die zur Führung seines Amtes notwendigen Rechts- und Verwaltungskenntnisse besitzen oder sich verschaffen (st. Rspr., vgl. zuletzt Senatsbeschluß vom 28. September 1995 - III ZR 202/94 - BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Verschulden 29 m.w.N.).
Wenn die nach sorgfältiger Prüfung gewonnene Rechtsansicht des Amtsträgers als rechtlich vertretbar angesehen werden kann und er daran bis zur gerichtlichen Klärung der Rechtslage festhält, so kann aus der Mißbilligung seiner Rechtsauffassung durch die Gerichte ein Schuldvorwurf nicht hergeleitet werden (st. Rspr. des Bundesgerichtshofs; vgl. die in BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Verschulden 18, 22, 26, 28 und 29 abgedruckten Senatsentscheidungen, jeweils m.w.N.).
Wenn die nach sorgfältiger Prüfung gewonnene Rechtsansicht des Amtsträgers als rechtlich vertretbar angesehen werden kann und er daran bis zur gerichtlichen Klärung der Rechtslage festhält, kann aus der Missbilligung seiner Rechtsauffassung durch die Gerichte ein Schuldvorwurf nicht hergeleitet werden (BGH stRspr vgl Urteile vom 8. Oktober 1992 - III ZR 220/90 - BGHZ 119, 365, 370, vom 17. März 1994 - III ZR 27/93 - NJW 1994, 3158 und vom 3. Februar 2000 - III ZR 296/98 - BGHZ 143, 362, 371 sowie Beschluss vom 28. September 1995 - III ZR 202/94 - NVwZ-RR 1996, 65, 66; Papier in Münchner Komm zum BGB, 1997, § 839 RdNr 285 ff mwN; Wurm in Staudinger, Komm zum BGB, § 839 RdNr 203, 209 ff, Stand April 2002).
Die Zivilgerichte sind dabei an die (rechtskräftige) Feststellung des Verwaltungsgerichts, dass im Zeitpunkt des erledigenden Ereignisses - oder in einem bestimmten Zeitraum - ein Anspruch auf Erteilung einer Baugenehmigung bestand, gebunden (…BVerwG vom 2.10.1998 a.a.O.; BGH vom 28.9.1995 NVwZ-RR 1996, 65).
Chronisch obstruktive Bronchitis von Bergleuten

References: § 15
 § 839
 Art. 34
 § 14
 § 14
 § 14
 § 839
 § 839
 § 839
 § 839
 BGH