Source: http://mund.at/archiv/juni5/aussendung060605.htm
Timestamp: 2017-07-28 02:51:41+00:00

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widerst@nd! - MUND vom Montag, 06.06.2005
Montag, 06.06.2005
03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen
01 der Bitte um Ankündigung und Verbreitung
von: LesbenFrauenNachrichten (at) gmx.at
02 Donnerstagsspeakersorner (9.6.) zu rechtsextremem
Kommers und Gegendemo am 11.6.
03 Buchpräsentation: Suicide Attack
04 veranstaltungshinweise
05 [kinoki-mikrokino] Vorschau #127 - Di 28.6. HTU CineStudio: Shocking and Awful. Friedensbewegung und Community Media in den USA (mit Deedee Halleck und Joel Kovel)
von: p (at) kinoki.at
06 Soziale Bewegungen in Lateinamerika - eine Buchpraesentation
von: maiz (at) servus.at
07 Veranstaltungs-Einladung: Liberalisierungsmotor Europa?
von: presse (at) attac.at
08 Veranstaltungshinweis: 30 Jahre Fristenlösung
09 Einladung zu einer Vortragsreihe über den Islam
von: info (at) ligakultur.net
10 Fest der Begegnung in St. Poelten
11 Offener Brief der Gruppe Freiraum
von: gruppe_freiraum (at) gmx.net
12 ÖH-Wahlen/Graz/KSV/Gratulation von: kpoe_stmk (at) hotmail.com
13 EU/Stmk/Propaganda/Steuergelder
14 EGMR: Rekordentschädigung für § 209-Opfer
von: hg (at) graupner.at
15 [gipfelsoli] Genua
16 Petition: Keine Rüstungszusammenarbeit mit den Ländern des Nahen Ostens
von: hans.bogenreiter (at) gfbv.at
17 Aufruf gegen die Zerstoerung des Kulturzentrums Metelkova in Laibach
von: martin.mair (at) mediaaustria.at
WELTWEIT - SOLIDARITÄT
18 Amnesty International censures USA
von: hx65 (at) dial.pipex.com
19 Proteste gegen das "African Village" im Augsburger Zoo
von: dieinitiative (at) gmx.at
20 Glocalist Nr.75 >> Schwerpunkte: attc Kampagne und EU-Debatte der österr. Zivilgesellschaft
21 NYTimes.com: Growing Problem for Military Recruiters:
01 mit der Bitte um Ankündigung und Verbreitung
Ich möchte euch recht herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung der ARGE
Feminismus einladen und euch gleichzeitig bitten, diese in euren Medien
oder Verteilern anzukündigen.
"Besatzung oder Befreiung?"
Zugang und Wahrnehmung von Widerstand und zu Erinnerungskultur
Ein Drei-Generationen Gespräch
mit: Irma Schwager, Vera Modjawer, Katarina Ferro
Moderation: Bärbel Danneberg
Drei Generationen von Frauen sprechen in einem moderierten Gespräch
darüber, wann sie zum ersten Mal von Widerstand im zweiten Weltkrieg
gehört haben. Was haben sie in der Schule gelernt? Wann zum ersten Mal vom
kommunistischen und dem bewaffneten Widerstand der SlowenInnen gelernt?
Drei Frauen mit unterschiedlichem Background: Irma Schwager, die in ihrer
Emigration zum kommunistischen Widerstand stieß, Vera Modjawer aus
kommunistischer Familie, die zu Hause von Befreiung und in der Schule von
Besatzung gelernt hat, Katarina Ferro, die gefärbte Geschichte in einer
Katholischen Schule vermittelt bekam.
Das Gespräch soll den ganz persönlichen Zugang der drei Frauen zeigen und
gleichzeitig der Frage nach der Veränderung von Geschichtsbewusstsein und
Erinnerungskultur in der Gesellschaft nachgehen. Ein Thema, das gerade im
"Gedanken"jahr, in dem Schüssel und Co mit ihrer Version von Widerstand
und Neuaufbau der zweiten Republik, die Geschichte neu schreiben und
umformulieren, genauerer Betrachtung bedarf.
Eine Veranstaltung der ARGE Feminismus
Café Siebenstern; Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Für Männer und Frauen, Eintritt frei
+ Auch am DONNERSTAG (9.6.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zum RECHTSEXTREMEN "SCHILLERKOMMERS". In der vermutlich größten rechtsextremen Veranstaltung des Jahres gedenken am 11.6. deutschnationale Burschenschaften (vermutlich auch mit FPÖ-Spitzenvertretern wie Strache und Mölzer) der "50(!!!) Jahre der Freiheit Österreichs" - Aus der Reihe "Mit wem Schüssel (schon) aller koaliert (hat)". - Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse (Käuzchen) willkommen!
+ Weitere Termintipps:
+ Mittwoch 8.6., 19Uhr30: "ASYLGESETZ - IST AUF DEN RECHTSSTAAT VERLASS?", Cafe 7Stern (Siebensterng. 31, 1070) - Diskussionsveranstaltung der KPÖ-Wien mit S. Schumacher (Jurist), M. Genner (Asyl in Not) und P. Sonderegger (SOS Mitmensch) - Erneut wurde ein Asylgesetz beschlossen, das den unbedingten Schutz für Verfolgte nicht garantiert. Zwar wurde schon das letzte verfassungswidrige Gesetz nach einigen Monaten vom Höchstgericht aufgehoben, doch bis dahin bestand eine lebensgefährliche Situation für Flüchtlinge. Dies wirft eine Reihe von Fragen auf: Was tun, wenn der Rechtsstaat keinen effizienten Schutz bietet? Ab wann ist ziviler Ungehorsam und der bewußte Bruch von menschenfeindlichen Gesetzen eine Notwendigkeit? Soll und kann ziviler Ungehorsam in ein Bekenntnis zum demokratischen Rechtsstaat integriert werden? Mit einer kurzen Einleitung über die Neuerungen, die das Asyl- und Fremdenpaket von Innenministerin Prokop bringt.
+ Donnerstag 9.6.,ab 17Uhr: WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz).
+ Donnerstag 9.6., 20Uhr: SPEAKERSCORNER "RECHTSEXTREMER SCHILLERKOMMERS" , siehe oben.
+ Samstag 11.6., 18Uhr: DEMO GEGEN DEN RECHTSEXTREMEN SCHILLERKOMMERS, Treffpunkt: Schottentor (Universität) ligrü Gustl
PS für die üblichen Verdächtigen: 1. Es ist der Vorschlag gekommen, SCHÜSSELS GEBURTSTAG einen Donnerstagstermin zu widmen. Die Politik, die Schüssel zu verantworten hat, hat für viele ernste und für manche lebensgefährliche Konsequenzen. Der Vorschlag geht trotzdem dahin, sich einmal hauptsächlich mit der Lächerlichkeit der Person Schüssel zu befassen. (Wo die Sonne der Kultur tief steht, werfen Charakterzwerge lange Schatten...). Mit den grausligen Auswirkungen seiner Politik beschäftigen wir uns ohnehin laufend. Dieser Donnerstag wäre näher am Geburtstag, aber er war schon mit einem wichtigen Thema verplant. Bleibt als nächstmöglicher Termin der 16.6..(Wir lassen uns von diesem Kanzler doch nicht sein Geburtstagsdatum diktieren, oder?) Bitte diesen Donnerstag schon Ideen mitbringen, damit wir im Käuzchen klären können, ob wir einen Geburtstagsdonnerstag gestalten wollen und - wenn ja - wie.
2. GEBURTSTAGSGESCHENKE FÜR M. werden dankenswerterweise schon vorbereitet (cooles T-Shirt, Torten), zum Vorfeiern nach dem Speakerscorner am 9.6. im Käuzchen...
Der Autor diskutiert mit Doron Rabinovici
Montag, 13. Juni 2005, 19.30 Uhr
(ACHTUNG: NICHT, WIE IN UNSERER LETZTEN AUSSENDUNG VORANGEKÜNDIGT, AM 14. 6.)
Das Selbstmord-Attentat gilt als Verzweiflungstat, als Mittel der
Verzweifelten im politischen Kampf, d.h. im Kampf für legitime politische
Zwecke. In Wahrheit ist es ein Mittel, das den Zweck vollständig in sich
trägt: Vernichtung um ihrer selbst willen. Suicide Attack bedeutet also
einen neuen Begriff des Politischen im alten Sinne Carl Schmitts: Politik
als Bereitschaft zum Nichts.
Ist es ein Zufall, daß Suicide Bombing in bestimmten Kreisen als eine Form
der Mitbestimmung in der internationalen Politik verstanden wird; daß die EU
die Hizbollah nicht zu den Terrorgruppen rechnet; oder daß es gerade Jürgen
Habermas war, der Ted Honderichs Apologie des Selbstmord-Attentats dem
Suhrkamp-Verlag empfohlen hat? Die Rechtfertigung jenes Vernichtungswahns
aus der Peripherie des "Großraums" Europa, der auf Israel und dessen
Schutzmacht zielt, geht erstaunlicherweise mit der Forderung nach
"Verrechtlichung der internationalen Beziehungen" einher, wie
sie in "Kerneuropa" im Namen der UNO formuliert wird. Diesen Zusammenhang
zwischen der "Verdrängung des Souveräns" und der Eskalierung politischer
Gewalt, also die internationale Arbeitsteilung zwischen postnazistischer
Demokratie und islamistischer Vernichtung, versucht das vorliegende Buch zu
Vortrag von Thomas Becker (Bielefeld)
Donnerstag, 23. Juni 2005, 19.30 Uhr
Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde
(bitte Lichtbildausweis mitnehmen und ca. eine halbe Stunde vor Beginn erscheinen)
weitergeleitete Nachrichten:
3. bis 23. Juni 2005
Women in the Holocaust - Frauen im Widerstand
Ausstellung im Nestroyhof
Mo - Fr, 10 bis 19 Uhr
Die Ausstellung ist in englischer Sprache. Ein deutschsprachiges Begleitheft ist gegen 5,- Euro (ermäßigt 4,-) erhältlich.
Freitag, 17. Juni 2005, ab 21 Uhr
Fest der Basisgruppe Politikwissenschaft
EKH, Wielandg. 2-4, 1100 Wien
Egotronic (www.asteroid-rec.org/egotronic.htm)
Sergej Pepper (www.sergejpepper.com/)
Konzert mit The Chancers und Vacunt
*Freitag, 17. Juni 2005*
http://www.chancers.cz
Vortrag: "Abtreibung - 30 Jahre Fristenlösung"
Dienstag, 21. Juni 2005, 20 Uhr
im Kulturzentrum "Alter Schlachthof", Dragonerstraße 22, 4600 Wels
In diesem Jahr besteht die Fristenlösung, die das Recht von Frauen auf Abtreibung regelt, seit 30 Jahren. Aus diesem Anlaß veranstaltet der Kulturverein Infoladen Wels einen Vortragsabend, bei dem eine Abtreibungsexpertin über die Geschichte der Abtreibung in Österreich referieren wird. Weiters wird der Arzt Dr. Fiala, der Schwangerschaftsabbrüche an Kliniken in Österreich durchführt, über seine beruflichen Erfahrungen (u.a. in Afrika) berichten.
Links: http://www.abtreibung.at
Politische Filmabende, an diversen Orten auftauchend.
kinoki. Verein fuer audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino (at) kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Foerderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Oesterreich.
Einladung #127
Dienstag 28.6.2005, 20:00, HTU CinéStudio (AudiMax der TU, Getreidemarkt 9, 1060 Wien), UKB 5 Euro
kinokis mikrokino #127 präsentiert in Kooperation mit dem HTU CinéStudio:
Shocking and awful. Friedensbewegung und Community Media in den USA
Videos und Diskussion mit Deedee Halleck und Joel Kovel (New York)
Shocking and Awful. A Grassroots Response to War & Occupation
USA 2003-2005, Videoserie, DVD, englisch; hergestellt von über 100 Einzelpersonen und Gruppen; Entwicklung und Projektkoordination: Brian Drolet & Deedee Halleck (Wir zeigen 3 von insgesamt 13 halbstündigen Teilen).
<SHOCKING AND AWFUL finden viele Leute die aktuelle Situation im Irak und in den Vereinigten Staaten. Der Krieg fordert weiter seinen Tribut von irakischen ZivilistInnen, internationalen HelferInnen, JournalistInnen und U.S.-Truppen. Auch hier zuhause sehen wir, wie sich die Politik eines 'perpetual war' auf unser Leben auswirkt. Deep Dish TV hat dreizehn Programme über den Krieg und die Okkupation gesammelt und produziert, die via Free Speech TV und Community Access-Kanäle überall in den USA gezeigt werden. Die Programme beschäftigen sich mit den Implikationen und Konsequenzen der jüngsten militärischen Aktionen. Die Serie zeigt auch, wie Leute auf verschiedensten Ebenen Widerstand mobilisieren. SHOCKING AND AWFUL wurde von unabhängigen VideoaktivistInnen produziert, die nicht an Lügen verdienen, sich nicht einschüchtern lassen und die daran glauben, dass die Schaffung einer gerechten Welt der Weg ist, um Terror zu bekämpfen. Sie äußern und organisieren sich, um der Propaganda und der Täuschung zu begegnen, welche weiter den Mainstream dominieren.>
(aus: www.deepdishtv.org)
Einleitung und Gespräch mit Deedee Halleck und Joel Kovel.
Deedee Halleck ist Filmemacherin, Medienaktivistin, Gründerin von Paper Tiger TV und Mitbegründerin von Deep Dish TV - eines satellitengestützten grassroots-TV-Senders in den USA -, sowie emeritierte Professorin am Department of Communication der University of California in San Diego. Seit den 70er Jahren ist sie eine der wichtigsten AktivistInnen der US-amerikanischen Alternativ-Medienlandschaft. 1991 war sie Koordinatorin des Gulf Crisis TV Project. Während des WTO-Gipfels in Seattle war sie 1999 wesentlich am Aufbau des Independent Media Centers beteiligt. Filme: Children make movies (1961), The Gringo in Mañanaland (1995), Lock Down USA (1996). Publikation: DeeDee Halleck: Hand Held Visions: The Impossible Possibilities of Community Media. Fordham University Press (2001).
Joel Kovel ist Psychoanalytiker, Sozialwissenschaftler und Aktivist. Er ist Professor für Social Studies am Bard College, Annandale NY und Herausgeber der Zeitschrift Capitalism Nature Socialism. Seit dem Vietnamkrieg engagierte er sich in der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung, in der Solidariätsbewegung für Zentralamerika, Nicaragua und Kuba. 1990 trat er der Green Party bei und war 1998 grüner Kandidat bei der Wahl zum US Senator von New York. Er spielte in Filmen mit und arbeitet mit dem Bread and Puppet theatre zusammen. Publikationen: White Racism (1972), A Complete Guide to Therapy, The Age of Desire, Against the State of Nuclear Terror, In Nicaragua, The Radical Spirit, History and Spirit (1991), Red Hunting in the Promised Land (1994), The Enemy of Nature: The End of Capitalism or The End of the World (Zed, 2002).
Deedee Hallecks Website
http://www.deedeehalleck.org
Deep Dish T.V. Network - The First National Grassroots Satellite Network
Paper Tiger Television, NYC
Joel Kovels Website
http://www.joelkovel.org
http://www.cnsjournal.org
http://www.cinestudio.at***
1) 6.6. literaturhaus: things.places.years mit katherine klinger und ruth sands
2) 8.6. ekh/queer beisl: artikel 7 - unser recht!
3) 2.6.-22.7. ig bildende kunst: born to be white
4) juni filmmuseum: brasilien - Cinema Novo und tropische Moderne, 1926-2003
5) 7.-31.7 filmarchiv: praterfilmfestival
liebe freundInnen, aktivistInnen und unterstützerInnen,
wir möchten euch herzlich einladen zur buch- und filmpräsentation "things.
places. years" im literaturhaus am montag den 6. Juni um 19 uhr:
österreichische exilbibliothek, literaturhaus, seidengasse 13, 1070 wien.
zuerst wird der film gezeigt (70min) und anschließend gibt es ein gespräch mit
katherine klinger und ruth sands, die aus london anreisen. sprich: für
diejenigen, die den film schon kennen: vielleicht habt ihr lust, anschließend
zur diskussion zu kommen...
wir freuen uns auf euch und bitten um weiterleitung über eure mailinglisten,
klub zwei: simone bader und jo schmeiser* BUCH "things. places. years. das wissen Jüdischer frauen", ausgewählte
passagen aus den rechecheinterviews für den film, 400 seiten, studienverlag 2005
** FILM "things. places. years.", 70min, A/GB 2005 (www.sixpackfilm.com,
www.amourfou.at, www.klubzwei.at)
"Erfahrungen von Vertreibung, Emigration und Holocaust werden oft in der
Vergangenheit verortet. Der Dokumentarfilm 'Things. Places.Years.' bringt diese
Vergangenheit in die Gegenwart und zeigt, wie sie das Leben von zwölf in London
beheimateten Frauen durch drei Generationen prägt. 'Things. Places.Years.'
konstruiert keine homogene, weibliche Identität. Der Film gibt den Frauen Raum,
um über ihre Identität zu sprechen, die komplexer ist als die Feststellung, dass
manche von ihnen Jüdinnen sind. Eine Feststellung, die im Nationalsozialismus zu
Vertreibung und Ermordung führte. Eine Feststellung, die Menschen mit jüdischem
Hintergrund zu Juden und Jüdinnen macht. Wie sie sich selbst sehen, hat sie bis
zu diesem Film kaum jemand gefragt.
"Frauen sind als Subjekte der Geschichte und der Erinnerung noch immer
unterrepräsentiert. 'Things. Places. Years.' will jedoch anderes als nur ein
Defizit ausgleichen und eine Ergänzung bestehender Narrative leisten. Die
Bedeutung von Geschlecht konkretisiert sich für die Protagonistinnen zunächst
darin, dass die Mühsal ihrer beruflichen Wege auch von der Tatsache bestimmt
war, dass sie für die affektive und reproduktive Arbeit in den Familien
zuständig waren. Wie viele andere Frauen auch steck(t)en sie in dem Dilemma,
Familie und Beruf miteinander zu verbinden. Dennoch zeigt sich, dass Kinder und
Familie für Jüdische Frauen andere Bedeutungen haben und mit anderen
Verantwortungen einhergehen als dies für Nachfahren der TäterInnen der Fall
Antke Engel (Hamburg)
"Die Interviews werden thematisch (und nicht biografisch) strukturiert. Das ist
schon ein Hinweis darauf, dass die Erfahrungen Einzelner hier als
paradigmatisch verstanden und vermittelt werden. Darüber hinaus werden die
Frauen nicht auf jene Erfahrungen reduziert, die an ihre Herkunft gekoppelt
sind, sondern kommen auch in ihren beruflichen Funktionen als
Wissenschafterinnen, Kuratorinnen oder Autorinnen zu Wort. 'Things. Places.
Years.' ist geprägt von einer Atmosphäre ruhiger Distanz und Präzision. Hier
wird dezidiert keine Gefühlspolitik betrieben, sondern vielmehr nüchtern und
respektvoll betrachtet und aufgezeichnet. Gerade im 'Gedankenjahr 2005' ein
beispielhafter Zugang zum Umgang mit jenem Teil der Geschichte, den manche nur
zu gerne als abgeschlossen betrachten würden."
Isabella Reicher (Wien)
Mi. 08. Juni 2005, 19 h Einlass/Filmbeginn 20 h:
Queer Beisl, EKH, 10., Wielandg. 2-4, > U1 (www.med-user.net/ekh)
ARTIKEL 7 - UNSER RECHT! / CLEN 7 - NASA PRAVICA!
Österreich/Slowenien 2005, 83 Min.
(deutsch-slowenische Originalversion m. deutschen Untertiteln)
Konzept und Realisation Thomas Korschil und Eva Simmler
Eine Navigator Film Produktion
mit Mojca Drcar Murko, Peter Gstettner, Janko Messner, Mirko Messner, Helga Mracnikar, Maja Sticker, Marjan Sturm, Hellwig Valentin, Rudi Vouk, Vladimir Wakounig, Angela Wieser
Artikel 7 - Unser Recht! / Clen 7 - Nasa Pravica! behandelt den Kärntner Minderheitenkonflikt in einer historischen Perspektive. Ausgehend von der in den letzten Jahren wieder aktuell gewordenen Frage der (fehlenden) zweisprachigen Ortstafeln versucht der Film eine umfassende Darstellung der Auseinandersetzungen um die Rechte der Kärntner Slowenen. Angesichts des 50-jährigen Jubiläums des Staatsvertrags, in dessen 7. Artikel die Minderheitenrechte festgeschrieben worden sind, und der gerade wieder stattfindenden „Konsenskonferenzen" ist es ein Film von höchster Aktualität und Brisanz.
„Artikel 7 - Unser Recht! ist ein Film, der Zeugnis ablegt: von Versuchen, eine Minderheitenpolitik in Österreich durchzusetzen und von dem Widerstand dagegen; von der fragwürdigen Identität dieser Republik, die seit Jahrzehnten den Staatsvertrag und die Verfassung bricht und der konstant in Frage gestellten Identität der Kärntner SlowenInnen; von historischen Ereignissen und deren medialer Wahrnehmung."
Sylvia Szely, www.diagonale.at/materialien
„Born to be white"
Rassismus und Antisemitismus in der weißen Mehrheitskultur
2. Juni bis 22. Juli 2005
Fatih Aydogdu (A) - „Dirty Tones. 'You Don't Care.'"
BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen (A) - „Deutsch für Inländer"
Melissa Gould (USA) - „Schadenfreude"
Kanak TV (D) - „Weißes Ghetto"
Anna Kowalska (A) - „Weißwerden"
Katherine Klinger (London)
Das Gegenteil des Schweigens. Wie wirkt der Nationalsozialismus auf die Nachfolgegenerationen?
Freitag, 3. Juni 2005, 19.00 Uhr
Araba Johnston-Arthur (Wien)
Ein Schwarzer Beitrag zur Dekonstruktion österreichischer Realitäten
Donnerstag, 16. Juni 2005, 19.00 Uhr
Jamika Ajalon (London/Paris)
„Recently I bought a white hat". Transnationale Erfahrungen des Schwarz-Seins
Donnerstag, 23. Juni 2005, 19.00 Uhr
Heribert Schiedel (Wien)
Siegfrieds Phobien: Der „arische" Männerbund und die Kastrationsabwehr
Donnerstag, 30. Juni 2005, 19.00 Uhr
Die Broschüre beinhaltet einen einführenden theoretischen Text zum Ausstellungskonzept und Texte zu den künstlerischen Arbeiten. Im Anschluss findet sich eine ausführliche Link- und Literaturliste zu den Themen Rassismus, Antisemitismus und Whiteness. Die Broschüre dient engagierten BesucherInnen und in den Feldern Politik, Kunst und Wissenschaft als Arbeitsgrundlage. Sie kann während der Ausstellungsdauer in der IG Bildende Kunst käuflich erworben werden.***
Filmmuseum im Juni:
Cinema Novo und tropische Moderne, 1926-2003
Programm unter http://www.filmmuseum.at/
Im Rahmen der Wiener Festwochen 2005 präsentiert das Filmmuseum eine umfangreiche Retrospektive des brasilianischen Kinos. Es ist die größte und aufwendigste Schau zu diesem Thema, die je in Österreich veranstaltet wurde: Ihr Zeitraum reicht von der Avantgarde der 1920er Jahre bis zum Kino der Gegenwart, die Filme sind zum Teil erstmals in Europa und vielfach in neu restaurierten Fassungen zu sehen.
Die rund 50 Werke umfassende Auswahl wird geleitet von der bedeutenden Rolle des brasilianischen Films im Wechselspiel mit den starken Aufbruchsbewegungen, "Modernismen" und populär-oppositionellen Kunstströmungen, die dieses Land seit nahezu hundert Jahren auszeichnen.
Im Mittelpunkt steht das Cinema Novo, die weltweit gefeierte und äußerst einflussreiche Erneuerung des brasilianischen Kinos in der 60er Jahren, die mit Filmen wie Bahia de Todos os Santos (1960), Vidas secas (1963), Os fuzis (1963), Porto das Caixas (1963) und Deus e o diabo na terra do sol (1964) in Bewegung kam. Beeinflusst vom italienischen Neorealismus und der Nouvelle Vague und getragen von Regisseuren wie Glauber Rocha, Nelson Pereira dos Santos, Ruy Guerra oder Carlos Diegues, blieb das Cinema Novo weit über den Beginn der brasilianischen Militärdiktatur (1964) hinaus prägend für den politisch-kulturellen Diskurs. Es entstand auf der Basis wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Modernisierungsbestrebungen unter Präsident Kubitschek in den späten 50er Jahren - einer zutiefst optimistischen Ära, die ihre Symbole im Bereich der Architektur (Lúcio Costas und Oscar Niemeyers Brasilia, die neue Hauptstadt) und der populären Musik (der globale Siegeszug des Bossa Nova), aber auch in der Alltagskultur fand: 1958 wurde Brasilien mit Spielern wie Pélé und Garrincha zum ersten Mal Fußballweltmeister.
Vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Polarisierung und politischer Militanz trat das Cinema Novo mit seiner "Ästhetik des Hungers" ab 1960 als emphatisches und kritisches Korrektiv für die brasilianische Gesellschaft auf - bis hin zur Radikalkritik, wie sie in Glauber Rochas wildem Meisterstück Terra em transe (1967) formuliert wird. Der "tragische Karneval der brasilianischen Politik" (Rocha) in den 60er Jahren konnte der filmkulturellen Hegemonie der Linken lange Zeit nichts anhaben; erst die verschärfte Repression nach dem zweiten Militärcoup (1968) machte eine Veränderung der Strategien nötig: vom Ausweichen in die populären Allegorien des Tropicalismo - wie in dem überbordenden Macunaíma von Joaquim Pedro de Andrade - über die Etablierung eines sehr lebendigen Underground-Kinos und einer "Ästhetik des Abfalls" (z.B. Bangue Bangue von Andrea Tonacci oder die Horrorfilme des Kultregisseurs José Mojica Marins) bis hin zum Gang ins Exil, nach Kuba oder Europa (wie im Fall von Rocha, Guerra und Diegues).
Die brasilianische Kino-Moderne lässt sich allerdings nicht auf das Cinema Novo reduzieren. Schon in den 20er Jahren suchten brasilianische Künstler Anschluss an die internationale Avantgarde und erhoben zugleich den Anspruch auf eigenständige, nationale Formen der Moderne - wie im literarischen Modernismo oder in Oswald de Andrades Movimento antropófago ("Kannibalistische Bewegung": die Einverleibung fremder Einflüsse), welche bis heute immer wieder aufgegriffen werden. Die vielstimmige Verbindung von Modernität, Folklore, populären Ausdrucksformen und den unterschiedlichen Erfahrungen der Eingeborenen, der ehemaligen Sklaven sowie der ehemaligen Kolonisatoren ist für Brasiliens "tropischen Multikulturalismus" (Robert Stam) eine wesentliche Strategie geblieben.
Filme wie São Paulo, a symphonia da metrópole (1929), Limite (1931, Geniestreich und einziger Film des 20jährigen Künstlers Mário Peixoto) oder Braza dormida und Ganga bruta (zwei Hauptwerke des großen auteurs Humberto Mauro) zeugen vom Einfluss der westlichen wie der brasilianischen Avantgarde auf das Kino. Mauro und später auch Peixoto wurden zu wichtigen Vorbildern für das Cinema Novo und Cinema Marginal. Der vielleicht bekannteste brasilianische Filmavantgardist, Alberto Cavalcanti, war in den 20er und 30er Jahren ausschließlich in Europa aktiv, seine frühen Werke wie Rien que les heures (1926) wirkten allerdings stark auf die heimische Kunstszene zurück. Den umgekehrten "Wirkungsweg" beschreibt Orson Welles' brasilianisch-US-amerikanischer Dokumentarfilm It's All True (1942), der erst 1993 - in einer Rekonstruktion des überlieferten Materials - vorgestellt wurde: Dieser "linksliberale film maudit", der für Welles' Bruch mit Hollywood mitverantwortlich war, ist später von brasilianischen Regisseuren (vor allem im Werk von Rogério Sganzerla) immer wieder zitiert und "weitergeschrieben" worden.
Auch seit dem "offiziellen Ende" des Cinema Novo (Mitte der 70er Jahre) hat sich das brasilianische Kino mit einer Vielzahl avancierter, "polyphoner" und selbstreflexiver Positionen hervorgetan. Ab 1974 wurden sowohl demokratische als auch filmpolitische Fortschritte sichtbar: Der Ausbau staatlicher Filmförderung führte zu einer Situation, in der künstlerisch und ökonomisch erfolgreiche, zum Teil sozialkritische Autorenfilme als internationale "Visitenkarten" einer langsam abflauenden Diktatur fungierten. Dazu zählen herausragende Spätwerke der Cinema-Novo-Generation wie A Queda von Ruy Guerra oder Bye Bye Brasil von Carlos Diegues, aber auch Arbeiten jüngerer Regisseure wie der Welterfolg Pixote (1980) des aus Argentinien emigrierten Hector Babenco.
Nach einer längeren Krise Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre, in der die Filmproduktion fast zum Stillstand kam (paradoxerweise in der Zeit der ersten demokratisch gewählten Zivilregierung seit 1964), ist das brasilianische Kino seit einigen Jahren wieder aufgeblüht - in lebendiger Beziehung zur zeitgenössischen Populärkultur. Die Mythologien des Sertão (des feudal geprägten Hinterlands im Nordosten Brasiliens) und des Cangaço (soziales Banditentum) kehren allerdings ebenso aus der Zeit des Cinema Novo zurück wie die Debatten um eine nationale Identität - bzw. das "schlechte Gewissen" oder der Zorn angesichts anhaltender und massiver Ungerechtigkeit zwischen den Klassen und Kulturen.
Ein Sektor, in dem diese Fragestellungen auf sehr avancierte und selbstkritische Weise aufgegriffen werden, ist der Dokumentarfilm. Eduardo Coutinho, der größte Filmdokumentarist seines Landes, untersucht mit Mitteln des Cinéma vérité und des Essayfilms die soziale Wirklichkeit und die politische Geschichte Brasiliens - z.B. in seinem Meisterwerk Cabra marcado para morrer (vinte anos depois), das im gefährlichen Wendejahr 1964 begonnen und erst 1984, im "entgegengesetzten" Wendejahr, fertiggestellt wurde. Andere Arbeiten wie der semidokumentarische Spielfilm Iracema (1975) von Jorge Bodansky oder der Essay Mato eles? (1983) von Sérgio Bianchi lösten einen komplexen Nachdenkprozess über das Verhältnis des modernen Brasilien zu seinen Ureinwohnern aus.
Zuletzt sind auch die selbstreflexiven Filme, die vom Kino selbst erzählen, in Brasilien ungewöhnlich stark vertreten: Neben Rogério Sganzerlas Brasil und Nem tudo é verdade (1978-85, zum Orson-Welles-Komplex) stellt die Retrospektive aktuelle Filmessays über die wilde Schönheit im Werk von Regisseuren wie Mário Peixoto, José Mojica Marins oder Glauber Rocha vor. Mit ihnen schließt sich ein Kreis: In seinen überzeugendsten Manifestationen ist das brasilianische Kino bis heute eine Geschichte der Passionen und ein Fall für leidenschaftliche Utopisten und Rebellen geblieben.
Diese außergewöhnliche Retrospektive konnte nur dank der großzügigen Unterstützung vieler Institutionen und Personen realisiert werden. Der Dank des Filmmuseums gilt vor allem Carlos Magalhães und Fernanda Guimarães (Cinemateca Brasileira), Paulo Roberto da Costa Pacheco (Brasilianische Botschaft in Wien), Ingrid Starke (Instituto Cultural Brasileiro na Alemanha, Berlin), dem Kultur- und dem Außenministerium Brasiliens sowie Fritz Frosch, Olaf Möller und Robert Stam.
Ebenfalls im Rahmen der Wiener Festwochen findet im Konzerthaus das zweitägige Gaucho Festival statt.
Filmarchiv Austria - Presseinformation
PRATER FILMFESTIVAL
Open-Air-Kino auf der Kaiserwiese 7. bis 31. Juli 2005
PRATER.KINO.WELT
Ausstellung im Pratermuseum 7. Juli bis 29. September 2005
Das Schausteller- und Jahrmarktsmilieu bildete den kulturellen Rahmen für
die Vor- und Frühgeschichte des Kinos. Der Wiener Prater gilt dabei seit
Jahrhunderten als Zentrum des institutionalisierten Vergnügens. Zum
50-jährigen Bestandsjubiläum spürt das Filmarchiv Austria einem zentralen
Ursprungsmythos der österreichischen Kinogeschichte nach und widmet dem
Wiener Prater „on location" eine filmische Hommage.
Das erste Prater Filmfestival greift die lange Tradition der Kinematografie
im Leopoldstädter Vergnügungsviertel auf. Direkt vor dem Riesenrad, auf der
Kaiserwiese, dem historischen Gelände von „Venedig in Wien", zeigt das
Filmarchiv Austria ein Open-Air-Festival, präsentiert Kino im
Vergnügungspark - von MERRY-GO-ROUND bis LUNA PARK illustrieren Beispiele
durch alle Epochen der Filmgeschichte die ewig lustvolle Beziehung zwischen
Kino und Jahrmarkt. Der Prater war dabei immer wieder ein bevorzugter
Schauplatz für österreichische und internationale Spielfilme. Ein Special
zeigt die Praterkinowelt in der sich auch einige der denkbar schönsten
Momente und Stimmungen des legendären alten Praters verewigt haben.
Prater.Kino.Welt ist auch der Titel der begleitenden Ausstellung, die das
Wien Museum in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria im Pratermuseum zeigt.
Prater, andererseits nimmt sie Bezug auf die Geschichte der bewegten Bilder,
auf die frühen Illusions- und Laufbildmaschinen, die um 1900 im Prater zu
sehen waren und den Weg zum Kino markierten.
Begleitend zum Praterfilmfestival und zur Ausstellung erscheint im Verlag
Filmarchiv Austria der von Christian Dewald und Werner Michael Schwarz
herausgegebene Katalog-Textband Prater.Kino.Welt. Außerdem veröffentlicht
das Filmarchiv seine historische Praterfilmsammlung erstmals auf DVD.
Auf der Kaiserwiese runden Gastronomiebetriebe dieses außergewöhnliche
Kulturangebot ab.
Alle Filme bei freiem Eintritt!
Das Prater Filmfestival ist eine Veranstaltung des Filmarchiv Austria in
Kooperation mit Wien Marketing und wird von den beiden Hauptsponsoren UPC
Telekabel und Flughafen Wien unterstützt.
FAA-Presse-Kontakt:
Mag. Karin Moser Tel.: 216 13 00/ 203, e-mail: k.moser (at) filmarchiv.at
Mag. Thomas Ballhausen Tel.: 216 13 00/ 253, e-mail:
studienzentrum (at) filmarchiv.at
07.07.2005 bis 31.07.2005
jeweils 21.30 Uhr
Do. 07.07 Eröffnung: Pratermizzi, Welturaufführung der restaurierten
Fassung, A 1926 Stummfilm mit Live-Musikbegleitung
Fr. 08.07 Prater, A 1936
Sa. 09.07 The Third Man (engl. OF) GB 1949
So. 10.07 Freaks (engl. OF) US 1932
Mo. 11.07 Liliom (frz. OF mit dt. UT) Frankreich 1934
Di. 12.07 Carnival of Souls (engl. OF) US 1962
Mi. 13.07 Letter From an Unknown Woman (engl. OF) US 1948
Do. 14.07 Victor … Pendant qu'il est trop tard (frz. OF mit dt. UT) F 1998
Fr. 15.07 Wienerinnen - Schrei nach Liebe A 1952
Sa. 16.07 Strangers on a Train (engl. OF mit dt. UT) US 1951
So. 17.07 La ronde (frz. OF mit dt. UT) F 1950
Mo. 18.07 Flamingo Road (engl. OF) US 1949
Di. 19.07 High Sign / The Playhouse / Number Please / Sugar Daddies (engl. OF)
US 1921/1921/1920/1927, Stummfilmprogramm mit Live-Musikbegleitung
Mi. 20.07 Atlantic City, USA (engl. OF mit dt. UT) CDN / F 1980
Do. 21.07 Lonesome (frz. ZT) US 1928, Stummfilm mit Live-Musikbegleitung
Fr. 22.07 Malambo (dt. OF mit engl. UT) Österreich1984
Sa. 23.07 Das Cabinet des Dr. Caligari D 1920, Stummfilm mit Live-Musikbegleitung
So. 24.07 Jour de fete (frz. OF mit dt. UT) F 1949
Mo. 25.07 Luna Park F/RUS 1992
Di. 26.07 Nightmare Alley (engl. OF) US 1947
Mi. 27.07 The Crowd (engl. ZT) US 1928Stummfilm mit Live-Musikbegleitung
Do. 28.07 El Maquinista / The Machinist (engl. OF mit dt. UT) E 2004
Fr. 29.07 Exit... nur keine Panik Österreich / D 1982
Sa. 30.07 La strada (ital. OF mit dt. UT) I1954
So. 31.07 Merry-Go-Round (ital. ZT) US 1922Stummfilm mit Live-Musikbegleitungrevolution will not be televised
Buerogemeinschaft 1. Stock
Mobile: ++43 (0)650 5031574
Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17
mikrokino (at) kinoki.at <mailto:mikrokino (at) kinoki.at>
http://www.kinoki.at
Jens Kastner, Soziologe und Kunsthistoriker
Rubia Salgado, maiz (Moderation)
Mittwoch, 15. Juni, 19 Uhr 30
maiz - Hofgasse 11, 4020 Linz
Nach einer Phase relativer Stille unter der neoliberalen Hegemonie in den 1990er Jahren entstehen in Lateinamerika seit einiger Zeit wieder lautstark politische Kämpfe. Wird die Autonomieforderung im zapatistischen Aufstand vor allem mit der Erprobung neuer Politikformen verbunden, kämpfen soziale Bewegungen in Kolumbien oder Guatemala zugleich um ihr Überleben angesichts permanenter Bedrohung durch Militär und paramilitärische Gruppen. In Venezuela oder Brasilien hingegen sind die Bewegungen zum Teil eingebunden in die präsidialen Projekte der gesellschaftlichen Umgestaltung, während sich der Widerstand in Argentinien und Bolivien in der Absetzung der jeweiligen Präsidenten äußerte.
Olaf Kaltmeier, Jens Kastner, Elisabeth Tuider (Hg.): Neoliberalismus - Autonomie - Widerstand. Soziale Bewegungen in Lateinamerika. Münster 2004 (Verlag Westfälisches Dampfboot), ISBN 3-89691-578-9.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der eipcp-Reihe discursive lines in Kooperation mit maiz statt.--------------------------------------------------------------------------------
0732/776070
Betreff: Veranstaltungs-Einladung: Liberalisierungsmotor Europa?
Zur Zukunft der öffentlichen Dienstleistungen
Das französische „Non" zur EU-Verfassung ist auch ein „Nein" zu den
radikalen Liberalisierungsbestrebungen der EU-Kommission. „Der
Liberalisierungskurs im EU-Binnenmarkt unterwirft auch noch die letzten
öffentlichen Güter der reinen Marktlogik anstatt ihre Finanzierung
sicherzustellen und einheitliche soziale und ökologische
Mindeststandards zu schaffen", erklärt Karin Küblböck Attac-Vertreterin
im STOPP GATS-Netzwerk.
Die europaweiten Proteste der Zivilgesellschaft gegen den Entwurf der
EU-Dienstleistungsrichtlinie haben den Liberalisierungsmotor Europa
zunächst zum Stottern gebracht. Dennoch setzt die EU-Kommission
weiterhin auf die Deregulierung des gesamten Dienstleistungsbereichs.
Für immer mehr Menschen in Europa bedeuten die Liberalisierung
öffentlicher (Post, Energie, öffentlicher Verkehr) und sozialer
Dienstleistungen (Krankenhäuser, Kindergärten) aber massive Einschnitte
in ihre unmittelbare Lebensqualität. In vielen internationalen
Beispielen führte eine Kommerzialisierung im Dienstleistungsbereich zu
einer Verteuerung und Verschlechterung in der Versorgungsqualität. Mit
der Wiederaufnahme der GATS-Verhandlungen ist auch auf WTO-Ebene mit
verschärften Liberalisierungsangeboten zu rechnen, die den öffentlichen
Sektor erneut unter Privatisierungsdruck setzen.
Elisabeth Beer, EU-Expertin, Arbeiterkammer Wien
Stefan Buchinger, Leiter der Abteilung für Binnenmarkt, BMWA
Wilhelm Haberzettl, Präsident der Gewerkschaft der Eisenbahner
Michael Landau, Direktor der Caritas Wien
Christoph Riedmann, Wirtschaftskammer Österreich
Moderation: Nina Horaczek, Der Falter
Zeit: 8.Juni 2005, 19.00 Uhr
Ort: Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien
(Semper Depot),Lehárgasse 6, 1060 Wien
Das STOPP GATS-Netzwerk wird getragen von Armutskonferenz, Attac, ÖGB,
ÖH und von 60 weiteren Organisationen.
Attac Österreich Presse
Tel. +43 (0) 1 544 00 10
Mobil +43 (0) 676 537 98 95
Fax. +43 (0) 1 544 00 59
presse (at) attac.at
Guten Tag!/Hallo! Wir bitten um Ankündigung folgender Veranstaltung:
*Dienstag, 21. Juni 2005, 20 Uhr*
ich lade Sie / dich / euch herzlich zum
am Samstag, 11. Juni 2005
Rathausplatz-Süd und Cinema-Paradiso,
das zu einem nicht geringen Teil von der
Betriebsseelsorge organisiert wird,
Ich freue mich auf ein Wiedersehen beim
Fest der Begegnung!!!
Das schon traditionelle Fest der Begegnung findet wieder am Samstag, 11.
Juni 2005 auf dem Rathausplatz Süd St. Pölten statt.
Ab 12.00 Uhr gibt es ein buntes Kulturprogramm mit Folklore, Tänzen,
TrommlerInnen, alter Musik aus allen Jahrhunderten und "unsichtbarem
Theater".
Um 17.00 Uhr diskutieren im Cinema Paradiso Betroffene und politische
Vertreterinnen über die "Lebens-und Freizeiträume der Migrantinnen der
zweiten und dritten Generation". Um 19.00 Uhr zeigt das Cinema Paradiso den
Film "Dallas Pashamende" von Robert Adrian Pejo (Eintritt: Euro 6,30, bei
den anderen Programmteilen Eintritt frei).
Ab 21.00 Uhr spielt die Gruppe Nim Sofyan, Gewinner des Austrian World Music
Award 2004 im Beislkino Cinema Paradiso.
www.fest.der.begegnung.at.tf
Sehr geehrter Rektor Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler Sehr geehrter Vizerektor Univ.-Prof. Mag. Dr. Johann Jurenitsch Sehr geehrter Mag. Dieter Spadt Sehr geehrte Elke Weinlechner Sehr geehrter Ing. Gerhard Tutschek
Wie Ihnen vielleicht zu Ohren gekommen ist, wurde das Areal hinter dem
Narrenturm am Universitätscampus in der Nacht auf Donnerstag, den 26. Mai
zum vierten Mal besetzt. Warum?
Es geht uns, wie wir bereits dargelegt haben, um eine sinnvolle Nutzung des
Geländes als autonomer Freiraum, als offenes soziales Zentrum.
Nicht erst im Zuge der Wiederbesetzung, bereits bei den Aktionen im Sommer
2004 haben wir Sie ausführlich über unsere Perspektiven für das Areal
informiert, das derzeit abgesehen von seiner teilweisen Nutzung als
Müllplatz leer steht und verfällt. Unzählige Menschen sind bereit, sich für
die Instandsetzung des Geländes zu engagieren und planen Projekte, von denen
eine offene Küche, ein nicht-kommerzielles StudentInnen-Beisl ohne
Konsumzwang, ein Frauenraum, ein Kost-Nix-Laden und
Veranstaltungsräumlichkeiten nur einige sind. Projekte also, die der rapide
zunehmenden Kommerzialisierung entgegenwirken sollen, die den universitären
Raum mehr und mehr ergreift. Unserer Meinung sollte einer Universität, die
offen ist für kritisch-wissenschaftliche Diskurse, daran liegen, Freiräume
zu schaffen für die kritische Analyse der herrschenden
Gesellschaftsstrukturen, Freiräume für künstlerische und kulturelle
Aktivitäten, Freiräume, um Formen des gesellschaftlichen Miteinander zu
finden, die sich abseits kapitalistischer Verwertungszwänge und
Ausbeutungsstrukturen bewegen. Solche Freiräume spielen eine zentrale Rolle
für das universitäre Klima. Die Universität muss endlich ihre Verantwortung
wahrnehmen, offene Räume für unabhängiges Denken und Agieren
Das Gegenteil ist der Fall. Trotz unserer Bemühungen um konstruktive
Gespräche hüllen sich das Rektorat und die für die Raumpolitik der
Universität Verantwortlichen in würdevolles Schweigen. Nicht nur das, sie
bekunden wieder und wieder ihre absolute Gleichgültigkeit unseren Anliegen
und Vorschlägen gegenüber, das Desinteresse an einer inhaltlichen
Auseinandersetzung mit dem Thema könnte größer nicht sein. Ihren Gipfelpunkt
findet diese Politik der Indifferenz in der Generalvollmacht, die der
Exekutive von Seiten der Universitätsleitung erteilt wurde und die diese
bemächtigt, das Areal jederzeit ohne vorherige Rücksprache mit dem Rektorat
gewaltsam zu räumen. Auf diese Weise geben die eigentlich Verantwortlichen
ihre Entscheidungsgewalt ab an VertreterInnen einer Institution, der es bis
vor Kurzem sogar untersagt war, Universitätsgelände zu betreten. Dies ist
jedenfalls ein äußerst prekärer Punkt: anstatt sich in irgendeiner Form mit
unseren Inhalten und unseren Aktionen auseinander zu setzen, tritt die
Universität ihre Autonomie bis auf Widerruf zugunsten polizeilicher Willkür
ab. Wie weit diese schon geht, hat die Räumung des Areals am Donnerstag
morgen gezeigt: völlig ohne rechtliche Grundlage hinderte die Polizei
anwesende JournalistInnen an der Dokumentation der Räumung, Kameras wurden
konfisziert und Bilder unrechtmäßig gelöscht, die BesetzerInnen unter
Beschimpfungen nicht nur aus dem Areal, sondern auch von öffentlichen Fläche
davor vertrieben.
Dieser schwerwiegenden Autonomiebeschneidung muss ein Ende gesetzt werden.
Wir fordern einen unbefristeten Nutzungsvertrag für das gesamte Areal hinter
dem Narrenturm (Werkstättenhof) für einen Euro pro Jahr (inkl.
Betriebskosten), zusätzlich die Kosten für die Instandsetzung der Gebäude
und die Sanierung des Geländes gemäß unserem Sanierungskonzept. Sobald wir
von Ihrer Seite konstruktive Rückmeldung in Form einer Gesprächsaufnahme und
prinzipieller (schriftlicher) Interessensbekundung erhalten, sind wir gerne
bereit, ein detailliertes Nutzungskonzept sowie einen vorläufigen
Entwicklungsplan des Projekts zu präsentieren.
Wir laden Sie ein, die Hand endlich zu ergreifen, die wir Ihnen wohlwollend
Wie bisher erreichen Sie uns unter der Adresse gruppe_freiraum (at) gmx.net.
Wir freuen uns über Ihre umgehende Antwort und verbleiben herzlichst
Ihre Gruppe Freiraum
ÖH-Wahlen:
Steirische KPÖ gratuliert KSV zum Erfolg
Der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) hat bei der Hochschülerschaftswahl in Graz das beste Ergebnis in seiner Geschichte erzielt und nach einer langen Pause von zwanzig Jahren wieder mit einem Mandat den Einzug in die Universitätsvertretung der Karl Franzens Universität erreicht.
Stadtrat Ernest Kaltenegger und KPÖ-Landesvorsitzender Parteder gratulieren dem erfolgreichen KSV-Spitzenkandidaten Hanno Wisiak und den anderen KSV-AktivistInnen in Graz sehr herzlich.
Die KSV-Ergebnisse im Einzelnen: Uni Graz 297 (230) Stimmen 5,81% (4,07%) 1 (-) Mandat.
Medizinuniversität Graz 73 Stimmen, 5,94 %.
Hanno Wisiak wurde mit der höchsten Stimmenzahl aller BewerberInnen zum Studienvertreter Geschichte gewählt, Sebastian Wisiak zum Studienvertreter an der Humanmedizin.
Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder bezeichnete dieses Ergebnis als die Frucht einer soliden Interessenspolitik für die Studierenden und klarer weltanschaulicher Positionierungen: "Nach dem KPÖ-Erfolg bei den Gemeinderatswahlen in der Obersteiermark gibt uns der Ausgang der Hochschülerschaftswahlen in Graz im Vorfeld der Landtagswahl eine weitere Rückenstärkung.
Die Zusammenarbeit zwischen steirischer KPÖ und KSV hat in Graz und darüber hinaus Zukunft".
Österreichweit ist der KSV jetzt in Wien und Graz in den Universitätsvertretungen präsent. In Salzburg wurde mit 5,67 % ein sehr gutes Ergebnis erzielt und der Einzug in das Studierendenparlament nur knapp verfehlt.Rückfragehinweis: 0316/ 71 2479
Trotz Nein zur EU-Verfassung:
Steuermillionen des Landes für EU-Propaganda
Nach dem Ausgang der EU-Volksabstimmung in Frankreich und den Niederlanden und angesichts der Stimmung der Bevölkerung in unserem Land kann man folgendes feststellen:
Der Ende April angekündigte Versuch der steirischen Landesregierung, mit insgesamt 1,8 Millionen Euro aus Steuergeldern eine positive Stimmung für das Europa der Konzerne und der Generäle zu schaffen, ist fehlgeschlagen.
Ärgerlich ist es aber, dass für diesen Zweck schon wieder zwei EU-Büros geschaffen werden. Nach den teuren und wirkungslosen Regionalbüros, die in Brüssel steirische Förderprojekte schmackhaft machen sollten, wird hier anscheinend schon wieder Geld an Parteigänger verteilt.
Die Haltung der steirischen KPÖ ist klar:
EU und Großkonzerne haben ganz klare Ziele: Sozialstaat, geregelte Beschäftigung und Rechte für die arbeitenden Menschen werden unter der irreführenden Losung der "Sicherung des Wirtschaftsstandortes" zurückgedrängt, damit die Profite stimmen. Dem dient auch die umstrittene und von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnte EU-Verfassung. Die steirische KPÖ tritt daher in unserem Land und auch auf gesamteuropäischer Ebene für demokratische und soziale Alternativen zu diesem Wirtschaftsblock ein, der eine immer stärkere militärische Rolle spielen will.
Wir lehnen es ab, Steuergelder für EU-Propaganda zu verschwenden.
Wieder Schlag für die Bundesregierung
Menschenrechtsgerichtshof spricht § 209-Opfern Rekordentschädigung zu
Plattform gegen § 209: „Jetzt muss es endlich auch die Bundesregierung
verstanden haben"
Wie soeben bekannt wurde hat hat der Europäische Gerichtshof für
Menschenrechte (EGMR) gestern in einem sensationellen Urteil (H.G. & G.B.
gg. Österreich) Österreich neuerlich wegen der jahrelangen
Homosexuellenverfolgung auf Grund des antihomosexuellen Sonderstrafgesetzes
§ 209 Strafgesetzbuch verurteilt und zwei Opfern des § 209 eine
Rekordentschädigungssumme zugesprochen: EUR 106.532,27.
Die beiden Beschwerdeführer wurden auf Grund des § 209 zu Freiheitsstrafen
verurteilt. G.B. 2000 vom Landesgericht Wels zu drei Monaten bedingter Haft;
H.G. 2001 vom Landesgericht Innsbruck zu 1 œ Jahren unbedingter Haft, von
der er ein Jahr auch verbüssen musste.
G.B. hat an das Oberlandesgericht Linz Berufung erhoben, dieses aber in
seinem Urteil vom 20.02.2001 hartnäckig daran festgehalten, dass § 209 die
Menschenrechte nicht verletze. H.G. hat erst gar keine Berufung erhoben und
sich direkt an den Menschenrechtsgerichtshof gewandt. Wie der EGMR nun
festgestellt hat, zurecht, denn, so der Gerichtshof, die Berufung wäre
ohnehin aussichtslos gewesen …
EGMR: Bereits über EUR 300.000,-- für § 209-Opfer
Der EGMR hat in seinem gestrigen Urteil darauf verwiesen, dass Österreich
die an den beiden Beschwerdeführern begangenen Menschenrechtsverletzungen
nie anerkannt und auch keinerlei Entschädigung geleistet hat. G.B. sprach
der Gerichtshof EUR 15.000,-- und H.G. EUR 75.000,-- zu, zuzüglich eines
Beitrags zu den Anwaltskosten. Insgesamt verpflichtetete der Gerichtshof die
Republik Österreich zur Rekordsumme von EUR 106.532,27.
Insgesamt musste die Republik den bislang neun erfolgreichen §
209-Beschwerdeführern über EUR 300.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten.
Derzeit sind vor dem Menschenrechtsgerichtshof noch weitere zwei Beschwerden
von Opfern des § 209 anhängig.
Die erfolgreichen Beschwerdeführer können nun mit dem Urteil aus Straßburg
in Österreich die Erneuerung ihres Strafverfahren und die Aufhebung ihrer
Urteile erreichen. Eine derartige Rehabilitierung können aber nur jene Opfer
des § 209 erlangen, die sich an den Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte gewandt haben. Alle die das nicht getan haben, bleiben auf
Jahre hinweg wegen eines Sexualdeliktes vorbestraft und erhalten keinerlei
Wiedergutmachung, weder für den seelischen Schmerz noch für ihre
Verteidigungskosten und die (vielfach erfolgte) Vernichtung ihrer
bürgerlichen Existenz.
Das gestrige Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist ein
neuerlicher schwerer Schlag für die Bundesregierung, die bis heute sogar
denjenigen Rehabilitierung und Entschädigung verweigert, die auf Grund des §
209 verurteilt und, zum Teil in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher,
inhaftiert wurden. Ihre Verurteilungen sind nach wie vor im österreichweiten
Strafregister vorgemerkt und die Polizeiakten immer noch vorhanden.
Zwei Klassen von Opfern
Die Bundesregierung weigert sich nicht nur beharrlich, die § 209-Urteile
durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin
Miklautsch blockiert (wie ihr Vorgänger) sogar hartnäckig alle Gnadengesuche
von § 209-Opfern an den Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damit die
Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber,
der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die
Aufhebung der diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die
gnadenweise Tilgung einer früheren § 209-Verurteilung, die er nicht in
Strassburg bekämpft hatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war
ausschließlich wegen § 209 in einer Anstalt für geistig abnorme
Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt nur auf Probe
entlassen. Für beide gibt es, dank Miklautsch, keine Gnade ….
Österreich wurde deshalb wiederholt durch den Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte verurteilt: über Beschwerde von Verurteilten (L. & V. gg.
Österreich 2003; Woditschka & Wilfling gg. Österreich 2004; F.L. gg.
Österreich 2005; http://www.echr.coe.int <http://www.echr.coe.int/> ) ebenso
wie über Beschwerde eines Jugendlichen, dem zwischen 14 und 18
einverständliche sexuelle Kontakte mit erwachsenen Partnern verwehrt waren
(S.L. gg. Österreich 2003; http://www.echr.coe.int
<http://www.echr.coe.int/> ).
Erst vergangene Woche hat der Gerichtshof in einem Aufsehen erregenden
Urteil ausgesprochen, dass auch freigesprochene Opfer des § 209 entschädigt
werden müssen (Thomas Wolfmeyer gg. Österreich, http://www.echr.coe.int
<http://www.echr.coe.int/> ). Und Amnesty International hat in seinem
Jahresbericht 2005 die Entschädigung der § 209-Opfer eingefordert.
„Jetzt muss wohl auch die starrköpfige Bundesregierung endlich die Botschaft
verstanden haben", sagt Dr. Helmut Graupner, Sprecher der Plattform gegen §
209 und Anwalt der Beschwerdeführer, „Wie lange will sie die Menschenrechte
gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer noch mit Füssen treten
und die Steuerzahler dafür büssen lassen?".
In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben
sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB
allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen
Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften
Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe,
die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der
Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller
Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und
beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB.
Presseaussendung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte:
http://www.echr.coe.int/Eng/Press/2005/June/Chamberjudgments020605.htmDas Urteil im Wortlaut:
http://www.echr.coe.int <http://www.echr.coe.int/>Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737,
office (at) paragraph209.at, www.paragraph209.at
Die folgenden Infos sind der Webesite des supportolegale entnommen.
Das Info gibt es als Printversion unter
https://supportolegale.org/public/Printsupporto/. Es ist auch in verschiedene
Infos über die Prozesse rund um den G8-Gipfel 2001 -
Aktualisierung April 2005
Das Projekt „Supportolegale" unterstützt das Sekretariat und die Anwälte, die
sich mit den Prozessen wegen der Geschehnisse während des G8 in Genua
beschäftigen, sowie den Prozessen im Zusammenhang mit den Protesten gegen den
e-goverment Gipfel im März 2001 in Neapel.
Die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen die 28 Polizisten der Diaz-Schule, die
Bestätigung der Verantwortung der Ordnungskräfte in den Angriffen in der Via
Tolemaide, der Beweis, dass die Karabinieri Eisenstangen benutzt haben, sind
nur einige der Ergebnisse, die der systematischen und minuziösen Analyse einer
riesigen Menge von Material durch die Anwälte und das Sekretariat zu verdanken
sind. Der Verlauf der Prozesse und die Eröffnung eines anderen grossen
Verfahrens im Zusammenhang mit der Folter im Bolzaneto machen diese Arbeit noch
Der „Supportolegale" wurde auf Initiative von einigen Medien-AktivistInnen, die
an dem Indymedia-Netzwek teilnehmen, gegründet. Der „Supportolegale"
informiert, hilft technisch und kümmert sich um die Finanzierung, durch Sammeln
von Geldern, und gibt den ganzen Erlös dem Genoa Legal Forum, für die Arbeit im
Büro und für die Kosten der Prozesse. Die Arbeit des Sekretariats ist mit
grossen Kosten (etwa 12000 Euro im Monat) verbunden. All die Bestrebungen, die
grossen und kleinen Spenden der Aktivisten, die in ganz Italien die Prozesse
verfolgen, reichen nicht aus. Es ist nötig, dass alle, die in Genua waren, sich
wieder um die Prozesse kümmern, die der G8 hinterlässt.
Zu viele der Bewegung haben Genua vergessen oder versuchen es zu tun.
Wir bitten sie darum, sich zu erinnern. Die Prozesse zu unterstützen, heisst
seine eigene Geschichte zu verteidigen, um zu vermeiden, dass jemand anderer
sie schreibt. Und es heisst auch, sich eine zukünftige Geschichte zu sichern,
die nicht auf der Legitimation der Razzia in der Diaz-Schule, der
krebserregenden Gasen, der Prügel der Polizei und der Folter in der
Bolzaneto-Kaserne gründet.
Die Erinnerung ist ein kollektives Räderwerk: lassen wir es arbeiten! Wir alle.
Die Prozesse rund um die Geschehnisse während des G8 in Genua gehen weiter. Die
rechtliche Unterstützung des „Supportolegale" auch
Per donazioni a sostegno del lavoro del GLF usa il conto intestato a don Antonio
6135980
causale (fondamentale): supportolegale
per versamenti c/o uffici postali su conto postepay:
carta n. 4023 6004 0723 2604 intestata a Antonio Scarlatelli
paypal account: paypal (at) supportolegale.org
Prozess gegen 25 Aktivisten wegen Verwüstung und Plünderung
Am 2. März begann der Prozess gegen die 25 DemonstrantInnen wegen den Vorfällen
vom 20. und 21. Juli 2001. 25 Personen, die Gefängnisstrafen zwischen 8 und 15
Jahren riskieren aufgrund eines Gesetzes gegen eine Straftat aus der
Kriegszeit, das ganz plötzlich von den Staatsanwälten Anna Canepa und Andrea
Canciani wieder ausgegraben wurde. Nach über einem Jahr seit Beginn des
Prozesses, wurden über 100 zeugen der Anklage angehört, zumeist Polizisten und
Karabinieris, die für die Erhaltung der öffentlichen Ordnung während dieser
Tage zuständig waren. Der Prozess wird noch lange dauern, denn es fehlen noch
rund 40 ZeugInnen der Anklage und rund 100 ZeugInnen der Verteidigung. Jeden
Dienstag ist Verhandlung.
Die Stimmung war Ende März eher gespannt: Die Artikel in der genueser
Tageszeitung "Il Secolo IX", klangen so, als ob sie von der Polizei geschrieben
worden seien; im Prozess gegen zwei Antifaschisten aus dem Mailänder Centro
sociale "Orso" wurde Ein hartes Strafmass angewandt, mit ausgerechnet dem Duo
Canepa und Canciani als Staatsanwälte; und zum Schluss wurden zwei Laptops von
zwei technischen Beratern der Verteidigung beschlagnahmt, ausgelöst durch eine
Anklage durch die beiden Staatsanwälte wegen Verleumdung. Die Verhandlung wurde
danach von Richter Devoto auf Anfrage der Verteidigung verschoben, da auf diese
Weise eine Ungleichheit zwischen Anklage und Verteidigung bestand, weil
letztere nicht von der Arbeit der Berater Gebrauch machen konnten. In den drei
darauf folgenden Verhandlungen sind dann einige interessante Elemente
aufgetaucht, sowohl nach gerichtlichem Sichtpunkt, als auch im Bezug auf den
Modus Operandi der Ordnungskräfte, in den Ã„mtern sowie auf der Strasse.
Während der Verhandlung vom 19. April hat die Verteidigung die Bewilligung für
Aufzeichnungen der Funkmitteilungen der Einsatzzentrale der Karabinieri
erhalten. Sie sind bis anhin weder in den Beweisbestand aufgenommen, noch
angehört worden. Diese Aufnahmen könnten viele unklare Punkte über die
Befehlskette klären. Die Karabinieri waren von den Entscheidungen der Polizei
abhängig, aber in den Verhandlungen kam aus, dass Verwirrung zwischen den
beiden Ordnungskräften herrschte, die den "anti-guerrilla"-Truppen implizit
viel Aktionsfreiheit schaffte.
Diese haben die Verantwortung für den ersten Angriff gegen den bewilligten
Demonstrationszug der "Tute Bianche" in der Via Tolemaide. Sie haben also die
Entscheidungen des Polizeibeamten Angelo Gaggiano ignoriert, der vor dem
Bahnhof Brignole auf den Umzug wartete.
Die Zeugen die erschienen sind, zeigten grossen Erinnerungslücken, Verwirrung
über die Uhrzeiten und die Bewegungen der Kontingente und, insgesamt,
verschwiegen sie, was sie in jenen Tagen gemacht hatten.
Dieser Prozess basiert auf Ton- und Videoaufnahmen als Beweise. Da es
Widersprüche gibt, zwischen dem, was die ZeugInnen sagen und dem, was die
Beweise zeigen, sollen diese letzteren auch demonstrieren, dass Zeugen nicht
verlässlich sind. Logischerweise ergibt sich somit auch die Möglichkeit, neue
Verfahren gegen die Ordnungskräfte zu eröffnen, wie im Fall von Karabinieri des
Battaillon der Karabinieri "Lombardia" wegen des Gebrauchs von Eisenstangen
während der Angriffe in der Via Tolemaide. Während den Verhandlungen im April
kamen als Zeugen einige Funktionäre der politischen Polizei DIGOS (Abteilung
für Allgemeine Ermittlungen und Sondereinsätze), welche die Angeklagten
identifizieren mussten. Die Methode, die angewandt worden ist, lässt einem
perplex. Die Zeugen reden von identifizierten Personen, die von Kollegen
aufgrund von Fotos, von "Leuten, die an Demos teilnehmen" in den Dateien der
Digos, wiedererkannt wurden. Zum Schluss ist zu erwähnen, dass die
Staatsanwälte beantragten, sowohl den Oberst Truglio und andere Karabinieri,
die auf der Piazza Alimonda waren, als auch Placanica(den angeblichen Mörder)
anzuhören. Placanica war vor kurzem aufgrund einer "Dienstkrankheit" aus dem
Dienst der Karabinieri entlassen worden. Die Verhandlungen Ende April/ anfangs
Mai werden also vielleicht eine einzigartige Gelegenheit, die Protagonisten
eines nicht abgehaltenen Prozesses anzuhören.
Diaz und Bolzaneto
Während der Prozess gegen die 25 DemonstrantInnen eilig fortschreitet, geht es
im Prozess gegen die Polizei und Carabinieri wegen der Razzia in der Diazschule
und der Folter in der Kaserne Bolzaneto nur langsam weiter. Es wird langsam
klar, dass es mit einer Verjährung enden wird, da kein eigentlicher Täter
individualisiert wurde und die Angeklagten sind nur für geringe Taten angeklagt
sind, wie einfache Körperverletzung, Amtsmissbrauch undVerleumdung sowie
Beweisfälschung (die Molotowcocktails und der Messerstich), die Benutz wurde,
um die Durchsuchung der Diazschule zu rechtfertigen.
Am 13 Dezember 2004 wurde entschieden, dass es gegen 28 Polizisten wegen der
Taten in der Diaz einen Prozess geben wird. Einige dieser Polizisten sind
unterdessen hohe Beamte, wie der aktuelle Chef der Antiterrorismuseinheit,
Francesco Grattieri, und der ex Chef der genueser Digos, Spartaco Mortola. Der
Prozess hat am 6 April begonnen, aber nach der Gerichtsverhandlung vom 19. Mai
werden die Verhandlungen auf Oktober verschoben und mit neuen Richtern
weiterfahren. Einer der zwei Richter wird pensioniert und der Präsident wird in
ein anderes Gericht versetzt.
Das Verfahren gegen 47 Beteiligte - Justizvollzugsbeamte, Carabinieri und
Sanitätspersonal - wegen der Ereignisse in Bolzaneto geht schneller voran. Die
Vorverhandlung, die am 27 Januar begonnen hat, wurde am 16. Mai mit der
Eröffnung des Strafverfahrens gegen alle Beschuldigten mit Ausnahme von einer
Person abgeschlossen. Der erste Termin für die Hauptverhandlung wird für den
12. Oktober festgelegt.
https://supportolegale.org - info (at) supportolegale.org
Petition an das eidgenössische Parlament:
Keine Rüstungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und den Ländern des Nahen Ostens
Bern, 2. Juni 2005
Nach der geplanten Wiederaufnahme von Rüstungskäufen aus Israel lanciert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit anderen Organisationen am Samstag, 4. Juni 2005 am Sozialforum in Fribourg eine Petition. Diese fordert die Anwendung der Genfer Konventionen und des internationalen Rechts im Nahost-Konflikt sowie die Sistierung der Rüstungszusammenarbeit und des Handels mit Rüstungsgütern zwischen der Schweiz und den Ländern im Nahen Osten.
Die Petition soll zu Beginn der Herbstsession eingereicht werden, während der voraussichtlich das Rüstungsprogramm 2005 behandelt wird. Dadurch soll das Parlament dazu aufgefordert werden, auf den Kauf von Rüstungsgütern aus Israel zu verzichten und das Rüstungsprogramm 2005 in diesem Punkt zu korrigieren.
Gravierende Verletzungen der Menschenrechte und Verstösse gegen das Völkerrecht
Die Abnahme der Gewaltakte kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Situation der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten kontinuierlich verschlechtert. Der israelische Staat verletzt weiterhin die Rechte der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten und verstösst gegen internationales Recht. Die UNO-Resolution 242 fordert Israel dazu auf, sich aus den besetzten Gebieten zurückzuziehen. Sie fordert zudem von allen Konfliktparteien, die Souveränität und politische Unabhängigkeit eines jeden Staates zu respektieren und somit auch von den arabischen Staaten, dass sie das Existenzrecht Israels anerkennen. Ausserdem sind in der gesamten Region Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung.
Das Engagement für eine friedliche Lösung muss authentisch und glaubwürdig sein
Nach einer Phase relativer Zurückhaltung in der Rüstungszusammenarbeit mit Israel hat der Bundesrat beschlossen, Rüstungsgüter für 150 Millionen Franken aus Israel in das Rüstungsprogramm 2005 aufzunehmen. Das Engagement der Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konventionen für die Einhaltung des Völkerrechts ist weder authentisch noch glaubwürdig, solange sie ihre Zusammenarbeit im militärischen Bereich mit der Armee und der militärischen Industrie eines Staates fortsetzt, der systematisch gegen bestehendes Völkerrecht verstösst.
Lancierung einer Petition
Aus diesen Gründen lanciert die Gesellschaft für bedrohte Völker in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen eine Petition, die ein sofortiges Moratorium in der Zusammenarbeit mit den Rüstungsindustrien, den Armeen und den Geheimdiensten aller im Nahostkonflikt involvierter Länder verlangt. Dies entspricht der Forderung eines hängigen Postulats im Nationalrat, das von Joseph Lang, Vorstandsmitglied der GfbV, eingereicht wurde. Insbesondere wird verlangt, dass der Bundesrat und das Parlament auf den Kauf der im Rüstungsprogramm 2005 enthaltenen Rüstungsgüter im Wert von 150 Millionen Franken aus Israel verzichten.
Die Petition ist bislang von folgenden Organisationen unterzeichnet worden:
Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV
Arbeitsgemeinschaft Swissaid/Fastenopfer/Brot für alle/Helvetas/Caritas/HEKS
Christlicher Friedensdienst cfd
Collectif Urgence Palestine Genève, Vaud, Neuchâtel
Gesellschaft Schweiz Palästina GSP
Palästinakomitee Zürich
Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAHPetition downloaden
Dossier Palästina----------------------------
Email: news (at) gfbv.ch, Internet: www.gfbv.ch
PETITION AGAINST THE DEMOLITION OF METELKOVA CITY CULTURAL COMPLEX IN LJUBLJANA, SLOVENIA:
METELKOVA CITY CULTURAL CENTRE is a former ex-Yugoslav military complex in the center of Ljubljana, squatted by artists, activists, cultural workers, etc. from Ljubljana / Slovenia in 1993. METELKOVA CITY CULTURAL CENTRE represents one of the most prominent cultural/artistic landmarks of the city of Ljubljana. It's reputation reaches well over the borders of the state of Slovenia. Dated this Wednesday, June 1, 2005, the State Inspection for Environment and Space of Slovenia announces the beginning of the demolitions of some objects of Metelkova. It is our firm belief that such a demolition opposes civilized norms of the world we all share. We thus urge you to use all your influence in finding a more constructive solution for the future of this unique cultural phenomenon. Such a solution should, of course, take into full account the will of groups and individuals who created (and continue to do so) Metelkova City Cultural Centre. Your act - signature, your voice - may be of great help for us who go into defending this unique cultural, artistic, social and political space, that is known all over the world. Support us in our struggle for the last free and urban space in the centre of Ljubljana! So send the petition, spread the word, inform colleague musicians, artists, activists... Sincerely yours, Forum of Metelkova City Autonomous Cultural Centre
http://www.metelkova.org/indexe.htm
(erhalten via monochrom Liste)
Source: www.nytimes.com/2005/06/04/international/europe/04amnesty.html?th&emc=th
<http://www.nytimes.com/2005/06/04/international/europe/04amnesty.html?th&emc=th>June 4, 2005 *Rights Group Defends Chastising of U.S.*
LONDON, June 3 - An official of Amnesty International said Friday that the term gulag in its annual report to describe the United States prison camp at Guantánamo Bay, Cuba, was chosen deliberately, and she shrugged off harsh criticism of the report by the Bush administration.
The official, Kate Gilmore, the group's executive deputy secretary general, said the administration's response was "typical of a government on the defensive," and she drew parallels to the reactions of the former Soviet Union, Libya and Iran under Ayatollah Khomeini, when those governments were accused of human rights abuses.
The report, released May 25, placed the United States at the heart of its list of human rights offenders, citing indefinite detentions of prisoners at Guantánamo Bay, prisoner abuse at Abu Ghraib in Iraq and secret renditions of prisoners to countries that practice torture. But it is the use of the word gulag, a reference to the complex of labor camps where Stalin sent thousands of dissidents, that has drawn the most attention.
President Bush called the report "absurd" several times, and said it was the product of people who "hate America." Vice President Dick Cheney told CNN that he was "offended" by the use of the term and that he did not take the organization "seriously." And Defense Secretary Donald H. Rumsfeld called the comparison "reprehensible."
Amnesty has fired right back, pointing out that the administration often cites its reports when that suits its purposes. "If our reports are so 'absurd,' why did the administration repeatedly cite our findings about Saddam Hussein before the Iraq war?" wrote William F. Schultz, executive director of the group's United States branch, in a letter to the editor being published Saturday in The New York Times <http://www.nytimes.com/2005/06/04/opinion/l04amnesty.html>. "Why does it welcome our criticisms of Cuba, China and North Korea? And why does it cite our research in its own annual human rights reports?"
In a telephone interview on Friday, Ms. Gilmore, the second-ranking official in Amnesty, said "gulag" was not meant as a literal description of Guantánamo but was emblematic of the sense of injustice and lack of due process surrounding the prison.
She added, "This creates the likelihood that the people who are there have nothing to do with criminal conduct or that it is a breach of the Geneva Convention."
In its 308-page human rights report, Amnesty International pointed to an "impunity and accountability deficit," and called on Congress to conduct "a full and independent investigation of the use of torture and other human rights abuses by U.S. officials" as a starting point in "restoring confidence that true justice has no double standards."
Long used to biting criticism, the group said this was the first time one of its reports had drawn the public wrath of the United States president and vice president, its secretary of defense, its secretary of state and the chairman of the Joint Chiefs of Staff. Ms. Gilmore said the response was telling. "When we see a government at this level engaging in rhetorical attacks and avoiding dealing with the details or the facts," she said, "we interpret that as being a sign that we are starting to have an impact."
Ms. Gilmore said Amnesty International has been working on terrorism-related human rights violations for more than two years. It was a natural progression and a predictable course of action, she said, to place the United States, a defender of democracy and human rights, at the forefront of the annual report of human rights violations.
The International Committee of the Red Cross, the F.B.I. and United States courts have criticized the detention policies at Guantánamo Bay, she said. In addition, Ms. Gilmore said, the detention policy has been expanded to apply to jails in countries like Egypt, Uzbekistan and Afghanistan. The creation of an archipelago of detention centers, she said, was another factor in the choice of the term gulag.
There has been no internal discussion about the wisdom of having used the term and certainly no sense of regret, Ms. Gilmore said, although the group has found the unrelenting focus on the word, and not the contents of the report, irritating. "On the other hand," she added, "we're getting more airing of our message than we would have otherwise."
So far, Washington's reaction has galvanized support for Amnesty International, she said. In the past week, the United States branch of the group has reported an increase in memberships, donations and volunteers.
The fact that the United States was prominent on the list came as little surprise internationally, she said.
"I think it's a dangerous game the U.S. administration is playing, to attack civil society in this manner," Ms. Gilmore said. "Civil society is essential to a robust democratic society. For the Bush administration to think that it's a legitimate political strategy to attack a nongovernmental organization of Amnesty's standing signals a ruthlessness that is deeply troubling."
While the substance of the report was defended by human rights organizations and others, several said Amnesty International had erred in using the word gulag, if only because it allowed the Bush administration to change the conversation.
"I think it was a rather serious misjudgment to use the term gulag," said Sir Nigel Rodley, a professor of law at the University of Essex and chairman of the Human Rights Center there. "The basic criticism of some of the problems are very real and it has given the administration the opportunity to divert from the substance of the concern."
Sir Nigel, who said that having been Amnesty International's legal adviser from 1973 to 1990 he represents the old guard, also said that the organization should have avoided using an inflammatory term that did not precisely apply. He also said the "lapse" lent credence to a growing chorus of concerns that Amnesty, which was founded in 1961 to lobby for political prisoners and has since expanded into the areas of poverty, domestic violence and AIDS, had overextended itself and lost focus.
Reed Brody, special counsel with Human Rights Watch in New York, said he thought the Bush administration had taken cover behind semantics. "We're concerned that the debate over the label is obscuring the real issue," he said. "That the United States is locking people up without due process possibly for the rest of their lives."
19 Proteste gegen das "African Village" im Augsburger
Proteste gegen das "African Village" im Zoo
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/aus_aller_welt/?cnt=682229Augsburger Tierpark will afrikanisches Dorf zwischen Affen- und Zebragehege
vorführen / Gegner sehen Rassismus
Mit ihrem Plan, im Augsburger Zoo ein afrikanisches Dorf zu errichten, hat
sich die Tierparkleitung herbe Kritik und Rassismusvorwürfe eingehandelt.
Augsburg · 27. Mai · "Ein Zoobesuch mit Überraschung: Für vier Tage entsteht
im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Um eine einmalige
afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker,
Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter." So preist der Augsburger
Zoo die Veranstaltung "African Village": vom 9. bis zum 12. Juni zwischen
Pavian- und Zebragehege. Wissenschaftler aus dem In- und Ausland sowie
Initiativen von Menschen dunkler Hautfarbe haben in Aufrufen und
Protestbriefen die Zoodirektion aufgefordert, das "African Village"
abzusagen. "Der braune Mob" zum Beispiel, ein Hamburger Verein, der sich für
die "faire und verbal korrekte Darstellung Schwarzer Deutscher in Medien und
Öffentlichkeit" einsetzt, zeigte der Zoodirektorin Barbara Jantschke die
"Braune Karte". Seine Begründung deckt sich mit den Argumenten anderer
Kritiker: Der Zoo sei ein Tierpark; Afrikaner dort einem europäischen
Publikum vorzuführen, bedeute, sie als primitive Wesen zu stigmatisieren und
eher der Natur als der Kultur zuzuschreiben.
Die Berliner Historikerin Nicola Lauré al-Samarai und Tahir Della von der
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) kritisieren zudem, die
Veranstalter missachteten die historische Dimension. "Es handelt sich um
eine in konzeptioneller wie praktischer Hinsicht direkt in der Tradition der
Völkerschauen stehende Veranstaltung", sagen sie. Nach Erkenntnissen der
Ethnologin Hilke Thode-Arora gab es in Deutschland zwischen 1870 und 1940
mehrere hundert "Völkerschauen" als Show-Veranstaltungen. Fast alle
Veranstalter, etwa Hagenbecks Tierpark in Hamburg, organisierten
Extravorführungen für Wissenschaftler, die anthropologische Messungen
durchführten. In den späten Völkerschauen der 20er und 30er Jahre traten
aber auch Schwarze auf und zeigten dem Publikum "afrikanisches Leben", das
sie selbst nie erlebt hatten.
"Geschmackloser Kontext"
Die "Deutsche Afrika-Schau" wurde 1936 ein Organ der nationalsozialistischen
Kolonialpropaganda. Sie verwandelte sich bald in ein wanderndes Lager, das
die in Deutschland lebenden Schwarzen konzentrieren und sie - besonders ihre
Sexualität - kontrollieren sollte. Im "geschmacklosen Kontext" des
Augsburger Zoos würden schwarze NS-Opfer verhöhnt, kritisiert die ISD.
Schwarze würden als "exotische Objekte in trauter Einheit mit der Tierwelt"
gezeigt, "als Inspiration für künftige touristische Reiseziele". Das sei
"kaum als gleichberechtigte kulturelle Begegnung zu verstehen", schrieb
Tahir Della der Zoodirektorin. Tierparkleiterin Jantschke antwortete: "Ich
denke, dass der Augsburger Zoo genau der richtige Ort ist, um auch die
Atmosphäre von Exotik zu vermitteln", und immerhin sei der Mitorganisator
ein "gebürtiger Afrikaner mit schwarzer Hautfarbe".
"Diese Argumentation ist in sich rassistisch. Sie unterstellt, dass die
Schwarzen alle einer Meinung sind", kritisierte Historikerin al-Samarai. Die
schwarze Gemeinschaft habe aber eine große Meinungsvielfalt. Abgesagt werde
das "African Village", das Toleranz und Völkerverständigung fördern solle,
auf keinen Fall, sagt Jantschke. Angesichts der Proteste werde aber
überlegt, die Veranstaltung "als Plattform zu nutzen, um über die Kritik zu
diskutieren".
anbei der aktuelle Glocalist mit folgenden Themen:
- attac Kampage zu FAIR STEUERN
- EU-Debatte mit Kommentaren von Josef Weidenholzer, Michael Genner, Ernst Kurt
Weigel und Christian Apl
Als NGO der Woche präsentieren wir respACT, neue Serie zu CSR in Kooperation mit
der ARGE CSR des PRVA (Public Relations Verband Austria), aktuelle Subventionen
der Stadt St. Pölten und die gewohnten Vermischten Meldunge, Termine und
Viel Freude beim Lesen wünschtChristian Neugebauer
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NEW YORK REGION | June 3, 2005
Two years into the Iraq war, parents are discouraging their children from serving in a war that many see as unnecessary.
http://www.nytimes.com/2005/06/03/nyregion/03recruit.html?ex=1118462400&en=3ee0778939137e0a&ei=5070&emc=eta1
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Watch the teaser trailer now for ROLL BOUNCE - in theaters September 23
In the late 70s when roller skating was a way of life, X (Bow Wow) and his pals ruled supreme. But when the doors of their local skating rink close, it marks the end of an era and the beginning of another that sees the boys venture into foreign territory - uptown's Sweetwater Roller Rink, complete with its over-the-top skaters and beautiful girls.
http://www.foxsearchlight.com/rollbounce/index_nyt.html
http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0606.htm
http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0706.htm
http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0806.htm

References: § 209
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 EGMR 
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