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Timestamp: 2016-10-22 03:43:44+00:00

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2C_1035/2014 (27.08.2015)
2C_1035/2014 � � Urteil vom 27. August 2015
Beschwerdef�hrer, alle drei vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann,
vertreten durch Rechtsanwaltin Ofebia Wettstein.
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 10. Oktober 2014.
Am 8. Juli 2007 unternahm die damals knapp 15 �-j�hrige D.A.________ aus Regensdorf/ZH mit ihrer Schulklasse und ihrem Lehrer im Rahmen der Abschlussreise eine Riverrafting-Tour auf der Saane. Die Fahrt wurde mit drei Booten, je einem F�hrer pro Boot, und insgesamt 21 Teilnehmenden durchgef�hrt. In der Vanel-Schlucht, wo der Fluss in der Mitte durch einen Felsen geteilt wird, ereignete sich ein Unfall. Die erste Gruppe kam von der Fahrlinie ab und geriet auf die langsamer fliessende linke Flussseite. Ihr Boot touchierte anschliessend den Felsen und verkeilte sich in der Verengung zwischen Fels und rechtem Ufer. Das zweite Boot, mit D.A.________ an Bord, kollidierte mit dem ersten Boot und kenterte, wobei s�mtliche Insassen ins Wasser fielen. D.A.________ blieb mit der Schwimmweste an einem Gegenstand im Wasser h�ngen und wurde durch den Wasserdruck unter die Wasseroberfl�che gedr�ckt. Rettungsversuche der Bootsf�hrer und der Teilnehmer aus den anderen Booten scheiterten zun�chst. Erst als die Schwimmweste von D.A.________ durchschnitten werden konnte, gelang es, sie aus dem Wasser zu ziehen und mit der Rettungsflugwacht ins Inselspital Bern zu �berf�hren. Dort erlag D.A.________ jedoch ihren Verletzungen.
�Ein gegen den Lehrer und drei weitere Personen er�ffnetes Strafverfahren wegen fahrl�ssiger T�tung wurde von der zust�ndigen Staatsanwaltschaft des Kantons Bern eingestellt, zumal den Beteiligten keine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Der Einstellungsbeschluss wurde vom Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 9. Januar 2013 best�tigt. Auf eine hiergegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil der Strafrechtlichen Abteilung 6B_165/2013 vom 17. Januar 2014 nicht ein, soweit beschwerdeweise die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Lehrer beanstandet wurde. Betreffend zwei andere Beteiligte des Strafverfahrens �berpr�fte die Strafrechtliche Abteilung den Einstellungsbeschluss materiell und best�tigt diesen letztinstanzlich.
Die Eltern von D.A.________, A.A.________ und B.A.________, sowie die Schwester C.A.________ stellten bei der Oberstufenschulpflege Regensdorf ein Haftungsbegehren. Nach Ablehnung des selbigen erhoben A.A.________, B.A.________ und C.A.________ mit Eingabe vom 30. November 2010 Klage beim Bezirksgericht Dielsdorf und beantragten, die Oberstufenschulpflege Regensdorf sei kostenf�llig zu verpflichten, an A.A.________ eine Genugtuung von einstweilen Fr. 68'100.--, an B.A.________ eine Genugtuung von einstweilen Fr. 60'000.-- und an C.A.________ eine Genugtuung von einstweilen Fr. 30'000.--, jeweils zuz�glich 5 % Zins seit dem Unfalltag, zu leisten. F�r die vorprozessual entstandenen Anwaltskosten seien die Kl�ger mit Fr. 20'000.-- zu entsch�digen.
�Mit Urteil vom 18. Juli 2012 wies das Bezirksgericht Dielsdorf die Klage ab. Die daraufhin von A.A.________, B.A.________ und C.A.________ erhobenen Berufungen wurden mit Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 28. Juni 2013 ebenfalls abgewiesen.
Hiergegen beschwerten sich A.A.________, B.A.________ und C.A.________ beim Bundesgericht. Mit Urteil der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung 2C_795/2013 vom 16. Juni 2014 hiess dieses die Beschwerde wegen einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs gut und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht des Kantons Z�rich zur�ck: Das Bundesgericht erachtete es als erstellt, dass die Betroffenen - entgegen den Annahmen des Obergerichts - im erstinstanzlichen Verfahren einen Beweisantrag betreffend erg�nzende Befragungen und Expertisen zur Gef�hrlichkeit resp. zur Eignung der f�r das Rafting gew�hlten Route gestellt haben, �ber den das Bezirksgericht Dielsdorf und in der Folge auch das Obergericht nicht befunden h�tten.
�Mit Urteil vom 10. Oktober 2014 wies das Obergericht die Berufungen von A.A.________, B.A.________ und C.A.________ erneut ab.
Mit Eingabe vom 14. November 2014 f�hren A.A.________, B.A.________ und C.A.________ abermals Beschwerde beim Bundesgericht. Sie beantragen im Wesentlichen, es sei das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 10. Oktober 2014 aufzuheben, und es sei die Oberstufenschulpflege Regensdorf zu verpflichten, A.A.________, B.A.________ und C.A.________ jeweils einen Betrag nach richterlichem Ermessen auszurichten (Streitwert einstweilen Fr. 68'100.--, Fr. 60'000.-- und Fr. 30'000.--), jeweils zuz�glich Schadenszins ab Unfalltag in H�he von 5 %. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�W�hrend das Bezirksgericht Dielsdorf und das Obergericht des Kantons Z�rich auf eine Stellungnahme verzichten, schliesst die Oberstufenschulpflege Regensdorf auf Abweisung der Beschwerde.
�Mit Eingabe vom 26. M�rz 2015 �ussern sich A.A.________, B.A.________ und C.A.________ zum Vernehmlassungsergebnis.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid eines oberen Gerichts (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2; Art. 90 BGG) auf dem Gebiet der Staatshaftung, welcher mittels Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden kann (Art. 82 lit. a BGG), sofern - wie vorliegend - die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- erreicht ist (Art. 85 Abs. 1 lit. a BGG). Auf die form- und fristgerecht (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist somit grunds�tzlich einzutreten (unter Vorbehalt von E. 1.2 und E. 1.3 sowie von E. 4 und E. 5 hiernach), zumal die Beschwerdef�hrer als Adressaten des angefochtenen Entscheids ohne Weiteres zur Ergreifung dieses Rechtsmittels legitimiert sind (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Mit der Beschwerde kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f. m.H.). Die Verletzung von kantonalemRecht ist dagegen grunds�tzlich kein zul�ssiger Beschwerdegrund. �berpr�ft werden kann diesbez�glich nur, ob der angefochtene Entscheid auf willk�rlicher Gesetzesanwendung beruht oder sonstwie gegen �bergeordnetes Recht verst�sst (BGE 136 I 241 E. 2.4 und E. 2.5.2 S. 249 f.; 133 II 249 E. 1.2.1 S. 151 f.). Bundesrecht, das gest�tzt auf einen Verweis in einer kantonalen Rechtsgrundlage Anwendung findet, gilt alssubsidi�reskantonalesRecht (Urteil 2C_795/2013 vom 16. Juni 2014 E. 2.1 m.H.)
�Nach Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid das massgebliche Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dies setzt voraus, dass sich die Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzen (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht gilt eine qualifizierte R�gepflicht: Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insoweit, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445; 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 m.H.).
2.1.�Die Beschwerdef�hrer beanstanden vorab, die Begr�ndung des angefochtenen Urteils sei ungen�gend, zumal dieses an keiner Stelle die auf die Beurteilung der im Streit liegenden Genugtuungsforderungen anwendbare Rechtsnorm nenne.
�Die R�ge ist unbegr�ndet: Das Obergericht des Kantons Z�rich bezog sich im angefochtenen Urteil vom 10. Oktober 2014 auf den erstinstanzlichen Entscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf und hielt fest, dass dieses in der Sache richtigerweise das Haftungsgesetz des Kantons Z�rich vom 14. September 1969 (HG/ZH) angewendet habe, was von den Parteien auch nicht beanstandet werde. Im Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 18. Juli 2012 setzt sich die Erstinstanz in E. III/2 mit den anwendbaren Bestimmungen und den Haftungsvoraussetzungen auseinander. Da die materiellrechtlichen Grundlagen im Berufungsverfahren nicht strittig waren, durfte das Obergericht auf weitere diesbez�gliche Ausf�hrungen verzichten, ohne hierdurch seine Begr�ndungspflicht zu verletzen. Wie aus Ziff. 10 der Beschwerdeschrift hervorgeht, waren die Beschwerdef�hrer denn auch ohne Weiteres in der Lage, den gesetzlichen Haftungsmassstab zu erkennen und ihre Vorbringen danach auszurichten.
�Die Vorinstanzen und die Parteien gehen demnach �bereinstimmend davon aus, dass der Kanton Z�rich gem�ss � 6 Abs. 1 HG/ZH f�r den Schaden haftet, den ein Angestellter in Aus�bung amtlicher Verrichtungen einem Dritten widerrechtlich zuf�gt. Bei T�tung eines Menschen gelten als Schaden die entstandenen Kosten, insbesondere jene der Bestattung und der versuchten Heilung (� 8 Abs. 1 und Abs. 2 HG/ZH), und es kann den Angeh�rigen unter W�rdigung der besonderen Umst�nde eine angemessene Geldsumme als Genugtuung zugesprochen werden (� 10 HG/ZH). Zwar ist die Staatshaftung vom Gesetzeswortlaut her grunds�tzlich als Kausalhaftung ausgestaltet, doch verlangt die Praxis als weitere Haftungsvoraussetzung das Vorliegen einer Amts- resp. Sorgfaltspflichtverletzung des Kantonsangestellten, was die Beschwerdef�hrer ausdr�cklich anerkennen (Ziff. 10 der Beschwerdeschrift).
2.2.�Weiter r�gen die Beschwerdef�hrer in formeller Hinsicht, das angefochtene Urteil verletze (erneut) das Recht auf Beweis und damit ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV. Sie verweisen dabei auf den bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheid vom 16. Juni 2014 im Verfahren 2C_795/2013 (vgl. Sachverhalt Lit. C hiervor) und bringen vor, dass das Obergericht es abermals unterlassen habe, �ber den im erstinstanzlichen Verfahren gestellten Beweisantrag zu befinden.
�Auch diese R�ge ist unbegr�ndet: Zwar trifft es zu, dass das Obergericht �ber den im Streit liegenden Beweisantrag betreffend erg�nzende Befragungen und Expertisen zur Eignung der f�r die Riverrafting-Tour gew�hlten Strecke auch in seinem neuerlichen Urteil vom 10. Oktober 2014 nicht materiell befunden hat. Indessen setzt sich das Obergericht ausf�hrlich mit dem bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheid auseinander und begr�ndet, weshalb die Beschwerdef�hrer im zweitinstanzlichen Berufungsverfahren keinen Anspruch auf nachtr�gliche Abnahme der vom Bezirksgericht Dielsdorf unbeurteilt gebliebenen Beweisantr�ge haben. In diesem Zusammenhang verweist das Obergericht auf Art. 311 Abs. 1 der hier als subsidi�res kantonales Recht anwendbaren Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272), wonach eine Berufung stets begr�ndet erfolgen muss; Lehre und Rechtsprechung - so die Vorinstanz weiter - leiteten aus dieser Bestimmung eine R�geobliegenheit der Berufungskl�ger ab. Wenn im erstinstanzlichen Verfahren offerierte Beweismittel nicht abgenommen w�rden, so m�sse diese Unterlassung im Berufungsverfahren geltend gemacht werden. Dies sei hier jedoch gerade nicht erfolgt: Die Beschwerdef�hrer h�tten weder die Nichtabnahme des betreffenden Beweisantrages durch das Bezirksgericht Dielsdorf im kantonalen Berufungsverfahren vor Obergericht ger�gt, noch den Beweisantrag im zweitinstanzlichen Verfahren erneuert.
�Diese Ausf�hrungen sind unter den hier massgeblichen Verfassungsgesichtspunkten (E. 1.2 hiervor) nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, kam das Bundesgericht in seinem R�ckweisungsentscheid vom 16. Juni 2014 einzig zum Schluss, das Obergericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, die Beschwerdef�hrer h�tten erstinstanzlich keine Beweisantr�ge gestellt. Zur Frage, ob die fehlende Abnahme regelkonform ger�gt und vorgebracht wurde, konnte sich das Bundesgericht demgegen�ber im Verfahren 2C_795/2013 gar nicht �ussern, da entsprechende Feststellungen des Obergerichtes fehlten. Ebenso durfte die Vorinstanz willk�rfrei festhalten, dass die erstinstanzlich unterbliebene Beweisabnahme vor Obergericht nicht rechtsgen�glich ger�gt und der unber�cksichtigte Beweisantrag im zweitinstanzlichen Verfahren auch nicht wiederholt wurde: Dass die Beschwerdef�hrer in ihrer Berufungsschrift in allgemeiner Weise vorgebracht haben wollen, sie teilten nicht alle Einsch�tzungen des bereits vorhandenen Gutachtens des Bundesamtes f�r Sport (vgl. E. 3.1 hiernach), �ndert daran nichts, zumal es sich dabei nur um einen pauschalen Einwand und nicht um einen konkreten Beweisantrag handelt. Ebenso wenig kann aus dem von den Beschwerdef�hrern zitierten BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375 f. etwas Gegenteiliges hergeleitet werden: Zwar hat das Bundesgericht dort festgehalten, dass es der Berufungsinstanz frei steht, Beweisanordnungen zu treffen und sie auch im erstinstanzlichen Verfahren nicht abgenommene Beweise erheben�
kann. Dies beinhaltet jedoch keine�
Pflicht, s�mtliche im bisherigen Verfahren verworfenen Beweisantr�ge automatisch neu zu pr�fen. Vielmehr hat das Bundesgericht im erw�hnten Pr�judiz ausdr�cklich auf die R�geobliegenheit des Berufungskl�gers hingewiesen und diesbez�glich festgehalten, dass dieser die beanstandeten Passagen des angefochtenen Urteils genau bezeichnen und eine hinreichend pr�zise R�ge formulieren muss; pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid ist unzureichend.
In der Sache selbst r�gen die Beschwerdef�hrer im Wesentlichen eine willk�rliche Anwendung des kantonalen Haftungsgesetzes, indem die Vorinstanz eine haftungsbegr�ndende Sorgfaltspflichtverletzung der verantwortlichen Lehrperson verneint hat.
3.1.�Die Beschwerdef�hrer erblicken eine Sorgfaltspflichtverletzung insbesondere in der Auswahl einer zu gef�hrlichen Raftingstrecke.
�Diesbez�glich verweist die Vorinstanz auf ein Gutachten des Bundesamtes f�r Sport vom 12. Oktober 2010, welches im Rahmen der Strafuntersuchung u.a. gegen den beteiligten Lehrer eingeholt wurde. Dieses erachtet eine Riverrafting-Tour durch die Vanel Schlucht f�r Jugendliche im Alter von rund 15 Jahren ohne wildwassertechnische Erfahrung vom Schwierigkeitsgrad her als geeignet.
�Was die Beschwerdef�hrer dagegen einwenden, vermag keine Willk�r in der Rechtsanwendung zu begr�nden: So machen sie etwa geltend, das strafrechtliche Gutachten nehme keinen Bezug auf das z�rcherische Schulrecht. Indessen ist nicht ersichtlich, inwiefern die von ihnen wiedergegebenen Richtlinien und Merkbl�tter zum Schwimmunterricht oder zu Exkursionen die gutachterlich bejahte Eignung der Strecke f�r die durchgef�hrte Aktivit�t in Frage zu stellen verm�gen. Weiter beanstanden die Beschwerdef�hrer, das strafrechtliche Gutachten bejahe die Eignung nur unter der Voraussetzung, dass die Boote nicht kentern. Diesbez�glich trifft zwar zu, dass das Gutachten darauf hinweist, dass beim Befahren dieser Strecke ein Kentern unbedingt vermieden werden sollte. Jedoch hielten die Experten im unmittelbar anschliessenden Abschnitt des Gutachtens sogleich wieder fest, ein Team von 15-j�hrigen Jugendlichen k�nne mit einem erfahrenen Raft-Guide und bei einem Wasserstand, wie er am 8. Juli 2007 vorgelegen sei, die Vanel-Schlucht befahren. Aus diesem Umstand durfte die Vorinstanz willk�rfrei schliessen, dass die Experten die Gefahr eines Kenterns f�r �usserst gering gehalten haben.
3.2.�Sodann behaupten die Beschwerdef�hrer, eine Sorgfaltspflichtverletzung liege auch in der unterlassenen pers�nlichen Risikoevaluation durch den Lehrer. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die Empfehlungen des Volksschulamtes des Kantons Z�rich zum Schwimmunterricht. Diese f�hren unter dem Stichwort "Gefahrenabsch�tzung" was folgt aus: "Das Gefahrenpotential h�ngt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn die �rtlichen Verh�ltnisse nicht oder kaum bekannt sind, hat die Lehrperson die notwendigen Abkl�rungen vorg�ngig zu treffen". Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Lehrer h�tte sich mithin nicht auf Angaben des Veranstalters oder auf eine Rekognoszierung eines anderen Lehrers verlassen d�rfen.
�Das Obergericht verweist demgegen�ber darauf, dass gem�ss den genannten Empfehlungen eben nur "unbekanntes Terrain" abgekl�rt werden m�sse, wobei Abkl�ren und Rekognoszieren nicht identisch sei. Abkl�rungen k�nnten auch auf anderem Weg als durch pers�nliches Rekognoszieren erfolgen und sie k�nnten sich auch er�brigen, wenn die erforderliche Klarheit auf andere Weise erlangt werden kann. Im vorliegenden Fall habe der Lehrer einen zertifizierten Anbieter gew�hlt, welcher die gleiche Rafting-Tour regelm�ssig veranstalte. Ausserdem habe auch ein Lehrerkollege der gleichen Schule dieselbe Tour mit seinen Sch�lern absolviert, so dass unerfindlich sei, was durch eine pers�nliche Rekognoszierung an weiterer Erkenntnis und zus�tzlicher Sicherheit h�tte gewonnen werden k�nnen.
�Abgesehen davon, dass die gew�hlte Strecke nach dem bereits Ausgef�hrten willk�rfrei als geeignet betrachtet werden durfte, ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzlichen Ausf�hrungen geradezu unhaltbar sein sollten. Die Verneinung einer Sorgfaltspflichtverletzung ist jedenfalls auch in diesem Zusammenhang nicht willk�rlich. Die R�ge ist demnach unbegr�ndet.
3.3.�Die Beschwerdef�hrer machen schliesslich geltend, der Lehrer h�tte einschreiten und den Ausflug abbrechen m�ssen, als der Tourveranstalter den Sch�lern kurz vor dem Einwassern eine Einverst�ndniserkl�rung zur Unterschrift vorlegte: Zum einen habe sich aufgrund dieser Einverst�ndniserkl�rung eine andere Einsch�tzung der Gefahrenlage und der Risiken aufgedr�ngt, zum andern h�tten die Jugendlichen diese Erkl�rung gar nicht rechtsverbindlich unterschreiben k�nnen. Das Nichteinschreiten des Lehrers stelle ebenfalls eine haftungsbegr�ndende Sorgfaltspflichtverletzung dar, was die Vorinstanz jedoch in willk�rlicher Weise verneint habe.
Die den Teilnehmern der Riverrafting-Tour vorgelegte Einverst�ndniserkl�rung weist im Wesentlichen darauf hin, dass mit dem Riverrafting naturgem�ss einige Gefahren verbunden seien, diese jedoch bei guter k�rperlicher Verfassung und bei Befolgen der Anweisungen des Aktivit�tenleiters auf ein Minimum reduziert werden k�nnten; trotz fachkundiger und sorgf�ltiger Organisation und Durchf�hrung der Aktivit�ten k�nnten jedoch Unf�lle nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Erkl�rung fordert die Unterzeichner sodann auf, mit ihrer Unterschrift insbesondere zu best�tigen, dass sie die Anweisungen des Aktivit�tenleiters strikt befolgen werden, dass sie auf eigenes Risiko und in eigener Verantwortung an der Veranstaltung teilnehmen und darauf verzichten, den Veranstalter bei Unf�llen mit Haftungsanspr�chen zu belangen.
�Wie die Vorinstanz nachvollziehbar ausgef�hrt hat, bezweckt das Vorlegen dieser Einverst�ndniserkl�rung nicht prim�r den Schutz der Teilnehmenden sondern in erster Linie die Wahrung der Interessen der Veranstalterin und deren Schutz vor finanziellen Folgen. Diesbez�glich kam dem Lehrer aber offenkundig keine Funktion zu; namentlich war es nicht seine Aufgabe, im Interesse der Veranstalterin sicherzustellen, dass die Unterzeichnung eines Haftungsausschlusses rechtsg�ltig stattfindet. Ebenso ist dem Obergericht beizupflichten, dass Gefahrenhinweise und Haftungsausschl�sse der hier vorliegenden Art unabh�ngig von der tats�chlichen Wahrscheinlichkeit und dem Ausmass einer potentiellen Sch�digung zur Tagesordnung geh�ren und keine verl�sslichen Gefahrenindikatoren sind. Somit durfte die Vorinstanz auch hier das Vorliegen einer Sorgfaltspflichtverletzung verneinen, ohne in Willk�r zu verfallen.
Weiter r�gen die Beschwerdef�hrer eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung durch das Obergericht: Dieses sei zu Unrecht zum Schluss gelangt, der Lehrer habe ihnen, den Beschwerdef�hrern, im Vorfeld der Riverrafting-Tour die Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen sowie ein Informationsblatt zu Wasseraktivit�ten des Veranstalters zukommen lassen; richtig sei vielmehr, dass sie nie solche Unterlagen erhalten h�tten.
�Wie bereits ausgef�hrt, setzt eine rechtsgen�gliche Sachverhaltsr�ge namentlich voraus, dass pr�zise aufgezeigt wird, inwieweit die Behebung des behaupteten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (E. 1.3 hiervor). Die Beschwerdef�hrer machen diesbez�glich geltend, die vom Obergericht angenommene Zustellung der genannten Unterlagen sei f�r die vorinstanzliche Konstruktion einer hypothetischen Einwilligung der Eltern in die zum Schadensereignis f�hrende Riverrafting-Tour massgeblich gewesen, woraus sich die Bedeutung der R�ge ergebe. Dies �berzeugt jedoch nicht: Zum einen durfte das Obergericht - wie bereits aufgezeigt - willk�rfrei zum Schluss gelangen, dass seitens der verantwortlichen Lehrperson �berhaupt keine Sorgfaltspflichtverletzung begangen wurde, weshalb es jedenfalls an dieser Haftungsvoraussetzung mangelt. Bei dieser Sachlage ist es nicht ersichtlich, inwiefern die behauptete unvollst�ndige Information der Beschwerdef�hrer 1 und 2 resp. eine angeblich zu Unrecht angenommene hypothetische Einwilligung der Eltern noch von Bedeutung sind, zumal diese Aspekte eine andere Haftungsvoraussetzung betreffen, n�mlich jene der Rechtswidrigkeit (vgl. S. 42 des angefochtenen Entscheids m.w.H.), welche jedoch vorliegend gar nicht strittig ist. Zum andern hat die Vorinstanz ausf�hrlich dargelegt, dass im vorliegenden Fall - anders als etwa bei medizinischen Eingriffen durch einen Arzt - �berhaupt keine besondere Aufkl�rung durch den Lehrer notwendig gewesen sei, zumal die Eintretenswahrscheinlichkeit eines sch�digenden Ereignisses sehr gering gewesen sei und �berdies davon ausgegangen werden d�rfe, dass in der Schweiz wohnhafte Personen eine hinreichende Vorstellung davon haben, was unter dem Begriff "Riverrafting" zu verstehen ist, so dass der Hinweis des Lehrers auf die Aktivit�t als solche gen�ge. Mit diesen Ausf�hrungen setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Somit ist die von ihnen vorgebrachte Sachverhaltsr�ge mangels ersichtlicher Relevanz f�r den Verfahrensausgang nicht zu h�ren.
Abschliessend werfen die Beschwerdef�hrer dem Obergericht in zwei weiteren Punkten Willk�r vor: Einerseits habe es die Informationspflicht des Lehrers zu Unrecht bereits dann als erf�llt erachtet, wenn dieser den Sch�lern Informationen zwecks Weiterleitung an die Eltern abgibt. Andererseits sei die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen, die Beschwerdef�hrer 1 und 2 als Eltern der verungl�ckten Sch�lerin h�tten der Teilnahme ihrer Tochter selbst bei gen�gender Information zugestimmt (hypothetische Einwilligung).
Abgesehen davon, dass die Relevanz dieser Vorbringen angesichts des Obenstehenden nicht mehr ohne Weiteres ersichtlich ist (vgl. E. 4 hiervor) zeigen die Beschwerdef�hrer nicht auf, welche Norm des kantonalen Rechts die Vorinstanz willk�rlich angewendet haben soll. Mit ihrem Vorgehen gen�gen sie den ihnen obliegenden Substantiierungslasten bei Verfassungsr�gen nicht (vgl. E. 1.2 hiervor). Auch diese R�gen sind somit nicht zu h�ren.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens h�tten die Beschwerdef�hrer an sich die Gerichtskosten zu tragen: Angesichts der besonderen Umst�nde der vorliegenden Angelegenheit rechtfertigt es sich jedoch, ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ebenso kann dem Gesuch der Beschwerdef�hrer 1 und 2 um unentgeltliche Verbeist�ndung entsprochen werden, zumal ihre Eingabe nicht von vornherein als aussichtslos erschien, die Beschwerdef�hrer 1 und 2 bed�rftig sind, und die Beigabe eines Anwalts notwendig erscheint (Art. 64 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Der anwaltlich vertretenen Oberstufenschulpflege Regensdorf, welche in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Das Gesuch der Beschwerdef�hrer 1 und 2 um unentgeltliche Verbeist�ndung wird gutgeheissen. Rechtsanwalt David Husmann, Z�rich, wird als unentgeltlicher Rechtsbeistand der Beschwerdef�hrer 1 und 2 bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von gesamthaft Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

References: Art. 90
 Art. 100
 Art. 42
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 29
 Art. 311
 BGE