Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-24 00:07:18+00:00

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RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 8Ob364/97f - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob99/69 2Ob149/72 1Ob2...
RS0032788
7Ob99/69; 2Ob149/72; 1Ob211/73; 7Ob58/74 (7Ob59/74); 3Ob109/74; 7Ob216/74; 5Ob865/76; 7Ob559/77; 1Ob691/77; 1Ob501/79; 1Ob33/79; 3Ob650/79; 1Ob722/80; 4Ob342/81; 8Ob141/82; 2Ob590/84; 1Ob676/84 (1Ob677/84); 6Ob585/84; 2Ob605/85; 7Ob690/84; 4Ob381/84; 7Ob30/86; 3Ob554/89; 3Ob561/90; 3Ob526/92; 1Ob542/93; 3Ob522/95; 2Ob2099/96g; 1Ob2346/96y; 1Ob80/97i; 8Ob364/97f; 1Ob100/99h; 2Ob285/99x; 1Ob364/99g; 1Ob40/01s; 7Ob137/02a; 8Ob205/02h; 8Ob123/09k; 7Ob8/11v; 4Ob183/11g; 4Ob245/12a; 2Ob229/16i; 9Ob56/17a
Die bloße Übertragung des Prozessführungsrechtes - also ohne Bestehen irgendwelcher sonstiger materiell-rechtlicher Beziehungen zwischen dem Zedenten und dem Zessionar - ist nach österreichischem Recht unzulässig (so schon 1 Ob 4/51).
2 Ob 149/72
Entscheidungstext OGH 27.10.1972 2 Ob 149/72
Veröff: SZ 45/113 = RZ 1973/20 S 17
1 Ob 211/73
Entscheidungstext OGH 16.01.1974 1 Ob 211/73
Veröff: SZ 47/3
7 Ob 58/74
Entscheidungstext OGH 18.04.1974 7 Ob 58/74
Veröff: SZ 47/46 = EvBl 1974/262 S 572
3 Ob 109/74
Entscheidungstext OGH 11.06.1974 3 Ob 109/74
Veröff: ImmZ 1975,106 (dort falsch zitiert mit 5 Ob 109/74)
Beisatz: Teilrechte aus einem Miteigentum, die außerhalb desselben nicht bestehen können. (T1)
7 Ob 559/77
Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 559/77
1 Ob 691/77
Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 691/77
Beisatz: Auch der Vorbehalt des Prozessführungsrechtes der Verkäufers durch Verpflichtung zur Prozessführung gegenüber dem Käufer zur Klärung des von einem Dritten bestrittenen Rechts an der Kaufsache, wenn die materiellrechtlichen Beziehungen zwischen Verkäufer und Käufer (infolge fixer Kaufpreisvereinbarung) vom Ausgang des Prozesses gegen den Dritten unberührt bleiben. (T2) Veröff: JBl 1978,382
1 Ob 501/79
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 501/79
Beisatz: Keine Vertretung des Tiroler Kleingewerbefonds durch das Land Tirol. (T3)
Veröff: JBl 1979,491
Beisatz: Zu gründende Wassergenossenschaft. (T4)
3 Ob 650/79
Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 650/79
Beisatz: Hier: Abtretung der Ansprüche der einzelnen Wohnungseigentümer an einen Verein zur Prozeßführung. (T5)
Veröff: EvBl 1980/140 S 437
1 Ob 722/80
Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 722/80
Beisatz: Auch auf den Kartellbevollmächtigten "Marktregelungsvertrag" - Ski. (T6)
Veröff: SZ 54/76 = EvBl 1981/236 S 662 = ÖBl 1981,157
Veröff: SZ 57/174 = GesRZ 1985,34 = NZ 1985,172
6 Ob 585/84
Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 585/84
4 Ob 381/84
Entscheidungstext OGH 10.12.1985 4 Ob 381/84
Veröff: VersRdSch 1989,25
3 Ob 554/89
Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 554/89
3 Ob 561/90
Entscheidungstext OGH 11.07.1990 3 Ob 561/90
Entscheidungstext OGH 08.07.1982 3 Ob 526/92
Auch; Veröff: SZ 68/36
2 Ob 2099/96g
Entscheidungstext OGH 30.05.1996 2 Ob 2099/96g
1 Ob 2346/96y
Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2346/96y
Auch; Beisatz: Aus einer gewillkürten Prozessstandschaft kann eine Klageberechtigung nicht abgeleitet werden. (T7)
nur: Die bloße Übertragung des Prozessführungsrechtes ist nach österreichischem Recht unzulässig. (T8)
Auch; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozessstandschaft für zulässig angesehen wird, und auch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird. (T9) Veröff: SZ 71/115
1 Ob 100/99h
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 100/99h
Verstärkter Senat; Auch; Beisatz: Das Gesetz kann die Prozessführung im eigenen Namen über ein fremdes Recht zwar anordnen und ordnete sie in manchen Fällen auch an, unzulässig ist nach österreichischem Recht im Gegensatz zum deutschen Recht aber die gewillkürte Prozessstandschaft, weil die Klagebefugnis als unverzichtbarer öffentlich-rechtlicher Anspruch nicht von dem ihr zugrunde liegenden materiellen Recht abtrennbar ist. (T10); Veröff: SZ 74/81
8 Ob 205/02h
Entscheidungstext OGH 22.05.2003 8 Ob 205/02h
8 Ob 123/09k
Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 123/09k
Auch; nur T8; Beis wie T10 nur: Das österreichische Recht kennt keine gewillkürte Prozessstandschaft. Die bloße Klagebefugnis kann als unverzichtbarer öffentlich‑rechtlicher Anspruch nicht von dem ihr zugrunde liegenden materiellen Recht abgetrennt und daher nicht ohne dieses übertragen werden. (T11); Veröff: SZ 2010/56
Vgl; Beisatz: Hier: Mit dem Vorbringen, ein Dritter sei „über die Klagsführung informiert“ und habe „die Geltendmachung des Ablöserechts an den Kläger abgetreten“, stützt sich der Kläger nicht auf die Abtretung des materiellen Rechts, sondern auf jene der Klagebefugnis. (T12)
Beisatz: Anders, wenn die Klagebefugnis in einer materiellen ausländischen Rechtsvorschrift angeordnet ist. (T13)
Beisatz: Hier: Testamentsvollstrecker nach deutschem Recht. (T14)
9 Ob 56/17a
Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 56/17a
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0032788
JJR_19690702_OGH0002_0070OB00099_6900000_002
Rechtssatz für 1Ob8/71 1Ob206/71 1Ob70...
RS0045126
1Ob8/71; 1Ob206/71; 1Ob70/72; 2Ob194/71; 1Ob183/73; 1Ob143/73; 1Ob43/74; 3Ob174/74; 2Ob360/74; 8Ob235/74; 5Ob79/75; 8Ob142/75; 8Ob145/75; 4Ob543/75; 3Ob121/75; 5Ob531/76; 5Ob260/75; 1Ob582/76; 5Ob683/76; 6Ob591/76; 6Ob723/76 (6Ob724/76); 1Ob703/76; 6Ob547/77; 1Ob712/77; 3Ob608/77; 4Ob517/78 (4Ob518/78); 6Ob632/78; 6Ob543/79; 1Ob660/79; 5Ob633/79; 5Ob582/79; 4Ob527/79; 5Ob667/79; 5Ob569/80; 1Ob549/80; 4Ob337/80; 5Ob656/80; 7Ob656/81; 5Ob510/81; 6Ob536/82; 7Ob679/81; 4Ob345/82; 2Ob100/82; 4Ob48/84; 2Ob36/84; 8Ob554/85; 3Ob544/86; 14Ob180/86; 4Ob504/88; 4Ob546/88 (4Ob547/88); 2Ob525/93; 8Ob364/97f; 1Ob163/05k; 7Ob193/05s; 4Ob122/06d; 5Ob184/08g; 7Ob59/11v; 1Ob98/12m; 8ObA11/12v; 7Ob92/13z; 3Ob104/17s; 3Ob45/18s; 3Ob153/18y
ABGB §37 A
ZPO §271
Zu den auch außerhalb der Revisionsausführungen von Amts wegen zu prüfenden Fragen gehört - falls sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Sache allenfalls nach ausländischem Recht zu beurteilen ist - auch die des anzuwendenden Rechts (SZ 25/17, EvBl 1965/22 ua).
1 Ob 8/71
Entscheidungstext OGH 14.01.1971 1 Ob 8/71
1 Ob 206/71
Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 206/71
Veröff: SZ 44/177
Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139; hiezu Reichelt ZfRV 1973 H2,132
2 Ob 194/71
Entscheidungstext OGH 05.06.1972 2 Ob 194/71
Veröff: ZVR 1973/179 S 241
1 Ob 43/74
Entscheidungstext OGH 03.04.1974 1 Ob 43/74
Veröff: SZ 47/41 = JBl 1974,369
2 Ob 360/74
Entscheidungstext OGH 20.02.1975 2 Ob 360/74
8 Ob 235/74
Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 235/74
Veröff: SZ 48/28 = JBl 1976,102
5 Ob 79/75
Entscheidungstext OGH 03.06.1975 5 Ob 79/75
Veröff: ZfRV 1979,200 (Glosse vom Schwimann)
Veröff: SZ 48/88
Beisatz: Selbst gegen die Rechtsmeinung der Parteien. (T1)
Veröff: ZfRV 1977,292 (Glosse von Schwind)
Veröff: ZfRV 1977,301 (Glosse von Schwind)
Veröff: SZ 49/64 = EvBl 1976/237 S 518 = ZfRV 1977,297 (Glosse von Schwind)
1 Ob 582/76
Entscheidungstext OGH 28.04.1976 1 Ob 582/76
Veröff: QuHGZ 1976 H4/146
5 Ob 683/76
Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 683/76
Veröff: JBl 1977,419 = NZ 1980,9 = ZfRV 1978,136 mit Glosse von Schwind
1 Ob 703/76
Entscheidungstext OGH 19.01.1977 1 Ob 703/76
6 Ob 547/77
Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 547/77
1 Ob 712/77
Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 712/77
3 Ob 608/77
Entscheidungstext OGH 22.11.1977 3 Ob 608/77
6 Ob 543/79
Entscheidungstext OGH 11.04.1979 6 Ob 543/79
Veröff: SZ 52/117
5 Ob 633/79
Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 633/79
5 Ob 582/79
Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 582/79
4 Ob 527/79
Entscheidungstext OGH 11.12.1979 4 Ob 527/79
Beisatz: Auf Grund einer gesetzmäßig ausgeführten Rechtsrüge. (T2)
Veröff: ZfRV 1981,41 (kritisch Schwind) = JBl 1980,600
Veröff: ZfRV 1980,296 (teilweise ablehnend Hoyer)
5 Ob 656/80
Entscheidungstext OGH 02.06.1981 5 Ob 656/80
6 Ob 536/82
Entscheidungstext OGH 10.03.1982 6 Ob 536/82
Vgl auch; Beisatz: Hat das mit Rechtsrüge angerufene Berufungsgericht zwar zutreffend in seine Beurteilung die Auslandsbeziehung einbezogen, die kollisionsrechtliche Beurteilung aber ohne ausreichende Tatsachengrundlagen vorgenommen, liegt ein Mangel vor, der von dem mit Rechtsrüge angerufenen Obersten Gerichtshof aufzugreifen ist. (T3)
7 Ob 679/81
Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 679/81
Veröff: SZ 56/107 = ÖBl 1983,162 = GRURInt 1984,453 (Wirner)
Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 100/82
4 Ob 48/84
Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 48/84
Beisatz: Im Hinblick auf die völlig neue rechtliche Beurteilung der Streitsache durch den OGH muss den Parteien Gelegenheit gegeben werden, dazu allenfalls ergänzendes Vorbringen zu erstatten und Beweisanträge zu stellen. (T4)
Veröff: IPRE 2/2
8 Ob 554/85
Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 554/85
14 Ob 180/86
Entscheidungstext OGH 27.01.1987 14 Ob 180/86
Veröff: EvBl 1987/136 S 501 = Arb 10623
4 Ob 504/88
Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 504/88
Beisatz: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. Regelt das Recht, auf das verwiesen wird die Anknüpfung (hier: für schuldrechtliche Verträge durch § 28 EGBG) inhaltsgleich, ist die durch die Anwendung ausländischen Rechts betroffene Partei nicht überrascht. (T5)
Beis wie T5 nur: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. (T6) Veröff: RdW 1988,423
Auch; Veröff: SZ 71/115
1 Ob 163/05k
Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 163/05k
Vgl aber; Beisatz: Dennoch hängt im Rechtsmittelverfahren die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage von der Erhebung der Rechtsrüge ab. (T7)
7 Ob 193/05s
Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 193/05s
4 Ob 122/06d
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 122/06d
Auch; Beisatz: Ist fremdes Recht maßgebend, so ist es nach § 3 IPRG von Amts wegen anzuwenden. (T8)
7 Ob 59/11v
Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 59/11v
8 ObA 11/12v
Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 ObA 11/12v
7 Ob 92/13z
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 92/13z
Vgl; Veröff: SZ 2013/59
3 Ob 104/17s
Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 104/17s
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T7
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0045126
JJR_19710114_OGH0002_0010OB00008_7100000_001
Rechtssatz für 6Ob822/81 6Ob632/81 6Ob...
RS0076916
6Ob822/81; 6Ob632/81; 6Ob536/82; 6Ob511/84; 6Ob699/84; 8Ob670/87; 7Ob625/88; 1Ob575/90; 3Ob121/92; 5Ob530/93; 3Ob2008/96g; 8Ob2343/96h; 8Ob364/97f; 9Ob123/02g; 3Ob49/07p; 4Ob6/11b; 4Ob98/15p
Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist das für einen Anspruch aus einem Schuldvertrag anzuwendende Recht für das Rechtsverhältnis in jeder Hinsicht maßgebend. Es gilt für Entstehung, Inhalt, Änderung, Übergang, Schwächung (durch Verjährung) und Untergang, auch für die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung. Die für ein Rechtsverhältnis geltende Kollisionsnorm beherrscht dasselbe also im vollen Umfang.
6 Ob 822/81
Entscheidungstext OGH 02.12.1981 6 Ob 822/81
Auch; Beisatz: Zahlung durch einen Dritten und durch einen Vertrag veranlaßte Geschäftsführung ohne Auftrag (Hier noch § 36 ABGB). (T1)
Auch; Beisatz: Nach dem Forderungsstatut richten sich auch die Abtretbarkeit der Forderung mit Vollwirkung oder einer auch im Verhältnis zum Schuldner wirksam beschränkten Wirkung (hier: noch ABGB). (T2)
6 Ob 699/84
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 6 Ob 699/84
Vgl auch; Beisatz: Hier: Das die Auflösung einer Rechtsgemeinschaft konkretisierende Ausführungsgeschäft. (T3)
8 Ob 670/87
Entscheidungstext OGH 24.03.1988 8 Ob 670/87
Auch; Beisatz: Zum Geschäftsstatut gehört die gesamte Abwicklung des rechtsgeschäftlich begründeten Schuldverhältnisses. (T4)
7 Ob 625/88
Entscheidungstext OGH 29.09.1988 7 Ob 625/88
1 Ob 575/90
Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 575/90
Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 63/211
3 Ob 121/92
Entscheidungstext OGH 26.01.1994 3 Ob 121/92
Auch; Beisatz: Anfechtung wegen Willensmängel. (T5)
5 Ob 530/93
Entscheidungstext OGH 28.03.1995 5 Ob 530/93
Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Daher auch die Beantwortung der Frage, ob Rückgriffsansprüche bestehen. (T6)
3 Ob 2008/96g
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 3 Ob 2008/96g
nur: Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist das für einen Anspruch aus einem Schuldvertrag anzuwendende Recht für das Rechtsverhältnis in jeder Hinsicht maßgebend, auch für die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung. (T7) Veröff: SZ 69/67
Vgl auch; Beisatz: Die Verjährung richtet sich nach der Sachrechtsordnung, die das jeweilige Recht selbst beherrscht. (T8); Beisatz: Hier: Erbstatut. (T9) Veröff: SZ 70/273
Vgl auch; Veröff: SZ 71/115
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein als "Treuhandvereinbarung" bezeichneter Vertrag, der ausschließlich der Abwicklung des Grundgeschäftes zwischen der GesmbH und der Klägerin diente und daher begrifflich (nicht rechtlich) eine bestehende Verbindlichkeit voraussetzt. (T10)
3 Ob 49/07p
Entscheidungstext OGH 16.08.2007 3 Ob 49/07p
Auch; Beisatz: Grundsatz des umfassenden Anwendungsbereichs des Schuldstatuts. (T11); Beisatz: Hier: Erfüllung bzw Verjährung von Unterhaltsansprüchen - polnisches Recht. (T12)
Auch; Beisatz: Hier: Ansprüche auf Abänderung des Vertrages - deutsches Urheberrecht. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0076916
JJR_19811202_OGH0002_0060OB00822_8100000_002
Rechtssatz für 4Ob48/84 4Ob2278/96w 4O...
RS0077435
4Ob48/84; 4Ob2278/96w; 4Ob233/97m; 8Ob364/97f; 2Ob265/00k; 1Ob38/03z
§ 45 IPRG gilt jedenfalls für die rechtsgeschäftliche Abtretung (784 der BlG Nr XIV GP 58), aber wenigstens analog auch für die Anknüpfung der Einlösungswirkung (des Forderungsüberganges) bei freiwilligen Drittzahlungen nach der Art der §§ 1358, 1422 ff ABGB. Sowohl im Fall der vertraglichen Zession als auch der Legalzession bei freiwilliger Einlösung einer Forderung, richten sich die Wirkungen der Einlösung und der Abtretung nach dem Recht, nach welchem die ursprüngliche Verbindlichkeit zu beurteilen war.
Veröff: Arb 10402 = IPRax 1986,173 (Posch, 188)
nur: § 45 IPRG gilt jedenfalls für die rechtsgeschäftliche Abtretung richten sich die Wirkungen der Einlösung und der Abtretung nach dem Recht, nach welchem die ursprüngliche Verbindlichkeit zu beurteilen war. (T1)
4 Ob 233/97m
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 233/97m
Vgl auch; Veröff: SZ 70/176
Auch; nur T1; Beisatz: Wird auf deutsches Recht verwiesen, führt dies aber nicht dazu, daß auch die in Deutschland anerkannte Rechtsinstitution der "gewillkürten Prozeßstandschaft" vor österreichischen Gerichten anzuerkennen wäre. (T2) Veröff: SZ 71/115
2 Ob 265/00k
Entscheidungstext OGH 19.10.2000 2 Ob 265/00k
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Zulässigkeit, Voraussetzungen und Wirkungen der Sicherungsabtretung sind nach der Rechtsordnung zu beurteilen, die für die abzutretende Forderung maßgebend, auch wenn die zu sichernde Forderung der Beurteilung nach einer anderen Rechtsordnung unterliegt. (T3) Beisatz: Hier: Verträge, die vor dem 1. 12. 1998 abgeschlossen wurden. (T4)
1 Ob 38/03z
Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 38/03z
Vgl auch; Beisatz: Die Abtretung einer Akkreditivforderung unterliegt - auch im Verhältnis zwischen Inländern - jenem Recht, nach dem die abgetretene Forderung zu beurteilen ist. (T5); Veröff: SZ 2003/98
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0077435
JJR_19841009_OGH0002_0040OB00048_8400000_004
Rechtssatz für 3Ob522/95 3Ob515/95 1Ob...
RS0053157
3Ob522/95; 3Ob515/95; 1Ob638/95; 8Ob2042/96v; 3Ob2432/96k; 8Ob364/97f; 2Ob285/99x; 1Ob279/99g; 5Ob287/99p; 1Ob40/01s; 7Ob137/02a; 4Ob209/02t; 8Ob205/02h; 6Ob84/05d; 4Ob79/08h; 7Ob8/11v; 4Ob183/11g; 4Ob245/12a; 2Ob1/16k; 2Ob229/16i; 9Ob56/17a
ABGB §1392 G
Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. Da die Klagebefugnis nicht ohne den zugrundeliegenden materiell-rechtlichen Anspruch abgetreten werden kann, ist eine (stille) Zession, bei der der Zedent zur Einziehung der abgetretenen Forderung ermächtigt bleibt, rechtlich ausgeschlossen.
3 Ob 2432/96k
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2432/96k
nur: Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. (T1)
Beisatz: Der erkennende Senat bleibt dabei, dass die Grundsätze der deutschen Lehre über die Prozessstandschaft, die gerade im Fall einer Zession mit Einziehungsermächtigung des Zedenten zum Tragen kommen, auf den österreichischen Rechtsbereich nicht übertragen werden können. (T2)
Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozessstandschaft für zulässig angesehen wird, und auch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird. (T3)
Veröff: SZ 71/115
1 Ob 279/99g
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 279/99g
5 Ob 287/99p
Entscheidungstext OGH 09.11.1999 5 Ob 287/99p
Verstärkter Senat; Veröff: SZ 74/81
nur: Die Klagebefugnis kann nicht ohne den zugrundeliegenden materiellrechtlichen Anspruch abgetreten werden. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Das Institut der Prozessstandschaft ist abzulehnen. (T5)
Beisatz: Hier: Beim Rechtsstreit zwischen servitutsberechtigtem Liegenschaftseigentümer des herrschenden Guts und dem Liegenschaftseigentümer des dienenden Guts über den Bestand und das Ausmaß der Servitut ist daher im Fall einer Personenmehrheit aufgrund der Miteigentümerschaft ein Anspruch nur von und gegen alle zu verfolgen. (T6)
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/179
nur: Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. Die Klagebefugnis kann nicht ohne den zugrundeliegenden materiell-rechtlichen Anspruch abgetreten werden. (T7)
Beisatz: Hier: Mit dem Vorbringen, ein Dritter sei „über die Klagsführung informiert“ und habe „die Geltendmachung des Ablöserechts an den Kläger abgetreten“, stützt sich der Kläger nicht auf die Abtretung des materiellen Rechts, sondern auf jene der Klagebefugnis. (T8)
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2016/118
Beisatz: Anders, wenn die Klagebefugnis in einer materiellen ausländischen Rechtsvorschrift angeordnet ist. (T9)
Beisatz: Hier: Testamentsvollstrecker nach deutschem Recht. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0053157
JJR_19950222_OGH0002_0030OB00522_9500000_002
Rechtssatz für 8Ob364/97f
RS0110271
Eine gewillkürte Prozeßstandschaft (dazu 3 Ob 522/93, SZ 68/36) ist vor österreichischen Gerichten weder dann zulässig, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozeßstandschaft für zulässig angesehen wird, noch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird.
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110271
JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_001
Rechtssatz für 8Ob364/97f 2Ob100/00w
RS0110272
8Ob364/97f; 2Ob100/00w
Auf die vorliegenden Kaufverträge ist grundsätzlich UN-Kaufrecht anzuwenden, weil dieses sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Zeit des Vertragsabschlusses über die von der klagenden Partei an die beklagte Partei gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen in Geltung stand. Sowohl für die Frage der Zession als auch der Verjährung ist das Schuldstatut maßgeblich. Mangels anderer vertraglicher Regelung verweist das österreichische IPRG gemäß § 36 auf deutsches Recht, weil es sich um Warenlieferungen aus Deutschland nach Österreich handelt.
2 Ob 100/00w
Entscheidungstext OGH 13.04.2000 2 Ob 100/00w
Vgl auch; nur: Auf die vorliegenden Kaufverträge ist grundsätzlich UN-Kaufrecht anzuwenden, weil dieses sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Zeit des Vertragsabschlusses über die von der klagenden Partei an die beklagte Partei gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen in Geltung stand. Mangels anderer vertraglicher Regelung verweist das österreichische IPRG gemäß § 36 auf deutsches Recht, weil es sich um Warenlieferungen aus Deutschland nach Österreich handelt. (T1) Beisatz: Hier: Gelieferte Maschinen. (T2); Veröff: SZ 73/70
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110272
JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_002
RS0110273
ZPO §502 HIII6
Eine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zur Frage, daß auf eine Zession deutsches Recht und damit die in Deutschland anerkannte "gewillkürte Prozeßstandschaft" anzuwenden sei, fehlt, sodaß die Revision zulässig ist.
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110273
JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_003

References: OGH 
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 §37
 §271
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 § 28
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 § 3
 OGH 
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 § 36
 OGH 
 OGH 
 OGH 
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§ 45
 § 45
 OGH 
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 OGH 
 §1392
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 36
 OGH 
 § 36
 §502