Source: https://www.arbg-krefeld.nrw.de/behoerde/rechtsprechung_lagd/veroeffentlichungen/index.php?welches=./intro_4.php&print=1
Timestamp: 2020-02-27 23:10:51+00:00

Document:
LAG Düsseldorf 10 Sa 593/18 (ArbG Düsseldorf 10 Ca 1080/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 593/18 (510 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 629/18 (ArbG Düsseldorf 8 Ca 1068/18)
Stichworte: Betriebsbedingte Kündigungen - Betriebsstilllegung oder Betriebsübergang nach Insolvenz von Air C.
o.ä.: § 1 Abs. 2 S. 1 KSchG, § 1 Abs. 3 KSchG, § 17 Abs. 2 KSchG, § 613a Abs. 1 BGB
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 629/18 (509 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 724/18 (ArbG Düsseldorf 6 Ca 1188/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 724/18 (511 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 597/18 (ArbG Düsseldorf 7 Ca 1192/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 597/18 (510 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 600/18 (ArbG Düsseldorf 10 Ca 1206/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 600/18 (511 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 599/18 (ArbG Düsseldorf 10 Ca 1204/18)
Stichworte: Betriebsbedingte Kündigung - Betriebsstilllegung oder Betriebsübergang nach Insolvenz von Air Berlin
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 599/18 (512 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 596/18 (ArbG Düsseldorf 7 Ca 1191/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 596/18 (511 KB)
LAG Düsseldorf 10 Sa 594/18 (ArbG Düsseldorf 7 Ca 1125/18)
Dokument: LAG Düsseldorf 10 Sa 594/18 (510 KB)
LAG Düsseldorf 3 Sa 1077/18 (ArbG Wuppertal 6 Ca 915/18)
Entscheidungsdatum 18.06.2019
Stichworte: Verdachtskündigung; Tatkündigung; Anhörung des Arbeitnehmers während der Arbeitsunfähigkeit; Hemmung der Ausschlussfrist
o.ä.: § 626 Abs. 2 BGB
Veröffentlichungsdatum: 28. August 2019
Leitsatz: 1.	Die ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers als solche schließt dessen Anhörung zu dem dringenden Verdacht einer schwerwiegenden Pflichtverletzung nicht per se aus, und zwar weder die schriftliche Anhörung noch - soweit aus sachlichen Gründen vom Arbeitgeber für erforderlich gehalten - die Anhörung im Rahmen eines Personalgesprächs. Solange dem erkrankten Arbeitnehmer die Teilnahme an einem Personal-/Anhörungsgespräch nicht krankheitsbedingt unmöglich oder unzumutbar ist, kann er dementsprechend gehalten sein, daran teilzunehmen.
2.	Infolgedessen ist der Arbeitgeber gehalten, auch bei Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers den Anhörungsprozess durch Einladung zum Personalgespräch oder schriftliche Anhörung einzuleiten bzw. fortzuführen und damit zu klären, ob und welche Hindernisse arbeitnehmerseitig bestehen bzw. mitgeteilt werden.
3.	Die bloße Arbeitsunfähigkeit als solche hemmt den Lauf der Ausschlussfrist des § 626 Abs. 2 BGB nicht. Unternimmt ein Arbeitgeber, der im Falle fortbestehender Arbeitsfähigkeit den Arbeitnehmer nunmehr zu den Verdachtsgründen angehört hätte, während einer zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeitsphase des Mitarbeiters nicht einmal den Versuch einer Anhörung und Kontaktaufnahme, ist die nach Beendigung der Arbeitsunfähigkeit und dann erfolgter Anhörung ausgesprochene außerordentliche Verdachts- und Tatkündigung verfristet und damit unwirksam.
Dokument: LAG Düsseldorf 3 Sa 1077/18 (222 KB)

References: § 1
 § 1
 § 17
 § 613
 § 626
 § 626