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Timestamp: 2018-07-18 12:23:34+00:00

Document:
Arbeitslosigkeit kann heute JEDEN treffen. Arbeitslosigkeit bedeutet aber für keinen Bürger Untätigkeit. Jeder Bürger hat irgendwo auch Verantwortung, wenn nicht für seien Familie, nicht für seinen Nächsten, so doch wenigstens für sich selbst!
Ich bitte die Leser dieses Forums darüber nachzudenken, ob sie nicht auch gewillt sind, mit ein paar Mausklicks, an den Anfängen eines demokratischen Umbaus teilzuhaben und damit auch Verantwortung zu zeigen, an der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.
Ohne Schnörkel, ohne Kosten, aber mit dem Einsatz Eurer Zeit und Eures Menschenverstandes und Eures Willens bitte ich Euch um Unterstützung einer Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen für JEDEN BÜRGER in unserem Land!
Die Administratoren dieses Forums bitte ich um Unterstützung und ggf. Verlinkung der Petitionsseite.
Alle anderen Links zu dem Thema, lassen sich aus dem Forum zur Petition erlesen – oder googeln nach BGE – Bedingungsloses Grundeinkommen.
14.01.2009, 17:44 #2
Es gibt da schon ein Link zu. Du gestattest, dass ich persönlich überhaupt nicht zu den Freunden eines BGE gehöhre. M.E. ist das thema gegenwärtig auch eher dazu geeignet, um von wirklichén Handlen abzulenken, wie es leider in der Vergangenheit auch jede Aktionsform auseinander diffidiert hat, wenn es um gemeinsame Aktionen ging.
Es geht im Moment um 500 Euro Grundsicherung zuzügl. Kosten der unterkunft (repressionsfrei), 30 Stundewoche und 10 Euro Stundenlohn.
Dies war eigentlich gemeinsamer Beschluss des Frankfurter Appells. Warum da jetzt schon wieder neu aufgelegt wird, ohne dass es eine gemeinsame Konferenz gibt, verstehe ich nicht?
Ich verschiebe das ganze aml unter Grundeinkommen in unserem Forum
16.04.2009, 12:22 #3
Bedienugsloses Grundeinkommen ist schön und gut. Aber es könnte auch dahin führen, dass die Menschen dann nichts mehr tun wollen. Was habe ich von Geld, wenn ich mir damit (blöder Vergleich) keine Schuhe kaufen kann, weil sie keiner herstellt. Der ehemalige Schumacher malocht nicht mehr, weil ihm das Grundeinkommen reicht. Nur mal so angedacht meinerseits. Nein, das ist nicht der richtige Weg, jeder, der gesund ist, und arbeiten kann, sollte auch bereit sein etwas dafür zu leisten. Das muss aber vernünftig entlohnt werden. Wie hoch der Lohn sein müsste, möchte ich nicht nennen, weil jeder andere Erwartungen hat. Ich bin in dieser Hinsicht eher bescheiden eingestellt, aber ausnutzen lassen möchte ich mich auch nicht.
Bedienugsloses Grundeinkommen ist schön und gut. Aber es könnte auch dahin führen, dass die Menschen dann nichts mehr tun wollen.
Würdest du noch arbeiten (vorausgesetzt es gibt den passenden Job), wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe?
16.04.2009, 13:08 #5
[QUOTE=Hamburgeryn;400838]
Ich persönlich ja. Ich würde gerne noch etwas dazu verdienen, aber sehr, sehr viele würden lieber die Füsse hoch legen. Aber wieso sollten gesunde Menschen das Geld geschenkt bekommen? Das sollte den Kranken vorbehalten sein. Wenn man was bekommt, sollte man durchaus auch in der Lage sein, dafür auch eine Gegenleistung abzugeben, nur das ganze muss fair honoriert werden. Wie hoch das sein sollte, muss jeder selber wissen. Martin spricht/schreibt von 10 Euro und 30 Std. die Woche. Das reicht auch gerade zum leben, rechne ich die 10 Euro * 120 Arbeitsstunden komme ich auf 1200 Euro brutto. Das sind ca.900 Euro Netto. Da kommt man auch nicht weit mit. Ich persönlich würde dann auch gerne 40 Std die Woche arbeiten gehen, wenn ich gesund wäre. Aber leider Gottes bin ich ziemlich kaputt. Aber ich würde mit meiner gebliebenen Fähigkeit immer noch etwas dafür tun. Und ich finde, dass jeder etwas zu einer Gemeinschaft beitragen sollte. Aber fair bezahlt muss es sein.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Manch anderer denkt da anders. Aber in einer Gemeinschaft ist es so, das man etwas dafür leisten sollte, und Gegenleistung bekommt. Und sind wir Bürger keine Gemeinschaft?
16.04.2009, 13:43 #6
[QUOTE=Hotti;400868]
Ich persönlich ja. Ich würde gerne noch etwas dazu verdienen, aber sehr, sehr viele würden lieber die Füsse hoch legen.
Aber wieso sollten gesunde Menschen das Geld geschenkt bekommen?
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre kein Geschenk. Es wäre ein Gundeinkommen, was jedem Menschen zugestanden würde, weil er ein Mensch ist. Hinzu kommt, dass es nie wieder ausreichend Arbeit für alle geben wird - ganz egal was da von Vollbeschäftigung gefaselt wird.
Von daher können wir so weitermachen wie bisher, d.h. die Elos in den Argen dransalieren und in Trägergesellschaften ausbeuten lassen, was Milliarden kostet.
Oder wir geben ihnen ein ausreichendes Einkommen, mit dem ihnen ein würdevolles Leben garantiert wird, ein Leben, wie es einem Staat wie D üblich sein sollte. Das würde weniger Milliarden kosten, da u.a. die überwuchernde Erwerbslosenverwaltung, die Finanzierung von Trägergesellschaften und Lohnzuschüssen wegfallen würde.
Und die Menschen würden arbeiten! Einfach weil dieser Druck wegfällt, sich Arbeit um jeden Preis suchen zu müssen!
Und die Paar, die "Null Bock auf gar nix haben", die gab es immer, wird es immer geben - und mal ehrlich: Die füttern wir doch mit links durch (sind nämlich verschwindend wenige)
Das sollte den Kranken vorbehalten sein. Wenn man was bekommt, sollte man durchaus auch in der Lage sein, dafür auch eine Gegenleistung abzugeben, nur das ganze muss fair honoriert werden.
Gegenleistung? Klingt für mich so ein bißchen nach Workfare.
Wenn es keine Arbeit mehr für alle gibt, und das ist nun mal so, dann muss man sich überlegen, wie man mit der "Überflüssigen" verfährt.
Man kann sie weiterschikanieren, man kann sie aushungern, oder man sie anständig versorgen.
Wie hoch das sein sollte, muss jeder selber wissen. Martin spricht/schreibt von 10 Euro und 30 Std. die Woche. Das reicht auch gerade zum leben, rechne ich die 10 Euro * 120 Arbeitsstunden komme ich auf 1200 Euro brutto. Das sind ca.900 Euro Netto. Da kommt man auch nicht weit mit. Ich persönlich würde dann auch gerne 40 Std die Woche arbeiten gehen, wenn ich gesund wäre. Aber leider Gottes bin ich ziemlich kaputt. Aber ich würde mit meiner gebliebenen Fähigkeit immer noch etwas dafür tun. Und ich finde, dass jeder etwas zu einer Gemeinschaft beitragen sollte. Aber fair bezahlt muss es sein.
Ich glaube nicht, dass wir, wenn es so weitergeht, fair bezahlt werden.
Sollten die Menschen jedoch ein BGE erhalten, würde sich eine faire Bezahlung von ganz allein einpendeln. Weil der Druck, der Zwang um jeden Preis arbeiten zu müssen, wegfällt. Die Menschen würden sich nicht mehr unter Wert verkaufen müssen. Ihre Qualifikationen würden im Wert steigen, sie könnten wieder Ansprüche stellen.
Denn wenn pontentielle AGs sie nicht als wertvollen Menschen, mit beruflichen Qualifikationen und entsprechenden Lohnansprüchen betrachten, werden sie die angebotene Arbeit nicht mehr machen.
Menschen leisten immer was. Auch ohne Bezahlung. Man denke allein an die Hausfrauen und Mütter. Was die an unbezahlter Arbeit leisten. Welche Tätigkeiten die ausüben. Von der Säuglingsschwester, über Klofrau, hin zur Köchin, Seelsorgerin, Nachhilfelehrerin, Erzieherin, usw. Sie füllt Formulare aus, und ärgert sich mit Handwerkern rum, sie hält das Zuhause in Ordnung, und dekoriert es; sie wäscht, bügelt und bessert Kleidung aus. Usw. Und das alles unentgeltlich. Aber es ist Arbeit! (Doch da unbezahlt, leider in den Augen der Gesellschaft auch nichts wert)
Elos, die sich in Inis gegenseitig unterstützen. Sich begeleiten, füreinander schreiben, sich beraten, weiterhelfen - das ist Arbeit! Unentgeltlich, aber Arbeit.
Ehrenamtliche, die ihre Kenntnisse und Dienste in ihrer freien Zeit zu Verfügung stellen - das ist Arbeit! Unentgeltlich, aber Arbeit!
Und jeder von ihnen gibt der Gesellschaft etwas zurück - unentgeltlich, aber unverzichtbar.
16.04.2009, 13:49 #7
In irgend einer Weise muß das klassische Paradoxom des Kapitalismus ja aufgelöst werden, das da heißt (schon mal kürzlich gesagt): Faktisch unbeschränkte Produktivität, aber Waren können wegen Geldmangel nicht gekauft werden.
Das trifft doch Etliche hier im Forum.
Es geht natürlich auch anders. Z. B. durch Reduzierung von Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.
Egal wie man es löst. Es muß human und logisch (!) gedacht werden.
16.04.2009, 15:28 #8
Hier sind wir einer Meinung. Das ist z.B. auch ein Vorschlag der Linken. Die übrig gebliebene Arbeit auf alle zu verteilen. Damit bin ich sofort einverstanden.
16.04.2009, 15:33 #9
[QUOTE=Hamburgeryn;400878]
Man könnte das "Bürgergeld" ja mal befristet zahlen, als Versuch. Mal sehn was dabei heraus kommt. Überzeugt bin ich nicht, aber in dieser Hinsicht bin ich für alles offen. Sollte das aber in die Hose gehen, darf keiner meckern, wenn der Schuss nach hinten los geht. Aber ein Versuch wäre es wert. Wie hoch sollte denn dieses Grundeinkommen Deiner Meinung nach sein?
Edit: Den Ausdruck "Workfare" kannte ich nicht, und musste erst mal nachsehen was das ist(ich bin halt nicht so gebildet). Also Zwangsarbeit ist das. Als Zwangsarbeit sehe ich das allerdings nicht an, wenn ich für Geld eine Gegenleistung leisten muss. Der 1Euro Job ist Zwangsarbeit, ja da stimme ich mit Dir überein, oder Dumpinglöhne von denen man nicht leben kann, das ist auch Zwangsarbeit. Aber wenn ich fair bezahlt werde, und es gesundheitlich, menschenwürdig leisten kann, dann ist das keine Zwangsarbeit. Da stimme ich nicht mit Dir überein. Sorry
Und Du musst auch bedenken, dass das Geld erst mal da sein muss, bevor man es verteilt. Von nichts kommt nichts. Aber trotzdem, einen Versuch mit den "Bürgergeld" würde ich zustimmen, auch wenn ich noch nicht davon überzeugt bin. Und wunder Dich nicht, wenn Dein Rohr verstopft ist, und keiner macht es sauber, weil die Leute, die das vorher machten, einfach sagen "mach ich nicht, mir reicht mein Bürgergeld".
16.04.2009, 17:45 #10
Also lieber Hotti, da würde mich doch mal interessieren, woher Du bitte diese Erkenntniss nimmst, das das so sein könnte.War das dein Gedankengang, oder haste das irgendwo in den bunten Medien gelesen?
Nein, das ist nicht der richtige Weg, jeder, der gesund ist, und arbeiten kann, sollte auch bereit sein etwas dafür zu leisten.
Ach was, und Du meinst die meisten die arbeitslos sind und Hartz IV beziehen, tun das nicht? Nun, zumindest das wäre falsch, denn wer wirklich arbeiten möchte bemüht sich auch.
Aber der Reihe nach: Martin hat hat in seinem Beitrag etwas geschrieben, er sagt: 500.- € + Wohnungskosten (Miete & Nebenkosten [inkl.Heizung], könne er sich vorstellen.
Ehrlich gesagt, ich auch, aber ohne Bedingungen seitens der Argen.Warum?
1. Es hätte Vorteile: Man müßte nämlich nicht mehr, wie bisher, eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen, zu einem bestimmten Zeitpunkt vorlegen beim Amt, denn dieser Druck führt dazu, das man überhaupt nicht gezielt nach Angeboten suchen kann, und sich - auf gedeih und verderb - auch auf Stellenangebote bewerben muss, wo man quasi rauslesen kann, das die Bewerbuing nicht viel bringt, nur um die geforderte Anzahl zusammen zu bekommen.Das bringt doch nix, wie wir sicher alle wissen.Besser wäre, indem man das Grundeinkommen bedingungslos macht, den Leuten die sich wirklich bemühnen, und das ist sicher die Mehrheit der Betroffenen, den Freiraum zu lassen, sich ganz gezielt auf dem Stellenmarkt umzuschauen, und das gerade wenn man auch ein Handicap hat, damit man sich gezielt und auch erfolgversprechend bewerben kann, wenn Die Voraussetzungen sitimmen.Jedoch sollte man sich 4teljährig melden müssen, als einzige Einschränkung.
2. Es böte sich den Argen eine Möglichkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn nur wer sich redlich bemüht hat nichts zu befürchten, und wird auch ungefragt sich 4teljährig melden, und seine Bemühungen nachweisen.Wer sich nicht bemüht wird nix nachweisen können, zum Meldetermin, und damit wird deutlich wie viele schwarze Schafe sich in den Argen und Kommunen tummeln.Bei solchen Leuten - auch wenns eine Minderheit ist - sollte man den Druck beibehalten, und sie mehr in die Pflicht nehmen.
Nachteil wäre - für die Argen - und Kommunenmitarbeiter, das die Meldetermine und damit die Kontrollen wieder häufiger werden würden, und sie Mehrarbeit hätten, die sich aber durchaus auszahlen könnte.
Aber mal davon abgesehen, einen geringfügigen Mißbrauch gabs doch schon immer, auch zu Sozialhilfe - bzw. Arbeitslosenhilfezeiten.Da regte sich keiner drüber auf, auch nicht unsere Politiker, aber bei Hartz IV tut mans plötzlich.Schon sehr merkwürdig, oder? Aber ihr werdet erkennen, das es nicht so ganz sinnlos ist, ein bestimmtes Grundeinkommen, bedingungslos zu zahlen, sondern das es sowohl Vorteile als auch einen Nachteil mit sich brächte.
17.04.2009, 09:29 #11
Lieber Robert, wahrscheinlich liest Du mehr in bunten Blättern als ich. Und ob Du es glaubst oder nicht. Es ist meine Meinung. Und ich habe ja auch nicht geschrieben, dass alle Bürger die Füsse hoch legen. Ich schrieb nur das viele es könnten. Und ich habe da bedenken. Aber ganz alleine, ohne die Medien.
Da widersprichst Du Dich aber, dann wäre es kein bedienungsloses Grundeinkommen mehr.
Ich habe nie behauptet, dass die Hartzer sich nicht bemühen. Meine Frau und ich beziehen selber Hartz IV, und pfeifen finanziell aus den letzten Loch. Aber wir wären beide bereit, etwas für diese Almosen zu tun. Es muss nur in einen vernünftigen Verhältnis stehen. Ich bin in erster Linie dafür dieses Hartz IV abzuschaffen. Menschen, die aus verschiedenen Gründen (z.B. Kranke, allein erziehende Mütter) nicht arbeiten können. Keine Frage, die sollten auch ein bedienungsloses Grundeinkommen bekommen, wobei den Kindern das volle Grundeinkommen zustehen sollte, und nicht nur ein Teil. Denn heranwachsende Kinder brauchen mehr, als sehr viele Erwachsene. Aber nochmal, ich hätte nichts gegen einen Versuch des bedienungslosen Grundeinkommens einzuwenden. Sollte das aber in dieHose gehen, sollten wir auch bereit sein uns davon wieder zu verbschieden. Genau, wie wir uns von Hartz IV verabschieden sollten. Denn das ging auch in die Hose.
PS. Das habe ich nun auch ganz alleine verfasst, und auch nicht aus den bunten Medien lieber Robert.
17.04.2009, 10:09 #12
Und ich glaube das nicht. Arbeit ist knapp. Gutbezahlte Arbeit noch knapper. Sollten die Leute ein BGE erhalten, würde Arbeit zu einen hochbezahlten Gut werden. Wenn dann nämlich ein AG passende MAs finden möchte, muss er zahlen!
Und zwar vernünftige, auskömmliche Löhne. Und die meisten Leute würden arbeiten wollen, einfach weil jeder Mensch gern eine Aufgabe hat. Keine Beschäftigung. Einen Arbeitsplatz. Keinen Job. Mit dem BGE in der Rückhand, könnten die Mensche wieder wählen. Sie könnten sich in Ruhe aussuchen, wem sie zu welchen Konditionen ihre Arbeitskraft, ihr Wissen, ihre Qualifikationen zur Verfügung stellen. Ich denke, es würde gar nicht so viele, gutbezahlte Arbeitsplätze geben, wie es arbeitswillige Menschen gibt.
Ich habe nie behauptet, dass die Hartzer sich nicht bemühen. Meine Frau und ich beziehen selber Hartz IV, und pfeifen finanziell aus den letzten Loch. Aber wir wären beide bereit, etwas für diese Almosen zu tun. Es muss nur in einen vernünftigen Verhältnis stehen.
Hier widersprichst du dich. Ein Almosen steht nie im Verhältnis zu einem vernünftigen Lohn. Einfach weil das eine das andere ausschließt.
Und ich denke, kein Mensch sollte gezwungen sein, für ein Almosen etwas tun zu müssen.
Schließlich ist ein Almosen lediglich eine milde Gabe.
Dafür reicht ein Dankeschön.
Ich bin in erster Linie dafür dieses Hartz IV abzuschaffen. Menschen, die aus verschiedenen Gründen (z.B. Kranke, allein erziehende Mütter) nicht arbeiten können. Keine Frage, die sollten auch ein bedienungsloses Grundeinkommen bekommen, wobei den Kindern das volle Grundeinkommen zustehen sollte, und nicht nur ein Teil. Denn heranwachsende Kinder brauchen mehr, als sehr viele Erwachsene. Aber nochmal, ich hätte nichts gegen einen Versuch des bedienungslosen Grundeinkommens einzuwenden. Sollte das aber in dieHose gehen, sollten wir auch bereit sein uns davon wieder zu verbschieden. Genau, wie wir uns von Hartz IV verabschieden sollten. Denn das ging auch in die Hose.
Ich gebe dir vollkommen recht. Hartz IV gehört abgeschafft.
Und es ist wirklich an der Zeit andere Möglichkeiten, darunter das BGE oder Bürgergeld, oder was-weiß-ich eine Chance zu geben, sich zu bewähren.
In der gegenwärtigen Situation ist alles besser als Hartz IV!
Doch in einem Punkt kan ich dir nur teilweise beipflichten:
Das die Kinder mehr bekommen sollten, als Erwachsene.
Sicher, sie brauchen mehr als ältere Leute; nur würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass man den Alten etwas nimmt, weil sie ja nun naturgemäß weniger brauchen.
Ich denke, wir sollten allen gleichviel geben, anstatt krampfhaft zu versuchen die größtmögliche Gerechtigkeit zu praktizieren.
17.04.2009, 10:54 #13
Na ja Hamburgeryn(wieso eigentlich dieses Wortspiel, und nicht Hamburgerin?). Das Wort Almosen war nicht sooo wörtlich gemeint. Wenn ich also für das Hartz IV Geld etwas leisten soll dann sollte das natürlich nicht als "Almosen" sondern als Lohn bezahlt werden. Mit allen Rechten eines Arbeitnehmers also. Wenn ich für meine 310 Euro und die Miete, ich nenne hier mal 180 Euro, dann würde ich schon einen gewissen Stundensatz dafür leisten. Aber ich möchte dann wie ein Arbeitnehmer behandelt werden, mit allen Rechten.
Zu den Grundeinkommen für Kinder, habe ich doch gar nicht geschrieben, dass sie mehr bekommen sollen. Ich zitiere mich mal selbst.
wobei den Kindern das volle Grundeinkommen zustehen sollte, und nicht nur ein Teil.
Und ich schrieb, dass heran wachsende Kinder mehr brauchen als sehr viele Erwachsene. Denke doch mal an Schulbücher, und sie wachsen auch schnell aus der Kleidung heraus. Ich brauch nicht jedes viertel Jahr ne neue Hose oder Jacke. Ein heran wachsendes Kind schon. Und ab ein gewisses Alter bekommen sie dann ordentlich Appetit, wo sie mehr verzehren, als so manch ein Erwachsener, ich spreche da aus Erfahrung. Kinder sind teuer, und brauchen Geld, mehr als so manch Erwachsener. Vieleicht so besser ausgedrückt?
Aber im Grunde möchten wir doch alle das selbe, nämlich das es uns besser geht, oder nicht?
17.04.2009, 16:47 #14
Mal davon abgesehen, ob bedingungsloses Grundeinkommen, oder Hartz IV, oder, oder, nicht alle die wirklich und ernsthaft arbeiten wollen - und das ist wohl die Mehrheit - würden auch einen Arbeitsplatz haben können, denn dafür gibts zu wenig Arbeitsplätze.
Es gibt derzeit 3,58 Mio. Arbeitslose, und nur 506649 gemeldete Stellen, das wäre also gut 6 x mehr Arbeitslose als es Stellen gibt, und selbst wenns 1. Mio. offene Stellen wären, so blieben immer noch 2,58 Mio. Menschen ohne Arbeit.Schon das ist ein Grund Hartz IV abzuschaffen und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ersetzen, weil man kann nicht alle in Arbeit kriegen.Da hilft auch der beste Wille, und alles getue nichts.
@hotti: Achja, falls es dich interessiert, melde ich mich freiwillig alle 3 Monate bei meinem Fallmanager.Der bräuchte mir keine Einladung schicken, tuts aber dennoch, weil er von Amtswegen dazu verpflichtet ist, leider, die Arge will ja was in der Hand haben, um mich evtl. sanktionieren zu können, sollte ich mal nicht erscheinen, was aber noch nie vorkam.
17.04.2009, 17:13 #15
Ich war bisher nur ein einziges mal bei meinen Vermittler, oder was der sein soll. Das war vor zwei Jahren. Mit den habe ich mich sofort am ersten Tag gefetzt, und bin seitdem krank geschrieben. Er kann mich höchstens noch bis Ende Juli schikanieren. Ab August bekomme ich eine halbe EU-Rente wegen Berufsunfähigkeit(ist vor Gericht durch einen Vergleich mit der DRV ausgehandelt). Danach kann die Arge mich mal kreuzweise. Aber wie gesagt, ich hatte bisher auch so Ruhe. Komisch, oder nicht? Wenn ich da so manch andere Sachen lese.... Sobald ich die Rente habe, lasse ich mich nicht mehr krank schreiben, und werde mich wieder vermittelbar melden. Aber einen Billigjob werde ich nicht annehmen. Dann habe ich die besseren Karten, denn die Miete dürfen sie glaube ich nicht sanktionieren, oder täusche ich mich?
17.04.2009, 17:15 #16
ein BGEn für alle (also ohne Bedürftigkeitsprüfung und unabhängig vom Einkommen) unter kapitalistischen Verhältnissen ist ein Instrument zur Lohnsenkung und Lohnsubventionierung (so fordert der Kapitalvertreter Th. Staubhaar: „Sie……darf an keine Bedingung geknüpft sein. Alle 80 Mio. Bundesbürger sollen sie bekommen…..Wir müssen dann aber auch akzeptieren, dass es extrem niedrige Löhne geben kann“). Es handelt sich also nicht vorwiegend um eine Grundsicherung nur für alle Erwerbslosen, sondern auch eine solche für alle Beschäftigten. Jedoch in dem Maße, in dem die Reproduktionskosten von Arbeitskräften von staatlichen Zahlungen gedeckt werden, muss das Kapital nicht mehr dafür aufkommen, kann also die Löhne senken. Was bereits bei den aktuellen, die Existenz nicht sichernden Regelsätzen massenhaft erfolgt, nämlich Ausweitung des Niedriglohnsektors, würde dann in einem noch wesentlich größerem Ausmaß eintreten
17.04.2009, 17:24 #17
Na siehst Du Martin, und dann könnte das eintreten, wo ich bedenken habe. Es geht keiner für Dumpinglohn arbeiten, was ich zwar verstehen kann. Aber es könnte auch zu Mangelwaren kommen.
17.04.2009, 17:53 #18
Eine Idee, der ich der BAG Hartz IV bei meinem Eintritt mitgeteilt habe:
Es geht auch über eine Einkommensteuer, die u. U. negativ werden kann. D. h.: dann wird Geld ausgezahlt!!!
Berücksichtigt man Personenzahl, Kosten wie Wohnung, notwendige Autokosten usw. als "Betriebsausgaben" (sind jetzt nur Beispiele, Details müßten mathematisch ausfeilt werden) kann am Ende ein System herauskommen, daß eine soziale Existenz bei keinerlei Erwerbseinkommen sichert, Arbeitenden jedoch ein höheres Einkommen verschafft.
Das Ganze wäre repressonsfrei und auch nicht mehr unter Sozialgesetzen aufgeführt, sondern im Steuerrecht. Damit wären ALLE BÜRGER UNTER DEM GLEICHEM RECHT und ein riesiger Teil der Stigmatisierung würde entfallen.
Ich halte dies für das beste Verfahren.
17.04.2009, 18:20 #19
Ich sag es mal so. Ohne Handel keine Ware, ohne Arbeit kein Handel. Ein gewisser Druck arbeiten zu gehen muss da sein, ohne dem geht es nicht. Und wenn nicht genug Arbeit für alle da ist, dann muss die vorhandene Arbeit aufgeteilt werden. Jedenfalls da, wo es machbar ist.
17.04.2009, 18:42 #20
Der DRuck entsteht dochj schon von alleine. Was ist denn mit Naturvölkern? Arbeiten die nicht?
Wirmüssen zwar heute nicht mehr unbedingt auf die Jagd gehen oder wie Nomaden umherziehen, aber Landwirschaft betreiben müssen wir auch, Nahrungsmittel produzieren, Kleidung, Häuser bauen....
Arbeit würde halt bedeuten, das erforderliche zu tun, um Bedürfnisse zu befriedigen.
Jetzt muss man halt schauen, wie man es hinbekommt, das alles notwendige getan wird, dass es eine gerechte Anerkennung fr die geleistete Arbeit gibt und dass die, die wegen Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten könen, trotzdem keinen Nachteil haben. Wobei ich ja immer noch der Ansicht bin, dass fast jeder Behinderte irgendwas "arbeiten" kann, man muss nur den passenden Arbeitsplatz für ihn finden.
Irgendwie würde das ganze aber einen totalen gesellschaftlichen Umbruch bedeuten und auch eine ganz neue Definition von Arbeit. Das wird ein weiter Weg....
17.04.2009, 19:25 #21
Na ja Hamburgeryn(wieso eigentlich dieses Wortspiel, und nicht Hamburgerin?).
Das "i" war bereits besetzt, also habe ich das "y" gewählt, um den gewünschten Nick zu bekommen - kein Wortspiel also
Das Wort Almosen war nicht sooo wörtlich gemeint. Wenn ich also für das Hartz IV Geld etwas leisten soll dann sollte das natürlich nicht als "Almosen" sondern als Lohn bezahlt werden. Mit allen Rechten eines Arbeitnehmers also. Wenn ich für meine 310 Euro und die Miete, ich nenne hier mal 180 Euro, dann würde ich schon einen gewissen Stundensatz dafür leisten. Aber ich möchte dann wie ein Arbeitnehmer behandelt werden, mit allen Rechten.
Gut, dann war das ein Mißverständnis.
Zu den Grundeinkommen für Kinder, habe ich doch gar nicht geschrieben, dass sie mehr bekommen sollen. Ich zitiere mich mal selbst. Und ich schrieb, dass heran wachsende Kinder mehr brauchen als sehr viele Erwachsene. Denke doch mal an Schulbücher, und sie wachsen auch schnell aus der Kleidung heraus. Ich brauch nicht jedes viertel Jahr ne neue Hose oder Jacke. Ein heran wachsendes Kind schon. Und ab ein gewisses Alter bekommen sie dann ordentlich Appetit, wo sie mehr verzehren, als so manch ein Erwachsener, ich spreche da aus Erfahrung. Kinder sind teuer, und brauchen Geld, mehr als so manch Erwachsener. Vieleicht so besser ausgedrückt?
17.04.2009, 19:29 #22
...Das wird ein weiter Weg....
Genau, aber zuerst einmal sollten wir uns vergegenwärtigen, dass in Deutschland dieses hier
...Wir müssen zwar heute nicht mehr unbedingt auf die Jagd gehen oder wie Nomaden umherziehen...
schon längst wieder Alltag geworden ist!
17.04.2009, 19:37 #23
ein BGEn für alle (also ohne Bedürftigkeitsprüfung und unabhängig vom Einkommen) unter kapitalistischen Verhältnissen ist ein Instrument zur Lohnsenkung und Lohnsubventionierung (so fordert der Kapitalvertreter Th. Staubhaar: „Sie……darf an keine Bedingung geknüpft sein. Alle 80 Mio. Bundesbürger sollen sie bekommen…..
Ich weiß, dass u..a Straubhaar eine sehr geringes BGE fodern. 400,-; 600,-; 800,-; z.T soll da noch 200,- für die KV abgezogen werden. Das würde natürlich die extrem niedrigen Hungerlöhne herausfordern, die du zitierst.
Wir müssen dann aber auch akzeptieren, dass es extrem niedrige Löhne geben kann“). Es handelt sich also nicht vorwiegend um eine Grundsicherung nur für alle Erwerbslosen, sondern auch eine solche für alle Beschäftigten. Jedoch in dem Maße, in dem die Reproduktionskosten von Arbeitskräften von staatlichen Zahlungen gedeckt werden, muss das Kapital nicht mehr dafür aufkommen, kann also die Löhne senken. Was bereits bei den aktuellen, die Existenz nicht sichernden Regelsätzen massenhaft erfolgt, nämlich Ausweitung des Niedriglohnsektors, würde dann in einem noch wesentlich größerem Ausmaß eintreten
Das müsste jedem klar sein, dass ein niedriges, noch z.B. für einen Single unterhalt Hartz IV (RS +KdU+KV) liegendes BGE, dem Niedriglohnektor Tür und Tor öffnen würde. Die Menschen müssten, um zu überleben, ihre Arbeitskraft - und was anderes haben sie i.d.R. nicht anzubieten, um jeden Preis verkaufen! Nur damit sie irgendwie ihr Existenzminimum zusammenbekommen, um Hunger und (drohender) Obdachlosigkeit zu entrinnen!
Das kann aber nicht der Sinn eines BGE sein. Mir schwebt da eher etwas i. d. Art von Götz Werner vor.
17.04.2009, 19:51 #24
Warum wird eigentlich immer in kapitalistischen Kategorien gedacht. Auch BGE ist nichts anderes, wie Kapitalverwertung und es völlig illusorisch, dass dieses mal solidarisch werden könnte.
Es sollte uns doch eigentlich um die Aneignung von Kapital und Produktion gehen. Und nur dann kann man sich auf den Weg zu einer gerechten Verteilung machen. Da kann man dann auch Rahmenbedingungen für diejenigen schaffen, die nicht Produzenten sein können.
Aber die Bedingungslosigkeit daran zu knüpfen, dass man die Ware Arbeitskraft nur teuer genug verkaufen muss (weil es halt Arbeiten gibt, die gemacht werden müssen), damit sie jemand macht, ist auch ein kapitalistisches Muster: Verwertung der Arbeitskraft bis sie dann irgendwann nicht mehr gebraucht wird und man entledigt sich ihrer mit einem BGE?
17.04.2009, 20:16 #25
Warum wird eigentlich immer in kapitalistischen Kategorien gedacht. Auch BGE ist nichts anderes, wie Kapitalverwertung und es völlig illusorisch, dass dieses mal solidarisch werden könnte.Es sollte uns doch eigentlich um die Aneignung von Kapital und Produktion gehen.
Und du hältst es nicht für illusorisch, dass unsereins die Aneignung von Kapital und Produktion gelingt?????
Auch in deiner Vorstellung, wo das Kapital und die Produktionsgüter in der Hand der Arbeiter sind, braucht man nicht unendlich viele Arbeitskräfte. Auch in der Form, so es sie denn überhaupt je geben wird, wird es Überzählige geben.
Und was das BGE angeht, es ist meiner Meinung nach ehrlicher, den Menschen unumwunden zu sagen, dass ihre Arbeitskraft nicht mehr gebraucht wird, und sie von daher eine Art "Ruhegeld" erhalten, um ein einer Industrienation angemessenes würdevolles Leben zu leben. Anstatt so zu tun, als wäre die Vollbeschäftigung nur eine Frage von Niedriglöhnen und Zwang.

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