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Timestamp: 2019-11-11 20:38:50+00:00

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BVerwG, 28.06.1990 - 6 C 41.88 - dejure.org
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BVerwG, 28.06.1990 - 6 C 41.88 (https://dejure.org/1990,456)
BVerwG, Entscheidung vom 28.06.1990 - 6 C 41.88 (https://dejure.org/1990,456)
BVerwG, Entscheidung vom 28. Juni 1990 - 6 C 41.88 (https://dejure.org/1990,456)
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Ortszuschlag - Rückforderung - Überprüfung von Besoldungsunterlagen
VG München, 20.10.1987 - M 12 K 86.07125
VGH Bayern, 21.04.1988 - 3 B 87.03955
NVwZ-RR 1990, 622
Nach der Rechtsprechung des Senats ist diese Voraussetzung erfüllt, wenn der Empfänger die Überzahlung nur deshalb nicht bemerkt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (Urteile vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 S. 17 m.w.N. und vom 28. Februar 1985 - BVerwG 2 C 31.82 - Buchholz 235 § 12 BBesG Nr. 7 S. 13 m.w.N.; stRspr) oder - mit anderen Worten - er den Fehler etwa durch Nachdenken oder logische Schlussfolgerung hätte erkennen müssen (…Urteil vom 9. Mai 2006 - BVerwG 2 C 12.05 - Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 37 Rn. 13).
Während im unmittelbaren Anwendungsbereich des § 819 BGB nur die (positive) Kenntnis vom Mangel des rechtlichen Grundes zur verschärften Haftung führt, genügt es im Besoldungsrecht gemäß § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG, wenn der Mangel so offensichtlich war, dass der Empfänger ihn hätte erkennen müssen (vgl. zur Ergänzungsfunktion des § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG zu § 819 BGB BVerwG, Urteile vom 09.05.2006, a.a.O., vom 12.03.1991 - 6 C 51.88 -, ZBR 1991, 303, vom 28.06.1990 - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, 622, vom 28.02.1985 - 2 C 16.84 -, BVerwGE 71, 77, und vom 25.11.1982 - 2 C 14.81 -, BVerwGE 66, 251; Senatsbeschlüsse vom 31.01.2005 - 4 S 2430/04 -, und vom 02.06.2003 - 4 S 2051/01 - Hessischer VGH, Urteil vom 17.03.1993 - 1 UE 2773/87 -, ZBR 1994, 62).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Senats ist diese Voraussetzung erfüllt, wenn der Empfänger die Überzahlung nur deshalb nicht bemerkt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.06.1990, a.a.O., m.w.N.; Senatsbeschluss vom 18.11.2011-4 S 1346/10 -) oder, mit anderen Worten, er den Fehler etwa durch Nachdenken oder logische Schlussfolgerung hätte erkennen müssen (BVerwG, Urteil vom 09.05.2006 - 2 C 12.05 -, Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 37).
Nicht (mehr) ausreichend ist es nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urteil vom 26.04.2012, a.a.O.), wenn bloße Zweifel bestehen und es einer Nachfrage bedarf (vgl. ferner BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, Schütz BeamtR ES/C V 5 Nr. 84, vom 12.03.1991, a.a.O., vom 28.06.1990, a.a.O.; Senatsurteil vom 24.09.2013 - 4 S 1268/13 - Hessischer VGH…, Urteil vom 17.03.1993, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 12.08.1992, a.a.O.).
Maßgeblich sind dabei die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des Empfängers (BVerwG, Urteil vom 28.06.1990, a.a.O.;… Senatsbeschluss vom 31.01.2005, a.a.O.).
Ein Mangel des rechtlichen Grundes im Sinne von § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG i.V.m. § 819 Abs. 1 BGB ist offensichtlich, wenn der Empfänger ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, Urteil v. 28.2.1985, - 2 C 31.82 -).
Der Empfänger ist insbesondere gehalten, sich bei etwaigen Unklarheiten oder Zweifeln durch Rückfragen beim Dienstherrn, der auszahlenden Kasse oder der anweisenden Stelle Gewißheit darüber zu verschaffen, ob eine Zahlung zu Recht erfolgt (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Urteil v. 28.2.1985, - 2 C 31.82, Urteil v. 28.6.1990, 6 C 41.88 -).
Ein eventuelles behördliches Mitverschulden an einer Überzahlung von Bezügen ist ebenfalls grundsätzlich in die Ermessensentscheidung nach § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG einzustellen (BVerwG, Urteil v. 27.2.1994, - 2 C 19.92 - Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Mangel des rechtlichen Grundes offensichtlich, wenn der Empfänger ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Juris-Datenbank;… Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, NJW 1991, S. 2718 [2720]; Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, S. 622; Urteil v. 28.2.1985, 2 C 31.82, NVwZ 85, 907).
Der Empfänger ist insbesondere gehalten, sich bei etwaigen Unklarheiten oder Zweifeln durch Rückfragen beim Dienstherrn, der auszahlenden Kasse oder der anweisenden Stelle Gewißheit darüber zu verschaffen, ob eine Zahlung zu Recht erfolgt (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Juris-Datenbank;… Urteil v. 28.2.1985, - 2 C 31.82 -, NVwZ 1985, S. 907; Urteil v. 28.6.1990, 6 C 41.88, NVwZ-RR 1990, S. 622 [623]).
Ein solches Mitverschulden ist zwar nach Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich in die Ermessensentscheidung des § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG mit einzubeziehen (BVerwG, Urteil v. 27.2.1994, - 2 C 19.92 -, BVerwGE 95, 94 [98];… Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, NJW 1991, S. 2718 [2720]; Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, S. 622 [623]).
Ein Verschulden der Behörde an der Überzahlung könnte allenfalls im Rahmen einer Billigkeitsentscheidung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG von Bedeutung sein (vgl. u.a. Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 S. 19 f. m.w.N.).
Vom Revisionsgericht ist jedoch zu prüfen, ob das Berufungsgericht den Rechtsbegriff zutreffend ausgelegt und den entscheidungserheblichen Sachverhalt vollständig gewürdigt hat (Urteile vom 27. Januar 1987 - BVerwG 2 C 9.85 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 13] und vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 m.w.Nachw.]).
Auch der Umstand, daß bei Erfüllung seiner Anzeigepflicht die Rechtswidrigkeit der Bescheide hätte offensichtlich werden müssen, führt für sich allein gleichfalls nicht zur verschärften Haftung des Klägers (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO.]).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 12 Abs. 2 BBesG ist ein Mangel offensichtlich, wenn der Empfänger die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer acht gelassen hat (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO. m.w.Nachw.]).
Dies kann allenfalls im Rahmen der Billigkeitsentscheidung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG, § 49 Abs. 2 Satz 3 SVG von Bedeutung sein (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO.]).
Der Sache nach will der Kläger geklärt wissen, ob das Berufungsgericht zu Recht festgestellt hat, dass er die Rechtswidrigkeit der aufgehobenen Bescheide infolge grober Fahrlässigkeit nicht gekannt, d.h. bei der ihm obliegenden Prüfungspflicht (vgl. Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 = NVwZ-RR 1990, 622; Urteil vom 3. Dezember 1969 - BVerwG 6 C 100.65 - Buchholz 232 § 87 BBG Nr. 42) die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt hat (vgl. Urteil vom 17. Februar 1993 - BVerwG 11 C 47.92 - BVerwGE 92, 81, 84).
Die Annahme einer Sorgfaltspflichtverletzung durch den Tatrichter ist der Nachprüfung des Revisionsrichters grundsätzlich entzogen, weil es sich auch um eine tatsächliche Würdigung der Instanzgerichte handelt (Urteil vom 28. Juni 1990 a.a.O.).
Hierbei sind auch seine dienstliche Stellung sowie seine persönliche Vor- und Ausbildung zu berücksichtigen (Urteil vom 28. Juni 1990 a.a.O.).
Ein Mangel ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgericht offensichtlich, wenn der Empfänger die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.06.1990 - 6 C 41/88 - EzBAT § 29 BAT Nr. 15; Urteil vom 25.11.1982 - 2 C 14/81 - DÖV 1983, 897).
Bei Unklarheiten oder Zweifeln ist der Beamte aufgrund seiner Treuepflicht gehalten, sich durch Rückfragen bei der auszahlenden oder anweisenden Stelle Gewissheit zu verschaffen, ob die Zahlung rechtmäßig ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.06.1990 - 6 C 41/88 - DÖD 1990, 301).
Sie durfte sich mit dieser Erklärung jedoch nicht begnügen, sondern hätte ihre Zweifel zum Anlass nehmen müssen, bei der Beklagten nachzufragen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 29.04.2004, a.a.O.; Urteil vom 28.06.1990, a.a.O.).
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Rückforderung von Diesntbezügen

References: § 12
 § 12
 § 40
 § 819
 § 12
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 § 819
 § 40
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 § 819
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 49
 § 12
 § 87
 § 29