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Timestamp: 2016-10-26 04:14:42+00:00

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Effet indirect de l'interdiction d'exploiter une preuve. Les informations ressortant de surveillances t�l�phoniques non autoris�es ne peuvent absolument pas �tre exploit�es. Il en va de m�me lorsque la surveillance t�l�phonique a �t� op�r�e � l'�tranger sans les autorisations exig�es par le droit d�terminant (consid. 3.1). Il n'y a pas d'effet indirect de l'interdiction d'exploiter la preuve au sens de l' ATF 133 IV 329 consid. 4.5 et de l'art. 141 al. 4 CPP lorsque la seconde preuve aurait aussi pu �tre obtenue sans la premi�re preuve illicite, avec une grande vraisemblance, compte tenu d'un d�roulement hypoth�tique des investigations. Les circonstances concr�tes sont d�terminantes. La simple possibilit� th�orique d'obtenir la preuve de mani�re licite ne suffit pas (consid. 3.3.3). Au passage d'un poste fronti�re occup� par les douanes suisses, la probabilit� que le conducteur d'un v�hicule soit interpell� sur les marchandises � d�douaner et invit� � pr�senter ses papiers peut �tre qualifi�e de grande. On con�oit par ailleurs ais�ment que le conducteur qui se signale par un comportement particuli�rement nerveux �veille les soup�ons des autorit�s douani�res, que ces derni�res le soumettent � un contr�le approfondi et d�couvrent alors la drogue cach�e dans le v�hicule (consid. 3.4). Faits � partir de page 170
A. Das Kreisgericht Rheintal verurteilte X. am 8. Dezember 2010 wegen Verbrechens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 3 � Jahren. Es h�lt f�r erwiesen, dass er am 26. April 2010 in einem Feuerl�scher wissentlich 6,112 Kilogramm Heroingemisch mit einem Reinheitsgehalt von 8 % transportierte und in die Schweiz einf�hrte.
C. X. f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil vom 30. August 2011 aufzuheben und ihn vollumf�nglich freizusprechen sowie sofort aus der Haft zu entlassen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
3. Die Vorinstanz verneint eine Fernwirkung des Verwertungsverbots auf die anl�sslich der Grenzkontrolle erlangten Beweise f�r den Fall, dass die Telefon�berwachung in Slowenien illegal war.
3.1 Gem�ss Art. 7 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs BGE 138 IV 169 S. 171(Fassung vor Inkrafttreten der StPO am 1. Januar 2011 [aB�PF; SR 780.1]) sind Erkenntnisse aus nicht genehmigten Telefon�berwachungen absolut unverwertbar. F�r eine Interessenabw�gung besteht kein Raum (vgl. BGE 133 IV 329 E. 4.4; vgl. auch Art. 277 StPO [SR 312.0] sowie THOMAS HANSJAKOB, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2010, N. 8 zu Art. 277 StPO). Dies muss f�r die Verwertung in der Schweiz auch gelten, wenn f�r eine im Ausland erfolgte Telefon�berwachung die hierf�r nach ausl�ndischem Recht erforderlichen Genehmigungen fehlen.
Folgebeweise, welche im Anschluss an die rechtswidrige Beschaffung eines prim�ren Beweismittels an sich legal erhoben werden, sind nach der neueren Rechtsprechung unverwertbar, wenn sie ohne den rechtswidrig beschafften prim�ren Beweis nicht h�tten erh�ltlich gemacht werden k�nnen (BGE 133 IV 329 E. 4.5 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 IV 266 E. 5.3.2; BGE 137 I 218 E. 2.4 sowie Urteil 6B_211/2009 vom 22. Juni 2009 E. 1.4.2; anders noch BGE 109 Ia 244 E. 2b). Das Bundesgericht folgte im Entscheid BGE 133 IV 329 der Auffassung von NIKLAUS SCHMID, wonach von der Unverwertbarkeit auszugehen ist, wenn "der urspr�ngliche, ung�ltige Beweis Bestandteil sine qua non des mittelbar erlangten Beweises ist" (vgl. a.a.O., E. 4.5 mit Hinweisen). BGE 133 IV 329 orientierte sich an der zuk�nftigen Regelung in der StPO (vgl. DANIEL H�RING, Verwertbarkeit rechtswidrig erlangter Beweise gem�ss Schweizerischer Strafprozessordnung - alte Z�pfe oder substanzielle Neuerungen?, ZStrR 127/2009 S. 251). Die gleichen Grunds�tze sind nunmehr in Art. 141 Abs. 4 StPO verankert. Erm�glichte ein Beweis, der nach Art. 141 Abs. 2 StPO nicht verwertet werden darf, die Erhebung eines weiteren Beweises, so ist dieser nicht verwertbar, wenn er ohne die vorhergehende Beweiserhebung nicht m�glich gewesen w�re (Art. 141 Abs. 4 StPO), d.h. der erste Beweis "condicio sine qua non" des zweiten ist (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1184).
3.2 Der angefochtene Entscheid erging unter dem alten Recht (nicht publ. E. 1). BGE 133 IV 329 unterscheidet f�r die Frage der Verwertbarkeit von Folgebeweisen nicht danach, ob Grund f�r die Unverwertbarkeit des Prim�rbeweises ein absolutes oder ein relatives Beweisverwertungsverbot ist. Daher braucht die in der Lehre umstrittene Frage nicht beantwortet zu werden, ob Art. 141 Abs. 4 StPO entgegen seinem Wortlaut auch f�r absolute Beweisverwertungsverbote BGE 138 IV 169 S. 172(Art. 141 Abs. 1 StPO) gelten muss (so SABINE GLESS, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, N. 90 zu Art. 141 StPO; a.M. J�RG SOLLBERGER, Kommentierte Textausgabe zur Schweizerischen Strafprozessordnung [...], Goldschmid/Maurer/Sollberger [Hrsg.], 2008, S. 126; H�RING, a.a.O., S. 250 f.; WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2010, N. 15 zu Art. 141 StPO; kritisch zur gesetzlichen Regelung: B�N�DICT/TRECCANI, in: Commentaire romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, N. 39 zu Art. 141 StPO; sowie LUZIA VETTERLI, Gesetzesbindung im Strafprozess, Zur Geltung von Verwertungsverboten und ihrer Fernwirkung nach illegalen Zwangsmassnahmen, 2010, S. 333 ff.; Frage offengelassen bei NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar [nachfolgend: Praxiskommentar], 2009, N. 12 zu Art. 141 StPO).
3.3 3.3.1 Das Bundesgericht erachtete in BGE 133 IV 329 E. 4.6 als "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" erstellt, dass das Gest�ndnis auch ohne den illegalen Zufallsfund erlangt worden w�re. Im Urteil 6B_211/2009 vom 22. Juni 2009 E. 1.4.2.2 deutete es an, dass der Folgebeweis verwertbar gewesen w�re, wenn er "selon toute probabilit�" ohne die unzul�ssige verdeckte Ermittlung erhoben worden w�re.
Die Formulierung "wenn er (der weitere Beweis) ohne die vorhergehende Beweiserhebung nicht m�glich gewesen w�re" (vgl. Art. 141 Abs. 4 StPO) bzw. die "Bestandteil sine qua non"-Klausel (BGE 133 IV 329 E. 4.5) sind auslegungsbed�rftig. Ein Teil der Lehre will eine Fernwirkung des Verwertungsverbots gest�tzt darauf nur verneinen, wenn "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" feststeht, dass der mittelbare Beweis (Folgebeweis) auch ohne den rechtswidrigen unmittelbaren Beweis (Prim�rbeweis) beigebracht worden w�re (H�RING, a.a.O., S. 252; MARK PIETH, Schweizerisches Strafprozessrecht, 2009, S. 152; WOHLERS, a.a.O., N. 15 zu Art. 141 StPO). Andere Autoren lassen demgegen�ber gen�gen, wenn der Folgebeweis "h�chst- bzw. sehr wahrscheinlich" (GLESS, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 95 zu Art. 141 StPO; VETTERLI, a.a.O., S. 336), mit "grosser Wahrscheinlichkeit" (SCHMID, Praxiskommentar, a.a.O., N. 16 zu Art. 141 StPO) oder gar bloss mit einer "naheliegenden M�glichkeit" (GLESS, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 97 zu Art. 141 StPO) auch ohne den illegalen Prim�rbeweis erlangt worden w�re. B�N�DICT/TRECCANI (a.a.O., BGE 138 IV 169 S. 173N. 38 in fine zu Art. 141 StPO) weisen darauf hin, dass eine "Quasi-Sicherheit" nicht verlangt werden kann.
3.3.2 Die Rechtsprechung betont, dass es bei der Frage nach der Fernwirkung von Beweisverwertungsverboten darum gehen muss, einen angemessenen Ausgleich zwischen den divergierenden Interessen zu erzielen. W�hrend f�r eine Fernwirkung von Beweisverwertungsverboten spricht, dass andernfalls die Regeln �ber die Beweiserhebung unterminiert w�rden, k�nnen indirekte Beweisverbote auf der anderen Seite der Ermittlung der materiellen Wahrheit hinderlich sein (BGE 137 I 218 E. 2.4.1; BGE 133 IV 329 E. 4.5). Der gleiche Gedanke liegt der bundesr�tlichen Botschaft zur StPO zugrunde (vgl. BBl 2006 1184) und ergibt sich �berdies aus den parlamentarischen Beratungen bzw. der vom Parlament im Vergleich zum bundesr�tlichen Entwurf angebrachten �nderung von Art. 141 Abs. 4 StPO (vgl. AB 2006 S 2014). Im Gegensatz zur fr�heren Praxis (vgl. SABINE GLESS, Beweisverbote und Fernwirkung, ZStrR 128/2010 S. 154 f.) wollte der Gesetzgeber in Art. 141 Abs. 4 StPO zwar eine sehr weitgehende, nicht jedoch eine absolute Fernwirkung verankern. W�rde ein Verwertungsverbot von Folgebeweisen immer angenommen, wenn nicht sicher bzw. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der zweite Beweis nicht auch ohne den ersten, illegalen Beweis erlangt worden w�re, k�me es gerade nicht zu einem "Ausgleich zwischen den divergierenden Interessen". Dies entspr�che nicht dem mit Art. 141 Abs. 4 StPO anvisierten Mittelweg, sondern k�me einer strikten Bejahung der Fernwirkung gleich. Steht sicher fest, dass der erste Beweis keinen Einfluss auf die Erlangung des zweiten Beweises hatte, sondern Letzterer auch ohne bzw. unabh�ngig vom Ersteren erhoben worden w�re, besteht grunds�tzlich kein Grund f�r eine Unverwertbarkeit des zweiten Beweises, da der illegale Beweis nicht kausal f�r den zweiten Beweis war und demnach nicht von einer Fernwirkung gesprochen werden kann (vgl. zur sog. "inevitable discovery"- und zur "independent source"-Doktrin im amerikanischen Recht auch GLESS, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 96 zu Art. 141 StPO; PIETH, a.a.O., S. 151; VETTERLI, a.a.O., S. 308 ff.; je mit Hinweisen).
3.3.3 Eine Fernwirkung gem�ss BGE 133 IV 329 E. 4.5 und Art. 141 Abs. 4 StPO ist auch zu verneinen, wenn der Folgebeweis im Sinne eines hypothetischen Ermittlungsverlaufs zumindest mit einer grossen Wahrscheinlichkeit auch ohne den illegalen ersten Beweis erlangt worden w�re. Entscheidend sind die konkreten Umst�nde des Einzelfalls BGE 138 IV 169 S. 174(vgl. GLESS, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 95 und 97 zu Art. 141 StPO; VETTERLI, a.a.O., S. 336; B�N�DICT/TRECCANI, a.a.O., N. 38 Fn. 36 zu Art. 141 StPO). Die bloss theoretische M�glichkeit, den Beweis rechtm�ssig zu erlangen, gen�gt nicht (vgl. GLESS, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 97 zu Art. 141 StPO; VETTERLI, a.a.O., S. 335 f.). 3.4 3.4.1 Aus dem Polizeirapport vom 26. April 2010 geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer am gleichen Tag um 12.20 Uhr beim Grenz�bergang Au in die Schweiz einreiste. Er sei kontrolliert worden. Er habe einen etwas nerv�sen Eindruck gemacht. Nach Waren und Zielort befragt, habe er angegeben, er sei Techniker und habe eine dringende Besprechung bei einer Firma in Basel. Er habe weder den Namen der Firma noch deren Adresse angeben k�nnen. Dem Grenzw�chter sei die Sache verd�chtig vorgekommen. Er habe daher das Fahrzeug des Beschwerdef�hrers untersucht, wobei er auf die Drogen im Feuerl�scher im Kofferraum des Fahrzeugs gestossen sei. Daraus ergibt sich zwar, dass der Grenzw�chter anl�sslich der Kontrolle des Beschwerdef�hrers Verdacht sch�pfte. Dass sich der Beschwerdef�hrer bereits vor der Identit�tskontrolle auff�llig verhielt und diese durch sein Verhalten veranlasst h�tte, kann dem Polizeirapport nicht entnommen werden. Dies wurde von der Vorinstanz auch nicht festgestellt.
3.4.2 3.4.2.1 Die Schweiz ist mit Abkommen vom 26. Oktober 2004 dem �bereinkommen von Schengen beigetreten (Schengen-Assoziierungsabkommen, SAA; SR 0.362.31). Die Bestimmungen des Schengen-Besitzstands betreffend die Abschaffung der systematischen Personenkontrollen an den Binnengrenzen sind f�r die Schweiz an den Landgrenzen mit Wirkung ab 12. Dezember 2008 und an den Luftgrenzen mit Wirkung ab 29. M�rz 2009 in Kraft getreten (vgl. Beschluss 2008/903/EG des Rates der Europ�ischen Union vom 27. November 2008 �ber die vollst�ndige Anwendung der Bestimmungen des Schengen-Besitzstands in der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ABl. L 327 vom 5. Dezember 2008 S. 15 ff.). Gem�ss Art. 20 der Verordnung [EG] Nr. 562/2006 des Europ�ischen Parlaments unddes Rates vom 15. M�rz 2006 �ber einen Gemeinschaftskodex f�r das �berschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex; ABl. L 105 vom 13. April 2006 S. 1 ff.) d�rfen die Binnengrenzen (zur Begriffsbestimmung vgl. Art. 2 Ziff. 1 Schengener Grenzkodex) unabh�ngig von der Staatsangeh�rigkeit der betreffenden Personen BGE 138 IV 169 S. 175an jeder Stelle ohne Personenkontrollen �berschritten werden. Von der Abschaffung der Grenzkontrollen an den Binnengrenzen nicht ber�hrt wird die Aus�bung der polizeilichen Befugnisse durch die zust�ndigen Beh�rden der Mitgliedstaaten nach Massgabe des nationalen Rechts, sofern die Aus�bung solcher Befugnisse nicht die gleiche Wirkung wie Grenz�bertrittskontrollen hat (Art. 21 lit. a Satz 1 Schengener Grenzkodex). Unter "Grenz�bertrittskontrollen" sind Kontrollen zu verstehen, die an den Grenz�bergangsstellen erfolgen, um festzustellen, ob die betreffenden Personen mit ihrem Fortbewegungsmittel und den von ihnen mitgef�hrten Sachen in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten einreisen oder aus dem Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten ausreisen d�rfen (Art. 2 Ziff. 10 Schengener Grenzkodex). Die Aus�bung der polizeilichen Befugnisse darf gem�ss Art. 21 lit. a Satz 2 Schengener Grenzkodex insbesondere nicht der Durchf�hrung von Grenz�bertrittskontrollen gleichgestellt werden, wenn die polizeilichen Massnahmen keine Grenzkontrollen zum Ziel haben (i), auf allgemeinen polizeilichen Informationen und Erfahrungen in Bezug auf m�gliche Bedrohungen der �ffentlichen Sicherheit beruhen und insbesondere auf die Bek�mpfung der grenz�berschreitenden Kriminalit�t abzielen (ii), in einer Weise konzipiert sind und durchgef�hrt werden, die sich eindeutig von systematischen Personenkontrollen an den Aussengrenzen unterscheidet (iii) und auf der Grundlage von Stichproben durchgef�hrt werden (iv). Verdachtsunabh�ngige Identit�tskontrollen sind unter gewissen Bedingungen daher auch an den Binnengrenzen weiterhin zul�ssig, vorausgesetzt sie haben hinsichtlich Intensit�t und H�ufigkeit nicht die gleiche Wirkung wie Grenz�bertrittskontrollen (vgl. dazu auch das Urteil des Gerichtshofs der Europ�ischen Gemeinschaften vom 22. Juni 2010 C-188/10 und C-189/10 Melki und Abdeli, Slg. 2010 I-05667, insb. Randnr. 63 ff.; sowie den Bericht der Europ�ischen Kommission vom 13. Oktober 2010 �ber die Anwendung von Titel III [Binnengrenzen] des Schengener Grenzkodexes). Vorbehalten bleiben namentlich polizeiliche Massnahmen gest�tzt auf das nationale Recht der Mitgliedstaaten zur Bek�mpfung der grenz�berschreitenden Kriminalit�t. Von der Abschaffung der Grenzkontrollen an den Binnengrenzen ebenfalls nicht ber�hrt wird die M�glichkeit der Mitgliedstaaten, in ihren Rechtsvorschriften die Verpflichtung zum Besitz oder Mitf�hren von Urkunden und Bescheinigungen vorzusehen (Art. 21 lit. c Schengener Grenzkodex).
3.4.2.2 Das Schengener Durchf�hrungs�bereinkommen (ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 ff.) und der Schengener Grenzkodex BGE 138 IV 169 S. 176sind f�r die Schweiz verbindlich (vgl. Art. 2 Ziff. 1 und Anhang A Teil 1 SAA; Notenaustausch vom 28. M�rz 2008 zwischen der Schweiz und der Europ�ischen Gemeinschaft betreffend die �bernahme des Schengener Grenzkodexes; SR 0.362.380.010). Die Bestimmungen des Schengener Durchf�hrungs�bereinkommens zu den Warenkontrollen wurden im Schengen-Assoziierungsabkommen f�r die Schweiz jedoch ausdr�cklich f�r nicht anwendbar erkl�rt (vgl. Anhang A Teil 1 SAA; ANDREA RAUBER SAXER, Mobilit�t versus Sicherheit: Grenzkontrollen im Schengen-Konzept, in: Bilaterale Abkommen II Schweiz-EU und andere neue Abkommen, 2006, S. 277; SCHREIER/CONTIN, Aufgaben und Funktionsweise des Grenzwachtkorps heute und unter Schengen, in: Bilaterale Abkommen II Schweiz-EU und andere neue Abkommen, 2006, S. 298 f.). Da die Schweiz nicht Mitglied der EU-Zollunion ist, darf sie Warenkontrollen an den Schweizer Landesgrenzen unter Schengen vollumf�nglich beibehalten. Ebenso k�nnen die mit Warenkontrollen verbundenen Personenkontrollen weiterhin durchgef�hrt werden (RAUBER SAXER, a.a.O., S. 277 und 280; SCHREIER/CONTIN, a.a.O., S. 299). Anders als die EU-Mitgliedstaaten hat die Schweiz ihre Zollinfrastruktur (Grenzwachtposten) an den Binnengrenzen nicht abgebaut (RAUBER SAXER, a.a.O., S. 274 und 280; SCHREIER/CONTIN, a.a.O., S. 299 und 303). Die Umsetzung des Schengen-Besitzstands ging beim Schweizer Grenzwachtkorps auch nicht mit einem Abbau des Personalbestands einher (vgl. Art. 1 Abs. 3 des Bundesbeschlusses vom 17. Dezember 2004 �ber die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU �ber die Assoziierung an Schengen und an Dublin [SR 362]; Antworten des Bundesrates auf die Interpellation 11.3093 vom 10. M�rz 2011 und die Motion 12.3071 vom 5. M�rz 2012). Sowohl das Zollpersonal als auch die Zollinfrastruktur auf der Grenze blieben unter Schengen unver�ndert (Bericht des Bundesrates vom 26. Januar 2011 �ber die Eidg. Zollverwaltung, S. 41).
3.4.2.3 Das Schweizer Grenzwachtkorps nimmt nebst fiskal- und zollpolizeilichen (Kontrolle des Warenverkehrs) haupts�chlich sicherheits- und fremdenpolizeiliche Aufgaben wahr (Art. 94 ff. und 100 Abs. 1 des Zollgesetzes vom 18. M�rz 2005 [ZG; SR 631.0]; Art. 14 der Organisationsverordnung f�r das Eidg. Finanzdepartement vom 17. Februar 2010 [OV-EFD; SR 172.215.1]; SCHREIER/CONTIN, a.a.O., S. 284 ff.). Zu den Aufgaben des Grenzwachtkorps geh�ren namentlich die Fahndung nach Personen und Sachen im Grenzraum sowie das Aufdecken und die Bek�mpfung der grenz�berschreitenden Kriminalit�t (Schmuggel von steuer-, bewilligungspflichtigen oder BGE 138 IV 169 S. 177verbotenen Waren wie Waffen oder Bet�ubungsmitteln, illegale Migration und Schlepperei, Dokumentenf�lschung etc.). Das Grenzwachtkorps hat zwecks Fahndung nach Personen und Sachen Zugang zum Schengener Informationssystem (SIS) (Art. 7 Abs. 1 lit. e Ziff. 1 der Verordnung vom 7. Mai 2008 �ber den nationalen Teil des Schengener Informationssystems [N-SIS] und das SIRENE-B�ro [N-SIS-Verordnung; SR 362.0]). Es ist zur Erf�llung seiner Aufgaben u.a. befugt, den Verkehr von Personen zu kontrollieren, namentlich deren Identit�t sowie deren Berechtigung zum Grenz�bertritt und zum Aufenthalt in der Schweiz (Art. 100 Abs. 1 lit. a Ziff. 1-3 ZG). Personenkontrollen nach Art. 100 Abs. 1 lit. a ZG k�nnen, anders als die (Zwangs-)Massnahmen nach Art. 101 ff. ZG, unabh�ngig von einem konkreten Verdacht erfolgen (THOMAS ZUBER, in: Polizeiliche Ermittlung, Ein Handbuch der Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefs zum polizeilichen Ermittlungsverfahren gem�ss der Schweizerischen Strafprozessordnung, 2008, S. 331).
Das Schweizer Grenzwachtkorps kontrolliert den Warenverkehr und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung der grenz�berschreitenden Kriminalit�t, dies nicht nur an den Schengen-Aussengrenzen (Flugh�fen), sondern auch an den Binnengrenzen. J�hrlich werden vom Grenzwachtkorps grosse Mengen Bet�ubungsmittel, Medikamente etc. sichergestellt. Das Grenzwachtkorps ist zudem f�r rund 58 % der Fahndungserfolge im SIS verantwortlich (vgl. dazu Eidg. Zollverwaltung, Was macht der Schweizer Zoll?, Fakten & Zahlen 2011 [Ausgabe 2012]; Bericht des Bundesrates vom 26. Januar 2011 �ber die Eidg. Zollverwaltung, S. 46).
3.4.3 Auch wenn an den Schweizer Landgrenzen keine systematischen Personenkontrollen durchgef�hrt werden - dies im �brigen bereits vor dem Beitritt der Schweiz zu Schengen (vgl. Bericht des Bundesrates vom 26. Januar 2011 �ber die Eidg. Zollverwaltung, S. 41; RAUBER SAXER, a.a.O., S. 280; SCHREIER/CONTIN, a.a.O., S. 299 f.) -, birgt ein Grenz�bertritt an einem besetzten Grenz�bergang angesichts der an dieser Stelle stattfindenden Kontrollen das Risiko in sich, Ausweispapiere vorzeigen und die Frage nach verzollbaren Waren beantworten zu m�ssen. Nach welchen Kriterien eine solche verdachtsunabh�ngige Kontrolle geschieht, liegt im Ermessen der Grenzbeh�rde. Die Wahrscheinlichkeit, dass der F�hrer eines Fahrzeugs am Schweizer Zoll nicht bloss "durchgewinkt", sondern nach seinen Papieren und nach verzollbaren Waren gefragt wird, kann vor diesem Hintergrund durchaus als gross bezeichnet werden. Verh�lt sich der BGE 138 IV 169 S. 178Fahrzeuglenker auff�llig nerv�s, liegt es nahe, dass die Zollbeh�rden Verdacht sch�pfen, ihn einer weitergehenden Kontrolle unterziehen und dabei auf die im Fahrzeug versteckten Drogen stossen.
Art. 14 der Organisationsverordnung f�r das Eidg. Finanzdepartement vom 17. Februar 2010 [OV-EFD; SR 172.215.1],

References: Art. 7
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 Art. 277
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 Art. 141
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in fine
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 Art. 141
 Art. 141
 Art. 141
 Art. 20
 Art. 2
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 Art. 21
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 Art. 2
 Art. 1
 Art. 14
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 Art. 100
 Art. 101
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Art. 14