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Timestamp: 2020-07-16 13:27:06+00:00

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Vitalakademie | martinstiegerblog
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Das vom Nationalrat beschlossene Gewaltschutzgesetz 2019[1] bringt auch Änderungen im Bundesgesetz über die Berufe und die Ausbildungen zum medizinischen Masseur und zum Heilmasseur (Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz – MMHmG)[2] mit sich.
So wurden dadurch der § 7 und im § 35 die Abs. 2 bis 5 aufgehoben und mit dem § 3a die Anzeigepflicht eingeführt:
§ 3a. (1) Medizinische Masseure und Heilmasseure sind zur Anzeige an die Kriminalpolizei oder die Staatsanwaltschaft verpflichtet, wenn sich in Ausübung der beruflichen Tätigkeit der begründete Verdacht ergibt, dass durch eine gerichtlich strafbare Handlung
1. die Anzeige dem ausdrücklichen Willen des volljährigen handlungs- oder entscheidungsfähigen Patienten widersprechen würde, sofern keine unmittelbare Gefahr für diese oder eine andere Person besteht, oder
3. der Berufsangehörige, der seine berufliche Tätigkeit im Dienstverhältnis ausübt, eine entsprechende Meldung an den Dienstgeber erstattet hat und durch diesen eine Anzeige an die Kriminalpolizei oder die Staatsanwaltschaft erfolgt ist.
(3) Weiters kann in Fällen des Abs. 1 Z 2 die Anzeige unterbleiben, wenn sich der Verdacht gegen einen Angehörigen (§ 72 Strafgesetzbuch – StGB, BGBl. Nr. 60/1974) richtet, sofern dies das Wohl des Kindes oder Jugendlichen erfordert und eine Mitteilung an die Kinder- und Jugendhilfeträger und gegebenenfalls eine Einbeziehung einer Kinderschutzeinrichtung an einer Krankenanstalt erfolgt.
Damit wird medizinischen Masseuren und Heilmasseuren eine zusätzliche Verantwortung übertragen, auf die ich in meinem Unterricht gerne näher eingehe.
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik an der Hochschule Allensbach in Konstanz und lehrt u.a. auch In den Lehrgängen gewerbliche/r und/oder medizinische/r Masseur/in, Aufschulungslehrgang Heilmassage und Lehraufgaben für Heilmasseur/innen an der Vitalakademie
Medizinischer Masseur 1. Abschnitt
§ 5 Berufsbild – Medizinischer Masseur
§ 6 Berufsbezeichnung
(Anm.: § 7 aufgehoben durch Art. 17 Z 2, BGBl. I Nr. 105/2019)
§ 35. Die Verschwiegenheitspflicht eines freiberuflich tätigen Heilmasseurs gemäß § 4 Abs. 1 besteht auch insoweit nicht, als die für die Honorarabrechnung gegenüber den Krankenversicherungsträgern, Krankenanstalten, sonstigen Kostenträgern oder Patienten erforderlichen Unterlagen zum Zweck der Abrechnung, auch im automationsunterstützten Verfahren, Dienstleistungsunternehmen überlassen werden. Eine allfällige Speicherung darf nur so erfolgen, dass Betroffene weder bestimmt werden können noch mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmbar sind.
(Anm.: Abs. 2 bis 5 aufgehoben durch Art. 17 Z 7, BGBl. I Nr. 105/2019)
[1] Bundesgesetz, mit dem das Sicherheitspolizeigesetz, das Namensänderungsgesetz, das
Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch, das Strafgesetzbuch, das Jugendgerichtsgesetz 1988,
die Strafprozeßordnung 1975, das Strafregistergesetz 1968, das Tilgungsgesetz 1972, die
Exekutionsordnung, das Bundesgesetz, mit dem das Sicherheitspolizeigesetz geändert
wird und Verstöße gegen bestimmte einstweilige Verfügungen zum Schutz vor Gewalt und
zum Schutz vor Eingriffen in die Privatsphäre zu Verwaltungsübertretungen erklärt
werden, das Ärztegesetz 1998, das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, das
Hebammengesetz, das Kardiotechnikergesetz, das MTD-Gesetz, das Medizinische
Assistenzberufe-Gesetz, das Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz, das
Sanitätergesetz, das Zahnärztegesetz, das Musiktherapiegesetz, das Psychologengesetz
2013, das Psychotherapiegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das
Verbrechensopfergesetz und das Bundesgesetz mit dem das Bundesgesetz über die
Grundsätze für Hilfen für Familien und Erziehungshilfen für Kinder und Jugendliche
geändert werden (Gewaltschutzgesetz 2019)
[2] https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20002351
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Gesundheit und getaggt mit Allensbach University, Anzeigepflicht, Gewaltschutzgesetz 2019, gewerblicher Masseur, GewSchG, Heilmasseure, Hochschule Allensbach, Konstanz, Martin Stieger, medizinische Masseurin, Vitalakademie am 2. Dezember 2019 von martingstieger.
Die Gewerberechtsreform 2017 brachte für den Beruf der Masseure eine spannende Neuerung.
Die Tätigkeit der Massage ist Beherbergungsbetrieben nun auch ohne eigene Gewerbeberechtigung möglich, wenn
die Ausübung von Tätigkeiten der Massage (§ 94 Z 48)
an den Beherbergungsgästen
im Rahmen der Beherbergung,
durch facheinschlägig ausgebildete Fachkräfte,
die zumindest auf dem Niveau der Massage-Verordnung ausgebildet sind,
erbracht wird!
Das eröffnet Absolventen/-innen entsprechender Ausbildungen zusätzliche Berufsmöglichkeiten.
Der Gesetzestext im vollen Wortlaut: § 111 GewO 1994 Gastgewerbe – GewO 1994 – Gewerbeordnung 1994
3a. die Ausübung von Tätigkeiten der Massage (§ 94 Z 48) an den Beherbergungsgästen im Rahmen der Beherbergung, wenn die Leistung durch facheinschlägig ausgebildete Fachkräfte, die zumindest auf dem Niveau der Massage-Verordnung, BGBl. II Nr. 68/2003 in der Fassung BGBl. II Nr. 20/2017, ausgebildet sind, erbracht wird,
Entsprechende Massageausbildungen bietet die Massageakademie der Vitalakademie
Martin Stieger, Professor für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik an der Hochschule Allensbach – Allensbach University Konstanz und Lehrbeauftragter an der Vitalakademie: martin.stieger@liwest.at
Vielleicht interessant – wir versuchen in kurzen Filmen Begriffe aus der Betriebswirtschaft zu erklären
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Bildung, Gesundheit und getaggt mit Allensbach University, § 111 GewO 1994 Gastgewerbe, Beherbergungsbetrieb, Berufsmöglichkeit, BWL-Wiki, DDr. Martin Stieger, Gewerbeordnung, GewO 1994, Hochschule Allensbach, Immo-Wiki, Martin Stieger, Massage, Massage-Verordnung, Massageakademie, Massageausbildung, Tätigkeiten der Massage (§ 94 Z 48), Vitalakademie am 22. Januar 2018 von martingstieger.

References: § 7
 § 35
 § 3

§ 3

§ 5

§ 6
 § 7
 Art. 17

§ 35
 § 4
 Art. 17
 § 111
 § 111