Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2068,%20225
Timestamp: 2020-01-25 02:04:52+00:00

Document:
BGH, 10.02.1977 - II ZR 120/75 - dejure.org
https://dejure.org/1977,76
BGH, 10.02.1977 - II ZR 120/75 (https://dejure.org/1977,76)
BGH, Entscheidung vom 10.02.1977 - II ZR 120/75 (https://dejure.org/1977,76)
BGH, Entscheidung vom 10. Februar 1977 - II ZR 120/75 (https://dejure.org/1977,76)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1977,76) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anforderungen an die Auslegung gesellschaftsvertraglicher Nachfolgeklauseln - Umdeutung einer Nachfolgeklausel in eine Eintrittsklausel - Ansprüche der Gesellschaft gegen einen verstorbenen Gesellschafter auf Rückzahlung von Entnahmen
Erbfolge in Anteile an Personengesellschaften: "Erbrechtliche" und "gesellschaftsrechtliche" Lösung, Unzulässigkeit von Nachfolgeklauseln, Umdeutung in eine Eintrittsklausel
HGB § 139
BGHZ 68, 225
NJW 1977, 1339
MDR 1977, 731
DNotZ 1977, 550
DB 1977, 1129
Dieser wäre, sollte das zutreffen, kraft Gesetzes und mit derselben Berechtigung wie der Verstorbene Gesellschafter der GbR geworden (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1977 - II ZR 120/75, BGHZ 68, 225, 229;… Ulmer/Schäfer, Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Partnerschaftsgesellschaft, 5. Aufl., § 727 BGB Rn. 31 f.).
Dagegen spricht nicht nur, dass Tarifverträge in der Regel auch Pflichten des Arbeitnehmers begründen, die nicht ohne weiteres im Sinne einer Gesamtbewertung von begünstigenden und benachteiligenden Regelungen außer Acht gelassen werden können (s. auch BGH 10. Februar 1977 - II ZR 120/75 - zu I 2 b aa der Gründe, BGHZ 68, 225, 232).
Eine solche Zustimmung ist allerdings jedenfalls erforderlich; sie kann im Gesellschaftsvertrag oder auch später erteilt werden (BGHZ 68, 225, 241;… Sen.Urt. v. 25. Februar 1985 - II ZR 130/84, WM 1985, 656, 657 = NJW 1985, 1953, 1954).
Nach der ständigen, auf das Reichsgericht zurückgehenden Rechtsprechung des Senats, der die überwiegende Auffassung im Schrifttum gefolgt ist, kann ein Testamentsvollstrecker den Anteil eines persönlich haftenden Gesellschafters nicht verwalten (RGZ 170, 392, 394 f.; BGHZ 24, 106, 112 f.; BGHZ 68, 225, 239;… für die BGB-Gesellschaft Sen.Urt. v. 24. November 1980 - II ZR 194/79 aaO; ebenso für die Nachlaßverwaltung bezüglich eines Anteils an einer offenen Handelsgesellschaft BGHZ 47, 293, 295 ff.; vgl. ferner die Nachweise bei Schmitz, ZGR 1988, 140, 144 f.).
Dieser Ordnung liegt der Gedanke zugrunde, daß der Erbe (und seine Eigengläubiger) in Bezug auf den Haftungszugriff der Gläubiger des Erblassers auf dessen Vermögen nach dem Erbfall grundsätzlich nicht besser stehen darf, als vorher der Erblasser (BGHZ 68, 225, 239, 240).
Das negative Kapitalkonto stellt keine Forderung des Gesellschafters gegen die Gesellschaft dar, sondern bringt nur den wirtschaftlichen Wert seiner (negativen) Beteiligung am Gesellschaftsvermögen in Form einer buchmäßigen Rechnungsziffer zum Ausdruck (h.M.: so schon RGZ 117, 238, 242;… Sen.Urt. v. 7. März 1951 - II ZR 13/50, Urteilsumdruck S. 13, insoweit nicht abgedruckt in BB 1951, 654; Sen., BGHZ 68, 225, 227;… Baumbach/Hopt, HGB 29. Aufl. § 120 Rdn. 12 ff. m.w.N.); es zeigt also bei Auflösung oder Auseinandersetzung der Gesellschaft durch Ausscheiden eines Gesellschafters an, in welcher Höhe der betreffende Gesellschafter seinen Mitgesellschaftern gegebenenfalls ausgleichspflichtig ist.
Dementsprechend ist die Prozeßerklärung des Klägers so zu verstehen, daß er unter der - üblichen - Bezeichnung des "Ausgleichs des negativen Kapitalkontos" (vgl. hierzu Sen., BGHZ 68, 225, 227 f.;… Urt. v. 16. Januar 1969 - II ZR 115/67, WM 1969, 494 f.;… Baumbach/Hopt aaO, § 138 Rdn. 27; Knöchlein, DNotZ 1961, 361, 367, 368 ff.) keinen selbständigen Anspruch, sondern die Fehlbetragshaftung nach § 739 BGB - auch weiterhin - geltend macht, die er - in zutreffender Weise - lediglich rechnerisch aus dem negativen Kapitalkonto des Beklagten im Anhang der Abschichtungsbilanz herleitet.
BGH, 27.11.1985 - VIII ZR 316/84
Anfechtung der Übernahme der Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag über das …
Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, weil die Übertragung des Kaufvertrages durch Verlust vertraglicher Ansprüche auch zu Lasten der Firma B. wirkt und deshalb unzulässig ist (vgl. BGHZ 68, 225, 231).
b) War im Gesellschaftsvertrag geregelt, daß die OHG beim Tode des Erblassers nur mit W. fortgesetzt werden sollte (sog. qualifizierte Nachfolgeklausel), so ist der Gesellschaftsanteil ebenfalls nicht in den gesamthänderischen Nachlaß der Erbengemeinschaft gefallen, sondern im Wege der Sonderrechtsnachfolge unmittelbar und in vollem Umfang auf die W. übergegangen (vgl. BGH-Urteil vom 10. Februar 1977 II ZR 120/75, BGHZ 68, 225, 238).
OLG Frankfurt, 27.05.2008 - 20 W 123/08
Handelsregistereintragung: Pflicht zur Vorlage einer familiengerichtlichen …
BFH, 10.11.1982 - II R 85/78
Erbschaftsteuerliche Auswirkungen einer Teilungsanordnung
BFH, 12.11.1980 - II R 1/78
Notariell beurkundeter Gesellschaftsvertrag - Erbe - Gesellschafteranteil - …
BayObLG, 21.06.2000 - 3Z BR 108/00
OLG Zweibrücken, 14.01.1999 - 3 W 253/98
Grundbuchberichtigung infolge GbR-Eintritts
LG Aachen, 21.06.1993 - 3 T 128/93
Schenkung eines Gesellschaftsanteils an ein minderjähriges Kind
Umdeutung einer erbrechtlichen Nachfolgeregelung eines Gesellschaftsvertrags in …
FG Niedersachsen, 23.02.2000 - 3 K 612/96
Auswirkungen einer Eintrittsklausel oder qualifizierten Nachfolgeklausel bei …
OLG Bremen, 24.02.1999 - 4 UF 16/99
Genehmigungsfähigkeit des entgeltlichen Erwerbs eines Kommanditanteils durch …
OLG Stuttgart, 02.11.2016 - 19 U 49/16
Nachlassverfahren: Zulässigkeit der Feststellungsklage eines Miterben bei …
BFH, 07.02.1980 - IV R 178/76
Miterbe - Erbauseinandersetzung - Wirtschaftsgut - Mitunternehmeranteil - …
BayObLG, 13.08.1992 - 2Z BR 60/92
Vorlage eines Gesellschaftsvertrags zur Korrektur des Grundbuchs
LG München I, 08.06.2005 - 15 S 22074/04
Keine Rückzahlungspflicht für bereits erhaltene Ausschüttung
BFH, 21.12.1977 - I R 52/76
Versorgungsrente - Steuerrechtliche Beurteilung - Erwerber eines …
OLG Dresden, 25.06.1998 - 7 U 461/98
Bewilligung von Prozeßkostenhilfe für die Rechtsmittelinstanz bei neuem …
KG, 14.08.2008 - 23 U 58/06
BayObLG, 13.05.1983 - BReg. 1 Z 116/82
Zur Anfechtung eines Erbvertrags zwischen Ehegatten
OLG München, 25.03.1980 - 5 U 3711/79
Eintritt in Gesellschaft im Erbwege aufgrund sog. qualifizierter Nachfolgeklausel
LG Hamburg, 26.06.1978 - 71 T 32/78

References: § 139
 § 727
 BGH 
 § 120
 § 138
 § 739