Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Hessen&Datum=24.03.2009&Aktenzeichen=8%20K%20399/02
Timestamp: 2020-02-28 09:42:11+00:00

Document:
FG Hessen, 24.03.2009 - 8 K 399/02 - dejure.org
https://dejure.org/2009,10172
FG Hessen, 24.03.2009 - 8 K 399/02 (https://dejure.org/2009,10172)
FG Hessen, Entscheidung vom 24.03.2009 - 8 K 399/02 (https://dejure.org/2009,10172)
FG Hessen, Entscheidung vom 24. März 2009 - 8 K 399/02 (https://dejure.org/2009,10172)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,10172) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 18 Abs. 4 UmwStG 1995; zeitliche Voraussetzungen; Zeitliche Voraussetzungen des § 18 Abs. 4 Umwandlungssteuergesetz - UmwStG - 1995
Zeitliche Voraussetzungen des § 18 Abs. 4 Umwandlungssteuergesetz i. d. F. von 1995 (UmwStG 1995); Voraussetzungen für den gewerbesteuerlichen Sondertatbestand des § 18 Abs. 4 S. 1 und 2 UmwStG 1995; Ermittlung des normativen Gesetzessinns als Ziel einer Gesetzesauslegung; ...
UmwStG § 18 Abs. 4
Zeitliche Voraussetzungen zur Anwendung des § 18 Abs. 4 UmwStG 1995
BFH, 24.03.2009 - IV R 24/09
EFG 2009, 1885
Daraufhin hat das FG den Rechtsstreit in die Verfahren 8 K 399/02 wegen Gewerbesteuermessbetrags 1998, gesonderter und einheitlicher Feststellung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb 1998 (Feststellung des laufenden Gewinns und Tarifermäßigung), und das Verfahren 8 K 802/09 wegen gesonderter und einheitlicher Feststellung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb 1998 (Feststellung des Veräußerungsgewinns) getrennt.
In dem Verfahren 8 K 399/02 hatte die Klage mit dem Hauptantrag Erfolg.
Unter Änderung des Gewerbesteuermessbescheids 1998 vom 6. September 2001 und Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 18. Januar 2002 setzte das FG den Gewerbesteuermessbetrag aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1885 veröffentlichten Gründen auf 0 DM fest.
Im Steuerrecht, als Bereich der Eingriffsverwaltung, ist zudem zu beachten, dass es nach dem rechtstaatlich gebotenen Gesetzesvorbehalt einer normierten Ermächtigungsgrundlage bedarf, die die Belastung des Steuerpflichtigen mit einer steuerlichen Abgabe ausdrücklich vorsieht (teilweise mit anderen Begründungen: Urteil des Bundesverfassungsgericht - BVerfG - vom 24. Januar 1962 1 BvR 232/60, BVerfGE 13, 318 [328], Beschlüsse des BVerfG vom 20. Mai 1988 1 BvR 273/88, Betriebsberater - BB - 1988, 1716 und vom 14. August 1996 2 BvR 2088/93, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1996, 3146; BFH-Urteil vom 21. Juli 1999 I R 141/97, BFHE 190, 100, BStBl II 1999, 832 [BFH 21.07.1999 - I R 141/97] ; vgl. insoweit auch Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. März 2009 8 K 399/02, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2009, 1885, m.w.N.).
FG Hessen, 06.11.2019 - 10 K 1104/18
Im Steuerrecht, als Bereich der Eingriffsverwaltung, ist zudem zu beachten, dass es nach dem rechtstaatlich gebotenen Gesetzesvorbehalt einer normierten Ermächtigungsgrundlage bedarf, die die Belastung des Steuerpflichtigen mit einer steuerlichen Abgabe ausdrücklich vorsieht (teilweise mit anderen Begründungen: BVerfG-Urteil vom 24. Januar 1962 1 BvR 232/60, Sammlung der Entscheidungen des BVerfG - BVerfGE - 13, 318 [328], Beschlüsse des BVerfG vom 20. Mai 1988 1 BvR 273/88, Betriebsberater - BB - 1988, 1716 und vom 14. August 1996 2 BvR 2088/93, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1996, 3146; BFH-Urteil vom 21. Juli 1999 I R 141/97, BFHE 190, 100, BStBl II 1999, 832; vgl. insoweit auch Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. März 2009 8 K 399/02, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2009, 1885, m. w. N.).
Im Steuerrecht als Bereich der Eingriffsverwaltung ist zudem zu beachten, dass es nach dem rechtstaatlich gebotenen Gesetzesvorbehalt einer normierten Ermächtigungsgrundlage bedarf, die die Belastung des Steuerpflichtigen mit einer steuerlichen Abgabe ausdrücklich vorsieht (teilweise mit anderen Begründungen: BVerfG-Urteil vom 24. Januar 1962 1 BvR 232/60, BVerfGE 13, 318 [328], Beschlüsse des BVerfG vom 20. Mai 1988 1 BvR 273/88, Betriebsberater - BB - 1988, 1716 und vom 14. August 1996 2 BvR 2088/93, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1996, 3146; BFH-Urteil vom 21. Juli 1999 I R 141/97, BFHE 190, 100, BStBl II 1999, 832 [BFH 21.07.1999 - I R 141/97] ; vgl. insoweit auch Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. März 2009 8 K 399/02, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2009, 1885, m.w.N.).
Nach der Wertung des Senats sind die im Umwandlungssteuergesetz normierten Missbrauchstatbestände insoweit nicht per se abschließend (a.A. FG Münster, Urteil vom 25. Oktober 2006 1 K 538/03 F, EFG 2007, 722 ;… nachgehend, aber dort offen gelassen: BFH-Urteil vom 20. Mai 2010 IV R 74/07, a.a.O.; Hessisches Finanzgericht, Urteil vom 24. März 2009 8 K 399/02, EFG 2009, 1885; Revision anhängig, Az.: des BFH: IV R 24/09, FG Düsseldorf, Urteil vom 12. Mai 2003 7 K 3172/01 E, EFG 2003, 1247 ; Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, Urteil vom 26. September 2001 I 83/98, EFG 2002, 91).Vielmehr ist im jeweiligen Fall durch Auslegung zu ermitteln, ob und inwieweit diesen speziellen Missbrauchsvorschriften eine Sperrwirkung im Bezug auf § 42 AO zukommt.

References: § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 42