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Timestamp: 2020-06-07 06:16:45+00:00

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Kurzarbeitergeld « Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog
Gepostet am 8. April 2020 Aktualisiert am 9. April 2020
Der Bundesrat hat am 27.3.2020 das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) geändert.
Entschädigung für Eltern bei Kinderbetreuung wegen Corona-Virus
Es sollten Eltern entschädigt werden, die wegen der Schließung von Schulen und Kindergärten – aufgrund der Corona-Epidemie – nicht arbeiten konnte und deshalb keinen Lohn erhalten haben. Der Hintergrund ist der, dass allenfalls für eine kurze Zeitspanne nach § 616 BGB der Lohn durch den Arbeitgeber weiterzuzahlen wäre. Ansonsten gilt der Grundsatz ohne Arbeit kein Lohn. Außerdem ist in vielen Arbeitsverträgen die Anwendbarkeit des § 616 BGB ausgeschlossen.
§ 56 IfSG – Entschädigungsanspruch
Im § 56 IfSG n.F. ist nun eine Entschädigungsregelung für Eltern vor, die wegen der notwendigen Kinderbetreuung während einer Pandemie Verdienstausfälle erlitten haben, geregelt. Eine Begrenzung der Entschädigung ist sowohl für die Dauer der Kinderbetreuung als auch für die Höhe der Entschädigungsleistung vorgesehen.
Verdienstausfall nicht vermeidbar
Voraussetzung für die Entschädigung ist, dass die Betreuung nur durch die Eltern möglich und der Verdienstausfall nicht vermeidbar ist – etwa durch den Abbau von Zeitguthaben.
Kurzarbeitergeld geht vor
Darüberhinaus gehen auch Ansprüche auf Kurzarbeitergeld dem Entschädigungsanspruch vor.
Entschädigung für 6 Wochen- maximal € 2.016,00
Die Entschädigung nach dem obigen Gesetz wird in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens wird für bis zu sechs Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 € begrenzt.
Dieser Beitrag wurde in Corona-Virus, Entschädigung veröffentlicht und mit 67 % des Nettoeinkommens, § 56 IfSG - EntschädigungsanspruchEntschädigung für Eltern bei Kinderbetreuung wegen Corona-Virus, Corona-Virus, Entschädigung für 6 Wochen- maximal € 2.016, Entschädigung für Eltern, etreuung von Kindern zu Hause, IfSG, keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit, Kinderbetreuung, Kita, Kurzarbeit, Kurzarbeitergeld, Pandemie, Schulen, Verdienstausfall nicht vermeidbar getaggt.
Leiharbeiter erhalten kein Kurzarbeitergeld!
Gepostet am 9. August 2009
Immer mehr Arbeitgeber nutzen die neuen Möglichkeiten in Bezug auf die Zahlung von Kurzarbeitergeld. Was ist aber mit Leiharbeitnehmern? Das Bundesozialgericht hat nun entschieden, dass diese keinen Anspruch auf das Kurzarbeitergeld haben.
die Entscheidung des Bundesszialgerichts
Das Bundessozialgericht (Entscheidung vom 21.07.2009 – Az B7 AL 03/08 R) hatte nun über einen Fall zu entscheiden, bei dem eine Arbeitnehmerin einer Zeitarbeitsfirma ihren Anspruch auf Kurzarbeitergeld geltend gemacht hat. Das BSG lehnte den Anspruch ab und führte aus:
“ Ausschlaggebend war vielmehr, dass der Arbeitsausfall in Zeitarbeitsunternehmen grundsätzlich branchenüblich und damit vermeidbar im Sinn der gesetzlichen Regelung des § 170 SGB III ist.
Konjunkturell bedingte, vorübergehende Auftragsnachfragerückgänge bei Zeitarbeitsunternehmen sind für diese Branche typusbildend und normativ dem Risikobereich des Arbeitgebers zugeordnet. Das zeigt insbesondere die Regelung des § 11 Abs 4 AÜG. Die Unternehmen unterliegen deshalb dem grundsätzlichen Ausschluss des § 170 Abs 4 S. 2 Nr 1 SGB III für die Gewährung von Kurzarbeitergeld.“
Dieser Beitrag wurde in Kurzarbeit veröffentlicht und mit Kurzarbeitergeld, Leiharbeit Kurzarbeitergeld, Zeitarbeit getaggt.

References: § 616
 § 616

§ 56
 § 56
 § 56
 § 170
 § 11
 § 170