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Timestamp: 2016-10-27 11:03:32+00:00

Document:
6B_757/2010 (07.02.2011)
6B_757/2010
Harte Pornografie; gewerbsm�ssige Gehilfenschaft zur Verletzung der Urheberrechte; willk�rliche Beweisw�rdigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 6. Juli 2010.
Die Inhaber der Urheber- und Markenschutzrechte betreffend die Filme "Bad Boys 2" und "Gothika", sowie betreffend die PlayStation 2-Spiele "Kingdom Hearts", "Frequency", "Flipnic" und "Medal of Honor-Frontline", erstatteten am 16. Februar 2004 Strafanzeige gegen X.________ wegen gewerbsm�ssiger Verletzung von Urheber- und Markenrechten. Das Kantonale Untersuchungsrichteramt des Kantons Thurgau er�ffnete am 23. Februar 2004 die Strafuntersuchung und ordnete am 10. M�rz 2004 eine Hausdurchsuchung am Wohnort von X.________. Es beschlagnahmte mit Verf�gung vom 11. M�rz 2004 die polizeilich sichergestellten Computer, Server, CDs und �hnlichen Datentr�ger. Das Untersuchungsrichteramt erteilte am 30. M�rz 2004 der Kriminalpolizei den Auftrag, abzukl�ren, ob sich auf den sichergestellten Server und Computer inkriminierte Daten befinden. Die Kriminalpolizei fand auf einem der beschlagnahmten Computer �ber 27'000 pornografische Bilddateien, welche teilweise sexuell motivierte Gewaltt�tigkeiten sowie vereinzelt menschliche Ausscheidungen zeigten. In der Folge erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau Anklage gegen X.________ wegen harter Pornografie und gewerbsm�ssiger Gehilfenschaft zur Verletzung von Urheberrechten.
Das Bezirksgericht Frauenfeld sprach X._______ erstinstanzlich der harten Pornografie und gewerbsm�ssigen Gehilfenschaft zur Verletzung von Urheberrechten schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.--. Das Obergericht des Kantons Thurgau wies mit Urteil vom 6. Juli 2010 die von X.________ dagegen erhobene Berufung ab.
Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau sei aufzuheben, und er sei von den Vorw�rfen freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Anklageschrift h�lt im Wesentlichen Folgendes fest:
Der Beschwerdef�hrer war in der Zeit von August 2001 bis anfangs M�rz 2004 verantwortlicher Webmaster, Inhaber und Betreiber der Website www.Y.________.com. Auf dem Internetportal wurden den Usern (Nutzern) sog. "Hash-Links" (Suchhilfe zum Link) zu den "Peer-to-Peer(P2P)-Netzen" von "eDonkey", "eMule", "OverNet" oder "mldonkey" (Filesharing-Software bzw. -Programme) und damit der (indirekte) Zugang (Download) zu den gew�nschten urheberrechtlich gesch�tzten Dateien angeboten. Bei diesen handelte es sich vor allem um (Kino-)filme und Computerspiele. Der Nutzer konnte sich durch Inline-Links anhand von Film- und Spielbeschreibungen sowie Kommentaren und Bildern �ber den gew�nschten Film bzw. das gew�nschte Computerspiel usw. informieren. Durch Anklicken des entsprechenden Files aktivierte der Nutzer das betreffende P2P- bzw. Filesharing-Programm, eine Zusatz-Software, welche im Internet frei erh�ltlich ist und problemlos heruntergeladen werden kann. Der Nutzer erhielt so Zugang zu allen anderen dort angemeldeten Nutzern.
P2P-Systeme beruhen darauf, dass �ber das Internet sehr viele Nutzer �ber ein Netzwerk zusammengef�hrt werden und sich als Clients gegenseitig digitale Inhalte zum Austausch anbieten. Die Filesharing-Software sucht in einem automatisierten Suchvorgang mittels der im Hash-Code enthaltenen Informationen das Netz resp. die offenen P2P-Netzwerkrechner nach der Datei ab. Dem Nutzer wird so die m�hselige und zeitaufw�ndige Suche nach ("sauberen") Dateien erspart, welche die urheberrechtlich gesch�tzten Werke in guter Qualit�t und voller L�nge wiedergeben. Damit der Datentransfer m�glichst rasch erfolgt, wird eine Datei in mehrere kleine Datenpakete aufgeteilt, d.h. ein Nutzer erh�lt die einzelnen Teile von mehreren anderen Nutzern. Dabei werden jene Teile der Datei, welche der Nutzer herunterl�dt, gleichzeitig automatisch auf seiner Festplatte f�r andere zum Download bereit gehalten (Upload), so dass jeder Nutzer gleichzeitig Konsument und Anbieter ist.
Der Beschwerdef�hrer als Betreiber der Website www.Y.________.com traf eine Vorauswahl der Dateien nach Funktionalit�t, guter Qualit�t oder nach einem bestimmten Format. Er pr�sentierte die Informationen �ber die ausgew�hlten Dateien und Hash-Codes dergestalt, dass der Nutzer auf der Suche nach urheberrechtlich gesch�tzten Filmen, Computerspielen usw. nur noch auf das gew�nschte File klicken musste, was ohne weiteres Zutun zum Download und damit zu einer Kopie auf dem Rechner f�hrte. Der Nutzer hielt dadurch gleichzeitig diese Dateien f�r andere Nutzer zum Download bereit (Upload). Somit schaffte der Beschwerdef�hrer mit seiner Website ein Bindeglied zwischen den "P2P-Usern" resp. zwischen "Anbietern" und "Downloadern" von urheberrechtlich gesch�tzten Dateien und f�rderte das unrechtm�ssige Herstellen, Anbieten, Verbreiten und Wahrnehmbarmachen von gesch�tzten Werkexemplaren (Art. 67 Abs. 1 lit. f und g URG). Dabei wusste der Beschwerdef�hrer, dass die auf seiner Website zur Verf�gung gestellten Hash-Links �ber die P2P-Software, welche er auf seinem PC installiert hatte, zu urheberrechtlich gesch�tzten Dateien f�hrten. Dies erleichterte bzw. f�rderte er mit seiner Homepage wissentlich und willentlich (Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 19. April 2006, kantonale Akten pag. 322 ff.).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Vorwurf der harten Pornografie. Er r�gt die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten bei der Beschlagnahme der privaten Computer und der Verwertung der pornografischen Bilddateien als Beweismittel.
2.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer sei der gewerbsm�ssigen Urheberrechtsverletzung durch den Betrieb einer Website mit Links, welche zum Download von teilweise urheberrechtlich gesch�tzten Daten f�hren konnte, verd�chtigt worden. Der Untersuchungsrichter habe nach Erh�rtung des Verdachts begr�ndete Veranlassung zur Abkl�rung gehabt, ob der Beschwerdef�hrer selber gesch�tztes oder verbotenes Material �ber das Internet anbiete. Er habe die Untersuchung von Amtes wegen auf weitere Delikte und auf die privaten Computer des Beschwerdef�hrers ausgedehnt. Nicht zu beanstanden sei, dass s�mtliche vom Beschwerdef�hrer benutzten Ger�te und somit auch dessen private Computer einer ersten (gezielten) Untersuchung unterzogen worden seien. Mit dem Ermittlungsauftrag, abzukl�ren, ob sich auf den sichergestellten Computern "inkriminierte Dateien (Pornografie, urheber- und markenrechtlich gesch�tzte Programme, Filme, Audiodateien, Spiele etc.)" bef�nden, seien die Festplatten weder komplett noch zeitlich unbeschr�nkt durchleuchtet worden. Vielmehr habe die Untersuchung nur diejenigen Dateien einbezogen, welche mit den vorgeworfenen Tatbest�nden in unmittelbarem Zusammenhang st�nden. Deshalb erweise sich die Auswertung der Daten als verh�ltnism�ssig und die dadurch gefundenen Beweismittel als verwertbar. Da der Untersuchungsrichter bereits vor Erteilung des Ermittlungsauftrags die Untersuchung ausgedehnt und gezielt nach Dateien mit pornografischem Inhalt habe suchen lassen, handle es sich bei den sichergestellten Bildern denn auch gar nicht um Zufallsfunde. Selbst wenn es sich bei den pornografischen Bilddateien um Zufallsfunde handeln w�rde, w�re deren Verwertung als Beweismittel m�glich, weil sich die urspr�nglich angeordnete Durchsuchung als rechtm�ssig erweise (angefochtenes Urteil E. 2c S. 6 f.).
2.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die beschlagnahmten privaten Computer h�tten mit der von ihm betriebenen Website nichts zu tun. Vor der Hausdurchsuchung habe es keinen Anhaltspunkt gegeben, dass sich pornografische Bilddateien auf der Festplatte des privaten Computers befinden k�nnten. Die Harddisks seien untersucht worden um herauszufinden, ob irgendwelche Tatbest�nde, welche im Urheber- und Markenschutzrecht nicht geregelt seien, gefunden werden k�nnten. Es stelle sich die Frage der Zul�ssigkeit der Verwendung der pornografischen Bilddateien als Beweismittel. S�mtliche Dateien auf allen beschlagnahmten Computer seien einer gr�ndlichen und nicht etwa nur einer gezielten Untersuchung unterzogen worden. Dieses Vorgehen verletze die Grundrechte bez�glich des Internets. Da die Logfiles und Dokumente einer Drittperson zur Auswertung �berlassen worden seien, stelle dies zugleich eine Verletzung des Amtsgeheimnisses sowie einen unzul�ssigen Eingriff in seine pers�nliche Freiheit dar. Alle diese widerrechtlichen Verfahrenshandlungen f�hrten zur Nichtverwertbarkeit der Zufallsfunde.
2.3 Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs (Art. 13 Abs. 1 BV). Ein Eingriff in die Privatsph�re ist nur zul�ssig, wenn er auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt, verh�ltnism�ssig ist und der Kerngehalt des Grundrechts unangetastet bleibt (Art. 36 BV).
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) am 1. Januar 2011 ergangen. Die vorliegende Beschwerde ist deshalb nach bisherigem Recht zu beurteilen (Art. 453 Abs. 2 StPO).
Gem�ss � 128 Abs. 1 des Gesetzes �ber die Strafrechtspflege des Kantons Thurgau vom 30. Juni 1970/5. November 1991 (Strafprozessordnung, StPO/TG; RB 312.1) kann die Durchsuchung einer Wohnung oder anderer R�ume angeordnet werden, wenn begr�ndeter Verdacht besteht, dass sich dort Beweisgegenst�nde, Spuren der Straftat oder des T�ters vorfinden. Die Durchsuchung von Schriftst�cken kann verf�gt werden, wenn sich darunter vermutlich solche befinden, welche zur Abkl�rung von strafbaren Handlungen dienen (� 129 Abs. 1 StPO/TG). Elektronische Daten bzw. Datentr�ger sind den Schriftdokumenten gleichgestellt (vgl. BGE 130 II 193 E. 2.1 S. 195 mit Hinweis).
2.4 Die Auswertung der pornografischen Bilddateien stellt unbestrittenermassen einen Eingriff in die Privatsph�re des Beschwerdef�hrers dar (Art. 13 Abs. 1 BV; angefochtenes Urteil E. 2b S. 5). Die Vorinstanz bejaht jedoch die Voraussetzungen gem�ss Art. 36 BV f�r einen zul�ssigen Grundrechtseingriff. In ihren Erw�gungen zur Ausdehnung des Strafverfahrens verweist sie auf das kantonale Prozessrecht als gesetzliche Grundlage f�r die Beschlagnahme und Auswertung der Dateien (angefochtenes Urteil E. 2c bb S. 6). Die Vorinstanz nennt das �ffentliche Interesse an der Strafverfolgung (angefochtenes Urteil E. 2c cc S. 7). Weiter begr�ndet sie, weshalb sie die Auswertung der Daten als verh�ltnism�ssig erachtet. Was der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzlichen Ausf�hrungen vorbringt, ist nicht geeignet, die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten darzutun. Soweit er die Anforderungen an die qualifizierte R�gepflicht nicht erf�llt, ist auf seine Vorbringen nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweisen). Dies betrifft insbesondere die R�ge, die Strafbeh�rden h�tten nach belastendem Material gesucht ("fishing expedition"). Zur Begr�ndung verweist der Beschwerdef�hrer auf die Ausf�hrungen seines Pl�doyers im Berufungsverfahren. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Im �brigen stellt die Durchsuchung keine unzul�ssige Beweisausforschung (fishing expedition) dar, da sie im Rahmen einer Strafuntersuchung mit hinreichendem Tatverdacht (gewerbsm�ssige Gehilfenschaft zur Verletzung von Urheberrechten) erfolgte. Aus den gleichen Gr�nden kann auch offen bleiben, ob die Vorinstanz die pornografischen Bilddateien zutreffend nicht als Zufallsfund qualifiziert. Weil sich die Durchsuchung und Auswertung der Dateien als rechtm�ssig erweist, durften die Bilddateien als Beweismittel verwendet werden, selbst wenn es sich dabei um Zufallsfunde handelt (vgl. Urteil 1P.519/2006 vom 19. Dezember 2006 E. 3.3.3 mit Hinweisen, publ. in: Pra 2007 Nr. 113 S. 759). Weiter nennt der Beschwerdef�hrer die Verletzung der "Grundrechte bez�glich des Internets" sowie des Amtsgeheimnisses, ohne dies n�her darzulegen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz diese genannten Rechte verletzt haben soll, indem sie die Beweismittel, welche der Begr�ndung der Verurteilung wegen harter Pornografie dienen, als verwertbar erachtet. Die R�gen des Beschwerdef�hrers erweisen sich als unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts betreffend des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung in der Teilnahmeform der Gehilfenschaft. Es sei keine Haupttat in der Schweiz nachgewiesen.
3.1 Die Vorinstanz erachtet als erwiesen, dass Personen von der Schweiz aus unter Verwendung der sich auf der Internetseite www.Y.________.com befindlichen eD2K-Links urheberrechtlich gesch�tzte Computerprogramme herunterluden und andere urheberrechtlich gesch�tzte Werke an andere Nutzer heraufluden. Die Vorinstanz f�hrt aus, auf der Internetseite h�tten sich rund 280'000 Personen registriert, wovon 540 Personen mit einer E-Mail-Adresse, welche mit der Domain ".ch" ende. Die Anzahl von Personen, welche nicht in der Schweiz wohnen w�rden und dennoch eine solche E-Mail-Adresse h�tten, sei wesentlich geringer als die in der Schweiz wohnhaften Personen mit einer E-Mail-Adresse, welche nicht mit der Domain ".ch" ende. Es sei deshalb anzunehmen, dass sich weit mehr als 500 Personen aus der Schweiz auf der Website registriert h�tten. Damit ein Rechner �ber das Internet Daten versenden und empfangen k�nne, m�sse er �ber eine IP-Adresse verf�gen. Der beim Beschwerdef�hrer gefundene Webserver "Lothlorien" habe Webserver-Access-Logs enthalten, aus welchen ersichtlich sei, welche P2P-Nutzer welche Aktion ausgef�hrt h�tten. Eine stichprobeartige Auswertung der Datei "access.log" habe ergeben, dass am 24. Februar 2004, von 14.10 bis 14.35 Uhr, von rund 60 verschiedenen schweizerischen IP-Adressen aus auf die Seite www.Y.________.com zugegriffen worden sei. Die Datei "access.log" zeige auf, dass die Nutzer der Website �berwiegend nach eD2K-Links gesucht und diese angeklickt h�tten. Es sei nicht davon auszugehen, dass bei diesen Zugriffen jeweils der Upload unterbunden worden sei ("No-Upload-Mod"). Eine Datei k�nne nicht heruntergeladen werden, wenn s�mtliche Nutzer den Upload unterbinden w�rden. Zudem sei es unter den Nutzern �usserst verp�nt, Daten lediglich herunter-, aber nicht hochzuladen. Weiter seien gem�ss der Datei "sr2_file1.csv" die am meisten angeklickten eD2K-Links urheberrechtlich gesch�tzte Werke. Es sei anzunehmen, dass die Nutzer, welche diese Links anklickten, auch die Programme auf ihren Rechnern installiert h�tten, welche ihnen erm�glichten, die entsprechenden Daten von anderen Nutzern zu beziehen (angefochtenes Urteil E. 3 S. 10 ff.).
3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, es sei kein einziger illegaler Down- bzw. Upload von einem Schweizer Nutzer bewiesen. Die Registrierung auf der Website www.Y.________.com sei sinn- und zwecklos. Es sei eine reine Vermutung der Vorinstanz, ein Grossteil der registrierten Nutzer mit der Domain ".ch" habe die Website nur f�r das Auffinden von Dateien verwendet. Die aufgezeichneten IP-Adressen seien lediglich die letzte Station in einer Kette, die in einem anderen Staat beginnen k�nne. Dies werde mit Proxy-, VPN- und TOR-Diensten erreicht, die oft von Personen aus dem Ausland benutzt w�rden. Deshalb seien die IP-Adressen nicht ausreichend f�r die Identifikation einer Person oder eines Ortes. Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, die Vorinstanz beziehe sich auf die Logfile "access.log" vom 24. Februar 2004. Zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung seien die Logs abgeschaltet gewesen. Deshalb k�nne nicht nachgewiesen werden, dass die Logfile "access.log" von der Website www.Y.________.com selber sei. Ausserdem sei diese Logfile technisch ausser Stande zu notieren, ob ein Link angeklickt worden sei oder nicht. Das reine Anklicken eines Links l�se keinen Download aus, sondern erst die �bergabe an das P2P-Programm. Deshalb lasse sich nicht feststellen, ob der Benutzer die Datei heruntergeladen habe. Viele Nutzer w�rden Links sammeln und sich anschliessend f�r einen passenden Link entscheiden, bevor sie den Download starten w�rden. Unerw�nschte Links w�rden wieder aus dem Programm entfernt. Seine Website sei vergleichbar mit einer legalen Online-Shopping-Plattform.
3.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diese kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist. Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt nach Art. 9 BV vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 135 I 313 E. 1.3 S. 316; 135 II 356 E. 4.2.1 S. 362; je mit Hinweisen).
3.4 In tats�chlicher Hinsicht ist unbestritten, dass Internetbenutzer mit Hilfe der vom Beschwerdef�hrer betriebenen Website unter anderem Filme und Computerspiele heruntergeladen haben. Die Vorinstanz erachtet anhand von zahlreichen Indizien als erwiesen, dass es sich auch um Schweizer Nutzer sowie um urheberrechtlich gesch�tzte Dateien handelt, welche nicht nur herunter-, sondern auch heraufgeladen wurden. Was der Beschwerdef�hrer gegen die Beweisw�rdigung vorbringt, ist nicht geeignet, Willk�r darzulegen. Beispielsweise wiederholt er mit seinem Einwand, die Nutzer der Website seien nicht identifizierbar, die Ausf�hrungen, welche er bereits in der Berufung vorgebracht hat. Die Vorinstanz h�lt es als ausgeschlossen, dass es sich bei s�mtlichen Nutzern von schweizerischen IP-Adressen um solche handelte, welche sich entweder gerade im Ausland befunden oder ein VPN- oder TOR-Netzwerk verwendet haben (angefochtenes Urteil E. 3d S. 11). Anstatt sich auf die vorinstanzlichen Erw�gungen zu beziehen, gibt der Beschwerdef�hrer seine eigene Sicht der Dinge wieder bzw. legt dar, wie die vorhandenen Beweise seiner Auffassung nach richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Dabei besteht seine Argumentation im Wesentlichen darin, die Indizien aus ihrem Gesamtzusammenhang herauszul�sen und die belastenden Tatsachen einzeln zu "zerpfl�cken". Da ein Indiz jedoch immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die T�terschaft oder die Tat hinweist, l�sst es, einzeln betrachtet, die M�glichkeit des Andersseins offen, und enth�lt daher auch den Zweifel. Alle Indizien zusammen k�nnen aber vollen Beweis und volle �berzeugung bringen und jeden vern�nftigen Zweifel ausschliessen. In diesem Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit zu w�rdigen (Urteil 6B_1053/2009 vom 29. M�rz 2010 E. 2.4; 1P.87/2002 vom 17. Juni 2002 E. 3.4, publ. in: Pra 2002 Nr. 180 S. 953). Die Vorinstanz hat in diesem Sinne von den Indizien auf den vollen Beweis geschlossen. Es ist weder rechtsgen�gend dargelegt noch ersichtlich, inwiefern ihre W�rdigung willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV sein soll.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seine T�tigkeit sei nicht als Gehilfenschaft zu qualifizieren.
4.1 Gehilfe im Sinne von Art. 25 StGB ist, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich Hilfe leistet. Als Hilfeleistung gilt jeder kausale Beitrag, der die Tat f�rdert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt h�tte. Der Gehilfe f�rdert eine Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten Tatbeitrag unterst�tzt bzw. wenn er die Ausf�hrung der Haupttat durch irgendwelche Vorkehren oder durch psychische Hilfe erleichtert (BGE 132 IV 49 E. 1.1 S. 51 f.; 129 IV 124 E. 3.2 S. 126; je mit Hinweisen).
4.2 Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer habe mit der Seite www.Y.________.com gezielt und haupts�chlich den Zweck verfolgt, eD2K-Links zu urheberrechtlich gesch�tzten Werken zu sammeln und den Nutzern zur Verf�gung zu stellen. Der Nutzer der Website habe in sortierten Listen nach den gew�nschten Dateien suchen k�nnen. Das Anklicken der gesetzten eD2K-Links habe direkt das Herunterladen und das damit verbundene Hochladen der Dateien ausgel�st. F�r den Fall, dass der Nutzer noch �ber kein P2P-Programm verf�gt habe, seien ihm auf der Website Links zu entsprechenden Programmen zur Verf�gung gestellt worden. Unerheblich sei, dass es dem Nutzer �berlassen gewesen sei, das P2P-Programm zu installieren, weil die Beihilfe nicht verlange, dass die Realisierung der Straftat vom Beitrag des Gehilfen abh�nge (angefochtenes Urteil E. 4 S. 12 ff.).
4.3 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt insofern unrichtig festgestellt, als sie davon ausgehe, ein einfacher Klick auf den Hash-Link gen�ge, um den Download-Vorgang zu starten und abzuschliessen. Der Nutzer m�sse vielmehr vorg�ngig ein entsprechendes P2P-Programm installiert haben. Zudem �ffne die Vorinstanz den Kreis der Gehilfen ins Unermessliche. Die von ihm zur Verf�gung gestellten Informationen seien teilnahmerechtlich als "harmlose" Alltagshandlungen zu verstehen. Schliesslich zeige die Vorinstanz nicht auf, inwiefern eine Garantenstellung aus Ingerenz bestehe.
4.4 Auf die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers in tats�chlicher Hinsicht ist mangels rechtsgen�gender Begr�ndung nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG). Im �brigen ist nach vorinstanzlicher Auffassung f�r die Qualifikation des Tatbeitrages des Beschwerdef�hrers unerheblich, dass die Nutzer der Website �ber das P2P-Programm verf�gen oder dieses vor dem illegalen Down- bzw. Upload installieren mussten. Da die Vorinstanz das Bereithalten und Unterhalten der Website und deren Inhalts als aktive Hilfe qualifiziert und nur eventualiter eine Garantenstellung aus Ingerenz bejaht (angefochtenes Urteil E. 4b S. 16), sind die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zur fehlenden Garantenstellung mangels Entscheidrelevanz unbehelflich. Die rechtliche W�rdigung der Vorinstanz zur Teilnahmeform der Gehilfenschaft ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet, gewerbsm�ssig gehandelt zu haben (Art. 67 Abs. 2 URG). Er r�gt, die Vorinstanz vernachl�ssige seine mit dem Betrieb der Website entstandenen Aufwendungen, um die Gewerbsm�ssigkeit konstruieren zu k�nnen.
5.1 Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer habe einen beachtlichen Teil seiner Zeit f�r den Betrieb der Internetseite aufgewendet und damit schwankende, aber vergleichsweise regelm�ssige Einnahmen erzielt, welche die laufenden Kosten weitaus �berstiegen h�tten. Dies lasse die T�tigkeit zumindest als bedeutende Nebenberufst�tigkeit erscheinen (angefochtenes Urteil E. 5d S. 17).
5.2 Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers betreffen in weiten Teilen die durch den Betrieb der Website entstandenen Aufwendungen und somit Feststellungen in tats�chlicher Hinsicht. Die Vorinstanz hat die Einnahmen und Ausgaben des Beschwerdef�hrers detailliert aufgef�hrt. Darauf kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 Satz 2 BGG; angefochtenes Urteil E. 5c S. 17). Der Beschwerdef�hrer zeigt wiederum nicht in rechtsgen�gender Weise auf, inwiefern seine Einnahmen und Ausgaben offensichtlich unhaltbar und somit willk�rlich festgestellt worden sein sollen (Art. 97 Abs. 1 BGG). Auf die diesbez�glichen Vorbringen ist nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG). In rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz gest�tzt auf den festgestellten Sachverhalt zutreffend gefolgert, der Beschwerdef�hrer habe den Betrieb der Website nach der Art eines Berufs ausge�bt (vgl. BGE 129 IV 253 E. 2.1 S. 254 mit Hinweis).
Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer vor, er sei einem Verbotsirrtum unterlegen.
6.1 Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verh�lt. In einem Rechts- oder Verbotsirrtum handelt daher, wer in Kenntnis aller Tatumst�nde und somit vors�tzlich handelt, sein Tun jedoch versehentlich, aber aus zureichenden Gr�nden, f�r erlaubt h�lt (BGE 129 IV 6 E. 4.1 S. 18 mit Hinweisen).
6.2 Die Vorinstanz f�hrt aus, die A.________ SA habe am 25. Oktober 2002 gegen den Beschwerdef�hrer Strafanzeige eingereicht. Das Untersuchungsrichteramt habe damals aufgrund der Akten und der durchgef�hrten Ermittlungen erwogen, dass keine Anhaltspunkte f�r eine Gewerbsm�ssigkeit vorliegen w�rden. Da es sich deshalb um ein Antragsdelikt gehandelt und die A.________ SA den Strafantrag zur�ckgezogen habe, sei die Klage als erledigt abgeschrieben worden. Der Beschwerdef�hrer k�nne aus der Einstellung dieses Verfahrens nicht schliessen, sein Verhalten sei rechtm�ssig. Die Tatsache, dass damals eine Hausdurchsuchung erfolgt sei, habe dem Beschwerdef�hrer klar gemacht, dass die Untersuchungsbeh�rde davon ausgegangen sei, seine T�tigkeit k�nnte strafbar sein. Das Untersuchungsrichteramt habe die Frage der Gewerbsm�ssigkeit offensichtlich entschieden, ohne abzukl�ren, wie hoch die Eink�nfte des Beschwerdef�hrers tats�chlich gewesen seien (angefochtenes Urteil E. 6 S. 18 f.).
6.3 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, das Untersuchungsrichteramt habe im Jahre 2002 kein strafbares Verhalten feststellen k�nnen. Bei diesem Verfahrensausgang sei der vorinstanzliche Schluss, er h�tte wissen m�ssen, dass er sich mit dem Betrieb seiner Website illegal verhalte, nicht nachvollziehbar. Es werde ihm zur Last gelegt, dass die Untersuchungsbeh�rden im Jahre 2002 ihrem gesetzlichen Auftrag zur gr�ndlichen Sachverhaltsabkl�rung nicht nachgekommen seien.
6.4 Wie die Vorinstanz ausf�hrt, h�tte dem Beschwerdef�hrer aus der fr�heren Strafuntersuchung klar werden m�ssen, dass der Betrieb seiner Website strafbar sein k�nnte. Der Beschwerdef�hrer bringt selber vor, er habe sein Verhalten seit dem Jahre 2002 nicht ge�ndert. Aus der Tatsache, dass das damalige Strafverfahren aus prozessualen Gr�nden (R�ckzug des Strafantrags) abgeschrieben wurde, kann der Beschwerdef�hrer keine zureichenden Gr�nde f�r die Annahme eines straflosen Verhaltens begr�nden. Die Vorinstanz hat zu Recht einen Verbotsirrtum als Rechtfertigungsgrund f�r sein rechtswidriges Verhalten verneint. Der Schuldspruch wegen gewerbsm�ssiger Gehilfenschaft zur Verletzung von Urheberrechten verst�sst nicht gegen Bundesrecht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch des Beschwerdef�hrers um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

References: BGE 
 Art. 36
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 97
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 25
 BGE 
 Art. 21