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Timestamp: 2016-10-25 22:41:24+00:00

Document:
2C_26/2007 (10.10.2007)
Br�nnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern,
Rechtsanwalt X.________ betreibt eine eigene Anwaltskanzlei, w�hrend seine Ehefrau Y.________ als selbst�ndige Physiotherapeutin t�tig ist. Beide Steuerpflichtigen �ben ihre Erwerbst�tigkeit in der ihnen gemeinsam geh�renden Liegenschaft an der ________-Strasse in R.________ aus, wo sie auch wohnen.
Am 10. April 2003 wurden X.________ und Y.________ von der Steuerverwaltung des Kantons Bern f�r die Steuerperiode 2001 abweichend von ihrer Selbstschatzung auf ein steuerbares Einkommen von 47'800 Franken bei den Kantons- und Gemeindesteuern sowie von 55'900 Franken bei der direkten Bundessteuer veranlagt. Auf Einsprache hin akzeptierte die Steuerverwaltung einen zun�chst noch verweigerten Abzug von 25'000 Franken f�r gesch�ftliche R�ckstellungen und reduzierte das steuerbare Einkommen von X.________ und Y.________ auf 20'400 Franken f�r die Kantons- und Gemeindesteuern sowie auf 30'900 Franken f�r die direkte Bundessteuer (Entscheid vom 18. Dezember 2003).
In der Folge stellte die Steuerverwaltung des Kantons Bern fest, dass X.________ und Y.________ den gesch�ftlich begr�ndeten Anteil der Hypothekarzinsen im Umfang von 22'800 Franken im Steuerjahr 2001 nicht nur beim Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit (als Aufwand), sondern zus�tzlich auch als private Schuldzinsen zum Abzug gebracht hatten. Sie verpflichtete X.________ und Y.________ deshalb mit Verf�gung vom 5. Januar 2005, Nachsteuern von 5'353.85 Franken f�r die Kantons- und Gemeindesteuern 2001 sowie 318.40 Franken f�r die direkte Bundessteuer 2001 zu bezahlen (zuz�glich Geb�hren in der H�he von 300 Franken). Gleichzeitig wurden X.________ und Y.________ je zur Bezahlung einer Busse von 767.75 Franken f�r die Kantons- und Gemeindesteuern 2001 und 46.10 Franken f�r die direkte Bundessteuer 2001 verpflichtet. Hiergegen erhoben die Steuerpflichtigen Einsprache, welche mit Entscheid vom 10. M�rz 2005 abgewiesen wurde.
Auf Beschwerde und Rekurs hin hob die Steuerrekurskommission des Kantons Bern den Einspracheentscheid sowie die Nachsteuerverf�gung und die Steuerbussen auf. Sie erwog, die Deklaration der Eheleute X.________ und Y.________ sei korrekt und vollst�ndig gewesen, weil diese auf den teilweisen Abzug der Schuldzinsen in den Gesch�ftsbuchhaltungen aufmerksam gemacht h�tten, indem sie einen entsprechenden Vermerk auf dem Steuerformular anbrachten (Urteil vom 14. Februar 2006). Hiergegen beschwerte sich die kantonale Steuerverwaltung erfolgreich beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern: Dieses hob den Rekurs- und Beschwerdeentscheid der Steuerrekurskommission auf und best�tigte den Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 10. M�rz 2005 (Urteil vom 16. Januar 2007).
Am 17. Februar 2007 haben X.________ und Y.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern aufzuheben und den Entscheid der Steuerrekurskommission vom 14. Februar 2006 zu best�tigen.
Die Steuerverwaltung und das Verwaltungsgericht des Kantons Bern beantragen je, die Beschwerde abzuweisen, wobei nach Auffassung der Ersteren nur die Rechtm�ssigkeit der Nachsteuer Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens bildet, zumal die Bussenverf�gungen nicht angefochten seien. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat auf Vernehmlassung verzichtet.
Mit Verf�gung vom 16. M�rz 2007 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts das gestellte Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten, welches vorliegend Anwendung findet, weil der angefochtene Entscheid nach diesem Zeitpunkt ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Gem�ss Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11 [Fassung vom 17. Juni 2005]) und Art. 73 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14 [Fassung vom 17. Juni 2005]) ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig. Mit diesem Rechtsmittel kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG), wobei das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 106 Abs. 1 BGG). Seinem Entscheid hat das Bundesgericht den Sachverhalt zugrundezulegen, den die Vorinstanz festgestellt hat; es kann deren Sachverhaltsfeststellungen nur dann berichtigen, wenn diese offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 BGG).
Anfechtungsobjekt bildet vorliegend das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Januar 2007, wobei die Beschwerdef�hrer dessen vollumf�ngliche Aufhebung verlangen. Entgegen der Auffassung der kantonalen Steuerverwaltung bilden mithin - bei den Kantons- und Gemeindesteuern sowie bei der direkten Bundessteuer - sowohl die Nachsteuern als auch die Steuerbussen Streitgegenstand.
3.1 Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbeh�rde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskr�ftige Veranlagung unvollst�ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollst�ndige Veranlagung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die Steuerbeh�rde zur�ckzuf�hren, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Art. 151 Abs. 1 DBG). Ein Verschulden des Steuerpflichtigen bildet nicht Voraussetzung, vielmehr kommt es auf die W�rdigung der Pflichten an, welche die Steuerbeh�rde einer- und den Steuerpflichtigen andererseits bei der Veranlagung treffen. F�r die Beantwortung der (entscheidenden) Frage, ob Tatsachen oder Beweismittel neu sind oder schon bei der Veranlagung vorgelegen haben, ist der Aktenstand im Zeitpunkt der Veranlagung massgebend (Urteil 2A.502/2005, in: StR 61/2006 S. 442, E. 2).
3.2 Nach Artikel 123 Abs. 1 DBG stellen die Veranlagungsbeh�rden zusammen mit dem Steuerpflichtigen die f�r eine vollst�ndige und richtige Besteuerung massgebenden tats�chlichen und rechtlichen Verh�ltnisse fest. Daraus erhellt zun�chst, dass Beh�rden und Steuerpflichtiger grunds�tzlich gemeinsam auf eine richtige und vollst�ndige Veranlagung hin arbeiten.
3.2.1 Der Steuerpflichtige muss seinerseits alles tun, um eine solche zu erm�glichen (Art. 126 Abs. 1 DBG), und hat insbesondere das Formular f�r die Steuererkl�rung wahrheitsgem�ss und vollst�ndig auszuf�llen (Art. 124 Abs. 2 DBG); er tr�gt die Verantwortung f�r dessen Richtigkeit und Vollst�ndigkeit. Mit der Steuererkl�rung zusammen hat er der Veranlagungsbeh�rde zus�tzlich bestimmte Beilagen einzureichen. Ist sich der Steuerpflichtige �ber die steuerrechtliche Bedeutung einer Tatsache im Unklaren, darf er diese nicht einfach verschweigen, sondern hat auf die Unsicherheit hinzuweisen. Jedenfalls muss er die Tatsache als solche vollst�ndig und zutreffend darlegen (Urteil 2A.502/ 2005, in: StR 61/2006 S. 442, E. 2; Urteil 2A.182/2002, in: ASA 73 S. 482, E. 3.3.1).
3.2.2 Die Veranlagungsbeh�rde ihrerseits pr�ft die eingereichte Steuererkl�rung und nimmt die erforderlichen Untersuchungen vor (Art. 130 Abs. 1 DBG). Dabei darf sie sich grunds�tzlich darauf verlassen, dass der Steuerpflichtige die Steuererkl�rung richtig und vollst�ndig ausgef�llt hat; sie ist ohne besonderen Anlass nicht verpflichtet, Quervergleiche mit Akten anderer Steuerpflichtiger vorzunehmen oder selber im Steuerdossier des Betroffenen nach erg�nzenden Unterlagen zu suchen. Allerdings darf die Veranlagungsbeh�rde nicht im gleichen Masse unbesehen auf die in der Steuererkl�rung gemachten Angaben abstellen, wie sie dies bei einer Selbstveranlagungssteuer tun k�nnte. Sie hat insbesondere zu ber�cksichtigen, dass vom Steuerpflichtigen nicht bloss Tatschen in die Formulare einzutragen sind, sondern sich beim Ausf�llen der Steuerkl�rung auch eigentliche Rechtsfragen stellen. Eine Pflicht zur Vornahme erg�nzender Abkl�rungen besteht f�r die Veranlagungsbeh�rde aber nur dann, wenn die Steuererkl�rung Fehler enth�lt, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Weist die Steuererkl�rung zwar erkennbare M�ngel auf, sind diese aber nicht geradezu offensichtlich, so f�hrt das nicht dazu, dass hiermit zusammenh�ngende Tatsachen oder Beweismittel als den Beh�rden schon im Veranlagungszeitpunkt bekannt fingiert werden (bzw. dass sich die Beh�rden ein entsprechendes Wissen anrechnen lassen m�ssten; Urteil 2A.502/2005, in: StR 61/2006 S. 442, E. 2; Urteil 2A.182/2002, in: ASA 73 S. 482, E. 3.3.2 f.).
3.3 Die Beschwerdef�hrer haben in ihrer Steuererkl�rung 2001 jenen Anteil der Hypothekarzinsen, der gesch�ftlich begr�ndet war, zweimal zum Abzug gebracht: Zun�chst haben sie die betreffenden 22'800 Franken beim Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit auf dem Formular 9 im Rahmen des Gesch�ftsaufwands verbucht. Anschliessend haben sie die Gesamtsumme der bezahlten Hypothekarzinsen in der H�he von 56'460 Franken - welche auch die auf die beruflich genutzten R�ume entfallenden 22'800 Franken enthielt - ungeschm�lert auf dem Formular 4 als private Schuldzinsen ausgewiesen. Allerdings haben sie dort mit einem Sternchen folgenden Hinweis angebracht: "abz�glich Hypozinsanteil B�ro: Fr. 12'000.-- , Physio: Fr. 10'800.--". Bei diesen Gegebenheiten stellt sich die Frage, ob den Steuerbeh�rden bereits im Veranlagungszeitpunkt bekannt war (oder h�tte bekannt sein m�ssen), dass die auf dem Formular 4 aufgef�hrten privaten Schuldzinsen die gesch�ftlich begr�ndeten Hypothekarzinsen, welche an anderer Stelle separat ausgewiesen wurden, mitumfassten.
4.1 Der Kanton Bern geh�rt zu jenen Kantonen, in denen die elektronische Einreichung und Bearbeitung von Steuererkl�rungen am weitesten fortgeschritten ist (vgl. Michael Beusch/Roger Rohner, M�glichkeiten und Grenzen der elektronischen Einreichung von Steuererkl�rungen bei den direkten Steuern, in: Michael Beusch/Institut f�r Schweizerisches und Internationales Steuerrecht [Hrsg.], Steuerrecht 2007 - Best of zsis, S. 195). Der Berner Regierungsrat hat am 30. Januar 2002 die Veranlagung nat�rlicher Personen in der Verordnung �ber das Veranlagungsverfahren (VVV; BSG 661.521.1) geregelt. Deren Art. 3 schreibt vor, dass ausschliesslich die amtlichen Formulare zu verwenden sind, wenn die Steuererkl�rung in Papierform eingereicht wird. Die registerf�hrende Gemeinde hat die Steuererkl�rungen auf ihre Vollst�ndigkeit zu pr�fen, allf�llig fehlende Formulare nachzufordern und die Steuerakten an die als Erfassungszentrum bezeichnete Gemeinde weiterzuleiten (Art. 4 VVV), welche die Informationen aus der Steuererkl�rung alsdann ins kantonale Informatiksystem �berf�hrt (Art. 5). Schliesslich nimmt die kantonale Steuerverwaltung die eigentliche Veranlagung vor (Art. 149 Abs. 1 des Berner Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BSG 661.11] sowie Art. 6 Abs. 1 der bernischen Verordnung vom 18. Oktober 2000 �ber den Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV/BE; BSG 668.11]). Aus dem Gesagten erhellt, dass der Veranlagungsbeh�rde - unabh�ngig von der Einreichungsart - die Steuererkl�rung in Papierform grunds�tzlich nicht zur Verf�gung steht; allerdings kann sie das Originalformular bei Bedarf als Abbildung im Informatiksystem (sog. Images) sichten.
4.2 Auf den 1. Januar 2001 ist der Kanton Bern sowohl f�r die Staats- und Gemeindesteuern (vgl. Art. 67 StG/BE) als auch f�r die direkte Bundessteuer (vgl. Art. 41 DBG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 3 BStV/BE) zur j�hrlichen Gegenwartsbemessung �bergegangen. Gleichzeitig wurden einerseits die amtlichen Steuererkl�rungsformulare g�nzlich neu gestaltet und andererseits der Arbeitsablauf in der Allgemeinen Wegleitung zum Ausf�llen der Steuererkl�rung neu geordnet. Die Ausgabe 2001 enth�lt auf S. 11 folgenden Hinweis:
"Formularfelder benutzen, nicht auf R�ckseite schreiben (Fettdruck im Original)
Schreiben Sie bitte Ihre Angaben nicht ausserhalb der daf�r vorgesehenen Formularfelder und ben�tzen Sie bitte nicht die R�ckseite der Formulare. Derartige Angaben k�nnen bei der Veranlagung nicht ber�cksichtigt werden. Angaben ausserhalb der Formularfelder oder auf der R�ckseite des Formulars gelten als nicht angegeben."
Der Hinweis, dass nicht ausserhalb der Formularfelder und nicht auf die R�ckseite der Formulare zu schreiben sei, wird auf Seite 28 der Allgemeinen Wegleitung 2001 im Rahmen der Erl�uterung von Formular 4 wiederholt. Zudem enthalten die betreffenden Ausf�hrungen noch die ausdr�ckliche Klarstellung, dass Selbst�ndigerwerbende Zinszahlungen f�r ihre Gesch�ftsschulden in den Formularen 9 oder 10 einzutragen und dort zum Abzug zu bringen haben (Ziffer 4.3 auf der Seite 30). Dementsprechend wird in der Zusatzwegleitung 2001 f�r nat�rliche Personen, die eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit aus�ben, hinsichtlich des betrieblichen Finanzaufwands festgehalten, dass Hypothekarzinsen auf privaten Grundst�cken und weitere private Schuldzinsen auf dem Formular 4 unter Ziffer 4.3 zu deklarieren sind (Code 680 auf Seite 12).
4.3 Zum Aktenstand im Zeitpunkt der Veranlagung, welcher nach dem Gesagten f�r die Beantwortung der Frage massgebend ist, ob Tatsachen oder Beweismittel neu sind (vgl. E. 3.1), z�hlen grunds�tzlich nur jene Dokumente, die vom Veranlagungsbeamten direkt eingesehen werden k�nnen. Der dargestellten Art und Weise der Datenerfassung entsprechend, geh�ren im Kanton Bern die ausserhalb der Felder geschriebenen Informationen nicht zu den direkt einsehbaren Akten; sie k�nnen bei der Datenverarbeitung mit dem Informatiksystem nicht erfasst werden, weshalb sie in der Allgemeinen Wegleitung 2001 denn auch ausdr�cklich f�r inexistent erkl�rt werden (vgl. E. 4.2). Die Vorgaben, wie die Berner Steuerbeh�rden mit derartigen Eintr�gen zu verfahren haben, erscheinen zul�ssig, zumal sie veranlagungstechnisch und verfahrens�konomisch begr�ndet sind und letztlich auf Sachzw�nge zur�ckgehen, welche aus den - zeitgem�ssen - Umstellungen im EDV-Bereich resultieren. Die entsprechende Weisung enth�lt eine blosse Pr�zisierung des Vorgehens, das bei der Datenerfassung geboten ist, und steht deshalb nicht im Widerspruch zum Grundsatz, gem�ss dem Wegleitungen der Steuerbeh�rden keine Rechte und Pflichten der B�rger zu begr�nden verm�gen (BGE 131 II 1 E. 4.1 S. 11). Weil der zust�ndige Veranlagungsbeamte vorliegend weder Anlass hatte, die Originaldokumente (das Formular 4 der Steuererkl�rung oder allenfalls die Gesch�ftsabschl�sse der Beschwerdef�hrer) am Bildschirm aufzurufen, noch erg�nzende Untersuchungen vorzunehmen, ist der mit einem Sternchen angebrachte Querverweis der Beschwerdef�hrer auf die gesch�ftlich begr�ndeten Abz�ge (vgl. E. 3.3) nicht als Teil der direkt einsehbaren Akten zu betrachten. Dementsprechend muss der Umstand, dass die Beschwerdef�hrer den gesch�ftlich begr�ndeten Anteil der Hypothekarzinsen zweimal zum Abzug gebracht haben, als den Steuerbeh�rden im Veranlagungszeitpunkt unbekannt gelten. Es liegt insoweit eine neue Tatsache im Sinne von Art. 151 DBG vor, welche eine Nachsteuerpflicht begr�ndet.
4.4 Die R�ge der Beschwerdef�hrer, es liege in diesem Punkt eine unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts vor, geht an der Sache vorbei: Die Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen mit der Veranlagung betrauten Beh�rden der Steuerverwaltung ergibt sich klar aus der regierungsr�tlichen Verordnung �ber das Veranlagungsverfahren und ist den Beschwerdef�hrern von den Vorinstanzen eingehend erl�utert worden. Sie f�hrt dazu, dass die mit der Erfassung der Daten verantwortliche Person keine M�glichkeit hatte, den mittels eines Sternchens angebrachten - aber ausserhalb der zul�ssigen Felder geschriebenen - Querverweis der Beschwerdef�hrer in die elektronische Version der Steuererkl�rung aufzunehmen. Im �brigen h�tte die ad�quate Ber�cksichtigung dieser Bemerkung ohnehin darin bestanden, das Total des Eintrags f�r private Schuldzinsen um jenen Teil zu reduzieren, der auf die gesch�ftlich genutzten R�ume entfallen war. Eine entsprechende Anpassung der Deklaration der Beschwerdef�hrer w�rde eine Analyse der restlichen Steuererkl�rung sowie eine rechtliche Beurteilung der darin enthaltenen Angaben voraussetzen, was nicht Aufgabe der Mitarbeiter der Datenerfassung sein kann, die �ber keine steuerrechtlichen Kenntnisse verf�gen. Wie gesehen ist diese Arbeitsteilung auf Verordnungsstufe geregelt und liegt im Interesse rationellen Verwaltungshandelns. Diesbez�glich liegt weder eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung noch ein pflichtwidriges Handeln der bernischen Steuerbeh�rden vor, wie es die Beschwerdef�hrer zumindest sinngem�ss geltend machen.
4.5 Schliesslich ist auch der Einwand unbegr�ndet, es h�tte abgekl�rt werden m�ssen, ob die Veranlagung vom gleichen Sachbearbeiter wie im Vorjahr vorgenommen worden sei. Zu Unrecht meinen die Beschwerdef�hrer, dies w�re f�r die Beantwortung der Frage relevant, ob eine neue Tatsache im Sinne von Art. 151 DBG vorliege (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/ Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten Z�rcher Steuergesetz, 2. Auflage, Z�rich 2006, N 26 zu � 160 StG ZH). Auch ein und derselbe Steuerbeamte muss sich die in der Vorperiode mit dem Steuerpflichtigen gemachten Erfahrungen nicht einfach aus dem Ged�chtnis anrechnen lassen; gerade im Kanton Bern mit seinen rund 600'000 Steuerpflichtigen w�re eine andere Betrachtungsweise v�llig realit�tsfremd. Die zitierte Literaturstelle, auf welche sich die Beschwerdef�hrer berufen, �ussert sich denn auch nicht zu perioden�bergreifenden Verh�ltnissen. Einzig f�r die Einsch�tzung von Aktiengesellschaft und Aktion�r bzw. von Gesamthandsverh�ltnissen in der gleichen Steuerperiode durch den selben Beamten werden gewisse R�ckschl�sse auf dessen Kenntnisstand gezogen.
5.1 Ist eine Nachsteuerpflicht zu bejahen, weil eine rechtskr�ftige Veranlagung unvollst�ndig blieb, ist zugleich der objektive Tatbestand einer Steuerhinterziehung gem�ss Art. 175 Abs. 1 DBG erf�llt (Urteil 2A.502/2005, in: StR 61/2006 S. 442, E. 3.3).
5.2 Der subjektive Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung setzt Vorsatz oder Fahrl�ssigkeit voraus (vgl. Art. 175 Abs. 1 DBG). Die Vorinstanz wirft den Beschwerdef�hrern kein vors�tzliches, wohl aber ein fahrl�ssiges Vorgehen vor. Fahrl�ssig handelt die steuerpflichtige Person, wenn sie die Folgen ihres Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat. Eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit liegt vor, wenn die steuerpflichtige Person die Vorsicht nicht beachtet hat, zu der sie nach den Umst�nden und nach ihren pers�nlichen Verh�ltnissen verpflichtet war (Urteil 2A.182/2002, in: ASA 73 S. 482, E. 4.3).
5.3 Den Beschwerdef�hrern h�tte eigentlich aufgrund ihrer Erfahrungen aus fr�heren Steuerperioden bewusst sein m�ssen, wie sie die Hypothekarzinsen korrekt zu deklarieren haben: Bereits in der Steuererkl�rung 1997/98 hatten sie n�mlich den Abzug f�r private Schuldzinsen ungeschm�lert geltend gemacht - sowohl auf dem Einlageblatt 1.1 als auch in der entsprechenden Spalte im Hauptformular - und erst auf R�ckfrage der Steuerverwaltung einger�umt, dass diese Zinszahlungen im Umfang von insgesamt 22'800 Franken bereits in ihren jeweiligen Gesch�ftsbuchhaltungen ber�cksichtigt worden waren (Schreiben vom 18. November 1997). In der Steuererkl�rung 1999/2000 hatten sie alsdann zwar auf dem Einlageblatt erneut die ganze Summe vermerkt, dann aber nur die Differenz in das Hauptformular �bertragen. In der Steuererkl�rung 2001 konnten die Beschwerdef�hrer nicht mehr gleich verfahren, weil diese kein Hauptformular mehr enthielt, sondern nur noch Einzelformulare (vgl. E. 4.2). Dessen ungeachtet haben sie auf dem Formular 4 (f�r private Schuldzinsen) die Hypothekarzinsen ungeschm�lert deklariert und auf den Korrekturbedarf bez�glich des Gesch�ftsaufwands bloss mittels Sternchen hingewiesen. Dabei liessen die Beschwerdef�hrer nicht nur die in den Vorperioden gemachten Erfahrungen unber�cksichtigt, sondern missachteten dar�ber hinaus die deutliche, in der Zusatzwegleitung 2001 enthaltene Weisung, zwischen privaten Schuldzinsen (Formular 4) und gesch�ftlichen Schuldzinsen (Formular 9) klar zu unterscheiden. Weiter setzten sie sich �ber die Anweisung gem�ss Allgemeiner Wegleitung 2001 hinweg, keine Angaben ausserhalb der daf�r vorgesehenen Formularfelder anzubringen. Bei diesen Gegebenheiten fragt sich, ob mit der Vorinstanz eine relevante Pflichtwidrigkeit bereits darin zu sehen ist, dass die Beschwerdef�hrer bez�glich der privaten und gesch�ftlichen Hypothekarzinsen auf eine nachtr�gliche Korrektur ihrer Deklaration durch die Steuerverwaltung vertraut haben, obschon sie ihren dahingehenden Hinweis weisungswidrig ausserhalb der Formularfelder angebracht hatten. Wie es sich damit verh�lt, kann jedoch offen bleiben, da die Pflichtwidrigkeit des sp�teren Verhaltens der Beschwerdef�hrer offensichtlich ist.
5.4 Die Beschwerdef�hrer haben die Veranlagungsverf�gung vom 10. April 2003 nicht akzeptiert, sondern dagegen Einsprache erhoben, was eine vorg�ngige - genaue - Pr�fung der Veranlagungselemente voraussetzte. Bei dieser Kontrolle mussten sie bemerkt haben, dass die Veranlagungsbeh�rde ihren Hinweis zum gesch�ftlich begr�ndeten Teil der Hypothekarzinsen nicht ber�cksichtigt und diesen doppelt zum Abzug zugelassen hatte: Der f�lschlicherweise zweimal ber�cksichtigte Betrag von 22'800 Franken macht n�mlich gut 40 Prozent des mit der angefochtenen Verf�gung auf 55'900 Franken bestimmten steuerbaren Einkommens aus; gemessen am Antrag der Beschwerdef�hrer (30'900 Franken), dem mit Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2003 Folge gegeben wurde (vgl. Sachverhalt Lit. B), betr�gt er gar knapp drei Viertel des steuerbaren Einkommens. Eine derart massive Differenz zwischen der effektiven (fehlerhaften) und einer korrekten Veranlagung konnten die Beschwerdef�hrer bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt unm�glich �bersehen haben. Sie tragen aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht die Verantwortung f�r Richtigkeit und Vollst�ndigkeit der Steuererkl�rung (vgl. E. 3.2.1) und w�ren ohne weiteres gehalten gewesen, die Steuerverwaltung auf deren Versehen aufmerksam zu machen, umso mehr als dieses offensichtlich auf ihr weisungswidriges Vorgehen bei der Deklaration zur�ckzuf�hren war. Dass sie das unterlassen und stattdessen mit ihrer Einsprache allein eine (weitere) Reduktion des steuerbaren Einkommens verlangt haben, stellt zumindest eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit im Sinne des Fahrl�ssigkeitsbegriffs dar. Ob das Verhalten der Beschwerdef�hrer allenfalls auch als schweres Verschulden h�tte gewertet werden k�nnen (vgl. Art. 175 Abs. 2 DBG), braucht hier nicht weiter er�rtert zu werden, da Steuerverwaltung und Vorinstanz selber bloss von einem Fahrl�ssigkeitsdelikt bzw. einem leichten Verschulden ausgegangen sind.
Die Bemessung der Hinterziehungsbusse �berpr�ft das Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Ermessens�berschreitung und des Ermessensmissbrauchs. Es hebt Steuerbussen mithin nur dann auf, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, nicht von den rechtlich massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder die Strafe willk�rlich hart oder milde angesetzt hat (Urteil 2A.583/2004 vom 21. April 2005, E. 4.3; Urteil 2A.365/1996, in: ASA 68 S. 240, E. 3a). Vorliegend ist keiner dieser Gr�nde f�r ein Einschreiten des Bundesgerichts gegeben, zumal ohnehin bloss die Minimalbusse von einem Drittel des hinterzogenen Steuerbetrages verh�ngt worden ist (vgl. Art. 175 Abs. 2 DBG).
Die Regelung sowohl des Veranlagungsverfahrens (vgl. Art. 40 StHG; Art. 156 StG/BE) als auch des Nachsteuerverfahrens (vgl. Art. 53 StHG; Art. 206 StG/BE) und der Steuerhinterziehung (vgl. Art. 56 f. StHG; Art. 217 und Art. 221 Abs. 2 StG/BE) stimmt im Steuerharmonisierungsgesetz sowie im Berner Steuergesetz mit den entsprechenden Artikeln des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer �berein. Das Gesagte kann deshalb ohne weiteres auf die Nachsteuern und die Steuerbussen f�r die Kantons- und Gemeindesteuern 2001 �bertragen werden.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist mithin als unbegr�ndet abzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens unter Solidarhaft zu tragen (Art. 65 f. BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht auszurichten (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 82
 Art. 146
 Art. 73
 Art. 95
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 67
 Art. 41
 Art. 6
 Art. 151
 Art. 151
 Art. 175
 Art. 175
 Art. 175
 Art. 175
 Art. 40
 Art. 156
 Art. 53
 Art. 206
 Art. 56
 Art. 217
 Art. 221