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Timestamp: 2016-10-28 23:45:30+00:00

Document:
9C_745/2014 (04.11.2014)
9C_745/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 4. November 2014
A.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Karin Herzog,
Mit Verf�gung vom 8. November 2013 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch des 1964 geborenen A.________ um Ausrichtung einer Rente der Invalidenversicherung mangels eines leistungsbegr�ndenden Invalidit�tsgrades ab.
Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess die dagegen erhobene Beschwerde teilweise gut und sprach dem Versicherten f�r den Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis 30. Juni 2012 eine befristete ganze Invalidenrente zu (Entscheid vom 5. September 2014).
A.________ f�hrt Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der ganzen Rente �ber Ende Juni 2012 hinaus; eventuell sei die Streitsache zur erg�nzenden medizinischen Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des BGG eine freie �berpr�fung des vorinstanzlichen Entscheides in tats�chlicher Hinsicht zu unterbleiben. Ebenso entf�llt eine Pr�fung der Ermessensbet�tigung nach den Grunds�tzen zur Angemessenheitskontrolle (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 hinsichtlich der seinerzeitigen Regelung nach dem auf Ende 2006 aufgehobenen OG).
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich diejenigen �ber den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG [SR 830.1] in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348; 128 V 29 E. 1 S. 30; 104 V 135 E. 2a und b S. 136), zutreffend dargelegt. Hierauf wird verwiesen.
Des Weitern hat das kantonale Gericht - wobei es die hievor (E. 1) angef�hrte Kognitionsregelung zu beachten gilt - insbesondere gest�tzt auf die polydisziplin�re Expertise der MEDAS B._________ vom 1. M�rz 2013 (vgl. auch die zus�tzliche Stellungnahme des orthop�dischen MEDAS-Gutachters vom 2. Juli 2013) zutreffend erkannt, dass der Beschwerdef�hrer wegen seiner Schulter- und R�ckenbeschwerden seine fr�here, k�rperlich teilweise schwere Arbeit auf dem Bau behinderungsbedingt nicht mehr auszu�ben vermag, hingegen einer leidensangepassten Erwerbst�tigkeit (k�rperlich leicht bis mittelschwer, wechselbelastend) schon seit Fr�hjahr 2012 uneingeschr�nkt nachgehen und damit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen k�nnte. Jedenfalls kann von einer offensichtlich unrichtigen (oder unvollst�ndigen) vorinstanzlichen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder von einer willk�rlichen W�rdigung der Aktenlage keine Rede sein (was auch hinsichtlich der antizipierten Beweisw�rdigung gilt, wonach keine weiteren �rztlichen Abkl�rungen erforderlich seien). In der Beschwerdeschrift werden praktisch ausschliesslich blosse Tat- und Ermessensfragen aufgeworfen, welche - wie dargelegt - der freien �berpr�fung durch das Bundesgericht von vornherein entzogen sind.
Soweit der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz habe hinsichtlich der diagnostizierten Dysthymie (ICD-10 F34.1) die sog. Foerster-Kriterien nicht angewandt, ist ihm entgegenzuhalten, dass dieses Leiden im massgebenden MEDAS-Gutachten unter den Diagnosen "ohne Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit" angef�hrt wird. Eine invalidisierende Wirkung kann ihm nicht zugeschrieben werden. Mit Blick auf die vom kantonalen Gericht nicht offensichtlich unrichtig (und damit f�r das Bundesgericht verbindlich) auf 100 % veranschlagte Leistungsf�higkeit in leidensangepasster Erwerbst�tigkeit f�llt beim Invalideneinkommen ein Abzug vom Tabellenlohn f�r das Kriterium "reduzierter Besch�ftigungsgrad" naturgem�ss ausser Betracht. Schliesslich begr�ndet auch der Umstand, dass der Versicherte in seinem letzten Arbeitsverh�ltnis �ber 23 Jahre in der Baubranche gearbeitet hat, nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz keinen Abzug vom Tabellenlohn: Der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe an seiner Stelle ausschliesslich (k�rperlich) schwere Arbeiten verrichten m�ssen, ist n�mlich aktenwidrig. Gem�ss Arbeitszeugnis der fr�heren Arbeitgeberfirma vom 17. Januar 2011 hatte er als F�hrer einer Baugruppe auch k�rperlich leichte T�tigkeiten zu verrichten wie das Erstellen von Arbeits- und Maschinenrapporten, die Organisation von Baustellen, das Erstellen von Material- und Bestell-Listen, die Koordination mit der Bauleitung, die Teilnahme an Baustellensitzungen sowie die Vertretung der Bauf�hrung an Koordinationssitzungen. Die dabei erworbenen Kompetenzen erlauben den Schluss, dass der Versicherte die verbliebene Arbeitsf�higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht bloss mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 105
 Art. 28
 BGE