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Quelle:Ast/Brüggemann 2005
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Angaben zur Quelle [Bearbeiten] Autor Nils Brüggemann
Titel Der Krankenhaus-Betriebsvergleich als Instrument für das Krankenhausmanagement
Ort Bayreuth
Verlag PCO
Reihe Schriften zur Gesundheitsökonomie ; Bd. 46
Anmerkung Zugl.: Bayreuth, Univ., Diss., 2005
Fragmente 26
[1.] Ast/Fragment 001 14 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:50:54 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 001, Zeilen: 14-29
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 001, Zeilen: 03-20
Das deutsche Gesundheitswesen steht im Spannungsfeld zwischen medizinischen und ökonomischen Ansprüchen3. Weiterentwicklungen in der medizinischen Forschung ermöglichen immer aufwendigere Diagnostiken und Therapien. Die gute Nachricht für die Patienten ist, dass die Behandlung immer komplexerer Krankheitsfälle möglich wird. Darüber hinaus werden Gesundheitsleistungen von einer im Durchschnitt älter werdenden Bevölkerung immer stärker nachgefragt. Die schlechte Nachricht ist, dass eine maximale Abdeckung der Patientenbedürfnisse aufgund der stetig knapper werdenden finanziellen Ressourcen im deutschen Gesundheitssystem kaum mehr gewährleistet werden kann4. Gesundheitspolitische Diskussionen und Entscheidungen orientieren sich daher heute an der ökonomischen Handlungsmaxime des wirtschaftlichen Einsatzes begrenzter Ressourcen.
Im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Diskussion zur wirtschaftlichen Leistungserbringung im Gesundheitswesen stehen die Krankenhäuser. Diese Tatsache ist vor allem auf Höhe und Wachstum der Krankenhauskosten zurück zu führen5. Innerhalb der Ausgabenstruktur der gesetzlichen Krankenversicherung stellen die Kosten für die Krankenhausbehandlung heute nicht nur den größten Ausgabenblock dar, sondern weisen darüber hinaus für die letzten vier Jahrzehnte ein im Vergleich zu anderen Leistungssektoren über-[proportionales Wachstum auf.]
3 Vgl. Oberender, P. (1996), S. 9 ff. 4 Vgl. Oberender/Hebborn (1994), S. 17.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt.
Das deutsche Gesundheitswesen steht im Spannungsfeld zwischen medizinischen und ökonomischen Ansprüchen1. Weiterentwicklungen in der medizinischen Forschung ermöglichen immer aufwendigere Diagnostiken und Therapien, welche die Behandlung eines stetig breiter werden Spektrums physischer und psychischer Erkrankungen ermöglicht. Darüber hinaus werden Gesundheitsleistungen von einer im Durchschnitt älter werdenden Bevölkerung immer stärker nachgefragt. Eine maximale Abdeckung der Patientenbedürfnisse kann jedoch aufgrund der Knappheit der finanziellen Ressourcen im deutschen Gesundheitssystem kaum mehr gewährleistet werden2. Gesundheitspolitische Diskussionen und Entscheidungen orientieren sich daher heute an der ökonomischen Handlungsmaxime des wirtschaftlichen Einsatzes begrenzter Ressourcen.
Im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Diskussion zur wirtschaftlichen Leistungserbringung im Gesundheitswesen stehen die Krankenhäuser. Diese Tatsache ist vor allem auf die Höhe und das Wachstum der Krankenhauskosten zurückzuführen. Innerhalb der Ausgabenstruktur der gesetzlichen Krankenversicherungen stellen die Kosten für die Krankenhausbehandlungen heute nicht nur den größten Ausgabenblock dar, sondern weisen darüber hinaus für die letzten drei Jahrzehnte ein im Vergleich zu den anderen Leistungssektoren überproportionales Wachstum auf3.
1 Vgl. hierzu Oberender, P. (1996), S. 9ff. 2 Vgl. hierzu und zum folgenden Oberender/Hebborn (1994), S. 17.
Der Verfasser übernimmt die erste Seite der Einleitung seiner Quelle zum größten Teil ohne Kennzeichnung.
(Dimpfelmoser) Schumann
[2.] Ast/Fragment 002 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:05:54 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 002, Zeilen: 03-09
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 001, 003, Zeilen: 1: 21-26, 3: 1
Aufgrund dieser Entwicklung wurden mit dem Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) 1993 fortlaufend Gesetzes induzierte Maßnahmen zur Kostendämpfung in den Krankenhäusern ergriffen. Mit der Aufhebung des Selbstkostendeckungsprinzips, welches den Krankenhäusern
die Erstattung aller zur Erbringung der Versorgungsleistungen nachgewiesenen oder vorauskalkulierten Kosten garantierte und der Einführung fallbezogener Vergütungsformen,
wurden deutsche Krankenhäuser erstmals wirtschaftliche Risiken übertragen und Anreize
für eine effiziente Leistungserbringung gegeben7
7 Vgl. Sieben, G. (2000), S. 6 ff.
Aufgrund dieser Entwicklungen wurden mit dem Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) 1993 Maßnahmen zur Kostendämpfung in den Krankenhäusern ergriffen. Mit der Aufhebung des Selbstkostendeckungsprinzips, welches den Krankenhäusern die Erstattung aller zur Erbringung der Versorgungsleistungen nachgewiesenen oder vorauskalkulierten Kosten garantierte, und der Einführung fallbezogener Vergütungs­formen wurden deutschen Krankenhäusern erstmals wirtschaftliche Risiken übertra-
gen und Anreize für eine effiziente Leistungserbringung gegeben4.
4 Vgl. hierzu und zum folgenden Müller (1993), S. 13f.
Kein Hinweis auf die Quelle. Fortsetzung von den vorstehenden Seite.
[3.] Ast/Fragment 003 08 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:01 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 003, Zeilen: 08-16, 21-26
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 003, 004, Zeilen: 3: 18-27, 4: 01-14
Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Anwendung des Betriebsvergleichs in anderen Industrien und der zahlreichen Ansätze des Krankenhaus-Betriebsvergleichs im deutschen Krankenhausmarkt11 stellen sich für deutsche Krankenhäuser folgende Fragen, deren Beantwortung sich diese Arbeit zum Ziel setzt:
1. Welche grundsätzlichen Möglichkeiten und Grenzen bietet der Krankenhaus-Betriebsvergleich in einem DRG-System, die Informationsbedürfnisse des strategischen
und operativen Managements zu erfüllen.
2. Wie ist ein Krankenhaus-Betriebsvergleich zu gestalten, der die aktuellen Defizite adressiert und die Informationsbedürfnisse des Krankenhausmanagements berücksichtigt. Welche Möglichkeiten und Grenzen weist ein solcher Ansatz bei der Unterstützung des
Krankenhausmanagements auf.
[...] Die von anderen Interessensgruppen (Krankenhausgesellschaften, Publikumsmagazine oder Redaktionen von Krankenhauszeitschriften) durchgeführten Krankenhaus-Betriebsvergleiche
sind stark von spezifischen Fragestellungen und den Interessen ihrer Initiatoren geprägt. Ein allgemein akzeptierter Ansatz für einen Krankenhaus-Betriebsvergleich zur
Unterstützung des strategischen und operativen Krankenhausmanagements konnte bislang
nicht entwickelt werden.
11 Vgl. hierzu Eiff, W. (2000), S. 18.
Die von anderen lnteressensgruppen wie beispielsweise Krankenhausgesellschaften, Publikumsmagazinen oder Redaktionen von Krankenhauszeitschriften durchgeführten Krankenhaus-Betriebsvergleiche sind stark von spezifischen Fragestellungen und den Interessen ihrer Initiatoren geprägt. Ein allgemein akzeptierter Ansatz für einen Krankenhaus-Betriebsvergleich zur Unterstützung des strategischen und operativen Krankenhausmanagements konnte bislang noch nicht entwickelt werden.
Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Anwendung des Betriebsvergleichs in anderen Industrien und der zahlreichen Ansätze des Krankenhaus-Betriebsvergleichs im deutschen Krankenhausmarkt stellen sich für deutsche [Seite 4]
Krankenhäuser daher folgende Fragen, deren Beantwortung die sich die vorliegende Abhandlung zum Ziel setzt
1. Welche grundsätzlichen Möglichkeiten und Grenzen bietet der KrankenhausBetriebsvergleich zur Befriedigung der Informationsbedürfnisse des strategischen und operativen Krankenhausmanagements?
2. Welche der durch Krankenhaus-Betriebsvergleiche zu befriedigenden Informationsbedürfnisse des Krankenhausmanagements werden von den aktuell für Krankenhäuser zugänglichen Krankenhaus-Betriebsvergleiche tatsächlich abgedeckt?
3. Wie ist ein Krankenhaus-Betriebsvergleich zu gestalten, der die Defizite der aktuellen Krankenhaus-Betriebsvergleiche adressiert und die Informationsbedürfnisse des Krankenhausmanagements berücksichtigt? Welche Möglichkeiten und Grenzen weist ein solcher Ansatz bei der Unterstützung des Krankenhausmanagements auf?
Auch die Fragestellung der Arbeit wird aus der nicht ausgewiesenen Quelle übernommen.
[4.] Ast/Fragment 008 04 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:09:44 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 008, Zeilen: 04-15, 101-118
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 009, Zeilen: 01-13, 101-121
2.1 Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens
Die Rahmenbedingungen und institutionelle Einordnung von Krankenhäusern erfolgt im Wesentlichen durch die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Bedeutung der GKV wird insbesondere dadurch deutlich, dass der weitaus größte Teil der Behandlungskosten in deutschen Krankenhäusern von den gesetzlichen Krankenversicherungen
getragen wird15. Den übrigen Kostenträgern kommt im Vergleich zur GKV
dagegen nur eine relativ geringe Bedeutung zu16.
Die Ziele der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland gehen weit über die originären Ziele einer reinen Krankenversicherung hinaus17. Neben dem Primärziel der Krankenversicherung, welches in der Gewährung eines Versicherungsschutzes für die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit besteht, verfolgt die GKV auch soziale und gesundheitspolitische Zielsetzungen15. Diese Ziele werden durch folgende Strukturelemente umgesetzt:
15 Vgl. Herder-Dorneich/Wasem (1986), S. 22 ff.
16 Vgl. Herder-Dorneich/Wasem (1986), S. 92 ff.
17 Vgl. Neubauer (1988), S. 14.
18 Im Rahmen der sozialpolitischen Ziele verfolgt die GKV vor allem verteilungs- und allokationspolitische Ziele. Die verteilungspolitischen Zielsetzungen können unter dem Begriff Solidarausgleich subsumiert werden (vgl. hierzu Wüstrich (1994), S. 9): Im Idealfall bemessen sich die Leistungen, die der einzelne Versicherte als Glied
der Gemeinschaft in seiner Krankenkasse erhält, nach seinen Notwendigkeiten und Bedürfnissen, während sein Beitrag zu den Aufwendungen der Gemeinschaft durch seine wirtschaftliche Leistungskraft (Einkommen) bestimmt wird (vgl. hierzu Smigielski (1985), S. 79). Die Knappheit der zur Verfügung stehenden Mittel macht dabei Effizienzüberlegungen in der GKV unverzichtbar (vgl. hierzu und zu folgendem Wüstrich (1994), S. 10 ff.). Unter allokationspolitischen Gesichtspunkten ist die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen daher mit einem möglichst geringen Einsatz an Ressourcen zu erreichen (vgl. hierzu Külp (1977), S. 620). Unter gesundheitspolitischen Aspekten soll das Krankenversicherungssystem außerdem verhindern, dass ansteckende oder behandlungsbedürftige Krankheiten aufgrund mangelnder Versicherung verschleppt werden (vgl. hierzu und zu folgendem Wüstrich (1994), S. 11 f. und Oberender, A. (1996), S. 85). Gemäß § 35 SGB V umfasst die Versicherungspflicht Arbeiter und Angestellte bis zur Versicherungspflichtgrenze, Auszubildende, Leistungsempfänger nach dem Arbeitsförderungsgesetz, Landwirte, Künstler und Publizisten, Studenten und Praktikanten, Rentner sowie weitere Personengruppen.
2.2. Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens
Die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser werden im wesentlichen durch die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestimmt. Die Bedeutung der GKV wird insbesondere dadurch deutlich, dass der weitaus größte Teil der Behandlungskosten in deutschen Krankenhäusern von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen wird18. Den übrigen Kostenträgern kommt im Vergleich zur GKV dagegen nur relativ geringe Bedeutung zu19.
Die Ziele der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland gehen weit über die
originären Ziele einer reinen Krankenversicherung hinaus20. Neben dem Primärziel der Krankenversicherung, welches in der Gewährung eines Versicherungsschutzes für die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit besteht, verfolgt die GKV auch soziale und gesundheitspolitische Zielsetzungen21. Diese Ziele werden durch folgende Strukturelemente umgesetzt:
- Allgemeine Versicherungspflicht
Für den weitaus größten Teil der Bevölkerung besteht die Versicherungspflicht
in der GKV22.
18 Vgl. hierzu Herder-Dorneich/Wasem (1986), S. 22ff.
19 Vgl. hierzu Herder-Dorneich/Wasem (1986), S. 92.
20 Vgl. hierzu Neubauer (1988), S. 14.
21 Im Rahmen der sozialpolitischen Ziele verfolgt die GKV vor allem verteilungs-und allokationspolitische Ziele. Die verteilungspolitischen Zielsetzungen können unter dem Begriff Solidarausgleich subsumiert werden (vgl. hierzu Wüstrich (1994), S. 9): Im Idealfall bemessen sich die Leistungen die der einzelne Versicherte als Glied der Gemeinschaft in seiner Krankenkasse erhält, nach seinen Notwendigkeiten und Bedürfnissen, während sein Beitrag zu den Aufwendungen der Gemeinschaft durch seine wirtschaftliche Leistungskraft (Einkommen) bestimmt wird (vgl. hierzu Smigielski (1985), S. 79). Die Knappheit der zur Verfügung stehenden Mittel macht dabei Effizienzüberlegungen in der GKV unverzichtbar (vgl. hierzu und zu folgendem Wüstrich (1994), S. 10 f). Unter allokationspolitischen Gesichtspunkten ist die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen daher mit einem möglichst geringem Einsatz an Ressourcen zu erreichen (vgl. hierzu Külp (1977), S. 620). Unter gesundheitspolitischen Aspekten soll das Krankenversicherungssystem außerdem verhindern, dass ansteckende oder behandlungsbedürftige Krankheiten aufgrund mangelnder Versicherung verschleppt werden (vgl hierzu und zu folgendem Wüstrich (1994), S. 11 f und Oberender, A. (1996), S. 85).
22 Nach dem § 35 SGB V umfasst die Versicherungspflicht Arbeiter und Angestellte bis zur Versicherungspflichtgrenze, Auszubildende, Leistungsempfänger nach dem Arbeitsförderungsgesetz, Landwirte, Künstler und Publizisten, Studenten und Praktikanten, Rentner sowie weitere Personengruppen.
[5.] Ast/Fragment 009 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-03-27 13:14:14 SchumannAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 009, Zeilen: 01-27 (kpl.)
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 009-011, Zeilen: 9: 14-17, 10: 01-25, 11: 1-2
2.1.1 Allgemeine Versicherungspflicht
Für den weitaus größten Teil der Bevölkerung besteht die Versicherungspflicht in der
GKV19. Die Versicherungspflicht ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung der sozialpolitischen Ziele der GKV. Ohne den Beitrittszwang zur GKV bestünde für diejenigen Versicherten, deren Beiträge das individuell zurechenbare Risiko übersteigen und somit den Solidarausgleich tragen (Nettozahler), bzw. für Versicherte, die ihre zukünftigen Bedürfnisse aus der Krankenversicherung unterschätzen, ein großer Anreiz zur Abwanderung. Für diese Versichertengruppen wäre der Abschluss einer privaten Versicherung gemäß ihres individuellen Risikos mit der Realisation eines objektiven bzw. subjektiven ökonomischen Vorteils verbunden. Zum Erhalt des Solidarausgleichs muss die Abwanderung der Nettozahler durch die Versicherungspflicht verhindert werden. Die Versicherten, die einer Mindereinschätzung ihrer zukünftigen Bedürfnisse unterliegen, sind ebenfalls zur Versicherung in der GKV zu verpflichten.
2.1.2 Regelleistungskatalog
Das Leistungsspektrum der GKV ist durch den Regelleistungskatalog staatlich normiert. Der Umfang des Regelleistungskataloges unterliegt allerdings permanenten Veränderungen. So wurden mit Einführung der GKV Gesundheitsreform 200020 die Leistungen zur Primärprävention und Rehabilitation wieder in den Leistungskatalog aufgenommen. Drei Jahre
später wurden mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) Kürzungen des Leistungskataloges durchgesetzt, um die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung zu lösen21. Durch die staatliche Normierung22 des Regelleistungskataloges ist den Krankenkassen eine Differenzierung über den Umfang des Leistungskataloges nur sehr begrenzt im Rahmen von freiwilligen Leistungen möglich. Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben die Krankenkassen erstmals die Möglichkeit, den Abschluss privater Zusatzversicherungsverträge zu vermitteln und ihr Leistungsangebot mit Hilfe von Kooperationsvereinbarungen mit privaten Krankenversicherungen zu differenzieren23.
19 Nach § 35 SGB V umfasst die Versicherungspflicht Arbeiter und Angestellte bis zur Versicherungspflichtgrenze, Auszubildende, Leistungsempfänger nach dem Arbeitsforderungsgesetz, Landwirte, Künstler und Publizisten, Studenten und Praktikanten, Rentner sowie weitere Personengruppen.
20 Vgl. hierzu Gesetz zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem Jahr 2000 (GKV Gesundheitsreform 2000) Artikel 1, Abs. 8.
21 Dies betrifft vor allem die Leistungen im Bereich des Zahnersatzes und der Sehhilfen. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 20 und Artikel 1 Abs. 36 GMG sowie § 33 und §§ 55-59 SGB V.
22 Vgl. hierzu und zu folgendem Gitter/Oberender (1987), S. 54 ff.
23 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 136 GMG sowie § 194 SGB V.
Für den weitaus größten Teil der Bevölkerung besteht die Versicherungspflicht in der GKV22. Die Versicherungspflicht ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung der sozialpolitischen Ziele der GKV. Ohne den Beitrittszwang [Seite 10]
zur GKV bestünde für diejenigen Versicherten, deren Beiträge das individuell zurechenbare Risiko übersteigen und somit den Solidarausgleich tragen (Nettozahler), bzw. für Versicherte, die ihre zukünftigen Bedürfnisse aus der Krankenversicherung unterschätzen, ein großer Anreiz zur Abwanderung. Für diese Versichertengruppen wäre der Abschluss einer privaten Versicherung gemäß ihres individuellen Risikos mit der Realisation eines objektiven bzw. subjektiven ökonomischen Vorteils verbunden. Zum Erhalt des Solidarausgleiches muss die Abwanderung der Nettozahler durch die Versicherungspflicht verhindert werden. Die Versicherten, die einer Mindereinschätzung ihrer zukünftigen Bedürfnisse unterliegen, sind ebenfalls zur Versicherung in der GKV zu verpflichten.
- Regelleistungskatalog
Das Leistungsspektrum der GKV ist durch den Regelleistungskatalog staatlich normiert23. Der Umfang des Regelleistungskataloges unterliegt allerdings permanenten Veränderungen. So wurden mit Einführung der GKV Gesundheitsreform 2000 die Leistungen zur Primärprävention und Rehabilitation wieder in den Leistungskatalog aufgenommen24. Drei Jahre später werden heute mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) Kürzungen des Leistungskataloges durchgesetzt, um die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung zu lösen25.
Durch die staatliche Normierung des Regelleistungskataloges ist den Krankenkassen eine Differenzierung über den Umfang des Leistungskataloges nur sehr begrenzt im Rahmen von freiwilligen Leistungen möglich. Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben die Krankenkassen erstmals die Möglichkeit, den Abschluss privater Zusatzversicherungsverträge [Seite 11]
zu vermitteln und ihr Leistungsangebot mit Hilfe von Kooperationsvereinbarungen mit privaten Krankenversicherungen zu differenzieren26.
22 Nach § 35 SGB V umfasst die Versicherungspflicht Arbeiter und Angestellte bis zur Versicherungspflichtgrenze, Auszubildende, Leistungsempfänger nach dem Arbeitsforderungsgesetz, Landwirte, Künstler und Publizisten, Studenten und Praktikanten, Rentner sowie weitere Personengruppen.
23 Vgl. hierzu und zu folgendem Gitter/Oberender (1987), S. 54 ff.
24 Vgl. hierzu Gesetz zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem Jahr 2000 (GKV Gesundheitsreform 2000) Artikel 1, Abs. 8.
25 Dies betrifft vor allem die Leistungen im Bereich des Zahnersatzes und der Sehhilfen. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 20 und Artikel 1 Abs. 36 GMG sowie § 33 und §§ 55-59 SGB V.
26 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 136 GMG sowie § 194 SGB V.
Kein Hinweis auf die Quelle. Auch die Referenzen werden übernommen.
[6.] Ast/Fragment 010 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:08 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 010, Zeilen: 01-21, 101-110
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 011, 012, Zeilen: 11: 03-21, 102-111;, 12: 01-04, 101
2.1.3 Sachleistungsprinzip
Die Nachfrage nach den Leistungen der GKV erfolgen grundsätzlich nach dem Sachleistungsprinzip24. Die Versicherten erhalten für ihre Beitragszahlungen einen Leistungsanspruch in Form der Krankenversicherungskarte. Gegen Vorlage dieser Karte können die Versicherten im Bedarfsfall als Patienten medizinische Leistungen beziehen. Die Leistungserbringer im stationären und ambulanten Sektor oder deren Vertreter (im ambulanten Sektor die kassenärztliche Vereinigung) rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen ist damit für die Versicherten unabhängig von Kostenüberlegungen25. Ausnahmen bilden Zuzahlungen wie z. B. für Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, für Zahnersatz oder Krankenhausaufenthalt26. In der Regel stehen den Versicherten die Leistungen der GKV aber als scheinbar freie Güter zur Verfügung, die uneingeschränkt und kostenlos in Anspruch genommen werden können. Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben erstmals alle Versicherten die Wahl zwischen der Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Sachleistungs- oder nach dem Kostenerstattungsprinzip27. Im Rahmen des bei privaten Krankenversicherungen üblichen Kostenerstattungsprinzips rechnet der Versicherte direkt mit dem Erbringer der in Anspruch genommenen Leistungen ab. Die Behandlungskosten werden dem Versicherten nach Einreichung der Rechnung durch die Krankenversicherung erstattet. Der Gesetzgeber erhofft sich mit dieser Regelung die Kostentransparenz für medizinische Leistungen bei den Patienten zu erhöhen und dadurch mittel- bis langfristig Kosteneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwirken28.
24 Die mit dem 2. GKV Verordnungsgesetz für alle Versicherten eingeführte Wahlfreiheit zwischen dem Bezug von Sachleistungen und der Kostenerstattung wurde mit dem GKV Solidaritätsstärkungsgesetz auf freiwillig gesetzlich Versicherte beschränkt. Vgl. hierzu 2 GKV-NOG Artikel 1 Abs. 1 und GKV-SolG Artikel 1 Abs. 1.
25 Vgl. Oberender. A (1996). S. 96 f.
26 Vgl. Hierzu u. a Meyer (2007), S. 61. Als weitere Ausnahme ist die mit den Modernisierungsgesetzen eingeführte Wahlmöglichkeit bei den Versicherungskonditionen anzuführen. Danach haben die Krankenkassen heute das Recht, ihren Mitgliedern z.B. Tarife mit Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalten anzubieten. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 35 GMG, sowie §§ 53-54 SGB V.
27 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 4 GMG sowie § 13 SGB V.
28 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2003), S. 168.
- Sachleistungsprinzip
Die Nachfrage nach den Leistungen der GKV erfolgen grundsätzlich nach dem Sachleistungsprinzip27. Die Versicherten erhalten für ihre Beitragszahlungen einen Leistungsanspruch in Form der Krankenversicherungskarte. Gegen Vorlage dieser Karte können die Versicherten im Bedarfsfall als Patienten medizinische Leistungen beziehen. Die Leistungserbringer im stationären und ambulanten Sektor oder deren Vertreter (im ambulanten Sektor die Kassenärztliche Vereinigung) rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen ist damit für den Versicherten unabhängig von Kostenüberlegungen28. Ausnahmen bilden Zuzahlungen wie z.B. für Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, für den Zahnersatz oder für Krankenhausaufenthalte29. In der Regel stehen den Versicherten die Leistungen der GKV aber scheinbar freie Güter zur Verfügung, die uneingeschränkt und kostenlos Anspruch genommen werden können.
Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben erstmals alle Versicherten die Wahl zwischen der Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Sachleistungs- oder nach dem Kostenerstattungsprinzip30. Im Rahmen des bei privaten Krankenversicherungen üblichen Kostenerstattungsprinzips rechnet der Versicherte direkt mit dem Erbringer der in Anspruch genommenen Leistungen ab. Die Behandlungskosten werden dem Versicherten nach Einreichung der Rechnung durch die Krankenversicherung [Seite 12]
erstattet. Der Gesetzgeber erhofft sich mit dieser Regelung die Kostentransparenz für medizinische Leistungen bei den Patienten zu erhöhen und dadurch mittel- bis langfristig Kosteneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwirken31.
27 Die mit dem 2. GKV-Neuordnungsgesetz für alle Versicherten eingeführte Wahlfreiheit zwischen dem Bezug von Sachleistungen und der Kostenerstattung wurde mit dem GKV-. Solidaritätsstärkungsgesetz auf freiwillig gesetzlich Versicherte beschränkt. Vgl. hierzu 2. GKV-NOG Artikel 1 Abs.1 und GKV-SolG Artikel 1 Abs.1. 28 Vgl. hierzu und zu folgendem Oberender, A. (1996), S. 96 f. 29 Vgl. hierzu Meyer (1993), S. 61. Als weitere Ausnahme ist die mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz eingeführte Wahlmöglichkeit bei Versicherungskonditionen anzuführen. Danach haben Krankenkassen heute das Recht, freiwilligen Mitgliedern z.B. Tarife mit Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalten anzubieten. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 35 GMG sowie §§ 53-54 SGB V.
30 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 4 GMG sowie § 13 SGB V.
31 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2003), S. 168.
[7.] Ast/Fragment 010 22 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-03-27 13:22:27 SchumannAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 010, Zeilen: 22-27
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 15, Zeilen: 03-09
2.2 Die Einbindung des Krankenhauses in das deutsche Gesundheitswesen
Die deutschen Krankenhäuser sind durch eine Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen in
das deutsche Gesundheitswesen eingebunden. Hintergrund dieser Bestimmungen ist vor allem
die Verpflichtung des Staates, die Vorhaltung von Gesundheitsleistungen zu einer bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen29. 29 Nach § 5 SGB I.
2.3. Die Einbindung des Krankenhauses in das deutsche Gesundheitswesen
Die deutschen Krankenhäuser sind durch eine Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen in das deutsche Gesundheitswesen eingebunden. Hintergrund dieser Bestimmungen ist vor allem die Verpflichtung des Staates, die Vorhaltung vor Gesundheitsleistungen zu einer bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen43. 43 Nach § 5 SGB I.
Fortsetzung von Fragment 010 01: Der Verfasser überspringt drei Seiten seiner Quelle und setzt die Übernahme ohne Kennzeichnung fort.
[8.] Ast/Fragment 011 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:14 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 011, Zeilen: 01-06
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 015, Zeilen: 09-16
[Wie die Rahmenbedingungen] der gesetzlichen Krankenversicherungen waren auch die gesetzlichen Bestimmungen für Krankenhäuser seit den neunziger Jahren massiven Änderungen unterlegen. Dies ist vor allem auf die Höhe und das Wachstum der Krankenhauskosten zurückzuführen, die seit dem den größten Ausgabenblock der gesetzlichen Krankenversicherung ausmachen30. Alle Ziele der verschiedenen gesetzlichen Reformen im Krankenhaussektor liegen daher vornehmlich in der Kostendämpfung.
30 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit (1999, 2000, 2002, 2006).
Wie die Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherungen waren auch die gesetzlichen Bestimmungen für Krankenhäuser in den neunziger Jahren massiven Änderungen unterlegen. Dies ist vor allem auf die Höhe und das Wachstum der Krankenhauskosten zurückzuführen, die den größten Ausgabenblock der gesetzlichen Krankenversicherung ausmachen und in der neunziger Jahren ein überproportionales Wachstum aufwiesen44. Das Ziel der gesetzlichen Reformen im Krankenhaussektor liegt daher vornehmend in der Kostendämpfung.
44 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit (1999a), S. 18.
[9.] Ast/Fragment 011 07 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:20 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 011, Zeilen: 07-19
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20: 18-24, 21: 01-06
2.2.1 Institutionelle Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
Im deutschen Gesundheitswesen werden der ambulante und der stationäre Sektor deutlich voneinander abgegrenzt. Der stationären Versorgung in Krankenhäusern stehen die niedergelassenen Ärzte gegenüber, die in den kassenärztlichen Vereinigungen zu einem Zwangskartell zusammengefasst sind. Deutsche Krankenhäuser können ihr Leistungsspektrum aufgrund dieser institutionellen Trennung nicht beliebig in den ambulanten Bereich ausbauen. Vielmehr sind sie bei der Ausweitung des Leistungsspektrums auf vor- und nachstationäre Behandlungen, ambulantes Operieren und das Vorhalten einer Notfallambulanz beschränkt. Darüber hinaus wird den Krankenhäusern mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (1. Januar 2004) im Rahmen von strukturierten Behandlungsprogrammen, im Falle einer regionalen Unterversorgung oder für hochspezialisierte Leistungen die Möglichkeit eingeräumt, im ambulanten Sektor tätig zu sein31.
31 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 87 GMG sowie §§ 116 a-b SGB V.
Institutionelle Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
Im deutschen Gesundheitswesen werden der ambulante und der stationäre Sektor deutlich voneinander abgegrenzt. Der stationären Versorgung in Krankenhäusern stehen die niedergelassenen Ärzte gegenüber, die in den kassenärztlichen Vereinigungen zu einem Zwangskartell zusammengefasst sind. Deutsche Krankenhäuser können ihr Leistungsspektrum aufgrund dieser institutionellen Trennung nicht beliebig in den ambulanten Bereich ausbauen. Vielmehr sind sie bei der Ausweitung [Seite 21]
ihres Leistungsspektrums auf vor- und nachstationäre Behandlungen, ambulantes Operieren und das Vorhalten einer Notfallambulanz beschränkt76. Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz wird den Krankenhäusern seit dem 1. Januar 2004 darüber hinaus im Rahmen von strukturierten Behandlungsprogrammen, im Falle einer regionalen Unterversorgung oder für hochspezialisierte Leistungen die Möglichkeit eingeräumt, im ambulanten Sektor tätig zu sein77.
76 Nach § 115 a, b SGB V.
77 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 85 GMG sowie §§ 116 a-b SGB V.
Fortsetzung von Fragment 011 01.
[10.] Ast/Fragment 011 20 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-03-27 13:39:11 SchumannAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 11, Zeilen: 20-30
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 022, 023, Zeilen: 22: 10 ff., 23: 1 ff.
2.2.2 Marktverhalten
Mit den Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen hat sich in den letzten Jahren
vor allem das Marktverhalten der von öffentlichen und freigemeinnützigen Trägern geführten, bedarfsorientierten Krankenhäuser gewandelt. Vor der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes stand allein die Gewährleistung einer ausreichenden Menge qualitativ hochwertiger Versorgungsleistungen im Mittelpunkt des Verhaltens der Krankenhäuser. Zur Sicherung des Fortbestands war darüber hinaus ein Management der Kapazitätsauslastung erforderlich, um drohende Streichungen der von den Ländern geförderten Betten zu vermeiden oder die Anzahl der geförderten Betten gar zu erhöhen. Ein Instrument hierzu war die Steuerung der Verweildauern, mit deren Hilfe die Kapazitätsauslastung kontrolliert werden konnte32. So konnte Rüschmann bei Patienten ausgewählter Diagnosen Unterschiede bei [der Verweildauer von mehreren 100 Prozent nachweisen, die allein durch medizinische Gründe nicht zu rechtfertigen waren33.]
32 Vgl. hierzu Reher (1993), S. 21 sowie Grupp (1993), S. 5.
33 Vgl. Rüschmann (1982), S. 30 ff.
vor allem das Marktverhalten der von öffentlichen und freigemeinnützigen Trägern geführten, bedarfsorientierten Krankenhäuser gewandelt. Vor der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes stand allein die Gewährleistung einer ausreichenden Menge qualitativ hochwertiger Versorgungsleistungen im Mittelpunkt des Verhaltens der Krankenhäuser. [Seite 23]
Zur Sicherung des Fortbestands war für Krankenhäuser darüber hinaus ein Management der Kapazitätsauslastung erforderlich, um drohende Streichungen der von den Ländern geförderten Betten zu vermeiden oder die Anzahl der geförderten Betten gar zu erhöhen. Ein Instrument hierzu war die Steuerung der Verweildauern, mit deren Hilfe die Kapazitätsauslastung kontrolliert werden konnte86. So konnte Rüschmann bei Patienten ausgewählter Diagnosen Unterschiede bei bei der Verweildauer von mehreren 100 Prozent nachweisen, die allein durch medizinische Gründe nicht zu rechtfertigen waren87.
86 Vgl. hierzu Reher (1993), S. 21 sowie Grupp (1993), S. 5.
87 Vgl. hierzu Rüschmann (1982), S. 30ff.
Fortsetzung von Fragment 010 01; der Verfasser überspringt hier wieder einige Abschnitte seiner Quelle, die nicht angegeben wird.
[11.] Ast/Fragment 012 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:11:09 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 012, Zeilen: 01-13
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 23, 25, Zeilen: 23: 05-14, 24: 19-23
[So konnte Rüschmann bei Patienten ausgewählter Diagnosen Unterschiede bei] der Verweildauer von mehreren 100 Prozent nachweisen, die allein durch medizinische Gründe nicht zu rechtfertigen waren33. Für eine wirtschaftlich orientierte Leistungserbringung hatten bedarfsorientierte Krankenhäuser kaum Anreize, da das Verlustrisiko und die Gewinnchancen aufgrund des Selbstkostendeckungsprinzips und des Mangels an leistungsorientierten Vergütungsformen stark begrenzt waren34. Die Aktivitäten der Krankenhäuser zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit beschränkten sich daher vorwiegend auf die Dokumentation und den Nachweis der bei der Leistungserbringung entstandenen Kosten.
2.2.3 Marktergebnis
Die Bemühungen des Gesetzgebers zum Abbau der Überkapazitäten im stationären Sektor
spiegeln sich in der Entwicklung des gesamten Krankenhausmarktes deutlich wieder [sic]. So hat sich die Anzahl der Betten im deutschen Krankenhausmarkt von 1993 bis 2006 um circa 28 Prozent verringert35.
34 Vgl. Morra (1996), S. 115.
35 Vgl. Statistisches Bundesamt (1993-2007), Tabellen 18.11 bzw. 18.15.
So konnte Rüschmann bei Patienten ausgewählter Diagnosen Unterschiede bei der Verweildauer von mehreren 100 Prozent nachweisen, die allein durch medizinische Gründe nicht zu rechtfertigen waren87.
Für eine wirtschaftlich orientierte Leistungserbringung hatten bedarfsorientierte Krankenhäuser kaum Anreize, da das Verlustrisiko und die Gewinnchancen aufgrund des Selbstkostendeckungsprinzips und des Mangels an leistungsorientierten Vergütungsformen stark begrenzt waren88. Die Aktivitäten der Krankenhäuser zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit beschränkten sich daher vorwiegend auf die Dokumentation und den Nachweis der bei der Leistungserbringung entstandenen Kosten.
[Seite 24]
2.6. Marktergebnis
Die Bemühungen des Gesetzgebers zum Abbau der Überkapazitäten im stationären Sektor spiegeln sich in der Entwicklung des gesamten Krankenhausmarktes deutlich wider. So hat sich die Anzahl der Betten im deutschen Krankenhausmarkt von 1993 bis 2000 um circa 11 Prozent verringert95. 87 Vgl. hierzu Rüschmann (1982), S. 30ff.
88 Vgl. hierzu und zum folgenden Morra (1996), S. 115.
95 Vgl. hierzu und zum folgenden Statistisches Bundesamt (1995-2002), Tabelle 18.6.
Fortsetzung von der Vorseite. Kein Hinweis auf die Quelle.
[12.] Ast/Fragment 027 23 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:28 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 027, Zeilen: 23-33
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 26, 27, Zeilen: 26: 20-27, 27: 01-04
2.4 Zusammenfassung des Kapitels
Krankenhäuser sind Einrichtungen, in denen Patienten Hilfeleistungen erhalten (insbesondere ärztlich-pflegerischer Art), durch die Krankheiten, Leiden oder Körperschäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden oder Geburtshilfe geleistet wird und in denen Patienten untergebracht und versorgt werden62. Grundsätzlich unterscheidet man Krankenhäuser, die zur Behandlung akuter Fälle eingerichtet sind und Kliniken, die sich auf die Behandlung langfristiger Fälle konzentrieren. Die nachfolgenden Ausführungen gelten in erster Linie für Akutkrankenhäuser.
Die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser im deutschen Gesundheitswesen werden im Wesentlichen durch die Prinzipien der GKV bestimmt. Die wichtigsten Strukturelemente der GKV sind die allgemeine Versicherungspflicht, der Regelleistungskatalog und das Sach-[leistungsprinzip.]
62 Vgl. Strothmann (2007), S. 8.
2.7. Zusammenfassung des Kapitels
Krankenhäuser sind Einrichtungen, in denen Patienten Hilfeleistungen, insbesondere ärztlich-pflegerischer Art, erhalten, durch die Krankheiten, Leiden oder Körperschäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden sollen oder Geburtshilfe geleistet wird und in denen Patienten untergebracht und versorgt werden können"102. Grundsätzlich unterscheidet man Krankenhäuser, die zur Behandlung akuter Fälle eingerichtet sind, und Kliniken, die sich auf die Behandlung langfristiger Fälle konzentrieren. Die nachfolgenden Ausführungen gelten in erster Linie für Akutkrankenhäuser. [Seite 27]
Die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser im deutschen Gesundheitswesen werden im wesentlichen durch die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestimmt. Die wichtigsten Strukturelemente der GKV sind die allgemeine Versicherungspflicht, der Regelleistungskatalog, das Sachleistungsprinzip und Kollektivverträge zwischen der GKV und den ambulanten Leistungserbringern.
102 Eichhorn (1987), S. 7.
Kein Hinweis auf die Quelle. Bemerkenswert ist, dass der Verfasser die Anführungszeichen eines in der Quelle korrekt ausgewiesenen Zitats tilgt.
[13.] Ast/Fragment 028 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:35 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 028, Zeilen: 01-24
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 027, 028, Zeilen: 27: 05-09, 29-30, 28: 01-21
Durch die mit dem Gesundheitsstrukturgesetz angestoßenen Reformen wurden die Elemente der GKV um das freie Kassenwahlrecht für die Versicherten ergänzt, welches durch das Diskriminierungsverbot und den Kontrahierungszwang sowie den Risikostrukturausgleich unterstützt wurde. Die Struktur des Krankenhausmarktes kennzeichnete sich im Jahr 2000 durch eine Dominanz öffentlicher und freigemeinnütziger Krankenhäuser. So wurden 2000 ca. 2.242 der deutschen Akutkrankenhäuser sowie ca. 87 Prozent aller aufgestellten Krankenhausbetten von öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhausträgern betrieben.
Insgesamt schrumpfte die Bettenzahl von 1993 bis 2000 um ca. 11 Prozent. Das Marktverhalten der Krankenhäuser hat sich mit den Änderungen in der Gesetzgebung geändert. Stand vor der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes das Management der Kapazitätsauslastung und der Nachweis der bei der Leistungserbringung entstandenen Kosten im Mittelpunkt, so ist das Marktverhalten der Krankenhäuser heute im Wesentlichen durch ein konsequentes Kostenmanagement und ein budgetorientiertes Management der Behandlungsmengen geprägt. Mit der Einführung des durchgängigen, leistungsorientierten und pauschalierten Vergütungssystems haben die Krankenhäuser heute zusätzliche Anreize zur Wirtschaftlichkeit. Als Ergebnis der oben skizzierten Entwicklungen konnten die deutschen Krankenhäuser die durchschnittlichen Netto-Gesamtkosten pro Fall seit der Einführung des neuen Entgeltsystems trotz eines erhöhten Kostendrucks durch die Mobilisierung von Effizienzreserven weitestgehend konstant halten. Darüber hinaus war im deutschen Krankenhausmarkt eine leichte Tendenz zur Privatisierung festzustellen. Insgesamt zeigt sich der deutsche Krankenhausmarkt als Markt im Umbruch, der in den nächsten Jahren weiteren gravierenden Änderungen unterliegen wird und die deutschen Krankenhäuser unter erhöhten Wettbewerbsdruck setzten wird.
Durch die mit dem Gesundheitsstrukturgesetz angestoßenen Reformen wurden die Elemente der GKV um das freie Kassenwahlrecht für die Versicherten ergänzt, welches durch das Diskriminierungsverbot und den Kontrahierungszwang sowie den Risikostrukturausgleich unterstützt wurde. [...]
Die Struktur des Krankenhausmarktes kennzeichnet sich im Jahr 2000 durch Dominanz öffentlicher und freigemeinnütziger Krankenhäuser. So wurden 2000 [Seite 28]
69 Prozent der 2.242 deutschen Akutkrankenhäuser sowie ca. 87 Prozent aller aufgestellten Krankenhausbetten von öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhausträgern betrieben. Insgesamt schrumpfte die Bettenzahl von 1993 bis 2000 um circa 11 Prozent.
Das Marktverhalten der Krankenhäuser hat sich mit den Änderungen in der Gesetzgebung grundlegend geändert. Stand vor der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes das Management der Kapazitätsauslastung und der Nachweis der bei der Leistungserbringung entstandenen Kosten im Mittelpunkt, so ist das Marktverhalten der Krankenhäuser heute im wesentlichen durch ein konsequentes Kostenmanagement und ein budgetorientiertes Management der Behandlungsmengen geprägt. Mit der Einführung des durchgängigen, leistungsorientierten und pauschalierten Vergütungssystems haben die Krankenhäusern heute zusätzliche Anreize zur Wirtschaftlichkeit.
Als Ergebnis der oben skizzierten Entwicklungen konnten die deutschen Krankenhäuser die durchschnittlichen Netto-Gesamtkosten pro Fall seit der Einführung des neuen Entgeltsystems trotz eines erhöhten Kostendrucks durch die Mobilisierung von Effizienzreserven weitgehend konstant halten. Darüber hinaus war im deutschen Krankenhausmarkt eine leichte Tendenz zur Privatisierung festzustellen. Insgesamt zeigt sich der deutsche Krankenhausmarkt als Markt im Umbruch, der in den nächsten Jahren weiteren gravierenden Änderungen unterliegen wird und die deutschen Krankenhäuser unter erhöhten Wettbewerbsdruck setzten wird.
Fortsetzung von der Vorseite. Kein Hinweis aus die Quelle.
[14.] Ast/Fragment 093 00 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-03-27 14:08:43 SchumannAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 93, Zeilen: 0
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 46, Zeilen: 0
Tabelle 5: Krankenhausinformations- und Kennzahlensystem159
159 Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Güntert (1988), S. 341
Tabelle 4.2-3: Krankenhausinformations- und Kennzahlensystem
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Güntert (1988), S. 341
Quelle wird nicht genannt. Der Verf. kopiert deren Quellenangabe als "Eigene Darstellung in Anlehnung an Güntert".
(PlagProf:-)) Schumann
[15.] Ast/Fragment 093 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-03-27 14:20:52 SchumannAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 093, Zeilen: 01-13
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 47, Zeilen: 09-23
5.4.2.2 Strukturkennzahlen
Mit den Kennzahlen, die als Grundzahlen auf den Daten nur eines Informationsbausteins basieren, können Strukturmerkmale der Vergleichsobjekte untersucht werden. Der Informationsbaustein des Inputs umfasst in diesem Zusammenhang die Kennzahlen des personellen, sachlichen und finanziellen Ressourceneinsatzes und beinhaltet nach dem zweistufigen Produktionsmodell den Sekundärinput. Der Baustein der Transformation umfasst dagegen Informationen zu der Frage, wie die Mittel zur Leistungserstellung eingesetzt werden. Die Kennzahlen dieses Bausteins lassen sich in Kategorien der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation einteilen. Im Informationsbaustein des Outputs werden quantitativ mengenmäßige Kennzahlen (Anzahl und Art der Einzelleistungen, Fälle und Pflegetage) und wertmäßige Kennzahlen (Erträge aus Leistungen) zusammengefasst. Die im Rahmen der quantitativ-mengenmäßigen Kennzahlen erfassten Einzelleistungen repräsentieren den Sekundäroutput bzw. Primärinput nach dem zweistufigen Produktionsmodell von Eichhorn.
Strukturkennzahlen
Mit den Kennzahlen, die als Grundzahlen auf den Daten nur eines Informationsbausteins basieren, können Strukturmerkmale der Vergleichsobjekte untersucht werden. Der Informationsbaustein des Inputs umfasst in diesem Zusammenhang die Kennzahlen des personellen, sachlichen und finanziellen Ressourceneinsatzes und beinhaltet nach dem zweistufigen Produktionsmodell den sogenannten Sekundärinput. Der Baustein der Transformation umfasst dagegen Informationen zu der Frage wie die Mittel zur Leistungserstellung eingesetzt werden. Die Kennzahlen dieses Bausteins lassen sich in Kategorien der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation einteilen. Im Informationsbaustein des Outputs werden quantitativ mengenmäßige (Anzahl und Art der Einzelleistungen, Fälle und Pflegetage) und wertmäßige (Erträge aus Leistungen) Kennzahlen zusammengefasst. Die im Rahmen der quantitativ-mengenmäßigen Kennzahlen erfassten Einzelleistungen repräsentieren den Sekundäroutput bzw. Primärinput nach dem zweistufigen Produktionsmodell von Eichhorn.
[16.] Ast/Fragment 094 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:12:53 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 094, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 47, 48, Zeilen: 47: 23-27, 48: 01-24
Der Primäroutput schließlich findet sich im Informationsbaustein des Outcomes. Unter Outcome versteht man in diesem Zusammenhang die im Krankenhaus bewirkten Veränderungen
des aktuellen und des zukünftigen Gesundheitszustandes der Patienten160. Das Outcome ist somit das Resultat aller Krankenhausleistungen aus der Sicht des Patienten und damit ein sehr komplexes Maß161. Als Kennzahlen zur Messung des Outcomes werden in der Literatur u.a. Mortalitäts- und Komplikationsraten vorgeschlagen162. Auch die Patientenzufriedenheit fällt in den Bereich des Outcomes.
5.4.2.3 Leistungskennzahlen
Kennzahlen, die als Verhältniszahlen aus den Daten verschiedener Informationsbausteine
ermittelt werden, erlauben die Betrachtung der Leistungsfähigkeit der Vergleichsobjekte. Im Rahmen des Krankenhausinformations- und Kennzahlensystems können die Daten aller Informationsbausteine als Beziehungsgrundlage für die Bildung von Verhältniszahlen dienen.
Im Folgendem [sic!] werden einige Beispiele für Leistungskennzahlen aufgeführt163.
Input als Beziehungsgrundlage
Anzahl der erbrachten Pflegetage im Verhältnis zu der Anzahl der zur Verfügung stehenden
Betten (Auslastung)
Anzahl der Operationen im Verhältnis zu der Anzahl der Arbeitstage der Ärzte (Produktivität)
Erträge aus Einzelleistungen abzüglich der variablen Kosten (Deckungsbeitrag)
Transformation als Beziehungsgrundlage
Anzahl Vorgesetzte/Anzahl Mitarbeiter bei Organisation der Verwaltungsabteilung nach
Aufbau A oder B (Kontrollspanne)
Notwendiger Personaleinsatz für Sterilisation der Instrumente und der Wäsche nach Verfahren A oder B (Mitteleinsatz)
Anzahl und Art der erbrachten Einzelleistungen bei Organisation der Fachabteilung nach
Aufbau A oder B (Wirkkraft)
160 Diese Veränderungen können sowohl physischer, psychischer als auch sozialer Art sein. Vgl. Donabedian (1980), S. 82.
161 Zur Messproblematik des Outcomes vgl. Günter/ (1988), S. 319 ff.
162 Vgl. Lohr (1988), S. 39 ff.
163 Alle Beispiele beziehen sich dabei auf eine fest definierte Zeitperiode.
Der Primäroutput schließlich findet sich im Informationsbaustein des Outcomes. Unter Outcome versteht man in diesem Zusammenhang die im Krankenhaus bewirkten Veränderungen des aktuellen und des zukünftigen Gesundheitszustandes der Patienten168. Das Outcome ist somit das Resultat aller Krankenhausleistungen aus der Sicht des Patienten und damit ein sehr komplexes
Maß169. Als Kennzahlen zur Messung des Outcomes werden in der Literatur u.a. Mortalitäts- und Komplikationsraten vorgeschlagen170. Auch die Patientenzufriedenheit fällt in den Bereich des Outcomes.
ermittelt werden, erlauben die Betrachtung der Leistungsfähigkeit der Vergleichsobjekte.
Im Rahmen des Krankenhausinformations- und Kennzahlensystems können die Daten aller Informationsbausteine als Beziehungsgrundlage für die Bildung von Verhältniszahlen dienen. Im folgenden seien einige Beispiele für Leistungskennzahlen
aufgeführt171. - Input als Beziehungsgrundlage
• Anzahl der erbrachten Pflegetage im Verhältnis zu der Anzahl der zur Verfügung stehenden Betten (Auslastung)
• Anzahl der Operationen im Verhältnis zu der Anzahl der Arbeitstage der Ärzte (Produktivität)
• Erträge aus Einzelleistungen abzüglich der variablen Kosten (Deckungsbeitrag)
- Transformation als Beziehungsgrundlage
• Anzahl Vorgesetzte/Anzahl Mitarbeiter bei Organisation der Verwaltungsabteilung nach Aufbau A oder B (Kontrollspanne)
• Notwendiger Personaleinsatz für Sterilisation der Instrumente und der Wäsche nach Verfahren A oder B (Mitteleinsatz)
• Anzahl und Art der erbrachten Einzelleistungen bei Organisation der Fachabteilung
nach Aufbau A oder B (Wirkkraft)
169 Diese Veränderungen können sowohl physischer, psychischer als auch sozialer Art sein. Vgl. Donabedian (1980), S. 82.
170 Zur Messproblematik des Outcome vgl. Günter! (1988), S. 319ff.
171 Vgl. hierzu Lohr (1988), S. 39ff.
172 Alle Beispiele beziehen sich dabei auf eine fest definierte Zeitperiode.
Kein Hinweis auf die Quelle. Fortsetzung von der Vorseite.
[17.] Ast/Fragment 095 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:14:14 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 095, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 048, 049, Zeilen: 48: 24-27, 49: 01-25
Output als Beziehungsgrundlage
• Kosten/Behandlungsfall einer bestimmten Indikation (Mitteleinsatz)
• Materialeinsatz/Einzelleistung (Mitteleinsatz)
• Verweildauer/Behandlungsfall (Mitteleinsatz)
Outcome als Beziehungsgrundlage
• Rate intraoperativer Komplikationen/Arzt (Qualifikation des Personals)
• Durchschnittliche Mortalitätsrate/Einzelleistung (Ergebnisqualität)
Die vollständige Definition der zu erhebenden Daten erfordert neben der Festlegung der Vergleichsobjekte und -kriterien auch das Abstecken der Vergleichszeit. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich kann aus vergangenheits-, gegenwarts- und zukunftsbezogener Perspektive durchgeführt werden. Der vergangenheitsorientierte und auf historischen Daten aufbauende Krankenhaus-Betriebsvergleich erweist sich in der Regel als relativ unproblematisch. Auch der zukunftsorientierte, auf Planungsdaten oder Prognosen basierende Krankenhaus-Betriebsvergleich führt selten zu unüberwindbaren Problemen. Wesentlich komplizierter gestaltet sich dagegen der gegenwartsbezogene Krankenhaus-Betriebsvergleich, der die Bereitstellung aktueller Daten erfordert. Aufgrund seiner Durchführungsdauer ist der gegenwartsbezogene Krankenhaus-Betriebsvergleich deshalb nur auf der Basis computergestützter Informationssysteme mit real-time Verarbeitung oder auf der Grundlage über längere Zeiträume konstanter Daten realisierbar.
5.4.3 Dimension der Vergleichsorganisation
Die Planung und Durchführung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs obliegt grundsätzlich
der Vergleichsstelle bzw. dem Vergleichssubjekt164. Der Initiator des Vergleichs und die durchführende Stelle ist dabei häufig nicht identisch165. Für die Durchführung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs durch eine externe Stelle erteilt der Initiator in der Regel einen Auftrag an das Vergleichssubjekt. Als Vergleichsstellen kommen z.B. Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater oder wissenschaftliche Institute in Betracht166
164 Vgl. Schmaler (1961), S. 8.
165 Vgl. Schott (1956), S. 22.
166 Vgl. Schmaler (1961), S. 58.
- Output als Beziehungsgrundlage
[Seite 49]
- Outcome als Beziehungsgrundlage
Die vollständige Definition der zu erhebenden Daten erfordert neben der Festlegung der Vergleichsobjekte und -kriterien auch das Abstecken der Vergleichszeit. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich kann aus vergangenheits-, gegenwarts-und zukunftsbezogener Perspektive durchgeführt werden. Der vergangenheitsorientierte und auf historischen Daten aufbauende Krankenhaus-Betriebsvergleich erweist sich in der Regel als relativ unproblematisch. Auch der zukunftsorientierte, auf Planungsdaten oder Prognosen basierende Krankenhaus-Betriebsvergleich führt selten zu unüberwindbaren Problemen. Wesentlich komplizierter gestaltet sich dagegen der gegenwartsbezogene Krankenhaus-Betriebsvergleich, der die Bereitstellung aktueller Daten erfordert. Aufgrund seiner Durchführungsdauer ist der gegenwartsbezogene Krankenhaus-Betriebsvergleich deshalb nur auf der Basis computergestützter Informationssysteme mit real-time Verarbeitung oder auf der Grundlage über längere Zeiträume konstanter Daten realisierbar.
Dimension der Vergleichsorganisation
Die Planung und Durchführung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs obliegt grundsätzlich der Vergleichsstelle bzw. dem Vergleichssubjekt172. Der Initiator des
Vergleichs und die durchführende Stelle ist dabei häufig nicht identisch173. Für die Durchführung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs durch eine externe Stelle erteilt der Initiator in der Regel einen Auftrag an das Vergleichssubjekt. Als Vergleichsstellen kommen z.B. Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater oder wissenschaftliche Institute in Betracht174.
172 Vgl. Schmaler (1961), S. 8.
173 Vgl. Schott (1956), S. 22.
174 Vgl. Schmaler (1961), S. 58.
Kein Hinweis aus die Quelle. Fortsetzung von der Vorseite.
[18.] Ast/Fragment 096 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:15:45 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 096, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 50, 51, Zeilen: 50: 17 ff., 51: 1
Unabhängig von der Institution kann die Vergleichsstelle unterschiedliche Einflussmöglichkeiten auf die Datenerhebung haben. Zur Differenzierung dieser Einflussmöglichkeiten und zur Definition möglicher Stellungen des Vergleichssubjektes hat sich in der Literatur die Unterscheidung zwischen dem internen und dem externen Betriebsvergleich durchgesetzt167. „Ein interner Betriebsvergleich liegt vor, wenn die vergleichende Stelle Einfluss hat auf die Art der Erfassung und Zusammenstellung des Zahlenmaterials, das verglichen werden soll und wenn gleichzeitig auch eine Kontrolle des Zahlenmaterials ohne beachtliche Einschränkung möglich ist168.“ Der externe Betriebsvergleich basiert dagegen auf veröffentlichten oder durch Umfragen gewonnenen Daten, die nicht auf ihre Richtigkeit überprüft werden können169.
Darüber hinaus ist die Periodizität der Durchführung von Krankenhaus-Betriebsvergleichen ein wesentlicher Aspekt der Vergleichsorganisation. Hinsichtlich dieses Merkmals können der einmalige, der wiederkehrende (z.B. im viertel- oder halbjährlichen Rhythmus) und der
laufende Krankenhaus-Betriebsvergleich unterschieden werden170.
5.5 Ablauf des Krankenhaus-Betriebsvergleichs
Erst durch ein zielorientiertes Vorgehen können mit dem Krankenhaus-Betriebsvergleich relevante Informationen für das Management gewonnen werden. Die Durchführung eines
zweckabhängigen Krankenhaus-Betriebsvergleichs erfordert eine an den Informationszielen orientierte Planung, Datenerhebung und Datenanalyse. Planung
Der erste Schritt der Planungsphase besteht aus der Bestimmung des eigentlichen Vergleichszwecks171. Der Zweck eines bestimmten Krankenhaus-Betriebsvergleichs sollte möglichst eng umgrenzt sein und sich auf die Beantwortung einer wesentlichen Frage oder auf die Unterstützung bei einer bestimmten Aufgabe konzentrieren. 167 Vgl. Schott (1956), S. 23; Schnettler (1961), S.25ff; Scheuing (1966), S. 7.
168 Vgl. Schnettler (1961), S. 26.
169 Vgl. Scheuing (1966), S. 7.
170 Vgl. Lenzen (1986), S. 161 f.
171 Vgl. hierzu und zum Folgenden Schnettler (1961), S. 52 f.
Unabhängig von der Institution kann die Vergleichsstelle unterschiedliche Einflussmöglichkeiten auf die Datenerhebung haben. Zur Differenzierung dieser Einflussmöglichkeiten und zur Definition möglicher Stellungen des Vergleichssubjektes hat sich in der Literatur die Unterscheidung zwischen dem internen und dem externen Betriebsvergleich durchgesetzt175. "Ein interner Betriebsvergleich liegt vor, wenn die vergleichende Stelle Einfluss hat auf die Art der Erfassung und Zusammenstellung des Zahlenmaterials, das verglichen werden soll, und wenn gleichzeitig auch eine Kontrolle des Zahlenmaterials ohne beachtliche Einschränkung möglich ist"176. Der externe Betriebsvergleich basiert dagegen auf veröffentlichten oder durch Umfragen gewonnenen Daten, die nicht auf ihre Richtigkeit überprüft werden können177. Darüber hinaus ist die Periodizität der Durchführung von Krankenhaus-Betriebsvergleichen ein wesentlicher Aspekt der Vergleichsorganisation. Hinsichtlich dieses Merkmals können der einmalige, der wiederkehrende (z.B. im viertel- oder halbjährlichen Rhythmus) und der laufende Krankenhaus-Betriebsvergleich unterschieden werden 178.
4.3. Ablauf des Krankenhaus-Betriebsvergleichs
Erst durch ein zielorientiertes Vorgehen können mit dem Krankenhaus-Betriebsvergleich relevante Informationen für das Management gewonnen werden. Die Durchführung eines zweckabhängigen Krankenhaus-Betriebsvergleichs erfordert eine an den Informationszielen orientierte Planung, Datenerhebung und Datenanalyse.
Der erste Schritt der Planungsphase besteht aus der Bestimmung des eigentlichen Vergleichszwecks179. Der Zweck eines bestimmten Krankenhaus-Betriebsvergleichs sollte möglichst eng umgrenzt sein und sich auf die Beantwortung einer wesentlichen
Frage oder die Unterstützung einer bestimmten Aufgabe konzentrieren. 175 Vgl. hierzu Schott (1956), S. 23; Schnettler (1961), S. 25ff; Scheuing (1966), S. 7.
176 Schnettler (1961), S. 26.
177 Vgl. hierzu Scheuing (1966), S. 7.
178 Vgl. hierzu Lenzen (1986), S. 161f.
179 Vgl. hierzu und zum Folgenden Schnettler (1961), S. 52 f.
[19.] Ast/Fragment 097 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:16:26 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 097, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 051, 052, Zeilen: 51: 01-13, 52: 01-24
[Eine mangelnde] Fokussierung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs birgt die Gefahr einer ziellosen Zusammenstellung von Daten, aus der kein am Zweck orientiertes Wissen für den Initiator gewonnen werden kann.
Nach der Festlegung des eigentlichen Zweckes sind die Merkmale des Krankenhaus-Betriebsvergleichs, d. h. die Vergleichsgruppe, -inhalte und -organisation festzulegen172. Je umfangreicher und komplizierter die Vergleichsarbeit ist, desto genauer sollten die Merkmale des Krankenhaus-Betriebsvergleichs in den Planungsarbeiten festgelegt werden. Auf der Basis dieser Vergleichsmerkmale sind zudem sinnvolle Datenquellen zu bestimmen und Erhebungsmethoden zu entwickeln172. Als Datenquellen können in diesem Zusammenhang eigens zum Zweck des Krankenhaus-Betriebsvergleichs durchgeführte Datenerhebungen (Primärquellen) oder bereits vorhandene Datenerhebungen (Sekundärquellen) unterschieden werden. Als Methoden zur Erhebung von Daten für den Krankenhaus-Betriebsvergleich kommen mündliche und schriftliche Befragungen in Frage. Veröffentlichtes Datenmaterial in Fachzeitschriften, Fachbüchern, aus Berichten und Statistiken von Ämtern und Verbänden oder auch von wissenschaftlichen Kongressen können als Sekundärquellen für den Krankenhaus-Betriebsvergleich dienen.
Die Phase der Datenerhebung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs beinhaltet nicht nur die
Sammlung der definierten Daten, sondern auch die Prüfung, Korrektur und Umformung des
Ausgangsmaterials. Nach der Erhebung ist das Datenmaterial zunächst auf seine Richtigkeit zu überprüfen. In der Regel reicht dazu eine Plausibilitätsprüfung der erhobenen Daten aus. Die erhobenen Zahlenwerte kann man dann als plausibel bezeichnen, wenn sich die Größe ihres Wertes vor dem Hintergrund der vergleichbaren Daten sinnvoll einordnen und erklären lässt. Bei Daten, welche nicht plausibel erscheinen oder bei denen relativ geringe Abweichungen im Rahmen des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von großer Bedeutung sein können, ist im Regelfall eine zusätzliche Überprüfung notwendig. Diese kann durch Rückfragen aber auch durch Nachprüfungen an Ort und Stelle erfolgen und hat häufig die Korrektur der erhobenen Daten zur Folge.
Der letzte Schritt in der Phase der Datenerhebung ist die Umformung der erhobenen Daten in die vorgegebenen Kennzahlen. Als Verfahren für die Ermittlung der Kennzahlen bieten sich mathematische Methoden (Grundrechenarten, Gleichungen, statistische Verfahren usw.), graphische Methoden (z.B. mittels Koordinatensystem) oder Schätzmethoden (z.B.
Extrapolation) an.
172 Siehe hierzu auch den vorangegangenen Abschnitt 5.4.
173 Vgl. Schnettler (1961), S. 59 f.
[Eine mangelnde] Fokussierung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs birgt die Gefahr einer ziellosen Zusammenstellung von Daten, aus der kein zweckorientiertes Wissen für den Initiator gewonnen werden kann.
[Abbildung 4.3-1]
Nach der Festlegung des eigentlichen Zweckes sind die Merkmale des Krankenhaus-Betriebsvergleichs, d.h. die Vergleichsgruppe, -inhalte und -organisation festzulegen180. Je umfangreicher und komplizierter die Vergleichsarbeit ist, desto genauer sollten die Merkmale des Krankenhaus-Betriebsvergleichs in den Planungsarbeiten festgelegt werden.
Auf der Basis dieser Vergleichsmerkmale sind zudem sinnvolle Datenquellen zu bestimmen und Erhebungsmethoden zu entwickeln181. Als Datenquellen können in diesem Zusammenhang eigens zum Zweck des Krankenhaus-Betriebsvergleichs durchgeführte Datenerhebungen (Primärquellen) oder bereits vorhandene Datener-
hebungen (Sekundärquellen) unterschieden werden182. Als Methoden zur Erhebung von Daten für den Krankenhaus-Betriebsvergleich kommen mündliche und schriftliche Befragungen in Frage. Veröffentlichtes Datenmaterial in Fachzeitschriften, Fachbüchern, aus Berichten und Statistiken von Ämtern und Verbänden oder auch von wissenschaftlichen Kongressen können als Sekundärquellen für den Krankenhaus-Betriebsvergleich dienen.
Die Phase der Datenerhebung des Krankenhaus-Betriebsvergleichs beinhaltet nicht nur die Sammlung der definierten Daten, sondern auch die Prüfung, Korrektur und Umformung des Ausgangsmaterials183. Nach der Erhebung ist das Datenmaterial zunächst auf seine Richtigkeit zu überprüfen. In der Regel reicht dazu eine Plausibilitätsprüfung der erhobenen Daten aus. Die erhobenen Zahlenwerte kann man dann als plausibel bezeichnen, wenn sich die Größe ihres Wertes vor dem Hintergrund der vergleichbaren Daten sinnvoll einordnen und erklären lässt. Bei Daten, welche nicht plausibel erscheinen oder bei denen relativ geringe Abweichungen im Rahmen des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von großer Bedeutung sein können, ist im Regelfall eine zusätzliche Überprüfung notwendig. Diese kann durch Rückfragen aber auch durch Nachprüfungen an Ort und Stelle erfolgen und hat häufig die Korrektur der erhobenen Daten zur Folge184.
Der letzte Schritt in der Phase der Datenerhebung ist die Umformung der erhobenen Daten in die vorgegebenen Kennzahlen. Als Verfahren für die Ermittlung der Kennzahlen bieten sich mathematische Methoden (Grundrechenarten, Gleichungen, statistische Verfahren usw.), graphische Methoden (z.B. mittels Koordinatensystem) oder Schätzmethoden (z.B. Extrapolation) an185.
180 Siehe hierzu auch das vorangegangenen Kapitel 4.2..
181 Vgl. hierzu Schnettler (1961), S. 59f.
Fortsetzung von der Vorseite. Kein Hinweis auf die Übernahme. Beachtenswert ist, das der Verfasser die Anmerkungen von S. 52 seiner Quelle nicht übernimmt, sondern seinen Abschnitt zur Datenerhebung anmerkungslos einreicht.
[20.] Ast/Fragment 098 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:41 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 098, Zeilen: 01-19
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 053, Zeilen: 01-16, 20-25
An der Phase der Datenerhebung schließt sich die Analyse der Kennzahlen und Daten an.
Die Analysephase beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Gegenüberstellung der Kennzahlen, sondern besteht vor allem in der Darstellung und Interpretation der Ergebnisse. Von der Vergleichsstelle sind die Ergebnisse für die verschiedenen Adressaten des Krankenhaus-Betriebsvergleichs individuell aufzubereiten und zugänglich zu machen. Hier ist insbesondere die Aufbereitung in von großer Bedeutung.
Nur eine adressatengerechte Darstellung und Beschreibung der Ergebnisse stellt die tatsächliche Weiterleitung der relevanten Informationen aus dem Krankenhaus- Betriebsvergleich sicher. Als sinnvolle Darstellungsweisen kommen grundsätzlich Tabellen oder Graphiken in Frage. Die Tabelle gibt dabei Auskunft über eine große Anzahl von Daten und informiert mit präziser Genauigkeit über die Ergebnisse. Das Lesen und Interpretieren einer Tabelle erfordert allerdings Zeit und Übung. Mit der graphischen Darstellung werden dagegen die wichtigsten Zusammenhänge leicht einprägsam und visuell veranschaulicht. Die Darstellung bildet die Grundlage für die Interpretation der Ergebnisse, die sich im Idealfall auf eine zusammenfassende Vergleichsaussage konzentrieren lässt. Die Vergleichsaussage gibt in der Regel die Antwort auf eine im Zusammenhang mit dem Vergleichszweck formulierte Frage. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich kann jedoch auch Ergebnisse liefern, die weit über die Grenzen des ursprünglichen Vergleichszwecks hinausgehen.
An die Phase der Datenerhebung schließt sich die Analyse der Kennzahlen und Daten an. Die Analysephase beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Gegenüberstellung der Kennzahlen, sondern besteht vor allem in der Darstellung und Interpretation der Ergebnisse. Von der Vergleichsstelle sind die Ergebnisse für die verschiedenen Adressaten des Krankenhaus-Betriebsvergleichs individuell aufzubereiten und zugänglich zu machen.
Insbesondere die Aufbereitung ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Nur eine adressatengerechte Darstellung und Beschreibung der Ergebnisse stellt die tatsächliche Weiterleitung der relevanten Informationen aus dem Krankenhaus-Betriebsvergleich sicher. Als sinnvolle Darstellungsweisen kommen grundsätzlich Tabellen oder Graphiken in Frage186. Die Tabelle gibt dabei Auskunft über eine große Anzahl von Daten und informiert mit großer Genauigkeit über die Ergebnisse187. Das Lesen und Interpretieren einer Tabelle erfordert allerdings Zeit und Übung. Mit der graphischen Darstellung werden dagegen die wichtigsten zusammenhänge leicht einprägsam veranschaulicht. Im Zusammenhang mit der Darstellung ist abhängig vom Interesse des Initiators und dem Zweck des Krankenhaus-Betriebsvergleichs auch über die bewusste Geheimhaltung und eventuelle Anonymisierung der Ergebnisse zu entscheiden.
Die Darstellung bildet die Grundlage für die Interpretation der Ergebnisse, die sich im Idealfall auf eine zusammenfassende Vergleichsaussage konzentrieren lässt188. Die Vergleichsaussage gibt in der Regel die Antwort auf eine im Zusammenhang mit dem Vergleichszweck formulierte Frage. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich kann jedoch auch Ergebnisse liefern, die weit über die Grenzen des ursprünglichen Vergleichszwecks hinausgehen.
186 Vgl. hierzu Schaich (1985), S. 4ff.
187 Vgl. hierzu und zum folgenden Scheuing (1966), S. 17f.
[21.] Ast/Fragment 121 21 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 21:10:56 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 121, Zeilen: 21-25
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 138, Zeilen: 16-22
6.3.3 Krankenhaus-Betriebsvergleiche auf Basis der DEA
Die Effizienz deutscher Krankenhäuser wurde bislang in vier wissenschaftlichen Studien auf der theoretischen Basis der DEA232 empirisch untersucht. Tabelle 10 gibt einen Überblick über die im Rahmen dieser Studien untersuchten Input- und Output-Variablen sowie über den Stichprobenumfang der untersuchten Krankenhäuser233.
232 Siehe Kapitel 6.
233 Bzgl. der Darstellung der ausländischen Studienlage wird auf die Zusammenfassung im Anhang 4 verwiesen. An dieser Stelle erfolgt die grundsätzliche Feststellung, dass die Auseinandersetzung mit der Effizienz von Krankenhäusern vor allem im nordamerikanischen Forschungsraum auf eine längere Tradition zurückblicken kann. Verschiedene Autoren fuhren diese Tatsache auf den Umstand zurück, dass dort traditionelle Wettbewerbselemente in der Vergütung und im Leistungsangebot dazu geführt haben, eine „Kultur des Messens- und Vergleichens“ zu entwickeln.
6.2.5. Krankenhaus-Betriebsvergleiche wissenschaftlicher Institute
Die Effizienz deutscher Krankenhäuser auf Basis der Data Envelopment Analysis (DEA) wurde bislang in vier wissenschaftlichen Studien empirisch untersucht. Tabelle 6.2-3 gibt einen Überblick über die im Rahmen dieser Studien untersuchten Input- und Outputvariablen sowie über den Stichprobenumfang der untersuchten Krankenhäuser.
Kein Hinweis auf die Quelle. Wird auf den nachfolgenden Seiten fortgesetzt.
[22.] Ast/Fragment 122 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:17:47 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 122, Zeilen: 01-17
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 138, 139, 140, Zeilen: 138: 23-27, 139: 01-03, 140: 01-14
[Tabelle 10: Empirische Studien zur DEA in Deutschland]
Die Übersicht der empirischen Ansätze zeigt, dass in der Studie von Staat (2000) die Input- und Output-Seite zur Anwendung der DEA durch die Einbeziehung der Bettenzahl und der Fallschwere am genauesten modelliert. Das Ziel des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von Staat besteht darin, die DEA als Methode für einen aussagekräftigen Effizienzvergleich von Krankenhäusern empirisch zu testen.
6.3.4 Konstruktionsmerkmale
6.3.4.1 Vergleichsgruppe
Der von Staat durchgeführte Krankenhaus-Betriebsvergleich besteht aus einer Stichprobe von 108 Krankenhäusern der Grundversorgung und 52 Krankenhäusern der Regelversorgung234. Alle in die empirische Studie einbezogenen Krankenhäuser weisen Fachabteilungen für Chirurgie und Innere Medizin auf. Eine Auswahl der untersuchten Krankenhäuser nach geographischen Kriterien oder unter dem Gesichtspunkt der Konkurrenzsituation ist nicht zu erkennen. Hinsichtlich des Anonymitätsgrades ist der Ansatz von Staat als streng anonymer Krankenhaus- Betriebsvergleich einzuordnen. So werden von ihm lediglich Teilausschnitte seiner Arbeitsergebnisse im Rahmen von wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht, von denen keine Rückschlüsse auf die Identität der untersuchten Krankenhäuser gezogen werden können. 234 Siehe hierzu Tabelle 2. Vgl. hierzu und zum folgenden Staat (2000), S. 126.
Die Übersicht der empirischen Ansätze zeigt, dass in der Studie von Staat (2000) die Input- und Outputseite zur Anwendung der DEA durch die Einbeziehung der Bettenzahl und der Fallschwere am detailliertesten modelliert. Im folgenden soll die Studie von Staat (2000) daher als der methodisch am weitesten entwickelte Ansatz für den deutschen Krankenhausmarkt beispielhaft dargestellt und bewertet werden.
[Seite 139]
Das Ziel des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von Staat besteht darin, die DEA als Methode für einen aussagekräftigen Effizienzvergleich von Krankenhäusern empirisch zu testen234. [...]
[Tabelle 6.2-3: Empirische Studien zur Data Envelopment Analysis (DEA) in Deutschland.]
[Seite 140]
Konstruktionsmerkmale - Vergleichsgruppe
Der von Staat durchgeführte Krankenhaus-Betriebsvergleich besteht aus einer Stichprobe von 108 Krankenhäusern der Grundversorgung und 52 Krankenhäusern der Regelversorgung406. Alle in die empirische Studie einbezogenen Krankenhäuser weisen Fachabteilungen für Chirurgie und Innere Medizin auf407. Eine Auswahl der untersuchten Krankenhäuser nach geographischen Kriterien oder unter dem Gesichtspunkt der Konkurrenzsituation ist nicht zu erkennen.
Hinsichtlich des Anonymitätsgrades ist der Ansatz von Staat als streng anonymer
Krankenhaus-Betriebsvergleich einzuordnen. So werden von Staat lediglich Teilausschnitte seiner Arbeitsergebnisse im Rahmen von wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht, von denen keine Rückschlüsse auf die Identität der untersuchten Krankenhäuser gezogen werden können.
406 siehe Tabelle 6.2-3. Vgl. hierzu und zum folgenden Staat (2000), S. 126.
[23.] Ast/Fragment 123 03 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:19:36 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop
Untersuchte Arbeit:Seite: 123, Zeilen: 03-32, 101-104
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 140, 141, Zeilen: 140: 15-25, 104-106; 141: 01-24, 101-102
6.3.4.2 Vergleichsinhalt
Beim Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat dient das gesamte Krankenhaus als Vergleichsobjekt. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit der untersuchten Krankenhäuser wendet er mit der DEA ein nicht-parametrisches Verfahren an, mit dessen Hilfe eine Effizienzmessung von Entscheidungseinheiten (in diesem Fall der Krankenhäuser) auf Basis mehrerer Inputs und Outputs durchgeführt wird235. Über die Konstruktion einer empirischen Randproduktionsfunktion (effiziente Grenze), ermittelt aus den Datenpunkten aller untersuchten Entscheidungseinheiten, wird mit der angewandten Methodik die Effizienz einzelner Entscheidungseinheiten durch die Messung der Entfernung des Datenpunktes der jeweiligen Entscheidungseinheit von der Randproduktionsfunktion ermittelt236. Auf Basis der gemessenen Entfernung wird jeder Entscheidungseinheit eine Prozentzahl zugeordnet, welche die relative Effizienz dieser Einheit widerspiegelt. Als Vergleichskriterium des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von Staat dient demnach ein künstliches Effizienzmaß, das in eine technische Effizienz und eine Skaleneffizienz zerlegt werden kann. Dieses Effizienzmaß ermöglicht Aussagen darüber, ob auffällige Ineffizienzen auf Ressourcenverschwendung (technische Ineffizienz) oder auf ein suboptimales Produktivitätsniveau (Skalenineffizienz) zurückzuführen sind.
Wie bereits in Tabelle 2 dargestellt, liegen dem mit Hilfe der DEA ermittelten künstlichen Effizienzmaß mehrere Input- und Output-Variablen zugrunde. Als Input-Variablen werden sowohl der Pflegesatz des Krankenhauses als auch die Anzahl der Betten berücksichtigt237. Als Output-Variablen dienen die Anzahl und der Schweregrad der Fälle sowie die durchschnittliche Verweildauer der Patienten für das gesamte Krankenhaus und die Fachabteilungen Chirurgie und innere Medizin. Neben den Input- und Output-Variablen werden Strukturdaten der Krankenhäuser, wie die Anzahl der in einem Krankenhaus vertretenen Fachgebiete oder der Versorgungsauftrag des Krankenhauses, differenziert nach Grund- und Regelversorgung sowie die Trägerschaft des Krankenhauses in den Vergleich einbezogen. Alle für den Vergleich herangezogenen Daten beziehen sich auf den Zeitraum der Jahre 1994-1995. Hinsichtlich der Vergleichszeit ist der Ansatz von Staat somit den Vergangenheitsbezogenen Krankenhaus-Betriebsvergleichen zuzuordnen.
235 Die DEA wurde als Methode zur Effizienzanalyse von Entscheidungseinheiten von Farrel (1957) in Anlehnung an Debreu (1951) erdacht und von Charnes/Cooper/Rhodes (1978) weiterentwickelt.
236 Vgl. hierzu Charnes/Cooper/Rhodes (1978), S. 430 ff.
237 Siehe Tabelle 2. Vgl. hierzu und im folgenden Staat (2000), s. 126.
Vergleichsinhalt
Beim Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat dient das gesamte Krankenhaus als Vergleichsobjekt. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit der untersuchten Krankenhäuser wendet Staat mit der DEA ein nicht-parametrisches Verfahren an, mit dessen Hilfe eine Effizienzmessung von Entscheidungseinheiten (in diesem Fall der Krankenhäuser) auf Basis mehrerer Inputs und mehrerer Outputs durchgeführt wird408. Über die Konstruktion einer empirischen Randproduktionsfunktion (effiziente Grenze) -ermittelt aus den Datenpunkten aller untersuchten Entscheidungseinheiten -wird mit der angewandten Methodik die Effizienz einzelner Entscheidungseinheiten durch die Messung der Entfernung des Datenpunktes der jeweiligen Entscheidungseinheit
[Seite 141]
von der Randproduktionsfunktion ermittelt409. Auf Basis der gemessenen Entfernung wird jeder Entscheidungseinheit eine Prozentzahl zugeordnet, welche die relative Effizienz dieser Einheit widerspiegelt. Als Vergleichskriterium des Krankenhaus-Betriebsvergleichs von Staat dient demnach ein künstliches Effizienzmaß, dass in eine technische Effizienz und eine Skaleneffizienz zerlegt werden kann. Dieses Effizienzmaß ermöglicht Aussagen darüber, ob auffällige Ineffizienzen auf Ressourcenverschwendung (technische Ineffizienz) oder auf ein suboptimales Produktivitätsniveau (Skalenineffizienz) zurückzuführen sind. Wie bereits in Tabelle 6.2-3 dargestellt, liegen dem mit Hilfe der DEA ermittelten künstlichen Effizienzmaß mehrere Input-und Outputvariablen zugrunde. Als lnputvariablen werden sowohl der Pflegesatz des Krankenhauses als auch die Anzahl der Betten berücksichtigt410. Als Outputvariablen dienen die Anzahl und der Schweregrad der Fälle sowie die durchschnittliche Verweildauer der Patienten für das gesamte Krankenhaus und die Fachabteilungen Chirurgie und innere Medizin. Neben den Input-und Outputvariablen werden Strukturdaten der Krankenhäuser wie die Anzahl der in einem Krankenhaus vertretenen Fachgebiete, der Versorgungsauftrag des Krankenhauses differenziert nach Grund- und Regelversorgung sowie die Trägerschaft des Krankenhauses in den Vergleich einbezogen411. Alle für den Vergleich herangezogenen Daten beziehen sich auf den Zeitraum der Jahre 1994-1995412. Hinsichtlich der Vergleichszeit ist Ansatz von Staat somit den vergangenheitsbezogenen Krankenhaus-Betriebsvergleichen zuzuordnen.
408 Die Data Envelopment Analysis (DEA) wurde als Methode zur Effizienzanalyse von Entscheidungseinheiten von Farrell (1957) in Anlehnung an Debreu (1951) erdacht und von Charnes/Cooper/Rhodes (1978) weiterentwickelt.
409 vgl. hierzu Charnes/Cooper/Rhodes (1978), S. 430ff.
410 siehe Tabelle 6.2-3. Vgl. hierzu und zum folgenden Staat (2000), S. 126.
Kein Hinweis auf die Quelle. Fortsetzung von der Vorseite. Der Verfasser verzichtet auf die Übernahme einiger Fußnoten seiner Quelle.
[24.] Ast/Fragment 124 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:20:57 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 124, Zeilen: 01-10, 101-102
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 142, Zeilen: 01-06, 17-21, 101-103
6.3.4.3 Vergleichsorganisation
Die betrachtete Studie basiert auf publizierten Daten der AOK und damit auf Sekundärdaten238. Aufgrund der stark eingeschränkten Kontrollmöglichkeiten dieser Daten kann der Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat in Bezug auf die Stellung des Vergleichssubjekts als externer Betriebsvergleich eingeordnet werden.
6.3.5 Bewertung des Ansatzes von Staat
6.3.5.1 Anforderungen an die Vergleichsobjekte
Mit seinem Ansatz zum Krankenhaus-Betriebsvergleich versucht Staat, das Dilemma der
Gruppenbildungsproblematik zur Herstellung der tatsächlichen Vergleichbarkeit von Krankenhäusern Untereinheiten zu überwinden. 238 Die für die Durchführung dieser Studie erforderlichen Daten wurden im Krankenhaus-Report 1995 bzw. 1996 veröffentlicht. Vgl. hierzu Arnold/Paffrath (1995,1996) sowie Staat (2000), S. 126.
- Vergleichsorganisation
Die betrachtete Studie basiert auf publizierten Daten der AOK und damit auf
Sekundärdaten413. Aufgrund der stark eingeschränkten Kontrollmöglichkeiten dieser Daten kann der Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat in Bezug auf die Stellung des Vergleichssubjektes somit als externer Betriebsvergleich eingeordnet werden. [...]
- Anforderungen an die Vergleichsobjekte
Mit seinem Ansatz zum Krankenhaus-Betriebsvergleich gelingt es Staat, das Dilemma der Gruppenbildungsproblematik zur Herstellung der tatsächlichen Vergleichbarkeit von Krankenhäusern oder deren organisatorischen Untereinheiten zu überwinden 414.
413 Die für die Durchführung dieser Studie erforderlichen Daten wurden im Krankenhaus-Report 1995 bzw. 1996 veröffentlicht. Vgl. hierzu Arnold/Paffrath (1995) und (1996) sowie Staat (2000), S. 126.
414 Vgl hierzu Kapitel 5.2
[25.] Ast/Fragment 124 20 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 20:51:56 HindemithAst, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 124, Zeilen: 20-24
Quelle: Brüggemann_2005Seite(n): 142, 143, Zeilen: 142: letzter Absatz, 143: 1 ff.
6.3.5.2 Anforderungen an die Vergleichskriterien
Der Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat beschränkt sich auf die Gewinnung externer Vergleichsmaßstäbe für die Effizienz. Hinsichtlich der generierten Vergleichsmaßstäbe ist festzustellen, dass mit der DEA eine technische Effizienz gemessen wird. Die monetären Bewertungen der verschiedenen Krankenhausfälle konnte Staat nur durch die Analyse von Kostendaten der untersuchten Einheiten und deren Verteilung auf identifizierte Krankheitsbilder lösen.
- Anforderungen an die Vergleichskriterien
Der Krankenhaus-Betriebsvergleich von Staat beschränkt sich auf die Gewinnung externer Vergleichsmaßstäbe für die Effizienz. Die Effektivität der Leistungserbringung findet im Ansatz von Staat keine Berücksichtigung. Jede Effi-
[Seite 143]
zienzbetrachtung bedingt jedoch die Sicherstellung und regelmäßige Überprüfung qualitativer Mindeststandards415. Hinsichtlich der generierten Vergleichsmaßstäbe ist festzustellen, dass mit der DEA eine technische Effizienz gemessen wird. Die monetären Bewertungen der verschiedenen Krankenhausfälle durch das aktuelle Vergütungssystem werden nicht in den Vergleich einbezogen. Der von Staat gewählte Ansatz gestattet somit keine Aussagen über die wirtschaftliche Effizienz der untersuchten Krankenhäuser416.
415 Vgl hierzu und zum folgenden Kuntz/Scholtes (1999), S. 203. 416 Vgl. hierzu und zum folgenden Steinmann/Zweifel (2000), S. 215ff.
Die Quelle wird nicht genannt. Der hintere Teil des letzten Satzes löst sich von der Quelle und wird in der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.
(PlagProf:-) Schumann
[26.] Ast/Fragment 126 01 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2016-04-05 14:22:36 PlagProf:-)Ast, Brüggemann 2005, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 126, Zeilen: 1-11
Quelle: Brüggemann 2005Seite(n): 143, Zeilen: 9 ff.
6.3.5.3 Anforderungen an die Stellung des Vergleichssubjekts
Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten zur Kontrolle der erhobenen Daten von Staat sind die Ergebnisse der DEA unter dem Vorbehalt von Messfehlern zu interpretieren. So wird die Randproduktionsfunktion (effiziente Grenze) anhand sehr begrenzter Input-Output-Verhältnisse gebildet. Durch die fehlerhafte Ermittlung zu hoher Outputs oder zu niedriger Inputs bei den betreffenden Krankenhäusern verschiebt sich die effiziente Grenze automatisch zu weit nach aussen, was sich auf die Effizienzbewertung aller Mitglieder der Vergleichsgruppe auswirkt. Effiziente Krankenhäuser werden somit möglicherweise als ineffizient identifiziert.
Staat zeigt in seinen Arbeiten, dass auf Basis der von ihm gewählten Methodik der DEA,
die Ursachen für Effizienzunterschiede zwischen Krankenhäusern darstellbar sind 242.
242 Vgl. hierzu Staat (2000), S. 134
- Anforderungen an die Stellung des Vergleichssubjektes
Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten zur Kontrolle der erhobenen Daten sind die Ergebnisse der DEA unter dem Vorbehalt von Messfehlern zu interpretieren. So wird die Randproduktionsfunktion (effiziente Grenze) anhand extremer Input-Output-Verhältnisse gebildet. Durch die fehlerhafte Ermittlung zu hoher Outputs oder zu niedriger Inputs bei den betreffenden Krankenhäusern verschiebt sich die effiziente Grenze automatisch zu weit nach außen, was sich auf die Effizienzbewertung aller Mitglieder der Vergleichsgruppe auswirkt417. Effiziente Krankenhäusern [sic] werden somit möglicherweise als ineffizient identifiziert.
[...] Zudem zeigt Staat in seinen Arbeiten, dass auf Basis der von ihm gewählten Methodik auch die Ursachen für Effizienzunterschiede zwischen Krankenhäusern erklärt werden können418.
417 Vgl. hierzu Steinmann/Zweifel (2000), S. 199ff.
418 Vgl. hierzu Staat (2000), S. 134.
PlagProf:-) Schumann
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 § 5
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