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Timestamp: 2017-05-24 07:45:46+00:00

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atevis-Webseiten: Anfechtungsversicherung.eu
Die Insolvenzanfechtung ist eine Regelung aus der Insolvenzordnung und ist in den §§ 129 ff InsO geregelt. Danach hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit, zu einem früheren Zeitpunkt bereits geleistete Zahlungen des jetzt insolventen Abnehmers unter bestimmten Voraussetzungen anzufechten.
Dass dies Unternehmen selbst in die Insolvenz treiben kann, zeigt folgendes Video:
Video Anfechtungsversicherung | Plusminus Folgen absurder InsolvenzrechtsverschärfungInsolvenzanfechtung ist kein rein deutsches Phänomen:Auf Grund uns aktuell (Sept. 2015) vorliegenden Kenntnissen kennen auch andere Länder die Insolvenzanfachtung. Es handelt sich u.a. um Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Slowenien und die USA (Auflistung ohne Gewähr der Richtig- und Vollständigkeit).
Sobald ein Unternehmen insolvent ist, soll eine Abwicklung nur noch über das Gesamtvollstreckungsverfahren und nicht mehr über das Einzelvollstreckungsverfahren erfolgen
Ab dem Eintritt der faktischen Insolvenz sollen alle Gläubiger gleich behandelt werdenWas ist nun aber mit Handlungen, die das Vermögen des Schuldners schmälern, und die der Schuldner nach dem Zeitpunkt der faktischen Insolvenz vorgenommen hat?Hier greift die Insolvenzanfechtung ein und sorgt dafür, dass die „zu Unrecht“ vorgenommen Handlungen rückgängig gemacht werden und das Gesamtvermögen vollstreckt werden kann
Welche Anfechtungsrechte und Fristen gibt es?
. . . zum vergrößern bitte anklicken. Bildquelle: R+V Versicherung
Welche Rechtsprechung gibt es?Vermutung der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners bei Ratenzahlungsvereinbarung Urteilstitel zu BGH, Urteil vom 06.12.2012 - IX ZR 3/12Die Bitte des Schuldners auf Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung ist, wenn sie sich im Rahmen der Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs hält, als solche kein Indiz für eine Zahlungseinstellung oder Zahlungsunfähigkeit des Schuldners Leitsatz zu BGH, Beschluss vom 16.04.2015 (Az. IX ZR 6/14)Die Bitte des Schuldners um Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung entspricht nicht den Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs, wenn sie nach mehrmaligen fruchtlosen Mahnungen und nicht eingehaltenen Zahlungszusagen gegenüber einem von dem Gläubiger mit dem Forderungseinzug betrauten Inkassounternehmen geäußert wird Leitsatz zu BGH, Beschluss vom 24.09.2015 (Az. IX ZR 308/14)Die Insolvenzanfechtung nach § 133 InsOVoraussetzungen:Rechtshandlung des Schuldners in den letzten 10 Jahren vor Antragstellung Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners im Zeitpunkt der Handlung Kenntnis des Gläubigers vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des SchuldnersoderKenntnis wird vermutet, wenn Gläubiger die drohende Zahlungsunfähigkeit kannte und wusste, dass andere Gläubiger benachteiligt werdenDie „Vermutungsrechtsprechung“ des BGHBeim Schuldner, der zum Zeitpunkt der angefochtenen Handlung bereits zahlungsunfähig war, wird Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners vermutetKenntnis des Gläubigers vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners wird vermutet, wenn Gläubiger die drohende Zahlungsunfähigkeit kannte und wusste, dass andere Gläubiger benachteiligt werdenNach dem BGH ist ein Unternehmen zahlungsunfähig, wenn es innerhalb von 3 Wochen nicht mindestens 90 % seiner fälligen Verbindlichkeiten begleichen kannVorhandensein weiterer Gläubiger wird bei gewerblich tätigen Schuldnern vermutetDie Ratenzahlungsvereinbarung im Regierungsentwurf vom 29.09.2015Widerlegbare Vermutung der Kenntnis von der ZahlungsfähigkeitDer Insolvenzverwalter darf zur Widerlegung lediglich die Tatsache des Abschlusses der Ratenzahlungsvereinbarung (RZV) und die Bitte des Schuldners um den Abschluss der selbigen nicht mehr heranziehenAlle Umstände, die hierüber hinausgehen, kann der Insolvenzverwalter hingegen uneingeschränkt geltend machen.“ z.B.geschlossene RZV wird nicht eingehaltenSchuldner gerät mit neu entstandenen Forderungen in erheblichen Zahlungsverzug Umstände, die auf erhebliche fällige Verpflichtungen gegenüber anderen Gläubigern hindeuten, die der Schuldner nicht, auch nicht ratenweise, bedienen kann eigene Erklärungen des Schuldners zu seiner Liquidität erfolglose Vollstreckungsversuche anderer GläubigerGläubiger hat die Annahme, dass der Schuldner bis zuletzt nur seine Forderungen bedient. Insolvenzanfechtung - Problematik
Als für die Praxis problematisch erweist sich insbesondere die weitreichende Anwendung von § 133 InsO aufRatenzahlungs-,Stundungs- undVerzichtsvereinbarungen.Der Insolvenzverwalter unterstellt, wenn sich Unternehmen, die von Zahlungsschwierigkeiten ihrer Schuldner wussten, durch entsprechende Maßnahmen einen Vorteil zulasten anderer Gläubiger hätten verschaffen können. Nach aktueller BGH-Rechtsprechung liegt die Beweislast unter Umständen bei dem Unternehmen.
Im Falle einer Rückforderung lebt die Forderung wieder auf und reiht sich ggf. in der Versicherungsschutz so ein, als wäre sie nie bezahlt worden. Eine Deckungslücke entsteht, wenn die Forderungen die gültige Versicherungssumme übersteigen.
Mit der Anfechtungsversicherung wird eine Deckungslücke für die darin versicherten Forderungen durch eine zusätzliche jährliche pauschale Versicherungssumme geschlossen.
Die Kreditversicherer bieten bei bestehenden Kreditversicherungsverträgen Lösungen an!
Sie haben keine Warenkreditversicherung, wollen das Risiko der Insovenzanfechtung aber gelöst haben? Wer schwächelnden Kunden Ratenzahlung einräumt, geht ein großes Risiko ein. Er läuft Gefahr, bei einem Konkurs des Geschäftspartners die bisher geleisteten Zahlungen an den Insolvenzverwalter zurückzahlen zu müssen.
Reform zur Insolvenzanfechtung
Anfechtungsversicherung aktuell
Der deutsche Bundestag hat eine Gesetzesänderung zur Reform der Insolvenzanfechtung beschlossen.
Das Hauptziel ist es, Insolvenzverwaltern in Deutschland die sog. Vorsatzanfechtung gem. § 133 Abs. 1 InsO zu erschweren.
Allerdings bleibt das Risiko einer Insolvenzanfechtung auch nach der geplanten Gesetzesänderung bestehen. Die neuen Regelungen gelten nur für Insolvenzverfahren, die nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung eröffnet wurden. Für die vorher eröffneten Insolvenzverfahren bleibt es bei den bisherigen Regelungen.
atevis informiert Sie kurz über die genauen Änderungen:
Fristverkürzung:
Die Frist für die Vorsatzanfechtung für die im Geschäftsverkehr der Versicherungsnehmer relevanten Fälle der Bezahlung von erbrachten Lieferungen und Leistungen soll von 10 auf 4 Jahre verkürzt werden. In der Praxis sind jedoch Anfechtungen von Rechtshandlungen, die mehr als 4 Jahre vor dem Insolvenzantrag liegen, selten – sind aber vorgekommen.Im Übrigen bleibt es beim Zehn-Jahreszeitraum des § 133 Abs. 1 Satz 1 InsO, insbesondere für die typischen Fälle der Vorsatzanfechtung wie z.B.. die Rückgängigmachung absichtlicher Vermögensverschiebungen zu Lasten der restlichen Gläubiger.
Kongruente Deckungshandlungen:
Nur für sog. kongruente Deckungshandlungen (diese liegen vor, wenn die Leistung des Schuldners in Art und Weise der ursprünglich vereinbarten Vereinbarung entspricht) soll in Zukunft gelten, dass hinsichtlich der Kenntnis des Gläubigers nicht mehr an die drohende, sondern an die eingetretene Zahlungsunfähigkeit angeknüpft wird. Die Beweislast liegt beim Insolvenzverwalter.
Ratenzahlungspläne:
Zahlungen, die aufgrund von vereinbarten Ratenzahlungsplänen erbracht wurden, sollen nur dann angefochten werden können, wenn der Gläubiger bei Erhalt der Zahlung von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners Kenntnis hatte. Beweislast liegt beim Insolvenzverwalter. Derzeit werden die Anfechtungen eher selten alleine auf das Vorliegen vereinbarter Ratenzahlungspläne gestützt. Es ist davon auszugehen, dass diese Änderung kaum Auswirkung auf die Anzahl Insolvenzanfechtungen haben werden.
Bargeschäfte:Erschwert werden soll die Vorsatzanfechtung für Bargeschäfte. Diese sind nur dann anfechtbar, wenn der Gläubiger erkannt hat, dass sein Schuldner „unlauter“ gehandelt hat.
Der Zeitraum für Zinsforderungen des Insolvenzverwalters wird stark verkürzt. Zinsen fallen erst an, wenn der Anfechtungsgegner in Verzug geraten ist und nicht wie bislang ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Die Insolvenzanfechtungsvorschriften enthalten weiterhin viele durch die Rechtsprechung zu füllende unbestimmte Rechtsbegriffe wie „unlauter“ oder „Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs“, sodass genügend streitige Fälle übrigbleiben werden. Es ist zu erwarten, dass die Gerichte diese Begriffe schärfen werden. Bis die Rechtsprechung Klarheit schafft, ist daher weiterhin mit einer Vielzahl von Anfechtungen zu rechnen.
Lösung über Kreditversicherer
Die deutschen Kreditversicherer haben auf dieses "Problem der Insolvenzanfechtung" reagiert und bieten ihren Versicherungsnehmern, die eine Kreditversicherung haben, Lösungen - die sog. Anfechtungsversicherung - an.
Voraussetzung ist bei den Lösungen der Kreditversicherer, dass immer ein sog. Primärverträg zugrunde liegen muss. Die im Falle des § 133 InsO entstehende Deckungslücke wird dann mit der Anfechtungsversicherung gelöst. Jetzt gibt es auch die Lösung einer Anfechtungsversicherung ohne Primärvertrag.
Anfechtungsversicherung | Einzelversicherung | Deutschland
Schutz vor Insolvenzanfechtung von Euler Hermes: Anfechtungsversicherung als EinzelversicherungSeit dem neuen Gesetzesentwurf zum Insolvenzanfechtungsrecht sind Euler Hermes Versicherungsnehmer Kunden mit dem Risiko der Anfechtung von bereits erhaltenen Zahlungen konfrontiert. Euler Hermes bietet seit November 2015 eine zweite Versicherungslösung am Markt an. Neben der Anfechtungsversicherung als Ergänzung zur Kreditversicherung können sich ab sofort auch Kunden ohne Kreditversicherungsvertrag bei Euler Hermes gegen das Risiko der Insolvenzanfechtung absichern. Schutz vor Insolvenzanfechtung von Euler Hermes: Anfechtungsversicherung als EinzelversicherungSeit dem neuen Gesetzesentwurf zum Insolvenzanfechtungsrecht sind Euler Hermes Versicherungsnehmer Kunden mit dem Risiko der Anfechtung von bereits erhaltenen Zahlungen konfrontiert.
Euler Hermes bietet seit November 2015 eine zweite Versicherungslösung am Markt an.
Neben der Anfechtungsversicherung als Ergänzung zur Kreditversicherung können sich ab sofort auch Kunden ohne Kreditversicherungsvertrag bei Euler Hermes gegen das Risiko der Insolvenzanfechtung absichern. Folgende Vorteile sind zu erwähnen:Auswahl aus 5 Versicherungssummen1 Mio. € | 1,5 Mio e | 2,5 Mio. € | 5 Mio. € | 10 Mio. € und >10 Mio. € auf Anfrage10 Jahre rückwirkende Deckung von angefochtenen Forderungen 2 Bonitätsprüfungsoptionen zur Wahl | EH Grade oder externe QuelleGeltungsbereich - EU, CH, NO, US, CA, LieÜbernahme anteiliger Rechtskosten + Rechtsunterstützung durch EH ClaimsRisikobasierte Preiskalkulation . . . zum vergrößern bitte anklicken. Bild Originalquelle: Euler Hermes
Ausführliche Informationen zur Anfechtungsversicherung als Einzelversicherung finden Sie hier:Atevis TR - Anfechtungsversicherung EH - Einzelvertrag 12.2015Weitere Unterlagen zum download:EH - AVB Anfechtung EinzelEH - Antrag + Versicherungsschein Anfechtung Einzel 12.2015
Anfechtungsversicherung ohne Primärvertrag | Österreich
. . . für Unternehmen aus Österreich:rückwirkend bis zu 10 Jahrenunabhängig von eines bestehenden Kreditversicherungsvertragesfür Lieferungen auf offene Rechnung und für "Zug um Zug Geschäfte"für Anwalts- und Gerichtskosten zur Abwehr der Anfechtungfür allfällige Zinsleistungen an den Insolvenzverwalterfür alle Kunden in der EU, Norwegen, Schweiz und Liechtensteinals alternative auch bei bestehenden WKV-VerträgenDeckungsschutz greift auch bei abgelehnten Kreditlimiten keine Einhaftungsbeschränkung und und und Wählen Sie unter folgenden Versicherungssummen selbst aus: 75.000 Euro150.000 Euro250.000 Euro500.000 Euro750.000 Euro1,00 Mio. Euro1,25 Mio. Euro1,50 Mio. Euro | nur für Versicherungsnehmer mit einem KV-Vertrag2,50 Mio. Euro | nur für Versicherungsnehmer mit einem KV-VertragDie Versicherung, die sich immer auszahlt.
Hier noch einmal die wichtigsten Rahmenbedingungen im zusammengefasst und im Überblick:Anfechtungsversicherung - Präsentation Angebot Anfechtungsversicherung ohne Primärvertrag
Sie haben keine Warenkreditversicherung bei einem Kreditversicherer abgeschlossen und möchten das Risiko einer Insolvenzanfechtung für Ihr Unternehmen dennoch gelöst haben. Mit dem beigefügten Analysebogen Anfechtungsversicherung können wir Ihnen ein konkretes Angebot kalkulieren lassen. Bitte downloaden, ausfüllen und zur atevis zurück. Angebote fürLeasinggesellschaften undFactoringgesellschaften sind derzeit nicht möglich!
Fon +49 (0) 6023 - 947766 - 0Fax +49 (0) 6023 - 947766 - 9eMail-Kontakt/Call-BackInternet: www.atevis.com | www.factoring-Marktplatz.de | www.inkasso-direkt.deSie können mit uns auch per in Verbindung treten.

References: § 133
 BGH 
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