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Timestamp: 2018-03-18 17:32:04+00:00

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forum.oeffentlicher-dienst.info • Thema anzeigen - Versetzungsmöglichkeiten
Versetzungsmöglichkeiten
von beamtin am 17.01.2018, 11:50
welche Möglichkeiten bestehen bei folgender Konstellation:
- Beamtin auf Lebenszeit im mittleren Dienst
- Aufstiegsstudium zur Diplom-Verwaltungswirtin (FH) steht kurz vor dem Abschluss
- interessante Stelle bei einer anderen Bundesbehörde entdeckt.
Die Ernennung zur Regierungsinspektorin wird erst nach Beendigung des Studiums erfolgen. Wenn ich mich jetzt bei einer anderen Behörde bewerbe, wird mein Dienstherr ja von dieser Bewerbung erfahren, da die neue Behörde die Personalakte anfordern wird.
Kann er zum einen dann vielleicht die Ernennung verweigern, obwohl ich die Laufbahnbefähigung habe? Und kann er einer Versetzung widersprechen?
Meine nächste Sorge ist, dass ich vielleicht in der anderen Bundesbehörde genommen werde, aber dann nicht die Stufe 8 behalten kann, die ich jetzt bereits habe, da ich viele Jahre im mittleren Dienst verbeamtet war.
Sollte ich vielleicht abwarten bis zur Ernennung durch meinen Dienstherrn? Aber dann ist die Bewerbungsfrist abgelaufen.
Registriert: 17.01.2018, 11:40
Re: Versetzungsmöglichkeiten
von Acta am 17.01.2018, 22:09
prinzipiell dürfte dir theoretisch gar nichts passieren, da du ja weiterhin im mD und BaL bist.
Der Dienstherr könnte die Abordnung mit dem Ziel der Versetzung unterbinden, weil diese dich ausgebildet haben und eine „feindliche Übernahme“ von einer anderen Behörde wird seltenst durchgeführt.
Auf der anderen Seite könnte man auch, getreu dem Spruch „Reisende soll man ziehen lassen!“, dich gehen lassen. Da sind Personallisten unterschiedlich.
Bedenken solltest du aber auch, dass du gem. § 41 BLV die Kosten der Aufstiegsausbildung deinem Dienstherrn erstatten musst. Das könnte eine große Summe sein, die zurückzuzahlen ist.
von Casiopeia1981 am 17.01.2018, 22:57
Liegt denn ein Dienstherrenwechsel vor? M. E. wechselt die Person von Bundesbehörde a zur Bundesbehörde b. Dienstherr bliebe dann der Bund.
von beamtin am 18.01.2018, 08:52
Vielen Dank für die Antworten. Nein, ein Dienstherrnwechsel liegt nicht vor, da ich bereits jetzt Bundesbeamtin bin und der Wechsel lediglich zu einer anderen Bundesbehörde erfolgen würde. Dann müsste ich doch keine Studienkosten zurückzahlen?!
Ich will auf keinen Fall meine Stufen verlieren. Ich bin bereits in der Stufe 8 und möchte die natürlich behalten. Meine Sorge ist die, dass meine Behörde, wenn sie mitbekommt, dass ich mich woanders beworben habe, mich nicht nach dem Studium zur Regierungsinspektorin ernennt, dies würde dann ja vielleicht die andere Behörde tun, aber würde ich dann trotzdem die Stufe 8 behalten können?
von PrinzP. am 18.01.2018, 18:36
§ 40 S.1 BLV
"Nach Erwerb der Befähigung für die höhere Laufbahn wird den Beamtinnen und Beamten im Rahmen der besetzbaren Planstellen ein Amt der neuen Laufbahn verliehen."
Da hat der bisherige Dienstherr wohl kein Ermessen.
27.2.1 BBesGVwV
Keine Stufenfestsetzung findet statt
– bei Beförderungen,
– bei der Umwandlung des Dienstverhältnisses eines Soldaten auf Zeit in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten und umgekehrt,
– bei Versetzungen, Übernahmen und Übertritten innerhalb des Dienstes des Bundes (z.B. bei Versetzungen von und zu bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts oder den Postnachfolgeunternehmen),
– beim Aufstieg nach § 35 BLV bzw. nach § 54 Absatz 1 BLV i. V. m. §§ 33 bis 33b BLV a.F.,
– beim Aufstieg nach den §§ 15 und 16 Bundespolizei-Laufbahnverordnung,
– bei Zulassung zu einer höheren Laufbahn nach den §§ 24 und 27 BLV bzw. nach § 54 Absatz 3 BLV i.V.m. § 5a BLV a.F.,
– bei Zulassung zu einer höheren Laufbahn nach §§ 14, 19, 20 und 26 Soldatenlaufbahnverordnung sowie
– beim Laufbahnwechsel nach § 42 BLV.
von beamtin am 18.01.2018, 18:49
Vielen Dank, PrinzP.
Weiß jemand vielleicht aus Erfahrung, wann die Personalakte von der alten Behörde angefordert wird und ob vorher der Bewerber informiert wird? Vielleicht bewerbe ich mich ja doch.
von mathiasla am 19.01.2018, 07:04
du wirst nicht nur informiert, du musst ausdrücklich schriftlich zustimmen.
Die Stufen hießen doch früher "Greisenzuschlag" richten sich also nach den Jahren die Mann/ Frau schon im Beamtentum und in anrechenbaren Tätigkeiten verbracht hat.
Dann solltest du die Stufen auch behalten.
von MarioW am 06.02.2018, 16:35
Warum sollten ihr denn Stufen verloren gehen, wenn Sie weiterhin beim Bund bleibt?
von beamtin am 06.02.2018, 18:53
weil ich noch im mittleren Dienst bin. Durch meine Behörde ist ja bei Begründung meines Beamtenverhältnisses die Stufenfestsetzung erfolgt. Der Aufstieg begründet keine neue Stufenfestsetzung. Wenn ich diesen fertig hab, werde ich zur Regierungsinspektorin ernannt.
Wenn meine Behörde mitbekommt, dass ich mich woanders beworben habe, hätte ich die Sorge, dass sie mich nicht in den gehobenen Dienst aufsteigen lässt. Wenn die neue Behörde mich dann ernennen sollte, weiß ich nicht, ob dann eine erneute Stufenfestsetzung erfolgt.

References: § 41

§ 40
 § 35
 § 54
 § 54
 § 5
 § 42