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Timestamp: 2020-02-19 07:07:17+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1954, 1925 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 21.10.1954
BGH, 17.09.1954 - V ZR 32/53
https://dejure.org/1954,252
BGH, 17.09.1954 - V ZR 32/53 (https://dejure.org/1954,252)
BGH, Entscheidung vom 17.09.1954 - V ZR 32/53 (https://dejure.org/1954,252)
BGH, Entscheidung vom 17. September 1954 - V ZR 32/53 (https://dejure.org/1954,252)
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BGHZ 14, 313
NJW 1954, 1925
DNotZ 1955, 246
Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtsprechung weiterentwickelt und die Haftung seit BGHZ 14, 313, 318 in dem oben bereits dargestellten Sinne ausgeweitet (…eingehend zu dieser Entwicklung Steininger a.a.O. S. 60 ff.; vgl. auch Wiedemann, NJW 1984, 2226 f.).
An dieser schon vom Reichsgericht (RGZ 120, 249, 252 f.; 143, 219, 222 f.; 159, 33, 54 f.) entwickelten und vom Bundesgerichtshof (vgl. die Senatsurteile vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 = WM 1964, 916, 918; vom 5. April 1967- VIII ZR 82/64 = WM 1967, 481; vom 15. November 1967 - VIII ZR l00/65 = WM 1968, 5 ; vom 22. April 1981 - VIII ZR 34/80 = WM 1981, 876, 877; ferner BGHZ 14, 313, 318; 56, 81, 83) fortgeführten Rechtsprechung über die Haftung des Vertreters bei wirtschaftlicher Eigenbeteiligung ist trotz im Schrifttum verschiedentlich geäußerter Bedenken (z.B. Stoll, JW 1928, 1285 f.; Ballerstedt, AcP 151, 501, 502, 524 f.; Canaris, VersR 1965, 114, 118; Müller, NJW 1969, 2169, 2170 f.;… Rehbinder, Konzernaußenrecht und allgemeines Privatrecht, 1969, S. 336 ff.;… Esser/E.Schmidt, Schuldrecht, Bd. 1 Teilbd. 2, 5. Aufl., § 29 II 2.3.1 S. 100;… Schanze, Einmanngesellschaft und Durchgriffshaftung, 1975, S. 108; Schulze, JuS 1983, 81, 82) festgehalten worden.
Demjenigen, der bei von ihm maßgeblich beeinflußten Verhandlungen seinen eigenen wirtschaftlichen Nutzen in einer Weise verfolgt, als sei er gleichsam "in eigener Sache" tätig, muß es dennoch nach dem Grundsatz von Treu und Glauben verwehrt sein, sich auf seine Unzuständigkeit zu berufen, wenn er bei den Vertragsverhandlungen einen für den anderen Teil schädlichen Fehler begangen hat (…so zutreffend Brandner aaO., S. 61; zu dem Gesichtspunkt des § 242 BGB vgl. auch schon BGHZ 14, 313, 318 und BGH, Urteil vom 4. Dezember 1958 - II ZR 168/57 = LM BGB § 276 (Fa) Nr. 4 unter IV).
Das gleiche gilt, wenn der Dritte wegen eines eigenen unmittelbaren wirtschaftlichen Interesses dem Verhandlungsgegenstand besonders nahe steht, also wirtschaftlich betrachtet gleichsam in eigener Sache verhandelt (vgl. BGHZ 14, 313 (318); 63, 382 (384 ff);… BGH, Urt. v. 24.05.2008 - IX ZR 114/01).
Selbst wenn das Berufungsgericht rechtsirrtums- und verfahrensfehlerfrei zu dem Ergebnis gelangt wäre, aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses sei eine Haftung der Beklagten wegen Verschuldens bei Vertragsschluß nicht gerechtfertigt, hätte geprüft werden müssen, ob die Haftung nicht deshalb begründet ist, weil die Beklagte ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Abschluß des Kaufvertrages hatte (BGH, Urteile vom 17. September 1954 - V ZR 32/53 = BGHZ 14, 313, 318; vom 19. Dezember 1962 - VIII ZR 216/61 = WM 1963, 160; vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 = WM 1964, 916; vom 15. November 1967 - VIII ZR 100/65 = WM 1968, 5 und vom 5. April 1971 - VII ZR 163/69 = BGHZ 56, 81).
Es kommt hinzu, daß der Beklagte ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Abschluß des Kaufvertrags hatte (vgl. BGHZ 14, 313, 318).
Voraussetzung für einen solchen Anspruch ist, dass die Kläger dem Beklagten zu 2) als Vertreter, Verhandlungsführer oder Sachwalter der Beklagten zu 1) besonderes Vertrauen entgegen gebracht haben oder dass der Beklagte zu 2) selbst am Abschluss bzw. der Durchführung des Vertrages ein unmittelbares wirtschaftliches Eigeninteresse hatte, also gleichsam in eigener Sache tätig war (vgl. BGHZ 14, 313 (318), 63, 382 (384 ff); 86, 67 (68 ff); 126, 181 (183 ff);… MünchKomm(BGB)-Emmerich, 4. Auflage, Vor § 275 BGB, Rdnr. 161).
Die Haftung Dritter (also nicht des eigentlichen Vertragspartners) aus culpa in contrahendo setzt voraus, dass der Dritte entweder ein unmittelbares wirtschaftliches Eigeninteresse hatte und wirtschaftlich gesehen gleichsam in eigener Sache tätig wurde (vgl. BGHZ 14, 313, 318; BGHZ 56, 81, 84; BGH NJW 1979, 707; BGH NJW 1986, 586, 587; BGH NJW-RR 1991, 1241, 1242; BGH NJW 2002, 208, 212; OLG Stuttgart OLGR 1998, 97, 98;… weitere Nachw. bei Palandt-Grüneberg § 311 BGB Rn. 61 f. und Münchener Kommentar-Emmerich § 311 BGB Rn. 210 ff.), oder (alternativ), dass er ein besonderes persönliches Vertrauen in Anspruch genommen und dadurch eine über das normale Verhandlungsvertrauen hinausgehende persönliche Gewähr für die Seriosität und die Erfüllung des Geschäfts geboten hat (BGHZ 56, 81, 84 f.; BGHZ 63, 382, 383 f.; BGHZ 79, 281, 286; BGH NJW 1987, 2511, 2512; BGH NJW-RR 1993, 342;… Palandt-Grüneberg § 311 BGB Rn. 63 f.).
Im Rahmen privatrechtlicher vorvertraglicher Beziehungen kommt eine Eigenhaftung des Vertreters (hier: Beklagter zu 2) ausnahmsweise in Betracht, wenn er besonderes persönliches Vertrauen in Anspruch genommen oder am Abschluß des Rechtsgeschäfts ein eigenes wirtschaftliches Interesse gehabt hat (vgl. etwa BGHZ 14, 313, 318; 56, 81, 83; BGH Urteil vom 25. November 1966, V ZR 9/66, WM 1967, 121, 123; Urteil vom 14. März 1979, VIII ZR 129/78, WM 1979, 672;… eingehende weitere Nachweise bei Schmitz, Dritthaftung aus culpa in contrahendo, 1980, S. 60 Fn. 4).
BGH, 21.03.1967 - VI ZR 164/65
Verjährung deliktsrechtlicher Schadensersatzansprüche - Annahme einer …
BGH, 15.12.1972 - V ZR 94/71
Anspruch auf Rückabwicklung eines Grundstücksveräußerungsvertrages - …
BGH, 06.06.1962 - V ZR 125/60
BGH, 04.12.1958 - II ZR 168/57
BGH, 10.01.1964 - Ib ZR 78/62
Voraussetzungen für das Vorliegen einer wettbewerbswidrigen Handlung durch eine …
BGH, 05.04.1967 - VIII ZR 82/64
Haftung eines Vertreters für ein Verschulden bei Vertragsschluss - Handlungen des …
BGH, 08.10.1964 - II ZR 132/64
Kenntnis des Kommittenten von der finanziellen Bedrängnis seines …
BGH, 19.12.1962 - VIII ZR 216/61
Offenbarungspflicht des Vermieters oder Verpächters über den Miet- oder …
BGH, 15.05.1979 - VI ZR 128/78
Voraussetzungen für einen Schadensersatzanspruch wegen Betruges
BGH, 25.11.1966 - V ZR 9/66
BGH, 14.02.1963 - VII ZR 128/61
BGH, 10.12.1968 - VI ZR 217/66
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BGH, 29.10.1954 - V ZR 101/53
BGH, 01.02.1956 - IV ZR 70/55
BGH, 21.10.1954 - IV ZR 93/54
https://dejure.org/1954,504
BGH, 21.10.1954 - IV ZR 93/54 (https://dejure.org/1954,504)
BGH, Entscheidung vom 21.10.1954 - IV ZR 93/54 (https://dejure.org/1954,504)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 1954 - IV ZR 93/54 (https://dejure.org/1954,504)
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Erforderlichkeit einer vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung zum Abschluss eines Erbauseinandersetzungsvertrages - Schwebende Unwirksamkeit eines Vertrages - Wirksamkeit der Übertragung des Eigentums an einem Grundstück
BGHZ 15, 97
DNotZ 1955, 83
3 Z 40/89">1989, 1113, 1115 mwN; RGZ 121, 30, 33; Jürgens/von Crailsheim Betreuungsrecht 5. Aufl. § 1829 BGB Rn. 5 f.; MünchKommBGB/Wagenitz 6. Aufl. § 1829 Rn. 15; BeckOK BGB/Bettin [Stand: 1. August 2015] § 1829 Rn. 4; vgl. auch BGHZ 15, 97 = NJW 1954, 1925; a.A. Gernhuber/Coester-Waltjen Familienrecht 6. Aufl. § 60 IV Rn. 55; zweifelnd Soergel/Zimmermann 13. Aufl. § 1829 BGB Rn. 9; Wufka MittBayNot 1974, 131, 132).
Die Erteilung der Doppelvollmacht steht nicht im Widerspruch zu dem mit §§ 1828 f. BGB verfolgten Ziel, dem Betreuer nach Erteilung der Genehmigung die Gelegenheit zu geben, im Interesse des Betroffenen nochmals zu prüfen, ob er den Vertrag schließen will (vgl. BGHZ 15, 97 = NJW 1954, 1925;… Palandt/Götz BGB 74. Aufl. § 1829 Rn. 3).
Indem der Betreuer von diesen Möglichkeiten keinen Gebrauch macht, kann er das Fortgelten seiner Billigung des Vertrags hinreichend zum Ausdruck bringen (vgl. BGHZ 15, 97 = NJW 1954, 1925).
Dieser muss erfahren, wann der Vertrag wirksam geworden ist, damit er sein Verhalten darauf einstellen kann (BGHZ 15, 97, 101).
BGH, 30.11.2005 - IV ZR 280/04
Genehmigungspflicht von Maßnahmen des Testamentsvollstreckers
Der Vertragsgegner kann sich in diesen Fällen gerade nicht auf § 162 BGB berufen; der Betreuer ist nicht zur Einholung der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung verpflichtet (BGHZ 7, 208, 213 f.; 15, 97, 100 f.; 54, 71, 73 f.;… MünchKomm-BGB/Wagenitz, 4. Aufl. § 1829 Rdn. 3, 10;… Palandt/Diederichsen, BGB 64. Aufl. § 1829 Rdn. 3).
Vielmehr dient der durch § 1829 Abs. 1 Satz 2 BGB hinausgeschobene Eintritt der Wirksamkeit im Verhältnis zu dem Geschäftsgegner gerade dazu, dem Vormund/Betreuer nochmals Gelegenheit zu geben, im Interesse des Mündels/Betreuten zu prüfen, ob er an dem Vertrag festhalten will (Palandt/Diederichsen § 1829 Rn. 3 unter Hinweis auf BGHZ 15, 97).
BGH, 12.12.1957 - III ZR 147/56
Ebensowenig kommt es, falls dem Beklagten nicht auch hier die Wirkung der Streitverkündung entgegensteht, darauf an, ob Frau Wo. einer solchen Mitteilung durch den Beklagten nachträglich zugestimmt hat und dies überhaupt wirksam konnte, noch darauf, ob etwa aus den Gründen der von der Revision ebenfalls herangezogenen Entscheidung des IV. Zivilsenats vom 21. Oktober 1954 in BGHZ 15, 97 angenommen werden könnte, Frau Wo. habe nachträglich dem Erfordernis des § 1829 Abs. 1 Satz 2 BGB genügt.
Daß den Beklagten die Entscheidung in BGHZ 15, 97 nicht entlasten kann, ergibt sich aus dem bereits Gesagten.
BGH, 09.07.1956 - V BLw 69/55
Wenn dem ändern Vertragsteil die Erteilung der Genehmigung bekannt ist und der gesetzliche Vertreter dies weiß, dann genügt es, daß der gesetzliche Vertreter ihm zu erkennen gibt, daß er den vom Vormundschaftsgericht genehmigten Vertrag billigt (vgl. BGHZ 15, 97 [100/101]).
Es hält es aber in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 15, 97, 101), der sich der erkennende Senat anschließt, für ausreichend, wenn sie wußte, daß dem Käufer die Tatsache der Erteilung der vormundschaftsbehördlichen Genehmigung bekannt war, und diesem zu erkennen gab, daß sie den Vertrag, so wie er geschlossen und genehmigt worden war, auch weiterhin billige.
BayObLG, 05.01.1983 - BReg. 2 Z 95/82
Möglichkeit einer (weiteren) Beschwerde nach den Vorschriften der …
Auf die von den Beteiligten zu 1) bis 3) erörterte angebliche Unwirksamkeit der Auflassung mangels Übermittlung der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung auch durch den Beteiligten zu 1) (s. aber BGHZ 15, 97/101) ist daher in diesem (reinen Grundbuchverfahren nicht mehr näher einzugehen.

References: § 29
 § 242
 § 276
 § 275
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 311
 § 311
 BGH 
 BGH 
 § 311
 BGH 
 § 1829
 § 1829
 § 1829
 § 60
 § 1829
 § 1829
 § 162
 § 1829
 § 1829
 § 1829
 § 1829
 § 1829