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Timestamp: 2020-03-31 16:58:34+00:00

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BVerwG, 05.02.1990 - 4 B 191.89 - dejure.org
BVerwG, 05.02.1990 - 4 B 191.89
https://dejure.org/1990,104
BVerwG, 05.02.1990 - 4 B 191.89 (https://dejure.org/1990,104)
BVerwG, Entscheidung vom 05.02.1990 - 4 B 191.89 (https://dejure.org/1990,104)
BVerwG, Entscheidung vom 05. Februar 1990 - 4 B 191.89 (https://dejure.org/1990,104)
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BauGB § 14; BauGB § 15; BBauG § 14; BBauG § 15
Unzulässige Zurückstellung eines Baugesuchs - Positive Vorstellungen der Gemeinde - Inhalt des aufzustellenden Bebauunsplans
Zurückstellung eines Baugesuchs und Veränderungssperre (IBR 1990, 617)
Nichtbearbeitung von Baugesuchen: Amtshaftung? (IBR 1990, 535)
VG Braunschweig, 07.04.1988 - 2 A 117/87
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 14.07.1989 - 6 A 106/88
NVwZ 1990, 558
DÖV 1990, 476
BauR 1990, 335
ZfBR 1990, 206
Wesentlich ist dabei, dass die Gemeinde im Zeitpunkt des Erlasses einer Veränderungssperre bereits positive Vorstellungen über den Inhalt des Bebauungsplans entwickelt hat (BVerwG, Beschluss vom 5. Februar 1990 - 4 B 191.89 - Buchholz 406.11 § 15 BBauG/BauGB Nr. 6).
Die nachteiligen Wirkungen der Veränderungssperre wären - auch vor dem Hintergrund des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG - nicht erträglich, wenn sie zur Sicherung einer Planung dienen sollte, die sich in ihrem Inhalt noch in keiner Weise absehen lässt (BVerwG, Urteil vom 10. September 1976 - BVerwG 4 C 39.74 - BVerwGE 51, 121 ; Beschluss vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - ZfBR 1990, 206).
Sie bezieht sich auf den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - (Buchholz 406.11 § 15 BBauGB Nr. 6 = BRS 50 Nr. 103), wonach eine Zurückstellung nicht auf eine reine Negativplanung gestützt werden kann.
In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass ein Mindestmaß des abzusehenden Inhalts der Planung nur erfüllt sein kann, wenn die Gemeinde für das betroffene Gebiet schon positive planerische Vorstellungen entwickelt hat, und dass eine Negativplanung, die sich darin erschöpft, einzelne Vorhaben auszuschließen, nicht ausreicht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - BRS 50 Nr. 103).
Die Rüge, die angefochtene Entscheidung weiche von dem Beschluss des Senats vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - (NVwZ 1990, 558) ab, ist unzulässig, weil sie den Darlegungsanforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO nicht genügt.
Nach der Rechtsprechung des beschließenden Senats setzt die Zulässigkeit einer Veränderungssperre nach § 14 BBauG/BauGB eine hinreichend konkrete Planung zum Zeitpunkt ihres Erlasses voraus; die Planung muß einen Stand erreicht haben, der ein Mindestmaß dessen erkennen läßt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll (vgl. Urteil vom 10. September 1976 - BVerwG 4 C 39.74 - BVerwGE 51, 121 [BVerwG 10.09.1976 - IV C 39/74]; zuletzt Beschluß vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - DÖV 1990, 476).
Voraussetzung für den Erlaß einer Veränderungssperre ist lediglich, daß der ihr zugrundeliegende Planaufstellungsbeschluß ein Mindestmaß dessen erkennen läßt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. September 1976 - BVerwG 4 C 39.74 - BVerwGE 51, 121;Beschlüsse vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - Buchholz 406.11 § 15 BBauG/BauGB Nr. 6 undvom 27. April 1992 - BVerwG 4 NB 11.92 - Buchholz 406.11 § 17 BauGB Nr. 5).
Eine Negativplanung, die sich darin erschöpft, einzelne Vorhaben auszuschließen, reicht nicht aus (BVerwG, B.v. 5.2.1990 - 4 B 191/89, NVwZ 1990, 558).
Der Kläger hat damit zwar möglicherweise formal dem Erfordernis der Entwicklung positiver planerischer Vorstellungen Genüge getan (vgl. BVerwG vom 5.2.1990 NVwZ 1990, 558).
Aufstellungsbeschluss; Bekanntmachung; ergänzendes Verfahren; Fehlerbehebung; …
Es genügt vielmehr, dass sich aus dem Planaufstellungsbeschluss oder weiteren Verfahrensschritten wenigstens ansatzweise ersehen lässt, was Inhalt des zukünftigen Bebauungsplans sein soll (vgl. BVerwG, Beschluss vom 05.02.1990 - 4 B 191.89 -, NVwZ 1990, 558) Ein detailliertes und abgewogenes Planungskonzept muss daher noch nicht vorliegen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21.12.1993 - 4 NB 40.93 -, NVwZ 1994, 685).
Es genügt vielmehr, dass sich aus dem Planaufstellungsbeschluss oder weiteren Verfahrensschritten wenigstens ansatzweise ersehen lässt, was Inhalt des zukünftigen Bebauungsplans sein soll (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. Februar 1990 - BVerwG 4 B 191.89 - Buchholz 406.11 § 15 BauGB Nr. 6 und vom 27. April 1992 - BVerwG 4 NB 11.92 - Buchholz 406.11 § 17 BauGB Nr. 5).
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.11.2006 - 10 B 2354/06
Aufstellung eines Bebauungsplans; Errichtung eines eingeschossigen Flachdachbaus …
VG Gießen, 05.07.2007 - 1 G 1231/07
Zurückstellung von Baugesuchen; Konkretisierung des in Aufstellung befindlichen …
VG Trier, 15.12.2004 - 5 K 1181/04
Errichtung eines Verbrauchermarktes in Euren zulässig
VG Osnabrück, 13.12.2002 - 2 A 102/01
Genehmigung zur Erweiterung eines Verbrauchermarktes
VG München, 11.10.2012 - M 11 K 11.1662
Wirksamkeit einer VerÃ¤nderungssperre; ZulÃ¤ssigkeit einer Feststellungsklage …

References: § 14
 § 15
 § 14
 § 15
 § 15
 Art. 14
 § 15
 § 133
 § 14
 § 15
 § 17
 § 15
 § 17