Source: http://www.arbeitsrechtspraxis.com/abfindung/kuendigung-gemaess-1-akschg.html
Timestamp: 2018-11-14 18:03:32+00:00

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Kündigung gemäß §1 aKschG | Rechtsanwalt Kündigungsschutz Kassel, Bad Hersfeld, Homberg
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Kündigung gemäß § 1aKschG
Mit Einführung des § 1 a in das Kündigungsschutzgesetz wurde für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Möglichkeit zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses geschaffen, welche für beide Seiten Vorteile haben kann.
Durch den Ausspruch einer solchen Kündigung – ggf. nach vorheriger Abstimmung mit dem Arbeitnehmer- kann der Arbeitgeber das Risiko der Erhebung einer Kündigungsschutzklage durch den Arbeitnehmer minimieren oder sogar ganz ausschließen.
Für den Arbeitnehmer hat die Beendigung auf diese Weise den Vorteil, dass von der Agentur für Arbeit anders als bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder Abwicklungsvertrages keine Sperrzeit für den Bezug von ALG I verhängt wird.
Allerdings ist der Ausspruch einer Kündigung nach § 1 a Kündigungsschutzgesetz an bestimmte Voraussetzungen geknüpft:
Als erstes gilt es zu beachten, dass der Abfindungsanspruch nach § 1 a KSchG nur bei Ausspruch einer ordentlichen betriebsbedingten Kündigung möglich ist.
Bei verhaltensbedingter oder personenbedingter Kündigung hingegen scheidet diese Möglichkeit aus.
Der Grund der dringenden betrieblichen Erfordernisse ist ausdrücklich in die Kündigung mit aufzunehmen.
Ferner muss der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Arbeitnehmer die gesetzliche Abfindung nach § 1 a KSchG nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beanspruchen kann, wenn er die dreiwöchige Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage ohne Klageerhebung verstreichen lässt.
Die Höhe der Abfindung beträgt dann 0,5 Monatsgehälter für jedes Jahr des Bestehens des des Arbeitsverhältnisses.
Der Arbeitnehmer muss nach Erhalt der Kündigung –sofern er diese Abfindung erhalten möchte- dann die Klagefrist verstreichen lassen.
Da es sich bei der Kündigung nach § 1 a KschG um eine „normale“ Kündigung handelt, kann der Arbeitnehmer natürlich dagegen auch klagen, verliert dadurch aber den gesetzlichen Anspruch auf die Abfindung.
Lässt der Arbeitnehmer die Klagefrist verstreichen und zahlt der Arbeitgeber die Abfindung dann dennoch nicht, kann der Arbeitnehmer diese dann erfolgreich einklagen.

References: §1
 §1
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