Source: https://gesetze-in-app.de/StVG/25
Timestamp: 2020-02-24 23:06:04+00:00

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OLG Bamberg, Beschluss vom 4.1.2016, Az. Ss OWi 129/16 habe sich über den vorausgegangenen Warnappell hinweggesetzt (zur Parallelproblematik bei der Annahme eines beharrlichen Pflichtenverstoßes vgl. zuletzt OLG Bamberg, Beschl. v. 16.03.2015 - 3 Ss OWi 236/15 = VerkMitt 2015, Nr. 35 = DAR 2015, 392= OLGSt StVG § 25 Nr. 59 unter Hinweis auf BayObLG NStZ-RR 1996; OLG Hamm NZV 2000, 53; Burhoff/Deutscher Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche OWi-Verfahren 4. Aufl. Rn. 1595; Hentschel/König/Dauer § 25 StVG Rn. 15, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 2.11.2015, Az. Ss OWi 834/15 Alt.] StVG als nicht gerechtfertigt anzusehen ist mit der Folge, dass die Anordnung eines Fahrverbots nicht (mehr) angezeigt ist (BayObLG und OLG Bamberg, jeweils a. a. O.; vgl. auch Hentschel/König/Dauer § 25 StVG Rn. 24 a.E. und Burmann/Heß/Jahnke/Janker Straßenverkehrsrecht 23. Aufl. § 25 StVG Rn. 16).
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.2.2015, Az. Ss OWi 236/15 wegen eines beharrlichen Pflichtenverstoßes geboten ist (vgl. zu den Anforderungen für die Wertung eines Pflichtenverstoßes als ‚beharrlich‘ eingehend OLG Bamberg NJW 2007 3655 = zfs 2007, 707 sowie OLGSt StVG § 25 Nr. 36 = VRR 2007, 318 [Deutscher]; ferner u. a. OLG Bamberg DAR 2010, 98 = OLGSt StVG § 25 Nr. 47; DAR 2011, 399; DAR 2012, 152 = OLGSt StVG § 25 Nr. 51; DAR 2013, 213 = VerkMitt 2013, Nr. 21 = zfs 2013, 350 = OLGSt StVG § 25 Nr. 54; NStZ-RR 2014, 58; NZV 2014, 98 = OLGSt StVG § 25 Nr. 55; DAR 2014, 277 = zfs 2014, 411 und zuletzt Beschl. v. 29.01.2015 - 3 Ss OWi 86/15 [bei juris]; ferner König in Hentschel/König/Dauer Straßenverkehrsrecht 43. Aufl. [2015] § 25 StVG Rn. 15; Burmann in Burmann/Heß/Jahnke/Janker Straßenverkehrsrecht 23. Aufl. [2015] § 25 StVG Rn. 10 ff. und Burhoff [Hrsg.]/Deutscher, Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche OWi-Verfahren, 4. Aufl. [2015], Rn. 1569 ff., jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.2.2015, Az. Ss OWi 236/15 in der Regel maßgeblich auf den Zeitpunkt des Rechtskrafteintritts der die frühere Zuwiderhandlung ahndenden Entscheidung an (st. Rspr., vgl. u. a. BayObLGSt 1995, 130 = DAR 1995, 455 = NZV 1995, 499 = VRS 90 [1996], 57 = NStZ-RR 1996, 21; BayObLGSt 1996, 44 = NStZ-RR 1996, 283 = NZV 1996, 370 = OLGSt StVG § 25 Nr. 15 = VRS 92 [1997], 29; OLG Düsseldorf DAR 1999, 324 = NZV 1999, 432 = VRS 97 [1999], 201; König § 25 StVG Rn. 15; Burmann § 25 StVG Rn. 11 und Burhoff/Deutscher Rn. 1573, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.2.2015, Az. Ss OWi 236/15 habe sich über den vorausgegangenen Warnappell hinweggesetzt (BayObLGSt 1996, 44 = NStZ-RR 1996, 283 = NZV 1996, 370 = OLGSt StVG § 25 Nr. 15 = VRS 92 [1997], 29; OLG Hamm VRS 98 [2000], 44 = NZV 2000, 53; Burhoff/Deutscher Rn. 1595; König § 25 StVG Rn. 15, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 5.2.2012, Az. Ss OWi 195/12 Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats ist erst dann das Absehen von der Anordnung eines nach § 25 Abs. 1 StVG gebotenen Fahrverbots aus Gründen der Unverhältnismäßigkeit im Sinne von Art. 2 Abs.1, 20 Abs.3 GG in Erwägung zu ziehen, wenn der Betroffene Tatsachen substantiiert und verifizierbar vorträgt, die die Annahme einer Gefahr für seine wirtschaftliche Existenz in ihrer gegenwärtigen Form selbst für den Fall „greifbar“ erscheinen lassen, dass der Betroffene alle ihm zu demutbaren Maßnahmen getroffen hat, die geboten erscheinen, die Auswirkungen eines - hier nur einmonatigen - Fahrverbots gering zu halten (BVerfG NJW 1995, 1541).
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.1.2010, Az. Ss OWi 1575/09 Diese Bindung der Sanktionspraxis dient nicht zuletzt der Gleichbehandlung der Verkehrsteilnehmer (Anwendungsgleichheit) und der Vorhersehbarkeit und Berechenbarkeit der durch bestimmte Verkehrsverstöße ausgelösten Rechtsfolgen (BVerfG NZV 1996, 284/285; OLG Zweibrücken DAR 2003, 531/532; KG NZV 2002, 47; Jagow/Burmann/Heß Straßenverkehrsrecht 20. Aufl. § 25 StVG Rn. 10).
BVerfG, vom 2.11.1982, Az. 2 BvR 616/91 Der Senat hat dem im Blick auf den damaligen Ausnahmecharakter des § 25 StVG den weiteren Hinweis hinzugefügt, daß von der Möglichkeit eines Fahrverbots jedenfalls erst Gebrauch gemacht werden dürfe, wenn feststehe, daß der angestrebte Erfolg im Einzelfall auch mit einer empfindlichen und im Wiederholungsfall auch mit einer verschärften Geldbuße nicht erreicht werden kann (BVerfGE a.a.O.<43>).
BVerfG, vom 2.11.1982, Az. 2 BvR 616/91 Durch diese Ermächtigung hat der Gesetzgeber es dem Verordnungsgeber ermöglicht, bestimmte Fälle grober oder beharrlicher Verkehrsverstöße gemäß § 25 StVG generalisierend zu umschreiben und in der Weise vor zu bewerten, daß ein Fahrverbot als angemessen erscheine (vgl. BGHSt 38, 125 <130>).
BVerfG, vom 5.4.1968, Az. 2 BvL 11/69 3. Ist nach alledem das ausnahmsweise wegen einer mit Geldbuße bedrohten Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr festzusetzende Fahrverbot keine Kriminalstrafe, so ist auch die Übertragung der Anordnungsbefugnis auf die Verwaltungsbehörden durch § 25 Abs. 1 StVG mit Art. 92 GG vereinbar (vgl. BVerfGE 22, 49 (81)).

References: § 25
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 Art. 2
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 Art. 92