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Timestamp: 2016-10-26 21:12:36+00:00

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117 V 36951. Urteil vom 19. Dezember 1991 i.S. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt gegen M. und Versicherungsgericht des Kantons Z�rich
Art. 6, 16 et 18 LAA, art. 11 OLAA: Traumatisme cranio-c�r�bral. De la preuve du lien de causalit� naturelle et de l'appr�ciation de la causalit� ad�quate. Faits � partir de page 370
A.- Der 1955 geborene R. M. arbeitete als Hilfsarbeiter bei der Firma H., Baugesch�ft, einem der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unterstellten Betrieb, als er am 22. Juni 1985 mit dem Fahrrad einem �berholenden Auto ausweichen musste, dabei in eine Wasserrinne geriet, auf die linke Schulter st�rzte und den Kopf am Boden aufschlug. Er konnte selber wieder aufstehen und mit dem Fahrrad in seine nahegelegene Wohnung fahren. Zwei Tage danach suchte er den Hausarzt Dr. E. auf, welcher wegen Verdachts auf eine Sch�delfraktur die Einweisung in das Kantonsspital W. anordnete. Dort wurden ein Monokelh�matom links sowie Sch�rfungen �ber der Nasenwurzel festgestellt; es wurde eine Nasenbeinfraktur und eine Kontusion links fronto-temporal diagnostiziert. Obwohl die Computertomographie des Sch�dels einen normalen Befund ergeben hatte, nahmen die nach dem Unfall aufgetretenen diffusen Kopfschmerzen zu. Am 8. Juli 1985 misslang ein erster Arbeitsversuch, da sich die Kopfschmerzen beim Pressluftbohren verst�rkten. In der Folge klagte der Versicherte nach wie vor �ber starke Kopfschmerzen, eine grosse L�rmempfindlichkeit und teilweise Schwindelerscheinungen (SUVA-Bericht vom 20. August 1985). Die Neurologin Dr. H. vertrat die Auffassung, es seien bei unauff�lligen neurologischen Verh�ltnissen offensichtlich psychische Schwierigkeiten mit im Spiel (Schreiben an Dr. E. vom 22. August/12. September 1985). Der Kreisarzt Dr. M. stellte in seinem Bericht vom 24. September 1985 folgende Diagnose: Status nach Sch�delprellung ohne Commotio cerebri sowie posttraumatische Kopfschmerzen bei psychischer Fehlentwicklung. Auch ohne Wiederaufnahme der Arbeit klagte der Versicherte weiterhin �ber erhebliche Kopf- und Schwindelbeschwerden. Ein erneuter Arbeitsversuch ab 25. September 1985 musste am folgenden Tag wegen unertr�glicher Kopfschmerzen, L�rmempfindlichkeit und zus�tzlicher Beschwerden bei Vibrationen abgebrochen werden (SUVA-Bericht vom 30. September 1985). Die SUVA hielt in einer Verf�gung vom 2. Oktober 1985 fest, ab 25. September 1985 bestehe eine Arbeitsf�higkeit von 50%, die in ganzt�gigem Einsatz zu verwerten sei.
In einem Gutachten vom 18. Oktober 1985 stellte Dr. L., Spezialarzt f�r Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen: Status nach Sch�delkontusion, eventuell leichter BGE 117 V 369 S. 371Nasenbeinfraktur, Nachkontusion im Bereich von Schulter und Knie links; Schreckreaktion und neurotische Verarbeitung des Unfalls; posttraumatische Kopfschmerzen. Unter Ber�cksichtigung der psychischen Fehlentwicklung sch�tzte er die Arbeitsunf�higkeit medizinisch-theoretisch auf ca. 80%. �berdies hielt er einen Wechsel des Arbeitsplatzes f�r zweckm�ssig. Ausserdem stellte der Arzt fest, dass �ber eine vorbestandene Erkrankung nichts bekannt sei. Der Versicherte erhob gegen die Verf�gung vom 2. Oktober 1985 Einsprache, weil es ihm trotz zugeteilter leichter Arbeit nicht m�glich sei zu arbeiten. Er klagte auch �ber Schlafst�rungen und Angst, nicht mehr gesund zu werden (SUVA-Bericht vom 22. Oktober 1985). Vom 13. bis 22. November 1985 hielt er sich in der Rehabilitationsklinik B. auf, wo u.a. eine hypochondrische Verarbeitung einer Schreckreaktion diagnostiziert wurde. Bei Eintritt klagte er neben den erw�hnten Beschwerden zus�tzlich �ber Schmerzen im Nacken und Vergesslichkeit. Die Klinik�rzte setzten die Arbeitsf�higkeit ab 25. November 1985 auf 33 1/3% fest und erachteten eine Steigerung in Abst�nden von zwei Wochen bis zur vollen Arbeitsf�higkeit als m�glich (Bericht vom 28. November 1985).
Am 9. Januar 1986 hob die SUVA ihre Verf�gung vom 2. Oktober 1985 auf und verf�gte neu folgende Arbeitsf�higkeit: 33 1/3% ab 25. September bzw. ab 25. November nach Klinikaustritt, 50% ab 13. Januar 1986 sowie 100% ab 27. Januar 1986. In einem kreis�rztlichen Bericht vom 29. Januar 1986 attestierte Dr. G., Spezialarzt f�r Chirurgie, eine Arbeitsf�higkeit von einem Drittel. Dr. F., Spezialarzt f�r Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten von der Gruppe Arbeitsmedizin der SUVA, hielt in einem Bericht gleichen Datums als Beschwerden Schlaflosigkeit, Druck- und W�rmegef�hl im Kopf, Ger�uschempfindlichkeit und Angstzust�nde fest. Objektiv bestehe eine erh�hte Nystagmusbereitschaft. Ausserdem bemerkte der Spezialarzt, es sei schwierig, bei der Interpretation der Gleichgewichtspr�fungen die Befunde mit organischem Substrat von den rein psychogen-neurovegetativen Auff�lligkeiten zu trennen. Gest�tzt auf die �rztlichen Berichte kam die SUVA auf ihre Verf�gung vom 9. Januar 1986 zur�ck, hob diese auf und setzte die Arbeitsf�higkeit mit Verf�gung vom 5. Februar 1986 folgendermassen neu fest: 33 1/3% sowohl ab 25. September 1985 als auch nach dem Klinikaustritt ab 25. November 1985 bis auf weiteres. Eine hiegegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom BGE 117 V 369 S. 3722. Mai 1986 ab. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, der Unfall habe aufgrund der medizinischen Unterlagen nur zu unbedeutenden, "oberfl�chlichen" Verletzungen gef�hrt. Der inad�quate Verlauf lasse sich durch die gem�ss Gutachten des Dr. L. vom 18. Oktober 1985 diagnostizierte neurotische Verarbeitung des Unfalls erkl�ren. Dieser sei nicht generell geeignet gewesen, eine erhebliche psychische Fehlentwicklung als Folge eines Schreckereignisses zu verursachen. Laut Schreiben vom 12. Mai 1986 stellte die SUVA s�mtliche Versicherungsleistungen per 15. Mai 1986 ein.
B.- R. M. nahm die Arbeit am 17. M�rz 1987 wieder auf. Am 3. Juni 1987 erstattete der Arbeitgeber eine R�ckfallmeldung. Bereits am 1. Juni 1987 hatte der Betriebsinhaber dem SUVA-Inspektor mitgeteilt, dass der Versicherte "einfach nicht mehr der gleiche Mensch" sei. Er sei zeitweise sehr vergesslich, nerv�s und manchmal unsicher beim Gehen und klage �ber Kopfschmerzen. Er arbeite an und f�r sich voll (SUVA-Bericht vom 2. Juni 1987). In einem Bericht vom 9. Juni 1987 �bermittelte der Hausarzt Beobachtungen des Arbeitgebers an die SUVA, wonach die Konzentrationsf�higkeit, insbesondere die Merkf�higkeit beim Kurzged�chtnis, und ebenso das selbst�ndige Mitdenken seit dem Unfall deutlich reduziert seien. Der Versicherte wirke oft depressiv. Die "eigentliche Arbeitsleistung" sei um ca. 50% "verlangsamt"; die Arbeitsf�higkeit sei um sicher 20% gesunken. Nach einer Woche schwerer dauernder Kompressorarbeit sei das Allgemeinbefinden deutlich schlechter geworden. Nach Auffassung des Hausarztes wiesen die Beobachtungen des Arbeitgebers zusammen mit den medizinischen Befunden auf ein klares psychoorganisches Syndrom nach Sch�del-Hirntrauma hin. Aufgrund einer neuropsychologischen Untersuchung in der Neurologischen Klinik des Universit�tsspitals Z. (Neuropsychologische Abteilung) vom 9. Juli 1987 lag eine schwere bifronto-temporale Funktionsst�rung vor. Die neuropsychologischen Ausf�lle st�nden h�chstwahrscheinlich in einem direkten kausalen Zusammenhang mit dem Unfall; die Beschwerden entspr�chen dem typischen neuropsychologischen Ausfallmuster nach Sch�del-Hirntrauma. Bei praktisch unver�nderter Symptomatik seit zwei Jahren sei h�chstens mit einer Verbesserung der leichten depressiven �berlagerung zu rechnen, jedoch eher nicht mit einer Verbesserung der Grundsymptome. Die Arbeitsunf�higkeit werde voraussichtlich dauernd 30% betragen (Bericht vom 13. Juli 1987).
Der Kreisarzt Dr. G. vertrat in einem Bericht vom 28. Juli 1987 die Auffassung, dass die erw�hnten gesundheitlichen St�rungen haupts�chlich subjektiver Art seien und nur schwer verifiziert werden k�nnten. Immerhin habe die neuropsychologische Untersuchung Ausf�lle ergeben, welche f�r eine fronto-temporale L�sion typisch seien. Die Kausalit�t zwischen Unfall und jetzigem Zustand sei gegeben. Er sch�tzte die Arbeitsf�higkeit ab 28. Juli 1987 auf 50% und ab 15. August 1987 auf 66 2/3%. In einer weiteren Stellungnahme vom 18. August 1987 verneinte Dr. L. das Vorliegen eines organischen posttraumatischen Hirnschadens, dies u.a. mit der Begr�ndung, dass nach dem Unfall keine Bewusstlosigkeit bestanden habe und der Neurostatus immer normal gewesen sei. Mit Verf�gung vom 18. September 1987 stellte die SUVA fest, dass die getroffenen Abkl�rungen den Nachweis von Unfallfolgen nicht h�tten erbringen k�nnen. Aufgrund der nach dem Unfall vom 22. Juni 1985 bestehenden Verletzungen sei ein Zusammenhang zwischen den gemeldeten Kopfbeschwerden und dem anerkannten Unfall nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Ein Anspruch auf Versicherungsleistungen gegen�ber der SUVA werde verneint.
Der Versicherte liess hiegegen Einsprache erheben. In einer ausf�hrlichen Stellungnahme vom 2. November 1987 hielt die Neuropsychologische Abteilung der Neurologischen Klinik an ihrem fr�heren Bericht vom 13. Juli 1987 fest. Sie best�tigte das Vorliegen neuropsychologischer Funktionsst�rungen, wie sie typisch seien bei einem Status nach erlittenem Sch�del-Hirntrauma, brachte sie in einen h�chst wahrscheinlichen kausalen Zusammenhang mit dem erw�hnten Unfall und hielt auch an der auf 30% bezifferten Arbeitsunf�higkeit fest. Auch k�nne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Versicherte beim Unfall eine Gehirnersch�tterung zugezogen habe. Ferner spiele das Vorliegen oder die Dauer einer Bewusstlosigkeit in F�llen wie dem vorliegenden keine oder nur eine sehr relative Rolle. Die SUVA wies die Einsprache mit Entscheid vom 11. November 1987 ab. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, bei den als R�ckfall gemeldeten Beschwerden handle es sich nicht um mindestens wahrscheinliche Folgen des Unfalls. Die von der Neurologischen Klinik erhobenen neuropsychologischen Ausf�lle seien durch keinen objektiven organischen neurologisch-pathologischen Befund belegt. Insbesondere k�nnten keine Folgen eines Sch�del-Hirntraumas vorliegen, weil BGE 117 V 369 S. 374ein solches durch fachmedizinische Abkl�rungen im Grundfall habe ausgeschlossen werden k�nnen.
Nach Erlass des Einspracheentscheides erstattete Dr. B., Spezialarzt f�r Chirurgie von der Gruppe Unfallmedizin der SUVA, zuhanden der Unfallabteilung am 15. Juni 1988 einen erg�nzenden Bericht. Zudem ersuchte die Anstalt Prof. Ba., Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universit�tsspitals Z., um eine Stellungnahme, welche er am 10. Oktober 1988 erstattete. Ferner holte die SUVA bei der Neuropsychologischen Abteilung der Neurologischen Klinik des Universit�tsspitals Z. ein Gutachten vom 13. Januar 1989 ein. Schliesslich gab Dr. B. am 14. Februar 1989 zuhanden der Rechtsabteilung der SUVA nochmals eine Vernehmlassung ab.
C.- Das Versicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die gegen den Einspracheentscheid vom 11. November 1987 erhobene Beschwerde gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und verpflichtete die SUVA, f�r die nach dem R�ckfall eingetretenen gesundheitlichen St�rungen die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Entscheid vom 12. September 1989).
Der Versicherte l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckm�ssige Behandlung der Unfallfolgen. Ist er infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunf�hig, so hat er gem�ss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Wird er infolge des Unfalles invalid, so hat er nach Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Versicherungsleistungen werden gem�ss Art. 11 UVV grunds�tzlich auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt.
2. a) Der Beschwerdegegner klagte nach dem Unfall �ber starke Kopfschmerzen, grosse L�rmempfindlichkeit und Schwindelbeschwerden. Laut SUVA-Bericht vom 30. September 1985 traten zus�tzliche gesundheitliche Schwierigkeiten wegen durch Kompressorarbeit verursachter Vibrationen auf. In einem weiteren SUVA-Bericht vom 22. Oktober 1985 wurden Schlafst�rungen BGE 117 V 369 S. 375und Angstzust�nde erw�hnt. Im Bericht der Rehabilitationsklinik B. vom 28. November 1985 ist von Schmerzen im Nacken sowie von Vergesslichkeit die Rede. Dr. F. erhob als Befunde u.a. Ger�uschempfindlichkeit, Visusst�rungen sowie ein Druck- und W�rmegef�hl im Kopf (Bericht vom 29. Januar 1986).
Nach dem R�ckfall teilte der Betriebsinhaber der SUVA mit, der Beschwerdegegner sei einfach nicht mehr der gleiche Mensch wie vor dem Unfall. Er sei zeitweise stark vergesslich und klage �ber Kopfschmerzen, sei nerv�s und manchmal unsicher beim Gehen (SUVA-Bericht vom 2. Juni 1987). In einem Bericht vom 9. Juni 1987 �bermittelte der Hausarzt der SUVA weitere Beobachtungen des Arbeitgebers, wonach die Konzentrationsf�higkeit, insbesondere die Merkf�higkeit im Kurzged�chtnis, und auch das selbst�ndige Mitdenken seit dem Unfall deutlich reduziert seien. Der Beschwerdegegner wirke oft depressiv. Die "eigentliche Arbeitsleistung" sei seit dem Unfall um ca. 50% verlangsamt, was als auf fallendste Beobachtung bezeichnet wurde. Die Arbeitsf�higkeit sei infolge verminderter Merkf�higkeit und Verlangsamung um sicher 20% reduziert.
b) Die oben erw�hnten Leistungsausf�lle wurden im Bericht der Neuropsychologischen Abteilung der Neurologischen Klinik vom 13. Juli 1987 best�tigt, wonach der Beschwerdegegner spontan �ber Kopfschmerzen, Konzentrationsst�rungen, rasche Erm�dbarkeit, L�rmempfindlichkeit, Reizbarkeit und Nervosit�t geklagt habe. Die erhobenen Untersuchungsbefunde w�rden auf eine schwere bifronto-temporale Funktionsst�rung hinweisen und dem typischen neuropsychologischen Ausfallmuster nach Sch�del-Hirntrauma entsprechen. Da diese Symptomatik seit zwei Jahren praktisch unver�ndert sei, d�rfe h�chstens mit einer Abnahme der leichten depressiven �berlagerung, jedoch eher nicht mit einer Verbesserung der Grundsymptome gerechnet werden. Die Arbeitsunf�higkeit werde voraussichtlich dauernd 30% betragen.
Im neuropsychologischen Gutachten der genannten Klinik vom 13. Januar 1989 wurde sodann berichtet, neben dem unver�nderten posttraumatischen Syndrom mit Kopf- und Nackenschmerzen, Licht- und L�rmempfindlichkeit sowie Schwindel habe sich gegen�ber der Untersuchung vom Juli 1987 wenig ge�ndert. Es f�nden sich weiterhin ausgepr�gte Konzentrationsst�rungen mit Langsamkeit und Fehlerhaftigkeit sowie erhebliche Lern- und Ged�chtnisst�rungen. Diese Ausf�lle im Bereich des Ged�chtnisses, des Antriebes sowie der Umstell- und Konzentrationsf�higkeit BGE 117 V 369 S. 376w�rden typischerweise auch nach relativ geringf�gigen Sch�del-Hirntraumen auftreten. Der im Juli 1987 neuropsychologisch erhobene Befund einer hirnorganischen, bifronto-temporalen Funktionsst�rung wurde ausdr�cklich best�tigt. Im weiteren ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdegegner nie �ber die in den neuropsychologischen Tests eingebauten Aggravationsfallen gestolpert ist.
c) Auch der Kreisarzt Dr. G. anerkannte neurologische Ausf�lle und sch�tzte die Arbeitsf�higkeit ab 28. Juli 1987 auf 50% und ab 15. August 1987 auf 66 2/3%. In welchem Grad und ab welchem Zeitpunkt die Arbeitsunf�higkeit f�r Leistungen des Unfallversicherers anspruchsbegr�ndend war, wird die SUVA noch festzulegen haben, sofern die weiteren Anspruchsvoraussetzungen erf�llt sind. Inwieweit die Arbeitsf�higkeit ab 1988 allenfalls aufgrund des Umstandes h�her einzusch�tzen ist, weil der Beschwerdegegner laut Gutachten der Neurologischen Klinik Z. vom 13. Januar 1989 im Jahre 1988 eine neue Stelle in der G�rtnerei I. angetreten hat und es ihm dort gesundheitlich besser gehen soll, wird die SUVA n�her zu pr�fen haben.
3. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t des Versicherten beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 115 V 134 Erw. 3, 405 Erw. 3, BGE 112 V 32 Erw. 1a mit Hinweisen).
Ob zwischen einem sch�digenden Ereignis und einer gesundheitlichen St�rung ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor�ber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der BGE 117 V 369 S. 377�berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs gen�gt f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 115 V 134 Erw. 3, 405 Erw. 3, 113 V 311 Erw. 3a und 322 Erw. 2a mit Hinweisen).
F�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt es, wenn der Unfall f�r eine bestimmte - allenfalls nach einem R�ckfall eingetretene - gesundheitliche St�rung eine Teilursache darstellt.
b) In medizinischer Hinsicht ist der Sachverhalt von kompetenten Fachleuten bereits hinreichend abgekl�rt. Es er�brigt sich daher, eine Oberexpertise einzuholen, wie dies die SUVA in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Eventualstandpunkt beantragt. Die R�ge der sachlichen Befangenheit von Prof. Ba., Direktor der Neurologischen Universit�tsklinik Z., ist schon deshalb unbegr�ndet, weil die SUVA selber bei diesem "erfahrenen Ordinarius der Neurologie" eine grunds�tzliche Stellungnahme zum Standort der Neuropsychologie im Rahmen der traditionellen neurologischen Medizin, vor allem im Zusammenhang mit der Beurteilung der Unfallkausalit�t eines psychoorganischen Syndroms, eingeholt hat.
c) Die vom Beschwerdegegner nach dem Unfall und ebenso nach dem R�ckfall geklagten Kopfschmerzen sowie die vom Arbeitgeber beschriebenen Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen sind Symptome, welche nach einem Sch�del-Hirntrauma auftreten und persistieren k�nnen. W�hrend der Beschwerdegegner vor dem Unfall als fleissiger und zuverl�ssiger Arbeiter geschildert wurde, fielen seine Leistungen danach gegen�ber dem fr�heren Niveau markant ab. Auch in seinem Wesen wurde nach dem Unfall und auch nach dem R�ckfall eine deutliche Ver�nderung festgestellt. Der Arbeitgeber f�hrte die Leistungseinbusse im wesentlichen auf die gleichen Ausf�lle zur�ck, welche auch die Neuropsychologische Abteilung der Neurologischen Klinik des Universit�tsspitals Z. festgestellt und als unfallbedingte Hirnleistungsst�rungen diagnostiziert hat. Das vorliegende Muster von Ausf�llen kann typischerweise auch nach relativ geringf�gigem Sch�del-Hirntrauma auftreten, wie es der Beschwerdegegner erlitten hat (Bericht der genannten Klinik vom 13. Juli 1987 in Verbindung mit Gutachten vom 13. Januar 1989). Wie auch Prof. Ba. in seiner Stellungnahme vom 10. Oktober 1988 best�tigte, ist bei einer neuropsychologisch diagnostizierten (bifronto-temporalen) Funktionsst�rung und stabilem Befund sowie bei Fehlen einer anderen BGE 117 V 369 S. 378Ursache am Vorliegen einer Unfallfolge nicht zu zweifeln. Sogar der Kreisarzt Dr. G. vertrat im Bericht vom 28. Juli 1987 die Auffassung, die Kausalit�t zwischen Unfall und dem Zustand nach erfolgtem R�ckfall sei gegeben. Die Tatsache, dass zwischen Unfall und R�ckfall knapp zwei Jahre vergingen, spricht angesichts der konkreten Umst�nde (u.a. Leistungsgew�hrung der SUVA bis Mitte Mai 1986 bei anschliessendem Auslandaufenthalt des Beschwerdegegners) nicht gegen die Wahrscheinlichkeit einer Kausalkette zwischen dem Unfall mit Sch�del-Hirntrauma und den sp�teren gesundheitlichen St�rungen. Entgegen dem angefochtenen Einspracheentscheid kann demnach nicht gesagt werden, dass es sich bei den als R�ckfall gemeldeten Beschwerden "nicht um mindestens wahrscheinliche Folgen" des Unfalls vom 22. Juni 1985 handle. Auch kann der Darstellung der Anstalt in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht beigepflichtet werden, dass das Unfallereignis "offensichtlich bagatell�rer Natur" gewesen sei und der Beschwerdegegner nur eine "einmalige Sch�delprellung" erlitten habe.
d) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet die SUVA haupts�chlich ein, im Vordergrund m�sse die Feststellung stehen, dass ein Bewusstseinsverlust des Beschwerdegegners nicht rechtsgen�gend erstellt sei.
Wie sich aus den Ausf�hrungen des Prof. Ba. von der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universit�tsspitals Z. sowie des Neurologen PD Dr. L., Oberarzt an dieser Klinik und Leiter der Neuropsychologischen Abteilung, ergibt, spielen das Vorliegen und die Dauer einer Bewusstlosigkeit bei den leichten Sch�deltraumen ("minor head injuries") im Bereich zwischen Commotio cerebri und Contusio cerebri keine oder nur eine sehr relative Rolle. Die Differenzierung zwischen Commotio und Contusio cerebri beruhe auf der Annahme, dass es bei einer Commotio cerebri zu keiner Hirnsubstanzsch�digung komme, eine Contusio aber mit einer strukturellen Hirnsch�digung einhergehe. Diese weitgehend klinische Unterscheidung sei von praktischem Wert, werde aber nicht allen F�llen gerecht. Auch die neuerdings durch Computertomographie und Magnetresonanz-Tomographie erg�nzte Diagnostik habe zu keiner entscheidenden Verbesserung der diagnostischen Situation beigetragen. Man wisse seit langem, dass leichte Sch�deltraumen, die klinisch als Commotio cerebri zu interpretieren seien, zu hirnanatomischen Ver�nderungen in Form kleiner perivascul�rer Blutungen und axonaler Sch�digungen f�hren BGE 117 V 369 S. 379k�nnten und damit die Kriterien einer Contusio cerebri erf�llten. Bei diesen Versicherten seien gelegentlich leichte EEG-Ver�nderungen registrierbar. Die computertomographischen Untersuchungen seien unauff�llig, dagegen zeigten die neuropsychologischen Abkl�rungen eindeutige Hirnleistungsst�rungen. Der neuropsychologische Befund sei daher in diesen Situationen der einzig verl�ssliche Parameter.
Es besteht kein Anlass, die Richtigkeit dieser fach�rztlichen Ausf�hrungen �ber die leichten Sch�deltraumen, wozu der vorliegende Fall z�hlt, in Zweifel zu ziehen. Die Frage, ob und wie lange beim Beschwerdegegner nach dem Unfall eine Bewusstlosigkeit, eine Bewusstseinsst�rung oder eine Benommenheit bestanden hat, kann daher offenbleiben.
e) Die SUVA begr�ndet die Leistungsablehnung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausserdem u.a. mit dem Fehlen einer "fassbaren" traumatischen Hirnfunktionsst�rung. Soweit sich dieser Einwand auf den direkten Kausalnachweis mittels apparativer Untersuchungsmethoden bezieht, ist folgendes festzuhalten: Zur Beantwortung von medizinischen Kausalit�tsfragen ist die Verwaltung und im Streitfall der Sozialversicherungsrichter auf Erkenntnisse von �rzten angewiesen, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse den Entscheidungsorganen zur Verf�gung zu stellen (vgl. BGE 112 V 32 Erw. 1a). F�r den Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt im Sozialversicherungsrecht in der Regel der Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 115 V 134 Erw. 3, 405 Erw. 3). Die Unfallkausalit�t muss somit nicht mit (medizinisch-)wissenschaftlicher Genauigkeit zwingend nachgewiesen sein; es gen�gt, dass die �berwiegende Wahrscheinlichkeit f�r einen bestimmten Kausalverlauf spricht. Was in dieser Hinsicht nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung f�r das private Haftpflichtrecht gilt (BGE BGE 107 II 272 Erw. 1b und 430), hat erst recht f�r das soziale Unfallversicherungsrecht Geltung. Die Anforderungen an den Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs in Medizin und Recht m�ssen folglich nicht immer g�nzlich deckungsgleich sein. Deshalb kann es vorkommen, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang aufgrund (unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, obwohl im Einzelfall ein strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht zu erbringen ist. Von einer solchen Unterscheidung geht die Rechtsprechung auch in anderem Zusammenhang aus (vgl. BGE 105 V 230 Erw. 4a sowie BGE 117 V 369 S. 380111 V 189 Erw. 3b betreffend Art. 5 Abs. 1 MVG bzw. Art. 7 Abs. 1 IVG).
Damit wird der Stellenwert medizinischer Erkenntnisse als unabdingbare Grundlage f�r die Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs als einer Tatfrage nicht verkannt. Im Rahmen freier rechtlicher Beweisw�rdigung haben die Verwaltung und im Streitfall der Richter indessen alle medizinischen Berichte zu w�rdigen, und zwar auch solche, welche die Wahrscheinlichkeit der nat�rlichen Kausalit�t nicht allein vom sicheren Nachweis neurologischer Ausf�lle oder entsprechender Befunde mittels bildgebender Untersuchungsmethoden wie Computertomogrammen usw. abh�ngig machen. Dies hat nach dem Gesagten dort zu gelten, wo der Natur der Sache nach ein direkter wissenschaftlicher Beweis im Einzelfall (noch) nicht gef�hrt werden kann (vgl. LGVE 1984 II Nr. 29 S. 195), so etwa bei Unf�llen mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa) oder Sch�del-Hirntrauma. Wie die SUVA in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung 59, November 1986, S. 7 selber darlegt, kann in vielen F�llen "gerade der computertomographische oder der neurologische Befund ... negativ sein, und dennoch k�nnen erhebliche psychoorganische St�rungen vorliegen. Diese St�rungen werden in der Praxis oft �bersehen, wenn das Verhalten des Patienten im Alltag im allgemeinen unauff�llig ist. Es sind die typischen Folgen nach einer gedeckten Sch�delhirnverletzung wie Konzentrationsst�rungen, Frischged�chtnisst�rungen und St�rungen der Handlungsplanung, die sich oft nur nach l�ngerer Zeit Belastung im Beruf bemerkbar machen ... Auch wenn keine motorischen oder sensiblen Ausf�lle mehr vorliegen, sind psychoorganische Defizite die h�ufigsten Befunde nach Hirnverletzungen." In derartigen F�llen k�nnen im Rahmen der Anamnese oder erg�nzend auch nicht�rztliche Ausk�nfte, wie beispielsweise von Arbeitgebern, �ber Leistung und Verhalten des Versicherten vor und nach dem Unfall in die Beweisw�rdigung einbezogen werden.
f) Was die Kausalit�tsbeurteilung auf der Grundlage neuropsychologischer Testuntersuchungen im besonderen betrifft, bestritt die SUVA im vorinstanzlichen Verfahren die Verl�sslichkeit bzw. "Alleinzust�ndigkeit" der neuropsychologischen Disziplin f�r die Abkl�rung von Unfallkausalit�ten. Bereits in dem in BGE 117 V 359 publizierten Fall zum Schleudertrauma der Halswirbels�ule hatte die SUVA geltend gemacht, dass die Neuropsychologie allein keinen strikten Nachweis f�r die Unfallkausalit�t von BGE 117 V 369 S. 381Hirnleistungsst�rungen erbringen k�nne. Anders als in jenem Fall ist vorliegend auf diesen Einwand einzugehen.
In der SUVA-�rztlichen Beurteilung "Stellenwert der Neuropsychologie" vom 24. August 1989 wird zusammenfassend festgehalten, dass die Neuropsychologie heute eine selbst�ndige, wissenschaftlich gut fundierte und international anerkannte Disziplin sei, die in den H�nden von speziell ausgebildeten und seri�sen Fachleuten in der Regel zuverl�ssige Aussagen �ber Hirnleistungen, besonders im kognitiven Bereich, sowie �ber allf�llige Wesensver�nderungen machen k�nne. In der Regel erlaube sie die Erkennung typischerweise heterogener Muster (besondere Leistungsprofile) bei traumatischen Hirnverletzungen, die sie damit von diffuseren, allgemeineren Leistungshemmungen abzugrenzen verm�ge. Sie sei deshalb heute in der Hirntraumatologie unverzichtbar, weil neuropsychologische St�rungen nach gedeckten Sch�del-Hirntraumen im Gegensatz zu organneurologischen Symptomen bei weitem die h�ufigsten Unfallfolgen darstellten. Indes ergebe die neuropsychologische Testuntersuchung allein nicht ausreichend Aufschluss �ber die Kausalit�tsfrage, sondern sie m�sse dazu die gesamte Vorgeschichte, den Unfallhergang mit den relevanten Daten sowie die Dynamik des Heil- und Rehabilitationsverlaufes mitber�cksichtigen. Zum Vorwissen f�r eine umfassende neuropsychologische Beurteilung geh�rten u.a. die Ergebnisse der technischen Untersuchungen mittels moderner bildgebender Verfahren. Dazu sei aber zu bemerken, dass auch mehrfache Normalbefunde solcher Untersuchungen, besonders der bildgebenden Verfahren, eine substantielle Hirnsch�digung (morphologisch fassbare Sch�digung oder Defekt des Gehirngewebes) nicht auszuschliessen verm�chten; solche F�lle w�rden indessen die Verantwortung des Neuropsychologen f�r eine sorgf�ltige differentialdiagnostische Abw�gung steigern (vgl. auch Mitteilung der Medizinischen Abteilung der SUVA 63, November 1990, S. 42 ff.). Schon fr�her hat die SUVA im Zusammenhang mit der Frage der Notwendigkeit neuropsychologischer Testung nach leichtem Sch�del-Hirntrauma ausgef�hrt, die Beurteilung psychischer und neuropsychologischer Unfallfolgen werde bei ihr vor allem durch den Neuropsychologischen Dienst der Rehabilitationsklinik B. durchgef�hrt und bilde einen wertvollen Mosaikstein in der Gesamtbeurteilung bleibender Defizite nach Hirnverletzungen, die sich auf neurologische, neuroradiologische, neuropsychologische und eventuell otoneurologische Daten st�tze BGE 117 V 369 S. 382(Mitteilung der Medizinischen Abteilung der SUVA 59, November 1986, S. 7).
Aufgrund dieser medizinischen Gegebenheiten ist kein Grund ersichtlich, die neuropsychologische Diagnostik bei der Kausalit�tsbeurteilung grunds�tzlich unbeachtet zu lassen. Hiezu besteht in beweisrechtlicher Hinsicht jedenfalls so lange kein Anlass, als - wie im vorliegenden Fall - selbst der Spezialarzt der Neurologie im Rahmen einer Gesamtw�rdigung dem neuropsychologisch eindeutigen, nicht diffusen Befund einen Aussagewert beimisst. Die Folgerung von Prof. Ba., wonach vorliegend an der Unfallkausalit�t nicht zu zweifeln sei, ist schl�ssig und vermag zu �berzeugen. Auf diese fach�rztliche Beurteilung ist abzustellen.
4. a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der damit verursachten Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Dieser Voraussetzung als einer Rechtsfrage (BGE 112 V 33 Erw. 1b) kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 115 V 142 Erw. 7 in fine).
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 115 V 135 Erw. 4a und 405 Erw. 4a, BGE 113 V 312 Erw. 3b und 323 Erw. 2b, BGE 112 V 33 Erw. 1b, BGE 109 V 152 Erw. 3a, BGE 107 V 176 Erw. 4b, je mit Hinweisen).
b) Aufgrund der medizinischen Abkl�rungen sind im vorliegenden Fall folgende Beschwerden ausgewiesen: Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsst�rungen mit Verlangsamung und Fehlerhaftigkeit sowie erheblichen Lern- und Ged�chtnisst�rungen, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen bzw. Lichtempfindlichkeit, L�rmempfindlichkeit, Reizbarkeit und Nervosit�t, Schlafst�rungen, Angstzust�nde und Depression sowie Wesensver�nderung. Dieses bunte Beschwerdebild entspricht weitgehend jenem, welches nach einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule h�ufig auftritt. Wenn und soweit sich wie vorliegend die Folgen eines Sch�del-Hirntraumas mit jenen eines Schleudertraumas der Halswirbels�ule vergleichen lassen, rechtfertigt es sich, die zum Schleudertrauma der Halswirbels�ule entwickelte Rechtsprechung betreffend Beurteilung des ad�quaten BGE 117 V 369 S. 383Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 366 Erw. 6 mit Hinweisen) auch hier sinngem�ss anzuwenden.
Nach dieser Rechtsprechung ist f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall f�r die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht f�llt. F�r die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzukn�pfen, wobei - ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale bzw. leichte Unf�lle einerseits, schwere Unf�lle anderseits und schliesslich der dazwischenliegende mittlere Bereich. Bei leichten Unf�llen wie z.B. einem gew�hnlichen Anschlagen des Kopfes kann der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsst�rungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unf�llen dagegen ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unf�lle geeignet, entsprechende Gesundheitssch�den zu bewirken. Bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich l�sst sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schl�ssig beantworten. Weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind im Zusammenhang mit dem Sch�del-Hirntrauma zu nennen: - besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; - ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; - Dauerbeschwerden; - �rztliche Fehlbehandlung, welche Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit.
c) Der Einbezug s�mtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtw�rdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umst�nden kann f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium gen�gen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren F�llen im mittleren Bereich zu z�hlen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium gen�gen, wenn es in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so m�ssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auf fallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht wird. Diese W�rdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien f�hrt zur Bejahung oder Verneinung des ad�quaten Kausalzusammenhangs.
5. a) Aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufes ist der vorliegende Unfall weder der Gruppe der leichten noch jener der schweren Unf�lle zuzuordnen. Er geh�rt in den mittleren Bereich. F�r die Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs sind somit weitere unfallbezogene Kriterien in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen.
b) Besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls lagen nicht vor. Der Beschwerdegegner hat einen Schrecken erlitten, wie er �blicherweise bei einem Unfall auftritt (vgl. BGE 115 V 145). Sodann liegt eine H�ufung von Beschwerden vor (Erw. 4b), wie sie nach einem Sch�del-Hirntrauma auftreten kann. Neben den jahrelang persistierenden - von der Neuropsychologischen Abteilung der Neurologischen Klinik des Universit�tsspitals Z. als hirnorganische (bifronto-temporale) Funktionsst�rung diagnostizierten - Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen fiel eine Wesensver�nderung auf. Der vor dem Unfall als fleissiger und zuverl�ssiger Arbeiter beschriebene Beschwerdegegner wurde nach dem Unfall als "einfach nicht mehr der gleiche Mensch" geschildert, wobei namentlich �ber Nervosit�t und Depression berichtet wurde. Im Vordergrund stand aus der Sicht des Arbeitgebers eine massive Verlangsamung, was neuropsychologisch ebenfalls betont wurde. In Anbetracht der H�ufung von Beschwerden und namentlich ihrer schwerwiegenden Auswirkungen BGE 117 V 369 S. 385ist im vorliegenden Fall das Kriterium der besonderen Art der Verletzung erf�llt.
Der Beschwerdegegner litt u.a. jahrelang unter starken Kopfschmerzen, welche jeweils nachmittags noch zunahmen. Damit ist auch das Kriterium der Dauerbeschwerden gegeben. Allgemein f�llt der schleppende Heilungsverlauf auf, dauerten doch die Beschwerden - abgesehen von einer l�ngeren Abwesenheit im Ausland ohne diesbez�gliche Informationen und der Zeit mit vollzeitiger Besch�ftigung von Mitte M�rz bis Ende Mai 1987 - unvermindert fort. Der Heilungsverlauf muss als schwierig im Sinne der dargelegten Rechtsprechung bezeichnet werden.
Bez�glich der Arbeitsf�higkeit als Hilfsarbeiter in der Baubranche nach dem Unfall f�llt auf, dass die SUVA sowohl ihre Verf�gung vom 2. Oktober 1985 als auch diejenige vom 9. Januar 1986 aufheben musste und mit Verf�gung vom 5. Februar 1986, welche im rechtskr�ftig gewordenen Einspracheentscheid vom 2. Mai 1986 best�tigt wurde, wie folgt festlegte: 33 1/3% ab 25. September bzw. ab 25. November 1985, der Zeit nach dem Austritt aus der Rehabilitationsklinik B., bis auf weiteres. Somit ging die SUVA unmittelbar nach dem Unfall (vom 22. Juni 1985) f�r drei Monate von einer vollen Arbeitsunf�higkeit aus, welche f�r die Folgezeit bis zum 15. Mai 1986, also w�hrend mehr als eines halben Jahres noch zwei Drittel betrug. Nach dem R�ckfall von Ende Mai/anfangs Juni 1987 lag die Arbeitsunf�higkeit im Rahmen von 20 bis 33 1/3%. F�r die im Jahre 1988 aufgenommene T�tigkeit in einer G�rtnerei ist allenfalls eine geringere Arbeitsunf�higkeit anzunehmen, weil es dem Beschwerdegegner ohne Arbeit mit dem Presslufthammer etwas besser ging, obwohl Kopfschmerzen, Schwindel und die starke L�rmempfindlichkeit andauerten. Ausmass und Dauer der beschriebenen Arbeitsunf�higkeit w�rden f�r sich allein nicht f�r die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zum Unfall sprechen.
Aufgrund einer Gesamtw�rdigung kommt dem Unfall vom 22. Juni 1985 aber eine massgebende Bedeutung f�r die nach dem R�ckfall festgestellte teilweise Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit zu, wobei das Kriterium der besonderen Art der erlittenen Verletzung besonders ins Gewicht f�llt. Der ad�quate Kausalzusammenhang muss somit bejaht werden. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher im Ergebnis zu best�tigen.
107 II 272 suite... ,
art. 11 OLAA,
Art. 6, 16 et 18 LAA,
Art. 16 Abs. 1 UVG suite... ,
Art. 5 Abs. 1 MVG,
Art. 7 Abs. 1 IVG

References: Art. 6
 art. 11
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 10
 Art. 16
 Art. 18
 Art. 11
 BGE 
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 Art. 5
 Art. 7
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in fine
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Art. 6

Art. 16

Art. 5

Art. 7