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Timestamp: 2020-04-07 07:15:53+00:00

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INSO § 207 – Einstellung mangels Masse | KPB InsO
Pape – 12. Lfg. 03.2002 – INSO § 207 – Einstellung mangels Masse
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2015 § 207 Einstellung mangels Masse
(1) 1Stellt sich nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens heraus, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken, so stellt das Insolvenzgericht das Verfahren ein. 2Die Einstellung unterbleibt, wenn ein ausreichender Geldbetrag vorgeschossen wird oder die Kosten nach § 4a gestundet werden; § 26 Abs. 3 gilt entsprechend.
(1) 1Stellt sich nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens heraus, daß die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken, so stellt das Insolvenzgericht das Verfahren ein. 2Die EinEinstellungstellung unterbleibt, wenn ein ausreichender Geldbetrag vorgeschossen wird; § 26 Abs. 3 gilt entsprechend.
Bisheriges Recht und Entwurfsregelungen: § 204 KO; § 19 Abs. 1 Nr. 3 GesO; § 317 RegE.
Literatur: Ahrendt/Struck, Kein Anfechtungsrecht des Verwalters bei Masseunzulänglichkeit?, ZInsO 2000, 264; Arnold, Das Restschuldbefreiungsverfahren nach der Insolvenzordnung von 1994, DGVZ 1996, 65; ders., Das Insolvenzverfahren für Verbraucher und Kleingewerbetreibende nach der Insolvenzordnung von 1994, DGVZ 1996, 129; Bähner, Die Prüfung der Schlußrechnung des Konkursverwalters, KTS 1991, 347; Berscheid, Arbeitsverhältnisse in der Insolvenz, 1999; Beule, Verbraucher-Entschuldungs- statt Verbraucher-Insolvenz-Verfahren, in: Festschrift Uhlenbruck, 2000, S. 539; Bork, Prozeßkostenhilfe für den Schuldner des Insolvenzverfahrens?, ZIP 1998, 1208; Bretz, Insolvenzstatistik 2000 – Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, ZInsO 2000, 641; Bruckmann, Die Rechtsprechung zur Verbraucherinsolvenz im Jahre 1999, InVo 2000, 185; Bruns, Entschuldung auf Staatskosten: Darf die Prozesskostenhilfe die materiellen Voraussetzungen für das Verbraucherinsolvenzverfahren schaffen?, NJW 1999, 3445; Delhaes, Kosten im Konkursantragsverfahren, KTS 1987, 608; Dinstühler, Die Abwicklung massearmer Insolvenzverfahren nach der Insolvenzordnung, ZIP 1998, 1697; Ehricke, Beschlüsse einer Gläubigerversammlung bei mangelnder Teilnahme der Gläubiger, NZI 2000, 57; Förster, Klartext: Verwertung vor dem Berichtstermin, ZInsO 2000, 141; Frenzel/Schmidt, Zur Bestimmung der verfahrenskostendeckenden Masse, InVo 2000, 149; Fuchs, Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der InsO und anderer Gesetze – Anmerkungen zu ausgewählten Fragen, NZI 2001, 15; ders., Verbraucherinsolvenzverfahren und Restschuldbefreiung, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1679; Gerhardt, Doch ein Konkurs im Konkurs?, ZIP 1992, 741; Göbel, Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe – Anmerkungen aus der Sicht der Schuldnerberatung, ZInsO 2000, 383; Graf-Schlicker/Remmert, Das neue Insolvenzrecht auf dem Prüfstand, ZInsO 2000, 321; Grote, Die Entscheidung über den Antrag auf Kostenstundung nach § 4a InsO, ZInsO 2002, 179, ders., Die Änderung der Insolvenzordnung durch das Insolvenzrechtsänderungsgesetz, NJW 2001, 3665; Haarmeyer, Abweisung der Verfahrenseröffnung mangels Kostendeckung nach § 26 InsO, ZInsO 2001, 103; Heinze, Prozeßkostenhilfe für den Gemeinschuldner in der Verbraucherinsolvenz, DZWIR 2000, 183; Henckel, Verbraucherinsolvenzverfahren, in: Festschrift H. F. Gaul, 1997, S. 199; ders., Die Behandlung der Neumasseschulden bei Massearmut, ZIP 1993, 1277; ders., Insolvenzrechtsreform zwischen Vollstreckungsrecht und Unternehmensrecht, in: Festschrift Merz, 1992, S. 197; Henssler, Die Rechts- und Pflichtenstellung des GmbH-Geschäftsführers nach der Einführung der Insolvenzordnung, ZInsO 1999, 121; Heyer, Der „Null-Plan“ im Verbraucherinsolvenzverfahren, JR 1996, 314; Hoffmann, Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung, 1998; Kalter, Die nachkonkursliche Vermögens- und Schuldenmasse, KTS 1980, 215; Keller, Gibt es einen Zusammenhang zwischen Masselosigkeit, Restschuldbefreiung und der Vergütung des Insolvenzverwalters, ZIP 2000, 688; Kirchhof, Das Verbraucherinsolvenzverfahren aus Gläubigersicht, ZInsO 1998, 54; Kluth, Das Verfahren bei unzulänglicher Insolvenzmasse oder ein „Himmelfahrtskommando“ für den Insolvenzverwalter, ZInsO 2000, 177; Krug, Der Verbraucherkonkurs, 1997; Maier/Krafft, Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung nach der Insolvenzordnung, BB 1997, 2173; Möhlmann, Der Nachweis der Verfahrenseinstellung im neuen Insolvenzrecht, KTS 1998, 373; Pape, Die Haftung des Insolvenzverwalters für den Kostenerstattungsanspruch des Prozessgegners, ZIP 2001, 1701; ders., Die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte in Insolvenzsachen seit In-Kraft-Treten der InsO, NJW 2001, 23; ders., Die Berücksichtigung der Anzeige der Masseinsuffizienz im Erkenntnisverfahren, ZInsO 2001, 60; ders., Zulässigkeit der Insolvenzanfechtung nach Anzeige der Masseinsuffizienz, ZIP 2001, 901; ders., Zur Prozeßkostenhilfebewilligung im Verbraucherinsolvenzverfahren; VuR 2000, 13; ders., Ein Jahr Verbraucherinsolvenz – eine Zwischenbilanz, ZIP 1999, 2037; ders., Rechtsprechung zur Bewilligung von Prozeßkostenhilfe im Verbraucherinsolvenzverfahren, BuW 1999, 666; ders., Keine Prozeßkostenhilfe für den Gesamtvollstreckungsschuldner zwecks Restschuldbefreiung?, ZIP 1997, 190; ders., Unzulässigkeit der Vollstreckung des Finanzamts bei Masseinsuffizienz, KTS 1997, 49; ders., Abweisung mangels Masse und Abwicklung masseunzulänglicher Verfahren im Anwendungsbereich der GesO (Teil A, B, C), D spezial Ost 15–16/95, S. 12, 17/95, S. 6, 18/95, S. 6; ders., Bevorzugte Befriedigung bei Masseinsuffizienz, NJW 1992, 1348; ders., Reform des Insolvenzrechts durch das Insolvenzrechtsänderungsgesetz 2001, NWB Fach 19, S. 2811; ders., Insolvenzverfahren für private Verbraucher und Kleingewerbetreibende, NWB Fach 19, S. 2405; I. Pape/G. Pape, Vorschläge zur Reform des Insolvenzverfahrens, insbesondere des Verbraucherinsolvenzverfahrens, ZIP 2000, 1553; I. Pape, Zur Finanzierung der Verfahrenskosten im Verbraucherinsolvenzverfahren, NZI 1999, 89; Rattunde/Röder, Verfahrenseröffnung und Kostendeckung, nach der Insolvenzordnung, DZWIR 1999, 309; Robrecht, Vorzeitige Löschung des Schuldners im Schuldnerverzeichnis, KTS 2000, 529; Roth, Prozessuale Rechtsfolgen der „Insolvenz in der Insolvenz“, in: Festschrift H. F. Gaul, 1997, S. 573; Runkel/Schnurbusch, Rechtsfolgen der Masseunzulänglichkeit, NZI 2000, 49; Schellberg, Das neue Insolvenzrecht, DB 2002, 307; Schmerbach/Stephan, Der Diskussionsentwurf zur Änderung der Insolvenzordnung und anderer Gesetze – Anmerkungen aus insolvenzrichterlicher Sicht, ZInsO 2000, 541; A. Schmidt, Nichts ist unmöglich: Rückkehr zum „normalen“ Insolvenzverfahren trotz angezeigter Masseunzulänglichkeit, NZI 1999, 442; Karsten Schmidt, Insolvenzordnung und Unternehmensrecht – Was bringt die Reform?, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1199; ders., Genossenschaftliche Nachschußpflicht bei Massearmut und Masselosigkeit, KTS 1997, 339; ders., Labyrinthus creditorum – Gesellschaftsrechtliche Haftung im Insolvenzverfahren nach §§ 92, 93 InsO, ZGR 1996, 209; ders., Der Konkursverwalter als Gesellschaftsorgan und als Repräsentant des Gemeinschuldners – Versuch einer Konkursverwaltertheorie für heute und morgen –, KTS 1984, 345; Schmidt-Räntsch, Verbraucherinsolvenzverfahren und Restschuldbefreiung, in: Kölner Schrift, S. 1177; Smid, Die Abwicklung masseunzulänglicher Insolvenzverfahren nach neuem Recht, WM 1998, 1313; Thomas, Mindestquote als Voraussetzung für die Restschuldbefreiung, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1763; J. Uhlenbruck, Die Rechtsfolgen der Abweisung oder Einstellung mangels Masse für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1187; W. Uhlenbruck, Gesetzesunzulänglichkeit bei Masseunzulänglichkeit, NZI 2001, 408; ders., Der „Konkurs im Konkurs“ – 50 Jahre BGH-Rechtsprechung zum Problem der Verteilungsgerechtigkeit in masselosen und massearmen Insolvenzverfahren –, in: 50 Jahre Bundesgerichtshof, Festgabe aus der Wissenschaft, 2000, S. 803; ders., Die Durchsetzung von Gläubigeransprüchen gegen eine vermögenslose GmbH und deren Organe nach geltendem und neuem Insolvenzrecht, ZIP 1996, 1641; Vallender, Insolvenzordnung – Wesentliche Änderungen durch das InsOÄndG 2001 und das Zivilprozessreformgesetz, MDR 2002, 181 f; ders., Die Reform der Reform, KTS 2001, 519; ders., Einzelzwangsvollstreckung im neuen Insolvenzrecht, ZIP 1997, 1993; Weber, Zur Problematik der Prozeßführung des Konkursverwalters, KTS 1955, 102; Wienberg/Voigt, Aufwendungen für Steuerberaterkosten bei masseunzulänglichen Insolvenzverfahren als Auslagen des Verwalters gemäß § 54 Nr. 2 InsO, ZIP 1999, 1662.
I.	Entstehungsgeschichte 1.	Regelungsdefizite des bisherigen Insolvenzrechts 2.	Ansätze zur Lösung der Probleme masseinsuffizienter Insolvenzverfahren im Gesetz 3.	Differenzierung zwischen fehlender Massekostendeckung und Unzulänglichkeit der Masse zur Befriedigung der Masseschulden 4.	Folgen der Einführung einer Stundungsregelung in §§ 4a–d II.	Normzweck III.	Hervortreten der Massekostenarmut 1.	Keine öffentliche Bekanntmachung der fehlenden Massekostendeckung 2.	Verhältnis zur Masseunzulänglichkeit im weiteren Sinne IV.	Verfahrensablauf 1.	Abwendung der Einstellung durch Zahlung eines Kostenvorschusses a)	Erstattungsanspruch bei Insolvenzverschleppung b)	Kreis der zur Vorschusszahlung Berechtigten 2.	Gegenstände der nach Absatz 2 einzuberufenden Gläubigerversammlung 3.	Verteilung des vorhandenen Barbestandes a)	Sicherstellung der Vergütung durch Vorschussentnahmen b)	Auswirkungen auf die Höhe der Vergütung c)	Kein zwingender Aus-schluss weiterer Verwertungsmaßnahmen d)	Pflicht des Verwalters zur Verteilung vorhandener Barmittel 4.	Erlass des Einstellungsbeschlusses 5.	Anfechtbarkeit des Einstellungsbeschlusses a)	Mögliche Anfechtungsgründe b)	Ablehnung der Verfahrenseinstellung V.	Auswirkungen der Massekostenarmut auf anhängige Klage- und Vollstreckungsverfahren der Massegläubiger 1.	Auswirkungen auf anhängige Erkenntnisverfahren 2.	Die Behandlung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen VI.	Haftungsrechtliche Auswirkungen VII.	Rechtsfolgen der Einstellung mangels Masse 1.	Haftung des Schuldners für Masseverbindlichkeiten 2.	Zulässigkeit von Nachtragsverteilungen nach Einstellung mangels Masse 3.	Auswirkungen auf die Befriedigung der Insolvenzgläubiger 4.	Prozessuale Auswirkungen der Verfahrenseinstellung a)	Auswirkungen auf durch die Verfahrenseröffnung unterbrochene Rechtsstreitigkeiten b)	Auswirkungen auf anhängige Rechtsstreitigkeiten des Insolvenzverwalters c)	Auswirkungen auf anhängige Anfechtungsklagen VIII. Durchführung von Restschuldbefreiungsverfahren nach Einstellung mangels Masse IX.	Auswirkungen der Einstellung mangels Masse im Gesellschaftskonkurs 1.	Abschaffung des Löschungsgesetzes 2.	Keine Pflicht zur Volliquidation trotz Masselosigkeit 3.	Praktische Folgen des Fehlens eines Zwangs zur Volliquidation X.	Sonderfall Genossenschaftsinsolvenz

References: § 207
 § 207
 § 207
 § 4
 § 26
 § 26
 § 204
 § 19
 § 317
 § 4
 § 26
 § 54