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Timestamp: 2019-12-06 18:50:33+00:00

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BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 164/88 - dejure.org
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BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 164/88 (https://dejure.org/1989,1031)
BAG, Entscheidung vom 22.06.1989 - 8 AZR 164/88 (https://dejure.org/1989,1031)
BAG, Entscheidung vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 (https://dejure.org/1989,1031)
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Durch vertragswidriges Verhalten des Arbeitgebers veranlasste Arbeitnehmerkündigung - Schadenersatz wegen Auflösungsverschuldens - Erfordernis einer rechtzeitigen fristlose Kündigung
BGB § 626 Abs. 2 Satz 1, § 628 Abs. 2
LAG Baden-Württemberg, 22.02.1988 - 10 Sa 151/87
NZA 1990, 106
BB 1990, 425
DB 1990, 433
d) Der Schadensersatzanspruch nach § 628 Abs. 2 BGB setzt weiter die Wahrung der Zwei-Wochen-Frist des § 626 Abs. 2 BGB voraus (BAG 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - AP BGB § 628 Nr. 11 = EzA BGB § 628 Nr. 17).
Folglich kann das pflichtwidrige Verhalten nicht mehr zum Anlaß einer vorzeitigen Beendigung des Vertragsverhältnisses genommen werden und damit entfällt auch der Schadensersatzanspruch gemäß § 628 Abs. 2 BGB (…zB BAG 26. Juli 2001 - 8 AZR 739/00 - aaO, zu B II 3 d der Gründe; 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - AP BGB § 628 Nr. 11 = EzA BGB § 628 Nr. 17).
Der auf Schadensersatz in Anspruch genommene Vertragspartner muß durch ein vertragswidriges schuldhaftes Verhalten die Auflösung des Arbeitsverhältnisses verursacht haben (BAG 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - AP BGB § 628 Nr. 11 = EzA BGB § 628 Nr. 17, zu 1 der Gründe).
Wie bei Arbeitgeberkündigungen ist die zweiwöchige Kündigungserklärungsfrist des § 626 Abs. 2 Satz 1 und 2 BGB einzuhalten (BAG 22.06.1989 - 8 AZR 164/88 - AP BGB § 628 Nr. 11, zu 2 b der Gründe; BAG 26.07.2001 - 8 AZR 739/00 - AP BGB § 628 Nr. 13, zu B II 3 d der Gründe; BAG 08.08.2002 - 8 AZR 574/01 - AP BGB § 628 Nr. 14, zu II 2 b dd der Gründe) .
Dabei muß das Auflösungsverschulden den Merkmalen des wichtigen Grundes i.S.v. § 626 Abs. 1 BGB entsprechen (BAG in ständiger Rechtsprechung, statt vieler: Urteil vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - AP Nr. 11 zu § 628 BGB, zu 1 der Gründe, m.w.N.).
Die Kündigung ist unwirksam, weil die Klägerin die Zweiwochenfrist des § 626 Abs. 2 BGB nicht eingehalten hat Das Auflösungsverschulden im Sinne des § 628 Abs. 2 BGB muss den Merkmalen des wichtigen Grundes § 626 Abs. 1 BGB entsprechen und die Ausschlussfrist des § 626 Abs. 2 BGB wahren (BAG Urteil vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - EzA § 628 BGB Nr. 17).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (vgl. Urteil vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 164/88 - AP Nr. 11 zu § 628 BGB, m.w.N.) ist die Norm entsprechend anwendbar, wenn die außerordentliche Kündigung aufgrund eines solchen Verhaltens gerechtfertigt gewesen wäre, die Vertragsauflösung aber in anderer Weise, etwa durch einen Aufhebungsvertrag, bewirkt wurde; entscheidend ist nicht die Form der Vertragsbeendigung, sondern der Anlaß.
Zahlung einer Abfindung aus dem Sozialplan i.R.d. Verlegung des Standortes
LAG Baden-Württemberg, 05.03.2001 - 15 Sa 160/00

References: § 626
 § 628
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