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Timestamp: 2020-08-13 23:16:03+00:00

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Aktuelles – Seite 2 – Fördekanzlei
Mit Urteil vom 10. September 2019 – XI ZR 7/19 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine in AGB einer Sparkasse enthaltene Klausel „Bearbeitungsentgelt für Treuhandaufträge Ablösung Kundendarlehen 100,00 €“ als Preisnebenabrede der Kontrolle nach § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unterliegt und unwirksam ist. Dies dürfte für sinngemäß gleiche Klauseln anderer Geldinstitute entsprechend gelten.
Pressemitteilung des BGH Nr. 117/2019 vom 10.09.2019
Leider scheinen die grundsätzlichen Probleme mit der Sicherheit beim holprigen Start des BEA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach) das nötige Bewusstsein für einen besseren Start des BEN (besonderen elektronisches Notarpostfach) nicht geschaffen zu haben, denn auch mit der Sicherheit und Verfügbarkeit des BEN scheint es grundlegende konzeptionelle Probleme zu geben, wie sich aus Antworten der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage ergibt, die von Heise berichtet werden. Insbesondere haben es „keinen Anlass“ für Sicherheits-Audits gegeben.
Das Bundesverwaltungsgericht hat in Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, dass bei einem gelegentlichen Cannabiskonsumenten, der erstmalig ein Kraftfahrzeug unter Cannabiseinfluss geführt hat (mehr als 1 ng/ml THC im Blut) nicht ohne Weiteres von fehlender Fahreignung und damit zwingendem Entzug der Fahrerlaubnis auszugehen ist. Vielmehr ergeben sich daraus (nur) Bedenken an der Fahreignung, so dass die Fahrerlaubnisbehörde im Rahmen ihres Ermessens zunächst über die Einholung eines medizinisch-psychologischen Gutachens zu entscheiden hat.
Bundesverwaltungsgericht Pressemitteilung Nr. 29/2019
Im Bußgeldrechner der Verkehrsanwälte können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, welche Folgen ordnungswidriges Verhalten im Straßenverkehr haben kann.
Nachdem die Musterfeststellungsklage gegen VW wegen der bekannten Problematik durch Software manipulierter Abgaswerte bei Dieselmotoren EA189 auf Prüfständen durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände wie angekündigt eingereicht wurde, ist nun auf die Eintragung im Klageregister für Betroffene möglich.
Die öffentliche Bekanntmachung mit den Verfahrensdaten und einem Formular zur Anmeldung sowie eine Ausfüllhilfe finden Sie unter Bekanntmachung der Musterfeststellungsklage VW.
Im Hinblick auf die Entscheidung des EUGH v. 05.06.18 und die Entschließung der Konferenz der Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder, wonach ein rechtskonformer Betrieb von „Fanpages“ (Unternehmensseiten) auf Facebook zur Zeit nicht möglich sei, weil weder die Erfüllung der Informationspflichten durch die Betreiber noch die wegen des Tracking durch Facebook notwendige Einholung vorheriger Zustimmung der Besucher (auch unregistrierter) möglich ist, haben wir unsere Facebookseite deaktiviert. Sobald Facebook Lösungen zur Erfüllung der datenschutzrechtlichen Vorgaben für Unternehmensseiten zur Verfügung stellt, wird die Seite nach entsprechender Anpassung wieder aktiviert werden. Das geltende Recht halten wir selbstverständlich ein.
Die vom Notar zu erhebenden Gebühren sind öffentlich-rechtlicher Natur und daher grundsätzlich jeglicher abweichender Vereinbarung zur Höhe entzogen. Erhebt der Notar aufgrund einer Vereinbarung, die ihm weitere Beurkundungsaufträge gegen Erhebung nur eines Teils der gesetzlichen Gebühren zusichert, die Gebühren nicht in voller Höhe, liegt ein strafbares Verhalten der Beteiligten wegen Bestechung/Bestechlichkeit vor. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Gebührenrechnung von vornherein nur einen Teilbetrag der entstandenen Gebühren beinhaltet oder die Gebührenrechnung die Gebühren in zutreffender Höhe enthält, aber dem Kostenschuldner zugesichert wurde, hiervon nur einen Teilbetrag tatsächlich geltend zu machen.
BGH, Urteil v. 22.03.2018, Az. 5 StR 566/17
Nach einer Reihe unterschiedlicher Urteile bei Amts-, Land- und Oberlandesgerichten hat der BGH in seiner heute verkündeten Entscheidung Dashcam Videos grundsätzlich als Beweismittel im zivilrechtlichen Verfahren zur Klärung der Haftung als Grundlage eines Schadenersatzanspruchs für zulässig gehalten. Zwar bestünden datenschutzrechtliche Bedenken (da im konkreten Fall eine rechtswidrige anlasslose dauerhafte Aufzeichnung erfolgt war), die jedoch einer Verwertung im Zivilprozess nicht entgegen stünden, da es um Vorgänge im öffentlichen Verkehrsraum gehe, die ohnehin öffentlicher Wahrnehmung ausgesetzt seien und zudem aufgrund der Schnelligkeit des Verkehrsgeschehens Aufklärung auf andere Weise oft nicht zu erlangen sei. Eine generelle anlasslose Aufzeichnung sei allerdings unzulässig, dem könne jedoch durch kurzfristiges Überschreiben der Aufnahmen und deren dauerhafte Speicherung nur durch manuellen oder automatischen Eingriff bei einem Unfallereignis Rechnung getragen werden. Gerichte werden auch künftig eine Abwägung zwischen datenschutzrechtlichen Belangen und dem Aufklärungsinteresse vornehmen müssen; diese wird unter Berücksichtigung der vom BGH herangezogenen Kriterien bei Verkehrsunfällen in aller Regel zur Verwertbarkeit von Dashcam Aufnahmen führen; in jedem Fall dann, wenn es sich um eine den Kriterien des BGH entsprechende nur anlassbezogene Speicherung handelt.
Pressemitteilung des BGH v. 15.05.2018
Urteil des BGH (aufrufbar nach Veröffentlichung)
Seit dem 01. Januar 2018 gelten die durch das „Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung“ eingetretenen gesetzlichen Änderungen mit denen erstmals besondere Regelungen insbesondere zum Bau- und Bauträgervertrag sowie zum Architekten- und Ingenieurvertrag in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) aufgenommen wurden. Zugleich wurden auch Bestimmungen zum Verbraucherbauvertrag und zur Haftung des Baustofflieferanten aufgenommen.
Die Neuregelungen sind von erheblicher praktischer Bedeutung für alle mit derartigen Verträgen befassten Beteiligten sowohl beim Vertragsschluss, für AGB-Regelungen als auch im Rahmen der Vertragsabwicklung und evtl. Mängelhaftung oder sonstiger Ansprüche. Wir empfehlen daher dringend die Befassung mit den eingetretenen gesetzlichen Änderungen und stehen für Fragen und Hilfe gerne zur Verfügung.
Fordert der Vermieter eine Nachzahlung auf vom Mieter vertragsgemäß zu übernehmende Betriebskosten liegt die Darlegungs- und Beweislast für die Richtigkeit der erhobenen Forderung beim Vermieter. Es obliegt nicht den die Höhe bestreitenden Mieter objektive Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Nachzahlung vorzutragen. Vielmehr muss das Gericht sich zunächst von der Zuverlässigkeit und Korrektheit der vom Vermieter vorgenommenen Verbrauchserfassung, Zusammenstellung und Verteilung überzeugen.
Verweigert der Vermieter zudem dem Mieter die von diesem geforderte Einsicht in die Einzelverbrauchsdaten der übrigen zum gemeinsam versorgten Objekt gehörenden Mieter, besteht keine Pflicht des Mieter zur Leistung der geforderten Nachzahlung.
Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs 025/2018 vom 07.02.2018
BGH Urteil vom 7. Februar 2018 – VIII ZR 189/17 (bei Erstellung dieses Beitrags noch nicht verfügbar)
Rechnungen für angebliche (Handels)registerbekanntmachungen genau prüfen!
Aktuell kursieren Anschreiben mit der Kennzeichnung „Handelsregisterbekanntmachungen“ versehen mit dem Bundesadler unter der weiteren Bezeichnung „Handelsregister für Bund und Länder“. Für angebliche Veröffentlichung des Handelsregistertextes und Eintragung wird dann ein Betrag von knapp 900 € in Ansatz gebracht.
Die Aufmachung will offenbar den Eindruck erwecken, es handele sich um Kosten für eine Registereintragung. Bei genauem Lesen des Textes handelt es sich aber nur um ein Angebot für eine angebliche Aufnahme in eine Datenbank des angeblichen Unternehmens „Unternehmens- und Handelsregister Deutschland“, wobei die genannte Internet-Adresse keine Informationen enthält oder gar nicht vergeben ist. Der flüchtige Leser mag dadurch veranlasst werden, den ausgewiesenen Betrag zu zahlen in der Annahme, es handele sich um eine berechtigte Forderung im Zusammenhang mit im Handelsregister eintragungspflichtigen Änderungen. Eine ähnliche „Masche“ ist auch im Bereich Gewerberegister verbreitet. Es ist dringend zu empfehlen, alle Schreiben mit angeblichen Forderungen für Eintragungen, Bekanntmachungen o. ä. sorgfältig zu prüfen, ob es sich wirklich um Rechnungen oder Gebühren für beauftragte Leistungen handelt oder versucht wird, dem Empfänger ein Angebot unterzuschieben und diesen zu Zahlungen oder einer Annahme durch Zahlung zu verleiten.
Bei Unsicherheit bzgl. der Berechtigung derartiger Schreiben stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!
Regulierungsverhalten der KH-Versicherer: Diese Versicherer knausern im Schadensfall
Eine Forsa-Umfrage unter Verkehrsrechtsanwälten zeigt unterschiedlich problematisches Regulierungsverhalten der Kfz-Haftpflichtversicherer.
Detaillierte Ergebnisse der Forsa-Umfrage
Artikel im Stern zur Umfrage

References: § 307
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