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Timestamp: 2019-07-18 12:54:30+00:00

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Rechtsprechung: 2 A 2.09 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 31.03.2011 | BVerwG, 07.02.2012
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OVG Berlin-Brandenburg, 24.02.2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,1805)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 24.02.2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,1805)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 24. Februar 2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,1805)
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Art 3 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 28 Abs 2 S 1 GG, § 47 Abs 2 S 1 VwGO, § 47 Abs 5 S 2 VwGO
Normenkontrollantrag gegen die Darstellung von Konzentrationsflächen mit Ausschlusswirkung für Windkraftanlagen in einem Teilflächennutzungsplan
Abwägung der Windenergienutzung mit konkurrierenden öffentlichen Belangen in Bezug auf die verbleibenden sog. Potenzialflächen im Flächennutzungsplan; Prüfung einer planenden Gemeinde durch Gewährleistung eines hinreichenden Flächenpotenzials für eine Windenergienutzung; Abgrenzung von "weichen und harten" Tabuzonen durch Aufstellung von Windenergieanlagen nach städtebaulichen Vorstellungen; Darstellung von Konzentrationsflächen mit Ausschlussflächen für Windkraftanlagen in dem Teilflächennutzungsplan "Windenergienutzung" der Gemeinde Wustermark; Zwingende Prüfungsreihenfolge für eine Gemeinde bei der Aufstellung eines Flächennutzungsplans nach Präzision der Anforderungen an die Abwägung durch das Bundesverwaltungsgericht
Teilflächennutzungsplan "Windenergienutzung" Wustermark
Sachlicher Teilflächennutzungsplan "Windenergienutzung" der Gemeinde Wustermark unwirksam
Windeignungsgebiete: Vom BVerwG definierte Prüfungsreihenfolge für Gemeinde zwingend! (IBR 2011, 432)
BVerwG, 31.05.2011 - 4 CN 1.11
BauR 2011, 1376
Dass Golfplatzbereiche, Wochenendhausgebiete oder Hotels und Pensionen im Außenbereich rechtlich diesen Schutzstandard hätten und damit aus Gründen des Immissionsschutzes hier eine Fläche von mehr als der dreifachen der für sonstige Außenbereichsbebauung angenommenen zwingend oder auch nur angemessen wäre, ist - schon wegen der fehlenden Erwähnung dieser Gebiete in Ziffer 6.1 der TA Lärm - jedenfalls nicht selbstverständlich, vgl. zur im Hinblick auf durch Bebauungsplan festgesetzte Wochenendhaussiedlungen zumindest diskutierten Gleichstellungsmöglichkeit mit reinen Wohngebieten nach den Umständen des Einzelfalles Stock, in: König/Roeser/ Stock, BauNVO - Kommentar, 3. Aufl. 2014, § 10 Rn. 27; offen Bischopink, in: Bönker/Bischopink, BauNVO - Kommentar, 2014, § 10 Rn. 9 ff.; zum Problem auch bereits OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 A 2/09 -, NuR 2011, 794 = juris Rn. 78, zumal eine Festsetzung durch Bebauungspläne nicht in Rede steht und offen ist, ob die Antragsgegnerin dies überhaupt beabsichtigt.
- 4 CN 1.11 -, BVerwGE 145, 231 = juris Rn. 14 unter Bezugnahme auf OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 A 2/09 - Nds. OVG, Urteil vom 3. Dezember 2015 - 12 KN 216/13 -, BauR 2016, 470, 471 f.; dies betonend auch Gatz, Windenergieanlagen, 82 f., 682; ders. jM 2015, 465, 467.
Erst, wenn er im letzten Arbeitsschritt feststellt, dass dies nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, muss er seine weichen Tabukriterien überprüfen und ggf. ändern (vgl. BVerwG…, Urteil vom 24. Januar 2008 - 4 CN 2.07 -, juris Rn. 15; Urteil des Senats vom 24. Februar 2011 - OVG 2 A 2.09 -, juris Rn. 41).
Die Beurteilung dieser Frage erfordert eine wertende Gesamtbetrachtung, die maßgeblich auf der Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse im jeweiligen Planungsraum beruht (vgl. BVerwG…, Urteil vom 24. Januar 2008 - 4 CN 2.07 -, juris Rn. 11; Urteil des Senats vom 24. Februar 2011 - OVG 2 A 2.09 -, juris Rn. 41).
Der Senat hält an seiner vom Bundesverwaltungsgericht nicht beanstandeten Rechtsprechung fest, dass Ausgangspunkt der Prüfung das Verhältnis der nach Abzug der aus rechtlichen bzw. tatsächlichen Gründen (harte Tabukriterien) für die Windenergienutzung nicht geeigneten Gebiete verbleibenden Fläche zur Fläche der im Plan festgesetzten Eignungsgebiete ist (vgl. Urteil des Senats vom 24. Februar 2011 - OVG 2 A 2.09 -, juris Rn. 60, BVerwG…, Urteil vom 13. Dezember 2012, a.a.O. Rn 19).
So gesehen und mit diesen Einschränkungen wird dem Plangeber mit der Unterteilung in "harte" und "weiche" Tabuzonen nichts Unmögliches abverlangt (vgl. BVerwG, Urt. v. 13.12.2012 - 4 CN 1.11 -, BVerwGE 145, 231, vorgehend: OVG Berlin-Bbg, Urt. v. 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, NuR 2011, 794;… BVerwG, Urt. v. 11.4.2013 - 4 CN 2.12 -, NVwZ 2013, 1017; Urt. d. Sen. v. v. 3.12.2015 - 12 KN 216/13 -, BauR 2016, 470, und v. 14.5.2014 - 12 KN 244/12 -, NuR 2014, 571).
Zwar spricht nach Auffassung des Senats Überwiegendes dafür, dass nicht nur Siedlungsbereiche selbst, sondern in einem begrenzten Maße auch Abstände zu diesen als "harte" Tabuzone betrachtet werden können (…so auch: BVerwG, Urt. v. 11.4.2013 - 4 CN 2.12 -, NVwZ 2013, 1017; Urt. d. Sen. v. 23.6.2016 - 12 KN 64/14 -, BauR 2016, 1866, und v. 14.5.2014 - 12 KN 29/13 -, NuR 2014, 654; OVG Berlin-Bbg, Urt. v. 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, NuR 2011, 794;… OVG Schl.-Holst., Urt. v. 20.1.2015 - 1 KN 18/13 -, juris;… Gatz, a. a. O., Rn. 75, a. A. wohl OVG NRW, Urt. v. 1.7.2013 - 2 D 46/12 -, NuR 2013, 831).
Dies gilt aber erkennbar nicht für jedweden "Wald", so dass die generelle Einstufung als hartes Kriterium Bedenken begegnet (vgl. Urt. d. Sen. v. 23.1.2014 - 12 KN 285/12 - Urt. v. 14.5.2014 - 12 KN 29/13 -, NuR 2014, 654; OVG NRW, Urt. v. 22.9.2015 - 10 D 82/13.NE -, ZNER 2015, 475; OVG Berlin-Bbg, Urt. v. 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, NuR 2011, 794; Thür.
vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 A 2.09 -, a.a.O., Rn. 60.; VG Hannover, Urteil vom 24. November 2011 - 4 A 4927/09 - Tyczewski, a.a.O, S. 946 f.; Gatz, a.a.O., Rn. 100 ff.
vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 A 2.09 -, a.a.O., Rn. 60.
- 4 CN 1.11 -, BVerwGE 145, 231 = juris Rn. 14 unter Bezugnahme auf OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 A 2/09 - Nds. OVG, Urteil vom 3. Dezember 2015 - 12 KN 216/13 -, BauR 2016, 470, 471 f.; dies betonend auch Gatz, Windenergieanlagen, 82 f., 682; ders. jM 2015, 465, 467; a. A. aber offenbar OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 5. Juli 2018 - 2 A 2/16 -, ZNER 2018, 550 = juris Rn. 94 ff.
So gesehen und mit diesen Einschränkungen wird dem Plangeber mit der Unterteilung in harte und weiche Tabuzonen nichts Unmögliches abverlangt (vgl. BVerwG, Urt. v. 13.12.2012 - 4 CN 1.11 -, BVerwGE 145, 231, vorgehend: OVG B-Stadt-Bbg, Urt. v. 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, NuR 2011, 794;… BVerwG, Urt. v. 11.4.2013 - 4 CN 2.12 -, NVwZ 2013, 1017;… Urt. d. Sen. v. Urt. v. 13.7.2017 - 12 KN 206/15 -, juris; v. 3.12.2015 - 12 KN 216/13 -, BauR 2016, 470, und v. 14.5.2014 - 12 KN 244/12 -, NuR 2014, 571).
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1.7.2013 - 2 D 46/12.NE -, BRS 81 Nr. 46 = BauR 2013, 1976; OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, BRS 78 Nr. 42.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.2002 - 4 C 15.01 -, BRS 65 Nr. 95 = BauR 2003, 828; Gatz, Die planerische Steuerung der Windenergienutzung in der Regional- und Flächennutzungsplanung, DVBl 2017, 461; OVG Berlin-Bbg., Urteil vom 24.2.2011 - OVG 2 A 2.09 -, BRS 78 Nr. 42 = BauR 2011, 432, m. w. N.
Will er dennoch an sämtlichen Auswahlkriterien festhalten oder ist er der Auffassung, für seinen Zuständigkeitsbereich sei es im Hinblick auf entsprechende örtliche Besonderheiten nicht möglich, eine ausgewogene Planung zu beschließen, hat er sich darauf zu beschränken, die Zulassung von Windenergie im Rahmen der Anwendung von § 35 Abs. 1 und 3 Satz 3 BauGB durch das Geltendmachen von öffentlichen Belangen im Einzelfall zu steuern und muss er auf eine planerische Steuerung nach § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB verzichten (vgl. BVerwG, Urteile vom 17.12.2002 …und vom 24.01.2008 a.a.O. und juris RdNrn. 12 und 15 sowie Urteil vom 13.03.2003 - 4 C 4.03 -juris Rd.Nr. 41; vgl. auch OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24.02.2011, a. a. O. sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 15.03.2006 - 8 A 2672/03 - juris RdNr. 78-80 und vom 19.05.2004 - 7 A 3368/02 - juris RdNr. 74).
Denn selbst wenn Größenangaben, isoliert betrachtet, insoweit als Kriterium nicht geeignet sind, sind Relationen zwischen Flächengrößen jedenfalls bei einer Gesamtbetrachtung in den Blick zu nehmen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 20.05.2010, a.a.O. 1564; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24.02.2011, a.a.O.RdNr. 54).
Für die Feststellung, dass die Planung der Windenergienutzung nicht substantiell Raum verschafft, bedarf es der Kenntnis der sog. "harten Tabuzonen" aber auch nicht zwingend (a. A. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24.02.2011 a.a.O. juris RdNr. 45).
https://dejure.org/2011,6110
BVerwG, 31.03.2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,6110)
BVerwG, Entscheidung vom 31.03.2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,6110)
BVerwG, Entscheidung vom 31. März 2011 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2011,6110)
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Schadensersatzanspruch; Bewerberauswahl; Auswahlverfahren; rechtmäßiger Abbruch; Leistungsgrundsatz; Ernennung; Ausschreibung; Stellenbesetzung; dienstliche Beurteilung; Ämterstabilität; Primäranspruch; Sekundäranspruch
Art 33 Abs 2 GG, § 75 VwGO, § 50 Abs 1 Nr 4 VwGO
Beamtenverhältnis; Schadensersatzanspruch wegen Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs bei Abbruch des Auswahlverfahrens
Abbruch eines Auswahlverfahrens aus sachlichem Grund lässt den Bewerbungsverfahrensanspruch der Bewerber untergehen und schließt einen Schadensersatzanspruch aus; Bestehen eines Bewerbungsverfahrensanspruch der Bewerber und Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs bei Abbruch eines Auswahlverfahrens aus sachlichem Grund
BVerwG, 07.02.2012 - 2 A 2.09
NVwZ 2011, 1528
Ein Schadensersatzanspruch wegen Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs ist ausgeschlossen, wenn der Dienstherr das Stellenbesetzungsverfahren aus sachlichen Gründen vor der Ernennung eines anderen Bewerbers abgebrochen hat (wie Urteil vom 31. März 2011 - BVerwG 2 A 2.09 -Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 LS und Rn. 16).
Hat der Dienstherr aber das Stellenbesetzungsverfahren aus sachlichen Gründen und damit rechtmäßig abgebrochen, bevor das Beförderungsamt durch Ernennung eines Dritten besetzt wurde, ist bereits deshalb ein Schadensersatzanspruch ausgeschlossen (Urteil vom 31. März 2011 - BVerwG 2 A 2.09 -Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 LS und Rn. 16).
In einer solchen Situation darf das bisherige Verfahren beendet werden, damit in einem anschließenden neuen Verfahren aufgrund eines aktualisierten Bewerberkreises eine dem Art. 33 Abs. 2 GG genügende Entscheidung getroffen werden kann (Urteil vom 31. März 2011 a.a.O. Rn. 16, 20).
Rechtsgrundlage dieses unabhängig vom Schadensersatzanspruch aus Amtshaftung (§ 839 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art. 34 Satz 1 GG) bestehenden Anspruchs ist das Beamtenverhältnis; eines Rückgriffs auf die Verletzung der Fürsorgepflicht bedarf es nicht (BVerfG, Kammerbeschluss vom 13. Januar 2010 - 2 BvR 811/09 - BayVBI 2010, 303; BVerwG, Urteile vom 25. August 1988 - BVerwG 2 C 51.86 - BVerwGE 80, 123 = Buchholz 237.7 § 7 NWLBG Nr. 5 S. 2 f.; vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - BVerwGE 107, 29 = Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 40 S. 3; vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - Buchholz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1; vom 17. August 2005 - BVerwG 2 C 37.04 - BVerwGE 124, 99 = Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 32 S. 28 f. und vom 31. März 2010 - BVerwG 2 A 2.09 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 Rn. 15; zum Schadensersatzanspruch von Einstellungsbewerbern: Urteil vom 25. Februar 2010 - BVerwG 2 C 22.09 - BVerwG 136, 140 = Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 45).
Dementsprechend ist der Bewerbungsverfahrensanspruch auf ein konkretes Stellenbesetzungsverfahren gerichtet und besteht grundsätzlich nur, wenn eine Ernennung oder eine diese vorherbestimmende Dienstpostenvergabe vorgenommen werden soll (BVerwG, Urteile vom 25. April 1996 - 2 C 21.95 - BVerwGE 101, 112 , vom 22. Juli 1999 - 2 C 14.98 - Buchholz 237.2 § 12 BlnLBG Nr. 3 S. 5 f. und vom 31. März 2011 - 2 A 2.09 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 Rn. 16).
Dienststellen des BND treffen die Auswahlentscheidung über die Vergabe eines höherwertigen Dienstpostens sowohl unter den dort verwendeten Soldaten (BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 2014 - 2 VR 1.14 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 65) als auch bei Ausschreibungen, die für die Gruppe der Beamten und der Soldaten eröffnet ist (BVerwG, Urteil vom 31. März 2011 - 2 A 2.09 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 Rn. 2 und 19).
Ein Bewerber um ein öffentliches Amt kann verlangen, dass der Dienstherr seine Bewerbung nur aus Gründen zurückweist, die durch den Leistungsgrundsatz oder durch andere verfassungsgemäße Vorgaben gerechtfertigt sind (…BVerwG, Urt. v. 25.10.2010, Az.: 2 C 22.09, BVerwGE 136, 140, 143, Rn. 14; BVerwG, Urt. v. 31.03.2011, Az.: 2 A 2/09, NVwZ 2011, 1528, 1529;… BVerwG, Urt. v. 19.03.2015, Az.: 2 C 12.14, BVerwGE 151, 333, 337, Rn. 15, jeweils zum Bewerbungs- bzw. Beförderungsverfahrensanspruch).
Hat der Dienstherr das Stellenbesetzungsverfahren aus sachlichen Gründen und damit rechtmäßig abgebrochen, bevor das Beförderungsamt durch Ernennung eines Dritten besetzt wurde, ist deshalb grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch ausgeschlossen (vgl. BVerwG, NVwZ 2011, 1528 zum Schadensersatzanspruch aus Art. 33.
a) Grundlage des sich unmittelbar aus Art. 33 Abs. 2 GG ergebenden Schadensersatzanspruches ist eine Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs nach Art. 33 Abs. 2 GG, das heißt der sich aus Art. 33 Abs. 2 GG, Art. 91.91 Abs. 2 SächsVerf im Rahmen des Bewerbungs- bzw. Beförderungsverfahrens ergebende Anspruch des Bewerbers, dass der Dienstherr seine Bewerbung nur aus Gründen zurückweist, die durch den Leistungsgrundsatz und andere verfassungsgemäße Vorgaben gerechtfertigt sind (…BVerwGE 136, 140, 143, Rn. 14; NVwZ 2011, 1528, 1529;… BVerwGE 151, 333, 337, Rn. 15).
Hat der Dienstherr das Stellenbesetzungsverfahren aus sachlichen Gründen und damit rechtmäßig abgebrochen, bevor das Beförderungsamt durch Ernennung eines Dritten besetzt wurde, ist bereits deshalb ein Schadensersatzanspruch ausgeschlossen (vgl. BVerwG, NVwZ 2011, 1528 zum Schadensersatzanspruch aus Art. 33 Abs. 2 GG).
Denn nur im Falle eines Abbruchs des Auswahlverfahrens aus sachlichem Grund gehe der Bewerbungsverfahrensanspruch unter und könne nicht mehr durch einen Antrag nach § 123 VwGO gesichert werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 31.3.2011 - 2 A 2/09, IÖD 2011, 170).
Sollte diese Bewertung des Beklagten zutreffen, wären mögliche (beförderungsrechtliche) Schadensersatzansprüche des Klägers ausgeschlossen (BVerwG, Urteil vom 31.3.2011 - 2 A 2/09, IÖD 2011, 170).
Da dem Kläger die Funktion des Schulleiters am Gymnasium ... nicht rückwirkend übertragen werden kann, geht es ihm in der Sache letztlich darum, im Wege eines (beamtenrechtlichen) Schadensersatzanspruchs in dienstrechtlicher, beförderungsrechtlicher und versorgungsrechtlicher Hinsicht so gestellt zu werden, als ob ihm der ausgeschriebene Beförderungsdienstposten bereits zu einem früheren Zeitpunkt übertragen worden wäre (vgl. hierzu zuletzt: BVerwG, Urteil vom 31.3.2011 - 2 A 2/09, IÖD 2011, 170).
Dementsprechend ist der Bewerbungsverfahrensanspruch auf ein konkretes Stellenbesetzungsverfahren gerichtet und besteht grundsätzlich nur, wenn eine Ernennung oder eine diese vorherbestimmende Dienstpostenvergabe vorgenommen werden soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 31. März 2011 - 2 A 2.09 -, Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 48 Rn. 16).
Ein sachlicher Grund für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens liegt beispielsweise dann vor, wenn sich der Dienstherr entschließt, mit dem Ziel der bestmöglichen Besetzung der Beförderungsstelle einen breiteren Interessentenkreis anzusprechen, weil er den einzigen Bewerber nicht uneingeschränkt für geeignet hält (vgl. BVerwG…, Urteil vom 25. April 1996 - 2 C 21/95 -, a. a. O.; Urteil vom 31. März 2011 - 2 A 2/09 -, a. a. O.) oder wenn seit der ersten Ausschreibung ein erheblicher Zeitraum verstrichen ist und der Dienstherr den Bewerberkreis aktualisieren und vergrößern will (vgl. Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 14. September 2006 - 5 ME 219/06 -, NVwZ-RR 2007, 404 [m. w. N.]) oder wenn der Dienstherr aufgrund der während des Auswahlverfahrens gewonnenen Erkenntnisse funktionsspezifische Differenzierungen des Anforderungsprofils vornimmt, um den Bewerberkreis sachbezogen einzugrenzen (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15. Januar 2003 - 1 B 2230/02 -, DÖD 2004, 205).
Dies stünde auch im Widerspruch zu dem rechtlich allgemein anerkannten berechtigten Interesse eines Beamten an einem angemessenen beruflichen Fortkommen (vgl. hierzu BVerwG…, Urteil vom 25. April 1996 - 2 C 21/95 -, a. a. O.; Urteil vom 31. März 2011 - 2 A 2/09 -, a. a. O.).
In einem solchen Fall liegt ein sachlicher Grund vor, der den Abbruch eines laufenden Ausschreibungsverfahrens rechtfertigt (vgl. BVerwG, Urteil vom 31.03.2011 - 2 A 2/09).
VG Saarlouis, 13.07.2011 - 2 L 481/11
Auswahlverfahren bei Beförderung von Beamten; Eilrechtsschutzverfahren; …
https://dejure.org/2012,40946
BVerwG, 07.02.2012 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2012,40946)
BVerwG, Entscheidung vom 07.02.2012 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2012,40946)
BVerwG, Entscheidung vom 07. Februar 2012 - 2 A 2.09 (https://dejure.org/2012,40946)
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References: § 47
 § 47
 § 10
 § 10
 § 35
 § 35
 § 75
 § 50
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 34
 § 7
 § 23
 § 10
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 § 12
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 91
 Art. 33
 § 123
 Art. 33