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Timestamp: 2019-09-20 03:24:48+00:00

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Besitz­stands­wah­rung für eine frü­he­re Leis­tungs­zu­la­ge | Rechtslupe
Besitzstandswahrung für eine frühere Leistungszulage
2. Juli 2013 Rechtslupe
Besitz­stands­wah­rung für eine frü­he­re Leis­tungs­zu­la­ge
Alle Beschäf­tig­ten, die in einem über den 31.10.2006 hin­aus unun­ter­bro­chen fort­be­stehen­den Arbeits­ver­hält­nis zu einem Mit­glied der Tarif­ge­mein­schaft der Län­der (TdL) stan­den, wur­den zum Stich­tag 1.11.2006 in den TV‑L über­ge­lei­tet, soweit sie wie die Klä­ge­rin vom Gel­tungs­be­reich die­ses Tarif­ver­trags er fasst wur­den. Das galt auch für Beschäf­tig­te, deren Arbeits­ver­hält­nis an die­sem Stich­tag ruh­te1.
Die Leis­tungs­zu­la­ge nach der Pro­to­koll­no­tiz Nr. 4 ist im TV‑L nicht mehr vor­ge­se­hen. In das Ver­gleichs­ent­gelt war sie nicht ein­zu­be­zie­hen2. Die Leis­tungs­zu­la­ge war bereits im Zeit­punkt ihrer Gewäh­rung mit Schrei­ben vom 06.02.1995 nicht mehr tarif­lich abge­si­chert und beruh­te allein auf einer über­ta­rif­li­chen Hand­ha­bung des beklag­ten Lan­des. Der Abschn. N des Teils II der Anla­ge 1a zum BAT wirk­te seit dem 1.01.1984 nur noch nach und wur­de – im Unter­schied zu den übri­gen Abschnit­ten die­ser Anla­ge, zum 1.01.1991 nicht wie­der in Kraft gesetzt. Eine tarif­li­che Absi­che­rung die­ses Ent­gelt­be­stand­teils war damit der Rege­lungs­macht der Tarif­ver­trags­par­tei­en ent­zo­gen3.
Die Zula­ge nach der Pro­to­koll­no­tiz Nr. 4 konn­te aller­dings, soweit sie mehr als 48,00 Euro im Monat betrug, soweit sie am 31.10.2006 noch gezahlt wur­de und soweit die bis­he­ri­gen Vor­aus­set­zun­gen für die Gewäh­rung fort­be­stan­den, außer­ta­rif­lich als per­sön­li­che Besitz­stands­zu­la­ge neben dem Ver­gleichs­ent­gelt wei­ter gezahlt wer­den4.
Der ÄTV vom 29.11.2000 ent­fal­te­te im Zeit­punkt sei­nes Abschlus­ses tarif­ver­trag­li­che Wir­kung und konn­te ein­zel­ver­trag­lich in Bezug genom­men wer­den. Zwar kön­nen nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts nach­wir­ken­de Tarif­ver­trä­ge nicht mit tarif­li­cher Wir­kung geän­dert wer­den, wenn die ändern­den Nor­men erst im Nach­wir­kungs­zeit­raum in Kraft tre­ten. Nach die­ser Recht­spre­chung gel­ten der­ar­ti­ge Bestim­mun­gen auch nicht auf­grund ein­zel­ver­trag­li­cher Bezug­nah­me5. Ob die­ser im Schrift­tum kri­ti­sier­ten Recht­spre­chung6 zu fol­gen ist, kann dahin­ste­hen. Der vor­lie­gen­de Fall wird von die­ser Recht­spre­chung nicht erfasst. Die Tarif­ver­trags­par­tei­en haben mit dem ÄTV vom 29.11.2000 nicht den zu die­sem Zeit­punkt immer noch ledig­lich nach­wir­ken­den Teil II Abschn. N der Anla­ge 1a zum BAT geän­dert, son­dern den seit dem 1.01.1991 wie­der in Kraft gesetz­ten Teil II Abschn. T Unter­ab­schn. I die­ser Anla­ge. Sie haben die­sen Abschnitt für Ange­stell­te im Jus­tiz­ver­wal­tungs­dienst um Ein­grup­pie­rungs­vor­schrif­ten für Ange­stell­te in Ser­vice­ein­hei­ten ergänzt.
§ 2 Nr. 2 ÄTV vom 29.11.2000 erfasst aller­dings nach dem ein­deu­ti­gen Wort­laut und Rege­lungs­zweck die­ser Vor­schrift nur die Ange­stell­ten, die bereits bei Inkraft­tre­ten die­ser Vor­schrift am 1.01.2001 in einer Ser­vice­ein­heit ein­ge­setzt waren und deren Bezü­ge sich durch die neu­en Ein­grup­pie­rungs­merk­ma­le ver­min­der­ten7. Zudem war auch für die­se Besitz­stands­re­ge­lung kei­ne Nach­fol­ge­re­ge­lung im TV‑L vor­ge­se­hen.
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 21. März 2013 – 6 AZR 401/​11
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Die Stadt­hal­le für die NPD Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in einer einst­wei­li­gen Anord­nung einer Stadt auf­ge­ge­ben, einer ent­spre­chen­den ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Ent­schei­dung Fol­ge zu leis­ten und ihre Stadt­hal­le dem Stadt­ver­band der Natio­nal­de­mo­kra­ti­schen Par­tei…
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Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid – und die Aus­set­zung des… Das Ver­fah­ren ist regel­mä­ßig aus­zu­set­zen, wenn die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid gerich­tet ist und Besteue­rungs­grund­la­gen strei­tig sind, deren abschlie­ßen­de Prü­fung dem Ver­fah­ren über einen Grund­la­gen­be­scheid…
Funk­ti­ons­zu­la­ge Schreib­dienst Die Funk­ti­ons­zu­la­ge Schreib­dienst war im Zeit­punkt der Ablö­sung des BAT durch den TVöD im Sep­tem­ber 2005 kei­ne tarif­ver­trag­lich zuste­hen­de Funk­ti­ons­zu­la­ge iSd. § 5 Abs. 2…
Kin­der­be­zo­ge­ne Besitz­stands­zu­la­ge Die kin­der­be­zo­ge­ne Besitz­stands­zu­la­ge nach § 11 TVÜ-Län­der steht einem im öffent­li­chen Dienst eines Lan­des Beschäf­tig­ten ab Janu­ar 2008 unge­ach­tet des Umstands zu, dass das Land…
Fie­berg in Fürst GKÖD Bd. IV Stand Janu­ar 2007 G § 3 TVÜ-Län­der Rn. 2; Clemens/​Scheuring/​Steingen/​Wiese TV‑L Stand Mai 2012 Teil IV/​3 TVÜ-Län­der Rn. 45; Breier/​Dassau/​Kiefer/​Thivessen TV‑L Stand Okto­ber 2006 Teil B 3 § 3 TVÜ-Län­der Rn. 2 [↩]
vgl. für die Funk­ti­ons­zu­la­ge Schreib­dienst nach der Pro­to­koll­no­tiz Nr. 3 zur Ver­gGr. VII zu Teil II Abschn. N Unter­ab­schn. I der Anla­ge 1a zum BAT BAG 19.04.2012 – 6 AZR 622/​10 – EzT­öD 400 BAT Ein­grup­pie­rung Schreib­dienst Funk­ti­ons­zu­la­ge Nr. 3 [↩]
vgl. BAG 19.04.2012 – 6 AZR 691/​10, Rn. 45, EzT­öD 400 BAT Ein­grup­pie­rung Schreib­dienst Funk­ti­ons­zu­la­ge Nr. 4 [↩]
vgl. Ziff.05.01.4 Buchst. c der Durch­füh­rungs­hin­wei­se der TdL vom 18.08.2006 [↩]
BAG 14.02.1973 – 4 AZR 176/​72, BAGE 25, 34; 7.12.1977 – 4 AZR 474/​76, AP TVG § 4 Nach­wir­kung Nr. 9 [↩]
sie­he die Nachw. zum Mei­nungs­stand in BAG 5.07.2006 – 4 AZR 381/​05, Rn. 62, BAGE 119, 1 [↩]
Clemens/​Scheuring/​Steingen/​Wiese BAT Ver­gO BL Stand Okto­ber 2003 Teil II T – Jus­tiz­dienst Erl.01.03.2 [↩]
BAG 26.07.2012 – 6 AZR 701/​10, Rn.19 [↩]
BesitzstandszulageLeistungszulageÖffentlicher DienstTV-L
Wider­ruf der Sperr­zeit­ver­kür­zung für Spiel­hal­len
Aus­lie­fe­rungs­haft – und die Begrün­dung der Fort­dau­er­ent­schei­dung
Der Zivil­pro­zess – und die Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Jus­tiz­ge­wäh­rungs­an­spruchs

References: § 2
 § 8
 § 1004
 § 5
 § 11
 § 3
 § 3
 § 4